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KOMPACK 02 25

Lesen Sie in dieser Ausgabe über die bevorstehende IFFA, eine ausgebuchte interpack - aber auch österreichische Messen und einen Rückblick auf die LogiMAT. Im Interview dieses Mal - Martin Widermann und Georg Matyk. Auch nicht alltägliche Investitionen wie die der Firma Coreth oder bei Carlsberg und der Firma Rondo in Frastanz gehören zum spannenden Inhalt.

Lesen Sie in dieser Ausgabe über die bevorstehende IFFA, eine ausgebuchte interpack - aber auch österreichische Messen und einen Rückblick auf die LogiMAT. Im Interview dieses Mal - Martin Widermann und Georg Matyk. Auch nicht alltägliche Investitionen wie die der Firma Coreth oder bei Carlsberg und der Firma Rondo in Frastanz gehören zum spannenden Inhalt.

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02/25

35 Jahre KOMPACK

208. Ausgabe

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p a c k . i n f o

www.hm-werbung.at

4615 Holzhausen

Gewerbeparkstrasse 8

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Fax +43 7243 51333

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Österreichische Post AG MZ 02Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien


WE THINK

THE

INSIDE

BOX.

Ihr Produkt. Genau darauf kommt es an, wenn wir bei Dunapack

Packaging Verpackungslösungen entwickeln und produzieren,

die einfach passen. Die Komplexität unserer Aufgaben verlangt

zunehmend nach Lösungen „outside the box“. Im Mittelpunkt

unseres Denkens steht aber immer noch „inside the box“.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was wir für Sie tun

können, dann schenken Sie uns 10 Minuten - und wir schenken

Ihnen 166 Jahre Erfahrung und Know-how eines

Familienunternehmens, das die gesamte Wertschöpfungskette

im Verpackungsgeschäft abdeckt. Besuchen Sie uns einfach

unter: www.dunapack-packaging.com/at


stoe fl@stoe fl.at

An&fürsich ................................................................................................ 4

Meine Meinung

IFFA 2025 ............................................................................................... 6

KI, Robotik und Sensortechnik

ISHIDA ... ............................................................................................. 8

Innovationen zur IFFA

Stahlband ... .......................................................................................... 10

Zwillinge

Smart ... ............................................................................................. 11

Automation Austria 2025

Jubiläum ................................................................................................. 14

40. Logistik Dialog

Der Getränkekarton ist mehr ... ........................................................ 16

als nur eine Getränkeverpackung

UPCYLE ... ........................................................................................... 18

Meilenstein der Kreislaufwirtschaft

Passion for Solutions ................................................................................ 20

LogiMAT - Rückblick

Sick auf der ... .......................................................................... 25

Smart Automation

Erste MDO-Anlage von Hosokawa Alpine ... ............................. 26

mit 12 Walzen im Einsatz

SACMI ... ............................................................................................ 28

optimiert Einschlagmaschine

Mattierungsverfahren ... ....................................................................... 29

für hochwertige digitale Etiketten

BOPP-Folien ... ....................................................................... 30

für die Anforderungen der PPWR

DS Smith startet neuen Service zur Bewertung ... ......................... 31

der Recyclingfähigkeit von Verpackungen

Power für die Zukunft... ...................................................................... 32

auf sieben Seiten

Robatech .................................................................................................... 33

neuer Produktionsstandort

Der neue Shop für Liner ........................................................................... 34

www.liner-profi.com

CARINI investiert ... .......................................................................... 36

über 9 Millionen

PPWR ... ...................................................................................... 38

als Chance und Wettbewerbsvorteil

Heinzel Group nimmt umgebaute PM11 ... ................................... 39

in Laakirchen in Betrieb

Verpackung ohne Vorsortierung ......................................................... 40

Ein Fall für den Cobot

Do it yourself ... ....................................................................................... 42

Carlsberg Bulgarien

Zeit für einen ... ...................................................................... 44

Strichcodecheck

Fairness und Leistbarkeit ... ............................................................. 46

Im Gespräch mit Martin Widermann

interpack 2026 ........................................................................................ 50

Ausgebucht

Impressum

Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,

A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99

Mail: kompack@gmx.at • www.kompack.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •

Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann, Adrian Rudkiewic

Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2, A-1030

Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •

Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398

KOMPACK ist Mitglied des österreichischen Presserates.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen

übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender

im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar

oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.

INHALT

Unterwaltersdorf

12 Investitionen in die Zukunft

Österreich

19 Wellpappe Industrie

mit gemischter Bilanz

Frastanz

48 Neue Wellpappeanlage

Cover

01/25

35 Jahre KOMPACK

207. Ausgabe

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Stöffl Rudolf GmbH

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OFFENLEGUNG gem 25 MedG: Medieneigentümer und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2, A 1030 Wien,

Einzelunternehmer Harald Eckert, Betriebsgegenstand: Die Herausgabe, der Verlag, der Druck und Verschleiß von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstiger periodischer

Druckschriften, die Verlagstätigkeit überhaupt und alle in das Verlagsfach fallende einschlägige Geschäfte. Grundlegende Richtung der

Zeitschrift KOMPACK: Herausgeber und Medieninhaber bekennen sich zu einer freien, rechtsstaatlichen, demokratischen Gesellschaftsordnung

und zur sozialen Marktwirtschaft. Die Berichterstattung erfolgt unabhängig und überparteilich.


MEINE MEINUNG

AN&FÜRSICH ...

AN&FÜRSICH ...

Die Zukunft der Automation gestalten: all about

automation feiert Premiere in Österreich. Am 20.

+ 21. Mai 2026 kommt Europas erfolgreichste

Fachmessereihe für Industrieautomation, Robotik

und Digitalisierung erstmals nach Österreich.

Der Standort Wels wird zum Hotspot für smarte

Produktion und flexible Automation.

Die all about automation

ist kein klassisches Messeformat

– und genau das

macht ihren Erfolg aus. Mit einem

innovativen 2-Tages-Konzept, dem

All-inclusive-Messestandmodell,

gezieltem Matchmaking sowie kostenlosen

Services für Aussteller

und Besucher hat sich die Messe

in der DACH-Region als führender

regionaler Treffpunkt für Automatisierungsanwender

etabliert.

Die Messe überzeugt durch eine

fokussierte Zielgruppe, hochwertige

Gespräche auf Augenhöhe und

praxisnahe Impulse in Talk Lounges

und geführten Rundgängen.

Wels ist nicht zufällig als Standort

gewählt – als führende Industrieregion

Österreichs mit exzellenter

Verkehrsanbindung bietet die Stadt

optimale Voraussetzungen für eine

Messe dieser Art. Hier treffen

Anbieter von Automatisierungskomponenten

und -systemen auf

Robotikspezialisten, Systemintegratoren,

Engineering-Dienstleister

und Industrie-ITler. Für Automatisierungsexperten

aus Maschinenund

Anlagenbau und der produzierenden

Industrie Premiere ist die in all Österreich!

about

automation die Plattform, um in

angenehmster Messeatmosphäre

konkrete Lösungen für individuelle

Automatisierungsaufgaben zu

finden. Mit der derzeit im Bau befindlichen

Halle 22 entsteht zudem

eine topmoderne Veranstaltungslocation,

die ideale Bedingungen

20. + 21. Mai 2026

Messe Wels

für die hochwertige Inszenierung

Die Fachmesse für

Experten und Praktiker:

Industrieautomation,

Robotik, Digitalisierung

www.automation-wels.at

der all about automation schafft.

Dank der zentralen Lage sind auch

die industriestarken Bundesländer

Steiermark und Niederösterreich

perfekt angebunden – sie zählen somit

ebenso klar zur Zielregion der

Messe.

Hälfte der

Fläche bereits gebucht

„Das Interesse der Branche ist

groß. Bereits über die Hälfte der geplanten

Flächen ist mehr als ein Jahr

vor Messestart gebucht – das zeigt:

Das Format trifft auch in Österreich

den Nerv der Zeit“, so Tanja Waglöhner,

COO für die DACH-Region

und verantwortlich für die gesamte

Messereihe beim Veranstalter Easyfairs.

Für die Leitung der österreichischen

Premiere konnte Easyfairs

mit Nilly Jetzt Nail einen erfahrenen

Messemanager Standplatz mit über 25 Jahren

Branchenerfahrung sichern! gewinnen, unter

anderem bei Coca-Cola, Reed

Exhibitions, Messe Graz und als

selbständige Messe- & Eventagentur.

„Mit dieser Expertise sind wir

überzeugt, eine erfolgreiche Premiere

mit starken Allianzen zu realisieren“,

so Tanja Waglöhner weiter.

Die all about automation ist damit

nicht nur eine Messe – sie ist ein

Treffpunkt für Inspiration, Innovation

und konkrete Lösungsansätze

auf dem Weg zur smarten, effizienten

und nachhaltigen Produktion.

Mehr unter:

www.automation-wels.at

Foto: Studio Florian

ist es gerade wunderschön.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich persönlich liebe den

Frühling, wenn die Natur langsam erwacht. Überall sprießen

Blätter und Blüten und die Tiere wuseln emsig durch die Gegend

wenn man am Wochenende im Freien ist - Aufbruchstimmung.

