sporting hamburg April 2025
Hamburger Sportmagazin
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April 2025
monatlich & kostenlos
TOWERS:
Jaizec Lottie wird
persönlich
© Foto: Dennis Fischer
VOLLEYBALL:
ETV goes 1. Bundesliga
UNTERWASSERRUGBY:
Wir fi nden’s krass
RADFAHREN:
Reichlich bunte Sonderseiten
Liebe Leser*innen,
© Foto: Mediaserver Hamburg/Christian Brandes
man hat das Gefühl, es tut sich was. Wirklich.
Und dieses Gefühl ist nicht den motivierenden,
höheren Temperaturen geschuldet.
Aber es bewegt sich was im Sport.
Frauen-Alarm! Innerhalb einer Woche bekommt
der Club der Funktionäre im Sport
schlechthin, das IOC, eine Frau als Präsidentin:
Kirsty Coventry aus Simbabwe. Wenn
das mal nicht ein Move ist. Und kurze Zeit
später schaffen es die HSV-2. Liga-Fußballfrauen
mit ihrem Pokal-Halbfinale gegen den
SV Werderinnen Bremen, den gesamten
Volkspark inkl. aller VIP-Facilitys zu füllen.
Und, Kompliment an beide Teams, was für
ein tolles und spannendes Spiel, Hut ab auch
an alle Fans, schöne Stimmung!
Nun hoffen wir mal, dass wir mit beiden
Cases keine Strohfeuer erleben und
Kirsty Coventry zukünftig die entsprechenden
und richtigen Akzente für die
olympische Bewegung und auch den
Frauensport in der Welt setzt. Und dass
die Vereine, die Vermarkter und die Medien
im Frauen-Fußball strategisch und taktisch
möglichst viel richtig machen.
© Foto: Sebastian Fuchs
Wir haben dann auch wieder diverse
weiblich geprägten Themen am Start:
Der ETV startet mutig, äußerst ambitioniert
und strategisch bedacht in diesem Jahr in
die 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen, der
SC Viktoria unterstreicht ebenfalls seine
Leidenschaft für Frauen-Fußball, und auch
im Radsport nehmen Frauen immer mehr
eine tragende Rolle ein, nicht nur auf den
Bikes und in Safe Spaces, wo eben Rücksicht
genommen und nicht nur geballert
wird, sondern auch auf Funktionärsebene.
Finden wir gut!
Und dann stellen wir Euch einen sehr
netten Towers-Spieler vor: Jaizec Lottie,
er hat sich auch in Hamburg verliebt. Wir
spielen Padel, Unterwasserrugby, Beachvolleyball
und hoffen auf große Resonanz
für unsere geplanten 1. Hamburger Tauziehmeisterschaften.
Bereitet Euch schon
mal seelisch auf einen richtigen Knaller vor.
Viel Spaß beim Lesen!
Partner
3
des Monats
Schuss
Wo gibt es denn so was?
Hamburg ist Welt. Und für Euch liebe Cinja,
Svenja, Clemens und Nils! Was für ein toller,
motivierender Start in die neue Saison.
Viel Erfolg und bleibt gesund.
© Screens: www.beachvolleyball.at
5
Deutsches Spring- und
| Reiten
© Foto: Lafrentz
© Foto: Holcbecher
© Foto: privat
© Foto: Hellmann
Dressur-Derby 2025.
Al Shira’aa, der
Name des neuen
Titelsponsors. Klingt
schick. Ist schick.
Vom 28. Mai bis zum 1. Juni wird in
Klein-Flottbek wieder geritten, und
wir sind neugierig und sprechen zunächst
einmal mit dem Verantwortlichen
aus Hamburger Sicht, Alter vor
Schönheit, und zwar mit keinem Geringeren als
dem 1. Vorsitzenden des Norddeutschen und
Flottbeker Reitvereins. Das ist Dietmar Dude,
83. Darüber hinaus ist er seit über 50 Jahren
in der Turnierleitung des Derbys und weiß
sowieso alles. Seit 1920 gibt es das Derby im
Grunde, und so wie in der DNA des äußerst
traditionsreichen Vereins „dem Pferde ewig
verfallen“ steht, stehen der Verein und das
Derby für maximale Kontinuität. Und die ist
eben nicht dem Dienstalter handelnder Personen
geschuldet, sondern schlichtweg der
Auffassung und Aufstellung des Derbys an sich.
Denn: Der Spring-Parcours zum Beispiel
wurde seit Beginn 1920 NIE verändert. „Das
weltweit bekannte Turnier hat seinen Charme,
und zwar genau dadurch.“ „Dazu kommt, dass
genau dieser Parcours einer der schwierigsten
der Welt ist.“ Es gibt ausschließlich Naturhindernisse,
er ist ungewöhnlich lang und
hat so zwei, drei neuralgische Punkte, die es
absolut in sich haben. Sei es der zwei Meter
breite Wassergraben oder der mit 80 % Gefälle
sehr steile Derby Wall. Auch eine wunderbare
Eigenart des Hamburger Derbys, der Pferdewechsel:
Die Reiter*innen im Dressur Derby
kriegen in der Endrunde Fremdpferde zugelost.
Und wenn Radfahrer partout zwingend
mit ihrem eigenen Rad starten wollen würden,
was sollen dann die Reiter sagen?
Nun gut, das ist eben das Hamburger
Derby – aus sportlicher UND aus Marketing-Sicht
ein wirklicher Schatz. Auch
Kontinuität beweisend, hatte dieser Schatz
25 Jahre einen und denselben Veranstalter,
dessen Vertrag aber im letzten Jahr für die
Fachwelt durchaus überraschenderweise nicht
verlängert wurde. Das gab hier und da offensichtlich
auch Unmut, aber Dietmar Dude weiß
alle Antworten und nennt klare Gründe für den
Wechsel zum neuen Veranstalter mit Sitz in
Kronberg im Taunus. „Wir sind zwar immer
auch gewachsen, in den letzten Jahren wuchs
der Etat von 1,7 Mio. auf 4 Mio., aber nicht in
allen Bereichen", sagt Dude, und wünscht sich
vor allem die Bedeutung der Dressur wieder
größer und nachhaltiger. „Da sind wir in den
letzten Jahren stehen geblieben, zum Schluss
gab es hier nur noch 7 Starter*innen“, sagt er.
„Und auch wenn an anderer Stelle mehr
Amateursport dazu kam, was ja auch schön
ist und Potenzial hat, weil auch viele Reiter*innen
aus der ganzen Welt hier unbedingt reiten
wollen, aber EnGarde Marketing (der vorherige
Veranstalter) hatte die Dressur nicht
mehr im Blick“, erklärt er. „Und weil wir im
Zuge dessen auch das eine oder andere finanzielle
Transparenz-Thema hatten, haben
wir den 2024 ausgelaufenen Vertrag nicht
verlängert und haben in Deutschland nach
einem alternativen Veranstalter Ausschau
gehalten.“ „Ein ganz normaler Vorgang“, sagt
er heute. Er weiter: „… und sind dabei mit der
Fa. Schafhof Connects übereingekommen.“
Ihr CEO Matthias Rath, selbst ein Dressurreiter,
veranstaltet mit seiner Agentur seit
Jahren sehr erfolgreich das Internationales
Festhallen Reitturnier Frankfurt sowie, das
CHI Donaueschingen.
„Und weil wir uns gemeinsam auch über
Entwicklungspotenziale sehr einig waren,
freuen wir uns sehr über die Zusammenarbeit“,
erklärt Dude. Matthias Rath selbst, 40 Jahre
alt, freut sich tierisch auf Hamburg, die schöne
Stadt und den wunderbaren Turnierplatz.
Der Titelsponsor ist ein Unternehmen aus Abu
Dhabi, das dem internationalen Reitsport sehr
verbunden ist, ihn mit seinem Einstieg, auch
beim Hamburger Derby, kräftig unterstützt, erklärt
er uns. „Zuschauermäßig, im letzten Jahr
war das Wetter ja unglaublich gut, freuen wir
uns, wenn wir an das Niveau des letzten Jahres
anknüpfen können“, sagt er. Und tatsächlich tut
sich was in der Dressur. „Die neu integrierte
5-Sterne-Tour wird sicherlich neue, auch sehr
gute Reiter*innen anziehen, und allein durch
diese Ausweitung des Programms wird es für
einzelne Starter dann auch die Möglichkeit
für Mehrfachstarts geben, bei denen auch
unterschiedliche Pferde eingesetzt werden
können“, erklärt er. Das macht Sinn. „Schon
deswegen wird es in diesem Jahr deutlich
mehr Teilnehmer in der Dressur geben, und
das auf einem höheren Niveau“, sagt er.
„Wir freuen uns drauf.“
Dietmar Dude (oben), Vorsitzender und in der
Turnierleitung, freut sich auf die Zusammenarbeit
mit Matthias Rath.
Matthias Rath, selbst ein erfolgreicher Dressurreiter,
ist neuer Ausrichter und will den Dressurteil
u. A. wieder ausbauen.
© Foto: Holcbecher © Foto:PR
7
| Calisthenics
Groß
© Fotos: PR
geworden.
Als sporting
gerade frisch am
Markt war, lernten
wir Mitja kennen,
er war irgendwie
Outdoor-Turner, ’ne
Mischung aus Turnen,
Crossfi t, Fitness
something.
Heute sprechen wir mit Steven Lam,
23, Student, einer der aktuellen
Leistungsträger von CALIX, einer
der bis zu 15 Trainer von CALIXs,
ihrem Calisthenics Verein in Hamburg.
Sie werben längst mit eigenem Flyer,
sind an etlichen Standorten in der Stadt
vertreten, bieten ein eigenes Kursprogramm
für alle Altersgruppen, sind über 100 Mitglieder,
ab sechs Jahren, das Gros ist 18–40,
bieten Workshops, veranstalten Events und
fahren natürlich seit Jahren schon zu Meisterschaften.
Die Ansprüche sind hoch, Mitja
ist gerade im Trainingslager in Kolumbien,
einer Calisthenics-Hochburg. „Die älteste
unter uns ist 70“, erklärt Steven, "sie kam
aus dem Breakdance“. Und als Mitja damals
vornehmlich im eigenen Kiez in Altona
turnte, hatte sie längst ein richtiges Vereinsgelände
in Steilshoop. „Das ist unser
Hauptsitz“, strahlt Steven selbstbewusst. Die
Truppe hatten wir auf der Jubiläums-Gala
des Walddörfer-SV gesehen, und das war
schon High End, sportlich, inklusive der
Choreo. „Wir waren auch schon auf dem
Rathausmarkt“, berichtet er stolz, letztlich,
weil es faszinierend ist, was sie machen, so
einfach es eigentlich aussieht, bei Erahnung
der Komplexität dieser Bewegungen, für die
man immer wieder üben muss.
Steven trainiert dafür 6-mal die Woche,
baut auch Grundlagen im Fitnessstudio,
dennoch ist die Idee von Calisthenics
weniger die Kraft selbst, sondern das, was
man oder frau daraus macht. Körperbeherrschung
ist das Stichwort. Steven erklärt. „Was
wir in unserem Sport machen, erklärt sich
eigentlich aus dem Namen selbst“, sagt er.
„kalos“ bedeutet schön, „sthenos“ Kraft bzw.
Stärke. Zusammen: „Schöne Kraft“. „Unsere
Übungen, ihre Ausführungen, sollen so einfach
wie möglich aussehen“. „Wir arbeiten
im Grunde nur mit unserem Körpergewicht“,
„wir gehen mit unserem eigenen Körper um,
wir sprechen von Balance, Koordination,
Konzentration“, denn die Übungen sind
mega komplex, man sieht es ihnen eben
nur nicht an. Das Körpergefühl ist King, ein
Handstand, aus Stevens Sicht eine Lachpille:
„Hier ist im Grunde nur Konzentration
gefragt, gar keine Kraft, und man muss na-
türlich seine eigenen Ängste überwinden“,
erklärt er. Das ist alles sehr smart und sieht
so easy aus, eine Human Flag zum Beispiel.
„Wir haben alle die Idee, unsere
Übungen so sauber wie möglich
auszuführen, so elegant wie es
gerade geht“, erklärt er weiter,
und auch die Anstrengung soll
man ihnen dabei am besten gar
nicht ansehen.
Während beim CrossFit bei einzelnen Übungen
die Kollegen ordentlich und schnaufend
aus- und Schwung holen, stemmen sich die
Calisthenics-Freunde einfach hoch, ohne
dabei eine Miene zu verziehen. Natürlich
dauert es richtig, bis man so 'ne Human-
Flag hinbekommt.
Die Basics hingegen sind uns allen bekannt:
Klimmzüge, Liegestütze, Dips,
Kniebeugen. „Deswegen sind die Eintrittsbarrieren
so niedrig, einen Klimmzug bekommt
im Grunde jede/jeder hin“, und dann
springt, gerade in der Gruppe, der Funke
über, aus einem Klimmzug einfach mehr
zu machen. „Wir bieten unseren Sport deswegen
für alle an, sind total auf Vielfalt aus,
sind eben ab April wieder auch draußen in
den (Calisthenics) Parks unterwegs, wir sind
irgendwie deswegen fast öffentlich“, lacht
er. Da kann jede/r mal vorbeikommen. Und
zugucken ist auch schon mal klasse. Laute
Musik, gute Vibes – und der Sport an erster
Stelle. Zusammen mit dem Hamburger
Hochschulsport gibt es aber einmal im Jahr
für die Ambitionierten den University-Cup.
„Mitja war im letzten Jahr auf den Deutschen
Meisterschaften in Frankfurt 2. in seiner Gewichtsklasse“,
sagt Steven, er selbst will das
nächste Mal in seiner Klasse gewinnen. „Wir
sind ziemlich gut“, überrascht Steven jetzt
nicht, bleibt aber bescheiden.
Deswegen erwähnt er auch nur am Rande,
dass er längst auch bei RTL, den Ninja
Warriors angetreten ist, weil sie's drauf haben.
Wo sie denn mal hinwollen, fragen wir
abschließend. "Unser Traum ist ein eigenes
CALIX-Gym für unseren Verein“, sagt er. Und
dass sie auch auf dem Weg ein Stück weiter
sind als er verrät, ist offensichtlich. We like.
Sieht schwer aus – ist es auch! Und zudem
ist Calisthenics schwer angesagt. Inzwischen
besuchen die Sportler*innen erfolgreich
Meisterschaften.
Steven Lam erfolgreicher Athlet und inzwischen
auch Trainer bei CALIX.
Hier die CALIX-Truppe in ihrer Zentrale in
Steilshoop.
9
| Basketball
Jaizec Lottie
Style,
Skills
& starke
Story
Und Jaizec Lottie spielt nicht nur, er
inszeniert. Der 1,88 Meter große
Guard der Veolia Towers Hamburg
liefert nicht nur starke Stats, sondern
bringt auch eine mitreißende
Geschichte, eine große Portion Humor und
ein Stück Familienleben mit in die Hansestadt.
Von der Summer League in den USA
bis zur BBL – Lottie hat schon einiges erlebt
und sich als absoluter Unterschiedsspieler
etabliert. Dabei bleibt er bodenständig und
bescheiden, egal ob auf dem Court oder in
seinem Alltag in Hamburg.
