Gewürze Detektive - Buchklub der Jugend

buchklub.at

Gewürze Detektive - Buchklub der Jugend

Buchklub-Magazin für junge LeserInnen

Heft 2/Oktober 2012

Nashörner

Gewürze Detektive


02

Inhalt

Gewürze

Kunterbunte Geschmacksbomben

YEP-Gewürzregal

liest sich fast von selbst!

Detektive

Spürnasen im Einsatz

Berühmte Detektive

Spurensicherung

Die Meisterdetektivin

Gewürze mit Superkräften

Feinschmecker-Quiz

Die Krähe und der Kranich

Die Welt unter der Lupe

Ein Lupen-Gerät für winzige Dinge

Mücke, Schimmelpilz und Schneekristall

Schau genau!

App

Detektive

04–05

06–07

12–13

14–15

16

17

18–19

Lupe & Mikroskop

08

10–11

24–25

26–27

28

29

Seite04

Seite12

Seite

24

Zu allen Themenstrecken in diesem Heft gibt es im Internet

Arbeitsblätter und eine App: www.buchklub-impulse.at


Liebe YEP-Leserin!

Lieber YEP-Leser!

Die Arbeit von Detektiven ist vielfältig.

Sie suchen vermisste Personen oder helfen

der Polizei beim Lösen von Kriminalfällen.

In diesem Heft verrät uns ein echter Detektiv,

was man in seinem Beruf können muss.

Was ist scharf oder süß und macht unser Essen

erst so richtig gut? Erraten! Die Gewürze.

Warum sie früher wertvoller als Gold waren

und welche Superkräfte sie haben, erfährst du

ab Seite 12.

Die Welt besteht aus viel mehr, als wir mit

bloßem Auge sehen können. Wir schauen

gemeinsam durch Lupe und Mikroskop.

Du wirst überrascht sein, was sich alles im Staub

tummelt oder wie ein Schneekristall aussieht.

Nashörner sind groß und schwer und

haben dicke, kurze Beine. Trotzdem können sie

bis zu 50 km/h schnell laufen.

Wie immer gibt es Geschichten, Rätsel,

Buchtipps und ein tolles Poster!

Susanne und dein YEP-Team

App

Achte auf dieses Zeichen im Heft!

Hier sind deine Ideen gefragt!

Jetzt neu: YEP-App!

Ab diesem Schuljahr gibt es für jedes

Heft zu einer Themenstrecke eine

YEP-App: mit weiterführenden

Informationen, Spielen und einem Quiz.

www.buchklub-impulse.at

09

20–23

20–21

22

23

30–31

32–33

34–37

34–35

36–37

37

38–39

40

So funktioniert es!

Infoline

Geheime Botschaften

Hotspot

Poster: xxx

Der Kinohit: xxx

Hotspot-Tipps

Kunstgalerie | Janosch

Bilder für Geschichten

Animal World

Schwerer Pflanzenfresser:

Das Nashorn

Bücherecke

Ein neues Gesetz

Jahresaktion: Wir lesen!

Es regnet

Pinnwand | Vorschau

Highlights im November

Heute schon gelacht?

Übungen zu den Bildungsstandards

Deutsch im Kompetenzbereich Lesen sind

speziell gekennzeichnet.

Inhalt

Rätsellösungen auf Seite 39!

03


04

Detektive

Spürnasen

im Einsatz

App

Sie sind schlau, einfallsreich

und lösen jeden schwierigen Fall.

Wir kennen sie aus Büchern und Filmen:

Detektive.

Der Alltag von echten Detektiven

ist zwar weniger aufregend, aber trotzdem

spannend. Denn die Arbeit eines Detektivs

besteht aus vielen verschiedenen Aufgaben.

Buon volo!

Have a good flight!

Ugodan let!

Zu dieser Themenstrecke gibt es eine App! www.buchklub-impulse.at

Haltet den Dieb!

İyi uçuşlar

Šťastný let!


Detektive sind keine Polizisten

Die Aufträge eines Detektivs sind vielfältig:

Er sucht vermisste Personen, klärt Diebstähle

in Kaufhäusern oder Firmen auf,

hilft Rechtsanwälten bei ihren Ermittlungen

und der Polizei beim Lösen von Kriminalfällen.

Kaufhaus-Detektive passen zum Beispiel auf,

dass nichts gestohlen wird. Sie „spielen“ Kunde

und beobachten dabei die anderen Menschen.

In manchen Kaufhäusern gibt es auch

„Spiegelwände“. Die Rückwand so eines

Spiegels funktioniert wie ein Fenster. Während

man selbst in den Spiegel schaut, sieht der

Detektiv auf der anderen Seite, ob man etwas

in der Tasche verschwinden lässt.

Detektive sind aber keine Polizisten und sie

dürfen auch niemanden verhaften. Wenn sie

einen Dieb erwischen, verständigen sie die

Polizei, die den Täter dann in Gewahrsam nimmt.

Rund um die Uhr im Einsatz

Informationen sammeln oder Nachforschungen

im Internet gehören ebenso zum Detektiv-Beruf

wie stundenlanges Beobachten. Dabei haben

sie die Kamera immer griffbereit, um im

richtigen Augenblick sofort ein Foto als

Beweismittel zu knipsen.

Wie ihre Kollegen in Filmen oder Büchern

entdecken auch echte Detektive oft kleine

Details, die andere übersehen haben.

Um die Wahrheit

ans Licht zu bringen,

sind Detektive oft rund

um die Uhr im Einsatz.

Stundenlanges Beobachten

So arbeitet

ein echter Detektiv

Detektive

Ein Foto als Beweis

Ein Detektiv versucht, so viel

wie möglich über seine

Zielperson (= Person,

über die er Informationen

beschaffen soll) herauszufinden.

Er beobachtet diese

Person genau und befragt

auch Menschen aus ihrem

Umfeld, ob sie vielleicht etwas

Ungewöhnliches bemerkt haben.

Die Hinweise werden dann wie Puzzleteile

zu einem vollständigen Bild zusammengesetzt.

Fotos, Video- und Tonbandaufnahmen dienen

als Beweismittel.

Bei seinen Nachforschungen muss der Detektiv

sehr vorsichtig sein. Besonders, wenn er einen

Verdächtigen „beschattet“, also ihm heimlich

folgt. Dabei sollte der Ermittler möglichst

normal gekleidet sein, um nicht aufzufallen.

Auch sein Auto darf kein Aufsehen erregen.

Am besten eignet sich ein unscheinbares

Fahrzeug.

Hast du

das

gewusst?

Das Wort Detektiv kommt aus dem

Englischen. Das Zeitwort „to detect“

bedeutet so viel wie „aufdecken,

entdecken, ermitteln“.

Ein Detektiv ist also ein Ermittler.

05


06

Detektive

Sherlock Holmes als Comic

Berühmte Detektive

Der berühmteste

Detektiv

Der wohl berühmteste

aller Meisterdetektive

ist Sherlock Holmes.

Seine besonderen

Kennzeichen sind der karierte

Mantel, Hut und Pfeife.

Mit Scharfsinn und

Beobachtungsgabe klärte

Sherlock Holmes vor mehr

als hundert Jahren allerlei

rätselhafte Fälle und

Verbrechen auf.

Bei seinen ungewöhnlichen

Ermittlungen kam er fast

immer auf andere

Lösungen als die Polizei.

Am Ende konnte er

auch beweisen, dass er

recht hatte.

In London kannst du seine Wohnung in

der Baker Street 221b besichtigen. Dort sieht

alles so aus, als würde er jeden Augenblick

hereinkommen, sich in seinen Lehnstuhl setzen

und seine Pfeife rauchen.

Tatsächlich hat er diese Wohnung aber nie

betreten. Sherlock Holmes gab es nämlich

in Wirklichkeit gar nicht. Er ist eine Erfindung

des Schriftstellers Sir Arthur Conan-Doyle, der

ihn zu einer der berühmtesten Romanfiguren

machte.

Kinderdetektive

Der erste Kinderbuchdetektiv war Emil Tischbein.

Der Schriftsteller Erich Kästner hat den klugen

Jungen 1929 für die Geschichte „Emil und

die Detektive“ erfunden, die bereits mehrmals

verfilmt wurde.

Seither haben viele Kinder in Büchern und

Filmen dem berühmten Vorbild nachgeeifert

und sind auf Verbrecherjagd gegangen.

Von Kalle Blomquist über die Fünf Freunde,

TKKG, die Pfefferkörner bis zu Kim Possible.

Kim Possible

Emil und die Detektive

Filmteam: Fünf Freunde


Markus M. ist Detektiv.

YEP hat ihm ein paar

Fragen über seine

Arbeit gestellt.

YEP: Was muss man können,

um ein guter Detektiv zu sein?

Markus: Man muss im Internet rasch

die gewünschten Informationen finden und

die Gesetze kennen. Das ist wichtig,

damit man weiß, welche Ermittlungsmethoden

erlaubt sind und welche nicht.

Man muss geduldig sein und logisch

denken können. Auf jeden Fall sollte man

immer ein bisschen cleverer (= klüger) sein,

als die Person, über die man etwas

herausfinden will.

YEP: Gibt es eine Schule für Detektive?

