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Bauen, Wohnen Leben | März 2025

Bauen, Wohnen, Leben - Die Frühjahrsausgabe ist da! Mit Infos rund zum Frühjahrscheck daheim, nachhaltigen Rohstoffen und mehr!

Bauen, Wohnen, Leben - Die Frühjahrsausgabe ist da! Mit Infos rund zum Frühjahrscheck daheim, nachhaltigen Rohstoffen und mehr!

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März 2025 | Ausgabe Nr. 230

Bauen, Wohnen, Leben

Informativ, aktuell und kompakt

HAUS

&

GARTEN

Garten im Frühling

Tipps und Tricks

vom Profi

Frühjahrscheck daheim

Der TÜV

fürs Zuhause

Bauen mit Holz

Nachhaltige Rohstoffe

im Hausbau

www.merkur.de

IMPRESSUM


Die Parkettleger-Meister aus dem Leitzachtal

Miesbach | Leitzach 5 | Tel. 0 80 25 / 75 67

www.fussboeden-zehetmair.de

KOCHEN

Die moderne Küche ist zumeist

mit dem Esszimmer

verbunden, oft mit einem

fließenden Übergang zum

Wohnzimmer. Es bietet

sich deshalb an, die

Räume mit einem durchgehenden

Parkett- oder

Dielenboden zu verbinden.

Dass im Alltag auch

mal etwas daneben geht

oder auf den Boden fällt,

liegt auf der Hand. Doch

mit dem richtigen Parkett

kann man sich gegen alle

Tücken des Alltags in der

Küche wappnen.

BADEN

Im Bad sollten Holzböden nur

vom qualifizierten Parkettleger

verlegt werden. Fachgerecht

ist nur eine vollflächige

Wasserabdichtung zum

Untergrund und vollflächige

Verklebung des Parkettbodens.

Die Fugen zwischen

den Parkettstäben kann

man verschließen, wie man

es zum Beispiel im Poolbereich

von Kreuzfahrtschiffen

sieht. Die so behandelte

Oberfläche lässt Schmutz

und Wasser einfach abperlen.

Unschöne Wasserflecken,

Kalk und Schmutz

haben so keine Chance.

SCHLAFEN

LEBEN

Ein Holzboden ist Balsam

für alle Sinne des Menschen.

Holz besitzt einen

weiteren Vorteil, den

es gegenüber anderen

Bodenbelagsarten ausspielen

kann: Es ist immer

wohltemperiert und kühlt

auch bei niedrigen Raumtemperaturen

nur wenig

ab. Gehen Sie barfuß darüber.

Sie werden feststellen,

wie angenehm warm

und natürlich sich ein Parkettboden

anfühlt.

Der Hauptgrund für einen

Holzboden im Wohnzimmer

ist die durch ihn vermittelte

Gemütlichkeit

und Natürlichkeit. Holz hat

Charakter und erzählt von

seinem Wachstum und

seiner Herkunft. Jede Holzoberfläche

ist individuell

und schafft Atmosphäre.

Parkett im Wohnzimmer eröffnet

ungeahnte Möglichkeiten

der Raumgestaltung.

Verlegemuster, Farben und

Reliefs lassen keinen Raum

wie den anderen aussehen.

MACHEN WIR

Mit unserem Team aus

Parkettleger-Meistern,

-Gesellen und Azubis

bringen wir die schönsten

Parkett- und Bodenbeläge

auf die „Erde“.

Unser Service umfasst

eine ausführliche Beratung

im Showroom und

auf der Baustelle inklusive

schriftlichem Fixangebot

– anschließend

eine professionelle Verlegung

der gewählten

Boden-Materialien und

Pflegeeinweisung. Für

diese Leistungen und

Material geben wir noch

5 Jahre Garantie, weil

wir von unserer Qualität

überzeugt sind. Schauen

Sie vorbei in unserer 400

m 2 großen Ausstellung.

2 Bauen, Wohnen, Leben

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AUSSTELLUNGSRÄUME AUF 400 m 2


INHALT

Garten im Frühlig04

Fußböden08

Schreiner & Zimmerer10

Sicherheit12

Küche14

Hausbau18

Bäder22

Frühjahrs-Check24

Immobilien26

Elektro28

Fliesen & Öfen30

Inneneinrichtung32

Beleuchtung34

Foto: PantherMedia/photographee.eu

Fenster & Glas36

Bedachung38

Bauen mit Holz42

IMPRESSUM

Bauen, Wohnen, Leben ist eine

Sonderveröffentlichung von Miesbacher

Merkur, Holzkirchner Merkur und

Tegernseer Zeitung

Verlag:

Zeitungsverlag Oberbayern GmbH & Co. KG,

Pfaffenrieder Straße 9, 82515 Wolfratshausen

Grafik:

Alexandra Fröschl (PMS Penzberg)

Anzeigen:

Wolfgang Ober (Ltg.),

Florian Kreuzmayr, Stephanie Spieß,

Gregor Siewert, Katharina Reile,

Luca Lausecker, Andrea Prause

Kontakt zur Redaktion

und Vermarktung:

merkur tz media

Zeitungsverlag Oberbayern GmbH & Co. KG

Miesbacher Merkur/Holzkirchner Merkur

Schlierseer Straße 4, 83714 Miesbach

Tel. 08025/285-55, Fax 285-30

miesbach@merkurtz.media

Verantwortlich für den Inhalt:

Stefan Hampel

Redaktion:

Merkur tz Media, Marion Brandstetter

Titelfoto:

PantherMedia/photographee.eu

Druck:

UMSCHLAG:

Gotteswinter u. FIBO Druck- & Verlags GmbH

Joseph-Dollinger-Bogen 22, 80807 München

INNENTEIL:

Druckzentrum Dessauerstraße

GmbH & Co. Betriebs KG

Tegernseer Zeitung

Rosenstraße 4, 83684 Tegernsee

Tel. 08022/9169-14, Fax 9169-10

tegernsee@merkurtz.media

Bauen, Wohnen, Leben 3


Garten

im

Frühling

Dank der großen Auswahl robuster Rosensorten gelingt auch Gartenneulingen die Anlage eines üppig blühenden Rosenbeets. Foto: djd/www.rosen-tantau.com

Üppige Blühpracht von Anfang an

Sechs Tipps für Rosenneulinge

Die Rose gilt als die Königin

des Gartens. Entsprechend

großen Respekt

haben viele Hobbygärtner vor

ihrer Anpflanzung und Pflege.

Mit der Beherzigung einiger

Grundregeln ist es jedoch gar

nicht so schwer, „ihre Majestät,

die Rose“ zufriedenzustellen.

Rosenexpertin Susanne Rattay

gibt Tipps für Rosenanfänger.

Standort: Rosen

lieben es sonnig

Rosen bevorzugen sonnige

und luftige Standorte, für Schattenplätze

sind sie eher nicht geeignet.

Der Boden soll durchlässig

und nährstoffreich sein.

Gute Vorbereitung

zahlt sich aus

Wenn ein Gartenbereich

schon länger von Rosen oder

Rosengewächsen besiedelt war,

ermüdet das Erdreich. Hier ist

ein Austausch anzuraten: Die

Erde wird bis zu einer Tiefe von

50 bis 70 Zentimetern ausgehoben.

Das Pflanzloch füllt man

Bei Rosenbeeten sind Standort und

Boden wichtig. Foto: djd/www.rosen-tantau.com

mit Rosenerde oder mit einer

Mischung aus Gartenerde und

Kompost auf.

Mit pflegeleichten

Rosen starten

In Katalogen finden sich umfangreiche

Informationen zu

Wüchsigkeit, Blühfreudigkeit

und Blattgesundheit. „Rosensorten

mit der Allgemeinen

Deutschen Rosenneuheitsprüfung,

kurz ADR, eignen sich

besonders gut für Anfänger“,

erklärt Susanne Rattay. „Die

Auszeichnung verspricht hohe

Widerstandsfähigkeit, zum Beispiel

gegenüber Blattkrankheiten.“

Container oder

wurzelnackt?

Besonders bequem für Rosenneulinge

ist die Pflanzung

von Containerrosen in Töpfen.

Ihr Vorteil: Sie entwickeln bereits

kurz nach dem Einsetzen

üppige Blüten. Sie können von

Mitte Mai bis September eingepflanzt

werden. Etwas mehr

Geduld erfordern wurzelnackte

Rosen. Ihre Pflanzzeiten sind

von Oktober bis Ende November

oder im zeitigen Frühjahr

Ende April im frostfreien Boden.

Wurzelnackte Rosenstöcke sind

günstiger als Containerrosen

und damit ein guter Tipp für

Sparfüchse, die es nicht eilig

haben.

Pflege: Richtig

schneiden und düngen

Im Herbst sollte man nur Blütenmumien

und krankes Laub

entfernen sowie einen leichten

Korrekturschnitt vornehmen.

Den optimalen Zeitpunkt für

den Schnitt entsprechend dem

Wuchstyp und die erste Düngung

signalisiert die Blüte der

Forsythien im Frühjahr. Eine

weitere Düngung nach der

ersten Blühphase fördert den

zweiten Blütenflor. Langzeitdünger

erleichtern Rosenanfängern

die Dosierung und liefern

den ganzen Sommer lang alle

wichtigen Nährstoffe.

Wintervorbereitung:

Kälteschutz muss sein

Das Anhäufeln mit Gartenerde

bietet den frostempfindlichen

Rosen optimalen Schutz

vor Erfrierungen. Die zusätzliche

Abdeckung mit Tannengrün,

atmungsaktivem Gartenvlies

oder Jute verhindert ein

frühzeitiges Austreiben.

Djd

4 Bauen, Wohnen, Leben


Glitzernde Sommerblüher

Ab April Nerinen pflanzen

Viele beliebte Knollen

und Blumenzwiebeln

für den Sommergarten

dürfen erst ab Mai draußen in

den Boden gebracht werden.

Ganz anders sieht es da mit

Nerinen aus: Die spätblühenden

Zwiebelgewächse sind

deutlich robuster in Bezug auf

Frost und können daher ruhig

schon im April gepflanzt werden.

Nerinen – auch bekannt als

Guernseylilien – entwickeln filigrane

und doch robuste Blüten,

die in ihrer Form entfernt

an Schmucklilien erinnern.

Die Farben der Zwiebelgewächse,

die ursprünglich aus

Südafrika stammen, bewegen

sich in einem Spektrum zwischen

Weiß, Rosa und Pink.

Als besonderes Highlight beginnen

die Blüten im Sonnenlicht

dezent zu glitzern und

verbreiten einen zarten Duft.

In Beeten mit zarten Farben

werden Nerinen zum Hingucker.

Im sommerlichen Staudenbeet sorgen sie auch nach der Hoch-Zeit ihrer Pflanzpartner noch für Farbe und Lichtreflexe.

Foto: fluwel.de

Pflanzzeit

ab April

Ab April können die Zwiebeln

der Nerinen in den Boden

gebracht werden. Ideal ist ein

sonniger Standort mit durchlässigem

Boden. Die Zwiebeln

kommen flach in die Erde, sodass

ihre „Nase“ noch circa

zwei Zentimeter herausragt. Ein

Mindestabstand von 25 Zentimetern

schafft ein schönes,

natürliches Gesamtbild im Beet.

Auch der Blütenkranz kommt

so besser zur Geltung. Im Anschluss

an die Pflanzung sollte

gut gegossen werden, um das

Wurzelwachstum anzuregen.

Wenngleich die Blumenzwiebeln

der Nerinen bereits früh

im Frühling in den Boden kommen,

liegt ihre Blütezeit deutlich

hinter den meisten anderen

Sommerblühern und reicht bis

in den Herbst. Je nach Sorte

öffnen sich die ersten Knospen

frühestens Mitte August,

erfreuen dafür aber bis weit in

den Oktober und November,

manchmal sogar bis in den

Dezember. Damit schaffen Nerinen

einen blütenstarken Übergang

zum Herbstflor im Garten.

Im sommerlichen Staudenbeet

sorgen sie auch nach der Hoch-

Zeit ihrer Pflanzpartner noch für

Farbe und Lichtreflexe.

Fluwel

NATURSTEINE

für Haus und Garten

Alles für Ihre Gartengestaltung! Schöne Natursteinbänke, Findlinge, Sichtschutz uvm.

Naturstein – Die natürlichste Form, seine Umwelt zu gestalten

Wir sind ein Natursteingroßhandel auf einer Fläche von 10.000 qm

und einem gut sortierten Lagerprogramm.

Wir präsentieren Ihnen eine Vielzahl von Natursteinen aus verschiedenen Ländern.

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Bauen, Wohnen, Leben 5


Rupfen, zupfen

und großzügig füttern

Pflegetipps für den Rasen

Im Garten klaffen Anspruch

und Wirklichkeit schon mal

auseinander, insbesondere

bei der Rasenpflege. Es Deutsche

reicht leider nicht, ihn nur

sich selbst, dem Regen und

der Sonne zu überlassen. Im

Frühling braucht der Rasen

eine Schönheitskur und ein

Vier-Gänge-Menü.

März bis April:

Düngen

Das Düngen des Rasens ist

jetzt die erste Aufgabe. Zu

den wichtigen Nährstoffen

für Gräser gehören Stickstoff

(N), Phosphor (P) und Kalium

(K). Stickstoff sorgt für das

Wachstum und eine schöne

Grünfärbung, Phosphor

(P) für das Wurzelwachstum

und als Energieträger. Kalium

macht den Rasen belastbar

und stärkt ihn gegen Trockenheit,

Kälte und Krankheiten.

Magnesium (Mg) schließt das

Vier-Gänge-Frühjahrsmenü

ab. Es hilft bei der Bildung von

Chlorophyll, das zur Photosynthese

benötigt wird.

Diese Begriffe oder Buchstaben

finden sich in unterschiedlicher

Zusammensetzung in

den Rasenmischungen im

Handel. Zum Beispiel in Langzeitmischungen

sind diese

Nährstoffe so zusammengestellt,

dass der Rasen das Frühjahr

und den Sommer über alles

erhält, was er braucht. Die

Rasengesellschaft

empfiehlt eine erste Düngung

damit circa Mitte April.

Karte für optimalen

Düngetag

Allerdings ist die Witterung

nicht in jedem Jahr gleich. Als

guter Zeitpunkt für die Düngung

gilt daher der Beginn der

Wachstumsperiode in einer Region.

Und der lässt sich sehr viel

genauer bestimmen. Etwa mit

der Grünland-Temperatur-Summe

(GTS), die von Landwirten

und -wirtinnen zum Bestimmen

des Beginns ihrer Feldarbeit

genutzt wird. Man rechnet die

positiven Tagesmittel-Temperaturen

ab dem 1. Januar zusammen.

Die Werte im Januar

werden mit dem Faktor 0,5

multipliziert, die im Februar mit

0,75. Ab März nutzt man die

vollen Tageswerte.

Erreicht man eine Summe

von 200 Grad, gelten die Böden

als warm genug, um zu

wachsen. Und damit ist die

Düngung sinnvoll, da die Gräser

die Stickstoffe im Dünger

ohne Verluste aufnehmen

können. Aber auch ab einem

Wert von 170 kann schon gedüngt

werden.

Der Rasen braucht im Frühjahr Dünger. Am besten wird er noch im April

ausgebracht. Foto: dpa/Patrick Pleul

Gut zwei bis drei Wochen nach dem Düngen und zeitnah nach dem zweiten

Schnitt kann der Rasen vertikutiert werden. Foto: dpa/Christin Klose

Täglich Statistik zu führen ist

Ihnen zu aufwendig? Die Länder

und Landwirtschaftskammern

Deutschlands haben sich

im Verein Informationssystem

Integrierte Pflanzenproduktion

(ISIP) zusammengeschlossen.

ISIP unterhält eine Karte

mit den Werten. Grüne Punkte

an einem Ort stehen für einen

Wert ab 200. Klickt man

darauf, kann man die konkreten

Werte nachlesen. Eine

zweite Düngung von reinem

Zierrasen erfolgt im Juli. Wird

der Rasen mehr belastet, etwa

durch spielende Kinder, empfiehlt

die Rasengesellschaft

drei Düngerunden – im April,

Juni und August. Für Gräser

im Schatten von Bäumen sollten

es auch mindestens drei

Düngungen sein.

April bis Mai:

Vertikutieren

Gut zwei bis drei Wochen

nach dem Düngen und zeitnah

nach dem zweiten Schnitt

kann der Rasen vertikutiert

werden – das ist der zweite

Teil der Rasenkur im Frühling.

Das Vertikutieren wirkt erst

mal, als würde man die langsam

wieder grüner werdende

Fläche zerstören, denn dabei

wird abgestorbenes oder

überflüssiges Material wie

Moos zwischen den Gräsern

entfernt. Zurück bleibt eine

ausgedünnte Rasenfläche.

Aber die Maßnahme ist wichtig,

sonst verfilzt die Fläche.

Das hätte Folgen für die Wasser-

und Düngeraufnahme

und den Luftaustausch. Außerdem

kann es sein, dass die

Wurzeln dann flacher wachsen

und die Gräser sind anfälliger

für Krankheiten.

Dafür nimmt man einen Vertikutierer

– eine Art Mäher mit

vertikal rotierenden Klingen

oder Drähten. Wer keinen hat,

kann ihn im Baumarkt leihen.

Manche Rasenmäher haben

auch eine spezielle Einstellung

dafür. Und wer nur wenig Rasenfläche

hat, macht die Arbeit

einfach mit einem Handvertikutierer,

einer Art Harke

oder Rechen.

Die Sächsische Gartenakademie

rät, vor dem Vertikutieren

den Rasen bis auf circa zwei

Zentimeter Schnitthöhe einzukürzen.

Dann vertikutiert man

die Fläche am besten einmal

längs und einmal quer. Ist der

Rasen danach sehr ramponiert

und hat größere kahle Stellen,

lohnt sich das Nachsäen.

Simone A. Mayer

6 Bauen, Wohnen, Leben


Nasse Wände?

Schimmelpilz?

ANALYSIEREN. PLANEN. SANIEREN.

TÜV-überwacht, 10 Jahre Gewährleistung,

100.000 erfolgreiche Sanierungen in der Gruppe

Sind Haus und Wohnung fit für den Sommer?

