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food TECHNOLOGIE 1/2025

Food Technologie, Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung ist die Fachpublikation für Führungskräfte im deutschsprachigen Raum, sowie einigen Ländern Osteuropas. In praxisorientierten Fachbeiträgen, Kurzartikeln und Meldungen berichten wir über Roh- und Zusatzstoffe, ihre Anwendungen und Märkte, Herstellungstechnologie, Verfahrenstechnik sowie Verpackungstechnologien und -material.

Food Technologie, Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung ist die Fachpublikation für Führungskräfte im deutschsprachigen Raum, sowie einigen Ländern Osteuropas. In praxisorientierten Fachbeiträgen, Kurzartikeln und Meldungen berichten wir über Roh- und Zusatzstoffe, ihre Anwendungen und Märkte, Herstellungstechnologie, Verfahrenstechnik sowie Verpackungstechnologien und -material.

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36. Jahrgang · ISSN 1616-2323 · ZKZ30360 · www.<strong>food</strong>-technologie.de<br />

1· <strong>2025</strong> FEBRUAR<br />

Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung<br />

INGREDIENTS<br />

Alternative Proteine –<br />

Neuartige Entwicklungen<br />

und Herausforderungen für<br />

die Lebensmittelindustrie<br />

VERFAHRENSTECHNIK<br />

Nachhaltige Lösungen<br />

für wertvolle Produkte:<br />

Versuche im Technikum<br />

als Grundlage für<br />

die passende<br />

Trocknungsanlage<br />

MESSEN<br />

LogiMAT <strong>2025</strong>:<br />

Potenziale für mehr<br />

Ressourcenschonung<br />

in der Intralogistik<br />

VERPACKUNG<br />

„Ei“nzigartige Effizienz –<br />

Produktkennzeichnung<br />

in der Eierindustrie:<br />

LEIBINGER Drucker<br />

bei Frischeiproduzent<br />

1<br />

TITELTHEMA<br />

Hundert Prozent Verfügbarkeit –<br />

NULL Prozent Probleme<br />

AERZEN-Aggregate sorgen bei der A+S BioTec GmbH für verlässliche Transportprozesse


What is<br />

IFT FIRST<br />

IFT FIRST means Food Improved by Research, Science, and<br />

Technology and it’s THE premier annual <strong>food</strong> system event.<br />

Registration Opens in March


EDITORIAL<br />

Sebastian Martinek,<br />

Objektleiter<br />

Datensicherheit bei der<br />

Lebensmittelverpackung<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran –<br />

auch in der Lebensmittelindustrie. Insbesondere<br />

bei Verpackungen eröffnen sich durch intelligente<br />

Systeme und vernetzte Technologien immense Potenziale:<br />

Von der transparenten Rückverfolgbarkeit<br />

der Lieferkette bis hin zu interaktiven Verpackungen,<br />

die Konsumenten über Inhaltsstoffe, Haltbarkeit<br />

und Recycling informieren. Doch mit den neuen<br />

Möglichkeiten wachsen auch die Herausforderungen<br />

– insbesondere in puncto Datensicherheit.<br />

Was auf den ersten Blick harmlos erscheint, birgt<br />

bei näherem Hinsehen erhebliche Risiken. Denn<br />

Verpackungen, die mit digitalen Informationen<br />

verknüpft sind, sammeln und verarbeiten Daten.<br />

Hierbei geht es nicht nur um logistische Informationen,<br />

sondern zunehmend auch um personenbezogene<br />

Daten, etwa Kaufverhalten oder Ernährungsgewohnheiten<br />

der Konsumenten.<br />

Ein Blick auf die Diskussion um die persönliche<br />

Patientenakte im Gesundheitswesen zeigt, welche<br />

Gefahren hier lauern: Zentral gespeicherte<br />

und vernetzte Daten sind ein verlockendes Ziel für<br />

M<br />

Cyberkriminelle. Der Verlust oder Missbrauch solcher<br />

sensiblen Informationen hätte schwerwiegende<br />

Folgen – für den Einzelnen wie auch für das<br />

Y<br />

CM<br />

Vertrauen in das gesamte System.<br />

CY<br />

Die Lebensmittelindustrie steht vor einer ähnlichen<br />

Herausforderung: Je mehr Daten gesammelt<br />

CMY<br />

und verarbeitet werden, desto größer das Risiko für K<br />

Datenschutzverletzungen und Cyberangriffe. Unternehmen,<br />

die hier nicht auf höchste Sicherheitsstandards<br />

setzen, gefährden nicht nur ihre Reputation,<br />

sondern auch ihre wirtschaftliche Existenz.<br />

Auch bei der Food Technologie wird dieses Thema<br />

in nächster Zeit immer wichtiger. Bleiben Sie deshalb<br />

informiert – und sicher!<br />

Es grüßt Sie herzlich<br />

C<br />

MY<br />

QUALITÄT!<br />

D A S B E S T E R E Z E P T<br />

DETAILS<br />

ERFAHREN!<br />

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über unsere Produkte<br />

ADDINOL<br />

FOODPROOF<br />

· zertifiziert nach NSF H1<br />

· koscher und<br />

halal-zertifiziert<br />

· für extreme Betriebsbedingungen<br />

www.addinol.de


INHALT<br />

TITELTHEMA<br />

Seite<br />

MESSEN<br />

Seite<br />

Hundert Prozent<br />

Verfügbarkeit – NULL<br />

Prozent Probleme<br />

Potenziale für mehr Ressourcenschonung in der Intralogistik<br />

LogiMAT <strong>2025</strong> in Stuttgart<br />

Qualität, Innovation und Geschäfte<br />

Djazagro <strong>2025</strong> in Algier, Algerien<br />

24 – 26<br />

28<br />

AERZEN-Aggregate sorgen bei der A+S BioTec GmbH<br />

Kompakt und komplett<br />

Die EMPACK <strong>2025</strong> in Dortmund und Hamburg<br />

29<br />

für verlässliche Transportprozesse<br />

6 – 7<br />

Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit haben bei der A+S BioTec<br />

GmbH oberste Priorität. Das saarländische Familienunternehmen<br />

nutzt daher zur pneumatischen Förderung seiner Rohwaren<br />

und Produkte seit über 50 Jahren ausschließlich Gebläse und<br />

Verdichter von AERZEN. Die Aggregate stellen absolut öl- und<br />

absorptionsmaterialfreie Luft zur Verfügung und garantieren einen<br />

sicheren, zuverlässigen Materialfluss. Auch Service und<br />

Support begeistern auf ganzer Linie…<br />

INGREDIENTS<br />

Seite<br />

Alternative Proteine<br />

Neuartige Entwicklungen und Herausforderungen für<br />

die Lebensmittelindustrie<br />

10 – 12<br />

VERPACKUNG<br />

KONTROLL- UND PRÜFSYSTEME<br />

Seite<br />

GoWell ® Tasty Protein – Pflanzliche Proteinmischung<br />

für Backwaren<br />

GoodMills Innovation bringt eine neu entwickelte<br />

Proteinmischung auf den Markt<br />

13<br />

Garantierte Qualität und Lebensmittelsicherheit<br />

Prüfsystem von Ishida sichert Qualität von Blauschimmelkäse<br />

Warum Genauigkeit über Erfolg und Misserfolg entscheidet<br />

Industriewaagen für international streng regulierte Märkte<br />

30 – 31<br />

32 – 33<br />

VERFAHRENSTECHNIK<br />

MESS- UND WÄGE<strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

Bis die Kruste golden und knusprig ist<br />

Optimaler Backprozess – Prozessüberwachung mit JUMO-Technik<br />

Der Käse darf Löcher haben – die Datenhaltung nicht<br />

Maschinenbauer für Käsereien mit neuer Field Service<br />

Management Lösung<br />

SCHMIERSTOFFE<br />

Seite<br />

14 – 15<br />

16 – 18<br />

LOGISTIK<br />

Lagerlogistik wächst mit – Die größte<br />

Molkereigenossenschaft Südtirols<br />

Mila Bergmilch Südtirol erweitert mit Westfalia<br />

Lagerkapazität und Materialfl uss<br />

KENNZEICHNUNG<br />

„Ei“nzigartige Effizienz – Produktkennzeichnung<br />

in der Eierindustrie<br />

Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit:<br />

LEIBINGER Drucker bei Frischeiproduzent<br />

34 – 37<br />

38 – 39<br />

Für ein Optimum an Schmierung und Hygiene<br />

Rivolta Schmierstoffe und Reiniger für die Lebensmittelindustrie<br />

QUALITÄTSMANAGEMENT<br />

Von der Plantage in den Supermarkt<br />

Wie unsichtbare Helfer die Bananenernte retten<br />

19<br />

20 – 21<br />

TRENDS & EMOTIONEN<br />

Schnelle Entspannung nach erstem Schock<br />

Grandioser Erfolg gegen den plötzlichen Ausbruch der<br />

Maul- und Klauenseuche nach 35 Jahren<br />

Seite<br />

41<br />

ENERGIEMANAGEMENT<br />

Nachhaltige Lösungen für wertvolle Produkte<br />

Versuche im Technikum als Grundlage für die passende<br />

Trocknungsanlage<br />

22 – 23<br />

Bezugsquellenverzeichnis 42 – 43<br />

Impressum 43<br />

4 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


Synthetische<br />

Hochleistungsschmierstoffe<br />

für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />

Verlängerte Ölwechselintervalle, vielseitige Einsatzmöglichkeiten, Sortenvereinfachung und eine<br />

optimierte Leistung, sind nur einige Vorteile der modernsten synthetischen Schmierstoffe von<br />

LUBRIPLATE, die selbstverständlich alle NSF H1-registriert sind.<br />

H1 REGISTRIERT<br />

ISO 21469 ZERTIFIZIERT<br />

SFGO Ultra Serie:<br />

synthetische Hochleistungs-Schmierstoffe<br />

• 100% synthetische Schmierstoffe.<br />

• Extrem vielseitig einsetzbar, empfohlen für Druckluftkompressoren,<br />

Hydrauliksysteme, Getriebe, Lager, Pumpen und Ketten.<br />

• Verfügbar in 14 unterschiedlichen ISO-VG-Klassen.<br />

SynXtreme FG Serie:<br />

synthetische Hochleistungs-Schmierfette<br />

• Modernste synthetische Calcium-Sulfonat-Komplexseifen-Fette.<br />

• Universell einsetzbar für unzählige Anwendungen.<br />

• Extrem stabil bei Anwendung unter hohen Drücken.<br />

SSO-FG 100 und SSO-FG 150<br />

• Diese hochwertigen, vollsynthetischen Schmierstoffe wurden speziell<br />

zur Verwendung in Dosenverschließmaschinen und für ähnliche<br />

Applikationen entwickelt.<br />

Lubriplate® Lubricants<br />

Authorized Master Distributor Europe:<br />

Finke Mineralölwerk GmbH<br />

Rudolf-Diesel-Straße 1 / 27374 Visselhövede Deutschland<br />

www.lubriplate.de / E-mail: info@lubriplate.de / Tel: +49 (0) 4262 79 95 23<br />

Registriert ISO 9001<br />

und ISO 50001


TITELTHEMA · AERZEN<br />

Hundert Prozent Verfügbarkeit –<br />

NULL Prozent Probleme<br />

AERZEN-Aggregate sorgen bei der A+S BioTec GmbH für verlässliche Transportprozesse<br />

Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit haben bei der A+S BioTec GmbH oberste Priorität. Das saarländische Familienunternehmen<br />

nutzt daher zur pneumatischen Förderung seiner Rohwaren und Produkte seit über 50 Jahren ausschließlich<br />

Gebläse und Verdichter von AERZEN. Die Aggregate stellen absolut öl- und absorptionsmaterialfreie Luft zur Verfügung<br />

und garantieren einen sicheren, zuverlässigen Materialfluss. Auch Service und Support begeistern auf ganzer Linie.<br />

Ob Haferflocken, Aprikosenkerne oder<br />

Kleie: Geht es um die Herstellung, Verarbeitung<br />

und Veredelung von Rohstoffen für die<br />

Lebensmittel-, Kosmetik-, Technologie- und<br />

Pharmaindustrie, kommt an der A+S BioTec<br />

GmbH niemand vorbei. Das Familienunternehmen<br />

mit Stammsitz im saarländischen<br />

Völklingen hat sich auf das Mahlen, Trocknen,<br />

Sieben, Mischen, Rösten und Verpacken spezialisiert<br />

und gehört zu den führenden Unternehmen<br />

der Branche. Auch in puncto Gebläsetechnik<br />

macht die A+S BioTec GmbH keine<br />

Kompromisse und setzt seit über 50 Jahren<br />

auf die robusten und zuverlässigen Aggregate<br />

von AERZEN. Circa 40 Drehkolbengebläse<br />

vom Typ Delta Blower sowie zwei Schraubenverdichter<br />

der Baureihe Delta Screw garantieren<br />

maximale Sicherheit und Verfügbarkeit<br />

bei der pneumatischen Förderung von pulverförmigen<br />

und kleinkörnigen Materialien.<br />

Entwicklung, Herstellung und Veredelung<br />

für die Großindustrie<br />

A+S BioTec GmbH ist Teil der global agierenden<br />

Abel+Schäfer Gruppe, die als Mühlenbetrieb<br />

1892 gegründet wurde. Das Unternehmen<br />

blickt demnach auf eine lange<br />

Tradition, ist geprägt von Innovationen<br />

und bis heute in Familienhand. Inzwischen<br />

lenkt bereits die fünfte Generation die Geschicke<br />

des Traditionsunternehmens. Als<br />

einer der ersten Hersteller weltweit brachte<br />

Abel+Schäfer Mitte des 20. Jahrhunderts<br />

Backvormischungen auf den Markt<br />

und bedient seitdem erfolgreich die wachsende<br />

Nachfrage. Heute produziert die Unternehmensgruppe<br />

an 14 Standorten rund<br />

um den Globus.<br />

In Völklingen liegt der Fokus nach wie vor auf<br />

der Mühlentechnologie. Schwerpunkte bilden<br />

hier die Zerkleinerung sowie das Mischen und<br />

Trocknen. Die Bandbreite reicht dabei von<br />

pulverisierten Rohstoffen über fermentierte<br />

oder thermisch behandelte bis hin zu proteinangereicherten<br />

Produkten. Natürlich auch in<br />

bio, koscher und halal sowie gentechnik- und<br />

allergenfrei. Neben eigenen Produkten stellt<br />

die A+S BioTec GmbH seine moderne, flexible<br />

Technik sowie sein Know-how und Manpower<br />

Auftragskunden im Rahmen von Contract<br />

Manufacturing Services zur Verfügung.<br />

Ölfreie Förderluft für den Transport<br />

von A nach B<br />

Von der Anlieferung der Rohware bis zum fertigen<br />

Endprodukt durchlaufen die Materialien<br />

mehrere Prozessschritte und müssen dafür<br />

teilweise große Distanzen zurücklegen. So<br />

erstreckt sich beispielsweise die Rohrleitung<br />

vom Einfülltrichter im Erdgeschoss bis zum<br />

Vorsilo für die Vermahlung unter dem Dach<br />

über fünf Etagen. Auch der Abtransport nach<br />

der Vermahlung in die Absackung, wo die Abfüllung<br />

in 25 kg Säcke oder Big Bags erfolgt,<br />

ist nicht gerade ein Katzensprung. Hier kommen<br />

die Drehkolbengebläse von AERZEN ins<br />

Spiel. Die circa 40 Delta Blower stellen absolut<br />

öl- und absorptionsmaterialfreie Luft zur<br />

Verfügung und sorgen mit Volumenströmen<br />

zwischen 3 und 20 m³/min, einer Fördergeschwindigkeit<br />

von 25 bis 30 m/s sowie einem<br />

Förderdruck von 300 bis 500 mbar für einen<br />

effizienten, produktschonenden und zuverlässigen<br />

Transport der sensiblen Schüttgüter.<br />

„Wir produzieren 24 Stunden, fünf Tage die<br />

Woche. Da brauchen wir 100 Prozent Maschinenverfügbarkeit“,<br />

betont Horst Schweitzer,<br />

Technischer Leiter am Standort Völklingen.<br />

Die A+S BioTec GmbH am Standort Völklingen ist Spezialist für die Entwicklung,<br />

Herstellung und Veredelung von Rohstoffen und Produkten.<br />

Der Gebläsekeller beherbergt den Großteil der AERZEN-Aggregate.<br />

6 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


AERZEN · TITELTHEMA<br />

Über das silberne Rohr wird die Rohware mittels Förderluft von AERZEN aus dem Erdgeschoss<br />

bis in die fünfte Etage ins Vorsilo für die Vermahlung transportiert.<br />

In der Mikronisierung werden die Produkte fein vermahlen. Beim Abtransport kommen<br />

Drehkolbengebläse von AERZEN zum Einsatz (silbernes Rohr).<br />

Zuverlässigkeit hat oberste Priorität, ebenso<br />

wie geringe Ausfallzeiten. „Bei uns kommen<br />

daher seit über 50 Jahren ausschließlich<br />

AERZEN-Gebläse zum Einsatz. Die Maschinen<br />

sind leistungsstark, wartungsarm, robust<br />

und langlebig. Das passt wunderbar“, so Horst<br />

Schweitzer und ergänzt: „Was ich an AERZEN<br />

besonders schätze, ist die Erreichbarkeit der<br />

Mitarbeiter. Im Zweifelsfall steht uns jederzeit<br />

ein Ansprechpartner zur Verfügung. Ein tolles<br />

Produkt und ein tolles Team.“<br />

AERZEN-Drehkolbengebläse<br />

sind robuste Dauerläufer<br />

Die sprichwörtliche Zuverlässigkeit der<br />

AERZEN Delta Blower hat ihren Grund:<br />

AERZEN fertigt alle Kernkomponenten, vom<br />

Aggregat bis zur Steuerung, selbst. Dabei<br />

legt das Familienunternehmen Wert auf Qualität<br />

und Nachhaltigkeit. Für die Produktion<br />

werden nur hochwertige Materialien verwendet.<br />

Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Montage<br />

und Wartung von Produkten des Unternehmens<br />

sowie das Qualitätsmanagementsystem<br />

sind mehrfach zertifiziert. Übrigens:<br />

1868 hat AERZEN das erste Drehkolbengebläse<br />

Europas auf den Markt gebracht. Heute<br />

zählen diese Stufen und Aggregate zu den<br />

erfolgreichsten Kompressoren überhaupt.<br />

Delta Blower: Erste Wahl zur Erzeugung<br />

pneumatischer Förderluft<br />

Drehkolbengebläse von AERZEN zeichnet<br />

sich durch eine hohe Effizienz, niedrige Wartungskosten,<br />

reduzierte Life-Cycle-Costs,<br />

Kompaktheit sowie einfaches Handling aus<br />

und gelten wegen ihrer hohen Qualität und<br />

Zuverlässigkeit als erste Wahl zur Erzeugung<br />

pneumatischer Förderluft. Sie erreichen Ansaugvolumenströme<br />

von 30 bis 15.000 m³/h<br />

bei einem Regelbereich von 25 bis 100 Prozent<br />

sowie Förderdrücke bis 1 bar Überdruck<br />

oder Druckdifferenzen bis 1.000 mbar (g).<br />

Das Antriebskonzept mit Riementrieb ermöglicht<br />

eine optimale Volumenstromauslegung,<br />

auch nachträgliche Leistungsanpassungen<br />

sind einfach und schnell realisierbar.<br />

Die A+S BioTec GmbH und deren Produktionsbetrieb<br />

nutzen diese Flexibilität, um<br />

schnell und unkompliziert auf Kundenwünsche<br />

zu reagieren.<br />

AERZEN ist ISO 22000 zertifiziert, garantiert<br />

eine Ölfreiheit nach ISO 8573-1, Klasse 0<br />

und setzt auf Schalldämpfer ohne Absorptionsmaterial.<br />

Damit erfüllen die AERZEN-<br />

Der Gebläsekeller beherbergt den Großteil der<br />

AERZEN-Aggregate.<br />

Die AERZEN-Gebläse sind nicht nur im Gebläsekeller untergebracht, sondern verteilen sich über das<br />

gesamte Betriebsgelände.<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

7


TITELTHEMA · AERZEN<br />

Über das gebogene silberne Rohr gelangt das Endprodukt in das Vorsilo zur Absackung.<br />

In der Absackung wird das Endprodukt in 25 kg Säcke oder Big Bags abgefülltBags abgefüllt.<br />

Maschinen höchste Anforderungen an die<br />

Lebensmittelsicherheit und gewährleisten<br />

100 Prozent ige Produktreinheit. Die Prozessluft<br />

ist garantiert frei von Verunreinigungen<br />

wie Öl, Abrieb oder Dämmmaterial.<br />

Neben den rund 40 Drehkolbengebläsen setzen<br />

die Saarländer zudem zwei VML-Schraubenverdichter<br />

mit Anfahrentlastung ein. Die<br />

einstufigen Aggregate können einen Differenzdruck<br />

von 3.500 mbar überwinden und eignen<br />

sich damit ideal für die Entladung der<br />

anliefernden Silofahrzeuge hoch in die Silos.<br />

Jährliche Wartung garantiert optimale<br />

Verfügbarkeit<br />

Seit über 150 Jahren fertigt AERZEN Qualitätsprodukte<br />

und gehört heute zu den weltweit<br />

führenden Anwendungsspezialisten in<br />

der Förderung und Verdichtung von Gasen.<br />

Die hohe Kundenorientierung spiegelt sich<br />

nicht nur im Produktportfolio wider, sondern<br />

auch in den Services. Mit maßgeschneiderten<br />

Angeboten für jede Lebensphase der Maschinen<br />

unterstützt AERZEN seine Kunden<br />

bei der Wartung und Instandhaltung ihrer<br />

Aggregate. Auch Abel+Schäfer am Standort<br />

Völklingen greift gerne auf das Knowhow<br />

der AERZEN-Servicetechniker zurück<br />

und lässt einmal im Jahr alle Gebläse und<br />

Verdichter auf Herz und Nieren prüfen. Die<br />

Wartungsarbeiten beinhalten unter anderem<br />

den Ölwechsel, den Wechsel des Ansaugfilters<br />

sowie den Austausch der Komponenten<br />

für die Kraftübertragung (Keilriemen,<br />

Spannbuchsen). Auch wird der Zustand der<br />

Aggregate untersucht und möglicher Reparaturbedarf<br />

ermittelt. „Der Wartungsvertrag<br />

ist für uns von großem Vorteil. So können wir<br />

uns auf unsere Kernaufgaben konzentrieren<br />

und profitieren gleichzeitig von einer optimalen<br />

Verfügbarkeit“, macht Horst Schweitzer<br />

deutlich und freut sich: „Seitdem wir<br />

den Wartungsvertrag haben – also seit circa<br />

zehn Jahren –, gab es keinen einzigen Maschinenausfall<br />

mehr.“<br />

Die A+S BioTec GmbH ist in der Lebensmittelwelt<br />

zuhause, produziert aber auch für die<br />

Kosmetik- und Technikindustrie. Tendenz<br />

steigend, denn natürliche, pflanzliche Materialien<br />

– wie sie in Völklingen ausschließlich<br />

bearbeitet werden – liegen im Trend. So<br />

braucht es beispielsweise speziell aufbereitetes<br />

Mehl für die Leimherstellung, zerkleinerte<br />

Getreidespelzen für Kunststoffprofile<br />

oder gemahlene Aprikosenkerne für Gesichts-<br />

und Körperpeelings.<br />

Neue Anwendungsfelder, neue Verfahren,<br />

neue Prozesse: Die A+S BioTec GmbH mit<br />

den Anforderungen seiner Kunden. An einer<br />

Sache wird sich jedoch so schnell nichts ändern:<br />

Die Gebläsetechnik für die pneumatische<br />

Förderung kommt von AERZEN. Horst<br />

Schweitzer bringt es auf den Punkt: „Wenn<br />

es um Gebläse geht, ist AERZEN unser Partner.<br />

Dort sind wir rundum gut versorgt.“<br />

Horst Schweitzer (Technischer Leiter) und Jannik<br />

Duchene (Stellvertretender Technischer Leiter).<br />

Zur Entladung der LKW werden zwei VML-Schraubenverdichter<br />

genutztBags abgefüllt.<br />

Einmal AERZEN, immer AERZEN<br />

Weitere Informationen:<br />

www.aerzen.com<br />

Bildquelle: AERZEN<br />

8 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


FROM 07<br />

TO 10 APRIL<br />

<strong>2025</strong><br />

ALGIERS - ALGERIA<br />

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INGREDIENTS<br />

Hafer-Protein-Isolat (ca. 60 Prozent Proteingehalt) links, und rechts Granulate der Firma Meurens Natural GmbH, Belgien. (Bild: FES)<br />

