Tipi – Magazin für die Familie - Sommer 2024
Liebe Leserin, lieber Leser, die aktuelle Coverstory führt uns diesmal nach Saalfelden am Steinernen Meer – zu Samantha, Maikel und ihrem bald einjährigen Sohn Henri, die dort gemeinsam mit Oma und Uroma in einem 4-Generationen-Haus leben. Ab Seite 16 erzählen sie, wie sie „das Beste aus beiden Kulturen“ vereinen und was das mit ihrem Concept-Store „Resis kleine Freuden“ zu tun hat. Über 750.000 Hunde leben in österreichischen Haushalten - ab Seite 26 stellen vier Familien ihre felligen Vierbeiner vor und haben auch den ein oder anderen guten Ratschlag parat. Keinen Hund, dafür Schweinderln hatte Robert Steiner in seiner Kindheit um sich – bis er fünf war, lebte er in Oberösterreich in einem Haus, das zu einem Bauernhof gehörte. Wie es für ihn war, als er nach Wien zog, über erste Sing- und Zauberversuche sowie das Attest, das ihm ein gewisser Dr. Asperger in der Volks-schulzeit ausgestellt hat, erzählt der TV- und Radiomoderator ab S. 22. Und mit vielen weiteren Themen wünschen wir einen schönen Sommer!
Liebe Leserin, lieber Leser, die aktuelle Coverstory führt uns diesmal nach Saalfelden am Steinernen Meer – zu
Samantha, Maikel und ihrem bald einjährigen Sohn Henri, die dort gemeinsam mit Oma und Uroma in einem 4-Generationen-Haus leben. Ab Seite 16 erzählen sie, wie sie „das Beste aus beiden Kulturen“ vereinen und was das mit ihrem Concept-Store „Resis kleine Freuden“ zu tun hat. Über 750.000 Hunde leben in österreichischen Haushalten - ab Seite 26 stellen vier Familien ihre felligen Vierbeiner vor und haben auch den ein oder anderen guten Ratschlag parat. Keinen Hund, dafür Schweinderln hatte Robert Steiner in seiner Kindheit um sich – bis er fünf war, lebte er in Oberösterreich in einem Haus, das zu einem Bauernhof gehörte. Wie es für ihn war, als er nach Wien zog, über erste Sing- und Zauberversuche sowie das Attest, das ihm ein gewisser Dr. Asperger in der Volks-schulzeit ausgestellt hat, erzählt der TV- und Radiomoderator ab S. 22. Und mit vielen weiteren Themen wünschen wir einen schönen Sommer!
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<strong>Familie</strong>nmagazin<br />
CAMPING-<br />
PLÄTZE<br />
<strong>Sommer</strong> <strong>2024</strong><br />
<strong>Magazin</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Familie</strong><br />
ERNST<br />
DES LEBENS?<br />
Wie der Wechsel<br />
in <strong>die</strong> Volksschule<br />
gelingt<br />
Kleine und<br />
große Freuden<br />
Niederländischer Spirit im Salzburger Land<br />
9 190001 019581 02<br />
Mami goes Millionär<br />
Investieren ist weiblich<br />
Robert Steiner<br />
Geschichte einer Kindheit<br />
Wind und Wellen<br />
Urlaub an der Algarve<br />
SOMMER <strong>2024</strong><br />
TIPI 51 EUR 4,90
FRÜH<br />
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DRAUF.<br />
SPIELERISCH SPAREN LERNEN<br />
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raiffeisen.at/sumsi
Editorial<br />
© Joseph Mussil<br />
Liebe Leserin,<br />
lieber Leser,<br />
<strong>die</strong> aktuelle Coverstory führt uns <strong>die</strong>smal nach Saalfelden am Steinernen Meer <strong>–</strong> zu<br />
Samantha, Maikel und ihrem bald einjährigen Sohn Henri, <strong>die</strong> dort gemeinsam mit Oma<br />
und Uroma in einem 4-Generationen-Haus leben. Ab Seite 16 erzählen sie, wie sie „das Beste<br />
aus beiden Kulturen“ (Samantha ist Salzburgerin, Maikel Niederländer) vereinen und was<br />
das mit ihrem Concept-Store „Resis kleine Freuden“ zu tun hat.<br />
Über 750.000 Hunde leben in österreichischen Haushalten (einer davon bei unserer Coverfamilie);<br />
ab Seite 26 stellen vier <strong>Familie</strong>n ihre felligen Vierbeiner vor und haben auch den ein<br />
oder anderen guten Ratschlag <strong>für</strong> „Hundeneulinge“ parat.<br />
Keinen Hund, da<strong>für</strong> Schweinderln hatte Robert Steiner in seiner Kindheit um sich <strong>–</strong> bis<br />
er fünf war, lebte er in Oberösterreich in einem Haus, das zu einem Bauernhof gehörte. Wie<br />
es <strong>für</strong> ihn war, als er nach Wien zog, über erste Sing- und Zauberversuche sowie das Attest,<br />
das ihm ein gewisser Dr. Asperger in der Volksschulzeit ausgestellt hat, erzählt der TV- und<br />
Radiomoderator ab Seite 22.<br />
Apropos Volksschule: Als Mutter einer baldigen Erstklässlerin hat sich Nina Rehmann gefragt,<br />
wie sie ihr Kind in <strong>die</strong>ser Zeit bestmöglich begleiten kann. Ihre Tipps teilt sie ab Seite 40.<br />
Außerdem im neuen <strong>Tipi</strong>: beeindruckende Fotos von Mädchen aus der ganzen Welt (S. 48),<br />
inspirierende Interviews und jede Menge Tipps <strong>für</strong> Reisen und Aktivitäten.<br />
Im Namen der Redaktion wünsche ich einen herrlichen <strong>Sommer</strong> mit wunderbaren Erlebnissen<br />
und <strong>–</strong> <strong>für</strong> alle, <strong>die</strong>’s betrifft <strong>–</strong> einen entspannten Start ins kommende Schuljahr!<br />
Kim Sztrakati, Chefredakteurin<br />
chefredaktion@tipimagazin.at<br />
<strong>Tipi</strong> kommt viermal jährlich gratis zu allen Family PLUS-Mitgliedern direkt nach Hause.<br />
Zur freien Entnahme findet man <strong>Tipi</strong> in allen teilnehmenden McDonald’s Restaurants,<br />
in 35 ausgewählten Kinderhotels, bei über 5.500 Ärztinnen und Ärzten in ganz Österreich,<br />
in 700 Wiener Kaffeehäusern, im Wiener Haus des Meeres, am Wiener City Airport Train-<br />
Terminal, in 200 Wiener Kindergärten sowie in ausgewählten Wiener Geschäften.<br />
Anmeldung zu Family PLUS ganz einfach online hier: www.mcdonalds.at/familyplus<br />
Die <strong>Tipi</strong>-Coverfamilie<br />
Wer wir sind: Samantha (29), Maikel (35),<br />
Henri (fast 1)<br />
Woher wir kommen: aus dem Salzburger<br />
Land und aus den Niederlanden; gemeinsam<br />
leben wir in Saalfelden<br />
Was wir mögen: Singen, Tanzen,<br />
Wandern und unseren Concept-Store<br />
„Resis kleine Freuden“<br />
Lust auf<br />
ein Cover-<br />
Fotoshooting<br />
mit der<br />
ganzen <strong>Familie</strong>?<br />
Wir suchen <strong>die</strong> nächste<br />
<strong>Tipi</strong>-Coverfamilie.<br />
Wenn ihr das sein wollt,<br />
schickt einfach ein Mail<br />
mit Kurzbeschreibung<br />
und <strong>Familie</strong>nfoto an:<br />
cover@tipimagazin.at<br />
Foto: Heidrun Henke, www.heidrunhenke.com<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 3
Inhalt<br />
48<br />
Das nächste<br />
<strong>Tipi</strong>:<br />
September <strong>2024</strong><br />
© Simone Porteder (Illustration), Florian Falb, Heidrun Henke, LÄSSIG, Tourism Ireland, Simon Tötschinger/Agentur LOOP New Media GmbH, Conny Kurth, Verena Schierl, Mihalea Noroc, Inka Englisch<br />
44<br />
Herausgeber & Geschäftsführer: Lorin Polak<br />
Chefredaktion: Kim Sztrakati<br />
Verlagsleitung & Vertrieb: Georg Peter<br />
Art-Direktion: Simone Porteder<br />
Text-Redaktion: Inez Ardelt, Peter Draxl, Andreas Grote,<br />
Tanja Haiden, Heidrun Henke, Markus Höller, Tanja Holz,<br />
Susanne Holzer, Alexander Kords, Isabel Müller, Martin<br />
Obermayr, Cornelia Pirka, Nina Rehmann, Jonny Roth,<br />
Andrea Schöniger-Hekele, Win Schumacher, Nathalie<br />
Spiegelfeld, Doris Spiegl, Michaela Titz, Peter Zirbs<br />
Assistenz Redaktion & Marketing: Maja Bogic<br />
Produktion: Hofeneder & Partner GmbH<br />
Fotos: Heidrun Henke, Verlage, Hersteller,<br />
Verleiher & weitere Fotografen<br />
Illustrationen: Kathrin Frank, Simone Porteder<br />
Lektorat: Gudrun Likar<br />
Marketing und Mediaberatung: Michael Martinek<br />
Redaktion- und Mediaberatung: Daniela Ruff,<br />
Georg Peter<br />
Me<strong>die</strong>ninhaber, Eigentümer und Verleger: PPH Media<br />
Verlag GmbH, Kutschkergasse 42/Top 13, A-1180 Wien<br />
Tel.: +43 1 235 13 66-800, E-Mail: office@pph-media.at,<br />
Web: www.pph-media.at<br />
Offenlegung nach § 24 bzw. § 25 Me<strong>die</strong>nG sowie Angaben<br />
gem. § 5 ECG: Me<strong>die</strong>ninhaber: PPH Media Verlag GmbH, Sitz<br />
in Wien. Unternehmensgegenstand: Redaktion, Herstellung<br />
und Distribution von <strong>Magazin</strong>en, Zeitschriften, Kalendern und<br />
anderen Drucksorten, insbesondere des <strong>Familie</strong>nmagazins<br />
„TIPI“ und des Film- und Musik-<strong>Magazin</strong>s „DOT.magazine“.<br />
Geschäftsführung: Lorin Polak. PPH Media Verlag GmbH<br />
steht im Eigentum von Lorin Polak (100 %) mit Sitz in Wien.<br />
Tätigkeitsbereich PPH Media Verlag GmbH: Gegenstand<br />
des Unternehmens ist jedwede geschäftliche Tätigkeit im<br />
Zusammenhang mit Print- und digitalen Me<strong>die</strong>n im Bereich<br />
zielgruppenorientiertem Jugend- und <strong>Familie</strong>nformat, der<br />
Geschäftsbereich Business to Business, jedwede Tätigkeit<br />
einschließlich Marketing und Consulting im Bereich Me<strong>die</strong>n<br />
und Werbewirtschaft. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften<br />
und Maßnahmen berechtigt, <strong>die</strong> zur Erreichung des Gesellschaftszwecks<br />
notwendig oder nützlich erscheinen. Blattlinie:<br />
<strong>Familie</strong>nmagazin, Berichterstattung über familienorientierte<br />
Themen wie Gesellschaft, Psychologie, Mode, Wohnen,<br />
Essen, Gesundheit, Freizeit und Reisen.<br />
16<br />
Drei Generationen am Foto, vier unter einem Dach: zu<br />
Besuch bei der <strong>Tipi</strong>-Coverfamilie im Salzburger Land<br />
3 Editorial<br />
6 Mein Lieblings...<br />
8 Where Children Sleep<br />
10 <strong>Familie</strong>nplauderei<br />
12 Kunterbunt<br />
38 Urpeinlich, Papa!<br />
56 Wie sag ich’s meinem Kind<br />
99 Basteltipp<br />
106 Schauen, Spielen, Lesen ...<br />
108 Film-Highlights<br />
128 Abenteuerland<br />
130 Pro und Kontra<br />
14 Leben und wir<br />
16 Das Beste aus beiden Kulturen<br />
Zu Besuch bei Samantha, Maikel<br />
und Henri in Saalfelden<br />
22 Geschichte einer Kindheit<br />
Robert Steiner erinnert sich<br />
26 Auf den Hund gekommen<br />
<strong>Familie</strong>n stellen über ihre<br />
geliebten Vierbeiner vor<br />
32 Wut tut gut? Wie Eltern <strong>die</strong> Wut<br />
ihres Kindes begleiten können<br />
34 Wir sind immer noch im<br />
Para<strong>die</strong>s Wie ein Österreicher<br />
Schulen in Äthiopien finanziert<br />
40 Ernst des Lebens? Von wegen!<br />
Wie der Schulstart gelingt<br />
44 Investieren ist weiblich! Über<br />
smarte Geldanlagen finanziell<br />
unabhängig werden<br />
48 Mädchen <strong>die</strong>ser Welt Authentische<br />
Porträts junger Frauen<br />
58 Mama & Baby<br />
60 Wien mit Baby<br />
Freizeittipps <strong>für</strong> Babyeltern<br />
62 Wahnsinn im Doppelpack<br />
Alltag mit Baby und Kleinkind<br />
64 Ja wer ist denn das? Lustiges<br />
Promi-Babyfotos-Raten<br />
66 Geburtshilfe fängt beim Bauplan<br />
an Geburtshäuser neu gedacht<br />
4 | SOMMER <strong>2024</strong>
Inhalt<br />
100<br />
120<br />
88<br />
74<br />
76<br />
22<br />
Robert Steiner im Gespräch<br />
über seine Kindheit<br />
68 Autofahren? Aber sicher!<br />
Neue Babyschalen <strong>für</strong> unterwegs<br />
70 Plötzlicher Kindstod Wie Eltern<br />
das Risiko reduzieren können<br />
72 Mode & Pflege<br />
74 Stylisch, sicher & soo nice!<br />
Marina Hoermanseder & <strong>die</strong><br />
Sonnenbrillen von SooNice<br />
76 Ganz schön am Sand Luftige<br />
<strong>Sommer</strong>mode <strong>für</strong> Strand & mehr<br />
78 Einmal zum Mitnehmen! Neues<br />
aus unseren Lieblingsshops<br />
80 Bunt, bequem & wirksam<br />
Stützstrümpfe mal anders<br />
82 Essen und Gesundheit<br />
84 Die Selbstoptimierungsfalle<br />
Lebensstil à la TikTok?<br />
88 Der Bienenflüsterer Hinter<br />
den Kulissen beim Imker<br />
92 Hallo <strong>Sommer</strong>! Rezept <strong>für</strong><br />
Grießauflauf mit Früchten<br />
94 Gesundes Essen <strong>für</strong> kleine Gourmets<br />
in Schule & Kindergarten<br />
96 Freie Zeit<br />
100 Beach-Party in der City<br />
Beachvolleyball vom Feinsten<br />
102 Eine Sandkistenliebe Nachhaltiges<br />
Sandspielzeug von fritzi*<br />
104 Im Diskobällebad Das Café<br />
Disko im Sonnwendviertel<br />
112 Wir sind weg<br />
114 Wohlfühlorte <strong>für</strong> <strong>Familie</strong>n<br />
Hotels <strong>für</strong> den <strong>Familie</strong>nurlaub<br />
116 Sich treiben lassen von Wind<br />
und Wellen Urlaub an der Algarve<br />
118 Ich packe meinen Koffer ... Was<br />
in <strong>die</strong> Reiseapotheke gehört<br />
120 Auf dem Pony durchs Reich<br />
der Piratenkönigin Im wilden<br />
Westen Irlands<br />
124 Camping am Wasser Zeltplätze<br />
in Seenähe in ganz Österreich<br />
mach<br />
mit<br />
&<br />
schick<br />
ein!<br />
Überall, wo du<br />
<strong>die</strong>sen Button siehst,<br />
kannst du <strong>Tipi</strong> aktiv<br />
mitgestalten. Als<br />
Dankeschön <strong>für</strong> jede<br />
Veröffentlichung gibt<br />
es kunterbunte<br />
Geschenke.<br />
Noch mehr <strong>Tipi</strong> gibt es auf<br />
www.facebook.com/TIPI.<strong>Familie</strong>nmagazin<br />
oder bei Instagram:<br />
@tipimagazin<br />
Lösung Seite 1: B, C, D, E, I, L<br />
Lösung Seite 2: Elefant <strong>–</strong> 1, Puma <strong>–</strong> 2,<br />
Brüllaffe <strong>–</strong> 3, Pferd <strong>–</strong> 4, Gepard <strong>–</strong> 5<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 5
Mein Lieblings...<br />
KINDER STELLEN VOR<br />
mach<br />
mit &<br />
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Was ist euer Lieblingsspiel, -sport,<br />
-essen etc.? Foto mit Info bitte an:<br />
meinlieblings@tipimagazin.at<br />
Moritz<br />
* 7 Jahre<br />
* Salzburg<br />
© Privat<br />
Mein Lieblings...<br />
Traktor<br />
» Ich liebe Traktoren über alles. Egal, in welcher Farbe: Hauptsache groß und<br />
laut. Am meisten beeindrucken mich alte Traktoren <strong>–</strong> wie <strong>die</strong>ser hier bei einem<br />
Oldtimertreffen. Wenn ich einmal groß bin, möchte ich auch so einen haben<br />
und vielleicht auf einem Bauernhof arbeiten. «<br />
6 | SOMMER <strong>2024</strong>
B<br />
r<br />
Happy<br />
a nfood<br />
i<br />
Seit 10 Jahren wartet in jedem Happy Meal ein spannendes Buch auf euch.<br />
Denn euer Lesegenuss ist unsere Verantwortung.<br />
© McDonald’s <strong>2024</strong>
Where Children Sleep<br />
Nika (6), Ukraine<br />
Aus dem Fotoprojekt „Where Children Sleep Vol 2“ von James Mollison<br />
Ursprünglich lebte Nika mit ihrer Mutter, Psychologiestudentin,<br />
ihrem Vater, Polizist, und ihren zwei<br />
Geschwistern in einem großen Haus mit Garten<br />
und Weinberg in Mariupol. Als <strong>die</strong> Stadt nach dem<br />
russischen Überfall bombar<strong>die</strong>rt wurde, zog <strong>die</strong><br />
<strong>Familie</strong> in ihr 30 Kilometer entferntes Wochenendhaus.<br />
Aber auch dort wurde es schnell zu unsicher,<br />
sodass sie weiter Richtung Rumänien flüchteten.<br />
Hier wohnt <strong>die</strong> fünfköpfige <strong>Familie</strong> in einem<br />
kleinen ehemaligen Studentenschlafraum.<br />
Ihr Zuhause in der Ukraine ist mittlerweise von<br />
einer russischen Rakete zerstört worden.<br />
8 | SOMMER <strong>2024</strong>
Where Children Sleep<br />
© James Mollison<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 9
<strong>Familie</strong>nplauderei<br />
<strong>Familie</strong>n<br />
PLAUDE<br />
Laura (29)<br />
Andi (32)<br />
Marie (3)<br />
Marlena<br />
(10 Mona te)<br />
aus Salzburg<br />
Nadine (39)<br />
Andreas (43)<br />
Veronika (8)<br />
Richard (4)<br />
Thomas (1)<br />
aus Oberösterreich<br />
<strong>Familie</strong> Wimmer<br />
<strong>Familie</strong> Scheipner/<br />
Fuchsberger<br />
1. 2.<br />
Highlight des bisherigen<br />
Jahres<br />
Unser Kroatienurlaub<br />
mit zwei<br />
befreundeten<br />
<strong>Familie</strong>n in einer<br />
Luxusvilla<br />
Die Erstkommunion<br />
unserer Großen<br />
Darüber wird<br />
gerade diskutiert<br />
Dass ein Eis zum<br />
Frühstück keine<br />
Option ist ;)<br />
Geburtstagsfeiern<br />
und Ausflüge<br />
Judi th (40)<br />
Mi chael (44)<br />
Elias (4)<br />
aus Tirol<br />
<strong>Familie</strong> Beimrohr<br />
Das erste Skirennen<br />
und dann gleich ein<br />
Stockerlplatz<br />
Wann man<br />
müde genug zum<br />
Schlafen ist<br />
Mandy (28)<br />
Sebastian (29)<br />
Ali cia (2)<br />
aus Nordrhein-<br />
Westfalen<br />
Wir haben einen<br />
Kindergartenplatz<br />
<strong>für</strong> Alicia<br />
bekommen!<br />
Auf den Arm<br />
nehmen lassen oder<br />
selber gehen?<br />
<strong>Familie</strong> Boslak<br />
10 | SOMMER <strong>2024</strong>
REI<br />
Reden, erzählen,<br />
sich besser verstehen<br />
und gemeinsam lachen.<br />
mach<br />
mit<br />
&<br />
schick<br />
ein!<br />
Wollt ihr mit uns plaudern?<br />
E-Mail mit Foto an:<br />
plauderei@tipimagazin.at<br />
3. 4. 5. 6.<br />
Die neueste Erkenntnis<br />
Das ist schief gegangen<br />
Das wollen <strong>die</strong> Kinder<br />
einmal werden<br />
Da singen alle mit<br />
Urlaub mit Kindern<br />
ist ein Abenteuer …<br />
Laura hat letztens bei der<br />
lang ersehnten Date-Night<br />
erst während der Autofahrt<br />
bemerkt, dass sie noch <strong>die</strong><br />
„Gartenschlapfer“ anhat.<br />
Marie möchte<br />
einmal<br />
„Schulmäderl“,<br />
Ministrantin und<br />
Tubaspielerin<br />
werden.<br />
„Ich habe eine<br />
Maus gesehen,<br />
<strong>die</strong> wollt auf<br />
Weltraumreise<br />
gehen“<br />
Ferien sind cooler<br />
als Schule und<br />
Kindergarten.<br />
Infekt nach dem<br />
Wochenende<br />
Veronika: Tierärztin,<br />
Richard: Mechaniker,<br />
Kellner UND Eisverkäufer,<br />
Thomas:<br />
sicher was mit<br />
Werkzeugen<br />
„Zähne putzen,<br />
Zähne putzen …“<br />
Wie gut man sich<br />
inzwischen dank<br />
Sohn in der Welt<br />
der Dinosaurier<br />
und Superhelden<br />
auskennt<br />
Das meiste in unserem<br />
Gemüsebeet ist leider<br />
Opfer der Nacktschnecken<br />
geworden.<br />
Bauer und<br />
Baumschneider<br />
„Hey hey Wickie“<br />
Neuer Lieblingssatz:<br />
„Was machst du?“<br />
Infektfrei durch<br />
den <strong>Sommer</strong><br />
Prinzessin<br />
„Aramsamsam“<br />
© Privat (4)<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 11
<strong>Sommer</strong>freuden<br />
Wir wollen euch eine Freude machen und verlosen kunterbunte Neuheiten <strong>für</strong> den<br />
<strong>Sommer</strong>. Schickt ein Mail mit eurem Wunschgewinn an gewinn@tipimagazin.at.<br />
Einsendeschluss ist der 15. August <strong>2024</strong>. Viel Glück!<br />
2x<br />
3x<br />
Schick, bunt & funktional<br />
Die Sonnenbrillen von SooNice Sunnies<br />
und Marina Hoermanseder schützen<br />
empfindliche Kinderaugen mit 100 %<br />
UV-A- und UV-B-Schutz, sind leicht, kratzfest<br />
und flexibel und bestehen aus Econyl<br />
(recyceltem Nylon). Für Kinder von 3 bis<br />
9 Jahren um € 80,<strong>–</strong>. Cool: Mit den<br />
aufsteckbaren Cuties (€ 9,<strong>–</strong>) können<br />
<strong>die</strong> Brillen individuell gestaltet werden.<br />
www.soonicesunnies.com<br />
Zu gewinnen: 3 SooNice-Kindersonnenbrillen<br />
aus der Marina Hoermanseder-Kollektion in<br />
der Wunschfarbe („Azalea Pink“ oder „Mykonos<br />
Blue“) plus je ein 3-er-Set Cuties.<br />
Für <strong>die</strong> Kleinsten das Größte<br />
Mit den ergonomischen Kindergarten-<br />
Rucksäcken von Step by Step sind<br />
<strong>die</strong> Kleinsten <strong>für</strong> jedes Abenteuer<br />
gerüstet. Sie bieten genügend Platz<br />
<strong>für</strong> Trinkflasche, Brotdose und Co.<br />
Und das Beste: Die Rucksäcke sind<br />
nach Anleitung waschbar!<br />
KIGA MINI (6 Liter) um € 39,99.<br />
www.stepbystep-schulranzen.com<br />
Einfach märchenhaft<br />
Von 4. Juli bis 25. August <strong>2024</strong> heißt es beim<br />
Märchensommer NÖ in Poysbrunn „Der gestiefelte<br />
Kater <strong>–</strong> neu geschnurrt“. Statt eines Hundewelpen<br />
bekommt Louise einen Kater. Der kann<br />
nicht nur sprechen, sondern behauptet auch noch,<br />
ein magisches Tier zu sein. Gemeinsam reisen<br />
sie in <strong>die</strong> „Anderswelt“, wo auf Louise das größte<br />
Abenteuer ihres Lebens wartet … Ein kunterbuntes<br />
Spektakel mit viel Musik und Interaktion <strong>–</strong> geeignet<br />
ab 3 Jahren. www.maerchensommer.at<br />
Zu gewinnen: 2x4 Karten (je 2 Kinder & 2 Erwachsene)<br />
2x<br />
Einfach gigantisch<br />
Ob beim Herumkraxeln in der Pyramide<br />
oder beim Bällewerfen in den integrierten<br />
Basketballring: BIG Kraxxl The Giant bringt<br />
ultimativen Kletter- und Spielspaß in den Garten.<br />
Praktisch: Das 2-Klick-System ermöglicht eine<br />
einfache und schnelle Montage <strong>–</strong> ganz ohne<br />
Einsatz von Werkzeug.<br />
Geeignet <strong>für</strong> Kinder von<br />
3 bis 7 Jahren. Um<br />
€ 399,<strong>–</strong>. www.big.de<br />
1xBest MATE<br />
Der coocazoo MATE punktet mit einer<br />
ausgezeichneten ergonomischen<br />
Passform, viel Stauraum und umweltfreundlicher<br />
Herstellung. Das mitwachsende<br />
Tragesystem macht den<br />
Rucksack zum optimalen Begleiter<br />
<strong>für</strong> Kids ab der 3. Klasse bis zur weiterführenden<br />
Schule, z.B. „Dark Mission“<br />
um € 139,99. www.coocazoo.com<br />
2x<br />
12 | SOMMER <strong>2024</strong>
5x<br />
Klassiker <strong>für</strong> unterwegs<br />
Mit Activity Splash von Piatnik wird <strong>die</strong> Spieleparty<br />
einfach an den Strand oder an den Pool verlegt. Denn<br />
<strong>die</strong> Begriffskarten sind wasserfest, strapazierfähig und<br />
im praktischen Pocket-Format verpackt <strong>–</strong> optimal <strong>für</strong> unterwegs.<br />
Ein Smartphone ersetzt <strong>die</strong> klassische Sanduhr.<br />
Ab 12, um UVP € 9,95. www.piatnik.com<br />
5x<br />
je 1x<br />
Ahoi, Piraten!<br />
Mit fantasievollen Charakteren, trickreichen<br />
Spielfunktionen und gruseligen<br />
Ungeheuern lädt <strong>die</strong> Pirates-Themenwelt<br />
von PLAYMOBIL zu spannenden Rollenspielabenteuern<br />
ein. Highlight: das neue<br />
Große Piratenschiff, mit dem Seemonster<br />
und feindliche Piraten bekämpft werden.<br />
Dabei kann es sogar schwimmen und ist<br />
mit Unterwassermotor aufrüstbar!<br />
Um € 99,99. www.playmobil.de<br />
Ganz schön smart<br />
Die ICE smart junior 2.0 ist mehr als nur eine<br />
Uhr. Mit Schrittzähler, Sportmodus und Zugang zu<br />
zahlreichen Spielen ist sie ein treuer Begleiter <strong>für</strong><br />
Kinder von 6 bis 12. Wenn sie mit einem Smartphone<br />
verbunden ist, können auch SMS und Benachrichtigungen<br />
empfangen werden. Plus: Das Zifferblatt<br />
kann ganz einfach nach Lust und Laune geändert<br />
werden. Um € 59,<strong>–</strong>. www.ice-watch.com<br />
3x<br />
Urlaubserinnerungen festhalten<br />
Die <strong>Sommer</strong>ferien stehen vor der Tür<br />
<strong>–</strong> und damit auch unzählige Fotos, <strong>die</strong><br />
<strong>die</strong> schönsten Momente festhalten. Und<br />
wie lassen sich <strong>die</strong>se besser verewigen<br />
als in einem CEWE FOTOBUCH? Für<br />
einzigartige Urlaubsgrüße gibt es <strong>die</strong><br />
Postkarten von CEWE, <strong>die</strong> mit eigenen<br />
Fotos gestaltet und direkt vom Handy<br />
verschickt werden können <strong>–</strong> ohne langes<br />
Briefmarkensuchen. Zu gewinnen:<br />
Fünf 50-Euro-Gutscheine von CEWE.<br />
cewe-fotoservice.at<br />
Geisterjagd in HD<br />
In Luigi’s Mansion 2 HD begibt sich der<br />
schreckhafte Luigi auf Geisterjagd. Ausgestattet<br />
mit dem Stroboblitz sowie dem Schreckweg<br />
09/15 geht es u.a. in ein altes botanisches<br />
Forschungslabor, eine heruntergekommene<br />
Uhrenfabrik oder in eine in Eis und Schnee<br />
gehüllte Mine. Grafisch überarbeitete Version<br />
des Nintendo-Klassikers mit Witz, Charme,<br />
Gruselfaktor und einem liebenswerten Hauptcharakter.<br />
Für Nintendo Switch, gesehen<br />
um € 59,99. www.nintendo.com<br />
2x<br />
Magischer Märchengarten<br />
Gabby, Pandy und Kitty Fee aus der TV-Serie<br />
„Gabbys Puppenhaus“ laden zur ultimativen Gartenparty.<br />
Das bedeutet: jede Menge Spaß und endlose<br />
Spielmöglichkeiten <strong>–</strong> zum Beispiel im Baumhaus<br />
mit Bett und Snacks, beim Austoben auf Rutsche,<br />
Karussell und Schaukel oder beim Blumengießen.<br />
LEGO Friends Kitty Fees Gartenparty um € 29,99.<br />
www.lego.com<br />
3x<br />
Promotion, © Hersteller<br />
Tatü tata!<br />
Wenn <strong>die</strong> Sirene ertönt, ist <strong>die</strong> Rettung mit den<br />
Feuerwehrautos von Bruder Spielwaren ganz<br />
nah! Der MB Sprinter Feuerwehrrüstwagen<br />
löscht jeden Brandherd mit seinem voll funktionsfähigen<br />
Wasserwerfer mit Tank und Pumpe<br />
(€ 76,95). Auch der MB Sprinter Feuerwehr hat<br />
viele realistische Funktionsdetails: Drehleiter<br />
mit Rettungskorb, Wasserspritze mit Kolbenpumpe,<br />
Wassertank und ausfahrbaren Stützfüßen<br />
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bworld Feuerwehrmann mit Zubehör<br />
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SOMMER <strong>2024</strong> | 13
Leben und wir<br />
Das Beste aus beiden Kulturen • Robert Steiner • Auf den Hund<br />
gekommen • Wut tut gut? • Wir sind immer noch im Para<strong>die</strong>s •<br />
Ernst des Lebens? • Investieren ist weiblich! • Mädchen <strong>die</strong>ser Welt<br />
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Gesegnetes Einzelkind?<br />
Das Klischee besagt, Geschwister wirken sich positiv auf <strong>die</strong> Entwicklung<br />
und <strong>die</strong> sozialen Fähigkeiten eines Kindes aus. Eine Stu<strong>die</strong><br />
der Ohio State University untersuchte 14-Jährige in China und in den<br />
USA und kommt nun zu einem anderen Ergebnis: Demnach sollen<br />
sich Geschwister negativ auf <strong>die</strong> psychische Gesundheit auswirken.<br />
Jugendliche mit Geschwistern würden mehr depressive Symptome<br />
oder Ängste als Gleichaltrige ohne Geschwisterkind entwickeln.*<br />
Alle mal reinspaziert!<br />
Die Kinder wollen unbedingt in <strong>die</strong> Badewanne,<br />
<strong>die</strong> Eltern lieber duschen <strong>–</strong> oder<br />
umgekehrt? Die JOICE Walk In+ Dusche von<br />
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14 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
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WINTER 2023/24 | 15
Leben und wir<br />
© Heidrun Henke<br />
16 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
Das Beste aus<br />
beiden Kulturen<br />
Der Holländer Maikel kommt seit seiner Kindheit<br />
zum Skifahren ins Salzburger Land. Dort lernt er<br />
Samantha kennen und lieben. Heute sind <strong>die</strong> beiden<br />
ein Paar, Eltern von Henri und Besitzer eines Concept-<br />
Stores in Saalfelden. In ihrem <strong>Familie</strong>n- und Berufsalltag<br />
verknüpfen sie niederländischen Spirit mit<br />
bodenständiger Salzburger Kultur. VON HEIDRUN HENKE<br />
#tipicover<br />
Mehr Fotos &<br />
Making of<br />
@tipimagazin<br />
Die Geschichte von Samantha (29) und<br />
Maikel (35) beginnt vor zehn Jahren in<br />
Saalfelden in der Segabar. Alle, <strong>die</strong> <strong>die</strong>se<br />
berüchtigte Bar kennen, denken hier<br />
sogleich an eine „bsoffene Gschicht“.<br />
Doch mitnichten, <strong>die</strong> zwei waren nüchtern.<br />
Denn beide haben in der Segabar<br />
gearbeitet: Sie beim Eingang an der<br />
Kassa, er hinter der Bar. Sie waren nur<br />
durch eine Glasscheibe voneinander<br />
getrennt, durch <strong>die</strong> sie sich interessierte<br />
Blicke zuwerfen konnten. Als sie<br />
sich dann besser kannten, amüsierten<br />
sie sich nach getaner Arbeit über <strong>die</strong><br />
angeheiterten Gäste.<br />
Die gemeinsame Arbeit hat sie schon<br />
damals verbunden und tut es noch heute.<br />
Nur das Metier hat sich geändert,<br />
von der Gastronomie in den Handel.<br />
Mittlerweile arbeiten sie in ihrem selbst<br />
gegründeten Concept-Store „Resis<br />
kleine Freuden“, der ihnen viel Zeit und<br />
Energie abverlangt, aber ein echtes<br />
Schmuckstück in dem kleinen Örtchen<br />
ist. Samantha schupft den Laden und<br />
sucht <strong>die</strong> Ware aus, Maikel ist Eigentümer<br />
der dazugehörigen Handelsagentur.<br />
Doch dazu später mehr.<br />
Ein ganz anderes „Projekt“, das<br />
ihnen mindestens genauso viel an<br />
Energie abverlangt, umgekehrt aber<br />
auch besonders viel zurückgibt, ist ihr<br />
kleiner Sohn Henri, der im <strong>Sommer</strong><br />
seinen ersten Geburtstag feiert.<br />
Resis kleine Freuden<br />
Bahnhofstraße 1,<br />
5760 Saalfelden am Steinernen Meer<br />
www.resis-kleinefreuden.at<br />
Instagram: @resis_kleinefreuden<br />
Wir besuchen <strong>die</strong> Jungfamilie im<br />
idyllischen Salzburger Land in Saalfelden<br />
am Steinernen Meer in ihrem<br />
Haus. Sie wohnen im ersten Stock des<br />
4-Generationen-Einfamilienhauses,<br />
in dem auch ihre Oma und ihre Mama<br />
wohnen <strong>–</strong> und bis vor Kurzem auch<br />
noch ihr Opa.<br />
Frauenpower<br />
Seit Samantha denken kann, hatten<br />
in dem Haus stets <strong>die</strong> Frauen das<br />
Sagen. Mit Samanthas Mann Maikel<br />
und dem gemeinsamen Sohn Henri<br />
ist nun auch viel männliche Energie in<br />
das Haus in Saalfelden eingezogen.<br />
Ziemlich stürmische sogar, denn Henri<br />
ist ein wilder, lebendiger Kerl, der gern<br />
Bäume ausreißt. Samantha erzählt mit<br />
einem Schmunzeln: „Bei uns gab es<br />
immer mehr Tiere als Männer: Mäuse,<br />
Katzen, Pferde, Schildkröten, Hunde.“<br />
Derzeit leben hier der Chihuahua Winnie<br />
sowie drei Schildkröten, von denen<br />
<strong>die</strong> älteste gleich alt ist wie Samanthas<br />
Mama Eva (61), <strong>die</strong> ganz augenscheinlich<br />
ein sehr großer Fan <strong>die</strong>ser Tierart<br />
ist. Überall <strong>–</strong> im Garten, im Haus und<br />
auf den Stufen <strong>–</strong> hocken Schildkröten<br />
in allen möglichen Varianten, Farben,<br />
Größen und Materialien.<br />
Als wir an der Tür der <strong>Familie</strong> Plat<br />
klingeln, wacht Winnie auf, während<br />
Henri weiterschläft. Eine gute Gelegenheit<br />
<strong>für</strong> uns, um mit Mama und<br />
Papa in der Küche zu plaudern: über<br />
<strong>die</strong> Vorteile von Saalfelden, Maikels<br />
Heimat Holland, ihr gemeinsames<br />
Wunschkind Henri und seine schwierige<br />
Geburt, <strong>die</strong> gemeinsame Arbeit,<br />
das intensive Jahr 2019 und ihre<br />
Werte als <strong>Familie</strong>.<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 17
Leben und wir<br />
Neben Sohn Henri hat Resi oder Theresia,<br />
wie Samantha mit zweitem Namen heißt, eine<br />
erfüllende Arbeit in ihrem Concept-Store, der<br />
nach ihr benannt ist: „Resis kleine Freuden“.<br />
Urlaub in Österreich<br />
Maikel kommt eigentlich aus Tilburg in<br />
den Niederlanden. Doch seit seinem<br />
16. Lebensjahr lebt er hier im Salzburger<br />
Land. Seine Eltern haben sich nach<br />
unzähligen Urlauben in Zell am See in<br />
<strong>die</strong> Gegend verliebt; sie wurden sogar<br />
zu Ehrengästen ihres damaligen Lieblingshotels<br />
ernannt. „Urlaubsgefühle<br />
kenn ich nur aus Österreich!“, erzählt<br />
er uns. Seine gesamten Schulferien hat<br />
Maikel in Österreich verbracht, wo er<br />
schnell zu „Maik“ wurde. Im Winter hat<br />
der Holländer sogar als Skilehrer gearbeitet.<br />
„Domois hod ma no gmerkt,<br />
dos i koa Dosiga bin“, versucht er uns<br />
in seinem schönsten Pinzgauer Dialekt<br />
zu erklären. Maikels <strong>Familie</strong> hat damals<br />
beschlossen, mit Sack und Pack nach<br />
Österreich zu ziehen, zunächst auf Probe<br />
<strong>für</strong> ein Jahr und, wenn es sich <strong>für</strong><br />
alle gut anfühlt, <strong>für</strong> immer. Und es hat<br />
sich gut angefühlt <strong>–</strong> <strong>die</strong> <strong>Familie</strong> blieb.<br />
„Holländer sind in <strong>die</strong>ser Hinsicht sehr<br />
flexibel und haben eine andere Mentalität<br />
als <strong>die</strong> typischen Österreicher“,<br />
erzählt Samantha. „Zuhause ist dort,<br />
wo <strong>die</strong> <strong>Familie</strong> ist.“<br />
Mittlerweile leben Samantha und<br />
Maikel in der kleinen Ortschaft Lenzing<br />
zwischen Leogang und Saalfelden, wo<br />
<strong>die</strong> Landschaft und <strong>die</strong> Berge besonders<br />
beeindruckend sind. „Vor Kurzem<br />
habe ich Touristen beobachtet, wie sie<br />
aus ihrem Auto ausgestiegen sind und<br />
fotografiert haben. Da wurde mir selbst<br />
wieder bewusst, in welch wunderschönen<br />
Gegend wir eigentlich leben.<br />
Denn als Einheimische nimmt man<br />
<strong>die</strong> mächtige Bergkulisse oft gar nicht<br />
mehr so wahr!“, erzählt Samantha.<br />
Die Liebe zur Natur verbindet das<br />
Ehepaar Plat. In ihrer Freizeit gehen<br />
sie gerne zusammen wandern, da wird<br />
Klein-Henri dann in <strong>die</strong> Babytrage<br />
gesteckt, und ab geht’s in <strong>die</strong> Berge,<br />
z.B. auf <strong>die</strong> Steinalm oder <strong>die</strong> Wiechenthaler<br />
Hütte, zwei ihrer liebsten<br />
Ausflugsziele. Auch sehr beliebt: der<br />
Stoissengraben oder der Ritzensee,<br />
<strong>die</strong> mehr zum Spazierengehen als zum<br />
Wandern sind, doch <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Familie</strong><br />
Plat zwei wunderbare Kraftorte sind.<br />
Maikel und Samantha haben sogar auf<br />
einer Alm geheiratet. Das war vor fünf<br />
Word Rap<br />
Was unternehmt ihr am liebsten<br />
zusammen? Wenn wir nicht gerade unterwegs<br />
oder auf Reisen sind, genießen wir es,<br />
einfach mal gemeinsam zu Hause zu sein<br />
oder Spaziergänge in der Natur zu machen<br />
und das mit einem Einkaufsbummel durch<br />
<strong>die</strong> heimischen Hofläden zu verbinden.<br />
Wohin geht der nächste Urlaub?<br />
Mit zwei befreundeten <strong>Familie</strong>n in eine<br />
schöne Villa nahe Novigrad, Kroatien.<br />
Wer kocht bei euch?<br />
Eigentlich beide. Maikel aber tatsächlich ein<br />
bisschen öfter als Samantha.<br />
Gibt es ein Abendritual?<br />
Den Tag gemeinsam Revue passieren lassen,<br />
stillen und manchmal eine Geschichte lesen.<br />
Euer Lieblingsplatz in Saalfelden?<br />
Der Ritzensee, der Stoissengraben und <strong>die</strong><br />
Steinalm <strong>–</strong> <strong>die</strong> Natur um uns herum hat so<br />
viel zu bieten.<br />
Was macht euch allen drei<br />
am meisten Spaß? Singen, tanzen<br />
und gemeinsam lachen.<br />
Wie kann man Henri immer aufheitern?<br />
Mit einem Lied, mit Snacks oder seinem Hasi.<br />
© Heidrun Henke (10)<br />
18 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
Jahren, dasselbe Jahr, in dem sie den<br />
Concept-Store gegründet haben. 2019<br />
war deshalb ein sehr intensives Jahr<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> beiden. Doch <strong>die</strong> <strong>Familie</strong> hat<br />
zusammengeholfen.<br />
Mit vereinten Kräften<br />
Der immer wiederkehrende Wunsch<br />
Samanthas vom eigenen Geschäft und<br />
ihre Hartnäckigkeit haben irgendwann<br />
dann auch <strong>die</strong> anderen aus der <strong>Familie</strong><br />
beflügelt und mitgerissen: Der Traum<br />
vom eigenen Shop wurde mit vereinten<br />
Kräften in <strong>die</strong> Realität umgesetzt.<br />
„Der Schwiegerpapa ist handwerklich<br />
total auf Zack und hat uns beim Umbau<br />
und Ausbau des Lokals geholfen.<br />
Auch meine Mama hat angepackt, wo<br />
es nur ging, und Freunde kamen zum<br />
Auspreisen der Ware und zum Sekt<br />
ausschenken während der Eröffnungsfeier“,<br />
erinnert sich <strong>die</strong> junge Mutter.<br />
Parallel dazu hat Maikel im selben<br />
Jahr <strong>die</strong> Handelsagentur gegründet,<br />
Klein-Henri liebt Musik. Egal, ob aus der<br />
Toniebox oder aus seinem eigenen Mund.<br />
Rechts oben: Samanthas Mama wohnt im<br />
selben Haus und kocht gern <strong>für</strong> alle.<br />
<strong>die</strong> eine wunderbare Ergänzung zum<br />
Concept-Store ist. „Samantha ist<br />
dadurch meine Kundin, meine Chefin<br />
und meine Frau sowieso“, lächelt er<br />
verschmitzt. Er ist <strong>für</strong> den Vertrieb und<br />
<strong>die</strong> Buchhaltung zuständig, sie sucht<br />
<strong>die</strong> Ware aus und wickelt <strong>die</strong> gesamte<br />
Organisation im Shop ab. Es werden<br />
so oft es geht regionale Brands bevorzugt,<br />
ansonsten sind es Marken aus<br />
Deutschland, Frankreich, Dänemark<br />
und vor allem aus den Niederlanden.<br />
„Wenn wir gemeinsam nach Holland<br />
reisen und Maikels Verwandte besuchen,<br />
mache ich auch immer Recherchen<br />
<strong>für</strong> unser Geschäft und lasse<br />
mich von den holländischen Produkten<br />
und trendigen Shops inspirieren“, sagt<br />
Samantha. Die Liebe zu den schönen<br />
Dingen teilen Samantha und Maikel.<br />
Die Produkte reichen von Kinderspielzeug<br />
über Papierwaren bis hin<br />
zu Kosmetiktaschen und vielem mehr.<br />
Von allem ist etwas dabei und das in<br />
schönster Ausführung. Das Geschäft<br />
ist ein echter Hingucker in Saalfelden,<br />
ein Ort, der einmal im Jahr besondere<br />
Beliebtheit erlangt: während des<br />
Jazzfests in Saalfelden. Fünf Tage lang<br />
steht <strong>die</strong> Stadt dann im Scheinwerferlicht,<br />
und wahre Größen aus der Jazzwelt<br />
geben sich hier ein Stelldichein.<br />
Auch <strong>die</strong> Auslagen im Shop werden<br />
dann anlassbezogen dekoriert und<br />
„jazzig“ hergerichtet.<br />
Nach der intensiven Aufbauphase<br />
ihrer Firma, ihrem „Baby“, haben sich<br />
<strong>die</strong> beiden dann ganz bewusst <strong>für</strong> ein<br />
Kind entschieden. Samantha wurde<br />
rasch schwanger, und so kam 2023<br />
der kleine Sonnenschein Henri zur<br />
Welt. Samantha erzählt uns von den<br />
Anfängen: „Der Start war leider etwas<br />
Fry-Zeit?<br />
© <strong>2024</strong> McDonald’s<br />
© <strong>2024</strong> McDonald’s<br />
FRÜHLING <strong>2024</strong> | 19
Leben und wir<br />
© Heidrun Henke (1), Tim Cavadini (1), Privat (1)<br />
Mein Leben<br />
ohne Vater<br />
VON PETER ZIRBS<br />
Wenn ich alte <strong>Familie</strong>nfotos betrachte,<br />
dann fällt mir auf: Design war<br />
früher echt kein Thema. Heute sehen<br />
Wohnungen schick aus <strong>–</strong> <strong>die</strong> der<br />
70er- und 80er-Jahre sind mir als ein<br />
Sammelsurium seltsamster Dinge<br />
in Erinnerung. Das beginnt bei den<br />
unsäglichen Tapeten mit orangegoldenen<br />
Blumenmustern, zieht<br />
sich weiter über beige-erbsgrüne<br />
Badezimmerkacheln und hört bei<br />
undefinierbaren Couch des Todes,<br />
auch „Allergikerschreck“ genannt,<br />
noch lange nicht auf.<br />
Und was da immer herumstand!<br />
Ein Globus zum Aufmachen mit<br />
Hausbar drinnen. Eine historische<br />
Sammlung von Gehstöcken, <strong>die</strong><br />
niemand in der <strong>Familie</strong> benötigte.<br />
Staubfänger aller Art, wie etwa<br />
schwimmende Glasgebilde, <strong>die</strong> nach<br />
Galilei’scher Art <strong>die</strong> Temperatur<br />
anzeigen sollten. Alte fußbetriebene<br />
Singer-Nähmaschinen. Überdimensionierte<br />
Bügelgeräte. Trockenhauben,<br />
<strong>die</strong> wie Folterinstrumente aus altmodischen<br />
SciFi-Filmen aussahen und<br />
sich auch so anhörten. Der Römertopf,<br />
den jeder Haushalt hatte.<br />
Mein Adoptivvater hatte zusätzlich<br />
ein Faible <strong>für</strong> das Sammeln von<br />
Dingen. Ganze Zimmer waren voll<br />
mit alten Möbeln, Radios, Pendeluhren<br />
und undefinierbaren Gerätschaften<br />
<strong>–</strong> <strong>für</strong> mich als Kind war das<br />
natürlich super, denn es gab immer<br />
etwas auseinanderzunehmen, um es<br />
falsch wieder zusammenzubauen.<br />
Was ich vermisse, sind <strong>die</strong> alten<br />
Möbel: Ein paar wenige Stücke konnte<br />
ich retten, doch auch davon ist<br />
nur noch ein Nachtkästchen meiner<br />
Urgroßmutter übrig geblieben. Ich<br />
habe es, seit ich denken kann, und<br />
ich halte es auch weiterhin in Ehren.<br />
Der Rest ist längst ausgemustert <strong>–</strong> in<br />
modernen Wohnungen meiner Preisklasse<br />
ist da einfach kein Platz da<strong>für</strong>.<br />
Was haben wir 1977 gelacht über<br />
Ikea: Welche Idioten kaufen das!<br />
Tja, wenn ich mich jetzt so in meiner<br />
Wohnung umsehe, gibt es zwar das<br />
eine oder andere Stück mit Geschichte<br />
<strong>–</strong> der Großteil ist aber tatsächlich<br />
aus dem unmöglichen Möbelhaus<br />
aus Schweden. Billy ist <strong>für</strong> Vielleser<br />
wie mich ein tolles Produkt, und<br />
dank Shops mit liebevoll kuratierten<br />
Designstücken sind Zeiten wie <strong>die</strong><br />
erwähnten endgültig vorbei. Es sei<br />
denn, es gibt ein Revival.<br />
schwierig <strong>für</strong> uns alle. Henris Herztöne<br />
fielen ab, und nach acht Stunden<br />
Wehen musste dann doch ein Not-<br />
Kaiserschnitt gemacht werden.“ Das<br />
war hart, vor allem weil sich <strong>die</strong> Narbe<br />
danach entzündete und Samantha ihr<br />
Kind nicht mal halten durfte. Drei Monate<br />
lange war sie auf Hilfe angewiesen.<br />
Ihre Mutter hat <strong>die</strong> ersten Monate <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Jungfamilie gekocht (wie praktisch,<br />
wenn man im selben Haus wohnt!), und<br />
Maikel hat <strong>die</strong> Firmen weitergeführt und<br />
Henri durch <strong>die</strong> Luft gewirbelt.<br />
Das Stichwort. Man hört ein sanftes<br />
Babykrächzen vom Nebenzimmer, der<br />
kleine Mann ist offenbar aufgewacht,<br />
als wir über seine liebste Beschäftigung<br />
sprachen. Etwas zerknautscht,<br />
aber mit neugierigem Blick schaut er<br />
uns an. Offensichtlich wohlwollend und<br />
erfreut über den Besuch, über uns. Als<br />
Maikel dann Musik macht und eine Toniefigur<br />
„auflegt“, ist <strong>die</strong> wahre Energie<br />
von Henri zu merken. Er liebt Musik<br />
und fängt an zu tanzen. Dabei kann er<br />
noch nicht mal richtig gehen. Egal. Die<br />
Prioritäten sind gesetzt.<br />
Wir gehen noch gemeinsam in den<br />
Garten, wo sich <strong>die</strong> Oma zu uns auf <strong>die</strong><br />
Hollywood-Schaukel dazugesellt. Sie<br />
ist in ihrer Jugend viel herumgereist,<br />
vor allem nach Amerika, speziell zu<br />
den Indianerreservaten. Eine sehr große<br />
Vorliebe von ihr, wie man an vielen<br />
Details im Haus merkt. Mittlerweile ist<br />
sie sesshaft geworden, liebt <strong>die</strong> Ruhe<br />
der Berge und genießt <strong>die</strong> Zeit mit<br />
ihrem Enkelkind.<br />
Apropos Reisen: Für Henri wird es<br />
heuer seine erste Urlaubsreise geben,<br />
ans Meer. Mit zwei befreundeten<br />
Drei Generationen Frauen leben in Saalfelden<br />
unter einem Dach: Samantha, ihre<br />
Mutter sowie <strong>die</strong> Oma. Hier sind sie beim<br />
gemeinsamen Urlaub auf Sylt zu sehen.<br />
<strong>Familie</strong>n geht es nach Kroatien in ein<br />
Ferienhaus. Bis dato war Henri nur in<br />
Holland bei den Verwandten seines<br />
Papas oder mit seinen Eltern auf Messereisen.<br />
Doch <strong>die</strong>sen <strong>Sommer</strong> wird<br />
mal so richtig genossen und entspannt.<br />
Darauf freut sich <strong>die</strong> ganze <strong>Familie</strong>.<br />
Henris Lieblings-Tonie kommt natürlich<br />
mit, und zur Einstimmung wird im Auto<br />
schon mal getanzt und gesungen.<br />
20 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
Geschichte einer Kindheit<br />
Robert Steiner<br />
Interview<br />
Aus dem heimischen Fernsehen und Radio ist er nicht wegzudenken <strong>–</strong><br />
<strong>für</strong> Zigtausende junge Menschen ist und war sein Gesicht ein verlässlicher Begleiter<br />
in Kindheitstagen. Doch wie hat Robert Steiner eigentlich seine eigene Kindheit<br />
erlebt? Und was hat Zauberei damit zu tun? Diesen und anderen Fragen sind wir<br />
im Gespräch mit dem sympathischen Moderator nachgegangen. VON PETER ZIRBS<br />
<strong>Tipi</strong>: Deine erste Erinnerung?<br />
Robert Steiner: Eigentlich <strong>die</strong> Natur<br />
<strong>–</strong> ich bin in Schörfling am Attersee<br />
aufgewachsen. Diese unbeschwerte Zeit,<br />
als es keine Handys gab und wir draußen<br />
herumgestreunt sind. Eine meiner ersten<br />
Erinnerungen ist das Füttern der Schwäne<br />
am Attersee. Davon war ich als Kind<br />
sehr begeistert. Meine Eltern mussten immer<br />
aufpassen, dass ich nicht in den See<br />
falle. Da dürfte ich vielleicht vier Jahre alt<br />
gewesen sein.<br />
Am kleinen Vorgarten unserer ersten<br />
Wohnung fahre ich jetzt noch oft vorbei<br />
und sehe mich dort mit meinem Bruder<br />
herumtollen. Es war eine kleine Wohnung<br />
in einem winzigen Haus, in dem meine<br />
Eltern ihre erste Bleibe hatten, als mein<br />
Bruder und ich geboren wurden.<br />
Meine Mutter hat Urlaub am Attersee<br />
gemacht und dort meinen Vater kennengelernt.<br />
Das ist <strong>die</strong> Kurzversion davon,<br />
wie ich entstanden bin. Von der Natur her<br />
bin ich also im Para<strong>die</strong>s aufgewachsen.<br />
Und lustigerweise ist mein Haus, das<br />
ich jetzt dort habe, nur rund 300 Meter<br />
von der alten Wohnung entfernt. Es zieht<br />
einen also immer wieder zurück.<br />
Die Wohnung deiner Kindheit?<br />
Das Haus mit der Wohnung gehörte<br />
zu einem Bauernhof: ein sogenanntes<br />
Auszugshaus, in das <strong>die</strong> Alten ziehen,<br />
wenn <strong>die</strong> Jungen den Hof übernehmen.<br />
Idyllisch am Rande des Grundstücks.<br />
Der Hof wird auch heute noch bewirtschaftet;<br />
meine Oma hat damals dort <strong>die</strong><br />
Milch geholt. Und sie hat Essensabfälle<br />
in einem Kübel gesammelt, <strong>die</strong> ich den<br />
Schweinderln servieren durfte.<br />
Mit ungefähr vier Jahren bin ich dann<br />
schon nach Wien gekommen, weil sich<br />
meine Eltern getrennt hatten und meine<br />
Mama mit mir nach Wien gezogen ist. Es<br />
war <strong>für</strong> mich keine schlimme Trennung,<br />
weil ich damals jede freie Minute zu<br />
meinen Großeltern am Attersee gefahren<br />
Herumstreunen in der para<strong>die</strong>sischen<br />
Umgebung des Attersees: Robert erinnert<br />
sich gerne an eine Zeit ohne Handys und<br />
gefühlt grenzenloser Freiheit <strong>–</strong> bis 15 Uhr;<br />
da servierte <strong>die</strong> Oma Marmeladesemmerln.<br />
bin. Oder ich war bei den Großeltern<br />
mütterlicherseits in Strebersdorf. Es war<br />
ein ständiges Hin- und Herpendeln.<br />
War das ein Kulturschock?<br />
Wien war natürlich schon ganz anders,<br />
aber ich war noch so klein, dass ich das<br />
nicht mitbekommen habe. Wir hatten<br />
anfangs eine sehr kleine Wohnung im<br />
20. Bezirk, sind dann aber nach Floridsdorf<br />
gezogen. Und mit 17 hatte ich dann<br />
schon meine erste eigene Wohnung in<br />
der Nähe der Friedensbrücke.<br />
Wie war deine Kindergartenzeit?<br />
Eine der Elementarpädagoginnen war mit<br />
einem Zauberer liiert, und ich kann mich<br />
erinnern, dass ich ihn zaubern gesehen<br />
habe und mich das schon damals<br />
fasziniert hat. Ein Erlebnis, das hängen<br />
geblieben ist <strong>–</strong> denn ich begann später<br />
zu zaubern. Das viele Singen im Kindergarten<br />
hat mich ebenfalls begeistert,<br />
und ich habe dann im Chor gesungen.<br />
Das Künstlerische hat sich also schon im<br />
Kindergarten angebahnt.<br />
Und dann kam <strong>die</strong> Volksschule …<br />
Ich ging in der Adalbert-Stifter-Straße<br />
in <strong>die</strong> erste Ganztagsschule Wiens. Ich<br />
hatte eine strenge, aber gute Lehrerin:<br />
<strong>die</strong> Hilde. Und nachmittags gab’s tolle Beschäftigungen<br />
<strong>–</strong> ich erinnere mich an ein<br />
Schattentheater, das wir gebastelt haben.<br />
Das ging also wieder ein bisschen in <strong>die</strong><br />
künstlerische Richtung; <strong>die</strong>se Schule hat<br />
mich geprägt und auch gefördert.<br />
Was mir nicht getaugt hat, war das<br />
Mittagessen. Das war wirklich schlecht.<br />
Ich habe immer geschummelt und nur mit<br />
dem feuchten Löffel am Teller herumgeschmiert,<br />
damit <strong>die</strong> Lehrerinnen glauben,<br />
ich hätte Suppe gegessen.<br />
Das stille Herumsitzen in der Schule<br />
hat mir durchaus Schwierigkeiten bereitet.<br />
Heute würde man sagen, ich war ein<br />
ADHS-Kind. Es war sogar so arg, dass<br />
meine Volksschullehrerin meine Mutter<br />
gebeten hat, mit mir zum Arzt zu gehen.<br />
Ich war <strong>die</strong> ganze Zeit am Herumzappeln<br />
und hab aufgrund meines Sesselwippens<br />
ständig Verwarnungen bekommen. Und<br />
<strong>die</strong>ser Arzt war der berühmte Kinderarzt<br />
und Heilpädagoge Prof. Hans Asperger <strong>–</strong><br />
der hat mir ein sehr entzückendes Attest<br />
geschrieben, das ich bis heute in Ehren<br />
halte. Darin steht: Robert zeigt alle Anzeichen<br />
eines nervösen Buben, aber meine<br />
Mutter soll sich nicht beunruhigen, weil<br />
das alles in Kreativität aufgehen und gut<br />
sein wird, wenn man dem Wunsch nach<br />
Kreativität nachgibt. Das hat er geschrieben,<br />
als ich in der Volksschule war! Und<br />
er hat recht gehabt. Aber notenmäßig ist<br />
mir <strong>die</strong> Volksschule sehr leicht gefallen.<br />
Wie ging es dir im Gymnasium?<br />
Die Unterstufe des Gymnasiums habe ich<br />
in der Franklinstraße im 21. Bezirk absolviert.<br />
Dort hatte ich dann meinen ersten<br />
22 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
© Privat (1), Günther Pichlkostner (1)<br />
echten Struggle, denn es hat mich wenig<br />
interessiert. Ich hab mich <strong>für</strong> Latein entschieden<br />
<strong>–</strong> und ich bin dann gleich mal<br />
sitzen geblieben. In der Oberstufe wechselte<br />
ich in <strong>die</strong> Hegelgasse im 1. Bezirk<br />
und hatte das Glück, dass ich zu Herwig<br />
Zens gekommen bin. Denn meine Mutter<br />
war so clever und hat gesagt, wir müssen<br />
etwas finden, das dich interessiert,<br />
und ist mit mir diverse Spezialschulen<br />
durchgegangen. Der Kunstzweig mit dem<br />
Künstler Herwig Zens war genial <strong>für</strong> mich<br />
<strong>–</strong> damit war ich genau in der richtigen<br />
Schule. Dort ist es mir dann gut gegangen.<br />
Da habe ich dann auch maturiert.<br />
Welche Rolle hattest du in der Klasse?<br />
Ich habe bereits in der Schule gerne<br />
Menschen unterhalten <strong>–</strong> deswegen<br />
kam es dann wohl zu meinem Beruf. Ich<br />
mache das ja auch im Radio immer noch.<br />
Aber ich hatte auch noch eine zweite Seite:<br />
Ich war der, der zum Beispiel das Geld<br />
eingesammelt hat. Deswegen habe ich in<br />
der Oberstufe den Spitznamen „Fiskus“<br />
bekommen.<br />
Du warst also immer ein Bühnenmensch?<br />
Ich habe mir mit laut Vorlesen schwergetan.<br />
Das hat sich nicht gut angefühlt. Und<br />
ich habe mich gefragt: Wieso hast du<br />
Angst, vor größeren Menschenansammlungen<br />
zu sprechen? Eigentlich schräg,<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 23
Leben und wir<br />
© Privat 6), Florian Falb (1)<br />
wenn man meinen weiteren Werdegang<br />
betrachtet. Bühnenspiel etwa habe ich<br />
schon gemacht, aber es war immer eine<br />
große Überwindung <strong>für</strong> mich. Ich behaupte<br />
gerne, ich hätte mich selber therapiert,<br />
denn ich habe dann <strong>die</strong> Zauberei als<br />
Hobby <strong>für</strong> mich entdeckt: Im Urlaub<br />
las ich einen wirklich dicken Schmöker<br />
darüber, mit wenig Bildern und vielen<br />
Erklärungen, und habe es so erlernt.<br />
Erst wurden Klassenkolleginnen und<br />
-kollegen verzaubert, dann habe ich bei<br />
<strong>Familie</strong>nfeiern gezaubert. In Folge haben<br />
mich Freunde zum Zaubern eingeladen,<br />
und plötzlich wurde ich <strong>für</strong> Messen, Seniorenheime<br />
und Volksfeste engagiert.<br />
Ich glaube, wenn du dich <strong>für</strong> etwas<br />
wirklich begeisterst und fasziniert davon<br />
bist und daher etwas erzählen kannst,<br />
dann verlierst du <strong>die</strong>se Angst, vor Leuten<br />
zu reden. Plötzlich kannst du es präsentieren.<br />
Ich glaube, das ist ein Geheimnis.<br />
Das Zaubern hat mich gerettet.<br />
Fast hätte es dich aus der Schule<br />
gezaubert …<br />
Durch meine Engagements hatte ich viele,<br />
viele Fehlstunden. Ich habe das aber<br />
offen gespielt und den Lehrerinnen und<br />
Lehrern Bescheid gesagt; meine Mutter<br />
hat das ebenfalls unterstützt <strong>–</strong> bei der<br />
Matura hatte ich dann aber ein Problem,<br />
nämlich zu viele Fehlstunden, und musste<br />
eine zusätzliche Prüfung machen.<br />
Schulfreundschaften blieben dabei<br />
allerdings auf der Strecke. Aber ich ver<strong>die</strong>nte<br />
Geld und konnte mir sogar mein<br />
erstes Mobiltelefon kaufen <strong>–</strong> einen riesigen<br />
D-Netz-Knochen. Natürlich wurde<br />
meine Zauberei anfangs belächelt.<br />
Gab’s <strong>Familie</strong>nurlaube?<br />
Als ich ungefähr elf Jahre alt war, machten<br />
wir einen Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff<br />
im Schwarzen Meer. Das ist<br />
mir gut in Erinnerung geblieben, weil ich<br />
unbedingt so ein Hemd wie der Kapitän<br />
haben wollte und auch bekommen habe.<br />
Mit <strong>die</strong>sem Hemd bin ich dann <strong>die</strong> ganze<br />
Zeit auf dem Schiff herumgelaufen. Und<br />
dann war da natürlich der Urlaub, in dem<br />
V.l.n.r.: Viele Kindheitsfotos von Robert<br />
zeigen den Attersee, wo er seine ersten<br />
vier Jahre verbracht hat. In seiner Karriere<br />
gab es auch ein <strong>für</strong> ihn spannendes und<br />
lehrreiches Disney-Intermezzo. Das Zaubern<br />
nimmt einen besonderen Stellenwert in seiner<br />
Biografie ein <strong>–</strong> wie auch Ingrid Riegler.<br />
ich das Zauberbuch gelesen habe, da<br />
war ich so um <strong>die</strong> 13 Jahre alt. Mein Vater<br />
hat Urlaube im Wohnmobil geliebt <strong>–</strong> ich<br />
allerdings gar nicht: Mit Vater, Mutter und<br />
Bruder auf sechs Quadratmetern, das war<br />
vor allem in der Pubertät eine schwierige<br />
Geschichte. Deshalb bin ich wahrscheinlich<br />
völlig in <strong>die</strong>ses Buch eingetaucht.<br />
Einmal sind wir mit dem Wohnmobil<br />
von Wien nach Thessaloniki und zurück<br />
gefahren. Ein irrer Trip.<br />
Wie bist du dann vom Zaubern<br />
ins Fernsehen gekommen?<br />
Während der Schulzeit habe ich durch<br />
meinen Vater, der technische Jobs<br />
gemacht hat, Ingrid Riegler <strong>–</strong> damals<br />
„Am dam des“ <strong>–</strong> kennengelernt. Und<br />
<strong>die</strong> hat mich bei ihren Live-Kindershows<br />
immer wieder als Zauberer engagiert und<br />
mitgenommen. Und dann hat der ORF<br />
