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fitfortrade 3_2024

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No. 3 Oktober 2024

Besser verkaufen lernen

Next Level:

Die Top-

Kandidaten 2024

Gen Z-Loyalty:

Dauerhaft hypen

und halten

Karriere rocken

Chance nutzen und

richtig durchstarten


WESTFäLISCHER

Pumpernickel

Rezeptideen:

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EDITORIAL

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KARRIERE, AUFSTIEG,

JUNGE PROFIS

DAS IST FITFORTRADE!

Fotos: stock.adobe/Nuthawut; istock/scranrail

Der LEH steht immer wieder vor spannenden

Veränderungen – ein dynamisches

Umfeld, in dem junge

Talente der Gamechanger sein können.

Ihre frischen Ideen und digitalen Skills sind

unverzichtbar, um die Wünsche der modernen

Konsumenten zu erfüllen. Mit gezielter

Förderung und coolen Karrieremöglichkeiten

kann der LEH als attraktive Branche

für die nächste Generation strahlen.

Zurecht strahlen können auch unsere 50

Top-Kandidaten, die es in diesem Jahr ins

fitfortrade-Halbfinale geschafft haben und

Mitte Oktober um den Titel „Deutschlands

beste Nachwuchskraft im Handel“ kämpfen.

Für die Nachwuchskräfte eine unvergessliche

Station auf ihrem weiteren Karriereweg.

Über diesen berichten in diesem

Magazin übrigens auch ehemalige Teilnehmer.

Ebenso spannend: Wie motivieren

Handelsunternehmen die Gen Z eigentlich

langfristig? Darüber spricht Prof. Dr. Antje-

Britta Mörstedt. Viel Spaß beim Lesen! •

Euer fitfortrade-Team

3


PARTNER

RUNDSCHAU FÜR DEN LEBENSMITTELHANDEL

Unsere Industriepartner

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KONTAKT ▶ Maria Akhavan, Tel.: 07225.916-250, E-Mail: akhavan@fitfortrade.de

Unsere Handelspartner

4 besser verkaufen lernen 3/2024


INHALT

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12

NEWS

POSpulse: Süßwaren im Fokus 6

fitfortrade-Finale 2024 8

Grußwort von Dr. Robert Habeck 10

TOP THEMA

DIE TOP-KANDIDATEN 2024 12

Unsere 50 Top-Kandidaten für das fitfortrade-

Halbfinale stehen fest. Wir stellen sie euch vor!

42

MARKETING + STRATEGIE

fitfortrade-Gewinner berichten: Wie ihr

Sieg die LEH-Karriere befeuerte 22

Dr. Antje-Britta Mörstedt über Ausbilder

als Coaches mit Entertainer-Qualitäten 32

Kathrin Flohr: Für mehr Frauenpower 38

Azubis aus Indien: Theken-Profis 42

EIN KÄFFCHEN MIT ...

Ebba Grebe, CMO der Melitta Europa

GmbH & Co. KG 46

Fotos: stock.adobe.com/freeslab, Sawyer0, Michael Gregonowits; Sarah; Unternehmen

Bei Hieber

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aus Indien - bald

schon im dritten

Jahrgang.

Unter der Schirmherrschaft des:

Mit Unterstützung von:

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Know-how aus der food akademie 48

GEWINNSPIEL

Preise im Gesamtwert von

1.000 Euro zu gewinnen 50

5


NEWS

IM FOKUS:

SÜSSWAREN

Ob Schokolade, Bonbons oder Kekse – die Vielfalt an Süßem bietet für jeden Geschmack

etwas und begleitet uns durch besondere Momente und Genusspausen. Die Forscher

von POSpulse haben die Nasch-Trends 2024 untersucht und dafür 982 Shopper befragt.

Fotos: stock.adobe.com/eyewave, rea molko, VKA, karepa

60 PROZENT

der Umfrageteilnehmer kaufen in Bezug

auf Süßwaren am häufigsten Schokoladentafeln.

An zweiter Stelle auf der

Beliebtheitsskala stehen mit 49 Prozent

Gummibärchen und Lakritz, dicht gefolgt

von Keksen, Eiscreme sowie Schokoriegeln.

Bonbons, Lutscher und Kaugummis

kamen bei der Befragung auf 20 Prozent,

Pralinen auf 13 Prozent.

Seltener im Einkaufskorb

landen

Marshmallows

(vier Prozent).

77 %

Gewohnheit

Nach welchen Kriterien wählen die

befragten Männer und Frauen ihre

Produkte aus? Für rund 77 Prozent ist es

die Gewohnheit oder die Erfahrung, mit

deren Hilfe sie die Kaufentscheidung

treffen. Für 54 Prozent kommt es ganz

auf den aktuellen Appetit beim Kauf

an und für 36 Prozent spielt der

günstige Preis eine entscheidende

Rolle. 31 Prozent verlassen sich hier

ganz auf die Empfehlung

von der Familie oder

von Freunden/

Bekannten.

80 PROZENT

der Shopper greifen laut Umfrage

bei salzigen Snacks am liebsten

zu Chips und Knabbereien.

52 Prozent kaufen eher Nüsse,

geröstet oder gesalzen, und

36 Prozent Salzstangen.

Für 29 Prozent der Befragten

stehen Flips an erster Stelle, für

14 Prozent Trockenfrüchte.

64 %

Achtsamkeit

Rund 64 Prozent achten beim

Verzehr von Süßem mittlerweile

verstärkt auf den Preis.

Rund 35 Prozent verzehren

möglichst gesunde Süßwaren

und Snacks.

56 %

Unentschlossenheit

Lieber Süßes oder Salziges? Knapp 56

Prozent der Männer und Frauen essen

beides gerne und können sich bei

dieser Frage nicht entscheiden.

30 Prozent bevorzugen

Süßes, 13 Prozent

lieber Salziges.

Ort des Geschehens

Wo kaufen die Shopper hauptsächlich

ihre Süßwaren und Snacks? Laut

POSpulse vor allem im Supermarkt

(89 Prozent) oder im Discounter

(70 Prozent). Knapp vier Prozent gehen

hierfür auch in ein spezielles Süßwarengeschäft.

46%

haben stets einen

Vorrat an Süßwaren

& Snacks

zu Hause.

Lesen Sie die komplette

Studie zum Thema Süßwaren

& Snacks 2024.

43%

der Befragten

geben an,

mehrmals pro

Woche Süßigkeiten

zu

konsumieren.

6


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GENTECHNIK

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findest du HIER


NEWS

Fotos: Jan Düfelsiek

SHOWDOWN

Am 16. Oktober findet das große fitfortrade-Finale im E-Werk in Köln statt. Auch in diesem Jahr haben

wir wieder ein fesselndes Programm auf die Beine gestellt und tolle Gäste eingeladen. Doch was am

Ende zählt, ist vor allem eines: der Sieg des Titels „Deutschlands beste Nachwuchskraft im Handel 2024“.

INFORMATION

Mittwoch, 16. Oktober 2024:

Der große Finaltag

9:00 Uhr: Marktplatz/Quizrallye

10:00 Uhr: Vortragsreihe

Moderation Stefan Gödde

10:10 Uhr: Träume, Visionen

und Zielsetzung

Stefanie Millinger, Extrem-Athletin

10:40 Uhr: Fairtrade

Preisverleihung der Fairtrade-

Platzierungschallenge

10:55 Uhr: Künstliche kulinarische

Intelligenz

Hendrik Haase, Foodblogger

11:30 Uhr: Marktplatz/Mittag

13:00 Uhr: fitfortrade-Finale 2024

15:30 Uhr: Siegerehrung

Deutschlands beste Nachwuchskraft

im Handel 2024

16:00 Uhr: Siegerehrung der

Quizrallye

Es ist der ganz große Tag, auf den die

Nachwuchskräfte monatelang hingearbeitet

und hingefiebert haben. 18

der 50 Top-Kandidaten schaffen es bis ins

Finale auf die große Bühne – und am Ende

des Wettbewerbs erfüllt sich für eine oder

einen von ihnen ein Traum.

Los geht es am Finaltag mit einer Quizrallye,

bei der die Nachwuchskräfte einen

von fünf Geldpreisen gewinnen können.

Um 10 Uhr begrüßt Stefan Gödde Kandidaten

sowie Gäste und freut sich mit ihnen

auf die Vorträge von Athletin Stefanie Millinger

und Foodblogger Hendrik Haase.

Abgerundet wird das Programm am Vormittag

mit der Preisverleihung der Fairtrade-Platzierungschallenge,

zu der sich

junge Talente anmelden und die faire Vielfalt

in den Fokus nehmen konnten.

Um 13 Uhr startet das fitfortrade-Finale. Die

Top 18 treten in verschiedenen Spielrunden

gegeneinander an. Wer behält einen kühlen

Kopf und kann mit Wissen punkten? Am

Ende des Tages steht sie fest: Deutschlands

beste Nachwuchskraft im Handel 2024. •

Auf der Bühne möchte Moderator Stefan Gödde

mehr über die Top-18-Kandidaten erfahren.

8 besser verkaufen lernen

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NEWS

GRUSSWORT VON

DR. ROBERT HABECK

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, liebe Leserinnen und Leser,

seit Jahrtausenden verbindet der Handel

Menschen, Märkte und Kulturen.

Er sorgt dafür, dass Waren ihren Weg

zu Kundinnen und Kunden finden. Als

Wirtschaftsminister liegt mir der Handel

sehr am Herzen. Es erfüllt mich daher

auch mit Stolz, mit meinem Haus

erneut die Schirmherrschaft für den

Nachwuchswettbewerb fitfortrade zu

übernehmen – und die bedeutende

Branche des Lebensmittelhandels in

den Händen solch engagierter und talentierter

junger Menschen zu wissen.

Durch Ihre Teilnahme am Wettbewerb

haben Sie bereits nachgewiesen, dass

Sie die nötige Fitness und Energie für

die vor Ihnen liegenden Aufgaben mitbringen.

Fitness und Energie sind auch

notwendig, denn die Herausforderungen

in Zeiten des Wandels werden

nicht kleiner. Das Qualifizierungsprogramm

bereitet Sie dabei grundlegend

auf Ihre Rolle vor. Es zeigt sich einmal

mehr: Eine fundierte Ausbildung ist unerlässlich,

um für die Zukunft gewappnet

zu sein – und sie ist dann fundiert, wenn

sie modern und möglichst praxisnah

gestaltet ist. Dies gilt etwa mit Blick auf

die Anforderungen der digitalen Welt,

in der alles „just in time“ und teilweise

parallel zueinander koordiniert werden

muss: Ohne Ausbildung, die heute

darauf eingeht, wird man morgen im

Job kaum bestehen können. Deswegen

ist es sinnvoll, wenn Unternehmen, Bildungseinrichtungen

und Nachwuchskräfte

fortgesetzt im Austausch miteinander

sind. Auf diese Weise können Lern- und

Arbeitsmodelle etabliert werden, die

den alltäglichen Anforderungen im späteren

Beruf wirklich gerecht werden.

Die zunehmende Digitalisierung kann

auch dabei helfen, den Handel nachhaltiger

zu gestalten. Bis spätestens 2045

wollen und müssen wir klimaneutral leben

und wirtschaften. Der bewusste Umgang

mit Ressourcen und die Reduzierung

von CO2-Emissionen sind viel mehr

als nur Schlagworte oder eine abstrakte

Forderung – sie verlangen konkretes Handeln.

Auch Verbraucherinnen und Verbraucher

hinterfragen ihre Konsumgewohnheiten

und wünschen zunehmend nachhaltig

hergestellte Produkte. Hier zeigt sich,

dass die Digitalisierung Antworten geben

kann. Apps, die etwa den ökologischen

Fußabdruck eines Artikels anzeigen,

können Verbraucherinnen und Verbrauchern

transparent den Weg zu dem

von ihnen gewünschten, nachhaltigen

Erzeugnis ebnen – und so auch für Kundenbindung

sorgen. Das Mitdenken von

Nachhaltigkeitsaspekten ist betriebswirtschaftlich

also geradezu notwendig. Und

Fotos: © BMWK/Dominik Butzmann

10 besser verkaufen lernen 3/2024


genau hier bieten sich Ihnen Chancen.

Nehmen Sie etwa den wachsenden Bereich

der veganen Produkte. Immer mehr

Menschen entscheiden sich aus ethischen,

gesundheitlichen oder ökologischen

Gründen für eine pflanzenbasierte

Ernährung. Die Nachfrage nach

veganen Alternativen in allen Produktkategorien

wächst daher kontinuierlich.

