HP 2006 02 - Hansa Flex

hansa.flex.com

HP 2006 02 - Hansa Flex

Schutzgebühr 2,00 EUR

02/06

Ausgabe 01/2006

18

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HYDRAULIKPRESSE

04

Schiff e warten nicht

Bremer Autologistiker

E. H. Harms setzt beim

Transport zwischen

Terminal und Kunde

auf HANSA-FLEX

10

Gemeinsam stark

HSW / DRESSTA und

Komatsu: Mit Hydraulik

von HANSA-FLEX

viel bewegen

Prüfung bestanden

Ingersoll-Rand in

Tschechien bescheinigt

HANSA-FLEX „Power of

Excellence“

Einsatzort Zugspitze

Mit Hochdruck im Schnee

Seite 16


INHALT | IMPRESSUM

Inhalt

Editorial 03

HSW / DRESSTA und Komatsu – gemeinsam stark 04

Kraftwerk Calbe – Auf die Palme gebracht 06

Im Gespräch mit Klaus Behr: „Geht nicht, gibt‘s nicht“ 08

Schiff e warten nicht! – Autologistiker setzt auf HANSA-FLEX 10

HANSA-FLEX Neueröff nungen 12

FLEXXPRESS verschlaucht Flugsimulator 13

HANSA-FLEX in der Schweiz 14

HANSA-FLEX Niederlassung Paderborn: Immer auf Achse 15

Einsatzort Zugspitze – Mit Hochdruck im Schnee 16

Ingersoll-Rand bescheinigt: „Power of Excellence“ – HANSA-FLEX hat’s drauf 18

Technische Informationen: Hydraulikzylinder und Dichtungstechnik 20

Quiz, Termine 22

Literatur-Tipps, Comic, Vorschau 23

02

HYDRAULIKPRESSE

Die HYDRAULIKPRESSE

ist auch in einer

englischsprachigen

Ausgabe erhältlich.

Weitere Informationen

erhalten Sie über Ihre

Niederlassung.

HINWEIS

Herausgeber:

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH

Zum Panrepel 44 · 28307 Bremen

Telefon: 0421 - 48 90 70

Telefax: 0421 - 4 89 07 48

E-Mail: info@hansa-fl ex.com

www.hansa-fl ex.com

Redaktion: Dietbert Keßler, Enrico Kieschnick,

Horst Otto (PAPP Werbeagentur)

Gestaltung: Nadine Staciwa

Druck: Berlin Druck

Fotos: S. 16/17: Kässbohrer, Zugspitzbahn AG

Verantwortlich für den Inhalt: Wolfgang Rink

Erscheinungsweise: Sechs mal jährlich

Ein Abo-Service der steht Ihnen

auf unserer Internetseite zur Verfügung.

AUSGABE FEBRUAR 2006

12. JAHRGANG


AUSGABE FEBRUAR 2006

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Die Geschäftsführer

VORWORT

Editorial

Wissen ist Macht, wer kennt diese alte Weisheit nicht. Doch was nützt alles Wissen, wenn es nicht an andere

weitergegeben wird. Das gilt besonders für Fachwissen. HANSA-FLEX hat in Bezug auf hydraulische Anlagen

und Systeme ein enormes Fachwissen. Diese Kompetenz und Erfahrung von mehr als 40 Jahren HANSA-FLEX

weiter zu geben und damit der Betriebssicherheit, der Verfügbarkeit sowie dem Schutz von Mensch und

Umwelt mit besonderer Aufmerksamkeit und fachmännischem Wissen zu dienen, ist uns ein Anliegen.

Mit dieser Initiative wollen wir Sie – unsere Kunden – mit theoretischem und praktischem Wissen rund

um die Fluidtechnik stärken und unterstützen. Deshalb haben wir das bewährte Angebot für Seminare und

Schulungsprogramme nochmals erweitert. In allen HANSA-FLEX Schulungszentren stehen erfahrene Trainer

bereit, um ihr Wissen an Sie weiter zu geben. Einen Auszug aus unserem gesamten Seminar- und Schulungsangebot

stellen wir Ihnen auf Seite 22 in dieser Ausgabe vor.

Eine Schulung soll sich für die Kunden in optimierter Verfügbarkeit bei minimierten Kosten durch Fehlervermeidung

auszahlen. Ein schönes Beispiel dafür lesen Sie auf den Seiten 20 und 21. Dort stellen wir Ihnen im

Artikel Zylindereinsatz und Dichtungstechnik einige Beispiele vor, wie Sie Störungen und damit ungeplante

Kosten vermeiden können.

Doch wir geben nicht nur unser Wissen rund um die Fluidtechnik an Kunden weiter. HANSA-FLEX ist auch

gefragter Ansprechpartner, wenn es darum geht, die Grundlagen für den Einsatz von Hydraulik in Richtlinien

und Normen an die aktuellen Entwicklungen der technischen Möglichkeiten anzupassen. HANSA-FLEX ist

auf Grund der langjährigen Erfahrungen ein gesuchter Gesprächspartner der Berufsgenossenschaften und

arbeitet in deren Ausschüssen aktiv mit. Diese befassen sich derzeit damit, die bestehenden Bestimmungen

zu überarbeiten. Seit dem Erscheinen des bisher gültigen Sicherheitsregelheftes ZH 1/74, das noch aus dem

Jahr 1988 stammt, hat es in der Fluidtechnik viele Entwicklungen gegeben, die jetzt in der Neufassung BGR

237 aufgenommen werden. So haben sich zum Beispiel die Betriebsdrücke erhöht, schärfere Umweltbestimmungen

sind in Kraft getreten und der Schutz von Mensch und Umwelt gewinnt stärker an Bedeutung.

Außerdem wurden die Haftungsbestimmungen durch Inkrafttreten der aktuellen Betriebssicherheitsverordnung

(BetrsichV) zu Lasten der Betreiber verschärft. Über all diese Themen werden wir Sie in einer der

nächsten Ausgaben der HYDRAULIKPRESSE ausführlich informieren.

Sie sehen, es bleibt auch im Jahr 2006 dabei: Wir kennen unsere Verantwortung. HANSA-FLEX wird sich

weiterhin intensiv für Sicherheit und Effi zienz im Einsatz von Fluidtechnik engagieren. Im Sinne unserer

Kunden.

Uwe Buschmann Thomas Armerding

HYDRAULIKPRESSE 03

3


04

REPORTAGE

HSW / DRESSTA und Komatsu – gemeinsam stark

Mit Hydraulik viel bewegen

Sie sind kraftvoll, robust und gelb – und weltweit

überall dort im Einsatz, wo Erde bewegt wird oder

Rohre verlegt werden. Im Tiefbau, im Kohlebergbau,

in Steinbrüchen und Kiesgruben, aber auch im Landschafts-

und Pipelinebau. Überall dort wo es hart und

schmutzig zugeht, sind HSW / DRESSTA Radlader und

Planierraupen aus Polen ein Begriff . Sie übernehmen

Aufgaben, die sich ohne Hydraulikeinsatz nicht

bewältigen ließen. Und wo Hydraulik derartig stark

beansprucht wird, ist HANSA-FLEX nicht weit. Alle

Radlader- und Planierraupen von HSW / DRESSTA

sind mit Hydraulikverbindungen von HANSA-FLEX

ausgerüstet. Eine bereits seit vielen Jahren bestehende

erfolgreiche Verbindung.

Das Unternehmen HSW / DRESSTA ist aus einer

Kooperation von Huta Stalowa Wola und Komatsu

Amerika, die mit 51 Prozent bis zur Jahreswende

die Mehrheit der Anteile hielt, hervorgegangen.

Jetzt hat der polnische Staat die 51 Prozent der Anteile

wieder von Komatsu Amerika zurück gekauft

und setzt die Erfolgsgeschichte fort. Die 1937 gegründete

polnische Stahlhütte Huta Stalowa Wola

HYDRAULIKPRESSE

(HSW) produziert seit langem Schmiedeteile für

namhafte Baumaschinenhersteller. Seit einigen

Jahrzehnten aber auch unter eigenem Namen

schwere Baumaschinen, die in den GUS-Staaten sowie

auch in Osteuropa vertrieben werden. Über den

HANSA-FLEX Vertriebsingenieur Karl-Heinz Loose,

der für das Gebiet Osteuropa zuständig ist, besteht

bereits seit mehr als 25 Jahren ein enger Kontakt zu

der Stahlhütte in Stalowa Wola.

Ein Name für Bewährtes

Huta Stalowa Wola liegt 250 Kilometer südöstlich

der polnischen Hauptstadt Warschau und rund 80

Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. In

Hochzeiten arbeiteten in der Hütte 30.000 Menschen,

inzwischen sind ca. 13.000 Mitarbeiter in

den Bereichen der Stahlproduktion und -verarbeitung

sowie mit der Produktion von Baumaschinen

und Kettenfahrzeugen beschäftigt.

Nach den politischen und wirtschaftlichen Änderungen

zu Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhun-

derts konnte sich HSW schnell zu einem modernen

Betrieb entwickeln. Schon seit den 70er Jahren

bestand zwischen der polnischen Stahlhütte eine

Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Hersteller

International Harvester Company (IHC) bei

der Produktion von Baumaschinen. Diese wurde

Anfang der 90er Jahre durch ein Joint Venture mit

dem amerikanischen Baumaschinenhersteller

Komatsu America International ersetzt. In einer

eigenen Abteilung werden bei HSW seit 1990 unter

dem Markennamen HSW / DRESSTA / Komatsu

schwere Baumaschinen für den Tiefbau hergestellt,

die von HSW / DRESSTA im internationalen Markt

vertrieben werden. Eine eigene Abteilung in dem

Unternehmen ist für die Entwicklung, das Design

und die Produktion der Baumaschinen zuständig.

Neben dem Vertrieb der HSW / DRESSTA Radlader

und Planierraupen ist das Unternehmen auch

verantwortlich für den Einkauf sämtlicher Komponenten,

Schlauchleitungen, Verschraubungen und

Rohrleitungen die nicht bei HSW selbst gefertigt

werden können. HANSA-FLEX ist bei HSW / DRES-

STA sowohl in der Erstausrüstung als auch im Ersatzteilgeschäft

engagiert.

Extremste Anforderungen

weltweit

HSW / DRESSTA Radlader, Planierraupen und Rohrverleger

aller Größen werden für den Tiefbau, die

Arbeit im Steinbruch, Kohlebergbau, Kiesgruben

und Minen sowie für den Pipelinebau produziert.

Eingesetzt werden die kraftvollen, bis zu 520 PSstarken

Baumaschinen weltweit unter extremen

Bedingungen und bei stark schwankenden klimatischen

Verhältnissen. Mit vielfältiger Zusatzausrüstung

können die Baumaschinen des polnischen

Herstellers für jede spezielle Anwendung aus- und

umgerüstet werden.

