Ausgabe 04/2025
Das Magazin für Herisau und Umgebung. Erscheinungsdatum: 2. April 2025
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WERNER FRISCHKNECHT SIEHT
DAS POTENZIAL VON HERISAU ⋅04
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VOM NACHBARN LERNEN ⋅ 12
SCHOGGI UND VERSTECKTE NESTLI:
SO FEIERT HERISAU OSTERN ⋅ 18
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04/2025 Heri-Schau · 3
DIE EISHOCKEYNATI GASTIERT
ZWEIMAL IM SPORTZENTRUM
Am Donnerstag und Freitag, 10. und 11. April,
bestreitet die Schweizer Eishockeynationalmannschaft
im Sportzentrum um jeweils 19.45
Uhr zwei Vorbereitungsspiele für die WM in
Dänemark im Mai. Das Team von Trainer Patrick
Fischer trifft in beiden Partien auf die
Slowakei. «Es hat schon fast Tradition, dass
Länderspiele in Herisau stattfinden», erklärt
Markus Rosenberger, Abteilungsleiter Sport
bei der Gemeinde. «Die letzte Partie fand im
Februar 2020 gegen Deutschland statt, danach
waren die Banden in der Eishalle nicht mehr
für internationale Spiele zugelassen. Diese
konnten wir mittlerweile ersetzen.» Dass die
Schweizer Nationalmannschaft im Sportzentrum
gastiere, verdanke man dem Club 42, der
den SC Herisau in finanzieller und moralischer
Hinsicht unterstütze. «Präsident Markus Bachschmied
hat als langjähriger Torhüter des SC
Herisau sehr gute Verbindungen zum Schweizer
Eishockeyverband», so Rosenberger. «Der
Verband fragte ihn an, ob Herisau interessiert
an den Testspielen sei. Aus vier möglichen Varianten
haben wir dann den Zuschlag erhalten.»
Für die Verantwortlichen des Sportzentrums
und dem Club 42 bedeute die Organisation ein
grosser Aufwand. «Für die beiden Auftritte der
Nationalmannschaft stehen jeweils rund 3500
Plätze zur Verfügung. Wir rechnen damit, dass
wir die Halle füllen. Entsprechend muss einiges
organisiert werden – vom Einlass über das Catering
bis zu den Einlaufkindern, die aus dem
Nachwuchs des SC Herisau stammen.» Während
die slowakische Mannschaft ein Hotel in
Appenzell bezieht, reisen die Schweizer für die
beiden Spiele aus Kloten an. «Leider konnte für
sie keine geeignete Unterkunft in der Region
gefunden werden, welche ausreichend Platz
bot und die notwendigen Anforderungen an
den Komfort erfüllte», erklärt Rosenberger.
Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwarte
trotzdem ein Nationalteam zum Anfassen. «Es
wurden zum Beispiel trotz der Ferienzeit alle
Schulklassen in der Gemeinde zu den Spielen
eingeladen. Es ist etwas ganz Besonderes,
wenn man seine Vorbilder aus der Nähe sehen
kann. Zudem wird es an den Tagen die eine oder
andere Überraschung in den Pausen zwischen
den Dritteln geben.» Als Abteilungsleiter sei er
froh um die Chance, welche die Auftritte der
Nationalmannschaft bieten. «Wir haben in den
letzten Jahren einiges in das Sportzentrum und
speziell auch in die Eishalle investiert: neue
Sitzschalen, neue Sicherheitsbanden, neue Beleuchtung,
neue Entfeuchtungsanlage. Da die
Spiele vom Schweizer Fernsehen übertragen
werden und wir viele Zuschauende erwarten,
haben wir die Chance, uns zu zeigen und auch
die Gemeinde Herisau national und international
zu präsentieren.»
Sergio Dudli
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im April
4. APRIL
Welttag der Schlagzeuger
15. APRIL
Welt-Kunsttag
23. APRIL
Welttag des Buches
In vielen Ländern finden an diesem Tag
Buchaktionen, Lesungen und Veranstaltungen
statt, um Menschen jeden Alters
zu inspirieren, ein Buch in die Hand zu
nehmen. So wird nicht nur die Freude
am Lesen gefeiert, sondern auch die Bedeutung
von Büchern in unserer Gesellschaft
gewürdigt.
29. APRIL
Welttag des Tanzes
hesch gwösst?
Der frische Grasgeruch beim Rasenmähen,
dient als Warnsignal für benachbarte
Pflanzen. Diese aktivieren daraufhin
ihre Abwehrmechanismen, indem
sie beispielsweise natürliche Feinde von
Pflanzenfressern locken und so die Verteidigung
von Pflanzen unterstützen.
Die Schweizer Nationalmannschaft spielt in Herisau zweimal gegen die Slowakei.
(Bild: zVg.)
Titelbild: Werner Frischkneckt präsidierte
13 Jahre lang die Stiftung Ortsbild Herisau.
(Bild: hst)
4 · Porträt 04/2025
«ICH TRÄUME VON EINEM
MUTIGEREN HERISAU»
Nach 13 Jahren hat Werner Frischknecht das Präsidium der Stiftung Dorfbild Herisau abgegeben.
Ein Blick auf seine Vergangenheit zeigt: Ob privat, als Ingenieur oder Stiftungspräsident
– er hat stets nach vorne geschaut, Potenziale erkannt und Veränderungen angestossen.
Werner Frischknecht wartet bereits im
«Atelier B5» an der Buchenstrasse. Von
aussen wirkt das Atelier unscheinbar, fast
versteckt. Doch wer eintritt, wird von einer
warmen, einladenden Atmosphäre empfangen.
Wände und Böden sind vollständig mit
Holz verkleidet, was dem Raum eine heimelige
Note verleiht. An den Wänden hängen
Gemälde, die den Raum mit Farbe und
Ausdruck füllen. «Kunst und Fotografie haben
mich schon immer beeindruckt», sagt
Werner Frischknecht. Um dieser Faszination
irgendwann selbst nachzugehen, richtete er
sich vor mehreren Jahren ein eigenes Atelier
ein – das Atelier B5. In den vergangenen 13
Jahren, während der Zeit also, in der Frischknecht
die Stiftung Dorfbild Herisau präsidierte,
erfüllten die Räumlichkeiten einen
anderen Zweck. Das Atelier war Treffpunkt.
Einerseits für die Stiftung Dorfbild Herisau,
dann auch für Treffen mit Vertreterinnen
und Vertretern aus der Politik, von Gemeinde
und Kanton – und nicht zuletzt aber auch
für die Familie. Nun hat Regula Ritter das
Präsidium übernommen. Bleibt das Atelier
Stammlokal der Stiftung oder wird es nun
Frischknechts persönlicher Rückzugsort?
«Privat werde ich das Atelier früher oder
später aufgeben. Ob es weiterhin Treffpunkt
der Stiftung bleiben wird, werden meine
Nachfolger entscheiden.»
Der Gedanke sein Amt abzugeben, habe
er schon länger in sich getragen. Der richtige
Zeitpunkt aber habe auf sich warten lassen.
Vor einem Jahr fiel der endgültige Entscheid.
Mit Regula Ritter habe man nun eine optimale
Nachfolge gefunden. «Sie ist die Person,
die es für dieses Amt braucht. Jemand mit
Interesse, Lust und Zeit.» Der Stiftung wird
Frischknecht weiterhin erhalten bleiben – indes
eher in der «Grossvater»-Rolle und als
Stütze, sofern dies seitens der neuen Präsidentin
gewünscht sei.
Blick aufs gesamte Zentrum
Doch zurück zu Werner Frischknechts Geschichte:
Im Februar 2012 übernimmt er die
Präsidentschaft der Stiftung Dorfbild Herisau.
Ob er damals Wunschkandidat gewesen
sei, wisse er nicht, sagt er und schmunzelt.
«Damals liess sich niemand für das Amt finden,
also willigte ich ein. Ich war seit 1994
Mitglied und wusste, dass ich den Fokus der
Stiftung neu setzen wollte.» Dieser habe sich
zuvor vor allem auf bauliche Massnahmen im
Ortszentrum konzentriert. Doch für Frischknecht
sei klar gewesen: Man muss das gesamte
Zentrum ins Visier nehmen, nicht nur
die baulichen Aspekte. Um diesen ganzheitlichen
Ansatz zu verfolgen, sucht er gezielt
neue Stiftungsratsmitglieder und organisiert
gemeinsam mit ihnen verschiedene Aktionen.
Im Juni 2013 ruft die Stiftung «Herisau
– vorwärts!» ins Leben, organisiert in diesem
Zusammenhang gemeinsam mit der
Gemeinde 2014 die Zukunftswerkstatt «Wir
«Mir gefällt
es, freie Hand
zu haben und
zu gestalten.»
sind Herisau!». Ihr Ziel: Die Sensibilisierung
der Bevölkerung für die Entwicklung ihres
Wohnorts. Zudem will die Stiftung das «Wir-
Gefühl» im Dorf stärken. «Deshalb haben wir
die WandelBar entwickelt – ein Ort, an dem
wir Themen aufgreifen, die das Dorf bewegen.»
Die Stiftung wolle nicht nur Bewährtes
bewahren, sondern setze auf eine neue, sinnvolle
Entwicklung im Dorf.
Obstmarkt als grösste Enttäuschung
Dies sei nicht immer einfach gewesen. «Anfangs
musste für eine fruchtende Zusammenarbeit
mit den verschiedenen Interessensgruppen
und Institutionen eine gemeinsame
Vertrauensbasis geschaffen werden.» Auch
das Zusammenbringen von Gemeinde, Gewerbe
und Stiftung Dorfbild sei ein längerer
Prozess gewesen. «Heute sind wir zwar deutlich
weiter, aber es gibt noch immer Luft nach
oben.» Als grösste Enttäuschung nennt Werner
Frischknecht das gescheiterte Projekt
zur Neugestaltung des Obstmarkts. «Nach
der Zukunftswerkstatt haben wir Schritt für
Schritt darauf hingearbeitet – umso schmerzhafter
war das Nein an der Urne. Ich träume
von einem mutigeren Herisau.» Vielleicht sei
die Vision Obstmarkt und Platz eine Schuhnummer
zu gross gewesen. Dennoch bleibt
Frischknecht seinem Grundsatz treu: «Lieber
grosse Ziele setzen. Meist kann man sie erreichen,
wenn sie überzeugen und man dranbleibt.»
Denn: Werner Frischknecht ist ein
vorwärtsgerichteter Mensch. «Ich sehe oft
ungenutztes Potenzial und möchte es ausschöpfen.
Daher war die Stiftung Dorfbild
Herisau für mich das perfekte Umfeld, um
aus voller Überzeugung Projekte für die Gemeinde
zu realisieren – unabhängig und mit
viel Gestaltungsfreiraum.»
Ein politisches Amt reizte ihn nie – obwohl
sich Frischknecht durch sein Engagement in
der Stiftung Dorfbild Herisau stets nahe an
der lokalen Politik bewegt. «In der Politik
geht es oft um Meinungen, Mehrheiten und
Macht, aber selten allein um die Sache. In
der politischen Kommissionsarbeit wurde
mir klar, dass ich kein Parlamentarier bin.»
Ein Politiker müsse Mehrheiten überzeugen,
während er sich als «Unternehmer» sehe
– mit klaren Zielen, die er direkt anpacken
könne. «Mir gefällt es, in Teamarbeit etwas zu
entwickeln und danach freie Hand zu haben,
etwas zu gestalten und aufzubauen.»
Von St. Gallen bis nach Afghanistan
Sein Engagement für das Dorf und den Kanton
– beruflich wie auch privat – empfindet der
heute 77-Jährige als selbstverständlich. Und
das, obwohl er nicht in Herisau aufgewachsen
ist. Seine Kindheit verbringt Werner Frischknecht
mit seinen Eltern und vier Geschwistern
im Westen von St. Gallen. Nach der
Grundschule besucht er die Kantonsschule
St. Gallen. «Ich war kein wirklich guter Mittelschüler.
Alles andere interessierte mich mehr
als die Schule. Auch weil ich nicht wusste, wohin
mein Weg führen sollte.» Erst kurz vor der
Matura weckt ein Vortrag des damaligen Leiters
des St. Galler Meliorations- und Vermessungsamtes
seine Begeisterung für den Beruf
als Kulturingenieur. Von diesem Moment an
steht sein Ziel fest. «Nach einem ordentlichen
Anlauf bestand ich die Matura mit anständigen
Noten – was auch nötig war. Davor waren
meine Mathematiknoten so schlecht, dass
man kaum glauben konnte, dass ich ernsthaft
an der ETH studieren wollte.»
Das Studium an der ETH absolviert Frischknecht
mit Begeisterung. Nach vier Jahren Berufserfahrung
in Weinfelden wächst in ihm der
Wunsch, sein Wissen in einem Entwicklungsland
einzusetzen. «Dieser ging in Erfüllung,
als sich die Gelegenheit ergab, einen Auslandseinsatz
in Afghanistan zu leisten.» Das
Land befindet sich damals in einer politischen
Umbruchphase: Nach dem Sturz des afghanischen
Königs Mohammed Zahir Shah ruft sein
Cousin Mohammad Daoud Khan die Republik
aus. Dies bringt eine umfassende Umgestaltung
mit sich. Das Land soll vorangebracht
04/2025 Porträt · 5
Werner Frischknecht ist seit 1994 Mitglied bei der Stiftung Dorfbild Herisau und ab 2012 deren Präsident.
(Bild: hst)
werden – auch mittels westlicher Unterstützung.
Über ein Schweizer Unternehmen erhält
Frischknecht die Möglichkeit, vor Ort Verbindungsstrassen
zu planen und so zur besseren
Erschliessung des Landes beizutragen. Rückblickend
prägt ihn der viermonatige Aufenthalt
nachhaltig. «Ich durfte Projekte von Grund auf
entwickeln – mit einer unglaublichen Freiheit
und Verantwortung. In Afghanistan hat man
einfach gemacht. Zurück in der Schweiz musste
ich mich wieder mit engen, komplizierten
Bauvorschriften herumschlagen.»
Mit der Zukunft im Fokus
Diese Erfahrung und der gemeinsame
Wunsch des Ehepaars Frischknecht, eine
Familie zu gründen, bewegen ihn zu einer
Umschulung zum Oberstufenlehrer. Von
1979 bis 1982 unterrichtet er an der Sekundarlehramtschule
in St. Gallen, dann
wirkt er als allgemeinbildender Lehrer am
Berufsbildungszentrum Herisau. Parallel
dazu bietet sich ihm hier die Gelegenheit,
ein kleines Büro zu übernehmen und so
seinem ursprünglichen Beruf als Ingenieur
in Teilzeit nachzugehen. Aus dem kleinen
Büro entsteht unter seiner Leitung
in vielen Jahren die Geoinfo AG. Dies ist
der Zeitpunkt, an dem er und seine Frau
sich entscheiden, nach Herisau zu ziehen.
Eine Verbindung zum Dorf hat Werner
Frischknecht bereits seit seiner Kindheit.
Herisau ist nicht nur sein Bürgerort, sondern
auch Geburtsort und Heimat seines
Vaters. Ebenso lebte seine gesamte Verwandtschaft
in Herisau. Besonders in Erinnerung
geblieben sind ihm ein Onkel
– er war Lehrer in der Säge – und eine
Tante, die ihr Elternhaus an der Oberdorfstrasse
bewohnte. Besagtes Haus übernimmt
Werner Frischknecht nach ihrem
Tod, damit es in der Familie bleibt.
Das Gespräch neigt sich dem Ende zu,
der Blick richtet sich in die Zukunft. Wo
sieht sich Werner Frischknecht selbst –
und wo Herisau? «Persönlich hoffe ich
noch immer, dass meine Leidenschaft
fürs Malen und für die Fotografie ihren
Raum findet. Momentan bin ich noch zu
stark abgelenkt. Vielleicht kommt die Zeit
dafür irgendwann, vielleicht auch nicht.»
Projekte hätten sein Leben stets geprägt,
und daran werde sich so schnell wohl
nichts ändern.
Und auch für Herisau wünscht er sich
Bewegung: «Ich hoffe, dass Herisau wieder
mehr Selbstbewusstsein entwickelt,
Freude an sich selbst gewinnt und mit
Stolz voranschreitet. Es soll nicht hinterherhinken,
sondern seinen Platz in der
modernen Zeit finden.» Die Voraussetzungen
dafür seien ideal: «Herisau ist gut
gelegen. Wir müssen nicht grösser werden,
aber kraftvoller und lebendiger. Ich
sehe hier noch viel Potenzial – und setze
meine Hoffnung in die junge Generation.»
Helena Städler
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Dr. Henry Pol. Er lebte von 1918 bis 1945. In Frankreich ist die
Gemmotherapie seit 1965 als Therapiemethode anerkannt und
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Sie ist hervorragend verträglich und kann daher auch bedenkenlos
bei Kleinkindern, Kindern und mit einigen Ausnahmen
auch bei Schwangeren eingesetzt werden.
Herstellung und Qualität
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Handarbeit und Feingefühl erforderlich. Die Extrakte werden
aus den Frühlingsknospen hergestellt. Diese werden äusserts
sorgfältig von Hand zum exakt richtigen Zeitpunkt geerntet.
Dann werden die Knospen 20 Tage lang in eine Alkohol-Glyzerin
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Als Grundtherapie während der Heuschnupfenzeit empfehlen
wir den Heuschnupfen Basis Spray mit den Knospenextrakten
der Schwarzerle, der Hainbuche und vom Rosmarin. Von diesem
sprüht man morgens und abends je nach Alter 1-3 Sprühstösse
in den Mund. Und zwar sobald die ersten Symptome
vom lästigen Heuschnupfen auftreten. Diese Kombination
wirkt entzündungshemmend, immunsystemstärkend, reinigend
und stärkend auf die Nasennebenhöhlenschleimhaut sowie
stoffwechsel- und besonders leberanregend. Dies verhilft
dem Körper zu Kraft, um den lästigen Pollen Paroli zu bieten.
Dazu kann man jeweils passend zu den Beschwerden eine oder
mehrere Gemmo-Essenzen kombinieren. Im hochakuten, entzündlichen
Stadium wirkt die Schwarze Johannisbeere-Ribes
nigrum hervorragend. Wenn die Lunge stark und über lange
Zeit belastet ist, empfehlen wir Corylus-Die Hasel. Sie ist lungenstärkend,
bei begleitendem Husten, bei Atemnot oder als
Drainagemittel. Zur Verstärkung der antiallergischen Wirkung
und entspannend auf die Bronchien wirkt die Essenz wolliger
Schneeball-Viburnum lantana.
Zur generellen Symptomlinderung und als natürliche vorbeugende
Massnahme empfehlen wir regelmässige Nasenspülungen
mit einer salzhaltigen Lösung zu machen. Dies befreit
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Somit sind sie widerstandsfähig und die lästigen Heuschnupfensymptome
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04/2025 Gemeinde / Glosse · 7
OBSTMARKT: 61 PERSONEN
DISKUTIERTEN AM DIALOG-FORUM
d’Föörbete
Am Donnerstagabend, 21. März, haben 61
Herisauerinnen und Herisauer in einem Dialog-Forum
über die Zukunft von Obstmarkt
und Platz diskutiert. Sie widmeten sich über
zwei Stunden lang wahlweise den sieben
Themen Nutzung, Parkierung, Pflästerung,
Finanzen, Verkehrs- und Wegführung, Möblierung
und Biodiversität. Die zentrale Frage
war, wie das bestehende Projekt «Obstmarkt
& Platz» sowohl inhaltlich als auch
finanziell optimiert werden kann, damit es
bei einer möglichen erneuten Abstimmung
dem Volkswillen entspricht. Die Beiträge der
Teilnehmenden wurden von den moderierenden
Gemeinderätinnen und Gemeinderäten
sowie externen Projektbeauftragten
laufend schriftlich gesammelt. Anschliessend
fassten die Gemeinderätinnen und
Gemeinderäte den Dialog zum jeweiligen
Thema vor dem Plenum kurz zusammen. Gemeindepräsident
Max Eugster bilanzierte:
«Es wurde sehr engagiert, teils kontrovers
und immer respektvoll diskutiert. Viele lobten
beim Abschied den konstruktiven Austausch
mit anderen Herisauerinnen und
Herisauer in einem entspannten Rahmen.