einen Moderator <strong>für</strong> das Kinderfernsehen<br />
gesucht, und Ingrid hat gesagt: Weißt<br />
du was, wir schlagen vor, dass wir das<br />
gemeinsam machen!<br />
Wir gehen also zum Casting; ich habe<br />
ein bisschen gezaubert <strong>–</strong> und ich hab<br />
den Job bekommen, aber <strong>die</strong> Ingrid nicht.<br />
Da war sie kurz ein wenig sauer. „Schau<br />
genau“ hat <strong>die</strong> Sendung geheißen, ein<br />
Sicherheitsmagazin.<br />
Roberts legendäres Attest: Dr. Aspergers<br />
Vorhersage hat sich bewahrheitet.<br />
Was war der Sound deiner Jugend?<br />
Eigentlich das, was ich jetzt auf Radio<br />
Wien spiele. Das hat mich geprägt: Ich<br />
sitze mit meiner Mutter im alten VW-Käfer,<br />
und es spielt im Radio Songs von Wham!,<br />
Soft Cell oder ELO … Ich habe kitschigste<br />
Erinnerungen an Olivia Newton-John!<br />
Und mir hat Udo Huber noch in <strong>die</strong> selbst<br />
aufgenommenen Kassetten hineingeredet<br />
<strong>–</strong> heute ist er ein lieber Kollege von<br />
mir. Deswegen bin ich total glücklich,<br />
beim richtigen Sender gelandet zu sein.<br />
Womit endete deine Kindheit?<br />
Da ich mich 365 Tage im Jahr meiner<br />
Zielgruppe widme, ist sie irgendwie noch<br />
immer nicht wirklich vorbei. Ich behalte<br />
mir einfach ein bisschen von meiner Kindheit.<br />
Eigentlich ein totaler Luxus. Das liegt<br />
auch daran, dass ich mich immer mit den<br />
neuesten Kinderthemen beschäftigen<br />
kann <strong>–</strong> ob das jetzt Paw Patrol oder der<br />
neue Garfield-Kinofilm ist.<br />
Der spielerische Zugang, um Shows<br />
oder Rätsel zu basteln und zu entwickeln,<br />
der ist immer da. Und das ist auch der<br />
Reiz, den mein Job hat.<br />
ROBERT STEINER<br />
geboren 1969,<br />
moderiert in ORF 1<br />
<strong>die</strong> Wochenend-<br />
Programmfläche<br />
„Hallo OKIDOKI“<br />
sowie auf Radio<br />
Wien sonntags<br />
gemeinsam mit Ratte Rolf Rüdiger<br />
„WOW <strong>–</strong> Wissen, oder was?“ und<br />
werktags „Die 2 um 2“. Brandneu ist<br />
seine Talkshow „YEAH!“ <strong>für</strong> Kids von<br />
8 bis 13, <strong>die</strong> online auf Kids.ORF.at<br />
und ORF ON abrufbar ist. Auf YouTube<br />
präsentiert Robert den monatlichen<br />
„LolliTalk“ aus dem Planet Lollipop-<br />
Kinderpara<strong>die</strong>s.<br />
robertsteiner.at<br />
24 | SOMMER <strong>2024</strong>
BESUCHE<br />
MICH AUF<br />
planet-lollipop.at<br />
Weitere<br />
Ideen zur<br />
gesunden Jause<br />
findest du in<br />
unserem<br />
Lolli Blog.<br />
planet-lollipop.at
Leben und wir<br />
Auf den Hund gekommen<br />
Laut Statista lebten im Jahr 2022 hierzulande rund 766.000 Hunde <strong>–</strong><br />
viele davon in Haushalten mit Kindern. Für <strong>die</strong>se <strong>Familie</strong>n steht fest:<br />
Ein Hund gehört zum Leben dazu. VON NINA REHMANN<br />
Der Hund: bester Freund des Menschen<br />
und das zweitbeliebteste Haustier<br />
in Österreich. Die treuen Wegbegleiter<br />
mit ihrer bedingungslosen Liebe<br />
beeinflussen unsere physische und<br />
psychische Gesundheit positiv <strong>–</strong> sei<br />
es durch lange Spaziergänge an der<br />
frischen Luft oder <strong>die</strong> Stressreduktion<br />
über <strong>die</strong> Ausschüttung des „Liebeshormons“<br />
Oxytocin beim Streicheln. Wir<br />
haben mit vier <strong>Familie</strong>n und einer<br />
Hundetrainerin gesprochen: über <strong>die</strong><br />
Entscheidung <strong>für</strong> den Hund, den <strong>Familie</strong>nalltag<br />
und ihre Ratschläge an andere<br />
<strong>Familie</strong>n, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Anschaffung eines<br />
Hundes in Betracht ziehen.<br />
<strong>Familie</strong> Waibel<br />
aus Dornbirn<br />
Die Türklingel! Aufgeregt wedelt Bruno<br />
mit dem Schwanz und wäre bereit,<br />
<strong>die</strong> Besucher gebührend zu begrüßen<br />
<strong>–</strong> würde Herrchen Berni ihn nicht zurückhalten.<br />
Der achtjährige Rüde liebt<br />
Besuch, und besonders Kinder. Bruno<br />
ist der ideale <strong>Familie</strong>nhund, darin ist<br />
sich <strong>Familie</strong> Waibel einig. Der Entlebucher<br />
Sennenhund ist treu, verspielt<br />
und äußerst geduldig. „Unsere Kinder<br />
dürfen alles mit ihm machen“, erzählt<br />
Frauchen Silvia. Die 8-jährige Lena, <strong>die</strong><br />
7-jährige Pia und der 5-jährige Emil<br />
bestätigen das. Alle drei sind mit Bruno<br />
aufgewachsen und könnten sich ein<br />
Leben ohne ihren Fellfreund gar nicht<br />
vorstellen.<br />
Leben ohne Hund? Wie langweilig!<br />
Denn Bruno ist einfach der beste Kuschelpartner<br />
und der liebesbedürftigste<br />
Hund, den man sich vorstellen kann.<br />
Diese Charaktereigenschaften sind typisch<br />
<strong>für</strong> den Entlebucher Sennenhund.<br />
Die Schweizer Hunderasse ist ihrem bekannteren<br />
Artverwandten, dem Berner<br />
Sennenhund, sehr ähnlich; allerdings<br />
mit ca. 50 cm und 25 kg kleiner und<br />
weniger massiv. Silvia und Berni haben<br />
sich bewusst <strong>für</strong> <strong>die</strong>se Rasse entschieden,<br />
nachdem sie im Internet nach<br />
passenden <strong>Familie</strong>nhunden recherchiert<br />
hatten. Mehrere hundert Kilometer sind<br />
sie gefahren, um sich den einzigen verbliebenen<br />
Welpen aus dem Wurf eines<br />
Züchters zu holen. Ursprünglich wollten<br />
sie ein Weibchen, aber nach einem<br />
Blick auf das Foto des süßen Welpen<br />
stand <strong>die</strong> Entscheidung fest. Bruno ist<br />
Waibels zweiter Hund. Ihr erster Hund<br />
starb noch in jungen Jahren nach kurzer,<br />
schwerer Krankheit. Aber <strong>für</strong> Berni<br />
und Silvia war klar: Ein Leben ohne<br />
Hund ist möglicherweise einfacher, aber<br />
deutlich langweiliger und leerer. Ihr<br />
Tipp <strong>für</strong> <strong>die</strong> Anfangszeit, vor allem mit<br />
einem kleinen Hund: sich Zeit nehmen,<br />
denn so ein Welpe ist bedürftig wie ein<br />
Baby. „Am Anfang wurde Bruno beim<br />
Spazierengehen oft so müde, dass er<br />
nicht mehr laufen wollte und ich ihn<br />
dann unter den Kinderwagen gepackt<br />
und mitgeschoben habe“, lacht Silvia.<br />
Mittlerweile ist Spazierengehen vor<br />
allem <strong>die</strong> Aufgabe von Vater Berni.<br />
Die morgendliche Runde von Hund,<br />
Papa und den Kindern bis zu Emils Kindergarten<br />
ist Pflicht. Hat der <strong>Familie</strong>nvater<br />
einmal keine Zeit da<strong>für</strong>, ist Hund<br />
Bruno regelrecht beleidigt und schmollt,<br />
wenn Berni wieder nach Hause kommt.<br />
<strong>Familie</strong> Waibel im Word Rap<br />
Unser Hund liebt: Vorarlberger Bergkäse<br />
als Leckerli<br />
Unser Hund hasst: Wasser<br />
Unser Hund schläft: am liebsten vor<br />
Lenas Bett<br />
Unser Hund passt perfekt zu uns, weil …<br />
er unkompliziert ist und so gern<br />
gestreichelt werden will.<br />
Urlaub verbringen wir: mit Bruno im<br />
Ferienhaus im Bregenzerwald oder dank<br />
eines Netzwerks von 4 bis 5 Hundesittern<br />
ein paar Tage ohne ihn<br />
© Privat (1), Klaus Krumboeck (1)<br />
26 | SOMMER <strong>2024</strong>
<strong>Familie</strong> Schmidbauer<br />
aus der Steiermark<br />
Thomas Schmidbauer liebt Tiramisu.<br />
Damit ist nicht etwa das italienische<br />
Dessert gemeint, sondern seine Großpudeldame.<br />
Die wurde von einem befreundeten<br />
Italiener so getauft, als Revanche<br />
da<strong>für</strong>, dass Thomas seinem Hund<br />
damals den Namen Pasta gegeben hatte.<br />
Der Name Tiramisu (Spitzname Su)<br />
passt perfekt zu der 8-jährigen Hundedame:<br />
Sie ist zuckersüß, und man kann<br />
nicht genug von ihr bekommen.<br />
Ein gutes Gespür <strong>–</strong> auch <strong>für</strong> Leckerli<br />
Der 49-jährige Thomas, seine Frau Silke<br />
und Sohn Moritz könnten sich ein Leben<br />
ohne <strong>die</strong> intelligente, verspielte Hündin<br />
gar nicht mehr vorstellen. Su kam als<br />
Welpe von einer Züchterin aus Norddeutschland<br />
zu ihnen. Thomas hatte<br />
sich intensiv mit der Suche nach dem<br />
passenden Pudelwurf beschäftigt und<br />
war nach langer Recherche und vielen<br />
Telefonaten seinem Bauchgefühl gefolgt.<br />
Seither lebt Su auf dem Land und muss<br />
dort im heimischen Garten manchmal<br />
mit den Hühnern des Nachbarn um<br />
„ihren“ Platz kämpfen <strong>–</strong> allerdings<br />
ohne wilde Verfolgungsjagd, denn Su<br />
beweist Nervenstärke auf ihre eigene<br />
Art. Sie hat ein ausgezeichnetes Gespür<br />
<strong>für</strong> Menschen und merkt genau, wo<br />
sie viele Streicheleinheiten bekommt <strong>–</strong><br />
und vielleicht sogar ein Leckerli. Da<strong>für</strong><br />
kommt nur Futter von Thomas’ Hundefuttermarke<br />
THE GOODSTUFF infrage,<br />
<strong>die</strong> er vor ein paar Jahren mit seinem<br />
technikbegeisterten Partner Christian<br />
Knauss gegründet hat, da sie mit der<br />
Qualität des vorhandenen Trockenfutters<br />
unzufrieden waren. Durch eine eigens<br />
entwickelte Produktionsmethode ist es<br />
THE GOODSTUFF möglich, frische Rohstoffe<br />
so zu verarbeiten, dass im Trockenfutter<br />
besonders viele Nährstoffe erhalten<br />
Leben und wir<br />
bleiben und <strong>die</strong> Verstoffwechselung <strong>für</strong><br />
Hunde besser funktioniert. Su liebt Futter<br />
von THE GOODSTUFF mittlerweile so<br />
sehr, dass sie sogar „andere“ Leckerli<br />
ablehnt. Deshalb ist Thomas’ Ratschlag<br />
<strong>für</strong> Hundeneulinge auch: „Achtet auf<br />
gutes, hochwertiges Futter <strong>für</strong> euren<br />
Hund, seiner Gesundheit zuliebe. Und:<br />
Seid euch bewusst, dass ihr euch ein<br />
Lebewesen und kein Spielzeug ins Haus<br />
holt. Einen treuen Gefährten, der Liebe,<br />
Zeit & Aufmerksamkeit ver<strong>die</strong>nt.“<br />
<strong>Familie</strong> Schmidbauer im Word Rap<br />
Unser Tipp <strong>für</strong> <strong>die</strong> Anfangszeit:<br />
Konsequent sein <strong>–</strong> in allem!<br />
Lieblingsleckerli: Hühnerfilet-Goo<strong>die</strong>s<br />
von THE GOODSTUFF<br />
Urlaub mit Hund: Wir reisen anders<br />
und bringen unsere Bedürfnisse mit jenen<br />
des Hundes in Einklang.<br />
Unsere Hündin passt perfekt zu uns,<br />
weil … sie alles mit uns mitmacht<br />
und uns viele emotionale Momente im<br />
stressigen Alltag schenkt.<br />
Miteinander sicher<br />
auf Österreichs Almen<br />
und Weiden<br />
<br />
Begegnung<br />
von Mutterkühen<br />
und<br />
Hunden vermeiden!<br />
<br />
Den hier<br />
arbeitenden<br />
Menschen, der Natur<br />
und den Tieren<br />
mit Respekt<br />
begeg nen!<br />
<br />
Hunde an<br />
kurzer Leine führen.<br />
Ist ein Angriff durch<br />
ein Weidetier abzusehen:<br />
Sofort<br />
ableinen!<br />
ENTGELTLICHE EINSCHALTUNG DES BML<br />
<br />
Tiere nicht<br />
erschrecken und<br />
nicht füttern,<br />
sicheren Abstand<br />
halten!<br />
<br />
Wanderwege<br />
nicht verlassen.<br />
Wenn Weidevieh den<br />
Weg versperrt, mit<br />
großem Abstand<br />
umgehen!<br />
Weitere Infos zum richtigen Verhalten unter:<br />
www.sichere-almen.at<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 27<br />
BILD: © BML/A. RAMPITSCH
Leben und wir<br />
<strong>Familie</strong> Clevers<br />
aus Salzburg<br />
Die 30-jährige Melanie wollte immer<br />
schon einen Hund, was ihr Beruf als<br />
Flugbegleiterin allerdings erschwerte.<br />
Als in der Coronazeit Melanie und<br />
Ehemann und Pilot Christian viel mehr<br />
Zeit zu Hause verbrachten und zudem<br />
<strong>die</strong> Kinderplanung anstand, war <strong>die</strong><br />
Erfüllung des Wunsches nach einem<br />
<strong>Familie</strong>nhund zum Greifen nah. Fündig<br />
wurden sie über Facebook bei einem<br />
Hobbyzüchter mit braunen Labrador-<br />
Welpen <strong>–</strong> und es war gleich Liebe auf<br />
den ersten Blick. Getauft wurde der kleine<br />
Schokolabbi auf den ungewöhnlichen<br />
Namen Walter, auf den sie sich schon<br />
vor Jahren während einer Hundedokumentation<br />
im Fernsehen geeinigt hatten.<br />
Große Liebe<br />
Seit April 2020 lebt Walter bei <strong>Familie</strong><br />
Clevers, <strong>die</strong> seither durch den dreijährigen<br />
Paul und den 15 Monate alten Max<br />
vergrößert wurde. Was sich verändert<br />
hat, seit Walter da ist <strong>–</strong> abgesehen<br />
von Hundehaaren in jedem Winkel?<br />
<strong>Familie</strong> Clevers muss viel organisierter<br />
und strukturierter sein und sich<br />
immer vorher überlegen: Darf der Hund<br />
mit? Falls nicht, wer übernimmt ihn?<br />
Glücklicherweise wird Melanie von ihrer<br />
Mama unterstützt, <strong>die</strong> oft mit Walter<br />
spazieren geht. Generell verbringt<br />
Melanie viel mehr Zeit draußen als<br />
vorher, mit langen Spaziergängen am<br />
Fluss oder am See. Labrador Walter ist<br />
nämlich ein typischer Wasserhund:<br />
Er liebt es, ins Wasser zu springen und<br />
freut sich jedes Jahr über den ersten<br />
Schnee. Bei aller Liebe dürfe das Leben<br />
mit Hund aber nicht romantisiert werden.<br />
Gerade Walters viele Krankheiten,<br />
von Augen- und Ohrenentzündung bis<br />
zum Durchfall, waren etwas, mit dem<br />
Melanie nicht gerechnet hatte <strong>–</strong> auch<br />
finanziell. Als reinrassiger Labrador<br />
kämpft Walter mit Allergien und verträgt<br />
nicht jedes Futter. Vor allem in der<br />
damaligen Stadtwohnung im 4. Stock<br />
führten Walters Durchfallerkrankungen<br />
zu kritischen Situationen auf dem Weg<br />
zum nächsten Grünstreifen. Deshalb<br />
bekommt Walter ein spezielles, deutlich<br />
teureres Allergiefutter. Melanie rät<br />
<strong>Familie</strong> Clevers im Word Rap<br />
Unser Hund liebt: Käse als Leckerli<br />
Unser Hund hasst: Tierarztbesuche,<br />
Gekämmt werden, Katzen<br />
Unser Hund ist ein idealer <strong>Familie</strong>nhund,<br />
weil … er <strong>die</strong> Gutmütigkeit in Person ist.<br />
Unser Tipp <strong>für</strong> <strong>die</strong> Anfangszeit: Ruhe<br />
bewahren und dem Hund viel Zeit geben,<br />
um alles kennenzulernen<br />
Unser Hund in 3 Worten: Herz aus Gold<br />
jeder <strong>Familie</strong>, sich genau zu überlegen:<br />
Passt ein Hund zu unserem Lebensstil<br />
und in unseren Alltag? Sind wir bereit,<br />
Urlaube und Ausflüge entsprechend<br />
anzupassen? Haben wir genug zeitliche<br />
und finanzielle Ressourcen? Ist <strong>die</strong> Antwort<br />
Ja, wird man mit viel Liebe und<br />
einer unbeschreiblich starken Bindung<br />
an seinen Vierbeiner belohnt.<br />
© Privat (2)<br />
<strong>Familie</strong> Ehrenhöfer<br />
aus Wien<br />
Langweilig wird es Sandra Ehrenhöfer<br />
selten. Neben ihrer Arbeit als Tierärztin<br />
sowie ihren Töchtern Lilia (8)<br />
und Fina (4) und Mann Michael gibt<br />
es seit Oktober auch den neun Monate<br />
alten Golden Doodle Leopold, der ihre<br />
Aufmerksamkeit braucht. Nach sieben<br />
„hundelosen“ Jahren war <strong>für</strong> <strong>die</strong> hundebegeisterte<br />
37-Jährige klar: Jetzt, wo<br />
<strong>die</strong> Kinder aus dem Gröbsten raus sind,<br />
ist <strong>die</strong> richtige Zeit <strong>für</strong> einen <strong>Familie</strong>nhund<br />
gekommen.<br />
Mit Kind & Hund <strong>die</strong> Stadt erkunden<br />
In der ersten Zeit mit Hundebaby Leopold<br />
hatte sie extra Urlaub genommen,<br />
damit sich alle gut kennenlernen und<br />
eingewöhnen können. Mühsam war es<br />
trotzdem: Alle 2 Stunden raus, auch<br />
nachts <strong>–</strong> so ein Welpe ist beinahe wie<br />
ein drittes Kind. Aber nur so lässt<br />
sich Stubenreinheit schnell antrainieren.<br />
Herausfordernd war es auch,<br />
eine neue Routine mit dem Hund zu<br />
finden <strong>–</strong> vor allem am Morgen, wenn<br />
<strong>die</strong> Kinder in den Kindergarten und in<br />
<strong>die</strong> Schule müssen oder der Hund nicht<br />
überall hineindarf. Zeitmanagement<br />
und Organisation <strong>–</strong> das braucht es als<br />
28 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
© instagram.com/zuckerkipfal (2)<br />
Fina<br />
Lilia<br />
Ahoi, ihr Landratten!<br />
Das wohl beliebteste<br />
Welpenrudel der Welt<br />
ist zurück <strong>–</strong> mit neuer<br />
Bühnenshow voller Musik<br />
und jeder Menge Spaß:<br />
PAW PATROL Live! <strong>–</strong><br />
Das große Piratenabenteuer.<br />
<strong>Familie</strong> mit Hund. Das schließt auch<br />
ein Netzwerk an Betreuern mit ein,<br />
<strong>die</strong> den Hund gelegentlich übernehmen<br />
können. Mit Leopold ist das gut machbar:<br />
Der gutmütige Golden Doodle liebt<br />
Kinder und ist Trubel gewöhnt. Auch<br />
Töchterchen Fina, <strong>die</strong> ursprünglich<br />
große Angst vor Hunden gehabt hatte,<br />
schloss den liebenswerten Vierbeiner<br />
gleich in ihr Herz. Leopolds Pudelanteil<br />
von 75 % merkte Sandra vor allem in<br />
der Hundeschule: Ganz der typische<br />
Pudel, ist Leopold sehr gelehrig und äußerst<br />
intelligent. Mit seiner aktiven Art<br />
und seiner Begeisterung <strong>für</strong> Ausflüge<br />
passt er perfekt zu den Ehrenhöfers.<br />
Man trifft <strong>die</strong> <strong>Familie</strong> oft in den Parks<br />
des 2. Bezirks oder mit dem Hund im<br />
Lastenfahrrad auf Erkundungstour.<br />
Dabei nimmt Sandra als @zuckerkipfal<br />
gerne ihre fast 14.000 Follower auf<br />
Instagram mit zu ihren Lieblingsecken in<br />
Wien. Auf der Social-Media-Plattform<br />
gibt sie Einblicke in ihr Leben als modeund<br />
hundebegeisterte Mama sowie<br />
tierärztliche Tipps <strong>für</strong> Haustierbesitzer.<br />
<strong>Familie</strong> Ehrenhöfer im Word Rap<br />
Ohne unseren Hund wäre unser Leben:<br />
langweiliger und nicht mehr vorstellbar.<br />
Das hat sich verändert, seit der Hund<br />
da ist: eigentlich nichts, als wäre er immer<br />
da gewesen<br />
Unser Hund … ist leider ein schlechter<br />
Esser.<br />
Wir achten besonders darauf,<br />
dass … nichts herumliegt, was <strong>für</strong> Leopold<br />
gefährlich werden kann. Besonders mit<br />
Kleinkindern eine Herausforderung.<br />
Unser Hund darf nicht: ins Bett und auf<br />
<strong>die</strong> Couch.<br />
Unser Tipp: sich vorab gut über <strong>die</strong> Rasse<br />
informieren und den Sachkundenachweis<br />
(Pflicht in einigen Bundesländern) nicht<br />
vergessen<br />
PAW PATROL LIVE!<br />
Das große Piratenabenteuer<br />
30.10.<strong>2024</strong>, Wiener Stadthalle (Halle F)<br />
Vorstellungen: 10/13/16 Uhr<br />
Tickets ab € 38,40 auf<br />
www.oeticket.com • www.stadthalle.com<br />
PROMOTION; © VStar Entertainment (1)<br />
Die Animationsserie PAW Patrol lässt<br />
<strong>die</strong> Herzen von Kindern auf der ganzen<br />
Welt seit vielen Jahren höherschlagen.<br />
Angeführt von ihrem Freund und<br />
Lehrer Ryder, bewältigen <strong>die</strong> mutigen<br />
Hundewelpen Chase, Marshall, Rocky,<br />
Tracker, Skye, Rubble und Zuma als<br />
PAW Patrol gemeinsam <strong>die</strong> verschiedensten<br />
Herausforderungen zum<br />
Wohle der Sicherheit der Bewohner<br />
ihrer Abenteuerbucht.<br />
Helfer auf 4 Pfoten<br />
Auch auf der großen Bühne sind Ryder<br />
und seine tapferen Hunde ein tolles<br />
Team. Ende Oktober stürzen sie sich<br />
in der Wiener Stadthalle in das große<br />
Piratenabenteuer. Nachdem Chase,<br />
Marshall, Rubble, Skye, Rocky und<br />
Zuma Käpt’n Tollpatsch nach einem<br />
Sturz retten, entdecken sie eine verloren<br />
geglaubte, geheime Piratenschatzkarte.<br />
Blöd nur, dass auch Bürgermeister<br />
Besserwisser aus dem Nachbarort<br />
von der Karte erfahren hat und den<br />
unsagbar wertvollen Schatz natürlich<br />
auch um jeden Preis finden will.<br />
Der Wettlauf beginnt …<br />
Keine Aufgabe zu groß!<br />
Die Aufführung dauert rund eine Stunde<br />
und lässt Klein und Groß in <strong>die</strong> PAW Patrol-<br />
Welt eintauchen <strong>–</strong> mit mitreißender Musik,<br />
farbenfrohem Bühnenbild und Hightech-<br />
Videowand. Gemeinsam mit den Welpen<br />
lernen Kinder und Erwachsene dabei<br />
verschiedene Piratensprüche, tanzen den<br />
Piraten-Boogie und helfen den süßen<br />
Hunden, der Schatzkarte zu folgen und<br />
immer auf dem richtigen Weg zu bleiben.<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 29
Leben und wir<br />
Heidi Ascher<br />
berät als ausgebildete Hundetrainerin<br />
<strong>Familie</strong>n bei Alltagsproblemen, bietet<br />
individuelle Trainings an und bringt<br />
Menschen bei, wie sie ihren Hunden<br />
etwas beibringen. Als Mama einer<br />
vierjährigen Tochter, Besitzerin der<br />
13-jährigen Border-Collie-Spitz-<br />
Mischlingshündin Jeanny und mit einer<br />
Kindheit auf dem Land mit vielen Hunden<br />
bringt Heidi umfassende Erfahrung<br />
zum Thema <strong>Familie</strong>nhund mit.<br />
www.happydogether.at<br />
<strong>Tipi</strong>: Was liebst du besonders an<br />
deiner Arbeit?<br />
Heidi Ascher: Ich arbeite in erster<br />
Linie mit Menschen, nicht mit Hunden.<br />
Mein Antrieb ist es, Menschen<br />
anzuleiten, wie sie ihren Hunden alles<br />
zeigen können. Ich beobachte das<br />
Verhalten der Hunde und der Besitzer,<br />
um ihnen zu helfen, sich noch besser<br />
zu verstehen. Ich betrachte mich als<br />
Problemlöserin <strong>für</strong> <strong>die</strong> Herausforderungen<br />
im Alltag. Das reicht von Themen<br />
wie nicht an der Leine gehen wollen,<br />
nicht allein zu Hause bleiben können<br />
bis zu Veränderungen im Alltag, etwa<br />
wenn ein Baby in den Hundehaushalt<br />
geboren wird.<br />
Was zeichnet einen idealen <strong>Familie</strong>nhund<br />
aus? Wie wichtig ist <strong>die</strong> Rasse<br />
dabei?<br />
Es gibt nicht DIE eine Rasse als perfekten<br />
<strong>Familie</strong>nhund. Es hängt von<br />
den Bedürfnissen und der Konstellation<br />
in der <strong>Familie</strong> ab. Man muss sich<br />
intensiv damit beschäftigen, wo<strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> gewünschte Rasse ursprünglich<br />
gezüchtet wurde. Für eine <strong>Familie</strong>,<br />
<strong>die</strong> viel draußen ist, kann ein sportlich<br />
veranlagter Hund gut sein <strong>–</strong> <strong>für</strong> eine<br />
andere <strong>Familie</strong> nicht. Für eine <strong>Familie</strong>,<br />
<strong>die</strong> ständig viel Besuch bekommt, kann<br />
eine auf Wache gezüchtete Rasse anstrengend<br />
werden. Allgemein muss ein<br />
<strong>Familie</strong>nhund oft viel Stress aushalten<br />
und sollte robuster in der Konstitution<br />
sein, wenn Kinder mal wilder werden.<br />
Was muss ich bei der Auswahl des<br />
Hundes noch beachten?<br />
Schaut euch den Hund vor der<br />
Entscheidung genau an: Passt <strong>die</strong>ser<br />
Hund zu uns? Es ist wichtig, sich<br />
im Vorfeld gut über den Züchter zu<br />
informieren und beim Besuch <strong>die</strong><br />
Situation vor Ort zu überprüfen. Zum<br />
Beispiel: Wie wachsen <strong>die</strong> Welpen auf?<br />
Ein Welpe, der nur draußen gehalten<br />
wurde, kann von Haushaltsgeräuschen<br />
überfordert sein. Gute Züchter haben<br />
nur einen Wurf parallel. Lest im Internet<br />
nach, erkundigt euch bei anderen Hundebesitzern,<br />
fragt <strong>die</strong> Hundetrainer<br />
VOR der Anschaffung des Hundes um<br />
Rat. Damit lassen sich viele Probleme<br />
abfedern. Zu oft wird ein Hund nach<br />
dem Aussehen ausgewählt und nicht<br />
nach dem Charakter.<br />
Dein Ratschlag an <strong>Familie</strong>n, <strong>die</strong> sich<br />
einen Hund anschaffen wollen?<br />
Überlegt euch vorher, wer hauptverantwortlich<br />
<strong>für</strong> den Hund ist. Egal, wie sehr<br />
<strong>die</strong> Kinder behaupten, sie werden sich<br />
um den Hund kümmern: Die Verantwortung<br />
liegt immer bei den Erwachsenen.<br />
Lasst eure Kinder niemals mit dem<br />
Hund allein, auch nicht Gassi gehen.<br />
Baut euch ein gutes Netzwerk an Hundesittern<br />
auf <strong>–</strong> ihr werdet sie brauchen.<br />
Viele unterschätzen das Thema „Hund<br />
allein lassen“ oder dass Hunde nicht<br />
überallhin mitdürfen. Man denke an<br />
Spielplätze, wo Kleinkindeltern ihren<br />
Hund nicht mitnehmen können. Oder<br />
wenn <strong>die</strong> Kinder oder man selbst krank<br />
ist und der Hund raus muss.<br />
Mit welchen Herausforderungen<br />
ist eine <strong>Familie</strong> beim ersten Hund<br />
konfrontiert?<br />
Der Aufwand wird unterschätzt. Ein<br />
Hund ist ein Lebewesen mit Bedürfnissen<br />
und „funktioniert“ nicht wie<br />
eine Maschine. Vor allem ein Welpe<br />
benötigt unglaublich viel Zuwendung<br />
Interview<br />
und Zeit und ist wie ein Kleinkind, dem<br />
man alles beibringen muss. Auch der<br />
finanzielle Aspekt ist wichtig. Ein Hund<br />
kostet viel Geld <strong>–</strong> von den Anschaffungskosten<br />
über das Hundefutter bis<br />
hin zu den Tierarztkosten, vor allem im<br />
Alter. Das summiert sich. Da wäre <strong>die</strong><br />
Abschließung einer Hundeversicherung<br />
eine Überlegung wert.<br />
Dein Tipp <strong>für</strong> <strong>die</strong> Anfangszeit?<br />
Kümmert euch darum, eurem Hund<br />
<strong>die</strong> Basics beizubringen, und wendet<br />
euch <strong>für</strong> Fragen an Experten. Besucht<br />
eine Hundeschule oder holt euch<br />
einen Trainer. Beschäftigt euch mit der<br />
Körpersprache eures Hundes. Hunde<br />
zeigen durch ihr Ausdrucksverhalten<br />
genau, wie es ihnen geht <strong>–</strong> man muss<br />
es nur richtig lesen und interpretieren<br />
können. Viele Vorfälle ließen sich vermeiden,<br />
wenn man rechtzeitig auf <strong>die</strong><br />
Signale des Hundes achtet. Stellt Regeln<br />
<strong>für</strong> Kind und Hund auf, z.B. nicht<br />
zum Hund hingehen, wenn er schläft<br />
oder frisst. Holt euch sofort Hilfe, wenn<br />
es Probleme gibt.<br />
Wie wichtig ist regelmäßiges<br />
Training?<br />
Ausschlaggebend sind <strong>die</strong> individuelle<br />
Situation und <strong>die</strong> Frage: Was erwarte<br />
ich von meinem Hund? Ein Stadthund,<br />
der überallhin mitgenommen wird,<br />
muss andere Dinge können als ein<br />
Landhund im Garten. Wichtig ist, dass<br />
der Hund ausgelastet ist <strong>–</strong> und zwar<br />
nicht nur körperlich, sondern auch<br />
geistig. Achtet darauf, euren Hund<br />
durch Tricks, Nasenarbeit, Signaltraining,<br />
usw. kognitiv zu fordern.<br />
© Privat (1), Judith Strieder (1)<br />
30 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
Wut tut gut?<br />
Wut wird oft als unangenehm und unerwünscht empfunden.<br />
Warum wir sie trotzdem brauchen und wie du <strong>die</strong> Wut deines Kindes<br />
verstehen und richtig begleiten kannst. VON NATHALIE SPIEGELFELD<br />
Über <strong>die</strong> Autorin und <strong>die</strong><br />
MuM Akademie<br />
Nathalie Spiegelfeld ist Mutter von<br />
4 Mädchen im Alter zwischen 7 und<br />
17 Jahren. Die von ihr gegründete MuM<br />
Akademie richtet sich an Mütter, <strong>die</strong> <strong>für</strong><br />
das Seelenheil ihrer Kinder neue Wege<br />
gehen wollen. Es geht nicht darum, eine<br />
andere, eine bessere Mutter zu werden.<br />
Es geht darum, ganz du selbst zu werden,<br />
Alle unsere Gefühle gehören zu<br />
einer <strong>Familie</strong>. Es gibt keine guten und<br />
schlechten Gefühle. Es gibt nur Gefühle,<br />
<strong>die</strong> sich gut anfühlen, etwa Liebe,<br />
Freude und Dankbarkeit, und Gefühle,<br />
<strong>die</strong> sich nicht so gut anfühlen, zum Beispiel<br />
Wut, Angst oder Neid. Auch <strong>die</strong>se<br />
Gefühle wollen gesehen und gehört<br />
werden. Sie haben eine Botschaft <strong>für</strong><br />
uns und immer eine positive Intention.<br />
Wut kann <strong>die</strong> Intention haben, auf deine<br />
Bedürfnisse aufmerksam zu machen.<br />
Angst will dich meistens vor einer<br />
Gefahr beschützen. Ich stelle mir <strong>die</strong><br />
Gefühle immer wie eine Ampel vor. Ein<br />
Gefühl, das sich gut anfühlt, bedeutet<br />
<strong>für</strong> mich: Grün! Go! Ein Gefühl, das sich<br />
nicht gut anfühlt, bedeutet: Rot! Don’t<br />
go there!<br />
Was ist nun <strong>die</strong> Wut<br />
und wo<strong>für</strong> ist sie gut?<br />
Leider denken viele, dass Wut nicht<br />
sein darf. Sie ist so eine starke Emotion,<br />
dass sie oft als unangenehm und unerwünscht<br />
empfunden wird. Sie macht<br />
uns Angst. Schon im Kleinkindalter<br />
wollen wir Eltern <strong>die</strong> Wut unserer Kinder<br />
unterbinden. Dabei bringen wir unseren<br />
Kindern bei, dass Wut etwas Schlechtes<br />
ist. Kinder lernen schnell, <strong>die</strong> Wut zu<br />
unterdrücken. Doch wenn man <strong>die</strong> Wut<br />
unterdrückt, wird sie nur stärker. Wenn<br />
du nicht gehört wirst, was passiert<br />
dann? Richtig! Du schreist noch lauter!<br />
Dabei brauchen wir <strong>die</strong> Wut, um<br />
Grenzen zu setzen und das Stillen von<br />
Bedürfnissen einzufordern. Kinder müssen<br />
wütend sein. Es bringt sie in ihrer<br />
Entwicklung weiter.<br />
Warum werden wir selber<br />
so schnell wütend?<br />
Kinder können uns wirklich an unsere<br />
Grenzen bringen. Ich habe Situationen<br />
mit meinen Kindern erlebt, <strong>die</strong> mich<br />
unglaublich wütend gemacht haben.<br />
Deshalb habe ich mir Gedanken gemacht,<br />
woher <strong>die</strong>se Wut kommt:<br />
• Unsere eigenen Bedürfnisse sind<br />
nicht befriedigt. Als Mütter haben wir<br />
gelernt, unsere eigenen Bedürfnisse<br />
hintanzustellen. Wir haben verlernt,<br />
unsere Bedürfnisse auszudrücken.<br />
Zuerst kommen immer <strong>die</strong> anderen.<br />
Tipp: Finde heraus, was dir wichtig<br />
ist und nimm deine Bedürfnisse ernst!<br />
Ein NEIN zu jemand anderem ist ein<br />
JA zu dir!<br />
denn jede Mutter ist <strong>die</strong> beste Mutter <strong>für</strong><br />
ihr Kind. www.mumakademie.at<br />
• Wir haben nicht gelernt, mit unseren<br />
eigenen Gefühlen richtig umzugehen.<br />
Auch wir Eltern sind Menschen<br />
mit Schwächen, Bedürfnissen und<br />
Emotionen. Der erste große Fehler<br />
ist es, zu glauben, dass wir als Eltern<br />
etwas Besseres sein müssen. Auch<br />
wir haben Gefühle, <strong>die</strong> sich schlecht<br />
anfühlen. Auch wir müssen lernen, mit<br />
ihnen umzugehen. Wir sollten sie vor<br />
unseren Kindern nicht verstecken.<br />
Sie haben feine Antennen und fühlen<br />
sie sowieso.<br />
Tipp: Werde dir deiner eigenen<br />
Gefühle bewusst, lass sie da sein (natürlich<br />
in adäquater Weise) und sprich<br />
auch mit deinen Kindern darüber. Sie<br />
werden sich alles von dir abschauen<br />
und lernen, ihre eigenen Gefühle zu<br />
verstehen und zu bewältigen.<br />
• Alte emotionale Verletzungen machen<br />
sich wieder bemerkbar. Deine<br />
Kinder sind Meister darin, dir zu zeigen,<br />
welche Wunden du noch heilen<br />
© Unsplash (1), Freepic (1), Nuno Filipe Oliveira (1)<br />
32 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
darfst. Wenn wir im Stressmodus sind,<br />
braucht unser Gehirn in Sekundenschnelle<br />
eine Lösung und greift auf<br />
<strong>die</strong> Muster unserer Vergangenheit<br />
zurück. Wir reagieren, anstatt bewusst<br />
zu agieren. Das Gute ist: Du kannst<br />
aus dem Autopilotmodus aussteigen.<br />
Tipp: Werde dir deiner unbewussten<br />
Muster und Glaubenssätze bewusst.<br />
Wie wurde mit dir als Kind umgegangen<br />
und was hast du daraus über dich<br />
und <strong>die</strong> Welt geschlussfolgert? Heile<br />
<strong>die</strong>se dysfunktionalen Muster und<br />
steige aus dem Autopilotmodus aus!<br />
Die Eskalation <strong>–</strong> <strong>die</strong> Wutspirale<br />
Ich habe es oft bei mir selbst erlebt.<br />
Da steht man seinem wütenden Kind<br />
gegenüber und wird immer aufgebrachter,<br />
bis man selbst brüllt. Es<br />
kommt zu einer Art Machtkampf. Und<br />
viele glauben, dass es in einem Streit<br />
ums Gewinnen und Verlieren geht. Das<br />
heißt, als Autoritätsfigur muss man das<br />
letzte Wort haben und seinen Willen<br />
durchsetzen, sonst wird <strong>die</strong> eigene<br />
Autorität geschwächt.<br />
Doch <strong>die</strong>se Art von Eskalation führt<br />
<strong>Familie</strong>n gemeinsam in den Abgrund.<br />
Die gesamte <strong>Familie</strong> erlebt eine<br />
Schwächung. Es entsteht viel Platz<br />
<strong>für</strong> negative Emotionen: Ohnmacht,<br />
Scham, Schuld, Versagen. Hier dreht<br />
sich <strong>die</strong> Negativspirale weiter. Selbstvorwürfe<br />
kommen dazu. Du kannst<br />
deinem Kind keinen Halt, keine Orientierung<br />
geben. Die Beziehung wird<br />
beschädigt. Und eines ist klar, <strong>die</strong> Autoritätsfigur<br />
gewinnt keinen Respekt,<br />
sondern verursacht durch ihr Verhalten<br />
4 QUICK-TIPPS, UM NEGATIVE<br />
GEFÜHLE LOSZULASSEN<br />
• Feel it! <strong>–</strong> Erlaube dir, negative<br />
Gefühle zu fühlen.<br />
• Hear it! <strong>–</strong> Was will dir das Gefühl<br />
sagen?<br />
• Heal it! <strong>–</strong> Gehe zum Ursprung des<br />
Gefühls und heile es.<br />
• Love it! <strong>–</strong> Akzeptiere das Gefühl<br />
in Liebe.<br />
Angst. Angst vor der eigenen Mutter.<br />
Also verlieren beide Seiten. Vor allem<br />
eine sichere Beziehung.<br />
Ich möchte dir nun einige Impulse<br />
mitgeben, wie du aus <strong>die</strong>ser dysfunktionalen<br />
Situation aussteigen kannst.<br />
Wie du erfolgreich aus der<br />
Wutspirale aussteigst<br />
• Nimm deine eigenen Emotionen<br />
wahr, ordne sie richtig ein. Hat <strong>die</strong><br />
Eskalation tatsächlich mit deinem<br />
Kind zu tun? Woher kommt <strong>die</strong> Wut?<br />
• Nimm einen Wutausbruch nicht persönlich.<br />
• Bleib ruhig und gelassen. Hab keine<br />
Angst vor einer schwierigen Situation.<br />
Kinder haben feine Antennen und<br />
spüren, wenn Eltern ruhig sind und<br />
keine Angst vor schwierigen Situationen<br />
haben. Angst vor der Eskalation<br />
ist ein Garant <strong>für</strong> <strong>die</strong> Eskalation.<br />
• Teile deinem Kind mit: „Ich verstehe<br />
deine Wut, ich bin bei dir und<br />
<strong>für</strong> dich da.“ Anerkennung von Wut<br />
nimmt schon viel Druck raus.<br />
• Wer in einem Wutanfall steckt,<br />
braucht keine Lösung. Wenn sich <strong>die</strong><br />
Wut gelegt hat, gibt es Chancen auf<br />
Lösungen.<br />
• Gibt es Herausforderungen, rücke<br />
noch näher an dein Kind heran. Gib<br />
ihm zu verstehen: Ich bin da, wenn<br />
du mich brauchst.<br />
• Verlasse, wenn nötig, <strong>die</strong> Situation<br />
und nimm dir <strong>die</strong> Zeit, sie besser zu<br />
verstehen.<br />
• Komm mit kühlem Kopf zu einem<br />
späteren Zeitpunkt auf dein Kind zu<br />
und besprich den Vorfall. Schmiede<br />
das Eisen, wenn es kalt ist!<br />
• Sprich über deine Gefühle und<br />
hilf deinem Kind, seine Gefühle zu<br />
erkennen und einzuordnen.<br />
Zum Schluss möchte ich dir noch einen<br />
Gedanken mitgeben: Unsere Kinder<br />
machen nicht das, was du sagst, sie<br />
machen das, was du tust. Sei ein großartiges<br />
Vorbild <strong>für</strong> deine Kinder! Und<br />
damit meine ich nicht, immer perfekt<br />
zu sein. Das wird dir wahrscheinlich<br />
nicht gelingen. Mir gelingt es jedenfalls<br />
nicht. Es geht darum, jeden Tag ein<br />
bisschen besser zu werden.<br />
Juliette<br />
imFrühling<br />
<strong>Familie</strong> und andere<br />
Turbulenzen<br />
»Alltagswahnsinn<br />
mit jeder Menge<br />
französischem<br />
Esprit.<br />
Sehr unterhaltsam.<br />
Charmant!«<br />
FILMSTARTS.DE<br />
Ab 15. 8.<br />
im Kino<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 33
Leben und wir<br />
Wir sind immer noch im Para<strong>die</strong>s<br />
Dass man auch als einzelner Mensch nicht ohnmächtig ist,<br />
zeigt der Einsatz von Peter Krasser: In den vergangenen zwei Jahrzehnten<br />
hat er durch Spenden 20 Schulen in Äthiopien finanzieren können <strong>–</strong><br />
und 2019 den Menschenrechtspreis der Stadt Graz verliehen bekommen.<br />
VON PETER ZIRBS<br />
© Markus Schwarz-Herda/MfM/ Peter Krasser<br />
Fragt man Peter Krasser, wie sein Engagement<br />
<strong>für</strong> Äthiopien begonnen hat,<br />
erzählt er von seinem 50. Geburtstag im<br />
Jahr 2002: „Der 50er ist irgendwie eine<br />
Zäsur im Leben. Ich habe sieben Geschwister,<br />
und da ist es bei uns üblich,<br />
gemeinsam mit den Partnern eine Feier<br />
zum runden Geburtstag zu machen. Die<br />
obligate Frage lautet immer: Was schenken<br />
wir dem Jubilar? Und als <strong>die</strong> Frage<br />
ihm gestellt wurde, hat er nachgedacht<br />
und gemeint: Leute, ich brauche nichts.<br />
„Alles, was man sich um Geld kaufen<br />
kann, kaufe ich mir ohnehin Und Liebe<br />
und Gesundheit kann man nicht schenken.<br />
Da habe ich bemerkt: Ich will etwas<br />
zurückgeben. Nämlich an Menschen,<br />
<strong>die</strong> nicht das Glück hatten, in Österreich<br />
geboren worden zu sein. Denn niemand<br />
von uns kann sich aussuchen, wo er<br />
Für Peter Krasser ist eine funktionierende<br />
Schule ein Stein im Mosaik <strong>für</strong> ein besseres<br />
Leben einer Region. Wasser im Dorf und<br />
Aufklärung sind ebenfalls da<strong>für</strong> notwendig.<br />
geboren wird. Und wäre ich in Bangladesch,<br />
Burkina Faso oder Äthiopien<br />
geboren, hätte ich ein anderes Leben zu<br />
führen gehabt“, ist er überzeugt.<br />
Etwas zurückgeben wollen<br />
Denn es steht ihm bis oben, dass in<br />
Österreich immer nur geschimpft und<br />
geklagt wird, wie schlimm und wie katastrophal<br />
alles ist. „Aus meiner Perspektive<br />
sage ich: Wir sind immer noch im Para<strong>die</strong>s.<br />
Die Menschen anderswo müssen<br />
ein ganz anderes Leben führen; sei es<br />
durch Kriege oder durch Natureinflüsse.<br />
Darum wollte ich etwas zurückgeben.<br />
Ich war zu <strong>die</strong>sem Zeitpunkt Schuldirektor<br />
in Wies, meine Profession ist<br />
Pädagogik.“ Er fragte sich: Wie kann man<br />
Kindern, <strong>die</strong> kaum eine Chance haben,<br />
eine Schule zu besuchen und damit einen<br />
Weg in ein besseres Leben finden,<br />
helfen? Eine Schule zu stiften, schien<br />
ihm eine gute Antwort auf <strong>die</strong>se Frage.<br />
Keine Romantik<br />
Natürlich klingt das romantisch: Man<br />
nimmt ein bisschen Geld in <strong>die</strong> Hand,<br />
fährt nach Afrika und baut dort eine<br />
Schule. „Aber das ist eine idiotische Vorstellung.<br />
Und so bin ich ziemlich schnell<br />
bei Karlheinz Böhm in Äthiopien gelandet“,<br />
erzählt Peter Krasser Die Idee von<br />
Böhm, nämlich „Hilfe zur Selbstentwicklung“,<br />
war <strong>für</strong> ihn der einzig stimmige<br />
Ansatz, dass man wirklich etwas erreicht.<br />
34 | SOMMER <strong>2024</strong>
„Dann hat Karlheinz Böhm meine Frau und mich nach<br />
Salzburg eingeladen und gesagt: Ich muss eh immer meine<br />
Projekte umsetzen und Schulen bauen <strong>–</strong> hier ist eine<br />
Schule, <strong>die</strong> bekommst du, <strong>die</strong> zahlst du. Damit war das<br />
erledigt. Ich muss nichts tun außer hinfahren und mich bei<br />
der Eröffnung abfeiern lassen.“ Denn <strong>die</strong> Bauabwicklung<br />
macht „Menschen <strong>für</strong> Menschen“. Und so ist es auch geblieben:<br />
Er fährt nach Äthiopien, um sich darüber zu freuen,<br />
was er Positives bewirken kann. „Das tut der Seele und der<br />
Motivation gut“, erklärt er.<br />
Leben und wir<br />
ERLEBE EINE WELT, IN DER ALLES WAS DU MALST LEBENDIG WIRD!<br />
Funktionierende Strukturen<br />
Man muss funktionierende Strukturen haben <strong>–</strong> einfach<br />
Geld hinschicken und sagen: „Baut eine Schule“, das<br />
funktioniert nicht. Karlheinz Böhm hatte deswegen so einen<br />
Erfolg erzielen können, weil er es richtig gemacht hat: „Er<br />
ist nach Äthiopien gefahren, ist dort geblieben und hat eine<br />
Struktur mit fast 700 Menschen aufgebaut.“ 700 Äthiopier,<br />
<strong>die</strong> <strong>für</strong> „Menschen <strong>für</strong> Menschen“ arbeiten und <strong>die</strong> Arbeit<br />
vor Ort machen. Eigene Ingenieure, Lkws <strong>–</strong> alles, was<br />
notwendig ist. „Der Sinn ist, dass alles mit dort heimischen<br />
Firmen abgewickelt wird; natürlich auch aus wirtschaftlichen<br />
Gründen. Nur wenige Dinge <strong>–</strong> bei den Schulen sind es <strong>die</strong><br />
Stahlkonstruktionen der Dächer und <strong>die</strong> Lamellenfenster <strong>–</strong><br />
kommen aus Europa, weil sie in der gewünschten Qualität<br />
in Äthiopien nicht erhältlich sind. Ansonsten kommt alles<br />
von dort“, führt Peter Krasser aus.<br />
Ein kleiner Kulturschock<br />
„Ich bin Geografielehrer und habe acht Schulbücher<br />
geschrieben, <strong>die</strong> Welt ist mir nicht fremd. Ich habe alle<br />
Kontinente bereist. Aber im Hochland von Äthiopien war<br />
ich eben noch nicht. Daher war mein erstes Mal schon ein<br />
Kulturschock: Dort ist weit und breit nichts“, kann er sich gut<br />
erinnern. Äthiopien ist dreizehn Mal so groß wie Österreich<br />
und hat rund 120 Millionen Einwohner, also eine ähnliche<br />
Dichte wie Österreich <strong>–</strong> obwohl 90 % des Landes 2500 bis<br />
4000 Meter hoch liegen. „Das wäre wie wenn bei uns der<br />
Hochschwab oder der Schneeberg dicht besiedelt wären.<br />
Wenn man mitten im Hochland eine kurze Pause macht,<br />
stehen plötzlich 50 Leute da. Man kann sich gar nicht<br />
vorstellen, wo <strong>die</strong> herkommen. Es gibt nur Hütten. Dass <strong>die</strong><br />
Schulen, <strong>die</strong> wir dort hinbauen, eine magnetische Anziehungskraft<br />
auf <strong>die</strong> Kinder ausüben, ist klar.“<br />
Der Schulbau tut der Schulbildung gut, denn zwar<br />
herrscht in Äthiopien Schulpflicht <strong>–</strong> wo es keine Schulen<br />
gibt, ist sie allerdings nicht umsetzbar. „In den alten Schulhütten<br />
sitzen <strong>die</strong> Schülerinnen und Schüler wie <strong>die</strong> Tauben<br />
am Boden; es gibt keine Tische, daher müssen sie <strong>die</strong> Hefte<br />
auf den Knien ablegen <strong>–</strong> und von den Erdflöhen werden<br />
sie auch noch gebissen. Dass <strong>die</strong>se Kinder nicht so gerne<br />
in <strong>die</strong> Schule gehen, ist logisch. In unsere neuen Schulen<br />
hingegen gehen <strong>die</strong> Kinder gerne, und zwar bis zum Ende.<br />
Und sie nehmen da<strong>für</strong> auch bis zu drei Stunden Fußweg in<br />
Kauf“, freut sich Peter Krasser.<br />
„Der Wunsch, in einem Gebiet etwas zu tun, kommt von<br />
den dort lebenden Menschen. Die treten an <strong>die</strong> Organisation<br />
heran und bitten darum, in ihrer Region bei der Entwicklung<br />
zu helfen. Das war anfangs allerdings noch nicht so,<br />
aber mittlerweile wird von der Bevölkerung gesehen, was<br />
<strong>die</strong>se Hilfe zur Selbsthilfe bewirkt, und daher werden auch<br />
entsprechende Projekte gewünscht.“<br />
AB 23. AUGUST<br />
NUR IM KINO<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 35
Leben und wir<br />
Schule nur ein Teil des Ganzen<br />
„Die Schule allein löst kein Problem.<br />
Sie muss Teil eines Ganzen sein“, sagt<br />
er und meint: „Menschen müssen sich<br />
selbst entwickeln. Wir exportieren nicht<br />
unsere Kultur und unser Leben. Sie<br />
müssen ihr eigenes Leben leben.“<br />
Der erste wichtige Punkt ist: Wasser<br />
ins Dorf leiten. Denn traditionell ist<br />
es der Job der Mädchen, mit einem<br />
25-Liter-Kanister am Rücken bis zu drei<br />
Stunden zu einer Quelle zu gehen, um<br />
Wasser heimzubringen. Das bedeutet<br />
wiederum, dass keines <strong>die</strong>ser Mädchen<br />
<strong>die</strong> Schule besuchen könnte. Gibt’s kein<br />
Wasser im Dorf, gibt’s keine Mädchen<br />
in der Schule. Feuerholz holen und sich<br />
ums Essen kümmern ist ebenfalls ihre<br />
Aufgabe. Der Mann ist wiederum <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
Tiere zuständig, dort helfen <strong>die</strong> Buben<br />
mit. „Das heißt, man kriegt keine Kinder<br />
in <strong>die</strong> Schule, wenn <strong>die</strong> alle im täglichen<br />
Leben benötigt werden. Verständlich<br />
aus der Sicht der Väter: Was nützt mir<br />
das, wenn meine Tochter lesen und schreiben<br />
kann, es aber da<strong>für</strong> am lebensnotwendigen<br />
Wasser fehlt?“<br />
Ein weiterer Punkt ist <strong>die</strong> medizinische<br />
Versorgung. „Menschen <strong>für</strong><br />
Menschen“ haben Projektgebiete mit<br />
maximal 500.000 Menschen. „Weil<br />
dort ein bisserl, da ein bisserl <strong>–</strong> das<br />
funktioniert nicht. Ärzte in dem Gebiet<br />
zu haben, ist jedenfalls wichtig, denn<br />
sonst ist <strong>die</strong> Geburtensterblichkeit<br />
enorm. Die Kinder werden dort geimpft,<br />
und simple Augenoperationen, ohne<br />
<strong>die</strong> dort viele Menschen blind bleiben<br />
würden, werden ebenfalls durchgeführt.“<br />
Auch <strong>die</strong> Geburtenregelung<br />
spielt eine wichtige Rolle: Man muss <strong>die</strong><br />
Männer da<strong>für</strong> gewinnen, dass sich ihre<br />
Frauen Implantate einsetzen lassen.<br />
Denn wer viele Kinder hat gilt als stark<br />
und potent. Und man braucht aufgrund<br />
der hohen Kindersterblichkeit dort auch<br />
<strong>die</strong>se Einstellung, denn es gibt keine<br />
Pensionsversicherung <strong>–</strong> <strong>die</strong> Anzahl der<br />
Kinder ist zuerst gewonnene Arbeitskraft<br />
und später <strong>die</strong> Lebensversicherung<br />
<strong>für</strong>s Alter.<br />
Der Verein<br />
„Schule Äthiopien“<br />
Peter Krasser und der Verein<br />
„Schule Äthiopien“ stellen jährlich<br />
zahlreiche Veranstaltungen auf<br />
<strong>die</strong> Beine, um Bildung in Äthiopien<br />
zu ermöglichen. Darunter<br />
Konzerte, Kabarettabende, Kunstauktionen,<br />
Märkte, Golfturniere<br />
und vieles mehr.<br />
Der Verein wurde 2003 gegründet;<br />
Zweck des gemeinnützigen<br />
Vereins ist <strong>die</strong> Errichtung<br />
von Schulen in Äthiopien. Die<br />
finanziellen Mittel werden durch<br />
Mitgliedsbeiträge, Erlöse von<br />
Veranstaltungen und Spenden<br />
aufgebracht.<br />
Unterstützt wird der Verein<br />
„Schule Äthiopien“ regelmäßig<br />
von zahlreichen Künstlerinnen<br />
und Künstlern, unter anderem den<br />
Kabarettisten Thomas Stipsits<br />
und Markus Hirtler, dem Musiker<br />
Michael Vatter, Pizzera & Jaus und<br />
der Band Opus, <strong>die</strong> sich bereits<br />
seit den 80er-Jahren <strong>für</strong> „Menschen<br />
<strong>für</strong> Menschen“ einsetzen.<br />
Welche Veranstaltungen und<br />
Aktionen in Zukunft geplant sind,<br />
kann man auf der Webseite von<br />
„Schule Äthiopien“ nachlesen.<br />
Und natürlich kann man dort<br />
auch spenden und Mitglied werden:<br />
Alle weiteren Informationen<br />
unter www.schule-äthiopien.at<br />
Aufbruch in eine neue Zeit<br />
Es hat sich in den letzten Jahren relativ<br />
viel verändert, weil sich China stark<br />
involviert und in Telekommunikation,<br />
Bahn- und Straßenbau sowie Bauvorhaben<br />
investiert und daher plötzlich fast<br />
jeder ein Handy hat. „Als ich das erste<br />
Mal dort war, hatte ich eine Digitalkamera<br />
mit <strong>–</strong> so was hatte noch niemand<br />
gesehen. Ich habe Fotos von Kindern<br />
geknipst und sie ihnen gezeigt. Seine<br />
Freunde hat jeder erkannt, aber sich<br />
selbst nicht: Es stellte sich heraus, dass<br />
sich viele Kinder noch nie gesehen haben.<br />
Denn Spiegel sind ebenfalls kaum<br />
vorhanden.“ Zumindest in Addis Abeba<br />
tut sich sehr viel, wie er unlängst bei<br />
einem Besuch feststellen konnte. Aber<br />
eben nur in der Stadt <strong>–</strong> kaum ist man<br />
aus der Stadt draußen, ist kein Unterschied<br />
zu vor 20 Jahren zu bemerken.<br />
Traditionen wie <strong>die</strong> Beschneidung<br />
von Mädchen sind am Land nach wie<br />
vor Usus. „Wir bauen nicht nur Grundschulen,<br />
sondern auch höhere Schulen,<br />
mit Ausbildungen in technischen und<br />
agrarkulturellen Bereichen bis hin zu<br />
Universitäten. Die Bildung ist aber nur<br />
<strong>die</strong> Basis, und wir sehen, dass <strong>die</strong>se<br />
Basis dort vielen Menschen ein ganz<br />
anderes Leben ermöglicht. In den<br />
Projektgebieten ändern sich auch <strong>die</strong><br />
traditionellen Gepflogenheiten wie<br />
etwa <strong>die</strong> furchtbare Beschneidung von<br />
Mädchen“, erklärt Peter Krasser. Das ist<br />
nämlich eine Voraussetzung, <strong>die</strong> mit der<br />
Bevölkerung gemeinsam beschlossen<br />
wird. Das liegt aber auch daran, dass<br />
© Markus Schwarz-Herda/MfM/ Peter Krasser<br />
36 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
in <strong>die</strong>sen Gebieten <strong>die</strong> Führungskräfte<br />
deutlich fortschrittlicher eingestellt sind.<br />
Daher wird das akzeptiert. „Es gibt in<br />
Äthiopien zwei große Religionen; im<br />
Norden das orthodoxe Christentum und<br />
im Süden den Islam. Aber von der Beschneidung<br />
der Mädchen steht weder<br />
in der Bibel noch im Koran etwas. Und<br />
das muss man den Menschen dort vermitteln.<br />
Das ist eine Tradition, <strong>die</strong> von<br />
den Männern ausgeht. Daher muss man<br />
<strong>die</strong> Männer gewinnen“, sagt er. Und das<br />
funktioniert. Die Aufklärung ist allerdings<br />
schwierig; es braucht grafische<br />
Plakate, da der Großteil der Bevölkerung<br />
aus Analphabeten besteht. Und<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Frauen, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Beschneidung<br />
vornehmen, muss man einen anderen<br />
Beruf finden, sonst bringt man sie um<br />
ihre Existenz. Aber ohne <strong>die</strong>se Voraussetzungen<br />
gibt es kein Entwicklungsprojekt.<br />
Und dass <strong>die</strong>se Projektgebiete<br />
etwas <strong>für</strong> <strong>die</strong> Bevölkerung bringen,<br />
sieht man an mehren Aspekten, und<br />
das ist auch mit Zahlen belegt: Überall,<br />
wo <strong>die</strong> Mädchen in <strong>die</strong> Schule gehen,<br />
bekommen sie nicht so häufig mit 13<br />
Jahren das erste Kind.<br />
Eine Bilanz, <strong>die</strong> Mut macht<br />
Im Jahr gehen rund 20.000 Kinder<br />
in <strong>die</strong>se Schulen. Das klingt bei<br />
120 Millionen Einwohnern nicht nach<br />
viel. Aber über <strong>die</strong> Jahre sind es Hunderttausende.<br />
Und <strong>für</strong> <strong>die</strong> ändert sich<br />
das ganze Leben <strong>–</strong> und das ihrer <strong>Familie</strong>n.<br />
„Der Verein, den ich gegründet<br />
habe, ist eigentlich eine Ein-Personen-<br />
Firma; meine Frau, meine Tochter, <strong>die</strong><br />
<strong>Familie</strong> und meine Freunde helfen mir<br />
dabei sehr. Wenn man sein Herzblut<br />
hineinlegt, kann man also auch als Einzelner<br />
sehr viel erreichen.“<br />
Geburtstag feiern im Irrgarten Schönbrunn<br />
Lust auf eine ganz besondere Geburtstagsfeier?<br />
Die gibt’s im Schlosspark Schönbrunn im berühmten Irrgarten.<br />
Mitten im Schlosspark Schönbrunn<br />
befindet sich der Irrgarten, der 1720 angelegt<br />
wurde und nach seiner Auflösung 1892 erst<br />
im Jahr 1999 wiedereröffnet wurde. Auf einer<br />
Gesamtfläche von 2.700 m² gibt es allerhand<br />
zu entdecken <strong>–</strong> so auch <strong>für</strong> Geburtstagskinder.<br />
Freizeit-<br />
Tipp<br />
© Kindermuseum Schloss Schönbrunn, Daniel Zupanc; PROMOTION<br />
Eine spannende Rätselreise auf den<br />
Spuren des legendären Minotaurus wartet<br />
auf <strong>die</strong> Geburtstagstruppe. Dabei sind <strong>die</strong><br />
Kinder in allen drei Teilbereichen des Irrgartens<br />
unterwegs und erkunden sowohl <strong>die</strong><br />
Spielstationen im Labyrinthikon als auch den<br />
Irrgarten selbst mit seinen grünen Hecken<br />
und Irrwegen. Vielleicht finden <strong>die</strong> Kinder<br />
sogar einen Schatz?<br />
Zum Abschluss können sich alle am Spielplatz<br />
noch einmal gründlich austoben, bevor<br />
es zur Jause wieder zurück ins Schloss geht.<br />
Empfohlen ab dem 5. Geburtstag. Buchbar<br />
bis Ende Oktober. Bei Schlechtwetter findet<br />
eines der Indoor-Geburtstagsprogramme im<br />
Kindermuseum Schloss Schönbrunn statt.<br />
www.kindermuseumschoenbrunn.at/kinderprogramm/kindergeburtstag/<br />
kindergeburtstag-im-schlosspark/spiel-und-spass-im-irrgarten<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 37
Leben und wir<br />
Urpeinlich, Papa!<br />
Der König der Welt.<br />
Rief dereinst Leonardo im stundenlangen Epos „Titanic“.<br />
Die hatten auch keinen Plan mit Ihrem Schifferl,<br />
aber immerhin eine coole Band an Bord.<br />
VON PETER DRAXL<br />
Spätsommer in Wien. Endlich kann<br />
ich mir <strong>die</strong>se Stadt ansehen. 25 Jahre<br />
anwesend, aber außer Clubs, Bars,<br />
Eventlocations, Veranstaltungshallen<br />
und meinem Büro nicht viel gesehen.<br />
Seit ich aus der 200-Stunden-<strong>die</strong>-<br />
Woche-Entertainmentarbeitsmaschine<br />
raus bin, habe ich endlich Zeit. Und<br />
ich kann meinem Lieblingskind <strong>die</strong><br />
Metropole zeigen. Was es hier alles<br />
gibt! Parks, Schanigärten, Natur, Seen,<br />
einen, dicken breiten Fluss, Boote,<br />
Tiergärten, unfassbar!<br />
Ich beschließe Samstagvormittag,<br />
heute geht’s an <strong>die</strong> Donau. Wir mieten<br />
uns ein Elektroboot und drehen ein<br />
paar Runden. Das macht sicher Spaß.<br />
3 Stunden später steht der Teen so gegen<br />
Mittag dann auch mal auf, und ich<br />
verkünde stolz den Nachmittagsplan.<br />
Du kennst dich doch gar nicht aus,<br />
weißt du, wie wir dahinkommen, wo ist<br />
das überhaupt, draußen ist’s urheiß,<br />
da sind sicher urviele Menschen, in der<br />
U-Bahn stinkt’s, <strong>die</strong> Boote sind sicher<br />
alle weg, wozu soll das gut sein, vielleicht<br />
treff ich auch noch wen, den ich<br />
überhaupt nicht sehen will, außerdem<br />
muss ich lernen ... Mittlerweile hab ich<br />
gelernt, <strong>die</strong> Ohren zuzuklappen. Man<br />
muss nicht immer alles hören. Man<br />
muss einfach handeln. Google erzählt<br />
mir alles Wissenswerte, <strong>die</strong> Routenplaner-App<br />
angeworfen, öffentliche<br />
Verkehrsmittel, passt, sitzt, hat Luft,<br />
kenn mich aus. Raus aus der Hütte.<br />
Die Luft in der U-Bahn könnte<br />
tatsächlich ein wenig besser sein.<br />
Okay, es sind ein paar Leutchen heute<br />
unterwegs. Es ist warm, würde ich mal<br />
sagen, von heiß kann aber wirklich<br />
nicht <strong>die</strong> Rede sein. Nach einmal<br />
Umsteigen und einer 40-minütigen<br />
Fahrt durch den Bauch der Großstadt<br />
offenbart sich uns ein verträumter,<br />