Die Baumaschinen sind mit weit über den geforderten

Standard an Hydrauliksystemen ausgestattet,

die im täglichen Einsatz besonders beansprucht

werden. Staub, Steinschläge, feiner Kies, Hitze und

Frost machen den Schlauchleitungen unter diesen

AUSGABE FEBRUAR 2006


HANSA-FLEX Sp. z o.o.

ul. Dàbrowskiego 560 · 60-451 Poznań · Polen

Telefon: +48- 61 -6527337

Fax: +48 - 61 -6527338

E-Mail: poz@hansa-fl ex.com

extremen Einsatzbedingungen zu schaff en, schwere

Böden beanspruchen den Hebemechanismus

der bis zu 5 Meter weiten und rund 5,7 Kubikmeter

Erde fassenden Schaufeln; deren außen liegende

Hydraulikrohrleitungen und Schlauchleitungen

sorgfältig gegen Einfl üsse wie zum Beispiel Stöße

und Steinschlag geschützt sind. Während des Einsatzes

wechseln sich kurze Belastungstakte unter

Hochdruck mit ständiger Volllast ab. Die Hydraulik

– und das gilt auch für die hydraulischen Bremsen

– ist also permanent höchster Beanspruchung

ausgesetzt. Und dennoch muss alles problemlos

funktionieren. Die HSW / DRESSTA Radlader und

Raupen sind so konstruiert, dass sie trotz aller Technik

leicht bedient und per hydrostatischem Antrieb

manövriert werden können. Selbst die größten

Radlader und Planierraupen sind nur noch mit

hydrostatischem Antrieb ausgerüstet. Modulare

Antriebssysteme erleichtern den Austausch von

Komponenten.

Geprüft und für gut befunden

Wesentliche Bauteile der HSW / DRESSTA Baumaschinen

produziert HSW mit eigener Technik, der

Getriebetechnik und dem Werkzeugbau selbst. Von

Ausrüstern zugelieferte Teile müssen hohe Anforde-

AUSGABE FEBRUAR 2006

rungen erfüllen und werden strengsten Prüfungen

unterzogen.

HANSA-FLEX hat sich die Freigabe als Lieferant

für Schlauchleitungen in der Erstausrüstung aller

HSW / DRESSTA Radlader und Planierraupen durch

entsprechende Bemusterungs- und Qualitätsanforderungen

erarbeitet. HSW / DRESSTA legt großen

Wert darauf, dass alle Zulieferer die sehr hohen

Standards erfüllen. Dabei wendet das polnische

REPORTAGE

Unternehmen die hohen Maßstäbe der strengen

amerikanischen Komatsu-Normen an, die weltweit

zu den strengsten und konsequentesten Prüfnormen

gehören. Alle gelieferten Produkte werden

genauestens daraufhin überprüft, ob sie der geforderten

Qualität entsprechen, die im so genannten

Pfl ichtenheft exakt dokumentiert sind. Darin ist

festgelegt, welche Schlauchleitungen in welchen

Qualitäten geliefert werden müssen. Nur derartig

zugelassene Teile dürfen in die Produktion gehen.

HANSA-FLEX ist für die HSW / DRESSTA Baumaschinen

nicht nur als Lieferant für die Erstausrüstung,

sondern auch für das Ersatzteilgeschäft

gelistet. Das HANSA-FLEX Team der Niederlassung

in Poznań/Polen betreut gemeinsam mit dem Vertriebsingenieur

Karl-Heinz Loose aus Bremen den

polnischen Baumaschinenhersteller. Die Niederlassung

sorgt dafür, dass im täglichen Geschäft von

der Anfrage, Bemusterungen, dem Angebot, der

Auftragsannahme über die Produktionsplanung bis

zur Abrechnung mit dem Kunden alles reibungslos

läuft. HANSA-FLEX Mitarbeiter Maciej Szulc organisiert

die Arbeit in der Niederlassung Poznań,

von wo aus alle HANSA-FLEX Produkte für HSW /

DRESSTA bereit gestellt werden. Dabei kann sich

die polnische Niederlassung auf das Zentrallager in

Bremen stützen und somit eine absolute Liefersicherheit

gewährleisten.

HYDRAULIKPRESSE 055


606

REPORTAGE

Kraftwerk Calbe

Auf die Palme gebracht

Energie und eine sichere Energieversorgung stehen

gerade in diesen Tagen in der gesellschaftlichen

Diskussion. Die Rohstoff reserven gehen weltweit zur

Neige. Welche Energie ist auch morgen noch sicher

und kann auch in Zukunft für Wärme und Wohlbehagen

sorgen? Wie können regenerative Energiequellen

genutzt und dabei gleichzeitig die Energiekosten im

Griff behalten werden? Solche Fragen beschäftigen

nicht nur Verbraucher, sondern auch Kraftwerksbetreiber.

Denn nur effi ziente Kraftwerke können Energie

in Zukunft noch erschwinglich, umweltfreundlich

und sicher produzieren. Zu einem solch leistungsfähigen

Kraftwerk ist kürzlich das Kraftwerk Calbe

mit Unterstützung durch HANSA-FLEX umgerüstet

worden.

Der Kraftwerksbetreiber in Calbe stellt sich den zukünftigen

Anforderungen an der Energieversorgung

und setzt auf den Einsatz von Pfl anzenöl. Anfang

Juli beauftragte die EWR Energiewerke GmbH & Co.

Motorheizkraftwerk Calbe GmbH das HANSA-FLEX

Rohrbiegezentrum in Schönebeck damit, die Kraftstoff

versorgung der Motoren im Kraftwerk für den

Betrieb mit naturbelassenem Pfl anzenöl, insbesondere

Palmöl, umzurüsten. Die gekoppelte Erzeugung

von Strom und Wärme durch die Verwendung

von CO 2 -neutralem naturbelassenem Pfl anzenöl ist

ein entscheidender Beitrag zu einer umweltfreundlichen

Energieerzeugung. Pfl anzenöl nimmt im

Bereich der fl üssigen regenerativen Energiequellen

eine dominierende Stellung ein. Gleichzeitig behält

der Einsatz von Palmöl die Energiekosten im Griff .

Das Energiekraftwerk in Calbe wurde 1995/96

HYDRAULIKPRESSE

errichtet und verkörpert als Blockheizkraftwerk

(BHKW) den modernsten Stand der Technik auf

diesem Gebiet. Ein BHKW ist eine kleinere, kompakte

Anlage zur Strom- und Wärmeerzeugung.

Die meisten BHKW werden mit Erdgas betrieben;

andere setzen auch Heizöl, Biodiesel, Biogas oder

eben Pfl anzenöl ein. Die Energie aus dem jeweiligen

Brennstoff wandelt das BHKW in Strom und

Wärme um, die vor Ort abgegeben werden.

Die Anlage in Calbe setzt sich aus zwei Zwölfzylinder-Diesel-Gas-Motoren

und einer Spitzenkesselanlage

zusammen. Die Motoren haben eine instal-

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH

Rohrbiegezentrum

Grundweg 65 · 39218 Schönebeck

Telefon: +49 - 39 28 - 42 99 84

Telefax: +49 - 39 28 - 42 99 83

E-Mail: bro@hansa-fl ex.com

lierte elektrische Gesamtleistung von 10 MW bei

einer gleichzeitigen thermischen Leistung von 10

MW Heißwasser. Die Kesselanlage besteht aus drei

9-MW-Heißwassererzeuger mit einer maximalen

Temperatur von 130° C. Derartig ausgerüstet versorgt

das Kraftwerk durch ein modernes, fünf Kilometer

langes Heißwasser-Fernwärmenetz gewerbliche

und kommunale Einrichtungen sowie 1.800

Wohnungen zuverlässig, preisgünstig und sauber

mit Wärme. Der gleichzeitig mit der Wärmeerzeugung

durch Kraft-Wärme-Kopplung produzierte

Strom wird an den Elektro-Energieversorger EON-

Avacon geliefert.

Sauber gebogen und verrohrt

Kraftwerksleiter Jörg Schmechel hatte sich für

HANSA-FLEX entschieden, denn zu HANSA-FLEX

bestand über Außendienstmitarbeiter Bernd Krüger

bereits eine langjährige gute Zusammenarbeit

über die Lieferung von Hydraulikschlauchleitungen

und Kompensatoren. Das Rohrbiegezentrum Schönebeck

hatte bereits die erste Versuchsanlage für

den Betrieb der Kraftwerksmotoren mit Pfl anzenöl

erfolgreich verrohrt. Natürlich spielte auch die un-

AUSGABE FEBRUAR 2006


mittelbare Nähe zum Rohrbiegezentrum eine Rolle

bei der Auftragsvergabe.

Der Nachfolgeauftrag betraf nun die Verlegung der

Kraftstoff zuleitung und umfasste insgesamt 35

Rohre (PR 50x3 und PR 42x2,5) mit Kugelhähnen,

Rückschlagventilen, T-Stücken und Verbindern, die

vom Tagestank über das Boostersystem und Filteranlagen

zu den Motoren führen. Dabei kam es

darauf an, besonders sauber gebogene Rohre mit

möglichst wenig Schweißnähten anzufertigen, um

Verschmutzungen zu minimieren.

Palmöl

Palmöl ist vorwiegend gesättigtes Öl der Ölpalme,

das aus dem Fruchtfl eisch gepresst wird. Als

Rohstoff wird Palmöl unter anderen bei der Herstellung

von Margarine, Süßigkeiten, Kosmetika,

Seife und Waschmittel sowie für technische

Fette verwendet. Außerdem eignet sich Palmöl

als Ausgangsstoff für die Herstellung von Biodiesel,

der ebenfalls in Block heizkraftwerken

als Energiequelle verwendet werden kann.

AUSGABE FEBRUAR 2006

Als Projektverantwortlicher kümmerte sich

HANSA-FLEX Außendienstmitarbeiter Karsten

Watzke um die reibungslose Durchführung des

Auftrags. Für die HANSA-FLEX Monteure Toni

Hellmuth, Henry Engel und Wilhelm Riel begann

die Arbeit im Kraftwerk zunächst mit der Demontage

der ursprünglichen Kraftstoff zuführung. Die

Verlegung der neuen Rohre erfolgte dann über

zwei Etagen mit Einbindung einer parallel zustellbaren

Kraftstoff zuführung von Heizöl zum An- und

Abfahren der einzelnen Motore.

Große Höhen und Längen erschwerten das Ausmessen

und machten die anschließende Montage der

Rohre sehr kompliziert. Sämtliche Rohre mussten

individuell befestigt werden, wobei teilweise alte

Halterungen genutzt, aber auch neue angebaut

wurden.

Nach dem Ausmessen der zu montierenden Rohre

im Kraftwerk Calbe – jeweils zwei bis vier Rohre

– wurde im HANSA-FLEX Rohrbiegezentrum

Schönebeck unter der Verantwortung von Werkstattleiter

Andre Braun zunächst ein detailliertes

Biegeprogramm erstellt, nach dem die Rohre

gebogen wurden. An die fertigen Rohre wurden

REPORTAGE

dann Schneidringe aufgezogen bzw. Flansche angeschweißt.

Anschließend erfolgte die Montage

der Rohre vor Ort.

Selbstverständlich werden in Schönebeck sämtliche

Daten der Biegeprogramme und die Spezifi kation

für jede angefertigte Rohrleitung gespeichert, so

dass HANSA-FLEX für den Kunden jederzeit schnell

und problemlos Ersatz anfertigen kann. Ein nicht zu

unterschätzender Vorteil in Hinblick auf die schwierige

Vermessung der Rohre vor Ort.