Hamburg-Liebe und das Leben
mit Nala
Seit Sommer 2024 ist der US-Amerikaner
in Hamburg – und fühlt sich hier schon fast
heimischer als ein Fischbrötchen an den
Landungsbrücken. Zusammen mit seiner
Frau Janae und Hund Nala genießt er die
Stadt und all ihre versteckten Highlights.
Während andere Teamkollegen lieber mal
ins Auto steigen – hier haben die Towers
im Sinne der Nachhaltigkeit komplett auf
E-Mobilität umgestellt –, cruist Lottie dennoch
lieber mit den Öffis durch die Stadt.
„Ich liebe es, einfach rumzulaufen und alles
aufzusaugen“, sagt er. Besonders cool
findet er den Park bei der Wilhelmsburger
Inselpark Arena, wo er mit seiner Hündin
spielen kann – eine Art Mini-Gartenersatz
für die Vierbeinerin, die in den USA deutlich
mehr Platz gewohnt war.
Und wenn wir schon beim Thema
Familie sind
Jaizec ist nicht nur auf dem Court ein Teamplayer,
sondern auch privat. Seit seiner Hochzeit
mit Janae trägt er einen speziellen Silikon-Ehering
– damit das stetige Auf- und
Absetzen fürs Training und die Spiele leichter
von der Hand geht. Vor Kurzem gab’s aber
noch ein schickes Upgrade: Ein echter Ehering
kam ins Haus, den seine Frau ausgesucht
hatte. „Ich war vorher echt gespannt,
wie der aussieht.“
Vom Schockmoment zur
schnellen Rückkehr
In einem der letzten Spiele gab es einen
kleinen Schockmoment für alle Towers-Fans:
Lottie ging mit einer Verletzung zu Boden
– und die ersten Gedanken waren düster.
„Man denkt sofort an das Schlimmste, aber
die Untersuchungen waren alle negativ, also
pure Erleichterung!“ Nach einer kurzen
Zwangspause ging es schnell wieder zurück
aufs Parkett – ein Zeichen für seinen Ehrgeiz
und seine Belastbarkeit.
Hier gegen Alba Berlin: Jaizec heizt
seine Truppe an!
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© Fotos: Dennis Fischer
Basketball ist mehr
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10 11
| Basketball
Er mag die Towers, sie sind etwas Besonderes,
findet er. Schon in seiner ersten Saison
hat Lottie gemerkt, dass Hamburg anders
ist als viele andere Klubs in Europa. „Hier
geht’s nicht nur um Leistung, sondern auch
um die Menschen hinter den Spielern“, betont
er. In anderen Teams zählt oft nur die
Performance – hier wird sich um das 'Warum'
gekümmert, wenn es eben mal nicht so
läuft. Diese besondere Atmosphäre macht
die Towers für ihn zu einer einzigartigen
Organisation. Stichwort Wohlfühlen.
Hamburg, Playoffs und eine
große Hochzeit
Doch bevor es Richtung Playoffs oder sogar
EuroLeague geht, gibt’s erstmal ein großes
privates Event: Seine Hochzeit im Sommer.
Hier im EuroCup gegen
Valencia gab es
leider im Dezember
2024 eine Heimniederlage.
MVP
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© Fotos: Dennis Fischer
BBL, EuroLeague und ein Traum
aus der Kindheit
Sein sportliches Ziel? Klare Sache: Die Playoffs
mit Hamburg erreichen! Nicht neu und
immer wieder ein harter Kampf, denn das
Rennen um die Plätze ist extrem eng.
Doch Lottie ist optimistisch:
„Wir müssen einfach unsere
Spiele gewinnen und dürfen
nicht auf andere Teams
schauen.“
Und langfristig? Früher war sein Traum die
NBA – heute ist es die EuroLeague. „Nach der
Summer League habe ich gemerkt, dass die
NBA vielleicht nicht mein realistischer Weg
ist. Aber die EuroLeague? Absolut!“ Besonders
eine Mannschaft hat es ihm angetan:
Paris Basketball. „Die spielen schnell, anders
als die meisten Teams in Europa. Das gefällt
mir,“ sagt er begeistert. Und wer weiß? Vielleicht
ja sogar eines Tages mit den Towers.
Onkel Chauncey und eine Karriere
mit Einfluss
Und wenn es um Vorbilder geht, muss er
nicht lange überlegen: Sein Onkel ist kein
Geringerer als NBA-Champion und Finals-
MVP Chauncey Billups. „Er war mein großes
Idol. Jedes Jahr, bevor ich irgendwo unterschreibe,
rufe ich ihn an und hole mir Rat.“
Klingt nach einer echten Basketball-Familie!
„Wir haben schon vor der Saison
geheiratet – aber nur im
kleinen Kreis, um alles administrativ
zu regeln. Jetzt gibt’s
die große Feier im Juli.“ Seine
Familie konnte er nicht einfach
nach Deutschland einfliegen lassen,
also wird in den
USA groß gefeiert.
Bis dahin will Lottie
mit den Towers in
die Playoffs und
noch ein paar Highlights
in Hamburg
erleben. Besonders
wichtig: die kommenden
Heimspiele
gegen den FC Bayern am
20. April und Chemnitz
am 07. Mai – Partien, die
über die Playoff-Chancen
mitent scheiden. Und was
hat er neben Sport und
Hochzeit noch so auf dem
Zettel? Die Elbphilharmonie?
Check. Die Harlem Globetrotters?
Vielleicht. Padel-
Tennis mit dem Team? Schon
erledigt!
Die Playoffs sind das Ziel – und
wenn alles passt, könnte es für
Lottie und die Towers ein unvergesslicher
Saisonabschluss
werden. Und wer weiß? Vielleicht
trägt er eines Tages das
EuroLeague-Trikot – am liebsten
in Hamburg!
SCANNEN.
GENIESSEN.
12
© Fotos: DRTV
| Tauziehen
Ja, seid ihr denn
wahnsinnig!?
sporting
hamburg sagt:
„ Unbedingt!“.
Denn An packen
können die
Hamburger.
Hands on! ist
das Motto.
Wenn man an Tauziehen denkt, hat man zwar
unweigerlich Muskelberge von Männern in
schottischen Röcken vor Augen, die mit Blut
und Schweiß, unter grimmigen Blicken und
und Schweiß, unter grimmigen Blicken und
lautem Schreien, versuchen, ihre Gegner auf
ihre Seite zu zerren. Doch jetzt ziehen wir
nach, wir Hamburger, in unserer schönen
Stadt. Denn wenn es um Team- und Kampfgeist
geht, um Togetherness und Zeichen
setzen, dann kann Hamburg mehr als nur
dicke Pötte durch den Hafen ziehen, denn:
„Hamburg zieht an
einem Strang!“
„Hands On!“ steht für Anpacken statt Schnacken.
Nur bei uns eben fröhlich statt grimmig.
Kurze Hose, Sonnenbrille statt Schottenrock.
Tauziehen – Hamburg Edition halt!
Meldet Euch an!
TAUZIEHEN
Taut Ihr Euch das zu?
Taut Ihr
MITMACHE N!
Die Active City Arena auf dem Heiligengeistfeld,
next to the Reeperbahn, wo einst
Seile der Seefahrt Geschichte schrieben,
verwandelt sich am 5. Juni in einen Schauplatz
voller Action, Kraft, Teamgeist und
echter Fairness. Etliche Teams stellen sich
der Herausforderung, greifen gemeinsam
zum Seil und kennen von da an nur noch
eine Richtung: nach hinten! Wer hier antritt,
braucht nicht nur Muskeln, sondern auch
Taktik und eine ordentliche Portion Durchhaltevermögen.
Denn der Sieg gehört denen,
die als Team zusammenstehen, im richtigen
Moment ziehen und mit purer Willenskraft
den entscheidenden Vorteil erlangen.
Mit am Start ist auch der Deutsche Rasenkraftsport-
und Tauzieh Verband e.V. (DRTV),
der uns hier auf sportlicher Ebene unterstützt.
Dieser Verband fightet unter anderem
um Weltmeisterschaften auf sämtlichen
Kontinenten – echte Profis also, die wissen,
worauf es ankommt!
Ihr Euch das
Corsin
Wörner,
Sportdirektor
DRTV:
„Sensationell,
dass in
Hamburg eine
Hamburger Tau-
ziehmeisterschaft stattfindet!
Ein großartiges Format und beste
Werbung für unseren Sport.
Auch der DRTV begrüßt diese
Ausrichtung ausdrücklich und
sieht sie als wichtigen Impuls
für die Stärkung und Sichtbarkeit
unserer Sportart.“
Macht mit: Sucht Euch Kollegen, Freun-
de, Partner oder Vereinskameraden und
meldet Euch an. Ein Team darf max. 16 Personen
stark sein, 8 davon gehen jeweils auf
den Center Court und kämpfen. Der Rest
feuert an – es darf natürlich ausgewechselt
werden. Achtung: Es müssen immer zwei
Frauen mit am Seil sein.
Anmeldungen per Mail an:
info@sporting-magazin.de,
Stichwort: Hands on!
Und das Beste daran? 100 % der Startgelder
(100 EUR je Team) gehen direkt an die Deutsche
Krebshilfe!Hier wird also nicht nur für
den eigenen Erfolg gekämpft, sondern ge-
meinsam für ein Thema, das uns alle angeht.
Dr. Franz Kohlhuber,
Vorstandsvorsitzender
der Deutschen
Krebshilfe:
„Wir freuen uns
sehr, dass die Hansestadt
Hamburg am
5. Juni gemeinsam mit
uns an einem Strang im
Kampf gegen den Krebs zieht.
Es ist großartig, dass rund 40
Teams mit jeweils 10 Teilnehmern
bei der 1. Hamburger
Tauziehmeisterschaft gegeneinander
antreten und die Startgelder
dieses Wettkampfs der
Deutschen Krebshilfe zugutekommen.
Die Spenden dieser
starken Aktion machen uns im
Einsatz für krebskranke Menschen
stark: Wir stehen Betroffenen
und ihren Angehörigen
mit Informationen und Rat zur
Seite und fördern Projekte und
Initiativen auf allen Gebieten
der Krebsbekämpfung. Unser
Ziel: Die Versorgung stetig verbessern
und allen Betroffenen
gute Heilungschancen ermöglichen.“
Die erste Hamburger Tauziehmeisterschaft!
Ob ihr selbst am Seil steht oder eure Favoriten
lautstark anfeuert – dieses Event
wird Euch mitreißen! Packende Duelle, laute
Anfeuerungsrufe und eine Stimmung,
die durch Mark und Bein geht, sorgen für
pure Gänsehaut. Und wenn zwischen den
Wettkämpfen die Arme mal Pause brauchen,
gibt es genug zu erleben: Musik, Moderation,
eine Food-Area und natürlich das
große Get-together machen den Abend zu
einem echten Highlight.
Also, Hamburg: Packt mit
an, macht mit, zieht mit,
feuert an und seid dabei,
wenn wir gemeinsam an
einem Strang ziehen!
15
| Volleyball
Der ETV
dreht
auf!
Das ist prima, aber dann an dieser
Stelle mal gar nicht auf der wichtigen
Funktionärinnenebene, in
Vorständen, Beiräten und Netzwerken,
Equalpay … sondern einfach
auf der Platte. Die Kollegen vom ETV
schlafen ja nie und stellten fest, mit dem
Frauen-Erstliga-Profisport in Hamburg sei
diesbezüglich noch Luft nach oben. Und
Volleyball ist in den letzten Jahren, spätestens
seit Olympia, längst wieder eine schicke
Ballsportart, Achtung: Halle, nicht Strand.
Und letztlich machen es seit Jahren die
Lüneburger Männer vor: Spitzen-nachhaltiges
Management, Halle immer voll, Championsleague.
Nun also der ETV, und der hat
sich unter anderem für dieses Projekt den
EX-St.Pauli Marketing-Mann Christian Prüß
geschnappt, der soll zwar auch den ganzen
Verein marketingseitig glücklich machen,
aber ist nun zunächst einmal auch Headof-Frauen-Volleyball-Bundesliga-Experience.
„Einerseits fokussieren wir uns in Gänze
auf die Marke ETV, und die hat sich jetzt
andererseits den Profi-Sport vorgenommen.
Denn wir sehen da tatsächlich in Hamburg
eine Marktlücke bei Frauensportarten“, sagt
er sehr sachlich. „Und wir haben uns zum
Ziel gesetzt, hierfür in den nächsten Monaten
und Jahren die richtigen Rahmen-
bedingungen zu schaffen“. Nachhaltig ist
das Narrativ. Denn nicht alle Geschichten
sollen sich wiederholen, so gab es mit Aurubis
und dem VT Hamburg in Fischbek
schon mal den Versuch, Frauen-Volleyball-
Bundelisga in Hamburg zu etablieren. Was
sich zunächst ganz gut anfühlte und auch
erfolgreich war, scheiterte dann spätestens,
als der Hauptsponsor ausstieg und kein Ersatz
gefunden werden konnte. Damit das
alles nicht noch mal passiert, wollen die
Macher*innen bei ETV sehr behutsam aber
substantiell vorgehen.
„Wir wollen eine eigene Welt,
eine eigene Erlebniswelt, um
das Team kreieren, einen eigenen
Auftritt, eigene Social
Media-Kanäle entwickeln, mit
Leben füllen. Start ist die kommende
Saison. Wir wollen tolle
Events für Hamburg schaffen,
und dafür drehen wir an vielen
Stellschrauben“, beschreibt er
den Weg und seine wahrscheinlich
riesige workload.
„All in ist angesagt, nur immer zum richtigen
Zeitpunkt“, sagt Christian. „Wir wollen uns
drei Jahre Zeit nehmen“, sagt er, die Situation
gibt das her.
Leonie Körtzinger, im letzten Jahr
noch im Sand unterwegs, wird
sicher auch in der Halle eine
tragende Rolle übernehmen.
Anzeige
© Fotos: Justus Stegemann
Es tut sich was,
Stichwort „Frauen
im Sport“.
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16
| Volleyball
© Fotos: Justus Stegemann
Hintergrund ist, dass die Volleyball Bundesliga
auf das aktuell in der 2. Liga-Pro
spielende Team zugegangen war und vorgeschlagen
hat, in einer attraktiven Ersten
Liga anzutreten. Ein sportlicher Aufstieg ist
nicht nötig, eine Anmeldung, eine Lizenz mit
diversen „Hat-Zeit-Sternchen" und eine dreijährige
Nicht-Abstiegsgarantie waren der
Vorschlag, die Bedingungen. Und was sich
jetzt aus ur-sportlicher Sicht etwas weird
anhört, macht aber durchaus Sinn, und ist
im Profisport, gerade da wo es auch um
viel Geld geht, allen voran in den Staaten,
durchaus gang und gäbe. „Die Liga will uns
und zwei weiteren Teams Zeit für eine solide
Entwicklung geben“, erklärt er weiter.
„Es gibt schon mal ca. 8.000 Volleyball-Spieler*innen
in Hamburg, ich verspreche mir
da schon einiges an Rückhalt“ und er stapelt
nicht ganz ernstgemeint tief: „im ersten
Jahr reicht uns ein Satzgewinn, im zweiten
ein Spiel, im dritten: nicht absteigen“, erklärt
er die sportliche Vision und freut sich,
wenn Hamburg diesen Weg mitträgt. Und
Geduld mitbringt.
