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Die 245. Saison im Gewandhaus zu Leipzig 2025/2026

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DIE 245. SAISON IM

GEWANDHAUS ZU LEIPZIG

2025| 2026

1



2025

2026

Die 245. Saison im

Gewandhaus zu Leipzig


Res severa verum gaudium

Die Sentenz »Res severa verum gaudium« stammt aus den

Briefen an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), die der

römische Philosoph Lucius Annaeus Seneca vor knapp 2000

Jahren verfasst hat. Der 23. Brief kreist um das Thema wahre

Lebensfreude. Es heißt darin:

»Nolo tibi umquam deesse laetitiam. Volo illam tibi domi nasci:

nascitur, si modo intra te ipsum fit. Ceterae hilaritates non

implent pectus; frontem remittunt, leves sunt: nisi forte tu iudicas

eum gaudere, qui ridet: Animus debet esse alacer et fidens, et

supra omnia erectus. Mihi crede, verum gaudium res severa est.«

»Ich will, dass es Dir niemals an Freude fehle. Ich will, dass sie

Dir zu Hause erwachse: Sie erwächst dort, vorausgesetzt nur,

dass sie in Deinem eigenen Innern erzeugt wird. Andere Formen

des Frohsinns füllen das Herz nicht aus, sie glätten nur die Stirn,

sind ober ächlich, es sei denn, Du glaubst, es freue sich, wer

lacht: der Geist soll munter sein, zuversichtlich und über alles

erhaben. Glaub mir, wahre Freude ist eine ernste Sache.«

AUS DEM LATEINISCHEN ÜBERSETZT VON FRANZ LORETTO. ZITIERT NACH LUCIUS ANNAEUS SENECA:

BRIEFE AN LUCILIUS, HRSG. VON MARION GIEBEL, RECLAM 2014.

ABDRUCK MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG DES RECLAM VERLAGS.

2


Inhaltsverzeichnis

Grußworte 6

FOKUS – Saisonhöhepunkte

- Gewandhauskomponist Arvo Pärt 12

- Demokratie-Wochenende 14

- Mendelssohn-Festtage 16

- »Tacheles« – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 20

- Meet the MOA 24

Großes Concert 28

Das Gewandhausorchester 100

- Tourneen 110

- Oper 114

- omaskirche 116

Unsere Reihen

- IMPULS – Musik entdecken 118

- Kammermusik 122

- Quartettgesellschaft 126

- Klavier 130

- Orgel 134

- Chöre 138

- Alte Musik 142

- musica nova 146

- Salonmusik 150

Kalender – Gewandhaus-Saison 2025/2026 154

Service

- Verkaufsinformationen 215

- Saalpläne 222

- Führungen 224

- Verwaltung 228

- Allgemeine Geschäftsbedingungen 230

3


SPONSORS CLUB

GLOBAL PARTNER

PREMIUM PARTNER


Das Das Gewandhausorchester dankt dankt herzlich

für für die die freundliche und und großzügige Unterstützung

der der Saison Saison 2025/2026.

ADVANCED PARTNER

Firmengruppe Firmengruppe

CLASSIC PARTNER

Amazon Amazon • ARLT • ARLT Wach-, Wach-, Schließ- Schließ- und und Schutzdienst GmbH GmbH • ARTIS • ARTIS – – Personal r Kunst r Kunst und und Kultur Kultur GmbH GmbH

B.A.C. B.A.C. Bau- Bau- und und Anlagenconsult GmbH GmbH • B&B • B&B Media Media GmbH GmbH • Dr. • Dr. Kerstin Kerstin + Roland + Roland Becker Becker

BE-terna GmbH GmbH • • bluechip Computer AG AG • Bosch • Bosch Sicherheitssysteme GmbH GmbH • E. • E. Breuninger GmbH GmbH & Co. & Co.

CMS CMS Hasche Hasche Sigle Sigle Partnerschaft von von Rechtsanwälten und und Steuerberatern mbH mbH • • commlab GmbH GmbH

DEUSA DEUSA International GmbH GmbH • Dr. • Dr. med. med. Peter Peter Dietel Dietel • Farben • Farben Schultze Schultze GmbH GmbH & Co. & Co. KG KG • rm • rm – – Training & &

Seminare GbR GbR • Fischer • Fischer Analysen Instrumente GmbH GmbH • Dr. • Dr. Födisch Födisch Beteiligungen GmbH GmbH • • fröscher

GmbH GmbH & Co. & Co. KG KG • • Goldschmidt Holding Holding GmbH GmbH • Gossler, • Gossler, Gobert Gobert & Wolters & Wolters Assekuranz-Makler GmbH GmbH

GP GP Günter Günter Papenburg Unternehmensgruppe • Günsel • Günsel Fördertechnik und und Fahrzeugbau GmbH GmbH • HHL • HHL

gemeinnützige GmbH GmbH – Leipzig – Leipzig Graduate School School of of Management • • IMPERICON • Jolig • Jolig Automobil Handels Handels

GmbH GmbH • • Kältepunkt Plus Plus GmbH GmbH • • KONSUM Leipzig Leipzig eG • eG • Krostitzer Brauerei • KSW • KSW GmbH GmbH • Lecos • Lecos GmbH GmbH

Leipziger Messe Messe GmbH GmbH • Leipzig • Leipzig Marriott Marriott Hotelmanagement GmbH GmbH • NEL • NEL GmbH GmbH Leipzig Leipzig • N+P • N+P systeme systeme GmbH GmbH • Dr. • Dr. Arend Arend Oetker Oetker • • PETERSEN HARDRAHT PRUGGMAYER Rechtsanwälte Steuer- Steuer-

Informationsberater

berater Unternehmensberater • philoro • philoro EDELMETALLE GmbH GmbH • • POMMER Spezialbetonbau GmbH GmbH

PricewaterhouseCoopers • Josef • Josef Rädlinger Unternehmensgruppe • • Reinwald GmbH GmbH • • SCHEID RECHTS-

ANWÄLTE • Semper • Semper Gruppe Gruppe • S&P • S&P Gruppe Gruppe • Stölting • Stölting Kleine Kleine Service Service GmbH GmbH • TAS • TAS AG AG • Tilia • Tilia GmbH GmbH

TZO TZO Leipzig Leipzig GmbH GmbH • Gerhard • Gerhard D. Wempe D. Wempe GmbH GmbH & Co. & Co. KG, KG, Filiale Filiale Leipzig Leipzig • Wendt • Wendt & Kühn & Kühn KG KG


6


Liebe Musikfreundinnen,

liebe Musikfreunde,

auch 2025 wird die Gewandhaus-Saison

wieder mit dem Demokratie-Wochenende

eröffnet. Diese Initiative unseres Gewandhausorchesters

lädt – inspiriert von Musik –

dazu ein, sich mit uns selbst und mit unserer

Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Zum Beispiel mit der Frage nach dem

richtigen Ton: Gibt es ihn überhaupt? Der

richtige Ton des einen muss nicht der richtige

Ton des anderen sein. Es ist daher nur

folgerichtig, dass das Gewandhaus zufällig

ausgewählte Menschen unserer Stadt eingeladen

hat, an der Planung des diesjäh ri gen

Demokratie-Wochenendes mitzuwirken.

Wir freuen uns auf die unterschiedlichen

Sichtweisen, welche am Eröffnungswochenende

erlebbar werden dürften.

Das Repertoire der neuen Spielzeit 2025/2026

reicht von Johann Sebastian Bach und

Felix Mendelssohn Bartholdy über Komponistinnen

wie Dora Pejačević und Lili

Boulanger bis hin zu Werken des neuen

Gewandhauskomponisten Arvo Pärt, der im

September 2025 seinen 90. Geburtstag

feiert. Das Gewandhausorchester, Andris

Nelsons und andere namhafte Künstlerinnen

und Künstler stellen die eindrucksvolle

Spannweite seines Schaffens vor:

frühe, kaum bekannte avantgardistische

Werke und sinnliche, äußerst konzentrierte

Kompositionen, mit denen er heute

zumeist verbunden wird.

Ein weiterer Schwerpunkt ist dem »Jahr der

jüdischen Kultur in Sachsen« gewidmet,

das 2026 unter dem Titel »Tacheles« im

Freistaat begangen wird. Das Gewandhaus

beteiligt sich mit Großen Concerten unter

Andris Nelsons und Omer Meir Wellber,

Kammermusiken sowie einem »Anti-

Liederabend« mit HK Gruber und Kirill

Gerstein. Komponisten wie Felix Mendelssohn

Bartholdy, Alfred Szendrei und

Hanns Eisler stehen hierbei für eine

Vielfalt, die nicht nur das kulturelle Leben

in Sachsen über Jahrhunderte bereichert

hat.

Liebe Musikfreundinnen und -freunde,

von den »Mendelssohn-Festtagen« über

»Tacheles« bis zu den Konzerten für die

Jüngsten und für junge Erwachsene

eröffnet uns jeder Konzertbesuch die

Möglichkeit, unser persönliches Dasein

und unsere Stellung in der Gemeinschaft

mit wachen Sinnen immer neu zu reflektieren.

Wir laden Sie herzlich ein, sich

dieser Kraft der Musik anzuvertrauen und

das gemeinsame Erleben eines Konzerts

zu genießen.

Burkhard Jung

Oberbürgermeister der Stadt Leipzig

Dr. Skadi Jennicke

Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig

7



Liebe Konzertbesucherinnen,

liebe Konzertbesucher,

herzlich willkommen zur 245. Saison des

Gewandhausorchesters!

Das vor Ihnen liegende Spielzeitheft ist ein

bisschen schlanker als in den Vorjahren –

wir haben unsere Vorhaben etwas anders

strukturiert, aber keineswegs reduziert. Auch

in der kommenden Spielzeit dürfen Sie sich

auf interessante Schwerpunkte und eine

Vielzahl an musikalischen Höhepunkten

freuen.

Mit Arvo Pärt begrüßen wir einen neuen

Ge wandhauskomponisten. Anlässlich seines

90. Ge burts tages im September stellen wir

diesen be deu tenden Tonschöpfer mit mehr

als 15 seiner Kompositionen für verschiedenste

Genres in den Mittelpunkt, darunter

auch jüngere Werke, die wir im Gewandhaus

zur Deutschen Erstaufführung bringen

werden.

Schwerpunkte in den Konzerten des Gewandhauskapellmeisters

sind darüber hinaus

Sinfonien von Sibelius, Brahms, Schumann,

Schostakowitsch sowie zwei Programme mit

Werken des gebürtigen Leipzigers Richard

Wagner. Mit Chorsinfonik von Felix Mendelssohn

Bartholdy setzen wir unseren großen

Aufnahme-Zyklus für die Deutsche Grammophon

fort. Und wir freuen uns auf viele namhafte

Solistinnen und Solisten. Mit Lang

Lang etwa blicken wir schon einmal auf das

Beethoven-Jahr 2027.

Einen besonderen Fokus hat in dieser Saison

die Musik jüdischer Komponisten: Bei

den Mendelssohn-Festtagen steht alljährlich

der ehemalige Gewandhauskapellmeister im

Fokus. Und das 2026 geplante Themenjahr

der jüdischen Kultur in Sachsen, »Tacheles«,

begehen wir mit swingenden Chanukka-

Klängen ebenso wie mit Werken von Ben-

Haim, Bloch, Eisler oder Weill.

Von aktueller gesellschaftlicher Relevanz

ist auch das Demokratie-Wochenende, mit

dem wir zum vierten Mal unsere Spielzeit

eröffnen, 2025 un ter dem Motto: »Den richtigen

Ton treffen«. Wir freuen uns, dass wir

für die Impulsrede zur Saisoneröffnung

die renommierte Transformationforscherin

Maja Göpel gewinnen konnten.

Besonders gespannt sind wir auf das Festival

unserer Mendelssohn-Orchesterakademie.

Die jungen Musikerinnen und Musiker

werden dabei die seltene Gelegenheit haben,

Solokonzerte, die bei Probespielen verlangt

werden, mit Orchester aufzuführen. Dafür

wünschen wir allen Beteiligten ein herzliches

Toi toi toi!

Dies sind nur einige der vielen Vorhaben,

die Sie auf den folgenden Seiten entdecken

können. Wir freuen uns auf Sie alle im Gewandhaus!

Sehr herzlich,

Andris Nelsons

Gewandhauskapellmeister

Andreas Schulz

Gewandhausdirektor

9




Gewandhauskomponist

Arvo Pärt

Das Scha en Arvo Pärts ist zweigeteilt:

Kaum bekannt sind die kühnen, aufrührerischen

Werke seiner frühen Phase, die mit

allen Wassern der Avantgarde gewaschen

sind und einst gewaltig r Furore sorgten.

Nach jahrelanger Einkehr und intensiver

Beschäftigung mit Alter Musik fand er zu

einem neuen, einzigartigen Stil, mit dem er

heute zumeist in Verbindung gebracht wird

und den er selbst mit dem lateinischen

Wort r Glöckchen »Tintinnabuli« nannte.

Wir stellen das reiche Scha en des Gewandhauskomponisten,

der am 11. September

2025 seinen 90. Geburtstag feiert,

in allen Facetten vor.


FOKUS

Arvo Pärt wuchs im sowjetisch beherrschten

Estland auf und absolvierte sein Studium in

Tallinn. Nach einigen Jahren als Toningenieur

beim estnischen Rundfunk widmete er sich ab

1960 ganz dem Komponieren. Sowohl seine

tief religiöse Haltung als auch seine avantgardistischen

Ambitionen wurden von kulturpolitischen

Sittenhütern beargwöhnt. Pärt

emigrierte 1980 mit seiner Familie über Wien

nach Berlin, wo er knapp 30 Jahre seines

Lebens verbrachte. Nun nahm seine Karriere

international schnell Fahrt auf; Plattenlabels

und Verlage interessierten sich für seine

ungemein sinnliche und zugleich strikter

Konzentration unterworfene Musik, die

Mitte der 1970er Jahre eine drastische stilistische

Neuausrichtung erfahren hatte. Seit

2010 lebt Arvo Pärt wieder in Estland.

Im Großen Concert erö net sein zauberisch

von Glockenschlägen durchdrungenes

Streicherklangwunder Cantus in Gedenken

an Benjamin Britten die Spielzeit. Ähnlich

bekannt ist das Doppelkonzert Tabula rasa,

das der Pärt-Experte Paavo Järvi leitet. Der

Dirigent ist seinem Landsmann Pärt in

enger Familientradition, stetem Austausch

und nachhaltigem Engagement für sein

Schaffen verbunden. Tabula rasa ist ebenso

wie die Greater Antiphons (26./27. FEB) typisch

r den legendären, mystisch kontemplativen

Tintinnabuli-Stil. Die Spannweite zum frühen,

zwölftönig-herben Nekrolog (16./17. OKT)

oder zu den Collage-Experimenten mit Bienen

und B-A-C-H – zu erleben in den Großen

Concerten im Bachfest – ist gewaltig.

Gewichtigen Anteil an unserer Pärt-Hommage

hat der GewandhausChor. Das traditionelle

Weihnachts-Oratorium tritt mit dem

Komponisten in Dialog, für den Bach eine

so bedeutsame Rolle spielt (06. DEZ). Im

Zentrum des Pfingstkonzerts steht Pärts

strenges Tintinnabuli-Faszinosum An den

Wassern zu Babel, und im Museum der Bildenden

Künste stellt Chorleiter Gregor

Meyer den estnischen Gewandhauskomponisten

in den Kontext seiner komponierenden

Landsleute.

Auch in der Kammermusik sind sowohl

Pärt-Klassiker wie Spiegel im Spiegel als auch

Raritäten wie die Scala cromatica vertreten.

Dieses Trio piccolo für den verdienstvollen

Mitarbeiter der Universal Edition András

Varga, das am 07.07.07 auf Buchstaben

seines Namens entstand, wird nun im Gewandhaus

seine Deutschland-Premiere

erleben (14. SEP).

SAISONHÖHEPUNKTE

SO — 18 UHR

14. SEP 2025

DO/FR — 19.30 UHR

02./03. OKT

2025

SO — 19.30 UHR

24. MAI 2026

D O/ F R /S O —

19.30/ 19.30/11 UHR

18./19./21. JUN

2026

SA — 19/21.30 UHR

20. JUN 2026

KAMMERMUSIK

mit Onutė Gražinytė Klavier

Nathalie Schmalhofer Violine

Valentino Worlitzsch Violoncello

Fratres, Spiegel im Spiegel und

weitere Werke von Arvo Pärt

GROSSE CONCERTE

unter Paavo Järvi mit Midori und

Renaud Capuçon Violinen

Arvo Pärts Doppelkonzert

Tabula rasa und weitere Werke

CHORKONZERT

mit dem GewandhausChor und

Michael Schönheit Orgel

By the Rivers of Babylon – Vokalmusik

von Arvo Pärt und anderen

GROSSE CONCERTE

im Bachfest

unter Andris Nelsons

Arvo Pärts Collage über B-A-C-H,

Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte

sowie weitere Werke

CHORKONZERT

mit dem GewandhausChor

unter Gregor Meyer

Astonishing Estonia – Werke von

Arvo Pärt und weiteren estnischen

Komponisten

13


FOKUS

Demokratie-Initiative

des Gewandhausorchesters

»Den richtigen Ton tre en« steht als Motto über dem 4. Demokratie-Wochenende des

Gewandhausorchesters, das die Spielzeit 2025/2026 eröffnet. Vom 5. bis 7. September

2025 laden wir ein zur musikalisch inspirierten Auseinandersetzung mit diesem

ema, das unseren Umgang miteinander so wirkmächtig und facettenreich beein usst.

Das Gewandhausorchester steht aufgrund

seiner Geschichte in besonderer Weise fü

bürgerliches Engagement. Mit Blick auf

die Herausforderungen der Gegenwart und

die Gemeinschaft stiftenden, inspirierenden

und transformativen Potenziale der Musik

hat es 2022 eine Demokratie-Initiative ins

Leben gerufen. Die Eröffnung jeder Gewandhaus-Saison

verbindet sich seitdem mit

einem aktuellen gesellschaftlichen Thema,

das musikalisch akzentuiert aus verschiedenen

Blickwinkeln ausgeleuchtet wird. Wie

definiert sich »der richtige Ton«, den zu treffen

in Musik und Gesellschaft eine kost bare

Kunst ist? Können Töne an sich überhaupt

falsch sein, gibt es objektive Kriterien oder

ist das eine Frage der Empfindung und des

Kontexts? Welche »Tonlagen« bestimmen

14


FOKUS

endes auch Bürgerinnen und Bürger der

Stadt Leipzig ein, die sich regelmäßig zum

»Forum Gewandhaus« tre en und ihre Ideen

einbringen. Das Pilotprojekt »Forum Gewandhaus«

wird gefö dert von der Commerzbank-Stiftung.

HÖHEPUNKTE

FR — 19.30 UHR

05. SEP 2025

S A

13.30-16.30 UHR

06. SEP 2025

SA — 18 UHR

06. SEP 2025

SO — 16 UHR

07. SEP 2025

unseren alltäglichen Umgang, Politik,

Demonstrationen, Internet und die Medien?

Wie können wir sie beeinflussen? Wie gehen

wir damit um, wenn wichtige Töne zu

leise und Störtöne zu laut sind? Sind Störtöne

wirklich falsch oder können sie an

der richtigen Stelle wertvoll sein? Wenn

der richtige Ton getro en wurde, genießen

wir Resonanz, Harmonie, Tragfähigkeit,

Gemeinschaft und Sympathie. Hat sich

jemand im Ton vergri en, führt das allzu

leicht zu Provokation, Eskalation, Unverständnis,

Ablehnung und Aversion.

Wir haben in Kooperation mit der Sächsischen

Landeszentrale für politische Bildung

Expertinnen und Experten eingeladen, die

ihre Gedanken zum »richtigen Ton« zur Diskussion

stellen und auf Podien am Sonnabend

im Austausch mit dem Publikum entfalten.

Für musikalische Impulse sorgen

Mitglieder des Gewandhausorchesters.

Der Samstagabend steht ab 18 Uhr im Zeichen

einer Publikums-Spezialausgabe von

»Alles gesagt?«, dem beliebten ZEIT-Podcast

mit Jochen Wegner und Christoph Amend.

Konsequent demokratisch ist diesmal das

Publikum selbst zu Gast. Ferner beziehen

wir in die Planung des Demokratie-Wochen-

SAISONERÖFFNUNGS-

KONZERT

des Gewandhausorchesters

mit Ansprache von Maja Göpel

zum Motto des Demokratie-

Wochenendes »Den richtigen

Ton treffen«

GESPRÄCHSFOREN

im Hauptfoyer des Gewandhauses

Roland Löffler Moderation

»ALLES GESAGT?«

Der unendliche ZEIT-Podcast

live mit Jochen Wegner

und Christoph Amend

im Großen Saal

des Gewandhauses

ABSCHLUSS-

VERANSTALTUNG

des Demokratie-Wochenendes

im Mendelssohn-Saal

des Gewandhauses

15

15


20

25

02. – 09. NOVEMBER

2025

Eine Kooperation von


FOKUS

Die Mendelssohn-Festtage 2025

Alljährlich in der ersten November-Woche steht Leipzig im Zeichen Felix Mendelssohn

Bartholdys und feiert mit den Festtagen den großen Musiker, Künstler und Europäer,

der die Musikstadt und das Gewandhausorchester auf einzigartige Weise prägte.

Felix Mendelssohn Bartholdy gehört zu

den bedeutendsten und vielseitigsten

Musikern des 19. Jahrhunderts. Als Komponist,

Pianist und Dirigent veränderte er

die Welt der Musik. Sein Leben führte

ihn durch ganz Europa. Für zwölf Jahre,

ab 1835, war Leipzig sein Mittelpunkt.

Hier prägte er als Gewandhauskapellmeister

den Ruf Leipzigs als Weltstadt

der Musik. Am 4. November 1847 verstarb

Felix Mendelssohn Bartholdy nur

38-jährig im heutigen Mendelssohn-Haus.

Alljährlich um den Todestag laden Gewandhaus

und Mendelssohn-Haus ein zu

den Mendelssohn-Festtagen Leipzig. Im

welto enen Geiste des Humanisten und

Europäers tre en dann bekannte Orchester,

Ensembles und Solistinnen und Solisten

ebenso zusammen wie herausragende

junge Künstlerinnen und Künstler, kuratiert

von Elena Bashkirova, Präsidentin

der Mendelssohn-Stiftung.

Die Konzerte im Wohn- und Sterbehaus des

Komponisten gehören zu den authentischen

Erfahrungen, von denen die Leipziger

Musiklandschaft reichlich zu bieten hat.

Wir freuen uns besonders auf das Bene z-

konzert r das Mendelssohn-Haus mit

Verleihung des Internationalen Mendelssohn-Preises

am ersten Festtags-Sonntag.

Es folgen Klavierrezital, Lie der abend,

Große Concerte, Chorkonzert, Kammermusik,

Gespräche, Lesungen und Führungen.

Las sen Sie sich inspirieren, über raschen

und begeistern. Herzlich willkommen zu

den Mendelssohn-Festtagen 2025 in Leipzig!

HÖHEPUNKTE

SO — 11 UHR

02. NOV 2025

MO — 19.30 UHR

03. NOV 2025

DI — 21 UHR

04. NOV 2025

DO/FR — 19.30 UHR

06./07. NOV

2025

SA — 19.30 UHR

08. NOV 2025

SO — 15 UHR

09. NOV 2025

SO — 19.30 UHR

09. NOV 2025

BENEFIZKONZERT

FÜR DAS MENDELSSOHN-

HAUS LEIPZIG

Anne-Sophie Mutter, Pablo

Ferrández, Elena Bashkirova

LIEDERABEND

Anna Prohaska, Caspar Frantz

Richard Wagner – Der Plagiator

KO N Z E R T

ZUR TODESSTUNDE

René Pape, Elena Bashkirova,

Grieg Quartett Leipzig

GROSSE CONCERTE

Gewandhausorchester,

Andris Nelsons,

Seong-Jin Cho

GASTKONZERT

Kremerata Baltica, Gidon

Kremer, Lucas Debarque

KLAVIERREZITAL

Igor Levit

ABSCHLUSSKONZERT

Quatuor Arod, Sindy Mohamed,

Karl-Heinz Steffens, Volker

Hemken, Elena Bashkirova

17


Gemeinsam Großes

schaffen und hörbar

in Erinnerung bleiben

Die Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses

zu Leipzig e.V. fördert seit über 30 Jahren

voller Energie und Leidenschaft die Arbeit des

Gewandhauses in der Kulturstadt Leipzig mit

dem ältesten bürgerlichen Orchester der Welt,

dem Gewandhausorchester.


Bürgerschaftliches Engagement zeichnet

das Gewandhausorchester von Beginn an

aus, als 1743 die Konzertunternehmung

Großes Concert durch eine kleine

Gesellschaft von Adligen und Bürgern

gegründet und getragen wurde.

Hochwertige Instrumente, Chorprojekte,

Auftragskompositionen und die

Unterstützung der Musikvermittlung

stehen im Mittelpunkt unserer Förderung.

Werden Sie Teil der Freunde und

lassen Sie uns gemeinsam Kultur

fördern — wir freuen uns auf Sie!

Mit nur 46 Euro pro Jahr unterstützen Sie als Einzelmitglied

(Paarmitgliedschaft 69 Euro) das Gewandhausorchester

und erhalten exklusiven Zugang zu Proben, zu den

regelmäßigen »Treffs« mit Musikerinnen & Musikern des

Gewandhausorchesters und Einblicke hinter die Kulissen.

Finden Sie weitere Informationen

auf www.freunde-gewandhaus.de

Gewandhaus zu Leipzig

Postfach 46

Augustusplatz 8

04109 Leipzig


20


FOKUS

Im Jahr 2026 begeht der Freistaat Sachsen ein landesweites »Jahr der jüdischen

Kultur« – 100 Jahre nach Gründung des ersten sächsischen Landesverbandes der

jüdischen Gemeinden. Unter dem Titel »Tacheles« und dem Motto »Jüdisch –

Sächsisch – Mentshlich« widmen sich landesweit Veranstaltungen und Ausstellungen

der viel ltigen jüdischen Kultur und Geschichte.

Das aus dem Jiddischen bzw. Hebräischen

stammende Wort »Tacheles« steht für freie

Meinung und Diskurs auf Augenhöhe. Im

Themenjahr 2026 wird »Tacheles« geredet,

jüdische Stimmen präsentieren persönliche,

gesellschaftliche und kulturelle Perspektiven

und regen zum Dialog an.

Die Vielfalt jüdischen Liedguts bringen Roman

Grinberg, Starsänger jiddischer Musik,

und die Shyayg Mayn Harts Bigband im

Auftaktkonzert zum Themenjahr im Gewandhaus

auf die Bühne. Traditionelle und

neue Chanukka-Lieder erklingen wenige

Tage vor dem Lichterfest, das alljährlich

am 25. Dezember anlässlich der Wiedereinweihung

des zweiten jüdischen Tempels

in Jerusalem 164 v. Chr. begangen wird.

Der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar

erinnert an die unwiederbringlichen Verluste,

die der Vernichtungswahn des

natio nalsozialistischen Regimes verursachte.

Der deutsch-israelische Komponist

Paul Ben-Haim entging durch Emigration

nach Palästina 1933 dem schlimmsten

Wüten Nazi-Deutschlands. In München

war er Assistent des späteren Gewandhauskapellmeisters

Bruno Walter gewesen, der

ebenfalls 1933 fliehen musste. Ben-Haims

1. Sinfonie von 1940 erklingt nun erstmals

im Großen Concert – an der Seite von

Ernest Blochs Avodath Hakodesh.

Das Salonorchester CAPPUCCINO widmet

sich den gebürtigen Leipziger Brüdern

Rotter, deren Theater- und Operettenimperium

in den 1920er Jahren international

für Furore sorgte. Neben Schuldenwirtschaft

und Betrugsvorwürfen wurde ihnen

die jüdische Herkunft zum Verhängnis und

machte sie zum Opfer perfider Hetzkampagnen.

Omer Meir Wellber

21


Setzen Sie ein Zeichen fü die Zukunft

der Musik – Unterstützen Sie unsere

Nachwuchsarbeit!

Die Mendelssohn-Orchesterakademie fö dert hochbegabte, junge Musikerinnen

und Musiker auf ihrem Weg zur Tätigkeit in einem Berufsorchester.

Über 150 von ihnen haben bereits die Akademie durchlaufen und tragen das

einzigartige Klangideal des Gewandhausorchesters in die Welt.

Werden Sie Teil dieser Reise – übernehmen Sie eine Akademiepatenschaft oder

spenden Sie fü einzelne Ausbildungsbausteine. Ihre Unterstützung fö dert die

Musikkultur und die Zukunft junger Musiker.

Gern beraten wir Sie auch persönlich:

Mentor Tristan Thery mit Akademistin Clara Heise

GEWANDHAUS ZU LEIPZIG

Fundraising – Peggy Melzer

T +49 341 12 70 228

F +49 341 12 70 407

meinbeitrag@gewandhaus.de

Mehr Infos zu Ihrem Engagement finden Sie hier:

www.engagement.gewandhausorchester.de


FOKUS

Dem nationalsozialistischen Verruf entging

auch Pavel Haas nicht, der nach Theresienstadt

deportiert und in Auschwitz

umgebracht wurde. Haas war in Brünn

Schüler von Leoš Janáček gewesen. In der

Tradition Janáčeks, der fünf Jahre zuvor

sein Bläsersextett Mládi vollendet hatte,

griff Haas für sein Quintett auf Volksweisen

und Synagogalgesänge zurück. Bis

heute kaum bekannt ist das Œuvre von

Hans Winterberg, der im Januar 1945 in

Theresienstadt interniert wurde. Nach

seiner Befreiung arbeitete er für den

Bayerischen Rundfunk und schrieb sein

einziges Bläserquintett. Werke vom Strawinsky-Freund

Alexandre Tansman und

der mit einem jüdischen Juristen verheirateten

Komponistin Ilse Fromm-Michaels

ergänzen die Kammermusik des Pasakas

Bläserquintett Leipzig.

HK Gruber und Kirill Gerstein präsentieren

einen »Anti-Liederabend« mit Liedern

der jüdisch-stämmigen Komponisten Kurt

Weill und Hanns Eisler, die musikalische

Fußspuren in Leipzig hinterließen. In Liedtexten

u. a. von Bertolt Brecht, dem beide

eng verbunden waren, spiegeln sich eine

Katastrophe, die Errichtung einer neuen

Gesellschaft und deren Scheitern.

Alfred Szendrei prägte das Leipziger

Musikleben vor dem Zweiten Weltkrieg.

Von 1918 bis 1924 wirkte er als 1. Kapellmeister

am Leipziger Opernhaus, wo seine

Oper Der türkisenblaue Garten uraufgeführt

wurde. Anschließend machte er

sich als Gründungsdirigent des Leipziger

Rundfunk-Sinfonieorchesters und

-Chores als Pionier um das Medium

Rundfunk verdient. Als ungarisch stämmiger

Jude wurde Szendrei 1931 aus dem

Amt gedrängt und emigrierte in die USA.

Das Konzert erinnert an den Musiker, der

vor 50 Jahren in Los Angeles verstarb.

SAISONHÖHEPUNKTE

SO — 17 UHR

21. DEZ 2025

DO/FR — 19.30 UHR

22./23. JAN

2026

SO — 18 UHR

08. FEB 2026

SO — 19.30 UHR

22. FEB 2026

SO — 18 UHR

01. MRZ 2026

»A SWINGIN’ CHANUKKA«

mit Roman Grinberg Gesang

Shvayg Mayn Harts Bigband

Michael Alexander Willens Leitung

Traditionelle und neue Chanukka-

Lieder auf Hebräisch, Jiddisch und

Ladino sowie beschwingte jiddische

Melodien, die einst vor der Shoah

populär waren

GROSSES CONCERT

unter Omer Meir Wellber

mit dem GewandhausChor

und Erwin Schrott Bariton

Werke von Paul Ben-Haim und

Ernest Bloch

KAMMERMUSIK

mit dem Pasakas Bläserquintett

Leipzig

Werke von Leoš Janáček,

Pavel Haas u. a.

LIEDERABEND

mit HK Gruber Gesang/Rezitation

Kirill Gerstein Klavier

Berlin im Licht –

Ein Anti-Liederabend

Werke von Kurt Weill und

Hanns Eisler

KAMMERMUSIK

mit Jan Philip Schulze Klavier

Mitgliedern des Gewandhausorchesters

und des MDR-Sinfonieorchesters

sowie Mitgliedern des

Solistenensembles der Oper Leipzig

Musik von Alfred Szendrei sowie

Werke anderer Komponisten

23


FOKUS

Meet the MOA.

Young Artists on Stage

Mitglieder der MOA in der Spielzeit 2024/2025

Seit über 20 Jahren engagiert sich das Gewandhausorchester in der Mendelssohn-

Orchesterakademie r die Förderung des musikalischen Nachwuchses. Ziel dieser

einzigartigen Ausbildung ist es, junge Musikerinnen und Musiker bestens darauf

vorzubereiten, eine Position in einem Spitzenorchester zu erlangen.

Die Mendelssohn-Orchesterakademie (MOA)

ist ein fester Bestandteil der Arbeit des

Gewandhausorchesters. Bis zu 20 junge

Musikerinnen und Musiker aus der ganzen

Welt werden zwei Jahre lang in Orchesterdiensten,

Unterricht, Kammermusik und

Mentaltrainingsangeboten ausgebildet, um

sich auf eine feste Stelle in einem Orchester

vorzubereiten.

In der Spielzeit 2025/2026 rückt im Rahmen

des jährlichen Fokus »Meet the MOA.

Young Artists on Stage« ein ganz besonderer

Aspekt dieser Ausbildung in den Mittelpunkt

– das berühmt-berüchtigte Probespiel:

Im Zuschauerraum sitzen die festangestellten

Musikerinnen und Musiker

des Orchesters, während auf der Bühne

ein Flügel zur Begleitung der Kandidatinnen

und Kandidaten bereitsteht. Das

Programm umfasst Solowerke sowie Auszüge

aus dem Orchesterrepertoire, in denen

die Bewerbenden ihr musikalisches,

spieltechnisches und interpretatorisches

Können zeigen müssen.

24


FOKUS

Dieses Szenario bildet den Rahmen für

die sogenannten Probespiele – Vorspiele,

mit denen sich Musikerinnen und Musiker

auf eine Stelle in einem Orchester bewerben.

Das zu spielende Repertoire erfüllt

dabei zwei Aufgaben: Einerseits soll es den

Bewerbenden Raum geben, ihr Können zu

präsentieren; andererseits soll es den zuhörenden

Orchestermitgliedern genügend

Einblick in die Musizierweise, den Klang

und die Spielart der Kandidatin oder des

Kandidaten ermöglichen, um zu prüfen,

wer am besten ins Ensemble passt.

Für jedes Instrument hat sich ein spezifisches

Probespielrepertoire etabliert, das

in der Regel aus einem solistischen Werk der

klassischen Epoche, einem Werk aus der

Romantik sowie den sogenannten Orchesterstellen

besteht. Aus Zeitgründen – schließlich

gibt es zahlreiche Bewerbungen fü jede

Position – werden die Stücke nicht vollständig

gespielt. Für ein Solokonzert könnte die

Anweisung beispielsweise lauten: 1. Satz

eventuell bis zum Ende der Durchführung, anschließend

die Kadenz und einen Abschnitt

aus dem 2. Satz. Begleitet wird das Ganze

natürlich nicht von einem Orchester, sondern

lediglich von einem Klavier.

Junge Musikerinnen und Musiker arbeiten

daher während ihrer Ausbildung oft jahrelang

an Auszügen solcher Meisterwerke,

ohne diese in ihrem gesamten musikalischen

Zusammenhang oder in Begleitung

eines Orchesters auffü en zu können. Doch

gerade diese Erfahrung ist fü das vollständige

Verständnis eines Werkes und dessen

Interpretation äußerst bereichernd – eine

Bereicherung, die wir unseren aktuellen

Akademistinnen und Akademisten in dieser

Spielzeit bieten wollen. Wir freuen uns

da rauf, Ihnen ein ganzes Wochenende

lang den musikalischen Nachwuchs des

Gewandhausorchesters mit seinem unverwechselbaren

Esprit solistisch präsentieren

zu können.

HÖHEPUNKTE

FR — 19 UHR

20. FEB 2026 ERÖFFNUNGSKONZERT

Mitglieder der Mendelssohn-

Orchesterakademie & Gäste

Elisaveta Blumina Leitung

SA — 10 UHR

21. FEB 2026

Solokonzerte von Debussy,

Mozart und Schumann

ÖFFENTLICHE PROBE

Mitglieder der Mendelssohn-

Orchesterakademie & Gäste

Elisaveta Blumina Leitung

SA — 15 UHR

21. FEB 2026 GESPRÄCHSKONZERT

Mitglieder der Mendelssohn-

Orchesterakademie

Nele Kemmerich Moderation

Béla Bartók

Sonate r zwei Klaviere

und Schlagzeug Sz 110

SA — 19 UHR

21. FEB 2026 KO N Z E R T

Mitglieder der Mendelssohn-

Orchesterakademie & Gäste

Elisaveta Blumina Leitung

Solokonzerte von Bottesini,

Hoffmeister und Mozart

SO — 11 UHR

22. FEB 2026 ABSCHLUSSKONZERT

Mitglieder der Mendelssohn-

Orchesterakademie & Gäste

Elisaveta Blumina Leitung

Solokonzerte von Albrechtsberger,

Haydn und Mozart

25


Eine Vision

für die Zukunft

der Musik.

www.stiftung-zukunft-gewandhaus.de


Das Gewandhausorchester lebt von seinen musikalischen

Persönlichkeiten und einer gemeinsamen Vision: Bestehende

Traditionen sollen bewahrt und neue begründet

werden. Die Stiftung Zukunft Gewandhaus zu Leipzig

unterstützt diese Vision.

Unser Ziel ist es, dem Gewandhausorchester optimale

Bedingungen zu bieten, um auch zukünftig wegweisende

Impulse in der internationalen Musiklandschaft setzen zu

können. Damit dies gelingt, fördern wir aktiv besondere

Projekte und bringen eigene Ideen ein.

Unterstützen Sie uns

mit Ihrer Spende!


28


GROSSES

CONCERT

29


Saisoneröffnung

Demokratie-Konzert

Arvo Pärt

Cantus in Memory

of Benjamin Britten

»DEN RICHTIGEN TON

TREFFEN«

Ansprache von

Maja Göpel

zum Demokratie-Konzert

(05. SEP)

Antonín Dvořák

Konzert für Violine und

Orchester a-Moll op. 53

Jean Sibelius

2. Sinfonie D-Dur op. 43

EINLÄUTEN

Dreimal schlägt die Glocke, bevor die Streicher hinzustoßen.

Glockenschläge begleiten durch die Elegie

auf den 1976 verstorbenen Benjamin Britten.

Arvo Pärt, der mit diesen fast 50 Jahre alten Klängen

seinen Einstand als Gewandhauskomponist

gibt, hatte dessen Musik eben erst für sich entdeckt.

Persönlich begegnet war er dem britischen Kollegen

nie. Ruhige Glockenschläge und absteigende

Moll-Tonleitern, tröstlich einmündend in Harmonie

– einfachste Mittel genügen dem Balten für seine

mit Klarheit überwältigende Kunst. Scheinbar

Vertrautes erschließt neue Ausdruckswelten, lehrt

neues Hören, Empfinden und Staunen. Es ist die fassliche

Schönheit der Ordnung, die wir alle bewusst oder

unbewusst wahrnehmen, die in uns widerhallt, sinniert

Pärt: Ist das nicht das Geheimnis aller Arten von Musik?

STAR(T)HILFE

Wollen Sie mir ein Violinkonzert schreiben? Recht

originell, kantilenenreich und für gute Geiger? Die

Anfrage seines Verlegers kam Dvořák gelegen,

auch wenn der avisierte gute Geiger kein einfacher

Kunde war. Schon Max Bruch und Johannes

Brahms hatte die Zusammenarbeit mit dem legen-

30


FR/SO

05./07. SEP

2025

19.30/11 UHR

GROSSER SAAL

ERÖFFNUNG

DER 245. SAISON

DEMOKRATIE-KONZERT

F O K U S :

GEWANDHAUSKOMPONIST

ARVO PÄRT

Hilary Hahn

dären Joseph Joachim einige Nerven gekostet –

am Ende jedoch rauschende Erfolge eingebracht.

Das Violinkonzert, das Dvořák mühsam all den Extrawünschen

Joachims gefügig machte, führte der

alternde Jahrhundertgeiger, nachdem er die Fertigstellung

vier Jahre hinausgezögert hatte, kein einziges

Mal öffentlich auf. Doch das Werk eroberte

auch ohne Star-Starthilfe unter überwältigenden

Beifallsstürmen die Konzertsäle.

SOMMERREISEN

Waren Sie wie Sibelius im Sommer an der Amalfi-

Küste, idealerweise auf Kosten eines generösen

Gönners? Haben Sie Florenz besichtigt und an

lauen Abenden Dantes Göttliche Komödie gelesen?

Dann wird Ihnen vermutlich in den nächsten Tagen

ein weltberühmtes Orchesterwerk aus der Feder

fließen. Doch Vorsicht, die neue große Symphonie

in fünf Sätzen, inspiriert von Italien und vom Mittelmeer,

voller Sonnenschein, Himmelsbläue und überschwänglicher

Glückseligkeit könnte erschreckend

düster geraten. Und legen Sie Wert auf den feinen

Unterschied zwischen poetischer Instrumentierung

und politischer Instrumentalisierung.

Gewandhaus -

orchester

Andris Nelsons

Hilary Hahn

Violine

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr (FR) und 10.15 Uhr (SO)

im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SONNTAGS-ANRECHT I/1

VARIO VARIO

31


Im weiten Reich

der Weltennacht

Richard Wagner

Ouvertüre und »Inbrunst im

Herzen« – Romerzählung aus

der Oper »Tannhäuser«

WWV 70

Vorspiel zum 3. Aufzug

»Dünkt dich das?«

»O diese Sonne! Ha, dieser Tag!«

aus der Oper »Tristan und Isolde«

WWV 90

Walkürenritt und »Winterstürme

wichen dem Wonnemond« –

aus der Oper »Die Walküre«

WWV 86B

»Daß der mein Vater nicht ist«

und »Selige Öde auf sonniger

Höh!« aus der Oper »Siegfried«

WWV 86C

Morgendämmerung und

Siegfrieds Rheinfahrt aus

der Oper »Götterdämmerung«

WWV 86D

LEBENSVERÄNDERND

Ist nicht Tannhäusers Dasein, ist nicht unser ganzes

Leben eine große Pilgerreise? Umgeben von Versuchungen

– großen und kleinen – sind wir unterwegs

auf der Suche nach etwas Höherem, etwas Sinnstiftendem:

nach Erlösung. Für Andris Nelsons war

die frühe Begegnung mit Wagners Tannhäuser

ein Schlüsselerlebnis. Als Fünfjähriger, der von

Musik umgeben in Riga aufwuchs, besuchte er

erstmals die Oper, an der später seine Karriere

als Trompeter und Dirigent beginnen sollte: Vermutlich

habe ich hier zum ersten Mal geahnt, welche

ungeheure Wirkung von Musik ausgehen kann – und

den Wunsch verspürt, der mich heute als Dirigent antreibt:

Menschen mit Musik zu bewegen und positiv

lebensverändernde Erfahrungen zu ermöglichen.

TODBRINGEND

Tannhäusers Rom-Erzählung ist alles andere als

eine Heldengeschichte. Der reuige Sünder sucht

Vergebung – und erfährt, dass er keine Aussicht auf

Erlösung hat. Was die Kirche verweigert, wird ihm

letztlich durch Elisabeths selbstopfernde Liebe

zuteil. Wenn Tristan im dritten Akt erwacht, weiß

auch er wenig Ruhmreiches zu berichten. Der schwer

Verwundete deliriert, alles ist dunklem Vergessen

32


DO/FR

11./ 12. SEP

2025

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Gewandhaus -

orchester

Andris Nelsons

Klaus Florian Vogt

Tenor

Andris Nelsons

anheimgefallen, nur seine Liebe zu Isolde leuchtet

sonnenhell. Vereint werden sie jedoch erst im Tode

sein. Scheiternde Helden und sich opfernde Gefährtinnen

– so lässt sich auch die Ring-Handlung von

vier langatmigen Abenden auf einen Atemzug verkürzen.

SANGESFROH

Einsam steht er heute Abend da, der Wagner-Tenor

in seiner stimmlichen Herrlichkeit, beschienen vom

Wonnemond, während all die klugen Frauen, die

Erdas dieser Erde, die emanzipierten Elisabethen,

die tristen Isolden, die fiesen Frickas, die nörgelnden

Nornen und neckischen Rheintöchter betreten

schweigen. Für fünf Minuten dürfen immerhin ein

paar wortlose Walküren stracks vorüberreiten –

dann gehört die Bühne wieder dem mitteilsamen

Helden, der diese Spielzeit gleich zweimal sein

gewaltiges Organ gegen Winterstürme erhebt. Ungestört

schippert er rheinauf- und abwärts, denn auch

die bösen Bässe, die ihm im wirklichen Opernleben

nachstellen, haben heute nichts zu singen.

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE II/1

VARIO

Präsentiert von

33


Zyklen und

Enzyklopädien

Franz Liszt

Variationen über

»Weinen, Klagen, Sorgen

Zagen« von J. S. Bach

(Fassung für Orgel S 673)

Johann Sebastian Bach

Präludium und Fuge

Es-Dur BWV 552

Anton Bruckner

9. Sinfonie d-Moll

WAB 109

ZYKLISCHES KOMPILIEREN

Zyklischer Zusammenhalt kann musikalisch auf

unterschiedliche Weise verwirklicht sein. Die

Idee, ästhetische Einheit herzustellen, die über

das Einzelstück hinausgreift und Gemeinschaft

innerhalb einer Gruppe individueller Sätze stiftet,

wird in unserem Kulturkreis früh in liturgischen

Zyklen greifbar, wenn etwa mehrstimmig

vorgetragene Mess-Gesänge durch einen gemeinsamen

Cantus firmus miteinander verbunden

sind. Diese Technik der Renaissance wirkt in

barocken Choralkantaten weiter, die Bach darüber

hinaus zum Jahreszyklus ausweitet, vereint

durch die besondere Kompositionstechnik. Bei

Bach expandiert das Zyklische zum Enzyklopädischen:

Das Prinzip zyklischer Werkzusammenstellung

nach Tonarten, wie es in Drucken und

Opus-Gruppen etabliert war, dekliniert er anhand

von Präludium-Fuge-Paaren durch das gesamte

Tonartensystem. Seien es Kompendien-artige

Handschriften, Drucke oder Tonträger: Medien

befeuerten immer schon das Denken in zyklisch

vereinten Werkgruppen.

