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Frühjahrs
GRATIS
zum Mitnehmen
IDEEN RUND UM HAUS & GARTEN
THEMA
SMART GARDEN
Die Integration von Technik in den
Außenbereich.
Nützliches Know-how
für alle Gartenfreunde.
Torffrei
gärtnern
Alles über Torf und Moore.
DÄCHER MIT
MEHRWERT
Freie Flächen nutzen mit
Photovoltaik oder Gründach.
2025
EDITORIAL
Frühjahr
2025
Liebe Leserinnen
& liebe Leser,
na, juckt es Ihnen schon in den Fingern und Sie
wollen endlich mit frischen Ideen in die neue
Gartensaison starten? Wir können es auch kaum
erwarten und geben Ihnen in dieser Ausgabe
wieder Inspirationen für die Gartengestaltung
sowie hilfreiche Tipps von Unkrautbekämpfung
über Dachflächennutzung bis hin zu vertikalem
Gärtnern und vielem mehr. Außerdem erwartet
Sie ein Ausflug nach England und alles rund um
die Tomate.
THEMA
Cleveres Zusammenspiel
SMART GARDEN
4– 9
Hier läuft alles vollautomatisch.
Ein Knopfdruck genügt:
Vom Rasenmäher über die
Bewässerung bis hin zur
Beschattung – hier lässt sich alles
komfortabel über das Smartphone
steuern. So haben Sie mehr Zeit
für das, was Sie im Garten am
liebsten tun: entspannen und
die Sonne genießen.
Herzliche Grüße und viel Spaß beim Lesen!
Herausgeber: EUROBAUSTOFF Handelsgesellschaft mbH & Co. KG
Auf dem Hohenstein 2 | 61231 Bad Nauheim | Tel. +49 6032 805-0 | Fax +49 6032 805-265
kontakt@eurobaustoff.de | www.eurobaustoff.com
Grafische Umsetzung & Redaktion: FULLHAUS GmbH
Maxhüttenstraße 12 | 93055 Regensburg | www.fullhaus.de
Fotos & Illustrationen: AdobeStock, FULLHAUS GmbH
In diesem Magazin wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulin verwendet.
Weibliche und anderweitige Geschlechtsidentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint,
soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Haftungsausschuss: Herausgeber, Verlag und Redaktion übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität,
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zulässig – ausgeschlossen, sofern seitens Herausgeber, Verlag oder Redaktion kein nachweislich
vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt. Nachdruck sowie Wieder gaben, auch auszugsweise,
sind nicht gestattet.
10 Vertikaler Garten
Kreative Ideen für den Nutzund
Ziergarten
2 MAGAZIN FRÜHJAHR
Inhalt
Torffrei gärtnern
12–15
16
18
Unkrautbekämpfung
Weg mit den Plagegeistern –
am besten ohne Chemie
Gärten der Welt
Very british: Hier können Sie
sich fühlen wie die Royals.
Alles über Torf
und Moore
Ein Interview mit Ralf
Hahn, Moorführer in
Hessens größtem
Hochmoor
Ralf Hahn –
Moorführer
Versteckt aber oho:
DÄCHER MIT
MEHRWERT
Bisher ungenutzte Flächen kommen
hier groß raus: Egal ob Begrünung oder
Photovoltaik – holen Sie das beste aus
dem Dach Ihres Gartenhauses heraus.
20– 23
24
Ökopflaster
Hiermit kann Überschwemmungen
vorgebeugt werden.
26 Garten in Hanglage 30 Tomatenvielfalt
Auch für herausfordernde
Flächen gibt es Lösungen.
Paradiesäpfel in aller Munde –
so gelingt die reiche Ernte.
MAGAZIN FRÜHJAHR
3
4 MAGAZIN FRÜHJAHR
SMART
GARDEN
Der Garten auf einem
neuen Level
Gartenarbeit macht Spaß – manche
Aufgaben können aber dennoch
lästig sein. Gerade wenn man nach
einem anstrengenden Tag nach Hause
kommt und sich am liebsten in die
Liege legen und entspannen möchte,
hat man keinen Nerv mehr zum Rasenmähen
oder Blumengießen. Dafür gibt
es aber technische Erleichterungen:
Im smarten Garten funktioniert alles
vollautomatisch.
Die typischen Elemente
des smarten Gartens
Ein smarter Garten nutzt Technologie, um Pflanzenpflege
zu automatisieren, Ressourcen effizient einzusetzen und
den Komfort für den Besitzer zu erhöhen.
Automatisierte Bewässerungssysteme
Smarte Bewässerungstimer
passen die Bewässerung an Wetterdaten und
Bodenfeuchtigkeit an.
Tropfbewässerungssysteme
sparen Wasser und sorgen für gezielte Bewässerung.
Smarte Gartengeräte
Mähroboter
automatisieren das Rasenmähen mit App-Steuerung.
Sicherheit & Komfort
Smarte Gartenkameras
mit Bewegungserkennung
Solarbetriebene LED-Gartenleuchten
mit Bewegungsmelder oder Zeitsteuerung
Sensoren & Monitoring
Bodenfeuchtigkeitssensoren
messen Feuchtigkeit und warnen bei Trockenheit.
Wetterstationen
erfassen Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind
und Niederschlag.
pH- und Nährstoffsensoren
überwachen die Bodenqualität für optimales Wachstum.
MAGAZIN FRÜHJAHR
5
SMART
GARDEN
Sei smart
– lass für Dich arbeiten!
Schicken Sie den Rasenmäher auf Reisen
Einfach mal die Technik ranlassen und selbst
die Füße hochlegen – klingt gut? Mit einem
Mähroboter kommen Sie dieser Vorstellung ein
großes Stück näher. Denn während Sie ein Tässchen
Kaffee in der Sonne genießen, erledigt der
smarte Gartenhelfer die Arbeit. Dabei können Sie
über eine App den Startschuss geben und den
Fortschritt kontrollieren.
Das geht natürlich nicht nur von zu Hause aus,
sondern auch aus der Ferne: Geben Sie einfach
am letzten Urlaubstag das Kommando und lassen
Sie sich beim Nachhausekommen von einem frisch
gestutzten Rasen empfangen. Damit können Sie
sich die Urlaubsstimmung noch weiter erhalten,
ohne gleich an Gartenarbeit denken zu müssen.
Je nach Modell schaffen die Geräte auch große
Flächen von mehreren tausend Quadratmetern
und Steigungen von bis zu 45 Prozent.
6 MAGAZIN FRÜHJAHR
Wenn sich der Garten von
selbst pflegt, haben Sie mehr
Zeit für pure Entspannung.
Intelligente Bewässerung
Braucht diese Pflanze jetzt Wasser
oder reicht es, wenn man morgen
gießt? Smarte Sensoren messen die
Feuchtigkeit und schlagen Alarm, wenn
der Boden zu trocken wird. Bewässerungssysteme, bei
denen Wasserschläuche direkt über oder auch unter die
Erde gelegt werden, sorgen dann für die nötige Dusche.
Außerdem können Sie Ihren Garten für Pflanzen mit
unterschiedlichen Bedürfnissen in Zonen unterteilen.
Auch das lässt sich bei der smarten Bewässerung mit
einplanen.
Ein Erdtank ist die optimale Ergänzung. Mit der
passenden App lässt sich der Garten bequem und
flexibel über das Smartphone auch von unterwegs bewässern.
