KOMPACK 02 25
Lesen Sie in dieser Ausgabe über die bevorstehende IFFA, eine ausgebuchte interpack - aber auch österreichische Messen und einen Rückblick auf die LogiMAT. Im Interview dieses Mal - Martin Widermann und Georg Matyk. Auch nicht alltägliche Investitionen wie die der Firma Coreth oder bei Carlsberg und der Firma Rondo in Frastanz gehören zum spannenden Inhalt.
Lesen Sie in dieser Ausgabe über die bevorstehende IFFA, eine ausgebuchte interpack - aber auch österreichische Messen und einen Rückblick auf die LogiMAT. Im Interview dieses Mal - Martin Widermann und Georg Matyk. Auch nicht alltägliche Investitionen wie die der Firma Coreth oder bei Carlsberg und der Firma Rondo in Frastanz gehören zum spannenden Inhalt.
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02/25
35 Jahre KOMPACK
208. Ausgabe
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WE THINK
THE
INSIDE
BOX.
Ihr Produkt. Genau darauf kommt es an, wenn wir bei Dunapack
Packaging Verpackungslösungen entwickeln und produzieren,
die einfach passen. Die Komplexität unserer Aufgaben verlangt
zunehmend nach Lösungen „outside the box“. Im Mittelpunkt
unseres Denkens steht aber immer noch „inside the box“.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was wir für Sie tun
können, dann schenken Sie uns 10 Minuten - und wir schenken
Ihnen 166 Jahre Erfahrung und Know-how eines
Familienunternehmens, das die gesamte Wertschöpfungskette
im Verpackungsgeschäft abdeckt. Besuchen Sie uns einfach
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stoe fl@stoe fl.at
An&fürsich ................................................................................................ 4
Meine Meinung
IFFA 2025 ............................................................................................... 6
KI, Robotik und Sensortechnik
ISHIDA ... ............................................................................................. 8
Innovationen zur IFFA
Stahlband ... .......................................................................................... 10
Zwillinge
Smart ... ............................................................................................. 11
Automation Austria 2025
Jubiläum ................................................................................................. 14
40. Logistik Dialog
Der Getränkekarton ist mehr ... ........................................................ 16
als nur eine Getränkeverpackung
UPCYLE ... ........................................................................................... 18
Meilenstein der Kreislaufwirtschaft
Passion for Solutions ................................................................................ 20
LogiMAT - Rückblick
Sick auf der ... .......................................................................... 25
Smart Automation
Erste MDO-Anlage von Hosokawa Alpine ... ............................. 26
mit 12 Walzen im Einsatz
SACMI ... ............................................................................................ 28
optimiert Einschlagmaschine
Mattierungsverfahren ... ....................................................................... 29
für hochwertige digitale Etiketten
BOPP-Folien ... ....................................................................... 30
für die Anforderungen der PPWR
DS Smith startet neuen Service zur Bewertung ... ......................... 31
der Recyclingfähigkeit von Verpackungen
Power für die Zukunft... ...................................................................... 32
auf sieben Seiten
Robatech .................................................................................................... 33
neuer Produktionsstandort
Der neue Shop für Liner ........................................................................... 34
www.liner-profi.com
CARINI investiert ... .......................................................................... 36
über 9 Millionen
PPWR ... ...................................................................................... 38
als Chance und Wettbewerbsvorteil
Heinzel Group nimmt umgebaute PM11 ... ................................... 39
in Laakirchen in Betrieb
Verpackung ohne Vorsortierung ......................................................... 40
Ein Fall für den Cobot
Do it yourself ... ....................................................................................... 42
Carlsberg Bulgarien
Zeit für einen ... ...................................................................... 44
Strichcodecheck
Fairness und Leistbarkeit ... ............................................................. 46
Im Gespräch mit Martin Widermann
interpack 2026 ........................................................................................ 50
Ausgebucht
Impressum
Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,
A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99
Mail: kompack@gmx.at • www.kompack.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •
Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann, Adrian Rudkiewic
Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2, A-1030
Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •
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KOMPACK ist Mitglied des österreichischen Presserates.
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INHALT
Unterwaltersdorf
12 Investitionen in die Zukunft
Österreich
19 Wellpappe Industrie
mit gemischter Bilanz
Frastanz
48 Neue Wellpappeanlage
Cover
01/25
35 Jahre KOMPACK
207. Ausgabe
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OFFENLEGUNG gem 25 MedG: Medieneigentümer und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2, A 1030 Wien,
Einzelunternehmer Harald Eckert, Betriebsgegenstand: Die Herausgabe, der Verlag, der Druck und Verschleiß von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstiger periodischer
Druckschriften, die Verlagstätigkeit überhaupt und alle in das Verlagsfach fallende einschlägige Geschäfte. Grundlegende Richtung der
Zeitschrift KOMPACK: Herausgeber und Medieninhaber bekennen sich zu einer freien, rechtsstaatlichen, demokratischen Gesellschaftsordnung
und zur sozialen Marktwirtschaft. Die Berichterstattung erfolgt unabhängig und überparteilich.
MEINE MEINUNG
AN&FÜRSICH ...
AN&FÜRSICH ...
Die Zukunft der Automation gestalten: all about
automation feiert Premiere in Österreich. Am 20.
+ 21. Mai 2026 kommt Europas erfolgreichste
Fachmessereihe für Industrieautomation, Robotik
und Digitalisierung erstmals nach Österreich.
Der Standort Wels wird zum Hotspot für smarte
Produktion und flexible Automation.
Die all about automation
ist kein klassisches Messeformat
– und genau das
macht ihren Erfolg aus. Mit einem
innovativen 2-Tages-Konzept, dem
All-inclusive-Messestandmodell,
gezieltem Matchmaking sowie kostenlosen
Services für Aussteller
und Besucher hat sich die Messe
in der DACH-Region als führender
regionaler Treffpunkt für Automatisierungsanwender
etabliert.
Die Messe überzeugt durch eine
fokussierte Zielgruppe, hochwertige
Gespräche auf Augenhöhe und
praxisnahe Impulse in Talk Lounges
und geführten Rundgängen.
Wels ist nicht zufällig als Standort
gewählt – als führende Industrieregion
Österreichs mit exzellenter
Verkehrsanbindung bietet die Stadt
optimale Voraussetzungen für eine
Messe dieser Art. Hier treffen
Anbieter von Automatisierungskomponenten
und -systemen auf
Robotikspezialisten, Systemintegratoren,
Engineering-Dienstleister
und Industrie-ITler. Für Automatisierungsexperten
aus Maschinenund
Anlagenbau und der produzierenden
Industrie Premiere ist die in all Österreich!
about
automation die Plattform, um in
angenehmster Messeatmosphäre
konkrete Lösungen für individuelle
Automatisierungsaufgaben zu
finden. Mit der derzeit im Bau befindlichen
Halle 22 entsteht zudem
eine topmoderne Veranstaltungslocation,
die ideale Bedingungen
20. + 21. Mai 2026
Messe Wels
für die hochwertige Inszenierung
Die Fachmesse für
Experten und Praktiker:
Industrieautomation,
Robotik, Digitalisierung
www.automation-wels.at
der all about automation schafft.
Dank der zentralen Lage sind auch
die industriestarken Bundesländer
Steiermark und Niederösterreich
perfekt angebunden – sie zählen somit
ebenso klar zur Zielregion der
Messe.
Hälfte der
Fläche bereits gebucht
„Das Interesse der Branche ist
groß. Bereits über die Hälfte der geplanten
Flächen ist mehr als ein Jahr
vor Messestart gebucht – das zeigt:
Das Format trifft auch in Österreich
den Nerv der Zeit“, so Tanja Waglöhner,
COO für die DACH-Region
und verantwortlich für die gesamte
Messereihe beim Veranstalter Easyfairs.
Für die Leitung der österreichischen
Premiere konnte Easyfairs
mit Nilly Jetzt Nail einen erfahrenen
Messemanager Standplatz mit über 25 Jahren
Branchenerfahrung sichern! gewinnen, unter
anderem bei Coca-Cola, Reed
Exhibitions, Messe Graz und als
selbständige Messe- & Eventagentur.
„Mit dieser Expertise sind wir
überzeugt, eine erfolgreiche Premiere
mit starken Allianzen zu realisieren“,
so Tanja Waglöhner weiter.
Die all about automation ist damit
nicht nur eine Messe – sie ist ein
Treffpunkt für Inspiration, Innovation
und konkrete Lösungsansätze
auf dem Weg zur smarten, effizienten
und nachhaltigen Produktion.
Mehr unter:
www.automation-wels.at
Foto: Studio Florian
ist es gerade wunderschön.
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich persönlich liebe den
Frühling, wenn die Natur langsam erwacht. Überall sprießen
Blätter und Blüten und die Tiere wuseln emsig durch die Gegend
wenn man am Wochenende im Freien ist - Aufbruchstimmung.
Selbst ein Abschied kann zu dieser Zeit schön sein - wir waren
zwei Wochen vor Ostern noch ein Wochenende Ski fahren - gerade
als der kurze Kälteeinbruch war - ein Traum - sensationeller
Schnee, leere Pisten und Sonne - Herz was willst Du mehr? (Foto)
Auch finde ich es total nett, wenn die Vogerln mich in der Früh
wieder aufwecken (am Balkon) im Winter kommen sie zwar ihr
Futter holen, aber da ist es ihnen zum fröhlich Zwitschern
offensichtlich zu kalt.
Wie gesagt, eigentlich alles wunderbar - zur Zeit auch kein Corona
- auch wenn gerade die Maul- und Klauenseuche für Diskussionsstoff
sorgt (dachte, die ist längst ausgestorben - habe da nur noch
Erinnerungen aus der Kindheit, wenn wir unsere Verwandten im
Weinviertel besucht haben, mussten wir immer aus dem Auto
aussteigen und über einen Teppich gehen) könnte es so schön sein.
Aber eine nicht gerade glückliche Hand für unsere Wirtschaftspolitik
(seit Jahren warnen nicht nur Pessimisten vor Ländern wie
China oder Indien, die längst auf der Überholspur sind) und so
unwahrscheinlich es klingt in der heutigen Zeit: ein einziger Mann
vermiest vielen von uns die Stimmung.
Eigentlich unwahrscheinlich, wie ein Mann in einem Alter, in dem
er in einem durchschnittlichen Unternehmen keinen Job mehr
bekommen könnte, die Weltwirtschaft in Atem hält.
Nein, auch ich bin gerade besorgt, aber extrem optimistisch und
vielleicht kann uns die Natur ja ein Licht im dunklen Tunnel zeigen.
Ich sage jetzt einmal - wir sind nicht nur wirtschaftlich (irgendwie
hat man das Gefühl, überall sind gerade die Wüteriche im Amt)
gerade im Winter - und nach diesem kommt hoffentlich bald wieder
der Frühling …
In diesem Sinne nehmen wir uns hoffentlich die Natur als Vorbild
- auf eine Beruhigung in den Märkten bis zur nächsten Ausgabe
hofft
Ihr
4
03/24
Impression der Messe in Düsseldorf/
Foto: Easyfairs GesmbH
Harald Eckert
SOWEIT DAS AUGE REICHT:
LEBENSMITTEL VIELFÄLTIG VERPACKEN.
BESTENS REALISIERT MIT SCHUBERT.
IPACK-IMA
27. – 30. MÄI 2025
Mailand Italien
HALLE 7
STAND B82
WILLKOMMEN
Flexibel sein ist gut, schnell und fl exibel sein ist besser. Die Verpackungsmaschinen
von Schubert zeigen, wie es geht. Intelligente Steuerung und präzise Robotik ersetzen
komplizierte Mechanik und sorgen für höchste Flexibilität in allen Verpackungsprozessen.
Folgerichtig, dass 80% der führenden FMCG-Konzerne auf uns setzen und auf
perfektes Verpacken bei geringstem Verbrauch. Ganz im Sinne unserer Mission Blue:
Win-Win-Situationen erzeugen – für den Planeten und für Sie. www.schubert.group/de/lebensmittel/
MESSE
IFFA 2025: KI, Robotik und Sensortechnik
Die Fleisch- und Proteinverarbeitungsindustrie steht vor großen Herausforderungen.
Preisdruck, Produktvielfalt und der anhaltende Fachkräftemangel
erfordern effiziente Arbeitsprozesse, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.
Lösungsansätze bieten die zunehmende Automatisierung sowie innovative
Technologien wie Künstliche Intelligenz und Robotik: sie können die
Produktivität steigern und die Betriebskosten verringern. Die Weltleitmesse
IFFA –Technology for Meat and Alternative Proteins – zeigt unter dem Motto
„Maximale Performance“, was bereits möglich ist und demonstriert, welche
Weichen die Industrie jetzt stellen muss.
Automatisierung ist in vielen
Industriezweigen das
Gebot der Stunde: Sie verbessert
nicht nur die Performance
von Maschinen und Anlagen, sondern
hilft Produktionsausfälle zu
vermeiden und Energie und Material
zu sparen. In der Lebensmittelwirtschaft
ist sie zum Beispiel bei
Produktkontrolle und Rückverfolgung
fast unumgänglich, um eine
gleichbleibend gute Qualität zu gewährleisten
und die hohen gesetzlichen
Anforderungen zu erfüllen.
Darüber hinaus ist sie ein idealer
Hebel, um Herausforderungen wie
steigende Kosten oder dem Fachkräftemangel
zu begegnen.
Prozessübergreifende
Automatisierung
Eine prozessübergreifende Automatisierung
in der Fleisch- und
Proteinindustrie umfasst die Rohstoffaufbereitung
mit Mischen und
Zerkleinern über die Verarbeitung
mit Portionieren, Füllen und Formen,
die thermischen Prozesse wie
Garen und Kühlen bis hin zur automatisierten
Verpackung und intelligenten
Logistik. Allerdings sind
hier die verschiedenen Prozessabläufe
und Produktionslinien häufig
noch nicht miteinander vernetzt,
wodurch der Datenaustausch unterbrochen
wird und nicht für Optimierungen
genutzt werden kann.
Abhilfe ist aber möglich.
Webbasierte
Prozessleitsysteme
Denn webbasierte Prozessleitsysteme
wie MES („Manufacturing
Execution System“) und ERP
(„Enterprise Resource Planning
System“) bestehen oft aus modular
aufgebauten Softwaresystemen
und lassen sich auch in Bestandsanlagen
nachrüsten. Die Vorteile
einer vollständig vernetzten Smart
Factory sind also nicht nur Neuanlagen
vorbehalten.
6 02/25
Impression von der letzten Veranstaltung
Datenerfassung in Echtzeit
Grundlage für viele automatisierte
Prozesse ist die Erfassung
und Analyse von Daten in Echtzeit.
Moderne Sensoren liefern präzise
Informationen über Temperatur,
Feuchtigkeit, Gewicht und Druck.
Ein Beispiel sind Temperatur- und
Feuchtigkeitssensoren in Kühlhäusern,
um einen Temperaturanstieg
und damit das Risiko von
Kontaminationen zu verhindern.
Gewichtssensoren überprüfen das
Gewicht jedes einzelnen Fleischprodukts
und sorgen dafür, dass die
Verpackung den Spezifikationen
entspricht. Das reduziert nicht nur
den Materialverbrauch, sondern
minimiert auch den Ausschuss und
die Rückläuferquote. Ein weiteres
Beispiel sind Sensoren zur Überwachung
der Gaszusammensetzung
in Verpackungen. Sie stellen sicher,
dass die gewünschten Bedingungen
konstant eingehalten werden.
Künstliche Intelligenz
beschleunigt und
verbessert Prozessabläufe
Wie viele anderen Branchen, so
verändert der Einsatz künstlicher
Intelligenz (KI) auch die Fleisch-
Foto: Messe Frankfurt
und Proteinindustrie. Sie hebt die
Branche auf ein neues Level, indem
sie Maschinen befähigt, Daten
aus verschiedenen Produktionsstufen
nicht nur zu sammeln, sondern
auch zu analysieren und daraus
Handlungsmuster abzuleiten. Bei
Störungen im Produktionsablauf
kann sie Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge
erkennen und auf
diese Weise Probleme noch im laufenden
Prozess beheben bzw. für
die Zukunft vermeiden. Das führt
nicht nur zu mehr Effizienz, sondern
auch zu mehr Sicherheit für
Konsumenten und Unternehmen.
Industrielle Bilderkennung
Die industrielle Bilderkennung
und -verarbeitung basiert ebenfalls
auf KI-Modellen, die für den
jeweiligen Anwendungsfall trainiert
wurden. Eingesetzt wird sie
zum Beispiel zur Sortierung von
Fleischprodukten nach bestimmten
Kriterien wie Größe, Form und
Struktur. Das entlastet nicht nur die
Mitarbeiter, sondern steigert auch
die Genauigkeit. Wird sie zur Erkennung
von Qualitätskriterien wie
Maserung oder Fettanteil genutzt,
kann sie den Verkaufswert einzelner
Stücke deutlich steigern. Auch
in der Qualitätssicherung kommen
KI-gestützte Bildverarbeitungssysteme
zum Einsatz. Anhand historischer
Bilddaten werden sie darauf
trainiert, die gesamte Produktion
in Echtzeit zu inspizieren und Unregelmäßigkeiten
wie Farbabweichungen,
Fremdkörper oder fehlerhafte
Verpackungen zu erkennen.
Vorausschauende Wartung
Ein weiteres Anwendungsgebiet
ist die vorausschauende Wartung.
KI-gestützte Systeme überwachen
den Zustand von Maschinen
und prognostizieren Ausfallzeiten.
Mithilfe dieser Vorhersagen werden
Wartungsarbeiten nur dann
durchgeführt, wenn sie tatsächlich
notwendig sind. Einer Studie von
McKinsey zufolge kann Predictive
Maintenance zu einer Reduktion
der Ausfallzeiten um bis zu 50 Prozent
und einer Erhöhung der Lebensdauer
von Maschinen und Anlagen
um bis zu 40 Prozent führen.
Machine Learning hebt
Robotik auf neue
Entwicklungsstufe
Industrieroboter sind mittlerweile
auch in der Lebensmittelindustrie
Standard, zumindest in größeren
Betrieben. Rund um die Uhr im
Einsatz, können sie erhebliche Effizienz-
und Produktivitätsgewinne
erzielen. Dabei ist der Übergang
zwischen konventionellen Spezialmaschinen
und solchen mit integrierter
Robotertechnik fließend.
Industrieroboter werden vor allem
eingesetzt, um wiederkehrende
Aufgaben zu übernehmen, wie sie
typischerweise in der Fleischverarbeitung
anfallen, beispielsweise
schneiden, portionieren, verpacken,
umhüllen, sortieren, aufnehmen
oder platzieren. KI hebt auch die
Robotik auf einen neuen Entwicklungsstand.
Generative KI kann
sich durch „Machine Learning“
selbstständig an neue Umgebungen
und Situationen anpassen und ermöglicht
Industrierobotern dadurch,
autonomer und agiler zu agieren.
Ein Beispiel sind autonome mobile
Roboter (AMR). Ausgestattet mit
Kameras und Sensoren, können sie
ihre Umgebung selbstständig erfassen
und analysieren. Sie suchen
sich neue Wege, wenn Hindernisse
die vorgesehene Route versperren
und handeln selbständig in Situationen,
die von der Norm abweichen.
Verpacken und Palettieren
Das macht sie zu perfekten Helfern
in unstrukturierten Fertigungsumgebungen
sowie Lagern oder
Logistikzentren, wo es um das Verpacken
und Palettieren geht. Trotz
der Vielfalt an Artikeln in solchen
Verteilungszentren sind KI gestützte
Industrieroboter in der Lage,
die richtigen Waren auszuwählen,
zu kommissionieren, fehlerhafte
oder deformierte auszusondern
und auch Packungsformate und
Gewichte zu erkennen. Dabei erreichen
sie Pickraten von 750 bis
1.400 Artikeln pro Stunde und
können beispielsweise bis zu 200
Fleischprodukte pro Minute verpacken.
Ein deutlicher Effizienzgewinn
im Vergleich zu manuellen
Prozessen. Auch in punkto Präzision
sind Roboter ihren menschlichen
Kollegen überlegen. So
können sie Fleisch schneller und
exakter in einem ganz bestimmten
Schnittwinkel zuschneiden und auf
das gewünschte Gewicht und die
ideale Form portionieren, was den
Produktionsdurchsatz erhöht und
den Rohmaterialverlust minimiert.
Einen enormen Zugewinn an Flexibilität
versprechen multifunktionale
Roboterarbeitszellen, die auch
in der Fleischindustrie nach und
nach die traditionelle Linienproduktion
ablösen werden. Die Roboterzelle
soll selbstständig mithilfe
von KI in verschiedenen Arbeitsschritten
Schweinehälften verarbeiten.
Das geschieht in möglichst
vielen Arbeitsgängen auf einmal
anstelle von kleinen Arbeitsgängen
hintereinander. Verschiedene Produktionen
können parallel laufen,
wodurch ein starker Produktmix ermöglicht
wird, ohne die Einschränkungen
einer Linienproduktion.
Dabei bilden die Roboterzellen mit
den AMRs autonome Netzwerke,
die selbstständig auf unterschiedliche
Anforderungen reagieren.
Mehr unter:
https://iffa.messefrankfurt.com
NAHRUNGSMITTEL- UND VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
abschneiden.
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das Familienunternehmen
für exzellente Qualität im
Bereich der Nahrungsmittelund
Verpackungstechnik am
österreichischen Markt.
gramiller.at
02/25
7
IFFA
Produktsicherheit, künstliche Intelligenz und Effizienzsteigerung:
ISHIDA-Innovationen zur IFFA
8 02/25
Die Innovationen, die Ishida auf der IFFA 2025 vorstellen wird, adressieren die
wichtigsten Herausforderungen der Fleischwirtschaft. Zu den Neuheiten gehört der
QX-800, ein kompakter Traysealer mit hohem Leistungsvermögen. Er ermöglicht es
den Fleischverarbeitern, Abfall zu reduzieren und Effizienz zu steigern. Ebenfalls neu
ist eine Hochleistungslösung zur Röntgenkontrolle , die speziell für die Geflügelverarbeitung
entwickelt wurde.
Der neue Ishida QX-800
Traysealer wurde speziell
für Produktionslinien mit
hohem Output entwickelt. Er bringt
es auf Leistungen bis 17 MAP-
Zyklen (Modified Atmosphere Packaging)
pro Minute, verbraucht
dabei sehr viel weniger Energie und
beansprucht aufgrund seines kompakten
Design auch deutlich geringeren
Bauraum.
Röntgeninspektionssystem
Als führender Anbieter von Wäge-,
Verpackungs- und Inspektionslösungen
für die Fleisch- und Geflügelindustrie
wird Ishida auch das
Röntgeninspektionssystem IX-PD-
Poultry vorstellen sowie Sentinel
5.0, eine wegweisende KI-gestützte
Lösung für die Steuerung, Überwachung
und Dokumentation der Verarbeitungsprozesse.
Höchste Anforderungen
Darren Chandler, General Manager
Protein Solutions bei Ishida Europe:
„Wir freuen uns sehr, auf der
IFFA mit den internationalen Experten
für die Fleischverarbeitung
und -verpackung ins Gespräch zu
kommen. In dieser anspruchsvollen
Branche arbeiten die Anlagen rund
um die Uhr, bei höchsten Anforderungen
sowohl an die Leistung als
auch an die Produktqualität und –
sicherheit. Dass wir hier Standards
setzen, werden wir auf der IFFA
unter Beweis stellen. Wir haben
die Technologien, die Mitarbeiter
und die Expertise, um für jeden Anwendungsfall
die beste Lösung zu
finden.”
Produktsicherheit
Dabei tragen die Ishida-Experten
der Tatsache Rechnung, dass die
Produktsicherheit das A und O bei
jedem Prozess der Lebensmittelverarbeitung
ist – und das gilt ganz
besonders für die Geflügelverarbeitung.
Knochen(splitter) und andere
Fremdkörper im Produkt können
die Reputation der Marke schädigen
und im schlimmsten Fall kost-
Fotos: ISHIDA
spielige Rückrufaktionen erfordern.
Damit dies nicht passiert, hat Ishida
IX-PD-Poultry entwickelt – ein
Röntgensystem, das bis zu 400
Hähnchenteile pro Minute prüfen
kann.
Ultrahochauflösende Bilder
Darren Chandler: „IX-PD-Poultry
ist unsere Antwort auf eine der aktuell
größten Herausforderungen in
der Geflügelindustrie: Knochenerkennung
in Hochgeschwindigkeits-
Produktionslinien. Unsere neue Lösung
sendet Röntgenlicht mit zwei
verschiedenen Energieniveaus aus,
um ultrahochauflösende Bilder zur
Detektion von Schlüsselbein-, Rippen-
und anderen Knochen sowie
sehr kleinen metallischen Verunreinigungen
zu generieren. Damit
helfen wir unseren Kunden, strenge
Qualitätskontrollen mit höchster
Effizienz umzusetzen – oder ihre
Qualitätsziele noch zu steigern.“
Echtzeitdaten
Darüber hinaus können Besucher
die neueste Generation der Sentinel-Software
zur Anlagen-Fernüberwachung
und zum Reporting
„live“ erleben. Mit Künstlicher Intelligenz
und Maschinellem Lernen
unterstützt Sentinel 5.0 die Anwender
bei der Optimierung ihrer Produktionslinien.
Die Software kann
Echtzeitdaten nicht nur von Ishida-
Anlagen auswerten. Sie bietet dem
Anwender Einblicke in die aktuelle
Produktionsleistung, macht auf Unregelmäßigkeiten
aufmerksam und
gibt Empfehlungen zur Behebung
potenzieller Probleme.
