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Falstaff LIVING Nr. 2/2025

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ÖSTERREICHISCHE POST AG, PZ 24Z044282 P, SCHOTTENRING 2–6, 1010 WIEN<br />

<strong>LIVING</strong><br />

POOL-TRENDS<br />

VON EDELSTAHL<br />

BIS NATURTEICH<br />

BEST OF ORANGERIE<br />

STILVOLLE WÄNDE<br />

AUS LICHT<br />

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AUSBLICK<br />

2/<strong>2025</strong> WWW.FALSTAFF-<strong>LIVING</strong>.COM € 9,–<br />

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02<br />

OUTDOOR-LUST<br />

DAS WACHSENDE BEDÜRFNIS NACH NATUR ALS WOHNRAUM<br />

02


GARTENDESIGN BY PRASKAC


GARTENPRACHT<br />

VON ANFANG AN,<br />

EIN LEBEN LANG.<br />

Haben Sie Lust, Ihren Garten in einen Prachtgarten zu verwandeln?<br />

Rufen Sie uns an! Wir besuchen Sie gerne und geben Ihnen direkt vor<br />

Ort einen Eindruck davon, was Sie von uns und Ihrem neuen Garten<br />

erwarten können. Ganz unverbindlich.<br />

Natürlich begrüßen wir Sie jederzeit gerne auch bei uns. Im Praskac<br />

Pflanzenland in Tulln können Sie sich auf über 15.000 m 2 Ausstellungsfläche<br />

einen Eindruck von der Vielfalt unseres Angebots machen und<br />

sich tausendfach inspirieren lassen.<br />

Wir freuen uns auf Sie und unseren gemeinsamen Termin!<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

Während unseres Erstgesprächs im Atelier entwickeln wir<br />

gemeinsam Ideen nach Ihren Vorstellungen.<br />

Bei Bedarf besichtigen wir Ihr Grundstück, um ein umfassendes<br />

Verständnis Ihrer Wünsche zu gewinnen.<br />

Wir erstellen einen Planungsentwurf, besprechen Materialien,<br />

Aufwand und Grobkosten.<br />

Sie beauftragen uns und erteilen die Freigabe. Wir planen den<br />

Garten nun im Detail.<br />

Wir erledigen alle Arbeiten genau nach Zeitplan und übergeben<br />

Ihnen Ihren Wunschgarten.<br />

Tel. 02272 / 62460-29 oder prachtgarten@praskac.at<br />

www.prachtgarten.at, Praskacstraße 101, 3430 Tulln


DESIGN: CHOICE STUDIO PHOTO: MAX ROMMEL<br />

DIVANO/SOFA: HASHI<br />

DESIGN BY FEDERICA BIASI<br />

GERVASONI1882.COM


EDITORIAL<br />

<strong>LIVING</strong><br />

DIE NATUR ALS<br />

ENERGIEBOOSTER FÜR<br />

WOHNR AUM UND SEELE<br />

Premium Qualität seit 1985<br />

März ist offiziell der Monat, in dem man seinen<br />

Outdoorbereich akribisch zu planen beginnt.<br />

Spätestens wenn die ersten Tulpen bei den<br />

höheren Temperaturen aus dem Boden schießen, finden<br />

die Abdeckungen meiner Sonnenliegen ihren Weg rasant<br />

zurück in die dunklen Garagenecken. Und das Bedürfnis,<br />

den Garten mit vielen neuen Ideen in einen paradiesischen<br />

Rückzugsort umzugestalten, ist groß. Sollen<br />

doch neue Rosenbüsche gepflanzt werden, die einen<br />

einladenden Loungebereich in ein gemütliches Eck<br />

verwandeln? Warum nicht. Mit den aktuellen Outdoor-<br />

Inspirationen wird man regelrecht dazu verführt, den<br />

Wohnraum in die Natur zu erweitern. Und wieso<br />

sollte man sich im Alltag nicht zu Hause wie im Urlaub<br />

fühlen? Deshalb haben wir uns im neuen <strong>LIVING</strong> –<br />

früher als sonst – der blühenden Schönheit von facettenreichen<br />

Gärten, ihrer Architektur sowie Nutzung und<br />

des erfrischenden Outdoor-Lifestyles angenommen<br />

(lesen Sie unser großes Garten-Spezial ab Seite 64).<br />

Angelika Rosam<br />

Herausgeberin und Chefredakteurin<br />

<strong>Falstaff</strong> <strong>LIVING</strong><br />

ZWISCHEN TULPEN, NARZISSEN UND POOLS<br />

Foto: Rafaela Pröll<br />

Weiters haben wir in unserer aktuellen Ausgabe auch<br />

die Welt der Wasserspiele unter die Lupe genommen.<br />

Ob Quellstein, Brunnen oder Kaskade – die beruhigende<br />

Wirkung und das leise Plätschern des kühlen Nasses<br />

sorgen für eine einzigartige Atmosphäre. Dazu gehören<br />

ebenso die Pool-Trends <strong>2025</strong>, in die wir ab der Seite 102<br />

eintauchen. Ob Sie sich letztendlich für Edelstahl oder<br />

Naturteich entscheiden, wollen wir nicht beeinflussen,<br />

dennoch sind unsere Expert:innen-Tipps betreffend<br />

Rahmen bedingungen äußerst hilfreich. Und weil wir so<br />

in Frühlingsstimmung sind, wollen wir Ihnen auch das<br />

vielseitige Universum der Outdoorküchen nicht vorenthalten,<br />

die ebenso chic wie funktional in Gärten und<br />

mondänen Dachlandschaften besonders gut zur Geltung<br />

kommen. Eine »Best of Immobilien mit Ausblick«-Story<br />

inklusive. Damit wünsche ich Ihnen inspirierende Lesemomente<br />

und einen vielversprechenden Frühlingsbeginn!<br />

Herzlichst Ihre<br />

ANGELIKA ROSAM<br />

angelika.rosam@falstaff-living.com<br />

angelikarosam, falstaff.living<br />

»Man muss den<br />

Garten wie ein<br />

Wohn- oder<br />

Esszimmer sehen:<br />

Er ist zuallererst der<br />

Lebensraum der<br />

Menschen, die dort<br />

wohnen.«<br />

WOLFGANG PRASKAC IM<br />

INTERVIEW AB SEITE 84<br />

Jetzt von unseren<br />

Expert:innen<br />

beraten lassen<br />

de.bio.top/partner<br />

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Eintauchen in<br />

100% Natur.<br />

Kristallklares Wasser, ohne Chlor.<br />

Naturpools und Schwimmteiche vom<br />

Weltmarktführer. Unübertroffene Qualität<br />

– made in Austria.<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

11


02<br />

02<br />

INHALT<br />

2/<strong>2025</strong><br />

64<br />

In perfekter Harmonie:<br />

Garten gestaltung und<br />

Landschaftsarchitektur.<br />

11 EDITORIAL<br />

14 ICONS<br />

16 EXHIBITION-TIPP<br />

24 BRANCHENTELEGRAMM<br />

26 MY TASTE<br />

58 ICONOMY<br />

60 ART FIVE<br />

126 KULTSTÜCK<br />

178 MY FAVORITE PROJECTS<br />

186 DATES TO KNOW<br />

190 BEZUGSQUELLEN<br />

191 IMPRESSUM<br />

COVER<br />

FOTO: PAUL FUENTES<br />

9 004524 129934<br />

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ÖSTERREICHISCHE POST AG, PZ 24Z044282 P, SCHOTTENRING 2–6, 1010 WIEN<br />

2/<strong>2025</strong> WWW.FALSTAFF-<strong>LIVING</strong>.COM € 9,–<br />

<strong>LIVING</strong><br />

POOL-TRENDS BEST OF ORANGERIE EINLADEND CHIC<br />

VON EDELSTAHL STILVOLLE WÄNDE IMMOBILIEN MIT<br />

BIS NATURTEICH AUS LICHT<br />

AUSBLICK<br />

OUTDOOR-LUST<br />

DAS WACHSENDE BEDÜRFNIS NACH NATUR ALS WOHNRAUM<br />

142<br />

Frauenpower: Costanza<br />

Paravicini und ihre<br />

Töchter fertigen<br />

feinstes Porzellandekor.<br />

162<br />

Wir machen eine Reise zu den<br />

schönsten restaurierten Bauernhäusern.<br />

TRENDS<br />

18 EDITOR’S NOTEBOOK<br />

Die originellsten News und Highlights<br />

aus dem Design-Kosmos.<br />

22 DESIGNERS TO WATCH<br />

Innovativ, kreativ und ein bisschen<br />

verrückt – junge Design-Visionäre und<br />

ihre außergewöhnlichen Interior-Pieces.<br />

28 WÄNDE AUS LICHT<br />

Wintergärten und Orangerien sind die<br />

perfekte Verbindung von Wohnraum und<br />

Natur. <strong>LIVING</strong> verrät, was es bei der<br />

Planung zu beachten gilt.<br />

34 FRISCH AUFGETISCHT<br />

Der Esstisch als Blickfang im Raum – mit<br />

dieser illustren Mischung aus Klassikern<br />

und Neuheiten kein Problem.<br />

38 ACHTUNG, HEISSE WARE!<br />

Egal ob Anfänger:in oder Profi – die<br />

Kunst des Glasblasens liegt im Trend.<br />

42 FLECHTKUNST<br />

Die fröhlich bunten Körbe der Baba Tree<br />

Basket Company aus Ghana begeistern.<br />

44 KUNST-TRIP<br />

Von der Vergangenheit bis ins Heute: ein<br />

von Kunst inspirierter Spaziergang durch<br />

Kairo.<br />

GARTEN-SPEZIAL<br />

64 ALLES GANZ NATÜRLICH<br />

Wir nehmen Sie mit auf eine Reise zu den<br />

spektakulärsten Landschaftsarchitektur-<br />

Projekten von China bis in die Schweiz.<br />

80 RUHEQUELLEN IM GRÜNEN<br />

Unterschiedlichste Wasserspiele sorgen<br />

für Frische und Lebendigkeit im Garten.<br />

84 ES GRÜNT NOCH GRÜNER<br />

Das eigene Fleckchen Grün entwickelt<br />

sich immer mehr zum erweiterten Wohnund<br />

Wellnessbereich. <strong>LIVING</strong> verrät die<br />

wichtigsten Gartentrends für <strong>2025</strong>.<br />

90 KLEINE KRÄUTERFIBEL<br />

Rosmarin, Basilikum und Co. – die<br />

wichtigsten Kräuter für Ihren Garten.<br />

92 IM CHILL-OUT-MODUS<br />

Diese neuen Lounge-Landschaften sorgen<br />

für entspanntes Outdoor-Feeling.<br />

96 WIEDER ZEIT FÜR<br />

AL-FRESCO-DINING<br />

Die besten Essplatz-Arrangements<br />

für schickes Garten-Dining.<br />

98 DESIGNSTÜCKE<br />

MIT BODENHAFTUNG<br />

Farbenfrohe Teppiche als Eyecatcher<br />

für den Außenbereich.<br />

DESIGN<br />

102 EINTAUCHEN INS KÜHLE NASS<br />

Welche Trends geben <strong>2025</strong> bei Pools und<br />

Schwimmteichen den Ton an und was<br />

sollte man dabei alles im Blick haben?<br />

<strong>LIVING</strong> hat sich für Sie umgesehen.<br />

110 DIE KUNST DES<br />

OFFENEN WOHNENS<br />

Im Wohnbereich vermitteln Wände<br />

aus Glas ein Gefühl von Eleganz und<br />

Grenzenlosigkeit.<br />

114 IM NORDEN VIEL NEUES<br />

Der Hype um skandinavisches<br />

Design ist nach wie vor ungebrochen –<br />

die Geschichte eines Erfolgs.<br />

Fotos: Eric Sander/ericsander.com, christianbrandstaetter.com, beigestellt<br />

12 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


118 PALAST AUF RÄDERN<br />

Von wegen spartanisch und zweckmäßig:<br />

Bei diesen Luxuswohnmobilen sind der<br />

Gestaltung keine Grenzen gesetzt.<br />

122 WAS MACHT EIGENTLICH …?<br />

Paola Navone, die Grande Dame des<br />

italienischen Designs, und ihr unvergleichliches<br />

Schaffen im Fokus.<br />

124 HOTEL CONFIDENTIAL<br />

Das »The Isolano, Cres« spiegelt die<br />

Schönheit Kroatiens wider.<br />

GENUSS & DEKOR<br />

130 OUTDOORKÜCHEN<br />

AUF DER SONNENSEITE<br />

Hochwertige Außenküchen bereichern<br />

das Outdoor-Living<br />

136 KOCHERLEBNIS MIT FEINSCHLIFF<br />

Mit der Sonne kommt auch die Lust aufs<br />

Kochen im Freien. Kristina Breitwieser<br />

verrät im Talk mit <strong>LIVING</strong>, was eine<br />

gute Outdoorküche ausmacht und auf<br />

welche Materialien man setzen sollte.<br />

142 GARTEN AM TELLER<br />

Im Laboratorio Paravicini in Mailand<br />

entsteht prachtvoll verziertes Porzellandekor<br />

durch alte Handwerkskunst.<br />

92<br />

Lounge-Landschaften in<br />

verschiedensten Formen und<br />

Farben sorgen für Frühlingsgefühle.<br />

146 AUSWÄRTS ESSEN<br />

Martin Wetscher verrät seine<br />

Restaurant-Highlights.<br />

RESIDENCES<br />

150 EINLADENDE AUSBLICKE<br />

Ein Round-up der schönsten<br />

Immobilien mit Aussicht.<br />

156 AUF DEN RICHTIGEN<br />

STEIN GESETZT<br />

Das vielseitig einsetzbare<br />

Baumaterial Stein erfreut sich<br />

heute wieder großer Beliebtheit.<br />

162 VON DER SCHEUNE<br />

ZUM PRUNKSTÜCK<br />

Bei der Restaurierung alter Bauern -<br />

höfe vereint sich historisches Erbe<br />

mit zeitgemäßem Charme.<br />

166 MY CITY<br />

Architektur-Highlights in<br />

Kuala Lumpur.<br />

168 GROSSSTADT MIT DSCHUNGEL<br />

Der Londoner Architekt und<br />

Designer Thomas Heatherwick<br />

gestaltet Projekte mit grünem Twist.<br />

172 WO SAGT MAN MAHLZEIT?<br />

Ein Architekt, eine Forscherin und<br />

ein Koch diskutieren.<br />

INSPIRATION<br />

182 TROOPING THE COLOUR<br />

Mit diesem Dekor im angesagten<br />

Dopamine-Look hat schlechte<br />

Laune keine Chance.<br />

192 MY PERSONAL ROOM<br />

Das Team von Mezza–Maiso zeigt<br />

uns, was ihm gefällt.


architektur / ICONS<br />

FENIX MUSEUM OF MIGRATION, ROTTERDAM<br />

Am Südufer des Rotterdamer Hafens befindet sich mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts erbauten<br />

Fenix Warehouse das zeitweise größte Lagerhaus der Welt. In Zukunft wird es jedoch keine Waren<br />

mehr beherbergen, sondern wertvolle Kunstwerke. Das chinesische Studio MAD Architects wurde<br />

mit der Aufgabe betreut, dem Lagerhaus der Superlative neues Leben einzuhauchen. Das historische<br />

Erbe soll erhalten bleiben und in Form der ikonischen grünen Stahlfenster und Betonrahmen weiter<br />

bestehen. Die Fassade und das Dach in der Mitte des Gebäudes wurden entfernt und durch Glasfassaden<br />

und -decken ersetzt. Besonderes Highlight wird die spektakuläre Wendeltreppenstruktur<br />

aus Holz und Edelstahl sein, die mit der geplanten Aussichtsplattform einen atemberaubenden Blick<br />

über die Stadt bietet. Am 15. Mai dieses Jahres soll das Museum feierlich eröffnet werden. fenix.nl<br />

Foto: MAD-Architects<br />

14 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

15


exhibition-tipp / AUSSTELLUNG<br />

LEOPOLD MUSEUM: »ZEITEN DES UMBRUCHS«<br />

Die im Leopold Museum gezeigte Ausstellung widmet sich dem bisher<br />

weniger beachteten »Spätwerk« Egon Schieles von 1914 bis 1918. Die zu<br />

sehenden Werke porträtieren den realistischeren Stil des berühmten<br />

österreichischen Malers, ergänzt um Auszüge aus dem bisher unveröffentlichten<br />

Tagebuch von Edith Schiele, das neue Einblicke ermöglicht. Die<br />

Schau zeigt etwa 130 Kunstwerke aus österreichischen und internationalen<br />

Sammlungen, gegliedert in neun Themenbereiche wie »Selbst«, »Landschaft«,<br />

»Die weibliche Figur« und »Erfolg und letzte Werke«. Highlights<br />

sind das großformatige Bildnis des Malers Albert Paris von Gütersloh von<br />

1918 aus dem Minneapolis Institute of Art, Minnesota, sowie die vier bis dato<br />

unbekannten Arbeiten auf Papier, die erstmals bestaunt werden können.<br />

28. 3.–13. 7. <strong>2025</strong>, leopoldmuseum.org<br />

Foto: Národní Galerie/Prag/Foto National Gallery Prague 2024<br />

16 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


WEITERE AUSSTELLUNGSTIPPS:<br />

MAK: »Muster der Moderne«. Gezeigt wird ein rund 60-teiliges<br />

Konvolut an farbenprächtigen und oft groß gemusterten<br />

Kimonos, die aus einer großzügigen Schenkung von Henriette<br />

Friis stammen. 12. 3.–24. 8. <strong>2025</strong>, mak.at<br />

MUMOK: »Park McArthur. Contact M«. Die Ausstellung<br />

versammelt erstmals Kunstwerke, die in den 2010er- und<br />

2020er-Jahren entstanden sind, und ist eine Zusammenarbeit<br />

des mumok und des Museums Abteiberg in Mönchengladbach.<br />

15. 3.–7. 9. <strong>2025</strong>, mumok.at<br />

WIEN MUSEUM: »Wirklichkeit als Haltung. Wiener Realismus<br />

nach 1950«. Ausstellung über die Wiener Realisten als Gegenbewegung<br />

zu den Kunststilen der Nachkriegszeit.<br />

20. 3.–17. 8. <strong>2025</strong>, wienmuseum.at<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

17


editor’s notebook<br />

MId-Century Modern<br />

Mit dem »Geodesic«-Chandelier kreieren Prateek Jain & Gautam<br />

Seth ein Stück zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Form<br />

und Funktion, Mensch und Natur – dank der unbeschreiblichen<br />

Kraft des Lichts. studiotwentyseven.com<br />

Die originellsten News und Highlights<br />

aus dem Design-Kosmos – was uns<br />

gefällt, was uns bewegt und welche<br />

Objekte Kultcharakter garantieren.<br />

Modernes Meisterwerk<br />

Das niederländische Designerduo Kiki und<br />

Joost hat sich mit dem Textilinnovator<br />

Byborre zusammengetan, um die eklektische<br />

»Raku Knit«-Bankkollektion zu erfinden.<br />

kikiandjoost.com<br />

Must-have<br />

Von küstennah bis zeitgenössisch, von<br />

minimalistisch bis mediterran, von maßgeschneidert<br />

bis strukturiert – entdecken Sie in<br />

»Defining Style« 25 der bekanntesten Designstile<br />

anhand von 150 Wohnräumen der weltweit<br />

führenden Designer:innen. PHAIDON VERLAG<br />

Let the Sunshine in<br />

Wandleuchte »Sunburst« bringt in der Tat Freundlichkeit<br />

in Ihre vier Wände. Erhältlich in Messing oder<br />

Antiksilber, sind diese vielseitigen Leuchten im<br />

ganzen Haus einsetzbar. eu.matildagoad.com<br />

Mosaikkunst<br />

S.T. Dupont hat sich mit dem<br />

Luxushaus Casablanca für eine neoantikisierende<br />

Zusammenarbeit<br />

zusammengetan, die die Schönheit<br />

und Eleganz des Sports feiert.<br />

st-dupont.com<br />

Spielerisch<br />

Designer Francesco<br />

Rota hat sich mit der<br />

Konsole »Rebus« an<br />

das gleiche »Tetris«-<br />

Spiel gewandt, um<br />

eine Reihe von<br />

kleinen Stücken zu<br />

erstellen, die das<br />

Gesamtbild dieses<br />

Interior-Piece ergeben.<br />

desalto.it<br />

Fotos: beigestellt<br />

18 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


moltenigroup.com<br />

1060 WIEN QUAS<br />

4020 LINZ MAYRBÄURL INTERIOR DESIGN<br />

4600 WELS BRUCKMÜLLER WOHNEN<br />

5020 SALZBURG SCHÖNER WOHNEN<br />

5163 MATTSEE LEIMGRUBER<br />

6263 FÜGEN WOHNDESIGN FREUDLING<br />

6371 AURACH-KITZBÜHEL BERND GRUBER<br />

8010 GRAZ GARTNER INTERIORS<br />

9020 KLAGENFURT MOSER<br />

9072 LUDMANNSDORF S3 RAUM & DESIGN<br />

An Italian<br />

Design Story


Andy Warhol, Ohne Titel (Portrait of a Woman), ca. 1953, Tusche, Graphit, Tempera auf Papier, 17,8 x 16,7 cm<br />

Startpreis € 2.500, Auktion 27. März<br />

Andy Warhol<br />

The 1950s Drawings from Daniel Blau<br />

Auktion 27. März<br />

From Grosz to Kiefer<br />

149 works on paper from Daniel Blau<br />

Auktion 28. März<br />

dorotheum.com


<strong>LIVING</strong><br />

TRENDS<br />

38<br />

42<br />

28<br />

WÄNDE AUS LICHT<br />

Mit Wintergärten und Orangerien holen<br />

wir uns die Natur ins Haus. (S. 28)<br />

FRISCH AUFGETISCHT<br />

Der kometenhafte Aufstieg des<br />

Esstisches zum Interior-Liebling. (S. 34)<br />

ACHTUNG, HEISSE WARE!<br />

Die Kunst des Glasblasens begeistert,<br />

ganz egal ob Profi oder Anfänger:in.<br />

(S. 38)<br />

FLECHTKUNST<br />

Die Handwerker:innen der Baba Tree<br />

Basket Company in Ghana fertigen<br />

kunstvolle Körbe aus Naturmaterialien.<br />

(S. 42)<br />

Fotos: Malik Pahlmann, fredrikbengtsson.com, beigestellt<br />

34


trends / PORTRÄTS<br />

Haarig Die »Hairy Bench« (l.) ist ein wahrhaft außergewöhnliches<br />

Objekt. Für die spanische Side Gallery entwarf Jonas Lutz sogar<br />

eine eigene Kollektion.<br />

PRAKTISCH MIT TWIST<br />

Jonas Lutz studierte Design im finnischen<br />

Turku, Möbeldesign an der renommierten<br />

Malmstens Linköping University in Schweden<br />

sowie Design an der Design Academy im<br />

niederländischen Eindhoven. Seine Arbeiten<br />

verbinden gekonnt skandinavische Designtraditionen<br />

mit experimentellen Techniken<br />

und zeichnen sich durch raffinierte Schlichtheit<br />

und eine sinnliche Materialästhetik aus.<br />

In seinem Studio in seiner Wahlheimat<br />

Rotterdam entwirft er Objekte, die zum<br />

Anfassen einladen und eine harmonische<br />

Balance aus Eleganz und Stärke besitzen.<br />

Als Inspiration dienen ihm die nordischen<br />

Möbeltraditionen ebenso wie die lebendige<br />

Designkultur Rotterdams. Seine Stücke<br />

zierten bereits das österreichische Schloss<br />

Hollenegg for Design, die New Yorker<br />

Designmesse Collectible, das Vitra-Loft von<br />

Sabine Marcelis und waren zuletzt im Rahmen<br />

der Stockholm Design Week zu sehen.<br />

»Es war für mich nie die Frage, ob ich etwas<br />

mache. Ich mache es einfach«, beschreibt der<br />

junge Designer seine Einstellung.<br />

DESIGNERS<br />

TO WATCH<br />

Praktisch und außergewöhnlich<br />

zugleich sind die teils von futuristischen<br />

Formen geprägten Interior-Pieces<br />

dieser jungen Designtalente.<br />

TEXT ANJA KLEINSCHUSTER<br />

Jonas Lutz<br />

Der gebürtige Finne<br />

studierte Design und<br />

Möbeldesign in<br />

Finnland, Schweden<br />

und den Niederlanden.<br />

Heute lebt er in<br />

Rotterdam und fertigt<br />

dort in seinem Studio<br />

mutige und zugleich<br />

zeitlose Interior-Stücke.<br />

jonaslutz.com<br />

Schwungvoll<br />

Für die »Curvy Box« verwendete<br />

der Designer massives Nussholz.<br />

Fotos: STUDIO PIM TOP, beigestellt<br />

22 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Ausgeklügelt Bei der<br />

»Bubble Lamp« wird der<br />

aufgeblasene Lampenkörper<br />

durch Ringe geklemmt, um<br />

die »Gelenke« zu bilden.<br />

Studio Ololoo<br />

Zhen Bian (l.) und seine<br />

Partnerin Jaco Qian,<br />

geboren 1992 und<br />

1994 in China, liefern<br />

mit ihrem Studio<br />

Ololoo die passenden<br />

Designantworten auf<br />

die Phänomene des<br />

Alltags.<br />

studioololoo.com<br />

INNOVATIV<br />

Die Entwürfe des chinesischen Studios Ololoo<br />

strotzen nur so vor Kreativität und Einfallsreichtum.<br />

Gegründet wurde es 2021 von Zhen<br />

Bian und seiner Lebenspartnerin Jaco Qian.<br />

Bian ist Absolvent der Staatlichen Hochschule<br />

für Gestaltung Karlsruhe und arbeitete schon<br />

als Praktikant beim niederländischen Design-<br />

Maestro Marcel Wanders, Jaco Qian besuchte<br />

das Politecnico di Milano in Italien. Bei einem<br />

Konzert der finnischen Symphonic-Metal-<br />

Band Nightwish lernten sie sich kennen – der<br />

Rest ist Geschichte. Ihre Designs erforschen<br />

die Bedürfnisse des Alltags auf einzigartige<br />

Weise, die verwendeten Materialien sind<br />

durchgehend nachhaltig. Wie beispielsweise<br />

ihr »Bubble Stool«, ein Hocker aus Eschenholz,<br />

überzogen mit recycelbaren TPU-Airbags,<br />

der mit dem Dezeen Award in der Kategorie<br />

»Furniture design of the year« ausgezeichnet<br />

wurde. Auch ihre galaktisch anmutende<br />

»Bubble Lamp« sorgte für Aufsehen.<br />

Auf der Mailänder Möbelmesse Salone del<br />

Mobile 2024 belegte sie den ersten Platz beim<br />

SaloneSatellite Award.<br />

Kugelsicher Dieses schlicht »Vase« benannte<br />

Objekt besteht aus recycelbarem TPU und<br />

Edelstahl. Auf der wellenförmigen Oberfläche<br />

entsteht bei Sonnenschein ein schönes<br />

Licht-und-Schatten-Spiel.<br />

Aufgeblasen Der »Bubble Stool« ist<br />

von Seifenblasen inspiriert. Gefertigt<br />

wurde er aus einem TPU-Luftsack,<br />

die Schrauben sind geschickt im<br />

Inneren versteckt.<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

23


trends / NEWS-TICKER<br />

+++ BRANCHEN-<br />

TELEGRAMM<br />

Was kommt? Was ist en vogue?<br />

Wer designt mit wem und warum?<br />

Ein kurzer Newsflash aus der Welt<br />

des Designs und der Architektur.<br />

+++ KOSTBAR. Die Wiener Emailmanufaktur FREYWILLE präsentiert ihre neueste<br />

Schmuckkollektion »Mucha Paris«, inspiriert von berühmten Arbeiten der Jugendstilikone<br />

Alphonse Mucha. Die Lilie steht im Mittelpunkt des neuen Designs und porträtiert die<br />

Symbiose von zarter Schönheit und zeitloser Eleganz. Die »Mucha Paris«-Schmuckkollektion<br />

ist ab sofort weltweit in den Boutiquen sowie unter freywille.com erhältlich. +++<br />

+++ FARBTUPFER. Dass Farbe und Technik wunderbar zusammenpassen, beweist die gemeinsame Kollektion<br />

der Elektronikmarke Lexon mit Pantone, bei der fünf bekannte Lexon-Klassiker ein farbenfrohes Update bekommen.<br />

Die Produkte sind in den Farben Mimosa, Classic Blue, Rose Quartz, Sand Dollar, Pastel Green und einem leuchtenden<br />

Rot erhältlich. Zusätzlich ziert jedes der Stücke ein weißes Band mit dem ikonischen Pantone-Branding. +++<br />

+++ ERHELLEND. Mit seiner neuen Leuchten-Kollektion »POSE« sorgt der britische Designer<br />

Tom Dixon mit minimalistischer und doch ausdrucksstarker Optik für erhellende Momente. Die klaren<br />

geometrischen Linien und die auffällig monochrome Oberfläche lassen die Leuchten wie architektonische<br />

Objekte wirken. Die »POSE« gibt es in den zwei Varianten »Portable« und<br />

»Task Light« sowie in den Farbtönen Gold, Silber, Indigo, Putty und Kelp. +++<br />

+++ MUST-HAVE. Der in limitierter Auflage produzierte Sessel »Dezza« der italienischen<br />

Luxusledermarke Poltrona Frau ist eine Hommage an den verstorbenen Architekten<br />

Gio Ponti. Das leuchtende Blau erinnert an die von Ponti für das »Hotel dei Principi« entworfenen<br />

Innenräume. Eine bislang unveröffentlichte Illustration Pontis diente als Vorlage<br />

für das besondere Polstermuster, bestehend aus 26 stilisierten Händen. +++<br />

+++ EINFACH WAU! Passende Wohnaccessoires für Hunde und<br />

ihre Menschen – diese süße Idee stammt von der bei Tierliebhaber:innen bekannten<br />

Marke Kismet, die gemeinsam mit der in Brooklyn lebenden Keramikerin Helen Levi<br />

eine limitierte Kollektion von Bechern für Zweibeiner und Hundenäpfe für ihre<br />

geliebten Fellnasen entworfen hat. +++<br />

Fotos: beigestellt<br />

24 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


my taste<br />

THOMAS<br />

HOPFGARTNER<br />

THOMAS HOPFGARTNER<br />

ist Gründer und Geschäftsführer<br />

von <strong>LIVING</strong> DELUXE<br />

Luxury Real Estate, dem<br />

führenden Anbieter exklusiver<br />

Premiumimmobilien<br />

in Österreichs Bestlagen<br />

mit Standorten in<br />

Wien, Kitzbühel und am<br />

Wörthersee. Sein<br />

renommiertes Unter nehmen<br />

zeichnet sich durch ein<br />

herausragendes Port folio<br />

an exklusiven Objekten,<br />

ein maßgeschneidertes<br />

Service und eine diskrete<br />

Vermittlung aus.<br />

livingdeluxe.com<br />

Was lieben designaffine Menschen<br />

privat? Mit welchen Stücken<br />

umgeben sie sich, was hinterlässt<br />

Eindruck? Thomas Hopfgartner hat<br />

uns seine fünf Favoriten verraten.<br />

Sofa »Beverly« von Michele Bönan<br />

»Der Stil des Architekten und Interior-Designers<br />

Michele Bönan ist sowohl klassisch als auch raffiniert<br />

und bereichert jede Immobilie auf einzigartige Weise.<br />

Michele Bönan ist unter anderem der Interior-<br />

Designer sämtlicher Cipriani-Hotels.«<br />

Geschirrserie »Fascinating Myths« von Ginori<br />

»Geschirr von Ginori macht jedes Gericht zu einem<br />

sinnlichen Erlebnis und verwandelt jeden Tisch<br />

in ein ganz besonderes Design-Highlight.«<br />

Skulptur aus<br />

der Serie<br />

»Melting Houses«<br />

von Erwin Wurm<br />

»Diese Skulptur von<br />

Erwin Wurm nimmt<br />

für mich einen ganz<br />

besonderen Stellenwert<br />

ein, da sie als Cover-<br />

Kunstwerk für unser<br />

erstes <strong>LIVING</strong>-DELUXE-<br />

Magazin ausgewählt<br />

wurde.«<br />

Bildband »Capri Dolce Vita« von Assouline<br />

»Coffee Table Books sind nicht nur interessante<br />

Lektüren, sondern auch besondere Dekorations-<br />

Highlights. Dieser Bildband versetzt mich beim<br />

Durchblättern in das Dolce Vita Italiens und weckt<br />

Erinnerungen an unvergessliche Momente.«<br />

Stehleuchte<br />

»Melt Cone Fat«<br />

von Tom Dixon<br />

»Die Stehleuchte<br />

von Tom Dixon<br />

fasziniert mich<br />

aufgrund ihrer<br />

organischen Form<br />

und der einzigartigen<br />

Lichtwirkung.<br />

Inspiriert von<br />

heiß geblasenem<br />

Glas und gefertigt<br />

mit Vakuummetallisierung,<br />

entfaltet<br />

sie eine außergewöhnliche<br />

Tiefe<br />

und Brillanz, die<br />

jeden Raum<br />

aufwertet.«<br />

Fotos: beigestellt<br />

26 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Design<br />

Neuheit<br />

Minimalismus gedacht.<br />

Großschattig gemacht.<br />

markilux Designmarkisen made in Germany.<br />

Das konsequent eckige Design der neuen pergola style steht klar im Fokus,<br />

verleiht es diesem Sonnenschutzsystem doch eine moderne Leichtigkeit.<br />

Konsequent, herzerwärmend, cool – bei Tag und Nacht. markilux.com<br />

Mehr Infos?<br />

| Marke | z.B. markilux pergola style


trends / WINTERGÄRTEN UND ORANGERIEN<br />

WÄNDE<br />

AUS LICHT<br />

Zwischen Himmel und Erde, Haus und Natur – ein Wintergarten<br />

ist nicht bloß ein Anbau, sondern eine Bühne für Licht und Leben.<br />

Ob modern-kubistisch oder mit viktorianischem Flair, als ganzjähriger<br />

Wohnraum oder saisonale Oase: Wer das Spiel der<br />

Jahreszeiten hautnah erleben will, braucht einen Partner mit<br />

Know-how, guter Planung, viel Glas und noch mehr Feingefühl.<br />

TEXT SUSANNA PIKHART<br />

Foto: beigestellt<br />

28 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Architektonische Fusion<br />

Ein beeindruckender viktorianischer<br />

Wintergarten in Holz-Aluminium-Bauweise –<br />

außen schwarz, innen weiß – modern<br />

interpretiert. krenzer.de<br />

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<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

29


trends / WINTERGÄRTEN UND ORANGERIEN<br />

Der erste Kaffee im lichtdurchfluteten<br />

Morgenambiente, das sanfte Spiel der<br />

Sonnenstrahlen auf den Pflanzen oder<br />

die behagliche Atmosphäre an einem<br />

regnerischen Tag: »Ein gut geplanter Wintergarten<br />

wird zum Lieblingsplatz – einem Ort, der<br />

inspiriert, entschleunigt und den Alltag auf besondere<br />

Weise bereichert«, sagt Manfred Aigner<br />

von Aigner-Gartenkult in Oberösterreich.<br />

»Aktuell sind minimalistische Verglasungen mit<br />

maximaler Transparenz besonders gefragt«,<br />

erklärt Sarah Krenzer, Mitinhaberin des traditionsreichen<br />

Familienunternehmens Krenzer, das<br />

seit 96 Jahren auf Architektur in Glas spezialisiert<br />

ist. »Gleichzeitig gelten viktorianische<br />

Wintergärten und Orangerien als zeitlose<br />

Klassiker, die durch ihre Eleganz und stilvolle<br />

Ausführung nie an Relevanz verlieren.«<br />

So oder so sind die Ergebnisse eine Augenweide<br />

– als Anbau ans Haus oder frei stehende<br />

Orangerie im Garten, als ganzjährig nutzbarer<br />

Wohnraum oder saisonale Zuflucht für Pflanzen<br />

und Menschen: Die Möglichkeiten sind heute so<br />

vielfältig wie die Wünsche der Bauherr:innen.<br />

Doch was macht den perfekten Wintergarten<br />

aus? Welche Bauweisen und Stile gibt es? Und<br />

worauf muss man bei der Planung achten?<br />

»Ein Wintergarten schafft<br />

eine harmonische Verbindung<br />

zwischen Architektur und<br />

Natur, zwischen Wohnraum<br />

und Garten. Und er wertet<br />

die Immobilie auf.«<br />

SARAH KRENZER Krenzer – Architektur in Glas<br />

Eine Klasse für sich<br />

Dreifachverglasungen mit Hitzeschutz<br />

und UVA-Filter und intelligente Be- und<br />

Entlüftungssysteme sorgen heute auch<br />

bei viktorianischen Wohnwintergärten<br />

für zeitgemäßen Komfort.<br />

schubert-wintergarten.de<br />

VERSPIELT BIS PURISTISCH<br />

Wintergärten gibt es zwar in zahlreichen<br />

Designs, doch grundsätzlich lassen sie sich in<br />

zwei Stilrichtungen einteilen: klassisch-verspielt<br />

oder modern-puristisch. Viktorianische<br />

Wintergärten zeichnen sich durch filigrane<br />

Metallkonstruktionen, verschnörkelte Details<br />

und meist eine aufwendige Dachgestaltung aus.<br />

Sie erinnern an die Glaspaläste des 19. Jahrhunderts<br />

und verleihen jedem Anwesen einen<br />

nostalgischen Charme. Meist in Schwarz und<br />

Dunkelgrün gehalten, fügen sie sich ideal in<br />

historische Bauten oder romantische Gärten<br />

ein. Aigner: »Ein besonders gefragtes Gestaltungselement<br />

ist das steile Satteldach im<br />

englischen Stil, meist mit einer Neigung von<br />

45 Grad und einer feinen Rasterung aus<br />

schmalen Glasfeldern. Diese Architektur<br />

verleiht dem Raum nicht nur eine eindrucksvolle<br />

Höhe und ein luftiges Volumen, sondern<br />

schafft auch eine elegante Atmosphäre.«<br />

Fotos: beigestellt, Malik Pahlmann<br />

30 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Verwandlungskünstler<br />

Ein saisonaler Wintergarten ist flexibel<br />

in der Nutzung. Mit Glas-Schiebeelementen<br />

wird er zum geschützten<br />

Refugium oder auch wieder schnell<br />

zum Outdoorbereich. solarlux.com<br />

Moderne, kubistische Wintergärten hingegen<br />

setzen auf klare Linien, minimalistische<br />

Konstruktionen und großflächige Glasfronten.<br />

Aluminium- oder Holz-Alu-Konstruktionen<br />

sowie Stahlrahmen sorgen hier für Stabilität<br />

und für ein fast schwebendes Erscheinungsbild.<br />

»Raumhohe Verglasung, möglichst viele<br />

Öffnungsmöglichkeiten durch Glasschiebeelemente<br />

und Barrierefreiheit sind angesagt«,<br />

so Christian Paltram, Geschäftsführer von<br />

Livingglas mit mehr als 35 Jahren Erfahrung<br />

im Wintergartenbau. Apropos Verglasung:<br />

Sky-Frame-Fenster setzen hier neue Maßstäbe<br />

im Design, MHB-Stahlfenster setzen auf<br />

spezielle Dämmtechnik und Ästhetik.<br />

»Sicherheitsglas ist ein Muss«, betont ><br />

Wilde Romantik<br />

»Cornwall« heißt das derzeit<br />

besonders beliebte Orangerie-<br />

Modell. Für eine repräsentative<br />

Anmutung wird es auf einer<br />

Klinkermauer errichtet.<br />

aigner-gartenkult.at<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

31


trends / WINTERGÄRTEN UND ORANGERIEN<br />

Symbiose der Lebensräume<br />

Der Wintergarten »Livingbox«<br />

kann mithilfe spezieller Glas-<br />

Design-Schiebesysteme als<br />

Anbau oder frei stehend errichtet<br />

werden. livingglas.at<br />

wird oft für Kaltwintergärten gewählt, die als<br />

Rückzugsorte in der Übergangszeit dienen.<br />

»Bei beiden Varianten sollten Bauherr:innen<br />

auf die Einhaltung eines hohen Qualitätsstandards<br />

achten«, unterstreicht Beitl. Das<br />

gilt generell auch für wichtige Komponenten<br />

wie Entwässerung, Beschattung und Belüftung.<br />

»Bei modernen Wintergärten lassen<br />

sich diese mit einer Steuerung, oft auch<br />

remote über mobile Endgeräte, bequem<br />

regulieren.« Ebenso die Beleuchtung. Denn<br />

sobald die Abenddämmerung einsetzt,<br />

sorgen geschickt platzierte Lichtquellen für<br />

ein gemütliches Ambiente. <<br />

><br />

Manfred Aigner, »und Isolierglas verbessert<br />

das Raumklima erheblich.« Diese moderne<br />

Wintergartenbauweise passt gut zu zeitgenössischer<br />

Architektur und schafft eine fließende<br />

Verbindung zwischen Innen- und Außenraum.<br />

ABHÄNGIG ODER SELBSTSTÄNDIG<br />

Ein Wintergarten kann auf unterschiedliche<br />

Weise ins bestehende Wohnkonzept integriert<br />

werden. Als Anbau – die klassische Variante –<br />

an einer bestehenden Hausfassade sorgt eine<br />

durchgehende Front für maximale Lichtausbeute<br />

und ermöglicht eine ungehinderte Aussicht in<br />

den Garten. Eine raffinierte Lösung ist ein<br />

Wintergarten ums Eck, der zwei Hausseiten<br />

miteinander verbindet. Dadurch entsteht ein<br />

besonders großer, lichtdurchfluteter Raum, der<br />

ideal als Winterlounge genutzt werden kann.<br />

Ein frei stehender Wintergarten oder eine<br />

Orangerie (historisch gesehen ein repräsentatives<br />

Gewächshaus, das ursprünglich zur<br />

Überwinterung empfindlicher Pflanzen wie<br />

Zitrusbäume diente) bietet maximale Flexibilität<br />

und Eigenständigkeit. Ob als gläsernes Gartenhaus,<br />

stilvoller Minidschungel mit Wohnflair<br />

oder separater Rückzugsort mitten im Grün –<br />

hier kann man sich eine kleine Oase schaffen,<br />

die vom Haupthaus unabhängig ist. »Jede<br />

Nutzungsmöglichkeit verlangt spezielle Lösungen<br />

in Bezug auf die technische Ausführung,<br />

Statik, Wind- und Schneelasten, Hitze- und<br />

Wärmeschutz, Beschattungen und Lüftungsmöglichkeiten«,<br />

erklärt Klaus Schubert von der<br />

gleichnamigen Wintergarten-Manufaktur.<br />

»Wenn diese Para meter nicht logisch und<br />

fallbezogen gelöst sind, wird ein Glas(an)bau<br />

schnell zur Last statt Lust.«<br />

SAISONAL STATT GANZJÄHRIG?<br />

Ein entscheidender Faktor bei der Planung ist<br />

die Frage, ob der Wintergarten das ganze Jahr<br />

über als Wohnraum dienen soll oder nur<br />

saisonal beziehungsweise als Kaltwintergarten<br />

genutzt wird. »Der beheizte, wärmegedämmte<br />

Wohnwintergarten ist eine vollwertige<br />

Erweiterung des Hauses und erfordert eine gut<br />

durchdachte Isolierung sowie eine effiziente<br />

Heizlösung«, sagt Glasbau-Experte Schubert.<br />

»Fußbodenheizung, Infrarotpaneele oder eine<br />

Anbindung an das zentrale Heizsystem sind<br />

bewährte Optionen«, ergänzt Gerhard Beitl<br />

von Solarlux. Der saisonale Wintergarten<br />

hingegen ist unbeheizt oder nur mit zusätzlichem<br />

Heizstrahler ausgestattet. Diese Variante<br />

DIE BIG FIVE DER<br />

GUTEN PLANUNG<br />

1. Bedarfsanalyse. Wie soll der Wintergarten<br />

genutzt werden – als vollwertiger<br />

Wohnraum, saisonaler Rückzugsort oder<br />

als Glashaus für Pflanzen? Welche<br />

Einrichtung ist vorgesehen? Diese Entscheidungen<br />

beeinflussen maßgeblich<br />

die Wahl der Konstruktion, Verglasung,<br />

Dämmung und Beheizung.<br />

2. Ort, Art, Ausrichtung. Welcher Stil<br />

(viktorianisch, modern), welche Geometrie<br />

und Dachform? Die Ausrichtung<br />

beeinflusst das Raumklima: Nach Süden<br />

hin erhält man maximale Sonneneinstrahlung,<br />

Nordlage bringt angenehme<br />

Temperaturen im Sommer.<br />

3. Materialwahl. Aluminium-, Holz- oder<br />

Stahlkonstruktion? Jedes Material hat<br />

Vor- und Nachteile in Bezug auf Optik,<br />

Pflege und Dämmwerte. Verglasung:<br />

Sicherheitsglas ist ein Muss, Isolierglas<br />

ratsam. Wichtig: gute Balance zwischen<br />

Design und Stabilität.<br />

4. Strom-/Wasseranschlüsse. Eine<br />

vorausschauende Planung der Energieund<br />

Wasserversorgung ermöglicht größtmöglichen<br />

Komfort – für Beleuchtung,<br />

Heizung, Belüftung, Beschattung und<br />

die Bewässerung von Pflanzen.<br />

5. Baugenehmigung. Je nach Standort<br />

und Bauweise können behördliche Auflagen<br />

oder statische Anforderungen<br />

relevant sein. Frühzeitige Klärung spart<br />

Zeit und vermeidet Planungsfehler.<br />

Foto: beigestellt<br />

32 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


RENDERING<br />

HWB 42 kWh/m²a


trends / ESSTISCHE<br />

FRISCH<br />

AUFGETISCHT<br />

Längst ist der Esstisch vom notwendigen Möbelstück zum trendigen Interior-Piece<br />

avanciert. Minimalistische Kombinationen aus Stein, Holz und Aluminium vermitteln<br />

dabei Leichtigkeit und Poesie. Manche Dining Tables bringen sogar eine neue<br />