wunderbarer Bootsverleih am dicken,<br />
Eisberg voraus! Nein, <strong>die</strong>smal nicht. Diesmal<br />
ist es eine Regatta Mensch gegen Natur <strong>–</strong><br />
Natur gegen Mensch. Wer wird gewinnen?<br />
Ich oder ein paar doofe Pflanzerln?<br />
breiten Fluss. Donau. Der Mietvorgang <strong>für</strong> ein Elektroboot<br />
ist weniger komplex als angenommen. Kind lungert etwas<br />
deplatziert in der Ecke rum und beobachtet das Volk.<br />
Hoffentlich kennt sie hier niemanden, sonst kann ich mir<br />
das Gesummsel <strong>die</strong> nächsten Stunden … Ich hinterlege den<br />
Führerschein, könnt’s gerne haben, hab nicht vor, mit dem<br />
Boot ans Schwarze Meer abzuhauen.<br />
Wir entern den Kahn. Ist das herrlich hier! Der Leinenlosmacher<br />
brabbelt irgendwelche Anweisungen und Ratschläge<br />
in seinen Bart. Hallo? Ich bin im Bundesland der Seen<br />
aufgewachsen, mir ist das Kapitänspatent in <strong>die</strong> Wiege<br />
gelegt worden. Leinen los und Vollgas. Die Geschwindigkeit<br />
des E-Dampfers lässt zu wünschen übrig. Speedboat<br />
is this not. Das ist <strong>die</strong> Donau? Gewaltig. Hätt ich mir nicht<br />
gedacht. Wir tuckern vor uns hin, lassen uns <strong>die</strong> Sonne ins<br />
Gesicht scheinen, ich hab längst <strong>die</strong> Orientierung verloren,<br />
aber mehr als stromab- oder -aufwärts gibt’s hier ohnehin<br />
nicht, wenn wir also irgendwo umdrehen, werden wir schon<br />
zurückfinden. Kindi darf auch ein bissi fahren und freut sich.<br />
Glaub ich zumindest. Ich nehme das Ausbleiben von Kritik<br />
als stummen Freudenschrei.<br />
Das Boot wird langsamer. Schleichend, aber merkbar. Es<br />
schleppt sich über das Wasser, zähflüssig, kriechend. Das<br />
Elektromotorengeräusch wird sanfter, immer leiser, bis es<br />
38 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
verstummt. Wir gleiten still über das Wasser. Schau mich<br />
nicht vorwurfsvoll und fragend an, ich muss nachdenken.<br />
Wo sind wir eigentlich? Handy gezückt. Google Maps. Die<br />
App fordert mich auf, das Telefon gen Himmel zu halten und<br />
in der Luft Achterschleifen zu zeichnen. Kompass kalibrieren<br />
bitte. Nach 30 Luftschleifen reißt mir der Geduldsfaden. Was<br />
soll das alles? Was ist mit euch bei Google eigentlich? Warum<br />
muss ich Achter zeichnen? Wieso fährt der Kahn nicht<br />
mehr? Und wie zur Hölle kommen wir hier weg? „Was hast<br />
du gemacht, wieso fahren wir nicht mehr, und wie kommen<br />
wir hier wieder weg!?“ Augenverdreh. ICH hab überhaupt<br />
nichts gemacht. Ich könnte doch beim Verleih anrufen, und<br />
<strong>die</strong> sollen uns abschleppen kommen. Oder so. „Du hast<br />
sicher irgendwas gemacht, das ist doch urpeinlich bitte. Dort<br />
anrufen und…“ Aus jetzt. Sonst schwimmst du zurück. Die<br />
Sonne brennt mir auf den Schädel. Gedanken brennen IN<br />
meinem Schädel. Der Bärtige wird doch wohl kein Schiff mit<br />
halb leerer Batterie vermieten? Oder doch? Alle fahren. Nur<br />
wir nicht. Was hat er gemurmelt beim Ablegen? Schiffsschraube.<br />
Irgendwas war mit der Schraube. Ich robbe zum<br />
Heck der Titanic und starre auf das kleine Schräubchen, das<br />
fast nicht mehr zu erkennen ist. Ah! Schlingpflanzen. Das<br />
war’s! Man soll aufpassen, wo man rumfährt, sonst verheddert<br />
sich Schraube in Pflanze und blockiert. Ha! Aquaman<br />
reißt sich das Gewand vom Körper und springt ins Wasser.<br />
Nach 12 Tauchvorgängen ist <strong>die</strong> Schraube wieder blitzblank<br />
und frei von Gewächs jeglicher Art. Alles wieder gut. Irgendwie<br />
schaff ich es, meinen übergewichtigen Leib an Bord zu<br />
hieven und strahle. Wir sind gerettet <strong>–</strong> ich bin ein Superheld.<br />
Prinzessin Oberschlau schaut mich<br />
mitleidig an und erklärt mir, dass man<br />
<strong>die</strong> Schraube vom Boot aus anheben<br />
und von dort aus auch reinigen kann.<br />
Wie beim Opa am See. Die Taucherei<br />
war zwar lieb, aber völlig sinnentleert.<br />
Ich danke dir <strong>für</strong> den Input. Magst nicht<br />
doch zurückSCHWIMMEN?<br />
Als nicht ganz alltäglicher Vater erlebt<br />
man mit seiner allerliebsten Tochter viele<br />
peinliche, lustige und schräge Momente.<br />
Weitere Kurzgeschichten von Peter Draxl<br />
gibt’s im Buch „Papa Peinlich. Der<br />
Rock ’n’ Roll-Daddy und sein Teenager“,<br />
erschienen im Milena Verlag um € 21,<strong>–</strong>.<br />
© Milena Verlag (1), WienTourismus/Christian Stemper (1)<br />
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Leben und wir<br />
Ernst des Lebens? Von wegen!<br />
Schule kann Freude machen <strong>–</strong> und genau das sollten Erziehungsberechtigte<br />
ihren Kindern vor dem Start in <strong>die</strong> Schule vermitteln. Als Mutter einer baldigen<br />
Erstklässlerin frage ich mich: Wie gelingt das? Wie kann ich mein Kind beim<br />
Wechsel vom Kindergarten in <strong>die</strong> Schule bestmöglich begleiten?<br />
Die hilfreichsten Tipps habe ich hier gesammelt. VON NINA REHMANN<br />
„Willkommen in der Schule“ heißt es bald<br />
<strong>für</strong> ca. 97.000 Kinder in Österreich.<br />
Sie werden im Herbst den ersten von<br />
vielen weiteren Schultagen erleben.<br />
„Im Herbst wird Ihr Kind in <strong>die</strong> Schule<br />
kommen.“ Dieser Satz in dem Brief,<br />
den mir <strong>die</strong> Kindergartenpädagogin<br />
überreicht, trifft mich wie ein Blitz. Obwohl<br />
ich das natürlich schon wusste.<br />
Aber ihn so schwarz auf weiß zu lesen,<br />
ist dennoch eine neue Erfahrung. Mein<br />
Kopf weiß, dass meine Tochter nach<br />
fast zwei Jahren Kindergarten reif <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Schule ist. Mein Mutterherz findet:<br />
Gefühlt war sie doch eben noch ein<br />
Baby! Und schon bald eine Schülerin?<br />
Ganz klar: Die Einschulung ist ein<br />
einschneidender Moment und eine<br />
große Umstellung <strong>–</strong> im Leben des<br />
Kindes genauso wie in dem der Eltern.<br />
Eine neue Lebensphase beginnt, <strong>die</strong><br />
mindestens 9 Jahre lang andauern<br />
wird, oder noch länger, wenn eine<br />
weiterführende Schule besucht wird.<br />
Ein Alltag, der anders sein wird als im<br />
Kindergarten und mit mehr Pflichten,<br />
Regeln und Aufgaben aufwartet.<br />
Das kann Sorgen und Unklarheiten<br />
auslösen. Umso wichtiger ist es, dass<br />
der Übergang gut gelingt und das Kind<br />
beim Wechsel vom Kindergarten zur<br />
Schule liebevoll begleitet wird. Was<br />
kann ich als Elternteil konkret tun, um<br />
mein Kind zu unterstützen?<br />
Unbefangen in <strong>die</strong> Schule starten<br />
Ich erkundige mich bei Volkschullehrkräften<br />
und Kindergartenpädagoginnen<br />
im Bekanntenkreis. Eines höre ich<br />
immer wieder: Sprecht in der <strong>Familie</strong><br />
positiv über <strong>die</strong> Schule und gebt eurem<br />
Kind <strong>die</strong> Chance, unbefangen und<br />
ohne Ängste in <strong>die</strong> Schule zu starten!<br />
40 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
Buchtipps zum Schulstart<br />
Zum Vor- und gemeinsam Lesen<br />
• „Ups, ich komme in <strong>die</strong> Schule: Eine<br />
Vorlesegeschichte zum Schulstart:<br />
Mit Gesprächsanregungen. Ängste<br />
nehmen & Begeisterung schenken“<br />
von Inke Hummel, Humboldt<br />
• „Hallo Schule, hier kommt Ben! <strong>–</strong> Ein<br />
Mitmach-Bilderbuch zum Schulanfang“<br />
von Johanna Vogel, Penguin<br />
• „Der Ernst des Lebens“ von Sabine<br />
Jörg, Thienemann. Ein Mini-Bilderbuch,<br />
das perfekt in <strong>die</strong> Schultüte passt.<br />
Für <strong>die</strong> Erziehungsberechtigten<br />
• „Hallo Schulanfang! Den Übergang<br />
vom Kindergarten in <strong>die</strong> Schule<br />
beziehungsorientiert begleiten“ von<br />
Saskia Niechzial, Beltz<br />
• „Artgerecht <strong>–</strong> Das andere Schulkinder-Buch.<br />
Selbstständigkeit fördern<br />
<strong>–</strong> Gut durch den Schulalltag kommen.<br />
Die spannenden Jahre zwischen 6<br />
und 12“ von Nicola Schmidt, Kösel<br />
• „Mein Kind wird Schulkind: Elternratgeber<br />
<strong>für</strong> einen gelungenen Schulstart.<br />
So gelingt der Wechsel vom<br />
Kindergarten in <strong>die</strong> Grundschule!“<br />
von Viola Patricia Herrmann, Cardo<br />
Eure eigenen schlechten Erinnerungen<br />
und negativen Erfahrungen solltet ihr<br />
keinesfalls vor dem Kind breittreten.<br />
Sätze wie „Dann beginnt der Ernst des<br />
Lebens“ oder „Warte nur ab, bis du in<br />
<strong>die</strong> Schule kommst“ sorgen lediglich<br />
<strong>für</strong> Unsicherheit beim Kind. Andererseits<br />
solle man auch keine Idylle vortäuschen.<br />
Man sollte mit den Kindern<br />
über den neuen Lebensabschnitt sprechen<br />
und auf ihre Fragen eingehen.<br />
Dabei kann man auch Geschichten aus<br />
der eigenen Schulzeit erzählen <strong>–</strong> aber<br />
in einer positiv besetzten Art.<br />
Schultasche, Schultüte, Schlaf<br />
und mehr<br />
Ich befrage Mütter mit älteren Kindern,<br />
was ich zum Schulstart bedenken<br />
sollte. Alle notwendigen Materialien<br />
besorgen <strong>–</strong> versteht sich von selbst.<br />
Die passende, gut sitzende Schultasche<br />
haben wir im Fachgeschäft<br />
schon gekauft (übrigens ein unerwartet<br />
teures Unterfangen). Was sonst?<br />
Das Kind brauche einen geeigneten<br />
Arbeitsplatz <strong>für</strong> Hausaufgaben. Allerdings:<br />
Viele Erstklässler erledigen ihre<br />
Aufgaben am liebsten am Küchentisch,<br />
da sie nahe bei Mama oder Papa sein<br />
wollen. Weiters: Der erste Schultag sei<br />
etwas Besonderes und solle entsprechend<br />
gewürdigt werden. Abgesehen<br />
Laura Rehmann (gerade 6 geworden) freut sich auf <strong>die</strong> erste Klasse:<br />
So stelle ich mir <strong>die</strong> Schule vor:<br />
Schön! Da kann man Schreiben und<br />
Lesen. Und Kunst machen.<br />
Meine Freunde sagen über <strong>die</strong> Schule:<br />
Dass sie langweilig ist. Aber das<br />
glaube ich nicht.<br />
In der Schule braucht man: Ganz viel!<br />
Ein Schreibheft, Malstifte, Turnbeutel,<br />
eine gesunde Jause. Eine Schultasche und<br />
eine Federschachtel habe ich eh schon.<br />
Mama und Papa sagen über <strong>die</strong><br />
Schule: Dass ich das bestimmt gut<br />
schaffe! Und dass es in der Schule<br />
anders wird als im Kindergarten.<br />
Der Unterschied zwischen Kindergarten<br />
und Schule: Dass ich nicht so<br />
viel spielen kann. In der Schule darf ich<br />
nicht herumblödeln und muss stillsitzen.<br />
Das kann ich nicht so gut.<br />
Am Kindergarten vermissen werde<br />
ich: Dass ich dort so viel zeichnen kann.<br />
Das Schwierigste an der Schule<br />
wird? Mathematik. Das sagt meine<br />
Cousine.<br />
von der fast obligatorischen Schultüte<br />
waren viele mit dem Kind nach dem<br />
ersten Schultag Eis essen oder in der<br />
Pizzeria. Eine Mutter weist mich auf<br />
etwas hin: An den ersten zwei Schultagen<br />
endet der Unterricht in vielen<br />
Schulen früher als gewöhnlich. Am<br />
besten frühzeitig mit Arbeitgebern und<br />
Co. absprechen.<br />
Die Schule bringe einen neuen<br />
Alltag und eine veränderte Routine<br />
ins Haus, sagen viele. Da müssen sich<br />
Eltern und Kind erst auf den neuen<br />
Rhythmus einspielen. Das Kind muss<br />
pünktlich aus dem Haus und darf auf<br />
dem Weg zur Schule nicht trödeln.<br />
Jeden Tag muss es alles Notwendige<br />
eingepackt haben. Am besten sei<br />
es, <strong>die</strong> Sachen <strong>–</strong> inklusive Kleidung<br />
<strong>–</strong> bereits am Vortag bereitzulegen.<br />
Die meisten Kinder werden unter der<br />
Word Rap<br />
Wenn ich in <strong>die</strong> Schule gehe: Kann<br />
ich selbst lesen. Ich kann im Urlaub ein<br />
Buch mitnehmen und es gleich lesen<br />
und muss nicht warten, bis Mama es<br />
mir vorliest.<br />
In der Klasse möchte ich: Ganz vorne<br />
sitzen, dann sehe ich alles besser.<br />
In meiner Schultüte: Hätte ich gerne<br />
Schmuck, ein Kuscheltier, Süßigkeiten<br />
und einen Bleistift.<br />
Woche zeitiger ins Bett geschickt, um<br />
auf <strong>die</strong> empfohlenen 10 Stunden Schlaf<br />
Minimum zu kommen. Das pünktliche<br />
Aufstehen und selbstständige,<br />
zeitgerechte Anziehen am Morgen<br />
sei dennoch öfters Thema. Frühstück<br />
auslassen, um Zeit zu sparen? Ganz<br />
schlechte Idee <strong>–</strong> den Kindern fehle<br />
merklich <strong>die</strong> Energie, um sich länger<br />
konzentrieren zu können.<br />
Loslösung: Das Kind wird groß!<br />
Die Volksschule meines Kindes<br />
versorgt mich beim Elternabend mit<br />
relevanten Infos und versichert, <strong>die</strong><br />
Liste mit den notwendigen Materialien<br />
in den <strong>Sommer</strong>ferien zu schicken. Nun<br />
bin ich zuversichtlich, dass ich an alles<br />
Organisatorische gedacht habe. Wie<br />
sieht es aber mit dem Bereich aus, der<br />
sich nicht so leicht kontrollieren lässt:<br />
© Pexels (1), Privat (1)<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 41
Leben und wir<br />
den Emotionen? Schließlich markiert<br />
der Eintritt in <strong>die</strong> Schule nicht nur einen<br />
neuen Lebensabschnitt, sondern auch<br />
das definitive Ende der Kleinkind-Ära.<br />
Tschüss, Kindergartenmädchen, hallo,<br />
Schülerin: Meine Tochter ist jetzt offiziell<br />
„schon groß“. Ein Schulkind zu haben,<br />
bedeutet ein Stück weit Kontrolle<br />
abgeben und loslassen zu können.<br />
Schließlich wird das Kind mit dem Eintritt<br />
in <strong>die</strong> Schule deutlich selbstständiger<br />
und erlebt Dinge, von denen man<br />
vieles nicht mitbekommt. Da könnte es<br />
in Zukunft öfters heißen: „Aber Frau<br />
XY hat gesagt, dass …“ Schließlich gibt<br />
es mit der Lehrkraft eine neue Bezugsperson<br />
im Leben des Kindes. Dass es<br />
da<strong>für</strong> an der Zeit und das der logische,<br />
nächste Schritt in ihrem Leben ist, ist<br />
klar. Schließlich wurde meiner Tochter<br />
<strong>die</strong> Schulreife bescheinigt.<br />
Schulspezifische Fertigkeiten<br />
Apropos: Wovon hängt das eigentlich<br />
ab? Was muss ein Kind beim Eintritt<br />
in <strong>die</strong> Schule können? Laut Aussage<br />
einer Kindergartenpädagogin sind<br />
folgende schulspezifische Fähigkeiten<br />
wichtig: <strong>die</strong> richtige Arbeitshaltung<br />
mitbringen und beispielsweise eine<br />
Aufgabe nicht von vornherein komplett<br />
verweigern. Sich danach ca. 20 bis<br />
30 Minuten konzentrieren und an<br />
<strong>die</strong>ser Aufgabe dranbleiben können.<br />
Feinmotorische Fertigkeiten wie Stift<br />
halten und mit der Schere schneiden<br />
können, seien genauso wichtig wie<br />
eine altersgerechte sprachliche Ausdrucksfähigkeit,<br />
kognitive Fähigkeiten<br />
wie Erinnerungsfähigkeit sowie ein<br />
Grundverständnis <strong>für</strong> Mengen und<br />
Zahlen. Andererseits sollten Erstklässler<br />
auch eine adäquate soziale Reife<br />
aufweisen (<strong>die</strong> sogenannte „Schulhofreife“)<br />
und z.B. in einer Vierergruppe<br />
arbeiten können oder sich trauen, vor<br />
einer Gruppe etwas zu sagen. Auch<br />
ein angemessenes Level an Selbstständigkeit,<br />
z.B. beim Umziehen <strong>für</strong><br />
den Turnunterricht, könne man von<br />
Kindern der ersten Klasse erwarten.<br />
Lernen <strong>für</strong>s Leben<br />
Ganz schön viel, was da von einem<br />
Kind erwartet wird. Wie sieht es eigentlich<br />
umgekehrt aus: Was haben Kinder<br />
<strong>für</strong> eine Vorstellung von der Schule?<br />
Eine Kindergartenpädagogin erzählt,<br />
<strong>die</strong> meisten Kinder würden gar nicht so<br />
viele Fragen über <strong>die</strong> Schule stellen.<br />
Wenn, dann kämen Fragen wie „Kann<br />
man sich in der Schule im Fasching<br />
auch verkleiden?“ oder „Mit wem<br />
komme ich in <strong>die</strong> Klasse?“ und „Wie ist<br />
meine Lehrerin?“. Daran erkennt man,<br />
dass das Thema Lernen in der Schule<br />
nicht allein im Fokus steht <strong>–</strong> zumindest<br />
nicht <strong>für</strong> <strong>die</strong> Kinder. Das soziale und<br />
gesellschaftliche Drumherum, das der<br />
Eintritt in <strong>die</strong> Schule mit sich bringt, ist<br />
genauso wichtig. Schließlich lernt man<br />
in der Schule nicht nur Lesen, Schreiben<br />
und Rechnen, sondern bekanntlich<br />
<strong>für</strong>s Leben.<br />
3 Fragen an …<br />
Direktorin Beate Ludescher-Kohler<br />
und Klassenlehrerin Marion<br />
Hallitsch-König, Volksschule<br />
Dornbirn Leopoldstraße<br />
<strong>Tipi</strong>: Was können Eltern tun, um ihre<br />
Kinder bestmöglich auf den Schulstart<br />
vorzubereiten?<br />
Einerseits sind es praktische Dinge:<br />
gemeinsam mit dem Kind den Weg<br />
zur Schule üben, selbstständiges<br />
An- und Ausziehen fördern, dem Kind<br />
beibringen, wie es sich <strong>die</strong> Schuhe<br />
selbst bindet. Gemeinsames Basteln<br />
und Ausmalen fördert feinmotorische<br />
Fähigkeiten wie Schneiden, Kleben<br />
und Stift richtig halten. Andererseits<br />
benötigt das Kind emotionale Unterstützung<br />
und Bestärkung. Lassen Sie<br />
Ihr Kind draußen balancieren und klettern<br />
<strong>–</strong> und trauen Sie ihm dabei etwas<br />
zu und ermutigen Sie es. Sprechen Sie<br />
vor dem Kind positiv über <strong>die</strong> Schule.<br />
Was sind Ihre Tipps, wie man<br />
Kinder in den ersten Schulwochen<br />
unterstützt und ihnen<br />
<strong>die</strong> Gewöhnung an den neuen<br />
Alltag erleichtert?<br />
Es erleichtert <strong>die</strong> Ablösung, wenn<br />
man sich auf dem Pausenhof verabschiedet<br />
und das Kind nicht in <strong>die</strong><br />
Klasse begleitet. Holen Sie Ihr Kind<br />
pünktlich wieder auf dem Schulhof<br />
ab, wenn es mit dem Kind so vereinbart<br />
wurde. Zu Hause sollte das<br />
Kind einen ruhigen Lernort haben.<br />
Eltern können Unterstützung bei den<br />
Hausaufgaben anbieten, aber grundsätzlich<br />
sollten sie <strong>die</strong> Kinder selbstständig<br />
arbeiten lassen. Zeigen Sie<br />
aktives Interesse am Schulgeschehen<br />
Ihres Kindes: Fragen Sie nach, was es<br />
in der Schule gemacht hat. Schauen<br />
Sie gemeinsam <strong>die</strong> Schulsachen<br />
durch und ermuntern Sie das Kind,<br />
beispielsweise seine Stifte gespitzt zu<br />
halten. Wenn Erziehungsberechtigte<br />
Fragen haben oder unsicher sind,<br />
wie es ihrem Kind in der Schule geht,<br />
bitte Rücksprache mit der Lehrperson<br />
Interview<br />
halten. In den ersten Schulwochen<br />
passiert sehr viel<br />
Neues. Da ist <strong>für</strong> das Kind ein<br />
entsprechender Ausgleich mit<br />
viel Bewegung an der frischen<br />
Luft wichtig, genauso wie genügend<br />
Schlaf.<br />
Was sind <strong>die</strong> größten Herausforderungen<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Kinder in den ersten<br />
Wochen?<br />
Ruhig zu sitzen ist <strong>für</strong> <strong>die</strong> meisten<br />
ungewohnt und herausfordernd. Auch<br />
zuzuhören und mit einer Wortmeldung<br />
zu warten, bis man an der Reihe ist,<br />
fällt vielen schwer. Für frischgebackene<br />
Erstklässler ist <strong>die</strong> Aufrechterhaltung<br />
der Konzentration während der<br />
Arbeitsphasen anstrengend. Auch das<br />
Thema Hausaufgaben ist <strong>für</strong> ehemalige<br />
Kindergartenkinder etwas Neues.<br />
Diese Aufgaben täglich und selbstständig<br />
zu erledigen, müssen sie erst<br />
lernen. Vielen Kindern merkt man <strong>die</strong><br />
Müdigkeit von der neuen, ungewohnten<br />
Anstrengung an. Das pendelt sich<br />
alles erst nach und nach ein.<br />
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42 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
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Allzeit bereit<br />
Die Rucksäcke von coocazoo<br />
bieten viel Platz <strong>für</strong> Schul- und<br />
Sportsachen, Jause, Handy und<br />
Co. Ergonomischer Tragekomfort,<br />
nachhaltige Materialien und coole<br />
Designs machen den MATE von<br />
coocazoo zum Schul-Allrounder,<br />
z.B. „Electric Ice“ um € 139,99.<br />
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Und genau so ein Freund ist auch<br />
der Schulrucksack MATE von<br />
coocazoo <strong>–</strong> ein treuer Begleiter<br />
auf gemeinsamen Abenteuern, mit<br />
ganz viel Stauraum und 4 Jahren<br />
Garantie. Ausgezeichnet durch<br />
seine ergonomische Passform<br />
und das mitwachsende Tragesystem<br />
bis zu 180 cm Körpergröße,<br />
ist der Rucksack optimal<br />
<strong>für</strong> Kids ab der 3. Klasse bis in<br />
<strong>die</strong> weiterführende Schule.<br />
Beste Freunde<br />
Was macht <strong>die</strong> Schulzeit besonders? Klare Antwort:<br />
<strong>die</strong> Freunde, mit denen man sie verbringt.<br />
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Angesagte Rucksack-Styles<br />
Den MATE gibt es in einer großen<br />
Auswahl an Designs, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Kids<br />
begeistern und lange Freude machen.<br />
Dezente Muster und coole<br />
Farbkombinationen mit freshen<br />
Akzenten sorgen da<strong>für</strong>, dass es<br />
auf dem Rücken nicht langweilig<br />
wird. Die COLOUR UP-Sets, bestehend<br />
aus Anhänger und Patch,<br />
verleihen dem Schulrucksack eine<br />
persönliche Note. Egal, ob Surfen,<br />
Basketball oder Flamingo <strong>–</strong> sie<br />
sind perfekt zum Sammeln, Verschenken<br />
und Tauschen.<br />
www.coocazoo.com<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 43
Leben und wir<br />
Investieren ist weiblich!<br />
Dr. Carmen Mayer, Autorin von „Mami goes Millionär“, über<br />
smarte Geldanlagen und den Weg zur finanziellen Unabhängigkeit.<br />
VON DORIS SPIEGL<br />
Interview<br />
© Teresa Grunde (1), Inka Englisch (1), Campus Verlag (1)<br />
Finanziell unabhängig: Dr. Carmen Mayer<br />
ermutigt Frauen, ihre Finanzen selbst in <strong>die</strong><br />
Hand zu nehmen und gibt konkrete Tipps<br />
<strong>für</strong> den Vermögensaufbau mit Aktien.<br />
Finanzen sind längst keine Männerdomäne<br />
mehr. Immer mehr Frauen nehmen<br />
ihre Finanzen selbst in <strong>die</strong> Hand.<br />
Wenn Frauen investieren, erzielen sie<br />
im Vergleich zu Männern meist beachtliche<br />
Erfolge. Doch der Weg dorthin ist<br />
oft noch mit Unsicherheiten und Ängsten<br />
verbunden. Viele Frauen scheuen<br />
sich davor, ihr Geld in Anlageprodukte<br />
wie Aktien zu investieren. Wie gelingt<br />
also ein erster Einstieg?<br />
In ihrem SPIEGEL-Bestseller „Mami<br />
goes Millionär“ teilt <strong>die</strong> erfolgreiche<br />
Unternehmerin und Aktienexpertin<br />
Dr. Carmen Mayer ihr Fachwissen,<br />
ihre persönlichen Erkenntnisse und<br />
Erfahrungen. Es ist ein praktischer Leitfaden,<br />
der Frauen ermutigt, ihre Finanzen<br />
selbst in <strong>die</strong> Hand zu nehmen. Mit<br />
klaren Anleitungen <strong>für</strong> den Aktienhandel<br />
an der Börse, realen Fallbeispielen<br />
und motivierenden Geschichten bietet<br />
das Buch eine umfassende Einführung<br />
in <strong>die</strong> Welt der Finanzen.<br />
<strong>Tipi</strong>: Carmen, du hast es dir zur<br />
Aufgabe gemacht, Frauen <strong>für</strong> das<br />
Thema Aktien zu begeistern.<br />
Was hat dich dazu motiviert?<br />
Carmen Mayer: Es gibt so viele Menschen,<br />
<strong>die</strong> hart arbeiten, fleißig sind<br />
und sich trotzdem kaum etwas leisten<br />
oder aufbauen können. Das empfand<br />
ich als ungerecht. Als ich selbst<br />
anfing, mich intensiver mit der Börse<br />
zu beschäftigen, habe ich festgestellt,<br />
wie spannend und zugänglich sie ist.<br />
Es gibt keine elitären Barrieren <strong>–</strong> jede<br />
und jeder kann daran teilnehmen. Ich<br />
möchte daher meine Begeisterung und<br />
mein Wissen weitergeben, um Frauen<br />
<strong>die</strong> Berührungsängste zu nehmen.<br />
Wann hast du begonnen, dich<br />
intensiv mit dem Thema Aktieninvestments<br />
zu beschäftigen?<br />
Das war vor knapp sieben Jahren,<br />
als ich mit meiner ersten Tochter Leni<br />
schwanger war. Ich habe nach einem<br />
44 | SOMMER <strong>2024</strong>
» Es ist alles möglich, wenn du dich nur traust<br />
und den ersten Schritt wagst. «<br />
Dr. Carmen Mayer<br />
Leben und wir<br />
Dr. Carmen Mayer<br />
ist renommierte Aktienexpertin, erfolgreiche<br />
Unternehmerin und Bestsellerautorin, <strong>die</strong> sich<br />
auf Finanzbildung von Frauen spezialisiert<br />
hat. 2019 startete sie mit dem Podcast<br />
„Mami goes Millionär“ und gründete ihr<br />
eigenes Unternehmen. <strong>2024</strong> erschien ihr<br />
erstes Buch „Mami goes Millionär: Wie du<br />
erfolgreich in Aktien investierst und finanziell<br />
frei wirst“ (Campus Verlag, € 25,70) und<br />
landete auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.<br />
Haus <strong>für</strong> uns in München gesucht. Ich<br />
konnte es nicht fassen, dass ich <strong>–</strong> trotz<br />
erfolgreicher Karriere <strong>–</strong> nicht das Haus<br />
kaufen konnte, das ich wollte. Also<br />
beschloss ich, das Thema Finanzen<br />
selbst in <strong>die</strong> Hand zu nehmen. Ich habe<br />
viele Bücher dazu gelesen und Seminare<br />
besucht. So konnte ich mir ein<br />
fun<strong>die</strong>rtes Wissen aufbauen. Ich habe<br />
selbst begonnen, erfolgreich in Aktien<br />
zu investieren. Mittlerweile wohnen wir<br />
in unserem Traumhaus in München. Ein<br />
Vermögensaufbau durch Aktieninvestments<br />
ist möglich <strong>–</strong> <strong>für</strong> alle Frauen!<br />
Du hast zuerst 2.000 Euro in Aktien<br />
investiert. Jetzt bist du Millionärin.<br />
Wie startet Frau am besten?<br />
Sei mutig und verlasse deine Komfortzone.<br />
Stecke dir ein großes Ziel,<br />
entwickle einen Plan und setze ihn<br />
möglichst zeitnah um. Warte nicht zu<br />
lange damit. Lege einen konkreten<br />
Termin fest <strong>–</strong> zum Beispiel: In drei<br />
Monate starte ich.<br />
Welche Rolle spielen weibliche<br />
Vorbilder <strong>für</strong> dich, um erfolgreich<br />
und finanziell unabhängig zu sein?<br />
Weibliche Vorbilder sind wichtig.<br />
Leider gibt es noch zu wenige. Frauen<br />
wie Heidi Klum oder Helene Fischer<br />
werden oft angegriffen, weil sie erfolgreich<br />
sind. Das hält uns davon ab,<br />
selbst groß zu denken. Wir brauchen<br />
unbedingt mehr Vorbilder, <strong>die</strong> zeigen,<br />
dass Frauen ihre Superpower und Intuition<br />
nutzen können, um Großartiges<br />
zu erreichen: mit viel Liebe, ohne Hass,<br />
Neid oder Einsatz von Ellenbogen.<br />
Wir Frauen dürfen uns großes Geld,<br />
Wohlstand und Erfolg erlauben!<br />
Sparen mit Sumsi<br />
Früh übt sich, wer ein Sparmeister werden will. Mit dem Sumsi-Konto werden schon <strong>die</strong><br />
Kleinsten mit dem Prinzip des Sparens vertraut gemacht.<br />
PROMOTION; © Raiffeisen Bank (1), Konstantin Reyer (1)<br />
Mit dem Start in <strong>die</strong> erste Klasse Volksschule<br />
bekommen <strong>die</strong> meisten Kinder erstmals Taschengeld<br />
<strong>–</strong> ein wichtiges Instrument, um ihnen den<br />
Umgang mit Geld näherzubringen. Es ist das<br />
erste eigene „Einkommen“, sie entwickeln<br />
ein Gefühl da<strong>für</strong>, welche Summe <strong>für</strong> welchen<br />
Zeitraum reicht und wie verantwortungsvolles<br />
Konsumverhalten aussehen kann. Wichtig <strong>für</strong><br />
Eltern: Das Taschengeld steht Kindern zur freien<br />
Verfügung, sie können selbst entscheiden, wo<strong>für</strong><br />
sie es ausgeben.<br />
Wenn sogar etwas übrig bleibt, kommt das<br />
Sparen ins Spiel. Für Kinder bis zehn<br />
Jahre gibt es daher das Raiffeisen<br />
Sumsi-Konto <strong>–</strong> sogar mit eigener<br />
Karte, <strong>die</strong> zwar nicht zum Abheben<br />
beim Bankomaten verwendet<br />
werden kann, aber dennoch den<br />
Bezug zum Konto herstellt. Außerdem<br />
genießen Sumsi-Sparer viele<br />
Vorteile im Sumsi-Club, z.B. freie<br />
Eintritte und Ermäßigungen bei den<br />
Sumsi-Partnern. Und im Sumsi-<br />
<strong>Magazin</strong> gibt’s spannende Artikel,<br />
tolle Gewinnspiele, Rätsel, Experimente<br />
und vieles mehr.<br />
MAXI MUSTERMANN<br />
PAPA MUSTERMANN<br />
als gesetzl. Vertreter<br />
www.raiffeisen.at
Leben und wir<br />
Clever investieren<br />
6 Tipps von Carmen Mayer<br />
Dein Erfolg beginnt im Kopf<br />
Decke zuerst deine Glaubenssätze<br />
über Geld auf und analysiere sie.<br />
Passt das noch <strong>für</strong> mich? Wo will<br />
ich hin und wie soll es in Zukunft<br />
<strong>für</strong> mich sein? Drehe dann mindestens<br />
3 deiner alten Glaubenssätze<br />
in neue positive Formulierungen<br />
um. Ein positives Money<br />
Mindset kann so schnell zu deiner<br />
neuen Wirklichkeit werden!<br />
Was gibst du an deine beiden<br />
Töchter Leni und Emily weiter?<br />
Ich schau mir bei meinen Kindern an,<br />
wo ihre Stärken liegen. Darin können<br />
sie sich dann entfalten. Ich ermutige<br />
sie, ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes<br />
Leben zu führen. Ich gebe<br />
ihnen auch mit, dass Kreativität und<br />
Wissen nicht begrenzt sind. Beides<br />
dürfen wir mit Freude fördern.<br />
Hast du einen speziellen Tipp <strong>für</strong> alle<br />
Mamis, um finanziell unabhängig zu<br />
werden?<br />
MEHR ZUM THEMA<br />
FINDEST DU BEI:<br />
• Larissa Kravitz alias Investorella:<br />
In ihrem Podcast „Investorella“ und in<br />
ihrem Buch „Reich werden und bleiben:<br />
Ihr Wegweiser <strong>für</strong> den finanziellen<br />
Erfolg“ teilt sie ihre Expertise und<br />
ihre Erfahrungen bei Geldanlagen<br />
sowie Vermögensaufbau <strong>für</strong> Frauen.<br />
• Natascha Wegelin<br />
(besser bekannt als Madame<br />
Moneypenny) ist Autorin, Bloggerin<br />
und Podcasterin. In ihrem Buch<br />
„Madame Moneypenny: Wie Frauen<br />
ihre Finanzen selbst in <strong>die</strong> Hand<br />
nehmen können“ bietet sie praktische<br />
Tipps, Ratschläge und motivierende<br />
Geschichten, um Frauen dabei zu<br />
unterstützen, finanziell selbstbestimmt<br />
zu werden.<br />
Immerhin steckt im Wort „Mutter“<br />
schon das Wort „MUT“. Niemand bereitet<br />
uns darauf vor, wie es ist, ein Kind<br />
zu bekommen, und doch schaffen wir<br />
es. Warum sollten wir dann nicht auch<br />
in Aktien investieren und unsere Träume<br />
verwirklichen können? Übernehmt<br />
Verantwortung und glaubt an euch!<br />
Früher hat sich der Staat um vieles<br />
gekümmert, aber das gilt heute nicht<br />
mehr. Wir müssen selbst aktiv werden<br />
und uns um unsere finanzielle Zukunft<br />
kümmern.<br />
Welche Bücher haben dich<br />
besonders geprägt?<br />
„Rich Dad, Poor Dad“ von Robert T.<br />
Kiyosaki. Es hat mir <strong>die</strong> Augen geöffnet<br />
und mir gezeigt, dass es Alternativen<br />
zum Angestellten-Dasein gibt. „Think<br />
and Grow Rich“ von Napoleon Hill in<br />
der ungekürzten Originalausgabe ist<br />
ein fantastisches Werk, das ich immer<br />
wieder lese. „Investieren statt sparen“<br />
von Prof. Dr. Max Otte. Er erklärt darin<br />
vor allem <strong>die</strong> wirtschaftlichen Zusammenhänge<br />
sehr gut.<br />
Was planst du in Zukunft?<br />
Ich möchte mich stärker in den Bereich<br />
KI-Trading vertiefen und ein Kinderbuch<br />
schreiben. Zudem plane ich ein<br />
weiteres Buch zum Thema Optionen.<br />
Ich beschäftige mich intensiv mit<br />
Themen wie Mindset, Spiritualität und<br />
Weiblichkeit. Vielleicht werde ich auch<br />
dazu etwas Neues entwickeln.<br />
Lerne zuerst den Aktienmarkt<br />
zu verstehen<br />
Mach dich mit den Grundlagen des<br />
Aktienmarkts und der Wirtschaft<br />
vertraut. Im Buch erkläre ich dir,<br />
wie Börsen funktionieren, wie<br />
Aktienkurse beeinflusst werden<br />
und wie man Unternehmen und<br />
Kennzahlen analysiert.<br />
Mach einen genauen Aktiencheck<br />
Nimm dir im Vorfeld genug Zeit<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong>se Recherche, um <strong>für</strong> dich<br />
<strong>die</strong> richtige Auswahl zu treffen.<br />
Entwickle ein gesundes<br />
Risikobewusstsein<br />
Lerne Risiken an der Börse zu<br />
verstehen und zu akzeptieren. Du<br />
solltest keine Angst vor Aktien<br />
haben, sondern dich ausreichend<br />
informieren und deine Entscheidungen<br />
aufgrund von fun<strong>die</strong>rten<br />
Kenntnissen treffen.<br />
Investiere langfristig<br />
Anstatt auf kurzfristige Trends zu<br />
setzen, solltest du als Neo-Anlegerin<br />
einen langfristigen Horizont<br />
haben. Zeit ist ein wichtiger Faktor<br />
<strong>für</strong> deinen Erfolg an der Börse.<br />
Streue das Portfolio möglichst<br />
breit<br />
Investiere in verschiedene Branchen,<br />
Länder und Anlageklassen.<br />
Das reduziert das Risiko und<br />
erhöht deine Chancen auf langfristige<br />
Renditen.<br />
© Inka Englisch (2)<br />
46 | SOMMER <strong>2024</strong>
Bildung wie Sand am Meer<br />
Leben und wir<br />
Coole Bildungsangebote <strong>für</strong> <strong>die</strong> heißen <strong>Sommer</strong>monate.<br />
Die VHS hat ein vielfältiges Angebot <strong>für</strong> Kinder und Teenager auf <strong>die</strong> Beine gestellt.<br />
Aber auch <strong>für</strong> Erwachsene gibt es Hunderte Kurse zu entdecken.<br />
PROMOTION; © August Lechner (1), Carolina Frank (1), Ludwig Schedl (1)<br />
Endlich sind sie da, <strong>die</strong> lang ersehnten<br />
<strong>Sommer</strong>ferien. Was <strong>für</strong> <strong>die</strong> Kinder<br />
meist der Höhepunkt des Jahres ist,<br />
wird <strong>für</strong> viele Eltern zur Herausforderung:<br />
Wie lassen sich <strong>die</strong> knappen<br />
Urlaubswochen am besten aufteilen,<br />
geht sich der Strandurlaub finanziell<br />
aus und wie bringt man den Nachwuchs<br />
weg vom Handy?<br />
Die Wiener Volkshochschulen<br />
bieten in den <strong>Sommer</strong>monaten ein<br />
umfangreiches Programm <strong>für</strong> Kinder<br />
und Jugendliche zu fairen Preisen: Von<br />
Graffiti- oder Theater-Workshops über<br />
Hip-Hop-Dance und Parkour bis hin zu<br />
Programmierkursen und Küchenexperimenten<br />
ist <strong>für</strong> jede Altersgruppe ein<br />
passendes Bildungsangebot dabei, das<br />
das junge Herz höherschlagen lässt.<br />
Neue Hobbys helfen nicht nur beim<br />
Auspowern, sondern wirken sich auch<br />
positiv auf <strong>die</strong> Konzentrationsfähigkeit<br />
aus, und ganz nebenbei können neue<br />
Freundschaften geschlossen werden.<br />
Kostenlose Lernhilfe<br />
Wer sich auf das kommende Schuljahr<br />
vorbereiten möchte oder <strong>für</strong> eine<br />
Nachprüfung lernen muss, ist bei den<br />
VHS <strong>Sommer</strong>lernstationen bestens<br />
aufgehoben. Hier gibt es kostenlose<br />
Nachhilfe <strong>für</strong> Kinder, <strong>die</strong> eine Volksschule,<br />
MS oder AHS Unterstufe besuchen.<br />
Erfahrene Lernbetreuerinnen und<br />
-betreuer unterstützen in den Fächern<br />
Deutsch, Mathematik und Englisch. Ab<br />
heuer werden auch <strong>Sommer</strong>lernstationen<br />
im Fach Deutsch Start angeboten.<br />
Dieses Angebot ist besonders geeignet<br />
<strong>für</strong> außerordentliche Schülerinnen und<br />
Schüler, <strong>die</strong> Deutsch neu lernen.<br />
Die VHS <strong>Sommer</strong>lernstationen sind<br />
von 22. Juli bis 29. August <strong>2024</strong> immer<br />
von Montag bis Donnerstag von 9 bis<br />
12 Uhr an vielen VHS-Standorten in<br />
ganz Wien geöffnet.<br />
Das Glück der Kinder beginnt mit<br />
entspannten Eltern!<br />
Auch Erwachsene brauchen in den<br />
<strong>Sommer</strong>monaten Abwechslung und<br />
sinnvolle Beschäftigung. Von Juni bis<br />
September heißt es deshalb an der<br />
VHS „<strong>Sommer</strong>loch, ade!“ Neue Food-<br />
Trends entdecken, Muskeln lockern bei<br />
sanften Entspannungsübungen und<br />
wohltuendem Yoga oder auspowern<br />
beim Bodywork <strong>–</strong> alles ist möglich.<br />
Auch seine kreative Seite kann man<br />
ausleben: in einem der zahlreichen<br />
Foto- oder Malkurse, beim Trällern im<br />
Chor oder beim Stift-Schwingen in einer<br />
Schreibwerkstatt. Wer sich auf den<br />
bevorstehenden Urlaub vorbereiten<br />
möchte, ist in den VHS-Sprachkursen<br />
genau richtig. Italienisch, Japanisch,<br />
Englisch, Spanisch, Französisch und<br />
viele mehr stehen <strong>für</strong> verschiedene<br />
Sprachniveaus zur Auswahl.<br />
Kostenlose Kurse im Grätzel<br />
Durch <strong>die</strong> Kooperation mit Bezirksvorstehungen<br />
sowie wohnpartner wien<br />
sind auch <strong>die</strong>sen <strong>Sommer</strong> viele Kurzkurse<br />
in Wiener Parks, an VHS-Standorten<br />
oder in Wiener Gemeindebauten<br />
kostenlos. Mit dabei sind Pilates, Line<br />
Dance, Fotowalks, Handyberatung,<br />
Schnapsen im Gemeindebau und<br />
vieles mehr.<br />
Das gesamte Angebot des VHS-<br />
Bildungssommers gibt’s online unter<br />
www.vhs.at/sommer.<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 47
Leben und wir<br />
Mädchen <strong>die</strong>ser Welt<br />
Schönheit ist Vielfalt <strong>für</strong> <strong>die</strong> Fotografin Mihaela Noroc. In ihrem zweiten<br />
Fotobuch porträtiert sie über 250 Mädchen rund um den Globus.<br />
Die authentischen Bilder zeigen junge, starke Frauen abseits von<br />
Social-Media-Trends und Werbeklischees. VON HEIDRUN HENKE<br />
Interview<br />
<strong>Tipi</strong>: Was war deine ursprüngliche<br />
Idee, um <strong>die</strong>ses Buch zu machen?<br />
Mihalea Noroc: Die Idee wurde<br />
geboren, als ich mit meiner Tochter<br />
Natalia schwanger war. Es ist über<br />
einen Zeitraum von 5 Jahren entstanden.<br />
Das Buch ist meiner Tochter und<br />
allen anderen Mädchen gewidmet, <strong>die</strong><br />
<strong>die</strong> Welt verstehen möchten, etwas<br />
über das Leben von anderen Mädchen<br />
erfahren wollen, über ihre Probleme,<br />
ihre Herausforderungen, aber auch<br />
ihre Freuden.<br />
Wie hat <strong>die</strong> Geburt deiner Tochter<br />
dein Leben und deine Sicht auf <strong>die</strong><br />
Welt geändert?<br />
Ich bin jetzt viel sicherheitsbewusster.<br />
Immer wenn ich ein Risiko eingehe,<br />
muss ich doppelt überlegen, ob ich<br />
es wirklich machen soll, denn ich bin<br />
jetzt nicht mehr nur <strong>für</strong> mich alleine<br />
verantwortlich. Zugleich habe ich<br />
aber auch das Gefühl, dass sich mein<br />
Herz, seitdem ich Mutter bin, geweitet<br />
hat, sodass ich empfänglicher bin <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Probleme anderer, speziell von<br />
Müttern in schwierigen Situationen.<br />
Mutterschaft ist generell eine herausfordernde<br />
und transformative Zeit.<br />
Hat <strong>die</strong> Mutterolle auch deine<br />
Arbeitsweise verändert?<br />
Oh ja! Davor bin ich ohne Retourticket<br />
gereist. Jetzt bin ich viel organisierter<br />
und plane vieles im Vorfeld. Meine<br />
Tochter bleibt bei meinem Mann zu<br />
Hause, und meine Reisen dauern nie<br />
länger als einen Monat, länger können<br />
und wollen wir nicht voneinander getrennt<br />
sein. Außerdem reise ich nicht<br />
mehr zu Orten, <strong>die</strong> sehr weit entfernt,<br />
unzugänglich oder gefährlich sind.<br />
Welche Story der Mädchen, <strong>die</strong> du<br />
auf deinen Reisen kennengelernt<br />
hast, hat dich am meisten berührt?<br />
Da war zum Beispiel das Mädchen in<br />
Äthiopien, das Kamele aufgezogen hat,<br />
was in <strong>die</strong>ser Region eine absolute<br />
Einzigartigkeit ist, oder das Mädchen<br />
aus Montana, das immer auf <strong>die</strong> Berge<br />
stieg, um sich ihrem Vater näher zu<br />
fühlen, der verstorben war. Jede einzelne<br />
<strong>die</strong>ser Geschichten ist wundervoll<br />
und lehrt uns etwas, nämlich was<br />
es bedeutet, ein Mädchen zu sein und<br />
durch <strong>die</strong>se schöne Erfahrung namens<br />
Leben zu gehen.<br />
Du bist auch mit deiner Tochter viel<br />
gereist. Wie war das <strong>für</strong> dich?<br />
Meine Tochter hatte, noch bevor sie<br />
zwei Jahre alt war, bereits eine Weltreise<br />
hinter sich und war in über 13 Ländern<br />
mit meinem Mann und mir unterwegs.<br />
Das war vor der Covid-Pandemie.<br />
Danach blieb Natalia aber bei<br />
meinem Mann zu Hause und ich reiste<br />
alleine. Ich bin im Nachhinein aber<br />
sehr glücklich, dass ich meine Tochter<br />
anfangs bei den Reisen dabeihatte.<br />
Obwohl sie keine Erinnerungen mehr<br />
an <strong>die</strong>se Reisen hat, haben <strong>die</strong>se sie<br />
bestimmt positiv geprägt, sie ist heute<br />
ein sehr neugieriges, aufgewecktes<br />
6-jähriges Mädchen. Doch es war auch<br />
eine große Herausforderung, denn ich<br />
musste gleichzeitig meiner Arbeit und<br />
meiner Mutterrolle gerecht werden.<br />
Du hast auch ein Buch über Schönheit<br />
gemacht („The Atlas of Beauty“).<br />
Was bedeutet das <strong>für</strong> dich?<br />
Schönheit umfasst alle guten Aspekte<br />
eines Menschen. Ein offenes Herz,<br />
innere Stärke, Großzügigkeit, Mut ... all<br />
das ist Schönheit <strong>für</strong> mich, sie scheint<br />
von innen. Ich habe im Zuge meiner<br />
Reisen so viele Frauen getroffen, <strong>die</strong><br />
sich trotz sehr harter Lebensbedingungen<br />
und schwierigen Situationen ihr<br />
gutes Herz und ihre Power bewahrt<br />
haben. Ich sammle <strong>die</strong>se Storys, weil<br />
es uns lehrt, wie wir mit schwierigen<br />
Situationen umgehen können.<br />
Welche Gemeinsamkeiten, über<br />
alle Ländergrenzen hinweg, sind dir<br />
aufgefallen?<br />
An einem bestimmten Punkt habe ich<br />
aufgehört zu fragen: „Was wünschst du<br />
dir am meisten im Leben?“, denn alle<br />
haben mehr oder weniger dasselbe<br />
Mihalea Noroc<br />
Inspiriert von der Geburt ihrer Tochter,<br />
startete <strong>die</strong> rumänische Fotografin Mihaela<br />
Noroc das Fotoprojekt „Girls of the World“.<br />
Nachdem sie zuvor über 2.000 Frauen<br />
<strong>für</strong> ihr erstes Buch „The Atlas of Beauty“<br />
fotografierte, porträtierte sie nun junge<br />
Mädchen, um deren berührende Geschichten<br />
mit uns zu teilen sowie ihre Schönheit und<br />
Stärke zu zeigen. Das Buch enthält 250 Porträts<br />
von Mädchen aus den verschiedensten<br />
Ländern. Die Welt birgt eine erstaunliche<br />
Vielfalt, spannende Traditionen sowie bittere<br />
Realitäten. Doch eines haben all <strong>die</strong>se Mädchen<br />
gemeinsam: Sie sind mutig, stolz und<br />
wunderschön <strong>–</strong> und ein Vorbild <strong>für</strong> uns alle.<br />
www.theatlasofbeauty.com<br />
BUCHTIPP<br />
Mihalea Noroc: Girls of<br />
the World <strong>–</strong> Mädchen<br />
der Welt; riva Verlag,<br />
€ 25,<strong>–</strong><br />
geantwortet: „Ich will, dass es meiner<br />
<strong>Familie</strong> und meinen Nächsten gut geht,<br />
dass sie gesund und zufrieden sind.“<br />
Was bedeutet <strong>für</strong> dich Fotografie?<br />
Es ist, als würde man ein Bild von den<br />
Straßen <strong>die</strong>ser Welt machen und <strong>die</strong><br />
Gegenwart einfangen. Dank der Fotografie<br />
können wir niemals vergessen,<br />
was in der Welt passiert und all <strong>die</strong> faszinierenden<br />
Geschichten festhalten.<br />
48 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
© Mihalea Noroc (3), riva Verlag (1)<br />
Berlin, Deutschland: Die<br />
Schwestern Alyn und Celine<br />
lieben es, <strong>die</strong> Welt aus einer<br />
anderen Perspektive zu<br />
betrachten.<br />
Pokhara, Nepal: Während der Corona-Pandemie<br />
verbrachte Susmeeta sehr viel Zeit zu Hause<br />
und spielte Videospiele auf ihrem Handy. Das<br />
Klettern fühlt sich <strong>für</strong> sie jetzt an, als würde sie<br />
endlich aus einer virtuellen Welt entkommen.<br />
Nordvietnam: Lu May<br />
hilft meist im Souvenirgeschäft<br />
ihrer Eltern<br />
aus, wo sie handgemachten<br />
Schmuck<br />
verkauft. Dadurch kann<br />
sie auch ihre Englischkenntnisse<br />
verbessern.<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 49
Leben und wir<br />
Wien, Österreich: Elli kommt<br />
aus einer Biologenfamilie.<br />
Schon seit sie klein war,<br />
ist sie fasziniert von allerlei<br />
Insekten. Schmetterlinge sind<br />
ihre Lieblinge. Elli kennt jede<br />
Art und weiß genau, wie man<br />
mit den Tieren interagiert.<br />
Dubai, Vereinigte Arabische<br />
Emirate: Michelle mischt<br />
am liebsten verschiedene<br />
Musikrichtungen.<br />
Mit gerade einmal neun<br />
Jahren ist sie bereits<br />
eine erfahrene<br />
DJane, <strong>die</strong> auch<br />
schon Preise<br />
gewonnen hat.<br />
London, England: Maria ist<br />
Eiskunstläuferin. Manchmal muss sie<br />
um sechs Uhr morgens aufstehen,<br />
um noch vor Schulbeginn zu trainieren.<br />
Auf dem Eis fühlt sie sich wie eine<br />
fliegende Prinzessin.<br />
50 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
Damaskus, Syrien: Hana, Ala<br />
und Rafah sind großartige<br />
Schlittschuhläuferinnen.<br />
Es ist nicht einfach, in<br />
einem Land zu leben,<br />
das vom Krieg<br />
heimgesucht wird,<br />
aber das Eislaufen<br />
hilft ihnen, das<br />
Positive im Leben<br />
nicht aus den Augen<br />
zu verlieren.<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 51
Leben und wir<br />
Äthiopien: Abeyna ist Mitglied der<br />
Afar, eines nomadischen Volks.<br />
Die meisten Afar sind Kamelhirten.<br />
Normalerweise ist es <strong>die</strong> Arbeit<br />
der Männer, doch Abeyna hat<br />
eine ganz besondere Verbindung<br />
zu ihren Kamelen. Es ist nicht<br />
immer einfach, ständig von einem<br />
zum anderen Ort zu ziehen, aber<br />
Abeyna ist glücklich, solange sie<br />
bei ihren Kamelen sein kann.<br />
Omo-Tal, Äthopien: Die Kara, ein<br />
indigenes Volk aus dem Omo-Tal, sind<br />
bekannt <strong>für</strong> ihre Gesichtsbemalungen.<br />
Auf <strong>die</strong>sem Bild bemalen Freunde<br />
gerade das Gesicht von Palekach.<br />
Antigua, Guatemala: Claritas Eltern<br />
sind Blumenhändler. Das kleine<br />
Mädchen nimmt fast jeden Tag<br />
ein Bad in den Blütenblättern.<br />
Das muss wunderbar duften!<br />
Rajasthan, In<strong>die</strong>n: Indera<br />
gehört dem Kalbelia-Stamm<br />
an. Der Tanz, den sie hier<br />
präsentiert, imitiert <strong>die</strong> Bewegungen<br />
einer Schlange. Ihre<br />
Vorfahren waren Schlangenbeschwörer,<br />
sie züchteten<br />
Schlangen, um dann mit dem<br />
Schlangengift zu handeln.<br />
52 | SOMMER <strong>2024</strong>
Leben und wir<br />
Mexiko-Stadt, Mexiko: Natalia<br />
bekommt gerade ihr Gesicht <strong>für</strong> el<br />
Día de los Muertos (den Tag der<br />
Toten) bemalt. An <strong>die</strong>sem Feiertag<br />
gedenken mexikanische <strong>Familie</strong>n<br />
ihrer Verstorbenen. Viele verzieren<br />
ihre Gesichter mit aufwendigem<br />
Make-up.<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 53
Leben und wir<br />
Santiago, Chile: Yze hat<br />
französische und chilenische<br />
Wurzeln. Keilin hingegen<br />
kommt aus Kolumbien.<br />
Doch ihre Freundschaft<br />
kennt keine Grenzen.<br />
Zentral-Afghanistan: Afsana und Padida<br />
sind beste Freundinnen. Sie erfinden<br />
immer wieder neue Spiele und haben<br />
zusammen eine Menge Spaß.<br />
Süd-Myanmar:<br />
Die kleine Gawa schläft<br />
ruhig in ihrer Hängematte, einzig<br />
begleitet von den harmonischen<br />
Klängen der Vögel.<br />
Austin, USA: Montannah<br />
entdeckt gerne neue<br />
Berggipfel <strong>–</strong> auch <strong>für</strong><br />
ihren verstorbenen Vater:<br />
„Dort oben fühle ich mich<br />
dem Himmel und meinem<br />
Papa näher. Ich habe ihm<br />
Küsschen zugeworfen, damit<br />
er weiß, dass ich da bin.“<br />
54 | SOMMER <strong>2024</strong>
Damit sich<br />
Hänsel & Gretel<br />
nicht mehr im<br />
Wald verlaufen.<br />
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Leben und wir<br />
Wie sag ich’s meinem Kind:<br />
Verlust eines Sinnes<br />
Interview<br />
Schwierige Themen <strong>–</strong> kinderleicht gemacht.<br />
Oder so leicht wie möglich. Diesmal in der <strong>Tipi</strong>-Serie:<br />
Verlust eines Wahrnehmungssinnes. Wie man damit<br />
am besten umgeht, weiß Psychologin Yvonne Laminger.<br />
VON MARKUS HÖLLER<br />
Ein <strong>Familie</strong>nangehöriger wird in absehbarer<br />
Zeit durch Krankheit einen<br />
Wahrnehmungssinn verlieren. Wie<br />
bereitet man ein Kind darauf vor?<br />
Yvonne Laminger: Wesentlich ist, mit<br />
dem Kind über <strong>die</strong> neue Situation zu<br />
sprechen. Ein Verbergen ist auf Dauer<br />
ohnehin schwer möglich, und unausgesprochene<br />
Themen belasten zudem<br />
<strong>die</strong> Eltern-Kind-Beziehung. Auch Kinder<br />
benötigen Zeit, um <strong>die</strong> neuen Informationen<br />
zu verstehen. Sie stellen in der<br />
Regel erst dann weitergehende Fragen,<br />
wenn sie <strong>die</strong> ersten Informationen<br />
verarbeitet haben. Wichtig ist, dass das<br />
Kind einen Ansprechpartner hat und<br />
das Gefühl von Geborgenheit aufrechterhalten<br />
bleibt. Kinder können über<br />
Bücher, Broschüren oder kurze Videos<br />
auf den Verlust des Sinnes vorbereitet<br />
werden. Das ist <strong>die</strong> sachlich-rationale<br />
Informationsvermittlung. Aber natürlich<br />
können auch vielfältige Emotionen wie<br />
Angst, Scham und Verzweiflung auftreten.<br />
Hier ist es wichtig, Verständnis<br />
aufzubringen und <strong>die</strong> Kinder emotional<br />
zu begleiten.<br />
Was, wenn <strong>die</strong>ser Verlust plötzlich<br />
auftritt (Unfall, Hörsturz o.Ä.)?<br />
Auch dann ist es notwendig, <strong>die</strong>s mit<br />
dem Kind zu besprechen. In der Regel<br />
bekommen <strong>die</strong> Kinder den Stress mit.<br />
Es ist sehr schwierig <strong>für</strong> Kinder, unausgesprochene<br />
Themen zu verarbeiten.<br />
Hier ist es wichtig, einen ruhigen Moment<br />
abzuwarten und sich ausreichend<br />
Zeit <strong>für</strong> ein Gespräch zu nehmen, bei<br />
dem <strong>die</strong> Kinder Antworten auf ihre<br />
Fragen bekommen. Auch sehr jungen<br />
Kindern kann man <strong>die</strong>se Informationen<br />
schon zukommen lassen.<br />
Was, wenn es das Kind selbst betrifft?<br />
Sobald das Kind mit einer veränderten<br />
Sinneswahrnehmung zu tun hat, ist<br />
Aufklärung wichtig. Vielleicht müssen<br />
Lebensumstände angepasst, <strong>die</strong> Betreuung<br />
neu organisiert oder innerfamiliäre<br />
Strukturen überdacht werden.<br />
Je älter das Kind ist, desto wichtiger ist,<br />
dass es an <strong>die</strong>sem Prozess teilnehmen<br />
kann, wenn es <strong>die</strong>s möchte. Neben den<br />
Informationen über <strong>die</strong> Erkrankung ist<br />
es auch wichtig, das Kind in all seinen<br />
Emotionen anzuerkennen. Oftmals kann<br />
hier therapeutische Hilfe notwendig<br />
werden, um <strong>die</strong> Eltern-Kind-Beziehung<br />
nicht zu sehr zu belasten. Auch <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
Eltern ist eine Begleitung sehr hilfreich,<br />
da man „den Boden unter den Füßen“<br />
verliert und von der Situation überfordert<br />
ist. All das ist normal. Neue Perspektiven<br />
eröffnen sich oftmals im Tun.<br />
Wie geht man damit um, wenn ein<br />
nachkommendes Geschwisterchen<br />
blind oder gehörlos zur Welt kommt?<br />
Zunächst ist <strong>die</strong>s sicherlich ein Schock<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> gesamte <strong>Familie</strong>, da man in der<br />
Regel nicht damit rechnet. Traurigkeit,<br />
Wut und Hilflosigkeit bei den Eltern und<br />
nahen <strong>Familie</strong>nangehörigen sind absolut<br />
nachvollziehbare Gefühle. Nach der<br />
ersten Verarbeitung gibt es Anlaufstellen,<br />
wo man sich Hilfe und Unterstützung<br />
holen kann. Hier gibt es oftmals<br />
auch Angebote <strong>für</strong> Geschwisterkinder.<br />
Mag. a Yvonne Laminger<br />
ist klinische und Gesundheitspsychologin sowie<br />
Kinder-, Jugend- und <strong>Familie</strong>npsychologin.<br />
PÄPSY, Gumpendorfer Str. 139/Top 1.04,<br />
1060 Wien, www.paepsy.at<br />
Ab wann macht es Sinn, Hilfen<br />
(z.B. Cochlea-Implantat) zur erwägen,<br />
ohne dem Kind falsche Hoffnungen<br />
zu machen?<br />
Ein Cochlea-Implantat kann bei<br />
Kindern nur dann hilfreich sein, wenn<br />
<strong>die</strong> entsprechenden Gehirnstrukturen<br />
ausgebildet sind. Dies ist sicherlich<br />
eine Entscheidung, <strong>die</strong> gemeinsam mit<br />
dem Arzt getroffen wird. In der Regel<br />
ist es sinnvoll, ein Kind erst dann darauf<br />
vorzubereiten, wenn <strong>die</strong>s aus medizinischer<br />
Sicht indiziert erscheint. Kinder<br />
sind bei der Implantation meistens<br />
zwischen 6 Monaten und zwei Jahren<br />
alt. Hier ist es eher anzuraten, <strong>die</strong><br />
Kinder auf den Krankenhausaufenthalt,<br />
mögliche medizinisch notwendige Eingriffe<br />
wie z.B. Blutabnahmen, Spritzen<br />
etc. vorzubereiten. Dies funktioniert am<br />
besten, wenn einige <strong>die</strong>ser Utensilien<br />
vorhanden sind und im Spiel eingesetzt<br />
werden können.<br />
© Freepik (1), Privat (1)<br />
56 | SOMMER <strong>2024</strong>
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Mama & Baby<br />
Wien mit Baby • Wahnsinn im Doppelpack •<br />
Ja wer ist denn das? • Geburtshilfe fängt<br />
beim Bauplan an • Autofahren? Aber sicher! •<br />
Plötzlicher Kindstod<br />
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58 | SOMMER <strong>2024</strong>
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Ein System zum Durchdrehen!<br />
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bis ca. 4 Jahre komfortabel im Auto und schont gleichzeitig den Geldbeutel.<br />
Herzstück ist <strong>die</strong> drehbare ISOFIX-Basisstation SnugTurn i-Size R129,<br />
auf <strong>die</strong> zwei Kindersitze aufgeklickt werden können: <strong>die</strong> Babyschale<br />
SnugLite i-Size R129 (geeignet bis zu einer Körpergröße von 75 cm) und<br />
der Folgesitz SnugGo i-Size R129 (bis 105 cm). Dank des 360°-Drehmechanismus<br />
der Basisstation lassen sie sich zum Ein- und Aussteigen sowie beim<br />
Folgesitz zum Fahrtrichtungswechsel ganz einfach mit einer Hand drehen.<br />
Das Graco SnugTurn-System ist ab Juli <strong>2024</strong> erhältlich. Bei teilnehmenden<br />
Händlern gibt es das komplette System inkl. Basisstation, Babyschale und<br />
Folgesitz zum Einführungsangebot von ca. € 450,<strong>–</strong>. www.gracobaby.eu<br />
Schick Scheidentrockenheit in <strong>die</strong> Wüste!<br />
Ein verbreitetes Problem, das viele Frauen betrifft, jedoch oft aus Scham<br />
unausgesprochen bleibt: Scheidentrockenheit. Von GYNIAL gibt es jetzt ein neues,<br />