KI
Die „eingebaute“ KI ermöglicht
eine verbesserte Interaktion des
Anwenders mit den Maschinen, wie
Darren Chandler erläutert: „Über
den integrierten KI-Chatbot kann
der Bediener mit Sentinel 5.0 zum
Beispiel bestimmte Parameterwerte
abfragen.“
Wägetechnik
Die Wägetechnik wird auf dem
Ishida-Stand ebenfalls vertreten
sein, und das gleich mehrfach. Drei
Mehrkopfwaagen stehen stellvertretend
für das komplette Portfolio:
das Spitzenmodell (CCW-AS), ein
Modell aus Ishida’s bewährtem
Sortiment von Mehrkopfwaagen
mit Spiralförderern und eine
Frischproduktwaage für besonders
klebrige und empfindliche
Produkte. Weitere IFFA-Exponate
sind der bewährte RobotGrader,
ein Sortieranlagen-Einstiegsmodell,
das Ishida AirScan zur Inline-
Leckagenkontrolle und auch eine
neue Kontrollwaagen-Serie, die
DACS-GN-S.
IFFA
Mehr während der IFFA:
Stand C28 in Halle 12.0 ober
vorab unter:
www.ishidaeurope.com
Über Ishida
Ishida ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung, Herstellung und Installation von End-to-End-Wäge-, Verpackungs- und
Sicherheitslösungen für die Lebensmittelindustrie. Ishida unterstützt die Nahrungsmittelhersteller darin, den Automatisierungsgrad in der
Produktion zu erhöhen und Kosten und Ausfallzeiten zu reduzieren, die Betriebseffizienz zu er-höhen und dauerhaft wirtschaftlich zu produzieren.
Mit einer weltweit installierten Basis von weit mehr als 100.000 Maschinen und Anlagen, die eine große Anzahl von Anwendungen und
Endmärkten abdecken, ist das Unternehmen der unangefochtene Weltmarktführer für Mehrkopfwaagen und einer der weltweit führenden Anbieter
von Schlauchbeutelmaschinen für Snacks, Röntgeninspektionssystemen, Kontroll-waagen, Sortiermaschinen,
Traysealern, Leckdetektoren und Industrie 5.0-Lösungen.
Wir laufen auch 2025 für die mit
- die es selbst nicht mehr können -
wer lauft mit?
VERPACKUNG LÄUFT FÜR EINEN GUTEN ZWECK!
Unter dem Motto „Verpackung läuft für einen guten Zweck - die
österreichische Verpackungsbranche hat nicht nur hervorragende
Verpackungslösungen - sie unterstützt auch dieses Projekt“
hat KOMPACK eine Gruppe gegründet.
75815
Harald
Einfach auf
https://www.wingsforlifeworldrun.com/de/teams/Xok7GX
anmelden und mitmachen.
Theoretisch kann weltweit überall gestartet werden.
Freue mich über Ihre Anmeldung - vielleicht schaffen wir ja
einen gemeinsamen Auftritt - werden gerne alle Teilnehmer auch
in KOMPACK erwähnen.
02/25
9
UMREIFUNG
Stahlband Zwillinge
Am österreichischen Standort eines bekannten Profilherstellers sollte die in die Jahre
gekommene Eigenbau-Stahlband-Bindeanlage mit hydraulischen Bindeköpfen ersetzt
werden. Der Wunsch des Kunden war es, dass die neue Anlage zum Erreichen einer
entsprechenden Taktzeit wieder als Doppelmaschine ausgeführt wird. Standardmäßig
sollen jeweils 2 Bindungen gleichzeitig an den Langprofil-Paketen angebracht werden.
Produktabhängig und als Ausfallskonzept muss jede Einzelmaschine auch im Stand-
Alone Modus zu betreiben sein. Der resultierende verfügbare Einbauraum für die, den
gesetzlichen Bestimmungen entsprechenden, trennenden Sicherheitseinrichtungen ist
sehr gering. Zusätzlich kann die Anlagenposition wegen entsprechender vor und nachgelagerter
Anlagenteile nicht verändert werden. Die Ing. Josef Riegler Verpackungstechnik
GmbH & Co KG. hat das Upgrade der Verpackungsanlage an der Stahl-Profil
Linie erfolgreich vorgenommen.
In Zusammenarbeit mit dem
etablierten italienischen Maschinenbauer
und Spezialisten
für Stahlbandumreifungsmaschinen
ITIPACK S.r.l. wurde ein gezielt
an die Bedürfnisse des Endkunden
angepasstes Anlagenkonzept entwickelt.
Zwei unabhängige Maschinen
Dieses beinhaltet zwei voneinander
unabhängige Stahlband Bindemaschinen.
Jeweils mit fixem
Bandführungsrahmen und entsprechend
der Paketdimension vertikal
verfahrbarem Bindekopf.
Wartung
Zur Positionierung des Verschlusses
in der Paketmitte und für die
Zugänglichkeit der Bindeköpfe im
Wartungsfall sind die einzelnen
Bindemaschinen quer zur Förderrichtung
ebenfalls verfahrbar.
Sonderkonstruktion
Die Vorgabe, die bestehende Fördertechnik
ohne Umbauten weiter
verwenden zu können, erforderte
Sonderkonstruktionen und Anpassungen
im Bereich der Bandführungen
und des Maschinenrahmens.
Stahlbandbindeköpfe
Bei der Auswahl der Bindeköpfe
wurde auf bereits beim Kunden
vorhandene Technologie Rücksicht
genommen und moderne elektropneumatische
Stahlbandbindeköpfe
integriert.
Tragkraft bis 450kg
Für jede Bindemaschine wurde jeweils
ein Großrollen Stahlbandabroller
mit einer Tragkraft bis max.
450kg vorgesehen.
Laserscan-Technologie
Um die gewünschte leichte Zugänglichkeit
der Anlage unter den
gegeben schwierigen Platzverhältnissen
zu erreichen wurden für die
Zugangstüren mehrteilige Schiebeelemente
und nebst konventionellen
Zäunen modere Laserscanner-Technologie
eingesetzt.
Mittels der Laserscanner können
Anlagenbereiche effektiv vor Zu-
tritt gesichert werden ohne die Zugänglichkeit
durch fix angebrachte
Zäune zu verlieren.
Sicht
Um Einschränkungen der Sicht
durch Zäune auf andere Anlagenteile
zu minimieren wurde für die
Zaunelemente schwarze Farbe gewählt.
Die Umsetzung
Die gesamte Anlage wurden entsprechend
der Vorgaben des Endkunden
hergestellt. Nach Vorabnahme
beim Hersteller in Italien
erfolgte der Einbau durch Techniker
der Firma Riegler Verpackungstechnik
in enger Abstimmung mit
der kundenseitigen Projektleitung
und Technik während einem geplanten
Anlagenstillstand.
Regelbetrieb
Nach Inbetriebnahme, begleitetem
Probebetrieb und abschließender
Schulung wurde die Anlage
abgenommen und in den Regelbetrieb
übergeben.
Mehr unter: www.
riegler-verpackungstechnik.com
10 02/25
MESSE
SMART Automation 2025
Vom 20. bis 22. Mai 2025 öffnet die SMART Automation Austria ihre Tore im Design
Center in Linz und bietet der industriellen Automatisierungsbranche eine einzigartige
Plattform für Innovation und Networking. Unter dem Motto „Innovation trifft Automatisierung“
präsentieren führende Unternehmen der Branche ihre neuesten Produkte,
spannenden Vorträge und digitale Lösungen.
Die SMART ist Österreichs
zentrale Fachmesse für
industrielle Automatisierung.
Alle zwei Jahre versammelt
sie Tausende von Fachbesuchern,
die hier alles rund um Fabrik- und
Prozessautomatisierung entdecken
können. Die Messe deckt sämtliche
Aspekte der Automatisierung ab
– von einzelnen Komponenten bis
hin zu kompletten Systemen und
integrierten Lösungen.
Automatisierung
hautnah erleben
Die SMART Automation Austria
ist ein zentraler Treffpunkt für
Unternehmen, Ingenieure und Experten
aus der Automatisierungsbranche.
Hier kommen die entscheidenden
Player zusammen, um
ihre neuesten Entwicklungen und
Visionen für die Zukunft der Industrie
vorzustellen. Das Event bietet
nicht nur eine hervorragende Gelegenheit,
sich über Innovationen
zu informieren, sondern auch, um
wertvolle Kontakte zu knüpfen und
bestehende Netzwerke zu erweitern.
Foto: FRB Media | MZS
Breites
Spektrum an Lösungen
Die SMART Automation Austria
bietet ein breites Spektrum an Lösungen
und Technologien aus allen
Bereichen der Automatisierung, darunter:
Highlights
q Größte Branchenplattform
Österreichs: Die SMART ist die
führende Messe für industrielle
Automatisierung in Österreich.
q Innovative Produkte und
Lösungen: Erleben Sie bahnbrechende
Technologien und Lösungen,
die die Automatisierung
der Zukunft prägen.
q Spannendes Vortragsprogramm:
Besuchen Sie interessante
Vorträge und erfahren Sie
alles über aktuelle Trends und Herausforderungen
in der Automatisierungsbranche.
q Digitale Lösungen: Lassen
Sie sich von den neuesten digitalen
Innovationen und Lösungen begeistern,
die die Automatisierung revolutionieren.
q Antriebstechnik (elektrisch,
mechanisch, hydraulisch, pneumatisch)
q Automatisiertes Handling
q Bedienen & Beobachten
q Bussysteme & Industrielle
Kommunikation
q Dienstleistungen und Engineering
für die Automatisierungstechnik
q Industrieelektronik
q Niederspannungstechnik
q Pneumatik für die Automation
q Prozess-Leittechnik
q Sensorik & Industrielle Bildverarbeitung
q Mess- und Regeltechnik
q Steuerungstechnik/SPS
Mehr unter: www.smart-linz.at
02/25
11
WIRTSCHAFT
Investitionen in die Zukunft
In den letzten zehn Jahren hat KOMPACK regelmäßig über die Investitionen
der Firma G. Coreth Kunststoffverarbeitungs GmbH, einem der größten Folienerzeuger
in Österreich berichtet. Dazu zählen diverse Umweltprojekte wie
eine Photovoltaikanlage und ein neues Recyclingzentrum sowie ein modernes
Druckzentrum und neue Folienblasanlagen. Aktuell wurden € 4.000.000,-- in
die klassische Produktion investiert. Dazu gehören vier neue Silos wie eine neue
WINDMÖLLER & HÖLSCHER Extrusionsanlage zur Produktion von unter
anderem Dehnschlauch in kleiner Dimension.
Damit die aktuelle Investition
am österreichischen
Standort auch aufgestellt
werden konnte, wurden zwei alte
Extrusionsanlagen verkauft.
Gleichzeitig wurden zwei andere
Extruder komplett runderneuert
und ein Extruder musste in der Halle
versetzt werden. Nachdem nun
der Platz geschaffen war, konnte
die neue Anlage mit einer 180er
Düse, eine ideale Ergänzung zum
vorhandenen Programm, über das
Dach eingebracht werden. Bei voller
Produktion (24/7) wurde das
Dach geöffnet und partiell auf 20m
erhöht. Damit schlechtes Wetter die
laufende Produktion und die Installation
des neuen Extruders nicht
beeinträchtigt, wurde am Dach ein
Schutz aus Holzpanelen gebaut.
Allerneuester
Stand der Technik
Mit dieser großen Investition in
die klassische Produktion ist das
Unternehmen nun am allerneuesten
Stand der Technik. Produziert
werden kann auf der neuen Anlage
Flachfolie, aber auch Schläuche.
„FFS-Schlauch kann jetzt produziert
werden. Der produzierte Dehnschlauch
in kleinerer Dimension
kommt zum Beispiel bei Split Boxen
für die Getränkeindustrie zum
Einsatz,“ sagt Geschäftsführer
Alexander Lazar. In der Um- und
Aufbauzeit von Juli 24 bis Februar
25 waren durchgehend bis zu 15
Leute auf der Baustelle beschäftigt.
Silos
Gleichzeitig wurde in vier neue
Silos mit einer Füllmenge zu je
200 Tonnen und 16 neue Tagessilos
investiert. Die neuen Silos sind
mit jedem Extruder verbunden und
werden automatisch beschickt. Damit
kann eine Bevorratung sichergestellt
werden. Zwischen den Extrudern
steht eine Inlinedruckmaschine,
mit der in einem Verfahren
die Folien mit 3+3 Farben bedruckt
12 02/25
Mag. Stefan Chalupnik und Alexander Lazar
vor der neuen Anlage
werden können. Stolz erklärt Geschäftsführer
Mag. Stefan Chalupnik:
„Beim aktuellen Projekt waren
mehrere Firmen beteiligt - wir haben
darauf geachtet, dass - soweit
möglich - lokale Unternehmen mit
den Arbeiten beauftragt wurden.
Für den Stahlbau, einem 20 Meter
hohen Turm mit vier Ebenen
auf engstem Raum, war die Firma
Scholl GmbH aus Niederösterreich,
für die Montage die Firma
PeriT Dienstleistungssysteme aus
Deutschland zuständig.“
Standort
Trotz aller Herausforderungen in
Österreich wie der hohen Netz-und-
Energiekosten, Personalkosten und
Transportkosten, investiert das Unternehmen
mit den aktuellen Projekten
wieder massiv in den Standort.
„Jetzt muss viel Geld verdient
werden, trotz der nach wie vor steigenden
sehr hohen Kosten in Österreich,
zusätzlich zu den hohen Investitionskosten.
Trotz aller Euphorie
über die neuen Produktionsmöglichkeiten
ist dies bei den laufend
steigenden Preisen natürlich eine
große Aufgabe,“ so der Geschäftsführer
Mag. Chalupnik.
Vorreiter
Die G. Coreth Kunststoffverarbeitungs
GmbH investiert aber nicht
nur regelmäßig in die neueste Technik,
sie ist auch Vorreiter im Einsatz
von Post Consumer Rezyklaten
(PCR). Die Packaging und Packaging
Waste Regulation (PPWR)
der EU sieht ab 2030 eine Mindestquote
von 35% an PCR in Neuprodukten
vor. Die Firma Coreth hat
hier vorgesorgt. Mit dem Recyceln
begann das Unternehmen bereits
im Jahr 2009, im Jahr 2018 wurde
ein gänzlich neues Recyklingzentrum
eröffnet. Rund 1.400kg/h Rezyklat
werden hier auf der Anlage
hergestellt. Bereits vor zwei Jahren
hatte das Unternehmen mehr als 50
Produkte mit einem PCR-Anteil
von mindestens 35% im Programm
(DIN CERTO zertifiziert). Zu den
Produkten zählen unter anderem
Palettenhauben, Flachfolien, Säcke,
diverse Formzuschnitte und Halbschlauchfolien.
„Wir waren 2022
in Europa unter den ersten, die mit
dem Zertifizierungsprozess begonnen
haben“, erklärt Mag. Chalupnik.
Packaging und Packaging
Waste Regulation (PPWR)
Damit kommen wir auch zur
aktuellen PPWR, Packaging und
Packaging Waste Regulation,
diese sieht eine 100% ige Wiederverwertungsquote
für Transportverpackungen
vor. Dadurch
wäre bei der Palettenverpackung
der Einsatz von Kunststoff nicht
mehr möglich gewesen. Die neue
EU-Kommission hat mittlerweile
bestätigt, dass die vollständige
Wiederverwertungspflicht für die
Transportverpackung ein Problem
ist. Unter anderem in Bezug auf
Transporteffizienz und -sicherheit,
wirtschaftlicher Folgen einschließlich
Unterbrechungen der
Lieferkette sowie unerwünschte
Umweltauswirkungen. Deswegen
wird es in einem Ausnahmeverfahren
Erlässe für die Mehrwegquote
geben, die im zweiten Halbjahr
ihre Rechtskräftigkeit bekommen
sollen. KOMPACK wird natürlich
weiter dazu berichten.
Das Dach wurde partiell auf 20m erhöht und die
neue Anlage über das Dach eingebracht.
Ausnahmeverfahren
„Ein Grund für das Ausnahmeverfahren
ist auch die Tatsache, dass
Palettenumhüllungen aus Kunststoff
bereits jetzt vollständig recycelt
werden. Sie werden nach Verwendung
weitgehend als Gewerbeabfall
gesammelt und zu neuem
Foliengranulat recycelt. Sie bilden
daher eine wichtige Grundlage für
die Erfüllung der Recyklingziele
und künftiger Rezyklateinsatzquoten“,
erklärt Mag. Chalupnik und
sagt als Fazit: „Wir als Teil der
Leitbetriebe Austria sind froh, uns
bereits seit 2022 proaktiv gemeinsam
mit Brangs+Heinrich GmbH
mit diesem Thema zu beschäftigen
und schon jetzt die künftigen
Recyklingvorgaben der PPWR zu
erfüllen. Wir werden diese künftig
sogar übertreffen können. So ist
es uns zeitgerecht gelungen einen
Mehrwert für unsere Kunden zu generieren
und die Umweltresourcen
nachhaltig zu schonen.“
Mehr unter: www.coreth.at
Impressionen der Baustelle
02/25
13
EVENT
Motto zum Jubiläum: unlock to perform !
Die Logistikvereinigung BVL Österreich veranstaltet, unter dem Motto „unlock
to perform !“, als Jubiläum den 40. Logistik Dialog. Nachdem auch die neue
Location am Flughafen Wien in den vergangenen Jahren großen Zuspruch
gefunden hat, wird der heurige Leitkongress (am 22. und 23. Mai) ebenso dort
stattfinden. Die Fachausstellung „Alles Logistik“ und zahlreiche Keynotes
zeigen dabei aktuelle Trends und Innovationen dieses Wirtschaftsbereiches.
KOMPACK sprach im Vorfeld des Top-Events mit BVL-Geschäftsführer
Wolfgang Kubesch, um herauszufinden, welche Highlights und spannenden
Einblicke die Teilnehmer dieses Jahr erwarten dürfen.
KOMPACK: Die Community
freut sich schon auf das Jubiläumsevent
- was steckt hinter dem heutigen
Motto?
Wolfgang Kubesch: In vielen
Bereichen - angefangen von der
Gesellschaft über die Wirtschaft
aber selbst im Supply Chain Management
und der Logistik müssen
wir umdenken. Nachhaltige Entscheidungen
für eine zukünftige
Stabilität samt Erfolgen zu fällen,
ist dringend erforderlich. Ein Umdenken
notwendig – so kam es zu
dem heurigen Motto. Die Jahre
seit der Pandemie haben gezeigt,
wie verwundbar wir in vielen Bereichen
sind. Ob Rohstoffknappheit
oder anhaltende Energiedebatten
– mittlerweile sollte klar sein, dass
Europa mehr denn je auf eigenen
Beinen stehen muss. Europa agiert
in relevanten Sektoren nach wie vor
zu zögerlich und hat dadurch wertvolle
wirtschaftliche Kompetenzen
eingebüßt – nicht zuletzt durch die
lange Zeit vorherrschende, jedoch
trügerische Annahme, dass „Wandel
durch Handel“ gewiss funktionieren
würde. Die zentrale Frage
lautet daher: Was können wir selbst
aktiv beitragen, um weniger abhängig
von anderen Ländern und deren
oftmals wenig demokratischen Systemen
zu sein? Genau das spiegelten
die Mottos von 2023 „Hands
On 4 Change“ und 2024 „[Re]
Design Today“ wider – ebenso wie
der aktuelle Generalansatz. Es geht
darum, die Ärmel aufzukrempeln,
alles neu zu überdenken – andernfalls
riskieren wir, unsere globale
Position weiter zu schwächen. Es
hat sich nämlich durchaus gezeigt,
dass Fortschritt auch passieren
kann. Nun liegt der Fokus – neben
Sicherheitsaspekten – darauf, Rohstoffe,
Ressourcen, Fachkräfte und
Energie zuverlässig verfügbar zu
machen. Dabei ist es wichtig, unnötige
Regulierungen zu vermeiden
14 02/25
Das BVL-Team ist bereits voller Vorfreude
– denn gerade in Europa hat eine
übermäßige Regulierung oftmals
bloß zu einer zusätzlichen Belastung
geführt.
KOMPACK: Europa muss also
in vielen Bereichen deutlich umdenken.
Wolfgang Kubesch: Leistung
muss wieder einen zentralen Stellenwert
bekommen. Leistung muss
wieder zählen. In den vergangenen
zwei, drei Jahrzehnten wurde
dieser Begriff zunehmend entkernt.
Doch ohne konsequente Leistungsbereitschaft
und mutige Innovation
bleibt man stehen. Der Sport zeigt
es uns deutlich: Man gewinnt keinen
Marathon, indem man bloß
davon spricht. Es braucht gezielte
Vorbereitung, Disziplin und Aus-
dauer. Fortschritt entsteht dort, wo
kluge Ideen auch den Raum und die
Freiheit bekommen, umgesetzt zu
werden. Doch genau diese Freiheit
wird bei uns immer stärker durch
Bürokratie und Überregulierung
eingeschränkt – und das längst
auch innerhalb von Unternehmen.
Während Staaten wie die USA oder
China Chancen nach Leistung aktiv
ermöglichen, verlieren wir uns allzu
oft in Vorschriften und Einschränkungen.
Ein weiteres Beispiel dafür
sind Drohnen: Die Grundlagen
wurden hier entwickelt, doch bis sie
in Europa wirtschaftlich eingesetzt
werden können – etwa in der Paketzustellung
– sind andere längst
an uns vorbeigezogen. Wenn wir
als Wirtschaftsstandort inklusive
Sozialwesen bleibend funktionieren
wollen, müssen wir Menschen, die
gestalten wollen, den Raum geben,
genau das zu tun – mit Verantwortung,
aber auch mit Vertrauen und
unternehmerischer Freiheit. Nur so
entsteht echtes Unternehmertum.
KOMPACK: Beim BVL-Logistikkongress
gibt es ja stets Keynote
Speaker, die uns über den berühmten
Tellerrand schauen lassen.
Wolfgang Kubesch: Auch in diesem
Jahr dürfen wir uns auf hochkarätige
und spannende Vortragende
freuen. Einen besonderen Blick
über den Tellerrand wird uns Sasa
Hanten-Schmidt ermöglichen. Sie ist
deutsche Publizistin, Rechtsanwältin,
Studioleiterin und Sachverständige
für zeitgenössische bildende
Kunst. Ursula Eysin, Gründerin und
Geschäftsführerin von Red Swan,
ist Expert-Evaluator für innovative
Technologieprojekte und deren
Kommerzialisierung für die Europäische
Kommission. Als Lektorin für
Kommunikation und Branding an
der Fachhochschule Wien wird sie
uns Einblicke geben, wie Künstliche
Intelligenz sinnvoll und gewinnbringend
eingesetzt werden kann. Aus
der Perspektive des Handels dürfen
wir uns auf den Geschäftsführenden
Vorstand Stephan Wohler von EDE-
KA Minden-Hannover freuen. Das
Unternehmen ist in den alten und
neuen Bundesländern in Deutschland
spannend aufgestellt – womit
wir auch schon zum heurigen
Partnerland kommen. Selbst wenn
Deutschland aktuell mit Problemen
zu kämpfen hat, bleibt es unser stärkster
und wichtigster Partner. Die
Liste der Vortragenden ist so umfangreich,
dass ich hier gar nicht
alle nennen kann – das würde den
Rahmen sprengen. Doch das Spektrum
reicht von Unternehmen wie
KNAPP über Lohmann & Rauscher
bis hin zum Hafen Wien, der seit
längerem sehr innovative Lösungen
realisiert. Genauso wird die Politik
Das brandneue KI-Mobil
von Fraunhofer Austria
bereichert die Fachausstellung/Foto: proge
prominent repräsentiert sein: Wir
erwarten den Kärntner „Logistik“-
Landesrat Sebastian Schuschnig.
Schließlich den Verteidigungsminister
a.D. und neuerdings sicherheitspolitischen
Berater des Außenministeriums,
Thomas Starlinger.
KOMPACK: Zum Logistik Dialog
gehört irgendwie bereits die
Gulaschkanone.
Foto: Florian Wieser
Ursula Eysin/Red Swab ist Expert-Evaluator für
innovative Technologieprojekte und deren Kommerzialisierung
für die Europäische Kommission
Wolfgang Kubesch: Ja und neben
vielen weiteren langjährigen und
bekannten Partnern, zeigt das Österreichische
Bundesheer mit seiner
Gulaschkanone und den Versorgungsfahrzeugen
erneut eindrucksvoll
Präsenz. Last but not least in
der Fachausstellung zu entdecken:
Das brandneue KI-Mobil von
Fraunhofer Austria. Einsteigen und
abfahren im Auftrag der Zukunft.
KOMPACK: Weitere
Highlights?
Wolfgang Kubesch: Die Logistik
Auktion zugunsten einer guten Sache
geht in die zweite Auflage. Wir
ermöglichen damit aus Überzeugung
ein wirklich soziales Engagement.
Zusätzlich: Das Programm
wird insgesamt noch interaktiver
gestaltet, darüber hinaus dürfen
sich die Gäste auf einen Extra-Signature-Drink
freuen.
KOMPACK: Womit wir zur Networknight
dieses Jubiläums kommen…
Ein Highlight der Networknight
wird die Udo Show sein
Wolfgang Kubesch: Diese Tradition
führen wir ganz klassisch fort
– also wie immer mit Open End. Ein
echtes Schmankerl wird bei diesem
Jubiläum als Hommage die Udo
Jürgens Show sein. Und bevor Sie
fragen: Ja, selbstverständlich inklusive
legendären Bademantels.
Sie sehen, die BVL-Kongressagenda
hält vielfältigstes parat – jetzt
freuen wir uns auf zahlreiche Besucher
und einen gelungenen gemeinsamen
Abend.
KOMPACK: Danke für das Gespräch,
Herr Kubesch, und viel Erfolg
für das Jubiläum.
