Die 245. Saison im Gewandhaus zu Leipzig 2025/2026
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DIE 245. SAISON IM
GEWANDHAUS ZU LEIPZIG
2025| 2026
1
2025
2026
Die 245. Saison im
Gewandhaus zu Leipzig
Res severa verum gaudium
Die Sentenz »Res severa verum gaudium« stammt aus den
Briefen an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), die der
römische Philosoph Lucius Annaeus Seneca vor knapp 2000
Jahren verfasst hat. Der 23. Brief kreist um das Thema wahre
Lebensfreude. Es heißt darin:
»Nolo tibi umquam deesse laetitiam. Volo illam tibi domi nasci:
nascitur, si modo intra te ipsum fit. Ceterae hilaritates non
implent pectus; frontem remittunt, leves sunt: nisi forte tu iudicas
eum gaudere, qui ridet: Animus debet esse alacer et fidens, et
supra omnia erectus. Mihi crede, verum gaudium res severa est.«
»Ich will, dass es Dir niemals an Freude fehle. Ich will, dass sie
Dir zu Hause erwachse: Sie erwächst dort, vorausgesetzt nur,
dass sie in Deinem eigenen Innern erzeugt wird. Andere Formen
des Frohsinns füllen das Herz nicht aus, sie glätten nur die Stirn,
sind ober ächlich, es sei denn, Du glaubst, es freue sich, wer
lacht: der Geist soll munter sein, zuversichtlich und über alles
erhaben. Glaub mir, wahre Freude ist eine ernste Sache.«
AUS DEM LATEINISCHEN ÜBERSETZT VON FRANZ LORETTO. ZITIERT NACH LUCIUS ANNAEUS SENECA:
BRIEFE AN LUCILIUS, HRSG. VON MARION GIEBEL, RECLAM 2014.
ABDRUCK MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG DES RECLAM VERLAGS.
2
Inhaltsverzeichnis
Grußworte 6
FOKUS – Saisonhöhepunkte
- Gewandhauskomponist Arvo Pärt 12
- Demokratie-Wochenende 14
- Mendelssohn-Festtage 16
- »Tacheles« – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 20
- Meet the MOA 24
Großes Concert 28
Das Gewandhausorchester 100
- Tourneen 110
- Oper 114
- omaskirche 116
Unsere Reihen
- IMPULS – Musik entdecken 118
- Kammermusik 122
- Quartettgesellschaft 126
- Klavier 130
- Orgel 134
- Chöre 138
- Alte Musik 142
- musica nova 146
- Salonmusik 150
Kalender – Gewandhaus-Saison 2025/2026 154
Service
- Verkaufsinformationen 215
- Saalpläne 222
- Führungen 224
- Verwaltung 228
- Allgemeine Geschäftsbedingungen 230
3
SPONSORS CLUB
GLOBAL PARTNER
PREMIUM PARTNER
Das Das Gewandhausorchester dankt dankt herzlich
für für die die freundliche und und großzügige Unterstützung
der der Saison Saison 2025/2026.
ADVANCED PARTNER
Firmengruppe Firmengruppe
CLASSIC PARTNER
Amazon Amazon • ARLT • ARLT Wach-, Wach-, Schließ- Schließ- und und Schutzdienst GmbH GmbH • ARTIS • ARTIS – – Personal r Kunst r Kunst und und Kultur Kultur GmbH GmbH
B.A.C. B.A.C. Bau- Bau- und und Anlagenconsult GmbH GmbH • B&B • B&B Media Media GmbH GmbH • Dr. • Dr. Kerstin Kerstin + Roland + Roland Becker Becker
BE-terna GmbH GmbH • • bluechip Computer AG AG • Bosch • Bosch Sicherheitssysteme GmbH GmbH • E. • E. Breuninger GmbH GmbH & Co. & Co.
CMS CMS Hasche Hasche Sigle Sigle Partnerschaft von von Rechtsanwälten und und Steuerberatern mbH mbH • • commlab GmbH GmbH
DEUSA DEUSA International GmbH GmbH • Dr. • Dr. med. med. Peter Peter Dietel Dietel • Farben • Farben Schultze Schultze GmbH GmbH & Co. & Co. KG KG • rm • rm – – Training & &
Seminare GbR GbR • Fischer • Fischer Analysen Instrumente GmbH GmbH • Dr. • Dr. Födisch Födisch Beteiligungen GmbH GmbH • • fröscher
GmbH GmbH & Co. & Co. KG KG • • Goldschmidt Holding Holding GmbH GmbH • Gossler, • Gossler, Gobert Gobert & Wolters & Wolters Assekuranz-Makler GmbH GmbH
GP GP Günter Günter Papenburg Unternehmensgruppe • Günsel • Günsel Fördertechnik und und Fahrzeugbau GmbH GmbH • HHL • HHL
gemeinnützige GmbH GmbH – Leipzig – Leipzig Graduate School School of of Management • • IMPERICON • Jolig • Jolig Automobil Handels Handels
GmbH GmbH • • Kältepunkt Plus Plus GmbH GmbH • • KONSUM Leipzig Leipzig eG • eG • Krostitzer Brauerei • KSW • KSW GmbH GmbH • Lecos • Lecos GmbH GmbH
Leipziger Messe Messe GmbH GmbH • Leipzig • Leipzig Marriott Marriott Hotelmanagement GmbH GmbH • NEL • NEL GmbH GmbH Leipzig Leipzig • N+P • N+P systeme systeme GmbH GmbH • Dr. • Dr. Arend Arend Oetker Oetker • • PETERSEN HARDRAHT PRUGGMAYER Rechtsanwälte Steuer- Steuer-
Informationsberater
berater Unternehmensberater • philoro • philoro EDELMETALLE GmbH GmbH • • POMMER Spezialbetonbau GmbH GmbH
PricewaterhouseCoopers • Josef • Josef Rädlinger Unternehmensgruppe • • Reinwald GmbH GmbH • • SCHEID RECHTS-
ANWÄLTE • Semper • Semper Gruppe Gruppe • S&P • S&P Gruppe Gruppe • Stölting • Stölting Kleine Kleine Service Service GmbH GmbH • TAS • TAS AG AG • Tilia • Tilia GmbH GmbH
TZO TZO Leipzig Leipzig GmbH GmbH • Gerhard • Gerhard D. Wempe D. Wempe GmbH GmbH & Co. & Co. KG, KG, Filiale Filiale Leipzig Leipzig • Wendt • Wendt & Kühn & Kühn KG KG
6
Liebe Musikfreundinnen,
liebe Musikfreunde,
auch 2025 wird die Gewandhaus-Saison
wieder mit dem Demokratie-Wochenende
eröffnet. Diese Initiative unseres Gewandhausorchesters
lädt – inspiriert von Musik –
dazu ein, sich mit uns selbst und mit unserer
Gesellschaft auseinanderzusetzen.
Zum Beispiel mit der Frage nach dem
richtigen Ton: Gibt es ihn überhaupt? Der
richtige Ton des einen muss nicht der richtige
Ton des anderen sein. Es ist daher nur
folgerichtig, dass das Gewandhaus zufällig
ausgewählte Menschen unserer Stadt eingeladen
hat, an der Planung des diesjäh ri gen
Demokratie-Wochenendes mitzuwirken.
Wir freuen uns auf die unterschiedlichen
Sichtweisen, welche am Eröffnungswochenende
erlebbar werden dürften.
Das Repertoire der neuen Spielzeit 2025/2026
reicht von Johann Sebastian Bach und
Felix Mendelssohn Bartholdy über Komponistinnen
wie Dora Pejačević und Lili
Boulanger bis hin zu Werken des neuen
Gewandhauskomponisten Arvo Pärt, der im
September 2025 seinen 90. Geburtstag
feiert. Das Gewandhausorchester, Andris
Nelsons und andere namhafte Künstlerinnen
und Künstler stellen die eindrucksvolle
Spannweite seines Schaffens vor:
frühe, kaum bekannte avantgardistische
Werke und sinnliche, äußerst konzentrierte
Kompositionen, mit denen er heute
zumeist verbunden wird.
Ein weiterer Schwerpunkt ist dem »Jahr der
jüdischen Kultur in Sachsen« gewidmet,
das 2026 unter dem Titel »Tacheles« im
Freistaat begangen wird. Das Gewandhaus
beteiligt sich mit Großen Concerten unter
Andris Nelsons und Omer Meir Wellber,
Kammermusiken sowie einem »Anti-
Liederabend« mit HK Gruber und Kirill
Gerstein. Komponisten wie Felix Mendelssohn
Bartholdy, Alfred Szendrei und
Hanns Eisler stehen hierbei für eine
Vielfalt, die nicht nur das kulturelle Leben
in Sachsen über Jahrhunderte bereichert
hat.
Liebe Musikfreundinnen und -freunde,
von den »Mendelssohn-Festtagen« über
»Tacheles« bis zu den Konzerten für die
Jüngsten und für junge Erwachsene
eröffnet uns jeder Konzertbesuch die
Möglichkeit, unser persönliches Dasein
und unsere Stellung in der Gemeinschaft
mit wachen Sinnen immer neu zu reflektieren.
Wir laden Sie herzlich ein, sich
dieser Kraft der Musik anzuvertrauen und
das gemeinsame Erleben eines Konzerts
zu genießen.
Burkhard Jung
Oberbürgermeister der Stadt Leipzig
Dr. Skadi Jennicke
Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig
7
Liebe Konzertbesucherinnen,
liebe Konzertbesucher,
herzlich willkommen zur 245. Saison des
Gewandhausorchesters!
Das vor Ihnen liegende Spielzeitheft ist ein
bisschen schlanker als in den Vorjahren –
wir haben unsere Vorhaben etwas anders
strukturiert, aber keineswegs reduziert. Auch
in der kommenden Spielzeit dürfen Sie sich
auf interessante Schwerpunkte und eine
Vielzahl an musikalischen Höhepunkten
freuen.
Mit Arvo Pärt begrüßen wir einen neuen
Ge wandhauskomponisten. Anlässlich seines
90. Ge burts tages im September stellen wir
diesen be deu tenden Tonschöpfer mit mehr
als 15 seiner Kompositionen für verschiedenste
Genres in den Mittelpunkt, darunter
auch jüngere Werke, die wir im Gewandhaus
zur Deutschen Erstaufführung bringen
werden.
Schwerpunkte in den Konzerten des Gewandhauskapellmeisters
sind darüber hinaus
Sinfonien von Sibelius, Brahms, Schumann,
Schostakowitsch sowie zwei Programme mit
Werken des gebürtigen Leipzigers Richard
Wagner. Mit Chorsinfonik von Felix Mendelssohn
Bartholdy setzen wir unseren großen
Aufnahme-Zyklus für die Deutsche Grammophon
fort. Und wir freuen uns auf viele namhafte
Solistinnen und Solisten. Mit Lang
Lang etwa blicken wir schon einmal auf das
Beethoven-Jahr 2027.
Einen besonderen Fokus hat in dieser Saison
die Musik jüdischer Komponisten: Bei
den Mendelssohn-Festtagen steht alljährlich
der ehemalige Gewandhauskapellmeister im
Fokus. Und das 2026 geplante Themenjahr
der jüdischen Kultur in Sachsen, »Tacheles«,
begehen wir mit swingenden Chanukka-
Klängen ebenso wie mit Werken von Ben-
Haim, Bloch, Eisler oder Weill.
Von aktueller gesellschaftlicher Relevanz
ist auch das Demokratie-Wochenende, mit
dem wir zum vierten Mal unsere Spielzeit
eröffnen, 2025 un ter dem Motto: »Den richtigen
Ton treffen«. Wir freuen uns, dass wir
für die Impulsrede zur Saisoneröffnung
die renommierte Transformationforscherin
Maja Göpel gewinnen konnten.
Besonders gespannt sind wir auf das Festival
unserer Mendelssohn-Orchesterakademie.
Die jungen Musikerinnen und Musiker
werden dabei die seltene Gelegenheit haben,
Solokonzerte, die bei Probespielen verlangt
werden, mit Orchester aufzuführen. Dafür
wünschen wir allen Beteiligten ein herzliches
Toi toi toi!
Dies sind nur einige der vielen Vorhaben,
die Sie auf den folgenden Seiten entdecken
können. Wir freuen uns auf Sie alle im Gewandhaus!
Sehr herzlich,
Andris Nelsons
Gewandhauskapellmeister
Andreas Schulz
Gewandhausdirektor
9
Gewandhauskomponist
Arvo Pärt
Das Scha en Arvo Pärts ist zweigeteilt:
Kaum bekannt sind die kühnen, aufrührerischen
Werke seiner frühen Phase, die mit
allen Wassern der Avantgarde gewaschen
sind und einst gewaltig r Furore sorgten.
Nach jahrelanger Einkehr und intensiver
Beschäftigung mit Alter Musik fand er zu
einem neuen, einzigartigen Stil, mit dem er
heute zumeist in Verbindung gebracht wird
und den er selbst mit dem lateinischen
Wort r Glöckchen »Tintinnabuli« nannte.
Wir stellen das reiche Scha en des Gewandhauskomponisten,
der am 11. September
2025 seinen 90. Geburtstag feiert,
in allen Facetten vor.
FOKUS
Arvo Pärt wuchs im sowjetisch beherrschten
Estland auf und absolvierte sein Studium in
Tallinn. Nach einigen Jahren als Toningenieur
beim estnischen Rundfunk widmete er sich ab
1960 ganz dem Komponieren. Sowohl seine
tief religiöse Haltung als auch seine avantgardistischen
Ambitionen wurden von kulturpolitischen
Sittenhütern beargwöhnt. Pärt
emigrierte 1980 mit seiner Familie über Wien
nach Berlin, wo er knapp 30 Jahre seines
Lebens verbrachte. Nun nahm seine Karriere
international schnell Fahrt auf; Plattenlabels
und Verlage interessierten sich für seine
ungemein sinnliche und zugleich strikter
Konzentration unterworfene Musik, die
Mitte der 1970er Jahre eine drastische stilistische
Neuausrichtung erfahren hatte. Seit
2010 lebt Arvo Pärt wieder in Estland.
Im Großen Concert erö net sein zauberisch
von Glockenschlägen durchdrungenes
Streicherklangwunder Cantus in Gedenken
an Benjamin Britten die Spielzeit. Ähnlich
bekannt ist das Doppelkonzert Tabula rasa,
das der Pärt-Experte Paavo Järvi leitet. Der
Dirigent ist seinem Landsmann Pärt in
enger Familientradition, stetem Austausch
und nachhaltigem Engagement für sein
Schaffen verbunden. Tabula rasa ist ebenso
wie die Greater Antiphons (26./27. FEB) typisch
r den legendären, mystisch kontemplativen
Tintinnabuli-Stil. Die Spannweite zum frühen,
zwölftönig-herben Nekrolog (16./17. OKT)
oder zu den Collage-Experimenten mit Bienen
und B-A-C-H – zu erleben in den Großen
Concerten im Bachfest – ist gewaltig.
Gewichtigen Anteil an unserer Pärt-Hommage
hat der GewandhausChor. Das traditionelle
Weihnachts-Oratorium tritt mit dem
Komponisten in Dialog, für den Bach eine
so bedeutsame Rolle spielt (06. DEZ). Im
Zentrum des Pfingstkonzerts steht Pärts
strenges Tintinnabuli-Faszinosum An den
Wassern zu Babel, und im Museum der Bildenden
Künste stellt Chorleiter Gregor
Meyer den estnischen Gewandhauskomponisten
in den Kontext seiner komponierenden
Landsleute.
Auch in der Kammermusik sind sowohl
Pärt-Klassiker wie Spiegel im Spiegel als auch
Raritäten wie die Scala cromatica vertreten.
Dieses Trio piccolo für den verdienstvollen
Mitarbeiter der Universal Edition András
Varga, das am 07.07.07 auf Buchstaben
seines Namens entstand, wird nun im Gewandhaus
seine Deutschland-Premiere
erleben (14. SEP).
SAISONHÖHEPUNKTE
SO — 18 UHR
14. SEP 2025
DO/FR — 19.30 UHR
02./03. OKT
2025
SO — 19.30 UHR
24. MAI 2026
D O/ F R /S O —
19.30/ 19.30/11 UHR
18./19./21. JUN
2026
SA — 19/21.30 UHR
20. JUN 2026
KAMMERMUSIK
mit Onutė Gražinytė Klavier
Nathalie Schmalhofer Violine
Valentino Worlitzsch Violoncello
Fratres, Spiegel im Spiegel und
weitere Werke von Arvo Pärt
GROSSE CONCERTE
unter Paavo Järvi mit Midori und
Renaud Capuçon Violinen
Arvo Pärts Doppelkonzert
Tabula rasa und weitere Werke
CHORKONZERT
mit dem GewandhausChor und
Michael Schönheit Orgel
By the Rivers of Babylon – Vokalmusik
von Arvo Pärt und anderen
GROSSE CONCERTE
im Bachfest
unter Andris Nelsons
Arvo Pärts Collage über B-A-C-H,
Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte
sowie weitere Werke
CHORKONZERT
mit dem GewandhausChor
unter Gregor Meyer
Astonishing Estonia – Werke von
Arvo Pärt und weiteren estnischen
Komponisten
13
FOKUS
Demokratie-Initiative
des Gewandhausorchesters
»Den richtigen Ton tre en« steht als Motto über dem 4. Demokratie-Wochenende des
Gewandhausorchesters, das die Spielzeit 2025/2026 eröffnet. Vom 5. bis 7. September
2025 laden wir ein zur musikalisch inspirierten Auseinandersetzung mit diesem
ema, das unseren Umgang miteinander so wirkmächtig und facettenreich beein usst.
Das Gewandhausorchester steht aufgrund
seiner Geschichte in besonderer Weise fü
bürgerliches Engagement. Mit Blick auf
die Herausforderungen der Gegenwart und
die Gemeinschaft stiftenden, inspirierenden
und transformativen Potenziale der Musik
hat es 2022 eine Demokratie-Initiative ins
Leben gerufen. Die Eröffnung jeder Gewandhaus-Saison
verbindet sich seitdem mit
einem aktuellen gesellschaftlichen Thema,
das musikalisch akzentuiert aus verschiedenen
Blickwinkeln ausgeleuchtet wird. Wie
definiert sich »der richtige Ton«, den zu treffen
in Musik und Gesellschaft eine kost bare
Kunst ist? Können Töne an sich überhaupt
falsch sein, gibt es objektive Kriterien oder
ist das eine Frage der Empfindung und des
Kontexts? Welche »Tonlagen« bestimmen
14
FOKUS
endes auch Bürgerinnen und Bürger der
Stadt Leipzig ein, die sich regelmäßig zum
»Forum Gewandhaus« tre en und ihre Ideen
einbringen. Das Pilotprojekt »Forum Gewandhaus«
wird gefö dert von der Commerzbank-Stiftung.
HÖHEPUNKTE
FR — 19.30 UHR
05. SEP 2025
S A
13.30-16.30 UHR
06. SEP 2025
SA — 18 UHR
06. SEP 2025
SO — 16 UHR
07. SEP 2025
unseren alltäglichen Umgang, Politik,
Demonstrationen, Internet und die Medien?
Wie können wir sie beeinflussen? Wie gehen
wir damit um, wenn wichtige Töne zu
leise und Störtöne zu laut sind? Sind Störtöne
wirklich falsch oder können sie an
der richtigen Stelle wertvoll sein? Wenn
der richtige Ton getro en wurde, genießen
wir Resonanz, Harmonie, Tragfähigkeit,
Gemeinschaft und Sympathie. Hat sich
jemand im Ton vergri en, führt das allzu
leicht zu Provokation, Eskalation, Unverständnis,
Ablehnung und Aversion.
Wir haben in Kooperation mit der Sächsischen
Landeszentrale für politische Bildung
Expertinnen und Experten eingeladen, die
ihre Gedanken zum »richtigen Ton« zur Diskussion
stellen und auf Podien am Sonnabend
im Austausch mit dem Publikum entfalten.
Für musikalische Impulse sorgen
Mitglieder des Gewandhausorchesters.
Der Samstagabend steht ab 18 Uhr im Zeichen
einer Publikums-Spezialausgabe von
»Alles gesagt?«, dem beliebten ZEIT-Podcast
mit Jochen Wegner und Christoph Amend.
Konsequent demokratisch ist diesmal das
Publikum selbst zu Gast. Ferner beziehen
wir in die Planung des Demokratie-Wochen-
SAISONERÖFFNUNGS-
KONZERT
des Gewandhausorchesters
mit Ansprache von Maja Göpel
zum Motto des Demokratie-
Wochenendes »Den richtigen
Ton treffen«
GESPRÄCHSFOREN
im Hauptfoyer des Gewandhauses
Roland Löffler Moderation
»ALLES GESAGT?«
Der unendliche ZEIT-Podcast
live mit Jochen Wegner
und Christoph Amend
im Großen Saal
des Gewandhauses
ABSCHLUSS-
VERANSTALTUNG
des Demokratie-Wochenendes
im Mendelssohn-Saal
des Gewandhauses
15
15
20
25
02. – 09. NOVEMBER
2025
Eine Kooperation von
FOKUS
Die Mendelssohn-Festtage 2025
Alljährlich in der ersten November-Woche steht Leipzig im Zeichen Felix Mendelssohn
Bartholdys und feiert mit den Festtagen den großen Musiker, Künstler und Europäer,
der die Musikstadt und das Gewandhausorchester auf einzigartige Weise prägte.
Felix Mendelssohn Bartholdy gehört zu
den bedeutendsten und vielseitigsten
Musikern des 19. Jahrhunderts. Als Komponist,
Pianist und Dirigent veränderte er
die Welt der Musik. Sein Leben führte
ihn durch ganz Europa. Für zwölf Jahre,
ab 1835, war Leipzig sein Mittelpunkt.
Hier prägte er als Gewandhauskapellmeister
den Ruf Leipzigs als Weltstadt
der Musik. Am 4. November 1847 verstarb
Felix Mendelssohn Bartholdy nur
38-jährig im heutigen Mendelssohn-Haus.
Alljährlich um den Todestag laden Gewandhaus
und Mendelssohn-Haus ein zu
den Mendelssohn-Festtagen Leipzig. Im
welto enen Geiste des Humanisten und
Europäers tre en dann bekannte Orchester,
Ensembles und Solistinnen und Solisten
ebenso zusammen wie herausragende
junge Künstlerinnen und Künstler, kuratiert
von Elena Bashkirova, Präsidentin
der Mendelssohn-Stiftung.
Die Konzerte im Wohn- und Sterbehaus des
Komponisten gehören zu den authentischen
Erfahrungen, von denen die Leipziger
Musiklandschaft reichlich zu bieten hat.
Wir freuen uns besonders auf das Bene z-
konzert r das Mendelssohn-Haus mit
Verleihung des Internationalen Mendelssohn-Preises
am ersten Festtags-Sonntag.
Es folgen Klavierrezital, Lie der abend,
Große Concerte, Chorkonzert, Kammermusik,
Gespräche, Lesungen und Führungen.
Las sen Sie sich inspirieren, über raschen
und begeistern. Herzlich willkommen zu
den Mendelssohn-Festtagen 2025 in Leipzig!
HÖHEPUNKTE
SO — 11 UHR
02. NOV 2025
MO — 19.30 UHR
03. NOV 2025
DI — 21 UHR
04. NOV 2025
DO/FR — 19.30 UHR
06./07. NOV
2025
SA — 19.30 UHR
08. NOV 2025
SO — 15 UHR
09. NOV 2025
SO — 19.30 UHR
09. NOV 2025
BENEFIZKONZERT
FÜR DAS MENDELSSOHN-
HAUS LEIPZIG
Anne-Sophie Mutter, Pablo
Ferrández, Elena Bashkirova
LIEDERABEND
Anna Prohaska, Caspar Frantz
Richard Wagner – Der Plagiator
KO N Z E R T
ZUR TODESSTUNDE
René Pape, Elena Bashkirova,
Grieg Quartett Leipzig
GROSSE CONCERTE
Gewandhausorchester,
Andris Nelsons,
Seong-Jin Cho
GASTKONZERT
Kremerata Baltica, Gidon
Kremer, Lucas Debarque
KLAVIERREZITAL
Igor Levit
ABSCHLUSSKONZERT
Quatuor Arod, Sindy Mohamed,
Karl-Heinz Steffens, Volker
Hemken, Elena Bashkirova
17
Gemeinsam Großes
schaffen und hörbar
in Erinnerung bleiben
Die Gesellschaft der Freunde des Gewandhauses
zu Leipzig e.V. fördert seit über 30 Jahren
voller Energie und Leidenschaft die Arbeit des
Gewandhauses in der Kulturstadt Leipzig mit
dem ältesten bürgerlichen Orchester der Welt,
dem Gewandhausorchester.
Bürgerschaftliches Engagement zeichnet
das Gewandhausorchester von Beginn an
aus, als 1743 die Konzertunternehmung
Großes Concert durch eine kleine
Gesellschaft von Adligen und Bürgern
gegründet und getragen wurde.
Hochwertige Instrumente, Chorprojekte,
Auftragskompositionen und die
Unterstützung der Musikvermittlung
stehen im Mittelpunkt unserer Förderung.
Werden Sie Teil der Freunde und
lassen Sie uns gemeinsam Kultur
fördern — wir freuen uns auf Sie!
Mit nur 46 Euro pro Jahr unterstützen Sie als Einzelmitglied
(Paarmitgliedschaft 69 Euro) das Gewandhausorchester
und erhalten exklusiven Zugang zu Proben, zu den
regelmäßigen »Treffs« mit Musikerinnen & Musikern des
Gewandhausorchesters und Einblicke hinter die Kulissen.
Finden Sie weitere Informationen
auf www.freunde-gewandhaus.de
Gewandhaus zu Leipzig
Postfach 46
Augustusplatz 8
04109 Leipzig
20
FOKUS
Im Jahr 2026 begeht der Freistaat Sachsen ein landesweites »Jahr der jüdischen
Kultur« – 100 Jahre nach Gründung des ersten sächsischen Landesverbandes der
jüdischen Gemeinden. Unter dem Titel »Tacheles« und dem Motto »Jüdisch –
Sächsisch – Mentshlich« widmen sich landesweit Veranstaltungen und Ausstellungen
der viel ltigen jüdischen Kultur und Geschichte.
Das aus dem Jiddischen bzw. Hebräischen
stammende Wort »Tacheles« steht für freie
Meinung und Diskurs auf Augenhöhe. Im
Themenjahr 2026 wird »Tacheles« geredet,
jüdische Stimmen präsentieren persönliche,
gesellschaftliche und kulturelle Perspektiven
und regen zum Dialog an.
Die Vielfalt jüdischen Liedguts bringen Roman
Grinberg, Starsänger jiddischer Musik,
und die Shyayg Mayn Harts Bigband im
Auftaktkonzert zum Themenjahr im Gewandhaus
auf die Bühne. Traditionelle und
neue Chanukka-Lieder erklingen wenige
Tage vor dem Lichterfest, das alljährlich
am 25. Dezember anlässlich der Wiedereinweihung
des zweiten jüdischen Tempels
in Jerusalem 164 v. Chr. begangen wird.
Der Holocaust-Gedenktag am 27. Januar
erinnert an die unwiederbringlichen Verluste,
die der Vernichtungswahn des
natio nalsozialistischen Regimes verursachte.
Der deutsch-israelische Komponist
Paul Ben-Haim entging durch Emigration
nach Palästina 1933 dem schlimmsten
Wüten Nazi-Deutschlands. In München
war er Assistent des späteren Gewandhauskapellmeisters
Bruno Walter gewesen, der
ebenfalls 1933 fliehen musste. Ben-Haims
1. Sinfonie von 1940 erklingt nun erstmals
im Großen Concert – an der Seite von
Ernest Blochs Avodath Hakodesh.
Das Salonorchester CAPPUCCINO widmet
sich den gebürtigen Leipziger Brüdern
Rotter, deren Theater- und Operettenimperium
in den 1920er Jahren international
für Furore sorgte. Neben Schuldenwirtschaft
und Betrugsvorwürfen wurde ihnen
die jüdische Herkunft zum Verhängnis und
machte sie zum Opfer perfider Hetzkampagnen.
Omer Meir Wellber
21
Setzen Sie ein Zeichen fü die Zukunft
der Musik – Unterstützen Sie unsere
Nachwuchsarbeit!
Die Mendelssohn-Orchesterakademie fö dert hochbegabte, junge Musikerinnen
und Musiker auf ihrem Weg zur Tätigkeit in einem Berufsorchester.
Über 150 von ihnen haben bereits die Akademie durchlaufen und tragen das
einzigartige Klangideal des Gewandhausorchesters in die Welt.
Werden Sie Teil dieser Reise – übernehmen Sie eine Akademiepatenschaft oder
spenden Sie fü einzelne Ausbildungsbausteine. Ihre Unterstützung fö dert die
Musikkultur und die Zukunft junger Musiker.
Gern beraten wir Sie auch persönlich:
Mentor Tristan Thery mit Akademistin Clara Heise
GEWANDHAUS ZU LEIPZIG
Fundraising – Peggy Melzer
T +49 341 12 70 228
F +49 341 12 70 407
meinbeitrag@gewandhaus.de
Mehr Infos zu Ihrem Engagement finden Sie hier:
www.engagement.gewandhausorchester.de
FOKUS
Dem nationalsozialistischen Verruf entging
auch Pavel Haas nicht, der nach Theresienstadt
deportiert und in Auschwitz
umgebracht wurde. Haas war in Brünn
Schüler von Leoš Janáček gewesen. In der
Tradition Janáčeks, der fünf Jahre zuvor
sein Bläsersextett Mládi vollendet hatte,
griff Haas für sein Quintett auf Volksweisen
und Synagogalgesänge zurück. Bis
heute kaum bekannt ist das Œuvre von
Hans Winterberg, der im Januar 1945 in
Theresienstadt interniert wurde. Nach
seiner Befreiung arbeitete er für den
Bayerischen Rundfunk und schrieb sein
einziges Bläserquintett. Werke vom Strawinsky-Freund
Alexandre Tansman und
der mit einem jüdischen Juristen verheirateten
Komponistin Ilse Fromm-Michaels
ergänzen die Kammermusik des Pasakas
Bläserquintett Leipzig.
HK Gruber und Kirill Gerstein präsentieren
einen »Anti-Liederabend« mit Liedern
der jüdisch-stämmigen Komponisten Kurt
Weill und Hanns Eisler, die musikalische
Fußspuren in Leipzig hinterließen. In Liedtexten
u. a. von Bertolt Brecht, dem beide
eng verbunden waren, spiegeln sich eine
Katastrophe, die Errichtung einer neuen
Gesellschaft und deren Scheitern.
Alfred Szendrei prägte das Leipziger
Musikleben vor dem Zweiten Weltkrieg.
Von 1918 bis 1924 wirkte er als 1. Kapellmeister
am Leipziger Opernhaus, wo seine
Oper Der türkisenblaue Garten uraufgeführt
wurde. Anschließend machte er
sich als Gründungsdirigent des Leipziger
Rundfunk-Sinfonieorchesters und
-Chores als Pionier um das Medium
Rundfunk verdient. Als ungarisch stämmiger
Jude wurde Szendrei 1931 aus dem
Amt gedrängt und emigrierte in die USA.
Das Konzert erinnert an den Musiker, der
vor 50 Jahren in Los Angeles verstarb.
SAISONHÖHEPUNKTE
SO — 17 UHR
21. DEZ 2025
DO/FR — 19.30 UHR
22./23. JAN
2026
SO — 18 UHR
08. FEB 2026
SO — 19.30 UHR
22. FEB 2026
SO — 18 UHR
01. MRZ 2026
»A SWINGIN’ CHANUKKA«
mit Roman Grinberg Gesang
Shvayg Mayn Harts Bigband
Michael Alexander Willens Leitung
Traditionelle und neue Chanukka-
Lieder auf Hebräisch, Jiddisch und
Ladino sowie beschwingte jiddische
Melodien, die einst vor der Shoah
populär waren
GROSSES CONCERT
unter Omer Meir Wellber
mit dem GewandhausChor
und Erwin Schrott Bariton
Werke von Paul Ben-Haim und
Ernest Bloch
KAMMERMUSIK
mit dem Pasakas Bläserquintett
Leipzig
Werke von Leoš Janáček,
Pavel Haas u. a.
LIEDERABEND
mit HK Gruber Gesang/Rezitation
Kirill Gerstein Klavier
Berlin im Licht –
Ein Anti-Liederabend
Werke von Kurt Weill und
Hanns Eisler
KAMMERMUSIK
mit Jan Philip Schulze Klavier
Mitgliedern des Gewandhausorchesters
und des MDR-Sinfonieorchesters
sowie Mitgliedern des
Solistenensembles der Oper Leipzig
Musik von Alfred Szendrei sowie
Werke anderer Komponisten
23
FOKUS
Meet the MOA.
Young Artists on Stage
Mitglieder der MOA in der Spielzeit 2024/2025
Seit über 20 Jahren engagiert sich das Gewandhausorchester in der Mendelssohn-
Orchesterakademie r die Förderung des musikalischen Nachwuchses. Ziel dieser
einzigartigen Ausbildung ist es, junge Musikerinnen und Musiker bestens darauf
vorzubereiten, eine Position in einem Spitzenorchester zu erlangen.
Die Mendelssohn-Orchesterakademie (MOA)
ist ein fester Bestandteil der Arbeit des
Gewandhausorchesters. Bis zu 20 junge
Musikerinnen und Musiker aus der ganzen
Welt werden zwei Jahre lang in Orchesterdiensten,
Unterricht, Kammermusik und
Mentaltrainingsangeboten ausgebildet, um
sich auf eine feste Stelle in einem Orchester
vorzubereiten.
In der Spielzeit 2025/2026 rückt im Rahmen
des jährlichen Fokus »Meet the MOA.
Young Artists on Stage« ein ganz besonderer
Aspekt dieser Ausbildung in den Mittelpunkt
– das berühmt-berüchtigte Probespiel:
Im Zuschauerraum sitzen die festangestellten
Musikerinnen und Musiker
des Orchesters, während auf der Bühne
ein Flügel zur Begleitung der Kandidatinnen
und Kandidaten bereitsteht. Das
Programm umfasst Solowerke sowie Auszüge
aus dem Orchesterrepertoire, in denen
die Bewerbenden ihr musikalisches,
spieltechnisches und interpretatorisches
Können zeigen müssen.
24
FOKUS
Dieses Szenario bildet den Rahmen für
die sogenannten Probespiele – Vorspiele,
mit denen sich Musikerinnen und Musiker
auf eine Stelle in einem Orchester bewerben.
Das zu spielende Repertoire erfüllt
dabei zwei Aufgaben: Einerseits soll es den
Bewerbenden Raum geben, ihr Können zu
präsentieren; andererseits soll es den zuhörenden
Orchestermitgliedern genügend
Einblick in die Musizierweise, den Klang
und die Spielart der Kandidatin oder des
Kandidaten ermöglichen, um zu prüfen,
wer am besten ins Ensemble passt.
Für jedes Instrument hat sich ein spezifisches
Probespielrepertoire etabliert, das
in der Regel aus einem solistischen Werk der
klassischen Epoche, einem Werk aus der
Romantik sowie den sogenannten Orchesterstellen
besteht. Aus Zeitgründen – schließlich
gibt es zahlreiche Bewerbungen fü jede
Position – werden die Stücke nicht vollständig
gespielt. Für ein Solokonzert könnte die
Anweisung beispielsweise lauten: 1. Satz
eventuell bis zum Ende der Durchführung, anschließend
die Kadenz und einen Abschnitt
aus dem 2. Satz. Begleitet wird das Ganze
natürlich nicht von einem Orchester, sondern
lediglich von einem Klavier.
Junge Musikerinnen und Musiker arbeiten
daher während ihrer Ausbildung oft jahrelang
an Auszügen solcher Meisterwerke,
ohne diese in ihrem gesamten musikalischen
Zusammenhang oder in Begleitung
eines Orchesters auffü en zu können. Doch
gerade diese Erfahrung ist fü das vollständige
Verständnis eines Werkes und dessen
Interpretation äußerst bereichernd – eine
Bereicherung, die wir unseren aktuellen
Akademistinnen und Akademisten in dieser
Spielzeit bieten wollen. Wir freuen uns
da rauf, Ihnen ein ganzes Wochenende
lang den musikalischen Nachwuchs des
Gewandhausorchesters mit seinem unverwechselbaren
Esprit solistisch präsentieren
zu können.
HÖHEPUNKTE
FR — 19 UHR
20. FEB 2026 ERÖFFNUNGSKONZERT
Mitglieder der Mendelssohn-
Orchesterakademie & Gäste
Elisaveta Blumina Leitung
SA — 10 UHR
21. FEB 2026
Solokonzerte von Debussy,
Mozart und Schumann
ÖFFENTLICHE PROBE
Mitglieder der Mendelssohn-
Orchesterakademie & Gäste
Elisaveta Blumina Leitung
SA — 15 UHR
21. FEB 2026 GESPRÄCHSKONZERT
Mitglieder der Mendelssohn-
Orchesterakademie
Nele Kemmerich Moderation
Béla Bartók
Sonate r zwei Klaviere
und Schlagzeug Sz 110
SA — 19 UHR
21. FEB 2026 KO N Z E R T
Mitglieder der Mendelssohn-
Orchesterakademie & Gäste
Elisaveta Blumina Leitung
Solokonzerte von Bottesini,
Hoffmeister und Mozart
SO — 11 UHR
22. FEB 2026 ABSCHLUSSKONZERT
Mitglieder der Mendelssohn-
Orchesterakademie & Gäste
Elisaveta Blumina Leitung
Solokonzerte von Albrechtsberger,
Haydn und Mozart
25
Eine Vision
für die Zukunft
der Musik.
www.stiftung-zukunft-gewandhaus.de
Das Gewandhausorchester lebt von seinen musikalischen
Persönlichkeiten und einer gemeinsamen Vision: Bestehende
Traditionen sollen bewahrt und neue begründet
werden. Die Stiftung Zukunft Gewandhaus zu Leipzig
unterstützt diese Vision.
Unser Ziel ist es, dem Gewandhausorchester optimale
Bedingungen zu bieten, um auch zukünftig wegweisende
Impulse in der internationalen Musiklandschaft setzen zu
können. Damit dies gelingt, fördern wir aktiv besondere
Projekte und bringen eigene Ideen ein.
Unterstützen Sie uns
mit Ihrer Spende!
28
GROSSES
CONCERT
29
Saisoneröffnung
Demokratie-Konzert
Arvo Pärt
Cantus in Memory
of Benjamin Britten
—
»DEN RICHTIGEN TON
TREFFEN«
Ansprache von
Maja Göpel
zum Demokratie-Konzert
(05. SEP)
—
Antonín Dvořák
Konzert für Violine und
Orchester a-Moll op. 53
—
Jean Sibelius
2. Sinfonie D-Dur op. 43
EINLÄUTEN
Dreimal schlägt die Glocke, bevor die Streicher hinzustoßen.
Glockenschläge begleiten durch die Elegie
auf den 1976 verstorbenen Benjamin Britten.
Arvo Pärt, der mit diesen fast 50 Jahre alten Klängen
seinen Einstand als Gewandhauskomponist
gibt, hatte dessen Musik eben erst für sich entdeckt.
Persönlich begegnet war er dem britischen Kollegen
nie. Ruhige Glockenschläge und absteigende
Moll-Tonleitern, tröstlich einmündend in Harmonie
– einfachste Mittel genügen dem Balten für seine
mit Klarheit überwältigende Kunst. Scheinbar
Vertrautes erschließt neue Ausdruckswelten, lehrt
neues Hören, Empfinden und Staunen. Es ist die fassliche
Schönheit der Ordnung, die wir alle bewusst oder
unbewusst wahrnehmen, die in uns widerhallt, sinniert
Pärt: Ist das nicht das Geheimnis aller Arten von Musik?
STAR(T)HILFE
Wollen Sie mir ein Violinkonzert schreiben? Recht
originell, kantilenenreich und für gute Geiger? Die
Anfrage seines Verlegers kam Dvořák gelegen,
auch wenn der avisierte gute Geiger kein einfacher
Kunde war. Schon Max Bruch und Johannes
Brahms hatte die Zusammenarbeit mit dem legen-
30
FR/SO
05./07. SEP
2025
19.30/11 UHR
GROSSER SAAL
ERÖFFNUNG
DER 245. SAISON
DEMOKRATIE-KONZERT
F O K U S :
GEWANDHAUSKOMPONIST
ARVO PÄRT
Hilary Hahn
dären Joseph Joachim einige Nerven gekostet –
am Ende jedoch rauschende Erfolge eingebracht.
Das Violinkonzert, das Dvořák mühsam all den Extrawünschen
Joachims gefügig machte, führte der
alternde Jahrhundertgeiger, nachdem er die Fertigstellung
vier Jahre hinausgezögert hatte, kein einziges
Mal öffentlich auf. Doch das Werk eroberte
auch ohne Star-Starthilfe unter überwältigenden
Beifallsstürmen die Konzertsäle.
SOMMERREISEN
Waren Sie wie Sibelius im Sommer an der Amalfi-
Küste, idealerweise auf Kosten eines generösen
Gönners? Haben Sie Florenz besichtigt und an
lauen Abenden Dantes Göttliche Komödie gelesen?
Dann wird Ihnen vermutlich in den nächsten Tagen
ein weltberühmtes Orchesterwerk aus der Feder
fließen. Doch Vorsicht, die neue große Symphonie
in fünf Sätzen, inspiriert von Italien und vom Mittelmeer,
voller Sonnenschein, Himmelsbläue und überschwänglicher
Glückseligkeit könnte erschreckend
düster geraten. Und legen Sie Wert auf den feinen
Unterschied zwischen poetischer Instrumentierung
und politischer Instrumentalisierung.
Gewandhaus -
orchester
Andris Nelsons
Hilary Hahn
Violine
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr (FR) und 10.15 Uhr (SO)
im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SONNTAGS-ANRECHT I/1
VARIO VARIO
31
Im weiten Reich
der Weltennacht
Richard Wagner
Ouvertüre und »Inbrunst im
Herzen« – Romerzählung aus
der Oper »Tannhäuser«
WWV 70
Vorspiel zum 3. Aufzug
»Dünkt dich das?«
»O diese Sonne! Ha, dieser Tag!«
aus der Oper »Tristan und Isolde«
WWV 90
Walkürenritt und »Winterstürme
wichen dem Wonnemond« –
aus der Oper »Die Walküre«
WWV 86B
»Daß der mein Vater nicht ist«
und »Selige Öde auf sonniger
Höh!« aus der Oper »Siegfried«
WWV 86C
Morgendämmerung und
Siegfrieds Rheinfahrt aus
der Oper »Götterdämmerung«
WWV 86D
LEBENSVERÄNDERND
Ist nicht Tannhäusers Dasein, ist nicht unser ganzes
Leben eine große Pilgerreise? Umgeben von Versuchungen
– großen und kleinen – sind wir unterwegs
auf der Suche nach etwas Höherem, etwas Sinnstiftendem:
nach Erlösung. Für Andris Nelsons war
die frühe Begegnung mit Wagners Tannhäuser
ein Schlüsselerlebnis. Als Fünfjähriger, der von
Musik umgeben in Riga aufwuchs, besuchte er
erstmals die Oper, an der später seine Karriere
als Trompeter und Dirigent beginnen sollte: Vermutlich
habe ich hier zum ersten Mal geahnt, welche
ungeheure Wirkung von Musik ausgehen kann – und
den Wunsch verspürt, der mich heute als Dirigent antreibt:
Menschen mit Musik zu bewegen und positiv
lebensverändernde Erfahrungen zu ermöglichen.
TODBRINGEND
Tannhäusers Rom-Erzählung ist alles andere als
eine Heldengeschichte. Der reuige Sünder sucht
Vergebung – und erfährt, dass er keine Aussicht auf
Erlösung hat. Was die Kirche verweigert, wird ihm
letztlich durch Elisabeths selbstopfernde Liebe
zuteil. Wenn Tristan im dritten Akt erwacht, weiß
auch er wenig Ruhmreiches zu berichten. Der schwer
Verwundete deliriert, alles ist dunklem Vergessen
32
DO/FR
11./ 12. SEP
2025
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Gewandhaus -
orchester
Andris Nelsons
Klaus Florian Vogt
Tenor
Andris Nelsons
anheimgefallen, nur seine Liebe zu Isolde leuchtet
sonnenhell. Vereint werden sie jedoch erst im Tode
sein. Scheiternde Helden und sich opfernde Gefährtinnen
– so lässt sich auch die Ring-Handlung von
vier langatmigen Abenden auf einen Atemzug verkürzen.
SANGESFROH
Einsam steht er heute Abend da, der Wagner-Tenor
in seiner stimmlichen Herrlichkeit, beschienen vom
Wonnemond, während all die klugen Frauen, die
Erdas dieser Erde, die emanzipierten Elisabethen,
die tristen Isolden, die fiesen Frickas, die nörgelnden
Nornen und neckischen Rheintöchter betreten
schweigen. Für fünf Minuten dürfen immerhin ein
paar wortlose Walküren stracks vorüberreiten –
dann gehört die Bühne wieder dem mitteilsamen
Helden, der diese Spielzeit gleich zweimal sein
gewaltiges Organ gegen Winterstürme erhebt. Ungestört
schippert er rheinauf- und abwärts, denn auch
die bösen Bässe, die ihm im wirklichen Opernleben
nachstellen, haben heute nichts zu singen.
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE II/1
VARIO
Präsentiert von
33
Zyklen und
Enzyklopädien
Franz Liszt
Variationen über
»Weinen, Klagen, Sorgen
Zagen« von J. S. Bach
(Fassung für Orgel S 673)
—
Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge
Es-Dur BWV 552
—
Anton Bruckner
9. Sinfonie d-Moll
WAB 109
ZYKLISCHES KOMPILIEREN
Zyklischer Zusammenhalt kann musikalisch auf
unterschiedliche Weise verwirklicht sein. Die
Idee, ästhetische Einheit herzustellen, die über
das Einzelstück hinausgreift und Gemeinschaft
innerhalb einer Gruppe individueller Sätze stiftet,
wird in unserem Kulturkreis früh in liturgischen
Zyklen greifbar, wenn etwa mehrstimmig
vorgetragene Mess-Gesänge durch einen gemeinsamen
Cantus firmus miteinander verbunden
sind. Diese Technik der Renaissance wirkt in
barocken Choralkantaten weiter, die Bach darüber
hinaus zum Jahreszyklus ausweitet, vereint
durch die besondere Kompositionstechnik. Bei
Bach expandiert das Zyklische zum Enzyklopädischen:
Das Prinzip zyklischer Werkzusammenstellung
nach Tonarten, wie es in Drucken und
Opus-Gruppen etabliert war, dekliniert er anhand
von Präludium-Fuge-Paaren durch das gesamte
Tonartensystem. Seien es Kompendien-artige
Handschriften, Drucke oder Tonträger: Medien
befeuerten immer schon das Denken in zyklisch
vereinten Werkgruppen.
