Ausgabe 02/2025
Das Magazin für Herisau und Umgebung. Erscheinungsdatum: 5. Februar 2025
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Das Magazin für Herisau und Umgebung Ausgabe 2 ⋅ 5. Februar 2025
RENÉ BIERI, HANS LEHMANN
UND DER «PRINZ CARNEVAL» ⋅04
MARLIES UND ERNST ROHNER SIND
SEIT ÜBER 60 JAHREN VERHEIRATET ⋅ 10
EIN GENERATIONENPROJEKT FÖRDERT
DIE LESEFREUDE VON KINDERN ⋅ 16
WAS TAXIFAHRER NOBERT WEBER
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02/2025 Heri-Schau · 3
DAS RESTAURANT PARK
IST FRISCH RENOVIERT
Nach neunmonatiger Umbauzeit konnte
die Stiftung Leben im Alter Herisau (LiA)
die komplett sanierte Küche und das frisch
renovierte Restaurant Park in Betrieb nehmen.
Die über 40 Jahre alte Küche entsprach
nicht mehr den heutigen Anforderungen,
weshalb eine aufwändige Komplettsanierung
unumgänglich war. Zudem wurden
das Restaurant, der Eingangsbereich, der
grosse Saal Park sowie das «Stübli Heiri»
renoviert. Nachdem der Umbau Ende 2024
abgeschlossen wurde, erhoffen sich Marcel
Fritsch, Geschäftsführer der LiA, sowie
Max Nadig, Stiftungsratspräsident, mehr
Dorf- und Quartierleben im Heinrichsbad.
«Das Zusammentreffen und der Austausch
zwischen den Generationen ist uns ein
grosses Anliegen. Dementsprechend haben
wir auch einiges verändert», sagt Fritsch.
Wo sich früher das Buffet befand, sind nun
weitere bediente Tische mit Sitzbänken
entstanden. Für Kinder wurde eine eigene
Ecke mit kleinem Tisch, einigen Stühlen sowie
Spielsachen eingerichtet. Das Buffet ist
neu beim Restauranteingang links – direkt
an die Küche angrenzend – zu finden. Die
Küche selbst wurde kompakter gebaut und
mit neuen Küchengeräten ausgestattet.
Die verschiedenen Arbeitsbereiche wurden
vorschriftskonform angeordnet und angepasst.
Dies vereinfache die Küchenarbeit
nicht nur, sondern mache sie auch angenehmer,
bestätigt Küchenchef Francesco
Gasser. Die grösste Herausforderung war
wohl der Umbau während des laufenden
Betriebs. Die tägliche Versorgung für die
rund 130 Bewohnerinnen und Bewohner
der LiA-Häuser am Standort Heinrichsbad
musste weiterhin gewährleistet werden.
Daher wurde die Küche während den Umbauarbeiten
ausgelagert. Zudem wurde
bewusst über den Sommer gebaut. «In diesen
Monaten waren unsere Bewohnenden
öfter ausser Haus und wurden nicht allzu
stark durch die Bauarbeiten gestört», sagt
Fritsch. Nachdem die Bewohnerinnen und
Bewohner der LiA mit ihren Angehörigen
die neuen Räumlichkeiten bereits Mitte Januar
an einem Anlass feiern konnten, findet
am 4. Februar ein Apéro für geladene Gäste
statt und am 8. Februar gibt es einen Quartier-
und Familienbrunch.
Helena Städler
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im Februar
5. FEBRUAR
Welt-Nutella-Tag
8. FEBRUAR
Tag des Koffeins
Es gibt nicht wenige Menschen, die
ohne einen Kaffee nicht aus dem Bett
kommen. Das darin enthaltene Koffein
gilt als Wachmacher und wurde vom
deutschen Chemiker Friedlieb Ferdinand
Ruge 1819 erstmals aus Kaffeebohnen
gewonnen. Deshalb wird der Tag
des Koffeins auch an seinem Geburtstag
gefeiert.
18. FEBRUAR
Tag des Weintrinkens
27. FEBRUAR
Welt-Eisbären-Tag
hesch gwösst?
Gemäss Schätzungen haben fast fünf
Millionen Menschen am 29. Februar Geburtstag.
Durchschnittlich werden am
Schalttag jährlich weltweit über 2000
Menschen geboren, in Amerika gebar
eine Frau gar drei Kinder im Abstand von
jeweils vier Jahren an diesem Tag.
Küchenchef Francesco Gasser freut sich über die neue Küche.
(Bild: hst)
Titelbild: René Bieri und Hans Lehmann
haben 25 Ausgaben des «Prinz Carneval»
verantwortet. (Zeichnungen: Rico Ehrbar)
4 · Porträt 02/2025
ALS EINST EIN PRINZ DIE
FASNACHTSZEIT REGIERTE
Sie war gelb und ihr Markenzeichen war ein närrisches Musikquartett auf dem Titelblatt. Dank
ihr landete im Narrenmonat eine redaktionelle Konfettiladung Fake News im Hinterland. Wir
erinnern uns an ein Vierteljahrhundert Herisauer Faschingszeitung «Prinz Carneval».
Mein Einstieg in das gelbe Lesevergnügen
begann jeweils auf Seite drei. Begeistert las
ich mir das Scribeli von Tschagomo Balari, gebürtig
in Bergamo und wohnhaft in Herisau,
laut vor. Dessen Zeilen an seine geliebte bella
Catarina in der Heimat gaben einen humoristischen
Einblick in die lokalen Aktualitäten.
Die Kunst des Witzemachens in Kombination
mit einem kulturell gefärbten Blick auf Herisau
und das Hinterland. Die verniedlichenden
und liebevollen Wortschöpfungen des
gebrochen Deutsch sprechenden Italieners
waren nie abwertend oder ausgrenzend – im
Gegenteil! Der Autor des Textes schaffte es,
die Leidenschaft und die Verwunderung des
Einwanderers in Worte zu fassen. Das herzhafte
Lachen öffnete für eine andere Weltsicht
und enthielt auch einen Spiegel für die
Einheimischen. So manches verschwurbelte
Dialektwort wollte mehrfach gelesen werden,
um verstanden zu werden.
Humoristische Sensationsberichte über
Missgeschicke in Politik und Gesellschaft
sorgten für ein Gefühl des Menschseins über
alle Hierarchien hinweg. Der Ratgeber Dadasius
kümmerte sich um kleine und grosse
«Beleidigungen
haben wir bewusst
vermieden.»
Sorgen der ansässigen Bürger. Die beliebten
«Puure Regle» lieferten träfe Monatsprognosen.
Zahlreiche weitere Dichtungen zerrten
Pleiten und Pannen der Bürger ins lachende
Licht der Öffentlichkeit. In der Bildsprache
dominierten kreativ und manuell verfälschte
Fotografien sowie hochwertige Karikaturen,
zuletzt vom royalen Hofzeichner Rico Ehrbar.
Entlarvung der heimlichen Redaktion
Zwischen 1982 und 2008 erschienen
25 Ausgaben «Prinz Carneval». Die Ausnahme
bildete der Golfkrieg, im Jahr 1991
wurden sämtliche Fasnachtsaktivitäten abgesagt.
Viele Leserinnen und Leser wussten
nicht, wer die Zeitschrift gestaltete, denn im
Impressum stand: «Redigiert und herausgegeben
von zwei Fasnachtsnarren unter Assistenz
hiesiger und auswärtiger Kräfte.» In
der Jubiläumsausgabe erschienen erstmals
die Namen «Behmann und Lieri». Höchste
Zeit, die Masken final zu lüften und René
Bieri, Jahrgang 1943, und Hans Lehmann,
Jahrgang 1947, im ehemaligen Trüübli zu
treffen. Die Zusammenarbeit der beiden Ur-
Herisauer entstand durch den gemeinsamen
Arbeitgeber, das Appenzeller Medienhaus.
Während Bieri in seinem beruflichen Leben
Lokalredaktor bei der Appenzeller Zeitung
war, verantwortete Lehmann als Leiter der
Druckabteilung verschiedene Produkte der
Appenzeller Druckerei. Als begeisterter Fasnächtler
hatte Lehmann schon die Guggenmusik
Möliwirbel gegründet und initiierte
das erste «Guggetröffe». Mit Fasnacht hatte
Bieri hingegen nie viel am Hut, aber: «Mich
reizte das Schreiben.»
Als die beiden Kenntnis von früheren
Ausgaben der Fasnachtszeitschrift erhielten,
fassten sie den Mut, den Prinz nochmals zur
Taufe zu führen. Mit den Möglichkeiten für
eine Neuauflage am gemeinsamen Arbeitsplatz
kauften sie 1982 dem Wirt des Restaurants
Drei Eidgenossen (ehemals an der
Schützenstrasse) die hölzernen Druckstöcke
für die Frontseite und die Rubriken «Tschagomo
Balari» und «Puure Regle» ab. Über
die Aufgabenteilung waren sie sich schnell
einig: «Bei Hans entdeckten wir ein Talent
fürs Dichten und ich widmete mich der Prosa»,
erzählt Bieri. Die Inhalte setzten sich
jeweils aus Hinweisen aus der Bevölkerung
zusammen oder aus den reichhaltigen Quellen,
die sie persönlich besassen.
Prosa und Dichtung ohne Zensur
«Ich glaube, wir haben den Ton meistens getroffen»,
schmunzelt Bieri. «Trotzdem gab es
zweimal richtig ‹Lämpe›, weil sich jemand
persönlich angegriffen fühlte.» Obschon die
Namen jeweils humoristisch verfälscht, Fotografien
offensichtlich überklebt oder Personen
karikiert wurden, Ortskundige erkannten
natürlich, von wem die Rede war. Die Schirmherrschaft
des Humors bot bedingt Schutz:
«Es gab keine Politikerehre, aber bei Geschäftsinhabern
haben wir in der Regel schon
zweimal überlegt, damit wir keinen Schaden
anrichteten», erinnert sich Bieri.
Ein Bericht drehte sich um politische
Amtsträger in freizügigen Etablissements.
Tatort war eine der «Gogo-Beizen» von Herisau,
die heute nahezu verschwunden sind.
Zur Bebilderung des Textes schufen die Redaktoren
eine Szene, bei dem eine barbusige
Frau auf den Schenkeln eines Mannes am
Bartresen sitzt, während dieser ihren Büstenhalter
schwenkt. Auf dieser Aufnahme
ersetzten sie dann das Gesicht mit demjenigen
eines damaligen Regierungsrats. Dieser
drohte der Redaktion maximal verärgert mit
juristischen Konsequenzen. Einem befreundeten
Regierungsrat gelang es, zu vermitteln
und so den Sturm abzuwenden. Weiter eskalierte
ein Beitrag über die schönste Appenzellerin.
Eine Beizerin erzürnte sich derart
über eine Erwähnung, dass sie persönlich auf
der Redaktion erschien. Als Bieri sie dabei
fotografieren wollte, erwischte er sie aber
nur noch von hinten. Natürlich wurde auch
dieses Foto veröffentlicht mit dem Hinweis,
die Dame sei auch von hinten schön. Die Betroffene
zog daraufhin den Fall bis vor die
Schlichtungsstelle. Glücklicherweise blieb
auch hier der Humor der Gewinner und das
«Hans konnte gut
dichten und ich
erledigte die Prosa.»
Verfahren wurde eingestellt. Bieri und Lehmann
wundern sich, dass gerade das offensichtlich
Veräppelnde derart zu provozieren
vermochte. Haben sich die beiden Kollegen
in der Wahl der Inhalte gegenseitig zensuriert?
«Manchmal gelangte man mit Hinweisen
an uns, die wir schlicht nicht lustig
fanden. Wir wollten nie eine Plattform sein,
um andere zu diffamieren. Unser Kriterium
war immer der humoristische Ansatz. Wir
scheuten uns deshalb auch nicht, uns gegenseitig
im ‹Prinz Carneval› der lachenden Leserschaft
preiszugeben», erzählt Lehmann.
Unterstützung des Arbeitgebers
Die Jubiläumsausgabe nach fünfundzwanzig
Jahren war ein gross angelegtes Dankeschön
aus allen Kreisen. In Telegrammbotschaften
kamen Politik, Gewerbe, Polizei, ja sogar
der amerikanische Präsident Schorsch Dabeljuu
Bush zu Wort. Ein Jahr später ging
Prinz Carneval beinahe zeitgleich mit den
beiden Redakteuren in Pension. Der Entscheid
resultierte vor allem aus dem Ende
ihrer Berufskarrieren. «Wir haben jahrelang
von einem sehr grossen Goodwill und der
Infrastruktur unseres Arbeitgebers profitiert
und unsere jeweiligen Vorgesetzten haben
02/2025 Porträt · 5
René Bieri und Hans Lehmann brachten 25 Ausgaben der Faschingszeitung «Prinz Carneval» heraus.
(Bild: nr)
uns bei diesem Unterfangen immer unterstützt»,
erzählt Bieri. Anders wäre diese Fasnachtszeitung
für sie nicht zu realisieren,
geschweige denn zu finanzieren gewesen.
«Der Zeitungsdruck auf gelbem Papier war
seinerzeit die Besonderheit des Prinz Carneval»,
ergänzt Hans Lehmann. «Es wurde
aber immer schwieriger, farbiges Papier auf
Rollen für den Zeitungsdruck zu erhalten, daher
druckten wir dann ab der 22. Ausgabe im
Offsetdruck ein Tabloidformat.» Finanziert
wurden die Druckkosten nebst dem Verkauf
auch über Inserate, im Impressum warb man
mit: «Inserate werden per Kubikmeter berechnet.
Preis: Je mehr, je lieber.» Erst warben
nur die dekorierten Beizen um ausgehwillige
Fasnächtler, später inserierte mit entsprechendem
Akquisitionsaufwand auch das Gewerbe.
Überhaupt war der Zeitaufwand über
das ganze Jahr beachtlich. «Nebst dem vielen
Einkehren in den Restaurants, um Inserate
einzutreiben, waren Stammtische immer
Orte, wo man Neuigkeiten erfahren konnte»,
lacht Lehmann.
Der Preis pro Ausgabe lag zu Beginn wahlweise
bei zwei Franken oder 20 österreichischen
Schillingen, am Ende waren es vier
Franken oder drei Euro. Die Zeitung wurde
an den Kiosks, in den Ladengeschäften und
in den Restaurants im Kanton jeweils sehnsüchtig
erwartet. Schüler übernahmen den
Verkauf auf der Strasse. «Dieser Job war beliebt,
denn die grosszügige Entlöhnung von
einem Franken pro verkaufter Ausgabe führte
schnell zu einer ansehnlichen Aufstockung
des persönlichen Sackgeldes», erzählt Bieri
aufgrund der Rückmeldung einer Mutter.
Die Wurzeln reichen weit zurück
In der Chronik «Geschichte der Gemeinde
Herisau» wird erwähnt, dass die Fasnacht
früher vielerorts bekämpft wurde und erst
ab 1870 eine Renaissance erlebte. Die Faschingszeitungen
«Hinterlader» und «Die
Wespe» buhlten in der Region um Leser, als
Prinz Carneval 1896 erstmals als Organisator
eines Faschingsumzugs und von Konzerten
ins Geschehen eingriff. Ab 1900 erschien
dann die Zeitschrift und wurde bis in die
Fünfzigerjahre aus den Kreisen der Guggenmusik
Ziegelhöttler verlegt. Dass zum
Schluss keiner mehr Interesse an der Verlegerarbeit
hatte, lag auch an der Häufung von
juristischen Vorwürfen wie Kreditschädigung
oder Ehrverletzung.
Im Staatsarchiv in Herisau befindet sich
noch eine Ausgabe von 1926. Die «Ausgaben
der Neuzeit» von 1982 bis 2008 lagern
in der Kantonsbibliothek Trogen. Konkrete
Nachfolger für den «Prinz Carneval» fanden
sich bislang keine, auch wenn das Bedauern
gerade während der Fasnachtszeit immer
wieder aufflamme. «Viele erinnern sich dann
zurück, aber wir haben nicht vergessen, dass
Informanten zum Schluss auch immer rarer
wurden», erzählt Lehmann. Man wolle
sich offensichtlich immer weniger exponieren,
obschon sie den Quellenschutz immer
ernst genommen hätten. Ist ein Format wie
der «Prinz Carneval» in Zeiten von Political
Correctness und aktueller Genderthematik
überhaupt noch denkbar? Oder gäbe einem
gerade die Fasnacht jene Narrenfreiheit, um
über Verborgenes zu fantasieren und über
Missgeschicke zu lachen? Die beiden finden,
Humor gehe immer, aber: «Beleidigungen
müssen in jedem Fall vermieden werden»,
sagt Bieri, «denn einen Prozess am Hals
zu haben, wünscht sich keiner». Viele Fasnachtszeitungen
seien aber in der Tat verschwunden,
wie auch «Die Wanze» – einst
eine beliebte humoristisch-satirische St. Galler
Ausgabe. Dieses Produkt habe sie in ihren
Anfängen sehr inspiriert. «In der Region
kenne ich nur noch den ‹Hammschnörri› von
Schönengrund, dieser erscheint seit 1987
jährlich», weiss Hans Lehmann.
Der Name und die hölzernen Druckstöcke
des «Prinz Carneval» bleiben deshalb weiter
in den Händen der beiden nun identifizierten
Redaktoren. Aber die beiden Herren signalisieren
Verhandlungsbereitschaft. «Für
en Halbeli Rote kann man mit uns reden»,
lachen René Bieri und Hans Lehmann.
