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Blick hinter die Kulissen - DRF Luftrettung

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Luftrettung 4 | 2011

Das Förderermagazin

NOTFALL

Motorradausflug

endet dramatisch

PORTRÄT

Rettungsassistent

Guido Horstmann

LUFTRETTUNG IN DER THEORIE

Blick hinter die Kulissen


2

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

die Vorweihnachtszeit nutzen viele Menschen

dazu, das Jahr noch einmal Revue passieren zu

lassen. Fokussiert auf die globalen Geschehnisse

war 2011 ein unruhiges Jahr: Im Frühjahr haben

der Tsunami in Japan und die anschließende Reaktorkatastrophe

die Welt in Atem gehalten, und

vor dem Hintergrund drohender Staatspleiten

bangt nicht nur Europa um den Euro.

Positiver gestaltete sich das Jahr 2011 für die DRF

Luftrettung. Im Frühjahr haben wir den Luftrettungsbetrieb

an der Station Weiden aufgenommen.

Die Station wurde neu gegründet, bis heute (Stand:

16.11.2011) haben die Besatzungen von Christoph

80 schon 725-mal schnelle Hilfe geleistet.

Unsere österreichische Tochter, die ARA Flugrettung,

konnten wir mit leistungsfähigeren Hubschraubern

ausstatten. Der Notarzthubschrauber

RK-2 aus Reutte wurde 2011 außerdem mit einer

Winde ausgerüstet. Damit zieht er gleich mit dem

RK-1 aus Fresach. Die Winde ist von unschätzbarem

Wert, wenn es darum geht, Menschen aus

schwer zugänglichem Gelände wie steilem Fels

zu retten.

Und nicht zuletzt stehen wir in den Vorbereitungen

für den Baubeginn am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden.

Da unsere Hubschrauber

bundesweit immer häufiger zu Rettungseinsätzen

alarmiert werden, steigen auch die notwendigen

Wartungsarbeiten an den Maschinen. Das ist

jedoch nur einer der Gründe, warum das Projekt

„Erweiterung Operation-Center“ grünes Licht

erhalten hat. Mehr darüber erfahren Sie auf den

Seiten 22/23. Dieses Projekt hätten wir ohne Ihre

Unterstützung nicht realisieren können. Dafür

gebührt Ihnen unser tiefster Dank!

Eine besinnliche Weihnachtszeit wünscht Ihnen

Haussen

Ihr

von Christoph

René Closter

Vizepräsident Titelfoto:

12

10

Erfahren in Rettung und Gefahrenabwehr:

Brandoberinspektor Guido Horstmann

ist im zweiten Beruf Rettungs-

assistent an Bord von Christoph 42.

In der dunklen Jahreszeit ist es umso

wichtiger, gut zu sehen und gesehen zu

werden. Wir geben Tipps, wie Sie verkehrssicher

durch den Winter kommen.

Foto: Stephanie Redwanz

Foto: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V., Bonn


Inhalt

In dieser Ausgabe

04 Aktuell

Festakt in Halle; Fresach feiert 10 Jahre ARA Flugrettung;

Spenden für die Stationen; Flottenmodernisierung bei der

DRF Luftrettung.

06 Titelthema

Ein Hubschrauber ist für den Betrieb einer Luftrettungsstation

zwar wesentlich, aber längst nicht ausreichend.

Was noch dazu gehört und welche Aufgaben Ministerien

und Krankenkassen haben, lesen Sie ab Seite 6.

10 Porträt

Rettungsassistent mit Leib und Seele: Guido Horstmann

gehört zur Besatzung von Christoph 42 aus Rendsburg.

12 Gesund leben

Achtung, Rutschgefahr! So vermeiden Sie Unfälle auf

Schnee und Eis.

14 Von den Stationen

Nachrichten aus den Regionen.

20 Notfall

Martin Stadler ist die Traumtour durch das österreichische

Namlostal schon zig Mal gefahren. Doch im August wird die

Motorradausfahrt für den 61-Jährigen zur Traumatour.

22 Technik

Es ist kurz vor Spatenstich: 2012 erweitert die DRF Luftrettung

die Kapazitäten ihres Operation-Centers.

24 Shop

Geschenk-Ideen für Groß und Klein; Impressum

28 Christopher Kids

Die Instrumente im Cockpit sehen wichtig aus. Und sind es

auch!

30 Für Spender und Förderer

Im Porträt: Fördermitglied Erika Moser; Versicherungsbedingungen

des DRF e.V. ab 2012.

Luftrettung 4 || 2011

06

12

Vier Monate nach

seinem schweren

Motorradunfall ist

Martin Stadler auf

dem Weg der

Besserung.

Zum Betrieb einer Luftrettungsstation gehört viel Arbeit im

Hintergrund. Das fängt bei der Ausschreibung an und hört

bei der Einsatzdokumention

noch lange

nicht auf.

Foto: Christiane Mecker

Foto: DRF Luftrettung

22

Warten auf den

Baubeginn:

Im nächsten

Jahr erhält

das Operation-

Center in

Rheinmünster

u.a. neue Wartungshallen.

Foto: DRF Luftrettung

3


4

Titelthema Aktuell

Kurz berichtet

Vielen Dank unseren Spendern

Zahlreiche Spenderinnen und Spender haben in den vergangenen Monaten die

Arbeit der DRF Luftrettung unterstützt. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich.

Zugunsten der DRF Luftrettung verzichtete Peter Schamberger

aus Asperg auf Geburtstagsgeschenke. Der rüstige Rentner, der

seit 30 Jahren Förderermitglied ist, hatte seinen Geburtstagseinladungen

die Bitte angefügt, einen Betrag an die Luftrettungsorganisation

zu überweisen. 1.315 Euro kamen auf diese Weise zusammen,

für die sich die DRF Luftrettung sehr herzlich bedankt.

Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren hatten im

September einen Erntekranz gebunden, der zum Erntedankfest

in Stuhr versteigert wurde. Für 1.500 Euro ging der Kranz an die

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde. Karl Heitmüller, Stationsleiter

in Bremen, durfte diesen Betrag anschließend als Spende

für die DRF Luftrettung entgegennehmen.

Seit 1977 ist Heinz Chittka aus Keltern bei Pforzheim Förde-

rer der DRF Luftrettung. Als ehemaliger Motorradrennfahrer hat er

selbst Unfälle erlebt, wie beispielsweise 1990, als er bei einem

Foto: DRF Luftrettung

Weitere Meldungen im Internet:

www.drf-luftrettung.de/

aktuelle-spenden.html

Motorradrennen auf der Isle of Man schwer gestürzt war. Seine

komplizierten Verletzungen machten einen Transport in ein

deutsches Krankenhaus nötig, den die DRF Luftrettung übernommen

hatte. Zu seinem 70. Geburtstag bat er seine Gäste

um Spenden für die DRF Luftrettung. Es kamen 750 Euro zusammen,

über die sich die rot-weißen Luftretter sehr freuen.

Stationsleiter

Karl Heitmüller

(2.v.l.) und

Mitglieder der

Landjugend

bei der Scheckübergabe.

20-Jahr-Feier in Halle

Seit 20 Jahren wird die Hallenser Station am Flugplatz

Halle/Oppin von der HSD Luftrettung gemeinnützige

GmbH betrieben, die zur DRF Luftrettung gehört. Anlässlich

dieses Jubiläums fand am 9.11. unter der Schirmherrschaft

des Ministeriums für Inneres und Sport des

Landes Sachsen-Anhalt eine Feierstunde statt, an der rund

80 geladene Gäste teilnahmen, darunter Kooperationspartner

aus Politik, Rettungsdienst und Medizin. Tags darauf

hatte die Bevölkerung aus dem Umland Gelegenheit,

die Station in Halle zu besichtigen.

Grund zur Freude bestand auch im November. Am 14.11.

informierte das Ministerium für Inneres und Sport des

Landes Sachsen-Anhalt die DRF Luftrettung, dass es beabsichtigt,

den rot-weißen Luftrettern die Genehmigung für

den Betrieb der Station für weitere sechs Jahre zu erteilen.

V.l.: Dr. Steffen Edner (Ärztl. Leiter Station Halle), Ernst Peleikis (DRF Luftrettung), Dr. Hendrik Liedtke (KH St. Elisabeth + St. Barbara),

Uwe Stäglin (Stadt Halle), Norbert Ebbighausen (Stationsleiter Halle), Dirk Dunkelberg (AOK S.-Anhalt), Frank Bannert (Landrat Saalekreis

S.-Anhalt), Dr. Ulf Gundlach (Staatssekretär Innenministerium S.-Anhalt), Dr. Hans Jörg Eyrich + Steffen Lutz (Vorstände DRF Luftrettung).

Foto: DRF Luftrettung


Jubiläum in Fresach

Seit nunmehr zehn Jahren fliegt die ARA Flugrettung Einsätze in Österreich.

Im September feierte die ARA-Flugrettungs GmbH ihr zehnjähriges Bestehen

und das ihrer Kärntner Station in Fresach. Die Festlichkeiten fanden

gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz in Spittal/Drau statt,

das seinerseits die Indienststellung seiner neuen Bezirksstelle beging.

Im Rahmen der Veranstaltung hob Steffen Lutz, Geschäftsführer der ARA-

Flugrettungs GmbH, die Bedeutung ihrer beiden Notarzthubschrauber in

Fresach und Reutte hervor: „Das vergangene Jahrzehnt hat uns gezeigt,

dass die Hubschrauber dringend benötigt werden, um eine lückenlose

medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.“ Rot-Kreuz-

Präsident Dr. Peter Ambrozy ging in seiner Rede auf die gute Partnerschaft

zwischen dem ÖRK und der ARA-Flugrettungs GmbH ein. Die zahlreichen

Besucher hatten im Anschluss Gelegenheit, sich über die Arbeit der Fresacher

Besatzung zu informieren.

Übrigens ist nicht nur der Fresacher Notarzthubschrauber, sondern auch

der RK-2 aus Reutte (Tirol) mit einer Winde ausgerüstet. Das bietet beim

Retten von Personen aus alpinem Gelände einen enormen Vorteil. Damit

hat die ARA Flugrettung unter allen Notarzthubschraubern in Österreich

ein Alleinstellungsmerkmal.

DRF Luftrettung modernisiert ihre Hubschrauberflotte

Die DRF Luftrettung hat mit dem Hubschrauberhersteller Eurocopter einen Liefervertrag über dessen neuesten Hubschrauber, Typ

EC 145 T2 abgeschlossen. Mit dem Kauf der Maschinen wird die DRF Luftrettung in den nächsten Jahren ihre bestehenden BK 117 austauschen.

Im Zeitraum von Dezember 2013 bis Ende 2015 werden zunächst fünf Hubschrauber durch die DRF Luftrettung im 24h-Luftrettungsdienst

in Betrieb genommen. „Wir haben hohe Qualitätsansprüche, bei denen Sicherheit und Leistungsfähigkeit an oberster

Stelle stehen. Daher investieren wir in die Weiterentwicklung unserer Hubschrauberflotte“, so Dr. Hans Jörg Eyrich, Vorstand der DRF

Luftrettung. „Die EC 145 T2 ist durch ihre Leistungsstärke und den Fenestron für den Einsatz in der Luftrettung hervorragend geeignet.

Gerade bei nächtlichen Rettungseinsätzen bietet dieser ummantelte Heckrotor einen zusätzlichen Sicherheitsaspekt. Schon durch die

Einführung von Nachtsichtbrillen als bundesweit einzige Luftrettungsorganisation haben wir 2008 einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung

der Luftrettung bei Nacht geleistet. Nach München und Regensburg werden wir in Kürze auch von Berlin aus mit Nachtsichtbrillen

zu nächtlichen Notfalleinsätzen fliegen. Mit dem Einsatz der EC 145 T2 werden wir uns in unserem 24-Stunden-Flugbetrieb

auf einen Hubschrauber verlassen können, der für die vielseitigen Anforderungen der modernen Luftrettung optimal geeignet ist“, so

der Vorstand der DRF Luftrettung.

