Diagonal_012025_FINAL
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Du erhältst das Diagonal nicht per Post?
Kontrolliere deine Adresse in MU-online. Die Korrespondenzadresse ist jene
Adresse, an die das Diagonal gesendet wird (Zusendung nur an Adressen
innerhalb der Steiermark möglich).
Du liest das Diagonal lieber online und möchtest Ressourcen sparen?
www.oeh-leoben.at/de/diagonal
Dann melde dich von der postalischen Zusendung unter
presse@oeh.unileoben.ac.at ab.
Not receiving Diagonal by post?
Check your address in MU-online. The correspondence address is the address
to which Diagonal is sent (delivery only possible to addresses within Styria).
Do you prefer to read Diagonal online and want to save resources?
www.oeh-leoben.at/de/diagonal
Then unsubscribe from receiving it by post at
presse@oeh.unileoben.ac.at.
EDITORIAL
Dear readers!
How quickly we got to the start of this new
semester! After this well-deserved break we
have the newest issue of Diagonal for you.
This issue wraps around a range of the best breakfast spots, a statement
concerning the documentation by the Bundes-ÖH as well as changes and new
beginnings. We hope you enjoy it and we‘ll hear from you soon!
The press department wishes you an amazing summer semester!
IMPRESSUM
Medieninhaber und Herausgeber:
Hochschüler*innenschaft an der Montanuniversität Leoben, Franz-Josef-Straße 18, 8700 Leoben, Tel +43
3842 402 8101, Fax +43 3842 402 8102
Pressereferentin: Lisa Marie Handl (presse@oeh.unileoben.ac.at)
Sachbearbeiter*innen: Christina Neuper, Katharina Kargl, Marlene Wallisch, Verena Pardametz, Helena
Körner
Fotos: ÖH Leoben, Shutterstock, Canva | Cover: Stefan Schmitzberger
Druck: www.universaldruckerei.at, Gösser Str. 11, 8700 Leoben
Die Zeitschrift DIAGONAL ist ein periodisch erscheinendes Medienwerk der Hochschüler*innenschaft an
der Montanuniversität Leoben. Die grundlegende Richtung der Zeitschrift ist die Berichterstattung über
studentische Anliegen im Sinne der im Hochschülerschaftsgesetz festgelegten Aufgaben und fachbezogene
Berichte, sowie das Universitätsgeschehen i.w.S. betreffende Informationen. Die in den Beiträgen
vertretenen Meinungen der Autoren sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch.
INHALT
Vorsitz Aktuell
Das Sozialreferat
Bundes-ÖH Wenn man keine Ahnung hat, sollte man es lassen
Mensabonus - Geschichte eines Erfolges
Alumniinterview
Interview mit Herz und Kopf unserer ÖH
6
8
10
11
12
14
Montanuni Aktuell
Neue Vizerektorin für Finanzen und Infrastruktur
Innovation ins All: Spezielle Beschichtungen auf der ISS
Partnerschaft mit China für Dekarbonisierungsprojekt „AbateC“
32. Kunststoffkolloquium
Teilnehmerrekord bei Recy & Depotech 2024
22. Altbergbau-kolloquium
EE4M: Innovatives Ausbildungsmodell für Ingeneur*innen
Montanuniversität vertieft Partnerschaft mit KNAPP
Innovatives Konzept zur Steigerung von Sicherheit und Produktivität bei untertägigen Sprengarbeiten
Akademische Feier
FFG-Projekt
Neuer Professor am Lehrstuhl für Gießereikunde
Delta Akademie
Exkursion zur Plansee Group von VLW und ASMET
16
18
20
22
24
26
28
30
32
34
36
38
40
42
Alles außer Uni
Die große Leobener Frühstücksübersicht
Ein neues Zuhause für Abenteuer
Fotowettbewerb
Flachwitze
44
46
47
50
Vorsitz Aktuell
Liebe Kommiliton*innen,
das Wintersemester 2024/25 ist bereits zu Ende, und wir freuen uns, euch im
neuen Sommersemester 2025 willkommen zu heißen!
Wir hoffen, ihr hattet erholsame Ferien,
konntet neue Energie tanken und startet
voller Motivation in die kommenden Monate.
Für das neue Semester wünschen wir
euch viel Erfolg, spannende Erlebnisse
und eine großartige Zeit – sei es im Studium,
bei neuen Projekten oder beim gemeinsamen
Austausch am Campus.
Wir freuen uns auf ein weiteres tolles Semester mit euch!
6
Projekte und Updates:
Ledersprungvertrag:
Im Januar war es endlich so weit, und
der Ledersprungvertrag konnte für die
nächsten fünf Jahre unterschrieben
werden.
Dicht ins Dunkel:
Unser alljährliches Charity-Event
Dicht ins Dunkel war erneut ein
voller Erfolg! Wir konnten 3.000 €
für Licht ins Dunkel sammeln und
spenden.
Klimaticketverleih:
Seit November konnten wir unseren Klimaticketverleih
um ein Klimaticket für Salzburg
erweitern. Besonders freuen wir uns darüber,
dass unser Klimaticketverleih-Projekt
beim Sustainability Award des Bildungsministeriums
mit Gold ausgezeichnet wurde.
Voestalpine Talks:
Im November fanden wieder die
Voestalpine Talks statt. In der diesjährigen
Ausgabe ging es um die Kunst der
Kommunikation. Außerdem gab es die
Möglichkeit, Fragen an die Voestalpine zu
stellen.
Meldestelle für technische Mängel am
Campus:
Seit einiger Zeit gibt es auf unserer ÖH-
Website ein Online-Formular, das du
ausfüllen kannst, wenn du Mängel am
Campus entdeckst.
Hauptwohnsitzförderung:
Auch im Dezember konnten wir wieder die Hauptwohnsitzförderung auszahlen. Falls du
einen Hauptwohnsitz hast und die Förderung noch nicht beantragt hast, kannst du das im
September 2025 nachholen. Die entsprechende E-Mail folgt im September.
Sprechstunde:
Wenn du Anliegen, Ideen oder Vorschläge hast, melde dich jederzeit
bei uns! Du kannst uns gerne in unserem Büro besuchen, uns
eine E-Mail schreiben oder einen persönlichen Termin vereinbaren
– wir freuen uns auf den Austausch mit dir.
Glück auf und alles Liebe
Anna, Johannes & Coco
Diagonal 01/2025
7
Das Sozialreferat
Wer sind wir?
Nach dem österreichischen Hochschülerinnenund
Hochschülerschaftsgesetz gibt es drei Referate,
die an jeder ÖH unbedingt eingerichtet werden
müssen. Eines davon ist das Sozialreferat.
Unser Team setzt sich aus der Sozialreferentin
Julia Retter, den Sachbearbeiterinnen Elena
Dvorak, Lisa Hahn, Hélena Konrad, Tanja Kummer,
Dariia Nemazana und Melanie Rauch zusammen.
Was machen wir?
Zu den Hauptaufgaben unseres Referats zählen Beratung und Aufklärung der Studierenden
zu folgenden sozialen Themenbereichen:
• Studienbeihilfe
• Familienbeihilfe
• Studienwechsel
• Soziale Notfälle
• Psychologische Beratung und Coaching
• Studieren mit Kind
• Studieren unter erschwerten Bedingungen
• Wohnunterstützung
• Versicherungen
Wie kannst du uns erreichen?
Für gewöhnlich halten wir unsere wöchentliche Sprechstunde ab, in der du persönlich mit jeglichen
Anliegen auf uns zukommen kannst. In diesem und dem kommenden Semester sind wir jeden
Dienstag von 09:00 bis 10:00 Uhr im Besprechungszimmer der ÖH erreichbar. In unserem privaten
Besprechungszimmer können wir in Ruhe über jegliche sozialen Angelegenheiten ungestört
sprechen. Wir bitten um kurze Voranmeldung per Mail unter soziales@oeh.unileoben.ac.at, du
kannst aber auch gerne spontan vorbeikommen.
Seit Neustem sind wir jetzt auch während der Sprechstunde per Telefon erreichbar
unter +43 3842 402 8104.
Unter unserer E-Mail kannst du uns natürlich auch unter der Woche jederzeit mit deinen Anliegen
erreichen. Wir geben uns Mühe, dir schnellstmöglich mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Wir wünschen dir noch viel Erfolg für alle Prüfungen und informieren dich weiterhin gerne!
Liebe Grüße,
dein Sozialreferat Julia, Elena, Lisa, Hélena, Tanja, Dariia und Melanie
8
Aktuelles
ÖH-Beitrag/Studienbeitrag:
Vergesst nicht euren ÖH-Beitrag (und Studienbeitrag) bis zum 31.03.2025 einzuzahlen.
Studienwechsel:
Um die staatlichen Förderungen wie z.B. die Familienbeihilfe und Studienbeihilfe nicht zu
verlieren, muss ein Wechsel des Studiums (= Änderung der Studienkennzahl) innerhalb der
ersten beiden Semester bzw. spätestens vor dem dritten inskribierten Semester erfolgen. Erfolgt
der Wechsel danach, kann es zur Einstellung der Auszahlung der Familien- und Studienbeihilfe
kommen. Weiters ist ein Studienwechsel maximal zweimal möglich, um weiterhin die staatlichen
Förderungen zu erhalten.
Hier findest du die wichtigsten Förderungen der ÖH
Sozialfonds:
Solltest du dich in akuten finanziellen Schwierigkeiten befinden, weil du etwa deinen Job verloren hast, oder
ein anderes unvorhergesehenes, unverschuldetes Ereignis zu einem erheblichen Einkommensausfall geführt
hat, bieten wir dir eine einmalige Unterstützung aus dem Sozialfonds der ÖH an. Die Voraussetzungen
für eine Unterstützung sind soziale Förderungswürdigkeit und angemessener Studienerfolg. Weiters darf die
finanzielle Notsituation nicht durch eigenes Verschulden entstanden sein.
Investitionsbonus:
Der Investitionsbonus refundiert dir 20% (bis max. 200€) des Kaufpreises eines technischen Gerätes, welches
du für dein Studium benötigst, z.B. Laptops, Tablets und Zubehör. Das Antragsformular befindet sich
auf unserer Website, die Voraussetzung für die Unterstützung ist soziale Förderungswürdigkeit. Du kannst
auch vor dem Kauf einen Antrag stellen, sollte die Förderung deine Kaufentscheidung beeinflussen.
Psychologische Beratung und Coaching:
Studieren bedeutet oftmals Stress und psychische Belastung für uns. Wir bieten unseren Studierenden an,
kostengünstige psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen, um akute Probleme zu lösen oder präventiv
vorzubeugen. Du findest die teilnehmenden Psychologinnen und Psychologen, sowie die Infos zur
Rückerstattung der Honorarnoten auf unserer Homepage.
Von der ÖH Leoben werden jährlich 6 Sitzungen unterstützt, wobei die erste Einheit komplett übernommen
wird und bei den restlichen nur ein Selbstbehalt von 20€ bleibt.
Natürlich laufen auch alle bisher bekannten Förderungen des Sozialreferats weiter: Mensa-Ausweis, Elternstartgeld,
etc. werden auch dieses Semester wieder von uns vergeben. Wir informieren dich über die jeweiligen
Förderungen und Bewerbungsfristen zeitgerecht per E-Mail.
Antragsformulare auf der ÖH- Homepage!