Aktuell sind die Mädels in der 2.Liga Pro
Tabellen-Sechster. und es ist klar, dass es
unter Umständen von den aktuell 14 Spielerinnen
unter Trainer Holger Schlawitz nicht
alle, so rein spielerisch, in die mittelfristige
Erst-Liga-Truppe schaffen. „Allen ist das bewusst“,
sagt er, „Ziel ist aber, alle auf die Reise
in die 1.Liga mitzunehmen“. Und trotzdem
wird es Bewegung geben, „es wird ein professionelles
Scouting geben, Spielerinnen
aus ganz Norddeutschland melden
sich schon jetzt bei uns, weil einfach
auch Hamburg als Standort
zieht“, erklärt er. „Die rennen uns
die Türen ein“, was uns natürlich
freut. Side-Fact: Ex-ETV-Beacherin
Leonie Körtzinger hat sich
längst der Truppe angeschlos-
sen, ist schwer motiviert
und könnte mittelfristig
wohl eine Führungsrolle
übernehmen. Was sich
ja alles schon mal ganz
gut anfühlt. „Und auch
vertriebsseitig lässt sich
das Projekt gut an“, sagt
er und berichtet von vielen
positiven Gesprächen
mit der Hamburger Wirtschaft.
Neben einigen neu
erworbenen Partnern hat
eines offensichtlich besonders
gut gepasst, weswegen
sich die Hamburger
Volksbank zuletzt auf einem
Pressetermin in der
CU-Arena als Namensgeber
und erster großer Wirtschaftspartner
outete. Gerade die Volksbank
hat auch der behutsame, nachhaltige Weg
nach Oben sehr beeindruckt“.
Alle gemeinsam gehen wir davon aus,
dass der professionelle Frauensport in
Hamburg ein großes Potential hat, und
wir arbeiten dran, dass mittelfristig ein paar
weitere Schultern mehr dieses Projekt tragen.
„Die Wirtschaft darf sich gern bei uns
melden“, sagen Christian und der ETV. Die
Active City freut es natürlich sowieso.
Christoph Holstein,
anlässlich des
Presse termins:
„Das ist ein
groß artiges
Projekt, wir
freuen uns auf
Wieder-Erstliga-Volleyball
in
Hamburg und ich
habe großen Respekt
vor dem Mut und der Courage.
Viel Glück“.
Da schließen wir uns an.
Alle freuen sich: Verband, Active City,
das Team und der Vorstand vom ETV
sowie Partner und Namensgeber
Hamburger Volksbank.
18
| sporting 4 × 4 Mixed
Was ist das?
Mitmachen!
Quattro Beac hvolleyball
Nur: Hier treten keine Hobby-Baggerer an,
die mal eben eine Runde daddeln wollen.
Wer hier mitspielt, weiß genau, was er tut.
Vier gegen vier bedeutet doppelte Power,
doppelte Strategie und doppelt so harte
Ballwechsel. Keine Ausreden, kein Durchschnaufen
– hier geht’s um Technik, Taktik
und Teamwork!
Na, habt ihr Bock auf warmen Sand,
Sonne im Gesicht, Party-Vibes und
richtig guten Volleyball?
Dann haben wir was für euch: Quattro
Beachvolleyball kommt nach Hamburg
– und das nicht einfach nur
zum Spaß. Vier gegen vier, mehr
Tempo, mehr Taktik, mehr Intensität.
Das volle Programm! Und das Ganze
mitten auf dem Heiligengeistfeld in der Active
City Arena.
Das hier ist kein Beachvolleyball, wie ihr es
kennt. sporting Hamburg und der Hamburger
Volleyball-Verband bringen das nächste
große Ding nach Deutschland. In den USA
und Frankreich ist Quattro Beachvolleyball
längst etabliert – jetzt zieht Hamburg nach
und wird Gastgeber eines offiziellen Qualifikationsturniers
für die Deutsche Quattro
Beachvolleyball-Meisterschaft! Vier auf jeder
Seite, zwei Boys, zwei Girls – volle Drehzahl!
Und Achtung: Mindestens eine Frau muss
immer auf dem Platz stehen – weil echter
Teamsport nur funktioniert, wenn alle dabei
sind! Vielfalt macht das Spiel nicht nur
spannender, sondern auch besser. Und weil
es um die Hamburger Meisterschaft und die
Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft
geht, wird das kein lockeres Sandplatz-Getümmel
– hier zählt Leistung!
Meldet euch an!
Termin: 9. Juni
(Pfingstmontag)
Vorrunden: ab 09:00 Uhr
Finale: ca. 19:00 Uhr
Ein Team: Zwei Männer und zwei Frauen –
mindestens eine Frau auf dem
Platz. Gemeldet werden 3 + 3.
Vereinszugehörigkeit: Nicht erforderlich!
Anmeldung: hvbv.de
Nun aber los!
21
| sporting präventiv
den letzten beiden Ausgaben über das Ego
bzw. Achtsamkeit (Februar) geschrieben
und im März daraus Motivation abgeleitet
haben, kommen wir jetzt zu der Frage: Wie
kann ich Verhaltensänderungen angehen,
so, dass sie nachhaltig sind, etwas bewirken
und nicht zu Lippenbekenntnissen werden.
Auch zum Thema „WIE verändere ich mein
Verhalten“ gibt es verschiedene Ansätze.
Wir sprechen dazu mit Alisa Krause von
unserem Krankenkassenpartner, sie ist ab-
© Fotos: Pixabay.de, Unsplash.com
powered by
Der Loop
z u r G e w o h n h e i t .
solut fit in diesem Bereich, bezieht sich gern
hast was toll gemacht, richtig gut gemacht,
auf die sogenannte 1%-Methode von James
was wirklich Sinnvolles getan: Glück, Du
Clear. Ist clear! Dessen Overall-Idee bringt
empfindest einen großen Sinn, fühlst Dich
Prävention ist angesagt, hier, bei Euch, es auf den Punkt: Lieber die kleinen Schritte!
Minimale Veränderungen für maximale
Also: Du willst Dein Verhalten ändern, im
einfach super – auch ohne Belohnungskeks.
hoff entlich. Nur – das liest sich alles Wirkungen. Grundlage für Veränderungen
Grunde also eine neue Gewohnheit entwickeln.
Dann los: James Clear und auch Alisa
sind natürlich eine vorauszusetzende Motivation,
sie ist extrinsisch, also von außen,
beziehen sich hierfür auf den Habit-Loop:
so einfach.
Oder „was hat das mit mir zu tun?“ oder/und sie kommt von innen, ist demnach
Auslöser, Verlangen, Reaktion, Belohnung.
könnte man auch denken und weiterblättern,
zu einer nächsten spanle,
Belohnung = extrinsisch. Intrinsisch: Du
einer Gewohnheit“, sagt Alisa. 1. Die Gewohn-
intrinsisch. Machst Du was gut: mehr Koh-
„Das sind die vier Schritte für den Aufbau
nenden sporting Geschichte. Das
Doofe ist, dass niemand am Ende
des Tages vor irgendeinem gesundheitlichen
Dämpfer gefeit ist. So oder so nicht, aber
jeder für sich sollte entscheiden, was er/sie
tun kann, um Risiken zu vermeiden. Und
beim Skifahren tragen alle auch inzwischen
einen Helm. Also Helm auf. Und wenn wir in
heit muss offensichtlich sein, wahrnehmbar,
spürbar; 2. sie muss attraktiv sein, ich habe
ein Verlangen, ein starkes Bedürfnis; 3. sie
muss einfach sein, ich kann leicht reagieren,
aktiv werden ohne Barrieren und 4. die Gewohnheit
muss sich lohnen,
sie muss befriedigen. Klingt so
einfach, wenn man sich vornehmen
will, früher schlafen
zu gehen. „Ich bin müde, das
ist wahrnehmbar“, sagt Alisa.
„Ich will morgen fit sein,
schreibe eine Klausur, habe
'ne Präsentation, will erfolgreich
sein“, das ist attraktiv. Die
Aktion, sich zu erheben und
ins Bett zu gehen, ist super
einfach. Bin ich morgens entspannt, ausgeschlafen,
gelingt mir alles;-), ist das befriedigend
und wäre eine tolle Belohnung;
das wäre die Abfolge. Alles einfach, aber
warum machst Du es nicht? Wie also eine
solche Gewohnheit etablieren?
Fördere das Bewusstsein, bleiben wir beim
Beispiel Schlaf: Lies zwei Essays, höre zwei
Podcasts zur Wichtigkeit von ausreichend
Schlaf, sprich mit Freunden - und Du müsstest
massiv alert sein. Formuliere Dir dann
ein wirklich konkretes Verhalten, z.B.: „Ich
gehe um 23.00 Uhr die Treppe rauf, symbolisch
für: der Tag ist jetzt vorbei, Schlafen ist
angesagt, Licht aus“, sagt Alisa, sie weiter:
„Und kopple dieses Verhalten an andere Gewohnheiten:
Jeden Abend nach den Tagesthemen
ist Feierabend. Am besten startest
Du ein solches Vorhaben mit Deinem Partner,
Deiner Partnerin gemeinsam, das verbindet
und Du magst nicht kneifen, spürst eine Verpflichtung.
Kombiniere, motiviere Dich ggf.
noch durch ein tolles Buch, in dem Du noch
vier Seiten liest, bis die Augen sowieso zufallen
und denk daran, dass Du morgens fit
sein willst. Wichtig: Die Gewohnheit muss
einfach sein, schraube Deine Ziele nicht zu
hoch. Zurzeit bist Du noch bis deutlich nach
Mitternacht wach, der Podcast sagt 22.00 Uhr
latest, verändere dennoch nur langsam. Sei
realistisch, „Gewohnheiten entstehen mit der
Zeit, durch Wiederholungen, und die müssen
leistbar sein“, sagt Alisa. Und bevor Du
struggelst, trotz der kleinen Schritte, binde
jemanden Deines Umfeldes, oder eben den/
die PartnerIn, mit ein. „Man kann zu solchen
Themen, je nach Dringlichkeit und Bedeutung,
durchaus auch Verträge formulieren“,
schildert sie weitere Möglichkeiten für mehr
Commitment. Und erinnern wir uns jetzt an
den Habit Loop, wird uns die Ausgeschlafenheit
am nächsten Morgen, der Erfolg eines
hellwachen Vortrags, eine super Klausur, bestärken,
kleine Schritte weiterzugehen. Ziel
muss sein, eine Verhaltensänderung, die sich
irgendwann mal vielleicht aus einem offensichtlich
wirkungsvollen Podcast ergab, zu
einer Gewohnheit zu machen, die aus Überzeugung
stattfindet. Denn „Die ultimative
Form der intrinsischen Motivation erreicht
man, wenn die Gewohnheit Teil der Identität
wird.“ (Die 1- %-Methode, James Clear).
SECURVITA INFORMIERT
Ihr wollt besser schlafen, Euch mehr
entspannen oder endlich regelmäßig
bewegen? Super!
Denn gesunde Gewohnheiten sind
der Schlüssel für Euer Wohlbefinden.
Viele Krankenkassen unterstützen
Euch dabei.
Die SECURVITA Krankenkasse bietet
ihren Versicherten Gesundheitskurse
- digital und vor Ort - und erstattet
die Kosten. So ist der erste
Schritt in ein gesundes Leben bereits
getan – und Ihr müsst nur noch
dranbleiben.
23
kurz notiert …
Und noch ein Highlight:
DHB-Frauen fordern Vize-
Europameister in Hamburg
Hamburg, seid ihr bereit für Frauenhandball
der Extraklasse?
© Foto: Sportworx
© Foto groß: mindsetmedia, Foto klein :Justus Stegemann
Hamburger Sportsommer
Hamburg Active City kann richtig was:
Die Wundertüte des Hamburger Sportsommers,
die Active City Arena, kommt
zurück. Und mit ihr, das Beachvolleyball-Erfolgsformat
Queen & King of the
Court – und vieles mehr: Die Active City
Arena auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg
wird vom 23. Mai bis zum 9. Juni 2025 erneut
zum Zentrum für Beachvolleyball-Fans und
Sportbegeisterte. Denn in dieser Zeit finden
vielseitige Veranstaltungen statt, die die bis zu
1.200 Zuschauer*innen im mobilen Stadion
begeistern und teils sogar zum Mitmachen
animieren werden.
Queen & King of the Court
(23.05.–25.05.2025)
Vom 23. bis 25. Mai 2025 kehrt das spektakuläre
Beachvolleyball-Event „Queen & King
of the Court“ zum fünften Mal in Folge nach
Hamburg zurück. Im einzigartigen Pop-up-
Stadion kämpfen die besten Spieler*innen
der Welt um die Krone. Fans können sich
auf spannende Spiele, mitreißende Unterhaltung,
Live-Musik sowie eine große Auswahl
an Speisen und Getränken freuen. Tickets
sind ab sofort erhältlich.
Padel Copa
(23.05.–
25.05.2025)
Parallel zum Beachvolleyball-Event
fin-
det vom 23. bis 25.
Mai 2025 die Padel
Copa Hamburg statt. Der Eintritt ist frei,
und die Tribüne neben dem Padel-Platz
bietet beste Sicht, um die Top-Athleten
der Hype-Sportart hautnah zu erleben.
German Beach Tour
(29.05.–01.06.2025)
Nach der Krönung der Queens und Kings
rückt die prestigeträchtige German Beach
Tour ins Rampenlicht. Vom 29. Mai bis zum
1. Juni 2025 macht die Tour zum dritten Mal
Halt in Hamburg. Hier treten dann nun die
besten deutschen Spieler*innen gegeneinander
an und kämpfen um den Titel. Tickets
für den Stopp in Hamburg sind bereits online
verfügbar.
Urban Sports Week
(05.06.–08.06.2025)
Was passt besser zu Urban Sports als 3×3,
deswegen findet auch eines der größten
3×3-Regionalturniere Deutschlands in der
Active City Arena statt, inklusive Qualifikation
zur Deutschen Meisterschaft. Dabei wird die
Hamburger 3×3 League ihren finalen Tourstopp
auf dem Heiligengeistfeld mit Erwachsenen-
und Jugendteams einlegen. Am 05.06.
ab 17:00 Uhr haut sporting hamburg mit den
ersten Hamburger Tauziehmeisterschaften
einen raus, und alle teilnehmenden Mannschaften
hoffentlich auch. Auch Ihr könnt
dabei sein. Mehr Infos dazu auf den Seiten
xy in dieser Ausgabe. Auch der am 06.06.
hamburgweit stattfindende Active City Day
wird mit sportlichen Mitmachangeboten auf
das Heiligengeistfeld getragen. Zusätzlich
gibt es wiederum von sporting hamburg
am Pfingstmontag die ersten 4×4 Quattromixed
Meisterschaften im Beachvolleyball.
Ein Quali-Event für die Deutschen Meisterschaften
in einer brandneuen Beach-Disziplin,
super populär in den Staaten. Mehr Infos
dazu auf den Seiten xy in dieser Ausgabe.