Foto: DRF Luftrettung

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Luftrettung.

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5


6

Titelthema

Werden Blutkon-

serven am Ein-

satzort benötigt,

können diese mit

dem Hubschrau-

innerhalbweni- ger Minuten ein-

geflogen werden.

W

An der Basis

In Deutschland hat sich ein flächendeckendes

Luftrettungsnetz etabliert, das weltweit

seinesgleichen sucht. Dabei stellt die Tatsache,

dass jedes Bundesland sein eigenes Rettungs-

dienstgesetz hat und sich Gesetze oder Zuständig-

keiten regelmäßig ändern, Betreiber wie

die DRF Luftrettung immer wieder vor neue

as haben ein Kind, das im tiefsten Niedersachsen

einen Krampfanfall erleidet, und eine Wanderin,

die sich beim Sturz in eine Schlucht schwer verletzt,

gemeinsam? Beide benötigen so schnell wie

möglich eine notärztliche Versorgung. Die zuständige

Rettungsleitstelle wird daher das notarztbesetzte Rettungsmittel

alarmieren, das am schnellsten vor Ort

Herausforderungen.

Foto: Eberhadr Wedler

sein kann. In vielen Fällen ist das der Rettungshubschrauber,

denn gerade in strukturschwachen Regionen

oder schwer zugänglichem Gelände hat der Hubschrauber

gegenüber bodengebundenen Rettungsmitteln

einen Zeitvorteil. Doch wie funktioniert das

flächendeckende Luftrettungsnetz in Deutschland

überhaupt? Wer finanziert die Einsätze? Wer ist Auftraggeber?

Und wie sind die Bestimmungen in den

einzelnen Bundesländern?

Komplexes Themengebiet

Antworten auf viele dieser Fragen gibt Ernst Peleikis,

langjähriger Mitarbeiter der DRF Luftrettung. Er hat

Ende der 1990er-Jahre in der Konsensgruppe Luftrettung

gemeinsam mit zahlreichen weiteren Fachleuten

Grundsätze für die Weiterentwicklung der Luftrettung

in Deutschland erarbeitet und ist ein Kenner der Branche.

„Um die Luftrettung an einem Standort sicherzustellen,

muss das jeweilige Bundesland (Träger der

Luftrettung) den Luftrettungsbetreiber (Leistungserbringer)

dazu beauftragen.“ Mit diesen Worten öffnet

Ernst Peleikis die Tür zu einem äußerst komplexen

Themenfeld. „Innerhalb der Bundesländer sind meistens

die jeweiligen Sozial- oder Innenministerien zuständig.

In einigen Ländern wie beispielsweise in

Bayern setzen die Ministerien wiederum regionale


Zweckverbände für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung

(ZRF) zur Wahrnehmung der Aufgaben

ein“, erzählt Peleikis. Die Genehmigung erteilt letztlich

das Ministerium.

Details regeln die Rettungsdienstgesetze der Bundesländer,

die sich in vielen Punkten gleichen, allerdings

längst nicht in allen. So ist die Luftrettung in

ihrer Ergänzungsfunktion zu bodengebundenen Rettungsdiensten

in allen Rettungsdienstgesetzen verankert

– nicht aber in Schleswig-Holstein. „Möglicherweise

wird sich dies mit den anstehenden Gesetzesnovellierungen

ändern“, so der Fachbereichsleiter

Luftrettung. „Da die Luftrettung in den vergangenen

40 Jahren seit ihrer Einführung zum unverzichtbaren

Bestandteil des Rettungswesens geworden ist, würden

wir es begrüßen, wenn dies auch in den Rettungsdienstgesetzen

Eingang finden könnte. Von einer ausschließlichen

Ergänzungsfunktion kann schon lange

keine Rede mehr sein“, ergänzt Peleikis.

Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern

bestehen auch bei den so genannten Hilfsfristen.

Die Hilfsfrist bezeichnet die Zeitdauer, die vom Eingang

des Notrufs in der Leitstelle bis zum Eintreffen

adäquater Hilfe beim Patienten maximal verstreichen

soll. Dabei definieren die Bundesländer die Hilfsfrist

nicht einheitlich. In Bayern beispielsweise läuft die

Hilfsfrist ab dem Zeitpunkt des Fahrtbeginns, in Niedersachsen

ab dem Zeitpunkt der Einsatzentscheidung.

Wie sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen und

die behördlichen Vorgaben auf die Gründung einer

Luftrettungssta-


tion auswirken,

zeigt das Beispiel

der neuen Luftrettungsstation

in

Weiden in der

Oberpfalz. Hierzu

hatte das Bayrische

Staatsministerium

des Innern eine

„Bedarfsanalyse

für den Luftrettungsdienst

in

Bayern“ in Auftrag

gegeben. Die Gutachter sprachen sich darin für

die Einrichtung eines Rettungshubschrauberstandorts

in der Region Nordoberpfalz aus, um die notfallmedizinische

Versorgung der Menschen in den dünn besiedelten

Landkreisen Neustadt an der Waldnaab und

Tirschenreuth sicherzustellen. Nachdem man sich im

Ministerium auf den Standort geeinigt hatte, wurde

„Die Luftrettung ist

in den vergangenen

40 Jahren zum unverzichtbaren

Bestandteil

des Rettungswesens

geworden. Sie hat heute

mehr als nur eine

Ergänzungsfunktion.”

Ernst Peleikis,


Fachbereichsleiter

Luftrettung.

Foto: Andreas Lander

Luftrettung 4 || 2011 7

Foto: DRF Luftrettung


8

Titelthema

Bevor ein Betreiber

eine Luftrettungsstation

offiziell in Betrieb

nehmen kann,

schließen der

Träger der Luftrettung

und der

Betreiber einen

schriftlichen Vertrag.

Die Dauer

des Zuschlags

gestalten die

Bundesländer

unterschiedlich.

Sie beträgt zwischen

vier und

acht Jahren.

die Station vom

Zweckverband für

Rettungsdienst und

Feuerwehralarmierung

(ZRF) Nordoberpfalz

europaweit

ausgeschrieben. „Die

Frage, ob Luftrettungsstationen

EU-weit ausgeschrieben

werden müssen, ist differenziert

zu beurteilen“, erklärt Peleikis.

Da Europa auch im Hinblick auf gesetzliche Vorgaben

immer weiter zusammenwächst, sind einige

Bundesländer zum europaweiten Ausschreibungsmodus

übergegangen.

Um den Betrieb der Station Weiden hatten sich neben

der gemeinnützig tätigen DRF Luftrettung noch

weitere Mitbewerber beworben. Da das Angebot der

DRF Luftrettung neben Qualitätsaspekten das insgesamt

wirtschaftlichste war, haben die rot-weißen Luftretter

den Zuschlag erhalten. Er wurde Ende Oktober

2010 durch den ZRF Nordoberpfalz für fünf Jahre erteilt

mit der Option, um weitere fünf Jahre zu verlängern.

Das wirtschaftlichste Angebot wird im Rahmen

eines komplizierten Bepunktungssystems ermittelt.

„In der Ausschreibung sind Leistungen aufgeführt, die

wir als Luftrettungsorganisation erfüllen müssen. Der

Hubschraubertyp ergibt Punkte, ebenso die medizi-

Sandra Gligorijevic - Fotolia.com

nische Expertise durch eigene ärztliche Leitung und

Qualitätssicherung, die Qualifikation des Personals,

die medizintechnische Ausstattung des Hubschraubers,

das Vorhandensein einer eigenen Werft und, und,

und“, nennt Ernst Peleikis Beispiele. Teil

der Ausschreibung ist darüber

hinaus eine Selbstdarstellung

des Bewerbers, in

der detaillierte Angaben

über die finanzielle

Situation,

Eigentumsverhältnisse,

die Erfahrung

des Personals,

über die

Möglichkeiten

des technischen

Betriebs, über Aus-

und Weiterbildungsmaßnahmen

etc. gemacht

werden. Zentraler Bestandteil

einer Ausschreibung ist die Kostenkalkulation.

Darin plant der Luftrettungsbetreiber

die Personal- sowie Hubschrauberkosten,

zum Beispiel für Wartung, Ersatzteile und Kraftstoff,

bis hin zu Nebenkosten für Strom, Miete,

Reinigung etc. „Das ist für die spätere Ermittlung des

Flugminutenpreises wichtig, der Grundlage für die

Abrechnung mit den Krankenkassen ist“, merkt Peleikis

an.

Wer sich um eine Luftrettungsstation bewirbt, sollte

wissen, dass der verwaltungstechnische Aufwand während

des Betriebs vergleichsweise hoch ist. Da die

DRF Luftrettung in der Verwaltung auf ein überschaubares

Team setzt, haben die wenigen Mitarbeiter mit

der Umsetzung gesetzlicher und behördlicher Vorgaben,

dem Kontakt zu Ministerien sowie den Verhandlungen

mit den Kostenträgern alle Hände voll zu tun.

„Eine großartige Leistung – vor allem vor dem Hintergrund

der sich immer ändernden Rahmenbedin-


gungen“, lobt der 50-Jährige. So werde den Kollegen

an den Stationen der Rücken freigehalten, damit diese

an 365 Tagen im Jahr ihrer lebensrettenden Aufgabe

nachkommen können.

Doch zurück zum Beispiel Weiden: Bevor der Rettungshubschrauber

am Flugplatz Latsch am 1. April

2011 in Dienst gestellt werden konnte, erfolgte die offizielle

Beauftragung im Rahmen der Unterzeichnung

eines öffentlich-rechtlichen Vertrags im November

2010. „So ein Vertrag ist inhaltlich vergleichbar mit

einem Arbeitsvertrag, der Rechte und Pflichten beider

Vertragspartner aufführt. Ort und Betriebszeiten

der Station sind darin geregelt, ebenso das Führen und

Einreichen von Einsatzstatistiken, die Verpflichtung

zur Abrechnung mit den Kostenträgern und zur Fortbildung

des Personals“, erklärt der Fachbereichsleiter.

Übrigens schreibt der Freistaat Bayern seine Luftrettungsstationen

über fünf Jahre aus, andere Bundesländer

über sechs, sieben oder acht Jahre.

Flugminutenpreise jährlich neu verhandeln

Um für die Dauer der Beauftragung Luftrettung kostendeckend

leisten zu können, verhandelt die DRF

Luftrettung mit den Krankenkassen die Flugminutenpreise

jährlich neu. „Das ist sehr wichtig, da wir nicht

beeinflussbare, schwankende Kosten wie beispielsweise

für Kerosin haben, die wir über einen längeren

Zeitraum nicht kalkulieren können“, legt Peleikis dar.

„Wenn wir jedoch besondere medizinische Schulungen

wie Trainings mit dem Patientensimulator

durchführen oder unsere Hubschrauber mit neuen medizintechnischen

Geräten ausstatten wie aktuell mit

einem leichten, leistungsfähigen Ultraschallgerät,

dann tragen wir einen großen Anteil der Kosten selbst.

Was uns gegenwärtig und zukünftig nur möglich ist,

wenn wir auf die Unterstützung unserer Förderer und

Spender zählen können“, erklärt der Fachbereichsleiter.

Und was geschieht auf der Kostenseite, wenn die

DRF Luftrettung zu einem Einsatz alarmiert, dann

Foto: Maike Glöckner

Foto: DRF Luftrettung

aber doch nicht benötigt wird? „Diesen Einsatz bekommen

wir nicht vergütet“, sagt Peleikis. Doch

solche finanziellen Rahmenbedingungen bleiben der

Zentrale vorbehalten. „Unsere Besatzungen starten zu

jedem Einsatz mit dem Ziel, schwer verletzte bzw. erkrankte

Patienten bestmöglich zu versorgen und zu

transportieren. Die Sorge um den Patienten steht dabei

stets im Mittelpunkt. Das sind wir den Menschen,

die uns vertrauen, schuldig.“

IRInA WonnEBERG

Dank der Unterstützung

ihrer

Förderer kann die

DRF Luftrettung

besondere Fortbildungen

wie

die jährliche

Wasserrettungsübung

und Windentrainings

durchführen.