Alternative Proteine<br />

Neuartige Entwicklungen und Herausforderungen für die Lebensmittelindustrie<br />

Vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum und schwindender Ressourcen<br />

rücken alternative Proteine zunehmend in den Fokus – von pflanzlichen Ersatzstoffen über essbare Insekten<br />

bis hin zu zukunftsweisenden Verfahren wie der Präzisionsfermentation.<br />

Die Erforschung nachhaltigerer Proteinquellen<br />

hat eine beeindruckende Bandbreite<br />

an Alternativen hervorgebracht. Von<br />

pflanzlichen Eiweißquellen über essbare Insekten<br />

bis hin zu bahnbrechende Technologien<br />

wie kultiviertem Fleisch und fermentativ<br />

erzeugten Proteinen – jede dieser Optionen<br />

bietet spezifische Vorzüge, bringt jedoch<br />

auch Herausforderungen mit sich. Pflanzliche<br />

Proteine zählen weiterhin zu den führenden<br />

Alternativen. Neben bewährten Rohstoffen<br />

wie Soja und Weizen gewinnen zunehmend<br />

Lupinen, Erbsen, Bohnen und Sonnenblumen<br />

als proteinreiche Komponenten<br />

an Bedeutung. Insbesondere Mikroalgen wie<br />

Spirulina gelten als vielversprechend, da<br />

sie nicht nur hochwertige Proteine, sondern<br />

auch Omega-3-Fettsäuren und Vitamin B12<br />

liefern. Dank ihres geringen Wasserbedarfs<br />

und ihrer Fähigkeit, CO 2<br />

durch Photosynthese<br />

zu binden, werden sie als besonders ressourcenschonend<br />

eingestuft.<br />

Eine der faszinierendsten Entwicklungen ist<br />

die Fermentation. Eiweiße wie Mykoprotein<br />

werden mithilfe von Mikroorganismen gewonnen<br />

und gelten als äußerst effizient im<br />

Ressourceneinsatz. Gleichzeitig eröffnet kultiviertes<br />

Fleisch – aus tierischen Zellen gezüchtetes<br />

Gewebe – die Möglichkeit, tierische<br />

Produkte ohne traditionelle Nutztierhaltung<br />

herzustellen. Diese visionäre Technologie<br />

könnte den ökologischen Fußabdruck der<br />

Fleischproduktion signifikant verringern.<br />

Hürden auf dem Weg zur Marktreife<br />

Obwohl alternative Proteine zahlreiche ökologische<br />

und gesundheitliche Vorzüge bieten,<br />

bleibt der Weg zur flächendeckenden Markteinführung<br />

herausfordernd. Viele dieser Produkte<br />

sind hochgradig verarbeitet, was die<br />

Akzeptanz bei gesundheitsbewussten Verbrauchern<br />

erschwert. Zudem sind die Herstellungskosten<br />

bei innovativen Technologien<br />

wie kultiviertem Fleisch und Präzisionsfermentation<br />

nach wie vor hoch, was sich unmittelbar<br />

auf die Endpreise auswirkt.<br />

Auch regulatorische Hürden spielen eine<br />

entscheidende Rolle – insbesondere in<br />

Europa, wo die Zulassung neuartiger Lebensmittel<br />

im Rahmen der Novel-Food-Verordnung<br />

mit erheblichem bürokratischem<br />

Aufwand und langen Verfahren verbunden<br />

ist. Ein weiteres Hemmnis stellt die kulturelle<br />

Akzeptanz dar. Während pflanzliche Alternativen<br />

inzwischen weit verbreitet sind,<br />

stoßen Mikroalgen und Insekten bei Konsu-<br />

10 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


INGREDIENTS<br />

menten häufig auf Vorbehalte. Hier sind kreative<br />

Ansätze in der Produktentwicklung und<br />

Kommunikation gefragt, um Vorurteile abzubauen<br />

und die Vorzüge dieser Proteinquellen<br />

überzeugend zu vermitteln.<br />

Einblicke vom Smart Proteins<br />

Summit 2024<br />

Am 5. November 2024 fand in Frankfurt<br />

am Main der Smart Proteins Summit statt,<br />

der über 200 Fachleute aus Wissenschaft,<br />

Verwaltung und Industrie vereinte. Die von<br />

der dfv Conference Group GmbH organisierte<br />

Veranstaltung diente als exzellente Plattform,<br />

um die neuesten Fortschritte, Marktentwicklungen,<br />

Technologien und Herausforderungen<br />

im Bereich alternativer Proteine<br />

zu erörtern.<br />

Mattias Schmalisch, Chief Scientific Officer vom Biotech-Unternehmen Form.<br />

(Bild: dfv Conference Group GmbH, Thomas Fedra)<br />

Ivo Rzegotta, Senior Public Affairs Manager<br />

Germany beim Good Food Institute Europe<br />

(GFI Europe), stellte in seinem Vortrag die<br />

beeindruckende Expansion des Marktes für<br />

pflanzenbasierte Lebensmittel in Deutschland<br />

und Europa dar. Seinen Ausführungen zufolge<br />

wuchs der Umsatz mit pflanzenbasierten<br />

Produkten in Deutschland zwischen 2021<br />

und 2023 um 21 Prozent, wobei 2023 ein<br />

Marktvolumen von 2,24 Milliarden Euro erreicht<br />

wurde. Besonders stark entwickelte<br />

sich der Sektor pflanzlicher Milch mit einem<br />

Umsatzplus von 14 Prozent und einer Steigerung<br />

der Verkaufsmenge um 11 Prozent. Auch<br />

der größte Teilbereich, pflanzliches Fleisch,<br />

konnte trotz bestehender Herausforderungen<br />

Wachstumsraten verzeichnen – insbesondere<br />

durch den Erfolg von Handelsmarken.<br />

Rzegotta unterstrich, dass pflanzenbasierte<br />

Alternativen mittlerweile in diversen Produktsegmenten<br />

etabliert sind, jedoch weite-<br />

Moderner<br />

Explosionsschutz<br />

für die Lebensmittelindustrie<br />

Selbsttätig wiederverschließende und wiederverwendbare<br />

Explosionsschutzklappen bie ten<br />

einen umfassenden, technologisch ausgereiften<br />

Schutz für Trockner-, Filter- und Silo an wen -<br />

dungen. Ein wesentliches Kon struk tions merkmal<br />

ist die Vermeidung von Kondensat während<br />

des Produk tions prozesses. Auf Wunsch sind alle<br />

Explosionsklappen mit Begleitheizung erhältlich.<br />

Möchten Sie Produktsicherheit und An la genver<br />

fügbar keit erhöhen? Die zertifizierte, patentierte<br />

Explosionsklap pe von Thorwesten Vent<br />

bietet ihnen signifikante Vorteile.<br />

THORWESTEN VENT GmbH<br />

Daimlerring 39, 59269 Beckum / Germany<br />

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FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

11


INGREDIENTS<br />

Ein weiteres Beispiel für den Wandel innerhalb<br />

der Lebensmittelbranche ist die InFamily<br />

Foods Holding. Mit ihren Geschäftsbereichen<br />

„The Family Butchers“ (tierische Proteinprodukte)<br />

und „The Plantly Butchers“ (pflanzliche<br />

Proteinprodukte) verfolgt das Unternehmen<br />

eine zweigleisige Strategie unter dem<br />

Leitmotiv „Best Proteins for You“. Ziel ist<br />

es, sowohl tierische als auch pflanzenbasierte<br />

Proteine weiterzuentwickeln, um den vielfältigen<br />

Ernährungsbedürfnissen der Konsumenten<br />

gerecht zu werden.<br />

200 Expertinnen und Experten aus Forschung, Verwaltung und Industrie trafen sich am Smart Proteins Summit.<br />

(Bild: dfv Conference Group GmbH, Thomas Fedra)<br />

re technologische Fortschritte notwendig seien,<br />

um Geschmack und Nährstoffprofile weiter<br />

zu optimieren.<br />

Ein zentrales Thema des Summits war die<br />

Frage, wie sich Aroma und Textur pflanzlicher<br />

Produkte verbessern lassen, um sowohl<br />

Fleischesser als auch Flexitarier zu überzeugen.<br />

„Wenn pflanzenbasierte Produkte teurer<br />

sind und geschmacklich nicht überzeugen,<br />

verlieren wir die Verbraucher“, warnte Enrico<br />

Krien, Director Customer Success DACH bei<br />

NielsenIQ. Seiner Einschätzung nach sind insbesondere<br />

Millennials und die Generation Z<br />

die treibenden Zielgruppen, doch auch sie erwarten<br />

Alternativen, die sowohl preislich attraktiv<br />

als auch sensorisch ansprechend sind.<br />

Dieser Trend wurde auch in einem Ernährungsreport<br />

des Bundesministeriums für Ernährung<br />

und Landwirtschaft (BMEL) aus<br />

dem Jahr 2024 deutlich. Laut Umfrageergebnissen<br />

ernähren sich rund 41 Prozent der<br />

Deutschen flexitarisch, das heißt, sie konsumieren<br />

Fleisch nur gelegentlich. Der Bericht<br />

hebt zudem hervor, dass insbesondere jüngere<br />

Verbraucher vermehrt vegane oder vegetarische<br />

Produkte in ihre Ernährung integrieren.<br />

Technologische Fortschritte<br />

Das Berliner Biotech-Unternehmen Formo,<br />

das über einen weiteren Standort in Frankfurt<br />

am Main verfügt, stellte eine der fortschrittlichsten<br />

Anwendungen der Präzisionsfermentation<br />

vor. Diese innovative Methode kombiniert<br />

moderne Biotechnologie mit traditionellen<br />

Fermentationsprozessen, um gezielt Proteine<br />

zu erzeugen – in diesem Fall tierfreie<br />

Milchproteine wie Kasein, die für die Käseproduktion<br />

unerlässlich sind.<br />

Dabei dienen Mikroorganismen als biologische<br />

Fabriken, die gezielt so programmiert<br />

werden, dass sie spezifische Proteine produzieren,<br />

die auch in tierischer Milch vorkommen.<br />

Mithilfe dieser Technologie lassen<br />

sich Proteine mit maßgeschneiderten Eigenschaften<br />

herstellen, die für die Textur und<br />

den Geschmack von Käse essenziell sind.<br />

„Wir produzieren Mozzarella und weitere Käsesorten,<br />

die geschmacklich mit konventionellen<br />

Produkten vergleichbar sind, jedoch<br />

vollständig ohne Kuhmilch auskommen“, erklärte<br />

Matthias Schmalisch, Chief Scientific<br />

Officer bei Formo.<br />

Diese bahnbrechende Technologie könnte<br />

die Milchbranche grundlegend verändern,<br />

da sie nicht nur den CO 2<br />

-Ausstoß erheblich<br />

reduziert, sondern auch die Abhängigkeit<br />

von der Nutztierhaltung eliminiert.<br />

Die größte Herausforderung bleibt jedoch<br />

die Skalierung. Hohe Produktionskosten<br />

und eine bislang unzureichende Infrastruktur<br />

erschweren den Übergang zur industriellen<br />

Massenproduktion. Formo setzt daher<br />

auf gezielte Investitionen und technologische<br />

Fortschritte, um diese Hürden zu überwinden.<br />

Als erstes Unternehmen im EFSA-Zulassungsverfahren<br />

für kultiviertes Fleisch positioniert<br />

sich InFamily Foods als Pionier<br />

auf diesem Gebiet. Besonders innovativ ist<br />

die geplante Markteinführung eines hybriden<br />

Wurstprodukts, das vegane Bestandteile<br />

mit kultiviertem Fleisch kombiniert. Die<br />

EFSA-Zertifizierung ist dabei ein entscheidender<br />

Schritt, um dieses neuartige Produkt<br />

für den europäischen Markt zuzulassen<br />

(InFamily Foods, 2023).<br />

Durch die Transformation vom traditionellen<br />

Fleischproduzenten hin zu einem Proteinspezialisten<br />

demonstriert InFamily Foods<br />

eindrucksvoll, wie Unternehmen den Wandel<br />

in der Ernährungsbranche aktiv mitgestalten<br />

können. Alternative Proteine sind längst keine<br />

Zukunftsvision mehr – sie sind Realität.<br />

Doch um ihr Potenzial vollends auszuschöpfen,<br />

bedarf es weit mehr als technologischer<br />

Innovationen.<br />

Die Branche steht vor der Herausforderung,<br />

Produkte zu entwickeln, die nicht nur nachhaltig<br />

und sensorisch überzeugend, sondern<br />

auch wirtschaftlich erschwinglich sind.<br />

Gleichzeitig gilt es, regulatorische Hürden zu<br />

minimieren und Konsumenten gezielt über<br />

die Vorzüge alternativer Proteinquellen aufzuklären.<br />

Die Experten des Summits waren sich<br />

einig: Biotechnologische Fortschritte müssen<br />

Hand in Hand mit einer intensiven Verbraucheraufklärung<br />

gehen, um die Lebensmittelindustrie<br />

nachhaltig zu transformieren.<br />

Autorin:<br />

Zhanar Sadyk, Lebensmitteltechnologin, M. Sc.<br />

und freie Fachjournalistin<br />

Weitere Informationen und Referenzen:<br />

sadyk@<strong>food</strong>-editorial-solutions.de<br />

Literatur: Quellen bei Verfasserin.<br />

12 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


INGREDIENTS<br />

GoWell® Tasty Protein – Pflanzliche<br />

Proteinmischung für Backwaren<br />

GoodMills Innovation bringt eine neu entwickelte Proteinmischung auf den Markt<br />

Mit GoWell ® Tasty Protein stellt man bei<br />

GoodMills Innovation eine neue Proteinmischung<br />

vor, mit der sich unkompliziert proteinreiche<br />

Backwaren ohne Beeinträchtigung<br />

bei Geschmack oder Sensorik herstellen lassen.<br />

Die sorgfältig abgestimmte Proteinkombination<br />

aus Favabohne, gelber Erbse, Sonnenblumenkernen<br />

und Weizen hat einen Proteingehalt<br />

von 60 Prozent und ein ausgewogenes<br />

Aminosäureprofil. Zudem überzeugt<br />

die Mischung durch einen angenehmen,<br />

leicht nussigen Geschmack ohne die typischen<br />

Off-Notes vieler pflanzlicher Proteine.<br />

Speziell für helle Backwaren wie Burger Buns,<br />

Toastbrötchen oder Soft-Brote entwickelt, sorgt<br />

GoWell ® Tasty Protein für eine erstklassige<br />

Sensorik: Im Endprodukt erzeugt es einen angenehmen<br />

kurzen Biss und ein harmonisches<br />

Mundgefühl, das sich deutlich von Backwaren<br />

mit herkömmlichen Proteinmischungen<br />

abhebt. Durch den neutralen bis ganz leicht<br />

nussigen Geschmack bleibt der ursprüngliche<br />

Charakter der Backwaren erhalten.<br />

Einfache Integration in<br />

bestehende Prozesse<br />

GoWell ® Tasty Protein ist unkompliziert zu<br />

verarbeiten und lässt sich ohne große Anpassungen<br />

direkt in bestehende Rezepturen<br />

integrieren. Dank des hohen Proteinanteils<br />

genügt eine geringe Dosierung, um den Proteingehalt<br />

im Endprodukt deutlich zu steigern<br />

– dadurch wird die Herstellung unkompliziert<br />

und zudem kosteneffizient.<br />

Vielfältige Anwendungen für<br />

proteinreiche Backwaren<br />

Die Proteinmischung eignet sich auch hervorragend<br />

für feine Backwaren wie Bagels,<br />

Baguettes, Laugengebäck oder Pancakes.<br />

Rezeptvorschläge von GoodMills Innovation<br />

für ein Protein Soft Bread oder Burger Buns<br />

zeigen, dass weder ernährungsphysiologisch<br />

noch sensorisch Kompromisse eingegangen<br />

werden müssen. Die Möglichkeit, je nach<br />

Dosierung und Rezeptur Auslobungen wie<br />

„Hoher Proteingehalt“ oder auch „vegan“<br />

zu nutzen, bietet Herstellern zusätzliche Positionierungsmöglichkeiten.<br />

Ressourcen- und umweltschonend<br />

GoWell ® Tasty Protein setzt auf Zutaten wie<br />

Favabohnen und Sonnenblumenkerne, die<br />

im Anbau und in der Verarbeitung die Umweltbelastung<br />

gering halten. Mit der neuen<br />

Proteinmischung bietet GoodMills Innovati-<br />

on damit eine umfassende Lösung, die sich<br />

durch guten Geschmack und Sensorik, eine<br />

einfache Verarbeitung und Nachhaltigkeit<br />

GoWell ® Tasty Protein ist eine Mischung mit 60 Prozent<br />

Proteingehalt, speziell entwickelt für den Einsatz in hellen<br />

Backwaren ohne Veränderungen in Geschmack und Textur.<br />

auszeichnet. Sie ermöglicht Produkte, die<br />

den aktuellen Anforderungen des Marktes<br />

nach proteinreichen und pflanzlichen Produkten<br />

gerecht werden.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.goodmillsinnovation.com<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

13


VERFAHRENSTECHNIK · MESS- UND WÄGE<strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

Bis die Kruste golden und knusprig ist<br />

Optimaler Backprozess – Prozessüberwachung mit JUMO-Technik<br />

Heutzutage reicht es nicht aus, die Prozesse rund um die Teigzubereitung zu optimieren. Die Backphase im Ofen ist<br />

entscheidend für die Qualität der Backwaren. JUMO-Messtechnik sorgt mit innovativen Lösungen für reproduzierbare<br />