Nadja Rechsteiner
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02/2025 Gesellschaft / Glosse · 7
MUSIKVEREIN PLANT DIVERSE
FEIERLICHKEITEN ZUM JUBILÄUM
1925 verliessen einige Mitglieder die damalige
Bürgermusik und gründeten einen
neuen Verein. Am Kinderfest 1928 spielte
dieser Musikverein Herisau bereits mit
35 Mitgliedern auf. Nach einigen Neuzugängen
in den letzten Jahren zählt der Verein
heute über 50 Musikantinnen und Musikanten.
Um sein 100-Jahr-Jubiläum gebührend
zu feiern, hat das Korps unter der Leitung
von Dirigent Andreas Koller ein attraktives
Programm zusammengestellt. So findet in
der Herisauer Chälblihalle alle ein bis zwei
Monate eine musikalische «Fiirobig-Bar»
statt, ausserdem spielt der Musikverein in
den verschiedenen Quartieren von Herisau
an Platzkonzerten auf. Den Anfang machen
die Auftritte im Schulhaus Saum am
1. Mai und im Schulhaus Wilen oder Langelen
am 8. Mai. Darauf folgen Konzerte im
Schachen am 21. August, im Heinrichsbad
am 4. September und im Schulhaus Müli
am 25. September. Höhepunkt der Jubiläums-Feierlichkeiten
wird aber auch für den
Musikverein das Appenzeller Kantonalmusikfest
sein, das vom 23. bis 25. Mai in
Herisau stattfindet. Am Freitagabend wird
das Fest mit einem offiziellen Empfang und
dem Fassanstich im Festzelt eröffnet. Die
eigentlichen Wettspiele finden am Samstag
und Sonntag im Casino und in der reformierten
Kirche statt, während für die
Marschmusik die Rundbahn auf dem Ebnet
zur Verfügung steht. Der Musikanlass wurde
vom Organisationskomitee bewusst als
ein Fest für das ganze Dorf geplant. Dank
Der Musikverein Herisau feiert 2025 sein 100-jähriges Bestehen.
einer Ausnahmegenehmigung darf die Kasernenstrasse
für zwei Tage gesperrt werden,
sodass das Publikum im Dorf auf der
Strasse Live-Musik geniessen kann. Dazu
bieten Herisauer Gastronomen des Dorfzentrums
gemeinsam unterschiedlichste
Verpflegungsmöglichkeiten in Restaurants
und an Ständen an. Zentrum des Festgeschehens
ist das Ebnet: Im Festzelt und in
der angrenzenden Chälblihalle spielen am
Abend Bands, zu späterer Stunde legen DJs
auf. Als Überraschung wird schliesslich ein
Gesangsprojekt mit den Herisauer Schulen
präsentiert. Weitere Informationen dazu
folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Noch
werden für eine gelungene Durchführung
freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht.
Besonders gefragt seien helfende Hände
im Service sowie für den Auf- und Abbau
der Festinstallationen. Interessierte können
sich unter der Webseite https://portal.
helfereinsatz.ch/akmf2025 melden. (eing.)
Weitere Informationen
zu den Festlichkeiten
https://bit.ly/z&46a
(Bild: zVg.)
d’Föörbete
LATE NIGHT
FLIGHT
Der Januar ist vorbei. «Gott sei Dank!», rufen
jene, die nach der besinnlichen Weihnachtszeit
in eine leichte Depression gefallen sind
und nun ein frühlingshaftes Licht am Ende
des winterlichen Tunnels sehen. «Hurra!»,
schreien diejenigen, welche einen «Dry January»,
also einen Monat ohne Alkohol,
hinter sich haben. Was einige in der Adventszeit
an Glühwein in sich hineinschütten, bedarf
durchaus die ersten 31 Tage eines neues
Jahres, um abgebaut zu werden. Doch ich
schreibe nicht, um den Alkohol zu verteufeln,
sondern um eine amüsante Geschichte
zu erzählen. Kennen Sie Thomas Fitzpatrick?
Wahrscheinlich nicht. Der Amerikaner diente
als Kampfpilot im Zweiten Weltkrieg und
lebte nach dem Koreakrieg in New York. Wie
viele Veteranen suchte er die Lösung seiner
Traumata nicht bei einem Psychologen, sondern
ertränkte sie in Ethanol. Und so begab
es sich, dass Fitzpatrick am 30. September
1956 in einer Bar in Manhattan sass und in
berauschtem Zustand eine Wette abschloss.
Er behauptete, in 15 Minuten von New Jersey
nach New York City reisen zu können. Weil
ihm niemand glaubte, erhob er sich, bequemte
sich zu einem Flugplatz in New Jersey
und entwendete ein einmotoriges Flugzeug.
Wenige Minuten später landete er vor der
Bar – und gewann die Wette. Die Polizei verhörte
ihn, liess ihn aber aufgrund seiner Verdienste
für Land und Leute laufen. Doch die
Geschichte ist noch nicht zu Ende: Zwei Jahre
später sass Fitzpatrick erneut in einer Bar
und erzählte grossspurig, wie er mit einem
Flugzeug in Manhattan gelandet war. Zu seinem
Ärger glaubte ihm niemand, worauf er
sich aus dem Hocker schälte, nach New Jersey
fuhr und vom selben Flugplatz wie zuvor
erneut eine Maschine stahl. Und so ergab es
sich, dass Fitzpatrick zum zweiten Mal mitten
in New York vor einer Bar landete. Zu seinem
Leidweisen drückte der Rechtsapparat kein
weiteres Auge zu und er verbrachte einige
Monate in Haft. Zurück in Freiheit arbeitete
er als Heizungsmonteur und starb 2009 im
Alter von 79 Jahren. Falls Sie zu jenen gehören,
die einen alkoholfreien Januar hinter sich
haben und nun wieder anstossen dürfen: Zu
Ehren von Thomas Fitzpatrick wurde eigens
ein Cocktail kreiert – der «Late Night Flight».
Prost! Aber schliessen Sie bitte keine waghalsigen
Wetten ab. (sd)
8 · Gemeinde 02/2025
NEUE PHOTOVOLTAIK-ANLAGE AUF
DEM WERKHOF UND FEUERWEHRDEPOT
Mitte Dezember ging die neue Photovoltaikanlage
auf dem Dach des Werkhofs/Feuerwehrdepots
an der St. Gallerstrasse/Rütistrasse
in Betrieb. Auf dem begrünten Dach
wurden 293 Module installiert, die jährlich
etwa 130'000 Kilowattstunden Strom
produzieren. Dies entspricht dem durchschnittlichen
Verbrauch von 28 Schweizer
Haushalten. Die neue Photovoltaikanlage
leistet einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung
der vom Werkhof eingesetzten
Elektrofahrzeuge. Es handelt sich um die
fünfte Photovoltaikanlage auf Liegenschaften
der Gemeinde nach den Modulen auf
dem Schulhaus Ebnet (zwei Anlagen), dem
Schulhaus Kreuzweg und auf dem ARA-Betriebsgebäude
sowie dem Solarfaltdach,
ebenfalls in der ARA. Die Anlagen leisten
einen grossen Beitrag zum Legislaturziel
des Gemeinderats, dass 25 Prozent der
möglichen Dächer von gemeindeeigenen
Liegenschaften Photovoltaikanlagen aufweisen
sollen. (gk) Die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Werkhof . (Bild: gk)
RITA BLUM LEBT SEIT ÜBER
EINHUNDERT JAHREN IN HERISAU
Am 4. Januar feierte Berta Blum ihren 101. Geburtstag.
Gemeindepräsident Max Eugster
überbrachte ihr bei einem Besuch im Heinrichsbad
die besten Wünsche des Gemeinderates
und ein kleines Geschenk. Blum wurde
1924 in Herisau geboren. Sie ist im Ostquartier
aufgewachsen und zur Schule gegangen. Bis
zu ihrer Pensionierung arbeitete sie in der IG
Nef (Nelo). Mit ihrem Ehemann bezog sie als
erste Bewohnerin ein Haus in der Siedlung
Obermoosberg. Erst vor vier Jahren erfolgte
der Umzug ins Altersheim der Stiftung Leben
im Alter. Ihre grösste Leidenschaft sind die
Jasskarten – immer wieder wird sie bei einem
Jass in einer Viererrunde angetroffen. (gk)
Gemeindepräsident Max Eugster stattete Berta Blum einen Besuch ab.
(Bild: gk)
FEUERWEHR: NEUER KOMMANDANT
UND NEUE FÜHRUNGSSTRUKTUR
Der Gemeinderat hat auf Antrag der Feuerund
Zivilschutzkommission Roland Leuenberger
zum neuen Kommandanten der Feuerwehr
Herisau gewählt. Er trat sein Amt
am 1. Januar 2025 an und folgt auf Michael
Müller, der per Ende des vergangenen Jahres
von seinen Aufgaben zurücktrat. Neuer
erster Stellvertreter wird Philippe Egli,
zweiter Stellvertreter bleibt Kurt Frischknecht.
Im Vorfeld des Kommandowechsels
hatte die Feuerwehr die Führungsstruktur
analysiert und reorganisiert. Mit
Bezug darauf hat der Gemeinderat den seit
2012 praktisch unveränderten Besoldungstarif
angepasst. Diese Teilrevision des Besoldungstarifs
soll den zeitlichen Aufwand
in eine Relation zum Arbeitszeitverlust in
der Privatwirtschaft stellen. Weil mit der
heutigen Professionalisierung nicht mehr
erwartet werden kann, dass das höhere Kader
der Feuerwehr seine gesamte Arbeit in
der Freizeit erbringt, wird die Besoldungsund
Entschädigungssumme um gut 35'000
Franken erhöht. Weitere Mehrausgaben
von gegen 29'000 Franken pro Jahr wurden
für die Anlasskosten wie Übungen, Kurse
und Ernstfalleinsätze bewilligt. (gk)
02/2025 Gemeinde · 9
ÜBERKANTONALES PROGRAMM
ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG
Die Kantone St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden
und Appenzell Innerrhoden
engagieren sich erstmals gemeinsam für
die Gesundheitsförderung von Kindern,
Jugendlichen, jungen Erwachsenen und älteren
Menschen. Dabei haben die drei Kantone
ein umfassendes Aktionsprogramm
bei Gesundheitsförderung Schweiz eingereicht,
das bis 2028 läuft. Durch den Leistungsvertrag
mit der Stiftung können viele
bewährte Projekte fortgesetzt werden, die
bereits positive Effekte auf die Gesundheit
der Bevölkerung haben. Ziel ist es, allen
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Gibelhalde 4; 11/1000 Miteigentum an Grundstück
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09.01.2025 Stricker Hansueli, Herisau (Erwerb:
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Ernährung, ausreichend Bewegung
und eine gute psychische Gesundheit zu
ermöglichen. In den Jahren 2025 bis 2028
konzentrieren sich die Kantone auf diese
zentralen Gesundheitsziele. Es ist das erste
Mal, dass mehrere Kantone ein solch umfassendes
Gesundheitsförderungsprogramm
gemeinsam umsetzen. Es baut auf einer
bereits bestehenden Zusammenarbeit zur
Förderung der psychischen Gesundheit bei
Kindern und Jugendlichen auf. Das Aktions-
15.01.2025 Hagger Guido und Gerda, Stein (Erwerb:
30.03.2007), an Bleisch Mario, Abtwil
Stockwerk-GB-Nr. S10969, Ahornstrasse 2;
71/1000 Miteigentum an Grundstück Nr. 4732,
mit Sonderrecht an 2 1/2-Zimmer-Attikawohnung
mit Keller und Wirtschaftsraum Stockwerk-GB-Nr.
S10975, Ahornstrasse 2; 2/1000
Miteigentum an Grundstück Nr. 4732, mit Sonderrecht
an Disponibelraum Miteigentums-GB-
Nr. M11016, Ahornstrasse; 3/134 Miteigentum
an Grundstück Nr. 3473, (Benützungsrecht an
Abstellplatz)
20.01.2025 Erbengemeinschaft Lüthi Patricia (Erwerb:
11.12.2024), an Lüthi Lucas, Herisau GB-Nr.
programm ermöglicht es den Kantonen,
ihre Gesundheitsförderungsaktivitäten zu
verbinden und neue Synergien zu schaffen.
Dafür leisten die Kantone folgende Förderbeiträge:
Für St. Gallen fallen 2'492'000
Franken an, Appenzell Ausserrhoden steuert
512'000 Franken bei und Appenzell Innerrhoden
480'000 Franken. Das Programm
wird von St. Gallen koordiniert und ist seit
dem 1. Januar in Kraft. Es umfasst mehr
als 60 konkrete Massnahmen, so etwa die
Förderung von Bewegung und gesunder Ernährung
in Kindertagesstätten, kostenlose
Begegnungsangebote für Seniorinnen und
Senioren oder die Unterstützung von lokalen
Projekten in Gemeinden. (gk)
3909, Steinrieselnstrasse 26; Wohnhaus Vers. Nr.
4261, mit 193 m² Grundstücksfläche GB-Nr. 3775,
Untere Steinegg; Garage Vers. Nr. 4156, mit 40
m² Grundstücksfläche
22.01.2025 Erbengemeinschaft Spadini Miranda
(Erwerb: 06.09.2024), an Dermaku Arsim und
Artone, Herisau GB-Nr. 3018, Obere Wilenhalde
14; Wohnhaus Vers. Nr. 3334, mit 595 m² Grundstücksfläche
22.01.2025 Topeco AG, Freienbach SZ (Erwerb:
29.04.2019), an Zanvit Udo und Nadine, Herisau
GB-Nr. 4269, Güetli 5; Wohnhaus Vers. Nr. 5054,
mit 349 m² Grundstücksfläche
Zivilstandsnachrichten
Geburten
Calciano Davide, geboren 15. Dezember 2024,
Sohn der Calciano, Chiara, wohnhaft in
Herisau AR
Mäder Lenn Jan, geboren am 24. Dezember
2024, Sohn des Mäder Oliver Fabian und der
Mäder Sandra, wohnhaft in Herisau AR
Bilic, Elenia, geboren 5. Januar 2025, Tochter
des Bilic, Sandro und der Bilic, Katrin, wohnhaft
in Herisau AR
Todesfälle
Alder geb. Gantenbein, Heidi, gestorben am
21. Dezember 2024 in Herisau AR, geboren
1930, wohnhaft gewesen in Herisau AR
Widmer, Walter, gestorben am 21. Dezember
2024 in Herisau AR, geboren 1947, wohnhaft
gewesen in Herisau AR
Gueniat, Pierre, gestorben am 22. Dezember
2024 in Herisau AR, geboren 1967, wohnhaft
gewesen in Herisau AR
Barmettler, Josef Karl, gestorben am 26. Dezember
2024 in Herisau AR, geboren 1953,
wohnhaft gewesen in Herisau AR
Frank, Jörg, gestorben am 27. Dezember 2024
in Herisau AR, geboren 1940, wohnhaft in
gewesen in Herisau AR
Baumberger, Franz Karl, gestorben am 28. Dezember
2024 in Frauenfeld TG, geboren 1933,
wohnhaft gewesen in Herisau AR
Fässler, Bruno Nikolaus, gestorben am 31. Dezember
2024 in Herisau AR, geboren 1957,
wohnhaft gewesen in Herisau AR
Jäger geb. Gubler, Olga, gestorben am
31. Dezember 2024 in Stein AR, geboren 1941,
wohnhaft gewesen in Herisau AR
Ciofalo, Vincenzo, gestorben am 5. Januar
2025 in Herisau AR, geboren 1956, wohnhaft
gewesen in Herisau AR
Thürig, Hans Rudolf, gestorben am 22. Dezember
2024 in Herisau AR, geboren 1953,
wohnhaft gewesen in Herisau AR
Grob. geb. Holderegger, Frida Emilie, gestorben
am 9. Januar 2025 in Schwellbrunn AR,
geboren 1935, wohnhaft gewesen in Herisau
AR
Niggli geb. Fitzi, Margrith, gestorben am
14. Januar 2025 in Herisau AR, geboren 1939,
wohnhaft gewesen in Herisau AR
Sittaro, geb. Corsano, Maria Filomena, gestorben
am 19. Januar 2025 in Herisau AR, geboren
1935, wohnhaft gewesen in Herisau AR
Jäger-Fankhauser, Helene, gestorben am
22. Januar 2025 in Herisau AR, geboren 1939,
wohnhaft gewesen in Herisau AR
Eheschliessung
Bühler, Oskar Sebastian und Bühler-Signer,
Jana Monika, wohnhaft in Herisau AR
10 · Interview 02/2025
Auch nach über sechs Jahrzehnten glücklich zusammen: Ernst und Marlies Rohner wohnen gemeinsam im Heinrichsbad.
(Bild: hst)
BEI JEDEM «ADIEU»
GIBT ES EINEN KUSS
Viele Menschen träumen von der ewigen Liebe. Dass es sie gibt, beweist das Ehepaar Rohner. Seit
bald 61 Jahren sind Marlies und Ernst Rohner verheiratet. Im Interview anlässlich des Valentinstags
verraten sie, wie sie sich kennengelernt haben und was ihr Geheimnis für eine glückliche Ehe ist.
Bald feiern Sie Ihren 61. Hochzeitstag.
Wie haben Sie sich kennengelernt?
Marlies Rohner: Wir trafen uns zum ersten
Mal bei gemeinsamen Freunden. Ernst ist
mir sofort aufgefallen – er war ein sehr
hübscher Mann. Danach verloren wir uns
wieder aus den Augen.
Wie fanden Sie wieder zueinander?
Ernst Rohner: Sieben Jahre später sahen wir
uns bei einer Unterhaltung wieder. Da hat
es sofort gefunkt.