Die erfolgreiche Durchführung dieser Kraftwerksumrüstung,

deren technische Auslegung die „Neue

Maschinenbau Halberstadt GmbH“ übernahm,

durch das HANSA-FLEX Rohrbiegezentrum Schönebeck

hat dazu geführt, dass sich beim Hydraulikdienstleister

bereits weitere ähnliche Projekte im

Planungsstadium befi nden.

HYDRAULIKPRESSE

07


IM GESPRÄCH MIT

Im Gespräch mit Klaus Behr:

„Geht nicht, gibt‘s nicht“

Zwischen Brasilien, Russland und Oldenburg engagiert

sich Klaus Behr für HANSA-FLEX. Neben der

Gruppenleitertätigkeit für die Gruppe Oldenburg ist

er zu gleich eingebunden in die Auslandsentwicklung

der HANSA-FLEX Gruppe zum weltweit aufgestellten

Systempartner rund um die Fluidtechnik.

Begonnen hat sein Weg im Unternehmen am 1. Mai

1985 in der Werkstatt der Niederlassung Höxter, wo

sich Klaus Behr bei Peter Weidtkamp sen. die beruflichen

Grundlagen erworben hat. In Kassel war er

dabei, als die dortige Niederlassung etabliert wurde.

Später ging er in den Außendienst, um in Bayern

Kunden für HANSA-FLEX zu begeistern. Ende

1989 kam Klaus Behr zur Niederlassung Oldenburg;

in eine Region, wo bedeutende Industriebetriebe,

Tiefbauunternehmen und – traditionell – landwirtschaftliche

Betriebe zu den Kunden gehören.

Heute ist er Gruppenleiter der Gruppe Oldenburg,

zu der die Niederlassungen Emden und Wilhelmshaven

gehören.

Klaus Behr übernimmt Aufgaben in der Anleitung

und Entwicklung der HANSA-FLEX Niederlassungen

im Ausland, was ihn häufi g nach Litauen, Lettland,

Russland und Brasilien führt. HYDRAULIKPRESSE

sprach mit Klaus Behr über Kundenerwartungen

und die Entwicklung der Gruppe.

HYDRAULIKPRESSE: Sie sind drei Monate im

Jahr für HANSA-FLEX im Ausland unterwegs, wie

steuern Sie da Ihre Gruppe zuhause?

Klaus Behr: Da kann ich mich absolut auf mein

Team verlassen, das Team ist der Held in unserer

Gruppe. Das kontinuierliche Wachstum der Gruppe

Oldenburg ist wesentlich auf die Leistungsfähigkeit

dieses engagierten und qualifi zierten Teams

zurückzuführen. Es ist eingespielt und arbeitet vertrauensvoll

zusammen. Ich lege Wert darauf, dass

alle Mitarbeiter selbstständig und verantwortungsbewusst

handeln.

HYDRAULIKPRESSE: Wie wird im Ausland der

HANSA-FLEX Service angenommen?

08

HYDRAULIKPRESSE

Klaus Behr: In Litauen, Lettland und Russland hat

die wirtschaftliche Neuausrichtung in den letzten

Jahren auch für die Hydraulik den Weg zur Internationalisierung

geöff net. Aufstrebende Industriebetriebe,

aber auch Unternehmen aus der Landwirtschaft,

der Schwerindustrie sowie Stahlwerke

und Hüttenbetriebe vertrauen inzwischen auf die

Qualität und Kompetenz der dortigen HANSA-FLEX

Partner. Deshalb werden wir zukünftig auch Kapazitäten

für die Reparatur von Hydraulikzylindern

sowie die Sonderrohr- und Sonderarmaturenfertigung

in diesen Ländern vor Ort aufbauen. Besonders

viel Bedarf an Systemlösungen rund um die

Hydraulik zeigt sich derzeit in Brasilien.

Und noch etwas kommt hinzu: Namhafte Unternehmen

aus Deutschland verkaufen in zunehmendem

Maße ihre Maschinen und Anlagen in diesen Märkten.

Die wollen natürlich ihre hydraulischen Systeme

auch im Ausland in der bewährten HANSA-FLEX

Qualität betreuen lassen, um den hohen Qualitätsstandard

zu gewährleisten. Ein schönes Beispiel

ist hier das Hannoveraner Unternehmen Bucher

Schörling, das Kommunalfahrzeuge herstellt. Das

Unternehmen hat kürzlich mit HANSA-FLEX einen

Vertrag zur Erstausrüstung der in Lettland gefertigten

Spezialfahrzeuge abgeschlossen. HANSA-FLEX

liefert dort komplette Montagesätze – Schlauchleitungen,

Sonderrohre und Metallschlauchleitungen.

Oldenburg Curitiba – Brasilie

AUSGABE FEBRUAR 2006


HYDRAULIKPRESSE: Als Systemanbieter

profi liert sich die Gruppe Oldenburg auch im Heimatmarkt.

Klaus Behr: Ja, der Markt sucht HANSA-FLEX als

Systemanbieter. Wir bauen kontinuierlich unseren

Kundenstamm im Bereich der Erstausrüstung aus.

Dabei entwickeln unsere HANSA-FLEX Experten gemeinsam

mit den Ingenieuren und Technikern der

Kunden perfekte Lösungen. Die Kunden erwarten

von uns Bemusterung und letztlich Zertifi zierung

und Dokumentation für die Serie; und profi tieren

vom aktuellen Know-how unserer Spezialisten, die

bereits in der frühen Entwicklungsphase helfen,

Fehler und Kosten zu vermeiden.

Exakt konfi gurierte Baugruppen liefern wir dann

in der verbrieften HANSA-FLEX Qualität direkt ans

Montageband; diese Fähigkeit als Systemanbieter

schätzen unsere Kunden. Sie hat uns Türen geöff -

net, die bislang verschlossen waren. Übrigens hat

das für uns den schönen Nebeneff ekt, dass daraus

auch Folgeaufträge im Bereich Wartung und Instandhaltung

resultieren.

HYDRAULIKPRESSE: Beobachten Sie in der

Region eine stärkere Nachfrage nach Industriemontagen?

Klaus Behr: Diese Entwicklung nimmt in dem

Maße zu, wie Betriebe ihre Betriebsschlossereien

personell zurückfahren. Oder diese Kräfte für andere

Aufgaben beanspruchen. HANSA-FLEX übernimmt

in der Region, gestützt auf die Niederlassung Ol-

AUSGABE FEBRUAR 2006

denburg, verstärkt solche Industriemontagen.

Wir liefern also nicht nur Hydraulikkomponenten,

Schlauchleitungen und Rohrverbindungen, sondern

übernehmen auch deren Aus- und Einbau,

kontrollieren das System und führen die Inbetriebnahme

durch. Dazu gehört auch der Einsatz der

FLEXXPRESS Fahrzeuge, die bei Industriemontagen

– wenn nötig – Schlauchleitungen vor Ort fertigen.

HYDRAULIKPRESSE: Setzen Sie dabei auch

X-CODE ein?

Klaus Behr: Die Kunden erkennen zunehmend die

Vorteile von X-CODE. Aber wir müssen sie gezielt

darauf ansprechen und sie mit den Vorteilen dieses

Produkts vertraut machen. Für viele Kunden spielt

gerade der Faktor Zeit bei der Bereitstellung von

Ersatzschlauchleitungen eine große Rolle. Denn

für die Kunden ist es schon aus Kostengründen entscheidend,

dass ungeplante Stillstände an Maschinen

so schnell wie möglich beendet werden. Mit X-

CODE haben sie die Sicherheit, dass sie immer exakt

das baugleiche Ersatzteil geliefert bekommen und

es reibungslos eingebaut werden kann.

Auch X-CODE plus und X-CODE OEM sprechen wir

gezielt bei den dafür in Frage kommenden Kundenkreisen

an und informieren besonders OEM darüber,

welche großen Möglichkeiten für sie bestehen, um

vom Ersatzteilgeschäft für die Hydraulik durch eine

Zusammenarbeit mit HANSA-FLEX zu profi tieren.

Kurz gesagt, X-CODE öff net uns die Türen zu neuen

Kundenkreisen.

IM GESPRÄCH MIT

HYDRAULIKPRESSE: Erwarten diese Kunden

nicht mehr von HANSA-FLEX als die schnelle Bereitstellung

von Ersatzteilen?

Klaus Behr: Ja, Standard reicht heute nicht mehr

aus, den setzen die Kunden voraus. Natürlich sind

eine schnelle Bereitstellung von Ersatzteilen, die

Vernetzung aller Daten und der 24-Stunden-Lieferservice

wichtig.

Aber darüber hinaus erwarten Kunden von uns

kompetente Lösungen und Hilfestellung bei der

Entwicklung von Sonderlösungen: seien es Sonderschlauchleitung,

Sonderarmaturen oder Sonderrohre

mit anspruchsvollen Geometrien und

Anschlusstechniken. Darauf hat sich die Gruppe Oldenburg

gezielt eingestellt. Mit den Leistungen der

HANSA-FLEX Spezialbetriebe wie Metall- und PTFE-

Schläuche, Hydraulikzylinder und -komponenten,

Engineering und Anlagenbau können wir auch

komplexe Aufgaben in der Hydraulik übernehmen.

Geht nicht, gibt’s nicht.

Unser Anspruch bleibt die hohe Kundenzufriedenheit

sowohl in der Erstausrüstung als auch im

Ersatzteilgeschäft. Und: Mit den Einsatzfeldern

für hydraulische Systeme wachsen auch unsere

Möglichkeiten als Gruppe zu wachsen. Deshalb haben

wir die Gruppe Oldenburg noch näher an die

Kunden gebracht und eine neue Niederlassung in

Vechta eröff nt.

n Blumenau – Brasilien Riga – Lettland Vilnius – Litauen

HYDRAULIKPRESSE

09


10

AUTOLOGISTIK

Schiff e warten nicht!

Autologistiker setzt auf HANSA-FLEX

Deutschland gehört zu den führenden Standorten

der Automobilproduktion. Deutsche Hersteller verschiff

en ihre Fahrzeuge in alle Welt. Gleichzeitig werden

Jahr für Jahr Tausende Autos aus Asien und den

USA für den deutschen Automarkt importiert. Mit 1,4

Mio. Fahrzeugen pro Jahr gehört Bremerhaven zu den

größten Autohäfen weltweit. Der Autoterminal der

BLG Group wird jährlich von rund 1.500 Autotrans-

portschiff en angesteuert. Für die termingerechte Bereitstellung

der Autos am Terminal sorgt E. H. Harms

Automobile Logistics. Mit einer Flotte von 350 Autotransport-Lkw

beliefert die Gruppe 7.000 Autohändler

in Deutschland. Bei der hydraulischen Ausrüstung

der Lkw setzt E. H. Harms auf HANSA-FLEX.

Autotransporter oder Car Carrier sind Spezialschiff e,

die auf absolute Zweckmäßigkeit ausgerüstet sind.