Dies eröffnet dem Handel enorme Potenziale.

Durch schlaue Ansprache und gezielte

Beratung können Sie nicht nur auf

sich aufmerksam, sondern einen echten

Unterschied machen – und ganz nebenbei

neue Kundengruppen erschließen.

Langfristiger ökonomischer Erfolg erfordert

aber noch mehr, denn er setzt ökologisch

und sozial verantwortliches Wirtschaften

voraus. Zahlreiche Unternehmerinnen

und Unternehmer im Handel

haben das längst erkannt und stellen ihre

Geschäftsmodelle entweder um oder entwickeln

sie komplett neu. Sie konzentrieren

sich etwa verstärkt auf Kreislaufwirtschaft

und legen Wert auf transparente

Lieferketten sowie faire Arbeitsbedingungen.

Diesen Weg gilt es, konsequent weiter

zu verfolgen.

Zum Aufbau solch zukunftsfähiger Geschäftsmodelle

braucht es Kreativität und

Weitsicht – Eigenschaften, die Sie als talentierte

Nachwuchskräfte in besonderem

Maße mitbringen. Ihre Innovationskraft

und Ihr Engagement sind unverzichtbar

im Bemühen darum, den Kundinnen

und Kunden des Lebensmittelhandels

auch zukünftig die Ware zu verschaffen,

die sie suchen! Nutzen Sie die Chancen,

die sich Ihnen bieten, und trauen Sie sich

auch, neue Wege zu gehen. Schon Ihre

Teilnahme am Wettbewerb zeigt, dass

Sie die wichtigste Eigenschaft für Erfolg

mitbringen: Mut. Sie sind offen für wertvolle

Erfahrungen und haben bewiesen,

dass Sie bereit sind, über sich hinauszuwachsen.

Ich gratuliere Ihnen zur Teilnahme und

wünsche Ihnen alles Gute auf Ihrem beruflichen

Weg – und natürlich viel Spaß im

Finale!

Ihnen, liebe Leserinnen und liebe Leser,

wünsche ich eine anregende Lektüre!

Ihr

Bundesminister

für Wirtschaft und Klimaschutz

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Bei weiteren Fragen:

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TOP THEMA

DIE TOP-

KANDIDATEN 2024

50 Nachwuchskräfte wollen am 15. Oktober beim fitfortrade-Halbfinale den Sprung ins spektakuläre

Finale schaffen. Wir wollten wissen: Was lieben sie an ihrer Arbeit im LEH? Warum wollen sie unbedingt

gewinnen und was ist ihr großer Traum? Das erfahrt ihr in den Steckbriefen der Top-Kandidaten.

Die Teilnahme an einem Contest

ist mehr als nur eine Herausforderung

– es ist die Chance, zu

zeigen, was in einem steckt. Doch die Top-

Kandidaten können beim fitfortrade-

Wettbewerb nicht nur ihre Fähigkeiten unter

Beweis stellen und über sich hinauswachsen,

sondern auch wertvolle Erfahrungen

sammeln sowie wichtige Kontakte

knüpfen.

Das i-Tüpfelchen am Ende der fordernden

und nervenaufreibenden Reise: der wohlverdiente

Sieg. Denn seien wir mal ehrlich:

Jeder, der sich dieser Aufgabe stellt,

möchte natürlich nicht nur teilnehmen,

sondern am Ende auch als Sieger auf

dem Treppchen stehen. Für viele unserer

Top-Kandidaten wäre dies nämlich die

Belohnung für ihre harte Arbeit.

Mitmachen zahlt sich aus

Dass sich die Anstrengungen und der

Sieg in jedem Fall lohnen, bestätigen unsere

fitfortrade/Grips&Co-Sieger der letzten

Jahre (siehe Seite 22). Christina Heinz,

Fachbereichsleitung bei der food akademie

– der Bundesfachschule des Lebensmittelhandels

– bescheinigt: „Wie die

Corona-Krise eindrucksvoll gezeigt hat, ist

der Lebensmitteleinzelhandel ein äußerst

krisensicherer Sektor, der auch die Chancen

der Digitalisierung erfolgreich nutzt.

Die Karriereentwicklung ist ebenso vielfältig

wie erwünscht. Es ist nicht ungewöhnlich,

dass ein Einstieg als Mini-Job zu einer

Weiterentwicklung bis hin zur Marktleitung

führt.“

Was die diesjährigen 50 Top-Kandidaten

antreibt, die am 15. Oktober in der food

akademie in Neuwied um den Einzug ins

Finale am 16. Oktober in Köln kämpfen,

erfahrt ihr auf den nächsten Seiten. •

Fotos: stock.adobe.com/Sawyer0,Unternehmen,

Privat, Jannik Hammes, Foto Behrendt

12 besser verkaufen lernen 3/2024


ALICA LEHMKUHL (ALDI NORD)

An meiner Arbeit liebe ich:

Zu viel, um es hier alles

niederzuschreiben!

Darum will ich gewinnen: Ich

habe das Zeug dazu und falls

nicht, dann das nötige Glück!

ALINA BROCKS (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Das in Szene setzen der Lebensmittel,

das viel Spaß macht.

Mein Traum: Ein schönes Leben,

mit einem Job, der Spaß macht

und mich erfüllt.

ALEXANDER KATSCHKE (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Abwechslung im Alltag und

meine Kollegen.

Darum will ich gewinnen: Auf

dem Treppchen zu stehen wäre

ein unvergesslicher Moment.

ANTONIA RUEHLE (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Dass es immer etwas Neues

gibt, die Arbeit im Team und

der Kontakt mit den Kunden.

Darum will ich gewinnen:

Damit sich die Arbeit auszahlt.

AURELIUS BREMER (ALDI NORD)

An meiner Arbeit liebe ich:

Nette Kunden.

Mein Traum: Urlaub.

CAN-JULIAN SOYLU (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich: /

Mein Traum: /

CINDY SCHUBERT (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Dass man jeden Tag vor neue

Herausforderungen gestellt wird.

Außerdem im Team zu arbeiten.

Mein Traum: In meinem jetzigen

Markt Marktleitung zu werden.

CYNTHIA LENGEMANN (TEGUT)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Vielfalt, Tragen von Verantwortung,

das Wertschätzen.

Darum will ich gewinnen:

Ich möchte mein Können unter

Beweis stellen.

ELISABETH KELLER (LIDL)

An meiner Arbeit liebe ich:

Dass jeder Tag eigene Herausforderungen

mit sich bringt.

Darum will ich gewinnen:

Damit ich finanziell meinem

Traum näher kommen kann.

FABIENNE DOMNOWSKI (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich: Es

gibt zwar geregelte Abläufe/

Vorgaben, trotzdem hat man in

Bereichen Gestaltungsfreiheiten.

Mein Traum: Mit dem was ich

mache, etwas zu verändern.

13


JONAS BICKEHOER (REWE)

TOP THEMA

FABIO DELLI PONTI (KAUFLAND)

An meiner Arbeit liebe ich:

Den Umgang mit Kunden, die

Zusammenarbeit mit Kollegen.

Darum will ich gewinnen: Um

andere Ausbildungssuchende

von Kaufland zu überzeugen.

GERMAIN FOEHDE (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Leute zu beraten und ihnen eine

Wohlfühlatmosphäre zu bieten.

Mein Traum: Gesund bleiben,

unser Projekt Hand in Hand Cup

pushen. Beruflich: Marktleiter.

GINA HANNA RUEFFER (REWE)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Abwechslung und die vielen

Facetten des LEH.

Darum will ich gewinnen:

Um Erfahrungen dazu zu

gewinnen.

HAUKE GOHRITZ (ALDI NORD)

An meiner Arbeit liebe ich:

Zu sehen, was in einem guten

Team alles möglich ist.

Mein Traum: Mit 45/50 Jahren

nicht mehr arbeiten zu müssen.

HUESEYIN CANDAN (ALDI NORD)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die effziente Teamarbeit und

den Kontakt mit den Kunden.

Mein Traum: In einem Umfeld

zu arbeiten, das mich kontinuierlich

fordert und fördert.

JANNICK SCHMERMBECK (REWE)

An meiner Arbeit liebe ich: /

Mein Traum: /

JEANNINE LETTMANN (REWE)

An meiner Arbeit liebe ich:

Kunden glücklich zu machen,

Verantwortung zu übernehmen.

Darum will ich gewinnen:

Um mit Vorurteilen aufzuräumen

und als Vorbild aufzutreten.

An meiner Arbeit liebe ich:

Den Abwechslungsreichtum

meiner Aufgaben, Kunden ein

Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Mein Traum: Arbeit im LEH

attraktiver machen, Respekt.

JULIAN NICOLAI BARTSCH (NETTO)

An meiner Arbeit liebe ich:

Dass man mir einen wachsenden

Aufgabenbereich bietet.

Darum will ich gewinnen: Um

mir/meinem Umfeld zu zeigen,

dass ich ganz oben stehen kann.

LASSE CLAUSS (ALDI NORD)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Abwechslung und die

unterschiedlichen Menschen.

Darum will ich gewinnen:

Persönlicher Ehrgeiz und um Aldi

bundesweit zu repräsentieren.

14 besser verkaufen lernen 3/2024



TOP THEMA

LAURA KÖNIG (LIDL)

An meiner Arbeit liebe ich: Die

Abwechslung im Alltag und den

Umgang mit Kunden und

verschiedenen Lebensmitteln.

Mein Traum: Irgendwann ein

eigenes Geschäft zu besitzen.

LEA WEIGLEIN (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die täglich neu entstehenden

Chancen/Herausforderungen.

Mein Traum: Ich will Supermärkte

als Wohlfühlorte für

Kunden gestalten.

LEO ZWINGMANN (ALDI NORD)

An meiner Arbeit liebe ich: Die

ständige Abwechslung und die

Zusammenarbeit mit Menschen

aus allen Bereichen.

Darum will ich gewinnen: Aus

eigenem Ehrgeiz und für Aldi.

LEON SCHREIBER (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Kaufmännische Zusammenhänge

zu verstehen.

Darum will ich gewinnen: Um

mir zu beweisen, dass ich mein

Wissen für mich nutzen kann.

LEONIE WEISSER (REWE)

An meiner Arbeit liebe ich:

Meinen Kunden ein Lächeln in

die Gesichter zu zaubern. Wenn

sie glücklich sind, bin ich's auch.

Mein Traum: Mich weiterzubilden,

später ein eigener Laden.

LUCAS GRIESING (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Möglichkeit, Sortimente

selbst zu gestalten.

Darum will ich gewinnen:

Der Gewinn bietet mir neue

Möglichkeiten und Chancen.

LUCAS DIECKMANN (NETTO)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die täglich wechselnden und

herausfordernden Aufgaben.

Darum will ich gewinnen:

Um zu zeigen, dass ich die Zeit

der Lehre gut genutzt habe.

LUDWIG BOCKHOP (ALDI NORD)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Arbeit mit den Kunden und

die Vielseitigkeit an Aufgaben.

Darum will ich gewinnen:

Um zu sehen, wie gut ich bei

meiner Arbeit wirklich bin.

MARTIN KOENIG (NETTO)

An meiner Arbeit liebe ich:

Unser super eingespieltes

Filialteam und die tägliche

Abwechslung an Aufgaben.

Mein Traum: Ein guter Ausbilder

zu werden.

MAXIMILIAN AIGNER (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Ich liebe es, jeden Tag mein

Wissen zu erweitern.

Darum will ich gewinnen:

Um mir neue Karrierechancen

zu eröffnen.

16 besser verkaufen lernen 3/2024


NEU

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TOP THEMA

MORITZ HAHN (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Vielseitigkeit und den

Kontakt zu Kunden/Kollegen.

Darum will ich gewinnen: Weil

ich hohe Karriereziele habe, ein

Sieg sich positiv auswirken wird.

NELE KARTHAUS (REWE)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Arbeit mit den Produkten,

den Kunden und im Team sowie

die Aufstiegsmöglichkeiten.

Darum will ich gewinnen: Um

meinen Horizont zu erweitern.

NICO REICHOLD (NETTO)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Möglichkeit, Verantwortung

zu übernehmen und eigene

Ideen einzubringen.

Mein Traum: Gesund und

erfolgreich sein.

NICO KIRIAKAKIS (LIDL)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Abwechslung und mein

Filialteam.

Darum will ich gewinnen:

Weil ich nicht verlieren will.

NIKLAS SCHWARZMEIER (NETTO)

An meiner Arbeit liebe ich:

Den Kontakt mit Kunden, die

Vielfältigkeit der Aufgaben, den

starken Zusammenhalt im Team.