Sitzordnung ins Haus und begeistern in- wie auch outdoor.<br />

TEXT FLORENTINA WELLEY<br />

German Design Award Winner<br />

Die Serie »KENT« von Draenert umfasst<br />

Ess-, Couch- und Beistelltische aus<br />

Naturstein, Holz, Glas, Metall und mit<br />

patentierten Auszugsfunktionen.<br />

draenert.de<br />

34 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


»Lindy«<br />

Die Serie von Färg Blanche<br />

für Johanson begeistert in<br />

verschiedenen Größen<br />

und Farben.<br />

fargblanche.com<br />

johansondesign.com<br />

Der Esstisch ist nicht nur Ort für<br />

Mahlzeiten. Er ist das Herzstück jedes<br />

Zuhauses, an dem man sich trifft,<br />

diskutiert und gemeinsam Zeit<br />

verbringt. Umso schöner, dass der Alleskönner<br />

heute nicht nur multifunktional designt ist,<br />

sondern auch Statements setzt. Als Eyecatcher<br />

legt er mit ungewöhnlichen Kombinationen aus<br />

Material und Form endlich sein biophiles Design<br />

ab. Marken wie Draenert oder Casa Milano<br />

kombinieren Marmor mit Metall oder lackiertem<br />

Holz, abgerundeten Kanten und geschwungenen<br />

Linien. Die minimalistische Form, die<br />

Designer Wolfgang C. R. Mezger dem Esstisch<br />

»1550 KENT« für Draenert verlieh, verändert<br />

mit seiner asymmetrischen Tischplatte aus Natur -<br />

stein auch gleich die traditionelle Sitzordnung.<br />

Der Entwurf erinnert an Nierentische der<br />

1950er-Jahre. Die Maserung der Platte und der<br />

Unterbau aus Alu-Halbschalen lassen den Tisch<br />

wie eine moderne Skulptur wirken: Das<br />

Esszimmer wird zur Galerie. Dafür wurde<br />

»KENT« mit dem German Design Award <strong>2025</strong><br />

ausgezeichnet.<br />

Das schwedische Designstudio Färg Blanche<br />

wiederum serviert kräftige Farben in klarem<br />

Design. Das Stockholmer Designerduo stellte seine<br />

Tischserie »Lindy« auf der Stockholmer Möbel-<br />

»Virgola«<br />

Der Tisch von Casamilano ist mit<br />

einer Platte aus Marmor und<br />

Birkenmaser, wie auch mit glänzend<br />

lackiertem Sockel verfügbar.<br />

casamilanohome.com<br />

messe vor. »Der Name Lindy ist eine An spielung<br />

auf den Lindy Hop, einen Tanz, der uns als Inspi -<br />

ration für unsere früheren Entwürfe für Johanson<br />

diente«, so Emma Marga Blanche. Das zarte<br />

Metallgestell und eine Verbindung aus elo xiertem<br />

Aluminium zeigen den Charakter der Serie.<br />

METALL, HOLZ UND GLAS<br />

Fotos: beigestellt, fredrikbengtsson.com<br />

Auf zarte Farbtöne und brutalistisch anmutende<br />

Materialien wie Beton setzt hingegen die<br />

italienische Designerin Francesca Lanzavecchia.<br />

Ihr Entwurf »Virgola« für Casamilano steht auf<br />

einem Betonsockel und hat eine strapazierfähige<br />

Platte aus Glas oder massivem Irokoholz für die<br />

Outdoor-Verwendung.<br />

Wie eine Skulptur wirkt auch der Esstisch<br />

»Molecola« von Massimo Castagna für Gallotti<br />

Radice. Mit einer Platte aus gehärtetem Glas und<br />

einer Basis aus handgebürsteten Holzzylindern,<br />

die unregelmäßig angeordnet sind, erinnert der<br />

Sockel an eine Abfolge von Molekülen. Auch<br />

Kelly Wearstlers »NUDO Ping Pong Tablee« ist<br />

multifunktional. Ursprünglich hatte die Amerikanerin<br />

die Serie »NUDO 2.0« in Kooperation<br />

mit der Natur steinmarke ARCA für Tisch- ><br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

35


trends / ESSTISCHE<br />

»Molecola«<br />

Hier vereinen sich eine<br />

transparente Glasplatte und ein<br />

Zylindersockel aus handge<br />

bürstetem Holz. Die Basis gibt<br />

es in den Farben Ziegel, Seil,<br />

Anthrazit oder Elfenbein.<br />

gallottiradice.it<br />

><br />

tennis entworfen. Wird das Netz aber<br />

entfernt, verwandelt er sich im Handumdrehen<br />

in einen Esstisch. Wearstler verwendete Onyx,<br />

da es mehr Licht durchlässt als Marmor und<br />

optisch mehr Leichtigkeit mitbringt.<br />

KLEIN, ABER FEIN<br />

Der runde Dining Table »Antilles« von Luca<br />

Nichetto für Wittmann tischt wiederum<br />

Retro-Optik auf. Inspiriert von den farbenfrohen<br />

Broschen Josef Hoffmanns entwarf<br />

Nichetto eine Tischkollektion mit Platten aus<br />

seltenen Marmorsorten. Für kleinere Essplätze<br />

eignet sich auch der elegante Tisch »Baguette«<br />

von Ronan & Erwan Bouroullec für Magis. Die<br />

Neuauflage des Modells hat Beine aus Aluminiumdruckguss,<br />

eine Platte aus furniertem Fenix<br />

mit Kanten aus lackiertem ABS und ist für inwie<br />

outdoor geeignet. <<br />

»Ping Pong Table«<br />

Die Kollektion »NUDO 2.0« von Kelly<br />

Wearstler x ARCA umfasst auch<br />

einen Tischtennistisch aus Onyx,<br />

der durch Entfernen des<br />

Netzes zum Esstisch wird.<br />

kellywearstler.com<br />

»Antilles«<br />

Die runde Dining-Table-Serie<br />

von Luca Nichetto setzt<br />

seltene Marmorsorten ein.<br />

wittmann.at<br />

»Baguette«<br />

Der kleine Esstisch eignet sich für<br />

in- und outdoor. Die Beine sind aus<br />

Druckguss-Alu und die Tischplatte aus<br />

furniertem Fenix, mit Kanten aus lackiertem<br />

ABS. In drei Farbkombina tionen erhältlich.<br />

magisdesign.com<br />

Fotos: beigestellt, housetribeca.com<br />

36 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


<strong>LIVING</strong> THE BEST VIEW.<br />

Das rahmenlose Premium-Schiebefenster ermöglicht ein<br />

grenzenloses Raumerlebnis voller Licht, Luft und Atmosphäre.<br />

Schweizer Perfektion seit 1886 | swissfineline.com


trends / GLASBLÄSER:INNEN<br />

Kunst aus Glas<br />

Objekt aus der Galerie von<br />

Glasprofi Robert Comploj. Die<br />

raffinierte Verspiegelung ist<br />

mittlerweile ein Markenzeichen.<br />

studiocomploj.com<br />

Fotos: beigestellt, SERGIU ANDRES<br />

38 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


ACHTUNG,<br />

HEISSE WARE!<br />

Glasblasen ist das neue Töpfern: Es ist erstaunlich, was<br />

sich aus dem spröden Material alles formen lässt, wenn man<br />

es erhitzt. Ein Besuch im Studio Comploj, wo Anfänger:innen<br />

lernen, wie man Glas bearbeitet. Junge Designer:innen<br />

entdecken alte Techniken gerade neu. TEXT KARIN CERNY<br />

In der Ankündigung zum Kurs hieß es:<br />

festes Schuhwerk und T-Shirt, trotz winterlichen<br />

Temperaturen. Wer zum ersten Mal<br />

mit dem Thema Glasblasen in Berührung<br />

kommt, weiß nicht so recht, was einen<br />

erwartet. Töpfern: Das kennt man mittlerweile.<br />

Aber Glasblasen? Der Tiroler Robert<br />

Comploj bietet Anfänger:innenkurse an. Sein<br />

Studio im 18. Wiener Gemeindebezirk ist<br />

weitläufig und hell. Man betritt es durch den<br />

Galerie-Raum, der mit riesigen Glasobjekten<br />

bestückt ist. Im nächsten Raum merkt man<br />

schnell, dass hier gearbeitet wird. Sogar die<br />

Greifzangen hängen geordnet an der Wand.<br />

IN BEWEGUNG BLEIBEN<br />

So werden beide Gehirnhälften gefordert.<br />

Robert Comploj hat am renommierten<br />

Corning Museum of Glass in New York<br />

studiert. Nach Stationen in den USA,<br />

England und Dänemark kehrte er nach<br />

Österreich zurück. Obwohl es hierzulande<br />

eine lange Glas-Design-Tradition gibt, fehlt<br />

Hitzebeständig<br />

Robert Comploj bei der Arbeit<br />

in seinem Wiener Studio, wo<br />

auch regelmäßig Kurse für<br />

Anfänger:innen stattfinden.<br />

studiocomploj.com<br />

nach wie vor eine universitäre Ausbildung.<br />

Ein Problem, wenn es darum geht, dieses<br />

traditionsreiche Handwerk an eine jüngere<br />

Generation weiterzugeben. Während die<br />

Töpferkunst in Wien boomt, sieht es ums<br />

Glas schlechter aus. In Böhmen, Italien<br />

(Murano!) und Skandinavien sind die<br />

europäischen Zentren des Glasmachens. Das<br />

zeigt sich auch am Output, bestes Beispiel<br />

dafür sind die farbenfrohen Glasobjekte der<br />

Dänin Helle Mardahl. Sie machen gute<br />

Laune, weil sie an Süßigkeiten erinnern.<br />

Auch der schwedische Shootingstar Gustaf<br />

Westman hat chunky Vasen und Weingläser<br />

im Sortiment. Er lässt sie allerdings in<br />

Tschechien herstellen wie so viele. ><br />

Und dann geht es zum Herzstück der Anlage:<br />

einem Ofen, in dem das geschmolzene Glas<br />

gesammelt wird, »120 Kilogramm, das auf<br />

1.100 Grad erhitzt und dadurch flüssig wird«,<br />

erklärt Robert Comploj. Der Ofen läuft ohne<br />

Pause, außer wenn er einmal im Jahr gereinigt<br />

wird. Wir lernen, wie man Glas mit einem<br />

Metallrohr aufnimmt und in Bewegung hält.<br />

Nur nicht an die heißen Stellen greifen! Die<br />

linke Hand dreht, die rechte bearbeitet das<br />

Material, das aber schnell wieder fest werden<br />

kann. Man bekommt definitiv Respekt für<br />

die Arbeit: das richtige Timing, die perfekten<br />

Handbewegungen und dann nur das Stück<br />

nicht fallen lassen auf dem Weg zur Kühlbox.<br />

Beim finalen Stück, einer Kugel, die innen<br />

hohl ist und perfekt auf den Christbaum<br />

passt, probieren wir aus, wie man Glas bläst.<br />

Man braucht einiges an Puste. Und natürlich<br />

muss man weiterdrehen, während man bläst.<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

39


trends / GLASBLÄSER:INNEN<br />

Bonbon-Objekte<br />

Glaskunst aus Dänemark:<br />

Helle Mardahl ist für ihre<br />

farbenfrohe, organische<br />

Candy-Ästhetik bekannt.<br />

hellemardahl.com<br />

FLIESSENDE FORMEN<br />

Auch das Wiener Label Ursula Futura von<br />

Kathrin Zelger lässt in einer kleinen Manufaktur<br />

in Tschechien produzieren. Zelger<br />

gehört zu einer Generation von jungen<br />

Designer:innen, die auf kräftige Farben setzt.<br />

Ihre Glasobjekte sind funktional, machen sich<br />

aber auch als Deko bestens. Sie spielen damit,<br />

dass jedes Stück individuell ist, weil es mit der<br />

Hand hergestellt wurde. In Kollaborationen<br />

werden neue Formen ausprobiert. So sind für<br />

den Getränkehersteller Vöslauer aus recycelten<br />

Glasflaschen organische Karaffen entstanden,<br />

die wirken, als wären sie aus zerdrücktem<br />

Plastik. Eine spannende Art, das harte Material<br />

weich und formbar aussehen zu lassen. Dieser<br />

spielerische Zugang macht zeitgenössische<br />

Glaskunst so faszinierend. Beim Kurs merkt<br />

man aber auch, wie schwer das ist. Immerhin<br />

lernt man im Fortgeschrittenen-Teil, sein erstes<br />

Trinkglas herzustellen.<br />

<<br />

Genoppt<br />

Der schwedische Design-Shootingstar<br />

Gustaf Westman hat auch<br />

klobige Weingläser, Tassen und<br />

Vasen im Sortiment.<br />

gustafwestman.com<br />

Bunte Dessertbecher<br />

Die Wiener Designerin<br />

Kathrin Zelger nennt ihr Label<br />

Ursula Futura. Die Stücke<br />

werden per Hand geformt.<br />

ursulafutura.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

40 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


MEHR VOM BAD,<br />

MEHR VOM LEBEN<br />

Lichtspiegel mit<br />

Antibeschlag-Funktion.<br />

Frische Luft durch die<br />

DuoFresh Geruchsabsaugung.<br />

Mehr Platz in der Schublade dank<br />

flachem Siphon.<br />

Mehr Sauberkeit mit der<br />

TurboFlush Spültechnologie.<br />

Den Alltag zu optimieren ist simpel. Zumindest mit einem Bad von Geberit. Lupenreine Sauberkeit,<br />

maximaler Komfort, mehr Stauraum, zeitloses Design und bequeme Barrierefreiheit sind nur<br />

einige der zahlreichen Vorzüge in einem Bad von Geberit. Kurz gesagt: Man hat mehr vom Leben.<br />

Mehr erfahren: www.geberit.at/bad


trends / STROHKÖRBE<br />

»Tapoh Bag« und »Slim Line Shoulder Bag«<br />

Jeder Einkaufskorb stammt von unterschiedlichen<br />

Handwerker:innen. Diese hier wurden von Christiana<br />

Anaba und Nsohbillah Alagbona gefertigt. Für jedes<br />

verkaufte Produkt gibt es eine Provision von<br />

12,5 Prozent.<br />

babatree.com<br />

FLECHTKUNST<br />

Dass nachhaltig erzeugte Wohnaccessoires chic sind und gleichzeitig auch Lebensfreude<br />

versprühen können, beweisen die Körbe der Baba Tree Basket Company aus Ghana. Die<br />

Fair-Trade-Stücke sind nicht nur dekorativ, sondern zeigen, wie sich Erbe und Respekt vor<br />

einem alten Handwerk mit Natur und Contemporary Design verflechten lassen.<br />

TEXT FLORENTINA WELLEY<br />

Fotos: beigestellt<br />

42 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Art Basket »Mary Ayinbora’s Special«<br />

Dieser Korb wurde exklusiv von Mary<br />

Ayinbora für Baba Tree geflochten.<br />

Ghana stehen weiters Fächer, Tischsets,<br />

Handtaschen und schicke Strohhüte – alles<br />

Unikate.<br />

Falten und Muster werden beim Flechten<br />

von der Persönlichkeit der Kunsthandwerker:innen<br />

geprägt. Seit über 20 Jahren<br />

pflegt die Baba Tree Basket Company die<br />

Korbkultur der Gurunsi-Gemeinschaft in<br />

Bolgatanga. Gegründet wurde das Unternehmen<br />

vom Kanadier Gregory MacCarthy,<br />

der 1999 nach Ghana kam, um das Trommeln<br />

zu erlernen. Er finanzierte damals mit dem<br />

Wer einen Korb bekommt, sollte<br />

damit einkaufen gehen. Etwa<br />

mit den Einkaufskörben in<br />

bunten Ethno-Mustern<br />

der Baba Tree Basket Company aus<br />

Ghana. Deren handgefertigte<br />

»Bolga-Körbe« aus Elefantengras<br />

werden als Symbole für Nachhaltigkeit,<br />

Handwerkskunst und Design<br />

international geschätzt. Auch auf der<br />

renommierten Kunsthandwerksmesse<br />

Homo Faber in Venedig wurden die<br />

Kunst- und Designobjekte bereits<br />

gewürdigt. Die fröhlichen Home-Accessoires,<br />

oft verwebt mit Fransen, Streifen oder<br />

wellenförmigen Strukturen, bringen Dynamik<br />

ins Wohnzimmer und dienen zugleich als<br />

praktische Aufbewahrungsboxen. Auf dem<br />

Produktionsplan der artsy Produktionsstätte in<br />

Art Basket »Pebbles«<br />

Jede Kurve symbolisiert den<br />

Handabdruck der:des Weber:in, die:der<br />

den Korb in Wellentechnik produzierte.<br />

Art Basket »Tua Tia«<br />

Jedes Stück ist ein Unikat und ist in<br />

Größe S bis Größe XL erhältlich.<br />

Verkauf von Perlen und Stoffen sein Leben<br />

und entdeckte so seine Liebe zu lokalen<br />

Produkten.<br />

Heute flechten über 250 Handwerker:innen<br />

in alter Technik und verwenden dabei auch<br />

eine Kombination aus Stroh und recycelten<br />

Stoffen, die von Textilabfällen der lokalen<br />

Märkte stammen. Als Färbemittel nutzt man<br />

Naturfarben, als Inspiration dienen die Natur<br />

und traditionelle Muster des Landes.<br />

UNIKATE MIT SEELE<br />

In jedem Stück steckt die Seele der Gurunsi-<br />

Kunsthandwerker:innen. So auch bei der »Art<br />

Basket«-Kollektion von Christiana Anaba, Mary<br />

Ayinbora oder Atule Abentara, die den großen<br />

spiralförmigen »Tua Tia«-Korb« webte. Dessen<br />

Namensgeber ist der Baobab-Baum. Die<br />

»Pakurigo Wave«-Kollektion ist wiederum jenen<br />

Männern gewidmet, die diese charakteristische<br />

Flechttechnik von Indien nach Ghana brachten:<br />

Palash Singh und John Akurigo.<br />

Für manche der jungen Künstler:innen waren<br />

die Körbe ein regelrechtes Karrieresprungbrett:<br />

Sie wurden als Models entdeckt und liefen<br />

bereits für Gucci und Fendi über die Catwalks –<br />

der Stoff, aus dem die Träume sind.<br />

»Pakurigo Wave«<br />

Von den wellenförmigen Körben<br />

gibt es zahlreiche Modelle in unterschiedlichen<br />

Mustern, u. a. geflochten<br />

von Atiah Asoba.<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

43


trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

Alles Archäologie? Keineswegs! Neben dem<br />

epochalen Erbe der Pharaonenzeit bietet Kairo<br />

eine reiche Dosis Gegenwart, was Kunst betrifft.<br />

Dazu trägt auch die Lage an der Schnittstelle von<br />

Afrika, Mittelmeerraum und arabischer Welt bei.<br />

TEXT MAIK NOVOTNY<br />

Groß, gigantisch, geometrisch: So könnte<br />

man Geschichte und Gegenwart der<br />

ägyptischen Hauptstadt Kairo zusammenfassen.<br />

Auf der einen Seite die<br />

Pyramiden, endlos faszinierend in ihrer<br />

Abstraktheit, auf der anderen Seite New Cairo,<br />

das derzeit in der Wüste im Osten entsteht. Ein<br />

neuer Regierungssitz, neue Wohn- und Büroviertel.<br />

Doch zwischen diesen Symbolen von<br />

Herrschaft und Macht brodelt in der Zehnmillionenstadt<br />

am fruchtbaren Nil das wilde<br />

Leben, dynamisch, laut, vielstimmig und bisweilen<br />

chaotisch. Denn Ägypten verdankte seine<br />

Rolle als Wiege der Kultur schon immer der<br />

Position am Schnittpunkt der Welten. Afrika,<br />

die arabische Welt und der Mittelmeerraum<br />

bilden hier eine Schnittmenge. Diese kulturelle<br />

Energie lässt sich in der Keramik der Pharaonenzeit<br />

ebenso spüren wie in den Performances<br />

und Ausstellungen junger Art Spaces in den<br />

dicht bebauten Innenstadtvierteln wie Zamalek.<br />

Hier hat sich nach dem politischen Bruch des<br />

Arabischen Frühlings 2011 eine junge Szene<br />

geformt, die die etablierten Player der zeitgenössischen<br />

Kunst zum bereichernden Dialog<br />

herausfordert. Neue Messen und Events wie<br />

Art D’Égypte oder Art Cairo fungieren als globales<br />

Schaufenster für diese Kunstwelt, in der<br />

Zartheit und Wildheit, Poesie und Politik eine<br />

aufregende Balance halten. ><br />

Foto: Shutterstock<br />

44 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


KUNST-<br />

T R I P<br />

K A I R O<br />

Museums-Monument<br />

Das so große wie großartige<br />

Grand Egyptian Museum in<br />

Sichtweite der Pyramiden<br />

wurde Ende 2024 nach langer<br />

Planung feierlich eröffnet.<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

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45


trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

><br />

>>> FREITAG<br />

Im Jänner 2018 zog Ramses II. in sein neues<br />

Domizil. Doch auf die ersten Besucher:innen<br />

musste der Pharao noch weitere sechs Jahre warten.<br />

So lange dauerte es, bis das Grand Egyptian<br />

Museum, in dessen Foyer seine Statue thront,<br />

endlich eröffnet wurde. Nach endlosen Terminverschiebungen<br />

ist die Dauerausstellung nun<br />

endlich fertig, ab Juli <strong>2025</strong> werden auch alle anderen<br />

Räume zu sehen sein. Aber was sind schon<br />

Monate und Jahre angesichts der Zeitspannen,<br />

die hier erlebt werden können: die komplette<br />

Sammlung von Tutanchamun, Grabbeigaben aus<br />

der Großen Pyramide und 100.000 weitere kostbare<br />

Stücke aus allen Epochen des alten Ägypten.<br />

Wir bleiben bei unserer kulturellen Grundlagenarbeit<br />

im großen Maßstab und besuchen<br />

das Museum für Islamische Kunst, weltweit das<br />

größte seiner Art. Der Grundstein der Sammlung<br />

wurde bereits im 19. Jahrhundert gelegt,<br />

Licht-Spiele<br />

Das Foyer des Grand Egyptian<br />

Museum. Wenn alle Räume im<br />

Juli eröffnet sind, erwartet<br />

man hier rund 15.000<br />

Besucher:innen am Tag.<br />

Kulturelle Grundlagen und kreative Gegenwart:<br />

zwei mächtige Schatzkammern der Jahrtausende<br />

und ein vitales Kulturzentrum von heute.<br />

Fotos: D. Ribeiro / Shutterstock.com, Maciek Grabowicz / Shutterstock.com, B.O’Kane / Alamy Stock Foto, beigestellt<br />

Haus-Herr<br />

Im Grand Egyptian Museum<br />

werden die Besucher:innen von<br />

der 3.200 Jahre alten Statue des<br />

Pharao Ramses II. begrüßt.<br />

46 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


heute beherbergt es über 100.000 Kunstwerke.<br />

Von der Kalligrafie über Holzarbeiten und Textil<br />

bis zur Keramik wird hier der Reichtum von<br />

Ornament und Handwerk gefeiert. Traditionen,<br />

auf die auch heutige Künstler:innen immer<br />

wieder zurückgreifen.<br />

Form und Ornament<br />

Das Museum für Islamische Kunst<br />

eröffnet den kulturellen Reichtum<br />

einer Weltregion, der für viele Kunstschaffende<br />

von heute eine wichtige<br />

Referenz darstellt.<br />

KUNST UND HANDWERK<br />

Zum Beispiel im Kunst- und Kulturzentrum<br />

Darb 1718 im Handwerkerviertel Fustat. Dieser<br />

spartenübergreifende Art Space hat mit engagierter<br />

Arbeit einen Freiraum für junge ägyptische<br />

Künstler:innen geschaffen. Zwei Galerien,<br />

zwei Performance-Bühnen sowie mehrere<br />

Werkstätten und Ateliers umfasst Darb 1718,<br />

und bei der Kunstproduktion sucht man die<br />

Kooperation mit den hochspezialisierten<br />

Handwerker:innen in der Nachbarschaft.<br />

><br />

GRAND EGYPTIAN MUSEUM<br />

Dauerausstellung<br />

visit-gem.com/en/home<br />

MUSEUM OF ISLAMIC ARTS (MIA)<br />

Dauerausstellung<br />

miaegypt.org<br />

DARB 1718 EGYPTIAN CONTEMPORARY ART<br />

AND CULTURE CENTER<br />

Laufend neues Programm<br />

darb1718.com<br />

Raum für Provokation<br />

Performancekunst ist ein<br />

wichtiger Baustein im<br />

Programm des Darb 1718.<br />

Intensive Zwiegespräche<br />

Ausstellung im interdisziplinären<br />

Kulturzentrum Darb 1718.<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

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47


trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

>>> SAMSTAG<br />

Ein Sprung in die Moderne<br />

zu den ägyptischen Pionieren<br />

des 20. Jahrhunderts, einem<br />

Fixpunkt der Galerienszene<br />

und der Wüste als Sehnsuchtsort<br />

der Fotografie.<br />

><br />

Auch Ägypten hat seine eigene Geschichte<br />

moderner Kunst mit ihren eigenen Pionieren.<br />

Mahmoud Sa’id, Abdel Hadi Al Gazzar, Ragheb<br />

Ayyad, Mahmoud Moktar, Ahmad Sabri und<br />

viele andere. Der ideale Ort, um ihnen zu begegnen,<br />

ist das Museum moderner ägyptischer<br />

Kunst, auch als Gezira Museum bekannt. Seit<br />

1927 versammelt es die wichtigen Werke des<br />

20. Jahrhunderts und fungiert so als wichtiger<br />

Baustein der nationalen Kulturidentität neben<br />

dem altägyptischen und dem islamischen Erbe.<br />

Nachdem wir diese Bausteine unserer<br />

Grundlagenforschung zusammengesetzt haben,<br />

ist es Zeit, in die Galerienszene einzutauchen.<br />

Wir beginnen mit einer der ältesten und<br />

Tintera –<br />

unvergleichliches Licht<br />

Ägypten ist seit dem<br />

19. Jahrhundert ein<br />

Mekka der Fotografie.<br />

Fotos: beihestellt, Bryony Dunne all rights reserved, Faouzi Massrali, Nora_n_0_ra / Shutterstock.com, Emad Abd ElHady<br />

Am Abzug<br />

Die Galerie Tintera ist die<br />

erste Adresse für Fotografie-<br />

Liebhaber:innen in Kairo.<br />

Lebendes Stand-Bild<br />

Archetypisches Bildmotiv<br />

in der Fotogalerie Tintera.<br />

48 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Junge Geschichte<br />

Das Museum moderner<br />

Ägyptischer Kunst widmet<br />

sich den lokalen und<br />

internationalen Größen<br />

des 20. Jahrhunderts.<br />

prägendsten, der Safarkhan Gallery. Sherwet<br />

Shafei, damals Moderatorin des Kulturprogramms<br />

im ägyptischen Fernsehen, gründete<br />

sie im Jahr 1968 und holt seitdem sowohl junge<br />

Talente als auch vergessene große Namen<br />

der heimischen Kunst vor den Vorhang. Bis<br />

heute führt sie die Galerie mit nicht versiegendem<br />

Enthusiasmus, inzwischen gemeinsam<br />

mit ihrer Tochter Mona Ahmed Saïd.<br />

BESONDERES LICHT<br />

Eine Kunstrichtung mit besonderer Rolle in<br />

Ägypten ist die Fotografie. Schon im<br />

19. Jahrhundert galt das Land aufgrund seines<br />

besonderen Lichts, seiner archaischen<br />

Monumente und der Abstraktion seiner<br />

Wüstenlandschaft als Magnet für Fotograf:innen.<br />

Diesem besonderen Erbe widmet<br />

sich die Fotogalerie Tintera, deren beide<br />

Gründerinnen international bestens vernetzt<br />

sind. Zein Khalifa betreut als Fotografin und<br />

Fotografie-Historikerin die Außenstelle<br />

in London, Heba Farid als Kuratorin und<br />

Dozentin das Stammhaus in Kairo.<br />

><br />

MUSEUM OF MODERN EGYPTIAN ART<br />

(GEZIRA MUSEUM)<br />

Dauerausstellung<br />

fineart.gov.eg<br />

SAFARKHAN GALLERY<br />

Mohamed Hassan, Rana Chalabi,<br />

Katherine Bakoum, bis 29. 3. <strong>2025</strong><br />

safarkhan.com<br />

TINTERA<br />

(Re)visit the Pyramids!, bis 5. 4. <strong>2025</strong><br />

tintera.art/current-exhibition<br />

Wilde Wände<br />

Ausstellung in der Galerie Safarkhan,<br />

seit 1968 geführt von der<br />

unermüdlichen Sherwet Shafei.<br />

Wohnliches Arrangement<br />

Interieur in der Galerie<br />

Safarkhan, einer der<br />

ältesten in Kairo.<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

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49


trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

Tor zur Vergangenheit<br />

Das Ägyptische Museum<br />

am Tahrir-Platz, das<br />

größte Museum des<br />

afrikanischen Kontinents.<br />

>>> SONNTAG<br />

Ein Tag der Maßstabssprünge:<br />

vom größten<br />

Museum Afrikas zu kleinen,<br />

engagierten Galerien, die<br />

als Kultur-Motoren für<br />

ihre Umgebung agieren.<br />

><br />

Auch heute bewegen wir uns quer<br />

durch die Stadt und die Menschheitsgeschichte.<br />

Wir beginnen am Tahrir-Platz<br />

im Ägyptischen Museum (auch Kairo­<br />

Museum genannt), dem größten Museum<br />

Afrikas mit der größten pharaonischen<br />

Sammlung der Welt, die rund fünf Jahrtausende<br />

umspannt. Schon in der Dimension<br />

des Hauses allein eröffnet sich hier die<br />

Dimension der Zeit. Auch nach der Eröffnung<br />

des spektakulären Grand Egyptian<br />

Museum muss dieses ehrwürdige Haus<br />

nicht die Konkurrenz fürchten.<br />

Ehrwürdige Halle<br />

Sarkophage im<br />

Ägyptischen Museum,<br />

das fünf Jahrtausende<br />

pharaonischer<br />

Geschichte beherbergt.<br />

Zeit-Tunnel<br />

Der große Saal im<br />

Ägyptischen Museum,<br />

dessen Sammlung rund<br />

170.000 Artefakte umfasst.<br />

Fotos: Shutterstock, beigestellt<br />

50 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Farben des Landes<br />

Werk des jungen, in Kairo<br />

geborenen Malers Mahmoud<br />

Talaat in der Ubuntu Gallery.<br />

Figurativ<br />

Bildhauerisches Werk in<br />

der Ubuntu Gallery.<br />

KULTUR-SATELLITEN<br />

Genug der ehrfurchtgebietenden Monumentalität<br />

– das Ende des Wochenendes gehört<br />

dem Zeitgenössischen. Die Galerie Ubuntu<br />

zeigt hier ihr Engagement mit einem Programm<br />

aus jeweils zwei parallelen Ausstellungen,<br />

sowohl in den Haupträumen<br />

im Quartier Zamalek als auch an unterschiedlichen<br />

»Satelliten«-Orten überall in<br />

der Stadt. Auch in New Cairo hat man schon<br />

Fuß gefasst und bereichert das am Reißbrett<br />

geplante neue Viertel kulturell. Auch für<br />

Besucher:innen nicht die schlechteste Art<br />

und Weise, die Stadt zu erkunden.<br />

Ambitioniert interdisziplinär ist das<br />

Programm der Arcade Art Gallery, die seit<br />

2017 in einer Architektenvilla im Stadtviertel<br />

Maadi residiert. Medienkunst, lyrischliterarisch<br />

inspirierte Werke, abstrakte<br />

Fotografie und vieles mehr kommen hier<br />

zusammen, oft in derselben Ausstellung.<br />

Bemerkenswert zudem, dass im immer noch<br />

patriarchal geprägten Ägypten hier ein hoher<br />

Anteil Künstlerinnen ausstellt. Bei allem<br />

Gigantismus und bei aller Lust am Monumentalen:<br />

Die wahren Veränderungen passieren<br />

oft im Kleinen. Auch in der Kunst.<br />

<<br />

EGYPTIAN MUSEUM CAIRO<br />

Dauerausstellung<br />

egyptianmuseumcairo.eg<br />

Abstrakte Stadt<br />

Fotografie aus einer<br />

Serie von Nataliya Nikolska<br />

in der Arcade Gallery.<br />

UBUNTU ART GALLERY<br />

ubuntuartgallery.com<br />

ARCADE GALLERY<br />

@arcadegallery auf Instagram<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

51


trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

»KAIROS SZENE LEBT DIE<br />

KÜNSTLERISCHE FREIHEIT«<br />

Nadine Abdel Ghaffar, Gründerin der Plattform Art D’Égypte, hat als Erste die zeitgenössische<br />

Kunst zu den Pyramiden gebracht. Im <strong>LIVING</strong>-Talk erklärt sie die besondere Rolle ihres Heimatlandes<br />

am Schnittpunkt der Kulturen und die dynamische Entwicklung der Kunstszene Kairos.<br />

INTERVIEW MAIK NOVOTNY<br />

<strong>LIVING</strong> Was war für Sie der Impuls, Art<br />

D’Égypte zu gründen?<br />

NADINE ABDEL GHAFFAR Ich hatte die Vision,<br />

das reiche kulturelle Erbe Ägyptens mit zeitgenössischer<br />

Kreativität zu verbinden. Das Ziel<br />

war, eine Plattform zu schaffen, die sowohl ägyptische<br />

als auch internationale Künstler:innen fördert<br />

und unsere Kultur als lebendigen, stetig<br />

wachsenden Prozess verstehen lässt. Ich möchte<br />

zeigen, wie Kunst als Werkzeug der kulturellen<br />

Diplomatie genutzt werden kann.<br />

Wenn Sie heute auf die ersten Jahre zurückblicken:<br />

Was waren die Highlights und wie hat sich das<br />

Format entwickelt?<br />

Es gab viele ehrgeizige Ausstellungen mit vielen<br />

Highlights! Mit »Eternal Light« im Ägyptischen<br />

Museum haben wir 2017 zeitgenössische Kunst<br />

mit historischen Narrativen fusioniert und mit<br />

»Reimagined Narratives« 2018 die Kunst zur<br />

Archäologie gebracht. 2019 haben wir mit<br />

»Nothing Vanishes, Everything Transforms« das<br />

Spannungsfeld Kontinuität und Wandel ausgelotet,<br />

und 2021 wurde unsere bahnbrechende Ausstellung<br />

»Forever is Now« die erste internationale<br />

zeitgenössische Kunstausstellung an den Pyramiden<br />

von Gizeh. Wir sind in den letzten Jahren<br />

internationaler geworden und unsere Ausstellungen<br />

immersiver, interaktiver und zugänglicher.<br />

»Forever is Now« ist heute ein jährlicher<br />

Fixpunkt an den Pyramiden geworden.<br />

Was macht Ägypten in Bezug auf zeitgenössische<br />

Kunst so besonders? Welche Rolle spielt dabei die<br />

Brückenfunktion des Landes zwischen Afrika und<br />

der arabischen Welt?<br />

Diese einzigartige Lage hat Ägypten schon<br />

immer zu einem kulturellen Schmelztiegel<br />

gemacht, und das gilt auch heute. Arabische,<br />

afrikanische, mediterrane und globale künstlerische<br />

Ausdrucksformen kommen hier zusammen.<br />

Die zeitgenössische ägyptische Kunst<br />

reflektiert Themen wie Identität, Migration,<br />

Erinnerung und Resilienz, und das macht sie auf<br />

regionaler und globaler Ebene relevant.<br />

Nadine Abdel Ghaffar ist eine französischägyptische<br />

Kuratorin und gründete 2016<br />

die Firma Art D’Égypte mit der Mission,<br />

zeitgenössische Kunst im Land zu fördern.<br />

Seitdem verzeichnete Art D’Égypte rund<br />

800.000 internationale Besucher:innen auf<br />

den Ausstellungen und jährlichen Events.<br />

artdegypte.org<br />

Wie spiegelt sich das in der Kunstszene in Kairo<br />

wider und wie würden Sie diese charakterisieren?<br />

Kairos zeitgenössische Kunstszene hat sich in<br />

den letzten zehn Jahren fundamental gewandelt.<br />

Sie ist diverser, experimenteller und international<br />

vernetzter geworden. Während traditionelle<br />

Galerien immer noch wichtig sind, haben sich<br />

immer mehr alternative Art-Spaces und digitale<br />

Kunstkollektive gebildet. Heute wird die Szene<br />

von einem Geist der künstlerischen Freiheit und<br />

der kreativen Grenzüberschreitungen geprägt.<br />

Mit Art D’Égypte haben wir eine wichtige Rolle<br />

dabei gespielt, diese Entwicklung zu fördern und<br />

global bekannt zu machen.<br />

Welche Museen, Galerien und Art-Spaces in Kairo<br />

würden Sie Besucher:innen empfehlen?<br />

Unter den Museen das Ägyptische Museum,<br />

das Grand Egyptian Museum und das Nationalmuseum<br />

der Ägyptischen Zivilisation (NMEC).<br />

Meine Auswahl aus der Galerieszene wäre folgende:<br />

Motion Art Gallery, CLEG Art Gallery,<br />

Zamalek Art Gallery, Access art space, Gallery<br />

Misr, Picasso Art Gallery und die Odyssey Art<br />

Gallery. Die meisten davon liegen im Stadtzentrum<br />

und im Quartier Zamalek und sind daher<br />

gut erreichbar.<br />

Was können wir in Zukunft von Art D’Égypte<br />

erwarten? Gibt es große Pläne?<br />

Wir haben gerade zwei spannende Ausstellungen<br />

in innerstädtischen Galerien und werden<br />

<strong>2025</strong> auch »Forever is Now« an den Pyramiden<br />

fortführen. Die kommende fünfte Ausgabe von<br />

Art D’Égypte wird am 30. Oktober starten und<br />

noch mehr internationale Gäste an diesen Ort<br />

locken. Langfristig wollen wir mehr mit globalen<br />

Kunstinstitutionen zusammenarbeiten, die Rolle<br />

von KI und digitaler Kunst stärken und neue<br />

Ausbildungsinitiativen für junge Kunstschaffende<br />

in Ägypten anstoßen. Außerdem werden<br />

wir die bisherige Entwicklung von Art<br />

D’Égypte dokumentieren und unsere<br />

Geschichte und unsere Mission fortschreiben.<br />

Fotos: Hesham Al Saifi, beigestellt, Shutterstock<br />

52 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Wetscher<br />

Wohngalerien<br />

im Zillertal.<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch<br />

in den Wetscher Wohngalerien in Fügen!<br />

Zur Website<br />

Scan me!<br />

Die Wetscher Wohngalerien sind einzigartig in Österreich.<br />

Hier vereint sich internationales Spitzendesign mit Arbeiten<br />

aus den eigenen Meisterwerkstätten. Besuchen Sie uns<br />

und erleben Sie persönlich, was Wetscher heute zu einem<br />

der führenden Einrichtungshäuser in Österreich macht.<br />

Seit 1912.<br />

PLANUNG. WERKSTÄTTEN. WOHNGALERIEN.<br />

Fügen, Zillertal / Tirol • www.wetscher.com I f


trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

TIPPS & ADRESSEN<br />

Die Möglichkeiten, in Kairo sinnvoll seine Zeit<br />

zu verbringen, sind unendlich. Wir können gar<br />

nicht genug bekommen vom ägyptischen<br />

Lifestyle. Das beginnt bei der Kulinarik und<br />

endet – wo sonst? – beim Shopping!<br />

Outdoor-Luxus<br />

Die Poollandschaft des<br />

»Four Seasons Hotel Cairo at Nile<br />

Plaza« lässt keine Wünsche offen.<br />

HOTELS<br />

FOUR SEASONS HOTEL CAIRO AT NILE<br />

PLAZA*****<br />

Fünf-Sterne-Hotel mit Panoramablick auf den Nil,<br />

großzügigem Wellnessbereich und einer Poollandschaft<br />

im Freien. Die diversen Restaurants<br />

begeistern mit mediterraner und asiatischer Küche.<br />

1089 Corniche El Nil, 11519 Garden City<br />

T: +20 2 27917000, fourseasons.com<br />

THE ST. REGIS CAIRO*****<br />

Das Luxushotel mit 36 Stockwerken liegt direkt am<br />

Ufer des Nils und wurde vom renommierten<br />

Architekten Michael Graves entworfen. 362<br />

großzügig ausgestattete Zimmer, Suiten und<br />

Apartments sorgen für höchsten Komfort.<br />

1189 Nile Corniche, Boulaq Num.5, Bulaq, Cairo<br />

Governorate 11221<br />

T: +20 2 25979000, marriott.com<br />

THE NILE RITZ-CARLTON, CAIRO*****<br />

Im Herzen des Stadtzentrums befindet sich das<br />

opulente »The Nile Ritz-Carlton Cairo« mit elegant<br />

eingerichteten Zimmern, zahlreichen Restaurants<br />

und Spa-Bereich.<br />

1113 Corniche El Nil, 11221 Kairo<br />

T: +20 2 25778899, ritzcarlton.com<br />

MARRIOTT MENA HOUSE, CAIRO*****<br />

Das Hotel ist am Fuße der Pyramiden gelegen,<br />

Attraktionen wie die Sphinx oder das Ägyptische<br />

Museum sind ganz in der Nähe. Mit luxuriösen<br />

Zimmern, 24-Stunden-Fitnessstudio und<br />

verschiedenen Restaurants.<br />

6 Pyramids Road, 12556 Kairo<br />

T: +20 2 33773222, marriott.com<br />

Schöner Ausblick<br />

Die komfortabel eingerichteten<br />

Zimmer des »The Nile<br />

Ritz-Carlton« begeistern mit<br />

direktem Blick auf den Nil.<br />

ROYAL MAXIM PALACE KEMPINSKI*****<br />

Wahrhaft königlich residiert man in dem<br />

Fünf-Sterne-Tempel mit 245 Zimmern und Suiten,<br />

die einen herrlichen Blick auf die Gärten und den<br />

Poolbereich bieten.<br />

First Settlement, Eastern Ring Road, 11477 Kairo<br />

T: +20 222495300, kempinski.com<br />

FAIRMONT NILE CITY HOTEL*****<br />

Die Zimmer und Suiten zieren prachtvolle Artdéco-Elemente,<br />

der Blick geht auf die Stadt oder<br />

den Fluss. Weiters sorgen ein Schönheitssalon und<br />

ein voll ausgestattetes Fitnesscenter für Erholung.<br />

Nile City Towers, 2005 B, Corniche El Nil, Ramlet<br />

Beaulac, 2466 Kairo<br />

T: +20 224619494, fairmont.com<br />

SHERATON CAIRO HOTEL & CASINO*****<br />

Das Business-Hotel im Luxussegment verfügt über<br />

eine Vielzahl von Speisemöglichkeiten, komfortable<br />

Zimmer und Suiten mit Blick auf das Stadtzentrum<br />

sowie eine große Auswahl an Spa-Behandlungen.<br />

Galae Square, 11511 Kairo<br />

T: +20 233369800, marriott.com<br />

RENAISSANCE CAIRO MIRAGE CITY HOTEL*****<br />

Unweit des Flughafens begrüßt das Luxushotel vor<br />

allem Geschäftsreisende oder Gäste für einen<br />

Kurzaufenthalt. Das Ambiente ist modern, gastronomisch<br />

verwöhnen u. a. ein asiatisches Restaurant<br />

und eine Poolbar.<br />

Ring Road, Mirage City, 11757 Kairo<br />

T: +20 224063333, marriott.com<br />

LE MÉRIDIEN CAIRO AIRPORT*****<br />

Das mit dem Flughafen Kairos verbundene<br />

Fünf-Sterne-Hotel bietet alle Annehmlichkeiten,<br />

die man sich wünschen kann: von luxuriösen<br />

Zimmern über verschiedene Restaurants bis<br />

hin zum Fitnesscenter.<br />

Cairo International Airport, Terminal 3, 11341 Kairo<br />

T: +20 222659600, marriott.com<br />

SOFITEL CAIRO NILE EL GEZIRAH*****<br />

Gediegenes Luxushotel mit eleganten Suiten, die<br />

eine tolle Aussicht auf den Nil und die Skyline der<br />

Stadt bieten, Spa-Welt und Loungebereich.<br />

3 El Thawra Council St Zamalek, 11518 Kairo<br />

T: +20 227373737, sofitel.accor.com<br />

KEMET BOUTIQUE HOTEL<br />

Das Hotel liegt unweit der berühmten Pyramiden<br />

von Gizeh. Das Frühstück mit traditionellen<br />

Gerichten genießt man am besten auf der Dachterrasse.<br />

2 Nameis Al Gazar, Nazlet El-Semman,<br />

Al Haram 12512 Kairo<br />

T: +20 201027459723, kemetboutiquehotel.com<br />

LE RIAD HOTEL DE CHARME<br />

Alle 16 Suiten im »Le Riad Hotel de Charme« verfügen<br />

über eigene Designs, die u. a. von<br />

berühmten Künstler:innen inspiriert sind.<br />

114 Muiz Li Din Allah, 99999 Kairo<br />

T: +20 227876074, leriadcairo.com<br />

RESTAURANTS<br />

& CAFÉS<br />

SAIGON RESTAURANT & LOUNGE<br />

Das pan-asiatische Gourmetrestaurant<br />

präsentiert ein einzigartiges Sharing-Konzept<br />

mit aufregenden Neuinterpretationen der<br />

asiatischen Küche.<br />

Nile City Towers, 2005 B, Corniche El Nil<br />

Ramlet Beaulac, 2466 Kairo<br />

T: +20 224619494, fairmont.com<br />

PIER 88<br />

Das gehobene italienische Restaurant mit Bar<br />

befindet sich auf der oberen Etage eines Bootes<br />

mit Blick auf den Nil, wo man sowohl tagsüber<br />

als auch abends gut essen kann.<br />

9 Saray El Gezira St., Zamalek, 11511 Kairo<br />

T: +20 1080888876, pier88group.com<br />

8 RESTAURANT<br />

Im opulenten Speisesaal mit Marmorwänden,<br />

riesigen Kronleuchtern und violetten Pölstern wird<br />

in dem Restaurant mit Blick auf den Nil<br />

chinesische Spitzenküche serviert.<br />

1089 Nile Corniche, Qasr El Nil, 11519 Kairo<br />

T: +20 227916888, fourseasons.com<br />

ANDREA EL MARIOUTEYA<br />

Seit über 60 Jahren im Besitz derselben Familie,<br />

lädt das Lokal unweit der Pyramiden mit hausgemachten<br />

Spezialitäten wie selbstgebackenem Brot.<br />

New Giza Road, Giza, 3296101 Kairo<br />

T: +20 1003532000<br />

facebook.com/andreamariouteya/<br />

MAKINO<br />

Helle Hölzer und neutrale Farben dominieren das<br />

»Makino«, wo Gäste in den Genuss von bestem<br />

Sushi, Sashimi und mehr kommen.<br />

Hilton Cairo Zamalek Residences, 21 Mohamed<br />

Mazhar Street, Zamalek, 11211 Kairo<br />

T: +20 227375163, hilton.com<br />

KOSHARY ABOU TAREK<br />

Die bekannte Restaurantkette ist vor allem für ihr<br />

typisches Gericht, Koshary, berühmt. Gründer<br />

Abou Tarek begann in den 1950er-Jahren mit dem<br />

Verkauf von Koshary von einem bescheidenen<br />

Straßenkarren in Kairo aus.<br />

1 Al Zohwer, New Cairo, 4732401 Kairo<br />

T: +20 1282775177, shinkocairo.com<br />

ESCOBAR<br />

Das »Escobar« ist sowohl bei Einheimischen als<br />

auch Touristen sehr beliebt, nicht zuletzt wegen<br />

der tollen Lage mit Blick über die Stadt. Die<br />

Speisekarte ist abwechslungsreich.<br />

9 El-Moustashar Mohammed Fahmy El-Sayed<br />

Cairo Governorate 4272060<br />

T: +20 1271333388, instagram.com/escobar_egypt<br />

Fotos: Hotel Cairo Nile Plaza, The Nile Ritz-Carlton, The St. Regis Cairo, Saigon Restaurant & Lounge/Fairmont Hotel Cairo<br />