34


DO/FR/SO

18./ 19./

21. SEP

2025

19.30/19.30/11 UHR

GROSSER SAAL

Herbert Blomstedt

ZYKLISCHES INTERPRETIEREN

Mit Aufführungs- und Aufnahmezyklen verbindet

sich die Vorstellung, dass sich Werke einer bestimmten

Gruppe – etwa die Sinfonien Bruckners –

gegenseitig erhellen. Die Wahrnehmung der gesamten

Gruppe gewährt besonders intensiven Zugang

zum Einzelstück, und aus der Summe singulärer

Eindrücke erwächst umfassendes Verständnis. Das

Gewandhausorchester war schon zu Beethovens

Zeit Pionier zyklischer Darbietung von Werkgruppen

in einheitlicher interpretatorischer Handschrift.

Es blieb dieser Tradition mit den bahnbrechenden

ersten Sinfonie-Zyklen Bruckners und Schostakowitschs

treu. In den zurückliegenden Jahrzehnten

verging kaum eine Spielzeit ohne Zyklus.

ZYKLISCHER WANDEL

Mehrmals hat Blomstedt den Kreis der neun autorisierten

Sinfonien Bruckners bereits ausgeschritten –

mit jedem Orchester, in jedem Saal, vor jedem

Publikum, zu jeder Zeit klingt und wirkt es anders.

Wenn unser Ehrendirigent – so Gott will – Bruckners

letzte, unvollendet gebliebene Sinfonie nun erneut

interpretiert, wird er in sein 99. Lebensjahr eingetreten

sein. Er und Bruckner haben sich auf dieser

Welt nur um gut 30 Jahre verpasst. Musikalisch sind

sie einander auf einzigartige Weise nahegekommen.

Gewandhaus -

orchester

Herbert Blomstedt

Michael Schönheit

Orgel

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr (DO/FR) und

10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE I/1

SONNTAGS-ANRECHT II/1

VARIO (DO)

Präsentiert von

35


Leonidas Kavakos

Frühzünder

und Spätstarter

Felix Mendelssohn Bartholdy

Konzertouvertüre

»Die Hebriden« h-Moll op. 26

MWV P 7 (»Fingals Höhle«)

Konzert für Violine und

Orchester e-Moll op. 64

MWV O 14

Edward Elgar

1. Sinfonie As-Dur op. 55

MENDELSSOHN EILT

Unterschiedlicher können Karrieren kaum verlaufen.

Mendelssohn wurde als Wunderkind optimale

Förderung zuteil; Elgar war, von ein paar Geigenstunden

abgesehen, Autodidakt. Die Schule besuchte

er nur sporadisch; Mendelssohn hingegen

genoss umfassende Bildung – Reisen durch ganz

Europa eingeschlossen. London eroberte er als

Pianist, Dirigent und Komponist im Sturm,

Schottland inspirierte ihn zu Werken wie der

Hebriden-Ouvertüre, und sein Violinkonzert war –

nach der Leipziger Uraufführung mit Gewandhaus-Konzertmeister

Ferdinand David – dank

36


Joseph Joachim bald auch in England überaus

beliebt. Elgar kannte Mendelssohns Musik aus

der väterlichen Musikalienhandlung und dem

musikalischen Leben Worcesters, an dem er singend,

geigend, bisweilen Fagott oder Klavier

spielend Anteil nahm. Höhepunkt im musikalischen

Leben seines Heimatstädtchens war das

»Three Choirs Festival«, das bis heute alternierend

dort stattfindet. Als Mitglied im Festivalorchester

lernte Elgar Komponisten wie Antonín Dvořák

und Dirigenten wie Hans Richter kennen, dem er

später die Uraufführung wichtiger Werke verdanken

und die 1. Sinfonie zueignen sollte.

ELGAR WEILT

Elgars Traum von einem Musikstudium in Leipzig

blieb aus finanziellen Gründen unerreichbar.

Doch als eine Freundin am vielgepriesenen Konservatorium

studierte, stattete Elgar ihr und der

Pleißestadt eine zweiwöchige Visite ab. Der

25-Jährige besuchte Proben des Gewandhausorchesters

und registrierte verwundert, dass sie

schon um 9 Uhr morgens begännen – zu einer

Zeit, da Musiker normalerweise noch schliefen.

Der Wagnerianer erlebte Arthur Nikisch als

Tannhäuser-, Lohengrin- und Parsifal-Dirigenten.

Der spätere Gewandhauskapellmeister wird sich

zu Beginn des 20. Jahrhunderts um Aufführungen

von Elgars Werken mit dem Gewandhausorchester

verdient machen und dessen 1. Sinfonie 1909 anlässlich

der Leipzig-Premiere den Ehrentitel verleihen,

der ihr bis heute anhaftet: »Brahms’s Fifth«.

Als er seinen sinfonischen Erstling in die Welt

sandte, war Elgar bereits 50 Jahre alt.

DO/FR

25./26. SEP

2025

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Gewandhaus -

orchester

Sakari Oramo

Leonidas Kavakos

Violine

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE III/1

VARIO

Präsentiert von

37


Herbstzeitlose

Arvo Pärt

Tabula rasa – Doppelkonzert

für zwei Violinen, Streichorchester

und präpariertes

Klavier

Sergej Rachmaninoff

2. Sinfonie e-Moll op. 27

KONZENTRIERT AUFS WESENTLICHE

In den 1970er Jahren entwickelte Arvo Pärt den

Stil, für den er berühmt wurde und den er »Tintinnabuli«

(Glöckchen) taufte. Auseinandersetzung

mit der Musik des Mittelalters und radikale Konzentration

in Abkehr von einer reizüberfluteten

Welt brachten ihn dazu, im Wortsinn tabula rasa zu

machen. Pärt begann noch einmal neu, vom sprichwörtlich

unbeschriebenen Blatt. Aus dem »bad

boy« der Avantgarde wurde der kultisch verehrte

»wise man« ganz anderer, wahrhaft neuer Musik,

beschreibt es sein Landsmann und Freund Paavo

Järvi. Unter den ersten Werken dieses auf Dreiklängen,

Diatonik und ruhigem Zeitmaß beruhenden

Stils waren Fratres und Tabula rasa aus

dem Jahr 1977. Letztere gelangte mit Gidon Kremer,

Tatjana Gridenko und Alfred Schnittke in Tallinn

zur Uraufführung. Die Musikwelt stand still und

hielt den Atem an.

REDUZIERT AUFS EINZELNE

Dieser Minimalismus ist erschütternd, bekennt Renaud

Capuçon. Einen großen Künstler erkennt man daran,

dass er Stille hör- und erlebbar machen kann. Bei Pärt

ist die Stille präzise strukturiert. In Tabula rasa sind

die Pausen erst lang und werden allmählich kürzer: Jedes

Mal ein Takt weniger… Pärt hat in diesem Stil zu sich

selbst gefunden: Hier bin ich, allein mit der Stille. Ich

habe festgestellt, dass es genügt, wenn ein einziger Ton

wirklich schön gespielt wird. Dieser einzige Ton, ein lautloser

Taktteil oder ein Augenblick der Stille trösten mich.

Ich möchte meine Musik mit weißem Licht vergleichen,

das alle Farben enthält. Allein ein Prisma kann die Farben

herauslösen und sichtbar machen; einem solchen Prisma

ist der Geist des Hörers vergleichbar.

38


GESTEIGERT ZUM ÄUSSERSTEN

Opulente Klangfülle eines ebenfalls aus der Zeit

Gefallenen, überaus erfolgreichen Komponisten

flutet hernach den Pärt-purifizierten Gewandhaus-

Saal. Das Fiasko seiner 1. Sinfonie hatte den unentschieden

zwischen Pianisten-, Dirigenten- und

Komponistenkarriere hin- und hergerissenen

Rachmaninoff in eine existenzielle Krise gestürzt.

Der zweite Beitrag zur gewichtigsten Gattung der

Instrumentalmusik ließ dann 12 Jahre auf sich

warten. Als die 2. Sinfonie 1908 uraufgeführt

wurde, empfing man das Werk des mittlerweile

gefeierten Virtuosen begeistert. Rachmaninoff

war mit dem 2. Klavierkonzert der Durchbruch

gelungen, und die 2. Sinfonie wurde dem selbstkritisch

Tüftelnden bei feuchter Tinte aus den

Händen gerissen. Kein Geringerer als Arthur

Nikisch hätte sich gewünscht, Widmungsträger

des Werks zu sein.

Paavo Järvi

DO/FR

02./03. OKT

2025

19.30 UHR

GROSSER SAAL

F O K U S :

GEWANDHAUSKOMPONIST

ARVO PÄRT

Gewandhaus -

orchester

Paavo Järvi

Midori

Violine

Renaud Capuçon

Violine

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am

Freitag laden wir zum PERSPEKTIV-

WECHSEL ein: Töne ausgraben – zu

ältesten Zeugnissen des Musizierens

mit dem Ur- und Frühgeschichte-

Professor und Musikarchäologen

Raiko Krauß

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE IV/1

VARIO

39


Alles Unmögliche

Igor Strawinsky

Konzert für Klavier

und Blasinstrumente

Maurice Ravel

Konzert für Klavier

und Orchester D-Dur

(»Klavierkonzert für

die linke Hand«)

Arvo Pärt

Nekrolog für Orchester

op. 5

Leonard Bernstein

Symphonic Dances from

West Side Story

MIT LINKS

Vom scheinbar Unerreichbaren geht besondere

Anziehungskraft aus. Was Strawinsky für seine

durchtrainierten Riesenhände komponierte, ist

ähnlich berüchtigt wie Ravels Solo für die linke

Hand des kriegsversehrten Paul Wittgenstein, das

selbst den virtuosen Auftraggeber überforderte.

Ravels kompakt-einsätziges Konzert entschädigt

Streicher und Perkussionisten, die Strawinsky –

Pauke und Kontrabass ausgenommen – zum

Schweigen verdonnert, mit farbenfrohen, exotisch

schillernden Parts. Die Holz- und Blechbläser

wiederum, die dem Klavier in Strawinskys Konzert

Paroli bieten, finden herrlich charakteristisch und

solistisch agierende Partien vor. Im Uraufführungsjahr

1924 saß der Komponist bei der Gewandhaus-

Premiere seines gewitzt mit historischen Modellen

spielenden Werks persönlich am Klavier.

Kirill Gerstein

40


DO/FR

16./17. OK T

2025

19.30 UHR

GROSSER SAAL

MIT MUT

Strawinsky war gerade 78 Jahre alt, als das erste

Orchesterwerk unseres Gewandhauskomponisten

Arvo Pärt seine estnischen Landsleute erstmals

mit Zwölftönigkeit konfrontierte, die den sowjetischen

Kulturhütern ein Dorn im Auge war. Noch

bevor Schostakowitsch Ende der 1960er Jahre

wagte, die Technik in Verbindung mit Todes-Thematik

in seine Sinfonik einzubeziehen, machte

Pärt als Student sie mutig zur Grundlage des 1961

in Moskau uraufgeführten Nekrologs. Der Klagegesang

gilt den Opfern des Konzentrationslagers

Kalevi-Liiva stellvertretend für alle Opfer politischer

Systeme und Ideologien. Pärt selbst erkannte

darin eine Begräbnismusik für die Welt […] auf der

Suche nach Reinheit und Erlösung, was letztlich gleichbedeutend

ist mit der Suche nach Gott.

MIT HITS

Im selben Jahr erschloss Bernstein am anderen

Ende der stilistischen Bandbreite Hits seiner West

Side Story als Sinfonische Tänze für den Konzertsaal:

Ein zeitloses Proteststück gegen sinnlose Gewalt

verfeindeter Lager, ein Loblied auf individuelle

Liebe, die kollektiven Hass überwindet, und auf

Lebensfreude, zelebriert in mitreißenden Rhythmen.

F O K U S :

GEWANDHAUSKOMPONIST

ARVO PÄRT

Gewandhaus -

orchester

David Robertson

Kirill Gerstein

Klavier

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag

laden wir zum NACH KLANG ein: Kommen

Sie ins Gespräch mit Musikerinnen und

Musikern des Gewandhausorchesters.

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE I/2

VARIO

Präsentiert von

41


Staatsmann trifft

Scherzbold

Mario Castelnuovo-Tedesco

Ouvertüre zu Shakespeares

»Julius Cäsar« op. 78

Erich Wolfgang Korngold

Konzert für Violine und

Orchester D-Dur op. 35

Richard Strauss

Tod und Verklärung –

Tondichtung für großes

Orchester op. 24

Till Eulenspiegels lustige

Streiche op. 28

NACHSCHLAG BEI SHAKESPEARE

Elf Ouvertüren hat Mario Castelnuovo-Tedesco

auf Shakespeare-Stoffe komponiert, hinzu kommen

Lieder und zwei Opern. Die Orchesterwerke

folgen den ausgewählten Szenen eng; Zitate legen

die Bezüge im Notentext offen. Standesgemäß

tritt Cäsar in Fanfaren-Montur mit glänzendem

Blechbläser-Harnisch auf. Doch der Held wird

den aktionsreichen Elfminüter nicht überleben.

Dem heimtückischen Mord des Brutus folgt ein

imposanter Trauermarsch, am Ende verklärt von

Harfenklang. Als Castelnuovo-Tedesco Julius

Cäsar als vierte seiner Shakespeare-Ouvertüren

1934 komponierte, war der 1895 in Florenz geborene

Musiker längst einer der führenden Komponisten

Italiens und gefragter Lied- und Kammermusik-Partner.

Fünf Jahre später musste er in

die USA emigrieren, wo ihn Kollegen herzlich in

Empfang nahmen – darunter Jascha Heifetz, der

ein Violinkonzert bei Castelnuovo-Tedesco in

Auftrag gab.

LUSTIGE STREICHER

Ein ähnliches Schicksal ereilte den in Wien als

Wunderkind bestaunten Erich Wolfgang Korngold,

der seinerseits vor den Faschisten in die USA floh.

Dort wurde sein Violinkonzert ebenfalls von

42


DO/FR

23./24. OKT

2025

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Andrés Orozco-Estrada

Heifetz aus der Taufe gehoben – entstanden war

es noch in der Alten Welt, zeitgleich zur Cäsar-

Ouvertüre. Noch eine Gemeinsamkeit eint die

beiden später so erfolgreichen Hollywood-Komponisten:

Die Musik von Richard Strauss übte

großen Einfluss auf sie aus. In verschiedenen

Gattungen schrieben sie fort, was Strauss mit der

Reihe seiner Tondichtungen anknüpfend an Liszt

entfaltet hatte. Selbst ihre suggestive Filmmusik

profitiert von Techniken und Effekten, die Strauss

erprobt hatte.

Gewandhaus -

orchester

Andrés Orozco-

Estrada

María Dueñas

Violine

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE II/2

VARIO

SCHELMENWEISE

Während Castelnuovo-Tedesco und Korngold unverhohlener

Shakespeare-Vorliebe frönten, wählte

Strauss extrem unterschiedliche Stoffe. Den dahinsiechend

auf sein Leben Zurückblickenden, der

im Angesicht des Todes von stechend-dissonanten

Schmerzen heimgesucht und choralhaft-visionären

Klängen erlöst wird, folgt schaffenschronologisch

der gewiefte Klarinetten-Scherzbold, der die Welt

narrt und ihr den Spiegel vorhält – was ihm mit

Todesstrafe gedankt wird. Doch im letzten Aufblitzen

seines Schelmenmotivs deutet die Rondo-

Form raffiniert an: Der hat sich unsterblich gemacht

– seinesgleichen wird es immer geben.

43


Einmalig und

ausgefallen

Johannes Brahms

Konzert für Violine und

Orchester D-Dur op. 77

Dora Pejačević

Sinfonie fis-Moll op. 41

KARRIERE IM KONJUNKTIV

Das wäre eine Sensation gewesen: Stardirigent

Arthur Nikisch setzt die fis-Moll-Sinfonie der kroatisch-ungarischen

Komponistin Dora Pejačević auf

ein Programm des Gewandhauses und trägt sie bei

Gastdirigaten in die ganze Musikwelt. In ihm hätte

diese hochemotionale, harmonisch und instrumentatorisch

reiche Musik einen kongenialen Interpreten

gefunden, und tosender Beifall wäre garantiert

gewesen. Eine Woge positiver Resonanz wäre durch

die Musikpresse geflutet und weitere Orchester hätten

das umjubelte Werk in ihr Repertoire aufgenommen.

Einmal im Kanon etabliert wäre Pejačevićs

Sinfonie – und im Gefolge ihre weiteren Werke –

heute so bekannt wie Musik von Bruckner und

Tschaikowski, die Nikisch nachhaltig im Konzertleben

verankerte. Allein: So geschah es leider nicht.

DOCH NOCH – DOCH NICHT?

Gegen Ende seines jäh erloschenen Lebens trat

Nikisch nicht mehr als mutiger Entdecker auf, sondern

war bemüht, das Erreichte zu konsolidieren

und – etwa in Aufführungszyklen – eine Summe

seines Schaffens zu ziehen. Ob Nikisch ernsthaft

in Betracht zog, die einzige Sinfonie von Dora

Pejačević mit dem Gewandhausorchester aufzuführen

und nur sein Tod dies verhinderte, darf

bezweifelt werden. Erst im Februar 2022 war es

soweit: Andris Nelsons dirigierte die bislang

44


einzige Aufführung im Gewandhaus – ein Ereignis!

Allerdings ein einmaliges. Das Konzert am

Folgetag entfiel, da das halbe Orchester samt

Dirigent positiv auf Corona getestet wurde – ein

Irrtum des Testzentrums, wie sich herausstellte.

IN GROSSER TRADITION

Als Tochter eines kroatischen Grafen und einer

ungarischen Baronin genoss Dora Pejačević eine

vorzügliche Erziehung, Violin-, Klavier- und Theorieunterricht

bei den besten Lehrern Budapests

und Zagrebs eingeschlossen. Künstlerischen Feinschliff

verlieh ihr Gewandhaus-Konzertmeister

Henri Petri. Pejačević steht damit in der Tradition

von dessen Lehrer Joseph Joachim, der das Violinkonzert

seines Freunds Johannes Brahms an

Neujahr 1879 im Gewandhaus zur Uraufführung

gebracht hatte. Die polyglotte Künstlerin studierte

zudem philosophische Schriften, vertiefte sich in

Klassiker der deutschen, französischen, englischen

und russischen Literatur und stand mit

Schriftstellern ihrer Zeit in Austausch. Ihr Œuvre

umfasst Lieder, Klavier-, Kammer- und Orchestermusik.

Die ihr Schaffen krönende fis-Moll-Sinfonie

widmete Dora ihrer Mutter – das wäre männlichen

Kollegen kaum in den Sinn gekommen.

DO/FR

30./31. OKT

2025

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Gewandhaus -

orchester

Andris Nelsons

Augustin Hadelich

Violine

Konzerteinführung

mit Niklas Schächner

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE III/2

VARIO

Augustin Hadelich

45


Feuer und Flamme

Joseph Haydn

Sinfonie Es-Dur Hob. I:22

(»Der Philosoph«)

Felix Mendelssohn Bartholdy

1. Konzert für Klavier und

Orchester g-Moll op. 25

MWV O 7

Johannes Brahms

3. Sinfonie F-Dur op. 90

TEILZEITPHILOSOPH

Noch zu Haydns Lebzeiten haftete sich ohne sein

Zutun »Der Philosoph« als Beiname an die Es-Dur-

Sinfonie aus dem 1764 besonders experimentierfreudigen

Esterházy-Laboratorium. Wiewohl

Haydns legendärer Humor auch bei vorgeblich

ernstem Tonfall durchschlägt, verleitet der Titel

zu hochtrabenden Auslegungen. Dunkle Englischhörner

anstelle der Oboen verleihen dem langsamen

Satz an erster Stelle stoische Würde. Ihre

Gedanken entfalten sie nach Platons Prinzip im

Dialog mit dem Hornpaar. Als Peripatetiker geben

sich unentwegt dahinschreitende Bässe samt abgeklärt

gedämpfter Streicher-Schar zu erkennen. Bald

fegt freilich ein Presto alle Grübelei hinweg, und

das rasante Finale holt vollends den Rückstand des

ungewohnt bedächtigen Eingangssatzes wieder auf.

PROFILIEBHABER

Das Räsonieren stand dem Philosophen-Enkel Felix

fern, als er in Windeseile sein 1. Klavierkonzert für

die Premiere am 17. Oktober 1831 in München fertigstellte.

Die Zeit reichte nicht, den Klavierpart zu notieren,

und Mendelssohn spielte aus dem Kopf,

wobei die Gedanken des 22-Jährigen gewiss zu besonderen

Gästen schweiften: Neben dem bayerischen

Königspaar war die junge Pianistin Delphine

von Schauroth anwesend, der das Konzert gewidmet

ist. Sie hatte Felix schon im Jahr zuvor verzückt,

und man habe, so der feurig Verliebte, »furchtbar

geflirtet«. Wären stürmischer Überschwang, zärtliche

Innigkeit und passionierte Hingabe nicht

46


grundsätzlich Züge seiner Musik, läge biographische

Deutung auf der Hand. Als Mendelssohn

das Werk am 29. Oktober 1835 erstmals in Leipzig

präsentierte, war er immer noch Junggeselle,

aber frisch liiert mit dem Gewandhausorchester.

DO/FR

06./07. NOV

2025

19.30 UHR

GROSSER SAAL

SCHWEIGEKOMPETENZ

Brahms, dem der Ruf des Nachdenklichen vorauseilte,

brachte mit seiner 3. Sinfonie die redselige

Kritikerzunft zum Verstummen und entlockte dem

scharfzüngig-wortgewandten Eduard Hanslick

eine Einsicht von philosophischer Tragweite: Die

Beredtsamkeit des Kritikers sinkt umso tiefer, je höher

die des Componisten sich emporgeschwungen. Die

Wortsprache ist nicht sowohl eine ärmere, als vielmehr

gar keine Sprache der Musik gegenüber, da sie letztere

nicht zu übersetzen vermag. Brahms’ Dritte will gehört

und nicht beschrieben sein.

Seong-Jin Cho

MENDELSSOHN-FESTTAGE

Gewandhaus -

orchester

Andris Nelsons

Seong-Jin Cho

Klavier

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag

laden wir zum NACH KLANG ein: Kommen

Sie ins Gespräch mit Musikerinnen und

Musikern des Gewandhausorchesters.

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE IV/2

VARIO (DO)

47


Edward Elgar

Konzert für Violoncello und

Orchester e-Moll op. 85

Antonín Dvořák

9. Sinfonie e-Moll op. 95

(»Aus der Neuen Welt«)

Erleben Sie am Vorabend des ersten Advents ein

Benefizkonzert zugunsten von Jugendhilfe, Jugendarbeit

und Jugendschutz in und um Leipzig. Der

Erlös dieses Konzertabends kommt der Stiftung

»Leipzig hilft Kindern« zugute und macht so

jedes verkaufte Ticket zu einem Zeichen der

Unterstützung für junge Menschen in schwierigen

Lebenssituationen.

Bereits 1782 spielte das Gewandhausorchester

sein erstes Konzert »Zum Wohle der Armen« und

engagiert sich seither regelmäßig für soziale Anliegen.

Seit 2009 steht das Benefizkonzert ganz

im Zeichen der Stiftung »Leipzig hilft Kindern«,

die vom Gewandhaus zu Leipzig der Leipziger

Volkszeitung, Porsche Leipzig, der Sparkasse

Leipzig und der VNG AG gegründet wurde, um

regionale Vereine und Initiativen zu fördern.

Über 1,8 Millionen Euro konnten seitdem in konkrete

Hilfe für junge Menschen in unserer Region

investiert werden.

48


SA

29. NOV

2025

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Helfen Sie mit! Dieses Konzert bietet Ihnen die

Möglichkeit, Gutes zu tun und Kinder und Jugendliche

in und um Leipzig nachhaltig zu unterstützen.

Sie erleben zudem ein unvergessliches

Konzert am Vorabend des ersten Advents: Antonín

Dvořáks 9. Sinfonie »Aus der Neuen Welt«, gespielt

vom Gewandhausorchester unter der Leitung

des finnischen Dirigenten Mikko Franck. Sol

Gabetta übernimmt den Solopart in Edward Elgars

Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll.

Gewandhaus -

orchester

Mikko Franck

Sol Gabetta

Violoncello

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Keine Ermäßigung im Rahmen

der Gewandhausorchester Card

Sol Gabetta

Bene zkonzert zugunsten

von »Leipzig hilft Kindern«

präsentiert von:

Gewandhaus zu Leipzig

Leipziger Volkszeitung

Porsche Leipzig GmbH

Sparkasse Leipzig

VNG AG

49


Vier Hände voll

zu tun

Lili Boulanger

Dʼun matin de printemps

Francis Poulenc

Konzert für zwei Klaviere

und Orchester d-Moll FP 61

Gustav Mahler

1. Sinfonie D-Dur

FRÜHLINGSSORGEN

Lili Boulanger: hochbegabt, früh gefördert und

19-jährig als erste Frau mit der höchsten musikalischen

Auszeichnung ihrer Zeit, dem Rompreis,

geehrt; eine Komponistin, die den Durchbruch

geschafft und die Männerdomäne erobert hat.

Zugleich eine zerbrechliche junge Frau, die zeitlebens

gesundheitliche Einschränkungen hinnehmen

musste, keine Schule und nur sporadisch das

Konservatorium besuchen konnte, auf die Fürsorge

ihrer ähnlich begabten Schwester angewiesen

war und nur 24 Jahre alt wurde. Diese schwer erträgliche

Dissonanz hallt wider aus einem Werkpaar,

das sich Boulanger 1917/18 abrang – wissend,

dass die chronische Krankheit ihr nicht mehr viel

Zeit lassen würde. Dem schwermütigen, von existenziellen

Schlägen erschütterten Abend (D’un soir

triste) stellt sie einen farbenfrohen, heiter verspielten

und impressionistisch funkelnden Frühlingsmorgen

(D’un matin de printemps) zur Seite.

LANGFINGER WILLKOMMEN

Lautes Gepolter zu Beginn, als sei das Rumpelkammerregal

umgestürzt. Aus dem Durcheinander

fingert Poulenc Melodien von mozärtlicher Eleganz

hervor, bläst den Staub von klassizistisch-grazilem

Figurenwerk und kippt es in die Kiste mit exotisch

schillernden, balinesischen Gamelan-Souvenirs von

der Pariser Kolonialausstellung des Vorjahres 1931.

Um daraus ein griffiges Klavierkonzert zu formen,

brauchte es die imposanten Pranken Poulencs

50


und seines Freundes Jacques Février, die sich

beim Spiel im Salon der Princesse de Polignac

Auftrag und Auftritt mit verflixt wenig Zeit zum

Komponieren und Probieren eingehandelt hatten.

Das charmante Kurzkonzert punktlandete beim

Festival zeitgenössischer Musik in Venedig 1932

eine erfreulich folgenreiche Premiere.

DAS UNIVERSUM EXPANDIERT

Naturlaut und Volksmusik, Lied und Militärmarsch,

Tradition und Vision, Groteske und Schönheit,

Klanggewalt und Nuance, Masse und Einsamkeit:

Mahlers Musik müsste zerbersten ob der Diskrepanz

des musikalischen Materials. Doch die Spannung

extremer Gegensätze macht gerade den Reiz der

überwältigenden sinnlichen Erfahrung aus, die

uns der 2. Kapellmeister an Leipzigs Theater beschert.

Mit verblüffender Zielsicherheit, Durchschlagskraft,

Stringenz und Perfektion präsentiert

Mahler gleich im ersten sinfonischen Wurf, was

seine Sinfonik auszeichnen wird, und gestaltet

seine Musik mit radikaler Offenheit für Eindrücke

der Welt – seien sie lautlicher, literarischer oder

visueller Natur.

DO/FR

04./05. DEZ

2025

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Gewandhaus -

orchester

Alan Gilbert

Lucas & Arthur

Jussen Klaviere

Konzerteinführung

mit Niklas Schächner

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag

laden wir zum NACH KLANG ein: Kommen

Sie ins Gespräch mit Musikerinnen und

Musikern des Gewandhausorchesters.

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE I/3

Arthur und Lucas Jussen

51


Ansteckend freudig

Johann Sebastian Bach

Weihnachts-Oratorium

BWV 248 (Kantaten 1 bis 3)

Kantate »Unser Mund sei

voll Lachens« BWV 110

6. Kantate aus dem

Weihnachts-Oratorium

BWV 248

DER DREIHUNDERTJÄHRIGE

KANTATENKALENDER

Am 25. Dezember 1725 erklang die Kantate »Unser

Mund sei voll Lachens« zum ersten Mal. Sie ist Teil

von Bachs drittem Leipziger Kantatenjahrgang,

der stilistisch und gestalterisch bunter ist als der

vorausgehende Choralkantaten-Zyklus. Bach griff

zwischen 1728 und 1750 einige Male auf die Kantate

für den ersten Weihnachtstag zurück und passte

sie den jeweiligen Gegebenheiten an. Das Libretto

aus Bibelworten, reflektierenden Arientexten und

Choralstrophen stellte der vormalige Leipziger Jura-

Student, Darmstädter Stadtschreiber und Hofpoet

Georg Christian Lehms zusammen. Die ansteckend

freudige Anfangsbotschaft greift mit dem Einsatz

des Chores sofort auf die Töne und Hörer über.

Thomanerchor und Gewandhausorchester in der Thomaskirche unter Andreas Reize

52


DAS WÄRE JA GELACHT

Zur Umrahmung des Eingangschores griff Bach

auf den gravitätischen Teil seiner Orchester-

Ouvertüre BWV 1069 zurück. Zwei Traversflöten

flößen der ersten Arie des Tenors beseelenden

Odem ein, wenn das Wunder der Menschwerdung

besungen wird. In der zweiten Arie umschlingen

sich die Klagen von Alt und Oboe d’amore, die

dritte vereint Sopran und Tenor zum Generalbass-grundierten

Lobpreis der Engel »Ehre sei

Gott in der Höhe«. Den Leipzigern dürfte dieses

Duett als Einlagesatz des Magnificat vertraut gewesen

sein. Stolzes Gegenüber des Basses ist in

der letzten Arie die solistische Trompete. Eine

schlichte Choralstrophe besiegelt das Ende der

halbstündigen Kantate, die dem 10 Jahre später

erstaufgeführten Weihnachtsoratorium weder in

musikalischer Prachtentfaltung und abwechslungsreicher

Vokal- und Instrumentaldisposition, noch

in subtiler Textausleuchtung nachsteht. Man kann

wieder einmal nur staunen über das große Wunder

der Bach’schen Musik, und – durch sie – über das

größte aller Wunder: Christi Geburt.

FR/SA/SO

12./13./

14. DEZ

2025

19/17/17 UHR

THOMASKIRCHE

Gewandhaus -

orchester

Thomane chor

Leipzig

Andreas Reize

Robin Johannsen

Sopran

Sarah Romberger

Alt

Kieran Carrel

Tenor

Martin Häßler

Bass

12./14. DEZ:

Normalpreis: 125/110/100/80 EUR

FLEX-Preis: 138/121/110/88 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

13. DEZ:

Normalpreis: 135/120/110/85 EUR

FLEX-Preis: 149/132/121/94 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

Keine Ermäßigung im Rahmen

der Gewandhausorchester Card

53


Basslustig

Joseph Haydn

Sinfonie D-Dur Hob. I:93

Erwin Schulhoff

Fünf Stücke für Streichquartett

(Bearbeitung für

Orchester von Manfred

Honeck und Tomáš Ille)

Johannes Brahms

1. Konzert für Klavier und

Orchester d-Moll op. 15

DIE SINFONIE MIT DEM FAGOTTFORTISSIMO

Im Jahr 1791 kam Joseph Haydn in die unendlich

grosse stadt london, welche wegen ihren verschiedenen

schönheiten und wunder dingen ganz in Erstaunung

versezt – und versetzte seinerseits mit sinfonischen

Wunderdingen die Engländer in Erstaunen. Als

Haydn seine dritte Londoner Sinfonie (Nr. 93)

komponierte, kannte er den Geschmack des musikwütigen

Publikums bereits bestens und wusste,

welche Effekte beliebt waren, was englischen

Ohren schmeichelte und welche Leistungen des

Orchesters er erwarten konnte. Die Sinfonie führt

keinen Beinamen – zum Glück: Die Assoziation,

die das frivole Fagottfortissimo im innigen Largo

weckt, wäre wenig titeltauglich.

DAS QUARTETT MIT DEM ORCHESTERIMPETUS

Ich habe eine außerordentliche Leidenschaft für modische

Tänze!, bekannte der in Prag geborene Erwin

Schulhoff seinem Kollegen Alban Berg. Alle fünf

Quartett-Stücke machen aus der Begeisterung für

vitale Rhythmen keinen Hehl: Wilde Walzer-Wonne,

Tango-Feuer und Tarantella-Tumult entfacht die

kurzweilige Suite. Die Miniaturen entstanden in

Schulhoffs Dresdner Jahren und erlebten 1924 ihre

Premiere. O Heilige Kammermusik, wo bist Du hineingeraten!,

möchte man mit frühen Rezensenten

seufzen, wenn Schulhoffs Landsmann Tomáš Ille

gemeinsam mit Manfred Honeck die schlafenden

Orchesterhunde in den scheinbar harmlosen

Streicherbagatellen weckt.

54


DAS KONZERT MIT DEM PAUKENWIRBEL

Zu den erfolgreichsten Misserfolgen der Musikgeschichte

zählt die Leipzig-Premiere des 1. Klavierkonzerts

von Johannes Brahms. Der kühne junge

Pianist und Komponist, dem Robert Schumann

mit hymnischen Huldigungen einen zweifelhaften

Vorschusslorbeerendienst erwiesen hatte, erntete

niederschmetternde Kritik: Das gegenwärtige Gewandhausconcert

war nun wieder ein solches, in dem

eine neue Composition zu Grabe getragen wurde. Mit

vollstem Bewußtsein hat Herr Brahms die Prinzipalstimme

in seinem Concert so uninteressant wie möglich

gemacht; da ist nichts von einer effectvollen Behandlung

des Pianoforte, von Neuheit und Feinheit,

von Brillanz und Flottheit… Das Zerren und Ziehen,

Zusammenflicken und Auseinanderreißen von Phrasen

und Floskeln muß man eine Dreiviertelstunde lang

ertragen und dabei noch ein Dessert von den schreiendsten

Dissonanzen und mißlautendsten Klängen

verschlucken! – Wirklich? Unsere Sternstunden-

Köche garantieren ein genussreiches Menü für

Klassik-Gourmets.

DO/FR

18./ 19. DEZ

2025

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Gewandhaus -

orchester

Manfred Honeck

Francesco Piemontesi

Klavier

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE II/3

VARIO

Manfred Honeck

55


100 Jahre

gemeinsame

Geschichte

Ludwig van Beethoven

9. Sinfonie d-Moll

op. 125

ZUR ZYKLUSKRÖNUNG

Das Gewandhausorchester ist 82 Jahre älter als die

Neunte. Am 6. März 1826 – keine zwei Jahre nach

der Wiener Uraufführung, der Komponist war noch

am Leben – trat die Neunte in seine Geschichte ein,

»aus dem Manuskript« musiziert in einem Konzert

»für alte und kranke Musiker und deren Witwen«.

Die Premiere der Neunten krönte die weltweit erste

zyklische Aufführung aller Beethoven’schen Sinfonien:

ein Meilenstein der Rezeptionsgeschichte.

Kurz darauf wurde die Neunte »auf Verlangen« wiederholt,

ein drittes Mal erklang sie im selben Jahr:

ohne Schlusssatz. Noch Mendelssohn musste für

vollständige Aufführungen kämpfen – und setzte

sie durch. Er war als Pianist und Dirigent der wohl

wichtigste Beethoven-Interpret seiner Zeit.

ZUM SPIELZEITENDE

Seit Mendelssohns Kapellmeister-Ära ist Beethovens

Neunte aus dem Gewandhaus-Spielplan

nicht mehr wegzudenken. Besiegelt wurde die feste

Verankerung 1851 vom Legat eines Kaufmanns für

jährliche Aufführungen. Ab 1862 beschloss die

Neunte jede Spielzeit; Kapellmeister war nun der

im Uraufführungsjahr 1824 geborene Carl Reinecke,

der mit der Neunten 1884 außerdem das neu

errichtete 2. Gewandhaus eröffnete. Die Neunte

56


MO/DI/MI

29./30./31.

DEZ 2025

19.30/19.30/17 UHR

GROSSER SAAL

GROSSE CONCERTE

ZUM JAHRESWECHSEL

Mirga Gražinytė-Tyla

war inzwischen das Werk für repräsentative Zwecke

und Großveranstaltungen. Damit ging zunehmend

die Tendenz zur nationalistischen Vereinnahmung

einher – des Werkes und des Komponisten. Während

des 1. Weltkriegs war die Beethoven-Dichte

schließlich so hoch, dass Gewandhauskapellmeister

Arthur Nikisch es wagte, vor einer Überbeanspruchung

Beethovens in nationalistischem

Kontext zu warnen, und den Gewandhauschor unterstützte,

als dessen Mitglieder sich 1915 angesichts

der Kriegsschrecken und des Leides in der

Bevölkerung weigerten, die Ode an die Freude

anzustimmen.

ZUM JAHRESWECHSEL

Dann, der Weltkrieg war endlich vorüber, erklang

Beethovens Neunte in Leipzig zum Jahreswechsel

1918/1919. Wieder war die Aufführung als »Friedensund

Freiheitsfeier« politisch motiviert. Diesmal

stand sie im Dienst der sozialistischen Arbeiterbewegung,

die in der Neunten Ideen des proletarischen

Klassenkampfes wiederfand. Auf dieses Ereignis

beruft sich der später etablierte Brauch,

Beethovens Neunte zum Jahreswechsel zu spielen –

einige Orchester haben ihn aus Leipzig übernommen.

Gewandhaus -

orchester

MDR-Rundfunkchor

GewandhausChor

Gewandhaus-

Kinderchor

Mirga Gražinytė-Tyla

Sarah Traubel Sopran

Xenia Puskarz

Thomas Mezzosopran

Patrick Grahl Tenor

Michael Nagy Bass

29. DEZ:

Normalpreis: 145/115/95/85/75/50 EUR

FLEX-Preis: 160/127/105/94/83/55 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

30. DEZ:

Normalpreis: 155/125/105/90/80/60 EUR

FLEX-Preis: 171/138/116/99/88/66 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

31. DEZ:

Normalpreis: 195/175/165/155/145/120 EUR

FLEX-Preis: 215/193/182/171/160/132 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

Keine Ermäßigung im Rahmen

der Gewandhausorchester Card

57


Tacheles-Töne

Paul Ben-Haim

1. Sinfonie

Ernest Bloch

Avodath Hakodesh

(Gottesdienst) für Bariton,

Chor und Orchester

IN GEDANKEN

Gustav Mahler inspirierte den 18-jährigen Paul

Frankenburger zum ersten sinfonischen Versuch.

Doch der 1. Weltkrieg vereitelte die Vollendung.

Nach dem Wehrdienst setzte der Münchner das

Studium fort und trat 1920 seine erste Stelle als

Korrepetitor und stellvertretender Chorleiter am

Bayerischen Staatstheater unter Bruno Walter an.

1933 emigrierte Paul nach Israel und nannte sich

Ben-Haim. Dort lernte er 1939 die jemenitische

Sängerin Bracha Zefira kennen, die ihm neue Stilistik

und Melodik erschloss. Sie beflügelte Ben-

Haims Arbeit an der 1. Sinfonie und flößte ihm

jüdische Gebetsweisen ein, die insbesondere den

auch eigenständig aufgeführten Mittelsatz prägen.

ZUM GEDENKEN

Mit Ausbruch des 2. Weltkriegs begann Ben-Haim

seine Sinfonie und vollendete sie 1940, überschattet

von der Kapitulation Frankreichs und Bombenangriffen

auf Tel Aviv. Um seine in Deutschland

verbliebene Schwester bangend bekannte er, das

verheerende Wüten teuflischer Kräfte habe Einfluss

auf die Werkentstehung genommen, betonte jedoch

zugleich, es handle sich nicht um programmatische

Musik. Im Januar 1941 brachte Ben-Haim das seinem

1938 verstorbenen Vater gewidmete Werk mit dem

heutigen Israel Philharmonic Orchestra zur Uraufführung.

Nun wird die eindrucksvolle Sinfonie

als erstes Werk Ben-Haims im Großen Concert

erklingen.

58


AUS DANKBARKEIT

Auch die Musik des in Genf aufgewachsenen Ernest

Bloch fand bislang im Gewandhaus kaum Beachtung.

Viel gespielt wurden seine Werke in den USA,

wo sein bewegtes Leben letztlich einen Mittelpunkt

fand. Das Violin- und Kompositionsstudium hatte

Bloch nach Brüssel, Frankfurt und München geführt.

Dann versuchte er, in Paris Fuß zu fassen und begegnete

Debussy, den er mit Strauss und Mussorgski

zu seinen Vorbildern zählte. In der Schweiz entstand

Anfang der 1930er Jahre der von jüdischen Gesängen

und alttestamentarischen Texten durchwirkte

Gottesdienst für Bariton-Kantor, Chor und

großes Orchester, das die Liturgie mit Vor- und

Zwischenspielen einfasst. Unter Leitung des israelischen

Dirigenten Omer Meir Wellber eröffnet

Blochs Avodath Hakodesh unseren Saison-Schwerpunkt

zur Musik jüdischer Künstler, denen das

Gewandhausorchester so viel verdankt – allen

voran Mendelssohn, Mahler und Walter.

Omer Meir Wellber

DO/FR

22./23. JAN

2026

19.30 UHR

GROSSER SAAL

F O K U S :

»TACHELES« – JAHR

DER JÜDISCHEN KULTUR

IN SACHSEN 2026

Gewandhaus -

orchester

GewandhausChor

Omer Meir Wellber

Erwin Schrott

Bariton

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am

Freitag laden wir zum PERSPEKTIV-

WECHSEL ein: Töne pflegen – zu

Herausforderungen des Tacheles-

Redens in religiösem und gesamtgesellschaftlichem

Kontext mit der

Rabbinerin Esther Jonas-Märtin

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE III/3

VARIO

59


Noch alle Tasten

im Schrank?

Sergej Prokofjew

1. Sinfonie D-Dur op. 25

(»Symphonie classique«)

Wolfgang Amadeus Mozart

Konzert für Klavier und

Orchester C-Dur KV 467

Grażyna Bacewicz

Konzert für Streichorchester

Ludwig van Beethoven

1. Sinfonie C-Dur op. 21

SCHLAFLOS IN WIEN

Während der turbulenten Konzertphase des Jahres

1785, für die Mozart das C-Dur-Konzert KV 467 aufs

Papier wirft, weilt Vater Leopold in Wien und berichtet

Nannerl von der hektischen Umtriebigkeit

ihres Bruders: Wir kommen vor 1 uhr in der Nacht

niemals schlafen, abscheulichs Wetter! tägliche Akademie,

immer Lernen, Musik, Schreiben etc. wo soll ich

hingehen? – es ist ohnmöglich die Schererey und Unruhe

zu beschreiben: deines Bruders Flügel ist wenigst

12 mal seit ich hier bin aus dem Hause ins Theater oder

ein anderes Haus getragen worden. Joseph Haydn beschwichtigt

mit den vielzitierten Worten: Ihr Sohn

ist der größte Componist, den ich von Person und Namen

kenne: er hat Geschmack und überdies die größte

Compositionswissenschaft.

AUFGEWECKT MIT BEETHOVEN

Zwölf Jahre liegen Mozarts glücklose letzte Sinfonien

zurück, vor fünf Jahren hat sich Haydn nach den

Londoner Erfolgswerken von der Gattung abgewandt.

Da reanimiert deren bislang vor allem als

Pianist hervorgetretener Schüler Beethoven die Sinfonik

im Jahr 1800 mit einem elektrisierenden Septakkord

und zündet nacheinander neun Leuchtfeuer,

die bis heute irritieren und inspirieren, faszinieren

und herausfordern. So eigenwillig und kühn sich

Beethoven in Szene setzt, so wichtig ist ihm die Verneigung

vor Haydn und Mozart: Deren Musik stellt

er seiner 1. Sinfonie am Premierenabend voran.

60


TRÄUMEND IM BAROCK

Nicht Mozart oder Beethoven, sondern Haydns

Humor huldigt Prokofjew mit seiner 1918 uraufgeführten

1. Sinfonie. Grażyna Bacewicz greift noch

tiefer in die Schatzkiste der Musikgeschichte und

befördert 1948 Barockes zum Vorschein. Sind

wir in ein siebtes Brandenburgisches Konzert geraten?

Ist das Dur oder Moll, und wenn ja: welches? Unscharfes

Unisono dringt durch den drei Jahrhunderte

dicken Nebel, der Klang der Streicher verfärbt

sich beim Spiel am Steg, der gute alte Takt ist mit

der Zeit ein wenig durcheinander geraten, das

Figurenwerk hat sich verheddert und die Basslinie

sollte vor dem nächsten Gebrauch gebügelt

werden. Ein Pizzicato knipst den streicherfarbenfroh

leuchtenden Kopfsatz aus. Am flirrend-flimmernden

Klanghorizont des Mittelsatzes neigt sich

ein glühendes Cello-Solo dem nächtlichen Finale

entgegen, das energiegeladen und hochvirtuos die

fantastischen Fähigkeiten der Streicher feiert. Eile

eint die charmanten Klassik-Persiflagen von Prokofjew

und Bacewicz: Sinfonie und Streichkonzert

jagen jeweils binnen einer Viertelstunde vorüber.

DO/FR

29./30. JAN

2026

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Gewandhaus -

orchester

Andrew Manze

Mao Fujita Klavier

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag

laden wir zum NACH KLANG ein: Kommen

Sie ins Gespräch mit Musikerinnen und

Musikern des Gewandhausorchesters.

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

Mao Fujita

SERIE IV/3

VARIO (DO)

Präsentiert von

61


Von frischem

Wasser und

reinem Wein

Felix Mendelssohn

Bartholdy

Erde, Hölle und Himmel

(»Christus«) MWV A 26

Der 42. Psalm

»Wie der Hirsch schreit«

op. 42 MWV A 15

Die erste Walpurgisnacht

op. 60 MWV D 3

KÜHNER SCHÜLER

Das einzige, was ich hoffe ist, daß man es meiner

Musik anhören mag, wie tief ich die Schönheit der

Worte empfunden habe, schrieb Mendelssohn nach

Vollendung seiner Walpurgisnacht 1831 an Goethe.