02/25
15
IM GESPRÄCH
„Der Getränkekarton ist mehr als nur eine
KOMPACK sprach mit Georg Matyk, Geschäftsführer von Getränkekarton Austria,
über Getränkekartons und Recyclingziele sowie über das Potenzial der Polyolefin-
Aufbereitungsanlage im niederösterreichischen Pöchlarn.
I N T E R V I E W
KOMPACK: Die Packaging and
Packaging Waste Regulation (PP-
WR) ist in Kraft getreten - auch
wenn in manchen Bereichen noch
Nachverhandlungen stattfinden –
und die Sammel- und Recyclingziele
sind für die nächsten Jahre
festgelegt. Wie zufrieden sind Sie
mit der PPWR?
Georg Matyk: Die Getränkekartonhersteller
arbeiten bereits seit
Jahren daran, die Recyclingfähigkeit
und die Recyclingquoten für
Getränkekartons weiter zu steigern.
Getränkekartons werden noch
klimafreundlicher und gehen mit
den Vorgaben der PPWR konform.
Stichwort Design for Recycling:
Die vollständige Recyclingfähigkeit
und gesteigerte Recycling-Sammelmengen
müssen Ziel jeder Verpackung
sein.
Die Getränkekarton-Hersteller
liefern ja nicht nur die Verpackung,
sondern auch die Maschinen und
sorgen für die laufende Beratung
ihrer Kunden. Bei der Verpackung
per se erhöhen die Hersteller den
Faseranteil, reduzieren Alu- und
Kunststoffanteile und setzen verstärkt
auf biobasierte und recycelte
Polymere. Nachwachsende Rohstoffe,
Produktsicherheit und Haltbarkeit
sind hier die Eckpfeiler. Der
Erfolg spiegelt sich auch in nationalen
und internationalen Packaging
Awards wider.
KOMPACK: In den nächsten
Monaten stehen viele Unternehmen
vor der Herausforderung, die komplexen
Anforderungen der PPWR
umzusetzen und nachhaltige Lösungen
entlang der gesamten Wertschöpfungskette
bereitzustellen.
Was kommt auf die Unternehmen
und vor allem auf die Hersteller
von Verpackungen zu?
Matyk: Alle Verpackungen, egal
aus welchem Packstoff sie hergestellt
sind, müssen bis zum Jahr
2030 zumindest zu 70 Prozent recyclingfähig
sein (80 Prozent in
2038) und 2035 zu mehr als 55
Prozent tatsächlich recycelt werden
(„Licence to operate“). Für
Kunststoff und Aluanteile im Getränkekarton
muss noch die Recycling-Infrastruktur
flächendeckend
geschaffen werden. Deswegen ist
die Polyolefin-Aufbereitungsanlage
in Pöchlarn ein wichtiger Schritt in
die richtige Richtung.
KOMPACK: Wird die PPWR dazu
beitragen, dass europaweit die
Sammelmengen steigen werden?
Matyk: Ja, ich denke schon. Insbesondere
durch die Harmonisierung
der Kennzeichnung auf den
Verpackungen und auf den Abfallbehältern.
In Zukunft wird ein einheitliches
Farbsystem – sowohl auf
der Verpackung als auch auf dem
Behälter – den besten Weg in das
Recycling regeln. Die zukünftigen
Piktogramme werden durch die PP-
WR vereinheitlicht, um so den Konsumentinnen
und Konsumenten das
Sammeln zu erleichtern.
Georg Matyk
KOMPACK: Eigentlich sprechen
wir immer von Getränkekarton.
Doch mittlerweile werden darin
aber Lebensmittel verpackt..
Matyk: So ist es. Der Getränkekarton
ist längst mehr als eine Getränkeverpackung:
Er ist auch eine
Lebensmittelverpackung, die eine
wichtige Rolle beim Aufbau einer
nachhaltigen Zukunft spielt und
Die Getränkekartonbranche hat kürzlich die
neue „Food and Beverage Carton Alliance“
(FBCA) mit Sitz in Brüssel gegründet.
damit widerstandsfähige Lebensmittelsysteme
und Kreislaufwirtschaften
fördert. Übrigens werden
auch zunehmend Non Food-Produkte,
vom Waschmittel bis zu Hygieneprodukten,
in Getränkekartons
abgefüllt. Das Engagement unserer
Branche für Innovation gewährleistet
kohlenstoffarme Verpackungen,
die recycelbar sind, Lebensmittel
schützen, die Haltbarkeit verlängern
und nachhaltige Konsumentenentscheidungen
ermöglichen. Unsere
Branche liefert dazu auch die notwendigen
Nachweise, um im Nachhaltigkeitsprozess
führend zu sein.
Die Getränkekartonbranche hat
kürzlich die neue „Food and Beverage
Carton Alliance“ (FBCA) mit
Sitz in Brüssel gegründet. Die neue
Vereinigung entstand durch den Zusammenschluss
der zwei Organisationen
ACE (Alliance for Beverage
Cartons and the Environment) und
der Recyclingplattform Extract.
Beide hatten sich zuvor bereits für
Getränkekartons als nachhaltige
Verpackungslösung und deren Recycling
engagiert. Die FBCA versteht
sich als globale Plattform, die
Getränkekartons als essenzielle,
erneuerbare und zirkuläre Verpackungslösungen
fördern wird. Ziel
der Allianz ist es, nachhaltige Verpackungslösungen
zu entwickeln,
die sowohl die Lebensmittelsicherheit
erhöhen als auch Abfall reduzieren
und damit den Übergang zu
einer kohlenstoffarmen Kreislaufwirtschaft
beschleunigen. Mit dem
Recyclability Evaluation Protocol
von 4evergreen hat man jetzt ein Instrument
zur Verbesserung der Recyclingeffizienz
von Verpackungen
erstellt. Diese Initiative stellt einen
großen Schritt nach vorne dar, um
16
02/25
Getränkeverpackung“
sicherzustellen, dass faserbasierte
Verpackungen eine nachhaltige,
kohlenstoffarme und kreislauffähige
Lösung für die Lebensmittelund
Getränkeindustrie bleiben.
Die FBCA-Mitglieder – darunter
Billerud, Elopak, SIG, Stora Enso
und Tetra Pak – haben sich aktiv an
der Arbeit von 4evergreen beteiligt
und dazu beigetragen, branchenweite
Standards zu entwickeln, die
die Recyclingfähigkeit verbessern
und systemische Verbesserungen
in der gesamten Verpackungswertschöpfungskette
vorantreiben.
KOMPACK: Das klingt alles
sehr positiv - trotzdem gibt es immer
wieder negative Stimmen zur
PPWR - warum eigentlich?
Matyk: Auf der einen Seite wird
bereits an Ausnahmeregelungen gearbeitet,
und auf der anderen Seite
fehlen noch zumindest 27 rechtsverbindliche
Durchführungsakte.
Doch wir alle, sowohl Produzenten
als auch Gesellschaft wissen, wo
wir hinwollen und hinmüssen.
KOMPACK: Noch kurz zur allgemeinen
wirtschaftlichen Lage.
Wie sieht sie aus?
Matyk: Manche Getränkebereiche
sind durch die schwächelnde
Konsumlaune von Rückgängen betroffen.
In einigen Ländern werden
zurzeit weniger Säfte konsumiert,
das betrifft dann auch die Absatzzahlen
im Getränkekartonbereich.
Aber prinzipiell sind hochwertige
Verpackungen, in denen Getränke
und Lebensmittel lange und sicher
transportiert und aufbewahrt werden
können, stabil in der Nachfrage.
KOMPACK: Danke fürs Gespräch.
UPCYCLE
Im März eröffneten die Altstoff Recycling Austria AG (ARA)
und die SRP Sekundär Rohstoff Produktion GmbH
Österreichs erste Polyolefin-Aufbereitungsanlage
in Pöchlarn.
Nach zweijähriger Entwicklung ist die Anlage jetzt im
Vollbetrieb. Mit UPCYCLE hat die ARA ein Verfahren
entwickelt, um Sortierreste als wertvolle Sekundärrohstoffe
im Kreislauf zu führen. Aus den Kunststoffverpackungen,
die auch in der hochmodernen Kunststoffsortieranlage nicht
verarbeitet werden können, gewinnt UPCYCLE dank des
innovativen Verfahrens bis zu 50 Prozent der Wertstoffe
zurück, mit dem Ergebnis hochwertiger Polyolefin-
Rezyklate in einer Reinheit von zumindest 90 Prozent. Diese
werden im Anschluss von der Industrie als Sekundärrohstoff
mechanisch oder chemisch weiterverarbeitet. Mit diesem
Projekt werden jährlich 30.000 Tonnen Recyclingmaterial
verarbeitet.
Mehr auch auf Seite 18
02/25
17
RECYCLING
UPCYCLE
30.000 Tonnen
„Mit dem Projekt UPCYCLE werden
jährlich 30.000 Tonnen Recyclingmaterial
verarbeitet. Dies ist
ein wichtiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft
und stärkt Niederösterreichs
Ruf als grüne und smarte
Wirtschaftsregion im Herzen
Europas“, betont Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner im Rahmen
einer Videogrußbotschaft.
Landeshauptfrau-Stellvertreter
Stephan Pernkopf bekräftigte in seiner
Rede den Stellenwert der Anlage:
„Mit dieser Anlage unterstreicht
Niederösterreich seine Vorreiterrolle
im Bereich der Kreislaufwirt-
als Meilenstein der Kreislaufwirtschaft:
Am 13. März 2025 eröffneten die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und die
SRP Sekundär Rohstoff Produktion GmbH Österreichs erste Polyolefin-Aufbereitungsanlage
im niederösterreichischen Pöchlarn. Im Beisein hochrangiger
Politik- und Wirtschaftsvertreter:innen wurde das innovative Projekt vorgestellt.
Nach zweijähriger Verfahrensentwicklung und einem von der ARA patentierten
Prozess, ist die hochmoderne Anlage seit 1. März im Vollbetrieb und verarbeitet
zusätzlich bis zu 30.000 Tonnen Recyclingmaterial pro Jahr.
In der Vergangenheit wurden
getrennt gesammelte Kunststoffverpackungen,
die nicht
recyclingfähig sind, weil sie zu
stark verschmutzt, zu klein, aus unterschiedlichen
chemischen Stoffen
oder Beschichtungen bestehen,
aussortiert und anschließend nur
mehr als Ersatzbrennstoff eingesetzt.
Mit UPCYCLE hat die ARA
ein Verfahren entwickelt, um diese
Sortierreste als wertvolle Sekundärrohstoffe
im Kreislauf zu führen.
Umgesetzt wird der Prozess von
der SRP Rohstoff Produktion. Der
Großteil, der bei UPCYCLE verarbeiteten
Kunststoffreste kommt von
TriPlast: Die Hightech Kunststoffsortieranlage
der ARA und ihrer
Partner Bernegger und Der Grüne
Punkt ging im Juni im oberösterreichischen
Ennshafen in Betrieb und
erreicht eine in Österreich einzigartige
Sortiertiefe von 80 Prozent.
Aus den restlichen 20 Prozent der
Kunststoffverpackungen, die nicht
verarbeitet werden können, gewinnt
UPCYCLE Dank des innovativen
Verfahrens bis zu 50 Prozent
der Wertstoffe zurück, mit dem
Ergebnis hochwertiger Polyolefin-
Rezyklate in einer Reinheit von zumindest
90 Prozent. Diese werden
im Anschluss von der Industrie als
Sekundärrohstoff mechanisch oder
chemisch weiterverarbeitet.
Thomas Eck (ARA Vorstand), Harald Hauke (ARA Vorstandssprecher), Stephan Pernkopf (Landeshauptfrau-
Stellvertreter), Erich Frommwald (CEO Kirchdorfer Gruppe), Martin Leonhardsberger (Obmann GVU Melk),
Reinhard Kerschner (Geschäftsführer Kerschner Umweltservice und Logistik); Foto - © AMAGO
schaft und Innovation. Sie ist ein
weiterer wichtiger Schritt in Richtung
einer nachhaltigen Zukunft
und zeigt, wie wir Ressourcen effizient
im Kreislauf halten können.“
In einer Talkrunde mit Vertretern
der ARA und SRP wurde Österreichs
erste Polyolefin-Anlage aus verschiedenen
Perspektiven beleuchtet.
Die SRP Sekundär Rohstoff Produktion
steht zu jeweils 50 Prozent
im Eigentum der Kirchdorfer Gruppe
und der TOP Umweltservice.
Rohstoffe im Kreislauf halten
„Es ist von zentraler Bedeutung,
Rohstoffe so lange wie möglich
im Kreislauf zu halten und damit
gleichzeitig die ambitionierten EU-
Recyclingziele bei Kunststoffverpackungen
zu erreichen. UPCYCLE
leistet dazu mit neuer Technologie
einen wichtigen Beitrag. Dabei
ergänzen sich mechanische und
chemische Recyclingverfahren für
einen geschlossenen Kreislauf und
liefern so zusätzliche Rezyklate, die
sonst verloren gehen würden“, so
ARA Vorstand Thomas Eck.
Der Standort in Pöchlarn wurde
bewusst gewählt, um eine 360-Grad-
Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen.
Durch die enge Zusammenarbeit
zwischen der Kommune, Entsorgern
und der Zementindustrie wurde eine
einzigartige Kooperation geschaffen.
Die nicht weiter recycelbaren
Restfraktionen werden in einer CO 2 -
optimierten thermischen Verwertung
durch Kirchdorfer Zement, einem
Spezialisten für umweltschonende
Zementproduktion, genutzt. „Unser
Projekt mit ARA ist ein Paradebeispiel
für eine Win-Win-Situation.
Wir priorisieren die stoffliche Verwertung,
aber nicht alles lässt sich
stofflich verwerten. Diese Materialien
setzen wir im Kirchdorfer Zementwerk
sinnvoll als Ersatzbrennstoff
ein. Dies schont wertvolle Ressourcen
und reduziert gleichzeitig
CO 2 -Emissionen. Durch den Einsatz
von Ersatzbrennstoffen können
wir fossile Brennstoffe wie Gas oder
Kohle nahezu vollständig ersetzen,
was zu einer der höchsten Substitutionsraten
in der Branche führt“,
erklärt Erich Frommwald, CEO der
Kirchdorfer Gruppe.
Nachhaltige Entwicklung
Doch auch auf kommunaler Ebene
bietet die neue Anlage erhebliche
Vorteile. Das Projekt ist nicht
nur eine Bereicherung für die Wirtschaft,
sondern auch ein wichtiger
Schritt für die nachhaltige Entwicklung
von Kommunen. „Der GVU
hat sich schon immer für innovative
Lösungen für die Gemeinden und
die Menschen im Bezirk eingesetzt.
Mit der ARA und dem UPCYCLE-
Projekt wurde ein kompetenter und
ebenso innovativer Partner gefunden,
um gemeinsam mit unserer
Tochterfirma, der SRP GmbH, die
Region als Wirtschaftsstandort zu
stärken“, so Martin Leonhardsberger,
Obmann des GVU Melk, der
gemeinsam mit Kerschner Umweltservice
und Logistik Eigentümer
des TOP Umweltservice ist.
95 Jahre Erfahrung
„Wir blicken auf 95 Jahre Erfahrung
in der Abfallwirtschaft zurück,
in denen wir uns von einem Müllentsorger
zu einem Recyclingunternehmen
entwickelt haben. Wir
wollen die Kreislaufwirtschaft weiter
voranbringen, UPCYCLE leistet
hier einen wichtigen Beitrag. Das
Verfahren ist weltweit einzigartig
und wir können gemeinsam wertvolle
Erkenntnisse für die Zukunft
gewinnen“, erklärt Reinhard Kerschner,
Geschäftsführer TOP Umweltservice
GmbH und Geschäftsführer
Kerschner Umweltservice
und Logistik GmbH.
Mehr unter: www.ara.at
18
02/25
WELLPAPPE
Wellpappe Industrie mit gemischter Bilanz
Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen bleibt Wellpappe Österreichs führende
Transportverpackung – Nachhaltigkeit und Recycling im Fokus… Sie ist leicht,
stabil, vielseitig bedruckbar und umweltfreundlich: Wellpappe bleibt auch 2024
die wichtigste Transportverpackung in Österreich. „Verpackungen aus Wellpappe
sind für alle Lieferketten unverzichtbar“, betont Stephan Kaar, Sprecher
des Forum Wellpappe Austria.
Die Wellpappe-Branche hatte
mit hohem Kostendruck
und schwacher Konsumlaune
zu kämpfen. Der Umsatz
sank um 6,8 Prozent auf 506 Millionen
Euro. „“Nirgendwo sind die
Lohnkosten so gestiegen wie in
Österreich. Allein in unserer Branche
mussten wir in den letzten drei
Jahren Erhöhungen um 21 Prozent
stemmen – ein Wettbewerbs- und
Standortnachteil gegenüber unseren
Nachbarländern”“, erklärt Kaar.
Trotzdem blieb der mengenmäßige
Absatz mit 720 Millionen Quadratmetern
fast stabil (minus 0,7 Prozent).
Wichtigste Abnehmer waren
die Lebensmittel- und Getränkeindustrie
mit 45 Prozent, gefolgt von
Maschinen, Möbel, Elektronik und
Automotive mit 23 Prozent. Versandverpackungen
machten rund 9
Prozent aus.
Kampf gegen die Rezession -
Hoffen auf 2026
Turbulente weltwirtschaftliche
Entwicklungen und volatile Rohstoffpreise
sowie hohe Energiekosten
bleiben die Herausforderungen.
„So sind etwa die Rohpapierpreise
im März 2025 wieder dramatisch
gestiegen und sind weiterhin eine
enorme Herausforderung für die
Branche “, sagt Kaar. Ab der zweiten
Jahreshälfte könnte auch die
Industriekonjunktur wieder anspringen.
„2025 sollte es uns daher gelingen,
stabil zu bleiben. Erst für 2026
erwarten wir ein leichtes Wachstum.
Eine positive Stimmung ist jetzt enorm
wichtig.“
PPWR: Wellpappe
ist vollständig recyclingfähig
Die EU-Verpackungsverordnung
(PPWR) trat mit 10. Februar 2025 in
Kraft und wird mit August 2026 zur
Anwendung kommen. Sie schreibt
unter anderem vor, dass bis 2030 al-
Fotos: com_unit
Stephan Kaar, Sprecher Forum Wellpappe Austria, Andreas Streit,
Nachhaltigkeitsleiter der REWE Group und Franz Grafendorfer
vom Forum Wellpappe Austria
le Verpackungen zu 70 Prozent recyclingfähig
sein müssen. „“Wellpappe
ist bereits heute vollständig recy-
clingfähig und wird über 90 Prozent
tatsächlich recycelt, dank des österreichweit
sehr gut funktionierenden
„Nirgendwo sind die Lohnkosten so gestiegen
wie in Österreich. Allein in unserer Branche
mussten wir in den letzten drei Jahren
Erhöhungen um 21 Prozent stemmen – ein
Wettbewerbs- und Standortnachteil gegenüber
unseren Nachbarländern“ Stephan Kaar,
Sprecher Forum Wellpappe Austria
Altpapier-Sammelsystems”“, sagt
Branchensprecher Kaar. Die Papierfasern
der Wellpappe können sogar
bis zu 25-mal wiederverwendet werden.
Auch die in der PPWR vorgeschriebene
Leerraumquote wird die
Verpackungsoptimierung weiter fördern.
„“Wellpappe ist der König der
Maßanzüge – mit klugen Lösungen
vermeiden wir unnötigen Transport
von Luft”“, so Kaar.
Nachhaltige
Verpackungen im Handel
Der Produktschutz spielt eine
entscheidende Rolle bei Lebensmittelverpackungen,
um Lebensmittelverschwendung
wirksam
zu vermeiden. „“Verpackungen
sollten nicht nur optimalen Schutz
bieten, sondern auch leicht recycelbar
sein und - wenn möglich - aus
nachwachsenden Rohstoffen stammen”“,
sagt Andreas Streit, Nachhaltigkeitsleiter
der REWE Group.
Die Kombination von Nachhaltigkeit
und Produktschutz gewährleisten
die Qualität der Lebensmittel
und können gleichzeitig unsere
Umwelt schonen.
Fachkräfte und Innovationen
Mit rund 1.600 Beschäftigten
bleibt die Branche ein stabiler Arbeitgeber.
Besonders erfreulich:
Die Zahl der Lehrlinge ist gestiegen
– vor allem im Bereich Verpackungstechnik.
„“Die Lehrlinge von
heute sind unsere Fachkräfte von
morgen und entscheidend für Innovationen”“,
so Franz Grafendorfer.
Mit dem Wellpappe Austria Award
zeichnet die Branche jedes Jahr herausragende
Verpackungslösungen
aus. „Unsere nationalen Preisträger
waren auch heuer wieder bei den internationalen
WorldStar Packaging
Awards erfolgreich!“
Mehr unter: www.wellpappe.at
Das Forum Wellpappe Austria vertritt die österreichische Wellpappe-Industrie und ist Sprachrohr gegenüber Handel,
Behörden, Politik und Öffentlichkeit. Die Mitgliedsfirmen sind DONAUWELL Wellpappe Verpackungsgesellschaft m.b.H.,
Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H, Mondi Grünburg GmbH, Mosburger GmbH (Standorte: Wien und Straßwalchen),
Rondo Ganahl Aktiengesellschaft (Standorte: Frastanz und St. Ruprecht), Steirerpack GmbH und Wellpappenfabrik TEWA GmbH.
02/25
19
LOGIMAT
Passion for Solutions
Die LogiMAT 2025 endete nach drei spannenden und erfolgreichen Messetagen
mit konstant hohem Publikumszuspruch und weiteren Zuwächsen bei
Ausstellerpräsenz und Ausstellungsfläche. Das hervorragende Gesamtergebnis
festigt die Position der Marke LogiMAT als weltweit führende Fachmesse für
Intralogistik und Prozessmanagement.
Fotos: Foto: EuroExpo GmbH
Unter dem Motto „Passion
for Solutions“ traf sich
vom 11. bis 13. März
in Stuttgart die internationale Intralogistikwelt
auf der LogiMAT
2025, Internationale Fachmesse
für Intralogistik-Lösungen und
Prozessmanagement. Nach drei Tagen
Präsentation, Information und
Trendchecks ziehen Fachpublikum,
Aussteller und Messeleitung eine
positive Bilanz.
125.000 Quadratmeter
Auf mehr als 125.000 Quadratmetern
Bruttoausstellungsfläche konzentrierte
der Veranstalter in den
komplett ausgebuchten zehn Hallen
des Stuttgarter Messegeländes
in diesem Jahr 1.625 Aussteller aus
40 Ländern – davon mehr als 300
Erstaussteller. „Durch effizientere
Gestaltung konnten noch einmal
zusätzliche 1.000 Quadratmeter
für insgesamt 68.192 Quadratmeter
Nettoausstellungsfläche und
Beim Wettbewerb „LogiMAT BEST PRODUCT 2025“ konnte die
KNAPP AG punkten - in der Kategorie „Kommissionier-, Förder-, Hebe-,
Lagertechnik“ entschied die Jury sich für die Produktneuheit AeroBot
Gute Stimmung auf den Messeständen - hier Geschäftsführer Werner
Winter und Projektleiter Markus Vollnhofer von HtW (www.h-t-w.at)
am Stand ihres Partners - Palomat - gemeinsam freute
man sich über einen Verkaufsrekord in einer Woche
weitere Aussteller hinzugewonnen
werden“, erklärt LogiMAT-Messeleiter
Michael Ruchty vom Veranstalter
EUROEXPO Messe- und
Kongress-GmbH. Mehr als jeder
dritte Aussteller (35,9 %) kam in
diesem Jahr aus dem Ausland nach
Stuttgart – davon ein Viertel aus
Übersee und Asien.
140 Premieren
Sie präsentierten an den drei
Messetagen ihre jüngsten Produktentwicklungen
für Effizienz
und Nachhaltigkeit in der Intralogistik
– darunter allein rund 140 Weltund
Europapremieren. Zahlreiche
Aussteller wie etwa die Schweizer
Brabender Group meldeten überdies
markante Vertragsabschlüsse,
Projektanbahnungen und, wie etwa
der Supply-Chain-Lösungsanbieter
Ecovium, Batterieanbieter Wiferion,
Softwareunternehmen TUP
oder KI-Robotik-Unternehmen
Sereact, die Unterzeichnung strategischer
Partnerschaften und Kooperationen.
Insgesamt erteilten 22,1
Prozent der Fachbesucher auf der
Messe einen Zuschlag oder wer-
den Aufträge unmittelbar nach der
Messe vergeben. „Die zahlreichen
Auftragsabschlüsse unterstreichen
den Charakter der LogiMAT als
Arbeitsmesse“, urteilt Messeleiter
Ruchty.
65.719 Fachbesucher
Mit 65.719 Fachbesuchern (2024:
67.420) an den drei Messetagen
weist die Intralogistikmesse einen
Besucherzuspruch auf konstant hohem
Niveau auf. „Trotz der Streiks
im Messeumfeld an Flughäfen und
im ÖPNV hat die LogiMAT 2025
bei den Besucherzahlen nahezu
das Rekordergebnis des Vorjahres
erzielt“, zeigt sich Messeleiter
Ruchty zufrieden. Den Auswertungen
des unabhängigen Baseler
Marktforschungsinstituts Wissler
& Partner zufolge war die Hälfte
der Fachbesucher (49,9 %) als Entscheider
vor Ort. 36,4 Prozent des
Fachpublikums informierten sich
auf der LogiMAT vor dem Hintergrund
konkreter Investitionsvorhaben.
Nach Branchen aufgeschlüsselt
sind 55 Prozent der Messebesucher
der Industrie zuzuordnen,
11,2 Prozent dem Groß- und Einzelhandel.
Mehr als 40 Prozent
der Fachbesucher hatten einen Anreiseweg
von über 300 Kilometer.
23,1 Prozent der Gäste kamen über
die deutschen Außengrenzen nach
Stuttgart – davon fast die Hälfte
(9,4 %) aus Asien, Afrika und
Amerika. Die weiteste Anreise hatten
die australischen Unternehmen.