Weitere Events sind in Planung.
Arena für Alle (23.05.–
09.06.2025)
Unter dem Motto „Arena
für Alle“ werden vom 23.
Mai bis zum 9. Juni 2025 verschiedene
Aktivitäten angeboten.
Schulen und Vereine haben die
Möglichkeit, die Arena kostenlos zu nutzen.
Außerdem können in der FanZone schiedene Sportarten (3×3, Basketball, Fuß-
verball,
Beachvolleyball und Roller Skating) von
allen Besucher*innen ausprobiert werden.
Ein besonderes Highlight ist Europas größte
runde mobile Rollschuhbahn. Begleitet wird
die Bahn von einem kulinarischen Dorf. Hier
gibt es leckere und vielfältige Stärkungen und
gemütliche Sitzplätze für alle, die das Spektakel
noch entspannter beobachten möchten.
Und on top: Dinner in the Sky
Für ein unvergessliches Erlebnis sorgt „Dinner
in the Sky“ (siehe oben). Mit einem Kran
werden bis zu 32 Gäste in 50 Meter Höhe
gehoben und erleben die Stadt aus einem
ganz neuen Blickwinkel. Dazu genießen Sie
erstklassige Drinks & ein atemberaubendes
360-Grad-Panorama
über den Dächern
Hamburgs.
Infos zum bunten
Rahmenprogramm
gibt’s hier:
Dann haben wir einen ganz heißen
Tipp für euch: Die Frauen-Nationalmannschaft
des Deutschen Handballbundes
kommt am Mittwoch,
9. April, in die Hansestadt und bestreitet
gegen ein absolutes Weltklasseteam
ein weiteres Länderspiel auf dem Weg zur
Heim-Weltmeisterschaft im November.
Gegner am 9. April um 20.30 Uhr ist
der Vize-Europameister aus Dänemark,
unsere sehr netten nördlichen Nachbarn,
die alle irgendwie wahnsinnig gut Handball
spielen können. Gespielt wird in der Sporthalle
Hamburg. Karten für diesen Kracher
findet ihr unter dhb.de/tickets, für Gruppen
ab zehn Personen gibt es sogar ein spezielles
Angebot, was auch via dhb.de/tickets
angefragt werden kann. Anja Althaus, Managerin
der Nationalmannschaft: „Ich habe
die dänische Handball-Kultur als Spielerin
selbst kennenlernen dürfen. Dieses Mindset,
alles immer auf den Erfolg des Teams auszurichten,
ist beispielhaft. Wir werden aus
diesen Spielen viel mitnehmen.“
Und wie Fans sicherlich auch. Die Partie zwischen
Deutschland und Dänemark ist längst
ein echter Klassiker im Frauenhandball: Das
Aufeinandertreffen mit den Skandinavierinnen
in Hamburg wird das 100. Duell beider
Nationen sein.
Ein ganz besonderes Bonbon wartet auf
die Fans in der Sporthalle Hamburg:
Denn nicht nur die Frauen spielen am 9. April
gegen Dänemark, sondern bereits um 18
Uhr trifft die weibliche U19-Nationalmannschaft
des DHB auf den Nachwuchs aus
Skandinavien. Ein Handball-Doppelbingo,
mit ganz viel Spannung und vielen Emotionen.
Toller Handball ist angesagt. Hamburg,
aufauf, sichert euch eure Tickets und
lasst uns beide Mannschaften feiern und
unterstützen!
EHF: Europäischer Spitzenhandball
Nach der erfolgreichen Premiere
im vergangenen Jahr, kehren die
Maschinensucher EHF Finals, das
Finalwochenende der EHF European
League Men, zurück in die
Barclays Arena. Ein Wochenende voller
Spannung, Emotionen und hochklassigem
Handball erwartet uns am 24. und 25. Mai –
mitten in unserer Sportstadt Hamburg.
Weiterer Handball-Knaller, denn
Hamburg ist wieder zurück auf der
großen Handball-Bühne!
Die aktuelle Saison der EHF European
League verspricht dabei besondere Brisanz.
Mit etwas Glück kämpfen gleich mehrere
deutsche Teams am Finalwochenende
um den Titel. Gibt es ein mögliches Duell
zwischen der SG Flensburg-Handewitt und
dem THW Kiel? Schaffen es die anderen verbleibenden
deutschen Spitzenmannschaften
VfL Gummersbach und MT Melsungen
durch die Play-offs bis in die Barclays Arena?
Spitzenhandball mit jeder Menge Gänsehaut-Momenten
ist jedenfalls garantiert!
In diesem Jahr wird das Fanerlebnis rund
um die Maschinensucher EHF Finals noch
weiter gesteigert. Ein besonderes Highlight
sind die innovativen LED-Armbänder, die
alle Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten.
Diese Armbänder werden in das Entertainment-Programm
integriert und sorgen
für ein beeindruckendes visuelles Erlebnis
in der Arena.
Wer all das nicht verpassen möchte, sollte
sich jetzt seine Tickets sichern. Die
Preise starten bereits bei 70 Euro für beide
Finaltage. Seid dabei, wenn Europas beste
Teams um den begehrten Pokal kämpfen!
© Fotos: Kenny Beele/DHB
© Foto: EHF/Kolektiff
24 25
Die sporting-Tipps, präsentiert
von LOTTO Hamburg:
03.04. HANDBALL 1. BUNDESLIGA
HSV Hamburg vs. VfL Potsdam, 19:00 Uhr; weiteres
Heimspiel: 27.04. vs. Frisch AUF! Göppingen, 16:30 Uhr;
Sporthalle Hamburg
hamburg-handball.de
05.04. BASKETBALL BBLA
Hamburg Towers vs. MLP Academics Heidelberg,
20:00 Uhr; weitere Heimspiele: 20.04. vs. FC Bayern
München, 15:00 Uhr; 30.04. vs. Bamberg Baskets, Uhrzeit
noch offen; Inselpark Wilhelmsburg
hamburgtowers.de
15. Hammer Lauf, ganztägig; Thörls-Park, HH-Hamm
hammer-lauf-hamburg.de
05.04. KRAFTDREIKAMPF
Hamburger Meisterschaft im Kraftdreikampf, ganztägig;
Rütersbarg 50, 22529 Hamburg
bvdk.de/wettkaempfe/lv
05.04.–06.04. MEGAMARSCH
Ganztägig; Start: ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung
GmbH Hein-Saß-Weg 22; Ziel: Hamburg,
Teufelsbrück
megamarsch.de
06.04. FUSSBALL BUNDESLIGA
FC St. Pauli vs. Mönchengladbach, 15:30 Uhr; weiteres
Heimspiel: 20.04. vs. Leverkusen, 19:30 Uhr; Millerntor-
Stadion
fcstpauli.com
13.04. RUDERN
Langstreckenregatta des Rudervereins Teichwiesen,
10:00–14:00 Uhr; Alsterlauf, Start: Ohlsdorfer Schleuse;
Ziel: Fuhlsbüttler Schleuse
teichwiesen.de
13.04. SCHWIMMEN
20. Wandsbeker Schwimmfest, 09:30 Uhr; für Jahrgänge
bis 2006, in Masters-Altersklassen und offen; Landesleistungszentrum
HH - Dulsberg Am Dulsbergbad 5
hh-swim-info.de
18.04. FECHTEN
Hamburger Fechtmeisterschaften, ganztägig; Sporthalle
Wandsbek
www.fechten-hamburg.de
13.04. LAUFEN
06.04. FELDHOCKEY
1. BUNDESLIGA HERREN
Hamburger Polo Club vs. Berliner HC, 14:00 Uhr;
weiteres Heimspiel: 11.04. vs. Club an der Alster,
19:30 Uhr; 26.04. vs. RW Köln, 15:00 Uhr; Jenischstraße
hockeybundesliga.de
06.04. LAUFEN
44. Int. Wilhelmsburger Insellauf; Sportplatz
Dratelnstraße, HH-Wilhelmsburg
www.wilhelmsburger-insellauf.de
09.04. HANDBALL LÄNDERSPIEL (FRAUEN)
Deutschland vs. Dänemark, 20:30 Uhr;
Sporthalle Hamburg
dhb.de
10.04. HANDBALL
EINS NOCH – Team Jogi vs. Team Pommes, 19:00 Uhr;
Abschiedsspiel mit Pascal Hens und Jogi Bitter;
Barclays Arena
hamburghandball.tmtickets.de
11.04. FUSSBALL 2. BUNDESLIGA
HSV vs. BTSV, 18:30 Uhr; weiteres Heimspiel: 27.04. vs.
KSC, 13:30 Uhr Volksparkstadion
hsv.de
13.04. FUSSBALL 2. FRAUEN-BUNDESLIGA
HSV Frauen vs. Eintracht Frankfurt II, 11:00 Uhr; weiteres
Heimspiel: 27.04. vs. FC Ingolstadt 04, 11:00 Uhr
hsv-ev.de
23.04. TURNEN
Hamburger Turnmeisterschaften, ganztägig; Sporthalle
Hamburg
25.–26.04.2025 –
MARATHON HAMBURG EXPO
Die offizielle Messe zum Haspa Marathon Hamburg
präsentiert Produkte und Dienstleistungen rund um
Laufen, Ausdauersport und Lifestyle.
hamburg-travel.com
26.04. VOLLEYBALL 2. BL PRO FRAUEN
ETV Hamburg vs. DSHS SnowTrex Köln, 15:00 Uhr;
Sporthalle Hoheluft
etv-hamburg.de
26.04. VOLLEYBALL 2. BL NORD MÄNNER
ETV Hamburg vs. FSV Neustrelitz, 19:00 Uhr;
Sporthalle Hoheluft
etv-hamburg.de
26.04. LAUFEN
27. Das Zehntel, 08:00–17:00 Uhr; Planten un Blomen
daszehntel.de
26.04. ROLLER DERBY
Roller Derby Double Header: HARD Allstars vs. Rockcity
Roller Derby; HARDischocken vs. Brünster
hamburgrollerderby.vereinsticket.de
27.04. LAUFEN
39. HASPA MARATHON Hamburg, 08:00–17:00 Uhr;
Hamburger Stadtgebiet
haspa-marathon-hamburg.de
Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Bitte informiert Euch über den aktuellen Status der jeweiligen
Veranstaltung direkt auf der Webseite des Veranstalters.
Ihr habt Sport-Termine in Hamburg im Mai, die unbedingt in
unseren sporting-Tipps erwähnt werden müssen?
Dann schreibt uns: info@sporting-hamburg.de
© Foto: Unsplash.com
27
| Unterwasserrugby
Völlig 3D
schwerelos
beim sportlichen Kampf in
Es ist ein Donnerstagabend im Bäderland
Süderelbe in Neugraben.
Training beim Deutschen Unterwasserclub
Hamburg (DUC). Das Team
kommt zu einem Kreis zusammen.
„We are the Big Guy“, rufen alle zusammen.
Bald danach geht es rund im Becken. Ein mit
Salzwasser gefüllter Ball, zwei am Boden befestigte
Körbe als Tore, viele Pässe und viele
Zweikämpfe der mit Flossen, Taucherbrillen,
Badehauben und Schnorcheln futuristisch
aussehenden Spielerinnen und Spieler. Das
Becken sieht vom Rand betrachtet bald aus,
als tobe darin ein imposanter Sturm. Doch
stattdessen wird dort in der einzigen 3D-
Mannschaftsportart der Welt Unterwasserrugby
gespielt. Von Frauen wie Männern in
gemischten Teams gleichermaßen.
Doch Moment! Was hat es dann mit dem
„Big Guy“-Spruch von den großen Kerlen
zu Beginn auf sich? „Die englischsprachigen
Mitspielerinnen in unserem Damenteam“, erklärt
Esther Schieblon (39). „sagten immer
wieder zu Mitspielerinnen ,You are the Big
Guy‘, weil jede Spielerin in unserem Damenteam
selbst der große, starke Kerl sein muss.
Daraus wurde dann später der Teamspruch
,We are the Big Guy‘“.
© Foto: Sonja Brüggemann3D
Sowohl unter als auch über Wasser immer als
tolle Gemeinschaft am Start! Die Unterwasserrugby-Teams
des DUC Hamburg
Ebenso bemerkenswert: Wie lange eine Person
Luftholen kann, bezeichnet Schieblon
als „irrelevant“.
Wichtig sei „eine gute Balance
zwischen deiner Zeit unter Wasser
und der Zeit, die du an der
Oberfläche bist. Es nützt dem
Team nichts, wenn du lange unter
Wasser bist, aber über Wasser
viel zu viel Regenerationszeit
brauchst. Jede Sekunde, die
du oben bist, kämpft dein Team
nämlich unten alleine weiter“.
am Unterwasserrugby diese enorme Schnelligkeit,
in der du als Team zusammenspielen
musst, während im Wasser überall 360 Grad
um dich herum Dinge passieren können. Du
kannst nicht miteinander reden, musst also
unter Wasser sehr fein abgestimmt sein und
deine Mitspielerinnen lesen können.“
Burkard selbst spielt im Damen- und im
Mixed-Team in der Verteidigung oder im
Tor. Als Torhüterin legt sie sich mit dem Rücken
auf den Korb, wobei Angreifer mit Ball
sie wegschieben dürfen. Dann wehrt sie sich
mit Händen und Füßen. Ihre internationale
Premiere im deutschen Damen-Nationalteam
beim Five-Nations-Turnier verlief perfekt. Alle
Spiele wurden gewonnen. Burkard freut sich
darüber, erinnert sich aber auch an ein anderes
Erlebnis beim Unterwasserrugby, welches
sich ihr unwiderruflich ins Gedächtnis ein-
© Foto: Patrick Pfeffer
© Fotos: DUC Hamburg
Die Unterwasser rugby-
Teams des DUC Hamburg
genießen ihre außergewöhnliche
Sportart.
Zum einen liegt in dem Spruch natürlich
eine feministische Selbstermächtigung,
ein Bewusstsein der eigenen, weiblichen
Stärke. Doch die 1,70 Meter große und 65 Kilo
leichte Schieblon, die bereits seit 2014 für
den DUC Hamburg antritt, räumt sofort mit
dem Klischee auf, Unterwasserrugby würde
nur erfolgreich von Personen mit viel Masse
und riesiger Kraft gespielt werden können.
„Das Schöne am Unterwasserrugby ist: Jede
Körperform bietet dir bestimmte Vorteile. Klar
kann ich einen 120-Kilo-Typen nicht beiseiteschieben.
Aber wer kleiner und leichter ist, ist
flinker im Wasser und schwerer zu greifen“,
sagt Schieblon. Als Angreiferin profitiert sie
in der im Sechs-gegen-sechs ausgetragenen
Sportart (eine Torhüterin, eine weitere Verteidigerin,
zwei Mittelfeldakteure, zwei Offensive)
von ihrer erstaunlichen Wendigkeit.
Außerdem ist die Sportart zwar durchaus
hart – aber keine Schlägerei unter Wasser.