E-Mail-Sozialreferat: soziales@oeh.unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
9
Bundes-ÖH: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man es lassen.
!
Sie hätten nicht mit so vielen Leuten gerechnet, war die Aussage, als Studierende und Angehörige
der Montanuniversität vor der Kunsthalle wegen Überfüllung abgewiesen worden sind.
Dabei wollten sie nur die „Dokumentation“ der Bundes-ÖH anschauen, die im Oktober 2024 in
Leoben vor ihrer Onlineveröffentlichung vorab gezeigt wurde.
Hier muss man allerdings zugeben, das richtig gehandelt wurde, denn brandschutztechnisch
waren nicht mehr Personen zugelassen. Man könnte jedoch weitergehen und fragen, wieso
die Bundes-ÖH eigentlich die Kunsthalle um € 987,10 mietet, wenn wenige hundert Meter weiter
die Montanuniversität größere Hörsäle hat, die man als Bundes-ÖH buchen kann. Das Recht
darauf ist in §5 des HSG 2014 festgeschrieben. Auf Nachfrage kam im Übrigen keine inhaltliche
Begründung zurück.
Aber nun zur „Dokumentation“: Diese arbeitet grundsätzlich gut ein wichtiges Thema auf,
nämlich die Geschichte des Faschismus an Österreichs Hochschulen. Man muss sich den Geschehnissen
der Vergangenheit bewusst sein, um solche Ideologien und Gefahren in Zukunft
abzuwenden. Dass Linksextremismus nicht behandelt wird, liegt im Ermessen der Auftraggeberin
und hätte den Rahmen gesprengt. Von einer Auseinandersetzung mit dieser Gefahr vonseiten
der Bundes-ÖH kann man jedoch nicht ausgehen. Dass nicht alles komplett vollständig
erzählt wird, liegt auch im Ermessen der Bundes-ÖH und passt wohl auch nicht immer in die
Ideologie der verantwortlichen Personen.
Ob irgendjemand in Leoben befragt worden ist, damit man nicht aus Unwissen eine „Dokumentation“
mit hohen Kosten (Stand Dezember 2024 über € 38.000,-) und einer Inszenierung
einer UNSECO-Kulturerbe-Veranstaltung als Fortbestand des Faschismus veröffentlicht, können
wir nicht klären. Bei der ÖH Leoben wäre keine Anfrage bekannt. Falls man sich informiert
hat, dann hat man entweder falsche Informationen bekommen oder schlichtweg Fakten nicht
wahrhaben wollen. Bei der Diskussion im Nachgang wurde ja auch munter behauptet, dass der
Ledersprung der Arbeiterschaft entspringt, wenn man richtig informiert sei. Nun wären Bergleute
als Initiator*innen des Ledersprungs naheliegender, aber besser man prüft seine Quellen
erst später.
Und wie kommt es jetzt zur Behauptung, dass die „Dokumentation“ Studierende in Leoben
pauschal als rechtsextrem einstuft? Wer das nach dem Ansehen der „Dokumentation“ eventuell
noch nicht so einschätzt, die oder der sei darauf aufmerksam gemacht, dass Gespräche
über Rechtsextremismus mit Bildern von Studierenden aus Leoben unterlegt werden. Was die
„Dokumentation“ damit aussagen will, muss man selbst interpretieren. Klar in Berichten der
Bundes-ÖH nachzulesen ist jedoch, dass die Dreharbeiten in Leoben den „Kontinuitäten“ des
Faschismus an Hochschulen dienen.
Was ist das Ergebnis? Eine „Dokumentation“, mit der etwas Falsches suggeriert wird. Hätte man
sich richtig informieren können? Hätte es eine lokale ÖH an der Montanuniversität dafür gegeben?
Hätte man um Drehgenehmigungen ansuchen können? Wollte man das alles nicht?
Bleibt nur zu sagen: Wenn man keine Ahnung hat, sollte man es lassen.
10
Vorsitzteam der ÖH Leoben
Anna Amerer, Corinna Schadler, Johannes Uebe
Mensabonus – Geschichte eines Erfolges
Man nehme eine lokale Mensa, Lebensmittel aus Österreich und eine Studierendenvertretung
mit einer Vision: Leistbares Essen mit gutem Gewissen. Was kommt raus? Der ÖH-Mensabonus.
Während Mensen an anderen Hochschulstandorten schließen, tischt die Mensa an der Montanuniversität
täglich mehrere Gerichte für Studierende und Bedienstete auf. Auf Initiative der
ÖH Leoben konnten die Richtlinien für den ÖH-Mensabonus österreichweit so angepasst werden,
dass wir nun in der Lage sind, den Studierenden an der Montanuniversität einen Rabatt
von € 2,- auf jedes Gericht in der Mensa zu garantieren. Über die Vereinbarung mit der Mensa
konnten wir auch die Höchstpreise so reduzieren, dass je nach Wahl des Gerichts eine warme
Mahlzeit in Leoben nur mehr € 4,- bis € 10,- kostet.
„Dann wird wohl bei den Lebensmitteln gespart!“, könnte man sich denken. Nichts da. Die
Mensa Leoben verwendet Fleisch, Milchprodukte und Eier zu 100% aus Österreich (kleine Ausnahmen
sind spezielle Schinken aus Italien etc.). Möglichst alles wird wiederverwertet, wenn es
an einem Tag einen kleinen Überschuss gibt – das ist wirtschaftlich und ressourcenschonend.
Und wer bekommt den Mensabonus? Die ÖH Leoben muss den Zugang zum Mensabonus
gemäß den Richtlinien einschränken. Bei so vielen unterschiedlichen Studierenden wollen wir
die verschiedenen Lebenssituationen aber auch nach Möglichkeit abdecken. Egal ob zu wenig
Einkommen, Kinderbetreuungspflichten oder Großausgaben fürs Studium – der Mensabonus
soll möglichst vielen Studierenden, die ihn benötigen, offenstehen. Aus diesem Grund wurden
die Kriterien für den Bonus erneut erweitert. Die Beantragungszeiträume in jedem Semester
werden per E-Mail kommuniziert.
Mit diesen Erweiterungen können wir dir ein leistbares Essen garantieren und andere Hochschulen
folgen bereits nach. So geht Vertretung!
Referat für soziale Angelegenheiten der ÖH Leoben
Diagonal 01/2025
11
ALUMNI INTERVIEW
Name:
Nikolaus Heindl
Titel:
Dipl.-Ing.
Berufsbezeichnung:
Abteilungsleiter in
der Produktion
Was hast du studiert und von wann bis wann?
Ich habe von 2013 bis 2020 Kunststofftechnik studiert. Nachdem ich anfangs eher auf der Seite
der Chemie unterwegs war, habe ich im Lauf des Studiums noch umgeschwenkt und mich
sehr auf die Kunststoffverarbeitung konzentriert. Dort habe ich dann auch meine Masterarbeit
geschrieben.
Worum geht es in deinem Beruf?
Ich arbeite bei der Firma Liebherr Hausgeräte in Osttirol. An diesem Standort mit knapp 1400
Mitarbeitern wird das hochpreisige Segment der Liebherr Kühlgeräte produziert.
Die ersten zwei Jahre war ich als Prozesstechniker sehr anwendungsnah unterwegs und konnte
so die im Studium gelernte Theorie in der Praxis testen und umsetzen. Nach dem Abschluss
war es mir bei der Jobwahl besonders wichtig, das machen zu können. Von Prozessoptimierungen
direkt an der Spritzgussmaschine, über Werkzeugauslegungen bis hin zu Verbesserungen
von Kunststoffteilen war alles dabei.
Nach zwei Jahren hat sich dann die Möglichkeit ergeben, die Leitung von mehreren Produktionsabteilungen
zu übernehmen. Mit dabei ist natürlich auch die Kunststoffverarbeitung.
Was ist das Schönste an deiner Tätigkeit?
Mein Tätigkeitsfeld hat sich durch die neue Rolle natürlich vom rein Technischen abgewendet
und stark zum Organisatorischen und Strategischen entwickelt. Und genau diese Kombination
aus Verantwortung, Weiterentwicklung aber auch Herausforderung, verbunden mit der Theorie
und Praxis aus meinem Fachgebiet, macht die aktuelle Aufgabe so schön für mich.
Inwieweit hilft dir dein Studium in deinem Berufsfeld?
Das Wissen aus dem Studium gibt mir immer eine solide Grundlage, auf die ich bei den meisten
Problem- und Fragestellungen zurückgreifen kann. Da „sattelfest“ zu sein und schnell zu
wissen, wo man z.B. einen Lösungsansatz suchen sollte, hilft enorm. Natürlich brauche ich
nicht alles im Studium Gelernte im gleichen Ausmaß, aber es überrascht mich immer wieder,
wie viele Themen mir doch noch einmal begegnen. In solchen Situationen gleich zu wissen,
worum es geht, ist immer ein Vorteil.
Ratschläge an dein Schwammerl-Ich.
Nutze vor allem die Anfangszeit, um dich gut zu vernetzen. Auch von Engagements in
Vereinen etc. bekommt man, finde ich, sehr viel zurück. So manch ein geselliger Abend hat mir
auch im Studium viel gebracht. Die Tipps und Hinweise, die man da von Freunden bekommt,
waren oft wertvoller, als die Stunden über den Skripten zu verbringen.
Möchtest du uns sonst noch etwas erzählen?
Lass dir, sofern möglich, nach dem Studium genügend Zeit, um einen Job zu finden, für den
du dich wirklich begeistern kannst. Gerade die ersten Berufsjahre können so mit einer Begeisterung
gefüllt sein, die dich zusätzlich motiviert und antreibt. Solange die Übergangszeit sinnvoll
genutzt wird, hat man davon auch sicherlich mehr als von einem halben Jahr mehr oder
weniger im Berufsleben – das ist dann völlig irrelevant.
INTERVIEW
Diagonal 01/2025 13
INTERVIEW MIT EVA
Herz und Hirn unserer ÖH
Name:
Eva Sumnitsch
Titel:
Dipl.-Ing.
Berufsbezeichnung:
Angestellte der ÖH Leoben
Was hast du studiert und von wann bis wann?
Ich habe an der TU Graz Technische Mathematik von 1988 bis 1996 studiert.
Worum geht es in deinem Beruf?
In meinem Beruf dreht sich alles um die Studierenden der Montanuniversität. Die ÖH Leoben
als Vertretung aller Studierenden an der Montanuniversität setzt sich aus vielen verschiedenen
Gruppierungen und Gremien, wie Referaten, Studienvertretungen, die Hochschulvertretung
auf politischer Ebene, verschiedene Kommissionen … zusammen. Zählt man alle ÖH-Funktionen,
die derzeit von unseren Studierenden besetzt sind, zusammen, kommt man auf knapp
400, die von ca. 200 Studierenden ausgeübt werden. Das ist schon eine Menge und hier den
Überblick zu bewahren und diese Gremien in ihrer Arbeit zu unterstützen zählt zu meinen
Aufgaben. Die ÖHs der Universitäten in Österreich unterliegen einer strengen staatlichen Kontrolle.
Da ich auch für den gesamten Zahlungsverkehr der ÖH Leoben und die Buchhaltung
verantwortlich bin, ist es auch meine Aufgabe, darauf zu achten, dass hier die gesetzlichen
Vorgaben und Fristen eingehalten werden.
Was ist das Schönste an deiner Tätigkeit?