Feuchtigkeitsschäden jetzt beim Frühjahrscheck aufspüren

Menschen und ihre

Häuser sind Witterungseinflüssen

ausgesetzt.

Bei der Vorbereitung

auf den Sommer gilt es daher,

dem Haus eine besondere

Aufmerksamkeit zu schenken.

Verrutschte Dachziegel, Risse

in der Fassade, Kondenswasser

an Innenwänden, Schimmelpilzbefall

in Wohnräumen und Salzausblühungen

im Keller sind

mögliche Folgen von Sturm,

Regen, Schnee und Eis. Deshalb

lohnt sich jetzt ein Frühjahrscheck

fürs Haus. Wer genau

hinschaut, Feuchteschäden

und Schimmelpilz entdeckt und

diese fachgerecht beseitigen

lässt, kann auf lange Sicht viel

Geld sparen.

Dach dicht – Regenrinne frei?

Besonders die Hausdächer werden

durch Witterungseinflüsse

belastet. Nach Stürmen können

Ziegel verrutscht oder zerbrochen

sein. Auch Einfassungsbleche

rings um die Schornsteine,

an den Gauben und in Kehlen

sind möglicherweise beschädigt.

Ein Dachdecker sollte sich das

unbedingt anschauen und die

Schäden reparieren. „Denn sonst

können Schnee und Feuchtigkeit

weiterhin ungehindert ins

Gebälk und Mauerwerk eindringen“,

warnt Simon Gebhardt vom

Sanierungsspezialisten ISOTEC.

Morsche Balken, feuchte Wände

und drohender Schimmelpilzbefall

sind die Konsequenzen.

Auch ein Blick in die Regenrinnen

lohnt sich. Denn hier sammelt

sich Herbstlaub an, das den Winter

über liegen bleibt. Jetzt aber

sollte es entfernt werden, damit

das Regenwasser wieder ungehindert

abfließen kann – und

überlaufendes Wasser nicht die

Fassade durchfeuchtet und ins

Gebäudeinnere eindringt.

Ist die Hausfassade intakt?

Apropos Hausfassade: Oftmals

bilden sich im Winter Risse oder

Frostabplatzungen. Auch alte

Haarrisse können durch die eisigen

Temperaturen deutlich

größer geworden sein. Eine Fassadeninspektion

ist deshalb angesagt

und sollte vor allem die

Hausecken, Fenster und Türen

berücksichtigen. Hier kann ein

Verputzer oder Malerbetrieb

kompetent weiterhelfen.

Balkone und Terrassen checken

Auch Balkone- und Terrassenflächen

sind ganzjährig hohen

Beanspruchungen ausgesetzt,

woraus häufig Risse und defekte

Boden-Wandanschlüsse resultieren.

In den Wintermonaten

kommt durch das Gefrieren des

eingedrungenen Wassers und

seiner damit verbundenen Ausdehnung

hinzu, dass Fliesenbeläge

abgesprengt, Beschichtungen

abgelöst werden und Putz

an den angrenzenden Wänden

abplatzt. Dies sieht nicht nur

unschön aus und beeinträchtigt

die Nutzbarkeit. Durch diese

Schäden kann Feuchtigkeit bis

in die Innenbereiche des Hauses

eindringen.

Wohnbereiche trocken und

schimmelfrei?

Nach dem Außencheck gilt es,

das Hausinnere genau unter die

Lupe zu nehmen. Los geht es mit

den Fensterlaibungen. „An diesen

Wärmebrücken entsteht oft

Schimmelpilzbefall, der bei oberflächlichem

Hinschauen leicht

übersehen wird“, weiß Sanierungsexperte

Simon Gebhardt

Auch können Möbel und Staub

Schimmelpilzbefall begünstigen.

Stehen Möbel zu dicht an

Außenwänden, kann die Luft

hinter ihnen nicht zirkulieren

und Kondensationsfeuchte nicht

abgeführt werden. So bildet sich

der optimale Nährboden für

Schimmelpilzbefall. Auch Staub

auf Schrankrückseiten und unter

dem Mobiliar sollte unbedingt

entfernt werden. Denn gerade

auf Staub können sich Schimmelpilze

ansiedeln.

Schimmelpilz im Keller?

„Außerdem sollten alle Eckbereiche

des Hauses inspiziert werden“,

rät ISOTEC-Experte Simon

Gebhardt In besonders verwinkelten

oder verdeckten Ecken,

zum Beispiel im Keller, empfiehlt

sich sogar das Ausleuchten mit

der Taschenlampe. Da die Außenwände

des Hauses im Winter

stark auskühlen, sind gerade

diese besonders anfällig für die

Ablagerung von Tauwasser und

die Entwicklung von Schimmelpilzen.

Salz-Ausschlag an

Kellerwänden?

Ebenfalls im Kellerbereich entdecken

viele Bewohner nach

den Wintermonaten weiße

„Ausschläge“ an den Wänden:

„Salzausblühungen“. Der Grund?

Viele Sockelabdichtungen von

Gebäuden sind undicht, sodass

Streusalz, das im Winter auf die

Wege rund ums Haus gestreut

wurde, durch die Außenwände

ins Innere eingedrungen ist. Die

entstehenden Salzausblühungen

sehen nicht nur hässlich aus, sie

lassen auch Farbe und Putz abplatzen.

Langfristig ruinieren sie

sogar die Fugen zwischen den

Steinen, sodass das ganze Mauerwerk

marode und die Bausubstanz

zerstört wird.

Unbedingt Fachmann

hinzuziehen

Fazit: Werden beim Frühjahrscheck

vom Dach bis zum Keller

Feuchteschäden und Schimmelpilz

entdeckt, sollte unverzüglich

gehandelt und ein Fachmann – je

nach Schaden ein Dachdecker,

ein Maler und Verputzer oder ein

Spezialunternehmen für die Sanierung

von Feuchte- und Schimmelschäden

– die Instandsetzung

übernehmen. „Das erspart Folgeschäden,

dient der Wohngesundheit

und trägt zum Werterhalt

der Immobilie bei“, betont ISO-

TEC-Experte Gebhardt

Weitere Informationen unter

www.isotec-gebhardt.de

Gebhardt+Gebhardt GmbH

Bergweg 2, 83627 Osterwarngau

0 80 24 / 9 18 30

Ernst-Heinkel-Ring 19, 85662 Hohenbrunn

0 81 02 / 99 82 00

www.isotec-gebhardt.de

Bauen, Wohnen, Leben 7


Fußböden

Mit guter Pflege kann ein hochwertiger Parkettboden jahrzehntelang halten. Foto: Imago/Westend61

So bleibt der Parkettboden

lange schön

Richtige Reinigung und Pflege zahlen sich aus

Mit Wasser im Bad spielende

Kinder, Haustiere

mit schmutzigen

Pfoten und scharfen Krallen

oder Besucher mit dreckigen

Schuhen: Der Alltag in den

eigenen vier Wänden verlangt

dem Fußboden manchmal viel

ab, so auch dem Parkett. Gut

behandelt ist ein Holzfußboden

aber sehr strapazierfähig.

Wie man mit der richtigen

Pflege dem Boden viel Widerstandskraft

und ein langes Leben

gibt, erklärt der Verband

der Deutschen Parkettindustrie

(vdp).

Das A und O ist laut dem vdp

eine gute Reinigung und regelmäßige

Pflege mit den richtigen

Mitteln zum Schutz der Oberfläche.

Das gilt für die beliebte

Eichen-Deckschicht ebenso wie

für andere Holzarten wie Kirsche

oder Kiefer, für den Dielenfußboden

ebenso wie für

Fischgrät-, Mosaik-, Tafel- oder

Stabparkett.

Gut zu wissen in Sachen

Oberflächenbehandlung: Öl und

Wachs ebenso wie Lack schützen

das Parkett erst einmal. Beim

Öl-Finish kann der Parkettboden

atmen und die natürlichen

Holzstrukturen bleiben erhalten.

Gleichzeitig ist ein geölter oder

gewachster Parkettfußboden

Holzböden sollten nur nebelfeucht gewischt werden. Foto: PantherMedia/

Di-Studio

aber auch pflegeintensiver als

ein lackierter Boden. Eine Behandlung

mit Pflegemitteln sollte

daher häufiger stattfinden.

Tipps zur

Pflege

Den Unterschied macht neben

der Oberflächenbehandlung

stets auch die Frage, wie

stark das Parkett beansprucht

wird. Der Holzfußboden im

Flur benötigt eine häufigere

Pflege als das Parkett im

Schlafzimmer. Grundsätzlich

helfen folgende Praxis-Tipps

und Hinweise:

• Den Parkettboden regelmäßig

saugen und wischen, zumindest

einmal pro Woche.

• Beim Saugen den Bürstenkranz

des Staubsaugers benutzen,

um Kratzer im Boden

zu vermeiden.

• Böden stets nur nebelfeucht

mit einem gut ausgewrungenen

Tuch wischen, um ein

Aufquellen des Holzes zu

verhindern.

• Dem Wischwasser ein Pflegemittel

in der richtigen Dosierung

beigeben, um dem

Parkett Widerstandskraft zu

geben.

• Parkett nach dem Reinigen

mit einem trockenen Vliestuch

polieren, um kleinen

Kratzern vorzubeugen.

• Störende Kratzspuren auf

Holzböden lassen sich mit

Filzgleitern oder alten Teppichresten

unter Stuhl- und

Tischbeinen vermeiden.

• Beim Möbelrücken dicke

Socken über die Möbelfüße

ziehen, damit der Holzfußboden

ohne Kratzer bleibt.

Clever

ausbessern

Dunkle Absatzstriche von

Schuhen auf Parkettböden

lassen sich einfach mit einem

Radiergummi entfernen. Bekommt

das Holz doch mal

eine Delle, lassen sich kleinere

Macken selbst ausbessern.

Dazu wird farbiges Wachs erwärmt

und gemischt, bis es

der Farbe des Parketts gleicht.

Nach intensiver Reinigung der

betroffenen Stelle füllt man

dann den Kratzer mit dem

Wachs auf. Abschließend wird

die Stelle mit einem Klarlackstift

versiegelt.

Soll das Parkett in ganz neuem

Glanz erstrahlen, bietet

sich das kundige Abschleifen

durch den Fachbetrieb an.

Nach dem Schliff wird dann

wieder eine Öl- oder Lackschicht

zum langfristigen

Schutz der Oberfläche aufgetragen.

Ausgetauscht werden

muss das Holz auch bei stärkeren

Gebrauchspuren also

nicht.

Vdp

8 Bauen, Wohnen, Leben


Neuer Glanz für den Designbelag

Auch Vinylböden können aufgefrischt werden

Designbeläge aus Vinyl sind

robust, wasserabweisend,

designstark und somit

in allen Räumen einsetzbar.

Grundsätzlich sind die meisten

Vinylböden schon ab Werk mit

einem PU-Lack, der Nutzschicht,

versiegelt. Dadurch bleibt der

Belag über viele Jahre schön.

Die dicke Vinyl-Schicht erlaubt

neben der tollen Optik auch

das Einprägen von naturnahen

Oberflächenstrukturen wie Maserungen,

Rillen oder Kanten für

ein authentisches Aussehen.

Auffrischung mit

Renovierungslack

Dennoch kann die Oberfläche

über die Jahre an Glanz verlieren

und Gebrauchsspuren aufweisen,

beispielsweise verursacht

durch Stühlerücken oder ständiges

Darüberlaufen. Schon durch

kleine Partikel können Kratzer

am Belag entstehen. Deshalb

muss man den Boden aber nicht

gleich austauschen. Mit speziellen

Renovierungslacken lassen

sich diese Spuren einfach beseitigen

beziehungsweise verringern.

Ein Schleifen des Belags ist

meistens nicht nötig und schon

nach kürzester Zeit ist dieser

auch wieder belastbar. Stumpfe

Böden erhalten nach dem Lackieren

mehr Glanz und wirken

fast wie neu. Auf Wunsch lassen

sich auch matte Effekte erzielen –

Wenn bei Vinylböden der Glanz nachlässt oder sich Gebrauchsspuren zeigen, kann der Belag renoviert werden.

Foto: Katarzyna Białasiewicz/123rf.com/GEV

und manche Lacke wirken sogar

rutschhemmend.

Schadstoffarme

Produkte verwenden

Bekannte Hersteller haben

ihre Produktion längst auf wasserbasierte

Lacke umgestellt.

Dabei dient der geringe Lösemittelanteil

von unter acht Prozent

in diesen Produkten nur noch

als Bindemittel. Dieses verdunstet

direkt nach dem Auftrag.

Übrig bleibt nur die dauerhaft

feste Schutzschicht. In Sachen

Leistungsfähigkeit liegen wasserbasierte

Lacke inzwischen

gleichauf mit den herkömmlichen

Lösungsmittelsystemen.

Zudem ist eine Brandgefahr

nahezu ausgeschlossen und die

Geruchsbildung gleich null.

Wer auf Nummer sicher gehen

möchte, kann beispielsweise

nach Renovierungslacken mit

dem Emicode-Siegel fragen, das

besonders emissionsarme Produkte

kennzeichnet. Gev

Kork – Multitalent für den Boden

Die Deutschen lieben Kork.

Allein im vergangenen Jahr

wurden mehr als eine Million

Quadratmeter Korkfußböden

verlegt. Sein biederes Image

hat das Naturmaterial abgelegt

und bietet damit vielfältige

Einsatzmöglichkeiten für den

Wohnbereich. Neue Verfahren

ermöglichen es, Böden in

Stein- oder Parkettoptik oder

auch mit Mustern und Ornamenten

digital zu bedrucken.

Modernisierende können dabei

weiterhin auf die bewährten

Eigenschaften von Kork zählen:

Es isoliert hervorragend,

reduziert Trittschall und ist

Warme Füße und ein leiser Auftritt auch beim Toben: Korkböden.

Foto: Amorim/BHW Bausparkasse

wasserundurchlässig. Besonders

geschätzt wird das elastische

Material auch für seine

Strapazierfähigkeit. „Korkböden

eignen sich besonders für

Allergiker“, sagt Stefanie Binder

von der BHW Bausparkasse.

„Das Material verfügt über

gute Dämmeigenschaften und

hilft, Energiekosten zu sparen.“

Ein weiteres Plus: Kork ist

ein nachwachsender und vollständig

recycelbarer Rohstoff.

Er wird nachhaltig und schonend

von der Korkeiche geerntet,

ohne dass diese gefällt

werden muss. Der Belag wird

im Online- und Fachhandel als

Klick-System oder in Form von

selbstklebenden Korkfliesen

angeboten.

Bhw

Bauen, Wohnen, Leben 9


Schreiner

& Zimmerer

Maximaler Komfort: Ein maßgeschneiderter Einbauschrank zahlt sich auf Dauer aus. Foto: Livarea

Schlau Stauraum schaffen

Ein Einbauschrank vom Schreiner nach Wunsch

Egal, ob man in einem

Haus mit großzügiger

Grundfläche oder in einem

platzsparenden Apartment

wohnt: Clever umgesetzter

Stauraum zahlt sich in

den eigenen vier Wänden immer

aus. Damit alles passt und

lange genutzt werden kann,

lässt man das maßgeschneiderte

Möbelstück am besten

von einem Schreiner bauen.

Der Profi kann in Sachen Optik

beraten und geht bei der

Planung auch auf die persönlichen

Wünsche des Auftraggebers

ein.

Im Gespräch wird dann

beispielsweise entschieden,

ob der Schrank eventuell als

Raumteiler genutzt werden

soll. Auch das Material wird

festgelegt: Ist ein Möbelstück

aus Massivholz oder hochwertigem

Furnier gewünscht?

Möchte man vielleicht gläserne

oder verspiegelte Türen mit

eingebaut haben? Und sollen

es lieber klassische Drehtüren

oder doch lieber Schiebetüren

sein?

Auch die Farbe ist wichtig:

Helle Möbelstücke eignen

sich ideal für kleinere Räume,

dunkle kommen in einem großen

Zimmer toll zur Geltung.

Die Kommode mit Pultvitrine bietet einen guten Überblick – und zusätzlichen

Stauraum. Foto: Luxxu

Genug Stauraum

für alles

Diese individuellen Vorlieben

sollten – wenn es das

Platzangebot hergibt – möglichst

genau berücksichtigt

werden, damit man lange

Freude an dem maßgeschneiderten

Kleiderschrank hat.

Der Verband der Deutschen

Möbelindustrie empfiehlt

beispielsweise ein Volumen

von mindestens einem Kubikmeter

pro Person. Reicht das

Möbelstück beispielsweise bis

unter die Decke, kann man

einen Schemel in das Möbel

integrieren, mit dessen Hilfe

alle an die oberen Regalböden

herankommen.

Lebt eine Person im Haushalt,

die im Rollstuhl sitzt, sollte

an Kleiderstangen gedacht

werden, die eine sitzende

Person mithilfe eines Hebels

oder auch auf Knopfdruck auf

die benötigte niedrigere Höhe

bringen kann, um alles gut zu

erreichen.

Schönes auch mal

herzeigen

Wer eine umfangreiche Krawattensammlung

besitzt, wünscht

sich vielleicht eine Schublade, in

der diese leicht zugänglich aufgereiht

werden können. Hat man

genügend Platz und Geld für einen

begehbaren Kleiderschrank,

können ein beleuchteter Spiegel

und eine Pultvitrine für Accessoires

wie Schmuck oder Uhren

mit eingeplant werden. Eine

kleine Sitzgelegenheit wie eine

ausklappbare Polsterbank oder

ein Pouf erleichtert beispielsweise

Senioren das Anziehen.

Frauen, die gerne Kleider tragen,

brauchen eine ausreichend

lange Kleiderstange, um die guten

Stücke aufzuhängen. Hierbei

sollten die unterschiedlichen

Längen der schönen Stücke nicht

vergessen werden, denn wenn

lange Kleider in ein zu niedriges

Fach gehängt werden, entstehen

unten am Saum vielleicht

unschöne Knitterfalten, weil das

Kleidungsstück aufliegt. Im Zweifelsfall

plant man bei einem entsprechenden

Platzangebot eher

großzügig – denn die meisten

Menschen besitzen mehr Kleidungsstücke,

als sie denken.

