04.02.2025 Aufrufe

2024: Rückblick

Der 43. GENERALI BERLINER HALBMARATHON war der größte bisher: Genau 32.989 Finisher wurden am Brandenburger Tor gezählt. Und das ungewöhnliche Sommerwetter im April dürfte auch mehr Menschen an den Rand der Strecke gelockt haben als bei allen 42 Ausgaben zuvor. Sie feierten zusammen mit den Sportler:innen eins der größten Sportfeste Europas. Für die erhofften Rekorde war es allerdings zu warm. Dennoch lieferten die Schnellsten spannende Rennen ab. Und mit Samuel Fitwi und Melat Kejeta überzeugten zwei Deutsche besonders. In diesem digitalen Magazin findest du auf 164 Seiten die schönsten Fotos, jede Menge Storys von Spitzen- und Hobbyläufer:innen und alle wichtigen Infos rund um deinen Lauf.

Der 43. GENERALI BERLINER HALBMARATHON war der größte bisher: Genau 32.989 Finisher wurden am Brandenburger Tor gezählt. Und das ungewöhnliche Sommerwetter im April dürfte auch mehr Menschen an den Rand der Strecke gelockt haben als bei allen 42 Ausgaben zuvor. Sie feierten zusammen mit den Sportler:innen eins der größten Sportfeste Europas. Für die erhofften Rekorde war es allerdings zu warm. Dennoch lieferten die Schnellsten spannende Rennen ab. Und mit Samuel Fitwi und Melat Kejeta überzeugten zwei Deutsche besonders. In diesem digitalen Magazin findest du auf 164 Seiten die schönsten Fotos, jede Menge Storys von Spitzen- und Hobbyläufer:innen und alle wichtigen Infos rund um deinen Lauf.

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FINISHER

MAGAZIN

DAS EVENT IN

BILDERN



MEIN HALBMARATHON

SAMUEL FITWI

Berlin. Rom.

Paris.

Samuel Fitwi vom Silvesterlauf

Trier e.V. war auf Rang

neun bester Deutscher beim 43.

GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON. In 61:33 Minuten

verbesserte er seine persönliche

Bestzeit, die er vor einem

Jahr in Berlin mit 61:44 Minuten

aufgestellt hatte, um elf Sekunden.

Damit qualifizierte er

sich für den Halbmarathon bei

den Leichtathletik-Europameisterschaften

in Rom am 9. Juni.

Hier schreibt der Athlet, der bereits

für den Olympiamarathon

am 10. August in Paris nominiert

ist, wie er das Rennen zu seiner

neuen Bestzeit erlebt hat und

was er sich bei EM und Olympia

zutraut.

– 3 –


MEIN HALBMARATHON

SAMUEL FITWI

Der GENERALI BERLINER

HALBMARATHON war wieder

ein tolles Event. Ich habe

das ja 2023 schon einmal erlebt,

dieses Jahr war die Stimmung

aber noch ein bisschen besser,

weil das Wetter noch mehr Menschen

an die Straßen gelockt

hat. Für uns Läufer war es aber

etwas zu warm. Ich wollte mit

einer Zeit zwischen 60:00 und

60:20 Minuten ins Ziel kommen.

So wäre der deutsche Rekord

von 60:09 Minuten in Reichweite

gewesen. Bis Kilometer 16 war

ich auch gut unterwegs, aber

dann habe ich gemerkt, dass es

zu einer solchen Zeit doch nicht

reichen wird. Ich habe mich

dann auf den letzten sechs Kilometern

darauf konzentriert, als

erster Deutscher und unter der

Europameisterschaftsnorm von

61:40 Minuten ins Ziel zu lau-

Nach seinem starken Auftritt beim

GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON blickt Samuel Fitwi sehr

optimistisch auf den bevorstehenden

Laufsommer mit Europameisterschaften

und Olympischen Spielen.


fen. Obwohl ich nicht zu hundert

Prozent glücklich bin, freue ich

mich doch, dass das geklappt

hat, und ich jetzt neben dem

Olympiamarathon im August in

Paris auch den Halbmarathon

bei den Leichtathletik-Europameisterschaften

im Juni in Rom

fest einplanen kann.

Vorbereitung in Höhen

über 2600 Meter

Meine Vorbereitung auf über

2600 Metern Höhe in Addis

Abeba ist gut verlaufen. Ich

freue mich, dort eine so starke

Trainingsgruppe gefunden zu

haben. In Äthiopiens Hauptstadt

leben auch Freunde von

mir, die wie ich vor über zehn

Jahren aus unserer Heimat

Eritrea geflüchtet sind. Die

treffe ich ab und zu, wenn ich

in Addis Abeba bin. In der Vorbereitung

auf die EM werde ich

auf jeden Fall wieder in Addis

Abeba trainieren. Für die Phase

zwischen EM und Olympia

ist noch nicht entschieden, wo

das Training stattfinden wird.

Im Sommer ist in Ostafrika Regenzeit.

Ich will mich aber auf

jeden Fall wieder einer starken

Gruppe anschließen, das ist

sehr wichtig für mich.

Ich bin auch sehr glücklich,

jetzt so gut trainieren und so

schnell laufen zu können. Vor

2023 war ich viel krank und

verletzt. Ich bin dankbar, mit

Dr. Jens Enneper in Köln einen

Arzt gefunden zu haben, der

mir so gut geholfen hat, dass

ich seit zwei Jahren fast nicht

mehr verletzt war. Das ist die

Grundlage für den Erfolg.

Bei der EM kann

Deutschland Gold holen

Wenn Deutschland beim EM-

Halbmarathon mit der stärksten

Mannschaft an den Start

geht, können wir die Team-

Goldmedaille holen. Eine Medaille

ist auf jeden Fall mein

Ziel. Eine Prognose für Olympia

ist viel schwerer. Ich will

einfach optimal vorbereitet

– 5 –


Mit der EM-Qualifikation in der Tasche

lässt es sich auch als Neunter jubeln:

Samuel Fitwi war bester Deutscher am

Brandenburger Tor.

sein, das Beste geben und dann

versuchen, bei den Rhythmuswechseln

mitzulaufen, die es

wegen des welligen Profils der

Marathonstrecke geben wird.

Ich bin schon jetzt begeistert,

Teil des größten Sportevents

der Welt zu sein. Ich hoffe, dass

in Paris Freunde und Verwandte

aus der ganzen Welt an der

Strecke sein werden. Und dann

freue ich mich auch darauf,

nach Olympia wieder mal für

längere Zeit in die Eifel, nach

Gerolstein, zu kommen, wo so

viele Freunde von mir leben,

die mich nach meiner Flucht

aus Eritrea und der Ankunft

in Deutschland so stark unterstützt

haben.

– 6 –



H Ö H E P U N K T E

Inhalt

R E L I V E : D I E

10 Die besten Bilder

So schön war der 43. GENERALI BERLINER

HALBMARATHON. Die 22 besten Bilder

vom Rennwochenende in der Hauptstadt.

52 Die Bilanz

Wer waren die Schnellsten? Wie hoch war

der Frauenanteil? Wie haben sich TV-Moderator

Kai Pflaume und Fußball-Weltmeister

André Schürrle geschlagen? Alle Antworten!

68 An der Spitze

Für die erhofften Rekorde war es zu warm.

Dennoch lieferten die Schnellsten spannende

Rennen ab. Und mit Samuel Fitwi und

Melat Kejeta überzeugten zwei Deutsche

besonders.

84 Zu Gast bei Freunden

Über 30.000 Läuferinnen und Läufer erreichten

das Ziel hinter dem Brandenburger

Tor. Über ein Drittel davon kam aus dem

Ausland. Wir haben mit einigen Finishern gesprochen,

die so ihr Halbmarathon-Glück mit

dir in diesem Magazin teilen.

8


132 Das Rennen auf Inlineskates

Trotz akrobatischer Leistung auf der Ziellinie musste

sich Felix Rhijnen dem Franzosen Beddiaf Nolan

geschlagen geben. Das lief dieses Mal auf Rollen.

142 Das Jubiläum wartet schon

Am 29. September 2024 findet der BMW BERLIN-

MARATHON zum 50. Mal statt. Zum Jubiläum

sind zahlreiche ganz besondere Aktionen

geplant. Welche? Das liest du hier.

146 Wer lief denn da?

Im Event-Magazin haben wir das Team Diabetes

aus Portugal, Halil Tazeoglu und Silke Krull

vorgestellt. So ist der GENERALI BERLINER

HALBMARATHON für sie gelaufen.

IMPRESSUM

Finisher-Magazin GENERALI BERLINER HALBMARATHON

Herausgeber

SCC EVENTS GmbH

Verantwortlich

Christian Jost, Jürgen Lock

Produktion

DLM RunMedia GmbH, Köln

Redaktion

Vincent Dornbusch, Jochen Schmitz,

Gerte Buchheit, Christian Ermert,

Jörg Wenig, Anja Herrlitz, Tom Rottenberg,

Marleen Neumeier

Grafik

CNG sports & media GmbH, Köln

Fotos

Petko Beier, Vincent Dornbusch, Marvin Güngör,

Steffen Hartz, Achim Kindler, Andreas Schwarz,

die sportografen, Sebastian Wells (OSTKREUZ),

Thomas Wendt, Tilo Wiedensohler (camera4),

Jean-Marc Wiesner

9


DIE BESTEN BILDER


M E H R

E X P O - F O T O S

So begann für viele ihr aufregendes

Halbmarathon-Wochenende in Berlin:

Zur EXPO, Startunterlagen abholen,

auf der Wand unterschreiben und ein

Erinnerungsfoto machen.


DIE BESTEN BILDER


B A M B I N

I - F O T O S

M E H R

Einer der schönsten Momente bei jedem von SCC EVENTS

organisierten großen Laufwochenende in Berlin: Wenn der

Bewegungsfreude der Kinder beim Bambinilauf auf dem

ehemaligen Flughafen Tempelhof keine Grenzen gesetzt sind.


DIE BESTEN BILDER

Vergangenheit trifft Zukunft: Bei den Bambinirennen auf

dem Flughafen Tempelhof führte die Strecke um einen der

„Rosinenbomber“, mit denen die West-Alliierten 1948 und

1949 während der Berlin-Blockade durch die Sowjetunion die

Berliner mit Lebensmitteln versorgt haben.



Auch bei den Kids gehören Rennen

auf Inline-Skates seit Jahren zum

Programm des GENERALI BERLINER

HALBMARATHON.


ISOTONISCH

VITAMINHALTIG

KALORIENREDUZIERT


DIE BESTEN BILDER

Der GENERALI BERLINER HALBMARATHON ist auch ein

Fixpunkt in den Kalendern von immer mehr Laufcrews aus

ganz Europa, die mit großen Teams nach Berlin kommen und

das Event nutzen, um andere Crews zu treffen.


Wenn in Berlin der Frühling erwacht, ist es Zeit

für den GENERALI BERLINER HALBMARATHON.

Auch wenn die Temperaturen dieses Mal - wie

schon 2022 - nicht wirklich frühlingshaft waren

genoss man das Rennen vorbei an der Gedächtniskirche

und den vielen anderen Sehenswürdigkeiten

wie hier auf der Tauentzienstraße.

19


DIE BESTEN BILDER

Buzzer statt Pistole: Das Startsignal für

die erste Laufwelle mit den Schnellsten

gab Franziska Becker, Berliner

Staatssekretärin für Sport.



DIE BESTEN BILDER

Gegründet in Berlin, haben die Kraft Runners mittlerweile

Ableger in vielen Städten Deutschlands, aus denen natürlich

jede Menge Läufer:innen zum GENERALI BERLINER

HALBMARATHON reisten. Das Motto der Running Crew: Geil

ballern und Spaß haben. Wie sie für gute Laune sorgen, bewiesen

die Kraft Runners schon beim Gruppenfoto vor dem

Start auf der Wiese vor dem Bundestag.