Luftrettung 4 || 2011 9


10

Mitarbeiterporträt

Zeit für ein

Lächeln

Schon als Kind sah Guido Horstmann fasziniert

dem startenden Rettungshubschrauber

am Westküstenklinikum Heide hinterher.

Heute zählt der 44 Jahre alte Rettungsassistent

selbst zur Besatzung von Christoph 42.

M

ein Zuhause war in unmittelbarer Nähe des Westküstenklinikums,

dort arbeitete mein Vater als

Krankenpfleger. Das hat meinen Werdegang sicherlich

mitgeprägt“, erzählt Guido Horstmann, der seit

14 Jahren nebenberuflich als Rettungsassistent bei der

DRF Luftrettung arbeitet. Erste Einsätze flog er 1997

von Hartenholm, später von Itzehoe aus, bevor er 2005

an die Station nach Rendsburg wechselte.

Im Hauptberuf ist Guido Horstmann Brandoberinspektor

bei der Hamburger Berufsfeuerwehr. „Ich

wollte etwas Sinnvolles machen und mich täglich neuen

Herausforderungen stellen“, erklärt er die Entscheidung

für seine berufliche Laufbahn. Daher begann er

1992 seine Ausbildung für den Feuerwehrtechnischen

Dienst und Rettungsassistenten bei der Berufsfeuerwehr

Hamburg. Später absolvierte er die Zusatzausbildung

zum HEMS Crew Member, um Luftrettungseinsätze

fliegen zu dürfen. In 20 Berufsjahren hat

Horstmann alle Facetten

von Rettungseinsätzen

Fotos: Stephanie Redwanz

Mehr zum Thema unter

www.drf-luftrettung.de

Luftrettungseinsätze an

der Küste haben ihre ganz eigenen Regeln.

Wir haben mit Dietmar Hohnholz, Pilot und Stationsleiter

von Christoph 42, darüber gesprochen:

www.drf-luftrettung.de/interview-pilot-rendsburg.html


erlebt: Wohnungsbrände, Unfälle mit Gefahrguttransporten

oder technische schwierige Hilfeleistungen mit

Personen in Notlagen. Diese Erfahrung kommt ihm

bei seiner Arbeit für die Luftrettung zugute, nicht zuletzt

auch hinsichtlich der Zusammenarbeit verschiedener

Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten

und Luftrettung: „Es ist ein gutes Gefühl zu

erleben, wenn die Rettungskräfte am Einsatzort professionell

und reibungslos zusammenarbeiten. So wird

dem Patienten die schnellste und bestmögliche Hilfe

zuteil, für die wir auch in unseren Fortbildungen regelmäßig

trainieren.“

Schnell abgelegene Orte erreichen

Seine Arbeit ist abwechslungsreich und vielschichtig,

sodass zu keiner Zeit Routine aufkommt. Das

schätzt der 44-Jährige besonders. Unterstützt er eben

noch den Piloten bei der Suche und Auswahl eines

geeigneten Landeplatzes, konzentriert er sich Minuten

später auf die Versorgung des Patienten und hält

dem Notarzt den Rücken frei. „Ich bin froh darüber,

dass wir mit dem Hubschrauber schnell abgelegene

Orte erreichen und Menschen helfen können“, bemerkt

der Rettungsassistent und erinnert sich an einen

Einsatz auf Hallig Hooge, bei dem ein Patient

deutliche Symptome einer Sepsis (Blutvergiftung)

zeigte. „Wir haben den Mann zur weiteren Versorgung

rechtzeitig in eine für ihn geeignete Klinik geflogen.

Ohne die schnelle Hilfe aus der Luft hätte er

seine lebensbedrohliche Erkrankung möglicherweise

nicht überlebt“, erzählt der Rettungsassistent nachdenklich.

Horstmann schätzt die ständig neuen Herausforderungen,

die sein Beruf mit sich bringt. Da ist er an

Bord von Christoph 42 gerade richtig, da der Rendsburger

Hubschrauber rund um die Uhr einsatzbereit

ist. „Nachts werden wir häufig zu Intensivtransporten

angefordert, für die aufgrund der eingeschränkten

Sichtverhältnisse eine sehr präzise Vorplanung notwendig

ist. Dann fliegen wir aus Sicherheitsgründen

mit zwei Piloten, Rettungsassistent und Notarzt“, berichtet

das sympathische Besatzungsmitglied.

Das Erlebte verarbeitet der Vater einer erwachsenen

Tochter in Gesprächen mit Kollegen. „Das Glück über

die Geburt eines Kindes und die Trauer über den Tod

eines Menschen erlebe ich manchmal an ein und demselben

Tag. Das macht mir immer wieder bewusst,

dass das Leben ein ewiger Kreislauf ist.“

STePHANIe ReDWANZ

Zur Person

Die Besatzungen

der DRF Luftrettung

tragen

Helme mit integrierterFunktechnik.

Das ermöglicht

eine

problemlose Verständigungwährend

des Flugs.

Guido Horstmann

und Notarzt

Dr. Marius Gawlik

trösten einen

kleinen Patienten.

Guido Horstmann wurde am 17.10.1967 in Heide (Schleswig-Holstein)

geboren. Seine Mittlere Reife machte er 1985, lernte Dreher und leistete

seinen Zivildienst als Sanitäter in Hamburg. Seine Ausbildung zum Rettungsassistenten

absolvierte er bei der Berufsfeuerwehr Hamburg. Heute

ist der Brandoberinspektor Fachlehrer am Institut für Rettungsdienst an

der Feuerwehrakademie Hamburg und unterstützt den Organisatorischen

Leiter Rettungsdienst. Den Urlaub verbringt er gerne mit seiner Tochter

Lisa bei Verwandten in Norditalien, nicht zuletzt auch der guten Küche

wegen. Mit Kollegen der Berufsfeuerwehr und der DRF Luftrettung geht er

regelmäßig zum Klettern – oder

gemeinsam mit seiner Partnerin

zu Rockkonzerten, trifft sich

mit Freunden, geht ins Fitnesscenter

oder ist mit dem Fahrrad

in der Natur rund um Tangstedt

unterwegs. „Wenn ich keine

Fachliteratur lesen muss, genieße

ich die authentischen Krimis

des Amerikaners Don Winslow

oder die amüsanten Texte von

Max Goldt“, sagt Horstmann.

Besonders gut entspannen

kann der Rettungsassistent an

seinem Lieblingsplatz im

Hamburger Hafen.

Luftrettung 4 || 2011 11


12

Gesund leben

Gelassen am

Steuer

Experten empfehlen Sicherheitstrainings, um im

Straßenverkehr souveräner zu werden. Auch die

moderne Fahrzeugtechnik mit Stabilitätskontrollen

J

und Abstandshalter hilft im Ernstfall.

eder hat sie schon gesehen – die schwarzen Reifenspuren

auf der Autobahn, die in Richtung Böschung

ziehen. Jede Sekunde am Steuer kann etwas Unvorhergesehenes

passieren. „Vorausschauendes Fahren

ist ganz wichtig“, sagt die erfolgreiche Rallye-Pilotin

Über die Besonderheiten

von Hubschrauberlande-

plätzen bei Notfalleinsätzen

lesen Sie unter: www.drf-luftrettung.de/

hubschrauberlandeplaetze.html

Mehr zum Thema unter

www.drf-luftrettung.de

Jutta Kleinschmidt. Im Stadtverkehr erkennt man rote

Ampeln frühzeitig und muss nicht scharf bremsen.

Und wer auf der Autobahn ein wenig versetzt fährt,

kann weiter schauen und mindert das Risiko, auf ein

Stauende aufzufahren. Nähern sich Rettungsfahrzeuge

mit Sondersignal, ist eine Rettungsgasse zu bilden.

Auf drei- und mehrspurigen Autobahnen muss die

Gasse zwischen dem ganz linken und dem Fahrstreifen

daneben entstehen. Besondere Vorsicht ist geboten,

wenn Rettungshubschrauber im Einsatz sind und

auf der Straße landen. Leider kommt es mitunter vor,

dass sich hohe Fahrzeuge wie Lkws oder Reisebusse

noch an der Einsatzstelle vorbeidrücken wollen, dabei

die Rotorblätter streifen und den Hubschrauber

flugunfähig machen.

Wer mit der nötigen Gelassenheit unterwegs ist, vermindert

die Unfallgefahr. „Ich muss nicht auf mein

Recht pochen, einem Drängler mache ich zügig Platz“,

bestätigt Kleinschmidt aus eigener Erfahrung. Wichtig

ist außerdem, dass Autofahrer gerade in der dunklen

Jahreszeit, wenn Nebel, diffuses Licht und nasse

Straßen für schlechte Sicht sorgen, stets den Durchblick

behalten. Mit zunehmendem Alter tritt oftmals

eine Trübung der Augenlinse ein, wodurch vor allem

das Sehvermögen in der Dämmerung nachlässt.

Gleichzeitig werden die Augen empfindlicher für

Blendungen z.B. durch die Scheinwerfer entgegenkommender

Fahrzeuge oder die tief stehende Sonne.

Foto: Sergey Peterman - fotolia.com


Foto: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V., Bonn

Hinweise auf schlechteres Sehen sollten in jedem Fall

ernst genommen und durch den Augenarzt abgeklärt

werden.

Moderne Kfz-Technik beugt Unfällen vor

Darüber hinaus gibt es Trainings, um die eigene Fahrsicherheit

zu verbessern. „Bei einem Fahrsicherheitstraining

wird man gezielt und sicher an die eigenen

Grenzen und jene des Fahrzeugs geführt“, erklärt

Kleinschmidt. Diese Trainings sind auf die verschiedenen

Zielgruppen ausgerichtet. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat

hat z.B. ein Konzept für ältere Fahrer

erarbeitet, das deren eingeschränkte Beweglichkeit

in den Fokus stellt. Komplexe Verkehrssituationen

wie Spurwechsel, Einfädeln oder Linksabbiegen sollen

trainiert werden. Die Fahrzeugtechnik unterstützt

den Autofahrer dabei sinnvoll. Moderne Wagen verfügen

über Stabilitätskontrollen, die einzelne Räder

gezielt abbremsen können. „Auch Abstandshalter sind

sehr sinnvoll“, weiß Kleinschmidt. Sollte der Fahrer

beispielsweise infolge von Unaufmerksamkeit zu dicht

auffahren, wird der Wagen automatisch abgebremst.

In Zukunft sollten Autos noch mehr „mitdenken“, Verkehrssituationen

frühzeitig erfassen und Empfeh-

Sehen und gesehen werlungen

aussprechen.

den: Auch Scheinwerfer,

Da Motorradfahrer im Unterschied zum Autofah- Rückleuchten & Co. wollen

rer keine Knautschzone haben, wird für sie die Fahrsicherheit

besonders großgeschrieben. Das bestätigt

Motorrad-Experte Professor Hans Eberspächer: „Trai-

vom Schnee befreit sein.

nieren ist immer richtig und wichtig.“ Ein Motorrad- gezielt üben. Darüber hinaus empfiehlt Eberspächer

fahrer fahre im Durchschnitt 2.500 km pro Jahr – zu mentales Training. „Was ich auf der Straße umsetzen

wenig, um die notwendige Sicherheit im Straßenver- will, muss zuerst im Kopf stattfinden.“

kehr zu erlangen. Daher müsse er Gefahrensituationen CHRISTIAN SCHREIBER

Im Winter sind

Foto: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V., Bonn

Das winterfeste Auto

Bevor der erste Schnee fällt und die Temperaturen ins Minus rutschen,

sollte jeder sein Fahrzeug auf den Winter vorbereitet haben. Neben den

Winterchecks, die Kfz-Werkstätten anbieten, können Sie einige Schritte

auch selbst in die Wege leiten.