Der Dichter hatte seine Ballade ursprünglich

an Carl Friedrich Zelter geschickt. Doch der mit

allen Wassern gewaschene Komponist, Professor,

Pädagoge und Leiter der Berliner Singakademie

gab nach drei Vertonungsversuchen auf: Er könne

die Luft nicht finden, die durch das Ganze weht.

Zelters Schüler Mendelssohn schreckte nicht

davor zurück, wiewohl er ahnte, wie groß die Aufgabe

ist, und mit welcher Sammlung und Ehrfurcht

ich sie angreifen muss. Goethes Hinweise waren

Mendelssohn so heilig, dass er sie in der Partitur

abdrucken ließ: Die Walpurgisnacht sei hoch symbolisch

intentioniert, verriet der Geheimrat. Bitter

muss für Mendelssohn gewesen sein, dass beide

Lehrer, Goethe und Zelter, die Berliner Premiere

bei einer Sonntagsmusik Fanny Hensels nicht

mehr erlebten. Die 2. Fassung hob Mendelssohn

am 2. Februar 1843 im Gewandhaus aus der Taufe.

62


DO/FR/SO

05./06./

08. FEB

2026

19.30/19.30/11 UHR

GROSSER SAAL

Andris Nelsons

GLÜCKLICHER GATTE

Sein Leipziger Konzertmeister Ferdinand David

erfuhr als einer der ersten von Felix’ Zeitvertreib

während der Hochzeitsreise: Im April 1837 begann

er mit der Arbeit an einem neuen, ziemlich

langen Psalm, der mir bis jetzt ganz absonderlich gefällt.

Der Premiere beim Leipziger Neujahrskonzert 1838

ging eine gesellige Wein-Probe mit »10–12 Musikfreunden«

voraus: Mein Psalm wurde vom Blatt

gesungen, wir verführten ein mörderliches Gebrüll –

indeß der Rheinwein machte alles wieder gut.

MOTIVIERTER MEISTER

Nach der erfolgreichen Uraufführung des Paulus

(1836) machte sich Mendelssohn auf die Suche

nach einem Librettisten für ein Oratorium, das

nichts Geringeres als die drei höchsten Principien

des moralischen Daseins, Erde, Himmel und Hölle

zum Gegenstand haben sollte. Erst nach der Premiere

des Elias (1846) nahm er die Arbeit daran

auf. Im Zentrum stand nun Christus, vielleicht als

Gegenüber des alttestamentarischen Propheten.

Ignaz Moscheles erfuhr vom Bruder des Komponisten,

daß er seine besten Kräfte für dieses Werk aufsparen

wollte!! Es war am 5ten October als er sich ganz

musikalisch gestimmt fühlte. Wenige Tage später ereilte

Mendelssohn der erste von mehreren Schlaganfällen,

die am 4. November 1847 zu seinem Tod

führten. Er hinterließ 16 Sätze von dramatischer

Dichte und ergreifender Schönheit.

F O K U S :

»TACHELES« – JAHR

DER JÜDISCHEN KULTUR

IN SACHSEN 2026

Gewandhaus -

orchester

MDR-Rundfunkchor

Andris Nelsons

Nikola Hillebrand Sopran

Catriona Morison Alt

Werner Güra Tenor

Alexander Grassauer Bass

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr (DO/FR) und

10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis: 88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE II/4

SONNTAGS-ANRECHT I/2

VARIO

Präsentiert von

63


Weitreichende

Walzerfolgen

Josef Strauß

Walzer »Geheime

Anziehungskräfte« op. 173

(»Dynamiden«)

Stephan Koncz

Neues Konzert für

Klarinette und Orchester

(Uraufführung)

Richard Strauss

Suite aus der Oper

»Der Rosenkavalier« op. 59

(eingerichtet von Franz

Welser-Möst)

DER JOSEF UNTER DEN JOHANNS

Josef Strauß, Sohn und Bruder ungleich berühmterer

Johanns, schlug aus der Art, studierte am

Wiener Polytechnikum und konstruierte Straßenkehrmaschinen.

Als er für seinen Bruder einspringen

musste, war sein Kapellmeister-Geschick nicht

länger geheim zu halten. Der Vorsatz, nur eine

Erste und Letzte Walzerfolge op. 1 zu komponieren,

wurde schon bald mit den Ersten nach den Letzten

und etwa 300 weiteren Genrebeiträgen hinfällig.

Die Namen seiner Walzer, Polkas und Märsche –

darunter Streichmagnete und Vélocipède – bezeugten

weiterhin seine ungewöhnliche Kompetenz oder

opponierten als wilde Nilfluthen gegen seichte

Donauwellen. Die Dynamiden, deren Titel einer

brandaktuellen Theorie molekularer Anziehungskräfte

die Reverenz erweist, schrieb Josef Strauß

für den Ball der Vereine der industriellen Gesellschaften,

deren Mitglieder dazu am 30. Jänner 1865

in den Redoutensälen eng umschlungen Flieh- und

Schwerkraft überwanden. Anziehungskraft übte

der erfolgreiche Walzer auch auf Kollegen aus. Die

geheime Hauptfigur des Rosenkavaliers, Ochs von

Lerchenau, ohnehin keiner anziehenden Schönheit

abhold, stolpert geradewegs hinein in die

Dynamiden.

64


DER WIENER UNTER DEN BERLINERN

Mancher Strauß-Walzer erlebte seine Uraufführung

im legendären »Dommayer«, einem Kaffeehaus

und Casino mit Ballsaal, dessen Betreiber zu

den Vorfahren Franz Welser-Mösts zählen. Aus

österreichischen Familien, in denen »Musizieren

so normal ist, wie Mittagessen oder Zähneputzen«,

stammen auch Stephan Koncz und Daniel Ottensamer,

deren Eltern und Geschwister ähnlich berühmt

sind. Als Cellist der Berliner Philharmoniker

ist Koncz Kollege von Andreas Ottensamer,

dessen Bruder Daniel wiederum bei den Wiener

Philharmonikern in die Fußstapfen des Vaters

tritt. Kammermusikalisch sind die Freunde schon

oft gemeinsam aufgetreten und haben CDs eingespielt.

Nun bekommt die Musikmetropolen-Achse

Wien-Berlin einen Knick zugunsten Leipzigs: Das

Gewandhaus wird Premieren-Schauplatz eines

brandneuen Freundschaftswerks von Stephan Koncz

für Daniel Ottensamer.

DO/FR

12./ 13. FEB

2026

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Gewandhaus -

orchester

Franz Welser-Möst

Daniel Ottensamer

Klarinette

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

Daniel Ottensamer

SERIE I/4

VARIO (DO)

65


Saisonale

Genüsse

Joseph Haydn

Oratorium

»Die Jahreszeiten«

Hob. XXI:3

FRÖSCHE STATT ENGEL

Haydns Schöpfung hatte 1798 das Wiener Publikum

euphorisiert. Ganz so frenetisch wurden die Jahreszeiten,

die der Komponist mit seinem Librettisten

Baron van Swieten 1801 nachfolgen ließ, nicht

gefeiert. Schon die Arbeit daran verlief schleppender.

Dass Gottfried van Swieten ihm eine gewaltige

Textmenge vorsetzte, noch während der

Vertonung nachbesserte und zudem eigene musikalische

Vorstellungen geltend machte, beflügelte

Haydns altersbedingt nachlassenden Arbeitseifer

wenig. Nach zwei Jahren mühsamer Arbeit und

zermürbendem Zank um »Froschgequäk« und

»Fleiß«-Fugen war der fast 70-Jährige so ermüdet,

dass er abgesehen von der Harmoniemesse kaum

mehr komponierte. Auf Frage von Kaiser Franz, ob

er seiner Schöpfung oder den Jahreszeiten den Vorzug

gebe, soll Haydn geantwortet haben: Der Schöpfung,

denn in der Schöpfung reden die Engel und

erzählen von Gott, aber in den Jahreszeiten spricht

nur der Simon. Im Klartext: die Angelegenheit war

ihm zu trivial.

66


DO/FR/SO

19./20./

22. FEB

2026

19.30/19.30/11 UHR

GROSSER SAAL

Franz Welser-Möst

WEIN, PEIN UND GESANG

Dabei erzählen der sympathische Simon und das

Pärchen Hanna und Lukas durchaus auch von

Gottes Güte und Gaben. Ihr Jahreslauf auf dem

Land folgt dem Rhythmus der Schöpfung: Im

Frühling wird gesät und gesungen, im Sommer

demonstrieren Sonne und Unwetter ihre Macht,

im Herbst steht die Ernte an, man geht zur Jagd

und spricht dem Weine zu. Der Winter schließlich

führt die Gemeinschaft in der warmen Stube am

Spinnrad zusammen, und wem die Mehrdeutigkeit

des Jahres- als Lebenszyklus noch nicht aufgegangen

ist, dem werden Alter und Vergänglichkeit

nun unmissverständlich ins Bewusstsein gerufen.

Als wolle Haydn die Banalität des Librettos mit

besonderer Kunstfertigkeit kompensieren, überbietet

er selbst seine eigene Schöpfung: Die Arienformen

der Jahreszeiten sind unkonventioneller,

die Instrumentenbehandlung ist innovativer, der

musikalische Ausdruck kompromissloser und die

Singstimmenbehandlung feinsinniger.

Gewandhaus -

orchester

Gewandhaus Chor

Franz Welser-Möst

Slávka Zámečníková

Sopran

Julian Prégardien

Tenor

Martin Summer

Bass

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr (DO/FR) und

10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE IV/4

SONNTAGS-ANRECHT II/2

VARIO (DO/FR)

67


Einkehr, Eifer

und Ekstase

Arvo Pärt

Greater Antiphons für

Streichorchester

(Deutsche Erstaufführung)

Béla Bartók

3. Konzert für Klavier

und Orchester Sz 119

Sergej Rachmaninoff

Sinfonische Tänze op. 45

ALIAS-ANTIPHON

Ein Mozart & Pärt-Festival in der Walt Disney Hall

von Los Angeles bescherte Pärts Sieben Magnificat-

Antiphonen, die 1988 als a cappella-Miniaturen für

den RIAS-Kammerchor in Berlin entstanden waren,

2016 ein instrumentales Comeback unter neuem

Namen: Als Greater Antiphons meditieren sie in

mystischer, faszinierend archaischer, sprachloser

Streicherkeuschheit über liturgische Gesänge der

Weihnachtswoche. Was wohl der Atheist Bartók

dazu gesagt hätte? Die singuläre Anweisung »religioso«

verirrt sich dank seines Freundes Tibor

Serly in die Partitur des 3. Klavierkonzerts, deren

Schlusstakte Bartók nur noch skizzieren konnte.

Der Leukämiekranke selbst setzte – ebenfalls einmalig

– unter seine letzte Partitur ein nüchternes

»Ende«.

PALLIATIV-KONZERT

Mit seiner zweiten Frau Ditta Pásztory hatte Bartók

den Sprung »vom Unerträglichen ins Ungewisse«

gewagt und war vor dem Nationalsozialismus und

den Wirrnissen des 2. Weltkrieges ins amerikanische

Exil geflohen, wo man ihn kaum kannte. In

seinen letzten Monaten investierte er alle Kraft in

ein Klavierkonzert zu Dittas Geburtstag, das ihr

Auskommen über seinen Tod hinaus sichern sollte.

Panischer Produktivität entsprungen hält die Musik

starken Schmerzen und todbringender Krankheit

verblüffend unbeschwerte, frohe Zuversicht

entgegen.

68


UNDERCOVER-SINFONIE

Auch Rachmaninoff ahnte im exklusiven Domizil

auf Long Island, dass die Sinfonischen Tänze sein

Vermächtnis werden würden. Er hatte mit seinem

sinfonischen Schaffen bereits abgeschlossen, als

er 1940 seiner Dritten das beeindruckende, nostalgisch

gefärbte Spätwerk nachsandte. Aus alten

Ballett-Fragmenten formte er eine verkappte 4. Sinfonie,

deren hervorstechendes Merkmal, die vitale

Kraft motorischer Rhythmik, den Tanzbezug im

Titel triftig erscheinen lässt. Symbolträchtige

Glocken und Dies irae-Zitate aus dem Requiem entschlüsseln

die drei fulminanten Orchestersätze

als Totentänze.

Vasily Petrenko

DO/FR

26./27. FEB

2026

19.30 UHR

GROSSER SAAL

F O K U S :

GEWANDHAUSKOMPONIST

ARVO PÄRT

Gewandhaus -

orchester

Vasily Petrenko

Boris Giltburg

Klavier

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE III/4

VARIO

69


Kein Thema!

Sergej Prokofjew

Auszüge aus dem Ballett

»Cinderella« op. 87

George Gershwin

Concerto in F für Klavier

und Orchester

Edward Elgar

Variationen für Orchester

op. 36 (»Enigma-Variationen«)

GRAUES WUNDER

Die gepiesackte Protagonistin stolperte in eine

wenig märchenhafte, von Krieg überzogene Welt.

Prokofjew, der Aschenputtel im Walzer rotieren

ließ, hatte nach Jahren in den USA, Frankreich

und Deutschland seinen Lebensmittelpunkt 1936

wieder nach Russland verlegt und vollendete

die Ballett-Partitur 1944 in Iwanowo, wo konforme

Künstler sicher abgeschirmt ihr Schaffen

erschaffen konnten. Im November 1945 tanzten

Tänzer des Bolschoi-Theaters die Premiere. Der

Neutöner tat gut daran, seine gewitzten Klänge

in malerische Märchenstoffe zu hüllen, und die

duldsame Arbeiterin Cinderella fügte sich sogar

ideologischen Maximen. Prokofjew interessierte

sich freilich mehr für die fantastischen Fantasiewesen

der Elfen-Großmutter, der zwölf Zwerge,

vier Jahreszeiten-Feen und streitsüchtigen Stiefschwestern,

die katzenklarinettisch stolzieren, flatterhafte

Flöten aufscheuchen und fagottös zanken.

70


DO/FR

05./06. MRZ

2026

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Hélène Grimaud

WUNDERJAHRE

100 Jahre jung ist das Klavierkonzert von Gershwin,

der die Frucht des Sommers 1925 am 3. Dezember

1925 in der Carnegie Hall unter Leitung des Auftraggebers

Walter Damrosch mit dem New York

Symphony Orchestra selbst aus der Taufe hob.

Kritiker kritisierten, das Stück sei weder gute klassische

Musik noch guter Jazz. Freunde freute die

ungenierte Freude, das Grelle und Plumpe, der Spaß

und die Aufregung des Lebens im Hier und Heute.

WUNDERWERK

14 Charaktere aus dem Dort und Gestern Edward

Elgars sind in dessen Variationen vereint und

-ewigt, darunter Dichter und Jäger, Freundinnen

und Förderer, Schauspieler und Bulldoggen, der

Künstler selbst und seine Frau. Während alles

Tönende sich fortwährend wandelt, bleibt ein Bestandteil

unverändert, nämlich stumm. Das Wunder

der Wunder-Variationen besteht in einem verschwiegenen

Grundthema. Am 19. Juni 1898 wurden

die enigmatischen Portraits unter Hans Richter

und großem Jubel in London uraufgeführt und

mehrten maßgeblich Elgars internationalen Ruhm.

Gewandhaus -

orchester

Michael Sanderling

Hélène Grimaud

Klavier

Konzerteinführung

mit Niklas Schächner

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE II/5

VARIO

Präsentiert von

71


Zukunft im Spiegel

der Vergangenheit

Igor Strawinsky

Pulcinella – Ballett in einem

Akt mit drei Solostimmen

Peter Tschaikowski

3. Sinfonie D-Dur op. 29

(»Polnische«)

ERFREUTES RAUNEN …

… wird die ersten Töne im Gewandhaus-Saal empfangen:

Strawinskys Pulcinella-Musik gehört zu den

Werken, die jeder kennt – auch ohne sich dessen

bewusst zu sein. Man muss sie einfach mögen,

die ent- und verzückend schönen Stückchen in

medienwirksamer Kürze und Kurzweil. Dass

sie Teil eines 45-minütigen vokal-instrumentalen

Ballett-Einakters um die Commedia dell’arte-Figuren

Pulcinella, seine Geliebte Pimpinella und

Freunde der beiden sind – Ver- und Entwirrung

der Paare, Totschlag und Auferweckung inbegriffen

–, wissen wiederum die Wenigsten. So gibt es

unter den 20 geistreichen Miniaturen noch manches

Kleinod zu entdecken. Bühnenbild und

Kostüme steuerte zur Pariser Uraufführung mit

den Ballets russes 1920 kein Geringerer als Pablo

Picasso bei. Strawinsky griff auf Wunsch des

auftraggebenden Impresario Diaghilew und des

Premierendirigenten Ansermet auf Musik zurück,

die man damals Pergolesi zuschrieb. Zunächst

behagte ihm die neobarocke Aufgabenstellung

gar nicht, doch am Ende fühlte sich Strawinsky als

avantgardistischer Wolf im historisierenden Schafspelz

pudelwohl, erstellte Trailer-Suiten für den

Konzertsaal und ließ der liebgewonnenen Partitur

noch 1966 eine Überarbeitung zuteilwerden.

72


IRRITIERTES STAUNEN …

… provoziert Tschaikowskis Dritte bis heute: Den

Erwartungen an eine Sinfonie widerspricht sie

ebenso wie dem Klischee seiner Orchestermusik,

das von den vielgespielten Sinfonien Nr. 5 und 6

geprägt ist. Die dritte ist Tschaikowskis einzige Sinfonie

in Dur – birgt aber reichlich Moll innerhalb

des erstaunlichen Tonarten-Plans. Sie umfasst

als einzige fünf Sätze – darunter gleich drei Tanznahe

Satztypen. Ihr Kopfsatz hat Finalcharakter,

und das Allegro con fuoco-Finale fliegt so flink vorüber,

dass es seine Ziellinie als kürzester unter

Tschaikowskis Sinfonieschlusssätzen erreicht und

dies mit virtuosem Feuerwerk feiert. Dabei ist sein

Tempo di Polacca so wenig polnisch, wie der Alla

tedesca-Walzer an zweiter Stelle deutsch. Der gelegentlich

kolportierte Beiname »Polnische« beruht

vielmehr auf einer abwertenden Bemerkung des

Dirigenten Alfred Manns, der 1899 die englische

Erstaufführung leitete. Im Großen Concert des

sonst so Tschaikowski-freudigen Gewandhausorchesters

ist die Dritte erst dreimal erklungen.

Semyon Bychkov

DO/FR

12./ 13. MRZ

2026

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Gewandhaus -

orchester

Semyon Bychkov

Stefanie Irányi

Sopran

Martin Mitterrutzner

Tenor

Jongmin Park

Bass

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE I/5

VARIO (DO)

Präsentiert von

73


Der tiefe Grund

Johann Sebastian Bach

Johannes-Passion

BWV 245

LUSTVOLLER SCHMERZ

Betrachte, meine Seel, mit ängstlichem Vergnügen, mit

bittrer Lust… Die Worte des unbekannten Dichters

treffen den Wesenskern der Johannes-Passion. Der

Bass singt sie, begleitet nur vom Continuo und

zwei Streichinstrumenten, die Liebe im Namen

führen: Viole d’amore. Zugleich spielt sich eine

der grausamsten Szenen der Kreuzigung ab: Das

Volk hat die Freigabe Jesu zugunsten des Mörders

Barabas abgelehnt, worauf Pilatus seinen Gefangenen

geißeln lässt. Bitterste Grausamkeit begegnet

entmachtend lustvoller Musik, menschliche

Kälte trifft auf göttliche Liebe, sündenbeladene

Angst geht auf in erlösend-ergreifenden Klängen.

Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Thomaskantor Andreas Reize

74

74


DO/FR

02./03. APR

2026

19 UHR

THOMASKIRCHE

BEFLÜGELNDER GLAUBE

Wenig später drängt der Bass: Eilt, ihr angefocht’nen

Seelen! Streicher stieben auf und die Continuo-

Gruppe rennt hektisch umher, ohne Ziel und

Richtung. Wohin, wohin?, tönt es aus spitzen Intervallsprüngen

schon bevor der Chor die Worte

ergänzt. Orientierungslos prallen sie gegen Fermaten

und stürzen in Generalpausen. Der Bass weiß

Rat: Nehmet an des Glaubens Flügel und lasst Euch

tragen vom Heilsgeschehen, das von Golgatha

ausgeht.

FRAGENDES HOFFEN

Der Bass leiht auch Christus seine Stimme – bis

zum finalen Es ist vollbracht!, das in zwei Arien

nachhallt. Die Altistin macht sich eilfertig einen

optimistischen Reim darauf: Der Held aus Juda

siegt mit Macht!, und die Violinen pflichten in auftrumpfenden

Dreiklängen bei. Der Bass hingegen

fragt in zögerndem Adagio, nur Continuo-gestützt:

Bin ich vom Sterben frei gemacht? Aus dem Chor

umfängt ihn die tröstliche letzte von 34 Strophen

des Chorals Jesu Leiden, Pein und Tod: Jesu, der du

warest tot, lebest nun ohn’ Ende.

Gewandhaus -

orchester

Thomanerchor

Leipzig

Andreas Reize

Catalina Bertucci

Sopran

Anna Lucia Richter

Alt

Joshua Ellicott

Tenor

Rafael Fingerlos

Bass (Christus)

Franz Xaver Schlecht

Bass (Arien)

Normalpreis:

80/61/49/37 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

Keine Ermäßigung im Rahmen

der Gewandhausorchester Card

75


Hören und Sehen

vergehen …

Alfred Schnittke

Konzert für Viola

und Orchester

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie g-Moll KV 183

Arthur Honegger

3. Sinfonie (»Liturgique«)

WAS WIRD

Töne, die in Todesnähe entstanden sind, atmen

Transzendenz. Oder wird ihnen der besondere

Nimbus des Prophetischen nur posthum von den

Hinterbliebenen unterstellt? Alfred Schnittke, nach

kurzzeitigem klinischem Tod ins Leben zurückgekehrt,

hatte selbst Gelegenheit, das zu reflektieren.

Er attestierte seinem düsteren Bratschenkonzert,

an dem er zehn Tage vor seinem ersten

Schlaganfall noch feilte, »eine Vorahnung dessen,

was kommen sollte«. Den schnellen, von Marsch-,

Tanz- und Blaskapellen-Musik verwirbelten Mittelsatz

charakterisierte Schnittke als »rastlose Jagd

durch das Leben« und das Finale als Rückblick

auf das Dasein an der Schwelle zum Tod. Die

drei immer länger werdenden Sätze sind durchdrungen

von einem Motiv, das aus den Namensbuchstaben

des Uraufführungs-Interpreten Yuri

Bashmet gewonnen ist. Der Jahrhundertbrascher

stellte die Musik am 9. Januar 1989 mit dem Concertgebouworkest

der Öffentlichkeit vor. Schnittke

trotzte dieweil seinen verbleibenden 13 Lebensjahren,

von Schlaganfällen gezeichnet, eine Fülle

weiterer Werke ab.

76


DO/FR

09./ 10. APR

2026

19.30 UHR

G R O S S E R S A A L

Antoine Tamestit

WAS BLEIBT

Auch Mozarts »kleine« g-Moll-Sinfonie, 1773 in Salzburg

entstanden, zählt zum Dunkelsten, was ihr

Schöpfer geschaffen hat. Gleichwohl ist Mozarts

Sturm und Drang – durchzogen von der Klage einsamer

Oboen – zwischen zwei derart apokalyptischen

Orchesterorgien Balsam für die Seele, insbesondere

das sanfte Es-Dur-Adagio mit gedämpften

Streichern und einem melancholischen Fagottpaar.

WAS WAR

Die drei sinfonischen Sätze, die dem Schweizer

Arthur Honegger unmittelbar nach Ende des 2. Weltkriegs

aus der Feder flossen, tragen die Sequenz der

Totenmesse Dies irae, den Bußpsalm Aus der Tiefe

rufe ich und die Friedensbitte Dona nobis pacem im

Titel, tasten aber deren Melodien nicht an. Das

menschliche Entsetzen angesichts des göttlichen Zorns

spreche aus den entfesselten Orchester-Urgewalten

des ersten Satzes, im intensiven zweiten meditiere

die von Gott verlassene Menschheit schmerzgebeugt

und der basslastige, eruptive, fatalistische dritte

verleihe dem Wunsch der leidgeprüften Menschheit

nach Befreiung von alldem Ausdruck, erläuterte

Honegger seine erschütternde, tiefschwarze Musik

aus einer Welt, der Schönheit und Harmonie erloschen

sind. Besonders schwer zu ertragen: die

unwirkliche Coda – zu schön um wahr zu sein?

Gewandhaus -

orchester

Cristian Măcelaru

Antoine Tamestit

Viola

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am

Freitag laden wir zum PERSPEKTIV-

WECHSEL ein: Töne in Todesnähe – zu

Nahtoderfahrungen und musikalischer

Halluzination mit dem Neuropsychologen

Dr. Birk Engmann

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE IV/5

VARIO

77


Kreismeister

Anton Bruckner

4. Sinfonie Es-Dur WAB 104

(»Romantische«)

ZYKLISCHES GESTALTEN

Im 19. Jahrhundert wird thematische Zyklusbildung

in mehrteiligen Werken ausgehend von der Musik

der Wiener Klassiker zur wichtigen Maxime. Das

kaum wahrnehmbare Detail kann ebenso zum

Zusammenhalt beitragen, wie große architektonische

Konzepte. Bruckners klar fassliche Themen

aus naturgegebenen Intervallen und markanten

Rhythmen, eingebunden in verlässliche Formkonzepte,

dramaturgische Stringenz und planvolle

harmonische Abläufe stiften Einheit im Einzelwerk

und verleihen der gesamten Werkgruppe

Konsistenz. Seine Hauptthemen, Gesangsperioden

und Schlussgruppen tragen in allen Sinfonien

vergleichbare Wesensmerkmale. Und doch wahrt

jedes seine Einmaligkeit und ist wiederum nur

im Kontext der jeweiligen Sinfonie stimmig. Die

Kopf-, Adagio-, Scherzo- und Finalsätze folgen

ebenfalls verbindenden Maximen – und sind

zugleich höchst individuell in ihrer Ausprägung.

Starke Gemeinschaft und individuelle Freiheit

wider sprechen sich nicht, sondern befördern

ei nander.

78


ZYKLISCHES DASEIN

Vorbild für menschengemachte Zyklen sind die

großen Kreisläufe der Natur – Tages- und Jahreszeiten,

Sonnen- und Mond-Zyklen. Ihnen folgen

die Festkreise der Kulturen und Religionen, ihr

Modell prägt profane und sakrale Feste. An liturgischen

Zyklen, die musikalisch ausgestaltet werden,

formen sich ästhetische Maximen, die später

Lieder und Quartette, Charakterstücke und

Sonaten, Sinfonien und Opern zu Paaren, Tetralogien,

Sechser- und Zwölfergruppen oder noch

größeren Sammlungen bündeln. Gerade Bruckners

Vierte, die er selbst seine »Romantische«

nannte, offenbart die Bedeutung von Naturphänomenen

und menschlichen Lebenswelten für

sein schöpferisches Wirken. Sein umfassendes

musikalisches Weltbild, das Sinfonik als Gottesdienst

begreift und Messen sinfonisch denkt,

verleiht der musikalisch-zyklischen Idee neue

geistig-geistliche Tragweite.

Herbert Blomstedt

DO/FR/SO

16./ 17./

19. APR

2026

19.30/19.30/11 UHR

GROSSER SAAL

Gewandhaus -

orchester

Herbert Blomstedt

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr (DO/FR) und

10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag

laden wir zum NACH KLANG ein: Kommen

Sie ins Gespräch mit Musikerinnen und

Musikern des Gewandhausorchesters.

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE III/5

SONNTAGS-ANRECHT I/3

VARIO (DO/FR)

79


Gemischte

Frühlingsgefühle

Robert Schumann

1. Sinfonie B-Dur op. 38

(»Frühlingssinfonie«)

Richard Wagner

1. Akt aus der Oper

»Die Walküre« WWV 86B

WOLKENREICH

Das Ehetagebuch der Frischvermählten verrät:

Robert nennt sie »Frühlingssymphonie« – zart und

dichterisch, wie all sein musikalisches Sinnen ist!

Ein Frühlingsgedicht von [Adolf Böttger] war der

erste Impuls zu dieser Schöpfung. Der Rhythmus

des eröffnenden Bläserrufs, mit dem Schumann

erstaunlich lange rang, wird auf Böttgers Zeile:

Im Thale blüht der Frühling auf! bezogen. Sie steht

freilich am Ende des insgesamt düsteren Gedichts,

beginnend mit Du Geist der Wolke, trüb und schwer…

Als Schumanns heute so beliebte Sinfonie am

31. März 1841 unter Mendelssohns Leitung im

Gewandhaus zur Uraufführung gelangte, war ihr

allenfalls lauer Applaus beschieden. Weit mehr

Aufmerksamkeit genoss die Konzertgeberin, die

erstmals unter ihrem Ehenamen auftrat: Clara

Schumann. Doch nach frostigem Start blühte

Roberts sinfonischem Erstling ein zweiter Frühling,

und der Komponist konnte stolz über zahllose

Folgedarbietungen Buch führen.

WONNEMOND

Auch in Hundings Hütte verbreitet der Lenz keinesfalls

nur Sonnenschein und Blütenduft: Gemahlin

Sieglinde gibt sich dem Gast Siegmund hin und

die Liebenden zeugen – nicht wissend, dass sie

Geschwister sind – in jener Frühlingsvollmondnacht

den »furchtlos freiesten Held« Siegfried,

80


was unweigerlich weitere Ring-Abende nach sich

zieht. In der Götterwelt menschelt es ebenso:

»Die Walküre« heißt mit bürgerlichem Namen

Brünnhilde und ist pferdenärrische Lieblingstochter

von Obergott Wotan, obwohl sie sich – wie

fast alle im Ring – dessen Willen widersetzt. Dass

sie im Ungehorsam zugleich den geheimen Wunsch

ihres Göttervaters erfüllt, hält diesen nicht davon

ab, Brünnhilde zur Strafe am Ende des Abends

auf einen Felsen zu bannen, von Feuerzauber umzüngelt.

Doch so weit lassen wir es nicht kommen.

Wenn Siegmund seine »Braut und Schwester« am

Ende des 1. Akts »mit wüthender Gluth an sich«

zieht und im flammenden Fortissimo der Vorhang

fällt, klatschen wir höflich bis begeistert, und

gehen nach Hause, beschienen von zunehmendem

Aprilhalbmond – so uns der Wolkengeist günstig

gesonnen ist.

DO/FR

23./24. APR

2026

19.30 UHR

GROSSER SAAL

GROSSES CONCERT DER

GESELLSCHAFT DER

FREUNDE DES GEWAND-

HAUSES ZU LEIPZIG E.V.

Gewandhaus -

orchester

Andris Nelsons

Klaus Florian Vogt

Tenor (Siegmund)

Sarah Wegener

Sopran (Sieglinde)

Vitalij Kowaljow

Bass (Hunding)

Klaus Florian Vogt

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE I/6

VARIO (DO)

Präsentiert von

81


Neues Spiel,

neues Stück

Béla Bartók

2. Konzert für Violine

und Orchester Sz 112

Claude Debussy

Jeux – Tanzpoem

in einem Akt

Maurice Ravel

La valse – Poème

choréographique pour

orchestre

HOCHLEISTUNGSKONZERT

Konzertmeister Andreas Buschatz debütiert als

Solist im Großen Concert mit einem lang vermissten

Meisterwerk: 20 Jahre ist Bartóks 2. Violinkonzert,

das Buschatz’ Vorgänger Kurt Stiehler und

Karl Suske ins Gewandhaus-Repertoire ein geführt

haben, nicht mehr erklungen. Bartóks Kammermusikpartner

Zoltán Székely hatte 1939 in Amsterdam

unter Willem Mengelberg die Premiere bestritten.

Viel Harfe und gut getarnte Zwölftönigkeit

sind Markenzeichen des Konzerts, dem Bartók

attestierte, es beweise, dass man zwölftönig und

zugleich tonal komponieren könne – wie kurz zuvor

Alban Berg in seinem Gattungsbeitrag. Ungewöhnlich

ist die Form: Der mittlere ist ein Variationensatz,

und der dritte eine Variation des ersten. Dem

sportiven Orchester verdankt das Konzert den

Spitznamen »Bartóks einzige Sinfonie«.

DIE WUT ÜBER DEN VERLORENEN TENNISBALL

Ein Junge und zwei Mädchen suchen nachts beim

elektrischen Licht von Straßenlaternen nach einem

Tennisball. Den finden sie zwar nicht, entdecken

aber in allen Konstellationen andere Sub- und

Objekte der Begierde. Debussy war der Stoff, den

Diaghilews Tänzer um Nijinski zu seiner Musik

als Ballett realisieren sollten, suspekt. Gleichwohl

brachte er L’après-midi d’un faune in Sportklamotten

82


(Boulez) rekordverdächtig schnell innerhalb eines

Monats zu Papier. Erst in den 1950ern fand Jeux

dauerhaft in den Konzertsaal, wo Asse und flotte

Dreier unverfänglich sind.

ERHÖHTER ENDZEITPULS

Nachdem Wien Skandale um Schönberg überstanden

und das Pariser Publikum von Debussys Novitäten

abgehärtet war, gingen Ravels Sensationen in

der aufgewühlten See hochschlagender Avantgardewellen

fast unter. Dabei straft La valse das Ravel-

Klischee harmloser Hochglanzinstrumentalbravour

Lügen. Zerstörerische Orchesterurgewalten

lassen den Ersten Weltkrieg dumpf nachbeben,

schauriges Kontrabass-Tremolo und psychedelischer

Puls künden eine Danse macabre an – die

Schlusskadenz zur Dekadenz? Diaghilew drängte

Ravel, das liegengebliebene Projekt für die Ballets

russes voranzubringen, schreckte dann jedoch

vor einer Choreographie als Handlungsballett

zurück. Bei der Premiere im vorweihnachtlichen

Paris 1920 stieß La valse auf Unverständnis.

Wieder war es Mengelberg in Amsterdam, der den

rechten Ton fand und die Musikwelt nostalgisch

narkotisiert in den infernalischen Schlussdonner

der Walzerfolge hineinriss.

DO/FR

30. APR/

01. MAI

2026

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Gewandhaus -

orchester

Petr Popelka

Andreas Buschatz

Violine

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am

Freitag laden wir zum PERSPEKTIV-

WECHSEL ein: Töne im Spiel – warum

wir spielen und inwiefern Musik

»spielt« mit dem Philosophen und

Spieltheoretiker Dr. Christian Klager

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

Petr Popelka

SERIE II/6

VARIO

83


Aus freien Stücken

Sergej Rachmaninoff

2. Konzert für Klavier und

Orchester c-Moll op. 18

Dmitri Schostakowitsch

10. Sinfonie e-Moll op. 93

DER WIDERSPENSTIGEN LÄHMUNG

Beide komponieren um ihr Leben. Beide brauchen

einen Erfolg. Für beide steht alles auf dem Spiel.

Und beiden gelingt der Befreiungsschlag. Sergej

Rachmaninoff saß der Schock seiner 1. Sinfonie

in den Gliedern. Einen Künstler, der sein Innerstes

so kompromisslos in Tönen exponiert, mussten

die katastrophalen Umstände der Uraufführung

und die vernichtenden Kritiken niederschmettern.

Durch die folgende Schaffenskrise

rettete ihn der Widmungsträger des 2. Klavierkonzerts,

Nikolai Dahl, ein auf Hypnose spezialisierter

Nervenarzt und Hobby-Bratscher. Rachmaninoff

unterzog sich einer Therapie mit

täglichen Sitzungen. Von der neuerlangten Schaffenskraft

und Kreativität, die das 2. Klavierkonzert

freisetzte, war der Komponist selbst überwältigt.

Wie befreiend muss der aufbrandende

Premieren-Jubel am 9. November 1901 für Rachmaninoff

gewesen sein. Das 2. Klavierkonzert

katapultierte ihn an die Spitze der internationalen

Musikszene. Ausgangspunkt des weltweiten

Erfolges war Leipzig, wo Arthur Nikisch unmittelbar

nach der Uraufführung für eine aufsehenerregende

Gewandhaus-Darbietung sorgte.

84


DO/FR

14./ 15. MAI

2026

19.30 UHR

GROSSER SAAL

Gewandhaus -

orchester

Andris Nelsons

Yulianna Avdeeva

Klavier

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Andris Nelsons

UNTERTÖNIG STATT UNTERTÄNIG

Die längste Pause im Sinfonieschaffen Schostakowitschs

ging der Zehnten voraus. Das riskante

Satyrspiel der Neunten lag acht Jahre zurück, als

Schostakowitsch endlich sein eisiges sinfonisches

Schweigen brach. Mit großer Spannung wurde

seine erste Sinfonie nach dem Tod Stalins 1953 erwartet.

Seine aufgewühlte, erschütternde Musik

löste heftigste Reaktionen aus. Drei Tage lang

wurde im Komponistenverband über die 10. Sinfonie

debattiert. Schostakowitsch selbst hüllte

sich wie immer in Schweigen und gab nur unverbindlich

Auskunft. Doch die Begeisterung des

Publikums war nicht zu ignorieren, das Urteil fiel

zu seinen Gunsten, und der Erfolg der Zehnten im

Ausland stärkte die Position des Komponisten,

der den Tönen wie besessen seine Initialen einmeißelt:

D-Es-C-H.

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE III/6

VARIO

85


Bachblütenhonig

Arvo Pärt

Wenn Bach Bienen

gezüchtet hätte ...

Robert Schumann

Konzert für Klavier und

Orchester a-Moll op. 54

Arvo Pärt

Collage über B-A-C-H für

Streicher, Oboe, Cembalo

und Klavier

Robert Schumann

2. Sinfonie C-Dur op. 61

BIENENSTICHELN MIT B-A-C-H

Wenn Bach… Hat er aber nicht. Stattdessen sticht

Pärt 1976, wenn er erstmals seinen Tintinnabuli-

Stil präsentiert, in ein Wespennest und löst insektierisches

Brummen um die Töne B-A-C-H aus,

die gleichzeitig und nacheinander erklingen und

das kurze Stück von B nach H führen. Bienenfleißig

fliegen Flügel, fünf Bläser und Streicher von

Klang zu Klang, um am Ende tatsächlich bei Bach

herauszukommen: Dessen hart geprüftes h-Moll-

Präludium aus dem Wohltemperierten Klavier erlöst

eine salbungsvolle Schlusskadenz.

Yunchan Lim

86


DO/FR/S0

18./ 19./

21. JUN

2026

19.30/19.30/11 UHR

G R O S S E R S A A L

SARABANDENSTRESSTEST MIT PÄRT

Toccata, Sarabande und Ricercar der B-A-C-H-

Collage beginnen bei Bach und stellen ihn auf die

Probe: Wie viel Dissonanz hält er aus? Wird er unter

Clustern verschüttet, von Maschinenmotorik

erfasst und Klangkatastrophen erschüttert unbeschadet

wieder zum Vorschein kommen? In seiner

wilden Phase vor dem einschneidenden Stilwandel

experimentiert Pärt 1964 mit Collage-Techniken,

evoziert Bach mit typischen Instrumenten

wie Oboe und Cembalo, verpflanzt die Sarabande

der Englischen Suite in d-Moll wie eine Blume in

fremde Umgebung und konstatiert: Von extremem

Unbehagen erfüllt wollte ich mir beweisen, wie schön

Bachs Musik war, und eine klarere Sicht auf die Widersprüche

gewinnen, in die ich mich verstrickt hatte.

STILBLÜTENSAMMELN MIT SCHUMANN

Altehrwürdiger Kontrapunkt verkündet gleich

eingangs: Auch Schumann verneigt sich vor dem

Genius loci der Uraufführungsstadt seiner 2. Sinfonie.

Frisch von Fugen über B-A-C-H aus einer

Schaffenskrise befreit flattert ihm die Triosonate

aus Bachs Musikalischem Opfer in einen Mittelsatz.

Auch Beethoven, Schubert und Mendelssohn spuken

in Schumanns Zweiter herum, und sein Klavierkonzert

inszeniert Göttergattin Clara als Premierenpianistin

direkt neben Ludwig auf dem Olymp.

IM RAHMEN

DES BACHFESTES

F O K U S :

GEWANDHAUSKOMPONIST

ARVO PÄRT

Gewandhaus -

orchester

Andris Nelsons

Yunchan Lim Klavier

Konzerteinführung

mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr (DO/FR) und

10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag

laden wir zum NACH KLANG ein: Kommen

Sie ins Gespräch mit Musikerinnen und

Musikern des Gewandhausorchesters.

Normalpreis:

80/61/49/37/23/6 EUR

FLEX-Preis:

88/67/54/41/25/7 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

SERIE IV/6

SONNTAGS-ANRECHT II/3

VARIO

87


Fulminante

Fortsetzung

folgt!

Ludwig van Beethoven

Ouvertüre zum Ballett

»Die Geschöpfe des

Prometheus« op. 43

3. Konzert für Klavier und

Orchester c-Moll op. 37

5. Konzert für Klavier und

Orchester Es-Dur op. 73

TANZ AUF DEM OLYMP

Zumindest der Stoff war ganz nach Beethovens

Geschmack: Prometheus, der rebellische Aufklärer,

der den Menschen Feuer und Geist bringt

und die unmündigen Geschöpfe entflammt und

begeistert, beschäftigte ihn immer wieder. Das

Ballett, initiiert vom Ballettmeister des Wiener

Hoftheaters, ging daselbst am 28. März 1801

erstmals über die Bühne und wurde in der Spielzeit

stattliche 29 Mal gegeben. Choreographie

und Libretto sind verschollen; von Beethovens

Musik konnte sich immerhin die mitreißende

Ouvertüre im Konzertsaal behaupten. Parallel

arbeitete Beethoven wieder einmal an seinem

3. Klavierkonzert, dessen Entstehung sich ungewohnt

lange hinzog, bis er 1803 selbst als

Solist die Premiere aus den Tasten fingerte.

88


ZU VIELE DER GUTEN?

Nein, von Beethoven kann man nie genug bekommen.

Auf der Spielzeitzielgeraden machen die

ungeraden Klavierkonzerte so richtig Lust auf die

nächste Saison 2026/2027, die – streng geheim! –

zum 200. Todestag des Komponisten ein Beethoven-Festival

ins Gewandhaus bringen wird. Man

darf gespannt sein, wie die Musikstadt den Meister

ehrt, der seine Werke beim Gewandhausorchester

und bei Leipziger Verlegern in besten Händen

wusste und hier schon zu Lebzeiten mit einem

Werkzyklus zelebriert wurde. Mit dem Fünften eilt

jenes Klavierkonzert dem Fes tival voraus, das in

Leipzig seine Uraufführung erlebte.

FR

26. JUN

2026

19.30 UHR

G R O S S E R S A A L

Gewandhaus -

orchester

Andris Nelsons

Lang Lang Klavier

Normalpreis:

150/120/100/85/75/60 EUR

FLEX-Preis:

165/132/110/94/83/66 EUR

Ermäßigung für Berechtigte

Keine Ermäßigung im Rahmen

der Gewandhausorchester Card

Lang Lang

Präsentiert von

89


Klassik airleben

Open-Air-Konzerte im Rosental

Das Programm wird zu

einem späteren Zeitpunkt

bekannt gegeben.

Zum krönenden Abschluss der Saison lädt das

Gewandhausorchester erneut ins Rosental ein –

eine Tradition, die aus dem Leipziger Kultursommer

seit 2009 nicht mehr wegzudenken ist.

Unter der Leitung von Sakari Oramo erleben Sie an

zwei Abenden Musikgenuss unter freiem Himmel.

Die Open-Air-Konzerte verbinden musikalische

Exzellenz mit einer entspannten Atmosphäre, die

alle Leipzigerinnen und Leipziger willkommen

heißt – kostenfrei und für jede Generation. Ob

Sie mit Freunden und Bekannten oder in Familie

kommen – das Rosental wird zu einem Ort, an dem

Musik und Gemeinschaft auf einzigartige Weise

verschmelzen.

90


FR/SA

03./04. JUL

2026

2 0 . 3 0 U H R

O P E N-A I R-B Ü H N E

IM ROSENTAL

Gewandhaus -

orchester

Sakari Oramo

An beiden Tagen

Eintritt frei

Für Familien bietet der Samstagnachmittag ein

buntes Programm: Im IMPULS-Familienbereich

können Kinder und Jugendliche Instrumente

ausprobieren, kreative Workshops besuchen und

kleine Konzerte genießen. So wird der Konzertbesuch

zu einem Erlebnis für Groß und Klein.

Dank der Unterstützung von Porsche Leipzig und

weiteren Partnern ist dieses einzigartige Event

möglich. Es ist ein Zeichen dafür, wie stark Musik

Menschen verbindet und die Stadt Leipzig bereichert.

Machen Sie es sich bequem auf einer Picknickdecke

im schönsten Freiluft-Konzertsaal Leipzigs,

um gemeinsam mit uns die Saison des Gewandhausorchesters

festlich ausklingen zu lassen!

Präsentiert von

91


Wohltemperiert

...kann nicht nur Bach

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Als langjähriger Unterstützer des Gewandhausorchesters wünschen wir eine großartige

Saison mit grandiosen Konzerterlebnissen und wunderbaren musikalischen Momenten.

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an zukünftige Generationen weitergeben?

Unterstützen Sie mit Ihrem Vermächtnis das Gewandhaus zu

Leipzig und sein weltberühmtes Orchester über Ihr Leben

hinaus! Wir informieren Sie gern.

IHRE

ANSPRECHPARTNERIN

Gewandhaus zu Leipzig

Fundraising – Eva Grumeth

T +49 341 1270-334

F +49 341 1270-407

eva.grumeth@gewandhaus.de

Mehr Informationen finden Sie hier:

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Kultur und Tourismus und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.


9

gister)

HEIT – Orgel

8 Aus Merseburg

D

55.