In Kombination mit einer Wetterstation kann
noch präziser gemessen werden: Hier werden Wettervorhersagen
aus dem Internet und aktuelle Messungen
miteinbezogen. So weiß das System genau, wann es
heißen muss „Wasser marsch!“
Oberirdisch oder unterirdisch?
Bei einem smarten Bewässerungssystem
haben Sie die Wahl zwischen ober- und
unterirdischer Installation. Die oberirdische
Verlegung ist weniger aufwendig und lässt sich
gerade in bestehenden Gärten gut nachrüsten.
Damit können auch später flexibel Änderung
vorgenommen werden. Gerade bei steinigen
oder sehr harten Böden ist diese Variante die
bessere. Auch andere überirdische Bewässerungssysteme
wie Wassersprinkler und Beregnungsstationen
können smart gesteuert
werden.
Die unterirdische Verlegung hat den Vorteil, dass das Wasser
direkt dort ankommt, wo es gebraucht wird: an den Wurzeln.
So verdunstet weniger Feuchtigkeit. Das ist deutlich effizienter und
spart Ressourcen. Zudem kommt es durch eine Tröpfchenbewässerung
zu weniger Pilzen und Fäulnis an den Pflanzen, da sich das
Wasser nicht staut. Geeignet ist die unterirdische Bewässerung
besonders auf ausladenden Grundstücken, bei denen die Beete
weit auseinander liegen, oder wenn große Rasenflächen gewässert
werden sollen.
Frostsicher werden die Leitungen
Tipp: durch Entwässerungsventile, die die
Rohre entleeren, wenn sie gerade nicht gebraucht
werden. Kiesversickerungen sorgen dafür, dass das
Wasser besser abfliessen kann.
MAGAZIN FRÜHJAHR
7
SMART
GARDEN
ES WERDE
LICHT
Sicherheit und Beleuchtung
im smarten Garten
Ihr Garten und die eigenen vier
Wände lassen sich auch durch
weitere intelligente Assistenten
optimieren: Damit man sich in
seinem Zuhause in allen Situationen
wirklich sicher fühlt, gibt
es ein paar Helfer, die sich ebenfalls
smart steuern lassen und so
Schäden aller Art verhindern.
Tipp:
Warmweisse LEDs sind besonders
insektenfreundlich und sorgen
für weniger Lichtverschmutzung.
Smarte Helfer machen
den Alltag sicherer.
Ungebetene Gäste in die Flucht schlagen
Wer kommt denn da? Damit Sie sofort sehen, wer an der Haustür
steht, können Sie Ihre Klingel mit einer Kamera aufrüsten. Sie
überträgt die Aufnahmen an Ihr Smartphone und Sie haben immer
im Blick, ob es sich um den Postboten oder die beste Freundin handelt.
Für den Fall, dass sich nachts jemand ungebetener Weise Zutritt
zu Ihrem Grundstück verschaffen möchte, gibt es Möglichkeiten
zur Abschreckung: Die beste ist Licht! Denn wer möchte schon
bei einem Einbruchversuch gesehen werden? Bewegungsmelder
lösen nicht nur die Beleuchtung aus, sondern lassen sich auch mit
einer Überwachungskamera oder einer Alarmanlage verbinden. Das
schlägt Gauner in die Flucht – und Sie können beruhigt schlafen.
Licht für Stimmung und Sicherheit
Wege und Stufen können gerade in
der Dämmerung oder im Dunkeln
zur gefährlichen Stolperfalle werden. Gut,
wenn man die Beleuchtung dafür auch aus
der Ferne steuern kann. Egal ob in den Weg
eingelassene Streifen, Spots, die Bäume,
Skulpturen oder Wasserstellen gekonnt in
Szene setzen, oder die Ausleuchtung der
Terrasse: Mit einem Klick gehen die Lichter
an bzw. aus. So zeigt sich Ihr Garten auch
am späten Abend von seiner besten Seite,
denn eine stimmungsvolle Beleuchtung
lässt Ihre Ruheoase strahlen.
8 MAGAZIN FRÜHJAHR
Darf's noch etwas
smarter sein?
Nicht nur für Technik-Nerds: Wer von Technik nicht
genug bekommen und noch weitere Spielereien in
sein Smart-Garden-System integrieren möchte, ist
mit diesen Gadgets genau richtig.
Unbesorgt ins Wasser hüpfen
Wenn es auf der Gartenliege doch einmal zu heiß wird, hilft
nur noch der Sprung ins kühle Nass. Ein Poolsensor verrät,
ob pH- und Chlor-Wert in Ordnung sind oder ob nachgebessert
werden muss. Ablesen können Sie die Daten zu Wasserqualität und
-temperatur bequem vom Smartphone aus. Die App gibt auch gleich
Empfehlungen, wie Sie das Wasser optimal aufbereiten können.
Den Sommer ohne
Unterbrechung genießen
Eine smarte Markisensteuerung ist
nicht nur praktisch, wenn plötzlich
ein Unwetter aufzieht. Wenn man
gerade gemütlich auf der Terrasse sitzt
und einem die wandernde Sonne immer
mehr auf den Lieblingsplatz scheint,
bis es glühend heiß wird, kann man bequem
sitzen bleiben. Ein Klick auf das
Smartphone genügt und schon fährt die
Markise aus und sorgt für angenehmen
Schatten. So lässt es sich aushalten.
Wem es an Sommerabenden
schnell zu kühl wird, kann seine
Terrassenmöbel mit beheizbaren Kissen
ausstatten. Diese sind akkubetrieben
und werden per Knopfdruck aktiviert. So
steht einer gemütlichen Zeit mit Freunden
nichts im Wege.
Cam 1
Live
Alles rund ums Tier
Gerade in der Nähe von
Waldgebieten ist es
interessant, welche Tiere sich nachts im Garten
tummeln. Eine Wildkamera mit Verbindung zum
Smartphone verrät Ihnen, ob sich bei Ihnen auf
dem Grundstück vielleicht Fuchs und Hase gute
Nacht sagen.
Wer Amseln, Meisen und Co. einmal aus der
Ferne beobachten möchte, kann das mit
einem Vogelhäuschen mit Kamera tun. Die Bilder
werden live auf Smartphone oder Tablet übertragen
und Sie können ganz genau schauen, welche
gefiederten Freunde sich bei Ihnen im Garten
besonders wohlfühlen. Nicht nur für Kinder ein
riesen Spaß!
MAGAZIN FRÜHJAHR
9
VERTIKALER
GARTEN
L
ALLES IM
DER VERTIKALE GARTEN
O
T
Tipp:
Um Schimmelbildung vorzubeugen
achten Sie bei einer Wandinstallation
auf genügend Abstand und eine gute
Hinterlüftung
Das Beste aus dem Urban-Gardening:
der vertikale Garten
Sie träumen von Kräuterbeeten, Blumenpracht und Co.,
haben aber keinen Platz für Grün? Wir sagen: doch!
Denn auch in die kleinste Hütte lässt sich Dschungel-Flair
zaubern, wenn man die Höhe nutzt. Pflanzenwand, Kräuterparadies
und und und – Sie werden überrascht sein, welche
Möglichkeiten Ihnen damit auch auf kleinen Balkonen, in
Mini-Gärten und in der Wohnung geboten sind.