Achten Sie darauf, dass die Winterreifen, ggf. Ganzjahresreifen) nicht

älter als vier Jahre sind und eine Profiltiefe von mindestens 4 mm aufweisen.

Sind Sie häufig in Mittelgebirgen oder in den Alpen unterwegs?

Dann gehören passende Schneeketten in den Kofferraum. Ein Starter-

kabel legen Sie am besten gleich dazu, sollte Ihr Wagen einmal nicht

anspringen.

Ist Ihre Autobatterie den Extremanforderungen des Winters noch

gewachsen? Spätestens nach fünf Jahren ist die Zeit reif für eine neue

Batterie.

Reinigen Sie die Scheinwerfer sowie alle weiteren Leuchten regelmäßig.

Sind die Wischerblätter in Ordnung? Ist ausreichend Frostschutzmittel

in der Wischeranlage sowie im Kühlwasser?

Eiskratzer, Handfeger gehören im Auto an einen griffbereiten Ort. Enteisungsspray

bewahren Sie besser in der Wohnung oder in der Garage auf.

Dem Bruch von Türdichtungen können Sie vorbeugen, indem Sie die

Gummilippen mit einem Fettstift einschmieren.

Ein letzter Blick gilt dem Warndreieck und dem Verbandskasten.

Beides sollte funktionstüchtig

und ausreichend ausgestattet

an Bord sein.

Autofahrer häufig

mit schlechter

Sicht z.B. durch

Nebel konfrontiert.

Daher

sollten die Scheiben

stets vollständig

vom Eis

befreit werden.

Wer in Bergregionen

unterwegs

ist, hat idealerweiseSchneeketten

dabei und

kann sie bei Bedarf

auch aufziehen.

Luftrettung 4 || 2011 13

Foto: Christian Schwier - fotolia.com


Foto: DRF Luftrettung

14

Hannover

Dortmund

Bremen

Göttingen

Mannheim

Karlsruhe

Rheinmünster

Rendsburg

Freiburg

Villingen-Schwenningen

Bad Berka

Leonberg

Stuttgart

Friedrichshafen

Niebüll

Vor einigen Wochen kam es in Rückersdorf

(Ostthüringen) zu einem

schweren Verkehrsunfall. Ein Lkw-

Fahrer war gegen ein Haus geprallt

und hinter dem Lenkrad eingeklemmt

worden. Dabei hatte er erhebliche

Kopfverletzungen erlitten. Neben dem

Hubschrauber der DRF Luftrettung

aus Bad Berka hatte die Leitstelle

auch bodengebundene Einsatzkräfte

zum Einsatzort alarmiert. Der Pilot

landete Christoph Thüringen unmittelbar

an der Unfallstelle. So konnte die

Halle

Greifswald

Magdeburg

Berlin

Bad Saarow

Nordhausen

Zwickau

Bad Berka

Suhl Weiden

München

Nürnberg

Regensburg

Dresden

Bad Berka: Die Besatzung von Christoph Thüringen flog einen

Lkw-Fahrer mit schweren Kopfverletzungen in eine Klinik.

Lokal-

Nachrichten

medizinische Besatzung unverzüglich

mit der Versorgung des eingeklemmten

Fahrers beginnen. Während die

Feuerwehr versuchte, den Mann zu

befreien, kontrollierten Hubschraubernotarzt

und Rettungsassistentin

laufend seine Vitalwerte und hielten

den Kreislauf stabil. Nachdem der Patient

aus den Trümmern befreit worden

war, wurde er für den Transport

vorbereitet und schnellstmöglich mit

Christoph Thüringen in das Universitätsklinikum

Jena geflogen. Dort

übernahm ein Trauma-Team den Patienten.

Foto: DRF Luftrettung

Bad Saarow

Kürzlich besuchte ein 14-jähriger

Junge zusammen mit seinem Vater die

Besatzung der DRF Luftrettung in

Bad Saarow und bedankte sich für seine

Rettung. Sechs Tage zuvor war er

von einem Hund angefallen und im

Gesicht verletzt worden. Die Leitstelle

Oderland hatte sofort die Besatzung

von Christoph 49 alarmiert, die kurz

darauf den Einsatzort erreichte. Notarzt

und Rettungsassistent versorgten

zunächst die offenen Wunden, danach

wurde der Patient zur Beobachtung

Bad Saarow: Sechs Tage nach seiner Rettung besuchte ein 14-Jähriger

die Station Bad Saarow und besichtigte dabei den Hubschrauber.


und weiteren Behandlung in das Helios

Klinikum Bad Saarow geflogen.

Die Besatzung freute sich sehr, dass es

dem Schüler gesundheitlich schon

wieder so viel besser ging.

Bremen

Bei Abrissarbeiten eines Gebäudes

in Wildeshausen war ein Mann von

einem herabfallenden Giebel getroffen

und teilweise verschüttet worden.

Er hatte sich dabei Frakturen an den

Gliedmaßen sowie Wirbelsäulenverletzungen

zugezogen. Bodengebundene

Rettungskräfte hatten den

18-Jährigen bereits versorgt, als der

vor Ort befindliche Notarzt aufgrund

der Schwere der Verletzungen den

Hubschrauber der DRF Luftrettung

nachforderte. Die Besatzung von

Christoph Weser erreichte innerhalb

weniger Minuten den Einsatzort, bereitete

den Patienten für den Transport

vor und flog ihn innerhalb kürzester

Zeit in ein Zentrum der Maxi-

malversorgung. Mit dem Rettungswagen

hätte der Transport die doppelte

bis dreifache Zeit in Anspruch genommen.

Dresden

Dresden: Zur Versorgung der Verletzten nach einem Zugunglück wurden

insgesamt vier Hubschrauber nach Bad Lausick alarmiert.

Bei einem schweren Zugunglück bei

Bad Lausick wurden über 20 Personen

teilweise schwer verletzt. Ein Pkw war

mit einem Zug kollidiert, woraufhin

ein Waggon umstürzte und zwei

weitere entgleisten. Der Zwickauer

Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung

wurde von der Leitstelle Grimma

alarmiert und traf als erster Notarztzubringer

an der Unfallstelle ein.

Auch die Dresdner und Hallenser Hubschrauber

der DRF Luftrettung wurden

nach Bad Lausick alarmiert, ebenso

Christoph Leipzig. Hand in Hand mit

den bodengebundenen Rettungskräften

versorgten die medizinischen Hubschrauberbesatzungen

die Schwerverletzten.

Leicht verletzte Insassen wurden

bodengebunden in nahe gelegene

Foto: DRF Luftrettung

Krankenhäuser gebracht. Die Besatzung

von Christoph 46 flog eine

21-jährige Patientin in das Heinrich-

Braun-Klinikum nach Zwickau.

Fresach

Im Spätsommer wurde die Besatzung

des Fresacher Notarzthubschraubers

zu einem Unfall im Gebirge gerufen.

Vater und Sohn hatten an der 3.300 m

hohen Hochalmspitze eine Klettertour

unternommen. Beim Aufstieg war der

Vater in ein Eisfeld eingebrochen und

50 m talwärts ins Geröll gerutscht.

Dabei hatte er sich schwer verletzt.

Da in dieser Höhe kein Mobilfunknetz

verfügbar war, stieg der Sohn rund

1.000 Höhenmeter bis zur Gießener

Hütte ab und informierte von dort die

Leitstelle Kärnten. Diese alarmierte

die ARA Flugrettung aus Fresach.

Bereits drei Minuten später war die

Besatzung des RK-1 auf dem Weg zur

Hochalmspitze. Der Pilot setzte zunächst

den Notarzt an der Gießener

Fresach: Ein Alpinist hatte sich bei einem Sturz ins Geröll schwer verletzt.

Die Besatzung des RK-1 brachte ihn in eine Klinik nach Villach.

Luftrettung 4 || 2011 15

Foto: DRF Luftrettung


Foto: DRF Luftrettung

16

Hütte ab und flog anschließend Flugretter

und Windenoperator zum Einsatzort.

Dort wurde der Flugretter mit

einer Seilwinde zum Verunglückten

hinabgelassen und legte den 45-jährigen

Bergsteiger in ein sogenanntes

Rettungstuch. Beide wurden an Bord

des Hubschraubers gewincht, dann

flog der Pilot den verunglückten Alpinisten

zum Notarzt, der den Patienten

versorgte. Der Schwerverletzte wurde

auf direktem Weg in das Landeskrankenhaus

Villach geflogen.

Greifswald

Ein Mann hatte auf der Trelleborg

über heftige Bauchkrämpfe geklagt.

Die Leitstelle Rügen alarmierte Christoph

47 und den Seenotrettungskreuzer

Wilhelm Kaisen zur Fähre. Zunächst

wurde der kranke Passagier an Bord

des Rettungsschiffs genommen. Kurz

darauf setzte der Pilot die medizinische

Besatzung der DRF Luftrettung

auf dem Schiff ab, die bei dem Pati-

enten eine Nierenkolik feststellten. Sie

verabreichten ihm unter anderem

krampflösende Medikamente. Währenddessen

flog der Pilot zum Hafen

von Saßnitz und erwartete dort die Ankunft

des Rettungsschiffs. Am Kai

wurde der 25-jährige Patient umgebettet

und an Bord von Christoph 47

schnellstmöglich ins Krankenhaus

Bergen geflogen.

Hannover

Greifswald: Der Pilot von Christoph 47 erwartete den Patienten im

Hafen von Saßnitz, um ihn in das Krankenhaus Bergen zu fliegen.

Vor Kurzem wurde der Hannoveraner

Hubschrauber der DRF Luftrettung zu

einem häuslichen Notfall alarmiert. In

Kirchwehren bei Seelze war ein

11-jähriger Junge plötzlich blau angelaufen.

Die Leitstelle Hannover alarmierte

sofort Christoph Niedersachsen.

Notarzt und Rettungsassistent

diagnostizierten nur wenige Minuten

später einen schweren Krampfanfall.

Nachdem der Junge stabilisiert werden

konnte, wurde er in eine nahe gelegene

Kinderklinik transportiert.

Foto: DRF Luftrettung

Karlsruhe

Bei Loffenau (Schwarzwald) war eine

Wanderin eine Böschung hinabgestürzt

und gegen einen Stein geprallt.

Dabei hatte sie sich erhebliche Gesichtsverletzungen

zugezogen. Ihre

Begleiterin setzte sofort einen Notruf

ab und gab ihre genaue Position

durch. Daraufhin alarmierte die Leitstelle

Mittelbaden den Karlsruher

Hubschrauber der DRF Luftrettung.

Nach wenigen Minuten hatte die Besatzung

von Christoph 43 das Waldgebiet

erreicht. Der Pilot konnte die Maschine

sicher auf einer Wiese in unmittelbarer

Nähe zur Unglücksstelle

landen. Notarzt und Rettungsassistent

übernahmen die medizinische Versorgung

der Patientin und stabilisierten

sie für den Flug. Innerhalb von nur

zehn Minuten wurde die Frau in das

Städtische Klinikum nach Karlsruhe

geflogen. Ein bodengebundener Transport

hätte auf den engen und kurvigen

Straßen des Schwarzwalds rund eine

Stunde gedauert.

Hannover: Der Notarzt von Christoph Niedersachsen leistete einem 11-Jährigen

nach einem schweren Krampfanfall schnelle medizinische Hilfe.


Mannheim

Kürzlich hat sich auf der B37 ein

schwerer Verkehrsunfall ereignet.

Zwischen Hirschhorn und Eberbach

war ein 67 Jahre alter Pkw-Fahrer

beim Überholen mit einem entgegenkommenden

Fahrzeug zusammengestoßen.

Der Unfallverursacher und die

beiden Insassen des zweiten Pkws

wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt

und schwer verletzt. Die

Leitstelle forderte drei Rettungshubschrauber

als schnelle Notarztzubringer

an, darunter die in Karlsruhe und

Mannheim stationierten Hubschrauber

der DRF Luftrettung. Als die Besatzung

von Christoph 53 am Einsatzort

eintraf, hatte die Feuerwehr die Verletzten

bereits aus den Fahrzeugen befreien

können, sodass Notarzt und

Rettungsassistent sofort mit der Versorgung

eines Patienten begannen.