Rahmenprogramm
„Neben der reinen Leistungsschau
charakterisieren elementare Soft
Skills im Konzept der LogiMAT
den Erfolg der Messe“, resümiert
LogiMAT-Messeleiter Michael
Ruchty. „Unter anderem der Informationsaustausch
in einem
Rahmenprogramm auf Kongressniveau,
spannende Live-Events
sowie das Anwenderforum Mobile
Robotik prägen den Mehrwert der
LogiMAT.“ Bewährt hat sich am
letzten Messetag zudem das gegenüber
dem Vorjahr weiter optimierte
20 02/25
Nachhaltigkeit war einer der Schwerpunkte der Messe
Konzept des Karriere- und Networking-Events
LogiMAT Campus.
„Dieser wurde im vergangenen Jahr
aus der Taufe gehoben, um die Recruiting-Instrumente
der Aussteller
zu erweitern. Die Plattform soll
kompetenten Job-Kandidaten eine
Tür in die Logistik öffnen“, konkretisiert
Messeleiter Ruchty. „Am
neuen Standort im Foyer ICS verzeichneten
die Aussteller deutlich
mehr Interessenten als im vergangenen
Jahr.“ 16 exponierte Aussteller
informierten vor Ort Fach- und
Nachwuchskräfte über die Karrierechancen
in ihren Unternehmen.
Trendbarometer
„Mit dem insgesamt erfreulichen
Zuspruch von Fachpublikum und
Ausstellern hat die LogiMAT sich
als Trendbarometer, Networking-
Plattform und Arbeitsmesse im internationalen
Umfeld fest etabliert“,
resümiert Messeleiter Ruchty. „Sie
ist für die Intralogistikbranche der
Branchentreff der Superlative.“
Die kommende LogiMAT in
Stuttgart findet vom 24. bis 26.
März 2026 statt.
Mehr unter:
www.logimat-messe.de
Gedränge auf den Gängen der Veranstaltung
02/25
21
LOGIMAT
Your Partner of Choice
Die BEUMER Group präsentierte sich auf der LogiMAT 2025 unter dem Motto
„Your Partner of Choice“ als starker Partner für die Intralogistik-Branche, um
Unternehmen bei der Automatisierung ihrer Prozesse zu unterstützen und den
zunehmenden Herausforderungen durch Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken.
So stellte die BEUMER Group mit der AutoDrop-Funktion für das BG
Pouch System eine innovative Lösung vor, die eine automatisierte, raum- und
gewichtsoptimierte Entladung von Fördergütern ermöglicht und damit einen reibungslosen
Materialfluss in Logistikzentren gewährleistet.
Ergänzt wird diese Innovation
durch fortschrittliche Robotersysteme,
die vom robotergestützten
Beladen der Taschensorter
über das automatische Greifen
von Produkten aus dem Massenfluss
bis hin zum Entleeren von Behältern
und dem Verpacken von Aufträgen
reichen. Mit diesen Technologien
stärkt die BEUMER Group ihre
Rolle als Wegbereiter für vollautomatische
Lights-out-Lager, die einen
24-Stunden-Betrieb ermöglichen.
Oberste Priorität
Effizienz und Automatisierung
haben in modernen Logistikzentren
oberste Priorität, um den wachsenden
Herausforderungen wie
Personalengpässen und steigenden
Marktanforderungen gerecht zu
werden. Dies trifft insbesondere auf
Unternehmen aus den Bereichen
Fashion, E-Commerce, Pharma
sowie Kurier-, Express- und Paketdienste
zu. Mit der Einführung
der AutoDrop-Funktion bietet die
BEUMER Group eine einfache, robuste
und zuverlässige Lösung für
Taschensorter, mit der das manuelle
Handling beim Entladen vollständig
entfällt und sich die Auftragsdurchlaufzeiten
deutlich verkürzen
lassen. So ist das BG Pouch System
mit AutoDrop in der Lage, bis zu
10.000 Teile pro Stunde und Sortiermodul
zu verarbeiten. Gleichzeitig
sinkt der Platzbedarf im
Entladebereich erheblich. Die Auto-
Drop-Technologie basiert auf einer
innovativen Formgedächtnislegierung,
die durch Bestromung aktiviert
wird und so ein automatisches
Öffnen und Schließen der Taschen
ermöglicht. Dieses Verfahren ist
äußerst verschleißarm und belastet
die Taschen nicht mit unnötigem
Gewicht. Mehrere einstellbare Entladepunkte
entlang einer Entladestrecke
erhöhen die Flexibilität für
verschiedene Anforderungen. Das
AutoDrop-System hat sich bereits
Foto: BEUMER Group GmbHm & Co. KG
Die AutoDrop-Funktion im BG Pouch System ermöglicht die vollständige
Automatisierung des Entladeprozesses von
Taschensortiersystemen.
im Distributionszentrum eines italienischen
Fashion-Kunden bewährt
und wurde zur LogiMAT 2025 in
Stuttgart nun erstmals der Öffentlichkeit
vorgestellt.
Effiziente robotergestützte
Automatisierung
Darüber hinaus unterstützt die
BEUMER Group Unternehmen bei
der durchgängigen Automatisierung
ihrer Intralogistikprozesse mit robotergestützten
Systemen. Hierzu
gehören Systeme für die Beladung
von Pouch- und Sortieranlagen sowie
für das automatische Greifen
von Produkten aus dem Massenfluss
(Dynamic Bulk Pick). Bei letzterem
nutzt BEUMER Standardroboter in
Kombination mit fortschrittlicher
Dynamic Bulk Pick: Die robotergestützte Automatisiserung
erlaubt die präzise Entnahme von Produkten aus dem
Massenmfluss und ersetzt die manuelle beziehungsweise halbautomatische
Beladung von Loop- und Line-Sortern.
Bilderkennungstechnologie und
künstlicher Intelligenz, um eine präzise
Identifikation und Handhabung
der Produkte zu gewährleisten. Auf
diese Weise können sich wiederholende
manuelle Tätigkeiten gerade
im Belade- oder Wareneingangsbereich
reduziert werden, um das Bedienpersonal
für andere Aufgaben
zu entlasten. Mit der robotergestützten
Kommissionierung von Produkten
im Massenfluss ermöglicht
die BEUMER Group ihren Kunden
die automatische Beschickung von
Loop- und Line-Sortern mit einer
Leistung von etwa 1.600 Picks pro
Stunde (pph).
Verpackung in Kartons
Das Angebot an robotergestützter
Automatisierung umfasst zudem den
Bereich der Containerkippstationen
sowie der Verpackung in Kartons
oder Versandtaschen. Ergänzend
steht Kunden mit der BEUMER
stretch hood ein Haubenstretchverfahren
für Paletten zur Verfügung,
das für Produktion und Umschlagslogistik
eine schnelle und sichere
Verpackung von Waren ermöglicht.
Kunden unterstützen
„Unser Ziel ist es, unsere Kunden
dabei zu unterstützen, ihre Prozesse
intelligent und effizient zu automatisieren“,
erklärt Gregor Baumeister,
Director Warehousing & Distribution
Logistic Systems bei der BEU-
MER Group. „Dabei greifen wir
auf bewährte Technologien sowie
innovative Technologietransfers
zurück und realisieren mit ihnen
durchdachte und zukunftsweisende
Intralogistiksysteme. Mit unserem
umfangreichen Portfolio an Ideen
und Systemen bieten wir auf diese
Weise maßgeschneiderte Automation,
die exakt auf die Bedürfnisse
und Herausforderungen unserer
Kunden zugeschnitten ist.“
Mehr unter: www.beumer.com
22 02/25
LOGIMAT
Was Sie schon immer über ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
wissen wollten: Sechs Quick Wins
Wie lässt sich gesünderes Verhalten am Arbeitsplatz vermitteln? Können ergonomische
und stressbedingte Probleme frühzeitig erkannt werden? Gibt es
sogar Mittel und Wege der Prävention? Diesen und ähnlichen Fragen widmet
sich Simon Hausner. Der Betriebswirt ist nicht nur Vertriebsleiter bei KRIEG,
dem Hersteller und Spezialisten für Arbeitsplatzsysteme. Seit 2019 arbeitet er
auch als ausgebildeter Ergonomie Coach und besitzt das Zertifikat des Instituts
für Gesundheit und Ergonomie (IGR), was als besonderes Gütesiegel gilt.
In dieser Funktion trägt er wertvolle
und umsetzbare Kenntnisse
rund um das Thema Ergonomie
in die Betriebe. „Gesundes
Arbeiten liegt sowohl im Interesse
jedes Unternehmers als auch jedes
Arbeitnehmers. Denn mehr Arbeitsqualität
ist der Schlüssel für Innovationskraft
und Wettbewerbsfähigkeit.“
Durch ideale physiologische
und psychologische Bedingungen
kann Leistung im Berufsleben besser,
länger und nachhaltiger erbracht
werden. Wichtigster Dreh- und Angelpunkt
dabei ist die Ergonomie.
Mehrwert
Simon Hausner geht es darum, einen
echten Mehrwert für die Kunden
zu generieren: „Wir wollen eben
nicht nur ergonomische Arbeitsplätze
im Angebot haben, sondern
fundiertes Wissen und Kompetenz
mitbringen.“ Seit vielen Jahren befasst
sich KRIEG daher bereits mit
der Ergonomie und die Erfahrungen
und Bedürfnisse der Unternehmen
fließen in die Produktentwicklung
mit ein. Ob Ergonomie Check oder
Schulungen in den Betrieben, ob
Analyse vor Ort oder Informationsvermittlung
über die Folgen von
Stehen und Bücken: „Vor allem die
Sensibilisierung der Mitarbeiter am
Arbeitsplatz ist relevant.“
Effizienz steigt
Wenn die Prozesskette beispielsweise
mit Hilfe moderner Technik
einfacher wird und die Mitarbeiter
glücklicher sind, passieren weniger
Fehler und die Effizienz steigt. Mit
ergonomischer Optimierung sinkt
die Ausfallquote, Krankheiten werden
minimiert – das Thema hat also
sowohl menschliche als auch wirtschaftliche
Aspekte. „Und der Arbeitgeber
steigert seine Attraktivität,
denn der Betrieb hat etwas für den
gesundheitlichen Erhalt zu bieten.“
Die besten Tipps
Hier kommen die sechs besten
Quick Wins – kurze Tipps, um das
Arbeitsleben zu vereinfachen und
die Ergonomie in den Arbeitsalltag
einzubinden:
Quick Win Nummer 1:
Was bedeutet ergonomische
Arbeitsplatzgestaltung?
Der Mensch steht als zentrales
Element im Mittelpunkt der Wertschöpfungskette
eines Unternehmens.
Nicht der Mensch sollte sich
seinem Arbeitsumfeld anpassen,
sondern der Arbeitsplatz und die
benötigten Komponenten passen
sich dem Menschen an. Aus diesem
Grund sollte ein Arbeitsplatz
bestmöglich auf die individuellen
Anforderungen des Mitarbeiters
wie auch auf die zu verrichtende
Arbeitsaufgabe ausgestattet sein.
Quick Win Nummer 2:
Was sind die Ziele
einer ergonomische
Arbeitsplatzgestaltung?
Es geht dabei um die Reduzierung
von Ausfallzeiten, die Steigerung
der Effektivität und die Erhöhung
der Wirtschaftlichkeit. Durch die
Bereitstellung eines optimal gestalteten
Arbeitsplatzes lässt sich die jeweilige
Arbeitsaufgabe nicht nur erfüllen,
sondern unter bestmöglichen
Rahmenbedingungen gestalten.
Quick Win Nummer 3:
Welchen Nutzen erhalte ich als
Unternehmer durch die
Einhaltung ergonomischer
Grundanforderungen?
Statistiken belegen: ergonomisch
angepasste Arbeitsplätze haben den
positiven Effekt, dass es weniger
krankheitsbedingte Ausfälle gibt.
Gleichzeitig lassen sich höhere
Stückzahlen in der Fertigung und
Montage genau wie im Logistikprozess
erzielen – und das bei einer
geringere Fehlerquote. Beides ist
auf die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
zurückzuführen.
Quick Win Nummer 4:
Welches sind die Änderungen
mit den größten Effekten, um
einen schnellen Erfolg zu haben?
Wenn unnötige Laufwege vermieden
werden, erhöht sich die Effizienz.
Durch Anpassung der Materialbereitstellung
werden Greifräume
optimiert und Greifzeiten
minimiert. Und durch ein flexibles
und modulares Baukastensystem
ist eine schnelle Anpassung an die
Bedürfnisse der verschiedenen Mitarbeiter
möglich.
Quick Win Nummer 5:
Welche Optimierungs
maßnahmen werden häufig
unterschätzt oder vergessen?
Eine Anpassung der Gegebenheiten
wie beispielsweise die optimale
Ausleuchtung am Arbeitsplatz,
der Einsatz von Stehhilfen oder
Bodenmatten werden häufig unterschätzt
– dabei ist das oft schnell
und flexibel machbar. Auch die
Größe von Arbeitsflächen, die Art
der Bereitstellung des Materials
am Arbeitsplatz genau wie Kabelführung,
die Materialzufuhr und
-abtransport sind wichtige Themen.
Auch sollten unter ergonomischen
Gesichtspunkten zum Beispiel bei
der Arbeitsplatzgestaltung grundsätzlich
Quetschkanten vermieden
werden.
Quick Win Nummer 6:
Welche konkreten Optimierungsmöglichkeiten
gibt es, um
an einem Arbeitsplatz die
Ergonomie zu verbessern?
Das beginnt beispielsweise bei
der Höhenverstellbarkeit der Tische
für optimalen einen Steh- und
Sitzkomfort. Auch der innerbetriebliche
Warentransport und Warenfluss
lässt sich oft optimieren. Ein
besonderes Augenmerk sollten Betriebe
darauf legen, dass Mitarbeiter
ihre Greifräume sinnvoll nutzen.
Auch die Vermeidung unnötiger
Drehbewegungen sowie lange Wege
rund um den Arbeitsplatz sind
sinnvoll. Die Arbeitsfläche sollte
so groß wie nötig und so klein wie
möglich sein. Mit einer Anpassung
der Lichtverhältnisse an die zu verrichtende
Arbeitsaufgabe ist schon
viel gewonnen.
Mehr unter:
www.krieg-online.de
Ergonomischer Arbeitsplatz von
Krieg, der auch auf der LogiMAT
zu sehen war. Foto: Krieg
02/25
23
LOGIMAT
Intralogistik: individuelle Automatisierung
Traditionell empfiehlt sich TRAPO mit kompakten Automatisierungen aus
einer Hand: Zur Stuttgarter LogiMAT 2025 spielte das Unternehmen aus dem
westfälischen Gescher-Hochmoor seinen Trumpf als Systemintegrator mit
umfangreichem eigenen Produktportfolio aus. TRAPO bietet individuelle
Automatisierungslösungen und ist Spezialist für die Umsetzung auf begrenzter
Fläche.
Mit breit aufgestellter Fördertechnik-Kompetenz
ist TRAPO groß geworden:
Bis heute optimieren Lösungen
den Materialfluss in Produktion und
Warehouse. Der Mehrwert: Kunden
decken den Gesamtbedarf an Hardund
Software über einen zentralen
Partner ab, wobei auch Bestandsanlagen
und Drittmaschinen in das
Konzept eingebunden werden.
Mobile Alternativen
Parallel zu starr verbauter Fördertechnik
stellt das Vertriebsteam
heute auch mobile Alternativen vor.
Einerseits, damit Raum – insbesondere
bei begrenzter Fläche – flexibel
nutzbar bleibt. Andererseits, um einfache
und sichere Lösungen zu bieten,
um wechselnde Anforderungen
beantworten zu können.
MOVELI
Zur Messe zeigte TRAPO ein
AMR mit innovativem Aufsatzmodul
und Docking Stationen von
MOVELI sowie speziell entwickelte
Übergabeförderer, die eine sichere
Übergabe von Paletten an bestehende
Fördersysteme gewährleisten.
Eine patentierte Innovation der
Schweizer Moovimenta Gruppe, zu
der seit 2019 auch TRAPO gehört.
Sie setzen in der Intralogistik für
Boxen und Paletten neue Standards.
Weiteres Plus: Die Aufsätze sind
mit den wichtigsten AMR-OEMs
kompatibel. Während der LogiMAT
übernahm ein AMR mit MOVELI-
Aufsatz eine Palette mit Kartons, um
Der kleine TCP kann als „Kollege“ ohne Zaun arbeiten
diese einem TRAPO Cobot Palletizer
(TCP Serie) anzuliefern, der als
„Kollege“ ohne Zaun palettieren und
depalettieren kann. Die Lösungen
von MOVELI sind darauf ausgerichtet,
die Effizienz von Lager- und
Produktionsanlagen in verschiedenen
Branchen zu beschleunigen
und zu optimieren. MOVELI bietet
Zusatzmodule in Schweizer Qualität
für den Einsatz mit autonomen mobilen
Robotern (AMRs) und setzt
damit neue Standards in der Intralogistik
für Kisten und Paletten.
Kleiner Roboter -
große Entlastung
Der TCP passt durch jede Tür und
empfiehlt sich so als Performance-
Modell für den leichten Einstieg in
das automatisierte Palettieren. Geliefert
auf nur zwei Paletten, kommt
der mobil verfahrbare Roboter, der
als „Kollege“ ohne Zaun agieren
kann, überall dort zum Einsatz, wo
seine Palettierleistung gefordert
ist. Damit wird er insbesondere in
Zeiten des Fachkräftemangels zum
entlastenden zuverlässigen Partner
für Mitarbeitende. Auch ein Nachrüsten
ist möglich.
Neue Features und
Funktionen beim TLS 3600
Das TRAPO Ladungs System
(TLS 3600) besteht grundsätzlich
aus dem autonom agierenden Fahrzeug
plus Dock. Dock plus Fahrzeug
gibt es sowohl als fest installiert
(Fixed) als auch als verfahrbare Variante
– auf Rädern (Wheel) oder
Schienen (Rail) gesetzt. Folglich
kann es wahlweise als 1:1 Lösung
oder zum Bedienen mehrerer Ladeluken
eingesetzt werden. Mit verkürzter
Länge und gleich drei Ausführungen
bietet das TRAPO TLS
3600 neue Features und zugleich
die ideale Lösung für jede Verladeanforderung:
Zum Verladen von je
3 Euro- Paletten längs oder 2 Eurooder
Industrie-Querpaletten plus einer
Kombination aus beidem. Neben
Koffer-Lkw können Fahrzeuge mit
Plane und umlaufender Bordwand
autonom be- und entladen werden.
TRAPO GmbH
Als verlässlicher Systemintegrator
mit eigenem umfangreichen
Produktportfolio bietet die TRAPO
GmbH weltweit Lösungen für automatisierte
Intralogistik: mit maßgeschneiderter
Robotik, Fördertechnik,
(De-)Palettiersystemen, autonomen
Fahrzeugen und Safety-Tools.
Mehr unter: www.trapo.de
Autonomes be- und entladen von Fahrzeugen
Die Lösungen von MOVELI sind
darauf ausgerichtet, die Effizienz
von Lager- und Produktionsanlagen
in verschiedenen
Branchen zu beschleunigen
und zu optimieren.
24 02/25
SMART
Sick auf der Smart Automation 2025
DI (FH) Christoph Ungersböck, Geschäftsführer Sick Österreich: „Wir freuen
uns schon auf die Smart Automation, die bei uns ganz im Zeichen des persönlichen
Netzwerkens stehen wird.“ Die Produkte kommen beim Sensorspezialisten
diesmal also an zweiter Stelle. Zu den ausgesuchten Highlights, die
auf der Smart Automation live gezeigt werden, gehören Lösungen aus den
Bereichen Safety, Robotik, Logistik und Vision. Zu sehen gibt es unter anderem
interaktive Exponate zu den Themen AGVs sowie Vision und den vielseitigen
microScan3, die Visionary T-mini und Inspector-Kameras.
DI (FH) Christoph Ungersböck,
Geschäftsführer Sick Österreich
Fotos: © SICK
Wenn die Umgebung rau
ist: Der Sicherheitslaserscanner
microScan3
sorgt für die Absicherung unterschiedlichster
Applikationen – von
stationär bis mobil, von einfach bis
komplex.
Sicherheitslaserscanner
für anspruchsvolles Umfeld
Die innovative Scantechnologie
safeHDDM verleiht dem
microScan3 eine herausragende
Der Sicherheitslaserscanner microScan3 sorgt für die Absicherung
unterschiedlichster Applikationen – von stationär bis mobil, von
einfach bis komplex.
Robustheit – er liefert hochpräzise
Messdaten sogar bei Staub und
Fremdlicht. Ein deutliches Plus in
Sachen Produktivität und Verfügbarkeit
von Maschinen. Darüber hinaus
punktet der microScan3 mit seiner
Schutzfeldreichweite von bis zu 9 m
sowie einem Scanwinkel von 275°.
Und das bei bis zu 128 frei konfigurierbaren
Feldern und 8 simultanen
Schutzfeldern. Die verschiedenen
Varianten des microScan3 lassen
sich einfach und sicher in zahlreiche
Netzwerke integrieren. Darüber hinaus
bietet der durchdachte Laserscanner
eine rasche Inbetriebnahme
und einfache Diagnose mit der intuitiven
Software Safety Designer und
einem mehrfarbigen Display.
3D-Umgebungserfassung
erschließt neue Dimensionen
Mit der weltweit ersten 3D-Timeof-Flight-Kamera
mit Sicherheitszertifizierung
Performance Level
c erschließt SICK eine neue Dimension
in der Sicherheitstechnik.
Die kompakte und gleichzeitig
robuste safeVisionary2 ermöglicht
eine sichere, dreidimensionale
Umgebungserfassung. Zudem löst
dieses Kamerasystem – dank präziser
Messdaten – zuverlässig die
unterschiedlichsten Automatisierungsaufgaben,
wie zum Beispiel
die konturbasierte Navigation von
mobilen Fahrzeugen. Oft lassen
sich so zusätzliche Hardwarekomponenten
einsparen. Hohe Verfügbarkeit:
Da die safeVisionary2
ohne bewegliche Teile arbeitet, ist
sie auch für hohe mechanische Belastungen
und den Dauerbetrieb
bestens gerüstet.
Zu sehen bei Sick auf der
Smart Automation:
Standnummer 435A
oder vorab unter: www.sick.at
Die safeVisionary2 ist die weltweit erste 3D-Time-of-Flight-Kamera
mit Sicherheitszertifizierung Performance Level c.
02/25
25
PRODUKTION
Produktion recycelbarer Kunststofffolien bei Constantia
MDO-Anlage von Hosokawa Alpine mit 12
Constantia Flexibles, ein weltweit führender Anbieter von flexiblen Verpackungen
für Konsumgüter und Pharmaprodukte mit Hauptsitz in Wien, hat an seinem
Standort in Pirk in der Oberpfalz eine moderne 5-Schicht-Blasfolien-Anlage
mit Inline-MDO (Machine Direction Orientation) von Hosokawa Alpine in
Betrieb genommen. Statt der sonst üblichen zehn Rollen verfügt diese MDO über
zwölf. Dadurch erhält die Folie mehr Zeit, sich nach dem Strecken abzukühlen.
Dies verbessert die Homogenität und physikalischen Eigenschaften der gereckten
Folie und ist einer der vielen kleine Bausteine für bessere Folienqualität.
26
Die neue Maschinentechnologie
nutzt Constantia
Flexibles unter anderem
zur Herstellung von EcoLam High-
Plus. Es ist eines der Produkte der
monopolymeren EcoLam-Familie
des Unternehmens auf PE-Basis.
„Verpackungsmaterialien und Folien
aus Kunststoff sind ein wesentlicher
Bestandteil unserer modernen Welt“,
erklärt Prof. Dr. Achim Grefenstein,
Head of Group Research and
Development bei Constantia Flexibles.
In den letzten Jahren habe
sich im Zuge der Bemühungen um
mehr Umweltschutz die Nachfrage
nach nachhaltigeren Verpackungslösungen
kontinuierlich erhöht. Die
Verwendung von Mono-Materialien
oder Verpackungslaminaten aus
jeweils einem einzigen Material
gewinnt daher immer mehr an Bedeutung
für den Übergang zu einer
echten Kreislaufwirtschaft. Diesen
Trend möchte Constantia Flexibles
aktiv mitgestalten.
02/25
Kreislaufwirtschaft
Mono-Materialien erfüllen die
Voraussetzungen für eine Kreislaufwirtschaft
„Wir verfolgen
einen 360-Grad-Ansatz, um recycelbare
Lösungen aus Papier, Aluminium,
Polypropylen und Polyethylen
anbieten zu können“, betont
Prof. Dr. Grefenstein. Das Ziel sei
grundsätzlich die Entwicklung und
Produktion nachhaltig-innovativer
Verpackungslösungen, die sowohl
die Kundenbedürfnisse optimal
erfüllen als auch die negativen
Auswirkungen auf die Umwelt minimieren.
Sein Kompetenzzentrum
für Folien hat Constantia Flexibles
in Pirk mit 800 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern sowie einer großen
R&D-Abteilung. Dort werden
Rezepturen entwickelt und in
einem firmeneigenen Labor getestet
und geprüft. Zudem werden in
dem Werk alle Produktionsschritte
realisiert – von der Extrusion
über die Metallisierung und Bedruckung
bis hin zu Laminierung,
Rollenschneiden und Konfektionierung.
„Für uns war die Anschaffung
einer MDO-Maschine am
Standort Pirk der nächste logische
Schritt zur Erweiterung unseres
Leistungsspektrums“, so Prof. Dr.