Marlies Rohner: Bei mir war es eigentlich
Liebe auf den ersten Blick. Doch bei unserem
ersten Kennenlernen fiel ich ihm anscheinend
nicht besonders auf. Deshalb
organisierte ich einige «zufällige» Treffen,
um ihm öfter zu begegnen. Zusammengekommen
sind wir dann 1963.
Wie sahen diese «zufälligen» Treffen damals
aus?
Marlies Rohner: Kurz nach unserem ersten
Kennenlernen 1957 arbeitete ich als Ladenhelferin
im Konsum an der Degersheimerstrasse.
Ernst war Milchmann und lieferte
regelmässig Milch an eine Frau, die im gleichen
Gebäude wohnte. Ich stimmte meine
Zeiten für das Entsorgen leerer Flaschen
auf seine Lieferzeiten ab. Aber selbst das
fiel ihm nicht auf.
Ernst Rohner: Nein, das war mir wirklich
nicht bewusst. Dass sie schon damals ein
Auge auf mich geworfen hatte, schmeichelt
mir heute natürlich umso mehr.
Wie ging es nach Ihrem Wiedersehen weiter?
Marlies Rohner: Nach der Unterhaltung
haben wir uns ineinander verliebt und entschieden,
«miteinander zu gehen». Doch
bevor es ernst wurde, fragten wir unsere Eltern
um Erlaubnis. Vor allem unsere Mütter
waren zunächst nicht begeistert.
Weshalb?
Ernst Rohner: Ich bin evangelisch und Marlies
ist katholisch. Zur damaligen Zeit war
es nicht üblich, dass Menschen verschiedener
Konfessionen heirateten. Das führte
deshalb zu einigen Spannungen in unseren
Familien.
Marlies Rohner: Mir war es egal, weil wir
an denselben Gott glaubten. Doch unsere
Mütter brauchten Zeit, um den «Schock»
zu verarbeiten. Besonders meine Schwiegermutter
hatte damit zu kämpfen, weil
wir meiner Mutter zuliebe katholisch geheiratet
haben. Mit der Zeit legte sich die
Skepsis und wir verstanden uns schliesslich
sehr gut.
Wie war Ihre Hochzeit?
Marlies Rohner: Wir heirateten am 9. Mai
1964 – zuerst standesamtlich, danach kirchlich.
Der Tag war toll, einzig der Pfarrer
brachte mich an diesem Tag etwas aus der
Fassung.
Weshalb?
Marlies Rohner: Weil Ernst evangelisch ist,
mussten wir den Pfarrer zuerst um Erlaubnis
für die Trauung bitten. Während der
Zeremonie musste ausgerechnet Ernst aus
einem katholischen Kirchenbuch vorlesen.
Das fand ich nicht in Ordnung. Der Pfarrer
hatte so einen schlechten Eindruck bei mir
hinterlassen, dass ich keines unserer drei
Kinder von ihm taufen liess.
Ernst Rohner: Nach der kirchlichen Trauung
gab es ein Mittagessen in Rorschacherberg.
Obwohl das Essen eher teuer war, war es
sehr knapp bemessen. Am Abend feierten
wir mit einem Abendessen und Musik im
Ramsenhof weiter. Obwohl weder Marlies
noch ich gerne tanzen, durfte der Hoch-
02/2025 Interview · 11
zeitstanz an diesem Tag natürlich nicht
fehlen.
Wie gestaltete sich Ihr Leben nach der
Hochzeit?
Ernst Rohner: Wir lebten die klassischen
Rollenbilder. Marlies kümmerte sich um
den Haushalt, während ich in der Landwirtschaft
arbeitete und zeitgleich Baumwart
war. Im Winter schnitt ich Bäume, um unser
Einkommen aufzubessern.
Marlies Rohner: Unser erster Sohn kam im
Januar 1965 zur Welt, gefolgt von zwei Töchtern.
Ernst hätte gerne noch weitere Kinder
gehabt, aber für mich war nach drei Schluss.
Welche Rolle spielten Familien und
Freunde?
Marlies Rohner: Unsere Familie spielt seit
eh und je eine sehr wichtige Rolle. Als wir
noch jung waren, halfen uns unsere Eltern
viel – besonders mit den Kindern und auf
dem Hof. Vor allem im Winter, wenn Ernst
im Wald war und ich den Stall übernahm.
Wenn am Nachmittag niemand auf die Kinder
aufpassen konnte, bis meine Arbeiten
verrichtet waren, mussten die Kinder nach
dem Mittagsschlaf einfach im Bett bleiben.
Dabei waren sie immer zufrieden und haben
selbstständig im «Bettchen» gespielt.
Im Sommer nahm ich die Kinder oft auch
mit aufs Feld, wo sie entweder im Kinderwagen
lagen oder auf einer Wolldecke
spielten. Zeit, um sich «nur» um die Kinder
zu kümmern, blieb kaum. Der Grossteil
unserer Arbeit wurde von Hand verrichtet.
Rückblickend gesehen war es eine anstrengende,
aber dennoch schöne Zeit.
Gab es schwierige Zeiten in Ihrer Ehe?
Ernst Rohner: Natürlich gab es Konflikte.
Aber an eine grosse Krise kann ich mich
nicht erinnern. Höchstens daran, dass mir
Marlies einmal das Portemonnaie nachgeworfen
hat.
Marlies Rohner: Das passierte aus Frust über
finanzielle Sorgen. Ernst meine oft, ich würde
zu viel Geld ausgeben, obwohl ich nur
das Nötigste kaufte. Das Portemonnaie war
meine Art zu sagen: «Mach es doch selbst.»
Aber ernsthafte Streitereien hatten wir selten
und niemals vor den Kindern.
Welche Werte waren Ihnen in Ihrer Beziehung
wichtig?
Marlies Rohner: Treue und Loyalität. Ich
musste mir nie Sorgen machen, dass Ernst
mich betrügen würde. Allerdings hätte ich
ihn gerne etwas romantischer und verschmuster
gehabt.
Ernst Rohner: Romantik war nie meine Stärke,
aber ich war immer zufrieden mit unserer
Beziehung.
Was war Ihr schönster Moment als Paar?
Ernst Rohner: Unsere Hochzeit und die Geburt
unserer drei Kinder bleiben unvergesslich.
Auch unsere erste grosse Reise, eine
Rheinschifffahrt 25 Jahre nach der Hochzeit,
bleibt eine schöne Erinnerung. Und als
wir pensioniert wurden, besuchten wir Verwandte
in Kanada.
Marlies Rohner: Auch die Rückreise werden
wir nie vergessen. Das war 2001 und
während unserer Reise kam es zur Swissair-Grounding.
Wir wussten nicht, wie wir
zurückkommen sollten, zumal wir weder
Französisch noch Englisch sprachen. Zum
Glück war unser Rückflug versichert, andernfalls
hätten wir 8000 Franken bezahlen
müssen.
Wie würden Sie Ihre Beziehung heute beschreiben?
Ernst Rohner: Mit jedem Jahr intensiver,
wir haben es schön zusammen. Wenn wir
uns länger nicht sehen, vermissen wir uns
schnell.
Was ist das Geheimnis für eine lange Ehe?
Marlies Rohner: Man sollte nicht bei jeder
Kleinigkeit aufgeben. Wichtig sind ein liebevoller
Umgang, gegenseitiges Vertrauen
und Verzeihen. Auch gemeinsame Zeit ist
entscheidend. Und seit Tag eins gilt bei uns:
Zu jedem «Adieu» und vor dem Schlafengehen
gibt es einen Kuss.
Helena Städler
Wie lösten Sie Ihre Konflikte?
Marlies Rohner: Ich bestrafte Ernst manchmal
mit Schweigen. Einmal hielt ich das
zwei Wochen durch – ausser einem «Grüezi»,
«Adieu» und «Guet Nacht» kam nichts
von mir.
Ernst Rohner: Das fiel mir kaum auf, denn
ich war nie ein Mann der vielen Worte. Irgendjemand
muss ja zuhören.
Marlies und Ernst Rohner an ihrer Hochzeit 1964.
(Bild: zVg.)
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Macbeth
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2./16.2.,
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Tanz
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Italienisch
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Schauspiel
Tyll
7./13./14./24./27.2.,
Lokremise
Schauspiel
Die drei
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Grosses Haus
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Oper
Hänsel
und Gretel
12./14.2.,
Grosses Haus
Konzert
Late Night Lok
From Dawn till
Dusk
15.2., Lokremise
Konzert
Ganz Dvořák
16.2., Tonhalle
Konzert
Percussion-
Chillout
18.2.,
Garage St.Gallen
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Armida
Quartett
20.2., Tonhalle
Schauspiel
Rosamundes
Glück – Wege in
die Liebe
20./22.2., Studio
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Wann ist ein
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02/2025 Chorzfuetter / Schule · 13
Chorzfuetter
Neuer SCH-Assistenztrainer
Der SC Herisau hat die Verpflichtung von
Ivo Frischknecht als neuen Assistenztrainer
bis zum Ende der laufenden Saison bekanntgegeben.
Er werde ab sofort das Trainerteam
unter der Leitung von Fermin Steinegger unterstützen
und seine langjährige Erfahrung in
den Dienst des Vereins stellen. Mit seinem
Engagement sei der Verein zuversichtlich,
einen positiven Einfluss auf das junge Team
zu haben. (gk)
Nachmittagskino im Treffpunkt
Am Mittwoch, 5. Februar, lädt die Pro Senectute
zum Nachmittagskino im Cinétreff. Um
14 Uhr wird der Film «Kalbermatten» gezeigt.
Versprochen wird ein gemütlicher Nachmittag
in geselliger Atmosphäre und eine Vorführung
zu einem vergünstigten Eintrittspreis
von zehn Franken. (mitg.)
HERISAUERIN GEWINNT SCHÜLERPREIS
FÜR IHRE JOURNALISTISCHEN BEITRÄGE
Sara Fiore aus Herisau, Lernende der Kantonsschule
Trogen, erhielt am 30. Januar
in Frankfurt am Main den Schülerpreis der
FAZIT-Stiftung für ihr Engagement und ihre
journalisistischen Beiträge im einjährigen
Lese- und Schreibprojekt «Jugend schreibt»
der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).
Die 18-Jährige sagte dazu: «Ich bin mega
happy, aber auch überrascht. Umso grösser
ist meine Freude!» Im Rahmen eines jährlichen
Bewerbungsverfahrens wählt die FAZ
hundert deutschsprachige Schulen mit insgesamt
rund 2000 Lernenden aus verschiedenen
Ländern aus, welche anschliessend
Beiträge für die Seite «Jugend schreibt» einreichen
können. Im 37. Projektjahr kamen
sie aus Deutschland, Portugal, Slowenien,
Kroatien, Japan, China, Israel, Rumänien,
Bulgarien und der Schweiz. Weiter ehrte die
FAZIT-Stiftung die besonderen Leistungen
der Kantonsschule Trogen für ihre hervorragenden
Artikel mit dem diesjährigen Schulpreis.
Hannes Koller und Biggi Brünnle begleiteten
die Klassen und gaben didaktische
Hilfestellung bei den ersten journalistischen
Schreibversuchen. Unterstützung erhalten
die Projektteilnehmenden zudem durch die
Redaktion. In der Montagsausgabe der FAZ
erscheinen dann jeweils drei Artikel der jungen
Schreibenden. (pd)
Quellenforschende gesucht
Appenzell Ausserrhoden ist durchzogen von
einem dichten Netz aus Fliessgewässern,
das sich über 1200 Kilometer erstreckt. Doch
noch sind gemäss einer WWF-Mitteilung
nicht alle Quellen erschlossen. Um Quelllebensräume
zu erhalten, aufzuwerten oder zu
schützen, müsse deren Verbreitung und Zustand
aber bekannt sein. Genau diese Daten
will der WWF in Zusammenarbeit mit Quellenforscherinnen
und -forschern sammeln.
Deshalb sucht das Non-Profit-Unternehmen
Freiwillige, die sich auf die Suche nach den
Quellen machen. Das Projekt startet im
April und dauert bis November. Weitere Informationen
gibt es unter www.wwfost.ch/
quellenforscher. (pd)
Spezialvorstellung «Friedas Fall»
Am Samstag, 8. Februar, findet im Cinétreff
eine Spezialvorstellung des Schweizer
Films «Friedas Fall» statt. Zu diesem Anlass
werden Hauptdarstellerin Julia Buchmann,
Drehbuchautorin Michèle Minelli, Regisseurin
und Drehbuchautorin Maria Brendle
und Produzent Hans Syz anwesend sein. Anschliessend
gibt es ein Apéro. (pd)
Korrigendum
Im Artikel vom 8. Januar 2025 über den Film
«Friedas Fall» ist uns ein Fehler unterlaufen.
Michèle Minelli ist nicht die Regisseurin des
Films, sondern die Drehbuchautorin. Für den
Fehler entschuldigen wir uns. (red.)
Sarah Fiore bei der Preisübergabe in Frankfurt am Main.
SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER
SCHNUPPERN HANDWERKSLUFT
26 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe
Herisau haben gemeinsam mit rund 200 weiteren
Jugendlichen aus dem Appenzellerland
die Berufstage der Schreiner und Zimmerleute
in Teufen besucht. Dabei konnten sie nicht nur
den Werkstoff Holz hautnah erleben, sondern
auch Einblicke in die handwerklichen Berufe
und den Bewerbungsprozess gewinnen. «Viele
der Jugendlichen gehen kurz nach den Berufstagen
schnuppern – das ist oft der erste wichtige
Schritt in ihrem Berufswahlprozess», erklärt
Benedict Schawalder, Lehrer an der Sekundarschule
Herisau. Während ein Teil der Gruppe
in der Theorie Wissenswertes über die Schreinerlehre
erfuhr, bearbeiteten andere unter Anleitung
eigene Werkstücke. Vom Zuschneiden
bis zum Ölen eines Bilderrahmens lernten die
(Bild: zVg.)
Jugendlichen handwerkliche Grundlagen und
die Bedeutung von Ordnung und Sauberkeit
am Arbeitsplatz kennen. Die Berufstage hinterlassen
oft einen bleibenden Eindruck – auch
bei den Herisauer Schülerinnen und Schülern.
Die Mischung aus Praxis und Theorie sei ideal,
vor allem für die Schülerinnen und Schüler der
ersten Oberstufe, die durch praktische Arbeiten
leichter Zugang zur Thematik finden. Für
viele war es zudem die erste intensive Begegnung
mit handwerklichen Tätigkeiten. «Da die
Handfertigkeit im Alltag der Jugendlichen heute
oft fehlt, sind solche Erfahrungen besonders
wertvoll», ergänzt Schawalder. Die Berufstage
würden ihnen nicht nur die Möglichkeit bieten,
Neues auszuprobieren, sondern auch Orientierung
für ihre berufliche Zukunft. (mitg.)
4. 20 2. 50
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Glasreiniger
Pabella 400 g
Duo 750 ml
1. 65
Allesreiniger
Propre Suisse 1l
3. 50
89.–
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4. 50
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12. März 2026 Casino Herisau
13. März 2026 Casino Herisau
Remo Forrer
28. März 2025 Casino Herisau
Fabian Unteregger
27. Sept. 2025 Casino Herisau
Philipp Fankhauser
24. April 2025 Casino Herisau
Das Mundart-ABBA-Tribute
26.-27. Nov. 2026 Casino Herisau
Riklin & Schaub
03. Mai 2025 Casino Herisau
Giuseppe Verdi Gala
26. Dez. 2025 Tonhalle St.Gallen
Vorverkauf: Ticketcorner und SOB Herisau
Weitere Veranstaltungen: www.dominoevent.ch
02/2025 Veranstaltungen · 15
VOLLE KIRCHE AM NEUJAHRSKONZERT
DER APPENZELLER KANTONALBANK
Das Neujahrskonzert der Appenzeller Kantonalbank
ist jedes Jahr ein musikalischer
Leckerbissen für viele Kundinnen und Kunden.
Dieses Mal waren die fünf Konzerte in
Herisau, Appenzell und Oberegg anlässlich
des 125-Jahr-Jubiläums der Bank besonders
festlich. Höhepunkte waren die Sopranistin
Fan Zhou und eine Schreibmaschine als spezielles
Instrument. Mit Vivaldi beginnt das
Neujahrskonzert der Appenzeller Kantonalbank
im Zeitalter des Barock. Im Konzert für
zwei Violinen spielten Veronika Miecznikowski
und Beatrice Spina mit viel Leidenschaft.
Auch die Cellisten Milo Ferrazzini und Claude
Hauri bauten im Konzert eine Spannung
auf, die sich in einem rasanten Spiel entlud.
Festlich ging es auch anschliessend weiter
mit «Te Deum» von Marc-Antoine Charpentier.
Ein besonderes Highlight war die «Symphonie
für eine Schreibmaschine» von Leroy
Anderson. Dabei haute Pianist Daniel Moos
in die Tasten einer Schreibmaschine, die auf
einem Tischchen stand. Am Ende bliebt nur
die Frage, was auf dem Papierbogen stand,
der in die Schreibmaschine eingespannt war.