Als einzige Angestellte der ÖH Leoben bin ich auch – um es mathematisch auszudrücken - die
einzige Konstante. Ich erlebe nun schon seit fast 16 Jahren die verschiedenen Generationen
von Studierenden. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass sich junge Leute ehrenamtlich engagieren
und sich für ihre Kolleginnen und Kollegen einsetzen. Mit jungen Leuten zusammen
zu arbeiten und sie dabei unterstützen zu können, ihre Ideen und Vorstellungen in die Tat umzusetzen,
macht mir großen Spaß. Unsere ÖH-Mitarbeiterinnen und ÖH-Mitarbeiter sind bemüht,
das Studieren in Leoben in allen Bereichen zu erleichtern und angenehm zu gestalten.
Sei es durch unser Tutoriumsprojekt, durch welches die neuen Studierenden (‚Schwammerl‘)
bestmöglich ins Studium in Leoben eingeführt werden, finanzielle Unterstützungen, Feste,
Ausflüge, interessante Veranstaltungen oder auch die Klärung von studienrechtlichen Problemen.
Besonders freut es mich, wenn ein ehemaliger Studierender - oft nach vielen Jahren - wieder
den Weg auf die ÖH findet und erzählt, wohin es ihn verschlagen hat und wie sich sein Leben
weiterentwickelt hat.
Inwieweit hilft dir dein Studium in deinem Berufsfeld?
Durch meine eigene Studienzeit kenne ich viele Probleme, die im Laufe eines Studiums auf
einen zukommen können. Ich habe gelernt, selbständig zu arbeiten, mir Ziele zu setzen und
diese auch nicht aus den Augen zu verlieren. Auch mein ausgeprägtes Verständnis für Zahlen
und meine Genauigkeit kommen mir in meiner täglichen Arbeit zu Gute.
INTERVIEW
Ratschläge an dein Schwammerl-Ich.
Meinem Schwammerl-Ich würde ich raten, gerade zu Beginn des Studiums in möglichst viele
Vorlesungen zu gehen, Kontakte zu knüpfen, Lerngruppen zu bilden und natürlich auch Feste
zu besuchen. Der Spaß und die Freizeit dürfen nicht zu kurz kommen!
Sollte es bei einer Prüfung einmal nicht klappen, den Kopf nicht hängen lassen und durchbeißen
– es zahlt sich aus! Lasst euch vom Leobener Geist inspirieren, engagiert euch in Vereinen
oder auch auf der ÖH. Man wächst mit neuen Aufgaben und Herausforderungen.
Möchtest du uns sonst noch etwas erzählen?
Vielleicht etwas über mein Privatleben? Ich bin in Bruck an der Mur geboren und aufgewachsen.
Ich bin seit 34 Jahren verheiratet, habe zwei erwachsene Kinder und – worauf ich besonders
stolz bin – inzwischen auch bereits drei Enkelkinder. Ich verbringe gerne Zeit mit meiner
Familie, ich liebe Musik, spiele auch selbst Klavier und ich gehe auch sehr gerne wandern.
Unsere schöne Region biete hierfür ja genügend Möglichkeiten!
Diagonal 01/2025 15
Dr. Manuela Raith zur neuen Vizerektorin für Finanzen und
Infrastruktur an der Montanuniversität Leoben gewählt
In der heutigen Sitzung des Universitätsrates der Montanuniversität Leoben wurde Dr. Manuela
Raith, MBA, zur neuen Vizerektorin für Finanzen und Infrastruktur berufen. Die erfahrene
Finanzexpertin und gebürtige Steirerin tritt die Nachfolge von Dr. Barbara Romauer an, die
eine neue Position an der Universität Salzburg übernommen hat.
Kompetenz und Erfahrung im Universitätsmanagement
Dr. Manuela Raith verfügt über langjährige Erfahrung im Finanz- und Hochschulwesen. Zuletzt
war sie seit 2019 als Vizerektorin für Ressourcen und Digitalisierung an der Veterinärmedizinischen
Universität Wien tätig. Ihre Ausbildung umfasst einen Abschluss der Fachhochschule
für Internationale Wirtschaftsbeziehungen in Eisenstadt und eine Dissertation im Bereich der
Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Innsbruck. Zudem hat sie ein MBA-
Programm an der Wirtschaftsuniversität Wien absolviert.
Ihre Karriere führte Dr. Raith an renommierte Institutionen: An der Universität Wien wirkte sie
als stellvertretende Leiterin des Finanzwesens, bevor sie zum Institute of Science and Technology
Austria (ISTA) in Klosterneuburg wechselte. Dort verantwortete sie unter anderem die Bereiche
Finanzen, Personal und fungierte zuletzt als Deputy Managing Director.
„Ich freue mich, meine an der Veterinärmedizinischen Universität gewonnenen Erfahrungen
als Vizerektorin für Ressourcen und Digitalisierung zukünftig an der Montanuniversität Leoben
einbringen zu können. Die größte Herausforderung an der Montanuni sehe ich in der
Fokussierung auf die Bereiche mit Zukunftspotential, die unmittelbar auf die Erhöhung der
Studierendenzahlen sowie auf die Steigerung der Einwerbung von Drittmitteln wirken und de-
Fotocredit: Vetmeduni / Michael Bernkopf
16 WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
ren Stärkung. Meine Aufgabe besteht auch in der Optimierung der Rahmenbedingungen für
Forschung und Lehre durch möglichst effiziente Verwaltungsprozesse und dem Sichern von
ausreichend Budgetmitteln vom Bund. Nicht zuletzt bedeutet die Tätigkeit an der Montanuniversität
für mich als Steirerin auch eine Rückkehr in die Heimat“, freut sich Raith in einer ersten
Stellungnahme.
Rektor Moser über die neue Vizerektorin
„Wir freuen uns alle sehr darüber, eine so kompetente Persönlichkeit für die Montanuniversität
Leoben gewonnen zu haben. Die Herausforderungen in den kommenden Jahren werden für
alle Universitäten äußerst groß sein, und das Fachwissen von Frau Dr. Raith wird dabei von
großer Bedeutung sein“, betont Rektor Peter Moser.
Manuela Raith wird ab 1. Dezember zu 50 Prozent die Agenden der Vizerektorin übernehmen,
ab April dann zu 100 Prozent.
Weitere Infos
Mag. Christine Adacker
Pressesprecherin
E-Mail: christine.adacker@unileoben.ac.at
Tel.: 03842 402 7224
Mobil: 0664 80898 7224
MONTANUNI AKTUELL
Mag. Christine Adacker
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel.: +43 3842 402 7224
E-mail: christine.adacker@unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
17
Montanuniversität Leoben bringt Innovation ins All:
Spezielle Beschichtungen auf der ISS im Test
Ein bedeutender Schritt für die Weltraumforschung und die Montanuniversität Leoben: Nach
langen Vorbereitungsarbeiten sind hochentwickelte Dünnfilmbeschichtungen aus Leoben
nun auf der Internationalen Raumstation (ISS) eingetroffen. Die innovativen Beschichtungen,
die für künftige Weltraumanwendungen entwickelt wurden, sind Teil eines internationalen
Forschungsprojekts im Rahmen des European Materials Aging (EMA)-Programms, gefördert
durch die Europäische Weltraumorganisation (ESA).
Die von Dr. Megan Cordill (Erich Schmid Institut für Materialwissenschaft der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften) und Univ.-Prof. Dr. Christian Mitterer (Department Werkstoffwissenschaft,
Montanuniversität Leoben) entwickelten Proben wurden kürzlich als Teil der 31.
SpaceX-Resupply-Mission zur ISS gebracht. In den kommenden Tagen werden die Proben auf
der EMA-Plattform des Bartolomeo-Moduls, das sich außerhalb der ISS befindet, installiert.
Hier werden sie über mindestens sechs Monate hinweg den extremen Bedingungen des Weltraums
standhalten müssen.
Proben im Millimeterbereich
Die winzigen, aber leistungsfähigen 20 Millimeter großen beschichteten Proben werden auf
ihre Tauglichkeit als flexible optische Solarreflektoren und Mehrschichtisolator-Folien getestet.
Diese auf flexible Polymerfolien aufgebrachten Beschichtungen kombinieren transparente
Schutzschichten mit hochreflektierenden Metallfilmen. Damit könnten eines Tages empfindliche
Nutzlasten von Satelliten geschützt und dank des geringen Gewichts wertvolle Ressourcen
eingespart werden. Die Proben wurden bereits unter irdischen Bedingungen umfassend
getestet, und nun erwartet das Team der Montanuniversität und des Erich Schmid Instituts
Materialproben für die ISS (Credit: ESI/Cordill)
18 WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
mit Spannung, wie sich die Materialien in der rauen Weltraumumgebung bewähren – einer
Umgebung, die durch Strahlung, Vakuum, extreme Temperaturen und sogar Weltraummüll
gekennzeichnet ist.
Wichtige Materialforschung
„Wir setzen Dünnschichtmaterialien gezielt Atom für Atom zusammen und entwerfen damit
Materialdesigns auf der atomaren Skala. Mit den erzielbaren Eigenschaften halten unsere Materialien
den extremen Weltraumbedingungen besser Stand und ermöglichen neue Anwendungen“,
erklärt Mitterer.
Mit dieser Forschung leistet das Team aus Leoben einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung
zukunftsweisender Materialien, die für den Einsatz im All optimiert sind und in künftigen Weltraummissionen
einen entscheidenden Unterschied machen könnten.
Weitere Infos
Univ.-Prof. Dr. Christian Mitterer
Lehrstuhl für Funktionale Werkstoffe und Werkstoffsysteme
E-Mail: christian.mitterer@unileoben.ac.at
Tel.: 03842 402 4220
MONTANUNI AKTUELL
Dr. Megan Cordill und Univ.-Prof. Dr. Christian Mitterer
Credit: MUL/Department Materials Science)
Vorbereitung eines Experiments (Credit: Centre National d’Etudes Spatiales)
Mag. Christine Adacker
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel.: +43 3842 402 7224
E-mail: christine.adacker@unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
19
Montanuniversität startet Partnerschaft mit China für Dekarbonisierungsprojekt
„AbateC“
Im November 2024 fand das Kickoff-Treffen des Projekts „AbateC“ an der Peking University in
China statt. Das Projekt wird von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und dem chinesischen
Ministerium für Wissenschaft und Technologie (MOST) mit 1,15 Mio. Euro gefördert
und befasst sich mit “Key technology development for tailored carbon capture and storage
solutions in the hard-to-abate sector“. Zu diesem Anlass wurde eine hochrangige österreichische
Delegation von Präsident Prof. Gong Qihuang an der Peking University (PKU) empfangen.
Das Projekt AbateC hat sich als Ziel gesetzt, Strategien zur Implementierung von Carbon Capture,
Utilization and Storage (CCUS) in der chinesischen Provinz Anhui zu entwickeln. Hierfür
soll das Werk Chizhou der RHI Magnesita als Fallbeispiel herangezogen werden. Neben der
Entwicklung einer CCS-Roadmap sollen innovative Dekarbonisierungsverfahren (z.B. in-situ
Mineralisierung in Kombination mit CO2-enhanced Geothermal Energy Recovery) weiter erforscht
und hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzbarkeit bewertet werden.