Heinrich II. und

Merseburg

Sonderausstellung zu Kaiser

Heinrich II. bis Anfang 2025

ter) gelsommer verlängert CHARLOTTE TENNLER

usen rseburger Land

31. Orgelsommer

er Merseburger Kaiserdom war Lieblingsort

29 im Mai Merseburger Land

des einzigen heiliggesprochenen Kaiserpaars,

. Orgelsommerkonzert in Weißenfels

Heinrich II. und Kunigunde. Vor 1000 Jahren,

am 13. Juli 1024, verstarb Kaiser Heinrich II.

kirche Sonntag, zu Weißenfels 29 Mai

egast-Orgel 1879 (2 Manuale, Pedal, 14 Register)

19.00 Uhr | 1. Orgelsommerkonzert in Weißenfels in der Pfalz Grone. Insgesamt weilte Heinrich II.

NTEK St. Laurentiuskirche – Oboe und zu Orgel, Weißenfels MICHAEL SCHÖNHEIT – Orgel

28-mal in Merseburg. In der Domstadt existieren

Friedrich-Ladegast-Orgel )

1879 (2 Manuale, Pedal, 14 Register)

THOMAS PIONTEK – Oboe und Orgel, MICHAEL SCHÖNHEIT zahlreiche – Orgel Quellen aus der Zeit Heinrich II. sowie

d, 11. Juni

Zeugnisse seiner bis ins 16. Jahrhundert währenden

Sonnabend, . Orgelsommerkonzert 11. Juni in Wengelsdorf Verehrung, die in der Ausstellung zu sehen sind.

Kirche Wengelsdorf

17.00 Uhr | 2. Orgelsommerkonzert in Wengelsdorf

st-Orgel Evangelische 1901 Kirche (2 Manuale, Wengelsdorf Pedal, 18 Register)

E Oskar-Ladegast-Orgel – Stadtorganist an 1901 St. Marien (2 Manuale, zu Mühlhausen

Pedal, 18 Register)

DENNY WILKE – Stadtorganist an St. Marien zu Mühlhausen

Merseburger

Orgeltage

„BACH in Vergangenheit und

Gegenwart – zum 275. Todestag“

13. – 21. September 2025

Die Merseburger Orgeltage

d, 25. Juni

Sonnabend, l, 25 Register) 25. Juni

. Orgelsommerkonzert in Osmünde

17.00 Uhr | 3. Orgelsommerkonzert in Osmünde

Kirche Evangelische St. Petrus Kirche Osmünde St. Petrus Osmünde

Zuberbier-Orgel el 1722/23 (2 1722/23 Manuale, (2 Manuale, Pedal, 18 Pedal, Register) 18 Register)

JÖRG – Organist REDDIN an – Organist der Bachkirche an der Bachkirche zu Arnstadt zu Arnstadt

52. Merse

Ein Rückblick auf die Highlights in diesem Jahr und ein Ausblick Mersebur

auf 2025 KRISTINA SCHWARZ

KONZERTJAHR KONZERTJ Orgelklan

20

Künstlerische Leitung:

um 54. Mal fanden im September 2024 die der kommenden Orgeltage wiederfinden lassen: Im

52. Merseburger Orgeltage

Merseburger Orgeltage statt und Gewandhausorganist verwandelten

den Musik Merseburger und Denkmalpflege

Dom erneut für lage ein kleines Jubiläum. Vom 13. bis 21. Merseburger Septem-

DomMusik

Jahr 2025 begehen Michael die Orgeltage Schönheit mit ihrer 55. Auf-52. Merseburger

Besondere

O

ZFreundeskreis neun

in Kirchen

Tage in ein

des

Mekka

Merseburger

für Orgelmusik-Liebhaber.

Landes e.V.

ber widmen sie sich anlässlich des 275. Todestages Merseburger Motetten Dom

Sonnabend, 16. Juli 16. Juli

rsroda 19.00 Uhr | 4. Orgelsommerkonzert in Barnstädt

Evangelische

. Orgelsommerkonzert

Kirche St. Wenzel

in

Barnstädt

Barnstädt

Kirche Mocker-Hellermann-Orgel St. Wenzel Barnstädt 1750/1863 (3 Manuale, Pedal, 25 Register)

rmann-Orgel YVES gister) RECHSTEINER 1750/1863 – Toulouse (3 Manuale, Pedal, 25 Register)

EINER – Toulouse

Sonnabend, 13. August

Knapp 30 Konzerte lockten rund 3.000 Besucher des Komponisten dem Motto „Johann Orgelklang Sebastian 12

17.00 d, 13. Uhr August | 5. Orgelsommerkonzert in Steigra-Albersroda

Evangelische Kirche St. Magnus Steigra-Albersroda aus Domorganist nah und fern Michael an. Die Schönheit erstmalig im Rahmen der Bach in Vergangenheit und Gegenwart“. Dabei stehen

das kirchenmusikalische Werk Bachs sowie die

JOHANNES St. Magnus FRIEDERICH Steigra-Albersroda Gewandhausorganist zu Leipzig

Konzerte

Besondere Gottesdienste

Orgelklang 12

Friedrich-Ladegast-Orgel . Orgelsommerkonzert 1851 in (2 Steigra-Albersroda

Manuale, Pedal, 13 Register)

Kirche Orgeltage durchgeführte „Große Konzertfahrt“, die

– Preisträger des Internationalen

Freundeskreis Musik und Denkmalpflege

egast-Orgel Silbermannwettbewerbes 1851 VORGEMERKT:

(2 Manuale, Freiberg Pedal, 2021 13 Register) die Dompropstei Teilnehmer mit 2 · 06217 einem Kleinbus Merseburg

Kirchen des von Merseburger Merseburg Landes e.V. verschiedenen Stationen seines Lebens Motetten und Wirkens

im Fokus und werden musikalisch erkundet.

im Besondere Dom Gottesd

RIEDERICH – Preisträger des Internationalen erst nach Gröst und anschließend Freundeskreis Domorganist nach Michael Musik Naumburg

Schönheit und Denkmalpflege

ettbewerbes Sonnabend, Freiberg 20. August 2021

Telefon: 03461/445922

führte, wo jeweils nicht nur in Gewandhausorganist Kirchen zu Leipzig

ein Konzert, des Merseburger sondern Landes e.V. Neben klassischen Orgel- und Chorkonzerten Konzerte in Motetten der Barockkirche 31. im Orgel

55. MERSEBURGER ORGELTAGE

DomBu

E-Mail: orgeltage@merseburg.de

Dompropstei 2 · 06217 Merseburg

17.00 Uhr | 6. Orgelsommerkonzert 13. – 21. SEPTEMBER in 2025: Weißenfels auch spannende Vorträge Domorganist und Führungen Michael Schönheit warteten,

runden auch Formate wie ein Liegestuhlkonzert,

gister)

Telefon: 03461/445922

31. Orgelsommer im Merseburg

St. Laurentiuskirche zu Weißenfels

www.merseburger-orgeltage.de

d, 20. August

war ein besonderes Highlight Gewandhausorganist

E-Mail: orgeltage@merseburg.de

des Festivals.

www.merseburger-orgeltage.de

zu Leipzig ein musikalisch-literarischer Nachmittag oder Konzerte in der Ba

t. Friedrich-Ladegast-Orgel Lamperti „Johann zu Querfurt 1879 Sebastian (2 Manuale, Bach Pedal, in 14 Register)

Dompropstei www.merseburger-orgeltage.de

2 · 06217 Merseburg

Die Verbindung der beiden Standorte Merseburg

und Naumburg wird sich auch im Programm für Musikfans jeden Alters ab.

31. Orgelsommer

eine „Bach-Jazz-Lounge“ das vielfältige Angebot

MIROSŁAWA . Orgelsommerkonzert CIEŚLAK Vergangenheit – Organistin in Weißenfels und an Gegenwart“

der Stadtkirche St. Lamperti zu Querfurt

Telefon: 03461/445922

kirche zu Weißenfels

E-Mail: orgeltage@merseburg.de

egast-Orgel Dienstag, 1879 30. August (2 Manuale, Pedal, 14 Register)

www.merseburger-orgeltage.de

Wir danken unseren Förderern für die freundliche Wir danken unseren Förderern für die freundliche Unterstützung:

CIEŚLAK – Organistin an der Stadtkirche St. Lamperti zu Querfurt

Ev. Kirchenkreis Merseburg, honymus-Stiftung Halle-Merseburg

19.00 Uhr | 7. Orgelsommerkonzert Wir danken allen im Merseburger Förderern Domfür die großzügige Unterstützung:

Zum 204. Geburtstag Wir von danken Friedrich allen Ladegast Förderern für Ev. die großzügige Kirchenkreis Unterstützung: Merseburg, honymus-Stiftung Halle-Merseburg

r Dom

„Ein 30. Präludium August zu den 52. Merseburger Orgeltagen“

Wir danken unseren Förderern für die freundliche Unterstützung:

Ev. Kirchenkreis Merseburg, honymus-Stiftung Halle-Merseburg

Samstag,

. Orgelsommerkonzert

3. September

im Merseburger Dom

burtstag von Friedrich Ladegast

m

17.00

zu den

Uhr

52.

| 8. Orgelsommerkonzert

Merseburger Orgeltagen“

in Schafstädt

Evangelische Kirche Schafstädt

Friedrich-Ladegast-Orgel 1875 (3 Manuale, Pedal, 33 Register)

3. JOSIPA September

LEKO – Zagreb

Halle

an der Saale

Veranstalter: Kirchgemeinden der jeweiligen Konzertorte in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen

. und Orgelsommerkonzert dem Freundeskreis Musik und in Denkmalpflege Schafstädt in Kirchen des Merseburger Landes e.V.

Kirche Schafstädt

egast-Orgel 1875 (3 Manuale, Pedal, 33 Register)

– gister) Zagreb

rchgemeinden der jeweiligen Konzertorte in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen

deskreis Musik und Denkmalpflege in Kirchen des Merseburger Landes e.V.

mmenarbeit mit örtlichen Vereinen

Merseburger Landes e.V.

Osmünde

Korbetha

Ermlitz

186

Schafstädt

Schkopau

Burgliebenau

Halle

an an der der Saale Bad Lauchstädt

Meuschau

Barnstädt

Wallendorf

Klobikau Bischdorf

181

Osmünde

Zweimen

Korbetha

Osmünde MERSEBURG

Nieder-

Korbetha

Ermlitz

Zöschen

an der Saale

Ermlitz

Schkopau Ober-

Burgliebenau

186

Bad Lauchstädt

Schkopau

Blösien

Günthersdorf

Meuschau Burgliebenau

186

Bad Lauchstädt

Wallendorf

Klobikau Bischdorf

Dölzig

Meuschau 181

Zweimen

MERSEBURG

Wallendorf

Leipzig

Klobikau Nieder- Bischdorf

Zöschen

Dölzig

an der Saale

181 Reipisch

Leuna

Ober-

Zweimen

MERSEBURG

Nieder- Blösien

Günthersdorf

Leipzig

Bad

Zöschen

an der Saale

Mücheln

Dürrenberg

Ober-

91

Blösien

Günthersdorf

Nempitz

Reipisch

Leuna

Bad

Mücheln Albersroda

Dürrenberg

Wengelsdorf

Kötzs-

9

91

Nempitz

Reipisch

Leuna

Braunsdorf

Bad

Wengelsdorf

Kötzs-

Braunsbedra

Braunsdorf

Braunsbedra

Mücheln

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chau-Thals-

chütz

91

chau-Thals-

chütz

Nempitz

Braunsbedra-

Braunsbedra-

Wengelsdorf

Schortau

Kötzs-

Leiha

Lützen

9

Schortau

Leiha Braunsdorf

Lützen

Braunsbedra

38

chau-Thals-

chütz

38

Gröst

Zwenkau

Braunsbedra-

Gröst

Schortau

Leiha

Lützen

38

Zitzschen

Gröst

Weißenfels

Zwenkau

an der Saale

Borau

Saale

Dölzig

Leipzig

Saale

Saale

Schafstädt

Schafstädt

Merseburger

Orgeltage

Barnstädt

BERLIN

Barnstädt

STIFTERBRIEF | NR. 32

BERLIN

BERLIN

Die Playmobilfigur Heinrichs weist den Weg durch die

Ausstellung

Albersroda

MÜNCHEN

MÜNCHEN

Albersroda

Zwenkau

MÜNCHEN

Freundeskreis

Musik und Denkmalpflege

in Kirchen des Merseburger

Landes e.V.

Zitzschen

Zitzschen

Borau

Weißenfels

an der Saale

Borau

Weißenfels

an der Saale

Freundeskreis

Musik und Denkmalpflege

in Kirchen des Merseburger

Landes e.V.

Freundeskreis

Musik und Denkmalpflege

in Kirchen des Merseburger

Landes e.V.

SCHULZ Fotos: © Vereinigte Domstifter, Friedemann Schulz

SCHULZ Fotos: © Vereinigte Domstifter, Friedemann Schulz

SCHULZ Fotos: © Vereinigte Domstifter, Friedemann Schulz

KONZ

52


2026

21. 3. / 18.00 h

FINALE

DREI FINALISTEN SPIELEN:

3 x Chaconne d-Moll aus BWV 1004

3 x Violinkonzerte von J. S. Bach

oder F. Mendelssohn Bartholdy

Neues Bachisches Collegium Musicum

bachwettbewerbleipzig.de

VIOLINE

BACH-WETTBEWERB

LEIPZIG

VIOLINE

Tickets ab

November 2025

sichern!


100


GEWANDHAUS

ORCHESTER

155 101


Das Gewandhausorchester:

Von der Kapelle

zur Weltmarke

Der Brühl mit dem Gasthof »Drei Schwanen«, in dem das Große Concert stattfand,

Aquarell um 1820

Im Grunde genommen begann die Geschichte des Gewandhausorchesters

bereits 1479. In diesem Jahr nahm der Leipziger

Magistrat drei sogenannte Kunstpfeifer in städtische

Dienste. Bis 1840 spielten diese Stadtmusiker – ihre Zahl

wuchs im Lauf der Zeit auf sieben – für das Leipziger Musikleben

eine wesentliche Rolle: Sie gestalteten Feste im Rathaus

ebenso wie Gottesdienste in den städtischen Kirchen musikalisch

aus, wirkten bei Theaterunternehmungen mit und waren

auch im Orchester des »Großen Concerts« zu finden.

102


GEWANDHAUS

ORCHESTER

DIE KAPELLE DES GROSSEN CONCERTS:

EIN HALBES STUDENTENORCHESTER

DAS ORCHESTER WIRD NAMHAFT:

PATE STEHT DAS HAUS DER TUCHMACHER

1743

Diese Konzertunternehmung, 1743 gegründet,

wurde von einer aus Adligen und

Bürgern bestehenden Gesellschaft getragen.

Sie war die erste ihrer Art in Leipzig. Die

von ihr veranstalteten »Großen Musicalischen

Concerte« fanden zuerst in Bürgerhäusern

statt. Aufgrund des großen Zuspruchs

wurde bald schon ein Saal im

Gasthaus »Zu den drei Schwanen«

gemietet. Hier trafen sich

über 30 Jahre lang diejenigen

Leipziger Bürger, die den hohen

Jahresbeitrag zahlen konnten. Von dem

Geld wurden die Musiker honoriert. Am

Anfang waren es 16, die das Konzertorchester

bildeten. Ihm gehörten zur einen Hälfte

Berufsmusiker, unter ihnen die Stadtmusiker,

und zur anderen Hälfte Studenten der

Leipziger Universität an.

Nicht weit von den »Drei Schwanen« entfernt

wurde 1766 ein Komödienhaus eröffnet.

Aller dings hatte es kein eigenes Ensemble.

Es wurde von reisenden Theater- und

Operntruppen bespielt, die für die orchestralen

Aufgaben die Leipziger

Stadtmusiker verpflichteten. Deren

kleines En semble bekam im Lauf der Jahre

jedoch Probleme, den wachsenden

musikalischen Anforderungen

gerecht zu werden. Deshalb wurden

immer öfter Musiker des

»Großen Concerts« gebeten, das

Theaterorchester zu verstärken.

So vermischten sich nach und nach das

Konzert- und das Theaterorchester.

Mit dem ersten »Großen

Concert« Gründung des

Orchesters

1781

Einzug ins Gewandhaus,

wovon sich der Name

»Gewandhausorchester«

ableitet

Im Gewandhaus, der Gewerbehalle der Tuchmacher,

gab es zu dieser Zeit einen großen,

ungenutzten Dachboden. Auf Initiative eines

Bürgermeisters wurde er als Konzertsaal

ausgebaut. Im November 1781 fand das

erste »Gewandhauskonzert« statt. Im

Publikum saß die Konzertgesellschaft aus

dem Gasthaus, und im 32 Mann starken

Orchester spielten die Musiker, die

schon in den »Drei-Schwanen-Konzerten«

mitgewirkt hatten und deren

überwiegender Teil auch beim

Theater engagiert war. Daher war bald vom

»Gewandhaus- und Theaterorchester« die Rede.

1789 kam Wolfgang Amadeus Mozart nach

Leipzig und gab ein Konzert im Gewandhaus.

Dessen Saal war längst zum Zentrum des

Leipziger Konzertlebens geworden und sollte

es ein Jahrhundert lang bleiben. Die neun

Sinfonien Ludwig van Beethovens erklangen

weltweit erstmalig als Zyklus im Konzertwinter

1825/1826, also noch zu Lebzeiten des

Komponisten. Ab 1835 war Felix Mendelssohn

Bartholdy Gewandhaus kapellmeister.

Seine Schottische Sinfonie und sein Violinkonzert

e-Moll wurden im Gewandhaus

aus der Taufe gehoben. Unter seiner Leitung

kamen Robert Schumanns Sinfonien und

Franz Schuberts große C-Dur-

Sinfonie zur Uraufführung. Von

den Komponisten selbst dirigiert,

hatten 1862 Richard Wagners

Meistersinger-Vorspiel und 1879

Johannes Brahms’ Violinkonzert in diesem

Saal ihre Weltpremiere.

103


GEWANDHAUS

ORCHESTER

Konzertsaal im Alten Gewandhaus, Aquarell von Gottlob Theuerkauf um 1894

In dieser Zeit wuchs das Gewandhaus- und

Theaterorchester auch in die Rolle als städtisches

Kirchenorchester hinein. Die

Niko lai- und die Thomaskirche waren

die Hauptkirchen der Stadt Leipzig.

Die musikalische Ausgestaltung der Gottesdienste

in beiden Kirchen verantwortete

der Thomaskantor, der zugleich

städtischer Musikdirektor

war. Die Thomaner sangen in

beiden Kirchen, und die Instrumente

wurden von den Stadtmusikern gespielt.

Aber auch hier wuchsen die musikalischen

Anforderungen.

NICHT MEHR NUR THEATER UND KONZERT:

DAS NEUE KIRCHENORCHESTER

1840

Ernennung zum

Leipziger Stadtorchester

So wurden 1789 zusätzlich zu den Stadtmusikern

sieben Mitglieder des Gewandhaus- und

Theaterorchesters für die Kirchenmusik

verpflichtet. In den folgenden Jahren

kam es zu weiteren Engagements von

Gewandhausmusikern für den Dienst in

den Kirchen, bis das Gewandhaus- und

Theaterorchester die Stadtmusiker

vollständig ablöste und 1840

vom Leipziger Magistrat offiziell

als »Stadtorchester« anerkannt

wurde. Seitdem gehört die Kirchenmusik

zu den festen Aufgaben des Gewandhausorchesters.

104


GEWANDHAUS

ORCHESTER

NEUES THEATER, NEUE OPERN, NEUER

STRESS: DAS ORCHESTER WÄCHST

TROTZ ALLER BEDENKEN: DAS

ORCHESTER GEHT AUF »CONCERTREISE«

1868 wurde ein neues Theaterhaus in

Leipzig eröffnet. Hier konnten reicher ausgestattete

Opern aufgeführt werden als

noch im ehemaligen Komödienhaus, das

1817 zum Stadttheater umgewandelt worden

war. Dem inzwischen auf 58 Musiker angewachsenen

Orchester brachte der Dienst

im Neuen Theater jedoch eine

1916

enorme Belastung. Die großen

Opern mussten in mehr Proben

als bisher einstudiert und in größerer

Be setzung gespielt werden. Das führte

zu Streitigkeiten zwischen Orchester und

Theater direktion. Der Rat der Stadt musste

schlichten. Im Ergebnis wurde das Orchester

auf

72 Musiker erweitert.

Unterdessen ging es im Gewandhaus um

eine räumliche Erweiterung. Der Konzertsaal

war schon mehrmals umgebaut

worden, um dem zahlreicher werdenden

Publikum Platz zu bieten. Als alle

Kapazitäten ausgeschöpft waren, entschloss

sich die Gewandhausdirektion

zum Bau eines neuen Konzerthauses.

Es wurde in zweieinhalb

Jahren errichtet und im Dezember 1884 eröffnet.

In diesem Neuen Gewandhaus

wirkten unter anderem Arthur Nikisch,

Wilhelm Furtwängler und Bruno Walter

als Ge wandhauskapellmeister. Johannes

Brahms, Peter Tschaikowski, Edvard Grieg,

Richard Strauss und andere Komponisten

dirigierten eigene Werke, Anton Bruckner

gab hier ein Orgelkonzert. Aus diesem

Haus stammen auch die ersten Ton- und

Filmaufnahmen mit dem Gewandhausorchester.

Erste Auslandstournee

in die Schweiz

1931

Erste Europatournee

Ausgerechnet im Ersten Weltkrieg ging das

Orchester erstmals auf Konzerttournee ins

Ausland. Zuvor war die Gewandhausdirek

tion gegen alle auswärtigen Gastspiele,

weil zu fürchten ist, daß unser

berühmtes Orchester, das bisher nur edeln

Zwecken gedient hat, durch Concertreisen auf

den Standpunkt eines philharmonischen

Orchesters in Berlin und derartiger

Gewerbsunternehmungen

herabsinken könnte. Haben die

Orchestermitglieder das Herumreisen einmal

angefangen, so werden sie Gefallen an der Abwechslung

finden und Wiederholung verlangen.

Als das Gewandhausorchester 1916 jedoch

in die Schweiz entsandt werden sollte, stellten

die Stadtoberen und die Gewandhausdirektion

in der Erwägung, dass es sich hier

um eine hoch bedeutsame künstlerischculturelle

Mission handelt, ihre prinzipiellen

Bedenken zurück und genehmigten

die Reise. Zwei weitere Schweizfahrten

schlossen sich an und 1931 die erste Europatournee.

An deren Erfolg anzuknüpfen,

das verhinderten die

1933 errichtete NS-Diktatur und

der von ihr angezettelte Zweite Weltkrieg.

Thomaskirche, Kupferstich um 1790

105


GEWANDHAUS

ORCHESTER

Das 1884 eingeweihte Neue Gewandhaus im Musikerviertel vor 1936

Das 1868 eröffnete Neue Theater am Augustusplatz, Blick vom Schwanenteich

106


GEWANDHAUS

ORCHESTER

ALLES ÄNDERT SICH:

DAS ORCHESTER BLEIBT SICH TREU

Erst 1951 konnte das mittlerweile heimatlose

Orchester wieder zu einer Konzertreise aufbrechen.

Sowohl das Neue Theater als auch

das Neue Gewandhaus waren im Zweiten Weltkrieg

zerstört worden. Opernaufführungen und

Konzerte fanden seitdem in provisorischen

Spielstätten Leipzigs statt. 1960 wurde das

neu errichtete Opernhaus eingeweiht, der Bau

eines neuen Konzerthauses dagegen konnte

erst wesentlich später realisiert werden: 1981

öffnete die wiederum »Neues Gewandhaus«

genannte neue Spielstätte ihre Pforten. Sie

war der erste und einzige Konzerthausneubau

der DDR. Wesentlichen Anteil am Gelingen

hatte der damalige Gewandhauskapellmeister

Kurt Masur. Sein Amtsnachfolger Herbert

Blomstedt führte das Orchester, dem heute

über 180 Musiker und Musikerinnen angehören,

ins 21. Jahrhundert und gab dann den

Dirigentenstab an Riccardo Chailly weiter. Im

Februar 2018 übernahm Andris Nelsons das

Amt des Gewandhauskapellmeisters.

Vieles mag sich im Lauf der zurückliegenden

Jahrzehnte in Leipzig geändert haben,

eines aber ist geblieben: Das Gewandhausorchester

musiziert im Gewandhaus ebenso

wie im Opernhaus und gemeinsam mit

dem Thomanerchor in der Thomaskirche.

Durch Konzert, Musiktheater und Kirchenmusik

in verschiedener Weise gefordert,

hat sich das Orchester einen weltweit einzigartigen

künstlerischen Horizont erworben.

Claudius Böhm

Das 1960 eröffnete Opernhaus

Das 1981 eingeweihte zweite Neue Gewandhaus

107


GEWANDHAUS

ORCHESTER

Das Gewandhausorchester

GEWANDHAUS-

KAPELLMEISTER

Andris Nelsons

EHRENTAFEL DES

GEWANDHAUSORCHESTERS

EHRENDIRIGENT

Herbert Blomstedt — 2005

EHRENMITGLIEDER

Chr. Friedrich Hunger — 1787

Ferdinand Crass — 1922

Carl Tamme — 1923

Maximilian Schwedler — 1923

Julius Klengel — 1924

Bruno Walter — 1961

Franz Konwitschny — 1961

Kurt Masur — 1981

Gerhard Bosse — 2011

Die Jahreszahlen kennzeichnen

die Zeitpunkte der Titelverleihung.

ERSTE VIOLINEN

Frank-Michael Erben

Sebastian Breuninger

Andreas Buschatz

Prof. Henrik Hochschild

Julius Bekesch

Prof. Andreas Seidel

Yun-Jin Cho

Kana Ohashi

Veronika Starke

Sara Astore

Elisabeth Dingstad

Tristan Thery

Susanne Hallmann

Thomas Tauber

Regine Korneli

Liane Unger

Brita Zühlke

Dorothea Vogel

Ina Wiehe

Gunnar Harms

Christian Hofmann-Krug

Johanna Berndt

Anna Schuberth-Richwien

Chiara Astore

Kivanc Tire

Franziska Mantel

Mao Zhao

Simon Riverin

Mariana Espada Lopes

Yukiko Uno

ZWEITE VIOLINEN

Peter Gerlach

David Wedel

Miho Tomiyasu-Palma Marques

Anna Theresa Steckel

Karl Heinrich Niebuhr

Sebastian Ude

Minah Lee

Dorothee Appelhans

Gayoung Shin

Markus Pinquart

Dietrich Reinhold

Kathrin Pantzier

Edwin Ilg

Bernadette Wundrak

Andrea Pleß

Lars Peter Leser

Tobias Haupt

Katharina Wachsmuth

Ewa Helmers

Lydia Dobler

Nemanja Bugarčić

Kana Akasaka

Anna Baduel

Camille Gouton

Ayano Tajima

Anna Wiedemann

Nathalie Schmalhofer

Zeno Fusetti

BRATSCHEN

Vincent Aucante

Luke Turrell

Dorothea Hemken

Chaim Steller

Peter Borck

Norbert Tunze

Alice Mura

Katharina Dargel

Matthias Weise

Immo Schaar

Prof. Claudia Bussian

Birgit Weise

Anne Wiechmann-Milatz

David Lau

Ivan Bezpalov

108


GEWANDHAUS

ORCHESTER

Tahlia Petrosian

Anton Jivaev

Ivo Bauer

Marlene Steg-Lehmann

Przemysław Pujanek

Sofia Ugusheva

VIOLONCELLI

Valentino Worlitzsch

Prof. Veronika Wilhelm

Daniel Pfister

Vincent Lo

Gayane Khachatryan

Nicolas Defranoux

Moritz Klauk

Heiko Schumann

Christoph Vietz

Kristin Elwan

Henriette-Luise Neubert

Dorothée Erbiner

Axel von Huene

Michael Peternek

Pedro Pelaez Romero

KONTRABÄSSE

Felix Leissner

Christian Ockert

Karsten Heins

Prof. Burak Marlali

Prof. Waldemar Schwiertz

Tobias Martin

Christoph Krüger

Bernd Meier

Dr. Eberhard Spree

Thomas Stahr

Slawomir Rozlach

Christoph Winkler

Henning Rasche

Jiyoon Yang

FLÖTEN

Cornelia Grohmann

Katalin Kramarics

Judith Hoffmann-Meltzer

Johanna Sigler

Manfred Ludwig

Gudrun Hinze

Tünde Molnár

OBOEN

Henrik Wahlgren

Javier Ayala-Romero

Immaculada Veses

Susanne Wettemann

Thomas Hipper

Camila del Pozo

Gundel Jannemann-Fischer

Amanda Tauriņa

KLARINETTEN

Peter Schurrock

Andreas Lehnert

Matthias Kreher

Edgar Heßke

Ingolf Barchmann

Volker Hemken

FAGOTTE

Prof. David Petersen

Riccardo Terzo

Axel Benoit

Albert Kegel

Thomas Reinhardt

Hans Schlag

Eckehard Kupke

HÖRNER

Ralf Götz

Clemens Röger

Bernhard Krug

Jan Wessely

Jochen Pleß

Juliane Fleischmann

Simen Fegran

Jürgen Merkert

Tobias Schnirring

Christian Kretschmar

Wolfram Straßer

TROMPETEN

Lukas Beno

Gábor Richter

Jonathan Müller

Szabolcs Schütt

Ulf Lehmann

Peter Wettemann

Johann Clemens

Janek Winkler

POSAUNEN

Tobias Hasselt

Tomáš Trnka

Dirk Lehmann

Stefan Wagner

Angus Butt

Tino Mönks

Domenico Catalano

TUBA

Jürgen Bednarz

Niklas Horn

HARFEN

Gabriella Victoria

PAUKEN

Mathias Müller

Marek Stefula

Tom Greenleaves

SCHLAGZEUG

Steffen Cotta

Philipp Schroeder

Johann-Georg Baumgärtel

Wolfram Holl

Severin Stitzenberger

GEWANDHAUSORGANIST

Michael Schönheit

LEITUNG GEWANDHAUS-

CHOR

Gregor Meyer

LEITUNG GEWANDHAUS-

KINDERCHOR UND GEWAND-

HAUSJUGENDCHOR

Frank-Steffen Elster

ORCHESTERVORSTAND

Bernhard Krug

Andreas Seidel

Gunnar Harms

109


Das 110Gewandhausorchester in der Elbphilharmonie in Hamburg


TOURNEEN

Festival-Tournee 2025

Gewandhausorchester

Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons

Hilary Hahn Violine

Julia Kleiter Sopran

Christian Gerhaher Bariton

Chor El Orfeón Donostiarra

Chœur de l’Orchestre de Paris

24. AUG 2025 Grafenegg | Wolkenturm

26. AUG 2025 London Proms | Royal Albert Hall

28./29. AUG 2025 San Sebastian | Auditorio Kursaal

30./31. AUG 2025 Santander | Palacio de Festivales de Cantabria

02./03. SEP 2025 Paris | Philharmonie

Programm 1

Arvo Pärt

Cantus in Memory

of Benjamin Britten

Antonín Dvořák

Konzert für Violine und

Orchester a-Moll op. 53

Jean Sibelius

2. Sinfonie D-Dur op. 43

Programm 2

Felix Mendelssohn Bartholdy

5. Sinfonie d-Moll MWV N 15

(»Reformations-Sinfonie«)

Johannes Brahms

Ein deutsches Requiem op. 45

111


TOURNEEN

Herbst-Tournee 2025

Gewandhausorchester

Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons

Seong-Jin Cho Klavier

Augustin Hadelich Violine

10./11. NOV 2025 Wien | Musikverein

13. NOV 2025 Eindhoven | Muziekgebouw

14. NOV 2025 Antwerpen | Koningin Elisabethzaal

15. NOV 2025 Luxembourg | Philharmonie

16. NOV 2025 Dortmund | Konzerthaus

17. NOV 2025 Hamburg | Elbphilharmonie

Programm 1

Joseph Haydn

Sinfonie Es-Dur Hob. I:22

(»Der Philosoph«)

Felix Mendelssohn Bartholdy

1. Konzert für Klavier und Orchester

g-Moll op. 25 MWV O 7

Johannes Brahms

3. Sinfonie F-Dur op. 90

Programm 2

Johannes Brahms

Konzert für Violine und Orchester

D-Dur op. 77

Dora Pejačević

Sinfonie fis-Moll op. 41

112


TOURNEEN

Asien-Tournee 2026

Gewandhausorchester

Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons

Klaus Florian Vogt Tenor (Siegmund)

Sarah Wegner Sopran (Sieglinde)

Vitalij Kowaljow Bass (Hunding)

Yulianna Avdeeva Klavier

17. MAI 2026 – 02. JUNI 2026

Programm 1

Robert Schumann

1. Sinfonie B-Dur op. 38

(»Frühlingssinfonie«)

Richard Wagner

1. Akt aus der Oper »Die Walküre«

WWV 86B

Programm 2

Sergej Rachmaninoff

2. Konzert für Klavier und Orchester

c-Moll op. 18

Dmitri Schostakowitsch

10. Sinfonie e-Moll op. 93

Gastspiel in der National Concert Hall, Taipei (Taiwan)

113


Das 114Gewandhausorchester in der Oper Leipzig


OPER LEIPZIG

Das Gewandhausorchester

in der Oper Leipzig

Am Augustusplatz pulsiert das musikalische Herz der Stadt. Dem Gewandhaus

gegenüber steht die Oper Leipzig, wo das Gewandhausorchester auch die Bühnen

der Musiktheater- und Ballettaufführungen mit meisterhafter Präzision zum

Klingen bringt.

Die Oper Leipzig steht in der Tradition von

über 330 Jahren Musiktheater in Leipzig:

1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl

als drittes bürgerliches Musiktheater Europas

nach Venedig und Hamburg eröffnet.

Seit 1840 spielt das Gewandhausorchester

zu allen Vorstellungen der Oper und des

Leipziger Balletts und prägt das künstlerische

Profil des Hauses. Unter der musikalischen

Leitung des neuen Generalmusikdirektors

Ivan Repušić erwartet Sie eine

inspirierte Spielzeit 2025/2026, die mit

spannenden Inszenierungen und musikalischer

Exzellenz aufwartet.

zur Vorweihnachtszeit den Nussknacker des

bulgarischen Choreographen Kaloyan

Boyadjiev auf die Bühne, der nicht nur

durch Tschaikowskis zauberhafte Musik

zum Träumen einlädt. In der Ballett-Premiere

Eurydike wird der unsterbliche Orpheus-Mythos

neu erzählt und mit Musik

u. a. von Henryk Górecki auch zum musikalischen

Highlight.

SAISONHÖHEPUNKTE

SA — 19 UHR

11. OKT 2025

PREMIERE

Falsta

Giuseppe Verdi

Mit Giuseppe Verdis letzter Oper Falstaff

gibt Ivan Repušić seinen Einstand als neuer

Generalmusikdirektor. Ein weiterer Höhepunkt

der Saison ist die Uraufführung der

Oper Coming Up for Air, die der in Leipzig

beheimatete Komponist Bernd Franke für

die Oper Leipzig komponiert. Im Rahmen

des Festivals »Lortzing 26« feiert die Freiheitsoper

Regina von Albert Lortzing

Premiere. Die Oper Leipzig widmet das Festival

dem Komponisten, der Leipzigs Musikund

Theaterlandschaft entscheidend prägte.

Das Leipziger Ballett unter der Leitung von

Ballettdirektor Rémy Fichet bringt pünktlich

FR — 19.30 UHR

28. NOV 2025

SA — 19 UHR

14. MRZ 2026

SA — 19 UHR

25. APR 2026

SA — 19 UHR

30. MAI 2026

PREMIERE

Der Nussknacker

Ballett von

Kaloyan Boyadjiev

Musik von

Peter Tschaikowski

URAUFFÜHRUNG

Coming Up for Air

Bernd Franke

PREMIERE

Regina

Albert Lortzing

CHOREOGRAPHISCHE

URAUFFÜHRUNG

Eurydike

Ballett von

Fran Diaz

Musik von

Henryk Górecki u. a.

115


116


THOMAS

KIRCHE

Das Gewandhausorchester

in der Thomaskirche

Der THOMANERCHOR Leipzig und das Gewandhausorchester musizieren seit Jahrhunderten

Seite an Seite und widmen sich bis heute wöchentlich der Kirchenmusik

in der Thomaskirche. Den mehr als 800 Jahre alten THOMANERCHOR Leipzig und

das Gewandhausorchester verbindet somit eine lange, gemeinsame Geschichte.

Seit dem 18. Jahrhundert wirkten Thomaner

regelmäßig bei Gewandhauskonzerten

mit und bildeten gewissermaßen den

Gewandhauschor. Gleichzeitig unterstützten

Musiker des Gewandhauses im Auftrag

der Stadt die Kirchenmusik in den

Leipziger Hauptkirchen St. Thomas und

St. Nikolai. Bis heute sind der Thomanerchor

und das Gewandhausorchester gemeinsam

wöchentlich mit der Freitagsmotette

in Form einer Vesper und mit der

Samstagsmotette mit Aufführung einer

Bach-Kantate zu erleben. Darüber hinaus

gestaltet der Thomanerchor die Musik

in den Sonntagsgottesdiensten und wird

dabei zu hohen kirchlichen Feiertagen

vom Gewandhausorchester begleitet. Höhepunkte

der Zusammenarbeit sind die Aufführungen

von Bachs Weihnachts-Oratorium

und der Passionen im Großen Concert.

Rundfunk- und Fernsehproduktionen

machen die Aufführungen in der Thomaskirche

regelmäßig auch einem internationalen

Publikum zugänglich. Die Aufführungen

in der Thomaskirche werden vom

Thomaskantor geleitet. Seit 2021 ist Andreas

Reize 18. Thomaskantor nach Johann

Sebastian Bach.

Beide Ensembles prägen Leipzigs Ruf als

Musikstadt: Seit den 1950er Jahren treten

sie gemeinsam mit Bachs Werken auf Tourneen

in Europa und weltweit auf.

Alle Jungen mit Freude am Singen ab dem

Kindergartenalter und später sind bei den

Thomanern willkommen.

Informationen rund um den Chor unter:

www.thomanerchor.de

SAISONHÖHEPUNKTE

FR/SA — 19 UHR

07./08. NOV 2025

FR/SA/SO —

19/17/17 UHR

12./13./14. DEZ

2025

DO/FR — 19 UHR

02./03. APR 2026

WÖCHENTLICHE MOTETTEN:

FR — 18 UHR | SA — 15 UHR

mit Bach-Kantate (Thomaskirche)

Johann Sebastian Bach

h-Moll-Messe BWV 232

(Nikolaikirche)

Johann Sebastian Bach

Weihnachts-Oratorium

BWV 248 (I–III, VI)

sowie BWV 110

(Thomaskirche)

Johann Sebastian Bach

Johannes-Passion BWV 245

(Thomaskirche)

ZU DEN KIRCHLICHEN HOCHFESTEN:

SO — 9.30 UHR

Gottesdienst mit Bach-Kantate (Thomaskirche)

117


118


IMPULS

119


Erlebniskonzert »Mit dir weiter«

Musik entdecken

Musik eröffnet Welten und verbindet. Wir möchten unseren immensen musikalischen

Schatz mit noch mehr Menschen teilen – in unseren Konzerten wie im Workshop-

Angebot. Mit drei ConFusion-Konzerten und Community Music im Stadtteil setzen wir

neue Schwerpunkte.

Der erste Eindruck ist oft entscheidend.

Um den ersten Kontakt mit unseren großartigen

Ensembles, dem Gewandhausorchester

oder den Gewandhauschören

möglichst eindrucksvoll zu gestalten,

gehen wir in all unseren Formaten auf

unser jeweiliges Publikum ein – für einzigartige

und unvergessliche Konzerterlebnisse

und Begegnungen.

Geschichten über Geschichten

In den spielerischen Zwergenkonzerten

erleben Vorschulkinder unsere Ensembles

hautnah und interaktiv. Malte Arkona nimmt

uns in den Familienkonzerten mit auf musi-

kalische Entdeckungsreise und trifft dabei

auf das Gewandhausorchester, die Orgel

oder den GewandhausKinderchor. Auf

eine besonders weite Reise verschlägt es

uns in der Orchestererzählung »Alice im

Wunderland« als Live-Hörspiel. Unsere

Erlebniskonzerte mit Musikerinnen und

Musikern des Gewandhausorchesters

bringen Geschichten mit Musik und

Theater zum Leben: Bodecker & Neander

erforschen die »Magie der Stille«, in

»Aschenputtel räumt auf« sucht die Heldin

zur Musik Rossinis hartnäckig nach ihrem

Prinzen, und »Keloglan und die 40 Räuber«

erleben wilde Abenteuergeschichten.

120


IMPULS

Out of the box

Ein Konzert im Museum? Oder draußen

im Stadtteil? Wir erkunden voller Neugier

ganz unterschiedliche Orte in Leipzig – und

laden zum Entdecken unserer Musik ein!

Die Unterwegs-Konzerte bringen klassische

Musik in ungewohnter Umgebung zum Klingen

und rücken unsere Musik in neues Licht.

ConFusion-Konzerte verbinden klassische

Musik mit anderen Kunstformen. Sie führen

zusammen, was scheinbar getrennt war: Im

Konzert mit Aftershow geht der Abend nach

einem eindrucksvollen Konzerterlebnis mit

großem Orchester noch weiter – mit DJ

im Foyer. Poetry Slam trifft auf die berühmte

Musik aus Bizets Carmen: Wir nehmen

Beziehungsmodelle in den Blick. Und Mikis

Takeover! Ensemble vollführt die Kunst des

Crossovers zwischen Klassik und Pop.

eingeladen, sich in das CLASH!?-Konzert

mit dem GewandhausKinderchor einzubringen.

Projekt und Konzert richten sich

an alle ab Klassenstufe 8.

Bei den Probenbesuchen im Großen Saal

können Gruppen das Gewandhausorchester

beim Arbeiten erleben. Wer lieber selbst

Orchesterinstrumente ausprobieren möchte,

ist beim Instrumentenkosmos richtig.

In Künstlergesprächen zu Kammermusikkonzerten

oder beim Nachklang nach

Großen Concerten kommt unser Publikum

in Austausch mit Musikerinnen und

Musikern; Gäste aus ganz unterschiedlichen

Disziplinen wagen einen Perspektivwechsel

auf das Konzertprogramm.

SAISONHÖHEPUNKTE

Treffpunkt Musik

Kultur lebt von Begegnung und Austausch.

Und so startete im Januar 2025 das Community-Music-Projekt

des Gewandhauses

in Kooperation mit dem Haus Steinstraße

e. V. in Grünau. Daran anknüpfend geht das

Teilhabe-Projekt in dieser Saison weiter:

Über Musik und Tanz treten wir miteinander

in den kreativen Austausch. Für die

Teilnahme sind keine besonderen Voraussetzungen

erforderlich. Wir freuen uns auf

alle, die ihre unterschiedlichen Erfahrungen,

Wünsche und Interessen einbringen.

CLASH!? öffnet die Bühne für Wünsche,

Träume, Gefühle und Missverständnisse

aller Art: In künstlerischen Workshops

finden Jugendliche neue Ausdrucksformen

und Unterschiede treffen aufeinander.

Zum Abschluss sind die Jugendlichen

SO — 11 UHR

19. OKT 2025

16. NOV 2025

15. MRZ 2026

SA — 16 UHR

22. NOV 2025

DO — 19.30 UHR

19. MRZ 2026

SO — 11 UHR

22. MRZ 2026

DO — 19 UHR

16. APR 2026

FAMILIENKONZERTE

mit Malte Arkona Moderation

dem Gewandhausorchester,

Gewandhausorganist Michael

Schönheit und dem Gewandhaus-

Kinderchor

ERLEBNISKONZERT

Die Magie der Stille

mit Bodecker & Neander

POETRY SLAM KONZERT

»Carmen«

mit dem Gewandhausorchester

und Poetry Slammern

unter Johanna Malangré

ALICE IM WUNDERLAND

Live-Hörspiel

mit dem Gewandhausorchester

unter Johanna Malangré

C L A S H ! ?

mit Leipziger Jugendlichen und

dem GewandhausKinderchor

121


Gewandhaus-Quartett

122


KAMMER

MUSIK

155 123


KAMMER

MUSIK

Kammermusik

im Gewandhaus

Wie das Spiel in Oper und Kirche gehört auch die Kammermusik zu den Jahrhunderte

alten, einzigartigen Traditionen des Gewandhausorchesters. Das 1808 begründete Gewandhaus-Quartett

und das seit über 100 Jahren bestehende Gewandhaus-Bläserquintett

zählen zu den langlebigsten Formationen ihrer Art. Im Wechsel mit dem Gewandhaus

Brass Quintett, dem Gewandhaus-Oktett und weiteren Ensembles aus den Reihen

des Orchesters bestreiten sie die sonntäglichen Gewandhaus-Kammermusiken.

Das Grieg Quartett Leipzig, das sich ebenfalls

aus dem Gewandhausorchester heraus

gegründet hat, sucht häufig den Brückenschlag

zu bildenden Künsten und Literatur.

Im Oktober gestaltet es gemeinsam mit dem

Schauspieler Dominique Horwitz und der

Pianistin Tonya Lemoh einen musikalischliterarischen

Abend mit Kompositionen aus

dem Leipziger Umfeld der Australierin Henry

Handel Richardson, die gegen Ende des

19. Jahrhunderts am hiesigen Konservatorium

studierte. Dominique Horwitz liest

Passagen aus ihrem Roman Maurice Guest,

in den einzigartige Zeitzeugnisse und authentische

Eindrücke aus Leipzigs Musikleben

jener bewegten Jahre einflossen.

Traditionell treten die Stimmführer der

Streicher des Gewandhausorchesters in den

Kammermusikreihen auf; allen voran alternierend

die Konzertmeister der ersten Violinen.

Sebastian Breuninger gestaltet einen

Abend mit Violinsonaten von Mozart,

Schubert und Carl Philipp Emanuel Bach,

stilecht am Hammerflügel begleitet von

Gewandhausorganist Michael Schönheit,

der seine Expertise im Spiel historischer

Tasteninstrumente einbringt. Solo-Cellist

Valentino Worlitzsch ist in dieser Kammermusik-Saison

gleich mehrfach zu erleben –

unter anderem im Duo-Rezital mit der

Pianistin Elisabeth Brauß und Werken von

Beethoven, Britten und Schostakowitsch.

Welch ein Privileg, die herausragenden

Instrumentalistinnen und Instrumentalisten,

die den Klang des Orchesters prägen, engagiert

mit Kammermusik zu erleben und

ihre virtuosen und gestalterischen Qualitäten

individuell auf der publikumsnahen

Bühne des Mendelssohn-Saals wahrnehmen

zu dürfen!