Wir als Gemeinderätinnen und Gemeinderäte
haben vor allem zugehört und ein
breites Stimmungsbild erhalten.» Mit dem
Dialog-Forum im Casino kam die Gemeinde
Herisau einer Petition mit 729 Unterschriften
nach, das Projekt «Obstmarkt & Platz»
mit der Bevölkerung neu zu verhandeln. Die
Impulse aus der Bevölkerung werden nun
ausgewertet, zusammen mit den Inputs
eines separaten Anlasses mit Veranstaltern
und Nutzern des Obstmarktes zum Thema
«Nutzung», den das Ressort Volkswirtschaft
am 25. Februar durchführte. Die Auswertung
fliesst in die Projektüberarbeitung ein. Neben
den Fachleuten soll dabei auch die Begleitgruppe
mit Vertretern von Anstössern,
Gewerbe und Stiftung Dorfbild einbezogen
werden. Schliesslich wird der Gemeinderat
nach sorgfältiger Abwägung und Rücksprache
mit der Projektgruppe und dem Planerteam
entscheiden, ob und in welcher Form
das Projekt «Obstmarkt & Platz 2.0» dem
Einwohnerrat und später der Stimmbevölkerung
unterbreitet werden soll. (gk)
HAARSTRÄUBENDE
DISKUSSIONEN
Ich verwickle mich häufig unfreiwillig in
Diskussionen. Das liegt wohl an meinem
«Ich-muss-da-jetzt-was-sagen»-Syndrom.
Oftmals beginnt es mit einem unbewussten
Kopfschütteln meinerseits – und endet
meistens damit, dass ich mich selbst
inmitten der Diskussion befinde. Oft sind
es die gleichen Themen, die mich zur Gesprächsteilnahme
triggern. Darunter fallen
Migrationspolitik sowie die Gleichstellung
von Mann und Frau – zumal ich persönlich
davon betroffen bin. So geschah es auch vor
einigen Wochen. Dieses Mal unter dem Thema
«Geschlechterungleichheit in der medizinischen
Forschung». Anlass dazu gab ein
Social-Media-Post, der Folgendes beschrieb:
Es gibt mehr Studien über männlichen Haarausfall
als über Endometriose, eine Erkrankung
der Gebärmutter. Eigentlich beginne
ich online keine Diskussionen, zu selten sind
sie zielführend. Je mehr ich mich aber mit
dem Thema auseinandersetzte, desto mehr
drang mein «Ich-muss-da-jetzt-was-sagen»-
Syndrom durch. Das führte zu einem Repost
des Beitrags, was anschliessend in einer Diskussion
mit einem angehenden Arzt mündete.
Der Vergleich sei aus dem Zusammenhang
gerissen und wolle nur provozieren.
Darauf folgte eine Reihe von Argumenten,
die seine Meinung unterstrichen. Es schloss
sich ein Pingpong-Spiel an, bis wir uns darauf
einigten, dass die Geschlechterungleichheit
in der medizinischen Forschung sehr
wohl besteht. Ein Teil des Problems liegt
wahrscheinlich in der historischen Voreingenommenheit
der medizinischen Forschung,
die Männer oft als Standard betrachtet und
Frauen als Abweichung. Nicht darauf einigen
konnten wir uns, wie man am besten auf
diese Problematik aufmerksam macht. Das
Ergebnis war nur so halb befriedigend. Dennoch
war die Diskussion wichtig und richtig.
Gesellschaftliche Veränderungen werden
nicht erreicht, indem man sich gegenseitig
anschweigt. Auch wenn es je nach Thema
mehrere Anläufe und Generationenwechsel
benötigt. Kurz zur Gendermedizin: Informieren
Sie sich über die Symptome für Herzinfarkte,
Schlaganfälle und Osteoporose. Hier
unterscheiden sich die Symptome zwischen
Mann und Frau deutlich – Bewusstsein kann
manchmal Leben retten. (hst)
Die Inputs aus dem Dialog-Forum fliessen in die Projektüberarbeitung mit ein.
(Bild: gk)
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04/2025 Gemeinde · 9
FINANZKOMPETENZEN VON
GEMEINDE- UND EINWOHNERRAT
Die Finanzkompetenzen von Gemeinderat
und Einwohnerrat richten sich nach dem
Steuerertrag des Vorjahres. Entsprechend
berechnet die Finanzverwaltung jedes Jahr
neu die Höhe der Finanzkompetenzen. So
kann der Gemeinderat bei nicht gebundenen
Ausgaben im Jahr 2025 zum Beispiel über
neue einmalige Ausgaben bis zum Betrag
von 151'153 Franken selbst entscheiden. Dies
entspricht einem Prozent des Ertrags einer
Steuereinheit des Vorjahres. Zwischen 151'153
Franken und 755'765 Franken ist der Einwohnerrat
zuständig (eins bis fünf Prozent). Darüber
gilt das fakultative Referendum (bis 25
Prozent). Eine obligatorische Volksabstimmung
gibt es, wenn die neue einmalige Ausgabe
3'778'829 Franken übersteigt, also über
25 Prozent des Ertrags einer Steuereinheit
des Jahres 2024 liegt. Für jährliche wiederkehrende
Ausgaben liegen die Beträge tiefer,
beim Gemeinderat beispielsweise bei 37'788
Franken. Im Sinne eines transparenten Umgangs
mit den Gemeindefinanzen hat der
Gemeinderat entschieden, die Finanzkompetenzen
erstmals und fortan öffentlich für
alle zugänglich zu machen. Die Details sowie
weitere spezielle finanzielle Kompetenzen
sind in einer Tabelle zusammengefasst (siehe
QR-Code). (gk)
Zur detaillierten
Finanzkompetenz
https://shorturl.at/sC9lP
ZEHN UND ZWANZIG JAHRE:
DIENSTJUBILÄEN BEI DER GEMEINDE
Ende März feierten Karin Meiler und Claudio
Roth 20 Jahre in Diensten der Gemeinde
Herisau. Karin Meiler ist als Sachbearbeiterin
Alimentenhilfe angestellt. In dieser
Funktion bevorschusst sie im Namen der
Gemeinde Kinderunterhaltsbeiträge, falls
diese nicht korrekt bezahlt werden. Zum
weiteren Aufgabengebiet gehört es, nicht
korrekt bezahlte Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge
sowie Familienzulagen
einzuziehen. Ebenfalls seit 2005 ist Claudio
Roth Mitarbeiter im Werkhof. Er ist ein
Allrounder und verrichtet zudem spezielle
Aufgaben. Im Sommer sind dies zum Beispiel
Markierungsarbeiten auf Strassen und
Parkplätzen und im Winter lackiert er Abfallkübel,
Sitzbänke etc. Auch ist er im Winterdienst
mit einem Kommunalfahrzeug
unterwegs und räumt auf den Trottoirs
den Schnee weg. Seit zehn Jahren arbeiten
ARA-Mitarbeiterin Kathrin Halbeisen und
Remo Tanner, stellvertretender Bereichsleiter
Bauberatungen und Baubewilligungen,
Karin Meiler arbeitet seit 20 Jahren als Sachbearbeiterin Alimentenhilfe.
für die Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde
Herisau bedankt sich bei Karin Meiler,
Claudio Roth, Kathrin Halbeisen und Remo
Tanner für ihren Einsatz und wünscht ihnen
weiterhin alles Gute. (gk)
(Bild: gk)
STEUERKRAFT VON HERISAU
SINKT UM SECHS PROZENT
Die Steuerkraft der Ausserrhoder Gemeinden
ist leicht gestiegen. Teufen weist unverändert
die höchste und Schönengrund
neu die tiefste Steuerkraft aus. Herisau als
Gemeinde mit den meistens Einwohnerinnen
und Einwohnern wies eine Abnahme
von sechs Prozent aus. Der Regierungsrat
hat die Steuerkraft 2024 derweil zur Kenntnis
genommen. Im Mittel aller Ausserrhoder
Gemeinden beträgt die Steuerkraft 1156
Franken. Damit hat sie gegenüber dem Vorjahr
um 0,6 Prozent zugenommen. Diese Zunahme
habe ihren Grund in leicht höheren
Steuererträgen bei den natürlichen Personen
und bei den Erbschaftssteuern, heisst es in
einer Mitteilung des Kantons. Die Steuerkraft
variiert in einem Bereich zwischen
2'025 Franken in Teufen und 660 Franken in
Schönengrund. Herisau steht in der Abrechnung
mit 1011 Franken da. Teufen liegt bei 175
Prozent des kantonalen Mittels, was einem
Minus von vier Prozentpunkten gegenüber
des Vorjahres entspricht, während Schönengrund
deren 57 Prozent erreicht. Damit hat
sich die Spannweite erneut leicht reduziert.
Rehetobel legte derweil mit einer Zunahme
von 15,2 Prozent bei der Steuerkraft am
stärksten zu. Bühler hingegen musste mit
einem Minus von 12,2 Prozent den grössten
Rückgang hinnehmen. Die Verbesserung von
Hundwil resultiere aus wesentlich höheren
Erträgen aus Grundstückgewinn- und Handänderungssteuern.
Diese Spezialsteuererträge
seien allerdings in der Regel nicht nachhaltig.
Die Steuerfüsse der Gemeinden lagen
2024 zwischen dem Minimum von 2,6 Einheiten
in Teufen und dem Maximum von 4,7
Einheiten in Hundwil. Die Steuerkraft dient
der Festlegung der Beiträge im kantonalen
Finanzausgleich. Die publizierte Steuerkraft
2024 beinhaltet neben den ordentlichen
Steuern auch die Spezialsteuern. (kk)
April
Moderne Gasheizungen sind nicht nur äusserst sparsam
Sie können mit einem Wärmepumpen-Boiler und/oder
sind neue Gasheizungen technisch bereit für den Einsatz
Schauspiel
Das komische
Theater des
Signore Goldoni
1.4., Lokremise
Schauspiel
Die drei
Räuber
2.4., Grosses Haus
Tanz
Beyond
2./4.4., Lokremise
Konzert
Frühlingsmelancholie
3.4., Tonhalle
Schauspiel
Dramenprozessor
Abschlusspräsentation
4.4., Studio
Musical
Einstein – A
Matter of Time
5./6./26.4.,
Grosses Haus
Konzert
Dance
after Work
9.4., Tonhalle
Schauspiel
Rosamundes
Glück – Wege
in die Liebe
11.4., Studio
Konzert
Palmsonntagskonzert
Matthäus-Passion
12./13.4., Kirche
St.Laurenzen
Schauspiel Mit
Late Night Lok
Der feste Boden
12.4., Studio
Tanz
Oresteia
17./22.4.,
Grosses Haus
Konzert zuGast
SJSO
Frühjahrstournee
2025
17.4., Tonhalle
Oper
Macbeth
23.4., Grosses Haus
Schauspiel
Das Käthchen
von Heilbronn
25./27.4.,
Grosses Haus
Konzert
Krabbelkonzert
27.4., Tonhalle
Konzert
Frank und Franz
27.4., Tonhalle
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04/2025 Kanton /Gemeinde · 11
DAS ZEUGHAUS IM EBNET DIENT BEI
EINEM ENERGIENOTFALL ALS SCHALTZENTRALE
Mitte März führte der Kantonale Führungsstab
(KFS) Appenzell Ausserrhoden eine umfassende
Übung durch, um auf den Ernstfall
eines länger andauernden Stromausfalls vorbereitet
zu sein. Das Szenario eines mehrtägigen
Blackouts wurde im Detail simuliert,
um die Abläufe und die Zusammenarbeit
in der Krisenbewältigung zu optimieren. Im
Mittelpunkt der Übung stand unter anderem
das Zeughaus Ebnet in Herisau, das als Sicherheitszentrum
des Kantons fungiert und
mit einer grossen Tankstelle ausgestattet ist.
Diese wurde während der Übung für mehrere
Stunden mit Notstrom betrieben, um die
Funktionalität unter extremen Bedingungen
zu testen. Das Übungsszenario stellte einen
grossflächigen Stromausfall dar, der weite
Teile Zentraleuropas betraf. Erste Einschätzungen
gingen davon aus, dass die Versorgung
erst nach drei bis fünf Tagen wiederhergestellt
werden könnte. In dieser Situation nahm der
KFS seine Arbeit auf, um eine kantonale Notorganisation
aufzubauen. Dabei wurde auch
das Lage- und Führungszentrum im Zeughaus
Ebnet aktiviert. Neben den kantonalen Stellen
waren auch Mitglieder von 14 Gemeindeführungsstäben,
die Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste
sowie die Armee eingebunden.
Besonders getestet wurden auch die neuen
Notstromaggregate der Wasserversorgungen
in verschiedenen Gemeinden. Die Übung
zeigte den Beteiligten auf, wie wichtig eine vorausschauende
Planung und Vorbereitung auf
Krisensituationen sind. Der Kanton ist gemäss
einer Mitteilung gut auf solche Ereignisse vorbereitet
und verfügt mit einem einzigartigen
Notstromsystem, dem sogenannten «Roten
Telefon», ein Mittel, um auch bei einem Stromausfall
die Kommunikation aufrechtzuerhalten.
Die erfolgreiche Übung stelle langfristig
sicher, dass im Krisenfall schnell und effektiv
gehandelt werden könne. (kk)
HANDÄNDERUNGEN IM MÄRZ
28.02.2025 Knöpfel Peter und Maria, Gossau (Erwerb:
09.02.2001), an Schiegg Stefan und Alexandra,
Appenzell GB-Nr. 1452, Schulhausstrasse 9;
Wohnhaus Vers. Nr. 671, mit 340 m² Grundstücksfläche
28.02.2025 Brägger Claudia, Pfyn und Fingerle
Anita, Seengen (Erwerb: 04.05.2020), an Häberli
Andreas und Naef Häberli Christine, Bubikon
Stockwerk-GB-Nr. S9366, Scheibe 11; 149/1000
Miteigentum an Grundstück Nr. 3684, mit Sonderrecht
an der 4 1/2-Zimmerwohnung und der
Garage mit Kellerabteil
04.03.2025 Anderegg Ernst, Schönengrund (Erwerb:
04.08.2009), an E. Anderegg Immobilien
GmbH, Herisau AR GB-Nr. 533, Oberdorfstrasse
69; Wohnhaus Vers. Nr. 276, mit 269 m² Grundstücksfläche
05.03.2025 Jörg Alder AG, Herisau AR (Erwerb:
16.06.1989), an Pumaton Finanz AG, Rehetobel
AR GB-Nr. 85, Oberdorfstrasse 26; Wohnhaus
Vers. Nr. 185, mit 258 m² Grundstücksfläche
13.03.2025 Schwarzenbach Nicolo und Doris,
Herisau (Erwerb: 02.06.1998), an Tröndle Ursulina
und Elia, Herisau GB-Nr. 649, Scheffelstrasse
10; Wohnhaus Vers. Nr. 3734, mit 390 m² Grundstücksfläche
19.03.2025 Keller Markus, Spanien, Keller Roger,
Herisau und Keller Katrin, Meiringen (Erwerb:
09.11.2015, 01.03.2019), an Stübi Aiyi, Herisau
Stockwerk-GB-Nr. S10445, Schwellbrunnerstrasse
79c; 75/1000 Miteigentum an Grundstück Nr.
4415, mit Sonderrecht an 3 1/2-Zimmerwohnung
mit Kellerabteil Miteigentums-GB-Nr. M10464,
Schwellbrunnerstrasse; 1/14 Miteigentum an
Grundstück Nr. S10450, (Benützungsrecht an
Autoeinstellplatz)
21.03.2025 Egli Oskar und Doris, Herisau (Erwerb:
17.12.1998), an Egli Philippe und Sabrina, Herisau
und Halter Adrian und Patrizia, Waldkirch GB-Nr.
4552, Hölzli 2784; Wohnhaus Vers. Nr. 2784, mit
1'001 m² Grundstücksfläche
26.03.2025 Kürzi Elsbeth, Herisau (Erwerb:
30.12.1993), an East Group AG, Herisau AR Stockwerk-GB-Nr.
S9047, Untere Steinegg 8; 140/1000
Miteigentum an Grundstück Nr. 3332, mit Sonderrecht
an 4 1/2-Zimmerwohnung mit Kellerabteil
GB-Nr. 3374, Untere Steinegg; Garage Vers. Nr.
3712, mit 32 m² Grundstücksfläche
26.03.2025 Lei Doris, Schaffhausen (Erwerb:
15.12.2011), an RUDO Immo GmbH, Vorderthal SZ
GB-Nr. 3011, Sonnenböhlstrasse 17; Mehrfamilienhaus
Vers. Nr. 3570, mit 1'183 m² Grundstücksfläche
GB-Nr. 3756, Sonnenböhl; mit 100 m² Grundstücksfläche
Zivilstandsnachrichten
Geburten
Özdemir, Ronya, geboren 15. Februar 2025,
Tochter des Özdemir, Bilal und der Özdemir-
Yüzer, Aysel, wohnhaft in Herisau AR
Brunner, Jana, geboren 26. Februar 2025,
Tochter des Brunner, Sandro und der
Brunner-Lang, Nadja Elisabeth, wohnhaft in
Herisau AR
Sila, Sophie Anouk, geboren 9. März 2025,
Tochter des Sila, Andreas und der Sila-Altwegg,
Rahel Johanna, wohnhaft in Herisau AR
Seiler, Emilia Caroline, geboren am 25. Februar
2025, Tochter des Seiler, Christian und
der Seiler-Streule, Fabienne, wohnhaft in
Herisau AR
Sieber, Leana, geboren 5. März 2025, Tochter
des Sieber, Samuel und der Sieber-Forrer,
Katharina, wohnhaft in Herisau AR
Todesfälle
Tanner, Simon Emil, gestorben am 2. März
2025 in Herisau AR, geboren 1963
Koller geb. Häusermann, Edith, gestorben am
6. März 2025 in Herisau AR, geboren 1944
Pinter, Moreno Hans, gestorben am 6. März
2025 in Herisau AR, geboren 1955
Lankau Bünzli, Reingrad, geboren am 8. März
2025 in Herisau AR, geboren 1937
Mannhart, Jvon, gestorben am 9. März 2025
in St. Gallen, geboren 1968
Hug, Hans, gestorben am 10. März 2025 in
Herisau AR, geboren 1941
Rotach geb. Ammann, Silvia, gestorben am 12.
März 2025 in Waldstatt AR, geboren 1951
Künzle geb. Epper, Anna Therese, gestorben am
18. März 2025 in Herisau AR, geboren 1930
Gervais, Marguerite, gestorben am 18. März
2025 in Herisau AR, geboren 1948
Graf geb. Leibundgut, Ruth, gestorben am 20.
März 2025 in St. Gallen, geboren 1950
Kellenberger, Bruno Walter, gestorben am 22.