Markus: Nein, die gibt es nicht. Aber es gibt

Kurse, in denen man viel für den Beruf lernen

kann. Am Ende eines Kurses muss man auch

eine Prüfung machen und bekommt eine Art

Zeugnis. Ich habe zum Beispiel eine Ausbildung

zum „behördlich anerkannten Berufsdetektiv-

Assistenten“ gemacht.

YEP: Was war dein spannendster Fall?

Markus: Im Lager einer Firma wurden immer

wieder teure Handys und Kameras gestohlen.

Ich sollte als verdeckter Ermittler den Dieb

finden. Deshalb wurde ich für kurze Zeit

zum Schein als Lagerarbeiter eingestellt.

Da musste ich natürlich gut aufpassen,

dass ich mich nicht verrate!

Hast du

das

gewusst?

Detektive

Seit wann gibt es Detektive?

Den Beruf des Detektivs gibt es in Österreich

und Deutschland seit etwa 150 Jahren.

Damals wurden die ersten Detekteien (= Detektiv-

Büros) eröffnet. In England, Amerika und Frankreich

gab es die privaten Ermittler

schon 50 Jahre früher.

YEP: Hast du herausgefunden,

wer der Dieb war?

Markus: Ja. Als wieder einmal einige Geräte

gestohlen wurden, hatte der Leiter des

Warenlagers sofort einen bestimmten Mitarbeiter

in Verdacht. Aber das war eine Fehlanzeige!

Doch dann kam ich dem wirklichen Täter

auf die Schliche: Es war der Leiter des

Warenlagers selbst!

YEP: Wenn du einen Fall nicht lösen kannst,

bekommst du dann auch kein Geld?

Markus: Doch. Ich muss nur meinen Auftrag

ausführen. Also Informationen sammeln

und am Ende einen Bericht abliefern.

Das ist meine Arbeit und dafür werde ich

auch bezahlt.

Heinz Janisch

Herr Jaromir

und der Meisterdieb

Illustrationen von Ute Krause

Bloomsbury 2012

Ein von Scotland Yard gesuchter Kunsträuber treibt

sein Unwesen in Wien. Die Polizei steht vor einem

Rätsel: Wie hat der Dieb das Gemälde aus dem

hoch gesicherten Museum verschwinden lassen?

Da können nur Lord Huber und sein Assistent

Herr Jaromir helfen.

-Tipp

07


08

Detektive

Spuren sind wichtige Hinweise bei jeder Ermittlung.

Daher müssen sich Detektive bei der Spurensuche

besonders gut auskennen.

Einmalig: Fingerabdrücke

Jeder Mensch hat eine einzigartige Anordnung feinster

Linien an den Fingerspitzen. Es gibt niemanden auf

der Welt, der genau das gleiche Muster hat wie du!

Wenn du etwas angreifst, hinterlässt du einen Abdruck

darauf. Warum? Weil winzige Mengen Fett und Schweiß

an deinen Fingern haften. Diesen Abdruck siehst du

normalerweise nicht, er kann aber durch ein spezielles

Verfahren sichtbar gemacht werden.

Untersuchung

einer Fußspur

Reifenspuren

Fußspuren

Stammen die Reifenspuren von einem Auto,

einem Fahrrad oder einem Motorrad? Die Antwort darauf

könnte weiterhelfen, die gesuchte Person zu finden.

Handschriftlicher

Notizzettel

Spurensicherung

Der Abdruck von Schuhsohlen verrät, welche Schuhe

jemand getragen hat. Durch die Größe des Abdrucks

kann man zum Beispiel erkennen, ob die Spur

von einem Erwachsenen oder von einem Kind stammt.

Wenn es spezielle Schuhe sind, findet man manchmal

sogar heraus, in welchem Geschäft sie gekauft wurden.

Verlorene

Gegenstände

Das Muster

eines Fingerabdrucks

ist bei jedem Menschen anders

Von welchem Fahrzeug stammt diese Reifenspur?

Weggeworfene Zigarettenstummel, handgeschriebene

Notizzettel, ein abgerissener Knopf, Wollfäden oder ein

Taschentuch können Hinweise geben.


So funktioniert es!

Geheime Botschaften

Jeder gute Detektiv gibt seine Botschaften

niemals unverschlüsselt weiter. Es gibt viele Möglichkeiten,

Nachrichten zu verschlüsseln. Hier findest du zwei Vorschläge zum Ausprobieren.

Sechserbrief

Du brauchst:

, Papier

, Schreibstift

Diese Geheimschrift eignet sich für kurze Briefbotschaften,

z. B. in der Pause. Denn wer diese Geheimschrift

nicht kennt, versteht nur Bahnhof.

Beim Sechserbrief gilt nur jeder sechste Buchstabe.

Eine nach diesem System codierte (= verschlüsselte)

Nachricht kannst du durch das Abzählen der Buchstaben

ganz leicht entschlüsseln.

Hi Brigitte

gehe hoch

ins Meer

zum Pinguin

Mario

Kannst du

Marios Nachricht

entschlüsseln?

Bebe-Sprache

Hallo Sophie

Claus thront

alleine auf

dem Uhu

Pia!

HALLO SOPHIE

CLAUS THRONT

ALLEINE AUF

DEM UHU

PIA!

Diese Geheimsprache kannst du schnell lernen. In jedes Wort fügst

du nach einem Selbstlaut (a, e, i, o, u) ein „b“ ein

und sprichst nach dem „b“ noch einmal den Selbstlaut aus.

Das geht so: „Dubu bibist liebieb!“

oder „Viebiel Spabaß!“

Du kannst statt des „b“ auch ein „r“ oder „t“ einsetzen

und so diese Geheimsprache schnell ändern.

Dann heißt es zum Beispiel: „Prorobierier eres doroch

eireinfarach auraus!“ Aballebes klabar?

Informationen aus Sach- und Gebrauchstexten entnehmen 09


10

Detektive | Geschichte

Die Meisterdetektivin

Nichts, aber auch gar nichts entgeht ihrem

scharfen Blick. Von ihrem Erker im Zimmer

überblickt sie fast die ganze Straße. Und das

Wichtigste ist: Sie selber bleibt unsichtbar,

während sie ihre Augen auf Beobachtung

einstellt.

Maxi ist superneugierig und will allem auf

den Grund gehen. Darum untersucht sie ganz

genau, wie alles zusammenhängt. Das nennt

man kombinieren. Maxi kann das besonders

gut. Also ist sie die beste Detektivin der Stadt,

glaubt sie.

Eines Abends macht Maxi eine äußerst

seltsame Entdeckung. Als sie gerade mit ihrer

Geheimschriftscheibe eine Botschaft an ihre

Freundin verschlüsseln will, flackert draußen

ein schwaches Licht.

„Nanu, was ist denn da los?“ Maxi kneift

die Augen zusammen und presst die Stirn

ans Fenster. „Sieht aus wie eine Taschenlampe.“

Ein unheimlicher Schatten löst sich aus dem

Dunkeln, jemand bückt sich und ... der hat

einen Spaten ... und buddelt ein Loch!

Maxi ist alarmiert. „Warum gräbt jemand

im Dunkeln ein Loch? Na klar, um etwas zu

verstecken! Geld, Diamanten, Waffen?“,

kombiniert Maxi messerscharf.

Sie rennt die Treppe hinunter und schleicht

am Wohnzimmer vorbei, wo ihre Eltern gebannt

einen Krimi im Fernsehen verfolgen. Auf

Zehenspitzen nähert sie sich der Gartenhecke,

biegt vorsichtig die Zweige auseinander

und sieht einen Mann mit Kapuze vor sich.

Eine Geschichte von Renate Wienbreyer

„Warum ist der so nervös und hektisch?“, wundert

sich Maxi. „Irgendetwas ist doch da faul.“

Plötzlich knackt es in der Hecke. Der Mann

hält inne und schaut prüfend in ihre Richtung.

„Oh nein, hoffentlich hat er mich nicht gesehen.“

Maxi läuft es eiskalt über den Rücken und

sie hält vor Angst den Atem an.

Welche seltsame Entdeckung macht Maxi?

Ein grelles Licht

Ein blinkendes Licht

Ein flackerndes Licht

Endlich löst der Mann seinen Blick

von der Hecke. Erleichtert atmet

Maxi auf. Ein leises Klirren

ertönt. Dann lässt der dunkle

Schatten

den Spaten mit Wucht

in die Erde sausen

und eilt davon.

„Puh, das war knapp!“, stöhnt Maxi. Der Schreck

sitzt ihr noch in den Knochen. Mit weichen

Knien schleicht sie zurück in ihr Zimmer.

Dann notiert sie alles in ihr streng geheimes

Detektivnotizbuch.

Am nächsten Morgen holt Maxi sofort das

Fern-glas aus ihrer Beschattungskiste und

macht sich an die Arbeit.

„Wo ist die Stelle?“, murmelt sie und sucht

den Rasen des Nachbarn ab. Sie bemerkt, dass

ein ziemlich großes Stück frisch umgegraben ist.


So viel kann der Mann doch nicht in so kurzer

Zeit umgepflügt haben?

Ist er in der Nacht noch einmal zurückgekommen?