34
DO/FR/SO
18./ 19./
21. SEP
2025
19.30/19.30/11 UHR
GROSSER SAAL
Herbert Blomstedt
ZYKLISCHES INTERPRETIEREN
Mit Aufführungs- und Aufnahmezyklen verbindet
sich die Vorstellung, dass sich Werke einer bestimmten
Gruppe – etwa die Sinfonien Bruckners –
gegenseitig erhellen. Die Wahrnehmung der gesamten
Gruppe gewährt besonders intensiven Zugang
zum Einzelstück, und aus der Summe singulärer
Eindrücke erwächst umfassendes Verständnis. Das
Gewandhausorchester war schon zu Beethovens
Zeit Pionier zyklischer Darbietung von Werkgruppen
in einheitlicher interpretatorischer Handschrift.
Es blieb dieser Tradition mit den bahnbrechenden
ersten Sinfonie-Zyklen Bruckners und Schostakowitschs
treu. In den zurückliegenden Jahrzehnten
verging kaum eine Spielzeit ohne Zyklus.
ZYKLISCHER WANDEL
Mehrmals hat Blomstedt den Kreis der neun autorisierten
Sinfonien Bruckners bereits ausgeschritten –
mit jedem Orchester, in jedem Saal, vor jedem
Publikum, zu jeder Zeit klingt und wirkt es anders.
Wenn unser Ehrendirigent – so Gott will – Bruckners
letzte, unvollendet gebliebene Sinfonie nun erneut
interpretiert, wird er in sein 99. Lebensjahr eingetreten
sein. Er und Bruckner haben sich auf dieser
Welt nur um gut 30 Jahre verpasst. Musikalisch sind
sie einander auf einzigartige Weise nahegekommen.
Gewandhaus -
orchester
Herbert Blomstedt
Michael Schönheit
Orgel
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr (DO/FR) und
10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE I/1
SONNTAGS-ANRECHT II/1
VARIO (DO)
Präsentiert von
35
Leonidas Kavakos
Frühzünder
und Spätstarter
Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzertouvertüre
»Die Hebriden« h-Moll op. 26
MWV P 7 (»Fingals Höhle«)
Konzert für Violine und
Orchester e-Moll op. 64
MWV O 14
—
Edward Elgar
1. Sinfonie As-Dur op. 55
MENDELSSOHN EILT
Unterschiedlicher können Karrieren kaum verlaufen.
Mendelssohn wurde als Wunderkind optimale
Förderung zuteil; Elgar war, von ein paar Geigenstunden
abgesehen, Autodidakt. Die Schule besuchte
er nur sporadisch; Mendelssohn hingegen
genoss umfassende Bildung – Reisen durch ganz
Europa eingeschlossen. London eroberte er als
Pianist, Dirigent und Komponist im Sturm,
Schottland inspirierte ihn zu Werken wie der
Hebriden-Ouvertüre, und sein Violinkonzert war –
nach der Leipziger Uraufführung mit Gewandhaus-Konzertmeister
Ferdinand David – dank
36
Joseph Joachim bald auch in England überaus
beliebt. Elgar kannte Mendelssohns Musik aus
der väterlichen Musikalienhandlung und dem
musikalischen Leben Worcesters, an dem er singend,
geigend, bisweilen Fagott oder Klavier
spielend Anteil nahm. Höhepunkt im musikalischen
Leben seines Heimatstädtchens war das
»Three Choirs Festival«, das bis heute alternierend
dort stattfindet. Als Mitglied im Festivalorchester
lernte Elgar Komponisten wie Antonín Dvořák
und Dirigenten wie Hans Richter kennen, dem er
später die Uraufführung wichtiger Werke verdanken
und die 1. Sinfonie zueignen sollte.
ELGAR WEILT
Elgars Traum von einem Musikstudium in Leipzig
blieb aus finanziellen Gründen unerreichbar.
Doch als eine Freundin am vielgepriesenen Konservatorium
studierte, stattete Elgar ihr und der
Pleißestadt eine zweiwöchige Visite ab. Der
25-Jährige besuchte Proben des Gewandhausorchesters
und registrierte verwundert, dass sie
schon um 9 Uhr morgens begännen – zu einer
Zeit, da Musiker normalerweise noch schliefen.
Der Wagnerianer erlebte Arthur Nikisch als
Tannhäuser-, Lohengrin- und Parsifal-Dirigenten.
Der spätere Gewandhauskapellmeister wird sich
zu Beginn des 20. Jahrhunderts um Aufführungen
von Elgars Werken mit dem Gewandhausorchester
verdient machen und dessen 1. Sinfonie 1909 anlässlich
der Leipzig-Premiere den Ehrentitel verleihen,
der ihr bis heute anhaftet: »Brahms’s Fifth«.
Als er seinen sinfonischen Erstling in die Welt
sandte, war Elgar bereits 50 Jahre alt.
DO/FR
25./26. SEP
2025
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Gewandhaus -
orchester
Sakari Oramo
Leonidas Kavakos
Violine
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE III/1
VARIO
Präsentiert von
37
Herbstzeitlose
Arvo Pärt
Tabula rasa – Doppelkonzert
für zwei Violinen, Streichorchester
und präpariertes
Klavier
—
Sergej Rachmaninoff
2. Sinfonie e-Moll op. 27
KONZENTRIERT AUFS WESENTLICHE
In den 1970er Jahren entwickelte Arvo Pärt den
Stil, für den er berühmt wurde und den er »Tintinnabuli«
(Glöckchen) taufte. Auseinandersetzung
mit der Musik des Mittelalters und radikale Konzentration
in Abkehr von einer reizüberfluteten
Welt brachten ihn dazu, im Wortsinn tabula rasa zu
machen. Pärt begann noch einmal neu, vom sprichwörtlich
unbeschriebenen Blatt. Aus dem »bad
boy« der Avantgarde wurde der kultisch verehrte
»wise man« ganz anderer, wahrhaft neuer Musik,
beschreibt es sein Landsmann und Freund Paavo
Järvi. Unter den ersten Werken dieses auf Dreiklängen,
Diatonik und ruhigem Zeitmaß beruhenden
Stils waren Fratres und Tabula rasa aus
dem Jahr 1977. Letztere gelangte mit Gidon Kremer,
Tatjana Gridenko und Alfred Schnittke in Tallinn
zur Uraufführung. Die Musikwelt stand still und
hielt den Atem an.
REDUZIERT AUFS EINZELNE
Dieser Minimalismus ist erschütternd, bekennt Renaud
Capuçon. Einen großen Künstler erkennt man daran,
dass er Stille hör- und erlebbar machen kann. Bei Pärt
ist die Stille präzise strukturiert. In Tabula rasa sind
die Pausen erst lang und werden allmählich kürzer: Jedes
Mal ein Takt weniger… Pärt hat in diesem Stil zu sich
selbst gefunden: Hier bin ich, allein mit der Stille. Ich
habe festgestellt, dass es genügt, wenn ein einziger Ton
wirklich schön gespielt wird. Dieser einzige Ton, ein lautloser
Taktteil oder ein Augenblick der Stille trösten mich.
Ich möchte meine Musik mit weißem Licht vergleichen,
das alle Farben enthält. Allein ein Prisma kann die Farben
herauslösen und sichtbar machen; einem solchen Prisma
ist der Geist des Hörers vergleichbar.
38
GESTEIGERT ZUM ÄUSSERSTEN
Opulente Klangfülle eines ebenfalls aus der Zeit
Gefallenen, überaus erfolgreichen Komponisten
flutet hernach den Pärt-purifizierten Gewandhaus-
Saal. Das Fiasko seiner 1. Sinfonie hatte den unentschieden
zwischen Pianisten-, Dirigenten- und
Komponistenkarriere hin- und hergerissenen
Rachmaninoff in eine existenzielle Krise gestürzt.
Der zweite Beitrag zur gewichtigsten Gattung der
Instrumentalmusik ließ dann 12 Jahre auf sich
warten. Als die 2. Sinfonie 1908 uraufgeführt
wurde, empfing man das Werk des mittlerweile
gefeierten Virtuosen begeistert. Rachmaninoff
war mit dem 2. Klavierkonzert der Durchbruch
gelungen, und die 2. Sinfonie wurde dem selbstkritisch
Tüftelnden bei feuchter Tinte aus den
Händen gerissen. Kein Geringerer als Arthur
Nikisch hätte sich gewünscht, Widmungsträger
des Werks zu sein.
Paavo Järvi
DO/FR
02./03. OKT
2025
19.30 UHR
GROSSER SAAL
F O K U S :
GEWANDHAUSKOMPONIST
ARVO PÄRT
Gewandhaus -
orchester
Paavo Järvi
Midori
Violine
Renaud Capuçon
Violine
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am
Freitag laden wir zum PERSPEKTIV-
WECHSEL ein: Töne ausgraben – zu
ältesten Zeugnissen des Musizierens
mit dem Ur- und Frühgeschichte-
Professor und Musikarchäologen
Raiko Krauß
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE IV/1
VARIO
39
Alles Unmögliche
Igor Strawinsky
Konzert für Klavier
und Blasinstrumente
—
Maurice Ravel
Konzert für Klavier
und Orchester D-Dur
(»Klavierkonzert für
die linke Hand«)
—
Arvo Pärt
Nekrolog für Orchester
op. 5
—
Leonard Bernstein
Symphonic Dances from
West Side Story
MIT LINKS
Vom scheinbar Unerreichbaren geht besondere
Anziehungskraft aus. Was Strawinsky für seine
durchtrainierten Riesenhände komponierte, ist
ähnlich berüchtigt wie Ravels Solo für die linke
Hand des kriegsversehrten Paul Wittgenstein, das
selbst den virtuosen Auftraggeber überforderte.
Ravels kompakt-einsätziges Konzert entschädigt
Streicher und Perkussionisten, die Strawinsky –
Pauke und Kontrabass ausgenommen – zum
Schweigen verdonnert, mit farbenfrohen, exotisch
schillernden Parts. Die Holz- und Blechbläser
wiederum, die dem Klavier in Strawinskys Konzert
Paroli bieten, finden herrlich charakteristisch und
solistisch agierende Partien vor. Im Uraufführungsjahr
1924 saß der Komponist bei der Gewandhaus-
Premiere seines gewitzt mit historischen Modellen
spielenden Werks persönlich am Klavier.
Kirill Gerstein
40
DO/FR
16./17. OK T
2025
19.30 UHR
GROSSER SAAL
MIT MUT
Strawinsky war gerade 78 Jahre alt, als das erste
Orchesterwerk unseres Gewandhauskomponisten
Arvo Pärt seine estnischen Landsleute erstmals
mit Zwölftönigkeit konfrontierte, die den sowjetischen
Kulturhütern ein Dorn im Auge war. Noch
bevor Schostakowitsch Ende der 1960er Jahre
wagte, die Technik in Verbindung mit Todes-Thematik
in seine Sinfonik einzubeziehen, machte
Pärt als Student sie mutig zur Grundlage des 1961
in Moskau uraufgeführten Nekrologs. Der Klagegesang
gilt den Opfern des Konzentrationslagers
Kalevi-Liiva stellvertretend für alle Opfer politischer
Systeme und Ideologien. Pärt selbst erkannte
darin eine Begräbnismusik für die Welt […] auf der
Suche nach Reinheit und Erlösung, was letztlich gleichbedeutend
ist mit der Suche nach Gott.
MIT HITS
Im selben Jahr erschloss Bernstein am anderen
Ende der stilistischen Bandbreite Hits seiner West
Side Story als Sinfonische Tänze für den Konzertsaal:
Ein zeitloses Proteststück gegen sinnlose Gewalt
verfeindeter Lager, ein Loblied auf individuelle
Liebe, die kollektiven Hass überwindet, und auf
Lebensfreude, zelebriert in mitreißenden Rhythmen.
F O K U S :
GEWANDHAUSKOMPONIST
ARVO PÄRT
Gewandhaus -
orchester
David Robertson
Kirill Gerstein
Klavier
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag
laden wir zum NACH KLANG ein: Kommen
Sie ins Gespräch mit Musikerinnen und
Musikern des Gewandhausorchesters.
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE I/2
VARIO
Präsentiert von
41
Staatsmann trifft
Scherzbold
Mario Castelnuovo-Tedesco
Ouvertüre zu Shakespeares
»Julius Cäsar« op. 78
—
Erich Wolfgang Korngold
Konzert für Violine und
Orchester D-Dur op. 35
—
Richard Strauss
Tod und Verklärung –
Tondichtung für großes
Orchester op. 24
Till Eulenspiegels lustige
Streiche op. 28
NACHSCHLAG BEI SHAKESPEARE
Elf Ouvertüren hat Mario Castelnuovo-Tedesco
auf Shakespeare-Stoffe komponiert, hinzu kommen
Lieder und zwei Opern. Die Orchesterwerke
folgen den ausgewählten Szenen eng; Zitate legen
die Bezüge im Notentext offen. Standesgemäß
tritt Cäsar in Fanfaren-Montur mit glänzendem
Blechbläser-Harnisch auf. Doch der Held wird
den aktionsreichen Elfminüter nicht überleben.
Dem heimtückischen Mord des Brutus folgt ein
imposanter Trauermarsch, am Ende verklärt von
Harfenklang. Als Castelnuovo-Tedesco Julius
Cäsar als vierte seiner Shakespeare-Ouvertüren
1934 komponierte, war der 1895 in Florenz geborene
Musiker längst einer der führenden Komponisten
Italiens und gefragter Lied- und Kammermusik-Partner.
Fünf Jahre später musste er in
die USA emigrieren, wo ihn Kollegen herzlich in
Empfang nahmen – darunter Jascha Heifetz, der
ein Violinkonzert bei Castelnuovo-Tedesco in
Auftrag gab.
LUSTIGE STREICHER
Ein ähnliches Schicksal ereilte den in Wien als
Wunderkind bestaunten Erich Wolfgang Korngold,
der seinerseits vor den Faschisten in die USA floh.
Dort wurde sein Violinkonzert ebenfalls von
42
DO/FR
23./24. OKT
2025
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Andrés Orozco-Estrada
Heifetz aus der Taufe gehoben – entstanden war
es noch in der Alten Welt, zeitgleich zur Cäsar-
Ouvertüre. Noch eine Gemeinsamkeit eint die
beiden später so erfolgreichen Hollywood-Komponisten:
Die Musik von Richard Strauss übte
großen Einfluss auf sie aus. In verschiedenen
Gattungen schrieben sie fort, was Strauss mit der
Reihe seiner Tondichtungen anknüpfend an Liszt
entfaltet hatte. Selbst ihre suggestive Filmmusik
profitiert von Techniken und Effekten, die Strauss
erprobt hatte.
Gewandhaus -
orchester
Andrés Orozco-
Estrada
María Dueñas
Violine
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE II/2
VARIO
SCHELMENWEISE
Während Castelnuovo-Tedesco und Korngold unverhohlener
Shakespeare-Vorliebe frönten, wählte
Strauss extrem unterschiedliche Stoffe. Den dahinsiechend
auf sein Leben Zurückblickenden, der
im Angesicht des Todes von stechend-dissonanten
Schmerzen heimgesucht und choralhaft-visionären
Klängen erlöst wird, folgt schaffenschronologisch
der gewiefte Klarinetten-Scherzbold, der die Welt
narrt und ihr den Spiegel vorhält – was ihm mit
Todesstrafe gedankt wird. Doch im letzten Aufblitzen
seines Schelmenmotivs deutet die Rondo-
Form raffiniert an: Der hat sich unsterblich gemacht
– seinesgleichen wird es immer geben.
43
Einmalig und
ausgefallen
Johannes Brahms
Konzert für Violine und
Orchester D-Dur op. 77
—
Dora Pejačević
Sinfonie fis-Moll op. 41
KARRIERE IM KONJUNKTIV
Das wäre eine Sensation gewesen: Stardirigent
Arthur Nikisch setzt die fis-Moll-Sinfonie der kroatisch-ungarischen
Komponistin Dora Pejačević auf
ein Programm des Gewandhauses und trägt sie bei
Gastdirigaten in die ganze Musikwelt. In ihm hätte
diese hochemotionale, harmonisch und instrumentatorisch
reiche Musik einen kongenialen Interpreten
gefunden, und tosender Beifall wäre garantiert
gewesen. Eine Woge positiver Resonanz wäre durch
die Musikpresse geflutet und weitere Orchester hätten
das umjubelte Werk in ihr Repertoire aufgenommen.
Einmal im Kanon etabliert wäre Pejačevićs
Sinfonie – und im Gefolge ihre weiteren Werke –
heute so bekannt wie Musik von Bruckner und
Tschaikowski, die Nikisch nachhaltig im Konzertleben
verankerte. Allein: So geschah es leider nicht.
DOCH NOCH – DOCH NICHT?
Gegen Ende seines jäh erloschenen Lebens trat
Nikisch nicht mehr als mutiger Entdecker auf, sondern
war bemüht, das Erreichte zu konsolidieren
und – etwa in Aufführungszyklen – eine Summe
seines Schaffens zu ziehen. Ob Nikisch ernsthaft
in Betracht zog, die einzige Sinfonie von Dora
Pejačević mit dem Gewandhausorchester aufzuführen
und nur sein Tod dies verhinderte, darf
bezweifelt werden. Erst im Februar 2022 war es
soweit: Andris Nelsons dirigierte die bislang
44
einzige Aufführung im Gewandhaus – ein Ereignis!
Allerdings ein einmaliges. Das Konzert am
Folgetag entfiel, da das halbe Orchester samt
Dirigent positiv auf Corona getestet wurde – ein
Irrtum des Testzentrums, wie sich herausstellte.
IN GROSSER TRADITION
Als Tochter eines kroatischen Grafen und einer
ungarischen Baronin genoss Dora Pejačević eine
vorzügliche Erziehung, Violin-, Klavier- und Theorieunterricht
bei den besten Lehrern Budapests
und Zagrebs eingeschlossen. Künstlerischen Feinschliff
verlieh ihr Gewandhaus-Konzertmeister
Henri Petri. Pejačević steht damit in der Tradition
von dessen Lehrer Joseph Joachim, der das Violinkonzert
seines Freunds Johannes Brahms an
Neujahr 1879 im Gewandhaus zur Uraufführung
gebracht hatte. Die polyglotte Künstlerin studierte
zudem philosophische Schriften, vertiefte sich in
Klassiker der deutschen, französischen, englischen
und russischen Literatur und stand mit
Schriftstellern ihrer Zeit in Austausch. Ihr Œuvre
umfasst Lieder, Klavier-, Kammer- und Orchestermusik.
Die ihr Schaffen krönende fis-Moll-Sinfonie
widmete Dora ihrer Mutter – das wäre männlichen
Kollegen kaum in den Sinn gekommen.
DO/FR
30./31. OKT
2025
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Gewandhaus -
orchester
Andris Nelsons
Augustin Hadelich
Violine
Konzerteinführung
mit Niklas Schächner
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE III/2
VARIO
Augustin Hadelich
45
Feuer und Flamme
Joseph Haydn
Sinfonie Es-Dur Hob. I:22
(»Der Philosoph«)
—
Felix Mendelssohn Bartholdy
1. Konzert für Klavier und
Orchester g-Moll op. 25
MWV O 7
—
Johannes Brahms
3. Sinfonie F-Dur op. 90
TEILZEITPHILOSOPH
Noch zu Haydns Lebzeiten haftete sich ohne sein
Zutun »Der Philosoph« als Beiname an die Es-Dur-
Sinfonie aus dem 1764 besonders experimentierfreudigen
Esterházy-Laboratorium. Wiewohl
Haydns legendärer Humor auch bei vorgeblich
ernstem Tonfall durchschlägt, verleitet der Titel
zu hochtrabenden Auslegungen. Dunkle Englischhörner
anstelle der Oboen verleihen dem langsamen
Satz an erster Stelle stoische Würde. Ihre
Gedanken entfalten sie nach Platons Prinzip im
Dialog mit dem Hornpaar. Als Peripatetiker geben
sich unentwegt dahinschreitende Bässe samt abgeklärt
gedämpfter Streicher-Schar zu erkennen. Bald
fegt freilich ein Presto alle Grübelei hinweg, und
das rasante Finale holt vollends den Rückstand des
ungewohnt bedächtigen Eingangssatzes wieder auf.
PROFILIEBHABER
Das Räsonieren stand dem Philosophen-Enkel Felix
fern, als er in Windeseile sein 1. Klavierkonzert für
die Premiere am 17. Oktober 1831 in München fertigstellte.
Die Zeit reichte nicht, den Klavierpart zu notieren,
und Mendelssohn spielte aus dem Kopf,
wobei die Gedanken des 22-Jährigen gewiss zu besonderen
Gästen schweiften: Neben dem bayerischen
Königspaar war die junge Pianistin Delphine
von Schauroth anwesend, der das Konzert gewidmet
ist. Sie hatte Felix schon im Jahr zuvor verzückt,
und man habe, so der feurig Verliebte, »furchtbar
geflirtet«. Wären stürmischer Überschwang, zärtliche
Innigkeit und passionierte Hingabe nicht
46
grundsätzlich Züge seiner Musik, läge biographische
Deutung auf der Hand. Als Mendelssohn
das Werk am 29. Oktober 1835 erstmals in Leipzig
präsentierte, war er immer noch Junggeselle,
aber frisch liiert mit dem Gewandhausorchester.
DO/FR
06./07. NOV
2025
19.30 UHR
GROSSER SAAL
SCHWEIGEKOMPETENZ
Brahms, dem der Ruf des Nachdenklichen vorauseilte,
brachte mit seiner 3. Sinfonie die redselige
Kritikerzunft zum Verstummen und entlockte dem
scharfzüngig-wortgewandten Eduard Hanslick
eine Einsicht von philosophischer Tragweite: Die
Beredtsamkeit des Kritikers sinkt umso tiefer, je höher
die des Componisten sich emporgeschwungen. Die
Wortsprache ist nicht sowohl eine ärmere, als vielmehr
gar keine Sprache der Musik gegenüber, da sie letztere
nicht zu übersetzen vermag. Brahms’ Dritte will gehört
und nicht beschrieben sein.
Seong-Jin Cho
MENDELSSOHN-FESTTAGE
Gewandhaus -
orchester
Andris Nelsons
Seong-Jin Cho
Klavier
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag
laden wir zum NACH KLANG ein: Kommen
Sie ins Gespräch mit Musikerinnen und
Musikern des Gewandhausorchesters.
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE IV/2
VARIO (DO)
47
Edward Elgar
Konzert für Violoncello und
Orchester e-Moll op. 85
—
Antonín Dvořák
9. Sinfonie e-Moll op. 95
(»Aus der Neuen Welt«)
Erleben Sie am Vorabend des ersten Advents ein
Benefizkonzert zugunsten von Jugendhilfe, Jugendarbeit
und Jugendschutz in und um Leipzig. Der
Erlös dieses Konzertabends kommt der Stiftung
»Leipzig hilft Kindern« zugute und macht so
jedes verkaufte Ticket zu einem Zeichen der
Unterstützung für junge Menschen in schwierigen
Lebenssituationen.
Bereits 1782 spielte das Gewandhausorchester
sein erstes Konzert »Zum Wohle der Armen« und
engagiert sich seither regelmäßig für soziale Anliegen.
Seit 2009 steht das Benefizkonzert ganz
im Zeichen der Stiftung »Leipzig hilft Kindern«,
die vom Gewandhaus zu Leipzig der Leipziger
Volkszeitung, Porsche Leipzig, der Sparkasse
Leipzig und der VNG AG gegründet wurde, um
regionale Vereine und Initiativen zu fördern.
Über 1,8 Millionen Euro konnten seitdem in konkrete
Hilfe für junge Menschen in unserer Region
investiert werden.
48
SA
29. NOV
2025
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Helfen Sie mit! Dieses Konzert bietet Ihnen die
Möglichkeit, Gutes zu tun und Kinder und Jugendliche
in und um Leipzig nachhaltig zu unterstützen.
Sie erleben zudem ein unvergessliches
Konzert am Vorabend des ersten Advents: Antonín
Dvořáks 9. Sinfonie »Aus der Neuen Welt«, gespielt
vom Gewandhausorchester unter der Leitung
des finnischen Dirigenten Mikko Franck. Sol
Gabetta übernimmt den Solopart in Edward Elgars
Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll.
Gewandhaus -
orchester
Mikko Franck
Sol Gabetta
Violoncello
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Keine Ermäßigung im Rahmen
der Gewandhausorchester Card
Sol Gabetta
Bene zkonzert zugunsten
von »Leipzig hilft Kindern«
präsentiert von:
Gewandhaus zu Leipzig
Leipziger Volkszeitung
Porsche Leipzig GmbH
Sparkasse Leipzig
VNG AG
49
Vier Hände voll
zu tun
Lili Boulanger
Dʼun matin de printemps
—
Francis Poulenc
Konzert für zwei Klaviere
und Orchester d-Moll FP 61
—
Gustav Mahler
1. Sinfonie D-Dur
FRÜHLINGSSORGEN
Lili Boulanger: hochbegabt, früh gefördert und
19-jährig als erste Frau mit der höchsten musikalischen
Auszeichnung ihrer Zeit, dem Rompreis,
geehrt; eine Komponistin, die den Durchbruch
geschafft und die Männerdomäne erobert hat.
Zugleich eine zerbrechliche junge Frau, die zeitlebens
gesundheitliche Einschränkungen hinnehmen
musste, keine Schule und nur sporadisch das
Konservatorium besuchen konnte, auf die Fürsorge
ihrer ähnlich begabten Schwester angewiesen
war und nur 24 Jahre alt wurde. Diese schwer erträgliche
Dissonanz hallt wider aus einem Werkpaar,
das sich Boulanger 1917/18 abrang – wissend,
dass die chronische Krankheit ihr nicht mehr viel
Zeit lassen würde. Dem schwermütigen, von existenziellen
Schlägen erschütterten Abend (D’un soir
triste) stellt sie einen farbenfrohen, heiter verspielten
und impressionistisch funkelnden Frühlingsmorgen
(D’un matin de printemps) zur Seite.
LANGFINGER WILLKOMMEN
Lautes Gepolter zu Beginn, als sei das Rumpelkammerregal
umgestürzt. Aus dem Durcheinander
fingert Poulenc Melodien von mozärtlicher Eleganz
hervor, bläst den Staub von klassizistisch-grazilem
Figurenwerk und kippt es in die Kiste mit exotisch
schillernden, balinesischen Gamelan-Souvenirs von
der Pariser Kolonialausstellung des Vorjahres 1931.
Um daraus ein griffiges Klavierkonzert zu formen,
brauchte es die imposanten Pranken Poulencs
50
und seines Freundes Jacques Février, die sich
beim Spiel im Salon der Princesse de Polignac
Auftrag und Auftritt mit verflixt wenig Zeit zum
Komponieren und Probieren eingehandelt hatten.
Das charmante Kurzkonzert punktlandete beim
Festival zeitgenössischer Musik in Venedig 1932
eine erfreulich folgenreiche Premiere.
DAS UNIVERSUM EXPANDIERT
Naturlaut und Volksmusik, Lied und Militärmarsch,
Tradition und Vision, Groteske und Schönheit,
Klanggewalt und Nuance, Masse und Einsamkeit:
Mahlers Musik müsste zerbersten ob der Diskrepanz
des musikalischen Materials. Doch die Spannung
extremer Gegensätze macht gerade den Reiz der
überwältigenden sinnlichen Erfahrung aus, die
uns der 2. Kapellmeister an Leipzigs Theater beschert.
Mit verblüffender Zielsicherheit, Durchschlagskraft,
Stringenz und Perfektion präsentiert
Mahler gleich im ersten sinfonischen Wurf, was
seine Sinfonik auszeichnen wird, und gestaltet
seine Musik mit radikaler Offenheit für Eindrücke
der Welt – seien sie lautlicher, literarischer oder
visueller Natur.
DO/FR
04./05. DEZ
2025
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Gewandhaus -
orchester
Alan Gilbert
Lucas & Arthur
Jussen Klaviere
Konzerteinführung
mit Niklas Schächner
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag
laden wir zum NACH KLANG ein: Kommen
Sie ins Gespräch mit Musikerinnen und
Musikern des Gewandhausorchesters.
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE I/3
Arthur und Lucas Jussen
51
Ansteckend freudig
Johann Sebastian Bach
Weihnachts-Oratorium
BWV 248 (Kantaten 1 bis 3)
Kantate »Unser Mund sei
voll Lachens« BWV 110
6. Kantate aus dem
Weihnachts-Oratorium
BWV 248
DER DREIHUNDERTJÄHRIGE
KANTATENKALENDER
Am 25. Dezember 1725 erklang die Kantate »Unser
Mund sei voll Lachens« zum ersten Mal. Sie ist Teil
von Bachs drittem Leipziger Kantatenjahrgang,
der stilistisch und gestalterisch bunter ist als der
vorausgehende Choralkantaten-Zyklus. Bach griff
zwischen 1728 und 1750 einige Male auf die Kantate
für den ersten Weihnachtstag zurück und passte
sie den jeweiligen Gegebenheiten an. Das Libretto
aus Bibelworten, reflektierenden Arientexten und
Choralstrophen stellte der vormalige Leipziger Jura-
Student, Darmstädter Stadtschreiber und Hofpoet
Georg Christian Lehms zusammen. Die ansteckend
freudige Anfangsbotschaft greift mit dem Einsatz
des Chores sofort auf die Töne und Hörer über.
Thomanerchor und Gewandhausorchester in der Thomaskirche unter Andreas Reize
52
DAS WÄRE JA GELACHT
Zur Umrahmung des Eingangschores griff Bach
auf den gravitätischen Teil seiner Orchester-
Ouvertüre BWV 1069 zurück. Zwei Traversflöten
flößen der ersten Arie des Tenors beseelenden
Odem ein, wenn das Wunder der Menschwerdung
besungen wird. In der zweiten Arie umschlingen
sich die Klagen von Alt und Oboe d’amore, die
dritte vereint Sopran und Tenor zum Generalbass-grundierten
Lobpreis der Engel »Ehre sei
Gott in der Höhe«. Den Leipzigern dürfte dieses
Duett als Einlagesatz des Magnificat vertraut gewesen
sein. Stolzes Gegenüber des Basses ist in
der letzten Arie die solistische Trompete. Eine
schlichte Choralstrophe besiegelt das Ende der
halbstündigen Kantate, die dem 10 Jahre später
erstaufgeführten Weihnachtsoratorium weder in
musikalischer Prachtentfaltung und abwechslungsreicher
Vokal- und Instrumentaldisposition, noch
in subtiler Textausleuchtung nachsteht. Man kann
wieder einmal nur staunen über das große Wunder
der Bach’schen Musik, und – durch sie – über das
größte aller Wunder: Christi Geburt.
FR/SA/SO
12./13./
14. DEZ
2025
19/17/17 UHR
THOMASKIRCHE
Gewandhaus -
orchester
Thomane chor
Leipzig
Andreas Reize
Robin Johannsen
Sopran
Sarah Romberger
Alt
Kieran Carrel
Tenor
Martin Häßler
Bass
12./14. DEZ:
Normalpreis: 125/110/100/80 EUR
FLEX-Preis: 138/121/110/88 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
13. DEZ:
Normalpreis: 135/120/110/85 EUR
FLEX-Preis: 149/132/121/94 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Keine Ermäßigung im Rahmen
der Gewandhausorchester Card
53
Basslustig
Joseph Haydn
Sinfonie D-Dur Hob. I:93
—
Erwin Schulhoff
Fünf Stücke für Streichquartett
(Bearbeitung für
Orchester von Manfred
Honeck und Tomáš Ille)
—
Johannes Brahms
1. Konzert für Klavier und
Orchester d-Moll op. 15
DIE SINFONIE MIT DEM FAGOTTFORTISSIMO
Im Jahr 1791 kam Joseph Haydn in die unendlich
grosse stadt london, welche wegen ihren verschiedenen
schönheiten und wunder dingen ganz in Erstaunung
versezt – und versetzte seinerseits mit sinfonischen
Wunderdingen die Engländer in Erstaunen. Als
Haydn seine dritte Londoner Sinfonie (Nr. 93)
komponierte, kannte er den Geschmack des musikwütigen
Publikums bereits bestens und wusste,
welche Effekte beliebt waren, was englischen
Ohren schmeichelte und welche Leistungen des
Orchesters er erwarten konnte. Die Sinfonie führt
keinen Beinamen – zum Glück: Die Assoziation,
die das frivole Fagottfortissimo im innigen Largo
weckt, wäre wenig titeltauglich.
DAS QUARTETT MIT DEM ORCHESTERIMPETUS
Ich habe eine außerordentliche Leidenschaft für modische
Tänze!, bekannte der in Prag geborene Erwin
Schulhoff seinem Kollegen Alban Berg. Alle fünf
Quartett-Stücke machen aus der Begeisterung für
vitale Rhythmen keinen Hehl: Wilde Walzer-Wonne,
Tango-Feuer und Tarantella-Tumult entfacht die
kurzweilige Suite. Die Miniaturen entstanden in
Schulhoffs Dresdner Jahren und erlebten 1924 ihre
Premiere. O Heilige Kammermusik, wo bist Du hineingeraten!,
möchte man mit frühen Rezensenten
seufzen, wenn Schulhoffs Landsmann Tomáš Ille
gemeinsam mit Manfred Honeck die schlafenden
Orchesterhunde in den scheinbar harmlosen
Streicherbagatellen weckt.
54
DAS KONZERT MIT DEM PAUKENWIRBEL
Zu den erfolgreichsten Misserfolgen der Musikgeschichte
zählt die Leipzig-Premiere des 1. Klavierkonzerts
von Johannes Brahms. Der kühne junge
Pianist und Komponist, dem Robert Schumann
mit hymnischen Huldigungen einen zweifelhaften
Vorschusslorbeerendienst erwiesen hatte, erntete
niederschmetternde Kritik: Das gegenwärtige Gewandhausconcert
war nun wieder ein solches, in dem
eine neue Composition zu Grabe getragen wurde. Mit
vollstem Bewußtsein hat Herr Brahms die Prinzipalstimme
in seinem Concert so uninteressant wie möglich
gemacht; da ist nichts von einer effectvollen Behandlung
des Pianoforte, von Neuheit und Feinheit,
von Brillanz und Flottheit… Das Zerren und Ziehen,
Zusammenflicken und Auseinanderreißen von Phrasen
und Floskeln muß man eine Dreiviertelstunde lang
ertragen und dabei noch ein Dessert von den schreiendsten
Dissonanzen und mißlautendsten Klängen
verschlucken! – Wirklich? Unsere Sternstunden-
Köche garantieren ein genussreiches Menü für
Klassik-Gourmets.
DO/FR
18./ 19. DEZ
2025
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Gewandhaus -
orchester
Manfred Honeck
Francesco Piemontesi
Klavier
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE II/3
VARIO
Manfred Honeck
55
100 Jahre
gemeinsame
Geschichte
Ludwig van Beethoven
9. Sinfonie d-Moll
op. 125
ZUR ZYKLUSKRÖNUNG
Das Gewandhausorchester ist 82 Jahre älter als die
Neunte. Am 6. März 1826 – keine zwei Jahre nach
der Wiener Uraufführung, der Komponist war noch
am Leben – trat die Neunte in seine Geschichte ein,
»aus dem Manuskript« musiziert in einem Konzert
»für alte und kranke Musiker und deren Witwen«.
Die Premiere der Neunten krönte die weltweit erste
zyklische Aufführung aller Beethoven’schen Sinfonien:
ein Meilenstein der Rezeptionsgeschichte.
Kurz darauf wurde die Neunte »auf Verlangen« wiederholt,
ein drittes Mal erklang sie im selben Jahr:
ohne Schlusssatz. Noch Mendelssohn musste für
vollständige Aufführungen kämpfen – und setzte
sie durch. Er war als Pianist und Dirigent der wohl
wichtigste Beethoven-Interpret seiner Zeit.
ZUM SPIELZEITENDE
Seit Mendelssohns Kapellmeister-Ära ist Beethovens
Neunte aus dem Gewandhaus-Spielplan
nicht mehr wegzudenken. Besiegelt wurde die feste
Verankerung 1851 vom Legat eines Kaufmanns für
jährliche Aufführungen. Ab 1862 beschloss die
Neunte jede Spielzeit; Kapellmeister war nun der
im Uraufführungsjahr 1824 geborene Carl Reinecke,
der mit der Neunten 1884 außerdem das neu
errichtete 2. Gewandhaus eröffnete. Die Neunte
56
MO/DI/MI
29./30./31.
DEZ 2025
19.30/19.30/17 UHR
GROSSER SAAL
GROSSE CONCERTE
ZUM JAHRESWECHSEL
Mirga Gražinytė-Tyla
war inzwischen das Werk für repräsentative Zwecke
und Großveranstaltungen. Damit ging zunehmend
die Tendenz zur nationalistischen Vereinnahmung
einher – des Werkes und des Komponisten. Während
des 1. Weltkriegs war die Beethoven-Dichte
schließlich so hoch, dass Gewandhauskapellmeister
Arthur Nikisch es wagte, vor einer Überbeanspruchung
Beethovens in nationalistischem
Kontext zu warnen, und den Gewandhauschor unterstützte,
als dessen Mitglieder sich 1915 angesichts
der Kriegsschrecken und des Leides in der
Bevölkerung weigerten, die Ode an die Freude
anzustimmen.
ZUM JAHRESWECHSEL
Dann, der Weltkrieg war endlich vorüber, erklang
Beethovens Neunte in Leipzig zum Jahreswechsel
1918/1919. Wieder war die Aufführung als »Friedensund
Freiheitsfeier« politisch motiviert. Diesmal
stand sie im Dienst der sozialistischen Arbeiterbewegung,
die in der Neunten Ideen des proletarischen
Klassenkampfes wiederfand. Auf dieses Ereignis
beruft sich der später etablierte Brauch,
Beethovens Neunte zum Jahreswechsel zu spielen –
einige Orchester haben ihn aus Leipzig übernommen.
Gewandhaus -
orchester
MDR-Rundfunkchor
GewandhausChor
Gewandhaus-
Kinderchor
Mirga Gražinytė-Tyla
Sarah Traubel Sopran
Xenia Puskarz
Thomas Mezzosopran
Patrick Grahl Tenor
Michael Nagy Bass
29. DEZ:
Normalpreis: 145/115/95/85/75/50 EUR
FLEX-Preis: 160/127/105/94/83/55 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
30. DEZ:
Normalpreis: 155/125/105/90/80/60 EUR
FLEX-Preis: 171/138/116/99/88/66 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
31. DEZ:
Normalpreis: 195/175/165/155/145/120 EUR
FLEX-Preis: 215/193/182/171/160/132 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Keine Ermäßigung im Rahmen
der Gewandhausorchester Card
57
Tacheles-Töne
Paul Ben-Haim
1. Sinfonie
—
Ernest Bloch
Avodath Hakodesh
(Gottesdienst) für Bariton,
Chor und Orchester
IN GEDANKEN
Gustav Mahler inspirierte den 18-jährigen Paul
Frankenburger zum ersten sinfonischen Versuch.
Doch der 1. Weltkrieg vereitelte die Vollendung.
Nach dem Wehrdienst setzte der Münchner das
Studium fort und trat 1920 seine erste Stelle als
Korrepetitor und stellvertretender Chorleiter am
Bayerischen Staatstheater unter Bruno Walter an.
1933 emigrierte Paul nach Israel und nannte sich
Ben-Haim. Dort lernte er 1939 die jemenitische
Sängerin Bracha Zefira kennen, die ihm neue Stilistik
und Melodik erschloss. Sie beflügelte Ben-
Haims Arbeit an der 1. Sinfonie und flößte ihm
jüdische Gebetsweisen ein, die insbesondere den
auch eigenständig aufgeführten Mittelsatz prägen.
ZUM GEDENKEN
Mit Ausbruch des 2. Weltkriegs begann Ben-Haim
seine Sinfonie und vollendete sie 1940, überschattet
von der Kapitulation Frankreichs und Bombenangriffen
auf Tel Aviv. Um seine in Deutschland
verbliebene Schwester bangend bekannte er, das
verheerende Wüten teuflischer Kräfte habe Einfluss
auf die Werkentstehung genommen, betonte jedoch
zugleich, es handle sich nicht um programmatische
Musik. Im Januar 1941 brachte Ben-Haim das seinem
1938 verstorbenen Vater gewidmete Werk mit dem
heutigen Israel Philharmonic Orchestra zur Uraufführung.
Nun wird die eindrucksvolle Sinfonie
als erstes Werk Ben-Haims im Großen Concert
erklingen.
58
AUS DANKBARKEIT
Auch die Musik des in Genf aufgewachsenen Ernest
Bloch fand bislang im Gewandhaus kaum Beachtung.
Viel gespielt wurden seine Werke in den USA,
wo sein bewegtes Leben letztlich einen Mittelpunkt
fand. Das Violin- und Kompositionsstudium hatte
Bloch nach Brüssel, Frankfurt und München geführt.
Dann versuchte er, in Paris Fuß zu fassen und begegnete
Debussy, den er mit Strauss und Mussorgski
zu seinen Vorbildern zählte. In der Schweiz entstand
Anfang der 1930er Jahre der von jüdischen Gesängen
und alttestamentarischen Texten durchwirkte
Gottesdienst für Bariton-Kantor, Chor und
großes Orchester, das die Liturgie mit Vor- und
Zwischenspielen einfasst. Unter Leitung des israelischen
Dirigenten Omer Meir Wellber eröffnet
Blochs Avodath Hakodesh unseren Saison-Schwerpunkt
zur Musik jüdischer Künstler, denen das
Gewandhausorchester so viel verdankt – allen
voran Mendelssohn, Mahler und Walter.
Omer Meir Wellber
DO/FR
22./23. JAN
2026
19.30 UHR
GROSSER SAAL
F O K U S :
»TACHELES« – JAHR
DER JÜDISCHEN KULTUR
IN SACHSEN 2026
Gewandhaus -
orchester
GewandhausChor
Omer Meir Wellber
Erwin Schrott
Bariton
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am
Freitag laden wir zum PERSPEKTIV-
WECHSEL ein: Töne pflegen – zu
Herausforderungen des Tacheles-
Redens in religiösem und gesamtgesellschaftlichem
Kontext mit der
Rabbinerin Esther Jonas-Märtin
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE III/3
VARIO
59
Noch alle Tasten
im Schrank?
Sergej Prokofjew
1. Sinfonie D-Dur op. 25
(»Symphonie classique«)
—
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und
Orchester C-Dur KV 467
—
Grażyna Bacewicz
Konzert für Streichorchester
—
Ludwig van Beethoven
1. Sinfonie C-Dur op. 21
SCHLAFLOS IN WIEN
Während der turbulenten Konzertphase des Jahres
1785, für die Mozart das C-Dur-Konzert KV 467 aufs
Papier wirft, weilt Vater Leopold in Wien und berichtet
Nannerl von der hektischen Umtriebigkeit
ihres Bruders: Wir kommen vor 1 uhr in der Nacht
niemals schlafen, abscheulichs Wetter! tägliche Akademie,
immer Lernen, Musik, Schreiben etc. wo soll ich
hingehen? – es ist ohnmöglich die Schererey und Unruhe
zu beschreiben: deines Bruders Flügel ist wenigst
12 mal seit ich hier bin aus dem Hause ins Theater oder
ein anderes Haus getragen worden. Joseph Haydn beschwichtigt
mit den vielzitierten Worten: Ihr Sohn
ist der größte Componist, den ich von Person und Namen
kenne: er hat Geschmack und überdies die größte
Compositionswissenschaft.
AUFGEWECKT MIT BEETHOVEN
Zwölf Jahre liegen Mozarts glücklose letzte Sinfonien
zurück, vor fünf Jahren hat sich Haydn nach den
Londoner Erfolgswerken von der Gattung abgewandt.
Da reanimiert deren bislang vor allem als
Pianist hervorgetretener Schüler Beethoven die Sinfonik
im Jahr 1800 mit einem elektrisierenden Septakkord
und zündet nacheinander neun Leuchtfeuer,
die bis heute irritieren und inspirieren, faszinieren
und herausfordern. So eigenwillig und kühn sich
Beethoven in Szene setzt, so wichtig ist ihm die Verneigung
vor Haydn und Mozart: Deren Musik stellt
er seiner 1. Sinfonie am Premierenabend voran.
60
TRÄUMEND IM BAROCK
Nicht Mozart oder Beethoven, sondern Haydns
Humor huldigt Prokofjew mit seiner 1918 uraufgeführten
1. Sinfonie. Grażyna Bacewicz greift noch
tiefer in die Schatzkiste der Musikgeschichte und
befördert 1948 Barockes zum Vorschein. Sind
wir in ein siebtes Brandenburgisches Konzert geraten?
Ist das Dur oder Moll, und wenn ja: welches? Unscharfes
Unisono dringt durch den drei Jahrhunderte
dicken Nebel, der Klang der Streicher verfärbt
sich beim Spiel am Steg, der gute alte Takt ist mit
der Zeit ein wenig durcheinander geraten, das
Figurenwerk hat sich verheddert und die Basslinie
sollte vor dem nächsten Gebrauch gebügelt
werden. Ein Pizzicato knipst den streicherfarbenfroh
leuchtenden Kopfsatz aus. Am flirrend-flimmernden
Klanghorizont des Mittelsatzes neigt sich
ein glühendes Cello-Solo dem nächtlichen Finale
entgegen, das energiegeladen und hochvirtuos die
fantastischen Fähigkeiten der Streicher feiert. Eile
eint die charmanten Klassik-Persiflagen von Prokofjew
und Bacewicz: Sinfonie und Streichkonzert
jagen jeweils binnen einer Viertelstunde vorüber.
