Quartier-Anzeiger 2009-08 - Quartier-Anzeiger Archiv - Quartier ...

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Verdruss statt Vergnügen «Bauprojekt Glockenacker» QA7/09

Die Antwort auf die Frage nach den Ursachen

des Verzugs in der Planung und

allfälliger Schuldhaftigkeit wird wohl je

nach befragter Partei unterschiedlich ausfallen.

So erstaunt es sehr, dass Erik Eitle

sich in seinem Bericht einzig auf die

Aussagen der einen Partei - des Architekten

– abstützt. Wieso recherchiert er nicht

weiter? Begibt er sich nach einem einzigen

Kontakt nicht auf Glatteis mit der

kühnen Behauptung «Schuld an der jahrelangen

Verzögerung ist der Nachbar»?!

Wieso interessiert er sich nicht für dessen

Antwort des Redaktors:

Der Leserbriefschreiber hat im Wissen

um diese Entgegnung und deren Inhalt

auf einer Publikation beharrt.

Architekt Bruno Müller-Hiestand unterliegt

einem leicht vermeidbaren Irrtum,

wenn er von einem mangelnden journalistischen

Interesse an den Hintergründen

dieser jahrelangen Bauverzögerung

spricht. Die zwischen den Parteien ausgehandelte

Vereinbarung war noch

nicht unter Dach, weshalb der Architekt

nichts riskieren wollte und den Quartier-

Anzeiger bat, die Person hinter der

Einsprache aus dem Spiel zu lassen.

Der Name und die gesellschaftliche

Stellung tun also – vorläufig – nichts

zur Sache.

Sollte die Bauherrschaft jedoch bereit

sein, ihre alten und neuen Pläne sowie

das Verhandlungsresultat irgendwann

offen auf den Tisch zu legen, liesse sich

zeigen, wie nah der wahre Grund der

Einsprache bei dem im Artikel angedeuteten

Grund lag – ein Faktum übrigens,

das selbst bei den blumigsten Be-

Beweggründe, für die Projektgeschichte?

Wasstützt die Vermutung, dass das Motiv

des Einsprechers ev. zwielichtig –

aufs eigene Portemonnaie orientiert –

sein könnte? Erik Eitle scheint den Einsprecher

zu kennen, nennt ihn aber nicht

beim Namen, sondern nebulös «eine

hochgestellte Persönlichkeit». Fazit: Ein

Artikel mit solch einseitigen Informationen,

Unterstellungen und Verhüllungen

ist kein Lesevergnügen, sondern schafft

leider nur Verwirrung und Verdruss!

Bruno Müller-Hiestand

gründungen durch die Einsprecher keine

Geiss wegschleckt!

Der Architekt wollte wegen des Rechtsstreits

nie über sein Projekt informieren.

Schliesslich hat er sich doch entschlossen,

die Fragen des Quartier-Anzeigers

zu beantworten und so die Bevölkerung

endlich darüber zu orientieren,

was am Glockenacker geplant ist.

Auch das wäre ein Leserbrief wert gewesen!

Erik Eitle

Verloren und wieder gefunden

Auf dem Parkplatz bei der Liegenschaft

Buchholzstrasse 45 muss ich meine Lesebrille

verloren haben. Eine gute Seele

hat sie gefunden und am Geländer zur

Tiefgarage aufgehängt. Liebe Finderin,

lieber Finder, melden Sie sich, ein Finderlohn

erwartet Sie. Vielen Dank!

Georges Keck, Am Oeschbrig 22,

Tel. 044 422 77 04,

georges.keck@bluewin.ch.

Erinnerungen an den

Trichtenhausenstutz

Noch gab es die ASIG-Überbauung

nicht und die Landschaftsgärtnerei

Fritz belegte das ganze Gebiet des

Trichtisals. Als einziges Gebäude weit

und breit stand am Trichtenhausenfussweg

das Bantli-Schürli, zu dem sich

später das Teehüsli gesellte.

Wir waren die Pächter dieses sonnigen,

aber abfallenden Geländes. War hier

ein Heufuder oder ein mit Getreidegarben

fertig geladener Wagen zur Heimfahrt

bereit, mussten ihn unsere Pferde,

der Max und das Lotti, den Trichtenhausenstutz

hinaufziehen. Anhalten auf

diesem steilen Strassenabschnitt wäre

nicht ratsam gewesen. Darum rannte

ich jeweils hinauf auf die Ebene, um

allfällig entgegenkommende Autos aufzuhalten

und auf die Seite zu weisen.

War die Strasse frei, ging es los. Max

und Lotti kannten diese mühsame

Strecke und legten sich mächtig ins

Geschirr. Im Karacho erreichten sie mit

ihrem schweren Wagen die Anhöhe.

Beim heutigen Verkehr müsste einem

solchen Transport ein Auto mit Blaulicht

vorausfahren. Damals genügte

eine mitten in der Strasse stehende, den

Weg freihaltende Bäuerin.

Alice Jordi

Leserbriefe an den Quartier-Anzeiger

sind immer willkommen. Die Adresse

ist im Impressum. Anonyme Briefe

werden nicht veröffentlicht.

Der Redaktor

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