und zuverlässige Backergebnisse.<br />

Beim Backen ist die Heißluft entscheidend,<br />

vor allem bei der Bräunung. Die<br />

Oberflächenbräunung ist essenziell für den<br />

Geschmack und die Qualität. Backtemperaturen<br />

liegen je nach Produkt zwischen 100 und<br />

250 °C. Frisch aus dem Gärraum (36 °C,<br />

80 Prozen rF) erfahren die Teiglinge einen<br />

plötzlichen Temperaturanstieg auf bis zu<br />

240 °C. Wasserdampf wird gezielt eingebracht,<br />

um die Oberfläche dehnbar zu halten,<br />

während Kruste und Krume ausgebildet<br />

werden. Dieser Prozess erfordert präzise<br />

Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle.<br />

JUMO hat beim Backprozess einige Produkte<br />

im Einsatz, die mit Präzision regeln:<br />

• JUMO diraTRON: Elektronische<br />

Temperaturregler der neuesten<br />

Generation übernehmen die präzise<br />

Steuerung von Backtemperaturen.<br />

Mit ihrer kompakten Bauform und<br />

den flexiblen Programmiermöglichkeiten<br />

sind sie die ideale Lösung für<br />

moderne Backöfen.<br />

• JUMO LOGOSCREEN 700: Als moderne<br />

Prozessvisualisierung ermöglicht dieser<br />

Bildschirmschreiber eine lückenlose<br />

Dokumentation der Backprozesse und<br />

sorgt für Nachverfolgbarkeit und<br />

Qualitätssicherung.<br />

Auch beim Thema Sicherheit hat man bei<br />

JUMO Lösungen im Angebot:<br />

• JUMO safetyM STB/STW: Diese Sicherheitstemperaturbegrenzer<br />

und -wächter<br />

schützen vor Überhitzung und gewährleisten,<br />

dass Backöfen im Störfall sicher<br />

abschalten. Sie sind integraler Bestandteil<br />

jeder Sicherheitsstrategie.<br />

• JUMO heatTHERM P: Elektromechanische<br />

Sicherheitstemperaturbegrenzer<br />

eignen sich hervorragend als Übertemperaturschutz<br />

in Großbacköfen. Sie arbeiten<br />

wartungsfrei und bieten durch ihre<br />

robuste Konstruktion eine hohe<br />

Betriebssicherheit.<br />

Energieeffizienz durch<br />

Wärmerückgewinnung<br />

Angesichts steigender Energiekosten spielt<br />

die Effizienz von Backöfen eine zentrale<br />

Rolle. Die Kombination von Wärmetauschern<br />

und intelligenter Messtechnik ermöglicht es<br />

Energie einzusparen:<br />

• JUMO ecoTRANS: Diese Messumformer<br />

optimieren den Einsatz von Wärmetauschern,<br />

indem sie präzise Temperaturund<br />

Druckmessungen liefern.<br />

• JUMO MIDAS: Diese Drucksensoren<br />

dienen zur Überwachung der Dampfdrücke<br />

für die Wärmerückgewinnung.<br />

Auch intelligente Sensorik zur Regulierung<br />

der Luftfeuchte kann eingesetzt werden:<br />

• JUMO hydroTRANS: Kombinierte Feuchte-<br />

und Temperaturfühler sorgen für eine<br />

präzise Regelung der Luftfeuchtigkeit<br />

im Backraum, entscheidend für eine<br />

optimale Krustenbildung.<br />

• JUMO-Thermoelemente: Diese Temperatursensoren<br />

mit hoher Messgenauigkeit<br />

sind robust und flexibel einsetzbar.<br />

• Zukunftsfähige Gesamtlösungen<br />

Neben der Einzelkomponentenauswahl bietet<br />

JUMO Komplettlösungen zur Steuerung von<br />

Knusprige Backwaren gehören zu einem guten<br />

Frühstück unbedingt dazu.<br />

(Bild: Adobe Stock/Countrypixel)<br />

14 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


MESS- UND WÄGE<strong>TECHNOLOGIE</strong> · VERFAHRENSTECHNIK<br />

Der JUMO diraTRON übernimmt die<br />

präzise Steuerung der Backtemperaturen,<br />

während der JUMO<br />

LOGOSCREEN 700 als moderne<br />

Prozessvisualisierung eine lückenlose<br />

Dokumentation der<br />

Backprozesse ermöglicht.<br />

Backöfen. Mit dem modularen Automatisierungssystem<br />

JUMO variTRON lassen sich alle<br />

Prozessparameter zentral überwachen und<br />

regeln. Es vereint Steuerung, Datenerfassung<br />

und Visualisierung in einem System und ist<br />

für Industrie 4.0-Anwendungen ausgelegt.<br />

Zu den innovativen Möglichkeiten der JUMO-<br />

Automationswelt zählen auch die Ablaufsteuerung<br />

JUMO smartWARE Program sowie die<br />

Energiemanagementlösung mittels der JUMO<br />

Cloud oder JUMO smartWARE SCADA.<br />

Die Ablaufsteuerung ermöglicht es, unterschiedliche<br />

Prozesse, Aufgaben und Workflows<br />

in der Backwelt nahtlos und fehlerfrei<br />

zu koordinieren. Dies spart Zeit, Ressourcen<br />

und oft auch Nerven. Sie macht die Automatisierung<br />

verfahrenstechnischer Prozesse,<br />

die Verkettung von Verfahrensschritten<br />

und den Einsatz von Maschinen durch ihren<br />

modularen Aufbau, ihre browserbasierte<br />

Technologie sowie einen individuell konfigurierbaren<br />

Prozess-Editor zum Kinderspiel.<br />

Mit der Energiemanagementlösung<br />

bietet JUMO aus einer Hand:<br />

• Eine Softwarelösung zur Überwachung<br />

und Optimierung des Energieverbrauchs<br />

• Über 40 Widgets zur Visualisierung,<br />

Überwachung, Analyse und Steuerung<br />

• Individuelle Berichte und Versand<br />

per E-Mail<br />

• Historische Auswertung und Datenexport<br />

• Flowcharts und Heatmaps<br />

(z. B. Verbräuche von Strom und<br />

Gas sowie anderen Medien)<br />

• Animierte Prozessbilder<br />

• Kaskadierte Alarmierung (E-Mail, VoIP,<br />

SMS, Push-App, Telegram, MS Teams)<br />

nach Bereitschaft<br />

• Anlagensteuerung nach Zeitplan,<br />

Ereignis oder Skript<br />

• Mandantenfähiges System mit<br />

definierten Zugriffsrechten.<br />

Fazit<br />

JUMO bietet eine breite Palette innovativer<br />

Systeme zur Überwachung und Steuerung<br />

von Backprozessen. Mit hochpräzisen Reglern,<br />

sicherer Übertemperaturschutztechnik<br />

und energieeffizienten Lösungen trägt<br />

JUMO entscheidend zu einem reproduzierbaren<br />

und wirtschaftlichen Backprozess bei.<br />

Ob durch modernste Elektronik oder bewährte<br />

Mechanik: JUMO-Technologie gewährleistet,<br />

dass Qualität und Effizienz im Backprozess<br />

immer an erster Stelle stehen und sorgt<br />

somit natürlich für frische, knusprige Brötchen.<br />

Guten Appetit.<br />

Kontakt:<br />

marvin.karbowiak@jumo.net<br />

Weitere Informationen:<br />

www.jumo.net<br />

Viele Backöfen sind mit JUMO-Technologie ausgerüstet, die einen effizienten Backprozess sicherstellt.<br />

Bildquelle: JUMO<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

15


VERFAHRENSTECHNIK · MESS- UND WÄGE<strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

Der Käse darf Löcher haben –<br />

die Datenhaltung nicht<br />

Maschinenbauer für Käsereien mit neuer Field Service Management Lösung<br />

Ein Schweizer Maschinenbauer, der weltweit Anlagen für die Käseherstellung vertreibt, hat seinen Außendienst mit<br />

einer Field Service Management Software neu aufgestellt. Sie ermöglicht eine genaue Dokumentation der Arbeiten<br />

beim Kunden und erfasst die Historie jeder Maschine. Mit solider Datengrundlage können Arbeiten gezielter erledigt<br />

und die Außendarstellung beim Kunden verbessert werden.<br />

K<br />

alt Maschinenbau AG mit Hauptsitz<br />

in Lütisburg in der Ostschweiz exportiert<br />

Maschinen und Anlagen für die Milchindustrie<br />

in die ganze Welt. Hauptabnehmer<br />

sind Käsereien – Kalt-Maschinen wie<br />

Kassettenpressen, Käsefertiger und Wender<br />

decken den gesamten Produktionsprozess<br />

vom Milcheingang bis zur Auslieferung fertiger<br />

Käse ab. Sie werden überwiegend in die<br />

DACH-Region mit Deutschland, Österreich<br />

und der Schweiz geliefert. Kalt-Systeme<br />

kommen in traditionell arbeitenden Käsereien<br />

genauso zum Einsatz wie in industriellen<br />

Produktionsbetrieben. Rund 80 Mitarbeiter<br />

arbeiten für den Maschinenbauer.<br />

Die Field Service Management Lösung<br />

ENGINE4.SERVICE des Anbieters mobile<br />

function aus Villingen-Schwenningen, eine<br />

browserbasierte Webanwendung mit App,<br />

wurde Anfang 2024 implementiert. Ein Jahr<br />

zuvor suchte Kalt nach einem neuen Ticketsystem<br />

und einem Servicetool, welches die<br />

standardmäßig anfallenden Aufgaben im<br />

Außendienst wie die Planung von Serviceeinsätzen<br />

und die Abwicklung von Wartungsund<br />

Garantiearbeiten zu einem fairen Preis<br />

abdecken kann.<br />

Die Planung der Servicetechniker erfolgte<br />

in Teilen noch schriftlich. Rapporte wurden<br />

an verschiedenen Stellen abgelegt, teilweise<br />

wurden Berichte eingescannt und es<br />

gab Schwierigkeiten mit der Verrechnung,<br />

wenn Arbeitsstunden auf Papier erfasst wurden<br />

und der dazu passende Rapport fehlte.<br />

Die neue Lösung sollte die manuelle Arbeit<br />

verringern und eine Übersicht schaffen; man<br />

wünschte sich eine zentrale, digitale Ablage<br />

mit allen relevanten Daten und Unterlagen.<br />

Die Techniker sollten im Außendienst<br />

beim Kunden in der Lage sein, ihre Serviceberichte<br />

auf dem Tablet sofort zu erstellen –<br />

dafür musste die Lösung mobilfähig sein.<br />

Kalt Maschinenbau strebte damit ein professionelleres<br />

Auftreten beim Kunden an. Aus<br />

einer sauberen Erfassung der Auftragshistorie<br />

lassen sich Kundenbedarfe erkennen: Die<br />

neue Software sollte den Anwender deswegen<br />

ebenfalls in die Lage versetzen, mit konkreten<br />

Anfragen aktiv auf die Kunden zugehen<br />

zu können.<br />

Im Auswahlverfahren wurden vier Systeme<br />

geprüft, zwei kamen in die Endauswahl<br />

und wurden via Video-Call vorgestellt.<br />

Mit mobile function wurde ein dreitägiger<br />

Hackathon zum Projektstart durchgeführt:<br />

mobile function kann so in kürzester Zeit bereits<br />

mit echten Kundendaten und umfänglichen<br />

Anpassungen demonstrieren, was das<br />

System leisten kann. Dem schloss sich eine<br />

einmonatige Testphase mit dem bis dato bereits<br />

umfangreich implementierten Prototyp<br />

an. ENGINE4.SERVICE überzeugte und<br />

Kalt entschloss sich für Feinjustierung und<br />

den „Go Live“.<br />

Die Funktionen der Field Service<br />

Management Software<br />

Der Innendienst plant nun die Einsätze der<br />

Servicetechniker von der Anfrage des Kunden<br />

bis zum Einsatz mit ENGINE4.SERVICE.<br />

Neue Software für die Steuerung<br />

des Außendiensts<br />

Die Engine4-App auf einem Mobilgerät.<br />

16 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


MESS- UND WÄGE<strong>TECHNOLOGIE</strong> · VERFAHRENSTECHNIK<br />

(Quelle: AdobeStock/PixMarket)<br />

Aufträge werden im System angelegt und<br />

sind jederzeit unter der Maschinenhistorie<br />

einsehbar. Sie sind in Aufgaben gegliedert,<br />

die der Techniker dann in der App kommentieren<br />

und bearbeiten kann. Für Wartungsarbeiten<br />

wurden zudem Checklisten direkt<br />

in ENGINE4 konfiguriert. Nach dem Einsatz<br />

vor Ort bearbeitet der Mitarbeiter die Checkliste,<br />

aus der dann sofort hervorgeht, welche<br />

Aufgaben bereits erledigt und welche<br />

noch offen sind. Für die noch anstehenden<br />

Arbeiten kann Kalt sofort ein neues Angebot<br />

an den Kunden mit einem neuen Terminvorschlag<br />

herausschicken. ENGINE4.SERVICE<br />

macht es auch möglich, Dokumente und Anleitungen<br />

an einen Auftrag anzuhängen, sodass<br />

ein Mitarbeiter mit weniger Erfahrung<br />

vor Ort eine digitale Hilfestellung erfährt.<br />

Die Servicearbeiten vor Ort, die Zeit für den<br />

Einsatz beim Kunden und die Arbeitsberichte,<br />

die noch vor Ort vom Kunden unterschrieben<br />

werden können, werden digital erfasst.<br />

Bei Bedarf werden auch Fotos aufgenommen<br />

und bei der Maschine digital hinterlegt.<br />

Ein umfangreiches Ticketsystem ist<br />

ebenfalls in die ENGINE4 Lösung integriert<br />

und Serviceanfragen via E-Mail werden direkt<br />

ins Tool übernommen und von dort aus<br />

weiterbearbeitet. Damit wird nichts mehr<br />

vergessen und nichts geht verloren. Auch die<br />

Urlaubsplanung erfolgt mit ENGINE4.<br />

Individuelle Anpassungen<br />

An der Field Service Management Software<br />

wurden zu Beginn einige individuelle Anpassungen<br />

vorgenommen, damit die Lösung exakt<br />

auf die Anforderungen von Kalt passte:<br />

Zum Beispiel wurde die Option Militärdienst<br />

hinzugefügt, sodass klar wird, dass ein Mitarbeiter<br />

nicht im Urlaub ist, sondern beim Militär,<br />

was für die Stundenbuchung relevant<br />

ist. Erweiterungswünsche werden auch aktuell<br />

immer wieder umgesetzt. Dadurch wächst<br />

Silvan Bucher, Teamleiter Kundendienst und<br />

Servicetechniker bei Kalt Maschinenbau.<br />

die Lösung mit jeder neuen Anforderung einfach<br />

mit. „Soweit läuft das Tool super, auch<br />

offene Punkte sind schnell erledigt. Wir sind<br />

mit der Unterstützung sehr zufrieden,“ sagt<br />

Silvan Bucher, Teamleiter Kundendienst und<br />

Servicetechniker bei Kalt Maschinenbau. Die<br />

Anforderung von Kalt lautete: eine Software<br />

für die notwendigen Aufgaben zum fairen<br />

7. – 8. Mai <strong>2025</strong><br />

Messe Dortmund<br />

3. – 4. Juni <strong>2025</strong><br />

Hamburg Messe<br />

QR-Code scannen und<br />

kostenfreies Messe-Ticket<br />

mit Code 1407 sichern!<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.empack-messen.de<br />

Parallel zur<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

17


VERFAHRENSTECHNIK · MESS- UND WÄGE<strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

Serviceeinsatz beim Kunden vor Ort.<br />

Preis. „Die Lösung haben wir mit ENGINE4<br />

gefunden,“ so Bucher weiter.<br />

mobile function schulte den Key-User bei<br />

Kalt Maschinenbau. Dieser erstellte die Anleitungen<br />

für die Techniker im Haus und<br />

schulte das eigene Team. „Mit dem Support<br />

sind wir sehr zufrieden. Unsere Anliegen<br />

werden meistens innerhalb von nur einer<br />

Woche erledigt,“ so Bucher weiter.<br />

Die Vorteile<br />

Laut Bucher hat sich vor allem die Übersicht<br />

deutlich verbessert: „Die Arbeiten werden<br />

sauber aufgenommen und bei der jeweiligen<br />

Maschine unterlegt. Durch die Dokumentation<br />

der Berichte und Rapporte<br />

in ENGINE4.SERVICE erkennt der Innendienst<br />

offene bzw. anstehende Aufgaben sofort.<br />

Beim nächsten Servicebesuch können<br />

diese direkt miterledigt werden – etwa ein<br />

neues Ersatzteil einbauen oder einen Motor<br />

wechseln. Die Planung hat sich mit der integrierten<br />

Plantafel vereinfacht und die Disposition<br />

ist nun in der Lage, unsere Techniker<br />

vorausschauend einzusetzen – denn oft<br />

buchen Kunden Wartungen mit einem Jahr<br />

oder mehr Zeit im Voraus.“<br />

Durch den Überblick und die saubere Struktur<br />

der Ablage ist die Historie jeder Maschine<br />

mit den erledigten Arbeiten und möglichen<br />

Fehlern sofort ersichtlich. Man sieht Verbesserungsbedarf<br />

oder kann beim nächsten Auftrag<br />

darauf achten, dass kein Fehler mehr passiert<br />

und sich beim Kunden proaktiv verhalten.<br />

(Quelle: AdobeStock/PixMarket)<br />

Kalt Maschinenbau will mittelfristig sein ERP<br />

und auch das Zeiterfassungstool mit Schnittstellen<br />

an ENGINE4 anbinden. Aktuell werden<br />

Materialien und Kosten im ERP erfasst<br />

und die Daten noch manuell in ENGINE4.<br />

SERVICE übertragen. Hier wäre es eine Vereinfachung,<br />

wenn der Materialstamm aus<br />

dem ERP einfach übernommen würde. Die<br />

Anbindung wird zukünftig auch eine Automatisierung<br />

von Rechnungen, Lohn und Buchhaltung<br />

ermöglichen, wenn die dafür notwendigen<br />

Daten aus ENGINE4.SERVICE ins<br />

ERP übertragen werden.<br />

Fazit<br />

Mit der Field Service Management Software<br />

ENGINE4.SERVICE hat der Schweizer Maschinenbauer<br />

seinen technischen Außendienst<br />

modern aufgestellt. Die relevanten<br />

Daten zu Maschinen und Arbeitseinsätzen<br />

werden zentral vorgehalten, was den Überblick<br />

verbessert und ein proaktives Zugehen<br />

auf den Kunden erlaubt. Auch die Disposition<br />

gestaltet sich einfacher.<br />

Autorin:<br />

Nadja Müller, freie Texterin und Journalistin<br />

Weitere Informationen:<br />

www.mobile-function.com<br />

Bildquelle: Kalt Maschinenbau<br />

18 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


SCHMIERSTOFFE · VERFAHRENSTECHNIK<br />

für ein Optimum an Schmierung<br />

und Hygiene<br />

Rivolta Schmierstoffe und Reiniger für die Lebensmittelindustrie<br />

In der Lebensmittelindustrie steigen die Anforderungen an Maschinen und deren Laufzeiten kontinuierlich an und stehen<br />

geringen Stillstandzeiten gegenüber. Zudem erhöht sich das Produktionsvolumen, was dazu führt, dass Maschinen<br />

oftmals schneller arbeiten müssen. Doch nicht nur die Technik, sondern auch die Produkthygiene unterliegt hohen Anforderungen,<br />

deshalb sollte man die verwendeten Betriebsstoffe sorgfältig auswählen.<br />

Bremer & Leguil kennt diese Anforderungen<br />

und weiß, worauf es ankommt.<br />

Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit<br />

mit seinen Kunden konnte man im Laufe<br />

der Zeit ein umfangreiches Produktsortiment<br />

aus qualitativ hochwertigen Schmierstoffen<br />

und Reinigern, speziell auf die<br />

Lebensmittelindustrie zugeschnitten, entwickeln<br />

und immer weiter optimieren.<br />

Der Lebensmittelmarkt bietet eine Vielfalt<br />

an Produkten in unterschiedlichsten Verpackungen<br />

an. Die Herstellung erfordert<br />

ein großes Spektrum an unterschiedlichsten<br />

Anlagen und Maschinen mit verschiedenen<br />

Anwendungsbereichen. Durch langjährige<br />

Erfahrung hat man dazu passende Produkte<br />

entwickelt: Der Verbraucherschutz in<br />

der Lebensmittelindustrie ist von enormer<br />

Bedeutung. Deshalb ist jeder Schmierstoff<br />

der F.L.-Reihe und viele Reiniger von der international<br />

tätigen Organisation NSF zertifiziert.<br />

Als internationaler Standard für lebensmitteltechnische<br />

Schmierstoffe gilt die<br />

H1-Einstufung. H1 beschreibt Produkte, die<br />

dort einzusetzen sind, wo es gelegentlich<br />

zum technisch unvermeidbaren Kontakt zwischen<br />

Lebensmittel und Schmierstoff kommen<br />

kann.<br />

Wie in vielen Branchen, ist es auch in der<br />

Lebensmittelindustrie wichtig, Ausgaben<br />

zu reduzieren und Betriebskosten zu senken.<br />

Oft wird außer Acht gelassen, dass sich<br />

allein durch die Verwendung des richtigen<br />

Schmierstoffs ein enormes Einsparpotential<br />

erreichen lässt.<br />

Der zeitliche Aufwand wird durch längere<br />

Nachschmierintervalle reduziert, Bauteile<br />

haben eine längere Lebensdauer und der<br />

Energieverbrauch verringert sich durch den<br />

optimierten Betriebsprozess. Die Rivolta-<br />

Hochleistungsschmierstoffe und -reiniger<br />

sind fest auf dem Markt etabliert, denn sie<br />

stehen für hohe Produktqualität, Sicherheit<br />

und Effizienz.<br />

Im Lebensmittelbereich stellt der Verbraucher<br />

verschiedenste Anforderungen. Deshalb<br />

ist man bei Bremer & Leguil stolz darauf,<br />

dass die eigenen Produkte auch nach<br />

Halal und Koscher zertifiziert sind. Zudem<br />

bietet man als eines von nur wenigen Unternehmen<br />

weltweit auch Produkte an, welche<br />

nach der Norm ISO 21469 zertifiziert sind.<br />

Diese ISO-Norm legt Hygieneanforderungen<br />

für die Rezeptur, Herstellung und den Gebrauch<br />

von Schmierstoffen fest.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.bremer-leguil.de<br />

Bildquelle: Bremer & Leguil<br />

Rivolta Schmierstoffe und Reiniger<br />

für die Lebensmittelindustrie.<br />

Hier beispielhaft abgebildet:<br />

Rivolta B.W.S. Finish-Reiniger,<br />

Multi-Temperaturbereichsfett<br />

Rivolta F.L.G. GT-2 Synth. und das<br />

synthetische Schmieröl<br />

Rivolta F.L. 2000.<br />

(Quelle: AdobeStock/ industrieblick)<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

19


VERFAHRENSTECHNIK · QUALITÄTSMANAGEMENT<br />

Von der Plantage in den Supermarkt<br />

Wie unsichtbare Helfer die Bananenernte retten<br />

Wie kommt unser Essen auf den Tisch? Die Lieferkette vom Anbau der Lebensmittel bis zum Transport in unsere heimischen<br />

Supermärkte ist lang und komplex – insbesondere bei exotischen Früchten wie der Banane. Unsichtbare<br />

Helfer nehmen eine zentrale Rolle ein, wenn es darum geht, dass wir ganzjährig Bananen im Supermarkt kaufen können.<br />

Ein Praxisbeispiel von LEVACO Chemicals zeigt mit welchen Herausforderungen die Lebensmittelbranche konfrontiert<br />

ist und wie es gelingt diese mit innovativen Lösungen zu überwinden.<br />

Die Banane ist eine der wichtigsten<br />

Früchte weltweit. In den tropisch gelegenen<br />

Ländern unserer Erde ist sie ein<br />

Hauptbestandteil der Ernährung und auch<br />

wir Deutschen sind verrückt nach der Banane:<br />

Elf Kilogramm verspeisen wir im<br />

Durchschnitt pro Jahr. Nahezu eine Million<br />

Tonnen der gelben Frucht werden jährlich<br />

nach Deutschland importiert. Folglich gibt<br />

es weltweit eine hohe Nachfrage. Um diese<br />

Nachfrage bedienen zu können, haben<br />

die verschiedenen Akteure in der Lieferkette<br />

mit Herausforderungen und Widrigkeiten<br />

zu kämpfen, von denen der Endkunde wenig<br />

mitbekommt. Doch die Bedrohung der Bananenernte<br />

durch die „schwarze Sigatoka“<br />

macht immer wieder Schlagzeilen.<br />

Mit LUCROP BAN behandelte Fläche<br />

Auf ihrem Weg von der Anbauplantage in<br />

den Supermarkt geht die Banane durch die<br />

Hände von Bauern und Erntehelfern, sie<br />

passiert verschiedene Logistikstationen,<br />

Transportmittel und Zwischenhändler. Unsichtbar<br />

bleiben jedoch die zahlreichen Helfer,<br />

die diese Lieferkette stabilisieren: Von<br />

den Produzenten und Werkstätten für landwirtschaftliche<br />

Maschinen über die Hersteller<br />

der verschiedenen Düngemittel und<br />

Pestizide bis hin zu den Helfershelfern wie<br />

LEVACO Chemicals. Dieser Mittelständler<br />

aus Deutschland hat eine Lösung entwickelt,<br />

die die Haftung von Pestiziden auf Bananenblätter<br />

verbessert und so den Schutz<br />

gegen die „schwarze Sigatoka“ erhöht. Wer<br />

hätte gedacht, dass ein stark spezialisiertes<br />

Chemieunternehmen aus Leverkusen maßgeblich<br />

entscheidend für den Ernteerfolg in<br />

Ecuador und Brasilien sein kann?<br />

Die Bananenkrankheit<br />

Kontrolle der Schwarzen Sigatoka-Krankheit nach zweimonatiger Pestizidbehandlung (einzelnes Blatt) unter Verwendung eines<br />

