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Inhalt
Hof Markt
Aktuelles S 3-6
Vielfalt aus eigener
HühnerhaltungS 5
Käse-VorbilderS 11
Ideale Begleiter zum Spargel
S 12
Wildkräuter S 13
Fleisch Markt
Die prämierte Bauernhofjause
S 17
Fleisch in guter Form S 20
Rauchige HorizonteS 26
Die KnackwurstS 28
Hof Gast
Winzertalk:
Robert Keringer S 7
Germteig – luftig und leicht.
Seite 10
Retouren an Postfach 555, 1008 Wien
AB HOF: 30 Jahre
Jubiläum
Europas größte Spezialmesse für bäuerliche
Direktvermarktung feierte heuer einen runden Geburtstag.
Die AB HOF 2025 feierte mit
einem starken Besucherzuwachs.
Über 30.000 Besucher
und mehr als 250 Aussteller
bestätigten die große Bedeutung
der Messe als Plattform für regionale
Lebensmittel, innovative
Vermarktungsstrategien und
aktuelle Branchentrends.
Eröffnung und
Auszeichnungen
Die Messe wurde mit einer
feierlichen Eröffnung und
zahlreichen Ehrengästen
eingeläutet. LH-Stellvertreter
Stephan Pernkopf betonte in
seiner Rede die wirtschaftliche
Bedeutung der Direktvermarktung
und ihren Beitrag zur
regionalen Wertschöpfung. Ein
Höhepunkt war die Verleihung
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Fleisch Markt
Die Zeitung für Fleischer und Direktvermarkter Ausgabe 3/2025
Neben dem Hofladen in Mooskirchen am Betrieb und dem Bauernladen
in Liquist betreibt Florian noch drei Verkaufsautomaten.
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„Kunden wollen beste Qualität“
Gourmet Zach: Die prämierte Bauernhofjause aus der Lippizanerheimat.
M
itten in der sanft hügeligen
Landschaft der
Weststeiermark in
Mooskirchen setzt der Familienbetrieb
der Familie Zach auf
seine Stärken und verarbeitet
das eigene Schweinefleisch
zu steirischen Schmankerln.
Die Direktvermarktung hat
dabei eine lange Tradition und
inzwischen hat Florian Zach
das Zepter in der Hand. Er
vermarktet nun seine Produkte,
wie das Lendlbratl, die Kürbiskernrohwürste
oder die Leberstreichwurst
im Glas, unter der
Bezeichnung „Zach Gourmet“.
Erfahrung und
Unternehmergeist
Florian hat den elterlichen
Betrieb vor 7 Jahren übernommen
und hat davor viel Erfahrung
in der Fleischverarbeitung
sammeln können. Seine Leidenschaft
für die Fleischerei hat er
von seinem Vater geerbt und
kann auf einer soliden Ausbildung
aufbauen. Der bodenständige
Unternehmer hat die
landwirtschaftliche Fachschule
Hafendorf besucht und auch
eine Fleischerlehre abgeschlossen.
„Ich habe nach meiner
Ausbildung 13 Jahre bei einem
Fleischer gearbeitet und dadurch
viel Erfahrung für meinen
Betrieb mitgenommen, vor
a lem habe ich gelernt, wie man
ein Geschäft erfolgreich führt.
Die Anforderungen an fleischverarbeitende
Betriebe werden
immer größer und ich weiß
nicht, ob ich all das beruflich
Foto: AMA Genussregion_Almer
Ihr Partner für Planung,
Herste lung und Montage
von Schlachtanlagen für
Schweine, Rinder und
Schafe. Generalvertrieb
für EFA Schlacht- und
Zerlegesägen. Vertrieb
von “sämtlichem“ Zubehör
für fleischverarbeitende
Betriebe.
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hätte umsetzen können, wenn
ich nur am elterlichen Betrieb
mitgearbeitet hätte“, erklärt
Florian. Von Anfang an setzte er
auf hochwertige Produkte und
ein neues Marketingkonzept. Er
erweiterte auch die Verkaufsmöglichkeiten.
Neben dem
Hofladen in Mooskirchen am
Betrieb und dem Bauernladen
in Liquist betreibt Florian noch
drei Verkaufsautomaten. Sein
neuestes Projekt ist das „Jauseneck“
in einer ehemaligen Fleischere
in Krottendorf-Gaisfeld.
Nach dem Umbau verfügt der
gemütliche Laden neben einer
Fleisch- und Wursttheke auch
über eine Imbiss-Ecke, wo man
regionale Spezialitäten vor Ort
genießen kann.
Lesen Sie weiter auf Seite 18 ›
der renommierten Produktprämierungen.
In acht Kategorien
wurden herausragende Spezialitäten
ausgezeichnet. Der Titel
„Produzent des Jahres“ ging an
den Firlingerhof aus Scharten
(OÖ). Erstmals wurde auch der
„Speck-Produzent des Jahres“
gekürt – diese Auszeichnung
erhielt Blunzensemmerl
- Herbert Lechner
aus Scheibbs (NÖ). Eine
vollständige Übersicht
aller Gewinner ist unter
Fleisch&Markt
ab Seite 17
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Seite 2, 3/2025
Coverstory
Hof & Markt
Editorial
von Kurt
& Michael
Heinz
Frühlingsimpulse
Anfang März feierte die AB HOF Messe in Wieselburg ihr
30-jähriges Jubiläum – ein stolzer Meilenstein für die Direktvermarktung.
Die traditionsreiche Leitmesse vereint seit Jahrzehnten
Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer und setzt immer
wieder neue Akzente in Sachen Innovation und regionaler Zusammenarbeit.
Im Rückblick bot die Messe beeindruckende Einblicke
in moderne Vermarktungsstrategien, nachhaltige Konzepte und
den Einsatz neuer Technologien, die den Weg für eine zukunftsorientierte
Branche ebnen.
Gegenwärtig erleben wir einen dynamischen Wandel im Direktvertrieb:
Regionale Partnerschaften, die Fokussierung auf saisonale
Produkte und kreative Marketingideen stehen im Vordergrund. Zeitgemäße
Konzepte und eine enge Verzahnung von Tradition und
Innovation prägen das aktuelle Marktgeschehen. In dieser Ausgabe
rücken frühlingshafte Kulinarik und das Thema Hühnerhaltung in
den Mittelpunkt – zwei Bereiche, die nicht nur geschmacklich überzeugen,
sondern auch neue Impulse für das bewusste Vermarkten
regionaler Spezialitäten liefern. Der frische Blick auf bewährte
Verfahren und innovative Ansätze zeigt: Die Zukunft der Direktvermarktung
verbindet traditionelle Werte mit modernen Ideen.
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Sie unser Abo-Bestellformular auf www.hofundmarkt.at/abo-bestellung/
Hof&Markt/Fleisch&Markt/Hof&Gast erscheint 2025 bereits
10-mal/Jahr und erreicht Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und
Winzer in ganz Österreich, Südtirol und Süddeutschland. In der
nächsten Ausgabe Ende April blicken wir bereits mit voller Spannung
auf die IFFA in Frankfurt (03. – 08.05.) aber auch auf die IBA
in Düsseldorf (18. – 22.05.) sowie auf die Wieselburger Messe (22.
– 25.05.). Außerdem haben wir die Themen Etiketten, Take-Away
Verpackungen, Marktstand sowie Backtechnik und in Hof&Gast
das Thema Grill-Technik. In Fleisch & Markt haben wir die Fachthemen
Grillen & Gewürze, Vegan & Fleischersatz, Füllen & Clippen,
Ausbildung sowie in unserer Herstellungs-Serie den „Leberkäse“. Bis
dahin wünschen wir Ihnen ein Frohes Osterfest und ein genussvolles
Ende der Fastenzeit.
Hof Markt
Impressum
Fleisch Markt
Hof Gast
Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz (MedG) für die Print-Ausgabe der Zeitung
„Hof&Markt“ | Medieninhaber: H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer
Straße 87, 1180 Wien | Herausgeber, Verleger: H1 Medien & GASTRO Verlag
GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Tel.: +43/664/7510 26 29, E-Mail: office@
hofundmarkt.at | Gegenstand des Unternehmens: Herausgabe, Verlag, Druck und
Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften.
Die Durchführung von Werbungen aller Art, insbesondere Inseratenwerbung (Anzeigenannahme),
Plakatwerbung, Ton- und Bildwerbung, Reportagen, Ausarbeitung
von Werbeplänen und alle sonstigen zur Förderung der Kundenwerbung dienenden
Leistungen. | Blattlinie: Hof & Markt versteht sich als das Informationsmedium für
alle Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer des gesamten deutschsprachigen
Raumes. Hof & Markt ist unabhängig und bündelt mediengerecht das Beste aus
allen Informations- und Unterhaltungsbereichen. Alle verwendeten geschlechtsspezifischen
Formulierungen meinen die weibliche und männliche Form
| Redaktion: Kurt Heinz (Chefredakteur), Michael Heinz (Chef vom Dienst), Katrin
Schedler, Andrea Jungwirth, Petra Pachler, Nele Klaffl | Anzeigen: H1 Medien & GAS-
TRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Kurt HEINZ Tel.: +43/664/7510
26 29, E-Mail: k.heinz@hofundmarkt.at und Michael HEINZ Tel.: +43/664/521 69 36,
E-Mail: m.heinz@hofundmarkt.at | Grafik: der bock – Werbeagentur Georg BOCK,
A - 2345 Brunn am Gebirge, Krotenbachgasse 21, Tel.: +43/699/191 303 42, E-Mail:
office@derbock.at | Lektorat: Andrea
PEFC-zertifiziert
Fischer | Fotos Blitzlichter: Michael Heinz
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Dieses Produkt
| Hersteller: Druckerei Ferdinand Berger &
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Nachhaltigkeit und
Innovation im Fokus
Die AB HOF 2025 setzte neue
inhaltliche Schwerpunkte und
behandelte aktuelle Herausforderungen
der Direktvermarktung.
Besonders gefragt waren
Vorträge und Workshops zu
innovativen Vertriebswegen und
Vermarktungsstrategien. Auch
Themen wie Burnout-Prävention
und Marktgärtnerei fanden
großes Interesse, da sie eine zentrale
Rolle für die Zukunft nachhaltiger
Betriebe spielen.
Ein besonderes Highlight war
die erstmals an allen vier Messetagen
durchgeführte Genussakademie.
Sie bot praxisnahe
Einblicke in Sensorik, Lebensmittelqualität
und handwerkliche
Verarbeitungstechniken
und wurde von den Besuchern
begeistert angenommen.
Austausch und
festliche Atmosphäre
Mit der erstmaligen Teilnahme
des „Genussland Oberösterreich“
wurde das kulinarische Angebot
der Messe erweitert. Gemeinsam
mit dem bewährten „So schmeckt
Niederösterreich“-Dorf präsentierte
sich eine beeindruckende
Vielfalt regionaler Spezialitäten.
Der Messe-Samstag klang mit
dem legendären Steirer-Abend
aus. Kulinarische Highlights und
die Musik der „Party Krainer“
sorgten für beste Stimmung.
Ausblick auf die
AB HOF 2026
Die AB HOF 2025 hat eindrucksvoll
gezeigt, dass die bäuerliche
Direktvermarktung eine tragende
Säule der Landwirtschaft ist.
„Hier geht es nicht nur um
Produkte, sondern um Leidenschaft,
Handwerk und gelebte
Regionalität. Unsere Direktvermarkter
setzen Maßstäbe für
Qualität und Innovation. Die
AB HOF Messe bietet ihnen
eine Plattform für neue Ideen
und Kooperationen – und das
seit 30 Jahren“, so Marion Heim,
Geschäftsführerin der Messe
Wieselburg. „Diese Messe ist
mehr als eine Ausstellung – sie
ist ein zentraler Treffpunkt für
Direktvermarkter, Dienstleister
und Konsumenten in Europa.“
Die nächste AB HOF findet
vom 6. bis 9. März 2026 statt.
Weitere Informationen unter
www.abhof.com.
Vorschau: LAND,
FORST & JAGD 2025
Vom 22. bis 25. Mai 2025 öffnet
die WIESELBURGER MESSE:
LAND, FORST & JAGD ihre
Tore – eine der bedeutendsten
Veranstaltungen für die Landwirtschaft
in Österreich. Ein
besonderes Highlight ist erstmals
der Feldtag „Voraus säen“
am Freitag, 23. Mai 2025. Hier
stehen moderne Technologien,
nachhaltige Anbaumethoden
und zukunftsweisende Strategien
im Mittelpunkt. Praxisnahe
Vorführungen, Fachvorträge und
interaktive Workshops bieten
Landwirten, Studenten und
Interessierten die Möglichkeit,
Innovationen hautnah zu erleben.
Weitere Informationen unter
www.wieselburger-messe.at.
Info
WIESELBURGER MESSE
LAND, FORST & JAGD
22. bis 25. Mai 2025
Fotos (3): Messe Wieselburg /Mike Raab (www.raabmedia
& Hof Markt
Aktuelles
Seite 3, 3/2025
Farmfluencer öffnen Hoftüre
Foto: c_Giulia Botan
Lisa und Sebastian Zanker
öffneten am 7. März 2025 ihre
Hoftüren in Bruck an der Leitha
in Niederösterreich für mehr als
80 Erwachsene und 20 Kinder,
die im Rahmen eines Hofbesuchs
der Farmfluencer spannende
und lehrreiche Einblicke in die
Kreislaufwirtschaft der Schweinehaltung
erhielten. Der von
den Vereinen Wirtschaften am
Land und Junge Landwirtschaft
Österreich organisierte Besuch
ermöglichte den Teilnehmern
einen Blick hinter die Kulissen
und einen direkten Austausch
mit den Landwirten.
Farmfluencer sind junge Landwirtinnen
und Landwirte, die
über soziale Medien authentische
Eindrücke ihrer täglichen
Arbeit geben.
Sie erreichen dabei tausende
Menschen und vermitteln nicht
nur die schönen Seiten des
Lebens am Hof, sondern klären
auch über die Herausforderungen
auf, die die Landwirtschaft in
Österreich täglich begleiten. Lisa
Zanker nutzt ihre Plattform, um
die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft
in der Schweinehaltung
und nachhaltiger Landwirtschaft
einer breiten Öffentlichkeit
näherzubringen. „Wir geben
einen ehrlichen Einblick in
unsere Arbeit: von der Geburt
der Ferkel bis zur Verarbeitung
des Fleisches“, betonen Lisa und
Sebastian Zanker.
In ihrem Betrieb wird Kreislaufwirtschaft
betrieben, in dem
Ressourcen effizient genutzt
und Stoffkreisläufe geschlossen
werden. Die Tiere werden nur
in der Anzahl gehalten, die vom
Ertrag der eigenen Felder ernährt
werden kann. Das Exkrement
der Tiere wird als natürlicher
Dünger auf die Felder zurückgebracht
– ein wesentlicher
Bestandteil eines nachhaltigen
Landwirtschaftsmodells. Dieses
Prinzip war ein zentrales Thema
während des gesamten Hofbesuchs.
Nach der Führung hatten die
Teilnehmer noch die Gelegenheit,
bei einem gemeinsamen
Spanferkelessen die hochwertigen
Produkte des Hofs
zu genießen. Dabei wurde die
Kreislaufwirtschaft in der Praxis
noch einmal greifbar: vom Feld
über den Stall bis hin zum Teller.
Der Besuch zeigte, wie nachhaltige
Landwirtschaft mit kurzen,
regionalen Wertschöpfungsketten
funktionieren kann.
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DER VAKUUMFÜLLER &
P O R T I O N I E R S Y S T E M E
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Natur in jedem Bissen
Foto: Andreas Hafenscher
Unter dem Motto „Die Natur
schmecken“ lud PANNA-
TURA zum alljährlichen PANNA-
TURA-Frühstück ins Wiener
Restaurant „Collina am Berg“.
Im Fokus standen die Erfolge des
vergangenen Jahres in Landwirtschaft,
Forstwirtschaft, Jagd und
Fischerei sowie neue Projekte
und Kooperationen. Trotz
schwieriger Marktbedingungen
erwirtschaftete PANNATURA
2024 mit 147 Mitarbeitern einen
Umsatz von 42,3 Mio. € – ein
Plus von 4 % gegenüber 2023. In
der Landwirtschaft wurden rund
4.500 Tonnen Bio-Marktfrüchte
geerntet, darunter Weizen, Soja,
Mais und Brau-Gerste. In der
Forstwirtschaft sowie im Dienstleistungs-
und Handelsbereich
vermarktete PANNATURA etwa
290.000 Festmeter Holz an über
70 holzverarbeitende Betriebe.
Auch 2024 setzte PANNATURA
auf nachhaltige Fleischverarbeitung.
So wurden 135 Tonnen
Wild, 15 Tonnen Bio-Rind und
1,7 Tonnen Bio-Sonnenschwein
mit hoher Erzeugungsqualität
verarbeitet und größtenteils
regional vermarktet.
Das Bio-Landgut Esterhazy in
Donnerskirchen hat sich zu einer
Erlebnisdestination am Neusiedler
See entwickelt. Seit Herbst
2024 gilt es mit dem Restaurant
„Zum Gogosch“ und der Markthalle
Kulinarium Burgenland auch
als gastronomischer Treffpunkt.
Dank langjähriger Kooperationen
stärkt PANNATURA seine Marktposition.
So wurde gemeinsam
mit STAMAG eine neue Variante
des Bio-Pannoniers entwickelt,
und mit der AMA-Marketing
GmbH das Gütesiegel AMA
GENUSS REGION für das Restaurant
„Zum Gogosch“ erlangt.