Der 67-Jährige hatte lebensgefährliche

Verletzungen erlitten und musste

schnellstmöglich mit Christoph 53 in

die Ludwigshafener Unfallklinik

transportiert werden. Der andere Fahrer

wurde von der Crew des Karlsruher

Hubschraubers versorgt und in die

Mannheimer Uniklinik geflogen.

Niebüll

Hat Die aRa DaS tRaiNiNG NicHt SoGaR

oRGaNiSieRt uND auSGeRicHtet?

Niebüll: Sofort nach der Alarmierung startete Christoph Europa 5 zu

einem Kleinkind, das zu ersticken drohte.

Die Besatzung des Niebüller Hubschraubers

hat kürzlich einem 2-jährigen

Kind das Leben gerettet. Das

Kind hatte sich beim Verzehr einer

Laugenstange verschluckt. Ein Teigklumpen

hatte sich in der Luftröhre

festgesetzt, es drohte zu ersticken. Ein

zur Hilfe geholter Nachbar setzte einen

Notruf ab. Die Leitstelle Nord alarmierte

einen Rettungswagen und

Christoph Europa 5 als schnellen Notarztzubringer.

Der Pilot konnte direkt

vor dem Elternhaus des kleinen Patienten

landen. Der Notarzt der DRF

Luftrettung legte sofort eine Narkose

und holte mit einer Zange ein pflaumengroßes

Stück der Backware aus

dem Rachen. Zur Sicherung der Atemwege

beatmete er das Kind künstlich.

Foto: DRF Luftrettung

An Bord von Christoph Europa 5

brachten die Luftretter den kleinen

Jungen zur weiteren Untersuchung in

ein Flensburger Krankenhaus.

Nordhausen

Ein schwerer Unfall ereignete sich

auf der A38 in Höhe Bleicherode. Ein

Ehepaar aus Essen war mit seinem

Fahrzeug aus ungeklärten Gründen in

die Leitplanke geraten. Das Auto hatte

sich überschlagen und war schließlich

auf dem Dach liegen geblieben. Die

Leitstelle Nordhausen alarmierte einen

Rettungswagen, die Feuerwehr

und den Nordhäuser Hubschrauber der

DRF Luftrettung. Dieser brachte innerhalb

von nur acht Minuten den

Notarzt zum Unfallort. Die medizinische

Besatzung von Christoph 37

versorgte beide Patienten. Die 73-jährige

Beifahrerin hatte sich mehrere

Rippen gebrochen, der 70-jährige Fahrer

den Unterarm. Der Hubschraubernotarzt

forderte einen zweiten Ret-

Nordhausen: Ein Ehepaar hatte sich bei einem Verkehrsunfall schwer

verletzt. Die Besatzung von Christoph 37 brachte schnelle Hilfe.

Luftrettung 4 || 2011 17

Foto: DRF Luftrettung


Foto: DRF Luftrettung

18

tungswagen an, um beide Patienten ins

Krankenhaus Südharz nach Nordhausen

bringen zu lassen. Er begleitete

den Transport.

Nürnberg

Zur B14 zwischen Großweismannsdorf

und Buchschwabach wurde

Christoph 27 bei seinem 23.000. Einsatz

alarmiert. Die Integrierte Leitstelle

Nürnberg forderte die Besatzung zu

einem schweren Verkehrsunfall an, bei

dem zwei Fahrzeuge frontal ineinander

gefahren waren. Wenige Minuten nach

der Alarmierung landete der Pilot den

Hubschrauber am rund 20 km entfernten

Einsatzort. Notärztin und Rettungsassistent

der DRF Luftrettung

übernahmen sofort die medizinische

Versorgung der beiden Patienten, die

mittelschwere Verletzungen am Brustkorb

erlitten hatten. Ein 80-Jähriger

wurde mit dem Rettungswagen in das

Klinikum Nürnberg Süd gefahren,

während die Hubschraubernotärztin

den Fahrer des zweiten Pkw bodengebunden

in das nahe gelegene Klinikum

Fürth begleitete.

Regensburg

Nürnberg: Die Leitstelle Nürnberg alarmierte Christoph 27 zu einem

Verkehrsunfall mit zwei Verletzten. Es war sein 23.000. Einsatz.

Auf der B15 Höhe Roßbergeröd ereignete

sich vor kurzem ein schwerer Verkehrsunfall.

Der Fahrer eines Kleintransporters

wollte gerade den Pkw vor

sich überholen, als dieser zum Abbiegen

ansetzte. Beim Ausweichmanöver

verlor der Fahrer des Transporters die

Kontrolle über sein Fahrzeug und

prallte gegen einen Baum. Fahrer und

Beifahrer wurden dabei schwer verletzt.

Die Leitstelle Amberg alarmierte

mehrere Rettungsmittel, darunter die

Huschrauber der DRF Luftrettung aus

Weiden und Regensburg. Der Fahrer

des Kleintransporters wurde an Bord

von Christoph 80 zur Notoperation in

eine Klinik geflogen; der schwer verletzte

Beifahrer wurde mit Christoph

Regensburg in ein Krankenhaus transportiert.

Foto: DRF Luftrettung

Rheinmünster

Eine Urlauberin aus Hannover war

beim Quadfahren in Thailand schwer

verunglückt. Sie hatte sich einen

Trümmerbruch an einem Lendenwirbel

zugezogen und wurde zunächst in

einem Krankenhaus in Bangkok behandelt.

Ein deutscher Mediziner wurde

nach Thailand gerufen, wo ein

Arzt-zu-Arzt-Gespräch stattfand. Aufgrund

der Diagnose „Wirbelsäulenfraktur

mit drohender Querschnittslähmung“

entschieden sich die Mediziner

für einen Rücktransport nach Deutschland.

Die Alarmzentrale der DRF

Luftrettung organisierte zunächst den

Flug mit einem Hubschrauber von Rayong

nach Bangkok. Dort wurde die

Patientin an Bord einer Linienmaschine

nach Berlin gebracht. Hierfür wurde

in der Flugzeugkabine eine Patientenliege

montiert und der Bereich

vom Passagierraum abgetrennt. Ein

Arzt und ein Rettungsassistent der

DRF Luftrettung betreuten die Patientin

während des gesamten Fluges.

Regensburg: Die Hubschrauber der DRF Luftrettung aus Regensburg

und Weiden wurden zu einem schweren Verkehrsunfall alarmiert.


Zeitgleich erhielt der in Hannover stationierte

Hubschrauber der DRF Luftrettung

den Auftrag, die 42-Jährige

von Berlin nach Hannover zu fliegen.

Der Hubschrauber durfte direkt neben

der Linienmaschine auf der Abstellposition

landen, sodass die Übergabe der

Patientin an die Kollegen von Christoph

Niedersachsen reibungslos funktionierte.

An Bord des Hubschraubers

erreichte die Patientin schließlich die

weiterbehandelnde Klinik in Hannover.

Dort erfolgte die Übergabe an die

Ärzte der Medizinischen Hochschule.

Weiden

Ein Landwirt war von seinem Traktor

überrollt worden. Dabei hatte er sich

schwere Brustkorbverletzungen zugezogen.

Die Rettungsleitstelle Nordoberpfalz

alarmierte Christoph 80 als

schnellen Notarztzubringer. Der Pilot

landete den Rettungshubschrauber in

unmittelbarer Nähe zum Verletzten.

Zeitgleich traf der Helfer vor Ort ein,

kurz darauf ein Rettungswagen aus

Oberviechtach. Notarzt und Rettungsassistent

der DRF Luftrettung legten

dem 73-Jährigen eine Halskrause zur

Stabilisierung der Wirbelsäule an und

versorgten ihn zusammen mit weiteren

Rettungskräften. Danach wurde der

Patient auf eine Vakuummatratze gebettet

und an Bord von Christoph 80 in

eine Regensburger Klinik geflogen.

Zwickau

Weiden: Mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzung wurde ein Landwirt

an Bord von Christoph 80 schonend in eine Klinik transportiert.

Christoph 46 hatte gerade einen Einsatz

in Lichtenstein beendet, als ihn

die Alarmierung durch die Leitstelle

Zwickau erreichte. Ein 25-jähriger

Mann war auf der Umgehungsstraße

von Zwickau beim Überholen frontal

auf das Fahrzeug einer 27-jährigen

Frau geprallt. Beide Personen wurden

dabei in ihren Fahrzeugen eingeklemmt.

Der Hubschrauber der DRF

Luftrettung landete als erstes Rettungsmittel

nur vier Minuten nach der

Alarmierung an der Unfallstelle. Die

Foto: DRF Luftrettung

Hubschrauberbesatzung nahm umgehend

die medizinische Versorgung der

eingeklemmten Personen auf. Währenddessen

konnte die Feuerwehr die

junge Frau aus ihrem Pkw befreien.

Sie wurde bodengebunden in das

Heinrich-Braun-Klinikum nach Zwickau

transportiert. Nachdem der

25-jährige Unfallverursacher aus seinem

Fahrzeug befreit worden war, offenbarte

sich die Schwere seine Verletzungen:

Bei der Kollision war sein

rechter Unterschenkel durchtrennt

worden, er drohte zu verbluten. An

Bord des Zwickauer Rettungshubschraubers

wurde der junge Mann

schnellstmöglich zur lebensrettenden

Operation in eine Jenaer Spezialklinik

geflogen.

Weitere Meldungen unter

www.drf-luftrettung.de

Zwickau: Ein junger Mann drohte nach einem Verkehrsunfall zu verbluten.

Die DRF Luftrettung flog ihn zur lebensrettenden OP in eine Klinik.

Luftrettung 4 || 2011 19

Foto: DRF Luftrettung


20

Notfall

F

Vom Lechtal ins Pechtal

Es sollte ein schöner Motorradausflug unter Kollegen werden. War es anfangs auch.

Doch im Lechtal findet der Fahrspaß für Martin Stadler ein jähes Ende ...

ür gewöhnlich geht das Ehepaar Stadler gemeinsam

mit dem Motorrad auf Tour. Doch am ersten

Augustwochenende hat Martin Stadler andere Pläne.

„Ich wollte meinen Arbeitskollegen einmal die Strecke

durch das Namlostal zeigen, die zu den schönsten

Motorradrouten in Österreich zählt“, erzählt der Deutsche

aus Flintsbach am Inn (Bayern), der auf rund 40

unfallfreie Motorradjahre zurückblickt – zumindest

bis zum Mittag des 6. August. „Ich habe keine Ahnung,

wie es passiert ist, vielleicht lag etwas auf der

Straße“, erzählt Stadler, wie ihm in einer Kehre plötzlich

das Vorderrad wegrutscht. Ungebremst knallt er

seitlich auf den Asphalt, seine Yamaha schlittert über

die Böschung und stürzt rund 150 m den Abhang

hinunter. „Dös Mopped is hie!“, war Stadlers erster

Gedanke. Zeitgleich durchzucken stechende Schmerzen

seinen Oberkörper, die

ihm fast den Atem rauben.

Er rutscht ebenfalls

über die Böschung,

kann sich

aber an einem

kleinen Nadelbaumfesthalten.

Und wieder

hat er

Glück im Unglück:

Ein Arzt

passiert mit seinem

Motorrad

die Unfallstelle und

setzt sofort einen

Notruf ab.

Foto: Christiane Mecker

Es ist 12:29 Uhr, als die Besatzung des Reuttener Notarzthubschraubers

von der Leitstelle Tirol zur Rettung

des verunfallten Motorradfahrers alarmiert wird. Zum

Einsatzort benötigt die Crew mit Pilot Jörg Straub,

Notfallsanitäter Gerd Amann, Flugretter Fritz Engel

und Hubschraubernotärztin Dr. Carolin Nebl nur wenige

Flugminuten. Darüber ist Martin Stadler sehr

dankbar, dem es von Minute zu Minute schlechter

geht. „Ich habe kaum Luft bekommen“, erinnert sich

der 61-Jährige. Wie sich später in der Klinik herausstellen

sollte, hatte er acht Rippen, Schlüsselbein und

Schulterblatt gebrochen. Die Rippen hatten die Lunge

perforiert, dadurch war der linke Lungenflügel eingefallen.