DO/FR
29./30. JAN
2026
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Gewandhaus -
orchester
Andrew Manze
Mao Fujita Klavier
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag
laden wir zum NACH KLANG ein: Kommen
Sie ins Gespräch mit Musikerinnen und
Musikern des Gewandhausorchesters.
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Mao Fujita
SERIE IV/3
VARIO (DO)
Präsentiert von
61
Von frischem
Wasser und
reinem Wein
Felix Mendelssohn
Bartholdy
Erde, Hölle und Himmel
(»Christus«) MWV A 26
Der 42. Psalm
»Wie der Hirsch schreit«
op. 42 MWV A 15
Die erste Walpurgisnacht
op. 60 MWV D 3
KÜHNER SCHÜLER
Das einzige, was ich hoffe ist, daß man es meiner
Musik anhören mag, wie tief ich die Schönheit der
Worte empfunden habe, schrieb Mendelssohn nach
Vollendung seiner Walpurgisnacht 1831 an Goethe.
Der Dichter hatte seine Ballade ursprünglich
an Carl Friedrich Zelter geschickt. Doch der mit
allen Wassern gewaschene Komponist, Professor,
Pädagoge und Leiter der Berliner Singakademie
gab nach drei Vertonungsversuchen auf: Er könne
die Luft nicht finden, die durch das Ganze weht.
Zelters Schüler Mendelssohn schreckte nicht
davor zurück, wiewohl er ahnte, wie groß die Aufgabe
ist, und mit welcher Sammlung und Ehrfurcht
ich sie angreifen muss. Goethes Hinweise waren
Mendelssohn so heilig, dass er sie in der Partitur
abdrucken ließ: Die Walpurgisnacht sei hoch symbolisch
intentioniert, verriet der Geheimrat. Bitter
muss für Mendelssohn gewesen sein, dass beide
Lehrer, Goethe und Zelter, die Berliner Premiere
bei einer Sonntagsmusik Fanny Hensels nicht
mehr erlebten. Die 2. Fassung hob Mendelssohn
am 2. Februar 1843 im Gewandhaus aus der Taufe.
62
DO/FR/SO
05./06./
08. FEB
2026
19.30/19.30/11 UHR
GROSSER SAAL
Andris Nelsons
GLÜCKLICHER GATTE
Sein Leipziger Konzertmeister Ferdinand David
erfuhr als einer der ersten von Felix’ Zeitvertreib
während der Hochzeitsreise: Im April 1837 begann
er mit der Arbeit an einem neuen, ziemlich
langen Psalm, der mir bis jetzt ganz absonderlich gefällt.
Der Premiere beim Leipziger Neujahrskonzert 1838
ging eine gesellige Wein-Probe mit »10–12 Musikfreunden«
voraus: Mein Psalm wurde vom Blatt
gesungen, wir verführten ein mörderliches Gebrüll –
indeß der Rheinwein machte alles wieder gut.
MOTIVIERTER MEISTER
Nach der erfolgreichen Uraufführung des Paulus
(1836) machte sich Mendelssohn auf die Suche
nach einem Librettisten für ein Oratorium, das
nichts Geringeres als die drei höchsten Principien
des moralischen Daseins, Erde, Himmel und Hölle
zum Gegenstand haben sollte. Erst nach der Premiere
des Elias (1846) nahm er die Arbeit daran
auf. Im Zentrum stand nun Christus, vielleicht als
Gegenüber des alttestamentarischen Propheten.
Ignaz Moscheles erfuhr vom Bruder des Komponisten,
daß er seine besten Kräfte für dieses Werk aufsparen
wollte!! Es war am 5ten October als er sich ganz
musikalisch gestimmt fühlte. Wenige Tage später ereilte
Mendelssohn der erste von mehreren Schlaganfällen,
die am 4. November 1847 zu seinem Tod
führten. Er hinterließ 16 Sätze von dramatischer
Dichte und ergreifender Schönheit.
F O K U S :
»TACHELES« – JAHR
DER JÜDISCHEN KULTUR
IN SACHSEN 2026
Gewandhaus -
orchester
MDR-Rundfunkchor
Andris Nelsons
Nikola Hillebrand Sopran
Catriona Morison Alt
Werner Güra Tenor
Alexander Grassauer Bass
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr (DO/FR) und
10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis: 88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE II/4
SONNTAGS-ANRECHT I/2
VARIO
Präsentiert von
63
Weitreichende
Walzerfolgen
Josef Strauß
Walzer »Geheime
Anziehungskräfte« op. 173
(»Dynamiden«)
—
Stephan Koncz
Neues Konzert für
Klarinette und Orchester
(Uraufführung)
—
Richard Strauss
Suite aus der Oper
»Der Rosenkavalier« op. 59
(eingerichtet von Franz
Welser-Möst)
DER JOSEF UNTER DEN JOHANNS
Josef Strauß, Sohn und Bruder ungleich berühmterer
Johanns, schlug aus der Art, studierte am
Wiener Polytechnikum und konstruierte Straßenkehrmaschinen.
Als er für seinen Bruder einspringen
musste, war sein Kapellmeister-Geschick nicht
länger geheim zu halten. Der Vorsatz, nur eine
Erste und Letzte Walzerfolge op. 1 zu komponieren,
wurde schon bald mit den Ersten nach den Letzten
und etwa 300 weiteren Genrebeiträgen hinfällig.
Die Namen seiner Walzer, Polkas und Märsche –
darunter Streichmagnete und Vélocipède – bezeugten
weiterhin seine ungewöhnliche Kompetenz oder
opponierten als wilde Nilfluthen gegen seichte
Donauwellen. Die Dynamiden, deren Titel einer
brandaktuellen Theorie molekularer Anziehungskräfte
die Reverenz erweist, schrieb Josef Strauß
für den Ball der Vereine der industriellen Gesellschaften,
deren Mitglieder dazu am 30. Jänner 1865
in den Redoutensälen eng umschlungen Flieh- und
Schwerkraft überwanden. Anziehungskraft übte
der erfolgreiche Walzer auch auf Kollegen aus. Die
geheime Hauptfigur des Rosenkavaliers, Ochs von
Lerchenau, ohnehin keiner anziehenden Schönheit
abhold, stolpert geradewegs hinein in die
Dynamiden.
64
DER WIENER UNTER DEN BERLINERN
Mancher Strauß-Walzer erlebte seine Uraufführung
im legendären »Dommayer«, einem Kaffeehaus
und Casino mit Ballsaal, dessen Betreiber zu
den Vorfahren Franz Welser-Mösts zählen. Aus
österreichischen Familien, in denen »Musizieren
so normal ist, wie Mittagessen oder Zähneputzen«,
stammen auch Stephan Koncz und Daniel Ottensamer,
deren Eltern und Geschwister ähnlich berühmt
sind. Als Cellist der Berliner Philharmoniker
ist Koncz Kollege von Andreas Ottensamer,
dessen Bruder Daniel wiederum bei den Wiener
Philharmonikern in die Fußstapfen des Vaters
tritt. Kammermusikalisch sind die Freunde schon
oft gemeinsam aufgetreten und haben CDs eingespielt.
Nun bekommt die Musikmetropolen-Achse
Wien-Berlin einen Knick zugunsten Leipzigs: Das
Gewandhaus wird Premieren-Schauplatz eines
brandneuen Freundschaftswerks von Stephan Koncz
für Daniel Ottensamer.
DO/FR
12./ 13. FEB
2026
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Gewandhaus -
orchester
Franz Welser-Möst
Daniel Ottensamer
Klarinette
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Daniel Ottensamer
SERIE I/4
VARIO (DO)
65
Saisonale
Genüsse
Joseph Haydn
Oratorium
»Die Jahreszeiten«
Hob. XXI:3
FRÖSCHE STATT ENGEL
Haydns Schöpfung hatte 1798 das Wiener Publikum
euphorisiert. Ganz so frenetisch wurden die Jahreszeiten,
die der Komponist mit seinem Librettisten
Baron van Swieten 1801 nachfolgen ließ, nicht
gefeiert. Schon die Arbeit daran verlief schleppender.
Dass Gottfried van Swieten ihm eine gewaltige
Textmenge vorsetzte, noch während der
Vertonung nachbesserte und zudem eigene musikalische
Vorstellungen geltend machte, beflügelte
Haydns altersbedingt nachlassenden Arbeitseifer
wenig. Nach zwei Jahren mühsamer Arbeit und
zermürbendem Zank um »Froschgequäk« und
»Fleiß«-Fugen war der fast 70-Jährige so ermüdet,
dass er abgesehen von der Harmoniemesse kaum
mehr komponierte. Auf Frage von Kaiser Franz, ob
er seiner Schöpfung oder den Jahreszeiten den Vorzug
gebe, soll Haydn geantwortet haben: Der Schöpfung,
denn in der Schöpfung reden die Engel und
erzählen von Gott, aber in den Jahreszeiten spricht
nur der Simon. Im Klartext: die Angelegenheit war
ihm zu trivial.
66
DO/FR/SO
19./20./
22. FEB
2026
19.30/19.30/11 UHR
GROSSER SAAL
Franz Welser-Möst
WEIN, PEIN UND GESANG
Dabei erzählen der sympathische Simon und das
Pärchen Hanna und Lukas durchaus auch von
Gottes Güte und Gaben. Ihr Jahreslauf auf dem
Land folgt dem Rhythmus der Schöpfung: Im
Frühling wird gesät und gesungen, im Sommer
demonstrieren Sonne und Unwetter ihre Macht,
im Herbst steht die Ernte an, man geht zur Jagd
und spricht dem Weine zu. Der Winter schließlich
führt die Gemeinschaft in der warmen Stube am
Spinnrad zusammen, und wem die Mehrdeutigkeit
des Jahres- als Lebenszyklus noch nicht aufgegangen
ist, dem werden Alter und Vergänglichkeit
nun unmissverständlich ins Bewusstsein gerufen.
Als wolle Haydn die Banalität des Librettos mit
besonderer Kunstfertigkeit kompensieren, überbietet
er selbst seine eigene Schöpfung: Die Arienformen
der Jahreszeiten sind unkonventioneller,
die Instrumentenbehandlung ist innovativer, der
musikalische Ausdruck kompromissloser und die
Singstimmenbehandlung feinsinniger.
Gewandhaus -
orchester
Gewandhaus Chor
Franz Welser-Möst
Slávka Zámečníková
Sopran
Julian Prégardien
Tenor
Martin Summer
Bass
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr (DO/FR) und
10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE IV/4
SONNTAGS-ANRECHT II/2
VARIO (DO/FR)
67
Einkehr, Eifer
und Ekstase
Arvo Pärt
Greater Antiphons für
Streichorchester
(Deutsche Erstaufführung)
—
Béla Bartók
3. Konzert für Klavier
und Orchester Sz 119
—
Sergej Rachmaninoff
Sinfonische Tänze op. 45
ALIAS-ANTIPHON
Ein Mozart & Pärt-Festival in der Walt Disney Hall
von Los Angeles bescherte Pärts Sieben Magnificat-
Antiphonen, die 1988 als a cappella-Miniaturen für
den RIAS-Kammerchor in Berlin entstanden waren,
2016 ein instrumentales Comeback unter neuem
Namen: Als Greater Antiphons meditieren sie in
mystischer, faszinierend archaischer, sprachloser
Streicherkeuschheit über liturgische Gesänge der
Weihnachtswoche. Was wohl der Atheist Bartók
dazu gesagt hätte? Die singuläre Anweisung »religioso«
verirrt sich dank seines Freundes Tibor
Serly in die Partitur des 3. Klavierkonzerts, deren
Schlusstakte Bartók nur noch skizzieren konnte.
Der Leukämiekranke selbst setzte – ebenfalls einmalig
– unter seine letzte Partitur ein nüchternes
»Ende«.
PALLIATIV-KONZERT
Mit seiner zweiten Frau Ditta Pásztory hatte Bartók
den Sprung »vom Unerträglichen ins Ungewisse«
gewagt und war vor dem Nationalsozialismus und
den Wirrnissen des 2. Weltkrieges ins amerikanische
Exil geflohen, wo man ihn kaum kannte. In
seinen letzten Monaten investierte er alle Kraft in
ein Klavierkonzert zu Dittas Geburtstag, das ihr
Auskommen über seinen Tod hinaus sichern sollte.
Panischer Produktivität entsprungen hält die Musik
starken Schmerzen und todbringender Krankheit
verblüffend unbeschwerte, frohe Zuversicht
entgegen.
68
UNDERCOVER-SINFONIE
Auch Rachmaninoff ahnte im exklusiven Domizil
auf Long Island, dass die Sinfonischen Tänze sein
Vermächtnis werden würden. Er hatte mit seinem
sinfonischen Schaffen bereits abgeschlossen, als
er 1940 seiner Dritten das beeindruckende, nostalgisch
gefärbte Spätwerk nachsandte. Aus alten
Ballett-Fragmenten formte er eine verkappte 4. Sinfonie,
deren hervorstechendes Merkmal, die vitale
Kraft motorischer Rhythmik, den Tanzbezug im
Titel triftig erscheinen lässt. Symbolträchtige
Glocken und Dies irae-Zitate aus dem Requiem entschlüsseln
die drei fulminanten Orchestersätze
als Totentänze.
Vasily Petrenko
DO/FR
26./27. FEB
2026
19.30 UHR
GROSSER SAAL
F O K U S :
GEWANDHAUSKOMPONIST
ARVO PÄRT
Gewandhaus -
orchester
Vasily Petrenko
Boris Giltburg
Klavier
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE III/4
VARIO
69
Kein Thema!
Sergej Prokofjew
Auszüge aus dem Ballett
»Cinderella« op. 87
—
George Gershwin
Concerto in F für Klavier
und Orchester
—
Edward Elgar
Variationen für Orchester
op. 36 (»Enigma-Variationen«)
GRAUES WUNDER
Die gepiesackte Protagonistin stolperte in eine
wenig märchenhafte, von Krieg überzogene Welt.
Prokofjew, der Aschenputtel im Walzer rotieren
ließ, hatte nach Jahren in den USA, Frankreich
und Deutschland seinen Lebensmittelpunkt 1936
wieder nach Russland verlegt und vollendete
die Ballett-Partitur 1944 in Iwanowo, wo konforme
Künstler sicher abgeschirmt ihr Schaffen
erschaffen konnten. Im November 1945 tanzten
Tänzer des Bolschoi-Theaters die Premiere. Der
Neutöner tat gut daran, seine gewitzten Klänge
in malerische Märchenstoffe zu hüllen, und die
duldsame Arbeiterin Cinderella fügte sich sogar
ideologischen Maximen. Prokofjew interessierte
sich freilich mehr für die fantastischen Fantasiewesen
der Elfen-Großmutter, der zwölf Zwerge,
vier Jahreszeiten-Feen und streitsüchtigen Stiefschwestern,
die katzenklarinettisch stolzieren, flatterhafte
Flöten aufscheuchen und fagottös zanken.
70
DO/FR
05./06. MRZ
2026
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Hélène Grimaud
WUNDERJAHRE
100 Jahre jung ist das Klavierkonzert von Gershwin,
der die Frucht des Sommers 1925 am 3. Dezember
1925 in der Carnegie Hall unter Leitung des Auftraggebers
Walter Damrosch mit dem New York
Symphony Orchestra selbst aus der Taufe hob.
Kritiker kritisierten, das Stück sei weder gute klassische
Musik noch guter Jazz. Freunde freute die
ungenierte Freude, das Grelle und Plumpe, der Spaß
und die Aufregung des Lebens im Hier und Heute.
WUNDERWERK
14 Charaktere aus dem Dort und Gestern Edward
Elgars sind in dessen Variationen vereint und
-ewigt, darunter Dichter und Jäger, Freundinnen
und Förderer, Schauspieler und Bulldoggen, der
Künstler selbst und seine Frau. Während alles
Tönende sich fortwährend wandelt, bleibt ein Bestandteil
unverändert, nämlich stumm. Das Wunder
der Wunder-Variationen besteht in einem verschwiegenen
Grundthema. Am 19. Juni 1898 wurden
die enigmatischen Portraits unter Hans Richter
und großem Jubel in London uraufgeführt und
mehrten maßgeblich Elgars internationalen Ruhm.
Gewandhaus -
orchester
Michael Sanderling
Hélène Grimaud
Klavier
Konzerteinführung
mit Niklas Schächner
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE II/5
VARIO
Präsentiert von
71
Zukunft im Spiegel
der Vergangenheit
Igor Strawinsky
Pulcinella – Ballett in einem
Akt mit drei Solostimmen
—
Peter Tschaikowski
3. Sinfonie D-Dur op. 29
(»Polnische«)
ERFREUTES RAUNEN …
… wird die ersten Töne im Gewandhaus-Saal empfangen:
Strawinskys Pulcinella-Musik gehört zu den
Werken, die jeder kennt – auch ohne sich dessen
bewusst zu sein. Man muss sie einfach mögen,
die ent- und verzückend schönen Stückchen in
medienwirksamer Kürze und Kurzweil. Dass
sie Teil eines 45-minütigen vokal-instrumentalen
Ballett-Einakters um die Commedia dell’arte-Figuren
Pulcinella, seine Geliebte Pimpinella und
Freunde der beiden sind – Ver- und Entwirrung
der Paare, Totschlag und Auferweckung inbegriffen
–, wissen wiederum die Wenigsten. So gibt es
unter den 20 geistreichen Miniaturen noch manches
Kleinod zu entdecken. Bühnenbild und
Kostüme steuerte zur Pariser Uraufführung mit
den Ballets russes 1920 kein Geringerer als Pablo
Picasso bei. Strawinsky griff auf Wunsch des
auftraggebenden Impresario Diaghilew und des
Premierendirigenten Ansermet auf Musik zurück,
die man damals Pergolesi zuschrieb. Zunächst
behagte ihm die neobarocke Aufgabenstellung
gar nicht, doch am Ende fühlte sich Strawinsky als
avantgardistischer Wolf im historisierenden Schafspelz
pudelwohl, erstellte Trailer-Suiten für den
Konzertsaal und ließ der liebgewonnenen Partitur
noch 1966 eine Überarbeitung zuteilwerden.
72
IRRITIERTES STAUNEN …
… provoziert Tschaikowskis Dritte bis heute: Den
Erwartungen an eine Sinfonie widerspricht sie
ebenso wie dem Klischee seiner Orchestermusik,
das von den vielgespielten Sinfonien Nr. 5 und 6
geprägt ist. Die dritte ist Tschaikowskis einzige Sinfonie
in Dur – birgt aber reichlich Moll innerhalb
des erstaunlichen Tonarten-Plans. Sie umfasst
als einzige fünf Sätze – darunter gleich drei Tanznahe
Satztypen. Ihr Kopfsatz hat Finalcharakter,
und das Allegro con fuoco-Finale fliegt so flink vorüber,
dass es seine Ziellinie als kürzester unter
Tschaikowskis Sinfonieschlusssätzen erreicht und
dies mit virtuosem Feuerwerk feiert. Dabei ist sein
Tempo di Polacca so wenig polnisch, wie der Alla
tedesca-Walzer an zweiter Stelle deutsch. Der gelegentlich
kolportierte Beiname »Polnische« beruht
vielmehr auf einer abwertenden Bemerkung des
Dirigenten Alfred Manns, der 1899 die englische
Erstaufführung leitete. Im Großen Concert des
sonst so Tschaikowski-freudigen Gewandhausorchesters
ist die Dritte erst dreimal erklungen.
Semyon Bychkov
DO/FR
12./ 13. MRZ
2026
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Gewandhaus -
orchester
Semyon Bychkov
Stefanie Irányi
Sopran
Martin Mitterrutzner
Tenor
Jongmin Park
Bass
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE I/5
VARIO (DO)
Präsentiert von
73
Der tiefe Grund
Johann Sebastian Bach
Johannes-Passion
BWV 245
LUSTVOLLER SCHMERZ
Betrachte, meine Seel, mit ängstlichem Vergnügen, mit
bittrer Lust… Die Worte des unbekannten Dichters
treffen den Wesenskern der Johannes-Passion. Der
Bass singt sie, begleitet nur vom Continuo und
zwei Streichinstrumenten, die Liebe im Namen
führen: Viole d’amore. Zugleich spielt sich eine
der grausamsten Szenen der Kreuzigung ab: Das
Volk hat die Freigabe Jesu zugunsten des Mörders
Barabas abgelehnt, worauf Pilatus seinen Gefangenen
geißeln lässt. Bitterste Grausamkeit begegnet
entmachtend lustvoller Musik, menschliche
Kälte trifft auf göttliche Liebe, sündenbeladene
Angst geht auf in erlösend-ergreifenden Klängen.
Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Thomaskantor Andreas Reize
74
74
DO/FR
02./03. APR
2026
19 UHR
THOMASKIRCHE
BEFLÜGELNDER GLAUBE
Wenig später drängt der Bass: Eilt, ihr angefocht’nen
Seelen! Streicher stieben auf und die Continuo-
Gruppe rennt hektisch umher, ohne Ziel und
Richtung. Wohin, wohin?, tönt es aus spitzen Intervallsprüngen
schon bevor der Chor die Worte
ergänzt. Orientierungslos prallen sie gegen Fermaten
und stürzen in Generalpausen. Der Bass weiß
Rat: Nehmet an des Glaubens Flügel und lasst Euch
tragen vom Heilsgeschehen, das von Golgatha
ausgeht.
FRAGENDES HOFFEN
Der Bass leiht auch Christus seine Stimme – bis
zum finalen Es ist vollbracht!, das in zwei Arien
nachhallt. Die Altistin macht sich eilfertig einen
optimistischen Reim darauf: Der Held aus Juda
siegt mit Macht!, und die Violinen pflichten in auftrumpfenden
Dreiklängen bei. Der Bass hingegen
fragt in zögerndem Adagio, nur Continuo-gestützt:
Bin ich vom Sterben frei gemacht? Aus dem Chor
umfängt ihn die tröstliche letzte von 34 Strophen
des Chorals Jesu Leiden, Pein und Tod: Jesu, der du
warest tot, lebest nun ohn’ Ende.
Gewandhaus -
orchester
Thomanerchor
Leipzig
Andreas Reize
Catalina Bertucci
Sopran
Anna Lucia Richter
Alt
Joshua Ellicott
Tenor
Rafael Fingerlos
Bass (Christus)
Franz Xaver Schlecht
Bass (Arien)
Normalpreis:
80/61/49/37 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Keine Ermäßigung im Rahmen
der Gewandhausorchester Card
75
Hören und Sehen
vergehen …
Alfred Schnittke
Konzert für Viola
und Orchester
—
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie g-Moll KV 183
—
Arthur Honegger
3. Sinfonie (»Liturgique«)
WAS WIRD
Töne, die in Todesnähe entstanden sind, atmen
Transzendenz. Oder wird ihnen der besondere
Nimbus des Prophetischen nur posthum von den
Hinterbliebenen unterstellt? Alfred Schnittke, nach
kurzzeitigem klinischem Tod ins Leben zurückgekehrt,
hatte selbst Gelegenheit, das zu reflektieren.
Er attestierte seinem düsteren Bratschenkonzert,
an dem er zehn Tage vor seinem ersten
Schlaganfall noch feilte, »eine Vorahnung dessen,
was kommen sollte«. Den schnellen, von Marsch-,
Tanz- und Blaskapellen-Musik verwirbelten Mittelsatz
charakterisierte Schnittke als »rastlose Jagd
durch das Leben« und das Finale als Rückblick
auf das Dasein an der Schwelle zum Tod. Die
drei immer länger werdenden Sätze sind durchdrungen
von einem Motiv, das aus den Namensbuchstaben
des Uraufführungs-Interpreten Yuri
Bashmet gewonnen ist. Der Jahrhundertbrascher
stellte die Musik am 9. Januar 1989 mit dem Concertgebouworkest
der Öffentlichkeit vor. Schnittke
trotzte dieweil seinen verbleibenden 13 Lebensjahren,
von Schlaganfällen gezeichnet, eine Fülle
weiterer Werke ab.
76
DO/FR
09./ 10. APR
2026
19.30 UHR
G R O S S E R S A A L
Antoine Tamestit
WAS BLEIBT
Auch Mozarts »kleine« g-Moll-Sinfonie, 1773 in Salzburg
entstanden, zählt zum Dunkelsten, was ihr
Schöpfer geschaffen hat. Gleichwohl ist Mozarts
Sturm und Drang – durchzogen von der Klage einsamer
Oboen – zwischen zwei derart apokalyptischen
Orchesterorgien Balsam für die Seele, insbesondere
das sanfte Es-Dur-Adagio mit gedämpften
Streichern und einem melancholischen Fagottpaar.
WAS WAR
Die drei sinfonischen Sätze, die dem Schweizer
Arthur Honegger unmittelbar nach Ende des 2. Weltkriegs
aus der Feder flossen, tragen die Sequenz der
Totenmesse Dies irae, den Bußpsalm Aus der Tiefe
rufe ich und die Friedensbitte Dona nobis pacem im
Titel, tasten aber deren Melodien nicht an. Das
menschliche Entsetzen angesichts des göttlichen Zorns
spreche aus den entfesselten Orchester-Urgewalten
des ersten Satzes, im intensiven zweiten meditiere
die von Gott verlassene Menschheit schmerzgebeugt
und der basslastige, eruptive, fatalistische dritte
verleihe dem Wunsch der leidgeprüften Menschheit
nach Befreiung von alldem Ausdruck, erläuterte
Honegger seine erschütternde, tiefschwarze Musik
aus einer Welt, der Schönheit und Harmonie erloschen
sind. Besonders schwer zu ertragen: die
unwirkliche Coda – zu schön um wahr zu sein?
Gewandhaus -
orchester
Cristian Măcelaru
Antoine Tamestit
Viola
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am
Freitag laden wir zum PERSPEKTIV-
WECHSEL ein: Töne in Todesnähe – zu
Nahtoderfahrungen und musikalischer
Halluzination mit dem Neuropsychologen
Dr. Birk Engmann
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE IV/5
VARIO
77
Kreismeister
Anton Bruckner
4. Sinfonie Es-Dur WAB 104
(»Romantische«)
ZYKLISCHES GESTALTEN
Im 19. Jahrhundert wird thematische Zyklusbildung
in mehrteiligen Werken ausgehend von der Musik
der Wiener Klassiker zur wichtigen Maxime. Das
kaum wahrnehmbare Detail kann ebenso zum
Zusammenhalt beitragen, wie große architektonische
Konzepte. Bruckners klar fassliche Themen
aus naturgegebenen Intervallen und markanten
Rhythmen, eingebunden in verlässliche Formkonzepte,
dramaturgische Stringenz und planvolle
harmonische Abläufe stiften Einheit im Einzelwerk
und verleihen der gesamten Werkgruppe
Konsistenz. Seine Hauptthemen, Gesangsperioden
und Schlussgruppen tragen in allen Sinfonien
vergleichbare Wesensmerkmale. Und doch wahrt
jedes seine Einmaligkeit und ist wiederum nur
im Kontext der jeweiligen Sinfonie stimmig. Die
Kopf-, Adagio-, Scherzo- und Finalsätze folgen
ebenfalls verbindenden Maximen – und sind
zugleich höchst individuell in ihrer Ausprägung.
Starke Gemeinschaft und individuelle Freiheit
wider sprechen sich nicht, sondern befördern
ei nander.
78
ZYKLISCHES DASEIN
Vorbild für menschengemachte Zyklen sind die
großen Kreisläufe der Natur – Tages- und Jahreszeiten,
Sonnen- und Mond-Zyklen. Ihnen folgen
die Festkreise der Kulturen und Religionen, ihr
Modell prägt profane und sakrale Feste. An liturgischen
Zyklen, die musikalisch ausgestaltet werden,
formen sich ästhetische Maximen, die später
Lieder und Quartette, Charakterstücke und
Sonaten, Sinfonien und Opern zu Paaren, Tetralogien,
Sechser- und Zwölfergruppen oder noch
größeren Sammlungen bündeln. Gerade Bruckners
Vierte, die er selbst seine »Romantische«
nannte, offenbart die Bedeutung von Naturphänomenen
und menschlichen Lebenswelten für
sein schöpferisches Wirken. Sein umfassendes
musikalisches Weltbild, das Sinfonik als Gottesdienst
begreift und Messen sinfonisch denkt,
verleiht der musikalisch-zyklischen Idee neue
geistig-geistliche Tragweite.
Herbert Blomstedt
DO/FR/SO
16./ 17./
19. APR
2026
19.30/19.30/11 UHR
GROSSER SAAL
Gewandhaus -
orchester
Herbert Blomstedt
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr (DO/FR) und
10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag
laden wir zum NACH KLANG ein: Kommen
Sie ins Gespräch mit Musikerinnen und
Musikern des Gewandhausorchesters.
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE III/5
SONNTAGS-ANRECHT I/3
VARIO (DO/FR)
79
Gemischte
Frühlingsgefühle
Robert Schumann
1. Sinfonie B-Dur op. 38
(»Frühlingssinfonie«)
—
Richard Wagner
1. Akt aus der Oper
»Die Walküre« WWV 86B
WOLKENREICH
Das Ehetagebuch der Frischvermählten verrät:
Robert nennt sie »Frühlingssymphonie« – zart und
dichterisch, wie all sein musikalisches Sinnen ist!
Ein Frühlingsgedicht von [Adolf Böttger] war der
erste Impuls zu dieser Schöpfung. Der Rhythmus
des eröffnenden Bläserrufs, mit dem Schumann
erstaunlich lange rang, wird auf Böttgers Zeile:
Im Thale blüht der Frühling auf! bezogen. Sie steht
freilich am Ende des insgesamt düsteren Gedichts,
beginnend mit Du Geist der Wolke, trüb und schwer…
Als Schumanns heute so beliebte Sinfonie am
31. März 1841 unter Mendelssohns Leitung im
Gewandhaus zur Uraufführung gelangte, war ihr
allenfalls lauer Applaus beschieden. Weit mehr
Aufmerksamkeit genoss die Konzertgeberin, die
erstmals unter ihrem Ehenamen auftrat: Clara
Schumann. Doch nach frostigem Start blühte
Roberts sinfonischem Erstling ein zweiter Frühling,
und der Komponist konnte stolz über zahllose
Folgedarbietungen Buch führen.
WONNEMOND
Auch in Hundings Hütte verbreitet der Lenz keinesfalls
nur Sonnenschein und Blütenduft: Gemahlin
Sieglinde gibt sich dem Gast Siegmund hin und
die Liebenden zeugen – nicht wissend, dass sie
Geschwister sind – in jener Frühlingsvollmondnacht
den »furchtlos freiesten Held« Siegfried,
80
was unweigerlich weitere Ring-Abende nach sich
zieht. In der Götterwelt menschelt es ebenso:
»Die Walküre« heißt mit bürgerlichem Namen
Brünnhilde und ist pferdenärrische Lieblingstochter
von Obergott Wotan, obwohl sie sich – wie
fast alle im Ring – dessen Willen widersetzt. Dass
sie im Ungehorsam zugleich den geheimen Wunsch
ihres Göttervaters erfüllt, hält diesen nicht davon
ab, Brünnhilde zur Strafe am Ende des Abends
auf einen Felsen zu bannen, von Feuerzauber umzüngelt.
Doch so weit lassen wir es nicht kommen.
Wenn Siegmund seine »Braut und Schwester« am
Ende des 1. Akts »mit wüthender Gluth an sich«
zieht und im flammenden Fortissimo der Vorhang
fällt, klatschen wir höflich bis begeistert, und
gehen nach Hause, beschienen von zunehmendem
Aprilhalbmond – so uns der Wolkengeist günstig
gesonnen ist.
DO/FR
23./24. APR
2026
19.30 UHR
GROSSER SAAL
GROSSES CONCERT DER
GESELLSCHAFT DER
FREUNDE DES GEWAND-
HAUSES ZU LEIPZIG E.V.
Gewandhaus -
orchester
Andris Nelsons
Klaus Florian Vogt
Tenor (Siegmund)
Sarah Wegener
Sopran (Sieglinde)
Vitalij Kowaljow
Bass (Hunding)
Klaus Florian Vogt
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE I/6
VARIO (DO)
Präsentiert von
81
Neues Spiel,
neues Stück
Béla Bartók
2. Konzert für Violine
und Orchester Sz 112
—
Claude Debussy
Jeux – Tanzpoem
in einem Akt
—
Maurice Ravel
La valse – Poème
choréographique pour
orchestre
HOCHLEISTUNGSKONZERT
Konzertmeister Andreas Buschatz debütiert als
Solist im Großen Concert mit einem lang vermissten
Meisterwerk: 20 Jahre ist Bartóks 2. Violinkonzert,
das Buschatz’ Vorgänger Kurt Stiehler und
Karl Suske ins Gewandhaus-Repertoire ein geführt
haben, nicht mehr erklungen. Bartóks Kammermusikpartner
Zoltán Székely hatte 1939 in Amsterdam
unter Willem Mengelberg die Premiere bestritten.
Viel Harfe und gut getarnte Zwölftönigkeit
sind Markenzeichen des Konzerts, dem Bartók
attestierte, es beweise, dass man zwölftönig und
zugleich tonal komponieren könne – wie kurz zuvor
Alban Berg in seinem Gattungsbeitrag. Ungewöhnlich
ist die Form: Der mittlere ist ein Variationensatz,
und der dritte eine Variation des ersten. Dem
sportiven Orchester verdankt das Konzert den
Spitznamen »Bartóks einzige Sinfonie«.
DIE WUT ÜBER DEN VERLORENEN TENNISBALL
Ein Junge und zwei Mädchen suchen nachts beim
elektrischen Licht von Straßenlaternen nach einem
Tennisball. Den finden sie zwar nicht, entdecken
aber in allen Konstellationen andere Sub- und
Objekte der Begierde. Debussy war der Stoff, den
Diaghilews Tänzer um Nijinski zu seiner Musik
als Ballett realisieren sollten, suspekt. Gleichwohl
brachte er L’après-midi d’un faune in Sportklamotten
82
(Boulez) rekordverdächtig schnell innerhalb eines
Monats zu Papier. Erst in den 1950ern fand Jeux
dauerhaft in den Konzertsaal, wo Asse und flotte
Dreier unverfänglich sind.
ERHÖHTER ENDZEITPULS
Nachdem Wien Skandale um Schönberg überstanden
und das Pariser Publikum von Debussys Novitäten
abgehärtet war, gingen Ravels Sensationen in
der aufgewühlten See hochschlagender Avantgardewellen
fast unter. Dabei straft La valse das Ravel-
Klischee harmloser Hochglanzinstrumentalbravour
Lügen. Zerstörerische Orchesterurgewalten
lassen den Ersten Weltkrieg dumpf nachbeben,
schauriges Kontrabass-Tremolo und psychedelischer
Puls künden eine Danse macabre an – die
Schlusskadenz zur Dekadenz? Diaghilew drängte
Ravel, das liegengebliebene Projekt für die Ballets
russes voranzubringen, schreckte dann jedoch
vor einer Choreographie als Handlungsballett
zurück. Bei der Premiere im vorweihnachtlichen
Paris 1920 stieß La valse auf Unverständnis.
Wieder war es Mengelberg in Amsterdam, der den
rechten Ton fand und die Musikwelt nostalgisch
narkotisiert in den infernalischen Schlussdonner
der Walzerfolge hineinriss.
DO/FR
30. APR/
01. MAI
2026
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Gewandhaus -
orchester
Petr Popelka
Andreas Buschatz
Violine
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am
Freitag laden wir zum PERSPEKTIV-
WECHSEL ein: Töne im Spiel – warum
wir spielen und inwiefern Musik
»spielt« mit dem Philosophen und
Spieltheoretiker Dr. Christian Klager
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
Petr Popelka
SERIE II/6
VARIO
83
Aus freien Stücken
Sergej Rachmaninoff
2. Konzert für Klavier und
Orchester c-Moll op. 18
—
Dmitri Schostakowitsch
10. Sinfonie e-Moll op. 93
DER WIDERSPENSTIGEN LÄHMUNG
Beide komponieren um ihr Leben. Beide brauchen
einen Erfolg. Für beide steht alles auf dem Spiel.
Und beiden gelingt der Befreiungsschlag. Sergej
Rachmaninoff saß der Schock seiner 1. Sinfonie
in den Gliedern. Einen Künstler, der sein Innerstes
so kompromisslos in Tönen exponiert, mussten
die katastrophalen Umstände der Uraufführung
und die vernichtenden Kritiken niederschmettern.
Durch die folgende Schaffenskrise
rettete ihn der Widmungsträger des 2. Klavierkonzerts,
Nikolai Dahl, ein auf Hypnose spezialisierter
Nervenarzt und Hobby-Bratscher. Rachmaninoff
unterzog sich einer Therapie mit
täglichen Sitzungen. Von der neuerlangten Schaffenskraft
und Kreativität, die das 2. Klavierkonzert
freisetzte, war der Komponist selbst überwältigt.
Wie befreiend muss der aufbrandende
Premieren-Jubel am 9. November 1901 für Rachmaninoff
gewesen sein. Das 2. Klavierkonzert
katapultierte ihn an die Spitze der internationalen
Musikszene. Ausgangspunkt des weltweiten
Erfolges war Leipzig, wo Arthur Nikisch unmittelbar
nach der Uraufführung für eine aufsehenerregende
Gewandhaus-Darbietung sorgte.
84
DO/FR
14./ 15. MAI
2026
19.30 UHR
GROSSER SAAL
Gewandhaus -
orchester
Andris Nelsons
Yulianna Avdeeva
Klavier
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Andris Nelsons
UNTERTÖNIG STATT UNTERTÄNIG
Die längste Pause im Sinfonieschaffen Schostakowitschs
ging der Zehnten voraus. Das riskante
Satyrspiel der Neunten lag acht Jahre zurück, als
Schostakowitsch endlich sein eisiges sinfonisches
Schweigen brach. Mit großer Spannung wurde
seine erste Sinfonie nach dem Tod Stalins 1953 erwartet.
Seine aufgewühlte, erschütternde Musik
löste heftigste Reaktionen aus. Drei Tage lang
wurde im Komponistenverband über die 10. Sinfonie
debattiert. Schostakowitsch selbst hüllte
sich wie immer in Schweigen und gab nur unverbindlich
Auskunft. Doch die Begeisterung des
Publikums war nicht zu ignorieren, das Urteil fiel
zu seinen Gunsten, und der Erfolg der Zehnten im
Ausland stärkte die Position des Komponisten,
der den Tönen wie besessen seine Initialen einmeißelt:
D-Es-C-H.
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE III/6
VARIO
85
Bachblütenhonig
Arvo Pärt
Wenn Bach Bienen
gezüchtet hätte ...
—
Robert Schumann
Konzert für Klavier und
Orchester a-Moll op. 54
—
Arvo Pärt
Collage über B-A-C-H für
Streicher, Oboe, Cembalo
und Klavier
—
Robert Schumann
2. Sinfonie C-Dur op. 61
BIENENSTICHELN MIT B-A-C-H
Wenn Bach… Hat er aber nicht. Stattdessen sticht
Pärt 1976, wenn er erstmals seinen Tintinnabuli-
Stil präsentiert, in ein Wespennest und löst insektierisches
Brummen um die Töne B-A-C-H aus,
die gleichzeitig und nacheinander erklingen und
das kurze Stück von B nach H führen. Bienenfleißig
fliegen Flügel, fünf Bläser und Streicher von
Klang zu Klang, um am Ende tatsächlich bei Bach
herauszukommen: Dessen hart geprüftes h-Moll-
Präludium aus dem Wohltemperierten Klavier erlöst
eine salbungsvolle Schlusskadenz.
Yunchan Lim
86
DO/FR/S0
18./ 19./
21. JUN
2026
19.30/19.30/11 UHR
G R O S S E R S A A L
SARABANDENSTRESSTEST MIT PÄRT
Toccata, Sarabande und Ricercar der B-A-C-H-
Collage beginnen bei Bach und stellen ihn auf die
Probe: Wie viel Dissonanz hält er aus? Wird er unter
Clustern verschüttet, von Maschinenmotorik
erfasst und Klangkatastrophen erschüttert unbeschadet
wieder zum Vorschein kommen? In seiner
wilden Phase vor dem einschneidenden Stilwandel
experimentiert Pärt 1964 mit Collage-Techniken,
evoziert Bach mit typischen Instrumenten
wie Oboe und Cembalo, verpflanzt die Sarabande
der Englischen Suite in d-Moll wie eine Blume in
fremde Umgebung und konstatiert: Von extremem
Unbehagen erfüllt wollte ich mir beweisen, wie schön
Bachs Musik war, und eine klarere Sicht auf die Widersprüche
gewinnen, in die ich mich verstrickt hatte.
STILBLÜTENSAMMELN MIT SCHUMANN
Altehrwürdiger Kontrapunkt verkündet gleich
eingangs: Auch Schumann verneigt sich vor dem
Genius loci der Uraufführungsstadt seiner 2. Sinfonie.
Frisch von Fugen über B-A-C-H aus einer
Schaffenskrise befreit flattert ihm die Triosonate
aus Bachs Musikalischem Opfer in einen Mittelsatz.
Auch Beethoven, Schubert und Mendelssohn spuken
in Schumanns Zweiter herum, und sein Klavierkonzert
inszeniert Göttergattin Clara als Premierenpianistin
direkt neben Ludwig auf dem Olymp.
IM RAHMEN
DES BACHFESTES
F O K U S :
GEWANDHAUSKOMPONIST
ARVO PÄRT
Gewandhaus -
orchester
Andris Nelsons
Yunchan Lim Klavier
Konzerteinführung
mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr (DO/FR) und
10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag
laden wir zum NACH KLANG ein: Kommen
Sie ins Gespräch mit Musikerinnen und
Musikern des Gewandhausorchesters.
Normalpreis:
80/61/49/37/23/6 EUR
FLEX-Preis:
88/67/54/41/25/7 EUR
Ermäßigung für Berechtigte
SERIE IV/6
SONNTAGS-ANRECHT II/3
VARIO
87
Fulminante
Fortsetzung
folgt!
Ludwig van Beethoven
Ouvertüre zum Ballett
»Die Geschöpfe des
Prometheus« op. 43
3. Konzert für Klavier und
Orchester c-Moll op. 37
5. Konzert für Klavier und
Orchester Es-Dur op. 73
TANZ AUF DEM OLYMP
Zumindest der Stoff war ganz nach Beethovens
Geschmack: Prometheus, der rebellische Aufklärer,
der den Menschen Feuer und Geist bringt
und die unmündigen Geschöpfe entflammt und
begeistert, beschäftigte ihn immer wieder. Das
Ballett, initiiert vom Ballettmeister des Wiener
Hoftheaters, ging daselbst am 28. März 1801
erstmals über die Bühne und wurde in der Spielzeit
stattliche 29 Mal gegeben. Choreographie
und Libretto sind verschollen; von Beethovens
Musik konnte sich immerhin die mitreißende
Ouvertüre im Konzertsaal behaupten. Parallel
arbeitete Beethoven wieder einmal an seinem
3. Klavierkonzert, dessen Entstehung sich ungewohnt
lange hinzog, bis er 1803 selbst als
Solist die Premiere aus den Tasten fingerte.
88
ZU VIELE DER GUTEN?
Nein, von Beethoven kann man nie genug bekommen.
Auf der Spielzeitzielgeraden machen die
ungeraden Klavierkonzerte so richtig Lust auf die
nächste Saison 2026/2027, die – streng geheim! –
zum 200. Todestag des Komponisten ein Beethoven-Festival
ins Gewandhaus bringen wird. Man
darf gespannt sein, wie die Musikstadt den Meister
ehrt, der seine Werke beim Gewandhausorchester
und bei Leipziger Verlegern in besten Händen
wusste und hier schon zu Lebzeiten mit einem
Werkzyklus zelebriert wurde. Mit dem Fünften eilt
jenes Klavierkonzert dem Fes tival voraus, das in
Leipzig seine Uraufführung erlebte.
FR
26. JUN
2026
19.30 UHR
G R O S S E R S A A L
Gewandhaus -
orchester
Andris Nelsons
Lang Lang Klavier
Normalpreis:
150/120/100/85/75/60 EUR
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165/132/110/94/83/66 EUR
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Keine Ermäßigung im Rahmen
der Gewandhausorchester Card
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Das Programm wird zu
einem späteren Zeitpunkt
bekannt gegeben.
Zum krönenden Abschluss der Saison lädt das
Gewandhausorchester erneut ins Rosental ein –
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Musik und Gemeinschaft auf einzigartige Weise
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03./04. JUL
2026
2 0 . 3 0 U H R
O P E N-A I R-B Ü H N E
IM ROSENTAL
Gewandhaus -
orchester
Sakari Oramo
An beiden Tagen
Eintritt frei
Für Familien bietet der Samstagnachmittag ein
buntes Programm: Im IMPULS-Familienbereich
können Kinder und Jugendliche Instrumente
ausprobieren, kreative Workshops besuchen und
kleine Konzerte genießen. So wird der Konzertbesuch
zu einem Erlebnis für Groß und Klein.
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Kultur und Tourismus und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
9
gister)
HEIT – Orgel
8 Aus Merseburg
D
55.
Heinrich II. und
Merseburg
Sonderausstellung zu Kaiser
Heinrich II. bis Anfang 2025
ter) gelsommer verlängert CHARLOTTE TENNLER
usen rseburger Land
31. Orgelsommer
er Merseburger Kaiserdom war Lieblingsort
29 im Mai Merseburger Land
des einzigen heiliggesprochenen Kaiserpaars,
. Orgelsommerkonzert in Weißenfels
Heinrich II. und Kunigunde. Vor 1000 Jahren,
am 13. Juli 1024, verstarb Kaiser Heinrich II.
kirche Sonntag, zu Weißenfels 29 Mai
egast-Orgel 1879 (2 Manuale, Pedal, 14 Register)
19.00 Uhr | 1. Orgelsommerkonzert in Weißenfels in der Pfalz Grone. Insgesamt weilte Heinrich II.
NTEK St. Laurentiuskirche – Oboe und zu Orgel, Weißenfels MICHAEL SCHÖNHEIT – Orgel
28-mal in Merseburg. In der Domstadt existieren
Friedrich-Ladegast-Orgel )
1879 (2 Manuale, Pedal, 14 Register)
THOMAS PIONTEK – Oboe und Orgel, MICHAEL SCHÖNHEIT zahlreiche – Orgel Quellen aus der Zeit Heinrich II. sowie
d, 11. Juni
Zeugnisse seiner bis ins 16. Jahrhundert währenden
Sonnabend, . Orgelsommerkonzert 11. Juni in Wengelsdorf Verehrung, die in der Ausstellung zu sehen sind.
