04.02.2025 Aufrufe

2023: Rückblick

Der GENERALI BERLINER HALBMARATHON ist wieder so groß wie vor Corona. Und so international wie nie zuvor. 35.515 Athletinnen und Athleten aus 131 Nationen hatten für die 42. Auflage gemeldet und machten aus den 21,0975 Kilometern durch die Hauptstadt ein einziges Fest. In diesem digitalen Magazin findest du die schönsten Fotos, jede Menge Storys von Spitzen- und Hobbyläufer:innen und alle wichtigen Infos rund um deinen Lauf.

Der GENERALI BERLINER HALBMARATHON ist wieder so groß wie vor Corona. Und so international wie nie zuvor. 35.515 Athletinnen und Athleten aus 131 Nationen hatten für die 42. Auflage gemeldet und machten aus den 21,0975 Kilometern durch die Hauptstadt ein einziges Fest. In diesem digitalen Magazin findest du die schönsten Fotos, jede Menge Storys von Spitzen- und Hobbyläufer:innen und alle wichtigen Infos rund um deinen Lauf.

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Finisher

Magazin

Das Event

in Bildern

Die Welt

zu Gast bei

Freunden

Emotionen

pur im Ziel



MEIN HALBMARATHON

SAMUEL FITWI

Und jetzt die

volle Distanz

Als einer der Ersten gratulierte

der deutsche Halbmarathon- und

Marathon-Rekordler Amanal

Petros vom Marathon Team

Berlin Samuel Fitwi zur besten

Platzierung eines Deutschen

beim 42. GENERALI BERLINER

HALBMARATHON. Der 27-

Jährige lief in 61:44 Minuten

auf Rang neun. Hier schreibt

er, wie er das Rennen zu seiner

neuen Bestzeit erlebt hat und

warum er sich zutraut, demnächst

auf der Marathon-

Distanz in Bereiche vorzustoßen,

die gar nicht mehr so weit weg

sind vom Deutschen Rekord,

den Amanal Petros mit 2:06:27

Stunden hält.

– 3 –


MEIN HALBMARATHON

SAMUEL FITWI

Eigentlich wollte ich unter 61

Minuten laufen, aber es gab

keine Gruppe, die auf dieses

Tempo ausgerichtet war. Die erste

Gruppe mit den großen Favoriten

war mir zu schnell, so dass

ich gemeinsam mit Sebastian

Hendel und Davor Aaron Bienefeld

in der zweiten Gruppe gelaufen

bin, um so Richtung 61:30

zu kommen. Die Temperaturen

waren für mich ideal, der Wind

hat allerdings vor allem zwischen

Kilometer sechs und neun

etwas gestört. Daher haben wir

uns in der Tempoarbeit abgewechselt.

Hinten heraus konnte

ich dann nochmals anziehen.

Mit den 61:44 bin ich zufrieden.

Es ist toll, als bester Deutscher

gefinisht zu haben.

Die Stimmung in Berlin war fantastisch,

ich freue mich schon

darauf, im September wiederzukommen,

um dann beim

Marathon um die Qualifikation

für Olympia zu kämpfen. Mein

Ziel ist eine Zeit unter 2:08

Stunden. Das mag jetzt sehr


ambitioniert klingen, aber ich

bin ja schon bei meinem ersten

Marathon im Februar in Sevilla

lange Richtung 2:07 Stunden

gelaufen.

Dort hatte ich mich nach zwei

jeweils sechswöchigen Höhentrainingslagern

in Äthiopien

einer Gruppe angeschlossen,

die Richtung Olympianorm von

2:08:15 Stunden laufen wollte.

Ich weiß, das klingt verrückt

für ein Marathon-Debüt, aber

in dieser Gruppe waren einige

Athleten, mit denen ich in

Addis Abeba zusammen trainiert

habe. Von den Trainingsleistungen

her waren wir auf

einem Niveau.

„In Sevilla bin ich

am Ende noch geplatzt“

Bis zum 30. Kilometer lief in

Sevilla auch alles perfekt, dann

zerfiel die anfangs 20 Athleten

starke Gruppe und ich bekam

ab Kilometer 32 muskuläre

Probleme. Bis Kilometer 35


In der Gruppe vorm Wind

geschützt: Samuel Fitwi hat

sich das Rennen klug eingeteilt

wurde ich dadurch etwas langsamer

- eine Endzeit von 2:09

wäre zu diesem Zeitpunkt bei

gleichbleibendem Tempo noch

möglich gewesen. Dann bin ich

„geplatzt“ und die letzten sieben

waren die härtesten Laufkilometer

meines Lebens. Aber

egal: Ich habe gefinisht! Auch

die Endzeit von 2:12:13 ist nicht

das, was ich mir vorgestellt

habe, aber ich bin dennoch zufrieden.

Denn es hat unter anderem

für einen neuen Rheinland-Pfalz-Rekord

gereicht.

Den nächsten habe ich mir dann

beim GENERALI BERLINER

HALBMARATHON geholt, denn

schneller als 61:44 Minuten ist

noch kein Rheinland-Pfälzer

einen Halbmarathon gelaufen.

Seit meiner Flucht aus Eritrea

lebe ich in dem Bundesland,

genauer gesagt im Städtchen

Gerolstein in der Eifel. Seit diesem

Jahr starte ich für den Silvesterlauf

Trier e.V. – die alte

Römerstadt ist nicht weit von

Gerolstein entfernt.

„In der Eifel habe ich eine

neue Heimat gefunden“

In der Eifel-Mosel-Region habe

ich eine neue Heimat gefunden,

nachdem ich mit 17 Jahren für

eine bessere Perspektive unter

menschenunwürdigen Bedingungen

aus Eritrea geflüchtet

bin. Dass ich in Deutschland zu

einem Top-Läufer werde und

welche Möglichkeiten sich daraus

ergeben, hätte ich niemals

zu träumen gewagt. Anfangs

habe ich ja noch als Maler ge-

– 6 –


arbeitet. In Gerolstein war

mein jetziger Trainer Yannik

Duppich einer der ersten, die

mein Talent erkannt und gefördert

haben. Yannik lebt für

das Laufen und ist für mich vor

allem auch ein guter Kumpel.

Er selbst durfte in seiner Jugendzeit

das Deutschlandtrikot

tragen und bei den Crosslauf-Europameisterschaften

starten. Seine Begeisterung

für den Laufsport verbindet

er mit großem Wissensdurst,

was die theoretischen Grundlagen

angeht. Er weiß, wie wir

gemeinsam an meinen Schwächen

arbeiten und meine Stärken

ausbauen – und gestaltet

dementsprechend meine individuellen

Trainingspläne.

Weil er bald zum zweiten Mal

Vater wird, konnte er weder in

Berlin noch in den Trainingslagern

dabei sein. Das war aber

kein Problem. Die beiden Höhentrainingslager

in Äthiopien

waren für mich eine großartige

Erfahrung. Es war ein bisschen

wie nach Hause kommen. Ich

habe sogar Freunde von früher

getroffen, die aus Eritrea nach

Äthiopien geflüchtet sind. Mich

in meiner Muttersprache unterhalten

zu können, war sehr

schön.

„Jetzt freue ich mich auf

den nächsten Marathon“

Nach dem Marathon in Sevilla

habe ich erstmal drei Wochen

lang weniger trainiert, bevor

dann wieder Wochen mit 170

Kilometern auf dem Programm

standen. Da das Wetter in der

Eifel nicht so gut war, bin ich

nach Monte Gordo in Portugal

geflogen. Dort habe ich Marathon-Europameister

Richard

Ringer und den belgischen

Top Läufer Simon Debognies

getroffen und mich auf den

GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON vorbereitet. Es hat

sich gelohnt. Und jetzt freue

ich mich auf meinen nächsten

Marathon, wahrscheinlich am

24. September in Berlin.

– 7 –


E V E N T- V I D E O

D A S

Inhalt

10 Die Höhepunkte

Das war der 42. GENERALI BERLINER

HALBMARATHON. Die 22 besten Bilder

vom Rennwochenende in der Hauptstadt.

52 Die Bilanz

Wer waren die Schnellsten? Wie hoch war

der Frauenanteil? Wie viele Über-80-Jährige

waren am Start? Wie viele Energie-Gels wurden

verteilt? Hier gibt‘s die Antworten.

62 An der Spitze

Britischer Rekord durch Eilish McColgan,

Topzeit für Sabastian Sawe und Bestzeiten

unter 62:00 Minuten für die Deutschen

Samuel Fitwi, Davor Aaron Bienenfeld und

Sebastian Hendl. Alle Storys zum Nachlesen.

84 Zu Gast bei Freunden

Über 27.000 Läuferinnen und Läufer erreichten

das Ziel hinter dem Brandenburger

Tor. Über ein Drittel davon kam aus dem

Ausland. Wir haben mit einigen Finishern gesprochen,

die so ihr Halbmarathon-Glück mit

dir in diesem Magazin teilen.

8


122 Was läuft als nächstes?

Frauenlauf, Teamstaffel, SwimRun, VeloCity und

dann die Generalprobe für den BMW BERLIN-

MARATHON: Der Überblick über die kommenden

Events im Frühling und Sommer 2023.

128 Das Rennen auf Inlineskates

Felix Rijhnen und Josie Hofmann sorgten wie im

Vorjahr für einen deutschen Doppelsieg im Profirennen

der Inliner.

140 Wer lief denn da?

Im Event-Magazin haben wir Dagmar Nöhring,

Lisa Migliorini und die Familie Taysi vorgestellt.

Hier liest du jetzt, wie der 42. GENERALI BERLI-

NER HALBMARATHON für sie gelaufen ist.

IMPRESSUM

Finisher-Magazin GENERALI BERLINER HALBMARATHON

Herausgeber

SCC EVENTS GmbH

Verantwortlich

Christian Jost, Jürgen Lock

Produktion

DLM RunMedia GmbH, Köln

Redaktion

Vincent Dornbusch, Jochen Schmitz,

Gerte Buchheit, Christian Ermert,

Jörg Wenig, Anja Herrlitz, Tom Rottenberg

Grafik

CNG sports & media GmbH, Köln

Fotos

Petko Beier, Vincent Dornbusch, Marvin Güngör,

Steffen Hartz, Annegret Hilse, Andreas Schwarz,

die sportografen, Sebastian Wells (OSTKREUZ),

Tilo Wiedensohler (camera4),

Jean-Marc Wiesner

9


Print on demand: Die Startnummern für den

GENERALI BERLINER HALBMARATHON werden

erst gedruckt, wenn die Teilnehmenden auf der

EXPO einchecken. Auch ein Aspekt von Nachhaltigkeit,

denn so spart man den Druck von Startnummern

für Teilnehmende, die zwar angemeldet

sind, aber nicht zum Lauf erscheinen.


M E H R

E X P O - F O T O S


Ein Lauf, der Generationen vereint: Das ist der

GENERALI BERLINER HALBMARATHON auch. Und

das Erinnerungsfoto auf der EXPO ist für alle Pflicht.




Maskottchen hautnah: Wenn Fridolin Flink und sein Kollege

von GENERALI die Kleinsten zum Bambinilauf begrüßen, ist

es auch egal, dass es auf dem Tempelhofer Feld in Strömen

regnet, als die Kinder starten.