Grefenstein. Denn die damit hergestellten
Mono-PE-Folien sind
recycelbar, reduzieren den Kunststoffverbrauch
und minimieren
die Umweltauswirkungen im Vergleich
zu Verbundfolien aus mehreren
Werkstoffen. „Für uns sind
das die Schlüsselelemente einer
funktionierenden Kreislaufwirtschaft,“
ergänzt Grefenstein.
Leistungsstarke Monomaterialverbunden
aus Polyethylen
Die Hosokawa Alpine MDO-
Technologie ist ein entscheidender
Baustein für die Herstellung von leistungsstarken
Monomaterialverbunden
aus Polyethylen und basiert auf
monoaxialem Recken von Blasfolien.
Dabei wird die Folie zwischen
zwei Walzen gezogen, die sich mit
unterschiedlicher Geschwindigkeit
drehen. Je nach Anwendung
läuft die Folie über acht bis zwölf
Walzen, davon zwei Reckwalzen.
Nach dem Aufheizen auf die optimale
Temperatur wird die Folie in
der Reckphase auf das gewünschte
Die moderne 5-Schicht-Blasfolienanlage mit Inline-MDO
bei Constantia Flexibles in Pirk verfügt über zwölf Rollen.
Dies verbessert die Homogenität der gereckten Folie, da
sie mehr Zeit hat, sich nach dem Strecken abzukühlen.
Reckverhältnis gebracht. Durch den
Reckvorgang wird die Foliendicke
reduziert, während die optischen
und mechanischen Eigenschaften
verbessert werden. Dazu gehören
beispielsweise Transparenz oder die
Bearbeitungsfähigkeit. „MDO-Folien
weisen aufgrund der Orientierung
im Material auch eine verbesserte
Barrierewirkung auf. Dadurch
bleiben verpackte Produkte länger
frisch und geschützt“, erklärt Frank
Bernotat, Senior Sales Manager bei
Hosokawa Alpine. „Zudem können
wir mit MDO die Dicke und damit
den Materialeinsatz der PE-Folien
reduzieren – ohne Abstriche bei der
mechanischen Leistungsfähigkeit“,
ergänzt Prof. Dr. Grefenstein. Dies
sei besonders wichtig für darauffolgende
Prozessschritte wie das Drucken
oder Kaschieren. Technische
Herausforderungen bezüglich Dickenprofil
und Planlage wurden in
der gemeinsamen Weiterentwicklung
der Anlage von Constantia Flexibles
und Hosokawa Alpine stetig
verbessert, da die Qualität der Blasfolie
einen starken Einfluss auf die
Weiterverarbeitungsschritte hat.
Passgenaue Anlagenkonzeption
und hohe Folienqualität
„Mehr als 100 MDOs von uns sind
inzwischen weltweit im Einsatz“, erzählt
Bernotat. Gemeinsam mit den
Kunden entwirft Hosokawa Alpine
die jeweilige MDO-Blasfolienanlage
passgenau für die gewünschte
Folienproduktion, exakt auf die Bedürfnisse
des Kunden zugeschnitten.
„Das war auch bei Constantia Flexibles
der Fall und ist letztlich ein
Geheimnis für unseren Erfolg. Das
andere ist die Qualität der MDO-
Folien“, so Bernotat. Sie zeichnet
sich durch hervorragende Verarbeitbarkeit,
optimierte Planlage und
keine hängenden Kanten aus. Dafür
sind die Hosokawa MDOs mit drei
einzigartigen Merkmalen ausgestattet:
die TRIO-Technologie (Trim
Reduction for Inline Orientation)
Flexibles: Erste
Walzen im Einsatz
für beste Planlage und Rollenzylindrizität,
die flexible Einstellung des
Reckspalts zur Reduzierung der Einschnürung
und die einzigartige Vakuumtechnologie
für beste Planlage
und hervorragende Prozessstabilität.
Barriereeigenschaften
gezielt anpassen
„Typischerweise wird die MDO-
PE-Folie mit einer PE-Siegelfolie
kombiniert“, so Prof. Dr. Grefenstein.
Möchte man die Barriere
gegenüber Sauerstoff und Wasserdampf
erhöhen, kann auch eine
zusätzliche metallisierte MDO-PE-
Folie in den Verbund integriert werden.
„So können unsere Kunden ein
breites Spektrum an Anwendungen
Die MDO-Technologie von Hosokawa Alpine basiert auf
monoaxialem Recken von Blasfolien. Die so hergestellten
Mono-PE-Folien reduzieren den Kunststoffverbrauch und
verfügen über verbesserte optische und mechanische Eigenschaften.
abdecken“, betont Bernotat. Eine
wichtige Voraussetzung, um eine
Folie metallisieren zu können, ist
eine sehr gute Planlage, die durch
die Vakuum-Walze von Hosokawa
Alpine erreicht wird. Mono-PE-Folien
behalten auch im Verbund ihre
Recyclingfähigkeit bei. In den geschützten
Rezepturen von Constantia
Flexibles kommen beispielswei-
se nur minimale Mengen an notwendigen
Barriereschichten und anderen
funktionalen Schichten zum Einsatz.
Gute Zukunftsaussichten
Der Markt für MDO-Folien und
Mono-PE-Folien ist in den letzten
Jahren stetig gewachsen und wird
voraussichtlich auch künftig eine
positive Entwicklung verzeichnen.
„Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen
Verpackungslösungen und
die verstärkte Sensibilisierung der
Verbraucher für Umweltfragen werden
diesen Trend zur Kreislaufwirtschaft
weiter forcieren“, prognostiziert
Prof. Dr. Grefenstein. „Unsere
MDO-Technologie trägt wesentlich
zur Reduzierung des Kunststoffverbrauchs
und zur Förderung der
Recyclingfähigkeit bei und macht
sie zu einer attraktiven Option für
die Verpackungsindustrie“, schließt
Bernotat. (Autor: Susanne Schwenk,
Project Manager Marketing, Film
Extrusion, Hosokawa Alpine AG)
Mehr unter: www.cflex.com oder
www.hosokawa-alpine.de
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02/25
27
LEBENSMITTELVERPACKUNG
SACMI optimiert Einschlagmaschine
Die vollelektronische Einschlagmaschine HTB setzt mit ihrer Geschwindigkeit
und ihrer Verpackungsqualität Marktstandards. SACMI Packaging & Chocolate
hat das System nun weiter optimiert. Für die äußere Verpackung kann vorgeschnittenes
Papier als Alternative zu Karton verwendet werden. Außerdem
lassen sich neuerdings auch Schokoladentafeln mit hervorstehenden Zutaten
wie zum Beispiel ganzen Haselnüssen effizient verarbeiten.
Die HTB ist mit ihrer Geschwindigkeit
von bis zu
250 Takte pro Minute die
weltweit schnellste Einschlagmaschine
für Schokoladentafeln und
-riegel. Neben der außergewöhnlichen
Leistung beeindruckt die
Flexibilität der Maschine. Es lassen
sich Schokoladentafeln mit Innenund
Außenverpackung produzieren.
Die innere Verpackung wird
an drei Seiten versiegelt. Bei der
Versiegelung sind Zeit, Druck und
Temperatur Teil eines kontinuierlichen,
adaptiven Durchsatzes, der
auf das jeweilige Verpackungsmaterial
und die Produkteigenschaften
abgestimmt ist. Auch die neueste
Generation umweltfreundlicher
Materialien lässt sich problemlos
verarbeiten. Für die äußere Verpackung
kann jetzt statt Karton auch
vorgeschnittenes Papier verwendet
werden.
Kleine Stellfläche
Schokoladenhersteller können die
HTB dank ihrer kleinen Stellfläche
einfach in Verpackungslinien
integrieren und haben die Wahl
Die Einschlagmaschine HTB
kann jetzt auch Schokoladentafeln mit
hervorstehenden Zutaten wieganzen
Haselnüssen verpacken.
zwischen einer Links- und einer
Rechtsausführung. Weitere Vorteile
sind der schnelle Formatwechsel
sowie die bedienerfreundliche Einrichtung
und Steuerung. Das ergonomische
Design von Rollenhalter
und Zuschnittmagazin erleichtert
die Bedienung. Große, transparente
Schutzvorrichtungen sorgen für
Sicherheit und begünstigen Wartungsmaßnahmen.
Ein spezieller,
freitragender Rahmen vermeidet
Fotos: SACMI Packaging & Chocolate
die Ansammlung von Produktrückständen
und schafft einen guten Zugang
für die Reinigung. Besonders
anwenderfreundlich sind auch das
schnell demontierbare Bandsystem
sowie die speziellen Führungseinheiten
für die Offenlegung von
zu prüfenden Bereichen. Darüber
hinaus verfügt die HTB über ein
Selbstdiagnose-Kit für die Echtzeitwartung.
Bei Unregelmäßigkeiten
sendet die Verpackungsmaschine
Warnmeldungen und eröffnet eine
Remoteverbindung zum Service.
Sensoren überwachen Verbrauch,
Arbeitszeiten und Effizienzindikatoren.
Mehr unter: www.sacmi.com
60
Mit der Einschlagmaschine HTB können Schokoladentafeln
mit einer Außenverpackung aus vorgeschnittenem Karton
oder Papier produziert werden.
28 02/25
Auch Schokoladentafeln mit hervorstehenden Zutaten wie ganzen
Nüssen lassen sich mit Hochleistung verarbeiten. Haselnüssen verpacken.
Mattierungsverfahren
für hochwertige digitale Etiketten
DRUCK
Die Gallus Gruppe, eine Tochtergesellschaft der Heidelberger Druckmaschinen
AG (HEIDELBERG), gab auf den Gallus Wine Label Days die weltweite
kommerzielle Verfügbarkeit ihres neues Mattierungsverfahrens, Gallus MatteJet,
für die Gallus One bekannt. Zum ersten Mal ermöglicht diese innovative Technologie
Druckereien, profitable digitale Etiketten inline mit einer hochwertigen
matten Oberfläche auf Knopfdruck zu produzieren – eine Entwicklung, die die
digitale Etikettenproduktion im wachsenden Segment der Wein und Spirituosen
Etiketten vorantreiben wird.
Ursprünglich als Durchbruch
in der Forschung auf der
Labelexpo Americas 2024
vorgestellt, führte die starke Marktnachfrage
dazu, dass Gallus die Entwicklung
der Gallus MatteJet-Technologie
beschleunigte. Gallus Matte-
Jet bietet ein qualitativ hochwertiges
Druckergebnis ohne das beim Digitaldruck
übliche glänzende Finish -
historisch gesehen eines der grössten
Hindernisse für die Akzeptanz digitaler
Etiketten - und öffnet damit
die Tür für eine noch vielseitigere
Anwendung im Etiketten- und Verpackungsbereich.
Insbesondere in
den High-End-Segmenten wie Wein
und Spirituosen, wo Marken ein
anspruchsvolles, mattes Premium-
Finish verlangen, eröffnet die Technologie
neue Möglichkeiten. Mit
einem geschätzten Wert von über
3,5 Mrd. USD und stabilen Wachstumsprognosen,
die bis 2033 auf 5,8
Mrd. USD ansteigen, bietet diese
neue Technologie Druckereien eine
lukrative neue Einkommensquelle.1
Markteinführung
Dario Urbinati, CEO der Gallus
Gruppe, kommentiert: „Gallus und
HEIDELBERG freuen sich, die
Markteinführung der Gallus Matte-
Jet Technologie zu verkünden und
die damit verbundenen Möglichkeiten
vorzustellen. Bislang war eine
matte Oberfläche für den digitalen
Inkjetdruck nur durch den Einsatz
von integrierten Flexodruckwerken
oder Weiterverarbeitungsmaschinen
zur Verwendung von Mattlacken
möglich, was Zeit, Komplexität und
Kosten bedeutete. Durch den Wegfall
dieser Lacke können die Kunden
nun diverse Effizienzsteigerungen
ausschöpfen und gleichzeitig die
Oberflächenstruktur des gewünschten
Substrats beibehalten. Infolgedessen
wird der Bedarf an Werkzeugen
und die Reinigung externer
Weiterverarbeitungsmaschinen
überflüssig, was insgesamt zu einem
erheblichen Vorteil führt“.
Intelligentes, effizientes Drucken
„Vor drei Jahren haben wir mit der
Markteinführung der Gallus One die
TCO-Barriere für profitable digitale
Etiketten erfolgreich beseitigt. Mit
Gallus MatteJet haben wir dieses
Konzept weiterentwickelt und bieten
Unternehmen nun alle Vorteile
von digital gedruckten matten Etiketten
- darunter kleine Auflagen,
reduzierte Lagerbestände, verbesserte
Nachhaltigkeit, Personalisierung
und On-Demand-Druck. Diese
strategischen Entwicklungen zeigen
unser Engagement, die Lücke
zwischen dem großen Versprechen
der digitalen Technologien und der
aktuellen Realität für Unternehmen
in unserer Branche zu überbrücken.
Mit dieser Innovation wird der Zugang
zu digitalen Lösungen für eine
größere Anzahl von Druckereien
zugänglich und profitabel, und der
Trend zum ‚intelligenten, vernetzten
Drucken‘ wird weiter unterstützt.“
Druckbreiten
Gallus MatteJet ist so konzipiert,
dass es sich mühelos in die Gallus
One, das Flaggschiff der digitalen
Etikettendruckmaschinen des Unternehmens,
integrieren lässt. Die
neue Innovation kann sowohl in der
Druckbreite von 340 mm als auch in
der neu erweiterten Druckbreite von
430 mm eingesetzt werden, was das
System to Compose Konzept erweitert
und die Leistung und Flexibilität
für Unternehmen weiter erhöht. Das
System to Compose bietet eine modulare
Kombination aus Maschinen,
Workflow- und Serviceoptionen und
ermöglicht es Druckereien und Weiterverarbeitungsunternehmen,
ihr
Technologieangebot kosteneffizient
an die sich ändernden Marktbedürfnisse
anzupassen, um langfristig erfolgreich
zu sein.
Gallus MatteJet ist zudem die
jüngste Innovation resultierend aus
dem Gallus Experience Center, das
vor zwei Jahren als branchenübergreifender
Treffpunkt zur Förderung
von Innovation durch Zusammenarbeit
ins Leben gerufen wurde.
Mehr unter:
www.gallus-group.com
Bild: Gallus Ferd. Rüesch AG
Zum ersten Mal ermöglicht diese innovative Technologie Druckereien,
profitable digitale Etiketten inline mit einer hochwertigen matten
Oberfläche auf Knopfdruck zu produzieren.
02/25
29
PPWR
BOPP-Folien
für die Anforderungen der PPWR
BOPP-Folien sind als Bestandteil flexibler Verpackungen nicht mehr wegzudenken.
Zuletzt konnten große Fortschritte beim Design der Folien erzielt werden, die ihre
vorteilhaften Eigenschaften für ein breiteres Anwendungsspektrum erschließen.
TPL hat daher auch mit Blick auf die Anforderungen der neuen EU-Verpackungsverordnung
(PPWR) das Sortiment um BOPP-Folien erweitert. Neben Standardtypen
werden spezialisierte Produkte an-geboten. Dazu zählen das breite Ultra-
Hoch-Barriere-Portfolio, ausgewählte hitzebeständige Folien sowie matte Folien
mit geringer Dichte.
BOPP-Folien zeichnen
sich generell durch gute
Feuchtigkeitsbarriereund
Siegeleigenschaften, Glanz
und Transparenz, gute Bedruckbarkeit
sowie ihre Zugfestigkeit
aus. Darüber hinaus lassen sie
sich durch Veredelungen optimieren.
TPL führt jetzt ab Lager
ein umfangreiches Angebot an
transparenten und metallisierten
siegelfähigen BOPP-Standardfolien
in verschiedenen Breiten
und Stärken. Darüber hinaus
sind auch Ultrahoch-Barriere-
Folien, hitzebeständige sowie
matte Low-Density-Folien direkt
verfügbar. Weitere BOPP-
Folien sind auf Anfrage erhältlich.
Mono-BOPP-Verpackungen
für Recyclingfähigkeit
Die neuen BOPP-Folien im
Angebot von TPL können Unternehmen
helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele
zu erreichen
und die Anforderungen der im
Februar in Kraft getretenen
EU-Verpackungsverordnung
(PPWR) zu erfüllen. Die bevorstehenden
Anforderungen an
die Recyclingfähigkeit flexibler
Metallisierte BOPP-Folie mit
ultra-hohem Barriereschutz ist
zum Beispiel eine Verpackungslösung
für Kaffeebohnen.
Verpackungen stellen eine Herausforderung
für die Industrie
dar. Mit den BOPP-Spezialtypen
wie Ultrahoch-Barriereund
hitzebeständigen Folien
können Monomaterial-Verpackungen
designt werden, was
die Recyclingfähigkeit erhöht.
Neben dem breiten Produktsortiment
bietet TPL auch Service
rund um die Anwendungsentwicklung
und technische Beratung
bei der Materialauswahl
Metallisierte BOPP-Folie ist eine
Verpackungslösung für Kartoffelchips.
Ein Schlauchbeutel aus matter BOPP-
Folie als Verpackung für Cerealien.
unter Berücksichtigung der gesetzlichen
Änderungen.
Markt befindet
sich im Umbruch
Ralf Meyer, COO von TPL,
kommentiert: «Mit der Sortimentserweiterung
um BOPP-
Folien komplettieren wir unser
bestehendes Angebot und unterstützen
unsere Kunden dabei,
die ideale Verpackung in einem
Markt zu finden, der sich stark
im Umbruch befindet. TPL positioniert
sich damit als One-
Stop-Shop für alle Arten von
flexiblen Folien.»
TPL
TPL (Transparent Paper Ltd.)
mit Hauptsitz in Zürich ist seit
über 60 Jahren der verlässliche
Folienpartner für die flexible
Verpackungsindustrie sowie für
technische Anwendungen und
zählt heute zu den führenden
Anbietern Europas. Das inhabergeführte
Familienunternehmen
unterhält ein Lager mit
über 14.000 Tonnen BOPET-,
BOPA-, BOPP- und Aluminiumfolien
sowie Shrink Sleeves
und bietet der Industrie die
größte Auswahl auf dem Markt.
Über ein Netzwerk von lokalen
Niederlassungen werden Kundenwünsche
flexibel und individuell
erfüllt.
Mehr unter:
www.tpl.ch
Fotos: © TPL
30
02/25
1 Das DS Smith „Jetzt. Und zukünftig.“-Ziel, bis 2025 eine Milliarde Kunststoffteile durch Wellpappe zu ersetzen, wurde bereits ein Jahr früher erreicht.
Alle Infos hier: https://www.dssmith.com/atde/nachhaltigkeit/reporting-hub/nachhaltigkeitsbericht
DS Smith startet neuen Service zur Bewertung der
Der global tätige Anbieter innovativer Wellpappe-Verpackungslösungen, DS
Smith, mit den österreichischen Standorten in Margarethen am Moos, Kalsdorf,
Neumarkt am Wallersee und Wien gibt die Einführung einer neuen Dienstleistung
bekannt, mit der Unternehmen die Recyclingfähigkeit ihrer Verpackungen
bewerten können. Der Recyclability Evaluation Service (RES)
wurde entwickelt, um den wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen von
Gesellschaft, Konsumenten und Unternehmen gerecht zu werden – insbesondere
im Hinblick laufende Änderungen in der Verpackungsgesetzgebung.
SERVICE
Recyclingfähigkeit von Verpackungen
Die Gesetzgebung entwickelt
sich ständig weiter,
um die Entwicklung
nachhaltigerer Verpackungslösungen
zu fördern. Angesichts
der zahlreichen Anforderungen
an Verpackungen (Recyclingfähigkeit,
Leistungsfähigkeit,
Ästhetik) wird es immer anspruchsvoller,
allen gerecht zu
werden. Um Unternehmen bei
der Bewältigung dieser Herausforderungen
zu unterstützen,
führt DS Smith im Rahmen des
Recyclability Evaluation Service
(RES) spezifische Tests durch,
um die Recyclingfähigkeit von
faserbasierten Verpackungen zu
bestimmen. „Ich freue mich, die
Einführung von RES für Verpackungshersteller
aller Größen
bekannt geben zu können. Bisher
haben wir dafür gesorgt, dass
unsere eigenen Verpackungen zu
100 Prozent recycelbar sind. Jetzt
richten wir unseren Blick über
die von uns hergestellten Verpackungen
hinaus.“, sagt Jonathan
Edmunds, Head of Recyclability,
Sustainability and Government
Affairs bei DS Smith Recycling.
Foto: © DS Smith
Entwicklungslabor
Die Tests werden im hoch-
modernen Entwicklungslabor
Kemsley (Großbritannien)
durchgeführt und entsprechen
den Industriestandards von CE-
PI und 4evergreen. Die Kunden
von DS Smith erhalten detaillierte
Daten und einen Analysebericht,
der die Ergebnisse
zusammenfasst und eine Bewertung
der Recyclingfähigkeit der
Verpackung von -100 bis +100
ermöglicht.
Prüfen und verbessern
Edmunds fährt fort: „In einem
sich ständig verändernden Umfeld
können wir mit RES die
Recyclingfähigkeit aller bestehenden,
faserbasierten Verpackungen
unserer Kunden prüfen
und verbessern, um sicherzustellen,
dass sie der Konkurrenz
stets einen Schritt voraus sind.
Für Unternehmen wird es immer
wichtiger, die Zusammensetzung
ihrer Verpackungen zu verstehen.
Als erstes integriertes Papier-,
Verpackungs- und Recyclingunternehmen,
das diesen Service
anbietet, sind wir in der besten
Position, um sie zu beraten. Wir
zeigen nicht nur Probleme auf,
wir können sie auch lösen.“
Erfolgsrezept:
Innovatives Kreislaufdesign
Neben dem Testservice bietet
DS Smith seinen Kunden auch
die Möglichkeit, sich von Design-
und Innovationexperten
über die Nachhaltigkeit ihrer
Verpackungen beraten zu lassen.
Dieser Service hat auch wesentlich
dazu beigetragen, dass DS
Smith kürzlich sein Ziel, mehr
als eine Milliarde Kunststoffteile
durch Wellpappe zu ersetzen, ein
Jahr früher als geplant erreicht
hat. 1
Alle Designer:innen bei DS
Smith wurden in den Kreislauf-
Design-Prinzipien und -Messgrößen
des Unternehmens geschult,
die in Zusammenarbeit
mit der Ellen MacArthur Foundation
entwickelt wurden. Sie
unterstützen dabei, die Verpackungsleistung
in Bereichen
wie Recyclinganteil und Recyclingfähigkeit,
geschätzte CO 2 -
Emissionen, überschüssige Abfallmengen
und Lieferkettenparameter
in Zusammenarbeit mit
den Kunden zu bewerten. Seit
ihrer Einführung wurden mehr
als 100.000 Entscheidungen
zum Verpackungsdesign von den
Kreislauf-Design-Messgrößen
des Unternehmens beeinflusst.
Die Implementierung von RES
unterstützt das unternehmensweite
Ziel von DS Smith, Verpackungen
für eine sich wandelnde
Welt neu zu definieren.
Mehr: www.dssmith.com/at
02/25
31
ETIKETTEN
Power für die Zukunft auf sieben Seiten
Ulrich Etiketten und Verpackungen in Höbersdorf hat im März die größte
Flexo-Etikettendruckmaschine des Landes in Betrieb genommen. Das seit über
150 Jahren tätige Familienunternehmen hat in eine hochmoderne MPS EF 530
mit 13 Druckwerken investiert, mit der neben Etiketten auch bis zu 7-seitige
Multilayer - Etiketten produziert werden können.
Die neue Anlage ermöglicht
die Herstellung hochpräziser,
mehrlagiger Etiketten
für komplexe Anwendungen.
Geschäftsführer Dr. Rainer Ulrich:
„Mehrschichtige Etiketten sind die
intelligente Lösung für die moderne
Produktkennzeichnung. Wir
können Lösungen aus Papier und
Kunststoff anbieten. Die Etiketten
mit PP-Folie wurden speziell
für Verpackungen und Behälter
aus Kunststoff entwickelt. Die
3-seitigen Twin Labels sowie die
5-seitigen Triple Labels und unsere
siebenseitigen Peel-and-Reseal-
Labels erfüllen alle Anforderungen
an das Verpackungsrecycling. Für
unser Team war der Aufbau dieser
Hightech-Anlage eine spannende
Herausforderung, die wir mit Begeisterung
angegangen sind. Diese
Investition bringt uns technologisch
einen großen Schritt nach vorne.
Der Aufbau der größten Flexo-Etikettendruckmaschine
des Landes
ist abgeschlossen – ein bedeutender
Meilenstein für uns! Die Hochleistungsanlage
läuft bereits erfolgreich
im Produktionsbetrieb. Mit 13
Druckwerken eröffnet die neue Maschine
ein erweitertes Spektrum an
Gestaltungsmöglichkeiten für komplexe
und hochpräzise, mehrlagige
Etiketten.“
seinen Kunden zukunftsorientierte
Lösungen und grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten.
Mehrschichtige Etiketten
Mehrschichtige Etiketten bieten
viel Platz auf wenig Fläche. Sie ermöglichen
die Darstellung umfangreicher
Informationen, mehrsprachiger
Inhalte oder gesetzlich vorgeschriebener
Hinweise – ohne das
Verpackungsdesign zu überladen.
Auch für Marketingzwecke sind sie
ideal: So lassen sich z. B. QR-Codes,
Sammelaktionen oder auch Gewinnspiele
schnell und unkompliziert
integrieren. Dank innovativer
Klebstofftechnologie und präziser
Verarbeitung bleiben sie auch unter
anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig
haften – von der Produktion
bis zur Anwendung beim Endverbraucher.