Die Veranstaltung endete mit
einer Verkostung ausgewählter
PANNATURA-Produkte, präsentiert
von Küchenchef Martin
Feichtinger und Gastgeber Tono
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DIREKT VOM
PRODUZENTEN
Seite 4, 3/2025
Aktuelles
Hof & Markt
Recycle, reduce, replace
Verpackung mit Verantwortung
– das ist der Anspruch
von allfo und allvac auf der IFFA
2025 in Frankfurt. Dort präsentieren
die Verpackungsexperten
ihre neuesten Innovationen für
nachhaltige Verpackungslösungen.
Unter dem Motto „Recycle,
reduce, replace“ stellt das
Unternehmen gleich mehrere
Monomaterial-Lösungen vor.
Darunter der monoLINE Vakuumbeutel
von allfo sowie die
Monomaterial-Folien monoFlex
T und monoFlex O von allvac.
„Wir haben gleich drei Neuheiten
im Gepäck, die für ein besonders
nachhaltiges Verpacken in der
Lebensmittelindustrie sorgen“,
erklärt Dr. Andreas S. Gasse,
Geschäftsführer von allvac.
Peter Hotz, Geschäftsführer
von allfo, ergänzt: „Unser Vakuumbeutel
monoLINE lässt sich
als Einstoff-Lösung besonders
gut recyceln.“ Auch die allflex
ER Folie von allvac, eine Hochbarrierefolie,
ist zu 97 Prozent
recyclingfähig und schützt
empfindliche Lebensmittel
wie Fleisch und Wurstwaren
optimal. Darüber hinaus bietet
allfo mit ecoLINE eine besonders
materialsparende Lösung,
die 45 Prozent weniger Material
verbraucht. Auch maßgeschneiderte
Verpackungslösungen für
alle Kundenanforderungen, von
Fleisch über Käse bis hin zu
veganen Alternativen, befinden
sich im Sortiment.
www.allfo.de
www.allvac.de
Foto: martinmedia.de Bernd MARTIN
Die perfekte Verpackung für
den ersten Eindruck
Stellen Sie sich vor: Ein Kunde
betritt Ihren Laden, sein Blick
fällt auf Ihre liebevoll hergestellten
Produkte – doch was bleibt
ihm wirklich in Erinnerung? Oft
ist es die Verpackung, die den
ersten und bleibenden Eindruck
hinterlässt. Genau hier kommen
unsere Tragetaschen mit Sichtfenster
ins Spiel.
Mit ihrem natürlichen Look
in Rot, Schwarz oder Braun und
dem eleganten Sichtfenster
bieten sie einen Vorgeschmack
auf das, was wirklich zählt: Ihr
Produkt. Ob feine Spezialitäten,
handgefertigte Kosmetik oder
exklusive Geschenksets – die
richtige Verpackung verleiht
Ihren Waren die Aufmerksamkeit,
die sie verdienen.
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Im April gibt es unsere Tragetaschen
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Nutzen Sie diese Gelegenheit, um
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Rezepte
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Frühlingszeit ist Spargelzeit und damit hält auch die
Sauce Hollandaise wieder Einzug in den Küchen. Mit
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sondern auch die vegane Variante zaubern. Einmal
zubereitet ist das fertige Produkt gekühlt mehrere Tage
haltbar und die ideale pflanzliche Alternative zum beliebten
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Charger aufschrauben und ca. 14-16-mal schütteln.
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& Hof MarktHuhn & Ei
Seite 5, 3/2025
Vielfalt aus eigener Hühnerhaltung
Die Eierproduktion vereint Tradition und moderne Technik. Direktvermarkter und Hühnerhalter wissen:
Mit der richtigen Rasse, korrekter Kennzeichnung und optimaler Lagerung lassen sich qualitativ hochwertige
Eier erzielen.
Von Michael Heinz
Foto: pixabay
Für eine effiziente Eiproduktion
sind bestimmte
Hühnerrassen besonders
geeignet. Der Weiße Leghorn
legt ab etwa 18 bis 20 Wochen
zuverlässig Eier und erzielt
hohe Legeleistungen. Auch
Rassen wie Sussex und Rhode
Island Red überzeugen durch
robuste Gesundheit und konstante
Produktion. Wer auf
besondere Eierfarben setzt,
kann mit der Araucana rechnen,
deren grünliche Eier das Ergebnis
genetischer Veranlagung
sind. Ebenso schätzen viele
Direktvermarkter die Marans,
deren dunkelbraune Eier rein
rassespezifisch entstehen. Die
Vielfalt der Eifarbe – von weiß
über braun bis hin zu grünlich
– beruht hauptsächlich
auf der Genetik der jeweiligen
Rasse; der Einfluss des Futters
beschränkt sich vor allem auf
die Schalenstärke und den
Nährstoffgehalt.
Rechtliches und
Lagerung
In Österreich unterliegt die
Kennzeichnung von Eiern
strengen Vorgaben. Auf jeder
Verpackung müssen der Erzeugercode,
das Mindesthaltbarkeitsdatum
sowie Angaben zur
Haltungs- und Fütterungsform
klar ersichtlich sein. Diese
Transparenz schafft Vertrauen
bei den Endverbrauchern und
ist gesetzlich vorgeschrieben.
Neben der richtigen Kennzeichnung
spielt die Lagerung
eine zentrale Rolle: Eier sollten
kühl und trocken aufbewahrt
werden – idealerweise bei
Temperaturen um 5 °C – um
ihre Frische und Qualität zu
bewahren. Eine sachgemäße
Kühlung verlängert die Haltbarkeit
und schützt gleichzeitig die
natürliche Schutzhülle der Eier.
Hühner beginnen in der Regel
im Alter von 18 bis 20 Wochen
mit dem Eierlegen. Faktoren
wie ausreichend Tageslicht,
eine ausgewogene Ernährung
und ein stressarmes Umfeld
fördern den Legebetrieb.
Legen Hühner plötzlich keine
Eier mehr, kann dies an Alter,
Krankheit, unzureichender
Ernährung oder veränderten
Stallbedingungen liegen. Regelmäßige
Gesundheitschecks
und eine artgerechte Haltung
sind daher essenziell, um einen
kontinuierlichen Legebetrieb
sicherzustellen.
Ernährung – Basis für
gesunde Eier
Die Fütterung spielt eine
entscheidende Rolle für die Leistungsfähigkeit
der Hühner und
die Qualität der Eier. Hühner
bevorzugen eine abwechslungsreiche
Kost, die aus Getreide
wie Mais, Weizen und Gerste,
aber auch aus frischem Grünfutter,
kleinen Insekten und
Gemüseresten besteht. Unverzichtbar
ist zudem eine ausreichende
Zufuhr von Eiweiß,
Vitaminen und Mineralstoffen.
Wir Suchen
Besonders wichtig ist Calcium
– oft in Form von zerstoßenen
Austernschalen oder Kalk – da
es maßgeblich zur Schalenbildung
beiträgt. Auch das
Vorhandensein von Grit, also
kleinen Steinen, unterstützt
die Verdauung, da Hühner
diese zur Zerkleinerung ihrer
Nahrung nutzen. Eine regelmäßige
Versorgung mit frischem
Wasser rundet das Fütterungskonzept
ab und sorgt für einen
reibungslosen Stoffwechsel.
Der richtige Einsatz
von Hähnen
Während in großindustriellen
Betrieben meist ausschließlich
Legehennen gehalten werden,
kann der Einsatz eines Hahns
in kleineren, frei laufenden
Haltungsformen von Vorteil
sein. Ein Hahn fördert das
Wiederverkäufer
DEIN HUHN ist eine Marke der Schropper GmbH und richtet
sich an Privatkunden und Legehennenhalter bis 200 Stück.
Sozialverhalten in der Herde
und sichert den Nachwuchs,
falls eine natürliche Zucht
gewünscht wird. Allerdings
sollte die Zahl der Hähne in
einer Herde begrenzt sein, um
Stress und unnötige Aggressionen
zu vermeiden. Bei
reiner Eierproduktion ist der
wirtschaftliche Nutzen eines
Hahns eher gering, während er
in Hobbyhaltungen oder bei der
Zucht zur genetischen Vielfalt
beiträgt.
Mit fundiertem Wissen über
Hühnerrassen, Fütterung,
Kennzeichnungsvorschriften
und optimale Lagerbedingungen
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Aktuelles
Hof & Markt
Foto: Land schafft Leben
Kolumne
Von Hannes
Royer
Gehen uns bald die Eier aus?
Die USA bittet Europa um Eier – darüber berichten derzeit viele
Medien. Die Vogelgrippe hat dort dafür gesorgt, dass die Eier
knapp und somit deutlich teurer geworden sind. Auch nach Österreich
ist die große Eier-Suche vorgedrungen. „Wenn wir massenhaft
Eier in die USA exportieren, dann bleiben uns ja keine mehr“, denkt
sich da vermutlich die eine oder der andere. Berechtigte Überlegung,
aber so viel sei gesagt: Eier-Exporte im großen Stil werden
nicht stattfinden.
Für die österreichischen Legehennenbetriebe wäre ein Deal mit
den USA grundsätzlich ein gutes Geschäft, denn sie würden so
derzeit mehr verdienen als mit dem heimischen Handel. Damit
würden wir uns allerdings keinen Gefallen tun. Langfristig gesehen
macht es nämlich mehr Sinn, heimische Abnehmer wie gewohnt zu
beliefern, als kurzfristig von den USA einen höheren Preis ausbezahlt
zu bekommen – denn der Eier-Mangel dort wird sich früher
oder später wieder einpendeln.
Der österreichische Markt hat also eindeutig Vorrang. Dadurch
kann gewährleistet werden, dass in unseren Supermärkten weiterhin
nur heimische Frischeier verkauft werden. Generell hat Österreich
mit 90 Prozent einen hohen Selbstversorgungsgrad bei Eiern.
Eine Henne legt etwa 300 Eier im Jahr, gegessen werden pro Kopf
etwa 248. Damit sind sowohl frische als auch verarbeitete Eier
gemeint. Man könnte also sagen, dass jede und jeder in Österreich
eine persönliche Henne hat, die einen mit Eiern versorgt. Und auch
wenn Österreich im Herbst ebenfalls von der Vogelgrippe betroffen
war – nicht so stark wie andere Länder – müssen wir uns keine
Sorgen machen, dass uns die Eier ausgehen.
Anstatt sich also über die Eierknappheit in den USA und unrealistische
Massenexporte den Kopf zu zerbrechen, kann man sich als
Landwirt zum Beispiel überlegen, sich mit der Haltung von Legehennen
ein neues Standbein aufzubauen. Oder als Konsumentin
bewusst im Supermarkt zu heimischen Eiern zu greifen. So oder so
unterstützt man in jedem Fall die österreichische Eierproduktion
und unsere Versorgungssicherheit.
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Buchtipps
Lieblingsrezepte
In ihrem ersten Kochbuch „Gaumenschmaus“ teilt
Melanie Schorno, die talentierte Gründerin des
gleichnamigen Foodblogs, ihre liebsten Rezepte
für Anlässe aller Art – von belgischen Waffeln über
Rhabarber-Orangen-Gugelhupf bis hin zu eleganten
Nachspeisen im Glas. Mit modernen Akzenten
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Sommer, Sonne, Sonnenschein
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fand ihr Glück im Heimatdorf Stelzendorf. In
ihrer Patisserie Bergmann bietet sie Kulinarik, die
das Herz höherschlagen lassen. Ausgezeichnet
vom „Feinschmecker“, präsentiert sie nun in ihrem
neuen 85 vegetarische Gerichte, für die unbeschwerten
Tage des Sommers– darunter Rezepte
für Gegrilltes, Salate, Desserts und frisch gebackenes
Brot.
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Umfang: 188 Seiten
Einband: Gebunden
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ISBN: 978-3-9825586-2-2
Foto: Buchcontact
Ohne Schnickschnack
„Don‘t worry, eat happy!“ – dieses Motto lebt Maria
Groß mit Leidenschaft. Die Sterneköchin zeigt,
dass Kochen glücklich machen soll. In ihrem Restaurant
„Bachstelze“ und mit ihrem Buch teilt sie
einfache, leckere Rezepte, die Leichtigkeit und Genuss
in den Alltag bringen – von buntem Linsensalat
bis zu superschnellem Schokokuchen. Ihr Ansatz:
gute Zutaten und Freude am Kochen – für ein
erfülltes Leben.
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lädt zu einem verführerischen Backabenteuer
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Snacks für den Kaffeetisch, Leckereien für
Kinder oder sogar für den Hund. Die einfachen Anleitungen
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„Alles ist möglich. Das Unmögliche
dauert nur etwas länger!“
Robert Keringer spricht im Winzertalk
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Projekte, nachhaltiges Wirtschaften
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Von Katrin Schedler
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Wine Trophy und 94+ Punkte
bei A la Carte. Auch international
und national überzeugen
unsere Weine durchwegs. Mit
13 Auszeichnungen als „Bester
Produzent Österreichs“ bei der
Berliner Wein Trophy und zahlreichen
weiteren Prämierungen
zählen wir zu den meistprämierten
Weingütern Österreichs.
Unser Erfolgsgeheimnis? Mut,
Leidenschaft und kompromisslose
Qualität. Wir gehen immer
wieder neue Wege – mit außergewöhnlichen
Cuvées, innovativen
Projekten und Weinen, die
überraschen.
Lesen Sie weiter auf Seite 8 ›
Sie sind immer für Überraschungen
gut und Innovation
ist für Sie kein
Fremdwort. Wie beschreiben
Sie Ihre Handschrift
und was zeichnet die Weine
aus dem Hause Keringer
aus?
Wir stehen für kraftvolle,
charakterstarke Weine, geprägt
durch besondere Vinifikationsmethoden
wie etwa bei der
Serie „100 DAYS“. Besonders
begehrt sind dabei die Roten
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Weingut Keringer
Wienerstraße 22
A-7123 Mönchhof
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mit ihrer mehr als 100-tägigen
Maischegärung und die Weißen
mit ebenso langer Feinhefe- und
Barriquelagerung. Die Krönung
bildet dabei die MASSIV®-Linie,
bestehend aus einem weißen
und einem roten Flaggschiff-
Wein. Außergewöhnliche Kreationen
mit klingenden Namen
wie AVIATOR, COMMANDER,
HEIDEBODEN, GRANDE
CUVÉE, 100 DAYS und MASSIV
zählen zu unseren Erfolgsweinen.
Zuletzt wurde unsere MASSIV
Top-Rotweincuvée® mit „Best
of Show – Austria Red“ bei der
MUNDUS Vini und Großem
Gold bei der Berliner Wein
Trophy ausgezeichnet – ein
Wein, der immer wieder begeistert.
Bereits im Vorjahr sicherte
er sich den AWC Trophy-Sieg
Seite 8, 3/2025
Wein & Aktuelles
Hof Gast
Foto: Alex Lang/Weingut Keringer
Das Weingut Keringer setzt
auf eine ressourcenschonende
Bewirtschaftung.
Vor 8 Jahren haben Sie mit
der größten befüllten Glasweinflasche
einen Weltrekord
aufgestellt. Wie kam
es zu dieser Idee?
2017 haben wir mit der größten
befüllten Glasweinflasche der
Welt einen offiziellen Weltrekord
aufgestellt – mit stolzen 1.590
Litern Wein! Die Idee dahinter?
Grenzen ausloten, Neues wagen
und dabei Aufmerksamkeit für
unsere Weine schaffen. Doch
drei Jahre später trat eine unerwartete
Hürde auf: Die Flasche
wurde undicht, und das Projekt
drohte zu scheitern. Anstatt uns
geschlagen zu geben, haben wir
eine kreative Lösung gefunden:
Den Wein haben wir in limitierte
Charity-Flaschen abgefüllt und
verkauft. Der Reinerlös kam zur
Gänze an „Licht ins Dunkel“
zugute, überreicht 2021 beim
Ö3 Weihnachtswunder – ein
würdiges Finale für ein außergewöhnliches
Projekt!
Ihr Betrieb ist mit „Nachhaltig
Austria“ zertifiziert.
Was bedeutet diese Zertifizierung?
Seit 2019 sind wir mit dem Siegel
„Nachhaltig Austria“ zertifiziert.
Diese Auszeichnung bestätigt
unsere nachhaltige Arbeit
im Weingarten und Keller:
Wir setzen auf ressourcenschonende
Bewirtschaftung,
schonende
Bodenbearbeitung und
gezielte Begrünung,
um das natürliche
Ökosystem zu fördern.
Auch im Keller achten
wir auf nachhaltige
Prozesse, um unseren
CO2-Fußabdruck zu
minimieren.
Welche Rolle werden
PIWI-Sorten hinsichtlich
Klimawandel in Zukunft
spielen?
Mit der Rotweinrebsorte Ráthay
und jetzt auch ganz neu unserer
Weißweinrebsorte Blütenmuskateller
haben wir bereits zwei
widerstandsfähige PIWI-Sorten
im Weingarten. Diese pilzwiderstandsfähigen
Rebsorten
gewinnen mit dem Klimawandel
zunehmend an Bedeutung, da
Foto: Weingut Keringer
sie mit weniger Pflanzenschutz
auskommen
und extreme
Wetterbedingungen
besser verkraften.
Wir beobachten ihre
Entwicklung genau
und sehen großes
Potenzial für die
Zukunft – sowohl
geschmacklich
als auch in Sachen
Nachhaltigkeit.
Ist bereits eine
neue Wein-Idee
oder ein Projekt in
Aussicht?
Stillstand gibt es bei
uns nicht! Unser Motto
„Alles ist möglich. Das
Unmögliche dauert nur etwas
länger!“ steht nicht ohne Grund
an unserer Bürowand – es ist
der Antrieb unseres gesamten
Teams. Ob in der Vinifikation,
bei neuen Ausbaumethoden oder
innovativen Vermarktungsstrategien
– wir arbeiten ständig an
neuen Ideen und Projekten. Was
als Nächstes kommt? Noch ein
Geheimnis. Aber eines ist sicher:
Es wird wieder überraschen!
