CB 02/2025
Ein Recht auf eine saubere Zukunft: Kinder und ihre Umwelt In einer Welt, in der Umweltzerstörung und Klimawandel drohen, ist es an der Zeit, die Stimmen unserer Kinder ernst zu nehmen. Der neueste Leitartikel der CB 02/2025 beleuchtet die wegweisende Allgemeine Bemerkung Nr. 26 des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes. Diese Richtlinien fordern, dass die Rechte der Kinder in einer gesunden und sauberen Umwelt gewährleistet werden – ein entscheidender Schritt für die Zukunft der nächsten Generation. Erfahren Sie, wie die UN die Verbindung zwischen Kinderrechten und Umwelt thematisiert und warum es unerlässlich ist, die negativen Auswirkungen von Umweltverschmutzung zu bekämpfen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass jedes Kind die Chance auf ein gesundes Leben hat! In unserem spannenden Interview mit Barbara Carmichael-Eilers, der engagierten Landesvorsitzenden der KEG Niedersachsen, erfahren wir, was ihren Alltag als Kita-Leiterin in Friesoythe prägt. Mit Herz und Hingabe setzt sie sich für bessere Bedingungen im Erzieherberuf ein und teilt ihre Erfahrungen aus dem Berufsverband. Sie spricht über die Bedeutung eines starken Teams und die Kraft der Gemeinschaft, die sie in ihrer Arbeit unterstützt. Zudem gewährt sie Einblicke in ihre persönlichen Interessen und ihren Blick auf das irdische Glück. Entdecken Sie, wie Barbara Carmichael-Eilers ihre Leidenschaft für die frühkindliche Bildung mit einem erfüllten Familienleben verbindet und welche wertvollen Tipps sie für Berufseinsteiger bereithält. Menschen der KEG im Interview: Kurt Armbruster Erfahren Sie mehr über Kurt Armbruster, ein engagiertes Mitglied der KEG, der seit fast 40 Jahren die Werte und Visionen der Gemeinschaft lebt. Als ehemaliger Lehrer und Fachberater für Umweltbildung teilt Kurt seine Leidenschaft für die Natur und seinen wertvollen Umgang mit Schülern. In unserem Interview spricht er über die Bedeutung von Verantwortung und das kollegiale Miteinander, die er in der KEG erlebt.
Ein Recht auf eine saubere Zukunft: Kinder und ihre Umwelt
In einer Welt, in der Umweltzerstörung und Klimawandel drohen, ist es an der Zeit, die Stimmen unserer Kinder ernst zu nehmen. Der neueste Leitartikel der CB 02/2025 beleuchtet die wegweisende Allgemeine Bemerkung Nr. 26 des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes. Diese Richtlinien fordern, dass die Rechte der Kinder in einer gesunden und sauberen Umwelt gewährleistet werden – ein entscheidender Schritt für die Zukunft der nächsten Generation.
Erfahren Sie, wie die UN die Verbindung zwischen Kinderrechten und Umwelt thematisiert und warum es unerlässlich ist, die negativen Auswirkungen von Umweltverschmutzung zu bekämpfen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass jedes Kind die Chance auf ein gesundes Leben hat!
In unserem spannenden Interview mit Barbara Carmichael-Eilers, der engagierten Landesvorsitzenden der KEG Niedersachsen, erfahren wir, was ihren Alltag als Kita-Leiterin in Friesoythe prägt. Mit Herz und Hingabe setzt sie sich für bessere Bedingungen im Erzieherberuf ein und teilt ihre Erfahrungen aus dem Berufsverband. Sie spricht über die Bedeutung eines starken Teams und die Kraft der Gemeinschaft, die sie in ihrer Arbeit unterstützt. Zudem gewährt sie Einblicke in ihre persönlichen Interessen und ihren Blick auf das irdische Glück. Entdecken Sie, wie Barbara Carmichael-Eilers ihre Leidenschaft für die frühkindliche Bildung mit einem erfüllten Familienleben verbindet und welche wertvollen Tipps sie für Berufseinsteiger bereithält.
Menschen der KEG im Interview: Kurt Armbruster
Erfahren Sie mehr über Kurt Armbruster, ein engagiertes Mitglied der KEG, der seit fast 40 Jahren die Werte und Visionen der Gemeinschaft lebt. Als ehemaliger Lehrer und Fachberater für Umweltbildung teilt Kurt seine Leidenschaft für die Natur und seinen wertvollen Umgang mit Schülern. In unserem Interview spricht er über die Bedeutung von Verantwortung und das kollegiale Miteinander, die er in der KEG erlebt.
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bildungsmagazin
Beste Bildung im Blick
02
2025
„Am Ende des Tages
geht es darum, Vorbild im
Alltäglichen zu sein.“
Barbara Carmichael-Eilers
Landesvorsitzende der KEG Niedersachsen
SCHWERPUNKT
KLImA und
umWeLT
In KITA und
sCHuLe
neue Leitlinien
Das Recht von Kindern
auf eine gesunde Umwelt
seite 04
Paradiesisch
Was hat die Schöpfungsgeschichte
mit Umweltschutz zu tun?
seite 18
Arbeitsrecht
BAG-Beschluss zur Überstundenvergütung
von Teilzeitbeschäftigten
seite 26
INHALT
INHALT
edITOrIAL 3
Kinder haben das Recht
Islamunterricht
04 18 auf eine saubere Umwelt
an Schulen
STANDARDS
Impressum ....................................................... 02
Editorial ............................................................ 03
Veranstaltungen ............................................... 35
LEITARTIKEL
Kinder haben das Recht
auf eine saubere Umwelt ................................... 04
MENSCHEN
Coverinterview: Barbara Carmichael-Eilers ...... 06
Menschen der KEG im Mittelpunkt:
Kurt Armbruster .................................................. 08
AUS DEM VERBAND
KEG Deutschland ............................................. 09
KEG Bayern ..................................................... 10
Aus den Regionen ............................................ 17
GLAUBE UND RELIGION
Pater Michael Beschorner SJ ............................ 18
Islamunterricht an Schulen ................................ 20
Tischgebet .......................................................... 22
Schwerbehindertenausweis:
30 Pfl ichten und Chancen
FORUM
MINTmachTage ................................................. 23
Jüdische Bittschreiben ....................................... 24
Ausfl ugstipp Nawareum Straubing ................... 25
STANDESPOLITIK & BESOLDUNG
BBB-Info-Überstundenzuschlag bei Teilzeit ..... 26
Sicherheit nur mit Tarifvertrag ........................... 27
Buchung Schullandheim .................................... 28
dbb Vorsorgewerk ............................................ 29
Mitarbeitende mit
Schwerbehindertenausweis .............................. 30
MEDIEN
Umweltfaktor Digitalisierung .............................. 32
Jugend präsentiert ............................................. 33
AFD auf TikTok .................................................. 33
Medientipps ........................................................ 34
Bemerkenswertes aus der Medienwelt ............ 35
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redaktion@keg-bayern.de, E-Mail: info@keg-bayern.de, Tel.: (0 89) 23 68 57 70-0, Fax: (0 89) 260 63 87, Web: www.keg-bayern.de;
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Ostermann, Gertrud Muth, Kurt Neudert, Karl Landherr, Rosemarie Gumpp; nÄCHsTer redAKTIOnssCHLuss: 30.05.2025; LAYOuT:
made by Sendldorfer, www.sendldorfer.com; TITeLbILd: standret/Freepik; sTÄndIGe mITArbeITer: Martina Mattes (Bemerkenswertes
aus der Medienwelt), Ruth Seybold, Birgit Mauermayer, Stephan Wolk, Beate Bschorr-Staimer (paed); druCK: Holzmann Druck GmbH
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Mitgliedsbeitrag enthalten, Bestellung unter info@keg-bayern.de, Erscheinung: 6 x jährlich (auch digital), Preis: 6,00 Euro (zzgl. Porto);
HInWeIs: Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung der Redaktion wieder. Nachdruck oder sonstige
Vervielfältigungen – auch auszugsweise – sind nur mit Genehmigung der Katholischen Erziehergemeinschaft gestattet. © KEG Bayern
2025; ISSN 0343-2645 • 71. Jahrgang
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und Hauptwörtern in diesem Magazin des Öfteren die männliche Form
verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat
nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.
LIEBE LESERIN,
LIEBER LESER,
diese CB versteht sich als Aufruf an alle
Bildungseinrichtungen, Erzieherinnen und
Erzieher, Lehrkräfte, Eltern und Entscheidungsträger:
Lasst uns gemeinsam daran
arbeiten, die Klimaziele ins eigene Bewusstsein
und die der nachwachsenden
Generation zu bringen. Wir brauchen
Werkzeuge, um unsere Welt zu schützen
und zu bewahren. Die Zeit zu handeln ist
jetzt – für die Zukunft unserer Kinder und
unseres Planeten.
Anders als die meisten Menschenrechtsverträge
thematisiert die Kinderrechtskonvention,
die 1989 von der Generalversammlung
angenommen wurde,
Umweltfragen wie etwa im Artikel 24 zur
Gesundheit oder im Artikel 29 zur Bildung.
Aber ein unmittelbares Kinderrecht
auf eine gesunde Umwelt fehlte bislang.
Das thematisiert die neue Allgemeine Bemerkung
des UN-Ausschusses, die den
Zusammenhang zwischen Kinderrechten,
Umwelt und Klimawandel betont und die
wir in unserem Leitbeitrag thematisieren.
Diese Bemerkung fordert Regierungen
auf, eine gesunde Umgebung für Kinder
zu gewährleisten, denn Kinder sind
besonders durch den Klimawandel gefährdet.
Sie verpfl ichtet Staaten dazu,
Kinderrechte bei Umweltgesetzen zu
berücksichtigen und Kinder in Entscheidungsprozesse
einzubeziehen.
Die gegenwärtige Generation von Erwachsenen
trägt eine enorme Verantwortung.
Ihre Entscheidungen und Handlungen
haben direkte Auswirkungen auf die
Welt, die unsere Kinder und Enkelkinder
erben werden. Bildungseinrichtungen
spielen eine Schlüsselrolle dabei, dieses
Bewusstsein zu fördern und die Bedeutung
der UN-Klimaziele in den Fokus zu
rücken. Doch es reicht nicht aus, lediglich
Informationen zu verbreiten. Es muss ein
tiefes Verständnis dafür entwickelt werden,
dass der Schutz des Klimas eine moralische
Verpfl ichtung gegenüber zukünftigen
Generationen ist.
In diesen Rahmen gehört die Frage, warum
angesichts der bedrohlichen faktenbasierten
Lage des Weltklimas das
Ausmaß von Menschen unterschätzt und
teilweise zu Lasten der nachfolgenden
Generation heruntergespielt wird. Psychologen
nennen dieses Verhalten „normalcy
bias“, eine Normalitätsverzerrung,
die dem Wunsch nach Normalität entspringt.
Und das Neue ist nicht normal!
Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass
Menschen angesichts eines unfassbaren
Ereignisses weitermachen wie gewohnt.
Bleibt dann auch noch das soziale Umfeld
passiv, bleiben sie es auch. Eine
ganze Gruppe von Machträgern in der
Welt verspricht diese (Wunsch-) Normalität
und bewegt so die Politik.
Was ist dagegen zu tun? Es gilt die
„Verlockungskraft“ der Normalität zu
erkennen und ihr zu widerstehen.
Das Wissen um das Phänomen
der „normalcy bias“ hilft, den eigenen
Anspruch zu überdenken und
ins Nachdenken zu kommen. Dabei
eigene Werte zu überprüfen.
Nicht „Augen zu und durch“, sondern
„Augen auf und handeln“.
Erzieher- und Lehrerpersönlichkeiten
auf einem christlichen Fundament
können in diesem Sinne
Vorbilder sein. Sie können bei vielen
Gelegenheiten in Kita und Schule einen
Aufruf starten, um Klimaschutz als Kinder-
und Menschenrecht zu verstehen.
Unser Heft beginnt damit, in einem
Leitbeitrag diese Dimension aufzuzeigen.
Sie als interessierte Leser und
Leserinnen setzen so einen ersten
Kontrapunkt gegen die Normalitätsverzerrung.
Ihre Gerlinde Kohl
Bundesvorsitzende der KEG
Deutschlands
KernTHemA 5
KERNTHEMA
dafür sorgen, dass Kinder gut leben, aufwachsen und sich
entwickeln können. Und das in einer gesunden, sicheren
Umgebung, wie die Allgemeine Bemerkung jetzt ergänzt.
Das Leben der Kinder sollte nicht durch Umweltschäden
gefährdet sein.
Alle Kinder haben laut Artikel 13 des Übereinkommens
das Recht auf freie Meinungsäußerung. Sie haben die
Freiheit, sich Informationen zu beschaffen und sie weiterzugeben.
Die Regierungen sollten deshalb dafür sorgen,
dass Kinder Zugang zu klaren und genauen Umwelt- und
Klima-Informationen haben – das schließt auch Maßnahmen
ein, die Kinder selbst ergreifen können. Die Informationen
sollten auf unterschiedliche Weise weitergegeben
werden, damit Kinder jeglichen Alters und mit unterschiedlichem
Hintergrund sie verstehen können.
aus 121 Ländern Ideen beigesteuert, Forderungen formuliert
und Rückmeldungen gegeben. Zudem unterstützte
ein Beratungsgremium von 13 Kindern im Alter von elf bis
17 Jahren den Ausschuss bei der Formulierung der allgemeinen
Bemerkung. Ihre Entwicklung ist eine der größten
Prozesse in der Geschichte der Vereinten Nationen, an
denen Kinder teilhaben konnten.
„Für mich bedeutet der allgemeine Kommentar einen weltweiten
Wandel, der notwendig ist, um bei der Bekämpfung
von Umweltproblemen voranzukommen und globale Maßnahmen
zum Schutz unseres Planeten für unsere Generation
und die kommenden Generationen zu ergreifen“,
sagte die Klima- und Kinderrechtsaktivistin Āniva von den
Pazifi schen Inseln. Er gebe Kindern eine stärkere Basis,
um ihre Rechte auf eine gesunde Umwelt durchzusetzen.
Kinder haben das Recht auf eine saubere Umwelt. Das
besagen neue Leitlinien, die der UN-Ausschuss für die
Rechte des Kindes (Committee on the Rights of the Child
– CRC) Ende August 2023 veröffentlicht hat. Die Allgemeine
Bemerkung (General Comment) Nr. 26 zu Kinderrechten,
Umwelt und Klimawandel betont die Notwendigkeit,
die negativen Auswirkungen der Umweltzerstörung
und des Klimawandels auf die Rechte von Kindern zu beschränken.
„Der Allgemeine Kommentar 26 ist das Ergebnis langer,
aber lohnenswerter multilateraler Bemühungen und ein
riesiger Schritt für alle Kinder weltweit – besonders für die
Kinder, die von Umweltzerstörung und Klimawandel schon
Kinder
haben das Recht
auf eine saubere Umwelt
umweltkatastrophen und der Klimawandel gefährden die rechte von
Kindern auf Leben und entwicklung. eine allgemeine bemerkung
des un-Ausschusses für die rechte des Kindes stellt jetzt klar:
regierungen sollen bei der umsetzung der Kinderrechte auch eine
gesunde umgebung gewährleisten.
heute mit voller Wucht getroffen werden“, sagte Christian
Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. Allgemeine
Bemerkungen erläutern und interpretieren das
Übereinkommen über die Rechte des Kindes (Convention
on the Rights of the Child; Kinderrechtskonvention), können
aber auch Lebensbereiche von Kindern thematisieren,
die in der Konvention nicht direkt erwähnt werden.
nur eine saubere umwelt gewährt
die einhaltung der Kinderrechte
Die Allgemeine Bemerkung Nr. 26 erklärt, wie Kinderrechte
mit Umwelt und Klima zusammenhängen. Laut Artikel
6 der Kinderrechtskonvention hat jedes Kind von Geburt
an ein Recht auf Leben. Alle Länder müssen deshalb
Quelle: DGVN e. V. (Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e. V.),
Autorin: Sandra Kirchner, Foto: Freepik
staaten müssen Kinderrechte
bei neuen umweltgesetzen beachten
Die Kinderrechte müssen – so schreibt es das Dokument
vor – bei allen umweltbezogenen Gesetzen und politischen
Beschlüssen geprüft und sichergestellt werden. Die
Staaten sind verpfl ichtet, dem CRC in regelmäßigen Abständen
über die Fortschritte zu berichten, die sie beim
Schutz der Umweltrechte von Kindern gemacht haben.
Auch müssen die Ansichten von Kindern bei umweltpolitischen
Entscheidungen berücksichtigt werden. Die Staaten
sollen Kinder darauf vorbereiten, dass sie sich aktiv
für ihre Belange einsetzen und sich vor Umweltschäden
schützen können.
Anders als die meisten Menschenrechtsverträge thematisiert
die Kinderrechtskonvention, die 1989 von der Generalversammlung
angenommen wurde, Umweltfragen,
wie etwa im Artikel 24 zur Gesundheit oder im Artikel 29
zur Bildung. Aber ein unmittelbares Kinderrecht auf eine
gesunde Umwelt fehlte bislang. Das thematisiert die allgemeine
Bemerkung nun.
Die Ergänzung der Kinderrechtskonvention verpfl ichtet die
Staaten dazu, die Rechte von Kindern vor unmittelbaren
Schäden zu schützen. Auch vorhersehbare Rechteverletzungen
in der Zukunft sind damit gemeint. Die Staaten sollen
deshalb die Bedrohung des Klimawandels abmildern
und die Verpfl ichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen
ernst nehmen. Neben der Umstellung auf erneuerbare
Energien werden auch die Verbesserung der Luftqualität,
das Sichern des Zugangs zu sauberem Wasser sowie
eine gesunde und nachhaltige Nahrungsmittelproduktion
gefordert.
Kinder haben an der entwicklung der
allgemeinen bemerkung mitgearbeitet
Bislang sind Kinder und Jugendliche nach wie vor in
umweltpolitischen Entscheidungsprozessen unterrepräsentiert.
Bei der Entwicklung der neuen Leitlinien sollten
deshalb Kinder eingebunden werden. In Online-Konsultationen,
die von der Menschenrechtsorganisation Terre des
Hommes organisiert wurde, haben über 16.000 Kinder
Kinder sind besonders verletzlich
gegenüber Klimawandelfolgen
Kinder gehören zu denjenigen, die besonders verletzlich
gegenüber dem Klimawandel sind. Schon heute sind eine
Milliarde Kinder weltweit durch die Auswirkungen des
Klimawandels „extrem stark gefährdet“. Das ist fast die
Hälfte aller 2,2 Milliarden Mädchen und Jungen weltweit.
Diese Kinder sind einer Vielzahl von klima- und umweltbedingten
Gefahren und Belastungen ausgesetzt. Am stärksten
sind Kinder in der Zentralafrikanischen Republik,
in Tschad, Nigeria, Guinea und Guinea-Bissau durch die
Auswirkungen des Klimawandels gefährdet. Das zeigte
der Klima-Risiko-Index für Kinder, den das UN-Kinderhilfswerk
(UNICEF) vor zwei Jahren erstmals gemeinsam mit
Fridays for Future vorgelegt hatte.