In ihren Eröffnungsreden betonten PKU-Präsident Prof. Gong Qihuang, Rektor Prof. Peter Moser
und Botschafter Dr. Andreas Riecken, sowie RHIM Asien CEO Mag. Marco Olszewsky die
Bedeutung dieser multinationalen Kooperation im Bereich der Dekarbonisierung und hoben
die Wichtigkeit dieses angewandten Forschungsprojekts hervor. Anschließend stellten Projektleiter
Prof. David Misch vom Lehrstuhl für Energy Geosciences und Prof. Kaiqiang Zhang
vom Energy Institute der PKU in Kurzpräsentationen die österreichischen und chinesischen
Arbeitspakete der bilateralen Kooperation einem hochkarätigen Expertengremium von führenden
chinesischen Universitäten und Forschungsinstituten vor.
Bereits im Vorfeld konnte das Projektteam des Lehrstuhls für Energy Geosciences die Expertise
der Montanuniversität im Bereich der Untertagespeicherung einem breiten Fachpublikum
näherbringen. Im Rahmen der Conference on International Exchange of Professionals an der
renommierten Jilin University in Shanghai präsentierte das Expertenteam der Montanuniversität
ihre Keynotes zur geologischen Speicherung von Wasserstoff und CO2. Die erfolgreiche
China-Tournee wurde mit zahlreichen Anbahnungsgesprächen mit Repräsentant*innen chinesischer
Top-Universitäten abgerundet.
Prof. David Misch (Energy Geosciences) stellte die FFG-geförderten
Arbeitspakete vor. Für die Kickoff-Veranstaltung
konnte auch ein hochkarätiges chinesisches Expertengremium
gewonnen werden, welches in weiterer Folge dem
Projektteam beratend zur Seite stehen soll. © PKU
20
WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
Rektor Prof. Peter Moser betonte in seiner Eröffnungsansprache die Wichtigkeit der multinationalen Forschungskooperation
im Bereich CCUS und hob die guten Beziehungen der MUL mit ihren chinesischen Partneruniversitäten
hervor. © PKU
MONTANUNI AKTUELL
Feierliche Eröffnung der Veranstaltung durch PKU-Präsident Prof. Gong Qihuang und Botschafter Dr. Andreas
Riecken. Rektor Prof. Peter Moser und Vizerektor Prof. Thomas Prohaska verstärkten das Projektteam des Lehrstuhls
Energy Geosciences um Prof. David Misch und nutzten die Gelegenheit zum hochrangigen Austausch hinsichtlich
der weiterführenden Zusammenarbeit der Partneruniversitäten z.B. im Bereich Studierendenmobilität. © PKU
Sabrina Baumgartner BA.
MARKETING AND COMMUNICATION
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel.: +43 3842 402 7220, +43 664 80 898 7220
E-Mail: sabrina.baumgartner@unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
21
Erfolgreiches 32. Kunststoffkolloquium mit neuen Impulsen
Mit großem Erfolg ging die 32. Leoben-Conference on Polymer Engineering and Science 2024
unter dem Motto „New Materials – New Perspectives“ an der Montanuniversität Leoben zu
Ende. Die Konferenz, die jährlich führende Wissenschaftler*innen, Branchenexperten*innen
und Studierende der Kunststofftechnik zusammenbringt, bot erneut eine Plattform für den
Austausch aktueller Forschungsergebnisse und innovativer Ansätze. Über 200 Teilnehmer*
innen aus verschiedenen Ländern und Industriebereichen nahmen an den diesjährigen Vorträgen
und Diskussionen teil.
Im Mittelpunkt der Konferenz standen wegweisende Entwicklungen in der Kunststofftechnik
und Fortschritte im Bereich nachhaltiger Kunststoffverarbeitung und -recycling, die durch inspirierende
Keynote-Vorträge und wissenschaftliche Präsentationen vertieft wurden. „Es ist
beeindruckend zu sehen, wie sich unsere Disziplin stetig weiterentwickelt und Lösungen für
drängende globale Herausforderungen wie Umwelt- und Ressourcenschutz bietet“, betont Dr.
Elisabeth Ladstätter, Geschäftsführerin der Polymer Competence Center Leoben GmbH.
Neue Perspektiven und Ehrung von Prof. Wolfgang Kern
Besonders hervorzuheben ist die neu eingeführte „Plenary Session“, die bei den Teilnehmer*innen
auf großes Interesse stieß. Besonderes Highlight war die Eröffnung mit einer Podiumsdiskussion
zum Thema „Kunststoffe in einer Welt ohne Erdöl“ mit renommierten Experten*innen
aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung. Die Plenary Session bot außerdem eine Plattform
für spannende Fachvorträge und Präsentationen erfolgreicher Spin-off-Unternehmen.
Ein besonderer Moment der Veranstaltung war die Ehrung von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kern,
der im vergangenen September unerwartet verstorben ist. Prof. Kern war nicht nur eine prägende
Persönlichkeit des diesjährigen Kunststoffkolloquiums (LKK), sondern vor allem ein
herausragender Wissenschaftler und Visionär auf dem Gebiet der Kunststofftechnik. Seine Forschungsarbeiten
und Publikationen haben das Fachgebiet nachhaltig geprägt. Darüber hinaus
engagierte er sich leidenschaftlich für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und
den Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie. In einem feierlichen Nachruf wurden
seine außerordentlichen Leistungen gewürdigt und sein bedeutender Einfluss auf die wissenschaftliche
Gemeinschaft hervorgehoben.
Auszeichnungen für herausragende Leistungen
Ein weiterer Höhepunkt der Konferenz war die Verleihung des 4. Polymer Science School Award
2024 und des Poster Award 2024. Diese Auszeichnungen würdigten die herausragenden wissenschaftlichen
Beiträge von Nachwuchstalenten in der Wissenschaft.
Erfolgreicher Ausblick auf die Zukunft
Die Teilnehmer*innen zeigten sich begeistert von der hohen Qualität der Vorträge und der
Möglichkeit, sich über zukunftsweisende Entwicklungen auszutauschen. Die nächste Leoben-
Conference on Polymer Engineering and Science findet vom 20. bis 21. November 2025 statt
und wird sich mit dem Thema „Verarbeitung von Verbundwerkstoffen“ befassen.
22
WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
Gerald Pinter (stellvertretender Departmentleiter Kunststofftechnik,
Elisabeth Ladstätter (Kaufmännische Geschäftsführerin PCCL), Birgit
Sandler (Vizebürgermeisterin Stadt Leoben), Harald Bleier (ecoplus.
Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH), Alexander Kronimus
(Plastics Europe), Sabine Nadherny-Borutin (Plastics Europe Austria).
Foto: MUL/Tauderer
Elisabeth Ladstätter bei der Eröffnung der Konferenz.
Foto: MUL/Tauderer
Podiumsdiskussion zum Thema „Kunststoffe in einer Welt ohne Erdöl“
mit Harald Bleier, Ecoplus NÖ, Alexander Kronimus, Plastics Europe,
Sabine Nadherny-Borutin, Plastics Europe Austria, Markus Seidel,
BMW Group Martin Wimmer, Bundesministerium für Klimaschutz,
Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, Andreas
Leitner, OMV AG. Moderiert durch Michaela Plank, Österreichischer
Carbon Cycle Circle – Team für nachhaltigen Kohlenstoffkreislauf.
Foto: MUL/Tauderer
MONTANUNI AKTUELL
Kontakt
Dipl.-Ing. Dr. Elisabeth Ladstätter
Organisationsteam
Geschäftsführung Polymer Competence Center Leoben GmbH
E-Mail: office@pccl.at
Website: www.pccl.at
Univ.-Prof. Dr. Thomas Griesser
Wissenschaftliches Komitee
Interim. Leiter des Lehrstuhles für Chemie der Kunststoffe
E-Mail: kunststofftechnik@unileoben.ac.at
Website: www.kunststofftechnik.at
Sabrina Baumgartner BA.
MARKETING AND COMMUNICATION
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel.: +43 3842 402 7220, +43 664 80 898 7220
E-Mail: sabrina.baumgartner@unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
23
Neuer Teilnehmerrekord bei Recy & DepoTech 2024
Bereits zum 17. Mal fand vom 13. bis 15. November 2024 die größte deutschsprachige Konferenz
für Abfallwirtschaft und Recycling, die Recy & DepoTech, an der Montanuniversität Leoben
statt.
In diesem Jahr konnte ein neuer Rekord an Anmeldungen verzeichnet werden. Insgesamt waren
inklusive Nachanmeldungen, 752 Personen zur Konferenz registriert.
Spannendes Programm auf höchstem Niveau
Die Veranstaltung bot ein umfangreiches Programm, das sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse,
als auch praktische Lösungsansätze präsentierte. An den drei Konferenztagen wurden
insgesamt 163 Vorträge in fünf parallelen Sessions gehalten und 52 wissenschaftliche Poster
präsentiert. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch 18 Messestände, an denen sich Firmen
und Institutionen aus Österreich und Deutschland präsentierten.
Der feierliche Auftakt der Konferenz erfolgte durch den Festvortrag von Dr. Sabine Herlitschka,
CEO von Infineon, zum Thema „Technologie und Nachhaltigkeit“. Die Vorträge erhielten am ersten
Konferenztag mit der Podiumsdiskussion beim 7. Leobener Abfall-Disput einen würdigen
Abschluss. Unter dem Titel „Sekundärrohstoffe brauchen Rechte! Sind Abfallende-Verordnungen
DIE Lösung für eine intelligente Kreislaufwirtschaft?“ diskutierten die Teilnehmenden mit
fünf hochkarätigen Expert*innen dieses brandaktuelle Thema.
Neben dem dichten fachlichen Programm gab es auch Raum für geselliges Beisammensein
und informellen Austausch. Die „traditionellen“ Highlights der Konferenz zählten der der
Abendempfang sowie das ReUse-Kaffeehaus, die Gelegenheit zum Networking in angenehmer
Atmosphäre boten.
Die nächste Recy & DepoTech soll voraussichtlich im November 2026 stattfinden.
Einen kurzen Rückblick mit Besucherstatistik, vertretene Länder, Bilder und ein Video (Berichterstattung
von Kanal 3) finden Sie unter:
https://www.recydepotech.at/de/allgemein-rueckblick/
24
WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
die Recy & DepoTech, die größte deutschsprachige Konferenz für Abfallwirtschaft und Recycling, fand auch heuer
wieder an der Montanuniversität Leoben statt und verzeichnete einen neuen Teilnehmerrekord. Foto: © Lehrstuhl für
Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft
MONTANUNI AKTUELL
Für das Veranstaltungsteam rund um Univ.-Prof. Dr. Roland Pomberger, vom Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik
und Abfallwirtschaft war die diesjährige Recy- und DepoTech ein großer Erfolg. Foto: © Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik
und Abfallwirtschaft
Sabrina Baumgartner BA.
MARKETING AND COMMUNICATION
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel.: +43 3842 402 7220, +43 664 80 898 7220
E-Mail: sabrina.baumgartner@unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
25
22. Altbergbau-Kolloquium an der
Montanuniversität Leoben
Mehr als 330 Teilnehmer*innen aus sechs Nationen kamen im November 2024 an der Montanuniversität
Leoben zusammen, um im Rahmen des 22. Altbergbau-Kolloquiums aktuelle
Themen rund um den Bergbau nach der Produktionsphase zu diskutieren. In zwanzig hochkaratigen
Vorträgen wurden neue Erkenntnisse und technische Lösungen präsentiert, die für
Expert*innen aus den Bereichen Geotechnik, Bergbau, Geologie und Bauingenieurwesen von
großer Bedeutung sind.