Foto: Komet
Verformungen ade
Das GreenVAC-Mehrwegsystem
von KOMET bringt
Nachhaltigkeit und Effizienz
gekonnt auf den Punkt. Mit
speziell dafür entwickelten Gastronorm-Behältern
aus hochwertigem
Edelstahl und robusten
Sichtdeckeln aus Hochleistungskunststoff
sorgt das System für
ein Maximal-Vakuum. So bleiben
auch empfindliche Produkte wie
Salate, Beeren, Pilze, Saucen oder
Patisserie verlässlich vakuumiert
und unverformt. GreenVAC
verlängert nicht nur die Haltbarkeit
der Lebensmittel, sondern
optimiert das „Mise en Place“
und erspart das mühsame und
zeitraubende Umfüllen in Portionen.
Die stapelbaren Behälter in
verschiedenen Größen ermöglichen
eine flexible und platzsparende
Lagerung und eignen sich
für eine systematische Lagerbewirtschaftung,
besonders im
Außerhaus- und Cateringbereich.
Durch die Verwendung von
nachhaltigen Mehrwegbehältern
wird gleichzeitig ein wichtiger
Beitrag zum Umweltschutz
geleistet.
Ab sofort kann das gesamte
GreenVAC-Mehrwegsystem über
KOMET bezogen werden – vom
hochwertigen Vakuumierer bis
hin zu den normierten, nachhaltigen
Mehrwegbehältern. Das
GreenVAC-Mehrwegsystem ist
somit ein intelligentes und nachhaltiges
Gesamtkonzept für alle,
die Ihre Effizienz weiter steigern
wollen
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Im Handumdrehen gewürzt
Gewürzmühlen sind unverzichtbar
in der Gastronomie,
denn sie ermöglichen
es Gästen, ihre Mahlzeit nach
eigenen Vorlieben zu würzen.
Die WIBERG Gewürzmühlen
sind bereits seit langem beliebte
Begleiter am Mittagstisch und
Buffet. Jetzt erweitern zwei
neue Varianten das Sortiment:
Das Knoblauch-Salz ist eine
Mischung aus Meersalz, Knoblauch,
Bärlauch und Ingwer. Mit
seinem intensiven Geschmack
und einer natürlichen Bärlauchnote
passt es hervorragend zu
Fisch, Fleisch, Meeresfrüchten,
Pasta, Saucen, Salaten
und Aufstrichen. Die Rauchsalz-Mix-Mühle
bietet eine
spannende Kombination aus
Salzaroma, natürlicher Rauchnote
sowie Piment- und Pfeffernoten.
Sie eignet sich ideal zum
Verfeinern von Steaks, Fleisch,
Fisch, Gemüse und würzigen
Gerichten.
Wer gerne Neues ausprobiert,
findet in den WIBERG Gewürzmühlen
eine facettenreiche
Auswahl, die besonders auf
Hotelbuffets zu glänzen weiß.
Ob die klassischen Sorten wie
Meersalz oder Pfeffer oder kreativere
Varianten wie Italia Style
oder Wilde Kräuter – für jedes
Gericht gibt es die passende
Note. Besonders Eiergerichte
und frisch aufgeschnittenes
Gemüse sollten ihren Platz am
Frühstücks- oder Salatbuffet in
der Nähe der Gewürzmühlen
finden.
www.wiberg.eu
Foto: mona lorenz
Hof Gast
Wein & Aktuelles
Seite 9, 3/2025
Foto: RWK Weinviertel / Katharina Schiffl
Weinviertel erleben
Die Jahrgangspräsentation
des Grünen Veltliners aus
dem Weinviertel in der prachtvollen
Wiener Hofburg konnte
zum dritten Mal in Folge einen
Besucherrekord verzeichnen.
Über 3.500 Gäste strömten in
die ehrwürdigen Hallen, um die
edlen Tropfen der 140 Winzerinnen
und Winzer aus dem
Weinviertel zu verkosten und die
einzigartigen Facetten der Weinviertler
Weinkultur zu erleben.
Das Event unterstrich damit,
warum das Weinviertel als eine
der spannendsten Weinlandschaften
Österreichs gilt.
Neben den insgesamt 3.500
Besuchern, darunter 500 Fachleuten
aus Gastronomie und
Weinhandel, gab es reges Interesse
an persönlichen Gesprächen
mit den Winzern und an
den zahlreichen Angeboten
wie dem beliebten Flaschendrehen-Gewinnspiel.
Besonders
Unaufdringlich, aber
prägnant
Foto: w-creates.at
Pünktlich zum bevorstehenden
Weinfrühling hat sich
die Weinregion Wagram in
Niederösterreich ein modernes,
frisches Design verpasst. Der
neue Markenauftritt spiegelt die
Philosophie der Region wider:
unaufgeregt, selbstbewusst und
eigenständig. Mit klaren Linien
und gedeckten Farben, die an
die charakteristischen Weinsorten
des Wagrams – Grüner
Veltliner und Roter Veltliner
– sowie an den Lössboden
erinnern, präsentiert sich das
Design in einer unaufdringlichen,
aber prägnanten Typografie.
„Was den Wagram ausmacht,
offenbart sich oft erst auf den
zweiten Blick“, erklärt Thomas
Stopfer, Obmann der Weinstraße
Wagram. Die Region war immer
zurückhaltend und bescheiden,
doch die Winzer sind stolz auf
ihre Stärken und laden Besucher
ein, die beeindruckende Landschaft
und die Menschen, die sie
prägen, kennenzulernen. Im Zuge
des neuen Erscheinungsbildes
wurde auch die Zusammenarbeit
innerhalb der Region gestärkt:
Das Regionale Weinkomitee
Wagram und die Weinstraße
Wagram bündeln ihre Kräfte und
Ressourcen. Das neue Corporate
Design ist Ausdruck dieser stärkeren
Vernetzung. Den ersten
Auftritt im neuen Look hat die
Region beim Wagram Wein Frühling,
beginnend mit der Wagram
Wein Trophy am 2. Mai 2025.
www.wagramwein.at
gefragt war auch die Wein-Käse-
Paarung, bei der die Sommelier
Union Austria mit Käsespezialitäten
der ARGE Heumilch
verwöhnte. Maria Obermayer,
Geschäftsführerin des Regionalen
Weinkomitees Weinviertel,
freute sich über eine besonders
erfolgreiche Neuerung: „Viele
Besucher nutzten die Gelegenheit,
heuer erstmals Weine im
6-er Karton versandkostenfrei
direkt bei den Weingütern
Die Jahrgangspräsentation in der Wiener Hofburg
war ein voller Erfolg.
zu bestellen. Dieser Service
ist einmalig in Österreich.“ Im
Mittelpunkt des Interesses
standen die Weinviertel DAC
Reserven und Großen Reserven,
die bei den Weinexperten aus
Gastronomie und Fachhandel für
besondere Begeisterung sorgten.
Vor der beeindruckenden
Kulisse der Wiener Hofburg
fanden sich zahlreiche prominente
Persönlichkeiten aus der
Politik und der Weinbranche
Top-Qualität
Top-Schärfe
SICK Hermann
Werksvertretungen e.U.
ein, um gemeinsam mit dem
Vorsitzenden des Regionalen
Weinkomitees Weinviertel, Hans
Setzer, und Maria Obermayer die
Weine aus der Region zu verkosten.
An der Spitze der Ehrengäste
standen unter anderem
NÖ LH-Stv. Stephan Pernkopf,
Landtagspräsident Karl Wilfing
und Weinbaupräsident Johannes
Schmuckenschlager.
www.weinvierteldac.at
A-9560 Feldkirchen · Bahnhofstr. 5 u. 6a · Tel. +43(0)4276/20202
office@sick-werksvertretung.com · www.sick-werksvertretung.com
Seite 10, 3/2025
Saisonales
Hof Gast
Rezepte
Germknödel
Zutaten für 5 Stück:
u 250 g Mehl
u 1 halbe Packung Germ
u 3 Esslöffel flüssige
Butter
u 1 Esslöffel Zucker
u 1 Ei
u 1 Eidotter
u 1 Prise Salz
u 1 Esslöffel Vanillezucker
u ~ 125 ml Milch
u Powidl zum Füllen
u Mohn und Zucker zum
Bestreuen
u Flüssige Butter zum
Übergießen
Germteig – luftig
und leicht
Locker und nicht zu trocken,
so soll ein guter Germteig
sein. Doch er gelingt vielen
Köchen nicht auf Anhieb und
darum hat er ein schlechtes
Image. Die Angst, dass der Teig
nicht aufgeht und die Zubereitung
misslingt, lässt viele vor
Germteigrezepten zurückschrecken.
Doch die Sorge ist unbegründet.
Mit einigen Tipps und
Tricks gelingt er sicher.
Mit Vorteig
gelingsicher
Rezepte aus Germteig sind leichter
zuzubereiten als viele denken,
doch es gibt einiges zu beachten.
Vorzugsweise wird frischer Germ
verwendet, er „geht“ schneller
und besser als Trockenhefe. Die
Backzutaten sollten zimmerwarm
sein. Am besten bereitet
man einen Vorteig, das sogenannte
„Dampfl“, es zeigt, dass
der Germ in Ordnung ist und der
Teig aufgehen wird. Für diesen
Vorteig wird Germ mit etwas
Flüssigkeit und Mehl angerührt.
Dazu sollte auch immer etwas
Zucker verwendet werden. Das
gilt auch für pikante Rezepte.
Das Dampfl dient vor allem zum
Überprüfen, ob die Hefe noch
genügend Kraft für die Gärung
besitzt und weniger zum Quellen
der Hefe.
Das „Dampfl“ wird mit den
restlichen Zutaten verknetet,
so lange bis der Teig sich leicht
von Geschirr und Händen löst
und Blasen wirft. Danach den
Teig so lange an einem warmen
Ort „gehen“ lassen, bis sich das
Volumen verdoppelt hat. Germteiggebäck
wird feinporiger,
wenn man den Teig während des
„Gehens“ mehrmals zusammendrückt
und kurz knetet.
Von pikant bis süß
Selbst belegte Pizzen, saftiges
Gebäck, Mohn- und Nusstrudeln
oder auch Germknödel
– ohne Germteig gäbe es diese
Leckereien nicht. Der einfache
Teig besteht aus Mehl, Hefe und
Flüssigkeit und kann mit einigen
weiteren Zutaten wie Eiern, Fett,
Aromen und Zucker verfeinert
werden. Seine Herstellung ist
heutzutage auch sehr bequem.
Er muss nicht mehr lange mit der
Hand geschlagen oder geknetet
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
werden, moderne Rührgeräte
übernehmen den Großteil der
Arbeit. Sein großes Plus ist die
Vielseitigkeit in der Küche.
Er kann wie der Germknödel
gekocht bzw. gedämpft werden,
wie Striezeln, Brote oder Strudeln
gebacken werden, und, nicht
zu vergessen, in Fett herausgebacken
werden. So lassen sich
köstliche Krapfen oder „Straubn“
zaubern.
Hefe und was noch?
Die wichtigste Zutat ist die
Hefe, deren Bakterien und Pilze
Mehl und Zucker verstoffwechseln
und so durch Gärung den
Teig lockern. Damit sich die
Hefe auch wohlfühlt, sollen alle
Zutaten für den Teig zimmerwarm
sein, die Flüssigkeit – wie
Milch oder Wasser – sollte warm,
aber nicht heiß sein. Den Teig in
einem warmen Raum zugedeckt
„gehen“ lassen und vor Zugluft
schützen.
Die heutigen Turbohefen sind
sehr robust, sie lockern die Teige
sehr gut und sind auch nicht
mehr so empfindlich wir früher.
Wer gerne Germteige zubereitet,
❱ Mehl, Zucker und Vanillezucker in eine Schüssel geben,
eine kleine Mulde formen, und den Germ hineinbröseln.
❱ Die Hälfte der lauwarmen Milch zum Germ gießen und
den Germ mit der Milch und etwas Mehl verrühren. Die
Schüssel zudecken und den Germ etwa 20 Minuten
gehen lassen.
❱ Danach Salz und Butter in die Schüssel geben, das
Ganze zu einem glatten Teig kneten und dabei die restliche
Milch nach und nach dazugeben. Teig zugedeckt an
einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen.
❱ Teig nochmals gut durchkneten und in fünf Teile teilen.
Jedes Teigstück etwas plattdrücken, je einen Esslöffel
Powidl darauf setzen, die Teigenden zusammendrücken
und einen Knödel formen. Die Germknödel mit der Naht
nach unten auf ein bemehltes Brett legen, zudecken und
nochmals etwa 20 Minuten gehen lassen.
❱ Germknödel in einem Dampfeinsatz etwa 15 Minuten
zugedeckt dämpfen.
❱ In der Zwischenzeit Mohn und Zucker im Verhältnis 1:1
fein mahlen und die Butter schmelzen.
❱ Die fertigen Germknödel mit flüssiger Butter übergießen
und mit reichlich Mohnzucker bestreuen.
❱ Tipp: Etwas Mohnöl zur geschmolzenen Butter geben,
das intensiviert den Mohngeschmack.
sollte am besten frische Hefe
verwenden, da sie etwas besser
lockert. Wer sich aber nur sehr
selten in dieser Kunst versucht,
kann auch Trockenhefe verwenden.
So hat man immer für
spontane „Backevents“ Hefe in
der Küche.
Zum Verfeinern
Salz sollte in keinem Germteig
fehlen. Es rundet das Ganze ab
und sorgt für einen kräftigeren
Geschmack. Das gilt auch für
süße Rezepte. Eier machen den
Teig gelb und locker, jedoch
sollten die Eidotter bevorzugt
werden. Zu viel Eiweiß macht
den Teig trocken und fest. Das
Fett, am besten Butter, macht den
Teig zart und gibt Geschmack. Je
mehr Fett aber in einem Rezept
verwendet wird, desto mehr
Hefe wird auch benötigt. Zucker
wiederum fördert die Gärung
und sorgt für einen runderen
Geschmack in süßen Rezepten.
Rum, Zitronenabrieb und Vanille
aromatisieren den Teig, zu viel
Rum verträgt er allerdings nicht,
denn der Alkohol zählt nicht zum
bevorzugten Futter dieser Hefen.
& Hof Markt
Milch&Käse
Seite 11, 3/2025
Blauschimmelkäse, Feta und Ricotta gibt es auch aus Österreich. Allerdings
manchmal unter anderem Namen, da die Originale geschützte Marken sind.
Fotos: Hansuan_Fabregas.
Foto: Svittlana
Foto: fabiomax
Käse-Vorbilder
Die heimische Antwort auf Feta, Ricotta und Co.
Von Katrin Schedler
Im Frühling sind besonders
junge und weiche Käsesorten
gefragt. Ganz nach dem Vorbild
internationaler Käsesorten
punkten heimische Spezialitäten
mit regionalen Zutaten.
Feta und Hirtenkäse
Der griechische Salzlakenkäse
Feta wird aus Schaf- und
Ziegenmilch hergestellt und ist
bekannt für sein kräfiges Aroma.
Die Bezeichnung „Feta“ ist durch
die EU-Kommission geschützt,
weshalb das Original auf dem
griechischen Festland und den
Inseln der ehemaligen Präfektur
Lesbos hergestellt werden
muss. Übersetzt bedeutet das
Wort so viel wie „Scheibe“, ganz
praktisch, dass er meistens auch
so angeboten wird. Der Käse
hat eine feste, leicht krümelige
Textur und einen recht salzigen,
leicht säuerlichen Geschmack.
Da der Name wie bereits erwähnt
von den Griechen geschützt
wurde, treten Feta-ähnliche
Varianten aus anderen Ländern
unter einem anderen Namen auf.
So werden auch in Österreich
aromatische Alternativen von
kleinen Sennereien hergestellt,
die nur eben anders heißen. Die
„Griawige Greta“ beispielsweise
ist ein Feta-ähnlicher Schafkäse
von der Wallseeer Schafkäserei
Milchmäderl, genauso wie der
„SchafGrieche“ aus silofreier
Schafrohmilch vom Schafmilchbetrieb
Gmeiner in Vorarlberg. Es
gibt natürlich auch Varianten aus
Ziegenmilch, die wie das Original
einen weißen mit kleinen
Löchern durchzogenen Käseteig
aufweisen, geschmacklich
jedoch etwas milder sind. Hirtenkäse
wird hingegen ausschließlich
aus Kuhmilch hergestellt.
Auch er ist deutlich milder im
Geschmack als Feta .
Milder Ricotta
Wenn es um italienische Frischkäse-Spezialitäten
geht ist der
Ricotta ganz vorne mit dabei.
Ursprünglich in der Region um
Rom beheimatet, hat sich Ricotta
im Laufe der Zeit im ganzen Land
und über die Grenzen hinaus
etabliert. Während hierzulande
meist nur die milde, cremige und
ungesalzene Ricotta-Variante
bekannt ist, existieren in Italien
zahlreiche Ricotta-Sorten,
welche sich je nach Art der
verwendeten Molke, Reifegrad
sowie Salzgehalt unterscheiden.
Der „Ricotta romana“ ist durch
das Gütesiegel DOP geschützt
und wird nach traditioneller Art
aus der Molke von Schafsmilch
gewonnen. Anders als Frischkäse
oder Topfen wird Ricotta
aus Molke hergestellt.
