Newsletter_04-2025_DE
Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird. Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung: Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung. Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor. Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen: ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr. Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.
Ein Reinraum ist ein Raum, in dem die Konzentration luftgetragener Teilchen sehr gering gehalten wird.
Je geringer der Anteil luftgetragener Teilchen in einem Raum sein soll, desto bedeutender wird Technik, die die Reinheit der Luft garantiert. Reinraumtechnik ist international jedoch keine Branche sondern ein Wirtschaftszweig, der essenziell ist in vielen Branchen, in denen Partikel und Keime kontraproduktiv sind bei der Herstellung, Bearbeitung und Abwicklung:
Pharmazeutische Industrie und Biotechnologie, Chemische Industrie, Healthcare, Lebensmittelindustrie und Kosmetik, Oberflächen- und Kunststofftechnik, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik, Optik und Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Automobilindustrie und Elektromobilität sowie grundsätzlich Forschung und Entwicklung.
Reinraumtechnik ist in allen zukunftsrelevanten Branchen ein bedeutender regulatorischer und wirtschaftlicher Faktor.
Alle diese aufgelisteten Branchen, und vermutlich noch ein paar weitere, haben im internationalen Wettbewerb ohne Reinraum keine Zukunfts-Perspektiven, denn regulatorische Anforderungen definieren Einsatzgebiete und Anwendungen:
ISO-14611-Normenreihe und die VDI-2083-Richtlinienreihe, der EU-GMP-Leitfaden, die ISPE-Baseline-Guides und die WHO-Technical-Report-Serie-No-957, sowie einige mehr.
Entscheidend beim Bau und beim späteren Betrieb einer Biotechnologieanlage, eines Halbleiterwerks, eines Labors oder eines Krankenhauses sind also nicht nur die Bau- und Brandschutzbestimmungen, sondern auch die Vorschriften für den Bau und Betriebs eines Reinraumes.
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DE 04/25
Der Annex 1 und
Fill-and-Finish-Prozesse:
Auswirkungen
auf die aseptische
Packmittel- und
Stopfenzuführung
TITEL
Mit einer Übergabelösung wird das Handling innerhalb des Isolators
wesentlich vereinfacht. In Kombination mit Peak-Vorrichtungen lässt sich
die Installation der Rotationskolbenpumpe ohne direkten Kontakt dieser
produktberührenden Materialien realisieren.
Ein vollautomatisches System, das falsch ausgerichtete Stopfen erkennt
und diese sicher und Annex-1-konform aus der Zuführbahn zur Stopfensetzstation
entfernt. Handschuheingriffe an dieser sensiblen aseptischen
Position werden damit vermieden.
Erhöhte Anforderungen an die aseptische Sicherheit bei der
Packmittel- und Stopfenzuführung
Der Annex 1 und Fill-and-Finish-Prozesse:
Auswirkungen auf die aseptische
Packmittel- und Stopfenzuführung
Mit dem Inkrafttreten des EU GMP Annex 1 („Herstellung
steriler Arzneimittel“) stehen Pharmaunternehmen vor
neuen Herausforderungen. Diese betreffen insbesondere
die Fill-and-Finish-Prozesse, also die Abfüllung und Endbearbeitung
von Arzneimitteln. Der Annex 1 stellt erweiterte
Anforderungen an den Betrieb sowohl bestehender
als auch neuer Anlagen. Unser Experte Ralf Wagner, Sales
Director für die DACH-Region, Portugal und Spanien bei
Optima Pharma, erläutert die Auswirkungen auf das Rüsten
der Anlage und die Batch-Vorbereitung und präsentiert
passende Lösungsvorschläge.
Reduzierung manueller Eingriffe: Automatisierung als Schlüssel
Eine zentrale Anforderung des Annex 1 ist die Minimierung manueller
Eingriffe in den Produktionsprozess, wie sie in §8.16 beschrieben
wird. Während Handschuheingriffe nach wie vor erlaubt sind,
müssen sie streng risikobasiert analysiert und in der Contamination
Control Strategy (CCS) erläutert werden. Automatisierungslösungen
sind daher unerlässlich, um Eingriffe zu reduzieren und den Anforderungen
des Annex 1 gerecht zu werden.
Anfahrprozesse und automatisierte Leerfahrschieber
Im Verarbeitungsprozess des Sterilisiertunnels können sogenannte
manuelle An- und Leerfahrrahmen oder automatisierte Leerfahrschieber
zum Einsatz kommen. Diese Systeme sorgen dafür, dass
Behältnisse während der Produktion innerhalb des Tunnels gleichmäßig
verteilt werden. In der Vergangenheit wurden solche Eingriffe
häufig manuell durchgeführt (Einsetzen des Anfahr-/Leerfahrschie-
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Seite 2/57
April 2025
Liebe Reinraum-Tätige und -Interessierte,
bers, Entnahme mittels Handschuhe im aseptischen
Umfeld), was nach den neuen Richtlinien aufgrund der
Luftströmungsunterbrechung zum Ausschleußen der
betroffenen Behältnisse führen kann. Durch den Einsatz
von automatisierten Leerfahr-Systemen können
diese manuellen Eingriffe vermieden werden, was nicht
nur die Effizienz steigert, sondern auch die Produktqualität
sowie Produktsicherheit erhöhen.
Automatisiertes Entfernen falsch
ausgerichteter Stopfen
Ein weiteres Beispiel für innovative, KI-basierte Automatisierung
ist das Entfernen falsch ausgerichteter
Stopfen in den Zuführbahnen. Hier kommt ein Roboterarm
zum Einsatz, der mit einer autoklavierbaren
Nadel ausgestattet ist. Diese Technologie korreliert mit
Kamerasystemen, digitalen Zwillingen und künstlicher
Intelligenz, um falsch positionierte Stopfen ohne Produktionsunterbrechung
zu identifizieren und vollautomatisiert
zu entfernen, ohne dass manuelle Eingriffe
erforderlich sind. Diese Lösung eignet sich auch für
Hochleistungsanlagen, da sie die Notwendigkeit von
Handschuheingriffen an kritischen Stellen des Prozesses
deutlich reduziert und somit Stillstandszeiten sowie
mögliche Folgefehler minimiert.
Optimiertes Entnehmen von Tyvek-Abdeckpapier
informative aber auch anstrengende Tage liegen
hinter uns: drei Tage Lounges in Karlsruhe.
Endlich mal wieder „alte“ Gesichter treffen und neue
Menschen kennenlernen. Herzlichen Dank für die
vielen interessanten Gespräche und Unterhaltungen.
Es gab Firmen- und Produktinfos, persönliche
Geschichten, Networkung – alles was zu einer guten
Lounge gehört.
Zwischenzeitlich haben wir den neuen Newsletter
vorbereitet, so dass es sofort und ohne Unterbrechung
weitergeht mit der Kommunikation.
> Der Annex 1 und Fill-and-Finish-Prozesse:
Auswirkungen auf die aseptische Packmittelund
Stopfenzuführung
> Reinigungsaufgaben entlang der Fertigungskette
> Moderne Produktion in Sauberraum und
Reinraum. Praktische Einführung große und
kleine Partikel zu messen
> Grundbausteine für die Herstellung von
Reinraumprodukten
> Containment-Systeme für aseptische Verarbeitung
im Vergleich: Isolatoren, BSCs und RABS
> . . .
Mit freundlichem Gruß
Reinhold Schuster
Ein weiterer wichtiger Prozessschritt ist das Entnehmen
von Tyvek-Abdeckpapier von Trays oder Tubs. Hier wurde
bei Optima eine autoklavierbare Lösung entwickelt,
die das Risiko einer Partikelkontamination minimiert.
Durch den Einsatz von Saugern an den Rändern des Abdeckpapiers
in Kombination mit De-Ionisierungsstäben
wird das Risiko einer Partikelbelastung in Behältnissen
auf ein Minimum reduziert. Dies ist ein wichtiger Schritt
zur Erfüllung der Anforderungen des Annex 1 und zur
Sicherstellung der Produktqualität.
OPTIMA packaging group GmbH
D 74523 Schwäbisch Hall
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Hochmoderne Wasseraufbereitungsanlagen für Pharma, High-Purity
und Wasserstofferzeugung
EnviroFALK PharmaWaterSystems
– 50 Jahre Erfolgsgeschichte
Seit einem halben Jahrhundert dreht sich bei EnviroFALK Pharma-
WaterSystems am Standort Leverkusen alles um Wasseraufbereitungsanlagen
für sämtliche Reinstwasser-Anwendungen, insbesondere
im Pharmabereich. Seit 15 Jahren betreuen die Experten mit
ihren Wasseraufbereitungsanlagen zunehmend auch den Markt der
Wasserstofferzeugung, der eine konstant hohe Reinstwasserqualität
für Elektrolyseanlagen erfordert.
Ulrich Träger, Geschäftsführer von EnviroFALK PharmaWater-
Systems erinnert sich: „Mein Vater hatte vor 50 Jahren den Mut, sich
mit Wasseraufbereitungsanlagen selbständig zu machen. Unter Wilhelm
Werner Reinstwassertechnik GmbH legte er in einem kleinen
Hinterhof in Köln die Wurzeln. Ich hätte nie gedacht, dass sich das
alles mal so entwickeln würde.“ Er bedankte sich insbesondere auch
bei seiner Schwester Barbara, die noch vor vier Jahren mit ihm das
Unternehmen führte.
Seit 2018 gehört Werner zu EnviroFALK. Zusammen mit der
ehemaligen LETZNER Pharmawasseraufbereitung in Hückeswagen,
die seit 2020 auch zu EnviroFALK zählt, agieren die Experten
unter EnviroFALK PharmaWaterSystems im Markt.
„Das außergewöhnliche Engagement unserer Mitarbeitenden
hat EnviroFALK PharmaWaterSystems zu dem gemacht, was es
heute ist – ein Synonym für hochmoderne Wasseraufbereitungsanlagen,
die unsere hohen Standards nicht nur erreichen, sondern immer
wieder übertreffen, so Dr.-Ing. Eva Bitter, Geschäftsführerin bei
EnviroFALK PharmaWaterSystems. Steffen Kern, dritter Geschäftsführer
im Bunde ergänzt: „Wir haben ein Team, das Spitzenleistungen
erbringt. Jeder Erfolg, den wir feiern, ist das Ergebnis harter
Arbeit. Ohne diesen unermüdlichen Einsatz und die professionelle
Zusammenarbeit wären wir nicht da, wo wir heute stehen.“
Die Industrie- und Handelskammer zu Köln, vertreten durch
Bianca Atorf und Ralf Gawlik, gratulierten der Geschäftsleitung und
überreichten die Jubiläumsurkunde für 50 Jahre Erfolgsgeschichte.
Zu den weiteren Gratulanten zählten die Wirtschaftsförderung
Leverkusen, vertreten durch Markus Märtens und viele ehemalige
Wegbegleiter.
Mit einem Glas Sekt oder Kölsch in der Hand stieß die Geschäftsleitung
mit ihren Gästen und der Belegschaft auf diesen bedeutenden
Meilenstein an.
Die Aussichten für die Zukunft sind vielversprechend. So plant
die Geschäftsleitung aktuell, den Standort Leverkusen zu vergrößern.
Durch weitere Um- und Anbauten soll sich die Fläche bis 2026
verdoppeln, um somit die gesamte Kompetenz unter einem Dach zu
vereinen.
EnviroFALK PharmaWaterSystems GmbH
Maybachstraße 29
D 51381 Leverkusen
Telefon: +49 2171 7675 0
eMail: info@envirofalk-pharma.com
Internet: http://www.envirofalk-pharma.com
Geschäftsleitung der EnviroFALK PharmaWaterSystems. Von links nach rechts: Ulrich Träger, Dr.-Ing. Eva Bitter, Steffen Kern.
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Seite 4/57
Durch ihren modularen Aufbau lassen sich
Ultraschall-Mehrbadtauchanlagen wie die UCMPerformanceLine optimal an Aufgabenstellungen
wie die Reinigung vor einer Beschichtung oder die Endreinigung vor dem Verpacken anpassen. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)
Medizintechnische Produkte prozesssicher anforderungsgerecht reinigen
Reinigungsaufgaben
entlang der Fertigungskette
Das Spektrum medizintechnischer Produkte ist enorm vielfältig
und stellt spezifische Ansprüche an die Teilereinigung
und Verpackung. So müssen partikuläre und filmische
Verunreinigungen aus Herstellungsprozessen zuverlässig
entfernt werden. Hinzu kommt die Einhaltung der regulatorischen
Vorgaben aus MDR beziehungsweise FDA hinsichtlich
Identifikation von Produkten sowie der Qualifizierung
von Anlagen, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit der
Bauteile und Prozesse. Diese hohen Anforderungen lassen
sich nur mit entlang der gesamten Fertigungskette optimal
an die Aufgabenstellung angepassten Reinigungsprozessen
und -anlagen anforderungsgerecht, prozesssicher und wirtschaftlich
erfüllen.
Die Herstellung medizintechnischer Produkte wie Instrumente,
Implantate für die Human- und Zahnmedizin, Einwegartikel (z. B.
Spritzen, Kanülen, Schläuchen und Ventilen) sowie Geräten für
Diagnostik und Therapie erfolgt in unterschiedlichen Technologien
und üblicherweise in mehreren Fertigungsschritten. Dabei bleiben
durch die Herstellungsprozesse wie Zerspanen oder additive Fertigung
Materialrückstände (Partikel) sowie Betriebs- und Hilfsstoffe,
beispielsweise Kühlschmiermittel, Zieh- und Umformöle sowie
Trennmittel, unweigerlich auf der Oberfläche zurück. Diese Verunreinigungen
können einerseits die Durchführbarkeit und Qualität
nachfolgender Prozesse behindern, andererseits zu einem Risiko
für Patienten werden beziehungsweise die einwandfreie Funktion
von Geräten beeinträchtigen. Ein Beispiel ist die Herstellung eines
Knieimplantats, das vor dem Verpacken frei von Fertigungsmedien,
Partikeln und Keimen sein muss. Der in einem Gussverfahren oder
additiv hergestellte Rohling wird spanend bearbeitet, poliert, eventuell
beschichtet, endgereinigt und verpackt. Jeder dieser Bearbeitungsschritte
stellt individuelle Anforderungen an die Oberfläche.
Daraus ergeben sich für die Teilereinigung unterschiedliche Aufgabenstellungen.
Die Anforderungen definieren
Bei der Auswahl der für den jeweiligen Reinigungsschritt technisch
und wirtschaftlich geeigneten Lösung spielen folgende Fragestellungen
eine Rolle: Welches Teil muss in welcher Menge gereinigt
werden? Welche Sauberkeitsvorgaben müssen dabei erreicht werden?
Welches Reinigungsverfahren und welche -chemie sind dafür
geeignet? Welche Umweltvorschriften, Normen und Gesetze
sind zu berücksichtigen? Welche Schritte müssen erfolgen, um alle
Kriterien zu erfüllen? Sind eventuell Zwischenschritte einzufügen?
Passt der logistische Ablauf? Welche Funktion übernehmen Mitarbeitende
bei der Reinigung? Welches Budget steht für die Anschaffung
zur Verfügung? Wie hoch sind die laufenden Betriebskosten, z.
B. für neue Medien, Entsorgung, Energie und Wartung? Auf dieser
Basis lässt sich festlegen, wie viele und welche Reinigungsschritte
mit welchem Verfahren erforderlich sind, welches Medium dabei
am geeignetsten ist und welche Trocknungstechnologie eingesetzt
werden soll.
Als erfahrener Komplettanbieter zukunftsorientierter und welt-
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weit verfügbarer Lösungen für die industrielle Bauteilreinigung,
Oberflächenbearbeitung und Automatisierung decken Ecoclean
und UCM das gesamte Spektrum der in der Medizintechnik eingesetzten
Reinigungsverfahren ab. Darüber hinaus beinhaltet das
Portfolio Turnkey-Lösungen inklusive Reinraum- und Verpackungssystemen.
Die hohe technischen und regulatorischen Vorgaben bei der Herstellung
medizintechnischer Teile lassen sich nur mit optimal auf die Anwendung
abgestimmten Reinigungsprozessen und -anlagen erfüllen.
(Bildquelle: Ecoclean GmbH)
Durch die Kombination einer nasschemischen Reinigung mit einem
Niederdruckplasma-Prozess lassen sich Oberflächen prozesssicher und
effizient für eine nachfolgende Beschichtung vorbereiten.
(Bildquelle: Ecoclean GmbH)
Typische Reinigungsschritte entlang der Fertigungskette
Sowohl bei additiv gefertigten Bauteilen als auch nach einer Zerspanung
ist eine Vorreinigung erforderlich. Sie hat das Ziel, die Werkstücke
für den nachfolgenden Prozess vorzubereiten, in dem anhaftendes
Pulver (Depowdering) beziehungsweise Partikel und Bearbeitungsmedium
entfernt wird. Dieser Schritt erfolgt üblicherweise
in Einkammeranlagen, die je nach eingesetztem Bearbeitungsmedium
mit Lösemittel, z. B. Kohlenwasserstoff oder modifizierten Alkohol,
beziehungsweise einem abgestimmten wasserbasierten Reiniger
betrieben werden.
Zwischenreinigungsschritte kommen unter anderem zur Entfernung
von Polierpasten, und Rückständen aus Schleifprozessen,
beispielsweise nach dem Gleitschleifen, zum Einsatz. Sie werden je
nach Sauberkeitsanforderung in einem Einkammer-Reinigungssystem
wie der EcoCwave oder einer mehrstufigen Ultraschall-Mehrbadtauchanlage
wie der modular aufgebauten UCMSmartLine mit
einem wässrigen Reinigungsmedium durchgeführt.
Stand der Technik für die Reinigung vor einer Beschichtung
sowie die Endreinigung und Passivierung sind mehrstufige Ultraschall-Mehrbadtauchanlagen
mit entsprechender Wasseraufbereitung.
So lässt sich beispielsweise die UCMPerformanceLine durch
Module mit integrierter Elektro- und Steuerungstechnik für die Verfahrensschritte
Reinigen und Spülen mit variabler Ultraschallausrüstung
für Mono-, Twin- und Multifrequenz, Trocknen mit Vakuum-,
Warmluft- und Infrarottrocknung, Be- und Entladen sowie einem
flexiblen Transportsystem einfach an die jeweilige Aufgabenstellung
anpassen. Darüber hinaus stehen für diese Aufgabenstellungen diverse
Anlagen wie beispielsweise die Rundtaktlösung UCMIndexLine
für kleine Präzisionsteile oder die UCMSprayLine GMP, die hohe
cGMP-Qualitätsansprüche erfüllt, zur Verfügung.
Die Wirkung des Reinigungsmediums wird durch verschiedene,
anwendungsspezifisch ausgelegte Verfahrenstechnologien, beispielsweise
für die Spritz-, Hochdruck-, Tauch-, Ultraschall- und
Plasmareinigung, das Dampfentfetten, Injektionsflutwaschen, Pulsated
Pressure Cleaning (PPC) beziehungsweise Ultraschall Plus
verstärkt und die Reinigungszeit dadurch um bis zu 50 % verkürzt.
Durch die Integration eines Niederdruckplasma-Prozesses als
abschließender Schritt einer Lösemittel- oder wässrigen Batch-
Reinigung lässt sich die Bauteiloberfläche unter anderem effektiv
und effizient für eine nachfolgende Beschichtung vorbereiten. Das
Die APM-Technologie ermöglicht das reproduzierbare, bewegungsund
kontaktfreie Monitoring von Ultraschallfrequenz und -leistung.
Die erfassten Werte werden automatisch ausgewertet und gespeichert.
(Bildquelle: Ecoclean GmbH)
Bei medizintechnischen Produkten, die wie hier die Verschlusskappen
von Impfstoffbehältnissen als Schüttgut gereinigt werden,
muss die Einhaltung der Vorgaben gewährleistet und dokumentiert
werden. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)
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Seite 6/57
Druckwechselverfahren PPC kommt insbesondere bei
Zwischen- und Endreinigungsverfahren von Bauteilen
mit engen Kavitäten, feinen Kapillaren und porösen
Oberflächen zum Einsatz. Es ermöglicht, dass Verunreinigungen
auch aus diesen schwer zugänglichen Bereichen
zuverlässig und schnell entfernt werden.
Überwachung validierter Prozessparameter
Ob in einer Kammer- oder Ultraschall-Mehrbadtauchanlage,
die Reinigung medizintechnischer Produkte
basiert häufig auf validierten Prozessparametern, deren
Einhaltung überwacht und dokumentiert werden
muss. Dazu zählen unter anderem die Ultraschallfrequenz
und -leistung. Dies ermöglichen die Acoustic
Performance Measurement (APM)-Systeme von
Ecoclean bis zu einer Ultraschallfrequenz von 2.000
kHz inline und reproduzierbar. Das Monitoring erfolgt
mit einem Kondensator- oder laserakustischen Mikrofon,
das auf die Oberflächen der mit Ultraschall ausgestatteten
Reinigungs- und Spülbecken einer Mehrbadtauchanlage
ausgerichtet wird. Die Messungen werden
dadurch bewegungs- und berührungsfrei durchgeführt,
so dass die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse
sichergestellt ist. Darüber hinaus ist es mit der APM-
Technologie möglich, Ultraschallfrequenz und Schalldruck
durch „Wände“ hindurch zu detektieren. Sie
kann daher auch bei geschlossenen Reinigungs- und
Spülbecken sowie Kammerreinigungsanlagen eingesetzt
werden. Analyse, Auswertung und Speicherung
der erfassten Daten erfolgen durch die Software des
Messsystems.
Komplett mit Reinraum, Verpackung und
Sterilisation
Neben der Endreinigung zählt seit der Einführung der
MDR auch das Verpacken verschiedener medizintechnischer
Produkte zu den kritischen Bestandteilen
des Produkts. Die Turnkey-Lösungen der Unternehmensgruppe
beinhalten dafür entsprechende Reinraum-,
Verpackungs- und Sterilisationslösungen. Für
bestimmte Produkte stehen bereits vorvalidierte Verpackungen
zur Verfügung. Speziell für medizintechnische
Anwendungen entwickelte Softwarelösungen
und RFID-Technologien, Audit-Trail nach CFR 21 sorgen
außerdem dafür, dass alle regulatorischen Vorgaben
eingehalten werden und eine lückenlose automatische
Betriebsdatenerfassung und Rückverfolgbarkeit
gewährleistet sind. Unterstützung bieten die Experten
auch bei der Qualifizierung (IQ;QQ;PQ) und Risikoanalyse.
UCM AG
Langenhagstrasse 25
CH 9424 Rheineck
Telefon: +41 71 8866760
Telefax: +41 71 8866761
eMail: info@ucm-ag.com
Internet: http://www.ucm-ag.com
Einladung zum CEC-Interessenskreis:
Moderne Produktion
in Sauberraum und
Reinraum. Praktische
Einführung große und
kleine Partikel zu messen
Wie sauber ist die Produktion wirklich?
Ob Grauraum, Sauberraum oder zertifizierter
Reinraum – kontrollierte Fertigungsumgebungen
sind ein entscheidender
Erfolgsfaktor in der modernen Produktion.
Erst die richtige Messtechnik macht
unsichtbare Verunreinigungen sichtbar!
Erleben Sie in diesem exklusiven
CEC-Interessenskreis bei der
PMT GmbH die ganze Bandbreite an Messtechnologien zur
Partikelerkennung – zum Anfassen und Ausprobieren!
– TecSa
– Deposition Monitoring
– Space Vehicle Contamination Control
– Luftkeimüberwachung –
Das erwartet Sie:
Impulsvorträge: Expertenwissen zu Sauber- und
Reinraumkonzepten – praxisnah und kompakt
Live-Demonstrationen: Verschiedene Messsysteme
im direkten Vergleich
Hands-on-Session: Messen Sie selbst – von Grobpartikeln
bis zu feinster Verunreinigung
ESD-Thematik: Elektrostatische Entladung
als oft unterschätzter Faktor in der Produktion
Austausch & Networking: Profitieren Sie von Erfahrungen
aus der Praxis
Zielgruppe: Produktionsleitung, Qualitätssicherung und alle,
die saubere Fertigung gezielt optimieren wollen.
Anmeldung: Die Teilnahme ist kostenfrei, die Plätze begrenzt.
CEC-Mitglieder haben Vorrang.
Veranstaltung: CEC-Interessenskreis: Moderne Produktion
in Sauberraum und Reinraum
Datum: 29. April 2025
Uhrzeit: 15:00 – 18:00 Uhr (Empfang bereits ab 14:30 Uhr)
Veranstaltungsort: PMT-Partikel Messtechnik GmbH,
Schafwäsche 8, 71296 Heimsheim
Referenten: Janik Hotz (Reinraum und Mikrobiologie)
Mark-Fancis Göppel (Reinraum Management Software)
Marcel Hopfe (ESD)
Patrick Rotter (Validierung)
Michael Schwierskott (TecSa und Sauberraum)
Cleaning Excellence Center (CEC)
Kompetenznetzwerk für Industrielle Bauteilund
Oberflächenreinigung Leonberg e.V.
D 71229 Leonberg
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Seite 7/57
Optimierungspotenzial in verschiedenen Anlagenbereichen
Der Annex 1 und Fill-and-Finish-Prozesse:
Auswirkungen auf das Rüsten der Anlage
und die Batch-Vorbereitung
Mit dem Inkrafttreten des EU GMP Annex 1 („Herstellung steriler Arzneimittel“)
stehen Pharmaunternehmen vor neuen Herausforderungen. Diese betreffen insbesondere
die Fill-and-Finish-Prozesse, also die Abfüllung und Endbearbeitung
von Arzneimitteln. Der Annex 1 stellt erweiterte Anforderungen an den Betrieb
sowohl bestehender als auch neuer Anlagen. Unser Experte Ralf Wagner, Sales
Director für die DACH-Region, Portugal und Spanien bei Optima Pharma, erläutert
die Auswirkungen auf das Rüsten der Anlage und die Batch-Vorbereitung
und präsentiert passende Lösungsvorschläge.