Sopranistin Fan Zhou aus China überzeugte
danach mit «Lied der Vilja» aus der Operette
SAXOFONISTIN GASTIERT
IN DER STUHLFABRIK
«Die lustige Witwe». Der Hauptteil des Konzerts
entführte mit Stücken von Franz Lehár,
Johann Strauss und Emmerich Kálmán nach
Wien. Hier kam als besonderer Gast der Chor
Gais unter der Leitung von Michael Schläpfer
zum Einsatz. Nicht so ganz ins festliche
Programm passte das Wolgalied aus «Der
Zarewitsch» von Lehár, das John Uhlenhopp
Die Sopranistin Fan Zhou und der Tenor John Uhlenhopp mit dem Chor Gais.
sang. Es war ein kurzfristiger Entscheid, im
Programm stand ein anderes Lied. Die melancholischen
Klänge und der schwermütige
Text standen in starkem Gegensatz zum freudigen
und festlichen Programm. Wunderschöne
Momente im Konzert waren die beiden
Puccini-Arien «O mio babbino caro» und
«Nessun Dorma». Mit Beethovens «Freude
schöner Götterfunken» als fulminantes Finale
endete das Jubiläumskonzert der Kantonalbank
mit grossem Applaus. (mb)
(Bild: mb)
Am Freitag, 28. Februar, findet in der Stuhlfabrik
um 20 Uhr ein CD-Release-Konzert
von Nicole Johänntgen statt. Das Album «Labyrinth
II» wird in einer Mitteilung als dynamisch
und zärtlich bezeichnet. «In minimaler
Besetzung ist die Band mit Nicole Johänntgen
am Saxofon, Jon Hansen an der Tuba und David
Stauffacher an Perkussion und Drums ein
wahres Kraftwerk.» Ihre Musik sei ein Wechselspiel
voller Emotionen, das Album stehe
unter dem Motto der Liebe. «Sieht man das
Trio live, wird man voll in deren Bann gezogen.
Jazz ist und bleibt Freiheit im Spiel», heisst es
weiter. Die Besetzung der Band mit Saxofon/
Stimme, Tuba und Perkussion/Drums sei ungewöhnlich.
Während beim ersten Album die
Kompositionen im Schnelldurchgang entstanden
seien, lege die Band bei der zweiten
CD-Einspielung mehr Wert auf die Finessen
der Songs. «Johänntgens starkes Melodienspiel
und ihre Technikvielfalt verschmilzt
mit der pumpenden Tuba und den feingliedrigen
Rhythmen.» Die Mitglieder der Band
stammen aus Deutschland, den USA und der
Schweiz. Alle leben mit ihren Familien in der
Nähe von Zürich. Nicole Johänntgen hat bis
dato 28 Alben veröffentlicht und wurde dafür
mehrfach ausgezeichnet. (pd)
Nicole Johänntgen wird am Konzert von zwei Musikern
begleitet.
(Bild: pd)
WIZART SUCHT BÜHNENTALENTE
FÜR EINEN MUSIKALISCHEN KRIMI
Was macht mehr Spass und ist spannender
als der Besuch eines Krimi-Musicals? Richtig
– selbst auf der Bühne zu stehen. Für das Krimi-Musical
im Herbst 2025 in Herisau sucht
der Verein Wizart Company weitere talentierte
Laien und Hobbydarsteller für verschiedene
Rollen. Schauspiel- und Gesangserfahrung
sollten vorhanden sein. Neben Sängerinnen
und Sängern für den Chor werden auch
Schauspielerinnen und Schauspieler mit Gesangstalent
gesucht. Je zwei Frauen und zwei
Männer, zwischen 25 und 30 respektive 40
und 60 Jahren fehlen, um den Bühnencast
zu komplettieren. Interessierte melden sich
bei Silvia Giger unter s.giger@wizartcom.ch.
Für das Orchester werden Musikerinnen und
Musiker auf Violine, Flöte oder Piccolo, Trompete,
Horn, Klavier, am Drum Set und an den
Mallets und Pauken gesucht. Interessierte
Musikerinnen und Musiker melden sich bei
Johanna Schönwälder unter musiker@camerata-salonistica.ch.
Weitere Informationen
zum Projekt und Verein gibt es unter www.
wizartcompany.ch. (mitg.)
16 · Thema des Monats 02/2025
Christine Knaus stiess bei einer Weiterbildung auf das Lesementoring und brachte die Idee nach Herisau.
(Bild: zVg.)
LESEMENTORING: GEMEINSAM
DIE FREUDE AM LESEN ENTDECKEN
Seit einigen Monaten läuft in der Gemeinde das Projekt «Lesementoring Herisau». Ziel ist es,
die Begeisterung von Kindern für das Lesen zu fördern. Dafür bekommen die Schulkinder von
der 1. bis zur 3. Klasse einmal pro Woche eine erwachsene Person an die Seite.
Am Mittwochnachmittag herrscht in der
Bibliothek emsiges Treiben. Kinder huschen
durch die Regalreihen, Finger fahren über
Buchrücken und das Rascheln von Seiten
zeugt von der Suche nach dem nächsten
Abenteuer. Comics werden durchgeblättert,
die ersten Sätze einer spannenden Detektivgeschichte
gelesen oder über naturgewaltige
Aufnahmen in einem Fotoband
gestaunt. In der Zwischenzeit ziehen ein
paar ältere Personen ihre dicken Winterjacken
aus und richten sich in den gemütlichen
Leseecken ein. Während einige bereits
Platz nehmen und geduldig die Kinder
beobachten, gesellen sich andere zu ihren
Schützlingen und helfen bei der Suche
nach dem passenden Buch. «Unsere Lesementorinnen
und Lesementoren kennen
ihre Kinder mittlerweile sehr gut», erklärt
Christine Knaus. Als Initiantin des Projekts
«Lesementoring Herisau» begleitet sie die
Tandems seit vergangenem Sommer. «Ein
paar Primarschulkinder wählen die Bücher
eigenständig aus, andere machen das gemeinsam
mit den Erwachsenen. Unser Ziel
ist es, dass sie gerne kommen, die Bibliothek
kennenlernen und in dieser Zeit ihr
Interesse für das Lesen geweckt wird. Und
natürlich profitieren auch unsere Mentorinnen
und Mentoren, da sie eine sinnstiftende
Aufgabe erhalten, Wertschätzung
erleben und spüren, dass sie gebraucht
werden. Durch das gemeinsame Lesen und
die Gespräche helfen sie den Kindern, ein
gesundes Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu
entwickeln.»
«Eine Idee für Herisau»
Christine Knaus verbrachte den Grossteil
ihrer beruflichen Laufbahn im Bildungswesen
und unterrichtete unter anderem
als Dozentin an der Pädagogischen Hochschule
Zürich. «Durch meinen engen Kontakt
zu Schulen konnte ich die Entwicklung
der Lesekompetenz bei Kindern über die
Jahre beobachten. Dabei zeigte sich, dass
es Potenzial zur Verbesserung gibt. Erfreulicherweise
stehen uns heute vielfältige
Möglichkeiten zur Verfügung, um die Lesefähigkeiten
zu fördern – von bewährten pädagogischen
Methoden bis hin zu innovativen
digitalen Hilfsmitteln. Es gibt keinen
Beruf, in dem Lesen nicht notwendig ist,
denn die Sprache ist ein Fundament unseres
Zusammenlebens und Alltags.» Auf das
Lesementoring stösst Knaus im Rahmen
einer Weiterbildung. Sie sei sofort von dem
generationenübergreifenden Projekt angetan
gewesen. «Freiwilligenarbeit ist in der
Schweiz sehr verbreitet. Etwa ein Drittel
der erwachsenen Bevölkerung engagiert
sich ehrenamtlich. Die Motivation für ein
solches Engagement ist vielfältig: Menschen
erweitern dabei ihre Kompetenzen,
entwickeln neue Fähigkeiten und pflegen
soziale Kontakte. Unser Mentoring-Programm
schafft eine wunderbare Brücke
zwischen Kindern und älteren Menschen
über 60 Jahren.»
Lesestoff allein sei oft nicht ausreichend,
um ein Kind zum Lesen zu bringen.
«Es braucht eine passende Begleitperson,
um es ernsthaft zu motivieren.» Sie habe
sich unterschiedliche Projekte in verschie-
02/2025 Thema des Monats · 17
denen Gemeinden angesehen und sei
schnell überzeugt gewesen, dass diese Idee
auch in Herisau funktionieren könnte – mit
der Bibliothek als logischen Treff- und Anlaufpunkt.
Im Jahr 2020 nimmt Christine
Knaus Kontakt mit dem Verein AkzentaNova
auf. Dieser führt das Lesementoring seit
2012 in verschiedenen Ortschaften ein und
soll auch das Projekt in Herisau begleiten.
Mit ihrem Vorhaben klopfte Knaus bei der
Gemeinde an. Das Interesse war da, doch
dann macht ihr die Corona-Pandemie einen
Strich durch die Rechnung. «Es dauerte
alles ein wenig länger als gedacht. Im November
2023 durfte ich die Idee den entsprechenden
Gremien vorstellen. Die Begeisterung
für das Projekt war von Anfang
an gross, entsprechend schnell nahm alles
Fahrt auf.»
Eine ansteckende Freude
Um Knaus formt sich eine Arbeitsgruppe bestehend
aus Vertretenden der Gemeinde, Bibliothek,
Schule und Pro Senectute. Zudem
kommt eine Kooperation mit dem Verein AkzentaNova
zustande, der eine zentrale Rolle
bei der Planung, Durchführung und Schulung
der Mentorinnen und Mentoren übernimmt.
«Und die Pro Senectute AR mit Sabrina Steiger
als Geschäftsleiterin ist in diesem Projekt
als Verbindung zur älteren Generationen eine
wichtige Partnerin für mich. Bei der Suche
nach Mentorinnen und Mentoren liegt der
Fokus liegt vor allem auf Menschen, die kurz
vor dem Ruhestand stehen oder schon pensioniert
sind. Ohne sie wäre das Projekt nicht
umsetzbar.»
«Mittlerweile
liest der Junge
schon richtige
Kinderbücher.»
Im Frühling des vergangenen Jahres startete
die Arbeitsgruppe einen ersten Aufruf
an Mentorinnen und Mentoren. Später verschickt
die Schule einen Elternbrief, in dem
das Projekt vorgestellt wurde. «Wir waren
sehr überrascht, wie gross das Interesse
war», so Christine Knaus. «Ich hatte damit
gerechnet, mit vielleicht acht Kindern und
Erwachsenen zu starten. Aber als wir nach
den Sommerferien anfingen, hatten wir rund
zwei Dutzend interessierte Erwachsene und
über 30 Schulkinder.» Die Mentorinnen und
Mentoren wurden im Vorfeld zu Kennenlerngesprächen
eingeladen und nahmen an
einer zweitätigen Schulung teil. Für Michèle
Dubois, Präsidentin von AkzentaNova, ist es
wichtig, «den Lesementorinnen und -mentoren
etwas Konkretes an den Hand zu geben.
Wir vermitteln ihnen, wie sie eine Beziehung
zu den Kindern aufbauen können und sensibilisieren
sie auf kulturelle Vielfalt.» Der Verein
setzt sich seit 2009 für Menschen in der nachberuflichen
und nachfamiliären Phase ein.
«Über das Lesementoring bauen sie Kontakte
auf und lernen die jüngeren Generationen
kennen. Zudem profitieren sie von dieser ehrlichen
Freude der Kinder, die sehr ansteckend
und motivierend ist.» Unter den Mentorinnen
und Mentoren befinden sich nicht nur Personen
aus Herisau, sondern aus der ganzen Ostschweiz.
«Meines Wissens sind wir die erste
Gemeinde in der Region, die dieses Projekt
durchführt», so Christine Knaus.
Einer der Lesementoren ist Christian Kohler,
der sich zusammen mit seiner Frau angemeldet
hat. «Wir haben zwar schon neun
Enkelkinder, aber wir wollten uns in der Gemeinde
engagieren. Für uns beide ist es ein
Erfolg, weil es Spass macht, die Fortschritte
der Kinder zu sehen.» Er selbst begleite einen
jungen Primarschüler, der immer mehr Freude
am Lesen entwickle. «Zu Beginn blätterten
wir nur in Witzbüchern. Mittlerweile liest er
selbstständig richtige Kinderbücher und sucht
gezielt solche aus, die ihm im Unterricht Extrapunkte
einbringen.» Im Unterschied zu seinen
Enkeln gebe es in diesem Rahmen keine
familiären Verflechtungen. «Innerhalb der
eigenen Familie spielen viele Faktoren eine
Rolle und fliessen in den Umgang miteinander
ein. Hier ist das nicht so. Während dieser Zeit
gibt es nur das Kind und mich. Alles andere
bleibt aussenvor. Das finde ich lehrreich und
ist etwas, was ich wiederum für meinen Umgang
mit den Enkeln mitnehmen möchte.»
Die gemeinsame Zeit geniessen
Auch Verena Schoch ist als Lesementorin dabei.
«Im Gegensatz zu anderen Freiwilligen
habe ich keine Enkel», erklärt sie, die gleich
drei Kinder betreut. «Sie fordern mich alle,
jedes auf seine ganz eigene Weise.» Aber sie
seien gut auf ihre Aufgabe vorbereitet worden.
«Gleichzeitig haben wir viel Spielraum,
wie wir die Zeit gestalten wollen. Es lässt sich
auch nicht immer alles planen, weil es eben
Kinder sind – und das dürfen und sollen sie
auch weiterhin sein.» Die Tandems seien im
Vorfeld von Christine Knaus und Sabrina Steiger
von Pro Senectute AR gebildet worden.
Schoch sei erstaunt gewesen, wie wenig Berührungsängste
es vom ersten Treffen an gegeben
habe. «Es ist erfrischend zu sehen, wie
offen alle aufeinander zugegangen sind.» Für
Simone Forster ist die Stunde jede Woche
eine willkommene Abwechslung. «Der Kontakt
mit Kindern hält uns jung. Sie sind lebhaft
und flexibel – und fordern das auch von
uns. Ich empfinde alles als sehr unbelastet,
weil wir keine eigentliche Zielvorgabe haben.
Wir dürfen einfach die Zeit mit den Kindern
geniessen und ihnen möglichst die Freude
am Lesen vermitteln.» Natürlich sei es auch
eine Herausforderung, die Stunde sinnstiftend
zu gestalten. «Aber letztlich schaffen wir
gemeinsam mit dem Kind einen Raum nach
«Wir schaffen
einen Raum, in
dem beide sich
wohlfühlen.»
unseren Vorstellungen, in dem wir uns beide
wohlfühlen.» Wie dieser Raum aussehe, variiere
von Termin zu Termin. «Ich begleite ein
älteres Mädchen, das sehr interessiert, aber
auch ein wenig unnahbar ist. Durch diese Distanz
erfahre ich nicht diese Wärme wie mit
anderen Menschen aus meinem Umfeld. Aber
ich spüre, dass sie froh und dankbar ist, dass
wir uns diesen Raum teilen, in dem sie einfach
sich selbst sein kann.»
Motiviert in die offene Zukunft
In einer Sache sind sich alle, von Christine
Knaus über die beteiligten Vereine bis zu
den Lesementoren, einig: Das Projekt soll
langfristig durchgeführt werden. «Das erste
Jahr konnte aufgrund der grosszügigen
Spende einer Stiftung zu einem grossen
Teil finanziert werden», erklärt Gemeinderat
Glen Aggeler. Die Gemeinde sei von der
Idee eines generationenübergreifendes Projekts
fasziniert gewesen. «Dieser Dialog und
die frühkindliche Förderung durch Lese- und
Sprachkompetenz kommen der Gesellschaft
zugute. Deshalb haben wir das Projekt sowohl
ideell als auch finanziell unterstützt.»
In Zukunft sei die Finanzierung aber nicht
Sache der Gemeinde. «Uns kam hauptsächlich
eine koordinierende Rolle zwischen den
beteiligten Partnern wie der Schule und der
Bibliothek zu.» Um künftig auf finanziell
sicheren Beinen zu stehen, wurde im Dezember
2024 eine Interessensgemeinschaft
gegründet. «Damit können wir in Zukunft
leichter Gelder von Stiftungen und Fonds beantragen»,
erklärt Christine Knaus. «Was ich
aber bereits jetzt mit Bestimmtheit sagen
kann: Alle Beteiligten sind sehr motiviert,
dieses Projekt weiterzuführen.»
Sergio Dudli
18 · Gesellschaft / Rezept 02/2025
DREI LOKALE SORGEN
FÜR PURE FASNACHTSFREUDE
Vom 20. Februar bis 9. März schmeissen sich
drei Lokale in Herisau in Schale. Drei Beizerinnen
und Beizer halten an der langjährigen
Tradition der Beizenfasnacht fest. Lea
Zellweger verwandelt ihre Schmiedstube an
der Buchenstrasse in das «Schmiedstube Diner».
Die Gäste dürfen sich von Montag bis
Samstag ab 16 Uhr und am Sonntag ab 14
Uhr auf ein Lokal im Stil der 50er-Jahre freuen.
Stefan Kull hat sich für das Motto «Häxe
Chessel» entschieden. Mit verschiedenen
Motto-Abenden sowie der legendären Scherbenbar
soll täglich ab 16 Uhr die Fasnacht in
der der Amadeus Bar an der Bahnhofstrasse
23 gefeiert werden. Am 21. Freitag wird hier
der kreativste Hexenbesen gesucht und prämiert.
Am schmutzigen Donnerstag vom 27.
Februar findet das Häxen-Hut-Treffen statt.
Ein besonderer Leckerbissen wartet am
Donnerstag, 6. März, auf die Besucherinnen.
Dann werden nämlich die Rollen vertauscht
und die Männer stehen hinter der Bar. Heiss
geht es auch bei Claudia Zingali zu und her.
WANDERUNGEN IM FEBRUAR
Samstag, 8. Februar
Winterwanderung nach Gais
Wie ist es doch schön, an einem schönen Wintertag
schon früh auf eine Wanderung zu gehen,
wenn die Luft klar und kalt ist. Die Route
folgt dem Weg von Oberegg über den Fallbach
und hoch zum St.Anton. Dort wartet ein Heissgetränk,
um sich aufzuwärmen. Der Blick reicht
bei klarer Sicht ins Rheintal, nach Graubünden
und weit in den Voralberg. Schliesslich geht
es über die Landmark und den Gäbris, ehe die
letzte Etappe nach einem stärkenden Mittagessen
nach Gais führt.