Einen besonders prominenten Gast empfängt

das Gewandhaus-Oktett bei seinem

Kammermusik-Abend im April: Der im

Großen Concert als Wagner-Tenor glän-

124


von links nach rechts:

Gewandhaus Brass Quintett

Gewandhaus-Bläserquintett

Gewandhaus-Oktett

KAMMER

MUSIK

zende Klaus Florian Vogt zeigt im Mendelssohn-Saal

seine Qualitäten als Liedsänger.

Der berühmte Zyklus Die schöne

Müllerin entfaltet überraschende Facetten

in der feinsinnigen Bearbeitung, die

Andreas N. Tarkmann dem Klaviersatz

von Franz Schubert mit viel Sinn für die

besondere Streicher-Bläser-Besetzung

abgelauscht hat.

Die Anfänge des Gewandhaus-Quartetts

sind mit Beethovens Meisterwerken

verknüpft. Das Ensemble hat in seiner

Geschichte bereits mehrere Beethoven-

Zyklen auf Tonträger vorgelegt und dem

Leipziger wie dem internationalen Publikum

dargeboten. In dieser Spielzeit widmet

das mit dem Beethoven-Preis der Stadt

Bonn ausgezeichnete Ensemble um Primarius

und Konzertmeister Frank-Michael

Erben den Streichquartetten Beethovens

gleich mehrere Konzerte.

SAISONHÖHEPUNKTE

SO — 18 UHR

19. OKT 2025

SO — 18 UHR

23. NOV 2025

08. MRZ 2026

10. MAI 2026

SO — 18 UHR

11. JAN 2026

SO — 18 UHR

01. FEB 2026

SO — 18 UHR

26. APR 2026

MUSIKALISCH-

LITERARISCHER ABEND

mit dem Grieg Quartett,

Dominique Horwitz u. a.

BEETHOVENS-

STREICHQUARTETTE

mit dem Gewandhaus-Quartett

DUO-REZITAL

Sebastian Breuninger

mit Michael Schönheit

Werke von

Schubert, Mozart, C. P. E. Bach

DUO-REZITAL

Valentino Worlitzsch

mit Elisabeth Brauß

Werke von

Beethoven, Schostakowitsch u. a.

LIEDERZYKLUS

Klaus Florian Vogt und

das Gewandhaus-Oktett

mit Schuberts

»Die schöne Müllerin«

125


Juilliard String Quartet

Leonkoro Quartett

126


QUARTETT

GESELLSCHAFT

155 127


QUARTETT

Quartettgesellschaft

Eine besondere Reihe mit langer Tradition am Gewandhaus ist die 2015 neubelebte

Quartettgesellschaft, die traditionell vom Gewandhaus-Quartett gestaltet wird. Seit

vielen Jahren ergänzen Gastauftritte von Streichquartettensembles aus aller Welt

die Abo-Reihe. Junge, aufstrebende Ensembles finden hier ebenso ihren Platz wie

prominente, traditionsreiche Streichquartette.

Im Jahr 1808 gründeten Gewandhaus-

Konzertmeister August Matthäi und seine

Orchesterkollegen Bartolomeo Campagnoli,

Johann Georg Hermann Voigt und

Johann Friedrich Dotzauer mit der Quartettgesellschaft

»eine Anstalt, die vielleicht

die erste in dieser Art in ganz Deutschland

war und auch bis jetzt nur in wenig Städten

eingeführt ist«, so Zeitgenosse Carl

Ferdinand Becker im Jahr 1835 über das

erfolgreiche Projekt, dessen Konzerte

zunächst im Saal des Hôtel de Saxe stattfanden.

Das Gewandhaus-Quartett, das sich einst

zur Veranstaltung regelmäßiger Kammermusikkonzerte

zusammenfand, sich in seiner

Besetzung über Generationen hinweg

immer wieder erneuerte und dabei seine

Arbeit über 200 Jahre hinweg kontinuierlich

fortsetzte, ist weiterhin fester Bestandteil

der Quartettgesellschaft. In dieser Spielzeit

gestaltet das Ensemble in der Reihe

neben einem reinen Beethoven-Programm

einen Abend mit Werken von Mozart und

Franck gemeinsam mit seinem Kammermusikpartner

Bernd Glemser.

Das 2019 um die Brüder Jonathan und

Lukas Schwarz in Berlin gegründete Leonkoro

Quartett hat sich binnen kürzester

Zeit bereits wichtige Musikpreise erspielt,

zuletzt den Young Talent Award des Concertgebouw

Amsterdam. Neben dem Studium

der Kammermusik bei Heime

Müller (Artemis Quartett) an der Musikhochschule

Lübeck studiert das Quartett

seit 2020 bei Günter Pichler (Primarius

des Alban Berg Quartetts) am Kammermusikinstitut

der Escuela Superior de

Música Reina Sofía Madrid. Im Gewandhaus

präsentieren die jungen Künstlerinnen

und Künstler Ravels F-Dur-Streichquartett

und das einzige Streichquartett

der niederländischen Komponistin Henriëtte

Bosmans.

Ebenfalls ein Gewandhaus-Debüt gibt

das Juilliard String Quartet. Als ständiges

Residenzquartett an der New Yorker Juilliard

School machte sich das Ensemble um

die Ausbildung junger Musikformationen

verdient, hob vor allem zahlreiche Werke

amerikanischer Komponisten aus der Taufe

und legte über 100 CD-Veröffentlichungen

vor. Im Gewandhaus präsentieren die

vier Musikerinnen und Musiker Werke von

Beethoven und vom ehemaligen Gewandhauskomponisten

Jörg Widmann, der sich

in mehreren Studien mit Beethoven auseinandersetzte.

128


Jerusalem Quartet

Neben diesen Debüts kehren das Quatuor

Danel und das Jerusalem String Quartet

ans Gewandhaus zurück. Das Jerusalem

String Quartet feiert 2025 sein 30-jähriges

Bestehen. Gemeinsam mit der russischen

Pianistin Elisabeth Leonskaja

widmet sich das Ensemble der Quintettliteratur

von Johannes Brahms und

Antonín Dvořák.

Das Quatuor Danel präsentierte in den

letzten Jahren gleich zwei komplette Zyklen

von Schostakowitschs Streichquartetten,

deren im Gewandhaus produzierte

Aufnahmen inzwischen mit mehreren

Preisen prämiert wurden. Gemeinsam mit

dem kanadischen Pianisten und Komponisten

Marc-André Hamelin musiziert das

Ensemble nun Quintette von Schostakowitsch,

dessen Freund Mieczysław Weinberg

und Alfred Schnittke.

Im Anschluss an die Konzerte des Leonkoro

Quartett und des Juilliard String

Quartet laden wir ein zum Künstlergespräch

im Leo-Schwarz-Foyer.

KONZERTTERMINE

SO — 18 UHR

28. SEP 2025

SO — 18 UHR

30. NOV 2025

SO — 18 UHR

18. JAN 2026

SO — 18 UHR

15. FEB 2026

SO — 18 UHR

19. APR 2026

SO — 18 UHR

17. MAI 2026

GEWANDHAUS-QUARTETT

Streichquartette von

Beethoven

LEONKORO QUARTETT

Streichquartette von

Bosmans, Mendelssohn

und Ravel

GEWANDHAUS-Q UA R T E T T

UND BE R N D GLEMSER Klavier

Werke von

Mozart und Franck

JERUSALEM QUARTET UND

ELISABETH LEONSKAJA

Klavier

Quintette von

Brahms und Dvořák

JUILLIARD STRING

QUARTET

Streichquartette von

Beethoven und Widmann

QUATUOR DANEL UND

MARC-ANDRÉ HAMELIN

Klavier

Quintette von

Schostakowitsch, Weinberg

und Schnittke

129


130 Daniil Trifonov


KLAVIER

RE Z ITAL

131


Lucas und Arthur Jussen

Rezitale und Klavierabende

Im Zentrum der Rezitale stehen zwei interpretatorische Herkulesaufgaben: Matthias

Goerne und Daniil Trifonov präsentieren die drei großen Liederzyklen von Franz

Schubert, und Sir András Schiff nimmt sich Bachs Clavierübungen vor – beides jeweils

innerhalb einer Woche.

Wenige Werke gab Johann Sebastian Bach

zu Lebzeiten in Druck – allen voran die in

Anlehnung an gleichnamige Sammlungen

seines Leipziger Amtsvorgängers Johannes

Kuhnau sogenannten Clavierübungen. Mit

»Clavier« sind alle Instrumente gemeint,

deren Töne durch eine Klaviatur mit Tasten

(Claves) hervorgerufen werden. Bach wollte

der Öffentlichkeit und Nachwelt ein mustergültiges

Kompendium aller Gattungen und

Stile, Satz- und Spieltechniken übergeben,

alle in gängigen Stimmungen darstellbaren

132


KLAVIER

R E Z I T A L

Tonarten sollten vertreten sein und alle

klanglichen Möglichkeiten der jeweiligen

Instrumente ausgeschöpft werden. So versammelt

der erste, 1731 gedruckte Teil sechs

Tanz-Suiten für »Kenner und Liebhaber«.

Der zweite transferiert die italienische

Gattung des Konzerts und eine typische

französische Ouvertüre aufs Tasteninstrument.

Mit der Orgelmesse des dritten Teils

eröffnet Gewandhausorganist Michael

Schönheit im September die Orgelreihe. Die

Goldberg-Variationen (1741) wurden posthum

als vierter Teil den Clavierübungen

zugeschlagen, und mit der Kunst der Fuge

beschließt ein zyklisches Musterbuch für

Kontrapunkt Bachs Schaffen und die gedankliche,

gestalterische und pianistische Meisterleistung,

die András Schiff vollbringen

wird, wenn er vier dieser Sammlungen innerhalb

von nur sieben Tagen darbietet.

Ähnlich ambitioniert mag es erscheinen,

Franz Schuberts Liederzyklen in Gesamtschau

erlebbar zu machen. Mit Matthias

Goerne und Daniil Trifonov ermöglichen

uns zwei herausragende Interpreten und

bestens aufeinander eingestimmte Partner

das intensive Eintauchen in die hochromantischen

Welten dieser Musik. Die Winterreise

und Die schöne Müllerin hat der Komponist

selbst für den Druck zusammengestellt, als

dritter Liederzyklus wurden nach seinem

frühen Tod Rellstab- und Heine-Lieder unter

dem verkaufsfördernden Titel Schwanengesang

zusammengefasst.

Zwei außergewöhnliche Klavierduo-Abende

bescheren uns die Brüder Lucas und Arthur

Jussen sowie die nurmehr äußerst selten live

zu erlebende Grande Dame Martha Argerich

mit der deutsch-italienischen Ausnahmepianistin

Sophie Pacini. Beide Paare durchmessen

kühn die klassische, romantische

und moderne Klavierduo-Literatur von den

vierhändigen Sonaten Mozarts über das virtuose

Repertoire Liszts und Rachmaninoffs

bis hin zu Bunten Blättern, die Jörg Widmann

für Lucas und Arthur Jussen schrieb.

Die Stücke des vormaligen Gewandhauskomponisten

machen ihrem Namen alle

Ehre und schweifen spielerisch-humorvoll

zur Zirkusmusik ebenso wie zur Fanfarenund

Walzer-Parodie.

Besonders freut uns, dass der große Tastenmagier

Grigory Sokolov einmal mehr im

Gewandhaus seine legendäre, geradezu

heilige Feier der Tonkunst zelebriert, in der

jedes einzelne der erlesenen Werke, ja jeder

einzelne Ton zum einmaligen, unvergleichlichen,

tief bewegenden Erlebnis wird.

SAISONHÖHEPUNKTE

DI/DO/SA — 19.30 UHR

18./20./22. NOV

2025

SO — 19.30 UHR

05. OKT 2025

SA — 19.30 UHR

18. APR 2026

MI — 19.30 UHR

06. MAI 2026

DO/SA/DI —

20/16/17 UHR

11./13./16. JUN

2026

SCHUBERTS

LIEDERZYKLEN

mit Matthias Goerne Bariton

und Daniil Trifonov Klavier

KLAVIER DUO

Lucas und Arthur Jussen

sowie Martha Argerich und

Sophie Pacini präsentieren

Klavierduos von Mozart,

Schumann, Liszt, Brahms,

Debussy, Rachmanino ,

Schostakowitsch und

Widmann

KLAVIER SOLO

mit Grigory Sokolov

BACHS CLAVIER-

ÜBUNGEN

mit Sir András Schi

133


134


ORGEL

135


Gewandhausorganist

Michael Schönheit

Seit 40 Jahren ist Michael Schönheit als Gewandhausorganist im Amt. Ihm ist zu verdanken,

dass die Schuke-Orgel im Großen Saal Woche um Woche mit facettenreichem

Repertoire ihr Publikum zum Staunen, Schwelgen und Entdecken einlädt.

Traditionell orientieren sich die Eckpfeiler

der Orgelspielzeit am Kirchenjahr:

Das Reformationsfest begehen wir 2025

mit Luthers Deutscher Messe, der Johann

Sebastian Bach im Dritten Theil der Clavierübung

ein Kompendium seiner Choralbearbeitungskunst

angedeihen ließ, eingefasst

vom großartigen Präludium-Fugen-

Paar in Es-Dur BWV 552. Die »großen«

und »kleinen« Fassungen der Choralbearbeitungen

sind wie geschaffen für

die beiden Geschwisterinstrumente im

Großen Saal des Gewandhauses: die

prächtige Schuke-Orgel und das vielseitige

Kleinod der Firma Wegscheider.

Das Osterfest und den Buß- und Bettag

zelebrieren wir mit oratorischen Werken

Johann Sebastian Bachs. Für das jubelnde

Oster-Oratorium stoßen das Collegium Vocale

Leipzig und die auf historischen

Ins trumenten musizierende Merseburger

Hofmusik hinzu, ebenso für die fragmenta-

136


ORGEL

risch erhaltene Markus-Passion, die Steffen

Schleiermacher musikalisch und Christian

Lehnert textlich im Auftrag des Bachfests

kongenial ergänzt haben. Seit der Uraufführung

mit denselben Ensembles 2016 sorgt

der eindringliche Dialog alter und neuer

Musik im Zeichen der Leidensgeschichte

Christi international für Furore. Nun ist

Nach Markus.Passion erstmals im Gewandhaus

live zu erleben.

Das Pfingstfest verbindet sich in Leipzig

mit der faszinierend bunten »schwarzen

Szene« des Wave-Gotik-Treffens, für die

wir gemeinsam mit dem GewandhausChor

ein experimentelles Programm entwickelt

haben.

Mit großer Dankbarkeit erfüllt es mich, im

April 2026 auf 40 erfüllende, musikalisch

unendlich reiche Dienstjahre als Gewandhausorganist

zurückblicken zu dürfen. Die

sinfonische Orgelmusik, in der unsere

einzigartige Schuke-Orgel im Großen Saal

all ihre Qualitäten zur Schau stellen kann,

lag mir stets besonders am Herzen, und so

stehen deren deutsche und französische

Hauptvertreter Franz Liszt und Charles-

Marie Widor ganz oben auf meiner Jubiläumsgästeliste.

Dass wir meinen Amtsvorgänger

Matthias Eisenberg wieder als Gast

in unserer Orgelkonzertreihe begrüßen

dürfen, ist in diesem Kontext besonders

beglückend.

Das ebenfalls schon zur Tradition verstetigte

Orgelkonzert zum Bachfest stellt

dem berühmtesten Thomaskantor 2026

seinen großen Verehrer César Franck zur

Seite. Neben der Gestaltung der Orgelkonzertreihen

und der Auftritte im Großen

Concert ist mir besonders die Kammermusik

mit den Kolleginnen und Kollegen

des Orchesters und das Heben weniger bekannter

Repertoire-Schätze für Cembalo,

klassischen und romantischen Flügel ein

Anliegen.

In der Hoffnung, Ihnen mit dieser erlesenen

Mischung lohnender Raritäten und

berühmter Meisterwerke reichlich Anlass

für Konzertbesuche zu geben, freue ich

mich auf viele inspirierende Begegnungen

im Zeichen der unerschöpflichen Reichtümer

der Musik für Tasteninstrumente.

SAISONHÖHEPUNKTE

SO — 16 UHR

21. SEP 2025

FR — 15 UHR

31. OKT 2025

MI — 19.30 UHR

19. NOV 2025

SO — 19.30 UHR

05. APR 2026

SA — 19.30 UHR

25. APR 2026

SO — 19.30 UHR

24. MAI 2026

Michael Schönheit

ORGELSTUNDE

mit Matthias Eisenberg

Werke von

Scarlatti, Bach und Rheinberger

sowie freie Improvisationen

ORGELKONZERT

ZUR REFORMATION

mit Liene Andreta Kalnciema

Werke von

Bach und lettischen Komponisten

KO N Z E R T

ZUM BUß- & BETTAG

Bachs Markus-Passion in der

Version von Ste en Schleiermacher

KO N Z E R T

ZUM OSTERFEST

Werke von

Bach

40 JAHRE GEWANDHAUS-

ORGANIST

Werke von

Liszt, Bach und Widor

ORGELKONZERT

ZU PFINGSTEN

mit Michael Schönheit und

dem GewandhausChor

Werke von

Bach, Pärt, Boney M u. a.

137


138 GewandhausChor


CHÖRE

139


GewandhausJugendchor

»Das wird spannend«

GewandhausChor-Leiter Gregor Meyer und Frank-Ste en Elster, Leiter des GewandhausKinderchores

und des GewandhausJugendchores, im Gespräch über die Chorsaison

2025/2026.

Gregor Meyer: Lieber Frank-Steffen, auch

in der nächsten Spielzeit freue ich mich

auf die gemeinsame Arbeit mit dir beim

Weihnachtskonzert der Gewandhauschöre.

Mein Kalender verrät mir, dass wir außerdem

aber noch ein zweites gemeinsames

Projekt planen. Die Mendelssohn-Festtage

warten auf uns. Verrätst du mehr?

Frank-Steffen Elster: Der Gewandhaus-

Jugendchor und der GewandhausChor werden

gemeinsam auf der Bühne stehen und

zwei Mendelssohn-Bearbeitungen von Andreas

N. Tarkmann aufführen – die Jahresbilder

und die Walpurgisnacht. Das wird spannend.

Gregor Meyer: Außerdem hast du ein interessantes

Programm für den GewandhausJugendchor

konzipiert …

Frank-Steffen Elster: Die Liebe ist die Triebfeder

vieler Dinge. Wir beleuchten im Programm

Von der Liebe die Facetten, in denen

sie sich ausdrückt – Liebe zwischen zwei

Menschen, Liebe zur Natur, Liebe zur

Mutter, zu den Eltern, göttliche und reli giöse

Liebe ... Es wird ein vielfältiges und

hoffentlich ein sehr positives Programm.

Gregor Meyer: Liebevoll im wahrsten Sinne

des Wortes …

140


CHÖRE

Frank-Steffen Elster: Genau. Liebevoll

gestaltest auch du deine Programme und

ich freue mich, dass wir immer wieder

Themen finden, denen wir uns noch nicht

gewidmet haben. Deine »Liebe« verschlägt

dich nun ins Baltikum …

Gregor Meyer: Astonishing Estonia ist der

Titel unserer Saisonabschlusskonzerte.

Damit werden wir im Juni im Museum

der bildenden Künste gastieren. Chorwerke

Arvo Pärts, der in den nächsten zwei Spielzeiten

Gewandhauskomponist ist, bilden

den Kern des Programms. Ergänzt wird es

mit Musik seiner Landesgenossen Veljo

Tormis und Cyrillus Creek. Für dieses

Projekt haben wir zwei fantastische Musiker

eingeladen. Das Duo Stiehler/Lucaciu

wird die Musik in improvisierender Weise

mit Saxophon und Klavier kommentieren

und gemeinsam werden wir klanglich den

fantastischen Museumsraum erobern.

Doch was hast Du mit dem Gewandhaus-

Kinderchor in dieser Saison vor? Was genau

verbirgt sich hinter dem Titel Erde,

Wasser, Luft und Feuer?

Frank-Steffen Elster: Namensgebend ist

ein Stück, das Walter Zoller komponieren

wird. Es entsteht auf Basis von Ideen des

indischen Musikers Dinesh Mishra. Er

wird das Konzert auch mitgestalten, denn

er spielt Bansuri, eine indische Querflöte.

Es wird ein performatives Programm, in

dem wir mit Konzertgewohnheiten brechen

– wir wollen mit der Choraufstellung,

aber auch mit der Publikumsplatzierung,

mit Licht und Raum spielen. Der Klang der

Elemente wird visualisiert und spürbar.

Mein Herzensprojekt der Saison ist aber

die Wiederaufnahme der Kinderoper Von

Zwergen, Riesen und Kindern. Die Musik

stammt aus meiner Feder und ich freue

mich riesig, dass wir uns diesem Werk in

einer Neuinszenierung von Philipp Neumann

noch einmal stellen. Ich glaube,

dass bei den Aufführungen Kinder und

Jugendliche wieder viel Freude haben

werden – sowohl auf der Bühne als auch

im Publikum.

SAISONHÖHEPUNKTE

SA — 18 UHR

25. OKT 2025

SA — 16 UHR

08. NOV 2025

SO — 18 UHR

03. MAI 2026

SA/SO — 16 UHR

30./31. MAI

2026

SO — 19/21.30 UHR

20. JUN 2026

ERDE, WASSER, LUFT

UND FEUER

mit dem GewandhausKinderchor

Werke von

Zoller, Rutter, Orban u. a.

ES LACHT DER MAI?

mit dem GewandhausJugendchor

und dem GewandhausChor

Bearbeitungen nach Werken von

Mendelssohn

VON DER LIEBE

mit dem GewandhausJugendchor

Werke von

Weyrauch, Brahms, Dowland u. a.

VON ZWERGEN, RIESEN

UND KINDERN – SZENISCHE

PRODUKTION

mit dem GewandhausKinderchor

Kinderoper von

Frank-Ste en Elster

ASTONISHING ESTONIA

mit dem GewandhausChor

Werke von

Pärt, Creek und Tormis

141


142 Reinhard Goebel


ALTE

MUSIK

143


A L T E

MUSIK

Bachs Meisterwerke und

ihre Wurzeln entdecken

Das Neue Bachische Collegium Musicum ö net das Ohr r Musik vor 1800: Geleitet

und kommentiert von Reinhard Goebel erleben Sie Meisterwerke der Alten Musik in

ihrem historischen Kontext. In dieser Spielzeit sind Johann Sebastian Bachs sechs

Brandenbur sche Konzerte Ausgangspunkt eindringlicher und erhellender musikalischer

Entdeckungsreisen.

Johann Sebastian Bach sprach die Fürsten

seiner Zeit eher selten an: 1747 dedizierte

er dem preußischen König ein Musicalisches

Opfer, 1734 dem sächsisch-polnischen

Herrscher August III Kyrie und Gloria der

späteren h-Moll-Messe und 1721 »son Altesse

Royale« Christian Ludwig von Brandenburg,

dem jüngsten Sohn des Großen

Kurfürsten, »Six Concerts avec plusieurs

instruments«, denen man im 19. Jahrhundert

die Bezeichnung Brandenburgische

Konzerte gab.

Während Ruhm und Bekanntheit des Widmungsträgers

heute überschaubar sind,

bekommen die Melomanen weltweit glänzende

Augen und offene Ohren, wenn von

den Brandenburgischen Konzerten die Rede

ist: glanzvoller Höhepunkt des barocken

Konzerts, entstanden nicht in Versailles,

St. James oder Charlottenburg, sondern

unter der Tutelage politisch machtloser

Duodez-Fürsten in den mitteldeutschen

Mini-Residenzen Weimar und Köthen.

Warum Bach dem Markgrafen Christian

Ludwig die im März 1721 signierte Wid-

mungspartitur zuschickte, was genau

Fürst und Komponist miteinander verband,

wird nicht mehr zu klären sein. Allgemeiner

Konsens hingegen ist, dass Bach bei der

Zusammenstellung des Zyklus auf ältere

Kompositionen zurückgriff und diese ein

wenig aufpolierte – worüber wir in den

Vorworten der Abendprogramme ausführlich

berichten werden.

Die Konzerte stellen in ihrer jeweils wechselnden

Besetzung die Möglichkeiten mitteldeutscher

Hofkapellen nach 1700 unter

Beweis, in denen jeder Musiker verschiedene

Instrumente zu beherrschen hatte, sodass

mit allenfalls zehn Instrumentalisten

ein Feuerwerk der Klangfarben inszeniert

werden konnte.

Lediglich das Konzert Nr. 5 ist auf die

beschränkten personellen Möglichkeiten

der berlinisch-markgräflichen Kapelle hin

neu komponiert. Dieses somit jüngste

Werk ist das erste Klavierkonzert der

Musikgeschichte und zugleich das einzige

Werk des Zyklus mit erkennbarer Ausstrahlung

in die Zukunft: Es ist musikali-

144


A L T E

MUSIK

Neues Bachisches Collegium Musicum mit Reinhard Goebel

sches Rokoko weit »avant la lettre«, zugleich

auch Ausgangspunkt für eine kleine

Reihe von Nachfolge-Werken aus der

Feder von Bachs Schülern.

Die fünf Schwesterwerke hingegen werden

mit Werken präsentiert, in denen wesentliche

Details des jeweiligen Bach-Konzerts

vorgeprägt sind. Dabei schweifen wir bisweilen

weit ins 17. Jahrhundert, in die Zeit

von Johann Sebastian Bachs Adoleszenz,

der Zeit seines Wachsens und Werdens

zurück und decken in kriminalistischer

Kleinarbeit ungeahnte Parallelen und versteckte

Liaisons auf. Eingebettet in die

verschiedenen Kontexte hören wir die

Brandenburgischen Konzerte somit als Summe

und Überhöhung alles Vorausgehenden,

als atemraubende, innerhalb eines

Jahrzehnts vollbrachte Weiterentwicklung

jener Vorbilder, die Bach im 1711 in

Amsterdam publizierten L’estro armonico

Opus 3 des Venezianers Antonio Vivaldi

vorfand.

KONZERTTERMINE

SA — 19.30 UHR

04. OKT 2025

28. MRZ 2026

25. APR 2026

BRANDENBURGISCHE KONZERTE

IM KONTEXT I BIS III

mit dem Neuen Bachischen Collegium Musicum

unter Leitung von Reinhard Goebel

SO — 14 UHR

14. JUN 2026

KONZERT IM RAHMEN DES BACHFESTES

mit dem Neuen Bachischen Collegium Musicum

und Mahan Esfahani Cembalo

unter Leitung von Reinhard Goebel

mit Werken von

Scheibe, Krebs u. a.

Reinhard Goebel

145


146 Steffen Schleiermacher


MUSICA

NOVA

147


148 Steffen Schleiermacher und Bratschistin Dorothea Hemken


MUSICA

NOVA

»musica nova« und

Steffen Schleiermacher

Auch in dieser Spielzeit gibt es wieder sechs Konzerte mit neuer und neuester Musik.

Schwerpunkte sind weiterhin nicht Uraufführungen, sondern die Repertoirebildung

aus dem unergründlichen Schatz von Meisterwerken, die in den letzten 120 Jahren

geschaffen wurden und die nach wie vor ein Schattendasein im Musikbetrieb führen.

Es werde Licht …

Gleich das erste Konzert steckt den Rahmen

der ganzen Reihe »musica nova« ab:

Klassische Moderne und Uraufführungen,

regionale Bezüge und Internationalität,

solistische Arbeit und Ensemblemusik.

Wobei das eine das andere nie ausschließt:

Uraufführungen können sich durchaus

auf Komponisten der klassischen Moderne

berufen. Deren Werke wiederum heute

nahezu unbekannt und im Konzertleben

viel zu unterrepräsentiert sind. Komponisten

können ihre lokale Verwurzelung

betonen, aber gleichzeitig Inspiration aus

chinesischer, westafrikanischer oder japanischer

Musik schöpfen. Sie können

ihr Leben an stets dem gleichen Ort verbracht

haben oder ein – oft unfreiwillig –

unstetes vagabundierendes Leben geführt

haben, als Spielball und auch als Opfer

von politischen Zeitläufen. Manche Komponisten

haben eine unverkennbare

Handschrift, einen sofort identifizierbaren

Personalstil, andere brechen immer wieder

zu unbekannten klanglichen Ufern auf.

Spiegelt sich das hörbar in ihrer Musik,

im erklingenden Werk unmittelbar wider?

Wäre das eigentlich wünschenswert? Ist

Musik nicht oft (auch) ein individuelles

biografisches Dokument? Kann sie trotzdem

von zeitlosem Interesse sein? Oder

ist Musik grundsätzlich überzeitlich?

Hören Sie!

KONZERTTERMINE

MI — 19.30 UHR

15. OKT 2025

MI — 19.30 UHR

26. NOV 2025

MI — 19.30 UHR

21. JAN 2026

MI — 19.30 UHR

11. MRZ 2026

MI — 19.30 UHR

29. APR 2026

MI — 19.30 UHR

17. JUN 2026

Steffen Schleiermacher

HANNS EISLER

STEVE REICH &

KARLHEINZ

STOCKHAUSEN

ERWIN SCHULHOFF

CHINA

Werke von

Haas, Chen u. a.

ENSEMBLE

Werke von

Katzer, Yun u. a.

GEORGE CRUMB &

JOHN CAGE

149


150 Salonorchester CAPPUCCINO


SALON

MUSIK

151


Salonorchester CAPPUCCINO

»Das gibt’s nur einmal« –

präsentiert von

Albrecht Winter

Salons cke sind solche, wobei man reden, spielen und ee inken kann …, hieß es schon 1847,

und leider kann man das in den Konzerten des Salonorchesters CAPPUCCINO bis

heute nicht! Allerdings schränkt es den musikalischen Genuss auch nicht ein …

Denn wenn auch oft verächtlich auf Unterhaltungsmusik

geschaut wird, weil hier

nur der zur Phrase abgeschwächte Gedanke,

das lahmgelegte Gefühl, das gesetzte Wort dominierten,

hat das Ensemble keine Not,

wenigstens den guten Schein zu retten und so

zu thun, als seien die gedruckten Noten wirklich

gehaltvolle Musik. Es ist eine spezielle

Melange aus Publikum und Podium, in

der dem Salonorchester CAPPUCCINO

nun schon seit über fünfundzwanzig

Jahren gelingt, im Gewandhaus jenseits

aller Exklusivität musikalische Alltagskultur

zu adeln:

152


KONZERTTERMINE

SA/SO — 16/11 UHR

13./14. SEP

2025

SA/SO — 16/11 UHR

01./02. NOV

2025

SA/SO — 16/11 UHR

03./04. JAN

2026

SA/SO — 16/11 UHR

07./08. FEB

2026

MO — 16 UHR

16. FEB 2026

HIMMEL, HÄFEN,

HORIZONTE

Impressionen in blau

KLEINE BÜHNE F Ü R

GROSSE KLASSIKER

Eine Reverenz an

Felix Mendelssohn Bartholdy

»GLÜCKLICH IST,

WER VERGISST…«

Mit Wiener Klatsch ins

neue Jahr

KÖNIGE DER FREIZÜGIG-

K E I T

Das Operettenimperium

der Gebrüder Rotter

ROSENMONTAGS-

KONZERT

mit dem Neuen-SalonOrchester-

Leipzig

… neun Musiker, die oft wie ein großes

Orchester klingen ...

… Abendkleid und Frack zur Unzeit gegen

jede Etikette ...

… gefällige oder auch provokante Geschichten

um Menschen und Musik ...

… großartige Kunst friedlich neben frechen

Gassenhauern ...

… ein Publikum, das singt, lacht, protestiert

und weint ...

Die Musikerinnen und Musiker um Stehgeiger

und Conférencier Albrecht Winter

bereichern nun in der aktuellen Spielzeit

die Mendelssohn-Festtage und das Jahr

der jüdischen Kultur mit eigenwilligen Geschichten.

Zum weiten Feld menschlicher

Beziehungswirren treten programmatisch

SA/SO — 16/11 UHR

21./22. MRZ

2026

SO — 16 UHR

03. MAI 2026

SA/SO — 16/11 UHR

20./21. JUN

2026

»DER MANN TRIEFT

VON M USI K !«

Musikerfreundschaften

FRÜHLINGSKONZERT

des Salonorchesters

CAPPUCCINO

ZWISCHEN FICHTELBERG

UND KAP ARKONA

»Ka eehaus« in Ostdeutschland

Farbspiele und Erinnerungen an »die guten,

alten Zeiten«. Als besonderes Bonbon bereiten

die CAPPUCCINI dann pünktlich

zu Frühlingsbeginn eine Gala im Flair

der 50er Jahre vor.

Vorhang auf also für das Salonorchester

CAPPUCCINO und die vielgeschmähte

Kunst des Augenblicks: flüchtig, einmalig,

manchmal nachdenklich und sehr oft wenig

ernsthaft.

153

153


SONDERPREISE UND ERMÄSSIGUNGEN

Für alle Eigenveranstaltungen des Gewandhauses zu Leipzig können Sie von

verschiedenen Angeboten profitie en: Nutzen Sie Ihre Gewandhausorchester

Card 20, 50 oder 100, um beim Ticketpreis zu sparen.

Alle Konzertbesucherinnen und -besucher unter 30 Jahren erhalten mit der

KlassikMatch Vorteilscard bereits im Vorverkauf stark vergünstigte Tickets.

Auch Ermäßigungen für Berechtigte stehen zur Verfügung.

Ausgenommen von diesen Vergünstigungen sind Sonderveranstaltungen wie

das Weihnachts-Oratorium und die Passionen zu Ostern in der Thomaski che,

Beethovens 9. Sinfonie zum Jahreswechsel sowie Benefizkonzerte, Festivals

und Kooperationsveranstaltungen.

Für einen kleinen Aufpreis können Sie ein FLEX-Preis-Ticket buchen, das die

Rückgabe Ihres Tickets möglich macht, falls einmal etwas dazwischenkommt.

Detaillierte Informationen zu unseren Sonderpreisen und Ermäßigungen finden

Sie unter:

gewandhausorchester.de/tickets/informationen/

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KALENDER

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SEPTEMBER

DEMOKRATIE-WOCHENENDE

DES GEWANDHAUSORCHESTERS

UND SAISONERÖFFNUNG

FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

05. SEP 2025

GROSSES CONCERT

FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT

Demokratie-Konzert

zur Eröffnung der 245. Saison

Gewandhausorchester

Andris Nelsons Dirigent

Hilary Hahn Violine

Arvo Pärt

Cantus in Memory of Benjamin Britten

»DEN RICHTIGEN TON TREFFEN«

Ansprache von Maja Göpel

zum Demokratie-Konzert

Antonín Dvořák

Konzert für Violine und Orchester

a-Moll op. 53

Jean Sibelius

2. Sinfonie D-Dur op. 43

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

S A / S O

GEWANDHAUS

06./07. SEP 2025

DEMOKRATIE

Den richtigen Ton treffen

Diskussionsforen, Workshops, Konzerte mit Musikerinnen

und Musikern des Gewandhausorchesters und Gästen

Eintritt frei

Weitere Informationen in Kürze unter

www.gewandhausorchester.de/demokratie-wochenende-2025/

Hilary Hahn

SA — 18 UHR

GROSSER SAAL

06. SEP 2025

DEMOKRATIE

»Alles gesagt?« LIVE

Jochen Wegner & Christoph Amend

Moderation

Der unendliche ZEIT-Podcast als Spezialausgabe

im Rahmen des Demokratie-

Wochenendes des Gewandhausorchesters

Gesprächspartner ist dieses Mal das Publikum selbst.

In Kooperation mit der ZEIT.

Normalpreis: 16 EUR

156


SEPTEMBER

SO — 11 UHR

GROSSER SAAL

07. SEP 2025

GROSSES CONCERT

FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT

Eröffnung der 245. Saison

Gewandhausorchester

Andris Nelsons Dirigent

Hilary Hahn Violine

Arvo Pärt

Cantus in Memory of Benjamin Britten

Antonín Dvořák

Konzert für Violine und Orchester

a-Moll op. 53

Jean Sibelius

2. Sinfonie D-Dur op. 43

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 10.15 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

11./ 12. SEP 2025

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Andris Nelsons Dirigent

Klaus Florian Vogt Tenor

Auszüge aus Opern von Richard Wagner

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Präsentiert von

STIFTUNG ZUKUNFT GEWANDHAUS ZU LEIPZIG

SA/SO — 16/11 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

13./ 14. SEP 2025

SALONMUSIK

Das gibt’s nur einmal: Himmel, Häfen,

Horizonte – Impressionen in blau

Salonorchester CAPPUCCINO

Albrecht Winter Leitung

Normalpreis: 29/23 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

14. SEP 2025

KAMMERMUSIK

Andris Nelsons

FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT

Arvo Pärt zum 90. Geburtstag

Onutė Gražinytė Klavier

Nathalie Schmalhofer Violine

Valentino Worlitzsch Violoncello

Arvo Pärt

Für Anna Maria. Fröhlich

Fratres (Fassung für Violoncello

und Klavier)

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SEPTEMBER

Johann Sebastian Bach

Adagio – 1. Satz der Sonate G-Dur

BWV 1027 für Viola da Gamba

(Violoncello) und Cembalo (Klavier)

Arvo Pärt

Für Anna Maria. Nachdenklich

Franz Schubert

Andante con moto – 2. Satz aus dem Trio für

Klavier, Violine und Violoncello Es-Dur D 929

Mieczysław Weinberg

6. Sonate für Klavier op. 73

Arvo Pärt

Für Alina

Scala cromatica – Trio piccolo

für Violine, Violoncello und Klavier

(Deutsche Erstaufführung)

Mieczysław Weinberg

Trio für Klavier, Violine und

Violoncello a-Moll op. 24

Arvo Pärt

Spiegel im Spiegel

(Fassung für Violine und Klavier)

Im Anschluss an das Konzert Gespräch

mit Künstlerinnen und Künstlern des Abends

und Julia Kiefner im Leo-Schwarz-Foyer.

Normalpreis: 17/13 EUR

SO — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

14. SEP 2025

ORGELKONZERT

Eröffnung der Orgelsaison 2025/2026

Michael Schönheit Wegscheider- und Schuke-Orgel

Collegium Vocale Leipzig

Gotthold Schwarz Leitung

Johann Sebastian Bach

Clavierübung Teil III:

Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552

Choralbearbeitungen BWV 669–689

Konzerteinführung mit Michael Schönheit

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 18 EUR

DO/FR/SO — 19.30/19.30/11 UHR

GROSSER SAAL

18./ 19./21. SEP 2025

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Herbert Blomstedt Dirigent

Michael Schönheit Orgel

Franz Liszt

Variationen über »Weinen, Klagen,

Sorgen, Zagen« von J. S. Bach

(Fassung für Orgel S 673)

Johann Sebastian Bach

Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552

Anton Bruckner

9. Sinfonie d-Moll WAB 109

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr (DO/FR) und 10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Präsentiert von LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft

mbH

SO — 16 UHR

GROSSER SAAL

21. SEP 2025

ORGELSTUNDE

Barock – Romantik – Freie Improvisation

Matthias Eisenberg Orgel

Alessandro Scarlatti

11. Toccata für Orgel A-Dur

Johann Sebastian Bach

Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564

Choralbearbeitung »Allein Gott

in der Höh sei Ehr« BWV 662

Joseph Rheinberger

3. Sonate für Orgel A-Dur op. 88

sowie freie Improvisationen

Normalpreis: 8 EUR

158


SEPTEMBER

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

21. SEP 2025

CHÖRE

Misas Latinoamericanas

GewandhausChor

Ensemble Mestizo

David Bermudez Moreno Gitarre

Juan Piminchumo Flöten

Kiko Pedrozo Harfe

Christina Galvez Bombo Leguero

Fernando Chavez Charango

Juan Chuquisengo Klavier

Gregor Meyer Leitung

Adam Sanchez Tenor

Humberto Sagredo Araya

Misa Criolla Venezolana

Ariel Ramírez

Misa Criolla

Normalpreis: 14 EUR

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

25./26. SEP 2025

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Sakari Oramo Dirigent

Leonidas Kavakos Violine

Felix Mendelssohn Bartholdy

Konzertouvertüre »Die Hebriden« h-Moll

op. 26 MWV P 7 (»Fingals Höhle«)

Konzert für Violine und Orchester e-Moll

op. 64 MWV O 14

Edward Elgar

1. Sinfonie As-Dur op. 55

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Präsentiert von Sparkasse Leipzig

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

28. SEP 2025

QUARTETTGESELLSCHAFT

Gewandhaus-Quartett

Frank-Michael Erben Violine

Yun-Jin Cho Violine

Vincent Aucante Viola

Isang Enders Violoncello

Ludwig van Beethoven

Streichquartett G-Dur op. 18/2

Streichquartett F-Dur op. 135

Streichquartett C-Dur op. 59/3

Normalpreis: 24/20 EUR

Leonidas Kavakos

159


OKTOBER

SA — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

04. OKT 2025

A L T E M U S I K

BRANDENBURGISCHE KONZERTE IM KONTEXT I

Midori

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

02./03. OKT 2025

GROSSES CONCERT

FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT

Gewandhausorchester

Paavo Järvi Dirigent

Midori Violine

Renaud Capuçon Violine

Arvo Pärt

Tabula rasa – Doppelkonzert für zwei Violinen,

Streichorchester und präpariertes Klavier

Sergej Rachmaninoff

2. Sinfonie e-Moll op. 27

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum

PERSPEKTIVWECHSEL ein: Töne ausgraben – zu ältesten

Zeugnissen des Musizierens mit dem Ur- und Frühgeschichte-

Professor und Musikarchäologen Raiko Krauß

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Neues Bachisches Collegium Musicum

Reinhard Goebel Dirigent

Heinrich Ignaz Franz Biber

Trombet- undt musicalischer Taffeldienst

Johann Sebastian Bach

1. Brandenburgisches Konzert F-Dur BWV 1046

Georg Philipp Telemann

Quartett für Blockflöte, Oboe, Violine und

Basso continuo G-Dur

Johann Friedrich Fasch

Sonate für Blockflöte, Oboe, Violine und

Basso continuo B-Dur

Johann Sebastian Bach

2. Brandenburgisches Konzert F-Dur BWV 1047

Normalpreis: 30 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

05. OKT 2025

KAMMERMUSIK

Gewandhaus-Bläserquintett

Katalin Kramarics Flöte

Susanne Wettemann Oboe

Andreas Lehnert Klarinette

Ralf Götz Horn

Albert Kegel Fagott

Peter Furák

Három darab fúvósötösre – Drei Stücke

für Bläserquintett

György Orban

Bläserquintett

Endre Szervánszky

1. Bläserquintett

Sándor Veress

Sonatine für Oboe, Klarinette und Fagott

160


OKTOBER

Ferenc Farkas

Lavottiana

Normalpreis: 17/13 EUR

SO — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

05. OKT 2025

KLAVIERABEND

Lucas & Arthur Jussen Klaviere

Wolfgang Amadeus Mozart

Sonate für Klavier zu vier Händen C-Dur

KV 521

Robert Schumann

Andante und Variationen für zwei Klaviere

B-Dur op. 46

Jörg Widmann

Bunte Blätter für zwei Klaviere

Claude Debussy

Six Épigraphes antiques für Klavier zu

vier Händen

Sergej Rachmaninoff

2. Suite für zwei Klaviere op. 17

Normalpreis: 50/40/35/30/20/6 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

12. OKT 2025

KAMMERMUSIK

Tristan Thery Violine

Kajana Pačko Violoncello

Vita Kan Klavier

Ernst Krenek

Triophantasie op. 63

Johannes Brahms

2. Trio für Klavier, Violine und Violoncello

C-Dur op. 87

Ludwig van Beethoven

Trio für Klavier, Violine und Violoncello

B-Dur op. 97 (»Erzherzog-Trio«)

Normalpreis: 17/13 EUR

MI — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

15. OKT 2025

M U S I C A N O V A

Hanns Eisler

Ensemble Avantgarde

Steffen Schleiermacher

Klavier/Leitung/Moderation

Hanns Eisler

1. Suite für Septett op. 92a (Variationen

über amerikanische Kinderlieder)

Variationen für Klavier

Verleihung des Internationalen Hanns-Eisler-

Stipendiums der Stadt Leipzig 2026 und

Aufführung einer Komposition des Stipendiaten/der

Stipendiatin

Shasha Chen

(Stipendiatin des Internationalen Hanns-Eisler-

Stipendiums der Stadt Leipzig 2025)

Neues Werk (Uraufführung)

Normalpreis: 14 EUR

Lucas und Arthur Jussen

161


OKTOBER

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

16./ 17. OKT 2025

GROSSES CONCERT

FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT

Gewandhausorchester

David Robertson Dirigent

Kirill Gerstein Klavier

Igor Strawinsky

Konzert für Klavier und Blasinstrumente

Maurice Ravel

Konzert für Klavier und Orchester D-Dur

(»Klavierkonzert für die linke Hand«)

Arvo Pärt

Nekrolog für Orchester op. 5

Leonard Bernstein

Symphonic Dances from West Side Story

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum

NACHKLANG ein: Kommen Sie ins Gespräch mit Musikerinnen

und Musikern des Gewandhausorchesters.

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Präsentiert von DHL

SO — 11 UHR

GROSSER SAAL

19. OKT 2025

FAMILIENKONZERT

Auf nach New York!

Gewandhausorchester

David Robertson Dirigent

Malte Arkona Moderation

Leonard Bernstein

Symphonic Dances from West Side Story

Normalpreis: 20 EUR

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig

Die ersten 200 Kinder haben freien Eintritt dank der

Stadtbau AG.

SO — 16 UHR

GROSSER SAAL

19. OKT 2025

ORGELSTUNDE

Bach und Guilmant

Michael Schönheit Orgel

Alexandre Guilmant

Marche funèbre et chant séraphique op. 17/3

Johann Sebastian Bach

Choralbearbeitung »Jesu, meine Freude«

BWV 610

Präludium und Fuge c-Moll BWV 546

Jesus bleibet meine Freude – Schlusschoral

aus der Kantate »Herz und Mund und Tat

und Leben« BWV 147 (Bearbeitung für

Orgel von Hans Schmidt-Mannheim)

Alexandre Guilmant

5. Sonate für Orgel c-Moll op. 80

Normalpreis: 8 EUR

David Robertson

162


OKTOBER

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

19. OKT 2025

KAMMERMUSIK

Eine Australierin in Leipzig –

Ein musikalisch-literarischer Abend

Dominique Horwitz Sprecher

Grieg Quartett Leipzig

Elisabeth Dingstad Violine

Gunnar Harms Violine

Immo Schaar Viola

Christoph Vietz Violoncello

Tonya Lemoh Klavier

Werke von

Johannes Brahms, Edvard Grieg,

Ethel Smyth, Alfred Hill u. a.