54 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Künstlerisch<br />

Märchenhaftes Dekor<br />

ziert die »The St. Regis<br />

Bar & Water Garden«.<br />

KHUFU’S<br />

Vor der atemberaubenden Kulisse der Pyramiden<br />

zaubert Küchenchef Mostafa Seif ein Festmahl<br />

der Extraklasse mit traditionellen Gerichten.<br />

Nazlet El-Semman, Al Haram<br />

Giza Governorate 12512<br />

T: +20 1080058888, khufus.com<br />

HAWAWSHI EL RABIE<br />

Ursprünglich eine Metzgerei, bietet das Lokal heute<br />

eine Reihe schmackhafter Streetfood-Gerichte.<br />

Mohammed Al Embabi, El-Tahrir City, Imbaba<br />

Giza Governorate 385462<br />

T: +20 1007273768<br />

EISH + MALH<br />

In entspannter Atmosphäre genießt man im<br />

»Eish + Malh« ein köstliches Brunch-Menü mit<br />

Shakshuka und süßen Leckereien wie Waffeln,<br />

Pfannkuchen und French Toast. Auch die<br />

Abendkarte ist sehr zu empfehlen.<br />

20 Adly, Al Fawalah, Abdeen<br />

Cairo Governorate 11121<br />

T: +20 1098744014, facebook.com/eishmal<br />

Fernöstliche Cuisine<br />

Im »Saigon Restaurant &<br />

Lounge« wird asiatische<br />

Spitzenküche serviert.<br />

EL SHEIKH MOHAMED<br />

Fleischtiger kommen im »El Sheik Mohamed« voll<br />

auf ihre Kosten. Wer etwas ganz Besonderes probieren<br />

möchte, dem sei die Kamelleber ans Herz<br />

gelegt, eine spezielle ägyptische Delikatesse.<br />

Al Mansoureya Canal, Kerdasa<br />

Giza Governorate 12211, T: +20 1004984116<br />

CRIMSON BAR & GRILL<br />

Im »Crimson Bar & Grill« werden mediterrane<br />

und italienische Gerichte serviert. Am besten<br />

speist man auf der großzügigen Terrasse.<br />

16 Kamal Al Tawil Street, Zamalek, 11211 Kairo<br />

T: +20 1275055555, crimsoncairo.com<br />

EL HORREYA CAFE<br />

Eine hohe Decke und große Fenster prägen das Ambiente<br />

des traditionsreichen »El Horreya Cafe«. Auf einer<br />

Seite des Lokals werden alkoholfreie Getränke wie Tee<br />

und Kaffee serviert, auf der anderen z. B. lokale Biere.<br />

2 Off Bab El-Louq St., El Falaky Sq Downtown<br />

Abdeen, Cairo Governorate 11621<br />

T: +20 223920397<br />

ZEEYARA<br />

Die durchdachte Speisekarte bietet zum Beispiel<br />

Fleischbällchen in Buttersauce, Favabohnenpaste<br />

mit Koriander oder zuckersüße Desserts.<br />

114 Al Moez Ldin Allah Al Fatmi, Al Suhaymi<br />

El Gamaliya, Cairo Governorate 11621<br />

T: +20 1022338401<br />

facebook.com/zeeyara.restaurant<br />

WHAT THE CRUST<br />

Die erste und einzige von einer Frau geführte<br />

Pizzeria in der Region, die von der Associazione<br />

Verace Pizza Napoletana zertifiziert wurde,<br />

produziert Pizzen mit perfekt dünner Kruste.<br />

275 Mokarrar Street, Ezbet Fahmy, El Basatin 11511<br />

T: +20 1005764631, whatthecrust.com<br />

REIF KUSHIYAKI<br />

Im »Reif Kushiyaki« wird gehobene japanische<br />

Streetfood-Küche in Form von Lachs-Sashimi,<br />

Rindfleisch-Gyoza und Wasabi-Spießen serviert.<br />

5A By The Waterway Developments, New Cairo 3<br />

Cairo Governorate 4720113<br />

T: +20 1280446862, bakyhospitality.com<br />

MARZIPAN<br />

Hier dominieren rosafarbenes, vom Art-déco inspiriertes<br />

Interieur und hausgemachte, durchdachte<br />

Gerichte der ägyptischen Küche wie zum Beispiel<br />

knusprige Basterma-Rollen, Keskh (Milchreis),<br />

grüne Malvensuppe und Baladi-Brot.<br />

N Teseen, New Cairo 1, Cairo Governorate 4740103<br />

T: +20 1006475932, instagram.com/marzipancairo<br />

CAFÉ RICHE<br />

Das Café aus dem Jahr 1908 zählt zu den berühmtesten<br />

des Landes und war intellektuelles Zentrum<br />

für Schriftsteller:innen, Künstler:innen und Gelehrte,<br />

deren zahlreiche Porträts die Wände zieren.<br />

17 Talaat Harb, Bab Al Louq, Qasr El Nil, Cairo<br />

Governorate 11111<br />

T: +20 1006042990, instagram.com/caferiche<br />

BARS & NIGHTLIFE<br />

THE ST. REGIS BAR & WATER GARDEN<br />

Die elegante Cocktailbar mit Wassergarten und<br />

Blumenkulisse ist eine Hommage an die weltberühmte<br />

»King Cole Bar« und ein beliebter Treffpunkt<br />

für Hotelgäste und sonstige Besucher:innen.<br />

1189 Nile Corniche, Boulaq Num. 5, Bulaq, Cairo<br />

Governorate 11221<br />

T: +20 225979000, marriott.com<br />

CARLTON ROOF GARDEN<br />

Im achten Stock des »Carlton Hotels« aus den<br />

1930er-Jahren liegt dieser ruhige Dachgarten<br />

mit großartigem Blick auf die Skyline und tollem<br />

Cocktail-Angebot.<br />

21 26 July St, Oraby, Al Azbakeya, Cairo<br />

Governorate 11522, T: +20 225755323<br />

instagram.com/carlton.roof.garden<br />

BAR’ORO<br />

Zu den charakteristischen Cocktails werden hier<br />

italienisch inspirierte Aperitifs oder kleine Häppchen<br />

gereicht. In einem begehbaren Humidor findet<br />

sich eine beeindruckende Auswahl an Zigarren.<br />

1113 Corniche El Nil, 11221 Kairo<br />

T: +20 2257788992602, ritzcarlton.com<br />

OPIA LOUNGE & BAR<br />

Im obersten Stockwerk des »Ramses Hilton«<br />

befindet sich die »Opia Lounge« mit schickem,<br />

modernem Ambiente und spektakulärem Blick<br />

über die Stadt. Auf der Karte stehen neben<br />

Klassikern auch kreative Cocktail-Kreationen.<br />

1115 Nile Corniche, Sharkas, Bulaq, Cairo<br />

Governorate 12344<br />

T: +20 1064761111, opiacairo.com<br />

THE LEMON TREE & CO.<br />

Das »The Lemon Tree & Co.« ist eine der<br />

stilvollsten Cocktailbars Kairos mit gehobenem<br />

Ambiente, stylishem Interieur sowie einer<br />

Mischung aus Altbewährtem und Signature Drinks.<br />

364G+RF7, Omar Al Khayam, Zamalek, Cairo<br />

Governorate 4270163<br />

T: +20 1002223999<br />

instagram.com/thelemontreeandco<br />

STAGE ONE LOUNGE & BAR<br />

Die »Stage One Lounge & Bar« liegt direkt am Ufer<br />

des Nils und ist eine der besten Adressen der Stadt,<br />

wenn es um raffinierte Trinkerlebnisse geht.<br />

1191 Nile Corniche, Souq Al ASR, El Nil, Cairo<br />

Governorate 11221<br />

T: +20 1032244164<br />

instagram.com/stageone.lounge<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

55


trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

DESIGN & SHOPPING<br />

MUSEEN & GALERIEN<br />

EKLEGO DESIGN SHOWROOM<br />

In dem Showroom in Zamalek gibt es maßgefertigte<br />

Möbelstücke und exquisite Designs, die<br />

exklusiv auf die Kund:innen zugeschnitten sind, zu<br />

entdecken. Auch ein persönliches Treffen mit den<br />

Designer:innen ist möglich.<br />

8, Sheikh El Marsafy St., above Beanos, 1st Floor<br />

Apt. 4, Zamalek, Cairo Governorate 11211<br />

T: +20 1067898592, eklegodesignshop.com<br />

ALEF GALLERY CREATIVE INTERIOR DESIGNERS<br />

& DECO RETAIL<br />

Die hauseigenen Handwerker:innen und<br />

Kunsthandwerker:innen fertigen hier dekorative<br />

Artefakte, Textilien, Holzarbeiten, Tischlerei,<br />

Glaswaren sowie Stücke aus Keramik und Messing.<br />

14 Mohammed Anis, Mohammed Mazhar, Zamalek<br />

Cairo Governorate 4271162<br />

T: +20 227353690, alefgallery.com<br />

FARBEN FURNITURE & ACCESSORIES<br />

Seit 2016 steht das Möbelgeschäft für handverlesene<br />

hochwertige moderne und zeitgenössische<br />

Möbel und Leuchten.<br />

16 Hassan Sdek Street Next to Baron Palace<br />

Cairo Governorate 11342<br />

T: +20 1125726666, farbenfurniture.com<br />

HOME CENTRE<br />

Im Jahr 1995 in den Vereinigten Arabischen Emiraten<br />

gegründet, zählt die »Home Centre«-Kette<br />

heute zu den größten Einzelhändlern für Heimtextilien<br />

mit über 80 Geschäften in Ägypten, Kuwait,<br />

Katar, Oman etc.<br />

Ring Rd, New Cairo 1, Cairo Governorate 11757<br />

T: +20 226168191, homecentre.com<br />

THE DESIGN EMPORIUM<br />

Bei The Design Emporium findet man britische,<br />

europäische und amerikanische Stoffe, Wandbekleidungen,<br />

Möbeln, Beleuchtung, Teppiche und<br />

Wohnaccessoires.<br />

The Baehler Mansions 159, 26 July of Street, Suite<br />

9, 1st Floor, Zamalek 11211<br />

T: +20 227362400, designemporiumegypt.com<br />

MARINA HOME INTERIORS<br />

Mit seiner einzigartigen Mischung aus modernem,<br />

avantgardistischem und exotischem Design ist<br />

Marina Home Interiors die erste Adresse für hochwertige<br />

Einrichtungsgegenstände und einzigartige<br />

Produkte, die jedes Zuhause verschönern.<br />

Point 90 Mall, New Cairo 1,<br />

Cairo Governorate 4727421<br />

T: +20 1014319995, marinahomeinteriors.com<br />

Wundertüte<br />

Antikes, aber auch<br />

Neues findet man in<br />

The Loft Gallery.<br />

MADAR HOME SIGNATURE<br />

Das 1995 gegründete Unternehmen ist Kairos führender<br />

Anbieter von italienischen Luxusmöbeln und<br />

arbeitet mit einigen der renommiertesten Marken<br />

wie Minotti und Fendi zusammen.<br />

9 El gomhoriat el motaheda Of El Batal Ahmed<br />

Abdel Aziz Mohandseen Cairo<br />

T: +20 1068841164, madar-home.com<br />

THE LOFT GALLERY<br />

Im schicken Stadtteil Zamalek befindet sich diese<br />

kleine Schatztruhe mit einer großen Sammlung an<br />

antiken und neuen Möbeln, Wohnaccessoires und<br />

allerhand Kuriositäten.<br />

12 Sayed El-Bakry, Mohammed Mazhar, Zamalek<br />

Cairo Governorate 4271050<br />

T: +20 227366931, loftegypt.com<br />

MAZUNA HOME<br />

Bei Mazuna Home werden in langer Tradition ausgewählte<br />

Möbelstücke aus hochwertigen Massivhölzern<br />

wie Eiche, Esche, Buche und Pitch Pine<br />

entworfen und produziert.<br />

Villa 82, New Cairo 1, Cairo Governorate 11865<br />

T: +20 1146633347, mazunahome.com<br />

THE SPACE<br />

Der Vintage-Shop zählt zu den beliebtesten der<br />

Stadt. Hier findet man ausgesuchte Second-Handund<br />

Vintage-Kleidung sowie hübsche Accessoires.<br />

Building 14, Street 210, Degla 11431<br />

T: +20 1011188539, thespacemaadi.com<br />

RE-LIVE VINTAGE STORE<br />

Klassische Jazzmusik weht durch den Laden, Regale<br />

mit Wohnaccessoires und Dekorationsstücken,<br />

darunter Wanduhren, Festnetztelefone, feines<br />

Porzellan und Radiogeräte, beschwören eine<br />

vergangene Zeit herauf.<br />

34 Hassan Assem, Mohammed Mazhar, Zamalek,<br />

Cairo Governorate 4271050<br />

T: +20 1027948211<br />

instagram.com/relive_vintageshop<br />

NATIONAL MUSEUM OF EGYPTIAN CIVILIZATION<br />

Das Museum der ägyptischen Zivilisation wurde in<br />

der frühen Hälfte des 20. Jahrhunderts erbaut und<br />

beherbergt eine beeindruckende Sammlung von<br />

Artefakten aus verschiedenen Epochen.<br />

El-Fustat Road, Ein Elsira, Cairo 17611<br />

nmec.gov.eg<br />

MUESEUM OF ISLAMIC ART<br />

Im Museum of Islamic Art werden Kunst und<br />

Kunsthandwerk aus den letzten vierzehn<br />

Jahrhunderten in 23 Sälen gezeigt.<br />

Port Said, Ghayt Al Adah, Al-Darb Al-Ahmar<br />

Cairo Governorate 11638<br />

T: +20 223901520, miaegypt.org<br />

MUESEUM OF MODERN EGYPTIAN ART<br />

Das Museum beherbergt mehr als 13.000<br />

Gemälde und Skulpturen von Pionieren des frühen<br />

20. Jahrhunderts bis hin zu den Werken<br />

zeitgenössischer Künstler:innen.<br />

26VF+FVF, Zamalek, Cairo Governorate 4270020<br />

T: +20 227366665<br />

facebook.com/egyptianmuseumofmodernart<br />

SAFARKHAN ART GALLERY<br />

Seit 1968 ist die Galerie Förderer, Vermittler,<br />

Ausbilder und Bewahrer ägyptischer Kunst und hat<br />

es sich zur Aufgabe gemacht, die inspirierendsten<br />

zeitgenössischen Talente Ägyptens zu entdecken.<br />

6 Brazil St, Mohammed Mazhar, Zamalek,<br />

Cairo Governorate 11211<br />

T: +20 227353314, safarkhan.com<br />

ZAMALEK ART GALLERY<br />

Die Zamalek Art Gallery fördert und unterstützt<br />

einige der vielversprechendsten aufstrebenden<br />

Künstler:innen der heutigen Szene.<br />

11 Brazil St, Mohammed Mazhar, Zamalek,<br />

Cairo Governorate 4271034<br />

T: +20 227351240, zamalekartgallery.com<br />

UBUNTU ART GALLERY<br />

Die Ubuntu Art Gallery ist auf zeitgenössische<br />

ägyptische Kunst und moderne ägyptische Kunst<br />

auf dem Sekundärmarkt spezialisiert.<br />

20 Hassan Sabry St., Zamalek,<br />

Cairo Governorate 11211<br />

T: +20 227376753, ubuntuartgallery.com<br />

Historisch<br />

Das National Museum of Egyptian<br />

Civilization beherbergt eine<br />

beeindruckende Sammlung.<br />

Fotos: beigestellt<br />

Wohnträume<br />

Im Eklego Design<br />

Showroom gibt es für<br />

jeden Geschmack die<br />

passende Einrichtung.<br />

GIFT SHOP BAZAAR<br />

Der im Herzen Kairos gelegene Gift Shop Bazaar ist<br />

ein beliebtes Ziel für Touristen, die ein Stück<br />

Ägypten mit nach Hause nehmen möchten, und<br />

bekannt für seine vielseitige Sammlung handgefertigter<br />

Artikel, von kunstvollem Schmuck und traditionellen<br />

Textilien bis hin zu exquisiten Töpferwaren<br />

und künstlerischen Schmuckstücken.<br />

11 Meret Basha, Ismailia, Qasr El Nil, Cairo<br />

Governorate 4272110<br />

T: +20 1005100233<br />

instagram.com/giftsbazaarcenter<br />

GALAL SOUVENIR SHOP<br />

In dem kleinen Geschenkeshop findet man authentische<br />

Mitbringsel aus dem schönen Kairo für die<br />

Lieben zu Hause.<br />

27X6+2MC, El-Gamaleya, El Gamaliya, Cairo<br />

Governorate 4331302<br />

T: +20 1 281876691, designemporiumegypt.com<br />

56 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Esfera<br />

Headquarter: Alexander - Bretz - Straße 2 D-55457 Gensingen<br />

Flagship: Bretz Store Salzgries 2 1010 Wien bretz.de


iconomy<br />

DESIGN-ICONS<br />

UNTER 100<br />

Square 1<br />

AVOLT<br />

Jahr: 2020<br />

Design: Johan Runström<br />

und Viktor Lundberg<br />

Hersteller: Avolt<br />

Preis: 64,99 Euro<br />

Die Entstehungsgeschichte<br />

des Designstudios Avolt<br />

liest sich wie eine kleine<br />

Erzählung. Johan Runström,<br />

in seinem damaligen Job in<br />

der Beratungsbranche unzufrieden,<br />

sinniert während eines Urlaubs in<br />

Spanien mit seiner Verlobten über<br />

die Ästhetik des Alltags. Warum, so<br />

fragt er sich, sind die praktischsten<br />

Dinge im Haushalt oft die hässlichsten<br />

– besonders, wenn sie mit Technik<br />

zu tun haben? Diese Erkenntnis<br />

war der Anfang einer Idee, doch es<br />

sollten noch einige Jahre vergehen,<br />

bis Runström 2018 den Mut fasste,<br />

seinen ungeliebten Job hinter sich<br />

zu lassen. Dann jedoch ging es<br />

schnell: Gemeinsam mit Partner<br />

Viktor Lundberg gründete er Avolt.<br />

Würfelglück<br />

Bei Platon heißt der Würfel<br />

Hexaeder. Die Designwelt<br />

kennt die Figur auch als Mehrfachsteckdose<br />

»Square 1«.<br />

Steckdosenleisten sind unsichtbare Helfer –<br />

funktional, aber selten schön. Avolt macht sie<br />

zum Designobjekt. Inspiriert von platonischer<br />

Geometrie und Bruno Munari, wird der Würfel<br />

zum Symbol für Ordnung und Ästhetik. Technik<br />

als Hommage an die reine Form. TEXT MANFRED GRAM<br />

Eineinhalb Jahre später feierte das<br />

junge Label seinen ersten großen<br />

Auftritt auf der Maison & Objet<br />

in Paris mit der Präsentation der<br />

Kollektion »Square 1«.<br />

Was dem Duo dabei gelang, war<br />

mehr als eine bloße Neugestaltung<br />

eines funktionalen Objekts. Sie revolutionierten<br />

die profane Steckdosenleiste<br />

und verliehen ihr eine<br />

völlig neue, durchdachte Ästhetik –<br />

eine längst überfällige Innovation,<br />

wenn man bedenkt, wie unscheinbar<br />

oder gar unansehnlich dieser<br />

Gegenstand bisher war. »Wir gründeten<br />

Avolt aus der Überzeugung<br />

heraus, dass elektronisches Zubehör<br />

nicht nur funktional, sondern<br />

auch schön und ästhetisch sein<br />

kann«, so Runström.<br />

Diese Vision wurde – typisch<br />

für skandinavisches Design –<br />

mit minimalistischer Klarheit<br />

umgesetzt. Inspiriert von Bruno<br />

Munaris Trilogie »Square Circle<br />

Triangle«, schufen sie Objekte,<br />

die eine Hommage an die elementaren<br />

Formen sind, auf die<br />

sich die Menschheit seit Jahrhunderten<br />

verlässt. »Jedes Avolt-Produkt«,<br />

so Runström, »basiert auf<br />

einer Grundform, die universell<br />

verständlich ist.« Für »Square 1«,<br />

eine Steckdosenleiste mit drei<br />

Anschlüssen und zwei USB-C-<br />

Ports, fiel die Wahl auf den Würfel<br />

– und das wohl nicht zufällig.<br />

Der Würfel zählt zu den fünf<br />

platonischen Körpern, jenen idealen<br />

geometrischen Formen,<br />

die Platon als Grundstrukturen<br />

der Welt verstand. Er verkörpert<br />

Stabilität, Symmetrie und Ordnung<br />

– ein Symbol für das Solide,<br />

das Berechenbare und das Beständige.<br />

Seine Form trotzt dem<br />

Zufälligen, ist in sich geschlossen<br />

und vollkommen. Der Würfel ist<br />

eine Art Essenz der reinen Form,<br />

das, was bleibt, wenn der Mensch<br />

versucht, die Welt in geordnete<br />

Bahnen zu lenken.<br />

Doch der Würfel ist nicht<br />

nur Sinnbild von Stabilität und<br />

Struktur, sondern auch eine<br />

zentrale Figur der modernen<br />

Kunst und für Kubist:innen<br />

wie Mini malist:innen Projektions<br />

fläche für abstraktes<br />

Denken. Bei Avolt wird er<br />

zudem zu einem Statement –<br />

für und gegen den Strom.<br />

AVOLT<br />

Das ischwedisches Designunternehmen<br />

Avolt hat sich auf die Entwicklung<br />

ästhetisch ansprechender und<br />

funktionaler Elektronikzubehörteile<br />

spezialisiert. Die beiden Gründer<br />

Johan Runström (im Bild) und Viktor<br />

Lundberg (inzwischen nicht mehr im<br />

Unternehmen tätig) sehen ihre Aufgabe<br />

darin, Alltags gegenstände wie<br />

Steckdosenleisten und Ladegeräte in<br />

stilvolle Design objekte zu verwandeln.<br />

avolt.com<br />

Gesehen bei:<br />

andlight.at, idealo.at,<br />

manufactum.at<br />

Fotos: Avolt, Emil Fagander<br />

58 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


INDIVIDUALITÄT IST UNSERE STÄRKE<br />

– denn jedes Projekt ist ein Unikat.<br />

Minimalistisch oder klassisch, modern oder traditionell – Glas ist ein Grundbestandteil jeder Architektur.<br />

Unsere Aufgabe ist es, Ihre Vision in Glas zu gießen. Livingglas realisiert mit planerischer und handwerklicher<br />

Expertise seit vielen Jahren Projekte, die den Charakter ihrer Bewohner und Nutzer widerspiegeln.<br />

Realisieren wir gemeinsam Ihr Projekt und erwecken wir Ihre Idee zum Leben!<br />

Für glasklare Visionen: jetzt kostenlos 50-seitigen Bilderkatalog anfordern.<br />

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Erfahren Sie mehr unter: livingglas.at • T: +43 2253 22300 • office@livingglas.at<br />

DIE <strong>LIVING</strong>BOX<br />

Verbindung und Grenze zugleich –<br />

Glas gewährt Ausblicke und lässt es<br />

drinnen gemütlich bleiben.


art five<br />

JOHAN<br />

HARTLE<br />

1<br />

Exklusiv in <strong>LIVING</strong>:<br />

Persönlichkeiten<br />

und Kenner:innen der<br />

Kunstszene verraten<br />

ihre Must-haves fürs<br />

Zuhause. Johan<br />

Hartle zeigt uns<br />

seine Design- und<br />

Kunst-Favoriten.<br />

1. »Modern Architecture<br />

Genealogy«, Kader Attia<br />

»Die Collagen von Kader<br />

Attia werfen einen dekolonialen<br />

Blick auf die Ahnengeschichte<br />

der Architektur.«<br />

4<br />

3.<br />

4. »Little Screens«,<br />

Lee Friedlander<br />

»Lee Friedlanders Werke, die in<br />

leeren Hotelzimmern aufgenommen<br />

wurden, erinnern uns an das<br />

glamouröse goldene Zeitalter<br />

der Vereinigten Staaten.«<br />

2<br />

2. »PH 5«-Lampe,<br />

Louis Poulsen<br />

»Die schönste Pendelleuchte,<br />

die ich kenne. Sie ist ebenso<br />

schlicht wie – aufgrund der<br />

feinen Farbflächen und der<br />

kolorierten Stege – verspielt.«<br />

5. »Ode à l’Oubli«, Louise Bourgeois<br />

»Als Rasterhängung sind die Textilbilder von<br />

Louise Bourgeois besonders schön: Am Ende<br />

sind sie nicht nur eine Ansammlung von<br />

Bildern, sondern ein ganzer narrativer Raum.«<br />

5<br />

»Isotype-Graphik«, Gerd Arntz/<br />

Otto Neurath<br />

»Ein Stück Wiener Stadtgeschichte und<br />

zugleich der Versuch, Design als<br />

politische Kommunikation zu denken,<br />

um die konkreten Erfolge des Roten<br />

Wien zu dokumentieren.«<br />

JOHAN HARTLE<br />

… geboren 1976 in Hannover, studierte<br />

Philosophie und Politikwissenschaften.<br />

Nach der Promotion in Philosophie<br />

forschte und lehrte Hartle unter anderem<br />

in Amsterdam und Rom. Seit<br />

2019 ist er Rektor der Akademie der<br />

bildenden Künste Wien.<br />

Fotos: Louis Poulsen, Archiv der Avantgarden/Egidio Marzona Leipzig 1930 Neurath Otto, Kader Attia, Lee Friedlander/Little Screens, Louise Bourgeois, eSeL.at/Lorenz Seidler<br />

60 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


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Pergola<br />

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für deutlich verminderte Geräuschkulisse<br />

und Wärmeabstrahlung vom Dach. Eine Wohlfühloase<br />

für jeden Außenbereich, erweiterbar<br />

mit LED-Beleuchtung, Sonnenschutzrollo<br />

und verstellbarer Lamellenseitenwand für<br />

mehr Privatsphäre.<br />

Erhältlich in 6 Größen und den Farben<br />

quarzgrau-metallic oder dunkelgraumetallic<br />

– optional mit Dachlamellen in<br />

silber-metallic.<br />

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quarzgrau-metallic<br />

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dunkelgrau-metallic<br />

Österreichische Qualitätsprodukte


<strong>LIVING</strong><br />

GARTEN-SPEZIAL<br />

80<br />

64<br />

92<br />

ALLES GANZ NATÜRLICH<br />

Atemberaubende Landschaftsarchitektur<br />

rund um den Globus. (S. 64)<br />

RUHEQUELLEN IM GRÜNEN<br />

Wasserspiele sorgen für Lebendigkeit.<br />

(S. 80)<br />

ES GRÜNT NOCH GRÜNER<br />

Welche Gartentrends Sie <strong>2025</strong> nicht<br />

verpassen dürfen. (S. 84)<br />

IM CHILL-OUT-MODUS<br />

Die neuesten Loungelandschaften für<br />

den Outdoorbereich. (S. 92)<br />

Fotos: beigestellt, MW-Architekturfotografie<br />

84


garten-spezial / LANDSCHAFTSARCHITEKTUR<br />

Von privaten Gärten bis zu öffentlichen Plätzen, vom kleinen Hinterhof<br />

in London bis zum Megapark in China: Landschaftsarchitektur und<br />

Gartenkunst bringt die Natur ins Schwingen und uns ins Gleichgewicht.<br />

Eine Rundreise zwischen Heilung und Hedonismus. TEXT MAIK NOVOTNY<br />

Foto: Eric Sander/ericsander.com<br />

64 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Alpines Wunderland<br />

Einen Garten für alle Sinne schuf<br />

der französische Landschaftsarchitekt<br />

Louis Benech für ein<br />

Chalet im schweizerischen Gstaad.<br />

louisbenech.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

65


garten-spezial / LANDSCHAFTSARCHITEKTUR<br />

Wie ein<br />

knallroter<br />

Kometenschweif<br />

zieht<br />

ein Steg seine viereinhalb Kilometer lange<br />

geschwungene Bahn über dem wogenden Grün.<br />

Gekleckert wird hier nicht, schließlich sind wir in<br />

China, wo man in großen Maßstäben denkt. Das<br />

gilt nicht nur für Städte und Wolkenkratzer, sondern<br />

auch für Parks und Gärten. Der Shenzhen Bay Park<br />

an der Waterfront der schnell wachsenden südchinesischen<br />

Millionenstadt misst stolze 128 Hektar, 2026 wird<br />

er fertig sein. Es ist ein Park, der so auch nur in diesen<br />

Zeiten entstehen kann. Denn beim Planen von Gärten<br />

zählen heute nicht nur Pavillons und Promenaden,<br />

sondern auch Hochwasserschutz, hohe Biodiversität,<br />

klimagerechte Flora und genau berechnete Kühleffekte für<br />

die stickig-heiße Großstadtluft.<br />

LANDSCHAFT WIEDERENTDECKEN<br />

Geplant wurde der Shenzhen Bay Park<br />

vom interdisziplinären Team aus<br />

L+CC, Taller und LOLA<br />

Landscape Architects aus<br />

Rotterdam. LOLA – das<br />

klingt nach Spaß, und<br />

die drei Gründer<br />

Erik-Jan Pleijster,<br />

Cees van der Weken und Peter Veenstra<br />

entsprechen in der Tat dem Bild der<br />

fröhlichen Niederländer, doch nehmen sie<br />

ihren Beruf sehr ernst. »LOLA steht für<br />

Lost Landscapes, denn wir sehen die Stadt<br />

als verlorene Landschaft, die es wiederzuentdecken<br />

gilt«, sagt Pleijster.<br />

Ganz schön selbstbewusste Ansage!<br />

Aber auch eine, die sie mit vielen<br />

Kolleg:innen teilen. Der wohl größte<br />

Trend der Landschaftsarchitektur ist, dass<br />

sie selbst zum Trend geworden ist.<br />

Landschaftsarchitekt:innen haben in den<br />

letzten Jahren immer mehr das Heft selbst<br />

in die Hand genommen. Sie geben sich<br />

nicht mehr damit zufrieden, die Lücken<br />

aufzufüllen, die ihnen die Architekt:innen<br />

übriggelassen haben, sondern bestimmen<br />

selbst, wo es langgeht. »Wir sehen die<br />

Landschaft als Anfangspunkt<br />

für Ideen<br />

><br />

Dem Himmel so nah<br />

Viereinhalb Kilometer schlängelt sich<br />

der Rote Steg über den Shenzhen Bay<br />

Park in China, geplant von LOLA,<br />

Taller und L+CC.<br />

lola.land<br />

Foto: beigestellt<br />

66 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

67


garten-spezial / LANDSCHAFTSARCHITEKTUR<br />

><br />

und Projekte«, ergänzt Cees van der<br />

Weken. Diese sind nicht alle so gigantomanisch<br />

wie in Shenzhen, es finden sich auch<br />

essbare Gärten in einem Bürokomplex in<br />

Rotterdam und der »Ring of Gardens« in der<br />

Kleinstadt Leiden, für den rund tausend<br />

Ideen von Anwohner:innen gesammelt<br />

wurden, und der trotzdem nicht aussieht wie<br />

eine spießige Kleingartensiedlung, sondern<br />

wild und schön.<br />

BLAU-GRÜNE VISIONEN<br />

Wild und schön und mit kühlerem Klima: So<br />

könnten alle unsere Städte sein. Zum Beispiel<br />

auch Wien, und warum nicht auch gerade<br />

dort, wo man es am wenigsten erwartet,<br />

»Pflanzen sollen nicht<br />

einfach eine hübsche<br />

Fassade bilden, sie<br />

müssen funktionieren«<br />

ENZO ENEA enea.ch<br />

Nah am Wasser gebaut<br />

Teich, Stein und Vegetation bilden<br />

eine fein austarierte Einheit in diesem<br />

von Enzo Enea designten Privatgarten<br />

im schweizerischen Appenzell.<br />

enea.ch<br />

nämlich an der Zweierlinie oder am Gürtel?<br />

Diese Idee hat jedenfalls das deutsch-österreichische<br />

Team bauchplan, und ihre Illustration<br />

dieser Idee ist so präzise berechnet wie<br />

verführerisch: wogende Baumkronen statt<br />

lärmender Fahrspuren, ein linearer Park<br />

anstatt ein breites Asphaltband. Blau-grüne<br />

Infrastruktur heißt es im Planungsvokabular,<br />

denn das Wasser ist ein klassischer Bestandteil<br />

der Landschafts- und Gartenmacher:innen,<br />

mal gestalterisch als Brunnen oder Teich, als<br />

kühlend sprühender Dunst, oder als Kreislaufsystem<br />

in einer Schwammstadt mit<br />

saugfähigem Boden.<br />

»Es geht darum, Grünflächen als Netzwerk<br />

zu sehen, denn wir müssen die Stadt kühlen«,<br />

sagt bauchplan-Partner Rupert Halbart-<br />

><br />

Fotos: Enea Landscape Architecture/Martin Rütschi, Michael Haimburger, Britt Willoughby<br />

68 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


English Country Style<br />

Ganz aus dem Ort<br />

heraus entwickelte<br />

Jinny Blom den Garten<br />

dieses viktorianischen<br />

Pfarrhauses in<br />

Gloucestershire.<br />

jinnyblom.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

69


garten-spezial / LANDSCHAFTSARCHITEKTUR<br />

»Der Garten ist ein Ort<br />

der Begegnung und des<br />

Feierns, an dem jeder die<br />

Gefühle findet, die er sucht.«<br />

JEAN MUS jeanmus.fr<br />

><br />

schlager. »Dafür gibt es nichts Besseres als einen Baum.<br />

Aber viele heutige Arten werden die kommenden Hitzeund<br />

Dürreperioden schwer überleben. Daher geht es<br />

darum, das Niederschlagswasser nach dem Schwammstadtprinzip<br />

versickern zu lassen und nicht in den Kanal<br />

zu leiten.«<br />

Keine Vision, sondern Realität geworden ist die<br />

kühl-coole Verwaldung der Stadt im so beliebten wie<br />

sommerheißen Innenhof des Wiener Museumsquartiers<br />

und auf dem Nibelungenplatz im<br />

niederösterreichischen Tulln, der bis vor wenigen<br />

Jahren noch eine Asphaltwüste mit 200 Autos<br />

war. In Tulln duften jetzt Eschen, Eichen,<br />

Ulmen und Traubenkirschen, im Museumsquartier<br />

Seidenakazien, Tautropfengras,<br />

Fackellilien, Texasgras oder immer-<br />

><br />

Mediterraner Traum<br />

Über 1.500 Gärten hat der in Grasse<br />

geborene Landschaftsmacher Jean<br />

Mus an der Côte d’Azur bisher<br />

entworfen. Dieser luftig-summende<br />

Park in Cannes ist einer davon.<br />

jeanmus.fr<br />

Fotos: Jean Mus & Cie<br />

70 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

71


garten-spezial / LANDSCHAFTSARCHITEKTUR<br />

Raus aus dem Asphalt!<br />

Große grüne Visionen für heiße, autoverseuchte<br />

Stadträume entwickelt das Büro<br />

bauchplan – so wie hier für Wien mit der<br />

Baumoffensive »Gemma Gürtel!«<br />

bauchplan.at<br />

><br />

grüne Wolfsmilch. Geplant wurden<br />

beide Vegetationsoffensiven von<br />

DnD Landschaftsplanung aus Wien,<br />

geleitet von Geschäftsführerin<br />

Sabine Dessovic und Anna<br />

Detzlhofer. Erstere war federund<br />

grashalmführend in Tulln,<br />

Letztere im MQ. »Bäume leisten<br />

enorm viel für die Aufenthaltsqualität<br />

in der Stadt«, erklärt<br />

Anna Detzlhofer. »Sie senken<br />

die Temperaturen, reduzieren<br />

Windgeschwindigkeiten,<br />

verbessern die Luftqualität – und<br />

sie wirken sich positiv auf unsere<br />

Psyche aus.«<br />

»Es geht darum,<br />

Grünflächen als Netzwerk<br />

zu sehen, denn wir müssen<br />

die Stadt kühlen.«<br />

RUPERT HALBARTSCHLAGER bauchplan.at<br />

DIALOG MIT DEM ORT<br />

Das tun sie nicht nur auf öffentlichen<br />

Plätzen oder in chinesischen Megaparks,<br />

sondern auch in privaten Gärten, wo<br />

Landschaftsarchitekt:innen mit ihrem ganzen<br />

Können und Wissen ihre alle Sinne ansprechenden<br />

Kompositionen aus grünen Organismen<br />

wachsen lassen. «Wenn ich den Ort<br />

zum ersten Mal besuche, werde ich ganz<br />

still,« sagt der vielgefragte französische<br />

Landschaftsarchitekt Louis Benech. »Ich höre<br />

einfach nur zu. Denn ich möchte, dass meine<br />

Gärten eine Geschichte erzählen. Dafür<br />

braucht es Dialog.« Ein Zwiegespräch mit der<br />

Umgebung, dem Mikroklima, und natürlich<br />

mit den Auftraggebern und ihrer eigenen<br />

Geschichte.<br />

Dabei begann Benech seine Karriere eigentlich<br />

als Jurist. Doch handfeste gärtnerische Erfahrungen<br />

mit den Fingern in der Erde in England<br />

und der Normandie bewegten ihn dazu, lieber<br />

Akazien als Akten zu studieren. Fünf Jahre<br />

später schon bekam er den Auftrag, den ältesten<br />

Teil der Pariser Tuilerien gärtnerisch zu<br />

rekonstruieren. Es folgten weitere Gärten in<br />

Paris, in Versailles und an der Loire, und bald<br />

auf der ganzen Welt. Zu seinen Kund:innen<br />

zählen Yves Saint Laurent und Diane von<br />

Fürstenberg. »Ich benutze immer Pflanzen, die<br />

einheimisch sind, die in der Umgebung schon<br />

vorkommen, egal wo der Garten ist. Das ist auch<br />

eine Art von Verantwortung.« Was ist für ihn<br />

die Definition eines schönen Gartens? »Er muss<br />

geliebt werden. Denn ein Garten braucht<br />

tägliche Aufmerksamkeit.« ><br />

Fotos: Bauchplan<br />

72 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


CONTACT: URSULA POLSTER - WOHNSALON-P.AT


garten-spezial / LANDSCHAFTSARCHITEKTUR<br />

BÜHNE FÜR LEBENSFREUDE<br />

Genau hinhören, was der Ort sagt: Das tut<br />

auch Jean Mus, geboren in Grasse und<br />

ausgebildet in Versailles, der seit über<br />

30 Jahren der Landschaftsgestalter der<br />

französischen Mittelmeerküste ist, der<br />

»Zauberer der Côte d’Azur«, den die Zeitung<br />

»Le Figaro« einst den »Mann der 1.500<br />

Gärten« taufte (inzwischen sind es noch ein<br />

paar mehr geworden). Er komponiert um die<br />

Villen und Landhäuser seiner Auftraggeber:innen<br />

eine mediterrane Umgebung aus<br />

Pinien, Olivenbäumen, Lavendel und<br />

Obstbäumen, er kreiert grüne Bühnen für die<br />

Entfaltung der Lebensfreude. »Der Garten ist<br />

ein Ort der Begegnung und des Feierns, an<br />

dem jeder die Gefühle findet, die er sucht.«<br />

Ein Gartentisch mit Rotweinflasche ist in<br />

seinen Gärten nie fehl am Platz. ><br />

MQ goes green<br />

Dem klimagerechten Umbau von<br />

Plätzen haben sich Sabine Dessovic<br />

und Anna Detzlhofer von DnD<br />

Landschaftsplanung verschrieben –<br />

sie lassen das steinerne Wiener<br />

Museumsquartier atmen.<br />

dnd.at<br />

Foto: DnD Landschaftsplanung/Michael Strahberger<br />

74 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


WWW.VOLLHOLZDESIGN.AT<br />

VON NATUR AUS<br />

EINZIGARTIG.<br />

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garten-spezial / LANDSCHAFTSARCHITEKTUR<br />