Von den analysierten 163 Ländern belegt Deutschland
den 142. Platz. Hierzulande sind Kinder im Weltvergleich
weniger stark durch klima- und umweltbedingte Gefahren
und Belastungen betroffen. Damit spiegelt der Bericht das
Missverhältnis zwischen den Ländern, in denen der Treibhausgasausstoß
besonders hoch ist und jenen, in denen
Kindern am stärksten unter klimabedingten Auswirkungen
leiden, wider. Die 33 „extrem risikoreichen“ Länder verursachen
zusammen nur neun Prozent der weltweiten CO2-
Emissionen.
INFO
Die KEG Deutschlands
ist Mitglied in der NC
(National Coalition) und
setzt sich im Verbund mit
anderen Organisationen für
eine gesunde Umwelt ein.
mensCHen 7
MENSCHEN
Das liebe ich an meinem Beruf
Mein Beruf als Kita-Leitung verbindet einfach sehr viele
Bereiche, die meinen Alltag abwechslungsreich und
immer wieder spannend gestalten. Ich arbeite als freigestellte
Leitung und habe somit keinen Dienst innerhalb der
Kindergruppen. Dennoch genieße ich die kurzen Momente
mit den Kindern sehr und freue mich ungemein, wenn
ich im Büro besucht werde. Ich würde sagen, dass mich
die verschiedensten Ebenen, auf denen ich tagtäglich unterwegs
bin, zugleich fordern und erfüllen.
Mit der KEG verbinde ich …
Barbara
Carmichael-Eilers
barbara Carmichael-eilers ist Landesvorsitzende der KeG niedersachsen. sie lebt gemeinsam mit
ihrer Familie in Cloppenburg und arbeitet als Kita-Leiterin einer fünfgruppigen einrichtung in Friesoythe.
die einrichtung steht unter der Trägerschaft des katholischen Kirchengemeindeverbandes
im Pastoralen Raum Friesoythe. Das christliche Profil ihrer Kita gefällt Frau Carmichael-Eilers besonders,
was sie auch in ihrer Arbeit innerhalb der KeG stärkt.
Als vor rund vier Jahren die Anfrage kam, ob sie Interesse habe, in der KeG mitzuwirken, war das
möglicherweise sogar ausschlaggebend für ihr „Ja“ zur Übernahme eines Amtes im berufsverband.
Insgesamt findet sie es ungemein wichtig, dass Erzieherinnen und Erzieher sich auch weiterhin in
den regionalen mitarbeitervertretungen, in politischen Gremien oder berufsverbänden für bessere
bedingungen stark machen. Auch wenn es nicht immer so scheint, die stimmen werden gehört!
meine ersten Erfahrungen in einem Berufsverband und
den Zusammenschluss von vielen sehr klugen Menschen,
die mich nicht nur in meiner persönlichen Entwicklung voranbringen,
sondern mich gerade auch in dem länderübergreifenden
Fachaustausch anders refl ektieren lassen.
Für meinen Berufsalltag brauche ich …
... ein gutes Rüstzeug. Das ist für mich mein Träger, der
mich trägt, stärkt und mir Grenzen aufzeigt. Das ist mein
Team von Mitarbeiter*innen, die oft mit außerordentlichem
Engagement und viel Freude ihren Beitrag zur Erziehung,
Bildung und Betreuung im frühkindlichen Bereich leisten.
Hinzu kommen Eltern, die uns als Team und mir als Leitung
sehr wertschätzendend gegenüberstehen. Ein respektvolles
Miteinander ist für meinen Berufsalltag unerlässlich.
Das mache ich, um mich zu entspannen
Ich verbringe gerne Zeit mit meiner Familie und unseren
Freunden. Gemeinsame Aktivitäten machen uns dann besonders
viel Freude und stärken mich, den Blick nach vorn
zu richten. Vor Weihnachten gab es eine berufliche Phase,
die mich sehr gefordert hat. In dieser Phase habe ich
von meinem Mann ein großes Bild geschenkt bekommen,
welches ich selbst durch eine Zahlenzuordnung ausmalen
konnte – zuerst habe ich das sehr belächelt und es eher
für eine gewagte Idee meines Mannes gehalten, aber dann
konnte ich spüren, wie sehr mich das Malen runterholen
kann. Nun bin ich um einen Erfahrungsschatz reicher.
Das empfehle ich Berufseinsteigern
Durchhalten! Aller Anfang ist oft erstmal schwer und jeder,
der sich an den eigenen Beginn der dritten Phase des Lernens
erinnert, der weiß das doch auch. Weiter empfehle
ich in diesem Zusammenhang immer in Zuversicht zu
sein. Sicherlich gibt es ausreichend Dinge, die wir innerhalb
der Rahmenbedingungen bemängeln müssen und
doch darf man auch mal auf die „Haben“-Seite schauen.
Zuletzt würde ich empfehlen, stets wissbegierig zu bleiben,
sich fortzubilden, im Austausch zu sein und niemals
müde zu werden, Fragen zu stellen.
Wo möchten Sie leben?
Ich kann mich an vielen Orten auf der Welt sehr wohl fühlen
und hatte in vielen Ländern schon großartige Zeiten.
Und dennoch merke ich, dass ich zufrieden und gerne in
Deutschland lebe. Ich glaube, dass wir unser Sozialversicherungssystem
manchmal zu stark kritisieren. Wenn wir
in andere Länder blicken, kann man erahnen, wie „gut“ es
ist, diese Sicherheit gewahrt zu wissen. Über ein Haus direkt
am Meer würde ich mich allerdings nicht beschweren.
Was ist für Sie das
vollkommene irdische Glück?
Diese Frage schließt sich wunderbar an: Meine Familie
und ich sind gerne am und im Wasser. Ich fühle mich beglückt,
wenn wir miteinander, gesund und lebensfroh, Zeit
am Meer verbringen können.
Ihr Lieblingsautor?
Je nach Stimmung: Jodi Picoult und Freida McFadden.
Ihre liebsten Romanhelden?
Darüber musste ich einen Moment lang nachdenken und
bin mir doch jetzt sehr sicher. Als Kind mochte ich die Geschichten
von Astrid Lindgren sehr. Das hat sich bis heute
auch nicht verändert. Besonders „Lotta aus der Krachmacherstraße“
hat(te) es mir angetan. Ich bewundere Lotta
für ihren Mut, ihre Eigenart Dinge anzugehen und ihre
scheinbar unerschöpfl iche Resilienz.
Ihre Lieblingsheldinnen/-helden
in der Wirklichkeit?
Die Frage fi nde ich wirklich schwer zu beantworten. In meinen
Augen trägt jeder von uns etwas Heldenhaftes in sich
und es wäre unfair, auch nur irgendwem das „Heldsein“
mehr oder weniger zuzuordnen. Ich glaube, so lasse ich
das einfach mal stehen.
Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Ich lese besonders gerne. Sowohl Romane und Thriller,
als auch Fachliteratur und ich liebe unser Zuhause und
mag es, dieses durch Accessoires in Szene zu setzen.
Wenn wir dann von einem geliebten Kurztrip zurückkommen,
freue ich mich über die Atmosphäre und das schöne
Gefühl von „Zuhause“.
Was schätzen Sie
bei Ihren Freunden am meisten?
Der Kreis meiner Freunde besteht aus ganz unterschiedlichen
Persönlichkeiten. Ein paar Eigenschaften haben alle
gemeinsam - sie sind ungeschönt ehrlich, bedingungslos
verlässlich und loyal. Besonders dankbar bin ich dafür,
dass niemand nachtragend ist. Jeder weiß voneinander,
dass es Lebensphasen gibt, in denen mal wenig Austausch
oder persönliche Treffen möglich sind und dennoch
besteht die Gewissheit und das Vertrauen, dass wir
menschlich gut miteinander sind.
Welche natürliche Gabe
möchten Sie besitzen?
Neulich hatte ich die Möglichkeit, Exerzitien-Tage auf
Wangerooge zu erleben. Bei all meiner Freude daran, mit
Menschen zusammen zu sein und miteinander zu arbeiten,
konnte ich erleben, dass das „Alleinsein“ auch einen
Zauber haben kann. Scheinbar besitze ich also die
Gabe, dass ich mir selbst auch mal genug sein kann.
Zumindest würde ich das als eine Art Gabe bezeichnen.
Gleichzeitig wünsche ich mir, dass mein Leben
einen Sinn für Andere hat, dass etwas hinter mir
aufblüht, ich etwas gebe, was bleibt. Wenn dann
noch die Gabe „Weisheit“ (im späteren Alter) dazukommt,
dann bin ich mehr als gesegnet.
Wie lautet Ihr Motto?
„It never hurts to keep looking for sunshine.“
(Eeyore)
Wie kann man Ihrer Meinung
nach in Kita und Schule einen
verantwortungsvollen Umgang
mit der Umwelt fördern?
Das große Ganze zu sehen, überfordert mich
selbst manchmal. Die Klima-Krise macht mir Angst.
Meiner Meinung nach geht es nur in kleinen Schritten.
Und diese Schritte müssen sowohl für die Erwachsenen
als auch für die Kinder nachvollziehbar,
umsetzbar und sinnvoll sein.
Dazu kann das Bauen von Mini-Beeten gehören oder das
gemeinsame Beobachten und Analysieren von Wetterphänomenen,
das Bauen von Solar-Ladestationen oder die
Analyse vom Wasserfußabdruck. Interessant fände ich
auch eine Art „Zero-Waste-Projekt“, um eine möglichst
langfristig müllfreie Kita oder Schule anzustreben.
Am Ende des Tages geht es darum, Vorbild im Alltäglichen
zu sein. Die beste und innovativste Projektwoche wird nicht
nachhaltig erfolgreich sein, wenn dem verantwortungsvollen
Umgang im Alltag zu wenig Beachtung geschenkt wird.
8
mensCHen
Kurt Armbruster
seit fast 40 Jahren ist Kurt Armbruster mitglied der KeG. Zunächst war er als
AJe-Vorsitzender im Landkreis tätig, dann mehrere Jahre als Landesvorsitzender
der AJe (heute Junge KeG). Als stellvertretender Kreisvorsitzender arbeitete er
viele Jahre im Landkreis Günzburg und vertrat außerdem lange Zeit unsere
Kolleginnen und Kollegen im ÖPr und bPr als Personalrat für die KeG.
Kurt Armbruster war fast 40 Jahre Lehrer in der Grundschule, lange Zeit
Fachberater für umweltbildung und 11 Jahre in Teilabordnung Akademiereferent
für umweltbildung und bildung für nachhaltige entwicklung an der Akademie
für Lehrerfortbildung und Personalführung in dillingen.
Das liebe ich an meinem Beruf …
Der Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Menschen
bringt einem sehr viel. Zu sehen, wie Wissen um Zusammenhänge
Früchte trägt befriedigt einen Pädagogen.
Mein Geheimtipp für den Arbeitsalltag ist …
gut strukturiert sich von den Schülern und ihren Bedürfnissen
leiten lassen.
Mit der KEG verbinde ich …
tolle Menschen, die Werte hochhalten, gesellig sind, ihre
Meinung sagen, sich gleichzeitig verantwortungsbewusst
für andere einsetzen und kollegiales Miteinander leben.
Was hat Sie persönlich dazu bewogen,
sich näher mit dem Schutz der Natur und
Umwelt auseinanderzusetzen und dies auch
in Ihre schulische Arbeit zu übertragen?
In meiner Kindheit und Jugend war ich sehr viel draußen
unterwegs, im Garten, in freier Natur, konnte über vieles
staunen und mich freuen. Unsere Umwelt leidet aber immer
mehr, durch Klimawandel, Flächen- und Ressourcenverbrauch,
unseren Energiehunger, ... Wir müssen lernen
zu schützen und zu bewahren. Wir Menschen dürfen nicht
nur nehmen, sondern müssen auch zurückgeben. Damit
auch unsere Kinder und Enkel in intakter Umwelt leben
dürfen, deshalb empfinde ich dieses Thema als elementar
für den Unterricht.
Welcher Rolle kommen Kita und Schule
in der Umweltbildung nach?
Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen! Alles
um uns herum ist Umwelt. Wir interagieren ständig mit ihr
und müssen verstehen wie Dinge zusammenhängen. Dort
können wir Grund legen und Dinge anbahnen.
Wie spiegeln sich aktuelle Themen
im Klassenzimmer wider?
Die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen bekommen
viel von den Problemen unserer komplexen Welt mit und
brauchen Hilfe und Antworten, die sie verstehen können.
Deshalb sind Umweltthemen nahe am Alltag der Schüler
und wir können sie nachhaltig auf die Zukunft vorbereiten.
Wir müssen ihnen vermitteln, dass auch sie selbst etwas
im Kleinen bewirken können.
Menschen der KEG im Mittelpunkt
Wie können wir Kinder und Jugendliche
für die Natur und damit für Umweltschutz
begeistern?
Möglichst früh mit den Kindern hinaus in die Natur, mit
allen Sinnen erfahren und Wertschätzung für Tiere und
Pfl anzen vermitteln. Behutsam (ökologische) Zusammenhänge
erklären und Begeisterung für das Wunder der
Schöpfung vorleben.
Was müssen wir an Schulen vermitteln,
um unsere Schülerinnen und Schüler
für die Herausforderungen im Umweltund
Naturschutz zu sensibilisieren?
Ich denke wir Lehrer müssen uns der Vorbildrolle für unsere
Schüler bewusst sein. Wie kann ich von Schülern
fordern, sie sollen im Sinne der Umwelt zu Fuß kommen,
fahre aber selbst nie mit dem Fahrrad oder gehe zu Fuß.
Welche Herangehensweise hat sich
bewährt, um Schülerinnen und Schülern
die Zusammenhänge zwischen Umwelt,
Wirtschaft und Gesellschaft zu erklären?
Diese drei Bereiche der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung
(BNE) unter einen Hut zu bringen ist sicher nicht
leicht. Zu vermitteln zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen,
abzuwägen wie man Kompromisse schließen kann
und diese demokratisch mitzutragen, ist sicher eine hohe
Kunst. Auch hier gilt vom Einfachen zum Komplexen und
steter Tropfen höhlt den Stein. Nicht die eine Showstunde
bringt die Lösung, sondern das tägliche Aufgreifen von
kleinen Problemen und das schülergerechte Aufarbeiten
zeigt den Kindern und Jugendlichen den richtigen Weg.
An welche Unterrichtsstunde oder welches
Umweltbildungsprojekt aus Ihrer Zeit als
Lehrkraft erinnern Sie sich am liebsten?
Die Kinder meiner 2. Klasse konnten im Schulgarten beobachten
wie eine Libellenlarve aus dem Wasser einen
Schilfhalm nach oben kletterte, die Hülle sprengte und das
fast fertige Insekt schlüpfte. Es kletterte weiter nach oben,
pumpte die Flügel auf und fl og schließlich davon. Ein Prozess,
der sicher eine gute halbe Stunde dauerte. Die Kinder
waren fasziniert dies miterleben zu dürfen, beobachteten
ruhig und konzentriert, stellten Fragen und erzählten
lange davon. Ein Glücksmoment für mich als Lehrer.
Foto: davit85/Freepik
„NRW BLEIB SOZIAL“
KEG-Förderinitiative geht 2025 erweitert in die zweite Runde
die KeG setzt sich dafür ein, dass Glaube und religion ihren Platz und stellenwert
im bildungssystem haben und behalten. – Förderung religionspädagogischer und
resilienz-stärkender Projekte in sozialpädagogischen einrichtungen durch den
Landesverband der KeG-nrW
Förderung religionspädagogischer
Projekte in sozialpädagogischen
einrichtungen.
Wie auch schon im vergangenen Jahr angeboten,
möchte der Landesvorstand der KEG-NRW auch für
2025 Sie als Mitglied der KEG in Ihrer Arbeit vor Ort
mit fi nanziellen Mitteln unterstützen.
Wir fördern:
Ideen, Bausteine, Einheiten, Materialien, Honorarkosten,
Projekte und Aktionen mit religionspädagogischem
Schwerpunkt bis zu einem Höchstbetrag von
2.000 Euro. Auch „kleinere“ Anschaffungen für die
religionspädagogischen Initiativen sind förderfähig.
AUS DEM VERBAND
Mehr als 30.000 Menschen haben in Düsseldorf gegen
Sparpläne der Landesregierung im Sozialbereich demonstriert.
Die Kundgebung unter dem Motto „NRW bleib
sozial“ fand in Sichtweite des Landtags statt. Arbeiterwohlfahrt,
Caritas, Der Paritätische, Deutsches Rotes Kreuz,
Diakonische Werke und Jüdische Kultusgemeinde haben
sich mit ihren 17 Spitzenverbänden zur Landesarbeitsgemeinschaft
Freie Wohlfahrtspfl ege zusammengeschlossen
und diese Demonstration initiiert, eine von vielen
Aktionen auch schon in den zurückliegenden Jahren. Mit
der Kundgebung wollten die Träger und Mitarbeitende verschiedener
sozialer Angebote ein Zeichen setzen gegen
die im Haushaltsentwurf der NRW-Landesregierung vorgesehenen
Einsparungen von insgesamt rund 83 Millionen
Euro. Sie betreffen etwa Angebote der Familienhilfe
und Kindertagesstätten, Beratungsstellen und Integrationsprogramme.
Auch Mitglieder der KEG-NRW waren vor
Ort.
Sie alle kennen die Situation in den Tageseinrichtungen
für Kinder und den weiteren pädagogischen Feldern aus
eigenen Erfahrungen. Sie wissen persönlich um die Belastungen
der dort berufl ich Tätigen und die immer enger
werdenden personellen und fi nanziellen Möglichkeiten.
Wir möchten als KEG-NRW ein Zeichen setzen und Ihnen
konkrete Unterstützung in Ihrer Arbeit vor Ort anbieten.
Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
Förderung „resilienz-stärkender
Angebote“ für Teams in sozialpädagogischen
einrichtungen
Der Landesvorstand der KEG-NRW stellt pro Einrichtung,
in der ein KEG-Mitglied tätig ist, maximal
500 Euro zur Verfügung, um z.B. „Oasentage“,
Ideen und Aktivitäten zur Stärkung des Teams,
Maßnahmen zum Team-Building, Team-Events,
Team-Fortbildung und ähnliches zu gestalten und
durchzuführen. Wir möchten damit einen kleinen
Beitrag leisten, die aktuellen Belastungen zu bewältigen,
Zuversicht und Resilienz zu fördern.
Ein Antrag kann durch das jeweilige Mitglied in Absprache mit der jeweiligen Einrichtungsleitung formlos per E-Mail
an info@keg-nrw.de gestellt werden. Weitere Infos auf der Homepage der KEG-NRW unter www.keg-nrw.de.
10 Aus dem VerbAnd
Aus dem VerbAnd 11
BILDUNGSMINISTERIUM THÜRINGEN
Der ehemalige Bundesvorsitzende der KEG wird zum Staatssekretär ernannt
Der ehemalige Bundesvorsitzende der KEG Deutschlands
Dr. Bernd Uwe Althaus (CDU) ist seit dem 17. Dezember
2024 Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bildung,
Wissenschaft und Kultur. Die KEG-Familie gratuliert von
Herzen!
Nach der Kabinettssitzung wurde Dr. Bernd Uwe Althaus
(re.) von Ministerpräsident Dr. Mario Voigt (li.) zum Staatssekretär
im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und
Kultur ernannt und trat sein Amt unmittelbar an.