Multilayer-Etiketten sind
besonders in Branchen mit hohem
Informationsbedarf gefragt – etwa
in der Pharma-, Lebensmittel-, Kosmetik-
oder Chemieindustrie. Sie
vereinen Funktionalität, Effizienz
und Nachhaltigkeit in einem Produkt
– und schaffen dabei gleichzeitig
Raum für kreative Kommunikation,
mehrsprachige Varianten und
interaktive Inhalte. Durch die Möglichkeit,
auf dem zusätzlichen Platz
mehrere Sprachen unterzubringen,
sind bei Produkten, die in verschiedenen
Ländern verkauft werden,
keine unterschiedlichen Etikettenlösungen
notwendig - was auch das
Handling für die Kunden deutlich
erleichtert. „Unser Ziel: Innovative
Etikettenlösungen, die begeistern
– durch technische Präzision und
zukunftsweisende Funktionalität“,
erklärt Dr. Rainer Ulrich, Geschäftsführer
von Ulrich Etiketten und Verpackungen.
Mehr unter: www.ulrich.at
Neue Wachstumschancen
Mit dieser strategischen Investition
verbessert Ulrich nicht nur
die Qualität seiner Produkte, sondern
eröffnet auch neue Wachstumschancen
auf internationalen
Märkten. Das Unternehmen, das
bereits in der 5. Generation Etiketten
druckt, unterstreicht damit sein
Engagement für technologische Innovation
und nachhaltiges Wachstum
in der Etikettendruckindustrie.
Ulrich Etiketten überzeugt mit
seiner Expertise im Etikettendruck
sowie in flexiblen und nachhaltigen
Verpackungen, Booklets und Thermotransferdruckern.
Mit einem
hochmodernen Maschinenpark und
umfangreichen Veredelungsmöglichkeiten
bietet das Unternehmen
32
02/25 Dr. Rainer Ulrich vor
der neuen Anlage
ERÖFFNUNG
Robatech: Neuer Produktionsstandort
Die Robatech AG hat am 21. Februar 2025 mit einer feierlichen Zeremonie seinen
neuen Produktionsstandort in Znojmo, Tschechien, eröffnet. Mit dem neuen Werk
will das Unternehmen seine Nähe zu den europäischen Märkten ausbauen, Lieferwege
verkürzen und seine Wettbewerbsfähigkeit in der EU stärken.
Die offizielle Eröffnungsfeier
des neuen Produktionsstandortes
in Znojmo,
Tschechien, fand am 21. Februar
2025 mit Gästen aus der lokalen
und nationalen Politik statt. In seiner
Eröffnungsrede betonte Firmeninhaber
Marcel Meyer, dass dieses Werk
mehr sei als nur ein neuer Produktionsstandort.
«Es ist ein klares Bekenntnis
zu Wachstum, Kundennähe
und nachhaltiger Innovation.» Yves
Ottiger, CEO von Robatech, ergänzte:
«Mit kürzeren Lieferwegen
und optimierten Prozessen stärken
wir unsere Wettbewerbsfähigkeit in
Europa – und garantieren gleichzeitig
höchste Schweizer Qualitätsstandards.»
Entwicklung und Qualitätssicherung
bleiben in der Schweiz
verankert, um höchste Standards
und Schweizer Know-how zu gewährleisten.
Auf dem anschliessenden Rundgang
durch die Produktion, die
bereits letztes Jahr aufgenommen
worden war, konnten die geladenen
Gäste das von Robatech umgebaute
und neu eingerichtete Gebäude besichtigen.
Während für die momentane
Auslastung genügend Mitarbeitende
gefunden wurden, ist Betriebsleiter
Pavel Holanek noch auf der
Suche nach geeigneten lokalen Lieferanten,
die Aluminiumgussteile,
bearbeitete Teile, Blechstrukturen,
geformte Kunststoffteile sowie elektrische
und elektronische Baugruppen
gemäss den Spezifikationen von
Robatech liefern können. Mit dem
neuen Standort setzt Robatech einen
wichtigen strategischen Schritt
für die Zukunft. Die Kombination
aus Schweizer Qualität und lokaler
Produktion ermöglicht es, Kunden
noch flexibler und nachhaltiger zu
beliefern.
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02/25 33
E-COMMERCE
Der neue Shop für Liner - vom Profi
Seit geraumer Zeit gibt es einen neuen Web-Shop für umweltfreundliche Liner-
Lösungen direkt vom Hersteller. Die von führenden Verpackungs-Spezialisten
der Industrial Packaging Liner Gruppe von Ringmetall produzierten Produkte
können unter www.liner-profi.com auch in kleinen Mengen direkt vom
Produzenten bestellt werden. Der Shop bietet eine einfache und schnelle Online-
Bestellung rund um die Uhr – eine individuelle Beratung per E-Mail oder
Telefon ist möglich.
Die Gruppe bietet hier sein
Produktsortiment für verschiedene
Behältergrößen
und -typen an. Bei den Verpackungslösungen
für die Lebensmittel-,
Pharma-, und chemische Industrie
fokussiert sich die Industrial
Packaging Liner Gruppe auf umweltfreundliche
und recyclingfähige
Verpackungslösungen. Zu den Produktgruppen,
die angeboten werden,
gehören unter anderem: Rundbodensäcke,
Form-Inliner, Staubschutzhauben,
Müllsäcke, Form-Siebe und
Bag in Box-Lösungen.
Zu den Produkten auf dem neuen Web-Shop gehören Form-Siebe, Staubschutzhauben,
Rundbodensäcke sowie Form-Inliner.
Rundbodensäcke
Rundbodensäcke bieten eine innovative
und zuverlässige Lösung
für die Lagerung und den Transport
von Flüssigkeiten, Pulvern und
Granulaten. Sie sind speziell für
runde Behälter wie Kunststoff- und
Stahlfässer, Eimer oder Hobbocks
konzipiert und in verschiedenen
Ausführungen und Stärken erhältlich.
Durch die exakte Formgebung
passen sich Rundbodensäcke an
die Behälter an und verhindern Faltenbildung,
wie sie oft beim Einlegen
eines Flachbeutels entsteht.
Die Säcke werden aus einem hochwertigen,
schlauchförmigen Material
hergestellt und verfügen über
einen runden Boden, der sich durch
seine besonders starke und flüssigkeitsdichte
Schweißnaht auszeichnet.
Der Einsatz von Rundbodensäcken
spart Zeit und Kosten, da
die Reinigung von Behältern entfällt
und ein problemloser Einsatz
von Rührwerken sowie Entleerung
durch Saugpumpen möglich ist.
Die Rundbodensäcke sind in verschiedenen
Größen erhältlich, darunter
25 Liter, 40 Liter, 60 Liter
und 216,5 Liter.
Über die Ringmetall Gruppe
Form-Inliner
Form-Inliner gleiten leicht in das
Behältnis und sind etwas steifer,
glatter und dicker als Rundbodensäcke.
Sie fungieren im Sekundärgebinde
als zweite, innen recht
enganliegenden Haut und haben
einen Kragen, der über die Bordüre
des Fasses gestülpt wird, um
ein sauberes Befüllen zu ermöglichen.
Ideal auch zum Entleeren
des Fasses mit Hilfe einer Fassfolgeplattenpumpe.
Die Form-Inliner
eigenen sich ideal, um Behälter wie
Hobbocks, Kunststoff- und Stahlfässer
zu verkleiden. Er passt sich
faltenlos an den Behälter an. Die
Liner sind besonders für Klebstoffe,
Farben, kosmetische Produkte und
Silikone geeignet. Standardformate
sind hier 25, 30, 60, 120 und
216,5 Liter.
Staubschutzhauben
Staubschutzhauben sind der ideale
Einwegschutz, um gereinigte
Behälter bis zur Benutzung vor
Verschmutzungen zu schützen. Es
gibt sie für Hobbocks, Fässer und
Mischbehälter. Sie stellen eine einfache
und sichere Lösung, vor Verschmutzung
der für die Befüllung
vorbereiteten Behälter dar und können
nach Gebrauch einfach entsorgt
werden.
Müllsäcke
Die Abfallbeutel sind Dickhäuter
und wurden speziell für Anwendungen
entwickelt, bei denen
Durchstoßfestigkeit, Reißfestigkeit
und dichte Schweißnähte von größter
Bedeutung sind. Sie eignen sich
ideal für die Entsorgung von Bauschutt,
Schwermüll, Handwerkerabfällen
und Gartenabfällen.
Form-Siebe
Das Form-Sieb ist perfekt geeignet,
um Feststoffe in Lacken, Pasten,
Klebstoffen, Silikonen und Flüssigkeiten
zu trennen. Form-Siebe können
zudem hervorragend zur Reinigung
von Gegenständen genutzt
werden. Das Reinigungsmittel wird
dabei im Hobbock aufgefangen.
Das Form-Sieb ist ein nahtloser
Behälter, der im Tiefziehverfahren
hergestellt wird und mit einem eingeschweißten
Netz kombiniert wird,
um eine Verunreinigung im Inneren
des Behälters zu vermeiden. Die
vorgeformte Bordüre legt sich über
den Rand des Außenbehälters.
Verschiedene Porengrößen
Die Form-Siebe sind mit verschiedenen
Porengrößen 100 µm (sehr
fein) – 600 µm (grob) erhältlich,
um ihren spezifischen Anforderungen
gerecht zu werden. Form-Sieb
und Netz sind aus Polypropylen
gefertigt und daher chemikalien-
34
Ringmetall SE ist ein international führender Spezialanbieter für Industrieverpackungen (Industrial Packaging).
Das Unternehmen produziert hochsichere Verschlusssysteme und Innenhüllen für Industriefässer für die chemische,
pharmazeutische und die lebensmittelverarbeitende Industrie. Darüber hinaus bietet Ringmetall innovative Verpackungslösungen
für die Getränkeindustrie an.
Mit Produkten, die zu einem hohen Anteil recyclebar sind, leistet das Unternehmen einen Beitrag zur Stärkung der
Kreislaufwirtschaft und der Nachhaltigkeit seiner Endkunden. Neben der Konzernzentrale in München ist die Unternehmensgruppe
mit weltweiten Produktions- und Vertriebsniederlassungen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, der
Türkei, den Niederlanden sowie China und den USA vertreten. 2023 erwirtschaftete Ringmetall mit 867 Mitarbeitenden einen
Konzernumsatz von 181,6 Millionen Euro.
02/25
Mehr unter: www.ringmetall.de
Bag-in-Box-Lösungen
liegen im Trend
beständig, flexibel und robust. Das
Form-Sieb ist einfach handzuhaben
und kann als Einweg- oder Mehrwegeinheit
verwendet werden. Es
passt in 20-30 Liter Hobbocks, ist
selbstfixierend und fällt nicht nach
innen. Das Form-Sieb ist für Heißabfüllungen
und lösungsmittelhaltige
Produkte geeignet.
Bag-in -Box
Neben Getränkeverpackungen im
Groß- und Einzelhandel für Wein
und Säfte finden Bag-in-Box-Verpackungen
auch in der Hotellerie
und Gastronomie u.a. im Bereich
der Postmix-Getränke (Konzentrate)
sowie in Industriebereichen
ihre Anwendung. Bei Molkereiprodukten,
Speiseölen, Soßen
oder Flüssig-Ei für Großküchen
genauso wie in der chemischen
Industrie oder für Schmierstoffe
Auch Müllsäcke
sind im Programm
in der Automobilindustrie. Es gibt
hier Komplettsets für 2,25 sowie
3,75 und 4,5 Liter. Ein Set besteht
aus einem Karton mit besonders
schonendem Boden und einem
Beutel. Perfekt geeignet zur Abfüllung
von Flüssigkeiten wie Säften,
Wein, Ölen und vielen anderen
Produkten.
Der neue Shop für Liner – vom
Profi – hilft Ihnen dabei, mit hochwertigen
Industrieverpackungen, die
Kosten zu senken und die Umweltbelastung
zu reduzieren.
Über die Fassauskleidungen,
Fassabdeckungen, Polyethylenbeutel
und mehr finden Sie unter:
www.liner-profi.com
VIELFACH
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Gewinner Staatspreis
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02/25
35
WIRTSCHAFT
CARINI investiert über 9 Millionen
CARINI setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft: Das Familienunternehmen
in vierter Generation investiert über 9 Millionen Euro in die Modernisierung
seines Maschinenparks. Mit dieser wegweisenden Entscheidung treibt
CARINI nicht nur Effizienz und Qualität voran, sondern stärkt gleichzeitig
seine Vorreiterrolle in der Drucktechnologie.
Diese Investition ist die
Größte in unserer 85-jährigen
Unternehmensgeschichte
und damit ein Meilenstein
für uns“, erklärt Simon Sohm, Mitglied
der Geschäftsführung. „Unser
Ziel ist es, unseren Kunden höchste
Qualität zu bieten und gleichzeitig
die Weichen für eine umweltbewusste
Zukunft zu stellen.“ Ein besonderer
Fokus liegt dabei auf ressourcenschonenden
Technologien,
denn die neuen Maschinen minimieren
den ökologischen Fußabdruck
erheblich.
„
Nachhaltige Technologien für
eine umweltbewusste Zukunft
Ein zentraler Bestandteil der Modernisierung
ist die Integration umweltfreundlicher
Lösungen. Hochmoderne
LED-Trocknungssysteme
ersetzen herkömmliche UV-Quecksilberröhren
– ein wichtiger Schritt
zur Reduzierung der CO 2 -Emissionen.
„Nachhaltigkeit ist für uns
kein Trend, sondern eine langfristige
Verantwortung“, stellt Simon Sohm
fest. „Mit diesen Technologien optimieren
wir nicht nur unsere Prozesse,
sondern übernehmen auch
Verantwortung für die Umwelt.“
Damit unterstreicht CARINI sein
Engagement für nachhaltige Innovationen
und eine umweltfreundliche
Produktion.
Seit heuer lenkt ein starkes und eingespieltes Team die Geschicke des
Unternehmens: Edgar Sohm bringt mehr als drei Jahrzehnte CARINI-
Know-how in die Geschäftsleitung mit ein, führt die Bereiche Personal
und QSGU und wird sich mit seiner Erfahrung verstärkt dem Vertrieb
widmen. Simon Sohm leitet die Produktionsbereiche sowie die
Haustechnik, Anwendungstechnik und Druckvorstufe. Als vierte
Generation im Familienunternehmen setzt er wichtige Akzente für
die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. Christian Zoll,
Jurist und ehemaliger Geschäftsführer der Industriellenvereinigung
Vorarlberg, übernimmt die Verantwortung für die Bereiche Vertrieb,
Marketing und Finanzen. Michael Dür verantwortet den Bereich
Supply Chain Management, erweitert sein Aufgabenfeld um die IT
sowie die Arbeitsvorbereitung und bringt seine fundierte Lean-
Management-Expertise in die Weiterentwicklung des Unternehmens ein.
Ausbau des
Produktportfolios durch
modernste Drucktechnologien
Durch die neuen Investitionen
im Offset- und Digitaldruck baut
CARINI weiterhin auf unterschiedliche
Technologien und kann damit
verschiedenste Kundenwünsche
optimal umsetzen. Neue Innovationen
bei den neu angeschafften
Maschinen erweitern das bisherige
Produktportfolio abermals, was die
Marktposition von CARINI langfristig
stärkt.
Investition als
Bekenntnis zum Standort
Mit der Modernisierung des Maschinenparks
investiert CARINI
nicht nur in technologische Exzellenz,
sondern auch in die langfristige
Sicherung von Arbeitsplätzen in
Lustenau. „Diese Investition ist ein
klares Bekenntnis zur Zukunft unseres
Unternehmens und auch zum
Standort Vorarlberg“, betont Simon
Sohm. „Durch Investitionen in unseren
Maschinenpark bleiben wir
wettbewerbsfähig, stärken unsere
Marktführerschaft und stellen sicher,
dass wir den hohen Ansprüchen unserer
Kunden auch in den kommenden
Jahren gerecht werden.“
Mehr unter: www.carini.at
Unter dem Leitgedanken „Konzentration auf das Wesentliche“ wurde in den letzten Jahren bei Carini das Corporate Design
überarbeitet. So präsentiert sich nun beispielsweise das Logo deutlich moderner, klarer und konsequent reduziert auf den Kern
des ursprünglichen Unternehmenszeichens. Auch der Eingangbereich wurde gerade neu gestaltet sowie auch die Besprechungszimmer
zu modernen Meeting-point umgebaut. (Bilder rechts - KOMPACK berichtete) Heuer wird in nachhaltige Technologien und modernste
Drucktechnologien investiert.
36 02/25
MESSE
Berührungslose Sauerstoffmessung
Als Spezialist für Etikettier- und Drucksysteme verschiedenster Art präsentiert
sich die ELS – European Labelling System GmbH auf der diesjährigen IFFA in
Halle 12.1, Stand B 78. Das Produktportfolio des in Werther ansässigen Unternehmens
reicht von elektrischen Etikettiermaschinen zum einfachen Verarbeiten
von Haftetiketten über kompakte Halbautomaten bis hin zu vollautomatischen
Etikettiersystemen.
Als ideale Ergänzung des
Fertigungsprogramms
zeigt die ostwestfälische
Firma in Frankfurt erstmals ihr
neuentwickeltes System Oxy-
Scan-inline zur exakten Messung
des Restsauerstoffgehalts
in MAP-Verpackungen.
Merkmale
Dementspechend bieten Thermoformer,
Traysealer und
Schlauchbeutelmaschinen optimale
Einsatzmöglichkeiten für
das innovative System. Seine
signifikanten Merkmale sind,
dass es – als Alternative zur
herkömmlichen Stichprobenprüfung
- berührungslos und somit
zerstörungsfrei arbeitet und
dies inline direkt an der Verpa-
ckungsanlage ohne Verringerung
der Linienleistung. Die Bandgeschwindigkeit
darf dabei bis zu
84 m pro Minute betragen. Neben
der eigentlichen OxyScan-
Messeinheit ist das ELS EF-
Gerät zur Platzierung spezieller
Sensor-Etiketten auf die Innenseite
der Verpackungsfolie die
zentrale Hardware-Komponente
des Systems.
Sensor belichtet das Etikett
Das Messverfahren nutzt die
fluoreszierenden Eigenschaften
eines Farbstoffs auf dem Etikett.
Der Sensor belichtet das Etikett
mit einer bestimmten Wellenlänge.
Abhängig von der Sauerstoffkonzentration
in der MAP-Verpackung
reflektiert der Farbstoff
Foto: ELS
unterschiedlich. Das wird vom
Sensor erfasst und der Sauerstoffgehalt
wird mit dieser Information
genau errechnet. Der
Wert wird sowohl angezeigt als
auch protokolliert. Zudem werden
Verpackungsundichtigkeiten
erkannt. Die Sensor-Etiketten
entsprechen allen relevanten
EU-Vorschriften für Materialien
mit direktem Lebensmittelkontakt
und haben ebenfalls
die FDA-Zulassung. Von jeder
Etikettenrolle, die einen Außendurchmesser
von ca. 390 mm
hat, können über 50.000 Labels
zugeführt werden.
Mehr unter:
www.els-gmbh.de
Ringwickler
● ● aut. aut. Wickelfolienwechsler
● ● aut. aut. Deckblattrollenwechsler
● ● Doppelwickelkopf uvm.
Ing. Ing. Josef Josef Riegler Verpackungstechnik GmbH & & Co Co KG KG
www.riegler‐verpackungstechnik.com
office@riegler‐verpackungstechnik.com
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02/25
37
WIRTSCHAFT
PPWR als Chance und Wettbewerbsvorteil
Die EU-Verordnung PPWR (Packaging + Packaging Waste Regulation), die
seit Beginn dieses Jahres in Kraft getreten ist, stellt die Wirtschaft als Ganzes
und natürlich die Verpackungsindustrie im Besonderen vor riesige Herausforderungen.
Mit umfangreichen Vorbereitungen will Marzek Etiketten+Packaging
die gesetzlichen Vorgaben nicht nur bestmöglich erfüllen, sondern sich als
Vorreiter für Nachhaltigkeit in der Branche positionieren.
Als Teil des Green Deals
der EU sollen durch die
Verordnung über Verpackungen
und Verpackungsabfälle
(PPWR) eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft
für Verpackungen in
der gesamten EU entwickelt und
Verpackungsmaterialien reduziert
werden. Gemäß dem Motto „Reuse
– Reduce – Recycle“ treten nun
in Etappen Gesetze in Kraft, die die
EU diesem Ziel Schritt für Schritt
näherbringen sollen. So müssen z.B.
ab 2030 Verpackungen eine Recyclingfähigkeit
von mindestens 70
% aufweisen, um in der EU auf den
Markt kommen zu können. Ebenfalls
ab 2030 müssen Verpackungen
so gestaltet sein, dass Gewicht und
Volumen unter Berücksichtigung
von Form und Material der Verpackung
auf das erforderliche Minimum
reduziert werden.
Herausforderungen
für die Industrie
Obwohl die Regularien nur
schrittweise präzisiert werden,
während gleichzeitig der Zeitraum
bis zu ihrem Inkrafttreten im Jahr
2030 merklich schrumpft, laufen
die Vorbereitungen bei Marzek
Etiketten+Packaging bereits
auf Hochtouren. „Bei Marzek
Etiketten+Packaging sind wir es
gewohnt, uns proaktiv auf neue
Vorschriften vorzubereiten, lange
bevor sie in Kraft treten. So stellen
wir sicher, dass unsere Produkte
und Dienstleistungen stets den neuesten
Anforderungen entsprechen
und wir unsere Kund:innen bestmöglich
beraten und servicieren
können“, erläutert Dr. Johannes
Michael Wareka, CEO von Marzek
Etiketten+Packaging und 4. Generation
der Gründerfamilie. „Eine
besondere Herausforderung besteht
darin, dass es bei der PPWR nicht
nur um das Etikett, sondern um die
Verpackung als Gesamtlösung geht,
bei der alle Komponenten der Wiederverwertbarkeit
in Kombination
berücksichtigt werden müssen“, ergänzt
er.
38 02/25
Dr. Johannes Michael Wareka, CEO von Marzek Etiketten+Packaging
Individuelle Lösungen
Marzek Etiketten+Packaging
liefert meist lediglich eine Komponente
für eine Verpackung, die
dann von den Produzent:innen
mit weiteren Verpackungsteilen
kombiniert wird. Aus diesem
Grund steht die enge Kooperation
mit B2B-Kund:innen im Vordergrund,
um gemeinsam mit ihnen
eine optimale Lösung zu erarbeiten.
Bei Bogen- und Rollenetiketten,
die in der Regel auf Flaschen,
Schachteln, Folien oder sonstigen
Containern fast immer vollflächig
aufgeklebt oder darübergestülpt
werden, muss es das Ziel sein, dass
sie entweder im Recyclingprozess
getrennt, abgewaschen bzw. abgelöst
oder gemeinsam mit dem
Container recycelt werden können.
Rundumetiketten, die um Flaschen
angebracht und größtenteils
lediglich punktuell/kleinflächig
verklebt sind, sind im Recyclingprozess
einfacher separierbar und
können meist auch getrennt recycelt
werden.
Recyclingkreislauf
Faltschachteln, Feinkartonage und
Beipackzettel können als nicht-verbundene
Verpackungsteile vorwiegend
einfach im Recyclingkreislauf
weiterverarbeitet werden. Bei
Flexibler Verpackung ist auf die
„Bei Marzek Etiketten+Packaging sind
wir es gewohnt, uns proaktiv auf neue
Vorschriften vorzubereiten, lange bevor
sie in Kraft treten.“
Materialzusammensetzung zu achten:
Einerseits müssen die Barriere-
Eigenschaften zum Produktschutz
eingehalten werden (z.B.: Lebensmittelsicherheit,
Haltbarkeit…) und
andererseits muss die Verpackung
recyclingfähig sein. Monomaterialien
mit dünnen Beschichtungen,
welche ausreichend Barriere-Eigenschaften
haben und gleichzeitig
beim Recyclingprozess nicht stören,
können hier die Lösung sein.
Verpackungen
mit Lebensmittelkontakt
Eine besondere Problematik stellt
der anzustrebende Recyclinganteil
bei Verpackungen mit Lebensmittelkontakt
dar. Hier dürfen selbstverständlich
keine Materialien
eingesetzt werden, welche die Lebensmittel
kontaminieren könnten.
„Generell achten wir bei Marzek
Etiketten+Packaging selbstverständlich
sowohl bei direktem als
auch indirektem Lebensmittelkontakt
auf die Verwendung von ungiftigen
bzw. migrationsarmen Farben,
Lacken und sonstigen Materialien.
Bei indirektem Lebensmittelkontakt
ist es wichtig zu beachten, auf
welche weitere Verpackung die
Etiketten aufgeklebt werden. Auch
dies wird gemeinsam mit unseren
Kund:innen optimal abgestimmt“,
erläutert Dr. Johannes Michael Wareka.
Chance + Wettbewerbsvorteil
Auch wenn es noch viele offene
Fragen zur PPWR gibt, unterschiedliche
Anforderungen für
verschiedene Geschäftsbereiche
bestehen und viele Ausnahmen zu
beachten sind, muss sich die Etiketten-
und Verpackungsindustrie
umgehend auf die neuen Anforderungen
einstellen. „Bei Marzek
Etiketten+Packaging wurden der
gesamte Vertriebsinnendienst, das
Verkaufsteam und das Management
bereits in umfangreichen internen
Schulungen mit externen Spezialisten
mit den Zielen der PPWR
vertraut gemacht“, berichtet Dr.
Johannes Michael Wareka. „Wir
sind der Ansicht, dass die Auswirkungen
der PPWR auf unser
Geschäft erheblich sein werden.
Daher versuchen wir, uns bestmöglich
vorzubereiten und auch unsere
Investitionen bereits jetzt im Hinblick
auf diese Herausforderungen
zu planen“, führt Dr. Wareka weiter
aus. Wie dies schon oft in der
145-jährigen Geschichte des Unternehmens
der Fall war, begreifen er
und sein Managementteam die neuen
Regularien jedenfalls als Chance,
sich weiterhin als kompetenter und
verlässlicher Partner für Weinbau,
Gewerbe und Industrie zu behaupten.