Starttröte statt Pistole: Iris

Spranger ist Berliner Senatorin

für Inneres, Digitalisierung und

Sport. Sie schickte das Feld auf

die Strecke.



M E H R

L A U F - F O T O S


Wenn in Berlin der Frühling erwacht, ist es Zeit

für den GENERALI BERLINER HALBMARATHON.

Auch wenn die Temperaturen dieses Mal - wie

schon 2022 - nicht wirklich frühlingshaft waren

genoss man das Rennen vorbei an der Gedächtniskirche

und den vielen anderen Sehenswürdigkeiten

wie hier auf der Tauentzienstraße.

19


Die Stimmung, die das Publikum in Berlin entfacht,

ist immer etwas ganz Besonderes. Doch dieses Mal

war sie noch besser. Das berichteten jedenfalls viele

der Läuferinnen und Läufer, die regelmäßig beim

GENERALI BERLINER HALBMARATHON starten.



Klar. Im Ziel gab‘s erstmal alkoholfreies von Erdinger.

Aber viele freuten sich auch auf eins mit, um ihren Lauf

später gebührend zu feiern. Dit is Berlin ...



Ein Kostüm sorgt nicht nur

für Spaß und Aufmerksamkeit,

diesmal hielt es beim Inlineskaten

auch schön warm.


ISOTONISCH

VITAMINHALTIG

KALORIENREDUZIERT

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Wessen Herz vor diesem GENERALI

BERLINER HALBMARATHON noch

nicht fürs Laufen in der Hauptstadt

schlug, dürfte jetzt seine Liebe dafür

entdeckt haben.



Die schnellen Jungs gepacet

und dann noch Zeit und Kraft

für aufmunternde Gesten beim

Überholen: Respekt, Thorsten!


Einhörner beim Genusslaufen:

Beim GENERALI BERLINER

HALBMARATHON gehen

Spitzen- und Breitensport

eine perfekte Symbiose ein.


SCC EVENTS bedankt sich bei

seinen offiziellen Sponsoren

und Partnern für ihre

freundliche Unterstützung

Der Polizeipräsident in Berlin | Berliner Feuerwehr

Verlag Der Tagesspiegel GmbH | Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

ADAC Berlin-Brandenburg | Mall of Berlin | WWF Deutschland GmbH

Bezirksamt Mitte von Berlin

Berliner Tiefbauämter: Mitte-Tiergarten, Charlottenburg-Wilmersdorf,

Tempelhof-Schöneberg, Kreuzberg-Friedrichshain

Renault Retail Group Deutschland GmbH Niederlassung Berlin

Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co. KG

Senatsverwaltung für Inneres und Sport

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abt. III — Geoinformation

Special Olympics World Games Berlin 2023 Organizing Committee gGmbH

Berliner Leichtathletik Verband e.V. | alle Medien


Top-Stimmung am Checkpoint Charlie:

In der aktuellen Weltsituation ein noch

besonderer Moment, der zeigt, dass Friede

und Lebensfreude am Ende oft gewinnen.

Auf dieser Straße standen sich vor gut 60

Jahren amerikanische und sowjetische Panzer

gegenüber.



Ein Moment, der zeigt, wie viel Engagement von jedem Einzelnen

erforderlich ist, wenn ein Event wie der GENERALI BERLINER

HALBMARATHON für alle gelingen soll: Ein Mitarbeiter von SCC

EVENTS weist Siegerin Eilish McColgan den richtigen Weg ins

Ziel, damit sie den perfekten Siegerinnenmoment erlebt und

die hinter dem Ziel wartenden Fotografen den idealen Schuss

machen können, um dann das Bild um die Welt gehen zu lassen.




Philipp Pflieger hat in Berlin seine höchsten Hochs und tiefsten Tiefs

erlebt. 2015 qualifizierte er sich beim BMW BERLIN-MARATHON mit

2:12:50 Stunden für Olympia 2016 in Rio de Janeiro. Drei seiner vier

besten Halbmarathonzeiten hat er beim GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON gelaufen. Dazwischen lag aber auch ein schmerzvolles Aufgeben

beim Marathon 2017. Jetzt hat er mit dem emotionalen Lauf durch

Berlin als Mitglied des Marathon Teams Berlin seine leistungssportliche

Karriere beendet, nachdem er vergangenes Jahr zum ersten Mal Vater

geworden ist. Den Entschluss zum Karriereende verkündete er auf der

Pressekonferenz zwei Tage vor dem Rennen, das er in 66:50 finishte.


Für viele der größte Moment ihres Lauflebens:

Wenn das Brandenburger Tor durchquert ist,

sind es nur noch wenige Meter bis ins Ziel.




In Berlin wird auch besonders gefeiert, wer lange für die Strecke

braucht. Und mit der Unterstützung von Maskottchen Fridolin

Flink fallen die letzten Meter deutlich leichter.


Die Finisher-

Medaille um

den Hals, ein

Kuss und das

Brandenburger

Tor im Rücken.

Was kann

eigentlich

schöner sein?




Als Team ins Ziel: Die Kraft Runners aus Berlin

hatten besonders viel Spaß. Beim Laufen und

beim Feiern.


Einfach nur glücklich:

Finisher am Brandenburger Tor.



... und wer nach einem halben Marathon noch zu solchen

Luftsprüngen fähig ist, hat sicher schon wieder Lust auf

den nächsten großen Lauf. In Berlin gibt‘s genug davon,

wie ein Blick auf www.scc-events.com verrät.



Endlich auch wieder Halbmarathonparty: Nachdem

das Feiern in den vergangenen Corona-Jahren viel

zu kurz gekommen war, trafen sich Top-Athlet:innen

und Hobbyläufer:innen diesmal am Sonntagabend

wieder zur Party. Im Festsaal Kreuzberg begrüßte

Moderator Dr. Karsten Holland die Sieger:innen und

Platzierten auf der Bühne.



DIE BILANZ DER 42. AUFLAGE

Festtag

fürs

Laufen


Der GENERALI BERLINER HALBMARATHON ist wieder so groß wie vor

Corona. Und so international wie nie zuvor. 35.515 Athletinnen und Athleten

aus 131 Nationen hatten für die 42. Auflage gemeldet und machten aus den

21,0975 Kilometern durch die Hauptstadt ein einziges Fest.


Friedlich.

Völkerverbindend.

Nachhaltig.

Es war ein Fest. Insgesamt

35.515 Athlet:innen aus 131

Nationen hatten für den 42.

GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON gemeldet. Darunter

waren 34.458 Läufer über die

21,0975-Kilometer-Distanz, von

denen schließlich 26.098 das

Ziel erreichten. Der Anteil der

Frauen war mit rund 40 Prozent

so hoch wie noch nie. Es war

großartig. Die glücklichen Gesichter

im Ziel und auf der Strecke

werden alle, die dabei waren,

noch lange in Erinnerung behalten.

Gemeinsam wurde ein wunderbares

Zeichen für ein friedliches

und völkerverbindendes

Miteinander gesetzt. Beim

GENERALI BERLINER HALB-

– 54 –


Zielgenau sorgten die Teilnehmenden an Verpflegungspukt 3 dafür, dass die

neuen Mehrwegbecher wieder verwendet werden konnten. 45.000 davon

kamen zum Einsatz.

MARATHON stehen Spitzen- und

Breitensport immer gleichermaßen

im Mittelpunkt. „Es ist uns

ein entscheidendes Anliegen,

Menschen zu mehr Bewegung

und damit zu einem nachhaltigen

Lebensstil zu motivieren“,

sagte Jürgen Lock, Geschäftsführer

bei SCC EVENTS. Nachhaltigkeit

lag auch bei der Planung

und Umsetzung der Events

im Fokus der Organisatoren

von SCC EVENTS. Hier spielte

die Kooperation mit dem WWF

eine wichtige Rolle. Es wurde

in diesem Jahr erfolgreich ein

neuer Mehrwegbecher während

des Rennens getestet. Und gemeinsam

mit der Berliner Stadtmission

setzte SCC EVENTS

– 55 –


Auf der EXPO wurden jede Menge gebrauchte, aber noch brauchbare Laufschuhe

gesammelt, damit die Berliner Stadtmission damit Bedürftigen helfen kann.

Impulse für ein nachhaltiges,

soziales Miteinander. Gepflegte,

nicht mehr benötigte Sportschuhe

konnten auf der EXPO

des GENERALI BERLINER

HALBMARATHON am GREEN

LINE-Stand abgegeben werden.

Kleidungsstücke wurden in den

Startblöcken vor dem Rennen

gespendet. Stadtmissionsdirektor

Dr. Christian Ceconi erklärt

dazu: „Wir von der Berliner

Stadtmission kümmern uns um

Obdach- und Wohnungslose, die

auf den Straßen der Hauptstadt

zuhause sind. Täglich kommen

mehr als 130 Bedürftige in unsere

Kleiderkammer, um sich

dort kostenlos mit Jogginghosen,

Kapuzenjacken, Hoodies

und Laufschuhen einzukleiden.

Deshalb benötigen wir ständig

Nachschub. Dass wir im Startbereich

Kleidung einsammeln

dürfen, ist ein Segen für die

Bedürftigen dieser Stadt: Denn

noch Tage später können sie

sich bei der Berliner Stadtmission

wunderbare Anziehsachen

aus dieser gemeinsamen Aktion

abholen. Wir danken SCC

EVENTS für die Unterstützung.“

– 56 –


Die TITANIC Hotels strahlen durch individuelle, durchdachte Konzepte, Umweltfreundlichkeit

und moderne Architektur. In allen Hotels werden Ihnen ausgewählte Geschmackserlebnisse

der Weltküche, sowie Serviceleistungen geboten.

The TITANIC hotels stole through individual, thoughtful concepts, environmental friendliness

and modern architecture. In all hotels you will be offered selected taste

experiences of world cuisine, as well as services.

#onlyintitanic

titanic-hotels.com


35

Kubikmeter gebrauchte

Kleidung, mit der sich die

Teilnehmenden vor dem Start

warmgehalten hatten, wurden

eingesammelt, um sie an Bedürftige

weiterzugeben. Das ist

ein ganzer Container voll, der

von Mitarbeitenden der

Stadtmission sortiert

wurde.

K L E I D E R S A M M L U N G

0

P R O G R A M M H E F T E

Um Papier zu

vermeiden, gab‘s das

Magazin zum Event

ausschließlich digital.

Mit Erfolg:

Über 30.000 haben

es gelesen.

E N E R G I E PA K E T E

36.000

Energie-Gels der

Marke Gel 100 von

Maurten wurden

unterwegs

verzehrt.


24

Teilnehmende am

GENERALI BERLINER

HALBMARATHON waren

über 80 Jahre alt. Sie

erreichten das Ziel

mit Zeiten zwischen

2:15 und 3:27

Stunden.

M A S T E R C L A S S

Titelsponsor Generali bewegt Deutschland:

Das Motto des Versicherungskonzerns wurde

auf der EXPO in die Tat umgesetzt, indem

ein Übungsprogramm angeboten wurde,

das von den Teilnehmenden begeistert

angenommen wurde - sogar ohne

Sportbekleidung.