Marion Brandstetter

10 Bauen, Wohnen, Leben


Bei der Planung eines Wintergartens sollte man Profis aufsuchen – zum Beispiel einen Zimmerer. Foto: PantherMedia/davidmartyn

Ein Wintergarten

vom Profi

Jetzt den Glaspalast

mit dem Zimmerer planen

Gartenbesitzern fällt die

erzwungene Ruhepause

während der kalten Monate

oft schwer: Zu gern würden

sie sich wieder in ihrem grünen

Paradies betätigen, aber es gibt

nun mal kaum etwas zu tun. Der

Vorteil: Im Herbst und Winter

kann man für das neue Gartenjahr

planen – und in diese Rubrik

fällt auch das Thema Wintergarten.

Wer sich schon immer einen

Glasanbau ganz nah an der

Natur gewünscht hat, sollte die

kalte Saison nutzen, um diesem

Traum einen Schritt näherzukommen.

So wird der Wintergarten

rechtzeitig fertig, um in ihm den

Frühling willkommen zu heißen.

Durchgehend

optimal geplant

Ob man nun neu baut oder

den Wintergarten nachträglich

anbauen lassen möchte: Der

Zimmereibetrieb ist für die Planung

eine gute Anlaufstelle. Die

Profis wissen, welche Ausrichtung

sich – bei einem Neubau

– besonders lohnt und können

bei einem nachträglichen Anbau

alles optimieren, was möglich

ist. Fußbodenheizung, Sonnenschutz,

Dreifachverglasung, der

richtige Bodenbelag und natürlich

eine stabile, langlebige Konstruktion,

beispielsweise aus Holz:

Gemeinsam mit dem Fachmann

findet sich ein Weg, um den

„Glaspalast“ umzusetzen.

Individuell

angepasster Anbau

Wichtig ist beispielsweise, wie

der Wintergarten genutzt werden

soll: Ist er als allgemeiner

Aufenthaltsraum zum Lesen beziehungsweise

Essen gedacht?

Ist eine Fußbodenheizung geplant?

Oder soll vielleicht die

Küche in dem hellen Anbau

untergebracht werden? In diesem

Fall muss beispielsweise ein

ausgefeiltes Lüftungskonzept mit

integriert werden.

Auch in Sachen Baugenehmigung

und Mindestabstände zum

Nachbargrundstück wissen Zimmerer

Bescheid und unterstützen

ihre Auftraggeber bei eventuellen

Anträgen, die gestellt werden

müssen.

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Bauen, Wohnen, Leben 11


Sicherheit

Die Haustür per Smartphone öffnen: Das funktioniert auch ohne weitere Smarthome-Umgebung. Foto: djd/Nuki Home Solutions

Vorsicht bei smarten Schlössern

Auf Datensicherheit achten

Bei der Haustür steht hohe

Sicherheit an erster Stelle.

Das gilt sowohl für die

Beschaffenheit des Vordereingangs

selbst, als auch für

die Art, wie man ihn öffnet;

insbesondere dann, wenn ein

Smartlock zum Einsatz kommt.

Diese kleinen Alltagshelfer sind

elektronische Schlösser, die die

Tür automatisch, zum Beispiel

über das Handy in der Tasche,

aufsperren, wenn berechtigte

Hausbewohner nach Hause

kommen – ganz ohne Kramen

und ohne, dass man einen

Schlüssel dabeihaben muss.

Sogenannte Smartlocks – also

„schlaue Schlösser“ – bieten

mehrere Öffnungsmöglichkeiten.

Bevor man eine Kaufentscheidung

trifft, sollte man

allerdings auf die Datenschutzvorkehrungen

achten.

Handy, Keypad,

Fingerabdruck

Smartlocks drehen per Motor

den innen liegenden Schlüssel im

Türschloss, wenn sie den Befehl

dazu bekommen. Dieser kann

etwa von einem vorher angemeldeten

Handy gegeben werden,

das über Bluetooth mit dem

Schloss gekoppelt ist, oder durch

ein Keypad, auf dem der richtige

Zahlencode eingegeben wird. Bei

manchen smarten Schlössern ist

es zudem möglich, die Tür per

individuellem Fingerabdruck zu

öffnen. Wichtig ist, dass man als

Nutzer seine persönlichen Daten

nicht auf fremden Servern hinterlegen

muss. Die Speicherung

sollte komplett lokal erfolgen.

Praktisch: Mit Smartlocks ist es

auch möglich, etwa die Putzhilfe

oder den Babysitter ins Haus zu

Ein Smartlock ist kinderleicht zu bedienen.

Foto: djd/Nuki Home Solutions

lassen, ohne dass diese Persone

einen eigenen Schlüssel bekommen

oder ihr Handy mit dem

Haussystem verbinden muss.

Geschützte

Kommunikation

Auch Wohnungen in Mehrfamilienhäusern

können mit Smartlocks

nachgerüstet werden. Dafür

schließt man den sogenannten

Opener an die Gegensprechanlage

in der Wohnung an. Von

dort betätigt er auf Befehl den

Buzzer, um die Eingangstür des

Hauses zu öffnen. Für eine hohe

Datensicherheit sollte man immer

auf die entsprechenden Zertifikate

achten. Dazu gehören Tests über

die Art der Kommunikation, sowohl

online über das Internet wie

auch lokal, und die Überprüfung

der dazugehörigen Apps sowie

des Datenschutzes. Was sichere

Authentifizierung angeht, sollten

Käufer Wert darauf legen, dass das

Produkt durch änderbare Passwörter

abgesichert werden kann.Djd

12 Bauen, Wohnen, Leben


Einbrecher nutzen meist Balkon- und Terrassentüren, um in Einfamilienhäuser

einzudringen. Foto: djd/BHE Bundesverband Sicherheitstechnik

Ein paar Vorkehrungen machen das Zuhause während des Urlaubs ein Stück

weit sicherer. Foto: djd/BHE Bundesverband Sicherheitstechnik

Gefahr erkannt,

Gefahr gebannt

Sicherheitstechnik schützt auch in der Urlaubszeit

Für die meisten Menschen

ist es der Albtraum

schlechthin: Fremde steigen

in den vermeintlich sicheren

Bereich der eigenen vier

Wände ein.

Im vergangenen Jahr dürfte

dieses Szenario wieder öfter

Wirklichkeit geworden sein.

Erste Zahlen aus den Bundesländern

deuten darauf hin,

dass die Fallzahlen teilweise

deutlich gestiegen sind.

In Nordrhein-Westfalen etwa

lag 2023 die Zahl der Wohnungseinbrüche

in den ersten

zehn Monaten knapp 23 Prozent

höher als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Umso wichtiger

ist es, vor der kommenden

Urlaubssaison an notwendige

Sicherheitstechnik zu denken.

Alarmanlage

schreckt ab

Häuser und Wohnungen,

deren Bewohner offensichtlich

abwesend sind, üben auf

Einbrecher die größte Anziehungskraft

aus. Um ihnen den

Einstieg zu erschweren, spielen

einbruchhemmende Fenster

und Türen eine Rolle.

Jedoch wird der Einbruchsversuch

nicht gemeldet. „Daher

sollten mechanische Sicherungen

um eine moderne

Alarmanlage ergänzt werden,

die bei einem Vorfall sofort

die Notruf- und Serviceleitstelle

alarmiert“, rät Carl Becker-Christian,

Geschäftsführer

des BHE Bundesverbands

Sicherheitstechnik.

Die wenigsten Einbrecher

seien Profis, sie würden von

einer Alarmanlage meist aufgehalten

und abgeschreckt:

„Dank moderner Sicherheitstechnik

bleibt es bei der Hälfte

der Einbrüche mittlerweile

beim Versuch.“ Oft können die

Täter sogar noch auf frischer

Tat ertappt werden.

Alarmanlagen haben zudem

den Vorteil, dass sie die Bewohner

beim Verlassen des

Hauses auf Sicherheitslücken

wie offene Fenster oder Türen

hinweisen. „Damit eine

Alarmanlage im Ernstfall

fehlerfrei funktioniert, sind

eine sachkundige Beratung,

Planung und Montage durch

eine Fachfirma unabdingbar“,

so Becker-Christian.

Grundstücke

beleuchten

„Hallo lieber Anrufer, Familie

Müller ist drei Wochen am

Gardasee, Nachrichten nach

dem Ton.“ Solche Hinweise

auf dem Anrufbeantworter

sollte man tunlichst vermeiden,

zudem den Briefkasten

von Bekannten leeren lassen

und Zeitungsabos unterbrechen.

„Die Täter sollten auf

dem Grundstück auch keine

‚Kletterhilfen‘ wie Leitern

oder Gartenmöbel vorfinden“,

rät Becker-Christian.

„Grundstücke und besonders

Beratung

Verkauf

Montage

Prüfung

einbruchsgefährdete Stellen

sollten mittels Bewegungsmeldern

ausgeleuchtet werden,

da Täter das Licht meiden. In

Kombination mit verriegelten

Fenstern und Türen sowie einer

aktivierten Alarmanlage

sorgt dies für beruhigende

Sicherheit.“

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Bauen, Wohnen, Leben 13


Küchen

Ein Hingucker sind Oberflächen mit dezentem metallischem Effekt.

Hell, naturnah und minimalistisch

Das sind die aktuellen Küchentrends

Die neue Behaglichkeit –

das ist Leben und Wohnen

inmitten heller, naturnaher

Farben, minimalistischer

Designs mit einer klaren und

strukturierten Linienführung, viel

Holz sowie exklusiven Metallic-Akzenten

und individuellen

Lichtdesigns. So lassen sich die

Küchenmöbeltrends 2025 beschreiben.

Die Arbeitsgemeinschaft

Die Moderne Küche gibt

einen Überblick:

Beigenuancen geben heuer bei neuen Küchen den Ton an. Fotos: AMK

Sanfte Farben

herrschen vor

Eine der neuen Lieblingsfarben

ist Beige – von feinem

Muschelweiß bis zu sämtlichen

puder- und sandfarbenen Schattierungen.

Mischt man etwas

Grau hinzu, entsteht eine weitere

Trendfarbe in feinen Abstufungen:

Greige. Diese beiden

hellen Farbpaletten ergänzen

samtige Blau-, Grün-, Rot- und

Gelbfarbtöne wie beispielsweise

geheimnisvolles Rauchblau, beruhigendes

Salbei-, Eukalyptusund

Olivgrün, sattes Indischrot

und sonniges Sandgelb.

Den neuen Farbdesigns gemeinsam

ist eine zeitlose Eleganz,

Ästhetik, hervorragende

Kombinierbarkeit und warme

Ausstrahlung. Das zeigt sich beispielsweise

am Farbton Beige: Er

passt so ziemlich zu allen anderen

warmen Farbtönen. Wohnlich

wird es in Kombination mit hellen

und dunklen Echtholzfurnieren

oder Holzdekoren, edel dagegen

mit schwarzen Akzenten. Das

warme Beige wirkt mit seiner

sanften Ausstrahlung gemütlich

und entspannend. Zudem passt

es zu jedem Einrichtungsstil.

Ähnlich verhält es sich mit der

Trendfarbe Greige, einer ausgewogenen

Komposition von

warmen Beige- und Grautönen.

Greige wirkt ebenso zeitlos wie

Beige. Ton-in-Ton und in Kombination

mit angesagten Steindekoren

wie Marmor und Granit

kommt Greige toll zur Geltung.

Edle Blickfänge

in der Küche

Metallic-Oberflächen oder wenige,

dafür gezielt eingestreute

Metallic-Elemente in Bronze,

auch in Gold, sind weitere Stilmittel,

die Blicke auf sich ziehen

und jede Küche aufwerten.

Beispielsweise als bronzefarbene

Metallic-Lackfronten, feine

Griffleisten, Küchenarmaturen

und Einzelbecken-Spülen. Insbesondere

im Zusammenspiel mit

der Farbstellung Braun in mittleren

und dunkleren Tönungen

entsteht eine sehr natürliche und

wohnliche Anmutung.

Exklusive Lamellenfronten –

jene ästhetisch anspruchsvollen,

furnierten Echtholzfronten

mit senkrecht verlaufender Rillenoptik,

wie sie bislang dem

gehobenen Preissegment vorbehalten

waren, sind nun auch

im Preiseinstiegsbereich als

Holzdekorfront zu haben. Die

Premium-Küchenmöbelhersteller

favorisieren in der neuen Saison

einen lässigen Japandi-Stil, den

reizvollen Mix aus japanischer

Klarheit und Reduktion auf das

Wesentliche und skandinavischer

Gemütlichkeit und Natürlichkeit.

Diese Küchen zeichnen sich in

der Gestaltung durch eine wohltuende

Ruhe und Prägnanz aus.

Typisches Erkennungsmerkmal

dieses Stils sind glatte Fronten

in Echtholzfurnier mit Rahmenstruktur

beziehungsweise mit

einer extraschmalen oder extraflachen

Rahmenoptik. Oder

Lackfronten mit einer umlaufend

feinen, leicht gerundeten

Facette.

Amk/Mabr

14 Bauen, Wohnen, Leben


Die besten Küchen-Könner

Arbeitsplatten im Vergleich

Wer eine neue Küche

plant, muss sich früher

oder später auch für das

Material der Arbeitsplatte entscheiden,

die nicht nur viel aushalten

soll, sondern die Wirkung der Küche

entscheidend mitprägt. Eine

Teilrenovierung des Kochbereichs

kann ebenfalls neue Arbeitsoberflächen

umfassen. Aber was sind

die gängigsten Materialien – und

was sind ihre Vor- beziehungsweise

Nachteile? Hier ein Überblick:

MDF und

Laminat

Mitteldichte Holzfaserplatten

(MDF-Platten) und Laminat zählen

zu den günstigen Varianten in Sachen

Arbeitsplatte. Beide sind stoßbeständig,

pflegeleicht und bieten

eine große Auswahl an Designs

von der Holz- bis zur Betonoberfläche.

Werden die Ränder ordentlich

versiegelt, sind beide Materialien

feuchtigkeitsresistent. Größere

Schäden lassen sich jedoch vor

allem bei Laminat kaum reparieren,

außerdem ist es hitzeempfindlicher

als andere Oberflächen und kann

sich schon mal den einen oder

anderen Kratzer einfangen.

Massivholz

Teurer, aber sehr beliebt sind

Arbeitsplatten aus Massivholz.

Sie punkten mit einer natürlichen,

Platten aus Massivholz werden gerne für die Küche genommen. Foto: Panther-

Media/katrinaera (YAYMicro)

warmen Ausstrahlung und sind

sehr langlebig. Wer außerdem

Platten aus Altholz wählt, entscheidet

sich für ein besonders

nachhaltiges Produkt. Kleinere

Schäden kann man mithilfe von

Schleifpapier und Nachölen gut

ausbessern. Der Pflegeaufwand ist

allerdings eher hoch, denn damit

die Oberfläche schön bleibt, muss

sie regelmäßig geölt werden. Außerdem

ist Massivholz anfällig für

Kratzer und sowohl hitze- als auch

feuchtigkeitsempfindlich – besonders,

wenn die letzte Ölkur schon

eine Weile zurückliegt.

Edelstahl

Auf ihn setzen Küchenprofis

nicht umsonst: Edelstahl ist nicht

nur sehr hygienisch, sondern auch

pflegeleicht, hitzebeständig, langlebig

und robust. Leider hat eine

Arbeitsoberfläche aus diesem

Material aber auch oft eine kühle,

sterile Anmutung, die an eine

Großküche erinnert. Hinzu kommt,

dass man Fingerabdrücke und Co.

auf der Oberfläche sofort sieht –

und auch Kratzer können schnell

darauf entstehen.

Keramik

Sehr hitzebeständig und kratzfest,

fleckenresistent und hygienisch:

Keramik ist seit einigen

Jahren ein besonders beliebtes

Material für Arbeitsoberflächen

in der Küche. Die Auswahl an Designs

ist sehr vielfältig, man kann

beispielsweise eine Oberfläche

mit Marmor-Anmutung wählen.

Allerdings ist Keramik auch relativ

teuer – und wenn beispielsweise

ein schwerer Topf darauffällt, kann

sie splittern.

Naturstein

In diese Kategorie fallen beispielsweise

Marmor, Granit und

Schiefer. Arbeitsplatten aus diesem

Material sind kein billiges Vergnügen,

dafür punkten sie mit einer

exklusiven Optik und sind ebenso

hitzebeständig wie langlebig. Eine

regelmäßige Imprägnierung des

Natursteins muss man allerdings

durchführen, wenn dieser lange

schön bleiben soll. Auf Säuren reagieren

sie empfindlich, besonders

Marmor.

Quarzkomposite

Sie bestehen zu über 90 Prozent

aus Quarz, der mithilfe von

Dekor- oder Farbstoffen ergänzt

und mit Acrylharz zu sehr robusten,

kratzbeständigen Platten verbunden

wird. Die Oberflächen sind

nicht offenporig und dadurch sehr

hygienisch, weil weder Flüssigkeiten

noch Keime in sie eindringen

können. Auch eine extra Imprägnierung

ist nicht nötig. Sehr heißes

Kochgeschirr sollte man auf

einer Quarzkompositplatte nicht

abstellen, da dies die Oberfläche

beschädigen kann. Auch scharfe

Reiniger und Produkte mit einem

pH-Wert über zehn sind nicht dafür

geeignet. Marion Brandstetter

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Bauen, Wohnen, Leben 15


Bei wenig Fläche kann der Essplatz zur Arbeitsfläche werden. Foto: Leicht Küchen

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Mit einem Essplatz wirkt

jede Küche wohnlich

und behaglich, ist er

doch ein Treffpunkt zum Genießen,

Austauschen, Feiern,

Entspannen und Verweilen.

Um dort ein paar Arbeiten zu

erledigen oder während des

Kochens die Kinder zu beaufsichtigen,

die in der Küche ins

Spielen oder in ihre Schulaufgaben

vertieft sind. Gut und

ergonomisch geplant, ist der

Essplatz ein Zugewinn für alle.

zu gönnen oder Mahlzeiten

einzunehmen. Wenn in einer

kleinen Küche kein Platz für

eine Bistro-Sitzecke ist, dann

für einen hübschen Klappstuhl

und Wandklapptisch, um zwischendurch

einen Kaffee, Tee

oder Imbiss zu genießen.