Füllnadel-Handling und Einrichtung
des Produktpfads
Gemäß Annex 1 ist es entscheidend, den
direkten Kontakt der Handschuhe mit produktberührendem
Material zu vermeiden
(§5.5, §4.11). Dies gilt insbesondere z.B. für
das Handling der Füllnadeln. Optima bietet
dafür automatisierte oder teilautomatisierte
Lösungen im Isolator an, um die aseptische
Handhabung der Füllpfadkomponenten Annex-1-konform
zu gestalten. Eine alternative
Methode besteht beispielsweise in der manuellen
Installation von Füllnadeln mithilfe
von Clip-Holdern, die als Handling-Vorrichtungen
dienen. Dadurch kann der Bediener
die Füllnadeln manuell positionieren, ohne
diese direkt zu berühren.
Sicherer Transfer mit
Rapid Transfer Ports (RTP)
Rotationskolbenpumpen, die direkten Produktkontakt
aufweisen, müssen gemäß den
Anforderungen des Annex 1 autoklaviert
oder einem CIP/SIP-Prozess (Cleaning in
Place / Sterilization in Place) unterzogen
werden. Um eine Annex 1 konforme Montage
der Pumpen zu ermöglichen, wurden
entsprechende Montagehilfen entwickelt.
Die Pumpen werden zunächst autoklaviert
und dann mit Unterstützung dieser Hilfen
montiert, ohne dass der Bediener produktberührende
Teile mit Handschuhen berühren
muss. RTP-Ports spielen ebenfalls eine
wichtige Rolle beim Transfer von Equipment
und Materialien in die Grade A-Anlagenzone.
Hier bietet Optima zwei Lösungen:
eine manuelle und eine motorisierte,
vollautomatische Variante zum Öffnen der
Ports von außen. Dadurch kann ein manuelles
Handling mit Handschuhen vermieden
werden. Beide Varianten wurden bereits
erfolgreich in verschiedenen Anlagen
installiert.
Effiziente Einbringung von Sortiertöpfen
Eine weitere Herausforderung stellt die
sterile Einbringung von Sortiertöpfen dar,
die für die Zuführung von Stopfen und Verschlüssen
in die Füll- und Verschließanlagen
verwendet werden. Annex 1 verlangt
eine Sterilisation dieser Komponenten.
Optima hat hierzu ein Handling-System
entwickelt, welches speziell bei Hochgeschwindigkeitsanlagen
mit relativ großen
und schweren Sortiertöpfen zum Einsatz
kommt. Das Handling-System transportiert
den Sortiertopf ergonomisch und kontaminationsarm
in die Anlage. Dadurch reduziert
sich das Kontaminationsrisiko erheblich
und verbessert gleichzeitig die Arbeitsergonomie.
Automatisierte Wägezellenkalibrierung
Mit einer Übergabelösung wird das Handling innerhalb des Isolators wesentlich vereinfacht.
In Kombination mit Peak-Vorrichtungen lässt sich die Installation der Rotationskolbenpumpe
ohne direkten Kontakt dieser produktberührenden Materialien realisieren.
Ein weiterer kritischer Punkt in der Batchvorbereitung
ist die Kalibrierung der Wägezellen.
Bislang mussten Messgewichte
manuell über Handschuheingriffe auf den
Wägezellen platziert werden. Eine neue,
automatisierte Lösung übernimmt diese
Aufgabe und es entfallen mit dem neuen
System zahlreiche Handschuheingriffe insbesondere
bei Hochgeschwindigkeitsanlagen.
Diese Lösung wurde in Anlehnung an
die Anforderungen des Annex 1 entwickelt
und minimiert das Kontaminationsrisiko
während der Kalibrierung.
OPTIMA packaging group GmbH
D 74523 Schwäbisch Hall
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Seite 8/57
Worauf kommt es bei der Einhaltung von Qualitätsstandards von Reinraumprodukten
an? Die Experten von der Reinraum Akademie geben die Antworten.
Grundbausteine für die
Herstellung von Reinraumprodukten
Die Herstellung von zumeist empfindlichen, hochkomplexen und / oder hochqualitativen
Reinraumprodukten in einer kontrollierten und möglichst reinen
Umgebung erfordert spezifische Grundlagen, um die gewünschten Produkteigenschaften
sicherzustellen. Denn letztlich unterliegen Reinraumprodukte
höchsten Anforderungen.
Durch die Kombination wichtiger Grundbausteine können Unternehmen eine
qualitätskonforme Herstellung von Reinraumprodukten gewährleisten. Die
nachfolgende Abbildung veranschaulicht die wichtigsten dieser Grundbausteine:
Baustein Mitarbeiterschulung
produkten ist der Einfluss durch das Herstellpersonal
groß, denn der Mensch stellt
zumeist die größte Kontaminationsquelle
dar.
Bei einer umfassenden Schulung für
Reinraumpersonal geht es nicht nur um
die Vermittlung und Vertiefung von reinraumspezifischem
Wissen, sondern auch
um das Training von notwendigem praktischen
Können. Beispielsweise müssen das
korrekte Anlegen der Reinraumkleidung,
die Verhaltensweisen, Wischtechniken für
Tuch und Mopp oder Schritte der Händehygiene
durchgeführt und trainiert werden.
Im Reinraum sind also Wissen und Können
gleichermaßen gefragt. Dementsprechend
sollten die Schulungsmethoden didaktisch
an das jeweilige Thema angepasst werden.
Da es im Reinraumbereich viele Gebote
und Verbote gibt, die das Personal nicht
selten als störend und lästig empfindet,
empfiehlt sich eine möglichst praxisnahe
Schulung inklusive Begründungen für die
Gebote und Verbote anhand der in der zuvor
gezeigten Abbildung aufgeführten Aspekte.
Ist das Verständnis für die Gebote und Verbote
fundiert, so wird die reinraumkonforme
Umsetzung durch das Personal davon
profitieren, was schlussendlich die Produktqualität
positiv beeinflusst. Denn nur wenn
sich alle Beteiligten konsequent an die Vorgaben
halten, wird das Ergebnis des Unternehmens
maximal Erfolg bringend sein.
Wohingegen das Argument „das haben wir
schon immer so gemacht“ Stillstand bedeutet
und / oder langfristig zu Einbußen in der
Produktqualität und Kundenzufriedenheit
führen kann.
Professionelle externe Anbieter wie die
CWS Reinraum Akademie bieten genau solche
Schulungen an. Damit wird zum einen
innerbetrieblich der Schulungsaufwand
auf ein Minimum reduziert. Zum anderen
wird der Einsatz eines externen Experten
vom Reinraumpersonal meist anders bewertet,
als wenn Schulungen mit innerbetrieblichen
Personalressourcen abgehalten
werden. Weiterhin bietet eine Schulung
durch Externe die Möglichkeit sich über
den Stand von Wissenschaft und Techduktspezifikationen
und damit der Wirtschaftlichkeit
des gesamten Unternehmens.
Sowohl der Reinraumbetreiber von administrativer
Seite als auch jede einzelne
Person in operativen Tätigkeiten müssen
dazu einer gewissen Sorgfaltspflicht im reinen
Bereich nachkommen. Doch Personal
kann immer nur so gut arbeiten, wie es sein
Wissens- und Fähigkeitsstand erlaubt und
es motiviert ist. Besonders bei Reinraum-
Die regelmäßige Schulung des Reinraumpersonals
zur persönlichen Hygiene, zu korrektem
Verhalten am Arbeitsplatz und anderen
reinraumspezifischen Themen, bildet
wiederum die Basis für eine qualitätskonforme
Herstellung von Reinraumprodukten.
Sie dient damit am Ende der Produktivität,
der so wichtigen Einhaltung von Endpro-
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Seite 9/57
nik im reinen Bereich zu informieren und
„Betriebsblindheit“ vorzubeugen. Dazu ist
eine Besichtigung des reinen Bereichs und
unterstützend die Herausgabe von betrieblichen
Standardarbeitsanweisungen (SOPs)
an bzw. durch den externen Experten von
Nöten.
Baustein Reinraumkonzeption
Die Konzipierung des reinen Bereichs ist
entscheidend, um einen ordnungsgemäßen
Betrieb zu gewährleisten. Ein geflügeltes
Wort in diesem Zusammenhang ist die Geeignetheit.
Man spricht auch vom Hygienedesign.
Oberflächen, Materialien, Ausrüstungen,
Einrichtungen und Prozesse sollten
geeignet sein. Was bedeutet dies genau?
Je nach Produktanforderungen muss die
Reinraumklasse festgelegt werden. Diese
wiederum bestimmt die zulässige Partikelund
ggf. Mikroorganismenkonzentration in
der Luft. Die Gestaltung von Räumen hat
Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Produktion.
Glatte, abriebfeste Oberflächen
und leicht zu reinigende Materialien und
Maschinen werden verwendet, um eine
Kontamination zu minimieren und eine
gründliche Reinigung und ggf. Desinfektion
zu erleichtern.
Baustein Reinraumhygiene
In der Prozesslandschaft eines Reinraumunternehmens
hängt das gesamte Prozessmanagement
nicht nur vom Produkt,
sondern im Speziellen von der Betriebsund
Reinraumhygiene ab. Doch mit einem
Wisch ist nicht immer alles weg! Der erste
Schritt ist die Ermittlung des Kontaminationsprofils.
Außerdem gibt es einen Unterschied
zwischen Reinigung und Desinfektion.
Darauf zielt auch der Anhang 1 des EU-
GMP-Leitfadens unter Ziffer 4.22 explizit ab
und besagt, dass Reinraumreinigung und
-desinfektion als gesonderte Prozesse definiert
und kontrolliert werden sollten. Dabei
sollen eventuelle Rückstände zunächst abgereinigt
werden, bevor der nächste Reinigungsschritt
eingeleitet werden kann. In der
Praxis wird diesen Prozessen häufig zu we-
CWS Cleanrooms Reinraum Akademie Bekleidungsübung
nig Stellenwert und damit Zeit eingeräumt,
da nur den wissenden Praktikern bekannt
ist, wie aufwendig diese Arbeiten tatsächlich
sind. Man muss sich der Wichtigkeit
und damit Wertigkeit dieses Aufwands bewusst
werden. Weiterhin ist in dieser Hinsicht
grundhaft geschultes und trainiertes
Personal von Nöten. Die Reinigungs-, Desinfektions-
und Sterilisationsmaßnahmen
bewegen sich immer im Spannungsfeld von
Kosten und Nutzen bzw. Risiko für den Endanwender
/ Patient.
Baustein Material- und Personalfluss
Der Ein- und Ausgang von Materialien und
Personal muss sorgfältig geregelt werden,
um Kreuzkontaminationen zu vermeiden.
Dies kann durch Schleusensysteme und
spezielle Verfahrensweisen erreicht werden.
Grundsätzlich sollten Material- und Personalfluss
so gestaltet sein, dass sie vorrangig
dem Produktschutz dienen. Produktionsunterstützend
und zudem wirtschaftlich
sind möglichst kurze Wege. Zur Optimierung
des Materialflusses muss die Anzahl
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Seite 10/57
an Personen im Reinraum definiert werden.
Die jeweiligen Wege sollten im Layout der
Reinraumanlage eingezeichnet werden, um
entscheidende Funktionen eines sicheren
Produktionsprozesses abbilden zu können.
Baustein Monitoring, Qualifizierung und
Prozessvalidierung
Regelmäßige Überwachung und Validierung
der Reinraumbedingungen sind unerlässlich.
Dazu gehören u. a. folgende Parameter
zum Raumklima: Temperatur, relative
Feuchte, Differenzdruck und Luftqualität.
Ziel der Qualifizierung ist der systematische
und dokumentierte Nachweis für die
Eignung und Erfüllung der spezifizierten
Leistungskriterien. Sprich, die Eignung für
die Belange des reinen Bereichs muss, gestützt
durch eine Risikoanalyse, überprüft
und nachgewiesen werden. Dabei ist die
Qualifizierung nur ein Teil der Validierung
und konzentriert sich auf die Hardware und
die Umgebung.
Validierung hingegen ist der umfassendere
Prozess, der sicherstellt, dass ein
Produkt oder ein Prozess konsistent die
erwarteten Ergebnisse liefert. Sie umfasst
die Qualifizierung der Ausrüstung und
Systeme sowie die Prozessvalidierung.
Bei dieser werden die Prozesse selbst
validiert, um zu zeigen, dass sie konstant
und reproduzierbar innerhalb festgelegter
Spezifikationen und Qualitätsattribute
funktionieren.
Baustein Persönliche Hygiene
Es ist wichtig, dass betriebsinterne Verhaltens-
und Bekleidungsregeln streng eingehalten
werden, um die Reinheitsklasse des
Reinraums zu gewährleisten. Um dies zu
erreichen, darf ausschließlich entsprechend
geschultes Personal den reinen Bereich betreten.
In den SOPs werden risikobasierte
Maßnahmen festgelegt, die auf dem für den
Reinraumbetreiber geltenden Standard DIN
EN ISO 14644, VDI-Richtlinie 2083 oder
EU-GMP-Leitfaden, Anhang 1 und den spezifischen
Bedingungen des jeweiligen reinen
Bereichs basieren.
Die CWS Reinraum Akademie bietet
maßgeschneiderte, didaktisch schlüssige
Schulungs- und Beratungslösungen rund
um die Themen Reinraum und Hygiene an.
Bei jeder Schulung können diverse Erfolgskontrollen
(schriftlich und / oder praktisch)
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Methodisch findet ein Wechsel von Unterricht,
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Seite 11/103
Beispiele für die sterile Herstellung und Handschuheingriffe
Der Annex 1 und Fill- and-Finish-Prozesse:
Mögliche Lösungsansätze
und Einschränkungen
Die Umsetzung des EU GMP Annex 1, der strenge Vorgaben
für die Herstellung steriler Arzneimittel festlegt, stellt
Pharmaunternehmen vor neue Herausforderungen. In absehbarer
Zeit werden nach Einschätzung von Ralf Wagner,
Sales Director für die DACH-Region, Portugal und Spanien
bei Optima Pharma, Handschuheingriffe – insbesondere
bei Hochgeschwindigkeitsanlagen – höchstwahrscheinlich
nicht vollständig aus dem aseptischen Prozess eliminiert
werden können.
Kamerasysteme als Ergänzung bei Handschuheingriffen
in aseptischen Produktionsanlagen
Obwohl die Automatisierung in der aseptischen Herstellung stetig
voranschreitet, werden Handschuheingriffe insbesondere bei
Hochgeschwindigkeitsanlagen wohl auch in absehbarer Zeit nicht
vollständig vermieden werden können. Hier bieten Kamerasysteme
eine wertvolle Unterstützung, da die Kritikalität eines Prozesseingriffs
und dessen potenzielle Auswirkungen auf die pharmazeutische
Qualität beurteilt, bewertet und dokumentiert werden kann.
Hochgeschwindigkeitskameras zeichnen Arbeitsprozesse kontinuierlich
auf und speichern automatisch relevante Sequenzen, wie
beispielsweise bei einem Anlagenstopp oder einem Handschuheingriff.
So können Eingriffe im Nachhinein analysiert und deren Auswirkungen
auf die pharmazeutischen Anforderungen und Qualitätsvorgaben
bewertet und dokumentiert werden.
Diskussionen um die Umsetzbarkeit der Annex 1-Vorgaben
Die Regelungen des Annex 1 werden in der Branche weiterhin intensiv
diskutiert, da einzelne Anforderungen aufgrund technischer
oder physikalischer Gegebenheiten neue Lösungen erfordern oder
in Einzelfällen als nicht vollständig abbildbar gelten. Dies betrifft
beispielsweise:
Kamerasysteme mit Ringspeicher zeichnen automatisch auf und
speichern, sobald beispielsweise ein Handschuheingriff während
der Batch-Verarbeitung erfolgt. Damit lässt sich nachträglich beurteilen
und dokumentieren, ob dieser entsprechend den Regularien und
von den Pharmazeuten definierten SOP’s
(Standard Operating Procedure) durchgeführt wurde.
– Regelungen, für die es in der Praxis Detailerklärungen zur optimalen
Umsetzung erfordert: Beispielsweise verlangt Annex 1,
dass alle indirekt berührende Teile, die mit dem Produkt in Berührung
kommen, sterilisiert, weitgehend vormontiert und unter
aseptischen Gesichtspunkten eingebracht werden. Dafür wurden
von Optima neue Handlinghilfen entwickelt, um die Umsetzung
in der Praxis zu ermöglichen und bereits in der Mock-up Phase
zu berücksichtigen. Weitere Entwicklungen zur Automatisierung
des händischen Prozesses werden bereits in konkreten Kundenprojekten
aufgezeigt und angeboten.
– Regelungen, die nicht eindeutig formuliert sind: Ein Beispiel
ist die Vorgabe zur Geschwindigkeit der unidirektionalen Luft-
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Seite 12/57
stellung der Strömungen des Laminar Flows über sämtliche Anlagenzonen
hinweg. Dadurch werden die in Annex 1 definierten
Vorgaben bei zugleich minimierten Querströmungen auf Objekthöhe
demonstriert und nachgewiesen.
Fazit: Anpassungen an individuelle Anforderungen
Strömungssimulationen des Anlagenherstellers geben Aufschluss über
potenziell problematische Zonen im Isolator, die dem First-Air-Prinzip
des Annex 1 zuwiderlaufen könnten. Noch in der Engineering-Phase
werden diese Zonen optimiert. Pharmazeutischen Unternehmen und
CDMOs können als Kunde des Anlagenbaus Strömungssimulationen
in ihre Contamination Control Strategy (CCS) übernehmen, um die
Optimierung einer Anlage zu dokumentieren.
strömung von 0,36 – 0,54 m/s in der „working position“, also auf
Arbeitshöhe. Unterschiedliche Definitionen der „working position“
können zu anderen Luftgeschwindigkeitsergebnissen führen.
Hier helfen projektspezifische Studien und Simulationen zur Dar-
Der Annex 1 lässt den Pharmaunternehmen einen gewissen Handlungsspielraum,
den sie im Rahmen eines risikobasierten Ansatzes
beispielsweise im Rahmen von CCS-Studien nutzen können, um
ihre Prozesse regelkonform zu abzubilden und nachzuweisen. Allgemeingültige
Lösungen zur Umsetzung und Realisierung kommen
in der Praxis selten zu tragen, da diese von Kunden- und Arzneimittelanforderungen
sowie dem damit abhängigen Engineering und
Verarbeitungsprozess abhängen.
Betreiber neuer oder bestehender Anlagen müssen die Einhaltung
der Annex 1 Regularien bei den Behördeninspektion darlegen,
sodass teilweise neue technische Ausführungen erforderlichen
werden. Contract Development and Manufacturing Organizations
(CDMOs), die eine Vielzahl von verschiedenen Arzneimitteln verarbeiten,
setzen auf maximale Flexibilität. Dahingehend legen pharmazeutische
Hersteller ausgewählter Produkte besonderen Wert auf
die Kompatibilität neuer Technologien legen.
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Durch die Reduzierung von Komplexität und die Optimierung
von Arbeitsabläufen bietet Syntegon mit der Montagelösung RMA
langfristigen Mehrwert für pharmazeutische Hersteller.
Syntegon erhält Designpreis
Baden-Württemberg „FOCUS Silver“
Das Design der RMA Montagelösung
vereinfacht die Bedienung und ermöglicht
flexible Produktionsmöglichkeiten.
– RMA-Montagelösung für Pens und Autoinjektoren für Benutzerfreundlichkeit und reibungsfreie Abläufe ausgezeichnet
– Design vereinfacht Bedienung und ermöglicht flexible Produktion
– Langfristiger Mehrwert für Pharmahersteller von beispielsweise Antidiabetika und Produkten zur Gewichtskontrolle
Syntegon hat den Internationalen Designpreis
Baden-Württemberg „FOCUS Silver“
für seine RMA-Montagelösung (Range Manual
Assembly) für Pens und Autoinjektoren
erhalten. Entwickelt für klinische Studien
und die Kleinserienproduktion, überzeugte
die RMA die Jury mit besonderer Benutzerfreundlichkeit
und optimierten Abläufen.
Damit setzt sie einen neuen Maßstab für
intuitives Maschinendesign in der Pharmaindustrie.
Das Design der RMA vereinfacht die Bedienung
durch eine erhöhte Automatisierung,
ein intuitiv bedienbares Regalsystem
und die Unterstützung mehrerer Formatsätze.
Durch die Reduzierung von Komplexität
und die Optimierung von Arbeitsabläufen
bietet Syntegon mit der Montagelösung
langfristigen Mehrwert für Hersteller einer Vielzahl pharmazeutischer
Produkte, wie Antidiabetika und Medikamente zur Gewichtskontrolle.
Das RMA-System ermöglicht Pharmaherstellern die
Montage kleiner Chargen von Systemen zur Arzneimittelverabreichung
gemäß regulatorischen Anforderungen. Dies ist ein wichtiger
Schritt, bevor die Produktionskapazität für eine Markteinführung
mit Hochleistungsmontagesystemen erhöht wird.
„Der starke Fokus auf die Nutzererfahrung unter Einbindung
von Kunden-Feedback sowie die enge Zusammenarbeit zwischen
unseren Industrial-Design- und Design-Thinking-Teams waren
entscheidend für den Erfolg dieses Projekts“, sagt Simon Rytman,
Head of Engineering am Syntegon-Standort Sandved (Dänemark),
der bei der Entwicklung des preisgekrönten Designs von der Agentur
whiteID unterstützt wurde. „Diese Auszeichnung bestätigt unser
Bei der Vergabe des Internationalen
Designpreis Baden-Württemberg spielen
unter anderem Aspekte wie Benutzerfreundlichkeit,
und Innovationsgrad
eine entscheidende Rolle.
Bestreben, Funktionalität mit einer intuitiven
Benutzeroberfläche zu verbinden.“
Der Erfolg beim Baden-Württemberg
Design Award unterstreicht Syntegons Position
als strategischer Partner der Pharmaindustrie.
Das Unternehmen setzt darauf,
seinen Kunden mit innovativen Technologien
reibungslose Prozesse zu ermöglichen.
Auszeichnung mit ganzheitlicher
Bewertung
Das Design Center Baden-Württemberg
vergibt seit 1991 jährlich weltweit den Internationalen
Designpreis Baden-Württemberg.
Die für den Preis eingereichten Innovationen
reichen von Investitionsgütern
über Werkzeuge bis hin zu Gebäudetechnik.
Die Bewertung erfolgt auf Grundlage einer ganzheitlichen Betrachtung.
Neben ästhetischen Faktoren spielen dabei Aspekte wie
Nachhaltigkeit, Benutzerfreundlichkeit, Sinnhaftigkeit, Originalität
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Seite 14/57
Die Wahl des richtigen Containment-Systems – Isolator,
mikrobiologische Sicherheitswerkbank (BSC) oder Restricted
Access Barrier System (RABS) – hat Einfluss auf die
Sterilität, Compliance und Effizienz der aseptischen Herstellung.
Bei der Pharmaproduktion ist strikte Sterilität ein absolutes Muss.
Regulierungsrahmen wie Annex 1 of the European Union’s Eudralex
Volume 4 unterstreichen, dass zur Vermeidung von Kontamination
jeweils die richtige Containment-Technologie gewählt werden muss.
Zu den verfügbaren Optionen zählen Isolator, mikrobiologische Sicherheitswerkbank
(BSC) und Restricted Access Barrier System
(RABS), die bei der aseptischen Verarbeitung alle eine Rolle spielen.
Isolatoren gelten jedoch zunehmend als Goldstandard, da sie eine
überlegene Sterilitätssicherheit und Betriebseffizienz bieten.
Dieser Artikel beleuchtet die wesentlichen Unterschiede, Vorteile
und Einschränkungen dieser drei Technologien und hilft Fachleuten
in der Biotechnologie und der Pharmaproduktion, informierte
Entscheidungen zu treffen.
Isolatoren: die Containment-Lösung für hohe Leistungen
Was sind Isolatoren?
Containment-
Systeme für
aseptische
Verarbeitung
im Vergleich:
Isolatoren, BSCs
und RABS
Isolatoren schaffen eine vakuumdichte Umgebung und schützen
den Prozess mittels physischer Barrieren vor Kontamination. Die
Bediener interagieren über Eingriffsysteme mit dem Innenraum,
wobei eine vollständige Trennung von Personal und aseptischem
Bereich gewährleistet wird.
Vorteile von Isolatoren:
– Unübertroffene Sterilitätssicherheit: Isolatoren erreichen
ein Sterilitätssicherheitsniveau (SAL) von 10 -⁶, womit das
Kontaminationsrisiko im Vergleich zu BSCs mit einem SAL
von 10-³ erheblich reduziert wird.
– Regulatorische Compliance: Annex 1 hebt Isolatoren als eine
erstklassige Lösung zur Reduzierung der Kontamination durch
Personal, Materialien und die Umwelt hervor.
– Geringere Reinraumanforderungen: Im Gegensatz zu BSCs,
die einen Reinraum der Reinheitsklasse B erfordern, können
Isolatoren in einer Umgebung der Reinheitsklasse C oder einer
unklassifizierten Umgebung betrieben werden, wodurch die
Betriebskosten sinken.
– Automatisierte Dekontamination: Die meisten Isolatoren nutzen
eine validierte Dekontamination mit Wasserstoffperoxiddampf,
wodurch eine gleichbleibende und zuverlässige Sterilitätssicherheit
gewährleistet wird.
– Betriebskosteneinsparungen: Geringere Anforderungen an HLK
und Schutzkleidung sowie eine gesteigerte Personaleffizienz
tragen zu langfristigen finanziellen Vorteilen bei.