W E N

I G E R

B E C H E R

22,5

Prozent weniger

Trinkbecher aus recyceltem

PET wurden im Vergleich zu

2022 benötigt, um alle mit

Wasser zu versorgen.

Und das obwohl deutlich

mehr Menschen

mitliefen.


Fridolin Flink

heißt das

Maskottchen von

Halbmarathon-

Organisator

SCC EVENTS.

Das Wiesel

kümmerte sich

im Ziel rührend

um viele Finisher.

Und von den

hießen zwei

genauso wie

das Maskottchen:

Fridolin. Beide

finishten kurz

hintereinander

unter den ersten

5000 in 1:40:25

und 1:41:10.

Top Ten der Nationen*

Land

Prozent

Deutschland 64,7

Dänemark 7,2

Großbritannien 2,7

Polen 2,6

Niederlande 2,3

Norwegen 2,0

Frankreich 1,9

Spanien 1,6

Italien 1,6

Irland 1,3

*) nach dem prozentualen Anteil

an der Gesamt-Anmelde-Zahl

Insgesamt verzeichnete der 42. GENERALI BERLINER HALBMARATHON in den

verschiedenen Wettbewerben 27.813 gestartete Teilnehmende aus 131 Nationen.

Internationaler war das Rennen noch nie. Ins Ziel kamen schließlich 27.613. Die

größte Gruppe ausländischer Starter:innen stellten wieder mal die Dänen mit einem

Anteil von 7,2 Prozent am ganzen Feld.

Die schnellsten Frauen in Berlin

Die schnellsten Männer in Berlin

Zeit Läuferin Land Jahr Zeit Läufer Land Jahr

65:02 Sheila Kiprotich Chepkirui KEN 2022 58:42 Eric Kiptanui KEN 2018

65:15 Joyciline Jepkosgei KEN 2021 58:55 Alex Kibet KEN 2022

65:21 Nancy Meto KEN 2021 58:56 Patrick Makau KEN 2007

65:43 Eilish McColgan GBR 2023 58:57 Felix Kipkoech KEN 2021

65:45 Sifan Hassan NED 2019 59:00 Sabastian Sawe KEN 2023

65:50 Joyce Chepkemoi KEN 2022 59:07 Paul Kosgei KEN 2006

66:13 Tsigie Gebreselama ETH 2023 59:11 Alex Kibet KEN 2023

66:13 Yalemget Yaregal ETH 2023 59:14 Dennis Kimetto KEN 2012

66:34 Irene Kimais KEN 2022– 6059:14 –

Leonard Komon KEN 2014

66:48 Viola Chepngeno KEN 2022 59:14 Abraham Cheroben KEN 2014


T E N D E N Z :

S T E I G E N D

40

Prozent der

Teilnehmenden sind

mittlerweile Frauen.

Und es werden immer

mehr, wie der Trend

aus den USA schon

zeigt.

DIVERSITY

Unter den 27.613

Finishern beim

GENERALI BERLINER

HALBMARATHON

war auch ein offizieller

„Gesandter“ des

LSVD, des Lesben- und

Schwulenverbandes

Berlin-Brandenburg:

Noah Heckhoff setzte

bei seinem ersten

Halbmarathon ein

Zeichen für Diversität.

Und so hat der

26-Jährige den Lauf

durch Berlin erlebt:

„Als ich Sonntag früh zum Startgebiet radelte, schwappte mir schon die erste Läuferwelle entgegen. Trotz

der Kälte stieg meine Vorfreude. Nach ein paar Umwegen klappten Check-in und Kleiderbeutelabgabe ganz

entspannt und ich landete rechtzeitig in meinem Startblock G. Die ersten zehn Kilometer liefen wie von

selbst, am Schloss Charlottenburg lief ich direkt durch meine Nachbarschaft. Nach einem kleinen Hänger auf

dem Ku‘Damm hatte ich ab Kilometer 15 den zweiten Wind. Ich hätte nie erwartet, dass so viele Bands und

Publikum an der Strecke sind. Das war sehr motivierend. Vor allem in Mitte hat sich Berlin von seiner besten

Seite gezeigt. Eine Megastimmung, total begeisternd! Meine Premiere hat Lust auf Wiederholung gemacht.

Meinen Rücken und die Beine spürte ich schon ein bisschen. Nach dem ganzen herrlichen Trubel war Erholung

und Feiern angesagt. Erst relaxte ich auf dem Sofa, abends traf ich mich mit guten Freunden zum Rückblick

auf den Tag und leckerem Essen.“


DIE ELITERENNEN


Ein Rekord

und viele

Topzeiten

Eilish McColgan hat mit einer britischen

Rekordzeit von 65:43 Minuten den

GENERALI BERLINER HALBMARATHON

gewonnen. Bei den Männern setzte sich

der Kenianer Sabastian Sawe in 59:00

Minuten durch.

Texte: Jörg Wenig


Gratulation nach einem hervorragenden

Rennen: Race Director Mark Milde empfängt

Siegerin Eilish McColgan im Ziel.

– 64 –


Hochklassige Resultate produzierte

der GENERALI BER-

LINER HALBMARATHON: Eilish

McColgan gewann das Rennen

mit einer britischen Rekordzeit

und einer europäischen Jahresbestzeit

von 65:43 Minuten. Damit

verbesserte die 32-jährige Schottin

ihre eigene nationale Bestzeit

von 66:26 Minuten deutlich und

wurde in Berlin trotz windiger und

kalter Wetterbedingungen zur

viertschnellsten europäischen

Läuferin aller Zeiten. Genauso

international hochklassig war die

Siegzeit bei den Männern: Der

28-jährige Kenianer Sabastian

Sawe siegte in 59:00 Minuten und

erzielte damit die sechstschnellste

Zeit weltweit in diesem Jahr.

Gemessen an den beiden Siegzeiten

war es das drittbeste Rennen

in der Geschichte des GENERALI

BERLINER HALBMARATHON.

Beste deutsche Athleten waren

Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier)

als Neunter in 61:44 Minuten und

Deborah Schöneborn (Marathon

Team Berlin), die als Zwölfte nach

72:12 Minuten im Ziel am Brandenburger

Tor war.

Auch was die etwas breitere

Spitze anging, produzierte der

GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON bemerkenswerte

Ergebnisse. Gleich 34 Männer

liefen Zeiten von unter 65:00 Minuten

und erstmals blieben über

100 Athleten unter 70:00 Minuten

(104). Auch bei den Frauen

gab es in dieser Hinsicht neue

Bestmarken: 25 Athletinnen erreichten

unter 1:15 Stunden das

Ziel und sogar 67 Läuferinnen

blieben unter 1:20 Stunden. Das

zeigt aber auch, dass sich die

leistungsfördernden Carbon-

Laufschuhe immer stärker auch

bei den Ergebnissen jener Athletinnen

und Athleten bemerkbar

machen, die nicht zur Elite-Gruppe

zählen.

– 65 –


DAS RENNEN DER FRAUEN

Die Top Ten bei den Frauen

Platz Läuferin Land Zeit

1. Eilish McColgan GBR 65:43

2. Tsigie Gebreselama ETH 66:13

3. Yalemget Yaregal ETH 66:27

4. Samantha Harrison GBR 67:17

5. Ludwina Chepngetich KEN 68:20

6. Calli Thackery GBR 69:01

7. Valeriia Zinenko UKR 70:28

8. Faith Kimutai KEN 71:03

9. Carolina Wikström SWE 71:07

10. Marta Galimany ESP 71:47


McColgan

mit bester

Renneinteilung

Es war die äthiopische Crosslauf-Vize-Weltmeisterin

Tsigie

Gebreselama, die vom Start

weg auf das Tempo drückte und

sich kurz nach der 5-Kilometer-

Marke von Eilish McColgan und

Yalemget Yaregal absetzte. Ihre

sehr schnelle 10-Kilometer-Zwischenzeit

von 30:44 Minuten

deutete auf einen Streckenrekord

von deutlich unter 65 Minuten

hin. Doch in der zweiten

Hälfte konnte die 22-Jährige, die

noch wenige Tage vor dem Start

an einer fiebrigen Erkältung gelitten

hatte, dieses Tempo nicht

halten. Ab Kilometer 15 (46:24

min) rückte der Streckenrekord

von 65:02 Minuten zunehmend

außer Reichweite.

Währenddessen holte Eilish

McColgan einen Rückstand von

knapp 20 Sekunden auf und zog

schließlich rund vier Kilometer

vor dem Ziel an ihrer Konkurrentin

vorbei. Mit 65:43 Minuten

erreichte die Schottin die viertschnellste

je in Berlin gelaufene

Zeit. Und sie hatte am Ende

einen deutlichen Vorsprung auf

die zweitplatzierte Tsigie Gebreselama,

die nach 66:13 Minuten

ins Ziel lief. „Ich freue mich über

meinen zweiten Platz. Unter die-

– 67 –


sen Umständen – mit der Erkrankung

im Vorfeld und dem Wind

während des Rennens – kann

ich sehr zufrieden sein“, sagte

Tsigie Gebreselama, die vor ihrer

Landsfrau Yalemget Yaregal

(66:27 min) ins Ziel lief.

„Kühle Temperaturen und Wind,

das bin ich gewohnt“, sagte Eilish

McColgan, die als erste britische

Frau Deutschlands größten

Halbmarathon gewann. „Ich bin

noch nie so schnell angelaufen

und bei 10 Kilometern dachte

ich: Oh, das wird jetzt schwierig.

Aber dann lief es abgesehen

vom letzten Kilometer, als meine

Muskulatur im Oberschenkel

verkrampfte, gut.“

Deborah Schöneborn

schnellste Deutsche

Im Rennen um die Position der

schnellsten deutschen Läuferin

hatte zunächst Laura Hottenrott

(PSV Grün-Weiß Kassel) die

Führungsposition übernommen.

Doch bald nach der 10-Kilometer-Marke

ging sie aus dem Rennen.

Auch Laura Hottenrott litt

im Vorfeld des Rennens unter

einer Erkältung. So war der Weg

frei für Deborah Schöneborn.

Obwohl auch ihre Vorbereitung

auf den GENERALI BERLINER

HALBMARAHTON alles andere

als reibungslos verlaufen war,

lief die Berlinerin ein gleichmäßiges

Rennen und wurde am Ende

Zwölfte in 72:12 Minuten.

„Aufgrund eines Hüft-Problems

in der Vorbereitung wusste ich

nicht wo ich stehe. Deswegen

bin ich sehr zufrieden mit meinem

Rennen“, sagte Deborah

Schöneborn, die nun nach einer

Pause einen Neuaufbau startet

und sich dann langfristig auf den

BMW BERLIN-MARATHON am

24. September vorbereiten will.

Die Nachwuchs-Hoffnung im Marathon

Team Berlin, Blanka Dörfel,

lief bei ihrem ersten Rennen

in diesem Jahr auf Platz 20. Die

20-Jährige war nach 73:13 Minuten

im Ziel. Lisa Hahner (Marathon

Team Berlin) kam nicht ins

Ziel.