Was hat er da alles vergraben?

Gleich nach der Schule schnappt sich Maxi

ihr Notizbuch und klingelt an der Tür des

Nachbarhauses. Sie muss den Nachbarn warnen.

Herr Nahles öffnet. „Na Maxi, wieder mal

auf Spurensuche?“, lächelt er mit Blick auf

ihr Notizbuch. Maxi holt tief Luft. „Herr Nahles,

gestern um 21:05 Uhr hat sich jemand

in Ihrem Garten zu schaffen gemacht“, berichtet

sie ein bisschen aufgeregt. Dabei fällt ihr Blick

auf ein Paar Schuhe am Hauseingang.

An den Spitzen klebt Erde.

„Sehr verdächtig, er war es selber! Aber aus

welchem Grund vergräbt Herr Nahles etwas

im eigenen Garten?“, überlegt Maxi verwirrt.

„Ach herrje, Maxi, woher weißt du das denn

schon wieder?“ Ungläubig schüttelt Herr Nahles

den Kopf.

Maxi kann sich nicht mehr zurückhalten:

„Herr Nahles, Sie selber waren im Garten und

haben etwas versteckt! Zeit für ein Geständnis“,

sprudelt es aus ihr heraus.

„Natürlich war ich das. Wer denn sonst?“, seufzt

Herr Nahles. „Also ich hol dir jetzt eine Limo

und dann erzähl ich dir, was ich verbrochen

habe. Setz dich inzwischen auf die Terrasse.

Den Sinn von Texten klären und auch nicht ausdrücklich genannte Sachverhalte verstehen

Detektive | Geschichte

Gespannt rutscht Maxi auf ihrem Stuhl herum,

bis er mit zwei Limoflaschen und Gläsern

wiederkommt. Stockend beginnt er zu erzählen:

„Meine Frau ist gestern von einer Konferenz

zurückgekommen. Um 21:45 sollte ich sie

vom Bahnhof abholen. Als ich losfahren wollte,

konnte ich aber den Autoschlüssel nicht finden.

In Gedanken bin ich dann den Tag durchgegangen:

Und da fiel mir ein, dass ich

morgens begonnen hatte, ein neues Blumenbeet

anzulegen. Beim Graben muss mir der Schlüssel

aus der Hosentasche gerutscht sein.“

„Und dann sind Sie mit der Stirnlampe

in den Garten gelaufen“, ergänzt Maxi.

„Ja, es war bereits stockdunkel. Der Spaten

stand zum Glück noch beim Beet. Ich hab

ihn durch die Erde gezogen und nach dem

ersten metallischen Klirren war klar, wo

der Schlüssel liegt. Gerade noch rechtzeitig

kam ich zum Bahnhof.“

„Sie haben also gar nichts vergraben, sondern

etwas ausgegraben ... einen läppischen

Autoschlüssel“, murmelt Maxi enttäuscht.

„Schade, es wäre so ein schöner Fall gewesen.

Ich hab aber auch ein Pech.“

„Na, dann sind wir ja schon zwei Pechvögel“,

grinst Herr Nahles.

Beide müssen plötzlich über das vermeintliche

Verbrechen lachen. Und über die Aufregung

und die falsche Verdächtigung.

Aus:

Detektivgeschichten

© 2010 Kinderleicht Wissen Verlag

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12

Gewürze

Kunterbunte

Geschmacksbomben

Gewürze machen unser Leben süßer oder schärfer, auf jeden Fall schmackhafter.

Doch das ist noch lange nicht alles. Manche Gewürze sind wahre Wundermittel.

Deshalb waren sie früher sogar mehr wert als Gold.


Was ist eigentlich ein Gewürz?

Gewürze sind Pflanzenteile, die einen besonderen

Geschmack haben und damit unsere Speisen

verfeinern. Dazu zählen zum Beispiel frische

oder getrocknete Kräuter wie Basilikum, Thymian

oder Petersilie.

Auch die Rinden, Wurzeln, Samen, Blüten,

Blätter oder Früchte verschiedener Bäume

und Sträucher werden als Würzmittel

verwendet. Man kann Gewürze

im Ganzen oder gemahlen, frisch

oder getrocknet verarbeiten.

Gewürznelken

So wertvoll wie Gold

Frische Petersilie

Früher wurden tatsächlich manche Gewürze

mit Gold aufgewogen. Nur reiche Leute konnten

sich Muskat, Safran oder Pfeffer leisten.

Warum? Weil diese Gewürze bei uns nicht

wachsen und deshalb aus fernen Ländern

herbeigeschafft werden mussten. Das ist

heute noch so, doch früher war

der Transport sehr viel anstrengender

und dauerte oft monatelang.

Sogar Kriege wurden geführt,

weil man mit Gewürzen viel Geld

verdienen konnte. Viele Händler

unternahmen lange, gefährliche

Schiffsreisen, um neue Handelswege

und seltene Gewürze zu finden.

Gewürze

Auf einer dieser Fahrten entdeckte zum Beispiel

der italienische Seefahrer Christoph Kolumbus

Amerika. Doch eigentlich wollte er nach Indien,

weil von dort die meisten der wertvollen

Gewürze kamen. Statt Safran aus Indien brachte

Kolumbus Paprika und Chilli aus Amerika

nach Hause.

Die Muskatnuss

ist keine Nuss,

sondern der Kern

einer pfirsichähnlichen

Frucht

Hast du das

gewusst?

Zimtstange

und gemahlener Zimt

Zimt zählt zu den ältesten Gewürzen der Welt.

Schon vor 4 000 Jahren wurde in China

die Rinde des Zimtbaumes zum Verfeinern

Geschmäcker

sind verschieden

von Speisen verwendet.

Wieso werden bestimmte Gewürze in manchen

Ländern mehr verwendet als in anderen?

Was in einem Land gekocht wird und welche Gewürze

dabei verwendet werden, hängt auch davon ab,

welche Pflanzen dort wachsen. Bei uns verwendeten

die Menschen natürlich heimische Gewürze wie Salz,

Senfkörner, Schnittlauch oder Petersilie. Die Rezepte

und Gewürzmischungen wurden von einer Generation

zur nächsten weitergegeben.

Heimische Senfpflanze (oben)

sowie Schnittlauch und Petersilie

sind bei uns beliebte Gewürze

Zimtrinde

13


14

Gewürze

-Gewürzregal

Es gibt zu viele Gewürze, um sie alle hier

vorzustellen. Wir haben eine bunte Mischung

für euch ausgesucht.

Pfeffer

Paprika

Bunte Pfefferkörner

Pfeffer steht in fast allen Küchen im Gewürzregal.

Die Körner, die uns wegen ihrer Schärfe niesen lassen,

sind die unreifen Früchte des Pfefferstrauches. Sie

können grün, weiß, rot oder schwarz sein. Die Farbe

der Pfefferkörner hängt davon ab, wann sie geerntet

und ob sie danach getrocknet oder eingelegt werden.

Rotes Paprikapulver

gibt es scharf und mild

Das leuchtend rote Paprikapulver haben wir

dem Entdecker Christoph Kolumbus zu verdanken.

Er brachte die Paprikapflanze aus Amerika mit,

als er eigentlich nach Indien wollte. Kolumbus war

damals sehr enttäuscht. Wir sind froh darüber,

denn was wäre unser Gulasch ohne Paprika?

Curry

Das gelbe Pulver, das wir „Curry“ (sprich: Köri)

nennen, ist eine Mischung aus vielen Gewürzen.

In Indien ist Currypulver auch deshalb so beliebt, weil

es hilft, das Essen haltbar zu machen. Bei uns wurden

Gemüse und Fleisch früher in Salz und Essig eingelegt,

damit sie ohne Kühlung nicht so schnell verdarben.

Basilikum

Curry erkennst du leicht an der leuchtend gelben Farbe

Frisches Basilikum im Topf

Das grüne Kraut ist besonders von italienischen

Speisen nicht wegzudenken. Es ist außerdem sehr

gesund. Die Blätter enthalten Öle, die Bakterien

(= Krankheitserreger) bekämpfen. Diese Öle riechen

besonders gut, wenn du die Blätter zwischen

den Fingern reibst.


Safran

Wertvolle Safranfäden

Safran ist das teuerste Gewürz der Welt. Er wird aus

den winzigen Teilen einer Blüte gewonnen. Für ein Kilo

Safranfäden muss man zwischen 80 000 und 150 000

Blüten pflücken! Das braucht Zeit und ist sehr mühsam.

Safran ist leuchtend gelb und rot. Deshalb wurde er

früher auch zum Färben von Stoffen verwendet.

Gewürzte Worte

Wenn etwas sehr teuer ist, spricht man von

gepfefferten Preisen. Das kommt daher,

Safranblüte

weil sich früher nur die Superreichen Pfeffer leisten konnten.

Wer jemanden dorthin wünscht wo der Pfeffer wächst,

wünscht sich diese Person ganz weit weg. Weil der Pfeffer

eben aus fernen Ländern kommt.

Wenn man jemandem die Suppe versalzt, vermasselt man

ihm etwas. Das heißt, dass beim Würzen die richtige Menge

wichtig ist.