Das diesjährige Kolloquium bot eine Plattform, um neue Ergebnisse und Arbeitsmethoden in
den Bereichen Erkundung, Bewertung, Sicherung und Verwahrung von untertägigem Altbergbau
sowie anderen ehemals bergmännisch genutzten Hohlräumen vorzustellen. Die Teilnehmer*innen
hatten die Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen in der Forschung
und Technik zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.
Die Kolloquiumreihe "Altbergbau" findet seit 2001 jährlich statt und wird von den Fachinstituten
für Geotechnik, Markscheidewesen und Bergbau der Universitäten TU Bergakademie
Freiberg, TU Clausthal, Montanuniversität Leoben, der TH Georg Agricola Bochum sowie dem
Arbeitskreis Altbergbau der DGGT (Deutsche Gesellschaft für Geotechnik e.V.) in Kooperation
mit dem DMV (Deutscher Markscheider-Verein e.V.) getragen.
Foto: © A. Schäfer
26
WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
MONTANUNI AKTUELL
Foto: © A. Schäfer
Sabrina Baumgartner BA.
MARKETING AND COMMUNICATION
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel.: +43 3842 402 7220, +43 664 80 898 7220
E-Mail: sabrina.baumgartner@unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
27
EE4M: Innovatives Ausbildungsmodell für Ingenieur*innen
Die Zukunft der Mobilität beginnt mit der richtigen Ausbildung: Das europäische Projekt „Engineering
Excellence for the Mobility Value Chain“ (EE4M) revolutioniert die berufliche Aus- und
Weiterbildung von Ingenieuren und Ingenieurinnen und bereitet so die nächste Generation
von Fachkräften auf die Herausforderungen der Mobilitätsbranche vor. Durch die Kombination
von digitaler Innovation und industrieorientierten Lehrplänen zielt EE4M darauf ab, die
nächste Generation von Ingenieur*innen mit den Schlüsselkompetenzen für einen nachhaltigen
und widerstandsfähigen Mobilitätssektor auszustatten.
Das EU-Projekt, das durch das Programm ERASMUS-EDU-2022-PEX-COVE der Europäischen
Union kofinanziert wird, macht große Fortschritte bei der Modernisierung der Ingenieur*innenausbildung
in Europa. Anfang Oktober des zweiten Projektjahres trafen sich die EE4M-
Partner von führenden europäischen Universitäten und Forschungseinrichtungen in Bruneck,
Italien, um wichtige Entwicklungen und nächste Meilensteine zu diskutieren. Der Lehrstuhl für
Industrielogistik der Montanuniversität Leoben war als Projektkoordinator vertreten.
Innovation durch praxisorientierte Bildung
Mit der Vision, ein kompetenzbasiertes, industrienahes Bildungsmodell zu schaffen, verfolgt
das Projekt „EE4M“ das ehrgeizige Ziel, sowohl digitale als auch physische Lernplattformen zu
entwickeln, die an die sich ändernden Anforderungen der europäischen Mobilitätswertschöpfungskette
angepasst sind. Dies beinhaltet die Einrichtung von Virtual Educational Training
(VET) Labs, die praktische und immersive Lernerfahrungen für Studierende, Lehrende und
Fachkräfte ermöglichen. Diese Labore sind strategisch auf Zugänglichkeit und Anpassbarkeit
ausgelegt und integrieren die neuesten Technologien in den Bereichen Simulation, Augmented
Reality und Virtual Reality, um den Lernenden reale Anwendungen in Logistik, Produktion
und industriellem Marketing zu vermitteln.
© Lehrstuhl für Industrielogistik
28
WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
Der entwickelte Lehrplan konzentriert sich auf Schlüsselkompetenzen für den Mobilitätssektor
und ist in thematische Module unterteilt, die Schwerpunkte wie nachhaltiges industrielles
Unternehmertum, Produktentwicklung und Lieferkettenmanagement abdecken. Jedes Modul
bietet eine auf die Zielgruppe zugeschnittene Mischung aus theoretischem Wissen und praktischen
Übungen, wobei die Bewertungsrahmen an die Standards des Europäischen Qualifikationsrahmens
(EQR) für verschiedene Bildungsniveaus angepasst sind.
Internationale Zusammenarbeit für nachhaltige Bildung
Das EE4M-Projekt unterstreicht die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit und bringt
mehr als 15 Vollpartner*innen und 35 assoziierte Partner*innen aus Österreich, Italien, Spanien
und Griechenland zusammen. Gemeinsam fördern diese Organisationen einen einheitlichen
Ansatz in der Berufs- und Ingenieursausbildung, der den Anforderungen der Industrie entspricht
und lebenslanges Lernen unterstützt. Durch die Verbindung von Bildungseinrichtungen
und Industriepartnern zielt EE4M darauf ab, Qualifikationslücken zu schließen und die
nächste Generation von Ingenieur*innen auf nachhaltige und technologisch herausfordernde
Karrieren in Europa vorzubereiten.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Projektwebsite unter ee4m.eu.
Kontakt für Rückfragen
Priv.-Doz. Dr. Manuel Woschank, MSc
Montanuniversität Leoben, Lehrstuhl für Industrielogistik
Tel.: +43 (0) 3842 402 6023
E-Mail: manuel.woschank@unileoben.ac.at
MONTANUNI AKTUELL
Sabrina Baumgartner BA.
MARKETING AND COMMUNICATION
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel.: +43 3842 402 7220, +43 664 80 898 7220
E-Mail: sabrina.baumgartner@unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
29
Montanuniversität Leoben vertieft langjährige
Partnerschaft mit KNAPP
Das Technologieunternehmen KNAPP setzt ein starkes Zeichen für die Förderung von Forschung
und jungen Talenten durch die Bereitstellung eines innovativen Lagersystems an der
Montanuniversität Leoben. Das Projekt wird für gemeinsame Übungen der Institute sowie für
die Weiterentwicklung auf Mechatronik- und Industrielogistikebene genutzt und wurde am
6.12. installiert.
Praxisnahe Logistikausbildung
Durch die Partnerschaft mit KNAPP und dem neuen, modularen Lagersystem NoyesStorage
S können Studierende Logistiksysteme bereits während des Studiums im Live-Betrieb kennenlernen
sowie Auf-gaben direkt an den Systemen lösen. Dies ermöglicht den Studierenden
einen Vorsprung an Wissen und Erfahrung. Die Montanuniversität Leoben strebt somit eine
Ergänzung zur bereits bestehenden praxisorientierten Ausrichtung an. „Das neue Lagersystem
von KNAPP ist ein absoluter Gewinn für den Lehrstuhl Industrielogistik und dessen Studierende.
Es ermöglicht sowohl anwendungsorientierte Forschung als auch praktische Arbeit und
bringt in weiterer Folge den Studierenden zukunftsweisende Technologien näher “, freut sich
der Leiter des Lehrstuhls Industrielogistik, Univ.-Prof. Dr. Helmut Zsifkovits.
NoyesStorage – Das flexible Regalsystem
Der NoyesStorage ist ein automatisches Lagersystem, das Lagerflächen wie Fachbodenregale
automatisiert und Ineffizienz in der Logistik beseitigt. Es besteht aus vier Hauptkomponenten:
Regalsystem, NoyesBot, Carrier und Bedienoberfläche. Das System ist instandhaltungsoptimiert
und kann je nach Bedarf erweitert werden. Der NoyesBot bewegt Waren mit einer Tragfähigkeit
von 40 kg schnell und zuverlässig und ermöglicht eine hohe Packdichte bei einfacher
Installation.
Ausbau einer langjährigen Partnerschaft
Die Montanuniversität Leoben und KNAPP blicken auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zurück,
die durch zahlreiche gemeinsame Projekte und Initiativen geprägt ist. Mit dem neuen
Lagersystem im "Haus der Digitalisierung", dessen feierliche Eröffnung für das Sommer 2025
geplant ist, wird diese Partnerschaft weiter gestärkt und ein wichtiger Beitrag zur Förderung
von Forschung und Bildung geleistet. Die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft
bringt hochqualifizierte Fachkräfte mit praxisnaher Ausbildung hervor. Die Förderung
von Nachwuchskräften ist nicht nur für KNAPP, sondern auch für den Industriestandort Steiermark
von großer Bedeutung.
Pressekontakt
Daniela Tulézi, KNAPP AG
Tel. +43 676 89798 719
E-Mail: presse@knapp.com
Website: www.knapp.com/newsroom
30
WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
Dipl.-Ing. Nadine Olipp, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für
Industrielogistik und Projektmitarbeiter David Hamedinger. Foto: © MUL/
Tauderer
© MUL/Tauderer
MONTANUNI AKTUELL
© MUL/Tauderer
Sabrina Baumgartner BA.
MARKETING AND COMMUNICATION
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel.: +43 3842 402 7220, +43 664 80 898 7220
E-Mail: sabrina.baumgartner@unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
31
Innovatives Konzept zur Steigerung von Sicherheit und
Produktivität bei untertägigen Sprengarbeiten
Wissenschaftler der Montanuniversität Leoben haben ein innovatives, roboterbasierendes
Konzept vorgestellt, das den Sprengvortrieb im Untertagebergbau revolutionieren könnte.
Durch den Einsatz moderner Robotik und Teleoperation soll verhindert werden, dass Menschen
in gefährlichen Arbeitsbereichen Belastungen und Gefahren ausgesetzt sind. Zudem verspricht
dieses Konzept neben den somit deutlich verbesserten Sicherheitsbedingungen auch eine signifikante
Erhöhung der möglichen Vortriebsleistung und damit eine wesentliche Effizienzsteigerung
in der Produktivität.
Roboter in gefährlichen Bereichen – eine neue Ära im Bergbau
Der konventionelle Sprengvortrieb wird durch die Notwendigkeit begrenzt, nach dem Sprengen
und vor der Wiederaufnahme weiterer Arbeiten, die beim Sprengen entstehenden giftigen
Gase zu entfernen. Hier setzt das neue Konzept an: Roboter können in Gasatmosphären arbeiten,
die für Menschen gesundheitsgefährdend wären. Mithilfe eines mobilen Wetterschottsystems
wird der betroffene Bereich an der Ortsbrust, an welcher gesprengt und abgebaut wird,
zuverlässig abgeriegelt und so die Ausbreitung der Gase in weitere Bereiche des Bergbaus
verhindert. Die Nutzung von Lüftungssystemen (Bewetterung) ermöglicht im Falle dennoch
einen sicheren Zugang, beispielsweise für Wartungszwecke wie auch für das Umstellen des
mobilen Wetterschottsystems bei Fortschreiten der Ortsbrust. Das Wetterschott als Zweitürlösung
sorgt für redundante Sicherheit.
Mobiles Wetterschott und Zwischenspeichersystem
Ein weiteres zentrales Element des Konzepts ist ein mobiles Zwischenspeichersystem, welches
das beim Sprengen diskontinuierlich abgebaute Material zwischenlagern kann. Dieses System
kann beispielsweise so ausgelegt sein, dass es das Material von zwei Sprengzyklen aufnehmen
kann, wodurch bis zu drei Sprengungen pro Schicht durchgeführt werden könnten – im Vergleich
zu bisher nur einer.