Infrage kommt auch ein kleiner,

elektrisch höhenverstellbarer

Beistelltisch, der nicht

nur praktisch, sondern vielseitig

einsetzbar ist, sei es zum

Vorbereiten der Lebensmittel

oder zum Erledigen anderer

Arbeiten. Mittels elektrischer

Hubsäule und Akkusystem

kann er viele Hundert Male in

jede individuell optimale Arbeits-,

Steh- oder Sitzposition

gebracht werden. Der Akku

wird mit einem Clipsystem unter

der Tischplatte angebracht

und lässt sich dort bequem einund

ausstecken; die elektrische

Höhenverstellung erfolgt über

Optionen auch

für kleine Küchen

In jeder Küche – selbst in

einer klein dimensionierten

– sollte schon allein dem Rücken

zuliebe stets auch eine

Sitzgelegenheit eingeplant

werden, zumal, wenn vorund

zubereitende Tätigkeiten

anfallen, MIESBACH die Zeit Wendelsteinstr. Anspruch 3

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16 Bauen, Wohnen, Leben


Praktisch: Die Kücheninsel kann auch als Essplatz genutzt werden. Foto:

Chaunceys Timber Flooring

In einer offenen Küche ist der Essplatz ein wichtiger Teil des Gesamtkonzepts.

Foto: Nolte Küchen

Retro-Charme

dank Eckbank

Ein Essplatz in der Küche, das

kann auch eine schicke Thekenlösung

sein – eine verlängerte

Arbeits- oder Esstischplatte und

dazu zwei hohe Tresenhocker

oder zwei Stühle, die sich darunterschieben

lassen, wenn

sie nicht mehr gebraucht werden.

Alternativ eine gepolsterte

Eckbank plus Esstisch, die zum

Entspannen und Genießen einlädt.

Auch in moderner Interpretation

bringt eine Eckbank

immer ein Stück Nostalgie und

Retro-Charme in die Küche.

Steht genügend Grundfläche

zur Verfügung, kann eine

gemütliche Essecke eingeplant

werden, in der mehrere Personen

Platz haben. Besonders

attraktiv und einladend wirken

offen geplante Wohnküchen,

in denen der Essbereich farblich

auf das Küchen- und Wohndesign

abgestimmt ist. So entsteht

ein schönes, harmonisches

Raumgefühl. Für Familien, Paare

und Singles mit viel „Besucherfrequenz“

am Essplatz bieten

sich längere Tafeln oder ausziehbare

Esstische an, an denen

alle ausreichend Platz haben.

Für entsprechenden Sitzkomfort

sorgen beispielsweise bequeme,

drehbare Polstersessel mit Bezügen

in Vintage-Velours oder

klassische Hochlehnstühle mit

und ohne Armlehnen.

Clever geplant

vom Fachmann

Ob sich die Essgruppe direkt

an die Kücheninsel anschließen

oder einen harmonischen Übergang

in den Wohnbereich hinein

bilden soll, hängt von den räumlichen

Voraussetzungen sowie

den persönlichen Vorstellungen

und Wünschen ab. Den Experten

in einem Küchenfachgeschäft,

Küchenstudio und Möbelhaus

mit Küchenfachabteilung stehen

viele Möglichkeiten zur Verfügung,

die individuell schönste

und beste Lösung zu realisieren

– von schmal bis extra großzügig.

„Die Vielfalt und Gemütlichkeit

der Essplätze in den

unterschiedlichsten Stilrichtungen

– sei es modern, klassisch,

retro, nostalgisch oder avantgardistisch

– können Sie in den

zahlreichen Küchenstudios und

Fachabteilungen entdecken“, erklärt

Volker Irle, Geschäftsführer

der AMK – Arbeitsgemeinschaft

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Bauen, Wohnen, Leben 17


Hausbau

Mit einer wassergebundenen Decke vermeidet man Versiegelungen im Garten. Foto: Gärtner von Eden

Mehr Grün und gerne auch Pfähle

Alternativen zur Flächenversiegelung

Die Starkregenereignisse

der vergangenen Jahre

und Monate haben gezeigt,

wie wichtig unversiegelte

Flächen sind, auf denen Wasser

versickern kann und die sich im

Sommer weniger schnell aufheizen.

Auch Bauherren und

Renovierende können solche

Flächen schaffen – mit einer

klugen Planung von Außenbereichen

und Gebäuden.

Bei Letzteren empfiehlt der

Bausachverständige Marc Ellinger

vom Verband Privater

Bauherren (VPB), das Thema

Versiegelung schon beim Erstellen

des Bebauungsplans im

Kopf zu haben. „Die aktuell

bestehende Tendenz, möglichst

viele Grundstücke auf

möglichst kleinem Raum zu

schaffen, erhöht natürlich den

Versiegelungsgrad.“ Allerdings

seien in Städten und Gemeinden

häufig Maximalhöhen für

Trauf und First vorgegeben, oft

bleibe Bauenden nichts anderes

übrig, als größere Flächen zu

versiegeln, um den benötigten

oder gewünschten Wohnraum

zu schaffen.

Gründach ist

keine Entsiegelung

Alternativ könne man Häuser

auch aufständern, also auf

Pfähle stellen, um Versiegelungen

zu vermeiden. „Ich habe

aber starke Zweifel, dass sich

ein solches Konzept durchsetzt“,

so Ellinger. Bei Anbauten

sollte man überlegen, die

Erweiterungen nur auf bereits

bestehenden Nebengebäuden

zu errichten. Dann wiederum

könne es jedoch sein, dass Konflikte

mit den Abstandsregelungen

entstünden. Es lohnt sich

jedoch, die Option zu eruieren.

Wer nun an ein begrüntes

Dach als Entsiegelungsoption

denkt, muss sich laut Ellinger

darüber im Klaren sein, dass

es sich dabei nicht wirklich um

eine Entsiegelungsmaßnahme

handelt – auch wenn es von

manchen Gemeinden als solche

anerkannt wird. „Das ist

18 Bauen, Wohnen, Leben


lediglich eine Maßnahme zur

Wasserrückhaltung, um die

zumeist überalterten, den aktuell

anfallenden Abwasser- und

Abflussmengen kaum noch gewachsenen

Rohrleitungssysteme

der öffentlichen Kanalnetze

zu entlasten.“ Selbst begrünte

Dächer würden bei Starkregenereignissen

den Wasserüberschuss

unmittelbar abführen.

Hinzu käme, dass Dachbegrünungen

gepflegt werden müssen,

darüber sollten sich Bauherren

im Klaren sein. „Dazu

gehört auch die Bewässerung

in den Sommermonaten, sonst

ist das Gründach sehr schnell

ein ausgedörrtes Steppendach.“

Stellschrauben

im Außenbereich

Auch bei der Gartengestaltung

gibt es Möglichkeiten,

große versiegelte Flächen zu

vermeiden. Gärtnermeister

Frank Gutbrod aus Uffing

am Staffelsee rät, Wege und

Plätze im Garten mit einer

wassergebundenen Decke

zu versehen. Sie besteht aus

Sanden, Kies-Sanden oder

Splitt-Sand-Gemischen. Sie gelten

als komplett versickerbar.

Wer Platten verlegen möchte,

sollte laut Gutbrod an die drei

Aufstocken statt noch mehr zu versiegeln: So kann man auch mehr Wohnraum

gewinnen. Foto: Smart House

Zentimeter Abstand zwischen

ihnen lassen, damit der Boden

bei starken Regenfällen mehr

Wasser aufnehmen kann.

Und bei einer Garagenzufahrt

könne man im Abstand

der Reifen Pflaster verlegen und

dazwischen einen Grünstreifen

anlegen. „Das hilft schon mal

einiges“, so der Experte.

Außerdem rät der Profi dringend

dazu, weniger große

Rasenflächen anzulegen und

stattdessen beispielsweise auf

Staudenbeete zu setzen, denn:

„Die Beetfläche ist immer offen

und kann Wasser aufnehmen.

Aber bei Rasen ist der Untergrund

verdichtet, dann läuft

das Wasser bei Starkregen nur

oberflächlich ab und versickert

nicht.“

Eine weitere Option bei der

Gartengestaltung ist laut Gutbrod

eine sogenannte Vermuldung:

In dieser Mulde kann sich

Regenwasser zunächst auf dem

Grundstück ansammeln und

dann langsam absickern. Die

Vermuldung kann man auch bepflanzen

– am besten mit einem

Klimabaum, der sowohl starke

Regenfälle als auch längere Trockenperioden

übersteht.

Einfach entspannt

angehen

Gutbrod stellt klar, dass die

Entsiegelung im Garten zunächst

mit einem Gefühl des

Komfortverlusts einhergehen

kann. Schließlich bekommt man

bei weniger versiegelten Flächen

eher schmutzige Schuhe

oder vollgematschte Füße, während

der klimaresistente Baum

im Herbst sein Laub abwirft.

Trotzdem rät er dazu, mehr Natur

rund ums Haus zuzulassen,

denn das zahle sich aus.

Marion Brandstetter

Bauen, Wohnen, Leben 19


Bei der Bauabnahme wird ein Protokoll erstellt, in dem eventuelle Mängel am neu errichteten Haus festgehalten sind. Fotos: djd/Bauherren-Schutzbund

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Vor dem Einzug in das neu

errichtete Eigenheim ist

die Bauabnahme die letzte

Stufe, die Bauherren überwinden

müssen. „Dieser Schritt ist

weit mehr als reine Formsache,

denn er hat etliche Rechtsfolgen,

die zudem überwiegend für

den Bauunternehmer vorteilhaft

sind“, erklärt Erik Stange vom

Verbraucherschutzverein Bauherren-Schutzbund

(BSB). Mit erfolgreicher

Bauabnahme gilt der

Vertrag als erfüllt und die fünfjährige

Gewährleistungsfrist für

Mängelansprüche beginnt zu laufen.

Der Unternehmer stellt seine

Schlussrechnung, und das Risiko

für Beschädigung und Zerstörung

geht auf den Bauherrn über.

Abnahmetermin gut

vorbereiten

Es lohnt sich daher, den Abnahmetermin

ernst zu nehmen und

gut vorzubereiten. Idealerweise

beginnt man damit bereits frühzeitig

während der Bauphase. Im

Rahmen einer baubegleitenden

Qualitätskontrolle überprüft ein

unabhängiger Sachverständiger,

zum Beispiel ein BSB-Bauherrenberater,

den Baufortschritt regelmäßig

und kontrolliert ihn auf

Baumängel. Ein solches Vorgehen

schafft Transparenz von Anfang

an und vieles, was es zu bemängeln

gäbe, kann bereits im Vorfeld

erledigt werden. Zudem kennt der

Berater die Baustelle und kann

in einem Termin einige Tage vor

der Abnahme nochmals gezielte

Überprüfungen vornehmen.

Abnahmeprotokoll

selbst erstellen

Der Sachverständige kann auch

die Abnahme selbst begleiten.

Es wird ein Protokoll erstellt, in

dem eventuelle Nachbesserungsansprüche

festgehalten werden.

Diese Ansprüche müssen dann

innerhalb der fünf Jahre Gewährleistungszeit

eingefordert werden.

Vorformulierte Vertragsmuster des

Bauunternehmens können den

Auftraggeber unzulässig benachteiligen.

Am besten sollte man sie

deshalb nicht akzeptieren und

nicht unterschreiben, sondern auf

die Unterzeichnung des selbst

erstellten Abnahmeprotokolls

bestehen. Auch das Risiko einer

sogenannten „konkludenten Abnahme“

sollte vermieden werden,

rät Experte Stange. Sie lässt sich

mit einem „schlüssigen Verhalten“

des Bauherrn begründen,

wenn er etwa das Haus längere

Zeit nutzt, ohne Beanstandungen

zu äußern, oder wenn er

die Schlussrechnung abschlagsfrei

begleicht.

Djd

Ein Bausachverständiger nimmt alles

unter die Lupe.

20 Bauen, Wohnen, Leben


Von der Planung

bis zur Fertigstellung

Tipps für den Hausbau

Es ist so weit, der Traum vom

Eigenheim soll endlich wahr

werden. Je gründlicher man

das Projekt angeht, desto eher

wird es am Ende den eigenen

Vorstellungen und Bedürfnissen

entsprechen. Viele Fragen müssen

nun beantwortet werden, doch

die Mühe lohnt sich. Ein guter

Anfang sind Gespräche mit Freunden,

Bekannten oder Nachbarn,

die selbst schon gebaut haben:

Was würden sie jetzt vielleicht

anders machen? Welche Entscheidungen

haben sich als besonders

hilfreich erwiesen – und von welchen

Profis sollte man sich auf

jeden Fall unterstützen lassen?

Der Grundriss sollte individuell und auch mit Blick auf die Zukunft geplant

werden. Foto: PantherMedia /Andriy Popov

Baustoffe und Tipps

von anderen

So sollte man beispielsweise

vorab überlegen, ob man ein

Fertighaus oder ein Massivhaus

haben möchte. Natürlich kommen

auch Alternativen wie die

Lehmbauweise infrage. Wer sich

zum Thema Baustoffe vorab

schlau macht, kann informierte

Entscheidungen treffen. Wichtig

ist auch, ob man ein Haus von

einem Bauträger kauft oder ein

Gebäude zusammen mit einem

Architekten planen will. Mit einem

Bauträger wird es meist billiger,

dafür hat man in Sachen

Grundriss manchmal weniger

Mitspracherecht, weil das Haus

schon vorab geplant wurde.

Auch in Sachen Finanzierung

schaden Tipps von Freunden

nicht. Doch eine professionelle

Beratung, beispielsweise von einem

unabhängigen Berater, können

sie nicht ersetzen. Wichtig

ist, dass man die Kosten offen

und ehrlich durchrechnet, damit

es keine bösen Überraschungen

(beispielsweise in Form hoher Notar-

beziehungsweise Nebenkosten

oder Erschließungskosten für

das Baugrundstück) gibt.

Am echten Leben

orientieren

Bei der Grundrissplanung stehen

die persönlichen Bedürfnisse

im Mittelpunkt: Wie viele

Personen oder auch Haustiere

werden (voraussichtlich) im Gebäude

wohnen? Was benötigen

sie für einen komfortablen Alltagsablauf?

Welcher Wohnbereich

sollte großzügig gestaltet

werden, und wo kann man eher

auf ein paar Quadratmeter verzichten?

Wichtig ist es, auch

an die Zukunft zu denken: Wer

heute schon barrierearm baut,

muss sich später nicht mehr darum

kümmern. Auch Wände, die

man in Zukunft eventuell versetzen

oder ganz herausnehmen

kann, können von Vorteil sein.

Über Themen wie Heizung,

Elektrik, Fenster, Türen oder eine

mögliche Dämmung sollte man

sich ebenfalls schon vorab Gedanken

machen. Ein Knackpunkt

ist beispielsweise die Anzahl der

Steckdosen: Von ihnen werden

häufig nicht genug eingeplant.

Ein Auge auf die

Arbeiten haben

Rücken dann erst einmal die

Handwerker an, sollte man unbedingt

den Baufortschritt im

Auge behalten. Hier kann es

hilfreich sein, einen Sachverständigen

zu engagieren: Er kommt

in regelmäßigen Abständen auf

die Baustelle und prüft, ob alle

Arbeiten korrekt ausgeführt

werden.

Hier können schon im Vorfeld

Mängel vermieden oder

noch während der Bauphase

behoben werden. Auch bei der

finalen Bauabnahme, die man

beispielsweise mit einem Bauträger

macht, ist die Unterstützung

durch einen Sachverständigen

hilfreich.

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Bauen, Wohnen, Leben 21


Bäder

Eine smarte Lichtsteuerung macht technikaffine Badbenutzer glücklich.

Foto: Pelipal

Ob Echtholz oder Dekor: Wer es naturnah mag, liegt damit richtig.

Foto: Pelipal

Badezimmer nach Wunsch

Gestaltungstipps für verschiedene Wohntypen

Die einen mögen es schlicht

und funktional, die anderen

verspielt und auch mal

farbenfroh: Die Art, wie Menschen

ihre Wohnräume ausstatten,

lässt sich auch auf das Badezimmer

übertragen. Schließlich

muss dieser Bereich genauso ausgestattet

und gestaltet werden

wie der Rest des Zuhauses. Ob

Neubau oder Badrenovierung –

hier sind ein paar Tipps für unterschiedliche

Wohntypen:

Für praktisch

Veranlagte

Bloß kein Geschnörkel: Menschen,

die es praktisch mögen,

konzentrieren sich auf das Wesentliche.

Dinge besitzen oft

einen festen Platz im Haus,

sind griffbereit und müssen nie

lange gesucht werden. Wichtig

ist vor allem eines: Was da ist,

muss funktionieren. Klare, aufgeräumte

Strukturen und ausreichend

geordneter Stauraum

sind deshalb unverzichtbar für

den Pragmatiker. Entsprechend

sollten die Möbel im Badezimmer

viel Stauraum bieten, der

leicht zugänglich ist. Der Spiegelschrank

und Beimöbel wie Regale

oder Wäschetruhen sorgen für

zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten.

Pragmatiker bevorzugen

meist die Dusche statt der

Badewanne. Damit ergibt sich ein

Vorteil: Duschbauweisen sparen

Platz in kleineren Räumen oder

Gästebädern.

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Für

Genießer

Im Gegensatz zum Pragmatiker

darf die Badewanne beim Genießer

eigentlich nicht fehlen. Ein

Mix aus geschlossenem Stauraum

und offenen Regalen für dekorative

Accessoires unterstreicht den

Charakter des Genießers. Ob abgerundetes

Aufsatzwaschbecken

aus hochwertigem Mineralmarmor

oder eine geschwungene

Linienführung bei den Badezimmermöbeln:

Für wahre Ästheten

geben sich hier Materialien,

Funktionen und insbesondere das

Design die Hand. Das Badambiente

wirkt edel, stilbewusst und

modern – Merkmale, die für den

Genießer unabdingbar sind. Hinzu

kommt eine individuelle Wellnessausstattung,

beispielsweise in

Form einer Dusche mit Dampfbadfunktion.