Darum will ich gewinnen:

Um mich weiterzuentwickeln.

PATRYK BODZIONY (ALDI NORD)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die starke Teamarbeit, die

Weiterbildungsmöglichkeiten,

die Verantwortung.

Mein Traum: In eine Führungsposition

aufzusteigen.

RABI BAKAR (KAUFLAND)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Harmonie zwischen Kopf,

Herz und Hand.

Darum will ich gewinnen: Um

zu zeigen, wie viel Potenzial in

jedem von uns stecken kann.

RENÉ HAUSIG (TEGUT)

An meiner Arbeit liebe ich: Die

herausfordernden und vielfältigen

Aufgaben, die Atmosphäre,

das Verhältnis untereinander.

Mein Traum: Eine kleine Familie

mit Haus und Garten.

RUDI KNAUS (ALDI NORD)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Vielfältigkeit an Aufgaben.

Darum will ich gewinnen:

Um zu zeigen, dass wir gute

Leistungen bringen und um das

Unternehmen zu repräsentieren.

SARAH PFALZGRAF (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Abwechslung, die Menschen

und dass ich mir das Fitnessstudio

sparen kann.

Darum will ich gewinnen: Um

mir einen Namen zu machen.

18 besser verkaufen lernen 3/2024


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Genuss –

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TOP THEMA

SARAH SCHUH VULGO FISCHER (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Vielfalt. Ich liebe es, neue

Abteilungen kennenzulernen und

neues Wissen zu sammeln.

Darum will ich gewinnen: Weil

ich Herausforderungen liebe.

SERAPHINE SCHMIDT (TEGUT)

An meiner Arbeit liebe ich:

Den Kunden zu helfen, sie zu

beraten, im Team zu arbeiten

und Verantwortung zu tragen.

Mein Traum: Filialgeschäftsführerin

werden.

SIMON ANHALT (FAMILA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Dass jeder Arbeitstag anders ist.

Den Kunden ein Lächeln aufs

Gesicht zaubern zu können.

Darum will ich gewinnen: Ich

gewinne durch die Erfahrung.

THOMAS STAB (KAUFLAND)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Vielfalt, dass jeder Tag

neue Aufgaben und Herausforderungen

mit sich bringt.

Mein Traum: Ein erfülltes Leben

zu leben.

TILL GEPPERT (KAUFLAND)

An meiner Arbeit liebe ich:

Ich genieße es, am Ende des

Tages die Ergebnisse meiner

Bemühungen zu sehen.

Darum will ich gewinnen: Um

mich weiterzuentwickeln.

TOBIAS BOLLER (FAMILA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Zusammenarbeit im Team.

Darum will ich gewinnen:

Um mir selbst zu beweisen,

dass ich so etwas schaffen kann.

VANESSA YELDA YAVUZ (EDEKA)

An meiner Arbeit liebe ich:

Es macht mir Freude, Kunden mit

freundlichen Gesprächen den

Einkauf zu verschönern.

Darum will ich gewinnen: Weil

man seinen Träumen folgen soll.

VIKTORIA SCHMIDT (TEGUT)

An meiner Arbeit liebe ich:

Dass ich mir viele Kompetenzen,

auch im persönlichen Bereich,

aneignen konnte.

Darum will ich gewinnen: Ich

möchte mein Können aufzeigen.

YASMIN EL-MOUJAHID (NETTO)

An meiner Arbeit liebe ich:

Die Abwechslung und Vielfalt.

Es wird einem nie langweilig.

Mein Traum: Die Karriereleiter

so hoch zu erklimmen, wie es

nur möglich ist.

YVONNE GLOCKNER (LIDL)

An meiner Arbeit liebe ich: Die

Vielfältigkeit der Aufgaben, den

Kontakt mit tollen Menschen.

Mein Traum: Auf einem kleinen

Bauernhof zu leben mit Hunden,

Hühnern und Schweinen.

20 besser verkaufen lernen 3/2024


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MARKETING + STRATEGIE

VOM TRAUM

ZUR REALITÄT

Stolz, Dankbarkeit, riesige Freude – gemischt mit Erleichterung und Euphorie: Gefühle, die für unsere

fitfortrade-Sieger im Moment des Triumphs zusammenkamen. Doch was wurde aus den Gewinnern? Wie

geht es ihnen heute und mit welchen Emotionen blicken sie zurück? Wir haben nachgehört!

Sie haben geschafft, worauf viele

Nachwuchskräfte im LEH monatelang

hingearbeitet haben. Tom Niklaus

Breuer, Elias Schmidt, Rebecca Daniels,

Marian Kunz, Lukas Hillebrand und

Alina-Kim Steffen sind die fitfortrade-Sieger

(ehemals Grips&Co) der vergangenen

Jahre. Für viele von ihnen liegt der

Triumph einige Zeit zurück – doch die

Erinnerungen an den Sieg und die Zeit

danach sind noch allgegenwärtig. Wir

haben die glücklichen Gewinner gefragt,

wie sie sich an die fitfortrade-Zeit erinnern,

was sie heute machen und was sie

anderen Kandidaten raten würden.

Epic Memories

Tom Niklaus Breuer gewann den Wettbewerb

2023. Für ihn noch ganz präsent: die

Stimmung beim Finale: „Besonders beeindruckend

war die große Eventlocation

mitten in Köln. Einer meiner schönsten

Erinnerungen ist die Unterstützung durch

die mitgereisten Fans und Unterstützer in

der Halle. Sie haben richtig Stimmung

gemacht. Die Moderation von Stefan

Gödde war hervorragend und war wesentlich

für die positive Atmosphäre.“

Über seinen Sieg und die Zeit danach

sagt er: „Alles in allem war die Teilnahme

am fitfortrade-Wettbewerb eine wertvolle

und prägende Erfahrung, die ich jedem

Fotos: Jan Düfelsiek, Isabell Massel, Thomas Schreiber, privat

22 besser verkaufen lernen 3/2024



MARKETING + STRATEGIE

Nachwuchstalent im LEH nur empfehlen

kann.“

Dem kann Rebecca Daniels, Siegerin von

2021, nur zustimmen. Wenn der Contest

für sie auch ein bisschen anders war. Der

Grund: Corona. „Das Halbfinale wurde

digital abgehalten und trotz der Umstände

super umgesetzt. Ich weiß noch,

wie aufgeregt ich vor meinem Laptop saß

und Runde für Runde die Aufgaben gelöst

und Fragen beantwortet habe. Als ich

wusste, dass ich nach Köln zum Finale fahren

darf, habe ich mich natürlich riesig

gefreut.“ Das Finale auf der Bühne kurze

Zeit später war für Rebecca dann „das

absolute Highlight“, denn: „Trotz nur ganz

kleinen Publikums war die Stimmung super

und so habe ich mich weitergekämpft,

bis ich anschließend den Sieg holte. Wie

ich das genau geschafft habe, frage ich

mich manchmal immer noch. Aber meine

intensive Vorbereitung hat sich ausgezahlt.“

Doch wie ging es nach dem Sieg

für sie weiter? „Ich habe meine Ausbildung

im Abiturientenprogramm zur Kauffrau

im Einzelhandel abgeschlossen. Danach

habe ich die Möglichkeit bekommen,

ein duales Studium der

Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt

Handel als Stipendium bei der Rewe zu

„Als ich wusste, dass

ich nach Köln fahren

darf, habe ich mich

riesig gefreut. Das

Finale auf der Bühne

war das absolute

Highlight.“

Rebecca Daniels,

Grips&Co-Siegerin 2021

absolvieren. Der Sieg konnte mir definitiv

einige Pluspunkte bei der Auswahl einbringen,

denn ich wurde als eine von nur

insgesamt fünf Leuten von Rewe Deutschland

für das Stipendium und Studium an

der privaten Hochschule ADG Business

School ausgewählt. Derzeit befinde ich

mich im fünften von insgesamt sechs Semestern.

Tätig bin ich immer noch in

meinem Ausbildungsbetrieb Rewe Knichel

OHG in Morbach.“ Sie weiß aus eigener

Erfahrung, dass das Wissen, das

man sich durch die Markentrainer aneignet,

von „enormem Vorteil“ ist: „Zum ei-

INTERVIEW

ELIAS SCHMIDT

fft-Sieger 2022

„Ich bin heute Filialgeschäftsführer“

// Mit welchen Erinnerungen blickst

du auf das fitfortrade-Finale sowie

Halbfinale zurück?

Ich erinnere mich an eine gute Gemeinschaft,

an eine sehr informative und

fördernde Zeit. Und vor allem an die

Spannung im Finale.

„Das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein, das man bei der Teilnahme am Wettbewerb

erlangen kann, sind unbezahlbar“, resümiert Rebecca Daniels, die 2021 gewann.

Wie ging es seit dem Sieg 2022 für

dich weiter?

Seit dem Sieg habe ich eine Weiterbildung

zum Handelsfachwirt erfolgreich

abgeschlossen, habe meine Ausbildereignungsprüfung

gemacht und bin heute

Filialgeschäftsführer. Ich bin unter anderem

verantwortlich für die Leitung eines Teams,

die Filialorganisation und die Umsetzung

von Verkaufsstrategien.

Wieso sollten Nachwuchskräfte im LEH

unbedingt am Wettbewerb teilnehmen?

Es ist für alle Nachwuchskräfte eine sehr

gute Möglichkeit ihr Wissen unter Beweis

zu stellen. Aber auch andere Nachwuchskräfte

kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen

und andere Denkweisen kennenzulernen.

Welche Tipps gibst du den diesjährigen

50 Top-Kandidaten?

Vorbereitung ist alles. Ich habe mich

damals intensiv mit der fitfortrade-App und

den Markentrainern vorbereitet. Aber das

Wichtigste ist, im Halbfinale/Finale einfach

gelassen zu bleiben und einen kühlen Kopf

zu bewahren.//

24 besser verkaufen lernen 3/2024


DEN HANDEL EASY

HANDELN?


MARKETING + STRATEGIE

„Nach dem Sieg hat

sich die Nachricht

deutlich weiter verbreitet,

als ich das

erwartet hätte. Im

Anschluss folgten sehr

viele Einladungen.“

Marian Kunz,

Grips&Co-Sieger 2019

„Alles etwas verrückt, wie es passiert ist, aber definitiv eine nachhaltig prägende und sehr

positive Zeit in meinem beruflichen Leben“, sagt Marian Kunz über seine Teilnahme.

nen wird man Experte in Warenkunde,

zum anderen gibt es Hilfestellung bei

verschiedensten Situationen im Berufsalltag,

zum Beispiel bei der Kundenberatung.“

Natürlich sollten sich die Kandidaten

intensiv vorbereiten, trotzdem gibt

Rebecca auch den Tipp: „Das Wichtigste

ist, Spaß zu haben und mutig zu sein.“

Offen sein und connecten

Fünf Jahre liegt der Triumph von Marian

Kunz zurück. Er gewann 2019 fitfortrade,

damals noch Grips&Co. Mit welchen Erinnerungen

blickt er auf seine Teilnahme

zurück? „Mit denselben wie damals. Alles

etwas verrückt, wie es passiert ist, aber

definitiv eine nachhaltig prägende und

sehr positive Zeit in meinem beruflichen

Leben.“ Nach seinem Sieg wartete eine

aufregende Zeit: „Die Nachricht hat sich

deutlich weiter verbreitet, als ich das erwartet

hätte. Im Anschluss folgten sehr

viele Einladungen von Edeka, wodurch ich

tolle Veranstaltungen besuchen und namhafte

Führungskräfte des Unternehmens

kennenlernen durfte. Aber auch extern hat

es sich rumgesprochen. Ich wurde einmal

in der Lobby eines Hotels in Hamburg –

von mir aus auf der anderen Seite

Deutschlands – angesprochen, ob ich der

von Grips&Co wäre. Vor einigen Monaten

erst wurde ich im Rahmen der Handelsfachwirt-Fortbildung,

die ich gerade bei

der Edeka absolviere, von einem anderen

Teilnehmer gefragt, ob ich nicht der sei,

der mal als ‚beste Nachwuchskraft im

Handel‘ ausgezeichnet wurde.“ 2024,

knapp fünf Jahre später, arbeitet Marian

beim gleichen Edeka-Kaufmann wie damals:

„Mein Herz pumpt immer noch gelbblaues

Blut durch meinen Körper. Heute

arbeite ich als Bezirksleiter meines Kaufmanns

und übernehme alle Tätigkeiten in

Betriebswirtschaft, Personalmanagement,

Marketing und Ausbildung für alle unsere

Filialen.“ Was Marian den Teilnehmern

rät? Die Chance zu nutzen, „als Gewinner

nach Hause zu gehen und sich dadurch

einen kleinen Namen in der Handelswelt

zu machen“.