wirksames Vaginalgel, das bei Beschwerden hilft.<br />
Etwa jede fünfte Frau leidet im Laufe ihres<br />
Lebens unter Scheidentrockenheit, wobei Frauen<br />
ab 45 besonders betroffen sind.¹ Juckreiz,<br />
Brennen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr<br />
zählen zu den häufigsten Symptomen, <strong>die</strong><br />
dadurch ausgelöst werden und <strong>die</strong> Lebensqualität<br />
beeinträchtigen.<br />
Das österreichische Pharmaunternehmen<br />
GYNIAL hat mit HydroSanta* nun eine effektive<br />
Lösung: Das hormon- und rezeptfreie Vaginalgel<br />
mit Hyaluronsäure und Milchsäure lindert<br />
Trockenheitssymptome und unterstützt <strong>die</strong><br />
Aufrechterhaltung des sauren pH-Wertes in der<br />
Scheide. Es kann bei Beschwerden je nach<br />
Bedarf mehrmals täglich im äußeren Intimbereich<br />
angewendet werden; <strong>die</strong> Anwendung<br />
im inneren Intimbereich erfolgt einmal täglich,<br />
vorzugsweise am Abend.<br />
Die Wirksamkeit von HydroSanta wurde<br />
in einer klinischen Stu<strong>die</strong> belegt;<br />
das Vaginalgel ist rezeptfrei in Apotheken<br />
sowie im GYNIAL-Webshop erhältlich.<br />
* HydroSanta® wird angewendet zur Linderung und Vorbeugung<br />
von Beschwerden durch Trockenheit in der Scheide<br />
und im äußeren Intimbereich wie Juckreiz, Brennen oder<br />
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Es kann in seltenen<br />
Fällen vorübergehend ein leichtes Brennen auftreten. Frei<br />
verkäufliches Medizinprodukt. Beachten Sie <strong>die</strong> Gebrauchsanweisung<br />
und fragen Sie erforderlichenfalls Ihre Ärztin oder<br />
Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.<br />
¹ Quelle: DAZ.online, Scheidentrockenheit in den Wechseljahren.<br />
(21. August 2019). https://www.deutsche-apothekerzeitung.de/daz-az/2011/daz-19-2011/scheidentrockenheit-inden-wechseljahren<br />
www.gynial.com<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 59
Mama & Baby<br />
Wien mit Baby<br />
Du planst deinen nächsten Urlaub und bist unsicher, ob ein Wien-Besuch<br />
mit Baby eine gute Idee ist? Oder du wohnst in Wien und suchst nach Aktivitäten<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Sommer</strong>ferien? Hier gibt’s 10 Tipps von den Autorinnen des neuen Buchs<br />
„Unterwegs in Wien: Der Guide <strong>für</strong> Eltern mit Baby und Kleinkind“.<br />
VON ANDREA SCHÖNIGER-HEKELE & CORNELIA PIRKA<br />
Haus des Meeres<br />
Kühle<br />
Tiere schauen<br />
Kinder lieben Tiere <strong>–</strong> da ist ein Besuch im Tiergarten<br />
Schönbrunn natürlich Pflicht! Aug in Aug<br />
mit Fischen, Schlangen und Äffchen bist du im<br />
Haus des Meeres, und richtiges Bauernhof-<br />
Feeling kommt am Landgut Cobenzl auf.<br />
Haus des Meeres<br />
Die etwas andere Form der<br />
Abkühlung: Ab ins klimatisierte<br />
Museum! Im Zoom<br />
Kindermuseum können schon<br />
<strong>die</strong> Kleinsten ab Krabbelalter<br />
auf Entdeckungsreise gehen.<br />
Toll sind auch <strong>die</strong> vielen Museumsführungen<br />
<strong>für</strong> Babyeltern,<br />
z.B. in der Heidi Horten<br />
Collection, dem Belvedere<br />
oder der Nationalbibliothek.<br />
Also Baby ab in <strong>die</strong> Trage und<br />
Kultur genießen!<br />
Tiergarten Schönbrunn<br />
Heidi Horten Collection<br />
Augarten<br />
Schatten<br />
Babys sollen nicht zu viel in <strong>die</strong><br />
Sonne, deswegen sind Spaziergänge<br />
im Schatten genau das<br />
Richtige! Im Schlosspark Schönbrunn,<br />
im Lainzer Tiergarten und<br />
auch im Augarten ist es kühl und<br />
nicht zu sonnig.<br />
Spielen<br />
Gemütlich mit anderen Eltern bei Kaffee<br />
und Kuchen plaudern, während <strong>die</strong><br />
Babys erste Kontakte knüpfen. Das kann<br />
man in den vielen Babycafés. Besonders<br />
beliebt ist das Lauserpause beim<br />
Augarten, das Wolkenspiel in Meidling<br />
oder das Fiederchen im 19. Bezirk.<br />
BUCHTIPP<br />
Unterwegs in Wien<br />
<strong>–</strong> Der Guide <strong>für</strong><br />
Eltern mit Baby und<br />
Kleinkind; Little Star<br />
Media, € 24,90<br />
Noch mehr Tipps<br />
gibt’s im neuen Buch<br />
vom Team der „Babymamas“.<br />
Auf knapp<br />
200 Seiten finden<br />
Babyeltern hier alles<br />
von Sportangeboten über Museumsführungen<br />
mit Baby bis hin zu Spielgruppen<br />
und den besten kinderfreundlichen<br />
Restaurants der Stadt. Ein absolutes<br />
Must-have voll geballtem Wissen und<br />
mit den besten Tipps und Aktivitäten aus<br />
10 Jahren Babymamas-Newsletter!<br />
www.babymamas.at<br />
© Little Star Media Verlag (1), Daniel Zupanc (1), Dominik Moser (1), WienTourismus/Julius Hirtzberger (1), Ouriel Morgensztern (1), WienTourismus/Paul Bauer (1), Vienna Tourist Board (2), Philipp Lipiarski (1), Luftburg (1), Carmen Trappenberg (2)<br />
60 | SOMMER <strong>2024</strong>
Mama & Baby<br />
Sightseeing<br />
Bei einem Citytrip darf eine Tour durch <strong>die</strong><br />
Innenstadt nicht fehlen. Besonders babytauglich<br />
ist ein Spaziergang durch <strong>die</strong> kleinen<br />
Gassen der Innenstadt, wie <strong>die</strong> Blutgasse, den<br />
Heiligenkreuzerhof oder das Deutschordenshaus.<br />
Auch den Schönbrunner Schlossgarten,<br />
Volks- und Burggarten kann man gut mit Baby<br />
besichtigen. Mittlerweile gibt es mit den „K.<br />
u. K. Stadtführungen <strong>–</strong> Kinderwagen & Kultur“<br />
sowie den „Wiener Windel Walks“ Touren<br />
durch Wien speziell <strong>für</strong> Babyeltern.<br />
Wasser<br />
Wasser wirkt auf Kinder wie ein<br />
Magnet. Daher macht das Spielen auf<br />
den Wasserspielplätzen auf der Donauinsel<br />
und beim Wasserturm extra viel Spaß.<br />
Auch ein Besuch im Gänsehäufel an der<br />
Alten Donau oder im Stadionbad<br />
sorgt <strong>für</strong> Abkühlung.<br />
Deutschordenshaus<br />
Gänsehäufel<br />
Shoppen<br />
Ein Wien-Besuch ist natürlich auch <strong>die</strong> ideale Gelegenheit, <strong>für</strong> das Baby<br />
<strong>–</strong> und sich selbst <strong>–</strong> zu shoppen. Es gibt viele entzückende kleine Kinderläden,<br />
<strong>die</strong> alle im Buch vorgestellt werden. Hotspots zum Einkaufen sind <strong>die</strong><br />
Mariahilfer Straße und das Siebenstern-Grätzel, Wiener Eltern sollten aber<br />
auch unbedingt all <strong>die</strong> kleinen Geschäfte besuchen.<br />
Essen<br />
Wer liebt es nicht, im Gastgarten zu<br />
sitzen?! Nett mit Kindern sind <strong>die</strong><br />
Luftburg im Prater, das Salettl im Alten<br />
AKH, das Café Pavillon in Schönbrunn<br />
oder <strong>die</strong> vielen netten Lokale auf<br />
den Wiener Märkten. Für das richtige<br />
Strandfeeling empfehlen wir <strong>die</strong><br />
Strandbar Herrmann <strong>–</strong> jeden Samstag<br />
schaut hier auch der Kasperl vorbei.<br />
Salettl<br />
Luftburg<br />
Luftburg<br />
Salettl<br />
Natur<br />
Im <strong>Sommer</strong> ist es im Freien doch am schönsten! Und Wien ist eine der<br />
grünsten Städte Europas <strong>–</strong> also raus in <strong>die</strong> Natur. Im Nordbahnviertel<br />
entstand mit der „Freien Mitte“ ein neuer natürlicher Lebensraum <strong>für</strong><br />
Tiere und Pflanzen <strong>–</strong> mit Teichen, Hochsitzen, Holzstegen und schönen,<br />
kinderwagentauglichen Wegen. Entlang des Wienflusses und<br />
des Liesingbachs kann man wunderbar spazieren und sich auch etwas<br />
abkühlen. Und in den Blumengärten Hirschstetten gibt es nicht nur viele<br />
Pflanzen, sondern auch Schafe, Ziesel und Ziegen zu bestaunen.<br />
Toben<br />
Sind <strong>die</strong> Babys schon mobil, geht es ab<br />
auf den Spielplatz <strong>–</strong> da hat Wien jede<br />
Menge zu bieten. Besonders beliebt sind<br />
<strong>die</strong> großen Spielplätze im Donaupark, auf<br />
der Jesuitenwiese und etwa im Dehnepark<br />
und im Schwarzenbergpark.<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 61
Mama & Baby<br />
Wahnsinn im Doppelpack<br />
„Eins ist keins und zwei sind drei.“ Diese Weisheit grummelte mir<br />
während der Schwangerschaft mit meinem zweiten Kind immer wieder<br />
unangenehm in der Magengegend herum. VON SUSANNE HOLZER<br />
Zusatzkilos sind nach der zweiten<br />
Schwangerschaft übrigens auch viel<br />
schwerer wieder loszukriegen als nach<br />
der ersten. Ich kann hier nur meinen<br />
mittlerweile drejährigen Sohn zitieren:<br />
„Mama! Du hast ja zwei verschiedene<br />
Busen! Einer ist länger als der andere!“<br />
Sicher, zwei Kinder, das würde schon<br />
anstrengend werden, aber jetzt wüsste<br />
ich doch schon, wie der Hase läuft? Wie<br />
gern würde ich behaupten, ich hätte<br />
das Ding <strong>die</strong>smal mit links aus dem<br />
Ärmel geschüttelt <strong>–</strong> aber auch beim<br />
zweiten Mal hat mich <strong>die</strong> Naturgewalt<br />
Kind komplett überrollt. Jetzt habe ich<br />
endgültig keinen Plan mehr, wie man<br />
das kompetente Supermom-Dings hinbekommt<br />
<strong>–</strong> <strong>die</strong> hilfreichen Tipps müsst<br />
ihr euch also woanders holen.<br />
Die Schwangerschaft<br />
Während man beim ersten Kind ja nur<br />
theoretisch weiß, was auf einen zukommt,<br />
weiß man das bei der zweiten<br />
Schwangerschaft leider ganz genau.<br />
Vieles vergisst/verdrängt man zwar,<br />
aber sich vollkommen rational noch mal<br />
<strong>für</strong> den ganzen Wahnsinn zu entscheiden,<br />
ist eigentlich schon ein wenig<br />
masochistisch. Ja, gib mir noch mal den<br />
Geburtsschmerz, <strong>die</strong> durchwachten<br />
Nächte, ich kann nicht genug bekommen<br />
von angekackten Windeln! Das<br />
zweite Kind ist deswegen wohl noch<br />
viel mehr eine Herzensentscheidung<br />
als das erste. Man weiß das alles <strong>–</strong> und<br />
tut’s trotzdem. Zwar aus voller Überzeugung,<br />
aber spätestens bei den ersten<br />
Schwangerschafts-Wehwehchen denkt<br />
man schon bei sich „Ach, stimmt, so war<br />
das ja, hmmm …!“<br />
Die zweite Schwangerschaft ist noch<br />
dazu meist ein ganz anderes Kaliber als<br />
<strong>die</strong> erste. Nicht nur, dass ich <strong>die</strong>smal<br />
schon nach 4 Wochen den ersten Knopf<br />
von der Hose sprengte, nein, jetzt war<br />
da auch noch ein Zweijähriger, der in<br />
den Zeiten, in denen ich mich in der<br />
ersten Schwangerschaft zum Ausruhen<br />
auf <strong>die</strong> Couch gelegt hatte, lieber Radfahren,<br />
Fangenspielen oder sich von einem<br />
Sessel stürzen wollte. Während ich<br />
bei Noahs Schwangerschaft also erst<br />
relativ spät den Wunsch verspürte, dass<br />
das alles jetzt dann auch mal wieder<br />
vorbei sein dürfte, ertappte ich mich bei<br />
Nico schon während der ersten Monate<br />
bei dem Gedanken: „Oida, i mog jetzt<br />
scho nimma …“ Dabei half auch nicht,<br />
dass ich in der zweiten Schwangerschaft<br />
gefühlt das 17-Fache zunahm<br />
und wie ein gestrandeter Blauwal hinter<br />
meinem 2-Jährigen herschnaufte. Diese<br />
Die Experten-Illusion<br />
Kaum ist das zweite Baby da, denkt<br />
man: Been there, done that! Gekonnt<br />
schunkelst du das Kleine im Wippschritt<br />
durch das Zimmer, zupfst dabei mit<br />
links eine Windel aus der Packung und<br />
wärmst mit rechts das Fläschchen. Easy<br />
<strong>–</strong> schließlich hast du das alles schon<br />
mal gemacht! Aus <strong>die</strong>ser Erfahrung<br />
ziehst du auch deine Expertentipps: Ah,<br />
das Baby schreit, dann packen wir’s mal<br />
in den Kinderwagen, da hat Noah auch<br />
immer gleich zu weinen aufgehört. Oh,<br />
jetzt ist es müde: Ab ins Auto, hat ja bei<br />
Noah auch geklappt wie am Schnürchen!<br />
Nur leider: Wie bei einem großen<br />
kosmischen Streich ist beim zweiten<br />
Kind (zumindest bei uns) alles anders.<br />
Stutzig wurde ich ja schon, als Nico<br />
nach der Geburt nicht sofort wie sein<br />
Bruder damals den Schnuller quasi inhalierte.<br />
Hä, wieso spuckt der den jetzt<br />
bitte aus?! Und genauso ging es mir mit<br />
meinen anderen todsicheren Tricks:<br />
Nico hasste sowohl den Kinderwagen<br />
als auch das Autofahren und fand<br />
sowieso und grundsätzlich alles doof,<br />
was Noah in seinem Alter toll gefunden<br />
hatte. Eigentlich war es fast ein Running<br />
Gag <strong>–</strong> was, den Brei hat Noah damals<br />
geliebt? Na dann brauch ich ihn Nico<br />
gar nicht erst zu geben!<br />
Einerseits wird einem so natürlich<br />
bewusst, was <strong>für</strong> einen tollen, eigenständigen<br />
Charakter auch das zweite<br />
Kind hat <strong>–</strong> aber als Mama wird man<br />
so erst mal wieder zurück zum Start<br />
geschickt. Man ist genauso ratlos wie<br />
zuvor und muss sich <strong>für</strong> das zweite Kind<br />
völlig neue Strategien suchen. Plötzlich<br />
war ich also keine Kinderwagen-Mama<br />
mehr, sondern verließ das Haus nicht<br />
mehr ohne Tragetuch. Das Fläschchennahrungs-Regal<br />
musste ich auch von<br />
Neuem von A bis Z durchprobieren, bis<br />
© Freepik (1)<br />
62 | SOMMER <strong>2024</strong>
Mama & Baby<br />
ich endlich <strong>die</strong> Marke fand, <strong>die</strong> Sohn 2<br />
noch das erträglichste Verhältnis von<br />
Blähungen zu Verstopfung bescherte.<br />
Die „Zwei sind drei“-Kiste<br />
Ich <strong>für</strong>chte fast, der doofe Spruch hat<br />
recht. Zumindest fühlt es sich <strong>für</strong> mich<br />
an manchen Tagen so an, als hätte ich<br />
mehr als zwei Kinder. Evolutionär gesehen<br />
hat <strong>die</strong> zweite Schwangerschaft<br />
nämlich ein riesengroßes Manko: Man<br />
bekommt zwar mehr Körperfett, nicht<br />
aber mehr Arme mitgeliefert. Und <strong>die</strong><br />
könnte man mit zwei Kindern unter 3<br />
weiß Gott gebrauchen! Bereits <strong>die</strong> ersten<br />
Stunden des Tages fühlen sich mit<br />
zwei Kindern eher an wie Schokoladeschneiden<br />
auf einem Kindergeburtstag.<br />
Kaum habe ich mir einen Klecks<br />
Zahnpasta auf <strong>die</strong> Bürste gedrückt oder<br />
zum ersten Schluck meines Frühstückskaffees<br />
angesetzt, fliegt entweder einer<br />
der beiden gegen eine spitze Kante,<br />
kackt in <strong>die</strong> Windel, schiebt sich einen<br />
Legostein in <strong>die</strong> Nase oder schreit einfach<br />
so. Kaum hat man Zahnbürste und<br />
Kaffee fallen gelassen, um zu Kind 1<br />
zu eilen, fängt unweigerlich auch Kind 2<br />
zu brüllen an. Hat man endlich beide<br />
versorgt, ist nicht nur der Kaffee kalt,<br />
sondern wahrscheinlich ohnehin gar<br />
keine Zeit mehr, ihn zu trinken, weil<br />
man schon ungeduscht und mit dem<br />
fleckigen Gewand von gestern zum<br />
Kinderarzt-Termin eilen muss.<br />
Generell ist Zeit ein Gut, das man mit<br />
neuen Augen sieht. Plötzlich denkt man<br />
sich: „Verdammt, wie viel Zeit hatte ich<br />
eigentlich mit nur einem Kind!“ Früher<br />
hat sich das natürlich nicht so angefühlt,<br />
aber mit zwei wird einem bewusst: Man<br />
war quasi noch im Kinder-Zeitpara<strong>die</strong>s.<br />
Und damit meine ich nicht nur Zeit <strong>für</strong><br />
sich selbst (haha), sondern vor allem<br />
auch Zeit <strong>für</strong> das Baby. Hatte man bei<br />
Kind 1 etwa noch <strong>die</strong> Zeit, ihm in Ruhe<br />
das Fläschchen zu geben, ihm <strong>die</strong><br />
Windel zu wechseln oder es in den<br />
Schlaf zu wiegen, wird das mit Kind 2<br />
im Schlepptau oft zum Spießrutenlauf.<br />
Kind 1 findet es nämlich total doof, wenn<br />
Kind 2 plötzlich alle Aufmerksamkeit<br />
der Mama bekommt, und sei es auch<br />
nur <strong>für</strong> 5 Minuten. Beim Flaschi geben<br />
versucht Noah unweigerlich, Nico<br />
gleichzeitig ein Spielzeug in den Mund<br />
zu schieben oder kommt auf <strong>die</strong> Idee,<br />
GENAU jetzt in <strong>die</strong> Windel kacken zu<br />
müssen. Beim Wickeln hängt er meist<br />
wie ein grölender Koalabär auf meinem<br />
Rücken. Und vom Kind 2 in den Schlaf<br />
Wiegen will ich gar nicht sprechen. Ich<br />
habe ja mal gehört, dass Zweitgeborene<br />
selbst bei Düsenjetlärm einschlafen<br />
können <strong>–</strong> tja, demnach hätte Nico definitiv<br />
ein Erstgeborener werden müssen.<br />
Und versuch doch mal, ein lärmempfindliches<br />
Kind zum Mittagsschlaf zu<br />
bringen, wenn daneben ein Dreijähriger<br />
Christl-Stürmer-Lieder singt (echt jetzt)<br />
oder seine Bob-der-Baumeister-Werkbank<br />
behämmert. Ich kann Noah noch<br />
so oft auf Knien anflehen, dass er bitte<br />
nur <strong>für</strong> 2 Minuten EIN BISSCHEN leiser<br />
sein soll <strong>–</strong> just in dem Moment, in dem<br />
Nico endlich <strong>die</strong> Augen zufallen, ertönt<br />
unweigerlich ein lautstarkes „Maaaaaamaaaa!“<br />
<strong>–</strong> und der ganze Tanz geht von<br />
vorne los.<br />
Die Explosion der Umständlichkeit<br />
Besonders am Anfang ist mit zwei<br />
Kindern alles plötzlich exponentiell<br />
kompliziert. Will man mit beiden das<br />
Haus verlassen, ist man bepackt wie<br />
<strong>für</strong> eine dreimonatige Mount-Everest-<br />
Expedition. Kurz mit dem Auto zum<br />
» Erfolg bedeutet <strong>für</strong> mich<br />
schon, wenn zu Mittag zwei<br />
von uns drei nicht mehr den<br />
Pyjama anhaben. «<br />
Park fahren? Kein Problem, da muss<br />
ich nur noch Tragetuch, Regenschutz,<br />
Fläschchen, Windeln, Jause, Laufrad,<br />
Radhelm, Wechselgewand, Sandspielzeug,<br />
Milchpulver, Feuchttücher, Gatschhose,<br />
Ersatzschnuller und Spuckwindeln<br />
einpacken! Und dann nur noch<br />
alles im nächsten Geschäft nachkaufen,<br />
was ich garantiert vergessen habe … In<br />
den ersten Monaten brauchte ich ohne<br />
Witz teilweise mehr als eine Stunde, um<br />
beide Jungs und mich ausgehfertig zu<br />
bekommen, was teilweise auch daran<br />
lag, dass im Winter alles noch 1.000 Mal<br />
umständlicher ist. In dem Zeitraum, in<br />
dem ich <strong>die</strong> zwei achtarmigen Kraken<br />
und mich in fünf Schichten Wintergewand<br />
gestopft hatte, fing mindestens<br />
einer von ihnen zu heulen an (manchmal<br />
auch ich), und ein anderer kackte sich in<br />
<strong>die</strong> Hose (Gott sei Dank nicht ich).<br />
Mal „kurz“ raus zum Spielplatz wird<br />
also zur Tagesmission, <strong>die</strong> unweigerlich<br />
schon vor dem Start in Tränen endet.<br />
Und obwohl man wirklich alles tut, um<br />
das Ganze so kurz und schmerzlos wie<br />
möglich über <strong>die</strong> Bühne zu bringen,<br />
bekommt man ein unheimliches Versagensgefühl.<br />
Klar heult der eine, weil er<br />
schon seit einer Stunde drauf wartet,<br />
dass er endlich raus darf, klar weint der<br />
andere, weil er <strong>die</strong> Windel voll hat <strong>–</strong> und<br />
als Mama steht man immer zwischen<br />
den Stühlen. Es zerreißt einem oft das<br />
Herz, weil man immer nur gleichzeitig<br />
<strong>für</strong> einen da sein kann und meint,<br />
den anderen unweigerlich im Stich zu<br />
lassen. Generell muss man gerade am<br />
Anfang <strong>die</strong> Dinge, <strong>die</strong> beiden gleichzeitig<br />
Spaß machen, mit der Lupe suchen.<br />
Die unweigerliche Konsequenz: Man<br />
schmeißt noch mehr Prinzipien über<br />
Bord, als man es mit nur einem Kind<br />
schon getan hat. Kind 1 möchte heute<br />
den ganzen Tag mit der Unterhose am<br />
Kopf herumrennen, während Kind 2 den<br />
Mund voller Morgenzeitungs-Papierfutzel<br />
hat und man selber seit drei Tagen<br />
im selben T-Shirt mit Babykotzefleck<br />
herumrennt? Früher hätte ich mir das in<br />
meinem Mama-Perfektionismus nicht<br />
erlaubt. Heute denke ich mir bei den<br />
meisten Dingen: Pfeif drauf, wenn sie’s<br />
glücklich macht. Erfolg bedeutet <strong>für</strong><br />
mich heute schon, wenn um 12 Uhr mittags<br />
zumindest zwei von uns drei nicht<br />
mehr den Pyjama anhaben.<br />
Zwei Kinder zu haben ist extrem.<br />
Extrem anstrengend, extrem kräftezehrend,<br />
extrem mühsam. Aber: Es ist<br />
auch irgendwie extrem schön. Denn<br />
genauso schnell wie <strong>die</strong> Situationen<br />
zur kompletten Katastrophe eskalieren,<br />
weil der eine dem anderen<br />
beim Spielen auf den Kopf fällt, beide<br />
gleichzeitig um 4 Uhr früh draufkommen,<br />
dass sie jetzt gern <strong>die</strong> Mama<br />
nur <strong>für</strong> sich hätten oder der Kleine<br />
dem Großen <strong>die</strong> Duplo-Burg zerstört<br />
<strong>–</strong> genauso schnell geht plötzlich der<br />
umgekehrte Weg. Wenn man sieht, wie<br />
<strong>die</strong> beiden plötzlich beim Spazierengehen<br />
Händchen halten oder der Kleine<br />
den Großen anstrahlt, als wäre er ein<br />
Superheld, dann fühlt sich das gut an.<br />
Obwohl gerade am Anfang jeder Tag<br />
eine Katastrophe war, hat sich doch<br />
jeder davon irrationalerweise richtig<br />
angefühlt. Vorher war da ein Kind, auf<br />
das sich immer alles konzentriert hat.<br />
Jetzt ist da auf einmal noch jemand,<br />
und aus <strong>die</strong>sem spitzen Dreieck ist<br />
plötzlich etwas Rundes geworden.<br />
Oder sagen wir: zumindest etwas<br />
Verbeultes, Verrücktes, annähernd<br />
Eiförmiges.<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 63
(Angelina Jolie)<br />
Mama & Baby<br />
Ja wer ist denn das?<br />
Manchen sieht man ihr markant-bekanntes Gesicht<br />
bereits im Babyalter an <strong>–</strong> bei anderen muss man<br />
hingegen ein bisschen rätseln ... VON PETER ZIRBS<br />
Als eines von acht Kindern musste <strong>die</strong><br />
ausgebildete Ballerina mit zwei Paar<br />
Schuhen im Jahr auskommen <strong>–</strong> ein<br />
Grund <strong>für</strong> ihren späteren Schuhfimmel.<br />
Ganz <strong>die</strong> Mama: Später wird sie einmal<br />
16 Tattoos haben und <strong>für</strong> sich und ihre<br />
eigenen Kids gerne auch mal Insekten<br />
zum Knabbern in der Pfanne rösten.<br />
Ihre Karriere begann sie mit 13 Jahren. Als eines<br />
der höchstbezahlten Models schrieb sie Bücher,<br />
gründete Firmen und spielte in einem Musikvideo<br />
von Pharrell Williams mit.<br />
Hot Summer<br />
Mit 16 startete sie ihre<br />
Karriere in einer sehr<br />
erfolgreichen deutschen<br />
Girlband <strong>–</strong> man schrieb<br />
damals das Jahr 2006.<br />
Hüte liebt sie übrigens<br />
immer noch.<br />
(Miranda Kerr)<br />
Vor bald 30 Jahren wurde sie als Gewürzmädchen<br />
schlagartig weltweit bekannt. Ihr Ehemann<br />
kann ziemlich gut Leder in eckige Netze treten.<br />
(Victoria Beckham)<br />
(Sarah Jessica Parker)<br />
Vielleicht wird sie uns<br />
alle überleben <strong>–</strong> zumindest<br />
Teile von ihr. Sie<br />
hatte mehrere Karrieren;<br />
neben unsterblichen Hits<br />
wird ihr musikalisches<br />
Testament der erstmalig<br />
übertriebene Einsatz des<br />
Autotune-Effekts sein.<br />
(Cher)<br />
© PPS<br />
(Mandy Capristo)<br />
Eigentlich ist sie als Eileen geboren, doch<br />
<strong>die</strong> Kana<strong>die</strong>rin stammt vom Stamm der<br />
Ojibwa ab <strong>–</strong> und <strong>die</strong> Musikerin hat in Folge<br />
selbst den Namen ausgesucht, unter<br />
dem man sie jetzt kennt.<br />
(Shania Twain)<br />
Es gab eine Zeit, da<br />
brach der Schauspieler <strong>die</strong><br />
Herzen der stolzesten Frauen.<br />
Und Männer. Dabei wollte er<br />
eigentlich Fußballer werden!<br />
(Antonio Banderas)<br />
64 | SOMMER <strong>2024</strong>
(Bruce Willis)<br />
Kaum verändert: Der<br />
Schauspieler, der zu<br />
Weihnachten gerne im<br />
fiktiven Nakatomi Plaza<br />
eincheckt, war früher<br />
Top-Bartender in NYC.<br />
Mama & Baby<br />
Sie stammt aus einer Schauspielerfamilie<br />
und ist glücklich mit jemandem<br />
verheiratet, der wie das größte<br />
Nagetier Europas heißt..<br />
(Hailey Bieber)<br />
Die Hollywood-Ikone startete ihre Karriere<br />
1980 mit einem Film von Woody Allen. Ihr<br />
IQ beträgt 154 <strong>–</strong> und instinktiv fällt einem<br />
nur ein Film von ihr ein.<br />
(Sharon Stone)<br />
KLEINE HELDEN,<br />
GROSSE ABENTEUER!<br />
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SOMMER <strong>2024</strong> | 65
Mama & Baby<br />
Geburtshilfe fängt beim Bauplan an<br />
Anka Dür ist Architektin und Hebamme. In ihren Jobs setzt sich <strong>die</strong> Vorarlbergerin<br />
<strong>für</strong> eine Geburtskultur ein, <strong>die</strong> Frauen ins Zentrum stellt. Dabei macht sie sich Gedanken,<br />
was es braucht, damit Frauen sich bei der Geburt geborgen fühlen und Babys<br />
in einem friedlichen Setting das Licht der Welt erblicken. VON INEZ ARDELT<br />
Ihr fachlicher Zugang ist sozusagen<br />
dual, Sie sind einerseits Architektin,<br />
andererseits auch Hebamme. Wie<br />
kam es denn zu <strong>die</strong>ser eher ungewöhnlichen<br />
doppelten Berufswahl?<br />
Als junge Frau am Ende des Gymnasiums<br />
habe ich überlegt, was ich<br />
stu<strong>die</strong>ren will. Was interessiert mich,<br />
was macht mir Freude? Es war dann <strong>die</strong><br />
Mischung aus kreativem und technischem<br />
Beruf, <strong>die</strong> ich im Architekturstudium<br />
fand. Hier hatte ich das Gefühl,<br />
Ideen umsetzen, gestalten zu können<br />
und auch räumlich zu manifestieren,<br />
was ich kreativ entwerfe. Mit Ende 20<br />
am Ende des Studiums kamen dann <strong>die</strong><br />
Gene durch. Meine Ururgroßmutter und<br />
meine Urgroßmutter sind nämlich beide<br />
Hebammen gewesen. Ich kann mir<br />
vorstellen, dass mich da einfach ihr Ruf<br />
ereilte, auch <strong>die</strong>sen Beruf zu ergreifen.<br />
Das hat dann mein Leben auf den Kopf<br />
gestellt! Ich fühle mich zur Hebamme<br />
berufen. Das ist eine Leidenschaft und<br />
Passion von mir <strong>–</strong> ich fühle mich sehr<br />
wohl in der Geburtsbegleitung.<br />
Beruf und Berufung <strong>–</strong> Anka Dür lebt<br />
beides und hat eine Möglichkeit gefunden,<br />
ihre zwei Arbeitswelten miteinander<br />
zu verbinden. Seit 2014 setzt sich<br />
<strong>die</strong> 36-jährige Architektin mit Geburtsräumen<br />
auseinander, überlegt, was es<br />
braucht, damit Frauen sich geborgen<br />
fühlen, gut gebären können und ihre<br />
Babys in einem friedlichen Setting das<br />
Licht der Welt erblicken. Als Hebamme<br />
begleitet sie Frauen während der<br />
Schwangerschaft bis zur Geburt. Im<br />
Rahmen eines Forschungsprojekts ist<br />
<strong>die</strong> Vorarlbergerin weltweit unterwegs,<br />
um Geburtsräume zu entdecken und<br />
kennenzulernen.<br />
Ihren ersten alternativen Geburtsraum<br />
hat sie <strong>für</strong> das Frauenmuseum<br />
in Hittisau (Vorarlberg) entworfen.<br />
Rund, von überschaubarer Größe<br />
mit einem kleinen Fenster. Ein Raum<br />
ohne Ecken und Kanten, organisch<br />
und dem Körperinneren nicht unähnlich.<br />
Als Baumaterial hat sich <strong>für</strong> Anka<br />
Dür Lehm aufgedrängt, der wegen<br />
„Raum <strong>für</strong> Geburt und Sinne“, Frauenmuseum<br />
Hittisau, 2020. Team: Anka Dür, Anna<br />
Heringer, Martin Rauch, Sabrina Summer.<br />
seiner gesundheitsfördernden und<br />
regulierenden Wirkung auf Körper und<br />
Nervensystem ideal sei. Alles in allem<br />
ein Raum zum Wohlfühlen und sich<br />
Fallenlassen. Denn <strong>die</strong> Geburt, da ist<br />
sich Dür sicher, „ist ein schöner, ein<br />
erfreulicher Akt, ja ein Fest“.<br />
<strong>Tipi</strong>: Frau Dür, Sie plä<strong>die</strong>ren <strong>für</strong><br />
eine „Geburtskultur“. Was heißt<br />
das konkret?<br />
Anka Dür: Eine Kultur beschreibt<br />
grundsätzlich den Umgang von Menschen<br />
mit einem Thema. Beim Begriff<br />
Geburtskultur kommen <strong>die</strong> beiden<br />
Begriffe Geburt und Kultur zusammen.<br />
2016 haben wir in Vorarlberg eine<br />
Interessensgemeinschaft <strong>für</strong> eine achtsame<br />
und zeitgemäße Geburtskultur<br />
gegründet, <strong>die</strong> Frauen und Geburt ins<br />
Zentrum der Gesellschaft stellt.<br />
Wie kam es zur Verbindung<br />
der beiden Arbeitsbereiche?<br />
Mir ist wichtig, dass <strong>die</strong> Gesellschaft<br />
Frauen Geburten ermöglicht, <strong>die</strong> würdevoll<br />
und gewaltfrei sind. Mein Herz<br />
ist <strong>die</strong> Hebamme, und <strong>die</strong> Architektur<br />
ist das Mittel zum Zweck oder anders<br />
gesagt, <strong>die</strong> Möglichmacherin; weil<br />
sie mir erlaubt, Räume <strong>für</strong> Frauen zu<br />
bauen. Es gibt wenige Hebammen, <strong>die</strong><br />
Architektinnen sind und <strong>die</strong>se Möglichkeit<br />
haben.<br />
Sie beschäftigen sich seit einigen<br />
Jahren mit der Gestaltung von Geburtsräumen.<br />
Was ist dabei wichtig?<br />
Ich überlege mir, wer <strong>die</strong>sen Raum<br />
nutzt, und davon gehe ich aus. Primär<br />
geht es einmal um <strong>die</strong> Frauen, <strong>die</strong><br />
darin gebären und <strong>die</strong> Neugeborenen,<br />
<strong>die</strong> hier auf <strong>die</strong> Welt kommen. Dann<br />
kommt das Personal, hauptsächlich<br />
Hebammen, aber auch Ärztinnen und<br />
Ärzte und weiteres Fachpersonal sowie<br />
Begleitpersonen. Im westeuropäischen<br />
66 | SOMMER <strong>2024</strong>
Mama & Baby<br />
Interview<br />
Anka Dür<br />
stu<strong>die</strong>rte an der ETH Zürich, an der<br />
TU Berlin und in Innsbruck Architektur<br />
und arbeitete bereits in mehreren Planungsbüros.<br />
2016 gründete sie <strong>die</strong> Interessengemeinschaft<br />
„Geburtskultur a<strong>–</strong>z“ in<br />
Vorarlberg mit. Bereits in ihrer Diplomarbeit<br />
beschäftigte sich Anka Dür<br />
mit dem Entwurf eines zeitgemäßen<br />
Geburtshauses mit Gebärräumen aus<br />
Lehm. 2020 wurde mit dem „Raum<br />
<strong>für</strong> Geburt und Sinne“ neben dem<br />
Vorarlberger Frauenmuseum Hittisau<br />
ein Prototyp eines solchen Gebärraumes<br />
aus Lehm realisiert. 2022 schloss Anka<br />
Dür ihre Ausbildung zur Hebamme ab.<br />
Im Dokumentarfilm „In deinen Händen“<br />
von Sophie Dettmar tritt Anka Dür<br />
als eine der beiden Protagonistinnen<br />
auf. Für das „Global Birth Environment<br />
Design Network“ erforscht Anka Dür<br />
Geburtskulturen und bereist da<strong>für</strong><br />
gebaute Beispiele von Gebärräumen auf<br />
der ganzen Welt. Derzeit arbeitet <strong>die</strong><br />
Architektin und Hebamme an der Planung<br />
eines Geburtshauses in der Schweiz.<br />
ankaduer.com<br />
Kontext sind das meist der Partner oder<br />
<strong>die</strong> Partnerin, <strong>die</strong> dazukommen. Aber<br />
es gibt andere Kulturen, wo Freundinnen<br />
und Nachbarinnen mit dabei sind.<br />
Als Fachperson <strong>für</strong> Geburten überlege<br />
ich mir: Was braucht es zum Arbeiten?<br />
Und als Architektin überlege ich:<br />
Was braucht es atmosphärisch und um<br />
Stimmungen zu erzeugen? Irgendwann<br />
vermischen sich <strong>die</strong> Disziplinen dann<br />
aber. Etwa wenn ich überlege, wie<br />
<strong>die</strong> Materialwahl der Möbel im Raum<br />
aussieht oder wo ich <strong>die</strong> Fensteröffnungen<br />
setze und wie sich das alles<br />
auf das Nervensystem der Frau bei der<br />
Geburt auswirkt. Eine Geburt hat verschiedene<br />
Phasen, und ich denke eine<br />
architektonische Reise vom Anfang bis<br />
zum Ende. Was braucht es bei Wehenbeginn,<br />
was in der Eröffnungsphase,<br />
in der Phase, in der das Kind kommen<br />
möchte, und was braucht es nach der<br />
Geburt? Zur grundsätzlichen Infrastruktur<br />
gehören natürlich auch Basics<br />
wie Waschbecken oder Gebärwanne.<br />
Derzeit ist ein Geburtspavillon in<br />
der Schweiz in Bau. Wie weit ist das<br />
Projekt ge<strong>die</strong>hen?<br />
Ich arbeite seit Oktober 2023 an<br />
<strong>die</strong>sem Pilotprojekt in der Schweiz.<br />
Derzeit sind wir in strategischen Gesprächen<br />
mit Spitälern, um eine Allianz<br />
aufzubauen. Es ist sehr weitgreifend,<br />
da es ein neues Versorgungsmodell<br />
geben wird, sprich: einen autonomen<br />
Geburtenpavillon in unmittelbarer<br />
Umgebung eines Spitals. Das Geburtshaus<br />
und das Spital arbeiten dann eng<br />
zusammen. Dennoch sind sie rechtlich<br />
und finanziell autonome Entitäten. Die<br />
Fertigstellung ist mit 2025/26 geplant.<br />
Warum ausgerechnet in der Schweiz?<br />
Im 20. Jahrhundert gab es in Vorarlberg<br />
über 20 Geburtshäuser, <strong>die</strong> jedoch alle<br />
wieder geschlossen wurden. In der<br />
Schweiz hingegen wurden <strong>die</strong> ersten<br />
Geburtshäuser erst in den 90er-Jahren<br />
eröffnet; das größte begleitet heute<br />
rund 500 Geburten im Jahr, was<br />
sehr viel ist. Die Geburtshäuser in der<br />
Schweiz haben es geschafft, sich strukturell<br />
im Gesundheitssystem zu verankern:<br />
Sie stehen seit 2009 auf den<br />
Spitallisten, d.h. sie sind den Spitälern<br />
finanziell (subventionsberechtigt) gleichgestellt<br />
und erfüllen dementsprechend<br />
auch <strong>die</strong>selben Qualitätsstandards.<br />
Außerdem ver<strong>die</strong>nen Hebammen in der<br />
Schweiz grundsätzlich besser, und es<br />
werden ihnen auch mehr Kompetenzen<br />
zugesprochen.<br />
Gab es Vorbilder?<br />
Ich bin in einem internationalen<br />
Forschungsprojekt, in dem ich viele<br />
Länder bereise. Es ist gar nicht so<br />
einfach, Räume zu finden, <strong>die</strong> sich<br />
von medizinischen Settings abheben.<br />
Abgesehen von Hausgeburten. Es gibt<br />
weltweit nur sehr wenige Geburtsräume,<br />
<strong>die</strong> spezifisch nur <strong>für</strong> Frauen<br />
gestaltet wurden.<br />
© Laurenz Feinig (5)<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 67
Mama & Baby<br />
Autofahren? Aber sicher!<br />
Eine der ersten Anschaffungen vor der Geburt: eine Babyschale, damit das<br />
Neugeborene sicher zu Hause ankommt. Ein Überblick über <strong>die</strong> neuesten Modelle.<br />
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68 | SOMMER <strong>2024</strong><br />
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Interview<br />
Eine neue Ära<br />
Neuer Look, gleiche Mission: Der heimische<br />
Babyartikelhersteller MAM präsentiert sich im<br />
komplett neuen Look and Feel. Market Manager<br />
Georg Ribarov erklärt <strong>die</strong> Hintergründe.<br />
Mama & Baby<br />
Neuer Look, selbe Mission<br />
<strong>Tipi</strong>: Was war der Hauptauslöser <strong>für</strong><br />
den neuen Markenauftritt von MAM?<br />
Georg Ribarov: Nach über 10 Jahren<br />
war es an der Zeit, MAM einen zeitgemäßen<br />
Look zu verpassen, der nicht<br />
nur moderner ist, sondern in all seinen<br />
Einzelheiten auch dem Nachhaltigkeitsbestreben<br />
der<br />
Marke gerecht wird. Als<br />
<strong>Familie</strong>nunternehmen,<br />
das sich dem Wohlbefinden<br />
der nächsten<br />
Generation widmet, ist<br />
nachhaltiges und verantwortungsvolles<br />
Handeln<br />
bei der Entwicklung unserer<br />
Produkte quasi in<br />
unserer DNA verankert.<br />
Welche zentralen Botschaften<br />
möchten Sie damit vermitteln?<br />
Unser neuer Auftritt unterstreicht<br />
nicht nur unsere jahrelange Expertise<br />
und Erfahrung in der Herstellung von<br />
Babyartikeln, sondern zeigt auf einen<br />
Blick, wo<strong>für</strong> wir stehen: ein durchdachtes,<br />
innovatives Produktsortiment aus<br />
hochwertigen, verantwortungsvoll ausgewählten<br />
Materialien, um Babys den<br />
besten Start ins Leben zu ermöglichen.<br />
Welche Kundenbedürfnisse sprechen<br />
Sie durch den neuen Look & Feel an?<br />
Eltern werden heutzutage mit Informationen<br />
rund um Schwangerschaft,<br />
Geburt und Baby überflutet. Unser<br />
Ziel ist es, sowohl digital als auch am<br />
Regal eine einfache Orientierung<br />
innerhalb unseres Produktportfolios<br />
zu ermöglichen. Mit einem wohlüberlegten<br />
Farbschema, übersichtlichen<br />
Produktillustrationen und kompakten<br />
Informationen wollen wir unsere Konsumenten<br />
und Konsumentinnen bei<br />
Georg Ribarov<br />
ihrer Entscheidung <strong>für</strong> ein bestimmtes<br />
Babyprodukt optimal unterstützen.<br />
Wie trägt das neue Farbschema<br />
zur Orientierung innerhalb des<br />
MAM-Produktportfolios bei?<br />
Unsere neuen, genderneutralen<br />
und modernen<br />
Farben nutzen wir u.a. auch<br />
da<strong>für</strong>, unsere Schnuller und<br />
Flaschen auf einen Blick<br />
am Regal differenzierbar zu<br />
machen. Die beliebten MAM<br />
Original Schnuller haben<br />
beispielsweise eine hellblaue<br />
Verpackung, während der<br />
besonders zahnfreundliche<br />
MAM Perfect Schnuller in<br />
Lila oder der luftdurchlässige<br />
MAM Air in Gelb erstrahlt.<br />
Was waren <strong>die</strong> Herausforderungen<br />
bei der Entwicklung des neuen Logos<br />
und der neuen Farbwelt?<br />
Ziel des neuen Markenauftritts sollte<br />
keine Revolution, sondern vielmehr<br />
eine Evolution der Marke MAM sein.<br />
Im Zeichen von „Neuer Look, selbe<br />
Mission“ war es daher wichtig, den<br />
Kern unserer Marke trotz neuem<br />
Look & Feel nicht zu verändern, sondern<br />
zu stärken. Das Logo ist in seiner<br />
Grundform daher fast gleich geblieben,<br />
das neue MAM Blau verleiht mehr<br />
Präsenz, der Zusatz „Since 1976“ unterstreicht<br />
unsere jahrelange Expertise.<br />
Wir lieben Babys. Seit über<br />
45 Jahren entwickeln und<br />
produzieren wir deshalb<br />
Babyprodukte gemeinsam mit<br />
medizinischen Expert*innen.<br />
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SOMMER <strong>2024</strong> | 69
Mama & Baby<br />
Plötzlicher Kindstod<br />
Das Liegen in der Bauchlage ist nur einer von vielen Faktoren,<br />
<strong>die</strong> das Risiko <strong>für</strong> einen plötzlichen Kindstod erhöhen.<br />
Doch Eltern können das Risiko fast auf null reduzieren.<br />
VON ANDREAS GROTE<br />
Es ist <strong>die</strong> Schreckensvorstellung jeder<br />
Mutter, jedes Vaters. Ein Baby,<br />
das nach dem Einschlafen einfach<br />
nicht mehr aufwacht, im Schlaf unbemerkt<br />
stirbt. Wichtig zu wissen:<br />
Der plötzliche Kindstod (kurz SIDS<br />
<strong>für</strong> Sudden Infant Death Syndrome)<br />
ist selten. In Österreich sind es jedes<br />
Jahr im Schnitt etwa 10 Kinder<br />
<strong>–</strong> auf ca. 80.000 Geburten. Doch<br />
jedes einzelne <strong>die</strong>ser verstorbenen<br />
Kinder ist eine Tragö<strong>die</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
betroffene <strong>Familie</strong>. Entsprechend<br />
viel Aufmerksamkeit erhalten neue<br />
Erkenntnisse über den plötzlichen<br />
Kindstod.<br />
Immer wieder liest man in der<br />
Fachpresse von Substanzen, <strong>die</strong><br />
hier eine wichtige Rolle spielen<br />
sollen. Australische Forscher berichteten<br />
zuletzt im Fachblatt „The<br />
Lancet eBioMedicine“, dass sie im<br />
Blut von plötzlich verstorbenen<br />
Säuglingen geringere Mengen des<br />
Enzyms Butyrylcholinesterase (kurz<br />
BChE) fanden als bei Säuglingen<br />
im vergleichbaren Alter. BChE sorgt<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> richtige Menge an Neurotransmittern,<br />
<strong>die</strong> Signale zwischen<br />
den Nerven und Muskeln übertragen.<br />
Ist zu wenig BChE vorhanden<br />
oder ist das Enzym nicht aktiv<br />
genug, kann ein Überangebot von<br />
Neurotransmittern nicht abgebaut<br />
werden, und es kommt zu einer<br />
sogenannten cholinergen Krise,<br />
<strong>die</strong> u.a. Atembeschwerden und<br />
Störungen beim Aufwachverhalten<br />
hervorrufen kann. Bei Erwachsenen<br />
tritt ein BChE-Mangel beispielsweise<br />
im Rahmen von Infektionen oder<br />
Entzündungen auf.<br />
Auf Ursachensuche<br />
Die Forscher um Carmel Therese<br />
Harrington*, <strong>die</strong> tragischerweise<br />
1992 selbst ihren Sohn durch<br />
plötzlichen Kindstod verlor, sehen in BChE einen möglichen<br />
Biomarker, quasi ein Frühwarnsystem, und wollen als Nächstes<br />
einen Screening-Test entwickeln, der Risikobabys identifiziert,<br />
um auf <strong>die</strong>se dann besonders aufpassen zu können. Experten<br />
sehen jedoch einige methodische Schwachpunkte in der Stu<strong>die</strong>,<br />
zudem sei sie mit nur 26 untersuchten, plötzlich verstorbenen<br />
Kindern zu klein, um BChE als Biomarker mit zuverlässiger Vorhersagekraft<br />
einzuordnen.<br />
» Das Risiko <strong>für</strong> einen plötzlichen Kindstod<br />
ist erhöht, wenn ein ohnehin anfälliger<br />
Säugling mit einem äußeren Risikofaktor<br />
konfrontiert wird. «<br />
Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl<br />
„Ob ein niedriger BChE-Spiegel beim plötzlichen Kindstod relevant<br />
ist oder nicht, das ist noch völlig unklar und muss erst noch<br />
weiter untersucht werden“, sagt auch Reinhold Kerbl, Leiter der<br />
österreichischen SIDS-Initiative. Obwohl kein Phänomen der<br />
Neuzeit, existiert <strong>die</strong> medizinische Diagnose des plötzlichen<br />
Tods von Kindern im ersten Lebensjahr, <strong>die</strong> ohne erkennbare<br />
Ursache im Schlaf sterben, erst seit Ende der 1960er-Jahre.<br />
„Der Kenntnisstand über <strong>die</strong> Ursache hat sich dabei in den<br />
vergangenen 50 Jahren nicht grundlegend geändert, wir wissen<br />
den genauen Grund da<strong>für</strong> einfach nicht.“ Vermutet wird keine<br />
singuläre Ursache, sondern ein biologischer und möglicherweise<br />
genetischer Ursachenkomplex.<br />
Drei Faktoren<br />
Am weitesten verbreitet in der Fachwelt ist dabei <strong>die</strong> Drei-<br />
Faktoren-Hypothese: Zum einen müsse das Kind von sich aus<br />
bereits anfällig sein, beispielsweise durch einen Gendefekt<br />
oder eine Fehlfunktion im Gehirn, <strong>die</strong> Herzschlag und Atmung<br />
oder das Aufwachen kontrollieren, durch eine Frühgeburt mit<br />
wenig Gewicht und Unreife oder durch eine Mutter, <strong>die</strong> während<br />
der Geburt geraucht oder Drogen konsumiert hat, oder wenn<br />
schon ein Geschwisterkind am plötzlichen Kindstod verstorben<br />
ist. Diese Kinder erleiden statistisch häufiger einen plötzlichen<br />
Kindstod. Allerdings sind Anfälligkeiten nicht immer sichtbar<br />
oder bekannt, beispielsweise wenn sie genetisch bedingt sind.<br />
Zudem müsse sich der Säugling in einer kritischen Entwicklungsphase<br />
befinden, wo er schnell wächst und sich schnell entwickelt.<br />
Das ist besonders in den ersten sechs Lebensmonaten<br />
der Fall <strong>–</strong> hier durchlaufen insbesondere das Gehirn, aber auch<br />
Herz und Lunge einen Reifeprozess. In <strong>die</strong>sen entwicklungsin-<br />
70 | SOMMER <strong>2024</strong>
Mama & Baby<br />
*https://www.thelancet.com/journals/ebiom/article/PIIS2352-3964(22)00222-5/fulltext; © Olivia Rothmann (1)<br />
tensiven Phasen ist <strong>die</strong> Kontrolle von Kreislauf und Atmung etwas<br />
labiler. Ist der Säugling ohnehin anfällig, kommen <strong>die</strong>se Schwankungen<br />
stärker zum Tragen. 90 Prozent der plötzlichen Kindstode treten<br />
in den ersten sechs Lebensmonaten auf, mit einem Höhepunkt<br />
im zweiten bis vierten Monat.<br />
„Schließlich gehören noch äußere Faktoren dazu“, sagt der österreichische<br />
Kinderarzt Reinhold Kerbl. Hierzu gehören vor allem das<br />
Liegen in der Bauchlage, eine zu hohe Raumtemperatur im Winter,<br />
Passivrauchen, aber auch eine akute Infektion (weitere Faktoren<br />
siehe Infobox). „Diese Risikofaktoren und einige mehr sind bei den<br />
AUF DIESE EXTERNEN STRESSOREN<br />
SOLLTEN ELTERN IM ERSTEN LEBENSJAHR<br />
BESONDERS ACHTEN<br />
• Lege dein Baby zum Schlafen immer auf den Rücken. Auch<br />
<strong>die</strong> Seitenlage ist nicht empfehlenswert, weil sich das Baby im<br />
Schlaf auf den Bauch drehen könnte und es zudem <strong>die</strong> Hüfte<br />
belastet.<br />
• Verwende eine feste Matratze und verzichte auf ein Kopfkissen.<br />
• Decke dein Baby nicht mit einer Decke zu oder wickle es in<br />
Tücher ein (pucken), es könnte darunterrutschen und keine Luft<br />
mehr bekommen. Stattdessen einen von der Größe her passenden<br />
Baby-Schlafsack anziehen, in den das Baby nicht hineinrutschen<br />
kann.<br />
• Nimm Kuscheltiere, Decken, Wärmeflaschen, Nestchen am Rand<br />
des Bettchens, Mützchen, Kopfkissen, große Plüschtiere, Schnuffeltücher<br />
oder Ähnliches, das das Gesicht des Kindes bedecken<br />
und <strong>die</strong> Atmung behindern könnte, aus dem Bettchen.<br />
• Rauche nicht in der Nähe des Kindes oder in der Wohnung <strong>–</strong><br />
Passivrauchen schwächt sein Immunsystem.<br />
• Stu<strong>die</strong>n zeigen, dass mindestens 6 Monate Stillen ein schützender<br />
Faktor vor plötzlichem Kindstod ist. Wahrscheinlich schützt<br />
es das Immunsystem des Säuglings auch vor Infekten.<br />
• Ein Schnuller zum Einschlafen reduziert das Risiko <strong>für</strong> den plötzlichen<br />
Kindstod. Er beruhigt das Baby und verhindert, dass es<br />
sich unruhig im Bett hin und her bewegt.<br />
• Mindestens im ersten Lebenshalbjahr sollte das Baby im Elternschafzimmer<br />
schlafen, aber nicht im Elternbett. Das Risiko,<br />
dass es unbemerkt unter <strong>die</strong> Bettdecke rutscht und keine Luft<br />
bekommt oder aus dem Bett fällt, ist groß.<br />
• Zum Schlafen sollte <strong>die</strong> Raumtemperatur im Winter bei etwa 18<br />
bis 20 Grad liegen.<br />
• Ziehe dein Baby zum Schlafen nicht zu warm an; im <strong>Sommer</strong><br />
reichen Unterwäsche und Windel im Schlafsack; im Winter sollte<br />
man das Baby zwischen den Schulterblättern oder im Nacken auf<br />
Schwitzen hin kontrollieren. Eine Mütze ist nicht notwendig.<br />
Fachliche Beratung: Dr. Reinhold Kerbl, Leiter der österreichischen<br />
SIDS-Initiative<br />
allermeisten der plötzlich verstorbenen<br />
Kinder vorhanden.“<br />
Demnach ist das Risiko <strong>für</strong> einen<br />
plötzlichen Kindstod erhöht, wenn<br />
ein ohnehin anfälliger Säugling in<br />
einer kritischen Entwicklungsphase<br />
zusätzlich mit einem äußeren<br />
Faktor konfrontiert wird, mit dem er<br />
gerade nicht zurechtkommt. Dabei<br />
verlieren <strong>die</strong> Risikofaktoren im<br />
Laufe der Zeit deutlich an Bedeutung.<br />
„Nach dem ersten Lebensjahr<br />
ist der plötzliche Kindstod noch viel<br />
seltener“, sagt Kerbl.<br />
Eltern werden daher ermutigt, so<br />
viele Faktoren wie möglich auszuschließen.<br />
Das beginnt schon vor<br />
und während der Schwangerschaft<br />
mit dem Verzicht auf Rauchen, Alkohol<br />
und Drogenkonsum, und <strong>die</strong><br />
werdende Mutter sollte regelmäßig<br />
zu den Untersuchungen gehen.<br />
„Nach der Schwangerschaft ist Stillen<br />
ein gesicherter Schutzfaktor“,<br />
sagt Kerbl. Vor allem <strong>die</strong> äußeren<br />
Stressoren lassen sich mit etwas<br />
Aufmerksamkeit zurückfahren.<br />
Dass <strong>die</strong>se Maßnahmen extrem<br />
erfolgreich sind, zeigt <strong>die</strong> Statistik:<br />
Nachdem in den 90er-Jahren <strong>die</strong><br />
Eltern via Me<strong>die</strong>n und Kinderärzten<br />
aufgeklärt wurden, ihr Kind nicht<br />
in Bauchlage schlafen zu legen,<br />
ging <strong>die</strong> Häufigkeit des plötzlichen<br />
Kindstods um bis zu 90 Prozent<br />
zurück.<br />
Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl<br />
ist Leiter der österr. SIDS-Initiative sowie<br />
Leiter der Kinder- und Jugendabteilung am<br />
LKH Hochsteiermark Standort Leoben.<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 71
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72 | SOMMER <strong>2024</strong>
Mode & Pflege<br />
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Interview<br />
© Verena Schierl (5), SooNice (3)<br />
Stylisch, sicher & soo nice!<br />
Die Kooperation zwischen dem angesagten Kindersonnenbrillen-Label<br />
SooNice Sunnies und der preisgekrönten Designerin Marina Hoermanseder<br />
bringt frischen Wind in <strong>die</strong> Welt der Kinderaccessoires. VON ISABEL MÜLLER<br />
SooNice Sunnies ist bekannt <strong>für</strong> hochwertige,<br />
kindgerechte Sonnenbrillen,<br />
<strong>die</strong> sowohl Schutz als auch Komfort<br />
bieten. Mit Marina Hoermanseder, <strong>die</strong><br />
durch ihre innovativen Designs und<br />
speziell dank ihrer auffälligen, extravaganten<br />
Schnallen-Details weit über <strong>die</strong><br />
Grenzen Österreichs berühmt ist, wurde<br />
nun eine Kollektion geschaffen, <strong>die</strong> sowohl<br />
Eltern als auch Kinder begeistert.<br />
Die Kooperation betont <strong>die</strong> Bedeutung<br />
von Individualität und Stilbewusstsein,<br />
denn genau wie bei Erwachsenen sind<br />
Sonnenbrillen auch beim Nachwuchs<br />
modische Statements. Bei allem Modebewusstsein<br />
darf man jedoch nicht<br />
vergessen, dass Kinderaugen besonders<br />
empfindlich sind, was hochwertige<br />
Sonnenbrillen im Alltag und speziell<br />
Was hat dich dazu inspiriert, eine<br />
Kindersonnenbrillen-Kollektion <strong>für</strong><br />
bzw. mit SooNice zu entwerfen?<br />
Die Idee der Zusammenarbeit hat mich<br />
von Anfang an begeistert, denn <strong>die</strong><br />
einzigartigen und verspielten Designs<br />
des Labels passen perfekt zu meiner<br />
Vision einer farbenfrohen Sonnenbrillenkollektion<br />
<strong>für</strong> Kinder und Babys.<br />
Mich haben auch das Qualitätsversprechen<br />
und <strong>die</strong> nachhaltige, ethische<br />
Produktion überzeugt. Bei SooNice<br />
konnte ich mir sicher sein, dass <strong>die</strong><br />
Brillen ein gutes Preis-Leistungsam<br />
Spielplatz, beim Baden oder auch<br />
unterwegs mit Kinderwagen, Fahrrad<br />
oder Roller unverzichtbar macht.<br />
Sowohl Christina und Doris Reifeltshammer,<br />
<strong>die</strong> SooNice-Gründerinnen<br />
(und übrigens Schwägerinnen), als<br />
auch Marina Hoermanseder haben<br />
eine große Leidenschaft <strong>für</strong> Qualität<br />
und Detailverliebtheit. Während<br />
SooNice <strong>für</strong> hohe Standards bei UV-<br />
Schutz, Funktionalität und Tragekomfort<br />
steht, bringt Marina Hoermanseder<br />
ihre kreative Energie und ihr Gespür<br />
<strong>für</strong> außergewöhnliches Design in<br />
<strong>die</strong> Kollektion ein. Das Resultat sind<br />
Kindersonnenbrillen, <strong>die</strong> sowohl sicher,<br />
praktisch und langlebig als auch<br />
ästhetisch ansprechend und mit dem<br />
„gewissen Etwas“ ausgestattet sind.<br />
<strong>Tipi</strong>: Marina, wie würdest du dich<br />
selbst mit drei Worten beschreiben?<br />
Marina Hoermanseder: Zielstrebig,<br />
selbstbewusst und kreativ.<br />
74 | SOMMER <strong>2024</strong>
Mode & Pflege<br />
Sonnenbrillen, <strong>die</strong> Kids<br />
lieben!<br />
SooNice-Sonnenbrillen werden aus<br />
recyceltem Nylon (ECONYL) in Italien<br />
hergestellt, wodurch kein neues Plastik<br />
in Umlauf gebracht wird und CO ² -Emissionen<br />
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Verhältnis haben, optimalen Schutz<br />
bieten und Kids damit einfach ursüß<br />
aussehen!<br />
Gab es besondere Herausforderungen<br />
oder Erfolgsmomente?<br />
Es war besonders herausfordernd,<br />
ansprechende Designs und Cuties<br />
auszuwählen, <strong>die</strong> den Geschmack von<br />
Kindern UND Eltern treffen. Wir hatten<br />
so viele verschiedene Ideen, und es war<br />
echt schwierig, sich letztendlich zu entscheiden.<br />
Wir mussten viele verschiedene<br />
Kriterien gleichzeitig beachten,<br />
u.a. Materialien, Passform, Qualität und<br />
Sicherheit der Sonnenbrillen. Ein Erfolgsmoment<br />
war also auf jeden Fall, als<br />
<strong>die</strong> Brillen fertig waren! (lacht) Ich war so<br />
aufgeregt, wie sie bei den Kindern ankommen<br />
würden, und glücklicherweise<br />
war <strong>die</strong> Launchparty in Wien ein großer<br />
Erfolg! Für mich als Designerin sind <strong>die</strong><br />
schönsten Momente <strong>die</strong>, persönliches<br />
Feedback zu Designs zu bekommen<br />
und Pieces „in action“ zu sehen.<br />
Christina und Doris Reifeltshammer haben<br />
SooNice Sunnies 2021 gegründet. Im Zuge<br />
der Koop mit Marina Hoermanseder neu:<br />
<strong>die</strong> aufsteckbaren Cuties.<br />
Die Kollektion von SooNice und<br />
Marina Hoermanseder umfasst je zwei<br />
Baby- (ca. 6<strong>–</strong>24 Mon.) und Kindermodelle<br />
(ca. 3<strong>–</strong>9 J.) in den Farben Mykonos Blue und<br />
Azalea Pink. Die Kinderbrille gibt’s außerdem<br />
im ikonischen Buckle Print Design.<br />
Was beeinflusst deine Designentscheidungen<br />
bzw. -entwicklungen?<br />
Meine kreative Stimmung, mein<br />
eigener Stil, aktuelle Trends in der<br />
Modewelt oder Gesellschaft … Besonders<br />
prägend sind auch persönliche<br />
Erlebnisse, mein soziales Umfeld<br />
oder meine Umgebung <strong>–</strong> oft lasse ich<br />
mich in meinem Atelier in Kreuzberg<br />
inspirieren. Ich liebe es, wenn überall<br />
Moodboards, Entwürfe oder <strong>Magazin</strong>e<br />
herumliegen. Meine besten Ideen<br />
entstehen in einer Umgebung, <strong>die</strong> andere<br />
als Chaos interpretieren würden.<br />
(lacht) Bei SooNice hat mich natürlich<br />
vor allem der Gedanke an meine eigenen<br />
Kinder Lotti und Fritz während des<br />
gesamten Designprozesses begleitet.<br />
Ich hab mir immer wieder <strong>die</strong> Frage<br />
gestellt, ob <strong>die</strong> zwei mit den Designs<br />
Spaß haben würden.<br />
Wie wichtig ist es deiner Meinung<br />
nach, <strong>die</strong> Kreativität und den individuellen<br />
Ausdruck von Kindern durch<br />
Mode zu fördern?<br />
Kinder haben eine natürliche Neugierde<br />
und einen ausgeprägten Sinn<br />
<strong>für</strong> Fantasie. Mode und modische<br />
Accessoires bieten <strong>die</strong> Möglichkeit,<br />
AUGEN AUF BEIM<br />
SONNENBRILLENKAUF<br />
• Passform: Darauf achten, dass <strong>die</strong><br />
Sonnenbrille gut sitzt und nicht von der<br />
Kindernase rutscht oder drückt.<br />
• Linsen der Kategorie 3: Ideal <strong>für</strong><br />
Kinderaugen, da sie nur 8<strong>–</strong>18 % des<br />
Lichts durchlassen und UV-Strahlen<br />
effektiv blockieren.<br />
• UV-Schutz, CE- und ISO-Kennzeichnungen:<br />
Diese Informationen<br />
sollten auf Gestell, Verpackung oder<br />
Beipackzettel angegeben sein.<br />
• Kratzige Linsen: Bei größeren Kratzern<br />
Brille bzw. Linsen ersetzen, um besten<br />
UV-Schutz zu gewährleisten.<br />
<strong>die</strong>se Kreativität auszuleben und <strong>die</strong><br />
eigene Persönlichkeit zu entdecken.<br />
Dies fördert auch Selbstbewusstsein<br />
sowie persönliche Entwicklung und<br />
Selbstwahrnehmung, da Kinder lernen,<br />
sich mit ihrem eigenen Aussehen<br />
wohlzufühlen. Unsere Kollektion soll<br />
Kinder ermutigen, sich frei auszudrücken<br />
und ihre Einzigartigkeit zu feiern,<br />
während sie Spaß an der Welt der<br />
Mode haben!
