Berufe | Ausbildung und Studium Rhein-Main
Magazin zu Karrierewegen und Berufsthemen
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Welche
Rechte und Pflichten
Azubis haben
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Wie Schornsteinfeger
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Wir freuen uns auf deine Bewerbung.
Hochtaunuskreis - Der Kreisausschuss - Ludwig-Erhard-Anlage 1-5 - 61352 Bad Homburg v. d. Höhe
Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft 3
Schwieriger Ausbildungsmarkt im Vorjahr
Quelle: Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge vom 1. 10. 2023 bis zum 30. 9. 2024
Steigende Nachfrage, sinkendes Angebot
Die Zahl der neu abgeschlossenen dualen
Ausbildungsverträge sank im vergangenen Jahr um
2500 auf 486.700 Verträge. Das entspricht einem
leichten Minus von einem halben Prozent im Vergleich
zum Vorjahr und ist der erste Rückgang seit einem
Einbruch 2020 durch die Coronapandemie.
Während die Nachfrage der Jugendlichen nach einer
dualen Berufsausbildung im Vergleich zum Vorjahr um
4200 auf 557.000 Bewerber (ein Plus von 0,8 Prozent)
weiter anstieg, nahm das Angebot an Ausbildungsstellen
gleichzeitig um 6500 auf 556.100 Stellen (ein Minus
von 1,2 Prozent) ab. Damit übertraf die Nachfrage der
Jugendlichen das Angebot an Ausbildungsplatzstellen.
Durch das gesunkene Ausbildungsplatzangebot
und den leichten Anstieg der Nachfrage hatte sich die
Lage auf dem Ausbildungsmarkt 2024 aus Sicht der
Jugendlichen und jungen Erwachsenen dementsprechend
nachteilig entwickelt.
Zum Stichtag 30. September 2024 hatten laut
Erhebung 70.400 junge Menschen auch nach dem
regulären Ausbildungsbeginn noch keinen
Ausbildungsplatz gefunden. Gleichzeitig blieben 69.400
Ausbildungsplätze unbesetzt.
„Woche der Ausbildung“
Ab dem 24. März startet mit der „Woche der Ausbildung“ die
nächste große bundesweite Aktionswoche rund um die Themen
Ausbildung und Berufswahl. Jedes Jahr im März informieren
Arbeitsagenturen, Jobcenter und Jugendberufsagenturen gemeinsam
mit ihren Partnerinnen und Partnern alle Interessierten über
betriebliche Ausbildungen und stellen dabei die Chancen dar, welche
Ausbildungen jungen Menschen und Unternehmen bieten.
Daneben bietet die Bundesagentur für Arbeit aber auch eine Vielzahl
digitaler Angebote an:
Check-U Dieses kostenlose Online-Tool hilft
Jugendlichen, ihre Stärken, Interessen und
Fähigkeiten zu erkennen und passende
Ausbildungs- oder Studienmöglichkeiten zu
finden.
Inhalt
Seite 4 Die beliebtesten Ausbildungsberufe des Vorjahrs
Seite 6 Diese Azubis bekommen am meisten Geld
Seite 7 Zukunftschancen bei dm
Seiten 8–9 Jobprofil: Schornsteinfeger verbinden moderne
Technik mit altem Handwerk
Seite 11 Individuelles Anschreiben für den Erfolg
Seite 12 Die Bundeswehr dient Deutschland
Seiten 14–15 Wie man im Vorstellungsgespräch und beim
Feedback nach der Probezeit überzeugt
Seite 16 Rechte und Pflichten für Azubis
Seiten 18–19 Jobprofil: Suchtberater begleiten Menschen in
ihrer Entwicklung
Seite 20 Fragen aus dem Arbeitsrecht: Beginn der
Arbeitszeit und Art der Krankmeldung
Seite 22 Erstklassiges Team bei zegamed
Sowohl bei der Besetzung der Ausbildungsstellen
als auch bei der Versorgung der Jugendlichen mit
Ausbildungsstellen gibt es erhebliche Unterschiede nach
Regionen und Berufen. Für das Ausbildungsjahr 2024
wurden in Hessen 34.752 neue duale Ausbildungsverträge
abgeschlossen. Zum regulären Ausbildungsbeginn blieben
jedoch 4371 Ausbildungsplätze unbesetzt, während 5781
Bewerber noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hatten.
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3000 Berufen, von Tätigkeitsbeschreibungen bis
hin zu Gehaltsaussichten.
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und Schüler der Sekundarstufe I konzipiert,
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Berufswahl, Bewerbungstipps und
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gibt es hier Orientierungshilfen zu Studium,
Ausbildung und dualen Studiengängen.
IMPRESSUM BERUFE – Ausbildung und Studium Rhein-Main
Anzeigen-Sonderveröffentlichung vom 22. März 2025 l RheinMainMedia GmbH (RMM) . Waldstraße 226 . 63071 Offenbach (zugleich
ladungsfähige Anschrift der im Impressum genannten Verantwortlichen und Vertretungsberechtigten) l Geschäftsführer:
Achim Pflüger (RMM) l Projektleitung: Gunnar Jahns (RMM) . Telefon: (069) 75 01-41 19 . gunnar.jahns@rmm.de l Verantwortlich für den
redaktionellen Inhalt: Bernd Buchterkirch (RMM) l Texte/Fotos: Content & Design (RMM) – Oliver Kmetec (RMM) . dpa (Anke Dankers,
Sabine Meuter) . Beiträge und Bilder der einzelnen Unternehmen l Titelfoto: © Syda Productions - stock.adobe.com l Layout: Content &
Design (RMM) – Edith M. B. Kastner (RMM) l Druck: ddm Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG, Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel
www.rmm.de
4 Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft
Vertragsabschlüsse nach Beruf
Diese Ausbildungsberufe waren im Vorjahr am beliebtesten
Die Ausbildungen „Kraftfahrzeugmechatroniker/
-in“, „Kaufmann/-frau für Büromanagement“
und „Verkäufer/-in“ zählen weiterhin zu den
beliebtesten Berufen bei den Auszubildenden.
Sie waren im vergangenen Jahr bundesweit
die drei dualen Ausbildungsberufe, in denen
die meisten neuen Ausbildungsverträge
abgeschlossen wurden.
Der Beruf „Kraftfahrzeugmechatroniker/-in“ steht mit
25.221 neuen Verträgen an der Spitze, gefolgt von dem
Beruf „Kaufmann/-frau für Büromanagement“ mit
22.245 neuen Azubis. Auf Platz drei kommt die Ausbildung
als „Verkäufer/-in“ mit 20.742 Verträgen.