Kirche Wengelsdorf
17.00 Uhr | 2. Orgelsommerkonzert in Wengelsdorf
st-Orgel Evangelische 1901 Kirche (2 Manuale, Wengelsdorf Pedal, 18 Register)
E Oskar-Ladegast-Orgel – Stadtorganist an 1901 St. Marien (2 Manuale, zu Mühlhausen
Pedal, 18 Register)
DENNY WILKE – Stadtorganist an St. Marien zu Mühlhausen
Merseburger
Orgeltage
„BACH in Vergangenheit und
Gegenwart – zum 275. Todestag“
13. – 21. September 2025
Die Merseburger Orgeltage
d, 25. Juni
Sonnabend, l, 25 Register) 25. Juni
. Orgelsommerkonzert in Osmünde
17.00 Uhr | 3. Orgelsommerkonzert in Osmünde
Kirche Evangelische St. Petrus Kirche Osmünde St. Petrus Osmünde
Zuberbier-Orgel el 1722/23 (2 1722/23 Manuale, (2 Manuale, Pedal, 18 Pedal, Register) 18 Register)
JÖRG – Organist REDDIN an – Organist der Bachkirche an der Bachkirche zu Arnstadt zu Arnstadt
52. Merse
Ein Rückblick auf die Highlights in diesem Jahr und ein Ausblick Mersebur
auf 2025 KRISTINA SCHWARZ
KONZERTJAHR KONZERTJ Orgelklan
20
Künstlerische Leitung:
um 54. Mal fanden im September 2024 die der kommenden Orgeltage wiederfinden lassen: Im
52. Merseburger Orgeltage
Merseburger Orgeltage statt und Gewandhausorganist verwandelten
den Musik Merseburger und Denkmalpflege
Dom erneut für lage ein kleines Jubiläum. Vom 13. bis 21. Merseburger Septem-
DomMusik
Jahr 2025 begehen Michael die Orgeltage Schönheit mit ihrer 55. Auf-52. Merseburger
Besondere
O
ZFreundeskreis neun
in Kirchen
Tage in ein
des
Mekka
Merseburger
für Orgelmusik-Liebhaber.
Landes e.V.
ber widmen sie sich anlässlich des 275. Todestages Merseburger Motetten Dom
Sonnabend, 16. Juli 16. Juli
rsroda 19.00 Uhr | 4. Orgelsommerkonzert in Barnstädt
Evangelische
. Orgelsommerkonzert
Kirche St. Wenzel
in
Barnstädt
Barnstädt
Kirche Mocker-Hellermann-Orgel St. Wenzel Barnstädt 1750/1863 (3 Manuale, Pedal, 25 Register)
rmann-Orgel YVES gister) RECHSTEINER 1750/1863 – Toulouse (3 Manuale, Pedal, 25 Register)
EINER – Toulouse
Sonnabend, 13. August
Knapp 30 Konzerte lockten rund 3.000 Besucher des Komponisten dem Motto „Johann Orgelklang Sebastian 12
17.00 d, 13. Uhr August | 5. Orgelsommerkonzert in Steigra-Albersroda
Evangelische Kirche St. Magnus Steigra-Albersroda aus Domorganist nah und fern Michael an. Die Schönheit erstmalig im Rahmen der Bach in Vergangenheit und Gegenwart“. Dabei stehen
das kirchenmusikalische Werk Bachs sowie die
JOHANNES St. Magnus FRIEDERICH Steigra-Albersroda Gewandhausorganist zu Leipzig
Konzerte
Besondere Gottesdienste
Orgelklang 12
Friedrich-Ladegast-Orgel . Orgelsommerkonzert 1851 in (2 Steigra-Albersroda
Manuale, Pedal, 13 Register)
Kirche Orgeltage durchgeführte „Große Konzertfahrt“, die
– Preisträger des Internationalen
Freundeskreis Musik und Denkmalpflege
egast-Orgel Silbermannwettbewerbes 1851 VORGEMERKT:
(2 Manuale, Freiberg Pedal, 2021 13 Register) die Dompropstei Teilnehmer mit 2 · 06217 einem Kleinbus Merseburg
Kirchen des von Merseburger Merseburg Landes e.V. verschiedenen Stationen seines Lebens Motetten und Wirkens
im Fokus und werden musikalisch erkundet.
im Besondere Dom Gottesd
RIEDERICH – Preisträger des Internationalen erst nach Gröst und anschließend Freundeskreis Domorganist nach Michael Musik Naumburg
Schönheit und Denkmalpflege
ettbewerbes Sonnabend, Freiberg 20. August 2021
Telefon: 03461/445922
führte, wo jeweils nicht nur in Gewandhausorganist Kirchen zu Leipzig
ein Konzert, des Merseburger sondern Landes e.V. Neben klassischen Orgel- und Chorkonzerten Konzerte in Motetten der Barockkirche 31. im Orgel
55. MERSEBURGER ORGELTAGE
DomBu
E-Mail: orgeltage@merseburg.de
Dompropstei 2 · 06217 Merseburg
17.00 Uhr | 6. Orgelsommerkonzert 13. – 21. SEPTEMBER in 2025: Weißenfels auch spannende Vorträge Domorganist und Führungen Michael Schönheit warteten,
runden auch Formate wie ein Liegestuhlkonzert,
gister)
Telefon: 03461/445922
31. Orgelsommer im Merseburg
St. Laurentiuskirche zu Weißenfels
www.merseburger-orgeltage.de
d, 20. August
war ein besonderes Highlight Gewandhausorganist
E-Mail: orgeltage@merseburg.de
des Festivals.
www.merseburger-orgeltage.de
zu Leipzig ein musikalisch-literarischer Nachmittag oder Konzerte in der Ba
t. Friedrich-Ladegast-Orgel Lamperti „Johann zu Querfurt 1879 Sebastian (2 Manuale, Bach Pedal, in 14 Register)
Dompropstei www.merseburger-orgeltage.de
2 · 06217 Merseburg
Die Verbindung der beiden Standorte Merseburg
und Naumburg wird sich auch im Programm für Musikfans jeden Alters ab.
31. Orgelsommer
eine „Bach-Jazz-Lounge“ das vielfältige Angebot
MIROSŁAWA . Orgelsommerkonzert CIEŚLAK Vergangenheit – Organistin in Weißenfels und an Gegenwart“
der Stadtkirche St. Lamperti zu Querfurt
Telefon: 03461/445922
kirche zu Weißenfels
E-Mail: orgeltage@merseburg.de
egast-Orgel Dienstag, 1879 30. August (2 Manuale, Pedal, 14 Register)
www.merseburger-orgeltage.de
Wir danken unseren Förderern für die freundliche Wir danken unseren Förderern für die freundliche Unterstützung:
CIEŚLAK – Organistin an der Stadtkirche St. Lamperti zu Querfurt
Ev. Kirchenkreis Merseburg, honymus-Stiftung Halle-Merseburg
19.00 Uhr | 7. Orgelsommerkonzert Wir danken allen im Merseburger Förderern Domfür die großzügige Unterstützung:
Zum 204. Geburtstag Wir von danken Friedrich allen Ladegast Förderern für Ev. die großzügige Kirchenkreis Unterstützung: Merseburg, honymus-Stiftung Halle-Merseburg
r Dom
„Ein 30. Präludium August zu den 52. Merseburger Orgeltagen“
Wir danken unseren Förderern für die freundliche Unterstützung:
Ev. Kirchenkreis Merseburg, honymus-Stiftung Halle-Merseburg
Samstag,
. Orgelsommerkonzert
3. September
im Merseburger Dom
burtstag von Friedrich Ladegast
m
17.00
zu den
Uhr
52.
| 8. Orgelsommerkonzert
Merseburger Orgeltagen“
in Schafstädt
Evangelische Kirche Schafstädt
Friedrich-Ladegast-Orgel 1875 (3 Manuale, Pedal, 33 Register)
3. JOSIPA September
LEKO – Zagreb
Halle
an der Saale
Veranstalter: Kirchgemeinden der jeweiligen Konzertorte in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen
. und Orgelsommerkonzert dem Freundeskreis Musik und in Denkmalpflege Schafstädt in Kirchen des Merseburger Landes e.V.
Kirche Schafstädt
egast-Orgel 1875 (3 Manuale, Pedal, 33 Register)
– gister) Zagreb
rchgemeinden der jeweiligen Konzertorte in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen
deskreis Musik und Denkmalpflege in Kirchen des Merseburger Landes e.V.
mmenarbeit mit örtlichen Vereinen
Merseburger Landes e.V.
Osmünde
Korbetha
Ermlitz
186
Schafstädt
Schkopau
Burgliebenau
Halle
an an der der Saale Bad Lauchstädt
Meuschau
Barnstädt
Wallendorf
Klobikau Bischdorf
181
Osmünde
Zweimen
Korbetha
Osmünde MERSEBURG
Nieder-
Korbetha
Ermlitz
Zöschen
an der Saale
Ermlitz
Schkopau Ober-
Burgliebenau
186
Bad Lauchstädt
Schkopau
Blösien
Günthersdorf
Meuschau Burgliebenau
186
Bad Lauchstädt
Wallendorf
Klobikau Bischdorf
Dölzig
Meuschau 181
Zweimen
MERSEBURG
Wallendorf
Leipzig
Klobikau Nieder- Bischdorf
Zöschen
Dölzig
an der Saale
181 Reipisch
Leuna
Ober-
Zweimen
MERSEBURG
Nieder- Blösien
Günthersdorf
Leipzig
Bad
Zöschen
an der Saale
Mücheln
Dürrenberg
Ober-
91
Blösien
Günthersdorf
Nempitz
Reipisch
Leuna
Bad
Mücheln Albersroda
Dürrenberg
Wengelsdorf
Kötzs-
9
91
Nempitz
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Leuna
Braunsdorf
Bad
Wengelsdorf
Kötzs-
Braunsbedra
Braunsdorf
Braunsbedra
Mücheln
Dürrenberg
chau-Thals-
chütz
91
chau-Thals-
chütz
Nempitz
Braunsbedra-
Braunsbedra-
Wengelsdorf
Schortau
Kötzs-
Leiha
Lützen
9
Schortau
Leiha Braunsdorf
Lützen
Braunsbedra
38
chau-Thals-
chütz
38
Gröst
Zwenkau
Braunsbedra-
Gröst
Schortau
Leiha
Lützen
38
Zitzschen
Gröst
Weißenfels
Zwenkau
an der Saale
Borau
Saale
Dölzig
Leipzig
Saale
Saale
Schafstädt
Schafstädt
Merseburger
Orgeltage
Barnstädt
BERLIN
Barnstädt
STIFTERBRIEF | NR. 32
BERLIN
BERLIN
Die Playmobilfigur Heinrichs weist den Weg durch die
Ausstellung
Albersroda
MÜNCHEN
MÜNCHEN
Albersroda
Zwenkau
MÜNCHEN
Freundeskreis
Musik und Denkmalpflege
in Kirchen des Merseburger
Landes e.V.
Zitzschen
Zitzschen
Borau
Weißenfels
an der Saale
Borau
Weißenfels
an der Saale
Freundeskreis
Musik und Denkmalpflege
in Kirchen des Merseburger
Landes e.V.
Freundeskreis
Musik und Denkmalpflege
in Kirchen des Merseburger
Landes e.V.
SCHULZ Fotos: © Vereinigte Domstifter, Friedemann Schulz
SCHULZ Fotos: © Vereinigte Domstifter, Friedemann Schulz
SCHULZ Fotos: © Vereinigte Domstifter, Friedemann Schulz
KONZ
52
2026
21. 3. / 18.00 h
FINALE
DREI FINALISTEN SPIELEN:
3 x Chaconne d-Moll aus BWV 1004
3 x Violinkonzerte von J. S. Bach
oder F. Mendelssohn Bartholdy
Neues Bachisches Collegium Musicum
bachwettbewerbleipzig.de
VIOLINE
BACH-WETTBEWERB
LEIPZIG
VIOLINE
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November 2025
sichern!
100
GEWANDHAUS
ORCHESTER
155 101
Das Gewandhausorchester:
Von der Kapelle
zur Weltmarke
Der Brühl mit dem Gasthof »Drei Schwanen«, in dem das Große Concert stattfand,
Aquarell um 1820
Im Grunde genommen begann die Geschichte des Gewandhausorchesters
bereits 1479. In diesem Jahr nahm der Leipziger
Magistrat drei sogenannte Kunstpfeifer in städtische
Dienste. Bis 1840 spielten diese Stadtmusiker – ihre Zahl
wuchs im Lauf der Zeit auf sieben – für das Leipziger Musikleben
eine wesentliche Rolle: Sie gestalteten Feste im Rathaus
ebenso wie Gottesdienste in den städtischen Kirchen musikalisch
aus, wirkten bei Theaterunternehmungen mit und waren
auch im Orchester des »Großen Concerts« zu finden.
102
GEWANDHAUS
ORCHESTER
DIE KAPELLE DES GROSSEN CONCERTS:
EIN HALBES STUDENTENORCHESTER
DAS ORCHESTER WIRD NAMHAFT:
PATE STEHT DAS HAUS DER TUCHMACHER
1743
Diese Konzertunternehmung, 1743 gegründet,
wurde von einer aus Adligen und
Bürgern bestehenden Gesellschaft getragen.
Sie war die erste ihrer Art in Leipzig. Die
von ihr veranstalteten »Großen Musicalischen
Concerte« fanden zuerst in Bürgerhäusern
statt. Aufgrund des großen Zuspruchs
wurde bald schon ein Saal im
Gasthaus »Zu den drei Schwanen«
gemietet. Hier trafen sich
über 30 Jahre lang diejenigen
Leipziger Bürger, die den hohen
Jahresbeitrag zahlen konnten. Von dem
Geld wurden die Musiker honoriert. Am
Anfang waren es 16, die das Konzertorchester
bildeten. Ihm gehörten zur einen Hälfte
Berufsmusiker, unter ihnen die Stadtmusiker,
und zur anderen Hälfte Studenten der
Leipziger Universität an.
Nicht weit von den »Drei Schwanen« entfernt
wurde 1766 ein Komödienhaus eröffnet.
Aller dings hatte es kein eigenes Ensemble.
Es wurde von reisenden Theater- und
Operntruppen bespielt, die für die orchestralen
Aufgaben die Leipziger
Stadtmusiker verpflichteten. Deren
kleines En semble bekam im Lauf der Jahre
jedoch Probleme, den wachsenden
musikalischen Anforderungen
gerecht zu werden. Deshalb wurden
immer öfter Musiker des
»Großen Concerts« gebeten, das
Theaterorchester zu verstärken.
So vermischten sich nach und nach das
Konzert- und das Theaterorchester.
Mit dem ersten »Großen
Concert« Gründung des
Orchesters
1781
Einzug ins Gewandhaus,
wovon sich der Name
»Gewandhausorchester«
ableitet
Im Gewandhaus, der Gewerbehalle der Tuchmacher,
gab es zu dieser Zeit einen großen,
ungenutzten Dachboden. Auf Initiative eines
Bürgermeisters wurde er als Konzertsaal
ausgebaut. Im November 1781 fand das
erste »Gewandhauskonzert« statt. Im
Publikum saß die Konzertgesellschaft aus
dem Gasthaus, und im 32 Mann starken
Orchester spielten die Musiker, die
schon in den »Drei-Schwanen-Konzerten«
mitgewirkt hatten und deren
überwiegender Teil auch beim
Theater engagiert war. Daher war bald vom
»Gewandhaus- und Theaterorchester« die Rede.
1789 kam Wolfgang Amadeus Mozart nach
Leipzig und gab ein Konzert im Gewandhaus.
Dessen Saal war längst zum Zentrum des
Leipziger Konzertlebens geworden und sollte
es ein Jahrhundert lang bleiben. Die neun
Sinfonien Ludwig van Beethovens erklangen
weltweit erstmalig als Zyklus im Konzertwinter
1825/1826, also noch zu Lebzeiten des
Komponisten. Ab 1835 war Felix Mendelssohn
Bartholdy Gewandhaus kapellmeister.
Seine Schottische Sinfonie und sein Violinkonzert
e-Moll wurden im Gewandhaus
aus der Taufe gehoben. Unter seiner Leitung
kamen Robert Schumanns Sinfonien und
Franz Schuberts große C-Dur-
Sinfonie zur Uraufführung. Von
den Komponisten selbst dirigiert,
hatten 1862 Richard Wagners
Meistersinger-Vorspiel und 1879
Johannes Brahms’ Violinkonzert in diesem
Saal ihre Weltpremiere.
103
GEWANDHAUS
ORCHESTER
Konzertsaal im Alten Gewandhaus, Aquarell von Gottlob Theuerkauf um 1894
In dieser Zeit wuchs das Gewandhaus- und
Theaterorchester auch in die Rolle als städtisches
Kirchenorchester hinein. Die
Niko lai- und die Thomaskirche waren
die Hauptkirchen der Stadt Leipzig.
Die musikalische Ausgestaltung der Gottesdienste
in beiden Kirchen verantwortete
der Thomaskantor, der zugleich
städtischer Musikdirektor
war. Die Thomaner sangen in
beiden Kirchen, und die Instrumente
wurden von den Stadtmusikern gespielt.
Aber auch hier wuchsen die musikalischen
Anforderungen.
NICHT MEHR NUR THEATER UND KONZERT:
DAS NEUE KIRCHENORCHESTER
1840
Ernennung zum
Leipziger Stadtorchester
So wurden 1789 zusätzlich zu den Stadtmusikern
sieben Mitglieder des Gewandhaus- und
Theaterorchesters für die Kirchenmusik
verpflichtet. In den folgenden Jahren
kam es zu weiteren Engagements von
Gewandhausmusikern für den Dienst in
den Kirchen, bis das Gewandhaus- und
Theaterorchester die Stadtmusiker
vollständig ablöste und 1840
vom Leipziger Magistrat offiziell
als »Stadtorchester« anerkannt
wurde. Seitdem gehört die Kirchenmusik
zu den festen Aufgaben des Gewandhausorchesters.
104
GEWANDHAUS
ORCHESTER
NEUES THEATER, NEUE OPERN, NEUER
STRESS: DAS ORCHESTER WÄCHST
TROTZ ALLER BEDENKEN: DAS
ORCHESTER GEHT AUF »CONCERTREISE«
1868 wurde ein neues Theaterhaus in
Leipzig eröffnet. Hier konnten reicher ausgestattete
Opern aufgeführt werden als
noch im ehemaligen Komödienhaus, das
1817 zum Stadttheater umgewandelt worden
war. Dem inzwischen auf 58 Musiker angewachsenen
Orchester brachte der Dienst
im Neuen Theater jedoch eine
1916
enorme Belastung. Die großen
Opern mussten in mehr Proben
als bisher einstudiert und in größerer
Be setzung gespielt werden. Das führte
zu Streitigkeiten zwischen Orchester und
Theater direktion. Der Rat der Stadt musste
schlichten. Im Ergebnis wurde das Orchester
auf
72 Musiker erweitert.
Unterdessen ging es im Gewandhaus um
eine räumliche Erweiterung. Der Konzertsaal
war schon mehrmals umgebaut
worden, um dem zahlreicher werdenden
Publikum Platz zu bieten. Als alle
Kapazitäten ausgeschöpft waren, entschloss
sich die Gewandhausdirektion
zum Bau eines neuen Konzerthauses.
Es wurde in zweieinhalb
Jahren errichtet und im Dezember 1884 eröffnet.
In diesem Neuen Gewandhaus
wirkten unter anderem Arthur Nikisch,
Wilhelm Furtwängler und Bruno Walter
als Ge wandhauskapellmeister. Johannes
Brahms, Peter Tschaikowski, Edvard Grieg,
Richard Strauss und andere Komponisten
dirigierten eigene Werke, Anton Bruckner
gab hier ein Orgelkonzert. Aus diesem
Haus stammen auch die ersten Ton- und
Filmaufnahmen mit dem Gewandhausorchester.
Erste Auslandstournee
in die Schweiz
1931
Erste Europatournee
Ausgerechnet im Ersten Weltkrieg ging das
Orchester erstmals auf Konzerttournee ins
Ausland. Zuvor war die Gewandhausdirek
tion gegen alle auswärtigen Gastspiele,
weil zu fürchten ist, daß unser
berühmtes Orchester, das bisher nur edeln
Zwecken gedient hat, durch Concertreisen auf
den Standpunkt eines philharmonischen
Orchesters in Berlin und derartiger
Gewerbsunternehmungen
herabsinken könnte. Haben die
Orchestermitglieder das Herumreisen einmal
angefangen, so werden sie Gefallen an der Abwechslung
finden und Wiederholung verlangen.
Als das Gewandhausorchester 1916 jedoch
in die Schweiz entsandt werden sollte, stellten
die Stadtoberen und die Gewandhausdirektion
in der Erwägung, dass es sich hier
um eine hoch bedeutsame künstlerischculturelle
Mission handelt, ihre prinzipiellen
Bedenken zurück und genehmigten
die Reise. Zwei weitere Schweizfahrten
schlossen sich an und 1931 die erste Europatournee.
An deren Erfolg anzuknüpfen,
das verhinderten die
1933 errichtete NS-Diktatur und
der von ihr angezettelte Zweite Weltkrieg.
Thomaskirche, Kupferstich um 1790
105
GEWANDHAUS
ORCHESTER
Das 1884 eingeweihte Neue Gewandhaus im Musikerviertel vor 1936
Das 1868 eröffnete Neue Theater am Augustusplatz, Blick vom Schwanenteich
106
GEWANDHAUS
ORCHESTER
ALLES ÄNDERT SICH:
DAS ORCHESTER BLEIBT SICH TREU
Erst 1951 konnte das mittlerweile heimatlose
Orchester wieder zu einer Konzertreise aufbrechen.
Sowohl das Neue Theater als auch
das Neue Gewandhaus waren im Zweiten Weltkrieg
zerstört worden. Opernaufführungen und
Konzerte fanden seitdem in provisorischen
Spielstätten Leipzigs statt. 1960 wurde das
neu errichtete Opernhaus eingeweiht, der Bau
eines neuen Konzerthauses dagegen konnte
erst wesentlich später realisiert werden: 1981
öffnete die wiederum »Neues Gewandhaus«
genannte neue Spielstätte ihre Pforten. Sie
war der erste und einzige Konzerthausneubau
der DDR. Wesentlichen Anteil am Gelingen
hatte der damalige Gewandhauskapellmeister
Kurt Masur. Sein Amtsnachfolger Herbert
Blomstedt führte das Orchester, dem heute
über 180 Musiker und Musikerinnen angehören,
ins 21. Jahrhundert und gab dann den
Dirigentenstab an Riccardo Chailly weiter. Im
Februar 2018 übernahm Andris Nelsons das
Amt des Gewandhauskapellmeisters.
Vieles mag sich im Lauf der zurückliegenden
Jahrzehnte in Leipzig geändert haben,
eines aber ist geblieben: Das Gewandhausorchester
musiziert im Gewandhaus ebenso
wie im Opernhaus und gemeinsam mit
dem Thomanerchor in der Thomaskirche.
Durch Konzert, Musiktheater und Kirchenmusik
in verschiedener Weise gefordert,
hat sich das Orchester einen weltweit einzigartigen
künstlerischen Horizont erworben.
Claudius Böhm
Das 1960 eröffnete Opernhaus
Das 1981 eingeweihte zweite Neue Gewandhaus
107
GEWANDHAUS
ORCHESTER
Das Gewandhausorchester
GEWANDHAUS-
KAPELLMEISTER
Andris Nelsons
EHRENTAFEL DES
GEWANDHAUSORCHESTERS
EHRENDIRIGENT
Herbert Blomstedt — 2005
EHRENMITGLIEDER
Chr. Friedrich Hunger — 1787
Ferdinand Crass — 1922
Carl Tamme — 1923
Maximilian Schwedler — 1923
Julius Klengel — 1924
Bruno Walter — 1961
Franz Konwitschny — 1961
Kurt Masur — 1981
Gerhard Bosse — 2011
Die Jahreszahlen kennzeichnen
die Zeitpunkte der Titelverleihung.
ERSTE VIOLINEN
Frank-Michael Erben
Sebastian Breuninger
Andreas Buschatz
Prof. Henrik Hochschild
Julius Bekesch
Prof. Andreas Seidel
Yun-Jin Cho
Kana Ohashi
Veronika Starke
Sara Astore
Elisabeth Dingstad
Tristan Thery
Susanne Hallmann
Thomas Tauber
Regine Korneli
Liane Unger
Brita Zühlke
Dorothea Vogel
Ina Wiehe
Gunnar Harms
Christian Hofmann-Krug
Johanna Berndt
Anna Schuberth-Richwien
Chiara Astore
Kivanc Tire
Franziska Mantel
Mao Zhao
Simon Riverin
Mariana Espada Lopes
Yukiko Uno
ZWEITE VIOLINEN
Peter Gerlach
David Wedel
Miho Tomiyasu-Palma Marques
Anna Theresa Steckel
Karl Heinrich Niebuhr
Sebastian Ude
Minah Lee
Dorothee Appelhans
Gayoung Shin
Markus Pinquart
Dietrich Reinhold
Kathrin Pantzier
Edwin Ilg
Bernadette Wundrak
Andrea Pleß
Lars Peter Leser
Tobias Haupt
Katharina Wachsmuth
Ewa Helmers
Lydia Dobler
Nemanja Bugarčić
Kana Akasaka
Anna Baduel
Camille Gouton
Ayano Tajima
Anna Wiedemann
Nathalie Schmalhofer
Zeno Fusetti
BRATSCHEN
Vincent Aucante
Luke Turrell
Dorothea Hemken
Chaim Steller
Peter Borck
Norbert Tunze
Alice Mura
Katharina Dargel
Matthias Weise
Immo Schaar
Prof. Claudia Bussian
Birgit Weise
Anne Wiechmann-Milatz
David Lau
Ivan Bezpalov
108
GEWANDHAUS
ORCHESTER
Tahlia Petrosian
Anton Jivaev
Ivo Bauer
Marlene Steg-Lehmann
Przemysław Pujanek
Sofia Ugusheva
VIOLONCELLI
Valentino Worlitzsch
Prof. Veronika Wilhelm
Daniel Pfister
Vincent Lo
Gayane Khachatryan
Nicolas Defranoux
Moritz Klauk
Heiko Schumann
Christoph Vietz
Kristin Elwan
Henriette-Luise Neubert
Dorothée Erbiner
Axel von Huene
Michael Peternek
Pedro Pelaez Romero
KONTRABÄSSE
Felix Leissner
Christian Ockert
Karsten Heins
Prof. Burak Marlali
Prof. Waldemar Schwiertz
Tobias Martin
Christoph Krüger
Bernd Meier
Dr. Eberhard Spree
Thomas Stahr
Slawomir Rozlach
Christoph Winkler
Henning Rasche
Jiyoon Yang
FLÖTEN
Cornelia Grohmann
Katalin Kramarics
Judith Hoffmann-Meltzer
Johanna Sigler
Manfred Ludwig
Gudrun Hinze
Tünde Molnár
OBOEN
Henrik Wahlgren
Javier Ayala-Romero
Immaculada Veses
Susanne Wettemann
Thomas Hipper
Camila del Pozo
Gundel Jannemann-Fischer
Amanda Tauriņa
KLARINETTEN
Peter Schurrock
Andreas Lehnert
Matthias Kreher
Edgar Heßke
Ingolf Barchmann
Volker Hemken
FAGOTTE
Prof. David Petersen
Riccardo Terzo
Axel Benoit
Albert Kegel
Thomas Reinhardt
Hans Schlag
Eckehard Kupke
HÖRNER
Ralf Götz
Clemens Röger
Bernhard Krug
Jan Wessely
Jochen Pleß
Juliane Fleischmann
Simen Fegran
Jürgen Merkert
Tobias Schnirring
Christian Kretschmar
Wolfram Straßer
TROMPETEN
Lukas Beno
Gábor Richter
Jonathan Müller
Szabolcs Schütt
Ulf Lehmann
Peter Wettemann
Johann Clemens
Janek Winkler
POSAUNEN
Tobias Hasselt
Tomáš Trnka
Dirk Lehmann
Stefan Wagner
Angus Butt
Tino Mönks
Domenico Catalano
TUBA
Jürgen Bednarz
Niklas Horn
HARFEN
Gabriella Victoria
PAUKEN
Mathias Müller
Marek Stefula
Tom Greenleaves
SCHLAGZEUG
Steffen Cotta
Philipp Schroeder
Johann-Georg Baumgärtel
Wolfram Holl
Severin Stitzenberger
GEWANDHAUSORGANIST
Michael Schönheit
LEITUNG GEWANDHAUS-
CHOR
Gregor Meyer
LEITUNG GEWANDHAUS-
KINDERCHOR UND GEWAND-
HAUSJUGENDCHOR
Frank-Steffen Elster
ORCHESTERVORSTAND
Bernhard Krug
Andreas Seidel
Gunnar Harms
109
Das 110Gewandhausorchester in der Elbphilharmonie in Hamburg
TOURNEEN
Festival-Tournee 2025
Gewandhausorchester
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons
Hilary Hahn Violine
Julia Kleiter Sopran
Christian Gerhaher Bariton
Chor El Orfeón Donostiarra
Chœur de l’Orchestre de Paris
24. AUG 2025 Grafenegg | Wolkenturm
26. AUG 2025 London Proms | Royal Albert Hall
28./29. AUG 2025 San Sebastian | Auditorio Kursaal
30./31. AUG 2025 Santander | Palacio de Festivales de Cantabria
02./03. SEP 2025 Paris | Philharmonie
Programm 1
Arvo Pärt
Cantus in Memory
of Benjamin Britten
—
Antonín Dvořák
Konzert für Violine und
Orchester a-Moll op. 53
—
Jean Sibelius
2. Sinfonie D-Dur op. 43
Programm 2
Felix Mendelssohn Bartholdy
5. Sinfonie d-Moll MWV N 15
(»Reformations-Sinfonie«)
—
Johannes Brahms
Ein deutsches Requiem op. 45
111
TOURNEEN
Herbst-Tournee 2025
Gewandhausorchester
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons
Seong-Jin Cho Klavier
Augustin Hadelich Violine
10./11. NOV 2025 Wien | Musikverein
13. NOV 2025 Eindhoven | Muziekgebouw
14. NOV 2025 Antwerpen | Koningin Elisabethzaal
15. NOV 2025 Luxembourg | Philharmonie
16. NOV 2025 Dortmund | Konzerthaus
17. NOV 2025 Hamburg | Elbphilharmonie
Programm 1
Joseph Haydn
Sinfonie Es-Dur Hob. I:22
(»Der Philosoph«)
—
Felix Mendelssohn Bartholdy
1. Konzert für Klavier und Orchester
g-Moll op. 25 MWV O 7
—
Johannes Brahms
3. Sinfonie F-Dur op. 90
Programm 2
Johannes Brahms
Konzert für Violine und Orchester
D-Dur op. 77
—
Dora Pejačević
Sinfonie fis-Moll op. 41
112
TOURNEEN
Asien-Tournee 2026
Gewandhausorchester
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons
Klaus Florian Vogt Tenor (Siegmund)
Sarah Wegner Sopran (Sieglinde)
Vitalij Kowaljow Bass (Hunding)
Yulianna Avdeeva Klavier
17. MAI 2026 – 02. JUNI 2026
Programm 1
Robert Schumann
1. Sinfonie B-Dur op. 38
(»Frühlingssinfonie«)
—
Richard Wagner
1. Akt aus der Oper »Die Walküre«
WWV 86B
Programm 2
Sergej Rachmaninoff
2. Konzert für Klavier und Orchester
c-Moll op. 18
—
Dmitri Schostakowitsch
10. Sinfonie e-Moll op. 93
Gastspiel in der National Concert Hall, Taipei (Taiwan)
113
Das 114Gewandhausorchester in der Oper Leipzig
OPER LEIPZIG
Das Gewandhausorchester
in der Oper Leipzig
Am Augustusplatz pulsiert das musikalische Herz der Stadt. Dem Gewandhaus
gegenüber steht die Oper Leipzig, wo das Gewandhausorchester auch die Bühnen
der Musiktheater- und Ballettaufführungen mit meisterhafter Präzision zum
Klingen bringt.
Die Oper Leipzig steht in der Tradition von
über 330 Jahren Musiktheater in Leipzig:
1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl
als drittes bürgerliches Musiktheater Europas
nach Venedig und Hamburg eröffnet.
Seit 1840 spielt das Gewandhausorchester
zu allen Vorstellungen der Oper und des
Leipziger Balletts und prägt das künstlerische
Profil des Hauses. Unter der musikalischen
Leitung des neuen Generalmusikdirektors
Ivan Repušić erwartet Sie eine
inspirierte Spielzeit 2025/2026, die mit
spannenden Inszenierungen und musikalischer
Exzellenz aufwartet.
zur Vorweihnachtszeit den Nussknacker des
bulgarischen Choreographen Kaloyan
Boyadjiev auf die Bühne, der nicht nur
durch Tschaikowskis zauberhafte Musik
zum Träumen einlädt. In der Ballett-Premiere
Eurydike wird der unsterbliche Orpheus-Mythos
neu erzählt und mit Musik
u. a. von Henryk Górecki auch zum musikalischen
Highlight.
SAISONHÖHEPUNKTE
SA — 19 UHR
11. OKT 2025
PREMIERE
Falsta
Giuseppe Verdi
Mit Giuseppe Verdis letzter Oper Falstaff
gibt Ivan Repušić seinen Einstand als neuer
Generalmusikdirektor. Ein weiterer Höhepunkt
der Saison ist die Uraufführung der
Oper Coming Up for Air, die der in Leipzig
beheimatete Komponist Bernd Franke für
die Oper Leipzig komponiert. Im Rahmen
des Festivals »Lortzing 26« feiert die Freiheitsoper
Regina von Albert Lortzing
Premiere. Die Oper Leipzig widmet das Festival
dem Komponisten, der Leipzigs Musikund
Theaterlandschaft entscheidend prägte.
Das Leipziger Ballett unter der Leitung von
Ballettdirektor Rémy Fichet bringt pünktlich
FR — 19.30 UHR
28. NOV 2025
SA — 19 UHR
14. MRZ 2026
SA — 19 UHR
25. APR 2026
SA — 19 UHR
30. MAI 2026
PREMIERE
Der Nussknacker
Ballett von
Kaloyan Boyadjiev
Musik von
Peter Tschaikowski
URAUFFÜHRUNG
Coming Up for Air
Bernd Franke
PREMIERE
Regina
Albert Lortzing
CHOREOGRAPHISCHE
URAUFFÜHRUNG
Eurydike
Ballett von
Fran Diaz
Musik von
Henryk Górecki u. a.
115
116
THOMAS
KIRCHE
Das Gewandhausorchester
in der Thomaskirche
Der THOMANERCHOR Leipzig und das Gewandhausorchester musizieren seit Jahrhunderten
Seite an Seite und widmen sich bis heute wöchentlich der Kirchenmusik
in der Thomaskirche. Den mehr als 800 Jahre alten THOMANERCHOR Leipzig und
das Gewandhausorchester verbindet somit eine lange, gemeinsame Geschichte.
Seit dem 18. Jahrhundert wirkten Thomaner
regelmäßig bei Gewandhauskonzerten
mit und bildeten gewissermaßen den
Gewandhauschor. Gleichzeitig unterstützten
Musiker des Gewandhauses im Auftrag
der Stadt die Kirchenmusik in den
Leipziger Hauptkirchen St. Thomas und
St. Nikolai. Bis heute sind der Thomanerchor
und das Gewandhausorchester gemeinsam
wöchentlich mit der Freitagsmotette
in Form einer Vesper und mit der
Samstagsmotette mit Aufführung einer
Bach-Kantate zu erleben. Darüber hinaus
gestaltet der Thomanerchor die Musik
in den Sonntagsgottesdiensten und wird
dabei zu hohen kirchlichen Feiertagen
vom Gewandhausorchester begleitet. Höhepunkte
der Zusammenarbeit sind die Aufführungen
von Bachs Weihnachts-Oratorium
und der Passionen im Großen Concert.
Rundfunk- und Fernsehproduktionen
machen die Aufführungen in der Thomaskirche
regelmäßig auch einem internationalen
Publikum zugänglich. Die Aufführungen
in der Thomaskirche werden vom
Thomaskantor geleitet. Seit 2021 ist Andreas
Reize 18. Thomaskantor nach Johann
Sebastian Bach.
Beide Ensembles prägen Leipzigs Ruf als
Musikstadt: Seit den 1950er Jahren treten
sie gemeinsam mit Bachs Werken auf Tourneen
in Europa und weltweit auf.
Alle Jungen mit Freude am Singen ab dem
Kindergartenalter und später sind bei den
Thomanern willkommen.
Informationen rund um den Chor unter:
www.thomanerchor.de
SAISONHÖHEPUNKTE
FR/SA — 19 UHR
07./08. NOV 2025
FR/SA/SO —
19/17/17 UHR
12./13./14. DEZ
2025
DO/FR — 19 UHR
02./03. APR 2026
WÖCHENTLICHE MOTETTEN:
FR — 18 UHR | SA — 15 UHR
mit Bach-Kantate (Thomaskirche)
Johann Sebastian Bach
h-Moll-Messe BWV 232
(Nikolaikirche)
Johann Sebastian Bach
Weihnachts-Oratorium
BWV 248 (I–III, VI)
sowie BWV 110
(Thomaskirche)
Johann Sebastian Bach
Johannes-Passion BWV 245
(Thomaskirche)
ZU DEN KIRCHLICHEN HOCHFESTEN:
SO — 9.30 UHR
Gottesdienst mit Bach-Kantate (Thomaskirche)
117
118
IMPULS
119
Erlebniskonzert »Mit dir weiter«
Musik entdecken
Musik eröffnet Welten und verbindet. Wir möchten unseren immensen musikalischen
Schatz mit noch mehr Menschen teilen – in unseren Konzerten wie im Workshop-
Angebot. Mit drei ConFusion-Konzerten und Community Music im Stadtteil setzen wir
neue Schwerpunkte.
Der erste Eindruck ist oft entscheidend.
Um den ersten Kontakt mit unseren großartigen
Ensembles, dem Gewandhausorchester
oder den Gewandhauschören
möglichst eindrucksvoll zu gestalten,
gehen wir in all unseren Formaten auf
unser jeweiliges Publikum ein – für einzigartige
und unvergessliche Konzerterlebnisse
und Begegnungen.
Geschichten über Geschichten
In den spielerischen Zwergenkonzerten
erleben Vorschulkinder unsere Ensembles
hautnah und interaktiv. Malte Arkona nimmt
uns in den Familienkonzerten mit auf musi-
kalische Entdeckungsreise und trifft dabei
auf das Gewandhausorchester, die Orgel
oder den GewandhausKinderchor. Auf
eine besonders weite Reise verschlägt es
uns in der Orchestererzählung »Alice im
Wunderland« als Live-Hörspiel. Unsere
Erlebniskonzerte mit Musikerinnen und
Musikern des Gewandhausorchesters
bringen Geschichten mit Musik und
Theater zum Leben: Bodecker & Neander
erforschen die »Magie der Stille«, in
»Aschenputtel räumt auf« sucht die Heldin
zur Musik Rossinis hartnäckig nach ihrem
Prinzen, und »Keloglan und die 40 Räuber«
erleben wilde Abenteuergeschichten.
120
IMPULS
Out of the box
Ein Konzert im Museum? Oder draußen
im Stadtteil? Wir erkunden voller Neugier
ganz unterschiedliche Orte in Leipzig – und
laden zum Entdecken unserer Musik ein!
Die Unterwegs-Konzerte bringen klassische
Musik in ungewohnter Umgebung zum Klingen
und rücken unsere Musik in neues Licht.
ConFusion-Konzerte verbinden klassische
Musik mit anderen Kunstformen. Sie führen
zusammen, was scheinbar getrennt war: Im
Konzert mit Aftershow geht der Abend nach
einem eindrucksvollen Konzerterlebnis mit
großem Orchester noch weiter – mit DJ
im Foyer. Poetry Slam trifft auf die berühmte
Musik aus Bizets Carmen: Wir nehmen
Beziehungsmodelle in den Blick. Und Mikis
Takeover! Ensemble vollführt die Kunst des
Crossovers zwischen Klassik und Pop.
eingeladen, sich in das CLASH!?-Konzert
mit dem GewandhausKinderchor einzubringen.
Projekt und Konzert richten sich
an alle ab Klassenstufe 8.
Bei den Probenbesuchen im Großen Saal
können Gruppen das Gewandhausorchester
beim Arbeiten erleben. Wer lieber selbst
Orchesterinstrumente ausprobieren möchte,
ist beim Instrumentenkosmos richtig.
In Künstlergesprächen zu Kammermusikkonzerten
oder beim Nachklang nach
Großen Concerten kommt unser Publikum
in Austausch mit Musikerinnen und
Musikern; Gäste aus ganz unterschiedlichen
Disziplinen wagen einen Perspektivwechsel
auf das Konzertprogramm.
SAISONHÖHEPUNKTE
Treffpunkt Musik
Kultur lebt von Begegnung und Austausch.
Und so startete im Januar 2025 das Community-Music-Projekt
des Gewandhauses
in Kooperation mit dem Haus Steinstraße
e. V. in Grünau. Daran anknüpfend geht das
Teilhabe-Projekt in dieser Saison weiter:
Über Musik und Tanz treten wir miteinander
in den kreativen Austausch. Für die
Teilnahme sind keine besonderen Voraussetzungen
erforderlich. Wir freuen uns auf
alle, die ihre unterschiedlichen Erfahrungen,
Wünsche und Interessen einbringen.
CLASH!? öffnet die Bühne für Wünsche,
Träume, Gefühle und Missverständnisse
aller Art: In künstlerischen Workshops
finden Jugendliche neue Ausdrucksformen
und Unterschiede treffen aufeinander.
Zum Abschluss sind die Jugendlichen
SO — 11 UHR
19. OKT 2025
16. NOV 2025
15. MRZ 2026
SA — 16 UHR
22. NOV 2025
DO — 19.30 UHR
19. MRZ 2026
SO — 11 UHR
22. MRZ 2026
DO — 19 UHR
16. APR 2026
FAMILIENKONZERTE
mit Malte Arkona Moderation
dem Gewandhausorchester,
Gewandhausorganist Michael
Schönheit und dem Gewandhaus-
Kinderchor
ERLEBNISKONZERT
Die Magie der Stille
mit Bodecker & Neander
POETRY SLAM KONZERT
»Carmen«
mit dem Gewandhausorchester
und Poetry Slammern
unter Johanna Malangré
ALICE IM WUNDERLAND
Live-Hörspiel
mit dem Gewandhausorchester
unter Johanna Malangré
C L A S H ! ?
mit Leipziger Jugendlichen und
dem GewandhausKinderchor
121
Gewandhaus-Quartett
122
KAMMER
MUSIK
155 123
KAMMER
MUSIK
Kammermusik
im Gewandhaus
Wie das Spiel in Oper und Kirche gehört auch die Kammermusik zu den Jahrhunderte
alten, einzigartigen Traditionen des Gewandhausorchesters. Das 1808 begründete Gewandhaus-Quartett
und das seit über 100 Jahren bestehende Gewandhaus-Bläserquintett
zählen zu den langlebigsten Formationen ihrer Art. Im Wechsel mit dem Gewandhaus
Brass Quintett, dem Gewandhaus-Oktett und weiteren Ensembles aus den Reihen
des Orchesters bestreiten sie die sonntäglichen Gewandhaus-Kammermusiken.
Das Grieg Quartett Leipzig, das sich ebenfalls
aus dem Gewandhausorchester heraus
gegründet hat, sucht häufig den Brückenschlag
zu bildenden Künsten und Literatur.
Im Oktober gestaltet es gemeinsam mit dem
Schauspieler Dominique Horwitz und der
Pianistin Tonya Lemoh einen musikalischliterarischen
Abend mit Kompositionen aus
dem Leipziger Umfeld der Australierin Henry
Handel Richardson, die gegen Ende des
19. Jahrhunderts am hiesigen Konservatorium
studierte. Dominique Horwitz liest
Passagen aus ihrem Roman Maurice Guest,
in den einzigartige Zeitzeugnisse und authentische
Eindrücke aus Leipzigs Musikleben
jener bewegten Jahre einflossen.
Traditionell treten die Stimmführer der
Streicher des Gewandhausorchesters in den
Kammermusikreihen auf; allen voran alternierend
die Konzertmeister der ersten Violinen.
Sebastian Breuninger gestaltet einen
Abend mit Violinsonaten von Mozart,
Schubert und Carl Philipp Emanuel Bach,
stilecht am Hammerflügel begleitet von
Gewandhausorganist Michael Schönheit,
der seine Expertise im Spiel historischer
Tasteninstrumente einbringt. Solo-Cellist
Valentino Worlitzsch ist in dieser Kammermusik-Saison
gleich mehrfach zu erleben –
unter anderem im Duo-Rezital mit der
Pianistin Elisabeth Brauß und Werken von
Beethoven, Britten und Schostakowitsch.
Welch ein Privileg, die herausragenden
Instrumentalistinnen und Instrumentalisten,
die den Klang des Orchesters prägen, engagiert
mit Kammermusik zu erleben und
ihre virtuosen und gestalterischen Qualitäten
individuell auf der publikumsnahen
Bühne des Mendelssohn-Saals wahrnehmen
zu dürfen!
Einen besonders prominenten Gast empfängt
das Gewandhaus-Oktett bei seinem
Kammermusik-Abend im April: Der im
Großen Concert als Wagner-Tenor glän-
124
von links nach rechts:
Gewandhaus Brass Quintett
Gewandhaus-Bläserquintett
Gewandhaus-Oktett
KAMMER
MUSIK
zende Klaus Florian Vogt zeigt im Mendelssohn-Saal
seine Qualitäten als Liedsänger.
Der berühmte Zyklus Die schöne
Müllerin entfaltet überraschende Facetten
in der feinsinnigen Bearbeitung, die
Andreas N. Tarkmann dem Klaviersatz
von Franz Schubert mit viel Sinn für die
besondere Streicher-Bläser-Besetzung
abgelauscht hat.