März 2025 in Stein AR, geboren 1943
Wälte, Rudolf, gestorben am 24. März 2025 in
Herisau AR, geboren 1943
Käser, Heinz, gestorben am 24. März 2025 in
St. Gallen, geboren 1962
Steuble geb. Schwizer, Birgitta Agnes, gestorben
am 24. März 2025 in Herisau AR,
geboren 1944
12 · Interview 04/2025
Präsidentin Roberta Alder übernimmt symbolisch die Fahne der Lesegesellschaft Ramsen von ihrem Vorgänger Rolf Keller.
(Bild: sd)
«LESEGESELLSCHAFTEN SIND
EINE HORIZONTERWEITERUNG»
Roberta Alder ist seit Februar die erste Präsidentin in der 195-jährigen Geschichte der Lesegesellschaft
Ramsen. Im Interview erklären sie und ihr Vorgänger Rolf Keller, was eine
Lesegesellschaft ist und wie sich deren Aufgabe über die Jahrzehnte verändert hat.
Roberta Alder und Rolf Keller, was genau
ist eine Lesegesellschaft?
Rolf Keller: Die Lesegesellschaft Ramsen
wurde 1830 gegründet. Zu der Zeit entstanden
an vielen Orten in der Schweiz solche
Gesellschaften. Sie waren dem Gemeinwohl
verpflichtet und förderten die Bildung innerhalb
der Bevölkerung. Nur mündige und
urteilsfähige Bürgerinnen und Bürger bilden
die Basis für die freiheitliche, bürgerliche
Gesellschaft. Das geschah damals alles in
einer Zeit, als es noch keine politischen Parteien
gab.
Und dabei spielte das Lesen eine zentrale
Rolle? Oder woher stammte der Name?
Rolf Keller: Zur damaligen Zeit war der Zugang
zu Informationen nicht so leicht wie
heute. Bücher und Zeitungen waren teuer,
viele Menschen hatten keinen Zugriff darauf.
Ihre Welt beschränkte sich auf das, was
sich vor der eigenen Haustür abspielte. In
Lesegesellschaften wurden deshalb regelmässig
aus Zeitungsartikeln oder Passagen
aus Büchern vorgelesen, um anschliessend
darüber zu diskutieren. Zudem hielten Mitglieder
Referate aus ihren Wissensgebieten,
über Erlebnisse und Reisen. Die Treffen
sollten dazu dienen, den eigenen Horizont
zu erweitern und andere, neue Sichtweisen
kennezulernen.
Lesegesellschaften verschrieben sich also
der Bildung?
Roberta Alder: Ja, und zwar in vielen verschiedenen
Richtungen und stets unabhängig
von politischen Einflüssen. Es war charakteristisch
für die Lesegesellschaften, dass
zwar über Politik diskutiert wurde, aber immer
sehr liberal und unabhängig. Die Lesegesellschaften
gehören zum immateriellen
Kulturerbe der Schweiz, weil sie eben einen
wichtigen Teil zur Meinungsbildung der Bevölkerung
beitrugen. In dieser expliziten
Form blieben sie übrigens nur im Appenzell
Ausserrhoden erhalten.
Menschen unterhalten sich über Politik,
lesen aus Büchern vor und berichten von
Reisen. Das klingt elitär. Was für Menschen
traten Lesegesellschaften bei?
Roberta Alder: Die Lesegesellschaft Ramsen
war die erste ihrer Art, welche auf dem Lande
von einfachen Leuten wie Bauern, Handwerkern
und Tagelöhnern gegründet wurde.
Es war ihnen wichtig, dass auch die Landbevölkerung
eine Stimme im gesellschaftlichen
und politischen Leben hatte.
Rolf Keller: Bis dahin gab es in unserem Kanton
ausschliesslich in den grösseren Dörfern
Lesegesellschaften. Diese waren allerdings
der Oberschicht vorbehalten. Bei der Gründung
unserer Gesellschaft hingegen wollte
man ganz bewusst für Bürgerinnen und Bürger
aus allen Schichten zugänglich sein. Sie
sollten einen Rahmen für Diskurse zum Zeitgeschehen
und zu gesellschaftspolitschen
Fragen vorfinden. Es ist kein Zufall, dass sich
immer wieder Mitglieder von Lesegesellschaften
für politische Ämter zur Verfügung
stellten.
04/2025 Interview · 13
Die Lesegesellschaft war also sehr liberal.
Wenn wir die heutige Welt betrachten,
entwickelt sie sich in eine andere Richtung.
Wie beobachten Sie das?
Roberta Alder: Ein ursprüngliches Anliegen
der Lesegesellschaften war es, das Gemeinschaftsgefühl
zu fördern. Das steht auch
heute noch in unseren Statuten. Das Zusammenkommen
der Bewohnerinnen und
Bewohner im Weiler Schwänberg und der
nahen Umgebung ist ein zentrales Interesse
der Lesegesellschaft.
Rolf Keller: Den Lesegesellschaften war auch
die Pressefreiheit immer sehr wichtig. Die
Mitglieder setzten sich deshalb für eine unabhängige
Presse ein, die der Meinungsbildung
der Menschen dient. Die Pressefreiheit
wurde in unserer ersten Kantonsverfassung
im Jahr 1834 verankert, nach dem sich unter
anderem unsere Lesegesellschaft dafür eingesetzt
hatte.
Die Bildung wird heute anderweitig sichergestellt.
Welche Funktion erfüllt Ihre
Lesegesellschaft noch?
Roberta Alder: Wir haben in der Zwischenzeit
sicherlich mehr Ähnlichkeiten mit einem
Quartierverein. Aber der Erhalt der ehrwürdigen
Bedeutung der Lesegesellschaft
wird von jeder einzelnen Person gelebt und
weitergegeben. Bei meiner ersten Hauptversammlung
fühlte ich mich ein bisschen wie
in einer Zeitreise.
«Wir wollen
uns gegenseitig
aktuelles Wissen
vermitteln .»
Rolf Keller: Ich finde es wichtig, dass diese
Traditionen bewahrt werden. Natürlich haben
sich unsere Aufgaben als Lesegesellschaft
verändert. Die Weiterbildung unserer
Mitglieder hat nicht mehr denselben
Stellenwert wie noch bei der Gründung vor
knapp 200 Jahren. Für mich steht die Lesegesellschaft
heute unter dem Motto «Voneinander
wissen».
Was bedeutet das?
Rolf Keller: Unser Fokus ist es, eine Gemeinschaft
zu sein, einander zu kennen und uns
gegenseitig spezifisches Wissen zu aktuellen
Themen zu vermitteln. Bei uns lebt zum Beispiel
eine Naturheilpraktikerin im Quartier,
die vieles über einheimische Pflanzenarten
und ihre Wirkung weiss. Gleichzeitig ist die
Gesundheit ein grosses Thema, alle wollen
gesünder leben und wieder näher an der
Natur sein. Also haben wir einen Anlass organisiert,
an dem Interessierte mehr über
die heilenden Kräfte von Pflanzen erfahren
konnten. So lernen unsere Mitglieder nach
wie vor etwas dazu, das ihnen im Alltag weiterhilft
– und das von einer Person aus der
Nachbarschaft.
Es wird nach wie vor Wissen vermittelt?
Rolf Keller: Wenn man voneinander weiss
und Interesse an seinen Mitmenschen zeigt,
ist dies bereichernd. Dank des Internets leben
wir sehr autonom. Aber trotzdem gibt es
spezifische Dinge innerhalb einer Gemeinschaft,
die wertvoll sein können und durch
den direkten Kontakt erlebbar sind. Von
einem Spengler in der Nachbarschaft kann
man lernen, wie man das Dach repariert.
Aber dafür muss man zuerst wissen, dass er
im Haus nebenan lebt.
Spielt die Politik in der Lesegesellschaft
keine Rolle mehr?
Roberta Alder: Die politische Bildung steht
vielleicht nicht mehr im Mittelpunkt, kann
aber nach wie vor thematisiert werden. Bei
der Diskussion der neuen Kantonsverfassung
haben wir das Thema explizit wieder
einmal aufgegriffen und im Rahmen der
Volksdiskussion zur Totalrevision eine Eingabe
gemacht.
Viele Vereine haben Probleme, junge Leute
zu begeistern. Wie steht es um die Lesegesellschaft
Ramsen?
Rolf Keller: Als ich Ende der 80er-Jahre dazustiess,
hatte die Lesegesellschaft knapp
30 Mitglieder. Heute zählen wir fast doppelt
so viele Mitglieder, was eine erfreuliche Entwicklung
ist. Ich würde sagen, dass etwa die
Hälfte davon unter 50 Jahre alt ist. Gerade
Roberta ist sehr aktiv, wenn es darum geht,
neue Mitglieder zu gewinnen.
Roberta Alder: Es ist eine meiner Stärken, auf
Menschen zuzugehen. Wir sind vor 13 Jahren
in das Haus im Schwänberg gezogen, das
nun in vierter Generation von der Familie
Alder bewohnt wird. Ich wollte Teil der Lesegesellschaft
sein, weil es eine hervorragende
Sache ist, um sich zu vernetzen und
die Menschen kennenzulernen – oder eben
voneinander zu wissen, wie Rolf es so schön
gesagt hat. Als Präsidentin ist es mir ein
Anliegen, dass auch Jugendliche dabei sein
können. Sie kennen die Lesegesellschaft von
ihren Eltern, können aber nicht beitreten.
Mal schauen, ob es mir in meiner Amtszeit
gelingt, die jüngere Generation für die Lesegesellschaft
zu motivieren.
Wie wichtig ist es Ihnen, die erste Frau im
Amt zu sein?
Roberta Alder: Es freut mich, dass ich die erste
Frau in der fast 200-jährigen Geschichte
sein darf. Es war einfach an der Zeit, dass ich
als Vize-Präsidentin nach dem Rücktritt von
Rolf diese Verantwortung übernehme. Es freut
mich persönlich schon, wenn nach so langer
Zeit die Türen auch für Frauen offen stehen.
Was hat für Roberta Alder als Nachfolgerin
gesprochen?
Rolf Keller: Sie hat sich von Anfang an mit
grossem Engagement und viel Herz für die
Lesegesellschaft eingesetzt. Ich erinnere mich
gerne an unser Brunnenprojekt im Jahr 2022.
Die Gemeinde und die Schwänberg Stiftung
ermöglichten, dass im Brunnen vor dem Alten
Rathaus wieder Wasser fliesst. Roberta hat damals
mit viel Initiative das Brunnenfest mitgestaltet.
Das hat mich beeindruckt und gefreut.
Zudem war sie Vize-Präsidentin, ihr Nachrücken
war deshalb konsequent und wichtig für
die Zukunft der Lesegesellschaft.
Gibt es Dinge, die Sie als neue Präsidentin
anders machen wollen?
Roberta Alder: Für mich muss der Beitritt in die
Lesegesellschaft so niederschwellig wie möglich
bleiben. Was die Ämter angeht, wünsche
ich mir, dass die Möglichkeit besteht, diese
auch nur für einen kürzeren Zeitraum inne
zu haben. Wenn ich schaue, wie lange einige
Vorstandsmitglieder ihr Amt schon ausüben,
schreckt mich das ab. Gerade in der heutigen
Welt, in der man stets neue Herausforderungen
sucht und sich nicht mehr verpflichten
will. Vielleicht wäre es eine Überlegung, die
Ämter in einem festgelegten Turnus zu belegen.
So wissen alle, dass sie nicht auf Lebzeiten
in ihrem Amt verharren müssen. Aber das
sind bloss erste Überlegungen von mir.
Und wie schwer fiel es dem Vorgänger, sein
Amt abzugeben?
Rolf Keller: Für mich war immer klar, dass ich
die 1200-Jahr-Feier des Schwänbergs organisieren
und erfolgreich über die Bühne bringen
möchte. Da konnten wir im Sommer 2022
ein tolles Fest feiern, das unserer Lesegesellschaft
nochmals Aufmerksamkeit und Schub
im Quartier einbrachte. Das war für mich ein
schöner Abschluss.
Roberta Alder: Und Rolf ist ja nicht einfach
weg. Deshalb bin ich froh, ist er nach wie vor
wichtiger Teil unserer Lesegesellschaft. Von
seiner Erfahrung und seinem unglaublichen
Wissen kann ich sicherlich profitieren. Ich werde
versuchen, noch so viel Wissenswertes wie
möglich von ihm zu erfahren.
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04/2025 Gesellschaft · 15
MARTINA JUCKER ERHÄLT DEN PRIX ZORA
FÜR IHR POLITISCHES ENGAGEMENT
Mitte März wurden in Hundwil von der Frauenzentrale
Appenzellerland acht Frauen aus
den Tätigkeitsbereichen Gesundheit, Gesellschaft,
Politik, Landwirtschaft und Kultur
für ihr Engagement mit dem Prix Zora ausgezeichnet.
Unter ihnen befand sich auch
eine Herisauerin. Mit dem Preis sollen die oft
kaum beachtete Freiwilligenarbeit sichtbar
gemacht und das Engagement für die Allgemeinheit
gewürdigt werden. Nominiert wurden
heuer neun Frauen und Frauengruppen
aus der Region. Ausgezeichnet wurde unter
anderem auch die Herisauerin Martina Jucker.
Sie macht sich als Kantonsrätin und SP-Co-
Präsidentin für Frauen- und Familienanliegen
stark, ist beruflich Musikerin und Vorbild und
Kämpferin für die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf. «Für mich ist die Gleichstellung
der Geschlechter noch immer eine Herausforderung»
sagte sie. «Die Ausserrhoder Politik
ist diesbezüglich fortgeschrittener als die
Gesellschaft – zum Beispiel dank des Kinderbetreuungsgesetzes.
Dennoch müssen sich
berufstätige Mütter noch immer rechtfertigen,
dass sie ihre Kinder in der Kita betreuen
lassen.» Die Politikerin nutzte die Plattform,
um Mütter zu ermuntern, politisch aktiv zu
werden. «Es braucht Vorbilder; wir müssen
Frauen stärken und motivieren». In Führungsgremien
brauche es nicht nur Manager, sondern
auch Personen, welche die Bedürfnisse
einer Familie kennen und wissen, was es bedeute,
auf Kinder einzugehen. «Es braucht
viel mehr Frauen, die für Ämter kandidieren.
Wir Frauen sollten mutiger sein.» Den Prix
Zora erhielten weiter: Bernadette Vinzent
aus Appenzell, die unter anderem den Hospiz
Dienst in Appenzell Innerrhoden mitgegründet
hat und zu dessen Finanzierung Flohmärkte
organisiert; Doris Brunner-Zellweger,
die auf ihrem Bauernhof in Urnäsch Tageskinder
betreut, die Festwirtschaft an der Chilbi
sowie den Bauernmarkt organisiert und im
Sommer auf der Alp Käse produziert; die drei
Damen vom «Brocki Gais» – Rahel Stieger
van Dam, Eli Frey und Marianne Gugger-Neff,
die das Warenhaus für Kreislaufwirtschaft
und den informellen Treffpunk vor dem Verschwinden
gerettet haben, sowie die beiden
Enderlin-Schwestern Lucky und Martina,
bekannt als «Enderlin Chicks», die mit ihrer
Musik in nahezu jeder Lebenslage Freude
bringen. (eing.)
Die Herisauer Kantonsrätin, Berufsmusikerin und vierfache Mutter Martina Jucker macht sich für die Anliegen
von Frauen und Familien stark.
(Bild: zVg.)
IN DER MIGROS KANN MAN
BALD BRIEFE VERSCHICKEN
Die Post bietet ab Montag, 28. April, in Herisau
einen zusätzlichen Zugangspunkt an.
Die Postkundinnen und Postkunden können
ab diesem Datum ihre alltäglichen Postgeschäfte
in der Migros an der Gartenstrasse
erledigen. Damit hat die Post eine Nachfolgelösung
für die Ende 2024 aufgehobene
Partnerfiliale beim Bahnhof gefunden.
«In der Migros kann die Postkundschaft an
einer bedienten Theke Briefe und Pakete ins
In- und Aus-land aufgeben und zur Abholung
gemeldete Sendungen entgegennehmen.
Sie kann zudem Einzahlungen mit der Post-
Finance Card und allen gängigen Debitkarten
bargeldlos erledigen und mit der PostFinance
Card Bargeldbezüge bis maximal 500
Franken tätigen», schreibt die Post in einer
Mitteilung. Die Öffnungszeiten in der Migros
seien auch für die Postkundschaft attraktiv.
Denn die Postdienstleistungen stünden
von Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 19
Uhr, am Freitag von 7.30 bis 20 Uhr und am
Bald können in der Migros auch Postgeschäfte erledigt werden.
Samstag von 7.30 bis 18 Uhr zur Verfügung.
«Ich freue mich, dass wir unseren Kundinnen
und Kunden mit dem integrierten Zugangspunkt
der Post den Alltag mit einem
zusätzlichen Service erleichtern können», so
Kai Gennerich, Marktleiter der Migros Herisau.
Neben dem neuen Zugangspunkt in
der Migros an der Gartenstrasse könne die
Kundschaft ihre Postgeschäfte wie bis anhin
weiterhin in der eigenbetriebenen Filiale
an der Poststrasse erledigen. Ein My Post
24-Automat an der Gossauerstrasse, an dem
die Kundinnen und Kunden Pakete rund um
die Uhr abholen oder aufgeben können, runde
das Angebot in Herisau ab. (pd)
(Bild: sd)
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04/2025 Chorzfuetter / Gesellschaft · 17
Chorzfuetter
Erarbeitung des Globalbudgets
Der Gemeinderat hat eine Kreditüberschreitung
von 40'000 Franken als Kostendach für
die Erarbeitung eines Globalbudgets mit Leistungsauftrag
für das Sportzentrum bewilligt.
Er stellte seine Absicht, das Globalbudget mit
Leistungsauftrag auf das Rechnungsjahr 2026
umzusetzen, dem Einwohnerrat vor. Der Einwohnerrat
nahm dieses Vorhaben an seiner
Sitzung vom 18. September 2024 unterstützend
zur Kenntnis. Für die Erarbeitung des Globalbudgets
mit Leistungsauftrag war kein Betrag
im Budget 2025 eingestellt worden. (gk)
Marktplatz ab Ende April wieder offen
Das Gasthaus im Marktplatz feiert am
28. April seine Neueröffnung. Nach dem
Konkurs der vorherigen Besitzer übernehmen
mit Chantal Flück und Ivan Klarer die
Wirte des Bergrestaurants Hochkamm über
Schönengrund den Betrieb. Auch die zwölf
Hotelbetten werden künftig wieder angeboten.
Das «Marktplätzli» wird von Montag
bis Samstag am Mittag sowie Donnerstag bis
Samstag auch abends geöffnet sein. An der
Eröffnung wird es Häppchen und eine Weindegustation
geben. (gk)
WECHSEL IM KATHOLISCHEN
KIRCHENVERWALTUNGSRAT
Vor einem Jahr wurden an der Kirchgemeindeversammlung
Massnahmen zur Entlastung
der angespannten Finanzsituation präsentiert.
«Diese trugen dazu bei, dass das
Rechnungsjahr 2024 mit einem Ertragsüberschuss
von rund 17'000 Franken schliesst»,
sagte Roland Reutemann, der Präsident des
Kirchenverwaltungsrates. Knapp 90 Stimmberechtigte
hatten sich Mitte März zur
72. Ordentlichen Kirchgemeindeversammlung
der Katholischen Pfarrei Peter und
Paul im Pfarreiheim eingefunden. Die Personalkosten
lagen rund 40'000 Franken
tiefer als budgetiert. Die Differenz wird
mit Personalaustritten und damit verbundenen
temporären Stellenvakanzen begründet.