Und wenn gegen ein Problem oder eine Beschwerde

kein Kraut gewachsen ist, dann scheint es dafür

keine Lösung zu geben. Dieser Ausdruck zeigt,

dass Gewürze auch als Heilmittel sehr wichtig sind.

Muskat

Gewürze

Das nussig-scharf schmeckende Pulver der Muskatnuss

wird für süße und pikante Speisen verwendet.

Zu verschwenderisch sollte man dieses Gewürz aber

nicht einsetzen, denn bei einer Menge von mehr

als drei Gramm ist Muskat giftig!

Frische Vanillekapseln

Vanille

Muskat wird gerieben und verfeinert z. B. Suppen

Vanillemark wird aus den Vanilleschoten herausgekratzt

Vanille ist das zweitteuerste Gewürz der Welt.

Vanillepflanzen blühen nur wenige Stunden.

In dieser Zeit müssen sie bestäubt werden,

damit sich die länglichen Samenkapseln bilden. Die

getrockneten Kapseln, die Vanilleschoten, verwenden

wir zum Würzen. Dafür öffnen wir die Schote und

kratzen das Innere (= Vanillemark) heraus.

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Gewürze

Gewürze mit Superkräften

Jeevan auf seiner Gewürzfarm

Jeevan arbeitet auf einer Gewürzfarm

in Indien und weiß viel über die heilende

Wirkung von Nelke, Ingwer und Kamille.

YEP: Du sagst, Gewürze sind Wundermittel.

Wieso?

Jeevan: Weil Gewürze nicht nur gut schmecken.

Viele haben auch eine heilende Wirkung

auf unseren Körper. Sie haben sozusagen

Superkräfte.

YEP: Welche Superkräfte sind denn das ?

Jeevan: Viele Gewürze enthalten spezielle Öle

und Wirkstoffe, die unserem Körper helfen,

gesund zu werden und zu bleiben.

Das Öl in den Nelken hilft

zum Beispiel bei Entzündungen

oder wenn man Zahnschmerzen hat.

Öl aus Gewürznelken hilft bei Zahnschmerzen

Hier gibt’s lustige Bastelanleitungen, leckere Rezepte,

Tipps zum Anbauen von Gemüse und Kräutern und

vieles mehr. Zum Beispiel: wie aus Karotten Chips

entstehen, wie man aus Maisblättern handgeschöpftes

Papier herstellen kann, oder dass Kräuter

auch in lustigen Saftpackungen wachsen.

YEP: Kann man diese Gewürze

auch zu Hause anwenden?

Jeevan: Ja, vor allem

bei kleinen Wehwehchen.

Die scharf schmeckende

Ingwerwurzel beruhigt den

Magen. Wenn dir beim

Autofahren leicht übel wird,

kannst du kandierten Ingwer kauen.

Das hilft!

YEP: Gibt es auch ungesunde Gewürze?

Helmut: Nein, Gewürze sind nicht ungesund,

aber die richtige Menge ist entscheidend.

Zu viel kann immer schaden!

Salbei

Pfefferminze

Kinderleicht

zum Nachmachen!

Probier doch einmal Tee aus frischen Kräutern

(z. B. Pfefferminze, Salbei), Zimtstangen,

Nelken, Apfelschalen und Zitronenscheiben!

Schmeckt warm oder kalt.

Ingwer schmeckt gut und

hilft bei Magenschmerzen

In meinem Garten

Das Bastel-Koch-Erlebnisbuch

Dorling Kindersley 2012

-Tipp


Welche Gewürze passen?

Schreibe das richtige Gewürz in die Kästchen.

Erkennst du die Gewürze auf den Bildern?

Ordne den Bildern die richtige Zahl zu.

1

7

6

5

3

2

Diese Gewürzmischung ist in Indien sehr beliebt:

Es ist das teuerste Gewürz der Welt,

färbt das Essen gelb und wird gerne für Reisgerichte verwendet:

Angeblich vertreiben diese scharfen Zehen Vampire:

Diese Paste wird aus Samenkörnern gemacht.

Wir essen sie gerne zu Würsteln:

Süßspeisen werden oft mit dem zweitteuersten Gewürz verfeinert:

8

Informationen aus Sach- und Gebrauchstexten entnehmen

Gewürze I Rätsel

Feinschmecker-Quiz

Das rote Pulver ist ein wichtiges Gewürz im Gulasch:

4 Ohne dieses frische, grüne Kraut kommt man in der Pizzeria nicht aus:

Die gemahlene Rinde dieses Baumes

ist aus unserer Weihnachtsbäckerei nicht wegzudenken:

17


18

Gewürze I Geschichte

Vor langer Zeit, als die Erde noch ganz jung war,

lebte an einem Teich, auf dem wunderschöne

Seerosen schwammen, ein grau gefiederter

Kranich. Mücken, Fliegen und bunte

Schmetterlinge schwirrten um ihn herum.

Schnecken krochen von Blatt zu Blatt. Würmer

durchwühlten die Erde und Eidechsen huschten

durchs Gras. Der Kranich lebte wie in einem

Paradies. Das Quaken der Frösche im Teich

war Musik in seinen Ohren, denn es erinnerte

ihn ständig an köstliche Festessen. Jeden Tag

wählte sich der anspruchsvolle Feinschmecker

eine andere Speise.

Was war der Kranich?

Die Krähe

und der Kranich

Ein außergewöhnlicher Kräutersammler

Ein ausgezeichneter Pflanzenkoch

Ein anspruchsvoller Feinschmecker

Doch es gab auch Zeiten, in denen der Kranich

nur Pflanzenkost zu sich nahm. Die unzähligen

Kräuter, Blüten und Gräser, von denen er

umgeben war, forderten ihn geradezu heraus,

von der reichlichen Auswahl ein erlesenes

grünes Menü zusammenzustellen. Damals

besaßen die Tiere noch das Feuer, und

der Kranich liebte es ganz besonders, Frösche

und Fische in glühender Asche zu rösten.

Eines Mittags, als er wieder einmal einige gute

Bissen in der heißen Asche liegen hatte,

Eine Fabel aus Australien

flog eine Krähe herbei, die den Kranich

schon eine Weile beobachtet hatte, und bat

ihn um einen Fisch.

„Du musst noch ein wenig warten“, antwortete

der Kranich und fächelte mit seinen breiten

Schwingen dem glimmenden Feuer etwas Luft

zu. „Es dauert nur noch ein paar Flügelschläge,

dann sind die Fische gar.“

Die Krähe schaute gierig in die Glut, wo

die Fische lagen, und hopste ungeduldig

auf und ab. „Jetzt sind sie aber gut!“, entschied

sie und wollte sich mit einem Stock einen

wohlduftenden Bissen aus der Asche angeln –

sie war so vorsichtig, weil sie ihr Kleid nicht

beschmutzen wollte, denn in jener Zeit besaßen

die Krähen noch schneeweiße Federn.

„Weißfeder!“, schimpfte der Kranich, der sich

in seiner Ehre als Koch gekränkt fühlte. „Du

wirst wohl noch warten können, bis ich dir ein

paar Fische anbiete. Sie sind noch nicht fertig!“

Die gefräßige Krähe versuchte mit allen Mitteln,

den Kranich davon zu überzeugen, dass

die Fische halb gar am besten schmecken.

Dabei fiel dem Kranich etwas ein, und er stellte

kennerhaft fest: „Am besten schmecken sie

mit Dillkraut und Salbei.“ Und er wendete sich

vom Feuer weg, um ein paar Kräuter zu pflücken.

Die Krähe, die es nicht erwarten konnte, nützte

diesen Augenblick und ergriff den Stock. Flink

stocherte sie einen Fisch aus der Asche. Als der

Kranich das sah, wurde er sehr böse.


Er nahm den Fisch, den die Krähe stehlen

wollte, und schlug damit nach ihrem weißen

Köpfchen.

Entsetzt wich die Krähe zurück, stolperte und

flog in die schwarze Asche. Sie schrie vor Wut

und Angst und konnte sich nicht sofort wieder

aufrappeln. Der Kranich zog sie wortlos heraus.

Mit leerem Magen und die Federn voller Asche

eilte sie laut schimpfend davon.

Seit dieser Zeit haben alle Krähen ein dunkles

Gefieder.

Was stellte der Kranich fest?

Fische schmecken am besten mit …

Dillkraut und Salbei.

Salbei und Aschenkraut.

Feuerpulver und Dillkraut.

Die Krähe konnte es nicht überwinden,

dass sie wegen einer solchen Kleinigkeit ihre

weiße Federpracht einbüßen musste. Und so

sann sie auf Rache.

Eines Nachmittags, als der Kranich nach einer

reichlichen Mahlzeit am Ufer des Teiches

ein Schläfchen hielt und behaglich schnarchte,

schlich sich die Krähe leise heran. Sie packte

eine der abgenagten Fischgräten und steckte

sie dem Kranich ganz vorsichtig in den halbgeöffneten

Schnabel. Dann flog sie lautlos

in einen dichtbelaubten Baum und linste

in schadenfroher Erwartung zu dem

ahnungslosen Schläfer hinüber.