Wie schwimmende Parkgaragen kommen die

hohen eckigen Ungetüme daher, jedes fasst rund

6.000 Autos auf bis zu 13 hydraulisch verstellbaren

Decks. Nautisch sind die Schiff e state-of-the-art.

Be- und Entladen wird solch ein riesiger Pure Car

Carrier (PCC) über Öff nungen in der Seite oder im

HYDRAULIKPRESSE

Heck über teilweise 30 bis 40 Meter lange, elektrohydraulisch

ein- und ausfahrbare Rampen. Damit

alles schnell geht, können auf jeder Rampe zwei

Autos nebeneinander fahren, dennoch dauert es einige

Stunden, bis ein Autotransportschiff be- oder

entladen ist. Auto für Auto wird vom BLG-Terminal,

auf dem in Bremerhaven 100.000 Fahrzeuge Platz

fi nden, an Bord gefahren und auf einem zuvor fest-

gelegten Stellplatz geparkt, damit es beim Entladen

am jeweiligen Zielhafen sofort aufzufi nden ist.

Die eingesetzten Fahrer im Hafen werden mit einem

Shuttle-Bus vom Schiff zurück an den Kai gebracht,

um die nächsten Autos an Bord zu bringen – unter

Deck herrscht ein Verkehr wie zur Rush Hour. In der

Zwischenzeit laschen Stauer die Fahrzeuge sorgfältig

mit Spanngurten fest, damit sie auf der langen

Seereise nicht beschädigt werden.

Wichtiges Glied in der Kette

Das Be- und Entladen eines Autotransportschiff es

muss schnell und reibungslos gehen. Rund 1.000

Pkw werden pro Schicht auf der interkontinental

größten Autodrehscheibe Europas umgeschlagen.

Termingerecht, sicher und ohne Beschädigungen

gelangen Hunderttausende Autos zu den Abnehmern.

Da ist alles minutiös geplant, weshalb die

Fahrzeuge unbedingt rechtzeitig am Terminal bereitgestellt

werden müssen. Denn ein Schiff wartet

nicht! Die Liegezeiten im Hafen sind knapp bemessen,

der Fahrplan eng. Triff t ein Transport-Lkw zu

spät ein, geht dem Reeder Ladung verloren.

Der Bremer Auto-Logistiker E. H. Harms ist als Unternehmen

der BLG Logistic Group ein wichtiger Teil

der Logistikkette von den Autoherstellern bis zum

Endkunden.

Mit über 1.000 Mitarbeitern und einer Flotte von

350 Autotransportern übernimmt E. H. Harms für

die BLG den Transport der Autos per Lkw von den

Automobilwerken zur Verladung nach Übersee

sowie die Lieferung von Importfahrzeugen vom

Hafen zu ihrem Bestimmungsort, dem Autohaus.

Zuverlässigkeit und absolute Termintreue ist in

diesem Geschäft alles, denn Verspätungen können

schnell das Image eines Herstellers schädigen.

Wenn ein bestelltes Auto nicht pünktlich beim

Händler eintriff t und deshalb erst verspätet beim

Endkunden ausgeliefert werden kann, führt das zu

Verärgerungen bei den Kunden, kann im extremen

Fall vielleicht sogar einen wirtschaftlichen Schaden

für den Hersteller haben. Dem Logistiker kommt

damit eine enorm wichtige Aufgabe zu. Als Glied

der Logistikkette, das die Transportleistung auf

dem Landweg verantwortet, ist sich E. H. Harms

dieser Anforderung bewusst und setzt dabei auf die

Unterstützung von HANSA-FLEX.

AUSGABE FEBRUAR 2006


Service-Drehscheibe Paderborn

Für die Bereitstellung der einsatzfähigen Fahrzeuge

bei E. H. Harms ist der Logistiker Peter-Michael

Beling zuständig. Damit alles reibungslos läuft,

vertraut er auf HANSA-FLEX, wenn es um die Verbindungselemente

für die Hydraulik geht. Am

Standort Paderborn wird die Lkw-Flotte des Auto-

Logistikers für den deutschlandweiten Einsatz gewartet

und Instand gesetzt. Hydraulik spielt in den

Transport-Lkw eine entscheidende Rolle; ihr Einsatz

versetzt den Fahrer in die Lage, das Be- und Entladen

der Fahrzeuge einfach und sicher ausführen zu

können. Die Laderampen der Lkw werden hydraulisch

in Position gebracht, die Ladeebenen präzise

AUSGABE FEBRUAR 2006

hydraulisch gehoben und gesenkt. Die Hydraulik

muss unter allen Bedingungen anstandslos funktionieren,

damit keine unnötigen Verzögerungen

oder gar Beschädigungen an den Fahrzeugen eintreten.

Kistenweise Probleme

Peter-Michael Beling hat daher schon frühzeitig

die Vorteile von X-CODE erkannt. HANSA-FLEX

Paderborn liefert jede Ersatzschlauchleitung mit

X-CODE-Markierung aus. So kann jederzeit schnell

der passende Ersatz angefordert werden. Die

Zeiten, in der ein Monteur von E.H. Harms mit

einer großen Kiste ausgebauter und zu ersetzender

AUTOLOGISTIK

Schlauchleitungen in die Niederlassung kam,

um diese erst vermessen und dann dafür Ersatz

anfertigen zu lassen, sind endgültig vorbei. Heute

reicht ein Anruf von Harms zur Bestellung mit

X-CODE. Der HANSA-FLEX Mitarbeiter kann den

Arbeitsablauf besser einteilen und alle erforderlichen

Schlauchleitungen konzentriert anfertigen;

wofür auch Spezialisten eine gewisse Zeit benötigen.

Wenn der Harms-Kollege dann die Niederlassung

anfährt, sind bereits alle Ersatzschlauchleitungen

zur Auslieferung vorbereitet. Der Kunde

spart Zeit und Geld, denn die Harms-Monteure können

ihrem eigentlichem Job nachgehen und ohne

Zeit zu verlieren die fertigen Schlauchleitungen

abholen. Natürlich hat HANSA-FLEX Paderborn das

Lager exakt an den Bedarf von E.H. Harms angepasst,

so dass jederzeit unverzügliche Lieferfähigkeit

gesichert ist.

Im Notfall FLEXXPRESS

Die Harms-Autotransporter sind Tag und Nacht

unterwegs. Fahrzeuge werden deutschlandweit in

den Fabriken der Hersteller aufgeladen, an einzelnen

Autohäusern abgeladen. Das Ganze wiederholt

sich am Autoverladeterminal in Bremerhaven.

Dabei wird die Hydraulik bei jedem Ladevorgang

stark beansprucht und muss ohne Probleme funktionieren.

Ein Ausfall der Hydraulik hätte nicht nur

zeitliche Verzögerungen zur Folge, sondern kann

unter Umständen auch Auswirkungen auf Unbeteiligte

haben. Treten wider Erwarten Probleme

an der Hydraulik eines Autotransporters auf, hilft

FLEXXPRESS. Ein FLEXXPRESS Servicefahrzeug ist

überall in Deutschland in der Nähe und kann im

Notfall rasch angefordert werden.

HYDRAULIKPRESSE

11


12

KOOPERATION

Kooperation nimmt Form an

Nachdem man die im Jahr 2004 geschlossene

Partnerschaft zwischen HANSA-FLEX und der

ThyssenKrupp Industrieservice (TKIN) GmbH Stück

für Stück ausbaute (Hydraulikpresse berichtete in

Ausgabe 02/05), wurde Ende Januar 2006 der nächste

Schritt gemacht. Am Standort Salzgitter eröff nete

HANSA-FLEX eine Niederlassung, welche an die bereits

bestehende von ThyssenKrupp Industrieservice

angegliedert wurde.

Fokus der Kooperation war und ist der optimale

Kundennutzen, den man durch die maximale

Verfügbarkeit hydraulischen Equipments und entsprechender

Serviceleistungen bieten möchte. Dies

brachte man im Rahmen der gemeinsam ausge-

HYDRAULIKPRESSE

richteten Veranstaltung in den hiesigen Räumlichkeiten

eindrucksvoll zum Ausdruck.

Nach dem offi ziellen Teil zur feierlichen Einweihung

durch Vertreter von HANSA-FLEX und TKIN beka-

men die anwesenden Kunden und Interessierten

mittels Kurzpräsentation und zahlreichen Schaustücken

einen Einblick in die Produktspektren und

Dienstleistungsangebote beider Unternehmen. Bei

HANSA-FLEX setzte man dabei den Schwerpunkt auf

die Bereiche Metall- und PTFE-Schlauchleitungen

sowie FLEXXPRESS. Weiterhin bot man die Möglichkeit,

an einem Seminar teilzunehmen, das von

den Mitarbeitern des Schulungszentrums durchgeführt

wurde. Thema: Grundlegende Kriterien in der

hydraulischen Leitungstechnik. Schon im Verlauf

der Organisation erfuhr diese Veranstaltungsform

einen großen Zuspruch. Im Nachhinein kann man

von einem vollen Erfolg sprechen, der alle Beteiligten

optimistisch in die Zukunft blicken lässt.

Foto oben:

Der HANSA-FLEX Geschäftsführer Thomas Armerding

überreicht den symbolischen Schlüssel für

die Niederlassung in Salzgitter an HANSA-FLEX

Gruppenleiter Thomas Hellmann

Foto links:

Reges Interesse an den Seminaren des

HANSA-FLEX Schulungszentrums

AUSGABE FEBRUAR 2006


Die HANSA-FLEX Niederlassung Mönchengladbach

betreut seit mehreren Jahren das Unternehmen RWL

German Flight Academy GmbH. Am Regionalfl ughafen

Mönchengladbach verfügt das Unternehmen

über ein eigenes Schulungs- und Trainingscenter, das

in Theorie und Praxis Privat-, Berufs- und Verkehrsfl

ugzeugführer sowie Fluglehrer ausbildet. Ein Team

von über 100 fest angestellten und freiberufl ichen

Mitarbeitern sorgt für den reibungslosen Ablauf der

Ausbildungen.

Im Oktober 2005 sollte ein Flugsimulator neu verschlaucht

werden. Nach intensiven Gesprächen erfolgte

eine Bestandsaufnahme durch HANSA-FLEX

Außendienstmitarbeiter Steff an Holland und Herrn

Wagner von RWL.

Das Herz des Simulators bestand aus mehreren

Pumpen und Motoren. Schlauchleitungen von

Nennweite 10 bis 60 waren hier vertreten. Nun hieß

es Bandmaß raus und keine Fehler machen. Rund

45 Schlauchleitungen mussten genau ausgemessen

werden. Nach erfolgreichem Aufmaß wurden die

Leitungen in unserer Niederlassung Mönchengladbach

von Herrn Wartmann angefertigt. Für die De-

AUSGABE FEBRUAR 2006

FLEXXPRESS

FLEXXPRESS verschlaucht Flugsimulator

montage als auch Montage der Leitungen kamen

nur die Spezialisten von FLEXXPRESS in Frage. Eine

Kontaktaufnahme durch Andreas Radig (748) mit

RWL erfolgte umgehend. Hierbei stellte sich heraus,

dass zusätzlich noch eine Ölspülung der Anla-

ge erforderlich ist. Für uns kein Problem. Herr Apic

versandte die Filtrieranlage direkt zur Anlage, kurz

an den Simulator angeschlossen und das Öl wurde

gefi ltert.