><br />

Wer es eher ruhig als hedonistisch mag,<br />

darf in die Schweiz zu Enzo Enea pilgern,<br />

einem helvetisch-bedächtigen Mann mit<br />

klaren Zielen, der sich mit dem Baummuseum<br />

in seiner weitläufigen Zentrale südlich<br />

von Zürich eine Wunderwelt zwischen Kunst,<br />

Experiment und Liebe zur japanischen<br />

Gartenkultur erschaffen hat. Er arbeitet mit<br />

Schweizer Akribie jenseits von Trends und<br />

Schnelllebigkeit, seine Gärten strahlen eine<br />

noble Selbstverständlichkeit aus.<br />

»Ich versuche, einen Wert zu schaffen, der<br />

auf den jeweiligen Ort abgestimmt ist«,<br />

erklärt Enea. »Ich analysiere Lichteinfall,<br />

Mikroklima und Jahreszeiten, um dann die<br />

passenden Pflanzen auszuwählen. Sie sollen<br />

nicht einfach eine hübsche Fassade bilden, sie<br />

müssen funktionieren.« Das tun sie auch bei<br />

seinen Privatgärten von Appenzell über<br />

Cannes bis New Jersey: In Gärten von Enea<br />

will man einfach ganz tief durchatmen und<br />

zur Ruhe kommen.<br />

><br />

Stadt in Bewegung<br />

Parks in Großstädten wollen<br />

nicht nur angeschaut, sondern<br />

auch benutzt werden – so wie<br />

der Park am Gleisdreieck in<br />

Berlin auf einem ehemaligen<br />

Bahnareal mit seinen vielen<br />

Sport- und Spielflächen. Aufs<br />

Grün wurde dabei natürlich<br />

nicht vergessen.<br />

atelier-loidl.de<br />

Foto: Atelier Loidl<br />

76 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


garten-spezial / LANDSCHAFTSARCHITEKTUR<br />

><br />

Die psychologischen Vorteile eines<br />

Gartens für die menschliche Seele kann wohl<br />

kaum jemand so elegant formulieren wie die<br />

britische Landschaftsarchitektin und Gärtnerin<br />

Jinny Blom. Sie studierte zuerst Psychologie<br />

und ist heute Teil des Therapeutic<br />

Landscapes Network, das sich mit den<br />

heilenden Wirkungen von Landschaften<br />

beschäftigt. Ihre eigenen Gärten, ob in der<br />

üppigen, blumenreichen Miss-Marple-<br />

Landschaft von Südengland oder in den<br />

harschen schottischen Highlands, erfüllen<br />

Pariser Oase<br />

Parks gibt es in der Pariser Innenstadt<br />

nur wenige. Für das brandneue<br />

Stadtquartier in Clichy-Batignolles<br />

wurde mit dem Parc Martin Luther<br />

King daher ein großes grünes Herz<br />

geschaffen, das alle Stücke spielt.<br />

www.osty.fr<br />

diese Mission zweifellos. »Für mein eigenes<br />

Glücklichsein ist es elementar, dass Vögel,<br />

Insekten, Säugetiere, Fische und Menschen<br />

in meinen Gartenwelten koexistieren<br />

können«, sagt Blom.<br />

Einen Stil habe sie nicht, aber eine Philosophie:<br />

die lokale Angemessenheit und das<br />

klare Denken. Materialien, die aus dem<br />

Boden vor Ort kommen und organisch<br />

gewachsen wirken. In Großstädten wie<br />

London darf es dann auch eher zeitgenössisch<br />

und abstrakt sein. »Gärten in der Stadt<br />

zu entwerfen, ist wie Schmuck zu designen«,<br />

sagt sie. »Da muss man sehr diszipliniert<br />

sein.« Und kann so auch auf fünf mal zehn<br />

Metern eine eigene Welt erschaffen. Das ist<br />

die Kunst der Landschaftsarchitekten, sie<br />

funktioniert im Kleinen ebenso wie auf<br />

128 Hektar.<br />

<<br />

Foto: viennaslide/picturedesk.com<br />

78 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


garten-spezial / WASSERSPIELE<br />

RUHE-<br />

QUELLEN<br />

IM GRÜNEN<br />

Wassertor aus Edelstahl<br />

Dieses exklusive Wasserspiel ist fast<br />

zwei Meter hoch und leuchtet abends<br />

in Rot oder Grün. Eine elektronische<br />

Pumpregelung sorgt für<br />

Plätscherfreuden.<br />

gartenbrunnen.at<br />

Fotos: beigestellt<br />

80 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Sanftes Rieseln, leise Wellen, erfrischendes Sprudeln –<br />

Wasser bringt Leben in den Garten. Es beruhigt, belebt<br />

die Sinne und sorgt für eine einzigartige Atmosphäre.<br />

Ob Quellstein, Brunnen oder Kaskade – Wasserspiele<br />

verbinden Design und Natur auf faszinierende Weise.<br />

TEXT SUSANNA PIKHART<br />

Wasser besitzt eine einzigartige<br />

Anziehungskraft. Als beständiger<br />

Erzähler trägt es Geschichten von<br />

Ruhe und Gelassenheit, von Leben<br />

und Bewegung in den Garten. Geschichten, die<br />

ganzheitlich auf uns Menschen wirken. Allein<br />

das leise Plätschern eines Brunnens kann Stress<br />

reduzieren, die Herzfrequenz senken und eine<br />

meditative Atmosphäre schaffen. Laut Umweltpsycholog:innen<br />

fördert Wasser die sogenannte<br />

weiche Faszination – eine Eigenschaft, die es<br />

unserem Gehirn ermöglicht, sich schneller zu<br />

regenerieren. Zahlreiche Studien belegen die<br />

positiven Effekte, die das flüssige Element auf<br />

wirklich jede:n hat: Es reduziert Angstzustände,<br />

hebt die Stimmung und unterstützt eine<br />

tiefgehende Entspannung. Doch nicht nur seine<br />

gesundheitsfördernden Eigenschaften machen<br />

Wasser zu einem beliebten Gestaltungselement<br />

im Garten, sondern auch seine unendliche<br />

Vielseitigkeit und ästhetische Strahlkraft.<br />

Natürliche Quellsteine, sanft sprudelnde<br />

Brunnen und stilvoll perlende Wasserbecken<br />

fügen sich harmonisch in jede Gartengestaltung<br />

ein. Ob als tanzender Springbrunnen, sanft<br />

rieselnder Wasservorhang oder imposanter<br />

Wasserfall – entscheidend ist, dass das Wasser<br />

in Bewegung bleibt. Dies geschieht umweltfreundlich<br />

durch eine Pumpe mit geschlossenem<br />

Kreislauf, fallweise solarbetrieben.<br />

Besonders beliebt sind Materialien wie<br />

Naturstein – darunter Basalt, Granit, Marmor<br />

und Schiefer – sowie Elemente aus Cortenstahl<br />

oder Edelstahl. Findlinge aus der Eiszeit<br />

wiederum, als Quellsteine inszeniert, verleihen<br />

dem Garten eine archaische Note.<br />

Natursteinkaskade<br />

Formendesign mit Mehrwert: der vom<br />

Künstler Thomas Györi bearbeitete<br />

Naturstein. harmonieimgarten.at<br />

PERFEKTE INSZENIERUNG<br />

Johannes Klösch, Geschäftsführer des<br />

Fachbetriebs Harmonie im Garten in<br />

Seeboden, beobachtet einen klaren Trend:<br />

»Aktuell gefragt sind Quellsteine und<br />

Zierteiche, die nicht nur optisch faszinieren,<br />

sondern oft auch einen Rückzugsort für Tiere<br />

und Pflanzen schaffen.« Doch bevor das<br />

eigene Wasserspiel im Garten installiert wird,<br />

gilt es, einige Faktoren zu berücksichtigen.<br />

Heinz König von Neuland in Schlüßlberg<br />

bringt die Grundvoraussetzungen auf den<br />

Punkt: »Jedes Wasserspiel braucht eine<br />

tragfähige Untergrundfläche und einen<br />

Stromanschluss für die Pumpe, um den<br />

Kreislauf in Gang zu halten. Sind diese<br />

><br />

Wasserfall-Ensemble<br />

Beim System »Aqua Linea«<br />

können Brunnentröge effektvoll<br />

mit Wasserfällen kombiniert<br />

werden. Eine UV-stabile Innenbeschichtung<br />

verhindert Rostablösungen.<br />

gartenmetall.de<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

81


garten-spezial / WASSERSPIELE<br />

><br />

Voraussetzungen erfüllt, kann Wasser an<br />

nahezu jeder Stelle im Garten in Szene gesetzt<br />

werden.« Auch die Lichtverhältnisse spielen<br />

eine Rolle: Je nachdem, ob das Wasserspiel<br />

eher in der Sonne oder im Schatten liegt,<br />

können verschiedene Atmosphären entstehen.<br />

»Wichtig ist zudem die Qualität des Materials<br />

und der Ausführung«, betont Klösch.<br />

»Wenn man zu günstig kauft, kann es passieren,<br />

dass das Gewerk zwei- oder dreimal<br />

erneuert werden muss. Langfristig ist eine<br />

hochwertige Lösung oft wirtschaftlicher.« Ein<br />

weiteres entscheidendes Detail ist der Schutz<br />

vor Frost: Wasserleitungen müssen im Winter<br />

entleert werden, um Schäden zu vermeiden.<br />

DIE GAGE FÜRS SCHAUSPIEL<br />

Die Kosten für Wasserspiele variieren stark je<br />

nach Art und Umfang des Projekts. Ein<br />

hochwertiger Quellstein mit Pumpe ist bereits<br />

ab 1.000 Euro erhältlich, ein Wassertisch aus<br />

Cortenstahl mit einem Quadratmeter Fläche<br />

kostet etwa 3.000 Euro, und für eine Wasserwand<br />

mit Becken sollte man mit rund<br />

7.000 Euro rechnen. Wassertore und -vorhänge<br />

liegen preislich oft noch deutlich drüber.<br />

»Wassertische sind meine Favoriten«, sagt<br />

Heinz König. »Sie sind in unterschiedlichsten<br />

Formen und Materialien umsetzbar und<br />

wirken besonders edel, wenn in der Mitte eine<br />

beleuchtete Quelle sprudelt.« Auch Klösch hat<br />

eine Vorliebe: »Mich faszinieren Wasservorhänge<br />

aus Cortenstahl und natürliche Bachläufe<br />

mit Natursteinkaskaden. Sie schaffen eine<br />

Tiefe im Garten und verbinden modernes Design<br />

mit natürlicher Eleganz.« In welcher Form<br />

auch immer – ein gut geplantes Wasserspiel<br />

Wassertisch mit Sprudelspaß<br />

Im Trend liegen heuer<br />

besonders Wassertische aus<br />

wetterfestem Cortenstahl.<br />

ksv-natursteinwelt.de<br />

neu-land.at<br />

macht jeden Garten zu einem Ort der Ruhe<br />

und Inspiration. Es bringt eine zusätzliche<br />

Dimension in die grüne Oase und Bewegung<br />

in die Natur, erfreut das Auge und sorgt für<br />

ein angenehmes Mikroklima. Für Menschen<br />

wie für Tiere ist das sanfte Plätschern eine<br />

Wohltat, und der Garten wird so zu einem<br />

nachhaltig heilsamen Refugium.<br />

<<br />

Solarbrunnen<br />

Aus Polyresin in täuschend echter<br />

Natursteinoptik. Ein Dämmerungsschalter<br />

aktiviert die stimmungsvolle<br />

Beleuchtung. dehner.at<br />

Quellbrunnen-Trio<br />

Die Edelstahlkugelbrunnen<br />

sind vielfältig einsetzbar – im<br />

Garten wie auf der Terrasse.<br />

gartentraum.at<br />

Fotos: beigestellt, Hunger & Simmeth GmbH<br />

82 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


photo © Christian Redtenbacher | project: Star--Roll Sun Shade Trading GmbH<br />

@SunSquareInternational


garten-spezial / GARTENTRENDS <strong>2025</strong><br />

Wild-schön<br />

Die BEGRÜNDER setzen auf<br />

kühlende Wasserstellen, die durch<br />

üppig-natürliche Bepflanzung und<br />

Steinböden strukturiert werden.<br />

begruender.at<br />

Fotos: MW-Architekturfotografie, Thomas Zinner<br />

84 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


ES GRÜNT<br />

NOCH GRÜNER<br />

Von modernen Wellnessanlagen über Selbstversorgung bis hin zu Bäumen als<br />

natürlichen Schattenspendern: Die Gartentrends <strong>2025</strong> zeigen das wachsende<br />

Bedürfnis nach Natur als Wohnraum, Selbstversorgung und smarter Hilfe.<br />

TEXT CHRISTINA HORN<br />

Längst hat sich der Garten von heute zu<br />

einer Erweiterung des Wohnraums<br />

entwickelt – zu einem Ort, an dem<br />

entspannt, gekocht und gelebt wird.<br />

Dabei erfreut sich eine naturnahe, pflegeleichte<br />

Gestaltung <strong>2025</strong> ebenso großer Beliebtheit wie<br />

die Themen Selbstversorgung, Wellness und<br />

smarte Technologie.<br />

DER GRÜNE LEBENSRAUM<br />

<strong>2025</strong> zeigt sich in wild blühender Schönheit:<br />

Während Schotter endgültig aus dem Grün<br />

verbannt wurde, setzt man nun blühend wilde<br />

Bepflanzung gezielt mit klarer Linienführung in<br />

Szene, verrät Peter Baumgarten, Garten- und<br />

Landschaftsgestalter bei BEGRÜNDER: »Der<br />

Trend einer modernen, strukturierten Linienführung<br />

wird weitergeführt, aber mit mehr<br />

Natürlichkeit versehen. Man plant weniger<br />

Rasenfläche und integriert nun auch wildere<br />

Beete.« In den »wilden Bereichen« finden<br />

größere Gräser, Stauden, Kleingehölze oder<br />

Blumen mit intensiveren Farben Platz.<br />

Sonnenhüte, Nachtkerzen, Lavendel und die<br />

Felsenbirne bringen Farbe und Bewegung in die<br />

Outdoor-Oase und werden für mehr Dynamik<br />

mit Mauerwerk kombiniert, in Hochbeete oder<br />

auf Erhebungen gepflanzt. »Man spielt mit<br />

Höhenunterschieden, etwa mit Mauern oder<br />

Hochbeeten, um so Akzente zu setzen«,<br />

bestätigt der Projektleiter. Wie das aussehen<br />

kann, zeigt sich etwa im BEGRÜNDER-Projekt<br />

Villengarten in Klosterneuburg, der vor Kurzem<br />

vom Callwey Verlag zu einem der schönsten<br />

»Gärten des Jahres« im deutschsprachigen<br />

Raum gekürt wurde. Hier wachsen bunte<br />

Stauden, Gräser und Hängerosmarin, umrahmt<br />

von Natursteinmauern. Die üppige Bepflanzung<br />

ist nicht nur aufgrund der natürlichen Optik auf<br />

dem Vormarsch, auch Biodiversität spielt eine<br />

Rolle. Der Garten von heute soll, wo möglich,<br />

diversen Insekten sowie kleinen Tieren Schutz<br />

bieten. Darüber hinaus gewinnt die Selbstversorgung<br />

weiter an Popularität. Menschen ><br />

Im Rahmen<br />

Klare Begrenzungen aus<br />

Holz oder Stein geben der Blütenvielfalt,<br />

die auch bei Praskac im<br />

Trend liegt, den passenden Rahmen.<br />

praskac.at<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

85


garten-spezial / GARTENTRENDS <strong>2025</strong><br />

><br />

entdecken ihren grünen Daumen, kultivieren<br />

Kräuter und Gemüse im kleinen<br />

Gartenbeet oder am Stadtbalkon.<br />

Bei der Wahl der Bepflanzung machen sich<br />

verstärkt die veränderten klimatischen<br />

Bedingungen bemerkbar, betont der Gartenarchitekt<br />

Manfred Hogl von STARKL<br />

Vösendorf. »Eines der großen Themen ist die<br />

Trockenheit. Im Hochsommer haben wir<br />

extreme Hitzeperioden, weshalb trockenheitsverträgliche<br />

Pflanzen mehr in den Fokus<br />

rücken.« Als Konsequenz sieht der Experte<br />

zukünftig eine Neuorientierung zu Kräuterwiesen<br />

oder pflegeleichteren Bodendeckern<br />

wie Thymian, der wasserintensive Rasen ist<br />

und bleibt derzeit allerdings noch Standard.<br />

Als natürlicher Schattenspender sind zudem<br />

Bäume wieder gefragt, allen voran mehrstämmige<br />

Gattungen mit vielen Verzweigungen,<br />

weiß Manfred Hogl: »Wir sehen nicht mehr<br />

den klassischen Kugelbaum, sondern Weitverzweigtes<br />

mit Waldrandcharakter – darunter<br />

Dachplatanen, Felsenbirnen, Feldahorn oder<br />

der Eisenholzbaum.«<br />

WELLBEING IM FREIEN<br />

Was <strong>2025</strong> weiterhin wächst, ist der Wunsch<br />

nach Pflegeleichtigkeit. »Der Garten soll<br />

so gestaltet sein, dass er ästhetisch ist, aber<br />

Schattenspender<br />

Der Baum findet wieder Einzug in<br />

den Garten: Passend zur wilden<br />

Vielfalt werden weit verzweigte,<br />

natürliche Arten bevorzugt.<br />

praskac.at<br />

DIY im Grünen<br />

Selbstversorgung steht <strong>2025</strong><br />

hoch im Kurs – in eleganten<br />

sowie robusten Hochbeeten<br />

werden Kräuter und Gemüse<br />

herangezogen. biohort.com<br />

»Man muss den Garten wie<br />

ein Wohn- oder Esszimmer<br />

sehen: Er ist zuallererst der<br />

Lebensraum der Menschen,<br />

die dort wohnen.«<br />

WOLFGANG PRASKAC Geschäftsführung<br />

Praskac Pflanzenland<br />

Fotos: Robert Maybach, MW-Architekturfotografie, Begründer, beigestellt<br />

86 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


»Beschattete Bereiche<br />

sind <strong>2025</strong> wichtig,<br />

sei es ein Schirm oder<br />

große Solitärbäume,<br />

die natürlichen<br />

Schatten spenden.«<br />

PETER BAUMGARTEN<br />

Projektleitung BEGRÜNDER<br />

Natürliche Ordnung<br />

Bei BEGRÜNDER wird der Eigenanbau<br />

im modernen Glashaus zelebriert,<br />

daneben sorgt eine Holzwand für<br />

räumliche Trennung im Grünen.<br />

begruender.at<br />

nicht zu viel Arbeit macht«, erzählt Peter<br />

Baumgarten von BEGRÜNDER. »Die<br />

Nachfrage danach, dass wir den Garten<br />

pflegen, den wir gestaltet haben, steigt.« Um<br />

den Arbeitsaufwand zu reduzieren, wird mehr<br />

denn je auf smarte Lösungen gesetzt, ergänzt<br />

DI Maximilian Priglinger, Geschäftsführer bei<br />

BIOHORT: »Der Garten erfährt in den letzten<br />

Jahren einen starken Zuwachs an neuen<br />

Technologien. Smarte Rasenmähroboter<br />

dominieren die Werbeplätze.« Dass es überdies<br />

kaum mehr einen Garten gibt, »der nicht mit<br />

einer automatischen Bewässerung gesteuert<br />

wird, um längere Trockenperioden zu<br />

überwinden«, stellt auch Wolfgang Praskac, ><br />

Abkühlung<br />

Der Garten als Wohnraum: Auch<br />

das Bad bewegt sich ins Freie, wie<br />

elegante sowie widerstandsfähige<br />

Wannen – etwa von Agape – zeigen.<br />

terrabaddesign.at<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

87


garten-spezial / GARTENTRENDS <strong>2025</strong><br />

andererseits wird verstärkt auf Nachhaltigkeit<br />

hinsichtlich Material und Technik geachtet,<br />

erzählt Jürgen Klingenschmid, Geschäftsführer<br />

bei Klafs: »Wir arbeiten etwa mit<br />

energieeffizienten Heizsystemen, wie dem<br />

›MAJUS‹-Ofen, um den ökologischen Fußabdruck<br />

zu minimieren.« Swimmingpools,<br />

besonders hochwertig in Naturstein, sind<br />

und bleiben Allzeitklassiker, so Mag. Nikolas<br />

Haidsengst von Terra Bad and Design. Hinzu<br />

kommen jedoch kühlende Wasseralternativen:<br />

»Wir haben viele Anfragen, wo der Garten<br />

nicht mit Pool ausgestaltet werden soll,<br />

sondern mit Designelementen wie Outdoorduschen<br />

oder Zementwannen.« Sie setzen<br />

wohnliche Designakzente im Grünen.<br />

<strong>2025</strong> zeichnet sich also weniger durch<br />

kurzfristige Trends aus, sondern vielmehr<br />

durch die konsequente Weiterentwicklung<br />

bereits bestehender Gartenkonzepte.<br />

<<br />

Die Leichtigkeit des Steins<br />

Der Naturstein Kanfanar eignet sich<br />

hervorragend für den Einsatz im<br />

Außenbereich. Sein Farbspektrum<br />

reicht von sanftem Hellgelb bis zu<br />

Beigetönen. stone4you.at<br />

Outdoor-Oase<br />

Gartenwellness ist <strong>2025</strong> wieder<br />

gern gesehen: Nachhaltige<br />

Außensaunen wie »TALO« punkten<br />

unter anderem mit variablem<br />

Baukastensystem. klafs.at<br />

><br />

Geschäftsführer bei Praskac Pflanzenland,<br />

fest. Die hochpräzisen Systeme vernetzen den<br />

gesamten Außenbereich und halten die<br />

Befeuchtung der Pflanzenwelt über Bodensensoren<br />

oder Wetterstationen im grünen Bereich.<br />

Daneben boomen elegante, robuste Photovoltaik-Effektbeleuchtungen<br />

oder selbst<br />

reinigende Pools. Einige Neuheiten bieten auch<br />

innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen<br />

wie zunehmende Wetterkapriolen –<br />

darunter eine Pergola von BIOHORT, die dank<br />

durchdachter Sandwichbauweise der Lamellen<br />

Wärmestrahlung und Regenlärm mindert.<br />

Im erweiterten Wohnraum finden zudem<br />

Loungebereiche und Außenküchen Platz, für<br />

die Naturmaterialien in warmen Farben und<br />

mit angenehmer Haptik verwendet werden –<br />

etwa Kanfanar-Kalkstein von Stone4You.<br />

Auch die Nachfrage nach Wellness bleibt<br />

konstant. Qualitative Saunen wie »TALO«<br />

oder »TARAS« punkten dank modularer<br />

Bauweise einerseits mit mehr Flexibilität,<br />

Fotos: stone4you, Klafs<br />

88 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


SPOERKS OUTDOOR MÖBEL<br />

AB NACH DRAUSSEN!<br />

Ein guter Sommer beginnt mit einer schönen Terrasse. Bei spoerks outdoor möbel geht es<br />

nicht um Möbel – es geht um ein Lebensgefühl. Gutes Design und außergewöhnliche Qualität<br />

muss im Mittelpunkt stehen. Lassen Sie sich von uns inspirieren!<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

Unsere Geschichte begann mit<br />

einer klaren Vision: Außenbereiche<br />

in persönliche Paradiese<br />

zu verwandeln. Dabei scheuen<br />

wir weder Kosten noch Mühen und sind<br />

stets auf der Suche nach den neuesten<br />

Trends. Hochwertige Materialien wie<br />

UV-beständige Sunbrella-Stoffe, recyceltes<br />

Teak und robuste Gewebe garantieren<br />

Langlebigkeit. Jedes Element hat einen<br />

Wasserablauf und ist mit der Quick-Dry-<br />

Foam für einen einzigartigen Sitzkomfort<br />

ausgestattet. Diese Technik erwirkt, dass<br />

die Lounge innerhalb kürzester Zeit wieder<br />

trocken ist und uneingeschränkt genutzt<br />

werden kann.<br />

Gute Qualität und schönes Design stehen<br />

bei Marion Spörk an erster Stelle.<br />

Marion Spörk und ihr Team sorgen seit<br />

sieben Jahren mit professioneller Beratung,<br />

unkomplizierter Abwicklung und zuverlässiger<br />

Lieferung dafür, dass Ihr Wohnzimmer<br />

nahtlos ins Freie rückt – für entspannte und<br />

stilvolle Abende unter freien Himmel.<br />

Ein Teil des Gartenmöbelprogramms ist<br />

von 21. bis 23. März auf der Messe Garten<br />

Salzburg (Stand Gartenlauben Wien, Halle 8,<br />

Stand 211) zu sehen. Besuchen Sie uns!<br />

Weitere Informationen unter<br />

spoerks.at<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

89


garten-spezial / KRÄUTERGARTEN<br />

KLEINE KRÄUTERFIBEL<br />

Von Schnittlauch und Thymian über Minze bis hin zu Basilikum – diese Auswahl an vielseitig<br />

einsetzbaren Küchen- und Heilkräutern ist ein absolutes Must-have in jedem Garten.<br />

1.<br />

3.<br />

2.<br />

4.<br />

6.<br />

5.<br />

8.<br />

9.<br />

7.<br />

1. Lavendel Der Lavendel ist eine beliebte Zierpflanze, die sofort an die Provence denken lässt. Er blüht zwischen Ende Mai und Mitte September und gedeiht am besten an<br />

Orten mit viel Sonnenschein. dehner.at 2. Minze Ursprünglich stammt die Minze aus dem Mittelmeergebiet und Vorderasien. Es gibt sowohl herbe, balsamische, scharfe<br />

und mentholhaltige als auch fruchtig-frische Arten und Sorten. bloomling.at 3. Rosmarin Das nadelähnliche Kraut ist ein Muss in der mediterranen Küche und passt<br />

perfekt zu Fleisch-, Fisch- und Kartoffelgerichten. obi.at 4. Schnittlauch Mit seinem leicht zwiebelartigen Geschmack verfeinert er vor allem Speisen mit Ei, Salate und<br />

Milchprodukte und beinhaltet zahlreiche Vitamine und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. baldur-garten.at 5. Salbei Bereits in der Antike wurde der Salbei wegen seiner<br />

vielseitig heilenden Wirkung geschätzt. In der mediterranen Küche würzt man mit ihm u. a. Saltimbocca und Antipasti. meingartenshop.at 6. Zitronenmelisse Die aromatisch<br />

duftenden Blätter werden gerne für Säfte oder Gelees verwendet. shop.starkl.at 7. Thymian Die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften<br />

des Thymians lindern Beschwerden wie Erkältungen und Husten. as-garten.at 8. Verbene Die feingliedrige Verbene, auch »Eisenkraut« genannt, lockt mit ihrem leicht<br />

würzigen Duft viele Schmetterlinge an. praskac.at 9. Basilikum Vor allem aus der italienischen Küche ist das wohlduftende Würzkraut nicht wegzudenken. bellaflora.at<br />

Illustrationen: Shutterstock<br />

90 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


EIN FEST IM TAKT<br />

DER ELEGANZ<br />

Wien Products steht für mehr als nur „Made in Vienna“. Die Unternehmen vereinen<br />

Tradition, Innovation und den Charme der Wiener Kultur. Mit meisterhaftem Handwerk<br />

werden edelste Materialien zu einzigartigen Kunstwerken, stets nach höchsten<br />

Qualitätsstandards. Entdecken Sie mehr unter www.wienproducts.at<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

Bildcredits: Eva Blut, Messermacher Kappeller, Peter Rigaud, Rudolf<br />

1 EVA BLUT / 2 MESSERMACHER KAPPELLER /<br />

3 SPANISCHE HOFREITSCHULE / 4 RUDOLF<br />

WIEN PRODUCTS SERVICE CENTER / STRASSE DER WIENER WIRTSCHAFT 1 / A-1020 WIEN /<br />

TEL +43 1 514 50 1407 / WIENPRODUCTS@WKW.AT / WWW.WIENPRODUCTS.AT /<br />

Wien Products ist ein Projekt der Wirtschaftskammer Wien.


garten-spezial / LOUNGES<br />

Klassiker 2.0<br />

Das beliebte »Standard Sofa«<br />

von Edra verschönert jetzt<br />

auch den Outdoorbereich.<br />

edra.com<br />

Komfortzone<br />

Das mehrteilige Loungeset<br />

»Afternoons« lädt zum<br />

gemütlichen Verweilen ein.<br />

depadova.com<br />

Mit den neuesten Outdoorkollektionen in sanften Erdtönen, zartem<br />

Himmelblau oder kräftigen Farben zelebrieren wir die ersten warmen<br />

Sonnenstrahlen und machen Lust auf Garten, Terrasse und Pool.<br />

Die <strong>LIVING</strong>-Redaktion ist für Sie bereits Probe gesessen.<br />

Fotos: beigestellt<br />

92 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Einladend<br />

Der bekannte Designer Yabu<br />

Pushelberg entwarf das Sofa<br />

»Sway« mit großzügigen<br />

Formen für Molteni.<br />

molteni.it<br />

Stylish<br />

Die modulare Kollektion<br />

»Gibraltar« ist geprägt von zarten<br />

Linien und luftigem Design.<br />

sedda.at<br />

Urban<br />

Highlight beim Sofa »Oasis« ist<br />

zweifellos die Rückenlehne aus<br />

Metall mit der geflochtenen<br />

Bespannung im Gittermuster.<br />

flexform.it<br />

Urlaubsreif<br />

Matteo Thun und Benedetto<br />

Fasciana ließen sich bei ihrer<br />

zweiten Outdoorkollektion für<br />

Gloster, zu der auch das Sofa<br />

»Salina« gehört, von den<br />

Äolischen Inseln inspirieren.<br />

gloster.com<br />

Flexibel<br />

Für das modulare Sitzsystem<br />

»Daylight« wurden u. a. Teakholz<br />

und Ceppo di Gré®, ein italienischer<br />

Naturstein, verwendet.<br />

minotti.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

93


garten-spezial / LOUNGES<br />

Allrounder<br />

Das Modell »Emma« ist als<br />

Zwei- oder Dreisitzer und<br />

in verschiedenen Farbausführungen<br />

erhältlich.<br />

varaschin.it<br />

Streifen-Chic<br />

Modernes Design verkörpert<br />

das Sofa »Nalu« mit seinen<br />

kurvigen Kissen und der halb<br />

polierten Aluminiumstruktur.<br />

talentispa.com<br />

Blaues Wunder<br />

Die drei Elemente des Sofas<br />

»Santorini« können individuell<br />

arrangiert werden.<br />

paolalenti.it<br />

Kunterbunt<br />

Dank seiner elf verschiedenen<br />

runden Elemente passt sich<br />

das Modell »Snaked« an jedes<br />

Raumkonzept an.<br />

paolonesi.it<br />

Frischer Wind<br />

Die ikonische Sofalandschaft<br />

»Mah Jong« begeistert diese<br />

Saison mit neuen Farbkompositionen.<br />

roche-bobois.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

94 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Die Architektur<br />

des Komforts.<br />

MEHR INFOS &<br />

HÄNDLERSUCHE<br />

Mit sanften Rundungen zeigt AMBRA, wie schön<br />

Funktionsmöbel sein können. Die hochwertige<br />

Federkern Deluxe Polsterung kombiniert mit<br />

smarten Extras sorgen für ein unvergleichliches<br />

Komforterlebnis.<br />

sedda Polstermöbel GmbH<br />

Mitterweg 45, 4702 Wallern<br />

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Mo-Fr 9-18:00, Sa 9-12:00<br />

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Vorarlbergerallee 28, 1230 Wien<br />

T: +43 7249 441-280<br />

Mo-Fr 9-18:00<br />

sedda.at


garten-spezial / TISCHE UND STÜHLE<br />

Coole Kombi<br />

Der Tisch der Kollektion<br />

»Torii« und die Stühle aus der<br />

Serie »Colette« harmonieren<br />

perfekt miteinander.<br />

gervasoni1882.com<br />

WIEDER ZEIT FÜR<br />

AL-FRESCO-DINING<br />

Verwandeln Sie Ihren Outdoorbereich in einen einladenden Essplatz! Und<br />

verzichten dabei nicht auf hochwertige Materialien in facettenreichen<br />

Kompositionen und spannenden Designs. <strong>LIVING</strong> begab sich auf Recherche<br />

und wurde mit einer feinen Auswahl fürs Outdoor-Dining fündig.<br />

Camouflage<br />

Der Esstisch mit acht Stühlen<br />

aus der Serie »Lidy« fügt sich<br />

aufgrund der natürlichen Farbwahl<br />

ideal in den Garten ein.<br />

maisonsdumonde.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

96 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Meisterstück<br />

Die Stühle »H.H.H. Graphic Impression«<br />

von Philippe Starck bestehen<br />

aus recyceltem Material. Der Sitz ist in<br />

verschiedenen Ausführungen erhältlich.<br />

kartell.com<br />

Happy Hour<br />

Der Barhocker aus Teakholz und<br />

gedrehten Seildetails ist die neueste<br />

Ergänzung der »Giro«-Kollektion von<br />

Vincent Van Duysen.<br />

kettal.com<br />

Schwungvoll<br />

Der Armchair »Kida« ist ein<br />

Entwurf von Stephen Burks<br />

und weist eine wiegenartige,<br />

organische Form auf.<br />

dedon.de<br />

Chic in Beige<br />

Für einen hellen Farbtupfer sorgt der<br />

»Dining Chair« aus der Kollektion<br />

»Mendoza« von Gescova.<br />

spoerks.at<br />

Premiere<br />

Für seine erste Outdoor-<br />

Kollektion mit dem poppigen<br />

Namen »Groove« hat Tom Dixon<br />

ein dynamisches Design gewählt.<br />

tomdixon.net<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

97


garten-spezial / TEPPICHE<br />

DESIGNERSTÜCKE MIT<br />

BODENHAFTUNG<br />

Outdoor-Teppiche zieren mit neuen Designs<br />

Terrasse und Balkon. Frische Farben, verspielte<br />

Motive und ansprechende Muster sorgen dabei für<br />

ein heimeliges Wohngefühl. <strong>LIVING</strong> zeigt eine<br />

Auswahl der trendigsten gewebten Must-haves.<br />

2.<br />

1.<br />

3.<br />

4.<br />

1. Vielseitig Der Fußschmeichler »Porri« macht<br />

überall eine gute Figur, egal ob auf dem Balkon oder<br />

im Garten. maisonsdumonde.com 2. Schach matt<br />

Der Teppich »Mille« sorgt mit seinem Muster in Türkis,<br />

Gelb und Apricot für Frische. home24.at 3. Wasserspiele<br />

Wie ein japanisches Gemälde wirkt der Teppich<br />

»Yumi« mit seinen sanften Wellen und Koi-Karpfen.<br />

roche-bobois.com 4. Runde Sache Der Teppich »Circle«<br />

ist schlicht und elegant. Die flache Webung und Struktur<br />

versprechen ein angenehmes Gefühl beim Laufen.<br />

cane-line.de 5. Dekorativ Der Outdoor-Teppich von<br />

Beliani mit geometrischem Muster in Rosa und Weiß<br />

wurde aus recycelten Materialien gefertigt.<br />

beliani.at<br />

5.<br />

Fotos: beigestellt<br />

98 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


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Es ist das elitäre Material, das elegante Erscheinungsbild,<br />

die lange Lebensdauer und die Nachhaltigkeit.<br />

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<strong>LIVING</strong><br />

DESIGN<br />

102<br />

110<br />

118<br />

EINTAUCHEN INS KÜHLE NASS<br />

Pools und Schwimmteiche sind auch<br />

<strong>2025</strong> Trend. (S. 102)<br />

DIE KUNST DES OFFENEN WOHNENS<br />

Glasarchitektur schafft Großzügigkeit<br />

im Wohnbereich. (S. 110)<br />

IM NORDEN VIEL NEUES<br />

Design aus Skandinavien punktet mit<br />

Minimalismus und Ästhetik. (S. 114)<br />

PALAST AUF RÄDERN<br />

Mit diesen Luxus-Wohnmobilen wird<br />

der Urlaub zum Fünf-Sterne-Trip.<br />

(S. 118)<br />

Fotos: beigestellt, Edgard Schmeichel, HKAARSHOLM.DK<br />

114


design / POOLS UND SCHWIMMTEICHE<br />

Foto: Gebhard Sengmüller<br />

102 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


EINTAUCHEN<br />

INS KÜHLE<br />

NASS<br />

Wir begeben uns in die Poolsaison <strong>2025</strong> und haben uns<br />

nach aktuellen Trends und Tipps umgesehen. Expert:innen<br />

zu Edelstahl und Naturteich erklären, was zu beachten ist,<br />

welche Rahmenbedingungen aktuell gelten und welche<br />

Vorteile geboten sind. TEXT MAIK NOVOTNY<br />

Alles im Rahmen<br />

Eine Pooleinfassung aus<br />

Naturstein bietet Dauerhaftigkeit<br />

und angenehmes Barfuß-Feeling,<br />

und harmoniert visuell bestens<br />

mit dem Element Wasser.<br />

breitwieser.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

103


design / POOLS UND SCHWIMMTEICHE<br />

Alles aus einer Hand<br />

Landschaftsarchitekt:innen und<br />

Gartengestalter:innen können ein<br />

Gesamtpaket liefern, in das der Pool<br />

sich optisch und funktional ideal<br />

einfügt. gartengestaltung.ch<br />

Luxus oder Alltag? Am besten beides,<br />

so lautet die Antwort, wenn es um<br />

Pools geht. Immer noch vermeint<br />

man, beim Schwimmen im eigenen<br />

Garten den glamourösen Hauch von Kalifornien<br />

oder Südfrankreich zu verspüren, auch<br />

wenn der niederösterreichische Nachbar zwei<br />

Meter weiter mit der Baumschere über den<br />

Zaun winkt. Doch so wie das Wasser ständig<br />

in Bewegung ist, sind es auch Angebot,<br />

Nachfrage und Rahmenbedingungen bei der<br />

Anschaffung von Pools.<br />

LANGER TAUCHZUG<br />

Der Markt nahm, parallel zur gesamten<br />

Bauwirtschaft, in den letzten zwei Jahren einen<br />

etwas längeren Tauchzug, was jedoch bei den<br />

Anbieter:innen nicht zu Gänsehaut führt.<br />

Denn es gibt sowohl beruhigende Kontinuitäten<br />

als auch vielversprechende neue Entwicklungen.<br />

»Ein hoher Grad an Ausstattung und<br />

Automatisierung wird stark nachgefragt«,<br />

104 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25<br />

><br />

Clever integriert<br />

Oben Cocktails, unten Pumpe:<br />

In der Poolbar »Oyster« von<br />

Leidenfrost verbirgt sich, leicht<br />

zugänglich, die Pooltechnik.<br />

leidenfrost.at<br />

Fotos: Harald Eisenberger, beigestellt


Träumen Sie<br />

VON EINEM GARTEN, DER SIE GLÜCKLICH MACHT.<br />

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Poolumrandung mit gerader & gefaster Kante veredelt<br />

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Pflastersteinen und herausragenden Zaun- & Mauersteinen auch für<br />

Ihr Gartenprojekt. Hier sind die schönsten Ideen zu Hause:<br />

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design / POOLS UND SCHWIMMTEICHE<br />

><br />

berichtet Lukas Poinstingl, Geschäftsführer<br />

des Poolspezialisten Leidenfrost. »Ein neuerer<br />

Trend ist, dass Pools nicht nur von Mai bis<br />

September, sondern das ganze Jahr über<br />

betrieben werden. Mit moderner Technik lässt<br />

sich das Wasser ohne großen Energieaufwand<br />

frostfrei halten.« Die Vorteile sind: Man schaut<br />

nicht auf einen leeren Pool und muss das<br />

Wasser im Frühjahr nicht komplett wechseln,<br />

wenn alle anderen auch ihre Pools befüllen.<br />

»Eine tatsächliche Nutzung im Winter ist<br />

aber eher etwas für Hartgesottene oder er<br />

dient als Tauchbecken für die Sauna«, kommentiert<br />

Poinstingl.<br />

Wie man baurechtliche Bestimmungen<br />

clever in ein nützliches Designobjekt münden<br />

lassen kann, zeigt Leidenfrost mit der Poolbar<br />

»Oyster«. In dicht bebauten Gebieten sind<br />

Poolhäuser oft nicht zulässig, Möbel sind<br />

dagegen unproblematisch. »Die Poolbar<br />

entstand aus der Idee, die Pooltechnik nicht in<br />

Schächten, Garagen oder Gartenhütten<br />

unterzubringen, sondern dort, wo man sie<br />

leichter erreichen und bedienen kann. Also<br />

haben wir mit KISKA Design eine Bar, in der<br />

die Schaltzentrale der Pooltechnik integriert<br />

ist, als Kombilösung entwickelt.«<br />

Während sich die Normen sowohl für Pools<br />

als auch für Naturteiche seit rund zehn Jahren<br />

nicht geändert haben, sorgen andere Rahmenbedingungen<br />

für Bewegung. Klimawandel<br />

><br />

Minioase<br />

Auch in der kleinsten Gartenecke<br />

ist oft noch Platz für einen Pool.<br />

Hier hilft die Beratung durch<br />

kompetente Expert:innen.<br />

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Edelstahlpools wie jene von<br />

Polytherm sind robust und langlebig.<br />

Auch alte Pools lassen sich auf diesen<br />

Standard nachrüsten und sanieren.<br />

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Fotos: beigestellt<br />

106 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


leidenfrost.at<br />

ENDLICH<br />

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Der Garten als Erholungsoase.<br />

Erfrischende Momente ganz privat.<br />

Mit Ihrem Pool von Leidenfrost.