Endlich erwachte der Kranich. Er reckte sich

genüsslich und sperrte weit den Schnabel auf,

um kräftig zu gähnen. Sofort fühlte er ein

Kratzen und Stechen im Hals. Er spuckte und

würgte, aber die Fischgräte rührte sich nicht.

Gewürze I Geschichte

Er wollte um Hilfe schreien.

Doch er brachte nur krächzende Laute hervor.

So hatte sich die Krähe für ihr dunkles Gefieder

gerächt und seit dieser Zeit hat der Kranich

eine krächzende, heisere Stimme.

Aus:

Karsten Teich

Fabeln aus aller Welt

© 2012 Tulipan Verlag

Den Sinn von Texten klären und auch nicht ausdrücklich genannte Sachverhalte verstehen

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Hotspot I Filmtipp

DER AKTUELLE KINOHIT

Oona stellt Niko ihren neuen Partner Lenni vor

NIKO 2 –

Kleines Rentier, großer Held

Ab 1. November im Kino!

Im Leben des kleinen, fliegenden Rentiers Niko

gibt es eine große Veränderung. Seine Mutter

Ooana stellt ihm ihren neuen Partner Lenni

und dessen Sohn Jonni vor.

Das passt Niko gar nicht. Vor allen Dingen möchte

Niko seinen Stiefbruder Jonni am liebsten so schnell

wie möglich wieder loswerden.

Doch Jonni wird von zwei Adlern entführt,

die es eigentlich auf Niko abgesehen hatten!

Voller Gewissensbisse macht sich Niko auf

eine abenteuerliche Reise, um ihn zu befreien.

Seine Freunde – das Flughörnchen Julius,

das Wiesel Wilma und das alte, kurzsichtige

Rentier Tobias – versuchen ihm, dabei zu helfen.

Aber schon bald muss Niko feststellen, dass er

nicht nur seinen Stiefbruder retten muss: Die ganze

Rentierstaffel soll gefangen genommen werden

und das Weihnachtsfest ist in Gefahr!

Nur wenn alle zusammenhalten,

können sie es schaffen.

Niko und seine Freunde

Niko und das

kurzsichtige Rentier Tobias

Beantworte folgende Frage

und gewinne ein Überraschungspaket!

Von wem wird Jonni entführt?

Niko nimmt Jonni

zum Fliegen huckepack

A Von zwei Rentieren.

B Von zwei Flughörnchen.

C Von zwei Adlern.

Schicke die richtige Antwort bis 12. November 2012 an:

Buchklub Kennwort: NIKO 2

Mayerhofgasse 6 1040 Wien

E-Mail: yep@buchklub.at Betreff: NIKO 2

© Constantin Film


Das Musical erzählt die Geschichte von Elisabeth,

der Kaiserin von Österreich.

Elisabeths Leben begann als romantisches Märchen

und endete mit einem tragischen Mord.

Schon mit 16 Jahren besteigt sie den österreichischen

Thron. Statt ihrer Schwester Helene, wählt Kaiser Franz

Joseph sie zur Frau. Er kann ihrer Schönheit und ihrer

Lebensfreude nicht widerstehen.

Doch schon bald nach der Hochzeit wird der jungen

Kaiserin das Leben zur Qual. Denn am Wiener Hof

herrschen strenge Regeln und ihre Schwiegermutter

überwacht Elisabeth auf Schritt und Tritt. Doch die

junge Kaiserin kämpft mit aller Kraft um ihre Freiheit.

(Theater an der Wien, Tickets für das Musical unter Tel.: +43 1

58885)

PC-Spiel

Musical-Tipp

Elisabeth: Eine junge Kaiserin

kämpft um ihr Glück

Lego Batman 2

Batman ist zurück! Er muss wieder

einmal Gotham City retten. Hilfe

bekommt er dabei nicht nur von

Robin, sondern auch von anderen

Superhelden wie Superman und Wonder Woman.

Teil 2 setzt dort an, wo das weltweit erfolgreiche erste

Batman-Videospiel aufgehört hat. Die Helden erkunden

bisher unbekannte Teile von Gotham City und haben

ganz neue Werkzeuge, mit denen sie für Recht und

Ordnung sorgen können.

(Lego Batman 2, DC Super Heroes von Warner Bros. Interactive,

ab 6 Jahren )

Neu im Kino!

Hotspot I Tipps

Asterix und Obelix –

Im Auftrag Ihrer Majestät

Die beliebten Comic-Helden erleben ihr erstes 3D-

Kinoabenteuer!

Der römische Kaiser Julius Cäsar begibt sich

mit seinen Truppen auf einen Feldzug nach

Britannien. Daraufhin sendet die Königin der Briten

ihren Berater nach Gallien, um Hilfe zu holen.

Dort lässt man sich nicht lange bitten: Asterix, Obelix

und Idefix machen sich mit einem Fass Zaubertrank

auf, um den Freunden im Kampf gegen die Römer

zu helfen.

Der einzige Wehrmutstropfen: Der verwöhnte Neffe

des Dorfhäuptlings Majestix soll sie begleiten

und wird prompt entführt.

Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt.

(Abenteuerkomödie, Kinostart 18. Oktober 2012,

Regie: Laurent Tirard)

© Universum Film

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Lupe und Mikroskop

Giochi olimpici

Die Welt

unter der Lupe

Schau genau!

Olimpiyat Oyunları

Olympic Games

Olympijské hry

Stell dir eine Ecke

deines Zimmers vor.

Könntest du aufzählen,

was sich dort alles befindet?

„Na sicher“, sagst du,

„was für eine Frage!“

Doch nicht nur in deiner Zimmerecke,

sondern auf der ganzen Welt gibt es mehr,

als wir mit unseren Augen

wahrnehmen können!


Eine Linse in unserem Auge

Von unseren Augen sehen wir nur die schwarze

Pupille, die färbige Iris und die weiße Augenhaut.

Dahinter gibt es aber noch mehr. Denn in

unserem Auge ist auch eine Linse. Sie sieht

fast so aus wie die Linsen, die wir essen.

Doch die Linse in unserem Auge ist mit einer

durchsichtigen Flüssigkeit gefüllt.

Warum können wir Dinge sehen?

Wir erkennen die Welt rund um uns nur, weil

das Licht durch die durchsichtige Flüssigkeit

der Linse in unser Auge fällt. Dabei wird

das Licht von der Linse „gebrochen“. Es fällt

also nicht schnurgerade in unser Auge,

sondern in unterschiedlichen Winkeln.

An der Rückwand des Auges

(= Netzhaut) werden die Lichtstrahlen

und alle mitgelieferten Informationen

aufgefangen. Diese Informationen werden

dann ans Gehirn weitergeleitet und dort

verarbeitet.

Bei dieser Verarbeitung wird berechnet,

wie groß die Dinge sind, welche Farben

sie haben oder wie weit entfernt sie sind.

So entstehen die Bilder, die wir sehen.

Lupe und Mikroskop

Eine zweite Linse vor unserem Auge

Was passiert, wenn wir eine weitere Linse vor

unser Auge schieben, zum Beispiel eine Lupe?

Die Lupe bricht das Licht anders als unser Auge.

Darum sehen wir durch die Lupe die Dinge

größer, als sie in Wirklichkeit sind. Eine Lupe

ist also ein Vergrößerungsglas.

Welche Farbe hat deine Iris (= Augenfarbe)? Viel Glück hinter der Lupe

Wie viel größer wir den Gegenstand sehen,

hängt davon ab, wie die Linse geschliffen ist.

Eine Brille oder Kontaktlinse funktioniert

ähnlich: Sie lenkt die einfallenden Lichtstrahlen

so, dass wir damit besser sehen können.

Hast du

das

gewusst?

Adlerauge

Adler, Falken und Geier haben

eine Art eingebaute Lupe im Auge.

Sie können auch noch aus mehreren hundert

Metern Höhe Einzelheiten am Boden erkennen!

Deshalb sagt man zu Menschen, die besonders gut

sehen können, dass sie „Adleraugen“ haben.

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Lupe und Mikroskop

Das Mikroskop:

Ein Mikroskop hilft uns, winzige

Dinge, die wir mit bloßem Auge

nicht mehr wahrnehmen können,

zu sehen. Es hat zwei Linsen

und vergrößert deshalb viel

stärker als eine Lupe.

Das drückt auch sein Name aus,

der aus dem Griechischen

Mario mikroskopiert kommt: mikros bedeutet

„sehr klein“, skopein heißt „sehen“, „schauen“.

Ein Mikroskop ist also ein „Gerät, mit dem

man auch sehr kleine Dinge erkennen kann.

Alles, was wir mit unserem bloßen Auge nicht

sehen können, nennen wir mikroskopisch klein.

So funktioniert ein Mikroskop

Eine Lupe können wir in die Hand nehmen

und die Dinge oder Lebewesen dort betrachten,

wo sie gerade sind. Damit wir etwas im

Mikroskop sehen können, müssen wir das,

was wir ansehen wollen, zuerst einmal

in das Gerät schieben.

Mikroskop in einem Labor

Dafür gibt es kleine Glasplättchen. Wenn wir

zum Beispiel ein Haar auf so ein Glasplättchen

kleben, wird es im Mikroskop beleuchtet und

wir können es gut untersuchen.