– 68 –


Halbmarathon-Bestmarken

MÄNNER-REKORDE

Streckenrekord

58:42 Eric Kiptanui (KEN) 2018

Weltrekord

gratuliert allen Läufer*innen

57:32 Jacob Kiplimo (UGA)

Lissabon/POR (2021)

zur Teilnahme am großen:

Europarekord

59:13 Julien Wanders (SUI)

Ras Al Khaimah/UAE (2019)

Deutscher Rekord

1:00:09 Amanal Petros (TV Wattenscheid)

Valencia (2021)

Berliner Rekord

1:01:50 Rainer Wachenbrunner (SC Berlin)

Berlin (1992)

FRAUEN-REKORDE

Streckenrekord

1:05:16 Joyciline Jepkosgei (KEN) 2021

Weltrekord

1:02:52 Letesenbet Gidey (ETH)

Valencia (2021)

Europarekord

1:05:15 Sifan Hassan (NED)

Kopenhagen/DEN (2018)

Deutscher Rekord

1:05:18 Melat Kejeta (Laufteam Kassel)

Gdynia/POL (2020)

Berliner Rekord

1:07:58 Uta Pippig (SCC Berlin)

Kyoto/JPN (1995)

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Amanal Petros will

als erster Deutscher

den Halbmarathon

unter einer Stunde

laufen.

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© Norbert Wilhelmi


DAS RENNEN DER MÄNNER

Sabastian Sawe

(rechts) war als Favorit

ins Ziel gegangen,

sorgte für ein hohes

Tempo und wurde mit

dem Sieg belohnt.

– 70 –


Ein Favoritensieg

und drei

schnelle Deutsche

– 71 –

Die Männer liefen an der Spitze

von Beginn an ein sehr

schnelles Rennen. Zwischenzeiten

von 13:52 und 27:56 Minuten

bei 5 beziehungsweise

10 Kilometern deuteten darauf

hin, dass der sehr hochkarätige

Streckenrekord von 58:42 Minuten

in Gefahr geraten könnte.

Doch in der zweiten Rennhälfte

wurde es bei Gegenwind in der

Kälte immer schwieriger, die nötigen

Sekunden gutzumachen.

Am Ende reichte es nicht ganz

für den Streckenrekord, aber

das Publikum sah ein spannendes

Rennen. Dabei war es

immer wieder Sabastian Sawe,

der auf das Tempo drückte.

Nach und nach konnten seine

schärfsten Konkurrenten nicht

mehr Schritt halten mit dem

Kenianer, der mit einer Bestzeit

von 58:02 Minuten ins Rennen

gegangen war. Philemon Kiplimo

(Kenia) fiel kurz nach der

10-Kilometer-Marke zurück,

dann konnte der in der Schweiz

lebende Dominic Lobalu (Süd-

Sudan) nicht mehr Schritt halten.

Und nach 17 Kilometern war

auch der eigentlich nur als Tem-

© imago images/Camera4


pomacher verpflichtete Bravin

Kiprop (Kenia) geschlagen.

Jetzt hing lediglich noch der

Titelverteidiger Alex Kibet (Kenia)

an den Fersen von Sabastian

Sawe. Gut einen Kilometer

vor dem Ziel fiel aber auch er

zurück. „Ich wollte unbedingt

eine gute Zeit laufen und fühlte

mich stark. Deswegen habe ich

auf das Tempo gedrückt“, sagte

Sabastian Sawe, der auf der

Startliste der schnellste Läufer

war.

Fünftbeste je in Berlin

gelaufene Zeit

Mit 59:00 Minuten erreichte

Sabastian Sawe die fünftbeste

je beim GENERALI BERLINER

HALBMARATHON gelaufene

Zeit. Er triumphierte vor Alex

Kibet (59:11) und Bravin Kiprop

(59:22).

Unmittelbar nach dem Start

hatte sich eine starke deutsche

Gruppe gebildet, die die 5-Kilometer-Marke

nach 14:32 Minuten

passierte. Damit liefen die

Athleten ein Tempo, das auf

eine Zeit von 61:20 Minuten hindeutete.

Drei Deutsche unter

62 Minuten im Ziel

Während Johannes Motschmann

(Marathon Team

Berlin), der zuvor unter einer

Erkältung gelitten hatte, bald

zurückfiel und das Rennen nach

der 10-Kilometer-Marke vorzeitig

beendete, blieben die anderen

drei, Davor Aaron Bienenfeld

(SSC Hanau-Rodenbach),

Sebastian Hendel (LG Braunschweig)

und Samuel Fitwi (Silvesterlauf

Trier), zusammen.

Zwar konnten sie das Tempo

im Wind auf der zweiten Hälfte

auch nicht mehr halten (15 km

passierten sie nach 43:55 min),

doch es entwickelte sich ein

spannender Kampf um die Position

des besten deutschen Läufers.

Dabei setzte sich schließlich

Samuel Fitwi mit 61:44

Minuten als Neunter durch. Unmittelbar

hinter ihm folgten auf

– 72 –


den Plätzen zehn und elf Davor

Aaron Bienenfeld, der sehr viel

Tempoarbeit geleistet hatte,

und Sebastian Hendel, die mit

61:51 und 61:52 Minuten erstmals

unter 62:00 Minuten liefen.

Alle drei erreichten somit

persönliche Bestzeiten. „Wir

haben uns gegenseitig unterstützt

während des Rennens“,

sagte Samuel Fitwi, der in Berlin

zum zehntschnellsten deutschen

Halbmarathon-Läufer

aller Zeiten wurde.

© Norbert Wilhelmi

Die Top Ten bei den Männern

Vorjahressieger Alex Kibet kam diesmal als

Zweiter ins Ziel am Brandenburger Tor.

Platz Läufer Land Zeit

1. Sabastian Sawe KEN 59:00

2. Alex Kibet KEN 59:11

3. Bravin Kiprop KEN 59:22

4. Dominic Lobalu SSD 60:17

5. Zerei Mezngi NOR 60:39

6. Philemon Kiplimo KEN 60:57

7. Samuel Barata POR 61:40

8. Charles Wanjiku KEN 61:42

9. Samuel Fitwi GER 61:44

10. Davor Aaron Bienenfeld GER 61:51


DIE DEUTSCHEN

DREI STARKE LEISTUNGEN

Top-Trio


In Deutschland gab es bisher nur

einen Halbmarathon, bei dem

mehr nationale Athleten unter

der Marke von 62:00 Minuten

blieben: 2021 in Dresden waren

es vier. Samuel Fitwi (Silvesterlauf

Trier) lief in Berlin auf Platz

neun, steigerte sich auf 61:44

und belegt damit in der Liste der

schnellsten deutschen Halbmarathon-Läufer

aller Zeiten Rang

zehn. Davor Aaron Bienenfeld

(SSC Hanau-Rodenbach) wurde

Zehnter in 61:51 und schob sich

in der ewigen Liste auf Rang 13.

Platz 14 nimmt hier nun Sebastian

Hendel (LG Braunschweig)

ein, der sich auf 61:52 verbesserte

und damit in Berlin Elfter

wurde.

Drei deutsche Läufer rannten beim GENERALI BERLINER

HALBMARATHON Bestzeiten von unter 62:00 Minuten.

Das gab es in der Geschichte des Rennens noch nie.


DIE DEUTSCHEN

SAMUEL FITWI


Nächster Halt

BMW BERLIN-

MARATHON

Der 27-jährige Samuel Fitwi,

der aus Eritrea stammt und

seit 2018 die deutsche Staatsbürgerschaft

besitzt, lief zunächst

hauptsächlich über die

Bahn-Langstrecken und startete

bei Crossrennen. 2018 war er

bei den Crosslauf-Europameisterschaften

Zweiter im Rennen

der unter 23-Jährigen, ein Jahr

später bei dieser EM Fünfter im

Männerrennen. Im vergangenen

Sommer belegte Samuel

Fitwi Rang neun im 10.000-m-

Finale bei den Europameisterschaften

in München.

Für einen ersten Achtungserfolg

auf der Straße sorgte

Samuel Fitwi im Februar 2021:

In Monaco lief er über fünf Kilometer

die deutsche Bestzeit

von 13:32 Minuten, die später

von Richard Ringer eingestellt

wurde. Bei seinem

Marathon-Debüt blieb er im Februar

dieses Jahres in Sevilla

mit 2:12:14 Stunden sicherlich

noch unter seinen Möglichkeiten.

Sein nächstes großes Ziel

auf der Straße ist nun der BMW

BERLIN-MARATHON am 24.

September.

Samuel Fitwi Sibhatu flüchtete

als 17-Jähriger unter abenteuerlichen

Umständen aus Eritrea.

Über das Mittelmeer gelangte

er nach Italien und schließlich

nach Köln. Heute lebt er in Gerolstein

(Rheinland-Pfalz). Während

der ersten Jahre seiner

Karriere arbeitete Samuel Fitwi

Sibhatu parallel als Maler.

– 77 –


DIE DEUTSCHEN

DAVOR AARON BIENENFELD


Von Oregon ins

Rampenlicht

Davor Aaron Bienenfeld war

der Mann in dem deutschen

Trio, der immer wieder Tempoarbeit

leistete. Ohne seine Initiative

hätte es vielleicht nicht

für Zeiten von unter 62:00 Minuten

gereicht. „Eine Zeit unter

62 Minuten war trotz der Kälte

und der windigen Bedingungen

im zweiten Rennabschnitt das

Minimalziel“, sagte der 25-Jährige,

der sich nun zunächst wieder

auf die Bahnlangstrecken

(5.000 und 10.000 m) konzentrieren

wird. Im vergangenen

Jahr startete er bereits bei

den Europameisterschaften

in München und belegte über

5.000 Meter Platz 20. In diesem

Sommer finden im August

die Weltmeisterschaften in Budapest

statt. Hier wird es aber

nicht leicht, die Qualifikation zu

schaffen. „Die Halbmarathon-

WM Ende September könnte

dann ein Ziel sein“, sagte Aaron

Bienenfeld, dessen Leistung

beim GENERALI BERLINER

HALBMARATHON sicherlich für

die Nominierung ausreichen

sollte. Aaron Bienenfeld blieb

lange Zeit in Deutschland sozusagen

unter dem Radar, denn

er lebt seit Anfang 2018 hauptsächlich

in den USA. Der Läufer

aus Frankfurt am Main hatte ein

Laufsport-Stipendium erhalten

und studierte fortan Marketing

an der Universität Cincinnati

und später in Oregon, einem

Mekka des US-Langstreckenlaufes.

Daher lief er das Gros

seiner Rennen während der

letzten Jahre in den USA, wo

er sich kontinuierlich entwickelte.

Zurzeit wohnt er noch in

Oregon, wo er im vergangenen

Jahr die Leichtathletik-Weltmeisterschaften

als Zuschauer

verfolgte.

– 79 –


DIE DEUTSCHEN

SEBASTIAN HENDEL


Spontan zur

Top-Zeit gerannt

Kurzfristig entschloss sich

Sebastian Hendel vor dem

Start des GENERALI BERLINER

HALBMARATHON, sich der

schnellen deutschen Männer-

Gruppe anzuschließen. „Eigentlich

wollte ich etwas langsamer

anlaufen, zumal ich in

der vergangenen Woche noch

Probleme mit der Oberschenkel-Muskulatur

hatte“, erzählte

Sebastian Hendel. Der Mut zahlte

sich aus, wobei der 27-Jährige

ausdrücklich die Tempoarbeit

von Davor Aaron Bienenfeld lobte.