design / POOLS UND SCHWIMMTEICHE<br />

><br />

und Dauerhitze führen dazu, dass Wasserverschwendung<br />

weniger toleriert wird. Viele<br />

Gemeinden, etwa im Burgenland oder in<br />

Südkärnten, verbieten das Auffüllen von Pools<br />

im Frühjahr aus Gründen des Trinkwassermangels,<br />

in manchen steirischen Gemeinden<br />

muss man es vorher anmelden.<br />

WASSER ALS RESSOURCE<br />

»Das Thema Wasser als Ressource wird<br />

intensiv diskutiert«, sagt Lukas Poinstingl.<br />

»Hier arbeiten wir mit dem Österreichischen<br />

Verband der Schwimmbadwirtschaft (ÖVS)<br />

und der BOKU in einer Arbeitsgruppe. Die<br />

Ergebnisse sind positiv: Wassermangel gibt es<br />

in Österreich keinen, es sind aber punktuelle<br />

Engpässe möglich, daher müssen die<br />

Gemeinden, in denen es eine hohe Dichte an<br />

Pools gibt, Befüllungspläne erstellen, damit<br />

das Leitungsnetz nicht überlastet wird.«<br />

Manche Bundesländer wie Niederösterreich<br />

fördern naturnahe Gartengestaltung<br />

inklu sive Teich, allerdings gilt diese Förderung<br />

nur für NGOs und öffentliche Einrichtungen.<br />

Dennoch sind Naturpools und<br />

Schwimm teiche eine Alternative zu Edelstahl<br />

und Beton, wie Martin Mikulitsch, Obmann-<br />

Biotop ist top<br />

Die innovativen Swimmingpools<br />

und Living Pools von Biotop sorgen<br />

für ein lang anhaltendes Badevergnügen<br />

mit lebendigem<br />

Wasser frei von giftigen Zusätzen.<br />

de.bio.top<br />

Bergsee hinterm Haus<br />

Schwimmteiche müssen im<br />

Frühjahr nicht neu befüllt<br />

werden. Auf etwas Schatten<br />

sollte man bei der Platzierung<br />

am Grundstück jedoch achten.<br />

schwimmteich.co.at<br />

Stellvertreter des Verbands Österreichischer<br />

Schwimmteich- & Naturpoolbau betont: »Sie<br />

haben einen ökologischen Vorteil, denn das<br />

Wasser muss nicht getauscht werden.«<br />

Doch wo ist nun die richtige Stelle im<br />

Garten, wenn ich mich dafür entschieden<br />

habe? »Für die biologische Funktion von<br />

Naturpools ist die Wassertemperatur egal,<br />

diese können auch in der prallen Sonne<br />

liegen. Ein Schwimmteich sollte das aber nur<br />

mit entsprechender Bepflanzung«, so der<br />

Experte. Denn die Lebensgemeinschaft im<br />

Schwimmteich reagiert auf Wassertemperaturen<br />

ab etwa 28 Grad mit geringerer<br />

Leistungsfähigkeit. »Bei der Bepflanzung<br />

sollte man invasive Arten unbedingt vermeiden<br />

ebenso wie Pflanzenarten mit spitzen<br />

Trieben wie Schilf und Bambus, die<br />

gefährlich für die Abdichtung sind.« Dass<br />

Schwimmteiche erst ab einer Größe von<br />

100 Quadratmetern biologisch stabil funktionieren,<br />

sei reiner Mythos. »Richtig gebaut<br />

sind auch sehr kleine Schwimmteiche<br />

möglich.« Ob klein oder groß, ob Edelstahl,<br />

Stein oder Natur: Ein Stück frischer Luxus<br />

lässt sich immer im Alltag unterbringen.<br />

<<br />

Fotos: beigestellt<br />

108 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


BERNDORF BÄDERBAU<br />

Exklusive Edelstahlpools von Berndorf<br />

Bäderbau vereinen Design, Funktionalität und<br />

Nachhaltigkeit. Die Infinity-Überlaufrinne<br />

sorgt für ein einzigartiges Ambiente.<br />

MEHR FREUDE FÜRS LEBEN –<br />

MIT EINEM POOL VON<br />

BERNDORF BÄDERBAU<br />

Unsere Mission: Ihre Begeisterung. Wir erfüllen Ihre Wünsche mit innovativen Edelstahl-<br />

Schwimmbädern, die Exklusivität und Nachhaltigkeit vereinen. Ein hochwertiger Pool steigert<br />

nicht nur den Wert Ihrer Immobilie, sondern bringt auch ein neues Maß an Lebensqualität.<br />

FOTOS: TOM PHILIPPI<br />

Unser breites Produktspektrum<br />

bietet sowohl individuelle<br />

Lösungen als auch Einstiegsmodelle<br />

in die Welt exklusiver<br />

Schwimmbäder. Edelstahl vereint Funktionalität<br />

mit Design und eröffnet neue<br />

Dimensionen der Gestaltung. Die herausragenden<br />

Materialeigenschaften ermöglichen<br />

maßgeschneiderte Lösungen mit ästhetischem<br />

Anspruch. Unsere Becken bestechen<br />

durch edle Optik, höchste Reinheit und<br />

eine exzellente Verarbeitungsqualität. Dank<br />

des modernen Designs und flexibler<br />

Formgebung fügen sie sich harmonisch in<br />

jede Umgebung ein.<br />

Langlebigkeit ohne Wertverlust: Edelstahlpools<br />

von Berndorf Bäderbau überzeugen<br />

mit einer Lebensdauer von über 50 Jahren.<br />

Unsere europaweit bewährten Anlagen<br />

garantieren optimale Nachhaltigkeit und<br />

höchste Qualität. Edelstahl ist pflegeleicht,<br />

wartungsarm und durch seine fugenlose<br />

Oberfläche besonders hygienisch. Zudem<br />

sorgt die Frostsicherheit für problemlose<br />

Überwinterung.<br />

Wir setzen Maßstäbe in Design und<br />

Funktionalität – für anspruchsvolle<br />

Kund:innen weltweit. Lassen Sie sich<br />

inspirieren und verwirklichen Sie Ihre<br />

Poolträume mit Berndorf Bäderbau.<br />

Dieser Pool überzeugt mit geschwungener Form<br />

und flachem Strandbereich für einen sanften<br />

Wassereinstieg.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

berndorf-baederbau.com<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

109


design / GLAS UND FASSADE<br />

Fotos: Josko<br />

110 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Zauber des Linienspiegels<br />

Dieses Wohnidyll im »Bonbon«-Stil<br />

besticht durch seine gläserne Decke<br />

und jede Menge transparenter<br />

Einschnitte. josko.com<br />

DIE KUNST<br />

DES OFFENEN<br />

WOHNENS<br />

Wenn Wände aus Glas sind, verschwinden die Grenzen: Licht<br />

durchflutet den Raum, die Decke weicht der Unendlichkeit, die<br />

Natur wird zum prägenden Element. Moderne Glasarchitektur<br />

vereint Eleganz mit Sicherheit und Energieeffizienz – für ein<br />

Wohnerlebnis, das den Horizont erweitert. TEXT SUSANNA PIKHART<br />

Das Spiel von Licht und Raum wirkt<br />

wie eine Droge – zwar legal, aber<br />

unwiderstehlich. Nie wieder kleine<br />

Fenster, nie wieder massives<br />

Mauerwerk, das beengt. Der endlose Blick<br />

ins Freie berauscht und schafft eine Symbiose,<br />

die Wohlbefinden steigert und Architektur<br />

mit Leben füllt. Wo einst Wände<br />

dominierten, verbinden heute großflächige<br />

Glaselemente Innen und Außen auf magische<br />

Weise. Licht durchflutet die Räume, Grenzen<br />

verschwimmen, und die Natur wird Teil des<br />

Wohn konzepts.<br />

GLAS UND GAS<br />

Der moderne Villenbau nutzt Hightechglas,<br />

um dieses Zusammenspiel nicht nur ><br />

Es werde Licht!<br />

Design-Highlight der »Villa KG« in<br />

Wien ist neben der Dachkonstruktion<br />

die transparente Fassade mit<br />

teils gebogenen Glasscheiben.<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

111


design / GLAS UND FASSADE<br />

Transparentes Wohnglück<br />

Zwei architektonisch beeindruckende Baukörper<br />

in Form von Hufeisen – als Symbol<br />

fürs Familienglück – mit Panoramaverglasung<br />

samt elektronischer Steuerung.<br />

So sieht der realisierte Wohntraum des<br />

Architekten Heiko Wiesensee aus.<br />

arcers.de<br />

><br />

ästhetisch, sondern auch energetisch<br />

perfekt zu inszenieren. Denn dank hochentwickelter<br />

Mehrfachverglasungen mit Spezialbeschichtungen<br />

und Edelgasfüllungen<br />

gehören die Zeiten der »Luken-Architektur«<br />

der Vergangenheit an. Heute sorgen Verglasungen<br />

nach Passivhaus-Standard dafür, dass<br />

der Wärmeverlust minimiert und solare<br />

Gewinne optimal genutzt werden. »Die<br />

natürliche Wärmegewinnung durch Sonneneinstrahlung<br />

trägt dazu bei, den Heizbedarf<br />

zu reduzieren und so Energie zu sparen«,<br />

erklärt Johann Scheuringer, CEO und<br />

Mehrheitseigentümer von Josko. Zudem<br />

erweitern transparente Fassaden den Wohnraum<br />

optisch: »Großflächige Verglasungen<br />

holen maximales Tageslicht herein. Die<br />

fließenden Übergänge zwischen Innen- und<br />

Außenbereich verstärken das Gefühl von<br />

Weite und Freiheit.« Nicht zu vergessen sei<br />

dabei aber ausreichender und außenseitiger<br />

Sonnenschutz. Denn durch die großen<br />

Glasflächen besteht in den Sommermonaten<br />

die Gefahr, dass Innenräume überhitzen. »Mit<br />

»Die großflächigen,<br />

hohen Verglasungen<br />

schaffen eine nahezu<br />

unsichtbare Grenze<br />

zwischen innen und außen.«<br />

HEIKO WIESENSEE ARCERS Architects + Engineers<br />

passender Verschattung mittels auf die Fenster<br />

abgestimmter Raffstore, Rollläden oder<br />

Vertikalmarkisen bleiben die Innen räume<br />

angenehm kühl. Und das ohne energiefressende<br />

Klimaanlagen.« Bei hochwertigen<br />

Verglasungen kommt auch eine effektive<br />

Schalldämmung hinzu, die störende Geräusche<br />

aus der Umgebung fernhält. Und: der<br />

Aspekt Sicherheit. Gehärtete und bruchfeste<br />

Sicherheitsgläser, ja sogar beschusssichere<br />

Ausführungen halten potenzielle Einbrecher<br />

fern und somit auch die Angst vor unerwünschtem<br />

Besuch wortwörtlich im Rahmen.<br />

HIGHTECH, WAS SONST?<br />

Es sind vor allem Dreifachverglasungen mit<br />

Low-E-Beschichtungen, die Energieverluste<br />

erheblich reduzieren und für ein angenehmes<br />

Raumklima sorgen. Sonnenschutzglas mit<br />

speziellen Oberflächen verhindert eine<br />

Überhitzung der Räume, ohne die Lichtdurchlässigkeit<br />

unnötig zu verringern.<br />

Besonders innovativ ist schaltbares Glas, das<br />

Fotos: Edgard Schmeichel, Christoph Hasibeder, BDF/HUF HAUS, beigestellt<br />

112 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Zuhause mit Berg und Sonne<br />

Statt Chalet wollte eine Familie in<br />

Kitzbühel »ein zeitloses, offenes und<br />

helles Wohnkonzept, das die Natur<br />

ins Haus holt«. Aufgabe erfüllt.<br />

swissfineline.com<br />

seine Transparenz auf Knopfdruck verändern<br />

kann und so eine flexible Licht regulierung<br />

ermöglicht. Photovoltaik-Glas geht noch<br />

einen Schritt weiter und erzeugt sogar Strom,<br />

wodurch es aktiv zur nachhaltigen Energieversorgung<br />

des Hauses beiträgt.<br />

Die Realisierung riesiger Glasflächen stellt<br />

allerdings hohe Anforderungen an die<br />

Bauweise, Konstruktion und Statik. Tragende<br />

Glasfassaden oder rahmenlose Schiebefenster<br />

benötigen hochfeste Verbundgläser, die auch<br />

bei extremen Belastungen Stabilität bieten.<br />

Zugleich sorgen fast unsichtbare Rahmenprofile<br />

aus Aluminium oder Stahl, die<br />

vollständig in Boden, Decke und Wände<br />

integriert werden, für beeindruckende<br />

Panoramaverglasungen. Sky-Frame und<br />

Swissfineline haben hier profunde Expertise.<br />

Die beiden Schweizer Unternehmen gehören<br />

neben Josko zu den gefragtesten Herstellern<br />

von großformatigen Glasflächen (Fixelemente,<br />

Fenster und Schiebetüren). »Swissfineline<br />

vereint für mich technologische Innovation<br />

mit architektonischer Eleganz«, sagt Architekt<br />

Heiko Wiesensee, der sich diese moderne<br />

Errungenschaft der Bauwelt bei seinem<br />

privaten Haus zunutze machte. Für den<br />

Bauherrn und Fachmann ist die transparente<br />

Ästhetik maßgeblich: »Ich wollte ein Haus,<br />

das großzügig lichtdurchflutet, modern und<br />

zeitlos für die nächsten Jahrzehnte ist.« Sein<br />

Highlight ist der verglaste Poolbereich, der<br />

von riesigen Schiebefenstern mit 4,8 Metern<br />

Höhe umrahmt wird. »Viele Hersteller sind<br />

bei der Planung am Gewicht der großen<br />

Glasflächen gescheitert.« Doch wer sucht,<br />

der findet. Für den Architekten wurde der<br />

Traum von grenzenloser Transparenz<br />

schließlich doch noch wahr. <<br />

Fachwerkshaus<br />

Das Fertigteilbauwerk »ART Sonder«<br />

mit dem für ein Fachwerkshaus<br />

typischen sichtbaren Holzskelett<br />

setzt auf glasklare Transparenz.<br />

huf-haus.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

113


design / SKANDINAVISCHES DESIGN<br />

Gesprächsbasis<br />

Die dänische Designerin Rikke Frost hat sich<br />

so ihre Gedanken über unsere Gesprächskultur,<br />

die ja unter digitalen Devices leidet, gemacht.<br />

Ihre Lösung: das assymetrische Sofa<br />

»Sideways« für Carl Hansen & Son, das zum<br />

Chatten wie Chillen einlädt. rikkefrost.dk<br />

Fotos: beigestellt<br />

114 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Skandinavisches Design bringt Funktion und Schönheit in Einklang – und ist<br />

dabei mehr Design-Philosophie denn Trend. Doch wo liegen die Ursprünge<br />

von Scandi-Chic, was macht ihn so einzigartig, und warum fasziniert er<br />

seit Generationen? Annäherung an eine Erfolgsgeschichte, die nicht nur<br />

aus klaren Linien und minimalen Formen besteht. TEXT MANFRED GRAM<br />

Es gibt nur wenige Designstile, die sich<br />

so tief ins kollektive Bewusstsein<br />

eingeprägt haben wie das skandinavische<br />

Design. Kein Hochglanzmagazin<br />

und schon gar kein Social-Media-Feed kommt<br />

heute mehr ohne skandinavische Wohnlandschaften<br />

aus. Und während sich Trends im<br />

Minutentakt ändern, bleibt skandinavisches<br />

Design dabei irgendwie beständig. Vielleicht<br />

weil man es mit einer Symbiose aus eleganter<br />

Zurückhaltung, funktionaler Klarheit und<br />

durchdachter Ästhetik zu tun hat. Vielleicht<br />

weil das alles auf äußerst soliden Beinen steht.<br />

So oder so, dass Scandi-Chic die Welt erobert<br />

hat, ist alles andere denn eine Überraschung.<br />

BACK TO THE ROOTS<br />

Der weltweite Erfolg kam dabei nicht über<br />

Nacht, sondern ist das Ergebnis einer langen<br />

Entwicklung, deren Wurzeln zurück ins späte<br />

19. Jahrhundert reichen. Damals befand sich<br />

Europa in einem gestalterischen Umbruch.<br />

Während der Modernismus als Antwort auf die<br />

industrielle Revolution entstand, rief William<br />

Morris in Großbritannien die »Arts and<br />

Crafts«-Bewegung ins Leben. Sie stellte im<br />

Gegensatz zum maschinellen Massenprodukt<br />

das traditionelle Handwerk in den Mittelpunkt<br />

und legte damit auch den Grundstein für den<br />

skandinavischen Stil.<br />

Skandinavische Handwerker:innen griffen<br />

nämlich diesen Ansatz auf, entwickelten ihn<br />

aber in eine alltagstauglichere Richtung weiter.<br />

Im Gegensatz zum oft ornamentalen Jugendstil,<br />

der der wohlhabenden Oberschicht vorbehalten<br />

war, sollte nordisches Design<br />

funktional, erschwinglich und für jedermann<br />

zugänglich sein. Diese Philosophie setzte<br />

sich im 20. Jahrhundert fort und mündete<br />

schließlich in einer eigenständigen Designbewegung,<br />

die weltweit Anerkennung fand.<br />

Soweit der Schnelldurchlauf.<br />

DESIGN FÜR ALLE<br />

Die Grundprinzipien des skandinavischen<br />

Designs wurden dann maßgeblich von<br />

kreativen Köpfen wie Arne Jacobsen (Architektur<br />

und Möbel), Alvar Aalto (Textilien und<br />

Möbel), Børge Mogensen (Möbel), Hans J.<br />

Wegner (Möbel) und Poul Henningsen<br />

Japandi<br />

Skandinavisches und japanisches<br />

Design sind eng verwandt. Die schwedische<br />

Design-Legende Monica Förster<br />

kreierte fürs japanische<br />

Label Ariake den minimalistischen<br />

Schminktisch »Hinode«.<br />

monicaforster.se<br />

><br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

115


design / SKANDINAVISCHES DESIGN<br />

»Design ist kein Selbstzweck.<br />

Es muss eine Bedeutung<br />

haben, eine Aufgabe erfüllen<br />

und Menschen im<br />

Alltag begleiten.«<br />

CECILIE MANZ Star-Designerin<br />

Kunterbunt.<br />

Wenn Gustaf Westman ans<br />

Gestalten geht, werden die<br />

Grenzen skandinavischer<br />

Designtradition ausgelotet.<br />

Auf jeder Linie überbordend<br />

ist der Wasserkrug »Chunky Jug«.<br />

gustafwestman.com<br />

><br />

Sitzt perfekt<br />

Cecilie Manz ist der Superstar unter den<br />

zeitgenössischen Designer:innen aus dem<br />

hohen Norden. Ihre Arbeiten zeichnen sich<br />

durch eine subtile Eleganz und starke<br />

gestalterische Identität aus – wie der Stuhl<br />

»Ancelle« für Hermès eben. ceciliemanz.com<br />

(Lampen, Architektur) geprägt. Nebst<br />

Funktionalität und Schlichtheit war dabei die<br />

enge Verbindung zur Natur ein weiteres<br />

Schlüssel element. Die Gestaltung spiegelte nicht<br />

nur eine ästhetische Haltung wider, sondern<br />

auch einen nachhaltigen Lebensstil. Materialien<br />

wie Holz, Wolle und Leder wurden bevorzugt,<br />

weil sie robust, zeitlos und lokal verfügbar waren.<br />

Bis heute gelten diese Prinzipien. Skandinavisches<br />

Design steht weitgehend für klare Linien,<br />

natürliche Materialien und eine reduzierte<br />

Farbpalette. Helle Hölzer wie Birke und Kiefer,<br />

Wollstoffe und Keramik dominieren die Gestaltung.<br />

Die Farbgebung bleibt meist neutral mit<br />

Weiß, Grau und Pastelltönen, um Licht zu<br />

reflektieren und Räume größer und freundlicher<br />

wirken zu lassen. Funktionalität ist dabei das<br />

oberste Gebot: Schönheit ergibt sich aus der<br />

Nützlichkeit.<br />

EVOLUTIONSGESCHICHTE.<br />

Dabei hat sich skandinavisches Design natür -<br />

lich auch weiterentwickelt. Sicher, die Grund-<br />

Fotos: Casper Sejersen, Maxime Tetard, HKAARSHOLM.DK, When Objects Work Erik Five Gunnerud Inger Marie Grini, 2021 Studio Mattias Stenberg, beigestellt<br />

116 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Eleganz<br />

Norwegisches Design geht immer<br />

ein bisschen unter. Schade, denn das<br />

Land hat Könner wie Torbjørn Anderssen<br />

und Espen Voll am Start, die verlässlich<br />

Top-Design wie den Stuhl »Meantime«<br />

liefern. andtradition.com<br />

prinzipien von Minimalismus und<br />

Funktionalität sind unverrückbar, aber junge<br />

Designer:innen experimentieren mit Formen,<br />

Farben und Materialien. So entstehen Werke,<br />

die die Grenzen der Tradition herausfordern.<br />

Ein Beispiel ist Gustaf Westman aus<br />

Schweden, der mit seinen verspielten, bunten<br />

Entwürfen klassische Designnormen<br />

hinterfragt. Seine »Curvy Mirror«-Serie oder<br />

seine farbenfrohen Möbel sind klare Statements<br />

gegen den klassischen Minimalismus.<br />

Und doch bleibt sein Design tief in der<br />

skandinavischen Tradition verwurzelt: Die<br />

handwerkliche Qualität, die durchdachte<br />

Funktionalität und die Nähe zu natürlichen<br />

Materialien bleiben erhalten. Er steht für eine<br />

neue Generation von Designer:innen, die<br />

skandinavische Prinzipien mit mutigen,<br />

zeitgenössischen Akzenten vereinen.<br />

Heute ist skandinavisches Design ein<br />

Synonym für zeitlose Schönheit, Nachhaltigkeit<br />

und durchdachte Einfachheit. Es vereint<br />

Tradition und Moderne und entwickelt sich<br />

dennoch weiter. Dabei ist die Ästhetik längst<br />

Glasklar<br />

Kristine Five Melvær aus Norwegen<br />

hat für das belgische Label When<br />

Objects Work mit der »Soft Vase«-<br />

Serie einen Klassiker geschaffen,<br />

der immer wieder in Boutique-<br />

Hotels auf der ganzen Welt auftaucht.<br />

kristinefivemelvaer.com<br />

Pflastersteinchen<br />

Materias organische wie asymmetrische<br />

Hocker-Serie »Cobble« von Mattias Stenberg<br />

zitiert in der Formensprache Kopfsteinpflaster<br />

und ist auch ohne integriertes Tischchen<br />

zu haben. mattiasstenberg.com<br />

nicht mehr auf Möbel beschränkt: Mode,<br />

Technologie und Architektur werden<br />

zunehmend von der skandinavischen<br />

Formsprache beeinflusst.<br />

Die Prinzipien des Stils – Funktionalität,<br />

Naturverbundenheit und Reduktion – sind<br />

allerdings universell anwendbar und<br />

sprechen ein globales Publikum an. Vielleicht<br />

auch, weil am Ende immer irgendwie<br />

der Mensch im Mittelpunkt steht, oder wie<br />

es der finnische Architekt und Designer<br />

Alvar Aalto einst ausdrückte: »Nichts ist<br />

eine Kunst, wenn es nicht das Leben<br />

verbessert.« <<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

117


design / WOHNMOBILE<br />

Fotos: Marchi-Group<br />

118 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


PALAST AUF<br />

RÄDERN<br />

Lange galt Urlaub ihm Wohnmobil als spießig. Spätestens durch die<br />

Pandemie hat #vanlife neuen Auftrieb bekommen. Die neuen<br />

Luxusmodelle haben sich von Yacht-Design inspirieren lassen, sind<br />

technisch bestens ausgerüstet und individuell gestaltbar. TEXT KARIN CERNY<br />

Bereits der deutsche Dichterfürst<br />

Johann Wolfgang von Goethe war<br />

begeisterter Camper: Für seine<br />

Italienreisen ließ er eine Kutsche mit<br />

Bett und Leselampe ausbauen. Einen hölzernen<br />

Sekretär hatte er auch in seinem von<br />

Pferden gezogenen Wohnmobil, falls er sich<br />

Notizen machen wollte. Und einen kleinen<br />

Ofen, wenn es in den Alpen kalt werden sollte.<br />

So sah Vanlife-Luxus in der Romantik aus.<br />

Goethe würde seinen Augen nicht trauen,<br />

wenn er den »eleMMent Palazzo Superior«<br />

sehen könnte. Selbst für heutige Zeitge noss:innen<br />

wirkt dieser Palast auf Rädern von Marchi<br />

Mobile wie ein Ufo. Die futuristische Fahrer:innenkabine<br />

erinnert an ein Flugzeugcockpit. Im<br />

großzügigen Innenraum hat ein vier Meter<br />

langes Sofa Platz, die offene Küche spielt alle<br />

Stücke, sogar eine Eiswürfelmaschine gehört<br />

zur Serienausstattung. Die geschwungenen<br />

Wohnräume erinnern ebenso wie die Fenster<br />

an Yachten. Im Spa-Raum darf eine Erlebnis-<br />

Regendusche nicht fehlen. Und das Beste:<br />

Ähnlich der Flybridge auf Schiffen gelangt<br />

man über ein Liftsystem in die Sky-Lounge, ein<br />

ausfahrbares Sonnendeck, das ideal ist, um ><br />

Yacht für die Straße<br />

Der »eleMMent Palazzo Superior«<br />

ist das luxuriöseste Wohnmobil<br />

der Welt, inklusive Regendusche<br />

im Spa-Bereich und<br />

ausfahrbarem Sonnendeck.<br />

marchi-mobile.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

119


design / WOHNMOBILE<br />

Lounge-Feeling<br />

Der deutsche Anbieter VARIOmobil<br />

arbeitet mit Tischlereifirmen<br />

zusammen, die individuell auf<br />

Interior-Design-Wünsche eingehen.<br />

vario-mobil.com<br />

><br />

stilvoll Champagner unter Sternen zu<br />

schlürfen. Keine Frage, der »eleMMent<br />

Palazzo Superior« lässt keine Wünsche offen.<br />

Stolze 2,5 Millionen Euro kostet das Luxuswohnmobil<br />

in seiner Basisausstattung.<br />

Das erste offizielle Wohnmobil der Welt<br />

aus dem Jahr 1931 verdanken wir einer Frau.<br />

Die Malerin Fridel Dethleffs-Edelmann aus<br />

dem Allgäu wünschte sich von ihrem Mann<br />

einen Wagen, um ihn auf seinen Geschäftsreisen<br />

begleiten zu können. Ihr sogenanntes<br />

»Wohnauto« hatte drei Schlafplätze und<br />

diente ihr auch als fahrendes Atelier (inklusive<br />

Waschmaschine). Das praktische und<br />

familienfreundliche Gefährt ging modifiziert<br />

in Serie. Mittlerweile hat sich viel verändert,<br />

vor allem, was die technischen Möglichkeiten<br />

betrifft: Wohnmobile werden zu Yachten der<br />

Mobile Möglichkeiten<br />

Ob ein Kleinwagen oder ein<br />

Oldtimer, in Luxuswohnmobilen<br />

ist auch Platz für das jeweilige<br />

Auto samt einer E-Ladestation.<br />

volkner-mobil.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

120 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Expeditions-Highlight<br />

Der »EarthRoamer LTx« ist so<br />

robust wie ein Armeefahrzeug –<br />

und ideal für Offroad-Abenteuer<br />

auf der ganzen Welt.<br />

earthroamer.com<br />

Straßen. Ausfahrbare Wohnraumerker<br />

erweitern die Nutzungsfläche. Die Modelle<br />

des deutschen Anbieters VARIOmobil haben<br />

vier dieser mobilen Erker, die den Innenraum<br />

um bis zu 50 Zentimeter erweitern können.<br />

Gleichzeitig ist genügend Platz, um sogar<br />

einen Oldtimer zu verstauen, den man für<br />

Ausflüge nutzen kann. Eine integrierte<br />

E-Ladestation versorgt die E-Bikes, falls man<br />

sportlich unterwegs sein möchte. »100 Prozent<br />

Custom-made« lautet das Motto von<br />

VARIOmobil. Man arbeitet mit Tischlereifirmen<br />

zusammen, die individuell auf<br />

Designwünsche eingehen, damit man nichts<br />

von der Stange kaufen muss. Luxus bedeutet<br />

schließlich für jede:n etwas anderes: Die<br />

»Performance S«-Klasse von Volkner Mobil<br />

etwa verfügt über eine High-End-Soundanlage<br />

von Burmester, die allein 300.000 Euro<br />

des Kaufpreises ausmacht. Gleichzeitig hat<br />

Volkner Mobil erkannt, dass nichts über ein<br />

klassisches Camping-Feeling im Freien geht.<br />

Deshalb lässt sich ein ausfahrbares Vordach<br />

mit Grill einbauen.<br />

OFFROAD-ABENTEUER<br />

Bei manchen dieser Luxuswohnträume<br />

kommt der Abenteuerfaktor fast ein wenig<br />

zu kurz. Schließlich möchte man auch an<br />

entlegene Ecken kommen. Der US-Hersteller<br />

EarthRoamer hat dafür genau das Richtige:<br />

ein expeditionsfähiges Allradwohnmobil,<br />

das mit einer Solaranlage selbst Strom<br />

erzeugt. Die robuste Carbon-Karosserie sitzt<br />

auf einem »Chevrolet 6500 4WD«-Fahrgestell,<br />

das an Armeefahrzeuge erinnert. Der<br />

Innenraum setzt auf Holz und Edelstahl,<br />

zwei Fernseher, Waschmaschine und<br />

Klimaanlage sind vorhanden. Weil sich bei<br />

Expeditionen alles um das Outdoor-Feeling<br />

dreht, lässt sich im »EarthRoamer LTx«<br />

durch ein Dachfenster im Schlafbereich der<br />

Sternenhimmel beobachten. Es gibt auch<br />

eine ausziehbare Außenküche mit Markise.<br />

Der »EarthRoamer SX« bringt das »Easy<br />

Rider«-Feeling zurück: Man kocht mit Blick<br />

aufs Meer, ist Wind und Wetter aber nicht<br />

so direkt ausgesetzt wie im Zelt. Man schläft,<br />

wo man gerade Lust hat – und sich eine<br />

gute Aussicht bietet. Das fahrende Luxusexpeditionsmodell<br />

verbindet Komfort<br />

und Abenteuer. Man fühlt sich frei wie ein<br />

Hippie, ist aber dank WLAN fast überall<br />

auch immer mit der Welt verbunden.<br />

#vanlife ist Aussteigen, aber mit Sicherheitsnetz.<br />

Eben Luxus, der zeitgemäß ist. <<br />

Luxuriöse Basics<br />

Der »EarthRoamer LTx« setzt auf<br />

Holz, Edelstahl und ein Dachfenster<br />

im Schlafbereich, um nachts den<br />

Sternenhimmel zu beobachten.<br />

earthroamer.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

121


design / NACHGEFRAGT<br />

Konventionen brechen, Kulturen verbinden,<br />

Kreativität neu denken. Die Design-Nomadin<br />

Paola Navone schließt seit über vier Jahrzehnten<br />

mühelos West und Ost kurz. Ein kleiner Einblick<br />

in ihr unverwechselbares Werk.<br />

TEXT MANFRED GRAM<br />

n diesem Jahr feiert die Designerin<br />

Paola Navone einen halbrunden<br />

Geburtstag. Sie wird 75. Hat man es, so<br />

wie die Italienerin, die in Turin geboren<br />

wurde und dort auch Architektur studiert hat,<br />

geschafft, zu einer internationalen Design-Ikone<br />

zu werden, wird man ab diesem Alter als Grande<br />

Dame bezeichnet. Da schwingt zwar immer eine<br />

kleine despektierliche Note mit, aber im stillen<br />

Einverständnis geht eine Grande Dame über<br />

derartiges hinweg. Im Gegenzug müssen dafür<br />

die ganz großen Meilensteine einer Karriere<br />

aufgezählt werden. Bei Paola Navone zum<br />

Beispiel, dass sie bereits in den 1970er-Jahren<br />

zur legendären Designgruppe Studio Alchimia<br />

gehörte und später dann auch hautnah bei der<br />

Memphis-Bewegung dabei war. Navone zählte<br />

also zur italienischen und internationalen<br />

Design-Avantgarde und arbeitete u. a. mit<br />

Alessandro Mendini, Ettore Sottsass und Andrea<br />

Branzi zusammen. Das brachte ihr bereits 1983<br />

den International Design Award ein, der ihr im<br />

japanischen Osaka verliehen wurde.<br />

belgische Label Serax. Aber auch Kritiker:innen<br />

lieben den verträumten, eklektischen Stil der<br />

kreativen Kosmopolitin. Navone selbst<br />

beschreibt sich dabei als eine Sammlerin von<br />

Eindrücken, Farben und Materialien. »Ich fühle<br />

mich als Nomadin. Meine unstillbare Neugier<br />

nach Menschen, Kulturen und Orten ist die<br />

Triebkraft meiner Kreativität. Das treibt mich<br />

dazu an, immer Neues auszuprobieren.«<br />

So ist im Laufe der Jahre eine beeindruckende<br />

Bandbreite an Output zustande gekommen,<br />

Kante zeigen<br />

Von der Kommode »Gadames« mit<br />

ihren verspiegelten Schubladen<br />

wurden nur wenige Stücke gefertigt.<br />

Zuletzt ging ein Exemplar um<br />

6.000 Euro weg.<br />

KREATIVE KOSMOPOLITIN<br />

Überhaupt sind Asien und Navone ein perfektes<br />

Match. Als Kosmopolitin pendelte sie zwischen<br />

den Kontinenten. Sie lebte lange (aber nicht nur)<br />

in Hongkong, tauchte in die Kulturen von<br />

Thailand, Indien und China ein. Mühelos schafft<br />

es Navone (fern)östliche und westliche Designreferenzen<br />

und Ideen zu verbinden. Das schätzen<br />

ihre Kund:innen, zu denen Topunternehmen<br />

wie Gervasoni, Driade und Baxter ebenso zählen<br />

wie der Leuchtenhersteller Lodes oder das<br />

Komfortabel<br />

Die legendäre<br />

Lounge-Chair-Serie<br />

»Otto« für Gervasoni<br />

kombiniert Walnussholz<br />

mit einer aus<br />

natürlichem Rohleder<br />

geflochtenen<br />

Rückenlehne<br />

und asiatischer<br />

Formensprache.<br />

Fotos: beigestellt<br />

122 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Frischer Fang<br />

Navone liebt das Meer<br />

und Fische. In einer<br />

Karaffen- und Glas serie<br />

für Serax würdigt sie<br />

diese Liebe. serax.com<br />

Zottelmonster<br />

»Nepal« nennt sich dieser<br />

Stuhl. Dort kann es mitunter<br />

auch sehr frostig werden.<br />

Grund genug für Navone, dem<br />

Sessel ein Fell überzuziehen.<br />

baxter.it<br />

Versinken<br />

Der Lounge Chair »Nuvola«<br />

überzeugt mit großzügigem<br />

Volumen und maximalem<br />

Komfort. gervasoni1882.com<br />

Nicht auf Linie<br />

Navone beherrscht auch das<br />

Spiel mit der Asymmetrie.<br />

Der Spiegel »Sweet 97 98«<br />

beweist es. architonic.com<br />

die von Möbeln und Wohnaccessoires über<br />

Inneneinrichtungen bis hin zu groß angelegten<br />

Architekturprojekten reicht. Leder, Metall und<br />

Holz finden dabei nicht selten zu beinahe schon<br />

skulpturalen Objekten zusammen. Und nicht<br />

minder selten reichen sich in Navones Entwürfen<br />

mediterrane Leichtigkeit und asiatische<br />

Sinnlichkeit die Hände. »Die Arbeit des Designers«,<br />

so sagte sie einmal, »besteht darin, aus<br />

dem, was uns umgibt, die Elemente auszuwählen,<br />

die miteinander in einen Dialog gebracht<br />

werden sollen.«<br />

HALTUNGSNOTEN<br />

Heute führt Paola Navone diese Dialoge in dem<br />

von ihr gegründeten Studio OTTO in Mailand.<br />

Das multidisziplinäre Designbüro hat sich auf<br />

Innenarchitektur, Produktdesign, Styling und<br />

kreative Beratung spezialisiert. Gemeinsam mit<br />

ihrem Team, zu dem Cristina Pettenuzzo,<br />

Domenico Diego und Gian Paolo Venier<br />

gehören, entwickelt Navone nun Konzepte, die<br />

zwischen Tradition und Moderne oszillieren.<br />

Das können luxuriöse Hotel-Interiors ebenso<br />

sein wie Möbelkollektionen oder einzigartige<br />

handgefertigte Stücke für renommierte Marken.<br />

Wichtig ist dabei vor allem der Treueschwur auf<br />

die eigene humanistische Designphilosophie:<br />

»Design muss sich der Frage der Nachhaltigkeit<br />

und des gesellschaftlichen Wohlbefindens<br />

stellen. Heutzutage ist es wichtig für uns, dass<br />

wir uns in den Räumen, in denen wir leben,<br />

wohlfühlen. Es muss Spaß machen, gemeinsame<br />

Räume auf unkomplizierte Weise zu teilen,<br />

sodass jeder Mensch seinen Platz darin findet.«<br />

Gutes Design hat also immer auch mit<br />

Haltung zu tun. Die Grande Dame Paola<br />

Navone erinnert uns mit ihrer Arbeit daran.<br />

West-östlicher Diwan<br />

Navone weiß, wie gemütlich geht,<br />

und tritt mit de Sofa »Marrakech«,<br />

das auf einem massiven, handgesägten<br />

Rahmen aus Eichenholz steht,<br />

den Beweis an. madeinlando.it<br />

Elegant abhängen<br />

Die Hängeleuchte »Oblò«<br />

ist verspielt, dekorativ<br />

und zitiert sanft die<br />

maritime Welt der<br />

Nautik. Ein Rettungs anker<br />

für gutes Design via<br />

lodes.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

123


design / HOTSPOT<br />

HOTEL CONFIDENTIAL<br />

Mit dem mediterranen Boutiquehotel »The Isolano, Cres« eröffnet<br />

die luxuriöse Autograph Collection Mitte März nun ihr erstes<br />

Domizil in Kroatien. Seine direkte Lage an der Küste der Insel Cres,<br />

und inmitten eines Pinienhains, verwandeln das Hoteljuwel in<br />

einen stilvollen Rückzugsort der Extraklasse. TEXT ANJA KLEINSCHUSTER<br />

Sundowner<br />

In der »Creski Beach Bar« lässt man den Tag<br />

bei leckeren Cocktailkreationen in lockerer<br />

Atmosphäre herrlich ausklingen. Selbstverständlich<br />

mit Blick aufs Meer und den<br />

Sonnenuntergang.<br />

Durchdachtes Design<br />

Bei der Gestaltung des »The<br />

Isolano, Cres« ließ sich Innenarchitektin<br />

Kristina Zanic von<br />

der kroatischen Küste inspirieren.<br />

Lokaler Stein der Insel Brač sowie<br />

ein gekonnter Mix aus Erd- und<br />

Marinetönen spiegeln die<br />

Umgebung wunderbar wider.<br />

Gaumenfreuden<br />

Zwei Restaurants,<br />

darunter das »Moise«,<br />

sorgen im »The Isolano«<br />

für höchste Genüsse.<br />

Küchenchef Aleksandar<br />

Kerekes hat schon in<br />

den sterneprämierten<br />

Restaurants von Martín<br />

Berasategui gearbeitet.<br />

Wohltat für die Seele<br />

Im Spa werden lokale<br />

Zutaten und heimische<br />

Pflanzenarten für<br />

wohltuende Peelings<br />

und Körperbehandlungen<br />

verwendet.<br />

Unendliche Weiten<br />

Jedes der komfortabel eingerichteten Zimmer<br />

besitzt einen privaten Balkon. Ausgewählte Unterkünfte<br />

wie die Suite »Isolano« begeistern mit einem<br />

atemberaubenden Panoramablick aufs Meer.<br />

Exklusiv<br />

Die fünf »Infinity«-Zimmer bieten<br />

ein ganz besonderes Highlight: Von<br />

ihnen gelangt man auf direktem Weg<br />

zu einem der beiden Außenpools.<br />

Workout-Station<br />

Zusätzlich zum luxuriösen Wellnessbereich<br />

gibt es zwei beheizte Außenpools<br />

und ein modernes, bestens ausgestattetes<br />

Gym zum Auspowern.<br />

»The Isolano, Cres«<br />

Ul. Lungo mare Svetog Mikule 17<br />

51557, Cres, Kroatien<br />

marriott.com<br />

Fotos: The Isolano Cres<br />

124 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Introducing Marantz Horizon<br />

Der Marantz Horizon wurde von den Marantz Ingenieuren und unserem Soundmaster entwickelt und<br />

basiert auf 70 Jahren branchenführender Spitzenleistung. Er ist auf leidenschaftliche Musikliebhaber zugeschnitten,<br />

die herausragenden Klang und zeitlose Eleganz gleichermaßen schätzen.<br />

marantz.com


design / INTERIOR-KULT<br />

KULT STÜCK<br />

Sonniges Gemüt<br />

Äußerst dekorativ: die<br />

»Metal Wall Relief Sun«<br />

aus robustem Messing<br />

von Alexander Girard.<br />

vitra.com<br />

LET THE SUNSHINE IN<br />

Ein wenig Sonnenschein bringt die<br />

»Metal Wall Relief Sun« auch an<br />

trüben Tagen in die eigenen vier<br />

Wände. Der amerikanische Designer<br />

Alexander Girard entwarf die Messingscheibe<br />

mit dem freundlich lächelnden Gesicht im<br />

Jahr 1966 für das »Compound Restaurant« in<br />

Santa Fe, sie zierte aber auch sein eigenes<br />

Heim. Neben der Sonne zählen u. a. auch das<br />

»Little Heart« und die »Magic Snake« zur<br />

Reihe der von Girard designten Wanddekorelemente.<br />

Sein eigentliches Spezialgebiet war<br />

jedoch das Textildesign. Für die Herman<br />

Miller Company entwarf Girard mehr als<br />

300 Stoffe, aber auch Möbel, Tapeten und<br />

Objekte. Dabei bediente sich Girard oftmals<br />

abstrakter, geometrischer Formen, die er in<br />

vielen Farbkonstellationen gestaltete, gewürzt<br />

mit einem Hauch Ironie. Heute werden viele<br />

seiner Kreationen von Vitra produziert.<br />

ALEXANDER GIRARD (1907–1993)<br />

Alexander Girard, geboren 1907 in New York City,<br />

zählt zu den prägenden Figuren des US-Designs<br />

der Nachkriegszeit. Der Fokus seines Schaffens<br />

lag auf dem Textildesign, daneben war er auch<br />

als Möbel-, Grafik-, Ausstellungs- und Interior-<br />

Designer tätig. Bezeichnend für Girards Wirken<br />

war stets die spielerische Komponente, die er<br />

seinen Werken verlieh.<br />

Fotos: beigestellt<br />

126 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


WWW.RETAIL-GROUP.AT<br />

UNSERE STORES:<br />

1030 WIEN MITTE - THE MALL | 1070 MARIAHILFER STRASSE 60 | 2334 WESTFIELD SHOPPING CITY SÜD


<strong>LIVING</strong><br />

GENUSS & DEKOR<br />

142<br />

130<br />

136<br />

OUTDOORKÜCHEN AUF DER<br />

SONNENSEITE<br />

Cooking-Stations in die Gestaltung des<br />

Außenbereichs mit einzubinden ist <strong>2025</strong><br />

fixer Bestandteil des Outdoor-Living.<br />

(S. 130)<br />

KOCHERLEBNIS MIT FEINSCHLIFF<br />

Im <strong>LIVING</strong>-Talk mit Kristina Breitwieser<br />

über das Must-have Outdoorküchen.<br />

(S. 136)<br />

GARTEN AM TELLER<br />

Handwerkskunst mit Tradition: zu Gast im<br />

Laboratorio Paravicini in Italien. (S. 142)<br />

AUSWÄRTS ESSEN<br />

Unternehmer Martin Wetscher verrät<br />

<strong>LIVING</strong> seine liebsten Kulinarik-Hotspots.<br />

(S. 146)<br />

Fotos: beigestellt, Martin Wacht, Felix Hohagen Photography<br />

146


genuss & dekor / OUTDOOR-LIFESTYLE<br />

OUTDOORKÜCHEN<br />

AUF DER<br />

SONNENSEITE<br />

<strong>2025</strong> steht die Außenküche erneut im Fokus des Outdoor-<br />

Living: Die aktuellen Modelle sind nicht nur widerstandsfähiger,<br />

sondern auch wohnlicher denn je. Ebenso einladend gestaltet<br />

sich die Einbettung des Kochbereichs in die Gartenlandschaft<br />

und damit feiern auch die vielseitigen Sonnensegel Hochsaison.<br />

TEXT CHRISTINA HORN<br />

Foto: Martin Wacht<br />

130 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Größenordnung<br />

In den warmen Jahreszeiten spielen<br />

sich das Leben und der Genuss im Freien<br />

ab – großflächige Sonnensegel schirmen<br />

den Ess- und den Kochbereich dabei effektiv<br />

von der Sonne ab. sunsquare.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