Wer Helm trägt, kann auch schnell mal zum Irokesen werden.

Eine der 1025 Skater:innen, die sich für den GENERALI BERLINER

HALBMNARATHON 2024 angemeldet hatten.



DIE BESTEN BILDER

M E H R

L A U F - F O T O S


So grün wie an diesem warmen

7. April war der Tiergarten selten

bei einem GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON, wenn sich Zehntausende

auf ihren 21,0975 Kilometer langen

Weg durch die Hauptstadt machen.


DIE BESTEN BILDER

Für eine sportliche Spitzenleistung sorgte Merle

Menje im Rennrollstuhl: Mit ihrer Zeit von 50:37

Minuten stellte die 19-Jährige einen neuen deutschen

Halbmarathon-Rekord auf und ließ auch das Männerfeld

komplett hinter sich. Dabei musste sie – wie

hier vor dem Humboldt-Forum im wiederaufgebauten

Berliner Stadtschloss – fast das komplette Rennen

allein bestreiten. „Es war heute sehr hart. Da ich

momentan aber sehr gut im Training bin, war der

Rekord mein Ziel“, meinte sie im Ziel.



DIE BESTEN BILDER

Wenn ein Hase zeigt, wie viel

Liebe im Laufen steckt, ist

Halbmarathonzeit in Berlin.



Alles rauslassen, was an

Lebens- und Lauffreude da

ist. Das geht in Berlin

besonders gut.


SCC EVENTS bedankt sich bei

seinen offiziellen Sponsoren

und Partnern für ihre

freundliche Unterstützung

Der Polizeipräsident in Berlin | Berliner Feuerwehr

Verlag Der Tagesspiegel GmbH | Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

ADAC Berlin-Brandenburg | Mall of Berlin | WWF Deutschland

Bezirksamt Mitte von Berlin

Berliner Tiefbauämter: Mitte-Tiergarten, Charlottenburg-Wilmersdorf,

Tempelhof-Schöneberg, Kreuzberg-Friedrichshain

Renault Retail Group Deutschland GmbH Niederlassung Berlin

Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co. KG

Senatsverwaltung für Inneres und Sport

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abt. III — Geoinformation

Feels.Like | K-TEL Communications GmbH | Shokz | Sony Pictures

Berliner Leichtathletik Verband e.V. | alle Medien


DIE BESTEN BILDER

Ob das Wasser aus der Spritzflasche bei über

20 Grad und Sonne tatsächlich die Läufer:innen

zwecks Kühlung erreicht hat? Fraglich. Aber die

Geste zählt und zeigt, dass man sich in Berlin

Gedanken macht, wie man vom Streckenrand

aus für Unterstützung sorgen kann.



DIE BESTEN BILDER


Am Berliner Stadtschloss sind schon fast 19

Kilometer geschafft. Da kann man schon mal

für den Zieljubel am Brandenburger Tor üben.


DIE BESTEN BILDER

Mit Musik für den richtigen Push sorgen –

das funktioniert im Jahr 2024 auch ohne

Instrumente prima.



DIE BESTEN BILDER


Für viele einer der größten Momente überhaupt:

Wenn das Brandenburger Tor durchquert ist,

sind es nur noch wenige Meter bis ins Ziel.


Die Finisher-Medaille um

den Hals, das Brandenburger

Tor im Rücken, gewärmt von

einem Poncho. Gibt es

schönere Selfie-Motive?


Noch schöner als Selfies sind

aber die Bilder, für die man

auf der Strecke dem Fotografen

fast in die Arme läuft ...


DIE BESTEN BILDER

Auch Pacer empfinden im Ziel Glücksgefühle,

wenn sie ihren Job gemacht haben und jede

Menge Leute zur gewünschten Halbmarathonzeit

geführt haben.



DIE BESTEN BILDER


S U P E R H A L F S - F O T O S

2024 gehört der GENERALI BERLINER HALBMARATHON zum ersten

Mal zu den SuperHalfs. Das ist eine Serie von sechs prestigeträchtigen

Halbmarathonrennen in Lissabon, Prag, Kopenhagen, Cardiff, Valencia

und jetzt auch Berlin. Wer innerhalb von höchstens 60 Monaten jedes

der Rennen in Portugal, Tschechien, Dänemark, Wales, Spanien und der

deutschen Hauptstadt mindestens einmal absolviert, erhält eine ganz

besondere Medaille. In Berlin vollendeten einige bereits ihre SuperHalf-

Serie, weil sie zuvor schon die anderen fünf Halbmarathons bestritten

hatten. Dafür gab‘s vor Ort die Supermedaille.


Wer nach einem halben Marathon noch Kraft hat, andere zu tragen, ist

sicher schon wieder bereit für den nächsten großen Lauf. In Berlin gibt‘s

genug davon, wie ein Blick auf www.scc-events.com verrät.


Foto: ® skynesher / iStockphoto

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DIE BESTEN BILDER

So feierten die Finisher sich selbst und die Top-

Läufer:innen: Im Festsaal Kreuzberg begrüßte

Moderator Dr. Karsten Holland die Sieger:innen

und Platzierten auf der Bühne und das partywütige

Laufvolk auf der Tanzfläche davor.


M E H R

PA RT Y- F O T O S


DIE BILANZ DER 43. AUFLAGE

Sonnetag

fürs

Laufen

Der 43. GENERALI BERLINER HALBMARATHON war der größte bisher:

Genau 32.989 Finisher wurden am Brandenburger Tor gezählt. Und das

ungewöhnliche Sommerwetter im April dürfte auch mehr Menschen an den

Rand der Strecke gelockt haben als bei allen 42 Ausgaben zuvor. Sie feierten

zusammen mit den Sportler:innen eins der größten Sportfeste Europas.



DIE BILANZ

Glückliche Gesichter, wohin man schaute. Das macht Laufveranstaltungen aus.

Und ganz besonders den GENERALI BERLINER HALBMARATHON.

Sehr selten gab es einen

GENERALI BERLINER

HALBMARATHON, bei dem die

Menschen am Straßenrand in

Sommerkleidung die Athleten

unterstützen konnten. Während

sie die warmen Temperaturen

genossen, waren es

herausfordernde Bedingungen

für die Läufer:innen. Die

erhofften spitzensportlichen

Rekorde blieben so trotz einer

Rekordzuschauerkulisse auf

der Strecke. Die ungewöhnlich

hohen Temperaturen von am

Ende deutlich über 20 Grad

Celsius machten sämtliche

Hoffnungen auf die avisierten

Topzeiten zunichte.

Der kenianische Favorit Daniel

– 54 –


Lächeln. Auch beim Gedanken an das Leid in der Ukraine. Laufevents wie der

GENERALI BERLINER HALBMARATHON sind immer auch Symbole der Hoffnung.

Ebenyo siegte in 59:30 Minuten

vor seinen Landsleuten Amos

Kurgat (59:42) und Isaia Lasoi

(59:47). Bester deutscher Läufer

war Samuel Fitwi (Silvesterlauf

Trier), der als Neunter

in 61:33 Minuten eine persönliche

Bestzeit erreichte und

die Norm für die Europameisterschaften

im Juni in Rom

um sieben Sekunden unterbot.

Eine große Überraschung

gab es bei den Frauen: Die erst

19-jährige äthiopische Newcomerin

Tekle Muluat triumphierte

in 66:53 vor ihrer Landsfrau

Ftaw Zeray, die nach 67:22 im

Ziel am Brandenburger Tor war.

Dritte und beste Deutsche wurde

Melat Kejeta (Laufteam Kas-

– 55 –


DIE BILANZ

Auf der EXPO wurden 531 gebrauchte, aber noch brauchbare Laufschuhe

gesammelt, mit denen die Berliner Stadtmission Bedürftigen hilft.

sel), die mit 67:26 eine deutsche

Jahresbestzeit aufstellte.

Rekorde verzeichnete der 43.

GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON bei den Teilnehmenden.

Die ersten davon

schon vor dem Start: 38.712

Läufer:innen, 1025 Skater, 15

Handbiker und 11 Rennrollstuhlathlet:innen

aus 134 Nationen

hatten sich angemeldet – mehr

als je zuvor. „Der Laufboom hält

an, das zeigen auch die 15.000

Läufer:innen, die erstmals in

Berlin starteten“, erklärt Jürgen

Lock, Geschäftsführer von

Organisator SCC EVENTS. An

den Start gingen 33.629 Sportler:innen,

von denen 32.989

ihre Distanz finishten, das sind

gut 17 Prozent mehr als 2023.

Am Halbmarathonsonntag erreichten

dann erstmals beim GE-

NERALI BERLINER HALBMARA-

THON über 30.000 Läufer:innen

das Ziel am Brandenburger Tor.

– 56 –


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Die Zahl der Lauffinishs ist um

gut 2000 gegenüber dem bisherigen

Rekord aus dem Jahr 2019

gestiegen. Damals hatten 28.670

Läufer:innen das Ziel erreicht.

Der GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON gehört damit zu

den größten Rennen weltweit

über die 21,0975 Kilometer lange

Distanz.

Generali bleibt mindestens

drei Jahre Titelsponsor

Am Rande der Veranstaltung

kündigte Stefan Lehmann,

Vorstandsvorsitzender der

Generali Deutschland AG, die

Vertragsverlängerung des Titelsponsoring

an: „Ich freue

mich sehr, dass die Generali

Deutschland ihr Engagement

als Titelsponsor des

GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON um weitere drei

Jahre verlängern konnte. Gemeinsam

mit unserem Partner

SCC EVENTS GmbH wollen wir

diese Veranstaltung auch in

den kommenden Jahren kontinuierlich

weiterentwickeln“,

sagte er. „Der GENERALI

BERLINER HALBMARATHON

bringt Jahr für Jahr Zehntausende

Menschen unterschiedlichster

Herkunft zusammen.

Wir sind fest überzeugt von der

integrativen Kraft des Sports.“

Sein Unternehmen war mit

mehr als 100 Mitarbeitenden

aus acht europäischen Ländergesellschaften

dabei. „Gemeinsam

zeigen wir Haltung als

Versicherer, Arbeitgeber und

Corporate Citizen, indem wir

für Diversität, Integration, Vielfalt,

Demokratie und Toleranz

einstehen. Zudem wollen wir

mit unserer Initiative ‚Generali

bewegt Deutschland‘ zu einem

gesundheitsbewussteren und

nachhaltigeren Lebensstil motivieren.

Laufen fördert körperlich

wie auch geistig die

Gesundheit und wirkt damit

präventiv gegen die häufigsten

Volkskrankheiten“, erklärte der

Vorstandsvorsitzende.

Jürgen Lock in seiner Funktion

– 58 –


Das Rot der Generali wird auch weiter den größten

Halbmarathon Deutschlands prägen. So wie hier

beim Zieleinlauf der schnellsten Deutschen

Melat Kejeta. Der Titelsponsor bleibt

für mindestens drei weitere

Jahre an Bord.

als Geschäftsführer von SCC

EVENTS freute sich über die

Fortsetzung des Engagements

der Generali Deutschland AG

als Titelsponsor für mindestens

drei Jahre: „Das beiderseitige

Verständnis zu so wichtigen

Themen wie umfänglicher

Nachhaltigkeit (wirtschaftliche

Entwicklung, soziale Gerechtigkeit,

Umweltschutz), Aktivierung

von Bewegung sowie

dem Schaffen von Emotionen

bei einem Event, das Generationen

zusammenbringt, stärkt

diese wichtige Partnerschaft.”

– 59 –


Gemeinsam mit dem WWF als

offiziellem Charity-Partner setzen

sich die Veranstalter des

GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON seit Jahren dafür

ein, ihre Laufveranstaltungen

nachhaltiger zu gestalten.