Dabei wird die Molke unter
Zugabe von Säure (meist Zitronensäure)
sowie oftmals etwas
Milch erhitzt. Das enthaltene
Milcheiweiß gerinnt und schließt
Milchfett, Vitamine sowie Mineralien
ein. In diesem Prozess
trennt sich die Käsemasse von
der Flüssigkeit und es entstehen
kleine Flocken, die abgeschöpft
und oftmals noch mit etwas Rahm
verfeinert werden. Anschließend
wird Ricotta meist in kegelförmige,
abgeflachte Formen mit
einer charakteristischen Flechtstruktur
gegeben, um die Restmolke
abtropfen zu lassen. Der
Frischkäse eignet sich ideal für
süße Speisen und verleiht auch
herzhaften Gerichten und Dips
eine besondere Note. Ganz nach
dem italienischen Vorbild gibt es
auch Ricotta aus Österreich. In
Fladnitz/Teichalm stellt etwa die
Sennerei Leitner einen wunderbaren
Ricotta aus Schafmilch
oder Kuhmilch her. Die Spezialität
schmeckt mild, süßlich und ist
nahe zu fettfrei. Eine heimische
Alternative zum italienischen
Ricotta.
Aromatischer
Blauschimmelkäse
Wer intensive Käse-Aromen liebt,
der kommt bei Blauschimmelkäse
ganz auf seine Kosten. Von
mildem Gorgonzola bis hin zu
würzigem Roquefort glänzt der
der Käse mit Vielfalt. Besonders
spannend sind auch die österreichischen
Varianten, die sich
durch handwerkliche Verarbeitung
und regionale Zutaten
auszeichnen. In Kleinarl beispielsweise
wird der Bergonzola, ein
Bio-Blauschimmelkäse, sorgfältig
in Handarbeit hergestellt.
Die charakteristischen blauen
Adern, die den Käse durchziehen,
verleihen ihm ein intensives
Aroma und ein unverwechselbares
Aussehen. Halbfeste Textur
und würzige Blauschimmelnoten
zeichnen den Käse aus, der an den
berühmten Gorgonzola erinnert.
Wieso er dann nicht so heißt?
Seinen Ursprung hat Gorgonzola
in Norditalien, wo er nachweislich
bereits im frühen Mittelalter
produziert wurde. Der aromatische
Weichkäse aus Kuhmilch
reift unter Zugabe von Milchsäurebakterien
und Keimen des
Schimmels „Penicillium glaucum“
in drei bis 12 Monaten zu einer
Käsespezialität heran, die mildsüß
bis würzig-pikant schmecken
kann. Historisch gab es diverse
Formen des Käses, heute sind
die drei Varianten „Gorgonzola
dolce“, „Gorgonzola piccante“ und
„Gorgonzola piccola piccante“
mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung
versehen. Das heißt,
dass alle Herstellungsschritte,
angefangen bei der Milchherstellung
und -bearbeitung bis hin
zur Verpackung, in bestimmten
Gebieten (definierte Provinzen
im Piemont und der Lombardei)
unter Einhalten vorgeschriebener
Herstellungsprozesse erfolgen
müssen. Und so kommt es, dass
Käsespezialitäten aus anderen
Ländern, inklusive Österreich,
die zwar auf die selbe Art und
Weise hergestellt werden, nicht
als Gorgonzola vertrieben
werden. Macht aber nichts, denn
am Ende ist nicht der Name
das Wichtigste, sondern der
Geschmack. Und schmecken tun
die heimischen Blauschimmelkäse
genauso gut.
Sechs neue BIO-Sorten in der 3-Kilo-Dose
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Seite 12, 3/2025
Obst&Gemüse
Hof & Markt
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Spargel aus dem Wok
Zutaten für 4 Portionen:
u 800 g grüner Spargel
u 1 rote Paprikaschote
u 1 Zwiebel oder
3 Frühlingszwiebel
u 200 g Sojasprossen
u 1 Prise Zucker
u etwas Sojasauce
u Salz und Pfeffer
u frische Kräuter
u 2 EL Nüsse
u dunkles Sesamöl und
Rapsöl im Verhältnis 1:1
zum Anbraten
u gehackte Walnüsse zum
Bestreuen
u etwas Zitronensaft zum
Abschmecken
Ideale Begleiter zum
Spargel
Spargel ist das Frühlingsgemüse,
dessen Name sogar
Weine ziert. Kein anderes
Gemüse kommt zu dieser Ehre,
was zeigt, dass die Begleiter zum
edlen Stangengemüse genau
gewählt werden. So wie der
Spargelwein gut zu dem feinen,
leicht erdigen Aroma mit einer
bitteren Nuance passen muss,
so betrifft das auch die Beilagen
und Zubereitungen.
Ein guter Begleiter ist jener,
der den Spargel in den Vordergrund
hebt und ihn umschmeichelt.
Je nach Vorlieben passen
Saucen, Fisch, Kartoffeln, aber
auch Schinken und Ei besonders
gut dazu. Er harmoniert auch
mit unterschiedlichen Küchenstilen.
Er passt zu asiatischen
Zubereitungen mit Pilzen
oder einem Misodressing und
schmeckt mediterran mit Pasta
oder im Risotto oder traditionell
mit Sauce Hollandaise oder
mit einem Wiener Schnitzel.
So lassen sich Spargelgerichte
unendlich variieren und für jeden
Geschmack ist etwas dabei.
Italienisch zubereitet
Pasta und Risotto sind die
typischen Gerichte, an die man
sofort bei Italien denkt. Das Reisgericht
passt sehr gut zu Spargel
und mit grünen Stangen zubereitet,
schmeckt es noch intensiver
nach dem edlen Gemüse
und erfreut das Auge mit einem
ansprechenden grün-weißen
Kontrast. Zum Ablöschen wird
ein Weißwein verwendet, am
besten ein Spargelwein, und
zum Aufgießen harmoniert
Hühner- oder Gemüsefond
besser als Rindsfond. Verfeinert
wird mit Parmesan und Butter,
die beinahe ein Muss für Spargel
ist. Bei der „Pasta“ variieren die
Varianten stärker, was bei den
vielen Nudelgerichten in Italien
eigentlich selbstverständlich
ist. Wer es deftiger bevorzugt,
wählt eine Sauce mit Schlagobers
oder Mascarpone, leichter
und frühlingshafter schmeckt
sie mit Tomaten und Räucherlachs,
mediterrane Kräuter wie
Basilikum oder Rukola bringen
die Würze zu den Nudeln.
Auf griechische Art
Bei griechischer Küche denkt
man unweigerlich an Zitronen,
Feta und Oliven, bei Spargel wird
da keine Ausnahme gemacht.
Gebratener oder gegrillter grüner
Spargel wird gerne mit Zitrone,
Olivenöl und Knoblauch mariniert
und nach dem Grillen mit
zerbröseltem Feta gewürzt.
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Gekocht oder gebraten passt er
auch zu griechischen Lammkoteletts
oder Fisch. Im Salat wird
er mit Kapern, Oliven, Kräutern
und Olivenöl gewürzt, und
ähnlich wie die Italiener bereiten
die Griechen gerne Nudel- oder
Reisgerichte damit zu.
Asiatisch interpretiert
Bei asiatischer Küche gilt vor
allem eines: Wok, Wok und nochmals
Wok. Zubereitet im heißen
Wok bleibt das Stangengemüse
bissfest und wird bevorzugt
mit Sojasauce, Sesam, Ingwer,
Zitrone und Chili gewürzt. In
die heiße Pfanne passen dazu
Shrimps, Tofu, Erbsenschoten,
Sojasprossen, Rindfleisch oder
auch Hühnchen. Als Beilage
sind es wieder Nudeln oder Reis,
ähnlich wie in der mediterranen
Küche. Eine Misomayonnaise, die
an Stelle einer Sauce Hollandaise
gereicht wird, verleiht einen
asiatischen Touch ebenso wie in
Tempurateig oder in Pankobröseln
gebackene Spargelstangen.
Nordisch angehaucht
Fisch, Kartoffeln und herzhafte
Saucen, das verbindet man mit
nordischer Küche, und wieder
passen die Zutaten zu Spargel.
Jede Art von Kartoffel harmo-
❱ Spargel waschen
und das untere Drittel
schälen. Spargel
schräg in Scheiben
schneiden. Paprika
klein würfeln, Zwiebel
in feine Ringe schneiden.
❱ Im Wok etwas Öl
erhitzen, den Spargel
dazugeben, mit etwas
Zucker bestreuen und
scharf anbraten, das
restliche Gemüse dazugeben.
Das Gemüse
bissfest braten und
mit Sojasauce, Salz
und Pfeffer würzen.
❱ Gemüse mit etwas
Zitronensaft abschmecken
und mit frischen Kräutern wie Schnittlauch,
Kerbel oder Petersilie bestreuen. Die gehackten Nüsse
darüber verteilen und das Gemüse gut durchschwenken.
Gemüse mit frischem Gebäck und Salat servieren.
niert mit dem Gemüse, von Salzkartoffeln
über Gratin bis hin
zu Püree, die tolle Knolle ist der
ideale Begleiter. Aber auch die
Liebe zu Dill oder Garnelen spiegelt
sich wider, ebenso zu herzhaftem
Speck, pochierten Eiern
oder Matjes. Zu einem Matjestartar
mit Apfel, Lauch und Dill
abgeschmeckt, wird auch weißer
Spargel gereicht.
Spargel als Dessert
Orangen und Erdbeeren passen
sehr gut zu Spargel, jedoch wird
das Obst meist nur in herzhaften
Gerichten als Begleiter
gewählt, denn es passen schon
mal Erdbeeren in einen Spargelsalat.
Doch als Dessert zubereitet
ist er für die meisten unter
uns noch seltsam. Aber es lohnt
sich, ein Spargelmousse mit
Rhabarber oder ein Spargeleis
mit Beeren auszuprobieren.
Karamellisiert mit Vanille und
Früchten und auch als Spargel
Panna cotta mit Erdbeeren kann
er so manchen Spargelliebhaber
überzeugen.
& Hof Markt
Obst&Gemüse
Seite 13, 3/2025
Aus dem Vollen schöpfen
Viele Wildkräuterfans
nutzen das volle Potenzial
an Wildpflanzen noch
nicht. Wer mit einigen Wildkräutern
in der Küche beginnt, kann
sich nach und nach mehr Wissen
aneignen und das Repertoire
erweitern. Wer hat schon mal
Veilchensorbet, Taubnesselnockerl
oder Knoblauchraukenspaghetti
mit Pilzen gegessen?
Damit man die Wildpflanzen
auch sicher in der Küche
verwenden kann, sollte man
die Pflanzen hundertprozentig
kennen, auch ihre medizinischen
Anwendungen, Hinweise auf
Verwechslungsmöglichkeiten
und mögliche unerwünschte
Wirkungen. So landet vielleicht
statt Kopfsalat, der Opfer der
Schnecken wurde, ein Frühlingssalat
mit Vogelmiere am Tisch
oder statt Brokkoliauflauf eine
Hauswurzquiche.
Nun beginnt das
Sammeln
Gerade jetzt im Frühling
haben Wildkräuter Saison. Der
Bärlauch führt dabei die Hitliste
an. Wer sich mit Wildkräutern
befasst, merkt schnell, wie vielfältig
das Angebot der Natur
ist. Dabei stehen nicht nur die
gesundheitlichen Aspekte im
Vordergrund, sondern auch
der Geschmack. Vieles wächst
im Garten, am Acker oder im
Wald, was einfach als Unkraut
abgestempelt wird. Doch hier
ist so viel zu finden, was in der
Küche genutzt werden kann.
Viele Städter haben weder die
Möglichkeit noch das Wissen,
wie man bestimmte Wildkräuter
erkennt oder verarbeitet.
Daher findet man gerade im
Frühjahr Bärlauch, Brennnessel
und Co. auf Bauernmärkten
oder in Abokisterln. Sie werden
entweder von Kräuterkundigen
gesammelt und verkauft,
oder inzwischen auch gerne im
Folientunnel oder auf Äckern
von Gärtnereien oder Gemüsebauern
kultiviert.
Abwechslung in der
Frühlingsküche
Für schmackhafte Gerichte
werden die jungen Triebe, die
zarten Blätter oder die Blüten
verwendet. Roh würzen sie
Aufstriche und Salate und
gedünstet eignen sich Frühlingskräuter
als Gemüse oder Suppe.
Die verschiedenen Kräuter
sollten möglichst frisch in der
Küche verwendet werden. Damit
sie ihr Aroma nicht verlieren,
sollten Kräuter erst kurz vor
der Zubereitung zerkleinert
und so kurz wie möglich erhitzt
werden. Zuvor müssen sie aber
gründlich gewaschen werden.
Blätter und Früchte aus Wald
und Wiese niemals ungewaschen
essen! Man weiß ja nie,
welche Tiere zuvor die Kräuter
verunreinigt haben.
Kurzportraits
Brennnessel: Junge
Blätter, die noch nicht
„brennen“, werden roh als
Salat oder als Spinat und in
Suppen verwendet. Die Blätter
sind reich an Vitamin A, C und
Eisen. Spinat aus Brennnesselblättern
enthält doppelt so viel
Vitamin C wie in der selben
Menge Zitronen enthalten ist,
zwei Mal so viel Eisen wie Spinat
und zwei Mal so viel Kalium wie
Tomaten. Brennnesseln wirken
blutbildend, regen Nieren und
Stoffwechsel an.
Brunnenkresse: Gesammelt
werden die Blätter bevor
die Pflanze blüht. Sie schmecken
scharf und leicht bitter. Brunnenkresse
enthält viel Vitamin
C, Vitamin K und Senfölglycoside.
Sie wirkt entzündungshemmend,
appetitanregend
und stärkt das Immunsystem.
Ab Mai sollte Brunnenkresse
nicht mehr geerntet werden, da
ihre Wirkstoffe die Nieren reizen
könnten.
Bärlauch: Essbar ist die
ganze Pflanze, aber es sind vor
allem die Blätter, die geerntet
werden. Sie schmecken und
riechen unverwechselbar nach
Knoblauch. Verantwortlich dafür
sind die scharf schmeckenden
Senfölglycoside, die antibiotisch
wirken. Die Vielfalt an Inhaltsstoffen
soll gegen Bluthochdruck
und Arteriosklerose wirken.
Giersch: Jeder Gärtner ärgert
sich über Giersch im Garten, da
er sehr wuchert und praktisch
nicht auszurotten ist. Sein weit
verzweigtes Wurzelwerk bildet
ständig neue Ausläufer. Dabei
sind die Blätter roh oder gedünstet
als Gemüse sehr schmackhaft.
Das Aroma erinnert an
Petersilie. Die Blätter enthalten
sehr viel Vitamin C und übertreffen
damit den Vitamin C-Gehalt
aller kultivierten Gemüsesorten.
Kopfsalat enthält um ein
zwanzigfaches weniger davon.
Zusätzlich soll Giersch harntreibend
und entzündungshemmend
wirken.
Löwenzahn: Löwenzahn ist
ein vielseitiges Wildkraut aus
der Familie der Korbblütler, das
schon immer im Frühjahr gerne
gesammelt und gegessen wurde.
Das Interesse an den frischen
Blättern, den „Röhrln“, ist nach
dem Winter besonders groß,
denn der Körper benötigt nun
einen Vitaminschub, um der
Frühjahrsmüdigkeit zu entkommen.
Die Blätter sind reich an
gesunden Inhaltsstoffen und
durch die Bitterstoffe wirken
stoffwechselanregend. Alles,
was man im Frühjahr besonders
braucht. Egal ob im Salat, in der
Suppe, im Smoothie oder im
Pesto, die Blätter werden immer
bitter schmecken. Daher passen
sie, wie andere herbe Salate
auch, gut zu Obst wie Birne,
Apfel oder Orange.
Wipferl: Die jungen Nadelbaumtriebe
haben nur ein paar
Wochen Saison. Sie haben die
meisten Inhaltsstoffe, wenn sie
noch klein und saftig sind. Wenn
sie ein bis zwei Zentimeter groß
sind und gerade die braune Hülle
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abstoßen, dann sind sie ideal
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wie den Wipferlsaft. Für
verschiedene Küchenrezepte
können sie auch ein bisschen
größer sein, aber nicht länger
als drei Zentimeter. Wipferl sind
reich an ätherischen Ölen, Gerbstoffen,
Harzen und Vitamin C.
Sie wirken daher antibakteriell,
entzündungshemmend und
schleimlösend. Dieser frische
Geschmack macht die Nadeln zu
einer guten Zutat in der Küche.
Wipferl passen zu Schokolade,
Frischkäse, Fleisch oder Pilzen
und eignen sich zum Aromatisieren
von Salzen oder zum
Einkochen von Gelee.
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„Kunden wollen beste Qualität“
Gourmet Zach: Die prämierte Bauernhofjause aus der Lippizanerheimat.
Foto: Zach
Mitten in der sanft hügeligen
Landschaft der
Weststeiermark in
Mooskirchen setzt der Familienbetrieb
der Familie Zach auf
seine Stärken und verarbeitet
das eigene Schweinefleisch
zu steirischen Schmankerln.
Die Direktvermarktung hat
dabei eine lange Tradition und
inzwischen hat Florian Zach
das Zepter in der Hand. Er
vermarktet nun seine Produkte,
wie das Lendlbratl, die Kürbiskernrohwürste
oder die Leberstreichwurst
im Glas, unter der
Bezeichnung „Zach Gourmet“.
Erfahrung und
Unternehmergeist
Florian hat den elterlichen
Betrieb vor 7 Jahren übernommen
und hat davor viel Erfahrung
in der Fleischverarbeitung
sammeln können. Seine Leidenschaft
für die Fleischerei hat er
von seinem Vater geerbt und
kann auf einer soliden Ausbildung
aufbauen. Der bodenständige
Unternehmer hat die
landwirtschaftliche Fachschule
Hafendorf besucht und auch
eine Fleischerlehre abgeschlossen.
„Ich habe nach meiner
Ausbildung 13 Jahre bei einem
Fleischer gearbeitet und dadurch
viel Erfahrung für meinen
Betrieb mitgenommen, vor
allem habe ich gelernt, wie man
ein Geschäft erfolgreich führt.