Da man das Zeitfenster für das komplette Projekt

mit weniger als zwei Tagen festlegte, wurde bis

in die späten Abendstunden gearbeitet. Die nach

Abschluss der Arbeiten durchgeführten Proben auf

Funktion und Dichtigkeit waren erfolgreich. Somit

konnte der Simulator pünktlich von den Piloten

übernommen werden.

HANSA-FLEX bedankt sich für die hervorragende

Zusammenarbeit und wünscht allzeit erfolgreiche

Ausbildungsfl üge!

HYDRAULIKPRESSE 13


14

INTERNATIONAL

HANSA-FLEX Gruppe Ittigen/Schweiz

Durchbruch in neuen Märkten

Expansion, neue Märkte erschließen – mit diesem

Ziel gründeten Günter Buschmann und Joachim

Armerding mit Paul Rentsch im Jahr 1993 die

HANSA-FLEX AG in Ittigen/Schweiz. Am ersten Tag

blieb der erwartete Eröff nungsansturm auf den Betrieb

in Ittigen nahe Bern zwar noch aus, doch schnell

hat sich seitdem das damals neu formierte Team um

Paul und Heidi Rentsch sowie Edwin Zürcher einen

Namen gemacht. Die Schweizerische Bundesbahn

setzt ebenso auf die Kompetenz der 17 HANSA-FLEX

Mitarbeiter in der Schweiz wie große Baumaschinenhändler

und Fahrzeugbauer. Auch an der Großbaustelle

des St.Gotthard-Tunnels oder an der Westumfahrung

Zürich ist HANSA-FLEX beteiligt

Das derzeit anspruchsvollste Tunnel-Projekt in der

Schweiz heißt Alp-Transit. Der St.Gotthard-Basis-

Tunnel ist Teil davon. HANSA-FLEX ist mit der Niederlassung

in Lamone (Lugano) daran beteiligt.

Auf Schweizer Großbaustellen stehen sieben komplett

ausgerüstete HANSA-FLEX Werkstatt-Container

inklusive Warenlager. Die zwei Röhren des

Gotthard-Tunnels sind jeweils 57 Kilometer lang.

Entlang dieser Strecke befi nden sich fünf Baustellen.

In Bodio bohren sich zwei 400 Meter lange

Tunnelbohrmaschinen (TBM) von Herrenknecht

mit einem Schilddurchmesser von zwölf Metern

durch den Berg. Auf diesen TBM „reitet“ je ein Container

mit, in denen die Mechaniker die benötigten

Schlauchleitungen vor Ort selbst konfektionieren.

Die HANSA-FLEX Niederlassung liefert die Ware

dafür.

HYDRAULIKPRESSE

Außerdem unterstützt HANSA-FLEX Ittigen mit

seinem Service weitere an diesem Bauprojekt beteiligte

Firmen in Sachen Hydraulik. Das heißt für

die Niederlassungen rund um die Uhr Einsatzbereitschaft

und große Flexibilität. Mit René Schupp

beschäftigt HANSA-FLEX in Zürich einen Mitarbeiter,

der über langjährige Erfahrung und fundierte

Kenntnisse in der Hydraulik verfügt, und selber für

den Betrieb einer TBM verantwortlich war. Als ehemaliger

Inventarchef einer großen Baufi rma kennt

er die Bedürfnisse der Betreiber von Baumaschinen

wie kein zweiter.

Grenzen überschreiten

Einen 24-Stunden-Service erfordert auch die von

HANSA-FLEX Ittigen ausgehende Betreuung von

Baumaschinenherstellern und -händlern. Diese

Unternehmen bestellen bei HANSA-FLEX für ihre

Maschinen teilweise komplette Verrohrungssätze,

bestehend aus fertig konfektionierten Schlauchleitungen,

gebogenen Rohren, Verschraubungen,

Kupplungen, Befestigungsschellen, Kugelhähnen

etc.

Im Auftrag von ThyssenKrupp Industrieservice

(Schweiz) AG wickelte HANSA-FLEX Schweiz für

ein Röhrenwerk in der Ostschweiz kurz vor Weihnachten

2005 ein anspruchsvolles Projekt ab. Dabei

arbeiteten die Schweizer eng mit dem HANSA-FLEX

Rohrbiegezentrum in Schönebeck zusammen. Es

galt, eine komplette Maschinenlinie zur Umformung

von Bandstahl umzusetzen. Einige hundert

Meter Hydraulikrohre wurden neu verlegt und

Hydraulikaggregate mit einzelnen Maschinen

oder vorhandenen hydraulischen Aggregaten verbunden.

Die Schweizer Kollegen konnten durch

die Zusammenarbeit mit den Spezialisten des

HANSA-FLEX Rohrbiegezentrums viel Erfahrung

sammeln und der Kunde war mit der professionellen

Arbeit hoch zufrieden. Das führte bereits im

Januar zu Folgeaufträgen. Projektleiter war René

Schupp von der HANSA-FLEX AG Zürich.

Praktisch gleichzeitig wurden auf der Baustelle des

Islisberg-Tunnels (Teil der Westumfahrung Zürich)

große Schalungswagen verrohrt und die Hydraulik

in Betrieb genommen. Für dieses Projekt wurden

HANSA-FLEX AG

Worblentalstrasse 32 · 3063 Ittigen

Telefon: +41 - 31 -9174545

Telefax: + 41 - 31 -9174549

E-Mail: itt@hansa-fl ex.com

insgesamt über 5.000 Meter Schlauch konfektioniert

und montiert. Zur Lieferung gehörten auch

die Luftleitungen für die pneumatischen Rüttler.

Projektleiter hier: Heiko Schulze von HANSA-FLEX

AG Ittigen (bei Bern).

Nebst der Weiterentwicklung der HANSA-FLEX AG

vom Hydraulik-Leitungs-Spezialisten zum Gesamtanbieter

Hydraulik und dem Aufbau der Industriemontage-Gruppe

ist die HANSA-FLEX AG in der

Schweiz mit dem Aufbau der Dienstleistungsmarke

FLEXXPRESS beschäftigt. Das sind bekanntlich die

Schlauchkonfektionierungs-Werkstätten, welche

auf Rädern zur defekten Hydraulikleitung fahren,

statt dass diese zum Schlauch-Service gebracht

wird.

Auch in der Schweiz werden die Baumaschinen vermehrt

gemietet oder geleast. Dadurch entsteht das

Bedürfnis der Vermieter nach einem Partner, welcher

defekte Hydraulikleitungen auf den Baustellen

vor Ort für sie konfektionieren und ersetzen kann.

Hier kommt HANSA-FLEX mit seinem FLEXXPRESS

Service gerade recht. Die ersten zwei Service-Fahr-

zeuge werden im März in Zürich in Betrieb genommen.

Je nach dem, wie gut der schweizer Markt

diesen Service annimmt, wird er mehr oder weniger

schnell fl ächendeckend in der ganzen Schweiz

eingeführt.

Die derzeit für HANSA-FLEX Ittigen noch weiße

Landkarte der französischen Schweiz wird in Zukunft

ebenfalls mit einer eigenen Niederlassung

und mit HANSA-FLEX Shops erschlossen werden.

AUSGABE FEBRUAR 2006


HANSA-FLEX Hydraulik GmbH

Frankfurter Weg 48 · 33106 Paderborn

Telefon: +49 - 52 51 - 75 00 01

Telefax: +49 - 52 51 - 73 07 10

E-Mail: pad@hansa-fl ex.com

Der heiße Kaff ee dampft in den Tassen, krosse Brötchen

stehen auf dem Tisch, wenn sich einmal im Monat

alle Mitarbeiter der HANSA-FLEX Niederlassung

Paderborn zum gemeinsamen Frühstück treff en.

Niederlassungsleiter Diethelm Kappe, zugleich Gruppenleiter

für die Betriebe in Korbach, Warburg und

Blomberg, hält viel von diesen Treff en. „Da fi nden

nützliche Gespräche statt, bei denen wertvolle Erfahrungen

weitergegeben werden.“ Das stärkt nicht nur

das Zusammengehörigkeitsgefühl im Team, sondern

erweitert den Wissensstand der Mitarbeiter, „und

das kommt letztlich den Kunden zugute“.

Seit fast 20 Jahren betreut die Niederlassung Paderborn

mit drei Werkstatt- und zwei Außendienstmitarbeitern

sowie einem Auszubildenden der Lagerlogistik

die Kunden in der Region, die durch ihre

ländliche Struktur geprägt ist. Zum Stammkundenkreis

der Niederlassung zählen landwirtschaftliche

Betriebe und viele Lohnunternehmer, die die Bearbeitung

der Böden oder den Transport von Holz aus

den Wäldern zum Sägewerk übernehmen. Die sind

natürlich besonders auf schnelle Hilfe angewiesen,

wenn da zum Beispiel an einem Ladekran ein Defekt

auftritt, denn ein Arbeitsausfall kann für sie

teuer werden.

Auch die Baumaschinenhändler aus der Region

vertrauen auf das Know-how der Niederlassung,

wenn es beispielsweise darum geht, Anbaugeräte

problemlos mit einer Baumaschine zu verbinden.

Wobei HANSA-FLEX nicht nur mit bewährten Kupplungen

wirtschaftliche Lösungen bietet, sondern

für besondere Einsatzzwecke spezielle Lösungsvorschläge

zur Hand hat, die über den Standard aus

AUSGABE FEBRUAR 2006

DEUTSCHLAND

HANSA-FLEX Niederlassung Paderborn

Immer auf Achse

dem Lagerprogramm hinausgehen. Unterstützt

werden die Paderborner dabei von den Spezialisten

in der HANSA-FLEX Gruppe.

Völlig anders gelagert sind die Anforderungen

namhafter, in der Region ansässiger Großbetriebe.

Einer dieser Kunden ist der Zulieferer Benteler Automobile,

der nach Vorgaben der Hersteller montagefertige

Achsen an die Automobilindustrie liefert.

Und zwar just-in-time direkt ans Montageband,

wodurch Benteler in die engen Zeitfenster der Hersteller

eingebunden ist. HANSA-FLEX Paderborn ist

darauf vorbereitet, Benteler Automobile schnell

zu helfen, wenn es Probleme mit hydraulischen

Verbindungselementen gibt. Denn eines darf nicht

passieren: Störungen bei der Endmontage der Automobilhersteller.

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit hat sich auch

beim Umbau der Benteler Teststände für die Achsen

entwickelt. Die Automobilindustrie bringt fortwährend

neue Fahrzeugtypen auf den Markt. Benteler

ist also gezwungen, häufi g Änderungen an den

Testständen vorzunehmen. Bei diesen Umbauten

liefert HANSA-FLEX Paderborn die entsprechenden

Schlauchleitungen, Verschraubungen und Verbindungselemente.