„Ich freue mich wirklich sehr, dass wir mit Bernd Uwe Althaus
einen Staatssekretär gewinnen konnten, der durch
sein Wirken als Schulamtsleiter bereits viel Erfahrung und
ein tiefes Verständnis für die bestehenden Herausforderungen
mitbringt. Auch seine Praxis als Schulleiter und
ehemaliger Direktor des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung,
Lehrplanentwicklung und Medien macht ihn zum
ausgewiesenen Experten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit
und das gemeinsame Wirken für die Thüringer
Bildungs- und Kulturlandschaft“ (Bildungsminister Christian
Tischner).
Die aktuelle Bundesvorsitzende der KEG Deutschlands
Gerlinde Kohl gratulierte ihrem Vorgänger: „Dieser Weg
war abzusehen. Wer Bernd Uwe und seine stets ehrliche
und konstruktive Art kennt, konnte ahnen, dass ihn sein
Weg in ein solches Amt bringt. Die gesamte KEG-Familie
freut sich für unseren Ehrenvorsitzenden und auf die weitere
Zusammenarbeit im Bundespräsidium.“
KeG
bayern
Der Landesvorsitzende der KEG Bayern Martin Goppel
beglückwünschte das Bundesland Thüringen zu dieser
hervorragenden Wahl: „Bernd Uwe bringt nicht nur erstklassige
Erfahrung ins neue Amt mit, sondern mit ihm verstärkt
sich das Bundesland Thüringen um eine Persönlichkeit,
die die Menschen in den Blick nimmt und stets für
diese dient. Bernd Uwe weiß um die Herausforderungen
und bringt die nötige Erfahrung, aber auch den Mut mit,
sich diesen selbstbewusst zu stellen. Herzlichen Glückwunsch
zu diesem bedeutenden Schritt!“
KEG BRINGT DEN BALL INS ROLLEN
Die KEG im Landtag bei Dr. Martin Brunnhuber (FW) zum Kickertalk
Klartext und Kickertrubel: Beim Besuch im Bayerischen
Landtag bei Dr. Martin Brunnhuber, Mitglied des Bildungsausschusses
(FW), konnten wir während eines hitzigen
Kicker-Turniers viele Themen besprechen.
Gewohnt interessiert und ehrlich durften wir die Ideen und
Positionen unserer Referate und Mitglieder darstellen und
hier Dr. Brunnhuber einiges an Stoff mitgeben: Sprachtests,
Arbeitszeiterfassung, Kita-Notstand, Lehrer- und
Erziehergesundheit, Digitalisierung oder auch die wichtige
Rolle von Verbänden. Themen wurden genug ins Spielfeld
geworfen. Wer beim Turnier gewonnen hat, bleibt natürlich
unser Geheimnis.
Vielen Dank für diese außergewöhnliche Möglichkeit, unsere
Themen einzubringen.
v.l.n.r. KeG-Landesvorsitzender martin Goppel, markus
Kosian, Josephine brunnhuber, mdL dr. martin brunnhuber
„GUTE BILDUNG SIEHT ANDERS AUS“
Podcastaufnahme an der Universität Augsburg mit Prof. Dr. Klaus Zierer
Prof. Dr. Klaus Zierer, führender Experte für Schulpädagogik
veröffentlichte kürzlich in Zusammenarbeit mit dem
bekannten Wissenschaftler Harald Lesch das aufsehenerregende
Buch „Gute Bildung sieht anders aus“. Dies zum
Anlass begrüßte Professor Klaus Zierer im Februar Martin
Goppel und Pfarrer Rainer Maria Schießler für eine Podcastaufnahme
in seinem Büro an der Universität Augsburg.
In einem offenen und ehrlichen Gespräch thematisierten
die Podcasthosts den umstrittenen Leistungsbegriff, sprachen
über die Wertschätzung aller Schularten sowie die
Bedeutung von Schulabschlüssen – sowohl für die einzelnen
Schülerinnen und Schüler als auch für die Gesellschaft.
Prof. Zierer brachte seine fundierten Perspektiven
in die Diskussion über bildungspolitische Reformen ein
und kritisierte dabei vor allem die mangelnde Zielsetzung
bei Reformversuchen in der Lehrerausbildung.
Besonders betonte er die Notwendigkeit von Visionären in
der Lehrerschaft und wünschte sich vor allem eins: mehr
Zeit. Mehr Zeit für die eigentliche Aufgabe der Lehrkräfte,
mehr Zeit für die Bildung der nächsten Generation, mehr
Zeit für die einzelnen Schülerinnen und Schüler.
Hören Sie rein, in eine kurzweilige und kritische Folge!
TREFFEN DES REFERATS HOCHSCHULE/
SEMINAR/JUNGE KEG/STUDIERENDE
Ende 2024 traf sich das Referat Hochschule/Seminar/Junge KEG/
Studierende im Haus St. Ulrich, um gemeinsam zu tagen
Prof. Dr. Dr. Wiater war zu Gast und es wurde über die
Chancen und Grenzen der KI in der Schule sowie im
Lehrerberuf gesprochen. Die KI hat viele Chancen im
Blick auf die Vorbereitung des Unterrichts und die Differenzierung.
Jedoch darf man nicht außer Acht lassen,
dass es auch Grenzen gibt, wie das Thema Fake News
und Datenschutz.
Auch die Lehrerausbildung in der 1. Phase wurde in den
Blick genommen. Es muss wesentlich mehr Praxis in das
Studium. Erst durch die Praxiserfahrung wird es möglich
herauszufi nden, ob der Lehrerberuf für einen das Richtige
ist. Außerdem bekommt man so einen Einblick, wie es in
der Schule abläuft.
Es ist immer spannend, die verschiedenen Themen aus
der Sicht der verschiedenen Referate zu hören. Das
nächste Treffen mit weiteren spannenden Themen fi ndet
im Frühling 2025 statt.
12 Aus dem Verband
Aus dem Verband 13
KEG-Basistour
Der Landesvorsitzende der KEG Bayern Martin Goppel hat es sich im neuen Schuljahr zur
Aufgabe gemacht, sich den Anliegen, Sorgen und Wünschen unserer Lehrkräfte und (Früh-)
Pädagogen an Ort und Stelle anzunehmen. Bei Schulbesuchen hat er ein offenes Ohr und
möchte durch den Austausch mit unseren Pädagogen an der Basis die Themen herausarbeiten,
die wirklich brennen. Nur so können wir gezielte Verbesserungsmaßnahmen fordern
und uns für bessere Bedingungen für Lehrkräfte, Pädagogen und Kinder einsetzen.
KEG zu Besuch an der
Grundschule Garching Ost
Auf Einladung des KEG Schulleiters Edgar Mayer besuchte
Ende November 2024 unser Vorsitzender Martin Goppel
die Grundschule Garching Ost, um mit dem Lehrerkollegium
über aktuelle Themen der Schule zu diskutieren.
Ob Ideen der Lehrkräfte-Ausbildung, der Übertritt in der
4. Klasse, neue Herausforderungen wie der Sprache der
Heterogenität und Digitalität im Unterricht oder auch die
Rolle des Martinsfestes und des Religionsunterrichts an
Schulen – es waren viele Themen auf der Agenda, die
in gegenseitiger Wertschätzung bis spät abends diskutiert
wurden. Besonders spannend war die Frage, wie es
Grundschullehrkräften menschlich ginge, die auf Grund
Personalmangels in der Mittelschule unterrichten müssten
ohne dafür universitär vorbereitet worden zu sein. Hier
waren die Gefühlslagen sehr schnell zu erkennen: Die Mittelschule
benötigt dringend neue Konzepte und ein neues
Profil, um hier langfristig den Schülerinnen und Schülern
Halt zu geben.
Einig war man sich daher darin, dass die A13 Anpassung
sehr wichtig und richtig war und hier schnellst möglich
weitere Anpassungen folgen müssen. Die Stellenhebungen
in anderen Schularten stießen erwartbar auf “Verwunderung”,
da die A 13 Anhebung für Grund- und Mittelschullehrer
noch nicht einmal abgeschlossen ist und die
engagierten Kollegen vor allem die Funktionsträger und
die engagierten Kollegen in den funktionslosen Beförderungen,
wie auch die Fach- und Förderlehrkräfte und Verwaltungskräfte
hier dringend seitens der Politik mehr Unterstützung
benötigen und auch gesehen werden wollen.
Auch eine dringende Reform der Lehrkräfte-Ausbildung
wurde als längst überfällig angesehen. Man verstehe
nicht das Zögern und Warten der Staatsregierung, da der
Reformstau seit Jahren bestehe. Natürlich wurden die
kommenden Sprachtests auch diskutiert, die nicht in die
“Entbürokratisierungsbestrebungen” der Staatsregierung
passen und wichtige Förderprogramme fehlen. Auch vertraue
man dem bewährten Vorgehen im Zusammenspiel
mit der Kita. Hier bemängelte man das vorschnelle Vorgehen,
wie auch die noch nicht definierten Förderprogramme.
Gemeinsam verständigte man sich darauf den Austausch
zu wiederholen, da dieser gegenseitige Austausch
für beide Seiten gewinnbringend und wertvoll war. Vielen
Dank an die Grundschule Garching Ost für die Gastfreundschaft.
v.l.n.r.: Michael Kugler, SchAD, Schulamt Landshut; Julia Herrgesell, Lin, stv. Schulleiterin MS St. Nikola; Monika Böhm, Rin,
Schulleiterin GS St. Nikola; Martin Goppel, Landesvorsitzender KEG; Martin Lobewein, KR, Schulleiter MS St. Nikola; Martin
Zuchs, Schulamt Landshut
KEG Landesvorsitzender Martin Goppel
besucht die Grund- und Mittelschule
St. Nikola in der inklusiven Region Landshut
(Niederbayern) als wichtigen Pfeiler
in der Landshuter Bildungslandschaft.
In den letzten Jahren ist es im Schulsystem der Grundund
Mittelschulen zu einer Umorientierung gekommen.
Wurde Schule lange Zeit vor allem als homogenisierende
Institution angesehen kann aktuell von einer „Heterogenitätsorientierung“
als neuem Paradigma gesprochen
werden. Die Grund- und Mittelschule St. Nikola als wichtiger
Pfeiler in der Landshuter Bildungslandschaft war dem
KEG Chef jede Reise wert. Denn Inklusion ist in diesen
beiden Schulen nicht nur eine Idee, sondern ein in der
UN-Behindertenrechtskonvention festgeschriebenes Menschenrecht,
welches besagt, dass alle Menschen ganz
natürlich dazugehören – egal wie sie aussehen, welche
Sprache sie sprechen oder ob sie eine Behinderung haben.
Niemand darf ausgeschlossen, ausgegrenzt oder an
den Rand gedrängt werden. Und dieses Profil merkt man
beiden Schulen tatsächlich an. Junge Menschen mit und
ohne sonderpädagogischem Förderbedarf erhalten dort
durch ein unglaublich engagiertes Kollegium die Chance,
gemeinsam zu lernen, um sich selbstbewusst und selbstständig
der Zukunft stellen zu können.
Beide Schulen zählen nicht nur zu den inklusiven Schulen
der Region, sondern dürfen sich auch Partnerschule
des Startchancen-Programms nennen. So waren beide
Lehrerzimmer beim wertschätzenden Gespräch mit dem
KEG Landesvorsitzenden prall gefüllt und voller Fragen,
Wünsche und Anregungen. Vor allem die Themen Übertritt,
Heterogenität, Elternarbeit, Notenvergabe für förderbedürftige
Kinder, Parkmöglichkeiten, Digitalisierung,
Gesundheit und Psyche der Kinder, Teilzeit aber auch die
brennenden Themen rund um das Grund-und Mittelschullehramt,
Personalmangel und die schon lang geforderten
Unterstützungskräfte waren Teil des Gesprächs.
Goppel durfte zudem gemeinsam mit dem dortigen Schulrat
Michael Kugler den Unterricht in mehreren Klassenstufen
besuchen und sich von der unglaublichen Arbeit
der Lehrerinnen und Lehrer vor Ort überzeugen. „An der
Grund und Mittelschule St. Nikola können sich die Schülerinnen
und Schüler verstanden und unterstützt fühlen. Die
Lehrkräfte sind nicht nur Wissensvermittler, sondern auch
Mentoren, die sich dafür einsetzen, dass alle Schülerinnen
und Schüler ihre individuellen Ziele erreichen können.
Vielen Dank den Schulräten Michael Kugler und Martin
Zuchs sowie all den engagierten Lehrkräften für diesen
ehrlichen und tollen Einblick, den spannenden Schultag
und die wichtige Arbeit vor Ort. Danke für Ihre so wichtige
Herzensarbeit für unsere Schülerinnen und Schüler“ zieht
Goppel sein Fazit.
Auch die Themen der Digitalisierung, der Möglichkeiten
der Teilzeitanpassungen, der Parkmöglichkeiten für
Lehrkräfte und Erzieher und die finanzielle Situation des
Trägers wurden thematisiert. Spannend war, dass städtische
Schulen ungefähr einen zehn Prozent höheren Migrationsanteil
haben als staatliche. Interessant war zudem,
dass städtische Lehrkräfte einen garantierten Kitaplatz für
ihre Kinder haben, was für verbeamtete Lehrkräfte nicht
gilt. Auch bemerkenswert war, dass sog. Gastro-Schulen
gerade von vietnamesischen Kindern mit wenig Deutschkenntnissen
überrannt werden. Auch wurde die Situation
unserer Kitas diskutiert. Auch hier ist man dankbar über
neue Wege der Mitarbeiter-Ausbildung/Gewinnung. Man
war sich aber einig, dass der neue modulare Ansatz weitergedacht
werden müsse.
KEG Bayern zu Besuch beim
Schulwerk der Diözese Augsburg
1975 wurde das Schulwerk der Diözese Augsburg gegründet.
Ziel war es damals, die wichtige pädagogische Arbeit
der Ordensschulen fortzuführen. Unter dem Dach des
Schulwerks befinden sich heute eine Grundschule, zehn
Gymnasien, zwanzig Realschulen und sieben berufsbildende
Schulen (darunter fünf Fachakademien für Sozialpädagogik).
Zum aktuellen Schuljahr besuchen knapp 20.000
Schülerinnen und Schüler die 38 Schulwerksschulen und
werden von über 1.500 Lehrkräften unterrichtet. Oberstudiendirektor
Peter Kossak ist seit Januar 2016 Direktor des
Schulwerks.
14 Aus dem VerbAnd
Aus dem VerbAnd 15
„Bildung und Glauben miteinander zu verbinden: Darin
sehe ich das Besondere am Schulwerk,“ formulierte Kossak
gleich zu Beginn des Gesprächs mit dem Landesvorsitzenden
der KEG Martin Goppel und lobte die KEG für
ihren neuen Aufwind sowie die klaren Positionierungen.
Besonderen Anklang fand Kossak in der Ausrichtung der
KEG, den Menschen in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen,
denn das sei das, was uns Katholiken einfach prägt
und uns zeitgleich auch Kraft gibt. Seit neun Jahren verfolgt
Kossak als Direktor des Schulwerks die Arbeit der
KEG und doch fällt der neue positive Wind der KEG auf.
Ob Pressemitteilungen, Haltung, Klarheit unserer Sache,
Digitalität und eine neue / modernere Öffentlichkeitsarbeit.
Die KEG leuchte, sagte Kossak und bestärkte Goppel im
Weg der KEG die Digitalität als pädagogisch unterstützendes
Werkzeug zu sehen.
NACHHALTIG, GESUND – UND KOSTENLOS!
Gutes Mittagessen für alle Kinder und Jugendlichen in Bayern
Die Abgeordneten der Landtagsfraktion der Grünen Laura
Weber (Sprecherin für Verbraucherschutz), Gabriele Triebel
(Sprecherin für Bildung) und Mia Goller (Sprecherin für
Landwirtschaft und Wald) luden zum Fachgespräch „Gutes
Essen für Kinder in Bayern“ in den Bayerischen Landtag
ein.
Für die KEG ein Herzensthema – bei uns steht der Mensch
im Mittelpunkt. MENS SANA IN CORPORE SANO besagt
eine lateinische Redewendung („Ein gesunder Geist steckt
in einem gesunden Körper“). Für viele Eltern ist die Frage
der gesunden, dabei bezahlbaren Ernährung und somit
Denn vieles im pädagogischen Bereich (speziell Fachunterricht)
könne in diesem Zeitalter tatsächlich eine KI oder
ein Avatar übernehmen. Was Kinder allerdings für eine
gelingende Bildung benötigen, ist eine Beziehung zu ihrer
Lehrkraft - es heißt nicht umsonst Pädagogik (Führung
des Kindes). So vertieften sich die Gesprächsteilnehmer
über zwei Stunden in die Themen Lehrerausbildung (hier
verfolgt das Schulwerk gemeinsam mit Prof. Zierer von
der Uni Augsburg einen gesonderten Weg, der bayernweit
begeistert), KI und Digitalität an Schulen, neue Formen
des Unterrichts (Modell ULI, das ohne Unterrichtsstunden
auskommt und im nächsten Schuljahr ausgerollt und
vom Bayerischen Kultusminister sowie Geldern der Freie
Wähler Fraktion unterstützt wird) und die Rolle bzw. das
Image der katholischen Kirche. Besonderen Schwerpunkt
legten beide darauf, wie man die Superkraft des „K“ wieder
besser darstellen kann. Klar war beiden, dass uns Katholiken
die Haltung und die Herangehensweise bei Problemen
und Herausforderungen unterscheidet. Denn die
„Ehrfurcht vor Gott“ ist das, was uns Katholiken Kraft und
Hoffnung gibt.
So formulierte Kossak zum Abschied eine spannende Aussage:
„Eine katholische Schule oder Einrichtung speist
sich immer aus dem christlichen Menschenbild. Bei uns
muss deshalb der Mensch im Mittelpunkt stehen. In erster
Linie die Schüler, aber auch die Kollegen und die Eltern.
Diese Orientierung macht für uns definitiv den Unterschied
zu einer öffentlichen Schule aus, die diese Quelle so nicht
fassen kann. Und vielleicht deshalb werden katholische
Einrichtungen in diesen Zeiten so nachgefragt. Lehrkräfte
und Pädagogen zu finden, die unsere Grundhaltung mittragen
und sie täglich an die Schülerinnen und Schüler vermitteln,
ist tatsächlich mit das Schwierigste. Das ist eine
der größten Herausforderungen, die ich für die Zukunft unserer
kirchlichen Schulen und Einrichtungen und sicherlich
auch für einen katholischen Verband wie die KEG sehe. Es
sind vor allem unsere Lehrerinnen und Lehrer und Pädagogen,
die den Unterschied ausmachen.“
das tägliche Essen des Kindes in Kita und Schule essenziell.
Leider wird diese Diskussion noch sehr leise geführt,
obwohl das Recht auf Ganztagsbetreuung im kommenden
Jahr stufenweise in Kraft tritt (Ab 1. August 2026 ... zunächst
für die Erstklässler im Schuljahr 2026/27 und weiter
bis zum Schuljahr 2029/30 für alle Kinder der 1. bis 4.
Klassenstufe. … Der Rechtsanspruch ist bundesgesetzlich
im Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) geregelt).