Mehr als nur eine grüne Wand
Freunde des Urban Gardening lieben diese Art der
Bepflanzung. Denn der vertikale Garten ist nicht nur
eine praktische und platzsparende Alternative zum klassischen
Beet oder Pflanzkübel, sondern bietet noch so viel
mehr: Er bringt Natur in Ihre vier Wände, kann als Sichtschutz
zum Nachbarn dienen und ist außerdem insektenfreundlich,
natürlicher Lufterfrischer und wunderschönes
Gestaltungselement.
Pflanzen für den vertikalen Ziergarten
Outdoor und indoor:
Farne, Gräser, Sukkulenten
Outdoor:
Moose, Kletterpflanzen wie Efeu,
Glockenblume
Indoor:
Tillandsien, Efeutute, Erbsenpflanze
Pflanzen für den vertikalen Nutzgarten
Kräuter, Kresse, Pflücksalat,
Erdbeeren, Radieschen
10 MAGAZIN FRÜHJAHR
Wagen Sie sich in die Höhe
Gitterwand
Ein Gerüst aus Holz oder Metall kann
leicht an der Wand oder auch an der
Decke montiert werden. Daran lassen
sich Pflanzgefäße einfach anbringen.
Wer es lieber etwas flexibler mag, greift
am besten zur Lochwand: Hier können
Sie Ihre Blumentöpfe jederzeit so arrangieren
wie es Ihnen gefällt.
Holzpaletten
Ob draußen oder drinnen:
Klassische Holzpaletten können nach
Lust und Laune mit Basilikum,
Schnittlauch und Co. bepflanzt werden.
Aufgestellt oder an die Wand gehängt
bieten sie so immer griffbereit frische
Zutaten für die Küche.
Lebende Wandbilder
Vertiefen Sie einen einfachen Bilderrahmen
mit ein paar Holzlatten und
machen Sie ihn mit Hasengitter,
Pflanzensubstrat und Moos zu einem
stylishen Wandbild. Durch das Hasengitter
können dann mit ein bisschen
Geschick zum Beispiel Sukkulenten
eingepflanzt werden.
Tipp:
Damit die jungen Pflanzen
nach dem Einsetzen nicht
ihren Halt verlieren, stellen Sie ihren
vertikalen Garten erst einmal schräg.
MAGAZIN FRÜHJAHR
11
TORFFREI
GÄRTNERN
Klima schützen
Torffrei gärtnern
Jetzt, wo das erste Grün sprießt, wird es Zeit, Blumen und Gemüse einzupflanzen
oder umzutopfen. Und natürlich braucht man da wieder jede Menge Erde. Dabei
gibt es aber eine riesige Auswahl. Rosen möchten lieber die eine, Gemüse lieber die
andere. Eines aber sollten alle Erden gemeinsam haben: Sie sollten torffrei sein.
Tipp:
Die Kennzeichnung Bio
reicht leider nicht aus und
selbst torfreduzierte Erden können
noch viel Torf beinhalten. Deshalb
bei der Erdewahl besser auf das Label
torffrei oder ohne Torf achten. Viele
Hersteller denken mittlerweile um und
haben immer mehr torffreie Erden in
ihrem Sortiment.
Warum besser torffrei?
Torf wird aus Jahrtausende alten Mooren gewonnen, in denen
riesige Mengen CO 2 gespeichert werden. Wird Torf abgebaut
und als Blumenerde genutzt, wird der Kohlenstoff als umweltschädliches
Treibhausgas freigesetzt, was massive Auswirkungen
auf das Klima hat.
Deshalb wird Torf in Erden verwendet
Torf speichert hervorragend Wasser, ohne dass die Wurzeln der
Pflanzen zu wenig Luft bekommen und anfangen zu faulen.
Außerdem lässt sich sein pH-Wert und Nährstoffgehalt flexibel
einstellen – je nachdem, welche Pflanzen kultiviert werden
sollen. Im trockenen Zustand ist er sehr leicht und deswegen gut
zu transportieren. Die Zerstörung der Moorlandschaften und die
massive Freisetzung von CO 2 wiegen bei der Verwendung von
Torf als Nachteile aber viel schwerer. Deswegen gibt es auch gute
Alternativen zu Torf, die Sie unter die Erde mischen können.
12 MAGAZIN FRÜHJAHR
Warum nicht einfach
die Kraft der Natur
nutzen?
Kokostorf/Cocopeat
Vorteile:
• gute Durchlüftung
• verhindert Bodenverdichtung
• hervorragende Wasserdurchlässigkeit
• ermöglicht eine bessere
Wurzelentwicklung
• Abfallprodukt aus Kokosnussproduktion
• nahezu pH-neutral
Nutzung:
• ideal für Topfpflanzen
Hinweis:
• wird oft aus Asien importiert,
was zu hohen CO 2 -Emissionen führt
Kompost
Vorteile:
• reich an Nährstoffen
• hohe Mikroorganismenaktivität
Nutzung:
• Grundstoff für Ihre Erde
Hinweis:
• abhängig von den Ausgangsstoffen
kann der Nährstoffgehalt schwanken
und Unkrautsamen enthalten
Perlit
Vorteile:
• pH-neutral
• lockert Substrate auf und sorgt
für leichte Bewurzelung
• sorgt für Wasserablauf
Nutzung:
• für Jungpflanzen geeignet
Hinweis:
• nicht biologisch abbaubar und
hoher Energieverbrauch bei der
Herstellung
Holzfasern
Vorteile:
• gute Durchlüftung
• strukturstabil
• nachhaltig
• gute Dräneigenschaften
Nutzung:
• für lockere Substrate in
Blumenerden
Hinweis:
• müssen regelmäßig nachgelegt
werden und können Stickstoff binden
Rindenkompost
Vorteile:
• hohe Strukturstabilität
• stabiler pH-Wert
• lockert Boden auf
• optimiert Wasseraufnahme
und Luftversorgung
Nutzung:
• als Mulchmaterial
Hinweis:
• Gerbsäuren können den pH-Wert
des Bodens ungünstig beeinflussen
Sand
Vorteile:
• Eisenquelle
• guter Wasserabfluss
• ausreichende Wurzelbelüftung
Nutzung:
• wegen des hohen Gewichts
besonders gut für Kübelpflanzen
geeignet
Hinweis:
• verbessert nur die Struktur, nicht
die Nährstoffversorgung
MAGAZIN FRÜHJAHR
13
TORFFREI
GÄRTNERN
Eine ganz
Welt
eigene
Er kennt das Moor wie
seine Westentasche
Ralf Hahn ist seit zwei Jahren
Moorführer im Roten Moor
bei Gersfeld in der Rhön, dem
Land der offenen Fernen. Er
führt Gruppen durch Hessens
größtes Hochmoor und zeigt
ihnen die geologische und biologische
Vielfalt dieser Region.
Dabei geht es natürlich auch
um Torf.
Wie wird man Moorführer?
Der Naturschutzbund (NABU) bietet Workshops an, in
denen man sich das nötige Wissen aneignet. Insgesamt
umfasst die Ausbildung acht Module, eines dauert
ein bis eineinhalb Tage, die man im Moor oder in
Schulungsräumen verbringt. Auch ein Erste-Hilfe-Kurs
gehört unbedingt dazu.
Was sind die Aufgaben eines Moorführers?