131


genuss & dekor / OUTDOOR-LIFESTYLE<br />

Höhepunkte<br />

Moderne Outdoorküchen<br />

wie die »K6« von Boffi ermöglichen<br />

die Nutzung von jeder Seite – und<br />

fügen sich perfekt in die wohnlichen<br />

Außenbereiche. boffi.com<br />

Im Jahr <strong>2025</strong> werden Leben und Kochen im<br />

Grünen wichtiger als je zuvor. Dabei machen<br />

sich klare Trends bemerkbar: So wird die<br />

Umgebung, etwa in Form einzelner Bäume,<br />

stärker in den Ess- und Kochbereich eingebunden,<br />

während Feuerstellen eine ganzjährige<br />

Nutzbarkeit des Outdoorbereichs ermöglichen.<br />

Zudem finden immer mehr Geräte, ob Pizzaofen<br />

oder Weinkühlschrank, ihren Weg in die<br />

Außenküche – und auch der Schutz vor Sonne,<br />

Wind und Wetter in Form von großflächigen<br />

Sonnensegel gewinnt zunehmend an Bedeutung.<br />

VON FORM, FARBE UND FEUER<br />

Die steigende Nachfrage nach Außenküchen hat<br />

<strong>2025</strong> zu einer wahren Vielfalt an widerstandsfähigen<br />

sowie wohnlichen Modellen geführt, die<br />

aus Aluminium und Edelstahl oder elegantem<br />

Quarzit gefertigt werden. Verschiedene Größen<br />

und Konfigurationen optimieren darüber<br />

hinaus die individuelle Einbindung in den<br />

Garten, wie modulare Systeme, etwa »LAND«<br />

von Poliform, veranschaulichen. Farblich greifen<br />

die Outdoorküchen jene Nuancen auf, die<br />

derzeit auch bei den Modellen im Indoorbereich<br />

populär sind. Unaufgeregte Farben wie Beige,<br />

Grau und Olivgrün dominieren den Markt. ><br />

Flexibles Kochen<br />

»LAND« von Poliform besitzt<br />

mobile Kücheninseln, die je nach<br />

Lust und Laune neu positioniert<br />

werden können – flexible Sonnensegel<br />

wandern mit. poliform.it<br />

Fotos: beigestellt<br />

132 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


alpinova.at<br />

DIE NACHHALTIGE WELTNEUHEIT<br />

FÜR ARBEITSPLATTEN UND<br />

KÜCHENINSELN<br />

LEISTBARE EXZELLENZ MIT NACHHALTIGER ELEGANZ<br />

Mit dem weltweit ersten Re-Stoning Material für Arbeitsflächen und Küchenfronten<br />

(besteht zu 90% aus zerkleinertem Naturstein und/oder Feldspat) wird<br />

Ihre Küche zum stylischen Statement – sanft zur Natur, fair zum Preis.<br />

Alpinova Kücheninseln sind bereits ab 12.000 Euro* erhältlich.<br />

Alpinova exklusiv by STRASSER.<br />

* UVP, ausgenommen E-Geräte, Armatur und Spüle


genuss & dekor / OUTDOOR-LIFESTYLE<br />

><br />

Sie sind ebenso in der Ausstattung rund um<br />

die Küche, etwa im Bereich der Sonnensegel,<br />

allgegenwärtig. »Wir sehen gerade ganz neue<br />

Ausführungen in Graugrün, Grau oder Blau«,<br />

bestätigt Robert Kautzky, Inhaber der<br />

SunSquare Kautzky GmbH. Das Kochen findet<br />

nun zur Gänze im Freien statt – vom Kühlen<br />

des Weins bis hin zum Garen des Gemüses.<br />

Dafür sorgen etwa spezielle Induktionskochfelder<br />

oder smarte Weinkühlschränke mit<br />

UV-geschützten Glastüren.<br />

Shades of Grey<br />

Die »Project 05« von Modulnova<br />

überzeugt mit eleganter Steinoptik<br />

in der Küchentrendfarbe Grau.<br />

modulnova.com<br />

KOCHEN, WIND UND WETTER<br />

Auch das Umfeld der Außenküche wird gezielt<br />

wohnlicher gestaltet. Der Boden zeigt sich<br />

dank Materialien wie thermisch modifiziertem<br />

Holz oder eleganten Natursteinplatten<br />

rutschfest, witterungsbeständig und äußerst<br />

stilvoll. Allerdings können Steinböden –<br />

ebenso wie Stein- und Stahlküchen – in den<br />

Ungestörter Genuss<br />

Motorbetriebene Sonnensegel<br />

versprechen dank Automatisierung<br />

und Windschutz mehr Entspannung<br />

und Schutz im Outdoorbereich.<br />

heißen Sommermonaten schnell erhitzen. »Auf<br />

südseitig ausgerichteten Terrassen kann man<br />

durch die hohen Temperaturen oft nicht mehr<br />

auf Steinböden treten«, weiß Robert Kautzky.<br />

Neben Außenteppichen haben sich hier<br />

Sonnensegel als Schattenspender etabliert, um<br />

die Abwärme von Böden, Fassaden und<br />

Glasfronten zu reduzieren. Moderne Systeme<br />

aus textil anmutendem, wetterfestem Acryl<br />

schützen zudem vor Wind, der das Kochen im<br />

Freien schnell ungemütlich machen kann,<br />

erklärt der Experte: »Unsere Sonnensegel<br />

schließen ab Windgeschwindigkeiten von<br />

40 km/h vollautomatisch.« Ein hochwertiges<br />

Sonnensegel erlaubt es, auch bei starker Sonne,<br />

leichtem Regen und Wind im Outdoorwohnzimmer<br />

zu sitzen, so Kautzky: »Eine großflächige<br />

textile Beschattung ermöglicht es, den<br />

Außenbereich flexibler nutzen zu können.«<br />

Anders als Schirme lässt sie sich in Größe und<br />

Form an den Koch- und Essbereich anpassen,<br />

die Modellauswahl reicht von kompakten<br />

Lösungen bis hin zu Systemen, die 76 Quadratmeter<br />

überspannen. Was es allerdings zu<br />

beachten gilt: Die Küche sollte am Rand des<br />

mindestens 2,3 Meter hohen Segels positioniert<br />

werden, damit Hitze und Rauch dem Material<br />

nichts anhaben können. »Möchte jemand sein<br />

Steak kross anbraten, kann das Textil verfärben<br />

oder Brandlöcher durch Funkenflug bekommen«,<br />

betont Robert Kautzky. Werden diese<br />

Dinge beachtet, steht dem Genuss im Grünen<br />

nichts mehr entgegen. <<br />

Fotos: beigestellt, Martin Wacht<br />

134 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


ZEIT FÜR<br />

EIN UPGRADE!<br />

Formvollendetes Design. Präzise Technik. Mit Napoleon wird<br />

Ihr Garten zur Bühne für unvergessliche Genussmomente.<br />

Starten Sie die Outdoor-Saison mit einem Upgrade, das neue<br />

Maßstäbe setzt.


genuss & dekor / OUTDOORKÜCHEN BREITWIESER<br />

Dream-Team<br />

Breitwieser hat sich auf die<br />

qualitative Verarbeitung von<br />

Natursteinen spezialisiert.<br />

Geführt wird das österreichische<br />

Unternehmen von Kristina und<br />

Manfred Breitwieser.<br />

Foto: Katsey, Felix Hohagen<br />

136 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


KOCHERLEBNIS<br />

MIT FEINSCHLIFF<br />

Die Outdoorküche hat sich vom Edelstahlkonstrukt zum<br />

hochwertigen Designmodell entwickelt. Eleganter, langlebiger Stein<br />

trifft nun auf flexible Modularität und hochpräzise Ausführungen –<br />

das perfekte Rezept für die Kochlandschaft im Grünen.<br />

TEXT CHRISTINA HORN<br />

Am Herd brät das zarte Kalbsfilet<br />

vor sich hin, daneben gart das<br />

Gemüse, ein wenig abseits warten<br />

die Salate darauf, auf der Bar in<br />

Richtung Esstisch gerollt zu werden. Und all<br />

dies an der frischen Luft und inmitten des<br />

eigenen Grüns. Ganz klar: Das Kochen im<br />

eigenen Garten ist beliebter denn je, Außenküchen<br />

verzeichnen weltweit konstantes<br />

Marktwachstum. »Der Outdoormarkt ist<br />

gefragt«, bestätigt Kristina Breitwieser,<br />

Geschäftsführerin bei Breitwieser. Mit dem<br />

steigenden Interesse gehen Innovationen und<br />

höhere ästhetische Ansprüche einher: Die<br />

Außenküche soll nicht nur wetterbeständig<br />

sein, sie muss auch optisch überzeugen. ><br />

Quarzit im Fokus<br />

Die Außenküche »Green Island«<br />

wird aus edlem brasilianischem<br />

J’adore-Quarzit gefertigt, der<br />

außergewöhnlich hart und<br />

wetterbeständig ist.<br />

breitwieser.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

137


genuss & dekor / OUTDOORKÜCHEN BREITWIESER<br />

Wohnästhetik<br />

Die Outdoorküche ist <strong>2025</strong><br />

ästhetischer denn je: Frei stehende<br />

Modelle wie »CO/CO«, entworfen<br />

vom Designstudio Lucy.D, trumpfen<br />

mit Multifunktionalität und subtil<br />

integrierten Geräten auf.<br />

NEUES AUS DER NATUR<br />

Zu den großen Designtrends zählen derzeit<br />

massive, robuste Steinplatten, weiß Kristina<br />

Breitwieser. Sie erweitern die üblichen Edelstahlmodelle<br />

am Markt um wohnlichere<br />

Optionen. Mittlerweile werden sogar Spülbecken<br />

aus Stein gefertigt, ergänzt durch robuste<br />

Glaskeramikkochfelder und wasserdichte, subtil<br />

verbaute Kühlschränke. Absolut im Trend in<br />

Sachen Stein liegen derzeit brasilianische<br />

Quarzite. »Da beständig neue Steinbrüche<br />

erschlossen werden, kommen immer neue<br />

Materialien auf den Markt«, zeigt sich die<br />

Expertin begeistert. »Derzeit sind das Quarzite:<br />

Sie sind robust, säurebeständig und haben<br />

wunderschöne Farben.« Das Material, das<br />

gebürstet, schraffiert oder auch geledert werden<br />

kann, trägt Namen wie »J’adore« oder, aufgrund<br />

der feinen beigen Zeichnung, »Taj Mahal«.<br />

Prinzipiell bemerkt die Geschäftsführerin eine<br />

Rückbesinnung auf weiche, eher neutrale<br />

Farbwelten.<br />

Steinoberflächen eröffnen im Bereich der<br />

Outdoorküchen neue Gestaltungsmöglichkeiten.<br />

Widerstandsfähiger Quarzit widersteht ><br />

Genussinsel<br />

Die elementaren Notwendigkeiten<br />

beim Kochen: Wasser, Feuer und<br />

eine große Arbeitsfläche für die<br />

Zubereitung der Speisen. Das ist der<br />

Grundgedanke beim Modell »CO/CO«.<br />

Fotos: Felix Hohagen<br />

138 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


genuss & dekor / OUTDOORKÜCHEN BREITWIESER<br />

Runde Sache<br />

Hochmoderne Verarbeitungs -<br />

techniken ermöglichen die<br />

formvollendete Integration von<br />

Steinbecken und abgerundeten Kanten,<br />

wie sie das Modell »CO/CO« aufweist.<br />

echte Errungenschaften!« Wo früher<br />

händisch gearbeitet wurde, sorgen heute<br />

Maschinen anhand von CAD-Zeichnungen<br />

für die detailgenaue Umsetzung.<br />

Ein weiteres großes Thema ist die<br />

Modularität: Außenküchen müssen sich<br />

flexibel den individuellen Bedürfnissen der<br />

Besitzer:innen sowie den Gegebenheiten<br />

der jeweiligen Gartenlandschaft anpassen.<br />

Folglich erfreuen sich Outdoorbars und<br />

Kücheninseln mit Rollen wachsender<br />

Beliebtheit. Hier erarbeitet Breitwieser<br />

gerade mit destilat Design Studio eine neue<br />

Designlösung, die funktional und formvollendet<br />

sein wird, wie die Geschäftsführerin<br />

verrät. Es bleibt also spannend im Bereich<br />

der Freiluftküchen.<br />

<<br />

><br />

äußeren Einflüssen und bewahrt seine<br />

Optik über Jahre. Aber auch Materialien, die<br />

die Spuren der Zeit auf ihrer Oberfläche<br />

dokumentieren, sind aufgrund ihrer »gelebten<br />

Ästhetik« populär. »Das betrifft etwa Südtiroler<br />

Covelano-Marmor – er ist robust, aber nur bis<br />

zu einem gewissen Grad säurebeständig. Hier<br />

möchte man bewusst eine gewisse Patina<br />

erzielen.«<br />

EINE RUNDE SACHE<br />

<strong>2025</strong> zeigen sich Außenküchen vermehrt mit<br />

abgerundeten Kanten und Ecken – ein Trend,<br />

der sich zeitgleich bei den Küchen im<br />

Innenraum beobachten lässt. »Unser moderner<br />

Maschinenpark ermöglicht Massivarbeiten,<br />

mit denen wir Formen aus vollen<br />

Blöcken herausarbeiten können. So stellen<br />

auch Rundungen kein Problem mehr dar«,<br />

beschreibt Kristina Breitwieser die Herstellung<br />

und ergänzt: »Es gibt mittlerweile einige<br />

technische Möglichkeiten, durch die man<br />

den Stein rund bearbeiten kann. Das sind<br />

Präzisionsarbeit<br />

Harte Materialien wie Quarzit<br />

können heute so präzise verarbeitet<br />

werden, dass eine einheitliche<br />

Blockoptik – bei »Green Island«<br />

mit passgenauen, grifflosen<br />

Laden – entsteht.<br />

Fotos: Felix Hohagen<br />

140 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


WEBER<br />

HIGHTECH-BBQ<br />

Weltmarktführer Weber stellt mit der neuen »Weber BBQ Kitchen« eine voll ausgestattete<br />

Premiumküche vor, die im Zusammenspiel mit der erneuerten »GENESIS®«-Gasgrillreihe<br />

für ein unvergleichliches Grillvergnügen sorgt.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

Outdoorküchen liegen im Trend:<br />

Sie bringen das Grillvergnügen<br />

ins Freie und vereinen Design mit<br />

Funktionalität. Die »Weber BBQ<br />

Kitchen« entstand auf Kund:innenwunsch<br />

in den Weber Original Stores in Österreich.<br />

Initiatoren waren Matthias Fuchs und<br />

Benedikt Mitterlehner, Geschäftsführer der<br />

Stores in Wien Süd und Marchtrenk.<br />

»Cocooning, Outdoor-Living und Genuss<br />

im Freien sind besonders in den warmen<br />

Monaten heiße Trends«, so die beiden.<br />

Die »Weber BBQ Kitchen«, dieses Jahr<br />

neu mit modernisiertem Kühlschrank und<br />

einer Spüle, ist die erste Outdoorküche, die<br />

perfekt mit den beliebtesten Weber-Gasgrills<br />

kompatibel ist. Wie mit den neuen<br />

»GENESIS®«-Gasgrillmodellen, die mit<br />

dem Grilljahr <strong>2025</strong> einen Facelift bekommen:<br />

Der Grill überzeugt mit erweiterten<br />

Funktionen für Grillspeisen in Restaurantqualität,<br />

edlem Design sowie digitalem<br />

Thermometer und dem Weber-Works-Sei-<br />

tentisch für praktisches Zubehör direkt am<br />

Grill. Die neuen Modelle sind für all jene,<br />

die jedes Detail rund ums Grillen und Essen<br />

lieben, vom Einkauf der Zutaten bis über<br />

das Finish am Rost, die gerne experimentieren<br />

und Neues probieren.<br />

Die Produktion der »Weber BBQ<br />

Kitchen« erfolgt in Deutschland, die<br />

widerstandsfähigen Dekton-Arbeitsplatten<br />

stammen aus Spanien. Der vollverzinkte,<br />

pulverbeschichtete Unterbau sowie Soft-<br />

Close-Mechanismen sorgen für Langlebigkeit<br />

und Komfort. Steckdosen für Drehspieße,<br />

Küchenma schinen und smarte Gadgets<br />

wie »Weber Connect« erleichtern das<br />

Arbeiten.<br />

Die Küche ist in vorkonfigurierten Varianten<br />

erhältlich oder individuell anpassbar. Auf<br />

weber.com oder im Store können Module,<br />

Grills und Oberflächen kombiniert werden.<br />

»Beratung, Lieferung und Aufbau erfolgen<br />

über unsere Fachleute«, so Daniel Ipser,<br />

Geschäftsführer Weber-Stephen Österreich.<br />

Der neue »GENESIS®«-Gasgrill ermöglicht die<br />

präzise Kontrolle der Temperatur. Eine größere<br />

Sear-Zone, eingebaute Grifflichter und ein neues<br />

Digitalthermometer sind gleichermaßen praktisch<br />

wie auch schön anzusehen. Der Grill ist nahtlos in<br />

die neue »Weber BBQ Kitchen« integrierbar.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

weber.com<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

141


genuss & dekor / LABORATORIO PARAVICINI<br />

Laboratorio Paravicini<br />

Costanza Paravicini (r.)<br />

gründete die Porzellanmanufaktur<br />

zu Beginn der 1990er-Jahre. Hier im Bild<br />

mit zwei ihrer drei Töchter, Margherita<br />

und Benedetta (v. l. n. r.).<br />

paravicini.it<br />

Fotos: beigestellt<br />

142 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Auf dem handbemalten Porzellan von Laboratorio Paravicini<br />

blühen liebliche Mohnblumen, störrische Disteln und exotische<br />

Farne. Die Motive mixen die Sehnsucht nach dem Garten Eden<br />

mit italienischer Handwerkskunst. <strong>LIVING</strong> traf Gründerin<br />

Costanza Paravicini zum Gespräch. INTERVIEW FLORENTINA WELLEY<br />

Als wäre man in eine<br />

fantastische Wunderkammer<br />

des<br />

vorigen Jahrhunderts<br />

gestolpert: Wer zu<br />

Besuch in das in einem<br />

versteckten Innenhof im<br />

historischen Zentrum<br />

von Mailand gelegene<br />

Laboratorio Paravicini<br />

kommt, wird von<br />

unzähligen, kunstvoll<br />

bemalten Porzellantellern<br />

begrüßt. Rundum<br />

stehen Arbeitstische mit<br />

Zeichnungen, Pinseln,<br />

Farbtiegeln. Man sieht, dass<br />

hier viel und leidenschaftlich<br />

gearbeitet wird. Costanza Paravicini<br />

gründete das Laboratorio<br />

Anfang der 1990er-Jahre, als sie auf<br />

der Suche nach schönem Geschirr<br />

war, aber keines fand, das ihren Ansprüchen<br />

genügte. Sie beschloss, selbst eines zu<br />

produzieren, das handgefertigt und für den<br />

täglichen Gebrauch geeignet war. Heute<br />

stellen Costanza Paravicini und ihre Töchter<br />

feines Steingut her, das mit Pinsel, Sieb- oder<br />

Digitaldruck verziert wird.<br />

POESIE UND LUXUSDESIGN<br />

Kein Teller gleicht dem<br />

anderen, die Geschirrsets<br />

haben nur einen gemeinsamen<br />

Nenner: die Poesie<br />

der Natur. Nicht selten<br />

werden sie deshalb gerne<br />

an Wände von Speisesälen<br />

gehängt, als wären<br />

sie alte Familienservice.<br />

Das Laboratorio fertigt<br />

jährlich Geschirrserien<br />

für die Milano Design<br />

Week, zeigt seine Designs<br />

auf internationalen<br />

Messen, wie der Homo<br />

Faber in Venedig, und ist für<br />

sein custom-made, handcrafted<br />

Luxusgeschirr bekannt.<br />

<strong>LIVING</strong> Sie kommen aus einem alten<br />

italienischen Adelsgeschlecht. Hatten Sie<br />

auch künstlerisch begabte Vorfahren?<br />

COSTANZA PARAVICINI Nein, es waren<br />

keine großen Künstler:innen dabei, aber das<br />

Zeichnen war schon immer etwas, das zu<br />

meiner Familie gehörte. Meine Großmutter<br />

malte wundervolle Aquarelle und mein<br />

Kollektion »Bloom«<br />

Die Essteller der Linie »Bloom« sind<br />

aus weißer, dünner Keramik handgefertigt<br />

und zeigen zwölf unterschiedliche<br />

Blumen- und Schmetterlingsmotive. ><br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

143


genuss & dekor / LABORATORIO PARAVICINI<br />

Kollektion »Rocaille«<br />

Das üppige Dekor der<br />

Essteller soll an den<br />

pompösen Stil Ludwigs XV.<br />

erinnern.<br />

»Wir möchten Emotionen<br />

und Neugier wecken und<br />

denjenigen, die den Tisch<br />

decken, einen Hauch<br />

von Magie mitgeben.«<br />

COSTANZA PARAVICINI<br />

Gründerin des Laboratorio Paravicini<br />

Kollektion »Sirena«<br />

Inspiriert von einem antiken<br />

Teppichfragment, gibt es sie in<br />

den drei Farbvarianten Rouge,<br />

Celadon und Blue Opal.<br />

Was möchten Sie mit Ihrem Dekor vermitteln?<br />

Alle Kollektionen haben eines gemeinsam: Sie<br />

sollen Emotionen und Neugier wecken und<br />

denjenigen, die den Tisch decken oder die<br />

Teller einfach an die Wand hängen und<br />

bewundern, einen Hauch von Magie mitgeben.<br />

><br />

Vater konnte perfekt zeichnen.<br />

Wahrscheinlich habe ich diese Talente<br />

geerbt.<br />

Sie arbeiten heute mit Ihren Töchtern<br />

zusammen. Waren diese von Kind auf<br />

von der Materie begeistert?<br />

Wir alle teilen die Leidenschaft für<br />

Keramik. Mit den wachsenden Aufträgen<br />

kam erst Benedetta, dann Margherita<br />

und zuletzt Bona in die Werkstätte.<br />

Sie hatten zwar völlig andere Berufe, halfen<br />

mir aber, das Atelier besser zu organisieren,<br />

und brachten »eine Welle der Frische« in die<br />

Produktion.<br />

Ihr persönliches Motto?<br />

Ich habe zwar kein Motto, bin aber ein sehr<br />

anspruchsvoller Mensch und selten mit<br />

etwas vollkommen zufrieden. Ständig<br />

möchte ich alles noch verbessern und<br />

weiterentwickeln.<br />

Kollektion »Pink Gardens«<br />

Die zehn weißen Keramikteller der<br />

»Pink Gardens«-Serie präsentieren<br />

jeweils eine idyllische Gartenszene in<br />

Bordeauxrot. Die Serie ist auch in<br />

Blaugrün erhältlich.<br />

<<br />

Welche Eigenschaften sind für den Beruf wichtig?<br />

Man muss anspruchsvoll sein sowie Geduld<br />

und Kreativität besitzen.<br />

Liegt handgefertigtes Geschirr im Trend?<br />

Ja, und er nimmt zu. Immer mehr Menschen<br />

suchen nach personalisierten Produkten, die<br />

ihren individuellen Geschmack zum Ausdruck<br />

bringen.<br />

Wie darf man sich den Produktionsprozess<br />

vorstellen?<br />

Jeder Teller wird von Hand mit Pinsel,<br />

Mischtechnik oder Druck verziert. Durch die<br />

Verwendung der Brenntechnik »gran fuoco<br />

sulla terraglia bianca« werden die Muster<br />

unter der Glasur hell und langlebig.<br />

In der »Gardens«-Serie, die bei der Homo<br />

Faber gezeigt wurde, finden sich<br />

historische Motive. Wovon lassen Sie<br />

sich inspirieren?<br />

Von Gemälden und Fotografien<br />

mit Gartendarstellungen des<br />

18. Jahrhunderts. Auch die Tellerkollektion<br />

»Sirena« ist an ein<br />

Tapetenfragment aus dieser Zeit<br />

angelehnt: Das skurrile Blumengewirr<br />

zeigt die eines wilden<br />

Gartens. Das üppige »Rocaille«-<br />

Dekor spiegelt wiederum die Zeit<br />

Ludwigs XV. wider. Unser Geschmack<br />

verändert sich laufend und wir lassen<br />

Eindrücke aus Mode, Kunst, Ausstellungen,<br />

Architektur oder Stickereien einfließen.<br />

Fotos: beigestellt<br />

144 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


genuss & dekor / LOCATIONS<br />

»Das ›Il<br />

Salumaio‹<br />

begeistert mit<br />

perfekter Atmosphäre<br />

und einem herrlichen<br />

Innenhof. Im Frühling bin<br />

ich hier sehr gerne nach<br />

dem Messebesuch des<br />

Salone del Mobile<br />

zu Gast.«<br />

»Der kreative Umgang mit bewährten Tiroler Rezepten macht<br />

die ›Linde‹ für die Gaumen von Feinschmecker:innen und<br />

Freund:innen traditioneller Wirtshauskost zur führenden Adresse<br />

urtümlicher Wirtshauskultur im Zillertal. Für die herausragende<br />

Qualität der Speisen sorgen ausgewählte Produkte aus der<br />

hauseigenen Landwirtschaft und aus der Region.«<br />

»Il Salumaio«, Mailand, ilsalumaiodimontenapoleone.it<br />

»Landgasthof Linde«, Stumm, landgasthof-linde.at<br />

AUSWÄRTS ESSEN …<br />

Wo trifft neuestes Design auf gemütliches Ambiente,<br />

Kunst auf kulinarisches Konzept? Martin Wetscher<br />

verrät seine Lieblingslokale und was sie auszeichnet.<br />

»Hier muss man<br />

unbedingt die legendäre<br />

Bouillabaisse Witteillaise<br />

probieren! Die Herzlichkeit<br />

der Familie Witte tut<br />

ihr Übriges dazu.«<br />

Unternehmer Martin Wetscher,<br />

Geschäftsführer der Wetscher<br />

Wohngalerien und passionierter<br />

Tischler und Innenarchitekt, weiß,<br />

was gutes Design ausmacht – und das gilt nicht<br />

nur für Möbel. Für ihn ist die orts- bzw.<br />

landes typische Atmosphäre eines Restaurants<br />

genauso wichtig wie die Qualität des Essens.<br />

Authentizität, die sich in der Einrichtung und<br />

in der Küche widerspiegelt, ist für ihn ein entscheidendes<br />

Kriterium für ein gelungenes kulinarisches<br />

Erlebnis. »Kochen und Innenarchitektur<br />

sind sich erstaunlich ähnlich: Bei beidem<br />

will ich erleben, wo ich bin, beides braucht<br />

beste Zutaten und einen fast verrückt leidenschaftlichen<br />

Zugang, damit es bemerkenswert<br />

wird und bleibt«, so Martin Wetscher.<br />

»Das Grander«, Wattens, das-grander.at<br />

146 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25<br />

»Doppelt<br />

gut: Hier wird<br />

hervor ragende Küche<br />

von Haubenkoch<br />

Thomas Grander in<br />

stilvollem, von Wetscher<br />

eingerichtetem<br />

Ambiente,<br />

serviert.«<br />

Martin Wetscher<br />

Martin Wetscher ist<br />

Unternehmer in vierter<br />

Generation, aufgewachsen<br />

zwischen passionierten<br />

Tischlern und<br />

Innenarchitekten im<br />

Zillertal. 1912 von<br />

seinem Urgroßvater<br />

als kleine Tischlerei<br />

gegründet, zählen die<br />

Wetscher Wohngalerien<br />

heute zu den führenden<br />

Planungs- und Einrichtungshäusern<br />

des<br />

Landes. wetscher.com<br />

»Fisch Witte«, München, fisch-witte.de<br />

»Gasthaus schöne Perle«, Wien, schoene-perle.at<br />

»Abseits der Tourist:innenpfade<br />

genießt man dort tschechisches<br />

Bier und Wiener Klassiker.«<br />

Fotos: beigestellt, bild(ART)isten, Ines Rast Photography, Dirk Tacke, Rob Vegas


Liebe<br />

auf den ersten (Weit)Blick:<br />

lassen Sie sich von unserer einzigartigen Lage mit bis zu 300 km<br />

Weitsicht auf die Donau und ins Voralpenland verzaubern und<br />

verbringen Sie unendlich schöne Stunden in unserem<br />

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Erleben Sie eine kulinarische Reise durch unsere<br />

(mit 2 Gault Millau-Hauben) vielfach ausgezeichnete Küche.<br />

Entfliehen Sie dem Alltag und lassen sich an diesem besonderen<br />

Kraftort von unserer traumhaften Region inspirieren.<br />

Denn der beste Weg, um aufzuladen, ist abzuschalten.<br />

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begrüßen zu dürfen.<br />

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<strong>LIVING</strong><br />

RESIDENCES<br />

150<br />

162<br />

Fotos: beigestellt, derFlor Fotografie, Joan Guillamat, Raquel Diniz HERO<br />

156<br />

168<br />

EINLADENDE AUSBLICKE<br />

Diese Wiener Immobilien punkten<br />

mit traumhafter Aussicht. (S. 150)<br />

AUF DEN RICHTIGEN STEIN<br />

GESETZT<br />

Die Renaissance des Baumaterials<br />

Stein. (S. 156)<br />

VON DER SCHEUNE ZUM<br />

PRUNKSTÜCK<br />

Restaurierte Bauernhäuser vereinen<br />

Tradition und Moderne. (S. 162)<br />

GROSSSTADT MIT DSCHUNGEL<br />

Der Londoner Architekt Thomas<br />

Heatherwick und seine Projekte im<br />

Porträt. (S. 168)


esidences / WOHNEN MIT ÜBERBLICK – DACHTERRASSEN<br />

EINLADENDE<br />

AUSBLICKE<br />

Urbane Dachlandschaften, Wasser und Weinberge oder die Staatsoper:<br />

Bei Immobilien zählt nicht nur die Lage, sondern auch, was man von<br />

dort aus sieht. Wir zeigen die besten Ausblicke Wiens. TEXT HEIMO ROLLETT<br />

Foto: beigestellt<br />

150 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Opern-Residenz<br />

Das 1863 erbaute Gebäude im Herzen Wiens<br />

hat auf dem Dach zwei versteckte<br />

Penthäuser mit drei Meter hohen Räumen<br />

und großzügigen Terrassen. Abgehoben?<br />

Nun ja, 8,2 Millionen Euro muss man schon<br />

bezahlen für diese Top-Adresse über Wien.<br />

austriasothebysrealty.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

151


esidences / WOHNEN MIT ÜBERBLICK – DACHTERRASSEN<br />

Grünblick<br />

Im modernen Viertel Zwei werden gerade<br />

340 Eigentumswohnungen gebaut. Ihre Lage<br />

ermöglicht geniale Ausblicke über die Trabrennbahn<br />

Richtung Stadt. Highlights sind weiters<br />

ein Concierge-Service und ein Wellnessbereich<br />

auf dem Dach mit Outdoor-Pool, Fitnessraum,<br />

Panorama-Sauna und Dining Room mit Terrasse.<br />

value-one.com<br />

Ein Morgen am Wasser. Die Sonne<br />

wirft ihre ersten Strahlen auf die<br />

sanft wogende Alte Donau, während<br />

man den Tag mit einer Tasse Kaffee<br />

auf dem Balkon beginnt. Ein paar Enten<br />

ziehen gemächlich ihre Kreise, und das leise<br />

Plätschern des Wassers mischt sich mit dem<br />

sanften Summen der Stadt. Hier, am Fischerstrand,<br />

lebt man im Einklang mit der<br />

Natur – und dennoch nur einen Katzensprung<br />

vom pulsierenden Stadtleben entfernt.<br />

Der Blick aufs Wasser beruhigt, das<br />

Wissen um das, was man nicht sieht auch:<br />

Am Dach befindet sich die Photovoltaikanlage,<br />

geheizt wird mittels Wärmepumpe und<br />

die Deckenkühlung macht das Zuhause auch<br />

in jenen Monaten, in denen der Badeanzug<br />

Saison hat, erträglich.<br />

On Top<br />

Von dieser gut 200 Quadratmeter<br />

großen Terrasse des Penthauses<br />

im 19. Bezirk schweift der Blick<br />

über die Hügel des Wienerwaldes<br />

bis hin zu der Skyline der Stadt.<br />

marschall.at<br />

Fotos: OLN Les Nomades/Ein Projekt der Value One, Marschall Immobilien, beigestellt<br />

152 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Großzügig in Gersthof<br />

300 Quadratmeter Wohnfläche und knapp<br />

200 Quadratmeter Dachterrasse – das<br />

macht diese Dachgeschoßwohnung in<br />

Wien Gersthof besonders geräumig.<br />

Wohnen auf höchstem Niveau.<br />

muhr-immobilien.com<br />

Fischerstrand<br />

Der Blick auf die Alte Donau macht<br />

noch mehr Freude, wenn sich die<br />

Immobilie im Eigentum befindet<br />

und nicht ein Pachtgrund ist, wie es<br />

in der Gegend üblich ist. So idyllisch<br />

lässt es sich in Wien wohnen.<br />

glorit.at<br />

NATUR UND STADT<br />

Wem das Wasser nicht so zusagt, der kann<br />

die Natur auch anders erleben: Im Weinglas.<br />

Beziehungsweise natürlich inmitten der<br />

Weinreben – immerhin besitzt Wien mit 700<br />

Hektar die größte Weinbaufläche aller<br />

Großstädte weltweit. Auf der Terrasse der<br />

Wohnungen im Rebenblick, einem Projekt in<br />

Hanglage im 19. Bezirk, schweift der Blick<br />

über Neustift am Walde und die Salmannsdorfer<br />

Höhe. In der Hand vielleicht ein Glas<br />

Gemischter Satz von genau jenen Reben, die<br />

man in den Musestunden im Sonnenuntergang<br />

beobachtet.<br />

Bei tollen Ausblicken in Wien denkt man<br />

freilich als erstes an das Stadtleben. Vereinzelt<br />

gibt es Wohnungen mit Blick auf die die<br />

Wiener Staatsoper oder die Nationalbiblio-<br />

><br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

153


esidences / WOHNEN MIT ÜBERBLICK – DACHTERRASSEN<br />

><br />

thek. Das sind schon wahre Raritäten,<br />

oftmals auch nur zur Miete. Zu kaufen gibt es<br />

derzeit rund 60 Dachgeschoßwohnungen in der<br />

Wiener Innenstadt. Seit rund einem Jahr liegen<br />

die Durchschnittspreise »im Ersten« nach<br />

einem Ausritt nach oben wieder halbwegs konstant<br />

bei rund 15.000 Euro pro Quadratmeter,<br />

für richtig noble Penthäuser legt man aber<br />

gleich mal den doppelten Betrag hin. Je mehr<br />

Ausblick – etwa direkt auf Augenhöhe mit dem<br />

Stephansdom –, um so teurer. Aber auch dieser<br />

Markt ist durch den Wegfall russischer Kunden<br />

einerseits und durch das allgemeine Investitionstief<br />

andererseits zu einem starken Verkäufermarkt<br />

mutiert. Die durchschnittliche<br />

Dachgeschosswohnung in Wien, also in allen<br />

Bezirken, kostet aktuell im Übrigen rund 1<br />

Million Euro und verfügt über 118 Quadratmeter<br />

Wohnfläche.<br />

Gott sei Dank wurden in letzter Zeit mehrere<br />

Türme gebaut, die ja praktisch aus jedem<br />

Stockwerk einen guten Blick bieten. Eine neue<br />

Wohnkategorie entstand somit. Zuletzt wurden<br />

die Danube Flats mit atemberaubenden<br />

Ausblicken auf die Donau, Wien und die<br />

umliegende Natur, fertiggestellt. Ein weiterer<br />

Vorteil, den solche Türme mit sich bringen, ist<br />

zweifellos die Verdichtung. Wo viele Menschen<br />

wohnen, gibt es zahlreiche Angebote inhouse,<br />

im Falle der Danube Flats sind das ein Spa-<br />

Bereich mit Sauna, ein Yoga-Raum, ein<br />

ganzjährig beheizten Pool, eine Cocktailbar<br />

sowie Sky-Gärten für entspannten Luxus.<br />

Business-, Event- und Executive-Lounges für<br />

berufliche oder private Anlässe machen das<br />

Zuhause recht mondän, ebenso die Lobby mit<br />

einem Doorman-Service.<br />

Schon etwas länger und ebenfalls am Wasser<br />

gelegen, steht der Marina Tower. Eine ordentliche<br />

Portion Extravaganz und natürlich noch<br />

mehr Weitblick bieten die sechs exklusiven<br />

Penthouses in den obersten Etagen. Sie<br />

erstrecken sich über drei Ebenen, haben eine<br />

Nutzfläche von knapp 300 Quadratmeter sowie<br />

Terrassen mit bis zu 120 Quadratmeter und<br />

überzeugen mit durchdachter Architektur in<br />

Verbindung mit stilvoller Ausstattung und<br />

atemberaubenden Panoramablicken. Wohngenuss<br />

auf höchstem Niveau – wortwörtlich. »Die<br />

Atmosphäre im Marina Tower ist per se schon<br />

sehr besonders – überwältigend ist sie natürlich<br />

in den obersten Stockwerken«, erklärt Andreas<br />

Holler, Geschäftsführer der Marina Tower<br />

Holding GmbH. Ein weiterer Turm steht beim<br />

Gasometer: der Helio Tower. Zwischen 30.<br />

und 33. Etage – eröffnen die verglasten<br />

Loggien und Balkone fantastische Ausblicke<br />

über den naheliegenden Prater, den Donaukanal<br />

bis zum Stephansdom und Richtung Osten<br />

zum Leitha Gebirge. In den Wohnungen der<br />

obersten Etagen genießt man lichtdurchflutete<br />

Räume, bodentiefe Fenster und die erweiterte<br />

Raumhöhe von bis zu 2,75 Meter maximieren<br />

diesen Effekt.<br />

Ob mit Wasserblick, Stadtblick, mitten im<br />

Grünen oder bis zum Schneeberg – in Wien<br />

hat jeder Ausblick seine eigene Geschichte zu<br />

erzählen. Geschmäcker sind bekanntlich<br />

verschieden, wichtig ist, dass die Immobilien<br />

mit all ihren Aussichtsmöglichkeiten Liebe auf<br />

den ersten (Aus)blick ist.<br />

Höchster Wohnturm<br />

Jene 500 Eigentumswohnungen,<br />

die übereinander gestapelt den höchsten<br />

Wohnturm Österreichs ergeben, wurden<br />

fertig gestellt: die Danube Flats. Jede<br />

Wohnung ist mit umlaufenden Balkonen<br />

oder Terrassen ausgestattet.<br />

danubeflats.at<br />

<<br />

Foto: beigestellt<br />

154 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


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esidences / BAUEN MIT STEIN<br />

Stein ist eines der ältesten Baumaterialien<br />

der Menschheitsgeschichte. Im Zeitalter der<br />

Globalisierung und Technologisierung, so scheint es,<br />

erlebt der mineralische Baustoff heute eine<br />

regelrechte Renaissance – in der traditionellen<br />

Architektur, aber auch als innovatives High-Tech-Produkt.<br />

TEXT WOJCIECH CZAJA<br />

Foto: MATERIA<br />

156 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


AUF DEN RICHTIGEN<br />

STEIN GESETZT<br />

Tate House, Puerto Escondido<br />

An der mexikanischen Pazifikküste<br />

baute Materia dieses verwunschene<br />

Natursteinparadies mit einem botanischen<br />

Wüstengarten in der Mitte. Zum Meer<br />

sind’s nur wenige Schritte.<br />

materiarq.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

157


esidences / BAUEN MIT STEIN<br />

Steinhaus, Menorca<br />

Auf der Nordküste der kleinen<br />

Baleareninsel kombiniert Nomo Studio<br />

Bezüge zur Volksarchitektur mit modernen<br />

Bausystemen. Der gesamte Stein stammt<br />

aus den Ausgrabungen direkt vor Ort.<br />

nomostudio.eu<br />

Baustoff und Atmosphäre, architektonisch in<br />

der räumlichen Komposition. Das Ortsgefühl<br />

ist einzigartig.«<br />

Stein ist einer der ältesten Baustoffe der<br />

Menschheitsgeschichte. Einerseits robust,<br />

langlebig und schwer belastbar, andererseits<br />

mit entsprechenden Werkzeugen leicht zu<br />

verarbeiten und mit der Kraft von ein bis<br />

zwei Mann vor Ort in vielerlei Varianten –<br />

als geschlichtetes Mauerwerk, als stützender<br />

Sturzbalken, als selbsttragender Gewölbebogen<br />

– effizient zu verlegen. Im Zeitalter<br />

der Globalisierung, Technologisierung und<br />

der sich immer schneller drehenden Kreisläufe,<br />

so scheint es, erlebt der mineralische<br />

Baustoff heute wieder ein Revival. Große und<br />

kleine Projekte in Stadt und Land zeugen<br />

davon, dass sich die Menschen zwischen<br />

all den normativen Stahl-Glas-Beton-<br />

Hochburgen wieder nach einer gewissen<br />

Erdung und Naturverbundenheit sehnen.<br />

In Kalogeros, Kreta, beispielsweise<br />

haben sich Uri Regev und seine Frau Aliza<br />

Puerto Escondido, so viel wie der<br />

versteckte, geheimnisvolle Hafen in<br />

deutscher Übersetzung, ist ein<br />

schönes, intaktes und von Massentourismus<br />

weitestgehend verschont gebliebenes<br />

Stückchen Mexiko direkt am Pazifischen<br />

Ozean. Genau hier, umgeben von Palmen,<br />

Sandstrand und salziger Meeresbrise,<br />

errichtete das Architekturbüro Materia ein<br />

luftiges, lockeres Ensemble aus Atriumgebäuden,<br />

sogenannten Palapas, die mit ihren<br />

Natursteinmauern und palmgedeckten<br />

Satteldächern eine kontemplative Ruhe<br />

versprühen. Vom Haupttor zu den einzelnen<br />

Wohnpavillons führt – vorbei an Kakteen<br />

und blühender Aloe Vera – am nicht immer<br />

kürzesten Weg ein befestigter Pfad von A<br />

nach B.<br />

»Wir wollten ein Projekt ganz im Sinne der<br />

lokalen Handwerkskunst«, sagt Architekt<br />

Gustavo Carmona, der gemeinsam mit seiner<br />

Partnerin Lisa Beltrán 2006 sein eigenes Büro<br />

Materia mit Sitz in Mexiko-Stadt gegründet<br />

hat. »Die einzelnen Materialien erzeugen<br />

einen visuellen Rhythmus und rahmen die<br />

Landschaft, das Meer auf der einen, die Berge<br />

von Oaxaca auf der anderen Seite. Zudem<br />

umfasst der Entwurf drei Gärten – einer<br />

davon ein botanischer Wüstengarten mit<br />

endemischen Arten. Die Natursteinmauer ist<br />

der perfekte Hintergrund, natürlich in<br />

Rolex Boutique, Toronto<br />

Weich, wie die Zeit verrinnt: Bei dieser Royal-de-Versailles-<br />

Boutique haben die Partisans Architects parametrische<br />

Rechenmodelle und modernste CNC-Technologie eingesetzt.<br />

Die Komposition stammt von Computerdesigner Arturo<br />

Tedeschi. partisans.com, arturotedeschi.com,<br />

royaldeversailles.com<br />

Fotos: Joan Guillamat, doublespace photography, beigestellt<br />

158 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Ashkenazi ihren Traum eines revitalisierten<br />