Nachhaltig laufen

kommt gut an

Entscheidender Aspekt dabei

ist, auch die Teilnehmenden

einzubeziehen – was 2024 besonders

gut gelungen ist: Mit

der Schuhspende auf der HALB-

MARATHON EXPO wurden

gemeinsam mit der Berliner

Stadtmission gut erhaltene

Laufschuhe für wohnungslose

Menschen bzw. Menschen in

Not gesammelt.

Dabei kamen 531 Paar Schuhe

zusammen, die fast zu 100

Prozent für die Weitergabe geeignet

waren. Zum Vergleich:

Vor einem Jahr wurden 156

Paar abgegeben. Unmittelbar

vor dem Start überließen die

Teilnehmenden über 650 Kilogramm

gebrauchte Sportkleidung

der Stadtmission, von

denen 98 Prozent an Bedürftige

weitergegeben werden

können. Bei sonst üblichen

Kleiderspenden liegt der Anteil

von verwertbaren Kleidungsstücken

bei 20 bis 50

Prozent.

Wer bei Events läuft, ist oft

in privilegierter Situation

„Wir müssen uns immer wieder

vor Augen führen, dass wir uns

in einer absolut privilegierten

Situation befinden“, erklärte

Jürgen Lock dazu, „für eine

Vielzahl von Menschen in Berlin

ist es keinesfalls selbstverständlich,

ein Dach über dem

Kopf zu haben. Umso mehr

hoffen wir, dass wir durch die

gemeinsame Initiative mit der

Berliner Stadtmission dazu

beitragen, den wohnungslosen

Menschen ein Stück Würde zurückzugeben.“

– 60 –


Wir bedanken uns bei 2.650 Volunteers, die

den GENERALI BERLINER HALBMARATHON

zu so einem tollen Event gemacht haben.


655,5

Kilo gebrauchte Kleidung,

mit der sich die Teilnehmenden

vor dem Start warmgehalten

hatten, wurden eingesammelt, um

sie an Bedürftige weiterzugeben.

98 Prozent davon konnten

verwendet werden.

K L E I D E R S A M M L U N G

163.520

S I C H E R H E I T S N A D E L N

Sicherheitsnadeln

wurden zur Befestigung

der Startnummern

für die Teilnehmenden

bereitgestellt.

E N E R G I E PA K E T E

38.000

Energie-Gels der

Marke Gel 100 von

Maurten wurden

unterwegs

verzehrt.


B A N A N E N

33.000

Bananen wurden für die

Teilnehmenden bereitgestellt.

3800 davon

blieben übrig und wurden an

die Berliner Tafel für

Bedürftige

gespendet.

An zwei Verpflegungspunkten kamen

90.000 Mehrwegbecher zum Einsatz.

Diese werden gereinigt und wieder

verwendet. Getreu dem Motto: „Follow

the green Line – gemeinsam

für einen nachhaltigeren Halbmarathon.“

W E N

I G E R

B E C H E R

11,6

Prozent weniger

Trinkbecher aus recyceltem

PET wurden im Vergleich zu

2023 für die Wasserversorgung

benötigt. Und das, obwohl

die Teilnehmendenzahl

um 17,3 Prozent

stieg.


Finisher-Emotionen

bei TV-Star und

Weltmeister

– 64 –


TV-Moderator Kai Pflaume

und Fußball-Weltmeister

André Schürrle waren zwei der

Prominenten, die sich beim 43.

GENERALI BERLINER HALBMA-

RATHON unter die Teilnehmenden

gemischt hatten. In 1:41:14

Stunden erreichte der Weltmeister

von 2014 das Ziel gut

eine halbe Minute vor Fernseh-

Moderator Kai Pflaume (1:41:51),

der von den ehemaligen Lauf-

Assen Philipp Pflieger und Ingalena

Schömburg-Heuck auf den

21,0975 Kilometern begleitet

wurde. „Die Stimmung an der

Strecke war unglaublich. Es hat

Spaß gemacht“, schwärmte der

Moderator von dem Lauf. Für

Kai Pflaume war die Stimmung

in Berlin sogar vergleichbar

mit dem New York Marathon,

den er vergangenes Jahr ebenfalls

in Begleitung von Philipp

Pflieger gefinisht hat. Für Kai

Pflaume ist das Laufen und die

Kondition dahinter mittlerweile

Teil seines Jobs: „Die Shows

werden immer länger, da muss

ich fit sein.“ Mit CDU Generalsekretär

Carsten Linnemann

sowie der JuLi-Vorsitzenden

Franziska Brandmann war auch

das politische Berlin beim Halbmarathon

vertreten.


INKLUSION

Beim Inklusionslauf, der in Zusammenarbeit mit der Donnersmarck-Stiftung stattfand,

ging es für 38 Teilnehmende und Betreuer:innen über die letzten 1,5 Kilometer

des Originalkurses. Start war das Strecken-Highlight Gendarmenmarkt. Über die

gesamte Strecke von 21 Kilometern fanden die Deutschen Meisterschaften der

Para-Athleten statt.

Top Ten der Nationen*

Land

Prozent

Deutschland 63,1

Dänemark 8,2

Großbritannien 3,2

Polen 3,1

Niederlande 2,5

Norwegen 1,7

Italien 1,6

Spanien 1,5

Frankreich 1,4

Irland 1,3

*) nach dem prozentualen Anteil

an der Gesamt-Anmelde-Zahl

Laufen ist eine Lifetime-Sportart und hält jung:

Insgesamt 21 Teilnehmende – fünf Frauen und 16

Männer – im Alter von über 80 Jahren erreichten

bei den Läuferinnen und Läufern das Ziel. Sie

benötigten für die 21,0975 Kilometer zwischen

2:26:50 und 3:29:52 Stunden.

– 66 –


42

Prozent der

Teilnehmenden sind

mittlerweile Frauen.

Im vergangenen Jahr

waren es noch

40 Prozent.

T E N D E N Z : S T E I G E N D

Nur einer hieß wie das nette Wiesel

Fridolin Flink heißt das Maskottchen von

Halbmarathon-Organisator SCC EVENTS.

Das Wiesel kümmerte sich rührend um viele

Finisher. Und von denen hieß exakt einer

genauso wie das Maskottchen: Fridolin.

Dieser finishte in 1:47:05Stunden

auf Platz 5111. Vier Finisher aus

Schweden, Deutschland und

Österreich tragen übrigens

den Nachnamen Berlin.


DAS ELITERENNEN DER MÄNNER


Geschmolzene

Rekord-

Hoffnungen

Daniel Ebenyo hatte Großes vor auf der schnellen Berliner Strecke: Der Kenianer

versuchte, den Weltrekord anzugreifen. Doch am Ende war der Halbmarathon-

Vize-Weltmeister in 59:30 Minuten in der Wärme von Berlin fast zwei Minuten

langsamer Jacob Kiplimo (Uganda) bei dessen vor drei Jahren in Lissabon aufgestellten

Bestmarke von 57:31 Minuten. Mit seinem überlegenen Sieg sorgte

Daniel Ebenyo dennoch für Begeisterung am Streckenrand.

Texte: Jörg Wenig


Kontakt zum Rest des Feldes hatte Sieger Daniel

Ebenyo nur am Start. Er rannte so schnell los,

dass er schon nach wenigen Metern allein mit

seinem Tempomacher unterwegs war.

– 70 –


– 71 –

D

ie ersten Zwischenzeiten für

Daniel Ebenyo lagen tatsächlich

sehr deutlich unter denen des

Weltrekords von von 57:31 Minuten.

Hinter Tempomacher Bravin

Kiptoo (Kenia) laufend, hatte sich

Ebenyo unmittelbar nach dem

Start abgesetzt und lief schnell

weit vor seinen Konkurrenten.

Das Duo passierte dann die Fünf-

Kilometer-Marke in superschnellen

13:28 Minuten, was auf eine

Zeit von unter 57:00 hinauslief.

Zum Vergleich: die deutsche Bestzeit

über fünf Kilometer auf der

Straße steht bei 13:31. Doch das

enorm hohe Tempo war bei den

steigenden Temperaturen deutlich

zu schnell, was sich im Rennverlauf

rächen sollte.

An der Zehn-Kilometer-Marke

lag die Zwischenzeit mit 27:29

Minuten bereits außerhalb des

Weltrekord-Bereiches und Tempomacher

Kiptoo ging aus dem

Rennen. Fortan lief Daniel Ebenyo

alleine an der Spitze und

verlor weiter Zeit, so dass auch

die Jahresweltbestzeit (58:24)


DAS RENNEN DER FRAUEN MÄNNER

Die Top Ten 2024

Läufer Land Zeit

1. Daniel Ebenyo KEN 59:30

2. Amos Kurgat KEN 59:42

3. Isaia Lasoi KEN 59:47

4. Benard Biwott KEN 60:21

5. Bravin Kiprop KEN 60:29

6. Diego Estrada USA 61:05

7. Robert Koech KEN 61:27

8. Victor Kimutai KEN 61:29

9. Samuel Fitwi GER 61:33

10. Selvarolo Pasquale ITA 61:57

und der Streckenrekord (58:42)

außer Reichweite rückten. Auf

den letzten sieben Kilometern

schmolz dann der große Vorsprung

von Daniel Ebenyo so

deutlich, dass es für ihn noch

einmal eng wurde. Doch der Kenianer

rettete sich ins Ziel. Mit

59:30 hatte er am Ende noch

zwölf Sekunden Vorsprung auf

Amos Kurgat. Auch Samuel Fitwi

hatte überraschende Rekord-Absichten.

Er startete einen Angriff

auf die deutsche Bestzeit von

Amanal Petros (Marathon Team

Berlin/60:09) und wollte als

erster Deutscher eine Zeit von

unter einer Stunde erreichen.

Nach einer Fünf-Kilometer-Zwischenzeit

von 14:09 Minuten, die

auf 59:40 hinauslief, erreichte

Fitwi den Zehn-Kilometer-Punkt

nach 28:32 Minuten. Damit lag

er noch ungefähr im Bereich des

– 72 –


deutschen Rekordes. Doch auch

Samuel Fitwi konnte das Tempo

nicht halten. Bei Kilometer

15 zeigte die Uhr 42:58 Minuten

an, was nun auf eine Endzeit von

knapp unter 60:30 hindeutete. In

der Folge wurde er deutlich langsamer

und die Zeit von Amanal

Petros war dann schnell endgültig

außer Reichweite. Immerhin

steigerte er seine persönliche

Bestzeit auf 61:33 Minuten und

blieb unter der EM-Norm von

61:40.

Fitwi läuft bis zur Halbzeit

auf Rekordkurs

„Ich wollte eigentlich den deutschen

Rekord angreifen und zumindest

eine 60er-Zeit laufen.

Bei Kilometer zehn waren wir

noch gut im Rennen, doch dann

wurde es zu warm und nach 16

Kilometern ging nichts mehr“,

sagte Samuel Fitwi. „Ich freue

mich, dass ich wenigstens eine

persönliche Bestzeit und die EM-

Norm erreicht habe. Ein neunter

Platz ist zudem eine gute Plat-

zierung in diesem Rennen in

Berlin.“ Die nächstbesten Deutschen

waren Aaron Bienenfeld

(SSC Hanau-Rodenbach) auf

Platz zwölf in 62:34 und Johannes

Motschmann (Marathon

Team Berlin), der als 14. 62:46

erreichte. Hendrik Pfeiffer (TK

Hannover) wurde 15. in 63:05,

Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg)

17. mit 63:32.

Starkes

deutsches Feld

„Ich bin zufrieden, denn es war

ein hartes Rennen“, sagte Johannes

Motschmann, der vor

zwei Jahren in Berlin bester

Deutscher war und damals seine

Bestzeit von 61:45 Minuten lief.