Einschränkungen:
– Grössere Anfangsinvestition: Die Anfangskosten von Isolatoren
sind erheblich, zudem findet die Projektumsetzung auf einer
längeren Zeitachse statt.
– Komplexität der Wartung: Eine langfristige luftundurchlässige
Abdichtung erfordert spezialisierte Wartungsmassnahmen.
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Seite 15/57
Mikrobiologische Sicherheitswerkbänke (BSCs):
zugänglich, aber mit Einschränkungen
Was sind mikrobiologische Sicherheitswerkbänke?
BSCs sind Containment-Systeme mit offener Front, die mithilfe eines
Luftstroms aseptische Bedingungen schaffen. Sie sind in unterschiedlichen
Klassen (I, II oder III) erhältlich, die jeweils verschiedene
Schutzniveaus für Bediener und Produkte bieten.
Vorteile von BSCs:
– Kosteneffizienter Einsatz im kleinen Massstab: BSCs verursachen
geringere Anfangskosten und sind somit für aseptische Anwendungen
im kleinen Massstab oder unkritischer Art geeignet.
– Einfacher Zugang: Offene Konstruktionen erleichtern Aufgaben,
die häufige manuelle Eingriffe erfordern, etwa die Probenahme
und Zellkulturen im kleinen Massstab.
Einschränkungen:
– Geringere Sterilitätssicherheit: Mit einem SAL von 10-³ sind BSCs
anfälliger für Kontamination durch Bewegungen der Bediener
sowie Störungen des Luftstroms.
– Hohe Reinraumanforderungen: BSCs erfordern einen Reinraum
der Reinheitsklasse B zur Aufrechterhaltung aseptischer
Bedingungen, was die Betriebskosten erhöht.
– Manuelle Dekontamination: Die erforderliche manuelle
Reinigung bringt Variabilität mit sich und reduziert die
Sterilitätskonsistenz.
– Herausforderungen bei der Compliance: Häufig sind zusätzliche
Infrastruktur und Verfahrenskontrollen erforderlich, um die
Standards gemäss Annex 1 zu erfüllen.
Restricted Access Barrier System: ein flexibler Kompromiss
Was ist ein RABS?
RABS bilden mithilfe starrer Barrieren und eines kontrollierten
Luftstroms ein halbgeschlossenes System. Bediener haben im Notfall
Zugriff auf den aseptischen Bereich, was im Hinblick auf das
Kontaminationsrisiko eine gewisse Variabilität bedingt.
Vorteile von RABS:
– Verbessertes Containment im Vergleich mit BSCs: RABS bieten
im Vergleich mit BSCs eine bessere Trennung zwischen Personal
und aseptischen Bereichen.
– Geringere Kapitalkosten als Isolatoren: Wenngleich sie nicht so
robust sind wie Isolatoren, stellen RABS eine Kompromisslösung
mit geringeren Investitionskosten dar.
Einschränkungen:
– Unbeständige Dekontamination: Manuelle oder halbautomatische
Reinigung ist weniger zuverlässig als die vollautomatische
Dekontamination, die bei Isolatoren zum Einsatz kommt.
– Eingriffsrisiken: Das Öffnen der Systemtüren im Betrieb
erhöht Kontaminationsrisiken, besonders bei eingriffsintensiven
Prozessen.
– Regulatorische Faktoren: In Annex 1 werden Isolatoren für die
aseptische Verarbeitung bevorzugt und RABS als sekundäre
Option eingeordnet.
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Seite 16/57
Warum gelten Isolatoren als Goldstandard?
Regulatorische Compliance
Annex 1 priorisiert Isolatoren, weil sie die Kontamination durch
Personal und Umwelteinwirkungen minimieren. Ihre validierten
Designs und automatisierten Systeme machen sie zur ersten Wahl
für Hochrisiko-Anwendungen.
Betriebseffizienz
Isolatoren reduzieren die Anforderungen an HLK und Schutzkleidung
sowie die Reinraum-Wartungskosten. Zwar ist die
Anfangsinvestition grösser, mit der Zeit ergeben sich so jedoch
deutliche kumulierte Einsparungen.
Sicherheit und Leistung
Mit dem höchsten Sterilitätssicherheitsniveau (10-⁶ SAL) und
Kapazitäten sowohl für den Umgang mit Gefahrstoffen als auch für
empfindliche aseptische Prozesse sind Isolatoren die optimale Wahl
für die Pharmaproduktion und fortschrittliche Therapien.
Fazit: eine strategische Wahl
Die Wahl zwischen Isolatoren, BSCs und RABS ist abhängig von
den jeweiligen regulatorischen Anforderungen, dem betrieblichen
Massstab und langfristigen Investitionsüberlegungen.
Für die hochvolumige Herstellung oder eine stringente Sterilitätssicherheit
sind Isolatoren die deutlich überlegene Option. Sie
entsprechen den Leitlinien von Annex 1, reduzieren die langfristigen
Kosten und bieten eine unübertroffene Kontaminationskontrolle.
Für Anwendungen im kleineren Massstab oder mit geringerem
Risiko sind BSCs oder RABS ausreichend – dabei sind jedoch Zugeständnisse
in puncto Sterilitätssicherheit und regulatorische
Compliance erforderlich. Mit der Weiterentwicklung der Branche
und zunehmenden regulatorischen Erwartungen werden Isolatoren
voraussichtlich eine dominierende Rolle bei der aseptischen Herstellung
einnehmen und die höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandards
für pharmazeutische und biotechnologische Anwendungen
gewährleisten.
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Fraunhofer ISE demonstriert ultrafeine
Transportschichten für Elektrolyseure
Für die Herstellung von grünem Wasserstoff durch Elektrolyse sind Protonen-
Austauschmembranen (PEM) eine der vielversprechendsten Technologien. Um
die Material- und Herstellungskosten für PEM-Elektrolyseure zu senken, forscht
das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE an skalierbaren Produktionsverfahren.
Nun ist es erstmals gelungen, im Siebdruckverfahren ultrafeine
poröse Transportschichten aus Titan herzustellen und damit die Kosten für
Katalysatormaterialien zu senken. Dabei kamen industrieübliche skalierbare
Anlagen zum Einsatz. Auf der Hannover Messe (31.03.-04.04., Halle 13, C41) zeigt
das Institut neben weiteren Innovationen Muster der optimierten mikroporösen
Transportschicht.
Die PEM-Elektrolyse ist eine zentrale Technologie
für den Markthochlauf der grünen
Wasserstoffwirtschaft, da sie mit hoher
Stromdichte und dem flexiblen Stromangebot
aus erneuerbaren Energien betrieben
werden kann. Zentral für ihre Leistung sind
neben der katalysatorbeschichteten Membran
die porösen Transportschichten (Porous
Transport Layers, PTL). »Als ,Lunge‘ der katalysatorbeschichteten
Membran sind die
PTL unter anderem für den Transport von
Wasser und Gasen zuständig. Die Optimierung
der PTL und ihrer Oberflächeneigenschaften
ist ein großer Hebel für Kostensenkungen
und Leistungssteigerungen in der
PEM-Elektrolyse. Daher rückt diese Schicht
verstärkt in den Fokus unserer Forschung«,
erklärt Projektleiter Stefan Bercher vom
Fraunhofer ISE.
Für die Verbesserung der Oberflächeneigenschaften
werden feinporige Titanschichten
(microporous layers, MPL)
zwischen PTL-Schicht und katalysatorbeschichteter
Membran aufgebracht. Sie
ermöglichen dank ihrer geringen Oberflächenrauigkeit
die Verwendung von Katalysatorschichten
mit deutlich reduzierter
Iridium-Beladung, da sie die Katalysator-
anbindung und somit -ausnutzung erheblich
verbessern. Zudem vereinfachen sie
den Einsatz dünnerer Membranen, sodass
ohmsche Verluste reduziert werden. Ziele
der Projektgruppe des Fraunhofer ISE waren
es, die titanbasierten MPL optimal auf
die zu kontaktierende Katalysatorschicht
abzustimmen und möglichst fein auszuführen,
da diese Metalle zu den Hauptkostenfaktoren
in Elektrolyseuren zählen. »Wir
verfügen am Fraunhofer ISE über jahrzehntelange
Erfahrung in der Herstellung und
Charakterisierung von Komponenten für
die PEM-Elektrolyse. Dieses Know-How
setzen wir beim Interface Engineering ein,
um beide Schichten gemeinsam und nicht
wie bisher getrennt zu optimieren«, erklärt
Tom Smolinka, Abteilungsleiter Elektrolyse
und Wasserstoffinfrastruktur am Fraunhofer
ISE.
Erfolgreicher Proof-of-Concept
mit Siebdruckverfahren
Für den Druck der ultrafeinen MPL-Strukturen
setzt das Fraunhofer ISE auf das Sieb-
Finale mikroporöse Schicht auf einem Titanfasersubrat nach dem
Siebdruckprozess. In einem anschließenden Schritt werden die beiden
Schichten versintert. Die mikroporöse Schicht mit einer reduzierten
Oberflächenrauheit ermöglicht ein optimiertes Interface zur Katalysatorschicht.
Dadurch kann die Katalysatorbeladung mit Iridium reduziert
werden und dünnere Membranen sind möglich.
© Fraunhofer ISE/Joscha Feuerstein
Paste bestehend aus Titanpulver, Lösemittel und Additive wird auf dem
Drucksieb aufgetragen. Im Anschluss wird die Paste mit dem Druckrakel
durch das Sieb als dünne mikroporöse Schicht auf ein Titanfasersubrat
aufgebracht. © Fraunhofer ISE/Joscha Feuerstein
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Seite 18/57
Die Laser-Scan-Mikroskopieaufnahme zeigt die deutliche Reduktion der Oberflächenrauigkeit.
© Fraunhofer ISE
druckverfahren, mit dem das Institut langjährige
Produktionserfahrungen aus dem
Bereich Photovoltaik hat. Da der Siebdruck
eine präzise Kontrolle der Dicke und Struktur
der Schichten erlaubt, sieht das Projektteam
großes Potenzial in der Technologie.
In Testreihen untersuchten die Forschenden,
ob mit mikroporösen Trans-
portschichten beschichtete PTLs bessere
Ergebnisse als kommerziell erhältliche
erzielen. Dabei wurden die einzelnen
Produktionsschritte und -parameter des
Druckverfahrens, vom Anmischen der Tinte
mit Titanpartikeln über den eigentlichen
Siebdruckvorgang auf industrieüblichen
Anlagen bis zum Sintern optimiert. Bei
der anschließenden Charakterisierung der
auf eine grobe PTL aufgedruckten MPL-
Schicht wurden insbesondere die Oberflächenrauigkeit
und die Leistungsfähigkeit
gemessen. »Wir konnten sehr feine Schichten
von etwa 20 µm Stärke drucken und die
Oberflächenrauheit um 46 Prozent reduzieren.
Dies verbessert die Kontaktierung der
Katalysatorschicht, in der die Beladung mit
dem teuren Edelmetall Iridium immer weiter
reduziert wird«, so Stefan Bercher. Dies
sei zentral für die Erreichung der europäischen
Ziele hinsichtlich Materialeinsparung
und Markthochlauf trotz begrenzter Ressourcen.
Nun ist das Forschungsteam auf
der Suche nach Industriepartnern für die
weitere Optimierung und Anpassung der
mikroporösen Schicht auf kundenspezifische
poröse Transportschichten.
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Seite 19/103
Dünne Chips und robuste Substrate
– Schlüsseltechnologien für
eine kosteneffiziente
Siliziumkarbid-Leistungselektronik
Siliziumkarbid bietet für die Leistungselektronik erhebliche technische Vorzüge
– ein Nachteil sind nach wie vor die Kosten. Im Forschungsprojekt »ThinSiCPower«
entwickelt ein Konsortium von Fraunhofer-Instituten Schlüsseltechnologien,
mit denen Materialverbrauch und Bauelementdicke reduziert und gleichzeitig
die thermomechanische Stabilität der aufgebauten SiC-Chips erhöht wird.
Die erzielten Einsparungen sollen dazu beitragen, die Markterschließung für effiziente
SiC-Leistungselektronik weiter zu beschleunigen.
Die Halbleitertechnologie auf der
Schwelle zur Post-Silizium-Ära
Leistungsbauelemente auf einem Siliziumkarbid-Wafer, hergestellt im
institutseigenen Reinraum des Fraunhofer IISB. © Daniel Karmann
Leistungselektronik auf Basis des Wide-
Bandgap-Halbleiters Siliziumkarbid (SiC)
ist ein wesentlicher Türöffner für energieeffiziente,
nachhaltige und hoch performante
Anwendungen in der Elektromobilität – vom
Automobil über Nutzfahrzeuge bis hin zu
Bahn, Schiff und Flugzeug, bei Erzeugung,
Transport und Speicherung erneuerbarer
Energien, sowie für IT- und industrielle
Infrastrukturen. Sie ist damit ein wichtiger
Baustein und wettbewerbsrelevanter Faktor
für die aktuellen globalen Transformationsprozesse
in den Bereichen Mobilität,
Energie und Digitalisierung. Dem Markt für
SiC-Leistungsbauelemente werden jährliche
Wachstumsraten von über 30 Prozent
attestiert. Gegenüber der herkömmlichen
Siliziumtechnologie lässt sich durch den
Einsatz von SiC-Leistungselektronik in einem
typischen Antriebsumrichter über eine
Größenordnung mehr an Energie einsparen
als für die Herstellung der SiC-Leistungselektronik
selbst benötigt wird.
Während die technologischen Vorteile
von SiC aufgrund seiner physikalischen
Eigenschaften auf der Hand liegen, sind die
höheren Kosten im Vergleich zum etablier-
ten Silizium weiterhin ein Hemmnis für eine
noch schnellere Marktdurchdringung. Die
Chip-Kosten sind um mehr als den Faktor
3 größer als bei Silizium. Hierbei stellt der
SiC-Ausgangswafer den größten Kostentreiber
dar. Im Fall eines auf SiC basierenden
Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistors
(MOSFET) beträgt dieser mehr als
40 Prozent der Herstellungskosten. Hinzu
kommt, dass aufgrund der ungünstigen mechanischen
Materialeigenschaften und großen
Dicke des einkristallinen SiC-Wafers
daraus verarbeitete Elektroniken nur ca. 30
Prozent der thermomechanischen Lebensdauer
im Vergleich zu Silizium erreichen.
Dieser Nachteil führt zu einer um ca. 25 Prozent
vergrößerten Chipfläche und etwa bei
einem Umrichter zu rund 25 Prozent höheren
Kosten in der Anwendung.
Kostengünstige SiC-Substrate
ohne Sägen und Schleifen
Im dreijährigen Projekt ThinSiCPower
(2024-2027), gefördert aus dem Fraunhofer
internen »PREPARE« Programm, entwickeln
Forschende einen alternativen
Weg zur Herstellung von kostengünstigen
SiC-Substraten und deutlich dünneren
SiC-Chips mit ressourcenschonenderen
Prozessierungstechnologien. Dabei werden
die teuren und qualitativ hochwertigen SiC-
Wafer nicht wie üblich mit Materialverlust
erst gesägt und später in der Bauelementprozessierung
wieder dünngeschliffen, sondern
der SiC-Kristall wird über ein spezielles
Laserverfahren ohne große Materialeinbußen
direkt in dünnere Wafer separiert, die
auf ein preiswertes Trägersubstrat auf Basis
von polykristallinem SiC gebondet werden.
Damit lassen sich deutlich mehr Wafer aus
einem Kristall fertigen. Weiterhin bietet das
sogenannte Poly-SiC im Vergleich zum einkristallinen
Substratisotrop deutlich vorteilhaftere
mechanische Materialeigenschaften,
was der thermomechanischen Lastwechselfestigkeit
positiv entgegenkommt.
Der in Summe deutlich dünnere Aufbau
sorgt zudem für eine bessere Wärmeabfuhr.
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Seite 20/57
Mit ThinSiCPower zur vollständigen
SiC-Prozesslinie, made in Germany
Die Institute Fraunhofer ISE, ENAS und
IWM sowie das Fraunhofer IISB als Projektkoordinator
bündeln in ThinSiCPower
ihre jeweiligen Kompetenzen. Für die
Herstellung der Poly-SiC-Trägersubstrate
wird eine vom Fraunhofer IISB entwickelte
SiC-Beschichtungstechnologie adaptiert,
die gegenüber der bislang üblichen Herstellungsvariante
per chemischer Gasphasenabscheidung
kosten- und ressourcenschonender
ist. Das verlustarme Vereinzeln
der dünnen SiC-Wafer erfolgt mittels eines
Lasers zur definierten mechanischen Vorschädigung
(Fraunhofer ISE) und anschließender
Vereinzelung unter gut definierten
mechanischen Bedingungen zur kontrollierten
Rissausbreitung (Fraunhofer IWM).
Die Entwicklung des Waferbond-Prozesses
für das Poly-SiC-Substrat mit dem gesplitteten
SiC einschließlich der notwendigen
Oberflächenpräparation vor und nach
dem Bond-Prozess erfolgt am Fraunhofer
ENAS, während die anschließende Bauelementprozessierung
sowie Qualifizierung
wieder am Fraunhofer IISB stattfindet. Für
eine möglichst hohe Marktakzeptanz dieser
neuartigen Klasse von kostengünstigen
SiC-Substraten werden von den Partnern
zudem angepasste elektrische Testmethoden
auf Dünnwaferlevel sowie »Physicsof-failure«-Simulationsmodelle
erarbeitet.
Damit soll eine breite Anwendbarkeit in
den relevanten Branchen erzielt werden
können.
Über die Technologieentwicklung zur
Herstellung von kostengünstigen dünnen
SiC-Wafern und Poly-SiC-Trägersubstraten
wird eine Reduktion der SiC-Bauteilkosten
um 25 Prozent angestrebt. Außerdem
soll eine Verringerung der SiC-Auslegungskosten
um weitere 25 Prozent durch
Steigerung der Lastwechselfestigkeit um
300 Prozent erfolgen. Zielmärkte sind Halbleiter-
und Leistungsmodulhersteller sowie
deren Prozess- und Anlagenlieferanten bis
hin zum Testequipmentzulieferer. Die beteiligten
Partnerinstitute bündeln mit dem
Vorhaben zudem ihre Kompetenzen zum
Aufbau einer kompletten, hochinnovativen
und zukunftsfähigen SiC-Prozessierungslinie
innerhalb der Forschungsfabrik
Mikroelektronik Deutschland (FMD). Beratende
Unterstützung erhält das Konsortium
hierbei direkt von Partnern aus der
Industrie.
Das Projekt ThinSiCPower beschleunigt
durch die angestrebte Kostenreduktion
und konzeptionellen Vorteile nicht nur die
Marktdurchdringung von Siliziumkarbid,
sondern dient auch der Sicherung einer innovativen,
resilienten und industrierelevanten
SiC-Technologiewertschöpfungskette
in Deutschland und Europa.
Fraunhofer IISB
D 91058 Erlangen
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Gerresheimer baut am Standort
Skopje neue Produktionskapazitäten
für Glasspritzen auf
– Erweiterung des Standortes in der Republik Nordmazedonien um neue Produktionshalle für Glasspritzen
– Gesamtinvestitionsvolumen von über 100 Mio. Euro
– Rund 250 neue Arbeitsplätze für Fachkräfte aus der Region
– Anlauf der Spritzenproduktion ab Ende 2024
Gerresheimer, innovativer System- und Lösungsanbieter
sowie globaler Partner für die Pharma-, Biotech- und
Kosmetikbranche, erweitert mit einer neuen Werkshalle
für Spritzen seine Produktionskapazitäten in Skopje,
Nordmazedonien. Seit 2019 produziert Gerresheimer an
diesem Standort auf rund 14.600 m² Drug Delivery Systeme,
Diagnostik- und Medizinprodukte aus Kunststoff. Mit
der neuen Werkshalle kommen rund 7.600 m² Produktionsfläche
für Glasspritzen hinzu. Das Unternehmen investiert
in den Bau und die Ausstattung des neuen Gebäudes
über 100 Mio. EUR. Im Zug der Erweiterung des Standortes
wird sich die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
in Skopje in den nächsten drei bis fünf Jahren perspektivisch
von rund 250 auf 500 Arbeitsplätze verdoppeln. Die
neue Werkshalle in Skopje gehört zu den aktuell wesentlichen
Projekten der globalen Kapazitätserweiterungen
im Bereich Drug Delivery Systeme bzw. Spritzen für langfristige
Kundenverträge.
„Produktionskapazitäten für Kunststoff und Glas an einem Standort
für eine effiziente Produktion integrierter Lösungen für die Pharmaindustrie
zu bündeln, ist ein weiterer Schritt in der Umsetzung unserer
Unternehmensstrategie formula g“, erläutert Dietmar Siemssen,
CEO der Gerresheimer AG. „Unsere Kunden erhalten von uns als
System- und Lösungsanbieter individuell zugeschnittene, voll integrierte
Lösungen. So liefern wir künftig auch ab Skopje beispielsweise
Ready-to-fill-Spritzensysteme aus.“
Neue Spritzen-Produktionshalle für höchste Ansprüche
Die neue Produktionshalle ist speziell für die Herstellung von Spritzen
und anderen Primärpackmitteln aus Röhrenglas konzipiert. Die
Gesamtfläche, darunter Reinräume der Good Manufacturing Practice
(GMP) Klassen C und D, umfasst rund 7.600 m² – das entspricht
in etwa der Größe eines Fußballfeldes. Die neue Halle bietet Platz
für die von Gerresheimer eigens entwickelten und gefertigten Präzisions-Glasformlinien
sowie die spezifischen Assemblierungs- bzw.
Ready-to-fill-Linien.
Die neue Halle (rechts) des Gerresheimer Werks in Skopje, Republik Nordmazedonien, umfasst eine Gesamtfläche von rund 7.600m².
(Foto: Gerresheimer )
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Seite 22/57
Glas- und Kunststoffproduktion mit Wachstumsreserve
an einem Standort
Seit 2019 produziert Gerresheimer in Skopje auf rund 14.600 m², darunter
Reinräume der ISO-Klasse 7, 8 und 9, Drug Delivery Systeme
sowie Diagnostik- und Medizinprodukte und -komponenten aus
Kunststoff. Dazu gehört auch Spritzenzubehör wie zum Beispiel das
Gerresheimer Spritzenverschlusssystem Gx TELC oder das Sicherheitssystem
Gx InnoSafe, das vor unbeabsichtigten Nadelstichverletzungen
schützt.
Ein Vorteil des Werks in Skopje ist die Möglichkeit, mit dem
7.600 m² Erweiterungsbau Produktionskapazitäten für pharmazeutische
Kunststoff- und Glasprodukte an einem Standort zu kombinieren.
Das ermöglicht eine effiziente Produktion integrierter
Lösungen mit optimierter Logistik. Kunden können so beispielsweise
fertig assemblierte Ready-to-fill-Spritzensysteme in unterschiedlichsten
Konfigurationen aus Skopje beziehen. Der Standort
in Skopje bietet darüber hinaus Wachstumsreserven. Auf dem Gelände
stehen weitere 100.000 m² für künftige Erweiterungsbauten
zur Verfügung.
Qualitätssicherung mit modernster Technologie
Gerresheimer nutzt für die Qualitätssicherung im Rahmen seines
zertifizierten Qualitätsmanagementsystems hochmoderne Inspektionssysteme,
darunter beispielsweise für die Spritzenproduktion das
von Gerresheimer entwickelte Gx G3 Inspektionssystem mit Hochgeschwindigkeitskamera-Technologie
und KI-basierter Bildverarbeitung.
Darüber hinaus verfügt das Werk in Skopje über zwei eigene
Labore mit hochpräziser Mess- und Labortechnik für optische, mechanische,
chemische und mikrobiologische Untersuchungen.
Sehr gute Infrastruktur und lokale Fachkräfte
Der Gerresheimer Standort Skopje befindet sich in einem gut angebundenen
Industriegebiet in der Nähe des internationalen Flughafens
der nordmazedonischen Hauptstadt. Größere Mittelmeerhäfen
in Griechenland oder Albanien sind jeweils rund 250 km entfernt.
Das Land verfügt über gut ausgebildete Fachkräfte. Rund ein Viertel
der Gerresheimer Belegschaft am Standort wurde in Deutschland
von Gerresheimer Experten geschult. Darüber hinaus kooperiert
Gerresheimer mit der Universität Skopje, um qualifizierte Nachwuchskräfte
zu gewinnen.
Start der Spritzenproduktion in Skopje Ende 2024
Die ersten Spritzenproduktionslinien laufen in Kürze in Skopje an,
weitere werden im Jahresverlauf 2025 hinzukommen. Damit bündelt
Gerresheimer aktuell die Spritzenproduktion an den Standorten
Bünde (Deutschland), Querétaro (Mexiko) und Skopje (Republik
Nordmazedonien).
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22 Prüfkammern für Li-Ionen-Batterien
Weiss Technik stattet
VW Kompetenzzentrum
für Batteriesysteme aus
Wie reagieren Lithium-Ionen-Batterien für E-Autos auf
Hitze, Kälte und schnell wechselnde Temperaturen? Das
wird bei deren Entwicklung und in der Produktion immer
wieder getestet, um die Sicherheit der Energiespeicher zu
gewährleisten. Weiss Technik hat für das VW Kompetenzzentrum
Batteriesysteme in Braunschweig 22 Prüfkammern
geliefert. Diese verfügen über eine Sicherheitsausstattung
nach Hazard Level 6 und haben dank eines neuen Kammerkonzeptes
einen besonders kleinen Footprint.
Beeindruckende Testkapazitäten aufgebaut
Mit mehr als neun Millionen zugelassenen Fahrzeugen in 2023 ist
der Volkswagen Konzern ist ein weltweit führender Automobilhersteller.