„Wenn er sich nicht so um die

Pace bemüht hätte, wären wir

heute nicht unter 62 Minuten

gelaufen. Ich bin rundum zufrieden.“

Sebastian Hendel plant

Schritt für Schritt, um sein großes

Ziel zu erreichen: den Marathon-Start

bei den Olympischen

Spielen 2024 in Paris. Bei seinem

Marathon-Debüt in München im

vergangenen Oktober hatte er

als Vierter mit 2:10:37 Stunden

überzeugt. Nach seinem guten

Rennen in Berlin wird Sebastian

Hendel nun beim Vienna City

Marathon am 23. April starten.

Eine Zeit unter 2: 10 Stunden

wäre sicherlich der nächste

Schritt, um danach dann

die Olympia-Norm von 2:08:10

Stunden anzugreifen. Sebastian

Hendel lebt und trainiert gemeinsam

mit seiner Frau Kristina

in Reichenbach im Vogtland,

nicht weit weg von der tschechischen

Grenze. Kristina Hendel,

die aus Kroatien stammt,

hat eine Marathon-Bestzeit von

2:27:29 und gehörte im vergangenen

Sommer bei der EM zum

deutschen Marathon-Team, das

die Europa-Cup-Wertung gewann.

Das Traumziel der beiden

ist ein gemeinsamer Marathon-

Olympiastart in Paris 2024.

– 81 –



REGISTRIEREN

Mach‘s

nochmal!

Hier geht‘s ab dem 13. April 2023

zur Registrierung für den

43. GENERALI BERLINER HALBMARATHON

am 7. April 2024

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83


Die Welt

zu Gast

bei Freunden


Die Läuferinnen und Läufer, die als Erste

das Ziel erreichen, kennt nach dem GENERALI

BERLINER HALBMARATHON die ganze Welt.

Aber bei jedem Lauf gibt es so viele Siegerinnen

und Sieger mehr – auch wenn sie nicht die

Schnellsten sind. Wir haben einige von ihnen

im Ziel getroffen und uns von ihren Emotionen

begeistern lassen.

Texte: Christian Ermert, Anja Herrlitz Fotos: Andreas Schwarz

Janina, Elischeva, Michele und Janine kommen aus

Basel in der Schweiz und sind Freundinnen. Es war

nicht ihr erster Start beim GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON – aber sie konnten ihn dieses Mal viel mehr

genießen, weil sie nicht mehr so nervös waren wie beim

ersten Mal. Und das nächste Ziel steht bereits fest: Der

volle Marathon.


Maria, Sarah und Alberte sind Wiederholungstäterinnen. Die drei Däninnen, die

zusammen in einem Laufclub in Aarhus trainieren, sind im vergangenen Jahr bereits

beim GENERALI BERLINER HALBMARATHON am Start gewesen. „Jetzt ist es

schon eine kleine Tradition für uns!“ Wetter, Zuschauer, Strecke – die drei hatten

nichts zu meckern, nur einen kleinen Wunsch: noch mehr Musik an der Strecke.

– 86 –


Stefan und Elsa kommen aus Berlin Weißensee und sind als Vater-Tochter-Duo

in Berlin am Start gewesen. Auf den letzten Kilometern hat sie auch noch Elsas

Neffe begleitet. Der Glasbläser und die Physiotherapeutin laufen regelmäßig für

Ärzte ohne Grenzen und sind stolz, dass sie die Organisation mit ihren Spenden

unterstützen können. Gerade in Zeiten wie diesen, mit Kriegen und Unruhen, sei

das wichtig.

– 87 –


Anna kommt aus Kiew in der Ukraine, lebt aber schon seit mehr als zehn

Jahren in Berlin. Dort ist sie nun zum ersten Mal einen Halbmarathon gelaufen.

„Bei 18 Kilometern war es hart – alles andere war wirklich okay“, meinte sie. „Die

Stimmung war supergut. Noch ein bisschen mehr Musik an der Strecke und es ist

perfekt.“ Das Wetter war für sie okay, auch wenn es kalt und windig war. „Ich laufe

lieber im Winter als im Sommer.“ Die Existenzgründungs-Beraterin hatte ihr eigenes

Getränk dabei, damit sie an den Verpflegungsstellen nicht stoppen musste.

– 88 –


Arie war in der Vergangenheit nicht nur Israelischer Meister, 1984 startete er

sogar über 10.000 Meter bei den Olympischen Spielen in Los Angeles. Mit dem

Laufen hat er nie aufgehört – noch heute rennt er 80 bis 90 Kilometer in der Woche.

Er lebt in Israel in der Nähe von Tel Aviv und arbeitet dort als Trainer und für

den Israelischen Leichtathletik-Verband. Im vergangenen Jahr war er auch schon

in Berlin am Start und hat die Wertung der Altersklasse M65 gewonnen, und dieses

Jahr war er in 1:26:11 Stunden wieder der Schnellste seines Alters.

– 89 –


Nachdem Bekannte von Miles den GENERALI BERLINER HALBMARATHON

gelaufen waren, hat er sich gedacht: Komm, machste mal mit. Er hat es nicht

bereut. „Ich bin zwar komplett durch, aber es war eine super Atmosphäre, hat richtig

Spaß gemacht. Nächstes Mal bin ich auf jeden Fall wieder dabei.“ Zweimal pro

Woche hat er versucht in der Vorbereitung zu laufen, auch wenn es nicht immer

funktioniert hat. Und an seiner Ernährung hat er auch geschraubt. „Aber jetzt

freue ich mich darauf, richtig zu essen, ohne zu maßregeln.“

– 90 –


Die beiden Berliner Dragan und Rhyan wollten eigentlich 1:40 Stunden laufen,

haben ihr Ziel aber um eine Minute verpasst. Ein paar Kurven und der Wind

haben sie Kraft gekostet. „Aber wir sind trotzdem happy.“ Beide haben die Stimmung

an der Strecke genossen. „Vor allem wenn man bei den Musikern vorbeiläuft,

macht es so richtig Spaß.“ Der Vertriebschef und der Selbständige trainieren zwar

nicht zusammen, stimmen ihr Training aber ab. So sind sie bereits Rennen in Berlin

oder auch Paris schon zusammen gelaufen.

– 91 –


Seine Halbmarathon-Premiere hat David im vergangenen Jahr in Kopenhagen

gefeiert. Seinen zweiten Lauf über die 21, 0975 Kilometer hat der gebürtige Kolumbianer

nun in Berlin absolviert, wo er mittlerweile lebt. „Es war heute einfach

unglaublich, wundervoll. Vor allem die letzten Kilometer. Wenn die Leute dich anfeuern,

gibt dir das so viel Energie.“ In Berlin trainiert er mit einer Laufcrew – dem

FPC, Fresh Patterns Collective. „Wir haben einen super Vibe.“

– 92 –


Ob die Bärte von Neil und Stephen wohl atmungsaktiv sind? Die beiden Nord-

Iren sind Teil einer Laufgruppe, die sich „The Forrest Gumps“ nennt. In Belfast, Paris,

München, Mailand und jetzt Berlin waren die beiden schon zusammen am Start.

„Es war brillant heute, eine wunderbare Strecke. Und die Zuschauer waren einfach

fantastisch.“ Füße hochlegen war für die beiden nicht angesagt: „Am Montag

schauen wir uns noch den Reichstag an und machen ein bisschen Sightseeing.“

– 93 –


Eva und Tine aus Trier haben sich in Berlin ein Mädels-Wochenende gegönnt:

Shoppen, Sekt trinken und zur Krönung einen Halbmarathon laufen. „Ich glaube

wir sind 21 Kilometer durch die Stadt geshoppt am Samstag“, meinte Tine. Es

schien eine gute Vorbereitung gewesen zu sein, denn die beiden liefen 1:34:13 bzw.

1:34:14 Stunden – Bestzeit für Eva.

– 94 –


Fee, Engel, Schmetterling? Was John mit seinen Flügeln darstellt, sollen die Zuschauer

selbst entscheiden. Der Ire will sie einfach zum Lachen bringen. In Berlin

war er mit der Britin Ellie am Start – beide wohnen schon lange in Berlin. Die

Übersetzerin Ellie war 2019 das letzte Mal in Berlin am Start, „ich fand es heute

noch besser.“

– 95 –


„Einfach geil!“ So lautete das Fazit der Berliner Heiko und Rico nach dem

Lauf. „Es ging mit nicht so gutem Wetter los, aber als die Sonne rauskam war es

herrlich. Und jetzt ist es einfach nur genial. Und im Ziel ist man ja sowieso immer

nur glücklich. Die Stimmung war super, vor allem die Trommeln, die geben einem

immer einen richtigen Schub.“ Beide sind schon öfter Halbmarathon gelaufen, haben

wegen der Corona-Pandemie aber eine Pause eingelegt.

– 96 –


Achtung, Kuh auf der Laufstrecke! Jörg trägt bei jedem Lauf ein anderes Kostüm.

„Das soll hier doch alles Freude machen. Es geht nicht nur um Sport“, meint

der Stralsunder, der bereits zum dritten Mal beim GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON am Start war. Wenn er gerade nicht läuft, arbeitet er im Atomkraftwerk

Essenbach bei München und demontiert dort alles.

– 97 –


Jonas aus Schweden wurde bei seinem Lauf durch Berlins Straßen von seiner

Tochter begleitet. Ein Bild der Kleinen, die im vergangenen Jahr im Mai an Krebs

gestorben ist, prangte auf seinem T-Shirt. „Ich laufe für sie. Und sie hat mir heute

geholfen, dieses Rennen zu schaffen“, erzählte der Koch eines Kindergartens in

der Nähe von Stockholm. „Ich bin heute zum ersten Mal in Berlin gelaufen, es war

sehr schön, aber auch sehr hart. Jetzt bin ich echt müde.“

– 98 –


25.06.2023

#erfrischendhärter

Organisiert von

swimrun-rheinsberg.de

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– 99 –


2018 war Laura aus London bereits einmal für einen Besuch in Berlin. Jetzt

kam sie zurück, um hier den Halbmarathon zu laufen. „Der Lauf heute war großartig.

Die Atmosphäre war wunderbar. Es waren so viele Leute an der Strecke, die

uns angefeuert habe, uns High-Fives gegeben haben, so viel Musik, das hat wirklich

geholfen.“ Im Januar hat sie begonnen für dieses Rennen zu trainieren und

wurde mit einer Bestzeit belohnt. „Ich will nächstes Jahr zurückkommen, um noch

schneller zu sein.“

– 100 –


Sechs Jahre lang konnte Zina wegen der Autoimmunkrankheit Lupus keinen

Sport machen. Jetzt war sie zusammen mit ihrer Freundin Lisa endlich wieder

in Berlin am Start, angereist aus Duisburg und Moers. „Es ist einfach jedes Mal

ein super Erlebnis und lohnt sich der Weg. Die Stimmung war wunderbar, absolut

on top. “ Zina läuft für LupusCheck, eine Webseite zum Thema Lupus, das Organversagen

verursacht. „Ich bin hier, um anderen Leuten mit der Krankheit Mut zu

machen, dass sie auch laufen oder eine andere Sportart machen können.“

– 101 –


Für Tracey und Clare aus Manchester war es nicht der erste Halbmarathon.