Tankmischungszusatzes von 1 Prozent v/v.<br />

Die schwarze Sigatoka ist auch als die „Bananenkrankheit“<br />

bekannt. Die Krankheitssporen<br />

werden hauptsächlich durch Regen<br />

oder Wind auf den Pflanzenblättern verteilt.<br />

Nach etwa 15 bis 20 Tagen ist der Befall<br />

der Bananenpflanze sichtbar. Entlang der<br />

Blattadern bilden sich knapp zwei Millimeter<br />

große rötlich-braune Linien, mit fortschreitenden<br />

Krankheitsverlauf werden aus<br />

den Linien graue Flecke. Im Endstadium<br />

der Pilzerkrankung verschmelzen die Flecken<br />

ineinander – die ehemals grünen Blätter<br />

werden braun und sterben ab. Durch die<br />

Zerstörung des Bananenblattgewebes wird<br />

die photosynthetische Fähigkeit der Pflanze<br />

massiv beeinträchtigt.<br />

Was heißt das in der Praxis? Die betroffenen<br />

Pflanzen entwickeln weniger Blätter und produzieren<br />

kleinere Früchte. Als Folge kann sich<br />

der Ertrag der Ernte um bis zu 50 Prozent reduzieren.<br />

Für die Landwirte bedeutet dies<br />

unter anderem eine geringere Qualität der<br />

Frucht, nicht zu sprechen vom finanziellen<br />

Verlust durch den prozentualen Ernteausfall.<br />

Die unsichtbaren Helfer<br />

Durch die klimatischen Bedingungen in den<br />

subtropischen und tropischen Anbaugebieten,<br />

verdünnt oder wäscht starker Regen<br />

häufig die Pestizide von den Bananenblättern<br />

ab. Dadurch wird die Wirksamkeit des<br />

Pflanzenschutzmittels erheblich verringert<br />

und die Krankheitskontrolle der „Schwarzen<br />

Sigatoka“ stark beeinträchtigt. Es ist daher<br />

hilfreich, jedem Pestizid ein Hilfsmittel hinzuzufügen,<br />

welches die Leistung in Bezug auf<br />

die Benetzung und Haftung verbessert. Hier<br />

kommt die Lösung des mittelständischen<br />

Chemieunternehmens Levaco ins Spiel:<br />

LUCROP ® BAN wurde als Hilfsstoff für den<br />

Schutz von Bananenkulturen entwickelt.<br />

20 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


QUALITÄTSMANAGEMENT · VERFAHRENSTECHNIK<br />

Prozess der Emulgierung von Tankmischungen.<br />

Tankmischungsemulsionen – 40 Prozent Spritzöl/Wasser Endtankmischung mit Calixin<br />

als Fungizid und 1 Prozent v/v (auf Öl) LUCROP BAN oder Referenzemulgator.<br />

Die Wirkweise von LUCROP ® BAN<br />

Wie funktioniert dieser „Retter der Bananenernte“?<br />

Für die Herstellung der Tankmischung<br />

werden Fungizide mit Mineralöl,<br />

Wasser und Zusatzstoffen kombiniert.<br />

Dabei sind sowohl das Mischverhältnis als<br />

auch der passende Emulgator entscheidend,<br />

er kann helfen die Stabilität der Sprühmischung<br />

zu verbessern. In der richtigen Menge<br />

eingesetzt, sorgt der Emulgator für eine<br />

stabile Emulsion. Oder einfach ausgedrückt:<br />

Ein Emulgator ist ein Hilfsstoff, welcher<br />

dazu dient, zwei nicht miteinander mischbare<br />

Flüssigkeiten zu einem Gemisch zu<br />

vermengen. Ohne ihn können Probleme wie<br />

Aufrahmen, Sedimentation, Flockung oder<br />

Phasentrennung auftreten.<br />

LUCROP ® BAN ist ein Hilfsstoff, der die<br />

Eigenschaften eines Emulgators, Netz- und<br />

Haftmittels ausweist. Als Ergebnis entsteht<br />

eine stabile Sprühlösung, die bei der Anwendung<br />

die Bananenblätter benetzt und<br />

nur minimal vom Wind und Regen beeinflusst<br />

wird.<br />

Ein weiterer Vorteil der Verwendung von<br />

LUCROP ® BAN als Hilfsstoff im Herstellungsprozess<br />

ist der Produktionsschritt,<br />

in welchem die Fungizide in die Öltropfen<br />

der Sprühmischung eingebettet werden.<br />

LUCROP ® BAN unterstützt diesen Schritt,<br />

indem es die Anzahl der besonders kleinen<br />

Tropfen < 105 Mikrometer in der Sprühlösung<br />

reduziert. Diese kleineren Tropfen sind<br />

besonders anfällig für Winddrift, da sie länger<br />

in der Luft verbleiben und leichter vom<br />

Wind getragen werden können. Durch die<br />

Zugabe von LUCROP ® BAN wird die Partikelgrößenverteilung<br />

der Sprühlösung optimiert,<br />

indem driftempfindliche Tropfen minimiert<br />

werden, ohne die Größe der größeren<br />

Tropfen zu erhöhen. Eine homogene Partikelgrößenverteilung<br />

verbessert somit die<br />

Haftung der Tropfen auf den Pflanzenoberflächen<br />

und minimiert die Gefahr, dass größere<br />

Tropfen abprallen oder ablaufen. Dadurch<br />

steigert sich die Effizienz der Anwendung,<br />

insbesondere unter schwierigen klimatischen<br />

Bedingungen in subtropischen<br />

und tropischen Regionen, wo eine effektive<br />

Driftkontrolle von besonderer Bedeutung ist.<br />

In einer Reihe von Einblatt-Versuchen wurde<br />

die Wirksamkeit von LUCROP ® BAN untersucht.<br />

Dabei wurden Sprühmischungen,<br />

die entweder LUCROP ® BAN oder Referenzemulgatoren<br />

enthielten, auf Bananenblätter<br />

aufgetragen. Ziel der Tests war es, die<br />

Auswirkungen auf die Infektionsrate durch<br />

die Pilzkrankheit „Schwarze Sigatoka“ zu<br />

analysieren. Die Ergebnisse zeigen eine geringere<br />

Infektionsrate bei der Anwendung<br />

von LUCROP ® BAN im Vergleich zu den<br />

Referenzemulgatoren.<br />

Fazit<br />

Die Verfügbarkeit von Lebensmittel hängt<br />

von vielen Faktoren ab. Viele davon nehmen<br />

wir als Endverbraucher gar nicht wahr –<br />

es sind die Unternehmen und Menschen im<br />

Hintergrund, die sicherstellen, dass wir eine<br />

Banane im Supermarkt kaufen können. Unternehmen<br />

wie Levaco Chemicals helfen innovative<br />

Lösungsansätze für globale Probleme<br />

zu finden und umzusetzen. Beispielsweise<br />

mit dem Hilfsmittel LUCROP ® BAN,<br />

welches dazu beiträgt, die Krankheitskontrolle<br />

bei Bananenpflanzen effektiver und effizienter<br />

zu gestalten. Dieses Beispiel zeigt<br />

anschaulich, wie komplex und international<br />

Lieferketten heute aufgebaut sind.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.levaco.com<br />

Bildquelle: LEVACO Chemicals<br />

Infektionsgrad der Krankheit im Zeitverlauf.<br />

Krankheitsbekämpfung in Prozent im Laufe der Zeit.<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

21


VERFAHRENSTECHNIK · ENERGIEMANAGEMENT<br />

NACHHALTIGE LÖSUNGEN<br />

FÜR WERTVOLLE PRODUKTE<br />

Versuche im Technikum als Grundlage für die passende Trocknungsanlage<br />

Die Trocknung mit Wärmepumpe ist energiesparend, effizient, schonend und sicher. Wie genau sie sich mit einem<br />

Lebensmittel verhält, testet Harter in seinem hauseigenen Technikum. Diese Versuchsreihen dienen als seriöse Basis,<br />

um die für das jeweilige Produkt passende Trocknerlösung zu finden.<br />

F<br />

abian Baur, Lebensmitteltechnologe, ist<br />

für das Technikum bei Harter zuständig.<br />

Der Trocknerhersteller aus dem Allgäu<br />

hat vor über 30 Jahren seine Kondensationstrocknung<br />

mit Wärmepumpe selbst entwickelt<br />

und stetig weiteroptimiert. Über 2000<br />

Trockner finden sich in unterschiedlichen Industriesegmenten.<br />

Seit circa 15 Jahren werden<br />

sie auch für Lebensmittel eingesetzt. Organische<br />

Produkte haben ihre ganz eigenen<br />

Qualitäten. Um ihre Trocknungseigenschaften<br />

zu ermitteln, führt Baur Trocknungsversuche<br />

durch. Baur erklärt: „Wir ermitteln Parameter<br />

wie Zeit, Temperatur, Feuchte, Luftvolumenstrom,<br />

Luftgeschwindigkeit und Luftführung.<br />

Und natürlich sind die vom Kunden<br />

gemachten Zielvorgaben weitere Grundlage.“<br />

Mehrere Beispiele skizzieren den Alltag von<br />

Baur im Harter-Technikum.<br />

Pflaumen im Hordentrockner<br />

Eine Genossenschaft trocknet Pflaumen und<br />

vertreibt diese als Trockenfrüchte. Für eine<br />

besondere Pflaumenart, die nur in Frankreich<br />

und in den USA vorkommen, wird nun ein<br />

neuer Trockner benötigt. Der bereits vorhandene<br />

wird mit Gas betrieben und ist sehr energieaufwändig.<br />

Die Genossenschaft möchte<br />

nun eine Trocknung nach modernstem Standard,<br />

energiesparend und im Batch-Betrieb.<br />

Die Pflaumen sollen einlagig und auf eine definierte<br />

Restfeuchte von 23 Prozent getrocknet<br />

werden. Die Temperatur spielt dabei eine<br />

untergeordnete Rolle. Und dennoch sollte sie<br />

natürlich nicht zu hoch sein, damit die wertvollen<br />

Inhaltsstoffe erhalten bleiben.<br />

So testete Baur 8 kg Pflaumen bei einer maximalen<br />

Temperatur von 75 °C. Er verwendete<br />

dazu einen Hordentrockner, in dem<br />

die Pflaumen einlagig auf Blechen liegen.<br />

Nach 20 Stunden hatten die Pflaumen den<br />

Die abluftfreie Trocknung benötigt wenig Energie und ermöglicht exakt definierte Restfeuchten. Sie erhält die Aromen<br />

und Inhaltsstoffe – so auch bei diesen besonderen Pflaumen.<br />

gewünschten Trockensubstanzgehalt von<br />

77 Prozent erreicht. Von der Qualität der<br />

Trockenfrüchte war der Kunde sehr angetan.<br />

Das liegt mitunter an der Tatsache, dass<br />

Harter-Trockner im lufttechnisch geschlossenen<br />

System trocknen. Keinerlei Frischluft<br />

kommt während der Trocknung in den<br />

Prozess. Und auch keinerlei Abluft verlässt<br />

den Prozess. Das wirkt sich extrem positiv<br />

auf Geschmack und Aussehen der Produkte<br />

aus. Durch die abluftfreie Trocknung werden<br />

Anlagenbetreiber überdies unabhängig von<br />

Jahreszeiten und klimatischen Schwankungen.<br />

Der nächste Projektschritt ist für Sommer<br />

geplant. Zur Ernte wird die Genossenschaft<br />

nun einen Hordentrockner für weitere<br />

Versuchsreihen mieten.<br />

Kaffeetrester im Trommeltrockner<br />

Ein gänzlich anderes Projekt war die Trocknung<br />

von Kaffeetrester eines Herstellers von<br />

Kaffeeprodukten. „Der Kaffeetrester besteht<br />

aus sehr feinen Partikeln. Deshalb war ich<br />

schon etwas skeptisch für den ersten Versuch<br />

im Hordentrockner“, berichtet Baur.<br />

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Lebensmittel-<br />

22 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


ENERGIEMANAGEMENT · VERFAHRENSTECHNIK<br />

technologe bereits die Vorahnung, dass die<br />

Trocknung nur in der Trommel funktionieren<br />

würde, die jedoch zu Versuchen außer Haus<br />

war. Die Vorgaben des Kaffeeproduzenten<br />

waren ein TS-Gehalt von 97 Prozent und ein<br />

mikrobiell stabiler Trester, damit dieser bei<br />

Raumtemperatur bedenkenlos gelagert werden<br />

kann. Auch hier war die Temperatur kein<br />

großes Thema. Nach 5 Stunden und bei 70 °C<br />

war eine Menge von 12 kg Kaffeetrester<br />

mehr oder weniger trocken. „Das Ergebnis<br />

hat mich nicht zufriedengestellt und meine<br />

Vermutung bestätigt“, so Baur. „Der Trester<br />

ist schwer durchlüftbar und kann nur in<br />

der Trommel getrocknet werden.“ Die Trommel<br />

wird während der Trocknung in geringen<br />

Intervallen langsam und kontinuierlich<br />

gedreht - maximal 5 Umdrehungen pro Minute.<br />

Somit wird das zu trocknende Material<br />

durchmischt und eine homogene Trocknung<br />

erreicht. „Aus der Erfahrung heraus<br />

rechne ich mit einer Trocknungszeit von<br />

2 Stunden mit einem qualitativ besseren Ergebnis“,<br />

prognostiziert Baur. Immer wieder<br />

zeigt sich während der Testreihen, dass eine<br />

andere Prozessart geeigneter ist. Für diese<br />

Erkenntnisse ist das Technikum ein Segen.<br />

Mit der von externen Versuchsreihen zurückgekehrten<br />

Trommel führt Fabian Baur nun Versuche mit Kaffeetrester<br />

durch. Die sehr feinen Partikel benötigen für eine homogene<br />

Trocknung eine konstante Durchmischung.<br />

Apfeltrester im Bandtrockner<br />

Die Wärmepumpe (links im Bild) dient als Energiequelle. Sie bereitet die erforderliche<br />

Prozessluft auf – in diesem Fall für die Trocknung von Apfeltrester in einem Bandtrockner.<br />

Ein renommierter Apfelverarbeiter aus Italien<br />

stellt Säfte, Konzentrate, Pulpe, Mus und<br />

vieles mehr her. Nun möchte er auch Apfeltrester<br />

zu Mehl verarbeiten und sucht die<br />

hierfür passende Technologie. Interessanterweise<br />

war Harters Pionierprojekt im Bereich<br />

Food genau das: die Trocknung von<br />

Apfeltrester, der anschließend vermahlen<br />

und als Up-Cycling-Produkt auf den Markt<br />

kam. Weil es sich damals um ein kleines Projekt<br />

handelte, war die Lösung ein Trommeltrockner.<br />

Hier sieht die Sache komplett anders<br />

aus, denn die Pilotanlage wird pro Stunde<br />

60 kg Trester verarbeiten. Somit kommt<br />

ausschließlich ein Bandtrockner als Lösung<br />

in Frage. Noch größere Anlagen sollen im<br />

Erfolgsfall folgen.<br />

Für die Versuchsreihen stellte der Produzent<br />

nun 10 kg Trester zur Verfügung. Auf<br />

dem Bandtrockner ermittelte Baur final eine<br />

Trocknungszeit von 4,5 Stunden, um die gewünschten<br />

95 Prozent TS zu erreichen. Wie<br />

bei den anderen Versuchen auch, war hier<br />

ebenso eine Temperatur von 75 °C passend.<br />

In vielen anderen Fällen betragen die Trocknungstemperaturen<br />

40 °C und weniger. Während<br />

der Versuche zeigte sich, dass der Trester<br />

nicht homogen ist. Um eine Verklumpung<br />

zu vermeiden, wurde ein Crusher im Trockner<br />

eingesetzt. Er zerkleinert die größeren<br />

Stücke und sichert damit ein final homogenes<br />

Ergebnis. Der zwischenzeitlich konzipierte<br />

und maßgeschneiderte 5-Band-<br />

Trockner wird aktuell in Betrieb genommen.<br />

Trockene Luft und Fördergelder<br />

Die Wärmepumpentrocknung hat viele Vorteile.<br />

Je niedriger die Temperaturen, umso schonender<br />

wird das Produkt entfeuchtet. Der<br />

Prozess ist absolut sicher, weil die Trocknung<br />

im geschlossenen Kreislauf stattfindet. Für<br />

die Trocknung wird extrem trockene und damit<br />

ungesättigte Luft verwendet. Sie nimmt<br />

die Feuchte des Produktes, physikalisch bedingt,<br />

sehr gut auf. Eine Trocknung auf Basis<br />

einer Wärmepumpe ist qualitativ hochwertig,<br />

was sich immer wieder in Sachen Optik,<br />

Haptik und Aromaerhalt zeigt. Und sie arbeitet<br />

extrem effizient. Bereits 2017 wurde die<br />

Wärmepumpentrocknung von Harter als zukunftsfähige<br />

Technologie eingestuft und wird<br />

seitdem in der D-A-CH Region staatlich gefördert.<br />

Baur resümiert: „Unsere Technologie<br />

ist innovativ und wir innovationsfreudig.<br />

Wer umrüsten, neu investieren oder neu entwickeln<br />

möchte, hat mit uns den richtigen<br />

Technologiepartner an seiner Seite.“<br />

Weitere Informationen:<br />

www.harter-gmbh.de<br />

Bildquelle: HARTER<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

23


MESSEN · LOGIMAT <strong>2025</strong><br />

Potenziale für mehr Ressourcenschonung<br />

in der Intralogistik<br />

LogiMAT <strong>2025</strong> in Stuttgart<br />

Mit einem vielseitigen Portfolio aktueller Produktneuentwicklungen und Lösungen erschließen die internationalen Aussteller<br />

auf der LogiMAT <strong>2025</strong>, vom 11. bis 13. März, quer durch alle Branchensegmente weitreichende Einsparpotenziale<br />

bei Ressourcen- und Energienutzung für mehr Nachhaltigkeit in der Intralogistik.<br />

