Frauentag 2025
Wir wünschen viel Freude beim lesen des aktuellen Flyers "Jeder Tag ist Frauentag" der Solidarwerkstatt Österreich zum Frauentag 2025.
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Jeder Tag ist
Frauentag!
„Die Vision des Feminismus ist
nicht eine ‚weibliche Zukunft‘.
Es ist eine menschliche Zukunft.
Ohne Rollenzwänge,
ohne Macht- und Gewaltverhältnisse,
ohne Männerbündelei
und Weiblichkeitswahn.“
Johanna Dohnal
Erste österreichische Frauenministerin
Impressum/Kontakt: Solidarwerkstatt Österreich
Waltherstraße 15, 4020 Linz
T 0732/771094, www.solidarwerkstatt.at
office@solidarwerkstatt.at
https://www.facebook.com/solidarwerkstatt
Wussten Sie, dass ...
… in Österreich seit 2012 7.000 Spitalsbetten abgebaut
wurden?
Infolge des EU-Fiskalpakts
wurden 2012 die Gesundheitsausgaben
in Österreich
„gedeckelt“. Mit der Einführung
eines strikten – an das
Bruttoinlandsprodukt – gekoppelten
„Deckels“ für die
Gesundheitsausgaben kam
es zur schrittweisen Verschlechterung im Gesundheitssystem. So
wurden im letzten Jahrzehnt in Österreich über 7.000 Spitalsbetten
abgebaut und viele Spitalsabteilungen und Spitäler geschlossen,
während die Bevölkerung kontinuierlich gewachsen ist.
Die Folgen: Ausweitung der Zwei-Klassen-Medizin, z.B. durch
monatelanges Warten auf dringende Operationen, extremen Arbeitsdruck
und Burnout-Gefährdung für die Beschäftigten. 85%
des nichtärztlichen Personals im Gesundheitsbereich ist weiblich.
Frauen tragen die Hauptlast dieser immer schlimmer werdenden
Arbeitsbedingungen, die den Beschäftigten ebenso schaden wie
ihren PatientInnen.
• Wir brauchen den Ausbau und nicht die Deckelung der
Gesundheitsausgaben. Weg mit dem Deckel – Gesundheit
für alle statt Zwei-Klassen-Gesellschaft!
Wussten Sie, dass ...
… für viele Frauen Pflegearbeit zur Armutsfalle wird?
Eine Umfrage des Sozialministeriums
zeigt,
dass Pflegegeldbezieher
zu 81% von ihren Familienangehörigen
gepflegt
werden. Innerhalb der
Familien sind es wiederum
zu drei Viertel Frauen,
die eine/n Angehörige/n
pflegen. Für viele
ist das eine Armutsfalle. Denn: Nicht selten müssen sie dafür den
Beruf aufgeben. Fehlende Berufsjahre bedeuten später oft Altersarmut.
In den Pflegeeinrichtungen und bei Pflegediensten arbeiten
zu fast 90% Frauen, die meisten von ihnen Teilzeit. Davon können
die wenigsten in dieser Niedriglohnbranche leben.
Deshalb treten wir dafür ein, Pflege in die Sozialversicherung
aufzunehmen. Das heißt: Jede/r hat Anspruch auf qualitativ hochstehende
Pflegeleistungen - unabhängig davon, wie dick seine/
ihre Brieftasche ist. Ein Sozialversicherungsbeitrag auf alle Komponenten
der Wertschöpfung sichert eine nachhaltige Finanzierung.
Damit können endlich die Arbeitsbedingungen verbessert werden:
höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten, mehr Personal. Pflegenden
Angehörigen soll die Möglichkeit einer sozialversicherten, kollektivvertraglich
geschützten Anstellung bei Gemeinden bzw. bei Pflegeverbänden
eröffnet werden sollen.
• Mehr für Care – Pflege in die Sozialversicherung!
Wussten Sie, dass ...
… Frauen nach wie vor um 36% geringere Bruttoeinkommen
haben als Männer?
Frauen gehen heute zwar oft einer bezahlten Arbeit nach, doch
häufig zu prekären Bedingungen: in unfreiwilliger Teilzeit, zu
niedrigen Löhnen, befristet oder in Minijobs. Frauen sind zwar vergleichsweise
mehr beschäftigt als früher, sie arbeiten jedoch weniger
Stunden und zu geringerem Lohn als Männer. Entsprechend
niedrig ist auch das Arbeitslosengeld von Frauen sowie die Pensionen.
Derzeit fallen Arbeitslose auf fast die Hälfte des vorherigen
Nettolohnes zurück. Jede siebte Frau ist armutsgefährdet.
Wir fordern deshalb
• Mindestlohn von 2.400 Euro!