Selbst ein Abschied kann zu dieser Zeit schön sein - wir waren

zwei Wochen vor Ostern noch ein Wochenende Ski fahren - gerade

als der kurze Kälteeinbruch war - ein Traum - sensationeller

Schnee, leere Pisten und Sonne - Herz was willst Du mehr? (Foto)

Auch finde ich es total nett, wenn die Vogerln mich in der Früh

wieder aufwecken (am Balkon) im Winter kommen sie zwar ihr

Futter holen, aber da ist es ihnen zum fröhlich Zwitschern

offensichtlich zu kalt.

Wie gesagt, eigentlich alles wunderbar - zur Zeit auch kein Corona

- auch wenn gerade die Maul- und Klauenseuche für Diskussionsstoff

sorgt (dachte, die ist längst ausgestorben - habe da nur noch

Erinnerungen aus der Kindheit, wenn wir unsere Verwandten im

Weinviertel besucht haben, mussten wir immer aus dem Auto

aussteigen und über einen Teppich gehen) könnte es so schön sein.

Aber eine nicht gerade glückliche Hand für unsere Wirtschaftspolitik

(seit Jahren warnen nicht nur Pessimisten vor Ländern wie

China oder Indien, die längst auf der Überholspur sind) und so

unwahrscheinlich es klingt in der heutigen Zeit: ein einziger Mann

vermiest vielen von uns die Stimmung.

Eigentlich unwahrscheinlich, wie ein Mann in einem Alter, in dem

er in einem durchschnittlichen Unternehmen keinen Job mehr

bekommen könnte, die Weltwirtschaft in Atem hält.

Nein, auch ich bin gerade besorgt, aber extrem optimistisch und

vielleicht kann uns die Natur ja ein Licht im dunklen Tunnel zeigen.

Ich sage jetzt einmal - wir sind nicht nur wirtschaftlich (irgendwie

hat man das Gefühl, überall sind gerade die Wüteriche im Amt)

gerade im Winter - und nach diesem kommt hoffentlich bald wieder

der Frühling …

In diesem Sinne nehmen wir uns hoffentlich die Natur als Vorbild

- auf eine Beruhigung in den Märkten bis zur nächsten Ausgabe

hofft

Ihr

4

03/24

Impression der Messe in Düsseldorf/

Foto: Easyfairs GesmbH

Harald Eckert


SOWEIT DAS AUGE REICHT:

LEBENSMITTEL VIELFÄLTIG VERPACKEN.

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Flexibel sein ist gut, schnell und fl exibel sein ist besser. Die Verpackungsmaschinen

von Schubert zeigen, wie es geht. Intelligente Steuerung und präzise Robotik ersetzen

komplizierte Mechanik und sorgen für höchste Flexibilität in allen Verpackungsprozessen.

Folgerichtig, dass 80% der führenden FMCG-Konzerne auf uns setzen und auf

perfektes Verpacken bei geringstem Verbrauch. Ganz im Sinne unserer Mission Blue:

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MESSE

IFFA 2025: KI, Robotik und Sensortechnik

Die Fleisch- und Proteinverarbeitungsindustrie steht vor großen Herausforderungen.

Preisdruck, Produktvielfalt und der anhaltende Fachkräftemangel

erfordern effiziente Arbeitsprozesse, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Lösungsansätze bieten die zunehmende Automatisierung sowie innovative

Technologien wie Künstliche Intelligenz und Robotik: sie können die

Produktivität steigern und die Betriebskosten verringern. Die Weltleitmesse

IFFA –Technology for Meat and Alternative Proteins – zeigt unter dem Motto

„Maximale Performance“, was bereits möglich ist und demonstriert, welche

Weichen die Industrie jetzt stellen muss.

Automatisierung ist in vielen

Industriezweigen das

Gebot der Stunde: Sie verbessert

nicht nur die Performance

von Maschinen und Anlagen, sondern

hilft Produktionsausfälle zu

vermeiden und Energie und Material

zu sparen. In der Lebensmittelwirtschaft

ist sie zum Beispiel bei

Produktkontrolle und Rückverfolgung

fast unumgänglich, um eine

gleichbleibend gute Qualität zu gewährleisten

und die hohen gesetzlichen

Anforderungen zu erfüllen.

Darüber hinaus ist sie ein idealer

Hebel, um Herausforderungen wie

steigende Kosten oder dem Fachkräftemangel

zu begegnen.

Prozessübergreifende

Automatisierung

Eine prozessübergreifende Automatisierung

in der Fleisch- und

Proteinindustrie umfasst die Rohstoffaufbereitung

mit Mischen und

Zerkleinern über die Verarbeitung

mit Portionieren, Füllen und Formen,

die thermischen Prozesse wie

Garen und Kühlen bis hin zur automatisierten

Verpackung und intelligenten

Logistik. Allerdings sind

hier die verschiedenen Prozessabläufe

und Produktionslinien häufig

noch nicht miteinander vernetzt,

wodurch der Datenaustausch unterbrochen

wird und nicht für Optimierungen

genutzt werden kann.

Abhilfe ist aber möglich.

Webbasierte

Prozessleitsysteme

Denn webbasierte Prozessleitsysteme

wie MES („Manufacturing

Execution System“) und ERP

(„Enterprise Resource Planning

System“) bestehen oft aus modular

aufgebauten Softwaresystemen

und lassen sich auch in Bestandsanlagen

nachrüsten. Die Vorteile

einer vollständig vernetzten Smart

Factory sind also nicht nur Neuanlagen

vorbehalten.

6 02/25

Impression von der letzten Veranstaltung

Datenerfassung in Echtzeit

Grundlage für viele automatisierte

Prozesse ist die Erfassung

und Analyse von Daten in Echtzeit.

Moderne Sensoren liefern präzise

Informationen über Temperatur,

Feuchtigkeit, Gewicht und Druck.

Ein Beispiel sind Temperatur- und

Feuchtigkeitssensoren in Kühlhäusern,

um einen Temperaturanstieg

und damit das Risiko von

Kontaminationen zu verhindern.

Gewichtssensoren überprüfen das

Gewicht jedes einzelnen Fleischprodukts

und sorgen dafür, dass die

Verpackung den Spezifikationen

entspricht. Das reduziert nicht nur

den Materialverbrauch, sondern

minimiert auch den Ausschuss und

die Rückläuferquote. Ein weiteres

Beispiel sind Sensoren zur Überwachung

der Gaszusammensetzung

in Verpackungen. Sie stellen sicher,

dass die gewünschten Bedingungen

konstant eingehalten werden.

Künstliche Intelligenz

beschleunigt und

verbessert Prozessabläufe

Wie viele anderen Branchen, so

verändert der Einsatz künstlicher

Intelligenz (KI) auch die Fleisch-

Foto: Messe Frankfurt

und Proteinindustrie. Sie hebt die

Branche auf ein neues Level, indem

sie Maschinen befähigt, Daten

aus verschiedenen Produktionsstufen

nicht nur zu sammeln, sondern

auch zu analysieren und daraus

Handlungsmuster abzuleiten. Bei

Störungen im Produktionsablauf

kann sie Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge

erkennen und auf

diese Weise Probleme noch im laufenden

Prozess beheben bzw. für

die Zukunft vermeiden. Das führt

nicht nur zu mehr Effizienz, sondern

auch zu mehr Sicherheit für

Konsumenten und Unternehmen.

Industrielle Bilderkennung

Die industrielle Bilderkennung

und -verarbeitung basiert ebenfalls

auf KI-Modellen, die für den

jeweiligen Anwendungsfall trainiert

wurden. Eingesetzt wird sie

zum Beispiel zur Sortierung von

Fleischprodukten nach bestimmten

Kriterien wie Größe, Form und

Struktur. Das entlastet nicht nur die

Mitarbeiter, sondern steigert auch

die Genauigkeit. Wird sie zur Erkennung

von Qualitätskriterien wie

Maserung oder Fettanteil genutzt,

kann sie den Verkaufswert einzelner

Stücke deutlich steigern. Auch

in der Qualitätssicherung kommen

KI-gestützte Bildverarbeitungssysteme

zum Einsatz. Anhand historischer

Bilddaten werden sie darauf

trainiert, die gesamte Produktion

in Echtzeit zu inspizieren und Unregelmäßigkeiten

wie Farbabweichungen,

Fremdkörper oder fehlerhafte

Verpackungen zu erkennen.

Vorausschauende Wartung

Ein weiteres Anwendungsgebiet

ist die vorausschauende Wartung.

KI-gestützte Systeme überwachen

den Zustand von Maschinen

und prognostizieren Ausfallzeiten.

Mithilfe dieser Vorhersagen werden

Wartungsarbeiten nur dann

durchgeführt, wenn sie tatsächlich

notwendig sind. Einer Studie von

McKinsey zufolge kann Predictive

Maintenance zu einer Reduktion

der Ausfallzeiten um bis zu 50 Prozent

und einer Erhöhung der Lebensdauer

von Maschinen und Anlagen

um bis zu 40 Prozent führen.

Machine Learning hebt

Robotik auf neue

Entwicklungsstufe

Industrieroboter sind mittlerweile

auch in der Lebensmittelindustrie

Standard, zumindest in größeren

Betrieben. Rund um die Uhr im

Einsatz, können sie erhebliche Effizienz-

und Produktivitätsgewinne

erzielen. Dabei ist der Übergang

zwischen konventionellen Spezialmaschinen

und solchen mit integrierter

Robotertechnik fließend.