Erklären, was ein Moor ist und den Leuten
näherbringen, welche Funktion es hat. Auch die
Geologie, die Flora und Fauna, die in solchen
Regionen besonders sind, gehören mit dazu. Ich habe
auch immer Anschauungsmaterial wie ein Stück Torf
oder Baumscheiben von einer Birke zur Hand.
Foto: NABU Hessen
Für wen eignen sich solche Führungen?
Für alle, die mehr über die Besonderheiten des
Moors erfahren möchten! Das können Schulklassen
sein, die das Thema im Unterricht behandeln,
Kleingärtnervereine oder auch andere Gruppen. Für
Einzelpersonen oder Familien bietet der NABU im
Sommer auch offene Führungen an.
14 MAGAZIN FRÜHJAHR
Was sind die Besonderheiten des Moors
in der Rhön?
Bei uns ist der Karpaten-Birkenwald sehr außergewöhnlich,
denn die Bäume wachsen aufgrund des Nährstoffmangels
und der niedrigeren Temperaturen sehr
langsam. Während so ein Baum mit 50 Jahren in anderen
Regionen bereits einen Durchmesser von 50 cm hat, ist
er hier im Moor nur 15 bis 20 cm dick. Hier findet man
auch besondere Arten von Libellen, Orchideen oder
Rauschbeeren, die es nur im Moor gibt. Das Moor ist eine
ganz eigene fantastische Welt.
Wurde auch im Roten Moor Torf abgebaut?
1809 wurde hier der erste Torf abgestochen und als
Brennmaterial für Wohnungen, in Gewächshäusern oder
als Einstreu in Ställen verwendet. Von Gersfeld aus wurde
es auch an Kurbäder für Moorbäder geliefert. Heute weiß
man, dass im Moor viel mehr steckt und es viel wertvoller
ist. Aus diesem Grund wurde das Rote Moor auch unter
Naturschutz gestellt und 1980 der Torfabbau eingestellt.
Warum sind Moore so wichtig für die Umwelt?
Das Moor bindet jede Menge Kohlenstoff. Wenn man das
Moor trockenlegt, fängt es an auszugasen. Deswegen ist es
wichtig, solche Gebiete wieder zu renaturieren, das heißt,
die Entwässerungsgräben, die teilweise vor 100 Jahren
angelegt wurden, nach und nach wieder zuzumachen und
die Flächen wieder mit Wasser anzustauen.
Foto: NABU Hessen
Torf ist ein beliebter Bestandteil in Blumenerden.
Der Anteil an torfhaltigen Erden in den Baumärkten
liegt heute bei unter 40 % und es wird immer weniger.
Ich denke, dass der Torfanteil in den nächsten Jahren
weiter auf 10 % sinken wird. Ganz auf Torfabbau werden
wir nicht verzichten können, weil es noch keinen richtig
guten Ersatzstoff gibt. Torf wird auch in anderen Bereichen
benötigt, z. B. für Terrarien oder zur Whiskyherstellung in
England.
Abb.: NABU Hessen
Vom Torf zurück zum Moor:
Was fasziniert Sie an Mooren am meisten?
Das Moor ist ein ganz eigener, langsam wachsender
Naturkreislauf. In der Regel wächst das Moor ca. 1 mm
pro Jahr und ist somit ein Schatz an Informationen aus
der Vergangenheit. Das Moor verändert sich innerhalb
weniger Wochen aufgrund der kurzen Wachstumsphasen.
Da gibt es Pflanzen, die mit ganz wenigen Nährstoffen
auskommen, das sind richtige Hungerkünstler. Vor
Kurzem hat ein junger Mann bei „Jugend forscht“ eine
Moosart entdeckt, die schneller wächst als andere Arten.
Das könnte bedeuten, dass diese Pflanze mehr CO 2
aufnimmt. Das ist wirklich spannend.
Weitere Infos auf
www.nabuhausamrotenmoor.de
Was bedeutet das für den Heimgärtner?
Torffreie Erde muss z. B. öfter und mit kleinen Mengen
gegossen werden. Außerdem sollte man wissen, dass Erde
ohne Torfzusatz leichter faulen oder schimmeln kann.
Anders als beim Kompost ist im Torf der Gärungsprozess
bereits abgeschlossen, weswegen torfhaltige Erde auch
nicht müffelt. Eventuelle Gerüche sind aber nichts
Schlimmes. Gerade im Außenbereich kann man daher auf
Torf verzichten. Bei Zimmerpflanzenerde für Gewächse
wie ein Benjamini, der einige Jahre in dem Topf sitzt,
würde ich schon auf Qualität achten.
MAGAZIN FRÜHJAHR
15
UNKRAUT
BEKÄMPFEN
UNKRAUT
richtig BEKÄMPFen
Sie streifen durch Ihren Garten, freuen sich über
Ihre Blumenbeete und plötzlich erblicken Sie
etwas, was da absolut nicht hingehört: Unkraut! So
viel Arbeit und Mühe haben Sie in Ihre grüne Oase
gesteckt und dann sprießt da freches Begleitgrün
zwischen den sorgfältig gepflanzten Gewächsen.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Plagegeister auch
ohne Gift am einfachsten losbekommen.
Know your enemy!
Beim Unkraut unterscheidet
man zwischen zwei Arten:
Wurzelunkraut vermehrt sich
unterirdisch im Boden durch
Ausläufer, Rhizome und Wurzelknollen.
Selbst kleine Wurzelreste
können neue Pflanzen
bilden und wieder für Unmut
sorgen. Samenunkraut sät sich
einfach immer wieder selbst
aus: Die Samen verbreiten sich
durch Umwelteinflüsse wie
Wind und Tiere.
Wurzelunkraut
Samenunkraut
Packen Sie das Übel
bei der Wurzel!
Unkraut jäten, aber wie?
Frühzeitig beginnen
Solange das Unkraut noch klein ist, hat es auch noch
nicht viele Wurzeln oder Samen, kann sich also nicht so
schnell ausbreiten.
Feuchten Boden nutzen
Feuchte Erde ist weicher – dadurch lassen sich die
Wurzeln leichter und vollständig herausziehen. Damit
das Unkraut nicht sofort wieder nachwächst, achten Sie
darauf, die Wurzeln vollständig zu entfernen.
Das richtige Werkzeug zur Unkrautbeseitigung
Hacke, Unkrautstecher, Fugenkratzer, Grubber, Sauzahn
und Co. machen es einfacher.
Regelmäßig zupfen
Nehmen Sie sich vor, dem Unkraut regelmäßig, etwa
einmal pro Woche, zu Leibe zu rücken. So können die
unerwünschten Pflanzen gar nicht erst groß werden und
Schaden anrichten.
16 MAGAZIN FRÜHJAHR
Killing me softly
Das Hilft GANZ NATÜRLICH
Unkraut lässt sich auch ohne chemische Mittel
entfernen. Mechanische Methoden wie Jäten,
Mulchen oder Abflammen sind umweltfreundlich
und schützen Boden sowie Pflanzen. So bleibt der
Garten natürlich und gesund.
Aus Omas Trickkiste
Tipp:
Jetzt wird’s heiß –
Feuer und Wasser
Unkraut mit der bloßen Hand
zu zupfen ist mühsam und
anstrengend. Hitze sorgt hier
für Abhilfe: Ein Thermogerät
wird über das Unkraut gehalten,
dem ist es zu heiß, es
geht ein und kann unkompliziert
gerupft werden.