Der Ball selbst lässt sich zwar durch seine
Salzwasserfüllung, die ihn schwerer macht,
nur über ein bis zwei Meter passen. Das trägt
zur Intensität des Unterwasserrugbys enorm
bei. Aber es gibt feste Regeln für die 2 × 15 Minuten
Spielzeit, wie die Zweikämpfe bestritten
werden dürfen (zum Beispiel keine Schläge,
kein Abziehen der Ausrüstung, körperliche
Angriffe sind generell nur auf die ballführende
Person erlaubt).
Diesen Kampf in übrigens sehr familiärer,
freundschaftlicher Atmosphäre bestreitet
der DUC Hamburg im Ligensystem mit drei
Mannschaften. Es gibt ein jeweils gemischtgeschlechtliches
Erstliga- und Zweitligateam
(letzteres in einer Spielgemeinschaft mit Stelle)
und ein Damenteam in der 1. Bundesliga.
Schieblon tritt für die beiden letztgenannten
Teams an. Sowie in einer paneuropäischen
Liga mit einem international zusammengestellten
Team.
Der DUC Hamburg trainiert zweimal in
der Woche (am Donnertag in Süderelbe von
20:30 Uhr bis 21:40 Uhr und am Montag in
der Clausewitz-Kaserne in Blankenese von 20
Uhr bis 22 Uhr) und hat circa 50 Mitglieder.
Seit Kurzem befindet sich darunter auch eine
neue Nationalspielerin. Die 33-jährige Jana
Burkardt hat es in den Perspektivkader der
Damen geschafft.
Viele Jahre lang war Burkard Leistungsschwimmerin.
Sie erhielt für ihr Studium in
den USA sogar ein Sportstipendium. Nach
ihrer Rückkehr aus den USA begann sie nach
einem Tipp ihrer Schwester Kristin 2019
mit dem Unterwasserrugby. „Ich wollte eine
Sportart ausüben, die mir Leichtigkeit und
Spaß bringt“, sagt Burkard. „Mich fasziniert
© Foto: Sonja Brüggemann
gebrannt hat. „Das Damenteam mussten wir
erst aufbauen und haben damals viele Spiele
am Anfang ohne Treffer verloren. Als wir bei
einer weiteren hohen Niederlage aber unser
erstes Tor erzielten, haben wir das als Team
so euphorisch gefeiert, dass es wirklich ein
wunderschönes Erlebnis war“, sagt Burkard.
Aber auch das große Teamgefühl genießt
sie in vollen Zügen. „Hier sind alle super offen,
super einladend und super entspannt. Ich
mag den DUC Hamburg sehr“, sagt sie. Aktuell
rangieren die DUC Hamburg-Teams etwas
tiefer in den jeweiligen Ligen. Bald wollen sie
sich wieder für die Endrunde der Deutschen
Meisterschaften qualifizieren. Für heute aber
ist der Kampf unter Wasser vorbei. Die Teammitglieder
verabschieden sich voneinander
– und sehen dabei sehr glücklich aus.
29
In Jogginghose zur Unsterblichkeit:
Die Forever Fit-Kolumne
Gehirn & Sport
So bleibst Du
beweglich
Die Frage ist also nicht mehr: „Soll ich mein Gehirn mit einem Kreuzworträtsel
oder einem Spaziergang stimulieren?“ Sondern vielmehr: „Wie viel Pow-
er kann mein Gehirn mit einem Intervalltraining bekommen?“ Wer
seine geistige Gesundheit auf das nächste Level bringen möchte, sollte
in Betracht ziehen, sich beim Training wirklich aus der Komfortzone
zu bewegen.
© Foto: Studio Maximilian König
Nils Behrens
ist Long evity-Enthusiast und
Podcast-Host. In über 200
Expert:innen-Interviews hat er
sich mit der Frage beschäftigt, wie
wir länger besser leben können.
Und teilt seine Erkenntnisse der
neuesten Studien lage regel mäßig
auf LinkedIn.
Die 75 bis 85 Prozent deines maximalen Outputs bei Übungen
wie Intervalltraining sind hier der Schlüssel.
Du musst
dich nicht gleich in einen Fitness-Wettkampf stürzen, aber ein
bisschen mehr Anstrengung als bei einem lockeren Spaziergang
kann Wunder wirken – für den Körper wie für den Kopf.
© Fotos: Pixabey.de, stockcake.com
Warum intensives Training
dein Gehirn stärker macht –
ein Hoch auf die Endorphine!
Wir alle kennen den Spruch:
„Health is wealth“. Doch was,
wenn ich dir sage, dass die
Investition in deine geistige
Gesundheit nicht nur aus Achtsamkeit
und Meditation besteht, sondern
auch eine Runde High-Intensity-Training
(HIT) umfassen könnte? Zugegeben, die
Vorstellung, den Schweiß förmlich in Strömen
fließen zu lassen, während das Gehirn
gleichzeitig ein Upgrade erhält, klingt fast zu
gut, um wahr zu sein. Aber genau das ist es,
was die Wissenschaft herausgefunden hat:
Intensives Training stärkt nicht nur den Körper,
sondern sorgt auch für einen frischen,
leistungsfähigen Geist.
Nun, die Forschung hat sich darauf konzentriert,
wie unterschiedliche Intensitäten
von Ausdauerübungen
die Freisetzung
von sogenannten
neuroprotektiven
Myokinen
beeinflussen.
Klingt ein bisschen
nach Science
Fiction? Vielleicht.
Aber diese Myokine sind in Wirklichkeit
die Superhelden der biochemischen Welt.
Sie werden von deinen Muskeln freigesetzt
und sind maßgeblich dafür verantwortlich,
wie gut dein Gehirn funktioniert. Sie fördern
nicht nur die Neuroplastizität (was die Fähigkeit
deines Gehirns bezeichnet, sich neu
zu organisieren und zu lernen), sondern sie
schützen auch vor neurodegenerativen Erkrankungen.
Du kennst sie sicher (Achtung:
Ironie) unter Namen wie das Brain-derived
neurotrophic factor (BDNF) und Irisin,
zwei Proteine, die für deine geistige Fitness
so entscheidend sind wie der richtige Kaffee
am Morgen für deine körperliche Fitness.
Und jetzt kommt der Clou: Je intensiver das
Training, desto mehr von diesen kleinen
Helfern setzt dein Körper frei. Eine Stu-
die hat gezeigt, dass hochintensive
Ausdauerübungen, wie sie etwa beim
Intervalltraining zum Einsatz kommen,
weitaus mehr Myokine ausschütten als ihre
weniger anstrengenden Gegenstücke. Der
Grund? Es sind die höheren Muskelkontraktionen,
der metabolische Stress und der gesteigerte
Sauerstoffbedarf, die bei intensivem
Training auf den Körper einwirken und den
Schub an diesen positiven Proteinen auslösen.
Ganz einfach: Dein Körper muss härter
arbeiten und belohnt dich mit einer besse-
ren Gehirnleistung. Und wer kann schon
zu viel von solchen „Belohnungen“ haben?
Worauf zielen die Wissenschaftler mit all
dem ab? Eine Studie, die sich mit der Wirkung
von hochintensivem Intervalltraining
befasste, zeigte erstaunliche Ergebnisse. Die
Teilnehmer, die sechs Monate lang schweißtreibende
Übungen durchhielten, erlebten
nicht nur eine Verbesserung ihrer körperlichen
Fitness, sondern auch deutliche Fortschritte
im Bereich der Gedächtnisleistung,
Lernfähigkeit und Entscheidungsfindung.
Der wahre Höhepunkt? Diese positiven Veränderungen
im Hippocampus – dem Teil
des Gehirns, der für Gedächtnis und Lernen
zuständig ist – waren sogar noch fünf Jahre
später messbar! Ja, du hast richtig gehört:
Fünf Jahre. Und du dachtest, ein gut gezogener
Pull-up bleibt der einzige Beweis für
deine Mühen.
Also, schnapp dir deine Sportschuhe, schließ den Laptop, und mach
dich bereit, den Endorphinen freien Lauf zu lassen. Dein Körper
wird nicht nur fitter, sondern auch dein Gehirn wird auf Hochtouren
laufen. Oder anders gesagt: „Der Körper ist der Ferrari, aber
das Gehirn ist der Fahrer. Also, warum nicht gleich beide tunen?“
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30
| Fußball
Auch
Auf
© Fotos: jpmsportfotografi e
or
Am Anfang dieser Geschichte
steht eine Bitte.
Von Schwester zu Bruder.
Marai Wolf (heute
28, damals 15) fragte im
Sommer 2012 ihren Bruder Dennis
(35/22), ob er als Trainer bei ihrer
damaligen Jugendmannschaft
einspringen könnte. Dennis,
selbst noch am Anfang seiner
Karriere als ambitionierter
Amateurspieler in der
Oberliga Hamburg, half
seiner Schwester.
13 Jahre später haben die Geschwister
Wolf ein für Amateurverhältnisse kleines
Frauenfußball-Imperium beim SC Victoria
geschaffen. Vier Frauen- und zehn
Mädchenteams hat die Abteilung, die seit
dem Wechsel der Wolfs 2014 zum SC Victoria
von 75 auf 275 Mitglieder anwuchs. Dennis
ist Abteilungsleiter und Trainer der Ersten
Frauen, die vor dem Aufstieg in die Regionalliga
Nord steht. Marai spielt seit vielen Jahren
als Stürmerin in seinem Team. Nach der
Saison wechselt sie in Vickys Zweite Frauen,
32
dem
marsch
die um den Aufstieg in die
Oberliga Hamburg kämpft.
Zusätzlich zu der Möglichkeit,
nächste Saison ein Drittund
ein Viertligateam zu stellen,
steht das Team zum zweiten Mal
in Folge im Hamburger Pokalfinale.
Stellt sich die Frage: Wie haben die
Wolfs das angestellt?
„Ich habe nur spielerisch meinen
Beitrag geleistet. Dennis
hat nie Unterschiede zwischen
Frauen- und Männerfußball gemacht.
Er lebt nach dem Motto, einfach immer
das Beste rauszuholen. Ihm gebührt der
Erfolg zu 95 Prozent“, sagt Marai. Ihr Bruder
sieht das – ganz bescheiden – anders „Meine
Schwester war immer da und hat mir geholfen,
wenn ich Hilfe brauchte. Sie ist ein
großer Teil der großen Geschichte, die wir
hier alle zusammen geschrieben haben.
Und ohne Marai als Spielerin und ohne die
Spielerinnen Merle Oppenheim und Pauline
Drust wären wir nicht gleich am Anfang aus
der Bezirksliga aufgestiegen. Das hätte die
ganze Entwicklung verzögert.“
Dennis Wolf (35) und seine
Schwester Marai (28)
haben den Frauenfußball
beim SC Victoria in ungeahnte
Höhen katapultiert.
Eine Entwicklung, die auch ein Kampf der
Frauenfußballerinen um Gleichberechtigung
im Verein war. „Heute hat unsere Frauenund
Mädchenfußballabteilung eine sehr
große Rückendeckung im SC Victoria. Aber
dafür haben wir uns einsetzen müssen“, sagt
Dennis. Immer wieder brachten nicht nur
die Wolfs den dringenden Wunsch nach
mehr Trainingszeiten im Stadion Hoheluft
an. „Auch die Spielerinnen selbst haben sich
dafür eingesetzt“, so der Abteilungsleiter.
Mittlerweile dürfen die Ersten Damen zweimal
in der Woche im prestigeträchtigen
Stadion mit seiner altehrwürdigen Tribüne,
das auch liebevoll „Hamburger Wembley“
genannt wird, trainieren. „Dreimal wie die
Ersten Herren wäre fair. Aber zweimal ist
auch schon ganz gut“, findet Marai
Um überhaupt an diesen Punkt zu kommen,
galt es aber zunächst, genügend Mädchen
und Frauen als Spielerinnen für den SC
Victoria zu finden. Und die entsprechenden
Trainerinnen und Trainer dazu. Basierend
auf einem eigens dafür entwickelten, sehr
umfangreichen Konzept, das sogar auflistet,
welche Lizenzen bei welchen Trainerinnen
und Trainern in welchen Teams möglichst
bis zu welchem Zeitpunkt gefördert werden
sollen, kümmerte sich vor allem Dennis um
das permanente Wachstum der Abteilung.
Sein größter Coup: Er fand zwei Sponsoren,
die einen insgesamt hohen fünfstelligen Betrag
in die Förderung der Ausbildung der
Trainerinnen und Trainer investierten.
Während Dennis’ Schwester ein Tor nach
dem nächsten schoss, arbeitete er zudem
an seiner persönlichen Entwicklung. „Früher
bin ich als Trainer häufiger vom Platz
geflogen. Ich war viel zu implusiv. In der
Kabine konnte ich sehr deutlich werden
und mir ging auch mal ein Spiegel kaputt.
Der Klickschalter war, als meine Freundin
mir sagte, ich solle endlich meine Trainerlizenzen
machen. Bei den Lehrgängen wurde
ich viel reflektierter.“
Seine Schwester Marai bestätigt das.
„Dennis hat gelernt, dass er Frauen- und
Mädchen im Fußball nicht genauso ansprechen
kann wie Männer und Jungs“,
sagt sie.
Was beide fußballerisch zudem eint,
sind viele gemeinsame Erlebnisse. „Beim
Walddörfer SV habe ich mir mal das Kreuzband
gerissen, aber Dennis war schon mit
Rot als Trainer runtergeflogen. Ich habe weinend
gerufen ,Darf unser Trainer wieder aufs
Feld? Das ist mein Bruder‘“, sagt Marai. „Der
Schiedsrichter hatte zum Glück Erbarmen.“
IRGENDEINE
DRUCKEREI
Dennis wiederum erinnert sich an das
beste Spiel seiner Schwester bei einer
knappen 4:5-Niederlage beim haushohen
Favoriten HSV (heute 2. Bundesliga), der
damals noch in der Oberliga Hamburg mit
dem SC Victoria spielte. „Unfassbar, was
Marai da gezeigt hat.“ Seine Schwester bereitete
alle vier Tore vor. „Aber bevorzugt hat
er mich nie“, sagt sie. „Sie hatte es im Team
am schwierigsten“, erklärt Dennis. „ich wollte
nicht, dass jemand denkt, ich stelle sie auf,
weil sie meine Schwester ist.“
Als die Ersten Frauen in Torwartnot waren,
half Marai übrigens sogar für zehn
Spiele mit Torwarthandschuhen im Kasten
aus. „Habe ich ganz gut gemacht. Wir hatten
die Saison die wenigsten Gegentore“, sagt sie
lachend. Auch Spiele mit vielen Zuschauern
wie die Derbys gegen den Eimsbütteler TV
vor bis zu 800 Fans durften gemeinsam genossen
werden.
Ein weiteres Highlight war das Erreichen
des Hamburger Pokalendspiels gegen den
höherklassigen Regionalligisten FC St. Pauli
im heimischen Stadion Hoheluft Sommer
2024. „Unsere Niederlage von 0:6 hatten wir
rasch wieder vergessen. Wir haben hier noch
vier Stunden mit unserem Team gesessen
und Pizza gegessen. Es war einfach ein so
großartiges Erlebnis“, sagt Dennis, der Marai
als Dankeschön für ihre großen Verdienste
für die letzten neun Minuten einwechselte.
„Vor einer Kulisse von 4133 Zuschauern zu
spielen, das wird mir für immer unvergesslich
bleiben“, so Marai.