Prozessbeschleunigung – vom

Prototyp zur Serie

Gut entwickelt hat sich das Geschäft mit der Erstausrüstung,

wie es die Niederlassung für die Firma

Kleine Engineering übernimmt, die leistungsstarke

Rübenvollroder herstellt und international vertreibt.

Als unlängst 25 solcher Rübenvollroder des

Typs SF 20 kurzfristig für den Export nach Russland

gefertigt werden mussten, stellte das Team in Paderborn

innerhalb kürzester Zeit die kompletten

Montagesätze an Hydraulikschlauchleitungen, Verbindungselementen

und Verschraubungen für die

Produktion bereit.

HANSA-FLEX ist bei dem Hersteller der Rübenvollroder

in die Entwicklung der Prototypen ebenfalls

mit eingebunden und erarbeitet gemeinsam mit

den Konstrukteuren bei Kleine Engineering Lösungen,

um die Anzahl der Bauteile zu minimieren

und zugleich die Betriebssicherheit zu erhöhen.

Dabei beschleunigt die Niederlassung mit der

schnellen Lieferung von Musterbauteilen den Entwicklungsprozess

erheblich. Da die Entwicklungsdaten

bei HANSA-FLEX hinterlegt werden, sind die

Bauteile später jederzeit abrufbar, wobei übrigens

90 Prozent aller von der Niederlassung ausgelieferten

Schlauchleitungen mit X-CODE gekennzeichnet

werden.

Damit gehört HANSA-FLEX Paderborn zu den

aktivsten Niederlassungen beim X-CODE-Einsatz.

„X-CODE lebt mit dem Wissensstand der Mitarbeiter,

ihr Engagement entscheidet, ob der Kunde

die Vorzüge versteht und davon profi tieren kann“,

weiß Diethelm Kappe. Auch solche Erfahrungen

werden beim gemeinsamen Frühstück ausgetauscht.

HYDRAULIKPRESSE 15


Wenn „der Berg ruft“, ist HANSA-FLEX sofort zur Stelle.

Der Systemanbieter rund um die Hydraulik ist auch

auf Deutschlands höchstem Gipfel, der 2.962 Meter

hohen Zugspitze, im Einsatz. HANSA-FLEX unterstützt

dort die Monteure der Zugspitzbahn AG rund um die

Hydraulik und trägt dazu bei, dass Touristen, Wanderer

und Skiläufer in diesem Gebiet unbeschwerte

und sichere Stunden erleben können. Die auf den

dortigen Skipisten eingesetzten Kässbohrer-Pistenraupen

werden dabei intensiv von der HANSA-FLEX

Tochter HDS Hydraulik GmbH betreut.

Diese Region bietet zu jeder Jahreszeit Attraktionen.

Die Zugspitze wurde im Jahr 1590 erstmals

namentlich erwähnt. Der Name soll auf die vielen

Lawinenzüge an den Steilhängen am Nord-Fuß des

Bergmassivs zurückgehen, das erst im 19. Jahrhun-

dert langsam das Interesse weckte. Der Leutnant

Josef Naus hat im August 1820 als erster Mensch

diesen Gipfel bestiegen, so jedenfalls ist es überliefert.

Für Bergsteiger ist diese Tour auf manchen

Routen immer noch eine Herausforderung. Die

meisten Besucher gelangen allerdings heutzutage

wesentlich bequemer mittels Berg- oder Seilbahn

auf diesen Gipfel, wo sich seit über 100 Jahren auch

eine Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes

befi ndet.

16

Auf die Spitze

LIFTANLAGEN

Einsatzort Zugspitze

Mit Hochdruck im Schnee

Mit der Zugspitzbahn, die seit 75 Jahren als Zahnradbahn

in Betrieb ist, geht es inzwischen mit bis

zu 70 km/h in weniger als einer Stunde Fahrtzeit

hinauf in die Bergwelt. Als Alternative bietet sich

HYDRAULIKPRESSE

die Fahrt mit der Eibsee-Seilbahn an, die einen

einzigartigen Blick auf das Werdenfelser Land und

den Eibsee gestattet. Die Gletscher-Seilbahn führt

auf den Schneeferner-Gletscher, wo Deutschlands

höchstgelegene Kirche steht.

Von der Aussichtsplattform auf dem Zugspitzplatt

genießt man einen beeindruckenden Vier-Länder-

Panoramablick. Wer will, kann von Deutschlands

höchstem Gipfel aus auch die Grenze ins benachbarte

Österreich/Tirol überqueren. Für Skifahrer bieten

sich von November bis März ideale Bedingungen für

genussvolle Abfahrten aller Schwierigkeitsgrade in

einer Höhenlage von 2.000 bis 2.720 Meter. Fünf

Lifte und eine Sesselbahn sind in der Lage, stündlich

11.640 Wintersportler zu befördern.

Per Zahnradbahn gelangen aber nicht nur Touristen

auf den Berg, sondern auch alles Nötige für den

Betrieb der Bergstation und die Präparierung der

21,2 Kilometer Pisten auf Deutschlands einzigem

Gletscherskigebiet. So werden zum Beispiel die

Schneekanonen und die Pistenraupen zur Instandhaltung

der Abfahrten per Zahnradbahn auf den

Berg gebracht. Die Zugspitzbahn AG setzt eine Flotte

von Pistenraupen ein, um die Schneemassen zu

verteilen, zu befestigen und zu ebnen.

Die mächtigen Kässbohrer-Pisten-Bullys werden

übrigens in einzelne Baugruppen zerlegt und per

Zahnradbahn in den Gipfelbereich befördert, wo

sie dann von Spezialisten des Herstellers montiert

werden.

Robuster Einsatz bei frostigen

Temperaturen

Diese auf der Zugspitze zur Loipenpfl ege und Steilhangpräparierung

eingesetzten Kässbohrer-Geräte

sind wahre Kraftpakete. So verfügt zum Beispiel das

Modell „Polar“ über eine 430-PS-Maschine. Diese

Maschinen sind äußerst wendig und in der Lage,

auch große Neigungswinkel auszugleichen, um

selbst an steilen Bergabschnitten die gewünschten

Trassen anzulegen, wobei deren hydraulische Systeme

extrem hart beansprucht werden. Auch fros-

AUSGABE FEBRUAR 2006


tige Kälte wirkt sich insbesondere in der Startphase

erschwerend auf die gesamte Technik aus. Hinzu

kommen schnell wechselnde Druckspitzen, die bei

der Festlegung der Hydraulikschlauchleitungen zu

beachten sind. Deshalb werden in den Kässbohrer-

Maschinen spezielle HDS-Spiralschlauchleitungen

für höchste Druckbelastungen eingesetzt. Alle

Spiralschlauchleitungen werden vor Versand mit

800 bar druckgeprüft und mit bewährten ausreißsicheren

Armaturen ausgerüstet, so dass sie alle

Ansprüche an Sicherheit für Mensch und Umwelt

erfüllen und auch unter extremsten Bedingungen

mobil bleiben. HDS-Spiralschlauchleitungen sind

gegen Ozon- und UV-Einfl üsse optimiert und bieten

einen sehr hohen Sicherheits- und Qualitätsstandard.

Nicht von ungefähr gilt HDS als größter

Spezialist für Spiralschlauchleitungen in Europa.

Schneller Partner an der Basis

Zahnrad- und Gletscherbahn sowie die Eibsee-

Seilbahn kommen natürlich ebenfalls nicht ohne

Hydraulik aus. So werden zum Beispiel die Notantriebe

elektro-hydraulisch bzw. diesel-hydraulisch

betrieben. In allen Fragen rund um Hydraulikschlauchleitungen,

Verschraubungen und Armaturen

unterstützt die HANSA-FLEX Niederlassung

Garching seit acht Jahren die Monteure der Zugspitzbahn

AG bei der Instandhaltung der Zahnradbahn,

aber auch der Seil- und Gletscherbahn.

Denn alle Bahnen am Berg müssen problemlos und

absolut sicher sein. Jeder ungeplante Stillstand der

Zahnradbahn, die maximal 720 Personen pro Stunde

befördern kann, beeinträchtigt die Urlaubstage

AUSGABE FEBRUAR 2006

der Feriengäste und kann schwerwiegende Konsequenzen

nach sich ziehen.

Deshalb betreibt die Zugspitzbahn AG eine eigene

Werkstatt an der Basisstation, deren Monteure alle

Reparatur- und Wartungsarbeiten inklusive der Fertigung

und Montage von Ersatz-Schlauchleitungen

für die Zahnradbahn sowie die Seilbahn in Eigenregie

vornehmen. Dabei werden sie von Hans Stemmer

aus der HANSA-FLEX Niederlassung Garching

LIFTANLAGEN

mit technischem Know-how unterstützt. Er versorgt

die Werkstatt mit allem, was dort an hydraulischen

Ersatzteilen gebraucht wird. Als Partner erster Wahl

für die Zugspitzbahn AG ist HANSA-FLEX vor Ort,

wenn „der Berg ruft“, bei Wind und Wetter und im

Notfall auch im 24-Stunden-Einsatz. Diese schnelle

Verfügbarkeit und die zuverlässige Qualität der

HANSA-FLEX Produkte haben die Zugspitzbahn AG

zu einem zufriedenen und langjährigen Kunden

werden lassen.

HYDRAULIKPRESSE 17


18

QUALITÄTSMANAGEMENT

Ingersoll-Rand bescheinigt: „Power of Excellence“

HANSA-FLEX hat’s drauf

Der amerikanische Technologiekonzern Ingersoll-

Rand hat 1905 mit Bohrgeräte- und Kompressorenbau

begonnen. Inzwischen agiert das Unternehmen

weltweit mit 36.000 Mitarbeitern und hat

sich neben dem Kerngeschäft mit Kühltechnologie,

Baumaschinen, als Zulieferer von Titanrahmen für

die Automobilindustrie bis hin zu Zugangskontrollsystemen

und Türschlössern einen Namen gemacht.

Im tschechischen Uničov produziert Ingersoll-Rand

Kompressoren aller Größen für die Bauindustrie.

Als Systempartner rund um die Hydraulik strebt

HANSA-FLEX an, bei den Kompressorenspezialisten

als Lieferant von Sonderarmaturen und Sonderrohren

gelistet zu werden.

Bislang belieferte HANSA-FLEX das Werk Uničov mit

Ersatzschlauchleitungen. Diese Zusammenarbeit

hat sich bewährt. Da ist der Schritt zum „Haus- und

Hofl ieferanten“ für die Serienfertigung nur folgerichtig.

Dies strebt die HANSA-FLEX Niederlassung

in Prag, unter der Leitung des Geschäftsführers

Jaroslav Kratochvil und sein Mitarbeiter Rudolf

Melĉ an. Unterstützt werden sie von HANSA-FLEX

Bremen, durch ihren Vertriebsingenieur Karl-Heinz

Loose, der den Kunden, sowie den gesamten Ingersoll-Rand

Konzern seit Jahren berät. Eine erste

von HANSA-FLEX gelieferte Nullserienausstattung

an Schlauchleitungen, Sonderrohren und anspruchsvollen

Sonderarmaturen auf Grundlage von

Zeichnungen hat gezeigt, dass das Zusammenspiel

zwischen den Ingenieuren von HANSA-FLEX und

HYDRAULIKPRESSE

Ingersoll-Rand optimal abläuft. Beispielsweise bei

der Minimierung von Bauteilen und der Verringerung

des Leckagerisikos.