Die beiden beliebtesten dualen Ausbildungsberufe
weisen dabei weiterhin erhebliche Unterschiede in der
Geschlechterverteilung auf. So waren im Vorjahr die neuen
Azubis bei dem Beruf „Kraftfahrzeugmechatroniker/-in“
zu 94 Prozent männlich, während die Ausbildung
„Kaufmann/-frau für Büromanagement“ einen weiblichen
Anteil von 71 Prozent aufwies. Bei der Ausbildung als
„Verkäufer/-in“ hält sich das Verhältnis mit 52 Prozent
männlichen sowie 48 Prozent weiblichen Azubis hingegen
die Waage.
Dies zeigen die Ergebnisse der Erhebung des
Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) über neu
abgeschlossene Ausbildungsverträge zum Stichtag
des 30. September 2024. Insgesamt wurden bei
der BIBB-Erhebung 486.711 neu abgeschlossene
Ausbildungsverträge erfasst. Knapp zwei Drittel
(63,6 Prozent) wurden mit männlichen Auszubildenden,
etwas mehr als ein Drittel (36,3 Prozent) mit weiblichen
Auszubildenden abgeschlossen.
Frauen haben 2024 in der dualen Berufsausbildung
die meisten neuen Ausbildungsverträge im Beruf
„Kauffrau für Büromanagement“ abgeschlossen. Mit
15.720 neuen Verträgen bleibt dieser Beruf wie im
Vorjahr weiter auf Platz 1 der Rangliste. Knapp dahinter
folgen bei den jungen Frauen die Ausbildungsberufe
„Zahnmedizinische Fachangestellte“ mit 15.597 neuen
Verträgen sowie „Medizinische Fachangestellte“ mit
15.432 neuen Verträgen, die im Vergleich zum Vorjahr
die Plätze tauschten. Auf den weiteren Plätzen liegen die
„Verkäuferin“ (9927 neue Verträge), die „Industriekauffrau“
(8262) und die „Kauffrau im Einzelhandel“ (7386). Auf die
ersten sechs Berufe entfielen 2024 damit 40,9 Prozent
aller neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge mit
Frauen.
Bei den Männern liegt der „Kraftfahrzeugmechatroniker“
weiterhin unangefochten an der Spitze.
Die beliebtesten
Ausbildungsberufe
bei den Frauen:
• Kauffrau für Büromanagement 15.720
• Zahnmedizinische Fachangestellte 15.597
• Medizinische Fachangestellte 15.432
• Verkäuferin 9927
• Industriekauffrau 8262
• Kauffrau im Einzelhandel 7386
Bei den Frauen entfielen 40,9 Prozent aller neu abgeschlossen
Ausbildungsverträge im Jahr 2024 auf die sechs ersten Berufe.
bei den Männern:
• Kraftfahrzeugmechatroniker 23.652
• Fachinformatiker 15.786
• Elektroniker 14.391
• Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
14.280
• Verkäufer 10.806
• Industriemechaniker 10.506
23.652 junge Männer haben 2024
einen Ausbildungsvertrag in diesem Beruf neu
abgeschlossen. Zweitstärkster Ausbildungsberuf bleibt
der „Fachinformatiker“ (15.786 neue Verträge), gefolgt vom
„Elektroniker“ (14.391) und dem „Anlagenmechaniker für
Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ (14.280).
Es folgen die Ausbildungsberufe
„Verkäufer“ (10.806) und
„Industriemechaniker“ (10.506)
auf den Plätzen 5 und 6. Insgesamt
haben 2024 in diesen sechs Berufen
28,9 Prozent der Männer einen
neuen Ausbildungsvertrag
abgeschlossen.
Bei den Männern lag 2024 der Anteil der sechs beliebtesten
Berufe bei 28,9 Prozent aller neuen Ausbildungsverträge.
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mit Jugendlichen aus dem Inland, aus dem Ausland oder mit Fluchthintergrund“ (Passgenaue Besetzung
und Willkommenslotsen) wird von Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert.
6 Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft
Vergütung nach Tarif
Diese Azubis bekommen am meisten Geld
Schon mal über eine Ausbildung zum
Rohrleitungsbauer nachgedacht? Rein finanziell
gesehen eine gute Wahl, zeigt eine Auswertung
der tariflichen Ausbildungsvergütungen. Denn für
relativ viele Azubis legt ein Tarifvertrag fest, wie
viel sie während ihrer Lehre verdienen.
Illustration: Pixabay
2024 gab es dabei mit 6,3 Prozent den höchsten Anstieg
bei den tariflichen Ausbildungsvergütungen seit 1992,
wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mitteilt.
Azubis in tarifgebundenen Betrieben haben 2024
demnach im Durchschnitt über alle Ausbildungsjahre
hinweg 1133 Euro brutto im Monat und damit rund
70 Euro mehr als 2023 verdient.
Es gibt aber große Unterschiede je nach Beruf,
wie das BIBB in der Auswertung feststellt. Die im
gesamtdeutschen Durchschnitt höchste Vergütung nach
Tarif gab es im vergangenen Jahr für Azubis im Beruf
Rohrleitungsbauer/-in mit monatlich 1349 Euro. Knapp
dahinter folgt auf Platz 2 der Beruf Milchtechnologe/-
technologin (1347 Euro). In acht weiteren Berufen lagen
die tariflichen Vergütungen im Durchschnitt über alle
Ausbildungsjahre hinweg bei 1300 Euro oder mehr.
Handwerks-Berufe oft bei unter 950 Euro pro Monat
Ein Großteil (60 Prozent) der Auszubildenden, die in
einem tarifgebundenen Betrieb lernten, erhielt im
bundesweiten Durchschnitt eine Ausbildungsvergütung
von mehr als 1100 Euro, etwa ein Viertel mehr als
1250 Euro. Für 25 Berufe hat das BIBB einen bundesweiten
Durchschnittswert von weniger als 1000 Euro ermittelt.
Darunter sind auch einige Berufe, bei denen die
tarifliche Ausbildungsvergütung
durchschnittlich unter 950
Euro pro Monat liegt.
Ein Großteil dieser
Berufe (16 von 25)
gehört zum
Handwerk – wie
etwa die Ausbildung
zum Maler und
Lackierer (936 Euro)
oder zum Bodenleger (882 Euro). Der Auswertung zufolge
ist die Ausbildung zur Friseurin/zum Friseur der Beruf mit
den insgesamt niedrigsten tariflichen
Ausbildungsvergütungen (719 Euro).