• Rauf mit dem Arbeitslosengeld auf eine Nettoersatzrate
von mindestens 70%!
Wussten Sie, dass ...
… dass nur jedes vierte
Kind einen Vollzeitbetreuungsplatz
hat?
Die Berufstätigkeit von Frauen
hängt zentral davon ab,
ob genug Kindergarten- und
Kinderkrippenplätze zur Verfügung
stehen. Gerade in Oberösterreich ist das Angebot völlig
unzureichend: Aktuell gibt es nur für jedes vierte Kind einer Vollzeitbetreuungsplatz.
Die Arbeitsbedingungen für ElementarpädagogInnen
sind äußerst belastend. Die maximale Kindergröße in
Kindergärten und Hortgruppen soll von derzeit 23 auf 15, bei unter
Dreijährigen von derzeit 10 auf maximal 5 bis 8 gesenkt werden.
Aber die Gemeinden haben viel zu wenig Geld, um in den Ausbau
der Kindergarten- und Kinderkrippenplätze zu investieren.
Der groß angekündigte Zukunftsfonds wird gerade einmal dazu
reichen, um den Status quo zu finanzieren, für den Ausbau der
Betreuungsplätze wird kein Geld übrig bleiben.
Die Arbeit mit unseren Jüngsten ist MehrWert!
Wir fordern:
• Mehr Personal in der Elementarpädagogik – kleinere
Kindergruppen!
• Verbesserung der Arbeitsbedingungen!
• Deutliche Anhebung der Löhne & kürzere Arbeitszeiten!
Wussten Sie, dass ...
… jede dritte Frau in ihrem Leben Gewalt ausgesetzt
ist?
Alle 14 Tage tötet ein Mann eine Frau. Feminizide sind aber nur
die Spitze des Eisbergs. Eine Studie des Statistik Austria aus dem
Jahr 2020/21 zeigt: Jeder dritte Frau hat in ihrem Leben seit dem
15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren, das
sind über 1,1 Millionen Frauen. Die Zahl der von der Polizei verhängten
Betretungs- und Annäherungsverbote ist seit 2015 um fast
80% gestiegen (auf über 14.600 im Jahr 2022), 90% der Gefährder
waren männlich. Neben geschulten Personal und umfassenden
Bewusstseins- und Informationskampagnen brauchen wir auch
mehr Ressourcen für die Präventionsarbeit. Derzeit werden dafür
99,5 Millionen ausgegeben, das ist zu wenig.
• Berechnungen haben ergeben, dass 228 Millionen Euro
für Präventionsmaßnahmen zu investieren sind.
Wussten Sie, dass ...
… das Bundesheerbudget mehr als verdoppelt wird?
Die Europäische Union rüstet auf. Ein EU-Aufrüstungsprogramm
soll zusätzliche 800 Milliarden für die Beschaffung von Kriegsgerät
mobilisieren. Ab 2025 steht eine schnelle EU-Eingreiftruppe für
Kriegseinsätze in Nord-, Zentralafrika, Nahen und Mittleren Osten
bis ins südchinesische Meer bereit. Auch österreichische SoldatInnen
sind an Bord dieser Kriegstruppe. Österreichs schwarz-rot-pinke
Bundesregierung will das Rüstungsbudget auf mindestens 2 Prozent
des BIP mehr als verdoppeln. Militarismus stärkt patriarchale Sichtweisen
und verstärkt Feindbilder, die den Blick auf friedliche Konfliktlösungen
verstellen. Außerdem verschlingt die Rüstungsindustrie
jene Milliarden, die uns für Gesundheit, Pflege, Bildung und Klimaschutz
fehlen.
Wir fordern:
• Ausstieg Österreichs aus der EU-Militarisierung
• basierend auf der Neutralität soll sich Österreich als
Dialogstifter und Wegweiser für Abrüstung, Klimagerechtigkeit
und kooperative Sicherheit engagieren.
SolidarwerkstätterInnen kennenlernen?
Mitmachen? Beim nächsten Treffen dabei sein?
Wir freuen uns!!!
Kontakt:
Mo bis Do, 14 bis 18 Uhr, Solidarwerkstatt Büro
Waltherstraße 15, 4020 Linz
T 0732 771094, www.solidarwerkstatt.at
office@solidarwerkstatt.at, www.facebook.com/solidarwerkstatt
Kommunalgruppe Linz: Wir treffen uns jeden zweiten Montag,
um 18 Uhr, im Solidarwerkstatt Büro Linz
Über Spenden freuen wir uns auf:
Bankverbindung: Raiffeisenbank Perg
IBAN: AT42 3477 7000 0627 4146, BIC: RZOO AT2L 777