Was alle Sieger eint, ist dieser Rat: gut

vorbereiten, Spaß haben und mit anderen

austauschen! Alina-Kim Steffen, Grips&Co-

Gewinnerin von 2017, sagt: „Auch heute

noch habe ich Kontakt zu Menschen, die

ich dort kennengelernt habe. Egal, wie

weit man kommt: Man kann mit dem, was

man daraus mitnimmt, nur gewinnen. Sich

vor so einem Publikum beweisen zu dürfen,

gibt einen riesigen Push für das

Selbstvertrauen.“ •

INTERVIEW

ALINA-KIM STEFFEN

Grips&Co-Siegerin

2017

„Der Rückblick gibt

heute noch Kraft“

// Wie hast du das Grips&Co-Finale

und Halbfinale in Erinnerung?

Für mich ist es auch nach sieben Jahren

immer noch eine der schönsten Erinnerungen

in meiner bisherigen Karriere.

Der Rückblick auf den Support, die

Atmosphäre und das tolle allgemeine

Rahmenprogramm gibt auch heute noch

Kraft,wenn es um die Erreichung neuer

Ziele geht.

Was machst du heute?

Nach dem Sieg habe ich in meinem Markt

noch eine Weiterbildung gemacht und

bekam anschließend die Möglichkeit,

in den Vertriebsbereich ins Büro zu

wechseln und an einem Trainee-Programm

teilzunehmen. Dies waren neue Eindrücke

für mich und ich durfte viel lernen.

Nach dem Abschluss durfte ich die Position

als Verkaufsleitung für drei Bundesländer

in unserem Fleisch- und Wurstbereich

übernehmen. Letztes Jahr habe ich den

Schritt in eine neue Stadt gewagt und auch

beruflich eine neue Herausforderung angenommen.

Meiner Liebe zu Lebensmitteln

bin ich treu geblieben und arbeite nun im

Import-Bereich.//

26 besser verkaufen lernen 3/2024


Der echte Geschmack Asiens!

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HANDEL

Fotos: Kaufland

ERST AUSHILFE, NUN

FÜHRUNGSKRAFT

Benjamin ist Vertriebsleiter bei Kaufland. Er hat bereits während seiner Schulzeit als Aushilfe angefangen

und sich nach und nach in seine heutige Position entwickelt. Im Interview gibt er dir spannende Einblicke zu

seinem Werdegang sowie exklusive Informationen rund um deinen Karrierestart bei Kaufland.

Du hast deinen Schulabschluss bald

in der Tasche und willst in der dynamischen

Welt des Handels so

richtig durchstarten? Dann bist du bei Kaufland

genau richtig! Bei uns musst du dich

nicht für einen bestimmten Ausbildungsweg

entscheiden, sondern hast die Wahl zwischen

vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten.

Egal, ob Ausbildung, Abiprogramm oder

duales Studium: In allen Fällen profitierst du

von einer praxisbezogenen Ausbildung, bei

der du mitten im Geschehen bist und gemeinsam

mit deinem Team Großes bewegen

kannst. Argumente, die auch Benjamin

überzeugten, Teil von Kaufland zu werden

und eine Entscheidung, die er nie bereut hat

– ganz im Gegenteil!

Wie bist du auf Kaufland als Arbeitgeber

aufmerksam geworden?

Als ich 15 Jahre alt war, habe ich nach

einem Aushilfsjob gesucht. Einige meiner

Freunde haben damals schon bei Kaufland

gearbeitet und sehr positiv über das

Team und die Führungskraft berichtet. Deshalb

habe ich mich auf eine Stelle als

Aushilfe im Leergut beworben. Nach dem

Vorstellungsgespräch hatte ich das Gefühl,

dass die Filiale der richtige Ort für

mich ist. Das Team war freundlich und die

Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln,

klangen spannend. Es hat sich herausgestellt,

dass ich damit genau richtig lag!

Wie sah dein bisheriger Werdegang

bei Kaufland aus und was sind heute

deine Aufgaben?

Da ich mit meinem Aushilfsjob sehr zufrieden

war, habe ich nach meinem Schul-

28 besser verkaufen lernen 3/2024


Advertorial

abschluss die Ausbildung zum Kaufmann

im Einzelhandel bei Kaufland begonnen.

Während der Ausbildung habe ich viele

verschiedene Warenbereiche kennenlernen

dürfen und dabei gemerkt, dass ich

mehr Verantwortung übernehmen möchte.

Also habe ich mich Schritt für Schritt weiterentwickelt:

Erst wurde ich Abteilungsleiter,

dann habe ich die Leitung ganzer

Warenbereiche, wie zum Beispiel für Obst

und Gemüse, übernommen. Mit 26 Jahren

kam dann der nächste große Schritt: Ich

wurde Hausleiter und war für eine ganze

Filiale mit rund 100 Mitarbeitern verantwortlich.

Es war eine riesige Herausforderung,

aber genau das hat es so spannend

gemacht! Nach knapp zwei Jahren habe

ich mich zur Verkaufsleitung weiterentwickelt

und war damit für insgesamt acht

Filialen zuständig. Heute, nach 10 Jahren

voller Erfahrung, bin ich seit Anfang 2023

Vertriebsleiter und verantworte 32 Filialen

in vier Verkaufsleitergebieten.

Was war während deiner Ausbildungszeit

ein besonderes Highlight?

Unter anderem, dass meine Meinung als

STARTE 2025 BERUFLICH MIT UNS DURCH!

Das Abiprogramm im Vertrieb im Überblick

• Voraussetzung:

Gute Fachhochschulreife, allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife

• Beginn: August

• Dauer: 3 Jahre

• Attraktive Vergütung:

1.–6. Monat: mind. 1.200 € brutto mtl.

7.–18. Monat: mind. 1.350 € brutto mtl.

ab dem 19. Monat übertarifliches Gehalt

zzgl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie 6 Wochen Urlaub im Jahr

• Intensive Ausbildung mit fachlicher und persönlicher Betreuung

• Spannende Projekte, Veranstaltungen und Wettbewerbe

• Zwei Abschlüsse & die Qualifikation zum Ausbilder (m/w/d)

• Beste Übernahmechancen bei guter Leistung sowie

vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten

Starte auch du 2025 durch und bewirb dich jetzt

unter kaufland.de/abiprogramm

Azubi immer sehr geschätzt wurde und ich

gemeinsam mit anderen Azubis schon sehr

früh Verantwortung übernehmen konnte.

Wir durften zum Beispiel den Hausleiter

während einer Schicht vertreten, wodurch

wir als Azubi für eine kurze Zeit die Verantwortung

für die gesamte Filiale hatten. Das

uns damit entgegengebrachte Vertrauen

der Führungskräfte hatte einen sehr hohen

Einfluss auf unsere Motivation. Außerdem

durften wir öfter in den Nachbarfilialen

mitarbeiten, was immer eine tolle Gelegenheit

war, auch andere Azubis kennenzulernen

und sich mit ihnen auszutauschen.

Dadurch haben wir uns auch häufig außerhalb

der Arbeit getroffen und sind zu einem

richtigen Team zusammengewachsen.

Neben einer klassischen Ausbildung

bietet Kaufland auch das Abiprogramm

an. Worin unterscheiden sich

diese zwei Einstiegsprogramme?

Beide Programme haben einen sehr

hohen Praxisbezug und beinhalten eine

Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel.

Hierbei lernt man die verschiedenen

Warenbereiche kennen, baut zum Beispiel

Aktionsstände auf und berät Kunden.

Nach der erfolgreichen Abschlussprüfung

startet man als Erstkraft durch. Das heißt,

man verantwortet einen kleinen Teilbereich

und unterstützt bei der Personalführung.

Beim Abiprogramm ist die Zielposition die

Warenbereichsleitung. Während die klassische

Ausbildung drei Jahre dauert und

man sein theoretisches Fachwissen an

einer Berufsschule erhält, ist der Ausbildungsteil

beim Abiprogramm verkürzt auf

eineinhalb Jahre. Die weiteren eineinhalb

Jahre wird man zum Handelsfachwirt und

Ausbilder an einem privaten Bildungsinstitut

weitergebildet.

Welchen Ratschlag würdest du

Berufseinsteigern mit auf den Weg

geben, die sich ebenfalls für den

Handel interessieren?

Trau dich! Klar, es ist anspruchsvoll, aber

du lernst unglaublich viel – nicht nur über

den Job, sondern auch über dich selbst.

Außerdem würde ich jedem mitgeben,

entscheidungsfreudig zu sein und keine

Bedenken zu haben. Fehler zu machen

gehört dazu und nur so kann man davon

lernen. Bei Kaufland wirst du in jedem Fall

unterstützt und du wirst sehen, dass sich

der Einsatz lohnt!•

*Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit verwenden wir im Textverlauf die männliche Form der Anrede.

Selbstverständlich sind bei Kaufland Menschen jeder Geschlechtsidentität willkommen.

29


Noch mitten in der

Ausbildung und

schon alles im Griff.


Azubis leiten

eine Filiale

1 #teamlidl. 1 Filiale für 2 Wochen.

Einmal im Jahr üybernehmen unsere Nachwuchskräfte (Ăm/¤w/¤d)ă füyr 2ē Wochen die Leitung einer Lidl-ČFiliale.§

Damit üybernehmen unsere Auszubildenden,¦ Teilnehmer des Abiturŵientenprogramms wie auch dualen Studenten

alle anfallenden Aufgaben,¦ wie beispielsweise die Filialleitung,¦ die Warenbestellung sowie -Čbereitstellung und

die Kundenbetreuung.§ Und das Ganze ohne ihre Füyhrungskräfte.§

Ganz nach dem Motto „Ænoch mitten in der Ausbildung und schon alles im Grŵiff“Ç können unsere Nachwuchs-Č

kräfte ihr gelerntes Wissen in der Praxis umsetzen und gemeinsam Verantwortung üybernehmen.§ Im Vordergrund

steht natüyrlich auch der Austausch und das persönliche Kennenlernen unserer Nachwuchskräfte aus den

verschiedenen Filialen.§

Neben „ÆAzubis leiten eine Filiale“Ç,¦ haben unsere Nachwuchskräfte die Möglichkeit auch

an weiteren Azubi-ČProjekten teilzunehmen.§ Zusätzlich zu dem Einsatz in unseren Festŵivalfŵilialen

am Rock am Ring sowie bei Rock im Park,¦ nehmen sie auch am Wissenswettbewerb

„Æfŵitfortrade“Ç teil.§ Innerhalb eines spannenden Wochenendes in Hohenroda stellen sie

ihr Wissen im Lebensmitteleinzelhandel unter Beweis.§

„Hier darf ich ausprobieren

und ohne Druck Erfahrungen

sammeln.“

Amelie,¦ Teilnehmerŵin Abiturŵientenprogramm

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#teamlidl

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MARKETING & STRATEGIE

DAS ZAUBERWORT:

ABWECHSLUNG

Wie tickt die Gen Z und wie macht man aus ihr erfolgreiche Mitarbeiter, die im Unternehmen

bleiben? Dr. Antje-Britta Mörstedt von der PFH Private Hochschule Göttingen hat Antworten. Und:

Sie findet es ungerecht, dass dieser Generation eine schlechte Arbeitsmoral vorgeworfen wird.

Die produktiven Babyboomer bereiten

sich auf ihre Rente vor. Doch

was kommt dann? Viele Prognosen

befürchten Schlimmes: Die Z-ies rücken nach

– die sind nicht nur wenige, sondern legen

auch noch größten Wert auf ihre Freizeit.

40-Stunden-Wochen? Nicht mit ihnen. Die

Folge: ein Rückgang der täglichen Arbeitszeit

und damit ein erheblich abnehmendes

Wachstumspotenzial in Deutschland. Viele

Experten befürchten den War of Talents.

Zudem findet ein wahres Bashing dieser

Generation statt. Zu faul. Zu vorlaut. So die

Vorwürfe – und die stören Prof. Dr. Antje-

Britta Mörstedt. Sie setzt sich für einen Dialog

zwischen den Generationen ein.

Ist die Work-Life-Balance bei der Gen Z

völlig aus dem Gleichgewicht geraten?