32
Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Sifferlinger (li.) und Dr. Eric Fimbinger beschäftigen sich mit Sicherheitsaspekten
im Untertagebau. (Credit: MUL/Tauderer)
WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
Zukunftsweisende Technologien für eine sicherere Arbeitsumgebung
Die vorgeschlagene Lösung umfasst vollständig robotisiertes Equipment nahe der Ortsbrust
– für das Bohren, das Laden des Sprengstoffes, den Ausbau, den Abtransport des gelösten
Materials sowie des teleoperierten Kontrollsystems. Diese Technologie ermöglicht es, schwere
und gefährliche Aufgaben aus sicherer Entfernung zu überwachen und zu steuern. „Unsere
Vision ist es, den Untertagebergbau durch den Einsatz moderner Robotertechnologie sicherer
und produktiver zu machen“, erklären Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Sifferlinger, Initiator und Leiter
der Entwicklungen und Dr. Eric Fimbinger, der maßgeblich an der Konzeptentwicklung beteiligt
war.
Ein Schritt in die Zukunft des Untertagebergbaus
Das Konzept befindet sich noch in der Anfangsphase und erfordert weitere Forschung und
Entwicklung, insbesondere bei technischen Details des mobilen Wetterschottsystems, dem
mobilen Zwischenspeicher, wie auch den Automatisierungslösungen. Dennoch ist klar, dass
Robotik und Teleoperation eine Schlüsselrolle in der Zukunft des Bergbaus spielen werden.
Die Kombination aus gesteigerter Produktivität und deutlich höherer Sicherheit bietet vielversprechende
Perspektiven für die Branche.
Weitere Infos
Univ.-Prof. Dr. Nikolaus Sifferlinger
Lehrstuhl für Bergbaukunde, Bergtechnik und Bergwirtschaft
E-Mail: nikolaus-august.sifferlinger@unileoben.ac.at
Tel.: 03842 402 2097
Link zum Video: https://new.abb.com/mining/mining-automation/automated-robot-chargerpilot-solution-for-remote-blasting-of-rock-face
MONTANUNI AKTUELL
Prototyp des Roboters (Credit: ABB)
Sabrina Baumgartner BA.
MARKETING AND COMMUNICATION
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel.: +43 3842 402 7220, +43 664 80 898 7220
E-Mail: sabrina.baumgartner@unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
33
Akademische Feier
Am 20. Dezember fand im Erzherzog-Johann-Auditorium eine Akademische Feier statt. Es wurden
die Titel Ehrendoktor und Honorarprofessor verliehen sowie ein neuer Professor vorgestellt.
Im Rahmen der Akademischen Feier graduierten 42 Diplomingenieur*innen und promovierten
17 Doktor*innen.
Rektor Peter Moser stellte seine Rede unter das Motto „Responsible Materials“. Darunter versteht
er „Werkstoffe, die über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg – von der Rohstoffgewinnung
über die Verarbeitung und Nutzung bis hin zur Entsorgung oder Wiederverwertung –
eine möglichst geringe Belastung für die Umwelt darstellen.“ Er sieht in diesen Materialien den
„Schlüssel zu einer ökologischen Wende, die uns erlaubt, die Lebensqualität auf dem Planeten
Erde für unsere und für kommende Generationen zu bewahren und gleichzeitig unseren Lebensstandard
zu sichern.“
Ehrungen
Der feierliche Rahmen diente auch als Kulisse für drei Ehrungen:
KommR Priv.-Doz. Dr. Helmut Kaufmann wurde der Titel Honorarprofessor verliehen. Kaufmann
schloss 1987 sein Studium für Montanmaschinenbau an der Montanuniversität als Dipl.-
Ing. ab. 1989 setzte er seine akademische Arbeit als Gastwissenschaftler am Massachusetts
Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA, fort und promovierte 1992 an der Montanuniversität
zum Dr. mont. auf dem Gebiet der Werkstoffwissenschaften. Im Jahr 2005 habilitierte
er an der RWTH Aachen, wo er den Titel Privatdozent erlangte. Seit September 2007
ist Dr. Kaufmann als Technikvorstand (COO) bei der AMAG Austria Metall AG tätig und trägt
entscheidend zur technologischen Weiterentwicklung des Unternehmens bei. Im Jänner 2024
übernahm er zusätzlich den Vorsitz des Vorstandes (CEO). Mit seiner fundierten wissenschaftlichen
Ausbildung und seiner langjährigen Erfahrung in der Industrie setzt sich Dr. Kaufmann
konsequent für die enge Verschränkung von Spitzenforschung und industrieller Praxis ein. Die
Verbindung zur Montanuniversität Leoben, an der er sein akademisches Fundament legte,
spiegelt sich in gemeinsamen Projekten, der Förderung von Innovationsideen und der Unterstützung
des wissenschaftlichen Nachwuchses wider.
Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Bernd Friedrich wurde zum Ehrendoktor der Montanuniversität ernannt.
Friedrich studierte an der RWTH Aachen Nichteisenmetallurgie, wo er auch 1987 promovierte.
Nach seiner Tätigkeit in der Industrie kehrte er als Institutsdirektor und Lehrstuhlinhaber wieder
an die Universität zurück, wo er bis heute tätig ist. Im Laufe seiner Karriere betreute er 450
Diplomarbeiten und mehr als 100 Dissertationen, er war Dekan der Fakultät Georessourcen
und Materialtechnik sowie Initiator des RWTH Center for Circular Economy. Mit der Montanuniversität
verbindet ihn eine enge wissenschaftliche Zusammenarbeit wie zum Beispiel gemeinsame
Doktorandenseminare. Professor Friedrich ist vor allem die Förderung des wissenschaftlichen
Nachwuchses und die Sicherung des Wirtschaftsstandortes ein großes Anliegen.
Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Wolfgang Hofer wurde ebenso zum Ehrendoktor ernannt. Er hat von
1985-1993 an der Montanuniversität Leoben Bergbau und Markscheidewesen studiert. 1995
trat er in die OMV ein, wo er 15 Jahre als Technologe – zuerst als „Asset Development Manager“
- ADM, später als ADM-Koordinator in der frühen Projektentwicklungsphase „concept&Feasi-
34
WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
bility“ – für alle Entwicklungsprojekte der Raffinerien tätig war. Dabei koordinierte er internationale
Projekte (mit einem Investitionsvolumen bis zu einer Milliarde Euro) und coachte
dabei internationale Projektteams. Seit 2010 ist er im Bereich Innovation tätig und entwickelte
maßgeblich die ReOil Technologie, eine chemische Methode des Recycling von Altkunststoffen,
die nicht mechanisch rezykliert werden können. Mit ReOil ist es nunmehr möglich, diesen
nicht mechanisch rezyklierbaren Kunststoffabfall, großindustriell wieder zu verölen und damit
mittels Raffinerie und Petrochemie neue Kunststoffe herzustellen.“
Vorstellungen und Verabschiedungen
Im Rahmen der Akademischen Feier wurde Dr. Peter Hofer-Hauser als neuer Universitätsprofessor
für Gießereitechnik und Dr. Manuela Raith als neue Vizerektorin für Finanzen vorgestellt.
Die Montanuniversität begrüßte auch die neuen Privatdozent*innen Dr. Phillip Gopon, Dr.
Ebrahim Karimi Sibaki, Dr. Markus Kratzer und Ass.Prof. Dr. Tanja Lube. In die Pensionierung
bzw. Emeritierung verabschiedet wurden Altrektor Univ.-Prof. Dr. Wilfried Eichlseder, Univ.-
Prof. Dr. Andreas Ludwig, Ao.Univ.-Prof. Dr. Johann Raith und Univ.-Prof. Dr. Peter Uggowitzer.
Weitere Infos
Mag. Christine Adacker
Pressesprecherin | Montanuniversität Leoben
Mail: christine.adacker@unileoben.ac.at
Tel.: 03842 402 7224
Am 20. Dezember fand im Erzherzog-Johann-Auditorium eine
Akademische Feier statt. Foto: © Russold
MONTANUNI AKTUELL
Prof. Dr.-Ing. Dr.h.c. Bernd Friedrich wurde zum Ehrendoktor der Montanuniversität
ernannt. Foto: © Russold
KommR Priv.-Doz. Dr. Helmut Kaufmann wurde der Titel
Honorarprofessor verliehen. Foto: © Russold
Sabrina Baumgartner BA.
MARKETING AND COMMUNICATION
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel.: +43 3842 402 7220, +43 664 80 898 7220
E-Mail: sabrina.baumgartner@unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
35
FFG-Projekt zur innovativen Wasserstoffspeicherung
Ein Expertenteam des Lehrstuhls für Energy Geosciences unter der Leitung von Univ.-Prof. David
Misch widmet sich in Zusammenarbeit mit Geolog*innen der Salinen Austria AG im Rahmen
des FFG-Projekts „H2Cavern“ der Erforschung innovativer Möglichkeiten zur Wasserstoffspeicherung
in österreichischen Salzkavernen. Das Projekt könnte einen wichtigen Beitrag zur
nachhaltigen Wasserstoffversorgung der heimischen Industrie leisten.
Salzkavernen als effiziente Speicherlösung
Salzkavernen sind durch Bergbau künstlich geschaffene Hohlräume im Salzgestein. Sie ermöglichen
sehr schnelle Ein- und Ausspeicherraten und eignen sich damit besonders gut für
die kurzfristige Speicherbedarfsdeckung. Außerdem gelten sie aufgrund ihrer geologischen
Eigenschaften als besonders sicher.
Die Kavernenspeicherung in homogenen Salzkörpern ist ein weltweit etabliertes Verfahren,
insbesondere zur Speicherung von Erdgas. In einigen Pilotprojekten wird dieser Ansatz bereits
erfolgreich für die Wasserstoffspeicherung eingesetzt. Allerdings stellen die Verhältnisse in alpinotypen
Salzlagerstätten – etwa in der ostalpinen Haselgebirge-Formation – eine besondere
Herausforderung dar und erschweren die Umsetzung solcher Speichervorhaben.
Wissenschaftliche Untersuchungen für ein zukunftsweisendes Konzept
Das Team rund um Professor David Misch plant, für die Durchführung des Projekts alle verfügbaren
Bergbaudaten zu sondieren. Ergänzend dazu sollen Laborexperimente und numerische
Modelle das Langzeitrisiko dieser Speichervorhaben abschätzen. Besonders Experimente zur
Wechselwirkung reaktiver Gesteinsbestandteile mit Wasserstoff sollen wertvolle Erkenntnisse
über die chemischen und mechanischen Auswirkungen der Gaseinspeicherung liefern und die
Stabilität der Kavernen über viele Speicherzyklen hinweg bewerten.
Zusammenfassend soll das Forschungsprojekt „H2Cavern“ die Erschließung eines der vielversprechendsten
Wasserstoff-Speicherkonzepte für heimische Akteur*innen im Energiesektor
vorantreiben.
Kontakt
Univ.-Prof. Dr. David Misch
Lehrstuhl für Energy Geosciences
Mobil: +43 664 80898 6300
E-Mail: david.misch@unileoben.ac.at
36
Univ.-Prof. Dr. David Misch, Leiter des Lehrstuhls für
Energy Geosciences.
WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Reinhard Sachsenhofer, Joel Bensing, MSc, Dipl.-Ing. Lukas Skerbisch und Univ.-Prof.