Das Thema Nachhaltigkeit wird in Industrie<br />

und Logistik immer wichtiger. Über<br />

die gesamte Supply Chain hinweg bis zum<br />

Endverbraucher ist das Thema Nachhaltigkeit<br />

in Produktion, Warehousing und Distribution<br />

zu einem zentralen Entscheidungskriterium<br />

geworden. Die vielfältigen Herausforderungen,<br />

die für die Wirtschaftsunternehmen<br />

mit der entsprechenden Ausrichtung auf<br />

eine positive Ökobilanz verbunden sind, bieten<br />

aber auch Chancen. Die Einbindung moderner<br />

Technologien und umweltverträglicher<br />

Werkstoffe in die Produktions- und Lagerprozesse<br />

senkt nicht nur den Ressourcenverbrauch<br />

für einen verbesserten CO 2<br />

-Footprint.<br />

Sie steigert auch die Performance, unterstützt<br />

Personalrecruiting und -bindung und erhöht<br />

die Wettbewerbsfähigkeit. Diese Vorteile sind<br />

in vielen Unternehmen bereits angekommen.<br />

Aktuellen Untersuchungen der Soti Inc. zufolge,<br />

setzen beispielsweise 63 Prozent der<br />

Transport- und Logistikunternehmen weltweit<br />

zur Verbesserung ihrer Nachhaltigkeit auf den<br />

Einsatz von automatisierten Erfassungsprozessen.<br />

48 Prozent (62 Prozent in Deutschland)<br />

nutzen dafür intelligente Transportsysteme wie<br />

Elektrofahrzeuge (23 Prozent in Deutschland,<br />

16 Prozent weltweit) und Robotertechnologien<br />

für den Lagerbetrieb (18 Prozent in Deutschland,<br />

17 Prozent weltweit). Darüber hinaus<br />

wird ein gesunkener Papierverbrauch durch<br />

verstärkten Einsatz digitaler Technologien als<br />

wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung<br />

gewertet. „Moderne Technologien<br />

sind Treiber für Nachhaltigkeit in Transport<br />

und Intralogistik“, urteilt LogiMAT-Messeleiter<br />

Michael Ruchty vom Messeveranstalter<br />

EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH,<br />

München. „Daher zählt Nachhaltigkeit auch in<br />

diesem Jahr zu den drei Schwerpunktthemen<br />

der LogiMAT. In nahezu allen Branchenbereichen<br />

flankieren die Aussteller diesen Aspekt<br />

mit den Exponaten ihrer jüngsten Produktund<br />

Lösungsentwicklungen. Wer in aktuelle<br />

nachhaltige Hardware und ressourcenschonende<br />

Prozesse investieren will, kommt an einem<br />

Besuch der LogiMAT <strong>2025</strong> nicht vorbei.“<br />

Kompaktlager mit hoher Energieeffizienz<br />

und geringem Ressourcenverbrauch<br />

Die Bandbreite des vorgestellten Portfolios<br />

für mehr Nachhaltigkeit reicht von neuen<br />

Flurförderzeugen mit alternativen Lithium-<br />

Ionen- und Wasserstoff-Antrieben über Innovationen<br />

bei individuellen Verpackungslösungen,<br />

-materialien und wiederverwendbaren<br />

AutoID-Lösungen bis hin zu neuen Komponenten<br />

mit Energierückspeisung für automatisierte<br />

Lagersysteme. Mit ihren Neuentwicklungen,<br />

die in der Halle 1 inklusive Galerie<br />

sowie den Hallen 3, 5 und 7 vorgestellt werden,<br />

verknüpfen etwa die Regal- und Maschinenbauer,<br />

Systemintegratoren und Fördertechnikanbieter<br />

zunehmend die Anlagenperformance<br />

mit dem Thema Nachhaltigkeit.<br />

Flexible Systemlösungen mit hoher Energieeffizienz<br />

sollen mit wiederverwendbaren<br />

Komponenten die Langlebigkeit von Anlagen<br />

und Zukunftsfähigkeit von Investitionen unterstützen<br />

und sich positiv auf Performance<br />

und CO 2<br />

-Bilanz auswirken. So stellt die SMB<br />

GmbH (Halle 5, Stand 5C66) ein Kompaktlager<br />

vor, das bei einer Raumnutzung von bis<br />

zu 95 Prozent für das Ein- und Auslagern nur<br />

0,01 kWh Leistung benötigt. Damit werde<br />

der Warenumschlag minimiert, die Energieeffizienz<br />

gesteigert und der Ressourcenverbrauch<br />

gesenkt. Einen Ansatz zur Nachhaltigkeit<br />

durch Ressourcenschonung präsentiert<br />

auch die Joloda Hydraroll Ltd. (Halle 5,<br />

Stand 5D09) mit ihrem neuen automatisierten<br />

Anhängerladesystem LoadMatic Lite. Es<br />

soll Anhänger innerhalb von drei Minuten –<br />

statt 30-45 Minuten per Gabelstapler – beladen<br />

können. Insgesamt würde mit dem System<br />

die gleiche Anzahl von Paletten pro Tag<br />

bewegt werden, aber mit weniger Ressourceneinsatz.<br />

Das führe zu geringeren Betriebskosten,<br />

höherer Sicherheit an der Laderampe,<br />

weniger Produktschäden, besserer Raumnutzung<br />

und einem geringeren ökologischen<br />

Fußabdruck. Gleiches gilt etwa für RockyOne<br />

und RockyLight, die von der XYZ Robotics<br />

GmbH (Gallerie Halle 1, Stand 1GA35) vorgestellten,<br />

automatisierten Lösungen für Lkw<br />

Be- und Entladung sowie für (De-)Palettierung.<br />

Mobile Manipulator-Roboter (MMR) mit<br />

flexiblen Greifarmen und 3D-Vision-Modul<br />

sorgen dabei für Durchsatzkapazität von bis<br />

zu 1.200 Kartons pro Stunde.<br />

Etiketten ohne Trägerpapier<br />

Neben Neuentwicklungen bei Sicherheits-,<br />

und Restmüllreduzierenden E-Paper- und<br />

RFID-Etiketten zeigen Aussteller der Auto-<br />

ID-Branche, wie die WAM-Service GmbH<br />

(Halle 2, Stand 2B01), mit ihrem Auftritt<br />

unter anderem die jüngste Generation mobiler<br />

Scanner und Datenerfassungsgeräte<br />

sowie Installationen für automatisierten Erfassungsprozessen.<br />

Zudem werden neue,<br />

wiederverwendbaren Systemkomponenten<br />

für Behälter-basierte Mehrweglösungen und<br />

Circular Economy vorgestellt. So kommt die<br />

Inotec Group (Halle 2, Stand 2B08) mit robusten<br />

Labels, AutoID-Software und Track&<br />

Trace-Lösungen im RFID-Segment nach<br />

Stuttgart. Highlights sind mit RFID Inmould<br />

für Mehrweg-Pflanzen-Trays und Mini Global<br />

UHF für die lückenlose Erfassung von technischen<br />

Bauteilen und Maschinenkomponenten<br />

aus Metall zwei robuste und reichweitenoptimierte<br />

RFID-Label mit einer Lese-<br />

Perfomance von bis zu vier Metern auch im<br />

Außenbereich. Der Etiketten- und Etikettiermaschinenhersteller<br />

Herma GmbH (Halle 2,<br />

Stand 2D18) präsentiert neben einer kompletten<br />

Etikettierstraße das trägerpapierfreie,<br />

24 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


LOGIMAT <strong>2025</strong> · MESSEN<br />

2035 um 10 und bis 2040 um 15 Prozent reduziert<br />

werden. Für Umverpackungen, Transportverpackungen<br />

und Verpackungen für den<br />

elektronischen Handel gilt künftig, dass der<br />

Leerraumanteil höchstens 50 Prozent betragen<br />

darf. Zudem müssen die EU-Staaten, für<br />

weniger Verpackungsmüll aus Kunststoff sorgen.<br />

Bestimmte Einwegverpackungen aus<br />

Kunststoff sind von Januar 2030 an verboten.<br />

Folglich steht im Verpackungssegment<br />

der Nachhaltigkeitsaspekt besonders hoch im<br />

Kurs. Der spiegelt sich unter anderem in Angeboten<br />

für das Right-Sized-Packaging, Umreifungsmaschinen<br />

mit Papierbändern und<br />

intelligenten Mehrwegverpackungen wider.<br />

Papierluftpolster und innovatives<br />

Honigwaben-Papier<br />

DieLogiMAT - Internationale Fachmesse für Intralogistik-<br />

Lösungen und Prozessmanagement findet auch <strong>2025</strong><br />

wieder in Stuttgart statt.<br />

in ersten Ländern bereits patentierte InNo-<br />

Liner Etikettenmaterial vor, das Fertigungsreststoffe<br />

beim Etikettieren nahezu eliminiert.<br />

Durch die EU-Verpackungsverordnung<br />

PPWR gerät auch der E-Commerce „indirekt<br />

unter Handlungsdruck“, veranschaulicht<br />

Marcus Gablowski, Chief Sustainability Officer<br />

Herma, die Hintergründe der Produktentwicklung.<br />

„Zum Verpackungsabfall zählt aller<br />

Voraussicht nach auch das Unterlagenmaterial<br />

für Versandetiketten. Und wer es schafft,<br />

auf das Trägermaterial zu verzichten, hat bereits<br />

einen riesigen Schritt getan, um die Ziele<br />

der PPWR zu unterstützen.“<br />

IT für volumenoptimierte Beladung<br />

von Paletten und Versandkartons<br />

In Halle 4 auf dem Stuttgarter Messegelände<br />

zeigen die internationalen Software-Unternehmen,<br />

welche neuen Apps, Systemmodule,<br />

-komponenten und Subsysteme sie für<br />

optimierten und reduzierten Ressourceneinsatz<br />

und gesenkten Energieverbrauch durch<br />

verbesserte Prozessteuerung bieten. Neuheiten<br />

ermöglichen unter anderem Packungsund<br />

Packschemaoptimierungen sowie KI-gestützte<br />

Prozessoptimierungen. So fokussiert<br />

die Scapos AG (Halle 4, Stand 4G46) Effizienz,<br />

Nachhaltigkeit und Kosteneinsparungen<br />

und präsentiert mit Puzzle und Pack-<br />

Assistant neuesten Softwarelösungen zu Packungsoptimierung.<br />

Dabei berechnet Puzzle<br />

beispielsweise die günstigste Anordnung von<br />

Packstücken in einem definierten Raum, unterstützt<br />

die Auswahl eines passenden Ladehilfsmittels<br />

und unterstützt auf diese Weise<br />

eine volumenoptimierte Beladung von Paletten<br />

und Versandkartons. Die Ehrhardt + Partner<br />

GmbH & Co. KG (Halle 4, Stand 4A71)<br />

stellt mit dem Warehouse Control System<br />

(WCS) EPG One einen Materialfluss-Controller<br />

vor, der Bewegungsdaten kontinuierlich<br />

erfasst und durch Analyse relevanter KPI Arbeitsprozesse<br />

optimieren und die wirtschaftliche<br />

Effizienz steigern soll, was die Ressourceneffizienz<br />

nachhaltiger auslegt.<br />

Am augenfälligsten wird der Aspekt Nachhaltigkeit<br />

bei den internationalen Ausstellern<br />

der Verpackungstechnik und den Anbietern<br />

von Behälterlösungen in Halle 6. Den Hintergrund<br />

bildet die ab Mitte 2026 geltende<br />

neue EU-Verpackungsverordnung PPWR. Ihr<br />

zufolge soll Verpackungsabfall bis 2030 gegenüber<br />

2018 um fünf Prozent und dann bis<br />

So kombiniert etwa die ActivaTec ® International<br />

GmbH & Co. KG (Halle 6,<br />

Stand 6D01) moderne Verpackungstechnologien<br />

mit ökologischer Verantwortung<br />

und zeigt unter anderem<br />

Luftpolsterlösungen mit kompostierbaren<br />

Polsterfolien aus Maisstärke<br />

und Papierluftpolster, innovatives<br />

Honigwaben-Papier, Klebeband und<br />

Polstermaterialien aus Papier. Die<br />

Mosca GmbH (Halle 6, Stand 6D21)<br />

unterstützt den schrittweise Wechsel<br />

von Kunststoff auf Papier in der Versandfertigung<br />

der Anwender mit Umreifungsmaschinen<br />

wie der SoniXs<br />

TR-Connect. Sie kann sowohl Kunststoff- als<br />

auch Papierbänder verarbeiten. Ähnlich die<br />

Raja-Gruppe (Halle 6, Stand 6C77), die als<br />

umweltfreundliche Alternative zu Kunststoffbändern<br />

selbstsichernde Kabelbinder aus<br />

Papier als exklusive Marktneuheit auf der<br />

LogiMAT vorstellt. Die Con-Pearl GmbH<br />

(Halle 6, Stand 6B09) ist mit der neuen<br />

MTS-Transportbox in Stuttgart vertreten. Das<br />

Mobile Transport System (MTS) soll Mehrwegsysteme<br />

fördern und klassische Palettenlösungen,<br />

konventionelle Gitterboxen sowie<br />

Einwegverpackungen aus Karton oder Folie<br />

durch wiederverwendbar Boxen ersetzen. Die<br />

Boxen bestehen bereits aus mindestens 70<br />

Prozent wiederaufbereiteten Kunststoffen,<br />

sind reparier- und recyclebar.<br />

Volumenoptimierte, individualisierbare<br />

Verpackungen<br />

IMA S.p.a. (Halle 6, Stand 6B18) zeigt die<br />

Maschinenfamilie E-CO Flex mit verschiede-<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

25


MESSEN · LOGIMAT <strong>2025</strong><br />

nen Technologien wie automatischen Kartonaufrichtern<br />

und -formern sowie höhenreduzierenden<br />

Verschlussmaschinen und Deckelapplikatoren<br />

vor. Die Storopack GmbH (Halle 6,<br />

Stand 6F40) stellt automatisierte und manuelle<br />

Lösungen mit PAPERplus ® Papierpolstern<br />

vor und mit dem Papierpolstersystem PaperJet<br />

® Winder präsentiert die Papier Sprick<br />

GmbH & Co. (Halle 6, Stand 6F17) ein Polstersystem<br />

für Papierpolsterschnecken aus<br />

100-prozentigem Recyclingpapier. Einen anderen<br />

Ansatz für mehr Nachhaltigkeit verfolgen<br />

die Ligenium GmbH (Halle 6, Stand D07)<br />

und die Auteko GmbH & Co. KG (Halle 8,<br />

Stand 8G01) mit dem Einsatz von Holzwerkstoffen<br />

statt Stahl. Bei Ligenium zielt die vor<br />

allem auf Ladungsträger und Transportlösungen<br />

aus dem nachwachsenden, energiearm<br />

verarbeiteten Rohstoff Holz. Auteko präsentiert<br />

auf der LogiMAT einen hybriden modular<br />

konzipierten, fahrerlosen Carrier für den Transport<br />

von Europaletten mit einer Nutzlast von<br />

1000kg. Der Fahrzeugrahmen des FTF kann<br />

in innovativer nachhaltiger Holzbauweise realisiert<br />

werden. Überdies prägen Softskills wie<br />

etwa Industrie- und Hangartore mit reduziertem<br />

Energiebedarf, moderne LED-Beleuchtungstechnik<br />

und Zeitschaltuhren und Bewegungsmeldern<br />

sowie etwa neue Entwicklungen<br />

bei den Schmelzklebstoffen für Papier und<br />

Pappe in der Verpackungsbranche den Nachhaltigkeitsgedanken.<br />

So stellt Henkel Adhesive<br />

Technologies (Halle 6, Stand 6B78) Technomelt<br />

E-COM G5 Eco Cool vor. Der Klebstoff<br />

weist einen hohen Anteil biobasierter Materialien<br />

auf und ist mit dem Papierrecycling kompatibel.<br />

Die Jowat SE (Halle 6, Stand 6A28)<br />

hat einen Schmelzkleber im Gepäck, der ab<br />

99° C eingesetzt werden kann und damit deutlich<br />

weniger Energie verbraucht als herkömmliche<br />

Schmelzklebstoffe.<br />

Li-Ion-Technologie und erneuerte<br />

Elektrostapler<br />

Last but not least belegen die Flurförderzeuge-<br />

Hersteller in den Hallen 9 und 10 sowie die<br />

Entwickler Autonomer Mobiler Roboter (AMR)<br />

und Fahrerloser Transportfahrzeuge (FTF) in<br />

der Halle 8 mit neuen Elektrostaplern und<br />

Servicerobotern sowie dem aktuellen Stand<br />

bei Fahrerassistenzsystemen und den alternativen<br />

Lithium-Ionen- und Wasserstoff-Antrieben,<br />

wie Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung<br />

durch Innovationen und Retrofit-<br />

Angebote funktionieren kann. Lithium-Ionen-<br />

Akkus als Energiespeicher haben einen bis<br />

zu 30 Prozent energieeffizienteren Wirkungsgrad<br />

als Blei-Säure-Batterie. In Kombination<br />

mit modernen Ladegeräten lassen mehr als 16<br />

Prozent Energie einsparen und CO 2<br />

-Emissionen<br />

vermeiden. So präsentiert EP Equipment<br />

(Halle 10, Stand 10F65) den weltweit ersten<br />

automatisierten Cobot für Palettentransporte.<br />

Er soll allein mit Permanentmagnet-Synchronmotor<br />

(PMS) und Lithium-Ionen-Batterien den<br />

Energieverbrauch um 15 Prozent im Vergleich<br />

zu herkömmlichen Modellen reduzieren. Unter<br />

anderem den neuen Vertikalkommissionierer<br />

COP2 mit einem auf 4,80 Meter anhebbaren<br />

Fahrerstand freitragenden Gabeln und<br />

energieeffizienter Li-Ion-Technologie zeigt<br />

Clark Europe GmbH (Halle 10, Stand 10B78).<br />

Die Kalmar Germany GmbH (Halle 10, Stand<br />

10G21) kommt unter anderem mit einem<br />

„gebrauchten“ Elektrostapler mit acht Tonnen<br />

Hubkraft nach Stuttgart. Das aufgearbeitete<br />

Exponat soll belegen, dass für Stapler ein<br />

zweites und drittes nachhaltiges Leben möglich<br />

ist. Ähnlich die Miag Fahrzeugbau GmbH<br />

(Halle 9, Stand 9D11), die unter dem Aspekt<br />

Nachhaltigkeit und schonendem Ressourceneinsatz<br />

explosionsgeschützte Gebrauchtfahrzeuge<br />

aufbereitet und zum Verkauf oder zur<br />

Vermietung anbietet.<br />

„Mit Blick auf den Aspekt Nachhaltigkeit geben<br />

die auf der LogiMAT ausgestellten Neuentwicklungen<br />

und Lösungen einen Überblick<br />

über das aktuelle Portfolio für die erschließbaren<br />

Einsparpotenziale bei Ressourcen- und<br />

Energieverbrauch“, resümiert Messeleiter<br />

Ruchty. „Die Instrumente sind also verfügbar –<br />

sie müssen nur genutzt werden.“„Die Neuheiten<br />

der Verpackungsindustrie und AutoID-<br />

Branche, das zeigt diese Momentaufnahme,<br />

bilden einen wichtigen Beitrag, um die vielfältigen<br />

Herausforderungen durch die jüngsten<br />

EU-Vorgaben und die Anforderungen der<br />

digitalen Transformation zu bewältigen“, urteilt<br />

Messeleiter Michael Ruchty. „Für die<br />

Präsentation und Begutachtung dieses Produktportfolios<br />

bietet die LogiMAT den optimalen<br />

Rahmen.“<br />

Weitere Informationen:<br />

www.logimat-messe.de<br />

Bildquelle: EUROEXPO<br />

nachhaltige Schritte<br />

SEW-EURODRIVE mit Automatisierungslösung für Stellachsen auf der LogiMAT <strong>2025</strong><br />

SEW-EURODRIVE erweitert sein Portfolio<br />

um ein Verstellantriebssystem, welches<br />

auf Schrittmotoren basiert. Es bietet<br />

dem Maschinenbauer eine ressourcenschonende<br />

Umsetzung von Verstellachsen sowohl<br />

mit einer Open-Loop- als auch mit einer<br />

Closed-Loop-Regelung.<br />

SEW-EURODRIVE präsentiert das neue Verstellantriebssystem<br />

mit Fokus auf die Formatverstellung<br />

für Branchen wie Lebensmittel<br />

und Getränke, Pharma sowie Logistik.<br />

Mit dieser Erweiterung seines<br />

48-V-Portfolios stärkt der Bruchsaler Antriebsspezialist<br />

seine Position im Bereich<br />

der Automatisierungstechnik. Das System<br />

kombiniert Soft- und Hardwarekomponenten,<br />

um ein effizientes und ressourcenschonendes<br />

Engineering von Verstellachsen zu<br />

ermöglichen – perfekt zugeschnitten auf die<br />

flexiblen und präzisen Anforderungen moderner<br />

Verpackungs- und Logistikprozesse.<br />

Das Portfolio besteht aus fünf unterschiedlichen<br />

Schrittmotoren in den Baugrößen<br />

NEMA23 und NEMA34, einem Schrittmotormodul,<br />

das sich in das bestehende Portfolio<br />

MOVI-PLC ® I/O-System einreiht sowie der<br />

erforderlichen Verkabelung und einem vorgefertigten<br />

Softwarebaustein. Diese Komponenten<br />

ermöglichen nicht nur die einfache<br />

und schnellere Implementierung in Maschinen,<br />

sondern auch eine ressourcenschonende<br />

Formatverstellung mit Open-Loop-Regelung.<br />

26 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


LOGIMAT <strong>2025</strong> · MESSEN<br />

Darüber hinaus sind ebenfalls geschlossene<br />

Regelkreisanwendungen (Closed Loop) im<br />

feldorientierten Betrieb möglich.<br />

Somit ist das Portfolio hervorragend für präzise<br />

Bewegungs- und Verstellaufgaben in der<br />

Logistik geeignet und bietet optimale Lösungen<br />

für Anwendungen wie Sortieranlagen,<br />

automatische Lager- und Kommissioniersysteme<br />

sowie Fördertechnik. Die Technologie<br />

ermöglicht eine gesteigerte Effizienz und<br />

Flexibilität in dynamischen Prozessen, wie<br />

dem Handling und Transport von Waren, was<br />

insbesondere in hochautomatisierten Logistikzentren<br />

von Vorteil ist.<br />

LogiMAT <strong>2025</strong>:<br />

Halle 7, Stand 7D07<br />

Weitere Informationen:<br />

www.sew-eurodrive.de<br />

Neues Verstellantriebssystem mit Schrittmotoren von SEW-EURODRIVE.<br />

Bildquelle: SEW-EURODRIVE<br />

Umweltverträglich,<br />

individuell und verlässlich<br />

Logistik-Kennzeichnung von REA – Systeme von Kennzeichnung bis Codeprüfung<br />

M<br />

oderne Codier- und Kennzeichnungssysteme<br />

gewährleisten Effizienz,<br />

Rückverfolgbarkeit und Compliance in Industrieprozessen.<br />

Als erfahrener Partner für Fertigung<br />

und Logistik stellt der südhessische<br />

Vollsortimenter REA seine industriellen<br />

Kennzeichnungssysteme, Etikettiertechnik<br />

und Codeprüfsysteme „Made in Germany“ auf<br />

der LogiMAT <strong>2025</strong> vor.<br />

LogiMAT <strong>2025</strong>:<br />

Halle 2, Stand 2A11<br />

Weitere Informationen:<br />

www.rea-jet.com<br />

Bildquelle: REA Elektronik<br />

kleinster<br />

Sicherheits-<br />

Laserscanner<br />

Leuze auf der LogiMAT <strong>2025</strong><br />

F<br />

ür das Highlight von Leuze auf der<br />

LogiMAT muss man genauer hinschauen:<br />

Der RSL 200 ist der kleinste Sicherheits-Laserscanner<br />

auf dem Markt.<br />

Seine ultra-kompakte Bauform bietet Anlagenbetreibern,<br />

FTS-Herstellern und Maschinenbauern<br />

entscheidende Vorteile bei<br />

der Sensorintegration. Zudem zeigt Leuze<br />

weitere innovative Sensorlösungen für Produktion<br />

und Intralogistik – von RFID-Lesegeräten<br />

bis hin zu Laserscannern für Konturvermessung<br />

oder FTS-Navigation.<br />

LogiMAT <strong>2025</strong>:<br />

Halle 3, Stand 3C60<br />

Weitere Informationen:<br />

www.leuze.com<br />

Bildquelle: Leuze<br />

FEBRUAR 1 ·<br />

<strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

27


MESSEN · DJAZAGRO <strong>2025</strong><br />

Qualität, Innovation und Geschäfte<br />

Djazagro <strong>2025</strong> in Algier, Algerien<br />

Djazagro, Algeriens führende Veranstaltung für die Agrar- und Ernährungsindustrie, findet von 7. bis 10. April <strong>2025</strong> auf<br />

dem Parc des Expositions in Algier statt. Die Messe wurde 2003 gegründet und wird jährlich veranstaltet. Sie bringt<br />

alle algerischen und internationalen Akteure der Lebensmittelindustrie zusammen.<br />