Im Kompetenzzentrum Batteriesysteme in Braunschweig
hat Volkswagen jetzt die Entwicklung und Vorserienproduktion von
Hochvolt-Batteriesystemen gebündelt. Dafür wurden mit insgesamt
22 Prüfkammern umfangreiche Testkapazitäten für Temperatur-
und Klimatests benötigt. Diese mussten einerseits ausreichend
Raum für komplette Lithium-Ionen-Packs bieten, andererseits sollten
sie aber einen möglichst kleinen Footprint haben. Da die Tests
an bestromten Prüflingen durchgeführt werden, mussten sie überdies
über eine entsprechende Sicherheitsausstattung verfügen.
Sicherheit geht vor: Die Hazard Level-Ausstattung
Lithium-Ionen-Batterie-Packs, -Module und -Zellen haben eine
hohe Energiedichte. Bei der Prüfung von bestromten und über
Temperatur und Klima gestressten Prüflingen kann es aufgrund des
Anstiegs der Energiedichte zu Überlastungen und Fehlfunktionen
kommen, die bis zur Zerstörung der Batterien führen können. Um
das Personal und die Prüfkammern durch technische Maßnahmen
bestmöglich zu schützen, wurden die Prüfkammern gemäß der
Gefahreneinschätzung nach EUCAR Hazard Level Standards mit
Schutzeinrichtungen für Hazard Level 6 ausgestattet. Dazu gehören
unter anderem dampfdicht verschweißte Prüfräume und Isolierungen
aus nicht brennbarem Material, Spüllufteinrichtungen,
Gaswarnanlagen für CO und HC, Stickstoff-Inertisierungen für den
Brandfall, überdruckgesicherte Prüfräume sowie Branderkennungen
über Temperaturmessung.
Grundausstattung und Sondervarianten
Mit den Prüfkammern können gängige Prüfnormen wie zum Beispiel
die VW-Norm VW PV1200 erfüllt werden. 18 der Prüfkammern
sind für Temperaturtests von -40 bis +90 °C mit einer Änderungsgeschwindigkeit
von 3 K geeignet. Drei weitere Kammern wurden mit
einem erweiterten Temperaturbereich von -40 bis 150 °C ausgelegt.
Um spezielle Temperaturwechseltests realisieren zu könne, wurde
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eine der Prüfkammern mit einer erhöhten Änderungsgeschwindigkeit
von bis zu 10 K ausgestattet. Neben den genannten Prüfkammern
lieferte Weiss Technik im Rahmen des Projektes überdies eine
spezielle Klimaprüfkammer mit Mehrachsen-Schwingtisch (MAST)
sowie zwei baugleiche Anlagen für Korrosionstests mit einem gemeinsamen
Maschinenraum.
Konzept mit kleinem Footprint
Um den geforderten möglichst kleinen Footprint zu realisieren und
die platzsparende Aufstellung der Prüfkammern zu realisieren, hat
Weiss Technik zunächst den vielfach erprobten Kammeraufbau
überarbeitet und ein neues Kammerkonzept entwickelt. Dabei wurde
die Prüfkammer auf einem Untergestell erhöht positioniert, so
dass der sonst seitlich angeordnete Maschinenteil unter der Prüfkammer
positioniert werden konnten. Die Prüfkammern wurden
einzeln und von deckenhohen Einhausungen geschützt aufgestellt,
um bei einem möglichen Zwischenfall in einer Kammer Auswirkungen
auf die übrigen Prüfanlagen in der Halle zu verhindern.
Grundausstattung und Besonderheiten
Alle Prüfkammern sind mit einem mehrfach verglasten und beheizten
Sichtfenster sowie einer Doppelflügeltür für die einfache
Beschickung ausgestattet. Um anstelle eines großen zwei kleinere
Prüflinge zeitgleich testen zu können, verfügt die Hälfte der Kammern
über ein Prüfgestell mit zwei Ebenen. Die Bedienung der Prüfkammer
erfolgt über das erprobte digitale Mess- und Regelsystem
SIMPAC und die WEBSeason Software. Die Bedien-, Programmierund
Überwachungseinheit mit Web-Panel ist an der Prüfraumtür
befestigt.
Mit den 22 Prüfkammern verfügt das VW Kompetenzzentrum
Batteriesysteme über hochmoderne und platzsparende Prüftechnik
mit einer Sicherheitsausstattung nach höchsten Standards und damit
die optimale Basis für die Prüfung und Weiterentwicklung von
Lithium-Ionen-Batterien.
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Das studentische Vorbereitungsteam war bereits seit einer Woche in
Kiruna: Felix Oesterle, Nima Mirrafati, Felix Schoetzau, Matteo Grube,
Arved Dörpinghaus (v.l.n.r.) vor Experimentmodul und Raketenspitze.
Experimentmodul im Körper der Rakete
Am 11. März 2025 um 10:15 Uhr MEZ hob
Höhenforschungsrakete in Schweden ab
TU-Experiment
ins All gestartet
Im Rahmen des europäischen Programms REXUS (Rocket
Experiments for University Students) startete am 11. März
2025 eine Höhenforschungsrakete vom Esrange Space
Center in der Nähe der schwedischen Stadt Kiruna. Mit
dabei: Ein Experiment der TU Berlin, das neuartige, mit
Hilfe von 3D-Druck hergestellte Treibstofftanks für Raumfahrtanwendungen
testet. Ein Team des Raumfahrtvereins
„BEARS e.V.“ (Berlin Experimental Astronautics Research
Student Team) an der TU Berlin hatte sich erfolgreich bei
REXUS beworben. Dieses studentische Raumfahrtprogramm
wird getragen vom Deutschen Zentrum für Luftund
Raumfahrt (DLR) und der schwedischen Raumfahrtagentur
SNSA. Ein Team von fünf Studenten war bereits
seit einer Woche in Kiruna für letzte Tests und den Einbau
des Experiments in die Rakete. Drei weitere – eine Studentin
und zwei Studenten – waren für den Start nachgereist.
Insgesamt acht Teams sind in Nord-Schweden mit dabei,
die ihre Experimente mit zwei Höhenforschungsraketen
Richtung All beförderten. Für etwa zwei Minuten war
es dann möglich, Versuche unter Schwerelosigkeit durchführen.
Traditionell hat jede Raumfahrtmission ihren Aufnäher,
den „Patch“, so auch WOBBLE2.
„Wir sind sehr froh, dass der Start so reibungslos geklappt hat, immerhin
arbeiten wir bereits seit fast zwei Jahren an der Mission“,
sagt Matteo Grube, Master-Student der Luft- und Raumfahrttechnik.
„Nun geht es an die Auswertung der Messdaten während der
Schwerelosigkeit. Das wird uns auch noch eine Weile beschäftigen.“
Testobjekte waren sechs verschiedene Treibstofftanks für Raketen,
die mit Hilfe von 3D-Druck produziert wurden. Diese neue
Fertigungstechnologie vereinfacht sowohl die Fertigung und macht
gleichzeitig neue Designs möglich.
Treibstoff in der Schwerelosigkeit muss unter Kontrolle bleiben
Flüssiger Treibstoff im Tank einer Rakete verhält sich in der Schwerelosigkeit
ganz anders, da durch das Fehlen der Gravitation er nicht
mehr Richtung Erde gezogen wird. Das freie Schweben der Flüssigkeit
könnte sowohl zu Problemen bei der Lagekontrolle von Raketen
und Satelliten führen wie auch dazu, dass der Treibstoff nicht mehr
optimal am Tankausgang Richtung Raketenantrieb fließt. „Bisher
sorgen hier eingeschweißte Bleche oder Hohlprofile für Abhilfe“,
erklärt Grube. Diese Strukturen werden „Propellant Management
Devices“ (PMDs) genannt. „Wir wollten nun verschiedene neue
Designs für die PMDs testen, die nur mit Hilfe von additiven Fertigungsverfahren
hergestellt werden können.“ Erst vor gut zehn Jahren
wurde der 3D-Druck auch für Metalle etabliert. Hier schmilzt ein Laserstrahl
punktuell Metallpulver auf und lässt so jede beliebige dreidimensionale
Form entstehen.
Sechs unterschiedliche Formen für Treibstofftanks
werden getestet
Sechs verschiedene Formen für die PMDs wurden nun getestet.
Sechs Kameras haben dabei die Tanks während der zweiminütigen
Schwerelosigkeit beobachtet. Sie wurden für die Versuche einfach
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das Team als Namen gegeben hat: „Weightless Observation of Fluid
Behaviour with Berlin Liquid Guidance Experiment“. Die Ziffer 2
deutet an, dass die Idee mit den neuen Tankdesigns bereits in einem
anderen Wettbewerb beinahe zum Zuge gekommen wäre – damals
wurde ein Experiment gesucht, das der deutsche Raumfahrer Matthias
Maurer dann mit ins All nahm.
Projekt wäre ohne großzügige Unterstützung
nicht möglich gewesen
Mit 3-D-Druck vom Team produzierte „Propellant Management Devices“
mit Wasser gefüllt, das mit einem fluoreszierenden Stoff versetzt ist.
Damit das Verhalten des Wassers auch gefilmt werden kann, musste
die Außenhülle der Tanks aus Plexiglas gefertigt werden. Der Versuch
spiegelt sich auch im Akronym „WOBBLE2“ wieder, das sich
„Wir sind sehr froh, dass nun so viele Student*innen aus dem Team
zur Raketenbasis ‚Esrange Space Center‘ fliegen konnten“, sagt Benedict
Grefen vom Fachgebiet Raumfahrttechnik der TU Berlin, der
das studentische Team betreut und Initiator des Projekts war. „Von
der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin haben wir mehrfach
Reisekostenunterstützung erhalten, auch schon zu einem Vorbereitungstreffen
im letzten Jahr in Kiruna.“ Zudem erhielten die Student*innen
Unterstützung von der Firma APWORKS GmbH beim
Druck der Metalle sowie von der Firma Sensirion AG für den Erwerb
von Sensoren sowie Reisekostenunterstützung und den Druck von
Team-T-Shirts.
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Effizienter prüfen mit CO2 Kältetechnik
Prüfdurchlauf in halber Zeit
Neue CO2 Kältetechnik in der Umweltsimulation
erfüllt nicht nur die
Vorgaben der EU F-Gas Verordnung
für einstufige Kälteanlagen, sie kann
unter anderem auch zu beschleunigten
Abläufen im Prüflabor führen. Mit
dem erweiterten Temperaturbereich
der neuen Prüfschränke bis -50°C sind
Änderungen an bisherigen Prüfprogrammen
möglich, die teilweise zu signifikanter
Zeiteinsparung führen.
Am Beispiel der IEC 60068-2-14 (Ed. 7) zeigt
sich, dass Prüfläufe je nach gewählten Parametern
in weniger als der halben bisher benötigten
Zeit durchgeführt werden können.
Eine typische Prüfsituation ist die Prüfung
elektronischer Komponenten mit den Vorzugstemperaturen
TA -40°C und TB +85°C
gemäß Prüffall Na. Durch die in der Norm
beschriebene „Increased Severity“ kann der
auf den Prüfling wirkende Temperaturstress
angepasst werden. Die Temperatursollwerte
der Prüfung werden für eine bestimmte Zeit
unter bzw. über die Zieltemperaturen (z.B.
-40°C und +85°C) gesetzt. Dabei ist darauf
zu achten, die Soll-Temperaturen sofern in
der relevanten Prüfvorschrift nicht anders
spezifiziert aus der IEC 60068-2-1 zu wählen.
Basierend auf diesen Angaben wäre die
nächste Vorzugstemperatur -50°C. Es ist oft
sinnvoll, den gleichen Temperaturunterschied
von 10 K für den oberen Wert TBi
anzuwenden. Wird für die Zeiträume „ts*“
der Prüfnorm die Soll-Temperatur des Prüfschranks
zeitweise auf -50°C und +95°C
eingestellt, kann sich die Umtemperierung
des Prüflings stark beschleunigen.
Der reale Vergleich der beschriebenen
Prüfung in ansonsten identischen 600l
Prüfschränken mit -40°C R-449A-Kältetechnik
und -50°C CO2-Kältetechnik mit
einem 10 cm-Aluminium-Würfel als Prüfling
und einer Haltedauer von t1 = 10 h ergab
diese Werte:
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Seite 28/57
Auch ohne „Increased Severity“ erfolgt die Umtemperierung
des Prüflings mit CO2-Kältetechnik rund drei Stunden schneller.
Das liegt vor allem an der stark abfallenden Kälteleistung des
R-449A Systems mit einer möglichen Endtemperatur von -40°C.
Es braucht sehr lang, um den Prüfling von -30°C auf -40°C zu
temperieren.
Die im Beispiel weitere deutliche Reduzierung der Prüfzeit
ist mit dem zeitweisen Temperaturvorhalt -50°C möglich. Die
anströmende Luft erreicht schnell -50°C und wird erst auf -40°C
geregelt, wenn die Kerntemperatur des Prüflings sich der Zieltemperatur
-40°C nähert (∆Ts). Wer den Programmieraufwand
effizienter gestalten will, für den steht für die Prüfschränke von
Weiss Technik ein Zubehörpaket zur Verfügung, das einen Temperaturfühler
und passende Prüfprogramme enthält.
Zeiteinsparungen können auch mit -70°C Geräten erreicht
werden. Der Energieverbrauch ist allerdings höher. Weitere Verkürzungen
durch noch stärker abweichende Vorhaltetemperaturen
sind schwierig, da es hier schnell zu einer ungewollten
Verschärfung der Prüfung kommen kann (vor allem bei hohen
Temperaturen). Ist die Zeiteinsparung nicht der führende Parameter,
lässt sich mehr Effizienz auch durch die Erhöhung der
Anzahl der Prüflinge im Prüfschrank erreichen, die gleichzeitig
umtemperiert werden. Die höhere Leistung der CO2-Geräte
in Verbindung mit den veränderten Normvorgaben schafft so
mehr Prüf-Kapazität. Das gilt unter anderem auch für Prüfungen
nach IEC 60068-2-2, Prüffälle Bd und Be.
Sollen Prüfschränke ersetzt werden, genügt im Fall eines
alten Geräts mit -40°C Tieftemperatur in jedem Fall ein Ersatz
mit CO2-Kältetechnik bis -50°C. In vielen Fällen ist auch das
Ersetzen eines Geräts mit -70°C Tieftemperatur möglich, bei
deutlich niedrigeren Investionskosten. Die Kälteleistung eines
-50°C Prüfschranks mit CO2-Technik ist bei -40°C circa halb so
hoch wie die einer -70°C Kaskade. Das genügt insbesondere für
die Anforderungen aus IEC 60068-2-1, Prüffälle Ab, Ad und Ae.
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Möglichkeiten und Grenzen
Humanoider Roboter
Humanoide Roboter:
Game Changer oder Irrweg?
Das Potenzial Humanoider Roboter wird oft gerühmt, aber konkrete Anwendungen
sind noch selten. Eine Studie, die das Fraunhofer IPA im Rahmen des KI-
Fortschrittszentrums veröffentlicht hat, analysiert den Status quo und leitet aus
Recherchen, Interviews und Umfragen Handlungsempfehlungen für einen sinnvollen
industriellen Einsatz ab.
Neuigkeiten über Humanoide Roboter mit
typischerweise zwei Armen und wahlweise
zwei Beinen oder einer mobilen Plattform
überschlagen sich momentan. Neue Modelle
oder Fähigkeiten und mitunter massive
Investitionen in die Technologie sind
Handhabungsaufgaben werden als geeignete Anwendungen für Humanoide
gesehen. © Mit Dall-E 3 generiertes KI-Bild
regelmäßig in den Medien zu finden. Reale
Piloteinsätze von Humanoiden sind jedoch
noch rar. Deshalb stellt sich die Frage, was
diese Technologie Unternehmen tatsächlich
für Mehrwerte bringen kann und was es
braucht, um sie in die Praxis zu bringen.
Diese sieben Handlungsempfehlungen leitet das Autorenteam aus seinen Untersuchungen ab.
Basierend auf über 100 Rückmeldungen von
Fachleuten aus der Industrie gibt eine neue
Studie des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik
und Automatisierung IPA Antworten.
So wurden als mögliche und sinnvolle
Einsatzszenarien von Humanoiden am
häufigsten der Materialtransport, das Maschinenbeladen
und das Greifen komplexer
Gegenstände genannt. Gegenüber bisherigen
Lösungen sollten Humanoide insbesondere
durch ihre Flexibilität bei der Ausführung
verschiedener Aufgaben hervorstechen.
Werner Kraus, Leiter des Forschungsbereichs
Automatisierung und Robotik und
Mitherausgeber der Studie, erklärt: »Genau
die Kombination aus möglichen Ortswechseln
und flexibler Greiftechnik ist in meinen
Augen ›gamechanging‹. Denn hiermit können
auch Aufgaben in bestehenden Anlagen,
dem Brownfield, mit geringem Integrationsaufwand
automatisiert werden.«
Die Befragten der Studie sehen die
technischen Möglichkeiten von Humanoiden
aktuell jedoch noch zurückhaltend.
Technologisch gesehen werden Humanoide
laut den Umfrageergebnissen vermutlich
erst einmal Aufgaben ausführen, bei denen
Genauigkeit, Systemstabilität oder Prozessgeschwindigkeit
als Roboterfähigkeiten
weniger relevant sind. So wurde häufig der
Transport von Kisten als mögliche Aufgabe
gesehen. Ob Humanoide für die gewünschten
Aufgaben zwei Beine haben müssen,
bezweifeln allerdings 60 Prozent der Befragten.
Sie finden eine radgetriebene Plattform
oder gar eine stationäre Anwendung
mit einem Zweiarmroboter zweckmäßiger.
Sicherheit und Wirtschaftlichkeit
als zentrale Kriterien
Die größte Herausforderung beim Praxiseinsatz
ist die funktionale Sicherheit, die
aktuell noch weitgehend ungeklärt ist und
aufgrund des Roboteraufbaus besondere
Anforderungen stellt, beispielsweise hinsichtlich
ihrer Stabilität. »Deshalb sehe ich
als wahrscheinliche Szenarien für erste Einsätze
vorerst keinen Mischbetrieb mit dem
Menschen«, so Kraus.
Eine zu große Erwartungshaltung und
Unklarheit über die Wirtschaftlichkeit sind
weitere Hürden, die Unternehmen aktuell
sehen. Etwa die Hälfte aller Befragten wäre
bereit, für einen Humanoiden bis zu 100 000
Euro zu zahlen. Simon Schmidt, Geschäftsbereichsleiter
am Fraunhofer IPA und Mitautor
der Studie, stellt resümierend klar:
»Meiner Ansicht nach wird es für einen erfolgreichen
Einsatz von Humanoiden nicht
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Seite 30/57
nur Use Cases brauchen, die technisch möglich sind,
sondern insbesondere auch Business Cases, die betriebswirtschaftlich
interessant sind.«
Eine große Tendenz zeichnet sich bezüglich der
Zeitschiene ab, wann Humanoide schätzungsweise
in den Praxiseinsatz kommen könnten. Lediglich
6 Prozent der Befragten sehen sie bereits in den
nächsten 2 Jahren in industriellen Anwendungen.
Mit 74 Prozent sieht eine große Mehrheit einen
möglichen Einsatz in 3 bis 10 Jahren als realistisch
an.
Vier Arbeitsschritte ermöglichen
Handlungsempfehlungen
Das Autorenteam um Simon Schmidt, Joshua Beck,
Lasse Höltge, Alexandra Huber und Ramez Awad
erarbeitete die Studie in vier Etappen. Zunächst
verschaffte sich das Team durch Recherchen einen
wissenschaftlichen und technischen Überblick über
Humanoide. Es folgten Experteninterviews mit Systemintegratoren
und potenziellen Endanwendern
zum Stand der Technik, Einsatzmöglichkeiten und
künftigen Herausforderungen. Aufbauend auf diesen
qualitativen Daten wurden mithilfe einer Umfrage
quantitative Daten gesammelt. Der Verband
Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)
unterstützte hier, um möglichst viele Rückmeldungen
zu erhalten. Im letzten Schritt wertete das Team
die Daten aus und leitete Handlungsempfehlungen
ab.
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REINIGUNGS-TOOL
KI-Fortschrittszentrum bringt KI
und Kognitive Robotik in die Anwendung
Die Studie ist aus Fördermitteln des Ministeriums
für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg
entstanden und ein Ergebnis aus dem KI-
Fortschrittszentrum »Lernende Systeme und Kognitive
Robotik«. Das KI-Fortschrittszentrum wird
gemeinsam vom Fraunhofer IPA und dem Fraunhofer-Institut
für Arbeitswirtschaft und Organisation
IAO betrieben und hat das Ziel, Anwendungen
rund um die Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik
in die unternehmerische Praxis zu bringen. Ein
Arbeitsschwerpunkt ist die Studienreihe »Lernende
Systeme«, zu der auch die Studie über Humanoide
zählt und die aktuell um weitere Veröffentlichungen
zur KI und kognitiven Robotik erweitert wird.
_ Federleichtes Carbon
_ Kontaktloses Mopphandling
_ Verbesserte Eckenreinigung
_ Neues Mikrofaser-Moppmaterial
Alle Studien sind kostenfrei auf der Webseite
verfügbar.
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung IPA
Nobelstraße 12
D 70569 Stuttgart
Telefon: +49 711 970 1667
eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de
Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de
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Seite 31/57
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Mit seinem neuesten Vakuumpumpen-Prototyp demonstriert das
Forschungsteam seine Technologie auf der diesjährigen Hannover
Messe. Die Ingenieure ziehen damit stufenlos ein Vakuum von bis zu
300 Millibar Druck. Um die Technologie anschaulich zu machen, zieht
die Folie in einem Demonstrator ein Vakuum in einer Glasglocke mit
Luftballon. Die Doktorandin Carmen Perri forscht mit an den smarten
Pumpen und Ventilen aus dünner Silikonfolie. © Oliver Dietze
Paul Motzki, Professor für smarte Materialsysteme
für innovative Produktion der Universität des Saarlandes
und Geschäftsführer des Zentrums für Mechatronik und
Automatisierungstechnik (ZeMA). © Oliver Dietze
Pumpen und Ventile aus hauchdünner
Folie sparen Energie und sind leicht
Kompakt, leicht, flach und energieeffizient: Eine dünne
Silikonfolie macht eine neue Art miniaturisierter Pumpen
und Ventile möglich. Sie funktionieren auf kleinem Raum,
ohne Druckluft, ohne Motoren und Gerätschaften und
ohne Schmiermittel. Sie sind reinraumtauglich und lassen
sich während des Betriebs regulieren. Mit dem Prototyp
einer neuartigen Vakuumpumpe zeigte das Team der Professoren
Stefan Seelecke und Paul Motzki von der Saar-
Universität seine Technologie auf der Hannover Messe.
Vakuumierer machen heute in vielen Haushalten Lebensmittel luftdicht
haltbar. Aber Vakuum ist in weit mehr Bereichen gefragt: sei es
im Bremskraftverstärker von Autos oder in medizinischen Absaugsystemen
im OP-Saal, in den Laboren etwa der Pharmazie und Biotechnologie
und vielfach auch in der Industrie. Unter Vakuum werden
Lebensmittel schonend getrocknet und Saugnapfgreifer sortieren
damit Produkte auf Förderbändern. Um das Vakuum zu ziehen,
also Luft oder Flüssigkeit zu entfernen, ist heute oft Druckluft im
Spiel. Dabei kommen Pumpen zum Einsatz, die im Hintergrund mit
Kompressoren oder Motoren betrieben werden. Diese verbrauchen
eine Menge Energie, die Apparaturen sind groß und laut, brauchen
Wartung und Öl, was in Reinräumen oder sterilen Umgebungen
schwierig ist.
Gänzlich ohne Druckluft oder Motoren, dafür mit wenig Energie
kommen die Pumpen und Ventile aus, die das Forschungsteam
der Professoren Stefan Seelecke und Paul Motzki an der Universität
des Saarlandes und am Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik
(Zema) entwickelt: Sie funktionieren mit dünnen Silikonfolien,
in die allein mithilfe von elektrischer Spannung Bewegung
kommt. „Die Technologie ist kostengünstig in der Herstellung,
die Bauteile sind leicht, das hilft Platz und Gewicht zu sparen. Dazu
sind diese Pumpen und Ventile erheblich energieeffizienter als heutige
Verfahren“, sagt Paul Motzki. „Im Vergleich zu einem marktüblichen
Prozessventil für Druckluft, das mit einem Elektromagneten
betrieben wird, hat dasselbe Ventil mit unserem Antrieb einen 400-
mal niedrigeren Energieverbrauch“, erklärt der Professor für Smarte
Materialsysteme für innovative Produktion an der Universität des
Saarlandes und Zema-Geschäftsführer. Auch kommen diese Verfahren
ohne schwer verfügbare oder teure Materialien wie seltene
Erden oder Kupfer aus. Und im Gegensatz zu mit Kompressoren betriebenen
Pumpen sind die Folienpendants zudem angenehm leise.
Die Forscherinnen und Forscher können die 50 Mikrometer
dünnen Folien nach Belieben Bewegungen vollführen lassen. Hierzu
sind diese beidseitig mit einer elektrisch leitfähigen, hochdehnbaren
Elektrodenschicht bedruckt. Legen die Ingenieure hier eine
elektrische Spannung an, drückt sich die Folie wegen der elektrostatischen
Anziehung vertikal zusammen und dehnt sich in ihrer
Fläche aus. „Mit diesen sogenannten dielektrischen Elastomeren
entwickeln wir verschiedene neuartige Antriebe, die keine zusätzlichen
Sensoren benötigen“, erläutert Paul Motzki. Indem die Forscherinnen
und Forscher das elektrische Feld verändern, können sie
die Folien stufenlos Hub-Bewegungen verrichten oder auch mit beliebiger
Frequenz und Schwingung vibrieren lassen. Die Folie kann
auch jede gewünschte Stellung halten, wobei sie im Übrigen keinen
Strom verbraucht.