Industrieroboter werden vor allem

eingesetzt, um wiederkehrende

Aufgaben zu übernehmen, wie sie

typischerweise in der Fleischverarbeitung

anfallen, beispielsweise

schneiden, portionieren, verpacken,

umhüllen, sortieren, aufnehmen

oder platzieren. KI hebt auch die

Robotik auf einen neuen Entwicklungsstand.

Generative KI kann

sich durch „Machine Learning“


selbstständig an neue Umgebungen

und Situationen anpassen und ermöglicht

Industrierobotern dadurch,

autonomer und agiler zu agieren.

Ein Beispiel sind autonome mobile

Roboter (AMR). Ausgestattet mit

Kameras und Sensoren, können sie

ihre Umgebung selbstständig erfassen

und analysieren. Sie suchen

sich neue Wege, wenn Hindernisse

die vorgesehene Route versperren

und handeln selbständig in Situationen,

die von der Norm abweichen.

Verpacken und Palettieren

Das macht sie zu perfekten Helfern

in unstrukturierten Fertigungsumgebungen

sowie Lagern oder

Logistikzentren, wo es um das Verpacken

und Palettieren geht. Trotz

der Vielfalt an Artikeln in solchen

Verteilungszentren sind KI gestützte

Industrieroboter in der Lage,

die richtigen Waren auszuwählen,

zu kommissionieren, fehlerhafte

oder deformierte auszusondern

und auch Packungsformate und

Gewichte zu erkennen. Dabei erreichen

sie Pickraten von 750 bis

1.400 Artikeln pro Stunde und

können beispielsweise bis zu 200

Fleischprodukte pro Minute verpacken.

Ein deutlicher Effizienzgewinn

im Vergleich zu manuellen

Prozessen. Auch in punkto Präzision

sind Roboter ihren menschlichen

Kollegen überlegen. So

können sie Fleisch schneller und

exakter in einem ganz bestimmten

Schnittwinkel zuschneiden und auf

das gewünschte Gewicht und die

ideale Form portionieren, was den

Produktionsdurchsatz erhöht und

den Rohmaterialverlust minimiert.

Einen enormen Zugewinn an Flexibilität

versprechen multifunktionale

Roboterarbeitszellen, die auch

in der Fleischindustrie nach und

nach die traditionelle Linienproduktion

ablösen werden. Die Roboterzelle

soll selbstständig mithilfe

von KI in verschiedenen Arbeitsschritten

Schweinehälften verarbeiten.

Das geschieht in möglichst

vielen Arbeitsgängen auf einmal

anstelle von kleinen Arbeitsgängen

hintereinander. Verschiedene Produktionen

können parallel laufen,

wodurch ein starker Produktmix ermöglicht

wird, ohne die Einschränkungen

einer Linienproduktion.

Dabei bilden die Roboterzellen mit

den AMRs autonome Netzwerke,

die selbstständig auf unterschiedliche

Anforderungen reagieren.

Mehr unter:

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02/25

7


IFFA

Produktsicherheit, künstliche Intelligenz und Effizienzsteigerung:

ISHIDA-Innovationen zur IFFA

8 02/25

Die Innovationen, die Ishida auf der IFFA 2025 vorstellen wird, adressieren die

wichtigsten Herausforderungen der Fleischwirtschaft. Zu den Neuheiten gehört der

QX-800, ein kompakter Traysealer mit hohem Leistungsvermögen. Er ermöglicht es

den Fleischverarbeitern, Abfall zu reduzieren und Effizienz zu steigern. Ebenfalls neu

ist eine Hochleistungslösung zur Röntgenkontrolle , die speziell für die Geflügelverarbeitung

entwickelt wurde.

Der neue Ishida QX-800

Traysealer wurde speziell

für Produktionslinien mit

hohem Output entwickelt. Er bringt

es auf Leistungen bis 17 MAP-

Zyklen (Modified Atmosphere Packaging)

pro Minute, verbraucht

dabei sehr viel weniger Energie und

beansprucht aufgrund seines kompakten

Design auch deutlich geringeren

Bauraum.

Röntgeninspektionssystem

Als führender Anbieter von Wäge-,

Verpackungs- und Inspektionslösungen

für die Fleisch- und Geflügelindustrie

wird Ishida auch das

Röntgeninspektionssystem IX-PD-

Poultry vorstellen sowie Sentinel

5.0, eine wegweisende KI-gestützte

Lösung für die Steuerung, Überwachung

und Dokumentation der Verarbeitungsprozesse.

Höchste Anforderungen

Darren Chandler, General Manager

Protein Solutions bei Ishida Europe:

„Wir freuen uns sehr, auf der

IFFA mit den internationalen Experten

für die Fleischverarbeitung

und -verpackung ins Gespräch zu

kommen. In dieser anspruchsvollen

Branche arbeiten die Anlagen rund

um die Uhr, bei höchsten Anforderungen

sowohl an die Leistung als

auch an die Produktqualität und –

sicherheit. Dass wir hier Standards

setzen, werden wir auf der IFFA

unter Beweis stellen. Wir haben

die Technologien, die Mitarbeiter

und die Expertise, um für jeden Anwendungsfall

die beste Lösung zu

finden.”

Produktsicherheit

Dabei tragen die Ishida-Experten

der Tatsache Rechnung, dass die

Produktsicherheit das A und O bei

jedem Prozess der Lebensmittelverarbeitung

ist – und das gilt ganz

besonders für die Geflügelverarbeitung.

Knochen(splitter) und andere

Fremdkörper im Produkt können

die Reputation der Marke schädigen

und im schlimmsten Fall kost-

Fotos: ISHIDA

spielige Rückrufaktionen erfordern.

Damit dies nicht passiert, hat Ishida

IX-PD-Poultry entwickelt – ein

Röntgensystem, das bis zu 400

Hähnchenteile pro Minute prüfen

kann.

Ultrahochauflösende Bilder

Darren Chandler: „IX-PD-Poultry

ist unsere Antwort auf eine der aktuell

größten Herausforderungen in

der Geflügelindustrie: Knochenerkennung

in Hochgeschwindigkeits-

Produktionslinien. Unsere neue Lösung

sendet Röntgenlicht mit zwei

verschiedenen Energieniveaus aus,

um ultrahochauflösende Bilder zur

Detektion von Schlüsselbein-, Rippen-

und anderen Knochen sowie

sehr kleinen metallischen Verunreinigungen

zu generieren. Damit

helfen wir unseren Kunden, strenge

Qualitätskontrollen mit höchster

Effizienz umzusetzen – oder ihre

Qualitätsziele noch zu steigern.“

Echtzeitdaten

Darüber hinaus können Besucher

die neueste Generation der Sentinel-Software

zur Anlagen-Fernüberwachung

und zum Reporting

„live“ erleben. Mit Künstlicher Intelligenz

und Maschinellem Lernen

unterstützt Sentinel 5.0 die Anwender

bei der Optimierung ihrer Produktionslinien.

Die Software kann

Echtzeitdaten nicht nur von Ishida-

Anlagen auswerten. Sie bietet dem

Anwender Einblicke in die aktuelle

Produktionsleistung, macht auf Unregelmäßigkeiten

aufmerksam und

gibt Empfehlungen zur Behebung

potenzieller Probleme.

KI

Die „eingebaute“ KI ermöglicht

eine verbesserte Interaktion des

Anwenders mit den Maschinen, wie

Darren Chandler erläutert: „Über

den integrierten KI-Chatbot kann

der Bediener mit Sentinel 5.0 zum

Beispiel bestimmte Parameterwerte

abfragen.“

Wägetechnik

Die Wägetechnik wird auf dem

Ishida-Stand ebenfalls vertreten

sein, und das gleich mehrfach. Drei

Mehrkopfwaagen stehen stellvertretend

für das komplette Portfolio:

das Spitzenmodell (CCW-AS), ein

Modell aus Ishida’s bewährtem

Sortiment von Mehrkopfwaagen

mit Spiralförderern und eine

Frischproduktwaage für besonders

klebrige und empfindliche

Produkte. Weitere IFFA-Exponate

sind der bewährte RobotGrader,

ein Sortieranlagen-Einstiegsmodell,

das Ishida AirScan zur Inline-

Leckagenkontrolle und auch eine

neue Kontrollwaagen-Serie, die

DACS-GN-S.


IFFA

Mehr während der IFFA:

Stand C28 in Halle 12.0 ober

vorab unter:

www.ishidaeurope.com

Über Ishida

Ishida ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung, Herstellung und Installation von End-to-End-Wäge-, Verpackungs- und

Sicherheitslösungen für die Lebensmittelindustrie. Ishida unterstützt die Nahrungsmittelhersteller darin, den Automatisierungsgrad in der

Produktion zu erhöhen und Kosten und Ausfallzeiten zu reduzieren, die Betriebseffizienz zu er-höhen und dauerhaft wirtschaftlich zu produzieren.

Mit einer weltweit installierten Basis von weit mehr als 100.000 Maschinen und Anlagen, die eine große Anzahl von Anwendungen und

Endmärkten abdecken, ist das Unternehmen der unangefochtene Weltmarktführer für Mehrkopfwaagen und einer der weltweit führenden Anbieter

von Schlauchbeutelmaschinen für Snacks, Röntgeninspektionssystemen, Kontroll-waagen, Sortiermaschinen,

Traysealern, Leckdetektoren und Industrie 5.0-Lösungen.

Wir laufen auch 2025 für die mit

- die es selbst nicht mehr können -

wer lauft mit?