Was ist Djazagro? Der Name der Messe<br />

setzt sich aus „Djazaïr“, dem arabischen<br />

Namen Algeriens, und „Agro“, das<br />

für den Agrar- und Ernährungssektor steht,<br />

zusammen.<br />

Seit ihrer Gründung hat die Djazagro einen<br />

kontinuierlichen Anstieg der Ausstellerund<br />

Besucherzahlen verzeichnet. Im vergangenen<br />

Jahr reisten über vier Tage hinweg<br />

23.000 Fachbesucher an, um die 600<br />

Aussteller aus 28 verschiedenen Ländern zu<br />

treffen. Diese präsentierten ihr Fachwissen,<br />

ihre Innovationen und die neuesten industriellen<br />

Trends. Diese Zahlen belegen nicht nur<br />

die wachsende Bedeutung der Messe, sondern<br />

auch die strategische Rolle Algeriens<br />

im Agrar- und Ernährungssektor sowohl regional<br />

als auch global. Die hohe Besucherzahl<br />

und die intensiven Gespräche an den Ständen<br />

bestätigen, dass dieses Event die wichtigste<br />

Fachmesse für die Branche in Algerien<br />

ist. Die algerischen Besucher stammen aus<br />

rund 50 Provinzen des Landes, und viele von<br />

ihnen setzen ihre Projekte nach dem Messebesuch<br />

in die Tat um. Sie suchen vor allem<br />

nach Verpackungen, Ausrüstungen, Lebensmitteln<br />

und Rohstoffen.<br />

Wer stellt auf der Djazagro aus? Die Aussteller<br />

der Messe sind ausschließlich Hersteller<br />

und bieten ein umfassendes Sortiment, das<br />

in sechs Bereiche unterteilt ist:<br />

• Bäckerei & Konditorei<br />

• Verpackung & Abfüllung<br />

• Transport & Lagerung<br />

• Hotellerie & Gastronomie<br />

• Lebensmittelverarbeitung<br />

• Lebensmittel & Getränke<br />

• Rohstoffe, Zutaten und Zusatzstoffe<br />

• Dienstleistungen<br />

„Der Agrar- und Ernährungssektor ist eine<br />

treibende Kraft der nationalen Wirtschaft.<br />

Daher bestehen große Erwartungen und Bedürfnisse<br />

zur Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen<br />

und ernährungswirtschaftlichen<br />

Branchen. In naher Zukunft wird Algerien<br />

sich verstärkt den Exportmärkten zuwenden“,<br />

sagt Nabil Bey-Boumezrag, Geschäftsführer<br />

von Promosalons Algerien.<br />

Höhepunkte der letztjährigen Messe<br />

Während der gesamten Messe hatten die<br />

wichtigsten Marktteilnehmer die Möglichkeit,<br />

sich zu vernetzen, Ideen auszutauschen,<br />

an Konferenzen teilzunehmen und<br />

sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren.<br />

Zudem wurden Schulungen angeboten<br />

und Innovationen präsentiert, die die Zukunft<br />

der Branche prägen werden. Trendthemen<br />

waren unter anderem:<br />

• Lebensmittelverschwendung<br />

• Der Markt für Bio-Produkte<br />

• Lebensmittelsicherheit<br />

• Vorschriften für gereifte Käse<br />

• Einsatz von Zusatzstoffen<br />

• Wertsteigerung lokaler Produkte<br />

durch Verarbeitung<br />

• Zukunft des landwirtschaftlichen Exports<br />

• Innovationen in Verpackung, Qualität<br />

und Sicherheit<br />

Darüber hinaus stellte die neue Ausstellung<br />

„Djaz'Pack“ innovative Verpackungen in den<br />

Mittelpunkt. Sie bot einen umfassenden Einblick<br />

in die Zukunft der Branche, mit Fokus auf<br />

Papier & Karton, Kunststoffe, wiederverwendbare<br />

Verpackungen, Biopolymere und Biomaterialien.<br />

Diese Initiative, in Zusammenarbeit<br />

mit der Messe ALL4PACK Emballage<br />

Paris und der Hochschule ESSAIA, verdeutlicht<br />

das Engagement für Innovation und<br />

Nachhaltigkeit in der Ernährungsindustrie.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.djazagro.com<br />

28 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


EMPACK <strong>2025</strong> · MESSEN<br />

Kompakt und komplett<br />

Die EMPACK <strong>2025</strong> in Dortmund und Hamburg<br />

Einweg oder Mehrweg, Verpackungsoptimierung mit KI, CO 2<br />

-Bilanzierung und neue Verpackungsverordnung PPWR:<br />

Es gibt viel zu diskutieren, auch die Anforderungen der Konsumenten verändern sich. Wie sollen Industrie, Handel und<br />

Logistikdienstleister mit diesen Herausforderungen umgehen – und am besten noch einen Vorsprung im Wettbewerb<br />

gewinnen? Die EMPACK in Dortmund wird Antworten geben – vom 7. bis 8. Mai <strong>2025</strong> in Dortmund, kompakt, komplett<br />

und mit einem Rahmenprogramm, das die aktuellen Top-Themen adressiert. Die Besucher können sich ab sofort<br />

registrieren. Vier Wochen später, vom 3. bis 4. Juni <strong>2025</strong>, folgt die EMPACK in Hamburg. An beiden Standorten<br />

findet die Messe gemeinsam mit der LOGISTICS & AUTOMATION statt.<br />

Das Konzept der EMPACK ist einzigartig<br />

für eine Messe der Verpackungscommunity.<br />

Als regionale Fachmesse bietet sie ein<br />

komprimiertes Update zu den wichtigsten Innovationen<br />

und Branchenlösungen – und das<br />

ganz praxisbezogen. Der Besucher erhält hier<br />

Antworten auf seine konkreten Fragen – zum<br />

Beispiel: Welche Innovation bringt mein Unternehmen<br />

weiter? Wo finde ich einen Lieferanten<br />

für biobasierte oder mehrwegfähige Verpackungsmaterialien?<br />

Welche Partner eignen<br />

sich für die regionale Vernetzung? Welche Auswirkungen<br />

hat die neue PPWR auf mein Geschäft,<br />

und wie kann ich meine Verpackungen<br />

fälschungssicher kennzeichnen?<br />

Maria Soloveva, Projektleiterin bei Easyfairs:<br />

„Auf der EMPACK können sich die Anwender<br />

einen umfassenden, aber kompakten Marktüberblick<br />

verschaffen, neue Produkte und Lösungen<br />

kennenlernen und den Messetag effizient<br />

nutzen – in entspannter Atmosphäre und<br />

im Austausch mit Branchenexperten.“<br />

Dabei reicht das Spektrum von Packmitteln,<br />

Schutz- und Transportverpackungen, Kennzeichnung<br />

und automatisierten Lösungen bis<br />

zur Software. Und es gilt das Easyfairs-Prinzip:<br />

keine lange Fahrzeit, keine Parkplatzsuche,<br />

keine Warteschlange, keine langen Wege.<br />

Die Visitenkarten können die Messegäste<br />

auch Zuhause lassen, weil sie per „TOUCH &<br />

COLLECT“ über ihr Smart Badge mit den Ausstellern<br />

Kontaktdaten austauschen. Und für<br />

die Pause gibt es einen Kaffee-Gutschein.<br />

Die EMPACK Dortmund gibt in ähnlich kompakter,<br />

kompetenter und persönlicher Weise<br />

einen Überblick über den Stand der Verpackungstechnik<br />

– von Werkstoffen über Maschinen<br />

bis zu neuen Konzepten und Geschäftsmodellen.<br />

Zu den Ausstellern in Dortmund<br />

gehören u.a. ads-tec (Software), Beck Packautomaten,<br />

Bluhm (Kennzeichnungssysteme),<br />

C.B. Hoffmann (Verpackungsmaterial),<br />

Ellerhold (Verpackungsdruck), IdentPro (Digitalisierung),<br />

Knüppel (Verpackungen), Mosca<br />

(Transportverpackungen), proLogistik (Supply<br />

Chain-Lösungen), Ruhrbotics (Robotik) und<br />

Sander (Kantenschutz/ Umreifung). Unter<br />

den neuen Ausstellern sind ARANCO, NEMA<br />

und Technimoderna (Verpackungsmaschinen)<br />

Ergo-Line (Arbeitsplatzsysteme) und Murtfeldt<br />

(Kunststoffprodukte).<br />

Traditionell hat das Rahmenprogramm bei der<br />

EMPACK hohen Stellenwert. Maria Soloveva:<br />

„Gemeinsam mit Partnern haben wir wieder<br />

ein Programm kuratiert, das den Besuchern<br />

echten Mehrwert bietet.“ Auf der EMPACK-<br />

Agenda der Insights Stage steht beispielsweise<br />

ein Workshop, den der Hüthig Verlag, Herausgeber<br />

der „Neuen Verpackung“ als Kompetenz-<br />

und Medienpartner veranstaltet: „Wie<br />

KI-Transportverpackungen und Verpackungsprozesse<br />

optimiert“. Hier erläutern und diskutieren<br />

Experten, wie Künstliche Intelligenz<br />

Design, Materialauswahl und Automatisierung<br />

des Verpackungsprozesses verändert – und dabei<br />

nicht nur die Umwelt schont, sondern auch<br />

Kosten spart. Die Teilnehmer erfahren anhand<br />

von Praxisbeispielen, wie datengetriebene Lösungen<br />

den CO 2<br />

-Fußabdruck reduzieren und<br />

Verpackungsabfälle minimieren. Hohen Praxisnutzen<br />

bietet auch ein Vortrag des Fraunhofer<br />

IAP mit dem Titel „Fälschungssichere<br />

QR-Codes für Ihre Verpackung“.<br />

Außerdem wird es zum ersten Mal am ersten<br />

Tag eine Afterwork-Lounge für die Communities<br />

der beiden Veranstaltungen geben.<br />

Und auf jeden Fall sollte der Besucher auch<br />

die Gelegenheit nutzen, sich auf der parallel<br />

stattfindenden LOGISTICS & AUTOMATION<br />

zu informieren: Das „Messe-Doppelpack“<br />

bringt zusätzlichen Erkenntnisgewinn. Das<br />

gilt genauso für die vier Wochen später in<br />

der Logistik-Metropolregion stattfindende<br />

EMPACK für den Norden Deutschlands.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.empack-messen.de<br />

Bildquelle: Easyfairs<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

29


VERPACKUNG · KONTROLL- UND PRÜFSYSTEME<br />

Garantierte Qualität und<br />

Lebensmittelsicherheit<br />

Prüfsystem von Ishida sichert Qualität von Blauschimmelkäse<br />

Ein Röntgenprüfsystem von Ishida sorgt beim polnischen Käsespezialisten Mleczarnia Turek dafür, dass alle Blauschimmelkäseprodukte<br />

des Unternehmens das Werk sicher und frei von Verunreinigungen verlassen. Damit leistet das Röntgensystem<br />

einen wichtigen Beitrag, den hohen Anspruch des Herstellers an Qualität und Produktsicherheit aufrechtzuerhalten.<br />

M<br />

leczarnia (polnisch für “Molkerei”)<br />

Turek ist führend in der Produktion<br />

von Markenschimmelkäse in Polen. Das Unternehmen<br />

produziert u.a. Camembert, Brie<br />

und Blauschimmelkäse in Verpackungseinheiten<br />

von 100 g bis 1,6 kg. Der Produktionsprozess<br />

ist durchaus anspruchsvoll, weil<br />

die Blauschimmelpilzkulturen in die Käsemilch<br />

injiziert werden. Dieser Schritt muss<br />

sorgfältig überwacht werden, um auch das<br />

kleinste Risiko von winzigen Metallverunreinigungen<br />

im Käse zu vermeiden.<br />

Üblicherweise übernehmen Metalldetektoren<br />

diese Aufgabe. Hier ist das aber nicht<br />

möglich, weil die Käse in Alufolie verpackt<br />

werden. Als Alternative entschied sich die<br />

Mleczarnia Turek für ein IX-GN-2444-S<br />

Röntgenprüfsystem von Ishida. Ireneusz<br />

Przygonski, Packhouse Manager des Unternehmens:<br />

„Das Ishida Röntgenprüfsystem<br />

ist einfach zu bedienen und gewährleistet,<br />

dass alle Blauschimmelkäse, die nicht unseren<br />

Standards entsprechen, identifiziert und<br />

sofort aussortiert werden.“<br />

Zu den Konstruktionsmerkmalen des Ishida-<br />

Röntgeninspektionssystems gehört die patentierte<br />

GATechnologie (Genetischer Algorithmus).<br />

Sie ist der Schlüssel zur Detektionsgenauigkeit<br />

und schafft die Voraussetzung<br />

dafür, dass das Gerät schnell und<br />

effizient die optimale Erkennungsempfindlichkeit<br />

für das jeweilige Produkt und die<br />

möglichen Fremdkörper erzielt.<br />

Aufgrund der begrenzen Platzverhältnisse<br />

setzt die Molkerei das Ishida IX-GN-2444-S<br />

offline als eigenständiges System ein. Die<br />

Anlage inspiziert den verpackten Käse und<br />

sobald sie eine Verunreinigung feststellt,<br />

hält sie an und die fehlerhafte Packung wird<br />

ausgeschleust. Das System ist etwa acht bis<br />

10 Stunden an fünf Tagen der Woche in Betrieb<br />

und prüft jede Minute rund 40 Kartons.<br />

Darüber hinaus dient die Maschine als Backup<br />

für den Fall, dass die Röntgensysteme<br />

an den anderen Käselinien ausfallen sollten.<br />

Nach Angaben von Ireneusz Przygonski<br />

schätzt das Personal die intuitive Bedienung<br />

des Inspektionssystems, das auch das Einpflegen<br />

neuer zu prüfenden Produkte problemlos<br />

erledigen kann. Die Konstruktion aus<br />

rostfreiem Stahl gewährleistet eine ebenso<br />

einfach wie gründliche Reinigung in weniger<br />

als 15 Minuten. Auch die Zuverlässigkeit<br />

des Ishida-Röntgengerätes hat bislang überzeugt:<br />

„Seit der Inbetriebnahme funktioniert<br />

das IX-GN-2444-S einwandfrei.“<br />

Das Röntgenprüfsystem wurde von der<br />

polnischen Ishida-Vertretung Fenix Systems<br />

geliefert. Fenix übernahm auch die Beratung<br />

vor und nach dem Kauf, die Installation und<br />

die Schulung der Bediener. Die abschlie-<br />

IX-GN-2444-S Röntgenprüfsystem von Ishida.<br />

Das Ishida-Röntgeninspektionssystems erkennt schnell und<br />

effizient möglichen Fremdkörper im Käse.<br />

30 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


Come for the world’s<br />

nutraceutical event<br />

Stay for the<br />

world-class location<br />

Mleczarnia Turek ist führend in der Produktion von Markenschimmelkäse in Polen.<br />

Man produziert u.a. Camembert, Brie und Blauschimmelkäse.<br />

Experience Vita<strong>food</strong>s<br />

Anz.<br />

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Europe in Barcelona<br />

Your favourite nutraceutical event is now<br />

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20-22 May <strong>2025</strong>, Barcelona<br />

Vita<strong>food</strong>s.eu.com<br />

ßende Beurteilung von Ireneusz<br />

Przygonski: „Dank Ishida und<br />

Fenix haben wir nun eine Lösung<br />

im Einsatz, die die Sicherheit<br />

unserer Kunden und der Konsumenten<br />

gewährleistet. Uns gibt<br />

das Ishida Röntgenprüfsystem<br />

die Gewissheit, dass gesunde<br />

und qualitativ hochwertige Nahrungsmittel<br />

herstellen. Das erhält<br />

und steigert das Ansehen<br />

unseres Unternehmens.“<br />

Der Anwender<br />

Die Molkerei Mleczarnia Turek<br />

vertreibt die von ihr produzierten<br />

Käsemarken NaTurek, Tartare,<br />

Chavroux und Le Rustique<br />

in ganz Polen sowie in vielen<br />

europäischen Ländern. Darüber<br />

hinaus stellt das Unternehmen<br />

Käse unter den Eigenmarken<br />

führender Einzelhandelsketten<br />

her. Turek beschäftigt rund 350<br />

Mitarbeiter und verarbeitet täglich<br />

etwa 250.000 Liter Milch.<br />

Weil deren Qualität entscheidend<br />

ist für den Geschmack<br />

des Käses, wird sie von regionalen<br />

Milcherzeugern bezogen,<br />

mit denen das Turek langfristige<br />

Partnerschaften unterhält.<br />

Die Milch für die Herstellung<br />

von Tureks Blauschimmelkäse<br />

wird beispielsweise von über<br />

600 Bauernhöfen geliefert, die<br />

nicht weiter als 50 km von der<br />

Molkerei entfernt sind. So wird<br />

sichergestellt, dass die Milch<br />

frisch ist und immer die beste<br />

Qualität hat. Eben das ist der<br />

Grund für den einzigartig zarten<br />

und cremigen Geschmack der<br />

NaTurek-Käseprodukte.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.ishidaeurope.com<br />

Bildquelle: Ishida


VERPACKUNG · KONTROLL- UND PRÜFSYSTEME<br />

Warum Genauigkeit über Erfolg<br />

und Misserfolg entscheidet<br />

Industriewaagen für international streng regulierte Märkte<br />

Industriewaagen sind in einer Vielzahl von Branchen unentbehrlich, ein Beispiel ist hier die Lebensmittelindustrie. Sie<br />

stellen sicher, dass Prozesse präzise und effizient ablaufen. Um zu gewährleisten, dass Industriewaagen verlässliche<br />

und einheitliche Ergebnisse liefern, unterliegen sie strengen Regularien. Diese Vorschriften unterscheiden sich teils<br />

stark, je nach Region und Anwendungsbereich, und gewährleisten sowohl Genauigkeit als auch Sicherheit in den jeweiligen<br />

Industriezweigen. Industriewaagen wie Combics ® und Signum ® von Minebea Intec erfüllen dabei die höchsten<br />

internationalen und lokalen Standards, um den Anforderungen verschiedenster Märkte gerecht zu werden.<br />

In modernen Produktionsprozessen entscheidet<br />

oft das genaue Maß über Erfolg<br />

oder Misserfolg. Vom Dosieren und Abfüllen<br />

bis zur Füllstandskontrolle und dem simplen<br />

Verwiegen gibt es je nach Anwendungsbereich<br />

und Branche spezifische Richtlinien<br />

für den Einsatz von Industriewaagen.<br />

Internationale Richtlinien:<br />

OIML und IECEx<br />

Die OIML (Organisation Internationale de<br />

Métrologie Légale) setzt weltweit Standards<br />

für Messgeräte, darunter auch Industriewaagen.<br />

Diese Richtlinien bestimmen, wie Waagen<br />

geprüft und zertifiziert werden müssen,<br />

um global verwendet zu werden. „International<br />

agierende Unternehmen setzen häufig<br />

auf OIML-zertifizierte Waagen“, erklärt Eren<br />

Sagdas, Product Manager Industrial Scales<br />

bei Minebea Intec. „Die Zertifizierung erleichtert<br />

den Export und stellt sicher, dass<br />

unsere Geräte weltweit zuverlässig eingesetzt<br />

werden können.“<br />

Die IECEx-Zertifizierung ist ein weiterer globaler<br />

Standard, der speziell für Geräte in<br />

explosionsgefährdeten Bereichen gilt. Diese<br />

Zertifizierung gewährleistet den sicheren<br />

Betrieb von Geräten in explosionsgefährdeten<br />

Umgebungen, wie sie unter anderem in<br />

der Lebensmittelindustrie vorkommen.<br />

auf einheitliche Sicherheitsstandards angewiesen<br />

sind. Abgesehen von ihren Zertifizierungen<br />

zeichnen sich beide Waagen durch<br />

zahlreiche weitere Vorteile aus.<br />

Industriewaagen Combics ® :<br />

Vielseitigkeit und Robustheit<br />

Die Tisch- und Bodenwaage Combics ® von<br />

Minebea Intec überzeugt durch ihre Kombination<br />

aus Robustheit und Präzision, die sie<br />

zur idealen Lösung für verschiedenste industrielle<br />

Anwendungen macht. Besonders in der<br />

Lebensmittelindustrie spielt die Bodenwaage<br />

dadurch eine wichtige Rolle, etwa bei der exakten<br />

Dosierung von Inhaltsstoffen. Dank der<br />

glatten Oberflächen und der einfachen Reinigung<br />

erfüllt die Bodenwaage Combics ® die<br />

strengen Hygieneanforderungen, die in dieser<br />

Branche unabdingbar sind. Mit ihrer hohen<br />

Messgenauigkeit stellt sie sicher, dass selbst<br />

kleinste Abweichungen vermieden werden –<br />

entscheidend für hochsensible Prozesse.<br />

Die Industriewaagen der Serien Combics ®<br />

und Signum ® erfüllen sowohl die OIML-<br />

Richtlinien als auch die IECEx-Vorgaben.<br />

Diese internationale Konformität macht sie<br />

zur idealen Wahl für Unternehmen, die global<br />

agieren und in verschiedenen Regionen<br />

Hygiene und Sicherheit sind neben Effizienz zentrale Aspekte der Lebensmittelproduktion. Minebea Intec ist ein zuverlässiger<br />

Partner für die Qualitätskontrolle in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.<br />

32 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


KONTROLL- UND PRÜFSYSTEME · VERPACKUNG<br />

Die Präzisionswaage Signum ®<br />

von Minebea Intec zeigt ihre<br />

Stärken besonders in Branchen,<br />

in denen höchste Messgenauigkeit<br />

und schnelle Reaktionszeiten<br />

unerlässlich sind.<br />

Die Industriewaagen der Serie Combics ®<br />

lassen sich mit drei Leistungsstufen, verschiedenen<br />

Plattformen und einer Vielzahl<br />

von Zubehörteilen einfach kombinieren.<br />

Auch in der Logistik findet die Bodenwaage<br />

Combics ® breite Anwendung, beispielsweise<br />

beim Wiegen schwerer Paletten und Frachtgüter.<br />

Diese Messungen sind essenziell für<br />

die genaue Berechnung von Versandkosten<br />

oder die Optimierung von Lagerkapazitäten.<br />

Die hohe Tragfähigkeit und Langlebigkeit machen<br />

die Waage besonders geeignet für den<br />

Dauereinsatz in Lagerhallen oder Verladezonen.<br />

In der Lebensmittelindustrie wird die<br />

Bodenwaage Combics ® in Produktions linien<br />

eingesetzt, um das Gewicht von Rohstoffen<br />

wie Mehl oder Zucker präzise zu erfassen.<br />

Dank ihrer robusten Edelstahlkonstruktion<br />

hält sie den harten Bedingungen in Produktionshallen<br />

stand, einschließlich hoher Feuchtigkeit<br />

und starker Reinigungsmittel.<br />

Die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten,<br />

gepaart mit der robusten Bauweise und präzisen<br />

Messtechnik, machen die Waage zu einem<br />

unverzichtbaren Werkzeug in verschiedensten<br />

Industrien, die auf Zuverlässigkeit<br />

und Genauigkeit angewiesen sind.<br />

Präzisionswaage Signum ® :<br />

Maximale Genauigkeit für anspruchsvolle<br />

Wägeanwendungen<br />

Die Präzisionswaage Signum ® von Minebea<br />

Intec zeigt ihre Stärken besonders in Branchen,<br />

in denen höchste Messgenauigkeit<br />

und schnelle Reaktionszeiten unerlässlich<br />

sind. Ein gutes Beispiel ist die Lebensmittelindustrie,<br />

wo selbst kleinste Gewichtsunterschiede<br />

große Auswirkungen haben können.<br />

Die Industriewaage Signum ® liefert präzise<br />

Messergebnisse bis in den Milligramm- oder<br />

sogar Mikrogrammbereich. Ihre schnelle<br />

Messzeit ermöglicht es, Produktionsprozesse<br />

effizient zu gestalten, ohne die Qualität<br />

der Messungen zu beeinträchtigen. „Wir beraten<br />

unsere Kunden gerne bei der Auswahl<br />

verschiedener Materialausführungen, Lastbereiche<br />

und Ablesbarkeiten, um spezifische<br />

Anforderungen zu erfüllen“, sagt Eren<br />

Sagdas, Product Manager Industrial Scales<br />

bei Minebea Intec.<br />

Ideale Wäge- und Inspektionslösungen<br />

für streng regulierte Märkte<br />

Die Industriewaagen wie die Präzisionswaage<br />

Signum ® und die Tisch- und Bodenwaage<br />

Combics ® bieten Unternehmen weltweit<br />

zuverlässige Lösungen, die sowohl internationalen<br />

als auch regionalen und branchenspezifischen<br />

Regularien gerecht werden.<br />

Dank ihrer außergewöhnlichen Präzision,<br />

Flexibilität und Robustheit sind sie die bevorzugte<br />

Wahl in Industrien, die höchsten<br />

Ansprüchen an Genauigkeit und Zuverlässigkeit<br />

unterliegen und gleichzeitig strenge<br />

gesetzliche Vorschriften einhalten müssen.<br />

Durch die umfassende Konformität mit internationalen<br />

Richtlinien wie OIML und<br />

IECEx, sowie regionalen Standards wie MID,<br />

NAWID, NTEP, HACCP und ATEX, gehören<br />

die Wäge- und Inspektionstechnologien von<br />

Minebea Intec weltweit zu den führenden<br />

Lösungen. Doch das Unternehmen bietet<br />

weit mehr als ein breites Portfolio an Industriewaagen,<br />

Wägezellen, Wägelektroniken,<br />

Metalldetektoren und Röntgen- und visuellen<br />

Inspektionssystemen.<br />

Minebea Intec verfolgt einen ganzheitlichen<br />

und individuellen Serviceansatz, der über<br />

die Produktqualität hinausgeht. Diese Kombination<br />

aus hochwertigen Produkten und<br />

erstklassigem Service sorgt letztendlich für<br />

das genaue Maß, das den Unterschied zwischen<br />

Erfolg und Misserfolg in streng regulierten<br />

Märkten ausmacht. Dieses Engagement<br />

spiegelt sich im Markenversprechen<br />

„the true measure“ wider.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.minebea-intec.com<br />