Die Anforderungen an fleischverarbeitende
Betriebe werden
immer größer und ich weiß
nicht, ob ich all das beruflich
hätte umsetzen können, wenn
ich nur am elterlichen Betrieb
mitgearbeitet hätte“, erklärt
Florian. Von Anfang an setzte er
auf hochwertige Produkte und
ein neues Marketingkonzept. Er
erweiterte auch die Verkaufsmöglichkeiten.
Neben dem
Hofladen in Mooskirchen am
Betrieb und dem Bauernladen
in Liquist betreibt Florian noch
drei Verkaufsautomaten. Sein
neuestes Projekt ist das „Jauseneck“
in einer ehemaligen Fleischerei
in Krottendorf-Gaisfeld.
Nach dem Umbau verfügt der
gemütliche Laden neben einer
Fleisch- und Wursttheke auch
über eine Imbiss-Ecke, wo man
regionale Spezialitäten vor Ort
genießen kann.
Lesen Sie weiter auf Seite 18 ›
Seite 18, 3/2025
Fleisch Markt
Portrait
Landwirt und Fleischer
aus Leidenschaft
Florian bewirtschaftet 30 Hektar,
das meiste davon Ackerfläche.
Er baut hier die Futtermittel für
die Schweine und auch den steirischen
Ölkürbis an. Die Kerne
lässt er zu Öl pressen, oder sie
landen unter anderem in der
Kürbiskernrohwurst. Er betreibt
eine Schweinemast mit 100
Tieren und schlachtet etwa 300
Tiere im Jahr. Der Großteil des
Fleisches wird am Betrieb selbst
verarbeitet und die Produktpalette
reicht von Würsteln, Salami
und Geselchtem bis zu Leberstreichwurst
oder Grillspezialitäten.
Als reiner Familienbetrieb
ist das nicht mehr alleine zu
stemmen. Daher beschäftigt er
sowohl für die Landwirtschaft als
auch für die Fleischerei und den
Verkauf insgesamt 10 Mitarbeiter.
Wer mehrere Standorte betreibt,
muss laufend investieren, doch
der Erfolg gibt Florian Recht.
„Ich habe Gottseidank keine
Probleme, Mitarbeiter zu bekommen,
da die Arbeitsbedingungen
und die Entlohnung passen. Ich
investiere auch laufend, etwa
in die Technik, und habe erst
voriges Jahr den Genussladen
umgebaut. Die Kunden schätzen
das neue Ambiente aber sehr,
denn seitdem ist der Umsatz
um 25 Prozent gestiegen. Ich
glaube auch, dass ein Fleischer
in Zukunft nur mehr überleben
kann, wenn er sehr hochwertig
produziert, und, wenn es zum
Betrieb passt, eine Art Nahversorger
wird. Bei mir ist es der
Genussladen, in dem ich zusätzlich
Fisch, Milchprodukte oder
Säfte und Schnäpse anbiete,
allesamt regionale Produkte
von steirischen Produzenten.
Die Leute essen zwar weniger
Fleisch, wenn sie aber zu Fleischund
Wurstprodukten greifen,
wollen sie beste Qualität. Das
ist der Nischenbereich, in dem
ich für meinen Betrieb großes
Potenzial sehe“, so Florian.
Gourmet-Rezepte aus
eigenem Hause
Der Betrieb von Florian ist vielseitig
aufgestellt, neben Landwirtschaft,
Fleischverarbeitung
und Verkauf, setzt er auf Catering.
Von einfachen Aufschnittplatten
oder belegten Broten bis zu
Spanferkel und Grillevents, der
Kunde ist König. Bis zu 1.000
Gäste können in den Genuss der
Spezialitäten kommen, das funktioniert
nur durch die langjährige
Erfahrung. Das merkt man vor
allem beim Spanferkel, denn es
wird bereits im Vorhinein von
allen Knochen ausgelöst, danach
mit einer Semmelfülle gefüllt und
als Ganzes bis zu zehn Stunden
gegrillt. Nach dem Grillen wird es
tranchiert und ist schnell servierfertig.
Im Wurstsortiment setzt
Florian auf viele traditionelle
Produkte und Rezepturen, die
teils noch von seinem Vater
stammen, wie etwa die Kürbiskernrohwurst.
Er probiert aber
gerne Neues aus. So möchte er
die Kürbiskerne durch Pistazien
ersetzen und eine „Dubai-Wurst“
herstellen. „Pistazien werden
schon lange in der Wursterzeugung
verwendet, etwa bei der
Mortadella. Ich war aber schon
oft in Dubai und bin von der Stadt
fasziniert. Daher stammt meine
Motivation für die Pistazienrohwurst
und nicht vom momentanen
Hype um die Dubaischokolade“,
erklärt der umtriebige
Fleischer und Landwirt.
Florian betreibt drei Verkaufsautomaten,
die vor allem im
Sommer gut gehen, mariniertes
Grillfleisch und Würste sind dann
besonders gefragt. Passend zu
seiner Marke „Gourmet Zach“
hat er die Verkaufsautomaten
auf „Gourmat“ getauft. Sie sind
die optimale Ergänzung zu den
Öffnungszeiten der Geschäfte
und schaffen zusätzlichen
Absatz.“ Seine drei Automaten
und seine drei Verkaufsstellen
bieten eine gute Nahversorgung
mit Wurstwaren in der
Umgebung von Mooskirchen.
Doch dass die Verkaufszahlen
stimmen, verdankt er – neben der
Qualität seiner Produkte – auch
der Nähe zu Graz.
Info
Gourmet Zach
Geschäftsführer: Florian Zach
Hofladen:
Stögersdorf-Voglbichl 1
A-8562 Mooskirchen
Bauernladen:
Steinberg 237
A-8563 Ligist
Foto: Ruskvideo
Fleischerverband: Erfolgreicher Messeauftritt
Vom 7. bis 10. März 2025 waren
wir auf der „Ab Hof Messe“
in Wieselburg vertreten – und
es war ein voller Erfolg! Unser
Stand in Halle 5 war durchgehend
gut besucht. Zahlreiche
Fleischer, Selbstvermarkter,
Gastronomen und lebensmittelverarbeitende
Betriebe nutzten
die Gelegenheit, um sich über
unser umfangreiches Sortiment
und unsere maßgeschneiderten
Dienstleistungen zu informieren.
Besonders großes Interesse galt
unseren hochwertigen Zutaten &
Produkten, unserem vielfältigen
Angebot an Verpackungsmaterial
und Kleingeräten sowie
unseren Labor-Dienstleistungen
zur Qualitätssicherung. Die
Gespräche mit unseren Kunden
und Fachbesuchern waren inspirierend
und zeigten einmal mehr,
wie wichtig persönliche Beratung
und individuelle Lösungen
in unserer Branche sind. Wir
danken allen Besuchern für ihr
großes Interesse und freuen
uns schon jetzt auf die nächste
Messe! Ihr Fleischerverband
eGen – Ihr Partner für die Fleischund
Lebensmittelverarbeitung!
Info
Fleischerverband eGen
Dr. Hans Lechner Straße 1 I
5071 Wals/Siezenheim
Bestellhotline: 050 - 1935 - 22
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Fotos (5): Fleischerverband
Fleisch
Markt
Aktuelles
Seite 19, 3/2025
Foto: Alce
Der Diamant unter
den Rauchspießen
Mit dem neuen Rauchspießen
der Diamant-Linie
von ALCE Anlagentechnik
kann man bis zu 30 Prozent
mehr Ware auf dem Rauchwagen
platzieren und somit eine
optimale Befüllung der Rauchund
Klimakammer erreichen.
Die Vorteile:
u Weltweit patentierter V2A
Rauchstöcke mit halbrunden
dichtverschweißten
Enden.
u Robuste Ausführung im
„Sternprofil“ mit einer Tragfähigkeit
von 50kg/lfm.
u Durch die hygienische,
hochpolierte Oberfläche
wenig Schmutzanhaftung,
dadurch sehr geringer Reinigungsaufwand
bei geringstem
Wasser-, Abwasser-,
Reinigungsmittel- und
Energieverbrauch.
u Durch die abgerundeten Enden
keine Beschädigung der
Därme beim Aufhängen, dadurch
weniger Verluste und
mehr Gewinn.
u Extrem lange Nutzungsdauer
gegenüber Aluminiumrauchstöcken.
u Die FLAT Rauchstöcke
wurden für die direkt Aufhängung
der Produkte in
Naturdarm konzipiert. STD
(Standard) – Ausführung
macht sich ideal bei Wurstprodukten
mit Schlaufe.
Tipp: Testen Sie für kleine Kaliber
wie Wiener oder Kabanossi den
Super dünnen 13 mm Rauchstock.
Dieser verhindert die
Druckstellen ohne Rauch an den
Aufhängestellen der Würste.
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Anlagentechnik Ges.m.b.H.
Jägermühlestraße 2
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Fax: +43 (0)7242/53903-15
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Erfolgreicher Messeauftritt auf
der „Ab Hof “
Die Firma Mooshammer
Hygiene & Technik ist seit
Jahrzehnten ein verlässlicher
Partner für professionelle Hygienetechnik
in der Lebensmittelund
Landwirtschaftsbranche.
Mit innovativen Lösungen in
den Bereichen Personalhygiene
und Boden-Entwässerung trägt
das Unternehmen maßgeblich
zur Einhaltung höchster Hygienestandards
bei. Auch in diesem
Jahr präsentierte sich Mooshammer
auf der renommierten
Messe „Ab Hof “ in Wieselburg als
kompetenter Ansprechpartner
für Landwirte, Direktvermarkter
und Betriebe der Lebensmittelproduktion.
Personalhygiene und
Boden-Entwässerung
Hygiene beginnt bei den
Menschen, die täglich mit
Lebensmitteln arbeiten. Daher
bietet Mooshammer modernste
Lösungen zur Personalhygiene,
darunter automatisierte Handwasch-
und Desinfektionssysteme,
Hygieneschleusen sowie
praktische Spenderlösungen für
Seife und Desinfektionsmittel.
Diese Systeme gewährleisten
eine effektive Keimreduktion und
sorgen für höchste Sicherheit in
der Lebensmittelverarbeitung.
Ein weiteres zentrales Thema
ist die professionelle Boden-
Entwässerung. In der Lebensmittelproduktion
ist es essenziell,
Wasser effizient abzuleiten, um
Rutschgefahr und die Bildung
von Bakterien zu minimieren.
Mooshammer bietet hier maßgeschneiderte
Entwässerungssysteme,
die höchsten hygienischen
Anforderungen gerecht werden.
Die rostfreien, langlebigen Edelstahlrinnen
und Bodenabläufe
gewährleisten eine optimale
Wasserführung und erleichtern
die Reinigung erheblich.
Große Nachfrage nach
Hygienelösungen
Im März hatte Mooshammer
die Gelegenheit, auf der Ab Hof-
Messe die neuesten Hygienelösungen
zu präsentieren. Zahlreiche
Besucher informierten sich
am Messestand über die innovativen
Produkte und nutzten die
Möglichkeit, sich direkt von den
Experten beraten zu lassen. Die
hohe Nachfrage nach effizienten
Hygienelösungen unterstreicht
die Bedeutung dieses Themas
für die Branche.
Die Ab Hof-Messe gilt als
bedeutendste Fachmesse für
Direktvermarkter und Produzenten
hochwertiger Lebensmittel.
In diesem Umfeld konnte
Mooshammer einmal mehr seine
führende Rolle im Bereich der
Hygienetechnik unter Beweis
stellen. Mit praxisnahen Lösungen,
kompetenter Beratung und
innovativen Produkten setzte das
Unternehmen neue Maßstäbe.
Wer sich auch nach der Messe
über die Produkte und Dienstleistungen
von Mooshammer
informieren möchte, findet
weitere Informationen unter
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• Fleischwölfe und Separatoren
• Räucher- und Kochanlagen
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Kuttern & Wolfen
Seite 20, 3/2025
Fleisch Markt
Fleisch in
guter Form
Foto: pixabay
Die moderne Fleischverarbeitung basiert
auf präzisen Verfahren, die eine
gleichmäßige und hochwertige Fleischmasse
erzeugen. Dabei kommen zwei
separate Prozesse zum Einsatz:
das Kuttern und das Wolfen. Von Kurt Heinz
Beide Schritte bedürfen
strenger Hygiene- und
Sicherheitsmaßnahmen
sowie optimaler Temperaturführung,
um höchste Produktqualität
zu garantieren.
Kuttern –
die erste Stufe
Beim Kuttern wird das Fleisch
in speziellen Maschinen zerkleinert,
um eine homogene Masse
für verschiedene Weiterverarbeitungsprodukte
zu erhalten.
Unterschiedliche Kuttertypen
kommen dabei zum Einsatz:
u Vakuumkutter: Diese arbeiten
unter Unterdruck, wodurch
Lufteintrag minimiert
und Oxidation verhindert
wird.
u Standardkutter: Mit variablen
Geschwindigkeitsregelungen
eignen sie sich gut für kleinere
Mengen und traditionelle
Handwerksbetriebe.
u Industriekutter: Diese Anlagen
sind für hohe Durchsatzmengen
konzipiert und
finden in großtechnischen
Anlagen Anwendung.
Ein essenzieller Aspekt beim
Kuttern ist die Temperaturkontrolle.
Das Fleisch muss konstant
zwischen 2 und 4 °C gehalten
werden, um Keimbildung zu
vermeiden und die optimale
Konsistenz zu bewahren. Zur
Stabilisierung der Temperatur
wird häufig Scherbeneis in genau
dosierten Mengen eingemischt.
Dies verhindert, dass das Produkt
überhitzt, ohne die Fleischmasse
zu verwässern. Die Maschinen
sollten zudem regelmäßig
gewartet und kalibriert werden,
um einen reibungslosen Prozessablauf
zu garantieren.
Feinzerkleinerung für
spezielle Anwendungen
Für Produkte, bei denen eine noch
feinere Verarbeitung der Fleischmasse
erforderlich ist, wird ein
Fleischwolf eingesetzt. Dabei
handelt es sich um einen separaten
Prozess, der unabhängig vom
Kuttern abläuft.
u Hand- und Tischwölfe: Diese
kompakteren Modelle eignen
sich besonders für kleinere
Mengen und den handwerklichen
Einsatz.
u Industriewölfe: In großen
Produktionsanlagen verarbeiten
sie hohe Mengen Fleisch
effizient und zuverlässig. Die
Wahl der richtigen Lochscheibe
ist hierbei von entscheidender
Bedeutung:
u Für grobe Produkte wie Hackfleisch
für Burger oder Bratwürste
kommen Lochscheiben
mit größeren Öffnungen
zum Einsatz.
u Für feine Produkte wie Leberwurst,
Pasteten oder feine
Aufschnitte sind Scheiben mit
kleineren Öffnungen erforderlich,
um eine besonders homogene,
feine Textur zu erzielen.
Scherbeneis – Herstellung
und Einsatz
Scherbeneis spielt eine zentrale
Rolle bei der Temperaturstabilisierung
während des Kutterns.
Es wird hergestellt, indem Wasser
unter kontrollierten Bedingungen
in kleine, scharfkantige Eisstücke
zerlegt wird. Spezielle Scherbeneisgefrierer
wandeln das Wasser
rasch in fein verteiltes Eis um.
Diese Eispartikel werden direkt
in die Kutteranlage eingemischt,
um das Fleisch konstant kühl zu
halten und so Qualitätsverluste
Aufschnittmaschinen | Betäubungsgeräte | Bratsysteme
Brüh-Enthaarungs-Anlagen | Clipsysteme | Feinstzerkleinerer
Fleischerbandsägen | Füller | Geflügelrupfmaschinen
Hamburger-Formmaschinen | Injektoren | Kochkessel | Kutter | Mischer
Portioniermaschinen | Rauch-Koch-Reifesysteme | Rührwerke | Schmorautomaten
Vakuum-Verpackungsmaschinen | Waschanlagen | Wölfe | Würfelschneider
durch Erwärmung zu vermeiden.
Eine präzise Dosierung ist dabei
unerlässlich: Zu viel Eis kann das
Produkt verwässern, zu wenig
bietet nicht den erforderlichen
Kühleffekt. Der Einsatz von
Scherbeneis verbessert außerdem
die Schnittqualität, indem
er ein unnötiges Zerdrücken der
Fleischfasern verhindert.
Reinigung, Hygiene
und Sicherheit
Für den Erfolg der Fleischverarbeitung
sind strenge Hygienemaßnahmen
unabdingbar. Nach jedem
Produktionslauf sollten Kutter und
Fleischwölfe vollständig zerlegt
und gründlich gereinigt werden.
Empfohlen wird der Einsatz spezieller,
meist alkalischer Desinfektionsmittel,
die Bakterien effektiv
bekämpfen, ohne die Geräte zu
beschädigen. Unterstützt wird
die Reinigung durch den Einsatz
von Bürsten und speziellen Reinigungsschablonen,
die auch schwer
zugängliche Bereiche erreichen.
Ein festgelegter Reinigungsplan
mit dokumentierten Vorgängen
gewährleistet die Einhaltung aller
Hygienevorgaben.
Neben der Reinigung ist der
Arbeitsschutz essenziell. Schutzhandschuhe,
Schnittschutzbrillen
und stabiles Schuhwerk sind
obligatorisch, um Verletzungen
im Umgang mit rotierenden
und messerscharfen Maschinen
zu vermeiden. Moderne Geräte
verfügen häufig über Not-Aus-
Schalter und weitere Sicherheitsmechanismen,
die den Betrieb
im Notfall sofort unterbrechen.
Regelmäßige Schulungen und
Sicherheitsunterweisungen
sorgen zudem für einen sicheren
Umgang mit den Maschinen.