Die KEG unterstützt nicht nur seit vielen Jahren unter
anderem das Projekt brotZeit e. V. von Uschi Glas, sondern
sucht bewusst den direkten Draht zur Politik, wie vor
Fotos: Bischof-Ulrich-Schule, Schulwerk der Diözese Augsburg
Quelle: https://www.stmas.bayern.de/ganztagsbetreuung/rahmenbedingungen
Foto: TU München
Laura Weber, Landtagsabgeordnete die Grünen, ulrike
Fischer-mayerle, stellv. KeG-Landesvorsitzende; mia Goller,
Landtagsabgeordnete die Grünen
DINGE IN DIE HAND NEHMEN
UND TRÄUMEN DÜRFEN
Austausch mit dem renommierten Raketenexperten
der TU München Prof. Dr. Robert Schmucker
Prof. Robert Schmucker ist einer der wenigen Raketenexperten
weltweit, der mit vielen verschiedenen Raketentypen
gearbeitet hat und sich mit Satelliten und Raumfahrt
auskennt. Berufl ich war er immer anspruchsvoll, privat
dagegen ist er eher bescheiden. Umso größer ist sein
Engagement für unsere Gesellschaft und den ehrlichen,
wertschätzenden Austausch.
Schule, Bildung, Haltung und Religion sind ihm daher
ganz persönliche Anliegen, die ihn trotz der Weite des
Weltraums immer wieder erden. Auf Einladung des Landesvorsitzenden
Martin Goppel kam er gemeinsam mit
unserer Referatsleiterin für Universität und Hochschule
Ursula Kiefersauer zu einem tiefgreifenden und sehr interessanten
Gespräch in die KEG-Geschäftsstelle.
Prof. Dr. Robert Schmucker berät nicht nur das Bundesverteidigungsministerium,
die NATO und die UNO sondern
ist auch immer wieder in den Medien aktiv, wenn
es um Raketenprogramme, Atomwaffen oder aktuelle internationale
Konfl ikte geht. An der TUM lehrt er seit 1971
und gibt mit Leidenschaft seine Erfahrungen und vor allem
Verständnis für sein Fach weiter. „Für mich sind nicht die
nackten Zahlen wichtig, sondern die Inhalte“, betont er.
„Sie brauchen nur die Grundrechenarten und Verständnis
dafür, was wichtig und was weniger wichtig ist. Sie müssen
Größenordnungen und Tendenzen abschätzen können.“
Und er zeigt, wie man Erfolg hat: „Den Studierenden
in meinen Vorlesungen sage ich immer: Das Ziel ist eine
1,0.“ Ausreichend genügt ihm nicht.
Kurzem auch zu Judith Gerlach (Gesundheitsministerin,
CSU), Tobias Gotthardt (Staatssekretär, FW) oder Doris
Rauscher (SPD).
Die Landtagsfraktion der Grünen hat zum Thema bereits
im Jahr 2022 einen Gesetzentwurf vorgelegt und wollte
nun von uns wissen: Was braucht es außer einer soliden
Finanzierung für eine gute und gesunde Mittagsverpfl e-
gung in Schulen und Kitas? Mit möglichst viel Bio und Zeit
und Lust am Essen? Wo sind Hürden auf dem Weg zu
einer funktionierenden, etablierten Mittagsverpfl egung?
Welche Stellschrauben müssten noch gedreht werden,
um ein entsprechendes Angebot für alle Kitas und Schulen
in Bayern zu ermöglichen?
Unsere stellvertretende Landesvorsitzende Ulrike Fischer-
Mayerle (Fachlehrerin) war für die KEG Bayern vor Ort
und brachte unsere Ideen und Anträge ein. Es war eine
tolle Veranstaltung, die zeigte, dass der direkte Draht in
den Landtag funktioniert und unsere Ideen gehört werden.
Nach diesem
Motto hat Robert
Schmucker auch
seine Ausbildung
absolviert:
Diplom 1967,
drei Jahre spä-
ter die Promotion, zwischendurch zur NASA in die USA,
1974 die Habilitation. Sich breit auszubilden, das war ihm
wichtig: Als einer der wenigen Raketenexperten hat er
mit Flüssigkeits-, Hybrid- und Feststoffraketen gearbeitet.
Auch deshalb gehört er zu den weltweit renommiertesten
Raketenexperten. Er rät dazu, wieder Dinge in die Hand
zu nehmen und sie nicht zu zerreden. Träume seien dabei
genauso wichtig wie Personen, die einen für Inhalte begeistern.
Es brauche Menschen, die für ihren Beruf brennen,
aber dabei nicht verbrennen. So wurde im Grundschulalter
sein Interesse für die Weltraumfahrt geweckt,
das er nie verlor.
Prof. dr. robert schmucker
Seine Ziele sind noch heute stets hochgesteckt, seine
Vorhaben anspruchsvoll. Es ginge darum, seine Ziele zu
erreichen, und das „möglichst rasch“, fügt er hinzu, „denn
das einzige, über das wir nicht verfügen, ist Zeit.“
Die Welt ist noch dazu sehr schnell geworden. KI, die er als
besseren Kopierer bezeichnet, sieht er als Werkzeug, das
den Menschen nie ersetzen kann. Sein dringender Appell
zu mehr Zeit für musische Fächer und einem gesunden kritischen
Denken begeisterte und machte Lust auf mehr.
16
Aus dem VerbAnd
Aus dem VerbAnd 17
DRÄNGENDE THEMEN IN SCHULE UND KITA
Wichtiger schulpolitischer Austausch bei Klaus Holetschek (CSU)
markus Kosian (sprecherrat im Wertebündnis bayern für die
KeG bayern), Josephine brunnhuber (KeG referat mittelschule),
Klaus Holetschek (Fraktionsvorsitzender Csu),
martin Goppel (Landesvorsitzender KeG bayern), Peter
Tomaschko (mitglied des bildungsauschusses der Csu)
TRADITIONELLER NEUJAHRSEMPFANG
Nach der Messerattacke in Aschaffenburg saß der
Schock auch noch bei diesem Treffen bei allen Beteiligten
tief. Und so war allen Beteiligten (Josephine Brunnhuber,
Referat Mittelschule, Markus Kosian, Sprecherrat
im Wertebündnis Bayern für die KEG und Martin Goppel
(Landesvorsitzender) , Peter Tomaschko (Mitglied des Bildungsausschusses
(CSU) und Klaus Holetschek (Fraktionsvorsitzender
der CSU) schnell klar, dass sich in Bayern
und Deutschland rasant etwas ändern muss. Ob eine
dringende Reform der Lehramtsausbildung, eine Stärkung
der Mittelschulen mit ihrem einzigartigen Klassleiterprinzip,
ein wichtiger Blick auf die Frühpädagogen wie auch
eine schneller wirkende Entbürokratisierungsstrategie, ein
kluger und pädagogisch sinnvoller Einsatz von digitalen
Werkzeugen (VR, KI, etc.) und vieles mehr waren drängende
Themen in diesem Gespräch.
Ein wichtiges Instrument für gute Bildung sind die Sprachtests,
die aktuell in vielen Regionen in Bayern zu Irritationen
und Stress führen und nur dank des Engagements vieler
Lehrkräfte funktionieren werden. Die KEG steht zur Einführung
dieser Screenings und motivierte alle Beteiligten, das
kommende Jahr als wichtige Zeit zum Lernen zu nutzen.
Natürlich wurde auch die Rolle der Kirchen, der Religionslehrkräfte
und kirchlichen Verbände angesprochen. Selbstredend
war die anstehende Bundestagswahl ein großes
Thema. Und so nahm Klaus Holetschek mit, dass auch unsere
engagierten Erzieher und Erzieherinnen und die dringenden
anstehenden Reformen in der Bildung ein Kernanliegen
der KEG sind. Wir durften gewohnt ehrlich und direkt
die Vorschläge und Ideen unserer Mitglieder vortragen. Ein
herzliches Dankeschön an Herrn Holetschek für seine Zeit.
Landtagsfraktion der Freien Wähler lud an die „Heiligstätte des Derbleckens“ ein
der Kultusministerin ansprechen und gemeinsam weitere
Schritte vereinbaren. Für uns im Verband ist dieser direkte,
wertschätzende und persönliche Draht seit vielen Jahren
extrem wichtig, um uns für unsere Mitglieder und beste Bildung
persönlich einzusetzen. Das geht nur im gemeinsamen
Gespräch und dem Ziel einer Sache zu dienen. Dafür
vielen Dank an Anna Stolz für den steten und verlässlichen
Blick auf unsere KEG Mitglieder und das Interesse, Dinge
immer wieder unter die Lupe zu nehmen. Auch danke an
Martin Brunnhuber, der immer wieder die Meinung der KEG
einfordert.
AUS DEN BEZIRKEN
Wir haben auf unserer Homepage www.keg-bayern.de
jedem Bezirk eine eigene Plattform gewidmet. Lesen
Sie alle Berichte topaktuell und in voller Länge online!
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bezirken
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erfahren Sie alles über
unsere Arbeit vor Ort!
unterfranken
mittelfranken
schwaben
Oberfranken
Oberpfalz
Oberbayern
Oberfranken:
KEG-Kreisvorsitzende Daniela
Drummer (5.v.l.) mit Mitgliedern
und Gästen zur Ehrung langjähriger
Mitglieder in Schlaifhausen
niederbayern
martin Goppel, Landesvorsitzender KeG bayern; Anna stolz,
mdL; dr. Fabian mehring, mdL auf dem neujahrsempfang
der Freie Wähler Landtagsfraktion
Kultusministerin Anna Stolz begrüßte die Vertreter der abl
Verbände (brlv und KEG Bayern) persönlich als Ehrengäste
an ihrem Tisch und nutzte die Gelegenheit, um aktuelle
Themen direkt mit den Vorsitzenden anzusprechen. Unser
Landesvorsitzender durfte gewohnt ehrlich und konstruktiv
die aktuellen Themen direkt und unkonventionell bei
Digitalminister Fabian Mehring nutzte den Empfang, um
mit unserem Vorsitzenden direkt erste Ideen und Projekte
zu besprechen, die wir gemeinsam an bayerischen Schulen
und Kitas im Rahmen der Mitgliedschaft der KEG in
der Bayern Allianz angehen werden. Es war ein guter und
gelungener Abend, den unser Landesvorsitzender nicht
nur für politische Gespräche nutzte, sondern auch um mit
Vertretern der katholischen Kirche und anderen Verbandsvertretern
über die aktuelle politische und bildungspolitische
Lage zu diskutierten. Vielen Dank an die Freie Wähler
Fraktion für die Einladung.
Oberbayern:
Neujahrsbegegnung KEG Freising
2025 (v.l.n.r.: Marianne Zeitler,
Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger,
Stephan Wiesheu)
niederbayern:
Pfarrer Schießler (3.v.r.)
rät Pädagogen beim
KEG-Neujahrsempfang
zu Mut und Ehrlichkeit
GLAube & reLIGIOn 19
GLAUBE &
RELIGION
WAS HAT DER
SCHÖPFUNGSBERICHT
MIT DEM KLIMA UND DER
BILDUNG VON KINDERN UND
JUGENDLICHEN ZU TUN?
diese Frage stellte sich mir auch angesichts neuerer politischer und gesellschaftlicher
entwicklungen nicht nur in deutschland. Wieviel Wert Ankündigungen, Versprechungen
und Koalitionsverträge haben, muss jede lesende Person selbst bewerten. Ich nehme da
keine große Verlässlichkeit wahr, die auch bei guten Kompromissen durchscheinen sollte
und auch könnte. Interessanterweise rückte bei der vergangenen bundestagswahl die
dringlichkeit, sich um das gemeinsame „Haus der schöpfung“, sprich Artenvielfalt,
ressourcennutzung, umweltverschmutzung und Klimaveränderung bei gleichzeitiger
Zunahme der menschlichen spezies auf diesem Planeten zu kümmern, wieder auf einen
der eher hinteren Plätze. und das nach einem großen enthusiasmus gerade auch jüngerer
menschen nach der letzten Wahl 2021. sprich, auf die Aussagen und Handlungen von
menschen ist nur wenig Verlass und wenn, dann sind es praktisch immer bestimmte
Interessen, die das Handeln des menschen leiten. Aber worauf ist dann Verlass?
Wenn ich so die Geschichten der Bibel betrachte, kommen
mir ganz ähnliche Assoziationen. Vielleicht sind auch
gerade vor dem Hintergrund der genauen Beobachtung
menschlichen Handelns die Schöpfungsberichte im Buch
Genesis entstanden. Vielleicht ist eine Rückbesinnung auf
den Inhalt dieser Texte hilfreich, wenn ich selber verlässliches
Handeln und Leben in der Welt lernen möchte. Kinder
kopieren im Lernen das Handeln der Erwachsenen, so
weit, so bekannt, aber sie hören auch gern Geschichten,
die die eigene Fantasie anregen und Vorbild für künftiges
Handeln sein können. Warum nicht die Bibel?
Wer beide Schöpfungsberichte (Gen 1,1-2,3 und Gen 2,4-
3,24) liest, wird Ungereimtheiten und Spannungen entdecken,
die sich nicht auflösen lassen. So möchte ich an
dieser Stelle einige Aspekte herausgreifen. Da ist zum einen
das Phänomen der Beschreibung einer Ordnung der
erfahrbaren Welt im Siebentage-Rhythmus. Der Blick geht
dabei vom Großen der Welt überhaupt bis hin zu allem
Lebenden. Der Mensch taucht da überhaupt erst am 6.
Tag auf. Mich berührt sehr Gen 1,26f: „Dann sprach Gott:
Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich!...
Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes
Foto: si9nzation/Freepik
erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie.“ Hier
wird die Bedeutung der Menschen sichtbar, die sie von den
Autoren dieser Texte in die Gottähnlichkeit brachten, der
heute mit dem Begriff der Menschenwürde und Gleichheit
aller Menschen zumindest vor dem Gesetz beschrieben
werden kann. So sollte es zumindest sein. Nicht umsonst
ist im Grundgesetz sehr prominent ausgeführt, dass die
Würde des Menschen unantastbar ist. Erst dann kommt
im Vers 28: „Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen:
Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft
sie und waltet über die Fische des Meeres, über die
Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde
kriechen!“ Diese Aussage ist meiner Meinung nach sehr
oft missverstanden worden. In vielen Übersetzungen ist
von herrschen und unterwerfen die Rede. Das große Missverständnis
scheint darin zu liegen, dass der Mensch die
Erlaubnis hat, die Erde gnadenlos auszubeuten und alles
Lebendige und Geschaffene für ausschließlich eigene Interessen
zu nutzen. Dazu kommen irrige Vorstellungen
des Menschen, Land, Ressourcen und Wasser besitzen zu
können, um daraus auch noch private Rechte der Übernutzung
und Ausbeutung ableiten zu können. Dieses Verhalten
hat nichts mit der oben beschriebenen Gottesähnlichkeit
des Menschen zu tun. Wenn ich stattdessen etwas
andere Begriffe verwende, nämlich die Erde zu bewohnen,
zu nutzen, zu pflegen, zu verwalten und zu bewahren,
dann würde der Geschenk-Charakter der Schöpfung für
uns Menschen deutlicher werden. Die Menschen sind in
der Lage zu entwickeln, zu forschen, zu wissen und zu erfinden.
All das ist gut und bringt sie ja auch in die Nähe einer
„Gottesebenbildlichkeit“. Im biblischen Sinn soll es von
gesegneten und fruchtbaren Menschen ausgehen und der
ganzen Schöpfung dienen und allen Menschen helfen.
Die Autoren der biblischen Texte haben die Menschen in
ihren Lebensrealitäten gesehen. Das wird mit dem Bild
vom Garten Eden im zweiten Schöpfungsbericht sehr
deutlich. „Zur Zeit, als Gott, der HERR, Erde und Himmel
machte, gab es auf der Erde noch keine Feldsträucher und
wuchsen noch keine Feldpflanzen, denn Gott, der HERR,
hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen und es gab
noch keinen Menschen, der den Erdboden bearbeitete,
aber Feuchtigkeit stieg aus der Erde auf und tränkte die
ganze Fläche des Erdbodens. Da formte Gott, der HERR,
den Menschen, Staub vom Erdboden, und blies in seine
Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem
lebendigen Wesen. Dann pflanzte Gott, der HERR, in
Eden, im Osten, einen Garten und setzte dorthin den Menschen,
den er geformt hatte.“ (Gen 2,4-8) Im Hebräischen
ist Adam die Bezeichnung für den Menschen und der Erdboden,
„Staub“ beudeut adamah. Ein sehr starkes Bild der
Verbindung zwischen den Menschen und der Natur, die
einander bedingen, was heute viel zu oft übersehen wird.
Der Garten Eden bedeutet, dass der Mensch als Teil der
Natur mit und von ihr mehr als ausreichend leben kann
und soll. Die gestalterische Kraft des Menschen ist dabei
gefordert. Aber in Kenntnis des Menschen rückt bei den
Autoren ein weiteres starkes Bild in den Fokus, nämlich
„Gott, der HERR, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume
wachsen, begehrenswert anzusehen und köstlich zu essen,
in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens
und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Gott, der
HERR, nahm den Menschen und gab ihm seinen Wohnsitz
im Garten von Eden, damit er ihn bearbeite und hüte.
Dann gebot Gott, der HERR, dem Menschen: Von allen
Bäumen des Gartens darfst du essen, doch vom Baum
der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen;
denn am Tag, da du davon isst, wirst du sterben.“ (Gen
2,9.15-17) Der Mensch isst von dem Baum und muss sterben.
Wie die Geschichte weitergeht, lesen Sie einfach selber
einmal (wieder) in der Bibel nach, auch wenn das dann
eingeführte Geschlechterbild zwischen Mann und Frau mit
seinen Rollen problematisch ist. Das dort beschriebene
Beziehungsgeschehen zwischen den Menschen liest sich
allerdings wieder sehr aus dem realen Leben gegriffen.
Anschließend ist davon die Rede, dass Kain seinen Bruder
Abel aus reiner Eifersucht und Missgunst erschlägt. Das
Bild des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse meint
dabei, dass der Mensch sich für so großartig hält, dass er
die Stelle Gottes einnehmen kann. Darin sehe ich wichtige
Ursachen des Zustandes unserer Welt heute. Warum werden
gerade heute wieder Kriege als Lösung und nicht als
Problem von Entscheidern dieser Welt gesehen? Warum
glauben wir Menschen, mit dem Planeten über Klimaveränderungen
und Ressourcenausbeutung „verhandeln“ zu
können? Es ist der Mensch selbst, der sich seiner Lebensgrundlage
zu entziehen droht. Am Ende sind wir dem Planeten
Erde herzlich egal, der braucht uns nicht, aber wir
können überhaupt nur mit und auf dieser Erde leben.
Vor diesen Hintergründen ist es sinnvoll, wieder mehr mit
diesen biblischen Texten zu arbeiten, sie zu interpretieren,
um auf einer Gott-glaubenden Grundlage mutig und zuversichtlich
eine Zukunft zu gestalten, die alle und alles leben
lässt. Der Glaube an Gott bzw. überhaupt die Frage nach
Gott kann den Menschen einen tiefen Lebenssinn schenken.
Denn Gott sprach am Ende der Sintflut: „Ich richte
meinen Bund mit euch auf: Nie wieder sollen alle Wesen
aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden; nie
wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben.
Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich
stifte zwischen mir und euch und den lebendigen Wesen
bei euch für alle kommenden Generationen: Meinen Bogen
setze ich in die Wolken; er soll das Zeichen des Bundes
werden zwischen mir und der Erde. Steht der Bogen in
den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen
Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen,
allen Wesen aus Fleisch auf der Erde.“ (Gen 9,12f.16).
So jedenfalls sahen es die Autoren dieser Erzählungen, die
sehr wahrscheinlich Gott in allen Nöten erfahren haben.
ZUR PERSON
MICHAEL BESCHORNER SJ
Studierendenseelsorger in der KSG-
Dresden und geistlicher Beirat der KEG
Deutschlands
20 GLAube & reLIGIOn
GLAube & reLIGIOn 21
Flächendeckender Islamunterricht könnte eine Rolle in
der kulturellen und gesellschaftspolitischen Integration
übernehmen. Kinder und Jugendliche, die aus muslimischen
Familien stammen, erhielten hier die Möglichkeit,
ihre religiösen Überzeugungen gleichberechtigt und ausgewogen
in einem schulischen Kontext zu erlernen und
zu refl ektieren. Islamunterricht wäre so auch ein Beitrag
zur Extremismusprävention. Unterstützend in der Ausbildung
für deutschsprachige Religionslehrer gibt es hierfür
beispielsweise Professuren für islamische Theologie an
der Universität Münster oder Tübingen. Dies könnte dazu
beitragen, das Verständnis für die eigene Identität und die
kulturellen Unterschiede zu stärken und Vorurteile abzubauen.
Denn die Integration der Religion als Teil der schulischen
Ausbildung fördert ein respektvolles Miteinander
und hilft, das gesellschaftliche Zusammenleben in einer
multikulturellen Gesellschaft zu fördern.
Islamunterricht an Schulen unterstützt das interkulturelle
Verständnis. Schülerinnen und Schüler ohne muslimischen
Hintergrund können mehr über den Islam erfahren,
was Stereotype abbauen und das gegenseitige Verständnis
stärken kann. In einer zunehmend globalisierten Welt
ist ein solches Wissen von großer Bedeutung.
ISLAMUNTERRICHT
AN
SCHULEN?
das bundesamt für migration und Flüchtlinge geht von rund 5,5 millionen in deutschland
lebenden Muslimen aus, davon sind rund eine Million schulpflichtig. Der Islam (6,6 Prozent
der deutschen Gesamtbevölkerung) ist damit die drittgrößte religionsgemeinschaft in
deutschland, nach der römisch-katholischen Kirche mit etwa 20,4 millionen Gläubigen und
der evangelischen Kirche mit rund 18,6 millionen menschen. In diesem Zusammenhang
sorgt das Thema „Islamunterricht an schulen“ wiederkehrend für diskussionen.
befürworter und Gegner argumentieren mit unterschiedlichen Perspektiven, die sowohl
pädagogische als auch gesellschaftliche Aspekte betreffen – eine Zusammenfassung.
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sieht,
anders als in anderen Staaten, keine strikte Trennung
von Staat und Religion vor. Dabei gilt Religionsunterricht
in Deutschland „ ... in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme
der bekenntnisfreien Schulen (als) ordentliches
Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes
wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den
Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt“.
Islamunterricht an Schulen unterstützt
das interkulturelle Verständnis.
Derzeit wird schulischer Islamunterricht in neun Bundesländern
angeboten. Während die fünf östlichen Bundesländer
kein entsprechendes Angebot bereithalten, bieten
Hamburg und Bremen überkonfessionellen Religionsunterricht
an.
Quellen: Statista, 8. März 2024, Bundesministerium des Innern und für Heimat, Art 7,3 GG, Bundeszentrale für politische
Bildung, Louhichi, Soumaya: Islamunterricht: Mittel zur Integration oder zur kulturellen Selbstbehauptung?, Wissenschaftlicher
Artikel, Universität Tübingen, Fotos: Freepik: chayanuphol, MinetPhoto, EyeEm
Allerdings bringen Ein- und Durchführung von Islamunterricht
an deutschen Schulen Kosten mit sich. Diese betreffen
die Ausbildung und das Gehalt von Lehrkräften sowie
die organisatorische Umsetzung. Laut einer Studie der
Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2018 beliefen sich die
Kosten für den Islamunterricht in Nordrhein-Westfalen auf
mehrere Millionen Euro jährlich, was insbesondere in Zeiten
knapper Haushaltsmittel kritisch hinterfragt wird.
In Deutschland existiert kein landesweit
einheitliches Modell für den Islamunterricht.
Die Regelungen variieren je nach Bundesland,
was zu Ungleichbehandlungen führt.
Ein häufig genannter Nachteil ist die Herausforderung, den
Islamunterricht in Übereinstimmung mit dem Prinzip der
Religionsneutralität im Bildungssystem zu gestalten. Einige
Kritiker befürchten, dass der Unterricht zu einer Bevorzugung
bestimmter religiöser Auffassungen führen könnte.
Denn Islamunterricht wird von unterschiedlichen Strömungen
innerhalb des Islam beeinflusst. Die Frage bleibt, welche
Lehrmeinungen den Unterricht dominieren sollten.
In Deutschland existiert kein landesweit einheitliches Modell
für den Islamunterricht. Die Regelungen variieren je
nach Bundesland, was zu Ungleichbehandlungen führt.
Einige Bundesländer bieten Islamunterricht an, während
andere diesen noch nicht eingeführt haben. Diese Uneinheitlichkeit
im Bildungsangebot erschwert eine klare
und gerechte Umsetzung des Unterrichts auf nationaler
Ebene. Eine landesweit einheitliche Lösung könnte dazu
beitragen, einige der Nachteile zu überwinden und den
Unterricht im Sinne eines inklusiven Bildungssystems weiterzuentwickeln.
„Wir müssen die Zukunft gestalten, nach vorne gucken.
Es gibt große gesellschaftliche Prägekräfte, die sich weiterentwickeln
… Säkularisierung, Pluralisierung … Das
Verhältnis von Staat und Kirche hat sich verändert, andere
Akteure und Religionen treten auf. Das müssen wir weitergestalten
und fortentwickeln. … Wir müssen die Kirche
in die Mitte der Gesellschaft holen, aber auch die anderen
Religionen, zum Beispiel Imame. Trennung von Staat und
Kirche: ja. Aber Zusammenarbeit! Und das mit allen Religionen.“
Matthias Belafi , Leiter des katholischen Büros.
Scannen Sie den QR-Code unten und hören Sie rein in
unseren „Pausengong“-Podcast!
Als unabhängiger, überkonfessioneller Berufsverband halten
wir islamischen Religionsunterricht für ein sinnvolles
mögliches Mittel, ein professionelles Gegengewicht zu
problematischen Islamverbänden zu schaffen.
Hören sie rein!
Zum Podcast
D, A 4,50 Euro
22
GLAube & reLIGIOn
Mit kleinen Gesten
FORUM
Großes
bewirken
rund vier millionen Gäste besuchen täglich
Fast-Food-Ketten. mit Tischkultur hat die
schnelle nahrungsaufnahme nicht mehr viel
zu tun. dabei ist ein gemeinsames oder auch
bewusstes essen gut für Körper und Geist.
„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“, sagt
der Volksmund. Die Erfahrung zeigt: Tischgemeinschaft ist
etwas Wichtiges und Schönes. Sich einsam (dazu zählt
auch die vermeintliche „Gesellschaft“ des Handys) und
ohne Appetit sein Brot in den Mund zu schieben ... ist das
tatsächlich eine Mahlzeit? Essen und Trinken sind mehr
als reine Nahrungsaufnahme zum Überleben, sie sind
grundlegender Ausdruck von Leben, Frieden und Freiheit,
und wenn’s gut geht: von Lebensfreude. Am Esstisch
kann ganz Entscheidendes stattfi nden – mehr als “gutes
Essen”. Dieser Ort kann Indikator für Lebensqualität sein.
Einander begegnen, miteinander Gemeinschaft leben, lachen
und Frieden stiften: Essen und Trinken sind ein Teil
davon und für viele selbstverständlich geworden.
Worauf es dabei ankommt, ist so im alttestamentlichen
Buch der Sprüche ausgedrückt: „Lieber ein trockener Bissen
mit Frieden als ein Haus voll Geschlachtetem mit Streit“
(17.1). Die Qualität des Essens macht den Unterschied,
nicht die Quantität: Dass Friede untereinander herrscht,
dass gerne und friedlich Brot, Schüssel und Krug geteilt
werden: Tischgemeinschaft als wichtiges Lebenselement.
Dass auch Jesus Wert auf gemeinsames Essen legte, zeigt
Lukas (5): Die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten:
Warum esst und trinkt ihr (die Jünger Jesu) mit den Zöllnern
und Sündern? Woraufhin Jesus antwortete: Ich bin gekommen,
die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten.“
Da hatten sie’s, die so genau in der Schrift Bescheid
wussten. Nur das eine wussten sie nicht: Dass sie selbst
bei allem Abgefüllt-Sein doch innerlich leer waren. Die Leute
aber, mit denen Jesus am Tisch saß, die waren wirklich
hungrig und durstig – nämlich nach Brot und dem Wasser
des Lebens und nach Gemeinschaft mit Gott. In der Tischgemeinschaft
mit Jesus bekamen sie von allem genug.
Eines der ersten Dinge, die kleine Kinder in einem christlichen
Haushalt oder in einer katholischen Kindertagesstätte
daher heutzutage lernen, ist das Beten vor dem Essen.
Das DANKSAGEN. Nirgendwo in der Bibel wird befohlen,
dass bei jeder Mahlzeit ein Segen gesprochen werden
soll. Es ist keine Sünde zu vergessen, Gott für das Essen
zu danken, nicht zu beten, weil es keine Gewohnheit
ist, oder es überhaupt nicht zu tun, selbst wenn jemand in
seinem Herzen Dankbarkeit empfi ndet. Es ist auch in Ordnung,
still zu beten, wenn jemand dies aufrichtig tut. Die
Bibel ermutigt Christen zu beten, wenn sie dankbar sind,
sich einen Moment Zeit zu nehmen, um sich mit Gott zu
verbinden und mit ihm zu sprechen, aber es ist kein Muss.
Ein kurzes Gebet vor einer Mahlzeit ist lediglich eine Gelegenheit,
dem Herrn näher zu kommen, der diese Mahlzeit
möglich gemacht hat. Im Gebet tritt nämlich ein Mensch in
eine ganz persönliche Beziehung zu Gott. Seine Fragen,
seine Bitten, seine Hoffnungen und Ängste bringt er vor
ihn. Auch in den Situationen, in denen keine andere Hilfe
und kein anderer Rat zu erwarten sind, ist Gott da – darauf
vertrauen Christinnen und Christen. Die Kraft dieser
heiligen Tischgemeinschaft, die Menschen zusammenbringt,
können wir immer noch erleben: Im feinen Restaurant
oder über dem alltäglichen Brot zuhause. Geben wir
auch den Kindern die Chance, Tischkultur zu lernen.
Fotos: Freepik
01 / 2025 – 15. Jahrgang
Foto: BillionPhotos/Freepik/ © Stiftung Kinder forschen
Das Magazin der
Stiftung Kinder forschen
Titelthema
Mit Energie in
die Zukunft
DEIN MATERIAL
ZUR AKTION
MINTmachtage
MIT
ENERGIERALLYE
• Was ist Brennstoff?
• Vom Winde verweht
• Energie gibt es nicht umsonst
Wofür brauche ich Energie und wie kann ich sie nachhaltiger
nutzen oder speichern? Damit beschäftigen sich Kinder
bei der Aktion MINTmachtage 2025. Unter dem Motto
„ZZZAP! BÄM! Mit Energie in die Zukunft“ gehen sie auf
Entdeckungsreise nach Energiequellen in ihrem Alltag
und Energien der Zukunft.
Wie viel Energie benötigen wir täglich? Wie gestalten
wir eine zukunftsfähige und klimafreundliche Energieversorgung?
Und welche Art von Energie steckt in unserem
Körper? Die Stiftung Kinder forschen ruft alle Kinder im
Alter von drei bis zehn Jahren dazu auf, diesen und weiteren
Fragen rund um das Thema Energie im Rahmen der
MINTmachtage 2025 auf den Grund zu gehen. Ziel der
Aktion ist es, die Neugier von Kindern und den Spaß am
gemeinsamen Entdecken und Forschen in Kita, Hort und
Grundschule zu fördern.
„Kinder können jeden Tag Energie entdecken – in ihrem
eigenen Körper, auf dem Fahrrad oder in der Kita. Nur
wenn Mädchen und Jungen verstehen, dass Energie etwas
ganz Reales und Nützliches ist, können sie neugierig
und verantwortungsvoll mit ihr umgehen“, sagt Dr. Tobias
Ernst, Vorstand der Stiftung Kinder forschen, „Ich rufe
deshalb alle Erzieherinnen, Erzieher und Grundschullehrkräfte
in Deutschland auf, Energie heute und in der
Zukunft mit Kindern zu erforschen. Lasst uns gemeinsam
den Fragen der Kinder nachgehen und gleichzeitig auf
eure wichtige Bildungsarbeit aufmerksam machen.“
einfach mInTmachen: Kostenlose
materialien für Kita, Hort und Grundschule
Die MINTmachtage knüpfen thematisch an das „Wissenschaftsjahr
2025 – Zukunftsenergie“ an. Ihr Höhepunkt ist
der zentrale Aktionstag am 17. Juni 2025. Kitas, Horte und
Grundschulen können in Form eines Forschungsfestes,
MINTMACH
TAGE 2025
„ZZZAP! bÄm! mit energie in die Zukunft!“
Kostenloses Aktionsmaterial zum Thema
Zukunftsenergie gibt es unter www.mintmachtage.de
zum bestellen. Außerdem können Kitas,
Horte und Grundschulen tolle Preise bei der
Kettenreaktion XXL gewinnen.
Projektwochen oder anderen Aktionen
rund um dieses Datum mitmachen.
Das Aktionsmaterial ist für alle
pädagogischen Fach- und Lehrkräfte
unter www.mintmachtage.de kostenlos
bestellbar. Dieses Jahr beinhaltet
es unter anderem eine Sonderausgabe
der „Forscht mit!“ sowie eine Energierallye
in die Zukunft, bei der die Kinder verschiedene Szenarien
entdecken können. Jeden Monat gibt es auf der Website
der MINTmachtage eine neue Forschungsidee, um gemeinsam
Energie zu erforschen, und dazu den offi ziellen
MINTmachtage-Song „Pure Energie“ der Band 3Berlin.
Als Vorbereitung auf die Stiftung Kinder forschen MINTmachtage
können pädagogische Fach- und Lehrkräfte
außerdem kostenfrei an dem gleichnamigen Online-Kurs
„ZZZAP! BÄM! Mit Energie in die Zukunft“ auf der Lernplattform
Campus der Stiftung Kinder forschen teilnehmen.
bei der mitmach-Aktion tolle Preise gewinnen
Auch dieses Jahr gibt es im Rahmen der MINTmachtage
wieder eine ganz besondere Aktion, an der bundesweit
alle Kitas, Horte und Grundschulen mitmachen können.
Bei der Kettenreaktion XXL können sie eine eigene Kettenreaktionsmaschine
bauen und auslösen und tolle Preise
aus der Sesamstraße gewinnen. Für die Verlosung
müssen die teilnehmenden Einrichtungen ein Video der
Kettenreaktion einsenden. Hauptpreis ist ein Besuch von
Grobi aus der Sesamstraße bei einem selbst organisierten
Forschungsfest. Die Aktion fi ndet vom 15. März bis
zum 31. Mai statt. Weitere Informationen folgen auf der
Webseite der MINTmachtage. Unterstützt wird die Kettenreaktion
XXL von Sesame Workshop, der gemeinnützigen
Organisation hinter der Sesamstraße und dem
Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).
24 FOrum
FOrum 25
Jüdische Bittschreiben
Forscher stellen Unterrichtsmaterial bereit
Schulmaterial auf Basis jüdischer Lebensgeschichten
während der Shoah ist frei zugänglich
Auf Grundlage von rund 10.000 Bittschreiben, die jüdische
Verfolgte während des Holocausts durch die Nationalsozialisten
an den damaligen Papst Pius XII. und den
Vatikan richteten, hat das Forschungsteam des Projekts
„Asking the Pope for Help“ von der Universität Münster
Unterrichtsmaterial für Schülerinnen und Schüler ab der
Jahrgangsstufe 9 entwickelt. Es steht allen Interessierten
und Lehrkräften zur freien Verfügung unter: https://uni.
ms/6fv9k oder scannen Sie ganz bequem den QR-Code!
Mit den Unterrichtssequenzen können die Schülerinnen
und Schüler mittels forschenden und biografi schen Lernens
erstmals die verschiedenen Biografi en der Bittsteller
in Zeiten von Totalitarismus, Weltkrieg und Shoah verfolgen,
erarbeiten und miteinander vergleichen. Die Schicksale,
die im Zentrum des Materials stehen, stammen aus
den vatikanischen Archiven. Ein Team um den Kirchenhistoriker
Prof. Dr. Hubert Wolf arbeitet die bislang entdeckten
9.424 Bittschreiben, die dazugehörige Korrespondenz
und die Biografi en der jüdischen Menschen auf und macht
sie in einer digitalen Edition der Öffentlichkeit zugänglich.
Hier geht‘s zum
unterrichtsmaterial
Entwickelt wurden die Unterrichtssequenzen
in Zusammenarbeit
mit einem Team um Dr.
Clauß Peter Sajak, Professor für
Religionspädagogik und Didaktik
des Religionsunterrichts an der versität Münster. In einem mehrstufi gen Prozess wurde
Unidas
Lernangebot bereits an Gymnasien und Realschulen
erprobt und weiterentwickelt. „Abseits einer abstrakten
Darstellung der Themen um die Geschichte des Nationalsozialismus
oder einer Fokussierung auf einzelne populäre
Biografi en, ermöglicht das Unterrichtsmaterial, die vielfältigen
Lebenswege und Schicksale von Jüdinnen und
Juden in den Zeiten der Verfolgung sicht- und greifbar
zu machen“, betont Dr. Clauß Peter Sajak. Auch vor dem
Hintergrund, dass Gespräche mit Zeitzeugen in Schulen
aufgrund ihres Alters bald der Vergangenheit angehören,
sind die Briefe der Verfolgten von großer Bedeutung. Neben
Tagebuchaufzeichnungen bieten sie die einzige Möglichkeit,
unmittelbare Einblicke in persönliche Erfahrungen
vor und während der Verfolgung zu gewinnen.
Mit allen Sinnen begreifen
Ausflugsziel in Straubing:
Auf drei Etagen und im Schaugarten lädt das Mitmach-Museum
NAWAREUM schon Vorschulkinder dazu ein, Themen
wie Natur und Technik, Klimawandel, Pflanzen und
Umwelt mittels Exponaten und Experimenten ganzheitlich
zu begreifen. Nachhaltigkeit mit allen Sinnen: Selbst der
Bau (klimaneutral in moderner Passivbauweise; komplett
regenerative Energiegewinnung durch den Einsatz von
Solarthermie, Photovoltaik und Geothermie; Baumstammfassade
aus 79 Lärchen) ist inhaltlich abgestimmt und
Das NAWAREUM führt in die Welt der
nachwachsenden Rohstoffe und erneuerbaren Energien
macht die Thematik erlebbar. Das NAWAREUM ist Teil
des TFZ (Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum
für nachwachsende Rohstoffe).