Dr. David Misch widmen sich im Rahmen des FFG-Projekts „H2Cavern“ der Erforschung innovativer Möglichkeiten
zur Wasserstoffspeicherung in österreichischen Salzkavernen. Foto: © MUL/Tauderer
Bildtext 3: Das Projekt könnte einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Wasserstoffversorgung der heimischen
Industrie leisten. Foto: © MUL/Lehrstuhl für Geosciences
MONTANUNI AKTUELL
© MUL/Tauderer
Sabrina Baumgartner BA.
MARKETING AND COMMUNICATION
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel.: +43 3842 402 7220, +43 664 80 898 7220
E-Mail: sabrina.baumgartner@unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
37
Neuer Professor am Lehrstuhl für Gießereikunde:
Dr. Peter Hofer-Hauser berufen
Dr. Peter Hofer-Hauser wurde als neuer Professor für Gießereikunde an der Montanuniversität
Leoben berufen. Seit dem 1. Oktober 2024 ist Prof. Hofer-Hauser offiziell am Lehrstuhl tätig
und setzt damit seine langjährige wissenschaftliche und industrielle Karriere in diesem Bereich
fort.
Das primäre Forschungsgebiet des Wissenschaftlers umfasst die Weiterentwicklung von Dauerformverfahren
unter Einbeziehung der numerischen Simulation. Dabei steht der Verschleiß
von Werkzeugen beim Druckgießen im Fokus, da diese durch thermomechanische Belastungen
stark beansprucht werden. Die Verlängerung der Lebensdauer dieser Werkzeuge ist, aufgrund
ihrer hohen Anschaffungskosten, von großem ökonomischem Interesse. Prof. Hofer-
Hauser widmete sich in seiner Laufbahn beim Österreichischen Gießerei-Institut (OGI) intensiv
der Erforschung der Ursachen für diesen Verschleiß in realen Produktionsumgebungen.
Innovative Ansätze im Bereich Semisolid Casting
Ein weiterer Fokus von Prof. Hofer-Hausers Forschungsarbeit liegt auf innovativen Semisolid-
und Rheocasting-Verfahren. Diese Methode nutzt teil-erstarrtes Metall im Gießprozess,
was einerseits die Entstehung von Porosität reduziert, andererseits aber auch die Produktion
besonders dünner und komplexer Bauteile ermöglicht, die sonst nicht im Gussverfahren hergestellt
werden können. Im Rahmen einer laufenden Dissertation arbeitet der Lehrstuhl für
Gießereikunde gemeinsam mit der schwedischen Firma Comptech daran, die Prozessstabilität
für dieses Verfahren zu optimieren. Ziel ist es, die Effizienz der Produktion zu steigern und die
Simulationsmöglichkeiten von Semisolid-Prozessen zu verbessern.
Stärkung der europäischen Gießereiindustrie
Im Semisolid- und Rheocasting sieht der Experte für Gießereikunde großes Zukunftspotenzial
für den europäischen Standort. Während in Asien zunehmend großflächige Gießereien
entstehen, eröffnen Semisolid-Verfahren die Möglichkeit, auch in Europa wettbewerbsfähige
Produktionsmethoden unter Nutzung vorhandener Infrastruktur zu entwickeln. Diese Technologie
könnte, neben einer geringeren Anfälligkeit für Materialfehler, auch entschieden dazu
beitragen, die Maschinengrößen zu reduzieren. Dadurch entsteht die Möglichkeit große Bauteile
auf kleineren Maschinen herzustellen, was die internationale Konkurrenzfähigkeit der
europäischen Gießereiindustrie gewährleisten könnte.
38
WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
Zur Person
Der gebürtige Südoststeirer begann seine akademische Laufbahn an der Montanuniversität
Leoben, wo er von 2000 bis 2005 Metallurgie und Gießereiwesen studierte. „Naturwissenschaften
sind bereits seit Kindheitstagen meine große Leidenschaft“, betont Hofer-Hauser. Im Jahr
2012 folgte seine Dissertation über „Messung und Simulation von Verzug- und Eigenspannungen
im Druckguss“. Im Anschluss an sein Studium war der Montanist am Österreichischen Gießerei-Institut
(OGI) tätig, wo er zunächst die Leitung der Versuchsgießerei übernahm und 2023
zum stellvertretenden Geschäftsführer ernannt wurde.
Seine langjährige Erfahrung in Forschung und Industrie bringt der Wissenschaftler nun in
seiner neuen Funktion als Professor am Lehrstuhl für Gießereikunde ein und plant, seine Forschungsthemen
um Künstliche Intelligenz und Sensorik zu erweitern.
Kontakt
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. mont. Peter Hofer-Hauser
Lehrstuhl für Gießereikunde
Montanuniversität Leoben
Telefon: +43 3842 402 3300, Mobil: +43 664 80 898 3300
E-Mail: peter.hofer-hauser@unileoben.ac.at
MONTANUNI AKTUELL
Dr. Peter Hofer-Hauser wurde als neuer Professor für Gießereikunde
an der Montanuniversität Leoben berufen. Foto: MUL
Sabrina Baumgartner BA.
MARKETING AND COMMUNICATION
Franz-Josef-Straße 18, A-8700 Leoben
Tel.: +43 3842 402 7220, +43 664 80 898 7220
E-Mail: sabrina.baumgartner@unileoben.ac.at
Diagonal 01/2025
39
Neue Karriereperspektiven
für Techniker*innen mit
Managementzertifikat
@ #montanuniversität
#unistgallen
Programm ermöglicht den Studierenden
das persönliche Kennenlernen der
Führungskräfte. Zahlreiche Delta-
Alumni der ersten Jahrgänge befinden
sich bereits selbst in leitenden
Positionen. Dieses Netzwerk erleichtert
somit den erfolgreichen Berufseinstieg.
Kostenlose Zusatzausbildung
Mit der DELTA AKADEMIE erhalten
Studierende der Montanuniversität
durch eine kostenlose und studienbegleitende
Management-Ausbildung
neue Karriereperspektiven.
Managementzertifikat der Universität
St.Gallen
Die Assets der Ausbildung sind das
Zertifikat der Universität St.Gallen, die
hochkarätigen Vortragenden aus der
Praxis sowie die Einbindung von
Leitbetrieben als Partnerunternehmen.
Mit der Universität St.Gallen ist eine
der renommiertesten Business
Schools Partner der Ausbildung.
Direkter Kontakt zu Führungskräften
Mit den Clubabenden und den Delta-
Projekten an der Schnittstelle von
Technik und Wirtschaft vertieft sich der
Einblick in die Partnerunternehmen. Das
Ergänzend zum Studium
Die Delta Akademie richtet sich an
ordentliche Studierende am Ende ihres
Bachelorstudiums sowie an Master- und
Doktoratsstudierende.
Das in Jahrgängen organisierte
Programm ist ergänzend zum Studium
ausgerichtet. Ein Jahrgang erstreckt
sich über 15 Monate und umfasst eine
Präsenzzeit von 35 Tagen in der
vorlesungsfreien Zeit sowie ca. 35 Tage
für das vorbereitende Selbst-Studium
und das Projekt.
Ausbildungsinhalte
Kern der Ausbildung sind die
mehrtägigen Module der Universität
St.Gallen mit Finanzen und Controlling,
Strategisches Management, Leadership
sowie Wirtschaftsrecht. In diesen
Präsenz-Einheiten wird das im E-
Learning vermittelte Wissen anhand von
Fallbeispielen angewendet.
Ergänzt werden diese Inhalte mit
persönlichkeitsbildenden Tagesblöcken
sowie vertiefenden Themen zu Markt
und Recht. Ein Wirtschafts-Planspiel
rundet die Ausbildung ab.
40
WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
MONTANUNI AKTUELL
Diagonal 01/2025
41
Exkursion zur Plansee Group
Vom 17.–20. Oktober 2024 fand die vom Verein Leobener Werkstoffwissenschafter (VLW), der
Austrian Society for Metallurgy and Materials - Studentensektion (ASMET) und der Plansee
Group gemeinsam organisierten Exkursion nach Reutte statt. Diese Exkursion bot nicht nur
die Möglichkeit, tief in die Welt der Pulvermetallurgie und Hartmetalle einzutauchen, sondern
auch die wunderschöne Natur des Lechtals und die lokale Kultur zu erleben.
Firmenführungen & Workshops bei Plansee und Ceratizit
Am Freitag wurden wir mit einer herzlichen Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der
Group, Karlheinz Wex, am Hauptsitz der Plansee Group in Reutte, Tirol empfangen. Plansee ist
weltweit führend in der Verarbeitung der hochschmelzenden Metalle Molybdän und Wolfram,
während Ceratizit auf die Herstellung und Verarbeitung von Hartmetallen spezialisiert ist. Bei
ausführlichen Führungen durch die beiden Firmen erhielten wir einen exklusiven Einblick in
die Produktion und ein breites Spektrum an innovativen Technologien. Besonders beeindruckend
waren die Präzision und der hohe Grad an Automatisierung der Prozesse. Die Produkte
und Werkzeuge werden in Branchen wie der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik oder Energieerzeugung
eingesetzt.
Nach den Führungen folgten interaktive Workshops. Bei diesen konnten wir mehr über die
verschiedenen Geschäftsbereiche, in denen Leobener Absolvent*innen für die Plansee Group
tätig sind, erfahren. Die Themen umfassten unter anderem den Vertrieb, Qualitätssicherung
und nachhaltige Fertigung. Expert*innen der jeweiligen Abteilungen gaben tiefe Einblicke in
die technologische Entwicklung und die Herausforderungen ihrer Arbeitsaufgaben. Beim gemeinsamen
Abendessen gab es dann die Möglichkeit, das Ganze in lockerer Runde weiter zu
diskutieren und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.
42
WO AUS FORSCHUNG ZUKUNFT WIRD
Kulturausflug ins Lechtal
Der Samstag begann mit einem Spaziergang durch die Lech-Auen. Der Lech, als einer der letzten
Wildflüsse Europas, zeigte uns beeindruckende Einblicke in die unberührte Natur. Der Weg
führte uns durch Wälder und offenen Aulandschaften. Der Spaziergang bot uns eine perfekte
Gelegenheit, nach den intensiven Gesprächen des Vortages zu entspannen und die Schönheit
der alpinen Natur zu genießen.
Weiter ging es mit einem Besuch in der traditionellen Schnapsbrennerei „Haussegen“. Die Inhaberin
führte uns durch den Betrieb, wo wir in die Kunst der Destillation eingeführt wurden.
Wir erfuhren viel über die Tradition der Schnapsherstellung in der Region und natürlich durfte
eine Verkostung der edlen Tropfen nicht fehlen.
Zum Abschluss unserer Exkursion wanderten wir zur Kasermandlalm. Der Weg führte uns durch
idyllische Landschaften und bot atemberaubende Blicke auf die umliegenden Berge. Oben
angekommen, wurden wir mit einer regionalen Brettljausn belohnt. Für einige Teilnehmer*innen
war diese kleine Wanderung zur Alm zu wenig und wir nutzen die kurze Zeit zwischen
Schnapsbrennerei und Brettljause für einen schnellen Abstecher zur Rotwand. Die 1200hm
wurden bergauf zügig zurückgelegt, wobei uns die vergangenen kurzen Nächte etwas in den
Beinen lagen. Nach dem Gipfelsieg trieb uns der Gedanke an einen Kaiserschmarren im Laufschritt
hinunter zur Kasermandlalm. Die urige Atmosphäre der Berghütte und der herzliche
Empfang des Hüttenwirtes rundeten diese unvergessliche Exkursion ab.