„Die Folien sind selbst ihr eigener Sensor. Die Funktion eines
Positionssensors liefern die dielektrischen Elastomere gleich mit“,
sagt Paul Motzki. Jede Verformung der Folie lässt sich einem Messwert
der elektrischen Kapazität zuordnen. Bei der kleinsten Bewegung
verändern sich die Werte. Anhand der Messwerte erkennen
die Ingenieure, wie die Folie mechanisch ausgelenkt ist, also wie
sie sich gerade verformt. In einer Regelungseinheit können sie anhand
dieser Messwerte mithilfe Künstlicher Intelligenz Bewegungsabläufe
programmieren. Eingesetzt als Antrieb in entsprechenden
Apparaturen ziehen und lösen die Folien in motorlosen Pumpen ein
Vakuum mit gewünschtem Druck, dosieren als Ventil Flüssigkeiten
exakt oder fungieren als stufenlose Schalter.
Außerdem können die Folienpumpen und -ventile ihren eigenen
Zustand überwachen und signalisieren, wo der Fehler liegt. Die
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Seite 32/57
Sichtbar wird dies an einem Luftballon, der sich im Innern der Glasglocke
selbst „aufbläst“ – eine Anordnung wie im Physikunterricht:
Da die Luft um den Ballon herum abgesaugt wird, haben die Luftteilchen
im Ballon mehr Platz, sich auszudehnen – nur, dass dies hier
ganz ohne die laute Geräuschkulisse des Druckluftkompressors von
statten geht.
Die Forscher können ihre Pump- und Ventil-Technologie in verschiedensten
Bauformen unterbringen, sie ist massentauglich und
kann entsprechend weiterentwickelt binnen weniger Jahre zur Katalogware
werden. Auf der Hannover Messe suchen die Forscherinnen
und Forscher hierfür Partner aus der Wirtschaft.
Hintergrund
Um die Technologie für die Messebesucherinnen und -besucher
anschaulich zu machen, haben die Forscher diesen Demonstrator
gebaut: Die smarte Folie zieht hier ein Vakuum in einer Vakuumglocke.
Sichtbar wird dies an dem roten Luftballon, der sich im Innern der
Glasglocke selbst „aufbläst“ – eine Anordnung wie im Physikunterricht:
Da die Luft um den Ballon herum abgesaugt wird, haben die Luftteilchen
im Ballon mehr Platz, sich auszudehnen – nur, dass dies hier ganz
ohne die laute Geräuschkulisse des Druckluftkompressors von statten
geht. © Oliver Dietze
Messwerte verraten, wenn etwas schiefgeht, also etwa das Vakuum
nicht richtig gezogen wurde oder Ventil oder Pumpe durch einen
Fremdkörper blockiert sind. Passiert dies heute in großen Industrieanlagen,
kann die Fehlersuche mitunter kompliziert werden.
Mit ihrem neuesten Vakuumpumpen-Prototyp demonstriert
das Forschungsteam seine Technologie auf der diesjährigen Hannover
Messe: Bis zu 300 Millibar Druck absolut schafft ihr Folienantrieb
bereits. „Die Technologie lässt sich einfach skalieren. Hierzu
schalten wir unsere Aktoren und Pumpenkammern entweder parallel
oder in Reihe oder beides zugleich und können so Druck und
Volumenstrom vergrößern“, sagt Paul Motzki. Um die Technologie
für die Messebesucherinnen und -besucher anschaulich zu machen,
haben die Forscherinnen und Forscher einen Demonstrator gebaut:
Ihre smarte Folie zieht hier ein Vakuum in einer Vakuumglocke.
An der Technologie der dielektrischen Elastomere forschen im
Team der Professoren Stefan Seelecke und Paul Motzki auch viele
Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Rahmen
mehrerer Doktorarbeiten. Sie ist Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen
in Fachzeitschriften und wurde in mehreren Forschungsprojekten
gefördert: unter anderem von der EU im Rahmen eines
Marie-Curie Research Fellowships, von der saarländischen Landesregierung
im Rahmen der EFRE-Projekte iSMAT und Multi-Immerse
sowie unter anderem auch durch die MESaar im Rahmen eines
Promotionskollegs. Das Forschungsteam nutzt die Technologie für
die verschiedensten Anwendungen außer bei Ventilen und Pumpen
auch etwa für Robotergreifer, Lautsprecher, aber auch Anwendungen
wie smarte Textilien oder haptisches Feedback.
Die Forscher wollen die Ergebnisse ihrer anwendungsorientierten
Forschung in die Industriepraxis bringen. Hierzu haben sie aus
dem Lehrstuhl heraus die Firma mateligent GmbH gegründet, die
auch am Saarlandstand der Hannover Messe vertreten sein wird.
Fragen beantwortet:
Prof. Dr.-Ing. Paul Motzki: T:+49 (681) 85787-13;
E: paul.motzki@uni-saarland.de
Universität des Saarlandes
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Der Vorstand der Festo SE im Jubiläumsjahr (von links nach rechts):
Dr. Sebastian Beck, Vorstand Finance and Human Resources,
Dr. Ansgar Kriwet, Vorstand Research and Development,
Dr. Jaroslav Patka, Vorstand Operations, Thomas Böck, Vorstandsvorsitzender,
Frank Notz, Vorstand Sales, Gerhard Borho, Vorstand
Information Technology and Digitalization.
Innovation und Verantwortung – gestern, heute, in Zukunft
Festo HQ Esslingen: 100 Jahre in Bewegung: Heute ist Festo
eines der führenden Automatisierungsunternehmen weltweit
und mit Festo Didactic Weltmarktführer in der technischen
Aus- und Weiterbildung.
Festo feiert Jubiläum
– 100 Jahre
in Bewegung!
Mit Innovationen einen Mehrwert für die Kunden schaffen
– das war von Anfang an der Antrieb im Familienunternehmen
und ist bis heute der Erfolgsgarant von Festo. Mit
dem ständigen Antrieb die Arbeit der Menschen zu erleichtern
und dadurch die Effizienz zu erhöhen, hat Festo
eine ganze Ära der industriellen Produktion geprägt. Heute
ist das Unternehmen Global Player und Impulsgeber in der
Automatisierungstechnik sowie weltweit führend im Bereich
der technischen Aus- und Weiterbildung. Das ganze
Jahr über wird das Jubiläum von Festo mit Mitarbeitenden,
Kunden und Partnern weltweit gewürdigt.
Festo steht von Beginn an für Innovation, Verantwortung und Zukunft.
Dabei sind es die Menschen, die den entscheidenden Unterschied
machen. „Festo ist das Werk vieler Hände“ – dieser Satz des
Firmengründers Gottlieb Stoll ist bis heute für Management und
Belegschaft weltweit prägend. Im Jahr 1925 gründete er gemeinsam
mit Albert Fezer in Esslingen am Neckar das Unternehmen „Fezer &
Stoll“ für Holzbearbeitungsmaschinen. Albert Fezer ist nach kurzer
Zeit ausgeschieden, Gottlieb Stoll führte das Unternehmen allein
weiter.
Die Gesellschafter der zweiten Generation legten den Grundstein
für das heutige Unternehmen. Dr. h. c. Kurt Stoll brachte im Jahr
1950 die Idee der Pneumatik aus den USA mit und entwickelte sie
als Pionier im väterlichen Unternehmen weiter. Dies markierte den
Start der Pneumatik bei Festo und legte den Grundstein für ihren
Einsatz in der Fabrikautomation.
Die Internationalisierung spielte eine zentrale Rolle bei der weiteren
Unternehmensentwicklung von Festo. Dr. Wilfried Stoll legte
einen Schwerpunkt auf die Erschließung internationaler Märkte und
die Gründung von Landesgesellschaften.
Im Jahr 2000 löste die Eigentümerfamilie den Bereich mit den
Elektrowerkzeugen als Einheit aus dem Unternehmen Festo heraus
und führte diese als eigenständiges Unternehmen unter dem
Namen Festool GmbH weiter.
Bildung als zentrale Säule – intern und für den Markt
Lebenslanges Lernen ist ebenso in der Unternehmenskultur von
Festo fest verankert. Denn erfolgreiche Unternehmen benötigen
Menschen, die Technologien verstehen, entwickeln und anwenden
können. Die Qualifikation und Kompetenzentwicklung sind somit
elementare Faktoren für die erfolgreiche Fachkräfteentwicklung.
Bereits 1965 wurde der eigenständige Bereich Didactic weltweit
etabliert.
Der Erfindergeist von Dr. Wilfried Stoll und Dr. h. c. Kurt Stoll,
ihr ganzheitliches Denken und Handeln sowie ihre ausgeprägte
Kundenorientierung haben das Unternehmen nachhaltig geprägt.
Heute ist Festo eines der führenden Automatisierungsunternehmen
weltweit und mit Festo Didactic Weltmarktführer in der technischen
Aus- und Weiterbildung.
Festo sagt „Danke“
Thomas Böck, Vorstandsvorsitzender von Festo: „2025 sagen wir
Danke und möchten mit Kunden, Partnern und unseren Mitarbeitenden
ein unvergessliches Jubiläum feiern.“ Die Aktivitäten zum Jubiläum
finden ganzjährig statt, sowohl an den deutschen Standorten
als auch weltweit in den über 60 Festo Gesellschaften – mit ThankYou-Partys
für die Mitarbeitenden, School Days für Nachwuchs-
Talente von Morgen, Kundenveranstaltungen und Presseevents.
Für Pressevertreter und technologiebegeisterte Besucher wird die
Weltleitmesse der Industrie, die Hannover Messe, ein besonderes
Highlight bereithalten: „Noch ist das Projekt geheim. Es zeigt unsere
vielfältigsten Kompetenzen, unsere breite Expertise, unsere Begeisterung
für Innovation, unseren Anspruch, das Unmögliche möglich
zu machen“, sagt Thomas Böck.
Jubiläum als starker Impuls für die Zukunft
Die Hannover Messe wird ein starker Aufschlag, dessen Impuls sich
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Thomas Böck, Festo Vorstandsvorsitzender:
Thomas Böck, Vorstandsvorsitzender von Festo:
„Wir richten unseren Blick im Jubiläumsjahr vor
allem in die Zukunft und sehen unsere Verantwortung
darin, mit unseren Innovationen in Automation
und technischer Bildung zur Lösung der dringendsten
Aufgaben von Wirtschaft und Gesellschaft beizutragen
und als Lösungsanbieter die industrielle
Transformation maßgeblich voranzutreiben.“
das ganze Jahr fortsetzt: zum Beispiel mit weltweiten
„Innovation Days“, bei denen Festo zukünftige
Trends, Technologien und Innovationen
mit Kunden und Partnern in einem neuen
Format aufgreift. „Wir richten unseren Blick im
Jubiläumsjahr vor allem in die Zukunft und sehen
unsere Verantwortung darin, mit unseren
Innovationen in Automation und technischer
Bildung zur Lösung der dringendsten Aufgaben
von Wirtschaft und Gesellschaft beizutragen
und als Lösungsanbieter die industrielle
Transformation maßgeblich voranzutreiben“,
so Thomas Böck. Künftig werden Themen wie
Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Biologisierung
und Kreislaufwirtschaft neue Impulse
für die Automation und darüber hinaus für die
kommenden Generationen setzen – Festo wird
diese Entwicklungen maßgeblich vorantreiben.
2025 – ein Leitgedanke wird
fortgeführt: Verantwortung
Zudem dient das Jubiläum als Auftakt für eine
fortlaufende unternehmensweite Initiative, um
den Festo Leitgedanken der sozialen Verantwortung
für eine nachhaltige Entwicklung weiter
zu stärken: „Unser Corporate Citizenship-
Programm unterstreicht unsere Überzeugung,
dass Unternehmen nicht nur wirtschaftliche
Ziele verfolgen, sondern eine bedeutende Rolle
in der Gesellschaft übernehmen sollten“, sagt
Thomas Böck. Im Rahmen des Programms können
alle 20.000 Mitarbeitende weltweit einen
Tag im Dienst einer gemeinnützigen Initiative
tätig sein.
Thomas Böck: „Dieses Jubiläum ist nicht nur
ein Anlass zum Feiern, sondern auch eine Erinnerung
daran, was durch Zusammenhalt, Vertrauen,
Leidenschaft, Qualität und Innovationskraft
möglich ist. Gemeinsam blicken wir voller
Zuversicht auf eine vielversprechende Zukunft.“
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Seite 35/57
Abbildung 1 – Top-down-REM-Aufnahmen von Mäandern (links)
und Gabeln (rechts) mit 20 nm Abstand nach der Musterübertragung
in eine TiN-Hartmaske.
Abbildung 2 – TEM-Bild metallisierter Drähte mit 20 nm Abstand
nach einem chemisch-mechanischen Poliervorgang (CMP).
Erste elektrische Tests mit 20 nm Pitch stellen einen weiteren Meilenstein bei
der Validierung des High NA Extreme Ultraviolet (EUV) Patterning Ecosystem dar
Imec belegt die elektrische
Leistungsfähigkeit von Metallleitungen
mit einem Pitch von 20 nm, die mit High
NA EUV Single Patterning hergestellt wurden
Diese Woche präsentiert imec, ein weltweit führendes Forschungs- und Innovationszentrum
für Nanoelektronik und digitale Technologien, auf der SPIE
Advanced Lithography + Patterning die ersten Ergebnisse des elektrischen
Tests (e-test), die mit Metallleitungsstrukturen mit einem Pitch von 20 nm
erzielt wurden, strukturiert nach Einzelbelichtung mit High-NA-EUV-Lithografie.
Messungen an metallisierten schlangenförmigen und gabelförmigen
Strukturen zeigen eine gute elektrische Ausbeute, was auf eine geringe Anzahl
stochastischer Defekte hindeutet. Die E-Test-Ergebnisse bestätigen die
Leistungsfähigkeit des High-NA-EUV-Lithografiescanners und seines
umgebenden Ökosystems, Leiterbahnen/Abstände in einer so geringen
Dimension zu strukturieren.
Im August 2024 präsentierte imec als erstes
Unternehmen branchenrelevante Logik-
und DRAM-Strukturen, die mittels
eines einzigen Belichtungsschritts mit
einer High-NA-EUV-Lithografie strukturiert
wurden. Als nächsten entscheidenden
Schritt zeigt imec, dass metallisierte Leitungsstrukturen
mit einem Abstand von 20
nm, die nach einer einzelnen EUV-Strukturierung
mit hoher numerischer Apertur
unter Verwendung eines Metalloxid-Negativtonresists
(MOR) erhalten wurden, eine
Ausbeute von mehr als 90 % aufweisen.
Diese Leistungskennzahl wurde an zwei
verschiedenen Teststrukturen ermittelt, d.
h. an Serpentinen- (oder Mäander-) Strukturen
und Gabel-Gabel-Strukturen, die
Informationen über stochastische Defekte
liefern sollen.
Steven Scheer, Senior Vice President
R&D bei imec: „Dies ist die erste Demonstration
der elektrischen Ausbeute von Metallleitungen
mit einem Pitch von 20 nm, die
mit einer Einzel-High-NA-EUV-Strukturierung
erzielt wurde. Diese Ergebnisse stellen
eine erste Validierung der Fähigkeiten der
High-NA-EUV-Lithografie und ihres umgebenden
Ökosystems dar, einschließlich
fortschrittlicher Resists und Underlayers,
Photomasken, Messtechniken, (anamorpher)
Bildgebungsstrategien, optischer Proximity-Korrektur
(OPC) sowie integrierter
Strukturierungs- und Ätztechniken. Wir
werden weiterhin mit unserem Strukturierungs-Ökosystem
an Prozessen arbeiten,
um die Ausbeute weiter zu verbessern und
diese Technologien an unsere Fertigungspartner
zu übertragen.“
Das imec-ASML High NA EUV-Ökosystem
umfasst Partner wie führende Chip-
hersteller, Material- und Resistlieferanten,
Maskenlieferanten und Messtechnik-Experten,
die alle zusammenarbeiten, um die
High-NA EUV-Lithografie für die Halbleiterfertigung
der nächsten Generation im
Sub-2-nm-Bereich zu entwickeln und zu
optimieren.
„E-Tests sind ein wichtiger Schritt bei
der High-NA-EUV-Validierung“, ergänzt
Philippe Leray, Leiter der Abteilung für fortgeschrittene
Strukturierung bei imec. “Diese
E-Test-Ergebnisse zeigen uns auch den
Weg in die Zukunft. In Kombination mit
der E-Beam-Inspektion geben Leitfähigkeitsmessungen
von metallisierten Serpentinen-
und Gabeln-Gabel-Strukturen Aufschluss
über die stochastischen Defekte (d.
h. Brüche bzw. Brücken), die zu einer geringeren
Ausbeute führen. Diese Erkenntnisse
unterstützen unsere Ökosystempartner bei
der Entwicklung von Strategien zur Minderung
stochastischer Defekte. Eine unserer
laufenden Bemühungen konzentriert sich
auf die Optimierung der Resistleistung im
Hinblick auf die Reduzierung der Dosis-
Ausbeute bei minimalen Auswirkungen auf
stochastische Fehler, eine Aufgabe, die wir
in enger Zusammenarbeit mit der Resist-
Community angehen.“
IMEC Belgium
BL 3001 Leuven
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Seite 36/57
Ruland feiert 25-Jahre
Erfolgsgeschichte
Dastex
Seit 2000 plant und baut die Ruland Engineering
& Consulting GmbH in Neustadt an
der Weinstraße Anlagen für die Produktion
von flüssigen Produkten. Was mit nur sieben
Mitarbeitern begann, hat sich zu einem
internationalen Unternehmen mit 320 Mitarbeitern
und 5 Standorten entwickelt. Ruland
steht für Prozessanlagen mit höchsten
Hygieneanforderungen und sichere Verarbeitung
von Flüssigkeiten. Hersteller aus
den Bereichen Getränke, Lebensmittel,
Pharma, Health Care und Haushaltsmittel
setzen auf die Qualität und Zuverlässigkeit
von Ruland-Anlagen.
Maßgeschneiderte Anlagen
für jede Anforderung
Ruland-Monteure schweißen die
kundenspezifischen Anlagen in
der werkseigenen Montagehalle.
© Ruland Engineering & Consulting GmbH
Beratung steht bei Ruland an erster Stelle.
Das Team analysiert den konkreten Bedarf
seiner Kunden, um individuelle Anlagen zu
entwickeln. Dank dem fundierten Ingenieur-Know-how
entstehen Lösungen, die
den jeweiligen Anforderungen an Produktsicherheit,
Qualität, Hygiene und den gesetzlichen
Vorgaben gerecht werden. Gerade
diese Flexibilität und die individuelle
Planung schätzen die Kunden besonders.
Ruland plant die Anlagen, beschafft Komponenten
und fertigt vollautomatisierte
Module, die vor Ort montiert und in Betrieb
genommen werden. Auch Rohrleitungssysteme
für komplette Fabriken oder Produktionsbereiche
gehören zum Portfolio.
The Cleanroom
Contamination
Control Experts.
Familienunternehmen mit starkem Team
Trotz des weltweiten Erfolgs bleibt Ruland
ein Familienunternehmen. Für Florian
Klein, Geschäftsführender Gesellschafter,
steht fest: „Unsere Mitarbeiter sind das Herz
unseres Unternehmens. Sie tragen unser
Wissen und setzen unsere Qualitätsansprüche
jeden Tag um.“ Diese Wertschätzung
spiegelt sich auch in der langfristigen Planung
wider. Im letzten Jahr wurden mit Jürgen
Schütze und Jens Schumann zwei langjährige
Mitarbeiter in die Geschäftsleitung
berufen, um die zukünftige Unternehmensführung
frühzeitig vorzubereiten.
Gemeinsam in die Zukunft
Das 25-jährige Jubiläum ist für Ruland nicht
NEWSLETTER | Ausgabe DE 04-2025
Hersteller von Medikamenten nutzen
Tanklager von Ruland.
© Ruland Engineering & Consulting GmbH
nur ein Grund, stolz auf das Erreichte zu
sein, sondern auch eine Motivation, die
Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Mit
innovativen Ideen, einem starken Team
und klarer Ausrichtung blickt das Unternehmen
optimistisch nach vorn. „Wir
danken unseren Kunden, Mitarbeitern
und Partnern für das Vertrauen und die
Zusammenarbeit. Gemeinsam freuen wir
uns auf viele weitere erfolgreiche Jahre“,
sagt Florian Klein.
Ruland Engineering & Consulting GmbH
D 67435 Neustadt
Seite 37/57
Reduzierte Lärmbelästigung
am Arbeitsplatz durch optimierte
Lüftertechnologie bei Reinraumwerkbänken
Neben der Umweltverschmutzung durch
Schadstoffe ist der Mensch immer mehr
einer neuen Gefahrenquelle ausgesetzt:
Einer zunehmenden Umweltverschmutzung
durch Geräusche und schlimmer noch
durch Lärm. Dauerhafter Stress durch Lärm
kann krank machen. Die gesundheitsbeeinträchtigende
Wirkung von Lärm ist sehr
vielfältig. Sie reicht von schwerwiegenden
Hörschäden bis zu verborgenen, meist über
viele Jahre sich langsam entwickelnden
Symptomen, wie Schlafstörungen, Gereiztheit
oder Nervosität.
Während man im privaten Bereich Maßnahmen
ergreifen kann, Lärm zu reduzieren
oder zu vermeiden, ist dies am Arbeitsplatz
häufig nicht möglich. Der Arbeitgeber hat
hier die Pflicht Maßnahmen zu ergreifen,
um den Schalldruckpegel so niedrig wie nur
möglich zu halten.
Die Anforderungen an Sauberkeit bzw.
Reinheit der Laborumgebungen und einer
Betriebsstätte sind insbesondere in den Bereichen
der industriellen Produktion und
Verpackung sowie im analytischen und medizinischen
Labor, und in der Forschung immens
gestiegen. Partikel- und Keimfreiheit
sind hier vielfach ein Muss. Kleine, lokale
Reinraumwerkbänke oder Laminar-Flow-
Boxen erfüllen diesen Zweck und schützen
den Arbeitsbereich vor Partikeln, Keimen
und Staub.
Die Funktion einer Flow-Box ist recht
einfach. Die Raumluft wird mittels eines
Ventilators angesaugt und durch einen
Hochleistungs-Partikel-Filter des Typs
HEPA H14 gepresst. Viele Kunden empfinden
die unvermeidbaren Ventilatorgeräusche
als dauerhaft störend. Es war deshalb
ein besonderes Anliegen der Firma Spetec
GmbH in Zusammenarbeit mit einer Lüfterfirma
ein besonders geräuscharmes Lüfterkonzept
zu entwickeln. Durch die Filteranordnung
wird im Arbeitsbereich ein laminarer
Luftstrom erzeugt. Die gereinigte Luft
schützt die Probe durch einen Überdruck
wie ein Vorhang vor eintretenden Partikeln.
Alle Laminar Flow Boxen der Produktpalette
CleanBoyâ bleiben im normalen
Betriebsmodus unter dem Geräuschpegel
eines normalen Bürobetriebes (55 db). Das
Spetec Laminar Flow Modul FMS 37 hat in
dieser Stufe sogar nur den Geräuschpegel
leichter Musik. Selbst in der höchsten Leistungsstufe
überschreitet der Geräuschpegel
nicht die Werte, wie sie für industrielle
Arbeitsplätzen vorgeschrieben sind (80 db).
Bezüglich der Geräuschentwicklung erfüllen
die Laminar-Flow-Boxen von Spetec
alle Anforderungen, um die Lärmbelästigung
am Arbeitsplatz zu minimieren. Der
erzielbare Geräuschpegel entspricht dem
derzeitigen Stand der aktuellen Lüftertechnologie;
keine der angebotenen Modulgrößen
überschreitet im Normalbetrieb Werte
wie sie in allgemeinen Büros vorgeschrieben
sind. Sie lassen sich im analytischen
Labor ebenso wie in der elektronischen und
optischen Fertigung oder der Verpackung
medizinischer oder pharmazeutischer Produkte
nachträglich einbauen (als Deckenversion)
oder aufstellen. Und das ohne aufwendige
Baumaßnahmen oder Änderung
der bestehenden Klimaanlagen.
Spetec Gesellschaft für Labor- und Reinraumtechnik
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Telefon: +49 8122 959090
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eMail: info@spetec.de
Internet: https://www.spetec.de
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Seite 38/57
Mehr Auswahl, mehr Komfort: Der B2B-
Online-Shop von Rose Plastic Medical Packaging
Rund um die Uhr einkaufen im neuen Online-
Shop von Rose Plastic Medical Packaging.
Der Verpackungshersteller Rose Plastic
Medical Packaging bietet mit seinem B2B-
Webshop eine komfortable und durchdachte
Lösung für alle, die flexible Bestellmöglichkeiten
und ein umfassendes Sortiment
schätzen. Der Online-Shop ist rund um die
Uhr geöffnet und ermöglicht es Kundinnen
und Kunden, ihre Bestellungen genau dann
aufzugeben, wann es am besten passt – ob
früh morgens oder mitten in der Nacht.
Der Online-Shop zeichnet sich durch
eine intuitive Benutzeroberfläche und ein
übersichtliches Layout aus. Die Kundinnen
und Kunden können problemlos durch das
breite Sortiment an Verpackungslösungen
navigieren und dank detaillierter Produktbeschreibungen
und praktischer Filteroptionen
schnell und einfach das passende
Produkt finden. Im Servicebereich stehen
darüber hinaus Informationen rund um Bestellung
und Versand, FAQs sowie umfassende
Datenblätter zu den Produkten.