Mehr unter:
www.marzek.at
Foto: Heinzel Group
Heinzel Group nimmt umgebaute PM11 in Laakirchen in Betrieb
und stärkt Marktposition
Die Heinzel Group setzt ihren konsequenten Kurs in Richtung nachhaltiger
Verpackungspapiere fort: Mit einer Investition von rund 140 Millionen Euro
wurde die Papiermaschine 11 (PM11) bei Heinzelpaper Laakirchen umfassend
von der Produktion von Publikationspapieren auf Wellpappenrohpapiere
umgebaut. Die neue Anlage zählt damit zu den fortschrittlichsten Papiermaschinen
Europas.
Mit der bereits seit 2017
umgebauten PM10 und
der nun Anfang April neu
in Betrieb genommenen PM11 stärkt
das Werk Laakirchen seine Position
als leistungsfähiger Produzent
von Wellpappenrohpapieren aus 100
Prozent Recyclingfasern. Die strategische
Entscheidung, die Produktion
von Publikationspapieren schrittweise
einzustellen und sich vollständig
auf Wellpappenrohpapier zu fokussieren,
sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit
von Heinzelpaper
Laakirchen in Oberösterreich.
Investitionen stärken
Effizienz und Nachhaltigkeit
Die PM11 produziert jährlich bis
zu 470.000 Tonnen Wellpappenrohpapier
mit einer Arbeitsbreite von
8,9 Metern und einer Geschwindigkeit
von 1.600 Metern pro Minute.
Um die Umstellung der Produktion
erfolgreich umzusetzen, wurden
in den vergangenen Monaten zahlreiche
begleitende Investitionen am
Standort getätigt: Eine neue Anlage
zur Faserstoffaufbereitung aus Altpapier,
eine neue Altpapierlagerhalle
sowie eine weitere anaerobe Abwasserreinigungsanlage,
welche die Biogasproduktion
am Standort signifikant
steigert und damit zur nachhaltigen
und effizienten Produktion
beiträgt. „Ich freue mich, dass diese
bedeutende Investition erfolgreich
umgesetzt werden konnte und mit
der Inbetriebnahme der PM11 nun
abgeschlossen ist. Mein besonderer
Dank gilt allen Mitarbeitenden sowie
den externen Partnern, die mit
ihrem Engagement, ihrer Effizienz
und ihrem Einsatz die reibungslose
Umsetzung in kurzer Zeit ermöglicht
haben“, betont Sebastian Heinzel,
CEO der Heinzel Group.
Den vollständigen Bericht finden Sie unter www.heinzel.com/2024.
Blick auf PM11
Bild: Heinzel Group/Karl-Heinz Ruber
Nachhaltige Verpackungs
lösungen mit starboard Liner
& starboard Wave
„Wellpappenrohpapiere sind die
Basis für umweltfreundliche Verpackungen
aus Papier. Mit unseren
starboard-Produkten bieten wir unseren
Kunden leichtgewichtige und
stabile Lösungen mit einem Flächengewicht
von 70 bis 160 Gramm
pro Quadratmeter an“, erklärt Thomas
Welt, CEO von Heinzelpaper
Laakirchen, und er ergänzt: „Während
die PM11 verstärkt Produkte
mit niedrigen Grammaturen produziert,
ermöglicht uns der Betrieb
beider Maschinen mit ähnlichen
Produkten eine höhere Flexibilität,
um noch besser auf die Bedürfnisse
unserer Kunden einzugehen.“ Die
nachhaltigen Wellpappenrohpapiere
aus Laakirchen finden vor allem in
Versandverpackungen sowie in der
Industrie Anwendung, darunter in
der Nahrungsmittel- Möbel- und
Konsumgüterbranche. Sie sind aufgrund
eines zertifizierten Hygienemanagementsystems
nach DIN EN
15593 für den Einsatz in Lebensmittelverpackungen
geeignet.
Starke Vertriebspartnerschaft +
internationale Marktpräsenz
Der Vertrieb des erweiterten starboard-Sortiments
erfolgt weiterhin
durch Heinzel Sales, das Vertriebsnetzwerk
der Heinzel Group, das
bereits die Wellpappenrohpapier-
Produkte der PM10 erfolgreich am
Markt etabliert hat. Neben den Kernmärkten
Österreich und Deutschland
sind insbesondere Italien und
Polen wichtige Absatzmärkte. Auch
in kleineren Märkten zeigt die Heinzel
Group eine starke Präsenz.
Heinzel Group 2024
Die Heinzel Group hat heute verzeichnete
2024 Fortschritte bei
strategischem Wachstum und Nachhaltigkeit.
Zu den wichtigsten Initiativen
gehörte die erfolgreiche Inbetriebnahme
der PM6 am Standort
Steyrermühl, welcher am 1.1.2024
integriert wurde. Der Nettoumsatz
Foto: Heinzel Group
WIRTSCHAFT
CEO
Sebastian
Heinzel,
stieg auf EUR 2.164,4 Mio. (exklusive
der stillgelegten Geschäftsaktivitäten
von Raubling). Die Gruppe
erzielte 2024 außerdem eine CO2-
Emissionsreduktion von -4,7%, was
einer Gesamtreduktion von -23,7%
(Scope 1 & 2) seit dem Referenzjahr
2021 entspricht und das Engagement
für die Defossilisierung unterstreicht.
Die Gruppe produzierte
im Jahr 2024 1,31 Millionen Tonnen
Zellstoff und Papier. Der Absatz belief
sich auf 3,17 Millionen Tonnen.
Das EBITDA erreichte 101,9 Mio.
EUR, die Investitionen in Sachanlagen
beliefen sich auf 107,8 Millionen
EUR. Der 2024 begonnene
Umbau der PM11 in Laakirchen,
die am 1. April 2025 die Produktion
von Wellpappenrohpapieren aufgenommen
hat, stellt eine bedeutende
Investition dar und erweitert die Kapazitäten
der Gruppe für nachhaltige
Verpackungspapiere.
Daniela Lorenzer
Ab 1. Juni 2025 wird die Heinzel
Group ihr Führungsteam mit der
Ernennung von Daniela Lorenzer
zur Chief Financial Officer (CFO)
verstärken. Gemeinsam mit CEO
Sebastian Heinzel und COO Karl
Achleitner, der dem Unternehmen
am 1. September 2024 beigetreten
ist, wird sie Mitglied des neuen Führungsteams
sein.
Gemeinsam
„2024 haben wir erneut Robustheit
und Resilienz in einem herausfordernden
Umfeld bewiesen“, sagt
Sebastian Heinzel, CEO der Heinzel
Group. „Angesichts der hohen
Energiekosten, die sich weiterhin
auf energieintensive Industrien wie
die unsere auswirken, setzten unsere
Unternehmen und Teams ihren Weg
erfolgreich fort – gemeinsam.“ Gemeinsam,
„Together“, ist auch das
Leitmotiv des diesjährigen Nachhaltigkeits-
und Jahresberichts,
Mehr unter: www.heinzel.com
02/25
39
AUTOMATISIERUNG
Verpackung ohne Vorsortierung
Ein Fall für den Cobot
Bei MultiPac trifft Vielfalt auf Effizienz: Für die Verpackung verschiedener Konsumgüter
suchte der Verpackungsdienstleister nach einer neuen, kompakten Automatisierungslösung.
Eine wesentliche Herausforderung bestand darin, unsortierte Produkte
präzise aus der Unordnung zu greifen. Fündig wurde das Unternehmen bei Schubert:
Der Cobot tog.519 bietet die platzsparende und flexible Lösung, die MultiPac im
Blick hatte.
Nicht immer verpacken Unternehmen
ihre eigenen
Produkte selbst. In vielen
Fällen lagern sie diesen Schritt an
Lohnverpacker aus. Über das Outsourcing
können Unternehmen auf
ein umfangreiches Portfolio moderner
Maschinen zugreifen – und
sparen dadurch Zeit und Kosten.
Der im baden-württembergischen
Ellwangen ansässige Co-Packer
„MultiPac Verpackung + Montage
GmbH“ hat sich auf Verpackungsdienstleistungen
für verschiedene
führende Konsumgütermarken
spezialisiert. Für diese verpackt er
diverse Produkte in mittleren und
großen Stückzahlen unter anderem
in Faltschachteln, Blister, Trays,
Schrumpffolie und Kartons.
Effiziente und flexible Lösung
Entsprechend umfassend ist der
firmeneigene Maschinenpark, zu
dem seit Sommer 2024 auch zwei
Cobots tog.519 von Schubert gehören.
Aufgrund einer steigenden
Produkt- und Variantenvielfalt
sowie zunehmenden Lohn- und
Standortkosten benötigte das Unternehmen
eine effiziente wie
flexible Lösung für Verpackungsprozesse,
die bis dahin manuell
erfolgten. Die Herausforderung
bestand darin, verschiedenste unsortierte
Produkte wie Tuben, Klebestifte
und Duftclips zur Lufterfrischung
per Pick-and-Place vom
Band aufzunehmen und in vorbereitete
Trays zu setzen.
Automatisierungslösung
mit bis zu 60 Picks pro Minute
MultiPac suchte nach einer leistungsstarken
und zugleich modernen
Automatisierungslösung, die
bis zu 60 Picks pro Minute ermöglicht.
Achraf Ben Salem, Leiter
Cobot-Entwicklung bei Schubert,
berichtet: „Als die Verantwortlichen
bei MultiPac an uns dachten,
hatten sie zunächst unsere hocheffizienten
TLM-Maschinen im
Sinn – und schlossen uns erstmal
aus. Unsere Toploading-Systeme
Bilder: Gerhard Schubert GmbH
Achraf Ben Salem (Entwicklungsleiter Cobot bei Schubert),
Michael Zaun und Matthias Meyer-Böhringer (beide Geschäftsführer
bei MultiPac) freuen sich über die gelungene Verpackungslösung.
Die unsortierten Produkte greift der cobot tog.519 mit
einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Takten pro Minute.
ließen sich in diesem Fall nicht an
eine vorhandene Verpackungsanlage
anschließen. Außerdem hätte
diese Lösung mehr Platz benötigt,
als bei MultiPac vorhanden war.
Glücklicherweise bot unser Cobot
tog.519 eine überzeugende Alternative.“
Zielsicherer und schneller
Griff aus der Unordnung
Der Cobot tog.519 von Schubert
greift bis zu 70 Produkte einzeln
aus der Unordnung und legt diese
zielsicher am vorgesehenen Platz
ab. Dafür sorgt die von Schubert
entwickelte KI-gestützte Bildverarbeitung.
Diese erkennt die
Produkte beim Aufnehmen und
die Umgebung, in der sie platziert
werden sollen. MultiPac kann so
auf eine aufwendige Vorvereinzelung
von beispielsweise Tuben,
Stiften oder Duftclips verzichten.
Cobot sammelt Informatioen
Und noch eine Besonderheit
zeichnet den Cobot tog.519 insgesamt
aus: Sobald er ein Produkt
aufgenommen hat, sammelt er
laufend Informationen über dessen
Zustand, prüft sie und passt
seine Arbeitsschritte daraufhin an.
Beispielsweise muss der Cobot einen
Artikel so in die Trays legen,
dass die Produktöffnung in eine
bestimmte Richtung zeigt. Dazu
hält der Cobot tog.519 die Artikel
kurz vor eine Kamera, durch die er
deren Öffnung erkennt. Je nachdem,
wo diese sich befindet, legt
er das Produkt ab oder wendet es
zunächst.
Formatwechsel
Außerdem überzeugt der Cobot
bei Formatwechseln: Ein Handgriff
genügt, um das Pick-and-
Place-Werkzeug auszutauschen.
Ben Salem erklärt: „Auf gerade
einmal sechs Quadratmetern Produktionsfläche
bieten wir MultiPac
einen kompakten Hochleistungs-
Cobot, der eine effiziente, flexible
und sichere Produktion ermöglicht.
40 02/25
Die PROPAK-
Industrie ...
Das Beispiel zeigt, dass wir nicht
nur große Markenhersteller, sondern
auch kleinere Unternehmen
mit hoher Variantenvielfalt bedarfsgerecht
mit innovativen Anlagen
unterstützen.“
Mehr unter: www.schubert.group
Zahlen und Fakten
Cobot tog.519
• Bis zu 70 Picks pro Minute
aus der Unordnung
• KI-gestützte Bildverarbeitung
• Verarbeitet flexibel Lebensmittel,
Süßwaren oder
technische Artikel
... bietet
Jobs ohne
Grenzen
GLOBAL
FOOTPRINT
→ Von der Lehre zum Masterstudium
→ Von der Region zur
internationalen Karriere
→ Von einer Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten
zu bereichsübergreifender
Weiterbildung
DIGITAL FOOTPRINT
→ Mit multifunktionalen Produkten
→ Mit intelligenten und
individuellen Lösungen für die
Global Supply Chains
→ Mit Innovation, Kreativität und
Smartness
... ist immer
einen Schritt
voraus
Der Cobot greift Produkte, hier zum Beispiel Duftclips aus der
Unordnung und legt diese zielsicher am vorgesehenen Platz ab.
Die Produkte können dem
Cobot dank bildverarbeitender
KI als Schüttgut und damit
ungeordnet angeliefert werden.
Gerhard Schubert GmbH
Die Gerhard Schubert GmbH ist
weltweit anerkannter Marktführer
für Top-Loading-Verpackungsmaschinen
(TLM). Das Familienunternehmen
aus Crailsheim (Baden-
Württemberg, Deutschland) setzt
bei seinen digitalen, roboterbasierten
Verpackungsmaschinen auf
ein Zusammenspiel von einfacher
Mechanik, intelligenter Steuerungstechnik
und hoher Modularität.
Mit dieser Philosophie und
einer eigenen Innovationskultur
beschreitet das Unternehmen
seit über 50 Jahren völlig eigenständige
technologische Wege.
Mit seiner TLM-Technologie
stellt der Maschinenbauer
seinen Kunden zukunftssichere
Verpackungsmaschinenlösungen
bereit, die einfach in der Bedienung,
flexibel in der Formatumstellung,
hochleistungsfähig
und stabil in der Funktion sind.
... übernimmt
Vorreiterrolle
in der
Nachhaltigkeit
... und bietet ein
innovatives
und spannendes
Arbeitsumfeld
für die Zukunft!
Weitere Informationen
unter www.propak.at
GREEN
FOOTPRINT
→ Dank 25-facher Rezyklierbarkeit
der Papierfaser
→ Dank umweltgerechter, emissionsarmer
Produktionstechnologien
→ Dank höchster Sammlungsund
Verwertungsquoten
02/25
41
GETRÄNKEBAFÜLLUNG
Do it yourself
Erstmals füllt Carlsberg Bulgarien sein Bier selbst in Getränkedosen ab. Carlsberg
Bulgarien setzt auf modernste Abfülltechnologie und verlässt sich dabei auf bewährtes
Hightech sowie den umfassenden Service von KHS.
Hier hat die Herstellung
von Bier Tradition: 1882
eröffnet der Brauer Franz
Milde in der ostbulgarischen Stadt
Schumen eine der heute ältesten
Brauereien des Landes. 1944 verstaatlicht,
produziert Shumensko
Pivo, wie das Unternehmen sich
nennt, in den Sechzigerjahren jährlich
rund 350.000 Hektoliter Bier –
unter anderem mit Hilfe einer aus
der ehemaligen DDR importierten
Abfüllanlage. 1999 reprivatisiert,
wird Shumensko 2002 Teil der
Carlsberg Gruppe – zusammen mit
der 1967 gegründeten Pirinsko Pivo.
In Blagoewgrad nahe der Grenze zu
Nordmazedonien und Griechenland
ansässig, braut diese 1980 bereits
circa 400.000 Hektoliter Bier.
Mehr als die Summe seiner Teile
2004 schließlich unter dem Namen
Carlsberg Bulgarien fusioniert,
entsteht eines der führenden
Getränkeunternehmen im Land.
Heute werden in beiden Betrieben
zusammen weit über 2 Millionen
Hektoliter abgefüllt. Dazu zählen
die beiden lokalen Traditionsbiere
Pirinsko – Marktführer im heimischen
Markt – und Shumensko,
das den dritten Rang belegt. Das
internationale Portfolio umfasst
zudem die dänische Premiummar-
Außer mit dem internationalen Portfolio punktet Carlsberg Bulgarien
vor allem mit den lokalen Biermarken Shumensko und Pirinsko.
ke Tuborg, das mit tschechischem
Hopfen gebraute Žatecký, sowie
1664 Blanc, Budweiser, Erdinger
und Grimbergen, die das Unternehmen
vertreibt. Somersby Cider und
das Biermischgetränk Garage runden
das vielfältige Sortiment ab.
Marktführer mit Potenzial
„Heute sind wir nach Menge und
Wert der führende heimische Bierproduzent“,
sagt Metodi Stoyanov,
der sich vor Ort als Integrated Supply
Chain Director für Lieferkettenmanagement
und Produktionsoptimierung
verantwortlich zeichnet.
„In unserer Branche zählen
wir zu den dynamischsten und am
schnellsten wachsenden Abfüllbetrieben.“
Alle Gebinde
Über die Hälfte ihrer Produkte
füllt die Brauerei in PET-Flaschen
ab. Bei rund einem Viertel kommen
Mehrweg-Glasflaschen zum
Einsatz. Stark zugelegt hat in den
letzten Jahren insbesondere die Getränkedose.
„Für Verbraucher hat
die Dose einen entscheidenden Vor-
teil“, erklärt Stoyanov. „Anders als
die Mehrweg-Glasflasche muss sie
nicht zum Händler zurückgebracht
werden, sondern wird über den
Wertstoffkreislauf dem Recycling
zugeführt.“ (noch gibt es auch viele
große Länder ohne Dosenpfand -
wie Italien, Spanien, Frankreich,
Türkei.)
Selbst in die Hand genommen
Wurden die abgefüllten Bierdosen
bisher importiert, verfügt Carlsberg
seit zwei Jahren in Blagoewgrad
erstmalig über eine eigene Linie.
Die von KHS gelieferte und installierte
Anlage hat eine Leistung von
bis zu 40.000 500- und 550-Milliliter-
beziehungsweise 60.000
330-Milliliter-Dosen pro Stunde.
Mit der neuen Linie ist Stoyanov
äußerst zufrieden. „Im Vergleich
zu PET und Glas benötigen wir für
die Dosenabfüllung deutlich weniger
Platz. Angesichts unserer beengten
räumlichen Verhältnisse ist
das natürlich vorteilhaft. Und die
Maschinen von KHS sind weniger
komplex, was ihre Bedienung und
Wartung insgesamt erleichtert. Entsprechend
glatt und störungsfrei
läuft die Produktion. Besonders
glücklich bin ich über die hohe Effizienz:
Wir erzielen eine OEE von
76 Prozent“, sagt Stoyanov.
Der KHS-Palettierer Innopal PB und der KHS-Palettentransport Innopal
PTR sorgen für die automatische Lagenbildung mit Hilfe von Robotern,
die Stapelung auf der Palette sowie für die Zuführung zur Logistik.
Bis zu 60.000 Dosen können mit dem
Innofill Can DVD pro Stunde gefüllt werden.
42 02/25
Trotz widriger Umstände -
effiziente Installation
Effizient abgelaufen ist auch die
gesamte Installation, trotz widriger
Umstände: „Der Start des Projektes
erfolgte während der Nachwehen
der Covid-Zeit mit den bekannten
Herausforderungen in der Lieferkette“,
erinnert sich Stoyanov. „KHS
war für uns hier ein sehr gut organisierter
und zuverlässiger Partner.
Nach Lieferung aller Teile wurde
der Zeitplan für Montage und Inbetriebnahme
exakt eingehalten, obwohl
wir unsere neue Halle parallel
noch fertigstellen mussten.“
Sicher und effizient
Anders als die meisten Dosenlinien,
die für mikrobiologische Sicherheit
auf Tunnelpasteure setzen,
entschied man sich in Bulgarien bewusst
für den KHS-Kurzzeiterhitzer
Innopro KZE. „Wir füllen keine
sensitiven Getränke ab, für die wir
einen Pasteur brauchen würden“,
erklärt Stoyanov. „Dank unserer
hohen Hygienestandards bei der
Abfüllung können wir auf allen unseren
Anlagen stattdessen Kurzzeiterhitzer
nutzen. Das sorgt für einen
besseren Geschmack unserer Produkte.
Der Platzbedarf ist deutlich
geringer. Und dank des schnelleren
Wärmeübergangs verbrauchen wir
weniger Energie.“ Überhaupt ist
Stoyanov begeistert davon, dass
der Energieverbrauch der neuen Linie
insgesamt sehr niedrig ist. Alle
Leistungswerte entsprechen genau
seinen Erwartungen, wie er zufrieden
feststellt.
Kondenswasser vermeiden –
Qualität und Hygiene sichern
Nach dem Füllprozess laufen
Fotos:Frank Reinhold
die Dosen durch den KHS-Kompaktwärmer
Innopas WICG. Frank
Schneidermann, Global Key Account
Manager bei KHS, erklärt,
warum: „Mit unserem Kompaktwärmer
werden die mit 8 bis 10
Grad Celsius kaltem Bier gefüllten
Behälter auf 20 bis 28 Grad Celsius
erwärmt. Das verhindert die Bildung
von Kondenswasser, das die
Pappe von Trays und Zwischenlagen
auf der Palette durchfeuchten
und zu unhygienischer Schimmelbildung
führen kann. Zudem können
nass gewordene Kartonagen
die Stabilität der Paletten beeinträchtigen
und deren einwandfreie
Lagerung und sicheren Transport
gefährden. Angesichts immer anspruchsvollerer
Logistik ist das ein
wichtiges Thema – auch bei Carlsberg
Bulgarien, wo die Gebinde
nach Verlassen der Linie mittels
Palettenlift in einen 4 Meter unter
der Halle liegenden Lagerbereich
transportiert werden.“
Nachhaltig funktionsfähig
Damit die Maschinen langfristig
leistungsfähig bleiben, wurde
zusätzlich ein Servicevertrag mit
dreijähriger Laufzeit abgeschlossen.
Dieser schließt vorausschauende
Instandhaltung ebenso ein wie
ReDiS, den Remote Service, der
es erlaubt, Störungen direkt und
schnell auch aus der Ferne zu beheben
– unabhängig von einem KHS-
Servicemitarbeitenden vor Ort.
Unterstützung
„Die zuverlässige und kontinuierliche
Unterstützung durch den
KHS-Service ist für uns von besonderer
Bedeutung. Schließlich
sind wir in puncto Dosenabfüllung
Neulinge und mit dem Know-how
unseres Technologiepartners sichern
wir so unsere Produktion
erst einmal ab“, betont Stoyanov.
Zwar gehören auch Trainings zum
Servicepaket, aber er ist davon
überzeugt, dass seine Bediener am
meisten lernen, wenn sie den KHS-
Bis zu 60.000 Dosen können mit
dem Innofill Can DVD pro Stunde
gefüllt werden. Darüber freuen sich
Metodi Stoyanov (links), Carlsberg
Bulgarien, und Plamen Zhelev, KHS.
Der Innopro KZE steht für geringen Platzbedarf
und niedrigen Energieverbrauch.
Servicetechnikern über die Schulter
schauen und ihre in der Theorie erworbenen
Kenntnisse in der Praxis
anwenden können.
Mehr unter: www.khs.com
oder unter:
https://carlsbergbulgaria.bg
02/25
43
Zeit für einen Strichcodecheck
Was am 26. Juni 1974 zum ersten Mal überhaupt an einer Kasse passierte, ist heute aus
den Supermärkten nicht mehr wegzudenken: die Pieptöne der gescannten GS1 Strichcodes
an den Kassen. Trotzdem passieren beim Aufbringen der Strichcodes auch nach
über mehereren Jahrzehnten noch immer Fehler. Ein nicht funktionierender Scan eines
Codes kann frustrierend sein, daher sollte auf die Qualität von Strichcodes und 2D Codes
geachtet werden. GS1 Austria unterstützt Unternehmen bei den Checks.
Die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit
haben in
einer automatisierten Welt,
in der rund zehn Milliarden Mal
täglich gescannt wird, auch etwas
mit der Erstleserate von Strichcodes
zu tun.
Alljährlicher Überblick
Neben den Checks liefert GS1
Austria auch den alljährlichen Überblick
über die überprüften Strichcodes
und 2D Codes des Vorjahres.
„Nicht funktionierende Strichcodes
kosten Zeit und Geld. Nutzen Sie
das Strichcodeprüfservice von GS1
Austria, um Fehler schon im Vorfeld
zu vermeiden.“ so Ing. Mag.
Gerald Gruber/Projektleiter GS1
System, Strichcodeprüfservice
Prüfungen auch vor Ort
Die Experten von GS1 Austria
unterstützen bei der Erhöhung der
Scanrate und ermitteln die Qualität
von Strichcodes und 2D Codes auch
vor Ort in Ihrem Unternehmen.
Mehr auch unter:
www.gs1.at/
strichcodepruefservice
Das Strichcodeprüfservice hilft Unternehmen
Fehler schon im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden.
Prüfgebühren
Für GS1 Austria Kunden
Für die ersten zwei Prüfungen im Monat:
€ 0,-/Code exkl. USt.
Jede weitere Prüfung im Monat:
€ 20,-/Code exkl. USt.
Für alle anderen Unternehmen
€ 60,-/Code exkl. USt.
Aktuell
Durch die Einführung des Einweg pfands mit Anfang 2025 soll
hochwertiges Recycling von Getränkeverpackunge und somit
Kreislaufwirtschaft ermöglicht werden. Dies erfordert auch
Umstellungen auf Herstellerseite, wofür unter der Mitwirkung
von GS1 Austria ein eigenes Handbuch erstellt wurde. Darin
finden sich unter anderem die wichtigsten Besonderheiten,
auf die bei der Erstellung des Strichcodes
(EAN-13, EAN-8 und UPC-A) für bepfandete Getränke
zu achten ist. Getränke in Einwegver packungen
benötigen eine neue GTIN!