Auch zwischen den Bereichen unterschieden sich
die Ausbildungsvergütungen deutlich. Über dem
gesamtdeutschen Durchschnitt von 1133 Euro lagen die
tariflichen Ausbildungsvergütungen im öffentlichen Dienst
(1234 Euro), in der Hauswirtschaft (1195 Euro) sowie in
Industrie und Handel (1181 Euro). Darunter lagen sie in
der Landwirtschaft (1124 Euro), im Handwerk (1046 Euro)
und in den freien Berufen (1026 Euro). Damit lagen aber
erstmals alle Ausbildungsbereiche im Durchschnitt über
1000 Euro.
Das BIBB wertet jährlich die tariflichen
Ausbildungsvergütungen zum Stand des 1. Oktobers
aus. In die Berechnung der gesamtdeutschen
Durchschnittswerte fließen dabei alle Ausbildungsberufe
ein, für die Daten vorliegen. Die Werte werden jeweils
über alle Ausbildungsjahre hinweg angegeben.
Ausbildung ohne Tarifvertrag: Mindestvergütung greift
Wichtig: Wer in einem Betrieb ohne Tarifbindung
oder ohne Tarifvertrag ausgebildet wird, muss
häufig mit einer geringeren Vergütung rechnen. Die
Mindestausbildungsvergütung legt aber eine Untergrenze
fest, die Arbeitgeber nicht unterschreiten dürfen. Die
Grenzen werden jährlich neu festgelegt.
Wer zum Beispiel 2025 eine Ausbildung beginnt, bekommt
demnach im 1. Ausbildungsjahr mindestens 682 Euro
monatlich. Im 4. Ausbildungsjahr müssen es dann 955
Euro ein. Zusätzlich gilt für nicht tarifgebundene Betriebe:
Die Ausbildungsvergütung darf die für
ihre Branche und Region geltenden tariflichen Sätze um
maximal 20 Prozent unterschreiten.
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Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft 7
Zukunftschancen bei dm
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8 Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft
Jobprofil
„Moderne Technik mit altem Handwerk verbinden“
Was macht eigentlich eine Schornsteinfegerin?
Schornsteinfeger gelten als echte Glücksbringer. Doch haben sie
auch Glück mit ihrer Berufswahl? Ja, findet Schornsteinfegerin
Julia Bothur. Als sie sich in den Beruf des Schornsteinfegers
verliebte, kletterten diese noch auf Dächer. Das hat sich
geändert – wie so vieles. Denn Schornsteinfegerinnen und
Schornsteinfeger kommen längst nicht mehr nur zum Kehren.
Was heute in ihrem Beruf gefragt ist – und warum man
in diesem auch Zeit am Schreibtisch und in Kellern
verbringt, erklärt Julia Bothur, die auch Vorständin im
Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks ist, im
Jobprotokoll.
Mein Weg in den Beruf
Ich komme aus einer richtigen Schornsteinfegerfamilie.
Mein Vater ist Schornsteinfeger, auch meine ältere
Schwester, mein Schwager und inzwischen meine Nichte.
So hatte ich schon als kleines Kind Berührungspunkte mit
dem Beruf und als ich gemerkt habe, dass alle um mich
herum glücklich damit sind, dachte ich: So schlecht kann
es nicht sein.
Damals hat es mich total begeistert, dass man als
Schornsteinfeger so viele unterschiedliche Menschen
kennenlernt und sie über moderne Heizmethoden und
Techniken aufklären kann. Natürlich fand ich es auch toll,
dass man aufs Dach krabbelte, das habe ich bei meinem
Vater noch mitgekriegt.
Bezirk bewerben will. Ich habe außerdem
noch ein Studium zur Ingenieurin für Maschinenbau
und erneuerbare Energien absolviert, bin
Energieberaterin, Brandschutztechnikerin und Dozentin
an einer Schornsteinfegerschule. Im Beruf
des Schornsteinfegers kann man selbstständig und
angestellt arbeiten.
Der Arbeitsalltag
Als klassische Schornsteinfegerin hat man zum einen
seine tägliche Büroarbeit und geht zum anderen zu den
Menschen und macht dort die Feuerstättenschau. Ich
gucke mir das Haus vom Keller bis zum Dach an und prüfe,
ob mit der Heizung und dem Kamin alles in Ordnung ist.
Daraus werden hinterher die Bescheide erstellt.
Ich finde es faszinierend, wie sich der Beruf in den
letzten Jahren weiterentwickelt hat. Viele meiner Kunden
kenne ich schon seit sehr vielen Jahren, und ich bin ihre
Fachberaterin vor Ort. Da finde ich es super, dass mich die
Kunden anrufen und nach Rat fragen.
Fotos: dpa
Schornsteinfeger wird man über eine ganz normale
dreijährige Berufsausbildung. Es ist naheliegend, danach
seine Meisterprüfung abzulegen. Die braucht man, wenn
man sich irgendwann selbstständig machen und auf einen
Als Schornsteinfeger sollte man in jedem Fall
kommunikationsfreudig sein und keine Angst vor Höhe
haben. Außerdem sollte man ein technisches Verständnis
mitbringen, denn bei uns wird viel gerechnet.
Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft 9
Die Vor- und Nachteile
Ich finde, ich habe den schönsten Beruf der Welt.
Man kann sich seine Zeiten selbst einteilen, Beruf
und Familie sind gut miteinander zu vereinbaren.
Ein Vorteil ist weiter, dass ich jeden Tag unheimlich
viele verschiedene Leute kennenlerne – und dass
ich moderne Technik mit altem Handwerk verbinden
kann. So entwickelt man sich weiter und arbeitet
trotzdem in einem traditionellen Handwerk mit
viel Historie.
Nachteile zu finden, fällt mir schwer. Es gibt eigentlich
keine. Lediglich wetterfest sollte man sein, denn wir
arbeiten bei Wind und Wetter.
Die Zukunftsaussichten
Der Beruf der Schornsteinfegerin ist absolut
zukunftsorientiert und das merkt man gerade in
diesen Tagen. Die Beratung geht immer stärker hin zur
individuellen Planung. Ich empfehle nicht einfach diese
oder jene Wärmepumpe, sondern schaue mir das Haus
genau an, frage nach den finanziellen Möglichkeiten der
Menschen und kläre, ob schon mal etwas am Gebäude
gemacht wurde.