Rund um die Uhr bestellen
Zu den wichtigsten Vorteilen zählt die Bestellmöglichkeit
rund um die Uhr. Das über-
sichtliche Kundenkonto ermöglicht eine
lückenlose Bestellhistorie und stellt alle
relevanten Dokumente wie Rechnungen
und Lieferscheine jederzeit zum Download
bereit. Für maximale Transparenz sorgt die
Echtzeit-Lagerauskunft, mit der die Kundinnen
und Kunden sofort sehen, ob das
gewünschte Produkt verfügbar ist und wann
die Lieferung erfolgen kann. Darüber hinaus
wird das Sortiment im Online-Shop kontinuierlich
erweitert; sollte dennoch ein Produkt
fehlen, steht das Team von Rose Plastic
Medical Packaging mit individueller Beratung
zur Seite.
Erreichbar ist der B2B-Online-Shop unter:
shop.rose-medipack.de
Rose Plastic Medical Packaging GmbH
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NEWSLETTER | Ausgabe DE 05-2023 Seite 39/103
KONTAMINATIONSKONTROLLE
© 2024 Ecolab USA Inc. All rights reserved 16AUG24/DE
Immer korrekt und präzise positioniert:
Sensoren von Metallux in
Bahnlaufregelungen der BST
Standard Foliensensor MMP von Metallux.
(Copyright: elexis AG)
Das Unternehmen BST GmbH fertigt Bahnlaufregelungen,
Inspektions- und qualitätssichernde Systeme
für bahnverarbeitende Industrien. Für ihre Stellantriebe
setzt das Unternehmen auf kontaktlose Wegsensoren der
Metallux AG.
Das Unternehmen BST GmbH mit Sitz in Bielefeld ist ein mittelständischer
Hersteller von Systemen für bahnverarbeitende Industrien.
Das 1979 gegründete Unternehmen mit über 300 Mitarbeitenden
ist an 11 Standorten weltweit vertreten und gehört zur elexis AG.
Bahnlaufregelungen werden überall dort benötigt, wo flache
Materialbahnen hergestellt, weiterverarbeitet oder veredelt werden.
Eine typische Anwendung ist die Druckindustrie für Papier, Verpackungen
und Etiketten. Aber auch bei der Herstellung von Batteriezellen,
gedruckter Elektronik, Reifen oder Hygieneartikeln sowie in
Förder- und Transportanlagen sind sie unerlässlich.
Wenn eine Papierbahn beispielweise eine Druckmaschine
durchläuft, wird sie mittels zahlreicher Walzen durch die Maschine
geführt. Um ein perfektes Endergebnis zu erzielen, muss die Position
der Bahn in der Druckmaschine definiert und stets korrekt sein.
Eine Bahnlaufregelung stellt die exakte Führung der Bahn sicher
und hält das Material selbst bei höchsten Bahngeschwindigkeiten in
der Spur, so dass es immer korrekt positioniert ist.
Nicol Otterbach, Vice President Global Marketing bei BST, betont,
dass eine Bahnlaufsteuerung ein elementarer Bestandteil des
kontinuierlichen Druckprozesses ist. BST legt großen Wert auf die
umfassende Beratung ihrer Kunden und eine hohe Zuverlässigkeit,
gepaart mit einer einfachen und intuitiven Bedienbarkeit der
jeweiligen Lösung. BST ermöglicht zudem umfassende Prozessoptimierungen
durch den Einsatz von Inspektions- und Qualitätssicherungssystemen.
Ein guter Service weltweit rundet das Paket ab.
Demo einer Bahnlaufregelung im Showroom der BST in Bielefeld.
(Copyright: elexis AG)
Ein wichtiger Bestandteil dieser Bahnlaufregelungen ist der
Linearsensor MMP von Metallux. Der Sensor ist im Aktuator der
Bahnlaufregelung verbaut. Seine Aufgabe ist es, kontinuierlich die
absolute Ist-Position des Antriebs zu erfassen und damit eine hochgenaue
Regelung des Bahnlaufs zu ermöglichen.
Der absolut messende, verschleißfreie Sensor ist hermetisch
dicht und mit einer Höhe von weniger als 2 mm besonders flach.
Der Abgriff erfolgt berührungslos mit einem im Abstand zum Sensor
geführten Magneten. Betrieben wird der MMP im Kleinspannungsbereich;
üblicherweise mit 5 VDC Speisespannung. Das Ausgangssignal
kann von allen gängigen Steuerungen verarbeitet werden.
Der MMP verfügt nicht nur über eine gute Auflösung, Präzision
und Messgenauigkeit. Er ist robust, verschleißfrei und hat mit bis
zu 50 Mio. Zyklen eine sehr hohe Lebensdauer. Und genau diese
Vorteile machen ihn zum idealen Sensor für hochwertige, schnelle
Maschinen: Eine präzise und zuverlässige Regelung wird so erst
möglich.
Allerdings verwendet BST keine Standardversion, sondern eine
maßgeschneiderte Lösung. Der Sensor ist nicht wie üblich auf einer
Folie mit Klebekaschierung, sondern direkt in die Konstruktion des
Antriebs integriert. Die besondere Form dieser Baugruppe ermöglicht
eine einfache Montage. Auch die Abmessungen und das Kabel
sind individuell. Der Widerstandsträger besteht aus FR4 anstatt
Polyester. Kundenindividuelle Anpassungen, die den hohen Anforderungen
der BST gerecht werden.
Metallux verfügt nicht nur über ein umfangreiches Standardsortiment
- der Fokus liegt auf der Beratung und Entwicklung von maßgeschneiderten
Lösungen.
Gefertigt wird bei Metallux ausschließlich in Deutschland: Von
Mustermengen bis Großserien von mehreren Hunderttausend
Stück. Dabei kommen moderne, automatisierte Produktions-verfahren
zum Einsatz. Ein Reinraum gehört genauso zur Ausstattung
wie hochwertige Prüf- und Testmöglichkeiten.
Seit über 10 Jahren beliefert Metallux BST. Ingo Ellerbrock, Produkt
Manager bei BST, lobt die Qualität des Produkts und die Kundenorientierung.
„Die Fähigkeit von Metallux, unsere komplexen
technischen Anforderungen zu verstehen und in zuverlässige Produkte
zu übersetzen sowie klar und effektiv mit unserem Team zu
kommunizieren, hat wesentlich zum Erfolg unserer Produkte beigetragen.
Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“
Und damit ist nicht nur die von BST gesteuerte Materialbahn,
sondern auch Metallux immer korrekt und präzise positioniert.
elexis AG
D 57482 Wenden
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Wiener Standort
Das Zivilingenieurbüro für Bauwesen, Lorenz Consult hat
kürzlich ihre neuen Büroräume im Wiener Bezirk Simmering
bezogen. Die Zweigstelle des Grazer Unternehmens
erstreckt sich über eine Fläche von rund 235 Quadratmetern
und bietet elf Mitarbeiter:innen einen modernen
Arbeitsplatz. Weitere Mitarbeiter:innen werden gesucht.
Bereits seit 2006 ist das Zivilingenieurbüro mit Hauptsitz in Graz mit
einem Büro in Wien vertreten. Waren es damals zwei Mitarbeiter:innen,
sind es aktuell sieben Mitarbeiter:innen, die den wachsenden
Kundenstock betreuen. Dazu kommen noch rund drei Mitarbeiter-
Innen, die wöchentlich von Graz nach Wien pendeln. Für die kommenden
ein bis zwei Jahre strebt Lorenz Consult an, die Anzahl der
Mitarbeitenden in Wien weiter zu erhöhen. Diese Expansion ist ein
direktes Ergebnis der verbesserten Auftragslage, die im vergangenen
Jahr deutlich über den Erwartungen lag. Um die Effektivität weiter zu
steigern, sucht Lorenz Consult gezielt nach neuen Talenten für den
Wiener Standort. Da sich der Standort in Wien personell vergrößerte,
kam es mit Anfang des Jahres zum Umzug in ein größeres Büro in
der Modecenterstraße im elften Wiener Gemeindebezirk.
Bei der Wahl des Standorts und der Büroausstattung lag der Fokus
stark auf Nachhaltigkeit. Die Möbel aus den vorherigen Standorten
werden im Sinne ökologischer Verantwortung weiterverwendet,
und die bestehende Raumstruktur des neuen Büros wurde nur
minimal angepasst. Neben dieser Anforderung war es entscheidend,
Büroräumlichkeiten zu finden, die konzentriertes Arbeiten in einer
angenehmen Atmosphäre möglich machen. Das Büro befindet sich
in unmittelbarer Nähe zur U-Bahn und ist zudem hervorragend mit
dem Fahrrad erreichbar. Das neue Büro befindet sich im MARXI-
MUM, das mit dem Silber-Zertifikat von der ÖGNI (Österreichische
Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft) für seine umweltfreundliche
Konstruktion sowie seinen effizienten Ressourceneinsatz,
der zu einem geringeren Primärenergieverbrauch und zu
niedrigen Primärenergieverbrauch beiträgt, ausgezeichnet wurde.
Auch steht den Mitarbeiter:innen eine eigene Dachterrasse zur Verfügung.
„Ich freue mich sehr, dass wir in Wien so erfolgreich sind und
nun auch ein passendes Büro für die steigende Anzahl an Mitarbeiter:innen
gefunden haben. In Wien sind wir stark im Gesundheitsbereich
bzw. in der Labor- und Pharmaplanung engagiert. Darüber
hinaus sind wir in den Bereichen HKLS-Planung, Zivilingenieurleistungen
und technischen Infrastrukturprojekten aktiv. Unsere
Expertise kommt sowohl bei der Planung als auch der Bauaufsicht
in verschiedenen Bereichen des Hochbaus, der Versorgungstechnik
und der Infrastruktur zum Tragen,“ so Christian Lorenz, Geschäftsführer
von Lorenz Consult.
Optimale Zusammenarbeit zwischen den Standorten im Fokus
Neben dem Hauptsitz in Graz und der Niederlassung in Wien gibt es
weitere Zweigstellen in Linz und Villach. Mit den Standorten wird
LC-Standortbeauftragter Thomas Petto © Lorenz Consult ZT GmbH
das Ziel verfolgt, die Kunden vor Ort optimal zu servicieren. Ein essenzieller
Erfolgsfaktor dabei ist eine gute standortübergreifende
Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitenden. Deshalb wurde im
September 2024 ein interner Bewerbungsprozess ins Leben gerufen,
um einen Standortbeauftragten zu ernennen. Ein Mitarbeiter aus
dem Wiener Team hat diese verantwortungsvolle Rolle zusätzlich zu
seinen Tätigkeiten übernommen. Seine Aufgabe ist es, den technischen
Betrieb des Büros sicher zu stellen und das soziale Miteinander
unter den Kolleg:innen ebenso wie den intensiven Austausch
unter den fachspezifischen Teamleiter:innen zu fördern.
„Als eine mehrfach von kununu ausgezeichnete Top Company
ist es uns ein großes Anliegen, ein ideales Arbeitsumfeld für alle
unsere Mitarbeiter:innen zu schaffen. Die gemeinsame Vision, das
Lernen im Team und die Schaffung von Rahmenbedingungen zur
Erbringung der persönlichen Bestleistung ist uns ein wesentliches
Anliegen“, so Christian Lorenz.
Die Erwartungen an den Wiener Standort sind hoch: Lorenz
Consult plant, Wien mittelfristig als gleichwertigen Standort zu Graz
zu etablieren, von dem aus Projekte in den Kernkompetenzen des
Unternehmens effizient abgewickelt werden können.
Auch 2025 erhält Lorenz Consult das kununu
Top Company Siegel
Die Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu zeichnet Lorenz
Consult zum vierten Mal in Folge als Top Company 2025 aus. Grundlage
der Auszeichnung bilden die unabhängigen Bewertungen der
Mitarbeiter:innen auf der Plattform. Das Zivilingenieurbüro gehört
mit 4,6 von 5 Sternen und einer Weiterempfehlungsrate von 100 Prozent
zu den Unternehmen mit einem hervorragenden Arbeitsumfeld
in Österreich.
Lorenz Consult ist immer auf der Suche nach Talenten. Vor allem
Projektleiter:innen und Konstrukteur.innen für hochinstallierte
HKLS-Projekte, ebenso auch Bautechniker:innen für Baumanagement,
Statik, Hochbau und Konstruktion Betonbau und Stahlbau
werden gesucht.
Lorenz Consult Ziviltechniker GmbH
A 8010 Graz
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Entwurf der finalen Ausbaustufe des Gebäudes.
Der linke Abschnitt illustriert den neuen Anbau.
© Vetter Pharma International GmbH
Kühllagerkapazität soll bis 2028 verdoppelt werden
Vetter baut sein pharmazeutisches
Warenlager deutlich aus
– Zentrum für Optische Kontrolle und Logistik erreicht dritte Ausbaustufe
– Hochmodernes und vollautomatisches Kühllager
– Zusätzliche Kapazitäten für optische Kontrolle geplant
Vetter, ein global agierender Pharmadienstleister, erweitert sein
pharmazeutisches Lager in Ravensburg. Der Ausbau unterstützt
die steigende Marktnachfrage sowie das organische Wachstum
des unabhängigen Familienunternehmens. Mit einem Investitionsvolumen
von über 150 Millionen Euro werden die bereits
vorhandenen 13.000 Palettenstellplätze für die Kühllagerung um
weitere 16.000 erweitert. Nach Fertigstellung wird Vetter über insgesamt
68.000 Palettenstellplätze für verschiedene Temperaturanforderungen
verfügen.
Die Erdarbeiten starteten Ende vergangenen Jahres. Die Lagererweiterung
soll bis 2028 abgeschlossen sein. Das erste Etappenziel,
die Fertigstellung der Gebäudehülle, wird für das vierte Quartal 2026
erwartet. Neben der Erweiterung des Hochregallagers wird das neue
22.500 m² große Gebäude auch ein Lager für Stabilitäts- und Referenzproben,
zusätzliche Kapazitäten für manuelle und automatisierte
optische Kontrolle, ein neues Mitarbeitendenrestaurant sowie
Büroflächen und ein Rechenzentrum beherbergen.
„Seit der Eröffnung unseres Zentrums für Optische Kontrolle
und Logistik im Jahr 2012 haben wir unsere Lagerkapazitäten für
Raumtemperatur sowie für Kühllagerung stetig ausgebaut,“ erklärt
Vetter-Geschäftsführer Carsten Press. „Der jüngste Bauabschnitt
markiert einen weiteren strategischen Schritt in der Entwicklung
unseres Lagerangebotes und ermöglicht uns, Kunden auch in Zukunft
zuverlässige und umfassende Dienstleistungen für ihre zum
Teil temperaturempfindlichen Wirkstoffe zu bieten.“
Die Erweiterung des Gebäudes dient in erster Linie dem Ausbau
der Kühllagerkapazitäten sowie der Unterbringung von Kühltruhen
und begehbaren Gefrierschränken, die speziell für hochwertige
pharmazeutische Produkte und die dazugehörigen Materialien ausgelegt
sind. „Die Notwendigkeit der Kühllagerung für viele innovative
Arzneimittel erhöht den Bedarf an Palettenstellplätzen,” erklärt
Timo Usinger, Senior Vice President Supply Chain Management bei
Vetter. „Der neue Bauabschnitt wird daher komplett gekühlt ausgeführt.
Wir setzen hier neuste Automatisierungs- und Digitalisierungstechnik
ein, wie fortschrittliche Überwachungssysteme sowie
eine vollautomatische Ein- und Auslagerung der Paletten.“
Vetter möchte auch in Zukunft eine aktive Rolle bei der Weiterentwicklung
und Anwendung von Innovationen im Bereich der
pharmazeutischen Lagerung spielen, um die wichtigen Bedürfnisse
seiner globalen Kunden und deren Patienten an eine sichere Lieferkette
zu erfüllen.
Vetter Pharma International GmbH
D 88212 Ravensburg
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Strategische
Neuausrichtung der globalen
Geschäftstätigkeiten
Rentschler Biopharma SE, ein führendes Dienstleistungs- und Auftragsentwicklungsunternehmen
(CDMO) für Biopharmazeutika, gab heute die Neuausrichtung
seiner globalen Geschäftstätigkeiten im Rahmen einer langfristigen strategischen
Neuorientierung bekannt. Rentschler Biopharma hat entschieden, sich aus der Zellund
Gentherapie zurückzuziehen, seine Aktivitäten am Standort Stevenage, Großbritannien,
einzustellen und den Fokus auf Biologika1 zu verstärken. Der Schritt folgt
der Strategie des Unternehmens, flexibel auf sich wandelnde Marktbedingungen
und Kundenbedürfnisse zu reagieren, nachhaltiges Wachstum zu fördern und Innovationen
voranzutreiben.
„Als Innovationsführer evaluieren wir kontinuierlich neue Ansätze, um den Bedürfnissen
unserer Kunden und ihrer Patienten gerecht zu werden. Der Markt für
Zell- und Gentherapie hat sich langsamer entwickelt als erwartet, und die branchenübergreifende
Nachfrage hat nicht unsere Erwartungen erreicht. Nach einer umfassenden
strategischen Überprüfung haben wir daher entschieden, unsere Aktivitäten
auf jene Bereiche zu konzentrieren, in denen wir die größte Nachfrage und das beste
Potenzial sehen, um nachhaltig Nutzen zu stiften. Biologika bleiben für unsere Geschäftstätigkeit
von zentraler Bedeutung, während wir weiterhin andere potenzielle
Modalitäten evaluieren. Dabei schöpfen wir aus unserem Fachwissen und unserer
hervorragenden Erfolgsbilanz, um unseren Kunden die außergewöhnliche Qualität
und den herausragenden Service zu bieten, auf die sie sich verlassen,“ sagte Benedikt
von Braunmühl, CEO von Rentschler Biopharma. „Das hervorragende Engagement
und die Leistung unseres Teams in Stevenage sind besonders hervorzuheben,
und ich möchte mich bei allen für ihre wertvollen Beiträge bedanken. Es ist uns ein
wichtiges Anliegen, die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser
Übergangszeit mit den erforderlichen Ressourcen zu unterstützen.“
In den letzten Jahren hat Rentschler Biopharma bedeutende Investitionen getätigt,
um seine globalen Fähigkeiten weiter zu stärken und langfristiges Wachstum zu
unterstützen. Im Oktober 2024 kündigte Rentschler Biopharma seine bisher größte
Einzelinvestition am Hauptsitz in Laupheim an, um die Produktionseffizienz zu
steigern und den Standort auszubauen. Im Juli 2024 nahm die neue hochmoderne
Produktionslinie in Milford, Massachusetts, USA, mit vier neuen 2.000-Liter-Einweg-Bioreaktoren
den Vollbetrieb auf. Mit diesen Rekordinvestitionen, den größten
in der über 150-jährigen Geschichte von Rentschler Biopharma, hat das Unternehmen
seine Kapazitäten und Fähigkeiten, die wachsende globale Nachfrage nach
Biopharmazeutika zu bedienen, erheblich erweitert.
1 auf Zellkulturen basierende
therapeutische Proteinformate
Rentschler Biopharma SE
D 88471 Laupheim
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Ausblick MedTech-Branche 2025
Die Medizintechnik in Deutschland gilt eigentlich als
Wirtschaftsgarant. Doch die Stimmung ist getrübt und die
Konjunkturschwäche im eigenen Land drückt sowohl auf
die Gemüter als auch auf die Umsatzprognosen. Der EMS-
Dienstleister Plexus wirft einen Blick auf die Themen, die
Hersteller 2025 besonders an die Nieren gehen, und die
Trends, die Hoffnung machen.
Ein verstärkender Faktor für die angespannte Lage sind zudem die
hohen Kosten. Während von Januar bis August 2024 der Umsatz der
deutschen Medizintechnikindustrie laut Statistische Bundesamt
das Vorjahresniveau um 1,6% übertraf, stiegen im gleichen Zeitraum
auch die Erzeugerpreise – und zwar um knapp 3%. Egal ob für Energie,
Material oder Rohstoffe, in der Logistik und beim Transport oder
beim Personal – Hersteller kämpfen schwer mit den anhaltend hohen
Kosten.
Der zunehmende Druck wirkt sich auf die Investitionskraft des
Standorts Deutschland aus. Fast ein Drittel (30%) haben laut BVMed
ihre Investitionen gegenüber dem Vorjahr zurückgefahren. Ein weiteres
Drittel der befragten Unternehmen verlagert Investitionen ins
Ausland. Das Outsourcing der Produktion, aber auch anderer Aufgaben
wie der Entwicklung und der Aftermarket Services, dürften
dabei ganz oben auf der Liste stehen.
Klar ist: Wer sich aus der aktuellen Stagnation frei kämpfen und
langfristig wettbewerbsfähig bleiben will, muss seine Prozesse weiter
optimieren und versuchen intern gebundene Kapazitäten und
Ressourcen freizubekommen. Der Kostendruck zwingt Unternehmen
zu einem Strategiewechsel und der Verlagerung der Produktion
raus aus Hochkostenländern. Die Zusammenarbeit mit Partnern bei
aufwändigen und damit kostspieligen Aufgaben kann hier ein Weg
sein, um die eigene Agilität und Widerstandsfähigkeit zu steigern.
#3 Schwere Compliance-Bürde
#1 Status MedTech Deutschland
Grundsätzlich muss man sagen: Im Vergleich zu anderen Industrien
geht es den deutschen Medizintechnikherstellern gut. Laut BVMed
Herbstumfrage 2024 bleibt die Branche Exportweltmeister. Die erwartete
weltweite Umsatzentwicklung 2024 legt um 3,5% zu. Im Inland
jedoch liegt der geschätzte Anstieg bei gerade einmal 1,2%. Im
Vergleich zum Vorjahr mit 4,8% ist das ein deutlicher Rückgang. Eine
Rückkehr zu einem soliden Wachstumspfad ist in weite Ferne gerückt
und lässt aller Wahrscheinlichkeit mehr als 12 Monate auf sich
warten. Gründe für das konjunkturelle Schwächeln finden sich viele
– und nicht allein in der Medizintechnik.
Wie in der Elektronikindustrie fehlt es auch im MedTech-Bereich
an Aufträgen. Was in den Corona-Jahren massiv aufgestockt
wurde, muss erst schrittweise abgebaut werden. Erst wenn sich
damit verbundene Cashflow-Probleme und Investitionsstaus auflösen,
kann auch die Auftragslage auf ihren soliden Wachstumskurs
zurückkehren. Betroffen ist nicht nur der deutsche Markt, auch
China schwächelt. Hinzu kommt ein protektionistisches globales
Umfeld, das laut Industrieverband Spectaris durch die neue US-Regierung
droht.
#2 Agile Wege aus der Kostenkrise
Was die Hersteller neben den Kosten plagt sind die als ausufernd
empfundenen regulatorischen Vorgaben – sowohl auf nationaler
wie auf EU-Ebene. Der Aufwand wächst von Jahr zu Jahr und ist besonders
ärgerlich, wenn die fehlende Harmonisierung zwischen den
Richtlinien zu teilweise doppelten Berichtspflichten führt (Beispiel
LskG und CSRD). Die Bürokratie geht nicht nur ins Geld. Sie blockiert
auch wichtige Fachkräfte, die an anderer Stelle schmerzhaft
fehlen.
Die europäische Medizinprodukteverordnung (MDR) bleibt eine
Langzeitbaustelle. Immer wieder forderten Verbände im letzten Jahr
eine umfassende Revision der Richtlinie. Im Oktober verabschiedete
das Europaparlament schließlich eine Resolution zur Änderung,
die bis zum Ende des ersten Quartals 2025 Vorschläge fordert. Ob
eine Novellierung tatsächlich stattfindet und wie diese aussieht,
wird sich also erst noch zeigen. Ohne regulatorisches Fachwissen
und externer Unterstützung wird es jedoch für Hersteller schwer mit
den Veränderungen in der dynamischem Compliance-Landschaft
Schritt zu halten.
#4 Nachhaltigkeits-Ecosystem
Viel Platz im Compliance-Katalog nimmt zudem das Thema Nachhaltigkeit
ein. Der Green Deal der EU macht auch vor MedTech-Herstellern
nicht Halt – angefangen bei der Ökodesign-Richtlinie über
CSRD bis hin zum für 2026 geplanten PFAS-Verbot. Während die
CO2-Bilanzierung bzw. ESG Reporting bei einigen Medizinprodukten
(z. B. Zubehörmaterial) noch relativ geradlinig verläuft, steigt mit
der Komplexität der Medizingeräte auch die Komplexität des Reportings.
Systematische Analyseansätze wie das Product Lifecycle
Assessment (LCA) liefern hier ein Framework, um wichtige Kennzahlen
zu erheben und nicht nur CO2-Emissionen zu reduzieren,
sondern auch Kosten einzusparen.
Insgesamt wird der Markt für grüne Technologie und Nachhaltigkeit
weiter wachsen und bis 2032 ein Marktvolumen von 105
Mrd. US-Dollar erreichen. Gefragt sind Technologien, Lösungen
und Prozesse, um die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten
mit niedrigem CO2-Fußabdruck auch praktisch umsetzen
zu können. Schon jetzt setzen Hersteller hier auf ein erweitertes
Ecosystem, in dem Partner fachspezifische Expertise zur Verfügung
stellen und Dienstleister nachhaltigkeitsrelevante Aufgaben
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übernehmen (z. B. Abfalltransport und -entsorgung).
#5 Bewährungsjahr für KI
Ein ähnliches Wachstum in der Medizintechnik verspricht
der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Ob sich
dieses Versprechen jedoch bereits im nächsten Jahr zu
100% erfüllt, ist fraglich. Zwar wird fleißig an smarten
Chirurgie-Robotern, KI-Apps zur Krebserkennung und
virtuellen Assistenz-Ärzten gearbeitet. In der Praxis
handelt es sich jedoch in der Regel eher um KI-Features,
die vor allem dort zum Einsatz kommen, wo Hersteller
und Anbieter sie kontrollieren können – und wo sie im
Ernstfall keinen Schaden am Menschen nehmen.