„Er war kaltschweißig und nervös. Sein Herzschlag

war stark beschleunigt bei erniedrigtem Blutdruck

– alles Symptome, die auf einen Schock hindeuten“,

berichtet Notfallsanitäter Amann.

Patient im Schockzustand

Doch zuvor muss Jörg Straub die BK 117 der ARA

Flugrettung sicher landen, „was in den Alpen sehr anspruchsvoll

sein kann“, erzählt der erfahrene Pilot.

„In steilem, felsigem Gelände ist es nicht ganz einfach,

den Abstand zum Hang und zum Boden einzuschätzen.

Ich musste den Hubschrauber direkt auf der

Straße landen, eine andere Möglichkeit gab es in unmittelbarer

Nähe zum Patienten nicht“, so Straub. Die

Landung auf der Straße sei auch nur möglich gewesen,

da Autofahrer die Straße bereits abgesperrt hatten.

„Für uns eine echte Erleichterung, da wir häufig

vor der Polizei oder den bodengebundenen Rettungskräften

am Einsatzort sind. Gerade in den Alpen mit

den kurvenreichen Straßen ist der Hubschrauber oft

als erstes Rettungsmittel vor Ort.“ Amann und Notärztin

Dr. Nebl steigen den Steilhang hinab, um Mar-

Monate nach seinem schweren Motorradunfall hat Martin

Stadler immer noch mit den Folgen zu kämpfen. Doch er

blickt zuversichtlich in die Zukunft.


Montage: Inkje Dagny von Wurmb

Mehr zum Thema unter

www.drf-luftrettung.de

alpine Notfallrettung

ist extrem anspruchsvoll. Sie erfordert das ganze Können

und regelmäßige Weiterbildung der besatzung. Aktuelle

Informationen zur ARA Flugrettung unter:

www.drf-luftrettung.de/ara-flugrettung-spezial.html

tin Stadler zu versorgen. „Wir haben die Wirbelsäule

stabilisiert und eine Infusions- und Sauerstofftherapie

begonnen. Aufgrund seiner Schocksymptomatik erhält

er kreislaufstabilisierende und schmerzstillende

Medikamente. Gleichzeitig musste er vor weiterem

Abrutschen gesichert werden“, berichtet die Notärztin.

„Anschließend lag die oberste Priorität darauf, den

Patienten in sicheres Terrain zu bringen, um bei möglicher

weiterer Verschlechterung einen größeren Handlungsspielraum

zu erhalten“, fährt die Notärztin

fort.

Gemeinsam mit dem Notfallsanitäter bettet sie den

Patienten auf eine Schaufeltrage, in die ein Seil eingeklinkt

wird, um ihn zur Straße hochzuziehen. Hierzu

hat Flugretter Engel das Seil um starke Baumstämme

oberhalb der Straße gelegt, um so den Effekt eines

Flaschenzugs zu erhalten. Mit vereinten Kräften ziehen

Flugretter, Pilot sowie umstehende

Motorradfahrer den Patienten aus

dem steilen Gelände. Dann wird

Stadler für den Transport in die Klinik

vorbereitet und innerhalb weniger

Minuten in das etwa 50 km entfernte

Klinikum nach Garmisch-Partenkirchen

geflogen. Dort wird er drei Tage

lang intensivmedizinisch behandelt,

zehn Tage später kann Stadler die Klinik

verlassen und zu seiner Familie

nach Flintsbach heimkehren. Von seiner

Rettung zeigt er sich auch Monate

nach seinem Unfall nachhaltig beeindruckt:

„Ich habe erlebt, welch hervorragende

und absolut professionelle Arbeit die Luftretter

leisten. Für meine Rettung bin ich sehr dankbar“,

betont Stadler, der wenige Wochen nach seinem

Unfall Mitglied beim Förderverein der DRF Luftrettung

wurde. „Die schnelle Hilfe aus der Luft muss erhalten

werden, dazu möchte ich mit meiner Unterstützung

beitragen.“

IrINa WoNNeberg

glücklich vereint:

Die Stadlers

sind froh, dass

sie weiterhin gemeinsam

auf der

kleinen bank im

garten sitzen

können.

Foto: Christiane Mecker

Luftrettung 4 || 2011 21


Fotos: DRF Luftrettung

22

Technik

Luftrettung beginnt am Boden

Steigende Flugstundenzahlen

führen dazu,

dass Hubschrauber

und Flugzeuge

noch

häufiger gewartet

werden.

Die Vorbereitungen für den Ausbau des Operation-Centers am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

laufen auf Hochtouren. Sobald die Baugenehmigung erteilt ist, wird der erste Spatenstich erfolgen.

D

as Operation-Center (OP-C) am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden

ist so etwas wie das Herz der

DRF Luftrettung. Hier koordinieren die Einsatzleiter

der Alarmzentrale die weltweiten Rückholungen und

die Techniker führen die großen Kontrollen der Hubschrauber-

und Flugzeugflotte durch. In den vergangenen

Jahren ist es der DRF Luftrettung an ihrem

badischen Standort etwas zu eng ums Herz geworden.

„Die Kapazitäten müssen dringend erweitert werden“,

erklärt Wolfgang Stein, Fachbereichsleiter Technik.

„Der Zugewinn neuer Hubschrauberstationen und stetig

steigende Flugstunden der Flotte erfordern eine hö-

Fotos: Christoph von Haussen

here Anzahl von Instandhaltungsmaßnahmen. Dadurch

ist auch der Personalbedarf gestiegen“, so Stein.

Im Herbst 2010 hat der Erweiterungsbau intern

grünes Licht bekommen. „Wir haben uns die Entscheidung

nicht leicht gemacht, da der verantwortungsvolle

Umgang mit Spenden und Förderbeiträgen höchste

Priorität hat“, erklärt Vorstand Steffen Lutz. „Bauen

bedeutet eine größere Finanzinvestition, die sich auf

längere Sicht jedoch amortisiert, da wir weniger Belastungen

durch Pacht bzw. Mietzahlungen haben“, ergänzt

Vorstand Dr. Hans Jörg Eyrich. Die Planungen

sehen vor, das bestehende Gebäude um rund 5.200 m 2

zu vergrößern. „Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit

werden wir in naher Zukunft unsere Typenvielfalt bei

den Luftfahrzeugen weiter reduzieren. Diese werden

überwiegend in Rheinmünster gewartet werden“, erläutert

Fachbereichsleiter Stein. Nicht zuletzt sei die

Zahl von Wartungs-

aufträgen externer Unternehmen

in den ver-

Mehr zum Thema unter

www.drf-luftrettung.de

Mehr zu den inter-

nationalen Sicherheitsvorschriften bei der Planung des

Baus im Interview mit Aurelie Langer, Luftsicherheitsbeauftragte

der DRF Luftrettung: www.drf-luftrettung.de/

interview-luftsicherheitsbeauftragte.html


gangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. „Dieses

Standbein möchten wir weiter ausbauen, da wir damit

finanzielle Mittel generieren, die in die Optimierung

der Luftrettung fließen“, bestätigt Lutz.

Sicherheitsbereich neu definiert

Die neue Werfthalle wird insgesamt über 13 Wartungsdocks

sowie einen zusätzlichen Tank- und Waschplatz

für Hubschrauber verfügen. In der Verlängerung zur

Werfthalle wird der zweistöckige Technik-Block mit

den Werkstätten für Avionik, Blech, GFK-Komponenten

(glasfaserverstärkter Kunststoff), Komponenten,

Triebwerke und ein vergrößertes Ersatzteillager eingerichtet.

Darüber befinden sich die Büros der Technischen

Betriebsleitung, Werftleitung, Materialwirtschaft,

CAMO (zuständig für die Verlängerung der

Lufttüchtigkeit der Fluggeräte) und Arbeitsvorbereitung.

Erste-Hilfe-, Sozial- und Besprechungsräume sowie

Räumlichkeiten für Piloten- und Technikerschulungen

werden den Neubau vervollständigen. Zwischen

dem alten und dem neuen Gebäude soll eine Kantine

den Mittelpunkt des neuen Operation-Centers bilden.

Ein wichtiger Punkt bei der Planung des Neubaus

war das Thema Luftsicherheitsgrenze. „Durch die Verschiebung

des Sicherheitsbereichs wird das Verwaltungsgebäude

mit seinem neuen Anbau außerhalb

dieses Bereichs liegen“, erklärt Aurelie Langer, Luftsicherheitsbeauftragte

der DRF Luftrettung. Das vereinfacht

auch die Warenanlieferung. Damit künftig

eine reibungslose Materialanlieferung in die Werft und

ebenfalls in den Sicherheitsbereich des Flughafens

möglich ist, wurde für den Wareneingang eine Schleuse

eingeplant, in der bei Bedarf auch ein Röntgengerät

Platz findet, falls sich die Sicherheitsvorschriften

für den abgegrenzten Bereich des Flughafens ändern

sollten.

Die Bauarbeiten sollen innerhalb eines Jahres abgeschlossen

sein. Stein: „Alle Gebäudeteile sind so

ausgelegt, dass sie bei Bedarf erweitert werden können.

Damit ist die DRF Luftrettung am Standort Rheinmünster

für die Zukunft gerüstet.“ STEPHANIE REDWANz

Jetzt sind Sie gefragt!

In der Wartung von Luftfahrtzeugen gibt es zwei verschiedene Stufen:

die Base Maintenance und die Line Maintenance. Hier unsere Frage:

Wo werden die Kontrollen und Störbehebungen der Line Maintenance

durchgeführt?

a) im Werftbetrieb des Operation-Centers

b) an den Stationen

Das Operation-

Center am Flughafen

Karlsruhe/

Baden-Baden

soll vergrößert

werden und verfügt

dann u.a.

über 13 Wartungsdocks

für

Hubschrauber

und Ambulanzflugzeuge.

Sie kennen die Antwort nicht? Dann besuchen Sie die DRF Luftrettung

im Internet. Unter www.drf-luftrettung.de -> Rubrik „Kompetenz + Innovation”

-> Technik -> Technischer Betrieb verraten wir die Lösung.

Die richtige Antwort schreiben Sie mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift

auf eine Postkarte und senden sie an: DRF Luftrettung, „Gewinnspiel“, Rita-

Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt oder an info@drf-luftrettung.de

Einsendeschluss ist der 31.12.2011.

Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir ingesamt drei warme

Fleece-Schals der DRF Luftrettung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mitarbeiter der DRF Luftrettung und deren Angehörige können leider

nicht am Gewinnspiel teilnehmen.

Luftrettung 4 || 2011 23


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jedes Shop-Artikels kommt

der DRF Luftrettung zugute!

Unser komplettes Shop-Sortiment

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100 % gekämmte Baumwolle, Logo

aufgestickt. Größe: S–XXL. e 25. 90

Warnweste. In Orange oder Gelb.

Mit Aufdruck „DRF Luftrettung“.

Einheitsgröße. e 7. 95

1

2

Fleece-Jacke. 100 % Antipilling-Fleece,

mit Seitentaschen, ungefüttert.

Größe: S–XXL. e 29. 90

Langarm-Kinder-T-Shirt. 100 % Baumwolle,

in Weiß. Größe: 4–5 Jahre,

6–7 Jahre, 8–9 Jahre. e 11. 95

Plüschhubschrauber „Horst“. Mit ein paar Handgriffen wird aus dem kleinen Plüschbären ein

Hubschrauber. Der kuschelige „Wende-Hubi“ lässt Kinderherzen schneller schlagen.

Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet. Größe: ca. 30 cm. e 13. 95


Krawatte. 100 % reine Seide, hochwertig

gewebt, Hubschrauber dezent

farbig abgesetzt. e 23. 95

Schal. 100 % Antipilling-Fleece,

mit aufgesticktem Logo.