Wir schieben das Plättchen einfach unter

die Mikroskop-Linse (= Objektivglas),

die das, was wir sehen wollen, vergrößert.

Staub und Papier

Unter dem Mikroskop kannst du erkennen, dass

Staub aus vielen verschiedenen Teilen besteht.

Da gibt es auch winzigste Fasern von Stoff,

Papier oder kleine Tierchen wie Staubmilben.

Was mit bloßem Auge wie ein Ganzes aussieht,

zerfällt unter dem Mikroskop plötzlich in viele

verschiedene Teile.

Papierfasern

Stark vergrößerte Staubmilbe

Objektive

Glasplättchen


Auch Wasser wirkt wie ein Vergrößerungsglas.

Schau einmal durch ein gefülltes Wasserglas!

Das Licht wird an der Grenze

vom Wasser zur Luft abgebogen,

wie bei einer Lupe. Dadurch

sehen Dinge durchs Wasser

betrachtet größer aus.

Haare und Wasser

Unter dem Mikroskop kannst du alles Mögliche

untersuchen. Es muss nur flach genug sein,

dass du es unter die Linse schieben kannst.

Wenn du zum Bespiel ein Haar von dir unter

das Mikroskop legst, wirst du entdecken, dass

es nicht glatt ist. Es sieht aus wie ein dickes Seil.

Auch in einem Wassertropfen aus einem Teich

kannst du viele interessante Teilchen und

Lebewesen sehen!

Ein Haar sieht aus wie ein Seil

Zu groß oder zu klein

Wassertropfen aus dem Teich

Viele Dinge sind zu groß, um unter der

Mikroskop-Linse Platz zu haben. Oder sie sind

so klein, dass sie wegrutschen würden.

Eine ganze Pflanze wäre zu groß, deshalb

werden Teile davon genommen.

Hast du

das

gewusst?

Lupe und Mikroskop

Wofür Mikroskope verwendet werden

Das Mikroskop wurde vor rund 400 Jahren von

Linsenmachern und Brillenschleifern entwickelt.

Mit dieser Erfindung hat sich vieles verändert!

Früher wusste man z. B. nicht, wodurch

bestimmte Krankheiten entstehen. Mit dem

Mikroskop konnte man viele Krankheitserreger

entdecken und wirkungsvoller etwas

dagegen tun.

Heute sind diese Geräte nicht mehr aus

unserem Leben wegzudenken. Sie werden

gebraucht, um Krankheiten zu erforschen,

Werkzeuge zu überprüfen oder um Spuren bei

Verbrechen zu untersuchen. Ohne Mikroskop

gäbe es auch keine Computer, denn viele

elektronische Teile sind mikroskopisch klein.

Grenzkontrolle in den USA:

Ist das Dokument gefälscht?

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Lupe und Mikroskop

Mücke, Schimmelpilz

und Schneekristall

Selber ausprobieren …

Alles, was auf ein Glasplättchen passt, kannst du

unter dem Mikroskop betrachten. Die innere Haut

einer Zwiebel, Federn, ein kleines Stück Wurst

oder Schimmelpilze eignen sich gut dafür.

Bevor du das nächste Mal etwas Verschimmeltes

wegwirfst, drücke ein Klebeband auf den Schimmel

und klebe es auf das Glasplättchen. Unter dem

Mikroskop sieht sogar Schimmel faszinierend aus!

… oder gleich hier anschauen und vergleichen!

Mücke Fliegenbein

Spannende, einfach durchzuführende Experimente

laden kleine Forscher ein, auf spielerische Weise

die Naturwissenschaften zu entdecken.

Mit weiterführenden Bastel- und Spielideen

und Rätselseiten.

Schimmelpilz

Schneekristall

Charlotte Willmer-Klumpp

Experimentierspaß

für kleine Forscher

Illustrationen von Silke Voigt

und Lisa Althaus

Ravensburger Buchverlag 2012

-Tipp


Lupe und Mikroskop I Rätsel

Schau dir die Bilder genau an.

Findest du die dazugehörenden Begriffe?

Kreise sie ein und verbinde!

Informationen aus Sach- und Gebrauchstexten entnehmen

Schau genau!

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Kunstgalerie

Bilder

für Geschichten

Künstler: Janosch (Horst Eckert), geboren 1931

Stilrichtung: Illustration

Bild: Entwurfszeichnung, undatiert, Karikaturmuseum Krems

Janosch am Zeichentisch

© Janosch Film- und Medien AG

Nur noch bis Mitte November: „JANOSCH. Tiger, Ente, Bär & mehr“ zeigt erstmals in Österreich mit über 200 Exponaten den

erfolgreichen deutschen Illustrator und Schriftsteller Janosch in seiner Gesamtheit als Künstler. Begleitend zur Austelllung im

Karikaturmuseum Krems gibt es ein breites Angebot für Kindergärten, Schulklassen, aber auch für Kinder und Familien: Werke in

Kinderhöhe und eine Tigerenten-Insel mit Mal-, Bastel- & Spielspaß inmitten der Ausstellung. Mehr auf www.karikaturmuseum.at


„Pa-na-ma“, las der kleine Bär. „Die Kiste kommt

aus Panama und riecht nach Bananen.

Oh Panama ist das Land meiner Träume“,

sagte der kleine Bär.

Viele Kinder kennen die Geschichte Oh, wie

schön ist Panama, die Janosch geschrieben

und illustriert hat. Du auch?

Tiger, Ente, Bär und mehr

Janosch wurde als Horst Eckert geboren und hat

über 100 Bücher geschrieben. Vor 50 Jahren

erschien sein erstes Kinderbuch im Verlag seines

Freundes Georg Lentz. Dieser überredete ihn, den

Künstlernamen Janosch anzunehmen. Unter diesem

Namen kennt man ihn auf der ganzen Welt.

Janosch hat viele fantasievolle Figuren für seine

Kinderbücher erfunden und sie auch alle selbst

gezeichnet. Vielleicht kennst du Tiger, Ente, Bär

oder Frosch? Seine Bücher sind mit vielen Preisen

ausgezeichnet worden. Heute lebt der Künstler

auf einer Insel.

Dort liegt er am liebsten in seiner Hängematte

und denkt sich neue Geschichten aus.

Bilder für

Geschichten zeichnen

Berühmte Figuren: Tiger,

Bär und Tigerente

Wir Drei 1999 © Little Tiger Verlag, Gifkendorf

Bücher, die für ein Buch oder eine Zeitschrift

gemalt oder gezeichnet werden, nennt man

Illustration. Künstler wie Janosch, die diese Bilder

herstellen, werden Illustrator oder Illustratorin

genannt. Auch Plakate, Verpackungen oder

Kataloge werden oft illustriert.

Sach- und Gebrauchstexte für die Ausführung

bestimmter Tätigkeiten verstehen und nutzen

Kunstgalerie

Dein Janosch-

Mix-Mobile

Bastle dir ein Janosch-Mix-Mobile.

Fünf Figuren stehen zur Auswahl:

Tiger

Bär Löwe

Auf dieser Homepage kannst du dir alle Figuren in A5-Größe

und die genaue Bastelanleitung ausdrucken:

www.karikaturmuseum.at/de/kunstvermittlung/schule

� Wähle für dein Mobile 2 Figuren

� Bastle dein Mobile nach der Anleitung.

� Hänge es an deinem Lieblingsplatz auf.

Aufgepasst: Jetzt kannst du sehen,

dass dein Mobile ständig

sein Aussehen ändert.

Die beiden Figuren wechseln Kopf,

Arme und Beine – je nachdem,

wie sich dein Mobile dreht.

Sei selbst Illustratorin

oder Illustrator!

Du kannst die Bastelanleitung

auch verwenden,

um zwei eigene Figuren

für dein Mobile zu zeichnen.

Emil

Schick uns ein Foto deines Mobiles

und gewinne ein Buch:

Buchklub • Kennwort: Mobile

Mayerhofgasse 6 • 1040 Wien

E-Mail: yep@buchklub.at • Betreff: Mobile

Bär

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Animal World Übersetzung in BKS und Türkisch:

www.buchklub-impulse.at

Schwerer Pflanzenfresser:

Das Nashorn

Uralt und bedroht

Die ersten Nashörner lebten schon vor vielen

Millionen Jahren. Sie gehören wie die Elefanten

zu einer Tiergruppe, die früher sehr artenreich

war: die großen Pflanzenfresser.

Heute umfasst die Familie der Nashörner nur

noch fünf Arten, die in Afrika und Asien leben.

Wegen eines alten Aberglaubens sind die Tiere

vom Aussterben bedroht: Wilderer jagen sie

wegen ihres Horns, das sie zum Beispiel zu

Dolchgriffen verarbeiten und verkaufen. Denn

in manchen Kulturen gilt ein solcher Dolchgriff

als Symbol von Macht.

Nashorn-Baby

Je nach Art haben die Tiere

ein oder zwei Hörner

Familienleben

Nashornbullen sind Einzelgänger. Nur in der Paarungszeit kommen sie mit

den Weibchen zusammen. Mit ihren Jungen bilden die Weibchen größere Gruppen. Es dauert

15 bis 16 Monate, bis die Kleinen ausgetragen sind. Nashornkälber können bis zu 65 Kilo

wiegen und werden rund ein Jahr lang vom Muttertier gesäugt. Da die Kleinen zwei bis drei

Jahre bei der Mutter bleiben, gibt es auch nur alle drei Jahre neuen Nachwuchs.