VERPACKUNG LÄUFT FÜR EINEN GUTEN ZWECK!

Unter dem Motto „Verpackung läuft für einen guten Zweck - die

österreichische Verpackungsbranche hat nicht nur hervorragende

Verpackungslösungen - sie unterstützt auch dieses Projekt“

hat KOMPACK eine Gruppe gegründet.

75815

Harald

Einfach auf

https://www.wingsforlifeworldrun.com/de/teams/Xok7GX

anmelden und mitmachen.

Theoretisch kann weltweit überall gestartet werden.

Freue mich über Ihre Anmeldung - vielleicht schaffen wir ja

einen gemeinsamen Auftritt - werden gerne alle Teilnehmer auch

in KOMPACK erwähnen.

02/25

9


UMREIFUNG

Stahlband Zwillinge

Am österreichischen Standort eines bekannten Profilherstellers sollte die in die Jahre

gekommene Eigenbau-Stahlband-Bindeanlage mit hydraulischen Bindeköpfen ersetzt

werden. Der Wunsch des Kunden war es, dass die neue Anlage zum Erreichen einer

entsprechenden Taktzeit wieder als Doppelmaschine ausgeführt wird. Standardmäßig

sollen jeweils 2 Bindungen gleichzeitig an den Langprofil-Paketen angebracht werden.

Produktabhängig und als Ausfallskonzept muss jede Einzelmaschine auch im Stand-

Alone Modus zu betreiben sein. Der resultierende verfügbare Einbauraum für die, den

gesetzlichen Bestimmungen entsprechenden, trennenden Sicherheitseinrichtungen ist

sehr gering. Zusätzlich kann die Anlagenposition wegen entsprechender vor und nachgelagerter

Anlagenteile nicht verändert werden. Die Ing. Josef Riegler Verpackungstechnik

GmbH & Co KG. hat das Upgrade der Verpackungsanlage an der Stahl-Profil

Linie erfolgreich vorgenommen.

In Zusammenarbeit mit dem

etablierten italienischen Maschinenbauer

und Spezialisten

für Stahlbandumreifungsmaschinen

ITIPACK S.r.l. wurde ein gezielt

an die Bedürfnisse des Endkunden

angepasstes Anlagenkonzept entwickelt.

Zwei unabhängige Maschinen

Dieses beinhaltet zwei voneinander

unabhängige Stahlband Bindemaschinen.

Jeweils mit fixem

Bandführungsrahmen und entsprechend

der Paketdimension vertikal

verfahrbarem Bindekopf.

Wartung

Zur Positionierung des Verschlusses

in der Paketmitte und für die

Zugänglichkeit der Bindeköpfe im

Wartungsfall sind die einzelnen

Bindemaschinen quer zur Förderrichtung

ebenfalls verfahrbar.

Sonderkonstruktion

Die Vorgabe, die bestehende Fördertechnik

ohne Umbauten weiter

verwenden zu können, erforderte

Sonderkonstruktionen und Anpassungen

im Bereich der Bandführungen

und des Maschinenrahmens.

Stahlbandbindeköpfe

Bei der Auswahl der Bindeköpfe

wurde auf bereits beim Kunden

vorhandene Technologie Rücksicht

genommen und moderne elektropneumatische

Stahlbandbindeköpfe

integriert.

Tragkraft bis 450kg

Für jede Bindemaschine wurde jeweils

ein Großrollen Stahlbandabroller

mit einer Tragkraft bis max.

450kg vorgesehen.

Laserscan-Technologie

Um die gewünschte leichte Zugänglichkeit

der Anlage unter den

gegeben schwierigen Platzverhältnissen

zu erreichen wurden für die

Zugangstüren mehrteilige Schiebeelemente

und nebst konventionellen

Zäunen modere Laserscanner-Technologie

eingesetzt.

Mittels der Laserscanner können

Anlagenbereiche effektiv vor Zu-

tritt gesichert werden ohne die Zugänglichkeit

durch fix angebrachte

Zäune zu verlieren.

Sicht

Um Einschränkungen der Sicht

durch Zäune auf andere Anlagenteile

zu minimieren wurde für die

Zaunelemente schwarze Farbe gewählt.

Die Umsetzung

Die gesamte Anlage wurden entsprechend

der Vorgaben des Endkunden

hergestellt. Nach Vorabnahme

beim Hersteller in Italien

erfolgte der Einbau durch Techniker

der Firma Riegler Verpackungstechnik

in enger Abstimmung mit

der kundenseitigen Projektleitung

und Technik während einem geplanten

Anlagenstillstand.

Regelbetrieb

Nach Inbetriebnahme, begleitetem

Probebetrieb und abschließender

Schulung wurde die Anlage

abgenommen und in den Regelbetrieb

übergeben.

Mehr unter: www.

riegler-verpackungstechnik.com

10 02/25


MESSE

SMART Automation 2025

Vom 20. bis 22. Mai 2025 öffnet die SMART Automation Austria ihre Tore im Design

Center in Linz und bietet der industriellen Automatisierungsbranche eine einzigartige

Plattform für Innovation und Networking. Unter dem Motto „Innovation trifft Automatisierung“

präsentieren führende Unternehmen der Branche ihre neuesten Produkte,

spannenden Vorträge und digitale Lösungen.

Die SMART ist Österreichs

zentrale Fachmesse für

industrielle Automatisierung.

Alle zwei Jahre versammelt

sie Tausende von Fachbesuchern,

die hier alles rund um Fabrik- und

Prozessautomatisierung entdecken

können. Die Messe deckt sämtliche

Aspekte der Automatisierung ab

– von einzelnen Komponenten bis

hin zu kompletten Systemen und

integrierten Lösungen.

Automatisierung

hautnah erleben

Die SMART Automation Austria

ist ein zentraler Treffpunkt für

Unternehmen, Ingenieure und Experten

aus der Automatisierungsbranche.

Hier kommen die entscheidenden

Player zusammen, um

ihre neuesten Entwicklungen und

Visionen für die Zukunft der Industrie

vorzustellen. Das Event bietet

nicht nur eine hervorragende Gelegenheit,

sich über Innovationen

zu informieren, sondern auch, um

wertvolle Kontakte zu knüpfen und

bestehende Netzwerke zu erweitern.

Foto: FRB Media | MZS

Breites

Spektrum an Lösungen

Die SMART Automation Austria

bietet ein breites Spektrum an Lösungen

und Technologien aus allen

Bereichen der Automatisierung, darunter:

Highlights

q Größte Branchenplattform

Österreichs: Die SMART ist die

führende Messe für industrielle

Automatisierung in Österreich.

q Innovative Produkte und

Lösungen: Erleben Sie bahnbrechende

Technologien und Lösungen,

die die Automatisierung

der Zukunft prägen.

q Spannendes Vortragsprogramm:

Besuchen Sie interessante

Vorträge und erfahren Sie

alles über aktuelle Trends und Herausforderungen

in der Automatisierungsbranche.

q Digitale Lösungen: Lassen

Sie sich von den neuesten digitalen

Innovationen und Lösungen begeistern,

die die Automatisierung revolutionieren.

q Antriebstechnik (elektrisch,

mechanisch, hydraulisch, pneumatisch)

q Automatisiertes Handling

q Bedienen & Beobachten

q Bussysteme & Industrielle

Kommunikation

q Dienstleistungen und Engineering

für die Automatisierungstechnik

q Industrieelektronik

q Niederspannungstechnik

q Pneumatik für die Automation

q Prozess-Leittechnik

q Sensorik & Industrielle Bildverarbeitung

q Mess- und Regeltechnik

q Steuerungstechnik/SPS

Mehr unter: www.smart-linz.at

02/25

11


WIRTSCHAFT

Investitionen in die Zukunft

In den letzten zehn Jahren hat KOMPACK regelmäßig über die Investitionen

der Firma G. Coreth Kunststoffverarbeitungs GmbH, einem der größten Folienerzeuger

in Österreich berichtet. Dazu zählen diverse Umweltprojekte wie

eine Photovoltaikanlage und ein neues Recyclingzentrum sowie ein modernes

Druckzentrum und neue Folienblasanlagen. Aktuell wurden € 4.000.000,-- in

die klassische Produktion investiert. Dazu gehören vier neue Silos wie eine neue

WINDMÖLLER & HÖLSCHER Extrusionsanlage zur Produktion von unter

anderem Dehnschlauch in kleiner Dimension.

Damit die aktuelle Investition

am österreichischen

Standort auch aufgestellt

werden konnte, wurden zwei alte

Extrusionsanlagen verkauft.

Gleichzeitig wurden zwei andere

Extruder komplett runderneuert

und ein Extruder musste in der Halle

versetzt werden. Nachdem nun

der Platz geschaffen war, konnte

die neue Anlage mit einer 180er

Düse, eine ideale Ergänzung zum

vorhandenen Programm, über das

Dach eingebracht werden. Bei voller

Produktion (24/7) wurde das

Dach geöffnet und partiell auf 20m

erhöht. Damit schlechtes Wetter die

laufende Produktion und die Installation

des neuen Extruders nicht

beeinträchtigt, wurde am Dach ein

Schutz aus Holzpanelen gebaut.

Allerneuester

Stand der Technik

Mit dieser großen Investition in

die klassische Produktion ist das

Unternehmen nun am allerneuesten

Stand der Technik. Produziert

werden kann auf der neuen Anlage

Flachfolie, aber auch Schläuche.