Der Schauspieler Dominique Horwitz liest Passagen aus

Henry Handel Richardsons historischem Leipzig-Roman

Maurice Guest. Dazu erklingen Werke von Zeitgenossen, die

musikalisch ihre Fußabdrücke in Leipzig hinterlassen haben.

Normalpreis: 17/13 EUR

MO — 19 UHR

BARLACH-EBENE

20. OKT 2025

AFTER WORK CONCERT

»Cheers to a skeleton orchestra!«

Gudrun Hinze Flöte/Piccolo

Ivo Bauer Viola

Henning Rasche Kontrabass

Hazel Beh Cembalo

Georg Friedrich Händel

3 Arias à trois (Arien aus Händels Opern,

adaptiert für Flauto Piccolo, Viola und Basso

continuo von Anonymus im Jahr 1736)

Przemyslaw Pujanek

Neues Werk für Flöte, Viola und Kontrabass

(Uraufführung)

Johann Georg Tromlitz

Sonate G-Dur für Flöte und obligates Cembalo

Mike Mower

Snacks for a skeleton orchestra für Piccoloflöte,

Viola und Kontrabass

(Deutsche Erstaufführung)

Normalpreis: 20 EUR

Andrés Orozco-Estrada

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

23./24. OKT 2025

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Andrés Orozco-Estrada Dirigent

María Dueñas Violine

Mario Castelnuovo-Tedesco

Ouvertüre zu Shakespeares »Julius Cäsar«

op. 78

Erich Wolfgang Korngold

Konzert für Violine und Orchester D-Dur

op. 35

Richard Strauss

Tod und Verklärung – Tondichtung für

großes Orchester op. 24

Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

163


OKTOBER

SA — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

25. OKT 2025

CHÖRE

Erde, Wasser, Luft und Feuer

GewandhausKinderchor

Dinesh Mishra Bansuri

Rita Nakad Violine

Conny Sommer Percussion

Walter Zoller Klavier

Frank-Steffen Elster Leitung

Walter Zoller

The Sound of Elements

nach Ideen von Dinesh Mishra für Kinderchor,

Bansuri, Klavier und Percussion (Uraufführung,

Auftragswerk des Gewandhauses)

sowie Werke von

John Rutter, György Orban,

Stefan Nilsson u. a.

Normalpreis: 14 EUR

SA — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

25. OKT 2025

DANCECONFUSION

Klassische Musik und Aftershow

Gewandhausorchester

Andrés Orozco-Estrada Dirigent

Richard Strauss

Tod und Verklärung – Tondichtung

für großes Orchester op. 24

Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28

Nach dem Konzert laden wir zum Tanzen ein – mit DJ im Foyer.

Normalpreis: 30 EUR

GewandhausKinderchor

164


OKTOBER

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

26. OKT 2025

KAMMERMUSIK

Andreas Seidel Violine

Katharina Dargel Viola

Veronika Wilhelm Violoncello

Christian Ockert Kontrabass

Michael Schönheit Hammerflügel

Johann Nepomuk Hummel

Quintett für Klavier, Violine, Viola,

Violoncello und Kontrabass es-Moll op. 87

Franz Schubert

Quintett für Klavier, Violine, Viola,

Violoncello und Kontrabass A-Dur D 667

(»Forellenquintett«)

Normalpreis: 17/13 EUR

Augustin Hadelich

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

30./31. OKT 2025

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Andris Nelsons Dirigent

Augustin Hadelich Violine

Johannes Brahms

Konzert für Violine und Orchester D-Dur

op. 77

Dora Pejačević

Sinfonie fis-Moll op. 41

Konzerteinführung mit Niklas Schächner

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

FR — 15 UHR

GROSSER SAAL

31. OKT 2025

ORGELKONZERT ZUM REFORMATIONSTAG

Musikalische Reise nach Lettland

Liene Andreta Kalnciema Orgel

Atis Stepiņš

Präludium und Fuge zum Thema des

Chorals »Ein feste Burg ist unser Gott«

(Dievs Kungs ir mūsu stiprā pils)

Johann Sebastian Bach

Choralbearbeitung »O Mensch, bewein

dein Sünde groß« BWV 622

Marģeris Zariņš

Variationi B-A-C-H

Johann Sebastian Bach

Concerto in a-Moll BWV 593

(nach Antonio Vivaldi)

Rihards Dubra

Mūžīgo Pakalnu Ilgošanās

(Die Sehnsucht nach den ewigen Hügeln)

Pēteris Vasks

Te Deum

Pauls Dambis

Toccata alla Fantasia

Johann Sebastian Bach

Fantasie G-Dur BWV 572 (»Pièce d’Orgue«)

Dzintra Kurme-Gedroica

Malagueña

Aivars Kalējs

Toccata zum Thema des Chorals

»Allein Gott in der Höh’ sei Ehr«

Normalpreis: 18 EUR

165


NOVEMBER

SA/SO — 16/11 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

01./02. NOV 2025

SALONMUSIK

Das gibt’s nur einmal: Kleine Bühne

für große Klassiker – eine Reverenz

an Felix Mendelssohn Bartholdy

Salonorchester CAPPUCCINO

Albrecht Winter Leitung

Normalpreis: 29/23 EUR

Robert Schumann

Drei Romanzen op. 94

Fanny Hensel

Vier Stücke aus dem Zyklus »Das Jahr« –

zwölf Charakterstücke für Klavier

Clara Schumann

Drei Romanzen für Violine und Klavier op. 22

Felix Mendelssohn Bartholdy

1. Trio für Violine, Violoncello und

Klavier d-Moll op. 49 MWV Q 29

Normalpreis: 60/50/40/30/20/6 EUR zzgl. VVK-Gebühr

MENDELSSOHN-FESTTAGE

Kooperation von Gewandhaus zu Leipzig

und Mendelssohn-Haus Leipzig

SO — 11 UHR

GROSSER SAAL

02. NOV 2025

ERÖFFNUNGSKONZERT

Benefizkonzert für das Mendelssohn-Haus

Leipzig – Verleihung des Internationalen

Mendelssohn-Preises Leipzig

Elisabeth Leonskaja

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

02. NOV 2025

KLAVIERREZITAL

Anne-Sophie Mutter und Pablo Ferrández

Anne-Sophie Mutter Violine

Pablo Ferrández Violoncello

Elena Bashkirova Klavier

Elisabeth Leonskaja Klavier

unter Mitwirkung von

Mihály Berecz Klavier

Werke von

Felix Mendelssohn Bartholdy,

Franz Schubert u. a.

Normalpreis: 25 EUR zzgl. VVK-Gebühr

166


NOVEMBER

MO — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

03. NOV 2025

LIEDERABEND

Anna Prohaska Sopran

Caspar Frantz Klavier

Richard Wagner – Der Plagiator

Arien und Auszüge aus Werken von

Felix Mendelssohn Bartholdy,

Heinrich Marschner, Carl Maria von Weber,

Robert Schumann, Franz Liszt

und vielen anderen

Anna Prohaska und Caspar Frantz erläutern, wie sich

Richard Wagner für seine Bühnenwerke mitunter schamlos,

aber ebenso geschickt bei anderen Komponisten bediente.

Ein »Liederabend« der besonderen Art!

Normalpreis: 25 EUR

Anna Prohaska

DI — 21 UHR

MUSIKSALON DES MENDELSSOHN-HAUSES

04. NOV 2025

KONZERT ZUR TODESSTUNDE

René Pape Bass

Elena Bashkirova Klavier

Grieg Quartett Leipzig

Elisabeth Dingstad Violine

Gunnar Harms Violine

Immo Schaar Viola

Christoph Vietz Violoncello

Antonín Dvořák

Biblische Lieder op. 99

Felix Mendelssohn Bartholdy

Streichquartett Es-Dur op. 12

MWV R 25

25 EUR, ermäßigt 18 EUR

Tickets über das Mendelssohn-Haus Leipzig

unter www.mendelssohn-stiftung.de

oder T +49 341 9628820

MI — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

05. NOV 2025

KAMMERMUSIK

Sabine Meyer Klarinette

Nils Mönkemeyer Viola

William Youn Klavier

Robert Schumann

Märchenerzählungen op. 132

Maurice Ravel

Une barque sur l’océan –

3. Satz aus »Miroirs«

Felix Mendelssohn Bartholdy

Andante – 2. Satz aus der Sonate

für Klarinette und Klavier Es-Dur

MWV Q 15

Béla Bartók

Rumänische Volkstänze Sz 56

(Bearbeitung für Viola und Klavier

von Kim Kashkashian)

Max Bruch

Acht Stücke für Klarinette, Viola

und Klavier op. 83

Normalpreis: 25/18 EUR

167


NOVEMBER

DO/FR — 16/15 UHR

MENDELSSOHN-HAUS LEIPZIG

06./07. NOV 2025

SONDERFÜHRUNG

10 EUR

Tickets über das Mendelssohn-Haus Leipzig unter

www.mendelssohn-stiftung.de oder T +49 341 9628820

DO — 17 UHR

MUSIKSALON DES MENDELSSOHN-HAUSES

06. NOV 2025

SALONGESPRÄCH

Elena Bashkirova im Gespräch

mit dem Geiger Gidon Kremer

10 EUR

Tickets über das Mendelssohn-Haus Leipzig unter

www.mendelssohn-stiftung.de oder T +49 341 9628820

Joseph Haydn

Sinfonie Es-Dur Hob. I:22 (»Der Philosoph«)

Felix Mendelssohn Bartholdy

1. Konzert für Klavier und Orchester

g-Moll op. 25 MWV O 7

Johannes Brahms

3. Sinfonie F-Dur op. 90

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum

NACH KLANG ein: Kommen Sie ins Gespräch mit Musikerinnen

und Musikern des Gewandhausorchesters.

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

SA — 10/14 UHR

MENDELSSOHN-HAUS LEIPZIG

08. NOV 2025

RUNDGANG

Auf Mendelssohns Spuren

durch die Musikstadt Leipzig

15 EUR

Tickets über das Mendelssohn-Haus Leipzig unter

www.mendelssohn-stiftung.de oder T +49 341 9628820

Seong-Jin Cho

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

06./07. NOV 2025

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Andris Nelsons Dirigent

Seong-Jin Cho Klavier

SA — 16 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

08. NOV 2025

CHÖRE

»Es lacht der Mai?« –

Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy

in Bearbeitungen für Holzbläserensemble

und Chor

GewandhausJugendchor

Frank-Steffen Elster Leitung

GewandhausChor

Gregor Meyer Leitung

Annika Westlund Mezzosopran

Ervin Ahmeti Tenor

168


NOVEMBER

Lucas Reis Bariton

Joan Vincent Hoppe Bass

Felix Mendelssohn Bartholdy

Auszüge aus »Jahresbilder«

(Chor- und Kunstlieder sowie Klavierwerke

als Zyklus für Chor und Kammerensemble

ausgewählt und arrangiert von Andreas

N. Tarkmann)

Die erste Walpurgisnacht op. 60 MWV D 3

(Bearbeitung für Soli, Chor und Bläsernonett

von Andreas N. Tarkmann)

Normalpreis: 14 EUR

SA — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

08. NOV 2025

GASTKONZERT

Kremerata Baltica

Gidon Kremer Violine/Künstlerische Leitung

Lucas Debarque Klavier

Felix Mendelssohn Bartholdy

Tema con variazioni und Scherzo

aus den Vier Stücken für Streichquartett

op. 81 (Fassung für Streichorchester)

Eine (andere) Winterreise

(nach Franz Schubert)

Kompositionen, die anlässlich des

75. Geburtstages von Gidon Kremer

und des 25-jährigen Bestehens der

Kremerata Baltica entstanden sind,

mit Fragmenten aus Franz Schuberts

Menuett Nr. 3 D 89 als Intermezzi

Wolfgang Amadeus Mozart

Konzert für Klavier und Orchester

A-Dur KV 414 (KV 385p)

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sinfonia V B-Dur MWV N 5

Normalpreis: 30 EUR

SO — 11 UHR

MUSIKSALON DES MENDELSSOHN-HAUSES

09. NOV 2025

SONNTAGSMATINEE

Alexander Malofeev Klavier

Felix Mendelssohn Bartholdy

Fantasie fis-Moll op. 28 MWV U 92

(»Sonate écossaise«)

Jean Sibelius

Puusarja op. 75

Edvard Grieg

Aus Holbergs Zeit op. 40

(Bearbeitung für Klavier)

Einojuhani Rautavaara

2. Sonate für Klavier op. 64

(»The Fire Sermon«)

22 EUR, ermäßigt 17 EUR

Tickets über das Mendelssohn-Haus Leipzig unter

www.mendelssohn-stiftung.de oder T +49 341 9628820

SO — 15 UHR

GROSSER SAAL

09. NOV 2025

KLAVIERREZITAL

Igor Levit Klavier

Maurice Ravel

Kaddisch – aus Deux mélodies hébraïques

(Transkription für Klavier

von Alexander Siloti)

Dmitri Schostakowitsch

2. Sonate für Klavier h-Moll op. 61

Felix Mendelssohn Bartholdy

Lieder ohne Worte (Auswahl)

Fryderyk Chopin

3. Sonate für Klavier h-Moll op. 58

Normalpreis: 50/40/35/30/20/6 EUR

169


NOVEMBER

SO — 19 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

09. NOV 2025

ABSCHLUSSKONZERT

Quatuor Arod

Jordan Victoria Violine

Alexandre Vu Violine

Tanguy Parisot Viola

Jérémy Garbarg Violoncello

Sindy Mohamed Viola

Karl-Heinz Steffens Klarinette

Volker Hemken Bassetthorn

Elena Bashkirova Klavier

Felix Mendelssohn Bartholdy

Quintett für zwei Violinen, zwei Violen

und Violoncello B-Dur op. 87 MWV R 33

Wolfgang Amadeus Mozart

Quintett für Klarinette, zwei Violinen,

Viola und Violoncello A-Dur KV 581

(»Stadler-Quintett«)

Felix Mendelssohn Bartholdy

1. Konzertstück für Klarinette, Bassetthorn

und Klavier f-Moll MWV Q 23

(»Die Schlacht bei Prag«)

2. Konzertstück für Klarinette, Bassetthorn

und Klavier d-Moll MWV Q 24

Normalpreis: 25/18 EUR

MO — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

10. NOV 2025

GASTKONZERT

Benefizkonzert zugunsten der Kinderund

Jugendarbeit in Leipzig

Luftwaffenmusikkorps Erfurt

Oberstleutnant Tobias Wunderle

Leitung

Sinfonische Blasmusik von der Klassik

bis zur Moderne

Normalpreis: 28 EUR

FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

14. NOV 2025

GASTKONZERT

Konzert im Gedenken an

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sinfonieorchester der Hochschule

für Musik und Theater

»Felix Mendelssohn Bartholdy«

Leipzig

Matthias Foremny Dirigent

Yijea Han Oboe

Richard Strauss

Don Juan – Tondichtung nach Nikolaus

Lenau für großes Orchester op. 20

Bernd Alois Zimmermann

Konzert für Oboe und kleines Orchester

César Franck

Sinfonie d-Moll

Normalpreis: 16 EUR

Quatuor Arod

170


NOVEMBER

SA — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

15. NOV 2025

KLAVIERABEND

Steinway-Preisträgerkonzert

Jaeden Izik-Dzurko

1. Preisträger der Leeds International Piano

Competition 2024

Nikolai Medtner

Sonata Minacciosa f-Moll op. 53/2

Johann Sebastian Bach

Partita D-Dur BWV 828

Sergej Rachmaninoff

Dix Préludes op. 23

Normalpreis: 14 EUR

Kooperation von Gewandhaus zu Leipzig, Steinway & Sons,

Leeds International Piano Competition und MDR KLASSIK /

MDR KULTUR

SO — 11 UHR

GROSSER SAAL

16. NOV 2025

ORGEL-FAMILIENKONZERT

Johann Sebastian Bachs Musiklabor

Michael Schönheit Orgel

Malte Arkona Moderation

Leipziger Kinder

Werke von

Johann Sebastian Bach

und Leipziger Kindern

Normalpreis: 20 EUR

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.

Die ersten 200 Kinder haben freien Eintritt dank der

Stadtbau AG.

MO — 19 UHR

GROSSER SAAL

17. NOV 2025

AFTER WORK CONCERT

Die sinfonische Orgel im 19. Jahrhundert

Michael Schönheit Orgel

Normalpreis: 20 EUR

DI — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

18. NOV 2025

LIEDERABEND

Schuberts Liederzyklen I

Matthias Goerne Bariton

Daniil Trifonov Klavier

Franz Schubert

Die schöne Müllerin D 795

Normalpreis: 30 EUR

MI — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

19. NOV 2025

KONZERT ZUM BUß - UND BETTAG

Frieda Jolande Barck Sopran

Britta Schwarz Alt

Tobias Hunger Tenor

Dirk Schmidt Bass

Collegium Vocale Leipzig

Merseburger Hofmusik

Michael Schönheit Leitung

Johann Sebastian Bach/Steffen Schleiermacher

Nach Markus. Passion

Konzerteinführung mit Michael Schönheit

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 18 EUR

In Zusammenarbeit mit den 55. Merseburger Orgeltagen

171


NOVEMBER

DO — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

20. NOV 2025

LIEDERABEND

Schuberts Liederzyklen II

Matthias Goerne Bariton

Daniil Trifonov Klavier

Franz Schubert

Winterreise D 911

Normalpreis: 30 EUR

SA — 16 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

22. NOV 2025

ERLEBNISKONZERT

Die Magie der Stille

Bodecker & Neander

Wolfram von Bodecker Buch/Pantomime

Alexander Neander Buch/Pantomime

Mitglieder des

Gewandhausorchesters

Empfohlen ab 5 Jahren

Normalpreis: 14 EUR

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.

SA — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

22. NOV 2025

LIEDERABEND

Schuberts Liederzyklen III

Matthias Goerne Bariton

Daniil Trifonov Klavier

Franz Schubert

Sonate B-Dur D 960

Schwanengesang D 744

Normalpreis: 30 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

23. NOV 2025

KAMMERMUSIK

Gewandhaus-Quartett

Frank-Michael Erben Violine

Yun-Jin Cho Violine

Vincent Aucante Viola

Isang Enders Violoncello

Ludwig van Beethoven

Streichquartett A-Dur op. 18/5

Streichquartett e-Moll op. 59/2

Normalpreis: 17/13 EUR

MI — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

26. NOV 2025

M U S I C A N O V A

Steve Reich & Karlheinz Stockhausen

Andreas Seidel Violine

Stefan Stopora Schlagzeug

Steffen Schleiermacher Klavier/Moderation

Ipke Starke Klangregie

Steve Reich

My Name Is

Violin Phase

Karlheinz Stockhausen

Kontakte für elektronische Klänge,

Klavier und Schlagzeug

Normalpreis: 14 EUR

172


NOVEMBER

SA — 16 UHR

GROSSER SAAL

29. NOV 2025

ORGELSTUNDE ZUM 1. ADVENT

»Nun komm, der Heiden Heiland«

Michael Schönheit Orgel

Dieterich Buxtehude

Präludium C-Dur BuxWV 137

Passacaglia d-Moll BuxWV 161

Nicolaus Bruhns

Choralfantasie »Nun komm,

der Heiden Heiland«

Johann Ludwig Krebs

Präludium und Fuge C-Dur Krebs-WV 400

Johann Sebastian Bach

Drei Choralbearbeitungen über

»Nun komm, der Heiden Heiland«

BWV 659–661

Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542

Normalpreis: 14 EUR

SA — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

29. NOV 2025

GROSSES CONCERT

Benefizkonzert zugunsten von

»Leipzig hilft Kindern«

Gewandhausorchester

Mikko Franck Dirigent

Sol Gabetta Violoncello

Edward Elgar

Konzert für Violoncello und Orchester

e-Moll op. 85

Antonín Dvořák

9. Sinfonie e-Moll op. 95

(»Aus der Neuen Welt«)

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

30. NOV 2025

QUARTETTGESELLSCHAFT

Leonkoro Quartett

Jonathan Schwarz Violine

Amelie Wallner Violine

Mayu Konoe Viola

Lukas Schwarz Violoncello

Henriëtte Bosmans

Streichquartett

Felix Mendelssohn Bartholdy

Streichquartett a-Moll op. 13

MWV R 22

Maurice Ravel

Streichquartett F-Dur

Im Anschluss an das Konzert Gespräch

mit Künstlerinnen und Künstlern des Abends

und Julia Kiefner im Leo-Schwarz-Foyer.

Normalpreis: 24/20 EUR

Sol Gabetta

173


DEZEMBER

MO — 19 UHR

BARLACH-EBENE

01. DEZ 2025

AFTER WORK CONCERT

ZWEI GENIES – EIN SOFA

SOFA Quartett

Franziska Mantel Violine

Susanne Hallmann Violine

Olaf Hallmann Viola

Axel von Huene Violoncello

Werke von

Felix Mendelssohn Bartholdy

Wolfgang Amadeus Mozart

Normalpreis: 20 EUR

Alan Gilbert

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

04./05. DEZ 2025

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Alan Gilbert Dirigent

Lucas & Arthur Jussen Klaviere

Lili Boulanger

D’un matin de printemps

Francis Poulenc

Konzert für zwei Klaviere und Orchester

d-Moll FP 61

Gustav Mahler

1. Sinfonie D-Dur

Konzerteinführung mit Niklas Schächner

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum

NACHKLANG ein: Kommen Sie ins Gespräch mit Musikerinnen

und Musikern des Gewandhausorchesters.

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

SA — 16 UHR

GROSSER SAAL

06. DEZ 2025

ORGELSTUNDE ZUM 2. ADVENT

Rendezvous Royal – Die Königin der

Instrumente trifft auf das Instrument

der Könige

Otto Sauter Piccolotrompete

Michael Schönheit Orgel

Antonio Vivaldi

Concerto G-Dur op. 3/3 RV 310

(»L’estro armonico«) (Bearbeitung für Trompete

und Orgel von Claude Rippas)

Johann Sebastian Bach

Präludium und Fuge G-Dur BWV 541

Georg Philipp Telemann

Sonate B-Dur TWV 41:f1 (Bearbeitung für

Trompete und Orgel von Claude Rippas)

Johann Sebastian Bach

Choralbearbeitung »Schmücke dich,

o liebe Seele« BWV 654

Juraj Filas

Adagio für Trompete und Orgel

Georg Friedrich Händel

»Tochter Zion« (Bearbeitung für Trompete

und Orgel von Claude Rippas)

Johann Sebastian Bach

Fantasie G-Dur BWV 572 (»Pièce d’Orgue«)

Jan Koetsier

Partita »Lobe den Herren, den mächtigen

König« op. 41/2

Normalpreis: 14 EUR

174


DEZEMBER

SA/SO — 16/11 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

06./07. DEZ 2025

CHÖRE

»Vorfreude, schönste Freude« – Adventskonzert

des GewandhausKinderchores

GewandhausKinderchor

Walter Zoller Klavier

Mendelssohn-Quartett Leipzig

Manfred Ludwig Flöte

Frank-Steffen Elster Leitung

Nachwuchschor

Guido Mattausch Leitung

Normalpreis: 26/22 EUR

SA — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

06. DEZ 2025

CHÖRE

FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT

Weihnachts-Oratorium –

Benefizkonzert zugunsten des Kinderhospizes

Bärenherz Leipzig e. V.

GewandhausChor

Collegium Lipsiensis

Gregor Meyer Leitung

Marie Luise Werneburg Sopran

Marie Henriette Reinhold Alt

Christoph Pfaller Tenor

Anton Haupt Bass

Johann Sebastian Bach

Weihnachts-Oratorium BWV 248

(Kantaten 1 bis 3 und 6)

sowie Da pacem-Vertonungen von

Arvo Pärt und Johann Sebastian Bach

Normalpreis: 30 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

07. DEZ 2025

KAMMERMUSIK

Gewandhaus Brass Quintett

Lukas Beno Trompete

Jonathan Müller Trompete

Jan Wessely Horn

Tobias Hasselt Posaune

David Cribb Tuba

Johann Christoph Pezel

Intraden aus »Fünff-stimmigte

blasende Music«

Victor Ewald

3. Quintett für Blechbläser Des-Dur op. 7

Johann Sebastian Bach

Präludium F-Dur BWV 880/1

(Arrangement für Blechbläserquintett

von János Mazura)

Michael Gandolfi

Neues Werk für Blechbläserquintett

(Uraufführung, Auftragswerk des

Gewandhaus Brass Quintetts und

des Gewandhauses zu Leipzig)

Johann Sebastian Bach

Choralbearbeitung »Nun komm,

der Heiden Heiland« BWV 659

(Bearbeitung für Blechbläserquintett

von Pietro Pilo)

Frigyes Hidas

5 x 5 für Blechbläserquintett

Trad.

Aus »Christmas Crackers«:

»Jingle Bells – Deck the Halls«

und »A Carol Fantasy«

(Bearbeitung für Blechbläserquintett

von John Iveson)

We Wish You a Merry Jazzed Up Christmas

(Bearbeitung für Blechbläserquintett

von Gareth Brown)

Normalpreis: 17/13 EUR

175


DEZEMBER

FR/SA/SO — 19/17/17 UHR

THOMASKIRCHE

12./ 13./ 14. DEZ 2025

GROSSES CONCERT

Weihnachts-Oratorium

Gewandhausorchester

Thomanerchor Leipzig

Andreas Reize Dirigent

Robin Johannsen Sopran

Sarah Romberger Alt

Kieran Carrel Tenor

Martin Häßler Bass

Johann Sebastian Bach

Weihnachts-Oratorium BWV 248

(Kantaten 1 bis 3)

Kantate »Unser Mund sei voll Lachens«

BWV 110

6. Kantate aus dem Weihnachts-

Oratorium BWV 248

Normalpreis: 125/110/100/80 EUR (FR/SO)

135/120/110/85 EUR (SA)

SA — 16 UHR

GROSSER SAAL

13. DEZ 2025

ORGELSTUNDE ZUM 3. ADVENT

Weihnachtliche Orgelmusik

aus Frankreich und Deutschland

Michael Schönheit Orgel

Johann Sebastian Bach

Präludium und Fuge G-Dur BWV 541

Louis-Claude Daquin

Noël en récit en taille

Johann Sebastian Bach

Choralbearbeitungen BWV 603–605

Claude-Bénigne Balbastre

Votre bonté grand Dieu

Johann Christoph Friedrich Bach

Allegretto con variazioni

»Ah, vous dirai-je, Maman«

Michael Schönheit

Alexandre Guilmant

Livre de Noëls op. 60 (Auszüge)

Max Birn

Weihnachts-Pastorale

(»Stille Nacht, heilige Nacht«)

Paul Gläser

Dies ist die Nacht, da mir erschienen –

Stille Nacht

Theophil Forchhammer

Stille Nacht – Nach einer Prüfung

kurzer Tage

Louis Vierne

Carillon de Westminster op. 54/6

Normalpreis: 14 EUR

SA — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

13. DEZ 2025

CHÖRE

»Fröhliche Weihnacht überall«

Weihnachtskonzert der Ehemaligen

des GewandhausKinderchores

Ehemalige Mitglieder des

GewandhausKinderchores

Walter Zoller Klavier

Frank-Steffen Elster Leitung

Normalpreis: 14 EUR

176


DEZEMBER

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

14. DEZ 2025

KAMMERMUSIK

Gewandhaus-Quartett

Frank-Michael Erben Violine

Yun-Jin Cho Violine

Vincent Aucante Viola

Isang Enders Violoncello

Ludwig Quandt Violoncello

Joseph Haydn

Streichquartett C-Dur Hob. III:32

Franz Schubert

Quintett für zwei Violinen, Viola

und zwei Violoncelli C-Dur D 956

Normalpreis: 17/13 EUR

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

18./ 19. DEZ 2025

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Manfred Honeck Dirigent

Francesco Piemontesi Klavier

Joseph Haydn

Sinfonie D-Dur Hob. I:93

Erwin Schulhoff

Fünf Stücke für Streichquartett

(Bearbeitung für Orchester von

Manfred Honeck und Tomáš Ille)

Johannes Brahms

1. Konzert für Klavier und Orchester

d-Moll op. 15

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

SA — 16 UHR

GROSSER SAAL

20. DEZ 2025

ORGELSTUNDE ZUM 4. ADVENT

Freie Improvisationen über

Advents- und Weihnachtslieder

Michael Schönheit Orgel

Normalpreis: 14 EUR

SA — 17 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

20. DEZ 2025

GEDENKVERANSTALTUNG

Kurt Masur zum 10. Todestag

Gewandhaus-Quartett

Frank-Michael Erben Violine

Yun-Jin Cho Violine

Vincent Aucante Viola

Isang Enders Violoncello

Elisabeth Leonskaja Klavier

Prof. Dr. Norbert Lammert

Bundestagspräsident a. D. (Ansprache)

Ludwig van Beethoven

Streichquartett G-Dur op. 18/2

Dmitri Schostakowitsch

Quintett für Klavier, zwei Violinen,

Viola und Violoncello g-Moll op. 57

Normalpreis: 18 EUR

Kooperation von Internationalem Kurt-Masur-Institut

und Gewandhaus zu Leipzig

177


DEZEMBER

SO — 17 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

21. DEZ 2025

GASTKONZERT

FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN

KULTUR IN SACHSEN 2026

»A Swingin’ Chanukka« – Auftaktkonzert zum

Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026

Roman Grinberg Gesang

Shvayg Mayn Harts Bigband

Michael Alexander Willens Leitung

Traditionelle und neue Chanukka-Lieder

auf Hebräisch, Jiddisch und Ladino

sowie beschwingte jiddische Melodien,

die einst vor der Shoah populär waren

Normalpreis: 30/20 EUR

Kooperation von Israelitischer Religionsgemeinde Leipzig,

Ariowitsch-Haus e.V. und Gewandhaus zu Leipzig

SO — 18 UHR

GROSSER SAAL

21. DEZ 2025

CHÖRE

»O, du Fröhliche« – Weihnachtskonzert

der Gewandhauschöre

GewandhausChor

Gregor Meyer Leitung

GewandhausKinderchor

GewandhausJugendchor

Frank-Steffen Elster Leitung

Gewandhaus-Bläserquintett

sowie weitere Mitglieder des

Gewandhausorchesters

Antje Zoller Gitarre

Festliche Chor- und Instrumentalmusik

zur Adventszeit

Normalpreis: 55/45/40/33/20/6 EUR

MI — 11 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

24. DEZ 2025

CHÖRE

»Eine Weihnachtsgeschichte« – Weihnachtsmatinee

des GewandhausKinderchores

GewandhausKinderchor

Streichquartett Din A4

Gudrun Hinze Flöte

Walter Zoller Cembalo

Frank-Steffen Elster Leitung

Antje Poser Sprecherin

Eine Weihnachtsgeschichte

Text und Idee: Lothar Thomalla

Normalpreis: 29/23 EUR

FR — 16 UHR

GROSSER SAAL

26. DEZ 2025

ORGELKONZERT ZUM WEIHNACHTSFEST

Advent und Weihnacht auf der Orgel

Michael Schönheit Orgel

ADVENT

Johann Sebastian Bach

Präludium und Fuge G-Dur BWV 557

Sechs Choräle von verschiedener Art

(»Schübler-Choräle«) BWV 645–650

Max Reger

Choralfantasie »Wachet auf, ruft uns

die Stimme« op. 52/2

WEIHNACHT

Michael Praetorius

Es ist ein Ros entsprungen

Johannes Brahms

»Es ist ein Ros entsprungen«

aus »Elf Choralvorspiele« op. 122/8

Johann Sebastian Bach

Pastorella F-Dur BWV 590

178


DEZEMBER

Johannes Weyrauch

Partita über »Singet frisch und

wohlgemuth«

Josef Ferdinand Seger

Toccata a fuga

»Narodil se Kristus Pán«

(Christus der Herr ist geboren)

Christian Robert Pfretzschner

Variationen im Style eines Pastorale

über das Weihnachtslied »Stille Nacht,

heilige Nacht«

Otto Dienel

Allegro: »Vom Himmel hoch« – 3. Satz

aus der 4. Sonate für Orgel D-Dur op. 32

(»Weihnachtssonate«)

Normalpreis: 18 EUR

MO/DI/MI — 19.30/19.30/17 UHR

GROSSER SAAL

29./30./31. DEZ 2025

GROSSES CONCERT ZUM JAHRESWECHSEL

Gewandhausorchester

MDR-Rundfunkchor

GewandhausChor

GewandhausKinderchor

Mirga Gražinytė-Tyla Dirigentin

Sarah Traubel Sopran

Xenia Puskarz Thomas Mezzosopran

Patrick Grahl Tenor

Michael Nagy Bass

Ludwig van Beethoven

9. Sinfonie d-Moll op. 125

Normalpreis:

145/115/95/85/75/50 EUR (29. DEZ)

155/125/105/90/80/60 EUR (30. DEZ)

195/175/165/155/145/120 EUR (31. DEZ)

Mirga Gražinytė-Tyla

MI — 22.30 UHR

GROSSER SAAL

31. DEZ 2025

ORGELKONZERT ZUM JAHRESWECHSEL

Ein musikalisches Tor ins neue Jahr

Michael Schönheit Orgel

Edvard Grieg

1. Peer-Gynt-Suite op. 46

Johann Sebastian Bach

Toccata und Fuge in d BWV 565

Choralbearbeitung »Das alte Jahr

vergangen ist« BWV 614

Charles-Marie Widor

Toccata F-Dur aus der 5. Sinfonie

für Orgel op. 42/1

Modest Mussorgski

Bilder einer Ausstellung

(Bearbeitung für Orgel von

Oskar Gottlieb Blarr)

Normalpreis: 80 EUR

179


JANUAR

SA/SO — 16/11 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

03./04. JAN 2026

SALONMUSIK

Das gibt’s nur einmal:

»Glücklich ist, wer vergisst …« –

mit Wiener Klatsch ins neue Jahr

Salonorchester CAPPUCCINO

Albrecht Winter Leitung

Normalpreis: 29/23 EUR

Wolfgang Amadeus Mozart

Sonate für Violine und Klavier G-Dur

KV 301 (KV 293a)

Franz Schubert

Sonate für Violine und Klavier D-Dur D 384

Carl Philipp Emanuel Bach

Sonate für Violine und Cembalo D-Dur Wq 71

Franz Schubert

Sonate für Violine und Klavier a-Moll D 385

Normalpreis: 17/13 EUR

SA — 16 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

10. JAN 2026

ERLEBNISKONZERT

Aschenputtel räumt auf

Jörg Schade Schauspieler

Jeannette Wernecke Sopran

Mitglieder des

Gewandhausorchesters

Ein Musiktheaterstück für singenden

Schauspieler, Mezzosopran, Flöte, Fagott

und Harfe

von Jörg Schade und Franz-Georg Stähling

Empfohlen ab 5 Jahren

Normalpreis: 14 EUR

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

11. JAN 2026

KAMMERMUSIK

Sebastian Breuninger Violine

Michael Schönheit Hammerflügel

Franz Schubert

Sonate für Violine und Klavier

g-Moll D 408

Gewandhaus-Quartett

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

18. JAN 2026

QUARTETTGESELLSCHAFT

Gewandhaus-Quartett

Frank-Michael Erben Violine

Yun-Jin Cho Violine

Vincent Aucante Viola

Isang Enders Violoncello

Bernd Glemser Klavier

Wolfgang Amadeus Mozart

Streichquartett Es-Dur KV 428 (KV 421b)

César Franck

Quintett für Klavier, zwei Violinen, Viola

und Violoncello f-Moll FWV 7

Normalpreis: 24/20 EUR

180


JANUAR

MO — 19 UHR

BARLACH-EBENE

19. JAN 2026

AFTER WORK CONCERT

Im Rausch der Tiefe – unerhörte Klangwelten

Kontrabassisten

des Gewandhausorchesters

Felix Leissner, Karsten Heins,

Burak Marlali, Jiyoon Yang

Kontrabass

Werke von

Anton Bruckner, Astor Piazolla,

Detlev Glanert, Johann Sebastian Bach u. a.

sowie bekannte und unterhaltsame Hits

in ungewöhnlichen Bearbeitungen

Normalpreis: 20 EUR

MI — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

21. JAN 2026

M U S I C A N O V A

FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN

KULTUR IN SACHSEN 2026

Erwin Schulhoff

Ensemble Avantgarde

Steffen Schleiermacher

Klavier/Leitung/Moderation

Erwin Schulhoff

Tempo di Fox à la Hawaii – aus der Partita

für Klavier

11 Inventionen op. 36

Hot-Sonate

Ironien op. 34 WV 55 (Auszüge)

Susi

Optimistische Komposition – aus der Studie

WV 119

Concertino für Violine, Flöte und Kontrabass

Normalpreis: 14 EUR

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

22./23. JAN 2026

GROSSES CONCERT

FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN

KULTUR IN SACHSEN 2026

Gewandhausorchester

GewandhausChor

Omer Meir Wellber Dirigent

Erwin Schrott Bariton

Paul Ben-Haim

1. Sinfonie

Ernest Bloch

Avodath Hakodesh (Gottesdienst)

für Bariton, Chor und Orchester

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum

PERSPEKTIVWECHSEL ein: Töne pflegen – zu Herausforderungen

des Tacheles-Redens in religiösem und

gesamtgesellschaftlichem Kontext mit der Rabbinerin

Esther Jonas-Märtin

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Omer Meir Wellber

181


JANUAR

SA — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

24. JAN 2026

KLAVIERABEND

Steinway-Preisträgerkonzert

Svetlana Andreeva

1. Preisträgerin des Orléans Concours International 2024

Leoš Janáček

Im Nebel

Thierry Escaich

Les Litanies de l’ombre

Karol Szymanowski

Masken – drei Stücke für Klavier op. 34

Tristan Murail

La Mandragore

Maurice Ravel

Oiseaux tristes – aus »Miroirs«

Alexander Skrjabin

7. Sonate C-Dur op. 64 (»Weiße Messe«)

Normalpreis: 14 EUR

Kooperation von Gewandhaus zu Leipzig,

Steinway & Sons, Orléans Concours International

und MDR KLASSIK/MDR KULTUR

SO — 16 UHR

GROSSER SAAL

25. JAN 2026

Antonín Dvořák

Largo – 2. Satz der 9. Sinfonie e-Moll op. 95

(»Aus der neuen Welt«)

George Gershwin

Rhapsody in Blue

(Die Werke erklingen in Transkriptionen für

Orgel zu vier Händen und Füßen von Markus

und Pascal Kaufmann sowie Arthur Willis.)

Normalpreis: 8 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

25. JAN 2026

KAMMERMUSIK

KAMMERMUSIKAUSTAUSCH

MIT DER SÄCHSISCHEN STAATSKAPELLE

DRESDEN

Stuttgarter Kammerduo

Rosa Neßling-Fritsch Violine

Sebastian Fritsch Violoncello

Werke von

Wolfgang Amadeus Mozart,

Reinhold Glière, Gregor Hübner,

Johan Halvorsen und Maurice Ravel

Normalpreis: 17/13 EUR

ORGELSTUNDE

Auf in die neue Welt!

Markus und Pascal Kaufmann Orgel

Antonín Dvořák

Adagio – Allegro molto – 1. Satz

der 9. Sinfonie e-Moll op. 95

(»Aus der neuen Welt«)

Aram Chatschaturjan

Adagio aus dem Ballett »Spartakus«

Gustav Holst

Jupiter, the Bringer of Jollity – aus der

Orchestersuite »Die Planeten« op. 32

Mao Fujita

182


JANUAR

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

29./30. JAN 2026

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Andrew Manze Dirigent

Mao Fujita Klavier

Sergej Prokofjew

1. Sinfonie D-Dur op. 25 (»Symphonie

classique«)

Wolfgang Amadeus Mozart

Konzert für Klavier und Orchester

C-Dur KV 467

Grażyna Bacewicz

Konzert für Streichorchester

Ludwig van Beethoven

1. Sinfonie C-Dur op. 21

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum

NACHKLANG ein: Kommen Sie ins Gespräch mit Musikerinnen

und Musikern des Gewandhausorchesters.

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Präsentiert von Kieback&Peter

SA — 10 UHR

GEWANDHAUS

31. JAN 2026

HEREINSPAZIERT!

Tag der offenen Tür

des Gewandhausorchesters

Backstage-Führungen, Orgelpräsentation, Workshops,

Kammermusik, Konzerte mit dem Gewandhausorchester

sowie gemütlicher Ausklang in Lounge-Atmosphäre.

Eintritt frei

183


FEBRUAR

SO — 16 UHR

GROSSER SAAL

01. FEB 2026

ORGELSTUNDE

Französische Orgelsinfonik

Michael Schönheit Orgel

Alexandre Guilmant

1. Sonate für Orgel d-Moll op. 42

Marcel Dupré

Präludium und Fuge g-Moll op. 7/3

Louis Vierne

1. Sinfonie für Orgel d-Moll op. 14

Normalpreis: 8 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

01. FEB 2026

KAMMERMUSIK

Valentino Worlitzsch Violoncello

Elisabeth Brauß Klavier

Ludwig van Beethoven

Sonate für Violoncello und Klavier

g-Moll op. 5/2

Benjamin Britten

Sonate für Violoncello und Klavier

C-Dur op. 65

Dmitri Schostakowitsch

Sonate für Violoncello und Klavier

d-Moll op. 40

Normalpreis: 17/13 EUR

DO/FR/SO — 19.30/19.30/11 UHR

GROSSER SAAL

05./06./08. FEB 2026

GROSSES CONCERT

FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN

KULTUR IN SACHSEN 2026

Gewandhausorchester

MDR-Rundfunkchor

Andris Nelsons Dirigent

Nikola Hillebrand Sopran

Catriona Morison Alt

Werner Güra Tenor

Alexander Grassauer Bass

Felix Mendelssohn Bartholdy

Erde, Hölle und Himmel (»Christus«)

MWV A 26

Der 42. Psalm »Wie der Hirsch schreit«

op. 42 MWV A 15

Die erste Walpurgisnacht op. 60 MWV D 3

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr (DO/FR) und 10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Präsentiert von VNG AG

SA/SO — 16/11 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

07./08. FEB 2026

SALONMUSIK

FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN

KULTUR IN SACHSEN 2026

Das gibt’s nur einmal: Könige der

Freizügigkeit – das Operettenimperium

der Gebrüder Rotter

Salonorchester CAPPUCCINO

Albrecht Winter Leitung

Normalpreis: 29/23 EUR

184


FEBRUAR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

08. FEB 2026

KAMMERMUSIK

FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN

KULTUR IN SACHSEN 2026

Pasakas Bläserquintett Leipzig

Johanna Sigler Flöte

Amanda Tauriņa Oboe

Matthias Kreher Klarinette

Juliane Fleischmann Horn

Eckehard Kupke Fagott

Ingolf Barchmann Bassklarinette

Pavel Haas

Bläserquintett op. 10

Alexandre Tansman

Suite für Oboe, Klarinette und Fagott

Ilse Fromm-Michaels

Vier Puppen für Bläserquintett

Leoš Janáček

Sextett »Mládí« für Blasinstrumente

Hans Winterberg

Bläserquintett

Normalpreis: 17/13 EUR

Franz Welser-Möst

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

12./ 13. FEB 2026

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Franz Welser-Möst Dirigent

Daniel Ottensamer Klarinette

Josef Strauß

Walzer »Geheime Anziehungskräfte« op. 173

(»Dynamiden«)

Stephan Koncz

Neues Konzert für Klarinette und Orchester

(Uraufführung)

Richard Strauss

Suite aus der Oper »Der Rosenkavalier«

op. 59 (eingerichtet von Franz Welser-Möst)

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Daniel Ottensamer

185


FEBRUAR

SO — 16 UHR

GROSSER SAAL

15. FEB 2026

ORGELSTUNDE

Johann Pachelbel und Johann Kuhnau –

zwei mitteldeutsche Meister des Barock

Michael Schönheit Wegscheider-Orgel

Johann Pachelbel

Präludium und Fuge d-Moll

Partita »Christus, der ist mein Leben«

Johann Kuhnau

Der Streit zwischen David und Goliath –

1. Sonate aus »Musicalische Vorstellung

einiger biblischer Historien«

Johann Pachelbel

Partita über den Choral

»Was Gott tut, das ist wohlgetan«

Ciaccona d-Moll

Normalpreis: 8 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

15. FEB 2026

QUARTETTGESELLSCHAFT

Jerusalem Quartet

Alexander Pavlovsky Violine

Sergei Bresler Violine

Ori Kam Viola

Kyril Zlotnikov Violoncello

Elisabeth Leonskaja Klavier

Johannes Brahms

Quintett für Klavier, zwei Violinen,

Viola und Violoncello f-Moll op. 34

Antonín Dvořák

Quintett für Klavier, zwei Violinen,

Viola und Violoncello A-Dur op. 81

Normalpreis: 24/20 EUR

MO — 16 UHR

GROSSER SAAL

16. FEB 2026

SALONMUSIK

Rosenmontagskonzert

Das Neue-SalonOrchester-Leipzig feiert

den 120. Geburtstag von Gerhard Winkler –

nach dem Motto: Schütt die Sorgen in

ein Gläschen Wein!

Neues-SalonOrchester-Leipzig

Roland Schubert Gesang

Sebastian Ude Leitung/Primarius

Malte Arkona Moderation

Normalpreis: 28 EUR

DO/FR/SO — 19.30/19.30/11 UHR

GROSSER SAAL

19./20./22. FEB 2026

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

GewandhausChor

Franz Welser-Möst Dirigent

Slávka Zámečníková Sopran

Julian Prégardien Tenor

Martin Summer Bass

Joseph Haydn

Oratorium »Die Jahreszeiten«

Hob. XXI:3

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr (DO/FR) und 10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

186


FEBRUAR

MEET THE MOA – Young Artists on Stage

Mitglieder der Mendelssohn-Orchesterakademie

FR — 19 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

20. FEB 2026

ERÖFFNUNGSKONZERT

Mitglieder der Mendelssohn-

Orchesterakademie & Gäste

Elisaveta Blumina Leitung

Solokonzerte von

Claude Debussy, Wolfgang Amadeus Mozart,

Robert Schumann

Im Anschluss an das Konzert ist eine Lounge geplant.