Das Budget für 2025 beläuft sich
auf rund 1,98 Millionen Franken und sieht
einen Ertragsüberschuss von 3900 Franken
vor. Der Steuerfuss liegt unverändert
bei 0,47 Einheiten. Mit 106 Austritten im
Jahr 2024 bleibe der Mitgliederschwund
in der Kirchgemeinde eine bedeutende
Herausforderung, sagte Reutemann. Aus
dem Kirchenverwaltungsrat wurde Marcel
Hartmann – ein zweites Mal – verabschiedet.
Er hatte diesem schon von 2008 bis
2016 angehört und war für ein Jahr interimistisch
eingesprungen. Als seine Nachfolgerin
übernimmt Cristina Miguel das Amt
als Verantwortliche des Ressorts Personal.
Sie wurde ebenso gewählt wie die weiteren
Mitglieder des Kirchenverwaltungsrates:
Roland Reutemann (Präsident), Peter
Schraner (Vizepräsident, Kassier), Markus
Alder (Ressort Liegenschaften) und Susanne
Sutter (Ressort Waldstatt). Einstimmig
erteilten die Mitglieder der Kirchenverwaltung
den Auftrag, die Vorbereitung von Reparaturen
an den Bauteilen im Nordosten
der Kirche in Angriff zu nehmen. Im Rückblick
auf das vergangene Jahr bezeichnete
der Präsident den Wegzug von Pfarrer Reto
Oberholzer als einschneidenden Moment.
Das Seelsorgeteam habe zusätzliche Aufgaben
übernommen und externe Priester hätten
ausgeholfen. «Wir sind mit dem Bistum
St.Gallen in intensiven Gesprächen in Bezug
auf eine Lösung. Wenn eine Entscheidung
gefallen ist, werden wir informieren.»
Zu ersetzen gilt es auch das Mesmer-Ehepaar
Niederöst, das nach zehn Jahren an
Ostern verabschiedet wird. Die Nachfolgeregelung
sei in Arbeit. (eing.)
Schnuppertag fürs Armbrsutschiessen
Der Armbrustschützenverein Herisau-Waldstatt
lädt am Samstag, 3. Mai, von 10 bis 14 Uhr
zu einem Schnuppertag ein. Die Sportanlage
befindet sich im Chammerholz, für Getränke
und Verpflegung wird gesorgt. Die Anmeldung
erfolgt an praesident@herisau.oasv.ch.
Der örtliche Armbrustschützenverein konnte
allein im vergangenen Jahr 15 Medaillen an
internationalen Wettkämpfen gewinnen. Am
Schnuppertag bietet sich nun die Chance, angeleitet
von Profis, diese Sportart kennenzulernen.
(eing.)
1965-Jahrgänger laden zum Treffen ein
«60 ist wie 20 – nur mit 40 Jahren Erfahrung!»
Unter diesem Motto lädt der 65er
Jahrgänger-Verein alle Ur-Herisauerinnen
und -Herisauer sowie zugezogene Altersgenossinnen
und -genossen des Jahrgangs 1965
zum jährlichen Treffen am Freitag, 2. Mai ein.
Wer noch keine Einladung erhalten hat, kann
sich unter folgender Mailadreasse anmelden,
um weitere Details zu erhalten: jahrgaenger1965herisau@gmail.com.
Das Treffen verspricht
einen gemütlichen Abend mit Apéro
und Essen. (mitg.)
KONSTANTIN KURASHEV KEHRT
ZUM SC HERISAU ZURÜCK
Der SC Herisau gab im März die Rückkehr
von Konstantin Kurashev als Head Coach
bekannt. Er gehörte bereits in der Saison
2023/2024 zum Staff und kehrt nach kurzer
Abwesenheit ins Appenzellerland zurück.
Der 63-jährige spielte lange in der sowjetischen
Liga und in Juniorennationalteams,
bevor er später nach Davos wechselte. Dort
startete er im Staff von Arno del Curto seine
Trainerlaufbahn, die ihn im Profi- und
Nachwuchsbereich unter anderem zum SC
Bern und nach Russland führte. «Konstantin
Kurashev bringt eine Menge an Erfahrung
mit, sowohl auf nationaler als auch
internationaler Ebene», sagte Sportchef
Matthias Popp. «Wir sind überzeugt, dass
er eine Bereicherung für unser Team und
die Weiterentwicklung der jungen Spieler
sein wird. Er kennt die Anforderungen des
modernen Eishockeys und wird unsere Spieler
mit seiner fachlichen Kompetenz und
seinem Engagement auf das nächste Level
heben.» Mit einem Augenzwinkern ergänzte
der Sportchef: «Eine spannende Frage ist,
ob Konstantins Sohn Philipp vom NHL-Team
der Chicago Blackhawks ebenfalls in naher
Zukunft zum SC Herisau stossen wird. Diesbezüglich
sind noch keine konkreten Informationen
verfügbar.» (eing.)
Sportchef Matthias Popp (links) mit dem neuen Trainer
Konstantin Kurashev.
(Bild: zVg.)
18 · Thema des Monats 04/2025
So feiert Herisau Ostern
Wie feiern die Herisauerinnen und Herisau Ostern? Feiern sie es überhaupt und kennen sie die Bedeutung?
Diesen und weiteren Fragen sind wir in einer Instagram-Umfrage auf dem «de Herisauer»-Profil nachgegangen.
Hier sind die Ergebnisse mit weiteren Fakten rund um Ostern, Ostereier und -nester.
87%
feiern mit
einem Osterfest.
Bei
24%
ist Ostern
religös motiviert.
An Ostern feiern Christen ihr ältestes und wichtigstes Fest –
die Auferstehung Jesu am dritten Tag nach dem Tod am Kreuz.
Im Laufe der Jahrhunderte hat sich Ostern jedoch von einem
rein religiösen Feiertag zu einem kulturellen und kommerziell
geprägten Festtag entwickelt. Vor allem in westlichen Ländern
rückt die religiöse Bedeutung vermehrt in den Hintergrund
und wird vermehrt als gesellschaftliches Ereignis gefeiert.
10%
verteilen mehr Geschenke
als nur ein Osternestli.
Laut swissmade.direct hat sich in der Schweiz die Tradition,
an Ostern grössere Geschenke zu verteilen, in den letzten
Jahrzehnten deutlich verstärkt. Grund dafür sei die steigende
Kommerzialisierung des Osterfestes. Besonders in
westlichen Ländern bringt der Osterhase deshalb nicht nur
Nestchen gefüllt mit Süssigkeiten, sondern auch grössere
Geschenke und Spielsachen. Bei unseren Befragten setzt sich
dieser Trend (noch) nicht durch: 90 Prozent verzichten auf
grössere Geschenke.
04/2025 Thema des Monats · 19
Das absolut Beste an den Ostern finden die Befragten
24% 7% 67% 2%
die freien
Tage
das Fastenbrechen
die Familienfeste
nichts
70%
bemalen und verstecken
ihre Ostereier.
Das Bemalen von Ostereiern hat seinen Ursprung in der
slawischen und germanischen Tradition. In einigen Ländern
wie beispielsweise Polen ist die Kunst des Bemalens von Eiern
so ausgeprägt, dass es als hochgeschätzte Handwerkskunst
gilt. Auch die Farben können spezielle Bedeutungen haben.
In Griechenland werden zum Beispiel rote Eier verwendet,
um das Blut Christi darzustellen und die Bedeutung seiner
Auferstehung zu betonen. Das Suchen nach Ostereiern geht
ebenfalls auf eine alte Tradition zurück. Ihren Ursprung hat
sie wahrscheinlich in heidnischen Bräuchen, bei denen Eier
als Zeichen der Fruchtbarkeit verschenkt wurden. Dass der
Osterhase die Eier versteckt, wurde erst im 18. Jahrhundert
populär.
27%
stellen einen
Osterbaum auf.
Der Osterbaum wird traditionell mit bunten Eiern, Osterhasen,
Blumen und anderen Frühlingssymbolen geschmückt.
Er steht für den Übergang vom Winter zum Frühling, die
Rückkehr des Lichts und die Erneuerung der Natur. Nicht
selten werden dazu auch Zweige von Kirschbäumen verwendet.
Ihre zarten weissen oder rosa Blüten symbolisieren den
Beginn des Frühlings.
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30 Jahre Monterana
Die Monterana Schule in Degersheim feiert im Schuljahr 2024/2025
ihr 30 – jähriges Bestehen. Grundlage der Arbeit mit den Kindern und
Jugendlichen ist bis heute das selbstgestaltete Lernen und die Fokussierung
auf die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen. In
einem wert- und möglichst stressfreien Umfeld gestalten die Schüler
und Schülerinnen ihren Lernweg selbst, und setzen sich in ihrem
Tempo mit dem Schulstoff und ihren Interessen auseinander. Heute
besuchen ca. 100 Schüler und Schülerinnen aus Degersheim, Herisau
und Umgebung die Monterana. Den Jüngeren steht ein grosses
Aussengelände zur Verfügung, damit auch in der Bewegung, beim
Spielen und in der Natur Erfahrungen gesammelt werden können.
Die Älteren lernen in einem separaten Gebäude, wo der Austausch
über Jugendthemen und aktuelle Geschehnisse im Mittelpunkt
steht. Dabei können sie zwischen klassischem Schulunterricht und
handlungsbezogenen Sequenzen wählen. Das konkrete Handeln in
den Fächern Mathematik und Deutsch mit Montessori-Material gehört
sowohl in der Primar- als auch der Oberstufe zum Lernen. Es hilft
den Schülern und Schülerinnen durch eigenes Erleben und Tätigsein
Themengebiete zu «begreifen». Die Kinder und Jugendlichen können
zudem ihre eigenen Projekte in der schulinternen Werkstatt oder
dem Atelier realisieren.
Die Monterana ist ein unkonventioneller Lern- und Lebensort, an
dem die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler und Schülerinnen
im Mittelpunkt steht. Sie setzen sich in ihrem Tempo mit dem
Schulstoff und ihren Interessen auseinander, sammeln Erfahrungen
im Spiel, in der Bewegung, im Austausch mit Jüngeren & Älteren
oder in der Übernahme reeller Alltagsaufgaben. Das klassische,
schulische Lernen gewinnt auf der Oberstufe immer mehr an Bedeutung.
Für das kommende Schuljahr hat es freie Plätze in der
Spielgruppe sowie der Basis- und Primarstufe. Interessierte Eltern
sind herzlich zu einem Einblicksmorgen eingeladen, um sich über
unser Konzept zu informieren und einen Einblick in unseren Schulalltag
zu erlangen.
Im Jubiläumsjahr öffnen wir unsere Türen und organisieren Veranstaltungen,
zu denen wir Interessierte herzlich einladen.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Homepage:
www.monterana.ch/jubilaeum.
04/2025 Tag der offenen Tür · 21
ZUM 10-JÄHRIGEN JUBILÄUM ÖFFNETE
DIE APPENZELLER DRUCKEREI IHRE TÜREN
22 · Frühlingserwachen 04/2025
Herisauer
Frühlingserwachen
Autoshow
29. und 30. März 2025
Fusspflege Fussweit
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Drogerie Walhalla
04/2025 Frühlingserwachen · 23
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Auto Lanter AG
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Wolle Peter
Stoffstübli
Näf Service und Maschinen AG
Engel Optik
24 · Gesellschaft / Rezept 04/2025
Rezept
des Monats
RICOTTA-LEMON-
RAVIOLI
Vereinspräsidentin Ingrid Brühwiler führte durch die Hauptversammlung.
HV MUSEUM HERISAU:
HÖHERER BEITRAG UND NEUE PROJEKTE
Ende März fand die jährliche Hauptversammlung
des Historischen Vereins Herisau
und Umgebung im Alten Zeughaus statt.
Rund 30 Personen, darunter Gemeinderat
Glen Aggeler und Pascale Sigg, Verwaltungsratspräsidentin
des Appenzellerland Tourismus
AR, nahmen daran teil. «Obwohl unsere
Sonderausstellung ‹Marketing und Molke›
Anklang fand, nahm die Anzahl der Besucherinnen
und Besucher des Museums Herisau
leider ab», leitete Vereinspräsidentin Ingrid
Brühwiler den Jahresbericht ein. «Auch digitale
Angebote wie das Geo-Coaching auf
dem Robert-Walser-Pfad und das Actionbound-Programm
– eine digitale Schnitzeljagt
– waren 2024 weniger gut besucht. Besser
genutzt wurden hingegen die Webpage
mit 360-Grad-Fotos sowie die QR-Codes im
Museum.»
Finanziell schliesst der Verein 2024 mit
einem Verlust von rund 5‘900 Franken ab,
für 2025 ist ein Defizit von rund 21‘000 Franken
budgetiert. Die Jahresrechnung wurde
einstimmig genehmigt. Der Vorstand wurde
für weitere drei Jahre in Globo wiedergewählt,
ebenso Präsidentin Ingrid Brühwiler.
Die Erhöhung des Mitgliederbeitrags auf
WANDERUNG IM APRIL
(Bild: hst)
30 Franken wurde einstimmig angenommen.
Neu vorgestellt wurde das Projekt «Bildung
in Appenzell Ausserrhoden», das eine umfassende
Sonderausstellung von Mai bis
Dezember 2026 mit Begleitbuch und digitalen
Elementen vorsieht. Ebenso wurde die
Strategie Museum Herisau 2030 behandelt.
Diese sieht unter anderem eine verstärkte
Kommunikation, eine klare Positionierung
sowie einen grösseren Ortsbezug zu Herisau
vor. Zudem sei das Museum auf der Suche
nach Aufsichtspersonal.
Gegen Schluss der Versammlung richtete
sich der Blick in die Zukunft: Der Sommer
2025 steht im Zeichen von Robert Walser.
Zum internationalen Museumstag am
18. Mai wird das Robert-Walser-Zimmer erweitert.
Dazu sind drei szenische Lesungen
geplant. Weiter soll eine kleine Sonderausstellung
alte Ansichten von Herisau zeigen.
Den Abschluss der Versammlung bildete der
Vortrag von Myrta Gegenschatz mit dem Titel
«‹Mir träumte… von grossen Chören, mit
Hunderten von Sängern.› Die Anfangszeit
des Appenzellischen Sängervereins (1824-
1842)», musikalisch begleitet vom Frauenchor
Frohsinn Herisau. (hst)
Zutaten für vier Personen
– 1 Bio-Zitrone
– 250 g Ricotta
– 1 Eigelb
– 130 g geriebener Parmesan
– wenig Salz
– wenig Pfeffer
– 250 ml Vollmilch
– 4 g Gelatine
– 1 Prise Salz
– 1 Zweig Thymian
– fertiger Pastateig
Zubereitung
1. Von der Zitrone die Schale abreiben und
Hälfte des Saft auspressen. Zusammen mit
Ricotta, Eigelb und Käse mischen, danach
würzen.
2. Pastateig entrollen, runde Formen ausstechen,
je ein Teelöffel der Ricottamasse in der
Mitte verteilen, Ränder mit Wasser benetzen
und Ravioli formen. Mit Gabel die Ränder
zudrücken und Ravioli verschliessen. Ravioli
in siedendem Salzwasser etwa vier Minuten
ziehen lassen.
3. Gelatine etwa zehn Minuten in kaltem
Wasser einweichen, Thymianzweig etwas
quetschen. Milch mit Salz und Thymianzweig
aufwallen lassen, vom Herd nehmen und kurz
ziehen lassen. Durch feines Sieb abgiessen.
4. Gelatine ausdrücken und einrühren, mit
Handmixer aufschlagen, bis die Masse etwas
abgekühlt ist. Masse in einen Rahmbläser
füllen, gut schütteln und im Wasserbad
warmstellen. Danach über Ravioli verteilen.
Montag, 21. April
Ostermontag über dem Nebel
Hinter dem Bahnhof von Heiden geht es
in Richtung des versteckten Stausees. Die
Wanderung führt oberhalb von Wolfhalden
entlang und bieten eine herrliche Sicht auf
den Bodensee. Danach wandert die Gruppe
der Klus entlang durch den Frühlingswald
und erreicht schliesslich die Höchi. Im Restaurant
Sonne gibt es Mittagessen, dann
geht es weiter über das Najenriet und den
sagenumwobenen Altenstein zurück nach
Heiden.
Route: Heiden Post – List – Wolfhalden –
Schönenbühl – Lachen – Eggen – Restaurant
Sonne Blatten – Altenstein – Heiden Post
Distanz: 14.4 km; Zeit: 4 1⁄2 Std
Anforderungen: mittel
Treffpunkt: 9.30 Uhr 9410 Heiden, Post,
Bushaltestelle
Rückreise: 17.15 Uhr 9410 Heiden, Post,
Bushaltestelle
Anmeldung bis Samstag, 19. April 2025 19.00
Uhr über www.appenzeller-wanderwege.ch,
per E-Mail an urs.manser@appenzeller-wanderwege.ch
oder per Tel: 079 247 81 09
UNSERE GEMEINDE
Zu Diensten
Die Sozialarbeit als Sicherheitsnetz
Seit Beginn des Jahres ist Anne Herz-Barbey die neue Bereichsleiterin
Jugendsekretariat und Sozialberatung. Sie ist seit
16 Jahren für die Gemeinde tätig und erzählt, weshalb die Arbeit
ihres Teams oft verborgen bleibt und wieso die Einsamkeit immer
mehr Menschen zu schaffen macht.
Das Büro in der Windegg hat niedrige Decken, einen Kachelofen
und verspürt den typischen Charme eines alten Appenzeller Hauses.
Durch die Fenster fällt Sonnenlicht, der Frühling steht vor
der Tür. «Hier in Herisau bin ich aufgewachsen», erzählt Anne
Herz-Barbey. «Mittlerweile wohne ich zwar seit geraumer Zeit
wie vor in der Gemeinde.» Anfang Januar übernahm sie die Stelle
als Bereichsleiterin Jugendsekretariat
und Sozialberatung von Thomas
Schiltknecht, der pensioniert wurde.
«Zuvor war ich die Leiterin des Jugendzentrums,
das ich damals selbst
mitaufbauen und konzipieren durfte.
Nebenbei war ich aber bereits seit
drei Jahren in der Jugendberatung
tätig und die Stellvertreterin von Thomas. Deshalb war es für mich
ein planbarer und geordneter Übergang, nachdem mich der Gemeinderat
zur Nachfolgerin gewählt hat.»
Einsamkeit als Problem
In ihrer neuen Rolle trägt Anne Herz-Barbey die Verantwortung
für die Fachbereiche Jugendzentrum, Sozialberatung, Jugendberatung,
Jugendwohnungen und Mobile Sozialarbeit. «Mir unterstehen
acht Mitarbeitende und zwei Aushilfen, und ich habe die
operative Leitungsfunktion für den ganzen Bereich inne. Das ist
eine grössere Verantwortung als zuvor in meiner Rolle als Leiterin
des Jugendzentrums mit vier Mitarbeitenden. Allerdings kommt
es mir sehr entgegen, dass wir ein eingespieltes und sehr kompetentes
Team sind.» Trotz der neuen Aufgaben nehme die Fallarbeit
mit Jugendlichen nach wie vor den Grossteil ihrer Arbeit ein. In
den letzten Jahren habe vor allem die Komplexität der Fälle zugenommen.
«Es kommt immer öfter vor, dass jemand aufgrund eines
bestimmten Anliegens kommt und sich im Verlauf der Gespräche
herausstellt, dass viele verschiedene Lebensbereiche betroffen
kann es sein, dass dadurch auch die psychische Gesundheit betroffen
ist oder familiäre Krisen auftreten.»