Kochendes Wasser hat übrigens
den gleichen Effekt.
Auf versiegelten Flächen sind Herbizide zur Unkrautbekämpfung
verboten. Hausmittel wie eine
Essig-Wasser-Mischung im Verhältnis 3:2 oder
Zitronensäure sind ebenso stark gegen Unkraut.
Auch Streusalz ist effektiv – da sollten Sie allerdings
sichergehen, ob das in Ihrer Region erlaubt ist.
Gut gedüngt gegen Unkraut
Dünger gegen Unkraut? Sie haben richtig gelesen!
Gerade beim Rasen wirken Düngemittel wahre
Wunder: Denn ein dichter Rasen, den man immer
gut 4 cm hoch stehen lässt, vertreibt hartnäckigen
Klee und andere Rasenunkräuter, da sie als Stickstoffsammler
keinen Zugang mehr zu Nährstoffen
haben.
Kein Platz für Begleitgrün
Mit der richtigen Bepflanzung beugen Sie Unkrautwachstum
vor. Bodendeckende Pflanzen nehmen
dem unliebsamen Gewächs Platz und Nährstoffe
und können sich dadurch gar nicht erst entwickeln.
Immergrün, Storchenschnabel oder Dickmännchen
eignen sich besonders gut. Eine Abdeckung
zwischen den Pflanzen mit Rindenmulch hemmt
das Unkrautwachstum ebenfalls effektiv.
Pflanzen Sie schon im Herbst, damit sich
bis zum Winteranfang genug Wurzeln
bilden können. Im Frühling haben die Bodendecker
dann einen Vorsprung.
Seek and destroy
Hier hElfen oft nur Herbizide
Ein Herbizideinsatz ist vor allem bei mehrjährigen,
tiefwurzelnden oder extrem widerstandsfähigen
Unkräutern sinnvoll, die sich mit mechanischen Methoden
kaum oder nur kurzfristig entfernen lassen. Bei z. B.
Giersch, Ackerschachtelhalm und Quecke kann ein gezielter
und verantwortungsvoller Herbizideinsatz notwendig
sein, um eine dauerhafte Kontrolle zu erreichen.
Giersch
Verbreitung über Ausläufer, abgebrochene
Wurzelteile sowie Samen,
nahezu überall, sogar im Schatten
Alternative Bekämpfung
Durch Jäten kann der Gierschteppich
zwar zurückgeschlagen werden,
meist entstehen dabei aber Wurzelschnipsel,
die wieder austreiben.
Ackerschachtelhalm
Verbreitung über die Wurzeln und
Sporen auf stickstoffarmen, nassen
oder verdichteten Böden
Alternative Bekämpfung
Verbesserung des Bodens, damit die
Bedingungen für den Ackerschachtelhalm
nicht mehr passen. Um ihn mit
der Wurzel zu entfernen, muss man
tief graben.
Quecke
Verbreitung über die Rhizome und
die Samen, vor allem an offenen,
sonnigen Stellen auf nährstoffreichen
Böden
Alternative Bekämpfung
Regelmäßiges, gründliches Jäten, bei
dem jedes noch so kleine Wurzelteil
entfernt werden muss, um ein erneutes
Austreiben zu verhindern.
MAGAZIN FRÜHJAHR
17
GÄRTEN
DER WELT
Englischer Garten:
Zu Gast bei den Royals
Die passenden Gestaltungselemente
Sie möchten Ihre Freunde zur Teatime
einladen, aber Ihr Garten
versprüht noch nicht das gewünschte
englische Flair? Egal ob groß oder
klein: Jeder Garten lässt sich mit den
passenden Gestaltungselementen in
einen englischen Garten verwandeln.
Kurvige, geschwungene Wege aus
Kies oder Pflastersteinen, Wasserstellen
wie Teiche, Wasserbecken oder
Springbrunnen und einladende Sitzgruppen
dürfen dabei nicht fehlen.
Blumenpracht den ganzen
Sommer über
Natürlichkeit steht im englischen
Garten an oberster Stelle. Stauden
und üppige Blumenrabatte in
den klar vom Rasen abgegrenzten
Beeten gehören darum hier dazu
wie das Gurkensandwich zum Five
o’Clock Tea. Damit Sie über Monate
hinweg Ihre Freude an den Beeten
haben, wählen Sie am besten Stauden,
die zu unterschiedlichen Zeiten
blühen. Verspielte Rosenbögen und
Pagoden ergänzen das Bild.
Abgrenzungen für ein geordnetes
Erscheinungsbild
Der englische Garten ist geprägt
von Geometrie: Kreis, Rechteck
und Quadrat bilden das gestalterische
Grundgerüst und sorgen für eine
ruhige Ausstrahlung. Um Struktur in
den Garten zu bringen, können Sie
verschiedene Bereiche mit Mauern
oder Hecken abgrenzen. Buchs lässt
sich wunderbar in Form bringen und
eignet sich dafür besonders gut. Auch
mit Kletterpflanzen bewachsene Zäune
sind ein richtiger Hingucker.
18 MAGAZIN FRÜHJAHR
Mit diesen Tipps zur
traumhaften Grünfläche
Beim Thema Rasen setzen die Engländer
ganz schön hohe Maßstäbe.
Deswegen nehmen grüne Flächen
bei ihnen auch einen großen Raum in
der Gartengestaltung ein – schließlich
herrscht auf der Insel ideales Rasen-
Wetter: konstantes feuchtes Klima
und viel Regen.
Den Wunsch nach einem satt-grünen
Rasen können Sie sich aber auch auf
dem Festland erfüllen. Keine Sorge,
Sie brauchen nicht die Nagelschere zu
zücken, um einen englischen Rasen
ganz nach Ihren Vorstellungen zu bekommen.
Mit der richtigen Pflege und
unseren Tipps für die Anlage klappt
das auch in Ihrem Garten.
Gepflegte Rasenflächen
machen den englischen
Garten perfekt.
Tipp:
Für Sandige Flächen,
die mit wenig Wasser
und direkter Sonneneinstrahlung
zurechtkommen müssen, eignet sich
Trockenrasen, eine Spezielle Saatgutmischung,
besonders gut.
1Der optimale Zeitpunkt
zur Aussaat
ist im Frühling, nach
dem letzten Bodenfrost
oder im Herbst.
2Entfernen Sie
das Unkraut
und lockern Sie
die gesamte
Bodenfläche auf.
3Nun können die
Samen dicht beieinander
und gleichmäßig
auf der Fläche
verteilt werden.
4Jetzt muss stetig
bewässert und in
regelmäßigen Abständen
Düngemittel
aufgebracht werden.
5Hat der Rasen
eine Wuchshöhe
von 6–8 cm erreicht,
können Sie ihn auf
4–5 cm mähen.
MAGAZIN FRÜHJAHR
19
DÄCHER MIT
MEHRWERT
Ihr
Da geht
Strom?
VOLT
WATT
!
Kommt Ihnen das Dach Ihres Gartenhauses, der Garage
oder dem Carport auch so furchtbar leer vor? Dann nutzen
Sie diese Flächen doch sinnvoll und produzieren Sie Ihre
eigene Energie: Mit einer Photovoltaikanlage klappt’s!