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76 | SOMMER <strong>2024</strong>
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(€ 34,99) und Surfshirt (€ 29,99)<br />
machen sich aber auch ohne<br />
Brett unterm Arm gut. Erhältlich<br />
in den Gr. 104<strong>–</strong>176.<br />
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PROMOTION: Naïf; © Hersteller (22)<br />
Bringt uns auf <strong>die</strong> Palme<br />
Wer grad keine Palmen als<br />
Schattenspender in der<br />
Nähe hat, setzt sie sich<br />
einfach auf den Kopf:<br />
Babykappe mit Nackenklappe<br />
von Barts um € 29,99.<br />
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Gut verträglich<br />
Auch <strong>für</strong> zu Neurodermitis neigende<br />
Haut geeignet und frei von den<br />
UV-Filtern Octocrylen, Octinoxat<br />
und Oxybenzon: NIVEA Babies &<br />
Kids Sensitiv Lotion LSF 50+ um<br />
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Unbedenklich <strong>für</strong> Mensch<br />
und Natur, wasserfest, ohne<br />
Mikroplastik und andere<br />
schädliche Inhaltsstoffe wie<br />
Oxybenzon <strong>–</strong> das sind <strong>die</strong><br />
Sonnenschutzprodukte von Naïf. Sie<br />
schützen auf Basis von mineralischen<br />
Filtern und bilden auf der Haut eine<br />
Schutzschicht, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Sonnenstrahlen<br />
wie ein Spiegel reflektiert. Neu: Durch<br />
den Booster BEMT sind Sonnencreme<br />
und -spray jetzt noch leichter verteilbar<br />
und weißeln weniger.<br />
Sonnencreme (100 ml € 23,99) und<br />
Sonnenspray (100 ml € 24,99) sind in<br />
vielen dm-Filialen, auf dm.at, in der<br />
Mein dm-App sowie im Webshop erhältlich,<br />
Aftersun Aloe Vera (175 ml € 18,99)<br />
und Sonnenschutzstick (36 g, € 14,99)<br />
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Mode & Pflege<br />
Mode<br />
Die großen 10<br />
Einfach aufzutragen und mit<br />
warmem Wasser auch schnell<br />
wieder abwaschbar: Nagellack<br />
von Ten little fingers, erhältlich in<br />
5 verschiedenen Farben<br />
um je € 6,95.<br />
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„Hai“, sagt der Löwe<br />
Egal, ob es in den Kindergarten,<br />
zur Übernachtungsparty oder zu Oma<br />
und Opa geht: Die tierischen Rucksäcke von<br />
Trixie Baby kommen überall hin mit.<br />
Um je € 44,95.<br />
Herr und Frau Klein<br />
Kirchengasse 7, 1070 Wien<br />
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Einmal zum Mitnehmen<br />
<strong>Tipi</strong> könnt ihr euch auch in ausgewählten<br />
Geschäften holen <strong>–</strong> und dabei gleich<br />
<strong>die</strong> eine oder andere Neuheit mitnehmen ...<br />
Gar nicht dirty<br />
Endlich ein Anlass, um<br />
den Satz „Ich habe eine<br />
Wassermelone getragen“ mal<br />
passend anzubringen: Tasche<br />
von Jellycat um € 35,<strong>–</strong>.<br />
1100 Kind<br />
Sissy-Löwinger-Weg 5/4,<br />
1100 Wien<br />
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Bunt & griffig<br />
Mit den Badeschuhen von Slipstop<br />
sind kleine Füße bestens geschützt <strong>–</strong> vor<br />
heißem Sand, Bienen, Bakterien und Keimen. Dank<br />
Antirutsch-Sohle gibt’s auch weniger Unfälle.<br />
Um € 21,90.<br />
Augenstern Kindermode<br />
Währinger Straße 117<strong>–</strong>119, 1180 Wien<br />
Q19, Grinzinger Straße 112, 1190 Wien<br />
www.augenstern-kindermode.com<br />
Gut gebrüllt!<br />
Man muss nicht zwischen 24. Juli und<br />
23. August Geburtstag haben, um<br />
Löwen zu lieben ... Auf dem Oversize-<br />
Shirt von CarlijnQ tummelt sich gleich<br />
eine ganze Horde davon. Um € 32,<strong>–</strong>.<br />
bloempje<br />
Burggasse 31, 1070 Wien<br />
www.bloempje.at<br />
Auf Streife<br />
Strandspaziergang, Stadtbummel oder<br />
<strong>Sommer</strong>fest ... Das gestreifte Kleid<br />
von Hatley heißt zwar „Miami Beach“,<br />
macht aber überall eine gute Figur.<br />
In den Gr. 92<strong>–</strong>128 um € 65,<strong>–</strong>.<br />
Pony & Kleid<br />
Weihburggasse 22, 1010 Wien<br />
pony-und-kleid.com<br />
© Hersteller<br />
78 | SOMMER <strong>2024</strong>
Game, Set, Match<br />
Zwei Schläger, ein Ball <strong>–</strong> mehr braucht es<br />
nicht, um stundenlang Spaß am Strand zu<br />
haben. Strandschläger-Set von Djeco inkl.<br />
Aufbewahrungshülle um € 14,51.<br />
Mädchen und Buben<br />
Servitengasse 4a, 1090 Wien<br />
www.fuernis.com<br />
Mode & Pflege<br />
Im Blumenmeer<br />
Unzählige kleine Blümchen<br />
treffen auf einen Regenbogen<br />
<strong>–</strong> das Ergebnis: der<br />
Bikini von Wheat (3<strong>–</strong>10 J.)<br />
um € 49,95.<br />
Mimi auch!<br />
Marktplatz 15,<br />
2380 Perchtoldsdorf<br />
www.mimiauch.at<br />
Auf ins Abenteuer!<br />
Ursprünglich stammt das Wort „Hajk“<br />
aus Schweden und bedeutet, in der Wildnis<br />
unterwegs zu sein. Zumindest <strong>für</strong> <strong>die</strong> Stadtwildnis<br />
ist das Kleid von Mini Rodini aus GOTS-zertifizierter<br />
Biobaumwolle bestens geeignet. Um € 98,<strong>–</strong>.<br />
stadtkind Eisenstadt<br />
Hauptstraße 16, 7000 Eisenstadt<br />
stadt-kind.at<br />
Lippenbekenntnis<br />
Lassen <strong>die</strong> <strong>Sommer</strong> der<br />
Seventies wieder aufleben:<br />
ärmellose Tops aus<br />
Baumwolle und Leinen von<br />
Sisters Department<br />
(Gr. S<strong>–</strong>L) um je € 64,<strong>–</strong>.<br />
Mina u. Lola<br />
Währinger Straße 107,<br />
1180 Wien<br />
mina-lola.com<br />
Natürliches Schutzschild<br />
Abgase, Feinstaub, Pollen, Rauch … Luftverschmutzung<br />
kann auch Haaren ordentlich zusetzen. Von RAUSCH<br />
kommt nun eine spezielle Anti-Pollution-Linie mit einem<br />
ganz besonderen Inhaltsstoff.<br />
Egal, ob in der Stadt oder auf dem Land:<br />
Der Luftverschmutzung können wir nicht<br />
ausweichen. Und <strong>die</strong> hat auch Auswirkungen<br />
auf unsere Haare. Sie werden<br />
spröde und strohig, verlieren Glanz und<br />
Elastizität, und <strong>die</strong> Kopfhaut juckt.<br />
Um das Haar vor Umwelteinflüssen<br />
intensiv zu schützen und zu reinigen,<br />
hat RAUSCH <strong>die</strong> neue Anti-Pollution-<br />
Linie mit Schweizer Apfel entwickelt.<br />
Der enthaltene „Anti-Pollution-Wirkstoff“<br />
verhindert wie ein Schutzschild, dass<br />
Feinstaub und Pollen an den Haaren haften<br />
bleiben, Antioxidantien neutralisieren<br />
freie Radikale.<br />
Upcycling in seiner besten Form<br />
Zentraler Inhaltsstoff der neuen<br />
RAUSCH-Linie ist der Schweizer Apfel.<br />
Damit ein Apfelbaum hochwertige<br />
Früchte trägt, ist es notwendig, einen Teil<br />
seiner Jungäpfel auszupflücken. In <strong>die</strong>sen<br />
sind bereits alle Inhaltsstoffe eines<br />
ausgereiften Apfels enthalten <strong>–</strong> in hochkonzentrierter<br />
Form. In dem RAUSCH-<br />
Apfel-Extrakt erhalten Jungäpfel einen<br />
sinnvollen und nachhaltigen Einsatz.<br />
Apfelpower mal drei<br />
Die neue Pflegelinie von RAUSCH<br />
besteht aus drei Produkten: Das Anti-<br />
Pollution-Peeling-Shampoo mit<br />
Schweizer Apfel wird einmal in der<br />
Woche statt des „normalen“ Shampoos<br />
verwendet; <strong>für</strong> <strong>die</strong> regelmäßige Anwendung<br />
kann das Anti-Pollution-Shampoo<br />
mit Schweizer Apfel genutzt werden.<br />
Zusätzlich gibt es mit dem Anti-<br />
Pollution-Spray mit Schweizer<br />
Apfel ein Leave-on-Produkt, das<br />
einen effektiven Sofortschutz bietet<br />
und auch unterwegs jederzeit zum<br />
Einsatz kommen kann <strong>–</strong> besonders<br />
praktisch <strong>für</strong> Pollenallergiker.<br />
Erhältlich in Apotheken, Drogerien<br />
und Reformhäusern.<br />
www.rausch.ch
Mode & Pflege<br />
Bunt, bequem & wirksam<br />
Unsere Beine sind ständig in Bewegung und werden dabei auf<br />
unterschiedlichste Weise belastet. Ein österreichisches Ehepaar hat es sich<br />
daher zur Aufgabe gemacht, stilvolle und effektive Lösungen anzubieten,<br />
um müde, geschwollene Beine zu vermeiden. VON ISABEL MÜLLER<br />
Interview<br />
Stundenlanges Stehen im Beruf, ausgedehnte<br />
Spaziergänge oder auch<br />
längere (Flug-)Reisen <strong>–</strong> in einer Welt,<br />
in der Aktivität eine große Rolle spielt,<br />
vergessen wir oft darauf, unsere Beine<br />
richtig zu pflegen. Neben erfrischenden<br />
Wassersprays oder wohltuenden<br />
Fußmassagen gibt es ein bewährtes<br />
Accessoire, das einen entscheidenden<br />
Faktor <strong>für</strong> das Wohlbefinden unserer<br />
Beine spielen kann: Stützstrümpfe!<br />
Dabei handelt es sich um speziell<br />
entwickelte Strümpfe, <strong>die</strong> einen sanften<br />
Druck auf <strong>die</strong> Beine ausüben, um <strong>die</strong><br />
Durchblutung zu fördern und Schwellungen<br />
zu reduzieren sowie der Bildung<br />
von Krampfadern und Besenreisern<br />
vorzubeugen. Darüber hinaus reduzieren<br />
sie Schwellungen und sorgen selbst<br />
an langen Tagen <strong>für</strong> ein angenehmes<br />
Gefühl in den Beinen. Sie bieten also<br />
eine Reihe von Vorteilen <strong>für</strong> Menschen<br />
jeden Alters und sind keinesfalls nur etwas<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Generation „Oma und Opa“!<br />
Stützstrümpfe sind auch <strong>für</strong> Menschen,<br />
<strong>die</strong> berufsbedingt viel stehen oder sitzen<br />
müssen, von Bedeutung. Zahlreiche<br />
Frauen kommen über<strong>die</strong>s während ihrer<br />
Schwangerschaft wortwörtlich das erste<br />
Mal mit Stützstrümpfen in Berührung, da<br />
fast jede Schwangere irgendwann über<br />
Wassereinlagerungen klagt und <strong>die</strong>se<br />
speziell in den Beinen unangenehm zu<br />
spüren (und zu sehen) sind. Diese führen<br />
oft zu Schwellungen und Unbehagen,<br />
darüber hinaus kann der wachsende<br />
Uterus Druck auf <strong>die</strong> Venen im Beckenbereich<br />
ausüben, was den Blutfluss<br />
in den Beinen beeinträchtigen und zu<br />
Krampfadern oder Besenreisern führen<br />
kann. Dennoch ist es natürlich wichtig,<br />
dass werdende Mamas <strong>–</strong> insbesondere<br />
jene mit Vorerkrankungen oder spezifischen<br />
gesundheitlichen Bedenken <strong>–</strong> vor<br />
der Verwendung von Stützstrümpfen<br />
ihren Arzt oder ihre Ärztin konsultieren,<br />
um sicherzustellen, dass <strong>die</strong>se <strong>für</strong> sie<br />
sicher und geeignet sind.<br />
xunt: Bunte Beinliebe<br />
Eine Marke, <strong>die</strong> sich ganz dem Komfort<br />
und der Gesundheit von beanspruchten<br />
Beinen verschrieben hat, ist xunt. Mit<br />
einer breiten Palette von aktuell über<br />
50 modernen Stützstrümpfen und<br />
Sportsocken, großteils der Kompressionsklasse<br />
1 (leichte Kompression)<br />
angehörend, bietet das Unternehmen<br />
eine große Auswahl, seit Ende 2023<br />
gibt es auch ausgewählte Modelle in<br />
Kompressionsklasse 2 (CCL 2) mit mittlerer<br />
Kompression. Von bunten, fröhlichen<br />
Mit Stützstrümpfen von xunt gehören geschwollene,<br />
schmerzende Beine in der<br />
Schwangerschaft der Vergangenheit an.<br />
Und sie machen sich auch nach der Geburt gut.<br />
Designs bis hin zu klassischen Mustern<br />
<strong>–</strong> <strong>die</strong> Stützstrümpfe von xunt vereinen<br />
Stil und Wirksamkeit. Die Vielfalt zeigt<br />
sich bei dem innovativen Unternehmen<br />
aber nicht nur im Design, sondern auch<br />
© xunt (4)<br />
80 | SOMMER <strong>2024</strong>
Mode & Pflege<br />
beim Thema Nachhaltigkeit. Alle Produkte<br />
werden in Österreich designt und in<br />
Europa aus hautfreundlichen Materialien<br />
wie Baumwolle, Bambusfaser und Wolle<br />
produziert. Die Qualität der Produkte ist<br />
geprüft und zertifiziert, was erklärt, warum<br />
sie auch von Ärzten, Ärztinnen und<br />
Hebammen empfohlen werden. Hinter<br />
xunt stehen Tamara und ihr Mann<br />
Andreas, <strong>die</strong> bereits 2021 in der TV-<br />
Show „2 Minuten 2 Millionen“ auf PULS 4<br />
zu sehen waren. 2023 wurde der erste<br />
xunt-Store in Breitenwaida (NÖ) eröffnet.<br />
Ganz neu im Sortiment sind Kinderstrümpfe<br />
ohne Kompression, <strong>die</strong> von<br />
Tamaras und Andreas’ Sohn Konstantin<br />
inspiriert wurden. Mit viel Liebe und aus<br />
weicher Baumwolle hergestellt, sorgen<br />
<strong>die</strong> Kniestrümpfe bei jedem Abenteuer<br />
<strong>für</strong> optimal temperierte Füße und <strong>für</strong><br />
rutschfesten Halt dank Noppensohle.<br />
<strong>Tipi</strong>: Warum sind Stützstrümpfe<br />
deiner Meinung nach wichtig?<br />
Tamara: Als Intensivkrankenschwester<br />
weiß ich aus eigener Erfahrung,<br />
wie anstrengend langes Stehen und<br />
Sitzen sein kann. Ich habe daher nach<br />
einer Lösung gesucht, <strong>die</strong> meine Beine<br />
entlastet und gleichzeitig gut aussieht.<br />
Da ich nicht fündig wurde, habe ich<br />
beschlossen, das Thema selbst in <strong>die</strong><br />
Hand zu nehmen und mit meinem Mann<br />
xunt gegründet. Alle Strümpfe, <strong>die</strong> jetzt<br />
in unserem Onlineshop erhältlich sind,<br />
habe ich ausgiebig getestet.<br />
Was macht <strong>die</strong> Produkte von xunt<br />
einzigartig?<br />
Unsere Produkte vereinen Effektivität,<br />
Stil und Nachhaltigkeit. Man muss sie<br />
also nicht mehr verstecken, sondern<br />
kann sie tatsächlich als Accessoire<br />
Unter dem Motto „Stützstrümpfe mal<br />
anders“ findet man bei xunt bunte<br />
Stützstrümpfe in verschiedensten<br />
Designs und Farbvarianten. Auch<br />
mehr als 100 Händler in Österreich,<br />
Deutschland, der Schweiz und Italien<br />
haben <strong>die</strong> originellen Stützstrümpfe<br />
inzwischen im Sortiment. Weitere<br />
Infos auf: www.xunt.shop<br />
einsetzen. Ich trage unsere Funktionsstrümpfe<br />
nahezu täglich und nur jene,<br />
<strong>die</strong> sowohl in Wirkung als auch im<br />
Design überzeugen, kommen in unser<br />
Sortiment.<br />
Gibt es (d)ein persönliches Highlight<br />
auf eurer bisherigen xunt-Reise?<br />
Wo soll ich anfangen? Wenn wir in der<br />
Fertigung vor den Maschinen stehen<br />
und unsere Strümpfe quasi in den<br />
Nadeln hängen sehen, kann ich oft gar<br />
nicht fassen, was wir bis jetzt auf <strong>die</strong><br />
Beine gestellt haben. Ein Meilenstein<br />
war auf jeden Fall <strong>die</strong> Teilnahme bei<br />
„2 Minuten 2 Millionen“ <strong>–</strong> eine unglaublich<br />
aufregende und arbeitsintensive Erfahrung.<br />
Das Feedback war enorm positiv,<br />
wir haben sehr viel <strong>für</strong> uns persönlich<br />
und geschäftlich lernen dürfen. Und <strong>die</strong><br />
Eröffnung unseres eigenen Stores muss<br />
hier natürlich auch genannt werden!<br />
Unsere Leser und Leserinnen<br />
sollten eure Strümpfe auf jeden Fall<br />
ausprobieren, weil …<br />
Die Frage ist vielmehr: Warum haben sie<br />
unsere Strümpfe noch nicht ausprobiert?<br />
(lacht) Leider wird der klassische<br />
Stützstrumpf nach wie vor sehr mit<br />
Krankheit verbunden, meist bekannt in<br />
klassisch beigem Farbton. Wir haben<br />
noch sehr viel an Aufklärung vor uns,<br />
vielen ist der positive Effekt im Alltag<br />
und beim Sport gar nicht bewusst. Unsere<br />
Strümpfe werden sehr oft verschenkt,<br />
und Beschenkte kaufen dann begeistert<br />
weitere Modelle bei uns nach. Also<br />
einfach ausprobieren, unsere Strümpfe<br />
kann man nur lieben!<br />
Eure Wünsche und Ziele <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Zukunft von xunt?<br />
Wir wollen weiterhin innovative Produkte<br />
entwickeln und eine breite Auswahl<br />
an (Stütz-)Strümpfen bieten. Unser Ziel<br />
ist und bleibt, Menschen dabei zu helfen,<br />
ein aktives und gesundes Leben<br />
zu führen, ohne dabei auf Stil verzichten<br />
zu müssen!<br />
xunt steht <strong>für</strong> bequeme (Stütz-)Strümpfe<br />
<strong>für</strong> Klein und Groß und garantiert originelle<br />
Motive, eine tolle Passform sowie erstklassigen<br />
Tragekomfort!<br />
Tamara & Andreas<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 81
Essen und Gesundheit<br />
Die Selbstoptimierungsfalle •<br />
Der Bienenflüsterer • Klimaschutz steht<br />
am Speiseplan • Hallo <strong>Sommer</strong>! •<br />
Gesundes Essen <strong>für</strong> kleine Gourmets<br />
Unbeschwerter<br />
Badespaß<br />
Rein ins Wasser, raus und wieder rein <strong>–</strong><br />
im <strong>Sommer</strong> geht nichts ohne Schwimmen,<br />
Springen und Pritscheln. Damit der Badespaß<br />
auch wirklich einer bleibt, gibt es<br />
EARWEAR SWIM von Neuroth. Der individuell<br />
angepasste Wassergehörschutz schützt<br />
kleine Ohren vor Spritz wasser und damit<br />
vor Entzündungen <strong>–</strong> ideal <strong>für</strong> Kinder,<br />
<strong>die</strong> sich gerne lange im Wasser aufhalten.<br />
Um € 89,<strong>–</strong>. www.neuroth.com<br />
Ordentliche Kaliber<br />
Die schwerste Wassermelone wurde im Jahr 2013 in Tennessee,<br />
USA, geerntet und brachte stolze 159 Kilogramm auf <strong>die</strong> Waage.<br />
Normal ist das freilich nicht: Die meisten Sorten wiegen nämlich<br />
nur bis zu 12 Kilogramm. So lassen sie sich auch besser zum<br />
Picknick mitnehmen ...<br />
Wunderbare Welt der Kerne<br />
Dass in Marillenkernen weit mehr drinsteckt, als man glaubt, hat das<br />
niederösterreichische Start-up Wunderkern bereits mit seiner pflanzlichen<br />
Milchalternative bewiesen. Und auch in den süßen Cremen bewirken <strong>die</strong><br />
geretteten Kerne wahre (Geschmacks-)Wunder und sparen im Vergleich zu<br />
Nüssen große Mengen Wasser und CO2 in der Produktion ein. Um je € 6,99.<br />
wunderkern.com<br />
SOS-Pflege<br />
Pieks <strong>–</strong> schon ist es passiert! Insektenstiche<br />
sind besonders <strong>für</strong> Babys und Kinder<br />
unangenehm, vor allem wenn sie nachts<br />
schmerzen und jucken. Abhilfe schafft das<br />
Baby & Kids Insektenstichgel der Naturkosmetikmarke<br />
Mabyen: Eine Kombination<br />
aus pflanzlichen Extrakten lindert den<br />
Juckreiz auf natürliche Weise. Um € 4,95.<br />
www.mabyen.com<br />
© Hersteller (8), AT Verlag (1), Adobe Stock (1), Unsplash (1), Freepik (1); PROMOTION: Emil <strong>–</strong> <strong>die</strong> Flasche<br />
82 | SOMMER <strong>2024</strong>
Essen und Gesundheit<br />
Heute Chefkoch!<br />
Wenn Kinder selbst kochen<br />
oder beim Kochen mithelfen, ist<br />
<strong>die</strong> Wahrscheinlichkeit größer,<br />
dass sie <strong>die</strong> Speisen auch essen.<br />
Einen Versuch ist es wert:<br />
Das grüne Kochbuch <strong>für</strong> Kinder<br />
liefert jede Menge einfache<br />
Rezepte sowie kindgerecht aufbereitetes<br />
Wissen rund um nachhaltige<br />
Esskultur. Von Lia Carlucci<br />
und Charoline Bauer, erschienen<br />
im AT Verlag um € 36,<strong>–</strong>.<br />
Glas statt Plastik!<br />
Für ein sauberes und umwelfreundliches<br />
Picknick im Grünen: Um Plastikflaschen zu<br />
vermeiden, ist Emil <strong>–</strong> <strong>die</strong> Flasche ein treuer<br />
Helfer <strong>für</strong> den Transport von Getränken. Herzstück<br />
von Emil ist eine Glasflasche <strong>–</strong> spülmaschinenfest,<br />
frei von Weichmachern und<br />
geschmacksneutral, sodass der Geschmack<br />
von Wasser, Saft, Tee und Co. nicht verfälscht<br />
wird. Ein isolierender Thermobecher schützt<br />
<strong>die</strong> Glasflasche und hält den Inhalt wahlweise<br />
kühl oder warm. Erhältlich in unterschiedlichen<br />
Designs ab € 19,50. www.emil-<strong>die</strong>-flasche.de<br />
Urban Gardening<br />
Mit den selbst gezüchteten Keimlingen<br />
aus dem Microgreen-Garten<br />
von Kosmos schmecken Salate,<br />
Brote und Co. gleich viel besser!<br />
Einfach <strong>die</strong> Bio-Samen von Kresse,<br />
Senf, Rucola und Ra<strong>die</strong>schen aussäen;<br />
durch den Aufsteller wachsen<br />
<strong>die</strong> Microgreens vertikal und passen<br />
auf jede Fensterbank! Praktisch: Mit<br />
den Bewässerungsdochten werden<br />
sie ganz ohne Gießen herangezogen.<br />
Um € 16,99. www.kosmos.de<br />
Der Onlineshop,<br />
der Nähe schenkt!<br />
Schönes kaufen. Gutes tun.<br />
Im Onlineshop der Ronald McDonald Kinderhilfe finden<br />
Sie Schönes und Nützliches. Mit Ihrem Einkauf tun Sie<br />
nicht nur sich selbst, sondern auch betroffenen <strong>Familie</strong>n<br />
etwas Gutes! In einem der fünf Kinderhilfe Häuser finden<br />
<strong>Familie</strong>n schwer kranker Kinder einen Ort der Ruhe und<br />
Geborgenheit in der Nähe der behandelnden Klinik.<br />
39 € T-Shirt<br />
Unikate von La Hong<br />
Ronald McDonald<br />
Kinderhilfe<br />
ab 12 € Knuffel<br />
in drei Größen<br />
Zum Shop<br />
shop.kinderhilfe.at<br />
15 € Ohrringe<br />
federleicht, verschiedene Motive<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 83
Essen und Gesundheit<br />
Die Selbstoptimierungsfalle<br />
Selbstoptimierung liegt auf Instagram und TikTok voll im Trend.<br />
Und eigentlich hört sich das doch auch ganz gut an: früh aufstehen, sich<br />
gesund ernähren, Sport treiben und produktiv sein. Was soll denn bitte daran<br />
schlecht sein? Nichts, solange es aus innerem Antrieb erfolgt <strong>–</strong> und alles,<br />
wenn man es sich überstülpen lässt. VON JONNY ROTH<br />
© Freepik (1), Unsplash (2)<br />
Been there, done that<br />
In meinen Dreißigern erklomm ich <strong>die</strong><br />
damals letzte Stufe männlicher Evolution<br />
(oder war es <strong>die</strong> erste?): Ich wurde<br />
zum „Gym Bro“: Das ist jemand, dessen<br />
gesamte Identität auf dem Heben von<br />
Gewichten basiert.<br />
Man soll täglich ins Fitnesscenter?<br />
Da ging ich zur Sicherheit besser zweimal.<br />
Proteinshakes trank ich dreißig<br />
Minuten vor, während und <strong>–</strong> wichtig! <strong>–</strong><br />
genau einunddreißig Minuten nach<br />
dem Workout, so wie es auch <strong>die</strong> Stu<strong>die</strong><br />
unbekannter Herkunft im Online-<br />
Forum empfahl.<br />
Nach dem Sex brauchte ich dann sowieso<br />
einen <strong>–</strong> war ja anstrengend, und<br />
da muss man dann schon aufpassen,<br />
dass <strong>die</strong> hart erarbeiteten Muskeln<br />
nicht gleich wieder schwinden. Und<br />
<strong>die</strong> Hamburger, <strong>die</strong> aß ich natürlich<br />
ohne Brot, da<strong>für</strong> aber mit doppelt<br />
Fleisch: wegen der bösen Carbs und<br />
des guten Proteins.<br />
Bro Science<br />
Auch <strong>die</strong> Erholung war kein Spaß: Mindestens<br />
neun Stunden Schlaf mussten<br />
es sein, am besten mit Melatonin-<br />
Unterstützung. Dazu supplementierte<br />
ich mit verschiedensten Pulvern aus<br />
fernöstlichen Pilzen, laut Hersteller<br />
alle natürlich bestens erforscht. Und<br />
abends trug ich dann <strong>die</strong> orange<br />
Brille, „wegen des gefährlichen blauen<br />
Lichts, das da überall leuchtet!“.<br />
Erst als meine heutige Frau erstmals<br />
Zeugin davon wurde, wie ich vor dem<br />
Zubettgehen fünf Magnesiumkapseln<br />
runterspülte, und das mit „Wird das ein<br />
Selbstmordversuch?“ kommentierte,<br />
begann ich meinen Lifestyle kritisch<br />
zu hinterfragen. Und mit der Geburt<br />
unseres ersten Sohnes war er dann<br />
Geschichte <strong>–</strong> aber da<strong>für</strong> hatte ich erstmals<br />
ein Leben.<br />
Voller Fokus <strong>–</strong> auf was eigentlich?<br />
Zugegeben: Seinen ganzen Fokus<br />
auf eine Sache zu richten, funktioniert<br />
vorzüglich. Vor allem, wenn man zu<br />
trainieren beginnt, ist es berauschend,<br />
erstmals Ergebnisse zu sehen und zu<br />
denken: „Hey, ich kann aus mir auch<br />
was machen!“ Aber das setzt voraus,<br />
dass man zuvor eben annahm, nichts<br />
zu sein. Auch das Gefühl, <strong>die</strong> Kontrolle<br />
über den eigenen Körper zu haben,<br />
zu wissen, welche Hebel man ziehen<br />
und welche Knöpfe man drücken muss,<br />
um ihn zu formen, ist anfangs unbeschreiblich.<br />
Dass es aber vielleicht als<br />
Anfänger nahezu völlig egal ist, nach<br />
84 | SOMMER <strong>2024</strong>
Essen und Gesundheit<br />
welchem Trainingsplan man trainiert,<br />
um Fortschritte zu sehen <strong>–</strong> das kommt<br />
einem nicht in den Sinn.<br />
Den Fokus auf etwas zu richten,<br />
bedeutet, ein Ziel ins Auge zu fassen.<br />
Sich in einem Sport zu verbessern, ist<br />
ein messbares Ziel, auf das man hinarbeiten<br />
kann, und das kann sehr erfüllend<br />
sein. Sich selbst zu verbessern,<br />
setzt jedoch voraus, dass man glaubt,<br />
als Mensch verbesserungswürdig zu<br />
sein, hat kein Ende und auch kein Ziel.<br />
Ego-Optimierung<br />
… so sollte Selbstoptimierung also eigentlich<br />
heißen, denn mit dem, was wir<br />
wirklich sind, hat sie nichts zu tun. Unser<br />
Selbst braucht keine Optimierung,<br />
unser Ego jedoch sehr wohl, denn das<br />
fühlt sich immer klein und nicht gut genug.<br />
Denn im Grunde suchen wir doch<br />
alle dasselbe: Zugehörigkeit, Nähe,<br />
Liebe. So sehen wir online denen zu,<br />
<strong>die</strong> all das dank ihrer Disziplin scheinbar<br />
haben <strong>–</strong> und ahnen gleichzeitig,<br />
dass man sich <strong>die</strong>se Dinge nicht mit<br />
Äußerlichkeiten erarbeiten kann.<br />
Aber irgendwie wäre ich schon<br />
gerne weniger ich selbst<br />
Wenn man sich aus eigenem Antrieb<br />
verändern möchte, ist das in Ordnung.<br />
Wenn man sich jedoch Vorgaben anderer<br />
unterordnet, kommt nichts Gutes<br />
dabei raus. Wie man den Unterschied<br />
merkt? Indem man ein Sensorium da<strong>für</strong><br />
entwickelt, wie sich <strong>die</strong> Dinge anfühlen.<br />
Fühlt sich etwas <strong>für</strong> dich nicht gut<br />
an, entspricht es dir auch nicht.<br />
Vorgefertigte Trainingsroutinen und<br />
Diäten von Influencern sind dabei<br />
jedenfalls immer mit Vorsicht zu genießen.<br />
Der Fotobeweis ist in Zeiten von<br />
Photoshop und Filtern bekanntlich kein<br />
Beweis, und auch pharmazeutische<br />
Unterstützung ist oft nicht auszuschließen.<br />
Und selbst wenn nicht nachgeholfen<br />
wurde: Kann es sein, dass<br />
es vielleicht nur <strong>für</strong> <strong>die</strong>se Person so<br />
funktioniert? Und ist auszuschließen,<br />
dass eine Diät kurzfristig erfolgreich,<br />
langfristig aber sogar schädlich ist?<br />
Willst du aber tatsächlich aus dir<br />
selbst heraus etwas verändern, habe<br />
ich gute Nachrichten <strong>für</strong> dich: Es gibt<br />
nur einige wenige Punkte zu beachten,<br />
und du brauchst dazu weder TikTok<br />
noch Instagram.<br />
Jetzt auch offline: Training und<br />
Ernährung<br />
Fragen zu Training und Ernährung sind<br />
<strong>–</strong> je nach Blickwinkel <strong>–</strong> sehr einfach<br />
oder aber sehr komplex zu beantworten.<br />
Sehr einfach sind jedenfalls <strong>die</strong><br />
Grundlagen, <strong>die</strong> sich seit Jahrhunderten<br />
nicht verändert haben:<br />
• Heb das schwere Gewicht oft auf und<br />
geh zu Fuß.<br />
• Iss Protein, Gemüse und trink ausreichend<br />
Wasser.<br />
• Leg dich früh schlafen in einem dunklen<br />
Raum.<br />
Befolgt man <strong>die</strong>se fünf Punkte, sieht<br />
man Fortschritte. Man gewinnt so keine<br />
Medaille bei den Olympischen Spielen,<br />
aber verändert seinen Lebensstil zumindest<br />
dahingehend, dass man sich mehr<br />
bewegt und weniger Zeug isst.<br />
Aber ginge es nicht genauer?<br />
Leider nein. Denn wie genau das im<br />
Einzelfall aussieht, variiert. Allgemein<br />
können also immer nur Tendenzen<br />
beschrieben werden, der Schlüssel<br />
liegt in liebevoller Selbstbeobachtung.<br />
Während sich <strong>die</strong> Fortschritte in<br />
Training und Produktivität mit Stift und<br />
Notizblock überprüfen lassen, bleibt<br />
bei der tatsächlichen Überprüfung der<br />
Ernährungswirkung eigentlich nur ein<br />
regelmäßiges Blutbild. Und auch dann<br />
ist aufgrund des Zusammenspiels oft<br />
schwer herauszufinden, welches Nahrungsmittel<br />
welchen Wert beeinflusst<br />
<strong>–</strong> und bei Frauen, in welchem Abschnitt<br />
ihres Monatszyklus sie gerade sind.<br />
Spielraum lassen<br />
Ein Spielraum ist ein Raum, in dem man<br />
spielt. Und ein Spiel kann nie ernst sein.<br />
Und genauso leicht sollte man seinem<br />
Training, seiner Ernährung und seiner<br />
Produktivität begegnen, um langfristig<br />
durchzuhalten: Das Leben ist nämlich<br />
ein Marathon und kein Sprint. Mütter<br />
und Väter kleiner Kinder wissen, dass<br />
<strong>die</strong> wenigsten Tage nach Plan ablaufen.<br />
Genaue Diäten, Morgenrituale und Trainingsprogramme<br />
sind daher <strong>–</strong> sofern<br />
<strong>die</strong> <strong>Familie</strong> tatsächlich an erster Stelle<br />
steht <strong>–</strong> im Vorhinein zum Scheitern verurteilt.<br />
Für zielführender halte ich daher<br />
Richtlinien, denen man sich manchmal<br />
mehr, manchmal weniger annähert.<br />
Denn dann ist man auch nicht frustriert<br />
und lässt es gleich komplett bleiben,<br />
wenn es mal nicht so läuft. Und ab und<br />
zu mal Chips zu essen, bis mittags im<br />
Bett zu liegen und <strong>die</strong> Arbeit hintanzustellen<br />
<strong>–</strong> das hat doch auch was.<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 85
Essen und Gesundheit<br />
Lebe wild und frei<br />
Fünf Tipps <strong>für</strong> ein freieres und erfüllteres Fitnessleben<br />
Schwere Gewichte stärken deine Muskeln.<br />
Schwere Gewichte schädigen deine<br />
Wirbelsäule. Protein ist gut <strong>für</strong> deine<br />
Muskulatur. Zu viel Protein ist schlecht<br />
<strong>für</strong> deine Nieren.<br />
Kohlenhydrate liefern Energie. Kohlenhydrate<br />
machen dick. Vegane Ernährung<br />
besiegt den Krebs. Ketogene Ernährung<br />
besiegt den Krebs.<br />
Was „gesund“ ist, hängt davon ab, wen<br />
man fragt. Es ist in etwa so, als würde<br />
man seinen Vorgarten neu gestalten wollen<br />
und dazu einen Pflasterleger und einen<br />
Gärtner unabhängig voneinander nach<br />
der besten Option befragen. Gesund und<br />
ungesund werden Dinge erst, wenn man<br />
sich ihnen über einen längeren Zeitraum<br />
aussetzt. Und wenn man sie <strong>für</strong> gesund<br />
bzw. ungesund hält: Der Placebo-Effekt ist<br />
ja schließlich auch kein Märchen.<br />
Am besten fragt man also sich selbst,<br />
und folgt dabei einigen generellen Richtlinien,<br />
denen folgen sich tatsächlich lohnt.<br />
Bleib flexibel in deiner Diät<br />
Dass es dir und der Umwelt guttut,<br />
mehr Pflanzen zu essen, ist unbestritten.<br />
Sich aber gleich ganz einem veganen<br />
Lebensstil zu verpflichten, überfordert<br />
viele Menschen. Und so verbannen sie<br />
nach ihrem gescheiterten Experiment<br />
<strong>die</strong> Pflanzen dann oft wieder nahezu<br />
komplett vom Teller. Essen ist halt nicht<br />
nur Nahrungsaufnahme, sondern ein<br />
kultureller Akt, der sich im Laufe der<br />
Menschheitsgeschichte entwickelt hat,<br />
und wenn sich das Sozialleben nicht<br />
mit der neuen Diät vereinbaren lässt,<br />
ist ein Scheitern vorprogrammiert. Ein<br />
entspannterer Zugang zur Ernährung<br />
hilft dir vielleicht, langfristig dabeizubleiben.<br />
Vielleicht ist Fleisch dann nur<br />
noch eine Beilage oder sogar lediglich ein<br />
„Special Occasion Food“.<br />
Dein Körper kennt <strong>die</strong> Antwort<br />
Welche Fitnessübungen gut <strong>für</strong> dich<br />
sind, weiß weder dein Fitnesstrainer<br />
noch irgendein Influencer. Anregungen<br />
sind immer willkommen, aber jeder<br />
Körper ist einzigartig: Manche Menschen<br />
sind stark bei Klimmzügen und stark<br />
bei Kniebeugen. Andere hingegen sind<br />
stark bei Liegestützen und stark beim<br />
Kreuzheben. Seine Stärken zu kennen,<br />
bedeutet, an seinen Schwächen arbeiten<br />
zu können, sich aber nicht mit Übungen<br />
zu überlasten, <strong>die</strong> einem nicht liegen. So<br />
eröffnest du dir den Weg zu Alternativen,<br />
<strong>die</strong> <strong>für</strong> dich vielleicht goldrichtig sind.<br />
Iss, was dir schmeckt<br />
Als ich in meiner „Gym Bro“-Phase nährstoffkalkulierend<br />
in <strong>die</strong> Speisekarte blickte,<br />
Jonny Roth<br />
ist freier Autor im Bereich<br />
Gesundheit und Fitness.<br />
gab mir der gute Freund neben mir einen<br />
<strong>für</strong> mich damals komplett verrückten<br />
Tipp: „Iss doch, was dir schmeckt“. Ja, es<br />
kann so einfach sein. Anfangs muss man<br />
zwar erst mal ernährungstechnische Reize<br />
setzen, um den Körper neu zu eichen und<br />
das Darm-Mikrobiom neu zu besiedeln.<br />
Ist das aber mal geschafft, sagt dir der<br />
Körper schon, was er verlangt. Meine Frau<br />
zum Beispiel mochte Bohnen anfangs<br />
nicht so gerne, hat sie dann aber doch<br />
immer wieder mal gegessen, und siehe da:<br />
Sie hatte immer öfter Lust drauf.<br />
Aber Vorsicht: Dieser Feedback- Loop<br />
funktioniert auch mit Chips und Schokolade,<br />
denn auch <strong>die</strong> bauen dein Darm-<br />
Mikrobiom um.<br />
Geh nicht (immer) an deine Grenzen<br />
An seine Grenzen zu gehen, ist leicht:<br />
Schaff dir einen Hund an, zieh Kinder<br />
groß und geh gleichzeitig arbeiten. Wer<br />
ein ausgefülltes, stressiges Leben hat,<br />
hält sich nicht dadurch gesund und<br />
fit, dass er sich in seiner spärlichen<br />
Freizeit auch noch im Gym „planiert“.<br />
Der Grundsatz lautet also: Hast du ein<br />
aufregendes Leben, brauchst du ein langweiliges<br />
Workout. Hast du ein langweiliges<br />
Leben, brauchst du ein aufregendes<br />
Workout. Das beste Training ist nämlich<br />
das, von dem man sich erholen kann. Leg<br />
also deine Trainingsplanung so, dass <strong>die</strong><br />
intensiven Phasen nicht mit Schulbeginn,<br />
Weihnachten und Projektabgaben<br />
zusammenfallen <strong>–</strong> und du wirst zumindest<br />
nicht an Überforderung scheitern.<br />
Chill deine Basis<br />
Im Universum gibt es ungefähr<br />
70.000.000.000.000.000.000.000<br />
Sterne, in Worten: 70 Trilliarden. Die<br />
Erde existiert seit 4,6 Milliarden Jahren.<br />
Und in drei bis vier Milliarden Jahren<br />
kolli<strong>die</strong>rt wahrscheinlich <strong>die</strong> Milchstraße<br />
mit der Andromedagalaxie. Denk dran,<br />
wenn du das nächste Mal überlegst,<br />
welche Kniebeugen-Variante wohl <strong>die</strong><br />
effektivste ist.<br />
© Freepik (1), https://studiokoekart.com (1)<br />
86 | SOMMER <strong>2024</strong>
Scheidenflora<br />
OK!<br />
OMNi-BiOTiC® FLORA plus:<br />
Mit 4 natürlichen Bakterienstämmen <strong>–</strong><br />
speziell <strong>für</strong> Frauen entwickelt.<br />
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bitte Ihrem AllergoSan-Außen<strong>die</strong>nst-Mitarbeiter übergeben. Art.-Nr. 82273
Essen und Gesundheit<br />
Der Bienenflüsterer<br />
Werkzeugmacher? Büffelzüchter? T-Shirt-Designer? Mister Austria?<br />
All das waren Berufswünsche bzw. Stationen von Simon Tötschinger. Doch sein<br />
ungewöhnlicher Lebensweg hielt noch etwas ganz anderes <strong>für</strong> ihn bereit …<br />
VON ISABEL MÜLLER<br />
Interview<br />
Simon Tötschinger, geboren 1986 in Jois,<br />
hatte schon als Kind den tiefen Wunsch<br />
nach Eigenständigkeit und bewunderte<br />
neben Comicfiguren auch erfolgreiche<br />
Unternehmer. Sein eigener beruflicher<br />
Weg begann jedoch zunächst mit einer<br />
Lehre als Werkzeugmacher, nach deren<br />
Abschluss mit Auszeichnung ihm aber etwas<br />
fehlte. „Ich war nie wirklich glücklich<br />
in meinem Beruf“, gesteht Simon und<br />
erzählt von dem entscheidenden Moment<br />
bei einem <strong>Familie</strong>nessen, als sein<br />
Vater dem natur- und tierbegeisterten<br />
Sohn scherzhaft vorschlug, er solle doch<br />
Bienen züchten. „Das hat mich sofort<br />
angesprochen!“, erinnert sich Simon,<br />
und so begann sein Abenteuer als<br />
Honigmacher.<br />
Nach zwei Jahren nebenberuflicher<br />
Imkerausbildung stand Simon vor der<br />
Wahl: Aufstieg im Projektmanagement<br />
seines Arbeitgebers oder Vollzeit <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
Bienen. Trotz der nicht gerade vorsichtig<br />
geäußerten Zweifel seines Umfelds<br />
Imker „in Action“: Stolz präsentiert Simon ein<br />
Wabenrähmchen voller Bienen. Es ist eine<br />
strukturierte Grundlage zum Bau der Waben<br />
und erleichtert <strong>die</strong> Inspektion und Ernte.<br />
<strong>Tipi</strong>: Bitte gib uns Einblicke in deine<br />
Arbeit als Imker!<br />
Simon Tötschinger: Ich habe eine<br />
Vielzahl von Aufgaben (schmunzelt), und<br />
<strong>die</strong>se sind stark von den Jahreszeiten<br />
geprägt. Im Frühling beginnt <strong>die</strong> Bienensaison,<br />
meine Aufgaben umfassen<br />
da hauptsächlich <strong>die</strong> Inspektion der<br />
Bienenvölker, um sicherzustellen, dass<br />
sie gesund sind und genügend Platz <strong>für</strong><br />
Wachstum haben. Ich kontrolliere auch,<br />
ob <strong>die</strong> Bienen genug Futter haben, speziell<br />
während der ersten Blütezeit, wenn<br />
sie wieder aktiv werden. Mit Einsetzen<br />
des <strong>Sommer</strong>s konzentriert sich meine<br />
Arbeit auf <strong>die</strong> Honigernte. Dies ist eine<br />
der arbeitsintensivsten Zeiten, da ich <strong>die</strong><br />
Bienenstöcke öffne, um <strong>die</strong> Honigwaben<br />
zu entnehmen und den Honig zu extrahieren.<br />
Gleichzeitig muss ich sicherstellen,<br />
dass <strong>die</strong> Bienen genug Vorräte <strong>für</strong><br />
den Winter haben. Im Herbst bereite ich<br />
<strong>die</strong> Bienenvölker auf <strong>die</strong> kalte Jahreszeit<br />
vor, indem ich sie isoliere und vor möglientschied<br />
er sich <strong>für</strong> Letzteres und investierte<br />
seine gesamten Ersparnisse in<br />
<strong>die</strong> Imkerei. Bald darauf erreichte er den<br />
zweiten Platz bei der Wahl zum „Mister<br />
Austria 2010“ und nutzte <strong>die</strong> gebotene<br />
Plattform, um <strong>für</strong> sein Honigbusiness zu<br />
werben. „Anfangs trieben mich Reichtum<br />
und Freiheit an, doch mit der Zeit wurde<br />
mir das Wohl der Bienen immer wichtiger<br />
…“, sagt Simon. „Durch <strong>die</strong> enge Zusammenarbeit<br />
mit <strong>die</strong>sen wundervollen<br />
Tieren lernte ich <strong>die</strong> Natur noch mehr zu<br />
schätzen. Neben der Honigproduktion ist<br />
es mir daher auch ein echtes Anliegen,<br />
über <strong>die</strong> Bienen zu informieren. Bei Führungen<br />
und Workshops stoße ich stets<br />
auf überraschte Gesichter, weil es so viel<br />
Bereicherndes über <strong>die</strong>se unscheinbaren<br />
Lebewesen zu erfahren gibt.“<br />
88 | SOMMER <strong>2024</strong>
© Simon Tötschinger/Agentur LOOP New Media GmbH (7)<br />
Die gute Zusammenarbeit zwischen<br />
Simon und seinen Bienen zeigt sich in<br />
goldfarbenen süßen Kreationen wie<br />
Wildblüten- oder Akazienhonig.<br />
chen Schädlingen schütze. Ich füttere sie<br />
auch, um sicherzustellen, dass sie genug<br />
Nahrung <strong>für</strong> den Winter haben. Während<br />
des Winters ruht <strong>die</strong> Arbeit der Imkerei<br />
größtenteils, obwohl ich weiterhin regelmäßig<br />
<strong>die</strong> Bienenvölker überwache,<br />
um zu gewährleisten, dass sie gesund<br />
bleiben und genug Futter haben, um <strong>die</strong><br />
kalten Monate zu überstehen. Vielleicht<br />
hört man es raus: Imkern erfordert viel<br />
Geduld und Aufmerksamkeit, ist aber<br />
gleichzeitig unglaublich erdend und <strong>für</strong><br />
mich auch definitiv sinnstiftend.<br />
Welche Herausforderungen siehst du<br />
als Imker heutzutage?<br />
Eine der größten Herausforderungen ist<br />
der Rückgang der Bienenpopulationen<br />
aufgrund von Pestiziden, Krankheiten<br />
und dem Verlust natürlicher Lebensräume.<br />
Auch der Klimawandel spielt<br />
natürlich eine große Rolle, da er das<br />
Wetter und <strong>die</strong> Blütezeiten der Pflanzen<br />
beeinflusst, von denen <strong>die</strong> Bienen<br />
abhängig sind.<br />
Das sind in der Tat wichtige Themen.<br />
Gibt es deiner Meinung nach Möglichkeiten,<br />
<strong>die</strong>sen Herausforderungen zu<br />
begegnen?<br />
Absolut. Bildung und Aufklärung sind entscheidend,<br />
um das Bewusstsein <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
Bedeutung der Bienen zu schärfen und<br />
Maßnahmen zum Schutz ihrer Lebensräume<br />
zu ergreifen. Auch <strong>die</strong> Förderung von<br />
nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken<br />
und der Einsatz von umweltfreundlichen<br />
Pestiziden können dazu beitragen,<br />
<strong>die</strong> Bienenpopulationen zu stabilisieren.<br />
Welchen Rat würdest du Menschen<br />
geben, <strong>die</strong> daran interessiert sind, sich<br />
<strong>für</strong> den Schutz der Bienen einzusetzen?<br />
Informieren und aktiv werden! Es gibt<br />
viele Möglichkeiten, wie man helfen<br />
kann, sei es durch bienenfreundliche<br />
Gartenteile mit unberührter, wild blühender<br />
Natur oder Teilnahme an Naturschutzprojekten.<br />
Ich bin überzeugt, dass<br />
jede kleine Handlung einen Unterschied<br />
machen kann! Und natürlich empfehle<br />
ich, <strong>die</strong> faszinierende Welt der Bienen<br />
näher kennenzulernen, etwa durch<br />
den Besuch einer Imkerei (lacht). Dort<br />
sammelt man definitiv Erfahrungen, <strong>die</strong><br />
das Bewusstsein <strong>für</strong> <strong>die</strong> Bedeutung der<br />
Bienen <strong>für</strong> unser Ökosystem stärken!<br />
FÜR 1 KG HONIG MÜSSEN BIENEN …<br />
… 3 kg Nektar von Blüten sammeln und eintragen.<br />
… geschätzte 450.000 Ausflüge machen.<br />
… unglaubliche 60.000.000 Blüten besuchen! (Eine<br />
Arbeiterin besucht bis zu 2.000 Blüten pro Tag.)<br />
… bis zu 145.000 km fliegen <strong>–</strong> das reicht <strong>für</strong> dreieinhalb<br />
Flüge rund um <strong>die</strong> Erde!<br />
Lust, eine von Simons Honigkreationen<br />
zu probieren, an einem Workshop<br />
teilzunehmen oder eine JEEP Bienensafari<br />
bei ihm zu buchen? Alle Infos gibt’s auf<br />
www.honigmacher.at.<br />
5€<br />
Gutschein *<br />
Naturprodukte<br />
Reformware<br />
Gesundheit<br />
*Gültig bis 15.09.<strong>2024</strong> bei einem Einkauf<br />
ab 30€. Pro Person & Einkauf nur einmal<br />
einlösbar. Keine Barablöse und nicht mit<br />
anderen Aktionen kombinierbar.<br />
ONLINECODE: PROKOPP5<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 89
Essen und Gesundheit<br />
Klimaschutz steht am Speiseplan<br />
Der Schlüssel zum Erhalt einer lebenswerten Welt ohne Klimakatastrophen<br />
ist der nachhaltige Umgang mit Ressourcen. Und hier spielt ganz besonders<br />
unsere Ernährung eine entscheidende Rolle. VON MARKUS HÖLLER<br />
Ja! Natürlich-Geschäftsführerin Klaudia<br />
Atzmüller betont: Bio macht auch beim<br />
Klimaschutz einen Unterschied.<br />
vorbeugt. Ja! Natürlich-Landwirte setzen<br />
auf natürliche Düngung, Kompost<br />
und Gründüngungspflanzen, um <strong>die</strong><br />
Böden gesund zu halten. Intakte Böden<br />
sind daher nicht nur <strong>die</strong> Grundlage <strong>für</strong><br />
hochwertige, unbelastete Lebensmittel,<br />
sondern auch hervorragende Klimaschützer.<br />
Biologen und Agrarexperten<br />
wie Andreas Kranzler von FiBL (Forschungsinstitut<br />
<strong>für</strong> biologischen Landbau)<br />
Österreich betonen immer wieder,<br />
dass unser Klima in höchstem Maße auf<br />
intakte Böden angewiesen ist.<br />
Es ist nicht von der Hand zu weisen: Die<br />
Klimakrise fordert uns alle heraus. Was<br />
wenige wissen: Klimaschutz beginnt im<br />
Alltag <strong>–</strong> genauer gesagt: auf dem Teller.<br />
Schon durch bewusste Entscheidungen<br />
beim Einkauf und Konsum von Bioprodukten<br />
kann jeder Einzelne einen Unterschied<br />
machen, denn unsere Ernährung<br />
hat einen erheblichen Einfluss auf<br />
das Klima. Bioprodukte reduzieren den<br />
CO2-Fußabdruck signifikant, da biologische<br />
Landwirtschaft im Schnitt 25 Pro-<br />
zent weniger Treibhausgase verursacht.<br />
Die Ja! Natürlich-Biobauern verzichten<br />
darüber hinaus zu 100 Prozent auf<br />
chemisch-synthetische Pestizide*, was<br />
<strong>die</strong> Böden gesund hält und langfristig<br />
deren Fähigkeit zur Speicherung von<br />
Wasser und CO2 fördert. Ein gesunder<br />
Boden ist das Fundament <strong>für</strong> nachhaltige<br />
Landwirtschaft. Böden mit hohem<br />
Humusgehalt binden mehr CO2 und<br />
können große Mengen Regenwasser<br />
speichern, was Überschwemmungen<br />
Regionalität: Kurze Wege,<br />
große Wirkung<br />
Ein weiterer wichtiger Aspekt der<br />
nachhaltigen Biolandwirtschaft ist<br />
<strong>die</strong> Regionalität. Ja! Natürlich setzt<br />
daher konsequent auf regionale und<br />
saisonale Produkte. Immerhin über<br />
80 Prozent des Sortiments stammen<br />
aus Österreich. Dadurch reduzieren<br />
sich <strong>die</strong> Transportemissionen erheblich,<br />
als angenehmer Nebeneffekt<br />
wird außerdem <strong>die</strong> lokale Wirtschaft<br />
gestärkt, und es werden Arbeitsplätze<br />
gesichert. Nicht nur <strong>die</strong> kurzen<br />
Transportwege im Land, sondern auch<br />
der Verzicht auf Flugzeugtransporte<br />
senken den ökologischen Fußabdruck<br />
weiter. Und wie schon bei unseren<br />
*gemäß EU-Bio-Verordnung, © Robert Harson (1), Shutterstock (1), Ja! Natürlich (2)<br />
DAS BIO, AN DEM SO VIEL MEHR<br />
DANK REGIONALITÄT<br />
DANK WEIDEHALTUNG<br />
DANK UNSERES<br />
PIONIERPROJEKTES<br />
Gibt , s nur bei:<br />
90 | SOMMER <strong>2024</strong>
Essen und Gesundheit<br />
Vorfahren kommt idealerweise nur das<br />
auf den Tisch, was gerade Saison hat.<br />
Saisonalität bedeutet, dass Produkte<br />
nur dann angeboten werden, wenn<br />
sie natürlicherweise verfügbar sind,<br />
was ebenfalls <strong>die</strong> Umwelt schont. Und<br />
letztlich auch <strong>für</strong> wesentlich gesündere<br />
Ernährungsgewohnheiten sorgt.<br />
Palmölfrei und nachhaltig<br />
Die Palmöl-Produktion führt zur Abholzung<br />
wertvoller Regenwälder, <strong>die</strong> als<br />
Der Regenwurm ist der Held jedes gesunden<br />
Bodens <strong>–</strong> er lockert und erneuert <strong>die</strong> Erde.<br />
SO SCHÜTZT BIO VON<br />
JA! NATÜRLICH DAS KLIMA<br />
• Regionalität <strong>–</strong> weniger CO2-Austoß durch<br />
kurze Transportwege<br />
• Palmölfrei <strong>–</strong> zum Schutz des Regen waldes<br />
als wichtiger Lebensraum und „grüne Lunge“<br />
unserer Erde<br />
• Verzicht auf chemisch-synthetische<br />
Pestizide <strong>–</strong> schont den Boden<br />