Die KI-Verordnung der EU stuft KI-basierte Medizinprodukte
zu Recht als Hochrisiko-KI-Systeme ein
und setzt die regulatorischen Anforderungen dementsprechend
hoch an. Die Entwicklung kostet Zeit und
setzt Expertise voraus, die vielerorts noch aufgebaut
werden muss. Dabei ist der ROI der Investitionen beim
experimentellen Charakter der KI längst nicht garantiert.
Trotz aller erwarteten Vorteile äußern daher fast
zwei Drittel (65%) der MedTech-Unternehmen Bedenken,
was die Integration von KI in Medizinprodukte angeht.
Wo KI bereits jetzt die Effizienz maßgeblich verbessert,
ist im operativen Betrieb sowie bei der Optimierung
von Prozessen in der Fertigung, Entwicklung und
Supply Chain. Einen weiteren spannenden Einsatzbereich
stellt die Labordiagnostik dar, in der man verstärkt
Deep Learning-Technologien für die Analyse nutzt.
#6 Cybersecurity ist Supply Chain-Thema
Mit KI und der zunehmenden Digitalisierung von Medizinprodukten
in der Diagnostik, Konsultation und im
Monitoring bleibt auch die Cybersicherheit ein Hauptthema
in 2025. Hier kommt mit der NIS2-Richtlinie
keine neue, allerdings eine überarbeitete und striktere
Vorschrift auf Hersteller zu. Die Auflagen und Sanktionen
richten sich explizit an „besonders wichtige
Einrichtungen“, zu denen auch Kliniken, Medizinische
Versorgungszentren (MVZ) und andere Gesundheitseinrichtungen
zählen.
Unternehmen müssen nach NIS2 Sicherheitsrisiken
erkennen, entschärfen und dokumentieren sowie
die dafür nötigen technischen wie organisatorischen
Rahmenbedingungen und Tools bereitstellen. Dabei
umfasst die Regelung ausdrücklich auch die Supply
Chain, einschließlich EMS-Dienstleistern, Partner und
Zulieferer. Eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen
Stakeholdern und Sicherheitspartnern wird damit
immer wichtiger. Nach einer Studie von Plusnet haben
erst 52% der deutschen Unternehmen die NIS-Anforderungen
an die Lieferketten-Sicherheit ganz oder zumindest
teilweise umgesetzt. Hersteller haben im nächsten
Jahr auch hier noch eine lange To-Do-Liste vor sich, um
Produkte zu schützen und einen sicheren Austausch
von Daten zu garantieren (Stichwort: Datenschutz, Intellectual
Property).
Plexus Corp.
US WI 54956 Neenah
As time goes by... MTF Technik feierte
am 01.02.2025 den 50. Geburtstag.
MTF Technik
feiert 50-jähriges
Jubiläum
Am 01.02.1975 gründete der Ingenieur Hans Gert Schürfeld in Bergneustadt
das Unternehmen mit dem Namen MTF - Metallverarbeitung,
Transportgeräte, Förderbänder.
Der Tüftler plante, ganz neuartige Förderbänder für die Kunststoffindustrie
zu entwickeln, die es so noch nicht auf dem Markt gab.
Stets getrieben von Neugier, Tatendrang, Fleiß, dem Streben nach
Perfektion und mit einem offenen Ohr für die Anforderungen und
Wünsche unserer Kunden, entwickelte er unermüdlich neue Produkte
und Lösungen - von kleinen Förderbändern für den Transport
von Bauteilen aus Spritzgussmaschinen, über die Entwicklung von
stufenlos verstellbaren abgewinkelten Förderbändern, das erste Patent
für die Rollen-Separiertrommel bis hin zu unzähligen kundenindividuellen
Projekten.
In diesem Sinne hat sein Sohn, der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur
Hardy Schürfeld, das Unternehmen seit 2005 als
Inhaber und Geschäftsführer weiter entwickelt. Die beiden Ingenieure
haben insgesamt 13 Patente erworben und sich immer auf neue
Herausforderungen und neue Branchen eingestellt. Noch heute
wird jedes Gerät individuell auf die Bedürfnisse jedes Kunden maßgeschneidert
- sodass ein optimales Ergebnis für den betrieblichen
Materialfluss erzielt wird.
MTF Technik Hardy Schürfeld GmbH & Co. KG
Stadionstraße 8
Telefon: +49 2261 94310
Telefax: +49 2261 943131
eMail: info@mtf-technik.de
D 51702 Bergneustadt
Internet: http://www.mtf-technik.de
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Seite 45/57
ChemE Show – Powered by ACHEMA findet im Jahr 2026 erstmals
in Houston, Texas, statt
DECHEMA und Gulf Energy Information
starten US-amerikanisches Leitevent
für die Prozesstechnik
Die DECHEMA – Veranstalterin der weltweit bedeutendsten Plattform für die
Prozessindustrie, ACHEMA – und Gulf Energy Information veranstalten im Jahr
2026 erstmals gemeinsam die ChemE Show – Powered by ACHEMA in Houston,
Texas. Die neue jährliche Veranstaltung richtet sich an Experten, Entscheidungsträger
und Lösungsanbieter entlang der gesamten Wertschöpfungskette der chemischen
und biobasierten Produktion.
– Keynote-Präsentationen weltweit führender
Branchenvertreter und Visionäre,
die Innovationen vorantreiben und die
Zukunft der Prozessindustrie aktiv mitgestalten
– Technische Sessions: vertiefende Workshops
und Diskussionsrunden zu Themen
wie Nachhaltigkeit, Wasserstofftechnologien,
Prozessoptimierung und
digitale Transformation
– Ausstellung: Hier werden die neuesten
Technologien vorgestellt, die die Zukunft
der chemischen und biotechnologischen
Technik und der Prozessindustrie prägen
werden.
Die ChemE Show, die im Juni 2026 stattfinden
wird, nimmt die dynamische Chemieund
Pharmabranche Nordamerikas und
deren Technologie- und Investitionsbedarf
in den Fokus. Branchenpionieren, Innovatoren
und Lösungsanbietern präsentiert
die Veranstaltung die neuesten Produkte
und Lösungen für die (petro-)chemische
Verfahrenstechnik, die Biotechnologie und
sämtliche Downstream-Aktivitäten und
schlägt gleichzeitig eine Brücke zur Energiewirtschaft.
„Diese Partnerschaft bringt zwei starke
Organisationen zusammen, die Innovationen
in der Chemie- und Energiebranche voranbringen
wollen“, sagte John Royall, Präsident
und CEO von Gulf Energy Information,
bei der Vertragsunterzeichnung. „Indem wir
die Strahlkraft der Weltleitmesse ACHEMA
mit der Medien- und Veranstaltungsexpertise
von Gulf kombinieren, schaffen wir eine
einzigartige Plattform für Fachleute, um
Kontakte zu knüpfen, die Zusammenarbeit
zu fördern und ebnen letztlich dem Fortschritt
in der Branche den Weg.“
Die ChemE Show wird sich eng an die
alle drei Jahre stattfindende ACHEMA anlehnen,
mit eigenständigen Veranstaltungen
in den USA in den Jahren 2026 und
2028 sowie einer Networking-Session auf
der ACHEMA 2027 in Frankfurt. Fachleuten
aus den Prozessindustrien bietet sie:
„Seit mehr als einem Jahrhundert ist die
ACHEMA die zentrale Plattform für Innovationen
in der chemischen und pharmazeutischen
Technik, und wir freuen uns,
unser Engagement in Nordamerika weiter
auszubauen, um der steigenden Nachfrage
nach Know-how in chemischer Technik,
Biotechnologie und innovativen Produktionsverfahren
nachzukommen. Die ChemE
Show bildet eine wichtige Brücke zwischen
den globalen Märkten und wird die Zusammenarbeit
und den Wissensaustausch
zwischen Ingenieuren und Branchen-Experten
voranbringen“, so Dr. Björn Mathes,
Geschäftsführer der DECHEMA Ausstellungs-GmbH.
DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik
und Biotechnologie e.V.
D 60486 Frankfurt am Main
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Seite 46/57
Das nora Schulungsangebot 2025 rund um Kautschukböden
Von Praktikern für Praktiker
Ein perfekt verlegter und gut gepflegter
Boden schafft nicht nur eine einladende
Atmosphäre, sondern trägt auch maßgeblich
zum Werterhalt von Immobilien bei.
Oft sind es kleine Tricks und Kniffe, die zu
einem perfekten Erscheinungsbild des Bodenbelags
beitragen. Daher lädt nora auch
im Jahr 2025 zu einem vielfältigen Schulungsangebot
ein – sowohl online als auch
vor Ort. Die Kurse decken ein breites Spektrum
ab und befassen sich nicht nur mit der
Verlegung und Pflege von Kautschukböden,
sondern auch mit den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten.
Die Seminare finden
im werkseigenen Schulungs- und Informationszentrum
in Weinheim statt, wo die
Spezialisten der Anwendungstechnik ihr
fundiertes Know-how vermitteln. Darüber
hinaus werden Webinare zu unterschiedlichsten
Themen veranstaltet. Das vielfältige
Angebot richtet sich an unterschiedliche
Zielgruppen. Die Anmeldung ist ab sofort
möglich.
Tricks und Kniffe, die zum perfekten Erscheinungsbild des Bodenbelags beitragen,
zeigt nora bei Verlege- und Reinigungsseminaren. Copyright: © nora
Basis-Seminare zur Verlegung
von Kautschukböden
Zweitägiger Termin für Verarbeiter, die noch
wenig oder keine Erfahrung mit der Verlegung
von Kautschukböden haben. Behandelt
werden grundsätzliche Themen
wie Untergrundvorbereitung, Doppelnahtschnitt,
Verfugung, Verklebung und Formtreppen.
Die Teilnehmenden können die
Verlegung unter Anleitung erfahrener Anwendungstechniker
praktisch üben und erhalten
wertvolle Tipps, die ihnen die Arbeit
erleichtern. Neben einem theoretischen
und einem praktischen Teil, in dem die Verarbeitung
Schritt für Schritt gezeigt wird,
gibt es auch eine Werksführung.
Aufbau-Verlegeseminare
Zweitägiges Seminar zur praxisorientierten
Verlegung und Verarbeitung von Kautschuk-Bodenbelägen.
Unter Anleitung
routinierter Werksverleger üben die Teilnehmenden,
die bereits Erfahrung in der
Verlegung von Kautschukböden mitbringen
sollten, in entspannter Atmosphäre, Bahnen-
und Fliesenware sowie Formtreppen
wirtschaftlich und fehlerfrei zu verlegen.
Die Seminare umfassen zudem die Nutzung
der Schnellverlegesysteme nora nTx und
nora dryfix bzw. nora dryfix ed sowie eine
Werksführung.
Seminare für Reinigungsverantwortliche
und -dienstleister
nora Bodenbeläge verlassen das Werk in
Weinheim als Premium-Produkte. Damit
sie auch im täglichen Einsatz auf Dauer gut
aussehen und auch speziellen Hygienerichtlinien
entsprechen, ist eine sachgerechte
Reinigung von hoher Bedeutung. Bei
diesem zweitägigen Seminar demonstriert
ein nora Anwendungstechniker verschiedene
Reinigungsverfahren und gibt Tipps zur
Sanierung beschädigter Oberflächen.
Webinare
Neben Schulungen vor Ort bietet nora auch
regelmäßig kostenlose Webinare an. In
diesen halbstündigen Online-Schulungen
teilen unsere erfahrenen Anwendungstechniker
praxisrelevantes Wissen zu verschiedenen
Themen rund um nora Bodenbeläge.
Diese Schulungen bieten Interessierten
die Möglichkeit, sich kostenfrei über unsere
Produkte zu informieren und hilfreiche
Tipps für ihren Arbeitsalltag zu erhalten.
Wenn keine Zeit für die Live-Teilnahme besteht,
ist das kein Problem: Eine Anmeldung
genügt, um die Aufzeichnung des Webinars
nach der Veranstaltung per E-Mail zu erhalten.
Anmeldung unter nora.com/seminare.
nora systems GmbH
Höhnerweg 2-4
D 69469 Weinheim
Telefon: +49 6201 2743934
Mobilfunk: +49 172 6330484
eMail: frank.baehr@nora.com
Internet: http://www.nora.com
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Auszeichnung für Technologieführer der Ventilatorentechnik
ebm-papst überzeugt mit Innovationskraft
und ist ausgezeichneter Top-Innovator 2025
Innovation ist eine fest in der Unternehmenskultur verankerte
Leitlinie des Ventilatoren- und Motorenherstellers
ebm-papst mit Sitz in Mulfingen. Nun wurde die Innovationskraft
des Technologieführers bereits zum dritten Mal
mit dem TOP 100-Award ausgezeichnet. Der Wettbewerb
ehrt besonders innovative mittelständische Unternehmen.
In einem wissenschaftlichen Auswahlverfahren wurden die
Innovationsaktivitäten anhand von mehr als 100 Prüfkriterien
bewertet.
Grundlage von TOP 100 ist ein wissenschaftliches Auswahlverfahren,
das der Innovationsforscher Prof. Dr. Nikolaus Franke leitet.
Analysiert wurden etwa die Innovationsstärke der Teilnehmer
anhand von mehr als 100 Prüfkriterien, die sich in fünf Kategorien
gliedern: Innovationsförderndes Top-Management, Innovationsklima,
Innovative Prozesse und Organisation, Außenorientierung /
Open Innovation sowie Innovationserfolg. Im Kern geht es darum,
ob Innovationen das Ergebnis eines strukturierten Innovationsmanagements
in den Unternehmen sind oder eher zufällig entstehen.
„Innovation heißt Agieren anstatt Reagieren“, sagt Franke, „es bedeutet,
die Zukunft aktiv zu gestalten, anstatt zu hoffen, dass sich
nichts ändert.“
Innovationen ermöglichen Effizienzsprünge
Prof. Dr.-Ing. Tomas Smetana, Chief Technology Officer (CTO) der
ebm‐papst Gruppe, betont die Bedeutung der Innovationkraft für
den Weltmarktführer aus Mulfingen: „Wahre Innovation entsteht
dort, wo Effizienz auf Begeisterung trifft – und beides wird getragen
von Menschlichkeit. Als Technologieführer entwickeln und produzieren
wir hochwertige Komponente und Systeme für die Luft- und
Heiztechnik. Die Symbiose unserer langjährigen Produkterfahrung
mit den Möglichkeiten der Digitalisierung und KI sorgen für weitere
Effizienzsprünge, die für die Energiewende zwingend erforderlich
sind. Dabei setzen wir nicht auf die Kreativität Einzelner, sondern
schaffen ein Umfeld, in dem innovative Ideen in den Köpfen aller
Mitarbeitenden permanent wachsen können. Daher freuen wir uns
als Team sehr, dass wir zu der Innovationsspeerspitze Deutschlands
Stellvertretend für die Teams R&D und Innovationsmanagement nimmt
Prof. Dr.-Ing. Tomas Smetana, Chief Technology Officer (CTO) der
ebm‐papst Gruppe, den Top 100-Award entgegen. (Bild: ebm-papst)
gehören. Ein innovativer Mittelstand bildet die tragende Säule für
nachhaltiges Wachstum und sichert langfristig den Wohlstand in
Deutschland und der EU“.
Andauerndes Engagement für „glokale“ Innovationen
Die Auszeichnung unterstreicht das andauernde Engagement, die
Innovationskraft und Technologieführerschaft des Mittelständlers
langfristig zu sichern. Allein am Standort Mulfingen investierte
ebm-papst in den letzten Jahren stark in die R&D-Infrastruktur. So
wurden etwa ein EMV-Labor (2021, 12 Mio. Euro), ein Erprobungszentrum
(2023, 8 Mio. Euro), das HighSpeed Technikum (2024, 15
Mio. Euro) und die E-Drive Solution Labs (2025, 30 Mio. Euro) in Betrieb
genommen. Dazu stärken die Mulfinger fortlaufend ihre „glokale“
Präsenz in den relevanten Märkten, wie bspw. durch das neue
chinesische Headquarter „OneShanghai“ (Einzug 2024), den Ausbau
des Werks in Xi’an, China (2025, 30 Mio. Euro), ein Werk in Telford,
USA (2022, 30 Mio. Dollar) und die Erweiterung des Produktionsund
Entwicklungsstandorts in Farmington, USA (2024, 3 Mio. Euro).
ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG
D 74673 Mulfingen
Bereits zum dritten Mal wird der Technologieführer ebm-papst mit dem
Top 100-Award ausgezeichnet. (Bild: ebm-papst)
Die Innovationscluster-Manager freuen sich sichtlich über die Auszeichnung
mit dem Top 100-Award. (Bild: ebm-papst)
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ASYS Group Headquarters Dornstadt
ASYS Group erweitert die Geschäftsführung
Die ASYS Group gibt personelle Veränderungen in ihrer Geschäftsführung bekannt: Zum Jahresanfang 2025 wurde
Dr. Alexander Näser als neuer Chief Financial Officer (CFO) in die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe berufen.
Im Rahmen seiner Funktion als Chief Financial Officer übernimmt
Herr Dr. Näser die Verantwortung für die kaufmännische Leitung der
ASYS Gruppe. Ein besonderer Fokus seiner Tätigkeit liegt auf dem
operativen Controlling zur Steigerung der internen Effizienz und der
Finanzierung von Innovationen. Damit stärkt das Unternehmen seine
Position als Lösungsanbieter und kann weiterhin ein attraktives
Produktportfolio für den Markt bereitstellen.
Die Inhaber und Gründer der ASYS Group, Werner Kreibl und
Klaus Mang begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich:
„Wir gratulieren Herrn Dr. Näser zu seiner neuen Position und
Dr. Alexander Näser (CFO):
„Mit einem innovativen Produktportfolio
und wettbewerbsfähiger
Effizienz wird die ASYS Group
ihre Position als führender
Lösungsanbieter im Markt
nachhaltig stärken.“
Jürgen Ries (CEO): „Als kaufmännischer
Leiter mit Fokus auf
Controlling und Innovationsfinanzierung
stärkt Herr Dr. Näser die
Stellung der ASYS Group auf dem
Markt und treibt den Ausbau des
Produktportfolios voran. Wir freuen
uns, mit ihm einen erfahrenen
Experten an Bord zu haben, der
unsere Weiterentwicklung
entscheidend mitgestalten wird.“
freuen uns, mit ihm einen erfahrenen und kompetenten Partner an
unserer Seite zu haben. Sein tiefes Verständnis für die finanziellen
und organisatorischen Anforderungen unseres Unternehmens wird
dazu beitragen, den Wachstumskurs der ASYS Group erfolgreich
fortzusetzen.“
Über Dr. Alexander Näser
Nach ersten Erfahrungen als Consultant in einer der ‚Big 5‘-Beratungen
wechselte Herr Dr. Näser während der New Economy in die
Softwareentwicklung. Danach leitete er das Werkscontrolling eines
niederländischen Elektronikkonzerns im Bereich Chipfertigung. Im
Anschluss übernahm er verschiedene Positionen bei einem Automobilzulieferer,
wobei er tiefgreifende Einblicke in Produktionsund
Risikomanagementprozesse eines Tier1-Unternehmens gewann
und auch als Finance Director in einem Produktionsstandort
im Ausland Ergebnisverantwortung übernahm. Zuletzt verantwortete
er als Vorstand und CFO eines Entwicklungsdienstleisters im
Automotive-Bereich die Bereiche Finanzen, Controlling, Personal,
Einkauf und IT.
Dr. Näser leitet seit April 2024 den Bereich Finance und Controlling
bei der ASYS Group.
Mit der Ernennung von Dr. Alexander Näser unterstreicht die
ASYS Group ihre Entschlossenheit, die strategische Entwicklung
und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.
ASYS Prozess- und Reinraumtechnik GmbH
Lerchenbergstraße 31
D 89160 Dornstadt
Telefon: +49 7348 98560
Telefax: +49 7348 985691
eMail: info@asys-reinraum.de
Internet: http://www.asys-reinraum.de
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Vom 23. bis 25. September 2025 dreht sich auf dem Nürnberger Messegelände wieder alles
rund um Technologien zur Verarbeitung von Pulvern, Feststoffen und Flüssigkeiten.
POWTECH TECHNOPHARM 2025:
Hotspot der Prozesstechnik im September
In gut einem halben Jahr startet die POWTECH TECHNOPHARM nach ihrer turnusgemäßen Pause neu durch: Vom 23.
bis 25. September 2025 dreht sich auf dem Nürnberger Messegelände wieder alles rund um Technologien zur Verarbeitung
von Pulvern, Feststoffen und Flüssigkeiten. Besuchende können sich schon jetzt auf Altbewährtes sowie neue Ideen und
Konzepte freuen. Profitieren werden die Teilnehmenden von der Co-Location mit der FACHPACK, europäische Fachmesse
für Verpackung, Technik und Prozesse. Der renommierte internationale Wissenschaftskongress PARTEC begleitet die
POWTECH TECHNOPHARM auch 2025.
Das Team der POWTECH TECHNOPHARM steckt mitten in den
Vorbereitungen. Die Messe verspricht eine gewinnbringende Veranstaltung
zu werden: Rund 600 Aussteller werden im September
in Nürnberg erwartet. Etwa 80 Prozent der Fläche sind bereits jetzt
ausgebucht. „Die aktuellen Hallenpläne sind online. Unternehmen,
die auch gerne noch ausstellen möchten, können gerne mit uns in
Kontakt treten, um die bestmögliche Fläche für sich in Anspruch
zu nehmen“, empfiehlt Marianny Eisenhofer, Director POWTECH
TECHNOPHARM.
Neu ist in diesem Jahr, dass die POWTECH TECHNOPHARM
ab sofort die Hallen 9 bis 12 im Nord-West-Gelände des Messezentrums
belegen wird. Gut erreichbar direkt vom U-Bahnhof und
dem Eingang Mitte oder vom Ostteil des Geländes kommend durch
den Messepark, in dem auch dieses Jahr wieder Live-Explosionen
demonstriert werden. Gewinnbringend für zahlreiche Besuchende
ist sicherlich auch der Gang durch die weiteren Hallen des Messegeländes,
in denen zeitgleich auf der FACHPACK aktuelle und zukünftige
Verpackungslösungen präsentiert werden. Mit dem Ticket
der POWTECH TECHNOPHARM erhalten Besuchende auch Zutritt
zur FACHPACK.
„Die gesamte Processing-Community freut sich schon wieder
auf die Messe, das bekommen wir von allen Seiten gespiegelt. Der
neue Turnus – zwei Jahre POWTECH TECHNOPHARM konsequent
im September, gefolgt von einem Pausenjahr – ist auch langsam
in den Köpfen angekommen und sorgt für Planungssicherheit“,
fasst Eisenhofer gut sechs Monate vor der Veranstaltung den Status
Quo zusammen. „Was die Internationalität angeht, sind wir auch
schon gut unterwegs. Und mit der neuen PROCESSING ALLIANCE
werden wir uns in Zukunft noch stärker um Geschäftsbeziehungen
in den internationalen Märkten kümmern.“ Die PROCESSING AL-
LIANCE der NürnbergMesse GmbH ist ein internationales Netzwerk
führender Veranstaltungen für die globale Processing-Community,
die sich als Ziel gesetzt hat, weltweite Trends in den jeweiligen
Märkten aufzugreifen sowie den Kundennutzen noch gezielter
in den Fokus zu stellen.
Pharma im Fokus
Die Ausweitung der Marke auf POWTECH TECHNOPHARM wird
dem neuen Claim „Your Destination for Processing Technology“
gerecht und legt den Fokus auf die Pharma- und Life Science-Industrie,
insbesondere auf die GxP-konforme Herstellung von flüssigen,
halbfesten und festen Pharmazeutika. Kooperationspartner
ist der ideelle Träger APV (Arbeitsgemeinschaft für pharmazeutische
Verfahrenstechnik e. V.). Das eigens dafür ausgerichtete Forum
TECHNOPHARM setzt in STAGE TALKS an allen drei Messetagen
die Bereiche der pharmazeutischen Industrie in Szene. Am neuen
Pavillon „Pharma-in-Focus“ präsentieren Unternehmen ihre spezifischen
Produkte und Lösungen dem hochqualifizierten Fachpublikum
mit relativ geringem Aufwand, jedoch hohem Wirkungsgrad.
Rahmenprogramm: ausgewogener Mix
aus Bewährtem und Neuem
Bei der Veranstaltung im September 2025 setzt die POWTECH
TECHNOPHARM im Rahmenprogramm auf Altbewährtes ebenso
wie auf neue Ideen. Neben dem Forum TECHNOPHARM haben
Unternehmen im beliebten Forum POWTECH die Möglichkeit, sich
und ihre innovativen Lösungen einem interessierten Publikum zu
präsentieren. Der Call for Papers ist bereits gestartet und auf der
Website zu finden. Bekannt und bewährt ist die Sonderschau des
VDMA – langjähriger Partner der POWTECH TECHNOPHARM –,
die auch in diesem Jahr Teil des Rahmenprogramms ist. Die Fachbereiche
Verfahrenstechnik und Luftreinheit präsentieren dort
Unternehmen zum Thema „Prozesskette der Schüttgut-Industrie
hautnah erleben“. Der Networking Pavilion bietet auch in diesem
Jahr etablierten Marktplayern sowie Newcomern die Möglichkeit,
mit überschaubaren Ressourcen an der Messe teilzunehmen. Neu
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hingegen sind das erste Treffen und die Gründung des Frauennetzwerks“Women4Processing“
in der Prozesstechnik. Ziel ist, den Frauen
eine Plattform zu geben, auf der sie sich austauschen, voneinander
lernen und sich gegenseitig stärken können. Zudem profitieren
die Frauen der Prozesstechnik vom Dialog mit den Teilnehmerinnen
von „women4packaging“, einem ähnlich gelagerten Netzwerk der
FACHPACK.