„FFS-Schlauch kann jetzt produziert

werden. Der produzierte Dehnschlauch

in kleinerer Dimension

kommt zum Beispiel bei Split Boxen

für die Getränkeindustrie zum

Einsatz,“ sagt Geschäftsführer

Alexander Lazar. In der Um- und

Aufbauzeit von Juli 24 bis Februar

25 waren durchgehend bis zu 15

Leute auf der Baustelle beschäftigt.

Silos

Gleichzeitig wurde in vier neue

Silos mit einer Füllmenge zu je

200 Tonnen und 16 neue Tagessilos

investiert. Die neuen Silos sind

mit jedem Extruder verbunden und

werden automatisch beschickt. Damit

kann eine Bevorratung sichergestellt

werden. Zwischen den Extrudern

steht eine Inlinedruckmaschine,

mit der in einem Verfahren

die Folien mit 3+3 Farben bedruckt

12 02/25

Mag. Stefan Chalupnik und Alexander Lazar

vor der neuen Anlage

werden können. Stolz erklärt Geschäftsführer

Mag. Stefan Chalupnik:

„Beim aktuellen Projekt waren

mehrere Firmen beteiligt - wir haben

darauf geachtet, dass - soweit

möglich - lokale Unternehmen mit

den Arbeiten beauftragt wurden.

Für den Stahlbau, einem 20 Meter

hohen Turm mit vier Ebenen

auf engstem Raum, war die Firma

Scholl GmbH aus Niederösterreich,

für die Montage die Firma

PeriT Dienstleistungssysteme aus

Deutschland zuständig.“

Standort

Trotz aller Herausforderungen in

Österreich wie der hohen Netz-und-

Energiekosten, Personalkosten und

Transportkosten, investiert das Unternehmen

mit den aktuellen Projekten

wieder massiv in den Standort.

„Jetzt muss viel Geld verdient

werden, trotz der nach wie vor steigenden

sehr hohen Kosten in Österreich,

zusätzlich zu den hohen Investitionskosten.

Trotz aller Euphorie

über die neuen Produktionsmöglichkeiten

ist dies bei den laufend

steigenden Preisen natürlich eine

große Aufgabe,“ so der Geschäftsführer

Mag. Chalupnik.

Vorreiter

Die G. Coreth Kunststoffverarbeitungs

GmbH investiert aber nicht

nur regelmäßig in die neueste Technik,

sie ist auch Vorreiter im Einsatz

von Post Consumer Rezyklaten

(PCR). Die Packaging und Packaging

Waste Regulation (PPWR)

der EU sieht ab 2030 eine Mindestquote

von 35% an PCR in Neuprodukten

vor. Die Firma Coreth hat

hier vorgesorgt. Mit dem Recyceln

begann das Unternehmen bereits

im Jahr 2009, im Jahr 2018 wurde

ein gänzlich neues Recyklingzentrum

eröffnet. Rund 1.400kg/h Rezyklat

werden hier auf der Anlage

hergestellt. Bereits vor zwei Jahren

hatte das Unternehmen mehr als 50

Produkte mit einem PCR-Anteil

von mindestens 35% im Programm

(DIN CERTO zertifiziert). Zu den

Produkten zählen unter anderem

Palettenhauben, Flachfolien, Säcke,

diverse Formzuschnitte und Halbschlauchfolien.

„Wir waren 2022

in Europa unter den ersten, die mit

dem Zertifizierungsprozess begonnen

haben“, erklärt Mag. Chalupnik.


Packaging und Packaging

Waste Regulation (PPWR)

Damit kommen wir auch zur

aktuellen PPWR, Packaging und

Packaging Waste Regulation,

diese sieht eine 100% ige Wiederverwertungsquote

für Transportverpackungen

vor. Dadurch

wäre bei der Palettenverpackung

der Einsatz von Kunststoff nicht

mehr möglich gewesen. Die neue

EU-Kommission hat mittlerweile

bestätigt, dass die vollständige

Wiederverwertungspflicht für die

Transportverpackung ein Problem

ist. Unter anderem in Bezug auf

Transporteffizienz und -sicherheit,

wirtschaftlicher Folgen einschließlich

Unterbrechungen der

Lieferkette sowie unerwünschte

Umweltauswirkungen. Deswegen

wird es in einem Ausnahmeverfahren

Erlässe für die Mehrwegquote

geben, die im zweiten Halbjahr

ihre Rechtskräftigkeit bekommen

sollen. KOMPACK wird natürlich

weiter dazu berichten.

Das Dach wurde partiell auf 20m erhöht und die

neue Anlage über das Dach eingebracht.

Ausnahmeverfahren

„Ein Grund für das Ausnahmeverfahren

ist auch die Tatsache, dass

Palettenumhüllungen aus Kunststoff

bereits jetzt vollständig recycelt

werden. Sie werden nach Verwendung

weitgehend als Gewerbeabfall

gesammelt und zu neuem

Foliengranulat recycelt. Sie bilden

daher eine wichtige Grundlage für

die Erfüllung der Recyklingziele

und künftiger Rezyklateinsatzquoten“,

erklärt Mag. Chalupnik und

sagt als Fazit: „Wir als Teil der

Leitbetriebe Austria sind froh, uns

bereits seit 2022 proaktiv gemeinsam

mit Brangs+Heinrich GmbH

mit diesem Thema zu beschäftigen

und schon jetzt die künftigen

Recyklingvorgaben der PPWR zu

erfüllen. Wir werden diese künftig

sogar übertreffen können. So ist

es uns zeitgerecht gelungen einen

Mehrwert für unsere Kunden zu generieren

und die Umweltresourcen

nachhaltig zu schonen.“

Mehr unter: www.coreth.at

Impressionen der Baustelle

02/25

13


EVENT

Motto zum Jubiläum: unlock to perform !

Die Logistikvereinigung BVL Österreich veranstaltet, unter dem Motto „unlock

to perform !“, als Jubiläum den 40. Logistik Dialog. Nachdem auch die neue

Location am Flughafen Wien in den vergangenen Jahren großen Zuspruch

gefunden hat, wird der heurige Leitkongress (am 22. und 23. Mai) ebenso dort

stattfinden. Die Fachausstellung „Alles Logistik“ und zahlreiche Keynotes

zeigen dabei aktuelle Trends und Innovationen dieses Wirtschaftsbereiches.

KOMPACK sprach im Vorfeld des Top-Events mit BVL-Geschäftsführer

Wolfgang Kubesch, um herauszufinden, welche Highlights und spannenden

Einblicke die Teilnehmer dieses Jahr erwarten dürfen.

KOMPACK: Die Community

freut sich schon auf das Jubiläumsevent

- was steckt hinter dem heutigen

Motto?

Wolfgang Kubesch: In vielen

Bereichen - angefangen von der

Gesellschaft über die Wirtschaft

aber selbst im Supply Chain Management

und der Logistik müssen

wir umdenken. Nachhaltige Entscheidungen

für eine zukünftige

Stabilität samt Erfolgen zu fällen,

ist dringend erforderlich. Ein Umdenken

notwendig – so kam es zu

dem heurigen Motto. Die Jahre

seit der Pandemie haben gezeigt,

wie verwundbar wir in vielen Bereichen

sind. Ob Rohstoffknappheit

oder anhaltende Energiedebatten

– mittlerweile sollte klar sein, dass

Europa mehr denn je auf eigenen

Beinen stehen muss. Europa agiert

in relevanten Sektoren nach wie vor

zu zögerlich und hat dadurch wertvolle

wirtschaftliche Kompetenzen

eingebüßt – nicht zuletzt durch die

lange Zeit vorherrschende, jedoch

trügerische Annahme, dass „Wandel

durch Handel“ gewiss funktionieren

würde. Die zentrale Frage

lautet daher: Was können wir selbst

aktiv beitragen, um weniger abhängig

von anderen Ländern und deren

oftmals wenig demokratischen Systemen

zu sein? Genau das spiegelten

die Mottos von 2023 „Hands

On 4 Change“ und 2024 „[Re]

Design Today“ wider – ebenso wie

der aktuelle Generalansatz. Es geht

darum, die Ärmel aufzukrempeln,

alles neu zu überdenken – andernfalls

riskieren wir, unsere globale

Position weiter zu schwächen. Es

hat sich nämlich durchaus gezeigt,

dass Fortschritt auch passieren

kann. Nun liegt der Fokus – neben

Sicherheitsaspekten – darauf, Rohstoffe,

Ressourcen, Fachkräfte und

Energie zuverlässig verfügbar zu

machen. Dabei ist es wichtig, unnötige

Regulierungen zu vermeiden

14 02/25

Das BVL-Team ist bereits voller Vorfreude

– denn gerade in Europa hat eine

übermäßige Regulierung oftmals

bloß zu einer zusätzlichen Belastung

geführt.

KOMPACK: Europa muss also

in vielen Bereichen deutlich umdenken.

Wolfgang Kubesch: Leistung

muss wieder einen zentralen Stellenwert

bekommen. Leistung muss

wieder zählen. In den vergangenen

zwei, drei Jahrzehnten wurde

dieser Begriff zunehmend entkernt.