Die eigene Stromversorgung fürs
Gartenhaus
Manche Gartenhäuser sind so im Garten platziert,
dass ein Anschluss an den Strom nicht
möglich ist. Solarmodule zur Dachanbringung
sorgen hier für Abhilfe – und schon haben Sie Strom
für Wasserpumpe, Licht und andere elektrische
Geräte. Mit einem Stromspeicher sind Sie auch gut
versorgt, wenn die Sonne gerade nicht scheint. Ein
eingebauter Wechselrichter erhöht die Spannung
auf bis zu 230 Volt und ermöglicht auch das Betreiben
größerer Geräte wie eines Rasentrimmers.
Tipp:
Den gewonnenen STROM
können Sie auch für
LED-Beleuchtung, Teichpumpe und
Wasserspiele im Garten verwenden.
Die Ausrichtung macht’s
Ob sich eine Photovoltaikanlage
rentiert, ist davon abhängig,
wie lange die Module Sonne abbekommen.
Eine Dachneigung von
30 bis 40 Grad ist dabei optimal.
Bei Pult- oder Flachdächern kann
man mit simplen Haltevorrichtungen
den richtigen Neigegrad einstellen.
Das "
S" in Kompass
steht für Strom!
N
W O
Auch die Ausrichtung ist essenziell, um möglichst viel Sonnenenergie
einzufangen: Am effizientesten arbeiten Solaranlagen
natürlich, wenn sie nach Süden ausgerichtet sind. Denn
dann bekommen sie den ganzen Tag über Sonne ab. Bei südwestlicher
oder südöstlicher Ausrichtung fällt der Ertrag etwas geringer
aus. Wer ein Satteldach in Ost-West-Ausrichtung hat, darf sich
freuen: Denn dann können beide Seiten mit Paneelen bestückt
werden. So wird in den Sommermonaten von früh bis spät Strom
produziert.
S
20 MAGAZIN FRÜHJAHR
Die kreativen
Fundstücke
Heraus aus dem Schatten
Bäume und Büsche können im
Laufe des Tages einen Teil der
Anlage verschatten. Das hat zur
Folge, dass alle verbauten Solarmodule
ausgeschaltet werden.
Kann ein solches Hindernis nicht so
einfach aus Weg geräumt werden,
bauen Sie am besten spezielle Mikro-Wechselrichter
ein, damit jedes
Modul einzeln abgeschaltet wird.
So produzieren die von der Sonne
beschienenen Module weiterhin
Strom.
Solange die Anlage nicht an das öffentliche
Stromnetz angeschlossen ist, bedarf es dafür
keiner Genehmigung.
Wie viele Paneele
dürfen’s denn sein?
Grob kann man sagen,
dass pro 100 Watt
Leistung etwa 120 x 55 cm
geneigte Dachfläche benötigt
werden. Berechnen
Sie also vorher je nach
gewähltem Modell, wie
viel Platz Ihnen zur Verfügung
steht. Übertreiben
Sie es aber lieber nicht!
Denn so ein Paneel bringt
zwischen 18 und 21 Kilogramm
auf die Waage.
Hinzu kommt außerdem noch das Gewicht der Unterkonstruktion. Um die
Statik nicht zu gefährden, ist in dem Fall also weniger mehr.
Machen Sie sich vorher Gedanken, welche Geräte Sie mit der gewonnenen
Energie speisen möchten. Danach richtet sich auch die Größe des
Speichers bzw. Akkus. Den Gesamtverbrauch runden Sie am besten großzügig
auf, damit der Strom auch wirklich reicht. Um auch an trüben Tagen genügend
Strom zu haben, sollten Sie etwa ein Drittel sowohl für die Fläche als auch den
Speicher mehr planen.
MAGAZIN FRÜHJAHR
21
DÄCHER MIT
MEHRWERT
Warum nur am Boden gärtnern, wenn Sie
auch in die dritte Dimension gehen können?
Begrünen Sie Ihr Gartenhaus, Carport oder die
Garage – und verwandeln Sie triste Dächer in
grüne Oasen! Das sieht nicht nur fantastisch
aus, sondern bringt auch handfeste Vorteile.
... außer
auf dem Dach!
Die Vorteile
Umweltfreundlich
Eine Dachbegrünung heizt sich kaum auf und erhöht die
Luftfeuchtigkeit, da 90 % des Regenwassers gespeichert
und erst nach und nach verdunstet werden. Dadurch
herrscht rund um das begrünte Dach ein angenehmeres
Kleinklima. Die Pflanzen auf dem Gründach binden
außerdem CO 2 und reduzieren so den Treibhauseffekt.
Dämmung
Im Winter warm, im Sommer kühl – eine Dachbegrünung
hält die Temperatur im darunter liegenden Raum stabiler.
Das ist besonders vorteilhaft, wenn Sie das Gartenhaus beheizen
oder darin Pflanzen überwintern wollen.
Effektiver Schutz
Frost, Hagel und UV-Strahlen können dem Dach nichts anhaben
– Flachdach-Abdichtungen halten länger. Aber auch
die Geräuschkulisse im Inneren wird dadurch gedämpft.
Insektenparadies
Ein bepflanztes Dach bietet Lebensraum für Insekten und
Kleinstlebewesen.
Kostenersparnis
Im beheizten Gartenhaus können Heizkosten reduziert
werden. Auch Reparaturkosten bleiben erspart, weil das
Dach durch die Begrünung gut geschützt ist.
22 MAGAZIN FRÜHJAHR
Ihr Dach hat mehr Potenzial,
als Sie denken
Die Methode der Begrünung –
intensiv vs. extensiv
Je nach Aufwand unterscheidet man zwischen
„intensiver“ und „extensiver“ Dachbegrünung.
Sie unterscheiden sich vor allem in der Aufbauhöhe,
dem Nutzungsziel und dem Pflegeaufwand. Für die
intensive Dachbegrünung ist eine bis zu 1 Meter
dicke Erdschicht nötig, was wegen der Statik meist
schon beim Hausbau mit eingeplant werden muss.
Zum Nachrüsten auf dem Garagen- oder Gartenhausdach
eignet sich daher eher die weniger
aufwendige extensive Bepflanzung: Hier reicht
eine 6 bis 12 cm dicke Substratschicht, auf der sich
trockenresistente Pflanzen wie Moose, Sukkulenten,
Steinbrechgewächse, niedrige Gräser und Kräuter
wie Sandthymian wohlfühlen. In der Anwachsphase
müssen die Pflanzen noch bewässert werden, danach
können Sie sie sich selbst überlassen. Dennoch sollten
Sie die Fläche regelmäßig inspizieren und im Fall
der Fälle von Unkraut befreien oder gezielt düngen.
... und so nutzen
Sie es richtig!
Die Neigung macht’s
Flachdächer mit einer Neigung von 2 bis 3 Grad
können ganz einfach begrünt werden. Auch bei
Pultdächern mit Neigungen von 8 bis 9 Grad ist das
noch recht simpel. Schwieriger wird es ab 10 bis 15
Grad: Dann braucht es eine Konstruktion, die das
Abrutschen der Pflanzen verhindert und gleichzeitig
den Wasserhaushalt reguliert.
Schicht für Schicht zum grünen Dach
Der richtige Aufbau schützt das Dach vor Wurzelbeschädigung und Wasserstau.