Ab nächsten Sommer will sie aus beruflichen
Gründen nur noch in der zweiten
Mannschaft spielen. „Aber Dennis hat so
viele gute Spielerinnen. Das Team schafft es
auch ohne mich“, sagt sie. Dem Wachstum
der Abteilung wiederum will Dennis keine
Grenzen setzen. „Und wenn wir so weitermachen“,
sagt er, „bin ich optimistisch, dass
wir mit den Frauen und Mädchen des SC
Victoria noch eine Menge erreichen können.“
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Großartiges Gespann! Dennis Wolf (rechts)
und seine Schwester Marai (links) haben die
Frauen- und Mädchenfußballabteilung des
SC Victoria auf ein neues Level gehoben.
DEIN ZEITSCHRIFTENDRUCKER
| Cricket
© Fotos: Pixabay.de, privat
Mehr als nur ein Team!mal mal verstanden hat, macht es richtig Spaß.“
Karate macht sie auch – aber Cricket ist ihr
Herzenssport.
Hier wird
Geschichte
geschrieben
– mit Runs,
Leidenschaft und
Teamgeist.
Die HTB Neuland
Lions aus
Harburg rocken jetzt
schon die Szene. Platz
vier bei einem fetten Turnier?
Klar, starker Auftakt – aber da
geht noch mehr! Denn hier geht’s nicht
nur um Cricket, sondern um Integration,
Zusammenhalt und den unbremsbaren
Drang, Großes zu reißen!
Was als mutiger Schritt in eine neue Sportart
begann, ist jetzt ’ne kleine Erfolgssaga:
Erste Turniersiege sind eingefahren,
das Team wächst – on und off the field.
Vom kleinen Haufen zum großen
Rudel
Vor zwei Jahren fing alles mit ein
paar unerschrockenen Spieler*innen
an – heute sind’s rund 100! 70
Männer, 30 Frauen, jede Menge Talent.
Und das Geilste? Groß und Klein trainieren
zusammen – so kriegen die Kids gleich
das Profi-Feeling mitgeliefert.
Trainer Suresh Tumkur Rajachar erinnert
sich an den Anfang: „Anfangs hatten wir fünf,
sechs Kids – jetzt sind es über 30! Die lernen
hier schneller als irgendwo sonst, weil sie mit
den Großen spielen.“
– mit dem Ziel: „In sieben Jahren sind wir 100
Mitglieder.“ Heute, knapp sechs Jahre später?
Schon 95. Läuft!
Cricket statt Konflikte!
Cricket ist hier mehr als nur ein Spiel. Es
ist Völkerverständigung live: Menschen
aus Afghanistan, Pakistan, Indien – Länder,
die sich auf der Weltbühne gern mal spinnefeind
sind – stehen hier Schulter an Schulter.
Alle im selben Team, alle mit dem gleichen Ziel.
„Letztes Jahr kamen Geflüchtete zu uns. Sie
lieben Cricket, wir haben sie ins Team aufgenommen,
sie trainiert – heute sind sie ein
fester Bestandteil unserer Mannschaft“, erzählt
Rajachar.
Und die Vielfalt hört da nicht auf: Verschiedenste
Sprachen, Kulturen, Geschichten – aber
alle sprechen Cricket. Inzwischen mischen
auch immer mehr deutsche Spieler*innen mit.
Cricket in Harburg? Bunt, wild und ziemlich
einzigartig. Mitten im Vereinsleben
Beim HTB ist Cricket nicht nur schmückendes
Beiwerk – es ist voll integriert. „Cricket ist bei
uns ganz regulär als Abteilung geführt. Sie
nehmen an allen Sitzungen und Vereinsveranstaltungen
teil, sind im Alltag voll dabei“, sagt
Schlage. Ob Sommerfest oder Weihnachtsfeier
– die Lions bringen internationales Flair und
massig Teamspirit.
Mehr Platz, mehr Power
Der Hype ist real – und damit auch das Platzproblem.
Harburg reicht nicht mehr aus, die
Mitgliederzahlen steigen, die Nachfrage explodiert.
Also musste eine Lösung her.
„Mit dem großen Zulauf war klar: Wir brauchen
mehr Fläche“, so Schlage. Das Bezirksamt
Mitte half aus – seitdem trainieren die Lions
auch in Finkenwerder auf einem schicken
Rasenplatz. Aber das ist nur Zwischenstopp.
Denn: „Ein fester Cricketplatz in Neugraben ist
vom Bezirksamt Harburg bereits in Planung.“
Muktha – klein, aber mit ganz großem
Wurf!
Sie ist zehn, geht in die fünfte Klasse – und
wirft Bälle, als wär’s ihr Superpower: Muktha
Suresh. „Ich bin Bowlerin, das ist das Beste
überhaupt!“ sagt sie stolz. Angst vorm harten
Ball? Fehlanzeige. Respekt, Mädchen!
Sie liebt nicht nur das Spiel, sondern auch die
internationalen Freundschaften. „Das Spiel hat
unglaublich viele Facetten. Die Regeln sind
anfangs komplex, aber wenn man sie ein-
Mehr als nur ein Spiel – Cricket
bedeutet Heimat!
Für viele ist Cricket das Band zur alten Heimat
– und gleichzeitig der Türöffner für die neue.
Beim HTB finden Geflüchtete Freunde, lernen
Deutsch, wachsen in die Gesellschaft rein.
Rajachar bringt’s auf den Punkt: „Sport ist ein
wunderbares Mittel zur Integration. Unsere
Spieler lernen Deutsch, knüpfen ten und werden Teil der Gesellschaft.“
Cricket in 15 Sekunden – damit du mitreden
Freundschafkannst
Zwei Teams, ein Schläger, ein Ball und das Ziel:
mehr Runs als der Gegner. Eine Bowlerin oder
ein Bowler – wie Muktha – wirft auf das Wicket.
Die Schlagfrau oder der Schlagmann versucht
zu treffen und Punkte zu holen. Klingt simpel?
Ist tricky – und genau das macht’s so cool!
Und jetzt? Ab in die Zukunft!
Die HTB Neuland Lions haben Blut geleckt –
und wollen mehr! Nachwuchs, Turniere, Cricket
für alle. Die Saison läuft von April bis August,
gespielt wird in der DCB-Cricketball-Liga.
„Unser Ziel ist es, immer besser zu werden und
noch mehr Kinder für Cricket zu begeistern“,
sagt der Trainer.
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Dabei war der Start alles andere als easy. Die
Cricket-Crew klopfte beim HTB an – ohne
Platz, ohne Struktur. Damals war der Verein
organisatorisch schon am Anschlag. Trotzdem
zögerte HTB-Geschäftsführer Torsten Schlage
nicht lange: „Es war klar: Die brauchen ein
Zuhause, wo sie sich um ihren Sport kümmern
können – und den Rest erledigt die
Geschäftsstelle.“ Gesagt, getan. Am
1. März 2019 stiegen die ersten
20 Spieler*innen offiziell ein
Cricket boomt – auch in Hamburg!
Lange war Cricket ein Mauerblümchen in
Deutschland. Aber jetzt? Jetzt knallt’s! Hamburg
wird zur Cricket-Metropole. Neben dem
HTB bringen auch THCC Rot-Gelb, SG Findorff
und der Hamburg Cricket Club ordentlich
Schwung rein. THCC stellt drei Herrenteams,
ein Frauenteam und Jugendmannschaften
in drei Altersklassen. Und bei vielen Teams
trainieren Männer und Frauen gemeinsam –
richtig stark!
34
© Fotos: Hanse Padel, privat
Wahnsinn!
W
der seid Ihr
Wir sind sehr dankbar. Für ein
Padel-Wochenende der 1. Klasse.
Spitzen-Padel, Spannung, Leidenschaft
und eine großartige Community.
Nachdem wir schon im letzten Jahr total happy waren,
Alle Gewinner , die sich ins Rampenlicht und in unsere
Herzen spielten:
GPS 50er Herren: Manolo Garin & Nick Meschkat
GPS 250er Herren: Christian Folger & Alexander
Stock
GPS 250er Mixed: Annika Jordt & Patrick Weik
GPS 1500er Damen: Victoria Kurz & Denise Höfer
GPS 1500er Herren: Guillem Figuerola Santiago & Ricky
Martínez Sánchez
hat der sporting Padel Masters-Cup 2025 bei P3 in
Lohbrügge mehr als nur einen draufgesetzt. In allen
Belangen waren wir noch größer, geselliger, aber auch
besser, und zwar auch in sportlicher Hinsicht. Das
war zwar auch aufgrund der Höhe des Preisgeldes zu erwarten,
aber wenn man die Sieger des Cupra GPS 1500er-Finales
verfolgt hat, das war schon ganz großes Tennis:-). Sensationelle
Ballwechsel, aber Matthias Wunner und Johannes Lindmeyer,
zwei sehr aufstrebende Deutsche aus Köln mussten am Ende
sicher schlichtweg anerkennen, dass die Spanier noch deutlich
eine Klasse besser unterwegs sind. Die zwei sehr erfahrenen und
erfolgreichen Spanier, Spanien ist die Wiege des Padelsports,
waren nie gefährdet und strichen nicht unerwartet die 1.500€
Preisgeld ein. Bei den 1500er Damen gab es dafür einen deutschen
Sieg. Mit Victoria Kurz und Denise Höfer ging die Kohle,
ganz viel Lob und eine Riesen Portion Anerkennung nach Köln.
Sehr schön, dass es in den anderen Kategorien teils auch Hamburger
auf das Treppchen schafften. Was sagt uns das? Wir
Deutschen kommen im Padel so langsam aus dem Quark. Und
Hamburg wird zum Hotspot. Dazu hat die sensationelle Location
P3 eine große Portion beigetragen, danke an die Gastgeber um
Benny Frucht und alle Helfer*innen.
Nämlich egal ob Anfänger, Fortgeschrittene oder eben
die Profis – hier kam jeder auf seine Kosten. Von der GPS
50er-Klasse bis zum 1500er Masters lieferten Spieler*innen
spannende und emotionale Matches. Eine Mischung aus Adrenalin,
Siegeswille und purer Freude am Spiel war in der Luft!
Die Banden machen diesen Sport und seine variantenreichen
Ballwechsel einfach super attraktiv. Ein Sport, der deswegen
unaufhaltsam kommt, das spürt man immer wieder. Und das
Interesse auch bei den Fans wird immer größer. Viele waren
einfach aus Neugier gekommen und blieben wirklich lang.
Vielleicht lag das auch am ÜberQuell, oder am Chili?
Die Sieger bekamen teils natürlich Preisgeld und sensationelle
Goodie-Bags von u.a. adidas.
Wir wurden unterstützt, natürlich vom Deutschen Padel Verband,
von Hamburg Active City, VitaminWell, die Viactiv Krankenkasse
und natürlich Cupra. Merci, merci! Ihr habt alle dazu
beigetragen, dass wir einen weiteren Meilenstein im Padel gehen
konnten. Ein riesiges Dankeschön für die Zusammenarbeit.
Und das geht natürlich auch an alle Helfer*innen, Spieler*innen
und Fans. Ihr wart der Herzschlag dieses Turniers!
Der sporting Padel Masters-Cup 2025 hat bewiesen:
Padel kann was, sicher auch, weil eigentlich so niedrigschwellig,
und weil jeder Sieger eigentlich auch Du sein könntest. Probiert
es doch einfach mal - und im nächsten Jahr seid Ihr dann auch
dabei. Wir freuen uns drauf!
36
++ sporting arena +++ sporting arena +++ sporting arena +++ sporting arena +++ sporting arena +++ sporting arena +++ sporting arena +++ sporting
© Foto: Hamburger-Ruderinnen-Club
Das war in der Sportstadt Hamburg im März los.
Zwei Ehrungen für erfolgreiche Trainer mit Sozialkompetenz, die ETV-Basketballerinnen sind weiter top, 57.000 Fans beim Frau enfußball im Volksparkstadion und der Hamburger Ruderinnen-Club feiert ein besonderes Jubiläum.
100
Jahre
Rudern.
Auch im Rudern haben die Frauen eine
Männerdomäne durchbrochen – und
schon früh damit angefangen. Der erste
deutsche Frauenruderverein wurde
1894 in Berlin gegründet und trug den
schönen Namen „Deutsche Amazonenflotte“.
1925 war es in Hamburg soweit:
der Hamburger Ruderinnen-Club (HRC)
erblickte das Licht der Welt. Am 29. März
feierte der Verein sein 100-jähriges Vereinsjubiläum.
400 Mitglieder hat der
Verein. Club- und Bootshaus liegen im
Isebekkanal in Eppendorf.
Die jüngsten Mädchen sind 10 Jahre
alt, die ältesten Frauen über 90 Jahre.
„Seit unserer Gründung setzten wir uns
für Eigenständigkeit, Gemeinschaft und
sportliche Exzellenz ein und haben die
Geschichte des Frauenruderns in Hamburg
und darüber hinaus mitgeprägt“, so
HRC-Pressewartin Susanne Rengel. Das
sporting Magazin gratuliert herzlich.
Auf die nächsten
100 Jahre! Mindestens!
Doppelte
Trainer-Ehrung.
Der Hamburger Sportbund (HSB) hat
am 4. März Hamburgs Trainer des
Jahres 2024 geehrt.
Im Bereich des Nachwuchsleistungssports
erhielt der frühere HSV-Weitspringer
Mario Kral (35) vom Hamburger
Leichtathletik-Verband die
begehrte Auszeichnung. Drei seiner
Athletinnen und Athleten gelangen im
vergangenen Jahr Top-8-Platzierungen
bei internationalen Meisterschaften im
Weit- und Dreisprung. Kral bewies zudem:
Siege sind nicht alles.
„Mir ist auch die persönliche
Weiterentwicklung der Sportlerinnen
und Sportler wichtig.
Ich will ihnen Werte vermitteln,
die wichtig sind fürs spätere
Leben“, sagte Kral.
Trainer des Jahres bei den Erwachsenen
wurde Thomas Kaczmarek (39). Als Bundestrainer
im Deutschen Volleyball-Verband
führte Kaczmarek das Beachvolleyball-Duo
Nils Ehlers und Clemens Wickler
zur Silbermedaille bei den Olympischen
Spielen in Paris. Auch Kaczmarek blickte
über den Tellerrand von Sieg und Niederlage
hinaus. „Es waren viele knappe
Spiele dabei. Wäre es anders ausgegangen,
hätten die Jungs aber deshalb keine
schlechte Leistung gebracht. Natürlich ist
es sehr schön, dass es mit einer Medaille
geklappt hat“, sagte er.
Fein, dass es Trainer gibt, die sich für
mehr interessieren als nur für das
nackte Ergebnis.
© Foto: @manningeaux
© Foto: privat
ETV-Basketballerinnen
auf dem Höhenfl ug.
Zwei Aufstiege in Folge – und
nun in der 2. Bundesliga Nord
für die Play-off s qualifi ziert.
Die Basketballerinnen des Eimsbütteler TV befinden sich
weiterhin auf dem Höhenflug. Vor der Saison war sich das
Team zunächst nicht sicher, ob es das Abenteuer Zweitklassigkeit
überhaupt angehen sollte. Die Entscheidung dafür hat
sich gelohnt. Bereits am 8. März, dem 20. und drittletzten
Spieltag, machten die ETV-Korbjägerinnen mit einem 82:58
bei den TG Neuss Tigers den Einzug in die Play-offs perfekt.