Als Ausfl ugsziel für Kita und Schulklassen geeignet, Eintrittspreis
für Gruppen ab 15 Personen 3 Euro pro Person.
Um Wartezeiten bei größeren Gruppen zu vermeiden,
Voranmeldung unter Tel: 09421 300-510
Weitere Infos unter URL: https://www.nawareum.de
Die Quellensammlung bietet eine neue und in dieser Anlage
einzigartige didaktische Perspektive. Das Schulmaterial
schlägt eine Brücke, indem es die Briefe der Verfolgten
in ihren historischen Kontext setzt und mit Erkenntnissen
der Kirchengeschichte verknüpft. „Durch die kritisch aufbereiteten
Quellen aus der Perspektive der Verfolgten
schließen wir eine wichtige Lücke in der Überlieferung und
geben den zu Opfern gemachten Menschen mittels ihrer
eigenen Geschichte ihren Status als handelnde Akteure
zurück“, erläutert Projektleiter Hubert Wolf.
Die Unterrichtssequenzen sind modular aufgebaut, sodass
Lehrkräfte den Umfang und die Ausrichtung der Einheiten
im Hinblick auf die Lerngruppe und den Zeitplan variieren
können. Obligatorische Module, die die Erarbeitung des jeweiligen
Bittschreibens in den Fokus stellen, werden durch
flexibel einsetzbare Module unterschiedlicher Schwerpunkte
ergänzt. Sie beziehen sich beispielsweise auf die historischen
Hintergründe und den Umgang mit Erinnerung, aber
auch darauf, wie der Vatikan mit den Schreiben umging und
welche Handlungsspielräume die Verfolgten hatten.
sTAndesPOLITIK & besOLdunG 27
STANDESPOLITIK
UND BESOLDUNG
ANSPRÜCHE
SCHNELL GELTEND MACHEN!
Hier geht‘s zum
musterantrag
BAG zur Überstundenvergütung
von Teilzeitbeschäftigten
Anfang Dezember hat das Bundesarbeitsgericht (BAG)
entschieden, dass tarifvertragliche Regelungen, die unabhängig
von der individuellen Arbeitszeit für Überstundenzuschläge
das Überschreiten der regelmäßigen Arbeitszeit
von Vollzeitbeschäftigten voraussetzen, dann
gegen das Verbot der Diskriminierung Teilzeitbeschäftigter
verstoßen, wenn die Ungleichbehandlung nicht sachlich
gerechtfertigt ist (Aktenzeichen 8 AZR 370/20). Die Entscheidungsgründe
des BAG sind derzeit noch nicht veröffentlicht.
Gleichwohl sollte überprüft werden, ob ein Antrag
zur Geltendmachung von Ansprüchen in Betracht kommt.
Wenn sachliche Gründe für die Ungleichbehandlung
fehlen, liegt diesbezüglich außerdem regelmäßig eine
mittelbare Benachteiligung wegen des (weiblichen) Geschlechts
gemäß dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz
(AGG) vor, wenn innerhalb der betroffenen Gruppe
der Teilzeitbeschäftigten erheblich mehr Frauen als Männer
vertreten sind.
mögliche Auswirkungen
auf den öffentlichen dienst
Es besteht vorbehaltlich der Entscheidungsgründe die
Möglichkeit, dass vor dem Hintergrund dieses Urteils auch
tarifvertragliche Regelungen im öffentlichen Dienst neu zu
bewerten sind.
Überstunden
So sehen TVöD, TV-L, TV-H und TV-V Zuschläge für
Überstunden vor. Wobei Überstunden auf Anordnung des
Arbeitgebers geleistete Arbeitsstunden sind, die über die
regelmäßige Arbeitszeit von Vollbeschäftigten hinausgehen
und nicht bis zum Ende der folgenden Kalenderwoche
ausgeglichen werden.
Die für Teilzeitbeschäftigte angeordneten und nicht ausgeglichenen
zusätzlichen Arbeitsstunden bis zum Erreichen
der regelmäßigen Arbeitszeit von Vollbeschäftigten werden
also nicht mit Zuschlägen ausgeglichen. Dies könnte
eine Diskriminierung von Teilzeitbeschäftigten und gegebenenfalls
eine mittelbare Benachteiligung wegen des
Geschlechts darstellen.
Zuschlagspflichtige Arbeitsstunden
Zu beachten ist, dass zuschlagspfl ichtige Arbeitsstunden
von vornherein nur vorliegen können, wenn es sich um
vom Arbeitgeber angeordnete zusätzliche Arbeitsstunden
handelt, die nicht innerhalb der im Tarifvertrag vorgesehenen
Frist durch Freizeit ausgeglichen wurden.
Die etwa im Rahmen von Gleitzeit geleisteten zusätzlichen
Arbeitsstunden stellen in der Regel mangels Anordnung
keine zuschlagspflichtigen Arbeitsstunden dar. Auch Arbeitsstunden
innerhalb eines festgelegten Arbeitszeitkorridors
oder einer täglichen Rahmenzeit, die durch Betriebs-
oder Dienstvereinbarung geregelt sind, stellen keine
zuschlagspflichtigen zusätzlichen Arbeitsstunden dar. Darüber
hinaus können keine Zeiten geltend gemacht werden,
die nicht innerhalb der tarifvertraglichen Ausschlussfrist
liegen, die also etwa im Geltungsbereich von TVöD
und TV-L schon mehr als sechs Monate zurückliegen.
mittelbare benachteiligung
wegen des Geschlechts
Eine nicht sachlich gerechtfertigte Ungleichbehandlung
von Teilzeitbeschäftigten kann außerdem laut BAG eine
mittelbare Benachteiligung wegen des (weiblichen) Geschlechts
darstellen, wenn innerhalb der betroffenen
Gruppe der Teilzeitbeschäftigten erheblich mehr Frauen
als Männer vertreten sind. Dann kann ein Entschädigungsanspruch
nach AGG bestehen. In dem genannten
Urteil hat das BAG der betroffenen Teilzeitbeschäftigten
250 Euro zugesprochen.
Geltendmachung AGG-diskriminierung
Der Anspruch auf Entschädigung muss, anders als tarifvertragliche
Ansprüche, innerhalb von zwei Monaten nach
Kenntnis der Diskriminierung schriftlich gegenüber dem
Arbeitgeber geltend gemacht werden. Wenn der Arbeitgeber
den Antrag ablehnt, kann der Anspruch innerhalb
von drei Monaten nach der schriftlichen Antragstellung auf
dem Klageweg geltend gemacht werden.
Musterantrag unter https://www.bbb-bayern.de/bag-zurueberstundenverguetung-von-teilzeitbeschaeftigten/
Foto: Freepik
Foto: The Yuri Arcurs Collection/Freepik
SICHERHEIT GIBT’S NUR MIT TARIFVERTRAG
Auf dem Verhandlungstisch lagen erneut die Fachkonzepte und Arbeitsgeberangebote zu
den bereichen gesamthaftes Kundenportal, Zentrale und IT-systemhaus. In der Verhandlungsrunde
am 3. und 4. Februar 2025 ging es aber nicht nur um eingruppierungsfragen,
sondern auch um die umfassende umorganisation des gesamten Personalbereichs.
Unkompliziert konnte zwischen BA und dbb die Neuaufstellung
der Zentrale geeint werden. Das arbeitgeberseitige
Angebot bildete die Entwicklungen der Vergangenheit
angemessen tarifvertraglich ab.
Mehr Diskussionen gab es bei dem Bereich „Gesamthaftes
Kundenportal“. Hier hat die Verhandlungskommission
Nachsteuerungsbedarf bei der BA angemeldet. Bewertungsgerechtigkeit
erfordert die Ausbringung einer weiteren
Funktionsstufe 1 im Bereich der Teamleitung für die
komplexere Leitung von Mischteams. Auch in der TE V
sehen wir die Ausbringung einer FS 1 in der Eingangszone
als notwendig an. Die Wahrnehmung von mehreren Aufgabengebieten,
zu dem auch der technische Support zählt,
muss sich genauso wie in der Telefonserviceberatung in
einer FS 1 niederschlagen.
Der Bereich IT-Systemhaus ist weiter umstritten, hier geht
es um die Fragen der marktgerechten Bezahlung und der
entsprechenden Funktionsstufen in den höheren Tätigkeitsebenen.
Von BA-Seite wurde die Fortsetzung und Erhöhung
der IT- und Ärzte Komponente angeboten.
neuorganisation Personalbereich
Wir begleiten als dbb die Neuorganisation des Personalbereichs.
Die Vorstellung des Projekts und die erste Skizzierung
des mehrjährigen Zeitplans erfolgten in der aktuellen
Tarifrunde. Erste wichtige Aussage der BA war die Zusage,
dass jeder Betroffene vor Ort bleibt und es keine örtlichen
Versetzungen geben wird. Für ein erfolgreiches Projekt ist
es wichtig, dass die Mitarbeitenden mitgenommen werden,
sie sich ihrer Arbeitsbedingungen sicher sein können und
keine finanziellen Verluste befürchten müssen. Idealerweise
erfolgt die Absicherung in einem Tarifvertrag, aus dem
sich individuelle Ansprüche ableiten lassen. Denn: Echte
Sicherheit gibt es nur mit einem Tarifvertrag.
der dbb hilft!
Unter dem Dach des dbb beamtenbund und tarifunion
bieten kompetente Fachgewerkschaften mit insgesamt
mehr als 1,3 Millionen Mitgliedern den Beschäftigten des
öffentlichen Dienstes und seiner privatisierten Bereiche
Unterstützung sowohl in tarifvertraglichen und beamtenrechtlichen
Fragen, als auch im Falle von berufl ichen
Rechtsstreitigkeiten. Nur Nähe mit einer persönlich überzeugenden
Ansprache jedes Mitglieds schafft auch das
nötige Vertrauen in die Durchsetzungskraft einer Solidargemeinschaft.
Der dbb beamtenbund und tarifunion weiß um die Besonderheiten
im öffentlichen Dienst und seiner privatisierten
Bereiche. Nähe zu den Mitgliedern ist die Stärke des
dbb. Wir informieren schnell und vor Ort über www.dbb.
de, über Flugblätter dbb aktuell und unsere Magazine dbb
magazin und tacheles. Mitglied werden und Mitglied bleiben
in Ihrer zuständigen Fachgewerkschaft von dbb beamtenbund
und tarifunion – es lohnt sich!
Hintergrund
Die Bundesagentur für Arbeit ist der größte Arbeitgeber
des öffentlichen Dienstes. Tarifrechtlich nimmt sie eine
Sonderstellung ein. Es gibt einen zwischen Gewerkschaften
und BA ausgehandelten Haustarifvertrag, der die dortigen
Besonderheiten berücksichtigt. Insbesondere beinhaltet
der Tarifvertrag ein fein ausverhandeltes System
zur Eingruppierung. Die Anpassung, Neuausrichtung und
Weiterentwicklung dieses Systems im Sinne der Beschäftigten
hat sich der dbb zur Aufgabe gemacht.
28 sTAndesPOLITIK & besOLdunG
sTAndesPOLITIK & besOLdunG 29
KLASSENFAHRTEN MEISTERN: RECHTLICHE
HERAUSFORDERUNGEN FÜR LEHRKRÄFTE
Mit freundlicher Unterstützung des Schulamts
Die Fahrt ins Schullandheim oder auf Klassenfahrten bedeutet
für Lehrkräfte oft einen großen Mehraufwand und
Unsicherheit. Denn bei der Planung und Durchführung
stellen sich Lehrkräften zahlreiche Fragen rund um Haftung,
Schulordnung, Kostenübernahme etc.
1. Wer haftet, wenn etwas absichtlich durch
schülerinnen und schüler kaputt gemacht wird?
Zuerst stellt sich die Frage, ob es sich bei dem beschädigten
Gegenstand um ein Hilfsmittel handelt (Brille, Hörgerät,
Insulinpumpe…). In diesem Fall übernimmt die KUVB den
Schaden. Es kann also sehr schnell Ersatz besorgt werden,
ohne dass es zu erheblichen Einschränkungen seitens
des Kindes kommt. Die KUVB wird dann evtl. die Kosten
vom Schädigerkind zurückfordern. In allen anderen Fällen:
Wenn ein Schüler einem anderen etwas kaputt gemacht
hat, muss die Familie des Schädigerkindes dafür aufkommen.
Die Schule ist dabei nicht involviert, auch wenn der
Fall in der Schule / bei einer Schulveranstaltung passiert.
Die geschädigte Familie kann Anzeige erstatten etc.
2. Kann man von den eltern einen
Haftpflichtnachweis einfordern?
Eltern sollten vor der Fahrt darauf hingewiesen werden,
dass es sinnvoll ist, eine Haftpfl ichtversicherung zu haben,
da ggf. Kosten bei einer absichtlichen Beschädigung
einer Sache durch ihr Kind auf sie zukommen können.
3. Wann dürfen schülerinnen und schüler
nach Hause geschickt werden?
müssen vorab konkrete regeln besprochen und
vereinbart werden, die auch die Konsequenzen bei
regelverstoß beinhalten, welche die eltern vorab
unterschreiben? Gilt hier das schulrecht der Länder
oder die schulordnung?
„Nach Hause schicken“ ist in diesem Fall eine Ordnungsmaßnahme
und ist sozusagen ein „Unterrichtsausschluss/
Ausschluss von einer Schulveranstaltung“. Für das Heimschicken
eines Schülers gelten die gleichen Vorgaben wie
für den Unterrichtsausschluss. Eine Fahrt ist eine schulische
Veranstaltung, bei der auch Ordnungsmaßnahmen
nach Art. 86 Abs. 2 BayEUG verhängt werden können.
Hier ist unter 4. geregelt:
Für die Dauer von bis zu vier Wochen
a) der Ausschluss vom Unterricht in einem Fach bei
schwerer oder wiederholter Störung des Unterrichts in
diesem Fach, b) der Ausschluss von einer sonstigen
Schulveranstaltung, c) die Versetzung von einer Ganztags-
in eine Halbtagsklasse
Als bedingung gilt nur:
„Alle Maßnahmen werden nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
ausgewählt.“ (Art 86 (1) 5). Ein vorheriger
Regelkatalog ist möglich, aber nicht notwendig. Vorherige
Anhörung des Schülers und der Erziehungsberechtigten
ist notwendig (Art. 87 BayEUG). Diesen Ausschluss von
einer Schulveranstaltung kann nur die Schulleitung aussprechen
(Art. 88 BayEUG).
4. Kann einem schüler oder einer schülerin
die Teilnahme verwehrt werden, wenn zum
vereinbarten Termin nicht bezahlt wurde?
Ja, dem Schüler/der Schülerin kann die Teilnahme verwehrt
werden. In der Regel bemühen sich die Lehrkräfte,
dass die Kosten für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern
die Fahrt nicht bewerkstelligen können, diese dann
beispielsweise über den Förderverein, eine Stiftung etc.
fi nanziert werden können.
5. Wer zahlt, wenn ein schüler erkrankt und die
eltern das Geld wieder einfordern?
Mit dem Schullandheim bzw. der Unterkunft der Klasse
müssen entsprechende Vereinbarungen getroffen werden,
so dass bei Erkrankung eines Schülers/einer Schülerin der
Betrag zurückerstattet wird. Ggf. muss eine Reiserücktrittsversicherung
abgeschlossen werden. Das Vertragsverhältnis
besteht immer zwischen den Eltern und der Unterbringung/der
Herberge. Die Schule/die Lehrkraft handelt
stellvertretend für die Eltern. Die Lehrkraft sollte sich eine
Vollmacht geben lassen, dass sie stellvertretend für die Eltern
die entsprechenden Verträge abschließen darf.
6. Welche regelung gilt für die Handynutzung/
smartwatch-nutzung im schullandheim?
Gilt hier die schulordnung?
Für die Handynutzung müssen für die Klassenfahrt entsprechende
gesonderte Regelungen getroffen werden,
da sich die Schülerinnen und Schüler 24 Stunden in der
Obhut der Lehrkräfte befi nden und es sich nicht um eine
Handynutzung im Schulgebäude zur Unterrichtszeit/
Pausenzeit handelt. Denn die Kinder halten sich nicht im
Schulgebäude auf. Die Regelungen müssen Eltern und
Schülern vorab bekanntgegeben werden.
7. Arbeitszeitregelung und Überstundenregelung
für Lehrkräfte während des schullandheimaufenthalts
(Pausenzeiten, Ausgleichs- oder
regenerationstage)
Es ist eine völlig freie Entscheidung der Lehrkraft, eine
Schullandheimfahrt durchzuführen bzw. mitzufahren. Sie
kann dazu nicht gezwungen werden. Wer nicht möchte,
muss das nicht machen, deshalb kann auch das Arbeitsrecht
hier nur begrenzt Anwendung fi nden. Lehrkräfte haben
genauso wie andere Arbeitnehmende eigentlich nur
30 Tage Erholungsurlaub. Lehrkräfte, die sich für Schülerfahrten
entscheiden, wissen, dass sie in diesen 4-5 Tagen
mehr arbeiten als in sonstigen Schulwochen. Dafür können
sie in den Ferien die Zeit ausgleichen.
Foto: DJH Bayern
8. Wer übernimmt die Verantwortung
für Kinder mit Pflegestufe?
Bei Schülerinnen und Schülern mit Pfl egestufe muss in
der Regel auf Klassenfahrten – wie im Unterrichtsalltag
auch – eine Schulbegleitung anwesend sein. Ist keine
Schulbegleitung zugeteilt, muss eine weitere Begleitperson
gefunden werden, die das Kind ins Schullandheim
begleitet.
DJH Bayern
Klassenfahrten
VERSICHERUNGSTIPPS
Urlaub ohne böse Überraschungen – Wer rechtzeitig vorsorgt,
kann entspannt in den Urlaub starten und sich erholen.
Viele sind gerade damit beschäftigt, den großen Urlaub für
das Jahr zu planen und zu organisieren. Unabhängig davon,
ob man sich für eine längere Reise entscheidet oder
mehrere kürzere ins Auge fasst: Wenn es unvergesslich
und erholsam werden soll, darf der passende Versicherungsschutz
nicht auf der Strecke bleiben. Ein Missgeschick
oder ein unvorhersehbares Ereignis kann die wohlverdiente
Auszeit sonst schnell in ein fi nanzielles oder
nervenaufreibendes Desaster verwandeln.
In Sachen „Top versichert verreisen“ sind zwei Bereiche
zu unterscheiden. Zuerst die Versicherungen, die einen
immer, also nicht nur im Urlaub, schützen. Als eine der
wichtigsten freiwilligen Versicherungen gilt hier die private
Haftpfl ichtversicherung. Sie kommt – weltweit – für Schäden
auf, die man anderen zufügt. Im Urlaub eventuell auf
der Skipiste, beim Surfen oder im Ferienhaus. Auch eine
private Unfallversicherung sollte zur Ausstattung gehören.
Die gesetzliche Unfallversicherung kommt nämlich nicht
für Unfälle auf, die man in der Freizeit erleidet. Mögliche fi -
nanzielle Folgen werden abgemildert und dank Reha-Management
und Assistance-Leistungen kommt man schnell
wieder auf die Beine.