„Es war dieses Mal ein besonders

starkes deutsches Feld am

Start, daher ist der dritte deutsche

Platz für mich ein gutes Resultat.“

Johannes Motschmann

wird nun beim London-Marathon

am 21. April starten und will dort

erstmals eine Zeit unter 2:10

Stunden erreichen.

– 73 –


DAS ELITERENNEN DER FRAUEN

Siegpremiere

Auch im Rennen der Frauen

zeigte sich schnell, dass es

dieses Mal in Berlin zu warm

für Rekorde war. Auf den ersten

Kilometern deuteten die

Zwischenzeiten der Spitzengruppe

noch auf eine Endzeit

von unter 65:00 Minuten und

somit auf eine Streckenrekordjagd

(65:02) hin. Melat Kejeta

lag anfangs im Bereich des Europarekordes

der Holländerin

Sifan Hassan (65:15). Ihr eigener

deutscher Rekord steht bei

65:18.

Doch schon bei Kilometer zehn

waren die Rekord-Hoffnungen

dahin. Die Äthiopierinnen Tekle

Muluat und Ftaw Zeray hatten

die Führung übernommen und

passierten diese Marke nach

31:25. Diese Zeit lief nun auf ein

Ergebnis von 66:15 hinaus. Melat

Kejeta war etwas zurückgefallen

und hatte als Fünfte eine

Zwischenzeit von 31:34, was auf

rund 66:35 hindeutete.

Es ging in der Folge mehr um

den Sieg und die Podest-Plätze

als um Rekordzeiten. Knapp

fünf Kilometer vor dem Ziel

setzte sich Tekle Muluat von

– 74 –


DAS RENNEN DER FRAUEN

Die Top Ten 2024

Läuferin Land Zeit

1. Tekle Muluat ETH 66:53

2. Ftaw Zeray ETH 67:22

3. Melat Kejeta GER 67:26

4. Winnie Kimutai KEN 68:41

5. Lauren McNeil GBR 70:10

6. Clara Evans GBR 70:11

7. Miriam Dattke GER 71:01

8. Eva Dieterich GER 71:15

9. Lelise Wakweya ETH 71:59

10. Philippa Bowden GBR 72:15

Am Stadtschloss war Tekle Muluat

schon allein an der Spitze und lief

ungefährdet ihrem ersten großen Sieg

bei ihrem zweiten Rennen außerhalb

Äthiopiens entgegen.

© imago images/Camera4


Ftaw Zeray ab und lief in ihrem

zweiten Rennen überhaupt außerhalb

Äthiopiens noch zu einem

klaren Sieg. Mit 66:53 hatte

sie am Ende einen Vorsprung

von 29 Sekunden auf Zeray.

Melat Kejeta machte anfangs

der zweiten Hälfte des Rennens

noch zwei Plätze gut und wurde

in 67:26 Dritte.

Als zweitbeste deutsche Läuferin

zeigte Miriam Dattke (LG

Telis Finanz Regensburg) auf

Platz sieben in 71:01 einen Aufwärtstrend

nach zuletzt enttäuschenden

Rennen. Mit Platz

acht überraschte Eva Dieterich

(LAV Stadtwerke Tübingen) mit

einem guten Halbmarathon-De-

büt in 71:15. Kristina Hendel (LG

Braunschweig/72:31) belegte

Rang elf, Esther Pfeiffer (Hannover

96/72:32) Platz zwölf

und Deborah Schöneborn (Marathon

Team Berlin/73:12) kam

als 15. ins Ziel. Einmal mehr

war es nicht der Tag von Rabea

Schöneborn (Marathon Team

Berlin). Die Zwillingsschwester

von Deborah ging nach Kilometer

15 vorzeitig aus dem

Rennen. Aber sie war nicht die

einzige Eliteathletin, die bei den

schwierigen Bedingungen nicht

ins Ziel kam. Auch europäische

Topläuferinnen wie Fabienne

Schlumpf (Schweiz) und Sofiia

Yaremchuk (Italien) gaben auf.

Miriam Dattke machte sich im Tiergarten

auf den Weg zurück zu alter

Stärke. In 71:01 Minuten war sie auf

Rang neun zweitbeste Deutsche.


gratuliert allen Läufer*innen

zur Teilnahme am großen:

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MELAT KEJETA & TEKLE MULUAT

Schnelle


Die deutsche Favoritin Melat

Kejeta war nicht überrascht von

der Stärke der Siegerin Tekle

Muluat. Die beiden kennen

sich gut, weil sie gemeinsam

in Äthiopien trainieren.

Tekle Muluat war die unerwartete

Siegerin des 43.

GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON. Erst als eine der

letzten Top-Athletinnen von

ihrem italienischen Manager

Gianni Demadonna noch für

das Rennen gemeldet, war die

Äthiopierin als erste im Ziel am

Brandenburger Tor.

„Ich bin sehr glücklich, gewonnen

zu haben, denn damit hatte

ich nie gerechnet“, sagte Tekle

Muluat. Die 19-jährige Newcomerin

war erst rund ein Monat

vor dem Rennen in Berlin

Bekannte


MELAT KEJETA & TEKLE MULUAT

zum ersten Mal außerhalb ihres

Heimatlandes an den Start gegangen.

Beim traditionellen

Rom-Ostia-Halbmarathon war

sie dabei Zweite in 67:41 Minuten.

Nun verbesserte sich Tekle

Muluat bei ihrem ersten großen

Sieg auf 66:53 Minuten.

Kejeta über die Siegerin:

„Sie ist sehr schnell“

Melat Kejeta war nicht überrascht

von der starken Leistung

ihrer früheren Landsfrau. „Ich

kenne Tekle, denn wir haben in

Addis Abeba zusammen trainiert“,

erzählte die aus Äthiopien

stammende deutsche Rekordlerin

(65:18) des Laufteams

Kassel. „Wir haben mit Gianni

Demadonna den selben Manager

und sind daher zusammen

in einer Gruppe. Tekle kam vor

rund drei Monaten neu hinzu.

Ich habe beim Training schon

gesehen, dass sie eine sehr

gute Grundschnelligkeit hat.

Wenn wir 100 Meter gesprintet

sind, war sie immer vor mir.“


Melat Kejeta, die eigentlich zumindest

eine Zeit unter 67:00

Minuten erreichen wollte und

am Ende mit 67:26 Dritte wurde,

war angesichts der hohen

Temperaturen nicht unzufrieden

mit ihrem Rennen. Immerhin

erreichte sie eine deutsche

Jahresbestzeit und sortierte

sich in der europäischen Jahresbestenliste

auf Rang drei ein.

„Ich bin insgesamt zufrieden

mit meiner Leistung. Am Anfang

lief es sehr gut, aber dann

wurde es heiß und auch etwas

windig. Ich musste das Tempo

drosseln“, sagte Melat Kejeta.

„Die Stimmung in Berlin war

wieder sehr gut, ich laufe gerne

hier.“ 2018 hatte sie das Rennen

bereits gewonnen. Damals

lief sie noch als Äthiopierin

und eine Zeit von 69:04 Minuten

reichte zum Sieg. Ein Jahr

später erhielt sie die deutsche

Staatsbürgerschaft.

Melat Kejeta wird mit ihrer

knapp zweijährigen Tochter

nun wieder ins Trainingslager

nach Addis Abeba zurückkehren

und sich dort auf die zwei

großen Sommer-Highlights vorbereiten.

„Wenn ich trainiere,

kümmert sich ein Kindermädchen

um meine Tochter“, erzählt

Melat Kejeta.

Der Traum von der

Olympiamedaille lebt

Bei den Europameisterschaften

in Rom gehört sie im Juni über

die Halbmarathondistanz zu

den Favoritinnen, beim Olympia-Marathon

in Paris kann sie

eine sehr gute Platzierung erreichen.

Bei den Spielen 2021 in

Japan war sie bereits Sechste

im Marathon. „Ich habe mich

entschlossen, im April nicht den

Boston-Marathon zu laufen, um

mich voll auf die Olympischen

Spiele konzentrieren zu können“,

sagte Melat Kejeta. „Bei

der EM in Rom haben wir ein

starkes deutsches Team. Und

bei Olympia in Paris würde ich

natürlich gerne eine Medaille

gewinnen.“

– 81 –



REGISTRIEREN

Mach‘s

nochmal!

Hier geht‘s zur Registrierung für den

44. GENERALI BERLINER HALBMARATHON

am 6. April 2025

www.generali-berliner-halbmarathon.de

83


Die Läuferinnen und Läufer, die als Erste das Ziel erreichen,

kennt nach dem GENERALI BERLINER HALBMARATHON die

ganze Welt. Aber bei jedem Lauf gibt es so viele Siegerinnen

und Sieger mehr – auch wenn sie nicht die Schnellsten sind.

Wir haben einige von ihnen im Ziel getroffen und uns von

ihren Emotionen begeistern lassen.

Texte: Christian Ermert, Anja Herrlitz, Marleen Neumeier

Fotos: Andreas Schwarz


Zu Gast

bei Freunden


Alexander hat vor einem Jahr mit dem Laufen angefangen und 25 Kilo abgenommen.

Seitdem bedeutet Laufen für ihn Lebensqualität, Spaß und Gemeinschaftsgefühl.

Der Zwei-Meter-Mann kommt aus Wien, arbeitet in Berlin und ist in

beide Städte verliebt. Für ihn war es der erste Halbmarathon überhaupt. Den wollte

Alexander hier in Berlin mit seinen Freunden laufen. Und es war wunderschön –

sein Tageshighlight: Der Zieleinlauf. Es geschafft zu haben, die wunderschöne Strecke

und das tolle Wetter haben diesen Tag für Alexander perfekt gemacht.

– 86 –


Erst den ganzen Marathon, dann den halben: Celina aus Potsdam. „Ich habe

letztes Jahr den Marathon hier in Berlin mitgemacht und musste mich danach unbedingt

auch für den Halbmarathon anmelden“, sagte die Brandenburgerin. Der

Halbmarathon fiel ihr schwerer als der Marathon. Denn sie ist mit einer schnellen

Pace gestartet. Eine Bestleistung gab es für Celine trotz starker 1:36:24 Stunden

nicht, aber zufrieden war sie trotzdem. Denn die sportbegeisterte Polizistin findet

die Atmosphäre gerade in Berlin immer unbeschreiblich: „Es war mal wieder einzigartig.“

– 87 –


LDNSELECT: Das ist eine Running Crew aus London, zu der diese drei gehören.

Sie sind das erste Mal beim GENERALI BERLINER HALBMARATHON gestartet.

und waren sechs Tage lang in Berlin. „Wir sind stolz auf unsere Ergebnisse und das

Event ist sehr gut organisiert“, war sich das Trio einig. Ihre Highlights waren die

Stimmung und die laute Menschenmasse überall.

– 88 –


Wer als Flasche läuft, darf keineswegs eine sein: Paul hat zum ersten Mal das

Kostüm des Sponsors auf den Straßen Berlins getragen. „Der Lauf sollte eigentlich

locker sein, aber am Ende war es mehr so ,All Out‘“, meinte er. Denn das Flaschen-

Outfit ist zwar leicht, aber es kommt keine Luftzug durch. Ziemlich hart bei Wärme.

Paul kommt aus Berlin, arbeitet als Versicherungskaufmann und trainiert für den

Triathlon. Er fand es auch als Flasche schön, mit vielen coolen Leuten in seiner

Heimatstadt zu laufen. Und: „Für einen Startplatz macht man doch alles, oder?“

– 89 –


Sandra und Ana Sofia sind aus Valencia nach Berlin gereist. Und waren überrascht

von den hohen Temperaturen. Die Spanierinnen waren zum ersten Mal in

Berlin. „Es war toll“, meinte Sandra. Ihr Freundin arbeitet für den Valencia-Marathon.