Rund 11.000 Energieberater in Deutschland sind auch
Schornsteinfeger. Man merkt, dass hier gerade ein
Transformationsprozess passiert, und ich finde das
absolut gut. Wir gehen mit der Zeit. Natürlich haben auch
wir einen Nachwuchsbedarf, aber nicht so extrem wie in
anderen Handwerksbereichen.
Der Verdienst
Schornsteinfegerin Julia Bothur liebt die Abwechslung
und Flexibilität in ihrem Beruf.
Laut dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit
liegt das mittlere monatliche Bruttoentgelt für
Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger in Vollzeit
bei 3727 Euro, für Schornsteinfegermeisterinnen und
Schornsteinfegermeister bei 3855 Euro.
Der Verdienst der Berufsgruppe ist im Tarifvertrag für
das Schornsteinfegerhandwerk festgelegt. Demnach
erhalten Auszubildende ein monatliches Bruttoentgelt
von mindestens 900 Euro im ersten, 1000 Euro im zweiten
sowie 1100 Euro im dritten und vierten Lehrjahr.
Schornsteinfegerin/Schornsteinfeger
Empfohlener Schulabschluss:
Mittlerer Bildungsabschluss/Realschulabschluss
beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung:
3317 bis 3652 Euro
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Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft 11
Individuelles Anschreiben für den Erfolg
Wie man mit der Bewerbung wirklich überzeugt
Fehler im Anschreiben oder im Lebenslauf
machen natürlich keinen guten ersten Eindruck.
Möchten Bewerber bei künftigen Arbeitgebern
positiv auffallen, sollten sie aber auch
Floskeln sowie unnötige Adjektive vermeiden.
Denn wer unter vielen Bewerbern hervorstechen
möchte, sollte sein Anschreiben möglichst
individuell gestalten.
Teamfähig, freundlich, Organisationstalent, erfolgreich
und zuverlässig: Diese Wörter verwenden Bewerberinnen
und Bewerber laut einer Analyse der Sprachlern-Plattform
„Preply“ besonders häufig. Dafür wurden 150 typische
Wörter identifiziert und dann in mehreren tausend
Bewerbungen, die in einem Zeitraum von sechs Monaten
auf Online-Jobbörsen hochgeladen wurden, danach
gesucht.
Bei der Bewerbung kommt es nicht nur auf
die Zeugnisnoten und den meist noch wenig
aussagekräftigen Lebenslauf an, sondern auch
auf ein individuelles Anschreiben.
genauer beschreiben – das macht einen besseren
Eindruck. Positiv auffallen kann es auch, wenn Bewerber
Formulierungen aus der Stellenanzeige übernehmen
oder ein Kriterium aufgreifen und so zeigen, dass sie
die Aufgabe verstanden haben. Ein konkreter Bezug
zum Unternehmen oder zur Stelle zeigt zudem, dass das
Anschreiben nicht beliebig an verschiedene Arbeitgeber
gesendet wurde.
Fotos: Pixabay , © Torbz - stock.adobe.com
Nicht behaupten, sondern belegen
Wer seine Bewerbung auf andere Art schreiben will,
sollte wenig Adjektive verwenden. Am besten bleiben
Bewerber konkret, wenn sie über Fähigkeiten und
Leistungen schreiben. Diese Aussagen sollten Bewerber
auch belegen können – so kann man etwa Situationen
beschreiben, in denen man seine Teamfähigkeit,
Flexibilität oder Zuverlässigkeit unter Beweis stellen
musste.
Zudem der Tipp: Wichtige Informationen an den Anfang
stellen und Aktionsverben verwenden, die die Tätigkeit
Motivation und Persönlichkeit vermitteln
Auch wenn einige Firmen mittlerweile sogar ganz
auf das Anschreiben verzichten: Eine aktuelle Umfrage
der führenden Hochschul-App UniNow zeigt, wie wichtig
das Anschreiben für junge Menschen ist. Rund 71 Prozent
der Befragten gaben an, dass sie das Anschreiben als
zentrales Element der Bewerbung für essenziell bei
der Jobsuche halten. Genau wie bei Azubis enthält der
Lebenslauf von Studenten häufig noch keine bis
wenig Praxiserfahrungen. Um sich dennoch abzuheben,
nutzen sie das Anschreiben, um Soft Skills, Motivation
und Persönlichkeit zu vermitteln.
„Das Anschreiben unterstreicht nicht nur das Engagement,
sondern gibt Arbeitgebern die Chance, Bewerbende
besser kennenzulernen“, sagt auch Dr. Wolfgang Achilles,
Geschäftsführer von Jobware. Das Anschreiben bietet
demnach wertvolle Zusatzinformationen, die über
fachliche Qualifikationen hinausgehen: Sozialkompetenz,
Eigeninitiative und Begeisterung gehen im Lebenslauf oft
unter. Doch genau diese Faktoren sind entscheidend für
eine gute Zusammenarbeit.
12 Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft
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265.000 Menschen.
Eine Bundeswehr.
Die Bundeswehrangehörigen –
Frauen und Männer in Uniform und Zivil –
leisten täglich ihren Dienst und erfüllen
dabei oftmals gefährliche Aufgaben.
Das tun sie stets im Auftrag der Politik.
Platzhalter Video
107 x 60,187
Alle Angehörigen der Bundeswehr bekennen
deshalb selbstbewusst:
Werde Video: Bundeswehr
Soldatin/Soldat im Sanitätsdienst (m/w/d)
„Wir. Dienen. Deutschland.“
Die Aufgabengebiete sind breit gefächert.
IT-Spezialistin, Notfallsanitäter, Panzerkommandant,
Köchin, Pilot, Anwältin ... kaum ein Beruf, den es
bei uns nicht gibt. Und was viele gar nicht wissen:
Neben den militärischen Laufbahnen bietet die
Bundeswehr zahlreiche Einstiegsmöglichkeiten im
zivilen Bereich.
Den Schulabschluss gerade in der Tasche?
Dann als Azubi in einem von über 50 Ausbildungsberufen
oder mit einem Dualen Studium durchstarten!
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14 Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft
Erste Vorstellungsgespräche
Fünf Tipps für künftige Azubis
Berufserfahrene haben zumeist schon mehrere
hinter sich, doch für angehende Azubis und
Berufseinsteiger sind sie oft mehr oder weniger
Neuland: Vorstellungsgespräche. Klar, dass man
da nervös werden kann.