Größe: 30 x 160 cm. e 11. 90

USB-Stick 2.0. 2 GB, schwarz/silber. Zum

Anhängen an den Schlüsselbund.

Mit 3D-Aufkleber EC 135. e 12. 95

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Army-Cap. Aus Baumwolle, mit aufgesticktem

Schriftzug. Kopfumfang

56,5 cm (Einheitsgröße). e 8. 95

Thermobecher. Hält Getränk heiß oder

kalt. Rostfreier Stahl mit Kunststoffgriff.

Inhalt: 0,3 l. e 10. 95

EC 135. Aus Zinkdruckguss,

sehr detailgetreu, von Schuco,

Maßstab 1:87. e 15. 90

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Kalender 2012. Offizieller Wandkalender

der DRF Luftrettung.

Größe: 50 x 35 cm. e 14. 95

Schlauchtuch. In Grau und Schwarz.

95 % Baumwolle, 5 % Elasthan,

mit aufgedruckter EC 135. e 11. 90

Trolley-Rucksack. Mit Einhand-Teleskopsystem,

Polstern und Taschen.

Größe: 48 x 34 x 20/28 cm. e 35. 90

Luftrettung 4 || 2011 25


26

Modellhubschrauber EC 135. Mit moderner

Kreiseltechnologie. Länge: ca. 185 mm.

Rotor-Ø: ca. 180 mm. e 49. 90

Geldbörse. Echtes Leder, mit Reißverschlussfach,

8 Einsteckfächer.

Größe: 11,8 x 9,2 x 1,5 cm. e 17. 95

Notfallhammer. Mit Gurtschneider, Halterung

zur Montage und Leuchtknopf.

Größe: 14 x 6,5 x 4,2 cm. e 6. 90

Hubschraubermodell EC 135.

Rotorblätter beweglich.

Größe: 21 cm. e 8. 50

Kaffeetassen. Motiv EC 135,

aus Porzellan. Im Doppelpack,

fasst 0,25 l. e 10. 00

KFZ-Verbandkasten. Gültige DIN-Norm.

Inhalt in Falttasche geordnet.

Größe: 26 x 17 x 8,2 cm. e12. 90

Hubschraubermodell BK 117.

Haupt- und Heckrotor drehbar.

Größe: 13,5 cm. e 4. 95

Pen Book. Blankobuch mit Gummiband

und Kuli, Form für Stift eingestanzt.

Größe: 16 x 10 x 1,2 cm. e 8. 95

Kofferwaage. Mit Edelstahlgriff,

Haken und Maßband.

Größe: 3,8 x 7,5 x 10,5 cm. e 12. 95


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Rita-Maiburg-Straße 2

70794 Filderstadt

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Internet: www.drf-luftrettung.de

Vorstand: Helmut Nanz,

Nicole Steiger, René Closter

Amtsgericht Nürtingen: VR1392

Der DRF e.V. ist vom Finanzamt

Stuttgart als gemeinnützig und mildtätig

anerkannt. Für Fördermitglieder

ist die Zeitschrift „Luftrettung“ im

Rahmen des Förderbeitrags enthalten.

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Auflage 3/2011: 290.650 Exemplare

ISSN 1864-3140

Gesamtverantwortung:

Petra Hentschel (v.i.S.d.P.)

Telefon: (0711) 7007-2203

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Inhaberin: Irina Wonneberg

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Redaktion: Sabine Muth (Assistenz),

Gabriele von Stackelberg, Stephanie

Redwanz, Christian Schreiber, Max

Torque, Irina Wonneberg (Ltg.)

Gestaltung: Inkje Dagny von Wurmb

Comic: Peter Puck

Druck: Hofmann Druck, Nürnberg

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sind nicht unbedingt identisch

mit der Meinung der Redaktion.

Alle in dieser Ausgabe veröffentlichten

Beiträge und Fotos sind urheberrechtlich

geschützt, auch gegenüber

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Luftrettung 4 || 2011 27


28

Christopher Kids

herzlichen glückwunsch

In der letzten „Luftrettung“ hat Christopher beim

Aufräumen einiges durcheinandergebracht. Gut, dass

ihr ihm geholfen habt, die Himbeertorte aus Schachtel 1,

die Reifen aus Schachtel 2 und das Fahrrad aus der dritten

Schachtel auszusortieren. Die Gegenstände hätte er sicher

irgendwann vermisst. Die findigen Helfer waren:

Kathleen Rabe, 9 Jahre, aus 09337 Bernsdorf,

Tim Rischling, 9 Jahre, aus 91180 Heideck,

Valentin Glökler, 12 Jahre aus 88048 Friedrichshafen.

Um den Hubschrauber-Aufnäher werden euch

eure Freunde sicher ein bisschen beneiden.

Jetzt müsst ihr nur noch ein schönes

Plätzchen für ihn finden.

Viel Spaß damit!

Gewinnspiel – AuflösunG

leise rieselt der schnee

Endlich ist es so weit!

Mit einem freudigen

Jauchzen wirft Christopher den Schal um, schnappt

in Windeseile seine Handschuhe und nix wie raus.

Er strahlt die Schneeflocken an, als ob er jede

einzelne von ihnen begrüßen wollte, und rutscht

auf seinen Kufen über die knirschende Schneedecke.

Nun kann er all die Dinge tun, die er sich

schon vor Wochen vorgenommen hat: Schneeballschlachten

mit seinen Freunden, den Rodelhang

hinabsausen oder einen Schnee-Hubi bauen.

Sofort legt er los, nimmt sich eine Hand voll

Schnee und will ihn zu einer Kugel formen. Aber

was ist das? Aus dem Schnee will einfach kein

Ball werden. Er versucht es wieder und wieder –

vergeblich. Christopher will wissen, warum ihm

heute keine Schneebälle gelingen. Er rennt zum

Hangar zurück und schaut im Internet nach.

Also, wie entsteht Schnee überhaupt, hmm ...

Aha! Feinste, sehr kalte Tröpfchen lagern sich in

Von grünen, g

Wenn es nach deinen Eltern geht, sollst du jeden Abend um

18 Uhr zuhause sein, dabei bist du schon 9 Jahre alt, über

150 cm groß, hast Hosenlänge 30 und Schuhgröße 38! Puh, das

sind aber viele Zahlen auf einmal! Weißt du, warum wir so vieles

messen? Ganz einfach: Zahlen sorgen für Ordnung und werden von

jedem auf Anhieb verstanden. Wenn deine Mama möchte, dass du

um 18 Uhr zuhause bist, sagt dir deine Uhr, wann das ist. Eine

Uhr ist also nichts anderes als ein Messgerät.

Hast du schon einmal in das Cockpit eines Flugzeugs oder Hubschraubers

gesehen? Dann weißt du ja, dass es dort ganz viele

Messgeräte gibt. Und die sind alle sehr wichtig, die Piloten der

DRF Luftrettung haben die Anzeigen stets im Blick.

den Wolken an Staub- oder Schmutzteilchen an und

gefrieren zu Eiskristallen. Auf ihrem Weg zur Erde

wachsen die Eiskristalle zu Schneeflocken und nehmen

Luftfeuchtigkeit auf, die ebenfalls sofort gefriert.

Die dicksten Flocken fallen vom Himmel, wenn die

Temperatur nahe dem Gefrierpunkt liegt. Der Schnee,

der dabei entsteht, ist eher feucht und schwer und

lässt sich leicht zusammenpressen. Ist es kälter,

gibt es nur ganz kleine Kristalle, weil die Luft dann

weniger Feuchtigkeit enthält. „Alles klar“, murmelt

Christopher, „jetzt weiß ich wenigstens, dass es

nicht an mir liegt. Ich dachte schon, ich kann keine

Schneebälle mehr formen.“ Gerade als er weiterlesen

will, kitzelt ein Sonnenstrahl seine Scheinwerfer.

Er blinzelt und schaut hinaus. Juhu! Die

Sonne lässt die Eiszapfen vor dem Fenster schmelzen.

Durch die Wärme wird aus dem Pulverschnee

herrlicher Pappschnee – und aus dem baut Christopher

nun endlich seinen Schnee-Hubi.


elben und roten bereichen

Illustrationen: Peter Puck

Wenn der Fluglotse den Piloten beim Anflug auf einen großen

Flughafen eine bestimmte Flughöhe und Flugrichtung zuweist,

muss beides genau eingehalten werden, damit alle Verkehrsteilnehmer

in der Luft genügend Abstand zueinander haben. Ob

Flughöhe und Flugrichtung stimmen, können die Piloten am Höhenmesser

bzw. am Kompass ablesen. Beide Messgeräte findest

du neben vielen anderen Anzeigen im Hubschraubercockpit. Dort

gibt es auch einen Geschwindigkeitsmesser, denn zu schnelles

Fliegen kann dem Hubschrauber schaden, weil dann die Kräfte

am Hauptrotor zu groß werden. Ganz wichtig sind auch die Instrumente,

die darüber informieren, wie es dem Hubschrauber

geht. Zeigt die Tankanzeige genügend Kerosin für den geplanten

Luftrettung 4 || 2011

Flug an? Wie ist die Triebwerkstemperatur? Zu kalt? Zu heiß?

Oder gerade richtig? Hat das schmierende Öl genug Druck? Dreht

der Rotor im notwendigen Tempo?

rot bedeutet höchste Alarmstufe!

Damit auf einen Blick erkennbar ist, ob die Werte des Hubschraubers

so weit in Ordnung sind, sind die Zahlen in den Instrumenten

häufig mit grünen, gelben und roten Bereichen hinterlegt.

Bei Grün ist alles ok, bei Gelb heißt es aufpassen und Rot

ist höchste Alarmstufe! Aber das kennst du ja vom Nachhausekommen:

Bis 18 Uhr ist alles im grünen Bereich, bis 18:15 Uhr

ist Mama ärgerlich und wenn es noch später wird, sieht sie rot.

29


30

Förderer im Porträt

Foto: Irina Wonneberg

S

chon über 30 Jahre unterstützt Erika Moser die

DRF Luftrettung. Als ihr Mann vor sieben Jahren

verstarb, übernahm sie die Mitgliedschaft im DRF e.V.

Zu Lebzeiten ihres Mannes hatten die Mosers streng

geteilt, wer wen unterstützt: „Mein Mann war für die

weltlichen Organisationen zuständig und ich für die

kirchlichen“, erzählt die 85-Jährige aus Gerlingen.

Geboren und aufgewachsen ist die Mutter von heute

drei erwachsenen Kindern in Zell im Wiesental (Südschwarzwald).

Sie hat fünf Geschwister im Alter zwischen

79 und 90 Jahren, die alle noch leben. „Leider

sehen wir uns sehr selten“, bedauert Erika Moser, der

Familie sehr wichtig ist.

Ökumenisch erzogen und aufgewachsen

So wichtig wie soziales Engagement, das ihr im Grunde

in die Wiege gelegt wurde. „Mein Vater war Direktor

einer Weberei und Spinnerei. Jedes Jahr vor Weihnachten

hat meine Mutter Päckchen gepackt und an

Bedürftige verschickt, ganz gleich, welcher Glaubensrichtung

sie angehörten“, erinnert sich die Protestantin.

„Zell ist sehr katholisch – aber das war uns nie

wichtig. Wir sind ökumenisch aufgewachsen – und

Gott ist es auch. Er hat viele Häuser, in denen leben

Christen, Juden, Buddhisten ... es geht doch um den

Menschen“, ist Erika Moser überzeugt. Vom Papst und

seiner Haltung zur Ökumene bin ich enttäuscht“, ergänzt

die ältere Dame, die sich über die regionale Zei-

„Es geht mir

so gut, dass ich

helfen kann“

tung und Nachrichtensendungen jeden Tag informiert,

was in der Welt passiert ist. „Ich will doch mitreden

können!“

Spenden zu Weihnachten

Mit ihren 85 Jahren findet sich Erika Moser im Straßenverkehr

noch gut zurecht. Zwei Mal pro Monat

fährt sie zwei Seniorinnen aus der Nachbarschaft –

die sind schon über 90!“ – mit dem Pkw zum

Mittagessen. Sie ist froh, dass sie noch so mobil ist,

denn sie ist schon immer gerne auf Reisen gegangen.