Fleisch
Markt
Kuttern & Wolfen
Seite 21, 3/2025
Für jede Betriebsgröße
Zweite Chancen
Foto: K+G Wetter
K
+G Wetter präsentiert auf
der IFFA 2025 durchdachte
Lösungen für eine effiziente
Fleischverarbeitung. In der „World
of Processing“ in Halle 8.0 zeigen
die Maschinen-Spezialisten, wie
innovative Technik sowohl in
der Industrie als auch im Handwerksbetrieb
die tägliche Arbeit
erheblich vereinfacht. Auf 450
Quadratmetern bietet das Unternehmen
Fachbesuchern aus aller
Welt wertvolle Einblicke, Tipps
und Ideen.
So gibt es Maschinen für unterschiedlichste
Betriebsgrößen zu
sehen – vom kompakten Kutter
und Wolf für kleinere Handwerksbetriebe
bis hin zu Industrieanlagen
mit speziellen Funktionen
wie Vakuumtechnik und Kochfunktion.
Allen Geräten gemein
ist der gezielte Technik-Einsatz,
der Arbeitsschritte erleichtert und
Zeit sowie Energie für die Produktgestaltung
schafft.
Auch Wölfe und Mischwölfe,
wie der kompakte Elektrowolf EW
114 oder der Misch-Winkelwolf
MWW 130, haben einen Messeauftritt.
Die Easy-Access-Lösung
ermöglicht eine einfache Reinigung
und das Handling von Mischpaddel
und Fleischschnecke. Der
neue Winkelwolf WW 200 überzeugt
als flexibles Multitalent für
Frisches und Gefrierfleischblöcke.
Ein weiteres praktisches Feature
ist das Hebesystem Easy Lift,
das die körperlich anstrengende
Arbeit im Handwerksbetrieb
erleichtert, indem es das Heben
von schweren Kisten effizienter
gestaltet. Ergänzt wird das Sortiment
durch Softwarelösungen
wie CutControl, die eine präzise
Verwaltung von Rezepturen und
Produktionsschritten ermöglichen
und so für gleichbleibend hohe
Qualität sorgen.
www.kgwetter.de
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Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn GmbH
Haunspergstraße 32
5021 Salzburg
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www.gramiller.at
Fotos (2): Industrial Auctions
Die Lebensmittelindustrie
befindet sich ständig im
Wandel und Unternehmen
passen sich kontinuierlich an,
um Effizienz, Nachhaltigkeit
und Innovation zu gewährleisten.
Industrial Auctions, ein
Spezialist für Online-Auktionen
in der Lebensmittelindustrie,
spielt eine wichtige Rolle,
indem hochwertige Maschinen
ein zweites Leben erhalten. Eine
besondere Auktion steht nun
auf dem Programm: die Online-
Auktion von Nadler Feinkost in
Bottrop, Deutschland.
Nach der Schließung des
Produktionsstandorts, an dem
bisher Salatprodukte hergestellt
wurden, kommen eine
Vielzahl von Misch-, Verpackungs-
und Fördermaschinen
unter den Hammer. Käufer
haben hier die Gelegenheit,
ihre Produktionskapazität mit
Geräten renommierter Marken
wie Güntner, Alfa Laval, Holac,
Treif und Stephan zu erweitern.
Das Angebot umfasst Verarbeitungsmaschinen
für Mayonnaise
und Salate, Lagertanks,
Kistenwaschanlagen und
Palettenregale. Die Auktion
endet am 9. April 2025 und ist
bereits geöffnet, somit kann
nun mehr über die angebotenen
Lose erfahren werden, etwa am
Besichtigungstag am 3. April.
Industrial Auctions ist für einen
transparenten und zuverlässigen
Auktionsprozess bekannt.
Detaillierte Fotos, technische
Spezifikationen und der
Besichtigungstag stellen sicher,
dass Käufer genau wissen, was
sie erwerben.
Doch das ist noch nicht alles:
Industrial Auctions wird auch
auf der IFFA 2025 vertreten
sein, der führenden Messe für
die Fleisch- und Proteinverarbeitungsindustrie
in Frankfurt.
Vom 3. bis 8. Mai ist das Unternehmen
in Halle 9.1, Stand C41
zu finden und nimmt Besucher
mit in die Welt der Online-
Auktionen für die Lebensmittel-
und Getränkeindustrie. Eine
Erweiterung der Produktion
oder die Teilnahme an dieser
sowie anderen Auktionen ist
über den Stand von Industrial
Auctions auf der IFFA oder
die direkte Teilnahme an der
Nadler Feinkost Auktion auf der
Website von Industrial Auctions
möglich.
Info
Industrial Auctions BV
Looyenbeemd 11
5652 BH Eindhoven (NL)
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Seite 22, 3/2025
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Seit nunmehr 50
Jahren produziert
NOMA NOWICKI
hochqualitative
Maschinen für die
Fleischbearbeitung
und Lebensmittelherstellung.
In einer
nach dem neuesten
Stand der Technik
eingerichteten
Produktionsstätte
werden jährlich rund
1000 Maschinen für unterschiedlichste
Anwendungen in Industrie
und Gewerbe gefertigt – stets
mit höchster Präzision und Liebe
zum Detail. Diese Maschinen
finden mittlerweile ihren Weg in
100 Länder weltweit.
So auch die massive, komplett
geschlossene Edelstahlkonstruktion
aus der NOMA Kutter-
Serie, die keine Vibrationen
zulässt. Dank der kreisrunden
Schneidraumgeometrie wird eine
exzellente Brätqualität sowohl
im Brüh- als auch im Rohwurstbereich
sowie im Non-Meat-
Bereich sichergestellt. Die
fixierte Position der sechs
Messer macht eine ständige
Justierung überflüssig, wodurch
ein schneller Messerwechsel
möglich wird. Der Lärmschutzdeckel
aus Plexiglas sorgt für eine
leise Betriebsweise, während die
höhenverstellbaren Edelstahlfüße
eine flexible Montage auf
allen Unterböden ermöglichen.
Ein wartungsfreier Drehstrommotor
und die Geometrie des
Schneidraums erlauben es,
das Fleisch ohne Vorwolfen
zu kuttern. Standardmäßig
ausgestattet ist der Kutter mit
sechs stufenlos voreinstellbaren
Messerstufen, zwei Mischgängen
sowie zwei Muldenstufen. Die
benutzerfreundliche Bedienung
gewährleistet eine effiziente
Produktion. Durch die Konstruktion
der Maschine und die leicht
geneigten Oberflächen gestaltet
sich die Reinigung äußerst
einfach. Mit seinem ausgezeichneten
Preis-Leistungs-Verhältnis
ist der KN90 somit eine ideale
Wahl für Handwerksbetriebe
jeder Größe.
www.nowickifm.com
Info
Penias Lebensmitteltechnik
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Gaismannslohen 15
5261 Uttendorf
Tel/Fax: +43/7724 2864
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Foto: Noma Nowicki
Effiziente Kühlung
für höchste Ansprüche
Scherbeneis ist weltweit
ein unverzichtbares Kühlmittel,
das aufgrund seiner
herausragenden Eigenschaften
in zahlreichen Bereichen
Anwendung findet. Die dünnen
Eisplättchen mit Temperaturen
zwischen -7°C und -8°C bieten
durch ihre große Oberfläche
einen effektiven Kühleffekt.
Zudem sind sie weder wässerig
noch neigen sie zur Klumpenbildung,
was eine gleichbleibende
Schüttfähigkeit auch
bei längerer Lagerung gewährleistet.
Die Scherbeneiserzeuger von
MAJA-Marel setzen Maßstäbe
in puncto Hygiene und Produktionssicherheit.
Bei jeder
Maschinenabschaltung erfolgt
eine automatische Restwasserentleerung,
die die Keimbildung
in der Verdampferwanne
verhindert. Ein integriertes
Ozon-Entkeimungssystem
sorgt zusätzlich für eine hygienisch
einwandfreie Eisqualität.
Ein patentiertes Diagnosesystem
überwacht kontinuierlich
die Eisproduktion,
testet bei jedem Neustart
die wichtigsten Komponenten
und liefert automatische
Fehlerdiagnosen. Nach Unterbrechungen
der Strom- oder
Wasserversorgung startet die
Maschine automatisch neu,
was den Produktionsprozess
optimiert.
MAJA-Marel bietet ein
umfangreiches Sortiment an
Eiserzeugern in verschiedenen
Größen und Ausführungen an.
Ob mit integriertem Eisvorratsbehälter,
isolierten Eissilos,
mit oder ohne Austragvorrichtung
oder mit Untergestell für
Standard-Kutterwägen – für
jede Betriebsgröße und Anforderung
gibt es die passende
Lösung. Das Portfolio umfasst
zudem Rotationsverdampfer
sowie Systeme zur Eislagerung
und -transport, um den individuellen
Bedürfnissen gerecht
zu werden.
Info
Johann Laska u. Söhne
Linz – Wien – Graz
Tel. +43 (0)732/77 32 11
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Foto: MAJA-Marel
Fleisch
Markt
Kuttern & Wolfen
Seite 23, 3/2025
Mehr Pink im Leben
Das Meisterstück der
Kuttertechnologie
Die LASKA Kuttertechnologie
basiert auf praxisnaher
Forschung und jahrzehntelanger
Erfahrung. Dieses Knowhow
spiegelt sich im Modell
KU-130 wider, einer modernen
Maschine für qualitätsorientierte
mittelständische Betriebe.
Durch die optimale Abstimmung
von Schnittgeschwindigkeiten,
Schüsseldrehzahlen,
Messeranzahl und -form sowie
der Gestaltung der Messerhaube
ermöglicht der LASKA KU-130
eine effiziente Verarbeitung
von warmem und gefrorenem
Fleisch direkt vom groben
Stück, ohne vorheriges Wolfen.
Diese Flexibilität erlaubt die
Herstellung von feinen Brät
mit homogener Textur und
hoher Eiweißausbeute sowie
von Roh- und Dauerwurst mit
gleichmäßiger Körnung und
exzellenter Qualität.
Der KU-130 zeichnet sich
durch seine robuste Edelstahlkonstruktion
in selbsttragender
Massivbauweise aus, die Langlebigkeit
und einen nahezu
vibrationsfreien, leisen Betrieb
gewährleistet. Die Verwendung
hochwertiger Materialien und
Komponenten wie Dichtungen,
Lager, Elektrik und Hydraulik
sichert einen störungsfreien
Hochleistungsbetrieb.
Die mikroprozessorgesteuerte
Steuerung mit automatischer
Fehlerdiagnose erleichtert die
Wartung und ermöglicht eine
einfache, praxisgerechte Bedienung.
Einstellungen wie Messerund
Schüsselgeschwindigkeiten
sind stufenlos regelbar und
können direkt über das Bedientableau
mit Folientastatur und
Klartext-Digitalanzeige vorgenommen
werden. Funktionen
wie vor- und rückwärts laufender
Mischgang sowie automatische
Abschaltung nach vorgewählter
Zeit, Temperatur oder Schüsselumdrehungen
sind serienmäßig
integriert. Optional sind Auswerfer
und Beschickung erhältlich.
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Johann Laska u. Söhne
Linz – Wien – Graz
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Mit der neuen Grifffarbe „Funky
Pink“ wird ein mutiges
Statement gesetzt, das Farbe in
den Alltag bringt und zugleich
Funktionalität mit modernem
Design vereint. Diese Messer sind
praktische Werkzeuge und echte
Blickfänger zugleich, die sowohl
in der Küche als auch in der
Fleischerei garantiert alle Blicke
auf sich ziehen. Sie sind Teil der
bereits etablierten PrimeLine-
Serie. Dank der ergonomischen
Griffe liegt jedes Messer auch bei
intensivem Gebrauch sicher und
komfortabel in der Hand.
Die hohe Qualität „Made in
Germany“ garantiert Langlebigkeit
sowie außergewöhnliche
Schärfe und zuverlässige
Leistung – Eigenschaften, die
bei jedem Schnitt gefragt sind.
„Funky Pink“ richtet sich an alle,
die ihrer Arbeit eine farbenfrohe
Note verleihen möchten. Was
„Funky Pink“ besonders macht,
ist die Kombination aus Funktionalität
und ästhetischem Design.
Der PrimeLine-Griff gewährleistet
einen sicheren Halt, selbst
bei langen Arbeitseinsätzen, und
das trendige Design bringt einen
modernen Akzent in die Umgebung.
Ab sofort ist die neue Grifffarbe
als Standard für 14 verschiedene
Messer erhältlich. Zusätzlich
wurde ein attraktives Kochmesser-Set
zusammengestellt.
Bei einer Abnahmemenge von
60 Stück können die „Funky
Pink“-Griffe auch für alle anderen
Messer der PrimeLine-Serie
angefertigt werden. Mit der
Einführung der „Funky Pink“-
Serie wird frischer Wind in das
Sortiment gebracht, weil der
Arbeitsalltag – und das Leben
im Allgemeinen – ab und zu
eine bunte und lebendige Farbe
vertragen kann.
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für den qualitätsbewussten
Gewerbebetrieb.
Hohe Leistung.
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Perfekte Hygiene.
Kompakter Mischwolf
zur schonenden Fleischverarbeitung
für
den Einsatz in
Fleischereien und in
Supemärkten.
Kuttern & Wolfen
Seite 24, 3/2025
Fleisch Markt
IFFA 2025 – Datengetrieben in die Zukunft
Die
fleischverarbeitende
Industrie steht vor einer digitalen
Revolution, die Effizienz,
Nachhaltigkeit und Qualität
steigert. Daten sind der Schlüssel
dazu. Ihre Erfassung und
Analyse ermöglichen, Produktionsprozesse
zu optimieren,
Probleme frühzeitig zu erkennen
und flexibel auf Marktveränderungen
zu reagieren. Welche
innovativen Technologien dabei
eine entscheidende Rolle spielen,
zeigt die Weltleitmesse IFFA –
Technology for Meat and Alternative
Proteins 2025 in Frankfurt
am Main unter dem Thema
„Wertschöpfung aus Daten“.
Der Wert von Daten in
der Prozesskette
In der modernen Fleischproduktion
werden Daten in nahezu
allen Bereichen der Prozesskette
erhoben. Dies beginnt bereits bei
der Schlachtung, wo hochauflösende
Sensoren den Prozess
überwachen, um Parameter wie
Gewicht, Fleischqualität und
Hygiene zu analysieren. In der
Verarbeitung und Verpackung
messen präzise Instrumente
Kenngrößen wie Temperatur
und Luftfeuchtigkeit, um die
Produktqualität zu sichern und
Abweichungen frühzeitig zu
erkennen. Auch in der Lagerung
und Logistik spielen Daten eine
zentrale Rolle. Temperatur- und
Feuchtigkeitssensoren sorgen
etwa für optimale Lagerbedingungen.
Im Vertrieb wiederum
analysieren intelligente Algorithmen
Verkaufsdaten und
liefern wertvolle Einblicke in
DIE NEUE KUTTER-GENERATION
Ideal für das Fleischerhandwerk.
Blizzard 50 SL
Blizzard 70 SLF Touch
Blizzard 130 SLF Touch
Die Maschinenbauer aus Laufach haben die neue Kutter-Generation
so weiterentwickelt, dass sie den Anforderungen des Handwerks bis
hin zu Mittelbetrieben entspricht. Innovative Technik, Energieeffizienz
und ein einzigartiges Hygienesystem zeichnen unsere Produkte aus.
Weitere Informationen finden Sie auf: www.dueker-rex.de
3. – 8.5.2025
Halle 8.0, Stand F50
Alle Kutter mit Folientastatur oder
Touchpanel/Joystick bestellbar!
zukünftige Nachfragen und
Kundenwünsche.
Vernetzte Steuerungssysteme
Die IFFA 2025 zeigt, dass
auch Steuerungssysteme und
-module zunehmend datengetrieben
sind. Zahlreiche
Hersteller bieten zentrale
Kommandoeinheiten an, die den
gesamten Produktionsprozess
vernetzen. Diese Steuereinheiten
sammeln Maschinendaten
wie Arbeitsleistung, Qualität,
Auslastung und Stillstandzeiten
und ermöglichen eine Analyse
der Produktionskennzahlen in
Echtzeit. Ein weiteres Beispiel
für die effiziente Nutzung von
Daten sind intelligente Steuerungsmodule,
die in einzelnen
Produktionsschritten eingesetzt
werden. So verbessern
Maschinen- und Produktionsdaten
etwa die Performance von
Hochpräzisionswerkzeugen,
wie bei der Überwachung der
Schärfe und des Verschleißes
von Slicermessern.
Auch im Handwerk profitieren
kleinere Betriebe von den
Möglichkeiten der Datennutzung.
Fleischer können etwa
mehrstufige Rezepturen im
Kutter automatisch mischen
lassen, wobei die Daten hinterlegter
Rezepturen automatisch
verarbeitet werden. Auch die
Materialbeschaffung wird
durch die Rückverfolgbarkeit
von Zutatenverbräuchen
optimiert. Die Integration der
Daten in nachgelagerte Warenwirtschafts-
und Buchhaltungssysteme
sorgt für eine effiziente
Verwaltung und eine gleichbleibende
Produktqualität.
KI (noch) mit Hürden
Künstliche Intelligenz ist ein
weiterer entscheidender Faktor
in der Digitalisierung der Fleischindustrie.
KI nutzt das Potenzial
von Daten voll aus, indem sie
Handlungsmuster erkennt und
Kausalzusammenhänge ableitet.
Ein Beispiel hierfür ist der
Einsatz von KI zur Optimierung
der Zerlegung von Fleischteilen,
wie etwa der Schnittführung bei
Schweinehälften. Besonders in
der Qualitätssicherung, etwa
im Verpackungssektor, kommen
KI-gestützte Bildverarbeitungssysteme
zum Einsatz, die Unregelmäßigkeiten
wie Farbabweichungen
erkennen.