Auf der anderen Seite stehen Policen, die ausschließlich
für Reisen vorgesehen sind. Mit ihnen ausgerüstet, steht
man nicht im sprichwörtlichen Regen, falls eine Fahrt nicht
Hier finden Sie weitere
Anlagen und Merkblätter
9. Wer zahlt die Kosten für den
gesamten schullandheimaufenthalt
(busfahrt, unterbringung etc.) der Lehrkräfte?
Lehrkräfte müssen bei der Schulleitung einen Dienstreiseantrag
stellen und sich die Fahrt genehmigen lassen. Jede
Schule hat auch ein Reisekostenbudget für Lehrkräfte und
Begleitpersonen. Es kann nach jeder Schullandheimfahrt
(sofern sie vorher als Dienstreise von der Schulleitung genehmigt
war) ein Reisekostenantrag gestellt werden, egal
ob es sich um eine verbeamtete Lehrkraft oder eine ange-
stellte Kraft handelt. Es gibt hierfür ganz klare Regelungen
und Abläufe (entsprechende Anlagen fi nden Sie auf der
Website der KEG Bayern).
Die KEG Bayern ist zudem Partner der DJH Jugendherbergen Bayern.
Hier profi tieren Sie von günstigen Angeboten und einem breiten Rahmenprogramm,
das von sportlichen Angeboten, Outdoor-Abenteuern,
Familienauszeiten bis zu digitalen Bildungsprojekten reicht.
angetreten werden kann, der Urlaub abgebrochen werden
muss oder außerhalb Deutschlands medizinische Hilfe benötigt
wird. Besonders bequem sind dabei Reiseversicherungen
mit Baustein-System, mit dem sich jeder seinen
individuellen Schutz zusammenstellen kann. Basis ist eine
Reiserücktrittsversicherung. Angesichts hoher Reisepreise
und dem Spar-Trend, weit im Voraus zu buchen, sind
die fi nanziellen Risiken erheblich, die bei einer kurzfristigen
Stornierung anfallen. Optionale Bausteine sind etwa
Reiseabbruch- oder Reisegepäckversicherung. Mit Einschluss
einer Auslandsreisekrankenversicherung (ARKV)
wäre der Schutz optimal. Egal, ob als Baustein oder Einzelpolice,
die ARKV gehört immer mit in den Koffer, wenn
es einen selbst oder die Familie ins Ausland zieht. Hauptgrund:
Im Notfall anfallende Kosten für Behandlungen sowie
medizinisch sinnvolle und vertretbare Rücktransporte
sind unvorhersehbar. Auch für Beihilfeberechtigte ist das
eine sinnvolle Ergänzung zur privaten Krankenversicherung
– als „Retter“ der Beitragsrückerstattung.
mitgliedsvorteile nutzen
Über das dbb vorsorgewerk können KEG-Mitglieder und
ihre Angehörigen alle genannten Versicherungen abschließen.
Bei den Policen der DBV Deutsche Beamtenversicherung,
dem langjährigen und exklusiven Kooperationspartner
rund um Absicherung, profi tieren sie zudem
von attraktiven Konditionen.
30
sTAndesPOLITIK & besOLdunG
unTerrICHTsHILFen 31
Unterrichtshilfen Umweltbildung
PFLICHTEN UND CHANCEN
Gesetzliche Vorgaben für Arbeitgeber von Mitarbeitenden mit Schwerbehindertenausweis
Bei der Beschäftigung von schwerbehinderten Mitarbeitenden
muss der Arbeitgeber eine Reihe rechtlicher
Vorgaben beachten, die im Wesentlichen im Sozialgesetzbuch
(SGB) IX sowie im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz
(AGG) festgelegt sind. Hier sind einige wichtige
Punkte:
Kündigungsschutz
Schwerbehinderte Arbeitnehmer genießen einen besonderen
Kündigungsschutz. Eine Kündigung ist nur mit Zustimmung
des Integrationsamtes zulässig. Zudem müssen
Sie als Arbeitgeber bei der Kündigung das Vorliegen eines
wichtigen Grundes nachweisen, der über die allgemeinen
Kündigungsgründe hinausgeht. Die Kündigungsfrist kann
ebenfalls länger sein.
urlaubsanspruch
Schwerbehinderte Arbeitnehmer haben einen erhöhten
Urlaubsanspruch. Nach § 125 SGB IX haben sie Anspruch
auf mindestens fünf zusätzliche Urlaubstage pro
Jahr, sofern sie als schwerbehindert anerkannt sind. Das
bedeutet, dass der Mindesturlaub von 24 Tagen (bei einer
6-Tage-Woche) auf 29 Tage erhöht wird.
betriebliche Integration
Arbeitgeber sind verpfl ichtet, die Arbeitsbedingungen für
schwerbehinderte Mitarbeiter anzupassen, um deren Integration
zu erleichtern. Dazu können technische Hilfen,
barrierefreie Arbeitsplätze oder fl exible Arbeitszeiten gehören.
Diese Anpassungen sollten in Absprache mit dem
Mitarbeiter und eventuell unter Einbeziehung des Integrationsamtes
erfolgen.
schwerbehindertenausweis
Arbeitnehmer müssen ihren Status als schwerbehindert
durch einen Schwerbehindertenausweis nachweisen.
Dies hat Auswirkungen auf die oben genannten Punkte,
insbesondere den Kündigungsschutz und den erhöhten
Urlaubsanspruch.
betriebliche mitbestimmung
In Unternehmen mit Betriebsrat ist dieser in Fragen der
Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Mitarbeiter
zu beteiligen. Der Betriebsrat hat das Recht, in
Angelegenheiten, die die schwerbehinderten Mitarbeiter
betreffen, informiert und angehört zu werden.
Fördermöglichkeiten
Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten für Arbeitgeber,
die schwerbehinderte Mitarbeiter einstellen. Dazu gehören
Zuschüsse zur Lohnkostenförderung oder fi nanzielle
Unterstützung für notwendige Anpassungen am Arbeitsplatz.
Fazit
Die Beschäftigung schwerbehinderter Mitarbeiter bringt
sowohl rechtliche Verpfl ichtungen als auch Chancen für
Ihr Unternehmen mit sich. Eine enge Zusammenarbeit mit
dem Integrationsamt kann hilfreich sein, um die Integration
von schwerbehinderten Mitarbeitenden zu fördern.
Foto: peoplecreations/Freepik
Fotos: SWR – Screenshot aus dem Lernspiel, BillionPhotos/Freepik,
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Sammy
und seine
Freunde
Hörspiel und Kinder-Erlebnistag
Gewinnerprojekt 2021 im Bereich Umweltbildung des Ideenwettbewerbs „Ausgewildert“
Wie verhalte ich mich richtig in der natur?
Hörspiel als Impuls für Kita und Grundschule
Der junge Hase Sammy erzählt nicht nur spannende Geschichten.
Er hat auch viele Fragen über die „Menschen“.
Über die weiß sein Freund, der weise Uhu Kasimir, ziemlich
gut Bescheid. Aber auch Kasimir versteht nicht immer, warum
die Menschen sich oft so rücksichtslos in der Natur verhalten.
Handreichung: Mit Hörspieltext, Begleittext, Liedern und
Abschlussquiz
Klimawandel Lernspiel
Klimaforscher und -forscherinnen sind sich über die Gefahren des
Klimawandels einig. Aber wo arbeiten die Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler eigentlich? Und wie kommen sie zu ihren
Erkenntnissen?
Um das zu erfahren, reisen die Schülerinnen und Schüler in der
Klima-Challenge zu abgelegenen Forschungsstationen, wo sie
auf junge engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
und ihre Forschungsprojekte treffen.
Das Klima und seine Veränderung werden von Forschenden aus
vielen verschiedenen Fachgebieten wissenschaftlich untersucht,
zum Beispiel von Physikern, Biologen, Geographen, Chemikern
oder Meteorologen.
Hier geht’s zum
PdF-download >>
Hier geht’s zum
Klimawandel Lernspiel >>
medIen 33
MEDIEN
GEWUSST WIE!
Jugend präsentiert: Außerschulisches Angebot zur frühen
Förderung von Präsentationskompetenzen an Schulen
KLIMAWANDEL
IM KLASSENZIMMER
Fridays for Future, Umwelt-AK oder Rückzug ins Kinderzimmer?
In Schulen und Kitas treffen oft völlig unterschiedliche
Perspektiven auf wichtige Themen wie Klimawandel
und Umweltschutz aufeinander. Während einige
junge Menschen aktiv für Klimagerechtigkeit eintreten,
setzen andere auf technische Lösungen oder nachhaltigen
Konsum. Wieder andere stehen dem Thema skeptisch
gegenüber oder fühlen sich machtlos angesichts der
globalen Herausforderungen. Dieses breite Meinungsspektrum
stellt Lehrkräfte vor die Aufgabe, eine sachliche
und offene Diskussion zu ermöglichen.
Ein wichtiger Aspekt in dieser Debatte ist nicht zuletzt die
realistische (Selbst-) Wahrnehmung der Nutzung und des
Einfl usses der Digitalisierung auf die Umwelt. Denn digitale
Geräte und Online-Dienste hinterlassen einen nicht
zu unterschätzenden ökologischen Fußabdruck. So verbraucht
beispielsweise nach Berechnung der New Yorker
Goldman Sachs Group Inc. eine ChatGPT-Abfrage zehnmal
mehr Strom als eine „normale“ Google-Suche. Viele
Menschen sind sich dieser Umweltbelastungen durch die
Produktion, Nutzung und Entsorgung ihrer technischen
Geräte dabei gar nicht bewusst. Hier setzt ein neues Bildungsdossier
an, das Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützen
soll, die Zusammenhänge zwischen Digitalisierung
und Klimawandel im Unterricht aufzugreifen.
Das „Medienradar“-Dossier bietet umfassende Hintergrundinformationen
zum Klimaschutz und zur digitalen
Nachhaltigkeit. Es enthält Artikel, Interviews, Podcasts und
praxisnahe Tipps für eine umweltfreundliche Mediennutzung.
Ein zentraler Bestandteil ist der CO2-Rechner des
Umweltfaktor
Digitalisierung
Klimabilanz
Smartphone
unsere Gesellschaft polarisiert –
auch und besonders bei Themen
wie dem Klimawandel. Wissen und
bildung sind hier eine wichtige
stellschraube in Kita und schule,
um Zusammenhänge zu verstehen,
denkprozesse anzuregen und kontroverse
sichtweisen zuzulassen.
Wie? durch Zuhören, moderieren
und Vertiefen.
Öko-Instituts e.V., mit dem sich der digitale ökologische
Fußabdruck individuell berechnen lässt. Durch interaktive
Funktionen wie Drag-and-Drop können Schülerinnen und
Schüler ihren eigenen digitalen Konsum analysieren und
alternative, ressourcenschonende Verhaltensweisen erarbeiten.
Besonders relevant für den Unterricht sind die bereitgestellten
Materialien, die Grundlagen des Klimaschutzes
sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten vermitteln. Die
Refl exion der eigenen Mediennutzung und der bewusste
Umgang mit digitalen Technologien spielen dabei eine
entscheidende Rolle.
Ein weiteres Ziel der „Medienradar“-Seite ist es, Bewusstsein
für politische und wirtschaftliche Zusammenhänge zu
schaffen. Große Unternehmen und politische Entscheidungsträger
stehen in der Verantwortung, nachhaltige
Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Debatte über Suffi -
zienz, also den bewussten Verzicht auf übermäßigen Konsum
sowie das Recht auf Reparatur von Elektrogeräten
sind dabei wichtige Themen.
Klimaschutz beginnt mit Bildung. Schulen und Kitas haben
die einzigartige Möglichkeit, Kinder und Jugendliche
für die Herausforderungen des Klimawandels zu sensibilisieren
und sie zu nachhaltigem Handeln zu motivieren.
Mit praxisnahen Materialien und interaktiven Ansätzen
kann das Thema spannend und greifbar vermittelt werden
– eine Chance, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Weitere
Inhalte zur digitalen Nachhaltigkeit sollen im Laufe des
Jahres folgen.
Zusätzliche Quellen zum Thema umweltschutz und Klimawandel in Kita und schule:
https://www.umwelt-im-unterricht.de/hintergrund/das-thema-klimawandel-in-der-schule
https://www.stmuv.bayern.de/service/kinder_jugendliche/index.htm
https://www.fom-blog.de/mint-umweltbildung-in-der-praxis
Quelle: https://www.goldmansachs.com/insights/articles/AI-poised-to-drive-160-increase-in-power-demand, Foto: DC Studio/Freepik
Fotos: Freepik: nasipadankart, tabrizheydarov
Wer sind meine Zuhörer
und wie erreiche ich sie?
Welche Inhalte sind relevant?
Wie formuliere ich verständlich?
Welche Medien möchte ich einsetzen?
Und wie präsentiere ich
authentisch und selbstbewusst? „Jugend
präsentiert“ richtet sich an Schülerinnen
und Schüler sowie an Lehrkräfte von der
Grundschule bis zum Abitur und stellt
umfangreiches Material für den Einsatz
im Unterricht oder zum eigenständigen
Gebrauch zur Verfügung.
www.jugend-praesentiert.de
Hier geht’s zum
download
DIE TIKTOK-ARMEE DER AFD
Auf TikTok ist die Afd stärkste Kraft, besonders bei jungen Wählern kommt sie gut an.
Wie gelingt ihr das? und was bedeutete das für die bundestagswahl 2026?
Für die ARD-Story „Die TikTok-Armee der AfD“ von Christoph Kürbel
und Dominik Wolf (WDR-Mediathek) recherchierte das Team Undercover
und wagte ein Experiment: Man tauchte tief ein in die Bubble der
AfD-Unterstützer. Es entsteht ein Dokument das zeigt, wie Partei und
offi zielle Parteivertreter gezielt versuchen, die Plattform mit Inhalten
zu fl uten und so die TikTok-Algorithmen zu beeinfl ussen.
Zahllose Bilder, Lieder und Slogans, die von der AfD und
AfD-nahen Accounts gepostet werden, sind KI-generiert. Die
ARD-Story begleitet Ruben Rupp, den Landtagsabgeordneten
in Baden-Württemberg mit fast 100.000 Followern auf TikTok. Auch er
nutzt Künstliche Intelligenz: “So kann man wirklich das darstellen, wie
man es auch empfi ndet. Was ist die Realität? Vor allem die, die man
nicht sieht.” TikTok-Posts der AfD und AfD-naher Accounts verbreiten
sich millionenfach, die teils rechtsextremen Botschaften erreichen junge
Menschen direkt und ungefi ltert.
Die Taktik stammt aus den USA. “Flood the zone with
shit”, sagte Steve Bannon, enger Berater des US-
Präsidenten Donald Trump dazu.
Till Eckert vom Recherche-Netzwerk Correctiv übersetzt:
“Es geht darum, das Internet mit Scheiße zu fl uten, mit spalterischen,
hetzerischen Inhalten.” TikTok kennt das Problem. Mehrere Accounts
der AfD würden von der Plattform in ihrer Reichweite beschränkt, sagt
uns das Unternehmen auf Nachfrage. In Deutschland habe man 2024
drei Netzwerke entfernt, die zur verdeckten Einfl ussnahme auf der
Zudem bietet „Jugend präsentiert“ für Lehrkräfte
Fortbildungen. Schülerinnen und Schüler können jährlich
am bundesweiten Präsentationswettbewerb teilnehmen,
der zu den beteiligungsstärksten MINT-Wettbewerben in
Deutschland zählt. Alle Angebote sind dabei kostenfrei.
Vor rund 15 Jahren wurde Jugend präsentiert als Förderprojekt
von der Klaus Tschira Stiftung ins Leben gerufen,
um die Präsentationskompetenz von Schülerinnen und
Schülern in den naturwissenschaftlich-mathematischen
Fächern zu fördern. Seit Ende 2024 wird das Projekt als
eigenständige gGmbH und An-Institut der Universität
Tübingen geführt.
Plattform genutzt worden seien. Zwei davon
hätten AfD-nahe Inhalte verbreitet.
Hier geht’s zur
sendung
vorgeste lt.
Der Abwärtstrend der Lesekompetenz von
Schüler:innen sowie die zunehmend heterogene
Zusammensetzung von Lerngruppen stellt
insbesondere Lehrkräfte, aber auch andere
Akteur:innen in der Leseförderung vor eine anspruchsvolle
Aufgabe. Von guten, motivierten
Leser:innen bis zu schwachen oder solchen mit
besonderen Schwierigkeiten gilt es, alle im Blick
zu behalten und passgenau zu fördern. Ebenso
sollte die Vielfalt der Lernenden mit unterschiedlichen
sprachlichen Voraussetzungen,
kulturellen Hintergründen sowie Erfahrungen
im Hinblick auf die Lesesozialisation Berücksichtigung
finden.
Der Lesekalender 2025 beschäftigt sich damit,
wie die Lesekompetenz durch differenzierte
Angebote und Förderung zielführend und
systematisch verbessert werden kann. Ziel ist
es, Lehrkräften und Akteur:innen in schulischen
und außerschulischen Einrichtungen Methoden,
Tools und praxisnahe Ideen zu vermitteln,
anhand derer sie Leseförderung differenziert
gestalten können.
herausgeste lt.
Materialien hin.
In unserer Podcastreihe „Leseförderung differenziert“ beleuchten
Expert:innen verschiedene Aspekte differenzierter
Leseförderung und geben dabei wertvolle Einblicke sowie
praxisnahe Tipps, die Sie für Ihre tägliche Arbeit in der
Schule, Kita, Bibliothek oder anderen Einrichtungen der
Leseförderung nutzen können.
Wir sprechen mit Dr. Britta Büchner, Leiterin der LegaKids
Stiftung, über Leseförderung für Kinder mit LRS, erfahren
von der Büchereizentrale Niedersachsen, wie Differenzierung
im Bibliotheksalltag aussehen kann, und lernen
im Gespräch mit Literaturdidaktikerin Dr. Simone Depner
kreative Methoden für den Literaturunterricht kennen.
Hier reinhören:
www.alf-hannover.de/
herbstakademie/podcast
werden können.
Niedersachsen
Marie Goerz,
Imke Hanssen,
Frauke Krug,
Christina Salem
Dazu werden sowohl digitale als auch analoge
Möglichkeiten aufgezeigt, die sich für Kita
und Klasse 1 bis 6 eignen und im Bedarfsfall für
höhere Jahrgänge angepasst werden können.
Es werden Methoden zur Beachtung von unterschiedlichen
Leseinteressen und zur Wertschätzung
von verschiedenen Herkunftssprachen
vorgestellt.
Eine Kalenderseite widmet sich explizit der Förderung
von Kindern mit besonderen Schwierig-
keiten beim Lesen und Schreiben (LRS), eine
weitere nimmt den Aspekt Deutsch als Zweitsprache
in den Blick. Des Weiteren wird das
Potential von Bildern für die Leseförderung
herausgestellt.
Einige Ideen wie die Bilderbuchgalerie oder das
Projekt Plapperkisten eignen sich für die Zusammenarbeit
von Kitas und Schulen mit Öffentlichen
Bibliotheken, da diese über ein vielfältiges
und aktuelles Medienangebot verfügen.
QR-Codes sowie Links im Text und am Ende
weisen auf vertiefende Informationen bzw.
Materialien hin.
macht.
einzufügen.