Aber keine Sorge: „Dass Azubis natürlich keine große
Übung bei Vorstellungsgesprächen haben, ist den
Interviewenden auf der anderen Seite bekannt“, sagt die
Münchner Diplom-Psychologin und Karriereberaterin
Madeleine Leitner. Personalverantwortliche machen bei
deren Performance deshalb auch gewisse Abstriche.
Dennoch ist es natürlich sinnvoll, sich vorab gut
vorzubereiten und zu wissen, worauf man schon vor den
ersten Gesprächen achten kann. Diese Tipps helfen – auch
bei Nervosität:
1. Erfahrungsberichte sammeln
Man hat sein allererstes Vorstellungsgespräch vor sich
– und ist unsicher, was einen überhaupt erwartet?
Dann kann es sinnvoll sein, im Umfeld einmal
Erfahrungsberichte einzuholen. Fragen Sie etwa Freunde,
wie diese mit der Situation umgehen und welche
Erfahrungen sie in Vorstellungsgesprächen gemacht
haben. Auch Eltern oder Lehrerinnen und Lehrer können
hierzu oft einiges erzählen.
Zu spät aufzubrechen bedeutet, sich hetzen zu müssen und außer Atem
das Ziel zu erreichen, was nicht zielführend ist.
Sie eine kurze Zusammenfassung Ihres bisherigen
Werdegangs liefern – Schulabschlüsse, Praktika,
ehrenamtliches Engagement zum Beispiel – und von Ihren
Interessen berichten.
Auch eine oft gestellte Frage: Warum wollen Sie bei uns
arbeiten? Machen Sie sich hierüber vorab Gedanken.
Denn bei der Frage geht es vor allem um eines: die eigene
Motivation und wie glaubwürdig man diese vermittelt.
3. Nicht auf den letzten Drücker losfahren
Findet das Vorstellungsgespräch vor Ort statt, sollte
man für die Anreise großzügig Zeit einplanen. Und
das selbst dann, wenn der Weg eigentlich nicht
wahnsinnig weit ist: Ein baustellen- oder unfallbedingter
Stau oder ein Zugausfall kann den Zeitplan gehörig
durcheinanderwirbeln.
„Lieber eine Stunde vorher da sein und vor dem Gespräch
noch ein bisschen spazieren gehen“, rät Jürgen Hesse.
Ein Zuspätkommen lässt sich in aller Regel nur schwer
entschuldigen – und wenn man im Zug bangt, ob man
es noch rechtzeitig schafft und womöglich dann den
Weg zum Unternehmen nicht gleich findet, steigt die
Nervosität.
Fotos: Pixabay, © ViDi Studio - stock.adobe.com
„Azubis stellen fest: So schlimm, wie man es sich im
Kopfkino ausmalt, ist ein Vorstellungsgespräch in
aller Regel nicht“, so Jürgen Hesse, Bewerbungs- und
Karrierecoach in Berlin. Er rät, sich klarzumachen, dass
es in erster Linie um ein gegenseitiges Kennenlernen
geht, nicht um eine Wissensprüfung. Und auch wer nicht
die allerbesten Noten mitbringt, muss nicht unbedingt
zittern.
Aus Sicht von Firmen gehe es Leitner zufolge
heutzutage darum, aus den Bewerbenden diejenigen
zu identifizieren, die überhaupt das ausreichende
Potenzial haben für eine Ausbildung. „Da zählt die
Persönlichkeit – Anstrengungsbereitschaft, Motivation,
Auffassungsgabe, Zuverlässigkeit – sicher mehr als die
Noten.“
2. Antworten vorab vorbereiten
„Von Vorteil ist, sich vorab mit
ein paar klassischen Fragen aus
Vorstellungsgesprächen zu beschäftigen“,
sagt Leitner. Eine davon ist etwa: Was können
Sie uns über sich erzählen? Darauf können
Bei Videointerviews sollte man sich vorab mit der Technik
vertraut machen. Also: Welche Software wird verwendet?
Muss vorher etwas installiert werden? Und: Hat man
Kamera und Mikrofon? Außerdem sollte man einen
neutralen Raum oder einen ordentlichen Hintergrund für
das Gespräch wählen.
4. Nervosität ansprechen
Sie sind wahnsinnig aufgeregt? Scheuen Sie sich nicht,
starke Nervosität zur Sprache zu bringen. „Das wird dazu
führen, dass das Gegenüber noch
freundlicher und aufmerksamer
ist als zumeist ohnehin schon“,
erklärt Hesse. Und generell: In
Bewerbungsgesprächen
nervös zu sein, ist
überhaupt nicht schlimm,
so Leitner: „Immerhin ist
Aufregung ja eine positive
Motivation.“
Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft 15
Machen Sie sich außerdem klar, dass Sie den Job nicht
unbedingt bekommen müssen, sondern dass auch Sie sich
ein Bild von dem Arbeitgeber machen können. „Sie wählen
den Arbeitgeber ja auch aus“, so Leitner. Arbeitgeber
und Arbeitnehmer sind im Prinzip Partner, wie bei einer
Beziehung. „Das muss für beide funktionieren.“
5. Auf die Körperhaltung achten
Arme verschränkt,
Beine über einander
geschlagen
– wer sich
so in einem
Vorstellungs gespräch präsentiert, signalisiert eine gewisse
Ver schlos sen heit. „Hinzu kommt, dass womöglich die
Sauerstoffzufuhr eingeschränkt ist“, erklärt Hesse. Das
kann Unwohlsein befördern. Besser ist es, sich aufrecht
hinzusetzen, beide Beine gerade nebeneinander zu
positionieren und die Hände auf den Tisch oder auf den
Schoß zu legen.
Außerdem von Vorteil: Einen guten Einstieg parat haben,
wenn Sie auf Ihr Gegenüber treffen. Üben Sie diesen –
zum Beispiel „Guten Tag“ – mit oder ohne Händeschütteln.
Und: „Vielen Dank für die Einladung“. „Wichtig ist dabei,
dem Gegenüber direkt in die Augen zu blicken“, sagt
Madeleine Leitner. Ein solcher Einstieg gibt eine gewisse
Sicherheit.
Und: Lampenfieber in Form von Nervosität ist zutiefst
menschlich. Dabei kommt es auf die Dosis an. „Ein kleiner
Schuss Lampenfieber ist gut, weil wir dadurch
viel präsenter und aufmerksamer sind“, sagt Hesse.
In der richtigen Dosis wirkt Lampenfieber wie ein „Doping“
und macht uns hellwach und konzentriert.