Für Technikfans

Das Smarthome kann auch im

Badezimmer umgesetzt werden:

Mithilfe raffinierter technischer

Anwendungen wird der Aufenthalt

im Bad zum Hightech-Erlebnis.

Angefangen bei bunten Lichtspielen

bis hin zu Soundsystemen,

die je nach Stimmungslage und

Wunsch Lieblingssongs oder Beruhigungsgeräusche

wie Wellenrauschen

abspielen. Wer einen praktischen,

smarten Alltagshelfer für

das Bad stets neben sich wissen

möchte, greift am besten zu einer

smarten Lichtsteuerung, bei der

man beispielsweise Lichtintensität

sowie Farben flexibel einstellen

kann. Die Lichtszenarien können

zwischen Echtzeit und Vorprogrammierung

variieren. Oft ist

auch die Programmierung eines

Anwesenheits- und Dämmerungssimulators

möglich.

Für

Naturfreunde

Wer die Natur liebt, fühlt sich

in einem Badezimmer wohl, das

dank großer Fenster einen Blick

nach draußen bietet. Pflanzen

sind fast schon ein Muss für diesen

Typ, ebenso wie Möbel mit

natürlichem Dekor oder aus Massivholz.

Eine authentische Umgebung,

die die Liebe zur Natur zum

Ausdruck bringt, ist entscheidend.

Auch beim Fliesenboden muss

man – zumindest optisch – nicht

auf Naturnähe verzichten: Inzwischen

gibt es hochwertige Fliesen

in täuschend echtem Holzdekor,

die selbstverständlich auch an

der Wand zum Einsatz kommen

können.

Mabr/Gesk

22 Bauen, Wohnen, Leben


Modern und für alle geeignet

Bodenebene Duschen punkten mit viel Komfort

Eigentlich haben sie nichts

mit dem zu tun, was man

sich so unter einer „Wanne“

vorstellt: Extraflache Duschwannen

sind ein Muss für moderne,

begehbare Duschen. Sogenannte

plane Duschwannen können laut

der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft

(VDS) heutzutage

perfekt bodengleich gefertigt

werden. Hinter dem technischen

Terminus „Duschwanne“

verbergen sich Duschflächen,

die so flach gearbeitet sind wie

eine Flunder und sich daher so

unauffällig in das Bodenniveau

integrieren lassen, dass manche

Hersteller schon von einer

„Duschfliese“ sprechen, die eine

homogene und vor allem fugenlose

Flächengestaltung ermöglicht.

Alternativ gibt es neben

innovativen Ablaufrinnen auch

sogenannte Duschboards und

Komplettlösungen inklusive Ablaufrinne,

die für bodengleiche

Duschbereiche mit klassischen

Fliesen belegt werden können.

Kleine Bäder wirken dank einer bodenebenen

Duschwanne großzügiger.

Foto: Villeroy & Boch

Räume optisch

vergrößern

Begehbare Duschen liegen

nicht nur aus Gründen der

Optik und des Komforts voll

im Trend. Die VDS empfiehlt

Lösungen mit bodenebener beziehungsweise

bodengleicher

Dusche gerade für kleinere

Badezimmer, da sie den Raum

durch die unauffällige Duschfläche

großzügiger und offener

wirken lassen – vor allem in

Kombination mit Glastrennwänden.

Neben einem flächenbündigen

Zugang bieten sie auch

ein Plus an Bewegungsfreiheit.

Wenn Glastüren und Trennwände

zudem als vollständig

wegklappbare Modelle gewählt

werden, sind sie sogar als Nutzoder

Wegefläche nutzbar: Ist

die Dusche nicht in Gebrauch,

bleibt mehr Freiraum zur Bewegung.

Funktional

und komfortabel

Mit bodengleichen Duschflächen

lassen sich moderne und

stilvolle Duschbereiche realisieren,

die im Sinne einer nachhaltigen

Badgestaltung eine lange

Nutzungsdauer gewährleisten

– bis ins hohe Alter.

Dabei avancieren sie immer

mehr zu echten Design-Hinguckern:

In der Funktion rutschfest,

hygienisch und komfortabel,

sind sie ästhetisch gestaltet

und dabei so flach, dass sie

mit dem Badezimmerboden nahezu

verschmelzen. Und zwar

auch farblich: Viele Anbieter

halten eine große Farbpalette

für die passend zum Bodenbelag

wählbaren Duschflächen

bereit, sodass die Dusche als

Teil einer homogen gestalteten

Architektur erscheint. Elegante

Duschrinnen, Wand- und Bodenabläufe

in passend wählbaren

Farben und hochwertigen

Materialien setzen Akzente und

komplettieren perfekt das puristische

Erscheinungsbild der

bodenebenen Duschen. Vds

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Bauen, Wohnen, Leben 23


Frühjahrs-

Check

Eine genaue Kontrolle zeigt, ob eventuell Dachziegel ausgetauscht werden müssen. Foto: PantherMedia/roboriginal

Einmal alles

unter die Lupe nehmen

Der Frühling ist die beste Zeit für einen Haus-Check

Schnee, Eis, Stürme und Regen:

Der Winter setzt Gebäuden

manchmal ganz

schön zu. Deshalb lohnt es sich,

im Frühling das Haus unter die

Lupe zu nehmen, um eventuelle

Schäden erfassen und beheben

lassen zu können. Das sind die

wichtigsten Punkte:

Blick auf

die Fassade

Im Winter wird Schnee gerne

mal in Richtung Hauswand

geräumt, schließlich stört er da

niemanden. Für den untersten

Teil der Fassade bedeutet dies

aber eine Belastung, vor allem,

wenn Tauwetter einsetzt und der

Schnee schmilzt. Hier – und wegen

undichter Regenrinnen auch

oben an der Fassade – können

Feuchteschäden entstehen. Entdeckt

man beispielsweise Risse

an der Fassade, sollte man einen

Profi hinzuziehen. Er stellt fest,

ob es sich um einen oberflächlichen

und schnell zu behebenden

Schaden handelt, oder ob die

Feuchtigkeit eventuell die darunterliegende

Isolierung beschädigt

hat. In diesem Fall können umfangreichere

Reparaturen nötig

werden.

Die Wasserleitungen im Garten sollte man einmal gut durchspülen.

Foto: PantherMedia/CraterValley

Dach

und Keller

Schäden am Dach können

langfristig zu schwerwiegenden

Problemen im Obergeschoss eines

Gebäudes führen. Daher lohnt es

sich, einen professionellen Dach-

Check durchführen zu lassen –

auch aus Sicherheitsgründen, denn

die Profis wissen, wie man vor

allem auf Steildächern vorzugehen

hat, ohne dabei abzustürzen. Die

Fachleute befestigen dann beispielsweise

Schneefanggitter, die

sich gelockert haben, tauschen

beschädigte Dachziegel aus und

prüfen auch, ob es rund um den

Schornstein oder die Dachfenster

undichte Stellen gibt. Auch die

Regenrinnen werden im Zuge des

Checks für gewöhnlich überprüft

und bei Bedarf gesäubert. Im Keller

sollte man die Innenwände und

Fenster kontrollieren. Entdeckt

man eine feuchte Stelle oder sonstige

Schäden, sollte man Fachleute

hinzuziehen.

Fenster

und Türen

Haus- und Terrassentüren sowie

die Fenster im Rest des Hauses

überprüft man besser auch:

Quietscht eine Tür beim Öffnen

und Schließen? Zieht es, obwohl

alle Fenster und Türen geschlossen

sind? Müssen Dichtungen

erneuert werden?

Verfügt das Haus über eine

Lüftungsanlage, lohnt sich ein

Blick in die Unterlagen, ob eine

Wartung fällig ist. Denn nur eine

einwandfrei laufende Lüftungsanlage

hilft beispielsweise bei der

Schimmelvermeidung.

Im Keller wirft man am besten

auch einen Blick auf den Lichtschacht,

um festzustellen, ob dieser

vielleicht mal wieder gereinigt

werden muss.

Garten

nicht vergessen

Auch im Außenbereich ist ein

Frühjahrs-Check ratsam. Hat

man beispielsweise die Wasseranschlüsse

und Gartenleitungen

den Winter über nicht benutzt,

sollte man nun alles einmal gut

durchspülen, um eine Keimbildung

zu vermeiden. Dabei kann

man auch gleich darauf achten,

ob durch Frost oder Rost undichte

Stellen entstanden sind.

Ist durch eine geschädigte Leitung

ein Wasserschaden am Haus

entstanden, lohnt es sich, den

Gebäudeversicherungsanbieter

zu kontaktieren, da die Police die

Schäden unter dem Posten „Risiko

Leitungswasser“ abdecken

sollte.

Mabr

24 Bauen, Wohnen, Leben


Regelmäßige Heizungswartungen optimieren die Effizienz der Anlage. Foto: PantherMedia/Arne Trautmann

Optimales Zeitfenster

für die Heizung

Jetzt die Anlage vom Profi warten lassen

Jeder ist froh, wenn er an kalten

oder kühlen Tagen die

Heizung aufdrehen kann.

Damit die Anlage immer gut in

Schuss ist und effizient arbeitet,

muss sie auch entsprechend gut

eingestellt sein und sollte einer

regelmäßigen Wartung unterzogen

werden. Fallen bei der

Überprüfung Schäden an der

Heizungsanlage auf, können

diese zeitnah behoben oder ein

Austausch der Heizung ins Auge

gefasst werden.

Öl- oder Gasheizung

Befindet sich eine Öl- oder

Gasheizung im Haus, checken

die Profis beispielsweise, ob die

geltenden Abgaswerte eingehalten

werden. Bei Ölheizungen

wird auch der Brenner auf seine

Funktion getestet. Müssen beispielsweise

Filter ausgetauscht

werden, erledigt der Fachmann

dies nach Möglichkeit gleich.

Auch eine Reinigung der Heizung

kann notwendig werden.

Nimmt der Profi eine Gasheizung

unter die Lupe, kontrolliert

er neben dem Betriebsdruck auch

Rohre, Leitungen und Kabel auf

Korrosion. Und natürlich wird

hier ebenfalls der Brennraum

gecheckt.

Pelletheizung

Wurde im Haus eine Pelletheizung

eingebaut, fällt neben einer

Grundreinigung des Brennraums

auch eine Funktionsprüfung und

Reinigung des Wärmetauschers

an. Eine Sichtprüfung der Feuerraumauskleidung

und bei Bedarf

ein Austausch der Isolation gehören

ebenso zur Wartung wie

eine Überprüfung der Rauchrohre

und der Steuerung sowie des

Thermostats. Die Pumpe und

Rücklauftemperatur der Anlage

werden ebenso gecheckt, des

Weiteren müssen der Aschekasten

geleert und der Brennertopf

von Schlacke und Verbrennungsrückständen

befreit werden.

Wärmepumpe

Bei einer Wärmepumpe kommt

es darauf an, welche Art verbaut

wurde. Luft-Wasser-Wärmepumpen

verfügen über Zu- und Abluftkanäle,

die überprüft und bei

Bedarf gereinigt werden müssen.

Die Kondenswasserentwicklung

und der Kondensatablauf werden

ebenfalls überprüft.

Wurde eine Sole-Wasser-Wärmepumpe

eingebaut,

muss beispielsweise die chemische

Zusammensetzung der Sole

vom Fachmann unter die Lupe

genommen werden. Der Filter

im Wärmekreislauf wird auch gecheckt

und bei Bedarf gereinigt.

Neben einer Druckmessung fällt

gegebenenfalls auch ein Nachfüllen

der Sole an.

Ist eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe

eingebaut worden, fallen

ähnliche Maßnahmen an wie bei

einem Sole-Wasser-Modell. Allerdings

wird hier der Fokus auf das

Grundwasser als Wärmequelle

gelegt.

mabr

Bauen, Wohnen, Leben 25


Immobilien

Wie hoch ist der Wert der eigenen Immobilie? Das kann man mit etwas Geschick gut herausfinden. Foto: Imago/Bihlmayerfotografie

Bereit für ein gutes Geschäft

So findet man heraus, was die eigene Immobilie wert ist

Ob man sich nun vergrößern

beziehungsweise verkleinern

möchte oder einfach

wegziehen will: Die Gründe, eine

Immobilie zu verkaufen, sind vielfältig.

Wer sich für den Verkauf

entscheidet, möchte natürlich

wissen, wie viel das Haus oder die

Wohnung wert ist. Wer sich vor

der Kontaktierung eines Immobilienmaklers

zunächst selbst einen

Überblick verschaffen möchte,

kann beispielsweise einen Blick

auf verschiedene Online-Immobilienportale

werfen: Dort hat

man die Möglichkeit, nach ähnlichen

Objekten in der Gegend zu

suchen und erhält einen ersten

Eindruck der Marktpreise.

Blick auf den

Versicherungsschein

Auch ein Blick auf den örtlichen

Immobilienpreisspiegel,

der beispielsweise von Banken

oder Bausparkassen erstellt wird,

gibt erste Anhaltspunkte. Ebenso

hilfreich kann ein Blick auf den

Gebäudeversicherungsschein

sein, in dem der Brandversicherungswert

angegeben ist. Der

Brandversicherungswert wiederum

wird herangezogen, um den

Sachwert der Immobilie zu ermitteln:

Hierfür wird der Brandversicherungswert

mit dem aktuell

gültigen Faktor multipliziert, den

man bei der Brandversicherung

erfragen kann.

Die Lage und

das Grundstück

Ein weiterer und sehr wichtiger

Faktor für die Bewertung einer

Immobilie ist deren Lage: Wie

ist die Anbindung zum Nahverkehr?

Gibt es Schulen, Geschäfte

und Arztpraxen in der Nähe?

Besteht eine gute Anbindung

an die Autobahn? Es gibt außerdem

noch weitere Faktoren,

die den Wert einer Immobilie beeinflussen.

Hierzu zählt natürlich

der Zustand der Immobilie, also

ihr Alter, die Bausubstanz oder

eventuell durchgeführte Renovierungsmaßnahmen.

Auch die

Energieeffizienz des Gebäudes,

überprüfbar mithilfe des Energieausweises,

ist wichtig.

Nicht zuletzt kommt es natürlich

auch auf die Größe und

Beschaffenheit des Grundstücks

an: Ein gepflegter, großzügiger

Garten ist für viele potenzielle

Käufer ein Plus. Mabr

26 Bauen, Wohnen, Leben


Fallen große Renovierungen an, müssen Eigentümer eventuell eine hohe Sonderumlage bezahlen. Foto: picture alliance/dpa/Christian Charisius

Bei Immobilienkauf

auf Rücklagen achten

Vor allem ältere Gebäude können zur Kostenfalle werden

Auf der Suche nach einer Eigentumswohnung

im Bestand?

Gerade Immobilien

aus den 1970er- und 1980er-Jahren

wecken derzeit vermehrt das

Interesse von Kaufwilligen, stellt

der Verband Privater Bauherren

(VPB) fest. Unter anderem, weil

die Preise attraktiv scheinen. Doch

gerade bei diesen Baujahren sollten

Interessierte laut VPB genau

hinschauen – und neben der Lage,

dem baulichen Zustand und dem

energetischen Standard auch die

vorhandene Instandhaltungsrücklage

im Blick behalten. Sonst kann

der Kauf schnell zum finanziellen

Desaster werden.

Der Grund: Nach rund 50 Jahren

wird dem VPB zufolge bei vielen

Immobilien eine umfassende Komplettsanierung

von Elektroinstallationen,

Sanitäranlagen und Heizung

fällig. Nicht selten kommen die

Wärmedämmung der Gebäudehülle

und eine neue Dacheindeckung

obendrauf. Reicht die Rücklage, die

die Eigentümergemeinschaft über

die Jahre gebildet hat, nicht aus, um

die Maßnahmen zu bezahlen, kann

für die Sanierung eine sogenannte

Sonderumlage fällig werden. Dann

ist es an den Eigentümern, Geld

nachzuschießen.

Fachurteil

kann hilfreich sein

Dabei kann es schnell um fünfbis

sechsstellige Beträge gehen, gibt

der VPB zu bedenken. Wer gerade

erst viel Geld für den Kauf und die

Erwerbsnebenkosten auf den Tisch

gelegt hat, steht aber unter Umständen

blank da – und gerät finanziell

unter Druck. Der VPB rät daher,

immer einen prüfenden Blick auf

das Baujahr, den baulichen Zustand

der Gesamtanlage, möglicherweise

bereits erfolgte Modernisierungen

sowie die Höhe der bestehenden

Instandhaltungsrücklage zu werfen.

Ein unabhängiger Bausachverständiger

kann nach einer Begehung

und auf Grundlage der protokollierten

Eigentümerversammlungen

bei der Einschätzung helfen. Dann

wird klarer, mit welchem Sanierungsaufwand

Käuferinnen und

Käufer rechnen sollten – und ob

die vorhandene Rücklage dafür

ausreichen kann oder nicht. Dpa

Ulrich Fuchs

Rechtsanwalt

Wallenburger Straße 16 · 83714 Miesbach

Telefon 0 80 25 / 12 33 · Fax 0 80 25 / 45 71

Tätigkeitsschwerpunkte:

Mietrecht, Familienrecht, Strafrecht

Interessenschwerpunkte:

Verkehrsrecht, privates Baurecht

Verkauf von Grundstücken,

Wohnungen, Häusern,

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Bauen, Wohnen, Leben 27


Elektro

Bitte nicht: Wer Kinder hat, sollte auf gut gesicherte Steckdosen setzen. Foto: PantherMedia/ababaka

Kindersichere Steckdosen

Besondere Modelle bieten maximale Sicherheit

Wenn der Nachwuchs

anfängt, durchs Haus

zu krabbeln, werden

Eltern meist unruhig. Denn die

neugierigen Kleinen nehmen

nicht nur alles in den Mund,

sondern stecken gerne auch mal

ihre Finger in diverse Öffnungen

– beispielsweise in Steckdosen.

Ziel ist es also, die Stromauslässe

kindersicher zu machen.