Samstag, 22. Februar
Schneeschuhtour zum Schilt
Die Wanderung führt auf der Zufahrtsstrasse
zum Naturfreundehaus Fronalp. Anschliessend
geht es weiter über eine kleine Hochebene
und dann steiler bis zum Fuss der Siwellen. Die
folgende Etappe führt zum Nordostrücken des
Schilt und zum Gipfel. Dort erwartet die Wandergruppe
eine Aussicht auf die Glarner Alpen
und das Linthgebiet. Für den Abstieg geht es
über flaches Gelände zum Naturfreundehaus.
Besonderes: 8 Teilnehmer; Notfallausrüstung
obligatorisch; Taxi ab Bahnhof Näfels-Mollis
bis Fronalp Unterstafel; 25 Franken pro Person.
Sie bringt etwas sommerliches Feeling in die
kühle Fasnachtszeit. Im Schwanen an der
Gossauerstrasse 39 lädt sie zur Beachparty.
Montags bis Samstags ab 15 Uhr und am
Sonntag ab 9.30 Uhr begrüsst sie ihre Gäste
im dekorierten Lokal. In allen drei Beizen wird
auf ein Preiszuschlag verzichtet. (pd)
Die Schmiedstube, das Amadeus und der Schwanen
laden zur Beizenfasnacht.
(Bild: Archiv)
Route: Oberegg – St. Anton – Haggen –
Landmark – Gäbris – Gais
Distanz: 14.1 km; Zeit: 4 1⁄4 Std
Anforderungen: mittel
Treffpunkt: 09.30 Uhr, 9413 Oberegg,
Post, Bushaltestelle
Rückreise: 16.00 Uhr, 9056 Gais, Bahnhof
Anmeldung bis Donnerstag, 6. Februar 2025,
19.00 Uhr über www.appenzeller-wanderwege.ch,
per E-Mail an andreas.wuest@
appenzeller-wanderwege.ch oder per Telefon
076 725 13 56
Route: Fronalp Unterstafel – Färiboden –
Schilt – Heuboden Ober Stafel – Mittler Stafel
– Naturfreundehaus – Fronalp Unterstafel
Distanz: 10.6 km; Zeit: 7 1⁄2 Std
Anforderungen: hoch
Treffpunkt: 08.07 Uhr, 8752 Näfels-Mollis,
Bahnhof
Rückreise: 16.51 Uhr, 8752 Näfels-Mollis,
Bahnhof
Anmeldung bis Donnerstag, 20. Februar 2025,
19.00 Uhr über www.appenzeller-wanderwege.ch,
per E-Mail an martin.keller@appenzeller-wanderwege.ch
oder per Telefon 079 669
75 40
Rezept
des Monats
CARAMELSCHAUM
MIT KROKANT
Zutaten
Schaum
– 100 g Zucker
– 0,8 dl warmes Wasser
– 3 dl Milch
– 2 Eigelb
– 15 g Margarine
– 1,5 dl Rahm
– 2 EL Kirsch oder Rum
Korkant
– 50 g Pekannüsse
– 25 g Mehl
– 25 g kalte Butter
– 25 g brauner Zucker
– halber TL Fleur de Sel
Zubereitung
1. Für den Schaum in einer Pfanne die Hälfte
des Zuckers zu hellbraunem Caramel schmelzen.
Sofort unter Rühren restlichen Zucker
einrieseln lassen und ebenfalls karamellisieren.
Warmes Wasser dazugiessen und
Caramel durch leichtes Kochen auflösen.
2. Ein Deziliter Milch mit Eigelb und Maizena
glattrühren. Restliche Milch zur Caramelsauce
giessen und aufkochen. Einige Löffel
der Caramel-Milch zur Eimischung geben
und glattrühren, dann alles dazugiessen und
unter ständigem Rühren aufkochen. Creme
sofort durch ein Sieb in Schüssel umgiessen,
mit Klarsichtfolie abdecken und im Kühlschrank
erkalten lassen.
3. Backofen auf 180 Grad vorheizen. Pekannüsse
mahlen und in Schüssel geben. Mehl,
Butter, Zucker und Salz beifügen und alles
zu einer bröseligen Masse mischen. Auf mit
Backpapier belegten Blech verteilen. Masse
im Backofen auf der mittleren Rille etwa 15
Minuten backen und auskühlen lassen.
4. Kalte Creme glattrühren, Rahm unterrühren
und in Rahmbläser füllen. Schaum in
Gläser spritzen und mit Krokant bestreuen.
UNSERE GEMEINDE
Zu Diensten
«Keine Woche ist wie die andere»
Beni Geel arbeitet seit über 20 Jahren bei der Gemeinde. Als
Abteilungsleiter Technische Dienste verantwortet er unter anderem
so verschiedene Bereiche wie die Verkehrsbetriebe, das
Gartenbauamt und den Feuerschutz. Er erklärt, weshalb er keinen
gewöhnlichen Alltag hat und was seinen Beruf ausmacht.
Das Büro von Beni Geel liegt im Parterre des Gemeindehauses. In
einer Ecke hängt eine Flagge des Kantons Appenzell Ausserrhoden,
auf einer Ablage wartet ein Funkgerät auf eine Durchsage.
«Zu rund 40 Prozent bin ich beim Kanton im Bereich Zivilschutz
angestellt», erklärt Geel. «Das passt aber sehr gut, weil ich als
Abteilungsleiter Technische Dienste
der Gemeinde ohnehin viele Schnittpunkte
mit dem Zivilschutz habe.»
Neben dem Zivilschutz sind ihm auch
die Verkehrsbetriebe, das Gartenbauamt,
das Quartieramt sowie die Feuerschau
und der Feuerschutz unterstellt.
«Mein Vorgesetzter wiederum
ist der Gemeinderat, der das Ressort Technische Dienste verantwortet.
In meinen über 20 Jahren hier hatte ich bisher vier Chefs:
Hans Stricker, Florian Hunziker, Stephanie Danner und jetzt Samuel
Knöpfel. Ich hatte das Glück, mich mit allen gut zu verstehen.
Da gab es nie irgendwelche Probleme.»
Von Biodiversität bis Bushaltestellen
Beni Geel ist gelernter Möbelschreiner, danach war er zwölf Jahre
lang beim Militär. «Die beiden Berufe mögen auf den ersten Blick
nicht viel miteinander zu tun haben, aber es gibt durchaus Ähnlichkeiten»,
erklärt er. «Sowohl als Schreiner als auch beim Militär ist
«Mit meinen Chefs aus dem
Gemeinderat habe ich mich
immer gut verstanden.»
akribisches und vorausplanendes Arbeiten notwendig. Du musst
immer heute schon wissen, welche Aufgaben morgen anstehen.»
Das strukturierte und praktische Denken habe er sich über die
Jahre bewahrt. «Als Abteilungsleiter Technische Dienste habe ich
Einblick in viele unterschiedliche Bereiche: Beim Gartenbaumamt
beschäftigen wir uns mit Biodiversität, bei den Verkehrsbetrieben
mit behindertengerechten Bushaltestellen und im Quartieramt
mit der Instandhaltung und Nutzung unserer zivilen Anlagen sowie
den Vereins- und militärischen Belegungen. Da brauchst du
Übersicht und musst wissen, wann welche Aufgaben anstehen.»
cher
Alltag mit sich bringt. «Bei mir
ist keine Woche wie die andere. Mal
bin ich ein paar Tage draussen an der
frischen Luft beim Zivilschutz – und
danach sitze ich wieder eine Woche
im Büro, um administrative Belange
des Ressorts wie beispielsweise den
Voranschlag für den Finanzplan zu
erstellen. Diese Abwechslung ist sicher einer der Hauptgründe,
weshalb ich seit bald 22 Jahren hier arbeite.»
Herisau statt Kosovo
Dass er bei der Gemeinde gelandet ist, verdankt Beni Geel seiner
bildner
tätig. Aufgrund einer Armeereform sollte alles nach Payerne
verlegt werden. Meine Frau hat dann die Stellenausschreibung
der Gemeinde gesehen. Gleichzeitig habe ich mich allerdings
auch für einen Einsatz bei SWISSCOY im Kosovo beworben. Aber
die Zusage für die Technischen Dienste war zwei Tage früher im
Briefkasten.» Bis heute schätze er die Selbstständigkeit, mit der
er seiner Arbeit nachgehen könne. «Ich mag es, wenn ich vorausplanen
kann. Die künftige Arbeit läuft vor meinem geistigen Auge
ab. Nur so kann ich einschätzen, ob etwas funktioniert oder nicht.
Zudem muss ich jederzeit den Gesamtüberblick haben, um beurteilen
zu können, was sofort gemacht werden muss und was vielleicht
ein Jahr warten kann – gerade auch im Hinblick auf unsere
Finanzen und Budgets.»
Zweimal Baujahr 1964: Beni Geel und ein Dieselmotor in der
Sanitätshilfsstelle Müli.
So macht Arbeiten Spass
Über die Jahre sei er immer wieder mit besonderen Aufgaben
konfrontiert gewesen. «Eine grosse Herausforderung war natürlich
der Beginn der Corona-Pandemie, als wir vieles aus dem
Bodem stampfen mussten», erklärt der passionierte Dudelsackspieler
und Mitglied der Guggenmusik Ziegelhöttler. «Das
Impfzentrum haben wir zum Beispiel zwischen Weihnachten
und Neujahr umgesetzt. Da stand eine kleine Personengruppe
trotz der Festtage im Einsatz, um alles in die Wege zu leiten, zu
organisieren und aufzubauen.» Als kurze Zeit später die ersten
Menschen geimpft wurden, stellte sich ein Gefühl der Zufriedenheit
ein. «Dann macht mir die Arbeit am meisten Spass: Wenn
die Menschen am gleichen Strick ziehen und du am Ende etwas
hast, das funktioniert.»
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 02/25
UNSERE GEMEINDE
Schule
«Unsere persönlichen Ressourcen sind enorm»
200 Herisauer Lehrpersonen vereinen viel Wissen auf sich. Deshalb
wurde der obligatorische Weiterbildungstag zum Schluss
der Weihnachtsferien im Rahmen eines «Barcamps» von ihnen
bestritten, nicht mithilfe von externen Referenten. Die Lehrerinnen
und Lehrer tauschten untereinander Erfahrungen aus,
speziell in den Bereichen Individualisierung und Differenzierung.
Um die Stichwörter Vertrauen, Verlässlichkeit und Respekt hatte
Schulpräsidentin Irene Hagmann ihre Begrüssung aufgebaut.
«Sie sind Vorbilder, inspirieren die Schülerinnen und Schüler. Ich
danke Ihnen, dass Sie diesem Vertrauen gerecht werden», sagte
sie zu den Lehrpersonen.
Moderator Andy Oesch leitete nachher in der Aula Ebnet West zum
Tagesinhalt über: «Sie begeben sich nun ins bisher grösste Experiment
des Jahres.» Es war der 4. Januar, und auf dem Programm
stand am Samstag vor der Wiederaufnahme des Unterrichts ein
«Barcamp», an dem die Teilnehmenden die Inhalte selber liefern
und entwickeln. Es gebe keine Referentin und keinen Referenten,
nur Spezialisten und Spezialistinnen, sagte Oesch. Die Form der
Veranstaltung solle den Austausch von Wissen, Methoden und
Ideen in der Differenzierung und Individualisierung fördern. Diese
Bereiche bilden den Schulprogrammschwerpunkt 2023 bis 2027.
36 Themen zusammengetragen
Nebst den Lehrpersonen weilten auf freiwilliger Basis auch Unterrichtsassistenzen
an der Tagung. Zunächst wurden Themen und
Fragestellungen im Plenum kurz vorgestellt (siehe Kasten auf der
Schulleiter Pascal Schmuckli sammelt die Angebote auf Papier.
nächsten Seite). An der Wand und digital abrufbar entstand so
die Übersicht über das Tagesprogramm. Jeweils neun oder zehn
Sessions fanden in verschiedenen Räumen gleichzeitig statt. Vier
Zeitfenster von je 45 Minuten ergaben 36 Angebote. Jede Lehrperson
konnte grundsätzlich an vier Sessions teilnehmen. Wobei
der Moderator sagte, das Verlassen einer Session sei erlaubt.
Gründe? «Das Thema interessiert mich doch nicht», «die Diskussion
geht in eine andere Richtung, als ich erwartet habe», «die
andere Session interessiert mich eben auch». Manche Inhalte betrafen
einzelne Zyklen, andere mehrere Stufen.
Diese Gruppe diskutiert über den Umgang mit verweigernden Schülerinnen und Schülern.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 02/25
UNSERE GEMEINDE
Weiterentwicklung erwünscht
«Unsere persönlichen Ressourcen im gesamten Team der Schule
Herisau sind enorm: Nutzen wir diese!», forderte Abteilungsleiter
Alex Porta die Lehrpersonen auf. Er wies in der Zusammenfassung
des Weiterbildungsanlasses darauf hin, dass die Titel und
Kurzprotokolle der Sessions im Netzwerk der Schule verfügbar
seien. Er ermunterte die Lehrpersonen, das eine oder andere Thema
weiterzuentwickeln, sei es individuell oder in Gruppen. Einige
Inhalte und Vorschläge würden von der Schulleitung angegangen,
ergänzte er.
Einige Beispiele von Themen
«Wie soll mit verweigernden Schülerinnen und Schülern
umgegangen werden?» «Welche Möglichkeiten bietet das
neue Deutschlehrmittel?» «Welche digitalen Plattformen
sind besonders hilfreich?» «Sinkt das Niveau schulisch und
sozial permanent – oder steigen unsere Erwartungen?»
«Was machen wir mit Kindergartenkindern, die nicht mehr
spielen können?» «Welche Instrumente für Rückmeldungen
zu Arbeitshaltung und Hausaufgaben sind sinnvoll?» «Man
Sichtweise auf die Lernatmosphäre?» «Was braucht und
was verhindert nachhaltiges Lernen?» «Wie behalte ich die
Übersicht bei differenziertem Unterricht?»
Eine Lehrperson stellt ein Thema für eine Session vor.
Projektticker
Fassadensanierungen an Schutzobjekten beendet
Die Fassadensanierung bei der Schulverwaltung Waisenhaus ist
beendet. Im Zusammenhang mit dem Ersatz des Schindelschirms
konnte der über 200-jährige Strickbau zudem massvoll gedämmt
werden. Die bestehenden Holzfenster wurden im Sinne der Kreislaufwirtschaft
energetisch saniert. Neu dient eine zusätzlich aussenliegende
Beschattung als sommerlicher Wärmeschutz. Die
Farbe des Neuanstrichs basiert auf historischen Befunden. Ebenfalls
fertiggestellt ist die Fassadensanierung beim Schulhaus
über 150-jährigen Mauerwerk, sich atmungsaktiv zu verhalten. Der
Ersatz der Holzfenster ermöglicht es, den Schallschutz gegen den
Strassenlärm von der Poststrasse zu verbessern. Textile, aussenliegende
Markisen dienen dem sommerlichen Wärmeschutz. Mit
der Öffnung der unbeheizten Eingangshalle erlangt das Gebäude
wieder seinen Haupteingang sowie seine historische Ausrichtung
zur Poststrasse.
Die mehrmonatigen Bauarbeiten an den nun aussen sanierten Schulgebäuden Waisenhaus (links) und Post (rechts) sind beendet.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 02/25
UNSERE GEMEINDE
Sportzentrum
Gezielte Ergebnisse durch EMS-Training
Seit sieben Jahren bietet das Sportzentrum Herisau Elektro-
Muskel-Stimulation (EMS-Training) an. Während des Trainings
werden die Muskeln mit elektrischem Strom stimuliert, weshalb
es besonders beim Muskelaufbau seine Wirkung entfaltet. Die
wichtigsten Fragen und Antworten zum Angebot beantwortet
Fiorella Schmucki Müggler, diplomierte Fitness-, Bewegungs-,
Ernährungs- und EMS-Trainerin.
Warum hat sich das Sportzentrum Herisau entschieden, ein EMS-
Training anzubieten?
Das EMS-Training ist eine effektive und zeitsparende Methode, um
Muskelaufbau und Leistungssteigerung zu fördern. EMS eignet sich
zudem für eine breite Zielgruppe – einerseits für Menschen mit wenig
Zeit, andererseits auch für Menschen, die auf ein gelenkschonendes
Training angewiesen sind.
Was passiert mit dem Körper während des EMS-Trainings?
Beim EMS-Training werden diverse Körperregionen gezielt stimuliert,
um die natürliche Muskelkontraktion zu intensivieren und dadurch
die Muskeln effektiv zu aktivieren und zu stärken. Dies führt zu einer
Wie lange dauert ein Training?
Ein EMS-Training dauert pro Woche lediglich 20 Minuten.
Gibt es je nach Körperstelle direkte Vorteile bei der Anwendung?
Ja, das EMS-Training bietet je nach Körperstelle gezielte Vorteile. Es
hilft, Muskeln zu stärken, Verspannungen zu lösen und die Durchblutung
zu fördern. Durch die individuelle Anpassung des Trainings an die
Bedürfnisse des Körpers werden Gelenke, Sehnen und Muskeln gezielt
unterstützt und optimal gefördert.
www.sportzentrum-herisau.ch/kurse
«
Das EMS-Training hat meine Regenerationszeit
verkürzt und mir geholfen, meine Muskelmasse zu
erhöhen. Seit ich regelmässig EMS trainiere, haben
sich meine Rückenschmerzen deutlich reduziert und
meine Haltung verbessert. Fiorella Schmucki achtet
genau darauf, die richtige Haltung einzunehmen und
die Übungen richtig auszuführen.