Wie man im Feedbackgespräch nach
der Probezeit konkret punkten kann
Mit Tagebuch zum Erfolg
Wer in der Probezeit ist, muss sich beim
neuen Arbeitgeber beweisen. Hat man die
Erwartungen in Sachen Leistung, Verhalten und
die Zusammenarbeit erfüllt? Dafür gibt es gegen
Ende der Probezeit oft ein Feedbackgespräch.
Aber es ist gar nicht so leicht, das Gespräch
selbstbewusst und positiv zu gestalten.
Bastian Hughes, Karrierecoach und Podcaster
(„Berufsoptimierer“), rät deshalb zu einem
einfachen Tool: dem Erfolgstagebuch.
„Manchmal zweifelt man an sich selbst oder erinnert
sich nicht mehr an all die Dinge, die man im Job gut
gemacht hat“, so der Coach. In einem Erfolgstagebuch
Feedback
Tagebuch
können Beschäftige ab Tag eins regelmäßig aufschreiben,
welche Aufgaben sie erfolgreich bewältigt haben,
welche Probleme sie gelöst und wie sie das Team
unterstützt haben. Die persönlichen Notizen helfen im
Probezeitgespräch, konkrete Beispiele für Erfolge und
Fortschritte vorzubringen und auf kritische Nachfragen
vorbereitet zu sein.
Blick in die Zukunft richten
Auch hilfreich: Sich zur Vorbereitung auf das
Probezeitgespräch noch einmal an die ursprüngliche
Stellenausschreibung erinnern. Hughes rät, die darin
genannten Aufgaben mit dem zu vergleichen, was man
nun im Alltag erledigt. Gibt es Abweichungen? Dann kann
auch das Gegenstand des Feedbackgesprächs mit der
Führungskraft sein.
Jetzt lässt sich klären, ob diese Punkte für die Zeit nach
der Probezeit noch relevant werden und wie sich die Rolle
entwickeln wird. Passende Fragen an die Führungskraft
können dem Coach zufolge beispielsweise auch „Wo
sehen Sie noch Entwicklungspotenzial bei mir?“ oder „Gibt
es etwas, das ich in den nächsten Monaten besonders
beachten sollte?“ sein.
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16 Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft
Passender Rahmen für die Ausbildung
Welche Pflichten und Rechte Azubis haben
Foto: © WoGi - stock.adobe.com
Auch im Jahr 2025 werden wieder zahlreiche Azubis
eine (duale) Ausbildung in den verschiedenen
Berufs branchen in Deutschland antreten. Je nach
Ausbildung erwarten sie dort unterschiedliche Tätigkeiten –
aber eines bleibt für alle Azubis gleich: die grundlegenden
und gesetzlich festgelegten Rechte und Pflichten, die mit
einem Ausbildungsvertrag einhergehen. Die wichtigsten
Punkte regelt das sogenannte Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Azubis haben folgende Pflichten:
Sorgfältige Ausführung
Alle Azubis sind dazu verpflichtet, die ihnen im Rahmen
der Ausbildung aufgetragenen Aufgaben ordentlich und
sorgfältig auszuführen.
Teilnahme am Berufsschulunterricht
Zur Berufsausbildung gehört nicht nur die Zeit im
Ausbildungsbetrieb, sondern auch der Unterricht und die
Prüfungen in der Berufsschule. Deshalb müssen Azubis
auch den theoretischen Teil der Ausbildungsmaßnahmen
an vorgeschriebenen Tagen und Wochen in der
Berufsschule absolvieren.
Befolgung von Anweisungen
Im Rahmen der Ausbildung sind Azubis
weisungsgebunden, müssen also den Weisungen,
die ihnen von den Ausbildern und weiteren
weisungsgebundenen Personen erteilt werden, Folge
leisten. Das gilt selbstverständlich aber nur für Tätigkeiten,
die im Zusammenhang mit der Ausbildung stehen.
Einhaltung der Ordnung am Arbeitsplatz
Jede Ausbildungsstätte hat eigene Ordnungsvorschriften,
die auch Azubis während ihrer Ausbildung einhalten
müssen. Dazu gehören beispielsweise bestimmte
Sicherheitsvorkehrungen oder auch eine Kleiderordnung.
Pflegliche Behandlung
Werkzeuge, Maschinen oder sonstige Einrichtungen wie
beispielsweise ein Betriebscomputer müssen ordentlich
behandelt werden und dürfen nicht für den privaten
Gebrauch genutzt werden.
Schweigepflicht
Vertrauliche Betriebsinformationen sollen natürlich intern
bleiben. Deshalb sind auch Azubis dazu verpflichtet,
Stillschweigen über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse
zu wahren.
Führung eines Ausbildungsnachweises
Um zu den Prüfungen der zuständigen Kammern
zugelassen zu werden, müssen Azubis ein Berichtsheft
führen. Egal ob schriftlich oder elektronisch, das
vollständig ausgefüllte und unterschriebene Berichtsheft
sollte deshalb regelmäßig und gewissenhaft mit
Arbeitsnachweisen geführt werden.
Azubis haben folgende Rechte:
Reguläre Ausbildung
Ausbildende müssen dafür sorgen, dass Azubis
das Ausbildungsziel in der dafür vorgesehenen
Ausbildungszeit erreichen. Die Ausbildung muss
deshalb zeitlich so geplant und durchgeführt werden,
dass den Azubis in diesem Zeitrahmen die berufliche
Handlungsfähigkeit vermittelt wird.
Geeignete Ausbilder
Ausbildende Betriebe verpflichten sich dazu, die Azubis
entweder selbst auszubilden oder einen dafür qualifizierten
Ausbilder ausdrücklich damit zu beauftragen.
Kostenlose Ausbildungsmittel
Alle Materialien wie Werkzeuge, Werkstoffe, Fachliteratur
oder Hard- und Software, die für die Berufsausbildung
und das Ablegen der Prüfungen erforderlich sind, müssen
den Azubis kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.
Besuch der Berufsschule
Ausbildungsbetriebe sind nicht nur dazu verpflichtet, die
Azubis für den vorgesehenen Besuch der Berufsschule
freizustellen, sondern sind auch ausdrücklich dafür
zuständig, sie dazu anzuhalten.
Fürsorgepflicht
Ausbildende müssen Azubis nicht nur beruflich ausbilden,
sondern auch dafür sorgen, dass sie charakterlich
ge fördert und weder sittlich noch körperlich gefährdet
werden.