Die Anfänge des Gewandhaus-Quartetts
sind mit Beethovens Meisterwerken
verknüpft. Das Ensemble hat in seiner
Geschichte bereits mehrere Beethoven-
Zyklen auf Tonträger vorgelegt und dem
Leipziger wie dem internationalen Publikum
dargeboten. In dieser Spielzeit widmet
das mit dem Beethoven-Preis der Stadt
Bonn ausgezeichnete Ensemble um Primarius
und Konzertmeister Frank-Michael
Erben den Streichquartetten Beethovens
gleich mehrere Konzerte.
SAISONHÖHEPUNKTE
SO — 18 UHR
19. OKT 2025
SO — 18 UHR
23. NOV 2025
08. MRZ 2026
10. MAI 2026
SO — 18 UHR
11. JAN 2026
SO — 18 UHR
01. FEB 2026
SO — 18 UHR
26. APR 2026
MUSIKALISCH-
LITERARISCHER ABEND
mit dem Grieg Quartett,
Dominique Horwitz u. a.
BEETHOVENS-
STREICHQUARTETTE
mit dem Gewandhaus-Quartett
DUO-REZITAL
Sebastian Breuninger
mit Michael Schönheit
Werke von
Schubert, Mozart, C. P. E. Bach
DUO-REZITAL
Valentino Worlitzsch
mit Elisabeth Brauß
Werke von
Beethoven, Schostakowitsch u. a.
LIEDERZYKLUS
Klaus Florian Vogt und
das Gewandhaus-Oktett
mit Schuberts
»Die schöne Müllerin«
125
Juilliard String Quartet
Leonkoro Quartett
126
QUARTETT
GESELLSCHAFT
155 127
QUARTETT
Quartettgesellschaft
Eine besondere Reihe mit langer Tradition am Gewandhaus ist die 2015 neubelebte
Quartettgesellschaft, die traditionell vom Gewandhaus-Quartett gestaltet wird. Seit
vielen Jahren ergänzen Gastauftritte von Streichquartettensembles aus aller Welt
die Abo-Reihe. Junge, aufstrebende Ensembles finden hier ebenso ihren Platz wie
prominente, traditionsreiche Streichquartette.
Im Jahr 1808 gründeten Gewandhaus-
Konzertmeister August Matthäi und seine
Orchesterkollegen Bartolomeo Campagnoli,
Johann Georg Hermann Voigt und
Johann Friedrich Dotzauer mit der Quartettgesellschaft
»eine Anstalt, die vielleicht
die erste in dieser Art in ganz Deutschland
war und auch bis jetzt nur in wenig Städten
eingeführt ist«, so Zeitgenosse Carl
Ferdinand Becker im Jahr 1835 über das
erfolgreiche Projekt, dessen Konzerte
zunächst im Saal des Hôtel de Saxe stattfanden.
Das Gewandhaus-Quartett, das sich einst
zur Veranstaltung regelmäßiger Kammermusikkonzerte
zusammenfand, sich in seiner
Besetzung über Generationen hinweg
immer wieder erneuerte und dabei seine
Arbeit über 200 Jahre hinweg kontinuierlich
fortsetzte, ist weiterhin fester Bestandteil
der Quartettgesellschaft. In dieser Spielzeit
gestaltet das Ensemble in der Reihe
neben einem reinen Beethoven-Programm
einen Abend mit Werken von Mozart und
Franck gemeinsam mit seinem Kammermusikpartner
Bernd Glemser.
Das 2019 um die Brüder Jonathan und
Lukas Schwarz in Berlin gegründete Leonkoro
Quartett hat sich binnen kürzester
Zeit bereits wichtige Musikpreise erspielt,
zuletzt den Young Talent Award des Concertgebouw
Amsterdam. Neben dem Studium
der Kammermusik bei Heime
Müller (Artemis Quartett) an der Musikhochschule
Lübeck studiert das Quartett
seit 2020 bei Günter Pichler (Primarius
des Alban Berg Quartetts) am Kammermusikinstitut
der Escuela Superior de
Música Reina Sofía Madrid. Im Gewandhaus
präsentieren die jungen Künstlerinnen
und Künstler Ravels F-Dur-Streichquartett
und das einzige Streichquartett
der niederländischen Komponistin Henriëtte
Bosmans.
Ebenfalls ein Gewandhaus-Debüt gibt
das Juilliard String Quartet. Als ständiges
Residenzquartett an der New Yorker Juilliard
School machte sich das Ensemble um
die Ausbildung junger Musikformationen
verdient, hob vor allem zahlreiche Werke
amerikanischer Komponisten aus der Taufe
und legte über 100 CD-Veröffentlichungen
vor. Im Gewandhaus präsentieren die
vier Musikerinnen und Musiker Werke von
Beethoven und vom ehemaligen Gewandhauskomponisten
Jörg Widmann, der sich
in mehreren Studien mit Beethoven auseinandersetzte.
128
Jerusalem Quartet
Neben diesen Debüts kehren das Quatuor
Danel und das Jerusalem String Quartet
ans Gewandhaus zurück. Das Jerusalem
String Quartet feiert 2025 sein 30-jähriges
Bestehen. Gemeinsam mit der russischen
Pianistin Elisabeth Leonskaja
widmet sich das Ensemble der Quintettliteratur
von Johannes Brahms und
Antonín Dvořák.
Das Quatuor Danel präsentierte in den
letzten Jahren gleich zwei komplette Zyklen
von Schostakowitschs Streichquartetten,
deren im Gewandhaus produzierte
Aufnahmen inzwischen mit mehreren
Preisen prämiert wurden. Gemeinsam mit
dem kanadischen Pianisten und Komponisten
Marc-André Hamelin musiziert das
Ensemble nun Quintette von Schostakowitsch,
dessen Freund Mieczysław Weinberg
und Alfred Schnittke.
Im Anschluss an die Konzerte des Leonkoro
Quartett und des Juilliard String
Quartet laden wir ein zum Künstlergespräch
im Leo-Schwarz-Foyer.
KONZERTTERMINE
SO — 18 UHR
28. SEP 2025
SO — 18 UHR
30. NOV 2025
SO — 18 UHR
18. JAN 2026
SO — 18 UHR
15. FEB 2026
SO — 18 UHR
19. APR 2026
SO — 18 UHR
17. MAI 2026
GEWANDHAUS-QUARTETT
Streichquartette von
Beethoven
LEONKORO QUARTETT
Streichquartette von
Bosmans, Mendelssohn
und Ravel
GEWANDHAUS-Q UA R T E T T
UND BE R N D GLEMSER Klavier
Werke von
Mozart und Franck
JERUSALEM QUARTET UND
ELISABETH LEONSKAJA
Klavier
Quintette von
Brahms und Dvořák
JUILLIARD STRING
QUARTET
Streichquartette von
Beethoven und Widmann
QUATUOR DANEL UND
MARC-ANDRÉ HAMELIN
Klavier
Quintette von
Schostakowitsch, Weinberg
und Schnittke
129
130 Daniil Trifonov
KLAVIER
–
RE Z ITAL
131
Lucas und Arthur Jussen
Rezitale und Klavierabende
Im Zentrum der Rezitale stehen zwei interpretatorische Herkulesaufgaben: Matthias
Goerne und Daniil Trifonov präsentieren die drei großen Liederzyklen von Franz
Schubert, und Sir András Schiff nimmt sich Bachs Clavierübungen vor – beides jeweils
innerhalb einer Woche.
Wenige Werke gab Johann Sebastian Bach
zu Lebzeiten in Druck – allen voran die in
Anlehnung an gleichnamige Sammlungen
seines Leipziger Amtsvorgängers Johannes
Kuhnau sogenannten Clavierübungen. Mit
»Clavier« sind alle Instrumente gemeint,
deren Töne durch eine Klaviatur mit Tasten
(Claves) hervorgerufen werden. Bach wollte
der Öffentlichkeit und Nachwelt ein mustergültiges
Kompendium aller Gattungen und
Stile, Satz- und Spieltechniken übergeben,
alle in gängigen Stimmungen darstellbaren
132
KLAVIER
R E Z I T A L
Tonarten sollten vertreten sein und alle
klanglichen Möglichkeiten der jeweiligen
Instrumente ausgeschöpft werden. So versammelt
der erste, 1731 gedruckte Teil sechs
Tanz-Suiten für »Kenner und Liebhaber«.
Der zweite transferiert die italienische
Gattung des Konzerts und eine typische
französische Ouvertüre aufs Tasteninstrument.
Mit der Orgelmesse des dritten Teils
eröffnet Gewandhausorganist Michael
Schönheit im September die Orgelreihe. Die
Goldberg-Variationen (1741) wurden posthum
als vierter Teil den Clavierübungen
zugeschlagen, und mit der Kunst der Fuge
beschließt ein zyklisches Musterbuch für
Kontrapunkt Bachs Schaffen und die gedankliche,
gestalterische und pianistische Meisterleistung,
die András Schiff vollbringen
wird, wenn er vier dieser Sammlungen innerhalb
von nur sieben Tagen darbietet.
Ähnlich ambitioniert mag es erscheinen,
Franz Schuberts Liederzyklen in Gesamtschau
erlebbar zu machen. Mit Matthias
Goerne und Daniil Trifonov ermöglichen
uns zwei herausragende Interpreten und
bestens aufeinander eingestimmte Partner
das intensive Eintauchen in die hochromantischen
Welten dieser Musik. Die Winterreise
und Die schöne Müllerin hat der Komponist
selbst für den Druck zusammengestellt, als
dritter Liederzyklus wurden nach seinem
frühen Tod Rellstab- und Heine-Lieder unter
dem verkaufsfördernden Titel Schwanengesang
zusammengefasst.
Zwei außergewöhnliche Klavierduo-Abende
bescheren uns die Brüder Lucas und Arthur
Jussen sowie die nurmehr äußerst selten live
zu erlebende Grande Dame Martha Argerich
mit der deutsch-italienischen Ausnahmepianistin
Sophie Pacini. Beide Paare durchmessen
kühn die klassische, romantische
und moderne Klavierduo-Literatur von den
vierhändigen Sonaten Mozarts über das virtuose
Repertoire Liszts und Rachmaninoffs
bis hin zu Bunten Blättern, die Jörg Widmann
für Lucas und Arthur Jussen schrieb.
Die Stücke des vormaligen Gewandhauskomponisten
machen ihrem Namen alle
Ehre und schweifen spielerisch-humorvoll
zur Zirkusmusik ebenso wie zur Fanfarenund
Walzer-Parodie.
Besonders freut uns, dass der große Tastenmagier
Grigory Sokolov einmal mehr im
Gewandhaus seine legendäre, geradezu
heilige Feier der Tonkunst zelebriert, in der
jedes einzelne der erlesenen Werke, ja jeder
einzelne Ton zum einmaligen, unvergleichlichen,
tief bewegenden Erlebnis wird.
SAISONHÖHEPUNKTE
DI/DO/SA — 19.30 UHR
18./20./22. NOV
2025
SO — 19.30 UHR
05. OKT 2025
SA — 19.30 UHR
18. APR 2026
MI — 19.30 UHR
06. MAI 2026
DO/SA/DI —
20/16/17 UHR
11./13./16. JUN
2026
SCHUBERTS
LIEDERZYKLEN
mit Matthias Goerne Bariton
und Daniil Trifonov Klavier
KLAVIER DUO
Lucas und Arthur Jussen
sowie Martha Argerich und
Sophie Pacini präsentieren
Klavierduos von Mozart,
Schumann, Liszt, Brahms,
Debussy, Rachmanino ,
Schostakowitsch und
Widmann
KLAVIER SOLO
mit Grigory Sokolov
BACHS CLAVIER-
ÜBUNGEN
mit Sir András Schi
133
134
ORGEL
135
Gewandhausorganist
Michael Schönheit
Seit 40 Jahren ist Michael Schönheit als Gewandhausorganist im Amt. Ihm ist zu verdanken,
dass die Schuke-Orgel im Großen Saal Woche um Woche mit facettenreichem
Repertoire ihr Publikum zum Staunen, Schwelgen und Entdecken einlädt.
Traditionell orientieren sich die Eckpfeiler
der Orgelspielzeit am Kirchenjahr:
Das Reformationsfest begehen wir 2025
mit Luthers Deutscher Messe, der Johann
Sebastian Bach im Dritten Theil der Clavierübung
ein Kompendium seiner Choralbearbeitungskunst
angedeihen ließ, eingefasst
vom großartigen Präludium-Fugen-
Paar in Es-Dur BWV 552. Die »großen«
und »kleinen« Fassungen der Choralbearbeitungen
sind wie geschaffen für
die beiden Geschwisterinstrumente im
Großen Saal des Gewandhauses: die
prächtige Schuke-Orgel und das vielseitige
Kleinod der Firma Wegscheider.
Das Osterfest und den Buß- und Bettag
zelebrieren wir mit oratorischen Werken
Johann Sebastian Bachs. Für das jubelnde
Oster-Oratorium stoßen das Collegium Vocale
Leipzig und die auf historischen
Ins trumenten musizierende Merseburger
Hofmusik hinzu, ebenso für die fragmenta-
136
ORGEL
risch erhaltene Markus-Passion, die Steffen
Schleiermacher musikalisch und Christian
Lehnert textlich im Auftrag des Bachfests
kongenial ergänzt haben. Seit der Uraufführung
mit denselben Ensembles 2016 sorgt
der eindringliche Dialog alter und neuer
Musik im Zeichen der Leidensgeschichte
Christi international für Furore. Nun ist
Nach Markus.Passion erstmals im Gewandhaus
live zu erleben.
Das Pfingstfest verbindet sich in Leipzig
mit der faszinierend bunten »schwarzen
Szene« des Wave-Gotik-Treffens, für die
wir gemeinsam mit dem GewandhausChor
ein experimentelles Programm entwickelt
haben.
Mit großer Dankbarkeit erfüllt es mich, im
April 2026 auf 40 erfüllende, musikalisch
unendlich reiche Dienstjahre als Gewandhausorganist
zurückblicken zu dürfen. Die
sinfonische Orgelmusik, in der unsere
einzigartige Schuke-Orgel im Großen Saal
all ihre Qualitäten zur Schau stellen kann,
lag mir stets besonders am Herzen, und so
stehen deren deutsche und französische
Hauptvertreter Franz Liszt und Charles-
Marie Widor ganz oben auf meiner Jubiläumsgästeliste.
Dass wir meinen Amtsvorgänger
Matthias Eisenberg wieder als Gast
in unserer Orgelkonzertreihe begrüßen
dürfen, ist in diesem Kontext besonders
beglückend.
Das ebenfalls schon zur Tradition verstetigte
Orgelkonzert zum Bachfest stellt
dem berühmtesten Thomaskantor 2026
seinen großen Verehrer César Franck zur
Seite. Neben der Gestaltung der Orgelkonzertreihen
und der Auftritte im Großen
Concert ist mir besonders die Kammermusik
mit den Kolleginnen und Kollegen
des Orchesters und das Heben weniger bekannter
Repertoire-Schätze für Cembalo,
klassischen und romantischen Flügel ein
Anliegen.
In der Hoffnung, Ihnen mit dieser erlesenen
Mischung lohnender Raritäten und
berühmter Meisterwerke reichlich Anlass
für Konzertbesuche zu geben, freue ich
mich auf viele inspirierende Begegnungen
im Zeichen der unerschöpflichen Reichtümer
der Musik für Tasteninstrumente.
SAISONHÖHEPUNKTE
SO — 16 UHR
21. SEP 2025
FR — 15 UHR
31. OKT 2025
MI — 19.30 UHR
19. NOV 2025
SO — 19.30 UHR
05. APR 2026
SA — 19.30 UHR
25. APR 2026
SO — 19.30 UHR
24. MAI 2026
Michael Schönheit
ORGELSTUNDE
mit Matthias Eisenberg
Werke von
Scarlatti, Bach und Rheinberger
sowie freie Improvisationen
ORGELKONZERT
ZUR REFORMATION
mit Liene Andreta Kalnciema
Werke von
Bach und lettischen Komponisten
KO N Z E R T
ZUM BUß- & BETTAG
Bachs Markus-Passion in der
Version von Ste en Schleiermacher
KO N Z E R T
ZUM OSTERFEST
Werke von
Bach
40 JAHRE GEWANDHAUS-
ORGANIST
Werke von
Liszt, Bach und Widor
ORGELKONZERT
ZU PFINGSTEN
mit Michael Schönheit und
dem GewandhausChor
Werke von
Bach, Pärt, Boney M u. a.
137
138 GewandhausChor
CHÖRE
139
GewandhausJugendchor
»Das wird spannend«
GewandhausChor-Leiter Gregor Meyer und Frank-Ste en Elster, Leiter des GewandhausKinderchores
und des GewandhausJugendchores, im Gespräch über die Chorsaison
2025/2026.
Gregor Meyer: Lieber Frank-Steffen, auch
in der nächsten Spielzeit freue ich mich
auf die gemeinsame Arbeit mit dir beim
Weihnachtskonzert der Gewandhauschöre.
Mein Kalender verrät mir, dass wir außerdem
aber noch ein zweites gemeinsames
Projekt planen. Die Mendelssohn-Festtage
warten auf uns. Verrätst du mehr?
Frank-Steffen Elster: Der Gewandhaus-
Jugendchor und der GewandhausChor werden
gemeinsam auf der Bühne stehen und
zwei Mendelssohn-Bearbeitungen von Andreas
N. Tarkmann aufführen – die Jahresbilder
und die Walpurgisnacht. Das wird spannend.
Gregor Meyer: Außerdem hast du ein interessantes
Programm für den GewandhausJugendchor
konzipiert …
Frank-Steffen Elster: Die Liebe ist die Triebfeder
vieler Dinge. Wir beleuchten im Programm
Von der Liebe die Facetten, in denen
sie sich ausdrückt – Liebe zwischen zwei
Menschen, Liebe zur Natur, Liebe zur
Mutter, zu den Eltern, göttliche und reli giöse
Liebe ... Es wird ein vielfältiges und
hoffentlich ein sehr positives Programm.
Gregor Meyer: Liebevoll im wahrsten Sinne
des Wortes …
140
CHÖRE
Frank-Steffen Elster: Genau. Liebevoll
gestaltest auch du deine Programme und
ich freue mich, dass wir immer wieder
Themen finden, denen wir uns noch nicht
gewidmet haben. Deine »Liebe« verschlägt
dich nun ins Baltikum …
Gregor Meyer: Astonishing Estonia ist der
Titel unserer Saisonabschlusskonzerte.
Damit werden wir im Juni im Museum
der bildenden Künste gastieren. Chorwerke
Arvo Pärts, der in den nächsten zwei Spielzeiten
Gewandhauskomponist ist, bilden
den Kern des Programms. Ergänzt wird es
mit Musik seiner Landesgenossen Veljo
Tormis und Cyrillus Creek. Für dieses
Projekt haben wir zwei fantastische Musiker
eingeladen. Das Duo Stiehler/Lucaciu
wird die Musik in improvisierender Weise
mit Saxophon und Klavier kommentieren
und gemeinsam werden wir klanglich den
fantastischen Museumsraum erobern.
Doch was hast Du mit dem Gewandhaus-
Kinderchor in dieser Saison vor? Was genau
verbirgt sich hinter dem Titel Erde,
Wasser, Luft und Feuer?
Frank-Steffen Elster: Namensgebend ist
ein Stück, das Walter Zoller komponieren
wird. Es entsteht auf Basis von Ideen des
indischen Musikers Dinesh Mishra. Er
wird das Konzert auch mitgestalten, denn
er spielt Bansuri, eine indische Querflöte.
Es wird ein performatives Programm, in
dem wir mit Konzertgewohnheiten brechen
– wir wollen mit der Choraufstellung,
aber auch mit der Publikumsplatzierung,
mit Licht und Raum spielen. Der Klang der
Elemente wird visualisiert und spürbar.
Mein Herzensprojekt der Saison ist aber
die Wiederaufnahme der Kinderoper Von
Zwergen, Riesen und Kindern. Die Musik
stammt aus meiner Feder und ich freue
mich riesig, dass wir uns diesem Werk in
einer Neuinszenierung von Philipp Neumann
noch einmal stellen. Ich glaube,
dass bei den Aufführungen Kinder und
Jugendliche wieder viel Freude haben
werden – sowohl auf der Bühne als auch
im Publikum.
SAISONHÖHEPUNKTE
SA — 18 UHR
25. OKT 2025
SA — 16 UHR
08. NOV 2025
SO — 18 UHR
03. MAI 2026
SA/SO — 16 UHR
30./31. MAI
2026
SO — 19/21.30 UHR
20. JUN 2026
ERDE, WASSER, LUFT
UND FEUER
mit dem GewandhausKinderchor
Werke von
Zoller, Rutter, Orban u. a.
ES LACHT DER MAI?
mit dem GewandhausJugendchor
und dem GewandhausChor
Bearbeitungen nach Werken von
Mendelssohn
VON DER LIEBE
mit dem GewandhausJugendchor
Werke von
Weyrauch, Brahms, Dowland u. a.
VON ZWERGEN, RIESEN
UND KINDERN – SZENISCHE
PRODUKTION
mit dem GewandhausKinderchor
Kinderoper von
Frank-Ste en Elster
ASTONISHING ESTONIA
mit dem GewandhausChor
Werke von
Pärt, Creek und Tormis
141
142 Reinhard Goebel
ALTE
MUSIK
143
A L T E
MUSIK
Bachs Meisterwerke und
ihre Wurzeln entdecken
Das Neue Bachische Collegium Musicum ö net das Ohr r Musik vor 1800: Geleitet
und kommentiert von Reinhard Goebel erleben Sie Meisterwerke der Alten Musik in
ihrem historischen Kontext. In dieser Spielzeit sind Johann Sebastian Bachs sechs
Brandenbur sche Konzerte Ausgangspunkt eindringlicher und erhellender musikalischer
Entdeckungsreisen.
Johann Sebastian Bach sprach die Fürsten
seiner Zeit eher selten an: 1747 dedizierte
er dem preußischen König ein Musicalisches
Opfer, 1734 dem sächsisch-polnischen
Herrscher August III Kyrie und Gloria der
späteren h-Moll-Messe und 1721 »son Altesse
Royale« Christian Ludwig von Brandenburg,
dem jüngsten Sohn des Großen
Kurfürsten, »Six Concerts avec plusieurs
instruments«, denen man im 19. Jahrhundert
die Bezeichnung Brandenburgische
Konzerte gab.
Während Ruhm und Bekanntheit des Widmungsträgers
heute überschaubar sind,
bekommen die Melomanen weltweit glänzende
Augen und offene Ohren, wenn von
den Brandenburgischen Konzerten die Rede
ist: glanzvoller Höhepunkt des barocken
Konzerts, entstanden nicht in Versailles,
St. James oder Charlottenburg, sondern
unter der Tutelage politisch machtloser
Duodez-Fürsten in den mitteldeutschen
Mini-Residenzen Weimar und Köthen.
Warum Bach dem Markgrafen Christian
Ludwig die im März 1721 signierte Wid-
mungspartitur zuschickte, was genau
Fürst und Komponist miteinander verband,
wird nicht mehr zu klären sein. Allgemeiner
Konsens hingegen ist, dass Bach bei der
Zusammenstellung des Zyklus auf ältere
Kompositionen zurückgriff und diese ein
wenig aufpolierte – worüber wir in den
Vorworten der Abendprogramme ausführlich
berichten werden.
Die Konzerte stellen in ihrer jeweils wechselnden
Besetzung die Möglichkeiten mitteldeutscher
Hofkapellen nach 1700 unter
Beweis, in denen jeder Musiker verschiedene
Instrumente zu beherrschen hatte, sodass
mit allenfalls zehn Instrumentalisten
ein Feuerwerk der Klangfarben inszeniert
werden konnte.
Lediglich das Konzert Nr. 5 ist auf die
beschränkten personellen Möglichkeiten
der berlinisch-markgräflichen Kapelle hin
neu komponiert. Dieses somit jüngste
Werk ist das erste Klavierkonzert der
Musikgeschichte und zugleich das einzige
Werk des Zyklus mit erkennbarer Ausstrahlung
in die Zukunft: Es ist musikali-
144
A L T E
MUSIK
Neues Bachisches Collegium Musicum mit Reinhard Goebel
sches Rokoko weit »avant la lettre«, zugleich
auch Ausgangspunkt für eine kleine
Reihe von Nachfolge-Werken aus der
Feder von Bachs Schülern.
Die fünf Schwesterwerke hingegen werden
mit Werken präsentiert, in denen wesentliche
Details des jeweiligen Bach-Konzerts
vorgeprägt sind. Dabei schweifen wir bisweilen
weit ins 17. Jahrhundert, in die Zeit
von Johann Sebastian Bachs Adoleszenz,
der Zeit seines Wachsens und Werdens
zurück und decken in kriminalistischer
Kleinarbeit ungeahnte Parallelen und versteckte
Liaisons auf. Eingebettet in die
verschiedenen Kontexte hören wir die
Brandenburgischen Konzerte somit als Summe
und Überhöhung alles Vorausgehenden,
als atemraubende, innerhalb eines
Jahrzehnts vollbrachte Weiterentwicklung
jener Vorbilder, die Bach im 1711 in
Amsterdam publizierten L’estro armonico
Opus 3 des Venezianers Antonio Vivaldi
vorfand.
KONZERTTERMINE
SA — 19.30 UHR
04. OKT 2025
28. MRZ 2026
25. APR 2026
BRANDENBURGISCHE KONZERTE
IM KONTEXT I BIS III
mit dem Neuen Bachischen Collegium Musicum
unter Leitung von Reinhard Goebel
SO — 14 UHR
14. JUN 2026
KONZERT IM RAHMEN DES BACHFESTES
mit dem Neuen Bachischen Collegium Musicum
und Mahan Esfahani Cembalo
unter Leitung von Reinhard Goebel
mit Werken von
Scheibe, Krebs u. a.
Reinhard Goebel
145
146 Steffen Schleiermacher
MUSICA
NOVA
147
148 Steffen Schleiermacher und Bratschistin Dorothea Hemken
MUSICA
NOVA
»musica nova« und
Steffen Schleiermacher
Auch in dieser Spielzeit gibt es wieder sechs Konzerte mit neuer und neuester Musik.
Schwerpunkte sind weiterhin nicht Uraufführungen, sondern die Repertoirebildung
aus dem unergründlichen Schatz von Meisterwerken, die in den letzten 120 Jahren
geschaffen wurden und die nach wie vor ein Schattendasein im Musikbetrieb führen.
Es werde Licht …
Gleich das erste Konzert steckt den Rahmen
der ganzen Reihe »musica nova« ab:
Klassische Moderne und Uraufführungen,
regionale Bezüge und Internationalität,
solistische Arbeit und Ensemblemusik.
Wobei das eine das andere nie ausschließt:
Uraufführungen können sich durchaus
auf Komponisten der klassischen Moderne
berufen. Deren Werke wiederum heute
nahezu unbekannt und im Konzertleben
viel zu unterrepräsentiert sind. Komponisten
können ihre lokale Verwurzelung
betonen, aber gleichzeitig Inspiration aus
chinesischer, westafrikanischer oder japanischer
Musik schöpfen. Sie können
ihr Leben an stets dem gleichen Ort verbracht
haben oder ein – oft unfreiwillig –
unstetes vagabundierendes Leben geführt
haben, als Spielball und auch als Opfer
von politischen Zeitläufen. Manche Komponisten
haben eine unverkennbare
Handschrift, einen sofort identifizierbaren
Personalstil, andere brechen immer wieder
zu unbekannten klanglichen Ufern auf.
Spiegelt sich das hörbar in ihrer Musik,
im erklingenden Werk unmittelbar wider?
Wäre das eigentlich wünschenswert? Ist
Musik nicht oft (auch) ein individuelles
biografisches Dokument? Kann sie trotzdem
von zeitlosem Interesse sein? Oder
ist Musik grundsätzlich überzeitlich?
Hören Sie!
KONZERTTERMINE
MI — 19.30 UHR
15. OKT 2025
MI — 19.30 UHR
26. NOV 2025
MI — 19.30 UHR
21. JAN 2026
MI — 19.30 UHR
11. MRZ 2026
MI — 19.30 UHR
29. APR 2026
MI — 19.30 UHR
17. JUN 2026
Steffen Schleiermacher
HANNS EISLER
STEVE REICH &
KARLHEINZ
STOCKHAUSEN
ERWIN SCHULHOFF
CHINA
Werke von
Haas, Chen u. a.
ENSEMBLE
Werke von
Katzer, Yun u. a.
GEORGE CRUMB &
JOHN CAGE
149
150 Salonorchester CAPPUCCINO
SALON
MUSIK
151
Salonorchester CAPPUCCINO
»Das gibt’s nur einmal« –
präsentiert von
Albrecht Winter
Salons cke sind solche, wobei man reden, spielen und ee inken kann …, hieß es schon 1847,
und leider kann man das in den Konzerten des Salonorchesters CAPPUCCINO bis
heute nicht! Allerdings schränkt es den musikalischen Genuss auch nicht ein …
Denn wenn auch oft verächtlich auf Unterhaltungsmusik
geschaut wird, weil hier
nur der zur Phrase abgeschwächte Gedanke,
das lahmgelegte Gefühl, das gesetzte Wort dominierten,
hat das Ensemble keine Not,
wenigstens den guten Schein zu retten und so
zu thun, als seien die gedruckten Noten wirklich
gehaltvolle Musik. Es ist eine spezielle
Melange aus Publikum und Podium, in
der dem Salonorchester CAPPUCCINO
nun schon seit über fünfundzwanzig
Jahren gelingt, im Gewandhaus jenseits
aller Exklusivität musikalische Alltagskultur
zu adeln:
152
KONZERTTERMINE
SA/SO — 16/11 UHR
13./14. SEP
2025
SA/SO — 16/11 UHR
01./02. NOV
2025
SA/SO — 16/11 UHR
03./04. JAN
2026
SA/SO — 16/11 UHR
07./08. FEB
2026
MO — 16 UHR
16. FEB 2026
HIMMEL, HÄFEN,
HORIZONTE
Impressionen in blau
KLEINE BÜHNE F Ü R
GROSSE KLASSIKER
Eine Reverenz an
Felix Mendelssohn Bartholdy
»GLÜCKLICH IST,
WER VERGISST…«
Mit Wiener Klatsch ins
neue Jahr
KÖNIGE DER FREIZÜGIG-
K E I T
Das Operettenimperium
der Gebrüder Rotter
ROSENMONTAGS-
KONZERT
mit dem Neuen-SalonOrchester-
Leipzig
… neun Musiker, die oft wie ein großes
Orchester klingen ...
… Abendkleid und Frack zur Unzeit gegen
jede Etikette ...
… gefällige oder auch provokante Geschichten
um Menschen und Musik ...
… großartige Kunst friedlich neben frechen
Gassenhauern ...
… ein Publikum, das singt, lacht, protestiert
und weint ...
Die Musikerinnen und Musiker um Stehgeiger
und Conférencier Albrecht Winter
bereichern nun in der aktuellen Spielzeit
die Mendelssohn-Festtage und das Jahr
der jüdischen Kultur mit eigenwilligen Geschichten.
Zum weiten Feld menschlicher
Beziehungswirren treten programmatisch
SA/SO — 16/11 UHR
21./22. MRZ
2026
SO — 16 UHR
03. MAI 2026
SA/SO — 16/11 UHR
20./21. JUN
2026
»DER MANN TRIEFT
VON M USI K !«
Musikerfreundschaften
FRÜHLINGSKONZERT
des Salonorchesters
CAPPUCCINO
ZWISCHEN FICHTELBERG
UND KAP ARKONA
»Ka eehaus« in Ostdeutschland
Farbspiele und Erinnerungen an »die guten,
alten Zeiten«. Als besonderes Bonbon bereiten
die CAPPUCCINI dann pünktlich
zu Frühlingsbeginn eine Gala im Flair
der 50er Jahre vor.
Vorhang auf also für das Salonorchester
CAPPUCCINO und die vielgeschmähte
Kunst des Augenblicks: flüchtig, einmalig,
manchmal nachdenklich und sehr oft wenig
ernsthaft.
153
153
SONDERPREISE UND ERMÄSSIGUNGEN
Für alle Eigenveranstaltungen des Gewandhauses zu Leipzig können Sie von
verschiedenen Angeboten profitie en: Nutzen Sie Ihre Gewandhausorchester
Card 20, 50 oder 100, um beim Ticketpreis zu sparen.
Alle Konzertbesucherinnen und -besucher unter 30 Jahren erhalten mit der
KlassikMatch Vorteilscard bereits im Vorverkauf stark vergünstigte Tickets.
Auch Ermäßigungen für Berechtigte stehen zur Verfügung.
Ausgenommen von diesen Vergünstigungen sind Sonderveranstaltungen wie
das Weihnachts-Oratorium und die Passionen zu Ostern in der Thomaski che,
Beethovens 9. Sinfonie zum Jahreswechsel sowie Benefizkonzerte, Festivals
und Kooperationsveranstaltungen.
Für einen kleinen Aufpreis können Sie ein FLEX-Preis-Ticket buchen, das die
Rückgabe Ihres Tickets möglich macht, falls einmal etwas dazwischenkommt.
Detaillierte Informationen zu unseren Sonderpreisen und Ermäßigungen finden
Sie unter:
gewandhausorchester.de/tickets/informationen/
154
KALENDER
155
SEPTEMBER
DEMOKRATIE-WOCHENENDE
DES GEWANDHAUSORCHESTERS
UND SAISONERÖFFNUNG
FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
05. SEP 2025
GROSSES CONCERT
FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT
Demokratie-Konzert
zur Eröffnung der 245. Saison
Gewandhausorchester
Andris Nelsons Dirigent
Hilary Hahn Violine
Arvo Pärt
Cantus in Memory of Benjamin Britten
»DEN RICHTIGEN TON TREFFEN«
Ansprache von Maja Göpel
zum Demokratie-Konzert
Antonín Dvořák
Konzert für Violine und Orchester
a-Moll op. 53
Jean Sibelius
2. Sinfonie D-Dur op. 43
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
S A / S O
GEWANDHAUS
06./07. SEP 2025
DEMOKRATIE
Den richtigen Ton treffen
Diskussionsforen, Workshops, Konzerte mit Musikerinnen
und Musikern des Gewandhausorchesters und Gästen
Eintritt frei
Weitere Informationen in Kürze unter
www.gewandhausorchester.de/demokratie-wochenende-2025/
Hilary Hahn
SA — 18 UHR
GROSSER SAAL
06. SEP 2025
DEMOKRATIE
»Alles gesagt?« LIVE
Jochen Wegner & Christoph Amend
Moderation
Der unendliche ZEIT-Podcast als Spezialausgabe
im Rahmen des Demokratie-
Wochenendes des Gewandhausorchesters
Gesprächspartner ist dieses Mal das Publikum selbst.
In Kooperation mit der ZEIT.
Normalpreis: 16 EUR
156
SEPTEMBER
SO — 11 UHR
GROSSER SAAL
07. SEP 2025
GROSSES CONCERT
FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT
Eröffnung der 245. Saison
Gewandhausorchester
Andris Nelsons Dirigent
Hilary Hahn Violine
Arvo Pärt
Cantus in Memory of Benjamin Britten
Antonín Dvořák
Konzert für Violine und Orchester
a-Moll op. 53
Jean Sibelius
2. Sinfonie D-Dur op. 43
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 10.15 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
11./ 12. SEP 2025
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Andris Nelsons Dirigent
Klaus Florian Vogt Tenor
Auszüge aus Opern von Richard Wagner
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Präsentiert von
STIFTUNG ZUKUNFT GEWANDHAUS ZU LEIPZIG
SA/SO — 16/11 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
13./ 14. SEP 2025
SALONMUSIK
Das gibt’s nur einmal: Himmel, Häfen,
Horizonte – Impressionen in blau
Salonorchester CAPPUCCINO
Albrecht Winter Leitung
Normalpreis: 29/23 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
14. SEP 2025
KAMMERMUSIK
Andris Nelsons
FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT
Arvo Pärt zum 90. Geburtstag
Onutė Gražinytė Klavier
Nathalie Schmalhofer Violine
Valentino Worlitzsch Violoncello
Arvo Pärt
Für Anna Maria. Fröhlich
Fratres (Fassung für Violoncello
und Klavier)
157
SEPTEMBER
Johann Sebastian Bach
Adagio – 1. Satz der Sonate G-Dur
BWV 1027 für Viola da Gamba
(Violoncello) und Cembalo (Klavier)
Arvo Pärt
Für Anna Maria. Nachdenklich
Franz Schubert
Andante con moto – 2. Satz aus dem Trio für
Klavier, Violine und Violoncello Es-Dur D 929
Mieczysław Weinberg
6. Sonate für Klavier op. 73
Arvo Pärt
Für Alina
Scala cromatica – Trio piccolo
für Violine, Violoncello und Klavier
(Deutsche Erstaufführung)
Mieczysław Weinberg
Trio für Klavier, Violine und
Violoncello a-Moll op. 24
Arvo Pärt
Spiegel im Spiegel
(Fassung für Violine und Klavier)
Im Anschluss an das Konzert Gespräch
mit Künstlerinnen und Künstlern des Abends
und Julia Kiefner im Leo-Schwarz-Foyer.
Normalpreis: 17/13 EUR
SO — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
14. SEP 2025
ORGELKONZERT
Eröffnung der Orgelsaison 2025/2026
Michael Schönheit Wegscheider- und Schuke-Orgel
Collegium Vocale Leipzig
Gotthold Schwarz Leitung
Johann Sebastian Bach
Clavierübung Teil III:
Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552
Choralbearbeitungen BWV 669–689
Konzerteinführung mit Michael Schönheit
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 18 EUR
DO/FR/SO — 19.30/19.30/11 UHR
GROSSER SAAL
18./ 19./21. SEP 2025
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Herbert Blomstedt Dirigent
Michael Schönheit Orgel
Franz Liszt
Variationen über »Weinen, Klagen,
Sorgen, Zagen« von J. S. Bach
(Fassung für Orgel S 673)
Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552
Anton Bruckner
9. Sinfonie d-Moll WAB 109
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr (DO/FR) und 10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Präsentiert von LVV Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft
mbH
SO — 16 UHR
GROSSER SAAL
21. SEP 2025
ORGELSTUNDE
Barock – Romantik – Freie Improvisation
Matthias Eisenberg Orgel
Alessandro Scarlatti
11. Toccata für Orgel A-Dur
Johann Sebastian Bach
Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564
Choralbearbeitung »Allein Gott
in der Höh sei Ehr« BWV 662
Joseph Rheinberger
3. Sonate für Orgel A-Dur op. 88
sowie freie Improvisationen
Normalpreis: 8 EUR
158
SEPTEMBER
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
21. SEP 2025
CHÖRE
Misas Latinoamericanas
GewandhausChor
Ensemble Mestizo
David Bermudez Moreno Gitarre
Juan Piminchumo Flöten
Kiko Pedrozo Harfe
Christina Galvez Bombo Leguero
Fernando Chavez Charango
Juan Chuquisengo Klavier
Gregor Meyer Leitung
Adam Sanchez Tenor
Humberto Sagredo Araya
Misa Criolla Venezolana
Ariel Ramírez
Misa Criolla
Normalpreis: 14 EUR
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
25./26. SEP 2025
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Sakari Oramo Dirigent
Leonidas Kavakos Violine
Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzertouvertüre »Die Hebriden« h-Moll
op. 26 MWV P 7 (»Fingals Höhle«)
Konzert für Violine und Orchester e-Moll
op. 64 MWV O 14
Edward Elgar
1. Sinfonie As-Dur op. 55
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Präsentiert von Sparkasse Leipzig
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
28. SEP 2025
QUARTETTGESELLSCHAFT
Gewandhaus-Quartett
Frank-Michael Erben Violine
Yun-Jin Cho Violine
Vincent Aucante Viola
Isang Enders Violoncello
Ludwig van Beethoven
Streichquartett G-Dur op. 18/2
Streichquartett F-Dur op. 135
Streichquartett C-Dur op. 59/3
Normalpreis: 24/20 EUR
Leonidas Kavakos
159
OKTOBER
SA — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
04. OKT 2025
A L T E M U S I K
BRANDENBURGISCHE KONZERTE IM KONTEXT I
Midori
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
02./03. OKT 2025
GROSSES CONCERT
FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT
Gewandhausorchester
Paavo Järvi Dirigent
Midori Violine
Renaud Capuçon Violine
Arvo Pärt
Tabula rasa – Doppelkonzert für zwei Violinen,
Streichorchester und präpariertes Klavier
Sergej Rachmaninoff
2. Sinfonie e-Moll op. 27
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum
PERSPEKTIVWECHSEL ein: Töne ausgraben – zu ältesten
Zeugnissen des Musizierens mit dem Ur- und Frühgeschichte-
Professor und Musikarchäologen Raiko Krauß
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Neues Bachisches Collegium Musicum
Reinhard Goebel Dirigent
Heinrich Ignaz Franz Biber
Trombet- undt musicalischer Taffeldienst
Johann Sebastian Bach
1. Brandenburgisches Konzert F-Dur BWV 1046
Georg Philipp Telemann
Quartett für Blockflöte, Oboe, Violine und
Basso continuo G-Dur
Johann Friedrich Fasch
Sonate für Blockflöte, Oboe, Violine und
Basso continuo B-Dur
Johann Sebastian Bach
2. Brandenburgisches Konzert F-Dur BWV 1047
Normalpreis: 30 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
05. OKT 2025
KAMMERMUSIK
Gewandhaus-Bläserquintett
Katalin Kramarics Flöte
Susanne Wettemann Oboe
Andreas Lehnert Klarinette
Ralf Götz Horn
Albert Kegel Fagott
Peter Furák
Három darab fúvósötösre – Drei Stücke
für Bläserquintett
György Orban
Bläserquintett
Endre Szervánszky
1. Bläserquintett
Sándor Veress
Sonatine für Oboe, Klarinette und Fagott
160
OKTOBER
Ferenc Farkas
Lavottiana
Normalpreis: 17/13 EUR
SO — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
05. OKT 2025
KLAVIERABEND
Lucas & Arthur Jussen Klaviere
Wolfgang Amadeus Mozart
Sonate für Klavier zu vier Händen C-Dur
KV 521
Robert Schumann
Andante und Variationen für zwei Klaviere
B-Dur op. 46
Jörg Widmann
Bunte Blätter für zwei Klaviere
Claude Debussy
Six Épigraphes antiques für Klavier zu
vier Händen
Sergej Rachmaninoff
2. Suite für zwei Klaviere op. 17
Normalpreis: 50/40/35/30/20/6 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
12. OKT 2025
KAMMERMUSIK
Tristan Thery Violine
Kajana Pačko Violoncello
Vita Kan Klavier
Ernst Krenek
Triophantasie op. 63
Johannes Brahms
2. Trio für Klavier, Violine und Violoncello
C-Dur op. 87
Ludwig van Beethoven
Trio für Klavier, Violine und Violoncello
B-Dur op. 97 (»Erzherzog-Trio«)
Normalpreis: 17/13 EUR
MI — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
15. OKT 2025
M U S I C A N O V A
Hanns Eisler
Ensemble Avantgarde
Steffen Schleiermacher
Klavier/Leitung/Moderation
Hanns Eisler
1. Suite für Septett op. 92a (Variationen
über amerikanische Kinderlieder)
Variationen für Klavier
Verleihung des Internationalen Hanns-Eisler-
Stipendiums der Stadt Leipzig 2026 und
Aufführung einer Komposition des Stipendiaten/der
Stipendiatin
Shasha Chen
(Stipendiatin des Internationalen Hanns-Eisler-
Stipendiums der Stadt Leipzig 2025)
Neues Werk (Uraufführung)
Normalpreis: 14 EUR
Lucas und Arthur Jussen
161
OKTOBER
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
16./ 17. OKT 2025
GROSSES CONCERT
FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT
Gewandhausorchester
David Robertson Dirigent
Kirill Gerstein Klavier
Igor Strawinsky
Konzert für Klavier und Blasinstrumente
Maurice Ravel
Konzert für Klavier und Orchester D-Dur
(»Klavierkonzert für die linke Hand«)
Arvo Pärt
Nekrolog für Orchester op. 5
Leonard Bernstein
Symphonic Dances from West Side Story
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum
NACHKLANG ein: Kommen Sie ins Gespräch mit Musikerinnen
und Musikern des Gewandhausorchesters.
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Präsentiert von DHL
SO — 11 UHR
GROSSER SAAL
19. OKT 2025
FAMILIENKONZERT
Auf nach New York!
Gewandhausorchester
David Robertson Dirigent
Malte Arkona Moderation
Leonard Bernstein
Symphonic Dances from West Side Story
Normalpreis: 20 EUR
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig
Die ersten 200 Kinder haben freien Eintritt dank der
Stadtbau AG.
SO — 16 UHR
GROSSER SAAL
19. OKT 2025
ORGELSTUNDE
Bach und Guilmant
Michael Schönheit Orgel
Alexandre Guilmant
Marche funèbre et chant séraphique op. 17/3
Johann Sebastian Bach
Choralbearbeitung »Jesu, meine Freude«
BWV 610
Präludium und Fuge c-Moll BWV 546
Jesus bleibet meine Freude – Schlusschoral
aus der Kantate »Herz und Mund und Tat
und Leben« BWV 147 (Bearbeitung für
Orgel von Hans Schmidt-Mannheim)
Alexandre Guilmant
5. Sonate für Orgel c-Moll op. 80
Normalpreis: 8 EUR
David Robertson
162
OKTOBER
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
19. OKT 2025
KAMMERMUSIK
Eine Australierin in Leipzig –
Ein musikalisch-literarischer Abend
Dominique Horwitz Sprecher
Grieg Quartett Leipzig
Elisabeth Dingstad Violine
Gunnar Harms Violine
Immo Schaar Viola
Christoph Vietz Violoncello
Tonya Lemoh Klavier
Werke von
Johannes Brahms, Edvard Grieg,
Ethel Smyth, Alfred Hill u. a.
Der Schauspieler Dominique Horwitz liest Passagen aus
Henry Handel Richardsons historischem Leipzig-Roman
Maurice Guest. Dazu erklingen Werke von Zeitgenossen, die
musikalisch ihre Fußabdrücke in Leipzig hinterlassen haben.