Beatriz Föhn
«
Das EMS-Training bietet meinem Körper und Geist
einen kleinen Frischekick. Es macht Spass, ist erfrischend
und ich fühle mich danach wie neugeboren
– nur eben mit Muskelkater. Besonders der dritte Tag
hat es jeweils in sich, denn da spüre ich jeden Muskel.
Aber genau das liebe ich am EMS-Training.
«
Mir fällt die Motivation leichter, da ich eine
persönliche Trainerin habe, die mich unterstützt
und motiviert. Nach 20 Minuten ist das Training fertig.
Danach spüre ich meinen Körper, wie kaum zuvor.
Die Stimulation fokussiert sich auf meine Faszien,
Verdauung und Nerven, sodass Schmerzen abnehmen
und sich meine Durchblutung verbessert. Drei meiner
Familienmitglieder sind bei Fiorella Schmucki und
haben diverse Abnehmerfolge erlebt. Viele meiner
Kleider passen wieder, was grosse Freude macht und
mich zufrieden stimmt.
Esther Brönnimann
«
«
«
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 02/25
02/2025 Leserbriefe · 23
Leserbrief
BARBARA GIGER IN DEN REGIERUNGSRAT
Am 9. Februar steht die Ersatzwahl für Regierungsrat
Alfred Stricker an und für mich ist
klar: Barbara Giger ist die beste Wahl, wenn
es um eine Vertreterin geht, die tief in Appenzell
Ausserrhoden verwurzelt ist. Seit 28 Jahren
bewirtschaftet Barbara Giger gemeinsam
mit ihrem Mann und ihren vier Kindern einen
Landwirtschaftsbetrieb in Teufen und hat bewiesen,
wie wichtig es ihr ist, bodenständig
und nah bei ihren Mitmenschen zu sein. Zudem
konnte viele Jahre Führungserfahrung
sammeln in ihrer bisherigen Aufgabe im Gesundheitswesen.
Darüber hinaus ist sie tief
in unserem Brauchtum verankert. Ob in der
Volksmusik oder in der Trachtenvereinigung –
ihr Einsatz für unsere Kultur und Traditionen
ist vorbildlich und authentisch. Ich durfte an
verschiedensten Anlässen mit Barbara musizieren
und diskutieren und bin beeindruckt,
wie weitsichtig, offen, bodenständig und doch
zukunftsorientiert sie denkt und agiert. Jeder,
der Barbara Giger persönlich kennt, weiss
dass sie die Werte, die unsere Region ausmachen,
lebt und diese mit einem offenen Blick
für die Herausforderungen der Zukunft verbindet.
Wer eine Regierungsrätin sucht, die
nicht nur für Appenzell Ausserrhoden arbeitet,
sondern auch aus vollem Herzen für unsere
Werte und Traditionen einsteht und doch
offen ist für Neues ist bei Barbara Giger genau
richtig. Ihre Verwurzelung in unserer Region
macht sie zur idealen Vertreterin für uns alle.
Claudia Diem, Herisau
Leserbrief
LÖSUNGSORIENTIERT POLITISIEREN
Mit Barbara Giger können wir eine Power-
Frau in die Regierung wählen, die mit Weitblick
und lösungsorientiert politisieren wird.
Also nutzen wir die Gelegenheit für eine Frau,
die mutig und gewillt ist, Verantwortung zu
übernehmen, nach machbaren Lösungen zu
suchen und diese umzusetzen. Mit ihrer langjährigen
Erfahrung als Familienfrau sowie
Pflege- und Führungsfachfrau in einem Grossunternehmen
ist sie bestens gerüstet für das
anspruchsvolle Amt. Mit ihrer sympathischen
Rhetorik überzeugt sie allemal und ihre weitgehend
bürgerlichen Argumente haben mich
überzeugt, dass sie die richtige Kandidatin
st. Ich glaube, dass Barbara Giger mit Ihrer
starken Persönlichkeit und Weitsicht auch
Gegenwind standhalten und Durchsetzungsvermögen
beweisen kann. Das Argument,
dass sie als Gemeinderätin nie im Kantonsrat
politisiert habe und zu wenig politische Erfahrung
ausweisen könne, ist für mich nicht haltbar.
Wie heisst es doch so schön: Viele Wege
führen nach Rom und aktuell von Teufen nach
Herisau. Ich freue mich, wenn auch Sie, liebe
Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, ihre
Stimme am 9. Februar Barbara Giger geben.
Emmy Zürcher, Herisau
Leserbrief
LESERBRIEF FÜR BARBARA GIGER-HAUSER
Geschätzte Stimmberechtigten, mit grosser
Überzeugung unterstütze ich die Kandidatur
von Barbara Giger-Hauser für den Regierungsrat.
Sie hat sich über viele Jahre hinweg als Führungspersönlichkeit
mit guten Qualitäten und
fundierter Erfahrung bewiesen. Ihre Dossiersicherheit,
welche sie an den Podien bereits aufwies,
und ihre Fähigkeit, komplexe Sachverhalte
schnell zu erfassen und zielgerichtet zu
bearbeiten, sind beeindruckend. Was Barbara
Giger-Hauser besonders auszeichnet, ist ihre
Vielseitigkeit. Sie bringt nicht nur eine fundierte
Fachkompetenz mit, sondern auch ausgeprägte
Sozialkompetenz, die in politischen
Entscheidungsprozessen von unschätzbarem
Wert ist. Sie ist es gewohnt, schwierige Herausforderungen
anzunehmen und lösungsorientiert
zu agieren – eine Fähigkeit, die in
der heutigen Zeit mehr denn je gefragt ist. Wir
brauchen weitsichtige Visionäre und Schafferinnen
die anpacken. Barbara Giger-Hauser
zeigt sich nicht nur durch ihre hohe fachliche
Expertise, sondern auch durch ihr grosses
Engagement und ihre breite Aufstellung als
Persönlichkeit. Ihr Interesse an den Bedürfnissen
der Menschen und ihr Willen, die Zukunft
unseres Kantons aktiv mitzugestalten,
machen sie zu einer idealen Kandidatin für das
Mandat als Regierungsrätin. Ich bin fest davon
überzeugt, dass Barbara Giger-Hauser mit
ihrer umfangreichen Erfahrung und ihrer engagierten
Haltung die richtige Wahl für dieses
verantwortungsvolle Amt ist und dass sie den
Anforderungen einer Regierungsrätin gerecht
wird. Meine Stimme hat sie sich verdient.
Glen Aggeler, Herisau
Leserbrief
TRANSPARENT UND ENGAGIERT
Ich bin überzeugt, dass wir mit Susann Metzger
die Chance haben, eine Regierungsrätin zu
erhalten, die nicht nur redet, sondern handelt.
Ich durfte in den vergangenen Jahren in verschiedenen
Gremien mit ihr zusammenarbeiten.
Als engagierte Kantonsrätin und Präsidentin
der Kommission für Bildung und Kultur
des Kantonsrates wie auch in ihrer ehemaligen
Funktion als Schulpräsidentin und Vorstandsmitglied
der Schulpräsidienkonferenz habe ich
ihre um- und weitsichtige Arbeit aus nächster
Nähe erfahren. Susann Metzger ist stets fundiert
vorbereitet und zeichnet sich durch kritischen
Sachverstand sowie eine lösungs- und
konsensorientierte Arbeitsweise aus. Ihre Entscheidungsfindung
geschieht faktenbasiert,
transparent und unter Einbezug verschiedenster
Blickwinkel. Sie bringt sich zudem in diversen
Vereinen ein, sie ist sich der Wichtigkeit
einer guten Schule wie auch eines starken Gewerbes
bewusst und handelt im Interesse aller
Bevölkerungsgruppen. Dabei bleibt sie nahe
an den Menschen und ist offen für Anregungen.
Als Gwerblerin und Herisauer Gemeinderätin
zuständig für das Ressort Schule bin ich
überzeugt, dass wir mit Susann Metzger eine
Regierungsrätin erhalten, die sich motiviert
mit Herz und Verstand für unseren Kanton
mit guten Arbeits- und Lebensbedingungen
einsetzen wird. Packen wir die Chance und
wählen am 9. Februar Susann Metzger in den
Regierungsrat!
Irene Hagmann, Herisau
So entspannt
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02/2025 Gemeinde / Gesellschaft · 25
PROJEKT ZUM HOCHWASSERSCHUTZ
AM CHLEBBACH GENEHMIGT
Das Tiefbaumt musste im Juli 2011 pfaden, um die Alpsteinstrasse freizumachen.
Der Chlebbach entspringt an den östlichen
Hängen des Nieschbergs in Herisau und
fliesst mehrheitlich naturnah über Wiesen
und in steilen Waldtobeln ins Siedlungsgebiet
Wilen an der Alpsteinstrasse. Auf den
letzten 80 Metern vor der Einmündung in
den Sägebach verläuft der Chlebbach unterirdisch
in Betonrohren. Dabei kreuzt er die
Linie der Appenzeller Bahnen und unterquert
anschliessend ein Gewerbeareal und
die Alpsteinstrasse. In den vergangenen
Jahren kam es wiederholt zu Hochwasserschäden.
Die baufällige und unterdimensionierte
Eindolung war überlastet, und das
mitgeführte Bachkies aus den oberliegenden
Tobeln konnte nicht abgeführt werden.
So legten der Chleb- und der Sägebach beispielsweise
beim grossen Unwetter vom 11.
Juli 2011 einen regelrechten Geröllteppich
auf die Alpsteinstrasse. Mit dem Wasserbauprojekt
wird der eingedolte Bachabschnitt
mehrheitlich offengelegt und auf Wassermengen
eines 100-jährlichen Hochwasserereignisses
ausgebaut. Im oberliegenden
Waldtobel soll ein Schutznetz für den Kiesund
Schwemmholzrückhalt erstellt werden.
Vor der Querung der Bahnlinie erfolgt auf
einer kantonseigenen Parzelle eine lokale
Gewässeraufweitung mit ökologischer Aufwertung.
Der Regierungsrat hat das Hochwasserschutzprojekt
genehmigt und zur
Planauflage freigegeben. Der Bruttokredit
beträgt insgesamt 3,7 Millionen. Franken,
wovon Kanton und Bund rund 2,95 Millionen
übernehmen. Die Gemeinde Herisau, die
betroffenen Grundeigentümerschaften und
Dritte tragen die restlichen Kosten. Die Planauflage
startet Mitte Februar. Der Baustart
ist für den Herbst 2025 vorgesehen. (kk)
(Bild: kk)
NEUE GESCHÄFTSFÜHRERIN
FÜR DEN COOP IM DORFZENTRUM
Seit Neujahr führt Elizabeta Banicin den
Coop im Herisauer Zentrum an der Gossauerstrasse
2. Sie folgt auf den bisherigen
Geschäftsführer Rolf Egli, der kürzlich
pensioniert wurde. Die 28-Jährige startete
2012 ihre Ausbildung zur Detailhandelsfachfrau
im Coop Appenzell. Nach der
Lehre absolvierte sie zahlreiche interne
Weiterbildungen und übernahm laufend
höhere Führungsaufgaben wie beispielsweise
als Rayonleiterin im Coop Gallus
Markt in St. Gallen oder als stellvertretende
Geschäftsführerin des Supermarkts in
Urnäsch. Ab 2018 leitete Elizabeta Banicin
in Diepoldsau ihren ersten Supermarkt,
die vergangenen beiden Jahre war sie als
Geschäftsführerin im Coop Heiden tätig.
«Ob Teamführung, Planung und Organisation
im Laden oder die Pflege des persönlichen
Kundenkontakts: Der vielseitige
Beruf bereitet mir sehr grosse Freude. Und
ich trage gerne Verantwortung», erzählt
Elizabeta Banicin, die in Appenzell wohnhaft
ist. (pd)
Elizabeta Banicin ist seit Januar neue Geschäftsführerin
des Coops im Zentrum von Herisau. (Bild: pd)
AUSTRITTE UND EHRUNGEN
AN DER RIEGENVERSAMMLUNG
Im Januar trafen sich 19 Frauen und Seniorinnen
zur Riegenversammlung des STV Herisau
im Restaurant Engel. Nach dem Nachtessen
führte Leiterin Nicole Signer durch den offiziellen
Teil. Die Seniorinnen verzeichneten zwei
Austritte, durften jedoch auch ein neues Mitglied
willkommen heissen. Per Ende des Vereinsjahres
gab es zwei Rücktritte: Anna Sprecher
Tschumper und Angelika Rutz traten von
ihrem Ämtern als Technische Leiterinnen zurück.
Bei den Seniorinnen wird das Amt künftig
von Ursula Köppel bekleidet, bei den Frauen
blieb die Stelle vakant. Bei der Diskussion wurde
entschieden, die Leitung der Turnstunden
untereinander aufzuteilen. Im weiteren Verlauf
des Abends durften drei treue Vereinsmitglieder
geehrt werden: Heidi Grob für 20 Jahre in
der Riege, Anna Sprecher Tschumper für 25 Jahre
und Marlies Müller für 45 Jahre. Sie wurden
mit einem kleinen Präsent bedacht. Mit einem
Ausblick auf die Höhepunkte des neues Jahres
wie dem zweitägigen Ausflug im August oder
die Turnunterhaltung im November schloss die
Versammlung. (eing.)
Heidi Grob, Anna Sprecher Tschumper und Marlies
Müller (v.l.) wurden geehrt.
(Bild: zVg.)
26 · Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus 02/2025
Gossau von der Mult aus gesehen.
GOSSAU: EIN ÜBERREGIONALER
WIRTSCHAFTS- UND BILDUNGSORT
Schauplatz einer Schlacht gegen die Appenzeller, Dorfbrände, ein Haus aus Waldstatt mitten
im Dorfkern, Lebensmittel-Grossverteilzentren, ein privater Zoo: Eine Begegnung mit unserer
Nachbargemeinde Gossau, der viertgrössten Stadt des Kantons St. Gallen.
Der Weg nach Gossau ist mit knapp sieben
Kilometern wohl der kürzeste in unsere Serie.
Vom Herisauer Gemeindehaus gelangen wir
via Windegg, Gossauerstrasse und Mühlebühl
zur St. Gallerstrasse und vor dort zur Burghalden.
Nach einem kurzen Aufstieg erreichen
wir die Bergweid und den Schochenberg. Wir
folgen dem Weg Richtung Rietwies. Hier überschreiten
wir die Kantonsgrenze und gelangen
über den Wanderweg nach Buech. An dieser
Stelle wählen wir nicht den direkten Weg nach
Gossau, sondern spazieren zum Fennhof, queren
die Herisauerstrasse und gelangen über
den Fennweg und die Fennstrasse zur Mult.
Eine Tafel informiert uns über die Geschehnisse
vom Dezember 1428. Damals schlug Graf
Friedrich VII. von Toggenburg von der Mult
herkommend und unterstützt vom Ritterbund
St. Jörgenschild die Appenzeller in der
Nähe der heutigen Rietwies. Es war die letzte
Schlacht der Appenzeller Kriege. Mit dem Frieden
von Konstanz 1429 wurden diese dann offiziell
beendet. Ebenfalls dem Text auf der Tafel
zu entnehmen ist, dass bei dieser militärischen
Auseinandersetzung «Gossau wegen seiner
appenzellerfreundlichen Haltung in Brand gesteckt
wird». In seiner Geschichte blickt der
Ort auf zwei weitere grosse Brände zurück.
1638 greift ein Feuer von einer Bäckerei auf Kirche,
Kapelle, Pfrundhaus und 19 weitere Häuser
über. Der Wiederaufbau ist schwierig, da
die Wirtschaftslage aufgrund des 30-jährigen
(Bilder: es)
Krieges angespannt ist und es im Dorf kaum
Handwerker gibt. Dem Dorfbrand von 1731 fallen
die Kirche sowie 20 Häuser und Scheunen
zum Opfer.
Das Weibelhaus aus Waldstatt
Von der Mult aus geniessen wir den Blick auf
die heutige Stadt Gossau. Dieser Ort gehört
übrigens auch zu den Lieblingsplätzen des
Stadtpräsidenten Wolfgang Giella. Weitere
sind «das Haldenbüel mit seiner schönen
Sicht über Gossau in Richtung Süden und
das Marstal». Wir gehen weiter und nähern
uns dem Ortskern über Mueltrüti- und Talstrasse.
Hier wählen wir einen kleinen Umweg
Richtung Ochsenkreisel und kommen so an
der Brauerei Stadtbühl vorbei. Das «Brauereischloss»,
zwischen 1899 und 1902 erbaut, gilt
als das schönste Brauereigebäude des Kantons
St. Gallen. Nur wenige Meter weiter stehen wir
vor der Andreas-Kirche, der ältesten Gossauer
Kirche. Sie wurde mehrfach umgebaut, besonders
prägend im 18. Jahrhundert durch Baumeister
Jakob Grubenmann aus Teufen. Mit
Unsere Wanderung führt über Mühlebühl, Burghalden, Bergweid und Schochenberg
(Bild) Richtung Gossau.
Blick auf den Ochsenkreisel mit dem Weibelhaus (links), dem «Schwarzen Alder»
und dem «Ochsen».
02/2025 Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus · 27
Das Stadtbühl-Brauereischloss gilt als schönstes
Brauereigebäude des Kantons St. Gallen.
einem Gewicht von 8695 Kilo ist die grösste
Glocke dieser römisch-katholischen Pfarrkirche
die viertschwerste Glocke in der Schweiz.