Fazit
Die Exkursion zur Plansee Group war eine gelungene Mischung aus fachlichen Einblicken in
die Welt der Refraktärmetalle und der Erkundung der Natur und Kultur des Lechtals. Die Kombination
aus Firmenführung, Workshops, Naturerlebnis und kulinarischen Genüssen machte
dieses Event zu einem unvergesslichen Erlebnis für uns alle. Dank der offenen Atmosphäre
und des direkten Kontakts zu den Führungskräften der Firmen, konnten wir viele berufliche als
auch persönliche Erkenntnisse mitnehmen.
MONTANUNI AKTUELL
Theresa Mahal und Paul Mayrhofer
Diagonal 01/2025
43
Die große Leobener Frühstücksübersicht
Seit zwei Jahren schon treffe ich mich regelmäßig mit einer Freundin, um zusammen einer Mission nachzugehen: Jeden Monat
das Frühstück in einem anderen Lokal zu probieren. „Und das kann man in Leoben zwei Jahre lang machen?“, fragt ihr nun?
Ja – tatsächlich ist das Angebot größer als man denkt, auch wenn wir zugegebenermaßen in der lehrveranstaltungsfreien Zeit
Pausen eingelegt haben. Außerdem sollten die Bedingungen für ein „Frühstückslokal“ klar definiert sein: es muss morgens offen
sein, Heißgetränke und zumindest Gebäck anbieten sowie Sitzgelegenheiten haben. Wir waren auch ein gutes Duo: eine Vegetarierin
und eine Fleischesserin, damit haben wir die ganze Bandbreite an gebotenen Speisen gut durchgetestet. Nun ist es aber
an der Zeit, alles, was wir über das Frühstücken in Leoben gelernt haben, weiterzugeben.
Zwanzger 8/10
Das beliebte Lokal am Hauptplatz bietet auch ein ganz hervorragendes Frühstück in netter Atmosphäre. Nach dem Bausatzprinzip
wird hier das Frühstück selbst zusammengestellt und es wird viel Wert auf regionale Zutaten gelegt. Das Zwanzger bietet
den ganzen Tag Frühstück an – ideal für Spätaufsteher.
Café Steinscherer 9/10
Wer typische Kaffeehaus- Atmosphäre sucht, ist im Steinscherer genau richtig. Schon ab 7:00 Uhr kann man hier Frühstücksklassiker
genießen, das macht es zu einem der wenigen Lokale in Leoben, wo sich ein Frühstück vor der 8-Uhr Vorlesung ausgeht.
Mein persönliches Highlight war das mit einem Lächeln (im Gesicht der Kellnerin und aufgemalt auf der Schale) servierte Ei.
Bäckerei Sorger 9/10
In der Bäckerei am Hauptplatz hat man die Wahl: ein Getränk und ein Gebäckstück aus der Auslage kann schon ein Frühstück
sein – oder man sucht sich eine der 5 Frühstückskombis aus, darunter auch eine vegane Variante. Auch im Sorger kann man
schon sehr früh essen. Während die meisten Lokale um 8:00 öffnen geht es hier schon um 6:30 los. Der große Vorteil: das Gebäck
ist immer frisch und das Brot besonders gut.
Café Mittendrin 9/10
Wer das Konzept hinter diesem etwas versteckten Café in der Peter-Tunner Straße noch nicht kennt: hier arbeiten Menschen mit
geistigen Beeinträchtigungen. Das ist nicht nur ein unterstützenswertes soziales Projekt – schon das Essen alleine, besonders
das Frühstück, ist Grund genug hierher zu kommen. Klassiker, French Toast und vegetarische Varianten werden in gemütlichem
Kaffeehausambiente serviert, für ein klassisches Frühstück die richtige Wahl.
Bäckerei Köck 6/10
Im LCS gelegen hat diese Bäckerei auch eine gemütliche Sitzecke und eine kleine Frühstückskarte. Preiswert und praktisch gelegen,
von einem Ei würde ich allerdings abraten, dieses kam in fast noch rohem Zustand.
Bellaggio 8/10
Ebenfalls im LCS, kann man im Bellaggio nicht nur Eis essen. Die Gelateria überrascht mit viel Platz und gemütlichen Sofas im
hinteren Teil, hat eine richtige Frühstückskarte und gute Getränke. Und vor allem: eine riesengroße Auswahl an ebenso riesigen
Waffeln, das ideale Frühstück für einen süßen Start in den Tag.
Hotel Kongress 7/10
Um 19€ kann man hier beim Frühstücksbuffet im All-you-can-eat Style zuschlagen. Typisches Hotelfrühstück mit verschiedenem
Gebäck, Müsli, Joghurts, Gemüse und Obst, Variationen vom Ei und Süßem. Etwas teuer, aber für alle mit großem Frühstückshunger
und viel Zeit trotzdem eine gute Option.
44
Bäckerei Edi 7/10
Ich hätte niemals so einen Fund direkt neben der lauten Kärntnerstraße erwartet, aber die Bäckerei Edi hat ein tolles Ambiente,
gute und günstige Heißgetränke und eine tolle Auswahl an Gebäckstücken mit Balkan-Vibes. Und nach dem Frühstück kann man
sich noch frisches Börek mit nach Hause nehmen, dafür kenne ich in Leoben keinen anderen Ort. Auch wenn diese Bäckerei nicht
ganz so zentral liegt, einen Abstecher ist sie allemal wert.
Szenerie 9/10
Wir waren skeptisch. Relativ teuer, gehypt und bobohaft. Wird es die Erwartungen erfüllen, fragten wir uns? Aber das Frühstück
bzw. der Brunch in der Szenerie ist es definitiv wert. Kreative Speisen, große Portionen und einfach wirklich schmackhaftes Essen
– wer in der Früh so richtig schlemmen möchte, kann sich hier ein Frühstück gönnen.
Bäckerei Fuchs 5/10
Es gibt hier nicht unbedingt alle Frühstücksklassiker und ich würde es nicht für die tolle Qualität loben, aber eines muss man dem
Lokal lassen: hier zu frühstücken ist wirklich sehr, sehr günstig. Mit Kaffee und etwas Ordentlichem zu essen kann man auch unter
5€ bleiben, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr okay.
Cortina Eiscafé 5/10
Tatsächlich gibt es im Cortina auch ein Frühstück. Ich würde mich zwar auf eine Überraschung einstellen, denn bei unserer Bestellung
wurden gleich zwei Dinge vertauscht, geschmeckt hat es aber trotzdem gut. Auch hier ist das schlagende Argument
wieder der Preis – diesmal zu dritt zahlten wir samt Heißgetränken keine 15€.
Interspar Restaurant 8/10
Ist ungefähr so glamourös wie es klingt, dafür überraschte uns das Restaurant im Interspar mit großer Auswahl, frischen Zutaten
und günstigen Preisen. Es gibt ein paar Kombinationen zur Auswahl und um 11,90€ kann man sich am Buffet so viel bedienen,
wie man möchte. Diverse Variationen vom Ei werden auf Wunsch zubereitet und sind dabei ebenso inkludiert wie ein Heißgetränk.
ALLES AUßER UNI
Café Himml auf Erdn 7/10
Erst vor kurzem eröffnet, findet man hier wirklich edles Kaffeehausambiente. Momentan kann man sich in der Früh zum Kaffee
ein Kipferl, Kuchen oder ein pikantes Panini bestellen, aber künftig soll es auch ein eigenes Frühstücksangebot geben. Eine
Zeitung zum Kaffee findet man hier ebenso wie pflanzliche Milchalternativen, eine Seltenheit in Leoben. Montags und dienstags
ist es geschlossen, aber wir bleiben gespannt, was hier bezüglich Frühstück noch kommt.
Helena Körner
Diagonal 01/2025
45
Ein neues Zuhause für Abenteuer
Der lange Weg der Pfadis Leoben zu einem neuen Vereinsheim
Gemeinschaft, Abenteuer und Naturverbundenheit – das macht uns Pfadis aus. Wir begleiten
Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben und legen dabei besonderen
Wert auf Respekt, Zusammenhalt und Eigenverantwortung. Seit über 110 Jahren besteht unsere
Gruppe – und jetzt beginnt ein ganz neues Kapitel:
Wir ziehen in die Massenburg ein!
Mit der Möglichkeit die historischen Räumlichkeiten aus dem Leerstand zu holen, geht für uns
ein großer Traum in Erfüllung. Sie sollen nicht nur unser neues Vereinsheim werden, sondern
auch für die Nutzung durch andere Vereine und für Feste offenstehen.
Natürlich gibt es vor dem Einzug noch einiges zu tun. Die Räume werden renoviert und an
unsere Bedürfnisse angepasst, während der historische Charakter der Massenburg erhalten
bleibt. Gemeinsam machen wir sie zu einem lebendigen Treffpunkt für Groß und Klein und
möchten einen Ort für viele weitere spannende Kapitel schaffen.
Neugierig? Weitere Infos findet ihr auf www.pfadfinder-leoben.org
oder über folgenden QR-Code:
46
Dear readers!
This time, the motto of our Diagonal photo competition was „PAWS TO THE
STAGE- SHOW US YOUR PET FRIENDS!“. After an internal pre-selection,
all students were able to vote for one of their favourite pictures via Instagram
and help decide the winner.
The press team congratulates the winner Stefan Schmitzberger.
Please write to us at presse@oeh.unileoben.ac.at so that we can give you
the 10€ LE voucher.
Thank you very much for your submissions!
ALLES AUßER UNI
©Di Hu ©Michi Streit/ Christina © Fahmi Kienreich Salim
Diagonal 01/2025
47
©Eszter CIntia Dombi
©Leopold Pöchinger
©Enzo Komatz
© Elena Morozova
© Cynthia Ani
©Dariia Djak
©Daffa Reza Kaiandra
© Cesar-Dean Orozco-Carvallo
©Marlene Wallisch
©Philipp Lampreht
48
©Elena Dvorak
©Mary Mavroudi
©Nafsika-Maria Mouti
©Lena Hafellner
ALLES AUßER UNI
©Julia Retter
©Paulina Fernandez
©Cesat Dean Orozco Carvallo
©Arash Nasiri
Diagonal 01/2025
49
Flachwitze
Warum findet der Henker nicht den Weg nach Hause?
Weil er nur die Hinrichtung kennt.
Welchen Film mögen Rettungssanitäter am meisten?
Bambi, warum?
Ist ein Reh-Animationsfilm.
„Ich habe erfolgreich die Uni abgeschlossen!“
50
Günther, 52, Hausmeister
Was war Jesus von Beruf?
Student! Er wohnte mit 30 Jahren noch bei den Eltern, hatte
lange Haare und wenn er etwas tat, dann war es ein Wunder.
After many years of studying at a university, I’ve finally become a
PhD
or Pizza Hut Deliveryman as people call it.
ALLES AUßER UNI
Zeitumstellung ist auch nur Jetlag für Geringverdiener.
51
Diagonal 01/2025
Diagonal 01/2025
Diagonal 01/2024
51
Österreichische Post AG, MZ 02Z032269 M
ÖH Leoben, Franz-Josef-Straße 18, 8700 Leoben