Bildquelle: Minebea Intec<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

33


VERPACKUNG · LOGISTIK<br />

Lagerlogistik wächst mit – Die größte<br />

Molkereigenossenschaft Südtirols<br />

Mila Bergmilch Südtirol erweitert mit Westfalia Lagerkapazität und Materialfluss<br />

Aus den 1962 gegründeten Vereinigten Sennereien Vinschgau wurde die größte Molkereigenossenschaft Südtirols.<br />

2013 entstand aus der Fusion der beiden Basis-Genossenschaften Mila und Senni die „Bergmilch Südtirol“ mit<br />

470 Mitarbeitern und 2.200 Bergbauern, die zugleich Lieferanten und Eigentümer sind: eine Erfolgsgeschichte, die<br />

weitergeschrieben wird. In den Werken Bozen und Bruneck entstehen heute rund 140 Produkte für Trentino-Südtirol,<br />

Italien und weltweit. Am Standort Bozen werden sie seit 1992 in einem automatischen Lagersystem von Westfalia<br />

Technologies GmbH & Co. KG gelagert. Die seit 2022 geplante und ab Dezember 2023 umgesetzte Modernisierung ist<br />

die größte der Westfalia-Geschichte. Der aktuellen Modernisierung und Erweiterung, die bis <strong>2025</strong> geplant ist, könnten<br />

weitere Maßnahmen folgen. Am Standort Bozen erweiterte Mila – Bergmilch Südtirol bereits 2020 seine Produktion,<br />

2023 und 2024 dann die Kommissionierung und den Versand um zwei Gebäudekomplexe.<br />

Westfalia hat seine kompakten automatischen<br />

Satellitenlager ® an die Verarbeitung<br />

von jährlich mehr als 200.000 Tonnen<br />

Milch angebunden. Durch die Modernisierung<br />

und Erweiterung wurde die Leistung<br />

und Betriebssicherheit erhöht. Das alles<br />

„unter beengten Platzverhältnissen und inklusive<br />

der Integration in die Bestandsanlage.<br />

Die Realisierung erfolgt über mehrere<br />

Bauabschnitte im laufenden Betrieb“, erklärt<br />

René Findling, Vertriebsleiter Modernisierung<br />

bei Westfalia. Das Lagersystem läuft<br />

fünfeinhalb Tage pro Woche rund um die<br />

Uhr, entlastet das Personal und gleicht einen<br />

möglichen Fachkräftemangel aus.<br />

Westfalia-Team die Regalanlage mit neuen<br />

Stützen und machte die Anlage mit stirnseitigen<br />

Jochen erdbebensicher. Die bisherigen<br />

Gefälle-Pickbahnen in der unteren Ebene<br />

wurden zu mehrfachtiefen Lagerkanälen für<br />

ca. 240 zusätzliche Stellplätze.<br />

Dort installierte das Team Satelliten ® -Schienen<br />

und Reflektoren für die Fachfeinpositionierung.<br />

Damit erhöht sich die Lagerkapazität<br />

im Frischelager auf rund 4.140 Stellplätze.<br />

Die Ladeeinheiten im System sind 35 bis<br />

ca. 1.000 kg schwer und 1,6 Meter hoch.<br />

Die Dreifachunterstützung aller Schienenprofile<br />

senkt den Palettenverschleiß.<br />

Erdbebensichere Regalanlagen<br />

für höhere Maximallast<br />

Tausch gegen sparsamere<br />

Einmast-Regalbediengeräte<br />

Im Frischelager steigt nun die nötige Maximallast<br />

von 800kg auf 1.000kg pro Ladeeinheit.<br />

Für die Auflastung verstärkte das<br />

Die Lagerlogistik wächst mit: Mila – Bergmilch Südtirol erweitert mit Westfalia Lagerkapazität und<br />

Materialfluss am Standort Bozen. (Bild: Mila – Bergmilch Südtirol / Oskar Dariz)<br />

Start für die bislang umfangreichste Modernisierung der<br />

Westfalia-Geschichte: Das Hochregallager im Frischelager<br />

hat neue Stützen und erdbebensichere Joche erhalten.<br />

Bislang waren drei rund 16 Meter hohe Zweimast-RBG<br />

mit Lastaufnahmemittel Ketten-<br />

Satellit ® im Einsatz: zwei im bei 2°C betriebenen<br />

Kühllager mit zuvor ca. 3.900 Stellplätzen<br />

für Euro-, Kunststoff- und Einwegpaletten,<br />

eines im auf einer Zwischenebene<br />

angrenzenden Normaltemperaturlager für<br />

H-Milch mit 1.056 Palettenstellplätzen. Das<br />

Frischelager, auf dem der Schwerpunkt der<br />

aktuellen Modernisierung und Erweiterung<br />

liegt, ist rund 44 Meter lang, ca. 23 Meter<br />

34 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


LOGISTIK · VERPACKUNG<br />

breit und beherbergt bei einer Höhe von<br />

ca. 17 Metern jeweils 8 Ebenen mit bis zu<br />

vierfachtiefen Lagerkanälen.<br />

René Findling: „Eine reine Modernisierung<br />

der beiden rund 30 Jahre alten RBG<br />

im Kühllager war für die neuen Anforderungen<br />

nicht wirtschaftlich und zeitgemäß. Daher<br />

haben wir sie gegen zwei moderne Einmast-RBG<br />

ersetzt.“ Diese sind leichter, für<br />

geringe Bodenlasten in Bestandshallen perfekt<br />

und sparsamer, auch durch aktuelle Antriebe<br />

und Steuerungen. Sie erreichten ohne<br />

Schwerlasttransporte ihr Ziel.<br />

Ein kompaktes Fahrwerk mit reduzierten<br />

Überfahrwegen und mit einem unteren Anfahrmaß<br />

von 1.000 mm sowie eine seitlich<br />

versetzte obere Führungsschiene für ein optimales<br />

oberes Anfahrmaß und Überhub maximieren<br />

den Lagerplatz. Das untere Anfahrmaß<br />

ist bedingt durch das Bestandslager:<br />

Möglich ist bei den Einmast-RBG aber ein<br />

minimales Anfahrmaß von 450 mm.<br />

In der ehemaligen Kommissionierzone machen<br />

Pick-Bahnen Lagerkanälen Platz. Dort hat das Westfalia-<br />

Team neue SAT-Schienen für das Lastaufnahmemittel<br />

Satellit ® inklusiver neuer Reflektoren für die<br />

Fachfeinpositionierung installiert.<br />

Der geteilte Ketten-Satellit und die Dreifachunterstützung<br />

in den Lagerkanälen schonen Waren und Paletten und<br />

sorgen für hohe Systemverfügbarkeit.<br />

Die RBG lassen sich modular ausrüsten. Bei<br />

Mila sind schnelle, geteilte Ketten-Satelliten ®<br />

für die Dreifach-Schienen im Einsatz. Sie lagern<br />

materialschonend stündlich 65 Paletten<br />

im Doppelspiel und 62 Paletten im Einzelspiel.<br />

Ware und Paletten bleiben unbeschädigt<br />

und das System hochverfügbar.<br />

Die neuen Ein- und Ausschleusstellen sind<br />

für die optimale Streckeneffizienz der RBG<br />

mittig in den Lagergassen angeordnet. Die<br />

RBG lagern auf einzelnen Fahrten zugleich<br />

ein, um und aus. Die Fördertechnik kann Waren<br />

nun zwischen den RBG umlagern.<br />

Fördertechnik bindet RBG und<br />

Kommissionierung an<br />

„Vor der Modernisierung haben Arbeitskräfte<br />

Konfektionierung, Lager und Kommissionierung<br />

manuell verbunden, diese fehlen nun<br />

zum Teil. Außerdem ist die Arbeitssicherheit<br />

in dem verwinkelten Lager nur schwierig umzusetzen“,<br />

erklärt Elina Stansky, Projekt- und<br />

Inbetriebsetzungsmanagerin bei Westfalia.<br />

Eine 45,6 Meter lange Rollenfördererbahn<br />

wurde in der ersten Ebene zwischen den beiden<br />

Lagergassen des Frischelagers durch den<br />

Mittelblock gezogen. Sie transportiert Ladeeinheiten<br />

von der per manueller Aufgabe angebundenen<br />

Produktion ins Lager und in die<br />

neuen Versandhallen. Ebenfalls in Betrieb<br />

genommen wurden zwei neue, insgesamt<br />

20 Meter lange seitliche Auslagerbahnen zwischen<br />

Kühllager und neuen Kommissionierhallen.<br />

Weitere Auslagerbahnen in die Versandzone<br />

sind geplant.<br />

Elina Stansky: „Die Mila-Produktionsstätte<br />

ist durch den begrenzten Platz historisch in<br />

die Höhe gewachsen. Wir müssen also verschiedene<br />

Ebenen anbinden – ein logischer<br />

Schritt ist daher, mit zusätzlichen Vertikalumsetzern<br />

zu arbeiten.“ Mindestens ein neuer<br />

Vertikalumsetzer soll die Kommissionierung<br />

auf eine Zwischenebene erweitern. Außerdem<br />

wird der in die Jahre gekommene<br />

Vertikalumsetzer zum H-Milch Lager gegen<br />

einen neuen ausgetauscht. Dieser wird durch<br />

weitere Fördertechnik ergänzt: die Anbindung<br />

an das H-Milchlager, ein neuer Aufgabeförderer<br />

und Staubahnen für mehr Streckeneffizienz<br />

in der vielbefahrenen Versandzone.<br />

Das RBG und die Materialflussteuerung im<br />

H-Milchlager wurden bereits 2015 modernisiert.<br />

Perspektivisch ist auch die Erweiterung<br />

des aktuell 20 Meter langen, rund 16 Meter<br />

breiten und 10 Meter hohen automatischen<br />

H-Milch-Lagers sowie die weitere Automatisierung<br />

der Produktionsanbindung durch zusätzliche<br />

Fördertechnik geplant.<br />

Die jetzt erneuerte Konturen- und Gewichtserfassung<br />

an allen Wareneingangs-Schnittstellen<br />

zu den Hochregallagern gewährleistet<br />

den störungsfreien und sicheren Betrieb des<br />

per Siemens-SPS gesteuerten Systems.<br />

Neue IT-Landschaft mit Warehouse<br />

Execution System<br />

„Mila - Bergmilch Südtirol hatte als langjähriger<br />

Westfalia-Kunde seit 1994 alle vier Generationen<br />

unserer Software im Einsatz, angefangen<br />

mit einem einfachen Lagerverwaltungssystem“,<br />

erklärt Christian Goltermann,<br />

Vertriebsleiter Software & IT. „Heute ist<br />

Savanna.NET ® zum Warehouse Execution<br />

System gewachsen, das Lagerverwaltung und<br />

Materialflusssteuerung vereint. Nach den<br />

Savanna ® -Upgrades auf Version 2.15 haben<br />

wir parallel zu den Bauabschnitten funktionale<br />

Erweiterungen implementiert.“<br />

Dazu gehören die Verwaltung von Stellplätzen,<br />

Bestand und Lager, die Materialflusssteuerung,<br />

die Kopplung mit dem ERP-System<br />

SAP und die Bestandsbuchung über mobile<br />

Datenendgeräte (MDE) auf der responsiven<br />

Savanna ® -Bedienoberfläche Savanna ®<br />

CrossClient. „Wir haben den Funktionsumfang<br />

um manuelle Lagerplätze in der neuen<br />

Kommissionierung, um die automatische<br />

Nachversorgung aus dem Hochregallager und<br />

um die Stellplatzverwaltung der beiden Kommissionierzonen<br />

mittels mobilen Terminals<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong>


VERPACKUNG · LOGISTIK<br />

Bereichsleiter Automatisierungstechnik bei<br />

Westfalia. „Die Daten werden per Ethernet<br />

und Profinet über Datenlichtschranken an<br />

die RBG übermittelt. Nun sind Ferndiagnose<br />

und Fernwartung möglich. Die weitere Anbindung<br />

der Produktion ist schon vorbereitet.“<br />

Durch die Integration neuer Kamerasysteme<br />

auf den RBGs ist zudem eine Ferndiagnose<br />

im Störungsfall möglich, ohne in<br />

die jeweilige Regalgasse gehen zu müssen.<br />

Flexible Logistikplanung<br />

mit Teilabschnitten<br />

Seit 1992 waren sie im Dienst, nun wurden die alten<br />

Zweimast-Geräte (Foto) für den wirtschaftlichen Weiterbetrieb,<br />

die Lagerauflastung und die optimale Anbindung<br />

der neuen Kommissionierhallen ausgetauscht.<br />

erweitert.“ Einlager- und Auslagerlogik reduzieren<br />

Umlagerungen und schöpfen die Lagerkapazität<br />

optimal aus.<br />

Die Scannerkommunikation hat das IT-Team<br />

von einer seriellen Verbindung auf eine TCP/<br />

IP-Netzwerkverbindung umgestellt, die<br />

Schnittstellen zu den neuen RBG und die erweiterte<br />

Fördertechnik softwareseitig implementiert.<br />

Ein Microsoft SQL Server ist als<br />

zentrale Datenbank eingerichtet. Die Hardware<br />

stellte Mila – Bergmilch Südtirol.<br />

Die Produktion lief ununterbrochen, indem<br />

einzelne Lagerblöcke außer Betrieb gesetzt<br />

und ein RBG ausgetauscht wurde, während<br />

das zweite RBG übernahm. Noch während<br />

der ersten Bauabschnitte wurden weitere<br />

durchgeplant und Materialflüsse planerisch<br />

angepasst, so René Findling: „Wir haben<br />

die Produktionsanbindung anfangs aus dem<br />

Pflichtenheft herausgenommen, um unserem<br />

Kunden mehr Bedenkzeit zur verschaffen.<br />

Durch unser breites Portfolio und die individualisierbare<br />

Lösung können wir unsere<br />

Intralogistik diesem historisch gewachsenen<br />

Lager perfekt anpassen und haben dank aktueller<br />

Komponenten auch die Ersatzteilbeschaffung<br />

erleichtert.“<br />

„Ziel war es, die Erweiterung der Produktion<br />

auch aufseiten der Intralogistik abzubilden“,<br />

sagt Thomas Bernhart, technischer Direktor<br />

von Mila – Bergmilch Südtirol. „Mit unserem<br />

Eines der beiden neuen modernen, 16 Meter hohen<br />

Einmast-RBG in einer der beiden Lagergassen des<br />

Kühllagers mit ca. 4.140 Stellplätzen.<br />

langjährigen Partner Westfalia Technologies haben<br />

wir das automatische Lagersystem sowohl<br />

softwareseitig als auch anlagenseitig auf den<br />

aktuellen technologischen Stand gebracht.“<br />

Moderne Antriebe, Steuerungen<br />

und Sicherheitstechnik<br />

Antriebs-, Steuerungs- und Sicherheitstechnik<br />

wurden innerhalb kürzester Zeit ausgetauscht<br />

und umgebaut: moderne Umrichter<br />

der Marke SEW Movi C, aktuelle Steuerungstechnik<br />

von Siemens im TIA-Portal (Totally Integrated<br />

Automation Portal) inklusive Safety<br />

Integrated-Laser-Entfernungsmessung und<br />

Kamerasystem für die Fachfeinpositionierung<br />

sowie aktuelle Bedienpanels für eine verbesserte<br />

manuelle Bedingung des Systems auch<br />

außerhalb des Sicherheitsbereiches.<br />

„Durch die neue Antriebstechnik können die<br />

zulässigen Geschwindigkeiten und Endlagen<br />

sicher und wartungsfrei per Safety-SPS<br />

überwacht werden“, erläutert Martin Hessler,<br />

Die neue Fördertechnik, Blick von der Aufgabe aus auf den neuen zentralen Förderstrang im Frischelager: Er wurde<br />

zwischen den Regalbediengeräten entlanggeführt und transportiert Waren von der Produktion ins Lager und in die<br />

neuen Kommissionierhallen. Hintereinander angeordnet sind Konturen- und Gewichtskontrolle.<br />

36 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


LOGISTIK · VERPACKUNG<br />

In den Werken Bozen und Bruneck entstehen<br />

heute rund 140 Produkte für Trentino-Südtirol,<br />

Italien und weltweit. (Bild: Mila – Bergmilch Südtirol)<br />

„Das Lager hat mehr Kapazität und eine höhere<br />

Maximallast. Ladeeinheiten müssen jetzt<br />

nicht mehr per Stapler durch die Verladezone<br />

transportiert werden“, so Thomas Bernhart zu<br />

den Vorteilen der Modernisierung und Erwei-<br />

terung.<br />

„Die neue Fördertechnik transportiert<br />

die Waren automatisch zwischen Produktion,<br />

Lager, unseren neuen Kommissionierhallen<br />

und der Versandzone. Dank Savanna kommis-<br />

sionieren wir in den neuen Kommissionierzonen<br />

per Handheld und geben dezentral Anweisungen<br />

an das System. Durch die aktuellen<br />

Komponenten haben wir Ersatzteilsicherheit<br />

für die nächsten 15 Jahre.“<br />

„Zukunftssicher, hochverfügbar,<br />

wirtschaftlich erweiterbar“<br />

„Der erste wichtige Modernisierungs- und Erweiterungsschritt<br />

ist damit geschafft, weitere<br />

sollen folgen: Perspektivisch wollen wir die<br />

Produktion vollautomatisch anbinden, durch<br />

einige Vertikalumsetzer die gesamte Höhe<br />

des Standorts optimal ausnutzen und auch<br />

das H-Milch-Lager lager- und fördertechnisch<br />

erweitern und modernisieren. Wir sind zuversichtlich,<br />

dass auch das in enger Kooperation<br />

gut gelingen wird. Dass dies alles reibungslos<br />

auf engstem Raum und im laufenden Betrieb<br />

innerhalb weniger Monate realisiert werden<br />

konnte, bestätigt uns in der strategischen<br />

Partnerschaft mit Westfalia. Das System hält,<br />

was unser Partner versprochen hat: Es ist zukunftssicher,<br />

hochverfügbar und bei Bedarf<br />

Schritt für Schritt wirtschaftlich erweiterbar.<br />

Optimal dabei ist, dass wir mit Westfalia<br />

genug Flexibilität und Planungsspielräume<br />

haben, um die betriebsinterne Logistik dynamisch<br />

sehr fein auf unsere Prozesse abzustimmen,<br />

während sich der erste Teil des erweiterten<br />

automatischen Lager- und Fördersystems<br />

bereits in der Praxis bewährt. Wir<br />

können Westfalia absolut weiterempfehlen“,<br />

sagt Thomas Bernhart.<br />

LogiMAT <strong>2025</strong>:<br />

Halle 1, Stand 1C20<br />

Weitere Informationen:<br />

www.westfaliaeurope.com<br />

Bildquelle: Westfalia Technologies GmbH & Co. KG<br />

Technology & Marketing<br />

Die Zeitschrift PetFood PRO ist<br />

ein englischsprachiges Magazin,<br />

welches aus der Überzeugung<br />

heraus entwickelt worden<br />

ist, das hohe Qualitätsniveau<br />

der Tierernährung sorgfältig<br />

abzubilden.<br />

Die Beiträge entstammen der<br />

Feder hochkarätiger Autoren und<br />

der engagierten Verlagsredaktion.<br />

International Magazine September 2022 ISSN 2628-5851<br />

Technology & Marketing 3/22<br />

Ingredients: Plant-Based Food, Black Soldier Flies, Fibers and Cellulose, Grain Acceptability<br />

Processing: Wet Pet<strong>food</strong> Processing, Quality Control, Heat Exchangers, Mixing<br />

Packaging: Pouches and Alutrays, No Waste, Weighing Investment<br />

www.pet<strong>food</strong>pro-mag.com<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

37


VERPACKUNG · KENNZEICHNUNG<br />

„Ei“nzigartige Effizienz – Produktkennzeichnung<br />

in der Eierindustrie<br />

Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit: LEIBINGER Drucker bei Frischeiproduzent<br />

Das Geflügelunternehmen DAGU war auf der Suche nach einem bedienerfreundlichen und äußerst zuverlässigen<br />

Kennzeichnungssystem, das 15 Stunden pro Tag problemlos arbeitet und die Eierkartons effizient mit Mindesthaltbarkeitsdaten<br />

und Chargennummern bedruckt. DAGU entschied sich für den JET2 NEO CIJ-Drucker von LEIBINGER, der die<br />