• Grüne Verpackungen <strong>–</strong> so wenig wie<br />
möglich, so viel wie nötig und möglichst<br />
plastikfrei<br />
CO2-Speicher und „grüne Lunge“ der<br />
Erde unverzichtbar sind. Ja! Natürlich<br />
hat daher seit 2018 konsequent auf<br />
palmölfreie Produkte umgestellt und<br />
verwendet stattdessen Öle aus heimischer<br />
Landwirtschaft <strong>–</strong> ein Beitrag, um<br />
<strong>die</strong> Regenwälder zu erhalten. Auch bei<br />
Verpackungen setzt Ja! Natürlich seit<br />
2011 auf Green Packaging: Statt auf<br />
Plastikverpackung setzt Ja! Natürlich<br />
soweit wie möglich auf nachhaltige<br />
Verpackungsalternativen wie Graspapier<br />
oder Zellulosefolie <strong>–</strong> oder<br />
lässt <strong>die</strong> Verpackung komplett weg,<br />
wo sie nicht notwendig ist. Alleine<br />
<strong>die</strong> Maßnahmen bei den Obst- und<br />
Gemüse-Verpackungen haben in über<br />
12 Jahren bereits mehr als 6.500 Tonnen<br />
CO2 eingespart und reduzieren<br />
den Verbrauch nicht erneuerbarer<br />
Ressourcen erheblich.<br />
Fazit: Biolandwirtschaft<br />
als Klimaretter<br />
Ja! Natürlich war nie nur eine Marke<br />
<strong>für</strong> Biolebensmittel, sondern hat sich<br />
selbst strengere Standards auferlegt<br />
und sich kontinuierlich <strong>für</strong> umweltfreundliche<br />
Produktionsmethoden<br />
eingesetzt. Die biologische Landwirtschaft<br />
von Ja! Natürlich geht in vielen<br />
Fällen weit über <strong>die</strong> gesetzlichen<br />
Mindestanforderungen hinaus. Sie<br />
fördert <strong>die</strong> Biodiversität, schont <strong>die</strong><br />
Umwelt und trägt aktiv zum Klimaschutz<br />
bei. Ja! Natürlich unterstützt seit<br />
über 30 Jahren <strong>die</strong> österreichischen<br />
Biobauern und setzt auf Qualität ohne<br />
Kompromisse. Dieser Einsatz <strong>für</strong> hohe<br />
Standards und nachhaltige Produktionsmethoden<br />
hat <strong>die</strong> Ökologisierung<br />
der heimischen Landwirtschaft maßgeblich<br />
vorangetrieben und spiegelt<br />
sich in jedem der rund 1.100 Produkte<br />
wider, <strong>die</strong> das Sortiment umfasst.<br />
Jedes Produkt steht <strong>für</strong> ein Stück mehr<br />
Umweltschutz und Klimabewusstsein.<br />
Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe,<br />
bei der jeder Beitrag zählt. Mit<br />
Ja! Natürlich kann jeder Einzelne durch<br />
bewusste Kaufentscheidungen einen<br />
Unterschied machen. Bio, regional und<br />
saisonal <strong>–</strong> so wird der Einkauf zum<br />
Klimaretter. Ja! Natürlich beweist, dass<br />
nachhaltige Landwirtschaft und bewusster<br />
Konsum <strong>die</strong> Schlüssel <strong>für</strong> eine<br />
bessere Zukunft sind. Die Biorevolution<br />
beginnt auf dem Teller!<br />
KLIMASCHUTZ DRANHÄNGT<br />
DANK NACHHALTIGEN<br />
VERPACKUNGEN<br />
DANK 30 JAHREN BIO-ANBAU<br />
janatuerlich.at<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 91
Essen und Gesundheit<br />
Hallo <strong>Sommer</strong>!<br />
Freilich hat niemand große Lust, bei hohen<br />
Temperaturen lange in der Küche zu stehen. Wie gut,<br />
dass <strong>die</strong>ser Grießauflauf nicht nur richtig einfach zuzubereiten<br />
ist, sondern auch wahnsinnig schnell.<br />
VON MICHAELA TITZ<br />
Michaela Titz<br />
ist Foodbloggerin, -fotografin und<br />
-stylistin sowie Kochbuchautorin. Auf ihrem<br />
Blog littlebee.at teilt sie Inspirationen <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> gute, einfache (<strong>Familie</strong>n-)Küche.<br />
ZUTATEN<br />
250 g Topfen<br />
250 g Sauerrahm<br />
50 g Grieß<br />
40 g brauner Zucker<br />
Prise Salz<br />
3 Eier<br />
Abrieb einer unbehandelten<br />
Zitrone<br />
2 EL Rosinen<br />
Butter <strong>für</strong> <strong>die</strong> Form<br />
Staubzucker zum Bestäuben<br />
Heidelbeeren und Marillen als<br />
Belag<br />
Vanilleeis<br />
TIPP: Mit frischen Pfirsichen, Marillen<br />
oder Nektarinen können <strong>die</strong> Früchte der<br />
Saison gleich verarbeitet werden. Viele<br />
Rezepte rund um <strong>die</strong> <strong>Sommer</strong>küche<br />
gibt’s auch in meinem Kochbuch<br />
„Frühling, <strong>Sommer</strong>, Herbst und Küche“,<br />
erschienen im Dachbuchverlag.<br />
Übrigens: Am besten schmeckt der<br />
Auflauf noch lauwarm mit einer<br />
Kugel Vanilleeis.<br />
ZUBEREITUNG:<br />
1. Die Eier trennen. Eidotter mit<br />
Zucker und einer Prise Salz<br />
schaumig rühren. Topfen, Grieß<br />
und Sauerrahm unterheben.<br />
Eiweiß zu Eischnee schlagen<br />
und mit Rosinen und dem Abrieb<br />
einer halben Zitrone vorsichtig<br />
unter <strong>die</strong> Masse heben.<br />
2. Eine Ofenform mit Butter bestreichen<br />
und <strong>die</strong> Masse hineingießen.<br />
Im vorgeheizten Backofen<br />
bei 180° C Grad Umluft <strong>für</strong> 15 bis<br />
20 Minuten goldgelb backen.<br />
3. Aus dem Ofen nehmen, kurz<br />
überkühlen lassen und mit<br />
Zucker bestäuben.<br />
Barfuß durch <strong>die</strong> Wiesen streifen, im See<br />
planschen … und immer frische Früchte<br />
zum Snacken mit im Gepäck. Der <strong>Sommer</strong><br />
schmeckt <strong>für</strong> mich nach süßen Kirschen,<br />
saftigen Melonen und manchmal auch nach<br />
frischem Kuchen.<br />
Haya Molchos Buch<br />
erscheint zwar erst im<br />
Herbst <strong>2024</strong>, bringt<br />
dann aber das ganze<br />
sommerliche Aroma<br />
Italiens auf den Teller. Ein<br />
Kochbuch <strong>für</strong> alle, <strong>die</strong> <strong>die</strong><br />
große Vielfalt & Offenheit<br />
der Neni-Küche lieben!<br />
„Italien by NENI“ ist eine kulinarische Reise<br />
in <strong>die</strong> schönsten und spannendsten Gegenden,<br />
<strong>die</strong> das Land zu bieten hat <strong>–</strong> von Triest<br />
bis nach Sizilien. Haya Molcho kombiniert<br />
darin <strong>die</strong> außergewöhnlichen Aromen der levantinischen<br />
Küche mit der unerschöpflichen<br />
Vielfalt italienischer Zutaten. Ein MUSS <strong>für</strong><br />
alle Neni-Fans!<br />
Haya Molcho & Söhne: „Italien. Food.<br />
People. Stories“, Brandstätter Verlag,<br />
€ 36,<strong>–</strong> (erscheint am 8.10.<strong>2024</strong>)<br />
Backen kann so einfach<br />
sein. Und Lilli macht’s<br />
vor <strong>–</strong> in einfachen Schritten<br />
erklärt und illustriert,<br />
ist <strong>die</strong>ses Buch bereits<br />
<strong>für</strong> Kinder ab 6 Jahren<br />
geeignet, <strong>die</strong> sich gerne in<br />
der Küche ausprobieren<br />
wollen. Puffer und Pizza<br />
dürfen dabei ebenso wenig fehlen wie verschiedene<br />
Aufläufe, Weckerl und Brot sowie<br />
natürlich Torten, Kuchen und Kekse. Spannende<br />
Fragen, zuweilen von Lillis jüngerem<br />
Bruder Pauli gestellt, klären über bestimmte<br />
Begriffe, besondere Gemüse- bzw. Obstsorten<br />
oder Rezeptvarianten auf. Zusätzlich finden<br />
sich auch Anleitungen zu Basisteigen, z.B.<br />
Germ-, Mürb- oder Strudelteig.<br />
Heidi Strobl & Brigitta Heiskel:<br />
„Lilli bäckt“, Tyrolia Verlag, € 22,<strong>–</strong><br />
© Brandstätter Verlag (1), Tyrolia Verlag (1), Miriam Mehlman (1), Michaela Titz (1)<br />
92 | SOMMER <strong>2024</strong>
Damit unsere Zutaten frisch und <strong>die</strong> Transportwege möglichst kurz sind,<br />
kaufen wir am liebsten in Österreich ein. Doch was heißt das konkret?<br />
Bereits 75 % aller Zutaten kommen aus Österreich, mehr als 50 % aller<br />
Lebensmittel haben zudem BIO-Qualität. Fleisch, Milch und Ei kommen zu<br />
100 % aus Österreich!<br />
So viel Regionalität steckt in unseren Kinderspeisen. Darauf sind wir stolz!<br />
100 % Fleisch aus Österreich<br />
Unser Fleisch von Rind, Kalb, Schwein, Huhn und<br />
Pute kommt ausschließlich aus Österreich. Deshalb<br />
freuen wir uns über <strong>die</strong> Herkunftskennzeichnung,<br />
<strong>die</strong> nun in der Gemeinschaftsverpflegung gilt.<br />
Wir müssen nämlich nichts verstecken! Sondern<br />
bringen voooll viel Österreich auf den Tisch.<br />
100 % Milch aus Österreich<br />
Wir kochen ausschließlich mit BIO-Milch von<br />
österreichischen Molkereien und setzen auch<br />
bei Butter, Joghurt, Topfen, Schlagobers & Co<br />
auf heimische Qualität. Und der Käse? Fast<br />
ausschließlich aus Österreich! Nur Feta, Grana<br />
Padano und andere regionale Spezialitäten<br />
kaufen wir direkt in ihren Ursprungsländern.<br />
100 % Freilandei aus Österreich<br />
Wir halten auch hier <strong>die</strong> Fahne hoch! Bei BIO-Ei<br />
schafft <strong>die</strong> heimische Landwirtschaft <strong>die</strong> nötige<br />
Menge nicht. So kommt ein guter Teil aus europäischen<br />
Nachbarländern. Jedoch verbessern<br />
wir beim BIO-Ei laufend den Österreich-Anteil!<br />
75 % Zutaten aus Österreich<br />
Obst und Gemüse kaufen wir vorrangig aus dem<br />
Marchfeld und von unseren BIO-Bäuerinnen und<br />
BIO-Bauern aus ganz Österreich. Was es hierzulande<br />
nicht gibt, beziehen wir aus anderen<br />
Ländern. Etwa Meeresfisch, Reis und Kakao.<br />
Das macht unterm Strich mindestens 75 %<br />
Österreich-Anteil!<br />
www.gourmet-kids.at
Essen und Gesundheit<br />
Gesundes Essen <strong>für</strong> kleine Gourmets<br />
Kinder können manchmal wirklich pingelig sein, wenn es um Essen geht.<br />
Darum lässt sich Gourmet Kids ganz besonders viel einfallen, um <strong>die</strong> kleinen<br />
Feinspitze zufriedenzustellen. Das Rezept: neue Ideen ausprobieren,<br />
beim Feedback gut hinhören <strong>–</strong> und vor allem ganz viel Liebe<br />
zu schmackhafter, gesunder Ernährung. VON PETER ZIRBS<br />
<strong>Tipi</strong> war im April zum Tag der offenen<br />
Tür bei Gourmet Kids eingeladen, und<br />
was dem Redakteur sofort aufgefallen<br />
ist, war <strong>die</strong> Hingebung und ehrliche<br />
Begeisterung des Teams, mit der an<br />
ihrem wichtigsten Gut gearbeitet wird<br />
<strong>–</strong> nämlich dem Essen. Am Erfolg von<br />
Gourmet Kids nicht unbeteiligt ist sicher<br />
auch der praktische, niederschwellige<br />
Zugang zum Essen: Kindgerechte<br />
Buffetwägen laden hungrige Kids zum<br />
Reinschnuppern und Auswählen ein <strong>–</strong><br />
und das sorgt <strong>für</strong> kulinarischen Kontakt<br />
auf Augenhöhe. Die liebevoll komponierten<br />
und originellen Rezepte tun das<br />
Ihrige, um anspruchsvolle Kindermägen<br />
rundum happy zu machen.<br />
Nicht nur essen, sondern<br />
auch kochen<br />
Niederschwellig ist auch das pädagogische<br />
Angebot <strong>für</strong> einen gesunden<br />
Zugang <strong>für</strong> Kinder zum Thema<br />
Essen: So gibt es bereits seit 2010 <strong>die</strong><br />
Möglichkeit, gemeinsam mit Köchen<br />
und Ernährungswissenschaftlern im<br />
Rahmen der Kinderkochwerkstatt mehr<br />
über gesunde Ernährung zu lernen und<br />
gemeinsam zu kochen. Die Workshops<br />
sind <strong>für</strong> Kunden von Gourmet Kids<br />
kostenlos und finden am jeweiligen<br />
Standort der Schule statt. Die Klima-<br />
Kochwerkstatt wurde 2017 <strong>für</strong> <strong>die</strong> etwas<br />
älteren Kinder zwischen 10 und 12 Jahren<br />
um spielerische und pädagogische<br />
Elemente zum Thema umweltfreundliche<br />
Ernährung erweitert.<br />
Eine Erfolgsstory, <strong>die</strong> jedem<br />
schmeckt<br />
Mit jahrzehntelanger Erfahrung hat<br />
es Gourmet zum Marktführer in der<br />
Gemeinschaftsverpflegung in Österreich<br />
gebracht. Auf <strong>die</strong> Expertise des<br />
erfahrenen Spezialisten <strong>für</strong> gesunde<br />
Kinderernährung vertrauen rund<br />
2.700 Kindergärten und Schulen:<br />
Neben abwechslungsreichen Rezepten<br />
und höchsten Qualitätsansprüchen legt<br />
Gourmet Kids besonderen Wert auf<br />
hochwertige, österreichische Zutaten,<br />
Regionalität und Saisonalität, zertifizierte<br />
Bio-Qualität und Nachhaltigkeit. Kein<br />
Wunder also, dass man sich da gerne<br />
noch einen Nachschlag holt!<br />
Gourmet Kids verköstigt nicht nur Kinder,<br />
sondern liefert auf Wunsch auch gleich<br />
Wissenswertes rund ums Thema Ernährung<br />
<strong>–</strong> inklusive der praktischen Umsetzung.<br />
© Gourmet(4), Petra Rautenstrauch (1)<br />
94 | SOMMER <strong>2024</strong>
„Dass es den Kindern schmeckt“<br />
<strong>Tipi</strong>: Die Idee hinter Gourmet Kids?<br />
Claudia Ertl-Huemer: Kinder haben<br />
sehr unterschiedliche Bedürfnisse beim<br />
Essen, und es ist uns ein großes Anliegen,<br />
dass jedes Kind mit uns bestens<br />
versorgt ist. Wir bieten deshalb auch<br />
eine große Auswahl an gluten- und<br />
laktosefreien Speisen, <strong>die</strong> getrennt von<br />
allen anderen Menüs gekocht werden,<br />
sowie ein vielfältiges Sortiment an<br />
vegetarischen und schweinefleischfreien<br />
Speisen. So können Eltern darauf<br />
vertrauen, dass ihre Kinder bestens<br />
versorgt sind.<br />
Wie entsteht ein neues Rezept?<br />
Für neue Gerichte sammeln wir Kundenrückmeldungen,<br />
neue Rezepturideen<br />
und greifen ernährungswissenschaftliche<br />
Anforderungen, Trends<br />
Gourmelino, das Maskottchen von Gourmet<br />
Kids, signalisiert: Hier gibt’s tolles Essen. In<br />
den Gemüsebällchen mit Sesampanade ist<br />
gesundes Gemüse gut getarnt.<br />
Interview<br />
und Neuigkeiten<br />
auf. Daraus entsteht<br />
eine Sammlung von<br />
Speisenideen. Jedes<br />
Rezept wird von<br />
unserem großartigen<br />
Team, bestehend aus Ernährungswissenschaftlern<br />
und Diätologen<br />
gemeinsam mit unseren Köchen<br />
gourmet-kids.at<br />
Claudia Ertl-Huemer<br />
Verantwortliche <strong>für</strong> Kindergarten-<br />
und Schulessen bei<br />
GOURMET<br />
entwickelt. Erst wenn <strong>die</strong> Rezeptur mit<br />
den Entwicklungsköchen finalisiert<br />
und fixiert wurde, werden <strong>die</strong> neuen<br />
Gerichte in unserer Entwicklungsküche<br />
das erste Mal gekocht. Jedes Gericht<br />
wird dann einige Male verkostet und<br />
optimiert, bevor es auf den Speiseplan<br />
kommt. Wir sind ÖGE-zertifiziert <strong>–</strong> ein<br />
Gütezeichen <strong>für</strong> nährstoffoptimierte<br />
Speisenqualität, strenges und einziges<br />
staatliches Gütesiegel im Bereich<br />
Gemeinschaftsverpflegung. Die<br />
ÖGE-Zertifizierung umfasst Vorgaben<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Speiseplanung und kontrolliert<br />
<strong>die</strong> optimale Nährstoffversorgung je<br />
Altersgruppe.<br />
Essen und Gesundheit<br />
Wie viel Bio steckt in Gourmet?<br />
Gourmet ist bereits seit 1997 bio-zertifiziert<br />
<strong>–</strong> und der Anteil an Speisen mit<br />
Zutaten in Bio-Qualität steigt seitdem<br />
stetig. Besonders in der Kindergartenund<br />
Schulverpflegung hat Gourmet<br />
von Beginn an neben Regionalität und<br />
Saisonalität konsequent auf Bio gesetzt.<br />
Mittlerweile kommen bereits 50 % der<br />
Zutaten <strong>für</strong> unsere Kinderspeisen aus<br />
biologischer Landwirtschaft. Und<br />
140 Speisen sind 100 % Bio. Gourmet<br />
wird von der unabhängigen<br />
Kontrollstelle Austria Bio<br />
Garantie geprüft, dadurch<br />
erhalten unsere Kunden<br />
lückenlose Transparenz. Wir<br />
pflegen langjährige Partnerschaften<br />
mit regionalen<br />
Bio-Lieferanten und sichern<br />
uns so <strong>die</strong> Verfügbarkeit<br />
der zertifiziert biologischen<br />
Lebensmitteln. Außerdem<br />
haben wir bei Gourmet Kids<br />
einen Herkunft-Österreich-<br />
Anteil von 75 %. 250 vegetarische<br />
Gerichte machen<br />
auch eine klimafreundliche<br />
Speisenauswahl sehr<br />
einfach.<br />
Warum gibt es nie versalzenes Essen?<br />
Wir verwenden <strong>für</strong> <strong>die</strong> Speisen <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
Kinder so wenig Salz wie möglich und<br />
würzen oft mit frischen Kräutern und<br />
Gewürzen. Der Salzgehalt jeder Speise<br />
ist genau definiert und im Rezept hinterlegt.<br />
Jede Speise wird von unserem<br />
geschulten Team streng nach Rezeptur<br />
gekocht, der Salzgehalt der Speise wird<br />
von unserer hauseigenen Qualitätssicherung<br />
laufend beim Kochen überprüft.<br />
Außerdem verkosten wir jede<br />
Speise, bevor sie ausgeliefert wird.<br />
Die spannendste Challenge?<br />
Die größte Herausforderung ist es,<br />
alle Anforderungen abzudecken. Wir<br />
achten auf eine ausgewogene Balance<br />
zwischen gesunder Abwechslung,<br />
wichtigen Nährstoffen, Ansprüchen der<br />
Eltern und den Vorlieben der jungen<br />
Gäste. Das Allerwichtigste bei uns<br />
ist, dass es den Kindern schmeckt.<br />
Daher sehen wir unsere Aufgabe<br />
darin, gesunde Zutaten so zu verarbeiten,<br />
dass Kinder sie gerne essen.<br />
Manchmal verstecken wir sie auch, wie<br />
z.B. bei unseren Gemüsebällchen mit<br />
Sesampanade. Gut getarnt steckt viel<br />
buntes Gemüse in den schmackhaften<br />
Bällchen.<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 95
Freie Zeit<br />
Basteltipp • Beach-Party in der City •<br />
Eine Sandkistenliebe • Im Diskobällebad<br />
• Schauen, Spielen, Lesen, Hören •<br />
Film-Highlights<br />
Das Glück der Erde …<br />
Wer <strong>die</strong> letzten CAVALLUNA-Shows in Österreich<br />
verpasst hat <strong>–</strong> oder einfach nicht genug davon<br />
bekommen kann <strong>–</strong>, braucht nur einen kleinen<br />
Sprung über <strong>die</strong> Grenze nach Deutschland zu<br />
machen. In München geht von 27. August bis<br />
8. September <strong>2024</strong> CAVALLUNA Kids <strong>–</strong><br />
<strong>Sommer</strong>camp total verrückt! über <strong>die</strong> Bühne,<br />
eine witzig-rasante Show mit wunderschönen<br />
Pferden, begabten Trickreitern, beeindruckenden<br />
Tanzeinlagen, süßen Miniponys u.v.m. Neu: Die<br />
Show findet nicht unter freiem Himmel statt, sondern<br />
wettergeschützt im Showpalast München.<br />
Infos und Tickets auf www.cavalluna.com<br />
Wir heben ab!<br />
Papierflieger falten kann Spaß machen <strong>–</strong> aber auch ganz schön<br />
frustrieren, wenn das frisch gebastelte Flugzeug mal wieder<br />
nicht so abhebt, wie man sich das vorgestellt hat. Mit dem<br />
Duell der Papierflieger sollte das nicht passieren: Aus den<br />
55 beiliegenden Bastelpapieren werden ruckzuck verschiedenste<br />
Fliegermodelle <strong>–</strong> dank aufgedruckter Faltlinien und Schritt-<strong>für</strong>-<br />
Schritt-Anleitungen auch <strong>für</strong> kleine Hände easy nachzufalten.<br />
Von Thade Precht, erschienen im EMF Verlag um € 11,40.<br />
Haus des Meeres<br />
Fritz-Grünbaum-Platz 1,<br />
1060 Wien<br />
tägl. 9<strong>–</strong>20 Uhr<br />
www.haus-des-meeres.at<br />
Übung macht den Meister<br />
Im Wiener Haus des Meeres gibt’s eine neue<br />
Attraktion: das Affentraining im Tropenhaus. Dabei<br />
werden acht Springtamarine, drei Braunrückentamarine<br />
und drei Weißkopfsakis vom Tierpflegepersonal<br />
durch positive Bestärkung auf Targets in<br />
verschiedenen Formen und Farben konditioniert.<br />
Setzt sich ein Affe auf das entsprechende Target,<br />
wird das erwünschte Verhalten mit einem akustischen<br />
Klicksignal und einer Heuschrecke, Nuss<br />
oder Rosine belohnt. Hautnah dabei sein können<br />
Interessierte jeden Dienstag und Mittwoch um<br />
11 Uhr im Tropenhaus des Hauses des Meeres.<br />
www.haus-des-meeres.at<br />
© Hersteller (1), Dominik Moser (3), Bookbot (1), EMF Verlag (1), Ikono (2), Freepik (1), CAVALLUNA (1); Promotion: Haus des Meeres, CAVALLUNA, Step by Step<br />
96 | SOMMER <strong>2024</strong>
Freie Zeit<br />
Nachhaltig lesen<br />
Ob am Seeufer, am Strand oder am<br />
Pool: Der passende Lesebegleiter<br />
darf im Urlaub nicht fehlen. Bei<br />
Bookbot findet garantiert <strong>die</strong> ganze<br />
<strong>Familie</strong> was zum Schmökern,<br />
denn der Secondhand-Online-<br />
Buchhandel erweitert sein Angebot<br />
täglich um ca. 15.000 Bücher.<br />
www.bookbot.at<br />
Bunte Erlebniswelt<br />
Nach Madrid, Rom, Barcelona und<br />
Budapest versetzt IKONO nun auch in<br />
Wien ins Staunen. Im riesigen Bällebad<br />
mit Rutsche, beim Light Painting oder<br />
im Glas-Irrgarten fühlen sich kleine und<br />
große Besucher wie auf einem großen<br />
Abenteuerspielplatz <strong>–</strong> haufenweise<br />
Foto- und Videokulissen inklusive.<br />
Mariahilfer Straße 54, 1070 Wien,<br />
täglich 10<strong>–</strong>20 Uhr, Tickets unter<br />
www.ikono.global<br />
Für jedes Abenteuer<br />
Der KID Rucksack von Step by Step<br />
ist der ideale Begleiter <strong>für</strong> Ausflüge<br />
und Abenteuer. Die ergonomische<br />
Passform garantiert ein bequemes<br />
Tragegefühl <strong>–</strong> auch bei längeren<br />
Touren. Und sollte zwischendurch<br />
mal eine Pause angesagt sein, sorgt<br />
das mitgelieferte Sitzkissen <strong>für</strong> einen<br />
bequemen Sitzplatz ohne Schmutz<br />
und Nässe. Cool: Mit den wechselbaren<br />
Motiven MAGIC MAGS kann<br />
der Rucksack immer wieder neu<br />
gestaltet werden. Ab € 54,99.<br />
www.stepbystep-schulranzen.com<br />
WINTER 2023/24 | 97
Tierisches Gewinnspiel:<br />
Die sauberhafteste Schultüte.<br />
Entwirf eine Schultüte <strong>für</strong> das BIPA BI KIDS-Bastel-Gewinnspiel!<br />
Hauptpreis ist ein Tag mit Freunden und Freundinnen<br />
im Familypark St. Margarethen. Die besten Designs werden<br />
produziert, befüllt und bedürftigen Kindern geschenkt.<br />
So geht’s:<br />
1. Du kannst deine Schultüte mit<br />
unseren Tiermotiven verzieren.<br />
Du kannst dir aber auch etwas<br />
ganz anderes einfallen lassen <strong>–</strong><br />
<strong>für</strong> dein sauberhaftes Schultütenkunstwerk<br />
gibt es auf den<br />
nächsten beiden Seiten Ideen<br />
und Inspirationen!<br />
2. Schick uns ein Foto von deinem<br />
Meisterwerk per E-Mail an<br />
gewinn@tipimagazin.at<br />
oder das bemalte Blatt mit der<br />
Post an PPH Media Verlag,<br />
Kutschkergasse 42/Top 13,<br />
1180 Wien. Einsendeschluss<br />
ist der 4. August <strong>2024</strong>.<br />
3. Die besten zwei Einsendungen<br />
gewinnen je einen Tag mit<br />
Freunden und Freundinnen im<br />
Familypark St. Margarethen <strong>–</strong><br />
jedes der beiden Kinder erhält<br />
je 12 Tageskarten. Weitere<br />
5 Entwürfe werden mit tollen<br />
BI KIDS-Überraschungspaketen<br />
belohnt. Extra cool: <strong>Tipi</strong> sucht<br />
5 Designs aus, <strong>die</strong>se werden<br />
auf gut befüllte Schultüten<br />
gedruckt und der CARITAS <strong>für</strong><br />
bedürftige Kinder zum Schulanfang<br />
zur Verfügung gestellt!<br />
So macht Duschen, Baden, Einschmieren<br />
und Co. gleich viel mehr Spaß:<br />
BI KIDS-Kinderpflegeprodukte begeistern<br />
mit hoher Qualität und kindergerechtem<br />
Design zu einem stets fairen Preis.<br />
Die Rezepturen sind besonders sanft<br />
und speziell auf Kinderhaut abgestimmt.<br />
Die gute Laune beginnt eigentlich schon<br />
vor der Verwendung ...<br />
Tierische Heldinnen und Helden<br />
Jedes Produkt wird von einem anderen<br />
Tierchen verkörpert, und der jeweilige<br />
Charakter steht im Mittelpunkt. Wie etwa<br />
Seebastian, der als Spray, Milch oder<br />
Creme mit LSF 50+ empfindliche Kinderhaut<br />
vor der Sonne schützt <strong>–</strong> wasserfest<br />
und ohne hormonell wirksame Filter.<br />
Oder <strong>die</strong> meerestierischen Oktavia<br />
und Delvis, <strong>die</strong> mit prickelnden, bunten<br />
Badekugeln <strong>für</strong> Gutebadgeschichten im<br />
Schlawaschenland sorgen. Die sanften<br />
Kirschteffi und Apfelino sind längst Seifenklassiker,<br />
und das feuchte Toilettenpapier<br />
Sensibelchen sorgt da<strong>für</strong>, dass<br />
auch der empfindliche Kinderpopo<br />
nicht wund wird. Maximausian, Bibsi,<br />
Schnatterlie und Plappergei, zieren <strong>die</strong><br />
weichen & reißfesten Taschentücher.<br />
Mit BI KIDS wird aus der alltäglichen<br />
Kinderpflege eine unterhaltsame, lustige<br />
und gar nicht mehr langweilige Angelegenheit:<br />
Die vielen Charaktere und<br />
Storys der Produkte laden Eltern und<br />
Kinder dazu ein, in <strong>die</strong> BI KIDS-Welt einzutauchen<br />
und viele weitere spannende<br />
Geschichten auszudenken.<br />
Voll gut ausgedüftelt!<br />
<strong>–</strong> Die BIPA Marke BI KIDS bietet hochwertige<br />
Pflegeprodukte <strong>für</strong> Kinder zum<br />
familienfreundlichen Preis.<br />
<strong>–</strong> Alle BI KIDS-Produkte wurden speziell<br />
<strong>für</strong> sensible Kinderhaut entwickelt.<br />
Die Hautverträglichkeit wurde von<br />
Dermatologen bestätigt.<br />
Mach<br />
mit!<br />
In Kooperation mit<br />
98 | SOMMER <strong>2024</strong>
So geht’s:<br />
Bunte Murmelbahn<br />
1. Für <strong>die</strong>se lustige Natur-Murmelbahn<br />
ist Fantasie gefragt. Alle Schätze aus<br />
der Natur dürfen mitmachen! Die<br />
Hauptrolle spielen allerdings ein paar<br />
gerade Äste: Sie bilden das Grundgerüst<br />
der Murmelbahn in der Pappschachtel.<br />
2. Wir beginnen mit den Nebendarstellern.<br />
Für den kleinen Vogel aus einer<br />
Eichel schneidest du aus gelbem Fotokarton<br />
eine Raute <strong>für</strong> den Schnabel<br />
zurecht, klebst seitlich zwei Blätter als<br />
Flügel an und malst mit Acrylfarbe<br />
Details wie Augen und Bauch auf.<br />
3. Für <strong>die</strong> Raupe bemalst du Eichelhütchen<br />
mit roter und grüner Acrylfarbe<br />
und klebst Trockenblumen als Fühler<br />
an den Kopf. Mit weißer Acrylfarbe<br />
und schwarzem Fineliner bekommt <strong>die</strong><br />
Raupe Augen verpasst.<br />
4. Für <strong>die</strong> Schnecke klebst du eine Eichel<br />
in ein Schneckenhaus, zeichnest ein<br />
Gesicht auf und klebst ebenfalls Trockenblumen<br />
als Fühler an.<br />
5. Verwandle außerdem ein paar Steine<br />
mit Acrylfarben nach Wahl und<br />
schwarzem Fineliner in Zwerge. Klebe<br />
jeweils ein Eichelhütchen und ein<br />
Aststück mit Heißkleber zu einem Fliegenpilz<br />
zusammen und male <strong>die</strong> Pilze<br />
mit weißer und roter Acrylfarbe an.<br />
6. Entscheide dann, wo Start und Ziel<br />
deiner Murmelbahn sein sollen, und<br />
platziere alle Äste und Naturhindernisse<br />
in der Schachtel, sodass sich ein<br />
toller Parcours ergibt. Achte darauf,<br />
dass der Abstand zwischen den einzelnen<br />
Gegenständen immer so groß ist,<br />
dass eine Murmel durchkullern kann.<br />
7. Klebe jetzt alle Objekte der Reihe nach<br />
von oben nach unten mit Bastelkleber<br />
in <strong>die</strong> Schachtel und lasse den Kleber<br />
gut trocknen. Start und Ziel noch<br />
beschriften, und dann kann <strong>die</strong> Kullerei<br />
beginnen!<br />
Du brauchst:<br />
● dickere Äste, 4<strong>–</strong>10 cm lang<br />
● Schachtel aus Graupappe,<br />
21 x 31 x 4 cm<br />
● Eicheln<br />
● Fotokartonrest in Gelb<br />
● frische Blätter<br />
● Acrylfarbe in Schwarz,<br />
Weiß, Rot und Grün<br />
● Eichelhütchen<br />
● Trockenblumen<br />
● Schneckenhaus<br />
● Fineliner in Schwarz<br />
● Steine<br />
● Heißkleber<br />
● Bastelkleber<br />
● Naturmaterialien nach Wahl, z.B.<br />
Lärchenzapfen, Moos, Erlenzapfen,<br />
Walnussschalen, Steine<br />
● Holzscheiben, Ø 4 cm<br />
● Holzkugeln, Ø 1 cm<br />
Pia Deges:<br />
Das große <strong>Familie</strong>n-<br />
Natur-Bastelbuch;<br />
TOPP im frechverlag,<br />
€ 22,70<br />
Freie Zeit<br />
Geordnet nach den<br />
vier Jahreszeiten,<br />
bringt <strong>die</strong>ses Buch<br />
kunterbunte DIYs<br />
aus Naturmaterialien<br />
<strong>für</strong>s ganze Jahr: selbst geschnitzte Ast-<br />
Schweinchen, Windlichter mit getrockneten<br />
Blüten, florale Osterdekorationen oder<br />
Eichel-Schneemänner. Außerdem: saisonale<br />
Rezepte wie Brennnesselsuppe oder<br />
Gänseblümchen-Lollis.<br />
© frechverlag (2)<br />
Ferientipp!<br />
<strong>Sommer</strong>spaß<br />
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Genießt Wasserspaß,<br />
Achterbahn-Action<br />
und <strong>die</strong> spektakuläre<br />
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<strong>Sommer</strong>show live!<br />
11 Themenbereiche, 68 Attraktionen und über 57<br />
Millionen LEGO Steine sorgen <strong>für</strong> ein ultimatives<br />
<strong>Sommer</strong>-Abenteuer mit der ganzen <strong>Familie</strong>.<br />
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©<strong>2024</strong> The LEGO Group.<br />
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Deutschland<br />
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Übernachtet im LEGOLAND®<br />
Feriendorf und euer Abenteuer<br />
geht nach Parkschluss<br />
weiter. Zum Beispiel im<br />
Pirateninsel Hotel!<br />
Jetzt online buchen!<br />
SOMMER 20224 | 99
Freie Zeit<br />
Beach-Party in der City<br />
Beim A1 Beach Pro Vienna <strong>2024</strong> von 9. bis 14. Juli<br />
am Wiener Heumarkt ist erstmals seit 2019<br />
wieder <strong>die</strong> gesamte Weltelite am Start <strong>–</strong> worauf sich<br />
<strong>die</strong> ganze <strong>Familie</strong> freuen kann. VON MARTIN OBERMAYR<br />
Alles easy und quietschvergnügt <strong>–</strong> bei<br />
Österreichs größtem und spektakulärstem<br />
Beachvolleyball-Turnier sind Kinder<br />
besonders herzlich willkommen.<br />
Hört man sich unter den internationalen<br />
Beach-Stars um, gibt es nichts als<br />
Lob <strong>für</strong> <strong>die</strong> Events in Wien. „Ich liebe<br />
<strong>die</strong> Stadt und hatte einmalige Erlebnisse<br />
hier. Das Beste sind <strong>die</strong> Fans,<br />
<strong>die</strong> <strong>für</strong> eine unglaubliche Stimmung<br />
sorgen“, schwärmt Melissa Humana-<br />
Paredes aus Kanada, <strong>die</strong> 2019 in Wien<br />
gewonnen hat. Auch der Brasilianer<br />
André Loyola Stein (Weltmeister 2017<br />
in Wien) ist begeistert: „Es ist großartig,<br />
dass <strong>die</strong> World Tour zurück ist. Die<br />
Stadt und das Turnier sind fantastisch.<br />
Die Menschen hier wissen wirklich,<br />
wie man das Event feiert.“<br />
Heimvorteil nutzen<br />
Für <strong>die</strong> österreichischen Teams ist das<br />
A1 Beach Pro Vienna ein absoluter Saison-Höhepunkt,<br />
wie Ronja Klinger, <strong>die</strong><br />
mit Schwester Dorina als Österreichs<br />
Damen-Team Nr. 1 ins Turnier geht,<br />
betont: „Es ist so genial, dass wieder<br />
ein Turnier der höchsten Kategorie<br />
hier steigt. Wir hören von so vielen<br />
internationalen Teams, dass Wien das<br />
beste Turnier der Welt ist: <strong>die</strong> Kulisse,<br />
<strong>die</strong> Stimmung, <strong>die</strong> Fans, <strong>die</strong> Organisation.<br />
Es ist einfach eine Show, auf <strong>die</strong><br />
ich mich so richtig freue.“ Los geht’s<br />
am Dienstag, den 9. Juli!<br />
Auch erwachsene Fans, wie <strong>die</strong>se Dame aus<br />
Holland, genießen <strong>die</strong> Atmosphäre in der<br />
Red Bull Beach Arena und fiebern mit ihren<br />
Lieblingsteams mit.<br />
Martin Ermacora will mit seinem Partner<br />
Philipp Waller <strong>für</strong> Österreich jubeln <strong>–</strong> das<br />
A1 Beach Pro Vienna <strong>2024</strong> ist <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
beiden das Highlight des Jahres.<br />
Die Location<br />
beim Wiener<br />
Eislaufverein <strong>–</strong><br />
zwischen Karlsplatz<br />
und Stadtpark <strong>–</strong> liegt<br />
mitten in der Stadt und<br />
ist super mit Öffis<br />
erreichbar.<br />
Im Beach Village ist <strong>für</strong><br />
Abwechslung, Snacks und<br />
Getränke gesorgt <strong>–</strong> falls<br />
mal wer zwischendurch<br />
eine Pause vom Zuschauen<br />
braucht.<br />
Die Kana<strong>die</strong>rin Melissa Humana-Paredes<br />
(oben rechts) ist ein großer Wien-<br />
Fan und freut sich auf <strong>die</strong> spannenden<br />
Matches am Center Court.<br />
© ACTS/Martin Steinthaler (5), ACTS/Bernhard Horst (3), ACTS/Jörg Mitter (3), ACTS/Conny Kurth (2), ACTS/Mihai Stetcu (2), ACTS/Julian Lajtai (1), ACTS/Gecko4K (1)<br />
100 | SOMMER <strong>2024</strong>
Das Publikum in Wien ist bekannt da<strong>für</strong>,<br />
alle Nationen anzufeuern. Trotzdem gibt<br />
es <strong>für</strong> <strong>die</strong> rot-weiß-roten Teams natürlich<br />
extra starke Unterstützung.<br />
Freie Zeit<br />
Der Schwede David Åhman (links) hat mit<br />
seinem Partner Jonatan Hellvig 2023 EM-Gold<br />
in Wien gewonnen. Die beiden sind seither <strong>die</strong><br />
absoluten Publikumslieblinge.<br />
Als waschechter Wiener hat<br />
Alex Horst definitiv Heimvorteil:<br />
„Wien ist und bleibt<br />
einfach das beste Turnier<br />
der Welt <strong>–</strong> mit der Musik,<br />
den DJs, den Fans.“<br />
Die Schwestern Ronja (rechts) und Dorina<br />
Klinger sind Österreichs Damen-Team<br />
Nummer 1. Ihr Herz schlägt besonders<br />
intensiv <strong>für</strong> das Turnier in Wien.<br />
Alle auf zum Strand!<br />
Jugendliche bis 14 Jahre<br />
(geb. nach dem 15.7.2009)<br />
erhalten 50 % Ermäßigung auf<br />
ihre Tickets, Kinder bis 3 Jahre<br />
(geb. nach dem 15.7.2020)<br />
haben freien Eintritt (Schoßsitz).<br />
www.beachvolleyball.at<br />
Clemens Doppler hat 2023 seine<br />
Karriere beendet. Hier ist Österreichs<br />
Top-Beacher mit seiner<br />
Tochter im Jahr 2017 zu sehen,<br />
als er in Wien WM-Silber gewann.<br />
Während <strong>die</strong> einen ausgelassen und<br />
euphorisch auf der Tribüne abfeiern,<br />
steht <strong>für</strong> manch andere <strong>die</strong> eigene<br />
Sport-Performance im Mittelpunkt.<br />
Hoch hinaus zum Erfolg: Auch<br />
bei den Männern sind knallharte<br />
Action und prickelnde<br />
Dramatik auf allerhöchstem<br />
Niveau garantiert.<br />
Wer einmal <strong>die</strong> sensationelle Stimmung<br />
auf den Rängen miterlebt hat, vergisst<br />
<strong>die</strong>se Eindrücke ein Leben lang nicht<br />
mehr <strong>–</strong> so viel ist fix!<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 101
Freie Zeit<br />
Eine Sandkistenliebe<br />
Auch im Spielzeugbereich suchen Eltern immer mehr nach umweltfreundlichen<br />
und ethisch vertretbaren Alternativen <strong>für</strong> ihre Kinder. Eine Zweifachmama aus<br />
Österreich möchte mit nachhaltigem Sandspielzeug helfen, <strong>die</strong> Zukunft von<br />
<strong>Familie</strong>n umweltbewusster zu gestalten. VON ISABEL MÜLLER<br />
Interview<br />
Ein halbwegs nachhaltiger Lebensstil<br />
mag <strong>für</strong> Erwachsene machbar<br />
sein, doch mit Kindern wird es oft<br />
kompliziert(er), und speziell beim Thema<br />
Spielzeug machen viele Eltern Kompromisse<br />
<strong>–</strong> auch bei Sandspielsachen, <strong>die</strong><br />
großteils aus billig produziertem Plastik<br />
bestehen und nur saisonal genutzt<br />
werden. Auf Spielplätzen beobachtet<br />
man zudem, dass Kinder vor allem zwei<br />
Teile der bunten Plastik-Sets verwenden:<br />
Kübel und Schaufel. Warum also<br />
nicht an <strong>die</strong>sem Punkt ansetzen, um<br />
eine Veränderung zu bewirken? Genau<br />
<strong>die</strong>ser Gedanke war der Startschuss <strong>für</strong><br />
Marianne Schludermann-Hagmair und<br />
ihr nachhaltiges Sandspielzeuglabel<br />
fritzi*, das nicht nur umweltfreundlich ist,<br />
sondern auch das ästhetische Empfinden<br />
von Erwachsenen anspricht.<br />
Marianne erklärt: „Sandspielzeug wird<br />
nur ein paar Jahre bespielt, dann sind<br />
<strong>die</strong> Kinder der Sandkiste entwachsen.<br />
Doch was machen wir mit all den ungenutzten<br />
Plastikteilen, <strong>die</strong> uns als Erwachsene<br />
nicht gefallen? Die Idee war also,<br />
Sandspielzeug zu kreieren, das nicht<br />
nur umweltfreundlich, sondern auch so<br />
gestaltet ist, dass es Kinder, Jugendliche<br />
und Erwachsene gerne in ihrem<br />
Zuhause behalten möchten.“ Fast eineinhalb<br />
Jahre lang arbeitete sie gemeinsam<br />
mit Experten an der Produktentwicklung.<br />
Das Ergebnis: Sandspielzeug,<br />
das aus nachhaltigen Materialien lokal<br />
produziert wird. Übrigens: Sandspielzeug<br />
mag zwar nicht als der Star unter<br />
den Kinderspielsachen erscheinen, ist<br />
aber ein absolut wertvolles Werkzeug<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Entwicklung von Kindern! Das<br />
Schaufeln und Formen im Sand fördert<br />
präzise Hand-Augen-Koordination<br />
sowie Konzentration, und genau <strong>die</strong>se<br />
Fähigkeiten sind später essenziell <strong>für</strong><br />
Schreib- und Zeichenfertigkeiten sowie<br />
alltägliche Handgriffe wie das Schließen<br />
von Knöpfen oder Binden von Schuhen.<br />
Sandspielzeug spielt somit eine wichtige<br />
Rolle in der kindlichen Entwicklung<br />
und garantiert zudem stundenlangen<br />
Spaß in der Sandkiste, im Gartenbeet,<br />
am Badesee oder am Meer …<br />
fritzi* ist ein perfektes Beispiel da<strong>für</strong>, wie<br />
Nachhaltigkeit und Spielzeug harmonisch<br />
miteinander verbunden werden können.<br />
<strong>Tipi</strong>: Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit<br />
in eurem <strong>Familie</strong>nleben?<br />
Marianne: Als Mama ist mir Nachhaltigkeit<br />
wichtiger als je zuvor. Es geht<br />
ja nicht mehr „nur“ um meine Zukunft,<br />
sondern auch um <strong>die</strong> meiner Kinder <strong>–</strong><br />
und aller Kinder <strong>die</strong>ser Welt. Da hat der<br />
Blick in <strong>die</strong> Zukunft einen ganz anderen<br />
Stellenwert. Wenn ich mir überlege,<br />
wie <strong>die</strong> Welt ausschaut, wenn meine<br />
Kinder mal so alt sind wie ich, habe ich<br />
schon ein komisches Gefühl im Bauch.<br />
Ich wünsche mir, dass sie ein Leben in<br />
Frieden und ohne existenzielle Sorgen<br />
leben können. Und ich finde, dass jeder<br />
dazu beitragen sollte <strong>–</strong> das kann schon<br />
im ganz Kleinen beginnen: indem wir<br />
unseren Kindern einen achtsamen<br />
Umgang mit der Natur mitgeben und<br />
ihnen erklären, wie nachhaltiges Leben<br />
aus unserer Sicht funktionieren kann.<br />
Niemand ist perfekt, aber es gibt immer<br />
ein paar „Schrauben“, an denen sich<br />
drehen lässt. Mein Mann und ich etwa<br />
beschäftigen uns schon lange mit<br />
Nachhaltigkeit im Alltag, machen etwa<br />
Deocreme selbst oder verwenden<br />
feste Seife statt Duschgel. Wir kochen<br />
auch gerne und achten auf regionale<br />
Zutaten, das bekommen unsere Kids<br />
ganz automatisch mit, ohne dass wir<br />
ihnen Vorträge darüber halten müssen.<br />
Aber natürlich hat auch unser Verhalten<br />
im Alltag und unser Konsum noch Luft<br />
nach oben. Wichtig ist <strong>für</strong> mich, dass es<br />
mal ein Bewusstsein da<strong>für</strong> gibt, der Rest<br />
kommt dann nach und nach.<br />
Welche Materialien werden <strong>für</strong> Sandspielzeug<br />
von fritzi* verwendet?<br />
Die Recherche nach dem am besten<br />
geeigneten Material hat mich sehr<br />
© Nora Hellmayr (1), futuritzi e.U. (4)<br />
102 | SOMMER <strong>2024</strong>
* Rabattcode gültig <strong>für</strong> 1 Einkauf. Nicht auf bereits reduzierte Ware anwendbar,<br />
nicht mit anderen Codes kombinierbar, nicht in bar ablösbar; © Bioblo; PROMOTION<br />
lange beschäftigt, denn mir war klar:<br />
Es soll ein Material sein, das bereits<br />
vorhanden ist, damit keine weiteren<br />
Ressourcen eingesetzt werden müssen.<br />
Wir verwenden neben Holzfasern<br />
(<strong>die</strong> als Abfallprodukt z.B. in der<br />
Papierindustrie anfallen) auch Recycling-Kunststoff.<br />
Wir nutzen damit den<br />
Vor- und „Nachteil“ von Plastik: Es hält<br />
„ewig“. Das macht aber nur Sinn, wenn<br />
<strong>die</strong> damit gefertigten Produkte auch<br />
„ewig“ verwendet werden. Wichtig ist<br />
mir dabei ein bewusster Umgang mit<br />
den Dingen, <strong>die</strong> uns umgeben.<br />
» Unsere Vision ist mehr<br />
Wertschätzung <strong>für</strong><br />
Produkte. Mehr Schönheit,<br />
Sinn und Leichtigkeit.<br />
Für eine lebenswerte Welt<br />
mit Zukunft <strong>–</strong> <strong>für</strong> uns<br />
und unsere Kinder. «<br />
Marianne, Gründerin von fritzi*<br />
Was waren <strong>die</strong> größten Herausforderungen<br />
auf deinem Weg zum<br />
nach haltigen Spielzeuglabel?<br />
Oh, da gab’s sehr viele! Ich habe zwar<br />
einen Background im Marketing und<br />
grundsätzlich eine Idee davon, welche<br />
Aufgaben in einem Unternehmen so<br />
anfallen, aber von Materialkunde, Technik<br />
und Produktion hatte ich überhaupt<br />
keine Ahnung. Da<strong>für</strong> irgendwie das<br />
Glück, dass ich immer wieder an Leute<br />
geraten bin, <strong>die</strong> sich mit mir hingesetzt<br />
haben, um Dinge gemeinsam durchzudenken.<br />
Das Tolle war, dass ich bei<br />
jedem Schritt vorgeben konnte, was ich<br />
wie haben will, und tüfteln konnte, bis<br />
ich wirklich zufrieden damit war.<br />
Anfangs war es schon eine Hürde, als<br />
Laiin bei großen Unternehmen anzufragen,<br />
ob sie mein Sandspielzeug produzieren<br />
würden. Ich wusste nicht, welche<br />
Fragen ich stellen muss und habe viele<br />
Fachbegriffe nicht verstanden. Das war<br />
oft mühsam und frustrierend. Aber ich<br />
hab nicht aufgegeben und lerne täglich<br />
dazu, mache laufend Dinge zum ersten<br />
Mal und bin sehr oft außerhalb meiner<br />
Komfortzone, <strong>die</strong> sich dadurch stetig<br />
erweitert. Jetzt machen mir auch Dinge<br />
Spaß, vor denen ich noch vor kurzer<br />
Zeit sehr viel Respekt hatte.<br />
Sinn ist ja, das fritzi*-Sortiment auch<br />
nach der „Sandkistenphase“ zu<br />
nutzen <strong>–</strong> hast du da<strong>für</strong> Beispiele?<br />
Dazu fällt wohl jeder Person etwas<br />
anderes ein <strong>–</strong> je nach Lebenssituation.<br />
Menschen mit Kindern nutzen fritzi*<br />
z.B. <strong>für</strong> den Transport kleiner Spielsachen<br />
oder beim Basteln zur Aufbewahrung<br />
<strong>für</strong> Perlen, Quasten, Holzkugeln,<br />
Buntstiften. Der Klassiker bei uns sind<br />
auch Küchenkräuter oder einfach<br />
Krimskrams wie Schlüssel in der Garderobe.<br />
Habe auch schon gehört, dass<br />
unsere Schaufel <strong>für</strong> Eiswürfel oder zum<br />
Portionieren von z.B. Reis verwendet<br />
wird, der Kübel <strong>für</strong> Bioabfälle in der<br />
Küche … der Kreativität sind keine<br />
Grenzen gesetzt!<br />
Welche Vision hast du <strong>für</strong> <strong>die</strong> Zukunft<br />
deines Sandspielzeuglabels?<br />
fritzi* ist ein Produkt <strong>für</strong> alle Menschen,<br />
denen Nachhaltigkeit wichtig ist, <strong>die</strong><br />
dabei aber nicht auf Design verzichten<br />
wollen. Der Schritt über <strong>die</strong> Grenzen<br />
von Österreich hinaus ist geplant und<br />
wird der nächste große Meilenstein.<br />
Ich möchte aber auch andere (zukünftige)<br />
Unternehmerinnen und Unternehmer<br />
dazu inspirieren, sich etwas zu<br />
trauen. Nachhaltigkeit bzw. Produkte<br />
mit Impact sind aus meiner Sicht ein<br />
Muss. Ein Produkt zu entwickeln, ohne<br />
damit Umwelt und Gesellschaft im Blick<br />
zu haben, macht mittel- und langfristig<br />
überhaupt keinen Sinn.<br />
Hochwertig, langlebig und mit Liebe<br />
zum Detail gefertigt <strong>–</strong> Sandspielzeug<br />
<strong>für</strong> eine nachhaltige Kindheit und<br />
Zukunft gibt’s auf: www.fritzi.at<br />
Bau dich groß!<br />
Freie Zeit<br />
Mit Bioblo.<br />
-15 %*<br />
Code:<br />
TIPI-S15<br />
Heute: Schüssel-Konstruktion<br />
Mit Bioblo-Bausteinen kannst du jede Menge<br />
kreative Figuren und spektakuläre Konstruktionen<br />
errichten. Hier im TIPI zeigen wir dir,<br />
wie! Diesmal ist eine hübsche Schüssel dran.<br />
Und wer noch keine Bioblos zu Hause hat,<br />
bestellt sie jetzt im Webshop auf bioblo.com<br />
mit TIPI-Rabatt von -15 %* (Code TIPI-S15).<br />
Wir wünschen viel Spaß beim Bauen und<br />
Kreativsein!<br />
So geht’s:<br />
1. Du beginnst mit einem Quadrat aus vier flach<br />
liegenden Bioblo-Steinen. Vier weitere Steine<br />
werden um 45° rotiert daraufgelegt.<br />
2. Mit jeder zusätzlichen Lage rückst du <strong>die</strong><br />
Bioblos ein kleines Stück (rund 5 mm) nach<br />
außen, sodass sich der Durchmesser der Figur<br />
kontinuierlich erhöht.<br />
3. Irgendwann lassen sich <strong>die</strong> Steine nicht<br />
mehr weiter nach außen rücken. Dann<br />
baust du entweder senkrecht weiter, oder du<br />
rückst <strong>die</strong> Steine der nächsten Lage wieder<br />
ein Stück weit nach innen, um <strong>die</strong> Schüssel<br />
langsam in eine Kugel zu verwandeln.<br />
www.bioblo.com
Freie Zeit<br />
Im Diskobällebad<br />
Lisa Pölzl sorgt mit ihrem Café Disko da<strong>für</strong>, dass im noch recht neuen<br />
Sonnwendviertel hinter dem Hauptbahnhof Menschen zusammenkommen<br />
und eine gute Zeit haben. Das Besondere daran: Es ist <strong>für</strong> Erwachsene<br />
und Kinder gleichermaßen konzipiert. VON PETER ZIRBS<br />
Ab 21. Juni geht es mit der sommerlichen<br />
Kinderdisko am Brunnenplatz los: mit Urban<br />
Minigolf und DJ Taylan. Und ab Juli monatlich<br />
geplant <strong>–</strong> mit DJ und/oder Karaokebühne.<br />
Infos auf Instagram: @cafe.disko<br />
geworden. Und hier lernen sich Menschen<br />
kennen, <strong>die</strong> im Nachbarhaus<br />
wohnen. Viele Lokale gibt es noch<br />
nicht. Das muss erst wachsen.“<br />
Was es aber reichlich gibt, sind Touristen<br />
<strong>–</strong> und <strong>die</strong> kehren gern mal an<br />
jedem Abend ihres Wien-Aufenthalts<br />
im Café Disko ein. Bis sie dann irgendwann<br />
wieder heimreisen.<br />
Moderne, fast schon futuristische Architektur,<br />
eine tolle Infrastruktur <strong>–</strong> nur<br />
der Faktor Mensch hat in den letzten<br />
Jahren noch ein wenig gefehlt. Ein<br />
paar urbane Siedler wie das 1100 Kind,<br />
einen Shop <strong>für</strong> Spielzeug- und Kinderkleidung,<br />
gab es schon. Seit November<br />
2023 wird mit dem Café Disko auch <strong>für</strong><br />
Party gesorgt <strong>–</strong> nämlich <strong>für</strong> Eltern und<br />
Kids. Das ist schon etwas ungewöhnlich.<br />
Doch Lisa Pölzl schafft es mit dem<br />
Café Disko, <strong>die</strong> beiden recht unterschiedlichen<br />
Bedürfnisse auf charmante<br />
Weise zu verbinden.<br />
„Eine Freundin von mir ist in das<br />
Viertel gezogen und meinte irgendwann:<br />
Ich weiß, du hast viel zu tun <strong>–</strong><br />
aber da ist ein Lokal, um das kümmert<br />
sich irgendwie niemand. Magst du dir<br />
das anschauen?“, schildert Lisa den<br />
Ursprung des Projekts. Als sie es sich<br />
angesehen hat, war <strong>die</strong> Straße drumherum<br />
noch gar nicht fertig. So neu<br />
ist <strong>die</strong> Gegend. „Heuer ist der erste<br />