Steinhauses erfüllt. »Begonnen hat alles im<br />

Sommer 2021, zwischen all den Corona-<br />

Lockdowns, als wir beschlossen haben, uns<br />

auf Kreta eine Ruine zu suchen und diese zu<br />

neuem Leben zu erwecken«, erzählt Regev.<br />

»In einem Bergdorf in der Mitte der Insel<br />

sind wir dann auf dieses 200 Jahre alte,<br />

verwunschene Häuschen gestoßen – zum<br />

Teil eingestürzt und zerstört, zum Teil aber<br />

noch mit intaktem Mauerwerk und schönen<br />

Bögen und Architraven, mit alten Reliefs<br />

und immer noch gut lesbaren Gravuren.«<br />

Galleria, Gwanggyo<br />

In Südkorea hat das niederländische<br />

Office for Metropolitan Architecture (OMA)<br />

diesen zwölfgeschoßigen Steinwürfel<br />

errichtet. Das gepixelte Mosaikmuster<br />

soll an die Natur des benachbarten<br />

Suwon-Gwanggyo-Seeparks erinnern.<br />

oma.com<br />

KLASSISCH BIS INNOVATIV<br />

Kurze Zeit später haben die Renovierungsarbeiten<br />

begonnen: Die Mauern wurden<br />

ausgebessert, repariert, neu aufgebaut, mit<br />

Kalkputz verspachtelt und mit einer Stahlbürste<br />

gereinigt, hinzu kamen neue Bögen,<br />

neue Balken, neue Architrave hie und da,<br />

und was früher mal eine Olivenpresse war,<br />

fristet nun ein neues Leben als Waschbecken<br />

und Waschtrog in den Badezimmern. Nach<br />

zwei Jahren intensiver Arbeit kann die<br />

einstige Ruine – heute unter dem Namen<br />

»Blue Daisy House« gelistet – über eine<br />

Buchungsplattform wochen- und monatsweise<br />

angemietet werden.<br />

Nicht nur in der klassischen, traditionellen<br />

Architektur kommt Stein zum Einsatz,<br />

sondern auch in innovativer, hochtechnologischer<br />

Manier: In Gwanggyo, Südkorea, hat<br />

OMA einen Shoppingcenter-Würfel in eine<br />

parametrisch entworfene, vielfärbig gepixelte<br />

Mosaikstein-Fassade gehüllt. Und in Toronto<br />

wurde erst unlängst ein neuer Rolex-Store<br />

eröffnet. Die Fassade aus Kalkstein wurde<br />

mithilfe parametrischer Modellierung und<br />

CNC-Technologie gefertigt – mit eleganten<br />

Konturen und sanften, augenscheinlich<br />

weichen Faltenwürfen. Der ultimative<br />

Beweis, dass der Baustoff Stein in der<br />

Zukunft angekommen ist. <<br />

Blue Daisy House, Kreta<br />

Was früher eine Ruine war, wurde in<br />

zweijähriger, liebevoller Restauration von<br />

Uri Regev und Aliza Ashkenazi zu neuem<br />

Leben erweckt. Das Blue Daisy House kann<br />

über eine Urlaubsplattform gebucht werden.<br />

creteweek.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

159


Family Business<br />

Stehend: Nichte Franziska Kollitsch,<br />

Sohn Franz Josef Kollitsch,<br />

Tochter Jasmin Kollitsch (v. l. n. r.).<br />

Sitzend: Tochter Maria Kollitsch,<br />

Eva und Franz Kollitsch<br />

(GF und Eigentümer).<br />

FAMILY OFFICE<br />

MIT ZUKUNFT<br />

Der Immobilienmarkt ist in Bewegung – und Familie Kollitsch reagiert darauf.<br />

Eine neue Generation, eine überarbeitete Struktur und eine konsequente<br />

Ausrichtung bringen frischen Wind in das Unternehmen.<br />

160 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


KOLLITSCH INVEST<br />

Die jüngste Krise hat die gesamte<br />

Branche auf die Probe gestellt,<br />

doch wer sie gut gemeistert hat,<br />

steht nun vor neuen Möglichkeiten.<br />

Ein sich wandelnder Markt bietet Chancen –<br />

für diejenigen, die bereit sind, sie zu ergreifen.<br />

Franz Alexander Kollitsch setzt genau hier<br />

an: Nach Jahren erfolgreicher Immobilienentwicklungen<br />

setzt er auf eine zukunftsorientierte<br />

Ausrichtung und leitet einen<br />

Generationenwechsel ein.<br />

Mit einem Transaktionsvolumen von rund<br />

zwei Milliarden Euro und einem Entwicklungsvolumen<br />

von einer Milliarde Euro in den<br />

vergangenen Jahren wurde gemeinsam mit<br />

Erwin Krause eine starke Grundlage geschaffen.<br />

Nach langjähriger erfolgreicher Partnerschaft<br />

entschieden sich Franz Alexander<br />

Kollitsch und Erwin Krause, künftig wieder<br />

eigenständige Wege zu gehen.<br />

Mit diesem Schritt geht eine Neuausrichtung<br />

einher: Das Family Office Kollitsch<br />

Invest wurde gegründet – ein klares<br />

Bekenntnis zur Weiterentwicklung. Neben<br />

Franz Alexander Kollitsch werden nun auch<br />

seine Kinder Franz Josef, Jasmin und Maria<br />

sowie Nichte Franziska aktiv mit eingebunden.<br />

Gemeinsam mit seiner Frau Eva an<br />

der Spitze führt er das Unternehmen in eine<br />

neue Ära, die Tradition mit frischen Impulsen<br />

verbindet.<br />

»DON37«,<br />

Donaustadtstraße 37, 1220 Wien.<br />

Der Fokus bleibt klar: Kollitsch Invest ist ein<br />

langfristig ausgerichtetes, familiengeführtes<br />

Immobilienunternehmen mit Schwerpunkt<br />

auf nachhaltige Investments. Gleichzeitig<br />

werden die etablierten Unternehmen<br />

Invester Management als Projektentwickler<br />

und Ekazent Management im Bereich Immobilienvermittlung<br />

und Asset-Management als<br />

Dienstleister weitergeführt.<br />

DER WANDEL BRINGT …<br />

… BESTÄNDIGKEIT<br />

FOTOS: © VERO DIGITAL, CHARLOTTE JANI/DOTSANDLINES GMBH, BEIGESTELLT<br />

Mit Projekten wie dem »Hilton Vienna Park«,<br />

dem Ekazent-Portfolio, dem Fashion Outlet<br />

Parndorf, dem Freeport Fashion Outlet in<br />

Tschechien – dem größten Outlet des Landes –<br />

sowie den »Y-Towers« in Amsterdam hat<br />

Franz Alexander Kollitsch die Immobilienbranche<br />

über Jahre hinweg mitgestaltet. »Die<br />

vergangenen Jahre waren eine intensive und<br />

erfolgreiche Entwicklungszeit«, erklärt er.<br />

Unternehmensstruktur Kollitsch Invest<br />

»Hilton Vienna Park«,<br />

Am Stadtpark 1, 1030 Wien.<br />

Nun beginnt ein neues Kapitel. »Wir freuen<br />

uns, trotz der Krise gut aufgestellt zu sein,<br />

und sind mehr als bereit, mit dem neuen<br />

Family Office in den nächsten Marktzyklus<br />

zu starten. Neben unserem bestehenden<br />

Portfolio befinden wir uns bereits in der<br />

Akquisition weiterer großvolumiger<br />

Projekte«, so Kollitsch.<br />

Der Hauptsitz am Parkring 12 im ersten<br />

Bezirk Wiens bleibt bestehen, während<br />

Franz Alexander und Eva Kollitsch gemeinsam<br />

mit der nächsten Generation die<br />

Weichen für die Zukunft stellen.<br />

Beständigkeit entsteht nicht durch<br />

Stillstand – bei Kollitsch Invest wächst man<br />

miteinander, lernt voneinander und baut<br />

aufeinander, um die Erfolgsgeschichte<br />

weiterzuschreiben.<br />

Weitere Informationen unter<br />

kollitsch-invest.com<br />

ADVERTORIAL<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

161


esidences / RESTAURIERTE BAUERNHÖFE<br />

VON DER SCHEUNE<br />

ZUM PRUNKSTÜCK<br />

Die Kunst der Bauernhofsanierung liegt in der perfekten Balance zwischen<br />

Erhalt und Erneuerung. Glas und Stahl treffen auf jahrhundertealte Steinwände,<br />

moderne Wohnkonzepte verschmelzen mit rustikalem Charme. Das Ergebnis?<br />

Ein einzigartiges Zuhause, das sowohl zeitlos als auch zeitgemäß ist.<br />

TEXT HEIMO ROLLETT<br />

Foto: Architekturfotografie Wien/Romana Fürnkranz<br />

162 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Historisches Erbe<br />

Der Danglhof im Mostviertel wurde erstmals<br />

1598 erwähnt. Seine Sanierung erfüllte den<br />

Lebenstraum des Bauherrn, indem der<br />

Vierkanthof thermisch optimiert und in vier<br />

Wohnungen umgewandelt wurde. atmo.at<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

163


esidences / RESTAURIERTE BAUERNHÖFE<br />

Ruhe, Reben, Radln<br />

Dieses alte Mühlenensemble aus dem<br />

18. Jahrhundert in der Südoststeiermark<br />

wurde behutsam saniert. Ergebnis: zwei<br />

autarke Ferienhäuser, die aktuell auf Booking<br />

unter »Haselmühle« vermietet werden.<br />

booking.com<br />

Die Wiederbelebung des kulturellen<br />

Erbes von Bauernhöfen geht weit über<br />

die bloße Restaurierung hinaus. Sie ist<br />

ein Akt der Kulturbewahrung und<br />

eine Hommage an die Handwerkskunst. Klingt<br />

ja recht romantisch, aber in der Praxis sind die<br />

Herausforderungen bei so einem Unterfangen<br />

mannigfaltig. Aufsteigende Feuchtigkeit ist ein<br />

Klassiker, da viele alte Gebäude ohne horizontale<br />

Feuchtigkeitsabdichtung gebaut wurden;<br />

auch statische Themen und Kontaminationen<br />

bringen die Sanierer:innen schnell auf den<br />

Acker der Tatsachen. Hinzu kommen rechtliche<br />

und bürokratische Hürden und natürlich<br />

die Fragen, wie man die historischen Höfe<br />

energetisch auf den neuesten Stand bringt.<br />

STADL IM ZENTRUM<br />

Immerhin, das Potenzial für zu sanierende<br />

Gebäude ist nicht gering, haben doch seit 1980<br />

rund 64 Prozent der Bauernhöfe im Alpenraum<br />

den Betrieb aufgeben müssen. Da diese<br />

Art von Immobilien von politischer und<br />

touristischer Relevanz ist, und sie das Ortsbild<br />

betrifft, sind Restaurierungen hier und da auch<br />

förderbar.<br />

Stadl 2.0<br />

Der Naturboden innerhalb der Scheune in<br />

Neuaigen bei Tulln musste erst ausgegraben<br />

werden, um ein Fundament für das Haus zu<br />

schaffen. Fassadenelemente aus poliertem<br />

Aluminium setzen moderne Spiegel-Effekte.<br />

wolfreicht.com<br />

Fotos: derFlor Fotografie, Hannes Buchinger, Christian Brandstaetter, beigestellt<br />

164 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Troadkasten<br />

Die Familie Schabus im Gailtal hat ihren<br />

Troadkasten aus dem Jahr 1714 mit viel<br />

Eigenleistung und natürlichen Materialien<br />

zu einem minimalistischen, bewohnbaren<br />

Fundstück für bis zu drei Personen umgebaut.<br />

troadkasten.at<br />

Der Fall eines einsturzgefährdeten Stadels in<br />

Neuaigen bei Tulln zeigt, dass die Nachnutzung<br />

im Zentrum auch nachhaltiger ist als ein<br />

Neubau auf der grünen Wiese. Dadurch wurde<br />

der Ortskern weiter belebt. Der international<br />

tätige Architekt Wolfgang Reicht hatte die<br />

Idee, den Schuppen zu einer modernen<br />

Residenz zu verwandeln, wobei die äußere<br />

Form des Stadels erhalten bleiben sollte.<br />

Zusätzliche Fenster wurden vermieden, und<br />

das Licht kommt durch die ehemaligen<br />

Scheunentore, ein Atrium und Fenster im<br />

Dach. Fassadenelemente aus poliertem<br />

Aluminium spiegeln die Umgebung wider und<br />

verändern das Erscheinungsbild des Gebäudes<br />

je nach Blickwinkel und Wetter. Eine Wärmedämmung<br />

zwischen Mauerwerk und Stadlwänden<br />

sorgt für optimale Energiewerte und<br />

eine Luft-Wärmepumpe und kontrollierte<br />

Wohnraumbelüftung gewährleisten eine<br />

zeitgemäße Haustechnik.<br />

Wie viel Liebe und Kreativität in solchen<br />

Projekten liegen, sieht man anhand eines<br />

Holzhüttchens im Gailtal. Der über 300 Jahre<br />

alte Troadkasten (ursprünglich auch ein<br />

Gebäude zum Aufbewahren von Getreide)<br />

wurde mit viel Eigenleistung, großartiger<br />

Planung (Abel und Abel Architektur) und<br />

unter Verwendung von Tannenholz sowie<br />

bäuerlicher Hanffaser zu einem bewohnbaren<br />

Möbelstück saniert.<br />

Die Sanierung von Bauernhöfen muss sich<br />

nicht auf Wohnraum beschränken, wie das<br />

Projekt »Büro K.« in Seewalchen am Attersee<br />

demonstriert. In diesem Fall wurde der<br />

Nebentrakt eines alten Bauernhofs in ein<br />

modernes Büro verwandelt, wobei der<br />

Charakter des Hofes und insbesondere die<br />

Fassade sowie die Tragstruktur erhalten<br />

blieben. Alte Bodenbelege, Leuchten und<br />

Möbel wurden wiederverwendet. Eine<br />

schlanke Stahltreppe führt ins Obergeschoß<br />

und geht in ein Bücherregal über. Kreativ:<br />

Mit Holz beplankte Stahlrahmen dienen der<br />

Beschattung, im geschlossenen Zustand<br />

erinnern sie an Scheunentore. Trotz der<br />

traditionellen Fassade ist das Büro technisch<br />

auf dem neuesten Stand, Fußbodenheizung,<br />

eine geräuscharme Wärmepumpe, Photovoltaikanlage<br />

und automatische Beschattungsanlage<br />

wurden verbaut.<br />

TRADITION UND INNOVATION<br />

In einer Welt, die sich ständig verändert, sind<br />

die wiederbelebten Alpenhöfe mehr als nur<br />

Gebäude. Sie sind Anker unserer Identität,<br />

Knotenpunkte des kulturellen Gedächtnisses<br />

und lebendige Beweise dafür, dass Tradition<br />

und Innovation Hand in Hand gehen<br />

können.<br />

<<br />

Büro statt Bauernhof<br />

Ziel bei diesem Hof in Seewalchen am Attersee war<br />

es, den Charakter des Hauses zu bewahren. Die bestehenden<br />

Steinwände und die sonnenverbrannten<br />

Holzverschalungen wurden deswegen innen gedämmt.<br />

architekt-klinger.at<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

165


my city<br />

K U A L A<br />

LUMPUR<br />

Für den Architekten<br />

Michael Gibert ist Kuala<br />

Lumpur eine kleine, aber<br />

quicklebendige tropische<br />

Metropole. Der üppig wuchernde<br />

Dschungel, der sich an vielen<br />

Stellen in der malaysischen<br />

Hauptstadt und am Stadtrand<br />

findet, war für den gebürtigen<br />

Franzosen der erste überwältigende<br />

Eindruck, als er vor<br />

20 Jahren hierher zog. »Kuala<br />

Lumpur wurde 1860 gegründet<br />

und ist heute immer noch ein<br />

sehr junges urbanes Zentrum«,<br />

sagt Gibert. »Es ist heiß, feucht,<br />

sonnig, und es regnet viel, vor<br />

allem während des Monsuns.«<br />

Temperaturen von 35 bis<br />

38 Grad, schwere Tropenstürme<br />

und Überflutungen sind keine<br />

Seltenheit. »Solche klimatischen<br />

Herausforderungen erfordern<br />

ambitionierte architektonische<br />

Antworten«, sagt Gibert. Architektonische<br />

Antworten auf das<br />

Klima Kuala Lumpurs prägen<br />

auch die Auswahl seiner Lieblingsgebäude<br />

in der Stadt, und<br />

solche formuliert er auch in seinem<br />

Büro Gibert&Tan, das er<br />

gemeinsam mit seiner Partnerin<br />

Tan Seok Foong führt und das<br />

2024 vom Portal Architizer auf<br />

in die top drei der besten Architekten<br />

Malaysias gewählt wurde.<br />

Das Hochhaus Chambers<br />

Residence mit 500 Wohnungen<br />

wurde mit einem feinen Gitter<br />

aus Verschattungselementen<br />

überzogen, die für kühle Luft<br />

sorgen. Ein Haus für eine<br />

Anwaltskanzlei wurde ganz in<br />

roten Ziegeln errichtet, die die<br />

Feuchtigkeit aufnehmen und<br />

dabei gut aussehen. Bei der Villa<br />

»House39« schichteten sie<br />

schwarze Steine übereinander<br />

und machten das Haus zum Teil<br />

der Natur. Stadt, Klima und<br />

Architektur – in Kuala Lumpur<br />

sind sie untrennbar verbunden.<br />

»Stadt, Klima und<br />

Natur sind hier<br />

untrennbar<br />

verbunden.«<br />

GIBERT&TAN<br />

Das Architekturbüro Gibert&Tan<br />

wurde 2012 vom Franzosen Michael<br />

Gibert und der Malaysierin Tan Seok<br />

Foong gegründet. Zu ihren Bauten,<br />

die von tropischer und japanischer<br />

Architektur beeinflusst sind, gehören<br />

das Firmen-Headquarter von BBR und<br />

mehrere Wohnhäuser und Villen.<br />

gibertandtan.com<br />

LANDMARKS<br />

TNB Campus<br />

Woods Bagot & Neuformation<br />

Architects, 2022<br />

»Dieser Campus überzeugt<br />

nicht nur seines Maßstabs<br />

wegen, sondern vor allem mit<br />

innovativer Nachhaltigkeit und<br />

grün-ganzheitlicher Arbeitsatmosphäre.<br />

Er hat die höchste<br />

Auszeichnung des Landes für<br />

ökologisches Bauen erhalten.«<br />

PAM Centre KL<br />

HMA & Associates, 2016<br />

»Der zehngeschoßige Bau<br />

mit seiner schwarzen<br />

Aluminiumverkleidung, Beton,<br />

Ziegel, Stahl und grünen<br />

Innenräumen bietet ein besonderes<br />

Lüftungssystem, das<br />

perfekt auf das lokale Klima<br />

abgestimmt ist.«<br />

Le Nouvel KLCC<br />

Jean Nouvel, 2016<br />

»Ein Doppelturm-Wohnhochhaus<br />

mit 43 und 49 Stockwerken<br />

im Herzen des<br />

Business District sticht mit<br />

seiner begrünten Fassade und<br />

seinen natürlichen Konturen<br />

aus der grauen Einheitlichkeit<br />

der Umgebung heraus.«<br />

Tanarimba Masterplan<br />

CWN Architect, laufend<br />

»Der älteste Urregenwald der<br />

Welt liegt nahe Kuala Lumpur,<br />

und bietet eine grüne Lunge<br />

für naturnahes Wohnen. Der<br />

Tanarimba Masterplan entwickelt<br />

für diesen sensiblen<br />

Ort ein Konzept für ökologisch<br />

sensibles Wohnen.«<br />

Fotos: GIBERT & TAN, Woods Bagot and Newformation Architects, beigestellt<br />

166 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


BEWEGT<br />

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ZUVOR.<br />

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enterprise.ORF.at


esidences / ARCHITEKTURPORTRÄT<br />

Eden, Singapur<br />

Für den asiatischen Developer<br />

Swire Properties Ltd. plante<br />

Thomas Heatherwick diesen 105 Meter<br />

hohen Turm mit begrünten Dschungelterrassen.<br />

Seine Vision dafür, sagt er, war<br />

die Verschmelzung von Stadt und Garten.<br />

eden.sg, swireproperties.com<br />

GROSSSTADT MIT<br />

DSCHUNGEL<br />

Der Londoner Thomas Heatherwick ist zwar ausgebildeter Designer, doch<br />

sein Schwerpunkt liegt heute auf grünen Architekturprojekten in aller Welt.<br />

Die vegetativen Impulse auf Plätzen, Dächern und Fassaden sollen das Klima<br />

verbessern und Bewusstsein schaffen. TEXT WOJCIECH CZAJA<br />

Fotos: Hufton+Crow, 2017 HayesDavidson all rights reserved, Raquel Diniz HERO<br />

168 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Google Campus, London<br />

Auf den ehemaligen Gleisanlagen in King’s Cross,<br />

London, wird gerade der 330 Meter lange Google<br />

Campus errichtet. Auf dem Dach befindet sich<br />

eine abgetreppte Gartenlandschaft mit Blick<br />

auf die Stadt. Fertigstellung noch heuer.<br />

kingscross.co.uk, relatedargent.co.uk<br />

organisch geformten Balkon, vor einem ein<br />

Panorama aus sattgrünem Blätterwerk, aus<br />

Palmen und Bananen, und sogar der Fischgrätparkettboden<br />

reicht, um den Innen- mit dem<br />

Außenraum atmosphärisch zu verbinden, bis<br />

hinaus ins Freie.<br />

Thomas Heatherwick, 1970 in London<br />

geboren, wollte eigentlich Erfindertum und<br />

Fantasie studieren, wie er im Interview erzählt.<br />

Nachdem er jedoch einsah, dass das Unisystem<br />

eine solche Ausbildung nicht abdeckt, sattelte er<br />

um und studierte 3D-Design am Manchester<br />

Polytechnic sowie Möbeldesign an der Royal<br />

Academy of Art in London. 1994 gründete ><br />

Sie ragen wie begrünte Muscheln aus der<br />

Fassade, wie üppig drapierte Kandelaber<br />

– mit überhängenden Weiden,<br />

Farnen und meterlangen Lianen. »Mit<br />

der Zeit«, sagt Thomas Heatherwick, »werden<br />

die Pflanzen dem Haus eine immer weichere,<br />

samtigere Haut verleihen. Ich will, dass das Haus<br />

wächst wie ein Sprössling, der unter dem<br />

Asphalt Wurzeln geschlagen hat und der sich<br />

nun mehr als hundert Meter hoch in den<br />

Himmel kämpft – und damit einen bewussten<br />

Kontrast schafft zu den harten, allgegenwärtigen<br />

Stahl- und Glastürmen rundherum.«<br />

Der Ort ist kein Zufall, immerhin pflegt der<br />

kleine, tropische Stadtstaat Singapur seit vielen<br />

Jahrzehnten schon eine grüne Kultur des<br />

Wohnens und Lebens. Aufgrund der begrenzten<br />

Staatsfläche von nur 730 Quadratkilometern –<br />

kleiner als Berlin – spielt die Verwebung von<br />

Stadt und Natur hier eine besonders große Rolle.<br />

Und die 20 Wohnungen, luxuriös dimensioniert,<br />

eine Einheit pro Etage, haben es in sich:<br />

Aus dem Wohnraum tritt man direkt auf den<br />

»Ich will, dass das Haus<br />

wächst wie ein Sprössling, der<br />

unter dem Asphalt Wurzeln<br />

geschlagen hat und der sich<br />

nun mehr als hundert Meter<br />

hoch in den Himmel kämpft.«<br />

THOMAS HEATHERWICK über das Projekt »Eden«<br />

Der architektonische Autodidakt<br />

»Ich bin weder Künstler noch Designer<br />

noch Architekt«, sagt Thomas Heatherwick.<br />

»Ich will einfach nur die Welt ein bisschen<br />

besser machen und Orte kreieren, die<br />

uns zusammenbringen.«<br />

heatherwick.com<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

169


esidences / ARCHITEKTURPORTRÄT<br />

><br />

er sein eigenes Büro in London – damals<br />

noch mit einem deutlichen Fokus auf Design,<br />

Stadtmobiliar und Mobilitätstechnologien.<br />

Mittlerweile hat das Heatherwick Studio<br />

250 Mitarbeiter:innen oder – wie der Meister es<br />

formuliert – »250 Problemlöser, die sich dem<br />

Ziel verschrieben haben, die physische Welt<br />

rundherum für uns alle ein bisschen besser,<br />

genussvoller und menschlicher zu machen«.<br />

Weltweit berühmt wurde Heatherwick auf<br />

einen Schlag 2010 mit dem Redesign des<br />

knallroten Londoner Doppeldeckerbusses<br />

Routemaster, mit dem es ihm gelungen ist, sogar<br />

Konkurrenten wie Sir Norman Foster und den<br />

Luxuskarossenbauer Aston Martin auszustechen.<br />

Das neue, asymmetrische Outfit orientiert<br />

sich an den Stromlinien und Stiegenaufgängen<br />

und wirkt wie eine futuristische Neuinterpretation<br />

des alten Klassikers. Insgesamt sind auf<br />

Londons Straßen – längst zur Sehenswürdigkeit<br />

avanciert – rund 720 dieser Busse im Einsatz.<br />

Obwohl Heatherwick im Laufe der kommenden<br />

Little Island, New York<br />

An der Westküste von Manhattan setzte Heatherwick<br />

Studio 132 kelchförmige Betonpilze in den Hudson<br />

River. Das Parkprojekt wurde unter anderem von<br />

Barry Diller und Diane von Fürstenberg finanziert<br />

und im Mai 2021 eröffnet. littleisland.org<br />

Jahre immer wieder Designaufträge von<br />

Bootsbauern, Automobilherstellern und dem<br />

französischen Parfumeur Christian Louboutin<br />

erhielt, verlagerte sich sein Schwerpunkt<br />

zunehmend in Richtung Architektur – ob das<br />

nun das Zeitz MOCAA Museum of Contemporary<br />

Art Africa in Kapstadt ist, die viel<br />

Centre Culture Business District, Xi’an<br />

Der 230.000 Quadratmeter große<br />

Komplex, errichtet von CRL China Resources<br />

Land, umfasst Wohnungen, Büros, Hotels und<br />

einen öffentlich begehbaren Park. Eintritt frei.<br />

en.crland.com.hk<br />

kritisierte Treppenskulptur »Vessel« auf den<br />

Hudson Yards in New York oder der neue<br />

Google Campus im Londoner Stadtentwicklungsbiet<br />

King’s Cross.<br />

Was sofort auffällt: Waren seine Projekte zu<br />

Beginn noch rein auf Design, Ästhetik und<br />

Werbewirksamkeit fokussiert, so entwickeln<br />

sich seine urbanen Implantate mehr und mehr<br />

zu grünen Lungen, zu öffentlich begehbaren<br />

Parks, Gartenanlagen und ins Stadtgefüge<br />

eingebettete Terrassenlandschaften. Am<br />

Hudson River in New York etwa plante der<br />

55-jährige Stadtdesigner einen Inselpark aus<br />

132 organisch geformten Betonschwammerln,<br />

die auf einer Fläche von einem Hektar zu einer<br />

poetischen Topografie zusammenwachsen und<br />

im dichten Manhattan eine kleine Oase der<br />

Ruhe schaffen. Die einzelnen Pilzstützen ragen<br />

zwischen fünf und 19 Meter über die Wasseroberfläche<br />

und wurden in Zusammenarbeit mit<br />

dem Ingenieurbüro Arup und der Landschaftsarchitektin<br />

Signe Nielsen entwickelt. Darüber<br />

hinaus verfügt Little Island – so der offizielle<br />

Titel – über Imbiss stände und ein Amphitheater<br />

mit 687 Sitz plätzen.<br />

Doch die richtig großen Urban-Green-<br />

Projekte werden derzeit in Asien realisiert, in<br />

Xi’an, in Shanghai, in den Azabudai Hills in<br />

Tokio. Am Suzhou Creek in Shanghai stehen<br />

und wachsen die sogenannten 1000 Trees.<br />

Die Besonderheit dabei: Im Gegensatz zu<br />

Fotos: Qingyan Zhu, Hufton+Crow, Raquel Diniz, Susan Smart, Iwan Baan<br />

170 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Azabudai Hills, Tokio<br />

Ein neues Stadtviertel mit Bäumen, Büschen,<br />

Wasserspielen, Kunstgalerien und sogar zwei<br />

shintoistischen Tempelanlagen wurde 2023<br />

eröffnet. mori.co.jp/en<br />

herkömmlichen Gebäuden wurde die tragende<br />

Säulenstruktur des 20-stöckigen Wohn- und<br />

Officekomplexes sichtbar nach außen gestülpt.<br />

Die rund tausend Säulenkapitäle dienen dabei<br />

als Pflanzentröge für Büsche und Bäume aller<br />

Art. Das wuchernde Bauwerk soll nicht zuletzt<br />

die dauergeplagte Smog-Metropole entlasten.<br />

Und in Tokio errichtete die Mori Building<br />

Spun<br />

Ursprünglich wurde das Sitzmöbel »Spun« in<br />

Aluminium gefertigt – und zwar als maschinell<br />

gedrechselte Skulptur. Der italienische<br />

Möbelproduzent Magis stellt den »Spun« nun<br />

auch in einer Light-Version aus Polypropylen her.<br />

magisdesign.com<br />

1000 Trees, Shanghai<br />

Die rund tausend Säulenkapitäle<br />

dieses Wohn- und Bürokomplexes<br />

wurden nach außen gestülpt und dienen<br />

zugleich als Pflanzentröge. Errichtet<br />

wurde das Projekt von der SCG Shanghai<br />

Construction Group und der Tian An<br />

China Investments Company.<br />

scg.com.cn, www.tiananchina.com<br />

Company, Japans führender Stadtlandschaftsentwickler,<br />

eine acht Hektar große Topografie<br />

mit Wohnungen, Büros, Restaurants, Kunstgalerien,<br />

einer Schule und sogar zwei shintoistischen<br />

Tempelanlagen. Bäume, Büsche, Blumenbeete,<br />

Wasserspiele und verschlungene Wege legen sich<br />

wie ein grüner Schleier über das Quartier.<br />

»Wir waren inspiriert, einen Ort zu schaffen,<br />

der die Emotionen der Menschen anspricht«,<br />

sagt Thomas Heatherwick, »und in dem sie<br />

miteinander in Kontakt treten und die grüne<br />

Stadtlandschaft genießen können – etwas<br />

ganz Neues in einer so dicht bebauten Stadt<br />

wie Tokio.« <<br />

New Routemaster, London<br />

Seit 2012 ist der neue Routemaster auf<br />

Londons Straßen unterwegs. Das Design<br />

ist eine futuristische Neuinterpretation<br />

des klassischen Doppeldeckerbusses.<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

171


esidences / <strong>LIVING</strong> SALON<br />

Tischgespräch<br />

Marianne Penker, Nachhaltigkeits -<br />

wissenschaftlerin an der BOKU<br />

University Wien, Max Stiegl, Koch und<br />

Gründer des Restaurants »Gut Purbach«<br />

am Neusiedler See, und Architekt und<br />

Interior-Designer Gregor Eichinger.<br />

172 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Wo sagt man<br />

Mahlzeit<br />

Kein anderes Möbel im<br />

Wohnbereich ist kulturell und<br />

gesellschaftlich so aufgeladen wie<br />

der Esstisch: Hier wird gegessen,<br />

hier werden Essenstraditionen<br />

weitergegeben, hier lernt man im<br />

kleinen Rahmen, zu debattieren.<br />

Das haben auch wir gemacht: ein<br />

Gespräch mit Architekt Gregor<br />

Eichinger, Forscherin Marianne Penker und<br />

dem burgenländischen Koch Max Stiegl.<br />

MODERATION UND TEXT WOJCIECH CZAJA<br />

FOTOS CHRIS SINGER<br />

<strong>LIVING</strong> Haben Sie ein Lieblingsgericht?<br />

MARIANNE PENKER Das ist<br />

saisonabhängig, aber ganz hoch<br />

oben auf der Liste: Erdäpfel,<br />

gekocht mit einem Stück Butter und Salz.<br />

MAX STIEGL Ich könnte den ganzen Tag<br />

Krautfleckerln essen, darin könnte ich mich<br />

eingraben! Und ich mag Muscheln. In Piran,<br />

wo ich ja herkomme, isst man das immer<br />

und überall. Muscheln – das ist die<br />

Leberkässemmel der Slowen:innen.<br />

GREGOR EICHINGER Man referenziert das<br />

Lieblingsessen ja meistens in die eigene<br />

Kindheit: Bei mir ist das saure Suppe mit<br />

Essig und pochiertem Ei, dazu ein<br />

Bauernkrapfen.<br />

Und in welcher Tischgesellschaft würden Sie<br />

dieses Essen am liebsten zu sich nehmen?<br />

PENKER Ich habe eine riesengroße,<br />

diskussionsfreudige Verwandtschaft, mit<br />

sechs oder sieben Glaubensrichtungen. Diese<br />

Tischgesellschaft finde ich sehr anregend.<br />

STIEGL Ich wollte immer mal mit Barack<br />

Obama essen und mich mit ihm über seine<br />

Politik unterhalten.<br />

EICHINGER Ich habe mich immer schon<br />

am liebsten mit rauchenden Künstlern und<br />

Philosophen unterhalten. Früher im Lokal<br />

drin, heute vor dem Lokal stehend.<br />

Warum mit den Rauchern?<br />

EICHINGER Weil sie mit dem Stillen<br />

dieses sehr körperlichen Bedürfnisses<br />

Bewegung und Stimmung in eine Gesellschaft<br />

reinbringen. Wenn ich heute ein<br />

Lokal plane, dann versuche ich immer,<br />

den Raucher:innenbereich beim Eingang<br />

explizit mitzudenken. ><br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

173


esidences / <strong>LIVING</strong> SALON<br />

><br />

Werfen wir einen Blick in die Geschichte:<br />

Seit wann werden Essen und Gesellschaft als<br />

Einheit betrachtet?<br />

EICHINGER Der Beginn der Architektur ist<br />

auch der Beginn des gesellschaftlichen Essens.<br />

Höhle, Hütte, Erdgrube, Feuerstelle und Dach<br />

über dem Kopf – mit diesen wenigen Basics<br />

wurde das Fundament für das gemeinsame<br />

Zubereiten und die gemeinsame Nahrungsaufnahme<br />

geschaffen.<br />

PENKER Schon vor Millionen Jahren haben<br />

die Menschen gemeinsam gejagt, gesammelt<br />

und gegessen. So gesehen ist das Essen als kultureller<br />

Akt eine Geschichte, die schon lange<br />

vor der Sesshaftigkeit und dem Übergang zu<br />

Ackerbau und Viehzucht begonnen hat.<br />

Fokus auf Esskultur<br />

Für Forscherin Marianne Penker ist der Esstisch<br />

nicht nur ein Ort des Essens, sondern<br />

auch der kulturellen und politischen Schule. Ihr<br />

Lieblingsgericht: Erdäpfel mit Butter und Salz.<br />

Und warum ist in all dieser Überlieferung<br />

ausgerechnet das Essen ein so wichtiges Kulturgut?<br />

Und nicht zum Beispiel das Schlafen oder<br />

der Müßiggang?<br />

PENKER Erstens ist das Essen mit vielen sozialen,<br />

kulturellen, religiösen Ritualen verbunden –<br />

und ist dadurch in vielen anderen Kulturgattungen<br />

mitdokumentiert. Ich denke da nur<br />

an das Brotbrechen, an das Tischgebet, an die<br />

japanische Teezeremonie, an die buddhistische<br />

Essensspende, an die arabische Fastenzeit, an<br />

das jüdische Sabbat-Dinner und so weiter. Und<br />

zweitens ist das Essen – auch in Hinsicht auf die<br />

Archäologie – mit zahlreichen materiellen<br />

Funden belegbar, was die faktische Datenmenge<br />

zu diesem Thema einmal mehr erhöht.<br />

STIEGL Wobei man nicht außer Acht lassen<br />

darf, dass die Essenskultur im geschichtlichen<br />

Rückblick leider auch ein sehr verzogenes Bild<br />

liefert.<br />

Inwiefern?<br />

STIEGL Weil das ganz normale Alltagsessen<br />

nur sehr geringfügig dokumentiert ist. Wir<br />

wissen weitaus mehr über Feste und Gelage,<br />

über besondere Anlässe, bei denen kiloweise<br />

Fisch, Fleisch, Fett, Zucker und Alkohol aufgetischt<br />

wurden. Diese Mahle sind in der Kunst<br />

und Literatur bestens dokumentiert, aber sie<br />

spiegeln nur einen sehr, sehr kleinen Teil der<br />

Essenskultur wider.<br />

Wenn ich an das Barock, die Renaissance, die<br />

Romantik denke, so hat sich das Essen – wie<br />

Sie gerade gesagt haben – auch in der Kunst<br />

niedergeschlagen. Wie ist das heute?<br />

EICHINGER Als Stillleben wird man Essen<br />

heute kaum noch irgendwo finden. Die Zeiten<br />

der üppig drapierten Fische, Fasane und Kelche<br />

voll mit wertvollem Gebräu, die sind vorbei.<br />

Aber werfen Sie nur mal einen Blick auf die<br />

Filmkultur! Auf die Bedeutung von Architektur<br />

im gastronomischen Kontext! Auf kulinarische<br />

Reiseführer mit Gabeln, Hauben und Sternen!<br />

Ein Fass ohne Boden!<br />

PENKER Aber auch das ist wieder nur eine<br />

kleine Schicht der Hochkultur! Im ganz normalen<br />

Alltag hat das Essen an Bedeutung verloren.<br />

Die Zubereitung des alltäglichen Essens –<br />

Rüssel bis Schwanzerl<br />

Koch Max Stiegl hat sich in seinem »Gut<br />

Purbach« darauf spezialisiert, nachhaltig zu<br />

kochen und das gesamte Tier zu verwerten.<br />

Lieblingsgericht: Krautfleckerl.<br />

oftmals die Arbeit von Frauen – ist unbezahlt<br />

und wird nicht wirklich als Leistung anerkannt.<br />

STIEGL Natürlich wird Essen immer mehr zu<br />

etwas, das lästig ist und das nix kosten darf.<br />

Meine slowenische Oma hat noch mit Stolz<br />

gekocht, und bis vor Kurzem hat man auch<br />

anerkannt, dass gutes Essen nicht nur einen<br />

Wert, sondern auch einen Preis hat.<br />

PENKER Das hat sich verändert. Wir geben<br />

in Österreich im Schnitt zwölf Prozent der<br />

Haushaltsausgaben für Essen aus – so wenig<br />

wie noch nie.<br />

STIEGL Ich war vor ein paar Wochen mal im<br />

»Das Essen ist mit vielen sozialen, kulturellen, religiösen<br />

Ritualen verbunden. Das reicht vom Tischgebet über die<br />

arabische Fastenzeit bis zum jüdischen Sabbat-Dinner.«<br />

MARIANNE PENKER Nachhaltigkeits wissenschaftlerin an der BOKU University Wien<br />

174 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


»Runde Tische brechen Hierarchien auf, es gibt keine Ecken,<br />

keine schmalen und keine langen Seiten, und die Stühle und<br />

die Kunst sind für mich ein Commitment zum Wohlfühlen.«<br />

MAX STIEGL Koch und Gründer des Restaurants »Gut Purbach«<br />

könnten wir irgendwann einmal die Gabe<br />

verlieren, zu diskutieren.<br />

EICHINGER Am Tisch lernen wir soziale<br />

Normen und Umgangsformen. Der Tisch ist<br />

ein Gesellschaftsformer!<br />

Supermarkt Penny. Da haben zwei Avocados<br />

2,79 Euro gekostet – und zwei kleine Hendln<br />

gab’s um 2,49 Euro.<br />

Zwei Hendln um 2,49 Euro?<br />

STIEGL Ich habe es selbst nicht fassen können!<br />

Natürlich kaufen das die Leute, und dann<br />

frieren sie die Hendln ein, weil sie in Anbetracht<br />

der Inflation dringend sparen müssen.<br />

Aber bei diesen Preisen greifst du dir wirklich<br />

an den Schädel!<br />

PENKER Statt im Gasthaus zu essen, wird<br />

Essen immer häufiger nach Hause bestellt. Der<br />

Bote liefert das Essen an die Wohnungstüre,<br />

dann kommt es zu einem kurzen sozialen<br />

Kontakt, aber gegessen wird das Essen alleine<br />

vor dem Fernseher oder dem Computer.<br />

Jetzt sind wir innerhalb von wenigen Minuten<br />

vom barocken Stillleben bis zum Untergang der<br />

Essenskultur gelangt. Wie denn das? Herr<br />

Eichinger, helfen Sie mir!<br />

EICHINGER Eigentlich schon ein bisschen<br />

traurig, oder? Wir dürfen ja auch nicht vergessen,<br />

dass die TV-Kochshows, die wir heute so<br />

toll finden, nicht etwa entstanden sind, weil<br />

das Essen so wichtig ist. Nein, die Geburtsstunde<br />

der TV-Kochshows ist in den 1950erund<br />

1960er-Jahren in den USA und hatte<br />

damals einzig und allein die Aufgabe, das<br />

Essen noch schneller, noch billiger, noch<br />

einfacher zu machen. Erst in den letzten<br />

20 Jahren ist der kulinarische, hedonistische<br />

Kultfaktor dazugekommen.<br />

Die Entwicklungen, die Sie angesprochen<br />

haben, hat natürlich auch Auswirkung auf das<br />

Wohnen. Welche denn genau?<br />

EICHINGER In vielen Wohnungen gibt es<br />

heute keinen Esstisch mehr, stattdessen ein<br />

paar Barhocker am Küchentresen oder – noch<br />

schlimmer – nur noch einen Couchtisch. Das<br />

Essen als gesellschaftliches Zeremoniell ist so<br />

gesehen aus dem Wohnen verschwunden. Das<br />

finde ich sehr bedauerlich.<br />

PENKER Aber auch traditionelle Räume und<br />

Elemente wie die Speis und der Vorratsschrank<br />

sind heute kaum noch anzutreffen. Dafür<br />

beobachte ich, wie manche Luxuswohnungen<br />

eine hübsche Schauküche und – direkt dahinter<br />

– eine funktionale Back Kitchen haben.<br />

Das amüsiert mich schon ein wenig.<br />

EICHINGER In teure Küchen zu investieren –<br />

das gehört zum guten Ton, vor allem dann,<br />

wenn man nicht kocht. Das Gleiche gilt<br />

übrigens auch für Outdoorküchen.<br />

Was bedeutet das fürs Wohnen, wenn der<br />

Esstisch verschwindet, wenn nicht mehr<br />

gekocht wird, wenn diese Kultur in Vergessenheit<br />

gerät?<br />

PENKER So wie Sie sagen: dass eine Kultur in<br />

Vergessenheit gerät. Dass man sich nicht mehr<br />

zum Essen trifft. Dass man das gemeinsame<br />

»Das Schlimmste, was man<br />

einem Essensraum antun<br />

kann, ist eine einheitliche<br />

Ausleuchtung mit kaltem Licht.<br />

Das richtige Licht hingegen kann<br />

sehr appetitanregend sein.«<br />

GREGOR EICHINGER Architekt und Interior-Designer<br />

Essen nicht mehr zelebriert.<br />

EICHINGER Kein Weihnachten, kein Osterfrühstück,<br />

kein Sonntagsbraten für die ganze<br />

Familie, keine Brunches und Abendessen, zu<br />

denen man Freund:innen und Bekannte<br />

einlädt – das hat à la longue natürlich auch<br />

Auswirkung auf unser soziales System.<br />

PENKER Und auch auf unser demokratisches<br />

Verständnis! Am Tisch zu sitzen und mit<br />

Freund:innen und der Familie zu diskutieren<br />

und zu streiten, das ist nicht zuletzt auch eine<br />

wichtige politische Schule. Wenn es den<br />

familiären Esstisch nicht mehr gibt, dann<br />

Appetit auf Räume<br />

Der Wiener Architekt und Interior-<br />

Designer Gregor Eichinger gestaltet am<br />

liebsten Restaurants und Kaffeehäuser. Am<br />

liebsten, sagt er, isst er saure Suppe mit Ei.<br />

Herr Stiegl, in Ihrem Restaurant »Gut Purbach«<br />

spielt der Tisch eine große Rolle. Sie haben ausschließlich<br />

runde Tische, Roland-Rainer-Stühle<br />

und großformatige Kunst an den Wänden.<br />

STIEGL Ja, denn das Auge isst mit. Runde<br />

Tische brechen Hierarchien auf, es gibt keine<br />

Ecken, keine schmalen und keine langen<br />

Seiten, und die Stühle und die Kunst sind für<br />

mich ein Commitment zum Wohlfühlen.<br />

Und dann braucht es natürlich auch noch<br />

das richtige Licht.<br />

EICHINGER Das Licht spielt eine enorm<br />

wichtige Rolle. Ich habe in einigen Lokalen,<br />

wo ich als Troubleshooter eingeladen war, die<br />

Stimmung, das Wohlfühlen und auch die<br />

Lokalbewertungen verbessert – nur indem ich<br />

das Licht verändert habe. ><br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