«Unsere präventiven Angebote
verhindern einschneidendere
Massnahmen.»
Die psychische Gesundheit der Bevölkerung habe nicht erst
seit der Pandemie gelitten. «Vor allem junge Menschen sind
einem hohen Leistungsdruck und gesellschaftlichen Erwartungen
ausgesetzt. Dazu kommen die Schattenseiten der Digitalisierung,
die ständige Verfügbarkeit von Informationen
und die Risiken von Social Media: Obwohl wir so gut vernetzt
sind wie nie zuvor, nimmt die Einsamkeit der Menschen eher
zu. Das Leben spielt sich verstärkt im digitalen Raum ab, worunter
sehr viele leiden. Es fehlt an Kontakten, Beziehungen
und richtigen Freundschaften.» Die derzeitige Weltlage mit all
ihren Unsicherheiten trage ebenfalls einen Teil zu den negativen
Entwicklungen bei und löse vor allem bei jungen Menschen
Zukunftsängste aus.
Niederschwelligkeit als Mantra
Laut Anne Herz-Barbey sprechen die Menschen heute offener
über ihre psychische Gesundheit und suchen sich bewusst Hilfe.
«Die Arbeit unseres Bereiches wird manchmal gar nicht richtig
wahrgenommen», sagt sie. «Das liegt daran, dass wir präventiv
arbeiten und die Probleme der Menschen dank niederschwelligen
Angeboten möglichst früh sichtbar werden und gemeinsam angegangen
werden können. So können wir mithelfen, einschneidende
und kostenintensivere Massnahmen für Betroffene zu verhindern.
Mit unseren Beratungen, Jugendwohnungen und der Mobilen Sozialarbeit
haben wir ein breites Angebot,
das Menschen, die durch das
Netz zu fallen drohen, hoffentlich
frühzeitig auffängt.» Um Betroffenen
die Kontaktaufnahme möglichst einfach
zu machen, steht seit Kurzem
auch eine Whatsapp-Nummer zur
Verfügung. «In Zukunft möchten wir
zudem eine Möglichkeit schaffen, uns anonym zu kontaktieren
und erste Fragen zu stellen», erklärt Herz-Barbey. «Es soll keine
Überwindung kosten, den ersten Schritt in Richtung professionelle
Hilfe zu machen. Deshalb machen wir uns immer wieder Gedanken,
wie wir unsere Angebote noch niederschwelliger und jugendgerechter
machen können.»
Anne Herz-Barbey führt als Bereichsleiterin ein Team von zehn
Mitarbeitenden.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 04/25
UNSERE GEMEINDE
Gemeinderat
Über die Schulter geschaut: Sandra Nater-Schönenberger
In loser Folge stellen wir die Mitglieder des Gemeinderats vor.
Den Anfang macht Sandra Nater-Schönenberger: Sie ist seit
2014 Teil des Gremiums und derzeit Vize-Gemeindepräsidentin.
Im Interview spricht sie über ihre Arbeit, zukünftige Baustellen
und über ein Projekt, das Generationen prägen wird.
Für welches Ressort sind Sie im Gemeinderat zuständig?
Seit dem Frühling 2021 stehe ich dem Ressort Hochbau und
Ortsplanung vor. Nebst dem Hochbauamt und der Ortsplanung
bin ich auch für die gesamten Gemeindeliegenschaften zuständig.
Zuvor durfte ich während sieben Jahren Vorsteherin des
Ressorts Soziales sein.
Welche grossen Herausforderungen stellen sich momentan in
Ihrem Ressort?
Es läuft wirklich sehr viel. Beispielsweise treiben wir die Ortsplanungsrevision
voran. Bei diesem Projekt ist im Frühling die
Mitwirkung der Bevölkerung geplant. Aber auch die Schulraumstrategie
2040 ist ein riesiges Thema. Denn der Platzbedarf der
Schule wächst stetig. Die gesamte Siedlungsentwicklung wie
zum Beispiel das Areal Schloss, Schlachthof oder Lindenhof ist
ein weiterer wichtiger Bereich – Zukunftsplanung lässt grüssen.
Doch die wohl grösste Herausforderung ist zurzeit der Bahn- und
Bushof, unser Generationenprojekt.
Wie schaffen Sie es, den Überblick zu behalten?
Viele Projekte laufen parallel, erfordern aber nicht zwingend zur
gleichen Zeit meine Aufmerksamkeit. Nichtsdestotrotz muss
man alle Sitzungen unter einen Hut bringen, koordinieren, planen,
Notwendigkeiten abwägen und/oder Entscheidungen treffen.
Da ist ein optimales Zeitmanagement entscheidend, umso
mehr als ich im Haupterwerb als Finanzfachfrau tätig bin.
Wie sieht Ihre typische Woche als Gemeinderätin aus?
Nebst den Gemeinderatssitzungen alle zwei Wochen stehen
vier bis sechs Mal jährlich die Einwohnerratssitzungen an. Diese
müssen im Vorfeld intensiv geplant werden. Je nach Projekt,
das in einer Woche gerade ansteht, kommen zusätzlich Projektsteuerungssitzungen
dazu. Beispielsweise wurde kürzlich das
Schulhaus Waisenhaus saniert. Da müssen Abklärungen mit
verschiedenen Partnern getroffen werden, die Kosten geprüft
oder Bauvergabungen getätigt werden. Zusätzlich beantworte
ich Emails oder Telefonate. Auch Abendsitzungen oder -anlässe
müssen wöchentlich eingeplant werden.
Serie
Gemeinderat
Warum engagieren Sie sich als
Gemeinderätin?
Einerseits treibt mich die Freude an
der Arbeit mit meinem tollen Team an.
Aber auch die Zusammenarbeit im Gemeinderat
macht Spass – wir funktionieren
super als Gremium. Zudem schätze ich die Möglichkeit, meinen
Beitrag zu wichtigen Themen und Projekten zu leisten, auch ausserhalb
meines Ressorts. Ich setze mich gerne für das Zusammenleben
und die Weiterentwicklung von Herisau ein.
Teil 1
Bekommen Sie Rückmeldungen der Bevölkerung?
Oft agiert man als Gemeinderätin im Hintergrund. Für die meisten
ist meine Arbeit nicht direkt sichtbar. Umso schöner ist es, wenn
ich positives Feedback und Lob erhalte. Aber als Gemeinderätin
oder als Gesamtgremium kann man nie alle zufriedenstellen, dessen
muss man sich bewusst sein – und dies darf auch sein. Ich versuche
täglich, nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohl der
Bevölkerung zu arbeiten.
Gerade der Bahnhof Herisau dürfte die Bevölkerung besonders
interessieren. Ist das Ihr Herzensprojekt?
Das würde ich so nicht sagen. Doch dieses Generationenprojekt
ist von grosser Tragweite. Das Bahnhofareal hat ein riesiges Potenzial.
Mit diesem Umbau ermöglichen wir der Gemeinde Herisau
eine enorme Wertsteigerung, von der auch die Bevölkerung direkt
nen
und Herisauer ein Projekt realisieren, das über Generationen
noch wachsen kann und grosse Freude bereiten wird.
Was noch?
Auch ein Austausch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
aus meinem Ressort ist mir wichtig, sind sie doch jene Personen,
die für unsere Gemeinde eine enorme Leistung erbringen.
Viele in meinem Bereich arbeiten «auswärts» wie zum Beispiel
das Unterhaltsteam oder die Hauswartungen. Mit meinem Abteilungsleiter
und anderen Teammitgliedern besprechen wir
mögliche Bauvorhaben, bereiten Gemeinderatsanträge vor und
arbeiten weitere Pendenzen ab. Die kurze Antwort: Es gibt viel
Spannendes zu tun.
Sandra Nater-Schönenberger leitet das Ressort Hochbau und Ortsplanung.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 04/25
UNSERE GEMEINDE
Schule
Unterwegs Richtung «Coco Superstar»
Die Schülerinnen und Schüler üben in der Turnhalle mit David Meili die Lieder.
Herisau hat musikalische Monate vor sich: mit dem Kantonalmusikfest,
dem Jubiläum «100 Jahre Musikverein» und verschiedenen
Musikdarbietungen von Schuleinheiten. Ein Besuch bei den
Musical-Vorbereitungen in der Müli.
85 Schülerinnen und Schüler der 3. bis 6. Klasse halten sich in der
Turnhalle Müli auf. «Welche Sprache spricht man bei dir zuhause?»,
fragt David Meili, Vorsteher der Schuleinheit. Die Antworten kommen
rasch und zahlreich. Türkisch, Albanisch, Schweizerdeutsch, Italienisch,
Spanisch, Arabisch, Rumänisch…. Um verschiedene Sprachen
geht es im Lied Nummer fünf, das die Sängerinnen und Sänger in diesem
Moment kennenlernen. «Hello, welcome, bonjour», spricht der
Lehrer den Text vor. Teil für Teil wird geübt, dann die Melodie eingespielt.
Weitere Liedtitel folgen. Seit Beginn des zweiten Semesters
steht der Dienstagnachmittag im Zeichen von Vorbereitungsaktivitäten:
Erarbeitet wird das Musical «Coco Superstar».
In der Gemeinde Herisau stehen in den nächsten Monaten das Kantonalmusikfest
und das Jubiläum «100 Jahre Musikverein» bevor. In
diesem Zusammenhang unterstützt die Musikschule die Schuleinheiten
bei musikalischen Projekten. In mehreren Schulhäusern wird
in diesem «kinderfestlosen» Frühling ein Schwerpunkt auf instrumentale
und/oder sängerische Aktivitäten gelegt.
«Wir sind die Direktorinnen»
Zurück zu den Arbeiten in der Müli. Nach der musikalischen Lektion
in der Turnhalle und einer Pause erfolgt die Fortsetzung des Nachmittags
in Gruppen. Dabei bringen die Schülerinnen und Schüler ihre
Talente in verschiedenen Ateliers zur Geltung. Für diese konnten sie
sich aufgrund von Ausschreibungen bewerben. Die Voraussetzun-
lich
sprechen.» «Ich arbeite lieber im Hintergrund.» «Ich bin gerne
auf der Bühne.» «Ich kann gut gestalten und mit dem Computer
umgehen.» Die Schauspielerinnen und Schauspieler treffen sich an
diesem Nachmittag im Freien. «Wir sind die Direktorinnen», sagen
zwei Mädchen auf dem Weg dorthin. Texte werden gelesen. Lehrerin
Patricia Mitterer gibt Anweisungen. «Wir üben nun die Szene sieben.
Die Künstler kommen dazu: Stellen wir uns richtig auf.» Der Besucher
begibt sich ins Schulhaus. Bei Franziska Ueberwasser, der
Lehrerin für Textiles Werken, werden Shirts bedruckt, Hosen sowie
Schürzen genäht. «Die Hüte sind schon fertig», erzählt ein Mädchen.
Warten bis am 12. und 13. Juni
In einem anderen Zimmer bereiten Schülerinnen und Schüler eine
Zeitung über das Musical vor. Ihr Atelier nennt sich «Werbung/Information».
Einige sind in die Arbeit mit Tablets vertieft. Drei Knaben
besprechen mit dem Schulischen Heilpädagogen Beat Rusterholz
einen «Leitfaden für Interviews». Sie beschäftigen sich mit Fragen
wie: «Was möchten wir über die Probearbeiten erfahren?» «Welche
Person könnte uns interessante Antworten geben?» «Wie fragen wir
freundlich nach, wenn wir etwas nicht verstanden haben?» Im Untergeschoss
erfolgt die Weiterarbeit an Bühnenbild und Plakaten. Den
Hellraumprojektor zurechtzurücken, damit die Projektion mit den
Linien der Vorwoche auf dem Riesenpapier übereinstimmt, erfordert
grosse Sorgfalt. Die Tanzgruppe übt derweil in der Turnhalle.
«Die machen das weitgehend selbstständig», freut sich Lehrer Luka
Miljkovic.
Am folgenden Dienstag geht die Arbeit weiter. Im Refrain des Liedes
Nummer eins heisst es: «Wir sollen warten, immer warten. Nichts als
warten, Mann, das macht mich ganz verrückt!» Am 12. und 13. Juni
präsentieren die Schülerinnen und Schüler aus der Müli ihre Bühnenbilder,
Tänze, Kleider, Texte und Lieder. Dann wird das Musical im katholischen
Pfarreiheim aufgeführt.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 04/25
UNSERE GEMEINDE
Frühling
Der Frühling belebt das Dorf
Auch die Tierwelt im Saumweiher spürt den Frühling.
Das Biotop auf dem Ebnet lädt bei frühlingshaften Temperaturen zum Verweilen ein.
Der Höhenweg bietet bei klarer Sicht einen wunderbaren Ausblick auf die Appenzeller Hügel und den Säntis.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 04/25
UNSERE GEMEINDE
Anlässe
Ostereiersuche im Sportzentrum
Am Ostersonntag ist es wieder so weit: Am 20. April versteckt der Osterhase rund ums Sportzentrum viele Ostereier und lädt alle Kinder aus Herisau und Umge-
eintritt
ins Sportzentrum. Die Suche startet um 15 Uhr beim Parkplatz, es gibt eine kleine Festwirtschaft mit Getränken und Snacks.
Projektticker
Trennsystem-Entwässerung an der Güterstrasse ist erstellt
Die Verbindung der Abwasseranlagen von der St. Gallerstrasse
zum Bahnhofplatz konnte innerhalb eines Kalenderjahres und somit
schneller als erwartet realisiert werden. Nur durch einen Monat
«Weihnachtspause» unterbrochen, kamen die Arbeiten während
des milden Winters zügig voran. Die Strassenbauarbeiten weiter
östlich an der Güterstrasse sind frühestens ab 2028 vorgesehen.
Die Strasse ist deshalb provisorisch instand gestellt. Nun verbleiben
noch verschiedene Werkleitungsanschlüsse an das neue Verwaltungsgebäude
mit Bus-Einstellhalle der Appenzeller Bahnen
AG und der Regiobus AG zu erstellen. Es ist deshalb weiterhin mit
Verkehrsbehinderungen und Fussgängerumleitungen zu rechnen.
In der wärmeren Jahreszeit sind zudem Fertigstellungsarbeiten
und der Deckbelagseinbau von der Verzweigung St. Gallerstrasse/
Güterstrasse bis zur Waisenhausstrasse vorgesehen.
Die provisorisch instand gesetzte Güterstrasse.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 04/25
UNSERE GEMEINDE
Sportzentrum
«Ich will an die Olympischen Spiele»
Ende Februar wurde Nils Brenner Schweizer Meister U14 im Eiskunstlaufen.
Als Mitglied des Eislaufvereins Herisau steht er
jede Woche unzählige Stunden im Sportzentrum auf dem Eis –
und arbeitet auf sein grosses Ziel hin.
Das Eiskunstlaufen liegt der Familie Brenner im Blut. «Meine jüngere
Schwester steht auch schon auf dem Eis, unsere Mutter war
früher auch Eiskunstläuferin und danach Trainerin», erklärt Nils
Brenner. «Als Kind habe ich zuerst andere Sportarten gemacht.
Mit sieben Jahren wollte ich das Eiskunstlaufen dann aber doch
einmal ausprobieren. Es hat mir so viel Spass gemacht, dass ich
danach nichts anderes mehr machen wollte.» Für das geschulte
Auge von Mutter Nicole Brenner zeichnete sich das Talent ihres
Sohnes schnell ab. «Als Elternteil sollte man immer vorsichtig
sein mit solchen Aussagen, weil beim eigenen Kind oft die Objektivität
fehlt», sagt sie. «Aber bei Nils war das Talent sofort zu sehen,
auch wenn er vergleichsweise spät mit dem Eiskunstlauf begonnen
hat. Er hat schnell ein Niveau erreicht, für das andere Kinder
mehrere Jahre brauchen.» Als Mutter sei sie natürlich glücklich,
wenn er in ihre Fussstapfen trete. «Aber mein Mann und ich hätten
Nils auch in jeder anderen Sportart unterstützt.»
Zwischen Eishalle und Unterricht
Der Titel als Schweizer Meister in Adelboden ist der jüngste Erfolg
auf dem Weg von Nils Brenner, der auch bereits dem Nachwuchsnationalkader
angehört. Entsprechend ehrgeizig sind die
Ziele des 13-Jährigen. «Ich will Gold an den Olympischen Spielen
holen», sagt er unverblümt. Dafür investiert er bereits in jungen
Jahren viel Zeit in sein Training. «Ich stehe an sechs Tagen in der
Woche zwei bis drei Stunden in der Eishalle. Neben dem Eis arbeite
ich an meiner Fitness, mache Selbsthypnose und ein neurologisches
Training.» Während er bei der Selbsthypnose das Kurzprogramm
und die Kür im Kopf visualisiere, diene das sogenannte
Neuro-Feedback zur Förderung der Konzentration.
Das hohe Trainingspensum fordert seinen Tribut. Für Nils Brenner
ist es schwierig geworden, am geregelten Schulbetrieb teilzunehmen.
«Da haben wir lange nach einer guten Lösung gesucht
und unter anderem eine Sportschule ausprobiert», erklärt Nicole
Brenner. «Aber je älter Nils wird, desto mehr internationale Wettkämpfe
stehen auf dem Programm. Da brauchen wir als Familie
maximale Flexibilität.» Mittlerweile nehme ihr Sohn an einem privaten
Gruppenunterricht teil, der an zwei Tagen pro Woche und
lichen
Stoff unterrichten mein Mann und ich zuhause. Das macht
vieles einfacher für uns, auch wenn wir lange dafür kämpfen
mussten.» Im Kanton St. Gallen, wo die Familie beheimatet ist,
sei diese Art der Beschulung nach mehreren Gerichtsentscheiden
erst seit knapp drei Jahren möglich.
Das ganze Jahr auf dem Eis
Nils Brenner wird trotz seiner Jugend von einem Ehrgeiz getrieben,
wie man ihn von Spitzensportlerinnen und -sportlern kennt.
Obwohl er an der Schweizer Meisterschaft mit grossem Vorsprung
den Titel gewann, haderte er im Nachgang mit seiner Leistung. «Im
Kurzprogramm bin ich gestürzt. Danach wollte ich es im Training
unbedingt nochmals fehlerfrei absolvieren. Und an einem Wettkampf
in Budapest hat mir die Jury zu viele Punkte gegeben. In der
Schweiz wäre ich dafür viel schlechter bewertet worden.» Demnächst
stehen für Nils Brenner die letzten Wettkämpfe der Saison
an. Die Zeit danach nutzt die Familie, um das Kurzprogramm und
die Kür neu zusammenzustellen. «Es macht immer viel Spass, die
trum
in Herisau. Denn hier können wir das ganze Jahr trainieren,
selbst in den Sommermonaten. Auch dass das Eis regelmässig für
das Eiskunstlaufen aufbereitet wird, ist ein grosser Vorteil gegenüber
anderen Hallen.»
Der 13-jährige Nils Brenner steht sechs Mal pro Woche auf dem Eis.
Schweizer Eishockey-Nati spielt in Herisau
WM-Vorbereitungsspiele der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft
statt. Die Schweiz trifft in beiden Partien auf
die Slowakei. Anspielzeit ist jeweils um 19.45 Uhr. Tickets
des Schweizerischen Eishockeyverbands gekauft werden:
Zu den Tickets
https://shorturl.at/eoF3s
Am Spieltag selbst ist im Sportzentrum eine Abendkasse geöffnet.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 04/25
04/2025 Schule / Gesellschaft · 31
DER DOPPELKINDERGARTEN
IST JETZT OFFIZIELL ERÖFFNET
Am Samstag, 15. März, wurde der Herisauer
Doppelkindergarten Müli offiziell eingeweiht.