Normalpreis: 17/13 EUR
MO — 19 UHR
BARLACH-EBENE
20. OKT 2025
AFTER WORK CONCERT
»Cheers to a skeleton orchestra!«
Gudrun Hinze Flöte/Piccolo
Ivo Bauer Viola
Henning Rasche Kontrabass
Hazel Beh Cembalo
Georg Friedrich Händel
3 Arias à trois (Arien aus Händels Opern,
adaptiert für Flauto Piccolo, Viola und Basso
continuo von Anonymus im Jahr 1736)
Przemyslaw Pujanek
Neues Werk für Flöte, Viola und Kontrabass
(Uraufführung)
Johann Georg Tromlitz
Sonate G-Dur für Flöte und obligates Cembalo
Mike Mower
Snacks for a skeleton orchestra für Piccoloflöte,
Viola und Kontrabass
(Deutsche Erstaufführung)
Normalpreis: 20 EUR
Andrés Orozco-Estrada
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
23./24. OKT 2025
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Andrés Orozco-Estrada Dirigent
María Dueñas Violine
Mario Castelnuovo-Tedesco
Ouvertüre zu Shakespeares »Julius Cäsar«
op. 78
Erich Wolfgang Korngold
Konzert für Violine und Orchester D-Dur
op. 35
Richard Strauss
Tod und Verklärung – Tondichtung für
großes Orchester op. 24
Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
163
OKTOBER
SA — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
25. OKT 2025
CHÖRE
Erde, Wasser, Luft und Feuer
GewandhausKinderchor
Dinesh Mishra Bansuri
Rita Nakad Violine
Conny Sommer Percussion
Walter Zoller Klavier
Frank-Steffen Elster Leitung
Walter Zoller
The Sound of Elements
nach Ideen von Dinesh Mishra für Kinderchor,
Bansuri, Klavier und Percussion (Uraufführung,
Auftragswerk des Gewandhauses)
sowie Werke von
John Rutter, György Orban,
Stefan Nilsson u. a.
Normalpreis: 14 EUR
SA — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
25. OKT 2025
DANCECONFUSION
Klassische Musik und Aftershow
Gewandhausorchester
Andrés Orozco-Estrada Dirigent
Richard Strauss
Tod und Verklärung – Tondichtung
für großes Orchester op. 24
Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28
Nach dem Konzert laden wir zum Tanzen ein – mit DJ im Foyer.
Normalpreis: 30 EUR
GewandhausKinderchor
164
OKTOBER
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
26. OKT 2025
KAMMERMUSIK
Andreas Seidel Violine
Katharina Dargel Viola
Veronika Wilhelm Violoncello
Christian Ockert Kontrabass
Michael Schönheit Hammerflügel
Johann Nepomuk Hummel
Quintett für Klavier, Violine, Viola,
Violoncello und Kontrabass es-Moll op. 87
Franz Schubert
Quintett für Klavier, Violine, Viola,
Violoncello und Kontrabass A-Dur D 667
(»Forellenquintett«)
Normalpreis: 17/13 EUR
Augustin Hadelich
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
30./31. OKT 2025
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Andris Nelsons Dirigent
Augustin Hadelich Violine
Johannes Brahms
Konzert für Violine und Orchester D-Dur
op. 77
Dora Pejačević
Sinfonie fis-Moll op. 41
Konzerteinführung mit Niklas Schächner
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
FR — 15 UHR
GROSSER SAAL
31. OKT 2025
ORGELKONZERT ZUM REFORMATIONSTAG
Musikalische Reise nach Lettland
Liene Andreta Kalnciema Orgel
Atis Stepiņš
Präludium und Fuge zum Thema des
Chorals »Ein feste Burg ist unser Gott«
(Dievs Kungs ir mūsu stiprā pils)
Johann Sebastian Bach
Choralbearbeitung »O Mensch, bewein
dein Sünde groß« BWV 622
Marģeris Zariņš
Variationi B-A-C-H
Johann Sebastian Bach
Concerto in a-Moll BWV 593
(nach Antonio Vivaldi)
Rihards Dubra
Mūžīgo Pakalnu Ilgošanās
(Die Sehnsucht nach den ewigen Hügeln)
Pēteris Vasks
Te Deum
Pauls Dambis
Toccata alla Fantasia
Johann Sebastian Bach
Fantasie G-Dur BWV 572 (»Pièce d’Orgue«)
Dzintra Kurme-Gedroica
Malagueña
Aivars Kalējs
Toccata zum Thema des Chorals
»Allein Gott in der Höh’ sei Ehr«
Normalpreis: 18 EUR
165
NOVEMBER
SA/SO — 16/11 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
01./02. NOV 2025
SALONMUSIK
Das gibt’s nur einmal: Kleine Bühne
für große Klassiker – eine Reverenz
an Felix Mendelssohn Bartholdy
Salonorchester CAPPUCCINO
Albrecht Winter Leitung
Normalpreis: 29/23 EUR
Robert Schumann
Drei Romanzen op. 94
Fanny Hensel
Vier Stücke aus dem Zyklus »Das Jahr« –
zwölf Charakterstücke für Klavier
Clara Schumann
Drei Romanzen für Violine und Klavier op. 22
Felix Mendelssohn Bartholdy
1. Trio für Violine, Violoncello und
Klavier d-Moll op. 49 MWV Q 29
Normalpreis: 60/50/40/30/20/6 EUR zzgl. VVK-Gebühr
MENDELSSOHN-FESTTAGE
Kooperation von Gewandhaus zu Leipzig
und Mendelssohn-Haus Leipzig
SO — 11 UHR
GROSSER SAAL
02. NOV 2025
ERÖFFNUNGSKONZERT
Benefizkonzert für das Mendelssohn-Haus
Leipzig – Verleihung des Internationalen
Mendelssohn-Preises Leipzig
Elisabeth Leonskaja
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
02. NOV 2025
KLAVIERREZITAL
Anne-Sophie Mutter und Pablo Ferrández
Anne-Sophie Mutter Violine
Pablo Ferrández Violoncello
Elena Bashkirova Klavier
Elisabeth Leonskaja Klavier
unter Mitwirkung von
Mihály Berecz Klavier
Werke von
Felix Mendelssohn Bartholdy,
Franz Schubert u. a.
Normalpreis: 25 EUR zzgl. VVK-Gebühr
166
NOVEMBER
MO — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
03. NOV 2025
LIEDERABEND
Anna Prohaska Sopran
Caspar Frantz Klavier
Richard Wagner – Der Plagiator
Arien und Auszüge aus Werken von
Felix Mendelssohn Bartholdy,
Heinrich Marschner, Carl Maria von Weber,
Robert Schumann, Franz Liszt
und vielen anderen
Anna Prohaska und Caspar Frantz erläutern, wie sich
Richard Wagner für seine Bühnenwerke mitunter schamlos,
aber ebenso geschickt bei anderen Komponisten bediente.
Ein »Liederabend« der besonderen Art!
Normalpreis: 25 EUR
Anna Prohaska
DI — 21 UHR
MUSIKSALON DES MENDELSSOHN-HAUSES
04. NOV 2025
KONZERT ZUR TODESSTUNDE
René Pape Bass
Elena Bashkirova Klavier
Grieg Quartett Leipzig
Elisabeth Dingstad Violine
Gunnar Harms Violine
Immo Schaar Viola
Christoph Vietz Violoncello
Antonín Dvořák
Biblische Lieder op. 99
Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichquartett Es-Dur op. 12
MWV R 25
25 EUR, ermäßigt 18 EUR
Tickets über das Mendelssohn-Haus Leipzig
unter www.mendelssohn-stiftung.de
oder T +49 341 9628820
MI — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
05. NOV 2025
KAMMERMUSIK
Sabine Meyer Klarinette
Nils Mönkemeyer Viola
William Youn Klavier
Robert Schumann
Märchenerzählungen op. 132
Maurice Ravel
Une barque sur l’océan –
3. Satz aus »Miroirs«
Felix Mendelssohn Bartholdy
Andante – 2. Satz aus der Sonate
für Klarinette und Klavier Es-Dur
MWV Q 15
Béla Bartók
Rumänische Volkstänze Sz 56
(Bearbeitung für Viola und Klavier
von Kim Kashkashian)
Max Bruch
Acht Stücke für Klarinette, Viola
und Klavier op. 83
Normalpreis: 25/18 EUR
167
NOVEMBER
DO/FR — 16/15 UHR
MENDELSSOHN-HAUS LEIPZIG
06./07. NOV 2025
SONDERFÜHRUNG
10 EUR
Tickets über das Mendelssohn-Haus Leipzig unter
www.mendelssohn-stiftung.de oder T +49 341 9628820
DO — 17 UHR
MUSIKSALON DES MENDELSSOHN-HAUSES
06. NOV 2025
SALONGESPRÄCH
Elena Bashkirova im Gespräch
mit dem Geiger Gidon Kremer
10 EUR
Tickets über das Mendelssohn-Haus Leipzig unter
www.mendelssohn-stiftung.de oder T +49 341 9628820
Joseph Haydn
Sinfonie Es-Dur Hob. I:22 (»Der Philosoph«)
Felix Mendelssohn Bartholdy
1. Konzert für Klavier und Orchester
g-Moll op. 25 MWV O 7
Johannes Brahms
3. Sinfonie F-Dur op. 90
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum
NACH KLANG ein: Kommen Sie ins Gespräch mit Musikerinnen
und Musikern des Gewandhausorchesters.
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
SA — 10/14 UHR
MENDELSSOHN-HAUS LEIPZIG
08. NOV 2025
RUNDGANG
Auf Mendelssohns Spuren
durch die Musikstadt Leipzig
15 EUR
Tickets über das Mendelssohn-Haus Leipzig unter
www.mendelssohn-stiftung.de oder T +49 341 9628820
Seong-Jin Cho
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
06./07. NOV 2025
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Andris Nelsons Dirigent
Seong-Jin Cho Klavier
SA — 16 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
08. NOV 2025
CHÖRE
»Es lacht der Mai?« –
Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy
in Bearbeitungen für Holzbläserensemble
und Chor
GewandhausJugendchor
Frank-Steffen Elster Leitung
GewandhausChor
Gregor Meyer Leitung
Annika Westlund Mezzosopran
Ervin Ahmeti Tenor
168
NOVEMBER
Lucas Reis Bariton
Joan Vincent Hoppe Bass
Felix Mendelssohn Bartholdy
Auszüge aus »Jahresbilder«
(Chor- und Kunstlieder sowie Klavierwerke
als Zyklus für Chor und Kammerensemble
ausgewählt und arrangiert von Andreas
N. Tarkmann)
Die erste Walpurgisnacht op. 60 MWV D 3
(Bearbeitung für Soli, Chor und Bläsernonett
von Andreas N. Tarkmann)
Normalpreis: 14 EUR
SA — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
08. NOV 2025
GASTKONZERT
Kremerata Baltica
Gidon Kremer Violine/Künstlerische Leitung
Lucas Debarque Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy
Tema con variazioni und Scherzo
aus den Vier Stücken für Streichquartett
op. 81 (Fassung für Streichorchester)
Eine (andere) Winterreise
(nach Franz Schubert)
Kompositionen, die anlässlich des
75. Geburtstages von Gidon Kremer
und des 25-jährigen Bestehens der
Kremerata Baltica entstanden sind,
mit Fragmenten aus Franz Schuberts
Menuett Nr. 3 D 89 als Intermezzi
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester
A-Dur KV 414 (KV 385p)
Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonia V B-Dur MWV N 5
Normalpreis: 30 EUR
SO — 11 UHR
MUSIKSALON DES MENDELSSOHN-HAUSES
09. NOV 2025
SONNTAGSMATINEE
Alexander Malofeev Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy
Fantasie fis-Moll op. 28 MWV U 92
(»Sonate écossaise«)
Jean Sibelius
Puusarja op. 75
Edvard Grieg
Aus Holbergs Zeit op. 40
(Bearbeitung für Klavier)
Einojuhani Rautavaara
2. Sonate für Klavier op. 64
(»The Fire Sermon«)
22 EUR, ermäßigt 17 EUR
Tickets über das Mendelssohn-Haus Leipzig unter
www.mendelssohn-stiftung.de oder T +49 341 9628820
SO — 15 UHR
GROSSER SAAL
09. NOV 2025
KLAVIERREZITAL
Igor Levit Klavier
Maurice Ravel
Kaddisch – aus Deux mélodies hébraïques
(Transkription für Klavier
von Alexander Siloti)
Dmitri Schostakowitsch
2. Sonate für Klavier h-Moll op. 61
Felix Mendelssohn Bartholdy
Lieder ohne Worte (Auswahl)
Fryderyk Chopin
3. Sonate für Klavier h-Moll op. 58
Normalpreis: 50/40/35/30/20/6 EUR
169
NOVEMBER
SO — 19 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
09. NOV 2025
ABSCHLUSSKONZERT
Quatuor Arod
Jordan Victoria Violine
Alexandre Vu Violine
Tanguy Parisot Viola
Jérémy Garbarg Violoncello
Sindy Mohamed Viola
Karl-Heinz Steffens Klarinette
Volker Hemken Bassetthorn
Elena Bashkirova Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy
Quintett für zwei Violinen, zwei Violen
und Violoncello B-Dur op. 87 MWV R 33
Wolfgang Amadeus Mozart
Quintett für Klarinette, zwei Violinen,
Viola und Violoncello A-Dur KV 581
(»Stadler-Quintett«)
Felix Mendelssohn Bartholdy
1. Konzertstück für Klarinette, Bassetthorn
und Klavier f-Moll MWV Q 23
(»Die Schlacht bei Prag«)
2. Konzertstück für Klarinette, Bassetthorn
und Klavier d-Moll MWV Q 24
Normalpreis: 25/18 EUR
MO — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
10. NOV 2025
GASTKONZERT
Benefizkonzert zugunsten der Kinderund
Jugendarbeit in Leipzig
Luftwaffenmusikkorps Erfurt
Oberstleutnant Tobias Wunderle
Leitung
Sinfonische Blasmusik von der Klassik
bis zur Moderne
Normalpreis: 28 EUR
FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
14. NOV 2025
GASTKONZERT
Konzert im Gedenken an
Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonieorchester der Hochschule
für Musik und Theater
»Felix Mendelssohn Bartholdy«
Leipzig
Matthias Foremny Dirigent
Yijea Han Oboe
Richard Strauss
Don Juan – Tondichtung nach Nikolaus
Lenau für großes Orchester op. 20
Bernd Alois Zimmermann
Konzert für Oboe und kleines Orchester
César Franck
Sinfonie d-Moll
Normalpreis: 16 EUR
Quatuor Arod
170
NOVEMBER
SA — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
15. NOV 2025
KLAVIERABEND
Steinway-Preisträgerkonzert
Jaeden Izik-Dzurko
1. Preisträger der Leeds International Piano
Competition 2024
Nikolai Medtner
Sonata Minacciosa f-Moll op. 53/2
Johann Sebastian Bach
Partita D-Dur BWV 828
Sergej Rachmaninoff
Dix Préludes op. 23
Normalpreis: 14 EUR
Kooperation von Gewandhaus zu Leipzig, Steinway & Sons,
Leeds International Piano Competition und MDR KLASSIK /
MDR KULTUR
SO — 11 UHR
GROSSER SAAL
16. NOV 2025
ORGEL-FAMILIENKONZERT
Johann Sebastian Bachs Musiklabor
Michael Schönheit Orgel
Malte Arkona Moderation
Leipziger Kinder
Werke von
Johann Sebastian Bach
und Leipziger Kindern
Normalpreis: 20 EUR
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.
Die ersten 200 Kinder haben freien Eintritt dank der
Stadtbau AG.
MO — 19 UHR
GROSSER SAAL
17. NOV 2025
AFTER WORK CONCERT
Die sinfonische Orgel im 19. Jahrhundert
Michael Schönheit Orgel
Normalpreis: 20 EUR
DI — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
18. NOV 2025
LIEDERABEND
Schuberts Liederzyklen I
Matthias Goerne Bariton
Daniil Trifonov Klavier
Franz Schubert
Die schöne Müllerin D 795
Normalpreis: 30 EUR
MI — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
19. NOV 2025
KONZERT ZUM BUß - UND BETTAG
Frieda Jolande Barck Sopran
Britta Schwarz Alt
Tobias Hunger Tenor
Dirk Schmidt Bass
Collegium Vocale Leipzig
Merseburger Hofmusik
Michael Schönheit Leitung
Johann Sebastian Bach/Steffen Schleiermacher
Nach Markus. Passion
Konzerteinführung mit Michael Schönheit
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 18 EUR
In Zusammenarbeit mit den 55. Merseburger Orgeltagen
171
NOVEMBER
DO — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
20. NOV 2025
LIEDERABEND
Schuberts Liederzyklen II
Matthias Goerne Bariton
Daniil Trifonov Klavier
Franz Schubert
Winterreise D 911
Normalpreis: 30 EUR
SA — 16 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
22. NOV 2025
ERLEBNISKONZERT
Die Magie der Stille
Bodecker & Neander
Wolfram von Bodecker Buch/Pantomime
Alexander Neander Buch/Pantomime
Mitglieder des
Gewandhausorchesters
Empfohlen ab 5 Jahren
Normalpreis: 14 EUR
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.
SA — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
22. NOV 2025
LIEDERABEND
Schuberts Liederzyklen III
Matthias Goerne Bariton
Daniil Trifonov Klavier
Franz Schubert
Sonate B-Dur D 960
Schwanengesang D 744
Normalpreis: 30 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
23. NOV 2025
KAMMERMUSIK
Gewandhaus-Quartett
Frank-Michael Erben Violine
Yun-Jin Cho Violine
Vincent Aucante Viola
Isang Enders Violoncello
Ludwig van Beethoven
Streichquartett A-Dur op. 18/5
Streichquartett e-Moll op. 59/2
Normalpreis: 17/13 EUR
MI — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
26. NOV 2025
M U S I C A N O V A
Steve Reich & Karlheinz Stockhausen
Andreas Seidel Violine
Stefan Stopora Schlagzeug
Steffen Schleiermacher Klavier/Moderation
Ipke Starke Klangregie
Steve Reich
My Name Is
Violin Phase
Karlheinz Stockhausen
Kontakte für elektronische Klänge,
Klavier und Schlagzeug
Normalpreis: 14 EUR
172
NOVEMBER
SA — 16 UHR
GROSSER SAAL
29. NOV 2025
ORGELSTUNDE ZUM 1. ADVENT
»Nun komm, der Heiden Heiland«
Michael Schönheit Orgel
Dieterich Buxtehude
Präludium C-Dur BuxWV 137
Passacaglia d-Moll BuxWV 161
Nicolaus Bruhns
Choralfantasie »Nun komm,
der Heiden Heiland«
Johann Ludwig Krebs
Präludium und Fuge C-Dur Krebs-WV 400
Johann Sebastian Bach
Drei Choralbearbeitungen über
»Nun komm, der Heiden Heiland«
BWV 659–661
Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542
Normalpreis: 14 EUR
SA — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
29. NOV 2025
GROSSES CONCERT
Benefizkonzert zugunsten von
»Leipzig hilft Kindern«
Gewandhausorchester
Mikko Franck Dirigent
Sol Gabetta Violoncello
Edward Elgar
Konzert für Violoncello und Orchester
e-Moll op. 85
Antonín Dvořák
9. Sinfonie e-Moll op. 95
(»Aus der Neuen Welt«)
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
30. NOV 2025
QUARTETTGESELLSCHAFT
Leonkoro Quartett
Jonathan Schwarz Violine
Amelie Wallner Violine
Mayu Konoe Viola
Lukas Schwarz Violoncello
Henriëtte Bosmans
Streichquartett
Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichquartett a-Moll op. 13
MWV R 22
Maurice Ravel
Streichquartett F-Dur
Im Anschluss an das Konzert Gespräch
mit Künstlerinnen und Künstlern des Abends
und Julia Kiefner im Leo-Schwarz-Foyer.
Normalpreis: 24/20 EUR
Sol Gabetta
173
DEZEMBER
MO — 19 UHR
BARLACH-EBENE
01. DEZ 2025
AFTER WORK CONCERT
ZWEI GENIES – EIN SOFA
SOFA Quartett
Franziska Mantel Violine
Susanne Hallmann Violine
Olaf Hallmann Viola
Axel von Huene Violoncello
Werke von
Felix Mendelssohn Bartholdy
Wolfgang Amadeus Mozart
Normalpreis: 20 EUR
Alan Gilbert
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
04./05. DEZ 2025
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Alan Gilbert Dirigent
Lucas & Arthur Jussen Klaviere
Lili Boulanger
D’un matin de printemps
Francis Poulenc
Konzert für zwei Klaviere und Orchester
d-Moll FP 61
Gustav Mahler
1. Sinfonie D-Dur
Konzerteinführung mit Niklas Schächner
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum
NACHKLANG ein: Kommen Sie ins Gespräch mit Musikerinnen
und Musikern des Gewandhausorchesters.
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
SA — 16 UHR
GROSSER SAAL
06. DEZ 2025
ORGELSTUNDE ZUM 2. ADVENT
Rendezvous Royal – Die Königin der
Instrumente trifft auf das Instrument
der Könige
Otto Sauter Piccolotrompete
Michael Schönheit Orgel
Antonio Vivaldi
Concerto G-Dur op. 3/3 RV 310
(»L’estro armonico«) (Bearbeitung für Trompete
und Orgel von Claude Rippas)
Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge G-Dur BWV 541
Georg Philipp Telemann
Sonate B-Dur TWV 41:f1 (Bearbeitung für
Trompete und Orgel von Claude Rippas)
Johann Sebastian Bach
Choralbearbeitung »Schmücke dich,
o liebe Seele« BWV 654
Juraj Filas
Adagio für Trompete und Orgel
Georg Friedrich Händel
»Tochter Zion« (Bearbeitung für Trompete
und Orgel von Claude Rippas)
Johann Sebastian Bach
Fantasie G-Dur BWV 572 (»Pièce d’Orgue«)
Jan Koetsier
Partita »Lobe den Herren, den mächtigen
König« op. 41/2
Normalpreis: 14 EUR
174
DEZEMBER
SA/SO — 16/11 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
06./07. DEZ 2025
CHÖRE
»Vorfreude, schönste Freude« – Adventskonzert
des GewandhausKinderchores
GewandhausKinderchor
Walter Zoller Klavier
Mendelssohn-Quartett Leipzig
Manfred Ludwig Flöte
Frank-Steffen Elster Leitung
Nachwuchschor
Guido Mattausch Leitung
Normalpreis: 26/22 EUR
SA — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
06. DEZ 2025
CHÖRE
FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT
Weihnachts-Oratorium –
Benefizkonzert zugunsten des Kinderhospizes
Bärenherz Leipzig e. V.
GewandhausChor
Collegium Lipsiensis
Gregor Meyer Leitung
Marie Luise Werneburg Sopran
Marie Henriette Reinhold Alt
Christoph Pfaller Tenor
Anton Haupt Bass
Johann Sebastian Bach
Weihnachts-Oratorium BWV 248
(Kantaten 1 bis 3 und 6)
sowie Da pacem-Vertonungen von
Arvo Pärt und Johann Sebastian Bach
Normalpreis: 30 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
07. DEZ 2025
KAMMERMUSIK
Gewandhaus Brass Quintett
Lukas Beno Trompete
Jonathan Müller Trompete
Jan Wessely Horn
Tobias Hasselt Posaune
David Cribb Tuba
Johann Christoph Pezel
Intraden aus »Fünff-stimmigte
blasende Music«
Victor Ewald
3. Quintett für Blechbläser Des-Dur op. 7
Johann Sebastian Bach
Präludium F-Dur BWV 880/1
(Arrangement für Blechbläserquintett
von János Mazura)
Michael Gandolfi
Neues Werk für Blechbläserquintett
(Uraufführung, Auftragswerk des
Gewandhaus Brass Quintetts und
des Gewandhauses zu Leipzig)
Johann Sebastian Bach
Choralbearbeitung »Nun komm,
der Heiden Heiland« BWV 659
(Bearbeitung für Blechbläserquintett
von Pietro Pilo)
Frigyes Hidas
5 x 5 für Blechbläserquintett
Trad.
Aus »Christmas Crackers«:
»Jingle Bells – Deck the Halls«
und »A Carol Fantasy«
(Bearbeitung für Blechbläserquintett
von John Iveson)
We Wish You a Merry Jazzed Up Christmas
(Bearbeitung für Blechbläserquintett
von Gareth Brown)
Normalpreis: 17/13 EUR
175
DEZEMBER
FR/SA/SO — 19/17/17 UHR
THOMASKIRCHE
12./ 13./ 14. DEZ 2025
GROSSES CONCERT
Weihnachts-Oratorium
Gewandhausorchester
Thomanerchor Leipzig
Andreas Reize Dirigent
Robin Johannsen Sopran
Sarah Romberger Alt
Kieran Carrel Tenor
Martin Häßler Bass
Johann Sebastian Bach
Weihnachts-Oratorium BWV 248
(Kantaten 1 bis 3)
Kantate »Unser Mund sei voll Lachens«
BWV 110
6. Kantate aus dem Weihnachts-
Oratorium BWV 248
Normalpreis: 125/110/100/80 EUR (FR/SO)
135/120/110/85 EUR (SA)
SA — 16 UHR
GROSSER SAAL
13. DEZ 2025
ORGELSTUNDE ZUM 3. ADVENT
Weihnachtliche Orgelmusik
aus Frankreich und Deutschland
Michael Schönheit Orgel
Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge G-Dur BWV 541
Louis-Claude Daquin
Noël en récit en taille
Johann Sebastian Bach
Choralbearbeitungen BWV 603–605
Claude-Bénigne Balbastre
Votre bonté grand Dieu
Johann Christoph Friedrich Bach
Allegretto con variazioni
»Ah, vous dirai-je, Maman«
Michael Schönheit
Alexandre Guilmant
Livre de Noëls op. 60 (Auszüge)
Max Birn
Weihnachts-Pastorale
(»Stille Nacht, heilige Nacht«)
Paul Gläser
Dies ist die Nacht, da mir erschienen –
Stille Nacht
Theophil Forchhammer
Stille Nacht – Nach einer Prüfung
kurzer Tage
Louis Vierne
Carillon de Westminster op. 54/6
Normalpreis: 14 EUR
SA — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
13. DEZ 2025
CHÖRE
»Fröhliche Weihnacht überall«
Weihnachtskonzert der Ehemaligen
des GewandhausKinderchores
Ehemalige Mitglieder des
GewandhausKinderchores
Walter Zoller Klavier
Frank-Steffen Elster Leitung
Normalpreis: 14 EUR
176
DEZEMBER
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
14. DEZ 2025
KAMMERMUSIK
Gewandhaus-Quartett
Frank-Michael Erben Violine
Yun-Jin Cho Violine
Vincent Aucante Viola
Isang Enders Violoncello
Ludwig Quandt Violoncello
Joseph Haydn
Streichquartett C-Dur Hob. III:32
Franz Schubert
Quintett für zwei Violinen, Viola
und zwei Violoncelli C-Dur D 956
Normalpreis: 17/13 EUR
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
18./ 19. DEZ 2025
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Manfred Honeck Dirigent
Francesco Piemontesi Klavier
Joseph Haydn
Sinfonie D-Dur Hob. I:93
Erwin Schulhoff
Fünf Stücke für Streichquartett
(Bearbeitung für Orchester von
Manfred Honeck und Tomáš Ille)
Johannes Brahms
1. Konzert für Klavier und Orchester
d-Moll op. 15
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
SA — 16 UHR
GROSSER SAAL
20. DEZ 2025
ORGELSTUNDE ZUM 4. ADVENT
Freie Improvisationen über
Advents- und Weihnachtslieder
Michael Schönheit Orgel
Normalpreis: 14 EUR
SA — 17 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
20. DEZ 2025
GEDENKVERANSTALTUNG
Kurt Masur zum 10. Todestag
Gewandhaus-Quartett
Frank-Michael Erben Violine
Yun-Jin Cho Violine
Vincent Aucante Viola
Isang Enders Violoncello
Elisabeth Leonskaja Klavier
Prof. Dr. Norbert Lammert
Bundestagspräsident a. D. (Ansprache)
Ludwig van Beethoven
Streichquartett G-Dur op. 18/2
Dmitri Schostakowitsch
Quintett für Klavier, zwei Violinen,
Viola und Violoncello g-Moll op. 57
Normalpreis: 18 EUR
Kooperation von Internationalem Kurt-Masur-Institut
und Gewandhaus zu Leipzig
177
DEZEMBER
SO — 17 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
21. DEZ 2025
GASTKONZERT
FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN
KULTUR IN SACHSEN 2026
»A Swingin’ Chanukka« – Auftaktkonzert zum
Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026
Roman Grinberg Gesang
Shvayg Mayn Harts Bigband
Michael Alexander Willens Leitung
Traditionelle und neue Chanukka-Lieder
auf Hebräisch, Jiddisch und Ladino
sowie beschwingte jiddische Melodien,
die einst vor der Shoah populär waren
Normalpreis: 30/20 EUR
Kooperation von Israelitischer Religionsgemeinde Leipzig,
Ariowitsch-Haus e.V. und Gewandhaus zu Leipzig
SO — 18 UHR
GROSSER SAAL
21. DEZ 2025
CHÖRE
»O, du Fröhliche« – Weihnachtskonzert
der Gewandhauschöre
GewandhausChor
Gregor Meyer Leitung
GewandhausKinderchor
GewandhausJugendchor
Frank-Steffen Elster Leitung
Gewandhaus-Bläserquintett
sowie weitere Mitglieder des
Gewandhausorchesters
Antje Zoller Gitarre
Festliche Chor- und Instrumentalmusik
zur Adventszeit
Normalpreis: 55/45/40/33/20/6 EUR
MI — 11 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
24. DEZ 2025
CHÖRE
»Eine Weihnachtsgeschichte« – Weihnachtsmatinee
des GewandhausKinderchores
GewandhausKinderchor
Streichquartett Din A4
Gudrun Hinze Flöte
Walter Zoller Cembalo
Frank-Steffen Elster Leitung
Antje Poser Sprecherin
Eine Weihnachtsgeschichte
Text und Idee: Lothar Thomalla
Normalpreis: 29/23 EUR
FR — 16 UHR
GROSSER SAAL
26. DEZ 2025
ORGELKONZERT ZUM WEIHNACHTSFEST
Advent und Weihnacht auf der Orgel
Michael Schönheit Orgel
ADVENT
Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge G-Dur BWV 557
Sechs Choräle von verschiedener Art
(»Schübler-Choräle«) BWV 645–650
Max Reger
Choralfantasie »Wachet auf, ruft uns
die Stimme« op. 52/2
WEIHNACHT
Michael Praetorius
Es ist ein Ros entsprungen
Johannes Brahms
»Es ist ein Ros entsprungen«
aus »Elf Choralvorspiele« op. 122/8
Johann Sebastian Bach
Pastorella F-Dur BWV 590
178
DEZEMBER
Johannes Weyrauch
Partita über »Singet frisch und
wohlgemuth«
Josef Ferdinand Seger
Toccata a fuga
»Narodil se Kristus Pán«
(Christus der Herr ist geboren)
Christian Robert Pfretzschner
Variationen im Style eines Pastorale
über das Weihnachtslied »Stille Nacht,
heilige Nacht«
Otto Dienel
Allegro: »Vom Himmel hoch« – 3. Satz
aus der 4. Sonate für Orgel D-Dur op. 32
(»Weihnachtssonate«)
Normalpreis: 18 EUR
MO/DI/MI — 19.30/19.30/17 UHR
GROSSER SAAL
29./30./31. DEZ 2025
GROSSES CONCERT ZUM JAHRESWECHSEL
Gewandhausorchester
MDR-Rundfunkchor
GewandhausChor
GewandhausKinderchor
Mirga Gražinytė-Tyla Dirigentin
Sarah Traubel Sopran
Xenia Puskarz Thomas Mezzosopran
Patrick Grahl Tenor
Michael Nagy Bass
Ludwig van Beethoven
9. Sinfonie d-Moll op. 125
Normalpreis:
145/115/95/85/75/50 EUR (29. DEZ)
155/125/105/90/80/60 EUR (30. DEZ)
195/175/165/155/145/120 EUR (31. DEZ)
Mirga Gražinytė-Tyla
MI — 22.30 UHR
GROSSER SAAL
31. DEZ 2025
ORGELKONZERT ZUM JAHRESWECHSEL
Ein musikalisches Tor ins neue Jahr
Michael Schönheit Orgel
Edvard Grieg
1. Peer-Gynt-Suite op. 46
Johann Sebastian Bach
Toccata und Fuge in d BWV 565
Choralbearbeitung »Das alte Jahr
vergangen ist« BWV 614
Charles-Marie Widor
Toccata F-Dur aus der 5. Sinfonie
für Orgel op. 42/1
Modest Mussorgski
Bilder einer Ausstellung
(Bearbeitung für Orgel von
Oskar Gottlieb Blarr)
Normalpreis: 80 EUR
179
JANUAR
SA/SO — 16/11 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
03./04. JAN 2026
SALONMUSIK
Das gibt’s nur einmal:
»Glücklich ist, wer vergisst …« –
mit Wiener Klatsch ins neue Jahr
Salonorchester CAPPUCCINO
Albrecht Winter Leitung
Normalpreis: 29/23 EUR
Wolfgang Amadeus Mozart
Sonate für Violine und Klavier G-Dur
KV 301 (KV 293a)
Franz Schubert
Sonate für Violine und Klavier D-Dur D 384
Carl Philipp Emanuel Bach
Sonate für Violine und Cembalo D-Dur Wq 71
Franz Schubert
Sonate für Violine und Klavier a-Moll D 385
Normalpreis: 17/13 EUR
SA — 16 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
10. JAN 2026
ERLEBNISKONZERT
Aschenputtel räumt auf
Jörg Schade Schauspieler
Jeannette Wernecke Sopran
Mitglieder des
Gewandhausorchesters
Ein Musiktheaterstück für singenden
Schauspieler, Mezzosopran, Flöte, Fagott
und Harfe
von Jörg Schade und Franz-Georg Stähling
Empfohlen ab 5 Jahren
Normalpreis: 14 EUR
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
11. JAN 2026
KAMMERMUSIK
Sebastian Breuninger Violine
Michael Schönheit Hammerflügel
Franz Schubert
Sonate für Violine und Klavier
g-Moll D 408
Gewandhaus-Quartett
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
18. JAN 2026
QUARTETTGESELLSCHAFT
Gewandhaus-Quartett
Frank-Michael Erben Violine
Yun-Jin Cho Violine
Vincent Aucante Viola
Isang Enders Violoncello
Bernd Glemser Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett Es-Dur KV 428 (KV 421b)
César Franck
Quintett für Klavier, zwei Violinen, Viola
und Violoncello f-Moll FWV 7
Normalpreis: 24/20 EUR
180
JANUAR
MO — 19 UHR
BARLACH-EBENE
19. JAN 2026
AFTER WORK CONCERT
Im Rausch der Tiefe – unerhörte Klangwelten
Kontrabassisten
des Gewandhausorchesters
Felix Leissner, Karsten Heins,
Burak Marlali, Jiyoon Yang
Kontrabass
Werke von
Anton Bruckner, Astor Piazolla,
Detlev Glanert, Johann Sebastian Bach u. a.
sowie bekannte und unterhaltsame Hits
in ungewöhnlichen Bearbeitungen
Normalpreis: 20 EUR
MI — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
21. JAN 2026
M U S I C A N O V A
FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN
KULTUR IN SACHSEN 2026
Erwin Schulhoff
Ensemble Avantgarde
Steffen Schleiermacher
Klavier/Leitung/Moderation
Erwin Schulhoff
Tempo di Fox à la Hawaii – aus der Partita
für Klavier
11 Inventionen op. 36
Hot-Sonate
Ironien op. 34 WV 55 (Auszüge)
Susi
Optimistische Komposition – aus der Studie
WV 119
Concertino für Violine, Flöte und Kontrabass
Normalpreis: 14 EUR
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
22./23. JAN 2026
GROSSES CONCERT
FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN
KULTUR IN SACHSEN 2026
Gewandhausorchester
GewandhausChor
Omer Meir Wellber Dirigent
Erwin Schrott Bariton
Paul Ben-Haim
1. Sinfonie
Ernest Bloch
Avodath Hakodesh (Gottesdienst)
für Bariton, Chor und Orchester
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum
PERSPEKTIVWECHSEL ein: Töne pflegen – zu Herausforderungen
des Tacheles-Redens in religiösem und
gesamtgesellschaftlichem Kontext mit der Rabbinerin
Esther Jonas-Märtin
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Omer Meir Wellber
181
JANUAR
SA — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
24. JAN 2026
KLAVIERABEND
Steinway-Preisträgerkonzert
Svetlana Andreeva
1. Preisträgerin des Orléans Concours International 2024
Leoš Janáček
Im Nebel
Thierry Escaich
Les Litanies de l’ombre
Karol Szymanowski
Masken – drei Stücke für Klavier op. 34
Tristan Murail
La Mandragore
Maurice Ravel
Oiseaux tristes – aus »Miroirs«
Alexander Skrjabin
7. Sonate C-Dur op. 64 (»Weiße Messe«)
Normalpreis: 14 EUR
Kooperation von Gewandhaus zu Leipzig,
Steinway & Sons, Orléans Concours International
und MDR KLASSIK/MDR KULTUR
SO — 16 UHR
GROSSER SAAL
25. JAN 2026
Antonín Dvořák
Largo – 2. Satz der 9. Sinfonie e-Moll op. 95
(»Aus der neuen Welt«)
George Gershwin
Rhapsody in Blue
(Die Werke erklingen in Transkriptionen für
Orgel zu vier Händen und Füßen von Markus
und Pascal Kaufmann sowie Arthur Willis.)
Normalpreis: 8 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
25. JAN 2026
KAMMERMUSIK
KAMMERMUSIKAUSTAUSCH
MIT DER SÄCHSISCHEN STAATSKAPELLE
DRESDEN
Stuttgarter Kammerduo
Rosa Neßling-Fritsch Violine
Sebastian Fritsch Violoncello
Werke von
Wolfgang Amadeus Mozart,
Reinhold Glière, Gregor Hübner,
Johan Halvorsen und Maurice Ravel
Normalpreis: 17/13 EUR
ORGELSTUNDE
Auf in die neue Welt!
Markus und Pascal Kaufmann Orgel
Antonín Dvořák
Adagio – Allegro molto – 1. Satz
der 9. Sinfonie e-Moll op. 95
(»Aus der neuen Welt«)
Aram Chatschaturjan
Adagio aus dem Ballett »Spartakus«
Gustav Holst
Jupiter, the Bringer of Jollity – aus der
Orchestersuite »Die Planeten« op. 32
Mao Fujita
182
JANUAR
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
29./30. JAN 2026
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Andrew Manze Dirigent
Mao Fujita Klavier
Sergej Prokofjew
1. Sinfonie D-Dur op. 25 (»Symphonie
classique«)
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester
C-Dur KV 467
Grażyna Bacewicz
Konzert für Streichorchester
Ludwig van Beethoven
1. Sinfonie C-Dur op. 21
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum
NACHKLANG ein: Kommen Sie ins Gespräch mit Musikerinnen
und Musikern des Gewandhausorchesters.
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Präsentiert von Kieback&Peter
SA — 10 UHR
GEWANDHAUS
31. JAN 2026
HEREINSPAZIERT!
Tag der offenen Tür
des Gewandhausorchesters
Backstage-Führungen, Orgelpräsentation, Workshops,
Kammermusik, Konzerte mit dem Gewandhausorchester
sowie gemütlicher Ausklang in Lounge-Atmosphäre.
Eintritt frei
183
FEBRUAR
SO — 16 UHR
GROSSER SAAL
01. FEB 2026
ORGELSTUNDE
Französische Orgelsinfonik
Michael Schönheit Orgel
Alexandre Guilmant
1. Sonate für Orgel d-Moll op. 42
Marcel Dupré
Präludium und Fuge g-Moll op. 7/3
Louis Vierne
1. Sinfonie für Orgel d-Moll op. 14
Normalpreis: 8 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
01. FEB 2026
KAMMERMUSIK
Valentino Worlitzsch Violoncello
Elisabeth Brauß Klavier
Ludwig van Beethoven
Sonate für Violoncello und Klavier
g-Moll op. 5/2
Benjamin Britten
Sonate für Violoncello und Klavier
C-Dur op. 65
Dmitri Schostakowitsch
Sonate für Violoncello und Klavier
d-Moll op. 40
Normalpreis: 17/13 EUR
DO/FR/SO — 19.30/19.30/11 UHR
GROSSER SAAL
05./06./08. FEB 2026
GROSSES CONCERT
FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN
KULTUR IN SACHSEN 2026
Gewandhausorchester
MDR-Rundfunkchor
Andris Nelsons Dirigent
Nikola Hillebrand Sopran
Catriona Morison Alt
Werner Güra Tenor
Alexander Grassauer Bass
Felix Mendelssohn Bartholdy
Erde, Hölle und Himmel (»Christus«)
MWV A 26
Der 42. Psalm »Wie der Hirsch schreit«
op. 42 MWV A 15
Die erste Walpurgisnacht op. 60 MWV D 3
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr (DO/FR) und 10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Präsentiert von VNG AG
SA/SO — 16/11 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
07./08. FEB 2026
SALONMUSIK
FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN
KULTUR IN SACHSEN 2026
Das gibt’s nur einmal: Könige der
Freizügigkeit – das Operettenimperium
der Gebrüder Rotter
Salonorchester CAPPUCCINO
Albrecht Winter Leitung
Normalpreis: 29/23 EUR
184
FEBRUAR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
08. FEB 2026
KAMMERMUSIK
FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN
KULTUR IN SACHSEN 2026
Pasakas Bläserquintett Leipzig
Johanna Sigler Flöte
Amanda Tauriņa Oboe
Matthias Kreher Klarinette
Juliane Fleischmann Horn
Eckehard Kupke Fagott
Ingolf Barchmann Bassklarinette
Pavel Haas
Bläserquintett op. 10
Alexandre Tansman
Suite für Oboe, Klarinette und Fagott
Ilse Fromm-Michaels
Vier Puppen für Bläserquintett
Leoš Janáček
Sextett »Mládí« für Blasinstrumente
Hans Winterberg
Bläserquintett
Normalpreis: 17/13 EUR
Franz Welser-Möst
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
12./ 13. FEB 2026
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Franz Welser-Möst Dirigent
Daniel Ottensamer Klarinette
Josef Strauß
Walzer »Geheime Anziehungskräfte« op. 173
(»Dynamiden«)
Stephan Koncz
Neues Konzert für Klarinette und Orchester
(Uraufführung)
Richard Strauss
Suite aus der Oper »Der Rosenkavalier«
op. 59 (eingerichtet von Franz Welser-Möst)
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Daniel Ottensamer
185
FEBRUAR
SO — 16 UHR
GROSSER SAAL
15. FEB 2026
ORGELSTUNDE
Johann Pachelbel und Johann Kuhnau –
zwei mitteldeutsche Meister des Barock
Michael Schönheit Wegscheider-Orgel
Johann Pachelbel
Präludium und Fuge d-Moll
Partita »Christus, der ist mein Leben«
Johann Kuhnau
Der Streit zwischen David und Goliath –
1. Sonate aus »Musicalische Vorstellung
einiger biblischer Historien«
Johann Pachelbel
Partita über den Choral
»Was Gott tut, das ist wohlgetan«
Ciaccona d-Moll
Normalpreis: 8 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
15. FEB 2026
QUARTETTGESELLSCHAFT
Jerusalem Quartet
Alexander Pavlovsky Violine
Sergei Bresler Violine
Ori Kam Viola
Kyril Zlotnikov Violoncello
Elisabeth Leonskaja Klavier
Johannes Brahms
Quintett für Klavier, zwei Violinen,
Viola und Violoncello f-Moll op. 34
Antonín Dvořák
Quintett für Klavier, zwei Violinen,
Viola und Violoncello A-Dur op. 81
Normalpreis: 24/20 EUR
MO — 16 UHR
GROSSER SAAL
16. FEB 2026
SALONMUSIK
Rosenmontagskonzert
Das Neue-SalonOrchester-Leipzig feiert
den 120. Geburtstag von Gerhard Winkler –
nach dem Motto: Schütt die Sorgen in
ein Gläschen Wein!
Neues-SalonOrchester-Leipzig
Roland Schubert Gesang
Sebastian Ude Leitung/Primarius
Malte Arkona Moderation
Normalpreis: 28 EUR
DO/FR/SO — 19.30/19.30/11 UHR
GROSSER SAAL
19./20./22. FEB 2026
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
GewandhausChor
Franz Welser-Möst Dirigent
Slávka Zámečníková Sopran
Julian Prégardien Tenor
Martin Summer Bass
Joseph Haydn
Oratorium »Die Jahreszeiten«
Hob. XXI:3
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr (DO/FR) und 10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
186
FEBRUAR
MEET THE MOA – Young Artists on Stage
Mitglieder der Mendelssohn-Orchesterakademie
FR — 19 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
20. FEB 2026
ERÖFFNUNGSKONZERT
Mitglieder der Mendelssohn-
Orchesterakademie & Gäste
Elisaveta Blumina Leitung
Solokonzerte von
Claude Debussy, Wolfgang Amadeus Mozart,
Robert Schumann
Im Anschluss an das Konzert ist eine Lounge geplant.