175


esidences / <strong>LIVING</strong> SALON<br />

><br />

STIEGL Das kann ich mir gut vorstellen!<br />

Wichtig ist, dass der Tisch gut und zentral<br />

beleuchtet ist, mit einer warmen Lichtquelle,<br />

die den Speisen, aber auch den Gesichtern<br />

der Menschen schmeichelt. Außerhalb der<br />

Tisch-Bubble mag ich’s, wenn es etwas<br />

dunkler und geheimnisvoller ist.<br />

EICHINGER Das Schlimmste, was man<br />

einem Essensraum antun kann, ist eine<br />

einheitliche Ausleuchtung mit kaltem, kurzwelligem<br />

Licht. Eine schöne Differenzierung<br />

hingegen kann sehr appetitanregend wirken.<br />

PENKER Und wenn sich die Leute wohlfühlen<br />

und das Essen genießen, fördert das ja<br />

auch wieder die Gesellschaft.<br />

Ein paarmal im Jahr laden Sie im »Gut<br />

Purbach« zum sogenannten Sautanz. Was ist<br />

das genau?<br />

STIEGL Wir veranstalten jedes Jahr im<br />

Herbst und im Winter einen Sautanz. Ein<br />

Schwein wird geschlachtet und dann im<br />

Laufe des Tages Stück für Stück verwertet.<br />

Wir fangen mit den Innereien an, es gibt<br />

Magen, Nierndln, Beuschel, Rüssel, Schwanzerl,<br />

Schweinsohren, Hirn mit Ei, wir machen<br />

Würstel, wir kochen, braten, grillen, essen<br />

und rexen ein, wir verwerten das gesamte<br />

Schwein. Und am Ende des Tages widmen<br />

wir uns dann den klassischen Filetstücken.<br />

EICHINGER Wie viele Leute nehmen da teil?<br />

STIEGL Meist so an die 180 bis 200. Und das<br />

Wichtigste ist, dass es im Freien stattfindet,<br />

dass es nur Stehtische gibt, dass wir also die<br />

klassischen Spielregeln eines gesetzten<br />

Dinners komplett auf den Kopf stellen.<br />

EICHINGER Das klingt super! Der Stehtisch<br />

ersetzt den klassischen Esstisch, und der Sautanz<br />

bringt Leute aus ganz unterschiedlichen<br />

Gesellschaftsschichten zusammen, oder?<br />

STIEGL Genau, dann redet der Vorstandsdirektor<br />

aus Wien mit dem Elektriker aus<br />

Purbach. Ich liebe diese Sautänze! Da habe<br />

ich das Gefühl, dass ich damit ein Stückchen<br />

Esskultur und burgenländischer Tradition<br />

wiederbeleben kann.<br />

Wie ist das Feedback der Leute?<br />

STIEGL Wir treffen uns um acht Uhr in der<br />

DIE GESPRÄCHS-<br />

PARTNER:INNEN<br />

Früh, und das Event dauert zwölf Stunden.<br />

Die meisten Menschen erleben bei diesen<br />

Sautänzen zum allerersten Mal, wie so ein<br />

Prozess aussieht. Das schafft Bewusstsein, das<br />

verändert bei vielen den Blick auf das Essen.<br />

»Am Tisch zu sitzen und zu diskutieren, das ist eine wichtige<br />

politische Schule. Wenn es den Esstisch nicht mehr gibt,<br />

dann verlieren wir irgendwann die Gabe, zu diskutieren.«<br />

MARIANNE PENKER Nachhaltigkeits wissenschaftlerin an der BOKU University Wien<br />

Marianne Penker (53) studierte Jus und<br />

Landschaftsplanung in Wien und Mailand.<br />

Sie ist Professorin am Institut für Nachhaltige<br />

Wirtschaftsentwicklung an der<br />

BOKU University Wien und forscht als<br />

Nachhaltigkeitswissenschaftlerin zu den<br />

Themen Essen als Kulturgut und nachhaltige<br />

Agrar- und Ernährungssysteme.<br />

Zudem ist sie Vorsitzende des UNESCO<br />

Man and the Biosphere Nationalkomitees an<br />

der Österreichischen Akademie der<br />

Wissenschaften. boku.ac.at<br />

Max Stiegl (44) wurde in Slowenien<br />

geboren und kam mit sechs Jahren nach<br />

Österreich. Er absolvierte eine Kochlehre in<br />

Salzburg. 2007 eröffnete er das »Gut<br />

Purbach« im Burgenland. Seine Küche ist<br />

eine Mischung aus regional und innovativ<br />

nach dem Prinzip von »Nose to Tail« – das<br />

heißt, dass alle Teile des Tieres verarbeitet<br />

und verkocht werden. 2019 war er in der<br />

TV-Serie »Kitchen Impossible« zu sehen.<br />

Aktuell arbeitet an einem Buch über<br />

Zucker. gutpurbach.at, stieglmax.at<br />

Gregor Eichinger (68) studierte Architektur<br />

und leitete von 1976 bis 2005 mit Christian<br />

Knechtl das Büro eichinger oder knechtl.<br />

Heute arbeitet er als Architekt und Interior-<br />

Designer mit dem Schwerpunkt Gastronomie.<br />

Zu seinen Projekten zählen u. a. das<br />

»Café Prückel«, das »Café Ansari« und das<br />

Restaurant »Lugeck«. Er hatte Professuren<br />

in Zürich und München und Lehraufträge in<br />

Wien, Düsseldorf und Los Angeles. 2007<br />

wurde er mit dem Architekturpreis der Stadt<br />

Wien ausgezeichnet. eichingeroffices.com<br />

»In vielen Wohnungen<br />

gibt es heute keinen<br />

Esstisch mehr. Das Essen<br />

als gesellschaftliches<br />

Zeremoniell ist damit aus<br />

dem Wohnen verschwunden –<br />

sehr bedauerlich.«<br />

GREGOR EICHINGER Architekt und Interior-Designer<br />

Am Ende des Tages schauen sie anders auf das<br />

Thema Fleisch als noch zuvor.<br />

PENKER Und sie haben einen Crashkurs in<br />

nachhaltigem Essen bekommen, denn die<br />

Nose-to-Tail-Küche, die Sie hier vorleben, ist ja<br />

nichts anderes als eine sehr ganzheitliche,<br />

ressourcenschonende Ernährung, die ganz im<br />

Gegensatz zu unserer verschwenderischen<br />

Steak- und Filet-Kultur steht.<br />

Ein Blick in die Zukunft: Wie werden wir uns im<br />

Jahr 2050 ernähren?<br />

STIEGL Ich glaube, dass der Trend zu regionaler,<br />

nachhaltiger Küche noch weiter zunehmen<br />

wird. Aus kulturellen und gesundheitlichen<br />

Gründen wird der Fleischkonsum zurückgehen.<br />

Und ich hoffe nicht, dass wir dann jeden<br />

Tag Borschtsch essen werden.<br />

PENKER Dafür produzieren wir in Österreich<br />

eh viel zu wenig Gemüse! Die Zufuhr von<br />

Proteinen wird vielfältiger werden – nicht nur<br />

Fisch und Fleisch, sondern auch Linsen,<br />

Bohnen, Nüsse, Algen oder Insekten. Rund<br />

1,1 Millionen Menschen leiden in Österreich an<br />

Ernährungsarmut. Das müssen wir dringend<br />

in den Griff kriegen!<br />

EICHINGER Österreich ist ein gastronomischer<br />

Muskel in Europa. Ich bin davon überzeugt,<br />

dass sich die österreichische Küche gut weiterentwickeln<br />

wird. Und dann wird Max Stiegl<br />

nicht mehr zum Sautanz, sondern zum<br />

Kukuruztanz einladen.<br />

Die Gegenfrage zum Lieblingsessen: Was wird<br />

bei Ihnen niemals am Teller landen?<br />

PENKER Natto, fermentierte Sojabohnen.<br />

Ich habe in Japan gelebt, aber das schaffe ich<br />

leider nicht.<br />

EICHINGER Oktopus. Das ist so ein gscheites,<br />

emotional hochintelligentes Lebewesen, das<br />

könnte ich niemals essen.<br />

STIEGL Rohe Eidotter und Käsesaucen.<br />

Unmöglich!<br />

<<br />

176 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


THE LEGACY<br />

MY<br />

FAVORITE<br />

PROJECTS<br />

MAGNUM VOLLHOLZ<br />

In begehrter innerstädtischer Lage in Wien-<br />

Landstraße entstehen im, mit dem Luxury<br />

Lifestyle Award prämierten, Gründerzeitprojekt<br />

»The Legacy« 26 hochwertige Eigentumswohnungen,<br />

darunter fünf Einheiten im großzügig<br />

ausgebauten Dachgeschoß. Das 1900 erbaute<br />

Gründerzeithaus wird bis Ende 2024 von der<br />

3SI Immogroup revitalisiert. »The Legacy« bietet<br />

ein- bis vier-Zimmerwohnungen mit Wohnflächen<br />

zwischen 32 und 187 m². Die Auswahl<br />

reicht in der Landstraßer Hauptstraße 144 von<br />

einge schoßigen Eigentumswohnungen über<br />

Maisonette-Rooftop-Suites bis hin zu einem<br />

atemberaubenden Maisonette-Penthouse mit<br />

privatem Pool, Lift und fantastischem Ausblick<br />

über die Stadt. Nachhaltige Wärmeversorgung<br />

wird durch den Anschluss an das Fernwärmenetz<br />

gewährleistet. Die luxuriösen Rooftop-Suites und<br />

das opulente Penthouse bieten höchsten Wohnkomfort<br />

durch hocheffiziente Split-Klimaanlagen<br />

und ein innovatives Smart-Home-System.<br />

ING. MICHAEL SCHMIDT<br />

Geschäftsführer<br />

3SI Immogroup<br />

the-legacy.at<br />

Faszination Immobilien:<br />

Drei Branchenprofis erzählen<br />

in <strong>LIVING</strong>, welche Projekte<br />

ihnen in Österreich besonders<br />

am Herzen liegen.<br />

Unico – das ökologische und nachhaltige<br />

Musterhaus aus Massivholz – ist das<br />

perfekte Haus für Menschen, die modernes<br />

Design und Nachhaltigkeit schätzen.<br />

Ein modernes Flachdachhaus, das im Einklang<br />

mit der Natur gebaut wird. Ihr Zuhause<br />

ist unsere Herzensangelegenheit vom Anfang<br />

bis zum Ende. Wir sind stolz darauf, jedes<br />

einzelne Detail Ihres exklusiven Hauses zu<br />

kennen, denn wir nehmen uns die Zeit, Ihre<br />

Wünsche und Vorstellungen zu verstehen.<br />

Von der ersten Begegnung an stehen wir Ihnen<br />

zur Seite und sorgen für kurze Wege und<br />

schnelle Ergebnisse. Die Zielsetzung von<br />

Magnum Vollholz.Design liegt darin, individuelle<br />

Lebensräume zu schaffen, die an die<br />

unterschiedlichen Persönlichkeiten und Bedürfnisse<br />

der unterschiedlichen Bewohner:innen<br />

perfekt angepasst sind. So gut wie<br />

jedes gewünschte Hausdesign ist machbar.<br />

Die Raumaufteilung kann völlig frei erfolgen.<br />

VOLKER HÖLLINGER<br />

Geschäftsführer<br />

Magnum<br />

Vollholzdesign GmbH<br />

vollholzdesign.at<br />

Fotos: © 3SI Immogroup | stefanjoham.com, © 3SI Immogroup | JAMJAM, Felix Büchele, Felixfoto, beigestellt<br />

178 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


LIV IM GEBLERHOF<br />

Das Projekt »Liv im Geblerhof« vereint<br />

Altbau-Charme mit modernem Neubau.<br />

Die revitalisierten Jugendstilwohnungen<br />

begeistern mit Kastenfenstern, Fischgrätparkett<br />

und Flügeltüren, ergänzt durch<br />

elegante Stahlglastüren und Natursteinbäder.<br />

Neubau-Liebhaber finden ihr Zuhause im<br />

modernen Hofhaus oder Dachausbau. Die<br />

meisten Wohnungen bieten über 100m²<br />

Wohnfläche, aber auch Zwei-Zimmer-Apartments<br />

sind verfügbar. Im Erdgeschoß des<br />

Altbaus entstehen Gewerbeflächen. Ein<br />

Highlight sind die privaten Freiflächen –<br />

eine Seltenheit im Altbau. Auch die Neubauwohnungen<br />

überzeugen mit Eiche-Dielenböden,<br />

Balkonen oder Gartenflächen. Die<br />

Ausstattung ist hochwertig und zeitlos.<br />

Besonders gelungen sind die stilvollen Bäder<br />

– ein großes Lob an unser Interiorteam!<br />

SUSANNE MÜLLER<br />

Head of Sales bei<br />

Liv Immobilien<br />

liv@liv.at<br />

liv.at<br />

WAREMA Markisen schaffen<br />

FreiRaum<br />

für Fantasie.<br />

Endlich können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf<br />

lassen: WAREMA lässt Ihre Visionen auf der Terrasse<br />

oder dem Balkon wahr werden. Dafür fertigen wir<br />

jede unserer Premium-Markisen individuell nach<br />

Ihren Vorstellungen in Deutschland. Jetzt FreiRaum<br />

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Der SonnenLicht Manager


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188<br />

186<br />

TROOPING THE COLOUR<br />

Erfrischendes Dopamine Decor<br />

bringt Farbe und Leichtigkeit.<br />

(S. 182)<br />

DATES TO KNOW<br />

Ein kurzer Überblick über die<br />

Ausstellungen, Messen und Events<br />

in den kommenden Wochen (S. 186)<br />

EVENTS<br />

Zu Gast am glamourösen Wiener<br />

Opernball. (S. 188)<br />

186<br />

Fotos: Xenia Trampusch, beigestellt<br />

182


inspiration / DOPAMINE DECOR<br />

TROOPING<br />

THE COLOUR<br />

Kräftige Farben, mutige Muster und verspielte<br />

Dekorationen – auch <strong>2025</strong> sind Interior-Pieces in<br />

angesagtem Dopamine Chic nicht aufzuhalten<br />

und verwandeln alltägliche Räume in Orte purer<br />

Freude und Fantasie. TEXT ANJA KLEINSCHUSTER<br />

1.<br />

Fotos: beigestellt<br />

182 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


2. 3.<br />

4.<br />

5.<br />

1. Formvollendet Das runde Sofa »Karlotta« von Covet House mit<br />

futuristischem Design und goldener Messingstruktur ist in<br />

verschiedenen leuchtenden Farben erhältlich. covethouse.eu<br />

2. Sweet life Eine gehörige Portion Optimismus und Nostalgie versprüht<br />

dieses bonbonfarbene Dekor im angesagten Retro-Look, wie etwa die<br />

Tischleuchte »Flowerpot« in Rosa von &Tradition. connox.at<br />

3. Paradiesisch Hübsche gelbe Singvögel, eingebettet in Zweige mit<br />

frischen weißen Blüten und auf pinkem Hintergrund, zieren die Tapete<br />

»Birdsong« von Fiona Howard Wallpapers. fionahoward.com<br />

4. Allroundtalent Das Interior-Piece »Papillon« in fetzigem Orange<br />

besteht aus festem Papier und ist aufgefaltet als Hocker, Nachttisch,<br />

Beistelltisch oder einfach als schöne Deko einsetzbar. remember.de<br />

5. Blickfang Das Kissen »Abstract Lady Face« ist handgefertigt und eine<br />

trendige Deko-Idee für Couch, Bett oder Sessel, die jedem Raum das<br />

gewisse Etwas verleiht. kare.at<br />

6. Dschungel-Feeling Für alle, die keinen grünen Daumen haben, aber auf<br />

Pflanzen nicht verzichten möchten, ist die »Houseplant Wallpaper«<br />

genau das Richtige. Die handgezeichneten Farne, Makramee-Körbe<br />

und Keramiktöpfe wirken wunderbar realistisch. limelace.co.uk<br />

6.<br />

2 / 25<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

183


inspiration / DOPAMINE DECOR<br />

7. 9.<br />

8.<br />

7. Poppig Die Tapete aus der Kollektion »Nouvelle<br />

Pop« besticht durch ihr sich wiederholendes<br />

Muster und die kontrastreichen Farben auf hellem<br />

Untergrund. mindtheg.com<br />

8. Kiss, kiss! Die knallpinke Deko-Vase »Lips« aus<br />

Polyresin sorgt garantiert für Gesprächsstoff und<br />

setzt Blumen gekonnt in Szene. home24.at<br />

9. Blütenrausch Der mit übergroßen prächtigen<br />

Dahlien ausgestattete Teppich von Harlequin ist<br />

handgetuftet und bringt den Garten ganzjährig in<br />

die eigenen vier Wände. traumteppich.com<br />

10. Pink Vibes Das Ensemble aus Anrichte, Vase und<br />

Spiegel von Annie Sloan erstrahlt hier im Farbton<br />

»Capri Pink« und bildet einen tollen Kontrast zu<br />

den blauen Böden und Wänden. anniesloan.com<br />

11. Quietschbunt Geballte Positivität strahlt das<br />

Poster »Dopamine Box« von Desenio aus, ergänzt<br />

um die motivierende Botschaft »Choose Happiness<br />

Daily«. desenio.com<br />

10.<br />

11.<br />

Fotos: beigestellt<br />

184 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Thermoesche<br />

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inspiration / TERMINE<br />

DATES TO KNOW<br />

Was kann die Stadt? Welche Termine sollten notiert werden? Ein kurzer Überblick<br />

über die wichtigsten Ausstellungen, Messen und Events in den kommenden Wochen.<br />

1.<br />

SPARK Art Fair Vienna<br />

3.<br />

21.–23. 3. <strong>2025</strong><br />

Die SPARK Art Fair Vienna ist die einzige internationale<br />

Kunstmesse, deren Fokus ausschließlich auf Einzelpräsentationen<br />

liegt. Das einzigartige Ausstellungskonzept,<br />

inspiriert von der Stahlkonstruktion der historischen<br />

Marx Halle, ermöglicht es, allen teilnehmenden<br />

Galerien in gleichem Ausmaß Raum zu geben. Dadurch<br />

wird den Künstler:innen die volle Aufmerksamkeit für<br />

ihre Arbeiten zuteil. 100 Solo präsentationen sind auf<br />

der SPARK Art Fair Vienna auf 15.000 Quadratmetern<br />

zu bestaunen. Ein absolutes Must-visit für alle<br />

Kunstinteressierten und Sammler:innen.<br />

Marx Halle, Karl-Farkas-Gasse 19, 1030 Wien<br />

spark-artfair.com<br />

5.<br />

MÄRZ<br />

Perth Design Week <strong>2025</strong><br />

1.<br />

20.–27. 3. <strong>2025</strong><br />

Die Perth Design Week findet <strong>2025</strong> zum dritten Mal<br />

statt und ist den großen Designfestivals in Weltstädten<br />

wie London, Mailand, New York und Melbourne<br />

nachempfunden. Die Veranstaltung möchte die<br />

Bedeutung des Designs für Perth aufzeigen und bietet<br />

ein ansprechendes Programm aus Vorträgen,<br />

Ausstellungen, Installationen, Workshops und<br />

Vorführungen aus den Bereichen Mode, Architektur,<br />

Produktdesign etc. Die Perth Design Week findet an<br />

diversen Locations in Perth statt.<br />

perthdesignweek.com<br />

3.<br />

Milan Design Week <strong>2025</strong><br />

5.<br />

7.–13. 4. <strong>2025</strong><br />

Die weltweit größte Designveranstaltung, die<br />

Mailänder Designwoche, kehrt heuer zum 63. Mal mit<br />

der Designmesse Salone del Mobile und einer Reihe<br />

von Rahmenveranstaltungen in Form des Fuorisalone<br />

zurück. Die diesjährige Ausgabe des Salone begrüßt<br />

mehr als 2.000 Aussteller:innen aus 37 Ländern,<br />

700 junge Talente sowie 20 Designschulen und<br />

- universitäten. <strong>2025</strong> ist es auch wieder Zeit für die alle<br />

zwei Jahre stattfindende Beleuchtungsausstellung<br />

Euroluce, die sich mit der Küchenausstellung Euro<br />

Cucina abwechselt. Die Milan Design Week findet an<br />

diversen Locations in Mailand statt.<br />

fuorisalone.it, salonemilano.it<br />

2.<br />

APRIL<br />

DesignMarch <strong>2025</strong><br />

4.<br />

2.–6. 4. <strong>2025</strong><br />

Das jährlich stattfindende isländische Designfestival<br />

verwandelt die nördlichste Hauptstadt der Welt auch<br />

heuer wieder in einen Treffpunkt für die dortige<br />

Designszene. Die fünftägige Veranstaltung umfasst in<br />

ihrer 17. Ausgabe die Bereiche Mode, Schmuck,<br />

Textilien, Möbel, Inneneinrichtung, Landschaft sowie<br />

Grafik- und Produktdesign. Weiters wird es eine Reihe<br />

von Ausstellungen, Vorträgen und Workshops geben.<br />

Die DesignMarch <strong>2025</strong> findet an diversen Locations<br />

in Reykjavík statt.<br />

honnunarmidstod.is/en/honnunarmars<br />

6.<br />

Blickfang Basel<br />

2.<br />

21.–23. 3. <strong>2025</strong><br />

Ende März präsentiert die Blickfang Basel in der Event<br />

Halle der Messe Basel über 110 unabhängige Designlabels<br />

aus der Schweiz und aus ganz Europa und deren<br />

Innovationen in Form von außergewöhnlichen Möbeln,<br />

Wohnaccessoires, Mode und Schmuck – jedes Stück<br />

ein Unikat und mit viel Können und Leidenschaft<br />

gefertigt. Zusätzlich zum Entdecken der neuesten<br />

Trends haben die Besucher:innen der Blickfang Basel<br />

außerdem die Möglichkeit, die Designer:innen live vor<br />

Ort zu treffen und mit ihnen über ihre Werke und ihre<br />

Inspiration zu sprechen.<br />

Messe Basel, Event Halle, Messeplatz, 4058 Basel<br />

blickfang.com<br />

4.<br />

Expo <strong>2025</strong> Osaka<br />

6.<br />

13. 4–13. 10. <strong>2025</strong><br />

Die künstlich angelegte Yumeshima Island, zehn Kilometer<br />

vom Stadtzentrum Osakas entfernt, bildet die<br />

Bühne für die Expo Osaka. Das Hauptthema lautet<br />

»Designing Future Society for Our Lives« mit den<br />

Unterthemen »Saving Lives«, »Empowering Lives«<br />

und »Connecting Lives«. Ziel der Expo ist es, alle<br />

Menschen zum Nachdenken über ein nachhaltigeres<br />

Miteinander anzuregen. Es werden über 28 Millionen<br />

Besucher:innen, etwa 160 teilnehmende Länder und<br />

neun internationale Organisationen erwartet.<br />

Die Expo <strong>2025</strong> Osaka findet an diversen Locations in<br />

Osaka statt.<br />

expo<strong>2025</strong>.or.jp/en/<br />

Fotos: beigestellt<br />

186 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


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inspiration / REVIEW<br />

EVENT-CLIPPINGS<br />

Events, Messen, Präsentationen – <strong>LIVING</strong> zeigt die besten Design-Happenings aus der Szene.<br />

»ALLES WALZER« AM 67. OPERNBALL<br />

Talentierte Künstler:innen, Promis und Topkulinarik beim Jahresevent in der Wiener Staatsoper.<br />

Imposante Eröffnung. 160 Paare<br />

tanzten die Eröffnung des<br />

Opernballs und sorgten für<br />

gute Stimmung bei den Gästen.<br />

Red Carpet. Buntes Promi-<br />

Treiben auf der Feststiege der<br />

Wiener Staatsoper.<br />

Opernball-Premiere für die<br />

Brasilianerinnen Manuela und<br />

Georgia Touma (l. u. r. hinten).<br />

Angelika Rosam (l. v.) und die<br />

römische Sängerin Giorgia Villa.<br />

Begeistert. Die spanische Botschafterin in<br />

Österreich, Aurora Mejía Errasquín, mit<br />

Gatte, dem spanischen Botschafter in<br />

Deutschland, Pascual Ignacio Navarro Ríos.<br />

Champagner und Leberkäs. Wer<br />

nach Mitternacht leichten Hunger<br />

verspürte, besuchte die <strong>Falstaff</strong>-Bar.<br />

Gute Stimmung. V.l.n.r.<br />

Thomas Hopfgartner<br />

(<strong>LIVING</strong> DELUXE) und das<br />

Anwaltspaar Katharina und<br />

Clemens Schindler.<br />

Die gesamte Eröffnung des heurigen 67. Wiener<br />

Opernballs wurde dem 200. Geburtstag Johann<br />

Strauss’ gewidmet. Dementsprechend imposant<br />

waren auch die künstlerischen Darbietungen von<br />

Nadine Sierra, Juan Diego Flórez oder Maria Nazarova.<br />

Von weiter her reisten Actor Ed Westwick und Model<br />

Leni Klum auf Swarovski-Einladung an, der prachtvoll<br />

bunt gestylte Blumenschmuck zierte das Promi-Treiben<br />

am roten Teppich und am Parkett. Kulinarisch wurde<br />

ebenso viel geboten: Gäste durften sich u. a. über das<br />

Projekt »Steirereck & Friends« der Familie Reitbauer<br />

freuen, wofür das »Mochi« und Philip Rachinger vom<br />

»Ois im Mühltalhof« engagiert wurden. In der <strong>Falstaff</strong>-<br />

Bar wurden abermals die besten Champagner und getrüffelte<br />

Leberkässemmeln serviert.<br />

Besuch aus Florenz. Die<br />

Gastgeber Angelika und<br />

Wolfgang Rosam mit Tini<br />

und Salvatore Ferragamo.<br />

Fotos: Xenia Trampusch<br />

188 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


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Der schwedische Design-Shootingstar<br />

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architekt-klinger.at<br />

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ART D’ÉGYPTE artdegypte.org<br />

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BALDUR-GARTEN baldur-garten.at<br />

BAUCHPLAN bauchplan.at<br />

BAXTER baxter.it<br />

BEGRÜNDER begruender.at<br />

BELIANI beliani.at<br />

BELLAFLORA bellaflora.at<br />

BIOHORT biohort.com<br />

BIOTOP de.bio.top<br />

BLOOMLING bloomling.at<br />

BOFFI boffi.com<br />

BOOKING booking.com<br />

BREITWIESER breitwieser.com<br />

C<br />

CANE-LINE cane-line.de<br />

CASAMILANO casamilanohome.com<br />

CECILIE MANZ ceciliemanz.com<br />

CONNOX connox.at<br />

COVET HOUSE covethouse.eu<br />

CRETEWEEK creteweek.com<br />

CR LAND en.crland.com.hk<br />

D<br />

DANUBEFLATS danubeflats.at<br />

DARB 1718 EGYPTIAN<br />

CONTEMPORARY ART<br />

AND CULTURE CENTER<br />

darb1718.com<br />

DAS GRANDER das-grander.at<br />

D\D dnd.at<br />

DEDON dedon.de<br />

DEHNER dehner.at<br />

DE PADOVA depadova.com<br />

DESALTO desalto.it<br />

DESENIO desenio.com<br />

DRAENERT draenert.de<br />

E<br />

EARTHROAMER earthroamer.com<br />

EDEN eden.sg<br />

EDRA edra.com<br />

EGYPTIAN MUSEUM CAIRO<br />

egyptianmuseumcairo.eg<br />

EICHINGER OFFICES<br />

eichingeroffices.com<br />

ENEA enea.ch<br />

F<br />

FÄRG & BLANCHE fargblanche.com<br />

FENIX MUSEUM OF MIGRATION<br />

fenix.nl<br />

FIONA HOWARD fionahoward.com<br />

FISCH WITTE fisch-witte.de<br />

FLEXFORM flexform.it<br />

G<br />

GALLOTTI&RADICE gallottiradice.it<br />

GARTENBRUNNEN gartenbrunnen.at<br />

GARTENMETALL gartenmetall.de<br />

GARTENTRAUM gartentraum.at<br />

GASTHAUS SCHÖNE PERLE<br />

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GLORIT glorit.at<br />

GLOSTER gloster.com<br />

GRAND EGYPTIAN MUSEUM<br />

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GUSTAF WESTMAN<br />

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GUT PURBACH gutpurbach.at<br />

H<br />

HARMONIE IM GARTEN<br />

harmonieimgarten.at<br />

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HOME24 home24.at<br />

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I<br />

IDEALO idealo.at<br />

IL SALUMAIO<br />

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J<br />

JEAN MUS & COMPAGNIE jeanmus.fr<br />

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JONAS LUTZ jonaslutz.com<br />

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KARE kare.at<br />

KARL SAILER sailer.at<br />

KARTELL kartell.com<br />

KELLY WEARSTLER<br />

kellywearstler.com<br />

KETTAL kettal.com<br />

KIKI & JOOST kikiandjoost.com<br />

KINGS CROSS kingscross.co.uk<br />

KLAFS klafs.at<br />

KRENZER krenzer.de<br />

KRISTINE FIVE MELVÆR<br />

kristinefivemelvaer.com<br />

KSV NATURSTEINWELT<br />

ksv-natursteinwelt.de<br />

L<br />

LABORATORIO PARAVICINI<br />

paravicini.it<br />

LANDGASTHOF LINDE<br />

landgasthof-linde.at<br />

LANDO madeinlando.it<br />

LEIDENFROST leidenfrost.at<br />

LEOPOLD MUSEUM<br />

leopoldmuseum.org<br />

LIMELACE limelace.co.uk<br />

LITTLE ISLAND littleisland.org<br />

LIV IMMOBILIEN liv.at<br />

<strong>LIVING</strong> DELUXE livingdeluxe.com<br />

<strong>LIVING</strong>GLAS livingglas.at<br />

LODES lodes.com<br />

LOIDL atelier-loidl.de<br />

LOLA lola.land<br />

LOUIS BENECH louisbenech.com<br />

M<br />

MAGIS magisdesign.com<br />

MAGNUM VOLLHOLZDESIGN<br />

vollholzdesign.at<br />

MAISONS DU MONDE<br />

maisonsdumonde.com<br />

MAK mak.at<br />

MANUFACTUM manufactum.at<br />

MARCHI MOBILE VIENNA<br />

marchi-mobile.com<br />

MARLIES MUHR REAL ESTATE<br />

muhr-immobilien.com<br />

MARSCHALL marschall.at<br />

MATERIARQ materiarq.com<br />

MATTIAS STENBERG<br />

mattiasstenberg.com<br />

MEIN GARTENSHOP<br />

meingartenshop.at<br />

MEZZA–MAISO mezza-maiso.com<br />

MG & CO. eu.matildagoad.com<br />

MIND THE GAP mindtheg.com<br />

MINOTTI minotti.com<br />

MODULNOVA modulnova.com<br />

MOLTENI molteni.it<br />

MONICA FÖRSTER monicaforster.se<br />

MORI mori.co.jp<br />

MUMOK mumok.at<br />

MUSEUM OF ISLAMIC ARTS<br />

miaegypt.org<br />

MUSEUM OF MODERN EGYPTIAN<br />

ART fineart.gov.eg<br />

N<br />

NEULAND neu-land.at<br />

NOMO STUDIO nomostudio.eu<br />

O<br />

OBI obi.at<br />

OMA oma.com<br />

OSTY osty.fr<br />

P<br />

PAOLA LENTI paolalenti.it<br />

PAOLO NESI paolonesi.it<br />

PARC’S GARTENGESTALTUNG<br />

gartengestaltung.ch<br />

PARTISANS partisans.com<br />

PHAIDON phaidon.com<br />

POLIFORM poliform.it<br />

POLYTHERM polytherm.at<br />

PRASKAC praskac.at<br />

R<br />

RELATED ARGENT<br />

relatedargent.co.uk<br />

REMEMBER remember.de<br />

RIKKE FROST rikkefrost.dk<br />

ROCHE-BOBOIS roche-bobois.com<br />

ROYAL DE VERSAILLES<br />

royaldeversailles.com<br />

S<br />

SAFARKHAN GALLERY<br />

safarkhan.com<br />

SCHUBERT<br />

WINTERGARTENMANUFAKTUR<br />

schubert-wintergarten.de<br />

SEDDA sedda.at<br />

SERAX serax.com<br />

SHANGHAI CONSTRUCTION<br />

GROUP scg.com.cn<br />

SOLARLUX solarlux.com<br />

SPOERKS OUTDOOR-MÖBEL<br />

spoerks.at<br />

STARKL shop.starkl.at<br />

ST. DUPONT st-dupont.com<br />

STIEGL MAX stieglmax.at<br />

STONE4YOU stone4you.at<br />

STUDIO COMPOLOJ<br />

studiocomploj.com<br />

STUDIO OLOLOO studioololoo.com<br />

STUDIOTWENTYSEVEN<br />

studiotwentyseven.com<br />

SUNSQUARE sunsquare.com<br />

SWIRE PROPERTIES<br />

swireproperties.com<br />

SWISSFINELINE swissfineline.com<br />

T<br />

TALENTI talentispa.com<br />

TERRA BAD & DESIGN<br />

terrabaddesign.at<br />

THE ISOLANO, CRES marriott.com<br />

THOMAS HEATHERWICK<br />

heatherwick.com<br />

TIAN AN CHINA INVESTMENTS<br />

COMPANY LIMITED tiananchina.com<br />

TINTERA tintera.art<br />

TOM DIXON tomdixon.net<br />

TRAUMTEPPICH traumteppich.com<br />

TROADKASTEN troadkasten.at<br />

U<br />

UBUNTU ART GALLERY<br />

ubuntuartgallery.com<br />

URSULA FUTURA ursulafutura.com<br />

V<br />

VALUE ONE value-one.com<br />

VARASCHIN varaschin.it<br />

VARIO MOBIL vario-mobil.com<br />

VERBAND ÖSTERREICHISCHER<br />

SCHWIMMTEICH- & NATUR-<br />

POOLBAU schwimmteich.co.at<br />

VITRA vitra.com<br />

VOLKNER MOBIL volkner-mobil.com<br />

W<br />

WETSCHER wetscher.com<br />

WIENMUSEUM wienmuseum.at<br />

WITTMANN wittmann.at<br />

WOLF REICHT ARCHITECTS<br />

wolfreicht.com<br />

123&<br />

3SI the-legacy.at<br />

&TRADITION andtradition.com<br />

Foto: beigestellt<br />

190 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


IMPRESSUM<br />

2/<strong>2025</strong><br />

ZEITSCHRIFT FÜR INTERIEUR<br />

UND ARCHITEKTUR<br />

Die in dieser Ausgabe veröffentlichten<br />

Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.<br />

Übersetzung, Nachdruck, Vervielfältigung<br />

und Speicherung in Datenverarbeitungs -<br />

anlagen nur mit ausdrücklicher Genehmigung<br />

des Verlags. Zitate aus Beiträgen dieser<br />

Ausgabe sind ausschließlich mit Angabe<br />

der Quelle gestattet.<br />

MEDIENINHABER<br />

<strong>Falstaff</strong> <strong>LIVING</strong> Verlags GmbH<br />

REDAKTIONSORT<br />

DES MEDIENINHABERS<br />

Schottenring 2–6, 1010 Wien<br />

T: +43 1 9042141<br />

F: +43 1 9042141-450<br />

hello@falstaff-living.com<br />

www.falstaff-living.com<br />

Gegenstand des Unternehmens<br />

ist die Heraus gabe, der Verlag<br />

und der Vertrieb von Zeitschriften<br />

und Druckwerken aller Art unter<br />

der Bezeichnung »<strong>Falstaff</strong> <strong>LIVING</strong>«.<br />

HERAUSGEBERIN<br />

Angelika Rosam<br />

CHEFREDAKTION<br />

Angelika Rosam<br />

CHEFIN VOM DIENST<br />

Anja Kleinschuster<br />

ART DIRECTOR<br />

Klaus Rauch<br />

PHOTO DIRECTOR<br />

Isabella Huber<br />

PRODUKTION/LITHO<br />

Konstantin Riemerschmid<br />

MITARBEITER:INNEN DIESER AUSGABE<br />

Karin Cerny, Wojciech Czaja, Manfred Gram,<br />

Christina Horn, Elisabeth Klokar, Maik Novotny,<br />

Susanna Pikhart, Heimo Rollett, Florentina<br />

Welley<br />

LEKTORAT<br />

Angelika Hierzenberger-Gokesch, Sabine Till<br />

GESCHÄFTSFÜHRUNG<br />

Angelika Rosam<br />

RECHNUNGSWESEN<br />

Andrea Draskovits<br />

WTS Tax Service Steuerberatungs -<br />

gesellschaft mbH<br />

MEDIA SALES UND KOOPERATIONEN<br />

Patrick Jamöck (stv. Leitung Sales), Aleksandra<br />

Kosanin, BA (Leitung Marketing & Sales<br />

Koordination), Magdalena Eser (stv. Leitung<br />

Marketing Sales & Koordination)<br />

anzeigen@falstaff-living.com<br />

DIRECT SALES<br />

Lena Nesic (Leitung)<br />

Wilhelm Amann (stv. Leitung)<br />

VERTRIEB, LESER- UND ABOSERVICE<br />

Kornelia Pirker (Leitung Vertrieb und Abo)<br />

HERSTELLER<br />

Druckerei Berger<br />

Wiener Straße 80, 3580 Horn<br />

VERTRIEB<br />

Presse Großvertrieb Austria Trunk GmbH<br />

St. Leonharder Straße 10, 5081 Anif<br />

www.pgvaustria.at<br />

DVR-Nummer: 06a9192<br />

GESELLSCHAFTER DER<br />

FALSTAFF <strong>LIVING</strong> VERLAGS GMBH<br />

<strong>Falstaff</strong> Verlags-Ges.m.b.H. (Anteil 51 %)<br />

Angelika Rosam (Anteil 39 %)<br />

Mag. Michaela König (Anteil 10 %)<br />

202223021<br />

WHERE HOSPITALITY MEETS HOME<br />

Die neue Kollektion Afi na –<br />

eine perfekte Fusion aus Design, Qualität und Gastlichkeit.<br />

Kollektion<br />

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personal<br />

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MEZZA—MAISO<br />

Wie wohnen designaffine Personen, welche Objekte verwandeln<br />

das Zuhause in ihren Lieblingsraum? Aktuell hat uns das<br />

Designstudio Mezza–Maiso verraten, welche Stücke ihr Projekt<br />

Haute–Étage zu etwas ganz Besonderem machen.<br />

2.<br />

3.<br />

1. Kreativ Die Küche ist ein Eigenentwurf<br />

von Mezza–Maiso. Das edle Parkett im<br />

Farbton Mooreiche naturell Portofino<br />

stammt von Trapa, die Barhocker<br />

»Series 430 Bar Stool« sind ein Entwurf<br />

von Verpan.<br />

2. Erleuchtend Für genügend Licht sorgt<br />

unter anderem die Esstischleuchte<br />

»Flamingo 1530« von Vibia in Graphit.<br />

3. Gemütlich Der wunderschöne Kamin<br />

im grün-schimmernden Farbton Verde<br />

Borgogna wurde von Mandl & Bauer<br />

gefertigt und bewusst im Raum in<br />

Szene gesetzt, dem er dadurch eine<br />

ganz besondere Atmosphäre verleiht.<br />

In reizvollem Kontrast dazu steht die<br />

Wandspachtelung im neutralen Beigeton<br />

Rue Bottero von St. Leo, der für die<br />

Wände ausgewählt wurde.<br />

4. Design-Reigen Im Wohnzimmer treffen<br />

nahmhafte internationale Marken aufeinander.<br />

Die drehbaren Stühle von<br />

Minotti aus der Serie »Torii Dining«<br />

harmonieren perfekt mit dem Tisch »Clay<br />

Canvas« in der Farbe Carruba aus dem<br />

Hause Desalto.<br />

4.<br />

1.<br />

… gehört zu den Projekten von<br />

Mezza–Maiso, einem interdisziplinären<br />

Bureau für Innenarchitektur, Interieur<br />

und Design im Herzen von Wien. 2021<br />

gründeten Verena Wohlkönig und Jürgen<br />

Hamberger ihr eigenes Designstudio<br />

mit dem Ehrgeiz, die Welt durch Design<br />

schöner zu machen. Zusammen mit<br />

ihrem Team arbeiten sie Tag für Tag<br />

daran, die Vision von Mezza–Maiso zum<br />

Ausdruck zu bringen, getreu dem Motto:<br />

»Creating a beautiful world – one place<br />

at a time«. mezza-maiso.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

192 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


Eindrucksvolle<br />

Tradition seit mehr<br />

als 155 Jahren<br />

Seit Generationen stehen wir als Familienunternehmen<br />

und inhabergeführter Traditionsbetrieb<br />

für höchste Qualität und absolute Verlässlichkeit.<br />

Modernste Technologien und umsichtiges Handeln<br />

sorgen dafür, dass wir diesen Ansprüchen auch<br />

in Zukunft gerecht werden.<br />

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inspiration / PREVIEW<br />

<strong>LIVING</strong> 3/<strong>2025</strong><br />

Was erwartet Sie in der nächsten Ausgabe von <strong>LIVING</strong>? Welche Trends erobern den Markt,<br />

welche Designer:innen sind am Puls der Zeit, und was tut sich Neues in der Immobilienbranche?<br />

Eine kleine Vorschau, worauf Sie sich im kommenden Magazin freuen können.<br />

sustainability<br />

Gekommen, um zu bleiben<br />

Nachhaltiges Design ist weitaus mehr als nur ein<br />

flüchtiger Trend. Möbel und Accessoires, die<br />

ganzheitlichen Konzepten folgen, sind mittlerweile<br />

nicht nur äußerst stylish, sondern durch ihre Langlebigkeit<br />

auch eine Kostenersparnis. <strong>LIVING</strong> zeigt<br />

die wichtigsten Trends und auf welche Materialien,<br />

Details und Gestaltungsmöglichkeiten man im<br />

Interior-Design setzen sollte.<br />

residences<br />

genuss & dekor<br />

Dinieren unter<br />

freiem Himmel<br />

Stylishe Outdoorrestaurants<br />

sorgen<br />

für Furore auf dem<br />

internationalen<br />

Parkett. Wir zeigen<br />

die spannendsten<br />

Neueröffnungen.<br />

The Art of Living<br />

In unserem neuen, umfangreichen<br />

Kunst-Teil stellen wir<br />

Galerien und die engagierten<br />

Persönlichkeiten dahinter<br />

vor und bitten international<br />

erfolgreiche Künstler:innen<br />

zum Interview.<br />

kunst<br />

Wasser marsch!<br />

Ein eigener Rückzugsort am Meer<br />

oder an den Ufern eines Sees<br />

zählt zweifellos zu den<br />

beliebtesten Investitionen im<br />

Immobilienbereich. Die <strong>LIVING</strong>-<br />

Redaktion präsentiert die<br />

prestige trächtigsten<br />

Feriendomizile.<br />

<strong>LIVING</strong> 3/<strong>2025</strong><br />

erscheint am<br />

11. 4. <strong>2025</strong><br />

Fotos: Shutterstock, Salvador Maniquiz/Shutterstock.com<br />

194 falstaff <strong>LIVING</strong> 2 / 25


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