Kurz vor 11 Uhr schickten die Kindergartenkinder
bunte Ballons auf die Reise
und gaben so der Einweihung des Doppelkindergarten-Neubaus
einen fröhlichen
Rahmen. Die Ballons wie auch die Schnüre
seien aus biologisch abbaubarem Material,
erklärte Schulleiterin Carol van Willigen.
Die Kinder eröffneten den Anlass mit einem
Lied. «Ein Kindergarten ist mehr als ein
Gebäude», meinte Schulpräsidentin Irene
Hagmann in der Begrüssung. Er sei ein Ort
der Geborgenheit, der Gemeinschaft, der
Entdeckungen. Hier werde gelacht, gespielt
und ab und zu wohl auch ein wenig gestritten.
Der Kindergarten sei enorm wichtig für
die Entwicklung. «Ich wünsche viele schöne
Erlebnisse.» Sandra Nater, ihre Kollegin
vom Gemeinderat, dankte als Ressortchefin
Hochbau allen Beteiligten für ihre Arbeit in
den Bereichen Architektur, Bau und Schule.
Seit dem vergangenen Oktober gehen rund
40 Kinder im neuen Doppelkindergarten ein
und aus. Er ist südöstlich an das bestehende
Schulhaus Müli angebaut und ersetzt die
einstigen Pavillons. Der eine Kindergarten
ist im Sockelgeschoss untergebracht, über
diesem befindet sich der zweite in einem
um 90 Grad gedrehten Obergeschoss. Die
Die Kindergartenkinder liessen zur Eröffnung Ballons steigen.
rund eineinhalbjährige Bauzeit verlief ohne
Zwischenfälle. Zahlreiche Eltern, Geschwister,
Anwohnerinnen und Anwohner, Behörden
und Gäste nahmen interessiert Einblicke
in die Räumlichkeiten. Die Gelegenheit,
sich mit den Verantwortlichen des Neubaus
und der Schule auszutauschen, wurde rege
benützt. (gk)
(Bild: gk)
HAUPTVERSAMMLUNG: CLUB 60PLUS
WÄHLTE NEUE VORSTANDSMITGLIEDER
Am Dienstag, 18. März, begrüsste Präsident
Thomas Bruppacher im frühlingshaft geschmückten
Saal des katholischen Pfarreiheims
rund 130 Mitglieder zur 67. Hauptversammlung
vom Club 60plus Herisau und
Umgebung. Speziell willkommen hiess er
Daumen hoch: Der Vorstand vom Club 60Plus ist nach zwei Rücktritten wieder komplett.
(Bild: zVg.)
den langjährigen ehemaligen Präsidenten
Kurt Bruderer. Der Vizepräsident des Einwohnerrates,
Roman Wäspi, überbrachte die
Grüsse der Gemeinde und wies auf die grosse
gesellschaftliche Bedeutung und Wichtigkeit
der Vereine hin. In einer eindrücklichen
Bilderrückschau liess der Präsident
das vergangene Vereinsjahr nochmals Revue
passieren und erinnerte an Wanderungen,
Velotreffs, Unterhaltungs-Programme,
Mittagstische, Besichtigungen sowie den
Tagesausflug zu den Salinen in Rheinfelden.
Auch ins Berichtsjahr fiel das 50-jährige Bestehen
vom Mittagstreff, das mit einem Ausflug
in den Thurgau gefeiert wurde. Darüber
hinaus erklärte er die Altersstruktur der
etwa 700 Mitglieder. Erfreulicherweise gibt
es darunter auch eine 27-köpfige Gruppe
der «Jungen», nämlich diejenigen zwischen
60 und 64 Jahren. Die statutarischen Traktanden
konnten zügig abgewickelt werden.
Etwas länger verweilte der Präsident bei den
Wahlen. Nach vielen Jahren im Vorstand haben
Elsbeth Frischknecht, verantwortlich
für Besuche und Tischdekorationen, sowie
Vize-Präsidentin Heidi Wyss ihre Rücktritte
eingereicht. Beide wurden von Thomas
Bruppacher mit spürbarer Empathie und
Dankbarkeit würdig verabschiedet. Als neue
Vorstandsmitglieder stellten sich anschliessend
Gabi Rutishauser und Daniel Schläpfer
zur Verfügung. Die Wahl der beiden erfolgte
einstimmig. Zum Abschluss der Hauptversammlung
erfreute Georg Kegel am Klavier
die Anwesenden mit seinem breit gefächerten
Repertoire. (eing.)
32 · Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus 04/2025
Blick auf Stein von Norden herkommend.
STEIN: «CHARMANTE GEMEINDE
MIT GEMEINSCHAFTSSINN»
Stein ist nicht irgendein Dorf. Selbstbewusst erklärt sich die jüngste Ausserrhoder Gemeinde
zur «Perle im Appenzellerland». Auf einer kurzweiligen Wanderung nähern wir uns dem «perfekte
Ort für alle, die Natur, Ruhe und das gute Leben lieben».
Der Weg nach Stein – erlauben Sie mir dieses
Wortspiel – ist teilweise steinig. Und ein stetes
Auf und Ab. Das nehmen wir gerne auf
uns, verspricht uns die Steiner Gemeindepräsidentin
am Ende unserer Wanderung doch
einen Ort mit «einem Käse, der so gut ist, dass
selbst die Kühe vor Stolz muhen, und mit einer
Landschaft, die so schön ist, dass selbst Wandermuffel
freiwillig losgehen». Wandermuffel
sind wir nicht und so machen wir uns (freiwillig)
auf den Weg in die Gemeinde, in der etwa
der Leichtathlet Simon Ehammer aufwuchs
oder der Bauernmaler Johannes Müller lebte.
Letzterer, geboren 1806, war Maler, Glaser und
Uhrmacher. Im Buch «Bauernmalerei rund um
den Säntis» ist nachzulesen, er sei ein «Hüterbub»
gewesen und soll das Malen von einem
Handwerksburschen gelernt haben. Johannes
Müller, der 91 Jahre alt wurde, wird in zahlreichen
Publikationen als Nestor oder Doyen
bezeichnet, dessen Malerei als Richtschnur für
die Senntumsmalerei gelte. Er habe das Genre
mit seiner akkuraten Ordnung der Tiere, Menschen,
Häuser in der eigentümlich gestaffelten
Landschaft geprägt.
(Bilder: es)
Grubenmanns letzte Brücke
Doch nun auf in die jüngste Ausserrhoder Gemeinde!
Wie gewohnt starten wir beim Herisauer
Gemeindehaus und gleich geht es das
erste Mal hinauf. Über die Casinotreppe und
den Höhenweg gelangen wir zur Egg, immer
mal wieder mit einem Blick auf das Zentrum
von Herisau oder zum Alpstein. Über den Sedel
und die Wanne spazieren wir hinunter zum
Chammerholz und wieder hinauf zu «Ufem
Berg». Von hier aus haben wir unser Ziel bereits
vor Augen – noch aber trennt uns das tiefe Urnäschtobel.
Es folgt der Abstieg zum «Bären»
und dann der wahrlich steile und steinige Weg
hinunter zum Kubel. Über die gedeckte Holzbrücke
queren wir die Urnäsch und die Gemeindegrenze
zwischen Herisau und Stein. Die
1780 erbaute Kubelbrücke ist die letzte Brücke,
die Hans Ulrich Grubenmann zugeschrieben
wird. 2017 wurde sie totalsaniert. Wie ihre
Schwesterbrücke, welche Herisau über die
Urnäsch mit Hundwil verbindet, wird auch sie,
aufgrund der zahlreichen Texte auf den Querbalken,
«sprechende Brücke» genannt. Den
tiefsten Punkt haben wir nun erreicht – ab
jetzt geht es bergauf. Der Weg führt uns über
Weitenau – wo wir kurz innehalten und den
Gleitschirmfliegenden bei ihren Flugversuchen
zuschauen – über Blatten zum Störgel. Das Bad
Störgel übrigens gilt quasi als «Urquelle» des
Steiner Tourismus, der im frühen 19. Jahrhundert
seinen Anfang nahm.
Hinsetzen und geniessen
Wir machen einen kurzen Abstecher zur «Ganggelibrugg»,
von hier aus können wir im Tobel
die beiden «Hüslibrücken» über den Wattbach
und die Sitter betrachten. Unser Weg führt indes
nicht hinunter, sondern hin-auf. Über Rüti
und durch den Schluchwald erreichen wir den
Dorfplatz von Stein. Wir setzen uns auf eines
der Bänkli, welche den Brunnen umrahmen,
geniessen die Ruhe und den Blick auf die Kirche
von Jakob und Hans Ulrich Grubenmann.
Ihr Baujahr – 1749 – gilt als Gründungsjahr der
Blick zurück auf die Gangelibrugg und die Stadt St. Gallen..
Dorfplatz von Stein.
04/2025 Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus · 33
jüngsten Ausserrhoder Gemeinde. Noch im 18.
Jahrhundert, zur Zeit der aufkommenden Textilindustrie,
bildete sich um die Kirche herum
der kleine Ortskern mit den heute denkmalgeschützten
Häusern. Ein Ortskern, der von vielen
Auswärtigen wohl kaum wahrgenommen
wird. Doch gerade dieser Platz widerspiegelt
die Worte der Gemeindepräsidentin Petra Hanel:
«Stein ist ein Ort, an dem die Welt noch in
Ordnung ist und der perfekte Ort für alle, die
Natur, Ruhe und das gute Leben lieben. Hier
gibt es mehr Ruhebänkli als Einwohnerinnen
und Einwohner – okay, das ist vielleicht ein
bisschen übertrieben, aber wer einmal in Stein
war, weiss: Hinsetzen und geniessen ist hier
ein Lifestyle.»
Mit einem Augenzwinkern «warnt» die Gemeindepräsidentin
aber auch: «Vorsicht: Wer
einmal auf einem unserer berühmten Bänkli
sitzt, steht so schnell nicht mehr auf!» Da wir
unser Ziel noch nicht ganz erreicht haben,
müssen wir aber aufstehen und die Oase Dorfplatz
verlassen. Mit einem kleinen Umweg
vorbei an den Volieren des Ornithologischen
Vereins Stein-Hundwil spazieren wir Richtung
Volkskundemuseum und Schaukäserei. Beim
Beschreiben des Wegs fällt auf: In Stein enden
Strassennamen oft nicht auf -strasse. Sie heissen
Dorf, Schnädt, Heimat, Wühr, Langenegg
oder Schedleren. Schachen 42 lautet denn
auch die Adresse des Gemeindehauses, welches
an der Strasse liegt, die Fremde wohl als
Hauptstrasse bezeichnen würden.
Museum und Schaukäserei
Wie charakterisiert die Gemeindepräsidentin
ihre Ortschaft? «Stein ist eine charmante Gemeinde,
die sowohl Ruhe wie auch Gemeinschaftsleben
bietet. Unsere Gemeinde – mit
rund 40 aktiven Vereinen – zeichnet sich durch
eine enge Gemeinschaft aus. Gibt es etwas zu
tun, findet man in der Bevölkerung die nötige
Unterstützung.» Stein sei zudem für seine gute
Erreichbarkeit und die Nähe zu den grösseren
Orten St. Gallen, Herisau und Appenzell bekannt,
was die Gemeinde zu einem angenehmen
Wohnort mache. Die Infrastruktur sei gut
ausgebaut, und es gäbe zahlreiche Möglichkeiten
der Freizeitgestaltung, die sowohl für Einheimische
wie auch für Besuchende attraktiv
seien. Und: «Die Gemeinde hat eine reiche kulturelle
Tradition und bietet verschiedene lokale
Veranstaltungen, die das Gemeinschaftsgefühl
stärken. Einwohnerinnen und Einwohner
sind aktiv in der Pflege von Brauchtum und
Traditionen, was sich in Festen, Märkten und
Ausstellungen widerspiegelt.»
Neben den traditionellen Anlässen wie Silversterchlausen,
Bloch und Viehschau und den
bei Fasnächtlern beliebten Steiner Maskenbällen
sind die Schaukäserei und das Appenzeller
Volkskundemuseum die Steiner Tourismusmagnete.
Die Schliessung des Museums
aufgrund der finanziellen Lage im April 2024
war für viele ein Schock. Seit dem 30. März ist
das Museum jeweils Donnerstagnachmittag, 13
bis 17 Uhr, sowie an speziellen Sonntagen geöffnet.
Das lässt hoffen. Zudem haben die Gemeinde
Stein, die Appenzeller Schaukäserei,
das Appenzeller Volkskunde-Museum und der
Kanton Appenzell Ausserrhoden gemeinsam
eine Absichtserklärung unterschrieben für
eine zukunftsweisende Arealentwicklung im
Dorfzentrum zur wirtschaftlichen Förderung,
Steigerung der Standortattraktivität sowie
zum Schutz des kulturellen Erbes. An unserem
Wandertag hat das Museum geschlossen und
dem traumhaften Wetter zuliebe verzichten
wir auf einen Besuch in der Schaukäserei. Hingegen
spazieren wir noch zum Reservoir hinauf.
Diesen Aussichtspunkt legt uns Petra Hanel
auf die Frage nach ihrem Lieblingsort ans
Herzen. Zudem halte sie sich aufgrund guter
Kindheitserinnerungen gerne in der Nähe der
Listbrücke auf. Sie betont aber, dass sie keinen
speziellen Platz als ihren Lieblingsort bezeichnen
könne. Wir können’s verstehen, sind
wir doch auf unserer Wanderung an so vielen
schönen Flecken vorbeigekommen, dass wir
uns vornehmen, diesen Weg nicht zum letzten
Mal gegangen zu sein – auch wenn er einige
Schweisstropfen forderte.
Für heute aber ist genug gewandert. Für
den Rückweg nehmen wir das Postauto und
überlassen die letzten Worte in diesem Text
Petra Hanel: «Stein liegt perfekt: nah genug
bei St. Gallen, um mal kurz Grossstadtluft zu
schnuppern, aber weit genug weg, um sich danach
wieder ins ruhige Idyll zurückzuziehen.
Denn wir sind nicht irgendein Dorf – wir sind
die Perle im Appenzellerland! Und wer will
schon eine ‹schnöde› Stadt, wenn er eine Perle
haben kann?»
Eva Schläpfer
Unser Weg von Herisau nach Stein.
(Bild: SchweizMobil)
Stein
Herleitung des Ortsnamens gemäss des Lexikons für schweizerische
Gemeindenamen (auszugsweise): Für Stein AR ist von der mittelhochdeutschen
Grundform «bi Steine» auszugehen. Das Benennungsmotiv
ist in diesem Fall nicht eindeutig. Der Name könnte sich auf die «Burg»
im Sonder beziehen. Diese wurde im 13./14. Jahrhundert als Amtsturm
für die Edlen von Hundwil erbaut Die «Burg» wurde 2013 saniert und
zu einem Wohnhaus umgebaut. Sie steht unter Kulturgüterschutz.
Stein ist die jüngste Ausserrhoder Gemeinde und eigenständige seit
1749. Als Untere oder Horgenbühler Rhode war Stein bis 1749 Teil der
Rhode und Kirchhöri Hundwil, hatte aber seit den Appenzeller Kriegen
(1401-1429) eigene politische Behörden. Anstelle der geplanten
Kirchenerweiterung in Hundwil erfolgte 1749 trotz heftiger Proteste
der Oberen Rhode die Abspaltung der Unteren Rhode, nun Stein genannt,
verbunden mit dem Bau einer neuen Kirche und der Trennung
der gemeinsamen Güter.
Tiefster Punkt: 593 m ü. M. (im Kubel)
Höchster Punkt: bis 868 m ü. M. (im Högg)
Fläche: 9,36 km²
Einwohner: 1'496 (31. Dezember 2024)
Einwohnerdichte: 160 Einwohner pro km²
Bauunternehmung
HERISAU
www.stutzag.ch
Rückbau Tiefbau
Umbau Hochbau
Publireportage
Apotheke zur Eiche AG, Platz 10, 9100 Herisau
GERÜSTET GEGEN ZECKEN: IMPFEN IN DER APOTHEKE
Sicher und unkompliziert – wer sollte sich gegen FSME impfen lassen?
Zecken können verschiedene Erreger übertragen und Krankheiten
auslösen. Die zwei wichtigsten sind die Borreliose und die Zeckenenzephalitis,
auch Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) genannt.
Während Borreliose (ausgelöst durch ein Bakterium) mit Antibiotika
behandelt werden kann, gibt es keine spezifische Behandlung
für die Viruserkrankung FSME. Die FSME-Impfung ist die einzige
Lösung, um sich wirksam vor dieser schweren Krankheit zu schützen.
Die gesamte Schweiz (ausser Tessin) gilt als FSME-Risikogebiet, d.h.
Zecken, die das FSME-Virus in sich tragen, sind besonders häufig anzutreffen.
Aus diesem Grund wird die FSME-Impfung allen Personen
empfohlen, die sich in ihrer Freizeit/ beruflichen Tätigkeit (Aufenthalt
im Wald oder in der Natur) dem Risiko eines Zeckenstichs aussetzen.
Kinder werden beim Kinderarzt geimpft, während dies für alle
Personen, die mindestens 16 Jahre alt sind, in Apotheken möglich ist.
Ein vollständiger Impfschutz gegen FSME (3 Injektionen), bietet
Schutz für mindestens 10 Jahre. Auffrischungsimpfungen sind alle
10 Jahre empfohlen. Selbstverständlich kann man sich während des
ganzen Jahres impfen lassen. Der ideale Zeitpunkt für den Beginn
der Impfung ist der Winter/frühe Frühling – so ist der Impfschutz bis
zum Start der Zeckensaison aufgebaut.
Im Kanton AR kann nicht nur die FSME-Impfung in Apotheken verabreicht
werden. In unserem Kanton werden folgende Impfungen in
der Apotheke angeboten:
• Grippe
• Hepatitis A&B
• Tetanus
• Kinderlähmung
• Gürtelrose
• HPV-Impfungen
Terminvereinbarungen sind jederzeit möglich.
Unsere Apothekerinnen Petra Hagel und Kübra Uygun stehen
jederzeit zu Ihrer Verfügung.
Wir freuen uns auf Sie!
04/2025 Politik · 35
SESSIONSBERICHT VON
STÄNDERATSPRÄSIDENT ANDREA CARONI
Manchmal kommt einem auch die Politik
schnell vor: Erst vor dreieinhalb Monaten
wurde mir die Ratsleitung im Ständerat übertragen,
schon sind zwei von vier Sessionen
vorbei. Ich habe grosse Freude an dieser
Aufgabe und bin voller Vorfreude auf die
kommenden zwei Sessionen im Sommer und
Herbst. Schnell verliefen auch die Bundesratswahlen:
Nach dem Rücktritt von Viola
Amherd am 15. Januar hatten Interessenten
unüblich wenig Zeit, um sich Gedanken zu
diesem hohen Amt zu machen. Ebenso wenig
Zeit benötigte die Bundesversammlung dann
am Wahltag, um zu ihrem mit Spannung erwarteten
Entscheid zu kommen. Nach zwei
Wahlgängen stand das Resultat fest: Martin
Pfister wurde am 12.3. zum 123. Bundesrat gewählt.
Bei aller Zahlenmagie ist das Amtsantrittsdatum
(1. April) durchaus ernst gemeint.