Nur fünf Stunden nach dem Rennen ging es für die beiden mit dem Flugzeug

schon wieder zurück in die Heimat. Die Menschenmassen am Streckenrand und

die Stimmung unter den Läuferinnen und Läufern waren für sie das Beste am 43.

GENERALI BERLINER HALBMARATHON.

– 90 –


Das Radrennen in Berlin

4. AUGUST 2024

Erlebe die Hotspots der

City auf freier Strecke!

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Bestleistung beim besten Halbmarathon: Sarah kommt ursprünglich aus Großbritannien

und ist für ihren Mann nach Brandenburg gezogen. Sie ist überzeugt:

Der GENERALI BERLINER HALBMARATHON ist der beste Halbmarathon in ganz

Europa. „Beste Stimmung, beste Strecke, wirklich der Beste.“ Und die Umweltberaterin

selbst war bei ihrem dritten Halbmarathon in Berlin besser als je zuvor: In

1:47:19 Stunden lief sie persönliche Bestzeit. Und war einfach nur begeistert.

– 92 –


Oben ohne den Papa abgehängt: Jan-Erik aus Bielefeld ist durch seinen Vater zum

Laufen gekommen. Die beiden haben relativ früh angefangen zusammen zu laufen.

In Berlin war Jan-Erik in 1:48:33 Stunden schneller. Einen Tag vor seinem Geburtstag

lief der Zwanzigjährige seinen fünften Halbmarathon – vier seiner Finishs

waren in Berlin. Im Ziel wartete der Sportmanagement-Student von der Kölner

Sporthochschule glücklich auf seinen Vater und das gemeinsame Siegerbierchen.

– 93 –


Sie weiß, was glücklich macht: Ganz ohne Stress laufen und auf den Körper hören:

Laura aus Berlin war schon oft bei den Läufen von SCC Events dabei und rennt

auch Marathons. Die Sonderpädagogin ist dieses Mal ohne eine bestimmte Zielzeit

gelaufen: „Das hat richtig Bock gemacht. Ich habe auf meinen Körper gehört und

meine Pace an die Wärme angepasst. Bei dem warmen Wetter waren noch mehr

Leute an der Strecke als und die Stimmung war noch mal besser.“

– 94 –


Andrey kommt aus Russland, lebt aber schon lange in Berlin. Für ihn verlief der

Raceday perfekt und besser als er gedacht hätte. Die Uhr stoppte für ihn bei 1:34:02

Stunden. Der Programmierer war gut auf das warme Wetter vorbereitet. Denn Andrey

ist erfahrener Hobbyläufer aus Leidenschaft und hat bereits unzählige Halbmarathons

hinter sich – unter anderem auch schon viele in Berlin. Hier trainiert er

so oft es geht und dreht meist im Grunewald seine Runden.

– 95 –


Eigentlich schwimmt Lara-Isabell lieber, als dass sie läuft … Aber den GENERA-

LI BERLINER HALBMARATHON hat die Triathletin vom SCC Berlin jetzt schon zum

dritten Mal absolviert. Die angehende Grundschullehrerin plant noch mehr: Beim

BMW BERLIN-MARATHON will sie zum ersten Mal 42,195 Kilometer laufen. Weil sie

so begeistert von der Stimmung ist. Vom Triathlon ist sie anderes gewohnt: „Beim

Radfahren gibt es immer Abschnitte ganz ohne Publikum. Und beim Schwimmen

ist man komplett allein.“

– 96 –


Sein erster Halbmarathon außerhalb von Großbritannien war für Peter aus der

Nähe von Cambridge ein Riesenerlebnis: „Ich habe jede Sekunde dieses Events

genossen. Es gab sehr viel Support von den Zuschauern, das hat sehr viel Spaß

gemacht. Es war fantastisch, so viele Leute hier zu sehen“, berichtete der Banker

über seinen tollen Tag in Berlin. Im Vergleich zu seinen Halbmarathons in Großbritannien

waren in Berlin sehr viel mehr Leute unterwegs.

– 97 –


In Berlin ist Christopher aus Manchester schon seinen zehnten Halbmarathon

gelaufen, obwohl er eigentlich Triathlet ist. Nachdem er in der deutschen Hauptstadt

bereits den vollen Marathon gelaufen war, war er dieses Jahr zum ersten Mal

für den halben da. Neben den zehn Halbmarathons hat er schon 16 volle Marathons

in den Beinen. Dreimal pro Woche läuft er mit seinem Run Club und geht daneben

noch radfahren und schwimmen. In Berlin haben ihn vor allem die tolle Kulisse und

die vielen Musik-Bands überall an der Strecke begeistert.

– 98 –


Das Sport-Event in Rheinsberg!

30.06.24

#erfrischendhärter

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– 99 –


Normalerweise dreht Lars aus Berlin morgens mit seinem Hund seine Fünf-

Kilometer-Runden im Wald. Jetzt ist der Hausarzt seinen ersten Halbmarathon

gelaufen. Und die Zeit kann sich sehen lassen: Bei 1:46:02 Stunden bleibt die Uhr

für ihn stehen. Damit hat er nicht gerechnet. „Das Feeling war super. Das Publikum

ist echt großartig. Das hat einen nochmal gepusht“, strahlte Lars.

– 100 –


#Läuft ist das Motto von Carina und ihrer Freundin, die im vergangenen Jahr

in Berlin ihren ersten Halbmarathon zusammen gelaufen sind. Bei all ihren Rennen

sind sie nur im Doppelpack zu finden. Und auch so ist das Duo unzertrennlich –

sie spielen auch im selben Handballteam. Die Meinung der Wirtschaftsinformatikerin

und die Rechtspflegerin aus der Nähe von Hamburg zum GENERALI BERLINER

HALBMARATHON? „Es war mega. Geile Stimmung. Es bockt mega. Heute haben

wir Blut geleckt.“

– 101 –


Seit 16 Jahren sind Volker und Andreas fast jedes Jahr beim GENERALI BER-

LINER HALBMARATHON dabei. Im Training und auch im Wettkampf laufen die

beiden immer gemeinsam und überwinden so den inneren Schweinehund. Mit 62

und 59 Jahren sind sie über dem Altersdurchschnitt der Läufermasse: „Aber das

macht es für uns noch interessanter vorne mitzulaufen.“ Im Wettkampf bezeichnen

sie sich gegenseitig als Tempomaten.

– 102 –


Dass jemand beim GENERALI BERLINER HALBMARATHON bereits mit einer

Medaille um den Hals an den Start geht, kommt eher selten vor. Bei Marie-Luise

war das so, denn sie ist einen Tag zuvor noch den Prag-Halbmarathon gelaufen.

Nachdem die Industriemechanikerin aus der Nähe von Lübeck dort in 2:01 Stunden

gefinisht hatte, fuhr sie mit dem Zug nach Berlin und lief dort sogar 1:58:32 Stunden.

Die 31-Jährige ist total laufverrückt und ist im März schon den Tokio Marathon

gelaufen.

– 103 –


Bei zu viel Wein beim Weihnachtsessen kam Ruben und Christian die Idee:

Wir laufen zusammen den GENERALI BERLINER HALBMARATHON. Für sie

war es der erste Lauf über 21,0975 Kilometer. Ruben schiebt Christian, der wegen

eines angeborenen Handicaps im Rollstuhl sitzt. „Es war super. Klar, anstrengend,

aber das ist ja normal. Das Beste heute war, das Rennen mit Christian zu machen.

Diese Erfahrung war genial. Ich bin dankbar, dass ich das machen durfte“, sagte

Ruben nach dem Rennen.

– 104 –



Aissatou kommt gebürtig aus Guinea und lebt seit 27 Jahren in Deutschland.

„Mir war es ehrlich gesagt heute zu heiß. Aber ich bin trotzdem gerne gelaufen,

weil ich Berlin liebe“, sagte sie über ihren Lauf. Der Berlinerin geht es beim Laufen

nicht um die Distanz, sondern einfach darum, das zu tun, was sie liebt. Und sie liebt

das Laufen, weil es sie glücklich macht.

– 106 –


Die Running Crew London wurde von der Berlin Braves eingeladen, um die dortige

Running-Szene kennenzulernen. „Wir hatten hier eine tolle Zeit! Die Leute

sind sehr nett und gastfreundlich.“ Auf den Berliner Straßen haben sie sich gegenseitig

zu neuen Bestzeiten gepacet. Nach dem Halbmarathon blieben die Londoner

noch ein paar Tage, um sich die Stadt anzuschauen, gutes Essen zu genießen und

zu entspannen.

– 107 –


Ilaria feierte ihren ersten Halbmarathon danach mit einem Picknick in der

Sonne. Ursprünglich kommt sie aus Italien, jetzt lebt sie aber in Berlin. Ihr Ziel bei

der Premiere: Einfach im Ziel ankommen. Was deutlich untertrieben war, denn sie

finishte in beachtlichen 1:44:41 Stunden. Das Highlight des Rennens waren für die

Verkäuferin die Leute entlang der Strecke: „Der laute Jubel und die große Gemeinschaft

haben einfach Spaß gemacht.“

– 108 –



Zerrin und Andreas sind schon öfter den GENERALI BERLINER HALBMARA-

THON gelaufen – aber dieses Jahr erstmals gemeinsam als Paar. „Es war toll.

Die Stimmung war bombastisch. Berlin war super. Die Läufer waren alle gut drauf.

Das hat mich so mitgezogen. Das war so eine Motivation. Ich habe immer noch

Power“, erzählte Zerrin im Ziel begeistert. Die beiden Berliner haben sich gegenseitig

gezogen und motiviert, das hat super funktioniert. Laufen bedeutet für das

Paar Freiheit, gute Laune und ganz viele Endorphine.

– 110 –


Auch wenn es mit der gewünschten Bestzeit für Florian nicht geklappt hat,

hat der Münchner seinen ersten Halbmarathon in der deutschen Hauptstadt

voll genossen. „Die Stimmung ist so unfassbar gut in Berlin. Ich habe es einfach

nur noch genossen.“ Und in 1:53:09 Stunden blieb er immerhin noch deutlich unter

zwei Stunden. „Am meisten geflasht war ich davon, wie oft die Leute an der Strecke

meinen Namen gerufen haben.“

– 111 –


Der GENERALI BERLINER HALBMARATHON ist für Uwe und Sophia schon

fast eine Familientradition. Vater und Tochter aus dem Süden Dänemarks sind

schon zum fünften Mal zusammen beim Halbmarathon in Berlin. Den vollen Marathon

würden sie auch gerne mal laufen, haben bislang aber keine Startplätze

bekommen. Für die Zahnärztin und den Journalisten war der Lauf wegen der warmen

Temperaturen fast „ein bisschen wie ein Survival-Run“. Die 27-Jährige und der

64-Jährige sind von der guten Organisation, den vielen Verpflegungsstationen und

dem musikalischen Support begeistert.


Marina hat als marathon.princess auf Instagram fast 100.000 Follower. Und

ist schon bei Läufen auf der ganzen Welt in verrückten Kostümen gestartet. Vom

GENERALI BERLINER HALBMARATHON war sie einfach nur begeistert: „Super,

super geiler Lauf. Geile Stimmung. Berlin verpatzt einfach nie. Egal ob der ganze

oder der halbe Marathon. Es sind immer so viele Leute da, dass einfach jede Pace

vertreten ist. Alle Geschwindigkeiten fühlen sich hier willkommen und das macht

einfach Spaß.“

– 113 –


Carmen hat Juan Manuel die Reise nach Berlin und den Startplatz zu seinem

50. Geburtstag geschenkt, wo sie seinen 50. Geburtstag feierten. Sie laufen immer

und überall zusammen. Das warme Wetter war für die Spanier überhaupt kein

Problem. „Das ist unser erstes Mal in Berlin und uns gefällt es hier total. Die Leute

sind gut drauf und sehr offen.“

– 114 –


www.berlin-citynight.de


Halbmarathons in anderen Ländern zu laufen, ist schon immer ein Traum der

Ukrainerin Maryna gewesen. Und der GENERALI BERLINER HALBMARATHON

war das erste Event außerhalb der Ukarine für die Kiewerin. 24 Stunden dauerte

die Anreise mit dem Zug für die Buchhalterin. „Es ist natürlich sehr kompliziert

hierher zu kommen, aber es ist möglich.“ Am Morgen nach dem Rennen ging es für

Maryna wieder zurück zu ihrer Familie nach Kiew.