Führen der Ausbildungsnachweise
Der Ausbildungsbetrieb ist dazu verpflichtet, Azubis
zum Führen der Berichtshefte anzuhalten und diese
regelmäßig zu überprüfen. Azubis dürfen darüber hinaus
den Ausbildungsnachweis auch am Arbeitsplatz führen.
Angemessene Aufgaben
Den Azubis dürfen nur Aufgaben übertragen werden,
die dem Ausbildungszweck dienen und ihre körperlichen
Fähigkeiten nicht übersteigen.
Freistellung und Anrechnung der Berufsschulzeit
Zusätzlich zur Freistellung für die Berufsschule
müssen die Ausbildungsbetriebe die Zeiten an der
Berufsschule und sonstigen Ausbildungsveranstaltungen
abseits der Arbeitsstätte auf die Ausbildungszeit
anrechnen. Zudem gilt für Azubis unter 18 Jahren das
Jugendarbeitsschutzgesetz.
Aushändigung des Zeugnisses
Ausbildende müssen den Azubis zum Ende der Ausbildung
ein schriftliches Zeugnis ausstellen, unterschreiben und
aushändigen. Das Zeugnis muss Angaben über Art, Dauer
und Ziel der Ausbildung sowie die erworbenen Fähigkeiten
enthalten. Auf Verlangen müssen auch Angaben über
Verhalten und Leistung aufgenommen werden.
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18 Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft
Jobprofil
„Ich mag es, die Menschen in ihrem
Entwicklungsprozess zu begleiten“
Wie arbeitet eigentlich ein Suchtberater?
Fotos: Kirsten Neumann/dpa-tmn ; © freshidea - stock.adobe.com
Wo das Leben zur Jagd nach dem Rausch wird, helfen sie:
Suchtberater. Ob Drogen, Alkohol, Glücksspiele oder
Medien – wenn der Konsum zur Gewohnheit wird, kann er
gravierende Schäden anrichten. Suchtberater helfen mit
viel Empathie dabei, Auswege aus der Abhängigkeit
aufzuzeigen. Und sie klären darüber auf, wie man sich vor
Suchtkrankheiten schützen kann.
Jens Klie ist Sozialarbeiter und Suchttherapeut in
Ausbildung beim Caritasverband Südniedersachsen.
Von der Prävention bis zur Therapie unterstützt er
Menschen auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben.
Im Jobprotokoll erzählt der 27-Jährige, warum es in seinem
Beruf nicht nur auf Einfühlungsvermögen und Offenheit
ankommt, sondern auch auf einen langen Atem.
Der Weg in den Beruf
In meiner Jugend habe ich einige Menschen kennengelernt,
die damit anfingen, Substanzen zu konsumieren und
beobachtet, was mit ihnen passiert. Ich begann, mich
für die Menschen, ihre Geschichten und Hintergründe
zu interessieren. Ich wollte wissen, wie Subkulturen
funktionieren oder auch, wie Kriminalität und
Substanzgebrauch zusammenhängen – und ich wollte
der Frage nach dem Warum nachgehen.
Dadurch bin ich zunächst zur sozialen Arbeit gekommen
und habe ein Studium absolviert. Danach wollte ich
mich weiterbilden und habe die Stellenausschreibung
der Caritas entdeckt. Gerade mache ich eine
dreijährige suchttherapeutische Weiterbildung. Solche
berufsbegleitenden Weiterbildungen sind der klassische
Weg in den Beruf. Es gibt aber vereinzelt auch
zweijährige Masterstudiengänge, die auf
Studienabschlüsse in sozialer Arbeit oder Pädagogik
aufbauen.
Der berufliche Alltag
Einen klassischen Arbeitsalltag gibt es bei uns nicht, was
ich super finde. Die Tage sind sehr abwechslungsreich
– wie ein bunter Blumenstrauß. Wir beraten Klienten,
Angehörige oder Firmen und schauen ganz individuell,
welcher Bedarf besteht.
Manchmal unterstützen wir zum Beispiel beim
Erstellen von Reha-Anträgen. Oder wir legen weitere
Gesprächstermine fest und machen mit den Klienten eine
Suchttherapie. Dabei versucht man die Konsumgeschichte
aufzuarbeiten. Man ergründet die Faktoren, die zur
Suchterkrankung geführt haben könnten und schaut
gemeinsam, wie man die Bedürfnisse des Klienten künftig
anderweitig befriedigen kann.
Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft 19
neuen Fragestellungen gegenüber. So wird sich zum
Beispiel noch zeigen, welche Folgen die Legalisierung
von Cannabis haben wird. Ich bin außerdem gespannt,
wie sich Verhaltenssüchte, etwa im Umgang mit Medien
und Computerspielen, verändern werden.
Suchtberater wie Jens Klie helfen Klienten bei einer Vielzahl
von Problemen und begleiten ihre Entwicklung.
Die Präventionsarbeit ist ein weiterer großer Teil unseres
Arbeitsalltags. Wir gehen an Schulen oder Kindergärten
und bieten Schulungen und Hilfestellung zu Themen
wie Abhängigkeitserkrankungen oder psychischen
Belastungskrisen an.
Schöne und weniger schöne Seiten
Sucht betrifft alle, unabhängig von sozialen, kulturellen
oder finanziellen Hintergründen. Ich lerne eine Vielfalt
unterschiedlicher Menschen kennen, das finde ich
cool. Dabei lerne ich auch viel von meinen Klienten. Ich
habe zwar viel theoretisches Wissen, aber die Theorie
funktioniert nicht bei jedem gut. Dann muss man schauen,
wie man mit den einzelnen Klienten arbeiten kann. Dabei
nehme ich auch immer etwas für mich selbst mit. Ich
mag es, die Menschen in ihrem Entwicklungsprozess zu
begleiten. Dabei lerne ich von ihrer Lebenserfahrung,
bekomme aber auch Wertschätzung für meine Arbeit. Das
schätze ich sehr an meinem Beruf.
Was die Finanzierung angeht, stehen wir ebenfalls
vor Herausforderungen. Suchtberatungsstellen sind
keine festgeschriebenen Leistungen in einem
Sozialgesetzbuch. So müssen die Wohlfahrtsverbände
immer wieder die Politik überzeugen, dass das Angebot
weitergeführt wird. Leider werden suchtkranke
Menschen noch immer stigmatisiert. Es wird behauptet,
sie seien eigentlich selbst schuld an ihrer Lage.
Der Kampf gegen diese Stigmatisierung gehört mit zu
meinem Beruf.