Die Initiative Elektro+ empfiehlt,

statt der üblichen Nachrüstlösungen

besser gleich die ganze

Steckdose gegen ein Modell mit

sogenanntem erhöhtem Berührungsschutz

zu tauschen. „Diese

Steckdosen sind speziell entwickelt

worden, um in Haushalten

mit kleinen Kindern für mehr Sicherheit

zu sorgen“, sagt Stefan

Holitschka, Experte der Initiative

Elektro+. „Diese Modelle verfügen

über eine innenliegende

Absicherung in Form eines sogenannten

Shutters, der sich nur

dann öffnet, wenn beide Löcher

gleichzeitig bestückt werden.“

Holitschka empfiehlt, diese

Steckdosen nicht nur im Kinderzimmer

einzubauen, sondern

möglichst überall im Haus oder

der Wohnung.

Komfortable

Nutzung

Der Shutter ist eine benutzerfreundlichere

Lösung als

nachträglich eingefügte Drehsicherungen,

die auf Dauer

manchmal starr werden. „Der

Shutter muss fest sitzen und

natürlich auch einen gewissen

Widerstand bieten“, sagt Holitschka.

„Da er aber bei modernen

SCHUKO-Steckdosen mit

erhöhtem Berührungsschutz

fester Teil der Abdeckung ist,

ist die Nutzung der Steckdose

wesentlich komfortabler und

hat nichts mehr mit den Nachrüstlösungen

zu tun. Dort den

Stecker hineinzubekommen,

stellte tatsächlich oft eine Herausforderung

dar, vor allem bei

Steckdosen in niedriger Höhe.“

Beim Kauf solcher Steckdosen

empfiehlt der Experte, auf

die Bezeichnung „Safety Plus“

zu achten, die einen erhöhten

Berührungsschutz kennzeichnet.

„Durch weitergehende konstruktive

Maßnahmen erfüllen

alle ‚Safety Plus‘ Steckdosen

die darüber hinausgehenden

erhöhten sicherheitsrelevanten

Anforderungen der DIN-Norm

VDE 0620:2021-02“, sagt Holitschka.

Der Experte rät, die kindersicheren

Steckdosen nicht selbst

einzubauen, sondern sich an

einen Elektrofachbetrieb zu

wenden. „Schließlich muss die

komplette Steckdose getauscht

und auch an die leitungsführenden

Kabel angeschlossen werden.“

Wenn das erledigt ist,

haben Eltern eine entscheidende

Gefahrenquelle im Haushalt

eliminiert.

mabr

28 Bauen, Wohnen, Leben


Schlau ergänzen und sparen

INTERVIEW

So werden Haus oder Wohnung zum Smarthome

Im smarten Zuhause kann

man Strom und Energie

sparen – doch was, wenn

man nicht neu baut, sondern

im Bestand wohnt?

Auch dann kann der Traum

vom vernetzten Eigenheim

wahr werden, weiß Raphael

Tkacz, Smarthome-Experte

bei der Initiative Elektro +.

Im Interview verrät er, worauf

es ankommt.

VON MARION BRANDSTETTER

Herr Tkacz, kann man ein

Smarthome in jedem Gebäude

nachrüsten?

Es lässt sich in nahezu jedem

Bestandsgebäude nachrüsten,

egal ob Wohnung, Einfamilienhaus

oder Praxis. Ideal sind

Gebäude, die über eine nachgerüstete

Elektroinstallation

mit Neutralleiter verfügen, da

sie den modernen Standards

entsprechen und eine reibungslose

Integration ermöglichen.

Auch ältere Gebäude kommen

infrage, vor allem, wenn sie

nach 1983 gebaut wurden, da

ab diesem Jahr Neutralleiter in

Elektroleitungen vorgeschrieben

wurden. Wichtig ist, dass

die Grundvoraussetzungen wie

elektrische Beschattung oder

regelbare Heizsysteme vorhanden

sind, um die Funktionen

eines Smarthomes optimal zu

nutzen.

Was wären eventuelle Hindernisse?

Sie können bei veralteten

Elektroleitungen auftreten, die

angepasst werden müssen.

Doch schon mit einer intelligenten

Lichtsteuerung kann man

Komfort und Energieeffizienz

deutlich steigern. Mit einer Einzelraumregelung

für die Heizung

lässt sich der Energieverbrauch

präzise anpassen, was

die Effizienz zusätzlich erhöht.

Einfach zu bedienende Taster erleichtern die Steuerung, beispielsweise bei

Jalousien. Foto: Jung.de

Mithilfe einer intelligenten Gebäudesteuerung spart man Geld und wohnt noch komfortabler. Foto: Divus GmbH

Welche Smarthome-Funktionen

sind Basics – und was ist

„Nice to Have“?

Die Basics umfassen Funktionen

wie Lichtsteuerung, Beschattungsregelung

und Temperatursteuerung.

Diese bieten

direkt spürbaren Komfort und

tragen zur Energieeinsparung

bei. Szenensteuerungen, die

Licht, Beschattung und Temperatur

gleichzeitig anpassen, gehören

ebenfalls zu den essenziellen

Features. Ergänzend sind

Funktionen wie Sprachsteuerung,

smarte Gartenbewässerung

oder Energiemanagement

für Photovoltaikanlagen

möglich, die das Zuhause noch

komfortabler und nachhaltiger

machen.

Welche Funktionen bieten

das größte Einsparpotenzial?

Eine intelligente Heizungssteuerung

mit Einzelraumregelung

kann die Heizkosten

um bis zu 30 Prozent senken,

indem die Temperatur nur dort

geregelt wird, wo sie benötigt

wird. Eine smarte Lichtsteuerung

spart bis zu 20 Prozent

des Stromverbrauchs durch

Bewegungssensoren und automatische

Dimmer. Die automatisierte

Beschattung reduziert

im Sommer die Kühl- und im

Winter die Heizkosten. Energiemanagementsysteme

sorgen

dafür, dass Solarstrom effizient

genutzt oder gespeichert

wird, und smarte Steckdosen

minimieren den Standby-Verbrauch.

Automatisierungen wie

„Abwesenheits-Szenarien“ vermeiden

unnötigen Energieverbrauch

zusätzlich.

Eine regelmäßige Überprüfung

der Einstellungen sorgt

dafür, dass das System optimal

läuft und Energieeinsparungen

maximiert werden.

Worauf achten Elektro-Profis

bei der Nachrüstung im

Bestand?

Sie prüfen zuerst die bestehende

Elektroinstallation,

insbesondere das Vorhandensein

eines Neutralleiters.Viele

moderne Smarthome-Systeme

lassen sich ohne aufwendige

Umbauten nachrüsten, da sie

auf der bestehenden Elektroinfrastruktur

basieren. Der Fokus

liegt auf Basisfunktionen wie

Licht, Temperatur und Beschattung,

die sofort spürbare Vorteile

bieten. Verfügt das System

über den Bluetooth-Mesh-Standard,

ist es zukunftssicher

und kann erweitert werden.

Gleichzeitig bleibt die Bedienung

einfach, ohne zusätzliche

Gateways oder komplizierte

Cloudlösungen.

Gibt es smarte Systeme, die

für Senioren besonders geeignet

sind?

Allerdings. In so einem Fall

bieten zum Beispiel klassische

Taster, die smart erweitert wurden,

intuitive Steuerungsmöglichkeiten

und machen Apps

oft überflüssig. Funktioniert das

System unabhängig von WLAN

oder Cloud, bleibt es auch bei

Internetausfällen zuverlässig.

Mit vordefinierten Szenarien

wie „Abends alle Lichter aus“

wird der Alltag zusätzlich vereinfacht.

Eine klare Struktur

und intuitive Bedienung solcher

Systeme machen es Senioren

leicht, Komfort, Sicherheit und

Energieeffizienz zu genießen.

Bauen, Wohnen, Leben 29


Fliesen

& Öfen

Marmorböden gelten als Inbegriff von Luxus. Foto: Caffe Latte

Natursteinfliesen im Fokus

Unterschiede zwischen Granit, Marmor und Schiefer

Wolfgang Babl

Fliesenlegermeister

Beratung – Verlegung – Verkauf

Brunnenweg 34 • 83666 Waakirchen

Tel. 0 80 21 / 50 78 61

Sie sind Kreationen der Natur,

einzigartig und eine

Besonderheit im Interieur:

Natursteinfliesen verleihen dem

Zuhause das gewisse Etwas, egal,

ob man sie im Foyer oder im

Wohn- beziehungsweise Schlafbereich

verlegen lässt. Ihre zeitlos

schönen Oberflächen harmonieren

sowohl mit einer klassischen

als auch einer modernen Einrichtung.

Man kann sie problemlos in

Verbindung mit einer Fußbodenheizung

verlegen lassen – und

weil sie nicht künstlich erzeugt

werden, weisen sie obendrein

eine gute Energiebilanz auf. Im

Fachhandel gibt es verschiedene

Steinsorten zur Auswahl. Bei guter

Pflege begleitet einen dieser

Bodenbelag ein Leben lang. Hier

ein Blick auf die gängigsten Natursteine:

Granit

Er ist einer der robustesten

Natursteine und gilt als besonders

widerstandsfähig. Er hält

auch großen Belastungen stand

und bekommt so leicht keine

Kratzer ab. Daher eignet sich

Granit hervorragend für stark

beanspruchte Bereiche wie das

Foyer oder eine Treppe.

Seine polierte Oberfläche behält

er lang – und auch brechen

kann Granit nicht so einfach.

Obendrein ist er kaum säureempfindlich

und Flecken lassen sich

generell gut von ihm entfernen.

Marmor

Dieses marine Sedimentgestein

gilt als eines der edelsten

im Bereich der Bodenbeläge. Er

ist nicht ganz so hart wie Granit

und empfindlicher, Kratzer und

eine gewisse Abnutzung entstehen

auf Marmor schneller. Daher

kommt er eigentlich auch nur

im Innenbereich zum Einsatz.

Scharfe Reinigungsmittel sind bei

diesem Bodenbelag tabu – und

auch mit Hausmittelchen sollte

man vorsichtig sein. Am besten

benutzt man zur Reinigung und

Pflege spezielle Produkte aus

dem Fachhandel. Gut zu wissen:

Ein hochwertiger Marmorboden

kann abgeschliffen und neu versiegelt

werden.

Schiefer

Auch Schieferböden gelten als

extrem langlebig und schmutzabweisend.

Die Farben des Natursteins

variieren stark – wer einen

abwechslungsreichen Bodenbelag

im Zuhause haben möchte,

liegt mit Schiefer genau richtig.

Die Oberflächen des Natursteins

reichen von glatt bis zu natürlich

gespalten und eignen sich ebenfalls

gut für viel genutzte Wohnbereiche.

Diese Natursteinfliesen

sind sehr robust, sollten aber regelmäßig

gegen Flecken versiegelt

werden. Auch die Reinigung – am

besten mit Steinseife und einem

Baumwolllappen – ist einfach.

Bei der Wahl des Bodenbelags

sollte man zu hochwertigen Schieferfliesen

greifen, um auf Dauer

Effekten wie dem Austrocknen

oder Ausbleichen vorzubeugen.

marion Brandstetter

30 Bauen, Wohnen, Leben


Heizen mit Holz

Tipps für ein optimales Feuer

Alle modernen Einzelraumfeuerstätten,

die seit 2010

zugelassen wurden und

seitdem verkauft werden, entsprechen

den hohen Anforderungen

der Bundesimmissionsschutzverordnung

(BImSchV). Um dies sicherzustellen,

wird jedes Modell,

bevor es zugelassen wird, einer

Typprüfung unterzogen.

Neben der Technik ist das

Anwenderverhalten ausschlaggebend.

Hierzu gehört die Wahl

des Brennstoffes, das richtige Anzünden,

die Einstellung der Luftzufuhr

während der gesamten

Verbrennung und das Nachlegen

des Brennstoffs.

Auf den

Brennstoff achten

Frisch geschlagenes Holz ist

noch feucht. Wird dieses ohne

vorherige Trocknung eingesetzt,

kommt es zu einer unvollständigen

Verbrennung, bei der nicht

nur die Energieausbeute gering

ist, sondern auch Schadstoffe

freigesetzt werden. Wer frisches

Holz bezieht, muss die Scheite so

Richtig heizen will gelernt sein.

Foto: HKI

lange lagern, bis sie die vom Gesetzgeber

maximale Restfeuchte

von 25 Prozent erreicht haben.

Doch auch hier gilt: Weniger ist

mehr – die optimale Restfeuchte

liegt bei unter 20 Prozent.

Ofenfertiges Brennholz in guter

Qualität kann vom regionalen

Brennholzhandel bezogen werden.

Eine Alternative sind Holzbriketts

aus gepressten Sägespänen.

Bei diesem genormten Brennstoff

sind Lagerung und Verwendung

besonders einfach. Auch sie können

sofort eingesetzt werden.

Brennholz muss grundsätzlich

unbehandelt sein. Das bedeutet:

Lackiertes, imprägniertes oder

beschichtetes Holz sowie Spanplatten,

Kunststoff oder Abfälle

jeglicher Art gehören nicht in

das Feuer, sondern müssen ordnungsgemäß

entsorgt werden.

Das Verbrennen dieser Stoffe ist

streng verboten.

Feuer

anzünden

Zu unterscheiden sind zwei Arten

des Anzündvorganges: Entweder

wird das Holz von oben oder

von unten entfacht. Anzünden

von oben wird bei rostlosen Feuerungen

empfohlen. Bei Geräten

mit Bodenrost können die Scheite

auch von unten angezündet

werden. In beiden Fällen werden

handelsübliche Anzündwürfel,

Anmachhölzer und zwei bis drei

Holzscheite benötigt. In der Anzündphase

benötigt das Feuer

viel Sauerstoff. Die Luftzufuhr ist

maximal zu öffnen.

Brennstoff

nachlegen

Bereits nach kurzer Zeit entwickeln

sich sichtbare Flammen. Ist

die gesamte Holzmenge entfacht,

wird die Luftzufuhr reduziert,

um die optimale Temperatur im

Brennraum zu erreichen. Dadurch

verbrennen die Holzgase vollständig

und schadstoffarm – der volle

Heizwert wird ausgeschöpft.

Hat sich ein Glutbett gebildet,

können größere Scheite oder

Holzbriketts nachgelegt werden.

Sobald daraus Flammen züngeln,

reduzieren Sie die Luftzufuhr, um

ein emissionsarmes und sparsames

Abbrennen zu gewährleisten.

Während zu wenig Luft zu einer

unvollständigen Verbrennung

führt, kann zu viel Luft die Temperatur

im Feuerraum extrem erhöhen.

Jede dieser Fehlbedienungen

reduziert den Wirkungsgrad und

führt zu erhöhten Emissionen.

Abhilfe kann hier eine sogenannte

Abbrandsteuerung schaffen, die

die Luftzufuhr automatisch in jeder

Phase reguliert.

hki

Am liebsten am Kamin

Entspannung pur für Körper, Geist und Seele

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und das Leben zu genießen.

Die gesunde Wärmestrahlung

bringt Lebensenergie und Gelassenheit

in den Alltag. Zeitgemäßes

Kamindesign basiert

auf moderner Heiztechnik und

lebt von einer variantenreichen

Palette an Möglichkeiten, die

alle Spielarten einer individuellen,

kreativen Einrichtungsgestaltung

zulassen. Für das

Design und die Verkleidung

des Heizkamins kann nahezu

jede Materialkombination

von Kacheln über Putz bis zu

Metallen und Natursteinen

gewählt werden - im lebendigen

Farbmix. Dazu setzen die

hochwertigen Kamineinsätze

mit ihrer dezenten Farbgebung

eigen Akzente. Als begehrter

Lieblingsplatz bietet sich eine

beheizbare Sitzbank an. Und

im Wellness- oder Spa-Bereich

eines Hauses wird die entspannende

Wirkung eines Heizka-

Krauß

Kachelfenbau

Harald Krauß

Geschäftsführer

GmbH

Prüglweg 2, 83624 Otterfing

Telefon 08024/99 2187

Öfen

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Mail: krauss-kachelofenbau@web.de

Internet: krauss-kachelofenbau.de

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Bauen, Wohnen, Leben 31


Inneneinrichtung

Eine Kücheninsel eignet sich gut, um den Koch- vom Essbereich zu trennen. Foto: Mondo

Sanft voneinander getrennt

So bekommen offene Wohnkonzepte Struktur

Ob im Haus oder in der

Wohnung: Wer die Möglichkeit

hat, setzt vermehrt

auf ein offenes Wohnkonzept, bei

dem beispielsweise der Koch-,

Ess- und Wohnbereich eine Einheit

bilden. Das sieht offen und

großzügig aus – aber manchmal

eben auch zu luftig, wenn

man sich plötzlich wie auf dem

Präsentierteller fühlt und gerne

doch etwas mehr Privatsphäre

hätte. Dann kann man natürlich

mit viel Aufwand Trockenwände

einziehen lassen. Alternativ gibt es

jedoch auch die Möglichkeit, mit

Raumtrennern verschiedener Art

für eine Unterteilung des Wohnbereichs

zu sorgen.

Inseln

und Glas

Etwas aufwendiger, aber dafür

sehr schick ist eine Trennwand aus

Glas mit integrierter Tür, beispielsweise

zwischen der Küche und

dem Ess- sowie Wohnbereich.

Der Vorteil einer solchen Lösung

ist, dass sich Kochgerüche bei geschlossener

Tür – das kann auch

eine Schiebetür sein – nicht im

restlichen Wohnbereich verteilen.

Gleichzeitig bleibt die Helligkeit

des offenen Konzepts erhalten.

Und beim Design der Glastrennwand

kann man sich wunderbar

an der Gestaltung des übrigen

Wohnbereichs orientieren.

Ist genügend Platz vorhanden,

kann auch eine Kücheninsel als

Luftiges Möbelstück: Dieses Regal

wird zum Raumteiler. Foto: Livarea

Abtrennung genutzt werden. Besonders,

wenn sich an der von

der Küche wegzeigenden Seite

der Insel ein erhöhter Tresen mit

Barhockern befindet, entsteht

zumindest optisch ein eigener

Küchenbereich.