Normalpreis: 20 EUR

SA — 10 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

21. FEB 2026

ÖFFENTLICHE PROBE

Mitglieder der Mendelssohn-

Orchesterakademie & Gäste

Elisaveta Blumina Leitung

Normalpreis: 5 EUR

187


FEBRUAR

SA — 15 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

21. FEB 2026

GESPRÄCHSKONZERT

Mitglieder der Mendelssohn-

Orchesterakademie

Nele Kemmerich Moderation

Béla Bartók

Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug

Sz 110

Normalpreis: 5 EUR

SA — 19 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

21. FEB 2026

KONZERT

Mitglieder der Mendelssohn-

Orchesterakademie & Gäste

Elisaveta Blumina Leitung

Solokonzerte von

Giovanni Bottesini, Franz Anton Hoffmeister,

Wolfgang Amadeus Mozart

Normalpreis: 20 EUR

SO — 11 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

22. FEB 2026

ABSCHLUSSMATINEE

Mitglieder der Mendelssohn-

Orchesterakademie & Gäste

Elisaveta Blumina Leitung

Solokonzerte von

Johann Georg Albrechtsberger, Joseph

Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart

Normalpreis: 20 EUR

Kirill Gerstein

SO — 16 UHR

GROSSER SAAL

22. FEB 2026

ORGELSTUNDE

Von der Choralpartita zur Choralfantasie

Michael Schönheit Orgel

Johann Sebastian Bach

Partita sopra »Sei gegrüßet, Jesu gütig«

BWV 768

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sonate für Orgel d-Moll op. 65/6

MWV W 61 (»Vater unser«)

Johann Gottlob Töpfer

Grosse Concert-Fantasie über die Choralmelodie

»Mache dich, mein Geist, bereit«

Max Reger

Choralfantasie »Ein feste Burg ist unser

Gott« op. 27

Normalpreis: 8 EUR

188


FEBRUAR

SO — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

22. FEB 2026

LIEDERABEND

FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN

KULTUR IN SACHSEN 2026

HK Gruber Gesang/Rezitation

Kirill Gerstein Klavier

Berlin im Licht – Ein Anti-Liederabend

»Anti-Liederabend« nennen Kirill Gerstein und HK Gruber

ihre Revue der Songs und Balladen von Kurt Weill und

Hanns Eisler auf Texte u. a. von Bertolt Brecht, die kritisch

reflektierend den Weg vom Ende einer Katastrophe über

die Errichtung einer neuen Gesellschaft bis hin zu deren

Scheitern andeuten.

Normalpreis: 30 EUR

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

26./27. FEB 2026

GROSSES CONCERT

FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT

Gewandhausorchester

Vasily Petrenko Dirigent

Boris Giltburg Klavier

Arvo Pärt

Greater Antiphons für Streichorchester

(Deutsche Erstaufführung)

Béla Bartók

3. Konzert für Klavier und Orchester Sz 119

Sergej Rachmaninoff

Sinfonische Tänze op. 45

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

SA — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

28. FEB 2026

KLAVIERABEND

Steinway-Preisträgerkonzert

Su Yeon Kim

1. Preisträgerin der Montreal International

Musical Competition 2021

Johann Sebastian Bach

2. Französische Suite c-Moll BWV 813

Claude Debussy

Aus Douze préludes, premier livre L 117:

Danseuses de Delphes

Le vent dans la plaine

Ce qu’a vu le vent d’ouest

César Franck

Prélude, choral et fugue FWV 21

Franz Liszt

Zwei Konzertetüden S 145

Fryderyk Chopin

3. Ballade As-Dur op. 47

1. Ballade g-Moll op. 23

2. Ballade F-Dur op. 38

4. Ballade f-Moll op. 52

Kooperation von Gewandhaus zu Leipzig, Steinway & Sons,

Montreal International Musical Competition und MDR

KLASSIK/MDR KULTUR

Normalpreis: 14 EUR

Su Yeon Kim

189


MÄRZ

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

01. MRZ 2026

KAMMERMUSIK

FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN

KULTUR IN SACHSEN 2026

ALFRED SZENDREI ZUM 50. TODESTAG

Jan Philip Schulze Klavier

Mitglieder des

Gewandhausorchesters

und des MDR-Sinfonieorchesters

Mitglieder des Solistenensembles

der Oper Leipzig

Alfred Szendrei

Klavierlieder, Kammermusik

und Auszüge aus der Oper

»Der türkisenblaue Garten«

sowie Werke anderer Komponisten

Alfred Szendrei wirkte als Kapellmeister am

Leipziger Opernhaus und war als Gründungsdirigent

des Leipziger Rundfunk-Sinfonieorchesters und -Chores

ein Pionier des Mediums Rundfunk. Das Konzert erinnert

an den Ausnahmemusiker, der 1976 in Los Angeles

verstarb.

Normalpreis: 17/13 EUR

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

05./06. MRZ 2026

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Michael Sanderling Dirigent

Hélène Grimaud Klavier

Sergej Prokofjew

Auszüge aus dem Ballett »Cinderella«

op. 87

George Gershwin

Concerto in F für Klavier und Orchester

Edward Elgar

Variationen für Orchester op. 36

(»Enigma-Variationen«)

Konzerteinführung mit Niklas Schächner

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Präsentiert von DHL

Hélène Grimaud

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

08. MRZ 2026

KAMMERMUSIK

Gewandhaus-Quartett

Frank-Michael Erben Violine

Yun-Jin Cho Violine

Vincent Aucante Viola

Isang Enders Violoncello

Ludwig van Beethoven

Sonate E-Dur op. 14/1

(Bearbeitung für Streichquartett)

Streichquartett D-Dur op. 18/3

Streichquartett Es-Dur op. 127

Normalpreis: 17/13 EUR

190


MÄRZ

MI — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

11. MRZ 2026

M U S I C A N O V A

China

Julia Sophie Wagner Sopran

Martin Steuber Gitarre

Ralf Mielke Flöte

Ensemble Avantgarde

Steffen Schleiermacher

Klavier/Leitung/Moderation

Pavel Haas

Chinesische Lieder op. 4

Isang Yun

Chinesische Bilder (Auszüge)

Die geheimnisvolle Flöte:

Anton Webern

aus: Vier Lieder op. 12

Rudolf Wagner-Régeny

aus: Lieder der Frühe

Egon Wellesz

aus: Lieder aus der Fremde op. 15

Isang Yun

Chinesische Bilder (Auszüge)

Gottfried von Einem

Fünf Lieder aus dem Chinesischen op. 8

Isang Yun

Chinesische Bilder (Auszüge)

Steffen Schleiermacher

Fünf Chinesische Kriegslieder

(Nachdichtung von Klabund)

(Uraufführung)

Xiaoyong Chen

Sheng Su

static and rotation

Evapora

Normalpreis: 14 EUR

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

12./ 13. MRZ 2026

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Semyon Bychkov Dirigent

Stefanie Irányi Sopran

Martin Mitterrutzner Tenor

Jongmin Park Bass

Igor Strawinsky

Pulcinella – Ballett in einem Akt

mit drei Solostimmen

Peter Tschaikowski

3. Sinfonie D-Dur op. 29

(»Polnische«)

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Präsentiert von PORSCHE

Semyon Bychkov

191


MÄRZ

SO — 11 UHR

GROSSER SAAL

15. MRZ 2026

CHOR-FAMILIENKONZERT

Schräge Vögel

Nachwuchschor

Guido Mattausch Leitung

GewandhausKinderchor

Walter Zoller Klavier

Mitglieder des

Gewandhausorchesters

Frank-Steffen Elster Leitung

Malte Arkona Moderation

Frank-Steffen Elster

Die Vogelhochzeit für Kinderchor

und Bläserquintett

und allerlei gefiedertes Gezwitscher

für Kinderchor und Instrumente

Empfohlen ab 6 Jahren

Normalpreis: 20 EUR

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.

Die ersten 200 Kinder haben freien Eintritt dank der

Stadtbau AG.

GewandhausKinderchor und Nachwuchschor

192


MÄRZ

MO — 19 UHR

BARLACH-EBENE

16. MRZ 2026

AFTER WORK CONCERT

Meister des Hintersinns

Grieg Quartett Leipzig

Elisabeth Dingstad Violine

Gunnar Harms Violine

Immo Schaar Viola

Christoph Vietz Violoncello

Werke von

Dmitri Schostakowitsch, Joseph Haydn

Normalpreis: 20 EUR

DO — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

19. MRZ 2026

SLAMCONFUSION

Carmen – Poetry Slam Konzert

Gewandhausorchester

Johanna Malangré Dirigentin

Livelyrix Poetry Slam

Poetry Slam trifft auf die berühmte Musik aus Bizets

»Carmen«: Wir nehmen Beziehungsmodelle in den Blick.

Normalpreis: 30 EUR

SA/SO — 16/11 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

21./22. MRZ 2026

SALONMUSIK

Das gibt’s nur einmal:

»Der Mann trieft von Musik!« –

Musikerfreundschaften

Salonorchester CAPPUCCINO

Albrecht Winter Leitung

Normalpreis: 29/23 EUR

SO — 11 UHR

GROSSER SAAL

22. MRZ 2026

FAMILIENKONZERT

Alice im Wunderland

Gewandhausorchester

Johanna Malangré Dirigentin

Henrik Albrecht

Orchestererzählung Alice im Wunderland

Ein Live-Hörspiel mit Orchester nach der berühmten

Geschichte von Lewis Carroll.

Normalpreis: 20 EUR

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.

Die ersten 200 Kinder haben freien Eintritt dank der

Stadtbau AG.

Johanna Malangré

193


MÄRZ

SO — 16 UHR

GROSSER SAAL

22. MRZ 2026

ORGELSTUNDE

Bachverehrer im 19. Jahrhundert

Michael Schönheit Orgel

Denny Wilke Orgel

Johann Sebastian Bach

Sinfonia aus der Kantate

»Wir danken dir, Gott, wir danken dir«

BWV 29 (Bearbeitung für Orgel

von Alexandre Guilmant)

Alexandre Guilmant

Élévation ou Communion dans le style de

J. S. Bach op. 65/43

Sortie dans le style de J. S. Bach op. 65/38

Robert Schumann

Studien für den Pedalflügel op. 56

(Fassung für Orgel)

Franz Liszt

Variationen über »Weinen, Klagen,

Sorgen, Zagen« von J. S. Bach S 180

(Bearbeitung für Orgel von Marcel Dupré)

Gustav Adolf Merkel

Sonate für Orgel zu vier Händen d-Moll

op. 30

Normalpreis: 8 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

22. MRZ 2026

KAMMERMUSIK

FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT

Gewandhaus-Bläserquintett

Katalin Kramarics Flöte

Susanne Wettemann Oboe

Andreas Lehnert Klarinette

Ralf Götz Horn

Albert Kegel Fagott

Karl Hermann Pilss

Serenade für Bläserquintett

Paul Juon

Bläserquintett op. 84

Arvo Pärt

Quintettino für Flöte, Oboe, Klarinette,

Horn und Fagott

Carl Nielsen

Bläserquintett op. 43

Normalpreis: 17/13 EUR

Mikis Takeover! Ensemble & Max Mutzke

SA — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

28. MRZ 2026

POPCONFUSION

Mikis Takeover! Ensemble

Ein Konzert der Extraklasse:

Pop und Klassik treffen aufeinander.

Normalpreis: 30 EUR

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.

194


MÄRZ

SA — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

28. MRZ 2026

A L T E M U S I K

BRANDENBURGISCHE KONZERTE

IM KONTEXT II

Neues Bachisches Collegium Musicum

Reinhard Goebel Dirigent

Anonymus

Sonata für sechs Violinen und Basso continuo

Georg Philipp Telemann

Concerto für drei Oboen, drei Violinen

und Basso continuo B-Dur TWV 44:43

Johann Sebastian Bach

3. Brandenburgisches Konzert G-Dur

BWV 1048

4. Brandenburgisches Konzert G-Dur

BWV 1049

Georg Philipp Telemann

Concerto für zwei Oboen, zwei Violinen,

zwei Violen, Fagott und Basso continuo

TWV 53:G1 (»Concerto françois«)

Normalpreis: 30 EUR

MO — 19 UHR

GROSSER SAAL

30. MRZ 2026

SAISONVORSCHAU

Präsentation

der Saison 2026/2027

Eintritt frei

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

29. MRZ 2026

KAMMERMUSIK

Nathalie Schmalhofer Violine

Vincent Lo Violoncello

Moeko Ezaki Klavier

Robert Schumann

Fünf Stücke im Volkston op. 102

Franz Schubert

Sonate für Violine und Klavier A-Dur D 574

Johannes Brahms

1. Trio für Klavier, Violine und Violoncello

H-Dur op. 8

Normalpreis: 17/13 EUR

Gewandhausdirektor Andreas Schulz präsentiert mit Gästen

die neue Spielzeit

195


APRIL

Thomanerchor Leipzig

DO/FR — 19 UHR

THOMASKIRCHE

02./03. APR 2026

GROSSES CONCERT

PASSION

Gewandhausorchester

Thomanerchor Leipzig

Andreas Reize Dirigent

Catalina Bertucci Sopran

Anna Lucia Richter Alt

Joshua Ellicott Tenor

Rafael Fingerlos Bass (Christus)

Franz Xaver Schlecht Bass (Arien)

Johann Sebastian Bach

Johannes-Passion BWV 245

Normalpreis: 80/61/49/37 EUR

FR — 15 UHR

GROSSER SAAL

03. APR 2026

PASSIONSMUSIK

Zur Sterbestunde Christi

»Es ist vollbracht«

Gotthold Schwarz Bass

Katharina Dargel Viola

Michael Schönheit

Wegscheider-Orgel und Schuke-Orgel/Klavier

Werke von

Georg Böhm, Johann Sebastian Bach,

Sigfrid Karg-Elert

Normalpreis: 18 EUR

196


APRIL

SO — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

05. APR 2026

KONZERT ZUM OSTERSONNTAG

Festliche Musik zum Osterfest

Isabel Schicketanz Sopran

Marie-Henriette Reinhold Alt

Tobias Hunger Tenor

Gotthold Schwarz Bass

Collegium Vocale Leipzig

Merseburger Hofmusik

Michael Schönheit Orgel/Leitung

Johann Sebastian Bach

Toccata und Fuge in d BWV 538

Sechs Osterchoräle aus dem

Orgelbüchlein BWV 625–630

Präludium und Fuge D-Dur BWV 532

Kommt, eilet und laufet BWV 249

(»Oster-Oratorium«)

Normalpreis: 18 EUR

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

09./ 10. APR 2026

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Cristian Măcelaru Dirigent

Antoine Tamestit Viola

Alfred Schnittke

Konzert für Viola und Orchester

Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie g-Moll KV 183

Arthur Honegger

3. Sinfonie (»Liturgique«)

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum

PERSPEKTIVWECHSEL ein: Töne in Todesnähe – zu Nahtoderfahrungen

und musikalischer Halluzination mit dem

Neuropsychologen Dr. Birk Engmann

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

MO — 19 UHR

BARLACH-EBENE

13. APR 2026

AFTER WORK CONCERT

Brass Delikatessen

Gewandhaus Brass Quintett

Lukas Beno Trompete

Jonathan Müller Trompete

Jan Wessely Horn

Tobias Hasselt Posaune

David Cribb Tuba

Werke von

Leonard Bernstein, Franz Liszt,

Felix Mendelssohn Bartholdy, Jan Koetsier,

John Cheetham, Anders Soldh, Paul Nagle

u. a.

Normalpreis: 20 EUR

Antoine Tamestit

197


APRIL

DO — 19 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

16. APR 2026

C L A S H ! ?

GewandhausKinderchor

und Gäste

Leipziger Schülerinnen

und Schüler

Frank-Steffen Elster Leitung

Wir öffnen die Bühne für Wünsche, Träume,

Gefühle und Missverständnisse aller Art.

Workshops, Wettbewerb und Konzert drehen

sich um die Themen, die Jugendliche heute bewegen.

Wir wollen vielfältige Stimmen und einen regen

und kontroversen Austausch zwischen diesen

Stimmen fördern.

Empfohlen ab 12 Jahren

Normalpreis: 8 EUR

DO/FR/SO — 19.30/19.30/11 UHR

GROSSER SAAL

16./ 17./ 19. APR 2026

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Herbert Blomstedt Dirigent

Anton Bruckner

4. Sinfonie Es-Dur WAB 104

(»Romantische«)

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr (DO/FR) und 10.15 Uhr (SO)

im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum

NACHKLANG ein: Kommen Sie ins Gespräch mit Musikerinnen

und Musikern des Gewandhausorchesters.

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

CLASH!? im April 2023

198


APRIL

Martha Argerich

SA — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

18. APR 2026

KLAVIERABEND

Martha Argerich Klavier

Sophie Pacini Klavier

Franz Liszt

Les Préludes – 3. Sinfonische Dichtung S 97

Johannes Brahms

Variationen über ein Thema von Joseph Haydn

für zwei Klaviere op. 56b

Dmitri Schostakowitsch

Concertino für zwei Klaviere a-Moll op. 94

Claude Debussy

Prélude à l’après-midi d’un faune

(Fassung für zwei Klaviere)

Wolfgang Amadeus Mozart

Sonate für Klavier zu vier Händen D-Dur

KV 381 (KV 123a)

Franz Liszt

Concerto pathétique S 258 für zwei Klaviere

Normalpreis: 50/40/35/30/20/6 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

19. APR 2026

QUARTETTGESELLSCHAFT

Juilliard String Quartet

Areta Zhulla Violine

Ronald Copes Violine

Molly Carr Viola

Astrid Schween Violoncello

Ludwig van Beethoven

Streichquartett B-Dur op. 130

Jörg Widmann

8. Streichquartett

(Studie über Beethoven III)

Cavatina – 10. Streichquartett

(Studie über Beethoven V)

Ludwig van Beethoven

Große Fuge B-Dur op. 133

Im Anschluss an das Konzert Gespräch

mit Künstlerinnen und Künstlern des Abends

und Julia Kiefner im Leo-Schwarz-Foyer.

Normalpreis: 24/20 EUR

Juilliard String Quartet

199


APRIL

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

23./24. APR 2026

GROSSES CONCERT

GROSSES CONCERT

DER GESELLSCHAFT DER FREUNDE

DES GEWANDHAUSES ZU LEIPZIG E. V.

Gewandhausorchester

Andris Nelsons Dirigent

Klaus Florian Vogt Tenor (Siegmund)

Sarah Wegener Sopran (Sieglinde)

Vitalij Kowaljow Bass (Hunding)

Robert Schumann

1. Sinfonie B-Dur op. 38

(»Frühlingssinfonie«)

Richard Wagner

1. Akt aus der Oper »Die Walküre«

WWV 86B

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Präsentiert von der Gesellschaft der Freunde

des Gewandhauses zu Leipzig

SA — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

25. APR 2026

ORGELKONZERT

ZUM 40-JÄHRIGEN DIENSTJUBILÄUM

VON GEWANDHAUSORGANIST

MICHAEL SCHÖNHEIT

Die sinfonische Orgel

Michael Schönheit Orgel

Franz Liszt

Präludium und Fuge über B-A-C-H S 260

Fantasie und Fuge über den Choral

»Ad nos, ad salutarem undam«

Johann Sebastian Bach

Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552

Charles-Marie Widor

5. Sinfonie für Orgel f-Moll op. 42/1

Konzerteinführung mit Michael Schönheit

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 18 EUR

SA — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

25. APR 2026

A L T E M U S I K

BRANDENBURGISCHE KONZERTE

IM KONTEXT III

Neues Bachisches Collegium Musicum

Reinhard Goebel Dirigent

Johann Ludwig Krebs

Concerto für Cembalo, Traversflöte

und Streicher h-Moll

Johann Sebastian Bach

5. Brandenburgisches Konzert D-Dur

BWV 1050

Christoph Schaffrath

Sonata a 4 für drei Violinen und Basso

continuo

Andris Nelsons

200


APRIL

François Couperin

Sonate für zwei Violinen, zwei Viole da gamba

und Basso continuo (»La Sultane«)

Johann Sebastian Bach

6. Brandenburgisches Konzert B-Dur

BWV 1051

Normalpreis: 30 EUR

Klaus Florian Vogt

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

26. APR 2026

KAMMERMUSIK

Klaus Florian Vogt Tenor

Gewandhaus-Oktett

Andreas Seidel Violine

Karl Heinrich Niebuhr Violine

Vincent Aucante Viola

Veronika Wilhelm Violoncello

Christian Ockert Kontrabass

Peter Schurrock Klarinette

David Petersen Fagott

Bernhard Krug Horn

Franz Schubert

Die schöne Müllerin D 795 (Liederzyklus

für Tenor und Kammerensemble arrangiert

von Andreas N. Tarkmann)

Normalpreis: 17/13 EUR

MI — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

29. APR 2026

M U S I C A N O V A

Ensemble

Julia Sophie Wagner Sopran

Ensemble Avantgarde

Steffen Schleiermacher

Klavier/Leitung/Moderation

Georg Katzer

Sechs Bagatellen

Reiner Bredemeyer

Lieder mit Gitarre

Isang Yun

Gagok

Wolfgang Rihm

Antlitz

Friedrich Goldmann

Herzstück

Steffen Schleiermacher

Herakles

Normalpreis: 14 EUR

DO — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

30. APR 2026

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Petr Popelka Dirigent

Andreas Buschatz Violine

Béla Bartók

2. Konzert für Violine und Orchester Sz 112

Claude Debussy

Jeux – Tanzpoem in einem Akt

Maurice Ravel

La valse – Poème choréographique pour orchestre

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

201


MAI

FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

01. MAI 2026

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Petr Popelka Dirigent

Andreas Buschatz Violine

Béla Bartók

2. Konzert für Violine und Orchester Sz 112

Claude Debussy

Jeux – Tanzpoem in einem Akt

Maurice Ravel

La valse – Poème choréographique

pour orchestre

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert laden wir zum PERSPEKTIV-

WECHSEL ein: Töne im Spiel – warum wir spielen und

inwiefern Musik »spielt« mit dem Philosophen und Spieltheoretiker

Dr. Christian Klager

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

SA — 16 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

02. MAI 2026

ERLEBNISKONZERT

Keloglan und die 40 Räuber

nach einem Märchen aus Anatolien

Mitglieder

des Gewandhausorchesters

Sinem Altan Klavier

Ensemble Olivinn

Sinem Altan

Keloglan und die 40 Räuber

Blechbläser des Gewandhausorchesters treffen auf

traditionelle türkische Instrumente

Empfohlen ab 5 Jahren

Normalpreis: 14 EUR

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.

Gewandhausorchester

202


MAI

SO — 16 UHR

GROSSER SAAL

03. MAI 2026

SALONMUSIK

Frühlingskonzert

»Mit Musik geht alles besser« –

mit CAPPUCCINO in den Mai

Salonorchester CAPPUCCINO

Albrecht Winter Leitung

Normalpreis: 28 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

03. MAI 2026

CHÖRE

Von der Liebe

GewandhausJugendchor

Mitglieder

des Gewandhausorchesters

Theresa Heidler Orgel/Klavier

Frank-Steffen Elster Leitung

Johannes Weyrauch

Eine Kantate von der Liebe WeyWV 93a

für gemischten Chor, Streicher und Orgel

sowie Chormusik über die Liebe von

John Dowland, Johannes Brahms,

Benjamin Britten, Paul Hindemith,

Eric Whitacre u. a.

Normalpreis: 14 EUR

Grigory Sokolov

MI — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

06. MAI 2026

KLAVIERABEND

Grigory Sokolov Klavier

Das Programm wird zu einem späteren

Zeitpunkt bekanntgegeben.

Normalpreis: 50/40/35/30/20/6 EUR

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

10. MAI 2026

KAMMERMUSIK

Gewandhaus-Quartett

Frank-Michael Erben Violine

Yun-Jin Cho Violine

Vincent Aucante Viola

Isang Enders Violoncello

Ludwig van Beethoven

Streichquartett c-Moll op. 18/4

Streichquartett Es-Dur op. 74

(»Harfenquartett«)

Streichquartett a-Moll op. 132

Normalpreis: 17/13 EUR

203


MAI

SO — 18 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

17. MAI 2026

QUARTETTGESELLSCHAFT

Yulianna Avdeeva

DO/FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

14./ 15. MAI 2026

FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN

KULTUR IN SACHSEN 2026

Quatuor Danel

Marc Danel Violine

Gilles Millet Violine

Vlad Bogdanas Viola

Yovan Markovitch Violoncello

Marc-André Hamelin Klavier

Dmitri Schostakowitsch

Quintett für Klavier, zwei Violinen,

Viola und Violoncello g-Moll op. 57

Alfred Schnittke

Quintett für Klavier, zwei Violinen,

Viola und Violoncello

Mieczysław Weinberg

Quintett für Klavier, zwei Violinen,

Viola und Violoncello f-Moll op. 18

Normalpreis: 24/20 EUR

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Andris Nelsons Dirigent

Yulianna Avdeeva Klavier

Sergej Rachmaninoff

2. Konzert für Klavier und Orchester

c-Moll op. 18

Dmitri Schostakowitsch

10. Sinfonie e-Moll op. 93

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Quatuor Danel

204


MAI

SO — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

24. MAI 2026

ORGELKONZERT | CHÖRE

FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT

»By the Rivers of Babylon«

Psalm 137 vom Psalmton bis Boney M.

Solistinnen und Solisten

GewandhausChor

Michael Schönheit Orgel

Gregor Meyer Leitung

Werke von

Johann Adam Reincken, Johann Sebastian

Bach, Franz Liszt, Arvo Pärt, Boney M.

u. a.

Normalpreis: 18 EUR

SA/SO — 16 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

30./31. MAI 2026

CHÖRE

Von Zwergen, Riesen und Kindern –

Szenische Produktion

GewandhausKinderchor

Mitglieder des Gewandhausorchesters

Frank-Steffen Elster Leitung

Philipp J. Neumann Inszenierung/Bühnenbild

Karoline Schreiber Kostüme

Frank-Steffen Elster

Von Zwergen, Riesen und Kindern –

Eine Kinderoper frei nach Kunstmärchen

von Oscar Wilde (Auftragswerk des

Gewandhausorchesters, Uraufführung 2017,

Neuinszenierung 2026)

Normalpreis: 20 EUR

Kompositionsauftrag des Gewandhauses zu Leipzig,

finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

GewandhausKinderchor

205


JUNI

SA — 10 UHR

GEWANDHAUS

06. JUN 2026

MUSIKFEST FÜR ALLE

Ein Tag im Gewandhaus für Jung

und Alt zum Hören und Staunen

Eintritt frei

KONZERTE IM RAHMEN

DES BACHFESTES

DO — 20 UHR

GROSSER SAAL

11. JUN 2026

KLAVIERABEND

Zyklus Bachs Clavierübungen

Sir András Schiff Klavier

Johann Sebastian Bach

Clavierübung Teil I: 6 Partiten

BWV 825–830

Normalpreis: 65/52/39/25 EUR inkl. VVK-Gebühr

Karten ab Mitte November 2025 unter

www.bachfestleipzig.de

SO — 16 UHR

GROSSER SAAL

07. JUN 2026

ORGELSTUNDE

Romantische Orgelsonaten

Michael Schönheit Orgel

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sonate für Orgel B-Dur op. 65/4

MWV W 59

Julius Reubke

Sonate für Orgel c-Moll (»Der 94. Psalm«)

Alexandre Guilmant

1. Sonate für Orgel d-Moll op. 42

Normalpreis: 8 EUR

Sir András Schiff

206


JUNI

SA — 16 UHR

GROSSER SAAL

13. JUN 2026

KLAVIERABEND

Zyklus Bachs Clavierübungen

Sir András Schiff Klavier

Johann Sebastian Bach

Clavierübung Teil II: Partita h-Moll BWV 831

(»Ouvertüre nach französischer Art«)

Italienisches Konzert BWV 971

Clavierübung Teil IV: Aria mit 30 Veränderungen

BWV 988 (»Goldberg-Variationen«)

Normalpreis: 65/52/39/25 EUR inkl. VVK-Gebühr

Karten ab Mitte November 2025 unter

www.bachfestleipzig.de

SO — 14 UHR

LUTHERKIRCHE LEIPZIG

14. JUN 2026

A L T E M U S I K

Neues Bachisches Collegium Musicum

Mahan Esfahani Cembalo

Reinhard Goebel Dirigent

Johann Adolph Scheibe

Sinfonie B-Dur

Johann Gottfried Müthel

Concerto für zwei Fagotte, Streicher

und Basso continuo Es-Dur

Johann Philipp Kirnberger

Sinfonia con Fuga c-Moll

Johann Ludwig Krebs

Concerto für Cembalo, Traversflöte

und Streicher h-Moll

Johann Gottlieb Goldberg

Konzert für Cembalo, Streicher und

Basso continuo d-Moll

Normalpreis: 65/49/25 EUR inkl. VVK-Gebühr

Karten ab Mitte November 2025 unter

www.bachfestleipzig.de

SO — 16 UHR

GROSSER SAAL

14. JUN 2026

ORGELSTUNDE

Mit Bach in Italien

Michael Schönheit Orgel

Johann Sebastian Bach

Italienisches Konzert BWV 971

(Fassung für Orgel)

Concerto in d-Moll BWV 596

Pastorella F-Dur BWV 590

Concerto in a-Moll BWV 593

Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564

Normalpreis: 8 EUR

DI — 17 UHR

GROSSER SAAL

16. JUN 2026

KLAVIERABEND

Zyklus Bachs Clavierübungen

Sir András Schiff Klavier

Johann Sebastian Bach

Die Kunst der Fuge BWV 1080

Normalpreis: 65/52/39/25 EUR inkl. VVK-Gebühr

Karten ab Mitte November 2025 unter

www.bachfestleipzig.de

207


JUNI

DO/FR/SO — 19.30/19.30/11 UHR

GROSSER SAAL

18./ 19./21. JUN 2026

GROSSES CONCERT

Steffen Schleiermacher

MI — 19.30 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

17. JUN 2026

M U S I C A N O V A

George Crumb & John Cage

Ralf Mielke Flöte

Matthias Kreher Klarinette

Andreas Seidel Violine

Steffen Schleiermacher Klavier/Moderation

John Cage

Six melodies

George Crumb

Five pieces for piano

John Cage

Nocturne

George Crumb

Night Music II

John Cage

Suite for Toy Piano

George Crumb

Eleven Echoes

Normalpreis: 14 EUR

IM RAHMEN DES BACHFESTES

FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT

Gewandhausorchester

Andris Nelsons Dirigent

Yunchan Lim Klavier

Arvo Pärt

Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte …

Robert Schumann

Konzert für Klavier und Orchester

a-Moll op. 54

Arvo Pärt

Collage über B-A-C-H

Robert Schumann

2. Sinfonie C-Dur op. 61

Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann

um 18.45 Uhr (DO/FR) und 10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck

Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum

NACHKLANG ein: Kommen Sie ins Gespräch mit Musikerinnen

und Musikern des Gewandhausorchesters.

Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR

Yunchan Lim

208


JUNI

SA — 19/21.30 UHR

MUSEUM DER BILDENDEN KÜNSTE LEIPZIG

20. JUN 2026

CHÖRE

FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT

Astonishing Estonia – Chormusik

aus Estland trifft Improvisationen

GewandhausChor

Gregor Meyer Leitung

Duo Stiehler/Lucaciu

Sascha Stiehler Klavier

Antonio Lucaciu Saxofon

Werke von

Arvo Pärt, Cyrillus Creek, Veljo Tormis

Normalpreis: 18 EUR

SA — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

20. JUN 2026

ORGELKONZERT

GewandhausChor im Museum der bildenden Künste Leipzig

SA/SO — 16/11 UHR

MENDELSSOHN-SAAL

20./21. JUN 2026

SALONMUSIK

Das gibt’s nur einmal:

Zwischen Fichtelberg und Kap Arkona –

»Kaffeehaus« in Ostdeutschland

Salonorchester CAPPUCCINO

Albrecht Winter Leitung

Normalpreis: 29/23 EUR

IM RAHMEN DES BACHFESTES

Mit Bach in Paris

Michael Schönheit Orgel

Johann Sebastian Bach

Fantasie G-Dur BWV 572 (»Pièce d’Orgue«)

César Franck

Pièce héroïque | 1. Choral E-Dur

Prélude, fugue et variation h-Moll op. 18

Johann Sebastian Bach

Passacaglia c-Moll BWV 582

César Franck

2. Choral h-Moll

Johann Sebastian Bach

Präludium und Fuge a-Moll BWV 543

César Franck

3. Choral a-Moll

Konzerteinführung mit Michael Schönheit

um 18.45 Uhr im Schumann-Eck

Normalpreis: 18 EUR

209


JUNI/JULI

FR — 19.30 UHR

GROSSER SAAL

26. JUN 2026

GROSSES CONCERT

Gewandhausorchester

Andris Nelsons Dirigent

Lang Lang Klavier

Ludwig van Beethoven

Ouvertüre zum Ballett

»Die Geschöpfe des Prometheus« op. 43

3. Konzert für Klavier und Orchester

c-Moll op. 37

5. Konzert für Klavier und Orchester

Es-Dur op. 73

Normalpreis: 150/120/100/85/75/60 EUR

Präsentiert von ACL

FR/SA — 20.30 UHR

OPEN-AIR-BÜHNE IM ROSENTAL

03./04. JUL 2026

GROSSES CONCERT

KLASSIK AIRLEBEN

Gewandhausorchester

Sakari Oramo Dirigent

Familiennachmittag am Sonnabend ab 16 Uhr

Eintritt frei

Präsentiert von PORSCHE

Lang Lang

210


JUNI/JULI

211


212


SERVICE

213


Unser Abonnement-

Angebot für Sie:

• 6 oder 3 Konzerte auf Ihrem Stammplatz

• Vorkaufsrecht für alle Saisonhöhepunkte

• 30% Preisvorteil gegenüber Einzelverkauf

• kostenfreie Anreise mit Bus & Bahn

• gratis: Gewandhausmagazin und digitales

Abendprogrammheft

• Zugang zum Vorteilsprogramm »Mein Gewandhaus«

www.gewandhausorchester.de/abo

214


SERVICE

Ihr Ticketservice

IHRE KARTENBESTELLUNG

T +49 341 1270-280

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GEWANDHAUSKASSE

Öffnungszeiten:

– Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, an

Konzerttagen durchgehend bis Konzertbeginn

– Sonnabend von 10 bis 14 Uhr

sowie immer eine Stunde vor Konzertbeginn

Vom 30. Juni bis 17. August 2025 haben wir

Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr für Sie

geöffnet. In diesem Zeitraum ist die Gewandhauskasse

am Sonnabend geschlossen.

WEBSHOP

Auf www.gewandhausorchester.de können Sie

bequem von zu Hause aus Konzertkarten, Ihre

Gewandhausorchestercard oder ein Abonnement

bestellen. Zahlungen sind per Kreditkarte

(VISA Card & Master Card), Google Pay

und Klarna möglich. Sie können zwischen

Zusendung der Tickets, Abholung an der

Abendkasse (bei kurzfristigen Buchungen)

und digitalen Tickets (Wallet, mobile tickets,

print@home) wählen.

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Gewandhaus zu Leipzig

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Augustusplatz 8 | 04109 Leipzig

VERKAUFSSTART

Der Freiverkauf für die Konzerte der Saison

2025/2026 startet am 21. Juni 2025. Schriftliche

Reservierungsanfragen vor dem Verkaufsstart

sind leider nicht möglich. Aufgrund von

Abonnements und Gruppenbuchungen können

einzelne Konzerte bereits ausgebucht sein.

GRUPPENBESTELLUNGEN

Bei einer Bestellung ab 15 Personen pro Veranstaltung

steht Ihnen unsere Mitarbeiterin

in der Großkundenbetreuung zur Verfügung:

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F +49 341 1270-222

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Für Abonnenten steht das Servicebüro Abonnement

im Mendelssohn-Foyer zur Verfügung.

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abo@gewandhaus.de

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– Montag bis Freitag von 12 bis 18 Uhr

sowie vor Großen Concerten

am Donnerstag und Freitag von 12 bis 19.30 Uhr

– vom 30. Juni bis 17. August 2025

Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr.

ERMÄSSIGUNGEN

Wir bieten für berechtigte Personen grup pen

Rabatte auf den Kartenpreis an. Der Ermäßigungsnachweis

ist unserem Einlasspersonal

unaufgefordert vorzuzeigen.

Junge Besucher/-innen bis 29 Jahre 30 %

Personen mit Leipzig-Pass 50 %

Schwerbehinderte Konzertbesucher/

-innen 20 %

215


Mehr Informationen zu unseren

Gewandhausorchester Cards 20, 50 und 100:

gewandhausorchester.de/card


SERVICE

Sollte Ihr Schwerbehindertenausweis die Kennzeichnung

»B« ausweisen, ist das Ticket für

Ihre Begleitperson kostenfrei.

Ermäßigungen erhalten Sie für die meisten

Eigenveranstaltungen des Gewandhauses.

Ob dies für die gewünschte Veranstaltung

zutrifft, erfahren Sie in unserem Jahresheft

direkt bei der Veranstaltung, online in unserem

Veranstaltungskalender unter www.

gewandhausorchester.de sowie bei unseren

Mitarbeiter/-innen der Gewandhauskasse.

Als Empfänger/-in von Grundsicherung

können Sie am Konzerttag Eintrittskarten zu

3 EUR erwerben. Eine vorherige Reservierung

dieser Karten ist nicht möglich.

Regelungen zu Ermäßigungen:

- Ausgenommen von allen Ermäßigungen sind

die Karten der Preisgruppe 5.

- Eine nachträgliche Ermäßigung auf bereits

bezahlte Konzertkarten ist nicht möglich.

- Ermäßigungen sind nicht miteinander kombinierbar.

- Rollstuhl- und Begleitplätze sind nur über die

Gewandhauskasse erhältlich.

KLASSIKMATCH CARD

Für junge Erwachsene bis einschließlich

29 Jahre zum einmaligen Festpreis von 20 EUR

für eine Konzertsaison. Berechtigt zum Erwerb

von Eintrittskarten zu 15 EUR im Vorverkauf

(ausgenommen Preisgruppe »Premium«)

ab zwei Monate vor Veranstaltungsbeginn und

zu 10 EUR an der Abendkasse im Rahmen der

noch verfügbaren Eintrittskarten. Erworbene

Karten sind von Umtausch und Rückgabe ausgeschlossen.

Die KlassikMatch Card besitzt

keine Gültigkeit für Sonderveranstaltungen

wie zum Beispiel die Konzerte mit Bachs

Weihnachts-Oratorium und Passionen zum

Osterfest sowie Beethovens 9. Sinfonie zum

Jahreswechsel. Die Card berechtigt zum

Erwerb von Eintrittskarten sowohl im Gewandhaus

als auch in der Oper Leipzig im

Rahmen der dort geltenden Regelungen zu

KlassikMatch.

TICKETBÖRSE

Sie können ein Konzert nicht wie geplant besuchen

oder sind auf der Suche nach Konzertkarten

für bereits ausgebuchte Veranstaltungen?

Unsere Ticketbörse bietet Ihnen die Gelegenheit,

mit Interessent/-innen in Kontakt zu treten

und Ihre Karten zu verkaufen, zu tauschen

oder zu verschenken bzw. Tickets für bereits

ausgebuchte Veranstaltungen zu erwerben. Sie

finden diese online unter: www.gewandhausorchester.de/spielplan/ticketboerse

WEITERE VORVERKAUFSSTELLEN

Ticketgalerie im LVZ Foyer

Peterssteinweg 19, T +49 800 2181050

Ticketgalerie im Barthels Hof

Hainstraße 1, T +49 800 2181050

Musikalienhandlung M. OELSNER

Schillerstraße 5, T +49 341 9605656

MDR Ticket-Galerie

Hainstraße 1, T +49 341 141414

Bach-Archiv Leipzig

Thomaskirchhof 15/16, T +49 341 9137207

Thomasshop

Thomaskirchhof 18, T +49 341 22224200

KONZERTDAUER

Jedes Konzert ist ein einmaliges Erlebnis,

dessen Dauer auch von nicht plan baren Faktoren

beeinflusst wird. So kann beispiels weise

217


gültig für Oper Leipzig und

Gewandhaus zu Leipzig

das

größte

Match

seit Romeo

und Julia

Deine KlassikMatch Card – mehr erleben, weniger

zahlen! Tickets für 15 € im Vorverkauf oder für 10 €

an der Abendkasse. Jetzt Card sichern und große

Gefühle erleben!*

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für alle bis 30

ein gemeinsames Angebot von

*Für Junge Erwachsene bis einschließlich 29 Jahre zum einmaligen Festpreis von 20 EURO für eine Spielzeit. Die Card berechtigt zum Erwerb von Eintrittskarten

sowohl in der Oper Leipzig als auch im Gewandhaus zu Leipzig im Rahmen der dort geltenden Regelungen zu KlassikMatch. Mehr Informationen

unter klassikmatch.de

218


SERVICE

die Aufführungsdauer von Werken inter preta

tionsbedingt variieren oder ein/-e Solist/-in

spontan eine Zugabe darbieten. Fragen zur

ungefähren Dauer und Schlusszeit eines Konzerts

beantworten Ihnen gerne die Mitarbeiter/-

innen der Gewandhauskasse.

AKTUELLER SPIELPLAN

Tagesaktuelle Informationen über die Konzerte

und Veranstaltungen im Gewandhaus finden

Sie unter: www.gewandhausorchester.de

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der Konzerthauswelt. So bleiben Sie immer

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GESCHENKGUTSCHEINE

Sie erhalten Gutscheine über jeden beliebigen

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telefonisch unter +49 341 1270-280 oder online

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Gutschein ist vor Ort, telefonisch sowie in

unserem Onlineshop möglich. Es werden

ausschließlich Geschenkgutscheine akzeptiert,

die über unser Haus erworben wurden.

Jeder Gutschein ist ab dem Ausstellungsdatum

drei Jahre bis zum jeweiligen Jahresende

gültig.

EINRUFZEICHEN

Wir bitten Sie mit den ersten Takten der

1. Sinfonie B-Dur op. 38 von Robert Schumann

im Großen Saal Platz zu nehmen. Das

Rufzeichen wurde von den Blechbläsern des

Gewandhausorchesters eingespielt und erklingt

seit der Eröffnung des Gewandhauses

im Jahre 1981. Im Mendelssohn-Saal hören

Sie als Einrufzeichen die Anfangs takte des Liedes

»Gruß« von Felix Mendelssohn Bartholdy

auf einen Text von Heinrich Heine (»Leise

zieht durch mein Gemüt …«), eingespielt von

der russischen Pianistin Elisabeth Leonskaja

anlässlich des Festkonzerts zum 150. Todestag

Mendelssohns am 28. September 1997.

Als Telefonwarteschleifenmusik erklingt ein

Harfensolo, das die Soloharfenistin Gabriella

Victoria gemeinsam mit Juan Antonio Garcia

Diaz (Mendelssohn-Orchesterakademie) im

Dezember 2019 eingespielt hat.

BARRIEREFREIHEIT

Wir möchten allen Konzertbesucher/-innen

den Zugang zu Konzerten so angenehm wie

möglich gestalten. Unsere Mitarbeiter/-innen

helfen Ihnen jederzeit – bitte sprechen Sie

uns gerne an.

ROLLSTUHLFAHRER

Für Rollstuhlfahrer/-innen steht eine begrenzte

Anzahl an Plätzen zur Verfügung,

die mit Aufzügen erreichbar sind. Bitte

entnehmen Sie den Saalplänen des Großen

Saals sowie des Mendelssohn-Saals, wo sich

Plätze für Rollstuhlfahrer/-innen befinden.

Die Anzahl verfügbarer Rollstuhlplätze kann

je nach Veranstaltung variieren. Beachten Sie,

dass sich die Plätze für die Begleitpersonen

zum Teil nicht direkt neben dem Rollstuhlplatz,

jedoch in unmittelbarer Nähe befinden.

Für alle Eigenveranstaltungen des Gewandhauses

erhalten Rollstuhlfahrer/-innen einen

kostenfreien Begleitplatz (sofern Kennzeichen

»B« vorhanden).

Behindertengerechte Toiletten mit Euroschließsystem

stehen Ihnen im Hauptfoyer

am Durchgang zum Mendelssohn-Foyer

(Erd geschoss) sowie am Mendelssohn-Saal

im Leo-Schwarz-Foyer links zur Verfügung.

In der Tiefgarage Augustusplatz gibt es

219


Unsere Stühle

suchen Paten

„Ich finde es sehr gut, das Gewandhaus auf diese Weise unkompliziert

unterstützen zu können und gleichzeitig meine ganz persönliche

Verbundenheit auszudrücken. Das Gewandhaus wurde

an meinem 14. Geburtstag eröffnet und ist seitdem für mich ein

äußerst wichtiger Platz, um an der Musik teilzuhaben.“

Kerstin Stephan, Stuhlpatin

Besuchen Sie uns auf unserer Website und

wählen Sie Ihren Wunschplatz direkt aus:

www.gewandhausorchester.de/stuhlpatenschaft


SERVICE

speziell ausgewiesene Parkplätze für schwerbehinderte

Gäste. Von dort aus ist das Gebäude

barrierefrei zu erreichen.

HÖRBEEINTRÄCHTIGTE KONZERT-

BESUCHER/-INNEN

Der Große Saal und der Mendelssohn-Saal

sind mit Induktionsschleifen ausgerüstet.

Über geeignete Plätze informieren wir Sie

unter www.gewandhausorchester.de/kontakt/

barrierefreiheit, telefonisch unter:

+49 341 1270-280 sowie vor Ort an der Gewandhauskasse.

Bitte stellen Sie Ihr Hörgerät

für induktives Hören ein.

IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG

Die Zufriedenheit unserer Gäste ist uns

ein großes Anliegen. Um zu erfahren, was

Ihnen wichtig ist, führen wir regelmäßig

Besucherbefragungen durch. Für Ihre

schriftliche Anregung und Kritik stehen

Vor drucke und Einwurfkästen im Hauptfoyer

und im Mendelssohn-Foyer bereit. Alternativ

nehmen wir Ihre Hinweise sehr gern

per E-Mail unter folgender Adresse entgegen:

Feedback@gewandhaus.de.

SEHBEEINTRÄCHTIGTE KONZERT-

BESUCHER/-INNEN

Gäste, die ein Konzert alleine besuchen

möchten und auf die Begleitung eines Blindenhundes

angewiesen sind, können diesen

mit ins Konzert nehmen. Informieren Sie

uns darüber bitte gleich beim Ticketkauf.

Wir empfehlen Ihnen gern entsprechende

Plätze – aus Erfahrung sind Randplätze

besonders gut geeignet.