Normalpreis: 20 EUR
SA — 10 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
21. FEB 2026
ÖFFENTLICHE PROBE
Mitglieder der Mendelssohn-
Orchesterakademie & Gäste
Elisaveta Blumina Leitung
Normalpreis: 5 EUR
187
FEBRUAR
SA — 15 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
21. FEB 2026
GESPRÄCHSKONZERT
Mitglieder der Mendelssohn-
Orchesterakademie
Nele Kemmerich Moderation
Béla Bartók
Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug
Sz 110
Normalpreis: 5 EUR
SA — 19 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
21. FEB 2026
KONZERT
Mitglieder der Mendelssohn-
Orchesterakademie & Gäste
Elisaveta Blumina Leitung
Solokonzerte von
Giovanni Bottesini, Franz Anton Hoffmeister,
Wolfgang Amadeus Mozart
Normalpreis: 20 EUR
SO — 11 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
22. FEB 2026
ABSCHLUSSMATINEE
Mitglieder der Mendelssohn-
Orchesterakademie & Gäste
Elisaveta Blumina Leitung
Solokonzerte von
Johann Georg Albrechtsberger, Joseph
Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart
Normalpreis: 20 EUR
Kirill Gerstein
SO — 16 UHR
GROSSER SAAL
22. FEB 2026
ORGELSTUNDE
Von der Choralpartita zur Choralfantasie
Michael Schönheit Orgel
Johann Sebastian Bach
Partita sopra »Sei gegrüßet, Jesu gütig«
BWV 768
Felix Mendelssohn Bartholdy
Sonate für Orgel d-Moll op. 65/6
MWV W 61 (»Vater unser«)
Johann Gottlob Töpfer
Grosse Concert-Fantasie über die Choralmelodie
»Mache dich, mein Geist, bereit«
Max Reger
Choralfantasie »Ein feste Burg ist unser
Gott« op. 27
Normalpreis: 8 EUR
188
FEBRUAR
SO — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
22. FEB 2026
LIEDERABEND
FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN
KULTUR IN SACHSEN 2026
HK Gruber Gesang/Rezitation
Kirill Gerstein Klavier
Berlin im Licht – Ein Anti-Liederabend
»Anti-Liederabend« nennen Kirill Gerstein und HK Gruber
ihre Revue der Songs und Balladen von Kurt Weill und
Hanns Eisler auf Texte u. a. von Bertolt Brecht, die kritisch
reflektierend den Weg vom Ende einer Katastrophe über
die Errichtung einer neuen Gesellschaft bis hin zu deren
Scheitern andeuten.
Normalpreis: 30 EUR
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
26./27. FEB 2026
GROSSES CONCERT
FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT
Gewandhausorchester
Vasily Petrenko Dirigent
Boris Giltburg Klavier
Arvo Pärt
Greater Antiphons für Streichorchester
(Deutsche Erstaufführung)
Béla Bartók
3. Konzert für Klavier und Orchester Sz 119
Sergej Rachmaninoff
Sinfonische Tänze op. 45
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
SA — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
28. FEB 2026
KLAVIERABEND
Steinway-Preisträgerkonzert
Su Yeon Kim
1. Preisträgerin der Montreal International
Musical Competition 2021
Johann Sebastian Bach
2. Französische Suite c-Moll BWV 813
Claude Debussy
Aus Douze préludes, premier livre L 117:
Danseuses de Delphes
Le vent dans la plaine
Ce qu’a vu le vent d’ouest
César Franck
Prélude, choral et fugue FWV 21
Franz Liszt
Zwei Konzertetüden S 145
Fryderyk Chopin
3. Ballade As-Dur op. 47
1. Ballade g-Moll op. 23
2. Ballade F-Dur op. 38
4. Ballade f-Moll op. 52
Kooperation von Gewandhaus zu Leipzig, Steinway & Sons,
Montreal International Musical Competition und MDR
KLASSIK/MDR KULTUR
Normalpreis: 14 EUR
Su Yeon Kim
189
MÄRZ
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
01. MRZ 2026
KAMMERMUSIK
FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN
KULTUR IN SACHSEN 2026
ALFRED SZENDREI ZUM 50. TODESTAG
Jan Philip Schulze Klavier
Mitglieder des
Gewandhausorchesters
und des MDR-Sinfonieorchesters
Mitglieder des Solistenensembles
der Oper Leipzig
Alfred Szendrei
Klavierlieder, Kammermusik
und Auszüge aus der Oper
»Der türkisenblaue Garten«
sowie Werke anderer Komponisten
Alfred Szendrei wirkte als Kapellmeister am
Leipziger Opernhaus und war als Gründungsdirigent
des Leipziger Rundfunk-Sinfonieorchesters und -Chores
ein Pionier des Mediums Rundfunk. Das Konzert erinnert
an den Ausnahmemusiker, der 1976 in Los Angeles
verstarb.
Normalpreis: 17/13 EUR
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
05./06. MRZ 2026
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Michael Sanderling Dirigent
Hélène Grimaud Klavier
Sergej Prokofjew
Auszüge aus dem Ballett »Cinderella«
op. 87
George Gershwin
Concerto in F für Klavier und Orchester
Edward Elgar
Variationen für Orchester op. 36
(»Enigma-Variationen«)
Konzerteinführung mit Niklas Schächner
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Präsentiert von DHL
Hélène Grimaud
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
08. MRZ 2026
KAMMERMUSIK
Gewandhaus-Quartett
Frank-Michael Erben Violine
Yun-Jin Cho Violine
Vincent Aucante Viola
Isang Enders Violoncello
Ludwig van Beethoven
Sonate E-Dur op. 14/1
(Bearbeitung für Streichquartett)
Streichquartett D-Dur op. 18/3
Streichquartett Es-Dur op. 127
Normalpreis: 17/13 EUR
190
MÄRZ
MI — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
11. MRZ 2026
M U S I C A N O V A
China
Julia Sophie Wagner Sopran
Martin Steuber Gitarre
Ralf Mielke Flöte
Ensemble Avantgarde
Steffen Schleiermacher
Klavier/Leitung/Moderation
Pavel Haas
Chinesische Lieder op. 4
Isang Yun
Chinesische Bilder (Auszüge)
Die geheimnisvolle Flöte:
Anton Webern
aus: Vier Lieder op. 12
Rudolf Wagner-Régeny
aus: Lieder der Frühe
Egon Wellesz
aus: Lieder aus der Fremde op. 15
Isang Yun
Chinesische Bilder (Auszüge)
Gottfried von Einem
Fünf Lieder aus dem Chinesischen op. 8
Isang Yun
Chinesische Bilder (Auszüge)
Steffen Schleiermacher
Fünf Chinesische Kriegslieder
(Nachdichtung von Klabund)
(Uraufführung)
Xiaoyong Chen
Sheng Su
static and rotation
Evapora
Normalpreis: 14 EUR
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
12./ 13. MRZ 2026
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Semyon Bychkov Dirigent
Stefanie Irányi Sopran
Martin Mitterrutzner Tenor
Jongmin Park Bass
Igor Strawinsky
Pulcinella – Ballett in einem Akt
mit drei Solostimmen
Peter Tschaikowski
3. Sinfonie D-Dur op. 29
(»Polnische«)
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Präsentiert von PORSCHE
Semyon Bychkov
191
MÄRZ
SO — 11 UHR
GROSSER SAAL
15. MRZ 2026
CHOR-FAMILIENKONZERT
Schräge Vögel
Nachwuchschor
Guido Mattausch Leitung
GewandhausKinderchor
Walter Zoller Klavier
Mitglieder des
Gewandhausorchesters
Frank-Steffen Elster Leitung
Malte Arkona Moderation
Frank-Steffen Elster
Die Vogelhochzeit für Kinderchor
und Bläserquintett
und allerlei gefiedertes Gezwitscher
für Kinderchor und Instrumente
Empfohlen ab 6 Jahren
Normalpreis: 20 EUR
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.
Die ersten 200 Kinder haben freien Eintritt dank der
Stadtbau AG.
GewandhausKinderchor und Nachwuchschor
192
MÄRZ
MO — 19 UHR
BARLACH-EBENE
16. MRZ 2026
AFTER WORK CONCERT
Meister des Hintersinns
Grieg Quartett Leipzig
Elisabeth Dingstad Violine
Gunnar Harms Violine
Immo Schaar Viola
Christoph Vietz Violoncello
Werke von
Dmitri Schostakowitsch, Joseph Haydn
Normalpreis: 20 EUR
DO — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
19. MRZ 2026
SLAMCONFUSION
Carmen – Poetry Slam Konzert
Gewandhausorchester
Johanna Malangré Dirigentin
Livelyrix Poetry Slam
Poetry Slam trifft auf die berühmte Musik aus Bizets
»Carmen«: Wir nehmen Beziehungsmodelle in den Blick.
Normalpreis: 30 EUR
SA/SO — 16/11 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
21./22. MRZ 2026
SALONMUSIK
Das gibt’s nur einmal:
»Der Mann trieft von Musik!« –
Musikerfreundschaften
Salonorchester CAPPUCCINO
Albrecht Winter Leitung
Normalpreis: 29/23 EUR
SO — 11 UHR
GROSSER SAAL
22. MRZ 2026
FAMILIENKONZERT
Alice im Wunderland
Gewandhausorchester
Johanna Malangré Dirigentin
Henrik Albrecht
Orchestererzählung Alice im Wunderland
Ein Live-Hörspiel mit Orchester nach der berühmten
Geschichte von Lewis Carroll.
Normalpreis: 20 EUR
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.
Die ersten 200 Kinder haben freien Eintritt dank der
Stadtbau AG.
Johanna Malangré
193
MÄRZ
SO — 16 UHR
GROSSER SAAL
22. MRZ 2026
ORGELSTUNDE
Bachverehrer im 19. Jahrhundert
Michael Schönheit Orgel
Denny Wilke Orgel
Johann Sebastian Bach
Sinfonia aus der Kantate
»Wir danken dir, Gott, wir danken dir«
BWV 29 (Bearbeitung für Orgel
von Alexandre Guilmant)
Alexandre Guilmant
Élévation ou Communion dans le style de
J. S. Bach op. 65/43
Sortie dans le style de J. S. Bach op. 65/38
Robert Schumann
Studien für den Pedalflügel op. 56
(Fassung für Orgel)
Franz Liszt
Variationen über »Weinen, Klagen,
Sorgen, Zagen« von J. S. Bach S 180
(Bearbeitung für Orgel von Marcel Dupré)
Gustav Adolf Merkel
Sonate für Orgel zu vier Händen d-Moll
op. 30
Normalpreis: 8 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
22. MRZ 2026
KAMMERMUSIK
FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT
Gewandhaus-Bläserquintett
Katalin Kramarics Flöte
Susanne Wettemann Oboe
Andreas Lehnert Klarinette
Ralf Götz Horn
Albert Kegel Fagott
Karl Hermann Pilss
Serenade für Bläserquintett
Paul Juon
Bläserquintett op. 84
Arvo Pärt
Quintettino für Flöte, Oboe, Klarinette,
Horn und Fagott
Carl Nielsen
Bläserquintett op. 43
Normalpreis: 17/13 EUR
Mikis Takeover! Ensemble & Max Mutzke
SA — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
28. MRZ 2026
POPCONFUSION
Mikis Takeover! Ensemble
Ein Konzert der Extraklasse:
Pop und Klassik treffen aufeinander.
Normalpreis: 30 EUR
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.
194
MÄRZ
SA — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
28. MRZ 2026
A L T E M U S I K
BRANDENBURGISCHE KONZERTE
IM KONTEXT II
Neues Bachisches Collegium Musicum
Reinhard Goebel Dirigent
Anonymus
Sonata für sechs Violinen und Basso continuo
Georg Philipp Telemann
Concerto für drei Oboen, drei Violinen
und Basso continuo B-Dur TWV 44:43
Johann Sebastian Bach
3. Brandenburgisches Konzert G-Dur
BWV 1048
4. Brandenburgisches Konzert G-Dur
BWV 1049
Georg Philipp Telemann
Concerto für zwei Oboen, zwei Violinen,
zwei Violen, Fagott und Basso continuo
TWV 53:G1 (»Concerto françois«)
Normalpreis: 30 EUR
MO — 19 UHR
GROSSER SAAL
30. MRZ 2026
SAISONVORSCHAU
Präsentation
der Saison 2026/2027
Eintritt frei
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
29. MRZ 2026
KAMMERMUSIK
Nathalie Schmalhofer Violine
Vincent Lo Violoncello
Moeko Ezaki Klavier
Robert Schumann
Fünf Stücke im Volkston op. 102
Franz Schubert
Sonate für Violine und Klavier A-Dur D 574
Johannes Brahms
1. Trio für Klavier, Violine und Violoncello
H-Dur op. 8
Normalpreis: 17/13 EUR
Gewandhausdirektor Andreas Schulz präsentiert mit Gästen
die neue Spielzeit
195
APRIL
Thomanerchor Leipzig
DO/FR — 19 UHR
THOMASKIRCHE
02./03. APR 2026
GROSSES CONCERT
PASSION
Gewandhausorchester
Thomanerchor Leipzig
Andreas Reize Dirigent
Catalina Bertucci Sopran
Anna Lucia Richter Alt
Joshua Ellicott Tenor
Rafael Fingerlos Bass (Christus)
Franz Xaver Schlecht Bass (Arien)
Johann Sebastian Bach
Johannes-Passion BWV 245
Normalpreis: 80/61/49/37 EUR
FR — 15 UHR
GROSSER SAAL
03. APR 2026
PASSIONSMUSIK
Zur Sterbestunde Christi
»Es ist vollbracht«
Gotthold Schwarz Bass
Katharina Dargel Viola
Michael Schönheit
Wegscheider-Orgel und Schuke-Orgel/Klavier
Werke von
Georg Böhm, Johann Sebastian Bach,
Sigfrid Karg-Elert
Normalpreis: 18 EUR
196
APRIL
SO — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
05. APR 2026
KONZERT ZUM OSTERSONNTAG
Festliche Musik zum Osterfest
Isabel Schicketanz Sopran
Marie-Henriette Reinhold Alt
Tobias Hunger Tenor
Gotthold Schwarz Bass
Collegium Vocale Leipzig
Merseburger Hofmusik
Michael Schönheit Orgel/Leitung
Johann Sebastian Bach
Toccata und Fuge in d BWV 538
Sechs Osterchoräle aus dem
Orgelbüchlein BWV 625–630
Präludium und Fuge D-Dur BWV 532
Kommt, eilet und laufet BWV 249
(»Oster-Oratorium«)
Normalpreis: 18 EUR
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
09./ 10. APR 2026
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Cristian Măcelaru Dirigent
Antoine Tamestit Viola
Alfred Schnittke
Konzert für Viola und Orchester
Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie g-Moll KV 183
Arthur Honegger
3. Sinfonie (»Liturgique«)
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum
PERSPEKTIVWECHSEL ein: Töne in Todesnähe – zu Nahtoderfahrungen
und musikalischer Halluzination mit dem
Neuropsychologen Dr. Birk Engmann
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
MO — 19 UHR
BARLACH-EBENE
13. APR 2026
AFTER WORK CONCERT
Brass Delikatessen
Gewandhaus Brass Quintett
Lukas Beno Trompete
Jonathan Müller Trompete
Jan Wessely Horn
Tobias Hasselt Posaune
David Cribb Tuba
Werke von
Leonard Bernstein, Franz Liszt,
Felix Mendelssohn Bartholdy, Jan Koetsier,
John Cheetham, Anders Soldh, Paul Nagle
u. a.
Normalpreis: 20 EUR
Antoine Tamestit
197
APRIL
DO — 19 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
16. APR 2026
C L A S H ! ?
GewandhausKinderchor
und Gäste
Leipziger Schülerinnen
und Schüler
Frank-Steffen Elster Leitung
Wir öffnen die Bühne für Wünsche, Träume,
Gefühle und Missverständnisse aller Art.
Workshops, Wettbewerb und Konzert drehen
sich um die Themen, die Jugendliche heute bewegen.
Wir wollen vielfältige Stimmen und einen regen
und kontroversen Austausch zwischen diesen
Stimmen fördern.
Empfohlen ab 12 Jahren
Normalpreis: 8 EUR
DO/FR/SO — 19.30/19.30/11 UHR
GROSSER SAAL
16./ 17./ 19. APR 2026
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Herbert Blomstedt Dirigent
Anton Bruckner
4. Sinfonie Es-Dur WAB 104
(»Romantische«)
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr (DO/FR) und 10.15 Uhr (SO)
im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum
NACHKLANG ein: Kommen Sie ins Gespräch mit Musikerinnen
und Musikern des Gewandhausorchesters.
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
CLASH!? im April 2023
198
APRIL
Martha Argerich
SA — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
18. APR 2026
KLAVIERABEND
Martha Argerich Klavier
Sophie Pacini Klavier
Franz Liszt
Les Préludes – 3. Sinfonische Dichtung S 97
Johannes Brahms
Variationen über ein Thema von Joseph Haydn
für zwei Klaviere op. 56b
Dmitri Schostakowitsch
Concertino für zwei Klaviere a-Moll op. 94
Claude Debussy
Prélude à l’après-midi d’un faune
(Fassung für zwei Klaviere)
Wolfgang Amadeus Mozart
Sonate für Klavier zu vier Händen D-Dur
KV 381 (KV 123a)
Franz Liszt
Concerto pathétique S 258 für zwei Klaviere
Normalpreis: 50/40/35/30/20/6 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
19. APR 2026
QUARTETTGESELLSCHAFT
Juilliard String Quartet
Areta Zhulla Violine
Ronald Copes Violine
Molly Carr Viola
Astrid Schween Violoncello
Ludwig van Beethoven
Streichquartett B-Dur op. 130
Jörg Widmann
8. Streichquartett
(Studie über Beethoven III)
Cavatina – 10. Streichquartett
(Studie über Beethoven V)
Ludwig van Beethoven
Große Fuge B-Dur op. 133
Im Anschluss an das Konzert Gespräch
mit Künstlerinnen und Künstlern des Abends
und Julia Kiefner im Leo-Schwarz-Foyer.
Normalpreis: 24/20 EUR
Juilliard String Quartet
199
APRIL
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
23./24. APR 2026
GROSSES CONCERT
GROSSES CONCERT
DER GESELLSCHAFT DER FREUNDE
DES GEWANDHAUSES ZU LEIPZIG E. V.
Gewandhausorchester
Andris Nelsons Dirigent
Klaus Florian Vogt Tenor (Siegmund)
Sarah Wegener Sopran (Sieglinde)
Vitalij Kowaljow Bass (Hunding)
Robert Schumann
1. Sinfonie B-Dur op. 38
(»Frühlingssinfonie«)
Richard Wagner
1. Akt aus der Oper »Die Walküre«
WWV 86B
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Präsentiert von der Gesellschaft der Freunde
des Gewandhauses zu Leipzig
SA — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
25. APR 2026
ORGELKONZERT
ZUM 40-JÄHRIGEN DIENSTJUBILÄUM
VON GEWANDHAUSORGANIST
MICHAEL SCHÖNHEIT
Die sinfonische Orgel
Michael Schönheit Orgel
Franz Liszt
Präludium und Fuge über B-A-C-H S 260
Fantasie und Fuge über den Choral
»Ad nos, ad salutarem undam«
Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552
Charles-Marie Widor
5. Sinfonie für Orgel f-Moll op. 42/1
Konzerteinführung mit Michael Schönheit
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 18 EUR
SA — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
25. APR 2026
A L T E M U S I K
BRANDENBURGISCHE KONZERTE
IM KONTEXT III
Neues Bachisches Collegium Musicum
Reinhard Goebel Dirigent
Johann Ludwig Krebs
Concerto für Cembalo, Traversflöte
und Streicher h-Moll
Johann Sebastian Bach
5. Brandenburgisches Konzert D-Dur
BWV 1050
Christoph Schaffrath
Sonata a 4 für drei Violinen und Basso
continuo
Andris Nelsons
200
APRIL
François Couperin
Sonate für zwei Violinen, zwei Viole da gamba
und Basso continuo (»La Sultane«)
Johann Sebastian Bach
6. Brandenburgisches Konzert B-Dur
BWV 1051
Normalpreis: 30 EUR
Klaus Florian Vogt
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
26. APR 2026
KAMMERMUSIK
Klaus Florian Vogt Tenor
Gewandhaus-Oktett
Andreas Seidel Violine
Karl Heinrich Niebuhr Violine
Vincent Aucante Viola
Veronika Wilhelm Violoncello
Christian Ockert Kontrabass
Peter Schurrock Klarinette
David Petersen Fagott
Bernhard Krug Horn
Franz Schubert
Die schöne Müllerin D 795 (Liederzyklus
für Tenor und Kammerensemble arrangiert
von Andreas N. Tarkmann)
Normalpreis: 17/13 EUR
MI — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
29. APR 2026
M U S I C A N O V A
Ensemble
Julia Sophie Wagner Sopran
Ensemble Avantgarde
Steffen Schleiermacher
Klavier/Leitung/Moderation
Georg Katzer
Sechs Bagatellen
Reiner Bredemeyer
Lieder mit Gitarre
Isang Yun
Gagok
Wolfgang Rihm
Antlitz
Friedrich Goldmann
Herzstück
Steffen Schleiermacher
Herakles
Normalpreis: 14 EUR
DO — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
30. APR 2026
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Petr Popelka Dirigent
Andreas Buschatz Violine
Béla Bartók
2. Konzert für Violine und Orchester Sz 112
Claude Debussy
Jeux – Tanzpoem in einem Akt
Maurice Ravel
La valse – Poème choréographique pour orchestre
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
201
MAI
FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
01. MAI 2026
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Petr Popelka Dirigent
Andreas Buschatz Violine
Béla Bartók
2. Konzert für Violine und Orchester Sz 112
Claude Debussy
Jeux – Tanzpoem in einem Akt
Maurice Ravel
La valse – Poème choréographique
pour orchestre
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert laden wir zum PERSPEKTIV-
WECHSEL ein: Töne im Spiel – warum wir spielen und
inwiefern Musik »spielt« mit dem Philosophen und Spieltheoretiker
Dr. Christian Klager
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
SA — 16 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
02. MAI 2026
ERLEBNISKONZERT
Keloglan und die 40 Räuber
nach einem Märchen aus Anatolien
Mitglieder
des Gewandhausorchesters
Sinem Altan Klavier
Ensemble Olivinn
Sinem Altan
Keloglan und die 40 Räuber
Blechbläser des Gewandhausorchesters treffen auf
traditionelle türkische Instrumente
Empfohlen ab 5 Jahren
Normalpreis: 14 EUR
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Leipzig.
Gewandhausorchester
202
MAI
SO — 16 UHR
GROSSER SAAL
03. MAI 2026
SALONMUSIK
Frühlingskonzert
»Mit Musik geht alles besser« –
mit CAPPUCCINO in den Mai
Salonorchester CAPPUCCINO
Albrecht Winter Leitung
Normalpreis: 28 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
03. MAI 2026
CHÖRE
Von der Liebe
GewandhausJugendchor
Mitglieder
des Gewandhausorchesters
Theresa Heidler Orgel/Klavier
Frank-Steffen Elster Leitung
Johannes Weyrauch
Eine Kantate von der Liebe WeyWV 93a
für gemischten Chor, Streicher und Orgel
sowie Chormusik über die Liebe von
John Dowland, Johannes Brahms,
Benjamin Britten, Paul Hindemith,
Eric Whitacre u. a.
Normalpreis: 14 EUR
Grigory Sokolov
MI — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
06. MAI 2026
KLAVIERABEND
Grigory Sokolov Klavier
Das Programm wird zu einem späteren
Zeitpunkt bekanntgegeben.
Normalpreis: 50/40/35/30/20/6 EUR
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
10. MAI 2026
KAMMERMUSIK
Gewandhaus-Quartett
Frank-Michael Erben Violine
Yun-Jin Cho Violine
Vincent Aucante Viola
Isang Enders Violoncello
Ludwig van Beethoven
Streichquartett c-Moll op. 18/4
Streichquartett Es-Dur op. 74
(»Harfenquartett«)
Streichquartett a-Moll op. 132
Normalpreis: 17/13 EUR
203
MAI
SO — 18 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
17. MAI 2026
QUARTETTGESELLSCHAFT
Yulianna Avdeeva
DO/FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
14./ 15. MAI 2026
FOKUS: »TACHELES« – JAHR DER JÜDISCHEN
KULTUR IN SACHSEN 2026
Quatuor Danel
Marc Danel Violine
Gilles Millet Violine
Vlad Bogdanas Viola
Yovan Markovitch Violoncello
Marc-André Hamelin Klavier
Dmitri Schostakowitsch
Quintett für Klavier, zwei Violinen,
Viola und Violoncello g-Moll op. 57
Alfred Schnittke
Quintett für Klavier, zwei Violinen,
Viola und Violoncello
Mieczysław Weinberg
Quintett für Klavier, zwei Violinen,
Viola und Violoncello f-Moll op. 18
Normalpreis: 24/20 EUR
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Andris Nelsons Dirigent
Yulianna Avdeeva Klavier
Sergej Rachmaninoff
2. Konzert für Klavier und Orchester
c-Moll op. 18
Dmitri Schostakowitsch
10. Sinfonie e-Moll op. 93
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Quatuor Danel
204
MAI
SO — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
24. MAI 2026
ORGELKONZERT | CHÖRE
FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT
»By the Rivers of Babylon«
Psalm 137 vom Psalmton bis Boney M.
Solistinnen und Solisten
GewandhausChor
Michael Schönheit Orgel
Gregor Meyer Leitung
Werke von
Johann Adam Reincken, Johann Sebastian
Bach, Franz Liszt, Arvo Pärt, Boney M.
u. a.
Normalpreis: 18 EUR
SA/SO — 16 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
30./31. MAI 2026
CHÖRE
Von Zwergen, Riesen und Kindern –
Szenische Produktion
GewandhausKinderchor
Mitglieder des Gewandhausorchesters
Frank-Steffen Elster Leitung
Philipp J. Neumann Inszenierung/Bühnenbild
Karoline Schreiber Kostüme
Frank-Steffen Elster
Von Zwergen, Riesen und Kindern –
Eine Kinderoper frei nach Kunstmärchen
von Oscar Wilde (Auftragswerk des
Gewandhausorchesters, Uraufführung 2017,
Neuinszenierung 2026)
Normalpreis: 20 EUR
Kompositionsauftrag des Gewandhauses zu Leipzig,
finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung
GewandhausKinderchor
205
JUNI
SA — 10 UHR
GEWANDHAUS
06. JUN 2026
MUSIKFEST FÜR ALLE
Ein Tag im Gewandhaus für Jung
und Alt zum Hören und Staunen
Eintritt frei
KONZERTE IM RAHMEN
DES BACHFESTES
DO — 20 UHR
GROSSER SAAL
11. JUN 2026
KLAVIERABEND
Zyklus Bachs Clavierübungen
Sir András Schiff Klavier
Johann Sebastian Bach
Clavierübung Teil I: 6 Partiten
BWV 825–830
Normalpreis: 65/52/39/25 EUR inkl. VVK-Gebühr
Karten ab Mitte November 2025 unter
www.bachfestleipzig.de
SO — 16 UHR
GROSSER SAAL
07. JUN 2026
ORGELSTUNDE
Romantische Orgelsonaten
Michael Schönheit Orgel
Felix Mendelssohn Bartholdy
Sonate für Orgel B-Dur op. 65/4
MWV W 59
Julius Reubke
Sonate für Orgel c-Moll (»Der 94. Psalm«)
Alexandre Guilmant
1. Sonate für Orgel d-Moll op. 42
Normalpreis: 8 EUR
Sir András Schiff
206
JUNI
SA — 16 UHR
GROSSER SAAL
13. JUN 2026
KLAVIERABEND
Zyklus Bachs Clavierübungen
Sir András Schiff Klavier
Johann Sebastian Bach
Clavierübung Teil II: Partita h-Moll BWV 831
(»Ouvertüre nach französischer Art«)
Italienisches Konzert BWV 971
Clavierübung Teil IV: Aria mit 30 Veränderungen
BWV 988 (»Goldberg-Variationen«)
Normalpreis: 65/52/39/25 EUR inkl. VVK-Gebühr
Karten ab Mitte November 2025 unter
www.bachfestleipzig.de
SO — 14 UHR
LUTHERKIRCHE LEIPZIG
14. JUN 2026
A L T E M U S I K
Neues Bachisches Collegium Musicum
Mahan Esfahani Cembalo
Reinhard Goebel Dirigent
Johann Adolph Scheibe
Sinfonie B-Dur
Johann Gottfried Müthel
Concerto für zwei Fagotte, Streicher
und Basso continuo Es-Dur
Johann Philipp Kirnberger
Sinfonia con Fuga c-Moll
Johann Ludwig Krebs
Concerto für Cembalo, Traversflöte
und Streicher h-Moll
Johann Gottlieb Goldberg
Konzert für Cembalo, Streicher und
Basso continuo d-Moll
Normalpreis: 65/49/25 EUR inkl. VVK-Gebühr
Karten ab Mitte November 2025 unter
www.bachfestleipzig.de
SO — 16 UHR
GROSSER SAAL
14. JUN 2026
ORGELSTUNDE
Mit Bach in Italien
Michael Schönheit Orgel
Johann Sebastian Bach
Italienisches Konzert BWV 971
(Fassung für Orgel)
Concerto in d-Moll BWV 596
Pastorella F-Dur BWV 590
Concerto in a-Moll BWV 593
Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564
Normalpreis: 8 EUR
DI — 17 UHR
GROSSER SAAL
16. JUN 2026
KLAVIERABEND
Zyklus Bachs Clavierübungen
Sir András Schiff Klavier
Johann Sebastian Bach
Die Kunst der Fuge BWV 1080
Normalpreis: 65/52/39/25 EUR inkl. VVK-Gebühr
Karten ab Mitte November 2025 unter
www.bachfestleipzig.de
207
JUNI
DO/FR/SO — 19.30/19.30/11 UHR
GROSSER SAAL
18./ 19./21. JUN 2026
GROSSES CONCERT
Steffen Schleiermacher
MI — 19.30 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
17. JUN 2026
M U S I C A N O V A
George Crumb & John Cage
Ralf Mielke Flöte
Matthias Kreher Klarinette
Andreas Seidel Violine
Steffen Schleiermacher Klavier/Moderation
John Cage
Six melodies
George Crumb
Five pieces for piano
John Cage
Nocturne
George Crumb
Night Music II
John Cage
Suite for Toy Piano
George Crumb
Eleven Echoes
Normalpreis: 14 EUR
IM RAHMEN DES BACHFESTES
FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT
Gewandhausorchester
Andris Nelsons Dirigent
Yunchan Lim Klavier
Arvo Pärt
Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte …
Robert Schumann
Konzert für Klavier und Orchester
a-Moll op. 54
Arvo Pärt
Collage über B-A-C-H
Robert Schumann
2. Sinfonie C-Dur op. 61
Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann
um 18.45 Uhr (DO/FR) und 10.15 Uhr (SO) im Schumann-Eck
Im Anschluss an das Konzert am Freitag laden wir zum
NACHKLANG ein: Kommen Sie ins Gespräch mit Musikerinnen
und Musikern des Gewandhausorchesters.
Normalpreis: 80/61/49/37/23/6 EUR
Yunchan Lim
208
JUNI
SA — 19/21.30 UHR
MUSEUM DER BILDENDEN KÜNSTE LEIPZIG
20. JUN 2026
CHÖRE
FOKUS: GEWANDHAUSKOMPONIST ARVO PÄRT
Astonishing Estonia – Chormusik
aus Estland trifft Improvisationen
GewandhausChor
Gregor Meyer Leitung
Duo Stiehler/Lucaciu
Sascha Stiehler Klavier
Antonio Lucaciu Saxofon
Werke von
Arvo Pärt, Cyrillus Creek, Veljo Tormis
Normalpreis: 18 EUR
SA — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
20. JUN 2026
ORGELKONZERT
GewandhausChor im Museum der bildenden Künste Leipzig
SA/SO — 16/11 UHR
MENDELSSOHN-SAAL
20./21. JUN 2026
SALONMUSIK
Das gibt’s nur einmal:
Zwischen Fichtelberg und Kap Arkona –
»Kaffeehaus« in Ostdeutschland
Salonorchester CAPPUCCINO
Albrecht Winter Leitung
Normalpreis: 29/23 EUR
IM RAHMEN DES BACHFESTES
Mit Bach in Paris
Michael Schönheit Orgel
Johann Sebastian Bach
Fantasie G-Dur BWV 572 (»Pièce d’Orgue«)
César Franck
Pièce héroïque | 1. Choral E-Dur
Prélude, fugue et variation h-Moll op. 18
Johann Sebastian Bach
Passacaglia c-Moll BWV 582
César Franck
2. Choral h-Moll
Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge a-Moll BWV 543
César Franck
3. Choral a-Moll
Konzerteinführung mit Michael Schönheit
um 18.45 Uhr im Schumann-Eck
Normalpreis: 18 EUR
209
JUNI/JULI
FR — 19.30 UHR
GROSSER SAAL
26. JUN 2026
GROSSES CONCERT
Gewandhausorchester
Andris Nelsons Dirigent
Lang Lang Klavier
Ludwig van Beethoven
Ouvertüre zum Ballett
»Die Geschöpfe des Prometheus« op. 43
3. Konzert für Klavier und Orchester
c-Moll op. 37
5. Konzert für Klavier und Orchester
Es-Dur op. 73
Normalpreis: 150/120/100/85/75/60 EUR
Präsentiert von ACL
FR/SA — 20.30 UHR
OPEN-AIR-BÜHNE IM ROSENTAL
03./04. JUL 2026
GROSSES CONCERT
KLASSIK AIRLEBEN
Gewandhausorchester
Sakari Oramo Dirigent
Familiennachmittag am Sonnabend ab 16 Uhr
Eintritt frei
Präsentiert von PORSCHE
Lang Lang
210
JUNI/JULI
211
212
SERVICE
213
Unser Abonnement-
Angebot für Sie:
• 6 oder 3 Konzerte auf Ihrem Stammplatz
• Vorkaufsrecht für alle Saisonhöhepunkte
• 30% Preisvorteil gegenüber Einzelverkauf
• kostenfreie Anreise mit Bus & Bahn
• gratis: Gewandhausmagazin und digitales
Abendprogrammheft
• Zugang zum Vorteilsprogramm »Mein Gewandhaus«
www.gewandhausorchester.de/abo
214
SERVICE
Ihr Ticketservice
IHRE KARTENBESTELLUNG
T +49 341 1270-280
F +49 341 1270-222
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GEWANDHAUSKASSE
Öffnungszeiten:
– Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, an
Konzerttagen durchgehend bis Konzertbeginn
– Sonnabend von 10 bis 14 Uhr
sowie immer eine Stunde vor Konzertbeginn
Vom 30. Juni bis 17. August 2025 haben wir
Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr für Sie
geöffnet. In diesem Zeitraum ist die Gewandhauskasse
am Sonnabend geschlossen.
WEBSHOP
Auf www.gewandhausorchester.de können Sie
bequem von zu Hause aus Konzertkarten, Ihre
Gewandhausorchestercard oder ein Abonnement
bestellen. Zahlungen sind per Kreditkarte
(VISA Card & Master Card), Google Pay
und Klarna möglich. Sie können zwischen
Zusendung der Tickets, Abholung an der
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und digitalen Tickets (Wallet, mobile tickets,
print@home) wählen.
POSTADRESSE
Gewandhaus zu Leipzig
Gewandhauskasse
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VERKAUFSSTART
Der Freiverkauf für die Konzerte der Saison
2025/2026 startet am 21. Juni 2025. Schriftliche
Reservierungsanfragen vor dem Verkaufsstart
sind leider nicht möglich. Aufgrund von
Abonnements und Gruppenbuchungen können
einzelne Konzerte bereits ausgebucht sein.
GRUPPENBESTELLUNGEN
Bei einer Bestellung ab 15 Personen pro Veranstaltung
steht Ihnen unsere Mitarbeiterin
in der Großkundenbetreuung zur Verfügung:
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im Mendelssohn-Foyer zur Verfügung.
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sowie vor Großen Concerten
am Donnerstag und Freitag von 12 bis 19.30 Uhr
– vom 30. Juni bis 17. August 2025
Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr.
ERMÄSSIGUNGEN
Wir bieten für berechtigte Personen grup pen
Rabatte auf den Kartenpreis an. Der Ermäßigungsnachweis
ist unserem Einlasspersonal
unaufgefordert vorzuzeigen.
Junge Besucher/-innen bis 29 Jahre 30 %
Personen mit Leipzig-Pass 50 %
Schwerbehinderte Konzertbesucher/
-innen 20 %
215
Mehr Informationen zu unseren
Gewandhausorchester Cards 20, 50 und 100:
gewandhausorchester.de/card
SERVICE
Sollte Ihr Schwerbehindertenausweis die Kennzeichnung
»B« ausweisen, ist das Ticket für
Ihre Begleitperson kostenfrei.
Ermäßigungen erhalten Sie für die meisten
Eigenveranstaltungen des Gewandhauses.
Ob dies für die gewünschte Veranstaltung
zutrifft, erfahren Sie in unserem Jahresheft
direkt bei der Veranstaltung, online in unserem
Veranstaltungskalender unter www.
gewandhausorchester.de sowie bei unseren
Mitarbeiter/-innen der Gewandhauskasse.
Als Empfänger/-in von Grundsicherung
können Sie am Konzerttag Eintrittskarten zu
3 EUR erwerben. Eine vorherige Reservierung
dieser Karten ist nicht möglich.
Regelungen zu Ermäßigungen:
- Ausgenommen von allen Ermäßigungen sind
die Karten der Preisgruppe 5.
- Eine nachträgliche Ermäßigung auf bereits
bezahlte Konzertkarten ist nicht möglich.
- Ermäßigungen sind nicht miteinander kombinierbar.
- Rollstuhl- und Begleitplätze sind nur über die
Gewandhauskasse erhältlich.
KLASSIKMATCH CARD
Für junge Erwachsene bis einschließlich
29 Jahre zum einmaligen Festpreis von 20 EUR
für eine Konzertsaison. Berechtigt zum Erwerb
von Eintrittskarten zu 15 EUR im Vorverkauf
(ausgenommen Preisgruppe »Premium«)
ab zwei Monate vor Veranstaltungsbeginn und
zu 10 EUR an der Abendkasse im Rahmen der
noch verfügbaren Eintrittskarten. Erworbene
Karten sind von Umtausch und Rückgabe ausgeschlossen.
Die KlassikMatch Card besitzt
keine Gültigkeit für Sonderveranstaltungen
wie zum Beispiel die Konzerte mit Bachs
Weihnachts-Oratorium und Passionen zum
Osterfest sowie Beethovens 9. Sinfonie zum
Jahreswechsel. Die Card berechtigt zum
Erwerb von Eintrittskarten sowohl im Gewandhaus
als auch in der Oper Leipzig im
Rahmen der dort geltenden Regelungen zu
KlassikMatch.
TICKETBÖRSE
Sie können ein Konzert nicht wie geplant besuchen
oder sind auf der Suche nach Konzertkarten
für bereits ausgebuchte Veranstaltungen?
Unsere Ticketbörse bietet Ihnen die Gelegenheit,
mit Interessent/-innen in Kontakt zu treten
und Ihre Karten zu verkaufen, zu tauschen
oder zu verschenken bzw. Tickets für bereits
ausgebuchte Veranstaltungen zu erwerben. Sie
finden diese online unter: www.gewandhausorchester.de/spielplan/ticketboerse
WEITERE VORVERKAUFSSTELLEN
Ticketgalerie im LVZ Foyer
Peterssteinweg 19, T +49 800 2181050
Ticketgalerie im Barthels Hof
Hainstraße 1, T +49 800 2181050
Musikalienhandlung M. OELSNER
Schillerstraße 5, T +49 341 9605656
MDR Ticket-Galerie
Hainstraße 1, T +49 341 141414
Bach-Archiv Leipzig
Thomaskirchhof 15/16, T +49 341 9137207
Thomasshop
Thomaskirchhof 18, T +49 341 22224200
KONZERTDAUER
Jedes Konzert ist ein einmaliges Erlebnis,
dessen Dauer auch von nicht plan baren Faktoren
beeinflusst wird. So kann beispiels weise
217
gültig für Oper Leipzig und
Gewandhaus zu Leipzig
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*Für Junge Erwachsene bis einschließlich 29 Jahre zum einmaligen Festpreis von 20 EURO für eine Spielzeit. Die Card berechtigt zum Erwerb von Eintrittskarten
sowohl in der Oper Leipzig als auch im Gewandhaus zu Leipzig im Rahmen der dort geltenden Regelungen zu KlassikMatch. Mehr Informationen
unter klassikmatch.de
218
SERVICE
die Aufführungsdauer von Werken inter preta
tionsbedingt variieren oder ein/-e Solist/-in
spontan eine Zugabe darbieten. Fragen zur
ungefähren Dauer und Schlusszeit eines Konzerts
beantworten Ihnen gerne die Mitarbeiter/-
innen der Gewandhauskasse.
AKTUELLER SPIELPLAN
Tagesaktuelle Informationen über die Konzerte
und Veranstaltungen im Gewandhaus finden
Sie unter: www.gewandhausorchester.de
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Jeder Gutschein ist ab dem Ausstellungsdatum
drei Jahre bis zum jeweiligen Jahresende
gültig.
EINRUFZEICHEN
Wir bitten Sie mit den ersten Takten der
1. Sinfonie B-Dur op. 38 von Robert Schumann
im Großen Saal Platz zu nehmen. Das
Rufzeichen wurde von den Blechbläsern des
Gewandhausorchesters eingespielt und erklingt
seit der Eröffnung des Gewandhauses
im Jahre 1981. Im Mendelssohn-Saal hören
Sie als Einrufzeichen die Anfangs takte des Liedes
»Gruß« von Felix Mendelssohn Bartholdy
auf einen Text von Heinrich Heine (»Leise
zieht durch mein Gemüt …«), eingespielt von
der russischen Pianistin Elisabeth Leonskaja
anlässlich des Festkonzerts zum 150. Todestag
Mendelssohns am 28. September 1997.
Als Telefonwarteschleifenmusik erklingt ein
Harfensolo, das die Soloharfenistin Gabriella
Victoria gemeinsam mit Juan Antonio Garcia
Diaz (Mendelssohn-Orchesterakademie) im
Dezember 2019 eingespielt hat.
BARRIEREFREIHEIT
Wir möchten allen Konzertbesucher/-innen
den Zugang zu Konzerten so angenehm wie
möglich gestalten. Unsere Mitarbeiter/-innen
helfen Ihnen jederzeit – bitte sprechen Sie
uns gerne an.
ROLLSTUHLFAHRER
Für Rollstuhlfahrer/-innen steht eine begrenzte
Anzahl an Plätzen zur Verfügung,
die mit Aufzügen erreichbar sind. Bitte
entnehmen Sie den Saalplänen des Großen
Saals sowie des Mendelssohn-Saals, wo sich
Plätze für Rollstuhlfahrer/-innen befinden.
Die Anzahl verfügbarer Rollstuhlplätze kann
je nach Veranstaltung variieren. Beachten Sie,
dass sich die Plätze für die Begleitpersonen
zum Teil nicht direkt neben dem Rollstuhlplatz,
jedoch in unmittelbarer Nähe befinden.
Für alle Eigenveranstaltungen des Gewandhauses
erhalten Rollstuhlfahrer/-innen einen
kostenfreien Begleitplatz (sofern Kennzeichen
»B« vorhanden).
Behindertengerechte Toiletten mit Euroschließsystem
stehen Ihnen im Hauptfoyer
am Durchgang zum Mendelssohn-Foyer
(Erd geschoss) sowie am Mendelssohn-Saal
im Leo-Schwarz-Foyer links zur Verfügung.
In der Tiefgarage Augustusplatz gibt es
219
Unsere Stühle
suchen Paten
„Ich finde es sehr gut, das Gewandhaus auf diese Weise unkompliziert
unterstützen zu können und gleichzeitig meine ganz persönliche
Verbundenheit auszudrücken. Das Gewandhaus wurde
an meinem 14. Geburtstag eröffnet und ist seitdem für mich ein
äußerst wichtiger Platz, um an der Musik teilzuhaben.“
Kerstin Stephan, Stuhlpatin
Besuchen Sie uns auf unserer Website und
wählen Sie Ihren Wunschplatz direkt aus:
www.gewandhausorchester.de/stuhlpatenschaft
SERVICE
speziell ausgewiesene Parkplätze für schwerbehinderte
Gäste. Von dort aus ist das Gebäude
barrierefrei zu erreichen.
HÖRBEEINTRÄCHTIGTE KONZERT-
BESUCHER/-INNEN
Der Große Saal und der Mendelssohn-Saal
sind mit Induktionsschleifen ausgerüstet.
Über geeignete Plätze informieren wir Sie
unter www.gewandhausorchester.de/kontakt/
barrierefreiheit, telefonisch unter:
+49 341 1270-280 sowie vor Ort an der Gewandhauskasse.
Bitte stellen Sie Ihr Hörgerät
für induktives Hören ein.
IHRE MEINUNG IST UNS WICHTIG
Die Zufriedenheit unserer Gäste ist uns
ein großes Anliegen. Um zu erfahren, was
Ihnen wichtig ist, führen wir regelmäßig
Besucherbefragungen durch. Für Ihre
schriftliche Anregung und Kritik stehen
Vor drucke und Einwurfkästen im Hauptfoyer
und im Mendelssohn-Foyer bereit. Alternativ
nehmen wir Ihre Hinweise sehr gern
per E-Mail unter folgender Adresse entgegen:
Feedback@gewandhaus.de.
SEHBEEINTRÄCHTIGTE KONZERT-
BESUCHER/-INNEN
Gäste, die ein Konzert alleine besuchen
möchten und auf die Begleitung eines Blindenhundes
angewiesen sind, können diesen
mit ins Konzert nehmen. Informieren Sie
uns darüber bitte gleich beim Ticketkauf.
Wir empfehlen Ihnen gern entsprechende
Plätze – aus Erfahrung sind Randplätze
besonders gut geeignet.
SOZIALE NETZWERKE
Das Gewandhausorchester bei Facebook, Twitter, Instagram, YouTube und im Tour-Blog:
www.instagram.com/gewandhausorchester
www.facebook.com/gewandhausorchester
www.twitter.com/gewandhaus
www.youtube.com/gewandhausleipzig
www.linkedin.com/company/gewandhaus
www.gewandhausorchester.de/blog
221
Saalplan
Großer Saal
1902 Plätze
222
Saalplan
Mendelssohn-Saal
502 Plätze
Preisgruppe 1 Preisgruppe 2
223
SERVICE
Öffentliche Führungen
Treffpunkt: Mendelssohn-Foyer
Normalpreis: 10 EUR pro Person
FLEX-Preis: 11 EUR pro Person
SEPTEMBER 2025
DO 11.09.2025 ab 12.30 Uhr
DO 18.09.2025 ab 12.30 Uhr
OKTOBER 2025
DO 02.10.2025 ab 12.30 Uhr
DO 16.10.2025 ab 12.30 Uhr
DO 23.10.2025 ab 12.30 Uhr
DO 30.10.2025 ab 12.30 Uhr
NOVEMBER 2025
DO 06.11.2025 ab 12.30 Uhr
SA 29.11.2025 ab 14 Uhr
DEZEMBER 2025
DO 04.12.2025 ab 12.30 Uhr
SA 06.12.2025 ab 14 Uhr
FEBRUAR 2026
DO 05.02.2026 ab 12.30 Uhr
DO 19.02.2026 ab 12.30 Uhr
DO 26.02.2026 ab 12.30 Uhr
MÄRZ 2026
DO 05.03.2026 ab 12.30 Uhr
DO 12.03.2026 ab 12.30 Uhr
SO 22.03.2026 ab 14 Uhr
APRIL 2026
DO 09.04.2026 ab 12.30 Uhr
DO 16.04.2026 ab 12.30 Uhr
DO 30.04.2026 ab 12.30 Uhr
JUNI 2026
DO 18.06.2026 ab 12.30 Uhr
Die Teilnahme an einer Führung ist auch mit Rollstuhl, Rollator und Kinderwagen möglich.