Das ist kein spezielles Thema der Generation

Z. Schon in meiner Generation gab

es null Bock. Ich habe keine Lust, ich studiere

irgendwas, breche das Studium ab,

das gab es schon immer. Die Generation

X wollte als Erste Work-Life-Balance. Ihre

Erkenntnis: Ich will leben und nicht nur

arbeiten. Es hat ein genereller Wechsel

in der Gesellschaft stattgefunden, dass

man eben nicht mehr so viel arbeiten

möchte. Der Babyboomer war noch der

Workaholic, der gesagt hat: „Ich arbeite,

weil mein Chef mich braucht, ich bin immer

da. Urlaub brauche ich sowieso

nicht …“ Das macht man heute nicht mehr.

Warum wird das immer häufiger der

Gen Z zugeschrieben?

Weil die es deutlich machen. Wir haben

sie auf Augenhöhe erzogen, entsprechend

laut äußern sie ihren Unmut. Zudem

sind sie so wenige. Plötzlich haben

wir den Fachkräftemangel und schauen

genau hin und kommen zu dem Schluss,

dass diese Generation nicht arbeiten will.

Dabei gibt es unter ihnen genauso viele

ehrgeizige oder faule Menschen wie in

jeder anderen Generation.

Wie kann man als Arbeitgeber mit

dieser Situation umgehen?

Der Arbeitgeber sollte erst einmal damit

anfangen zu begründen, warum jemand

länger arbeiten soll. Also nicht fragen:

„Kannst du heute länger arbeiten?“ Sondern

sagen: „Ich brauche dich heute länger,

weil …“ Und: Wenn alle immer länger

arbeiten müssen, dann haben wir ein

strukturelles Problem. Warum soll das ein

Z lösen? Wir haben das früher so gemacht.

Wenn mein Chef mich gefragt hat,

„In der Gen Z gibt

es genauso viele

ehrgeizige oder

faule Menschen wie

in jeder anderen

Generation.“

Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt

ob ich länger bleiben kann, habe ich gesagt,

natürlich. Für mich kam das gar nicht

infrage, nein zu sagen. Wir sind anders

erzogen worden. Der jetzigen Generation

Z wurde eingebläut: „Lasst euch nichts

gefallen. Wir haben Fachkräftemangel,

ihr könnt heutzutage arbeiten, wo ihr

wollt.“ Und tatsächlich ist es so, wenn ich

etwa in der Pflege arbeite, dann muss ich

mir nichts gefallen lassen.

Wie kann die Arbeitsbereitschaft

allgemein gesteigert werden?

Ich kann andere Arbeitszeiten anbieten.

Ein Beispiel: Auch als Bäcker muss ich

heute nicht mehr nachts um ein Uhr aufstehen.

Unternehmen können sich Alter-

Fotos: Daniel Li

32 besser verkaufen lernen

3/2024


Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt

Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt,

geboren 1965, studierte von 1987

bis 1992 Betriebswirtschaftslehre

an der Georg-August-Universität

in Göttingen.

VITA

Seit 1995 lehrt sie an der PFH

Private Hochschule Göttingen.

Ihre Schwerpunkte sind Organisation

und Blended Learning.

Seit dem Jahr 2015 ist sie Vizepräsidentin

der PFH für Fernstudium

und Digitalisierung.


MARKETING & STRATEGIE

nativen überlegen, wie und wann sie das

Brot backen. Heute werden oft im Shop

Brötchen gebacken, tagsüber. Ich brauche

kreative Ideen für Fachlaufbahnen.

Es macht keinen Sinn, Jobs für 125.000

Euro pro Jahr anzubieten, die eine

60-Stunden-Woche beinhalten und Reisetätigkeiten

um die ganze Welt. Hier ist es

besser, wenn sich zwei Angestellte den

Job teilen. Auch in Krankenhäusern werden

neue Modelle entwickelt, damit noch

jemand in diesem Bereich arbeitet.

Eine komplette Transformation der

Arbeit also.

Ja. Die Arbeit wird sich ändern und das

will der Babyboomer nicht. Wir Älteren

haben uns in unserem Leben eingerichtet

und das ist auch gut so. Nun wird plötzlich

verlangt, Leute auf Augenhöhe zu führen,

ständig Feedback auf Augenhöhe zu geben,

selbst für einfache Tätigkeiten. Ich

bin die meiste Zeit damit beschäftigt,

mein Team zu loben – und eigentlich

habe ich dafür überhaupt keine Zeit. Aber

der Grund dafür sind doch wir. Wir haben

unsere Kinder gelobt und alles toll gefunden,

was sie gemalt haben. Ich bin da

keine Ausnahme.

Hat das auch etwas mit den Likes zu

tun, die auf Facebook und Instagram

inflationär verteilt werden?

Ja. Ein Beispiel: Ich schreibe auf Social

Media, ich gehe jetzt joggen. Dafür bekomme

ich 1.000 Likes. Diese Likes, von

Facebook erfunden, setzen Neurotransmitter

frei. Du wirst gelobt, und ein anderer

findet das toll. Ähnlich ist das bei der

Erziehung der Gen Z: Mutti sagt, prima,

du hast dein Zimmer aufgeräumt, du hast

ein tolles Bild gemalt. Diese Celebration-

Kids sind das Problem. Gehen Sie mal zu

einer Grundschul-Einschulung. Da sind

Oma, Opa, Tanten, Neffen, Nichten und

der Hund dabei. Da muss das Kind doch

denken: Hurra, ich habe die Einschulung

geschafft! Das schafft doch jedes Kind,

wenn es nicht ganz doof ist. Wenn ein

Kind das Seepferdchen schafft, wird gefeiert.

Geburtstage sind kleine Hochzeiten,

und dann wundern wir uns, dass

das dabei rauskommt. Wir waren das!

Und seit wir sie so erzogen haben,

Als vierfache Mutter weiß Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt, wie die Generation Z tickt. Sie sieht sich

selbst in der Verantwortung für den Ruf nach Work-Life-Balance.

„Man sollte einen

Blumenstrauß an Ausbildungsmöglichkeiten

binden. Am Ende muss

der Bachelor stehen,

den wollen alle haben.“

Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt

schimpfen wir auf sie. Das ist ungerecht

dieser Generation gegenüber.

Kann man das Rad zurückdrehen?

Nein. Ich habe vier Kinder großgezogen,

da drehst du nichts mehr zurück. Und ich

war genauso. Die Einschulungen waren

Feste, die Abiturfeiern wurden drei Tage

gefeiert. Standing Ovations.

Wird die Gen Z ihre Kinder ebenso

erziehen?

Meine Kinder sagen schon, ich hätte

strenger sein müssen. Das ist doch immer

so. Ich wusste es auch besser als meine

Mutter. Sie hat immer gesagt, ich müsse

härter durchgreifen. Ihr habe ich gesagt:

Ich werde meine Kinder weder schlagen

noch ihnen Stubenarrest geben. Ich versuche,

das mit ihnen zu besprechen.

Wie fasst man diese Arbeitnehmer an?

Wie schafft man ein gesundes

Verhältnis zwischen Machen lassen

und Anweisungen geben?

Wir müssen strukturierter arbeiten, viele

Anweisungen geben. Das Lebensgefühl

dieser Generation ist laut einer Studie

des Rheingold Instituts: Selbstverwirklichung

und Verantwortungsübernahme

bei gleichzeitiger Überforderung. Das ist

ein völliger Widerspruch, aber trotzdem

sind das die Needs. Auf der einen Seite

muss man Vertrauen aufbauen. Sinnstiftende

Tätigkeiten, Teamgeist, Fehlerkultur

fördern, das nennen wir die transformale

Führung. Und auf der anderen Seite klare

34

besser verkaufen lernen

3/2024


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Regeln und auch Konsequenzen ziehen,

wenn sich jemand fehlverhält. Auch trotz

Fachkräftemangel dürfen die uns nicht

auf der Nase rumtanzen. Führung ist wichtig.

Von daher sind Ausbilder heute

Coaches mit Entertainer-Qualität.

Mitarbeitergespräche binden viel Zeit,

manchmal mehr als die Arbeit …

Früher war man Manager. Heute ist man

Leader. Management bedeutet Zahlen,

Strukturen schaffen, das Wort kommt von

steuern, eine Organisation steuern. Führung,

Leadership bedeutet, Menschen

dazu zu bringen, das zu tun, was das Unternehmensziel

ist. Führen ist heute sehr

anspruchsvoll und bedeutet, viel zu diskutieren.

Immer wieder nachjustieren, um

eben diese Selbstsicherheit mit gleichzeitiger

Überforderung auszugleichen. Wenn

ich früher eine Vorlesung gehalten habe,

habe ich Dinge erklärt. Fertig. Heute mache

ich 45 Minuten Input, und dann

schreibe ich – ich habe ein kleines Surface

dabei – Merkzettel. Schöne bunte

Merkzettel, darauf notiere ich genau, was

zu tun ist. Erstens, zweitens, drittens … Ausbildung

ist heute strukturierter und kleinteiliger.

Man muss immer wieder reflektieren

… Die Jungen wollen auf der einen

Seite unabhängiger lernen, auf der anderen

Seite mehr Coaching bekommen.

Was kann ich konkret im LEH tun? Was

raten Sie einem Marktleiter im

Umgang mit den Auszubildenden?

Viel mehr erklären, warum die Auszubildenden

oder jungen Mitarbeiter etwas

tun müssen. Warum müssen sie Regale

einräumen? Warum müssen sie Regale

saubermachen? Warum müssen sie die

Tiefkühltruhe putzen? Nicht nur einfach

sagen, was zu tun ist, sondern begründen.

Und die Leute bei Laune halten. Wer

im LEH tätig ist, kann schnell den Job

wechseln, weil händeringend Leute gesucht

werden. Angestellte vergleichen:

Wie sind die Arbeitszeiten? Wie ist die

Wertschätzung? Kein Unternehmen kann

heute so tun, als gäbe es tausend Leute,

die sich an die Kasse setzen wollen. So

sollte man sich genau überlegen, ob man

studentische Aushilfen zwölf Euro die

Stunde bezahlt, wenn anderswo 12,40

Euro bezahlt werden. Die Frage des Mindestlohns

für Aushilfen ist wichtig. Zudem

müssen Fachlaufbahnen eingeführt werden.

Junge Einzelhandelskaufmänner

oder -kauffrauen denken: Was mache ich

denn, wenn ich ausgelernt habe? Der Gedanke,

40 Jahre diesen Job machen zu

sollen, schreckt ab. Also geht es darum,

interessante Lebenswege zu schaffen.

Das muss sich der Marktleiter überlegen.

Was bedeutet „interessanter Lebensweg“

genau?

Ich würde raten, die Ausbildung abwechslungsreich

zu gestalten. Ich würde

schauen, ob jemand daran interessiert

ist, sich selbstständig zu machen oder ob

er lieber in seiner Nische bleibt. Wenn er

lieber in seiner Nische bleibt, gilt es zu

überlegen, wie kann ich ihn ans Unternehmen

binden? Aus Personalentwicklung

muss Persönlichkeitsbildung werden.

Auch Hobbys können da miteinbezogen

werden. Wenn man also sieht, der kocht

gerne ein oder backt – dann kann ich

entsprechende Kurse anbieten. Auch

Sprachkurse funktionieren. Es geht darum,

die Persönlichkeit weiterzuentwickeln,

weil diese Generation großen Wert auf

ihre Freizeit legt. Da muss ich schauen,

wie kann ich ihnen helfen, diese Freizeit

zu gestalten. Auch ein Auslandsaufenthalt

in der Ausbildung ist interessant. Man

sollte einen Blumenstrauß an Ausbildungsmöglichkeiten

binden. Ein weiterer

Punkt: erst die Ausbildung, dann das Studium.

Wir haben bei uns an der Fernuni

festgestellt, der Altersspiegel derer, die

ein Fernstudium machen, ist gesunken.

Während früher der 35-Jährige ein Fernstudium

absolviert hat, sind es heute die

25-Jährigen oder noch Jüngere. Der

Marktleiter sollte sich überlegen, was

kann er denn als Bindungselement nach

der Ausbildung anbieten? Ich würde das

nicht mehr parallel anbieten, weil man so

die Mitarbeiter länger hält. Mit der Ausbildung

habe ich sie drei Jahre, oder

zwei, wenn sie Abitur haben. Dann noch

mal zwei, drei Jahre Bachelor, so, dass

die Mitarbeiter dann sechs, sieben Jahre

im Unternehmen bleiben, bevor sie sich

„Es geht darum,

die Persönlichkeit

weiterzuentwickeln,

weil diese Generation

großen Wert auf ihre

Freizeit legt.“

Prof. Dr. Antje-Britta Mörstedt

verabschieden. Ich habe heute keinen

Mitarbeiter mehr als 20 Jahre.