Doch ohne konsequente Leistungsbereitschaft

und mutige Innovation

bleibt man stehen. Der Sport zeigt

es uns deutlich: Man gewinnt keinen

Marathon, indem man bloß

davon spricht. Es braucht gezielte

Vorbereitung, Disziplin und Aus-

dauer. Fortschritt entsteht dort, wo

kluge Ideen auch den Raum und die

Freiheit bekommen, umgesetzt zu

werden. Doch genau diese Freiheit

wird bei uns immer stärker durch

Bürokratie und Überregulierung

eingeschränkt – und das längst

auch innerhalb von Unternehmen.

Während Staaten wie die USA oder

China Chancen nach Leistung aktiv

ermöglichen, verlieren wir uns allzu

oft in Vorschriften und Einschränkungen.

Ein weiteres Beispiel dafür

sind Drohnen: Die Grundlagen

wurden hier entwickelt, doch bis sie

in Europa wirtschaftlich eingesetzt

werden können – etwa in der Paketzustellung

– sind andere längst

an uns vorbeigezogen. Wenn wir

als Wirtschaftsstandort inklusive

Sozialwesen bleibend funktionieren

wollen, müssen wir Menschen, die

gestalten wollen, den Raum geben,

genau das zu tun – mit Verantwortung,

aber auch mit Vertrauen und

unternehmerischer Freiheit. Nur so

entsteht echtes Unternehmertum.

KOMPACK: Beim BVL-Logistikkongress

gibt es ja stets Keynote

Speaker, die uns über den berühmten

Tellerrand schauen lassen.

Wolfgang Kubesch: Auch in diesem

Jahr dürfen wir uns auf hochkarätige

und spannende Vortragende

freuen. Einen besonderen Blick

über den Tellerrand wird uns Sasa

Hanten-Schmidt ermöglichen. Sie ist

deutsche Publizistin, Rechtsanwältin,

Studioleiterin und Sachverständige

für zeitgenössische bildende

Kunst. Ursula Eysin, Gründerin und

Geschäftsführerin von Red Swan,

ist Expert-Evaluator für innovative

Technologieprojekte und deren

Kommerzialisierung für die Europäische

Kommission. Als Lektorin für

Kommunikation und Branding an

der Fachhochschule Wien wird sie

uns Einblicke geben, wie Künstliche

Intelligenz sinnvoll und gewinnbringend

eingesetzt werden kann. Aus

der Perspektive des Handels dürfen

wir uns auf den Geschäftsführenden

Vorstand Stephan Wohler von EDE-

KA Minden-Hannover freuen. Das

Unternehmen ist in den alten und

neuen Bundesländern in Deutschland

spannend aufgestellt – womit

wir auch schon zum heurigen

Partnerland kommen. Selbst wenn

Deutschland aktuell mit Problemen

zu kämpfen hat, bleibt es unser stärkster

und wichtigster Partner. Die

Liste der Vortragenden ist so umfangreich,

dass ich hier gar nicht

alle nennen kann – das würde den

Rahmen sprengen. Doch das Spektrum

reicht von Unternehmen wie

KNAPP über Lohmann & Rauscher

bis hin zum Hafen Wien, der seit

längerem sehr innovative Lösungen

realisiert. Genauso wird die Politik

Das brandneue KI-Mobil

von Fraunhofer Austria

bereichert die Fachausstellung/Foto: proge


prominent repräsentiert sein: Wir

erwarten den Kärntner „Logistik“-

Landesrat Sebastian Schuschnig.

Schließlich den Verteidigungsminister

a.D. und neuerdings sicherheitspolitischen

Berater des Außenministeriums,

Thomas Starlinger.

KOMPACK: Zum Logistik Dialog

gehört irgendwie bereits die

Gulaschkanone.

Foto: Florian Wieser

Ursula Eysin/Red Swab ist Expert-Evaluator für

innovative Technologieprojekte und deren Kommerzialisierung

für die Europäische Kommission

Wolfgang Kubesch: Ja und neben

vielen weiteren langjährigen und

bekannten Partnern, zeigt das Österreichische

Bundesheer mit seiner

Gulaschkanone und den Versorgungsfahrzeugen

erneut eindrucksvoll

Präsenz. Last but not least in

der Fachausstellung zu entdecken:

Das brandneue KI-Mobil von

Fraunhofer Austria. Einsteigen und

abfahren im Auftrag der Zukunft.

KOMPACK: Weitere

Highlights?

Wolfgang Kubesch: Die Logistik

Auktion zugunsten einer guten Sache

geht in die zweite Auflage. Wir

ermöglichen damit aus Überzeugung

ein wirklich soziales Engagement.

Zusätzlich: Das Programm

wird insgesamt noch interaktiver

gestaltet, darüber hinaus dürfen

sich die Gäste auf einen Extra-Signature-Drink

freuen.

KOMPACK: Womit wir zur Networknight

dieses Jubiläums kommen…

Ein Highlight der Networknight

wird die Udo Show sein

Wolfgang Kubesch: Diese Tradition

führen wir ganz klassisch fort

– also wie immer mit Open End. Ein

echtes Schmankerl wird bei diesem

Jubiläum als Hommage die Udo

Jürgens Show sein. Und bevor Sie

fragen: Ja, selbstverständlich inklusive

legendären Bademantels.

Sie sehen, die BVL-Kongressagenda

hält vielfältigstes parat – jetzt

freuen wir uns auf zahlreiche Besucher

und einen gelungenen gemeinsamen

Abend.

KOMPACK: Danke für das Gespräch,

Herr Kubesch, und viel Erfolg

für das Jubiläum.

02/25

15


IM GESPRÄCH

„Der Getränkekarton ist mehr als nur eine

KOMPACK sprach mit Georg Matyk, Geschäftsführer von Getränkekarton Austria,

über Getränkekartons und Recyclingziele sowie über das Potenzial der Polyolefin-

Aufbereitungsanlage im niederösterreichischen Pöchlarn.

I N T E R V I E W

KOMPACK: Die Packaging and

Packaging Waste Regulation (PP-

WR) ist in Kraft getreten - auch

wenn in manchen Bereichen noch

Nachverhandlungen stattfinden –

und die Sammel- und Recyclingziele

sind für die nächsten Jahre

festgelegt. Wie zufrieden sind Sie

mit der PPWR?

Georg Matyk: Die Getränkekartonhersteller

arbeiten bereits seit

Jahren daran, die Recyclingfähigkeit

und die Recyclingquoten für

Getränkekartons weiter zu steigern.

Getränkekartons werden noch

klimafreundlicher und gehen mit

den Vorgaben der PPWR konform.

Stichwort Design for Recycling:

Die vollständige Recyclingfähigkeit

und gesteigerte Recycling-Sammelmengen

müssen Ziel jeder Verpackung

sein.

Die Getränkekarton-Hersteller

liefern ja nicht nur die Verpackung,

sondern auch die Maschinen und

sorgen für die laufende Beratung

ihrer Kunden. Bei der Verpackung

per se erhöhen die Hersteller den

Faseranteil, reduzieren Alu- und

Kunststoffanteile und setzen verstärkt

auf biobasierte und recycelte

Polymere. Nachwachsende Rohstoffe,

Produktsicherheit und Haltbarkeit

sind hier die Eckpfeiler. Der

Erfolg spiegelt sich auch in nationalen

und internationalen Packaging

Awards wider.

KOMPACK: In den nächsten

Monaten stehen viele Unternehmen

vor der Herausforderung, die komplexen

Anforderungen der PPWR

umzusetzen und nachhaltige Lösungen

entlang der gesamten Wertschöpfungskette

bereitzustellen.

Was kommt auf die Unternehmen

und vor allem auf die Hersteller

von Verpackungen zu?

Matyk: Alle Verpackungen, egal

aus welchem Packstoff sie hergestellt

sind, müssen bis zum Jahr

2030 zumindest zu 70 Prozent recyclingfähig

sein (80 Prozent in

2038) und 2035 zu mehr als 55

Prozent tatsächlich recycelt werden

(„Licence to operate“). Für

Kunststoff und Aluanteile im Getränkekarton

muss noch die Recycling-Infrastruktur

flächendeckend

geschaffen werden. Deswegen ist

die Polyolefin-Aufbereitungsanlage

in Pöchlarn ein wichtiger Schritt in

die richtige Richtung.

KOMPACK: Wird die PPWR dazu

beitragen, dass europaweit die

Sammelmengen steigen werden?

Matyk: Ja, ich denke schon. Insbesondere

durch die Harmonisierung

der Kennzeichnung auf den

Verpackungen und auf den Abfallbehältern.

In Zukunft wird ein einheitliches

Farbsystem – sowohl auf

der Verpackung als auch auf dem

Behälter – den besten Weg in das

Recycling regeln. Die zukünftigen

Piktogramme werden durch die PP-

WR vereinheitlicht, um so den Konsumentinnen

und Konsumenten das

Sammeln zu erleichtern.

Georg Matyk

KOMPACK: Eigentlich sprechen

wir immer von Getränkekarton.

Doch mittlerweile werden darin

aber Lebensmittel verpackt..

Matyk: So ist es. Der Getränkekarton

ist längst mehr als eine Getränkeverpackung:

Er ist auch eine

Lebensmittelverpackung, die eine

wichtige Rolle beim Aufbau einer

nachhaltigen Zukunft spielt und

Die Getränkekartonbranche hat kürzlich die

neue „Food and Beverage Carton Alliance“

(FBCA) mit Sitz in Brüssel gegründet.

damit widerstandsfähige Lebensmittelsysteme

und Kreislaufwirtschaften

fördert. Übrigens werden

auch zunehmend Non Food-Produkte,

vom Waschmittel bis zu Hygieneprodukten,

in Getränkekartons

abgefüllt. Das Engagement unserer

Branche für Innovation gewährleistet

kohlenstoffarme Verpackungen,

die recycelbar sind, Lebensmittel

schützen, die Haltbarkeit verlängern

und nachhaltige Konsumentenentscheidungen

ermöglichen. Unsere

Branche liefert dazu auch die notwendigen

Nachweise, um im Nachhaltigkeitsprozess

führend zu sein.