INDIVIDUELLE
FÜHRUNGEN
Leipzig erleben GmbH
Frau Richter/Herr Behrends
T +49 341 7104-237/-230
F +49 341 7104-231
info@leipzig-erleben.com
www.leipzig-erleben.com
FÜHRUNGEN FÜR KITA- UND
SCHULGRUPPEN
Gewandhaus zu Leipzig
Musikvermittlung
T +49 341 1270-319
impuls@gewandhaus.de
www.gewandhausorchester.de/impuls/fuehrungen
224
SERVICE
Orgelpräsentationen
Normalpreis: 5 EUR
FLEX-Preis: 6 EUR
Tickets über die Gewandhauskasse
Dauer: ca. 1 h
Jeweils um 14.45 Uhr | Großer Saal
ORGELPRÄSENTATIONEN FÜR ERWACHSENE
19. OKT 2025
15. FEB 2026
07. JUN 2026
ORGELPRÄSENTATIONEN FÜR FAMILIEN
01. FEB 2026
14. JUN 2026
225
SERVICE
Anfahrt
7
HAUPTBAHNHOF
Tröndlinring
8
Willy-Brandt-Platz
Goerdelerring
6
MUSEUM
DER BILDENDEN
KÜNSTE
Georgiring
Di trichring
5
MARKT
ALTES
RATHAUS
NIKOLAI˜
KIRCHE
OPER
LEIPZIG
Martin-Luther-Ring
THOMAS˜
KIRCHE
3
BURGPLATZ
UNIVERSITÄT
LEIPZIG
MORITZBASTEI
1
GEWANDHAUS
AUGUSTUS
PLATZ
2
4
NEUES RATHAUS
Martin-Luther-Ring
WILHELM˜
LEUSCHNER˜
PLATZ
Roßplat z
226
SERVICE
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Anfahrt mit dem PKW
KONZERTKARTE ALS FAHRKARTE
Alle Konzertkarten für Eigenveranstaltungen
des Gewandhauses (außer print@home-
Tickets) sowie alle Abonnementausweise für
Gewandhaus-Konzerte gelten jeweils 3 Stunden
vor und nach dem Konzert als Fahrausweise
im Liniennetz der Leipziger Verkehrsbetriebe
und in der MDV-Zone 110 sowie einer
angrenzenden Zone (151, 156, 162, 164, 168).
Fahrplanauskunft: T +49 341 19449
STRASSENBAHN:
Linien 4, 7, 8, 10, 11, 12, 14, 15, 16,
Haltestelle »Augustusplatz«
S -B A H N :
Linien S1, 2, 3, 4, 5, Haltestelle »Markt«
(10 Minuten fußläufig)
BUS:
Linien 72, 73 und 89, Haltestelle
»Hauptbahnhof«
B A H N :
10 Minuten fußläufig vom Hauptbahnhof
Aus Richtung Berlin kommend über die A9
am Schkeuditzer Kreuz auf die A14 wechseln,
Abfahrt Leipzig-Mitte, der Beschilderung B2
in Richtung Leipzig Zentrum folgen.
Aus Richtung München kommend über die
A9 am Autobahnkreuz Rippachtal auf die
A38 wechseln, Abfahrt Leipzig-Süd, der B2
in Richtung Zentrum folgen.
Aus Richtung Magdeburg über die A14 kommend
Abfahrt Leipzig-Mitte, B2 in Richtung
Leipzig-Zentrum.
Aus Richtung Dresden über die A14 kommend,
Abfahrt Leipzig-Nordost, B87 in Richtung
Leipzig-Zentrum.
PARKMÖGLICHKEITEN:
1 Tiefgarage Augustusplatz
2 Tiefgarage Alte Post
3 Tiefgarage Petersbogen
4 Tiefgarage Burgplatz
5 Tiefgarage Marktgalerie
6 Parkhaus Am Museumswinkel
7 Parkhaus West Promenaden Hauptbahnhof
8 Parkhaus Ost Promenaden Hauptbahnhof
9 Parkhaus Neumarkt
227
SERVICE
Verwaltung
GEWANDHAUS ZU LEIPZIG
EIGENBETRIEB DER STADT LEIPZIG
GEWANDHAUSDIREKTOR
Prof. Andreas Schulz
VERWALTUNGSDIREKTOR
Prof. Dr. Gereon Röckrath
B Ü R O D E S
GEWANDHAUSKAPELLMEISTERS/
GEWANDHAUSDIREKTORS
Klara Kluge
Miriam Sühnel
B Ü R O D E S
VERWALTUNGSDIREKTORS
Lorenz Köhnlein
KONZERTBÜRO
Tobias Niederschlag Leitung
Ineke Borchert
Julia Kiefner
Leonie Betat
Henning Meyer
Niklas Schächner
Jürgen Steudtner
Annegret Suske
Conrad Suske
Dr. Ann-Katrin Zimmermann
MUSIKVERMITTLUNG
Franziska Kloos Leitung
Johanna Rost
Johanna Thomanek
ORCHESTERBÜRO
Marco Eckertz Leitung
Nele Kemmerich Leitung
Mendelssohn-Orchesterakademie
Daniel Richwien
Tatjana Irmscher
Miriam Voltz
CHORBÜRO
Katharina Rosenkranz Leitung
Antonia Andrae
Mareike Suck
Constanze Wolff
Theresa Heidler Korrepetitorin
Walter Zoller Korrepetitor
PUBLIC RELATIONS
Dirk Steiner Leitung
Stev Wackerhagen
MARKETING/VERTRIEB
Sabīne Ozolin.a Leitung
Jakob Stiller
Katharina Bott
Kerstin Heger
Uta Riemer
Richard Rosahl
Nadja Sternberg
Vera Fiedler
Anke Kubeczka
Ina Stolle
Claudia Zahedi
Beate Zinnert
FUNDRAISING
Christian Fanghänel Leitung
Eva Grumeth
Peggy Melzer
Diana Otte
Nele Schulz
Jenny Velazquez Cardona
GEWANDHAUSARCHIV
Claudius Böhm Leitung
Sarah Diag
Micha Köhler
Iris Türke
228
SERVICE
BETRIEBSBÜRO UND VERANSTALTUNGS-
TECHNIK
Dörte Heidrich Leitung
TECHNIK
Toni Schlesinger Leitung
Nicole Spona
BETRIEBSBÜRO
Stephanie Barfknecht
Patricia Hahn
Marco Mitschke
Anne Schulz
Andrea Spröte
Nina Sofie Zander
VERANSTALTUNGSTECHNIK
Michael Wlassak Teamleitung
Holger Berger
Stephan Hildebrandt
Maik Klammer
Jean-Peer Krutz
Philipp Romeike
Jens Vörkel
Stephan Wittig
PERSONALBÜRO
Daniela Holl Leitung
Ulrike Graul
Simone Keil
Patricia Rafelt
Marleen Rößner
FINANZ- UND RECHNUNGS WESEN
Melanie Domin Leitung
Susanne Blumstengel
Constanze Hubalek
Sylvia Littich
Ina Mühlnikel
Sandra Oschätzky
IT
Andreas Schmolke
CONTROLLING
Cornelia Pauli
GEBÄUDETECHNIK
Jörg Barthel Betriebsingenieur
Jörg Rudolph Meister Elektrotechnik
Jens Hindrichkeit
Michael Laux
Lutz Bürger Meister Klima/Lüftungstechnik
Roy Lorenz
Rainer Wlassak Meister Heizung/Sanitärtechnik
Norman Geister
Mario Schmiedek Hausinspektor
Jörg Bielstein
Mathias Richter
PRODUKTIONSSYSTEME
(TON/BELEUCHTUNG/VIDEO)
Matthias Bormann Betriebsingenieur
Eike Boehm Tonmeisterin
Friedrich Brückner
Kai Balzer Beleuchtungsmeister
Oliver Cassel
ALLGEMEINE DIENSTE
Christiane Rückert Teamleitung
Andrea Antosch
Annett Holz
Sandy Mitzscherling
Sylvia Pflug
PERSONALRAT
Lydia Dobler Vorsitzende
Ingolf Barchmann
Eike Boehm
Wolfram Holl
Uta Riemer
Dorothea Vogel
Rainer Wlassak
229
SERVICE
Allgemeine Geschäftsbedingungen
1. GELTUNGSBEREICH
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln die
Beziehungen zwischen dem Gewandhaus zu Leipzig,
Eigenbetrieb der Stadt Leipzig, Augustusplatz 8,
04109 Leipzig, T +49 341 1270 0, E-Mail ticket@gewandhaus.de,
und seinen Kunden. Sie sind sowohl Bestandteil
des Vertrages über den Erwerb von Eintrittskarten
(sei es im Einzelverkauf oder im Abonnement)
als auch Grundlage einer Spende oder der Übernahme
einer Stuhlpatenschaft des Kunden für das Gewandhaus
zu Leipzig.
Kunden sind:
I. Personen, die das Gewandhaus zu Leipzig besuchen
und/oder zu besuchen beabsichtigen, insbesondere
Eintrittskarten für Veranstaltungen des Gewandhauses
zu Leipzig bzw. für Gemeinschaftsveranstaltungen
des Gewandhauses zu Leipzig mit Partnern erwerben
und/oder zu erwerben beabsichtigen, und
II. Interessenten und Erwerber von Eintrittskarten,
deren Geschäftsbetrieb bzw. deren Satzung den Weiterverkauf
oder die Vermittlung von Eintrittskarten
vorsieht. Diese Interessenten und Erwerber verpflichten
sich, die nachfolgenden Geschäftsbedingungen
in ihre Kundenverträge einzubeziehen, und
III. Personen, die dem Gewandhaus zu Leipzig eine
Spende in Form einer Schenkung bzw. einer Stuhlpatenschaft
zuwenden oder dies beabsichtigen.
2. REGELUNGEN FÜR EIGENVERANSTALTUN-
GEN DES GEWANDHAUSES ZU LEIPZIG
Eigenveranstaltungen sind Veranstaltungen, die
vom Gewandhaus selbst durchgeführt werden wie
insbesondere die Konzerte des Gewandhausorchesters.
2.1 KARTENPREISE UND ERMÄSSIGUNGEN
2.1.1 KARTENPREISE
Das Gewandhaus veröffentlicht die jeweils gültigen
Eintrittspreise in seinen Publikationen und gibt
diese an der Gewandhauskasse bekannt. Es gibt
unterschiedliche Preise in verschiedenen Preisgruppen.
Die Zuordnung zu den jeweiligen Preisgruppen
erfolgt durch das Gewandhaus. Das Gewandhaus
erhebt keine Vorverkaufsgebühr. An externen Vorverkaufsstellen
können durch Erhebung einer vom
jeweiligen Anbieter festgelegten Vorverkaufsgebühr
sowie weiterer Gebühren höhere Eintrittspreise entstehen.
2.1.2 ERMÄSSIGUNGEN
Ermäßigungen werden im Serviceteil des Jahresprogrammes
veröffentlicht. Ermäßigungsberechtigungen
müssen vor dem Kartenkauf geltend gemacht werden.
Eine nachträgliche Ermäßigung des Kartenpreises ist
ausgeschlossen. Die Ermäßigungsberechtigung ist
beim Einlass unaufgefordert vorzuzeigen. Kann der
Inhaber einer Eintrittskarte zu einem ermäßigten Preis
die entsprechende Ermäßigungsberechtigung nicht
nachweisen, ist das Gewandhaus berechtigt, ihm den
Einlass zu verweigern; es besteht kein Anspruch auf
Erstattung des Kaufpreises der Eintrittskarte.
2.2 VERKAUF VON EINTRITTSKARTEN
Der Freiverkauf beginnt an dem jeweils hierfür festgelegten
Tag für die gesamte Spielzeit an der Gewandhauskasse,
im Webshop, im Call Center sowie
an den Vorverkaufsstellen. Bei zu erwartender starker
Nachfrage kann die Kartenabgabe für eine Veranstaltung
oder eine Serie von Veranstaltungen in der
Menge begrenzt werden. Für ausgewählte Veranstaltungen
können gesonderte Vorverkaufsbedingungen
gelten. Das jeweilige Datum des Vorverkaufsstartes
sowie Veranstaltungen mit gesonderten Vorverkaufsbedingungen
werden im jeweiligen Serviceteil des
Jahresprogrammes bekannt gegeben.
2.3 KARTENVERLUST
Bei verloren gegangenen Eintrittskarten kann keine
Erstattung des Kaufpreises durch das Gewandhaus
erfolgen. Wenn der Kunde nachweisen oder glaubhaft
machen kann, für welche Veranstaltung und welche
Sitzplätze er eine oder mehrere Eintrittskarten erworben
hat, kann das Gewandhaus Ersatzkarten ausgeben;
diese werden als Ersatzkarten gekennzeichnet. Die
Ausgabe erfolgt ausschließlich an den ursprünglichen
Käufer der verlorenen Eintrittskarte(n) und auf Kulanzbasis,
d. h. es besteht kein Anspruch auf Ersatzkarten.
Werden beim Einlass sowohl die Originalkarte
als auch eine Ersatzkarte für denselben Platz
vorgelegt, hat der Inhaber der Originalkarte Vorrang.
Der Inhaber einer Ersatzkarte hat keinen Anspruch
auf Zuteilung eines anderen Platzes, wenn sein
Platz vom Inhaber der Originalkarte in Anspruch
genommen wird.
230
SERVICE
2.4 UMTAUSCH UND RÜCKGABE
Eintrittskarten sind von Umtausch und Rückgabe
ausgeschlossen, außer in den folgenden Fällen: Wenn
die Veranstaltung ausfällt, der Veranstaltungstermin
verschoben wird oder eine wesentliche Programm
oder Besetzungsänderung vorgenommen wurde,
besteht ein Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises
der Eintrittskarte. Dieser ist innerhalb von sechs Wochen
nach dem (geplanten) Veranstaltungstag durch
Vorlage (an der Gewandhauskasse) oder Rücksendung
(für die Wahrung der Frist gilt der Poststempel) der
nicht entwerteten Eintrittskarten geltend zu machen,
insofern die Eintrittskarten beim Gewandhaus erworben
wurden. Bei einer Rückabwicklung direkt über den
Zahlungsdienstleister (ohne Einbeziehung des Gewandhauses)
sind die anfallenden Gebühren durch den Kunden
zu tragen. Falls Eintrittskarten bei einer externen
Vorverkaufsstelle erworben wurden, ist der Anspruch
auf Erstattung dort geltend zu machen.
Weiterhin ist eine Erstattung des Kaufpreises gemäß
Ziffer 2.5 möglich, wenn die Eintrittskarte direkt über
das Gewandhaus zu einem FLEX-Preis erworben
wurde (FLEX-Preis-Ticket).
2.5 FLEX-PREIS-TICKETS
Nur Eintrittskarten, die zu einem FLEX-Preis erworben
wurden (FLEX-Preis-Tickets), können vor der
Veranstaltung zurückgegeben werden. Der Aufpreis
zum regulären Preis einer Eintrittskarte beträgt ca.
10 %, gerundet auf ganze EUR. Das Flex-Preis-Ticket
kann für Veranstaltungen, die an Werktagen stattfinden,
von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 18
Uhr und am Samstag in der Zeit von 10 bis 14 Uhr bis
spätestens drei Stunden vor Veranstaltungsbeginn
zurückgegeben werden. Für Veranstaltungen an
Sonn- und Feiertagen könnten die Flex-Preis-Tickets
zu den üblichen Kassenöffnungszeiten bis zum vorangehenden
Werktag zurückgegeben werden. Hierzu
muss das FLEX-Preis-Ticket im Original vorgelegt
werden; bei print@homeTickets ist es zur Wahrung
der Rückgabefrist ausreichend, telefonisch unter
+49 341 1270-280 die Rückgabe durchzuführen. Die
Erstattung des Kaufpreises der Eintrittskarte erfolgt
in Form eines Wertgutscheins, wobei der Aufschlag
auf den regulären Preis der Eintrittskarte einbehalten
wird.
Umtausch und Rückgabe nach dem (geplanten) Veranstaltungstermin
sind auch bei FLEX-Preis-Tickets
möglich; dafür gilt Ziffer 2.4 mit der dort genannten
Frist.
2.6 ABONNEMENTBEDINGUNGEN
Für Abonnements des Gewandhauses gelten ergänzend
die Abonnementbedingungen:
www.gewandhausorchester.de/Abobedingungen
3. REGELUNGEN FÜR FREMD-/MIETVERAN-
STALTUNGEN IM GEWANDHAUS ZU LEIPZIG
3.1 VERTRAGSGEGENSTAND
Soweit nicht anders angegeben, ist das Gewandhaus
zu Leipzig selbst nicht der Veranstalter der angebotenen
Mietveranstaltungen. Das Gewandhaus verkauft
Eintrittskarten im Auftrag bzw. im Namen und
auf Rechnung des jeweiligen Veranstalters. Durch
den Kauf der Eintrittskarten kommen vertragliche
Beziehungen im Hinblick auf den Veranstaltungsbesuch
ausschließlich zwischen dem Käufer und dem
jeweiligen Veranstalter zustande. Ggf. gelten für diese
rechtlichen Beziehungen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
des jeweiligen Veranstalters.
3.2 KARTENPREISE
Das Gewandhaus zu Leipzig veröffentlicht die jeweils
gültigen Eintrittspreise in seinen Publikationen und
gibt diese an der Gewandhauskasse bekannt. Es gibt
unterschiedliche Preise in verschiedenen Preisgruppen.
Die Zuordnung zu den jeweiligen Preisgruppen
erfolgt durch den Konzertveranstalter. Beim Kartenpreis
im Vorverkauf fallen zusätzliche Vorverkaufsund
weitere Gebühren an.
3.3 ERMÄSSIGUNGEN
Es gelten die vom Veranstalter festgelegten Ermäßigungen.
Diese werden in den Publikationen bekanntgegeben.
Ermäßigungsberechtigungen müssen
vor dem Kartenkauf geltend gemacht werden.
Eine nachträgliche Ermäßigung des Kartenpreises
ist ausgeschlossen. Die Ermäßigungsberechtigung
ist beim Einlass unaufgefordert vorzuzeigen. Kann
der Inhaber einer Eintrittskarte zu einem ermäßigten
Preis die entsprechende Ermäßigungsberechtigung
nicht nachweisen, ist das Gewandhaus berechtigt,
ihm den Einlass zu verweigern.
3.4 VERKAUF VON EINTRITTSKARTEN
Mit Beginn des Vorverkaufs können Karten vor Ort
an der Gewandhauskasse, telefonisch über das
Call Center unter +49 3411270-280 sowie im Webshop
des Gewandhauses gebucht werden. Dem Veranstalter
obliegt die Entscheidung, Eintrittskarten
auch über weitere Vorverkaufsstellen und Ticketan-
231
SERVICE
bieter zu verkaufen. Exklusive Vorverkaufsstarts
(sog. PreSales) an ausgewählten Vorverkaufsstellen
sind dem Veranstalter vorbehalten.
3.5 KARTENVERLUST
Die Regelungen bei verloren gegangenen Eintrittskarten
richten sich nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen
des jeweiligen Konzertveranstalters
oder den gesetzlichen Bestimmungen. Falls der
Veranstalter für verloren gegangene Karten Ersatzkarten
ausgibt, gilt: Werden sowohl die Originalkarte
als auch eine Ersatzkarte für denselben Platz
vorgelegt, hat der Inhaber der Originalkarte Vorrang.
Der Besitzer einer Ersatzkarte hat keinen Anspruch
auf Zuteilung eines anderen Platzes, wenn
sein Platz vom Besitzer der Originalkarte in Anspruch
genommen wird.
3.6 UMTAUSCH UND RÜCKGABE
Die Regelungen zum Umtausch und zur Rückgabe
von Eintrittskarten richten sich nach den Allgemeinen
Geschäftsbedingungen des jeweiligen Konzertveranstalters
oder den gesetzlichen Bestimmungen.
3.7 HAFTUNG
Der Kauf einer Eintrittskarte für eine Fremd-/Mietveranstaltung
begründet im Hinblick auf die Veranstaltung
ausschließlich eine Rechtsbeziehung zwischen
dem Kartenkäufer und dem Veranstalter. Das Gewandhaus
übernimmt keine Haftung für die Erfüllung der
Leistungspflichten des Veranstalters, es trägt auch nicht
das Risiko einer Insolvenz des Veranstalters. Ansprüche
aus der Nicht- bzw. einer Schlechterfüllung (mangelhafte
Ausführung) können vom Kunden nur gegenüber
dem Veranstalter geltend gemacht werden.
4. ALLGEMEINE REGELUNGEN
4.1 WEITERVERKAUF VON EINTRITTSKARTEN
Der Weiterverkauf von Eintrittskarten durch Kunden
im Sinne von Ziffer 1. (I) ist ausschließlich zur
privaten Nutzung gestattet. Jeglicher Weiterverkauf
an gewerbliche Nutzer oder zur kommerziellen Nutzung
ist untersagt. Der aufgedruckte Originalpreis
der Eintrittskarte darf nicht überschritten werden,
die Erhebung zusätzlicher Preisaufschläge oder
weiterer Gebühren ist nicht gestattet. Insbesondere
untersagt ist der Weiterverkauf im Rahmen von
Auktionen. Der gewerbliche Weiterverkauf durch
Kunden gemäß Ziffer 1. (II) ist gestattet.
Bei einem Verstoß gegen diese Regelungen ist das
Gewandhaus berechtigt,
a) betroffene Kunden für einen angemessenen Zeitraum
für den Kauf von weiteren Tickets zu sperren;
b) von dem jeweiligen Kunden die Auszahlung des
erzielten Mehrerlöses bzw. Gewinns zu verlangen.
Das Anbieten bzw. Verkaufen von Eintrittskarten
in den Räumlichkeiten des Gewandhauses zu
Leipzig ist nicht gestattet.
Das Gewandhaus zu Leipzig haftet nicht für Leistungen
von Dritten.
4.2 GUTSCHEINE
Das Gewandhaus verkauft Gutscheine, welche zur
Bezahlung von Eintrittskarten des Gewandhauses
sowie Dritter (Mietveranstaltungen) im Gewandhaus
zu Leipzig verwendet werden können. Die
Gültigkeit beträgt drei Jahre bis zum jeweiligen
Jahresende. Eine (Teil-)Auszahlung von Gutscheinen
ist nicht möglich. Restwerte bei der Gutscheineinlösung
werden in Form eines neuen Gutscheines
über den bestehenden Restwert erstattet.
4.3 STUHLPATENSCHAFTEN IM ONLINE-
SPENDENSHOP
Das Gewandhaus bietet die Übernahme von Stuhlpatenschaften
im Großen Saal des Gewandhauses
über den Online-Spendenshop des Gewandhauses
[www.gewandhausorchester.de/stuhlpatenschaft]
an. Bei der Übernahme einer Stuhlpatenschaft erfolgt
auf Wunsch die Anbringung einer Stuhlplakette
mit dem Namen/der Firma des Paten am gewählten
Platz sowie auf der Website und in den
Publikationen des Gewandhauses zu Leipzig für die
Dauer der Patenschaft. Da die Übernahme der Stuhlpatenschaft
der Freigabe der Spende durch den
Stadtrat der Stadt Leipzig bedarf, beginnt die Patenschaftslaufzeit
erst nach erfolgter Freigabe. Das
Gewandhaus behält sich zudem vor, bei einer missbräuchlichen
Eintragung eines Namens bzw. einer
Firmenbezeichnung in das Online-Bestellformular
von der Nennung des Namens bzw. der Firma auf
der Plakette bzw. auf der Homepage und in den Publikationen
abzusehen. Es entsteht mit der Stuhlpatenschaft
kein Exklusivrecht auf die Platzierung auf
dem Patenstuhl während einer Veranstaltung. Vor
Ablauf der zwei- bzw. vierjährigen Laufzeit der
Stuhlpatenschaft verschickt das Gewandhaus Leipzig
per E-Mail eine Erinnerung hinsichtlich des
Auslaufens der Stuhlpatenschaft mit der Möglichkeit
der Verlängerung der Stuhlpatenschaft.
232
SERVICE
Es besteht ebenso die Möglichkeit, die Stuhlpatenschaft
an eine andere Person zu verschenken und
daher eine andere Person auf der Stuhlplakette,
Homepage und in den Publikationen des Gewandhauses
zu benennen. Die schenkende Person hat bei
der Auswahl der verschiedenen Namensnennungsund
Veröffentlichungsoptionen den mutmaßlichen
Interessen der beschenkten Person sorgfältig Rechnung
zu tragen. Die beschenkte Person hat unabhängig
von der durch die schenkende Person gewählten
Veröffentlichungsoption das Recht, der
Namensnennung und Namensveröffentlichung zu
widersprechen und auf die Namensnennung zu verzichten.
Das Gewandhaus wird – falls die Namensveröffentlichung
schon stattgefunden hat – diese
rückgängig machen.
4.4 PROGRAMME UND ANFANGSZEITEN
Programme und Anfangszeiten von Veranstaltungen
werden in den Publikationen des Gewandhauses
bekannt gegeben. Änderungen bleiben vorbehalten.
Nach Beginn einer Veranstaltung können Besucher
mit Rücksicht auf den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung
zu einem nach künstlerischem Ermessen
geeigneten Zeitpunkt in den Zuschauerraum eingelassen
werden, wobei kein Anspruch mehr auf den
zuvor erworbenen Platz geltend gemacht werden kann.
Ein Rechtsanspruch auf Nacheinlass besteht nicht.
4.5 SICHERHEIT
Um die Sicherheit von Veranstaltungen zu gewährleisten,
können Taschen, mitgeführte Behältnisse und
Kleidung wie Mäntel, Jacken und Umhänge durch das
Gewandhaus oder durch einen von ihm Beauftragten
auf ihren Inhalt hin kontrolliert werden.
Alle Gegenstände, Substanzen und Materialien, welche
die Sicherheit der Menschen gefährden oder den reibungslosen
Ablauf der Veranstaltung beeinträchtigen
können, dürfen nicht mit ins Gewandhaus genommen
werden. Besucher, die mit der in Absatz 1 beschriebenen
Kontrolle oder der Sicherstellung von Gegenständen,
die zu einer Gefährdung der Veranstaltung führen können,
nicht einverstanden sind, werden von der Veranstaltung
ausgeschlossen. Ein Anspruch der zurückgewiesenen
Besucher auf Erstattung des Kaufpreises der
Eintrittskarte oder eine anderweitige Entschädigung
besteht nicht.
4.6 GARDEROBE
Besucher im Besitz einer gültigen Eintrittskarte können
ihre Garderobe und weitere persönliche Gegenstände
unentgeltlich beim Servicepersonal des Gewandhauses
zur Aufbewahrung während des Veranstaltungsbesuches
abgeben. Tiere, Gegenstände mit
hoher Brandlast (z. B. Akkus von E-Bikes) sowie gefährliche
und illegale Gegenstände werden nicht aufbewahrt.
Die Mitnahme von Mänteln, Jacken sowie
sperrigen Gegenständen, wie z. B. Schirme, Stöcke (mit
Ausnahme von Gehhilfen) sowie Rucksäcke und Taschen
(größer als A4, ausgenommen Handtaschen) in
den Saal ist nicht gestattet. Der Besucher erhält eine
Garderobenmarke. Mit Vorlage der Garderobenmarke
händigt das Servicepersonal die dazugehörige Garderobe
bzw. persönlichen Gegenstände aus.
Die zur Aufbewahrung abgegebenen Garderobenstücke
einschließlich darin befindlicher Halstücher,
Schals, Handschuhe und Brillen, ferner Schirme, Stöcke
sowie Handtaschen und ähnliche Behältnisse und
deren Inhalt sind gegen Verlust und Beschädigung bis
zur Höhe von 2.500 EUR versichert. Nicht versichert
sind Wert sachen, Schmuck, sonstige Gegenstände
aus Edel metall, Bargeld und sonstige Zahlungsmittel,
Geschäftspapiere, Urkunden aller Art, Fahrausweise
und Schlüssel. Einzelheiten wie insbesondere
Ausschlüsse und Obliegenheiten der Garderobenableger
sind den Aushängen an den Garderoben des
Gewandhauses zu ent nehmen. Vertauschte, beschädigte
oder fehlende Garderobenstücke sind dem
Servicepersonal unverzüglich anzuzeigen.
Dem Besucher werden bei Verlust der Garderobenmarke
3,50 EUR für die Wiederbeschaffung berechnet.
Dieser Betrag ist vor Ausgabe der Garderobe
bzw. der persönlichen Gegenstände in bar zu entrichten.
Die Ausgabe erfolgt in diesen Fällen grundsätzlich
erst dann, wenn sämtliche übrige Garderobenstücke
abgeholt worden sind.
4.7 BILD- UND TONAUFNAHMEN
4.7.1 Bild- und/oder Tonaufnahmen sowie das
Fotografieren im Gewandhaus, insbesondere während
der Veranstaltungen, sind untersagt. Dies gilt
auch bei ausschließlich für den privaten Gebrauch
bestimmten Aufzeichnungen. Die unbefugte Aufnahme
kann eine Schadenersatzpflicht auslösen.
Bei Zuwiderhandlungen behält sich das Gewandhaus
das Recht vor, Aufzeichnungsgeräte einzuziehen
und zu verwahren, bis der Eigentümer einer
Löschung der Aufnahmen zugestimmt hat. Für eingezogene
und verwahrte Gegenstände haftet das
Gewandhaus gemäß Ziffer 4.8.
4.7.2 In einzelnen Veranstaltungen werden Bildund/oder
Tonaufzeichnungen (Foto-/Videoaufnahmen)
durch das Gewandhaus angefertigt, in denen
eventuell einzelne Teilnehmende als Teil des Publikums
erkennbar sind. In diesem Fall werden die
Teilnehmenden vor Ort darauf aufmerksam gemacht.
Die Aufnahmen werden für die Auswertung
233
SERVICE
von Konzerten in verschiedenen Medien, für Berichterstattung
und für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
des Gewandhauses bzw. der Stadt Leipzig
genutzt. Verantwortlicher für die Verarbeitung
personenbezogener Daten ist das Gewandhaus zu
Leipzig (Kontaktdaten siehe Ziffer 1). Gegenstand der
Verarbeitung sind die bei der Teilnahme an der
Veranstaltung vom Gewandhaus erstellten Aufnahmen
(Foto und Film), auf denen Teilnehmende als
Personen erkennbar abgebildet sind. Zwecke der
Verarbeitung ist die Wahrung berechtigter Interessen,
nämlich Auswertung von Aufnahmen der
Veranstaltung (im Fernsehen, in Online-Medien,
auf Bild-/Tonträgern, z. B. DVD), Berichterstattung
über die Veranstaltung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
in Online-Medien und Print-Medien
(z. B. in Zeitschriften und Broschüren, Programmvorschauen,
auf Websites und in Social-Media-
Kanälen des Gewandhauses), um das Gewandhausorchester,
die Gewandhauschöre, die
Gewandhausensembles und den Gewandhausorganisten
sowie die kulturellen Aktivitäten der Stadt
Leipzig insgesamt darzustellen und zu bewerben. Die
Aufnahmen werden gespeichert, solange dies für
die genannten Zwecke erforderlich ist, es sei denn,
dass infolge des Widerspruchs der betroffenen Person
gemäß Art. 21 Abs. 1 DSGVO die weitere Verarbeitung
unzulässig ist. Empfänger von Daten sind
die Leser/Nutzer der vom Verantwortlichen veröffentlichten
Print- und Online-Medien; Lizenznehmer
von Aufnahmen der Veranstaltung (z.B. Rundfunksender);
Presseunternehmen im Rahmen der Berichterstattung;
aufgrund der weltweiten Abrufbarkeit
von Inhalten auf Websites und in Social Media
können die Aufnahmen auch in Drittländern außerhalb
des Geltungsbereichs der DSGVO abgerufen
werden, in denen kein der DSGVO vergleichbares
Datenschutzniveau besteht. Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung
ist Art. 6 Abs. 1 Buchstabe f DSGVO
(Wahrung berechtigter Interessen, siehe oben zu
den Zwecken der Verarbeitung).
4.8 HAFTUNG
Das Gewandhaus haftet bei Verletzung für Schäden
an Leben, Körper und/oder Gesundheit. Für sonstige
Schäden haftet das Gewandhaus bei vorsätzlicher
oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung. Beruhen
sonstige Schäden auf einer einfachen fahrlässigen
Verletzung einer Kardinalpflicht (also einer vertraglichen
Pflicht, auf deren Einhaltung der Kunde vertrauen
kann und deren Einhaltung die Durchführung
des Vertragsverhältnisses überhaupt erst er -
möglicht), haftet das Gewandhaus bis zur Höhe des
vorhersehbaren vertragstypischen Schadens. Diese
Haftungsregelungen gelten auch für eine Haftung
der gesetzlichen Vertreter und der Erfüllungsgehilfen
des Gewandhauses zu Leipzig.
4.9 HAUSRECHT
Das Personal des Gewandhauses zu Leipzig ist berechtigt,
Personen aus laufenden Veranstaltungen
zu verweisen, wenn sie stören, insbesondere bei
einem Verstoß gegen das Verbot von Bild- und/oder
Tonaufzeichnungen oder bei Belästigung anderer
Besucher. Es besteht kein Anspruch auf Erstattung
des Kaufpreises der Eintrittskarte.
Darüber hinaus können Personen, die sich im Gewandhaus
aufhalten, bei ungebührlichem Verhalten
aus den gesamten Räumlichkeiten verwiesen werden,
insbesondere bei rechtswidrigem Verhalten, oder
wenn andere Personen durch sie belästigt werden;
zudem kann das Gewandhaus ein dauerhaftes oder
befristetes Hausverbot aussprechen.
4.10 VERARBEITUNG PERSONENBEZOGENER
DATEN
Für Kunden, die Tickets bestellen bzw. reservieren,
im Online-Ticketshop eine Spende tätigen oder sich
für die Übernahme einer Stuhlpatenschaft bzw. einer
Online-Spende entschieden haben, und für die Nutzung
von Bildaufnahmen der Besucher gilt hinsichtlich
der Verarbeitung der personenbezogenen Daten
die Datenschutzerklärung des Gewandhauses zu
Leipzig, welche unter folgendem Link abgerufen werden
kann:
www.gewandhausorchester.de/agb/datenschutz-erklaerung/.
4.11 WIDERRUFSRECHT
Wenn Sie Verbraucher sind (also eine natürliche Person,
die die Bestellung zu einem Zweck abgibt, der
weder Ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen
Tätigkeit zugerechnet werden kann), steht Ihnen
nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen
ein Widerrufsrecht zu. Das Widerrufsrecht besteht bei
Kaufverträgen über Waren (z. B. Gutscheinen) und
Verträgen über Dienstleistungen (z. B. Gewandhausorchester
Card; Spenden und Patenschaften), welche
im Fernabsatz (per Brief, E-Mail, telefonisch oder im
Internet) abgeschlossen wurden.
Dieses Recht besteht nicht bei Verträgen, welche
Dienstleistungen im Freizeitbereich zum Gegenstand
haben und bei denen für die Erbringung der
Dienstleistungen ein fester Termin vorgesehen ist
(z. B. Eintrittskarten, auch beim Kauf in Form eines
Abonnements).
234
SERVICE
4.11.1 FÜR KAUFVERTRÄGE ÜBER WAREN GILT: MUSTER-WIDERRUFSFORMULAR
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe
von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die
Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag, an
dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter, der
nicht der Beförderer ist, die Waren in Besitz genommen
haben bzw. hat.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
(Gewandhaus zu Leipzig, Augustusplatz 8, 04109 Leipzig,
T +49 3411270-280, ticket@gewandhaus.de) mittels
einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter
Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss,
diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können
dafür das beigefügte Muster-Widerrufs-Text verwenden,
das jedoch nicht vorgeschrieben ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie
die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts
vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle
Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, einschließlich
Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen Kosten,
die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung
als die von uns angebotene günstige Standardlieferung
gewählt haben), unverzüglich und spätestens
binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an
dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrages
bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden
wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen
Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit
Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in
keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung
Entgelte berechnet. Wir können die Rückzahlung verweigern,
bis wir die Waren wieder zurückerhalten haben oder
bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren
zurückgesandt haben, je nachdem, welches der frühere
Zeitpunkt ist.
Sie haben die Waren unverzüglich und in jedem Fall
spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem
Sie uns über den Widerruf dieses Vertrages unterrichten,
an uns zurückzusenden oder zu übergeben. Die Frist ist
gewahrt, wenn Sie die Waren vor Ablauf der Frist von
vierzehn Tagen absenden. Sie tragen die unmittelbaren
Kosten der Rücksendung der Waren.
Sie müssen für einen etwaigen Wertverlust der Waren
nur aufkommen, wenn dieser Wertverlust auf einen zur
Prüfung der Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise
der Waren nicht notwendigen Umgang mit
ihnen zurückzuführen ist.
Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, können
Sie den nachfolgenden Muster-Widerrufs-Text, der
jedoch nicht vorgeschrieben ist, als Vorlage verwenden.
Muster-Widerrufs-Text
(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann können
Sie den nachfolgenden Text versenden.)
– An (für Käufe im Gewandhaus-Webshop):
Gewandhaus zu Leipzig, Augustusplatz 8,
04109 Leipzig,
ticket@gewandhaus.de:/
(für Spenden und Patenschaften im Online-
Spendenshop)
Gewandhaus zu Leipzig,
Augustusplatz 8, 04109 Leipzig,
meinbeitrag@gewandhaus.de:
– Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/
uns (*) abgeschlossenen Vertrag über den Kauf
der folgenden
– Waren (*)/die Erbringung der folgenden
Dienstleistung (*)
– Bestellt am (*)/erhalten am (*)
– Name des/der Verbraucher(s)
– Anschrift des/der Verbraucher(s)
– Unterschrift des/der Verbraucher(s)
(nur bei Mitteilung auf Papier)
– Datum
(*) Unzutreffendes streichen.
235
SERVICE
4.11.2 FÜR VERTRÄGE ÜBER DIENSTLEISTUNGEN GILT
Widerrufsbelehrung
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne
Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag
des Vertragsschlusses.
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns
(für Käufe im Gewandhaus-Webshop: Gewandhaus
zu Leipzig, Augustusplatz 8, 04109 Leipzig,
T +49 3411270-280, ticket@gewandhaus.de; für
Spenden und Patenschaften im Online-Spendenshop:
Gewandhaus zu Leipzig, Augustusplatz 8,
04109 Leipzig, T+49 3411270-228, meinbeitrag@gewandhaus.de)
mittels einer eindeutigen Erklärung (z.
B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail)
über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen,
informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-
Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben
ist.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass
Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts
vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.
4.12 AUSSERGERICHTLICHE STREITBEILEGUNG
Das Gewandhaus zu Leipzig ist nicht verpflichtet, an
einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle
teilzunehmen, und erklärt
sich auch nicht dazu bereit.
4.13 INKRAFTTRETEN
Diese Geschäftsbedingungen gelten ab dem
1. Juni 2025.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen
alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben,
einschließlich Lieferkosten (mit Ausnahme der zusätzlichen
Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie
eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene
günstige Standardlieferung gewählt haben),
unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen
ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung
über Ihren Widerruf dieses Vertrages bei uns eingegangen
ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir
dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen
Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit
Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart;
in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung
Entgelte berechnet.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während
der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie
uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem
Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von
der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses
Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen
im Vergleich zum Gesamtumfang der im
Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
Sie können für den Widerruf den Muster-Widerrufs-
Text (siehe oben Ziffer 4.11.1) der jedoch nicht vorgeschrieben
ist, als Vorlage verwenden.
236
BILD
NACHWEIS
Abrossimow, Maxim – S. 204
Acosta, Dario – S. 130
Adamik, Peter – S. 126 (unten)
Baalbaki, Khalil – S. 83
Benhamou, Julien – S. 170
Bollen, Markus – S. 142
Borchert, Yannic – S. 118
Borggreve, Marco – S. 36, 40, 51, 132, 159, 166,
167, 188, 191, 204
Brodard, Nicolas – S. 206
Broede, Felix – S. 129
DG/Heine, Olaf – S. 89, 210
DG/Hennek, Mat – S. 71, 190
DG/Hoffmann, Harald – S. 168
Doutre, Carolin – S. 193
Christodoulou, Chris – S. 73
Gerber, Jens – S. 173
Gewandhausarchiv – S. 106 (2x)
Gewandhaus/Daberkow, Jörn – S. 134
Gewandhaus/Gerber, Jens – S. 59, 107, 195, 211
Gewandhaus/Hartung, Grit – S. 205
Gewandhaus/Jungnickel, René – S. 33, 85, 200
Gewandhaus/Kemnitz, Eric – S. 6, 8, 138, 157,
206, 209
Gewandhaus/Mothes, Gert – S. 35, 52-53, 79,
125 (links)
Gewandhaus/Putzmann, Nick – S. 24, 187
Gewandhaus/Rothe, Christian – S. 14, 15, 120, 145,
148, 164, 192
Gewandhaus/Stöhr, Konrad – S. 47, 63, 91, 110,
113, 122, 124, 136, 146, 176, 180, 208
Gewandhaus/Thiele, Tom – S. 140, 183, 196, 198
Gewandhaus/Voss, Albrecht – S. 225
Grepp, Priit – S. 12
Grilc, Andrej – S. 65, 185
Heitmann, Adriano – S. 89
Hizkia, Jesaja – S. 161
Hoffmann, Harald – S. 81, 201
Hole, James – S. 86
Hornemann, Anne – S. 150, 152-153
Jansen, Frans – S. 57, 179
Kikkas, Kaupo – S. 39
Lainez, Sherwin – S. 126 (oben), 199
Lee, Chris – S. 31, 162
lenaka.net – S. 197
Mastroianni, Roger – S. 67
Matsas, Philippe – S. 77
Mazzucco, Lisa-Marie – S. 208
McNulty, Mark – S. 69
Miller, Peter – S. 156
Modla, Christian – S. 185
Mothes, Gert – S. 57, 100, 125 (rechts), 179, 181,
202
NDR/Hundert, Peter – S. 174
Oper Leipzig/Nijhof, Kirsten – S. 107
Oper Leipzig/Schulze, Tom – S. 114
Parry, Nigel – S. 160
Pezzani, Luca – S. 21
Rosenberg, Todd – S. 55
Schmuck, Ragnar – S. 194
Shin-Joong, Kim – S. 189
Sigmund, Martin – S. 43, 163
Sony Music Entertainment/Dovile Sermokas –
S. 61, 182
Sony Classical/Hajska, Petra – S. 166
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig – S. 102,
104, 105
Thomanerchor/Kemnitz, Eric – S. 116
Thomanerchor/Thiele, Tom – S. 74, 196
Tursunov, Oscar – S. 203
Valenta, Luca – S. 165
Wesely, Julia – S. 49
Yang, Suxiao – S. 45
Bei versehentlicher Verletzung von Copyrights
werden wir dem Rechts anspruch des Inhabers
gern nachkommen.
237
CD – DVD
BÜCHER – SOUVENIRS
Mittwoch 10 – 14 Uhr
Donnerstag 10 – 14 Uhr
Freitag 10 – 18 Uhr
Samstag 10 – 14 Uhr
Sowie bei Veranstaltungen
im Großen Saal
Augustusplatz 8
04109 Leipzig
T +49 341 1270-396
post@gewandhausshop.de
www.gewandhausshop.de
IMPRESSUM
Die deutsche Theater- und
Orchesterlandschaft wurde
2014 in das bundesweite
Verzeichnis des immateriellen
Kulturerbes aufgenommen.
demokratie-geschichte.de
HERAUSGEBER:
Gewandhaus zu Leipzig
Gewandhausdirektor Prof. Andreas Schulz
REDAKTION:
Sabīne Ozoliņa (verantwortlich) |
Ineke Borchert | Katharina Bott | Julia Kiefner |
Tobias Niederschlag | Annegret Suske |
Dr. Ann-Katrin Zimmermann | Beate Zinnert
TEXTE:
Dr. Ann-Katrin Zimmermann (Großes Concert,
S. 12-15, 124/125, 132/133, 136/137)
Nele Kemmerich (S. 25)
Julia Kiefner (S. 21-23, 128/129)
Franziska Kloos (S. 120/121)
HERSTELLUNG:
Uta Riemer
SATZ & DESIGN:
Kerstin Heger | RAUM ZWEI – Agentur für
Design & Kommunikation | Kassler Grafik-Design |
Karl Anders – Büro für Visual Stories
DRUCK:
FRITSCH Druck ® , Zwenkau
Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft
Druckfarbe ist mineralölfrei
UMSCHLAG UND INHALT:
Gedruckt auf Maxi Offset
FSC ® zertifiziertes Papier
REDAKTIONSSCHLUSS:
20. Januar 2025
Termin-, Programm- und Preisänderungen
vorbehalten
Gewandhaus zu Leipzig
Eigenbetrieb der Stadt Leipzig
Augustusplatz 8
04109 Leipzig
T +49 341 1270 - 0
F +49 341 341 1270 - 200
www.gewandhausorchester.de
239
Hereinspaziert!
31. JAN 2026
Besuchen Sie das Gewandhaus zu Leipzig zum
Tag der o enen Tür! Ein Tag voller Musik und
Überraschungen r die ganze Familie –
wir freuen uns auf Sie!
GEWANDHAUS ZU LEIPZIG
10 – 19 UHR EINTRITT FREI
© Tom Thiele
Mehr Infos unter
gewandhausorchester.de
Res severa verum gaudium
Wahre Freude ist eine ernste Sache