Forschung, Weiterbildung, Nachwuchsförderung
Eines der zentralen Themen der POWTECH TECHNOPHARM ist
die Unterstützung des Nachwuchses und der Forschung. Deshalb
schafft die Messe erneut mit dem Campus Pavilion zahlreichen Universitäten
und Hochschulen sowie den Studierenden am Students‘
Day optimale Möglichkeiten zur Vernetzung mit der Industrie. Darüber
hinaus bietet die Messe erstmals der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik
und Chemieingenieurwesen, ideeller Träger der Messe,
die Bühne für zwei ihrer Wettbewerbe: den chemPLANT-Wettbewerb,
bei dem theoretisches Wissen und praktische Anwendungen
der Verfahrenstechnik gefragt sind sowie den Wettbewerb Chem-
Car, bei dem Modellfahrzeuge ins Rennen gehen, die von (bio)-chemischen
Reaktionen angetrieben werden. Des Weiteren organisiert
der DSIV (Deutscher Schüttgut-Industrie Verband e. V.) auch in diesem
Jahr wieder Messerundgänge für Studierende.
PARTEC-Kongress erneut parallel zur Messe
Unbestritten ein Highlight auch 2025 ist der parallel zur POWTECH
TECHNOPHARM stattfindende Wissenschaftskongress PARTEC
zum aktuellen Stand der Partikelforschung. Der neue Chair, Professor
Lutz Mädler vom Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien
in Bremen, plant gemeinsam mit der VDI-Gesellschaft
Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen auch in diesem Jahr
wieder ein hochkarätiges Programm mit Keynotes, Lectures, Poster
Sessions und Preisverleihungen auf höchstem internationalem Niveau.
Das Programm wird Mitte April 2025 veröffentlicht. Als neuer
Sponsor ist evonik mit an Bord. Der Ticketshop für die PARTEC ist
bereits geöffnet.
POWTECH TECHNOPHARM – wertvolle Impulse
nicht nur zur Messe
Interessierte müssen sich nicht bis zur Messe im September gedulden.
Online hat die POWTECH TECHNOPHARM bereits
jetzt einiges zu bieten: In der Webinar-Reihe VIRTUAL TALKS
präsentieren Experten der Prozesstechnik-Branche regelmäßig
Produkte und Lösungen rund um aktuelle Themen. Die Teilnahme
an den VIRTUAL TALKS ist kostenfrei. In exklusiven Fachartikeln
greift die Plattform Industry Insights Trends, Entwicklungen
sowie aktuellen Projekte wie Batterieherstellung, Containment,
Kreislaufwirtschaft, Automatisierung und Digitalisierung
und viele mehr in Chemie, Pharma, Food und weiteren Prozessmärkten
auf. Wer den kostenlosen, monatlichen News-Service
abonniert, ist immer up to date.
NürnbergMesse GmbH
D 90471 Nürnberg
Expertenforum Medizintechnik 2025:
Innovationsimpulse und Branchenaustausch
Die Hermann Bantleon GmbH lädt zum renommierten Expertenforum Medizintechnik ein.
Die Veranstaltung bietet hochkarätige Fachvorträge, praxisnahe Einblicke und wertvolle
Networking-Möglichkeiten für Branchenexperten entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die Teilnehmer erwarten spannende Impulse zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen
der Medizintechnik, darunter innovative Fertigungsprozesse, neue Materialtechnologien
sowie regulatorische Rahmenbedingungen. Namhafte Referenten aus führenden
Unternehmen teilen ihr Wissen und zeigen praxisnahe Lösungen auf.Durch inspirierende
Impulse von Expertinnen und Experten aus führenden Unternehmen werden aktuelle
und zukünftige Entwicklungen der Medizintechnik beleuchtet. Thematische Schwerpunkte
sind Innovationen in der Fertigungstechnik, neue Werkstoffentwicklungen, nachhaltige
Prozesse und regulatorische Herausforderungen.
Programm:
– Innovationen in der Knieimplantat-Fertigung
– Neue Titanwerkstoffe für die Medizintechnik
– Nachhaltigkeit in der Medizintechnik
–MDR und Prozessinnovation
– U.v.m
Veranstaltungsdetails:
Datum: Dienstag, 13. Mai 2025Zeit: 09:00 – 15:15 Uhr
Ort: Bantleon Forum, Blaubeurer Straße 32, 89077 Ulm
Kosten: 79,00 € pro Person zzgl. MwSt.
Exklusive Produktionsführung:Im Anschluss an das Forum besteht
die Möglichkeit, eine Produktionsstätte im Ulmer Norden zu besichtigen.
Anmeldung: forum@bantleon.de (bis spätestens 2. Mai 2025)
Weitere Informationen: www.bantleon-forum.de
Hermann Bantleon GmbH
D 89077 Ulm
(Copyright: Hermann Bantleon GmbH)
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Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions
erhält SBTi-Validierung
seiner Emissionsreduktionsziele
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions, ein Mitglied der globalen Busch Group, gibt bekannt,
dass seine wissenschaftlich fundierten Ziele zur Reduzierung der Kohlendioxidemissionen
nun offiziell von der Science Based Targets Initiative (SBTi)
bestätigt wurden.
Blick auf das Jahr 2034 strebt das Unternehmen
eine Reduzierung der absoluten Scope-1-
und Scope-2-THG-Emissionen um
58,8 % und der absoluten Scope-3-Emissionen
um 35 % an. Bis 2050 hat sich Pfeiffer
verpflichtet, eine Reduzierung der absoluten
Scope-1-THG-Emissionen um 96 %, der
absoluten Scope-2-Emissionen um 93 %
und der absoluten Scope-3-Emissionen um
90 % zu erreichen. Als Gesamtziel hat sich
das Unternehmen verpflichtet, bis 2050 in
seiner gesamten Wertschöpfungskette netto-null
THG-Emissionen zu erreichen.
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions hat einen
weiteren Meilenstein auf seinem Weg zu
umfassender Nachhaltigkeit erreicht. Mit
der Bestätigung seiner wissenschaftlich
fundierten Emissionsreduktionsziele wird
Pfeiffer nun auf der SBTi-Webseite als Unternehmen
aufgeführt, das ein Netto-Null-
Ziel gemäß dem Pariser Klimaschutzabkommen
anstrebt. Das bedeutet, dass sich
Pfeiffer verpflichtet, bis 2050 in der gesamten
Wertschöpfungskette netto-null Treibhausgasemissionen
zu erreichen. Darüber
hinaus sind auch die wissenschaftlich fundierten
kurz- und langfristigen Emissionsreduktionsziele
von Pfeiffer durch die SBTi
bestätigt. Mit dieser Validierung wird das
Engagement von Pfeiffer im Kampf gegen
den Klimawandel und der Beitrag des Unternehmens
zu einer nachhaltigen Zukunft
noch einmal bekräftigt.
Die SBTi ist eine globale Organisation
zur Förderung des Klimaschutzes durch
Unternehmen. Sie ermöglicht es Unternehmen,
sich ehrgeizige Ziele zur Reduzierung
von Treibhausgasemissionen (THG) zu setzen,
die mit den neuesten Erkenntnissen
der Klimawissenschaft und dem Ziel des
Pariser Klimaschutzabkommens zur Begrenzung
der Erderwärmung auf 1,5 °C in
Einklang stehen.
Festgelegte Ziele zur Reduzierung
der Emissionen
Pfeiffer hat im Laufe von zwei Jahren eine
Roadmap für seinen Weg zu umfassender
Nachhaltigkeit entwickelt, die nun von der
SBTi anerkannt wurde. Die von Pfeiffer
gesetzten Ziele konzentrieren sich auf die
Reduzierung direkter Emissionen durch
den Betrieb der Anlagen des Unternehmens
(Scope 1 & 2) sowie indirekter Emissionen
aus eingekauften Waren oder durch die
Nutzung verkaufter Produkte (Scope 3).
Für die Erreichung dieser Ziele wurden
drei konkrete Zeitpunkte festgelegt:
Bis 2030 verpflichtet sich Pfeiffer zur Umstellung
auf 100 % erneuerbaren Strom. Mit
Kommunikation und Engagement
für Nachhaltigkeit
„Diese Validierung durch die SBTi unterstreicht
das Engagement von Pfeiffer für
Nachhaltigkeit“, betont Sebastian Oberbeck,
Global Energy Manager bei Pfeiffer
Vacuum+Fab Solutions. „Außerdem sorgt
es für Transparenz im Hinblick auf unsere
Nachhaltigkeitsziele und erleichtert unsere
Kommunikation mit unseren Kunden über
dieses Thema.“ Da der Großteil der gesamten
Treibhausgasemissionen aus der Nutzung
von Pfeiffer-Produkten durch Kunden
(Scope 3) resultiert, ist eine engmaschige
Kommunikation mit den Kunden unerlässlich,
um nachhaltige Entscheidungen zu
fördern.
Ein Weg in eine nachhaltigere Zukunft
Pfeiffer Vacuum+Fab Solutions ist seit 2022
Mitglied der Science Based Targets Initiative
und unterstützt als solches aktiv die weltweiten
Bemühungen zur Eindämmung des
Klimawandels. Indem das Unternehmen
seine Geschäftspraktiken an den wissenschaftlich
fundierten Zielen der SBTi ausrichtet,
reduziert es seine Umweltauswirkungen
und fördert die Zusammenarbeit in
seiner gesamten Wertschöpfungskette.
Pfeiffer Vacuum GmbH
D 35614 Asslar
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Miele präsentiert kompaktes Gerät
für mehr Leistung und Flexibilität bei
der industriellen Teilereinigung
– Umwälzpumpe mit variabler Drehzahl passt sich dem Bedarf an
– Für Metall-, Kunststoff- oder Elektronikteile, Optiken, Uhren oder medizinische Instrumente und Implantate
– Einfache und intuitive Bedienung über Touch-Farbdisplay
Mit einem neuen Reinigungsgerät bietet Miele jetzt eine kompakte
Lösung für anspruchsvolle Reinigungsaufgaben in der industriellen
Teilereinigung. Das Modell PLW 8636 IPC ist nur 90 Zentimeter
breit. Es reinigt beispielsweise Metall-, Kunststoff- oder Elektronikteile
wie Lötrahmen und Leiterplatten, aber auch Optiken, Uhren,
medizinische Instrumente und Implantate. Zu den technischen
Highlights gehören die in dieser Geräteklasse leistungsstärkste Umwälzpumpe,
eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS-Steuerung),
ein besonders kraftvolles Trocknungsaggregat, optimierte
Sprüharme und ein leicht bedienbares Touch-Farbdisplay. Das Gerät
ist zunächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar
und wird schrittweise auch in weiteren Ländern eingeführt.
„Herzstück“ aller Funktionen ist die industrieerprobte SPS-
Steuerung, mit der sich flexibel eigene Programme erstellen lassen.
26 Programme sind fest installiert. Einige gibt es in drei Leistungsstufen,
die Wassermengen und Pumpendrehzahl bedarfsgerecht
anpassen. Darüber hinaus kann autorisiertes Fachpersonal auch alle
weiteren Prozessparameter verändern. Sie werden auf dem großen,
intuitiv bedienbaren Touch-Farbdisplay als Volltext angezeigt.
Volle Wirkung in jeder Reinigungs- und Spülphase
Die frequenzgesteuerte Umwälzpumpe ist für bis zu 600 Liter Wasserdurchlauf
pro Minute ausgelegt und somit die leistungsstärkste in
dieser kompakten Geräteklasse. Da sich die Drehzahl bedarfsgerecht
steuern lässt, entfalten die Sprüharme in jeder Programmphase ihre
volle Wirkung – auch bei maximaler Beladung. So werden filmische
und partikuläre Verunreinigungen effizient entfernt und sensible
Teile geschont. Alle Korbsprüharme sind mit Düsen an Ober- und
Unterseite ausgestattet, die in Kombination mit der leistungsstarken
Pumpe ein besonders homogenes Sprühbild ermöglichen. Dadurch
lässt sich die technische Sauberkeit aller Teile sicher und wiederholbar
erreichen.
Ein Durchlauferhitzer, der sich außerhalb des Spülraums befindet,
heizt das Prozesswasser auf. Ein hoher Verschmutzungsgrad
der zu reinigenden Teile ist kein Problem – und ihre manuelle Vorreinigung
nicht nötig. Beste Ergebnisse stellen auch ein spaltfrei
verschweißter Spülraum aus hochwertigem Edelstahl und ein integrierter
Wasserenthärter, der mit Hilfe eines separaten Programms
regeneriert wird, sicher.
Ein Leitfähigkeitssensor und redundante Temperaturfühler
überwachen die Reinigungs- und Spülprozesse. Darüber hinaus
lässt sich das neue Gerät optional mit weiteren Kontrollfunktionen
ausstatten: Bis zu vier auf die jeweiligen Anwendungen justierbare
Dosierpumpen und bis zu vier kalibrierbare Durchflussmengenzähler
schaffen ebenfalls beste Voraussetzungen für wiederholbare
Reinigungsergebnisse. Bei der Reinigung von Materialien,
die nicht ausschließlich mit reinem Wasser Kontakt haben dürfen,
können Reinigungsmittel und Wasser auch gleichzeitig in den
Spülraum geleitet werden.
Mehr Luftleistung bei der Trocknung als je zuvor
Das neue Trocknungsaggregat ist mit einer um zehn Prozent erhöhten
Luftleistung stärker als je zuvor. Dabei entfernt ein vorgeschalteter
und leicht zugänglicher HEPA-Filter H14 Partikel effektiv aus
der Trocknungsluft. Das Gerät erfüllt damit höchste Anforderungen
an die technische Sauberkeit gemäß VDA 19 oder ISO 16232 und ist
sogar für Anwendungen im Reinraum geeignet.
Bedienpersonal kann dieses Gerät aufgrund der ergonomischen
Beladehöhe von 80 Zentimetern bequem be- und entladen. Dafür
steht mit „EasyLoad“ ein komfortables Beladungssystem aus Körben
und Einsätzen bereit, das sich schon bei vielen Reinigungsanwendungen
bewährt. Es bietet beste Voraussetzungen für eine
sichere Positionierung der industriellen Teile. Die stabile Gerätetür
lässt sich, wenn geöffnet, mit bis zu 50 Kilogramm belasten. Für die
Unterbringung von Reinigungsmitteln gibt es eine komfortable und
platzsparende Schublade.
Über einen Ethernet-Anschluss lässt sich das Reinigungsgerät
mit einem lokalen Netzwerk verbinden. Die Anbindung von Prozessdokumentationssystemen
kann via REST/JSON-basierte Kommunikation
erfolgen, die sowohl eine schnelle Datenübertragung als
auch eine Übertragung in unterschiedlichste Formate sicherstellt.
Vorteil im Arbeitsalltag: Die vorhandene Infrastruktur ist weiterhin
nutzbar, Kosten und Aufwand bleiben überschaubar.
Miele & Cie. KG
D 33332 Gütersloh
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Automatisches inverses Mikroskopsystem mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit,
Klarheit und Zuverlässigkeit
EVIDENT kündigt die Freigabe
des neuen IXplore IX85 an
Evident gab kürzlich die Markteinführung
des automatischen inversen Mikroskopsystems
IXplore IX85 bekannt. Dank einer
branchenführenden Feldzahl (FN) von 26,5
mm und neuen Bildgebungswerkzeugen,
die klare und genaue Ergebnisse gewährleisten,
können Forscher mit diesem neuen
System mehr Daten erfassen und neue Erkenntnisse
schneller als je zuvor gewinnen.
Darüber hinaus bietet es ein unübertroffenes
Maß an Anpassungsfähigkeit, so dass
Benutzer eine intelligente, leistungsstarke
Bildgebungsplattform für ihre spezifischen
Ziele konzipieren oder zusammenstellen
können.
Die im IXplore IX85 b integrierte Optik
erlaubt eine gleichmäßige Ausleuchtung
des gesamten Sichtfeldes, so dass der Benutzer
große, einheitliche Bilder aufnehmen
kann. Die firmeneigene Technologie
zur Korrektur von Verzerrungen und die
bessere Bildebenheit stellen sicher, dass
jedes Detail, selbst an den Bildrändern,
eine genaue Wiedergabe der Probe ist. Mit
der intelligenten Schattierungskorrektur
können Anwender außerdem hochwertige
zusammengesetzte Bilder mit fließenden
Übergängen erstellen.
Das IXplore IX85 setzt mit der bahnbrechenden
neuen Silikongel-Pad-Technologie
einen neuen Standard für die Nutzbarkeit
von Objektiven. Das Silikongel-Pad bewegt
sich mit dem Objektiv, so dass kein Öl
mehr abgewischt oder ausgetauscht werden
muss, wenn eine Probe verstellt wird.
“Durch die Kombination eines hervorragenden
Sichtfeldes mit modernsten Bildgebungswerkzeugen
können Anwender mit
dem neuen IXplore IX85 aussagekräftige
neue Erkenntnisse schneller als bisher gewinnen“,
betonte Motoki Inoue, Vice President,
Product Management and Marketing,
Life Science Research. „Forscher benötigen
nun für die Aufnahme größerer Bereiche
weniger Einzelbilder, können mehr Datenpunkte
aus jedem Bild gewinnen und das
Zusammenfügen von Einzelbildern auf ein
Minimum reduzieren. Durch das schnellere
Stitching sind zur Aufnahme großer Proben
nur halb so viele Einzelbilder erforderlich
wie bei unseren früheren Systemmodellen.”
Das neue System wurde entwickelt,
um die Arbeitsabläufe im Labor deutlich
zu verbessern und verfügt über automatische
Erfassungsfunktionen, anpassbare
Schnittstellen, eine effiziente Aufgabenverwaltungssoftware
sowie moderne Echtzeit-Bildverarbeitung
und -analyse. Der
neue automatische Korrekturring erlaubt
eine automatische Feinabstimmung der
Objektive und optimiert die Bildqualität, da
er sphärische Aberrationen durch Probenvariationen
reduziert.
„Das IXplore IX85 ermöglicht es Anwendern
außerdem dank seiner unübertroffenen
Anpassungsfähigkeit, stets auf dem
neuesten Stand der Technik zu bleiben“,
unterstrich Inoue weiter. „Die beiden integrierten
Anschlüsse machen multimodale
Konfigurationen möglich, und durch das
offene Stativkonzept lassen sich Module
einfach nach Bedarf hinzufügen oder austauschen.”
Die Benutzer können ihre Plattform
zudem aufrüsten und erweitern, wenn sich
ihre Forschungsanforderungen ändern, sie
können beispielsweise Funktionen wie Umgebungskontrolle
und Bildgebungsmodalitäten
wie konfokale Spinning Disk, Super
Resolution, interne Totalreflexionsfluoreszenz
(TIRF) und Fotomanipulation hinzufügen.
Mit dem neuen IXplore IX85 können
Benutzer mehr als je zuvor sehen und erfassen
und gleichzeitig die Erfassungszeiten
drastisch verkürzen. Es lässt sich leicht an
unterschiedliche Forschungsanforderungen
anpassen und ermöglicht es Laboren jeder
Größe, sich auf zukünftige Anforderungen
vorzubereiten.
EVIDENT Europe GmbH
D 20355 Hamburg
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REINRAUM JOBBÖRSE
Stand: 16.03.2025
>> Hier klicken zu den Job Angeboten
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Seite 55/57
Veranstaltungen im April 2025
Für mehr Informationen oder zum Anmelden einfach auf die Veranstaltung klicken
07.04.2025 Seminar 28. Swiss Cleanroom Community Event
Veranstaltungsort: Pratteln (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
08.04.2025 - 09.04.2025 Kongress GMP PharmaCongress & GMP PharmaTechnica
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
08.04.2025 - 09.04.2025 Kongress Trends in Barrier Systems & Robotics - Part of PharmaCongress 2025
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
08.04.2025 - 09.04.2025 Kongress Single-Use Systems in Sterile & Biomanufacturing - Part of PharmaCongress 2025
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
08.04.2025 - 09.04.2025 Kongress Cleanroom Challenges in Ongoing Operations - Part of PharmaCongress 2025
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
08.04.2025 - 09.04.2025 Seminar European Aseptic Technologies & Annex 1 Conference - Part of PharmaCongress 2025
Veranstaltungsort: Wiesbaden, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
09.04.2025 Seminar Anforderungen an die Qualifizierung im GMP-Umfeld
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
10.04.2025 Seminar Reinraum-Basiswissen inkl. Workshop
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
23.04.2025 Seminar Reinraum Qualifizierung und Monitoring
Veranstaltungsort: Rheinfelden, Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
23.04.2025 - 24.04.2025 Training & Schulung GMP | Gute Herstellungspraxis
Veranstaltungsort: Guntramsdorf (AT), Veranstalter: CLS Ingenieur GmbH
23.04.2025 Seminar Bestimmung von Messunsicherheiten nach GUM
Veranstaltungsort: Wien (AT), Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
24.04.2025 Seminar GMP und Monitoring bei der Kosmetikherstellung
Veranstaltungsort: Luzern (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
29.04.2025 - 30.04.2025 Webinar Isolator & Barriere-Technik (PT 33) - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
29.04.2025 Training & Schulung GMP-Inspektionen und Audits
Veranstaltungsort: Guntramsdorf (AT), Veranstalter: CLS Ingenieur GmbH
29.04.2025 Seminar Train the Trainer im GMP-Umfeld – Interne GMP-Schulungen Anforderungen und Aufbau
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
29.04.2025 CEC-Interessenskreis: Moderne Produktion in Sauberraum und Reinraum
Veranstaltungsort: Heimsheim, Veranstalter: Cleaning Excellence Center (CEC)
30.04.2025 Seminar Kontaminationskontrollstrategie sinnvoll umsetzen – Was fordert der Annex 1
Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH), Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH
Impressum:
W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366
info@reinraum.de · www.reinraum.de · GF Dipl.-Designer Reinhold Schuster · Stgt, HRB 14111 · USt.-IdNr. DE 147811997
Originaltexte und Bilder:
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Veranstaltungen im Mai 2025
Für mehr Informationen oder zum Anmelden einfach auf die Veranstaltung klicken
06.05.2025 - 08.05.2025 Seminar Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block I
Veranstaltungsort: Heidelberg, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
06.05.2025 Training & Schulung GDP | Gute Vertriebspraxis
Veranstaltungsort: Guntramsdorf (AT), Veranstalter: CLS Ingenieur GmbH
08.05.2025 Training & Schulung Annex 1 | Basiswissen
Veranstaltungsort: Guntramsdorf (AT), Veranstalter: CLS Ingenieur GmbH
12.05.2025 - 14.05.2025 Seminar Sterilfiltration - praktisch erklärt (S 12)
Veranstaltungsort: Gengenbach, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
12.05.2025 - 16.05.2025 Training & Schulung Kalibriertage Thermodynamik: Prüfmittelmanagement und Kalibriertraining
Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
12.05.2025 - 14.05.2025 Training & Schulung Lehrgang für Reinraum-Verantwortliche mit Zertifikat
Veranstaltungsort: ReinraumTrainingCenter Frankfurt, Veranstalter: Cleanroom Future GmbH
12.05.2025 - 13.05.2025 Seminar Fachgerechte Reinigung von nora Bodenbelägen
Veranstaltungsort: Weinheim, Veranstalter: nora systems GmbH
13.05.2025 - 14.05.2025 Webinar Clean Rooms and HVAC Systems - Live Online Training
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
13.05.2025 - 14.05.2025 Webinar GMP-gerechte Medientechnik (PT 24) - Live Online Seminar
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
13.05.2025 Symposium Expertenforum Medizintechnik 2025
Veranstaltungsort: Ulm, Veranstalter: Hermann Bantleon GmbH
14.05.2025 - 15.05.2025 Tagung 15. Fachtagung „Technische Sauberkeit in Montage- und Produktionsprozessen“
Veranstaltungsort: Heidenheim, Veranstalter: Süddeutscher Verlag Veranstaltungen GmbH
15.05.2025 Webinar Fundamentals of Manual Visual Inspection - Live Online Training
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
15.05.2025 Training & Schulung Lüftungsanlagen (HVAC) im GMP-Betrieb
Veranstaltungsort: Guntramsdorf (AT), Veranstalter: CLS Ingenieur GmbH
16.05.2025 - 17.05.2025 Seminar Praxisseminar Sicherheitstraining Zytostatika
Veranstaltungsort: Elmshorn, Veranstalter: Berner International GmbH
19.05.2025 - 23.05.2025 Training & Schulung Reinraum Service- & Messtechniker/-in IHK mit
Fachkundenachweis „Sicherheits-Werkbänke, Mikrobiologie, Monitoring“
Veranstaltungsort: Westerham bei München,
Veranstalter: IHK Akademie München und Oberbayern gGmbH
20.05.2025 Seminar Das Kalibrierzertifikat
Veranstaltungsort: Wien (AT), Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
20.05.2025 - 22.05.2025 Seminar Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block I
Veranstaltungsort: Karlsruhe, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
20.05.2025 - 21.05.2025 Seminar Aufbau-Verlegeseminar
Veranstaltungsort: Weinheim, Veranstalter: nora systems GmbH
21.05.2025 Training & Schulung Computervalidierung GAMP5
Veranstaltungsort: Wien (AT), Veranstalter: CLS Ingenieur GmbH
21.05.2025 - 22.05.2025 Seminar Bestimmung von Messunsicherheiten nach GUM
Veranstaltungsort: Hamburg, Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH
22.05.2025 Training & Schulung Reinraumtechnik | Grundlagen
Veranstaltungsort: Wien (AT), Veranstalter: CLS Ingenieur GmbH
27.05.2025 - 28.05.2025 Webinar Cross Contamination Control - Live Online Training
Veranstaltungsort: online, Veranstalter: CONCEPT HEIDELBERG GmbH
www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe DE 04-2025
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