Erwartungen sogar übertroffen hat.<br />

DAGU, gegründet 1980, ist ein Geflügelunternehmen<br />

mit Sitz in Guadalajara,<br />

Spanien. Von seinen Anfängen in den<br />

1950er Jahren bis heute hat sich das Unternehmen<br />

kontinuierlich weiterentwickelt.<br />

Exzellenz, Service und Lebensmittelsicherheit<br />

sind die Werte, die DAGU zu einem führenden<br />

Unternehmen in seinem Sektor gemacht<br />

haben.<br />

Heute ist DAGU Teil der HEVO-Gruppe, die<br />

jährlich mehr als 840 Millionen Eier produziert<br />

und fast 500 Mitarbeiter beschäftigt,<br />

davon 40 Prozent Frauen. Das Unternehmen<br />

engagiert sich sehr für die Förderung<br />

der Inklusion und ist stolz darauf, ein<br />

vielfältiges Team zu unterstützen. Dank der<br />

über Jahrzehnte gesammelter Erfahrung arbeitet<br />

DAGU heute nach einem vollständig<br />

integrierten Produktions- und Vermarktungsmodell.<br />

Luis Alberto Sanz, Produktionsleiter<br />

bei DAGU, und Mitarbeiter des Unternehmens<br />

seit 1990, hebt den Herstellungsprozess<br />

hervor: „Alle Anlagen, die wir für den<br />

Produktionsprozess einsetzen, sind auf dem<br />

neuesten Stand der Technik. Wir wählen alle<br />

Rohstoffe sorgfältig aus, stellen das beste<br />

Futter für unsere Tiere her und produzieren<br />

Eier von höchster Qualität.“<br />

Gefragt: Herausragende Leistung<br />

und Zuverlässigkeit<br />

DAGU hat eine führende Position im Legegeflügel-Sektor<br />

inne und ist weithin anerkannt<br />

als Vorreiter in diesem Bereich in Bezug<br />

auf Innovation, hervorragende Qualität,<br />

fortschrittliche Anlagen und Systeme sowie<br />

Die DAGU-Eier sind sorgfältig geprüft,<br />

gekennzeichnet und sicher in Kartons verpackt<br />

für die Auslieferung an den Handel.<br />

38 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


KENNZEICHNUNG · VERPACKUNG<br />

16 LEIBINGER JET2 NEO sorgen an den MOBA-Sortieranlagen dafür, dass die Eierkartons<br />

mit Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer bedruckt werden.<br />

DAGU legt bei der Eierherstellung Wert auf hochmoderne Technik für eine effiziente<br />

Produktion, Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer bedruckt werden.<br />

akribische Detailgenauigkeit. Ein Rückverfolgbarkeitssystem<br />

ermöglicht es DAGU, jederzeit<br />

den Herkunftsbetrieb und das Legedatum<br />

der Eier nachzuverfolgen.<br />

Die Rückverfolgbarkeit „From Farm to Fork“<br />

(in deutsch „vom Hof auf den Tisch“) garantiert<br />

eine lückenlose Kontrolle der Qualität<br />

und der Lebensmittelsicherheit während des<br />

gesamten Produktionsprozesses.<br />

DAGU war auf der Suche nach einem bedienerfreundlichen<br />

und äußerst zuverlässigen<br />

Kennzeichnungssystem, das 15 Stunden<br />

pro Tag läuft und 200.000 Eierkartons pro<br />

Charge effizient mit Mindesthaltbarkeitsdaten,<br />

Betriebsinformationen und Chargennummern<br />

bedruckt. Je nach Karton waren<br />

unterschiedliche Aufdrucke erforderlich.<br />

Eine weitere Anforderung war, dass alle Drucker<br />

von einem einzigen PC aus über VNC<br />

(Virtual Network Computing) effizient verwaltet<br />

werden können.<br />

DAGU entschied sich für die LEIBINGER<br />

Lösung, angeboten vom offiziellen Partner<br />

in Spanien – Lusaro MarkColor, S.L. Mittlerweile<br />

hat DAGU 16 LEIBINGER JET2 NEO<br />

Drucker installiert. Einen an jedem Ausgang<br />

der Eiersortiermaschinen. „Wir schätzen die<br />

hohe Flexibilität beim Bedrucken unterschiedlicher<br />

Verpackungsformate und die einfache,<br />

zentrale Bedienung der Drucker sehr. Service,<br />

Lieferung von Verbrauchsmaterialien<br />

und die Koordination aller Anfragen werden<br />

durch den lokalen LEIBINGER Partner Lusaro<br />

MarkColor optimal abgedeckt. Die Zusammenarbeit<br />

ist hervorragend“, erläutert Luis<br />

Alberto Sanz, Produktionsleiter, DAGU S.A.<br />

Der Kunde entwickelte Halterungen, auf denen<br />

der elektrische Antrieb und die LEIBINGER<br />

JET2 NEO Drucker installiert sind, was eine<br />

flexible Lösung für die verschiedenen Eierkartonformate<br />

ermöglicht. Von einem PC aus, der<br />

zentral an der Sortiermaschine platziert ist,<br />

werden alle Drucker über VNC angesteuert.<br />

Das Projekt wurde im Jahr 2020 in Betrieb<br />

genommen. Die 16 LEIBINGER JET2 NEO<br />

Drucker sind direkt auf den Moba-Sortieranlagen<br />

installiert.<br />

Hohe Produktivität und Flexibilität<br />

mit dem JET2 NEO<br />

Der JET2 NEO ist eine leistungsstarke CIJ-<br />

Lösung für alle Standard-Kennzeichnungsanwendungen.<br />

Seit seiner Markteinführung im<br />

Jahr 2000 wird er von Kunden weltweit genutzt,<br />

um Daten wie Mindesthaltbarkeitsdaten,<br />

Produktionsdaten und Chargennummern<br />

auf bis zu drei Zeilen zu drucken – mit einer<br />

Vielzahl von Optionen und verfügbaren Tinten.<br />

Der Drucker gewährleistet eine schnelle, zuverlässige<br />

Leistung bei geringem Energieund<br />

Lösungsmittelverbrauch. Er verfügt über<br />

die einzigartige Sealtronic-Druckkopftechnologie<br />

von LEIBINGER, die Ausfallzeiten<br />

minimiert und die Produktivität maximiert.<br />

Der JET2 NEO ist außerdem für seine außergewöhnliche<br />

Zuverlässigkeit und „Made<br />

in Germany“ Qualität bekannt.<br />

Luis Alberto Sanz ist begeistert von der Leistung<br />

der LEIBINGER Drucker: „Wir würden<br />

die hochwertigen LEIBINGER Drucker auf jeden<br />

Fall anderen Unternehmen empfehlen,<br />

die ähnlich hohe Anforderungen an Qualität,<br />

Produktivität und Zuverlässigkeit haben.“<br />

Weitere Informationen:<br />

www.leibinger-group.com<br />

Bildquelle: DAGU S.A.<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

39


NEWS/EVENTS<br />

Höchste Messperformance im Miniaturformat<br />

Endress+Hauser gewinnt Best of Industry Award in der Kategorie „Prozessinstrumentierung”<br />

M<br />

it dem Micropilot FMR43, Bestandteil<br />

der neuen kompakten Produktlinie für<br />

präzise Druck-, Füll- und Grenzstandmessungen<br />

in hygienischen Anwendungen, gewinnt<br />

Endress+Hauser den Best of Industry Award<br />

2024 der Vogel Communications Group in der<br />

Kategorie „Prozessinstrumentierung“. Bei<br />

der feierlichen Preisverleihung in Würzburg<br />

am 16. Januar <strong>2025</strong> wurde das innovative<br />

Radarmessgerät, speziell entwickelt für die<br />

Anforderungen der Lebensmittelbranche und<br />

Life Sciences, für seine präzise Messleistung<br />

und sein kompaktes, hygienisches Design mit<br />

dem ersten Platz ausgezeichnet.<br />

Die neue kompakte Produktlinie überzeugt<br />

durch eine außergewöhnliche Messperformance.<br />

Neben der bewährten 80-GHz-Technologie<br />

verfügt der Micropilot FMR43 über<br />

eine 180-GHz-Variante, die präzise Messungen<br />

selbst in kleinsten Behältern ermöglicht<br />

und Messbereiche bis zu 15 Meter<br />

abdeckt. „Damit können wir beispielsweise<br />

den Füllstand in Reaktorgefäßen der<br />

Pharmaindustrie oder in engen Tanks der<br />

Lebensmittelproduktion zuverlässig messen,<br />

auch wenn die Behälter schwer zugänglich<br />

sind“, sagt Marco Suevo, Produktmanager<br />

Endress+Hauser Level+Pressure.<br />

Micropilot FMR43<br />

in 180 GHz-<br />

Ausführung.<br />

Ein wesentlicher Vorteil des Micropilot<br />

FMR43 ist seine kompakte Bauweise. „Unsere<br />

Kunden schätzen vor allem die Größe<br />

der Geräte, die gerade mal so groß wie ein<br />

Smartphone sind“, so Suevo. Diese Eigenschaft<br />

erleichtert die Integration in Anlagen<br />

mit begrenztem Platzangebot. Gleichzeitig<br />

bietet die kompakte Bauweise eine<br />

hohe Flexibilität und ermöglicht eine nahtlose<br />

Skalierung von der Entwicklung im<br />

Labor bis hin zur Großproduktion. Die<br />

herausragende Performance der Produktlinie<br />

zeigt sich zudem in der erhöhten Messgeschwindigkeit<br />

des Radar-Füllstandmessgeräts.<br />

Diese sorgt für höchste Genauigkeit,<br />

selbst bei herausfordernden Anwendungen<br />

wie Medien mit turbulenten Oberflächen.<br />

Ein zentrales Merkmal des Micropilot FMR43<br />

ist außerdem die integrierte Heartbeat Technology,<br />

die die kontinuierliche Überwachung<br />

der Geräteleistung ermöglicht, Diagnosedaten<br />

liefert, die Leistung verifiziert und alle<br />

Prozessdaten für Strategien zur vorausschauenden<br />

Wartung und zur Prozessoptimierung<br />

überwacht. „Mit diesen Eigenschaften hat<br />

sich der Micropilot FMR43 nicht nur in der<br />

Theorie, sondern auch in der Praxis als zuverlässiges<br />

Werkzeug etabliert“, sagt Suenvo.<br />

„Dass dies nun auch von der Jury und den<br />

Votern des Best of Industry Awards anerkannt<br />

wurde, macht uns besonders stolz.“<br />

Weitere Informationen:<br />

www.endress.com<br />

Bildquelle: Endress+Hauser<br />

Kalender <strong>2025</strong>, März – Mai<br />

MÄRZ<br />

LogiMAT <strong>2025</strong> – Messe, www.logimat-messe.de Stuttgart, DE 11. – 13. März<br />

Food Fraud – Seminar/Training, www.akademie-fresenius.de Online-Seminar 20. März<br />

APRIL<br />

Djazagro <strong>2025</strong> – Messe, www.djazagro.com Algier, DZA 07. – 10. April<br />

MAI<br />

IFFA <strong>2025</strong> – Messe, https://iffa.messefrankfurt.com Frankfurt am Main, DE 03. – 08. Mai<br />

EMPACK <strong>2025</strong> – Messe, www.empack-messen.de Dortmund, DE 07. – 08. Mai<br />

iba <strong>2025</strong> – Messe, www.iba-tradefair.com München, DE 18. – 22. Mai<br />

40 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


TRENDS & EMOTIONEN<br />

Schnelle Entspannung<br />

nach ersteM Schock<br />

Grandioser Erfolg gegen den plötzlichen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche nach 35 Jahren<br />

Es war für die deutsche Fleischwirtschaft<br />

ein wahrer Schock: Erstmals seit 35 Jahren<br />

wurde in unseren Grenzen ein Ausbruch<br />

der Maul- und Klauenseuche registriert. Betroffen<br />

war eine Büffelherde im brandenburgischen<br />

Hönow, die Region liegt im Landkreis<br />

Märkisch-Oberland. Die schreckliche Nachricht<br />

verbreitete sich in der Branche natürlich<br />

wie ein Lauffeuer und hat rasch zu einschneidenden<br />

Konsequenzen geführt, verbunden<br />

mit einem extrem hohen wirtschaftlichen<br />

Schaden für Landwirte und fleischverarbeitende<br />

Betriebe. Ausfuhren von Milch, Milchprodukten<br />

sowie Fleisch und Fleischartikeln<br />

in andere Länder waren von heute auf morgen<br />

nicht mehr möglich. Allein zwei Standorte<br />

eines Milchviehbetriebs in der Region<br />

mussten täglich 33.000 Liter vernichten.<br />

Tiertransporte von Kälbern, Rindern und<br />

Schafen mussten gestoppt werden. Nach Angaben<br />

des Verbands der Fleischwirtschaft,<br />

VdF, beträgt der deutsche Exportumsatz mit<br />

Drittländern bei Fleisch und Wurstwaren pro<br />

Jahr mehr als eine Milliarde Euro. „Viele dieser<br />

Abnehmerstaaten fordern in den Importbedingungen,<br />

dass ein Lieferland frei von der<br />

Maul- und Klauenseuche ist“, erklärte VdF-<br />

Hauptgeschäftsführer Steffen Reiter und<br />

führte resigniert hinzu: „Diesen Status hat<br />

Deutschland nun verloren.“<br />

Dramatisch hört sich das an. Doch es gibt<br />

auch eine gute Nachricht. Alle involvierten<br />

Stellen von Land- und Forstwirtschaft über<br />

Industrie, Logistikbetrieben bis hin zu Tiermedizin<br />

und Politik haben nach dem Ausbruch<br />

der Krankheit am 10. Januar umgehend<br />

reagiert und einen grandiosen Erfolg erzielt.<br />

Die Seuche wurde enorm schnell unter<br />

Kontrolle gebracht. Es gab keine neuen<br />

Krankheitsfälle und die ersten Tiertransporte<br />

zum Beispiel in die Niederlande sind schon<br />

wieder unterwegs. Und auch der berühmte<br />

Tierpark in Berlin, der wegen der Nähe zum<br />

brandenburgischen Ausbruchsort der Tierkrankheit<br />

geschlossen werden musste mit<br />

schmerzlichen finanziellen Ausfällen von fast<br />

zwei Millionen Euro, ist nun wieder geöffnet.<br />

Was genau verbirgt sich hinter der Maul- und<br />

Klauenseuche, was macht sie so gefährlich?<br />

Die MKS ist eine hochansteckende Viruserkrankung<br />

und betrifft vornehmlich Paarhufer<br />

wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen.<br />

Symptome sind Fieber, Bläschenbildung an<br />

Maul, Klauen und Euter. Auch viele Zoo- und<br />

Wildtiere können sich anstecken. MKS ist<br />

besonders verbreitet in der Türkei, im Nahen<br />

Osten, in Afrika, aber auch in vielen Ländern<br />

Asiens und in Teilen Südamerikas. Illegal eingeführte<br />

tierische Produkte aus diesen Ländern<br />

stellen eine ständige Bedrohung für die<br />

europäische Landwirtschaft dar.<br />

(Bild: Adobe Stock/Heiko)<br />

Für Menschen – dies muss ausdrücklich betont<br />

werden – ist die Maul- und Klauenseuche<br />

nicht gefährlich. Aber warum gelten dann<br />

so rigorose Regeln für den Verzehr von Milch<br />

und Fleisch betroffener Tiere? Das hat mit<br />

den rechtlichen Vorgaben zu tun. Nach dem<br />

deutschen Tierseuchengesetz und den EU-<br />

Verordnungen ist es strikt verboten, Produkte<br />

von MKS-infizierten Tieren in unsere Nahrungskette<br />

zu bringen. Wie schon erwähnt, ist<br />

das Virus hochansteckend und könnte durch<br />

den Transport oder unsachgemäße Handhabung<br />

von Fleischprodukten auf andere Tiere<br />

übertragen werden, auch über Verpackungsmaterialien<br />

oder andere tierische Waren. In<br />

Deutschland wie auch in unseren Nachbarstaaten<br />

gelten klare Vorschriften für Lebensmittelsicherheit<br />

streng nach dem Lebensmittel-<br />

und Futtergesetzbuch, kurz LFGB.<br />

Fleisch von kranken oder krankheitsverdächtigen<br />

Tieren gilt als gesundheitlich bedenklich<br />

und darf nicht für den menschlichen Verzehr<br />

verwendet werden.<br />

Infizierte Tiere müssen deshalb getötet werden.<br />

In der Branche, vor allem in der Tiermedizin<br />

und der Landwirtschaft, wird dafür<br />

immer noch der – zugegeben – fragwürdige<br />

Ausdruck „Keulen“ verwendet. Das Verb leitet<br />

sich vom Substantiv „Keule“ ab und bedeutete<br />

ursprünglich, ein Tier mit der Keule<br />

zu töten. Dies ist sogar im Deutschen Wörterbuch<br />

der Märchenerzähler Brüder Grimm aus<br />

dem Jahr 1873 verzeichnet, wo „Keulen“ als<br />

mit der Keule niedergeschlagen erklärt wird.<br />

Aber zurück zu den Lebensmitteln in Deutschland.<br />

Hierzulande – sagen Ernährungswissenschaftler<br />

– sind alle Lebensmittel unbedenklich<br />

verzehrbar, und die Forscher stoßen damit<br />

nur selten auf Widerspruch. Aber was passiert<br />

nun mit den Betrieben, die durch den<br />

plötzlichen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche<br />

in Brandenburg erhebliche finanzielle<br />

Verluste erlitten haben? Landwirtschaftsminister<br />

Cem Özdemir von den Grünen versprach<br />

Hilfe. Er werde sich beim Bund, aber<br />

auch bei der EU für Unterstützung stark machen.<br />

Aber wie lange zählt noch seine Versprechung<br />

angesichts der Umwälzungen auf der<br />

politischen Bühne in Berlin?<br />

Autor:<br />

Bert Pflüger, Fachjournalist<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

41


BEZUGSQUELLEN<br />

Armaturen<br />

Entwässerungs- und Verpackungspressen<br />

Maschinen- und Anlagenbau<br />

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Etikettieren / Kennzeichnen<br />

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Trocknungsanlagen<br />

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79576 Weil am Rhein<br />

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Tel.: +49 (0)7042 - 90 330<br />

www.simar-int.com<br />

Schaaf Technologie GmbH<br />

Otto-Hahn Straße 36<br />

D-65520 Bad Camberg<br />

Tel.: 06434-9172-0<br />

E-mail: info@schaafgmbh.com<br />

www.logopak.de<br />

www.simar-int.com<br />

www.<strong>food</strong>extrusion.de<br />

42 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2025</strong> FEBRUAR


BEZUGSQUELLEN<br />

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D-74706 Osterburken<br />

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Tel. 06291/92-0 · Fax 06291/92-9500<br />

E-Mail: azo-group@azo.com<br />

www.bremer-leguil.de<br />

www.azo.com<br />

www.werbeartikel-wirken.gww.de<br />

IMPRESSUM<br />

Verlag:<br />

Dr. Harnisch Verlagsgesellschaft mbH<br />

Eschenstraße 25,<br />

90441 Nürnberg, Germany<br />

Telefon: +49 (0) 911-2018-0<br />

Telefax: +49 (0) 911-2018-100<br />

ftm@harnisch.com<br />

www.harnisch.com<br />

Geschäftsleitung:<br />

Dr. Claus-Jörg Harnisch<br />

Benno Keller<br />

Objektleitung:<br />

Sebastian Martinek<br />

Redaktion:<br />

Sebastian Martinek<br />

Ian Healey<br />

Bert Pflüger<br />

Technische Leitung:<br />

Armin König<br />

Abonnement:<br />

Marta Bletek-Gonzalez<br />

Erscheinungsweise:<br />

5x jährlich:<br />

Februar, April, Juli, September, November<br />

Jahr/Jahrgang:<br />

36. Jahrgang <strong>2025</strong><br />

Druck:<br />

Schleunungdruck GmbH<br />

Eltertstraße 27, 97828 Marktheidenfeld<br />

Mediaberatung:<br />

Benno Keller<br />

Tel.: +49 (0) 911 2018 200<br />

keller@harnisch.com<br />

Martin Fettig<br />

(Bereich: Prozesstechnik, Verpackung)<br />

Tel.: +49 (0) 721 145080 44<br />

martin.fettig@harnisch.com<br />

Thomas Mlynarik<br />

(Bereich: Getränketechnik)<br />

Tel.: +49 (0) 911 2018 165<br />

Mobil: +49 (0) 151 54 818181<br />

mlynarik@harnisch.com<br />

Britta Steinberg<br />

(Bereich: Ingredients)<br />

Tel: +49 (0) 2309 5744740<br />

steinberg@harnisch.com<br />

International:<br />

Gabriele Fahlbusch<br />

Tel.: +49 (0) 911 2018 275<br />

fahlbusch@harnisch.com<br />

Frankreich:<br />

Benjamin Costemend<br />

Tel.: +33 (0) 6 75 64 29 73<br />

benjamin.costemend@gmail.com<br />

USA:<br />

Steve Max<br />

Tel.: +1 (0) 215 284 8787<br />

steve.max@harnisch.com<br />

Bezugspreis:<br />

Im Jahresabonnement<br />

Inland: Euro 64,– zzgl. MwSt. (Porto inkl.)<br />

Ausland: Euro 69,– (Porto inkl.)<br />

Euro 87,– (Porto inkl./Luftpost)<br />

Food Technologie<br />

ISSN 1616-2323<br />

ZKZ30360<br />

Die in diesem Magazin enthaltenen Beiträge<br />

einschließlich der Abbildungen unterliegen<br />

dem Urheberrecht. Eine Verwendung<br />

ohne Zustimmung des Verlages ist<br />

nicht zulässig. Dies gilt für jede erdenkliche<br />

Form der Vervielfältigung.<br />

Sonder- und Nachdrucke können gerne<br />

auf Anfrage bestellt werden. Artikel, die<br />

namentlich gekennzeichnet oder durch<br />

ein Kürzel einem Autor zuzuordnen sind,<br />

geben nicht unbedingt die Meinung der<br />

Redaktion wieder.<br />

Unverlangt eingesandte Manuskripte können<br />

nicht zurückgeschickt werden. Wird<br />

ein Manuskript von der Redaktion angenommen,<br />

gehen Verlags- und Urheberrecht<br />

wie sämtliche Rechte zur Veröffentlichung<br />

und Verbreitung auf den Verlag über.<br />

Die Redaktion übernimmt bezüglich in<br />

diesen Beiträgen dargelegter Sach verhalte<br />

keine Haftung.<br />

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IBAN: DE45 76020070 0000614718<br />

Swift-Code: HYVEDEMM460<br />

FEBRUAR 1 · <strong>2025</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />

43


GREEN EFFICIENT <strong>TECHNOLOGIE</strong>S<br />

Die unabhängige Medienplattform<br />

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Nachhaltige Möglichkeiten in der<br />

Prozesstechnologie<br />

Kreislaufwirtschaft im industriellen<br />

Produktionsprozess<br />

Themenbereiche H 2<br />

, Synthetische<br />

Kraftstoffe, Wasser, Solar & Photovoltaik,<br />

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