Die Getränkekartonbranche hat

kürzlich die neue „Food and Beverage

Carton Alliance“ (FBCA) mit

Sitz in Brüssel gegründet. Die neue

Vereinigung entstand durch den Zusammenschluss

der zwei Organisationen

ACE (Alliance for Beverage

Cartons and the Environment) und

der Recyclingplattform Extract.

Beide hatten sich zuvor bereits für

Getränkekartons als nachhaltige

Verpackungslösung und deren Recycling

engagiert. Die FBCA versteht

sich als globale Plattform, die

Getränkekartons als essenzielle,

erneuerbare und zirkuläre Verpackungslösungen

fördern wird. Ziel

der Allianz ist es, nachhaltige Verpackungslösungen

zu entwickeln,

die sowohl die Lebensmittelsicherheit

erhöhen als auch Abfall reduzieren

und damit den Übergang zu

einer kohlenstoffarmen Kreislaufwirtschaft

beschleunigen. Mit dem

Recyclability Evaluation Protocol

von 4evergreen hat man jetzt ein Instrument

zur Verbesserung der Recyclingeffizienz

von Verpackungen

erstellt. Diese Initiative stellt einen

großen Schritt nach vorne dar, um

16

02/25


Getränkeverpackung“

sicherzustellen, dass faserbasierte

Verpackungen eine nachhaltige,

kohlenstoffarme und kreislauffähige

Lösung für die Lebensmittelund

Getränkeindustrie bleiben.

Die FBCA-Mitglieder – darunter

Billerud, Elopak, SIG, Stora Enso

und Tetra Pak – haben sich aktiv an

der Arbeit von 4evergreen beteiligt

und dazu beigetragen, branchenweite

Standards zu entwickeln, die

die Recyclingfähigkeit verbessern

und systemische Verbesserungen

in der gesamten Verpackungswertschöpfungskette

vorantreiben.

KOMPACK: Das klingt alles

sehr positiv - trotzdem gibt es immer

wieder negative Stimmen zur

PPWR - warum eigentlich?

Matyk: Auf der einen Seite wird

bereits an Ausnahmeregelungen gearbeitet,

und auf der anderen Seite

fehlen noch zumindest 27 rechtsverbindliche

Durchführungsakte.

Doch wir alle, sowohl Produzenten

als auch Gesellschaft wissen, wo

wir hinwollen und hinmüssen.

KOMPACK: Noch kurz zur allgemeinen

wirtschaftlichen Lage.

Wie sieht sie aus?

Matyk: Manche Getränkebereiche

sind durch die schwächelnde

Konsumlaune von Rückgängen betroffen.

In einigen Ländern werden

zurzeit weniger Säfte konsumiert,

das betrifft dann auch die Absatzzahlen

im Getränkekartonbereich.

Aber prinzipiell sind hochwertige

Verpackungen, in denen Getränke

und Lebensmittel lange und sicher

transportiert und aufbewahrt werden

können, stabil in der Nachfrage.

KOMPACK: Danke fürs Gespräch.

UPCYCLE

Im März eröffneten die Altstoff Recycling Austria AG (ARA)

und die SRP Sekundär Rohstoff Produktion GmbH

Österreichs erste Polyolefin-Aufbereitungsanlage

in Pöchlarn.

Nach zweijähriger Entwicklung ist die Anlage jetzt im

Vollbetrieb. Mit UPCYCLE hat die ARA ein Verfahren

entwickelt, um Sortierreste als wertvolle Sekundärrohstoffe

im Kreislauf zu führen. Aus den Kunststoffverpackungen,

die auch in der hochmodernen Kunststoffsortieranlage nicht

verarbeitet werden können, gewinnt UPCYCLE dank des

innovativen Verfahrens bis zu 50 Prozent der Wertstoffe

zurück, mit dem Ergebnis hochwertiger Polyolefin-

Rezyklate in einer Reinheit von zumindest 90 Prozent. Diese

werden im Anschluss von der Industrie als Sekundärrohstoff

mechanisch oder chemisch weiterverarbeitet. Mit diesem

Projekt werden jährlich 30.000 Tonnen Recyclingmaterial

verarbeitet.

Mehr auch auf Seite 18

02/25

17


RECYCLING

UPCYCLE

30.000 Tonnen

„Mit dem Projekt UPCYCLE werden

jährlich 30.000 Tonnen Recyclingmaterial

verarbeitet. Dies ist

ein wichtiger Beitrag zur Kreislaufwirtschaft

und stärkt Niederösterreichs

Ruf als grüne und smarte

Wirtschaftsregion im Herzen

Europas“, betont Landeshauptfrau

Johanna Mikl-Leitner im Rahmen

einer Videogrußbotschaft.

Landeshauptfrau-Stellvertreter

Stephan Pernkopf bekräftigte in seiner

Rede den Stellenwert der Anlage:

„Mit dieser Anlage unterstreicht

Niederösterreich seine Vorreiterrolle

im Bereich der Kreislaufwirt-

als Meilenstein der Kreislaufwirtschaft:

Am 13. März 2025 eröffneten die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) und die

SRP Sekundär Rohstoff Produktion GmbH Österreichs erste Polyolefin-Aufbereitungsanlage

im niederösterreichischen Pöchlarn. Im Beisein hochrangiger

Politik- und Wirtschaftsvertreter:innen wurde das innovative Projekt vorgestellt.

Nach zweijähriger Verfahrensentwicklung und einem von der ARA patentierten

Prozess, ist die hochmoderne Anlage seit 1. März im Vollbetrieb und verarbeitet

zusätzlich bis zu 30.000 Tonnen Recyclingmaterial pro Jahr.

In der Vergangenheit wurden

getrennt gesammelte Kunststoffverpackungen,

die nicht

recyclingfähig sind, weil sie zu

stark verschmutzt, zu klein, aus unterschiedlichen

chemischen Stoffen

oder Beschichtungen bestehen,

aussortiert und anschließend nur

mehr als Ersatzbrennstoff eingesetzt.

Mit UPCYCLE hat die ARA

ein Verfahren entwickelt, um diese

Sortierreste als wertvolle Sekundärrohstoffe

im Kreislauf zu führen.

Umgesetzt wird der Prozess von

der SRP Rohstoff Produktion. Der

Großteil, der bei UPCYCLE verarbeiteten

Kunststoffreste kommt von

TriPlast: Die Hightech Kunststoffsortieranlage

der ARA und ihrer

Partner Bernegger und Der Grüne

Punkt ging im Juni im oberösterreichischen

Ennshafen in Betrieb und

erreicht eine in Österreich einzigartige

Sortiertiefe von 80 Prozent.

Aus den restlichen 20 Prozent der

Kunststoffverpackungen, die nicht

verarbeitet werden können, gewinnt

UPCYCLE Dank des innovativen

Verfahrens bis zu 50 Prozent

der Wertstoffe zurück, mit dem

Ergebnis hochwertiger Polyolefin-

Rezyklate in einer Reinheit von zumindest

90 Prozent. Diese werden

im Anschluss von der Industrie als

Sekundärrohstoff mechanisch oder

chemisch weiterverarbeitet.

Thomas Eck (ARA Vorstand), Harald Hauke (ARA Vorstandssprecher), Stephan Pernkopf (Landeshauptfrau-

Stellvertreter), Erich Frommwald (CEO Kirchdorfer Gruppe), Martin Leonhardsberger (Obmann GVU Melk),

Reinhard Kerschner (Geschäftsführer Kerschner Umweltservice und Logistik); Foto - © AMAGO

schaft und Innovation. Sie ist ein

weiterer wichtiger Schritt in Richtung

einer nachhaltigen Zukunft

und zeigt, wie wir Ressourcen effizient

im Kreislauf halten können.“

In einer Talkrunde mit Vertretern

der ARA und SRP wurde Österreichs

erste Polyolefin-Anlage aus verschiedenen

Perspektiven beleuchtet.

Die SRP Sekundär Rohstoff Produktion

steht zu jeweils 50 Prozent

im Eigentum der Kirchdorfer Gruppe

und der TOP Umweltservice.

Rohstoffe im Kreislauf halten

„Es ist von zentraler Bedeutung,

Rohstoffe so lange wie möglich

im Kreislauf zu halten und damit

gleichzeitig die ambitionierten EU-

Recyclingziele bei Kunststoffverpackungen

zu erreichen. UPCYCLE

leistet dazu mit neuer Technologie

einen wichtigen Beitrag. Dabei

ergänzen sich mechanische und

chemische Recyclingverfahren für

einen geschlossenen Kreislauf und

liefern so zusätzliche Rezyklate, die

sonst verloren gehen würden“, so

ARA Vorstand Thomas Eck.

Der Standort in Pöchlarn wurde

bewusst gewählt, um eine 360-Grad-

Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen.

Durch die enge Zusammenarbeit

zwischen der Kommune, Entsorgern

und der Zementindustrie wurde eine

einzigartige Kooperation geschaffen.