(Die zweitschwerste der Schweiz hängt in der
evangelischen Kirche von Herisau.) Gegenüber
der Andreas-Kirche, an der Herisauerstrasse 4,
steht das «Weibelhaus». Dieses wurde als erstes
Gebäude nach dem Dorfbrand von 1731 für
den Weibel Bonaventura Klingler erbaut. Der
von der Feuersbrunst selbst schwer betroffene
Klingler kaufte das Haus unmittelbar nach
dem Brand in Waldstatt, liess es auseinandernehmen
und mit allem Zubehör innerhalb von
drei Tagen nach Gossau führen. Acht Wochen
nach dem Brand konnte Bonaventura Klingler
in sein neues Zuhause einziehen, das auf den
Mauern seines zerstörten Daheims errichtet
worden ist. Später wird es von Johannes Küenzle
bewohnt, dem Anführer einer Volksbewegung
gegen die Fürstabtei St. Gallen. Im Jahr
2011 wurden Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert
entdeckt, freigelegt und konserviert.
Diese Kunstschätze in den privat genutzten
Wohnräumen können im Rahmen einer Führung
besichtigt werden.
Wenige Schritte später erreichen wir den
«Schwarzen Adler». Dieses Gebäude und der
«Ochsen» wurden auf Initiative des reichen
Tuchhändlers Sebastian Contamin errichtet.
Wolfgang Giella erklärt denn auch: «Einige
prachtvolle Gebäude im historischen Kern zeugen
vom Wohlstand des einstigen Stickereidorfes.»
Einzelne davon treffen wir auf unserem
letzten Wegabschnitt über die St. Galler- zur
Bahnhofstrasse, wo sich unser Ziel, das Rathaus
von Gossau, befindet. Das heutige Gossau, so
Wolfgang Giella, sei ein dynamisch-sympathisches
Kleinstädtchen mit einer einzigartigen
Mischung aus traditioneller Handwerkskultur
und moderner Wirtschaft. «Die kompakte
Siedlungsstruktur von Gossau und Arnegg
bietet den Einheimischen und Zugezogenen
gleichermassen eine sehr hohe Lebensqualität.»
Gossau ist die viertgrösste Stadt im Kanton
St. Gallen und eine der drei Parlamentsgemeinden
des Kantons. Sie ist ein überregional
bedeutender Wirtschafts- und Bildungsstandort
(Gymnasium Friedberg und Pädagogische
Hochschule). Mit weit über 10’000 Arbeitsplätzen
leiste die Stadt einen wichtigen Beitrag
zur regionalwirtschaftlichen Entwicklung und
Versorgung. So etwa versorgen Migros und
Coop die ganze Ost- und Südostschweiz, Spar
und Suttero sogar die ganze Schweiz über ihre
Grossverteilzentren in Gosssau.
Walter Zoo und attraktive Märkte
Und was sollte man sonst noch über Gossau
wissen? Wolfgang Giella: «Gossau ist ein vereinsaktiver
Ort mit einem vielfältigen Freizeitangebot
und modernen Sportanlagen – und
die Kunstturnerin Giulia Steingruber wohl
unsere prominenteste Bürgerin.»
Wenn wir noch ein wenig Zeit in Gossau
verbringen möchten, so empfiehlt uns Wolfgang
Giella einen Aufenthalt im Walter Zoo,
dem grössten privat geführten wissenschaftlichen
Zoo der Schweiz. Dieser bietet mit dem
Tingel-Tangel-Varieté im Spiegelzelt während
der Wintersaison eine zusätzliche Attraktion.
Ebenfalls einen Besuch wert sei das Schloss
Oberberg, das älteste erhaltende Wohngebäude
Gossaus mit seiner prachtvollen Aussicht
Richtung Appenzellerland und zum Alpstein
hin. Empfehlenswert sei zudem ein Gang durch
den Bibelgarten bei der Andreas-Kirche. Hier
wachsen in acht thematisch gruppierten Beeten
und im Parkgelände ungefähr 110 Pflanzen.
Rund 70 werden in der Bibel namentlich erwähnt.
Da jedoch für viele Arten das Klima von
Gossau zu rau ist, wurden einige durch Arten
ersetzt, die mit den biblischen Pflanzen nahe
verwandt sind.
Das sind indes nicht die einzigen Vorschläge
des Stadtpräsidenten: «Wenn die Zeit gerade
passt, sollte man den Klostermarkt im April,
die Blues-Night vor den Sommerferien und/
oder den Chläuslermarkt und den Weihnachtslauf
zu Beginn der Adventszeit nicht verpassen.»
Sei man an einem Monatsdreizehnten
abends in Gossau, so biete sich der Besuch
eines Livekonzerts, organisiert vom Verein
Treff 13, in der Markthalle an. Ein unvergessliches
Erlebnis sei sicher auch der Auftritt des
Tambourenvereins Fürstenland Gossau. Weiter
legt uns Wolfgang Giella einen Besuch in der
Schellenschmiede von Peter Preisig im Marstal
an der Grenze zu Herisau nahe. Und zu guter
Letzt lädt er uns ein, in einem der zahlreichen
Gossauer Lokalen ein Bier oder ein gutes Essen
zu geniessen. Das lassen wir uns nicht zweimal
sagen. Auch wenn es angesichts der winterlichen
Temperaturen ein Tee ist.
Eva Schläpfer
Unser Weg von Herisau nach Gossau.
(Bild: SchweizMobil)
Gossau
Gossau ist eine eigenständige Gemeinde seit der Gründung des
Kantons St. Gallen 1803. Die Stadt Gossau und Arnegg bilden zusammen
eine politische Gemeinde.
Tiefster Punkt: Henessenmühle, 553 m. ü. M.
Höchster Punkt: Schochenberg, 812 m. ü. M.
Fläche: 27,51 km²
Einwohner: 18'454 (31. Dezember 2023)
Einwohnerdichte: 671 Einwohner pro km²
Herleitung des Ortsnamens gemäss dem Lexikon für schweizerische
Gemeindenamen und dem St. Galler Namenbuch (auszugsweise): Gossau
ist eine Bildung aus dem germanischen Personennamen Goz (zum
germanischen gauta – Stammesname der Goten) und dem Gattungswort
Au für «Gelände an einem Wasser, sumpfiges, feuchtes Gelände; Insel,
Halbinsel». Der Ortsname Gossau kann also als «Das Land am Wasser
einer Person namens Goz» gedeutet werden.
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02/2025 Gesellschaft · 29
SPITAL ERHÄLT ANERKENNUNG
ALS WEITERBILDUNGSSTÄTTE
Die Klinik für Orthopädie und Traumatologie
im Spital Herisau wurde als Weiterbildungsstätte
für «Orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates»
durch das Schweizerische Institut für ärztliche
Weiter- und Fortbildung anerkannt.
Diese Anerkennung dauert provisorisch für
ein Jahr, danach erfolgt die endgültige Zusage
nach einer weiteren Visitation. Diese
Auszeichnung ist ein bedeutender Meilenstein
für die erst vor 15 Monaten gegründete
Klinik unter der Leitung von Chefarzt Dr.
med. Christian von der Lippe. Der Spitalverbund
AR (SVAR) ist seit vielen Jahren in den
Fachgebieten Allgemeine Innere Medizin,
Chirurgie, Operative Gynäkologie und Geburtshilfe,
Psychiatrie und Psychotherapie
sowie Psychiatrie und Psychotherapie der
Abhängigkeitserkrankungen eine durch die
Verbindung der Schweizer Ärztinnen und
Ärzte anerkannte und zertifizierte Weiterbildungsstätte.
Mit der nun zusätzlich erfolgten
Anerkennung im Fachgebiet «Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie
des Bewegungsapparates» unterstreicht
der SVAR seine Kompetenz in der ärztlichen
Weiterbildung junger Assistenzärztinnen
und Assistenzärzten zu Fachärztinnen bzw.
Fachärzten. Die Anerkennung ermöglicht
es nun auch der Klinik für Orthopädie und
Traumatologie, hochqualifizierte Bewerberinnen
und Bewerber für eine Karriere in der
Orthopädie und Traumatologie zu gewinnen.
Gleichzeitig stärkt sie die Position des
Spitals als attraktiven Ausbildungsort und
fördert Netzwerk-Kooperationen und Rotationen.
Die Leitung der zusätzlichen Weiterbildungsstätte
übernimmt Dr. med. Alexander
Ewers, ein erfahrener Leitender Facharzt mit
Das Ärzteteam der Klinik für Orthopädie und Traumatologie.
grosser Leidenschaft für die Ausbildung junger
Kolleginnen und Kollegen. Die Klinik für
Orthopädie und Traumatologie wächst stetig.
Neben Chefarzt Dr. med. Christian von
der Lippe und dem Leitenden Arzt Dr. med.
Alexander Ewers gehören auch Dr. med. Thomas
Kuhn als Senior Consultant und seit Januar
2025 Dr. med. Andrea Sireus, ein junger
in der Schweiz ausgebildeter Oberarzt i.V.,
zum Team. Im Mai stösst mit Dr. med. Philipp
Birchler ein erfahrener Knie- und Hüftchirurge
als Oberarzt mbF dazu. (pd)
(Bild: pd)
ERÖFFNUNGSZEREMONIE FÜR
ABSOLVENTEN DES BUSA-LEHRGANGS
Oberst im Generalstab Reto Albert, Kommandant
der Berufsunteroffziersschule der Armee
(Busa), konnte im Januar vor dem Regierungsgebäude
im Beisein von Vertretern aus Politik
Die neuen Absolventinnen und Absolventen wurden vor dem Regierungsgebäude begrüsst.
(Bild: wg)
und Militär 42 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
für den Grundausbildungslehrgang begrüssen.
Ihnen stünden zwei anspruchsvolle
Jahre bevor. An der Busa seien sie Schülerinnen
und Schüler, das Lernen sei immer an ein
Ziel gekoppelt. «Sie werden auf ihrem neuen
Berufsweg Erfolge und Misserfolge erleben,
spannende Ausbildungssequenzen durchlaufen
und stets Leistungen abrufen müssen», so
Albert. «Haben sie keine Angst, Fehler zu machen,
und geben Sie niemals auf, dann steht
einem glücklichen Berufsleben in der Armee
nichts im Wege.» Divisionär René Wellinger
gratulierte den künftigen Berufsunteroffizieren
zu ihrem Entscheid. «Pflegen Sie den Austausch
miteinander, lernen Sie von den reichhaltigen
Erfahrungen der anderen und haben
Sie ausreichend Mut», gab er den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern mit. Gemeindepräsident
Max Eugster hiess die neuen Gesichter
in Herisau herzlich willkommen. Die Armee
sei für die Gemeinde eine wichtige und spürbare
Institution. Schliesslich stehe im Juni das
50-jährige Jubiläum der Busa am Standort
Herisau an. «Sie erleben eine prägende Zeit
in Herisau und Umgebung. Sie werden militärisch
gefördert – sei es in der theoretischen
Ausbildung oder im körperlichen und mentalen
Bereich», sagte Eugster. (wg)
30 · Herisau bei Nacht 02/2025
Norbert Weber arbeitet seit zwei Jahren als Nachtchauffeur für Top Taxi – zuvor war er in St. Gallen, Frauenfeld und Romanshorn tätig.
(Bild: sd)
«TAXIFAHRER WAR SCHON
ALS KIND MEIN TRAUMBERUF»
Im dritten Teil der Serie «Herisau bei Nacht» sind wir auf vier Rädern unterwegs. Nobert Weber
arbeitet seit 28 Jahren als Taxichauffeur und fährt hauptsächlich in der Nacht. Er erzählt,
weshalb er einen Fahrgast in einem Maisfeld aussetzte und was seine weiteste Strecke war.
Es ist kurz nach halb neun Uhr morgens. In
Herisau fällt an diesem grauen Tag im Januar
nochmals Schnee. An der Eggstrasse
fährt ein Taxi vor und hält auf einem Parkplatz.
Der Motor verstummt und ein Mann
mit Bart steigt aus dem Wagen. Müdigkeit
ist Norbert Weber trotz einer langen Nacht
nicht anzusehen. «Ich habe seit drei Stunden
Feierabend und mich zuhause kurz hingelegt»,
erklärt er und schliesst eine Tür
auf. «Nach diesem Termin schlafe ich aber
nochmals ein wenig, sonst bin ich abends
nicht ausgeruht.» Im Innern des Gebäudes
fährt ein Aufzug in den ersten Stock. Hier
befindet sich das Büro von Top Taxi. Der
Weg des Chauffeurs führt zielgerichtet zur
Kaffeemaschine, die mit einem Knopfdruck
zum Leben erwacht. «Wenn du seit 28 Jahren
nur Nachtschichten fährst, hat sich
dein Körper daran gewöhnt, bei Tageslicht
zu schlafen.» Weber nimmt die dampfende
Tasse und setzt sich an den Pausentisch.
«Mittlerweile bekomme ich nachts kein
Auge mehr zu. Eigentlich bin ich tagsüber
nur wach, wenn eine Beerdigung oder sonst
ein wichtiger Termin ansteht.»
Unterschied von Stadt zu Land
Für Norbert Weber stand schon immer
fest, dass er Taxifahrer werden will. «Das
war bereits als Kind mein grosser Traum.
In meinem Berufsleben habe ich einmal
eine Woche bei einem Umzugsservice gearbeitet,
aber ich bekam ‹Heimweh› und
musste mich wieder ins Taxi setzen. Mir
macht das unheimlich viel Spass, deshalb
kommt nichts anderes in Frage.» Über 20
Jahre lang arbeitete Weber für Herold Taxi
in St. Gallen, danach war er unter anderem
in Frauenfeld und Romanshorn tätig. Seit
mehr zwei Jahren fährt er nun für Top Taxi
in Herisau. «Natürlich merkst du einen
Unterschied zwischen einer Stadt und
einem Dorf. Gerade in der Nacht hatte ich
in St. Gallen deutlich mehr Fahrgäste als in
Herisau. Hier kann es schon mal vorkommen,
dass ich am Bahnhof stehe und eine
Stunde in der Zeitung blättere.» Diese Wartezeiten
machten ihm aber nichts aus. «In
bin im Stundenlohn angestellt, das war bei
früheren Arbeitgebern anders. Viele Taxifahrer
sind am Umsatz beteiligt. Entsprechend
ist der Druck grösser, möglichst viele
Kundinnen und Kunden zu fahren.»
Eine Nachtschicht dauert für Nobert
Weber von bis halb sechs morgens. «In
dieser Zeit ist eine einstündige Pause einberechnet.
Als Taxifahrer dürfen wir nicht
mehr als 54 Stunden in der Woche fahren.
02/2025 Herisau bei Nacht · 31
Diese Arbeitszeit erreiche ich fast immer,
aber das macht mir nichts aus, weil ich den
Beruf gerne ausübe. Taxifahren kann dich
fast schon süchtig machen, weil du Angst
hast, einen Gast zu verpassen. Dieses Denkmuster
stammt wohl noch aus der Zeit, als
ich am Umsatz mitverdiente.» Norbert Weber
erinnert sich an einen Tag vor vielen
Jahren, an dem in der Schweiz ein Grossteil
des Zugverkehres ausfiel. «Ich hatte frei
und hörte in den Nachrichten davon. Sofort
dachte ich: ‹Da hättest du jetzt gutes
Geld verdient.› In solchen Situation sind ja
plötzlich ganz viele auf eine Fahrgelegenheit
angewiesen.» Aber über die Jahre habe
er gelernt, sich die notwendigen Pausen zu
gönnen. «Es bringt nichts, wenn ich ständig
unter Strom stehe und mein Arbeitgeber
am Ende noch Probleme mit offiziellen Stellen
bekommt, weil ich meine Ruhezeiten
nicht einhalte.»
Todesfall auf der Rückbank
In knapp drei Jahrzehnten als Taxifahrer
im Nachtdienst hat Nobert Weber die eine
oder andere kuriose Geschichte erlebt.
«Da war dieser Fahrgast in meiner Zeit im
Thurgau. Er war betrunken und hatte wahrscheinlich
Drogen intus. Um vier Uhr morgens
wollte er unbedingt in ein Bordell. Weil
aber alle bereits geschlossen hatten, drohte
er mir mit der Faust.» Daraufhin habe er an
einer Landstrasse neben einem Maisfeld
angehalten. «Ich sagte dem Mann, dass wir
das besser draussen klären würden. Als er
ausgestiegen war, zog ich die Tür zu, gab
Gas und liess ihn einfach stehen.» Nicht alle
Erzählungen von Weber enden mit einem
«Ich habe mich
daran gewöhnt,
tagsüber zu
schlafen.»
Schmunzeln. Er berichtet vom Anruf eines
älteren Ehepaars, das sich aufgrund eines
medizinischen Notfalls an ihn wandte. «Die
Ambulanz hatte offenbar keine Zeit und ihnen
deshalb empfohlen, sich ein Taxi zu rufen.
Als ich dort eintraf, bemerkte ich gleich,
dass es dem Mann gesundheitlich nicht gut
ging. Weil ich kein gutes Bauchgefühl hatte,
erklärte ich, dass ich keine Haftung für
die Fahrt übernehme.» Weber sollte recht
behalten. «Der Herr verstarb auf dem Weg
ins Krankenhaus in meinem Taxi. Danach
musste ich viele Fragen der Polizei über
mich ergehen lassen, weil sie ein Verbrechen
ausschliessen wollte. Letztlich bekam
ich als Entschädigung einen Biber.» Seine
weitesten Taxifahrten führten Weber nach
Neuenburg und München. «Die Kosten beliefen
sich in beiden Fällen auf rund 1300
Franken. Nach Neuenburg wollte eine Frau,
weil sie einen Aufenthalt in irgendeinem
«Meine Aufgabe
ist es, die Gäste
sicher ans Ziel
zu bringen.»