– 116 –


18 Kilometer war Filip aus Polen in Berlin auf Bestzeitkurs, aber dann musste

er den warem Temperaturen Tribut zollen und hatte mit Krämpfen zu kämpfen.

2:10 Stunden wollte der Sales Director aus Posen bei seinem zweiten Berlin-Start

schaffen, letztlich wurden es 2:18:52 Stunden. Filip ist trotzdem glücklich: „Es ist

einfach immer schön hier.“ Seine Highlights waren der Downhill auf der Kantstraße

und der Tiergarten mit seiner frischen Luft.

– 117 –


Großstadt statt Wald hieß es für Diana und Tina zum ersten Mal. Die Erfurterinnen

gehören zu den Walschberg Runners und laufen sonst gerne auf dem

Rennsteig. Statt durch die Thüringer Wälder hoch und runter ging es nun in der

Bundeshauptstadt durch die Menschenmassen. Das Beste war für Diana und Tina

die Stimmung an der Strecke. Die beiden trainieren zusammen und sind auch in

Berlin gemeinsam ins Ziel gelaufen. Bei 2:04:26 Stunden blieb die Zeit stehen. Diana

und Tina fanden es „hart, aber cool“ und kommen bestimmt wieder.

– 118 –


Florian und Jakob wollen mit onefactory zeigen, dass neu gedachte Fabriken

einen wertvollen Beitrag beim Thema Klimawandel leisten können. Die beiden

arbeiten als Architekten und Produktionsplaner für Fabriken. Der GENERALI BER-

LINER HALBMARATHON war ihr erstes großes Laufevent: „Es war eine super Erfahrung

und bei dem perfekten Wetter kann man sich nichts besseres vorstellen.“

Highlights der beiden war die Stimmung der wahnsinnigen Leute, die sensationelle

Stadt und die vielen Bands an der Strecke, von denen man ins Ziel getragen wird.

– 119 –


Von minus zwei Grad in Schweden zu sommerlichen Temperaturen in Berlin

– das war etwas hart für Eva Lena. Die 62-Jährige kam bereits zweimal zum

Marathon nach Berlin. Jetzt hat sie auch der Berliner Halbmarathon überzeugt.

„Ich habe es genossen und bin glücklich.“ Sie läuft zweimal pro Woche in einem

Running Club in Stockholm. Die Laufevents in Berlin mag sie besonders gern, weil

die Strecke flach ist und die Straßen weit sind.

– 120 –


Wer denkt, Cornelius sei ein Hardcore-Hertha-Fan, liegt falsch. Das Trikot trug

er, um mit dem auffälligen Shirt besser sichtbar für Familie und Freunde zu sein.

Cornelius ist ein echter Berliner und im Norden der Stadt aufgewachsen. Heute

wohnt und trainiert er in Wedding oder Pankow. Obwohl der BWL-Student Berlin

also schon bestens kennt, hat ihn die coole Kulisse wahnsinnig gepusht. Die 21,1-Kilometer-Distanz

war immer mal sein Ziel und es hat sogar richtig Spaß gemacht.


Halbmarathon statt Kölsche Meile hieß es für Lucia und Holger vom Team Kölsche

Meile. Eine Kölsche Meile sind 11,11 Kilometer. In Berlin mussten sie aber zehn

Kilometer mehr laufen. Spaß hatten die beiden trotzdem: „Holger macht immer

Quatsch auf der Strecke, wenn er sich auf mein Tempo einlassen muss. Mal läuft

er ein Stück rückwärts, mal muss er irgendwo rumspringen.“ Mit 2:23:04 Stunden

ist Lucia trotzdem zufrieden. Sie ist letztes Jahr auch schon den vollen Marathon

in Berlin mitgelaufen und findet die Stimmung der Leute und die Versorgung der

Läufer jedes Mal super.

– 122 –


Der erste halbe nach neun ganzen Marathons: Dimitryo aus der Ukraine hat eine

ganz neue Erfahrung gemacht. Er ist schon am Toten Meer in Israel, in Kiew, in Paris

und auch schon zweimal in Berlin die volle 42,195-Kilometer-Distanz gelaufen. In

Berlin wohnt er mit seiner Familie seit 2015 und arbeitet als Ingenieur. „Das Rennen

war fantastisch“, schwärmte Dimitryo, obwohl es trotz der Erfahrung in der israelischen

Wüste am Toten Meer einer seiner Läufe mit den höchsten Temperaturen

war.

– 123 –


HIGHLIGHTS 2024

Must Runs

D

L

H

B

Berlin

(& Rides)

by

Brandenburg


4. MAI 2024

Die wichtigsten

Lauf-Events in der

Hauptstadt und im

Brandenburger Umland

Sei du selbst!

berliner-frauenlauf.de

Beim größten Frauenlauf Deutschlands steigt für 18.000 Teilnehmerinnen

die Party des Jahres im Herzen Berlins. Die Strecken führen durch

den Tiergarten zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule.

Streckenlängen

10 km für Läuferinnen, Walkerinnen und Nordic Walkerinnen

5 km für Läuferinnen, Walkerinnen und Nordic Walkerinnen

500 m/1.000 m Bambini-Lauf


Einer für alle -

alle für einen

14.-16. MAI 2024

berliner-teamstaffel.de

Das Team ist alles! heißt es an den drei heißesten Staffel-Tagen des Jahres,

wenn im Zentrum Berlins zwischen Siegessäule und Schloss Bellevue

wieder Runde um Runde gedreht wird.

Streckenlängen

5 x 5 km Staffellauf

ca. 500 m/1.000 m Bambini-Lauf

– 126 –


23. MAI 2024

Im Team ins Ziel!

teamstaffel-brandenburg.de

Im Staffel-Quartet auf einer wunderschönen Runde durch das historische

Brandenburg an der Havel. Das stimmungsvolle TEAM-Event

mitten im Sommer.

Streckenlängen

4 x 5 km Staffellauf

ca. 500 m/1.000 m Bambini-Lauf


15. JUNI 2024

Ab in die Natur

Marathon mal anders. Das Wanderevent vor den Toren Berlins. Gemeinsamer

Wandergenuss durch die wunderschöne Natur Brandenburgs

verbindet und ist enorm kommunikativ. Werde ein Hiking Hero!

Streckenlänge

44 Kilometer

hiking-hero.de


30. JUNI 2024

Erfrischend

anders

www.swimrun-rheinsberg.de

Quer durch den Wald oder vorbei am Schloss Rheinsberg laufen

und durch die glasklaren Seen der Umgebung schwimmen –

das ist das ultimative Naturerlebnis!

Streckenlängen

ca. 21,4 km SwimRun | ca. 11,3 km Sprint SwimRun

ca. 4,4 km SuperSprint SwimRun (Schnupperdistanz für Newbies)

ca. 0,9/1,8/2,7 km Youth SwimRun/Family Fun SwimRun

ca. 500 m/1.000 m Bambini SwimRun


27. JULI 2024

Die schnellste

Nacht Berlins

Auf der superschnellen Strecke des Ku´Damms purzeln die Bestzeiten.

Das megacoole Sommerhighlight auf Berlins Einkaufsboulevard, mit

Samba Bands, Cheering Zones, Hot Spots und begeisterten Fans wird

zur Partymeile.

Streckenlängen

10 km Inlineskating

5 km Laufen

10 km Laufen

berlin-citynight.de

City Night


4. AUGUST 2024

We ride

Berlin!

velocity.berlin

Das neue spektakuläre Radsportevent über Berlins

Prachtboulevards, vorbei an den Wahrzeichen der

Hauptstadt bis ins Ziel am Brandenburger Tor.

Streckenlängen

60 km Radrennen

100 km Radrennen

Kids & Youth Rennen

WEITERE SCC EVENTS

Berliner Straßenlauf „Die Generalprobe“ 25. August 2024

BMW BERLIN-MARATHON 28./29. September 2024

Berliner Silvesterlauf 31. Dezember 2024

Berliner Neujahrslauf 1. Januar 2025


Fantastischer

Saisonauftakt


Voller Einsatz bis zum letzten Zentimeter:

Trotz akrobatischer Leistung musste

sich Felix Rhijnen (rechts) dem Franzosen

Beddiaf Nolan geschlagen geben.


DIE RENNEN DER INLINESKATER

Auch die Inlineskater feierten beim

GENERALI BERLINER HALBMA-

RATHON ihren Saisonauftakt. Ihr

Vorteil bei den frühsommerlichen

Temperaturen: Auf Rollen profitiert

man immer von einer kühlen

Brise Fahrtwind. Das warme Wetter

machte den Skatern nichts aus.

Mehr als 1.000 Teilnehmer:innen

genossen perfekte Bedingungen

auf den Straßen der Hauptstadt.

Nolan Beddiaf und Laura Files waren

besonders schnell unterwegs

und gewannen vor ihrer Konkurrenz

bei den Profis.

D

as Rennen der Herren war

von der Startlinie weg von

vielen Ausreißversuchen geprägt.

Allen voran suchte der

Darmstädter Felix Rijhnen (Powerslide)

jede Lücke, um das Feld

hinter sich zu lassen. Schließlich

formierte sich eine Vierergruppe

mit Nolan Beddiaf (Frankreich/

TAX RACING), Felix Rijhnen, Alexander

Bastidas (Venezuela/

Team Roller A4) und Livio Wenger

(Schweiz/Arena Geisingen

CCN Team). „Bei Streckenhälfte

hat sich gezeigt, dass Felix und

ich noch etwas mehr Power haben,

so dass wir ab dann zu zweit

weitergefahren sind“, fasste

Beddiaf den Verlauf zusammen.

Die Top Drei der Männer 2024

Platz Skater Zeit

1. Beddiaf Nolan (FRA/FR SKATES TAX RACING) 30:13

2. Felix Rijhnen (GER/POWERSLIDE World Team) 30:13

3. Alexander Bastidas (VEN/SRC Berlin eV) 31:24


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DIE RENNEN DER INLINESKATER

Im finalen Zielsprint konnte

sich der Franzose knapp gegen

Rijhnen (beide 30:13 min)

durchsetzen. „Der Zielsprint

war heute zehn Meter zu lang

für mich. Ich bin mit meinem

Saisonauftakt trotzdem sehr

zufrieden und gehe sehr zuversichtlich

in die nächsten

Rennen“, so Rijhnen. Platz 3 sicherte

sich Alexander Bastidas

(31:24 min/Team Roller A4) aus

Venezuela, der seit 2016 in Berlin

lebt. „Für mich als Südamerikaner

ist der Winter in Berlin

immer sehr hart, die heutigen

Bedingungen waren von daher

perfekt“, so Bastidas, der 2009

das erste Mal beim GENERALI

BERLINER HALBMARATHON

gestartet ist.

Laura Files bei Berlin-

Premiere erfolgreich

Im Gegensatz zu Bastidas

war es sowohl für Laura Files

(Team Bayern) als auch Leni

Sommer (Skate Club Allgäu)

die erste Teilnahme. „Ich bin

sehr glücklich darüber, bei

Die Top Drei der Frauen 2024

Platz Skaterinnen Zeit

1. Laura Files (GER/Team Bayern) 38:57

2. Leni Sommer (GER/Skate Club Allgäu) 38:58

3. Claudia Pechstein (GER/SCC Skatin Berlin) 38:58


SKATE

2024/25

JUL 27.