Aber Ingersoll-Rand wäre kein Weltkonzern, wenn

dort nicht strenge Maßstäbe angelegt würden. Um

als Lieferant für die Serienproduktion zugelassen zu

werden, sollte HANSA-FLEX vom amerikanischen

Hersteller auf Herz und Nieren geprüft werden. Dies

geschah in Form eines Audits vor Ort in Dresden-

Weixdorf, wo die HANSA-FLEX Spezialisten für die

Sonderrohrfertigung und den Sonderarmaturenbau

unter Leitung von Wolfgang Liebig zuhause sind.

Vorurteile korrigiert

Ingersoll-Rand sandte mit Tomaš Přibyl (Strategischer

Einkauf), Daniel Staněk (Disponent) und

Michal Očenašek (Qualitätssicherung) drei ausgewiesene

Fachleute zum Audit nach Weixdorf.

Während des Audits sorgten Jörg Hartmann – bei

HANSA-FLEX verantwortlich für das Qualitätsmanagement

– und Wolfgang Liebig dafür, dass die

Besucher einen eindrucksvollen Blick in alle dort

ansässigen Unternehmensbereiche werfen konnten

und ihnen sämtliche Informationswünsche

erfüllt wurden.

Die Prüfer waren schlichtweg begeistert von dem,

was sie sahen. Waren sie doch mit der Vorstellung

angereist, lediglich auf einen kleinen Betrieb eines

Schlauchlieferanten ohne große Kompetenz zu treffen.

Doch weit gefehlt! Um so größer ihre Verblüffung,

als sie auf ein Unternehmen mit modernsten

Anlagen für die Sonderrohr- und die Sonderarmaturenfertigung

mit Rohrbiegezentrum trafen, das

ganz nebenbei mit den Bereichen Engineering,

Aggregatebau und Hydraulikkomponenten sowie

Schulungszentrum beeindruckte. So gelang es, die

Prüfer aus Tschechien schon vor Beginn des Audits

gleichermaßen zu überraschen und zu begeistern.

Mit diesem ersten positiven Eindruck begannen sie

ihr klar strukturiertes Prüfprogramm, wobei jeder

Einzelne gezielt und systematisch prüfte.

AUSGABE FEBRUAR 2006


Bis ins Detail

Die Ingersoll-Rand Prüfer verfolgten Schritt für

Schritt den kompletten Ablauf der Produktion.

Das fi ng beim Materialeingang an und hörte bei

der termingerechten Auslieferung längst nicht auf.

Gründlich berücksichtigten die Prüfer alle Eventualitäten

und schauten sich auch die Abläufe im

Reklamationsmanagement an. Ihre Prüfbogen

umfassten detaillierte Fragen, auf die sie konkrete

Antworten erwarteten.

Im Einzelnen ging es beispielsweise darum, auf

welche Weise HANSA-FLEX das Qualitätsmanagement-System

dokumentiert und wie weit es im

Unternehmen bei den Mitarbeitern verankert

ist. Unter der Rubrik „Korrigierende Maßnahmen“

wurden die Methoden geprüft, mit denen

HANSA-FLEX der Produktqualität entgegen laufende

Bedingungen erkennt und korrigiert. Natürlich

wurde geprüft, ob jederzeit eine termingerechte

Lieferung – sogar die Verpackung wurde dabei untersucht

– sicher gestellt werden kann, und ob im

Rahmen einer Auftragsprüfung die Anforderungen

des Auftrags im Unternehmen verstanden wurden

und somit die Fähigkeiten zur korrekten Fertigung

der Produkte gegeben sind. Weiter ging es um einen

unternehmensinternen Prozess, der garantiert,

dass die im Kontrakt geforderten Zeichnungen und

andere Unterlagen sowie deren Änderungen in die

Fertigung einfl ießen.

AUSGABE FEBRUAR 2006

Gefragt wurde, wie eine Zeichnungsprüfung aussieht,

und ob darin enthaltene Spezifi kationen

und eventuelle Änderungen angemessen berücksichtigt

werden. Mit der Prüfung im Bereich des

Beschaff ungsmanagements untersuchte man, wie

HANSA-FLEX geeignete und aussagekräftige Konstruktionszeichnungen

an Zulieferer weitergibt.

Dokumentiert wurde auch, inwieweit der Wareneingangsbereich

angeliefertes Material auf Qualitätsaspekte

hin überprüfen kann.

QUALITÄTSMANAGEMENT

Besser geht’s nicht!

Und dann das Ergebnis: Die Ingersoll-Rand Prüfer

vergaben auf Grund des in Weixdorf durchgeführten

Audits übereinstimmend die Note „exzellent

bestanden“! Die Frage, ob HANSA-FLEX in der Lage

ist, die von Ingersoll-Rand in Uničov benötigten

Teile in der verlangten Qualität zum verlangten

Zeitpunkt zu liefern, wurde durch den Prüfbericht

zur höchsten Zufriedenheit mit „Ja“ beantwortet.

Das Qualitätsmanagement von HANSA-FLEX habe

„very good performed“ heißt es da, sei sehr gut

eingeführt und sehr fl exibel.

Positiv hervorgehoben wurde die internationale

Ausrichtung des Bremer Hydraulikpartners und die

damit einhergehende Nähe zum Kunden in Uničov

durch die HANSA-FLEX Niederlassung Prag.

Der seit Mai 2005 laufende Prüfprozess hat nun den

Weg frei gemacht: HANSA-FLEX wird als Lieferant

für die Serienproduktion beim Technologiekonzern

Ingersoll-Rand gelistet.

HYDRAULIKPRESSE 19


„…und der Heinz hat gesagt, das hat beim Anlaufen

nur noch einmal kräftig gezischt, und schon war alles

voller Öl. Wo bekommen wir jetzt so schnell einen

neuen Zylinder her – die Stanze muss doch laufen!“

Ein solches Szenario ist sicherlich nicht alltäglich,

doch es kann jederzeit passieren – der plötzliche

Ausfall eines hochbeanspruchten Hydraulikzylinders.

Carsten Kempfert, Trainer bei HANSA-FLEX, ist neben

der Leitungstechnik auch mit derartigen Problemen

der Zylinder- und Dichtungstechnik vertraut.

Der Hydraulikzylinder ist das wohl bekannteste

Bauteil in der Fluidtechnik, denn es ist eindeutig

das Bindeglied zwischen dem hydraulischen Kreislauf

und der Arbeitsmaschine. Zylinder sind praktisch

überall dort zu fi nden, wo die menschliche

Arbeitskraft hydraulisch unterstützt bzw. gänzlich

ersetzt wird. Sei es im klassischen Maschinenbaubereich,

in der Windenergietechnik, der Luft- und

Seefahrt oder auf dem Rummelplatz.

Hydraulikzylinder sind im Vergleich zu ihren hoch

komplexen Einsatz- und Aufgabengebieten nicht

nur vom konstruktiven Prinzip her sehr einfach gehalten.

Auch der technisch-physikalische Aspekt ist

weitestgehend der Gleiche, erläutert Carsten Kempfert:

„Beim Arbeitsvorgang wirkt ein bestimmter

Druck p über ein Medium so auf eine Kolbenfl äche

A (F = p x A), dass eine mechanische Kraft F von

wenigen Newton (N) bis weit über 250.000 kN bei

sehr kurzen bis zu meterlangen Hublängen erreicht

wird. Wobei die Antriebsbewegung meist geradlinig

ist. Somit werden an Maschinen und Anlagen

die auftretenden hydraulischen Kräfte durch unterschiedlichste

Arbeitsbewegungen für jeden

20

TECHNISCHE INFORMATIONEN

Hydraulikzylinder und Dichtungstechnik

Verschleißteile mit intelligenter Kraft

HYDRAULIKPRESSE

deutlich sichtbar.“ Letztendlich gehören das Heben,

Senken, Verschieben und Verriegeln von Lasten zu

den markantesten und wichtigsten Einsatzgebieten

von Hydraulikzylindern.

Doch nicht nur hohe Kräfte oder große Hübe sind

zu verzeichnen, es gibt durchaus weitere wichtige

Eigenschaften von Hydraulikzylindern:

• Direkte Krafterzeugung, d.h. ohne mechanische

Zwischenglieder;

• Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten können über

den gesamten Hub konstant gehalten werden;

• Möglichkeit des Aufbringens von Zug- und/oder

Druckkräften;

• Kraft kann an jeder Stelle des Hubes beliebig bis

zur maximalen Nennkraft aufgebracht werden;

• Große Leistung bei minimalem Einbauraum möglich.

Der Ausfall eines Zylinders, wie anfangs beschrieben,

kann die unterschiedlichsten Ursachen haben,

weiß Carsten Kempfert. „Das können technisch

nicht vertretbare mechanische Beanspruchungen,

mangelhafte Auslegung, ungünstige Beaufschlagung

physikalischer Eigenschaften und natürlich

das Zusammenwirken mehrerer dieser Komponenten

sein.“

Auf lange Sicht

Die tägliche Praxis hat gezeigt, dass sich durch regelmäßige

Sichtprüfungen ein solcher Schaden, der

immer wieder immensen Zeitverzug und sehr hohe

Folgekosten mit sich führt, frühzeitig erkennen und

dementsprechend beseitigen lässt. „Denn die meisten

problembedingten Stillstände von Maschinen

bzw. Anlagen zeigen ein schon länger zurückliegendes

Schadensbild, obgleich es oftmals einfach

nur der durch den täglichen Einsatz bedingte

Verschleiß ist, der über einen (un)bestimmten

Zeitraum die Funktionalität des Hydraulikzylinders

mindert“, erläutert der Fachmann.

Beim Einsatz von Hydraulikzylindern mit großen

Ausfahrlängen (Vergleich Hub > Ø Kolbenstange)

kann es unter Belastung zu Stabilitätsproblemen

kommen, wobei diese Problematik präventiv auf

rechnerischem Wege gelöst werden kann. Dabei

werden sowohl die Knicklast als auch die Betriebslast

nach Euler berechnet (siehe HANSA-FLEX Schulungsbegleitbuch,

Seite 74).

Knicklast und Betriebslast

Den Wert für die jeweilige freie Knicklänge zeigt die

Tabelle „Belastungsfälle nach Euler“.

Für Standardzylinder, deren Betriebslagen vorab

selten bekannt sind, bietet dieses Berechnungssystem

für die Praxis einen ausreichenden Sicherheitsfaktor

bezüglich Aufnahme sich überlagernder

Biegespannungen – „manches Mal ist es dann aber

doch zu spät“.

Dicht halten

Das weitaus größte Schadenspotenzial ist aber den

unterschiedlichen Abdichtmechanismen, also den

Dichtungen, zuzuschreiben. Obwohl Dichtungen

nur einen geringen Teil der Gesamtkosten eines

Zylinders ausmachen, entscheiden die in einem

Hydraulikzylinder vorhandenen unterschiedlichen

Dichtsysteme nicht nur seine Funktion, sondern

auch die Sicherheit gegenüber Mensch und Umwelt.