Die Verdienstaussichten
Wie viel Suchtberaterinnen und Suchtberater verdienen,
ist immer abhängig von Faktoren wie Arbeitgeber,
Ausbildung und der Region. Die Bundesagentur für Arbeit
gibt im Entgeltatlas für den Beruf Suchtberater/in ein
mittleres monatliches Vollzeit-Bruttoentgelt (Median)
von 4222 Euro an. Das Gehalt von Suchtberatern liegt
dabei in der Regel etwa auf dem Niveau von
Sozialpädagogen,
manche werden
auch auf dem
Niveau von
Psychologen
eingruppiert.
Weniger gut gefällt mir das hohe Maß an Dokumentation
und Schreibarbeit. Außerdem braucht es manchmal
Ausdauer mit den Klienten. Ein Symptom der
Suchterkrankung ist, dass die Menschen unsere Betreuung
nicht immer akribisch wahrnehmen, sondern nur
sporadisch erscheinen, da sie häufig fremdmotiviert in
die Beratungsstelle kommen. Das zu akzeptieren, kann
manchmal sehr herausfordernd sein.
Besondere Herausforderungen
Als Suchttherapeut erfahre ich viel von den Schattenseiten
des Lebens meiner Klienten. Dazu gehören schwierige
Themen wie sexuelle oder häusliche Gewalt. Es ist wichtig,
darüber zu sprechen, um den Klienten bei der Verarbeitung
des Erlebten zu helfen. Aber das geht nicht spurlos an
einem vorbei. Man sollte sich seiner eigenen Grenzen
bewusst sein und gut für die eigene Psychohygiene sorgen.
Als Suchttherapeut sollte man gut zuhören können,
emphatisch und offen sein. Außerdem fordert der Beruf
eine gewisse Ausdauer und Frustrationstoleranz.
Der Blick in die Zukunft
Der Beruf des Suchtberaters wird auch künftig relevant
sein, denn konsumiert wird immer. Aber wir stehen
Suchtberaterin/Suchtberater
Empfohlener Schulabschluss:
Allgemeine Hochschulreife/Abitur
beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung:
4129 bis 4811 Euro
20 Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft
Wann beginnt die Arbeitszeit?
Illustration: © Rawpixel.com - stock.adobe.com
Was als Anfang und Ende der Tätigkeit gilt
Wie viele Stunden habe ich heute gearbeitet?
Für viele Beschäftigte eine zentrale Frage. Dazu
muss man aber wissen, wann die Arbeitszeit
offiziell beginnt und endet. Beim Betreten des
Firmengeländes, beim Start des Rechners oder
doch erst mit Beginn der Tätigkeit?
In der Regel gilt: Die Arbeitszeit fange am Arbeitsplatz
an, so Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Bei einem Bürojob etwa zählt dann das Hinsetzen am
Schreibtisch als Start der Arbeitszeit. Das Hochfahren des
Computers gilt somit bereits als ein Teil der Arbeit.
Was noch zur Arbeitszeit zählt
In anderen Bereichen müssen bestimmte Vorbereitungen
getroffen werden, bevor Beschäftigte ihren Arbeitsplatz
betreten dürfen. Denkbar ist etwa, dass Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter zunächst ihre Dienstkleidung anziehen
müssen. Anderswo sind bestimmte Hygienemaßnahmen
vorgesehen, wie das Waschen vor dem Start der
Arbeitstätigkeit bei der Produktion von Lebensmitteln.
Auch das zählt zur Arbeitszeit, die zu vergüten ist, erklärt
Schipp.
Generell gilt: Wenn der Arbeitnehmer etwas auf Wunsch
des Arbeitgebers tut, zählt dies zur Arbeitszeit. Hat ein
Arbeitgeber zentrale Zeiterfassungsgeräte, so geben diese
den Arbeitsbeginn an, selbst wenn der Arbeitnehmer
damit nicht am Arbeitsplatz ist. Diese Zeit zählt trotzdem
zur Arbeitszeit.
Arbeitszeit endet mit Verlassen des Schreibtischs
Und wann endet die Arbeitszeit? Bei flexiblen
Arbeitszeiten am Schreibtisch zählt auch erst das
Verlassen des Arbeitsplatzes als Ende der Arbeitszeit, so
der Fachanwalt. Wer fixe Arbeitszeiten hat, muss darauf
achten, den vorgegebenen Zeitrahmen einzuhalten.
Bei Tätigkeiten, bei denen Beschäftigte zum Beispiel
starker Verschmutzung ausgesetzt sind, zählt auch das
anschließende Waschen zur Arbeitszeit.
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erscheint im September 2025.
Wie läuft die Krankmeldung?
Fieber, Schüttelfrost, starke Schmerzen: Erkrankungen lassen
selbst ein Telefonat kaum denkbar erscheinen. Beim Arbeitgeber
krankmelden müssen sich Beschäftigte dennoch – egal,
ob man nun eine Arbeitsunfähigkeits bescheinigung braucht oder
nicht. Doch können das auch andere für einen übernehmen?
Die kurze Antwort: Ja. „Die Meldung darf auch durch Dritte, zum
Beispiel Familienmitglieder oder Freunde erfolgen“, erklärt der
Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck. Wichtig sei,
dass man den Arbeitgeber so schnell wie möglich über die
Arbeitsverhinderung in Kenntnis setzt. „Bevor man sich am
Sonntagabend mit hohem Fieber ins Bett legt, sollte man den
Arbeitgeber am besten schon informiert haben“, so Bredereck.
Spätestens aber zum eigentlichen Arbeitsbeginn muss die
Krankmeldung erfolgt sein. Wie das geschieht, ist zweitrangig.
Man muss also nicht zwangsläufig zum Hörer greifen. Auch eine
Mitteilung per E-Mail ist beispielsweise denkbar. „Soweit
möglich, ist eine persönliche Meldung auf den im Betrieb
üblichen Wegen am besten“, rät Bredereck. Wer Ärger
befürchtet, sollte die rechtzeitige Krankmeldung später
beweisen können.
Illustration: © Анна Безрукова - stock.adobe.com
Print . Digital . Live
Frankfurter Neue Presse . Höchster Kreisblatt .
Taunus Zeitung | Frankfurter Rundschau |
F.A.Z. Rhein-Main | localjob.de
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22 Anzeigen-Sonderveröffentlichung – Berufe – Ausbildung mit Zukunft
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bereit und sorgt dafür, dass akute wie chronische
Schmerzen verschwinden. Werde auch Du ein Teil
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