Pflanzen in Hängetöpfen können als

grüner Vorhang inszeniert werden.

Foto: Pflanzenfreude.de

Möbel

und Paravents

Regale, die nach beiden Seiten

offen sind, können ebenfalls als

Raumteiler genutzt werden. Wer

es rustikal mag, setzt auf ein Modell

aus Furnier- oder Massivholz.

Für alle, die eine luftigere Version

bevorzugen, kommen Regale aus

Glas oder durchsichtigem Kunststoff

infrage. Eine individuelle Option

ist eine maßgeschneiderte

Trennwand aus einzelnen Hölzern,

die mit luftigem Abstand zueinander

vom Boden bis zur Decke

montiert werden.

Ein klassischer Paravent mit

Stoffbezug oder aus Rohrgeflecht

kann ebenso zum Einsatz

kommen. Sein Vorteil: Er wiegt

nicht viel und kann jederzeit

ohne großen Aufwand umpositioniert

werden. Eine interessante

Lösung für laute Haushalte sind

Akustik-Raumteiler: Sie sind so

konzipiert, dass sie Lärm schlucken.

Meist werden sie in Büros

genutzt, aber es gibt auch schicke

und offen gestaltete Modelle, die

sich durchaus für Privathaushalte

anbieten.

Grüne

Raumtrenner

Dass Pflanzen für ein wohnliches

Ambiente sorgen, ist bekannt.

Große Exemplare können dazu genutzt

werden, Wohnbereiche wie

eine grüne Wand voneinander abzutrennen:

Einfach mehrere hohe

Pflanzen wie zum Beispiel Palmen

in schöne Pflanztöpfe packen und

diese in einer lockeren Reihe nebeneinander

positionieren. Auch

große Pflanztröge auf Rollen, in

denen für bis zu drei Pflanzen Platz

ist, machen sich gut im offenen

Wohnbereich. Und: Was von

unten nach oben wächst, geht

auch umgekehrt. Wer mehrere gut

gewachsene Hängepflanzen oder

hohe Gewächse in Hängetöpfen

nebeneinander an der Decke aufhängt,

schafft quasi einen grünen

Vorhang. Alternativ kann ein selbst

gebauter oder vom Schreiner erstellter

luftiger Raumtrenner aus

Holz konstruiert werden – entweder

mit Halterungen für Blumentöpfe

oder der Möglichkeit,

Hängepflanzen daran anzubringen.

Auch fertige Pflanzregale, die

nach beiden Seiten hin offen sind,

bekommt man im Fachhandel.

Aus dem Bürobereich empfehlen

sich mobile Raumtrenner mit bereits

integrierten Pflanzen. Oft wird

dabei auf konservierte Gewächse

oder Kunstpflanzen gesetzt – hier

kann man sich also das Gießen

sparen.

Marion Brandstetter

32 Bauen, Wohnen, Leben


Mut zum Hingucker

So setzt man individuelle Einrichtungs-Statements

Wer sein Zuhause einrichtet

– oder einrichten

lässt –, will es meist

nicht nur selbst wohnlich und

schön haben, sondern die eigenen

vier Wände auch anderen

mit Stolz präsentieren. Mit austauschbaren

Allerweltsmöbeln

funktioniert das allerdings nicht.

Hier sind Einzelstücke gefragt, die

Blicke auf sich ziehen und dem

Zuhause eine individuelle Note

verleihen.

Ungewöhnliche Möbel wie das Sofa „Togo“ ziehen garantiert Blicke auf

sich. Foto: Ligne Roset

Ansprechendes

Design

Wer besonders viel Wert auf ein

ansprechendes Design legt, kann

mit einem ungewöhnlich gestalteten

Sessel im Wohnzimmer einen

Blickfang schaffen. Aber auch ein

originelles Sofa, beispielsweise

mit ungewöhnlicher Rückenlehne,

kommt infrage. Beliebt sind

Designklassiker, die sich nicht

umsonst schon seit Jahren bewährt

haben. In diese Kategorie

fallen Sitzmöbel wie der organisch

geformte Sessel UP von B&B Italia

oder das Sofa „TOGO“ von

Ligne Roset. Für den Essbereich

bietet sich ein außergewöhnlicher

Tisch an, um den man sich

zu den Mahlzeiten versammelt.

Oder man setzt bei den Stühlen

nicht auf vier bis sechs identische

Modelle, sondern mischt diese

durch. Im Bereich der Wohnaccessoires

gibt es ebenfalls zahlreiche

Möglichkeiten, um Blickfänge zu

schaffen. Das beginnt beim originellen

Wandschmuck und reicht

bis zu aufregenden Kunstdrucken,

die man passend zur Originalität

des Motivs – oder gerade im Kontrast

dazu – rahmen lassen kann.

Selbst

aufgemöbelt

Noch individueller wird es,

wenn man selbst kreativ wird

und Räume oder Möbel von

Hand verschönert beziehungsweise

verschönern lässt. Das

Ergebnis hat dann auf jeden

Fall eine besondere Note. So

kann man beispielsweise ein

altes Möbelstück neu lackieren

– am besten ganz mutig

in einer Signalfarbe oder mit

einem originellen Muster.

Etwas aufwendiger, dafür

aber ein absoluter Blickfang,

ist ein Wandgemälde: Ideen und

Tipps zur Umsetzung kann man

Ein selbst verschönertes Möbelstück ist

ein absolutes Unikat. Foto: Annie Sloan

sich zum Beispiel im Internet

holen. Aber auch eine Wand

mit designstarker Tapete kann

im Zuhause zum Blickfang werden.

Wer ohnehin gerne selbst

kreativ wird, kann zum Beispiel

selbst gemalte Bilder oder das

Prachtstück aus dem letzten

Töpferkurs mit extra Beleuchtung

und einem Spitzenplatz

in den eigenen vier Wänden in

Szene setzen.

Marion Brandstetter

Weitere Firmen finden Sie bei uns:

Rottach-Egern · Ludwig-Thoma-Straße 3

Tel. 08022/6366 · www.deko-bett.de

Bauen, Wohnen, Leben 33


Beleuchtung

Eine stimmungsvolle Beleuchtung macht den Garten zu jeder Jahreszeit zur Augenweide. Helles Licht auf den Wegen erhöht zudem die Trittsicherheit.

Foto: djd/www.rainpro.de

Helle Freude am Garten

Die beste Beleuchtung für mehr Atmosphäre und Sicherheit

Licht steht für Behaglichkeit

und eine angenehme Atmosphäre,

in den Innenräumen

ebenso wie draußen im Garten.

Mit einer individuell geplanten

Beleuchtung lässt sich auch der

Außenbereich bei Dunkelheit

stimmungsvoll in Szene setzen.

Zusätzlich steigert Licht hier die

Sicherheit, indem es Wege und

Stufen stolpersicher ausleuchtet

sowie eine abschreckende Wirkung

auf mögliche Einbrecher

hat. Moderne LED-Systeme sind

für den Garten besonders gut

geeignet. Sie verbinden einen

geringen Energieverbrauch mit

einer langen Lebensdauer. Zudem

lassen sie sich nach Bedarf

immer wieder anpassen, vom

Dimmen bis hin zur Auswahl der

gewünschten Lichtfarbe.

Gelungene

Außenbeleuchtung

Bei Beleuchtungen, die am

Hauseingang, vor der Garage

oder im Garten Wind und

Wetter ausgesetzt sind, haben

Hausbesitzer einige technische

Voraussetzungen zu beachten.

Entscheidend ist die Schutzart,

die einen entsprechenden

Schutz vor Spritzwasser nachweist.

Beliebt für den Garten

sind LED-Niedervoltsysteme,

die mit einer Spannung von lediglich

zwölf Volt auskommen.

Auf diese Weise lässt sich die

Beleuchtung besonders einfach,

zeitsparend und flexibel

installieren. Mehr als eine konventionelle

Haushaltssteckdose,

die entsprechend wetterfesten

Leuchten und die passenden

Niedervoltkabel braucht es dazu

nicht. Ein Starkstromanschluss

wird ebenfalls nicht benötigt,

auch später sind unkompliziert

jederzeit Veränderungen oder

Erweiterungen möglich. Für eine

maßgeschneiderte Illumination

gibt es bei geeigneten Systemen

eine Vielzahl an Wegeleuchten,

Effektstrahlern und flächigen

Mit Strahlern lassen sich Baumriesen

effektvoll in Szene setzen. Foto: djd/

www.rainpro.de/Hunter Industries

Lichtquellen. Ein wesentlicher

Vorteil ist die hohe Lebensdauer

der LED-Lichtquellen von mindestens

40000 Betriebsstunden.

Smarte Technik

einsetzen

Smarthome-Technik eignet

sich für die Gartenbeleuchtung.

Auf diese Weise lassen sich individuelle

Lichtszenarien programmieren

und immer wieder

anpassen. Mit der smarten Steuerung

ist es beispielsweise ganz

einfach, die Beleuchtung und die

Zeitdauer stets auf die aktuelle

Jahreszeit auszurichten. Wechselnde

Farben setzen zusätzliche

Akzente. Mit bis zu 30000 Lichtfarben

bieten die LED-Produkte

zahlreiche Möglichkeiten, dem

Garten bei Dunkelheit einen immer

wieder anderen Charakter

zu verleihen.

Wichtig: Wer die Tierwelt im

eigenen Garten schützen will,

schaltet die Außenbeleuchtung

vor dem Zubettgehen ab. So

werden Vögel, Käfer, Falter &

Co. nachts nicht durch die Lichtquellen

irritiert.

Djd

34 Bauen, Wohnen, Leben


Breit streuende Voutenleuchten mit indirektem Licht gliedern große Räume und schaffen eine angenehme Grundbeleuchtung. Foto: licht.de/Grossmann

Spielen mit der Raumtiefe

Wohnbereiche mit Licht optimal inszenieren

Große, luftige Räume

sind bei vielen Bauherren

beliebt. Ein Vorteil

der großen Räume: Sie vertragen

auch kräftige Farben. Eine

dunkle Rückwand verkürzt einen

langen Raum. Denn tiefe

und warme Töne schieben sich

in die Richtung des Betrachters,

beispielsweise Burgunderrot

oder Aubergine. Helle und

kühle Farben weiten dagegen

den Raum – und treten optisch

zurück.

Dimmen und Zonen

schaffen

Damit die Vorzüge großzügig

bemessener Räume gut in Szene

gesetzt werden, ist ein passendes

Beleuchtungskonzept ratsam. Die

Brancheninitiative Licht.de gibt

Tipps: „Eine angenehm-diffuse

und dennoch gleichmäßige

Grundbeleuchtung in großen

Räumen erreichen breit strahlende

Leuchten, Lichtdecken oder elegante

Vouten, die zwischen Wand

und Decke befestigt werden“,

heißt es in einer Pressemeldung

auf der Website. Laut Licht.de

sollte die Allgemeinbeleuchtung

dimmbar sein, um das Licht nach

Bedarf zu regeln. Denn gerade im

Wohnzimmer gebe es verschiedene

Sehaufgaben, die mal nach

mehr, mal nach weniger Licht verlangten.

Je nachdem, ob man beispielsweise

lesen, fernsehen, sich

ausruhen, spielen oder Gäste bewirten

wolle, sei eine Anpassung

der Lichtverhältnisse optimal.

„Hellere Zonen mit gebündeltem

Licht setzen Akzente und heben

interessante Details hervor. Das

gibt dem Raum Struktur und wirkt

lebendig“, heißt es auf der Website.

Mehrere in unterschiedlichen

Höhen angebrachte Lichtquellen

würden dabei helfen, einen einzigen,

weitläufigen Raum in eine

Reihe miteinander verknüpfter

und doch separater Bereiche zu

verwandeln. Das bringe optisch

eine interessante Spannung ins

Interieur.

Mabr

Bauen, Wohnen, Leben 35


Fenster

& Glas

Dämmendes Glas schützt vor Sommerhitze und trägt zum Energiesparen im Winter bei. Foto: djd/Uniglas/Jan Marc Specklin

Angenehm temperiert

Sonnenschutzglas kann das Wohnraumklima verbessern

Drückende Hitze und hohe

Temperaturen im Sommer

können nicht nur unter

freiem Himmel eine Belastung

darstellen. Sie bewirken vielfach

auch einen Hitzestau in den eigenen

vier Wänden. Das wiederum

kann das Wohlbefinden

beeinträchtigen, zu Erschöpfung

und nachlassender Konzentration

führen oder den Bewohnern

buchstäblich den Schlaf

rauben. Schon aufgrund der

hohen Energiekosten sowie aus

ökologischen Gründen kommt

eine Klimaanlage für viele nicht

infrage. Stattdessen können vorausschauende

bauliche Maßnahmen,

die keinen kontinuierlichen

Energieverbrauch erfordern, eine

nachhaltige Lösung darstellen.

Strategien gegen

die Sommerhitze

Bei anhaltend hohen Temperaturen,

wenn es scheint, als

würden die eigenen vier Wände

nicht mehr auskühlen, ist

besonnenes Handeln gefragt.

Kühlen Kopf behalten auch an warmen Tagen: Spezielle Sonnenschutz-Verglasungen

fördern ganzjährig ein angenehmes Raumklima. Foto: djd/Uniglas

Um einen weiteren Anstieg der

Raumtemperaturen zu vermeiden,

ist es ratsam, die Fenster

während des Tages geschlossen

zu halten und ausschließlich in

den kühleren Morgenstunden

oder nachts gründlich zu lüften.

Schon Rollos und Jalousien für

die Fenster können helfen, einen

Teil der Strahlung abzuwehren.

Eine langfristige und nochmals

deutlich effektivere Methode

bietet sich mit der Installation

von speziellen Sonnenschutzgläsern

an. Die äußere Scheibe des

Isolierglases ist mit einer hauchdünnen,

für das Auge nicht sichtbaren

Schicht bedampft. Diese

Silberbeschichtung dient dazu,

das Sonnenlicht zu reflektieren,

bevor es ins Innere gelangt, und

somit die Raumtemperatur im

Sommer entscheidend zu senken.

Örtliche Fensterbaubetriebe

bieten eine individuelle Beratung

sowie die professionelle Montage

an.

Nachträglich für

Entlastung sorgen

Sonnenschutzgläser lassen sich

im Haus gezielt an neuralgischen

Bereichen einsetzen, auch nachträglich,

um das Wohnraumklima

zu verbessern. Gerade bei

Fenstern, die nach Westen oder

Süden ausgerichtet sind, verhindern

die Isolierfenster effektiv,

dass Hitze ungehindert eindringt.

Selbst auf der Nordseite des Gebäudes

schützen diese Fenster

vor diffuser Lichtstrahlung und

Hitze an besonders schwülen Tagen.

Praktisch für die kalte Jahreszeit:

Mit Edelgas gefüllte Zwischenräume

der Scheiben und

eine durchsichtige Metallschicht

sorgen dafür, dass möglichst wenig

Wärme hinausgelassen wird

– dies zahlt sich wiederum im

Winter durch weniger Wärmeverluste

und geringere Heizkosten

aus.

Djd

36 Bauen, Wohnen, Leben


Kunststofffenster

richtig reinigen

Besser auf speziell abgestimmte Produkte setzen

Das Fensterputzen gehört

für viele zu den eher unbeliebten

Aufgaben im

Haushalt. Entsprechend lassen

sich im Internet unendlich viele

Tipps und Tricks finden, mit denen

es gelingen soll, vergilbte

und verschmutzte Fensterrahmen

aus Kunststoff zu reinigen. Ob

Zahnpasta, Nagellackentferner,

Bleichmittel oder Backofenspray:

Manche Mittel entfernen zwar

den Schmutz, beschädigen aufgrund

ihrer abrasiven oder ätzenden

Wirkung allerdings die

Kunststoffoberfläche – die dann

umso schneller neu verschmutzt.

Deshalb sollten weder aggressive

Reiniger noch aufrauende

Schwämme, Bürsten oder Putzlappen

verwendet werden. Dasselbe

gilt für Dampfreiniger; die

Hitze kann das Kunststoffprofil

aufweichen und irreparable Schäden

auf der Oberfläche hervorrufen.

Eine stimmungsvolle Beleuchtung macht den Garten zu jeder Jahreszeit zur Augenweide. Helles Licht auf den Wegen

erhöht zudem die Trittsicherheit. Foto: djd/www.rainpro.de

Spezielle

Pflege-Sets

Wer den ästhetischen Gesamteindruck

und die Funktionstüchtigkeit

von Fenstern und Türen

aus Kunststoff möglichst lange

erhalten möchte, sollte speziell

entwickelte Reinigungs- und

Pflegemittel nutzen. Es gibt

Pflege-Sets, deren Einzelkomponenten

alle wichtigen Elemente

vom Scharnier über die

Dichtung bis hin zur Kunststoffoberfläche

reinigen und pflegen,

sodass die optisch hochwertige

Wirkung und die technisch einwandfreie

Funktion für viele Jahre

erhalten bleiben. Denn neben der

Reinigung der Oberflächen geht

es auch darum, die Dichtungen

elastisch und feuchtigkeitsabweisend

zu halten. Das Pflegemittel

wird beispielsweise mit einem

praktischen Schwammadapter

ganz einfach auf die verschiedenen

Dichtungen am Fensterflügel,

im Rahmen und um die Fensterscheibe

herum aufgetragen. Dadurch

verlängert sich die Lebensdauer

der Dichtungen erheblich

– eine wichtige Voraussetzung,

damit Wind und Kälte draußen

bleiben. Die Pflegeprodukte sind

in Fensterbau-Fachbetrieben erhältlich.

txn

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Oskar-von-Miller-Str. 9

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Bauen, Wohnen, Leben 37


Bedachung

Metalldachpfannen entlasten auch betagte Dachkonstruktionen. Foto: epr/Luxmetall

Leichtgewichte fürs Oberstübchen

Metalldachpfannen für wenig belastbare Dächer

Moderne Haushaltsgeräte

sind flüsterleise

und tragen damit zum

Wohlbefinden in den eigenen

vier Wänden bei. Das sollte unter

dem Dach und im Falle eines

Dachgeschossausbaus nicht

aufhören. Soll hier zusätzlicher

Wohn- oder Schlafraum entstehen,

ist dabei aber unbedingt

auch die Statik zu beachten,

besonders bei älteren Bestandsbauten,

die möglicherweise

auch noch unter Denkmalschutz

stehen.