2024

SEP 28.

2024

APR 6.

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meinem ersten Start in Berlin

gleich ganz vorne zu landen“,

so Siegerin Laura Files (38:57

min). Debütantin Leni Sommer

konnte sich in der Massenankunft

der Frauen hauchdünn

gegen die erfahrene Skaterin

und Eisschnellläuferin Claudia

Pechstein (SCC Skating) durchsetzen

(beide 38:58 min).

Der GENERALI BERLINER

HALBMARATHON stellte zugleich

das Auftaktrennen des

GERMAN INLINE CUP dar. Neben

den Profis gibt es hier auch

eine eigene Fitness-Wertung:

Hier heißen die Erstplatzierten

Kevin Massa (Italien) vor Adrian

Gumanita (Rumänien) sowie

Eduardo Chittofrati (Italien) –

bei den Damen siegte Melanie

Bayrhof vor Sophie Kämpfer

(beide Deutschland) und Anna

Zanetti (Italien).


Ehre, wem Ehre gebührt: Siegerin Laura

Files ließ sich auf den letzten Metern

feiern, während hinter ihr ihre Konkurrentinnen

um Platz zwei kämpften.


DAS RENNEN DER FITNESS-SKATER

1.025 Inlineskater hatten für den

Start beim GENERALI BERLINER

HALBMARATHON gemeldet, um

auf der Straße des 17. Juni an den

Start zu gehen. Noch mehr Bilder

findest du in der Bildergalerie.

M E H R

I N L I N E- B I L D E R

– 140 –


– 141 –


DAS

JUBILÄUMS-VIDEO

Join the

Journey!

Dieses Jahr ist ein ganz besonderes! Ende September feiert der BMW

BERLIN-MARATHON sein 50. Jubiläum! Ob auf oder an der Strecke

– freu‘ dich auf ein besonderes Festival, mit einem einzigartigen Programm,

unzähligen Highlights und einem unvergesslichen Marathon.

– 142 –


28./29. SEPTEMBER 2024


50. BMW BERLIN-MARATHON

HOL‘

DIR

BUDDY

BEAR

Dein

Marathon-

Buddy!

Der BMW BERLIN-MARATHON

stellt vor: Das ist Buddy Bear,

der supersportliche Jubiläumsbär.

Der Berliner Künstler Andrej

Wolff hat die 22 Zentimeter

hohe Bärenfigur gestaltet.

Sie zeigt in einzigartiger Weise

die vielfältigen Höhepunkte

der 50-jährigen Geschichte

des BMW BERLIN-MARATHON.

Zugleich ist der Buddy Bear

selbst auch eine bärenstarke

Berliner Erfolgsstory! Seit

mehr als 20 Jahren stehen die

von Hand gestalteten Bären

wie kein anderes Andenken für

ein weltoffenes Berlin, für Toleranz,

Akzeptanz und Völkerverständigung

– und damit Werte,

denen sich auch der BMW

BERLIN-MARATHON seit vielen

Jahren verschrieben hat.

– 144 –


MOVE!

Opening Ceremony

am Brandenburger Tor

Marathonlegenden, Ausnahmeathlet:innen,

Wegbereiter:innen

– mit einer großen Opening Ceremony

am Brandenburger Tor

startet das Jubiläumswochenende.

Mit einem großartigen Bühnenprogramm,

mit Livebands

und internationalen Stars wird

ein halbes Jahrhundert Marathon

in Berlin mit all seinen emotionalen

Höhepunkten gefeiert.

Willkommen an einem

ganz besonderen Ort

der Begegnung

Am Brandenburger Tor, dem

Symbol der deutschen Wiedervereinigung,

wird der BMW

BERLIN-MARATHON und seine

faszinierende Geschichte bereits

in den Tagen vor dem Rennen

erlebbar: MOVE schafft einen

Ort der Begegnung, einen

Raum zum Verweilen und Genießen.

Mit einer Ausstellung,

Gastronomie und vielfältigen

Sport- und Kulturangeboten.

Lass dich überraschen!

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GIBT‘S

STARTPLÄTZE


DIABETES TEAM PORTUGAL

Fábio Marques, Fernando Santos und Alexandre

Silva (von links) wollten sich in Berlin

gemeinsam ihren Traum von der Super-

Halfs-Medaille verwirklichen. Doch Marques

musste kurz vor dem Start passen.

Wer lief

denn da?


Nach monatelangem Training und langer Vorfreude topfit auf einen

Start zu verzichten, weil die Insulinpumpe – erstmals! – nicht funktioniert,

ist brutal. Fábio Marques vom „Diabetes Team Portugal“

ist es passiert. Auch wenn das nach Niederlage klingt: Wer das bei

einem Traum- und Sehnsuchtslauf wie dem GENERALI BERLINER

HALBMARATHON schafft, ist ein Sieger.

Texte: Tom Rottenberg

Natürlich war Fábio Marques

enttäuscht. Und zwar

so richtig. Daran änderte auch

die Tatsache nichts, dass er es

nächstes Jahr wieder versuchen

kann. Denn auch wenn der 36

Jahre alte Software-Spezialist

Sonntagvormittag in Berlin so

ziemlich jede negative Gemütsregung

durch-, aus- und erlebte,

war er klug und vernünftig genug,

einen ganz wichtigen Satz

zu beherzigen.

Der wird vor großen Läufen

noch unmittelbar vor dem Start

mantraartig durchgesagt – aber

kaum jemand hört da mehr hin:

„Es gibt 1000 Rennen – aber

ihr habt nur eine Gesundheit.“

Wer sich nicht 150 Prozent fit

fühlt, lautet die Botschaft, solle

die schwierigste Entscheidung

treffen, die ein Läufer oder eine

Läuferin treffen kann – und nicht

starten. Egal wie lange und intensiv

man sich auf ein Rennen

vorbereitet und darauf gefreut

hat.

Fábio Marques war fit. Topfit. In

der Form seines Lebens. Davon

hatte er im Vorfeld des GENE-

RALI BERLINER HALBMARA-

THONS auch im Event-Magazin

erzählt: Der Lauf hätte der krönende

Abschluss seiner „Super-Half“-Serie

werden sollen.

Marques wollte zu den Allerersten

zählen, die sich die Medaille

dieser erstmals auf sechs

europäische Halbmarathons er-

WER LIEF DENN DA?


weiterten Rennserie umhängen

konnten. Nach Lissabon, Valencia,

Kopenhagen, Prag und Cardiff

nun auch Berlin. Statt, wie

im Reglement vorgesehen, innerhalb

von 36 Monaten (für die

ersten fünf) hatte Marques die

fünf in weniger als einem Jahr

„gesammelt“. Berlin kommt – als

Topping ab 2024 – oben drauf.

Auch mit Diabetes kann man

gut Halbmarathon laufen

Als wäre das nicht Leistung genug,

trat der 36 Jahre alte Familienvater

aus Coimbra, einer

Stadt im Herzen Portugals,

mit einer Botschaft an: Fábio

Marques ist „Typ 1“-Diabetiker.

Volkstümlich ausgedrückt „zuckerkrank“.

Gemeinsam mit

seinem ebenfalls an Diabetes

leidenden Landsmann Fernando

Santos wollte er in Berlin zeigen,

dass man auch mit Diabetes

gut Halbmarathon laufen kann.

Wenn man, und das ist wichtig,

wie es bei Diabetikern flappsig

heißt, „gut eingestellt“ ist.

Mit dieser Botschaft wollten

Marques, Santos und Alexandre

Silva, der (selbst nicht zuckerkranke)

Präsident des „Diabetes

Team Portugal“, in Berlin nicht

zuletzt anderen Diabetikern Mut

– 148 –

WER LIEF DENN DA?


machen: Wenn man den eigenen

Insulinspiegel gut im Blick

hat und die – automatisch arbeitende

– kleine und unauffällige

Insulinpumpe am Hosenbund

trägt, ist Vieles möglich. Etwa

das Laufen mit Zeiten und Geschwindigkeiten,

die auch Nicht-

Diabetikern Respekt einflößen:

Auch Hobbyläufer ohne gesundheitliches

Handicap wissen, wie

hart einen Halbmarathon unter

eineinhalb Stunden sein kann …

Erstmals funktioniert die

Insulin-Pumpe nicht

Doch wenige Minuten vor dem

Start überprüfte Fabio noch einmal

seine Pumpe. Routinemäßig:

Er fühlte sich großartig – aber irgendetwas

an der Pumpe stimmte

nicht. Ein kurzer Check beim

„Medical“-Team: Der Läufer war

ok, aber die Pumpe schien nicht

zu arbeiten, wie sie sollte. Auf

die Schnelle konnte niemand

sagen, wo genau der Fehler lag

– oder ob und wie gravierend er

sich im Lauf auswirken könnte:

Das Gerät, das über die Insulinzufuhr

den Blutzuckerspiegel in

Balance hält, hatte bisher noch

nie die kleinste Fehlermeldung

angezeigt.

Eine der härtesten

Entscheidungen

Es war, sagt Fábio Marques, eine

der härtesten Entscheidungen

seines Lebens: Die Startlinie,

den Traum, vor Augen und dann

umdrehen. Statt Richtung Siegessäule

loszurennen, mit hängenden

Schultern zur S-Bahn

gehen – und im Hotel auf die Kollegen

warten: Wie, wenn nicht

genau so, fühlt sich eine Niederlage

an?

Erst recht, wenn die Freunde, die

Teamkollegen, dann strahlend

und mit Medaillen, heimkommen:

Alexandre Silva, der Vereinschef,

hatte seine persönliche

Bestzeit in einem „anstrengenden

aber traumhaften Rennen

in einer wunderschönen Stadt

mit grandiosem Publikum“ um

zehn Minuten, „aber vor allem:


auf unter zwei Stunden!“, verbessert.

Fernando Santos hatte

mit 1:25:31 Stunden allerdings

seine Bestzeit verpasst: Er hatte

– nicht zuletzt wegen der hohen

Temperaturen – auf halber Strecke

wegen eines Anstiegs des

Blutzuckerspiegels Tempo rausnehmen

müssen, strahlte aber

umso mehr, als er die „Super

Half“-Medaille umgehängt bekam.

Aber dennoch stand für Silva

und Santos fest, dass der wahre

Sieger des Tages Fábio Marques

hieß: „Nein“ zu sagen ist manchmal

schwer. Richtig schwer.

Einen Traum, der zum Greifen

nah ist, aufzugeben, ist brutal.

Unendlich hart. Dem Kopf, der

Vernunft zu gehorchen, obwohl

alles im eigenen Herzen und der

Seele „tu es, versuch es“ lockt,

braucht Willensstärke. Disziplin.

Erst recht, wenn man ganz genau

weiß, dass man es doch

kann. Und die Pumpe bisher

noch nie nicht funktioniert hat.

Da dann nicht zu starten, das

braucht Kraft. Enorm viel Kraft.

Die hätte – mit oder ohne Diabetes

– nicht jeder. Fábio Marques

aber hatte sie. Und auch wenn

er am Sonntag vor Wut und

Enttäuschung den Tränen nahe

war: Genau so sehen Sieger aus.

– 150 –


25. August 2024

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WER LIEF DENN DA?


HALIL TAZEOGLU

„Das war

mein Jubel!“

Dass Halil Tazeoglu im Rollstuhl sitzt, hindert den Essener

Arzt nicht daran, zu sagen, dass er „läuft“. Der GENERALI

BERLINER HALBMARATHON war sein allererster Wettkampf –

und begann (und endete) für den 34-Jährigen als Riesenparty.

Der erste „Wow-Moment“

kam gleich nach der Siegessäule.