SOZIALE NETZWERKE

Das Gewandhausorchester bei Facebook, Twitter, Instagram, YouTube und im Tour-Blog:

www.instagram.com/gewandhausorchester

www.facebook.com/gewandhausorchester

www.twitter.com/gewandhaus

www.youtube.com/gewandhausleipzig

www.linkedin.com/company/gewandhaus

www.gewandhausorchester.de/blog

221


Saalplan

Großer Saal

1902 Plätze

222


Saalplan

Mendelssohn-Saal

502 Plätze

Preisgruppe 1 Preisgruppe 2

223


SERVICE

Öffentliche Führungen

Treffpunkt: Mendelssohn-Foyer

Normalpreis: 10 EUR pro Person

FLEX-Preis: 11 EUR pro Person

SEPTEMBER 2025

DO 11.09.2025 ab 12.30 Uhr

DO 18.09.2025 ab 12.30 Uhr

OKTOBER 2025

DO 02.10.2025 ab 12.30 Uhr

DO 16.10.2025 ab 12.30 Uhr

DO 23.10.2025 ab 12.30 Uhr

DO 30.10.2025 ab 12.30 Uhr

NOVEMBER 2025

DO 06.11.2025 ab 12.30 Uhr

SA 29.11.2025 ab 14 Uhr

DEZEMBER 2025

DO 04.12.2025 ab 12.30 Uhr

SA 06.12.2025 ab 14 Uhr

FEBRUAR 2026

DO 05.02.2026 ab 12.30 Uhr

DO 19.02.2026 ab 12.30 Uhr

DO 26.02.2026 ab 12.30 Uhr

MÄRZ 2026

DO 05.03.2026 ab 12.30 Uhr

DO 12.03.2026 ab 12.30 Uhr

SO 22.03.2026 ab 14 Uhr

APRIL 2026

DO 09.04.2026 ab 12.30 Uhr

DO 16.04.2026 ab 12.30 Uhr

DO 30.04.2026 ab 12.30 Uhr

JUNI 2026

DO 18.06.2026 ab 12.30 Uhr

Die Teilnahme an einer Führung ist auch mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen möglich.

INDIVIDUELLE

FÜHRUNGEN

Leipzig erleben GmbH

Frau Richter/Herr Behrends

T +49 341 7104-237/-230

F +49 341 7104-231

info@leipzig-erleben.com

www.leipzig-erleben.com

FÜHRUNGEN FÜR KITA- UND

SCHULGRUPPEN

Gewandhaus zu Leipzig

Musikvermittlung

T +49 341 1270-319

impuls@gewandhaus.de

www.gewandhausorchester.de/impuls/fuehrungen

224


SERVICE

Orgelpräsentationen

Normalpreis: 5 EUR

FLEX-Preis: 6 EUR

Tickets über die Gewandhauskasse

Dauer: ca. 1 h

Jeweils um 14.45 Uhr | Großer Saal

ORGELPRÄSENTATIONEN FÜR ERWACHSENE

19. OKT 2025

15. FEB 2026

07. JUN 2026

ORGELPRÄSENTATIONEN FÜR FAMILIEN

01. FEB 2026

14. JUN 2026

225


SERVICE

Anfahrt

7

HAUPTBAHNHOF

Tröndlinring

8

Willy-Brandt-Platz

Goerdelerring

6

MUSEUM

DER BILDENDEN

KÜNSTE

Georgiring

Di trichring

5

MARKT

ALTES

RATHAUS

NIKOLAI˜

KIRCHE

OPER

LEIPZIG

Martin-Luther-Ring

THOMAS˜

KIRCHE

3

BURGPLATZ

UNIVERSITÄT

LEIPZIG

MORITZBASTEI

1

GEWANDHAUS

AUGUSTUS

PLATZ

2

4

NEUES RATHAUS

Martin-Luther-Ring

WILHELM˜

LEUSCHNER˜

PLATZ

Roßplat z

226


SERVICE

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Anfahrt mit dem PKW

KONZERTKARTE ALS FAHRKARTE

Alle Konzertkarten für Eigenveranstaltungen

des Gewandhauses (außer print@home-

Tickets) sowie alle Abonnementausweise für

Gewandhaus-Konzerte gelten jeweils 3 Stunden

vor und nach dem Konzert als Fahrausweise

im Liniennetz der Leipziger Verkehrsbetriebe

und in der MDV-Zone 110 sowie einer

angrenzenden Zone (151, 156, 162, 164, 168).

Fahrplanauskunft: T +49 341 19449

STRASSENBAHN:

Linien 4, 7, 8, 10, 11, 12, 14, 15, 16,

Haltestelle »Augustusplatz«

S -B A H N :

Linien S1, 2, 3, 4, 5, Haltestelle »Markt«

(10 Minuten fußläufig)

BUS:

Linien 72, 73 und 89, Haltestelle

»Hauptbahnhof«

B A H N :

10 Minuten fußläufig vom Hauptbahnhof

Aus Richtung Berlin kommend über die A9

am Schkeuditzer Kreuz auf die A14 wechseln,

Abfahrt Leipzig-Mitte, der Beschilderung B2

in Richtung Leipzig Zentrum folgen.

Aus Richtung München kommend über die

A9 am Autobahnkreuz Rippachtal auf die

A38 wechseln, Abfahrt Leipzig-Süd, der B2

in Richtung Zentrum folgen.

Aus Richtung Magdeburg über die A14 kommend

Abfahrt Leipzig-Mitte, B2 in Richtung

Leipzig-Zentrum.

Aus Richtung Dresden über die A14 kommend,

Abfahrt Leipzig-Nordost, B87 in Richtung

Leipzig-Zentrum.

PARKMÖGLICHKEITEN:

1 Tiefgarage Augustusplatz

2 Tiefgarage Alte Post

3 Tiefgarage Petersbogen

4 Tiefgarage Burgplatz

5 Tiefgarage Marktgalerie

6 Parkhaus Am Museumswinkel

7 Parkhaus West Promenaden Hauptbahnhof

8 Parkhaus Ost Promenaden Hauptbahnhof

9 Parkhaus Neumarkt

227


SERVICE

Verwaltung

GEWANDHAUS ZU LEIPZIG

EIGENBETRIEB DER STADT LEIPZIG

GEWANDHAUSDIREKTOR

Prof. Andreas Schulz

VERWALTUNGSDIREKTOR

Prof. Dr. Gereon Röckrath

B Ü R O D E S

GEWANDHAUSKAPELLMEISTERS/

GEWANDHAUSDIREKTORS

Klara Kluge

Miriam Sühnel

B Ü R O D E S

VERWALTUNGSDIREKTORS

Lorenz Köhnlein

KONZERTBÜRO

Tobias Niederschlag Leitung

Ineke Borchert

Julia Kiefner

Leonie Betat

Henning Meyer

Niklas Schächner

Jürgen Steudtner

Annegret Suske

Conrad Suske

Dr. Ann-Katrin Zimmermann

MUSIKVERMITTLUNG

Franziska Kloos Leitung

Johanna Rost

Johanna Thomanek

ORCHESTERBÜRO

Marco Eckertz Leitung

Nele Kemmerich Leitung

Mendelssohn-Orchesterakademie

Daniel Richwien

Tatjana Irmscher

Miriam Voltz

CHORBÜRO

Katharina Rosenkranz Leitung

Antonia Andrae

Mareike Suck

Constanze Wolff

Theresa Heidler Korrepetitorin

Walter Zoller Korrepetitor

PUBLIC RELATIONS

Dirk Steiner Leitung

Stev Wackerhagen

MARKETING/VERTRIEB

Sabīne Ozolin.a Leitung

Jakob Stiller

Katharina Bott

Kerstin Heger

Uta Riemer

Richard Rosahl

Nadja Sternberg

Vera Fiedler

Anke Kubeczka

Ina Stolle

Claudia Zahedi

Beate Zinnert

FUNDRAISING

Christian Fanghänel Leitung

Eva Grumeth

Peggy Melzer

Diana Otte

Nele Schulz

Jenny Velazquez Cardona

GEWANDHAUSARCHIV

Claudius Böhm Leitung

Sarah Diag

Micha Köhler

Iris Türke

228


SERVICE

BETRIEBSBÜRO UND VERANSTALTUNGS-

TECHNIK

Dörte Heidrich Leitung

TECHNIK

Toni Schlesinger Leitung

Nicole Spona

BETRIEBSBÜRO

Stephanie Barfknecht

Patricia Hahn

Marco Mitschke

Anne Schulz

Andrea Spröte

Nina Sofie Zander

VERANSTALTUNGSTECHNIK

Michael Wlassak Teamleitung

Holger Berger

Stephan Hildebrandt

Maik Klammer

Jean-Peer Krutz

Philipp Romeike

Jens Vörkel

Stephan Wittig

PERSONALBÜRO

Daniela Holl Leitung

Ulrike Graul

Simone Keil

Patricia Rafelt

Marleen Rößner

FINANZ- UND RECHNUNGS WESEN

Melanie Domin Leitung

Susanne Blumstengel

Constanze Hubalek

Sylvia Littich

Ina Mühlnikel

Sandra Oschätzky

IT

Andreas Schmolke

CONTROLLING

Cornelia Pauli

GEBÄUDETECHNIK

Jörg Barthel Betriebsingenieur

Jörg Rudolph Meister Elektrotechnik

Jens Hindrichkeit

Michael Laux

Lutz Bürger Meister Klima/Lüftungstechnik

Roy Lorenz

Rainer Wlassak Meister Heizung/Sanitärtechnik

Norman Geister

Mario Schmiedek Hausinspektor

Jörg Bielstein

Mathias Richter

PRODUKTIONSSYSTEME

(TON/BELEUCHTUNG/VIDEO)

Matthias Bormann Betriebsingenieur

Eike Boehm Tonmeisterin

Friedrich Brückner

Kai Balzer Beleuchtungsmeister

Oliver Cassel

ALLGEMEINE DIENSTE

Christiane Rückert Teamleitung

Andrea Antosch

Annett Holz

Sandy Mitzscherling

Sylvia Pflug

PERSONALRAT

Lydia Dobler Vorsitzende

Ingolf Barchmann

Eike Boehm

Wolfram Holl

Uta Riemer

Dorothea Vogel

Rainer Wlassak

229


SERVICE

Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. GELTUNGSBEREICH

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die

Beziehungen zwischen dem Gewandhaus zu Leipzig,

Eigenbetrieb der Stadt Leipzig, Augustusplatz 8,

04109 Leipzig, T +49 341 1270 0, E-Mail ticket@gewandhaus.de,

und seinen Kunden. Sie sind sowohl Bestandteil

des Vertrages über den Erwerb von Eintrittskarten

(sei es im Einzelverkauf oder im Abonnement)

als auch Grundlage einer Spende oder der Übernahme

einer Stuhlpatenschaft des Kunden für das Gewandhaus

zu Leipzig.

Kunden sind:

I. Personen, die das Gewandhaus zu Leipzig besuchen

und/oder zu besuchen beabsichtigen, insbesondere

Eintrittskarten für Veranstaltungen des Gewandhauses

zu Leipzig bzw. für Gemeinschaftsveranstaltungen

des Gewandhauses zu Leipzig mit Partnern erwerben

und/oder zu erwerben beabsichtigen, und

II. Interessenten und Erwerber von Eintrittskarten,

deren Geschäftsbetrieb bzw. deren Satzung den Weiterverkauf

oder die Vermittlung von Eintrittskarten

vorsieht. Diese Interessenten und Erwerber verpflichten

sich, die nachfolgenden Geschäftsbedingungen

in ihre Kundenverträge einzubeziehen, und

III. Personen, die dem Gewandhaus zu Leipzig eine

Spende in Form einer Schenkung bzw. einer Stuhlpatenschaft

zuwenden oder dies beabsichtigen.

2. REGELUNGEN FÜR EIGENVERANSTALTUN-

GEN DES GEWANDHAUSES ZU LEIPZIG

Eigenveranstaltungen sind Veranstaltungen, die

vom Gewandhaus selbst durchgeführt werden wie

insbesondere die Konzerte des Gewandhausorchesters.

2.1 KARTENPREISE UND ERMÄSSIGUNGEN

2.1.1 KARTENPREISE

Das Gewandhaus veröffentlicht die jeweils gültigen

Eintrittspreise in seinen Publikationen und gibt

diese an der Gewandhauskasse bekannt. Es gibt

unterschiedliche Preise in verschiedenen Preisgruppen.

Die Zuordnung zu den jeweiligen Preisgruppen

erfolgt durch das Gewandhaus. Das Gewandhaus

erhebt keine Vorverkaufsgebühr. An externen Vorverkaufsstellen

können durch Erhebung einer vom

jeweiligen Anbieter festgelegten Vorverkaufsgebühr

sowie weiterer Gebühren höhere Eintrittspreise entstehen.

2.1.2 ERMÄSSIGUNGEN

Ermäßigungen werden im Serviceteil des Jahresprogrammes

veröffentlicht. Ermäßigungsberechtigungen

müssen vor dem Kartenkauf geltend gemacht werden.

Eine nachträgliche Ermäßigung des Kartenpreises ist

ausgeschlossen. Die Ermäßigungsberechtigung ist

beim Einlass unaufgefordert vorzuzeigen. Kann der

Inhaber einer Eintrittskarte zu einem ermäßigten Preis

die entsprechende Ermäßigungsberechtigung nicht

nachweisen, ist das Gewandhaus berechtigt, ihm den

Einlass zu verweigern; es besteht kein Anspruch auf

Erstattung des Kaufpreises der Eintrittskarte.

2.2 VERKAUF VON EINTRITTSKARTEN

Der Freiverkauf beginnt an dem jeweils hierfür festgelegten

Tag für die gesamte Spielzeit an der Gewandhauskasse,

im Webshop, im Call Center sowie

an den Vorverkaufsstellen. Bei zu erwartender starker

Nachfrage kann die Kartenabgabe für eine Veranstaltung

oder eine Serie von Veranstaltungen in der

Menge begrenzt werden. Für ausgewählte Veranstaltungen

können gesonderte Vorverkaufsbedingungen

gelten. Das jeweilige Datum des Vorverkaufsstartes

sowie Veranstaltungen mit gesonderten Vorverkaufsbedingungen

werden im jeweiligen Serviceteil des

Jahresprogrammes bekannt gegeben.

2.3 KARTENVERLUST

Bei verloren gegangenen Eintrittskarten kann keine

Erstattung des Kaufpreises durch das Gewandhaus

erfolgen. Wenn der Kunde nachweisen oder glaubhaft

machen kann, für welche Veranstaltung und welche

Sitzplätze er eine oder mehrere Eintrittskarten erworben

hat, kann das Gewandhaus Ersatzkarten ausgeben;

diese werden als Ersatzkarten gekennzeichnet. Die

Ausgabe erfolgt ausschließlich an den ursprünglichen

Käufer der verlorenen Eintrittskarte(n) und auf Kulanzbasis,

d. h. es besteht kein Anspruch auf Ersatzkarten.

Werden beim Einlass sowohl die Originalkarte

als auch eine Ersatzkarte für denselben Platz

vorgelegt, hat der Inhaber der Originalkarte Vorrang.

Der Inhaber einer Ersatzkarte hat keinen Anspruch

auf Zuteilung eines anderen Platzes, wenn sein

Platz vom Inhaber der Originalkarte in Anspruch

genommen wird.

230


SERVICE

2.4 UMTAUSCH UND RÜCKGABE

Eintrittskarten sind von Umtausch und Rückgabe

ausgeschlossen, außer in den folgenden Fällen: Wenn

die Veranstaltung ausfällt, der Veranstaltungstermin

verschoben wird oder eine wesentliche Programm

oder Besetzungsänderung vorgenommen wurde,

besteht ein Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises

der Eintrittskarte. Dieser ist innerhalb von sechs Wochen

nach dem (geplanten) Veranstaltungstag durch

Vorlage (an der Gewandhauskasse) oder Rücksendung

(für die Wahrung der Frist gilt der Poststempel) der

nicht entwerteten Eintrittskarten geltend zu machen,

insofern die Eintrittskarten beim Gewandhaus erworben

wurden. Bei einer Rückabwicklung direkt über den

Zahlungsdienstleister (ohne Einbeziehung des Gewandhauses)

sind die anfallenden Gebühren durch den Kunden

zu tragen. Falls Eintrittskarten bei einer externen

Vorverkaufsstelle erworben wurden, ist der Anspruch

auf Erstattung dort geltend zu machen.

Weiterhin ist eine Erstattung des Kaufpreises gemäß

Ziffer 2.5 möglich, wenn die Eintrittskarte direkt über

das Gewandhaus zu einem FLEX-Preis erworben

wurde (FLEX-Preis-Ticket).

2.5 FLEX-PREIS-TICKETS

Nur Eintrittskarten, die zu einem FLEX-Preis erworben

wurden (FLEX-Preis-Tickets), können vor der

Veranstaltung zurückgegeben werden. Der Aufpreis

zum regulären Preis einer Eintrittskarte beträgt ca.

10 %, gerundet auf ganze EUR. Das Flex-Preis-Ticket

kann für Veranstaltungen, die an Werktagen stattfinden,

von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 18

Uhr und am Samstag in der Zeit von 10 bis 14 Uhr bis

spätestens drei Stunden vor Veranstaltungsbeginn

zurückgegeben werden. Für Veranstaltungen an

Sonn- und Feiertagen könnten die Flex-Preis-Tickets

zu den üblichen Kassenöffnungszeiten bis zum vorangehenden

Werktag zurückgegeben werden. Hierzu

muss das FLEX-Preis-Ticket im Original vorgelegt

werden; bei print@homeTickets ist es zur Wahrung

der Rückgabefrist ausreichend, telefonisch unter

+49 341 1270-280 die Rückgabe durchzuführen. Die

Erstattung des Kaufpreises der Eintrittskarte erfolgt

in Form eines Wertgutscheins, wobei der Aufschlag

auf den regulären Preis der Eintrittskarte einbehalten

wird.

Umtausch und Rückgabe nach dem (geplanten) Veranstaltungstermin

sind auch bei FLEX-Preis-Tickets

möglich; dafür gilt Ziffer 2.4 mit der dort genannten

Frist.

2.6 ABONNEMENTBEDINGUNGEN

Für Abonnements des Gewandhauses gelten ergänzend

die Abonnementbedingungen:

www.gewandhausorchester.de/Abobedingungen

3. REGELUNGEN FÜR FREMD-/MIETVERAN-

STALTUNGEN IM GEWANDHAUS ZU LEIPZIG

3.1 VERTRAGSGEGENSTAND

Soweit nicht anders angegeben, ist das Gewandhaus

zu Leipzig selbst nicht der Veranstalter der angebotenen

Mietveranstaltungen. Das Gewandhaus verkauft

Eintrittskarten im Auftrag bzw. im Namen und

auf Rechnung des jeweiligen Veranstalters. Durch

den Kauf der Eintrittskarten kommen vertragliche

Beziehungen im Hinblick auf den Veranstaltungsbesuch

ausschließlich zwischen dem Käufer und dem

jeweiligen Veranstalter zustande. Ggf. gelten für diese

rechtlichen Beziehungen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen

des jeweiligen Veranstalters.

3.2 KARTENPREISE

Das Gewandhaus zu Leipzig veröffentlicht die jeweils

gültigen Eintrittspreise in seinen Publikationen und

gibt diese an der Gewandhauskasse bekannt. Es gibt

unterschiedliche Preise in verschiedenen Preisgruppen.

Die Zuordnung zu den jeweiligen Preisgruppen

erfolgt durch den Konzertveranstalter. Beim Kartenpreis

im Vorverkauf fallen zusätzliche Vorverkaufsund

weitere Gebühren an.

3.3 ERMÄSSIGUNGEN

Es gelten die vom Veranstalter festgelegten Ermäßigungen.

Diese werden in den Publikationen bekanntgegeben.

Ermäßigungsberechtigungen müssen

vor dem Kartenkauf geltend gemacht werden.

Eine nachträgliche Ermäßigung des Kartenpreises

ist ausgeschlossen. Die Ermäßigungsberechtigung

ist beim Einlass unaufgefordert vorzuzeigen. Kann

der Inhaber einer Eintrittskarte zu einem ermäßigten

Preis die entsprechende Ermäßigungsberechtigung

nicht nachweisen, ist das Gewandhaus berechtigt,

ihm den Einlass zu verweigern.

3.4 VERKAUF VON EINTRITTSKARTEN

Mit Beginn des Vorverkaufs können Karten vor Ort

an der Gewandhauskasse, telefonisch über das

Call Center unter +49 3411270-280 sowie im Webshop

des Gewandhauses gebucht werden. Dem Veranstalter

obliegt die Entscheidung, Eintrittskarten

auch über weitere Vorverkaufsstellen und Ticketan-

231


SERVICE

bieter zu verkaufen. Exklusive Vorverkaufsstarts

(sog. PreSales) an ausgewählten Vorverkaufsstellen

sind dem Veranstalter vorbehalten.

3.5 KARTENVERLUST

Die Regelungen bei verloren gegangenen Eintrittskarten

richten sich nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen

des jeweiligen Konzertveranstalters

oder den gesetzlichen Bestimmungen. Falls der

Veranstalter für verloren gegangene Karten Ersatzkarten

ausgibt, gilt: Werden sowohl die Originalkarte

als auch eine Ersatzkarte für denselben Platz

vorgelegt, hat der Inhaber der Originalkarte Vorrang.

Der Besitzer einer Ersatzkarte hat keinen Anspruch

auf Zuteilung eines anderen Platzes, wenn

sein Platz vom Besitzer der Originalkarte in Anspruch

genommen wird.

3.6 UMTAUSCH UND RÜCKGABE

Die Regelungen zum Umtausch und zur Rückgabe

von Eintrittskarten richten sich nach den Allgemeinen

Geschäftsbedingungen des jeweiligen Konzertveranstalters

oder den gesetzlichen Bestimmungen.

3.7 HAFTUNG

Der Kauf einer Eintrittskarte für eine Fremd-/Mietveranstaltung

begründet im Hinblick auf die Veranstaltung

ausschließlich eine Rechtsbeziehung zwischen

dem Kartenkäufer und dem Veranstalter. Das Gewandhaus

übernimmt keine Haftung für die Erfüllung der

Leistungspflichten des Veranstalters, es trägt auch nicht

das Risiko einer Insolvenz des Veranstalters. Ansprüche

aus der Nicht- bzw. einer Schlechterfüllung (mangelhafte

Ausführung) können vom Kunden nur gegenüber

dem Veranstalter geltend gemacht werden.

4. ALLGEMEINE REGELUNGEN

4.1 WEITERVERKAUF VON EINTRITTSKARTEN

Der Weiterverkauf von Eintrittskarten durch Kunden

im Sinne von Ziffer 1. (I) ist ausschließlich zur

privaten Nutzung gestattet. Jeglicher Weiterverkauf

an gewerbliche Nutzer oder zur kommerziellen Nutzung

ist untersagt. Der aufgedruckte Originalpreis

der Eintrittskarte darf nicht überschritten werden,

die Erhebung zusätzlicher Preisaufschläge oder

weiterer Gebühren ist nicht gestattet. Insbesondere

untersagt ist der Weiterverkauf im Rahmen von

Auktionen. Der gewerbliche Weiterverkauf durch

Kunden gemäß Ziffer 1. (II) ist gestattet.

Bei einem Verstoß gegen diese Regelungen ist das

Gewandhaus berechtigt,

a) betroffene Kunden für einen angemessenen Zeitraum

für den Kauf von weiteren Tickets zu sperren;

b) von dem jeweiligen Kunden die Auszahlung des

erzielten Mehrerlöses bzw. Gewinns zu verlangen.

Das Anbieten bzw. Verkaufen von Eintrittskarten

in den Räumlichkeiten des Gewandhauses zu

Leipzig ist nicht gestattet.

Das Gewandhaus zu Leipzig haftet nicht für Leistungen

von Dritten.

4.2 GUTSCHEINE

Das Gewandhaus verkauft Gutscheine, welche zur

Bezahlung von Eintrittskarten des Gewandhauses

sowie Dritter (Mietveranstaltungen) im Gewandhaus

zu Leipzig verwendet werden können. Die

Gültigkeit beträgt drei Jahre bis zum jeweiligen

Jahresende. Eine (Teil-)Auszahlung von Gutscheinen

ist nicht möglich. Restwerte bei der Gutscheineinlösung

werden in Form eines neuen Gutscheines

über den bestehenden Restwert erstattet.

4.3 STUHLPATENSCHAFTEN IM ONLINE-

SPENDENSHOP

Das Gewandhaus bietet die Übernahme von Stuhlpatenschaften

im Großen Saal des Gewandhauses

über den Online-Spendenshop des Gewandhauses

[www.gewandhausorchester.de/stuhlpatenschaft]

an. Bei der Übernahme einer Stuhlpatenschaft erfolgt

auf Wunsch die Anbringung einer Stuhlplakette

mit dem Namen/der Firma des Paten am gewählten

Platz sowie auf der Website und in den

Publikationen des Gewandhauses zu Leipzig für die

Dauer der Patenschaft. Da die Übernahme der Stuhlpatenschaft

der Freigabe der Spende durch den

Stadtrat der Stadt Leipzig bedarf, beginnt die Patenschaftslaufzeit

erst nach erfolgter Freigabe. Das

Gewandhaus behält sich zudem vor, bei einer missbräuchlichen

Eintragung eines Namens bzw. einer

Firmenbezeichnung in das Online-Bestellformular

von der Nennung des Namens bzw. der Firma auf

der Plakette bzw. auf der Homepage und in den Publikationen

abzusehen. Es entsteht mit der Stuhlpatenschaft

kein Exklusivrecht auf die Platzierung auf

dem Patenstuhl während einer Veranstaltung. Vor

Ablauf der zwei- bzw. vierjährigen Laufzeit der

Stuhlpatenschaft verschickt das Gewandhaus Leipzig

per E-Mail eine Erinnerung hinsichtlich des

Auslaufens der Stuhlpatenschaft mit der Möglichkeit

der Verlängerung der Stuhlpatenschaft.

232


SERVICE

Es besteht ebenso die Möglichkeit, die Stuhlpatenschaft

an eine andere Person zu verschenken und

daher eine andere Person auf der Stuhlplakette,

Homepage und in den Publikationen des Gewandhauses

zu benennen. Die schenkende Person hat bei

der Auswahl der verschiedenen Namensnennungsund

Veröffentlichungsoptionen den mutmaßlichen

Interessen der beschenkten Person sorgfältig Rechnung

zu tragen. Die beschenkte Person hat unabhängig

von der durch die schenkende Person gewählten

Veröffentlichungsoption das Recht, der

Namensnennung und Namensveröffentlichung zu

widersprechen und auf die Namensnennung zu verzichten.

Das Gewandhaus wird – falls die Namensveröffentlichung

schon stattgefunden hat – diese

rückgängig machen.

4.4 PROGRAMME UND ANFANGSZEITEN

Programme und Anfangszeiten von Veranstaltungen

werden in den Publikationen des Gewandhauses

bekannt gegeben. Änderungen bleiben vorbehalten.

Nach Beginn einer Veranstaltung können Besucher

mit Rücksicht auf den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung

zu einem nach künstlerischem Ermessen

geeigneten Zeitpunkt in den Zuschauerraum eingelassen

werden, wobei kein Anspruch mehr auf den

zuvor erworbenen Platz geltend gemacht werden kann.

Ein Rechtsanspruch auf Nacheinlass besteht nicht.

4.5 SICHERHEIT

Um die Sicherheit von Veranstaltungen zu gewährleisten,

können Taschen, mitgeführte Behältnisse und

Kleidung wie Mäntel, Jacken und Umhänge durch das

Gewandhaus oder durch einen von ihm Beauftragten

auf ihren Inhalt hin kontrolliert werden.

Alle Gegenstände, Substanzen und Materialien, welche

die Sicherheit der Menschen gefährden oder den reibungslosen

Ablauf der Veranstaltung beeinträchtigen

können, dürfen nicht mit ins Gewandhaus genommen

werden. Besucher, die mit der in Absatz 1 beschriebenen

Kontrolle oder der Sicherstellung von Gegenständen,

die zu einer Gefährdung der Veranstaltung führen können,

nicht einverstanden sind, werden von der Veranstaltung

ausgeschlossen. Ein Anspruch der zurückgewiesenen

Besucher auf Erstattung des Kaufpreises der

Eintrittskarte oder eine anderweitige Entschädigung

besteht nicht.

4.6 GARDEROBE

Besucher im Besitz einer gültigen Eintrittskarte können

ihre Garderobe und weitere persönliche Gegenstände

unentgeltlich beim Servicepersonal des Gewandhauses

zur Aufbewahrung während des Veranstaltungsbesuches

abgeben. Tiere, Gegenstände mit

hoher Brandlast (z. B. Akkus von E-Bikes) sowie gefährliche

und illegale Gegenstände werden nicht aufbewahrt.

Die Mitnahme von Mänteln, Jacken sowie

sperrigen Gegenständen, wie z. B. Schirme, Stöcke (mit

Ausnahme von Gehhilfen) sowie Rucksäcke und Taschen

(größer als A4, ausgenommen Handtaschen) in

den Saal ist nicht gestattet. Der Besucher erhält eine

Garderobenmarke. Mit Vorlage der Garderobenmarke

händigt das Servicepersonal die dazugehörige Garderobe

bzw. persönlichen Gegenstände aus.

Die zur Aufbewahrung abgegebenen Garderobenstücke

einschließlich darin befindlicher Halstücher,

Schals, Handschuhe und Brillen, ferner Schirme, Stöcke

sowie Handtaschen und ähnliche Behältnisse und

deren Inhalt sind gegen Verlust und Beschädigung bis

zur Höhe von 2.500 EUR versichert. Nicht versichert

sind Wert sachen, Schmuck, sonstige Gegenstände

aus Edel metall, Bargeld und sonstige Zahlungsmittel,

Geschäftspapiere, Urkunden aller Art, Fahrausweise

und Schlüssel. Einzelheiten wie insbesondere

Ausschlüsse und Obliegenheiten der Garderobenableger

sind den Aushängen an den Garderoben des

Gewandhauses zu ent nehmen. Vertauschte, beschädigte

oder fehlende Garderobenstücke sind dem

Servicepersonal unverzüglich anzuzeigen.

Dem Besucher werden bei Verlust der Garderobenmarke

3,50 EUR für die Wiederbeschaffung berechnet.

Dieser Betrag ist vor Ausgabe der Garderobe

bzw. der persönlichen Gegenstände in bar zu entrichten.

Die Ausgabe erfolgt in diesen Fällen grundsätzlich

erst dann, wenn sämtliche übrige Garderobenstücke

abgeholt worden sind.

4.7 BILD- UND TONAUFNAHMEN

4.7.1 Bild- und/oder Tonaufnahmen sowie das

Fotografieren im Gewandhaus, insbesondere während

der Veranstaltungen, sind untersagt. Dies gilt

auch bei ausschließlich für den privaten Gebrauch

bestimmten Aufzeichnungen. Die unbefugte Aufnahme

kann eine Schadenersatzpflicht auslösen.

Bei Zuwiderhandlungen behält sich das Gewandhaus

das Recht vor, Aufzeichnungsgeräte einzuziehen

und zu verwahren, bis der Eigentümer einer

Löschung der Aufnahmen zugestimmt hat. Für eingezogene

und verwahrte Gegenstände haftet das

Gewandhaus gemäß Ziffer 4.8.

4.7.2 In einzelnen Veranstaltungen werden Bildund/oder

Tonaufzeichnungen (Foto-/Videoaufnahmen)

durch das Gewandhaus angefertigt, in denen

eventuell einzelne Teilnehmende als Teil des Publikums

erkennbar sind. In diesem Fall werden die

Teilnehmenden vor Ort darauf aufmerksam gemacht.

Die Aufnahmen werden für die Auswertung

233


SERVICE

von Konzerten in verschiedenen Medien, für Berichterstattung

und für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

des Gewandhauses bzw. der Stadt Leipzig

genutzt. Verantwortlicher für die Verarbeitung

personenbezogener Daten ist das Gewandhaus zu

Leipzig (Kontaktdaten siehe Ziffer 1). Gegenstand der

Verarbeitung sind die bei der Teilnahme an der

Veranstaltung vom Gewandhaus erstellten Aufnahmen

(Foto und Film), auf denen Teilnehmende als

Personen erkennbar abgebildet sind. Zwecke der

Verarbeitung ist die Wahrung berechtigter Interessen,

nämlich Auswertung von Aufnahmen der

Veranstaltung (im Fernsehen, in Online-Medien,

auf Bild-/Tonträgern, z. B. DVD), Berichterstattung

über die Veranstaltung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

in Online-Medien und Print-Medien

(z. B. in Zeitschriften und Broschüren, Programmvorschauen,

auf Websites und in Social-Media-

Kanälen des Gewandhauses), um das Gewandhausorchester,

die Gewandhauschöre, die

Gewandhausensembles und den Gewandhausorganisten

sowie die kulturellen Aktivitäten der Stadt

Leipzig insgesamt darzustellen und zu bewerben. Die

Aufnahmen werden gespeichert, solange dies für

die genannten Zwecke erforderlich ist, es sei denn,

dass infolge des Widerspruchs der betroffenen Person

gemäß Art. 21 Abs. 1 DSGVO die weitere Verarbeitung

unzulässig ist. Empfänger von Daten sind

die Leser/Nutzer der vom Verantwortlichen veröffentlichten

Print- und Online-Medien; Lizenznehmer

von Aufnahmen der Veranstaltung (z.B. Rundfunksender);

Presseunternehmen im Rahmen der Berichterstattung;

aufgrund der weltweiten Abrufbarkeit

von Inhalten auf Websites und in Social Media

können die Aufnahmen auch in Drittländern außerhalb

des Geltungsbereichs der DSGVO abgerufen

werden, in denen kein der DSGVO vergleichbares

Datenschutzniveau besteht. Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung

ist Art. 6 Abs. 1 Buchstabe f DSGVO

(Wahrung berechtigter Interessen, siehe oben zu

den Zwecken der Verarbeitung).

4.8 HAFTUNG

Das Gewandhaus haftet bei Verletzung für Schäden

an Leben, Körper und/oder Gesundheit. Für sonstige

Schäden haftet das Gewandhaus bei vorsätzlicher

oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung. Beruhen

sonstige Schäden auf einer einfachen fahrlässigen

Verletzung einer Kardinalpflicht (also einer vertraglichen

Pflicht, auf deren Einhaltung der Kunde vertrauen

kann und deren Einhaltung die Durchführung

des Vertragsverhältnisses überhaupt erst er -

möglicht), haftet das Gewandhaus bis zur Höhe des

vorhersehbaren vertragstypischen Schadens. Diese

Haftungsregelungen gelten auch für eine Haftung

der gesetzlichen Vertreter und der Erfüllungsgehilfen

des Gewandhauses zu Leipzig.

4.9 HAUSRECHT

Das Personal des Gewandhauses zu Leipzig ist berechtigt,

Personen aus laufenden Veranstaltungen

zu verweisen, wenn sie stören, insbesondere bei

einem Verstoß gegen das Verbot von Bild- und/oder

Tonaufzeichnungen oder bei Belästigung anderer

Besucher. Es besteht kein Anspruch auf Erstattung

des Kaufpreises der Eintrittskarte.

Darüber hinaus können Personen, die sich im Gewandhaus

aufhalten, bei ungebührlichem Verhalten

aus den gesamten Räumlichkeiten verwiesen werden,

insbesondere bei rechtswidrigem Verhalten, oder

wenn andere Personen durch sie belästigt werden;

zudem kann das Gewandhaus ein dauerhaftes oder

befristetes Hausverbot aussprechen.

4.10 VERARBEITUNG PERSONENBEZOGENER

DATEN

Für Kunden, die Tickets bestellen bzw. reservieren,

im Online-Ticketshop eine Spende tätigen oder sich

für die Übernahme einer Stuhlpatenschaft bzw. einer

Online-Spende entschieden haben, und für die Nutzung

von Bildaufnahmen der Besucher gilt hinsichtlich

der Verarbeitung der personenbezogenen Daten

die Datenschutzerklärung des Gewandhauses zu

Leipzig, welche unter folgendem Link abgerufen werden

kann:

www.gewandhausorchester.de/agb/datenschutz-erklaerung/.

4.11 WIDERRUFSRECHT

Wenn Sie Verbraucher sind (also eine natürliche Person,

die die Bestellung zu einem Zweck abgibt, der

weder Ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen

Tätigkeit zugerechnet werden kann), steht Ihnen

nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen

ein Widerrufsrecht zu. Das Widerrufsrecht besteht bei

Kaufverträgen über Waren (z. B. Gutscheinen) und

Verträgen über Dienstleistungen (z. B. Gewandhausorchester

Card; Spenden und Patenschaften), welche

im Fernabsatz (per Brief, E-Mail, telefonisch oder im

Internet) abgeschlossen wurden.

Dieses Recht besteht nicht bei Verträgen, welche

Dienstleistungen im Freizeitbereich zum Gegenstand

haben und bei denen für die Erbringung der

Dienstleistungen ein fester Termin vorgesehen ist

(z. B. Eintrittskarten, auch beim Kauf in Form eines

Abonnements).

234


SERVICE

4.11.1 FÜR KAUFVERTRÄGE ÜBER WAREN GILT: MUSTER-WIDERRUFSFORMULAR

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe

von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die

Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag, an

dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der

nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen

haben bzw. hat.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns

(Gewandhaus zu Leipzig, Augustusplatz 8, 04109 Leipzig,

T +49 3411270-280, ticket@gewandhaus.de) mittels

einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter

Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss,

diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können

dafür das beigefügte Muster-Widerrufs-Text verwenden,

das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie

die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts

vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle

Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich

Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten,

die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung

als die von uns angebotene günstige Standardlieferung

gewählt haben), unverzüglich und spätestens

binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an

dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrages

bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden

wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen

Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit

Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in

keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung

Entgelte berechnet. Wir können die Rückzahlung verweigern,

bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder

bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren

zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere

Zeitpunkt ist.

Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall

spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem

Sie uns über den Widerruf dieses Vertrages unterrichten,

an uns zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist

gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von

vierzehn Tagen absenden. Sie tragen die unmittelbaren

Kosten der Rücksendung der Waren.

Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren

nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur

Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise

der Waren nicht notwendigen Umgang mit

ihnen zurückzuführen ist.

Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, können

Sie den nachfolgenden Muster-Widerrufs-Text, der

jedoch nicht vorgeschrieben ist, als Vorlage verwenden.

Muster-Widerrufs-Text

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann können

Sie den nachfolgenden Text versenden.)

– An (für Käufe im Gewandhaus-Webshop):

Gewandhaus zu Leipzig, Augustusplatz 8,

04109 Leipzig,

ticket@gewandhaus.de:/

(für Spenden und Patenschaften im Online-

Spendenshop)

Gewandhaus zu Leipzig,

Augustusplatz 8, 04109 Leipzig,

meinbeitrag@gewandhaus.de:

– Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/

uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf

der folgenden

– Waren (*)/die Erbringung der folgenden

Dienstleistung (*)

– Bestellt am (*)/erhalten am (*)

– Name des/der Verbraucher(s)

– Anschrift des/der Verbraucher(s)

– Unterschrift des/der Verbraucher(s)

(nur bei Mitteilung auf Papier)

– Datum

(*) Unzutreffendes streichen.

235


SERVICE

4.11.2 FÜR VERTRÄGE ÜBER DIENSTLEISTUNGEN GILT

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne

Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.

Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag

des Vertragsschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns

(für Käufe im Gewandhaus-Webshop: Gewandhaus

zu Leipzig, Augustusplatz 8, 04109 Leipzig,

T +49 3411270-280, ticket@gewandhaus.de; für

Spenden und Patenschaften im Online-Spendenshop:

Gewandhaus zu Leipzig, Augustusplatz 8,

04109 Leipzig, T+49 3411270-228, meinbeitrag@gewandhaus.de)

mittels einer eindeutigen Erklärung (z.

B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail)

über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen,

informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-

Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben

ist.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass

Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts

vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

4.12 AUSSERGERICHTLICHE STREITBEILEGUNG

Das Gewandhaus zu Leipzig ist nicht verpflichtet, an

einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle

teilzunehmen, und erklärt

sich auch nicht dazu bereit.

4.13 INKRAFTTRETEN

Diese Geschäftsbedingungen gelten ab dem

1. Juni 2025.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen

alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben,

einschließlich Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen

Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie

eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene

günstige Standardlieferung gewählt haben),

unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen

ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung

über Ihren Widerruf dieses Vertrages bei uns eingegangen

ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir

dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen

Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit

Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart;

in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung

Entgelte berechnet.

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während

der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie

uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem

Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von

der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses

Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen

im Vergleich zum Gesamtumfang der im

Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.

Sie können für den Widerruf den Muster-Widerrufs-

Text (siehe oben Ziffer 4.11.1) der jedoch nicht vorgeschrieben

ist, als Vorlage verwenden.

236


BILD

NACHWEIS

Abrossimow, Maxim – S. 204

Acosta, Dario – S. 130

Adamik, Peter – S. 126 (unten)

Baalbaki, Khalil – S. 83

Benhamou, Julien – S. 170

Bollen, Markus – S. 142

Borchert, Yannic – S. 118

Borggreve, Marco – S. 36, 40, 51, 132, 159, 166,

167, 188, 191, 204

Brodard, Nicolas – S. 206

Broede, Felix – S. 129

DG/Heine, Olaf – S. 89, 210

DG/Hennek, Mat – S. 71, 190

DG/Hoffmann, Harald – S. 168

Doutre, Carolin – S. 193

Christodoulou, Chris – S. 73

Gerber, Jens – S. 173

Gewandhausarchiv – S. 106 (2x)

Gewandhaus/Daberkow, Jörn – S. 134

Gewandhaus/Gerber, Jens – S. 59, 107, 195, 211

Gewandhaus/Hartung, Grit – S. 205

Gewandhaus/Jungnickel, René – S. 33, 85, 200

Gewandhaus/Kemnitz, Eric – S. 6, 8, 138, 157,

206, 209

Gewandhaus/Mothes, Gert – S. 35, 52-53, 79,

125 (links)

Gewandhaus/Putzmann, Nick – S. 24, 187

Gewandhaus/Rothe, Christian – S. 14, 15, 120, 145,

148, 164, 192

Gewandhaus/Stöhr, Konrad – S. 47, 63, 91, 110,

113, 122, 124, 136, 146, 176, 180, 208

Gewandhaus/Thiele, Tom – S. 140, 183, 196, 198

Gewandhaus/Voss, Albrecht – S. 225

Grepp, Priit – S. 12

Grilc, Andrej – S. 65, 185

Heitmann, Adriano – S. 89

Hizkia, Jesaja – S. 161

Hoffmann, Harald – S. 81, 201

Hole, James – S. 86

Hornemann, Anne – S. 150, 152-153

Jansen, Frans – S. 57, 179

Kikkas, Kaupo – S. 39

Lainez, Sherwin – S. 126 (oben), 199

Lee, Chris – S. 31, 162

lenaka.net – S. 197

Mastroianni, Roger – S. 67

Matsas, Philippe – S. 77

Mazzucco, Lisa-Marie – S. 208

McNulty, Mark – S. 69

Miller, Peter – S. 156

Modla, Christian – S. 185

Mothes, Gert – S. 57, 100, 125 (rechts), 179, 181,

202

NDR/Hundert, Peter – S. 174

Oper Leipzig/Nijhof, Kirsten – S. 107

Oper Leipzig/Schulze, Tom – S. 114

Parry, Nigel – S. 160

Pezzani, Luca – S. 21

Rosenberg, Todd – S. 55

Schmuck, Ragnar – S. 194

Shin-Joong, Kim – S. 189

Sigmund, Martin – S. 43, 163

Sony Music Entertainment/Dovile Sermokas –

S. 61, 182

Sony Classical/Hajska, Petra – S. 166

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig – S. 102,

104, 105

Thomanerchor/Kemnitz, Eric – S. 116

Thomanerchor/Thiele, Tom – S. 74, 196

Tursunov, Oscar – S. 203

Valenta, Luca – S. 165

Wesely, Julia – S. 49

Yang, Suxiao – S. 45

Bei versehentlicher Verletzung von Copyrights

werden wir dem Rechts anspruch des Inhabers

gern nachkommen.

237


CD – DVD

BÜCHER – SOUVENIRS

Mittwoch 10 – 14 Uhr

Donnerstag 10 – 14 Uhr

Freitag 10 – 18 Uhr

Samstag 10 – 14 Uhr

Sowie bei Veranstaltungen

im Großen Saal

Augustusplatz 8

04109 Leipzig

T +49 341 1270-396

post@gewandhausshop.de

www.gewandhausshop.de


IMPRESSUM

Die deutsche Theater- und

Orchesterlandschaft wurde

2014 in das bundesweite

Verzeichnis des immateriellen

Kulturerbes aufgenommen.

demokratie-geschichte.de

HERAUSGEBER:

Gewandhaus zu Leipzig

Gewandhausdirektor Prof. Andreas Schulz

REDAKTION:

Sabīne Ozoliņa (verantwortlich) |

Ineke Borchert | Katharina Bott | Julia Kiefner |

Tobias Niederschlag | Annegret Suske |

Dr. Ann-Katrin Zimmermann | Beate Zinnert

TEXTE:

Dr. Ann-Katrin Zimmermann (Großes Concert,

S. 12-15, 124/125, 132/133, 136/137)

Nele Kemmerich (S. 25)

Julia Kiefner (S. 21-23, 128/129)

Franziska Kloos (S. 120/121)

HERSTELLUNG:

Uta Riemer

SATZ & DESIGN:

Kerstin Heger | RAUM ZWEI – Agentur für

Design & Kommunikation | Kassler Grafik-Design |

Karl Anders – Büro für Visual Stories

DRUCK:

FRITSCH Druck ® , Zwenkau

Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft

Druckfarbe ist mineralölfrei

UMSCHLAG UND INHALT:

Gedruckt auf Maxi Offset

FSC ® zertifiziertes Papier

REDAKTIONSSCHLUSS:

20. Januar 2025

Termin-, Programm- und Preisänderungen

vorbehalten

Gewandhaus zu Leipzig

Eigenbetrieb der Stadt Leipzig

Augustusplatz 8

04109 Leipzig

T +49 341 1270 - 0

F +49 341 341 1270 - 200

www.gewandhausorchester.de

239


Hereinspaziert!

31. JAN 2026

Besuchen Sie das Gewandhaus zu Leipzig zum

Tag der o enen Tür! Ein Tag voller Musik und

Überraschungen r die ganze Familie –

wir freuen uns auf Sie!

GEWANDHAUS ZU LEIPZIG

10 – 19 UHR EINTRITT FREI

© Tom Thiele

Mehr Infos unter

gewandhausorchester.de



Res severa verum gaudium

Wahre Freude ist eine ernste Sache

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