<strong>Sommer</strong>, der den Platz aufwärmt. Die<br />
Leute müssen das erst mal entdecken;<br />
es wohnen so viele Menschen hier.“<br />
Viel Licht, viele Ideen<br />
Das Café Disko ist hell und hat einen<br />
großen Outdoor-Bereich, in dem man<br />
allerlei Dinge anstellen kann <strong>–</strong> was <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> jüngsten Besucher einen besonderen<br />
Reiz hat. Vor allem, wenn man<br />
sich einiges einfallen lässt. Etwa Urban<br />
Minigolf, bei dem örtliche Gegebenheiten<br />
wie Kanaldeckel ins Spiel miteinbezogen<br />
werden: Der Golfklub Favoriten<br />
wurde bereits gegründet.<br />
Dass das Café Disko keine Bar sein<br />
würde, <strong>die</strong> bis 2 Uhr in der Früh offen<br />
hat, war Lisa von Anfang an klar. Schon<br />
allein von der Location her. „Trotzdem<br />
schien es mir logisch, dass <strong>die</strong> vielen<br />
Menschen, <strong>die</strong> hier wohnen, auch mal<br />
ein Bier trinken wollen“, erklärt Lisa.<br />
„Ich habe das in meiner ersten Bar<br />
bemerkt: Sie ist ein Grätzl-Treffpunkt<br />
Das Ding mit der Kinderdisko<br />
„<strong>Familie</strong>n und Fahrräder haben wir im<br />
Viertel viele“, lacht Lisa. Auf <strong>die</strong> Idee mit<br />
der Kinderdisko ist sie gekommen, weil<br />
eine junge Mutter mit ihrer Tochter da<br />
war. Und während <strong>die</strong> Musik läuft, meint<br />
<strong>die</strong> Mama: Das ist ja fast wie bei einer<br />
After Hour. „Zu Silvester waren viele<br />
Freunde mit ihren Kindern im Café; natürlich<br />
früher als das normale Silvester,<br />
aber mit Sternspritzer und allem Drum<br />
und Dran.“ Auch Saya Ahmad, Bezirksvorsteherin<br />
des 9. Bezirks, hat mit ihrer<br />
Tochter zu Lisas Freude den Weg ins<br />
Sonnwendviertel angetreten.<br />
Hinter den Turntables stehen<br />
gelegentlich DJs, <strong>die</strong> man in <strong>die</strong>sem<br />
Kontext nicht vermuten würde, und sie<br />
haben Spaß daran: Cay Taylan oder<br />
Zuzee von den Waxos zum Beispiel.<br />
Angesagte Klassiker der Kids fehlen<br />
natürlich ebenfalls nicht <strong>–</strong> wie auch<br />
eine musikalische Wunschliste <strong>für</strong><br />
Kinder. Ein buntes Programm also, und<br />
genau das funktioniert super.<br />
© Tim Cavadini (1), Café Disko (3)<br />
104 | SOMMER <strong>2024</strong>
Freie Zeit<br />
^^<br />
Selbstverständliche Begegnungen<br />
Mit 16 Jahren hat Lisa ein Auslandsjahr<br />
im Süden von Mexiko verbracht, und<br />
vielleicht kommt daher ihr Verständnis<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Wichtigkeit von Begegnungen:<br />
„Meine beste Schulfreundin hat mich<br />
dazu motiviert, und so bin ich in einem<br />
mexikanischen Dorf gelandet, bin dort<br />
in <strong>die</strong> Schule gegangen und habe Spanisch<br />
gelernt. Als ich wieder zurück<br />
war, habe ich <strong>die</strong> Schule hier fertiggemacht<br />
und zu stu<strong>die</strong>ren begonnen“,<br />
kann sie sich noch gut erinnern.<br />
Willkommen in Palm Beach<br />
Lisas erste Bar heißt Palm Beach und erfreut<br />
sich ebenfalls großer Beliebtheit <strong>–</strong><br />
und sie ist <strong>für</strong> viele Menschen fast schon<br />
ein Wohnzimmer geworden. Für Lisa war<br />
sie der Startschuss in ein anderes Leben.<br />
„Gastro war immer nur mein Backup,<br />
aber nach der Bildungskarenz habe<br />
ich mir 2021 plötzlich gedacht: Gastro<br />
wäre schon cool. Also bin ich aufs AMS<br />
und habe das Unternehmensgründungsprogramm<br />
gemacht und nach einem<br />
Lokal Ausschau gehalten“, erzählt sie.<br />
Obwohl sie zu <strong>die</strong>sem Zeitpunkt überhaupt<br />
kein Geld hatte. Doch sie dachte<br />
sich, wenn etwas daherkommt, wird sich<br />
VIENNA SUMMER<br />
CAMPS <strong>2024</strong><br />
Ob mit Schnauzer, mit Kind oder einfach<br />
nur so: Lisa Pölzls Café Disko ist ein<br />
Grätzl-Treff mit Spaß- und Wohlfühlfaktor.<br />
das schon lösen lassen. Und dann stand<br />
plötzlich auf willhaben.at <strong>die</strong>se Bar in der<br />
Thurngasse im 9. Bezirk. „Ich habe alles<br />
drangesetzt, <strong>die</strong>se Bar zu bekommen.<br />
Ich wusste, das ist ein Jackpot, und hab<br />
den Vermietern ungefragt ein Konzept<br />
geschickt. Da hab ich alles an Kreativität<br />
und Marketing-Know-how reingebuttert,<br />
was ich aufbringen konnte. Sie haben<br />
sich äußerst wertschätzend bei mir<br />
gemeldet und mir mitgeteilt, dass sie<br />
mir Bescheid sagen. Ich war so derartig<br />
nervös!“ Und es hat funktioniert.<br />
Feedback von Kaspar<br />
Sohn Kaspar ist nicht ganz unschuldig<br />
daran, wie sich <strong>die</strong> Dinge <strong>für</strong> Lisa entwickelt<br />
haben. „Er war von Anfang an voll<br />
involviert, hat alles voll mitgekriegt <strong>–</strong><br />
auch meine Entwicklung zur Geschäftsfrau.<br />
Kaspar ist der Erste, dem ich<br />
meine Ideen erzähle: Er stellt dann so<br />
unfassbar tolle Fragen; er ist bei allen<br />
Entscheidungen der erste Mensch, den<br />
ich nach seiner Meinung frage <strong>–</strong> und<br />
ich vertraue auf sein Urteil.“<br />
CAFÉ DISKO<br />
Bloch-Bauer-Promenade 9,<br />
Emilie-Flöge-Weg 4, 1100 Wien<br />
Öffnet um 15 Uhr<br />
@cafe.disko<br />
@palmbeach.bar<br />
Die<br />
<strong>Sommer</strong>camp-<br />
Plattform <strong>für</strong><br />
Burschen und<br />
Mädchen von<br />
6-16 Jahren.<br />
Juli &<br />
August<br />
Wien und<br />
Umgebung
Freie Zeit<br />
Schauen, Spielen, Lesen, Hören<br />
Frisch im Neuheitenregal: ein Kung-Fu liebender Panda, freche<br />
Waschbären, ein unaussprechlicher Außerirdischer und Franz<br />
Kafka, der im Namen einer verlorenen Puppe Briefe schreibt.<br />
0 <strong>–</strong> 3 Jahre<br />
Mitmachspaß! Bär,<br />
Giraffe, Pinguin und<br />
Co. lieben es, auf ihrer<br />
Schaukel angeschubst<br />
zu werden: Einfach <strong>die</strong><br />
Seiten auf und ab und<br />
hin und her bewegen <strong>–</strong><br />
und <strong>die</strong> Tiere schwingen<br />
himmelhochjauchzend<br />
in <strong>die</strong> Luft. Schaukel von<br />
Jutta Wetzel, Esslinger.<br />
Ab 1,5. Um € 10,30.<br />
Stille Poesie Auf ihrer Reise<br />
trifft <strong>die</strong> Maus auf allerhand<br />
Abenteuer und Überraschungen<br />
<strong>–</strong> mit wenigen<br />
Worten und wunderbaren<br />
Zeichnungen. Auf dem Weg<br />
von Heinz Janisch & Helga<br />
Bansch, Jungbrunnen.<br />
Ab 3. Um € 17,<strong>–</strong>.<br />
Mag(net)isch Hier sind kleine<br />
Verkehrspolizisten gefragt:<br />
Die farbigen Kugeln sollen mit<br />
dem Magnetstab durch <strong>die</strong><br />
Stadt auf <strong>die</strong> farblich passenden<br />
Parkplätze bewegt werden.<br />
Ideal auch <strong>für</strong> unterwegs.<br />
Magnetspiel Stadtlabyrinth<br />
von HABA. Ab 2. Um € 22,99.<br />
Silent Book Das Bilderbuch<br />
erzählt in rauschenden<br />
Farben und mit<br />
witzigen Charakteren von<br />
einem Tag im Bus <strong>–</strong> und<br />
darüber, was ein einfaches<br />
Lächeln bewirken<br />
kann. Bus von Christina<br />
Röckl, Kunstanstifter.<br />
Ab 3. Um € 22,70.<br />
4 <strong>–</strong> 6 Jahre<br />
Besondere Begegnung<br />
Als Erwachsene gehen wir<br />
an Menschen wie der Blumenfrau<br />
meist vorbei. Der<br />
kleine Wanja jedoch freut<br />
sich, wenn er sie sieht. Ein<br />
Plädoyer <strong>für</strong> Toleranz, ein<br />
Anstoß, mal genauer hinzuschauen.<br />
Die Blumenfrau<br />
von Anne-Christin Plate,<br />
NordSüd. Ab 4.<br />
Um € 18,50.<br />
Trostspender Franz Kafka<br />
tröstet ein Mädchen, das um<br />
seine verlorene Puppe Supsi<br />
trauert, mit Briefen von eben<strong>die</strong>ser.<br />
Eine berührende Bilderbuchgeschichte,<br />
inspiriert von<br />
einer wahren Begebenheit.<br />
Herr Kafka und <strong>die</strong> verlorene<br />
Puppe von Larissa<br />
Theule & Rebecca<br />
Green, Sauerländer.<br />
Ab 5. Um<br />
€ 17,40.<br />
Minimalistisch Jeden Tag<br />
gibt’s einen Grund, warum<br />
sich das Kind nicht ins Wasser<br />
traut: kein Platz, zu kalt, zu<br />
viele Fische ... Ein humorvolles<br />
Bilderbuch über das Warten<br />
auf den richtigen Moment. Ab<br />
ins Wasser von Tomo Miura,<br />
Aladin. Ab 4. Um € 15,50.<br />
Wenn zwei sich streiten<br />
Was zwischen Luis<br />
und Elster Pica als Streit<br />
um den Garten beginnt,<br />
entwickelt sich zu einer<br />
tiefschürfenden Geschichte<br />
über Empathie und<br />
Zusammenhalt im Ökosystem.<br />
Mein Garten! Mein<br />
Zuhause! von Johanna<br />
Schmidt & Judith Vrba,<br />
Achse. Ab 5. Um € 22,<strong>–</strong>.<br />
Lustiges 3-D-Spiel Die Waschbären<br />
versuchen, Leckereien aus der Mülltonne<br />
zu stibitzen. Natürlich nur dann, wenn<br />
der Gärtner kurz wegschaut. Für jeden<br />
erwischten Dieb kassiert er nämlich ein<br />
Waschbär-Plättchen, das <strong>die</strong> kleinen<br />
Racker lieber <strong>für</strong> sich selber wollen.<br />
Garten-Gauner von Ravensburger.<br />
Ab 6. Um € 29,99.<br />
106 | SOMMER <strong>2024</strong>
Freie Zeit<br />
7 <strong>–</strong> 9 Jahre<br />
Kinderkrimi Kaninchen<br />
Schnuffi ist verschwunden!<br />
Skip, Bennie und Olena machen<br />
sich wie echte Detektive<br />
sofort auf <strong>die</strong> Suche. Ein<br />
witziger Fall zum Miträtseln<br />
und Mitlachen. Skip und der<br />
Kaninchen<strong>die</strong>b von Anna<br />
Woltz & Saskia Gaymann,<br />
Carlsen. Ab 7. Um € 10,30.<br />
Wildes Würfelspiel Im Hühnerhof<br />
herrscht Hochbetrieb, denn<br />
Glucki und seine gefiederten<br />
Freunde sind auf einer spannenden<br />
Mission: <strong>die</strong> Eroberung<br />
der Hühnerleiter! Wer wird es<br />
schaffen, <strong>die</strong> Spitze zu erreichen<br />
und zum „Premium-Hühnchen“<br />
aufzusteigen? Rauf und runter<br />
von Zoch. Ab 8. Um ca. € 20,<strong>–</strong>.<br />
Volltreffer Passend zur<br />
EURO erklärt der TV-Fußballexperte<br />
Arnd Zeigler <strong>die</strong><br />
50 wichtigsten Begriffe rund<br />
ums Kicken <strong>–</strong> von A wie Abseits<br />
bis Z wie Zaubern. Mit<br />
einer ordentlichen Portion<br />
Humor und großartig illustriert<br />
von Philip Waechter.<br />
Arnd Zeiglers wunderbares<br />
Fußballbuch, Klett. Ab 8.<br />
Um € 16,50.<br />
Bella Italia Postbote Konrad<br />
bricht seine Pakettour ab,<br />
um mit der <strong>Familie</strong> Richtung<br />
Süden zu fahren <strong>–</strong> samt<br />
aller Pakete, <strong>die</strong> noch im<br />
Wagen sind. Ein äußerst<br />
amüsanter Roadtrip, abwechslungsreich<br />
gelesen<br />
von Stefan Kaminski.<br />
Päckchensommer von<br />
Jasmin Schaudinn, Hörcompany.<br />
Ab 8. CD um € 15,95.<br />
Liebenswerte Helden Panda<br />
Po soll neuer spiritueller Meister<br />
werden und einen Nachfolger als<br />
Drachenkrieger ausbilden. Zuvor<br />
muss er es aber noch mit dem<br />
fiesen Chamäleon aufnehmen.<br />
Hilfe kommt unverhofft von der<br />
cleveren Steppenfüchsin und<br />
gesuchten Diebin Zhen. Vierter<br />
Teil des Animationsspektakels<br />
um den kampfsportbegeisterten<br />
Panda. Kung Fu Panda 4,<br />
Blu-ray um € ca. 17,<strong>–</strong>.<br />
Ab 10 Jahren<br />
© Hersteller, Verlage, Verleiher,<br />
Simone Porteder (Illustration)<br />
Macht Mut Außenseiterin<br />
Lisa macht Bekanntschaft<br />
mit dem Außerirdischen<br />
Klakalnamanazdt, kurz: Walter.<br />
Und der räumt in Lisas<br />
Leben ordentlich auf <strong>–</strong> bis<br />
sie auch alleine zurechtkommt.<br />
Comicroman über<br />
Freundschaft, Mobbing<br />
und das Anderssein. Mein<br />
ziemlich seltsamer Freund<br />
Walter von Sibylle Berg &<br />
Julius Thesing, Fischer.<br />
Ab 10. Um € 20,50.<br />
Knifflig Bis zu 6 Spieler<br />
bauen gemeinsam einen<br />
Turm aus Bausteinen. Die<br />
eigenen Handkarten geben<br />
an, welche Bedingungen<br />
dabei gelten. Das Besondere:<br />
Jede Person weiß nur<br />
über ihre eigenen Aufgaben<br />
Bescheid und darf den<br />
anderen nichts darüber<br />
verraten. Auch solo spielbar!<br />
TowerBrix von Kosmos.<br />
Ab 10. Um € 24,99 .<br />
Große Gefühle Nora muss<br />
den <strong>Sommer</strong> bei Oma verbringen<br />
<strong>–</strong> langweilig! Bis sie<br />
Abbas kennenlernt und sich<br />
verliebt ... Sensibler Kinderroman<br />
über Diskriminierung,<br />
erste Liebe und den Mut, das<br />
Richtige zu tun. Der <strong>Sommer</strong>,<br />
in dem einfach alles passiert<br />
ist von Iben Akerlie, Oetinger.<br />
Ab 10. Um € 16,50.<br />
Abenteuergeschichte mit<br />
Tiefgang Mitten im Wald<br />
finden fünf Freunde einen<br />
Bunker, der zu ihrem Rückzugsort<br />
wird. Als gewaltbereite<br />
Jugendliche das<br />
Fort erobern wollen, wird<br />
aus einem Zufluchtsort<br />
<strong>für</strong> Spaß und Zusammenhalt<br />
ein Zufluchtsort zum<br />
Überleben. The Fort <strong>–</strong> Das<br />
Geheimnis eines <strong>Sommer</strong>s<br />
von Gordon Korman, Beltz.<br />
Ab 12. Um € 16,50.<br />
SOMMER sommer 2016 <strong>2024</strong> | 107
Freie Zeit<br />
Film-Highlights<br />
Im Kinosaal wartet auf euch nicht nur angenehme Abkühlung, sondern auch<br />
Unterhaltung <strong>für</strong> <strong>die</strong> ganze <strong>Familie</strong> <strong>–</strong> z.B. mit den allseits beliebten Minions, einer<br />
Maus im antiken Griechenland sowie einem Pudel, der so gerne ein Werwolf wäre.<br />
Starttermin: 11.07.<strong>2024</strong><br />
© UPI (3), Constantin Film (2), Disney (2)<br />
Ich <strong>–</strong> Einfach Unverbesserlich 4<br />
Vom Superschurken zum Vorstadt-<br />
<strong>Familie</strong>nvater? Kann passieren, wenn<br />
man Gru heißt, auf dem Klassentreffen<br />
seinen Erzfeind trifft, <strong>die</strong> Dinge eskalieren<br />
und man untertauchen muss.<br />
Aber das ruhige Vorstadtleben<br />
ist nur von kurzer Dauer, denn der<br />
Superschurke Maxime Le Mal (in der<br />
deutschen Version gesprochen von<br />
YouTuber Knossi) bricht aus dem<br />
Gefängnis aus. Zusammen mit seiner<br />
Freundin Valentina will er sich an Gru<br />
rächen und entführt Baby Gru Junior.<br />
Das war es also mit Ruhe und Frieden.<br />
Und so machen sich Gru, seine Frau<br />
Lucy sowie <strong>die</strong> Adoptivkinder Margo,<br />
Edith und Agnes auf zu einer irrwitzigen<br />
Rettungsaktion. Mit dabei natürlich auch<br />
<strong>die</strong> Minions, <strong>die</strong> <strong>die</strong>smal noch chaotischer<br />
sind als je zuvor: Ein Superserum<br />
hat fünf von ihnen zu Mega-Minions mit<br />
besonderen Fähigkeiten gemacht.<br />
Nach dem <strong>Sommer</strong>blockbuster<br />
„Minions <strong>–</strong> Auf der Suche nach dem<br />
Mini-Boss“, der 2022 weltweit fast<br />
eine Milliarde US-Dollar an den Kinokassen<br />
eingespielt hat, und sieben<br />
Jahre nach dem letzten „Ich <strong>–</strong> Einfach<br />
Unverbesserlich“-Film kommt das<br />
heiß ersehnte neueste Kapitel um den<br />
ehemaligen Superschurken Gru in <strong>die</strong><br />
Kinos. „Ich <strong>–</strong> Einfach unverbesserlich 4“<br />
hat alles, was man von einem<br />
Illumination-Film erwartet, von Nonstop-Action<br />
bis hin zu subversivem<br />
Humor. Regie führt der Oscar-nominierte<br />
Chris Renaud, der schon <strong>die</strong><br />
ersten beiden Filme inszeniert hat,<br />
das Drehbuch stammt von Mike White<br />
(„White Lotus“) und Ken Daurio<br />
(„Ich <strong>–</strong> Einfach Unverbesserlich 1<strong>–</strong>3“).<br />
108 | SOMMER <strong>2024</strong>
Freie Zeit<br />
Alles steht Kopf 2<br />
Riley ist mittlerweile im Teenageralter angekommen <strong>–</strong><br />
logisch, dass es in ihrem Kopf nun erst recht drunter<br />
und drüber geht. Die Emotionen Freude, Kummer, Wut,<br />
Angst und Ekel dachten eigentlich, dass sie Rileys Kopf<br />
gut im Griff haben. Doch dann soll plötzlich das Hauptquartier<br />
abgerissen werden, um Platz <strong>für</strong> etwas völlig<br />
Unerwartetes zu schaffen: neue Emotionen!<br />
Da wäre einmal Zweifel <strong>–</strong> ein absolutes Energiebündel,<br />
das mit Begeisterung da<strong>für</strong> sorgt, dass Riley sich<br />
Gedanken über alle möglichen negativen Szenarien<br />
macht. Dann kommt Neid: Sie weiß genau, was sie will,<br />
ist ständig eifersüchtig und hört auch nicht auf, sich darüber<br />
zu beklagen. Ennui wiederum ist alles komplett<br />
egal: Gelangweilt und lethargisch verleiht sie Rileys<br />
Persönlichkeit <strong>die</strong> perfekte Portion jugendlicher Apathie.<br />
Peinlich hingegen hält sich gerne bedeckt, was <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong>sen kräftigen Kerl mit dem leuchtend rosigen Teint<br />
nicht gerade einfach ist.<br />
Irrwitziges Gefühlschaos aus dem Hause Disney Pixar!<br />
bereits gestartet<br />
Starttermin: 27.06.<strong>2024</strong><br />
Elli <strong>–</strong> Ungeheuer geheim<br />
Das kleine Gespenst Elli braucht unbedingt ein neues Zuhause.<br />
Ihr Onkel Chamberlain ist von geheimnisvollen Drohnen<br />
entführt worden, und <strong>die</strong> alte Spukvilla, in der sie mit ihm<br />
hauste, ist nicht mehr bewohnbar. Auf ihrer Suche kommt sie<br />
an einen wundersamen Ort: eine alte Geisterbahn auf dem<br />
Jahrmarkt. Ihren Onkel findet sie hier zwar nicht, aber eine<br />
illustre Monstergemeinschaft, <strong>die</strong> dort im Verborgenen lebt:<br />
Yeti Martha, Vampir Vangrufti und Knarf Frankenstein. Begeistert<br />
sind <strong>die</strong> drei nicht über den Zuwachs, zumal sie so Gefahr<br />
laufen, <strong>die</strong> Aufmerksamkeit der Außenwelt auf sich zu ziehen.<br />
Und in der sind Monster nicht willkommen! Doch Elli lässt sich<br />
nicht so leicht abschütteln <strong>–</strong> zum Glück! Denn als es darauf<br />
ankommt, auf einer abenteuerlichen Flucht einen Plan zu<br />
schmieden, <strong>die</strong> Monster zu retten, gegen <strong>die</strong> fiesen kleinen<br />
Drohnen zu kämpfen und ihren Onkel zu befreien, wächst Elli<br />
über sich hinaus. Fantasievolle und witzige Leinwandadaption<br />
des gleichnamigen Kinderbuchs von Klaus Baumgart.<br />
NOTE 1<br />
=<br />
TICKETPREIS<br />
€ 1!<br />
Note 2 =€ 2, Note 3 =€ 3, Note 4 =€ 4, Note 5 =€ 5<br />
ZEUGNISAKTION<br />
MATHE-NOTE = TICKETPREIS<br />
Komm am Freitag vor den <strong>Sommer</strong>ferien vor 17:30<br />
Uhr mit deinem Original-Zeugnis an <strong>die</strong> Kinokassa.<br />
28.06.<strong>2024</strong><br />
Burgenland,<br />
Niederösterreich<br />
und Wien<br />
05.07.<strong>2024</strong><br />
Oberösterreich, Tirol,<br />
Salzburg, Steiermark,<br />
Kärnten, Vorarlberg<br />
ALLE INFOS UNTER<br />
CINEPLEXX.AT<br />
*Filmbeginn bis inkl. 17:30 Uhr. Nur mit ORIGINAL-Zeugnis einlösbar<br />
(keine Zeugniskopie), nicht übertragbar und nur einmal einlösbar. Aufschlag<br />
<strong>für</strong> 3D-Filme. Ausgenommen Sondervorstellungen, IMAX, Mx4D, Supreme,<br />
Onyx LED, Dolby Cinema, Suiten, D-Box und Ultimate. Zuzüglich Aufschläge<br />
<strong>für</strong> Überlänge und Sitzplatzkategorien (Cinegold). Aus technischen Gründen<br />
FRÜHLING <strong>2024</strong> | 109<br />
können leider keine Bonuspunkte gesammelt werden.
Freie Zeit<br />
Starttermin: 02.08.<strong>2024</strong><br />
Harold und <strong>die</strong> Zauberkreide<br />
In seinem Buch kann der abenteuerlustige Harold<br />
alles zum Leben erwecken, indem er es einfach mit<br />
seiner Zauberkreide malt. Als Erwachsener wendet<br />
er sich jedoch immer mehr von seinem Buch ab und<br />
dem echten Leben in der realen Welt zu. Dabei findet<br />
Harold heraus, dass er noch eine ganze Menge zu<br />
lernen hat über das wahre Leben. Und dass seine<br />
geliebte Zauberkreide mehr Chaos stiften kann, als<br />
er es <strong>für</strong> möglich gehalten hätte. Als <strong>die</strong> Kraft der<br />
grenzenlosen Fantasie in <strong>die</strong> falschen Hände gerät,<br />
müssen Harold und seine Freunde all ihre Kreativität<br />
und ihren ganzen Einfallsreichtum einsetzen, um sowohl<br />
<strong>die</strong> echte Welt als auch seine eigene zu retten.<br />
Verfilmung des Kinderbuch-Klassikers <strong>–</strong> eine fantasievolle<br />
Mischung aus Realverfilmung und Animation.<br />
Juliette im Frühling<br />
Die Kinderbuchillustratorin Juliette kehrt aus Paris in<br />
ihren Heimatort in der französischen Provinz zurück. Dort<br />
hofft sie auf zwei entspannte Wochen im Kreise ihrer<br />
<strong>Familie</strong>. Stattdessen trifft sie auf ihre Schwester inmitten<br />
einer existenziellen Krise, ihren liebevollen, aber launischen<br />
Vater, ihre Mutter, <strong>die</strong> gerade New Age <strong>für</strong> sich<br />
entdeckt hat <strong>–</strong> und auf ihre geliebte Großmutter, <strong>die</strong> sich<br />
mit ihrem neuen Leben im Pflegeheim anfreunden muss.<br />
Und dann ist da noch der Barkeeper Polux, der zufällig<br />
Juliettes Weg kreuzt ...<br />
Unterhaltsamer Alltagswahnsinn<br />
In ihrer charmanten, warmherzigen Komö<strong>die</strong> erzählt <strong>die</strong><br />
französische Regisseurin Blandine Lenoir („Madame<br />
Aurora und der Duft von Frühling“) von den kleinen Absurditäten<br />
des Alltags, von vergrabenen Erinnerungen,<br />
unausgesprochenen Geheimnissen und unverhofften<br />
Begegnungen. In den Hauptrollen sind <strong>die</strong> Sängerin und<br />
Schauspielerin Izïa Higelin sowie Jean-Pierre Darroussin,<br />
Sophie Guillemin und Noémie Lvovsky zu erleben.<br />
Tiefsinnig und gleichzeitig sehr unterhaltsam!<br />
Starttermin: 19.07.<strong>2024</strong><br />
© Einhorn (2), Filmladen (1), Sony Pictures (1), Polyfilm (2), Constantin Film (1)<br />
Die wilden Mäuse<br />
Starttermin: 23.08.<strong>2024</strong><br />
Die superschlaue Maus Pattie und ihr Katzenfreund<br />
Sam lassen sich auf ein aufregendes Abenteuer im<br />
antiken Griechenland ein. Als ihre kleine Heimatstadt<br />
Zeus zu Ehren eine riesige Statue errichtet, zeigt sich<br />
dessen Bruder Poseidon nur wenig erfreut. Um ihre<br />
Stadt vor Poseidons Zorn zu retten, begeben sich<br />
Pattie und Sam zusammen mit der alten Möwe Jason<br />
auf eine aufregende Reise und treffen auf <strong>die</strong> bizarrsten<br />
und gefährlichsten Kreaturen der griechischen<br />
Mythologie. Ein kunterbuntes Animationsabenteuer!<br />
110 | SOMMER <strong>2024</strong>
Freie Zeit<br />
Starttermin: 29.08.<strong>2024</strong><br />
Wenn <strong>die</strong> abendliche Show vorüber<br />
ist und <strong>die</strong> Lichter im alten Puppentheater<br />
des Central Park ausgehen,<br />
erwachen <strong>die</strong> Puppen zum Leben.<br />
Eine von ihnen ist Don, der es leid ist,<br />
Tag <strong>für</strong> Tag den Hofnarren zu spielen.<br />
Vielmehr möchte er ein echter Held<br />
sein. Eines Tages wagt er sich aus<br />
dem Theater hinaus, um <strong>die</strong> große<br />
Welt zu entdecken und sein eigenes<br />
Leben zu leben. Auf seinem Weg trifft<br />
Die Unzertrennlichen<br />
er DJ Doggie Dog, ein verlassenes<br />
Stofftier, das davon träumt, Rapper<br />
zu werden. Es ist der Beginn einer<br />
wundervollen Freundschaft und eines<br />
aufregenden Abenteuers im Herzen<br />
von New York City. Angetrieben<br />
wird unser chaotisches Dream-Team<br />
dabei von einer klaren Vision: Auch<br />
<strong>die</strong> Kleinsten können zu großen<br />
Helden werden. „Die Unzertrennlichen<br />
<strong>–</strong> Zwei durch dick und dünn“<br />
ist der neueste Film des belgischen<br />
Animationsstudios nWave nach einer<br />
Geschichte der „Toy Story“-Macher<br />
Joel Cohen und Alec Sokolow. Ein<br />
unvergessliches Abenteuer mit einer<br />
bezaubernden Botschaft über <strong>die</strong><br />
Kraft von Fantasie und Freundschaft<br />
<strong>–</strong> in der deutschen Synchronfassung<br />
perfekt besetzt mit Star-Comedian<br />
Chris Tall als Sprecher des sympathischen<br />
DJ Doggie Dog.<br />
200% Wolf<br />
Starttermin: 08.08.<strong>2024</strong><br />
Der tapfere Pudel Freddy Lupin hat alles, um sein Werwolfsrudel<br />
zu führen <strong>–</strong> außer Respekt. Wenn er doch nur etwas … wölfischer<br />
wäre! Doch als ein unbedachter Wunsch ihn in einen Werwolf<br />
verwandelt und dabei der schelmische Baby-Mondgeist Moopoo<br />
versehentlich auf der Erde freigesetzt wird, ist das Chaos perfekt:<br />
Erde und Mond drohen zu kolli<strong>die</strong>ren! Gemeinsam mit der cleveren<br />
Straßenhündin Batty und seinen Hundekumpels muss Freddy<br />
<strong>die</strong> kosmische Ordnung wiederherstellen. Schafft er es, der Anziehungskraft<br />
der verbotenen Wolfsmagie zu widerstehen? Fortsetzung<br />
von „100% Wolf“ <strong>–</strong> ein tierischer Spaß <strong>für</strong> Klein und Groß.<br />
GÖNN DIR<br />
GROSSES KINO!<br />
7 x GROSSES KINO IN LIEZEN, PEUERBACH, REGAU, RIED I.I., STEYR, WELS UND TULLN STARMOVIE_AT
Wir sind weg<br />
112 | SOMMER <strong>2024</strong><br />
Sich treiben lassen von Wind und Wellen •<br />
Ich packe meinen Koffer ... • Auf dem<br />
Pony durch Irland • Camping am Wasser<br />
• Abenteuerland<br />
<strong>Sommer</strong>feeling im<br />
Familypark<br />
Von 21. bis 23. Juni wird im Familypark mit dem<br />
Sonnwendfest der <strong>Sommer</strong>beginn eingeläutet.<br />
Was euch erwartet: ein buntes Unterhaltungsprogramm<br />
mit wechselnden Bühnenshows, lustige<br />
Stelzengeher, Kinderschminken und eine Bastelstation.<br />
Damit ihr <strong>die</strong> längsten Tage des Jahres<br />
besser ausnutzen könnt, bleibt der Park am Freitag und<br />
Samstag jeweils bis 21 Uhr geöffnet.<br />
In den <strong>Sommer</strong>ferien kehren auch <strong>die</strong> <strong>Sommer</strong>abende<br />
unter dem Motto „Filippos <strong>Sommer</strong>party“ in Österreichs<br />
größten Freizeitpark zurück. An vier Samstagen<br />
(20./27. Juli & 3./10. August) hat der Park bis 20 Uhr<br />
geöffnet <strong>–</strong> mit einem abwechslungsreichen Programm,<br />
Livemusik, Pop-up-Acts und mehr. Für Abkühlung an<br />
heißen <strong>Sommer</strong>tagen sorgen <strong>die</strong> zahlreichen Wasserattraktionen<br />
und -spielplätze, z.B. <strong>die</strong> Biberburg, Österreichs<br />
größte Wildwasserbahn. www.familypark.at<br />
Sehen wie ein Adler<br />
Mit dem MY JUNIOR sind kleine Abenteurer<br />
und Entdeckerinnen <strong>für</strong> ihre Streifzüge in der<br />
Natur bestens gewappnet. Das erste Kinder-<br />
Fernglas von SWAROVSKI OPTIK ist mit nur<br />
480 g besonders leicht und ermöglicht wackelfreies<br />
Beobachten und 7-fache Vergrößerung<br />
von Tieren und anderen Entdeckungen <strong>–</strong> egal,<br />
ob imposanter Adler, kleines Schwammerl oder<br />
Eichhörnchen. Praktisch: Durch sein robustes<br />
Material übersteht das handliche Fernglas auch<br />
kleine Hoppalas. Um € 480,<strong>–</strong> erhältlich im Fachhandel<br />
oder online: swarovskioptik.com<br />
Wir verlosen 1 My Junior Fernglas von SWAROVKSI<br />
OPTIK in der Wunschfarbe (glacier blue oder<br />
jungle green): Mail an gewinn@tipimagazin.at <strong>–</strong><br />
Einsendeschluss: 15. August <strong>2024</strong>.<br />
mach<br />
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gewinn!<br />
© Hersteller (3), Andre Schönherr (1), Andreas Hafenscher (1), Payer (1), APA-Fotoservice / Martin Hörmandinger (1), Lukas Lorenz (1); PROMOTION: SWAROVSKI OPTIK, Familypark, ÖAMTC
Kinder allein unterwegs<br />
Irgendwann mal kommt er garantiert: der Zeitpunkt,<br />
an dem der Nachwuchs nicht mehr mit der <strong>Familie</strong> auf Urlaub fahren,<br />
sondern lieber allein verreisen möchte. Worauf ist dabei zu achten?<br />
Prinzipiell gilt: Unter 18 Jahren benötigen<br />
Kinder immer <strong>die</strong> Zustimmung der<br />
Eltern (bzw. ihrer gesetzlichen Vertreter),<br />
wenn sie allein oder mit Freunden<br />
und Freundinnen verreisen wollen.<br />
Außerdem sind <strong>die</strong> Jugendschutzbestimmungen<br />
des jeweiligen Bundeslandes<br />
bzw. des jeweiligen Landes zu<br />
beachten sowie <strong>die</strong> Beförderungsbedingungen<br />
von Fluglinie oder Bahnunternehmen.<br />
Damit bei der Einreise<br />
auch wirklich alles klappt, empfiehlt<br />
der ÖAMTC, dem Kind sicherheitshalber<br />
eine schriftliche Einverständniserklärung,<br />
dass es allein verreisen<br />
darf, mitzugeben. Vollmacht-Vorlagen<br />
in vielen Sprachen findet man auf der<br />
ÖAMTC-Website.<br />
… und im Straßenverkehr?<br />
Grundsätzlich obliegt viel der Einschätzung<br />
der Erziehungsberechtigten: Sie<br />
entscheiden je nach Alter, Entwicklungsstand<br />
und Gefährlichkeit der<br />
Situation, ob ihre Kinder schon dazu in<br />
der Lage sind, allein unterwegs zu sein<br />
<strong>–</strong> auch am Heimatort. Denn am Ende<br />
haften sie immer noch im Rahmen ihrer<br />
Aufsichtspflicht. Eindeutig geregelt<br />
ist hingegen <strong>die</strong> Altersgrenze bei der<br />
Nutzung von Fahrrädern im Straßenverkehr:<br />
Unter 12 Jahren dürfen Kinder<br />
nur in Begleitung einer mindestens<br />
16-jährigen Person auf dem Fahrrad<br />
unterwegs sein. Es sei denn, sie<br />
haben im Rahmen einer Prüfung den<br />
Radfahrausweis erworben <strong>–</strong> möglich<br />
ab 10 Jahren bzw. ab 9, sofern das<br />
Kind <strong>die</strong> 4. Schulstufe besucht.<br />
Mit dem Tretroller dürfen Kinder<br />
ab 8 Jahren allein unterwegs sein.<br />
Weitere Infos und Downloads auf<br />
www.oeamtc.at/reiseservice<br />
Hallo, kommst<br />
du in den Call?<br />
Ich bin derzeit<br />
nicht erreichbar!<br />
10:25<br />
Einfach abschalten.<br />
In Ihren Falkensteiner Hotels & Residences<br />
erleben Sie einen Urlaub, der Sie alles andere<br />
vergessen lässt. Umgeben von Bergen und grünen<br />
Almen oder am Strand unter einem Sonnenschirm.<br />
Jetzt buchen unter falkensteiner.com/sommer<br />
FRÜHLING <strong>2024</strong> | 113
Wir sind weg<br />
Wohlfühlorte <strong>für</strong> <strong>Familie</strong>n<br />
Eine Auszeit gefällig? In <strong>die</strong>sen Hotels können<br />
es sich Klein und Groß so richtig gut gehen lassen.<br />
Für einen <strong>Familie</strong>nurlaub der Extraklasse.<br />
Rein ins Vergnügen<br />
Spaß <strong>für</strong> <strong>die</strong> Kids, Erholung <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
Eltern und viel gemeinsame Quality<br />
Time <strong>–</strong> in der H 2 O Kindertherme<br />
in Bad Waltersdorf ist der <strong>Sommer</strong><br />
vieles, nur nicht langweilig! Für<br />
Fun und Action bei den Kleinen<br />
sorgen 30.000 m² Wasser- und<br />
Erlebnisfläche, drei abenteuerliche<br />
Rutschen sowie eine ausgedehnte<br />
Spielewelt. Die Großen kommen in<br />
der Saunalandschaft voll auf ihre<br />
Kosten <strong>–</strong> oder draußen beim Radeln,<br />
Wandern oder Laufen im Steirischen<br />
Hügelland.<br />
Das an <strong>die</strong> Therme<br />
anschließende Hotel<br />
ist <strong>die</strong> perfekte<br />
Unterkunft <strong>für</strong> alle,<br />
<strong>die</strong> von weiter weg<br />
anreisen.<br />
H2O Kindertherme<br />
Sebersdorf 300<br />
A-8271 Bad Waltersdorf<br />
www.hoteltherme.at<br />
Nach einem umfassenden Umbau<br />
wartet <strong>die</strong> Ferienwelt Kesselgrub<br />
im Salzburger Pongau mit allerhand<br />
neuen Attraktionen auf: vom<br />
Hallenbad mit Schwimmen ins<br />
Freie über eine <strong>Familie</strong>n-Wellnesswelt<br />
und einen Wasserspielpark<br />
mit 5 Rutschen bis zum Kinderclub<br />
Ein neues Ferienpara<strong>die</strong>s<br />
mit umfangreicher Betreuung oder<br />
dem „Panorama Mountain Spa“<br />
nur <strong>für</strong> Erwachsene. Im <strong>Sommer</strong><br />
geht’s raus in <strong>die</strong> Natur <strong>–</strong> ins<br />
5.000 m² große Gartenpara<strong>die</strong>s<br />
mit Naturbadeteich, Spielplatz<br />
und Kräutergarten oder zum Pony-<br />
Bauernhof mit Kinderponyreiten.<br />
Urlaubsglück in Bayern<br />
Mitten im Bayerischen Wald liegt der<br />
luxuriöse ULRICHSHOF. Für Eltern<br />
ist er eine Wellnessoase, um sich eine<br />
wohlver<strong>die</strong>nte Auszeit zu gönnen, <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Kids ein Abenteuerland mit viel<br />
Platz zum Toben, Spielen und Freunde<br />
finden <strong>–</strong> zum Beispiel in den 9 Pools<br />
mit Riesenwasserrutsche, am Waldspielplatz,<br />
auf der Autoskooterbahn,<br />
im Kino oder im hoteleigenen Reitstall.<br />
Köstlich: Die Wohlfühlpension<br />
„Genießer-ZEIT“ bietet kleinen und<br />
großen Gourmets rund um <strong>die</strong> Uhr<br />
hochwertige Speisen und Getränke.<br />
ULRICHSHOF 4*<br />
Zettisch 42<br />
D-93485 Rimbach<br />
www.familysparesorts.com<br />
114 | SOMMER <strong>2024</strong><br />
Ferienwelt Kesselgrub 4*<br />
Lackengasse 1<br />
A-5541 Altenmarkt-Zauchensee<br />
www.kesselgrub.at<br />
© Harald Eisenberger (3), H ²<br />
O Kindertherme (1), Roland Loipold(3), Ferienwelt Kesselgrub (1), Michaela Lankes (4)
Hotel Feldberger Hof 4*<br />
Dr.-Pilet-Spur 1<br />
D-79868 Feldberg<br />
www.feldberger-hof.de<br />
Kinderhotel im Naturschutzgebiet<br />
Mitten im Hochschwarzwald<br />
steht das erste klimaneutrale<br />
Hotel Deutschlands: das Familotel<br />
Feldberger Hof. Und hier ist <strong>für</strong> alle<br />
was dabei: Wichtelpfad, Outdoor-<br />
Spielplätze, Wellnessbereich,<br />
Kinder- und Babyschwimmbecken,<br />
50 Meter lange Rutsche und <strong>die</strong><br />
neu gestaltete Wellness-Insel.<br />
Highlight <strong>für</strong> Kids: Wasserspaß mit<br />
Gegenstromanlage im Strudelino.<br />
Kinderbetreuung von 0,5<strong>–</strong>15 Jahre!<br />
Urlaub wie bei Freunden<br />
Mehrfach mit dem „Travellers’<br />
Choice“-Award zum besten Hotel<br />
Österreichs gekürt, überzeugt das<br />
Alpin Spa Hotel Tuxerhof mit der<br />
Herzlichkeit seiner Gastgeberfamilie,<br />
der <strong>Familie</strong> Schneeberger. Und mit<br />
vielem mehr: 150 m² SpielREICH im<br />
Hotel, Kinderbetreuung, Hallenbad,<br />
Infinity-Pool mit Bergpanorama,<br />
großem Spa-Bereich, Kinderdisco und<br />
kostenlosen Softdrinks all day long <strong>–</strong><br />
<strong>die</strong> gemeinsame <strong>Familie</strong>nzeit wird im<br />
Tuxerhof zum Abenteuer.<br />
Alpin Spa Hotel Tuxerhof 5*<br />
Vorderlanersbach 80<br />
A-6293 Tux<br />
www.tuxerhof.at<br />
Wir sind weg<br />
Riverresort Donauschlinge 4*<br />
Schlögen 2<br />
A-4083 Haibach/Donau<br />
www.donauschlinge.at<br />
All inclusive an der Donau<br />
Im Riverresort Donauschlinge gibt es<br />
allerhand zu erleben: am großen Abenteuerspielplatz,<br />
beim Bogenschießen,<br />
beim Planschen im Pool ... Auch <strong>die</strong><br />
Umgebung hat einiges zu bieten: Am<br />
Schlögener Blick sieht man, wie <strong>die</strong><br />
Donau <strong>–</strong> als einziger Fluss der Welt <strong>–</strong><br />
ihre 180-Grad-Drehung vollzieht, auf<br />
der Donau geht’s auf Zillenfahrt, im<br />
Tiergarten Walding zum Ponyreiten oder<br />
am Baumkronenweg in luftige Höhen.<br />
Wellness in der Heide<br />
Nach dem letztjährigen 150. Jubiläum<br />
erstrahlt das Ringhotel Sellhorn heuer in<br />
neuem Glanz: Alle Zimmer und Suiten<br />
wurden komplett renoviert und neu<br />
gestaltet. Auf <strong>die</strong> kleinen und großen<br />
Gäste warten außerdem ein großes<br />
Schwimmbad, Sauna, Fitnessbereich<br />
und verschiedenste Spa-Anwendungen.<br />
Umgeben von der Lüneburger Heide, ist<br />
das Ringhotel Sellhorn der ideale Ausgangspunkt<br />
<strong>für</strong> Wander- und Radtouren.<br />
Ringhotel Sellhorn 4*<br />
Winsener Straße 23<br />
D-21271 Hanstedt<br />
www.hotel-sellhorn.de<br />
PROMOTION; © Conne van d Grachten (1), Rene Riedler (1), Jones-Art (2), Ringhotel Sellhorn (3), Riverresort Donauschlinge (3), MuehlbacherRupert GAS (1), Thomas Pfister (1), Alpin Spa Hotel Tuxerhof (3)<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 115
Wir sind weg<br />
Sich treiben lassen von Wind und Wellen<br />
Ein Kurzurlaub an <strong>die</strong> Algarve verschlägt uns in das verschlafene<br />
Örtchen Sagres, das zwar bei Surfern hoch im Kurs steht, sich ansonsten<br />
aber sehr ursprünglich und unaufgeregt gibt. Ideale Wellen <strong>für</strong> <strong>die</strong> einen,<br />
perfekte Bedingungen zum Runterkommen <strong>für</strong> uns. VON HEIDRUN HENKE<br />
Der Martinhal Beach ist 20 Barfuß-<br />
Minuten von Sagres entfernt. Ein<br />
idealer Ort, um den <strong>Sommer</strong> ganzjährig<br />
zu genießen: endless summer!<br />
Sagres ist ein Kraftort an der Algarve,<br />
der Surfer und Ruhesuchende gleichermaßen<br />
anzieht. Uns kam der Name des<br />
Fischerorts, der weniger als 2.000 Einwohner<br />
zählt, sofort bekannt vor: Denn<br />
es besteht eine Namensgleichheit mit<br />
der populären portugiesischen Biermarke.<br />
Doch <strong>die</strong> beiden haben miteinander<br />
wenig zu tun. Laute Partystimmung sucht<br />
man hier vergebens.<br />
Wellness im eigentlichen Sinne<br />
Die legendären Strände von Sagres wie<br />
Tonel, Zavial oder Beliche stehen auf<br />
der Wunschliste jedes Wellenreiters.<br />
Sie sitzen in Neoprenanzügen (der<br />
Atlantik ist hier auch im <strong>Sommer</strong> frisch!)<br />
geduldig auf ihren Boards und warten<br />
auf <strong>die</strong> perfekte Welle. Wenn’s sein muss<br />
stundenlang. Spannend ist in Sagres<br />
auch das Wechselspiel der Kontraste:<br />
Raue Klippen treffen auf malerische<br />
Sandstrände, traditionelle Fischrestaurants<br />
auf hippe Surferbuden und Boccia<br />
spielende Portugiesen auf internationale<br />
Traveller mit Surfbrett unterm Arm.<br />
Hide-away<br />
Wir haben <strong>für</strong> uns das ultimative Hideaway<br />
entdeckt: das Martinhal Family<br />
Hotel & Resort, das nur einen Steinwurf<br />
vom Martinhal Beach entfernt ist. Das<br />
5-Sterne-Resort ist nicht nur schick und<br />
schön, sondern auch so familienfreundlich<br />
und clever durchdacht, dass sich<br />
selbst ein Kurztrip wie ein wochenlanger<br />
Erholungsurlaub anfühlt. Jede <strong>Familie</strong><br />
hat ihre Privatsphäre, <strong>die</strong> Häuser bzw.<br />
Appartements verfügen über einen<br />
kleinen Garten oder Terrasse und sind<br />
so eingerichtet, wie <strong>Familie</strong>n mit Kindern<br />
auch zu Hause vorsorgen: Babygeschirr,<br />
Wickelauflage, Treppengitter, Sitzerhöhung,<br />
Entertainment … Aber auch<br />
außerhalb der Ferienwohnungen gibt<br />
es ein vielseitiges Kinderprogramm. Angefangen<br />
von Sportangeboten (Tennis,<br />
Fußball, Minigolf, Surfen, Radfahren) über<br />
den Blue Room (Spielkonsolen, Flipper<br />
…) bis hin zu Kreativkursen, Kino und<br />
Animation bleiben hier keine Wünsche<br />
offen. Selbst der Chef de Cuisine hat<br />
einen Teil seines Menüs <strong>für</strong> den kindlichen<br />
Gaumen adaptiert und kocht auch<br />
speziell <strong>für</strong> <strong>die</strong> Kleinen. Für Kinder gibt es<br />
drei Menüs zur Auswahl, <strong>für</strong> Babys wird<br />
frischer Biobrei angeboten.<br />
Das Resort behält trotz Kinderausrichtung<br />
seinen dezenten Charme, der<br />
von Coolness, Komfort und Lässigkeit<br />
geprägt ist. Statt schriller Comicfiguren<br />
begeistern uns moderne Kunstwerke,<br />
statt penetranter Kinderhits vernehmen<br />
wir entspannte Chill-out-Vibes, statt Kinderbistro<br />
gibt es eine stylische Bar und<br />
ein Fischrestaurant auf höchstem Niveau.<br />
116 | SOMMER <strong>2024</strong>
Wir sind weg<br />
Eine besondere Perle am Strand von Sagres<br />
ist das Martinhal Family Resort. Ideal auch <strong>für</strong><br />
den allerersten Urlaub mit Baby, aber auch<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Großeltern <strong>–</strong> und alles dazwischen.<br />
Auch <strong>die</strong> Eltern kommen auf ihre Kosten.<br />
Dank Nanny-Service und Kinderbetreuung<br />
kann man sich sogar ein Candlelight-<br />
Dinner oder eine Paarmassage gönnen<br />
oder im Wellnessbereich abtauchen.<br />
Das Resort ist eine optische Wohltat:<br />
Poolbereich, Häuser, Restaurants,<br />
Strandkörbe <strong>–</strong> alles schmiegt sich dezent<br />
in <strong>die</strong> Landschaft, der Architekt hat<br />
regionale Materialien verwendet, damit<br />
Natur und Bauwerk ideal harmonieren.<br />
Ein Ort <strong>für</strong> alle Jahreszeiten<br />
Aufgrund des speziellen Mikroklimas<br />
herrschen hier andere, gemäßigtere<br />
Temperaturen als in der Hauptstadt<br />
Lissabon. Der <strong>Sommer</strong> ist nicht gar so<br />
heiß, der Winter mild. Wir bevorzugen<br />
<strong>die</strong> Off-Season, wenn es schön ruhig ist<br />
und wir <strong>die</strong> Strände <strong>für</strong> uns allein haben.<br />
Im Frühling leuchtet <strong>die</strong> Landschaft in<br />
sattem Grün, und es gibt mehr als genügend<br />
Sonnenstunden. Im Herbst hingegen<br />
ist das Meer noch vom <strong>Sommer</strong><br />
aufgewärmt, im Winter erfreut man sich<br />
an jedem blendenden Sonnenstrahl,<br />
den es zu Hause nicht gibt. Barfuß und<br />
Kurze-Hosen-Look geht hier, mit etwas<br />
Glück, das ganze Jahr über.<br />
Ein Hauch Geschichte<br />
Wo heute <strong>die</strong> Surfer ihr Abenteuer suchen,<br />
brachen früher <strong>die</strong> Seefahrer auf<br />
zu neuen Ufern, um <strong>die</strong> Welt zu erobern.<br />
Eine Festung, <strong>die</strong> auf einer felsigen<br />
Landzunge über dem Meer thront, zeugt<br />
von <strong>die</strong>ser Ära: Fortaleza de Sagres, <strong>die</strong><br />
Heinrich der Seefahrer im 15. Jahrhundert<br />
erbauen ließ. Durch seine Entdeckungsfahrten<br />
entlang der afrikanischen<br />
Westküste erlangte Sagres Weltruhm.<br />
Ein weiterer legendärer Spot ist das<br />
Cabo de São Vicente (Aussprache: Nase<br />
zuhalten und „Sau“ sagen), südwestlichster<br />
Punkt Portugals. Ein Leuchtturm weist<br />
uns schon von Weitem den Weg zu<br />
<strong>die</strong>sem mystischen Ort. Hier weht einem<br />
nicht nur <strong>die</strong> salzige Atlantikluft um <strong>die</strong><br />
Nase, sondern auch <strong>die</strong> eigenen Haare.<br />
Unaufhörlich peitscht der Meereswind<br />
und tost in unseren Ohren. Oder ist<br />
es <strong>die</strong> Gischt, <strong>die</strong> unten an <strong>die</strong> Felsen<br />
schlägt? Die ursprüngliche Kraft der Natur<br />
ist am Cabo de São Vicente stark zu<br />
spüren und hat eine gewisse Dramatik.<br />
Portugiesische Gelassenheit<br />
Neben Surfurlaub kann man hier auch<br />
ziemlich gut nichts tun. In Sagres ticken<br />
<strong>die</strong> Uhren langsamer, liebenswert gemächlich<br />
ist das Tempo. Der historische<br />
Ort ist perfekt, um sich an den simplen<br />
Dingen des Lebens zu erfreuen, <strong>die</strong> da<br />
wären: Sandburgen bauen, auf <strong>die</strong> Wellen<br />
starren, sonnenbaden, <strong>die</strong> Küste entlangspazieren<br />
oder frisch gefangenen<br />
Fisch verkosten. Den kann man übrigens<br />
beim Mercado de 25 de Abril erstehen<br />
sowie vieles mehr: Hier stapeln sich<br />
Obst und Gemüse aus überwiegend<br />
regionalem Anbau. Dabei schmecken<br />
<strong>die</strong> Paradeiser so richtig nach Paradeiser.<br />
Wir nehmen von allem etwas, denn<br />
heute gibt’s Picknick am Strand.<br />
Wir passen uns dem Rhythmus der<br />
Wellen an und saugen <strong>die</strong> ortstypische<br />
Gelassenheit in uns auf, wachen mit<br />
dem Gekreische der Seemöwen auf,<br />
gehen mit der Sonne schlafen. Untertags<br />
inhalieren wir <strong>die</strong> würzige Luft des<br />
Ozeans, wandern den Strand entlang<br />
und machen dabei kleinere und größere<br />
Entdeckungen. Mal sind es besondere<br />
Muscheln, mal ist es eine geheimnisvolle<br />
Riesenqualle, mal ein toter Delphin, den<br />
das Meer angespült hat und der nun von<br />
den Seemöwen verspeist wird.<br />
In Sagres kann man auch legendäre<br />
Sonnenuntergänge beobachten. Wir<br />
fotografieren um <strong>die</strong> Wette, bis der Akku<br />
leer ist. Für den letzten Abend haben wir<br />
uns statt der Kamera Decke, Windjacke,<br />
Snacks und ein kühles Getränk (natürlich<br />
ein Sagres!) geschnappt und genießen<br />
das allabendliche Happening der Sonne<br />
<strong>–</strong> vielleicht sind auch noch ein paar<br />
Surfer da, <strong>die</strong> zeigen, was sie können.<br />
EMPFIEHLT SAGRES<br />
UNTERKUNFT:<br />
Martinhal Sagres Beach Family Resort Hotel<br />
Stilvolle Unterkunft <strong>für</strong> <strong>Familie</strong>n mit Anspruch,<br />
<strong>die</strong> sowohl Ruhe als auch Abenteuer suchen.<br />
Mit Strandzugang, Pool, Wellnessbereich, maßgeschneidertem<br />
Kinderprogramm, Sportplätzen,<br />
ambitionierten Restaurants u.v.m.<br />
www.martinhal.com/locations/sagres<br />
AUSFLUG:<br />
Cabo de São Vicente Der südwestlichste<br />
Punkt des europäischen Festlandes und Stätte<br />
vieler historischer Schlachten bietet einen<br />
atemberaubenden Ausblick auf den offenen<br />
Atlantik. Lange wurde Cabo de São Vicente <strong>für</strong><br />
das „Ende der Welt“ gehalten.<br />
© Heidrun Henke<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 117
Wir sind weg<br />
Ich packe meinen Koffer ...<br />
Wer mit der <strong>Familie</strong> in den Urlaub fährt, sollte nicht nur Badehose,<br />
Sandspielzeug und Reisepass im Gepäck haben. Mit einer Reiseapotheke<br />
ist man bestens gewappnet <strong>–</strong> <strong>für</strong> kleine Wehwehchen und größere Auas.<br />
Reise<br />
mit<br />
Checkliste Reiseapotheke<br />
Mittel gegen:<br />
• Fieber & Schmerzen<br />
• Magen-Darm-Beschwerden<br />
• Reiseübelkeit und Erbrechen<br />
• Durchfall (Elektrolytmischungen, Präparate zur<br />
Wiederherstellung der Darmflora)<br />
• Hals- & Ohrenschmerzen, Husten, Schnupfen<br />
Für <strong>die</strong> Haut:<br />
• Sonnenschutz<br />
• Insektenschutz<br />
• Gel bei Allergien, Sonnenbrand, Insektenstichen<br />
• Wunddesinfektionsmittel<br />
• Wund- und Heilsalbe<br />
• Verbandszeug, Pflaster<br />
Außerdem:<br />
• Fieberthermometer, Pinzette, Schere<br />
Der Inhalt der Reiseapotheke sollte an das jeweilige<br />
Urlaubsziel, Reisedauer, Alter und Gesundheitszustand<br />
angepasst sowie durch persönlich<br />
benötigte Arzneimittel ergänzt werden.<br />
© Freepik (1), Hersteller (11)<br />
Wohlfühlprogramm<br />
Zu lange in der Sonne<br />
gewesen? Die „After Sun<br />
Cream Mask“ von MBR® kühlt<br />
und beruhigt gestresste Haut<br />
und mindert gleichzeitig<br />
sonnenverursachte Linien<br />
und Fältchen.<br />
www.naegelestrubell.at<br />
Schnell versorgt<br />
Der Hansaplast Wundspray<br />
reinigt Wunden schmerzfrei und<br />
schnell <strong>–</strong> farblos, hautfreundlich<br />
und auch <strong>für</strong> Kinder und<br />
empfindliche Haut geeignet.<br />