Und hielt dann mehrere

Kilometer an: „Die Rollis

sind vor den Läuferinnen und

Läufern gestartet“, erzählt Halil

Tazeoglu. Und schmunzelt: „Ich

habe zwar richtig Gas gegeben,

aber mit meinem Alltagsrollstuhl

kann ich mit Renn-Rollis

natürlich nicht mithalten.“

In etwa bei der Siegessäule waren

die flotten Rollstuhl- und

Handbikekollegen und -kolleginnen

daher weg – und Halil

Tazeoglu allein. Wobei das so

nicht stimmt – und genau das

war der „Wow-Moment“ des

34-Jährigen: „Ich hatte die

Strecke für mich alleine – und

am Streckenrand standen tausende

Leute und feuerten mich

an: Das war mein Jubel!“

Über Kilometer. Und auch wenn

der Essener Radiologe natürlich

wusste, dass er beim GENERALI

– 153 –


BERLINER HALBMARATHON

nicht in Führung lag, war das

„ein unbeschreibliches Gefühl.

Noch dazu, wo das die ersten

21 Kilometer waren, die ich gelaufen

bin.“

Wenn die Beine sich nicht

entwickeln, wie sie sollen

Moment: „Gelaufen“? Steht da

nicht „Rollstuhl“? Halil Tazeoglu

versteht den Einwurf. Er ist die

fragend-hochgezogene Augen-

braue gewohnt. Nicht zuletzt,

weil er schon vor seinem Debüt

hier darüber gesprochen hat.

Und der Arzt betonte schon da:

„Für mich ist es Laufen.“ Schon

alleine, weil er seit seiner Kindheit

genau so „läuft“: Halils Beine entwickelten

sich nicht so, wie sie

sollten. Therapien, orthopädische

Hilfsmittel, Training – all

das prägte über Jahre seine Mobilität.

Bis es ihm, knapp vor dem

Studium, zu bunt wurde: „Mir

WER LIEF DENN DA?


wurde klar, dass Aufwand, Mühe

und Schmerzen nie in einem

vernünftigen Verhältnis zum

Ergebnis stehen würden.“ Halil

Tazeoglu sitzt also im Rollstuhl –

aber er läuft. „Auch weil mir das

Wort ‚fahren‘ zu technisch, zu

sehr nach Passagier, klingt.“

Halil Tazeoglu ist

überall mit dabei

Denn passiver „Passagier“ ist

der Arzt am Essener Uniklinikum

wahrlich keiner: Wenn

seine Freunde Berge oder den

Eiffelturm anpeilen, ist er natürlich

dabei. Wenn dann in

Paris der Lift streikt, rutscht

Halil eben auf dem Hosenboden

Treppen runter: „Na

und?“ Als dann im vergangenen

Herbst im Urlaub die Idee

aufpoppte, in Berlin zu laufen,

war klar, dass der Mann im

Rolli da genauso dabei sein

würde, wie seine Freunde. Obwohl

er bis dahin kein intensives

„Lauftraining“ in den

Armen hatte: Der GENERALI

BERLINER HALBMARATHON

sollte der erste Wettkampf des

34-Jährigen sein. Sein Ziel:

„Mit einem Lächeln ankommen.“

Dass dieses Lächeln ab der

Siegessäule fix da sein würde,

hätte Tazeoglu sich aber selbst

nicht zu erträumen gewagt.

„Es war toll. Durchgehend.“

In seiner Euphorie, verstand

er kurz nicht, was ihm da aus

einem plötzlich neben ihm auftauchenden

Auto der Rennleitung

zugerufen wurde. „Sie

baten mich, nicht ganz in der

Mitte zu bleiben.“

Wenn die Elite vorbeirauscht

Wieso? „Hinter dem Wagen

kam die Elite“, lacht der gebürtige

Duisburger. „Wenn

die vorbeifliegt: Mega!“ Dass

er da sogar kurz Teil der TV-

Live-Übertragung war, erfuhr

der roll-rennende Arzt erst im

Nachhinein.

Was er sofort mitbekam: Weder

die Elite noch die danach


kommenden Läuferinnen und

Läufer sahen im Rollstuhl auf

der Strecke auch nur eine

Sekunde lang ein Hindernis:

„So viel Anfeuerung! So viele

Thumbs Ups! So viel Lachen,

Motivation und Aufmunterung!

Wahnsinn!“ Und Jubel und

Lob sind keine Einbahnstraße:

„Natürlich habe ich zurück-angefeuert!

Und es macht mich

stolz, Teil so einer Bewegung

zu sein.“

Gänsehaut unter dem

Brandenburger Tor

Wobei der Radiologe mit dem

Wort „Stolz“ ein wenig hadert:

„Für mich selbst verwende

ich es ungern: Es klingt eitel.“

Aber dass es mehr als berechtigt

ist, nach 21 Kilometern

unter dem Brandenburger Tor

eine Gänsehaut zu bekommen,

will nicht einmal er selbst sich

absprechen. Gerade weil der

Lauf keine Spazierfahrt war:

„Es geht doch auch bergauf.

Und Kopfsteinpflaster ist nicht

lustig. Aber das ist so wie das

Leben: Man muss sich hin und

wieder durchbeißen – und ab

und zu ein wenig Tempo rausnehmen.

Dann schafft man alles.“

Mitunter sogar schneller

als erträumt: 1:48:35 Stunden

war der Essener unterwegs –

2:05 Stunden hatte er zuvor

als „optimistisches Traumziel“

etwas zögerlich genannt.

Dass da Lust auf mehr kommt,

überrascht nicht: „Ich habe

von dieser ‚SuperHalf‘-Halbmarathon-Serie

gehört. Aber

so schön Prag ist: Dort haben

sie das Kopfsteinpflaster erfunden

…“ Und fern, ganz am

Rande des Radars, schmunzelt

der 34-Jährige, sei kurz nach

dem Berliner Ziel auch das

Wort „Marathon“ aufgetaucht.

Aber, betont Halil Tazeoglu,

für derlei Ansagen sei es noch

zu früh: „Ich muss erst einmal

verarbeiten, was ich geschafft

habe. Das ist fast unrealistisch,

wie ein Film, aber ich weiß: Das

ist echt! Ich war selbst dabei!“

WER LIEF DENN DA?



WER LIEF DENN DA?

„Mein Ziel war das Ziel“, sagte Silke Krull sich

und allen, die es hören wollten vor ihrem allerersten

Halbmarathon. Dass es ihr unterwegs

dann so gut, weit besser als erträumt, ging,

macht die Berlinerin nicht nur glücklich, sondern

auch mutig. Und ehrgeizig: „Da wäre mehr

drin gewesen – das weiß ich fürs nächste Mal.“

Viel besser

als erträumt

Am Anfang war da fast ein

Tränchen. Am Ende auch.

Und das, obwohl Silke Krull

nicht zu jenen Leuten gehört,

die „sehr nahe am Wasser gebaut“

sind. Doch als die Berlinerin

in ihrem Startblock stand,

als tausende Menschen rings

um sie friedlich-freudig gemeinsam

den Countdown zum

Start herunterzählten, war das

„eine unglaublich tolle, starke

Emotion“, sagt Silke Krull – und

schluckt kurz.

Kein Wunder. Schließlich waren

die dann folgenden 21 Kilometer

der allererste Halbmarathon der

in Berlin aufgewachsenen Optikerin.

Mehr noch: Es war der

erste Lauf-Wettkampf der Mutter

einer elfjährigen Tochter überhaupt.

Und dass ihr dieser „Run“

so fantastisch gelingen würde,

hätte sich die 46-Jährige in ihren

– 158 –


– 159 –

SILKE KRULL


kühnsten Träumen nicht ausgemalt.

„Das war überhaupt nicht

anstrengend“, rutscht es der

Halbmarathon-Novizin im Plaudern

einmal heraus. Und dass sie

das so locker-flockig sagt, überrascht

sie selbst ganz gewaltig.

Das sieht und hört man ihr an.

Stolz, Euphorie und Jubel

Denn natürlich weiß Silke Krull

sehr gut, dass 21 Kilometer anstrengend,

fordernd und heftig

sind: Ein Halbmarathon ist nichts,

was man mal so nebenbei macht.

Aber manchmal, wenn alles so

viel besser als geplant läuft, fühlt

es sich dann eben genau so an. Da

sind dann nur Stolz, Euphorie und

Jubel. Und die erste Idee, genau

das noch einmal zu tun – vermutlich

sogar flotter. Weil man jetzt ja

weiß, worauf man sich da einlässt.

Aber auch, dass man das auch

drauf hat. Und zwar so richtig.

Vorher ist das nicht so klar. Wie

auch? So war das auch bei Silke

Krull: Als sie ein paar Wochen vor

dem GENERALI BERLINER HALB-

MARATHON von ihrem Traum

erzählte, 21 Kilometer zu laufen,

hatte sie vier, fünf Jahre „Gesundheitsjogging“

in den Beinen. Laufrunden

aus Vernunft, nicht aus

Freude am Rennen. Fünf Kilometer,

selten mehr: Ein Freund ihrer Tochter

triggerte die Idee, weiter zu laufen:

„Es gab letzten Herbst einen

Kinderlauf über 5,4 Kilometer. Ich

dachte, wenn die das schaffen, probiere

ich ein wenig mehr.“ Gesagt,

getan. Und: Schon drei Tage später

rannte die Berlinerin ihre ersten

zehn Kilometer. Aber: Was jetzt?

Das Laufen macht Freude

Sie fasste sich ein Herz – und

meldete sich für den GENERALI

BERLINER HALBMARATHON an.

Ein dickes Brett. Erst recht, wenn

man keine erfahrenen Läuferinnen

und Läufer im Umfeld hat.

Die Optikerin ging das Projekt

mit System an: Sie suchte und

fand auf Instagram einen 12-Wochen-Trainingsplan,

hielt sich daran

– und merkte rasch, dass ihr

das Laufen leichter fiel. Aber vor

WER LIEF DENN DA?

– 160 –


allem, dass es ihr Freude machte.

Dass sie auch Kraft für Kopf und

Alltag tankte.

Keinen Druck aufbauen

Eine Zeitziel für den Halbmarathon

setzte sie sich bewusst

keines: „Ankommen und lachen

können“, lautete die Devise.

Dass sie ständig gefragt wurde,

wie lange sie unterwegs sein

wolle, „hat mich richtig genervt.

Das hat Druck aufgebaut. Aber:

Wozu?“

Umso glücklicher war die Neu-

Langstreckenläuferin, als dann

am 7. April wirklich alles perfekt

lief: Die Inszenierung, die

Stimmung auf und neben der

Strecke. „Das pusht!“ So sehr,

dass sie überraschte war, als die

neben ihr laufende Frau jubelte:

„Kuckt mal: 20k! 20k!“ Silke Krull

schmunzelt: „Ich musste zweimal

schauen. Aber: Wow, da war ich

mega happy.“

Denn natürlich war der Lauf

durchaus anstrengend: „Beim


Brandenburger Tor war ich echt

happy, dass es bald zu Ende ist.

Aber dann kamen die Emotionen.

Dieser Jubel von tief drinnen.

Dieses Gefühl: ‚Toll, Du hast

das wirklich geschafft!“ Dann der

Blick auf die Uhr: 2:22:41 Stunden.

Noch mehr Jubel: „Ich wäre

aber auch mit der Drei vorne

überglücklich gewesen: Mein Ziel

war das Ziel.“

See you next year!

Das ist richtig so: Beim ersten

Wettkampf kann man nicht wissen,

was man kann, was man

drauf hat. Und diese überraschte

Freude, diese Euphorie und dieser

Stolz ebnen dann den Weg

für den nächsten Schritt: „Den

GENERALI BERLINER HALBMA-

RATHON 2025 kann ich mir sehr

gut vorstellen. Aber: Dann wird

die Zeit für mich ein Thema.“

Emotionen kurz vor dem Ziel: Hier

wird jeder Läuferin und jedem Läufer

klar: Es ist geschafft.

– 162 –


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Wir sehen

uns in Berlin

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