Abgeschlossen wurde die Hauptrunde schließlich auf Rang
sechs von zwölf Teams. Geht das so weiter, wird sich der ETV
in absehbarer Zukunft vermutlich über ein Erstliga-Team
der Damen im Basketball freuen dürfen. Übrigens lohnte sich
für die Fans der Besuch der Heimspiele in der Sporthalle
Hohe Weide in besonderem Maße: in elf Partien gelangen
den Aufsteigerinnen überragende zehn Siege.
Großes Hurra für den Frauenfußball. sowie
„Wir haben die sensationellsten Fans in ganz Europa.
Und heute durfte das auch unser Frauenteam
erleben“, freute sich HSV-Legende Horst Hrubesch
nach dem DFB-Pokal-Halbfinale der Frauen zwischen
dem HSV und dem SV Werder Bremen. Mit 57.000
Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion stellte
die Partie am 23. März einen bundesweiten Zuschauer-
Rekord für den Frauenfußball auf. Die 1:3-Niederlage des
Zweitligisten HSV gegen den Erstligisten von der Weser
nach einem hervorragenden Fight wurde da schon fast
zur sportlichen Nebensache.„Das andere Halbfinale
Bayern gegen Hoffenheim war nicht ausverkauft, aber
unser Halbfinale war es. Jede einzelne Spielerin von
uns darf stolz darauf sein, was wir heute gemeinsam für
den Frauenfußball in Hamburg geschafft haben“, sagte
HSV-Außenverteidigerin Jobina Lahr.
Vielleicht haben ja einige Fans nun Gefallen am Frauenfußball
gefunden und im Zweitliga-Alltag besuchen
künftig mehr als 450 Fans im Schnitt die Partien der
HSV-Frauen. Zu wünschen wäre es Ihnen. Die nächste
riesige Party könnte übrigens spätestens steigen, wenn
sowohl den Herren als auch den Frauen des HSV im Mai
der Aufstieg in die 1. Bundesliga gelingt. Eine Doppel-
Aufstiegsfeier mit beiden Teams auf dem Rathausmarkt
wäre doch eine prima Idee. Nicht wahr, lieber HSV?
© Foto:PR
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Ist dein Rad
auch
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Mit diesen einfachen TipTop-Tipps und
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die neue Saison und genießt unbeschwerte
Fahrten bei Sonnenschein
und frischer Luft in unserer schönen
Stadt oder dann eben sonst wo;-)
Frühjahrsputz
für dein Bike
Bevor du losradelst, gönne
deinem Fahrrad eine
gründliche Reinigung.
Schmutz und Salzreste aus
dem Winter können deinem
Fahrrad zusetzen. Mit einem Eimer
warmem Wasser, etwas Spülmittel und
einer Bürste kannst du Rahmen, Laufräder
und Antrieb wieder auf Hochglanz bringen.
Vergiss nicht, auch schwer zugängliche Stellen
wie Kette und Schaltwerk zu reinigen.
Check-up: Bremsen
& Schaltung
Sicherheit geht vor! Überprüfe
die Funktion der
Bremsen. Ziehen die Bremsen
gleichmäßig und kräftig?
Sind die Bremsbeläge
auch
fi t ?
noch dick genug? Tausche sie gegebenenfalls
aus. Auch die Gangschaltung verdient
Aufmerksamkeit: Schalten alle Gänge leichtgängig?
Justiere gegebenenfalls die Schaltzüge
oder lass dein Fahrrad in der Werkstatt
überprüfen.
Reifen &
Luftdruck
Ein platter Reifen
kann den Fahrspaß
schnell trüben. Kontrolliere
den Luftdruck
deiner Reifen und pumpe
sie auf den empfohlenen Wert auf, der
meist auf der Reifenflanke angegeben ist.
Kontrolliere auch das Profil der Reifen -
sind sie abgefahren oder rissig, ist es Zeit
für neue Reifen.
Kette &
Antrieb
schmieren
Eine gut geölte Kette
sorgt für geschmeidiges
Fahren und schont
die Bauteile. Reinige die Kette zuerst mit
Kettenreiniger oder einem alten Lappen
und trage dann ein spezielles Kettenöl auf.
Vergiss nicht, auch das Schaltwerk und die
Kassette leicht zu ölen.
Licht &
Reflektoren
Gerade in der Übergangszeit
kann es
abends früh dunkel
werden. Überprüfe
deshalb die Beleuchtung
deines Fahrrads.
Funktionieren Vorder- und Rücklicht? Sind
die Reflektoren an Speichen und Pedalen intakt?
Sichtbarkeit ist das A und O für deine
Sicherheit im Straßenverkehr.
Zubehör &
Komfort
Zu guter Letzt: Mach
es dir bequem! Überprüfe
den Zustand
deines Sattels und der
Griffe. Sind sie noch bequem
oder zeigen sie Abnutzungserscheinungen?
Ein bequemer
Sattel und ergonomische Griffe können den
Fahrkomfort erheblich steigern. Auch ein
gut sitzender Helm und passende Fahrradhandschuhe
sollten nicht fehlen.
So, guck mal, war doch gar nicht so
schlimm. Schwupps, ist Dein Rad wieder
auf Zack. Wichtig: Mit einem gut gewarteten
und geölten Fahrrad macht das
Radfahren gleich doppelt so viel Spaß!
Wichtig: Hauptsache sicher!
© Foto: PR
Wir fragen nach
Nachwuchs
Denn natürlich wollen
wir im Sinne
eines Rund-um-
Blicks auch wissen,
wie es um den
Nachwuchs im Hamburger
Radsport
bestellt ist.
In allen Sportarten steht die Nachwuchsarbeit
nahezu ganz oben auf der Agenda,
so auch bei den Hamburgern. Wobei:
Hauke Schwalm, 23, eigentlich Vorsitzender
der Hamburger Radsportjugend,
acting Landestrainer, Cheforganisator, Betreuer,
einerseits in seinem Verein, der RG
Hamburg, andererseits im Verband unterwegs,
ist aber mit der IST-Situation beim
Nachwuchs nicht unzufrieden.
Er selbst ist gar nicht wirklich Leistungssportler
gewesen, aber schon die Cyclassics
vor seiner Haustür in Stellingen haben
ihn irgendwie angezündet. Und das ist er
heute noch: Gewissenhaft wie er ist, hat er
innerhalb kürzester Zeit seine Trainerscheine
inkl. A gemacht, "den machen ja die wenigsten“,
sagt er selbstbewusst. Also, er hat
was drauf und er ist motiviert, noch Fragen?
Mit den Trainern der sechs engagierten Radsportvereine
in Hamburg arbeitet er sehr
gut und eng zusammen: Harburger RG, FC
St. Pauli, RG Hamburg, Cyclos Cross, RSG
Blankenese und Harvestehude. Und wenn
die Kids mit bereits sechs Jahren auf ihren
BMX-Rädern bei der RG Hamburg über die
Bahn brettern, ist das Rennrad erst so ab
10/11 Jahren angebracht.
© Foto: Nico van Dartel – www.navada.net
Rad-
Sonderseiten
sporting
© Foto: PR
© Foto: INGO SCHWARM
„Wir haben
200
Kids über
alle Vereine
am Start,
20 davon
fahren bereits
Wett kämpfe“, beschreibt der
Chef und ist nicht unzufrieden,
„mehr geht immer“.
Fünf seiner Sportler*innen sind auch bei den
Bundestrainern vermerkt: Louis Romeyke,
er ist im BMX U17-Nationalkader 1, und vier
Rennradspezialisten werden im Nationalkader
2 geführt.
Das Training auf der Bahn in der Hagenbeckstraße
wird von Hauke geleitet,
er begleitet die Sportler auch auf den
Wettkämpfen. Sie fahren in dem Alter in
der Regel alle Bahn und Straße, obwohl die
körperlichen Voraussetzungen mittelfristig
unterschiedlich sind. „Bahnradfahrer sind
meistens recht schwere Brocken, die Bergfahrer,
die von der Straße, sind in der Regel
etwas zierlicher. Cyclo Cross sind so Mittel,
die müssen halt im Wesentlichen schmutzaffin
sein“, lacht er. Die Bahn in Stellingen,
entsprechend der Verband, hat ein Problem,
denn es droht, dass die Anlage in Stellingen
geschlossen bzw. abgerissen wird. Wie bitter.
Aber das steht in drei bis vier Jahren wohl
an. Ob eine Neue kommt, er weiß es nicht.
Hauke hofft deswegen auf die Olympia-Pläne
von Active City. „Wir sind hier im Norden
die einzige Bahn mit Dach“, sagt er, die
nächsten Bahnrad-Anlagen wären dann in
Schwerin und Rostock. Fast trotzig verweist
er auf den 26. April.
„Bahn für alle“,
26.04., großes Bahn-Opening. Kommt vorbei,
probiert Euch aus. Mit Fahrrad- Flohmarkt und
geselligem Beisammensein.
Stolz ist er auf die
Hamburger Schulmeisterschaften
auf dem Mountainbike
für die Fünftklässler,
die sollen hoffentlich
viele Interessenten bringen. Sie
sind aufgeteilt in einen Technikteil und ein
ganz normales Rennen über 20 km. Und
dann hat sein Verband 75. Jubiläum, weswegen
es auch ein nationales Bahnradrennen
in Hamburg geben wird (18. Juli). Last-butnot-least
der Klassiker: Das Straßenrennen in
Volksdorf. 60 km für die Großen, der Nachwuchs
brettert 20 km durch die Walddörfer.
Wer sich weiter informieren will,
schaut bei radsport-hh.de
Super-Krass:
Wir verlosen drei Bahnrad-Trainings mit dem
Landestrainer. Rad kann gestellt werden. Bewerbt
Euch bis zum 20.04., Betreff: Mutige vor.
© Foto: Nico van Dartel – www.navada.net
© Foto: Ole Braun
DIREKT
ANMELDEN!
NICH LANG
SCHNACKEN –
ANMELDEN!
SONNTAG, 17. AUGUST 2025
CYCLE THE CLASSIC IM HERZEN HAMBURGS
CYCLASSICS-HAMBURG.DE
AUF GESPERRTEN
STRASSEN DURCH DIE
HANSESTADT
42
Rad-
Sonderseiten
sporting
© Foto: PR
Wenn man richtig
schlau werden
will, was so geht
in der Rad-Szene,
dann schnackt
man auch am
besten mit dem
Verband.
Lange war es Bernd Dankowski, 61, fast 10
Jahre war er Präsident, längst ist es Kathi
Sigmund, unsere alte Freundin. Unsere
Coachee für die sporting-Cyclassic Frauen
Crews der letzten Jahre und sowieso unfassbar
angezündet vom Radsport. Dermaßen,
dass ihr eigentlich nichts entgeht. Kathi ist
auf dem Rad natürlich topfit und sie hat ein
unglaublich großes Herz. Eigentlich müsste
sporting sie heiraten.
UND: sie ist die erste Verbandspräsidentin
in Hamburg. Und auch: weil sie alles nicht
so eng sieht. Sie ist seit anderthalb Jahren
Entspannt
im Verband.
Bernd Dankowski, ehemaliger Hamburger
Verbands-Chef, radelt zukünftig an der Spitze
von German Cycling.
Hamburger Verbandspräsidentin und trotzdem
auch in diversen Rad-Communitys aktiv,
die zunächst mal mit dem organisierten
Sport gar nichts zu tun haben. Nicht weil
Vereine doof sind oder weil es nichts zu organisieren
gibt, sondern weil es, hört man
ihr und ihnen zu, erstmal darum geht Interesse
zu wecken und die Menschen für den
Radsport zu begeistern. Der Einstieg gerade
über Gemeinschaften, ist eine herrliche Voraussetzung
dafür. Und wenn sich aus diesen
Communities dann irgendwann auch diverse
neue Mitglieder für die Vereine rekrutieren
lassen, wäre das auch schön. Es geht zunächst
mal um den Radsport. Kathi geht es,
wie allen Offiziellen der Fachverbände auf
dieser Welt, darum, Menschen von ihrem
Sport zu überzeugen. Sehr stolz ist sie deswegen
auf das stark gewachsene Interesse
am Rookie-Programm 2025, das als Vorbereitung
auf die Cyclassics für Neulinge im
Radsport dient. Die Kosten des Programms
kommen der Hamburger Radsportjugend
zugute. Hier geht es um die Förderung von
Jugendlichen, die dem professionellen Rennsport
zugeführt werden. Und das Interesse
ist groß, waren es zu Beginn 7-9 Rookies, ist
heute bei 30 Anmeldestopp. Fragt man Kathi,
was aktuell noch ansteht, so verbandsseitig,
freut sie sich sehr über die Deutsche MTB-
Schülermeisterschaften in Hamburg, die
sie im wahrsten Wortsinne, symbolisch auf
die Bahn, sondern auf xy gebracht haben.
Ein Ziel soll sein, diese so weit zu etablieren,
damit diese Disziplin in das Programm vom
Evergreen "Jugend trainiert für Olympia“ aufgenommen
wird. Dann wäre viel erreicht, für
die weitere Nachwuchsarbeit. Medaillen gibt
es in diesem Jahr in Hamburg auch für den
deutschen Bahnradnachwuchs, der sich zu
den U15 und U17 - Meisterschaften auf der
Bahn in Stellingen trifft. So offen wie Kathi
ihren Verband aktuell lenkt, hat ihn Bernd
Dankowski offensichtlich ein Stück weit auch
Kathi Sigmund, 1. Vorsitzende des Radsport-Verband
Hamburg e. V., immer gut drauf
und schwer vom Rad zu kriegen.
übergeben. Der designierte Präsident des
Bunds Deutscher Radfahrer bzw. German
Cycling, Nachfolger von Rudolf Scharping,
ein erster Fachverbandspräsident aus Hamburg,
hat auch auf Bundesebene diverse
Neuerungen auf dem Zettel: ‚Öffnen‘ ist auch
hier seine Devise, Barrieren runter, Augen
auf, zum Wohle des Deutschen Radsports.
Eine erste Veränderung hat sich schon rumgesprochen,
und an ihr war er als Noch-Vizepräsident
nicht unbeteiligt.
„Wir wollen dem Verband ein
neues Gesicht geben“, sagt er.
Der Laden heißt dann ab demnächst
German Cycling, klingt
weniger männlich, so offen wie
sie sich öffnen wollen und vor
allen Dingen nicht so verstaubt.
Es wird einen kompletten Relaunch geben,
so auf Neudeutsch. Die Tatsache, dass der
deutsche Radsport langelange Zeit sehr
männerdominiert war, umso mehr freut er
sich eben auch über Kathi als seine Nachfolgerin,
und ein junges und fast paritätisch
besetztes Präsidium hier in Hamburg wird
ihn auch sicher auch auf Bundesebene
beschäftigen. Das Spannende: „Die Szene
entwickelt sich schneller als der Verband,
da müssen wir mit“, sagt er. „Entsprechend
wird es neue und deutlich überarbeitete
Event-Formate geben“. „Wir verschließen
uns eben nicht, denn wir wollen auch für
die neuen Communitys eine Plattform sein“,
der -vermutlich- Hamburger Präsident von
German Cycling. Alles Gute!