80 Liter Wasser

Eine Badewanne voll Wasser – so viel

trinken Nashörner täglich. Auf ihrer

Speisekarte stehen bis zu 50 Kilo

Pflanzen pro Tag. Besonders gern

mögen sie Blätter, Zweige und Früchte.

Sie fressen sogar Dornenbüsche.

Es riecht nach Nashorn

Schnelles Trampeltier

Nashörner sehen schlecht, dafür hören und riechen sie sehr gut. Diese beiden

gut entwickelten Sinne brauchen sie auch, weil sie mit ihren seitlich am Kopf

sitzenden, kleinen Augen nicht weit sehen können.Trotzdem erkennen sie

sofort, wenn sie ins Revier eines anderen Nashorns kommen: Sie riechen es.

Denn Nashörner markieren ihr Gebiet mit einer persönlichen Duftspur.

Sie verteilen ihre Kothaufen in ihrem gesamten Lebensraum.

Animal World

Nashörner können über zwei Meter groß werden und

bis zu vier Tonnen wiegen. Sie haben einen massigen

Körper, eine faltige Haut und kurze, dicke Beine. Trotz

ihrer Schwerfälligkeit können sie sehr schnell laufen.

Manche von ihnen sprinten mit einer Geschwindigkeit

von bis zu 50 km/h durch die Steppe. Ihren Namen

haben die Nashörner von ihrem auffälligsten Merkmal,

den Hörnern. Sie sind hart wie Beton und bestehen

aus Horn. Dieses harte Material wird

von der Haut gebildet, wie bei unseren Fingerund

Zehennägeln. Je nach Art haben

die Tiere ein oder zwei Hörner.

Das längste bisher bekannte Horn

war 1,58 Meter lang.

Gemütlicher Sonntagsspaziergang

Der WWF setzt sich für eine gesunde Natur ein, in der Nashörner und viele andere Tiere und Pflanzen ihren Platz haben und überleben können.

Mach dich schlau, wie auch du der Natur helfen kannst! Schick uns eine E-Mail an service@wwf.at oder schau rein auf www.wwf.at/kids oder www.wwf.at.

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Bücherecke | Geschichte

Ein neues Gesetz

Es war einmal ein herzensguter König, der

beschenkte jedes Jahr zu seinem Geburtstag

seine Untertanen mit großen Reichtümern.

Ein Jahr kamen alle Männer dran, ein Jahr

alle Frauen, ein Jahr alle Kinder. Als wieder

einmal die Kinder an der Reihe waren, wollte

er für jedes Kind ein BMX-Rad kaufen. Doch

sein Finanzminister sagte: „Chef, in diesem Jahr

geht’s nicht! Die Kasse ist komplett leer!“

Da fing der König zu weinen an. Aber sein Sohn

sagte zu ihm: „Hör zu heulen auf, Papa. Schenk

den Kindern eben etwas, was kein Geld kostet.“

Zu welchem Anlass beschenkte der König

jedes Jahr seine Untertanen?

Zu seinem Krönungstag.

Zu seinem Hochzeitstag.

Zu seinem Geburtstag.

„So etwas gibt es doch nicht!“,

schluchzte der König.

„Doch!“, sagte der Sohn. „Schenk ihnen

ein Gesetz! Eines, in dem steht, dass die

Erwachsenen Kinder nicht mehr schlagen dürfen

und nicht mehr mit ihnen schimpfen dürfen.

Und auslachen und allein lassen und

herumschubsen und nicht ernst nehmen

verbietet das Gesetz auch. Alles, was böse ist,

darf Kindern nicht mehr angetan werden!“

Eine Geschichte von Christine Nöstlinger

„O.K.!“, rief der König, trocknete seine Tränen

und erließ ein wunderbares Gesetz,

welches alle Gemeinheiten gegen Kinder

unter strenge Strafe stellte.

Doch als er ein paar Wochen später bei

den Kindern nachfragte, ob sie wohl Freude

an seinem Geschenk hätten, wurde er bitter

nttäuscht.

„Dein Gesetz ist Mist“, sagten die Kinder.

„Hält sich ja keiner dran!“

Was wurde bei dem Gesetz unter Strafe gestellt?

Alle Hausarbeiten für Kinder.

Alle Gemeinheiten gegen Kinder.

Alle Verbote für Kinder.

Der König lief heim und beschwerte sich

bei seinem Sohn.

„Tut mir leid, das hab ich nicht bedacht“, sagte

der Sohn. „Wenn das so ist, musst du eben eine

Kinderschutzpolizei gründen, die darauf schaut,

dass die Gesetze eingehalten werden.“

„O.K.!“, rief der König und gründete die Kinderschutzpolizei.

Eine Geheimpolizei war das.


Denn die größten Gemeinheiten gegen Kinder

werden ja im Geheimen begangen.

Als Klofrauen, Schaffner, Hausmeister und

Gaskassierer, Tischler, Schulwarte und

Verkäuferinnen haben sich die Geheimpolizisten

verkleidet. Überall waren sie!

Und niemand hat gewusst, ob der kleine,

blaue Mann, der die elektrischen Leitungen

kontrolliert, tatsächlich ein Elektriker ist oder

nicht doch ein Kinderschutzpolizist.

Nicht einmal von der dicken Frau, die im Bus

auf Kinder losgeschimpft hat, hat man wissen

können, ob sie es ehrlich so meint.

Hätte ja auch eine listige Tarnung einer

Kinderschutzpolizistin sein können.

Den Sinn von Texten klären und auch nicht ausdrücklich genannte Sachverhalte verstehen

Bücherecke | Geschichte

Und darum haben sich alle Erwachsenen brav

an das Gesetz gehalten. Weil ja auf jeden

Verstoß hohe Geldstrafen gestanden sind!

Und mit den Jahren haben sich die Erwachsenen

so ans Freundlichsein zu Kindern gewöhnt,

dass sie es freiwillig getan haben,

ganz ohne Zwang. Und alle geheimen

Kinderschutzpolizisten konnten den Beruf

wechseln. Und so lebten von da an alle

Menschen glücklich zusammen.

Was meinst du?

Welches Geschenk würdest du

dir vom König wünschen?

Warum?

Aus:

Das große Nöstlinger Lesebuch

Geschichten für Kinder

Mit vielen Bildern

© 2011, 1996 Beltz & Gelberg

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Bücherecke | Jahresaktion

Edith Schreiber-Wicke

Bens Geheimnis

Illustrationen von Carola Holland

Club TB Nr. 263

Obelisk 2012

Eine leuchtende Scheibe am dunklen

Himmel erfüllt Bens Zimmer mit einer

blendenden Helligkeit. Ben staunt noch

mehr, als ihm eine geheimnisvolle Stimme

ein besonderes Geschenk verspricht.

Seit dieser Nacht besitzt er eine

geheimnisvolle Fähigkeit.

Mary Pope Osborne

Gefangen im Elfenwald

Loewe 2011

Das gibt’s doch nicht: Ein riesiges Einkaufszentrum

soll ihren geliebten Wald zerstören?

Das müssen Simon, Teris und Jule unbedingt

verhindern. Mit Grips und Einfallsreichtum

machen die drei Freunde einen Plan.

Ob ihnen ihr Vorhaben gelingt?

Jana Frey

Mit Salome

sind wir komplett

Ueberreuter 2012

Salome wächst in einem Waisenhaus

in Äthiopien auf. Sie liebt Afrika, vor allem

ihre Ziege Nuug. Als sie eine richtige

Familie in Deutschland bekommt,

geht ihr größter Wunsch in Erfüllung.

Doch Salome hat nicht damit gerechnet,

dass ihr neues Leben so schwierig wird.

Gabi Kohwagner

1-2-3 Kartoffelbrei

Kinder kochen Lieblingssachen

Coppenrath 2011

Nudeln mit Tomatensoße, Fischstäbchen,

Apfelkompott und Palatschinken:

Hier lernst du Schritt für Schritt, wie du

aus frischen Zutaten deine Lieblingsspeisen

zubereitest. Dazu gibt’s viele praktische

Tipps von Leckerschmecker Toni.

Dieses Buch möchte ich ... unbedingt lesen vielleicht lesen eher nicht lesen


4 BUCHTIPPS

Wenn ihr die Buchstaben nach den richtigen Antworten

der Reihe nach in die Kästchen unten einträgt, bekommt

ihr das zweite Lösungswort.

Was stimmt?

Verspricht die geheimnisvolle nächtliche Stimme Ben

ein neues Zimmer (U) oder ein besonderes Geschenk (K)?

Ist das Waisenhaus, in dem Salome aufwächst,

in Deutschland (N) oder in Äthiopien (I)?

Landen Anne und Philipp im August im irischen Moor (R)

oder wollen sie dort das Mädchen Augusta befreien (N)?

Gibt es in diesem Buch praktische Tipps von

Leckerschmecker Toni (D) oder Geschichten von

Schmeckerlecker Vroni (A)?