Beide sind vorher schon öfter die 21,0975 Kilometer gelaufen, in Manchester, London

oder auch bei kleineren lokalen Läufen. „Aber hier hat es uns so viel besser gefallen“,

waren sich die beiden einig. Mehr Musik, mehr Bands und mehr Zuschauer,

die begeistert anfeuern. Die Pläne der beiden für die Zeit vor ihrem Rückflug: Viel

essen! Und Sightseeing, um mehr über die Geschichte der deutschen Hauptstadt

zu lernen.

– 102 –


Aus einem kleinen Ort im US-Bundesstaat Wisconsin hat es William nach

Berlin verschlagen. Dort arbeitet der 28-Jährige als IT-Fachmann. Und läuft

in seiner Freizeit mit den Midnight Runners. Früher sind die Midnight Runners

wirklich um Mitternacht gelaufen. Aber mittlerweile treffen sie sich mittwochs

um 19:00 Uhr. Die Midnight Runners haben 17 Gruppen in der ganzen

Welt: London, Paris, Hongkong, Sydney, Bogota, New York und noch andere.

Aber auch die Gruppe in Berlin ist Multi-Kulti. „Das gemeinsame Laufen

macht einfach Spaß!“

– 103 –


Dass die Corona-Pandemie sogar manchmal etwas Gutes bewirken kann, zeigt dieses

Beispiel: Melody Enyinna und ihr 16 Jahre alter Sohn Leonhard Amechi

hatten vor der Pandemie gar keinen Sport gemacht. Während der Pandemie

begannen sie dann, angeregt von Leonhard Amechis Schule, mit dem Laufen.

Und die beiden Münsteraner haben damit nicht aufgehört. Jetzt sind sie in Berlin

zusammen ihren ersten Halbmarathon gelaufen. „Das war total klasse heute“,

meinte die Ärztin. Auch ihr Mann und Bruder waren in Berlin am Start – ein sportlicher

Familienausflug!

– 104 –



Für diesen Lauf hatte sich Britta besonders schick gemacht. Sie läuft bereits

seit vielen Jahren und hat nun auch ihre Zwillingsschwester Silke davon überzeugt.

In Berlin hat sie nun die Pace für Silke gemacht. Eigentlich wollte das Paar

aus Stuttgart den kompletten Halbmarathon mit Luftballon laufen, wegen des Windes

entschieden sie sich aber dagegen und ließen sich die Belohnung für Silke erst

kurz vor dem Ziel von der Familie reichen. Und auch für Britta gab es eine Belohnung:

„Da ich heute langsamer als sonst gelaufen und in einem hinteren Startblock

gestartet bin, habe ich gemerkt, dass die Stimmung dort viel besser ist. Weniger

Ehrgeiz.“

– 106 –


Mit 45 Laufbegeisterten voll besetzt war der Bus, mit dem Konrad am Samstagmorgen

von Bielefeld nach Berlin gereist ist, um dort Halbmarathon zu

laufen und dann wieder die Heimreise anzutreten. Für den Rentner, der zuvor

schon Halbmarathon und auch Marathon gelaufen ist, war es Premiere in der deutschen

Hauptstadt. „Es war super“, lautete sein begeistertes Fazit, bevor er sich

zum Feiern verabschiedete.

– 107 –


Einfach großartig! Super Atmosphäre, einzigartige Vibe, klasse Zuschauer!

Und dazu eine perfekte Organisation! Das war die Zusammenfassung des

Rennens der Läufer der Odense Running Crew. Mit 40 Leuten, die in Odense zusammen

trainieren, waren sie aus Dänemark angereist. „Wir sind eine große Lauf-

Familie.“

– 108 –



Für Elena aus Mailand war es eine große Premiere: Das erste Mal in Berlin

und das erste Mal Halbmarathon. Sie hat beides genossen. Und das tat auch

Alessandro, auch wenn er schon einmal in der deutschen Metropole gewesen

war und auch schon einen Halbmarathon gefinisht hat. „Die Leute an der Strecke

und die Organisation heute waren einfach großartig. Dazu die wunderschöne

Stadt – das alles zusammen hat es perfekt gemacht.“ Die Chemikerin und der Koch

nutzen den Lauf für einen Ausflug mit der ganzen großen Familie.

– 110 –


Im Laufcamp von laufen.de auf Mallorca hat sich Markus in diesem Frühling fit

gemacht für den GENERALI BERLINER HALBMARATHON. „Vor allem die Steigerungsläufe

und Bergläufe haben mir wirklich was gebracht“, meinte der Berliner,

der Immobilien verkauft. Nur das Wetter war etwas anders als auf der Balearen-

Insel: „Das Shirt wollte ich eigentlich vor dem Start ausziehen. Aber dann war es

so kalt, dass ich es anbehalten habe. Aber zum Glück kam dann ja noch die Sonne

raus und es wurde richtig schön.“

– 111 –


48 volle Marathons hat die 67-jährige Heidrun bereits in den Beinen, darunter

auch alle sechs Marathon Majors. Und auch die die vier Jahre jüngere Sigrid

ist schon 15-mal die 42,195 Kilometer gelaufen. Beide sind Mitglied des Jubilee-

Clubs der BMW BERLIN-MARATHONS. „Heute war die Stimmung richtig klasse – fast

so gut wie beim vollen Marathon“, waren sie sich einig. Beide trainieren beim SCC

Berlin und helfen dort auch seit vielen Jahren bei den Bambini-Läufen, die einen Tag

vor den Erwachsenen-Rennen stattfinden.

– 112 –


Vor einem halben Jahr ist Lena Schöneborn zum zweiten Mal Mutter geworden,

jetzt lief die Olympiasiegerin im Modernen Fünfkampf schon wieder 1:39:21

Stunden. „Ich war echt unvorbereitet, aber ich bin gerade wirklich fasziniert von

meinem Körper: Der scheint sich an einiges zu erinnern, was ich mal trainiert habe.

Das geht nicht ganz weg“, meinte die ehemalige Profisportlerin. 2018 ist sie bereits

einmal den BMW BERLIN-MARATHON gelaufen, nun auch den halben. „Es hat so

viel Spaß gemacht und dann ist das Wetter auch noch so schön geworden. Ich bin

jetzt voller Endorphine.“ Der GENERALI BERLINER HALBMARATHON war in der

Schlechtwetter-Zeit ein Ziel, um sich zu motivieren. „Wir haben einen coolen Laufkinderwagen

und da konnte ich ein bisschen was tun.“

– 113 –


„Wir lieben Berlin! Das Rennen war unglaublich, die Zuschauer haben uns fliegen

lassen“, waren Mirjam und Christel aus dem niederländischen Groningen

begeistert. „Diese tolle Stadt mit dieser einmaligen Geschichte, es war so toll hier

zu sein.“ Beide sind zum ersten Mal auf der flachen Berliner Strecke unterwegs gewesen

– aber sicher nicht zum letzten Mal, wie beide versicherten. Die Sport-Ärztin

und die Lehrerin waren am Freitag direkt nach der Arbeit losgefahren, um Berlin genießen

zu können. „Am Montag fahren wir wieder zurück, aber heute Abend feiern

wir noch mit Bier und Burgern.“

– 114 –



Matus ist Elektriker und kommt ursprünglich aus der Slowakei. Jetzt lebt er

aber in Deutschland und arbeitet auf Baustellen. Das Training für den GENERALI

BERLINER HALBMARATHON ist in den letzten zwei Monaten etwas zu kurz gekommen,

„deswegen war es heute schwer. Aber trotz allem hat es ganz gut geklappt.“

Vor allem die Stimmung an der Strecke hat ihm geholfen: „Berlin ist das Größte, das

Schönste!“

– 116 –


Eine der längsten Anreisen zum GENERALI BERLINER HALBMARATHON

hatte wohl Yu-Fen, die aus Taipeh in Taiwan kam. In Berlin war sie mit ihrem

Freund Henning unterwegs. In der deutschen Hauptstadt waren die beiden mit

verschiedenen Flaggen unterwegs. „Es ging um verschiedene Orte und Länder auf

der Welt, die auf verschiedene Weise von autoritären Regimes bedroht werden“, erklärte

Henning. „Die Ukraine, die von Russland angegriffen wird, und Hongkong, was

von China übernommen wurde. Und auch Taiwan, das auch bedroht wird.“

– 117 –


„Ich bin so glücklich!“, rief Elzbieta im Ziel. „Das war mein erster offizieller

Halbmarathon nach der Schwangerschaft.“ Viren, die ihr Kind aus dem Kindergarten

angeschleppt hatte, hatten Training lange Zeit verhindert. „Seit ein paar Wochen

kann ich jetzt wieder trainieren. Ich war mir nicht sicher, ob ich starten kann

und jetzt bin ich meine offiziell beste Leistung gelaufen.“ Die gebürtige Polin, die

schon seit 15 Jahren in Berlin lebt, ist normalerweise im Trailrunning unterwegs und

hat da schon herausfordernde Läufe wie den UTMB gelaufen, den Zugspitz-Ultra

oder die Harz-Querung gemeistert. „Normalerweise ist ein Halbmarathon für mich

eher einfach, aber dieses Mal war es eine Herausforderung.“

– 118 –


Der GENERALI BERLINER HALBMARATHON war für Feng und Eric Yazhuo

ein Vater-Sohn-Ausflug. Die beiden leben in Dublin und waren zum ersten Mal in

Berlin. „Es war schon immer mein Traum und wunderschön!“, meinte Feng. Er will

im Herbst für den vollen Marathon wiederkommen und das als Startschuss für ein

Projekt nehmen: Er will alle sechs World Marathon Majors laufen. Für den 16 Jahre

alten Sohn ist die volle Distanz noch etwas zu lang, aber immerhin hat er nun seinen

ersten Halbmarathon geschafft.

– 119 –


Selcuk lebt in Istanbul und ist extra für den Halbmarathon nach Berlin gereist.

Denn hier wohnt seine Tochter Berin. „Es war so schön, hier zusammen den Halbmarathon

zu laufen, das ist eine tolle Erinnerung für uns beide“, meinte die 30-Jährige

über den Lauf mit ihrem 40 Jahre älteren Vater. Beide waren von den Zuschauern

begeistert. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich 21 Kilometer gelaufen bin. Ich

habe die ganze Zeit herumgeschaut und plötzlich war das Rennen vorbei“, meinte

Berin, die in Berlin genauso wie ihr Vater zum ersten Mal einen Halbmarathon lief.

– 120 –


Vor ein paar Jahren ist Charlotte aus dem englischen Brighton schon einmal

in Berlin Marathon gelaufen. „Ich musste zurückkommen, um den Halbmarathon

zu laufen, denn die Zuschauer hier sind einfach unglaublich.“ Sie läuft für die Vegan

Runners, einem nationalen englischen Running-Club, in dem alle Mitglieder vegan

leben. „Wir wollen zeigen, dass es ein gesunder Lebensstil ist. Der Club hat Tausende

Mitglieder“, erklärte Charlotte, die in Brighton Hochzeitskleider entwirft. „Und

jetzt gehe ich mit meinen Freundinnen erst einmal ein Bier trinken.“

– 121 –


HIGHLIGHTS 2023

Must Runs

D

L

H

B

Berlin

(& Rides)

by

Brandenburg


13. MAI 2023

Die wichtigsten

Lauf-Events in der

Hauptstadt und im

Brandenburger Umland

Sei du selbst!

berliner-frauenlauf.de

Beim größten Frauenlauf Deutschlands steigt für 18.000 Teilnehmerinnen

die Party des Jahres im Herzen Berlins. Die Strecken führen durch

den Tiergarten zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule.