Und sie ist weit gereist, allerdings selten in Begleitung

ihres Mannes – „der war ein Reisemuffel“. China,

Russland, Südafrika, im September 2011 war sie

gerade erst von einer Reise durch Bulgarien zurückgekehrt.

„Ein sehr armes Land“, erzählt sie nachdenklich.

„Wenn ich die Armut anderer Menschen sehe,

muss ich einfach helfen“, so die rüstige Rentnerin, die

sich über Personen ärgert, die Hilfe verweigern mit

dem Argument: „Ich weiß ja gar nicht, ob die Hilfe

überhaupt ankommt.“ Am Ende eines jeden Jahres

macht sie eine Liste, wem sie zu Weihnachten etwas

spendet. „Die DRF Luftrettung bekommt jedes Jahr

etwas, denn der Hubschrauber ist für die Menschen

so wichtig! Ich sehe ihn immer, wenn er über mein

Haus fliegt. Dann bin ich froh und dankbar, dass es

die schnelle Hilfe aus der Luft gibt. Und hoffe, dass

ich sie nie benötigen werde.“ IrIna Wonneberg


aktuelle Information für unsere Förderer

Rückholbedingungen für Fördermitglieder des DRF e.V.

Der DRF e.V. hat für seine Fördermitglieder eine Versicherung abgeschlossen. Als Fördermitglied des DRF e.V. haben Sie Versicherungsschutz für die durch einen

medizinisch sinnvollen und vertretbaren sowie ärztlich angeordneten Transport entstehenden Kosten. Soweit ein anderer Versicherungsträger die Kosten zu

erstatten hat, geht dessen Leistung vor.

§ 1 Gegenstand der Versicherung

(1) Der Versicherer des DRF e.V. gewährt den Fördermitgliedern des DRF e.V. gemäß den nachfolgenden Bestimmungen Versicherungsschutz für die durch einen

medizinisch sinnvollen und vertretbaren sowie ärztlich angeordneten Transport entstehenden Kosten. Versichert sind die durch einen angeordneten Transport

mit einem Luftfahrzeug (einschl. Vor- und Nachtransport per Krankentransportwagen) oder ersatzweise mit einem Krankentransportwagen entstehenden Kosten.

Als versichert gelten ebenfalls die für einen Arzt/Sanitäter erforderlichen Kosten, falls ein Transport mit einem Linienflugzeug erfolgt. Dies trifft auch auf einen

Verwandten zu, sofern die Begleitung in diesem Falle nicht durch einen Arzt/Sanitäter erfolgen muss. Soweit medizinische Gründe nicht entgegenstehen, ist das

jeweils kostengünstigste Transportmittel zu wählen.

(2) Versichert sind Personen, deren ständiger Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland liegt. Die Dauer des Auslandsaufenthalts darf zum Zeitpunkt des

Schadensereignisses nicht mehr als 100 Tage seit Verlassen des Wohnsitzes betragen.

(3) Versichert sind Rettungsflüge/Transportkosten aus dem Ausland, und zwar jeweils zu dem dem Wohnort des Fördermitglieds des DRF e.V. nächstgelegenen

Krankenhaus.

(4) Vor einem Transport muss sich das Mitglied des DRF e.V. mit der Alarmzentrale der DRF Luftrettung in Verbindung setzen. Wurde von dort dem Transport

zugestimmt, so wird angenommen, dass die Voraussetzung des § 1 Abs. (1) vorliegt.

(5) In den vorstehenden in Abs. (2) und (3) genannten Fällen wird Versicherungsschutz gewährt bei Unfällen oder Krankheiten des Fördermitglieds des DRF e.V.

Voraussetzungen für die Leistungspflicht ist hier, dass die Fördermitgliedschaft vor Antritt der Reise abgeschlossen und der Förderbeitrag für die laufende Zahlungsperiode

bezahlt worden ist.

§ 2 Örtliche Geltung

Der Versicherungsschutz gilt weltweit.

§ 3 Entschädigungsleistung und Begrenzung

Der DRF e.V. ersetzt im Versicherungsfall die Kosten gem. § 1 dieser Bedingungen. Die Entschädigungsleistung erfolgt generell in EURO und ist für die unter

§ 1 fallenden Transporte unbegrenzt.

§ 4 Ausschlüsse

Ausgeschlossen von der Versicherung sind Kosten von Lufttransporten

(1) die der Versicherte unmittelbar oder mittelbar durch aktive Teilnahme an Kriegsereignissen verursacht hat.

(2) die durch innere Unruhen verursacht werden, sofern der Versicherte auf Seiten der Unruhestifter teilgenommen hat.

(3) für eine vom Mitglied vorsätzlich herbeigeführte medizinische Notwendigkeit.

§ 5 Beginn der Leistungspflicht

Der Versicherungsschutz beginnt mit der Zahlung des Förderbeitrags, wenn die Annahme des Antrags schriftlich oder durch Übersendung des Fördererausweises

bestätigt ist, nicht jedoch vor dem Beginn der Fördermitgliedschaft.

Der Versicherungsschutz endet vorzeitig, wenn die Fördermitgliedschaft schriftlich gekündigt worden ist, zu dem Termin, zu dem die Kündigung wirksam wird,

oder wenn das Fördermitglied seine Beiträge nicht rechtzeitig vor Eintritt des Versicherungsfalls entrichtet.

§ 6 Obliegenheiten des Fördermitglieds des DRF e.V. im Versicherungsfall

(1) Das Fördermitglied des DRF e.V. hat den Eintritt des Versicherungsfalls der Alarmzentrale des DRF e.V. unverzüglich unter Angabe des Namens, der Adresse

und der Telefonnummer des behandelnden Arztes anzuzeigen.

(2) Das Fördermitglied des DRF e.V. hat den DRF e.V. vollständig und wahrheitsgemäß über sämtliche Umstände des Versicherungsfalls zu unterrichten sowie

die zum Nachweis des Schadens erforderlichen Unterlagen, insbesondere Kostenrechnungen und ärztliche Bescheinigungen, dem DRF e.V. zur Verfügung zu

stellen, soweit dies möglich ist.

(3) Das Fördermitglied des DRF e.V. verpflichtet sich, alle behandelnden Ärzte gegenüber dem DRF e.V. und dem Versicherer von der Schweigepflicht zu entbinden.

(4) Das Fördermitglied des DRF e.V. hat dem DRF e.V. wahrheitsgemäß vorrangig eintrittspflichtige Leistungsträger (Krankenkassen, Berufsgenossenschaften

etc.) zu benennen und in dem gesetzlich gebotenen Umfang daran mitzuwirken, dass der mögliche Kostenträger die Einsatzkosten übernimmt.

(5) Wird eine dieser Obliegenheiten verletzt, so ist der Versicherer dem Fördermitglied des DRF e.V. gegenüber von der Verpflichtung zur Leistung frei, es sei

denn, dass die Verletzung weder auf Vorsatz noch auf grober Fahrlässigkeit beruht. Bei grob fahrlässiger Verletzung bleibt der Versicherer zur Leistung insoweit

verpflichtet, als die Verletzung weder Einfluss auf die Feststellung des Versicherungsfalls noch auf die Feststellung oder den Umfang der dem Versicherer obliegenden

Leistung gehabt hat.

§ 7 Zahlung der Entschädigung

(1) Die Entschädigung ist fällig, sobald die zur Feststellung des Versicherungsfalls und des Umfangs der Entschädigung nötigen Erhebungen beendet sind.

Jedoch kann einen Monat nach Anzeige des Schadens als Abschlagszahlung der Betrag verlangt werden, der nach Lage der Sache mindestens zu zahlen ist.

(2) Wenn der Entschädigungsanspruch nicht innerhalb einer Frist von sechs Monaten gerichtlich geltend gemacht wird, nachdem der Versicherer ihn unter Angabe

der mit dem Ablauf der Frist verbundenen Rechtsfolge schriftlich abgelehnt hat, so ist der Versicherer von der Entschädigungspflicht frei. Die Ansprüche aus

dem Vertrag gegenüber dem Versicherer stehen ausschließlich dem Versicherungsnehmer zu.

§ 8 Familienmitgliedschaft

Ist eine Familienmitgliedschaft abgeschlossen, so zählen zur mitgeschützten Familie Ehepartner und ihre minderjährigen Kinder. Als Ehepartner gilt auch der

Lebenspartner in eingetragener Lebenspartnerschaft. Anstelle des Ehepartners ist der nicht eheliche Lebenspartner mit geschützt, wenn sie in häuslicher Gemeinschaft

leben. Die Bestimmungen für den Ehepartner gelten entsprechend.

§ 9 Datenschutzklausel

Das Fördermitglied willigt ein, dass der DRF e.V. im erforderlichen Umfang Daten, die sich aus den Antragsunterlagen oder der Vertragsdurchführung

(z.B. Beiträge, Schadensfälle oder Vertragsänderung) ergeben, speichert und an den Versicherer weitergibt.

Stand: 01.01.2012


Fördern Sie die Luftrettung!

Ja

Ich möchte Fördermitglied im DRF e.V. werden. Ich unterstütze damit die lebensrettende Arbeit

der DRF Luftrettung. Bei bezahltem Jahresbeitrag habe ich außerdem die Sicherheit, dass mich

die DRF Luftrettung im Notfall aus dem Ausland zurückholt, wenn dies medizinisch sinnvoll ist.

Bitte gut leserlich ausfüllen:

01. 2012

Mitgliedschaft ab (Datum) Geburtsdatum

Vorname, Nachname

Straße, Hausnummer

PLZ, Wohnort

„Bei Feldarbeiten stürzte mein Traktor um. Ich wurde

unter ihm begraben. Mit dem Handy konnte ich meine

Lebensgefährtin alarmieren, die sofort einen Notruf

absetzte. Da der Verdacht auf innere Verletzungen

bestand, wurde ich mit Christoph 46 der DRF Luft-

rettung ins Krankenhaus nach Plauen geflogen.“

Telefon E-Mail

Einzelmitgliedschaft (Mindestbeitrag 30,– e pro Person)

Familienmitgliedschaft (Mindestbeitrag 60,– e pro Familie,

Ehepartner einschließlich Kinder bis zum 18. Lebensjahr)

Bitte listen Sie nachfolgend die vollständigen Namen der Familienmitglieder

und deren Geburtsdatum auf.

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Sie können einen wertvollen Beitrag zur Luftrettung

leisten, indem Sie Ihre Verwandten, Freunde und Kollegen

über die Möglichkeit einer Mitgliedschaft im DRF e.V.

informieren. Dank Ihrer Hilfe kann die DRF Luftrettung Jahr

für Jahr viele tausend Menschenleben retten.

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Die Fördermitgliedschaft kann jederzeit schriftlich gekündigt werden.

Andernfalls verlängert sie sich jeweils um ein weiteres Jahr bis auf Widerruf.

Ralf Heydel, Bad Brambach

Zahlungsweise per Lastschrift:

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Hiermit ermächtige(n) ich/wir Sie, bis auf schriftlichen Widerruf den Jahresbeitrag

von meinem/unserem Konto abzubuchen (nicht Zutreffendes bitte streichen).

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Unterschrift des Antragstellers/Kontoinhabers

Für Fördermitglieder ist die Zeitschrift „Luftrettung“ im Rahmen des

Förderbeitrags enthalten.

Widerrufsbelehrung: Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei

Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform, also z.B. per Brief, per Fax oder

per E-Mail, widerrufen. Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.

Der Widerruf ist zu richten an: DRF e.V., Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt.

Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen

zurückzugewähren sowie ggf. gezogene Nutzungen, z.B. Zinsen, herauszugeben.

Datum, Unterschrift Widerrufsbelehrung

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Rita-Maiburg-Straße 2

70794 Filderstadt

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