© Foto: Vanessa Blankenagel
© Foto:Unsplash.com
sporting R a d - S o n d e r s e i t e n
© Fotos: Kandie-Gang
aschi-Tüte
Kaum eine Szene ist so aktiv, umtriebig,
aktiv-ambitioniert und dabei so
medienaffi n plus divers und alert, auf
Neudeutsch, wie die Radszene.
drop r i d e s .
ohne
Im Allgemeinen, we don’t know, aber
in Hamburg, we know. Wir sprechen
mit Katrin (ohne h) und Wiepke (mit
p), sie sind ein Teil der Sperrspitze
der Kandie Gang. Beide sind deutlichst
älter als sie aussehen, fröhlich, konzentriert,
konsequent und hooked by cycling. Beide
sind in Werbung bzw. im Marketing unter-
wegs, Katrin hat erst mit über 40 angefangen,
Rennrad zu fahren – konsequenter und
ziemlich. Sie spielt auch in einer Band, hat
folglich zuvor auch gern gefeiert. Sie feiert
jetzt auch noch: das Radfahren, „ich lebe
zum Beispiel viel gesünder“, sagt sie, eine
weitere Konsequenz ihres neuen Radsportlerinnen-Lebens.
Wiepke hingegen, Creative Direktorin einer
großen Hamburger Agentur, kommt
aus Ostfriesland. Da wo keine Busse fahren,
muss man Rad fahren, dazu kam ein sportives
Elternhaus, sie fuhr als Kleine Skateboard,
dann BMX, „deswegen kann ich fallen“. Jetzt
also fährt sie Cyclo Cross (früher Querfeldein),
seit 2012 auch Rennrad, auf der Straße.
Und beide Frauen trafen sich bei der Kandie
Gang. Eine Rad-Community, tatsächlich in
einem Bonbon-Laden in St. Pauli gegründet,
die boomt, weil konsequent entspannt, aber
mit deutlicher Botschaft, keine Baller-Typen.
Punkt. Katrin: „Ich wollte Radfahren, je länger,
desto ehrgeiziger wurde ich, aber ohne
Druck, ohne Gehabe, ohne Gepose und ‘wer
kann am schnellsten‘, sondern Radsport in
Gemeinschaft.
„Und außerdem gefielen mir
die Jerseys, so rein stilistisch“,
lacht sie. Wiepke ergänzt, jetzt
wieder sachlich: „Radsport
war und ist lange männer-dominiert“.
Da geht es, immer und
auf jedem Niveau, um Leistung
und besser“, erklärt sie, das ist
anstrengend und schließt Menschen
aus, die nicht mithalten
können und wollen, das ist ein
No-Go, bzw. ein No-Ride.
„Auch wir verschließen uns nicht vor Schnelligkeit,
aber wenn, dann erleben wir die
gemeinsam“, erklärt sie. „Mit der Kandie
Gang wollen wir mehr Frauen zum Radsport
bringen, Hemmschwellen so niedrig
wie möglich halten, alle können dabei sein,
und es sind bei weitem nicht nur Frauen.“
„Wir haben viele Männer dabei, die auch
keinen Bock auf Stress haben“, sagt Katrin,
„wir nennen sie Allies“. „Wir organisieren Social
Rides (Ausfahrten für alle) und stellen
sicher, dass niemand zurückgelassen wird,
no drop rides.
Wir können auch mal Gas geben, aber
wir wollen uns auch während der Rides
unterhalten, kennenlernen, das ist wie
ein speed-dating on wheels“, grinst sie, im
wahrsten Wortsinne. Klingt großartig. Das
finden offensichtlich viele andere auch, deswegen
brennt bei der Kandie Gang die Hütte.
Kommuniziert wird über Social Media, online,
Mund-zu-Mund. „Viele Frauen kommen
zu uns, People-of-Color, das ist so toll, wir
brauchen inzwischen ein Ticket-System,
weil unsere Social Rides so groß werden,
dass sie wie Critical Mass daherkommen“,
sagt Wipke. Wachstum zieht Anforderungen
nach sich, „wir brauchen eine gewisse
Ordnung, Strukturen“, ergänzt sie. Weswegen
sie inzwischen, um allen Gemeinschaft
zu ermöglichen, auch in Leistungsgruppen
aufteilen, von „moderat" über „advanced"
bis zum „Raketenmodus“.
Alles mit der Idee, dass auch in Gemeinschaft
über den Deich geballert werden
kann, aber eben zusammen. „Hier regulieren
Frauen“, sagt Wiepke, „und nicht selten
setzen wir uns hierbei auch für Männer ein.
Nicht jeder Mann muss sich und anderen
immer etwas beweisen. Aber vordergründig
sind es die Bedürfnisse Rad fahrender
Frauen, die uns anspornen. Radsport ohne
Performance-Druck, ein Safe Space, ohne
Druck und Ängste“. „Wir wollen uns gegenseitig
empowern“, sagt Katrin, die sich inzwischen
längst hat überzeugen lassen, neben
Cyclo Cross auch Gravelrennen zu fahren.
Es gibt sogar ein Kandie Gang Race-Team.
„Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich
mal Radrennen fahre“, sagt sie heute.
Und inzwischen ist sie heiß wie Frittenfett,
ist komplett hooked aber auch aufrichtig.
„Natürlich gibt es auch mal Tage,
an denen man keine Lust hat, aber wenn
man weiß, dass da jemand wartet, muss
man raus, und danach ist's herrlich, schon
direkt nach der Überwindung fühle ich
mich gut.“ "Radfahren ist das Beste gegen
Winterdepression“, sagt sie.
Und wenn wir bislang über Leistungen
gesprochen haben, Leistungen ohne Druck
in Gemeinschaft, wird Wiepke deutlicher:
„Wir wollen Verhalten ändern, damit sich alle
wohl und sicher fühlen, wie in einer perfekten
Welt“, sagt sie sehr bestimmt und sie hat
so recht! Sie weiter: „Wir sind wie eine bunte
Naschi-Tüte, lauter unterschiedliche Leckereien,
der eine mag das, die andere das, aber
alle zusammen in einer Tüte“. Katrin: "Das
ist der Safe Space, in dem sich Menschen
entfalten können, Frauen sich empowern
lassen, Kraft tanken, und das Schönste ist,
wenn sie merken, dass sie mehr können
als sie dachten“.
Diese Seite oben: Wipke und Katrin Hesse
(rechts) sind sportlich voll angezündet und
wollen auch die Kandie-Gang weiterentwickeln.
47
sporting R a d - S o n d e r s e i t e n
Jeremy ist 53, aufgewachsen in den
USA, seit über 18 Jahren und mit Frau
und zwei Kids in Hamburg.
© Fotos: Kandie-Gang
OC
OC
um
Und der selbstständige Berater und
Entrepreneur ist ein leidenschaftlicher
Radsportler. Und wenn die
Verbandspräsidentin auf die Frage
„Wer kennt die Radcommunitys
Hamburgs gut bis bestens und sie dann
Jeremy vorschlägt, trauen wir ihr und ihm.
Damals hat er in den Staaten auf der High-
teilnehmen zu können. Und wer aber
regelmäßig trainiert, so auch Jeremy, wird
schneller, besser, cooler, „also wechselte ich
die Gruppe, die Community, und landete bei
Gruppetto.“ Die sind schick, schnell, etwas
jünger (25 - 35), inzwischen gibt es auch
immer mehr Frauen, denn lange waren
sie schnell Männerlastig. „Die sind da alle
sehr gut equipped, teure Räder, Optik ist
da ein Thema, so Eppendorf-Style“, grinst
er, er war mittendrin. "Gerade die klassischen
Hamburger Radsportvereine sind sehr
Fahrer*innen sind eindeutig gebrandet. Pas
Normal, fungiert als „International Cycling
Club“, „die Bekleidung ist sehr teuer, Porsche-
Style“, sagt Jeremy, auch die haben regelmäßig
Rides im Programm. Entscheidend für
Jeremy bei der Auswahl der Gruppe, der
Rides bzw. Community ist, neben Diversity,
ob gedropped wird oder nicht. Er erklärt:
n e e d e d
© Fotos: Jeremy Tai Abbett / www.offtheback.us
school seine Leidenschaft zum Radfahren
entdeckt, es war das Mountainbike. Nach
einer längeren schöpferischen Pause hat er
kurz vor Corona zurück zum Rad gefunden.
Nur eben in Hamburg.
Also hat er sich langsam in die Szene rein
gegroovt, inzwischen ist er in der Radsportabteilung
des FC St. Pauli, „wobei so richtig
aktiv bin ich da nicht“, sagt er. Seinen Re-Start
machte er bei der Rennrad-Truppe Hamburg,
kein Verein, eine Facebook-Community mit
3.200 Mitgliedern. Das Schöne daran. „das
ist eine sehr gemischte Gruppe, die fahren
in der Regel nicht so schnell“, sagt er. „Das
stresst nicht so, gerade wenn man neu ist“.
Termine für irgendwelche Rides und Ausfahren
werden über Facebook kommuniziert,
man muss Mitglied in dieser Gruppe sein,
staubig, männlich geprägt, abgesehen vom
FC St.Pauli und Cyclocross Hamburg e.V.“,
beschreibt er weiter, "da kommen immer
mehr Frauen zusammen“. „Ja, ich habe da
ein Diversity-Thema, ich bin selbst asiatisch,
People of Color sind vor allen Dingen in den
Vereinen absolut Mangelware“, sagt er, das
ist schade. "Und Radsport kostet eben nicht
unwesentlich viel Geld“, kommt im Sinne
von Eintrittsbarrieren erschwerend hinzu.
Und deswegen ist er vornehmlich mit der
Kandie Gang am Start.
„Es gibt aber auch ausschließlich Frauen-Gruppen“,
erklärt er weiter. So wie
„Girls Cycle Hamburg zum Beispiel, mit1.300
Mitgliedern in ihrem Strava-Club, einer
Radsport-Plattform“. Auch spannend, denn
etliche Marken-Unternehmen betreiben Radsport-Communitys,
im Wesentlichen sicher
als Marketing-Tool, Kundenbindung. Ryzon,
eine Rad- bzw. Triathlon-Klamotte, „die sind
super aktiv“, sagt er. „da gib es jede Woche
Rides“. „Die Sportler*innen sind alle durchaus
jünger, die Gruppe wird sicher gesponsort,
aber das scheint zu funktionieren, die
„Es gibt Tage, da ist man nicht fit, und wenn
man dann nicht mitkommt, ist es gut, wenn
man nicht allein gelassen wird“, sagt er, und
da hat er natürlich recht. „Oder: bei 30–40
Radfahrer*innen, hat natürlich immer mal
jemand einen Platten“, beschreibt er. „In der
Regel wird dann gewartet, was zwar auch
mal nervt, aber fair ist“, er weiter. Und es
gibt eben Gruppen, da wird kategorisch
gewartet, bei anderen nicht. Das muss man
selber herausfinden. Vorteilhaft, aufgrund
der großen Teilnehmerzahlen gibt es je nach
Leistungsanspruch, oft unterschiedliche
Untergruppen. Man kann also immer vorab
checken, welche Durchschnittsgeschwindigkeit
erwartet wird.
„So ist, wenn möglich, niemand unter-,
aber auch nicht überfordert“. Kein Stress
ist das Ziel. So soll das auch beim Radfahren
sein.
49
© Foto: privat
Rad-
Sonderseiten
sporting
DACHMARKE
hön
Schön bescheiden
schön
Ein Novum für
sporting, das soll
es geben, UND dem
Input vom Ex-Verbandspräsidenten
Bernd Dankowski
geschuldet: Hallenradsport
bei sporting
hamburg.
Gemeinsam für eine starke Region.
Sozial, ökologisch und
wirtschaftlich: In unserer
Region übernehmen wir
Verantwortung für viele
verschiedene Bereiche.
Für unsere Mitglieder
und unsere Kundinnen
und Kunden vor Ort.
Denn nur als starke
Gemeinschaft können wir
auch eine starke Zukunft
für uns alle schaffen.
Wir machen den Weg frei.
113.000
Kundinnen
und Kunden
30
Auszubildende
34.371
Mitglieder
22
Filialen
www.vreg.de
504
Mitarbeitende
Seit über
156 Jahren
vor Ort
Es gibt ihn in Hamburg nämlich. Was
das meint? Kunstradfahren, Einradfahren,
Radball. Zwar ist Radball in
Hamburg längst tot, aber unentwegt,
und zwar seit Gründung ihres Vereins,
arbeitet der 1. Vorsitzende und Trainer
Gerd Delkeskamp mit seinen Sporter*innen
auf dem Einrad bzw. Kunstrad. Der Verein:
SC Schule Tieloh, ein Name, der nicht ganz
so leicht über die Lippen geht und Fragen
aufwirft. Er selbst war lange Lehrer an der
Schule, die Schule ist an der Straße namens
Tieloh. Und mit der Schule selbst wird kooperiert,
erklärt Gerd Delkeskamp.
Er selbst ist lange „ein bisschen erfolgreich“
Kunstrad gefahren, in Bremerhaven,
„aber das sind alte Geschichten“, sagt
er. Eine neue Geschichte, und zwar eine
sehr unschöne, ist, dass ihm und seinen
Sportler*innen die Halle abhandenkommt.
„Die wird saniert, für eine lange Zeit, wir
suchen händeringend Ersatz“, schildert er.
Ersatz für die drei Übungseinheiten die pro
Woche. Die Sportler*innen sind von 5–23
Jahre alt, 5 sind auf Wettkämpfen unterwegs.
„Unsere Wettkämpfe sind sehr
aufwendig“, sagt er, „sind mit
viel Fahrerei verbunden". Die
geringste Entfernung ist noch
Bremen und Lübeck.
Gerd und die ca. 20 Mitglieder lieben
natürlich ihren Sport: „Es ist die Akrobatik,
die Körperhaltung, Koordination, die
uns allen so eine Freude bereitet“, sagt er.
„Das ist sehr besonders“. In den großen Vereinen
wird auch in 4er- und 6er-Formation
gefahren, das ist dann ein noch größerer
Hingucker, „aber das kriegen wir hier in
Hamburg nicht hin“. „Alle Jahrgänge sind
bei uns vertreten, aber nicht breit genug
aufgestellt, um als Team anzutreten. Also
haben sie 5 Einzelstarter*innen, Jungs, Mädchen,
junge Frauen, die Hamburgs Farben
in der Welt des Hallenradsports vertreten.
Alles voran Greta Braun, 17, und Silia Wölk,
18. „ Mit den Leistungssteigerungen der Beiden
bin ich sehr zufrieden“, sagt Gerd. „Da
sind wir oben im Mittelfeld ganz gut dabei“.
Das ist super.
Also: Wer Kunstrad
ausprobieren möchte:
sportclubschuletieloh.de
50
Du
bist
super
!
Wir wollen unser Zusammenleben
besser machen.
Eine Initiative von
bäderland Hamburg & Freunden!
dubistsuper.org
Mach mit!
Deutschland
fängt bei dir an!