Die Wahl wurde wie immer von der Nationalratspräsidentin
geleitet, als Ständeratspräsident
hätte ich allerdings bei ihrem Ausfall
einspringen müssen und hatte dafür die
entsprechenden Briefings absolviert. Anders
aber als bei meinem Vorgänger Hans Altherr
im Jahre 2011 kam es diesmal nicht dazu. Den
Neugewählten erwarten ab jenem Datum
nahezu übermenschliche Aufgaben, so zahlreich
sind die Baustellen in seinem neuen
Departement. Zuvor aber wurde Martin Pfister
in seiner Heimat Baar (ZG) sehr herzlich
gefeiert. Zusammen mit der Nationalratspräsidentin
oblag mir die schöne Aufgabe,
einen grossen Tross von Ratsmitgliedern zu
seinen Ehren nach und dann im festlichen
Umzug durch Baar zu führen. Offen ist, ob
er Zeit finden wird, mit seiner Posaune einmal
in der Bundeshaus-Band mitzuspielen.
Kurz darauf verabschiedeten wir im Rat seine
Vorgängerin Viola Amherd. Ich überreichte
ihr eine Flasche Wein – allerdings für sie
ungewohnt keinen Walliser, sondern meinen
Ausserrhoder Präsidialwein. Natürlich haben
wir auch in dieser Session zahlreiche Geschäfte
bearbeitet, darunter auch all jene, für
die wir im Winter keine Zeit mehr hatten. Da
ich mich als Ratspräsident im Amtsjahr aber
inhaltlich zurückhalte, nur eine kurze Auflistung
der wichtigsten Geschäfte des Ständerates:
Wir diskutierten eine Volksinitiative
zur Individualbesteuerung, besprachen den
PUK-Bericht zum CS-Untergang samt einigen
Vorstössen zur Regulierung, führten eine
ausgiebige Asyldebatte und beschlossen ein
Freihandelsabkommen mit Indien. Neben der
Ratsleitung sind repräsentative Aufgaben ein
wichtiger Teil des Präsidiums. Neben zahlreichen
offiziellen Begegnungen wie dem Neujahrsempfang
des diplomatischen Korps, dem
WEF, dem Regierungsseminar Interlaken, der
Berner Museumsnacht zu Ehren des Ausserrhoders
Carl Lutz sowie zahlreiche Besuche
im Bundeshaus haben die Nationalratspräsidentin
und ich eine gemeinsame Aktion
organisiert: Die «kulinarisch-musikalische
Schweizerreise». Gemeinsam bereisen wir
alle vier Sprachregionen, tauschen uns mit
der Bevölkerung aus und erleben mit jungen
Menschen die Vielfalt der Schweiz. Während
meine Kollegin mit den Jungen kocht, lerne
ich von und mit ihnen lokale Lieder. Das
Essen wie den Gesang präsentieren wir anschliessend
den Gästen vor Ort. Der Start
in Bellinzona war eine grosse Freude, und
die drei Tessiner Lieder, die ich lernte, waren
dank dem superben «Coro Clairière» (weniger
wegen mir) sehr hörfällig. Ich freue mich
bereits sehr auf die weiteren Stationen, im
Juni geht es vorab nach Graubünden.
Andrea Caroni, Ständerat
SESSIONSRÜCKBLICK VON
NATIONALRAT DAVID ZUBERBÜHLER
Die 13. AHV-Rente wird erstmals ab Dezember
2026 ausbezahlt. Das Parlament
hat dafür grünes Licht gegeben, wobei die
Finanzierung noch nicht geregelt ist. Ausbezahlt
wird die 13. Rente am Ende des Jahres
an alle, die im fraglichen Jahr Anspruch
auf eine AHV-Rente haben. Im Nationalrat
wurde zudem kontrovers diskutiert, ob die
über 40 Milliarden Franken AHV-Gelder,
die auf einer US-Bank liegen, zurück in die
Schweiz sollen. Nach 26 Jahren bei einer
Schweizer Bank entschied der AHV-Verwaltungsrat
letztes Jahr, sie in die USA zu
transferieren. Die Wirtschaftskommission
warnte vor Risiken durch Sanktionen oder
US-Einflüsse und forderte eine Rückführung,
doch die Mehrheit lehnte dies ab. Besonders
widersprüchlich wirkt dies bei SP und
Grünen, die gegen den F-35-Kauf sind, aber
keine Bedenken bei der US-Verwahrung der
Altersvorsorge zeigen. Ebenfalls diskutiert
wurde die Bargeld-Initiative. Diese fordert,
dass der Bund die Versorgung mit Banknoten
und Münzen sichert und der Schweizer
Franken nur mit Zustimmung von Volk und
Ständen ersetzt werden kann. Die Initianten
wollen die Währungshoheit beim Bund statt
der SNB. Der Nationalrat lehnte die Initiative
ab und unterstützte den Gegenvorschlag
des Bundesrats. Der Nationalrat lehnte weiter
die «Service-Citoyen-Initiative» ohne
Gegenvorschlag ab. Diese verlangt einen
Bürgerdienst für alle, was laut Nationalrat
die Armee schwächen und den Arbeitsmarkt
belasten würde. Mit Ausnahme der
GLP sprachen sich alle Fraktionen dagegen
aus. Die vorberatende Kommission sah keinen
sicherheitsrelevanten Bedarf für 70'000
Dienstpflichtige. Der Bundesrat lehnte die
Initiative ebenfalls ab und verwies auf jährliche
Kosten von 800 Millionen Franken. Der
Nationalrat lehnt auch die Juso-Initiative für
eine Steuer auf Millionen-Erbschaften sowie
einen Gegenvorschlag klar ab. Die Initiative
fordert eine 50-prozentige Besteuerung von
Nachlässen über 50 Millionen Franken zur
Finanzierung des Klimaschutzes. Gegner
warnten, dass dies Familienunternehmen,
gefährden und zu Verkäufen oder Verlagerungen
ins Ausland führen könnte – mit
negativen Folgen für Arbeitsplätze und Innovation.
Die Linke forderte hingegen, dass
die Reichsten zur Bekämpfung der Klimaschäden
beitragen. National- und Ständerat
haben weiter erste Verschärfungen in der
Asylpolitik beschlossen. Mehrere Motionen
für strengere Massnahmen gegen kriminelle
Asylbewerber wurden angenommen, darunter
der Ausschluss von Straftätern aus dem
Asylverfahren, eingeschränkte Bewegungsfreiheit
für kriminelle Asylsuchende und
ein besserer Datenaustausch bei illegalen
Migranten. Trotz Widerstands von SP-Bundesrat
Beat Jans stimmte eine bürgerliche
Mehrheit aus SVP, FDP und der Mitte dafür.
Die Mitte-Links-Mehrheit im Ständerat
hat meine Motion für einen sofortigen
Zahlungsstopp an die UNRWA abgelehnt
– obwohl der Nationalrat sie im September
deutlich angenommen hatte. Damit fliessen
weiterhin Millionen Schweizer Steuergelder
an ein Hilfswerk, in dessen Schulen Hass,
Gewalt und Antisemitismus gelehrt werden.
Wie soll so eine friedliche Zukunft entstehen?
Der Ständerat hätte ein klares Zeichen
gegen Antisemitismus setzen können, entschied
sich jedoch, den Kopf einzuziehen.
Und das gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus
weltweit zunimmt.
David Zuberbühler, Nationalrat
36 · Bilderseite 04/2025
DAS WAR DIE HERISAUER FASNACHT
04/2025 Veranstaltungen · 37
DAS SIGNUM QUARTETT KEHRT
WIEDER NACH HERISAU ZURÜCK
Nach mehr als drei Jahren tritt das Signum
Quartett wieder in Herisau auf. Der letzte
Auftritt im November 2020 war aufgrund
der Corona-Pandemie nur einem kleinen
Publikum von rund 50 Gästen zugänglich
– nun dürfen sich Musikliebhabende auf
ein unvergessliches Konzert freuen. Am
Mittwoch, 2. April, tritt das Streichmusik.
Ensemble im kleinen Saal des Casino auf
und präsentiert ein erlesenes Programm,
das den Frühling musikalisch begrüsst. Den
Auftakt macht Joseph Haydn mit seinem
Vogel-Quartett (op. 33/3), das mit humorvollen
Vogelstimmen bezaubert. Es folgt
Robert Schumann mit dem Quartett op.
41 Nr. 2, das die Strahlkraft der deutschen
Romantik entfaltet. Den Abschluss bildet
Antonín Dvorák mit seinem Quartett Nr. 13
op. 106, das volle Lebensfreude und Dankbarkeit
ausstrahlt. Das Konzert verspricht
einen Abend voller Emotionen, Virtuosität
und musikalischer Raffinesse, zumal das Signum
Quartett mit seinen Interpretation
der Kammermusik zu den besten seines
Fachs zählt. Das Konzert beginnt um 19.30
Uhr, die Türen öffnen eine halbe Stunde
früher. (eing.)
EIN TRIO FÄNGT DIE KLÄNGE
EINER VERRÜCKTEN EPOCHE EIN
Das musikalische Programm «Klangzauber
der Belle Epoque» lässt eine faszinierende
Zeit wieder aufleben: Zwischen 1871 und
1914 veränderten Erfindungen wie das Automobil,
elektrisches Licht oder das Kino
die Welt. Aber die Arbeit in den Fabriken,
in denen die neuen Wunderdinge hergestellt
wurden, war hart und ungesund.
Über diesen Gegensätzen schwebten die
wunderbaren Melodien dieser Epoche: Sie
stammten unter anderem von Claude Debussy
in Frankreich, Ottorino Respighi in
Italien und Richard Strauss in Deutschland.
Die Sängerin Antonella Lalli, der Akkordeonist
Paolo D’Angelo und die Cellistin
Stefania Verità widmen sich ihnen in ihrem
neuen Programm. Neben der oft melancholisch
gefärbten Klassik kommen auch
leichtere Stücke zum Zug, die damals das
Licht der Welt erblickten: Schlager wie «O
sole mio», Lieder aus dem Moulin Rouge
PROFESSOR BUMMBASTIC PRÄSENTIERT
WISSENSCHAFT ZUM ANFASSEN
Wissenschaft muss nicht trocken sein – sie
kann aufregend, unterhaltsam und voller
Überraschungen stecken. Genau das beweist
Professor Bummbastic am Sonntag,
4. Mai, mit seiner interaktiven Wissenschaftsshow
«Der Supercomputer» ab 14
Uhr im Casino. Raphael Oldani nimmt in
seiner Rolle als Professor ganze Familien
mit auf eine Reise in die Welt der Neurowissenschaften,
Physik und Biologie.
Mit verblüffenden Experimenten zeigt
er, welche erstaunlichen Fähigkeiten das
menschliche Gehirn besitzt und wie sich
Naturphänomene und Technik gegenseitig
beeinflussen. Dabei lässt der Professor
das Publikum mitmachen und selbst experimentieren,
sodass Wissenschaft erlebbar
wird. «Er führt eindrucksvoll vor Augen,
wie faszinierend unser Gehirn funktioniert
in Paris oder Musik aus den Salons. Jedes
Land hatte in dieser Epoche seine Klänge,
seine Atmosphäre und seinen Zauber. Das
Bei Professor Bummbastic erleben Familien spannende Experimente.
Trio wird diesen Tiefgang und die Lebensfreude
auf der Bühne in Erinnerung rufen.
Das Konzert in Herisau findet am Samstag,
5. April, um 20 Uhr in der Stuhlfabrik statt.
Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte
geben. (eing.)
(v.l.n.r.) Stefania Verità am Violoncello, Sängerin Antonella Lalli und Paolo D’Angelo am Akkordeon. (Bild: zVg.)
und welche unglaublichen Mechanismen
die Natur hervorgebracht hat», heisst es in
einer Mitteilung. «So lernen die Zuschauenden
etwa, dass Schlangen Wärmesensoren
nutzen, Fledermäuse sich mit Echolot
orientieren und fleischfressende Pflanzen
ausgeklügelte Strategien haben, um Beute
zu fangen.» Bei der Show darf auch NAO,
der Roboter-Assistent, nicht fehlen. Tickets
für die Show in Herisau sind erhältlich unter
www.eventfrog.ch. (eing.)
(Bild: zVg.)
38 · Herisauer Wald 04/2025
«DIE JAGD IST TIERFREUNDLICHER
ALS DIE MASSENTIERHALTUNG»
In unserer Serie «Herisauer Wald» widmen wir uns Berufen und Leidenschaften, die im Wald
und der freien Natur stattfinden. Den Anfang macht Jägerin Valeria Vio. Sie erzählt, weshalb
sie auf die Jagd gehen wollte und verrät, was ihr nach einem Abschuss durch den Kopf geht.
«Das kam komplett quer daher», erklärt
Valeria Vio und meint damit ihre Jagdausbildung,
die sie vor knapp einem Jahr erfolgreich
abgeschlossen hat. Weder Freunde
noch Familie – nicht einmal sie selbst – hatten
damit gerechnet. Es sei eher üblich, dass
Personen aus Jagdfamilien diese Prüfung antreten.
Vios Familie hatte rein gar nichts mit
der Jagd am Hut. Und das sei «wahrscheinlich
gerade ein wenig das Spezielle». Einerseits
liege das Jagen nicht in ihrer Familie,
andererseits sei sie beruflich als Geschäftsleitungsassistentin
tätig. Mit ihrer schicken
Bluse, der modernen braunen Brille und
ihrem professionellen Auftreten würden auf
den ersten Blick nur wenige vermuten, dass
sie Jägerin ist.
Schiessen auf 100 Meter
Wie kam sie also zu dem Entschluss, sich für
die aufwendige Ausbildung anzumelden, die
beinahe drei Jahre dauert? Valeria Vio ist
schon lange von Adlern, Falken und anderen
Greifvögeln fasziniert. Sie wollte daher
eigentlich Falknerin werden. Da dafür zwingend
die Jagdausbildung vorliegen muss, war
ihr klar, was sie machen wird – und zwar so
schnell wie möglich. Doch zunächst galt es
für die berufstätige Mutter, die nötige Zeit für
die Prüfung freizuschaufeln. «Ich hatte das
Etwa jeder vierte Jagdschein wird auf eine Frau ausgestellt.
schon sehr lange im Kopf, sicher seit einem
Jahrzehnt. Sobald sich die Möglichkeit ergab,
habe ich sie gepackt», erzählt die Herisauerin
nostalgisch. An die Prüfungs- und Vorbereitungszeit
kann sich Vio noch gut erinnern.
Zuerst habe sie sich im September 2022 auf
die Schiessprüfung vorbereitet, die sie dann
im März 2023 mit Bravour bestanden habe.
Mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht erzählt
sie, wie nervös sie gewesen sei. «Die
Zweifel waren gross, denn wir dürfen uns
beim Schiessen keine Fehler leisten.»
Der erste Teil der Prüfung umfasst folgende
Fächer: Waffen/Munition/Optik, Waffenhandhabung
und das Schiessen selbst.
Wer die Schiessprüfung nicht besteht, wird
nicht zur Theorieprüfung zugelassen. Beim
Schiessen wird zunächst mit dem Jagdgewehr
aus einer Distanz von 100 Meter auf
die sogenannte internationale Rehscheibe
mit 10-Punkte-Einteilung geschossen. Dabei
müssen die Absolventinnen und Absolventen
mit fünf Schüssen die Mindestanzahl
von 42 Punkten erreichen Der zweite Teil,
das Schiessen mit der Schrotflinte, wird auf
der Kipphasenanlage absolviert. Hier wird
aus einer Distanz von 35 Metern auf einen
dreiteiligen Laufhasen gezielt. Von zehn Versuchen
müssen mindestens sieben sitzen.
Die Schiessprüfung erfordert viel Präzision
(Bilder: sf)
und auch einen gewissen Grad an Kraft
und innerer Ruhe, denn es gibt keine Stützen,
Kissen oder andere Hilfsmittel. Beim
Kugelschuss mit dem Gewehr ist teilweise
die «angestrichene Stellung» erlaubt, das
bedeutet, man darf sich zur besseren Stabilität
an einen Pfosten anlehnen. «Mit der
schweren Flinte hingegen muss der Schuss
stehend frei abgegeben werden», erklärt
Vio. «Und so eine Waffe kann für untrainierte
Arme ganz schön schwer werden.» Sie
sei erleichtert gewesen, als sie es geschafft
habe. Ihre beiden Ausbildner hätten mit den
Händen vor dem Gesicht mitgefiebert. Da
Vio ihre Treffer nicht sehen konnte, habe sie
«Die Natur
bleibt dank
der Jagd im
Gleichgewicht.»
sich nach jedem Schuss zu ihnen umgedreht.
«Sie haben immer wieder begeistert und
trotzdem nervös genickt. Als ich das letzte
Nicken sah und verstand, dass ich bestanden
habe, blieb mir gerade noch Zeit, mein Gewehr
zu sichern, bevor meine Knie nachgaben.
Ich war vor Freude überwältigt.»
Das natürliche Gleichgewicht
Die Prüfung sei für sie das Happigste gewesen.
«Aber danach dachte ich, dass mich
nichts mehr bremsen kann.» Und so kam es,
dass sie ein Jahr später und nach vielen Stunden
des Lernens auch den zweiten, theoretischen
Teil der Prüfung bestand. Im September
2023 hatte die Vorbereitung dafür begonnen.
Vio hatte schon seit geraumer Zeit nicht mehr
lernen müssen. Obwohl sie sich anfangs etwas
schwertat, brachte sie sich das Lernen
schnell wieder bei. «Es war eine Herausforderung
und anstrengend, neben der Arbeit noch
zu lernen, zu lernen und nochmals zu lernen.»
Für die Prüfung müsse man einiges an Zeit
investieren und einen grosses Wissensfundus
haben. Einer der grössten Brocken sei die
Jagdgesetzgebung, sowohl auf Bundes- als
auch auf Kantonsebene. «Dazu kommen die
Fächer Wildtierbiologie, Wildtierökologie,
Wildtiermanagement, das jagdliche Handwerk,
die Wildbret-Verwertung, die Wildtierkrankheiten
und schliesslich die Jagdhunde –
und zwar alle Jagdhunde», zählt Vio auf. «Und
das alles bitte in der Jägersprache.»
All dieses Wissen musste sich Vio selbst
aneignen. Um das zu bewerkstelligen, habe
04/2025 Herisauer Wald · 39
sie sich einige Lernstrategien angeeignet.
Sie habe beispielsweise unzählige Karteikärtchen
und Bilder in der ganzen Wohnung
aufgehängt, um sich auf die Prüfung vorzubereiten.
Die Fragen rund um die rechtlichen
Grundlagen wurden von einem Anwalt und
einem Polizisten abgenommen, was nicht
gerade beruhigend auf sie gewirkt hätte.
«Obwohl ich sehr nervös war und man mir
meine Emotionen bestimmt ansah, habe ich
ausgerechnet in diesem Fach meine beste
Note erreicht. Lustigerweise waren nach der
Prüfung nicht nur ich, sondern auch meine
Ausbildner erleichtert.»
Respekt und Dankbarkeit
Wie man anhand des Prüfungsverfahrens
erkennt, geht es bei der Jagdausbildung
nicht nur ums das Schiessen und Jagen.
Im Fokus steht auch das Kennenlernen der
Natur und Tiere, die in diesem natürlichen
Raum leben – und um die Verantwortung,
welche die Jägerinnen und Jäger tragen. So
bekommen alle, die sich für eine Jagdsaison
anmelden, spezielle Marken, die vorgeben,
wie viel Wild von welcher Art geschossen
werden darf. Diese Massnahme dient der Erhaltung
des Gleichgewichts und folgt dem
Grundsatz, nur so viel zu nehmen, wie notwendig
ist. In den ersten fünf Jahren nach
der Ausbildung betreiben die Jäger des Kantons
nur Niederjagd, was bedeutet, dass sie
nur Reh- oder Schwarzwild schiessen dürfen.