Vegetationsschicht
Substrat
Filterschicht
Dränschicht
Schutzvlies
Dach
Tipp: Samenmischungen,
schnell wurzelnde
Sprossen, Jungpflanzen oder
vorgefertigte Vegetationsmatten
eignen sich zur Begrünung
besonders gut.
MAGAZIN FRÜHJAHR
23
ÖKO-
PFLASTER
ÖKO?
LOGISCH!
Flächen auf einem Grundstück, die mit Asphalt, Beton oder Pflastersteinen
belegt sind, sind versiegelt. Das hat zur Folge, dass
Regenwasser nicht versickern kann, sondern stattdessen oberirdisch
abfließt, was bei Starkregen schnell die Kanalisation überlasten und
zu Überschwemmungen führen kann. Gerade bei Einfahrten braucht
es aber einen stabilen Untergrund. Die Lösung: Ökopflaster.
Wasserdurchlässigkeit und
Stabilität – das A und O
bei Einfahrten.
24 MAGAZIN FRÜHJAHR
Was ist eigentlich Ökopflaster?
Unter Ökopflaster versteht man besonders wasserdurchlässige
Pflasterflächen, die dafür sorgen,
dass Wasser versickern und das Grundwasser
anreichern kann. Dabei büßen solche Pflastersteine
aber nichts an Stabilität ein. Auch mit Ökopflaster
belegte Bereiche sind einwandfrei begeh- und befahrbar
und zudem auch rutschhemmend. Weiterer
Pluspunkt: Ökopflaster heizt sich nicht so stark
auf und verbessert dadurch das Klima in direkter
Bodennähe.
Tipp:
Wenn sie vorhaben, Ökopflaster auf
ihrem Grundstück zu verlegen, können
sie Abwassergebühren sparen. Viele Kommunen erstatten
Abwasser- bzw. Niederschlagskosten für
entsiegelte Flächen.
Beste Voraussetzung:
ein wasserdurchlässiger Untergrund
Das beste Ökopflaster nützt nichts, wenn der Untergrund
kein Wasser aufnimmt. Denn sonst kann Regen- oder
Kondens wasser nicht richtig abfließen. Die Wasserdurchlässigkeit
Ihres Bodens testen Sie ganz einfach, indem Sie
aus der planierten Fläche, auf der das Pflaster verlegt werden
soll, eine Grube in der Größe 40 x 40 x 40 cm ausheben.
Füllen Sie nun 10 Liter Wasser hinein und messen Sie die
Zeit, bis das Wasser komplett versickert ist. Diesen Vorgang
wiederholen Sie so lange, bis dreimal hinter einander etwa
die gleiche Zeit gestoppt wird.
AUSWERTUNG
unter 2 Minuten
> gut durchlässig
Eine Tragschicht von
20 bis 35 cm ist ausreichend.
Aus der gemessenen Versickerungszeit lassen sich dann neben Durchlässigkeit
des Bodens auch die notwendige Dicke der Tragschicht ermitteln.
ca. 2 bis 20 Minuten
> mäßig durchlässig
Die Tragschicht sollte
30 bis 45 cm betragen.
mehr als 20 Minuten
> schlecht durchlässig
Ökopflaster hat hier
keinen großen Nutzen.
Die Fuge macht's:
Breite und Anzahl sind entscheidend
Durch die Fugen kann das Wasser noch besser
abfließen – vorausgesetzt, sie sind mit wasserdurchlässigem
Material verfüllt. 0-Korn ist hier
definitiv fehl am Platz. Splittfugen mit einer Gesteinskörnung
von 1/3, 2/5 oder 2/8 mm sind da
deutlich effizienter. Im Privatbereich sollten die
Fugen etwa 5 bis 8 mm breit sein.
MAGAZIN FRÜHJAHR
25
GÄRTEN
IN
HANGLAGE
Der Garten auf der Kippe?
Keine Angst vor Hanglage: Auch Flächen mit
großen Höhenunterschieden können zu
Traumgärten verwandelt werden. A und O ist hier
eine gute Hangbefestigung, damit bei Regen der
Boden nicht weggespült wird. Das gelingt mithilfe
geeigneter Pflanzen oder auch Trockenmauern,
Gabionen, Pflanzringen oder Palisaden.
Ein Garten mit vielen Ebenen
Bei starker Hangneigung bietet es sich an, den
Garten zu terrassieren. 80 cm Höhenunterschied
kann man leicht in Handarbeit bewältigen.
Bei größeren Unterschieden ist ein Bagger hilfreich,
um zwei Ebenen einzuteilen.
Hangl
GÄRTEN IN
Diese Pflanzen
eignen sich für
die Bepflanzung
von Flächen in
Hanglage:
Astilbe
bodendeckend mit
zahlreichen Ausläufern,
kommt mit
kurzer Trockenheit
zurecht
Fingerstrauch
flach, aber sehr dicht
wurzelnd, liebt sonnige
und halbschattige
Plätze, stadtklimafest
Herbst-Anemone
sehr tief wurzelnd,
kommt gut mit
Trockenheit zurecht,
wird bis zu 120 cm
hoch
Kleines Immergrün
lange, wurzelnde
Triebe, dicht blühend,
geeignet für sonnige
und halbschattige
Standorte
26 MAGAZIN FRÜHJAHR
Traumgarten in Hanglage: Mauern, Treppen
und Bepflanzung machen's möglich.
age
Bepflanzen – aber womit?
Pflanzen geben der Erde zusätzlichen Halt und
unterstützen bei der Hangbefestigung. Bei der
Auswahl entscheiden Sie sich am besten für pflegeleichte
Arten mit einem kräftigen Wurzelsystem.
Vor allem Bodendecker schützen vor Bodenerosion.
Bedenken Sie aber, dass die Pflanzen immer ein
paar Jahre brauchen, bis sie den Hang wirkungsvoll
sichern.
Auch die dichte Grasnarbe eines Rasens ist gut
zur Hangbefestigung geeignet. Wählen Sie
spezielle Böschungsmischungen und decken Sie
die Fläche nach der Aussaat mit einem wasser- und
lichtdurchlässigen Vlies ab, damit die Samen bei
Regen nicht wegspült werden.
Tipp: Böschungs-
matten aus
Sisal oder Jute sorgen
für zusätzlichen Halt
und können ganz einfach
bepflanzt werden.
Kleinstrauchrosen
Kornelkirsche
Maiglöckchen
Storchschnabel
Schmetterlingsflieder
bodendeckend, tief
wurzelnd, zur Hangbefestigung
am besten
mit sonnenliebenden
Stauden kombinieren
robust, pflegeleicht,
tief wurzelnd, durchzieht
den Boden aber
auch oberflächlich
wie ein Netz
giftig, robust, dichtes
Wurzelgeflecht am
gesamten Oberboden,
geeignet für Schatten
und Halbschatten
robust, pflegeleicht,
bodendeckend, dichtes
Wachstum, auch für
größere Flächen
geeignet
flach wurzelnd, aber
dicht auswachsend in
alle Richtungen,
dient als pures
Insektenbuffet
MAGAZIN FRÜHJAHR
27
GÄRTEN
IN
HANGLAGE
Wasser
MIT
SPIELEN
Man muss die Feste feiern, wie sie fallen: Wenn
das Grundstück schon abschüssig ist, dann
kann man diese Hanglage auch wunderbar nutzen!
Zum Beispiel für einen verwunschenen Bachlauf.