Robust,

aber nicht zu schwer

Eine Wärmedämmung nach

den neuesten Erfordernissen,

dazu Photovoltaik – da lässt sich

zum Beispiel eine Dacheindeckung

mit Betondachsteinen,

die ein Flächengewicht von bis

zu 50 Kilogramm pro Quadratmeter

aufweisen können, kaum

umsetzen. Eine Alternative sind

in diesem Fall Metalldachpfannen.

Als „Leichtgewichte“ mit

Die Dachplatten werden von Profis schnell und unkompliziert angebracht.

Foto: epr/Muxmetall

einer Belastung von nur fünf

Kilogramm pro Quadratmeter

entlasten sie die Dachkonstruktion

spürbar. Zudem sorgen

bestimmte Modelle aufgrund

ihrer Form dafür, dass selbst das

Prasseln von Starkregen kaum

hörbar ist. Denn die einzelnen

Metalldachpfannen sind so

abgerundet, dass die Wassertropfen

auf keine gerade Fläche

fallen. Der Vorteil: Das dadurch

entstehende Geräusch wird eingedämmt.

Mit einer speziellen

Querprofilierung und Verschraubung

im Wellental unterdrücken

hochwertige Metalldachpfannen

die Lärmentwicklung ebenfalls.

Schnell

angebrachter Schutz

Die robuste Qualität und Stabilität

der Metalldachpfannen

halten zudem jedem Unwetter

stand, sodass Sturmschäden

oder gar abgetragene Dächer

der Vergangenheit angehören.

Die einzelnen Elemente lassen

sich außerdem schnell und einfach

befestigen – egal ob im

Zuge einer Sanierung oder beim

Dachausbau. Hier punkten sie vor

allem auch durch ihr geringes

Gewicht. Dieses erlaubt den Ausbau

auch bei betagten Dachstühlen,

die nicht viel Gewicht tragen

können, inklusive Dämmung und

Trockenbau. Nebenbei spart die

schnelle Verarbeitung Zeit und

Kosten. Damit auch optisch alles

passt, bieten Markenhersteller

eine große Farbvielfalt an, von

Weinrot über Resedagrün bis hin

zu Anthrazitgrau. So kann man

das Dach Ton in Ton zur Hausfarbe

wählen oder damit einen

kontrastreichen Akzent setzen.

epr

38 Bauen, Wohnen, Leben


Auch auf Steildächern kann unter den richtigen Voraussetzungen eine Dachbegrünung umgesetzt werden. Foto: PantherMedia/Kassandra2

Blühende Landschaften

ganz weit oben

Tipps rund um die Dachbegrünung

Gerade in größeren Städten

erweisen sich begrünte

Dächer als kleine „Mini-Biotope“.

Hier finden Insekten

ein neues Zuhause. Dazu

gehören sogar Honigbienen,

die andernorts – paradoxerweise

auch auf dem Land – auszusterben

drohen. Doch nicht

nur Bienen können sich über begrünte

Dächer freuen, sondern

auch die Menschen, die unter

diesen Dächern leben. Denn das

Pflanzsubstrat der Dächer besitzt

eine große Masse. Und von ihr

profitiert der Schallschutz.

Die Substratschicht, auf der

die extensive oder intensive Begrünung

bis hin zu einer Garten-

oder Parklandschaft erfolgt,

bietet weitere Vorteile: Niederschläge

werden hier gespeichert

und nur langsam abgeleitet.

Damit wird das Kanalnetz bei

großen Niederschlagsmengen

entlastet. Außerdem wirkt die

Verdunstungskälte im Sommer

wie eine Klimaanlage für das

Haus. Und diese „Klimaanlage“

benötigt keinerlei Energie für

ihren Betrieb.

Dachstatik

ist entscheidend

Grundsätzlich können Flachdächer,

flach geneigte Dächer

und sogar manche Steildächer

begrünt werden. Dabei spielt die

Ausrichtung nach der Himmelsrichtung

nur eine untergeordnete

Rolle. Doch Gründächer sind

keine Hochbeete. Die Begrünung

eines Gebäudedaches ist eine

Sache für die entsprechend qualifizierten

Experten des Dachdeckerhandwerks.

Am Anfang der

Planung steht die Überprüfung

der Dachstatik auf die Eignung

für diese zusätzliche Belastung.

Und die ist durch das Pflanzsubstrat

und seine Wasseraufnahme

nicht gering.

Die Vorbereitung der Begrünung

erfordert ebenfalls ein

Fachwissen, wie es Dachdeckern

bereits in der dreijährigen

Ausbildung vermittelt wird. Die

unterste Schicht bildet eine zuverlässige

Abdichtung. Hinzu

kommt eine geeignete Wasserabführung

überschüssiger Niederschlagsmengen.

Geschützt

werden muss die Abdichtung

auch gegen das Durchdringen

von Wurzeln der späteren Bepflanzung.

Das Pflanzsubstrat

richtet sich nach der geplanten

Bepflanzung.

Wie bei jedem Dach darf auch

bei begrünten Dächern eine regelmäßige

Wartung nicht vergessen

werden. Und für die ist nicht

der Gärtner, sondern ebenfalls

der Dachdecker der richtige Ansprechpartner.

Bddh

Bauen, Wohnen, Leben 39


Die Sonne mit einplanen

Am Thema Photovoltaikanlage

kommt heute niemand im

Dachhandwerk mehr vorbei.

Doch was muss man wissen,

um eine kompetente Beratung

anbieten zu können? Die Anforderungen

sind je nach Objekt

unterschiedlich. Für jedes

Haus gibt es eine passende

Lösung.

Photovoltaik bei der

Planung richtig bedenken

Fast jeder, der ein Haus plant,

denkt auch an eine Photovoltaikanlage.

Für das Dachhandwerk

bedeutet dies sowohl

Chance als auch Herausforderung.

Mit der Photovoltaik

ist ein beratungsintensives

Aufgabenfeld zum Repertoire

von Dachhandwerksbetrieben

hinzugekommen. Das lukrative

Zusatzgeschäft den Solarbetrieben

zu überlassen, sollte

heute keine Option mehr sein.

Vielmehr ist es naheliegend,

dass der Profi am Dach selbst

mit einem fachgerechten Dachaufbau

ein langlebiges Energiedach

installiert. Für eine gute

Erstorientierung in der Beratung

sollte man die verschiedenen

Systeme der PV-Anlagen

grundsätzlich erklären können.

So können die Bauleute entscheiden,

welchem System sie

den Vorzug geben. Mittlerweile

gibt es Photovoltaiksysteme

aus allen Segmenten, die

mühelos von Fachleuten des

Dachhandwerks selbst installiert

werden können. Die Elektrofachkraft

installiert dann nur

noch die hausseitige Verkabelung,

auf dem Dach ist die

Dachdeckerin und der Dachdecker

autark. Abstimmungsprozesse

mit weiteren Gewerken

am Dach sind somit obsolet.

Für den Dachprofi ist das auch

ein gutes Argument der Kundschaft

gegenüber: Alle Komponenten

für die komplette

Installation stammen aus einer

Hand, Schnittstellen und Abstimmungen

mit anderen Gewerken

sind minimiert. Für die

Bauleute gibt es für das Thema

Dach so nur noch einen zuständigen

Betrieb.

Jedes System

hat seine Vorteile

Bei der Wahl des Systems

der Photovoltaikanlage lassen

sich grob drei Typen unterscheiden.

Grundsätzlich besteht

ein Unterschied zwischen

Aufdach- und dachintegrierten

Systemen. Einen Sonderfall

stellen die Solarziegel dar, bei

denen auf jeder Ziegelfläche

ein kleines PV-Panel installiert

ist. Die klassischen Aufdachanlagen

sind nach wie vor die

meistgesehenen Anlagen auf

dem Dach. Sie lassen sich leicht

nachträglich installieren und

waren deshalb bei vielen Hausbesitzerinnen

und Hausbesitzern

beliebt, die von den hohen

Einspeisevergütungen zu Beginn

des Jahrtausends profitieren

wollten. Noch immer wird

in Deutschland der überwiegende

Teil der Photovoltaik-Anlagen

als Aufdach-Anlagen

konzipiert. Eine Aufdach-Anlage

wurde oftmals gewählt,

wenn in den nächsten Jahren

keine weitere große Dachsanierung

geplant war. Doch auch

in diesem Fall kann ein dachintegriertes

System Vorteile

bringen: Die ausgedeckten

Dachziegel im Bereich der

PV-Anlage können, gerade

bei nicht mehr hergestellten

Dachziegelmodellen, als Reserveziegel

verwendet werden.

Meistens sind für alte

Dachziegelmodelle keine

hochwertigen Aufdach-Solarhaltesysteme

mit guter Regeneintragssicherheit

lieferbar. Die

dachintegrierten Systeme haben

zudem auch architektonische

Vorteile. Sie befinden sich

in einer Ebene mit den Dachziegeln

und fügen sich optisch

sehr gut in die Dachfläche ein.

Unter ihnen verläuft eine wasserführende

Schicht, die das

Wasser sicher vom Dach ableitet.

Die Creaton Solarhaltesysteme

und PV-Unterkonstruktionen

sind so aufgebaut, dass sie

eine optimale Regeneintragssicherheit

garantieren.

Die Statik

im Blick haben

Während die zusätzliche Last

durch eine Photovoltaikanlage

bei einem Neubau einfach

von Beginn an mitkalkuliert

werden kann, erweist sich das

im Bestandsbau, insbesondere

bei sehr alten Dachstühlen, als

schwieriger. Steht dort ohnehin

eine Sanierung an, kann es ratsam

sein, auf die dachintegrierte

Anlage zu setzen. Da unter

ihr keine Dachziegel verlegt

sind, fällt diese Last weg und

kann so durch die PV-Konstruktion

ersetzt werden. Auch

in Gebieten mit hoher Windlast

kann die Installation eines dachintegrierten

Systems sinnvoll

sein, da es dem Wind weniger

Angriffsfläche bietet.

Was steckt

im PV-Element?

Ein PV-Element ist ein komplexes

System, die Module

selbst sind aus mehreren

Schichten aufgebaut. Ein typischer

Aufbau sieht, von der

40 Bauen, Wohnen, Leben


untersten bis zur obersten

Schicht, in den meisten Fällen

so aus: Als untere Schicht fungiert

eine Kunststofffolie oder

Glasplatte. An ihr ist die Verkabelung

mit einer Anschlussdose

befestigt. Darüber liegt eine

Kunststoffschicht, die die Solarzellen

trägt. Über den Solarzellen

befindet sich eine zweite

Kunststoffschicht. Diese beiden

Kunststoffschichten schließen

die Solarzellen hermetisch ab.

Über diesen Schichten befindet

sich ein Frontglas. Das ganze

Element wird schließlich mit

einem Aluminiumrahmen verbunden.

Ein kleines Detail ändert

sich bei der Verwendung

von Systemen, die auch der ausführende

Dachdeckerbetrieb

installieren kann, da diese auf

normaler Haushaltsspannung

laufen. In diesem Fall befindet

sich statt einer Anschlussdose

eine Schnittstelle zum Mikrowechselrichter

am Modul. Die

solaraktive Schicht selbst kann

aus mono- oder polykristallinen

Siliziumzellen bestehen.

Kristallines Silizium besteht aus

Quarzsand und ist nach Sauerstoff

das am häufigsten vorkommende

chemische Element

auf der Welt. Derzeit werden

fast nur noch monokristalline

Elemente genutzt, weil sie ein

besseres Schwachlichtverhalten

haben und somit bei schlechtem

Wetter einen deutlich besseren

Ertrag liefern.

Die Leistung

im Blick

Die Leistung eines PV-Moduls

richtet sich in erster Linie nach

seiner Ausrichtung und der solaren

Einstrahlung. Optimal ist

eine südliche oder südwestliche

Ausrichtung in einem Neigungswinkel

zwischen 30° und

40°. Die Module sollten nach

Möglichkeit nicht von Verschattung

betroffen sein, denn

je nach Aufbau des Systems

fällt bei Ausfall eines Moduls

nicht nur dieses eine, sondern

der ganze String aus. Dieses

Problem kann vermieden werden,

wenn jedes Modul einen

eigenen Mikro-Wechselrichter

besitzt. In diesem Fall liefert

nur das betroffene Modul keine

Leistung mehr, sodass die

Gesamtausbeute nur gering

eingeschränkt ist, da nicht ein

ganzer String betroffen ist.

„Diesen Vorteil bieten sowohl

unsere dachintegrierten als

auch unsere Aufdach-Anlagen“,

führt der Anwendungstechniker

Markus Saliger von

der Creaton GmbH aus. „Beide

Anlagen laufen mit Niederspannung,

sodass der ausführende

Dachdeckerbetrieb

sie selbst verbauen kann.“ Für

die dachseitig verbauten Komponenten

gilt eine maximale

Spannung von 230 Volt – nicht

mehr als bei jedem handelsüblichen

Haushaltsgerät.

Wärme

abtransportieren

Ein Leistungsabfall kann jedoch

nicht nur durch Verschattung

hervorgerufen werden.

Auch bei zu großer Hitze wird

die Stromerzeugung gebremst,

denn die Leistung der Solarzellen

nimmt bei steigender Temperatur

ab. Das kann insbesondere

bei den dachintegrierten

Modulen zutreffen, da die Platten

in die Dachebene eingelassen

sind. Ihnen fehlt so unten

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die natürliche Kühlung durch

den Wind. „Wie beim Creaton

Aufdach-PV-System, wird das

dachintegrierte PV-System auf

einer Schienen-Unterkonstruktion

montiert. Dabei entsteht

ein ähnlich großer Luftraum

unter dem PV-Modul, somit

werden beide PV-Systeme optimal

gekühlt“, berichtet Markus

Saliger weiter. Wie groß

die Anlage sein muss, richtet

sich nach den Bedürfnissen der

Bewohner und danach, wie der

Strom genutzt wird. Ist auch

ein Speicher geplant, rechnet

es sich, Strom zu speichern,

um ihn später zu verbrauchen.

Die derzeitigen Einspeisevergütungen

lassen es nicht attraktiv

erscheinen, für „den Markt“ zu

produzieren.

Der Beratung Taten

folgen lassen

Die Beratung verlief gut, der

Auftrag für eine PV-Anlage ist

vergeben. Und dann? Muss

sich der Dachdeckerbetrieb

nun sorgen, ob er die Anlage

auch fehlerfrei installieren

kann? „Ganz klar nein“, beruhigt

Markus Saliger. „Die

Sorge, die Anlage nicht fachgerecht

installieren zu können

oder für die erste Montage

viel Zeit zu benötigen, ist vollkommen

unbegründet. Denn

dem Dachhandwerk steht beim

ersten Einbau der Creaton-Systeme

ein Profi vor Ort zur Seite.“

Mit dieser Unterstützung

können die Profis am Dach den

Einbau entspannt angehen und

sich so unproblematisch neue

Geschäftsfelder erschließen.

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Bauen, Wohnen, Leben 41


Bauen

mit Holz

Moderne Baukonzepte verbinden Energieeffizienz mit zeitgemäßer Technik und schaffen so nachhaltige Wohnlösungen für die Zukunft. Foto: BDF/Griffnerhaus

Nachhaltiges Wohnen –

einfach und effizient

Fertighäuser aus Holz sind Energiesparhäuser

Immer mehr Bauherren suchen

nach umweltfreundlichen Lösungen,

um ihren ökologischen

Fußabdruck zu reduzieren und

Energiekosten zu senken. Fertighäuser

bieten durch ihren Produktionsprozess,

die Materialien

und die eingesetzten Technologien

attraktive Möglichkeiten.

„Holzfertighäuser sind aufgrund

ihres natürlichen Baustoffs und

ihrer fortschrittlichen Bauweise

bereits Energiesparhäuser. Die

Branche hat Pionierarbeit geleistet

und ist beim ressourceneffizienten

Bauen führend“, betont

Achim Hannott, Geschäftsführer

des Bundesverbands Deutscher

Fertigbau (BDF).

Moderne Fertigung,

hohe Qualität

Fertighäuser überzeugen

durch ihre moderne Bauweise

mit vorgefertigten Bauelementen,

die unter optimalen Bedingungen

in Werkshallen hergestellt

werden. Dadurch werden

Baumängel wie beispielsweise

Energieverluste durch fehlerhafte

Dämmung vermieden und

hohe Standards gewährleistet.

„Die führenden Fertighaushersteller

unseres Verbandes verpflichten

sich zu hohen Qualitätsmerkmalen,

die über die

gesetzlichen Mindestanforderungen

hinausgehen und regelmäßig

überprüft werden“,

betont Hannott.

Innovativ für hohe

Energieeffizienz

Der Holz-Fertigbau folgt dem

Motto: „Die klimafreundlichste

Energie ist diejenige, die gar nicht

erst verbraucht wird.“ Fertighäuser

bieten eine gut gedämmte Gebäudehülle

mit niedrigem Primärenergiebedarf

und eine energieeffiziente

Haustechnik, die teilweise sogar

selbst Energie gewinnt. Moderne

Technologien wie Wärmepumpen,

Solarthermie und Photovoltaik tragen

in Kombination mit einem

Energiemanagementsystem dazu

bei, den Energieverbrauch effizient

zu steuern.

Nachhaltigkeit

als Standard

Holz ist nicht nur nachwachsend

und CO 2 -neutral, sondern

fördert auch ein wohngesundes

Raumklima. „Holz besitzt natürliche

Wärmedämmeigenschaften,

die eine hervorragende Isolierung

und effiziente Energienutzung ermöglichen“,

hebt Achim Hannott

hervor. Bei der Herstellung von

Fertighäusern werde zudem auf

ressourcenschonende Verfahren

und die Wiederverwendung von

Holzabfällen geachtet. Bdf

42 Bauen, Wohnen, Leben


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Bauen, Wohnen, Leben 43


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44 Bauen, Wohnen, Leben

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