Streckenlängen

10 km für Läuferinnen, Walkerinnen und Nordic Walkerinnen

5 km für Läuferinnen, Walkerinnen und Nordic Walkerinnen

500 m/1.000 m Bambinilauf


25. MAI 2023

Im Team ins Ziel!

teamstaffel-brandenburg.de

Im Staffel-Quartet auf einer wunderschönen Runde durch das historische

Brandenburg an der Havel. Das stimmungsvolle TEAM-Event

mitten im Sommer.

Streckenlängen

4 x 5 km Staffellauf

ca. 500 m/1.000 m Bambinilauf

– 124 –


25. JUNI 2023

Erfrischend

anders

www.swimrun-rheinsberg.de

Quer durch den Wald oder vorbei am Schloss Rheinsberg laufen

und durch die glasklaren Seen der Umgebung schwimmen –

das ist das ultimative Naturerlebnis!

Streckenlängen

ca. 21,4 km SwimRun | ca. 11,3 km Sprint SwimRun

ca. 4,4 km SuperSprint SwimRun (Schnupperdistanz für Newbies)

ca. 0,9/1,8/2,7 km Youth SwimRun

ca. 500 m/1.000 m Bambini SwimRun


2. JULI 2023

We ride

Berlin!

velocity.berlin

Das neue spektakuläre Radsportevent über Berlins

Prachtboulevards, vorbei an den Wahrzeichen der

Hauptstadt bis ins Ziel am Brandenburger Tor.

Streckenlängen

60 km Radrennen City

100 km Radrennen City

Jugend- und Bambinirennen

VeloCity


27. AUGUST 2023

Dein

Test

Wenige Wochen vor deinem geplanten Herbstmarathon noch einmal die

Form testen und schauen, ob alles passt? Das kannst du beim Berliner

Straßenlauf – Die Generalprobe. Auf einem schnellen Kurs läufst du einen

Halbmarathon oder Viertelmarathon.

Streckenlängen

21,0975 km | 10 km | 500 m/1.000 m Bambinilauf

WEITERE SCC EVENTS

berliner-generalprobe.de

Berliner Wasserbetriebe 5x5 km TEAM-Staffel 7.–9. Juni 2023

adidas Runners City Night 29. Juli 2023

BMW BERLIN-MARATHON 23./24. September 2023

HIKING HERO 30. September 2023

Berliner Silvesterlauf 31. Dezember 2023


Perfektion

auf Rollen


Knapper Sieg: Bei den Herren

setzte sich Felix Rijhnen in 30:53

Minuten gegen Bart Swings aus

Belgien durch, der eine Sekunde

nach dem Deutschen über die

Ziellinie rollte.


DIE RENNEN DER INLINESKATER

Packende Rennen, jede Menge

Eleganz und Perfektion boten wie

immer die Inlineskater beim

GENERALI BERLINER HALBMARA-

THON. Mehr als 1042 gemeldete

Skater feierten bei kühlen, aber

trockenen Bedingungen den Start

der Inlinesaison.

Bei den Herren siegte der

Darmstädter Felix Rijhnen

(Powerslide Matter World) in

30:53 Minuten vor seinem Teamkameraden

Bart Swings (30:54)

aus Belgien. Beide konnten sich

bereits nach drei Kilometern

vom Feld absetzen und diesen

Vorsprung konstant ausbauen.

Martin Ferrié (FRA/EOSkates

World Team) komplettierte das

Siegerpodest auf Rang drei

(32:58). „Mein erster Sieg als

Papa ist etwas ganz besonders

für mich“, verriet Rijhnen, der

vor zwei Monaten Vater geworden

ist, nach dem Rennen. „Wir

hatten unterwegs zum Teil sehr

starken Gegenwind, daher spielte

der Streckenrekord heute

keine Rolle“, sagte Bart Swings,

der ebenso wie Rijhnen nach der

Eissaison heute sein erstes Inlinerennen

seit dem BMW BER-

LIN-MARATHON absolvierte.

Dieser wird neben den Weltmeisterschaften

auch 2023 für ihn

höchste Priorität haben. .

Die Top Drei der Männer 2023

Platz Skater Zeit

1. Felix Rijhnen (GER/POWERSLIDE World Team) 30:53

2. Bart Swings (BEL/POWERSLIDE World Team) 30:54

3. Martin Ferrie (FRA/EOSkates World Team) 32:58



DIE RENNEN DER INLINESKATER

Entscheidung auf

der Ziellinie

Bei den Damen heißt die Siegerin

Josie Hofmann (Powerslide

World Team) aus Gera.

Sie kam in 36:58 Minuten mit

hauchdünnem Vorsprung vor

der Französin Marine Lefeuvre

(EOSkates World Team) ins Ziel.

Den dritten Platz sicherte sich

die Berlinerin Michelle Uhrig

(38:23). „Mein Ziel war, von Anfang

in sehr hohem Tempo auf

die Strecke zu gehen, um möglichst

viele Gegnerinnen schon

unterwegs abzuschütteln und

kaputt zu laufen. Ich wusste,

dass ich zwar die Fitness habe,

mir im Moment jedoch noch

die Spritzigkeit für enge Massensprints

fehlt“, erläuterte

Hofmann ihre erfolgreiche Taktik

im Ziel.

Kids trotzen dem Regen

Bereits am Samstagmittag

zeigte der Nachwuchs sein

Können auf den schnellen Rollen

und ließ sich dabei am Tempelhofer

Feld auch nicht von

Regen und nassem Asphalt aufhalten.

Mehr als 50 Kinder und

Jugendliche bis zum Alter von

13 Jahren starteten erfolgreich

über 500 bis 2.000 Meter. Mit

von der Partie auch Fridolin

Flink, der auch auf Skates wieselflink

unterwegs war.

Michelle Uhrig freut

sich über Platz drei.

Die Top Drei der Frauen 2023

Platz Skaterinnen Zeit

1. Josie Hofmann (GER/POWERSLIDE World Team) 36:58

2. Marine Lefeuvre (FRA/EOSkates World Team) 36:58

3. Michelle Uhrig (GER/Berliner TSC) 38:23


Ob Josie Hofmann eine Vorahnung

hatte? Bereits vor dem

Start hatte die spätere Siegerin

gut Lachen.


So geht die Inline-Saison

in Berlin weiter

29. Juli 2023

adidas Runners City Night

Die schnellste Nacht Berlins

Jetzt anmelden!

Bekannt als „Ku’damm ohne Tempolimit“

ist die adidas Runners City Night

ein ganz besonderes Sommer-Highlight.

Über 10 Kilometer geht’s über Berlins beliebteste

Einkaufsmeile. Fitness-Skater

können das Rennen ganz entspannt als

Einstiegswettkampf nutzen, die Profis

liefern sich hier strategische Positionskämpfe

und Hochgeschwindigkeits-Duelle.

Anmeldeschluss ist am 17. Juli 2023.

23. September 2023

BMW BERLIN-MARATHON

Der weltweit größte Inlinemarathon

Jetzt anmelden!

Wie beim GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON gilt auch für die doppelte

Distanz: Der BMW BERLIN-MARATHON

bietet für unterschiedliche Motivationen

eine perfekte Bühne. Während ambitionierte

Skater auf die Jagd nach neuen

persönlichen Bestzeiten gehen, lassen

es Fitness-Skater ganz einfach lockerer

angehen und genießen die Sightseeing-

Tour durch die Hauptstadt. Das Wichtigste

ist: Es gibt noch Startnummern – ganz

im Gegensatz zum Läufermarathon, der

bereits ausgebucht ist.

Erfolgreicher Start für den

GERMAN INLINE CUP

Mit ihren Siegen führen Josie

Hofmann und Felix Rijhnen nun

auch den GERMAN INLINE CUP

(GIC) an, der ebenfalls beim GE-

NERALI BERLINER HALBMA-

RATHON seinen Saisonauftakt

feierte. Neben den Profis gibt es

im GIC auch eigene Wertungen

für Fitness-Skater. Hier konnten

sich Mathilde Elli (ITA) vor

Bianca Vermeulen (NED) und

Martine Menzel (GER) durchsetzen.

Martina Menzel sammelte

gleichzeitig auch wertvolle

Punkte für ihr Team GDRT

(GERMAN DYNAMIC RACE

TEAM). Bei den Fitness-Männern

siegte Michele Cicognani

(ITA) vor Silvano Walther (SUI)

und Arne Weißenborn (GER).


Organisiert von

skating.bmw-berlin-marathon.com

Jetzt anmelden


DAS RENNEN DER FITNESS-SKATER

M E H R

I N L I N E- B I L D E R

Insgesamt hatten sich 1042

Inlineskater für den GENERALI

BERLINER HALBMARATHON angemeldet.

784 starteten schließlich

auf der Straße des 17. Juni und

passierten die Siegessäule. 769

erreichten dann nach 21,0975 Kilometern

vorbei an allen wichtigen

Sehenswürdigkeiten der Stadt das

Ziel kurz hinter dem Brandenburger

Tor. Noch mehr Bilder findest

du in Bildergalerie auf dieser Seite.

– 136 –


– 137 –


DAS BESONDERE EVENT

M E H R

I N F O S

I M

V I D E O

Gemeinsam

gegen Krebs

Der KoRo Frauenlauf Berlin

ist eine einzigartige Gelegenheit,

Teamgeist für krebsbetroffene

Frauen zu zeigen.

Freundinnen, Kolleginnen oder

Frauen aus der Familie

bilden ein

Charity-Team.

Gemeinsam

J E T Z T E I N

T E A M

G R Ü N D E N

sammeln sie Spenden in ihrem

Umfeld, die zu 100 Prozent für

die Unterstützung von krebsbetroffenen

Frauen in finanzieller

Not eingesetzt werden. So wird

die Freude auf den Lauf und

über die Hilfe, die wirkt, geteilt –

und der KoRo Frauenlauf macht

noch mehr Spaß!

– 138 –


Deutschlands größter Charity-Frauenlauf

organisiert von

13. 05. 2023

To lle Extras

• adidas Event-Shirt

• Teilnahmebeutel

auch mit KoRo Produkten

• persönliches Ziel-Video

• Medaille

• digitale Urkunde

Sei du

selbst

Marathon mal anders. SCC EVENTS bietet am Samstag,

30. September 2023, eine Premiere der ganz besonderen

Art an: Extremwandern mit Marathon-Feeling. Nur sechs

Tage nach dem BMW BERLIN-MARATHON kommt beim

HIKING HERO auf einem 44 Kilometer langen Rundkurs

Live- & Virtual-Event: durch die Jetzt wunderschöne Anmelden! Umgebung Bernaus gleich das

berliner-frauenlauf.de nächste atemberaubende Event in die Gänge.