Die Hochjagd, also die Jagd auf Hirsche
oder Gämse, dürfen Neulinge wie Valeria
Vio erst danach betreiben.
Ein weiterer wichtiger Punkt sei die
Dankbarkeit für die Beute und der Respekt
gegenüber den Tieren. Valeria Vio erzählt
von ihrem ersten Jagderlebnis der vergangenen
Saison, eine sehr emotionale Sache
für die Herisauerin mit dem grossen Herzen.
Sie habe, wie alle anderen auch, vier Marken
bekommen. «Es war der Wahnsinn, zum ersten
Mal allein auf der Jagd zu sein. Die Bilder
bringe ich nicht mehr so schnell aus meinem
Kopf.» Bevor sie ihren ersten Rehbock
geschossen habe, habe sie ihn beobachtet.
«Das ist auch ein wichtiger Teil der Ausbildung:
Man lernt, den Gesundheitszustand
des Tieres einzuschätzen, indem man unter
anderem sein Fell, das Verhalten und sein
Gewicht beobachtet.»
Valeria Vio hat seit dem vergangenen Frühjahr den Jagdschein und steht vor ihrer zweiten Saison.
Veraltete Klischees zur Jagd
Valeria Vio ist überzeugt, dass die Jagd viel
tierfreundlicher als Massentierhaltungen
ist. «Dafür würde ich meine Hand ins Feuer
legen. Dass man friedlich und in Ruhe gehen
kann, wünschen wir uns alle. Bei einem
guten Schuss merkt das Tier gar nicht, was
passiert.» Bei Fehlschüssen seien die Jägerinnen
und Jäger verpflichtet, den Wildhüter
zu kontaktieren. «Danach suchen wir mit
ausgebildeten Jagdhunden, bis wir das verletzte
Tier gefunden haben. So wird sichergestellt,
dass kein Lebewesen unnötig lange
leiden muss. Das ist mir etwas vom Wichtigsten.»
Sie habe sich gedanklich sogar bei
ihrem ersten Rehbock bedankt, weil er sie
und ihre Familie ernähre.
Valeria Vio ist begeistert vom Jagen und
will sich definitiv für die nächste Saison anmelden.
Es gebe aber besonders viele Frauen
oder Jugendliche, die sich nicht sicher seien,
wie ihr Umfeld auf das Hobby des Jagens reagieren
würden. Vio meint nur: «Dann erst
recht!» Auch wenn sie nicht bestreiten könne,
dass sie als Frau ohne Abstammung aus
einer Jagdfamilie hin und wieder ein bisschen
komisch angeschaut werde, schwäche
sich dieses Klischee mehr und mehr ab. «Im
letzten Jahr gingen rund 25 Prozent der Anmeldungen
auf Frauen zurück, sehr viele
angehende Absolventen sind unter 30 Jahre
alt.» Zwei Anwärter seien gar minderjährig
gewesen und hätten die Prüfung mit ihren
Paten absolviert. «Mein Tipp ist es, sich von
anderen oder sich selbst nicht unterkriegen
zu lassen. Man soll das machen, was einem
Freunde und Begeisterung beschert. Und
bei mir ist das nun einmal die Jagd.»
Sara Fiore
40 · Kalender 04/2025
Kalender
April
2. Lollipop «mehr als nur ein Chrabbeltreff»,
14 –17 Uhr mit Zvieri, ref. Kirchgemeindehaus
2. Konzert vom Signum Quartett, 19.30 Uhr,
Casino
2. Öffentlicher Ärztevortrag «Stressbezogene
Erkrankungen», 19 Uhr, Psychiatrisches
Zentrum
4. JAMfreeday, ab 19 Uhr, Dä 3.Stock
5. Livekonzert PICO LIGHTYEAR, ab 19 Uhr,
Dä 3.Stock
5. Chinderfiir mit Zvieri, ab 9.30 Uhr, Kirchgemeindehaus
5. Klangzauber der Belle Époque, 20 Uhr,
Alte Stuhlfabrik
5. FC Herisau vs. FC St.Otmar, 17 Uhr, Ebnet
6. Freie Besichtigung Schwänberg-Museum,
14 – 16 Uhr
6. «Das doppelte Lottchen, Gastspiel mit
Co-Produktion Theater fabula! und FigurenTheater
St. Gallen, ab sieben Jahren,
11 Uhr, Figurentheater Herisau
6. «Nomal! Geschichte, Verse und Meeh»,
10 – 11 Uhr, Stuhlfabrik
6. Das doppelte Lottchen, 11 Uhr, Figurentheater
7. Im Gespräch mit dem Gemeindepräsidenten,
16 – 18 Uhr, Gemeindehaus
8. Lesung «Simon vom Böhl» mit Autorin
Anita Gluck, Club 60Plus, 14 Uhr, kath.
Pfarreiheim
10. Mittagstreff, Club 60Plus, 11.30 Uhr, Casino
11. Max Berend auf Poesie-Album-Tour, Dä
3.Stock, 19 Uhr, Industriestrasse 28
11. «Jodel meets Classik», 19.30 Uhr, Casino
13. «Das Sonnenschloss», ab fünf Jahren,
11 Uhr, Figurentheater Herisau
15. Spaziergang «Frühling im Girenmoos»,
Club 60Plus, 12.20 Uhr, Bahnhof
20. Spielesonntag, Dä 3.Stock, 14 Uhr, Industriestrasse
28
20. Ostereiersuche, 15 Uhr, Sportzentrum
22. Appenzeller Lät-night-Show, 20 – 23 Uhr,
Stuhlfabrik
23. Appenzeller Mecktig Comedy, 20 – 22
Uhr, Stuhlfabrik
24. Wanderung Schönhalde-Chapfensee-Weisstannental,
Vitaswiss, Anmeldung
bei Frau Signer :079 549 91 39
24. Konzert von Philipp Fankhauser, 20 Uhr,
Casino
24. Mittagstreff, Club 60Plus, 11.30 Uhr, Casino
25. Blues Night mit vier Bands, Dä 3.Stock,
19 Uhr, Industriestrasse 28
25. Komiktheaer «Entdecken/Verstecken»,
20 – 21.15 Uhr, Stuhlfabrik
26. Start des Wochenmarkts, 8.30 – 12.30 Uhr,
Obstmarkt
27. «Das Sonnenschloss», ab fünf Jahren,
11 Uhr, Figurentheater Herisau
27. Sonntagscafé, 13.30-17 Uhr, Haus Wiesental
27. Frühlings-Crea-Markt, Dä 3.Stock, 10 – 16
Uhr, Industriestrasse 28
27. Flohmarkt, 9 – 17 Uhr, Bären Herisau,
Aplsteinstrasse 1
29. Wanderung «Über Brücken zum Giessenfall»,
Club 60Plus,9.45 Uhr, Bahnhof
Mai
2. JAMfreeday, Dä 3.Stock, ab 19 Uhr, Industriestrasse
28
Regelmässig
Café unter den Bäumen, Montag (10 – 17
Uhr) & Freitag (14 – 21 Uhr), Chupfertrocke
Museum Herisau, Mittwoch
bis Sonntag, 13 – 17 Uhr
Figurentheater-Museum, jeweils am
Mittwoch um 14 – 17 Uhr und Sonntag
11 – 16 Uhr
2. Bundesübung, Schiessverein Herisau, 18 –
20 Uhr, Breitfeld
3. Huusfründe – Eine Komödie in sechs
Bildern, 20 Uhr, Stuhlfabrik
3. Riklin & Schaub mit «Lieder, die du sehen
musst», 20 Uhr, Casino
3. Unihockeyturnier, Jungwacht Blauring,
Sportzentrum
3. Ein Morgen für mich, Tanzraum, 8.30 Uhr,
Mühlebühl 16a
3. FC Herisau vs. FC Gams, 16 Uhr, Ebnet
4. Freie Besichtigung Schwänberg-Museum,
14 – 16 Uhr
4. Huusfründe – Eine Komödie in sechs
Bildern, 16 Uhr, Stuhlfabrik
4. Unihockeyturnier, Jungwacht Blauring,
Sportzentrum
5. Im Gespräch mit dem Gemeindepräsidenten,
16 – 18 Uhr, Gemeindehaus
7. Lollipop «mehr als nur ein Chrabbeltreff»,
14 – 17 Uhr mit Zvieri, ref. Kirchgemeindehaus
7. Huusfründe – Eine Komödie in sechs
Bildern, 20 Uhr, Stuhlfabrik
7. Üsi Werkstatt, Frauengemeinschaft, 19 –
22 Uhr, kath. Pfarreiheim,
IM CASINO GIBT ES BALD
COMEDY, BLUES UND ABBA
Fabian Unteregger, Philipp Fankhauser, «Love
– Das Mundart-ABBA-Tribute» sowie Riklin &
Schaub bringen in den kommenden Wochen
und Monaten Comedy, Blues und Musik-Comedy
ins Casino. Den Auftakt macht Musiker
Philipp Fankhauser, der am Donnerstag, 24.
April, sein neues Album in Herisau präsentiert.
Die Scheibe mit dem Titel «Ain’t That
Something» ist eine Mischung aus Blues,
Gospel, R&B und Country. Auf seiner Tour
stehen sechs Musiker auf der Bühne. Wenige
Tage später treten Roman Riklin und Daniel
Schaub auf. Mit ihrem Song «Emoji» landeten
sie beim «Best of Arosa Humorfestival» einen
Hit und wurden 2024 als «Bestes Ensemble»
mit dem Swiss Comedy Award ausgezeichnet.
Das Duo steht am Samstag, 03. Mai, auf der
Bühne des Casinos. Im Herbst bringt Domino
Events zwei weitere Highlights nach Herisau:
Comedian Fabian Unteregger gibt es jetzt
nicht nur als Wecker mit «Zum Glück ist Freitag»
auf SRF 3. Am Samstag, 27. September,
präsentiert er sein neues Programm «Fachkräftemangel».
Am Mittwoch und Donnerstag,
26. und 27. November, kehrt dann «Love
– Das Mundart-Abba-Tribute» zurück ins Casino.
Das Secondhand-Orchestra bestehend
aus Roman Riklin, Daniel Schaub, Frölein Da
Capo und Adrian Stern bietet mit ihrer multimedialen
Konzertinszenierung beste Unterhaltung.
Weitere Veranstaltungen sind auf
www.dominoevent.ch zu finden, Tickets sind
bei Ticketcorner erhältlich. (pd)
04/2025 Sternefööfi · 41
Sternefööfi
E GUETS NEUS ASTROJAHR!
Am 20. März trat die Sonne in das Zeichen Widder
ein und startete damit einen neuen 12-monatigen
Zyklus durch die Tierkreiszeichen. Die
Astrologie feiert damit den Neustart auf der
kollektiven Bewusstseinsebene. Es mag unterhaltsam
sein, Prognosen zum Jahresbeginn zu
erhalten, aber ich bevorzuge die Suche nach Resonanzen.
Für die Leserschaft kann hier keine
individuelle Aussage für die nächsten 12 Monate
gemacht werden, aber in der Astrologie gilt:
«Wie im Grossen, so im Kleinen.» So gesehen
enthalten alle kollektiven Konstellationen auch
das individuelle Erleben. Manchmal erlebt man
es in einer homöopathischen Dosis, manchmal
ergreift der Zeitgeist einem unmittelbar. All
dies steht wieder in Abhängigkeit zum eigenen
Horoskop und den dort angezeigten Konstellationen.
Ein Horoskop zeigt Verbindungen über
die Zeit hinweg. So lässt sich im Neujahrshoroskop
erkennen, welche Zeitqualität gerade
durch die Dekaden funkt.
Verbindungen in die Vergangenheit
Das kollektive Zeitgeschehen wird durch die
Zyklen der langsam laufenden Planeten angezeigt.
Wir befinden uns aktuell im ersten Quadrat
des Jupiter-Saturn-Umlaufs, Neptun steht
Anfang Widder, Uranus Ende Stier und Pluto im
Wassermann. Folgende Zeitverbindungen mit
ähnlichen Konstellationen in der Vergangenheit
sind erkennbar, wobei niemals ein identischer
Wiederholungseffekt zu erwarten ist. Im
Jahr 1778 der Fokus auf neue Bindungen (Pluto):
Frankreich und die Dreizehn Kolonien verbünden
sich im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg
(1775-1783) gegen Grossbritannien. Ab 1861
liegt der Fokus hingegen auf neuen Visionen
und Unabhängigkeiten (Neptun/Uranus): Nach
dem Ende der ersten Weltwirtschaftskrise Ende
1859 entsteht ein jahrelanges Konjunkturhoch,
welches den Umbau der Agrar- zur Industriegesellschaft
anstösst. Italien wird als Abschluss
M
F
einer jahrzehntelangen Wiedervereinigungsbewegung
zum Königreich und Vorläufer der
heutigen Republik. In Deutschland forciert
Bismarck ein von Österreich unabhängiges
Deutsches Reich. Die Südstaaten kämpfen im
amerikanischen Bürgerkrieg gemeinsam als
Konföderierte gegen die vereinigten Nordstaaten
von Präsident Abraham Lincoln.
Western Union stellt 1866 die erste beständige,
transkontinentale Telegraphenleitung fertig
und die Ära der elektronischen Kommunikation
verbindet die Kontinente. Im Jahr 1986 liegt der
Fokus auf der Politik (Jupiter/Saturn): Gorbatschow
kündigt «Glasnost» an, die Öffnung
Russlands in Richtung Demokratie bis zur Jahrtausendwende.
Er propagierte den russischen
Veränderungswillen mit dem Begriff «Perestroika».
Es sollte der Anstoss für den Berliner Mauerfall
von 1989 und ein vereintes Deutschland
werden. Das tödliche Scheitern der US-Raumfähre
Challenger war eine bittere Abrechnung
für eine technikverliebte Nation und deren
Präsident Ronald Reagan. Im Rennen um die
Vorherrschaft im Weltall hatte man es vorgezogen,
vorgängige Warnungen eines Ingenieurs in
den Wind zu schlagen. Ein Trauma für eine ganze
Generation war die Reaktorexplosion von
Tschernobyl, sie führte zu extremen Pro- und
Contra-Standpunkten in der Atomenergie, die
bis heute anhalten.
Rote Fäden in die Zukunft
Gerade die Jahre ab 1860 widerspiegeln jenen
Umbruchgeist, der uns gerade neu erfasst.
Volkswirtschaften im Umbruch von Industriezu
Wissensgesellschaften, ein Europa, das die
Verteidigung selbst verantworten muss, ein
Amerika, gespalten durch ihren Präsidenten
– allesamt höchst einschneidende Veränderungen
in der Weltordnung. Doch der aktuelle
Zeitgeist rüttelt durch sämtliche Instanzen und
alle Menschen. Die Ereignisse von 1986 korrespondieren
mit dem Umgang von heutigen technischen
Möglichkeiten und den darin liegenden
Gefahren. Das aus Russland einst fortschrittliche
Entwicklungen kamen, mag Hoffnung auf
eine Zeit nach Putin wecken. Insgesamt fordern
gerade aktuelle Widerstände dazu auf, nicht
in Ohnmacht zu verharren, sondern über das
bisher Gewohnte hinauszuwachsen und Teil
der Veränderung zu sein. Pluto in Wassermann
steht für die Kraft, die in dieser Transformation
steckt. Gerade so wie sich Amerika einst von
der britischen Krone freikämpfte, gilt es sich
jetzt aus erloschenen, destruktiven Verbindungen
zu lösen. Man darf einen verantwortungsvollen
Umgang für eine lebenswerte Umwelt
fordern, sowohl von den Mächtigen dieser Welt
wie von sich selbst.
Die Entwicklungen weisen eine hohe Schnelligkeit
auf. Das ist typisch für die erste Hälfte
des Jupiter/Saturn-Zyklus, wie der Blick zurück
beweist. Damit kann gesagt werden, dass es
erst Ende 2029 zur Halbzeit zu einer Beruhigung
und Festigung des bisher Erreichten
kommen wird. Mit dem Zeichenwechsel von
Neptun in den Widder am 30. März rücken
verborgene Motive ins Zentrum, die um jedes
Durchsetzungsmanöver schwadern. Zugleich
können grössere Verbindungsstrukturen neu
durchstarten, die den Aufbruch weiter forcieren.
Jupiter in Zwillinge zeigt den Bruch mit
der gewohnten Routine durch eine massive
Steigerung an Informationen, Ausdrucksmöglichkeiten
und Kommunikationsformen an.
Gerade in der öffentlichen Meinungsbildung,
aber auch im Bildungswesen setzt diese Zunahme
an Individualität neue Messlatten und
Erwartungen an jene, die in einer Gesellschaft
für die Wissensvermittlung zuständig sind.
Braucht es neue Gesetze, härtere Grenzen
oder mehr Eigenverantwortung, wenn Saturn
Mitte Mai in den Widder eintritt? Diese Konstellation
ist hochdefensiv. Wir müssen vieles
neu denken, anders anpacken. Uranus tritt
Anfang Juli in Zwillinge, damit ist eine heftige
Phase von Umbrüchen, Veränderungen und
Innovationsschritten in diesen Bereichen angezeigt.
Wir leben in spannenden Zeiten – ich
wünsche Ihnen ein bewusstes neues Astrojahr!
(nr)
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9100 Herisau
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42 · Rätsel 04/2025
Bundesamt
für
Sport
dünne
Omeletten
Überbringer,
Kurier
Wortteil:
gleichartig
tradit. jp.
Volkssport
Chronometer
Grossmutter
Immobilienhändler
Bildschirmtyp
Schutzpatron
Norwegens
Warenverzeichnis
Versicherungsvertrag
Verbrennungskraftmaschine
Aschegefäss
zur Beisetzung
tiefste
Abneigung
Film mit
John
Travolta
(1978)
einer der
Beatles
(Ringo)
Geräte z.
Entsaften
diplomat.
Vertreter
Gewaltherrschaft
Abk.:
Inhaber
innere
Organe
Singvögel
Peddigrohr
engl.
Flächenmass
Halbmetall
Handwerker
altröm.
Gott des
Waldes
Museum
in Winterthur
2
Zentrum
f. Forschung
i. Kt. GE
Linse
an optischen
Geräten
flüssiger
Bodenschatz
Tierfüsse
militär.
Wagenkolonne
Widerhall
zerbrechlich
7
Männerkurzname
Sprengstoff
vor Gericht
vernehmen
erfolgreiche
Lieder
engl.:
Salz
dt.
Partei
Vorn. v.
Autor
Follett
räuml.
eingeschränkt
griech.
Vorsilbe:
mit, um
Gegenteil
von
weniger 6
früh.
Beruf
auf der
Lok
bereitwillig,
mit Vergnügen
einzelne
Ware
Teil des
Kopfes
nicht
mono
Drüsenabsonderung
Dachkammer
asiat.
Subkontinent
3
heilig in
ital. Ortsnamen
(männl.)
sehr
knapper
Slip
Gewebshormon
Hochschule
(Kw.) 5
engl.:
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Militärbündnis
Rettungsflugwacht
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Buchstabe
span.
Appetithäppchen
Ez.
Messer
und
Gabel
1
starke
Feuchtigkeit
Kater bei
Hoffmann
amerik.
föderale
Republik
Torhüter
bei Ballspielen
Kelchblattausstülpung
schweiz.
Philosoph
†
(Hans)
engl.:
Ass
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akadem.
Titeln
Abfallprodukt
beim
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