Was müssen die Programme enthalten,

damit sie interessant sind und bleiben?

Am Ende muss der Bachelor stehen, den

wollen alle haben. Wir brauchen Bindungsprogramme.

Wir führen langsam

zum Bachelor, vielleicht zum Master hin.

Wichtig sind auch Workation – Arbeit und

Urlaub verbinden. Bildungsurlaub anbieten,

mit Sprachreisen kombiniert. Das ist

ganz wichtig! •

INFORMATION

Das Lebensgefühl der Gen Z

„Viele der Jugendlichen bleiben

zwischen Größenfantasien und

Alpträumen sozialer Entmündigung

einfach stecken“, so eine der Kernaussagen

der Studie „Jugend im Standby

– was braucht sie für den Schritt in eine

Ausbildung?“ vom Rheingold Institut.

Für das Recruiting bedeutet das unter

anderem eine Ansprache über Social

Media, eine unkomplizierte Kommunikation,

etwa über WhatsApp – und die

Arbeitgebermarke sollte positiv besetzt

sein. Auch das Thema Mitarbeiter

werben Mitarbeiter wird immer

wichtiger. Und: Für 77 Prozent der

Schüler ist der Rat der Eltern bei der

Berufswahl hilfreich (Quelle: azubi.de).

Zudem legt die Gen Z Wert auf

wirkungsvolle Arbeit und eine Weiterentwicklung

persönlicher Fähigkeiten.

36 besser verkaufen lernen

3/2024


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und hohem Arbeitsaufkommen

kann die Regalpflege zum Problem

werden. Der Aufwand ist

von Kategorie zu Kategorie

unterschiedlich hoch. Das bedeutet,

dass für die Regalpflege

einiges an Zeit eingeplant werden

muss. Eng damit verbunden

sind die entstehenden Kosten.

Aber lassen sich die Kosten reduzieren?

Wir sagen: Ja! Mit

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Kathrin Flohr ist als Geschäftsführerin People & Culture und Arbeitsdirektorin bei Coca-Cola Europacific

Partners Deutschland für 6.500 Mitarbeitende zuständig. Im Interview erklärt sie ihre Strategien, um mehr

Frauen in Führungspositionen zu bringen.

Coca-Cola Europacific Partners

Deutschland GmbH (CCEP DE) ist

mit einem Absatzvolumen von 4,1

Milliarden Litern (2023) das größte deutsche

Getränkeunternehmen und für die

Abfüllung sowie den Verkauf und Vertrieb

von Coca-Cola Markenprodukten in

Deutschland verantwortlich. Insgesamt

betreut CCEP DE circa 325.000 Handelsund

Gastronomiekunden. Mit welchen

Maßnahmen das Unternehmen seine

6.500 Köpfe starke Belegschaft in Zukunft

weiblicher machen und deutlich mehr

Frauen in Führungspositionen bringen will,

erklärt Kathrin Flohr, Geschäftsführerin

People & Culture und Arbeitsdirektorin.

Können Sie uns mehr über das Frauen-

Führungskräfteprogramm „She leads“

erzählen?

Dieses Förderprogramm hat viele positive

Aspekte und ist eines meiner Lieblingsthemen.

Wir haben es 2021 ins Leben gerufen,

um Frauen bei ihrem ersten Karriereschritt

zu unterstützen. Damals haben wir

festgestellt, dass wir Frauen von Einstiegspositionen,

zum Beispiel nach der Ausbildung,

dem Traineeprogramm oder einem

Direkteinstieg, schwer für Führungspositi-

onen gewinnen konnten. Deshalb haben

wir uns überlegt, dass wir sie mit einem

Programm unterstützen, das wir speziell

für sie entwickeln und das eine Kombination

aus Präsenztrainings, Netzwerkbildung

und individueller Begleitung bietet.

Das Programm umfasst Trainingseinheiten

zu Kommunikation, Finanzen, Führungsverhalten

und Persönlichkeitsentwicklung.

Zusätzlich fördern wir das Netzwerk der

Teilnehmerinnen, indem wir 14 Frauen aus

verschiedenen Unternehmensbereichen

zusammenbringen und ihnen den Zugang

zu einem erweiterten Netzwerk ermöglichen,

einschließlich der Trainer*innen und

Coaches. Ein weiterer wichtiger Bestandteil

ist die individuelle Begleitung in Form

von Mentorings und Coachings. Um am

Programm teilzunehmen, erwarten wir,

dass sich Frauen bereits im Vorfeld Gedanken

über ihren individuellen Entwicklungsplan

machen. Damit setzen wir eine

gewisse Motivation voraus und verhindern,

dass die Teilnahme passiv erfolgt.

Welche Gedanken sind das?

Je spezifischer die Ziele, desto besser. Ein

Beispiel: Ich bewerbe mich als Verkaufsberaterin

für das Programm und strebe

die Führungsposition darüber an. Ich weiß

aber, dass mir dazu noch das notwendige

Wissen fehlt, zum Beispiel beim Thema

Führung oder beim Präsentieren vor

großen Gruppen. In solchen Fällen ist das

Programm ideal. Ebenso ist es in Ordnung,

wenn sich eine Frau bewirbt, die einfach

nur Menschen führen und entwickeln

möchte, aber noch nicht konkret weiß, was

sie dafür noch an Fähigkeiten oder Wissen

braucht. In diesen Fällen hilft das Programm

dabei, diese Lücken zu schließen.

Ist es leicht für Mitarbeitende, so klar zu

definieren, wo sie hin wollen? Und warum

„Frauen neigen eher

dazu, sich mehr zu

hinterfragen und sich

unsicher zu fühlen.“

Kathrin Flohr

Coca-Cola Europacific Partners Deutschland

38 besser verkaufen lernen 3/2024


Kathrin Flohr

Kathrin Flohr ist seit Dezember

2021 Geschäftsführerin People &

Culture und Arbeitsdirektorin bei

der Coca-Cola Europacific Partners

Deutschland GmbH.

INFORMATION

Zuvor war sie seit 2011 in verschiedenen

Rollen und leitenden Funktionen

im Personalbereich für alle

Fachbereiche im Unternehmen

tätig. Vor dem Eintritt in die Geschäftsführung

arbeitete Kathrin

Flohr ab August 2018 als Direktorin

im Bereich People & Culture und

verantwortete die Personalthemen

von bis zu 5.000 Mitarbeitenden

aus Customer Service und Supply

Chain.

Die Diplombetriebswirtin (BA) hat

rund 20 Jahre Erfahrung im

strategischen und operativen HR-

Management international agierender

Unternehmen.

39


MARKETING + STRATEGIE

fällt es gerade Frauen so schwer, die

erste Führungsrolle anzustreben?

Ich bin kein Fan von Stereotypen, denn

wir sind alle auf unsere Art besonders.

Dennoch gibt es gewisse Muster. Frauen

neigen eher dazu, sich mehr zu hinterfragen

und sich unsicher zu fühlen. Wenn

eine Frau eineinhalb von zehn Anforderungen

einer Stellenausschreibung nicht

erfüllt, bewirbt sie sich oft nicht. Männer

hingegen sind meist mutiger und bewerben

sich auch dann, wenn sie mehrere

Anforderungen nicht erfüllen. Natürlich

gibt es bei Männern und bei Frauen jeweils

auch die anderen Eigenschaften.

Das Programm haben wir aber entwickelt,

um speziell etwas für Frauen zu tun, weil

unsere Führungspositionen im Unternehmen

noch nicht 50/50 besetzt sind. Das

möchte ich gern langfristig erreichen.

Welche spezifischen Maßnahmen wurden

ergriffen, um Stellenausschreibungen bei

Coca-Cola Europacific Partners Deutschland

attraktiver für Frauen zu gestalten?

Wir haben unsere Anforderungen in den

Ausschreibungen deutlich reduziert. Unsere

Recruiting-Philosophie ist ohnehin,

Menschen für ihr Potenzial einzustellen.

Auch die Sprache unserer Ausschreibungen

wurde angepasst. Begriffe wie

„belastbar“ haben wir entfernt, da sie

Frauen eher abschrecken. Zudem zeigen

wir bei bislang männerdominierten Berufen

gezielt auch Visualisierungen von

Frauen, um diese anzusprechen.

Besonders stolz bin ich darauf, dass wir

angefangen haben, Stellen in Teilzeit auszuschreiben.

Dadurch ermutigen wir auch

Frauen, sich zu bewerben. Das zeigt dieses

Beispiel: Viele meiner Bekannten wollen

nach der Elternzeit in Teilzeit arbeiten,

trauen sich aber nicht, sich auf Vollzeitstellen

zu bewerben und diesen Wunsch zu

äußern. Ich sage ihnen: „Bewirb dich und

erwähne im Interview, dass du Teilzeit

arbeiten möchtest.“ Es gibt schließlich das

Teilzeit- und Befristungsgesetz.

ausgewogenes Verhältnis bei der Sorgearbeit

zu unterstützen. Denn viele Frauen

würden sich gerne mehr der Karriere widmen,

genauso wie viele Männer sich auch

gerne mehr an der Sorgearbeit beteiligen

würden. Dabei gibt es viele Unsicherheiten.

Ein Beispiel, wie wir dabei helfen,

sind unsere Gesprächsrunden für Väter,

bei denen sie sich austauschen und Unterstützung

von anderen Vätern und Eltern

finden. Letztes Jahr haben wir zum ersten

Mal einen Väter-Talk organisiert, an dem

rund 500 Mitarbeitende teilnahmen. Dieses

Jahr gab es eine weitere Runde: Drei

Väter berichteten, welche Arbeitsmodelle

sie wählen, um mehr Sorgearbeit zu leisten.

Es ist wichtig, solche Vorbilder in

allen Geschlechterdimensionen zu haben.

Wie wollen Sie künftig den Frauenanteil

in Führungspositionen erhöhen?

Wir bieten verschiedene Arbeitszeitmodelle

an. Für Büromitarbeitende gibt es

Gleitzeit und einen verbindlichen Anspruch,

von zu Hause zu arbeiten. Teilzeit

lässt sich hier relativ leicht umsetzen. In

der Produktion und Logistik, wo etwa zwei

Drittel unserer 6.500 Beschäftigten in

Deutschland tätig sind, ist das anders: Sie

arbeiten in einem Drei-Schicht-System.

„Ich bin stolz darauf,

dass wir angefangen

haben, Stellen in Teilzeit

auszuschreiben.“

Kathrin Flohr

Coca-Cola Europacific Partners Deutschland

Hier bieten wir ebenfalls Teilzeit an. Allerdings

ist es eine Herausforderung, Teilzeit

im Schichtsystem zu integrieren. Wir brauchen

dort immer das passende Pendant,

um zu rollieren. Deshalb haben wir ein

Pilotprojekt an unserem Standort in Mölln

gestartet. Wir möchten herausfinden, wie

uns Teilzeit dort gelingen kann, ohne jemanden

zu benachteiligen. Unser Ziel ist

es, so mehr Frauen für die Produktion und

Logistik zu gewinnen. Dafür müssen wir

intensiv daran arbeiten, flexible Arbeitszeitmodelle

zu entwickeln. Ich bin froh,

dass unser Geschäftsführer Customer Service

und Supply Chain mich unterstützt.

Gemeinsam haben wir das Thema Chancengleichheit

der Geschlechter zur Sache

der Geschäftsleitung gemacht. •

Ambitionierte Ziele: Kathrin Flohr strebt bis 2030 an, mindestens 45 Prozent der

Führungspositionen innerhalb des Unternehmens mit Frauen zu besetzen.

Fotos: Uwe Tölle

Wie behandeln Sie das Gender-Care-

Gap?

Wir fördern nicht nur Frauen, sondern

auch Männer und Partner*innen, um ein

40 besser verkaufen lernen 3/2024


Advertorial

Julian Bartsch ist einer von 50 fitfortrade-

Top-Kandidaten 2024.

folgreichen Einstieg in die Berufswelt. Ein

Beispiel für die erfolgreichen Nachwuchskräfte

bei Netto ist Julian Bartsch: Als

ehemaliger Auszubildender zum Kaufmann

im Einzelhandel wurde er 2024 aus

mehr als 5.600 Netto Nachwuchstalenten

zur „Besten Netto Nachwuchskraft“ gekürt

und qualifizierte sich für den „fitfortrade“-

Wettbewerb, den größten Nachwuchswettbewerb

im Lebensmitteleinzelhandel.