#laufengegen krebs


DAGMAR NÖHRING

Mit 62 springt die Berlinerin

aus Flugzeugen. Ihr Wohlfühltempo

beim Laufen liegt bei fünf Minuten

pro Kilometer. Und beim GENERALI

BERLINER HALBMARATHON hat sie

ihren ersten Wettkampf gefinisht.

In starken 1:41:56 Stunden.

Wer lief

denn da?


Dass sie nicht die Langsamste

ist, wusste Dagmar Nöhring

schon, bevor sie beim GENERALI

BERLINER HALBMARATHON

zum ersten Mal überhaupt an

einem Laufwettbewerb teilnahm.

Aber dass sie als Sechste

ihrer Altersklasse im Klassement

erscheinen würde, hätte

sich die 62-jährige Arzthelferin

vom Prenzlauer Berg nie träumen

lassen. Und auch, wenn es

der ehemaligen Balletttänzerin

nicht um Rang oder Platzierung

ging: Stolz ist sie auf ihre 1:41:56

schon.

Einserseits, weil ihr der Lauf

mächtig Spaß machte. Meistens:

„Die Stimmung war toll. Ich habe

deshalb auch Zeit liegen lassen“,

schmunzelt sie – ohne es zu bereuen.

„Die Freude der Kinder

beim Abklatschen ist das wert.“

Außerdem waren da Bands und

Texte: Tom Rottenberg

Soundsysteme: „Manchmal

wäre ich am liebsten zum Tanzen

dort geblieben.“

Aber mehr als ein paar kleine

Hoppser und ein Daumen hoch

wollte die Wettkampf-Novizin

nicht riskieren: „Ich war mir

nicht sicher, ob ich das schaffe:

Ich bin ja noch nie weiter als 17

oder 18 Kilometer gelaufen.“

Bei ihrem ersten Halbmarathon

machte die Hobby-Fallschirmspringerin

aber auch einige

andere typische Wettkampf-Erfahrungen.

Die Problematik der

richtigen Kleidung im Startblock

etwa: „Bei vier oder fünf Grad ist

das ein Thema.“ Oder die Frage,

wo im Block man sich aufstellt:

„Ich habe mich ganz hinten hingestellt“,

erzählt Dagmar – und

ist sich nicht sicher, ob das ein

Fehler oder ein Geniestreich

war: „Auf den ersten Kilometern

WER LIEF DENN DA?


war es so dicht, dass ich kaum

überholen konnte. Aber vorn

wäre ich zu schnell losgerannt.“

Oder das Gedränge an den Verpflegungsstellen:

„Bei einer ist

jemand in mich hineingerannt.

Ich bin gestolpert – und musste

später Gas geben, um das aufzuholen.“

Dass die 62-Jährige dabei „sehr

viele und meist deutlich jüngere“

Männer überholte, erzählt

sie schelmisch lächelnd. Weil

das gerade für jene („nicht viele,

aber doch einige“) Männer, die

damit offensichtlich immer noch

ein Problem haben, eine wichtige

Lektion ist: Frauen und Mädchen

können das – und mehr.

„Ja, das war toll!“

Aber: Hat der „Halbe“ Lust auf

mehr gemacht? Jein: „Ich war

im Ziel nicht ganz ausgepowert,

aber froh, dass es vorbei war. Die

doppelte Distanz kann ich mir

nicht vorstellen. Oder nur sehr

viel langsamer.“ Darüber, ob sie

das will, muss sie noch nachdenken:

Auch wenn Dagmar Nöhring

mit niemand anderem um

die Wette läuft, gibt es da diese

eine Person, der gegenüber die

Läuferin ziemlich ehrgeizig ist:

Sie selbst.

– 142 –

WER LIEF DENN DA?


organisiert von

27. August 2023

Jetzt anmelden!

berliner-generalprobe.de


WER LIEF DENN DA?

Dass der GENERALI BERLINER HALBMARATHON

ein Lauf für alt und jung ist, ist bekannt. Die

Taysis nahmen das beim Wort: Haluk, Deren und

Kilian sind Großvater, Vater und Enkelsohn – und

wollten gemeinsam starten. Nachdem Haluk

krankheitsbedingt verzichten musste, lernten

Deren und Kilian das Laufen in Berlin lieben.

Deren Taysi (51)

Wir kommen

wieder!

Kilian Taysi (17)

Hätte Euphorie einen Nachnamen,

würde der Taysi

lauten. Denn auch wenn Zigtausende

mit einem fetten Lächeln

durchs Brandenburger Tor und

über die Ziellinie des GENERALI

BERLINER HALBMARATHON

kamen: noch strahlender, glück-

licher, stolzer und - eben - euphorischer

als Deren und Kilian

Taysi kann keiner und keine „gefinisht“

haben, sind die Taysis

überzeugt.

Warum? Einserseits, weil es für

die beiden Männer aus der Gegend

von Heidelberg der erste


1

Deren Taysi (51)

„Berlin, wir kommen wieder!“

jubelten Deren und Kilian Taysi.

Mit 2:31 ist Vater Deren ebenso

zufrieden wie Sohn Kilian mit 2:17.

„Der Halbe genügt mir aber,“ sagt

Lauftraum

Deren. In Stein gemeißelt ist das

aber wohl kaum: Kilian möchte

2024 den ganzen BMW BERLIN-

MARATHON laufen. Und weiß:

Gemeinsam wäre das noch

schöner.

ELMINA SAKSI

– Die 145 – Schwedin war zuletzt schnellste Frau

beim Marathon im türkischen Antalya.


DEREN TAYSI

Halbmarathon war. Aber vor

allem, weil der Schüler und der

Flugzeugingenieur gemeinsam

ins Rennen gingen: Deren, 51, der

Vater – und Kilian, 17, der Sohn.

„Die ersten Kilometer habe ich

Kilian gebremst. Damit er nicht

zu früh sein Pulver verschießt

und am Schluss keine ‚Körner’

mehr hat“, der Senior strahlend.

Und der Junior setzt fort,

„dass das absolut richtig war:

Ich bin dann immer schneller

geworden, konnte den Jubel an

jeder Ecke und jeder Kurve genießen

– und hatte auf den letzten

Kilometern noch richtig viel

Energie, konnte ordentlich Gas

geben.“ Und dann auf den Papa

warten: „Der kam mit einem

ganz, ganz großen Grinsen ein

wenig später ins Ziel.“ Deren ist

auf Kilian mindestens so stolz,

wie der Sohn auf seinen Vater:

„Ich habe jeden Schritt, jeden Kilometer,

genossen! Berlin, das ist

WER LIEF DENN DA?


mehr als nur ein wunderschöner

Lauf durch eine wunderschöne

Stadt. Party auf jedem Meter!

Am Streckenrand – aber auch in

den Fenstern und auf den Balkonen!

Es war unglaublich!“

Und zuletzt die Gänsehaut: „Du

kommst um die letzte Kurve,

siehst vorne das Brandenburger

Tor und weißt: Du hast es tatsächlich

geschafft!“ Wobei das

nur das zweitschönste Gefühl

dieses „superemotionalen“ (Deren)

Tages war: Die Umarmung

im Ziel werden Vater und Sohn

nie vergessen.

Freilich: Ein kleiner Wermutstropfen

ist da schon. Eigentlich

wollten die Taysis zu dritt laufen.

Doch Haluk, der 81-jährige Großvater,

der in den 1980ern hier

schon den ganzen Marathon

gelaufen war, mußte passen: Corona

knapp vor dem Lauf. Und

auch wenn der 81-jährige sich

längst wieder fit fühlt, betont er:

„Gesundheit geht vor. Immer.“

Denn die gibt es nur einmal –

Berlin aber jedes Jahr.

KILIAN TAYSI


WER LIEF DENN DA?

INSTAGRAMSTAR

Unter dem Namen thefashionjogger ist

Lisa Migliorini ein Lauf-Superstar auf

Instagram. Und weil der 29-jährigen

Italienerin über eineinhalb Millionen

Menschen folgen, weckt sie weltweit

bei vielen Läuferinnen und Läufern die

Lust, ebenfalls einmal in Berlin zu laufen.

Auf Laufwolke

sieben

Grandios. Phantastisch. Ein

Fest. Ein Genuss. Spaß

pur. Unvergleichlich. Und,

und, und: Wenn Lisa Migliorini

über „ihren“ GENERALI

BERLINER HALBMARATHON

spricht, kommt sie rasch ins

Schwärmen – und nicht mehr

aus dem Jubeln heraus.

Denn die zertifizierte Physiotherapeutin

aus der Nähe von Mailand

lief in Berlin nicht nur vom

ersten Schritt an „super happy“,

sondern auch richtig schnell:

Mit 1:25:17 schrammte sie zwar

knapp an ihrer persönlichen Bestzeit

von 1:23:07 vorbei, erfüllte

sich aber ihren Berlin-Wunsch

(„Schneller als die 1:28:20 meines

letzten Halbmarathons im

November in Mailand.“).

Dabei waren die Bedingungen

nicht wirklich ihre: „Es war kalt

und windig. Das bin ich aus Italien

– 148 –


– 149 –

LISA MIGLIORINI


nicht gewohnt.“ Wegen der Kälte

habe sie auf den letzten Kilometern

Wadenkrämpfe bekommen

und Tempo rausnehmen müssen:

„Sonst hätte ich die 1:25 deutlich

unterschritten.“ Jammern oder

Hadern sei aber keinesfalls angesagt,

betont die Läuferin: „Ich

habe unterwegs und danach viele

meiner Berliner Follower getroffen:

Die sagten, dass das zu

dieser Jahreszeit eigentlich normal

ist.“ Und das, so die weltweit

laufende Fitness- und Gesundheits-Botschafterin,

mache Laufen

einzigartig – und jeden Lauf

eigen: „Es ist zwar überall anders,

aber immer wunderschön.“

In Berlin, schwärmt Lisa, hätte

sie da neben „dem wirklich

schnellen Wettkampf“ vor allem

die Stimmung begeistert: „Soviel

‚Cheering‘! Überall! Wahnsinn!“

Und Berlin aus der Lauf-Perspektive,

sei dann „das Tüpfelchen

auf dem i.“ Nicht nur im Rennen:

„Ich bin am Tag davor im Tiergarten

gelaufen. So viele Läufer

– und alle freundlich. Aber vor allem:

man läuft nicht ständig auf

Asphalt, super!“

Berlin, schließt die „Fashionjoggerin“

habe sie „sicher nicht

zum letzten Mal als Läuferin gesehen“:

Ihre Marathonpremiere

will sie zwar diesen November

in New York feiern, aber „wenn

irgendwie möglich, möchte ich

nächstes Jahr auch hier starten:

Das Jubiläum beim 50. BMW

BERLIN-MARATHON mitzufeiern

– das ist wohl die Mega-Laufparty

schlechthin.“

Nachdem sie die Begeisterung beim

Halbmarathon erlebt hat, will Lisa

Migliorini unbedingt 2024 beim 50.

BMW BERLIN-MARATHON starten.

WER LIEF DENN DA?

– 150 –


Foto: ® skynesher / iStockphoto

NACH DEM LAUF

IST VOR DEM LAUF!

Jetzt Charity-Startplatz sichern:

wwf.de/charity-run

Laufend aktiv für den Schutz unserer Wälder!

#Run4Nature


Danke, dass

du dabei warst!

Wir sehen uns

in Berlin

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