Auch der Hanggarten bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen
Gestaltungsmöglichkeiten. Wer
seinen Hang in Terrassen einteilt, kann jeder Ebene
eine eigene Nutzung zuschreiben: Auf der einen
Ebene ist Platz für Kräuter- und Blumenbeete, auf
der nächsten können sich die Kinder austoben. Als
verbindendes Element dient ein Bachlauf.
Dabei passt ein solches angenehm plätscherndes
Flüsschen, das den Hang in einem geschwungenen
oder geraden Verlauf hinunterfließt,
sowohl zum modern gestalteten als auch zum naturnahen
Garten. Unten angekommen mündet das
Wasser zum Finale in einen Teich – je nach Größe
kann das sogar ein Naturpool sein.
28 MAGAZIN FRÜHJAHR
Bewässerung
Das sanfte
Plätschern wirkt
einfach wunderbar
entspannend.
Gerade in Hanglagen
fließt das Wasser schnell
ab und der Boden trocknet
aus. Ihre dort eingesetzten
Pflanzen müssen aber bewässert
werden. Damit das
für Sie nicht zu kompliziert
wird, gibt es einfache Lösungen:
Durchdachte Bewässerungssysteme
sorgen dafür,
dass das Wasser gleichmäßig
über den Hang verteilt wird.
Die Leitungen von Tropfbewässerungslösungen oder
unterirdischen Systemen sollten Sie dabei quer
über den Hang verlegen und nicht bergauf. So stellen
Sie sicher, dass das Wasser überall dort ankommt, wo es
gebraucht wird.
Tipp:
Schon drei Prozent Gefälle (3 cm
auf 100 cm Länge) reichen, um
Wasser zum Fliessen zu bringen.
MAGAZIN FRÜHJAHR
29
TOMATEN-
VIELFALT
Einfach paradiesisch
Riesengroß oder klitzeklein, fruchtig-süß oder würzig, lila, gelb oder klassisch rot: Tomaten sind wunderbar vielfältig.
Nicht umsonst heißt dieses schmackhafte Gemüse auch „Paradiesapfel“. Wobei die Tomate aus botanischer Sicht
strenggenommen eigentlich zum Obst gehört. Davon wollen wir uns aber nicht abhalten lassen und nehmen die verschiedenen
Sorten einmal genauer unter die Lupe.
TOMATENVIELFALT
Diese Tomaten schmecken auf jeden Fall
Reife und dadurch besonders geschmacksintensive
Tomaten erkennt man am besten am
Geruch. Verströmen sie bereits ein leckeres Aroma,
schmecken sie auch sicher sehr gut. Weitere
Erkennungsmerkmale für den Reifegrad sind eine
intensive Farbe und eine gewisse Festigkeit.
Tipp:
Raus aus dem Kühlschrank! Tomaten
verlieren nämlich sonst ihr leckeres
Aroma. Bei Zimmertemperatur können sie noch
wunderbar nachreifen.
Gemüse oder doch Obst?
Hauptsache es schmeckt!
Die Ausgefallene:
Green-Zebra-Tomate
Süß-fruchtig im Geschmack
behält diese Tomate ihren
Farbton, wenn sie reift. Sie
eignet sich besonders gut für
Salate oder Chutneys.
30 MAGAZIN FRÜHJAHR
REICHE ERNTE
Tomaten aus der eigenen Anzucht schmecken einfach besonders
gut. Egal ob auf dem Balkon oder im Garten: Mit diesen
Tipps klappt es auch für Homegardening-Neulinge mit einer
reichen Ernte bis in den Herbst.
So gelingt die
1. Wann und wie?
Ihr Tomaten-Saatgut säen Sie am besten
schon im März auf der Fensterbank aus. Wer
da zu spät dran ist, kann auch vorgezogene
Jungpflanzen kaufen. Die zarten Pflänzchen
sollten aber erst nach den Eisheiligen ins
Freie gesetzt werden.
2. Der optimale Standort
Wenn es nun auch nachts endlich wärmer
ist, können die Jungpflanzen raus auf den
Balkon, in den Garten oder ins Gewächshaus.
Da es die Tomate am liebsten sonnig
und warm hat, ist ein wind- und regengeschütztes
Plätzchen optimal.
3. Richtig gießen
Damit die Tomaten den ganzen Tag über
Wasser aufnehmen können, gießen Sie
Ihre Pflanzen am besten in den Morgenstunden
– dann aber bitte nicht auf die
Blätter, sondern direkt nah an den Wurzeln.
Gerade bei Balkonkübeln sollten Sie
darauf achten, dass Staunässe verhindert
wird.
4. Auf die Sorte kommt es an
Für den Balkon oder die Terrasse wählt
man am besten platzsparende Hängeoder
Buschtomaten. Auch hochwachsende
Stabtomaten können in großen Töpfen
gezogen werden. Diese brauchen allerdings
eine Rankhilfe, damit die langen
Stängel nicht umknicken. Greifen Sie auf
robuste Sorten zurück, die für das Freiland
geeignet sind. So müssen Sie sich nicht
vor Kraut- oder Braunfäule fürchten.
Serviervorschlag
Zutaten für ca. 2 Portionen
selbstgemacht
& lecker
TOMATEN-TARTE-TATIN
1 Tarteform mit 20 cm Durchmesser
1 Blätterteig, rund
2 kg Cocktailtomaten
1 TL Puderzucker
Thymian und Basilikum
3 fein gehackte Knoblauchzehen
3 EL Olivenöl
1. Backofen auf 180 °C vorheizen.
2. Die Tomaten halbieren, die Samen mit einem
Löffel entfernen und die Tomaten mit Küchenpapier
trocken tupfen. Mit der Hautseite nach
unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech
legen, salzen, zuckern, mit Olivenöl beträufeln,
mit Knoblauch und Thymian würzen
und für 1 Stunde backen.
3. Die Tarteform mit Olivenöl bepinseln und die
Tomaten dicht und überlappend mit der Hautseite
nach unten hineinschlichten.
4. Die Tomaten mit dem Blätterteig abdecken, dabei
den Rand etwas unter die Tomaten drücken. Mit
einer Gabel mehrmals einstechen und bei 200 °C
für 25 Minuten in den Ofen schieben.
5. Die Tarteform auf einen Teller stürzen, etwas
abkühlen lassen und mit Basilikum garnieren.
Von klein zu groß – Tomaten gibt es in zahlreichen Größen und Formen
Kirschtomaten
Cocktailtomaten
Romatomaten
Fleischtomaten
Heirloom-Tomaten
1,25 bis 3,8 cm breit,
ihre Schale ist straff,
aber innen platzen sie
praktisch vor Saft
supersüßer und
saftiger Geschmack
leicht säuerlicher
Geschmack, innen
körnig, außen sehr fest
Durchmesser von 7,5
bis 10 cm, aromatisch
und saftig, weniger süß
Geschmack hängt vom
Erntezeitpunkt ab:
dunkler = süßlich
heller = säuerlich
optimal als Snack für
zwischendurch oder als
Salat
eignen sich für Cocktails
wie Bloody Marys,
Soßen oder geröstet
ideal für die Herstellung
von Saucen und
Pasten
perfekt zum
Aufschneiden und
Befüllen
schmecken im Salat,
auf Sandwiches,
geröstet oder gegrillt
MAGAZIN FRÜHJAHR
31
Frühjahrs
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