Trotz des Potenzials von KI ist
die Integration dieser Technologien
in Handwerksbetriebe
oftmals von Hürden geprägt. „Es
ist aktuell noch eine Herausforderung,
KI in Handwerksbetriebe
zu integrieren, da neun von zehn
Betrieben unterschiedliche
Strukturen und Geschäftsmodelle
aufweisen“, erklärt Herbert
Dohrmann, Präsident des Deutschen
Fleischer-Verbands. Doch
die Chancen, die KI für die Optimierung
von Arbeitsabläufen
bietet, sind groß, und die Technologie
wird zunehmend auch
in kleineren Betrieben Einzug
halten.
Die Zukunft der Daten
Die IFFA 2025, die vom 3. bis
8. Mai in Frankfurt am Main
stattfindet, wird einen umfassenden
Überblick über den
aktuellen Stand der Technik
in der Fleischindustrie und der
Produktion von alternativen
Proteinen bieten. Besucher
können lernen, wie Daten in der
gesamten Prozesskette genutzt
werden, um die Effizienz zu
steigern, die Qualität zu sichern
und nachhaltige Lösungen zu
entwickeln.
www.iffa.com
Fotos (2): Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Petra Welzel
Fleisch
Markt
Kuttern & Wolfen
Seite 25, 3/2025
Erleben Sie zuverlässige, starke Leistung
In der Fleischverarbeitung setzen Unternehmen weltweit bereits auf Kolbe Qualität. Dabei entwickeln
wir unsere Maschinen stetig weiter, um unseren Kunden immer die bestmögliche Erfahrung und Qualität
bieten zu können.
Vom örtlichen Metzger bis hin
zur industriellen Fleischverarbeitungsanlage,
Kolbe Foodtec
bietet für jede Betriebsgröße die
passende Maschine. Dabei hilft
Ihnen unser erfahrenes Fachpersonal
gerne bei der richtigen
Auswahl weiter.
Dank zahlreicher Ausstattungsoptionen
ist es uns möglich
auf individuelle Wünsche und
Bedürfnisse einzugehen und
unsere Bandsägen und Fleischwölfe
speziell für die Produktverarbeitung
unserer Kunden
abzustimmen.
Wie unser AWM130-100, der
als kompakte Alternative zu
unseren größeren Automatenwinkelwölfen
entwickelt wurde
und mit einem starken Antrieb
sowie hoher Förderleistung überzeugt.
Durch die Anordnung von
Zubringer und Arbeitsschnecke,
kann der Wolf auch große Teilstücke
problemlos verarbeiten.
Zudem ist die Anwendungsvielfalt
durch den flexibel einsetzbaren
Mischarm sehr groß.
Auf der diesjährigen IFFA
2025 in Frankfurt haben Sie
die Möglichkeit, unser gesamtes
Maschinenangebot live zu
erleben. Entdecken Sie unsere
neuesten Innovationen im
Bereich Sägen und Wolfen
sowie bewährte Lösungen für
die Fleischverarbeitung. Neben
der Produktion steht für Kolbe
sowohl die Bedienbarkeit der
Maschinen, als auch die Sicherheit
der Anwender im Vordergrund.
Überzeugen Sie sich selbst von
der Zuverlässigkeit und starken
Leistung unserer Kolbe Qualität
und besuchen Sie uns auf der
IFFA 2025 in Frankfurt, Halle
8, Stand E55. Wir von Kolbe
Foodtec freuen uns bereits sehr
darauf, Sie zu unseren Maschinen
beraten zu dürfen und Ihnen
Lösungen anzubieten, die genau
auf Sie zugeschnitten sind. Gerne
ist auch unser Partner in Österreich,
Johann Laska & Söhne
Gesellschaft m.b.H. & Co.KG, für
Sie da.
Info
Fotos (2): Kolbe
Paul KOLBE GmbH
foodtec
Gewerbestraße 5
D-89275 Elchingen
Tel. +49/73 08/96 10 - 0
info@kolbe-foodtec.com
www.kolbe-foodtec.com
Johann Laska u. Söhne
Linz – Wien – Graz
info@laska.co.at
www.laska.co.at
Rauch- & Kochanlagen
Seite 26, 3/2025
Fleisch Markt
High-Tech zum Erfolg
Die Fessmann GmbH & Co.
KG blickt auf eine mehr
als 100-jährige Geschichte als
Hersteller von Anlagen für die
thermische Behandlung von
Lebensmitteln zurück. Als familiengeführtes
Unternehmen aus
Winnenden entwickelt Fessmann
Lösungen, die Qualität,
Effizienz und Langlebigkeit vereinen.
Ziel ist es stets, die Prozesse
in Handwerks- und Industriebetrieben
zu optimieren.
Ein herausragendes Beispiel
für den kontinuierlichen Fortschritt
ist die T1900 Mark II, die
weiterentwickelte Version der
bewährten T1900. Durch eine
verbesserte Luftführung liefert
die Anlage noch gleichmäßigere
Ergebnisse. In Kombination mit
FOOD.CON2X und der FES.
APP wird die Bedienung intuitiver
und effizienter. Die smarte
Steuerung ermöglicht zudem
eine vereinfachte Prozessüberwachung
und eine nahtlose
Integration in den Arbeitsalltag.
Mit den geringsten Betriebskosten
ihrer Klasse sowie einem
servicefreundlichen Konzept
überzeugt die T1900 Mark II
auch durch schnelle Montage
und einfache Wartung.
Neben der Steuerung der
Anlagen wird auch der Zugriff
auf Betriebsdaten zunehmend
digitalisiert. Mit der FES.APP
haben Anwender jederzeit und
überall einen Überblick über ihre
Anlagen. Die App ermöglicht eine
übersichtliche Verwaltung und
gezielte Überwachung wichtiger
Prozesse. Mit FES.CONNECT
bietet Fessmann eine zentrale
Plattform für den einfachen
Zugriff auf anlagenbezogene
Informationen. Besucher der
Messe können sich live von den
Technologien überzeugen und
sich mit den Fessmann Experten
vor Ort austauschen.
www.fessmann.com
Info
Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn GmbH
Haunspergstraße 32
5021 Salzburg
office@gramiller.at
www.gramiller.at
Rauchige Angelegenheit
Die REICH Thermoprozesstechnik
GmbH steht für hohe
Verarbeitungsqualität, exzellente
Leistung und einfache Handhabung.
REICH bietet effiziente
Technologien für Fleischwarenproduzenten.
Etwa die Universalanlagen
AIRMASTER® UK, die in
verschiedenen Größen verfügbar
sind, von Einwagenanlagen bis
hin zu Anlagen für 14 Kammerwagen
in ein- oder zweireihiger
Ausführung. Dank des modularen
Aufbaus mit Luftaufbereitungseinheiten
pro Kammerwagen
wird eine gleichmäßige
Versorgung mit Luft, Wärme oder
Kälte sichergestellt. Für Betriebe
mit begrenztem Platzangebot
hat REICH ein Klimapaket für
das Reifen und Trocknen von
Rohwürsten und Rohpökelwaren
entwickelt. Durch den
Frequenzumrichter kann die
Umluftgeschwindigkeit stufenlos
angepasst werden, während
Miniheizung, Feinbefeuchtung
und Luftkühler optimale Bedingungen
schaffen. So lassen sich
Heißrauchprodukte am Tag und
dünnkalibrige Rohwürste über
Nacht herstellen. Zur optimalen
Nachreifung bietet REICH die
CLIMASTAR®-Serie mit platzsparenden
Decken-Klimageräten
oder Standgeräten an.
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Penias Lebensmitteltechnik
GmbH
Gaismannslohen 15
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Tel/Fax: +43/7724 2864
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Geschmackvolle Neuheiten
KERRES
hat
im Bereich
Universal-
Rauch-Kochund
Backanlagen
ein neues
Hybrid-Luftumwälzungssystem
entwickelt.
Damit kann bei
jedem Prozess
Foto: Kerres
die Umluft vertikal
und horizontal eingesetzt
werden. Die Vorteile sind vielfältig:
Schnellere Prozesszeiten,
höherer Output, Energieersparnis,
weniger
Gewichtsverlust
und Gleichmäßigkeit
bei hoher
Wagenbeladung.
Die Beladung kann
zudem hängend
oder liegend auf
den Behandlungswagen
erfolgen.
Somit können etwa
auch Beef Jerky
oder liegende Minisalami mit
bis zu 38 Auflagen gleichmäßig
behandelt werden. Das System
kann darüber hinaus für eine
höhere Produktion erweitert
werden. Sogar das Heizungssystem
(Strom, Dampf, Öl, Gas)
kann nach der Installation
geändert werden.
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Fleisch
Markt
Rauch- & Kochanlagen
Seite 27, 3/2025
Rauchige Horizonte
Nicht nur Fleisch profitiert
von der Rauchbehandlung:
Auch Fisch, Käse,
Gemüse und sogar Nüsse werden
geräuchert, um ihnen ein intensives
Aroma zu verleihen. Dabei
unterscheiden sich die zu erzielenden
Geschmacksnuancen je
nach Ausgangsprodukt. Während
das zarte Aroma von Fisch oder
Geflügel schnell von zu viel Rauch
dominiert werden kann, verträgt
kräftigeres Fleisch oft intensivere
Rauchphasen.
Die Vielfalt der Räuchermittel
ist ein weiterer spannender
Aspekt. Es gibt klassische
Holzchips und Späne, die beim
Verbrennen einen natürlichen
Rauch erzeugen, sowie innovative,
flüssige Räuchermittel, die
in den letzten Jahren vermehrt
Anwendung finden. Trockene
Räuchermittel aus verschiedenen
Holzarten – wie Buche, Eiche,
Erle oder Obstbäume – bieten
eine breite Palette an Aromen, die
sich je nach Holzart und Herkunft
deutlich unterscheiden. Flüssige
Räucheraromen ermöglichen es,
den Räuchergeschmack punktgenau
und oft auch in Kombination
mit Gewürzen zu dosieren.
Diese Flexibilität eröffnet neue
Möglichkeiten, um individuelle
Geschmackskonzepte zu realisieren,
ohne dabei den natürlichen
Charakter des Räucherprozesses
zu verlieren.
Innovation & Tradition
Mit dem technischen Fortschritt
haben sich auch die Räuchereinrichtungen
grundlegend weiterentwickelt.
Moderne Rauch- und
Kochanlagen überzeugen durch
präzise Temperaturregelung,
optimierte Luftzirkulation und
automatisierte Steuerungssysteme.
Diese Systeme ermöglichen
nicht nur eine gleichmäßige
Rauchverteilung, sondern
auch eine flexible Anpassung
an verschiedene Produktarten
und Räucherzeiten. Die Integration
digitaler Überwachung
und Steuerung führt zu einer
höheren Reproduzierbarkeit der
Ergebnisse und einer gesteigerten
Effizienz im Räucherprozess.
Dabei kommen sowohl traditionelle
Räucherkammern als auch
innovative Kombinationsanlagen
zum Einsatz, die Räuchern und
Garen in einem Schritt ermöglichen.
Diese Systeme sind ideal,
um den wachsenden Ansprüchen
an Qualität und Wirtschaftlichkeit
gerecht zu werden, ohne
dabei den handwerklichen
Charakter zu verlieren.
Die technologische Entwicklung
erleichtert den Umgang
mit traditionellen Methoden
und schafft gleichzeitig Raum
für experimentelle Ansätze.
Neue Softwarelösungen und
sensorbasierte Überwachung
bieten eine optimierte Kontrolle
der Prozessparameter, wodurch
sowohl Sicherheitsstandards
als auch Geschmackskonsistenz
verbessert werden können.
So verbindet sich das Beste aus
UNÜBERTROFFENE QUALITÄT
UND WELTKLASSE-TECHNOLOGIE:
UNSERE RAUCH-, KOCH- UND
REIFEANLAGEN FÜR GEWERBE
UND INDUSTRIE SETZEN
MASSSTÄBE!
Mit über 40 Jahren Erfahrung bieten wir hochwertige
Lösungen für die thermische Behandlung von Fleisch- und
Wurstwaren. Unsere Anlagen werden im Werk in Klagenfurt,
Österreich entwickelt und produziert, unter Einhaltung
höchster Qualitätsstandards. SORGO Anlagenbau legt
g roßen Wert auf Kundenservice und begleitet seine Kunden
von der Planung bis zur Inbetriebnahme und darüber
hinaus. Vertrauen Sie auf unsere langjährige Erfahrung,
hochwertige Produkte und erstklassigen Service von
SORGO Anlagenbau.
Qualität, Technologie, Service – dafür steht SORGO.
beiden Welten: Die uralte Kunst
des Räucherns mit modernster
Technik, die den Weg in eine
zukunftsweisende Produktionspraxis
ebnet.
Wir freuen uns auf
Ihren Besuch: Frankfurt,
3. bis 8. Mai 2025
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Sorgo Anlagenbau GmbH
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Wörthersee, Austria
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Herstellung
Seite 28, 3/2025
Fleisch Markt
Die Knackwurst
Von Knackern, Schübling, Cervelat und Forellen.
Foto: Ilia Nesolenyi
Von Katrin Schedler
Knackwurst ist nicht gleich
Knackwurst, denn bei der
Herstellung der allseits
beliebten Wurst gibt es die
unterschiedlichsten Verfahren
und Rezepte. Auf den deutschsprachigen
Raum konzentriert,
variieren die Angaben zu den
Eigenschaften der Wurst deutlich:
Während beispielsweise eine
Thüringer Knackwurst mageres
Rindfleisch und fetter Schweinebauch
enthält und mit Pökelsalz,
weißem Pfeffer, Knoblauch und
Kümmel gewürzt wird, kommen
in eine Augsburger Knackwurst
mageres Schweinefleisch und
vorgegarter Speck.
Das Brät wird dann mit Pökelsalz,
Mazis und Piment gewürzt,
zum Schluss wird heißgeräuchert.
Die berühmte Sächsische
Knacker ist eine weiche, leicht
geräucherte und luftgetrocknete
Rohwurst aus Schweinefleisch,
dessen Original-Rezept aus
dem 16. Jahrhundert stammt.
An Gewürzen wird der Knacker
Kümmel, Pfeffer und Salz zugesetzt.
In Regensburg werden die
„Original Regensburger“, die
umgangssprachlich im Regensburger
Raum als „Knacker“
bezeichnet werden, hergestellt.
Die Brühwurst aus feinem oder
groben Fleischbrät mit einer
Einlage aus Schweinefleisch hat
eine typische kompakte Form
mit einer Länge von etwa 10 cm
und einem Durchmesser von
etwas über 4 cm. Die Würste
werden kalt oder heiß gegessen
und sind auch Grundlage für
den Regensburger Wurstsalat.
Wer eine „Knackersemmel mit
Allem“ bestellt, dem wird eine
gebratene und der Länge nach
halbierte Regensburger mit
süßem Senf, scharfem Meerrettich
und einigen Scheiben Essiggurke
in einer Semmel serviert.
Egal, ob aus dem Norden oder
dem Süden, eines haben sie alle
gemeinsam: beim Hineinbeissen
ist ein leicht knackendes
Geräusch zu hören. Wo wir auch
schon bei der Namensherkunft
sind.
Schübling und
Cervelat
Natürlich gehört die Knackwurst
auch in Österreich zum Standardsortiment
einer Metzgerei.
Hierzulande versteht man unter
einer Knackwurst oder einer
Knacker eine Brühwurst (laut
Österreichischem Lebensmittelbuch
zählt die Knackwurst zur
Brätwurst Sorte 2), deren Brät
sehr fein ist, wodurch die fertigen
Würste vom Aussehen her
dem Wiener oder Frankfurter
Würstchen ähneln. Jedoch ist
die Knackwurst deutlich kürzer
und dicker.
Damit beim Biss in die Knackwurst
das typische Geräusch zu
hören ist, bedarf es ein richtig
zerkleinertes und emulgiertes
Brät, ganz nach den Regeln
der Handwerkskunst. Das Brät
besteht aus Rind- und Schweinefleisch,
Speck und etwas Kartoffelstärke
und muss zugleich fest
wie auch etwas flaumig sein.
Die Würste haben ein typisches
Gewicht von 120 bis 150 Gramm.
Ganz im Westen Österreichs
erfreut man sich am Schübling,
welcher oft als das Pendant zur
Knackwurst gesehen wird. Der
Vorarlberger Schübling wird
allerdings ohne Kartoffelstärke
hergestellt und kann auch etwas
gröber sein. In Naturdärme
gefüllt, lässt sich der Schübling
braten, grillen, im Wasser
erwärmen und ist roh vor allem
die Basis für den Wurst- oder
Wurst-Käse-Salat (im Dialekt
Lumpasalot genannt).
Wenn wir schon in Vorarlberg
sind, werfen wir einen Blick über
die Grenze. In der Schweiz ist
der Cervelat zuhause. Die kurze,
dicke Brühwurst besteht in der
Regel aus Rindfleisch, manchmal
wird auch Schweinefleisch
beigegeben, Speck, Schwartenblock
und Eis(wasser) sowie
Pökelsalz. Für den Geschmack
sind zudem die Gewürze wichtig:
Pfeffer, Muskatnuss, Frischzwiebeln,
Nelken, Koriander und
manchmal kommt Knoblauch
hinzu. Früher sollen die Wurster
auch Schweinehirn verwendet
haben, heute kommen zwar je
nach Metzger weitere geheime
Gewürze in den Cervelat, aber
kein Hirn. Die Zutaten werden
im Kutter zerkleinert und in
Rindskranzdärme gefüllt. Die
fertigen Würste werden dann
heiß geräuchert und anschließend
gebrüht. Der Cervelat darf
an keinem Schweizer Volksfest
fehlen und wird dort gegrillt
zusammen mit einem Bürli und
Senf gegessen.