44 02/25
Gut lesbare Strichcodes ...
- senken Prozesskosten.
- ermöglichen einen schnellen
und reibungslosen Checkout.
- verringern die Durchlaufzeit
und erhöhen die
Scanperformance.
- minimieren Lesefehler
und den Bedarf an manuellen
Eingriffen.
- reduzieren Retouren durch
fehlerhafte Codes.
Ablauf der Strichcodeprüfung
Um sicherzustellen, dass
Strichcodes den GS1- und ISO-
Standards entsprechen, bietet
GS1 Austria eine detaillierte
Prüfung in drei Schritten an:
- Übermittlung der
Strichcodes/2D Codes
- Prüfung nach internationalen
Standards
- Erstellung eines Prüfberichts
Der neue Verpackungspodcast:
Harrys und Gernots Packstube
auf und !
Wir freuen uns über zahlreiche Besucher - und natürlich auch über Kommentare und Abos.
Unter allen Kommentaren mit Sektglas verlosen wir gerne eine Flasche Sparkling!
(Der Rechtsweg ist ausgeschlossen)
02/25
45
IM GESPRÄCH
Fairness und Leistbarkeit
I N T E R V I E W
46 02/25
KOMPACK sprach auch heuer mit Mag. Martin Widermann, Geschäftsführer von
PROPAK, über die aktuellen Entwicklungen auf dem Markt. Zu den Themen gehörten
auch in diesem Jahr die allgemeine wirtschaftliche Situation, die europäische
Verpackungsverordnung (Packaging and Packaking Waste Regulation=PPWR), sowie
die Arbeitsmarktsituation, die Ausbildungsmöglichkeiten in der Branche und die
aktuellen Lohnabschlüsse.
KOMPACK: Mitte Februar
konnten die KV-Verhandlungen
abgeschlossen werden. Wie ich gehört
habe, waren diese dieses Mal
besonders intensiv?
Mag. Widermann: Ja, die Gehälter
für die rund 9.000 Beschäftigten
in der Branche steigen um
2,9 Prozent – dies entspricht der
Jahresinflation von 2024. Wie Sie
bereits angesprochen haben, waren
es dieses Mal wirklich zähe
Verhandlungen. Die Gewerkschaft
hatte ein riesiges Forderungspaket
geschnürt. Unverständlich, wenn
man die Realität sieht – wir befinden
uns, so wie es aussieht, ein weiteres
Jahr in einer Rezession. Das
macht es für unsere international
tätigen Unternehmen mit einer Exportquote
von fast 80% nicht leicht.
Die hohen Lohnabschlüsse in den
letzten Jahren (Lohnwachstum ca.
25% - nachhaltig!), die sich aus der
hohen Inflation (deren Abgeltung
in Österreich ein Dogma ist) erklären,
belasten die Wirtschaft – auch
außerhalb der PROPAK-Welt – natürlich
enorm. Gleichzeitig wurden
in Deutschland in den letzten Jahren
die Einkommen unter der Inflation
angehoben – obwohl diese
in Deutschland niedriger war als
bei uns. Dies verschiebt die Wettbewerbsfähigkeit
natürlich immer
mehr zu unseren Ungunsten.
KOMPACK: Sie hätten sich also
mehr Verständnis bei den Verhandlungen
gewünscht?
Mag. Widermann: Nicht nur
gewünscht, eigentlich erwartet,
schließlich hängen da Arbeitsplätze
dran – ich finde, wir müssen eine
neue Herangehensweise innerhalb
der Sozialpartnerschaft finden. Nur
wenn wir wirklich zusammenarbeiten,
werden wir es schaffen, uns
international nicht selbst ins Aus
zu schießen. Außerdem müssen
in solch herausfordernden Zeiten
ideologische Diskussionen wie Arbeitszeitverkürzung
hintangestellt
Bild: (c) PROPAK L. Schedl
werden. Sehen wir uns die nackten
Zahlen an: wir hatten in den ersten
9 Monaten im letzten Jahr (die Zahlen
des letzten Quartals liegen noch
nicht vor) einen weiteren Rückgang
von -2% im Wert zu verzeichnen -
nach minus 9 % im Jahr 2023. Die
mengenmäßige Steigerung von
+5% täuscht, denn trotz dieser stehen
wir bei der Menge auf dem Niveau
von zirka 2016/17 - bei den
Kosten von 2025. Und Produktivitätsgewinne
gibt es nicht mehr. Der
Exportrückgang um -6% sollte uns
eine Mahnung sein – schließlich
erwirtschaftet die Branche 4 von 5
Euro im Ausland.
KOMPACK: Die Branche ist
aber trotz Konjunktur stabil.
Mag. Martin Widermann
Mag. Widermann: Die PROPAK
Unternehmen sind grundsätzlich
noch resilient, aber die Herausforderungen
sind enorm. Als zentrale
Probleme erweisen sich dabei die
Kaufzurückhaltung der Konsumenten,
die auf eine erhöhte Sparquote
setzen, und die europaweite
Wirtschaftsschwäche. Die Krise
im Automotive-Sektor und die generell
rückläufige Nachfrage im
Non-Food-Sektor spiegeln sich
auch im Verpackungsbereich wider.
Bis jetzt konnten wir das durch
unser starkes Unternehmertum mit
Top-Mitarbeiter*innen und Top-
Management und unserem nachhaltigen
Produkt bewältigen. Aber die
Lohnstückkosten haben sich in Österreich
massiv von anderen Ländern
entkoppelt (vor allem durch
die Energiekrise und die -nachhaltig!
- steigenden Löhne). Das
führt dazu, dass Kunden verloren
gehen und der Wirtschaftsstandort
für Investitionen unattraktiv
wird. Wir stehen vor großen Herausforderungen
– darum wünsche
ich mir eine Gestaltungspartnerschaft.
Gemeinsam sollten die Sozialpartner
Dinge entwickeln, die
allen zugutekommen. Wir brauchen
Entlastungen und das geht nur gemeinsam
und mit Feingefühl. Das
Motto muss lauten: Fairness für die
Mitarbeiter*innen und Leistbarkeit
für die Unternehmen.
KOMPACK: Sie haben auch das
nachhaltige Produkt angesprochen
– das wurde ja auch bei der PPWR
letztendlich berücksichtigt – was
doch positiv für die Branche sein
sollte?
Mag. Widermann: Um es auf gut
wienerisch zu sagen: soll Gott uns
bewahren vor Allem, was noch ein
Glück ist. In intensiver internationaler
Zusammenarbeit ist es gelungen,
dass auch seitens des PPWR-
Gesetzgebers anerkannt wurde,
dass unsere Produkte die wahren
Kreislaufchampions sind. Ja, wir
haben einen erneuerbaren Rohstoff
und dank der hohen Sammelmoral
der Konsument*innen hohe Recyclingquoten.
Aber es fehlen noch
eine Reihe von Detailregelungen,
und wenn nun bei den Institutionen
Gott sei Dank langsam die Einsicht
Platz greift, dass die jüngste Regelungswut
die Behörden überfordert
und Firmen die Wettbewerbsfähigkeit
nimmt, dann sollte bei der
Deregulierung die PPWR nicht vergessen
werden.
KOMPACK: Anderes Thema –
KI ist in aller Munde – wird diese
helfen oder hilft sie schon?
Mag. Widermann: Prinzipiell gibt
es intelligente Software bereits länger,
aber die in Entwicklung befindlichen
selbstlernenden Algorithmen
werden auf Dauer vieles verändern.
Insgesamt ist es sicher so, dass wir
hier von einer Geschichte sprechen,
die sich langsam weiterentwickelt.
Anwendungspunkte liegen in derzeit
z.B. in der Arbeitsvorbereitung. Die
KI kann zweifellos vieles schneller,
als der Mensch, aber die sie muss
richtig programmiert und überwacht/kontrolliert
werden. Wie in
so vielen Bereichen muss man auch
die KI halt richtig nutzen können.
Der springende Punkt ist: Ich sehe
nicht, dass die KI Arbeitsplätze
kosten wird, aber sehr wohl, dass
Mitarbeiter*innen, die KI anwenden
können, jene ersetzen, die das
nicht schaffen.
KOMPACK: Damit kommen wir
zu einem anderen Dauerthema in
der Wirtschaft - Arbeitskräfte.
Mag. Widermann: Eigentlich
sprechen wir von einer unveränderten
Situation. Wirklich qualitativ
gutes Personal ist nach wie
vor schwer zu finden. Auch wenn
durch die schwache Konjunktur
wieder mehr Arbeitssuchende auf
dem Markt sind. Wir vom Verband
arbeiten hier seit einiger Zeit mit
unserem „PROPAK Employer
Branding“ - auch mit Hilfe der
CO 2 Fußabdruck
Faktenbasierte Daten
„Im vergangenen Jahr haben wir
verifizierte LCA-Bewertungen in
drei wichtigen Verpackungssegmenten
durchgeführt: In den Bereichen
Kosmetik-, Pharma- und
nun auch Lebensmittelverpackungen“,
fasst Anne Uusitalo, Product
Safety and Sustainability Director
bei Metsä Board, zusammen.
„Diese umfassenden Studien bieten
Markeninhabern faktenbasierte
Daten und Einblicke in das Poten-
um 60% reduzieren
UMWELT
Laut einer kürzlich von Metsä Board durchgeführten Ökobilanz* können Hersteller
von Lebensmittelverpackungen durch den Umstieg von gestrichenem Recyclingkarton
(WLC) auf Faltschachtelkarton von Metsä Board den CO 2 -Fußabdruck ihrer Verpackungen
um über 60 Prozent reduzieren.
sozialen Medien - dagegen. Damit
auch in Zukunft Lehrlinge und neue
Mitarbeiter in unsere so attraktive
Branche kommen. Hier wird es
auch heuer wieder eine neue Videoserie
geben. Dieses Mal stellen wir
die Lehrlinge in den Mittelpunkt.
Apropos Lehrlinge – in diesem Bereich
konnten wir – als eine von
nur wenigen Industriebranchen -
eine schöne Steigerung erzielen:
wir hatten im Jahr 2024 um +6%
mehr Lehrlinge als im Jahr davor,
betrachtet man nur das erste Lehrjahr
beträgt die Steigerung sogar
+31%! Auch der FH Studium Lehrgang
ist wieder gut gefüllt – um den
Nachwuchs scheint es also momentan
halbwegs gut bestellt – aber wir
müssen unbedingt am Ball bleiben.
KOMPACK: Zu guter Letzt - es
gibt heuer auch ein Jubiläum?
Mag. Widermann: Ja, vor 10
Jahren wurde unser neuer Außenauftritt
unter der Marke PROPAK
gestartet. Dies wird neben anderem
auch ein Thema bei unserer PRO-
PAK Lounge im Juni sein, wo wir
auch einen Zukunftstalk präsentieren
werden.
KOMPACK: Klingt interessant -
da werden wir dann natürlich gerne
wieder berichten – vorab darf ich
mich für das Gespräch bedanken.
Begrenzungslinie ist Teil des Sujets
Die Ökobilanzstudie vergleicht
MetsäBoard
Classic FBB mit entsprechenden,
gängigen Alternativen, die
auf dem europäischen Markt erhältlich
sind. Die Ergebnisse wurden
bereits vom schwedischen Umweltforschungsinstitut
IVL verifiziert.
Hoher Anteil
fossilfreier Energie
Möglich ist diese Reduzierung des
Kohlenstoff-Fußabdrucks durch
den hohen Anteil an fossilfreier Energie
im Herstellungsprozess von
Metsä Board und das geringe Gewicht
der Frischfaserkartons. Denn
obwohl sie dank der verwendeten
Frischholzfasern die Haltbarkeit
und funktionellen Eigenschaften
herkömmlicher Sorten aufweisen,
sind die Faltschachtelkartons von
Metsä Board in der Regel leichter
als vergleichbare Produkte aus Recyclingfasern.
Bild: Metsä Board
zial unserer Kartons. So helfen wir
ihnen, fundierte Entscheidungen
darüber zu treffen, wie sie den CO 2 -
Fußabdruck ihrer Verpackungen
sowie ihre Scope-3-Emissionen reduzieren
können.“
Bereits
veröffentlichte Bewertungen
Im Januar veröffentlichte Metsä
Board ähnliche geprüfte Bewertungen,
in denen die Produkte des
Unternehmens mit anderen Kar-
tonsorten verglichen wurden, die
üblicherweise für Kosmetikverpackungen
verwendet werden. Darüber
hinaus gab Metsä Board bereits
im vergangenen März bekannt,
dass für seine Kartonsorten, die für
pharmazeutische Verpackungen
verwendet werden, verifizierte Bewertungen
durchgeführt wurden.
Mehr unter:
https://www.metsagroup.com/
metsaboard/
* Die Bewertungen erfolgen auf Grundlage der verfahrenstechnischen
und methodischen Anforderungen der ISO 14025 und sind mit den
Normen ISO 14040 und 14044 konform. Als Systemgrenze der Studie
wurde „Cradle-to-Gate + End-of-Life“ (von der Wiege bis zum Werktor
+ Ende der Lebensdauer) festgelegt, zur Bewertung der Klimawirkungen
wurde die Methode „EF3.1 Climate Change – total“
verwendet. Die Daten zu den Klimawirkungen konkurrierender
Materialien werden durch Sphera LCA for Packaging erhoben,
wobei allgemeine Produkte auf dem europäischen Markt repräsentiert
werden sollen. Auf der Webseite von Metsä Board können Sie in den technischen
Bericht und den dritten Verifizierungsbericht Einblick nehmen.
Bitte geben Sie Glasverpackungen zum Altglas.
Ausgelöffelt und ausgeleert, getrennt nach Weißglas und Buntglas.
02/25
47
WELLPAPPE
RONDO Frastanz:
Neue Wellpappe-Anlage
Die Rondo Ganahl AG erweitert die Produktionskapazität für Wellpappe am
Stammsitz in Frastanz durch eine 16,5-Millionen-Euro-Investition in eine neue
Wellpappe-Anlage. Der Verpackungsspezialist setzt damit erneut Maßstäbe in
der Branche und ist stabiler Arbeitgeber für über 400 Beschäftigte am Standort.
Die neue Anlage wurde nach langer Planung in Rekordzeit aufgebaut. Der
Abbau der alten Anlage begann am 19 12 2024 - die erste einwellige Produktion
fand am 09 01 2025 statt und der Vollbetrieb wurde bereits am 16 01 2025
wieder aufgenommen.
Seit jeher wird bei Rondo
kontinuierlich investiert,
um Innovationen voranzutreiben
und die technologische
Spitzenposition des Unternehmens
nachhaltig zu sichern. Ein weiterer
Beleg dafür ist die neue Wellpappe-Anlage,
die Mitte Jänner 2025
erfolgreich in Betrieb genommen
wurde – und dies nach einem minutiös
geplanten und perfekt abgestimmten
Umbau in Rekordzeit.
Denn auch während der knapp
dreiwöchigen Umbauphase über
den Jahreswechsel galt es, die Versorgungsicherheit
der Kunden zu
gewährleisten, wie Stephan Kaar,
Geschäftsleiter des Wellpappewerkes
in Frastanz, erläutert: „Der
Zeitpunkt für den Umbau wurde
vor Jahren festgelegt, sehr vorausschauend
geplant und im Detail
mit unseren Mitarbeitern und Kunden
bereits Monate vor Umbaustart
abgestimmt. Dadurch konnten
wir zeitgerecht Vorproduktionen
durchführen, Palettenplätze reservieren
und Liefertermine zwischen
den Feiertagen koordinieren.“
Über 33.000 Paletten waren
in dieser Zeit eingelagert um sicherzustellen,
dass es zu keinem
Lieferengpass der Verpackungen
kommt.
Hubert Marte (Vorstandsvorsitzender Rondo Ganahl AG), Peter
Moosbrugger (Betriebsleiter Rondo Wellpappewerk Frastanz),
Stephan Kaar (Geschäftsleiter Rondo Wellpappewerk Frastanz),
Martin Wiesinger (Projektleitung Maschinen- und Anlagenbau
Rondo Frastanz), Michael Aberer (Leitung Wellpappeanlagen
Rondo Frastanz) und Udo Nachbaur (Vorstand Technik Rondo
Ganahl AG) freuen sich über die erfolgreiche Inbetriebnahme
der neuen Wellpappe-Anlage bei Rondo in Frastanz
Erweiterung des Rollenlagers
Im Rahmen des Umbauprojektes
stand der Ausbau der Lagerkapazitäten
für das Rohmaterial, das zur
Herstellung der Wellpappe benötigt
wird, und damit die Sicherheit der
internen Rohstoffversorgung für
die Produktion ebenfalls an oberster
Stelle. So wurde in Vorbereitung
für die 135 Meter lange und
rund 300 Tonnen schwere neue
Wellpappe-Anlage das Rollenlager
entsprechend erweitert. Zusätzlich
zum bisherigen Lager können nun
weitere 370 Rollen Wellpappe-
Rohpapier mit einem Gewicht von
durchschnittlich jeweils 3 Tonnen
vorgelagert und auf kürzestem Weg
zur Verarbeitung in die neue Wellpappe-Anlage
transportiert werden.
Optimale Vorbereitung
„Der reibungslose Umbau und
die erfolgreiche Inbetriebnahme
unserer neuen Wellpappe-Anlage
waren nur dank der optimalen Vorbereitung
und der konstruktiven
Zusammenarbeit aller Beteiligten
möglich. Zu Spitzenzeiten während
des Umbaus waren beispielsweise
über 60 Personen gleichzeitig vor
Ort. Wir bedanken uns bei allen
Mitarbeitern, Kunden und Partnern
für dieses außergewöhnliche Engagement“,
weiß Kaar den Einsatz der
Projektmitarbeiter zu schätzen.
Kapazitätssteigerung
durch modernste Technik
Die neue Wellpappe-Anlage des
bayerischen Maschinenherstellers
BHS Corrugated Maschinen- und
Anlagenbau ersetzt eine 23 Jahre alte
Anlage und hat eine Arbeitsbreite
von 2,8 Meter. Sie läuft mit einer
Geschwindigkeit von bis zu 450
Metern pro Minute. Bei Rondo in
Frastanz werden ein- und zweiwellige
Wellpappenlinien in den Wellenarten
C, B, D, E sowie Kombinationen
produziert, aus denen die
Die neue Wellpappe-Anlage bei Rondo in Frastanz verfügt über eine Arbeitsbreite von 2,8 Meter und erhöht die Produktionskapazität um10 %.
48
02/25
maßgeschneiderten, nachhaltigen
Verpackungen für Kunden gefertigt
werden. Insgesamt wurden 16,5
Millionen Euro investiert. Durch
die Installation der neuen Maschine
erhöht Rondo die Kapazität für die
Herstellung von Wellpappe in Frastanz
um rund 10 Prozent, um auch
weiterhin der steigenden Nachfrage
nach umweltfreundlichen Verpackungen
aus Wellpappe gerecht zu
werden. Die eigenen Entwicklungsteams
freuen sich auf die Umsetzung
neuer, im Trend liegenden,
Monoverpackungen.
Mehr unter:
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Mit der Investition von 16,5 Millionen Euro setzt Rondo erneut Maßstäbe in der Branche und ist stabiler
Arbeitgeber in der Region.
„Um kurz zu veranschaulichen was eine Wellpappeanlage in „ihrem Leben“ leistet - die alte Anlage hat
in 23 Jahren rund 3,5 Milliarden Quadratmeter produziert - würde ich diese Menge in einer 1 Meter
breiten Bahn um die Erde wickeln ginge sich dies 88x aus.“ erklärt Stephan Kaar
bei der Besichtigung der neuen Anlage.
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02/25
49
MESSE
interpack 2026 ist ausgebucht
Mit gut einem Jahr Vorlauf sind die Weichen für die interpack gestellt: Mit den Themen
Smart Manufacturing, Innovative Materials und Future Skills stehen die Hot Topics fest
und spiegeln die drängendsten Herausforderungen und Innovationstreiber der Branche
wider. Die Besucherinnen und Besucher können sich wieder auf ein ausgebuchtes
Messegelände freuen.
Die interpack kehrt 2026 mit
voller Kraft zurück – mit
Dynamik, Innovationsfreude
und einem intensiven Austausch
innerhalb der globalen Processingund
Packaging-Community. Erwartet
werden etwa 2.800 Aussteller
sowie Fachbesucherinnen und -besucher
aus aller Welt. Das Düsseldorfer
Messegelände wird wieder
komplett belegt sein. „Volle Hallen,
starke Auftritte, echte Innovationen:
die Vorfreude auf das Branchenevent
Nr. 1 wächst. Wer den Anmeldeschluss
verpasst hat, den möchte
ich aber ausdrücklich ermutigen,
sich dennoch bei uns zu melden“,
sagt Thomas Dohse, Director der interpack.
„Noch ist Bewegung in der
Flächenplanung. Wir prüfen jede
Anfrage individuell und versuchen,
passende Lösungen zu finden.“
8 Hauptbesucherzielgruppen
Die Planung sieht eine Fokussierung
auf die acht Hauptbesucherzielgruppen
der interpack vor: Aussteller
mit Lösungen für die Branchen
Nahrungsmittel, Getränke, Süßwaren,
Backwaren, Pharma, Kosmetik,
Non-Food und Industriegüter
sind jeweils in eigenen Arealen zu
finden und erleichtern die Orientierung.
Und auch der umfangreiche
Bereich der Packstoffe und Packmittel
im Herzen der interpack sowie
die Maschinen für Etikettier- und
Kennzeichnungstechnik, Packmittelproduktion
und integrierter Verpackungsdruck
werden in eigenen
Hallen zusammengeführt. Hinzu
kommt die begleitende Zuliefermesse
„components“, erstmals mit zwei
eigenen Hallen.
Antworten auf internationale
Herausforderungen
Der Austausch innerhalb dieser
globalen Community ist in Zeiten
gesellschaftlicher und geopolitischer
Umbrüche wichtiger denn je. Digitalisierung,
Rohstoffpreise, Lieferketten,
neue Regularien, verändertes
Verbraucherverhalten und der Ruf
nach mehr Nachhaltigkeit – all das
wirkt auf die Branche ein und ver-
50 02/25
Foto: Constanze Tillmann, Mintarder Weg 34, 40472 Duesseldorf, Germany
ändert Geschäftsmodelle und Produktionsprozesse.
Auf der interpack
werden zukunftsweisende Lösungen
präsentiert, Impulse gesetzt und
gemeinsam an nachhaltigen, effizienten
und sicheren Verpackungsund
Verarbeitungsprozessen gearbeitet.
Hot Topics setzen
klare inhaltliche Akzente
Um diesen Herausforderungen zu
begegnen, setzt die interpack 2026
gezielt auf Zukunftsthemen. Sie
bilden den inhaltlichen Rahmen für
Austausch, Innovation und Inspiration.
Die Hot Topics 2026: Smart Manufacturing,
Innovative Materials
und Future Skills.
Smart Manufacturing
Smart Manufacturing steht für
intelligenteres, nachhaltigeres und
wirtschaftlicheres Produzieren.
Der starke Maschinenbereich der
interpack präsentiert dazu neue
Lösungen – etwa in den Bereichen
KI-gestützte Systeme, Robotik, Automatisierung,
intelligente Steuerung,
„Value from Data“ und Ressourceneffizienz.
Innovative Materials
Das Hot Topic Innovative Materials
setzt den Fokus auf rund 1.000
Aussteller im Packmittelbereich.
Hochentwickelte Kunststoffe, faserbasierte
Materialien und intelligente
Beschichtungen verbessern
Produktschutz und Haltbarkeit.
Monomaterialien, biobasierte Lösungen
und Design for Recycling
fördern die Kreislaufführung und
reduzieren den Materialeinsatz.
Future Skills
Dies alles wird nur möglich durch
qualifizierte Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter. Future Skills thematisiert
den Wandel der Arbeitswelt in
der Branche. Der Fokus liegt auf
Qualifikation, Nachwuchsförderung,
digitalem Know-how und den Fähigkeiten,
die für zukunftsfähige
Prozesse und Technologien benötigt
werden.
Automatisierung
und Monomaterialien
Wie bedeutend diese Themen sind,
unterstreicht Markus Rustler, Präsident
& CEO bei Theegarten-Pactec
und Präsident der interpack 2026:
„Zwei zentrale Trends prägen die
Branche: nachhaltige Verpackungslösungen
wie zellulosebasierte oder
Monomaterialien sowie die zunehmende
Automatisierung, auch um
die Abhängigkeit von Fachkräften
in bestimmten Bereichen zu verringern.
Gleichzeitig zeigt sich: Gut
ausgebildete Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter bleiben entscheidend.
Unternehmen können sich vor allem
dadurch abheben, dass sie ihren Mitarbeitenden
sinnstiftende Aufgaben
bieten, die ihnen einen echten Impact
ermöglichen.“
Inhalte erleben,
Impulse mitnehmen
Das Messegeschehen wird von
zahlreichen Specials begleitet. Dazu
gehört das Spotlight Forum, in dem
Expertinnen und Experten aktuelle
Trends der Branche diskutieren. Die
Start-up Zone bringt frische Ideen
und neue Perspektiven auf die Bühne.
Mit Women in Packaging rückt
die interpack weibliche Fachkräfte
und ihre Rolle in der Branche in den
Fokus. Und mit dem interpack TV
werden Highlights, Innovationen
und Stimmen direkt vom Messegelände
in die Welt getragen.
Informationen zum
Rahmenprogramm und die
Ausstellerliste gibt es stetig
aktualisiert unter:
www.interpack.de
02/25
51
Displays und Verpackungen
aus Leidenschaft
02/25
52 Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H. · T 02230/24300 · office@mvg.co.at · www.mvg.co.at · Folgen Sie uns:
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