„Ich freue mich riesig über den Titel und

die Chance, Netto beim ‚fitfortrade‘-

Finale zu vertreten“, so der 29-Jährige.

Jedes Jahr nutzen Netto-Talente die

Chance, Netto beim größten Branchenwettbewerb

zu vertreten und mit ihrer

Handels- und Lebensmittelexpertise die

Jury zu beeindrucken.

Vielfältige Ausbildungsangebote

KARRIERE-

KICKSTART

BEI NETTO

Netto Marken-Discount bietet

nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern

ein echtes Karriereabenteuer.

Als einer der führenden Ausbildungsbetriebe

im Lebensmitteleinzelhandel

setzt der Lebensmittelhändler

auf umfassende Weiterbildung, spannende

Aufgaben und klare Perspektiven

für die Zukunft.

Erfolgreiche Nachwuchstalente

Mit rund 87.300 Mitarbeitenden deutschlandweit

ermöglicht Netto jedes Jahr

über 2.300 jungen Menschen einen er-

Bei Netto können Interessierte aus 20 verschiedenen

Ausbildungsberufen ihren

idealen Karriereweg wählen – ob im

Logistikzentrum, im direkten Kundenkontakt

in einer der rund 4.350 Filialen

oder in den digitalen und administrativen

Bereichen in der Unternehmenszentrale

oder den 19 Niederlassungen. Für Abiturienten

stehen unter anderem 2 Abiturientenprogramme

und neun duale Bachelor-Studiengänge

zur Auswahl.

Vom ersten Tag an werden Auszubildende

bei Netto intensiv betreut. Erfahrene Mitarbeitende,

Führungskräfte und Betriebsräte

stehen zur Unterstützung bereit und

Azubi-Ombudspersonen bieten Raum für

vertrauliche Gespräche. Mit einer Übernahmegarantie

bei sehr guten Leistungen

und der bevorzugten Besetzung von Führungspositionen

mit eigenen Talenten wird

Eigeninitiative und Engagement mit spannenden

Karrierechancen wertgeschätzt.

Anerkannte Ausbildungsqualität

Für die hohe Ausbildungsqualität ist Netto

bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Zu

den erhaltenen Siegeln gehören unter anderem

„Faire Ausbildung“ und „Beste Ausbilder

Deutschlands“. Außerdem ist Netto

Mitglied der Initiative „Fair Company“, die

für faire Arbeitsbedingungen steht.

Weitere Details zur Karriere bei Netto sind

unter www.netto-online.de/karriere

verfügbar. •

41


MARKETING + STRATEGIE

AMBITIONIERTE

THEKENPROFIS

Die Firma Hieber wirbt über verschiedenste Wege ihre Azubis an, auch über eigene Mitarbeiter werden

erfolgreich junge Talente akquiriert. Dennoch: An den Fachtheken Fleisch, Wurst, Käse und Fisch bleiben

meist offene Stellen. Inzwischen bewähren sich hier Young Professionals aus Indien – mit Bravour.

Es ist bereits der zweite Jahrgang an

jungen Auszubildenden aus Indien,

der in den Märkten von Hieber’s

Frische Center beschäftigt ist (16 Hieber-

Märkte in Deutschland). Geschäftsführer

Karsten Pabst berichtet über die Anfänge,

die gesammelten Erfahrungen und die Herausforderungen

für beide Seiten.

Wie kam es zur Verbindung nach Indien

und der Idee, Young Talents aus dieser

Republik anzuwerben?

Die Idee kam von Jogi, Joachim Lederer,

Inhaber einer Fachmetzgerei und Vorsitzender

der Metzgerinnung im Kreis Lörrach.

Er hatte Kontakt zur Agentur Magic

Billion, die bereits für das Gastrogewerbe

erfolgreich rekrutierte. Die Frage

war, wie viele Metzger in unserer Umgebung

Bedarf haben – für unsere Märkte

haben wir sieben Azubis gesucht. Wir

haben uns alle an einen Tisch gesetzt,

um zu klären, welches Know-how gebraucht

wird und welche Bedürfnisse

vorliegen.

… und das verlief reibungslos?

Nein, die ersten Vorurteile kamen

prompt. Man ist hierzulande ja gerne

der Überzeugung, dass in Indien gar

kein Fleisch gegessen wird. Dann stellt

man fest: Indien umfasst eine Ländergröße,

die sich etwa von Norwegen bis

Fotos: Michael Gregonowits

42 besser verkaufen lernen 3/2024


nach Marokko ausdehnt. Und so unterschiedlich

wie dieses Gebiet ist, ist auch

Indien.

Welche Aufgaben übernimmt die Agentur

Magic Billion?

Sie hat sich auf die Entsendung von Menschen

aus Indien nach Deutschland spezialisiert.

Sie übernimmt die Bewerbungstrainings,

fünf bis acht Monate intensive

Vorbereitung, die für Deutschland

relevante interkulturelle Themen umfasst,

einen Deutschkurs bis mindestens B2-

Niveau inklusive Fachbegriffe – in unserem

Fall etwa aus der Metzgerei. Die

Azubis wissen also bereits bei ihrer Ankunft,

was ein Teilstück aus der Rinderhüfte

ist. Dafür zahlen die Interessenten

5.000 Euro, von denen sie rund 70 Prozent

nach der Ausbildung zurückerstattet

bekommen.

Was gehört Ihrerseits zu den Vorbereitungen

und zum Aufwand?

Als Erstes benötigen wir die Zustimmung

von der Bundesagentur für Arbeit; es

muss sich um einen Mangelberuf handeln,

für den es zu wenig Bewerber in

Deutschland gibt, und um einen Handwerksberuf,

wie das Nahrungsmittelhandwerk

Fleisch, Wurst, Käse, Fisch. Es

müssen Visumsantrag, die Absichtserklärung

zur Bereitstellung von Wohnraum

vorliegen sowie die Anmeldung an der

Berufsschule.

Wir übernehmen die Flugtickets und zahlen

Mietzuschüsse, jeder bekommt ein

Deutschlandticket für den öffentlichen

Verkehr. Schließlich investieren wir etwa

30 bis 40 Stunden pro Auszubildendem

für Behördengänge, Eröffnung eines

Bankkontos, Einrichten der Wohnung und

vieles mehr.

Wie sehen die Vorbereitungen dann

betriebsintern aus?

Wir fangen schon vor Ankunft der Azubis

an, uns über Videochat und WhatsApp-

Gruppe kennenzulernen; wir stellen und

beantworten Fragen oder posten etwas

aus der Fleischabteilung. Als Ansprechpartner

benennen wir Paten, die zusammen

mit den Marktleitern ein interkulturelles

Training absolvieren. Das Training

leitet mittlerweile Sunder, ein Azubi aus

Indien. Er hat es sogar in das Stipendienund

Mentorenprogramm „Geh Deinen

Weg“ von der Deutschlandstiftung Integration

geschafft.

Welche Perspektive hat dieses Modell

künftig für Sie?

Aktuell beschäftigen wir zwölf Auszubildende.

Sie sind verteilt auf alle Märkte mit

Bedientheke, etwa zwei Drittel Männer

Die jungen Talente werden an verschiedenen

Thekenbereichen ausgebildet. Sprachkenntnisse

und grundlegendes Know-how sind vor

Ausbildungsstart vorhanden.

Engagiert: Bei Fragen helfen

sich die Auszubildenden auch

gegenseitig. Jeder ist für den

anderen da.

43


MARKETING + STRATEGIE

Sunder Tangariya ist selbst noch

Azubi, leitet aber mittlerweile das

interkulturelle Training für die

Neuankömmlinge aus Indien und

ist Stipendiat der Deutschlandstiftung

Integration.

„Es ist unvorstellbar,

wie wissbegierig und

willensstark die jungen

Menschen sind.“

und ein Drittel Frauen im Alter von 20 bis

25 Jahren. Wir haben jetzt zwei volle Jahre

durchlaufen und bemühen uns gerade um

die Auswahl des dritten Jahrgangs.

Die häufigste Frage, die wir von unseren

Azubis hören: „Was? Ich darf nur 37,5 Stunden

arbeiten?“ Die Gesetzesänderung, die

die Möglichkeit eröffnet, in der gleichen

Firma mit einem 538-Euro-Job dazuzuverdienen,

wird rege genutzt. Es ist unvorstellbar,

wie wissbegierig und willensstark die

jungen Menschen sind. In der Berufsschule

sind alle indischen Azubis in einer Klasse

und schneiden im Durchschnitt 1,2 Notenpunkte

besser ab als die deutschen Azubis.

Insgesamt herrscht unter den Mitarbeitern

ein ge wisser Stolz auf unsere Azubis aus

Indien. Entscheidend wird sein, wie wir unsere

Azubis auch weiterhin für Hieber begeistern

können, wenn sie ihre Ausbildung

abgeschlossen haben. Fest steht, wir müssen

uns in Deutschland umorganisieren

und offen sein für die Zukunft. •

Karsten Pabst, Geschäftsführer Hieber

Für ihre Auszubildenden aus allen Teilen Indiens sind sie Ansprechpartner in den Märkten und

auch Stütze für alltägliche Dinge wie Behördengänge: John Eble (l.), Marktleiter Hieber Lörrach,

Geschäftsführer Karsten Pabst (M.) und Personaler Gerd Eiletz (r.).

INFORMATION

Zahlreiche Karrierewege

Der Handel eröffnet jungen

Talenten vielfältige Qualifizierungsmöglichkeiten:

Über 60 verschiedene

zwei- und dreijährige

Ausbildungsprogramme, duale

Studiengänge und attraktive Abiturientenprogramme

ermöglichen

es den Teilnehmenden, bis zu

drei Abschlüsse in drei Jahren zu

erwerben.

Mit Hilfe einer neuen Kampagne

will der Handelsverband Deutschland

(HDE) die vielfältigen Ausbildungs-

und Karrierechancen im

Handel aufzeigen. „Fachkräftemangel

und fehlende Abiturjahrgänge

sind nur zwei Gründe,

warum es entscheidend ist, auf

den Einzelhandel als großen Ausbilder

in Deutschland aufmerksam

zu machen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer

Stefan Genth.

www.Karriere-Handel.de

44 besser verkaufen lernen 3/2024



EIN KÄFFCHEN MIT …

GENUSS UND

LEBENSFREUDE

„Melitta macht Kaffee zum Genuss“ – so der bekannte Claim der Marke, die Lebensfreude vermitteln will

und die laut CMO Ebba Grebe über 90 Prozent der Deutschen kennen. Das Familienunternehmen

revolutionierte im Jahr 1908 mit der Erfindung des Kaffeefilters das Kaffeetrinken.

Vier Tassen Kaffee pro Tag trinken

die Deutschen im Schnitt. Das sind

rund 164 Liter im Jahr. Für viele ist

der Genuss von Kaffee viel mehr als ein

reiner „Wachmacher“ und ein liebgewordenes

Ritual, das über den Tag hinweg

begleitet. „Wir glauben, dass Kaffee das

Leben schöner macht und wollen dazu

beitragen, dass die Menschen das Leben

mehr genießen und wertschätzen. Im

Heute wie auch in der Zukunft“, so Ebba

Grebe, Chief Marketing Officer bei der

Melitta Europa GmbH & Co. KG, Geschäftsbereich

Kaffee.

Die Zukunft im Blick

Das Erfolgsgeheimnis der Marke liegt laut

ihr einerseits „in einem zeitgemäßen,

hochwertigen und dynamischen Produktangebot“,

andererseits „in der Konsumentenansprache,

bei der wir immer wieder

neue Wege gehen, die Marke erlebbar

machen und positiv überraschen“. Melitta

will beim Thema „Nachhaltiges Handeln“

mit einer Vorbildfunktion vorangehen,

denn: „Wir sind überzeugt, dass es Aufgabe

von Unternehmen ist, das Leben der

Menschen besser zu machen. Gerade als

unabhängiges Familienunternehmen sehen

wir uns in der Verantwortung, zu

einem Wandel beizutragen, der Nachhaltigkeit

in den Mittelpunkt jeglichen Handelns

stellt.“ Daher hat man diesen Vorsatz

gefasst: „Für den Bereich Kaffee ist

es unser übergeordnetes Ziel, bis 2030

ausschließlich Rohkaffee zu beziehen und

Röstkaffee zu verkaufen, den wir als ‚Kaf-

fee der Zukunft‘ bezeichnen. Dies umfasst

alle Bereiche der Lieferkette, legt dabei

aber einen Fokus auf den Kaffeeanbau.