Eine Knacker als Fisch
Wenn es um die Knackwurst
geht, dann darf die Bezeichnung
„Beamtenforelle“ natürlich nicht
fehlen. Vor allem in Wien ist die
„Beamtenforelle“ ein scherzhafter
Ausdruck für die Knackwurst an
sich, doch wird er meistens für
eine Knackwurst in Essig und Öl
verwendet. Nicht ganz klar ist die
Herkunft des Namens. Die einen
sagen, weil sich Beamte einst mit
ihrem Gehalt nicht mehr leisten
konnten, die andern wiederum
sagen, weil er nobel klingt und
die Knackwurst salonfähig
machen sollte. Einst wurde ein
Salzstangerl so bezeichnet, nach
dem Zweiten Weltkrieg wurde der
Begriff durch den Bundeskanzler
Zutaten:
Rezepte
powered by Wiberg
u 20 kg Rindfleisch RII
u 24 kg Schweinefleisch
SII
u 30 kg Wasser/Eis
u 26 kg Rückenspeck
u 2 kg Kartoffelstärke
Zutaten pro kg
u 12 g Knacker Forte Combi,
Art.-Nr.: 136216
Knacker Forte
Julius Raab wieder popularisiert,
nunmehr jedoch auf eine Knacker
bezogen. Seine Leibspeise, die
„Beamtenforelle“, soll der Staatsvertragskanzler
jeden Tag gegessen
haben, auch an Freitagen (ein
Fasttag), was ihm Ärger mit den
gläubigen Katholiken eingebracht
haben soll. „Knackwurst gilt nicht
als Fleisch, die gilt als Mehlspeis“,
soll Raab daraufhin gesagt haben.
Die „Maurerforelle“ hat
genauso wenig mit Fisch zu tun
wie die „Beamtenforelle“. Für
diese selten gewordene Speise
wird die Knackwurst enthäutet
und der Länge nach durchgeschnitten.
Auf eine Wursthälfte
kommen dann dünn geschnittene
Zwiebelringe, die mit Paprikapulver
bestreut werden. Etwas
Senf noch obendrauf, bevor die
zweite Wursthälfte wieder platziert
wird.
u 1 g Würzomat, Art.-Nr.:
212397
u Knoblauch in Scheiben,
Art.-Nr.: 212397 (nach Geschmack)
u 20 g Nitritpökelsalz
u Wursthülle: Rinderkranzdärme
Hanke Ladenbau
AB HOF
Schaumermal24
Foto: NovaTaste
❱ Fleisch und Fett
getrennt voneinander
wolfen (3
mm) und kühlen.
Magerfleisch mit
Knacker Forte
Combi ankuttern.
Die Hälfte der
Schüttung und Nitritpökelsalz zugeben.
❱ Masse im Schnellgang feinkuttern (bis ca. 2–4 °C).
Fettzuschnitte dazugeben, emulgieren lassen (ca. 12–14
°C). Restliche Schüttung und Zutaten dazugeben. Die
Eismenge sollte sich nach dem gekühlten Material sowie
der Geschwindigkeit der Maschine richten. Zu lange Kutterzeiten,
bedingt durch zu große Kälte, beeinträchtigen
die Festigkeit und den Biss; die Temperaturbereiche sind
Richtwerte.
❱ Fertig kuttern bis Endtemperatur ca. 12 °C.
❱ In Rinderkranzdärme füllen und in Portionen abbinden
bzw. abclippen.
❱ Heiß räuchern und bei 76 °C brühen.
❱ In der Dusche oder im Becken kühlen.
Fleisch
Markt
Herstellung
Seite 29, 3/2025
Convenience im Wandel
In einer Zeit, in der hektische
Arbeitsalltage und stressige
Zeitpläne mittlerweile als Norm
gelten, sind Fertiggerichte
eine willkommene Lösung. Sie
bieten eine einfache Möglichkeit,
den Hunger zu stillen – sei
es in der Mikrowelle, im Backofen
oder im Kochtopf. Während der
Komfort und die Geschwindigkeit
im Vordergrund stehen,
legen immer mehr Verbraucher
großen Wert auf die Qualität der
Zutaten. Es wird zunehmend auf
gesunde, natürliche Inhaltsstoffe
geachtet, die ohne Zusatzstoffe
auskommen Der Trend geht
eindeutig in Richtung „cleaner“
Zutaten, die auf der Verpackung
klar und transparent kommuniziert
werden. Im Zuge dieses
Wandels hat sich der Markt für
Fertiggerichte deutlich weiterentwickelt.
Das veraltete Bild
von Convenience-Food als
nährstoffarm mit ungesunden
Fetten ist längst überholt. Heute
erwarten Verbraucher nicht nur
schnelle, sondern auch gesunde
und geschmacklich anspruchsvolle
Mahlzeiten. NovaTaste
reagiert auf diese Anforderungen
und bietet Lösungen für Hersteller
von Fertiggerichten, die den
aktuellen Ernährungstrends
entsprechen.
Auf der IFFA 2025 stellt Nova-
Taste daher eine Reihe neuer
Produkte vor, die den modernen
Bedürfnissen gerecht werden.
Dazu gehört der knusprige
Hähnchenspieß, der mit einer
innovativen Panier-Lösung und
passenden Dipsaucen überzeugt.
Eine weitere Neuheit ist
die Chicken Bowl Masala, die
mit neuen Marinaden für Ready
Meals begeistert. Für Liebhaber
pflanzlicher Ernährung gibt es die
veganen „Loaded Nachos“ mit
plant-based Hackfleischsauce.
Darüber hinaus stellt NovaTaste
in Kooperation mit VEMAG die
Peagan Snackballs vor – gefüllt
mit hochwertigen Füllungen und
Dips. Diese Neuheiten zeigen,
3. – 8. 5. 2025
Frankfurt am Main
wie vielseitig und geschmackvoll
Convenience-Food heute sein
kann und wie es den Anforderungen
nach Qualität, Schnelligkeit
und Geschmack gerecht wird.
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Effizienz in jedem Schritt –
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Seite 30, 3/2025
Fleisch Markt
Därme & Wursthüllen
Hülle drauf: Geheimnise der Wurst
Die Auswahl der richtigen Wursthülle ist ein entscheidender Faktor in der Wurstproduktion. Ob Naturdarm
oder synthetische Hülle, jede Variante bringt eigene Eigenschaften mit, die über Geschmack,
Textur und sogar Essbarkeit entscheiden.
Von Michael Heinz
Die Naturdärme werden
überwiegend aus den
Därmen von Schweinen,
Rindern, Lämmern und Schafen
gewonnen. Dabei variiert ihre
Beschaffenheit je nach Tierart
und Herkunftsregion. Schweinedärme
sind in der Regel
elastisch und fein, weshalb sie
besonders für Brühwürste und
feine Rohwürste geeignet sind.
Rinderdärme hingegen zeichnen
sich durch ihre gröbere Struktur
und höhere Festigkeit aus, was
sie zur idealen Wahl für Kochwürste
und größere Wurstsorten
macht. Lämmerdärme bieten
eine feine Textur und werden
oft in hochwertigen, delikaten
Würsten eingesetzt.
Robuste Schafsaitlinge
Besonders interessant sind die
Schafsaitlinge, die vor allem von
Tieren aus dem Nahen Osten
stammen. Aufgrund der dort herrschenden
harten Klimabedingungen
haben diese Tiere robustere
Därme entwickelt, die reißfester
und belastbarer sind als solche
aus gemäßigteren Regionen. Im
Gegensatz dazu weisen Därme
von Tieren aus unseren Breiten
oft eine geringere Reißfestigkeit
auf, was ihre Verwendung
in bestimmten Wurstsorten
einschränken kann. So eignen
sich beispielsweise die robuster
ausgeprägten Schafsaitlinge
besonders gut für traditionell
hergestellte Rohwürste, bei denen
die Hülle auch während langer
Reifezeiten stabil bleiben muss.
Zum Verzehr geeignet
Ein weiterer entscheidender
Aspekt in der Wurstproduktion
ist die Frage der Essbarkeit
der Hülle. Naturdärme, wie
sie etwa bei Schinken- oder
Salami-Produkten verwendet
werden, sind in der Regel auch
mitverzehrbar, sofern sie richtig
verarbeitet wurden. Bei einigen
Wurstsorten wird jedoch auf
eine Entfernung der Hülle vor
dem Verzehr hingewiesen, da sie
als zu robust oder geschmacklich
zu intensiv empfunden werden
kann. Bei synthetischen oder
kunststoffbasierten Hüllen, die
beispielsweise bei bestimmten
Koch- oder Brühwürsten zum
Einsatz kommen, handelt es
sich meist um ein unverdauliches
Material, das vor dem Essen
entfernt wird.
Neben den tierischen Hüllen
spielt auch der Bereich der
veganen Wurstprodukte eine
immer größere Rolle. Hier
kommen innovative Hüllen
zum Einsatz, die auf pflanzlicher
Basis hergestellt werden. Materialien
wie Zellulose, Stärke oder
Alginat ermöglichen die Produktion
von veganen Wurstarten,
die in ihrer Hülle den herkömmlichen
tierischen Produkten in
puncto Aussehen und Funktionalität
sehr nahekommen.
Diese Hüllen sind essbar oder
werden in vielen Fällen ebenfalls
entfernt – je nach Rezeptur und
Zielprodukt. Die Entwicklung
veganer Alternativen stellt einen
wichtigen Fortschritt dar, um
den wachsenden Ansprüchen
einer nachhaltigen und ethisch
orientierten Konsumentenbasis
gerecht zu werden.
Foto: pixabay
Wiedersehen, informieren und gewinnen
2025 feierte die AB HOF ihr
30-jähriges Jubiläum. Grund
genug für die 1. Bayerische Fleischerschule
aus Landshut, auch
dieses Jahr wieder mit einem
Informationsstand rund um die
Bildung im Fleischerhandwerk
dabei zu sein. Eine Produktionsschulung
auf der Bühne in der
Europa-Halle rundete die Messeteilnahme
ab.
Bereits zum zweiten Mal
reisten die „Landshuter“ nach
Wieselburg um im ersten Stock
der Europa-Halle Interessierte
zu ihren Kursen zu informieren.
„Ob klassische Bildungsangebote
wie die Meisterprüfung im Metzgerhandwerk,
oder Konzepte
für die Förderung der Direktvermarktung,
unser Team hat
gerne Besucherinnen und Besucher
individuell beraten“, resümiert
die Schulleiterin Barbara
Zinkl-Funk. Und diese kamen
zahlreich! Der europäischen
Leitmesse für bäuerliche Direktvermarktung
gelang es, Interessierte
aus Österreich, aber auch
aus Deutschland und weiteren
Nachbarländern zu aktivieren.
So auch Simone Lattegan aus
Unna aus Nordrhein-Westfalen
vom Milchhof Mühlhausen,
die sich für die Meisterprüfung
interessiert. Sie nahm am
Gewinnspiel der Fleischerschule
teil und darf sich über einen
Bildungsgutschein in Höhe von
1.000 Euro freuen. Neben den
vielfältigen Ausstellungsständen
punktet die AB HOF mit einem
spannenden Rahmenprogramm
mit praxisnahen Fachvorträgen
und praxisnahen Produktionsschulungen.
Der fachtechnische
Leiter, Metzgermeister und
Sommelier Fritz Huber zeigte
in einer anschaulichen Bühnendemonstration,
wie es Direktvermarktenden
mit einfachen
Maschinen möglich ist, frische
Bratwürste zu produzieren.
Perfekt ergänzt wurde Huber
von Seminarbäuerin Christa
Eppensteiner, die passend zur
Wurst frisches Brot und ein
Chutney herstellte und reichte.
Unterstützung erhielten die
Landshuter vom Fleischerverband
aus Salzburg, die passende
Maschinen für den Auftritt zur
Verfügung stellten.
Besonders freute sich das
Messeteam über die hohe Zahl
an Ehemaligen der Schule, die
nun eigene Metzgereien führen
oder im Bereich Direktvermarktung
tätig sind. Diese wertvolle
Vernetzung macht die AB HOF
Messe für die 1. Bayerische Fleischerschule
zu einem besonders
wichtigen Event.
www.fleischerschule-landshut.de
Fotos: 1. BFS
Fleisch
Markt
Wurst
Seite 31, 3/2025
Auf die Glut, fertig, los!
Mit dem Frühling beginnt
die Zeit des Grillens:
Unter freiem Himmel brutzeln
Würstel, Fleisch und Co.,
während Familie und Freunde
gemeinsam genießen. Wiesbauer
trägt diesem Vergnügen
Rechnung und präsentiert ein
erweitertes Sortiment. Dabei
setzt das Unternehmen auf eine
Kombination aus Tradition und
Innovation sowie auf die Zusammenarbeit
mit Schärdinger. Die
neuen Bergsteiger Griller (300 g)
lassen die Herzen aller Grillfans
höherschlagen. Nach der Originalrezeptur
von 1931 gefertigt,
heben sie den Geschmack von
Österreichs beliebtester Dauerwurst
auf ein neues Level.
Foto: Wiesbauer
Bestehend aus hochwertigem
Rind- und Schweinefleisch,
traditionell geräuchert und im
Naturdarm, sorgen sie für ein
rauchiges Aroma mit knackigem
Biss. Daneben gesellt sich
die Käsekrainer mit Schärdinger
Bergbaron (300 g) am Grill.
Durch den mild-würzigen, zart
schmelzenden Bergbaron erhält
sie eine ganz besondere Note.
Hergestellt aus frischem Fleisch
und gentechnikfreier Milch,
garantiert das AMA-Gütesiegel
höchste Qualität. Abgerundet
wird das Sortiment durch die
Grillzwerge: Sieben Mini-Käsegriller
mit Schärdinger Bergbaron
und sieben saftigen Mini-Bratwürstel
pro Packung machen sie
zum idealen Fingerfood für Groß
und Klein.
www.wiesbauer.at
Fotos: Raps
Individueller
Wursthüllen-Druck
Im Darmwerk des Obertrumer
Gewürzherstellers RAPS laufen
die Hochleistungs-Flexodruckmaschinen
nahezu ununterbrochen
– ein Erfolgskonzept
aus steigenden Absatzzahlen
in Deutschland und Österreich
sowie einer optimierten Produktionsstruktur.
Erstmals können
Kunden individuelle Namenszudrucke
wie Logos bereits ab
einer Bestellmenge von 250 m
erhalten, was insbesondere Fleischerfachbetrieben
in Österreich
attraktive Branding-Möglichkeiten
bietet.
Aus elf verfügbaren Farben
wird die gewünschte Darstellung
gewählt. Der Weg zur
bedruckten Wursthülle ist
unkompliziert: Kunden wählen
das Modell, senden ihr Logo
an RAPS – unterstützt von der
hauseigenen Grafikabteilung
– und legen ihre Farb- und
Beschriftungswünsche fest. So
wird der Druckvorgang exakt
an die Vorgaben angepasst.
Die monatliche Zusammenfassung
der Bestellungen an
gemeinsamen Drucktagen hat
sowohl Mindestbestellmengen
als auch Lieferzeiten deutlich
reduziert. Dadurch wird das
Angebot besonders für kleinere
Metzgereien interessant, die so
die hohe Qualität ihrer Handwerksprodukte
sichtbar unterstützen
können. Mit diesem
innovativen Konzept setzt
die traditionsreiche Gewürzschmiede
RAPS neue Maßstäbe
im Bereich des Namenszudrucks
und treibt den Trend
im Fleischerhandwerk weiter
voran.
www.raps.at
Därme
Seite 32, 3/2025
Fleisch Markt
Premium Saitlinge: Höchste Qualität für Wurstproduktion
Das Unternehmen Amjadi
bietet eine breite Auswahl
an hochwertigen Saitlingen in
unterschiedlichen Varianten –
trocken gesalzen, füllfertig (FF),
auf Röhrchen oder als Streifen.
Kunden haben die Möglichkeit,
zwischen drei Qualitätsstufen zu
wählen: IA für feine Füllungen,
AB für mittelgroße Wurstwaren
und BC für größere Kaliber. Auf
Wunsch sind auch geräucherte
Därme erhältlich.
Als familiengeführtes Unternehmen
in dritter Generation
hat Amjadi sich auf die
Herstellung, Verarbeitung und
den Handel mit Naturdärmen
spezialisiert. Die Rohmaterialien
stammen aus der eigenen
Produktion sowie von sorgfältig
ausgewählten Partnerbetrieben
im Iran, Nahen Osten und China.
Jahrzehntelange Erfahrung
und tief verwurzelte Tradition
sichern höchste Qualitätsstandards,
die den Produktionsprozess
der Kunden nachhaltig
optimieren.
Der Einsatz von Amjadi-
Därmen steigert die Effizienz
und senkt die Kosten – durch
reduzierten Materialverbrauch,
kürzere Produktionszeiten und
geringere Arbeitskosten. Dank
einer umfangreichen Kaliberpalette
von 16/18 bis 28/30 in
2-mm-Schritten findet sich für
unterschiedlichste Wurstwaren
immer die passende Lösung.
Strenge Qualitätskontrollen,
ein HACCP-System und die IFS-
Zertifizierung gewährleisten
höchste hygienische Standards.
Besonderen Wert legt Amjadi
auf den direkten Austausch mit
den Kunden, um individuelle
Anforderungen bestmöglich
zu erfüllen. Die Qualitäts-Saitlinge
sind in Österreich bei allen
Fleischervereinigungen erhältlich
und stehen direkt für den
Liebe
geht durch
den Darm.
professionellen Einsatz bereit.
Weitere Informationen finden
Sie bei Amjadi.
www.amjadi.com
Amjadi Därme sind bei allen Fleischerverbänden
und Genossenschaften erhältlich!
Besuchen Sie uns auf der IFFA
Halle 11.1 Stand A18
Qualitätsdärme von Amjadi – immer die richtige Wahl.
MHS
Fotos: Amjadi