Wir hoffen, dass die im Lesekalender 2025 vorgestellten
Ansätze, Ideen und Projekte Ihnen
Anregungen bieten, wie Sie den aktuellen
Herausforderungen in der Leseförderung gerecht
werden können.
Team der Akademie für Leseförderung
Niedersachsen
Marie Goerz,
Imke Hanssen,
Frauke Krug,
Anke Märk-Bürmann,
Christina Salem
Mit freundlicher Unterstützung
Grundlage für die Umsetzung eines Version der Sticker herunterladen, um
differenzierten Leseunterrichts sind sie am Computer oder Tablet in Arbeitszettel,
Wochen- und Hausaufgabenpläne
Leseförder-Materialien, mit denen die
Schüler:innen in enger Passung an ihren einzufügen.
individuellen Entwicklungsstand selbständig
arbeiten können. Das A und 0 ist hier
Dreizehn Stickersymbole, unendlich
viele Nutzungsmöglichkeiten: Hier ist der
ist eine gute Kennzeichnung der Materialien,
die den Schüler:innen auf einen Blick
Name Programm. Ganz viel Spaß beim
differenzierten Einsatz der Sticker!
Auskunft über Schwierigkeitsgrad und Art
der Aufgabe gibt sowie Zusatzaufgaben
und mögliche Hilfestellungen
kenntlich
macht.
Zu genau diesem
Zweck haben wir
eine ganze Reihe
bunter Differenzierungssymbole
kreiert.
Sie können sich
die Sticker auf Etikettenfolie
ausdrucken
oder sich die digitale
34 medIen
medIen 35
PEPE UND DER
OKTOPUS AUF
DER FLUCHT VOR
DER MÜLLMAFIA
Stepha Quitterer, Gerstenberg Verlag,
20 Euro, ISBN 978-3-8369-6119-9,
528 Seiten, ab 10 Jahren
Mitten in der Nacht wird Pepe von
einer lautstarken Verfolgungsjagd auf
der Straße direkt unter seinem Fenster
geweckt. Der Verfolgte fl üchtet sich
kurzerhand in Pepes Kinderzimmer
– und entpuppt sich als wabbeliger
Tintenfi sch. Dieser kommuniziert über
Farben und Formen und hat ein konkretes
Anliegen: ein generelles Plastikverbot
in ganz Europa. Das allerdings
möchte die Müllmafi a verhindern und
versucht, den Oktopus mit allen Mitteln
auszuschalten. Eine actionreiche
Reise von Hamburg durch halb Europa
und Asien bis ins Südchinesische Meer
beginnt ... Das Buch behandelt das
Thema Umweltschutz sehr eindringlich
und dabei kindgerecht: leichtfüßig
und lustig, trotzdem ernstzunehmend.
Landkarten im Umschlag und Illustrationen
von Claudia Weikert laden dazu
ein, das Buch auch vor und nach dem
Lesen durchzublättern.
STURM
Christoph Scheuring, Magellan Verlag, 14 Euro,
ISBN 978-3-7348-5418-7, 304 Seiten, ab etwa 14 Jahren
Nora stammt aus schwierigen sozialen Verhältnissen.
Die 18-jährige versucht sich als kompromisslose Tier- und
Klimaschützerin mit „Gewalt als einzige Lösung für alles“
durchzusetzen. Als ein Gericht sie zu Sozialstunden auf
einem kleinen Fischkutter vor der kanadischen Küste
verdonnert, lernt sie den jungen Johan kennen: einsilbig,
auf seine Art ebenso kompromisslos – und überzeugter
Fischer aus einer alten Seemannsfamilie. Weit draußen
auf dem Atlantik, in einem der heftigsten Stürme aller
Zeiten, beginnen die beiden anfänglichen Feinde, die
Welt des anderen besser zu verstehen und kommen
sich näher. Spannendes Jugendbuch, das die Themen
Umweltschutz und Umweltaktivismus in eine fesselnde
Geschichte packt.
WIE ABER FÜHRT MAN FRIEDEN?
MENSCHEN, DIE DIE WELT VERÄNDERN
Anna Melach, Tyrolia Verlag, 256 Seiten,
ISBN 978-3-7022-4213-8, 18 Euro, ab 14 Jahren
DIE GROSSE GARTENWERKSTATT
Sabine Lohf, Gerstenberg Verlag, 22 Euro, ISBN 978-3-
8369-6286-5, 144 Seiten, ab Vorschulalter
Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Wie soll mein
Blumentopf/Balkon/Garten aussehen, welches
Werkzeug brauche ich, was kann ich anpfl anzen –
und was kann ich alles basteln oder verwerten? Das
Kindersachbuch bietet tolle Ideen und Anregungen
schon für Kindergartenkinder. Dabei ist die Größe der
zur Verfügung stehenden Fläche völlig egal –
auch schon in einem Blumentopf oder einer alten
Obstkiste lässt sich Schönes ausprobieren.
Viele Anleitungen zum Thema Tiere und Pfl anzen,
die sich beispielsweise auch in einer
Kindergartengruppe umsetzen lassen.
Hier geht’s zu den
Videos
BACKSTAGE DDR
19 Menschen, 17 Länder, 4 Kontinente, ein Ziel:
Frieden. Autorin Anna Melach skizziert Lebensgeschichte
und Träume von 19 Persönlichkeiten
der neueren Weltgeschichte, die sich auf ganz
eigene Art für eine bessere Welt eingesetzt haben
oder einsetzen. Darunter Musiker wie Daniel
Barenboim, Theologen wie Dietrich Bonhoeffer,
Politiker wie Nelson Mandela, Menschenrechtsaktivistinnen
wie Rigoberta Menchú Tum
und Nadia Murad oder Widerstandskämpfer
wie Sophie und Hans Scholl. Inspirierend!
Die Videoreihe der Bundesstiftung Aufarbeitung erklärt
in jeweils 5-minütigen Videos Fragen und Ereignisse,
die für das Verständnis der Geschichte und des Unrechtssystems
der DDR von zentraler Bedeutung sind.
So widmet sich beispielsweise Folge 6 dem Bildungssystem
der DDR, das nicht nur Wissen vermittelte,
sondern auch einem ideologischen Erziehungsauftrag
folgte. Von der Krippe bis ins Berufsleben sollten Kinder
und Jugendliche zu „sozialistischen Persönlichkeiten“
geformt werden. Doch nicht alle fügten sich.
Was passierte, wenn jemand ausbrechen wollte?
EDIENTIPPS
BEMERKENSWERTES
AUS DER MEDIENWELT
Zusammengestellt von Martina Mattes
HILFE! EINE WOCHE OHNE HANDY
Lehrreiches, wundervolles Kinderbuch vom berühmten Medienexperten und Autor Thomas Feibel, illustriert
von Josephine Wolff, Carlsen Verlag, 2024, 80 Seiten, 9 Euro. Für Grundschulkinder ab etwa der 3. Klasse
Rosa, Libby und Malik wollen genauso wie ihre Klasse, die Lehrerin und die Eltern eine ganze Woche
auf das Handy verzichten. Tagebucheinträge sollen die Erfahrungen festhalten. Die magische Überraschung:
Rosas sprechender Kater Dix begleitet das Trio auf eine Reise in die Vergangenheit, um die
historische Entwicklung von der Rechenmaschine zum Computer, vom Rauchzeichen bis zur SMS
oder von Smartphones und Apps zu zeigen. Am Ende sind alle um viele Erfahrungen, Einsichten und
Informationen reicher. Dieses Highlight im Kinderbuchsektor vereint auf geniale Weise digitale Bildung
incl. Erklärung wichtiger Fachbegriffe (mit Aussprachehilfe) zu Internet, Technik und Medien mit einem
fesselnden Abenteuer, dem selbst leseunmotivierte Kinder garantiert nicht widerstehen können.
Hier geht’s zum
download
DER LESEKALENDER
Methoden, Tools und praxisnahe Ideen zum Thema Leseförderung.
Team der Akademie für Leseförderung Niedersachsen: Marie Goerz,
Imke Hanssen, Frauke Krug, Anke Märk-Bürmann, Christina Salem
Der Lesekalender 2025 verfolgt das Ziel, die Lesekompetenz
gezielt zu fördern und durch differenzierte Angebote zu verbessern.
Lehr- sowie Fachkräfte in schulischen und außerschulischen
Einrichtungen erhalten dabei vielfältige Unterstützung:
von bewährten Methoden über digitale und analoge Werkzeuge
bis hin zu praxisnahen Ideen, die eine individuelle und vielseitige
Leseförderung ermöglichen. Die Themenauswahl ist breit
gefächert: Sie reicht von der Unterstützung von Kindern mit
besonderen Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben (LRS)
über die Erstellung differenzierender Texte und Leseaufgaben mit
KI bis hin zum innovativen Projekt „Plapperkisten“. Schon auf den
ersten Blick wird deutlich, dass hier Expertinnen am Werk waren.
Ihre Vorschläge sind kreativ und lassen sich fl exibel an die unterschiedlichen
Bedürfnisse anpassen.
SINGLIESEL – DIE SCHÖNSTEN FRÜHLINGSLIEDER
Mitsing- und Erlebnisbuch für Menschen mit Demenz. www.singliesel.de. Konzipiert von einem
Expertenbeirat bestehend aus Fachärztinnen und Fachärzten, Therapeutinnen und Therapeuten
und weiteren. Musikalische Leitung: Uli Kofl er. Verschiedene Interpreten. Karlsruhe. 19,95 Euro.
Vertraute Musik, so weiß man aus der Demenzforschung, wirkt wie eine Gedächtnishilfe, die
Betroffenen Zugang zu Gefühlen und Erinnerungen öffnet. Hier setzt das Buch aus der Reihe
SingLiesel an. Es enthält die drei Frühlingslieder „Nun will der Lenz uns grüßen“, „Im Märzen
der Bauer“, „Komm lieber Mai und mache“, die auf Knopfdruck aktiviert werden. Solisten
tragen sie vor. Bei vielen Demenzkranken wird das Langzeitgedächtnis aktiviert, sie singen
mit und freuen sich. Haptische Fühl- und Klappelemente komplettieren das multisensorische
Buch. Die SingLiesel hilft, den Alltag Dementer lebenswerter und abwechslungsreicher zu
gestalten und wird daher in der häuslichen Pfl ege wie auch in Pfl egeeinrichtungen geschätzt.
Gut, dass es solche qualitativ hochwertig und mit Sorgfalt entwickelt Medien gibt!
DER LESEKALENDER 2025:
Der Abwärtstrend der Lesekompetenz von
Schüler:innen sowie die zunehmend heterogene
Zusammensetzung von Lerngruppen ste lt
insbesondere Lehrkräfte, aber auch andere
Akteur:innen in der Leseförderung vor eine anspruchsvolle
Aufgabe. Von guten, motivierten
Leser:innen bis zu schwachen oder solchen mit
besonderen Schwierigkeiten gilt es, a le im Blick
zu behalten und passgenau zu fördern. Ebenso
so lte die Vielfalt der Lernenden mit unterschiedlichen
sprachlichen Voraussetzungen,
kulture len Hintergründen sowie Erfahrungen
im Hinblick auf die Lesesozialisation Berücksichtigung
finden.
Der Lesekalender 2025 beschäftigt sich damit,
wie die Lesekompetenz durch differenzierte
Angebote und Förderung zielführend und
systematisch verbessert werden kann. Ziel ist
es, Lehrkräften und Akteur:innen in schulischen
und außerschulischen Einrichtungen Methoden,
Tools und praxisnahe Ideen zu vermi teln,
anhand derer sie Leseförderung differenziert
gestalten können.
Podcast
DER LESEKALENDER 2025:
In unserer Podcastreihe „Leseförderung differenziert“ leuchten Expert:innen verschiedene Aspekte differenzierter
be-
Leseförderung und geben dabei wertvo le Einblicke sowie
praxisnahe Tipps, die Sie für Ihre tägliche Arbeit in der
Schule, Kita, Bibliothek oder anderen Einrichtungen der
Leseförderung nutzen können.
Wir sprechen mit Dr. Britta Büchner, Leiterin der LegaKids
Stiftung, über Leseförderung für Kinder mit LRS, erfahren
von der Büchereizentrale Niedersachsen, wie Differenzierung
im Bibliotheksa ltag aussehen kann, und lernen
im Gespräch mit Literaturdidaktikerin Dr. Simone Depner
kreative Methoden für den Literaturunte richt kennen.
Podcast
Hier reinhören:
www.alf-hannover.de/
herbstakademie/podcast
Leseförderung differenziert!
Der Vielfalt gerecht werden
Dazu werden sowohl digitale als auch analoge
Möglichkeiten aufgezeigt, die sich für Kita
und Klasse 1 bis 6 eignen und im Bedarfsfa l für
höhere Jahrgänge angepasst werden können.
Es werden Methoden zur Beachtung von unterschiedlichen
Leseinteressen und zur Wertschätzung
von verschiedenen Herkunftssprachen
Eine Kalenderseite widmet sich explizit der Förderung
von Kindern mit besonderen Schwierigkeiten
beim Lesen und Schreiben (LRS), eine
weitere nimmt den Aspekt Deutsch als Zweitsprache
in den Blick. Des Weiteren wird das
Potential von Bildern für die Leseförderung
Einige Ideen wie die Bilderbuchgalerie oder das
Projekt Plapperkisten eignen sich für die Zusammenarbeit
von Kitas und Schulen mit Öffentlichen
Bibliotheken, da diese über ein vielfältiges
und aktue les Medienangebot verfügen.
QR-Codes sowie Links im Text und am Ende
weisen auf vertiefende Informationen bzw.
Wir hoffen, dass die im Lesekalender 2025 vorgestellten
Ansätze, Ideen und Projekte Ihnen
Anregungen bieten, wie Sie den aktue len
Herausforderungen in der Leseförderung gerecht
Team der Akademie für Leseförderung
Leseförderung differenziert!
Der Vielfalt gerecht werden
Anke Märk-Bürmann,
Mit freundlicher Unterstützung
Differenzierungs
sticker
Grundlage für die Umsetzung eines Version der Sticker herunterladen, um
differenzierten Leseunte richts sind sie am Computer oder Tablet in Arbeitsze
tel, Wochen- und Hausaufgabenpläne
Leseförder-Materialien, mit denen die
Schüler:innen in enger Passung an ihren
individuellen Entwicklungsstand selbständig
arbeiten können. Das A und 0 ist hier
Dreizehn Stickersymbole, unendlich
viele Nutzungsmöglichkeiten: Hier ist der
ist eine gute Kennzeichnung der Materialien,
die den Schüler:innen auf einen Blick
Name Programm. Ganz viel Spaß beim
differenzierten Einsatz der Sticker!
Auskunft über Schwierigkeitsgrad und Art
der Aufgabe gibt sowie Zusatzaufgaben
und mögliche Hilfeste
lungen kenntlich
Zu genau diesem
Zweck haben wir
eine ganze Reihe
bunter Differenzierungssymbole
kreiert.
Sie können sich
die Sticker auf Etikettenfolie
ausdrucken
oder sich die digitale
Differenzierungs
sticker
TAPUCATE LEHRERAPP
www.tapucate.de – TAPUCATE ist eine Lehrer App für das
Android Betriebssystem, das praktisch auf allen Android
Geräten, egal ob Smartphone, Tablet oder Chromebook
läuft. Einmal-Kauf (24,99 Euro) oder Abo (gestaffelte Preise);
© 2015 Apenschi® Software
Aus dem Mund von Fachleuten: „Revolutionär einfach,
unschlagbar sicher: TAPUCATE - die ultimative Lehrer-
App!“ Etwas verhaltener: Die klassische Version dieser
App bietet vieles, entweder per einmaligem Kauf oder im
fl exiblen Abonnement, was eine Lehrkraft für den erfolgreichen
Schulalltag braucht. Mit der Grundausstattung
erfasst man Daten zu Klassen, Schülern, Noten und
Einträgen. Mit kostenpfl ichtigen Erweiterungspaketen
bringt man sein digitales Lehrerleben auf ein höheres
Level. Die App legt größten Wert auf Datensicherheit
und Bedienkomfort, eine Qualität, die die informative
Website (siehe oben) eindrucksvoll unterstreicht. Warum
also warten mit der Anschaffung einer App, die den
Lehreralltag erleichtert?
SEHEN WIR UNS?
EVENTS DER
UNSERE NÄCHSTEN
EVENTS
01.06.2025
berggottesdienst
KEG OBERFRANKEN
mit Pfarrer Schießler
auf dem Senftenberg (Buttenheim)
13.07.2025
Heinrichsfest
Nähere Infos folgen demnächst auf der Website
der KEG Oberfranken unter „Events“
EVENTS DER
KEG OBERBAYERN
09.06. – 14.06.2025:
Pfingstfahrt
Die beliebte Pfi ngstfahrt führt im Jahr 2025 in
das Ruhrgebiet. Alle Infos fi nden Sie auf der
Website der KEG Oberbayern unter „Events“
EVENTS DER
KEG BAYERN
22. – 24.10.2025
Carreer erlebnismesse
Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler mit VR
im XR Hub Munich, Auf der Career-Erlebnismesse für
Medien in Bayern bekommt man einen Einblick in die
Entstehung virtueller Realitäten bis hin zum 3D Druck.
Bei Interesse schreiben Sie uns an info@keg-bayern.de
GEMEINSAM WACHSEN –
GEMEINSAM ZUKUNFT GESTALTEN
Unsere Fortbildungen für engagierte
Pädagoginnen und Pädagogen
#11 schwaben 02.04.2025 Augsburg
#12 mittelfranken 03.04.2025 Nürnberg
„Immer is´ was!...“ – Ärger, Frust und Wut
in Lebenskraft verwandeln
Kinderschutz konkret – Wie stressige Alltagssituationen
beziehungsvoll und gewaltfrei werden
#13 online 07.04.2025 online Kinderschutz – geht uns alle an!
#14 Oberbayern 08. – 09.04.2025 München (2-tägig)
#15 schwaben 12.05.2025 Augsburg
#16 Oberbayern 15.05.2025 München
AD(H)S (Tag 1) und Autismusspektrumstörungen (Tag 2)
bei Kindern; Ursachen Formen, Symptome, Diagnostik,
Behandlung und pädagogische Möglichkeiten der Begleitung
„Komm wir spielen Sprache“ –
Sprachliche Bildung in der Kindertagesstätte
„Neues Feuer statt Burnout“ –
Kreative Gesundheitsprophylaxe für alle in der Kita
#17 Oberpfalz 22.05.2025 Roding Die Wahrnehmung auf- und ausbauen nach Maria Montessori
#18 schwaben 22.05.2025 Nördlingen
„Alle meine Quellen entspringen in dir“ – Ein Oasentag
zum Kraftschöpfen mit Tänzen, Geschichten und Liedern
#20 Oberbayern 04.06.2025 München Sicherer Start – Eingewöhnung in die Krippe
#21 Oberbayern
16., 17.,
18.06.2025
Eichstätt (3-tägig)
Die sprachliche Bildung des Kindes – nach Maria Montessori
#22 Oberbayern 25. – 26.06.2025 Starnberg (2-tägig) „Bin ich bereit für die Praktikantenanleitung?“
#23 unterfranken 30.06. –
01.07.2025
Aschaffenburg
(2-tägig)
„Bin ich bereit für die Praktikantenanleitung?“
Die Fortbildungen werden aus Mitteln des Bayerischen
Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert
Hier geht’s zur
Anmeldung