Kein Zylinder ist besser als seine Dichtungen,

AUSGABE FEBRUAR 2006


heißt es. „Wenn entsprechende Abdichtungen

am Kolben oder an der Stange versagen, können

unverhältnismäßig hohe Folgekosten auftreten,

wobei die Reparaturkosten meist den Wert des

ausgefallenen Dichtelementes um ein Vielfaches

übersteigen. Oder denken wir zum Beispiel an die

spektakuläre Explosion der Raumfähre Challenger

im Jahre 1986, die Vielen noch im Gedächtnis ist.

Diese Katastrophe zeigt, welche Folgen ein sowohl

technisch schlecht durchdachtes als auch konstruktiv

ungenügend installiertes Dichtsystem mit sich

bringt.“

Schon von Anfang an muss bei der Konstruktion

daher mit größter Sorgfalt an die jeweilige technische

Herausforderung herangegangen werden,

denn das Gestalten, Fertigen sowie Betreiben unterschiedlicher

Dichtsysteme erfordert Kenntnisse

und Fähigkeiten in vielerlei Grundlagenfächern,

wobei auszugsweise die Konstruktions- und Produktionstechnik,

die Festigkeits- und Wärmelehre

und vor allen Dingen die Werkstoff kunde erwähnt

werden müssen.

AUSGABE FEBRUAR 2006

Immer komplexer

Maschinen und Anlagen werden immer komplexer

und moderner, Betriebsdrücke steigen an.

Somit müssen auch die eingesetzten Materialien

entsprechend höheren Ansprüchen genügen. Bei

Dichtungswerkstoff en spielen nach wie vor die

klassischen Anwendungsparameter Druck, Temperatur,

Medium und Einsatzgeschwindigkeit die

maßgebende Rolle.

„Von Anwenderseite werden den Bauteilen aber

seit geraumer Zeit zusätzlich betriebswirtschaftliche

Aspekte wie längere Wartungsintervalle,

höhere Betriebssicherheit sowie geringe Beschaffungskosten

abverlangt.

„Wobei“, so HANSA-FLEX Trainer Carsten Kempfert,

„die Erfahrung zeigt, dass sich in der Praxis letztendlich

die preislich auch meist nicht viel teureren

Materialien als fachgerechtere Lösung durchsetzen.

Denn durch den Einsatz vermeintlich „billiger“

Werkstoff e steigen bei den heute an eine Maschine

bzw. Anlage gestellten Anforderungen die Folgekosten

in Form von Ausfallzeiten sowie erhöhtem

Reparaturaufwand im Nachhinein unverhältnismäßig

an.“

Belastungsfälle nach Euler

Fall 1 Fall 2 Fall 3 Fall 4

ein Ende frei, zwei Enden gelenkig ein Ende gelenkig zwei Enden fest

ein Ende fest geführt geführt, das andere eingespannt

eingespannt (Grundfall) eingespannt

TECHNISCHE INFORMATIONEN

Komplexer ist aber nicht nur allein der Bereich der

unterschiedlichen Formen von Kolbendichtungen,

Stangendichtungen, Abstreifern bzw. statischen

Dichtungen geworden, es wird auch auf immer

mehr Werkstoff e bzw. Werkstoff kombinationen

zurückgegriff en. „Wo es vor einigen Jahren noch

die gefl ochtene Packungsschnur tat, haben wir es

heutzutage mit sehr vielen High-Tech-Mischungen

zu tun – aus vielen Bereichen der Werkstoff technik.

Zu fi nden sind jeweils für den geforderten

Einsatz ausgelegte Kunststoff e, Metalle, aber auch

Verbundwerkstoff e. PTFE-Werkstoff e mit unterschiedlichsten

Compounds, spezielle Polyurethane

für die Dichtungsherstellung, hoch ozonbeständige

NBR-Mischungen oder Fluorelastomere wie FFKM

seien hier nur beispielhaft genannt.“ Bei dieser

Vielfalt verbirgt sich natürlich eine hohe Fehlerquote.

Ein immer wieder anzutreff ender Klassiker

ist dabei das „verbindliche“ Bestimmen von Dichtungen

nach der Farbe. „Rein theoretisch ist jeder

Dichtungswerkstoff in jeder gewünschten Farbe erhältlich.

Somit muss ein FKM-O-Ring nicht zwangsläufi

g braun oder grün sein, und NBR ist auch nicht

immer schwarz!“

Es sind also sehr viele Faktoren wichtig, um ein

funktionierendes System zu erstellen und dies

auch auf lange Sicht hin vernünftig abzudichten.

Doch Ausfälle werden immer wieder auftreten,

ob aus konstruktiven, rein physikalischen oder

anwendungsbedingten Gründen. Wichtig ist

dabei nur, einen guten Partner an seiner Seite

zu wissen, der sich diesen Problemen stellt, sie

annimmt und auf jeden Fall eine Lösung parat

hat – wir bei HANSA-FLEX kennen unsere Verantwortung!

HYDRAULIKPRESSE 21


01. 02. Grundlagen der Leitungstechnik (LTG01) Bremen

06. bis 10. 2. Grundlagen der Fluidtechnik (FTG02) Weixdorf

20. 02. Dichtungstechnik (DTG01) Eisenberg

27. 02. bis 03. 03. Grundlagen der Fluidtechnik (FTG01) Weixdorf

01. bis 03. 03. Grundlagen Metallschläuche (MTG01) Boff zen

06. bis 10. 03. Grundlagen der Fluidtechnik (FTG02) Weixdorf

21. bis 24. 03. Grundlagen der Fluidtechnik (FTG03) Weixdorf

29. bis 31. 03. Grundlagen Metallschläuche (MTG01) Boff zen

03. bis 07. 04. Grundlagen der Fluidtechnik (FTG01) Weixdorf

10. 04. Dichtungstechnik (DTG01) Eisenberg

24. bis 28. 04. Grundlagen der Fluidtechnik (FTG02) Weixdorf

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Silvana Wagner (Schulungszentrum Weixdorf) unter der Telefonnummer: 03 51 - 41 39 719.

22

Quiz

Aufl ösung Ausgabe 12/05:

A: 160 bis 180

QUIZ | VEREINSSPONSORING | SCHULUNGEN

Wieviel Meter Schlauch wurden für das

Projekt Islisberg-Tunnel in der Schweiz

konfektioniert?

A: 500 Meter

B: 5.000 Meter

C: 50.000 Meter

Vereinssponsoring

2006/2007

Wie wichtig Sportsponsoring seitens der Unternehmen

ist, wird von Jahr zu Jahr deutlicher. Ohne

diese Unterstützung sind sportliche Aktivitäten

und Ereignisse heutzutage immer weniger bzw.

schwerer realisierbar.

Im nunmehr fünften Jahr möchte sich HANSA-FLEX

Schulungstermine Februar – März – April

HYDRAULIKPRESSE

Zusendung bitte per E-Mail an ma@hansa-fl ex.com oder per Post. Bitte vergessen Sie nicht Ihren Namen und Ihre Adresse. Einsendeschluss

ist der 28. Februar 2006. Pro Teilnehmer wird nur eine Einsendung berücksichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

ebenso jegliche Haftung, soweit rechtlich zulässig. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.

Gewinner Ausgabe 12/05:

Karin Zigun – 21379 Rullstorf

Claus-Dieter Postler – 91052 Erlangen

Manuela Winkler – 31848 Bad Münder-Hasperde

Uwe Klein – 66629 Freisen

im Bereich des Vereinssports engagieren und 30

Sportvereine mit neuer Spielkleidung im Wert von

je EUR 1.000 ausstatten.

Vereine können sich bis zum 31. Mai 2006 mit

einem formlosen Anschreiben bewerben, das den

Verein vorstellt und mit den Kontaktdaten versehen

ist.

Nach Auslosung erhalten die ausgewählten Vereine

ein Bestätigungsschreiben mit den Kontaktdaten

des Ausrüsters, bei dem die Kleidung bestellt werden

kann. Spendenbescheinigungen seitens der

3 Salz- und Pfeff ermühlen-Sets

von WMF zu gewinnen!

Beantworten Sie einfach unsere Gewinnspielfrage und schon kann eins von

insgesamt drei Salz- und Pfeff ermühlen-Sets der Marke WMF Ihnen gehören.

Morris Hermann – 22926 Ahrensburg

Peter Töx – 63741 Aschaff enburg

Georg Klaus – 54568 Gerolstein

Michael Pfi ster – 55129 Mainz

Reiner Staske – 61440 Oberursel

Detlef Rapke – 30179 Hannover

Vereine sind nicht nötig, da keine Geldbeträge an

die Vereinskassen fl ießen werden.

Bewerbungen schicken Sie bitte an:

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH

Abteilung Marketing

Stichwort: Vereinssponsoring Saison 2006/2007

Zum Panrepel 44, 28307 Bremen

Fax: 04 21/4 89 07 48

E-Mail: ma@hansa-fl ex.com

Schulungsprogramm 2006

in jeder

Niederlassung erhältlich

AUSGABE FEBRUAR 2006


Jubiläen 2006

Februar 2006

MAZ/H5 Berlin-Marzahn 10 Jahre

ROS/G5

März 2006

Rostock 10 Jahre

BIE/C2 Bielefeld 25 Jahre

MUE/C1

April 2006

Münster 25 Jahre

BAU/X0 Bautzen 10 Jahre

HWI/G6 Hamburg-Wilhelmsburg 10 Jahre

In der nächsten Ausgabe erwarten Sie folgende Themen...

04/06

AUSGABE FEBRUAR 2006

MESSEN | UNTERHALTUNG | VORSCHAU

Messe-Ankündigunen

16. bis 18. 02. Technical Fair Timisoara, Rumänien

21. bis 24. 0.2 ConMac Ukraine 2006 Kiev, Ukraine

02. bis 05. 03. TIT – Technical International Fair Cluj-Napoca, Rumänien

02. bis 05. 03. BAUMAG Luzern, Schweiz

22. bis 24. 03. Electra Mining India New Delhi, Indien

30. 03. bis 2. 04. Mawev Show Enns/Hafen, Österreich

Comic-Strip

Landwirtschaftsmaschinen in der Ukraine: AGRO-SOYUZ, Horsch

Im Gespräch mit ... Heiko Richter, Leiter der Gruppe Dresden/Bautzen

Zulassung HANSA-FLEX erhält die Q1-Zulassung der Deutschen Bahn

Metallschläuche Reportage über die Glashütte Holzminden

HANSA-FLEX Niederlassungen Shanghai (China) und Celle

Schulungszentrum Technische Informationen über Prävention

Vorschau

HYDRAULIKPRESSE

Redaktionsschluss: 1. März 2006

23


It’s not a trick. It’s a system!

Mit Europas führendem

Systempartner für Fluidtechnik

ist nichts unmöglich.

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH · Zum Panrepel 44 · D - 28307 Bremen www.hansa-flex.com · E-Mail: info@hansa-flex.com

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