Alle Beteiligten vor Ort sollen dauerhaft

gut davon leben können und die ökologischen

Systeme vor Ort erhalten beziehungsweise

regeneriert werden.“ Nicht

das einzige Thema, das die Zukunft der

Marke bestimmen wird. „In Zeiten abnehmender

Marken-Loyalität und zunehmender

Angebotsvielfalt wird es darum

gehen, das Melitta Markenversprechen

für die Konsumenten greifbar zu machen

und das Produktangebot kontinuierlich an

den Zielgruppenbedürfnissen auszurichten“,

so Grebe weiter.

Den Ansprüchen gerecht werden

Zwar ist Kaffee weiterhin das Lieblingsgetränk

der Deutschen, es gilt jedoch zu

beachten: „Was wir sehen, ist ein zunehmend

tiefergehendes Interesse und ein

größeres Wissen rund um Kaffee. Damit

verändern sich natürlich auch die Ansprüche.“

Grundsätzlich besteht der Wunsch

nach „qualitativ hochwertigen Kaffees“ zu

fairen und bezahlbaren Preisen. „Neben

Jahreseditionen mit unterschiedlichen,

ungewöhnlichen Geschmacksnoten finden

auch Spezialitäten- und Premiumkaffees

weiter großen Anklang. Getrieben

wird dies durch die zunehmende Anzahl

an Kleinröstereien, die eine besondere

Käuferschaft ansprechen. Dass wir unsere

Spezialitätenkaffees aus der Melitta Manufaktur

in Bremen dem breiteren Publikum

im LEH zugänglich machen, entspricht

unserem Wunsch, Konsumenten zu

inspirieren, tiefer in die vielseitige Kaffee-

Welt einzutauchen“, sagt Ebba Grebe.

Die aktuelle wirtschaftliche Lage, geprägt

durch Inflation und Preissteigerungen, ist

auch für Melitta eine Herausforderung:

„Als Marke ist es unser Anspruch, hochwertigen

Kaffeegenuss für alle verfügbar

zu machen, Lebensfreude zu vermitteln

und als Familienunternehmen an unseren

Zielen für verantwortungsvolles Handeln

festzuhalten.“ Ebba Grebe ergänzt: „Der

Kaffee-Einstieg von jungen Menschen erfolgt

anders als in der Vergangenheit. Sie

werden nicht mehr wie früher über die

häusliche Kaffeetafel an Kaffee und die

Marken herangeführt, denn diese gibt es

kaum noch. Wie können die nachwachsenden

Generationen also für den Konsum

gewonnen werden? Eine Herausforderung,

auf die es Antworten braucht und

der wir uns gerne stellen.“ •

VITA

// Ebba Grebe,

ist seit 17 Jahren bei der Melitta Europa

GmbH & Co. KG, Geschäftsbereich

Kaffee. Dort richtete sie das Marketing

neu aus und entwickelte das Kaffeegeschäft

weiter. Zuvor war die gelernte

Reiseverkehrskauffrau nach ihrem internationalen

Wirtschaftsstudium im Event-

Bereich auf Agentur-Seite aktiv und

arbeitete in diversen Funktionen und

Unternehmen im FMCG-Marketing. //

Foto: Christian Schwier

46 besser verkaufen lernen

3/2024


»WIR GLAUBEN, DASS KAFFEE

DAS LEBEN SCHÖNER MACHT

UND WOLLEN DAZU BEITRA-

GEN, DASS DIE MENSCHEN

DAS LEBEN MEHR GENIESSEN.«

Ebba Grebe, CMO bei Melitta Europa

GmbH & Co. KG, Geschäftsbereich Kaffee

47


WISSEN

WISSENGEFRAGT

Künstliche Intelligenz (KI): ein viel diskutiertes Thema. Auch im Lebensmitteleinzelhandel

kann sie Effizienz und Kundenerlebnis erheblich verbessern.

Besonders in den Bereichen Bestandsverwaltung,

Preisgestaltung und Personalisierung

kann KI unterstützen.

So optimieren KI-Systeme die Bestandsverwaltung

durch präzise Bedarfsvorhersagen.

Außerdem reduzieren sie Lagerkosten

und minimieren Lebensmittelverschwendung.

Die Logistik unterstützen sie für

schnellere, effizientere Lieferungen. Bei

der Preisgestaltung kann die KI Preise dynamisch

anpassen, so die Wettbewerbsfähigkeit

und Gewinnmargen steigern. Personalisierte

Angebote basierend auf Kundenverhalten

können die Kundenbindung

stärken. Chatbots/Roboter bieten verbesserten

Kundenservice und entlasten das

Personal. Doch es gibt auch Herausforderungen

wie Datenschutz, Sicherheitsrisiken

und Investitionen in Technologie/Schulung.

Die Bedeutung von KI wird weiter wachsen,

was Einzelhändlern hilft, wettbewerbsfähig

zu bleiben. www.food-akademie.de•

JÜRGEN SIELER,

FOOD AKADEMIE NEUWIED

Foto: food akademie/Privat

VERKÄUFER*IN

KAUFMANN*FRAU

1. Seit wann gibt es den Begriff der

künstlichen Intelligenz?

a) 1955

b) 1963

c) 1977

d) 1984

2. In welche Kategorien werden KI's

gewöhnlich unterteilt?

a) Schwere und leichte

b) Große und kleine

c) Humanoide und androide

d) Starke und schwache

1. Was ist auf einem in 2018 bei Christie's

versteigerten Bild zu sehen, dass von

einer KI generiert wurde?

a) Ein Katzenbaby

b) Ein Mensch

c) Ein Roboter

d) Farbkleckse

2. Wann wurde das erste Programm zur

Mensch-Maschine-Kommunikation mit

dem Namen „Eliza“ entwickelt?

a) 1966

b) 1985

c) 1999

d) 2001

Lösung: 1a, 2d

Lösung: 1b, 2a

FACHWIRT*IN

BETRIEBSWIRT*IN

1. Was ist Künstliche Intelligenz?

a) Ein Bereich der Robotik

b) Die Fähigkeit von Computern, menschenähnliche

Intelligenz zu simulieren

c) Ein Teilbereich der Softwareprogrammierung

d) Die Entwicklung von Chatbots

2. In welchem Jahr war das erste autonom

fahrende Auto auf Deutschlands

Straßen unterwegs?

a) 2000

b) 2005

c) 1995

d) 1989

1. In welchen Bereichen findet man KI-

Anwendungen?

a) Transportwesen

b) Finanzbranche

c) Gesundheitswesen

d) Alle angegebene

2. Wem wird unter anderem die Entwicklung

der modernen KI zugeschrieben?

a) Bill Gates

b) Albert Einstein

c) Alan Turing

d) Steve Jobs

Lösung: 1b, 2c

Lösung: 1d, 2c

IMPRESSUM

fitfortrade besser verkaufen lernen

Das Qualifizierungsprogramm

für Nachwuchskräfte im Handel

Herausgeber und Verlag:

medialog GmbH & Co. KG

Medienplatz 1, 76571 Gaggenau

Konzept und Inhalt:

RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel,

www.rundschau.de

Chefredaktion:

Maria Akhavan (V.i.S.d.P.)

Projektleitung Redaktion:

Jenny Rommel

Autoren: Sibylle Menzel, Karina

Caspers

Layout: Tatjana Kirchenbauer,

René Hahl

Grafikleitung: René Söllner

Marketing: Anja Hurrle,

Tel.: 07225 916 ­270

Titelbild: stock.adobe.com/

luismolinero

Druck: Druckhaus Kaufmann

Raiffeisenstraße 29, 77933 Lahr

Alle Rechte vorbehalten.

Jede Vervielfältigung des

Qualifizierungsprogramms

fitfortrade oder von Teilen

daraus bedarf der vor herigen

Zustimmung des Verlages.

fitfortrade-Shop:

Claudia Schäfer­Herzog,

Tel.: 07225 916­185

E­Mail: claudia.schaefer­herzog@

publishing­service.gmbh.de

www.fitfortrade.de

48 besser verkaufen lernen

3/2024


Genussland

Südtirol

suedtirol.info/qualitaetsprodukte


GEWINNSPIEL

GEWINNSPIEL

Preise im Gesamtwert von 1.000 Euro zu gewinnen!

3

RUNDE

Und so geht’s: Lies das Magazin aufmerksam und finde die Antworten. Auf www.rundschau.de/fitfortrade/magazin/gewinnspiel

kannst Du die Lösungen in den Fragebogen eintragen. Zu gewinnen gibt es 3 x 100 Euro, 2 x 200 Euro und 1 x 300 Euro.

Alle richtig ausgefüllten Lösungsbogen nehmen an der Ziehung der Preise teil. Teilnahmeschluss ist der 15.11.2024. Viel Glück! •

FRAGE 4 FRAGE 1

Wie viel Prozent der Shopper haben

laut POSpulse stets einen Vorrat an

Süßwaren & Snacks zu Hause?

a) 36 Prozent

b) 46 Prozent

c) 56 Prozent

An welcher Hochschule lehrt Dr.

Antje-Britta Mörstedt?

a) PFH Private Hochschule Göttingen

b) WHU – Otto Beisheim School of

Management Düsseldorf

c) LMU München

FRAGE 2

FRAGE 5

Wo findet das große fitfortrade-

Finale am 16. Oktober 2024 statt?

a) Eloria – Erlebnisfabrik und

Eventlocation Bottrop

b) Rhein-Mosel-Halle Koblenz

c) E-Werk Köln

Wie heißt das Frauen-Führungskräfteprogramm

bei Coca-Cola Europacific

Partners Deutschland?

a) „She knows“

b) „She leads“

c) „She can“

FRAGE 3

FRAGE 6

In welchem Jahr gewann Rebecca

Daniels das fitfortrade-Finale?

a) Im Jahr 2021

b) Im Jahr 2022

c) Im Jahr 2023

Welche Position hat Ebba Grebe bei

der Melitta Europa GmbH & Co. KG

inne?

a) Sie ist Chief Marketing Officer

b) Sie ist Chief Financial Officer

c) Sie ist Geschäftsführerin Personal

JETZT ONLINE TEILNEHMEN!

unter www.fitfortrade.de

Mitmachen +

gewinnen!

Teilnahmebedingungen

Gibt es mehr Teilnehmer als Preise vorhanden, entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Teilnahmeberechtigt sind nur Mitarbeiter aus dem

Lebensmittelhandel zwischen 18 und 28 Jahren. Bitte beachte die Hinweise zum Datenschutz unter

www.fitfortrade.de. Wir weisen darauf hin, dass das im Rahmen dieses Wettbewerbs gewonnene

Preisgeld steuerlich als Arbeitslohn beurteilt werden könnte. Bitte unterrichte deinen Arbeitgeber über

das von dir gewonnene Preisgeld, damit dieser eine korrekte steuerliche Einordnung vornehmen kann,

da der Arbeitgeber im Falle einer Steuer- und Beitragspflicht für die Abführung der Lohnsteuer und

der Sozialversicherungsbeiträge verantwortlich ist. Für den Fall, dass ich gewinne, erkläre ich mich

bereit, der medialog GmbH & Co. KG meine Kontodaten anzugeben, damit die Gewinnauszahlung

erfolgen kann.

Fotos: ©iStockphoto.com scranrail Tarchyshnik

50 besser verkaufen lernen 3/2024


Natürlich

besser leben.

Mit dem natürlich hohen Hydrogencarbonat-Gehalt von 1.846 mg/l und einer

einzigartigen Mineralisation. Fein perlend oder mild moussierend im Geschmack

wird Staatl. Fachingen seit jeher von Menschen getrunken, die auf ihre Säure-

Basen-Balance achten. Beste Voraussetzungen für unbeschwerte Lebenslust.

www.fachingen.de/hydrogencarbonat

Anwendungsgebiete: Zur symptomatischen Behandlung von Sodbrennen bei Erwachsenen. Staatl. Fachingen Heilwasser regt die Funktion von Magen und Darm an, fördert die Verdauung. Es fördert die Harnausscheidung

bei Harnwegserkrankungen, beugt Harnsäure- und Calciumoxalatsteinen vor und unterstützt die Behandlung chronischer Harnwegsinfektionen. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Etikett

und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke. Stand der Information: 08/2022. Fachingen Heil- und Mineralbrunnen GmbH · Brunnenstraße 11 · 65626 Fachingen · www.fachingen.de


SOOOOOO GUT

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