Das zweite Lösungswort heißt:

5 6 7 8

4 FRAGEN

Tragt die Buchstaben des Lösungswortes

in die richtigen Kästchen am Klassenplakat ein.

Bücherecke | Gedicht

Es regnet

Es regnet Blümchen auf die Felder,

Es regnet Frösche in den Bach.

Es regnet Pilze in die Wälder,

Es regnet alle Beeren wach!

Der Regen singt vor deiner Türe,

Komm an das Fenster rasch und sieh:

Der Himmel schüttelt Perlenschnüre

Aus seinem wolkigen Etui.

Vom Regen duften selbst die Föhren

Nach Flieder und nach Ananas.

Und wer fein zuhört, kann das Gras

Im Garten leise wachsen hören.

Mascha Kaléko

Aus:

Mascha Kaléko

Wie´s auf dem Mond zugeht

Illustrationen von Verena Ballhaus

© 2010 Boje Verlag

Originaltext:Mascha Kaléko: Die paar leuchtenden Jahre

© Deutscher Taschenbuch Verlag, München

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Pinnwand

Schickt uns

gemeinsam mit eurer

Lehrerin oder eurem

Lehrer eine Reportage

aus eurer Schule.

Wir freuen uns

auf eure Beiträge!

E-Mail: yep@buchklub.at Betreff: Reportage

„Ich bin mit Sina, Magdalena und

Paula zusammen in der Gruppe.

Wir haben Tomaten und

Radieschen gesät. “

Anna

Die Erde wird festgestampft.

„Die Salatköpfe waren schon groß

geworden. Unsere Lehrerin fragte,

wie man Salatköpfe erntet. Soll man sie

herausziehen, ausschaufeln, abschneiden?

Sie zeigte es uns. Man schneidet den Salat

mit dem Messer von der Wurzel ab. “

Michael, Raphael und Pia

„Am Mittwoch gingen wir wieder

in den Garten. Dort sahen wir viele

Tiere. Ein Regenwurm schlängelte

sich durch das Beet. Johannes nahm

den Wurm in die Hand und Nina

maß ihn ab. Er war 9 cm lang.“

Leonhard und Laurenz

Da wächst schon etwas.Alles wird notiert.

Cool! Traktor-Ausflug

Gartenjahr in der VS Rum / Tirol

Die Klasse 3A war begeistert. Einmal in der Woche waren

sie letztes Jahr bei ihrer Lehrerin Anna Felderer eingeladen.

Zum Gartel´n. Die Kinder konnten dort das Wachstum

der Natur erleben, Pflanzen und Tiere kennenlernen und

einfache Gartenarbeiten wie säen, setzen, jäten, gießen

und ernten durchführen.

Auch die jahreszeitlichen Veränderungen in der Natur

wurden von ihnen bewusst wahrgenommen. Und alles,

was den Kindern aufgefallen ist, wurde notiert.

Wie erntet man Salat?


Gartenunterricht

in der VS Schiltern / Niederösterreich

Auch in der Volksschule Schiltern waren die Kinder

im Gartenunterricht fleißig. Geübt wurde das Anlegen

von Beeten, das Anbauen von Erbsen, Karotten, Salat,

Radieschen, Kresse und Kohlrabi.

Ob hier etwas wachsen wird?

Kroatisch

Slowakisch

Englisch

Deutsch

Italienisch

Bosnisch-Serbisch

Türkisch

Seite 24

Rätsellösungen:

Seite 09: Schlau!, Geheim I Seite 10–11: Ein flackerndes Licht I Seite 17:

Paprika, Curry, Safran, Basilikum, Knoblauch, Senf, Vanille, Zimt I Seite

18–19: Ein anspruchsvoller Feinschmecker, Dillkraut und Salbei I Seite 29:

Objektiv, Mikroskop, Fliege, Adlerauge, Lupe, Staubmilbe, Haar I Seite

34–35: Zu seinem Geburtstag, Alle Gemeinheiten gegen Kinder

Ernte!

Italienisch

Englisch

BKS

Deutsch

Türkisch

Slowakisch

Vorschau

Das gibt’s im nächsten Heft

(erscheint am 10. Oktober 2012)

WIR FEIERN DAS LICHT

Von besinnlichen Festen

bis zum ausgelassenen Vertreiben

böser Geister

Seite 12

SKIFAHREN

Unterwegs auf zwei Brettern

UNSER KÖRPER

Wieso klingt Niesen immer wie „Haaa-tschi“?

Pinguine

Impressum

Medieninhaber und Herausgeber: Österreichischer Buchklub der Jugend, Mayerhofgasse 6, 1040 Wien; Leitung der Herausgabe: Mag. Gerhard Falschlehner, Mayerhofgasse

6,1040 Wien; Offenlegung: http://www.buchklub.at/Impressum.html; Verlegerischer Kooperationspartner, Chefredaktion und Layout: impetus, verlag- und projektagentur,

Fischhof 3/6, 1010 Wien; Leitung und Chefredaktion: Mag. Susanne Decker; Layout: Petra Zimmermann/Wolfram Otto; Redaktionelle Mitarbeit: Mag. Elisabeth Etz, Sarah

Orlovský, Mag. (FH) Johanna Scholz, Edith Thabet; Fotos und Illustrationen: CBP; fotolia: auremar, dedMazay, Edelmann Andreas, fejas, fredredhat, HLPhoto, JiSIGN, josemarques75,

kaipity, Lantelme Joerg, lu_photo, nathings, Repsys Andrius, Schotter Studio, sdmix, Seamartini Graphics, squidmediaro;

photocase: fiebke; pixelio: Acker Jürgen, Bührke Michael, Dreiucker Uschi, Gapa Martin, gnubier, Grey59,

Großmann M., Havlena Günter, Hegewald Sara, Kaiser Dieter, Keppler Erich, Meister Paul-Georg, segovax, Templermeister, Wattjes Jan, Winkler Anita; Scholz Johanna (FH);

wikipedia / wikimedia: amada44, Djatmiko W.A., goldlocki, Hauk Alexander, Lukic Aleksa, Pancamo Dan, Quartl, Steiner Thomas,

Sunil Elias, Zell H.; WWF-Canon: Foott Jeff, Harvey Martin; Redaktion Buchklub: Mag. Elisabeth Wildberger; Mitarbeit: Johannes Knöbl; Pädagogische Beratung: Barbara

Sevcik, Irene Krehan; Lektorat: Mag. Pia Gsellmann.

Druck: Druckerei Gutenberg-Werbering Ges.m.b.H., Linz; Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier.

Anmerkungen: Die YEP-Magazine werden per Erlass des BMUKK (GZ: BMUKK-29.540/0093-I/1/2010) für den Einsatz im Unterricht ausdrücklich empfohlen.

Der Österreichische Buchklub der Jugend macht darauf aufmerksam, dass Bastelarbeiten und Kochrezepte nicht von Kindern alleine ausgeführt werden sollen. Für eventuelle

Schäden oder Verletzungen wird vom Buchklub keine Haftung übernommen. Wir haben uns bemüht, alle Verlage über Abdrucke zu informieren und danken für die

Abdruckgenehmigung. Sollte uns das im Ausnahmefall nicht möglich gewesen sein, bitten wir um nachträgliche Kontaktaufnahme.

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HEUTE SCHON GELACHT?

Fischgespräche

Eingesendet von Alexandra Schmid

Zwei Fische unterhalten sich.

„Ich habe gehört, dass deine Frau krank ist.

Wie geht es ihr?“

Was kann man nicht

„Danke der Nachfrage.

mit Worten ausdrücken?

Sie ist schon wieder auf den Flossen!“

Wachhund

Ein Wachhund fragt den anderen:

„Hörst du nichts?“

„Doch.“

„Und warum bellst du dann nicht?“

„Na, dann höre ich doch nichts mehr.“

In einem dreistöckigen Haus wohnen Herr Niemand,

Herr Dumm und Herr Keiner.

Herr Niemand spuckt Herrn Dumm auf den Kopf.

Herr Keiner sieht zu.

Daraufhin geht Herr Dumm zum Hausmeister und

beschwert sich: „Herr Hausmeister, Niemand hat mir

auf den Kopf gespuckt und Keiner hat´s gesehen!“

„Sind Sie etwa dumm?“, fragt der Hausmeister.

Herr Dumm überrascht: „Woher kennen Sie mich?“

Teacher: ”Did your big brother help you

with your homework?”

Pupil: “No, miss, he did all the work himself.”

„Wie war deine Führerscheinprüfung?“

„Leider bin ich durchgefallen.

Ich habe einen Geisterfahrer überholt.“

Frage

Schick uns deinen Lieblingswitz und gewinne ein Buch!

Buchklub • Kennwort: Witze • Mayerhofgasse 6 • 1040 Wien

E-Mail: yep@buchklub.at • Betreff: Witze

Eingesendet von Manuel Nowak

Der Techniker

erklärt einem alten Mann

das Telefon: „Und wenn es brennt,

rufen Sie 122.“

Darauf meint der alte Mann:

„Komisch, früher riefen wir einfach Feuer.“

Einen Schwamm.

Eingesendet von Eva-Maria Haslhofer

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