Bio-Hotel gebucht hatte. Nach München
bin ich bereits zwei Mal gefahren: Einmal
eine Dame, die an eine Beerdigung musste
und keinen Fahrdienst hatte. Und dann
waren da zwei Fussballer, die im Hotel Säntispark
gastierten. Das ist bestimmt auch
schon wieder über zehn Jahre her und leider
kann ich mich nicht mehr an ihre Namen erinnern.»
Er habe in seinen 28 Jahren noch
nie einen Fahrgast abgelehnt. «Sofern die
Fahrt innerhalb meiner Arbeitszeit machbar
ist, sehe ich dazu keinen Grund. Ich erinnere
mich auch an eine Frau, die in St. Gallen
von Taxi zu Taxi ging. Als sie bei mir ankam,
erklärte sie, dass sie sich bei Autofahrten
oft übergeben müsse. Alle anderen wollten
sie deshalb nicht chauffieren. Ich habe für
solche Fälle immer eine Tüte auf der Rückbank.
Also habe ich sie gefahren.»
Filmreife Verfolgungsjagd
Während seinen nächtlichen Fahrten trifft
Norbert Weber auf ein bunt gemischtes Klientel.
«Da sind von Ärztinnen und Ärzten,
die mir von ihren Eingriffen erzählen, über
ältere Menschen auf dem Heimweg vom
Einkaufen bis zu betrunkenen Jugendlichen
alle möglichen Personengruppen dabei.»
Die meisten seiner Kundinnen und Kunden
würden nicht viel reden. «Für mich spielt es
keine Rolle, ob sie mit mir sprechen oder
nicht. Ich bin schliesslich da, um sie an ihr
Ziel zu bringen.» Hin und wieder erfahre er
dennoch mehr über das Leben seiner Fahrgäste,
als ihm lieb sei. «Einmal ist eine Frau
eingestiegen. Kurz darauf wurden wir von
einem Auto verfolgt, in dem offenbar ihr Ex-
Freund sass. Er überholte mich mitten auf
der Fürstenlandbrücke in St. Gallen, stellte
seinen Wagen quer auf die Strasse, stieg aus
und kam auf uns zu. Ich verriegelte sofort
die Türen und rief die Polizei. Es entstand
ein riesiger Stau, weil er nicht wegfahren
wollte.» Solche Fälle seien aber die Ausnahme.
«Bei vielen meiner Kolleginnen und Kollegen
kam beispielsweise bereits ein Baby
im Taxi zur Welt. Ich habe es immer rechtzeitig
ins Krankenhaus oder das Geburtenhaus
geschafft.»
Über all die Jahre hat Norbert Weber die
Lust an den Nachtschichten nie verloren.
«Die Strassen sind zur später Stunde fast
leer, es sind weniger Menschen unterwegs –
das gefällt mir. Gewiss, am Anfang ist es gewöhnungsbedürftig,
wenn sich dein Leben
hauptsächlich in der Dunkelheit abspielt.
Vor allem in den Wintermonaten arbeite ich
tatsächlich immer dann, wenn die Sonne
weg ist.» Er habe nicht das Gefühl, dass ihm
dadurch etwas entgehe oder seine Gesundheit
leide. «Dafür mache ich das schon zu
lange. Ich kenne es gar nicht mehr anders.
Und falls ich doch eine Dosis zusätzliches
Tageslicht brauche, stehe ich eben früher
auf.» Ein anderer Beruf komme für ihn aber
«In meinem
Taxi fühle
ich mich am
wohlsten.»
nicht in Frage. «Natürlich habe ich überlegt,
ob ich in meinem Leben nochmals etwas anderes
machen möchte. Busfahrer, Carchauffeur
oder Lastenwagenfahrer – es gibt viele
Berufe, in denen stets gutes Personal gesucht
wird, weil schlichtweg kaum jemand
mehr den ganzen Tag in einem Fahrzeug
sitzen möchte. Aber im Taxi fühle ich mich
am wohlsten. Also weshalb sollte ich daran
etwas ändern?»
Sergio Dudli
Konkurrenz für Taxiunternehmen
Die Geschichte der Taxis begann in den
50er-Jahren mit dem Aufschwung des
Autos. In jüngerer Zeit hat die Branche
mit schwierigen Umständen zu kämpfen:
Konkurrenten wie Uber oder die
Corona-Pandemie machen den Taxiunternehmern
das Leben schwer. So meldete
die Stadt Zürich einen Rückgang
von 1400 auf rund 1000 Chauffeure
innerhalb von fünf Jahren, in Bern hat
sich ihre Anzahl in den vergangenen
20 Jahren beinahe halbiert. (sd)
32 · Kalender 02/2025
Kalender
Februar
5. Öffentlicher Arztvortrag «Neue Privatstation
(inkl. Führung durch neu renovierte
Räumlichkeiten)» mit Dr. med. (HR)
Mirjana Vidakovic, Chefärztin, 19 Uhr,
Psychiatrisches Zentrum AR
5. Nachmittagskino Pro Senectute, Film:
Kalbermatten, 14 Uhr, Cinétreff Herisau
7. Schneeschuh- oder Abendwanderung,
Frauengemeinschaft Herisau Waldstatt
Schwellbrunn, 17.45 Uhr beim Parkplatz
der kath. Kirche
7. Lara Stoll - Tryout neues Soloprogramm,
20-22 Uhr, alte Stuhlfabrik Herisau
7. JAMfreeday, Dä 3. Stock, 19 Uhr, Industriestrasse
28
8. PIKES EHC Oberthurgau - SC Herisau,
17.30 Uhr, EZO Romanshorn
8. Spezialvorstellung «Friedas Fall», 20 und
20.30 Uhr, Cinétreff Herisau
9. «Circus», ab fünf Jahren, 11 Uhr, Figurentheater
Herisau
11. Unterhaltung mit den «Elefanten Sounders»,
Club 60plus, 14 Uhr, kath. Pfarreiheim
12. Musik- und Tanznachmittag, Pro Senectute
AR, 14.30-18 Uhr, Restaurant Treffpunkt
12. Klarinetten Trio, Casino-Gesellschaft Herisau,
19.30 Uhr, Casino Herisau, Kleiner
Saal
12. Appenzeller Mecktig Comedy, 20-22 Uhr,
alte Stuhlfabrik Herisau
13. Mittagstreff, Club 60plus, 11.30 Uhr, Casino
14. Hauptversammlung Vitaswiss, 19 Uhr, ref.
Kirchgemeindehaus, Anmeldung: 071 351
59 83 oder eu.lang@bluewin.ch
14. Zum Valentinstag: Candlelight-Dinner für
Paare, 18.30-22 Uhr, Katholisches Pfarreiheim
14. Brigitte Hirsig mit «Der Biss in den
Apfel», Kultur is Dorf, 20.30 Uhr, Altes
Zeughaus
14. Konzert von Eli Lev & Ramon Clau, Dä
3.Stock, 19 Uhr, Industriestrasse 28
15. Sauknapp-Party, ab 15 Uhr, Chälblihalle
Herisau
16. «Circus», ab fünf Jahren, 11 Uhr, Figurentheater
Herisau
18. Halbtageswanderung, Vitaswiss, Anmeldung:
079 703 96 49
19. Schneeschuhwanderung Kronberg, Club
60plus, 8.25 Uhr, Bahnhof
20. «Delfin»-Lesung mit Illustrationen, 20-22
Uhr, alte Stuhlfabrik Herisau
21. FC Herisau - FC Kirchberg, 20 Uhr, Kreckel
21. Konzert von Le spie di Klara & Octopuss,
Dä 3.Stock, 19 Uhr, Industriestrasse 28
23. «Circus», ab fünf Jahren, 11 Uhr, Figurentheater
Herisau
23. Multivision Neuseeland, 11-13.10 Uhr,
Casino Herisau
23. Multivision Island, 15-17 Uhr, Casino Herisau
24. Appenzeller Lät-night-Show, 20-23 Uhr,
alte Stuhlfabrik Herisau
25. Fondue mit Dorfführung, Club 60plus,
15.40 Uhr, Treffpunkt
26. Öffentlicher Arztvortrag «Narkolepsie
(Schlafsucht/Schlafkrankheit) - Leben
mit einer seltenen Erkrankung» mit Dipl.
Psych. Cornelius Gehrig, 19 Uhr, Psychiatrisches
Zentrum AR
27. Fahrplanabfrage und SBB-Billettkauf, Pro
Senectute, 14 –16 Uhr, Gossauertrassse 2
27. Vortrag «Alzheimer – Neue Therapieempfehlungen»,
Pro Senectute, 16 – 19 Uhr,
Alte Stuhlfabrik
Regelmässig
Café unter den Bäumen, Montag (10-17
Uhr) & Freitag (14-21 Uhr), Chupfertrocke
Museum Herisau, Mittwoch
bis Sonntag, 13–17 Uhr
Figurentheater-Museum, jeweils am
Mittwoch um 14–17 Uhr und Sonntag
11–16 Uhr
27. Lesung «Der alte König in seinem Exil»,
Pro Senectute, 19 – 21 Uhr, Alte Stuhlfabrik
27. Mittagstreff, Club 60plus, 11.30 Uhr, Casino
28. Nicole Johänntgen - «LABYRINTH», 20-22
Uhr, alte Stuhlfabrik Herisau
März
1. PC-Reparierbar: Gemeinsam reparieren
statt wegwerfen!, 10-14 Uhr, WinWin
Markt
1. Kinderfasnacht Herisau, 13 Uhr, Turnhalle
Wilen
1. FC Wittenbach - FC Herisau, 16 Uhr,
Grüntal, Wittenbach
1. Konzertnacht mit Hallers Erben, Dä
3.Stock, 19 Uhr, Industriestrasse 28
2. Freie Besichtigung Schwänberg-Museum,
14-16 Uhr
2. «Circus», ab fünf Jahren, 11 Uhr, Figurentheater
Herisau
2. NOMAL! Geschichte, Versli und Meeh...,
10-11 Uhr, alte Stuhlfabrik Herisau
3. Vortrag «Ersatz-Sinne», Appenzellische
Naturwissenschaftliche Gesellschaft,
19.30 Uhr, BBZ Herisau
4. KI-Workshop, 1. Nachmittag (zweites Datum:
11.März), Pro Senectute, 16 – 18 Uhr,
Gossauerstrasse 2
02/2025 Sternefööfi · 33
Sternefööfi
BITTE EINSTEIGEN ZUR FLUSSFAHRT!
Es steht ein Flusskreuzfahrtschiff mit unbekanntem
Ziel im Hafen. Am Sternenhimmel
im Januar präsentierte sich der Steinbockneumond
unter speziellen Vorzeichen. Sonne und
Mond waren unaspektiert, sie hatten keine Verbindungen
zu anderen Planeten. Was geschieht
da gerade im kollektiven Bewusstsein?
Unaspektierte Planeten führen Eigenleben
In einem Horoskop werden Verbindungen
zwischen den Planeten hervorgehoben, diese
nennt man «Aspekte». Es gibt Spannungen und
Harmonien, Zwischentöne und Irritationen.
Fehlen diese Verbindungen, ist eine relevante
Beziehungsthematik im Horoskop angezeigt.
Es mangelt an vorgegebenem Potenzial
für automatische Verbindungswege, und die
Eigenschaften, welche der betroffene Planet
symbolisiert, können sich nicht ohne bewusstes
Dazutun des Horoskopeigners verbünden.
Ein Beispiel? Beim Mond erlebt man fehlende
Geborgenheit in vielen Lebensbereichen, fühlt
sich nicht gesehen, nicht angenommen und
Rückzug ist oft die liebste Strategie. Bei der
Sonne eckt man mit fehlendem Rollenverständnis
bei anderen an und tut sich schwer bei der
Ausbildung von Individualität. Bei Merkur stechen
Extremformen in der Kommunikation hervor,
der eigenen Wahrnehmung fehlt es an Unterscheidungskompetenz.
Der unaspektierte
Neumond im Januar verweist auf eine Abkopplung
unseres Zeitgeist-Erlebens, Achtsamkeit
ist angezeigt! Lauschen Sie still auf dieser Flussfahrt
den Geräuschen und beobachten Sie das
Geschehen am Ufer! Aktuell zeigen sich Verhaltensveränderungen
in unserer Umwelt an. Die
Machtinhaber dieser Welt haben den Rückzug
aus der empathischen Verbindung mit dem Leben
angetreten und versuchen, eine neue Weltordnung
und ihren Platz darin zu koordinieren.
Ihre Ignoranz, mehr kollektive Verantwortung
zu übernehmen, sorgt für viel Schuld und Elend
M
F
auf diesem Planeten. Der Zeitgeist öffnet nun
aber Raum und eine immer grösser werdende
Kampfarena für eine tiefergehende Definition
von Verantwortung. Wer sich selbst mit allem
verbunden erlebt, empfindet auch Empathie für
diese Welt. Das wäre der Leitsatz für den Stellenbeschrieb
der Mächtigen!
Der Auftakt zu den Umwälzungen
Die Mondknotenachse ist am Sternenhimmel
nicht zu sehen, sie ist die errechnete Halbsumme
zwischen der Mond- und der Sonnenumlaufbahn.
In einem persönlichen Horoskop
ist sie ein wertvoller Wegweiser für die Weiterentwicklung
eines Menschen. Nebst dem
Erreichen von Zielen und Errungenschaften
verpflichtet Menschsein auch, in seinem Verhalten
dazuzulernen, im Austausch mit anderen
zu begreifen und sich für das Unbekannte
zu öffnen. Die Mondknotenachse wechselte
kurz vor Vollmond am 12. Januar das Zeichen.
Dies geschieht jeweils alle eineinhalb Jahre.
Der aktuelle Wechsel ist hervorstechend, weil
er über Anfang und Ende des Tierkreises führt.
Die Grenze zwischen Fische und Widder wird
auch der kosmische Graben genannt, ein Ort,
wo neues Leben eintritt, aber – wie jede Mutter
weiss – zuerst unter Schmerzen geboren
werden muss. Die Mondknoten laufen rückwärts
durch den Tierkreis, was Sinnbild für
die Notwendigkeit der Innenwendung ist. Die
Achse besteht aus zwei Polen, der aufsteigende
Knoten wird Nordknoten oder Drachenkopf genannt,
der absteigende Knoten wird Südknoten
oder Drachenschwanz genannt.
Sternenanleitung für Verhaltensänderungen
Der Drachenschwanz zeigt nun ins Zeichen
Jungfrau. Er steht für das bisherige Verhalten,
welches Ausgangspunkt für die anstehenden
Veränderungsmöglichkeiten ist, also der Zustand,
in dem sie diese Reise angetreten haben.
Es geht nicht darum, das Alte abzuwerten oder
loszuwerden, sondern zu erkennen, was sich
verändern darf. Das Zeichen Jungfrau verortet,
es symbolisiert den Platz, den man selbst in
der Gemeinschaft einnimmt und den man den
unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen in
sich selbst einräumt. Seinen Platz zu erkennen
und zu finden, ist ein fortwährender Prozess.
Manchmal muss man sich wieder herauslösen,
weil veränderte Bedürfnisse andere Schauplätze
notwendig machen. Die Jungfrau wird mit
Ordnung in Verbindung gebracht. Im Inneren
ist dies die Balance zwischen physischem Antrieb
und psychischer Elastizität, im Äusseren
steht es für den Drang, die Dinge organisiert
und im Griff zu haben. Jungfrau ist ein Erdzeichen,
das Thema der Sicherheit ist zentral.
Gerade in diesem Bereich schlagen hohe Wellen
an den Bug; Triggeralarm für zwanghafte
Sorgen und überängstliche Reaktionen. Mit
Schuldzuweisungen ist kein Preis zu gewinnen,
das macht nur unflexibel und verhärtet
die Seele. Selbst die Analysten im Zeitgeist tun
sich schwer mit Prognosen. Wenn die Grundlagen
sich derart verändern, müssen sich auch
die Deutungsmodelle erweitern. So wagen wir
doch einen Blick zum Horizont:
Der Drachenkopf steht neu im Tierkreiszeichen
Fische. Als Wegweiser für die seelische
Weiterentwicklung ruft er auf, andere und anderes
nicht voreilig zu verurteilen. Veränderungen
sollen bewusst willkommen geheissen
werden, im Vertrauen in das Leben an sich.
Verborgene Verbindungen zu entdecken, ist in
mannigfaltiger Art möglich. Seine eigene Angst
an eine höhere Macht abzugeben und seinen
Geist durch Meditation und Selbstreflexion
zu befreien, ist erstrebenswert. Das Öffnen,
das Aufweichen, das Zulassen erweitert die
Lebensgestaltung des Jungfrau-Themas. Nicht
nur das Mess- und Kalkulierbare besitzt Wichtigkeit.
Die Seele nährt sich über das Element
Wasser. Dieses steht für die Gefühlswelt, die
im Fluss sein muss, um den Lebensgeist überall
hinzutragen. Die Jungfrau weist darauf hin,
dass dies im Kleinen und konkret im Lebensalltag
seinen Anfang nehmen kann. Es ist der berühmte
erste Schritt: eine helfende Hand, ein
offenes Ohr, ein interessierter Blick. Zeit für
sich selbst, Mitgefühl und Sensibilität für die
eigene Existenz. (nr)
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9100 Herisau
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34 · Rätsel 02/2025
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