www.hansaplast.at<br />
Wohltuend<br />
Ideal bei Hautreizungen<br />
oder Sonnenbrand:<br />
Das „aloe vera gel pur“ von<br />
Santaverde versorgt <strong>die</strong> Haut<br />
intensiv mit Feuchtigkeit, kühlt,<br />
beruhigt & regeneriert.<br />
www.santaverde.de<br />
Zahn um Zahn<br />
Das „FRESH baby tooth gel“<br />
von Ringana pflegt erste<br />
Zähnchen sanft und effektiv<br />
<strong>–</strong> mit hydratisierter Kieselsäure,<br />
Natriumfluorid und<br />
Xylitol. www.ringana.com<br />
Fliegen ohne Ohrenweh<br />
Mit Sanohra Fly gelingt<br />
der Druckausgleich beim<br />
Fliegen wie von selbst.<br />
Die Ohrstöpsel sind <strong>für</strong><br />
Kinder ab einem Jahr geeignet.<br />
www.sanohra.com<br />
118 | SOMMER <strong>2024</strong>
Wir sind weg<br />
Rundumschutz<br />
Anti Brumm Kids Sensitive<br />
schützt Kinder ab einem<br />
Jahr vor Zecken sowie<br />
einheimischen und<br />
tropischen Gelsen.<br />
www.antibrumm.at<br />
Zur Beruhigung<br />
Aspecton Junior Hustenstiller<br />
lindert Reizhusten und<br />
beruhigt <strong>die</strong> entzündete Atemwegsschleimhaut.<br />
Für Kinder ab<br />
einem Jahr. www.aspecton.de<br />
Juckt uns nicht!<br />
Falls man doch mal von einer<br />
Gelse erwischt wurde:<br />
Die Moskinto-Pflaster werden<br />
einfach auf den Stich geklebt<br />
und lindern Juckreiz und<br />
Schwellung. www.moskinto.de<br />
Macht Druck<br />
Das Sea-Band Armband übt Druck<br />
auf den Akupressurpunkt Nei-Kuan<br />
aus, was u.a. Übelkeit auf Reisen<br />
vorbeugt bzw. lindert. Natürlich und<br />
ohne Nebenwirkungen!<br />
www.sea-band.de<br />
Sicher ist sicher<br />
Mit der Dr. Till Kindernotfallbox Modular<br />
hat man alles zur Ersten Hilfe am Kind<br />
schnell parat <strong>–</strong> mit 50 verschiedenen<br />
Artikeln, u.a. Fieberthermometer, Kompressen<br />
und Zahnrettungsset. www.dr-till.com<br />
Reiselust statt Urlaubsfrust<br />
Am Reiseziel warten nicht nur Sonne<br />
und Erholung, sondern häufig auch<br />
fremde Keime, <strong>die</strong> den Darm in Aufruhr<br />
bringen. OMNi-BiOTiC® REISE<br />
sorgt vor <strong>–</strong> eine „Reiseversicherung“<br />
<strong>für</strong> den Darm. omni-biotic.com<br />
Wundheilung auf Reisen<br />
Wenn auf Reisen mal was passiert: Betadona ®<br />
leistet zuverlässig schnelle Hilfe bei kleinen Wunden<br />
und Verletzungen.<br />
Kinder wollen im Urlaub alles entdecken <strong>–</strong><br />
herumtoben, auf Bäume und Felsen klettern,<br />
stundenlang Fangen und Verstecken<br />
spielen … Diesen Bewegungsdrang zu<br />
fördern, heißt aber auch, Verletzungen zu<br />
riskieren. Und kleine Schnitte oder Schürfwunden<br />
sind dabei schnell passiert.<br />
Deshalb ist Wunddesinfektion<br />
so wichtig<br />
So unterschiedlich Schnitte, kleine<br />
Wunden und Schürfungen auch sind,<br />
eines haben sie gemeinsam: Manchmal<br />
gelangen Keime in <strong>die</strong> Wunde, <strong>die</strong> <strong>die</strong><br />
Heilung verzögern können. Um eine<br />
Wundinfektion zu vermeiden, sollte <strong>die</strong><br />
Wunde rasch und zuverlässig versorgt<br />
und desinfiziert werden <strong>–</strong> am besten<br />
mit einem breit wirksamen und zugleich<br />
gewebeschonenden Präparat wie dem<br />
BETADONA® Wund-Gel oder<br />
Wund-Spray.<br />
Den Heilungsverlauf im Auge<br />
behalten<br />
Für einen optimalen Verlauf der<br />
späteren Heilung sorgt danach das<br />
BETADONA® Advanced Wundgel:<br />
Mit der 3-in-1-Formel aus Hydrogel,<br />
Liposomen und Povidon-Iod unterstützt<br />
es den Gewebeaufbau, versorgt <strong>die</strong><br />
Wunde mit Feuchtigkeit und fördert so<br />
eine schnelle Wundheilung. Das Hydrogel<br />
sorgt dabei <strong>für</strong> ein anhaltend feuchtes<br />
Wundmilieu, <strong>die</strong> Liposomen spenden<br />
zusätzlich Feuchtigkeit und unterstützen<br />
so <strong>die</strong> Zellreparatur, und das Povidon-Iod<br />
sorgt <strong>für</strong> ein sauberes Wundheilungsmilieu.<br />
So kann <strong>die</strong> Regeneration der<br />
Haut gefördert und der Heilungsprozess<br />
beschleunigt werden, auch das Aussehen<br />
und <strong>die</strong> Elastizität der Haut verbessern<br />
sich. Dann steht einer schnellen und<br />
optimalen Wundheilung nichts mehr im<br />
Wege <strong>–</strong> auch im Urlaub!<br />
www.betadona.at<br />
RROMOTION; © Halinskyi Maksym (1), BETADONA (1)<br />
BETADONA® Wund-Gel/Wund-Spray sind<br />
Arzneimittel. BETADONA® Advanced Wundgel ist<br />
ein Medizinprodukt. Über Wirkung und mögliche<br />
unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsanweisung/Gebrauchsinformation,<br />
Arzt oder<br />
Apotheker. AT-BETWC-2300044<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 119
Wir sind weg<br />
Auf dem Pony durchs Reich<br />
der Piratenkönigin<br />
Irlands wilder Westen ist ein Abenteuerland<br />
<strong>für</strong> Kinder. Auf Reittouren und bei Bootsausflügen<br />
im Fahrwasser einer berühmten Seeräuberin<br />
entdeckt <strong>die</strong> ganze <strong>Familie</strong> uralte Mythen.<br />
VON WIN SCHUMACHER<br />
Hier oben also soll sie sich versteckt<br />
haben <strong>–</strong> Grace O’Malley, <strong>die</strong> Königin der<br />
Piraten. Die Berge hinter den dunklen<br />
Wassern des Lough Corrib sind an <strong>die</strong>sem<br />
späten Morgen noch immer nicht in<br />
Wolken gehüllt. Friedlich liegt der größte<br />
See der Republik Irland unter einem<br />
raren vergissmeinnichtblauen Himmel.<br />
Ungewöhnlich warme Sonnenstrahlen<br />
berühren das Gesicht. Ein Band an grünen<br />
Inselchen rückt näher. Auf der „Isle<br />
of Innisfree“ fühlen sich <strong>die</strong> Passagiere<br />
heute ganz und gar nicht im Fahrwasser<br />
Beim Pony-Ausflug entdecken <strong>Familie</strong>n <strong>die</strong><br />
wilden Landschaften Connemaras aus einer<br />
besonderen Perspektive.<br />
von sturmgepeitschten Piratenschiffen.<br />
Geruhsam tuckert das Ausflugsboot der<br />
Heimat der mythischen Freibeuterin<br />
entgegen. Dennoch versetzt eine Bootsfahrt<br />
Kinder in ein uraltes Piratenreich<br />
und <strong>die</strong> ganze <strong>Familie</strong> in Abenteuerstimmung.<br />
Hinter dem Lough Corrib steigt das<br />
nach Osten hin flache Land langsam zu<br />
einer Bergkette an, einem zunehmend<br />
rauen Gebirge mit tief eingeschnittenen<br />
Tälern und kalten Atlantikwinden.<br />
Gráinne Mhaol, <strong>die</strong> Glatzköpfige, wie<br />
<strong>die</strong> Iren ihre Königin der See von Connemara<br />
nennen, soll mit dem Bergland<br />
im Rücken ihre Raubzüge entlang der<br />
Küste unternommen und den Eroberungsgelüsten<br />
der Engländer jahrzehntelang<br />
<strong>die</strong> Stirn geboten haben. Der<br />
Legende nach hatte sie als kleines<br />
Mädchen gegen ihren Vater rebelliert,<br />
der sie nicht mit auf See nehmen wollte.<br />
120 | SOMMER <strong>2024</strong>
Reise<br />
mit<br />
Wir sind weg<br />
© Connemara Equestrian Escapes (1), Tourism Ireland (1), Win Schumacher (1), Ashford Castle/Red Carnations Hotels (1), Tourism/Failte Ireland (1)<br />
Als er entgegnet hatte, ihr langes rotes<br />
Haar könne sich in den Schiffstauen<br />
verfangen, schor sie sich kurzerhand<br />
den Kopf kahl und wurde so zur wohl<br />
jüngsten Piratin der Geschichte. Welches<br />
kleine Mädchen auf ihren Spuren<br />
versetzt sich schon nicht gerne in <strong>die</strong><br />
aufmüpfige Grace O’Malley?<br />
Auf den Spuren von Irlands<br />
berühmtester Seeräuberin<br />
„Sie ist eine Ikone der Iren“, sagt David<br />
Luskin, „ihr Land hat <strong>für</strong> uns bis heute<br />
Ob in der Falknerei oder bei Ferien auf<br />
dem Bauernhof <strong>–</strong> in Connemara gibt es <strong>für</strong><br />
Kinder jede Menge zu erleben.<br />
eine besondere Bedeutung. Connemara<br />
ist ein Ort der Legenden.“ Gemeinsam<br />
mit seinem Bruder Patrick fährt<br />
Luskin das Ausflugsboot „Isle of Innisfree“<br />
über den riesigen See. „Wir sind<br />
selbst Nachfahren von Grace O’Malley“,<br />
sagt Luskin stolz. Die um 1530 als Tochter<br />
eines Clanchefs geborene Piratin<br />
war nicht nur als Seeräuberin eine<br />
ungewöhnliche Frau ihrer Zeit im Irland<br />
des 16. Jahrhunderts. Sie war auch eine<br />
der wenigen, <strong>die</strong> als Gegenspielerin<br />
von Königin Elisabeth I. ihre Heimatregion<br />
verteidigten.<br />
„Mit der Gegend sind noch heute viele<br />
berühmte Namen verbunden“, sagt<br />
Patrick Luskin. Das Boot nimmt Kurs auf<br />
eine bewaldete Insel inmitten des Sees.<br />
„Die Leute sagen, wir haben hier<br />
365 Inseln, eine <strong>für</strong> jeden Tag im Jahr.<br />
Doch in Wahrheit sind es etliche mehr.“<br />
Die größte von ihnen ist Inchagoill.<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 121
Wir sind weg<br />
© Tourism Ireland (2), Win Schumacher (2), Connemara Equestrian Escapes (1), Ashford Castle/Red Carnations Hotels (2)<br />
„Der Sage nach soll St. Patrick auf das<br />
Eiland verbannt worden sein“, erzählt<br />
Luskin, „daher pilgern <strong>die</strong> Iren noch<br />
heute hierher.“ Umgeben von dichtem<br />
Laubwald stoßen Kinder als Möchtegernforscher<br />
auf <strong>die</strong> Ruine des Teampall<br />
Phádraig, des St. Patrick-Tempels. Um<br />
das Heiligtum des Apostels der Iren<br />
erinnern von Moosen und Flechten<br />
überzogene Gemäuer und Grabsteine<br />
mit eingeritzten Kreuzen an <strong>die</strong> frühe<br />
Geschichte des keltischen Christentums.<br />
Ein Land der Legenden<br />
Connemara, das sich westlich des<br />
Lough Corrib bis zur Atlantikküste zieht,<br />
ist einer der ursprünglichsten Landstriche<br />
Irlands. Glitzernde Seen, karge<br />
Geröllhänge, Heiden, Moore, Hügel mit<br />
verstreuten Bauernhäuschen, Dolmen<br />
und Menhire geben Connemara den<br />
Anschein einer Region, <strong>die</strong> sich seit<br />
Jahrhunderten kaum verändert hat.<br />
Für <strong>Familie</strong>n gibt es hier weit mehr zu<br />
entdecken, als jemals in eine oder zwei<br />
Ferienwochen passen könnte. Um <strong>die</strong><br />
Twelve Bens oder Na Beanna Beola,<br />
wie der auf 730 Meter ansteigende<br />
Gebirgszug Connemaras auf Irisch<br />
genannt wird, haben sich Traditionen<br />
erhalten, <strong>die</strong> auf der Insel ansonsten<br />
längst verschwunden sind.<br />
EMPFIEHLT IRLAND<br />
HIN UND ZURÜCK: Zum Beispiel mit<br />
Aer Lingus (aerlingus.com) oder Lufthansa<br />
(lufthansa.de) nach Dublin oder Shannon.<br />
Für eine Erkundung Connemaras empfiehlt<br />
sich ein Mietwagen.<br />
UNTERKÜNFTE:<br />
Das familienfreundliche Ashford Castle am<br />
Lough Corrib ist eines der traditionsreichsten<br />
Hotels Irlands mit 800-jähriger Geschichte.<br />
Für Kinder ist ein Besuch der benachbarten<br />
Falkner-Schule ein Muss.<br />
www.ashfordcastle.com<br />
Das einfache Ben Lettery Connemara Hostel<br />
am Fuß der Twelve Bens ist idealer Ausgangspunkt<br />
<strong>für</strong> Wanderungen in <strong>die</strong> Berge ringsum.<br />
www.benlettery.ie<br />
ERLEBEN:<br />
Corrib Cruises bietet verschiedene Bootsausflüge<br />
auf dem Lough Corrib an.<br />
www.corribcruises.com<br />
Mary und David O’Loughlin organisieren von<br />
ihrem Reiterhof aus Ausritte und Kutschfahrten<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> ganze <strong>Familie</strong> mit Connemara-Ponys,<br />
Irish Draughts und Cobs sowie weitere<br />
Freizeitaktivitäten wie Mountainbike-Touren in<br />
Connemara. www.ashfordoutdoors.com<br />
Auch Connemara Equestrian Escapes bietet<br />
geführte Reittouren auf Connemara-Ponys an.<br />
connemaraequestrianescapes.com<br />
WEITERE INFORMATIONEN:<br />
www.ireland.com<br />
„Wir wissen, wie entscheidend <strong>die</strong><br />
irische Sprache <strong>für</strong> unsere Identität ist“,<br />
sagt Mary O’Loughlin, „es macht <strong>die</strong> Region<br />
besonders. Die Menschen hier lieben<br />
das Land.“ Die 43-Jährige streicht<br />
in ihrem Reitstall unweit des Dörfchens<br />
Cong einem Connemara-Pony, das<br />
bereits <strong>für</strong> einen Ausflug gesattelt ist,<br />
über <strong>die</strong> wuschelige Mähne. O’Loughlin<br />
züchtet <strong>die</strong> kleinen Pferdchen, <strong>die</strong><br />
früher oft auch halbwild in den Mooren<br />
und an den kargen Berghängen<br />
Connemaras lebten.<br />
„Eigentlich wollte ich Archäologin<br />
werden“, erzählt O’Loughlin, „aber nach<br />
dem Studium in England musste ich<br />
einfach zurückkommen.“ Sie ist mit Pferden<br />
auf einem Bauernhof in der Nähe<br />
aufgewachsen. In den 90ern began-<br />
Vorbei an mächtigen Schlössern wie Ashford<br />
Castle, durch Schafweiden und alte Parkanlagen<br />
führen Ausritte auf dem Connemara-<br />
Pony in ein Reich der Mythen und Sagen.<br />
122 | SOMMER <strong>2024</strong>
Wir sind weg<br />
nen ihre Eltern Connemara-Ponys und<br />
Irish Draught-Pferde zu züchten. 2008<br />
übernahm sie den Hof und bietet auch<br />
auf stämmigen Irish Cobs, einer alten Arbeitspferderasse,<br />
Ausritte <strong>für</strong> <strong>die</strong> ganze<br />
<strong>Familie</strong> an. Papa darf aufs sportliche Irish<br />
Draught. Oma aufs friedvolle Irish Cob<br />
und <strong>die</strong> Kinder natürlich auf eines der<br />
hübschen Connemara-Ponys.<br />
Auf dem Pony ins Abenteuerland<br />
Von ihrem Pferdehof inmitten eines alten<br />
Waldes führen Reitwege über Hügel mit<br />
saftig grünen Schafweiden. Eichhörnchen<br />
huschen <strong>die</strong> Pfade entlang. Efeu<br />
umrankt uralte Natursteinmauern. Ein<br />
kühler Atlantikwind treibt in ständigem<br />
Wechsel Wolkenschatten und Sonnenflecken<br />
über das Land. Ein Ausritt auf einem<br />
Connemara-Pony versetzt Ausflügler<br />
Schritt <strong>für</strong> Schritt, Hufspur um Hufspur<br />
immer weiter in ein Irland aus vergilbten<br />
Kinderbüchern. Abenteuerlustige <strong>Familie</strong>n<br />
können vom Lough Corrib quer durch<br />
Connemara bis zur Atlantikküste reiten,<br />
wo der Blick über windgepeitschte Berghänge<br />
auf <strong>die</strong> vorgelagerten Inseln Inis<br />
Bó Finne, Inis Toirc, Oileán Chliara und<br />
Acla fällt. Die wehrhaften Turmfestungen<br />
Granuaile’s und Carrickkildavnet Castle<br />
geben noch heute einen imposanten<br />
Eindruck davon, wie <strong>die</strong> Piratenkönigin<br />
Grace O’Malley einst den Engländern<br />
trotzte, und lässt jedes kleine Entdeckerherz<br />
höherschlagen.<br />
Entlang des Ufers von Lough Corrib<br />
erreichen O’Loughlin und ihre Reitergruppe<br />
<strong>die</strong> weiträumigen Parkanlagen<br />
von Ashford Castle. Uralte Araukarien<br />
geben den Blick frei auf ein wuchtiges<br />
CITY AIRPORT TRAIN <strong>–</strong> CAT<br />
Mit nur 16 Minuten Fahrzeit <strong>die</strong> schnellste<br />
Nonstop-Verbindung vom Wiener<br />
Stadtzentrum zum Flughafen.<br />
Der CAT City Check-in: Am CAT-Terminal in<br />
Wien Mitte findet sich Europas einziger City<br />
Check-in <strong>–</strong> einchecken, Bordkarte ausdrucken<br />
& Gepäck bis 75 Minuten vor Abflug vor Ort<br />
aufgeben. Für „CAT-Frequent Traveller“ gibt es<br />
außerdem viele weitere Goo<strong>die</strong>s im CAT Bonus<br />
Club. Durch das Sammeln und Eintauschen<br />
von Punkten warten auf Club-Mitglieder noch<br />
exklusiveres Reisen, Gratistickets und zusätzliche<br />
Vergünstigungen. Alle weiteren Infos unter<br />
www.cityairporttrain.com<br />
Märchenschloss mit mehr als einem<br />
Dutzend bezinnter Türmchen. Ashford<br />
hat eine 800 Jahre lange Geschichte.<br />
Zu Lebzeiten von Grace O’Malley war<br />
das Schloss nicht viel mehr als ein<br />
trutziger Wehrturm. Im 18. Jahrhundert<br />
wurde es nach dem Vorbild französischer<br />
Châteaus ausgebaut. 1852,<br />
nach der großen Hungersnot in Irland,<br />
erwarb es Benjamin Lee Guinness von<br />
der berühmten irischen Bierbrauer-<br />
Dynastie und ließ es im viktorianischen<br />
Stil umbauen.<br />
Zu Gast in einem Märchenschloss<br />
„Sein Sohn Arthur Guinness war besessen<br />
davon, Teil der Adelsgesellschaft<br />
des Vereinigten Königreichs zu werden“,<br />
erzählt Finton O’Gorman auf einem<br />
Schlossrundgang. Kaum einer kennt <strong>die</strong><br />
bewegte Geschichte des Anwesens<br />
besser als der pensionierte Direktor der<br />
nahen Dorfschule. Besonders <strong>für</strong> Kinder<br />
weiß er so einige Anekdoten über das<br />
altehrwürdige Haus zu erzählen.<br />
Seit 1915 ist Ashford ein Hotel. „Kaum<br />
ein anderes Haus Irlands hat so viele<br />
berühmte Persönlichkeiten gesehen“,<br />
sagt O’Gorman. „Und zu vielen gibt<br />
es eine eigene Geschichte.“ Etliche<br />
prominente Irland-Besucher haben<br />
zumindest eine Nacht in Ashford Castle<br />
verbracht. „Schade nur, dass viele kaum<br />
Zeit haben, das Schloss zu verlassen“,<br />
sagt O’Gorman. Ob der eine oder <strong>die</strong><br />
andere der Ashford-Urlauber aus Hollywood<br />
und der High Society sich dann<br />
doch auf einen Reitausflug wagte und<br />
womöglich vom störrischen Pony fiel,<br />
will der Schlossführer nicht verraten.<br />
Die Pferdchen von Connemara sollen<br />
kinderlieb sein, man sagt ihnen jedoch<br />
nach, dass sie hochmütigen Reitern<br />
gegenüber bockig und übellaunig<br />
sein können. So manchem sollen sie<br />
beim Ausritt durch das wilde Land der<br />
Piratenkönigin nicht nur das Staunen<br />
über irische Mythen, sondern auch eine<br />
Lektion in Sachen Demut beigebracht<br />
haben.<br />
Ganzjährig geöffnet!<br />
JETZT<br />
URLAUB<br />
BUCHEN<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 123
Wir sind weg<br />
Camping am Wasser<br />
Camping an sich ist schon ein großes Abenteuer.<br />
Wenn sich der Campingplatz auch noch in der Nähe eines Gewässers befindet,<br />
ist der Spaß <strong>für</strong> Groß und Klein vorprogrammiert. Wir stellen <strong>die</strong> schönsten<br />
Zeltplätze in Seenähe in ganz Österreich vor. VON ALEXANDER KORDS<br />
Wien<br />
© Tom Lamm (2)<br />
Steiermark<br />
Mehr als 50.000 Quadratmeter misst<br />
<strong>die</strong> Campinganlage Murinsel. Auf<br />
<strong>die</strong>ser eindrucksvollen Fläche bietet<br />
sie 80 Stellplätze <strong>für</strong> Zelte, Wohnwagen<br />
und Wohnmobile. Im Schnitt sind<br />
<strong>die</strong> Stellplätze rund 100 Quadratmeter<br />
groß und verfügen über Anschlüsse<br />
<strong>für</strong> Wasser und Strom. Im Mietcaravan<br />
können <strong>Familie</strong>n auch ohne eigenes<br />
Zelt oder Wohnmobil campen. Dabei<br />
genießen sie sogar einen eigenen<br />
Badezugang zum 15.000 Quadratmeter<br />
großen Teich, der im Zentrum der<br />
Anlage zum Abkühlen und Planschen<br />
einlädt. Zudem fließt <strong>die</strong> Mur direkt<br />
am Campingplatz vorbei und eröffnet<br />
verschiedene Freizeitmöglichkeiten<br />
wie Touren mit Kajak oder Schlauchboot<br />
sowie gemütliche Angelstunden.<br />
Weil auf dem Campingplatz <strong>die</strong><br />
Erholung im Vordergrund steht, gibt es<br />
<strong>für</strong> Kinder nur einen kleinen Spielplatz<br />
mit Sandkiste und Schaukel. Da<strong>für</strong><br />
befinden sich in der Umgebung des<br />
Platzes eine Tennisanlage, mehrere<br />
Reitbetriebe und eine Anbindung an<br />
den Murradweg.<br />
Zugegeben: Nach einem See sucht<br />
man am Campingplatz Neue Donau<br />
vergeblich. Aber <strong>die</strong> Neue Donau,<br />
das Gänsehäufel und der Nationalpark<br />
Donau-Auen sind gleich in<br />
der Nähe <strong>–</strong> und somit eine Vielzahl<br />
an Bademöglichkeiten. Auch der<br />
Prater ist nicht weit, und der Campingplatz<br />
ist an den Donauradweg<br />
sowie das Wiener Fahrradnetz<br />
angebunden. Freizeitangebote sind<br />
also reichlich vorhanden <strong>–</strong> auch<br />
auf dem Campingplatz selbst. Dort<br />
befinden sich ein Kinderspielplatz,<br />
eine Beachvolleyball-Anlage, Tischtennisplatten<br />
und Tischfußball. Der<br />
Mini-Markt versorgt <strong>die</strong> Camper<br />
mit den wichtigsten Waren, Imbiss<br />
und Bar sind ebenfalls vorhanden.<br />
Neben den Standard-Stellplätzen<br />
<strong>für</strong> Wohnmobile und der Zeltwiese<br />
gibt es auch Luxusstellplätze mit<br />
eigenem Wasseranschluss, <strong>die</strong><br />
<strong>–</strong> im Gegensatz zu den anderen<br />
Optionen <strong>–</strong> vorab online reserviert<br />
werden können.<br />
Camping Neue Donau<br />
Am Kleehäufel, Wien<br />
campingwien.at/<br />
camping-wien-neue-donau<br />
Vorarlberg<br />
Seecamping Bregenz ist der größte<br />
Campingplatz am österreichischen<br />
Ufer des Bodensees. Zum Baden sind<br />
der Steinstrand am Sporthafen und<br />
der Badestrand am alten Wocherhafen<br />
nicht weit. Auf der Anlage gibt es<br />
Kinderspielplätze, Farradverleih und<br />
Tischtennisplatten, im Umkreis außerdem<br />
einen Basketballplatz und eine<br />
Boulderhalle.<br />
Seecamping Bregenz<br />
Hechtweg 1, Bregenz<br />
www.seecamping.at<br />
Tirol<br />
Das Ferienpara<strong>die</strong>s Natterer See hat<br />
seinen eigenen Badesee mit Attraktionen<br />
wie Wassertrampolin, Wackelbrücke<br />
und Wasserrutsche. Außerdem laden<br />
ein Outdoor-Gym, ein Beachvolleyball-<br />
Platz, eine Trampolin-Anlage und eine<br />
Sport- und Spielwiese zum Auspowern<br />
ein. Ganz besonders: Übernachten im<br />
Safari-Lodge-Zelt, in einem Schlaffass,<br />
einem Tiny Home oder einem Hausboot.<br />
© Seecamping Bregenz<br />
© Ferienpara<strong>die</strong>s Natterer See<br />
Camping Murinsel<br />
Teichweg 1, Großlobming<br />
camping-murinsel.at<br />
Ferienpara<strong>die</strong>s Natterer See<br />
Natterer See 1, Natters<br />
www.natterersee.com<br />
© Andreas Sahlender (2)<br />
124 | SOMMER <strong>2024</strong>
Wir sind weg<br />
Niederösterreich<br />
© Pielachtal Camping<br />
Einen eigenen Teich hat <strong>die</strong> Anlage<br />
Pielachtal Camping zu bieten. Um ihn<br />
verteilen sich <strong>die</strong> 28 Parzellen, <strong>die</strong> jeweils<br />
zwischen 70 und 100 Quadratmetern<br />
groß sind und einen Stromanschluss<br />
aufweisen. Für Hundebesitzer sind acht<br />
Stellplätze reserviert, <strong>die</strong> einen eigenen<br />
Zugang zum Teich haben. Darüber hinaus<br />
gibt es eine Zeltwiese <strong>für</strong> sechs bis acht<br />
Zelte sowie drei geschützte Nischen <strong>für</strong><br />
kleinere Zelte. Der Teich hat einen eigenen<br />
Sandstrand, an dem Hunde verboten<br />
sind. Planschen ist auch an anderen<br />
Orten im Pielachtal möglich, beispielsweise<br />
im Pielachtalbad in Rabenstein an der<br />
Pielach und im Erlebnisfreibad in Kirchberg<br />
an der Pielach. Außerdem ist der<br />
Pielachpark in Hofstetten-Grünau zu Fuß<br />
nur eine halbe Stunde vom Campingplatz<br />
entfernt und mit einem abwechslungsreichen<br />
Spielplatz und weiteren Freizeitangeboten<br />
ausgestattet.<br />
Pielachtal Camping<br />
Mariazeller Straße 23c,<br />
Hofstetten-Grünau (Mainburg)<br />
www.pielachtalcamping.at<br />
© Seeterrassencamping Ried (2)<br />
Oberösterreich<br />
Um einen kleinen, aber feinen Campingplatz<br />
am Wolfgangsee handelt es<br />
sich bei Seeterrassencamping Ried.<br />
Er befindet sich am Ende einer Sackgasse<br />
und ist daher sehr ruhig gelegen.<br />
Dank der Terrassen ermöglicht<br />
jeder der 40 Stellplätze einen wunderschönen<br />
Blick auf den See und/<br />
oder <strong>die</strong> umgebenden Berge. Auch<br />
das Terrassencafé bietet eine optimale<br />
Aussicht auf den Wolfgangsee, ebenso<br />
wie der Relax-Bereich „Bankerl zur<br />
schönen Aussicht“. Tischtennis, Tischfußball<br />
und ein Kinderspielplatz sind<br />
zur Freizeitgestaltung am Campingplatz<br />
vorhanden. Nur zehn Gehminuten<br />
entfernt vom Platz liegt das Zentrum<br />
von St. Wolfgang. Noch kürzer ist der<br />
Weg zur Schafbergbahn sowie zum<br />
Surf- und Wassersportzentrum Raudaschl,<br />
wo Boote und Mountainbikes<br />
ausgeliehen werden können.<br />
Seeterrassencamping Ried<br />
Ried 18, St. Wolfgang<br />
www.seeterrassencamping-ried.at<br />
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SOMMER www.hoteltherme.at <strong>2024</strong> | 125
Wir sind weg<br />
Kärnten<br />
Am Südufer vom Ossiacher See liegt <strong>die</strong><br />
Anlage Seecamping Berghof. Sie verfügt<br />
über mehrere Badestege, über <strong>die</strong> <strong>die</strong><br />
Gäste ins Wasser springen und sich<br />
erfrischen können. Die Stellplätze sind in<br />
verschiedene Kategorien eingeteilt <strong>–</strong> vom<br />
Standard-Platz <strong>für</strong> Zelte bis zum Superior-<br />
Platz mit einer Fläche von 155 Quadratmetern<br />
direkt am See. Kinder kommen am<br />
Campingplatz voll auf ihre Kosten <strong>–</strong> dank<br />
des prall gefüllten Animationsprogramms.<br />
Zaubershow, Ponyreiten und Kinderdisco<br />
sind nur einige der Highlights, <strong>die</strong> der<br />
Campingurlaub bietet. Noch dazu gibt es<br />
Fußball-, Beachvolleyball- und Sandtennisplätze,<br />
einen Adventure-Minigolfplatz<br />
und einen Mountainbike-Trail auf der<br />
Anlage. Ein gemütliches Restaurant mit<br />
großer Terrasse bereitet allerlei Speisen<br />
zu; wer auf Selbstversorgung setzt, der<br />
findet im platzeigenen Supermarkt <strong>die</strong><br />
notwendigen Zutaten.<br />
Seecamping Berghof<br />
Ossiacher See Süduferstraße 241,<br />
Villach/Landskron<br />
www.seecamping-berghof.at<br />
© Seecamping Berghof (2)<br />
Salzburg<br />
Erst im Mai <strong>2024</strong> wurde das Seecamp<br />
Zell am See eröffnet. Somit ist eine<br />
moderne Ausstattung gewiss. Jeder<br />
Stellplatz ist mindestens 80 Quadratmeter<br />
groß und verfügt über einen<br />
Stromanschluss und kostenloses<br />
WLAN. Die Luxus-Stellplätze sind<br />
zusätzlich mit Anschlüssen <strong>für</strong> Wasser,<br />
Abwasser und Gas ausgestattet. Gäste<br />
ohne Zelt oder Wohnmobil können<br />
in einer der beiden Camping-Hütten<br />
übernachten, <strong>die</strong> <strong>für</strong> bis zu vier Personen<br />
geeignet sind. Der Badeplatz<br />
am Zeller See ist unmittelbar vor dem<br />
Campingplatz gelegen. Dort können<br />
Boote ausgeliehen und Kajak-Kurse<br />
gebucht werden, auch Fahrräder stehen<br />
zur Verfügung. Im Lebensmittel-<br />
Shop auf dem Campingplatz gibt es<br />
jeden Morgen frische Semmeln sowie<br />
den ganzen Tag verschiedene Lebensmittel.<br />
Zudem bietet ein Restaurant<br />
regionale und internationale Speisen.<br />
Für <strong>die</strong> Zubereitung eigener Mahlzeiten<br />
gibt es einen Grill- & Chill-Platz.<br />
Seecamp Zell am See<br />
Thumersbacherstraße 34, Zell am See<br />
www.seecamp.at<br />
© Seecamp Zell am See (2)<br />
Burgenland<br />
© Erik van Ommen (1), Podersdorf am See (2)<br />
Strandcamping Podersdorf am See<br />
ist der größte Campingplatz am Neusiedler<br />
See. Die Anlage bietet eigene<br />
Bereiche <strong>für</strong>s Baden und <strong>für</strong> Wassersport,<br />
zudem kann man SUPs ausleihen<br />
und einen Kurs in der Segelschule<br />
besuchen, Kinder können sich auf dem<br />
Spielplatz austoben. Stellplätze gibt es<br />
<strong>für</strong> Zelte und <strong>für</strong> Wohnmobile, bei allen<br />
ist ein Stromanschluss inklusive. Für<br />
etwas mehr Luxus können auch Mobile<br />
Homes in unterschiedlichen Größen<br />
gebucht werden. Zur Versorgung<br />
mit Lebensmitteln sind ein Geschäft<br />
sowie Selbstbe<strong>die</strong>nungsautomaten mit<br />
Snacks und Getränken vorhanden. Als<br />
besonderen Bonus erhält jeder Gast<br />
des Campingplatzes eine Burgenland<br />
Card. Damit ist der Eintritt zum<br />
familienfreundlichen PODOBEACH<br />
kostenlos, außerdem berechtigt <strong>die</strong><br />
Karte zum Besuch von Yoga- und<br />
Fitnesskursen am See. Darüber hinaus<br />
sind zahlreiche weitere Angebote im<br />
Bundesland dank der Karte günstiger<br />
oder sogar gratis.<br />
Strandcamping Podersdorf am See<br />
Strandplatz 19, Podersdorf am See<br />
www.podersdorfamsee.at/camping<br />
126 | SOMMER <strong>2024</strong>
Gratis-Schutz<br />
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Wir sind weg<br />
Abenteuerland<br />
Tipps<br />
Von nächtlichen Zoobesuchen bis zur märchenhaften Grottenfahrt <strong>–</strong><br />
hier gibt’s aufregende Abenteuer <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Sommer</strong>monate. VON TANJA HOLZ<br />
VORARLBERG<br />
1) Opern-Workshop <strong>für</strong> Kids<br />
Gemeinsam mit den Theaterpädagoginnen<br />
des Opernschlüssels wird <strong>die</strong><br />
packende Geschichte von Carl Maria<br />
von Webers Der Freischütz zum Leben<br />
erweckt. Empfohlen <strong>für</strong> Kids ab 11.<br />
Wo: Festspielhaus Bregenz, Platz der<br />
Wiener Symphoniker 1, 6900 Bregenz<br />
Wann: 27.6.<strong>–</strong>4.7.<br />
Wie viel: Kinder (ab 11) € 6,<strong>–</strong><br />
bregenzerfestspiele.com/de/jungefestspiele/szenische-opern-workshops<br />
2) Theater-Stadtführung Bludenz<br />
In der Bludenzer Altstadt begegnen<br />
euch historische Persönlichkeiten aus<br />
der Stadtgeschichte. Trefft Alois Negrelli,<br />
Friedrich mit der leeren Tasche, Grete<br />
Gulbransson und andere bei einem kurzweiligen<br />
Stadtspaziergang.<br />
Wo: Start: Tourismusbüro Bludenz, Rathausgasse<br />
5, 6700 Bludenz<br />
Wann: 5.7.<strong>–</strong>6.9., jeden Fr, 17<strong>–</strong>18:30 Uhr<br />
Wie viel: Erw. € 35,<strong>–</strong>, Kinder (6<strong>–</strong>14)<br />
€ 25,<strong>–</strong> (Anmeldung: tourismus@bludenz.at)<br />
www.vorarlberg-alpenregion.at/de/<br />
services/theater-stadtfuehrung-durchbludenz.html<br />
TIROL<br />
3) Alpinolino Kinderspieltage<br />
Tauziehen, Tannenzapfen-Zielwerfen,<br />
Seilhüpfen, Quiz-Wanderung … Während<br />
der <strong>Sommer</strong>ferien gibt es im Alpinolino-<br />
Entdeckerpark auf 1.770 m Seehöhe<br />
jeden Montag ein Kinderfest mit buntem<br />
Musik- und Animationsprogramm.<br />
Wo: Bergstation Talkaser,<br />
6363 Westendorf<br />
Wann: 8.7.<strong>–</strong>28.8., Mo, 10:30<strong>–</strong>12:30 Uhr<br />
Wie viel: Eintritt frei (exkl. Liftticket)<br />
www.kitzbueheler-alpen.com<br />
SALZBURG<br />
4) Schaukelpark<br />
Am Gabühel erwartet <strong>Familie</strong>n der erste<br />
Schaukelpark Österreichs: zwei spektakuläre<br />
Wasserfallschaukeln, vier weitere<br />
Riesenschaukeln und ein Spielplatzgelände<br />
mit mehr als 600 m2.<br />
Wo: Schaukelpark Hochkönig, Dienten<br />
am Hochkönig, Dorf 66a, 5652 Dienten<br />
Wann: 18.5.<strong>–</strong>5.10., tägl. 9<strong>–</strong>17 Uhr<br />
Wie viel: Eintritt frei (exkl. Liftticket)<br />
www.hochkoenig.at/de/infrastruktur/<br />
<strong>die</strong>nten-schaukelpark-hochkoenig.html<br />
5) Montelinos Erlebnisweg<br />
Von der Berg- zur Mittelstation der<br />
Kohlmaisbahn geht es durch den Wald<br />
und über Almwiesen, wo 15 Spielestationen<br />
entdeckt werden können. Helft dem<br />
traurigen Clown Montelino, seine Freunde<br />
und Spielsachen wiederzufinden!<br />
Wo: Kohlmaisbahn, Skiliftstraße 234,<br />
5753 Saalbach<br />
Wann: bis 13.10., tägl. 9<strong>–</strong>16:15 Uhr<br />
Wie viel: Eintritt frei (exkl. Liftticket)<br />
www.saalbach.com/de/service/infrastruktur/montelinos-erlebnisweg_a_1614<br />
OBERÖSTERREICH<br />
6) Grottenbahn<br />
In der Märchenwelt am Pöstlingberg<br />
geht ihr auf Tuchfühlung mit Drachen,<br />
Hexen und Zwergen, z.B. bei einer abenteuerlichen<br />
Fahrt mit der Grottenbahn<br />
durch <strong>die</strong> Welt der Lebkuchenhexe oder<br />
auf einer Entdeckungsreise mit dem<br />
Drachenzug durch das Zwergenland.<br />
Wo: Märchenwelt am Pöstlingberg,<br />
Am Pöstlingberg 16, 4040 Linz<br />
Wann: bis 31.8., 10<strong>–</strong>18 Uhr<br />
Wie viel: Erw. € 6,40, Kinder € 3,80<br />
www.linzag.at/portal/de/privatkunden/<br />
freizeit/grottenbahn_2<br />
7) Nachtsafari im Zoo Linz<br />
Ausgestattet mit Taschenlampe und Insektenschutz,<br />
erfahren Abenteurer, wie<br />
sich Tiere an das nächtliche Leben angepasst<br />
haben. Ob Eule, Stinktier oder<br />
Fledermaus <strong>–</strong> <strong>die</strong> Führung bietet <strong>die</strong><br />
Möglichkeit, Tiere zu beobachten, <strong>die</strong><br />
sich während der regulären Öffnungszeiten<br />
oft nicht blicken lassen!<br />
Wo: Zoo Linz, Windflachweg 1, 4040 Linz<br />
Wann: 5.7., 21<strong>–</strong>22:15 Uhr<br />
Wie viel: Erw. € 10,<strong>–</strong>, Kinder (6<strong>–</strong>10) € 5,<strong>–</strong><br />
www.zoo-linz.at/aktuelles/<br />
veranstaltungen<br />
STEIERMARK<br />
8) Ritterfest auf Burg Oberkapfenberg<br />
Ritterkämpfe, Gauklerspektakel, Musik,<br />
Theater, Greifvogelflugschau <strong>–</strong> bei<br />
den mittelalterlichen Festtagen gibt<br />
es eine Menge zu erleben. Stärkung<br />
nach der ganzen Aufregung bietet der<br />
mittelalterliche Markt mit Handwerk<br />
und Kulinarik.<br />
Wo: Schloßberg 1, 8605 Kapfenberg<br />
Wann: 22. & 23.6.<br />
Wie viel: Erw. € 15,<strong>–</strong>, Schulkinder (ab 13)<br />
€ 13,<strong>–</strong>, Kinder (bis 12) gratis<br />
ritterfest.at<br />
128 | SOMMER <strong>2024</strong>
© Kathrin Frank<br />
KÄRNTEN<br />
9) <strong>Sommer</strong>rodelbahn Moosburg<br />
Rasante Fahrten <strong>für</strong> <strong>die</strong> ganze <strong>Familie</strong>!<br />
Als eine der flachsten <strong>Sommer</strong>rodelbahnen<br />
Österreichs bringt sie sogar <strong>die</strong><br />
Kleinsten sicher ans Ziel und lässt sie in<br />
den Steilkurven das prickelnde Gefühl<br />
einer echten Bob-Bahn erleben.<br />
Wo: Kreggab 1, 9062 Moosburg<br />
Wann: Juli<strong>–</strong>August 10<strong>–</strong>18 Uhr<br />
Wie viel: Erw. € 4,20, Kinder (bis 15)<br />
€ 3,40, Kinder (0<strong>–</strong>6) gratis<br />
www.sommerrodeln.at<br />
BURGENLAND<br />
10) Kreativ-Workshop<br />
Wer schwimmt, springt, kriecht, hüpft<br />
oder watschelt? Findet es im Naturpara<strong>die</strong>s<br />
des Burgenlandes heraus! Es warten<br />
viele lustige Rätsel, und zum Abschluss<br />
wird ein buntes Fantasietier gebastelt.<br />
Wo: Landesmuseum Burgenland,<br />
Museumsgasse 1<strong>–</strong>5, 7000 Eisenstadt<br />
Wann: 1.<strong>–</strong>31.7., jeden Di, 10:30 Uhr<br />
Wie viel: € 5,50 (Anmeldung:<br />
office@landesmuseum-burgenland.at)<br />
landesmuseum-burgenland.at<br />
11) Ziegenyoga<br />
Beim <strong>Familie</strong>nyoga am Archehof machen<br />
sich Groß und Klein auf eine lustige<br />
Yogareise am Bauernhof und verwandeln<br />
sich dabei selbst in Tiere. Dabei wird viel<br />
gelacht, mit den Ziegen gekuschelt, sich<br />
bewegt und entspannt.<br />
Wo: Archehof zur Grube, Mühlstraße 23,<br />
7141 Podersdorf am See<br />
Wann: 12.7. & 11.8., 18<strong>–</strong>19:30 Uhr<br />
Wie viel: Erw. € 25,<strong>–</strong>, Kinder (bis 14) € 12,<strong>–</strong><br />
www.zurgrube.at<br />
NIEDERÖSTERREICH<br />
12) Kinderkram<br />
Hier kann man Flipper, Retro-Videospiele<br />
und spannende Lego-Welten nicht nur<br />
ansehen, sondern auch ausprobieren.<br />
Im <strong>Sommer</strong> gibt es außerdem Airhockey,<br />
Kegelautomat und Midi-Golfbahnen.<br />
Wo: Grillenhofstr. 22, 3040 Neulengbach<br />
Wann: Öffnungszeiten online<br />
Wie viel: Erw. € 18,<strong>–</strong>, Schüler &<br />
Jugendliche (bis 16) € 16,<strong>–</strong>, Kinder<br />
(2 bis Schuleintritt) € 8,<strong>–</strong><br />
kinderkram.eitle.at<br />
13) Römerfest<br />
Beim großen Römerfest in Carnuntum<br />
könnt ihr bei Gladiatorenkämpfen<br />
mitfiebern, durch <strong>die</strong> Legionslager und<br />
Händlerviertel spazieren und auf den<br />
Genussstationen in <strong>die</strong> antike Welt des<br />
Römischen Reichs eintauchen.<br />
Wo: Hauptstraße 1A, 2404 Petronell-<br />
Carnuntum<br />
Wann: 14. & 15.9.<br />
Wie viel: Erw. € 13,<strong>–</strong>, Jugendl. (15<strong>–</strong>18) € 11,<strong>–</strong>,<br />
Kinder (11<strong>–</strong>14) € 6,<strong>–</strong> , Kinder unter 11 frei<br />
www.carnuntum.at/de<br />
WIEN<br />
14) Polaris <strong>–</strong> das Weltraum U-Boot<br />
Bei Polaris gehen Kids ab 6 auf eine Wissensreise<br />
mit Pinguin James und Eisbär<br />
Vladimir. Warum dauern eigentlich <strong>die</strong><br />
Nächte in ihrer Heimat so lange? Um das<br />
Rätsel der Polarnächte zu lösen, bauen<br />
sie eine Sternwarte und ein Raumschiff,<br />
mit dem sie um <strong>die</strong> Erde, zum Mars und<br />
zum Saturn reisen.<br />
Wo: Planetarium Wien,<br />
Oswald-Thomas-Platz 1, 1020 Wien<br />
Wann: jeden Fr im Juli, jeden Sa im<br />
August, 16:30<strong>–</strong>17:30 Uhr<br />
Wie viel: € 10,<strong>–</strong><br />
www.vhs.at/de/e/planetarium<br />
SOMMER <strong>2024</strong> | 129
Pro und Kontra<br />
Schulnoten abschaffen<br />
Pro<br />
Von Tanja Haiden<br />
Zum Thema Noten habe ich <strong>die</strong><br />
Fraktion gewechselt. Früher war<br />
ich eindeutig auf der Notenseite:<br />
Noten sind super und <strong>für</strong> alle ein<br />
notwendiges Instrument, damit<br />
man Ahnung hat, was man kann.<br />
Aber ist das wirklich so? Was sagt<br />
eine Ziffer über das Kind bzw. den<br />
künftigen Erwachsenen aus?<br />
Es fängt schon damit an, dass<br />
Noten immer im Vergleich zum<br />
Rest der Gruppe entstehen. Eine<br />
gute Note kann in einer anderen<br />
Klassenformation schon wieder<br />
nicht mehr so viel wert sein und<br />
umgekehrt. Da sollen unsere Kinder nicht verwirrt sein, wenn<br />
sie Schule oder Klasse wechseln und dann ganz andere Noten<br />
präsentiert bekommen, obwohl sie <strong>für</strong> sich <strong>die</strong> gleiche Leistung<br />
gebracht haben? Kompetenzen werden meistens ausgeklammert.<br />
Könnte sein, dass ein miserables Zeugnis trotzdem einen<br />
leistungsbereiten und zielstrebigen Schüler zeigt. Einen jungen<br />
Menschen, dem nicht jede Note „zufliegt“, der sich alles erarbeiten<br />
muss und genau deswegen im künftigen Berufsleben mehr<br />
Empathie und Biss zeigt.<br />
Und wie ist das mit der Objektivität? Kennen wir es nicht<br />
alle aus unserer Schulzeit, dass es immer Lieblingsschüler<br />
und Lieblingsschülerinnen gegeben hat? Jene, <strong>die</strong> bevorzugt<br />
aufgerufen wurden, Motivationszuspruch und natürlich immer <strong>die</strong><br />
bessere Note bekommen haben? Ich kann <strong>die</strong> Namen <strong>die</strong>ser<br />
Schüler noch abrufen <strong>–</strong> und meine Schulzeit liegt schon einige<br />
Zeit zurück! Aber ich muss gar nicht in meiner Schulzeit kramen.<br />
Es ist erwiesen, dass tendenziell Buben <strong>die</strong> schlechteren Noten<br />
bekommen oder Kinder aus Akademikerfamilien <strong>die</strong> besseren. Ist<br />
doch komplett logisch, dass <strong>die</strong>sen Kindern mehr zugetraut wird,<br />
oder? Die soziale Herkunft mischt also auch mit.<br />
Ganz toll waren auch immer <strong>die</strong> „Motivationsnoten“! Stand man<br />
zwischen zwei Noten, bekam man <strong>die</strong> schlechte Note als Motivation.<br />
Und damit erhoffte man sich eine Leistungssteigerung?? Bei<br />
meiner erwachsenen Tochter hat das nie funktioniert, sondern<br />
zu einer regelrechten Verweigerung des Schulfaches geführt.<br />
Blöderweise war Mathematik ein Maturafach, und bis zu <strong>die</strong>ser<br />
war es hart und tränenreich. Bei ihr und auch bei mir.<br />
Ich verstehe schon, Noten sind wichtig. Ein System zum Einordnen,<br />
denn wir vergleichen gerne. Wäre es nicht wunderbar, wenn<br />
wir das in Elternrunden nicht brauchen würden? Wir als Eltern<br />
genauso stolz sind und nicht nur <strong>die</strong> „Einser-Zeugnisse“ hervorheben?<br />
Nein, Noten müssen <strong>für</strong> mich wirklich nicht mehr sein. Im<br />
Übrigen ist meine Tochter nie nach dem Maturazeugnis gefragt<br />
worden, und beruflich jongliert sie täglich als leitende Angestellte<br />
mit Zahlen. Komisch, oder?<br />
Kontra<br />
Von Peter Draxl<br />
Das Kontra könnte man jetzt<br />
abkürzen mit einem nüchternen<br />
NEIN und fertig. Für was soll das<br />
jetzt wieder gut sein, Kind und<br />
Lehrer müssen doch wissen,<br />
wo ein Schulkind steht <strong>–</strong> ob es<br />
irgendwo gut oder schlecht ist,<br />
wie es zu bewerten ist. Wie soll<br />
ich sonst wissen, wie es einem<br />
Kind z.B. in Mathe geht. „Eh net so<br />
schlecht“ oder „no jo, passt eh“.<br />
Zeugnis gibt’s natürlich auch keins<br />
mehr <strong>–</strong>oder gibt’s eins mit „passt<br />
eh“ als Bewertung? Etwas mit<br />
Noten zu bewerten, ist doch das<br />
einzige Messinstrument, das uns im Schulwesen geblieben ist<br />
und Sinn ergibt, den Rest des Bildungssystems kannst ohnehin<br />
in <strong>die</strong> Tonne treten.<br />
Die ganze Welt hat sich verändert, nur <strong>die</strong> Schulfächer im<br />
Gymnasium sind heute noch <strong>die</strong>selben wie damals bei mir<br />
in den 80ern. Dort sollte <strong>die</strong> Reise hingehen: mal <strong>die</strong> Fächer<br />
überarbeiten und so was wie „Kommunikation“ z.B. einführen<br />
oder „Politische Bildung“ oder oder oder ... Wenn Reform, dann<br />
in den Inhalten, nicht in der Bewertung.<br />
Es gibt doch auch dem Kind Sicherheit, wenn es weiß, wo<br />
es steht, wo es zu wenig getan bzw. gelernt hat. Man kann sich<br />
mit den Eltern <strong>die</strong> Prioritäten erarbeiten, also z.B. ein Dreier in<br />
„Religion“ ist völlig egal, ein Vierer mit Option auf einen Fünfer<br />
in „Englisch“ etwa wiederum nicht. Hätte ich <strong>die</strong>se Bewertung<br />
nicht, wüsste ich nicht, wo ich dem Schulzwerg beim Reintigern<br />
unterstützen sollte und was er schleifen lassen kann. Wie soll<br />
das alles gehen ohne Noten?<br />
Oder bei einem neuen Lehrer: Der schaut sich <strong>die</strong> Zeugnisse<br />
an und weiß, mit wem er es zu tun hat. Einer ist in „Deutsch“<br />
sehr schlecht, der braucht da ein wenig Unterstützung, der<br />
andere wiederum hat fast nur Einser, ist also quasi der Klassenstreber<br />
<strong>–</strong> na da braucht er nichts zu tun, der wird ohnehin genug<br />
von der Gemeinschaft verdroschen. Streber mag man nicht.<br />
Egal, ob Jahresabschluss, Matura, Stu<strong>die</strong>nabschluss <strong>–</strong> überall<br />
braucht’s Noten, um klarzustellen, ob der junge Mensch was<br />
draufhat oder eben nicht so. Dazu braucht’s eine Bewertung. Mir<br />
fällt kein anderes System ein, um Leistung zu bewerten. Nach<br />
dem Studium ist das System sowieso weg, da ist „gut“ ein Lob<br />
(oder das Ausbleiben von Kritik) und „schlecht“ ein angefressenes<br />
Gesicht oder ein ernstes Gespräch. Hier gibt’s dann <strong>–</strong> je<br />
nachdem, wo man anheuert <strong>–</strong> eine Kultur, in der man <strong>die</strong> Arten<br />
der Bewertung selbst rausfinden muss. Wenn man Glück hat,<br />
gibt’s ein Mitarbeitergespräch, in dem man zur eigenen Orientierung<br />
in regelmäßigen Abständen bewertet wird. Da war sie<br />
wieder, <strong>die</strong> Bewertung <strong>–</strong> es geht einfach nicht ohne.<br />
© Rawpixel<br />
130 | SOMMER <strong>2024</strong>
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17. JULI UM 16:30 UHR IM TV
Ich<br />
hab‘s gern<br />
kuschelig<br />
und zart.<br />
Sanfte<br />
Wohlfühl-Pflege<br />
zum zarten Preis.<br />
baby, wir<br />
verstehen dich.<br />
Top<br />
Qualität<br />
im neuen<br />
Design
Schaum mal, wir baden!<br />
Der Reihe nach mit den<br />
fruchtig-frechen Heidelotte,<br />
Birnie, Heidelpeter,<br />
Knistian und Orangi.<br />
Erst mal ausmalen!<br />
Gut vorbereitet <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Gestaltung deiner<br />
Schultüte: Hier kannst du<br />
mit sauberhaften Tierchen<br />
und tipis Robärt deine<br />
Ausmalkünste trainieren.
BI KIDS<br />
Schultüte gesucht<br />
Zeig uns deine fröhlichste Schultüte:<br />
Ob Einhörner, Raumschiffe,<br />
<strong>die</strong> BI KIDS-Tierchen oder etwas ganz<br />
anderes <strong>–</strong> deine Kreativität zählt!<br />
Mitmachen ist easy: Maile uns ein Foto<br />
deines Entwurfs an gewinn@tipimagazin.at<br />
oder schick uns <strong>die</strong> herausgetrennte<br />
Seite mit der Post.<br />
Es winken tolle Preise wie ein Tag<br />
mit Freunden & Freundinnen im<br />
FamilyPark St. Margarethen und<br />
tolle BI KIDS-Produktpackages.<br />
BI KIDS ist der perfekte<br />
Pflegebegleiter <strong>für</strong> alle Kinder.<br />
Täglicher Badespaß <strong>für</strong> Haut<br />
& Haar mit Apfelix, Kirschtina<br />
und Waldbeerti.
Welche sechs Dinge braucht Robärt bestimmt nicht in<br />
seinem Urlaub am Kärntner Wörthersee?<br />
A<br />
J<br />
B<br />
D<br />
I<br />
K<br />
C<br />
L<br />
H<br />
E<br />
F<br />
G<br />
Wußtest du, dass der<br />
Wörthersee Kärntens<br />
wärmster Badesee ist?<br />
Lösung siehe Inhaltsverzeichnis<br />
Selbst gemachte Wasserbomben<br />
Bastle ganz einfach deine eigenen<br />
wiederverwendbaren Wasserbomben aus<br />
gebrauchten farbigen Abwaschschwämmen!<br />
„Upcycling“ bedeutet, dass<br />
du etwas, das du nicht mehr<br />
brauchst, <strong>für</strong> einen anderen<br />
Zweck verwendest. So vermeidest<br />
du Müll und hilfst,<br />
<strong>die</strong> Umwelt zu schützen.<br />
1)<br />
Ziehe <strong>die</strong> rauhe<br />
Oberfläche der<br />
Schwämme<br />
vorsichtig ab.<br />
2)<br />
Schneide <strong>die</strong> Schwämme in<br />
je drei längliche Bahnen.<br />
3)<br />
Binde nun <strong>die</strong> länglichen<br />
Teile von drei Schwämmen<br />
mit einem Gummiring<br />
zusammen. — FERTIG!
Viele Tiere besitzen Fähigkeiten, <strong>die</strong> an Superkräfte<br />
erinnern. Lies <strong>die</strong> Texte und schau dir <strong>die</strong> Tiere an.<br />
Welche Beschreibung passt zu welchem Tier?<br />
Ordne <strong>die</strong> richtige Antwort dem jeweiligen Tier zu.<br />
Puma<br />
1) Mit meiner Kraft<br />
kann ich einen Baum<br />
ausreissen.<br />
2) Ich kann mit einem<br />
Satz 5 1 / 2 Meter hoch<br />
auf einen Baum springen.<br />
3) Ich brülle so laut,<br />
dass du mich noch in<br />
über vier Kilometern<br />
Entfernung hören<br />
kannst.<br />
4) Ich habe ein feines<br />
Gespür und kann<br />
deine Körpersprache<br />
lesen. So nehme ich<br />
wahr, wie es dir geht.<br />
5) Ich sprinte mit bis zu<br />
100 Kilometern pro Stunde.<br />
Lösung siehe Inhaltsverzeichnis<br />
Male Robärt an und überlege dir eine<br />
Superkraft <strong>für</strong> ihn.<br />
Deine Superkräfte<br />
Du bist einzigartig und großartig<br />
und hast ganz persönliche<br />
Superkräfte.<br />
Schreibe auf, was du gut kannst<br />
und dich besonders macht!