Die nicht weiter recycelbaren

Restfraktionen werden in einer CO 2 -

optimierten thermischen Verwertung

durch Kirchdorfer Zement, einem

Spezialisten für umweltschonende

Zementproduktion, genutzt. „Unser

Projekt mit ARA ist ein Paradebeispiel

für eine Win-Win-Situation.

Wir priorisieren die stoffliche Verwertung,

aber nicht alles lässt sich

stofflich verwerten. Diese Materialien

setzen wir im Kirchdorfer Zementwerk

sinnvoll als Ersatzbrennstoff

ein. Dies schont wertvolle Ressourcen

und reduziert gleichzeitig

CO 2 -Emissionen. Durch den Einsatz

von Ersatzbrennstoffen können

wir fossile Brennstoffe wie Gas oder

Kohle nahezu vollständig ersetzen,

was zu einer der höchsten Substitutionsraten

in der Branche führt“,

erklärt Erich Frommwald, CEO der

Kirchdorfer Gruppe.

Nachhaltige Entwicklung

Doch auch auf kommunaler Ebene

bietet die neue Anlage erhebliche

Vorteile. Das Projekt ist nicht

nur eine Bereicherung für die Wirtschaft,

sondern auch ein wichtiger

Schritt für die nachhaltige Entwicklung

von Kommunen. „Der GVU

hat sich schon immer für innovative

Lösungen für die Gemeinden und

die Menschen im Bezirk eingesetzt.

Mit der ARA und dem UPCYCLE-

Projekt wurde ein kompetenter und

ebenso innovativer Partner gefunden,

um gemeinsam mit unserer

Tochterfirma, der SRP GmbH, die

Region als Wirtschaftsstandort zu

stärken“, so Martin Leonhardsberger,

Obmann des GVU Melk, der

gemeinsam mit Kerschner Umweltservice

und Logistik Eigentümer

des TOP Umweltservice ist.

95 Jahre Erfahrung

„Wir blicken auf 95 Jahre Erfahrung

in der Abfallwirtschaft zurück,

in denen wir uns von einem Müllentsorger

zu einem Recyclingunternehmen

entwickelt haben. Wir

wollen die Kreislaufwirtschaft weiter

voranbringen, UPCYCLE leistet

hier einen wichtigen Beitrag. Das

Verfahren ist weltweit einzigartig

und wir können gemeinsam wertvolle

Erkenntnisse für die Zukunft

gewinnen“, erklärt Reinhard Kerschner,

Geschäftsführer TOP Umweltservice

GmbH und Geschäftsführer

Kerschner Umweltservice

und Logistik GmbH.

Mehr unter: www.ara.at

18

02/25


WELLPAPPE

Wellpappe Industrie mit gemischter Bilanz

Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen bleibt Wellpappe Österreichs führende

Transportverpackung – Nachhaltigkeit und Recycling im Fokus… Sie ist leicht,

stabil, vielseitig bedruckbar und umweltfreundlich: Wellpappe bleibt auch 2024

die wichtigste Transportverpackung in Österreich. „Verpackungen aus Wellpappe

sind für alle Lieferketten unverzichtbar“, betont Stephan Kaar, Sprecher

des Forum Wellpappe Austria.

Die Wellpappe-Branche hatte

mit hohem Kostendruck

und schwacher Konsumlaune

zu kämpfen. Der Umsatz

sank um 6,8 Prozent auf 506 Millionen

Euro. „“Nirgendwo sind die

Lohnkosten so gestiegen wie in

Österreich. Allein in unserer Branche

mussten wir in den letzten drei

Jahren Erhöhungen um 21 Prozent

stemmen – ein Wettbewerbs- und

Standortnachteil gegenüber unseren

Nachbarländern”“, erklärt Kaar.

Trotzdem blieb der mengenmäßige

Absatz mit 720 Millionen Quadratmetern

fast stabil (minus 0,7 Prozent).

Wichtigste Abnehmer waren

die Lebensmittel- und Getränkeindustrie

mit 45 Prozent, gefolgt von

Maschinen, Möbel, Elektronik und

Automotive mit 23 Prozent. Versandverpackungen

machten rund 9

Prozent aus.

Kampf gegen die Rezession -

Hoffen auf 2026

Turbulente weltwirtschaftliche

Entwicklungen und volatile Rohstoffpreise

sowie hohe Energiekosten

bleiben die Herausforderungen.

„So sind etwa die Rohpapierpreise

im März 2025 wieder dramatisch

gestiegen und sind weiterhin eine

enorme Herausforderung für die

Branche “, sagt Kaar. Ab der zweiten

Jahreshälfte könnte auch die

Industriekonjunktur wieder anspringen.

„2025 sollte es uns daher gelingen,

stabil zu bleiben. Erst für 2026

erwarten wir ein leichtes Wachstum.

Eine positive Stimmung ist jetzt enorm

wichtig.“

PPWR: Wellpappe

ist vollständig recyclingfähig

Die EU-Verpackungsverordnung

(PPWR) trat mit 10. Februar 2025 in

Kraft und wird mit August 2026 zur

Anwendung kommen. Sie schreibt

unter anderem vor, dass bis 2030 al-

Fotos: com_unit

Stephan Kaar, Sprecher Forum Wellpappe Austria, Andreas Streit,

Nachhaltigkeitsleiter der REWE Group und Franz Grafendorfer

vom Forum Wellpappe Austria

le Verpackungen zu 70 Prozent recyclingfähig

sein müssen. „“Wellpappe

ist bereits heute vollständig recy-

clingfähig und wird über 90 Prozent

tatsächlich recycelt, dank des österreichweit

sehr gut funktionierenden

„Nirgendwo sind die Lohnkosten so gestiegen

wie in Österreich. Allein in unserer Branche

mussten wir in den letzten drei Jahren

Erhöhungen um 21 Prozent stemmen – ein

Wettbewerbs- und Standortnachteil gegenüber

unseren Nachbarländern“ Stephan Kaar,

Sprecher Forum Wellpappe Austria

Altpapier-Sammelsystems”“, sagt

Branchensprecher Kaar. Die Papierfasern

der Wellpappe können sogar

bis zu 25-mal wiederverwendet werden.

Auch die in der PPWR vorgeschriebene

Leerraumquote wird die

Verpackungsoptimierung weiter fördern.

„“Wellpappe ist der König der

Maßanzüge – mit klugen Lösungen

vermeiden wir unnötigen Transport

von Luft”“, so Kaar.

Nachhaltige

Verpackungen im Handel

Der Produktschutz spielt eine

entscheidende Rolle bei Lebensmittelverpackungen,

um Lebensmittelverschwendung

wirksam

zu vermeiden. „“Verpackungen

sollten nicht nur optimalen Schutz

bieten, sondern auch leicht recycelbar

sein und - wenn möglich - aus

nachwachsenden Rohstoffen stammen”“,

sagt Andreas Streit, Nachhaltigkeitsleiter

der REWE Group.

Die Kombination von Nachhaltigkeit

und Produktschutz gewährleisten

die Qualität der Lebensmittel

und können gleichzeitig unsere

Umwelt schonen.

Fachkräfte und Innovationen

Mit rund 1.600 Beschäftigten

bleibt die Branche ein stabiler Arbeitgeber.

Besonders erfreulich:

Die Zahl der Lehrlinge ist gestiegen

– vor allem im Bereich Verpackungstechnik.

„“Die Lehrlinge von

heute sind unsere Fachkräfte von

morgen und entscheidend für Innovationen”“,

so Franz Grafendorfer.

Mit dem Wellpappe Austria Award

zeichnet die Branche jedes Jahr herausragende

Verpackungslösungen

aus. „Unsere nationalen Preisträger

waren auch heuer wieder bei den internationalen

WorldStar Packaging

Awards erfolgreich!“

Mehr unter: www.wellpappe.at

Das Forum Wellpappe Austria vertritt die österreichische Wellpappe-Industrie und ist Sprachrohr gegenüber Handel,

Behörden, Politik und Öffentlichkeit. Die Mitgliedsfirmen sind DONAUWELL Wellpappe Verpackungsgesellschaft m.b.H.,

Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H, Mondi Grünburg GmbH, Mosburger GmbH (Standorte: Wien und Straßwalchen),

Rondo Ganahl Aktiengesellschaft (Standorte: Frastanz und St. Ruprecht), Steirerpack GmbH und Wellpappenfabrik TEWA GmbH.

02/25

19


LOGIMAT

Passion for Solutions

Die LogiMAT 2025 endete nach drei spannenden und erfolgreichen Messetagen

mit konstant hohem Publikumszuspruch und weiteren Zuwächsen bei

Ausstellerpräsenz und Ausstellungsfläche. Das hervorragende Gesamtergebnis

festigt die Position der Marke LogiMAT als weltweit führende Fachmesse für

Intralogistik und Prozessmanagement.

Fotos: Foto: EuroExpo GmbH

Unter dem Motto „Passion

for Solutions“ traf sich

vom 11. bis 13. März

in Stuttgart die internationale Intralogistikwelt

auf der LogiMAT

2025, Internationale Fachmesse

für Intralogistik-Lösungen und

Prozessmanagement. Nach drei Tagen

Präsentation, Information und

Trendchecks ziehen Fachpublikum,

Aussteller und Messeleitung eine

positive Bilanz.

125.000 Quadratmeter

Auf mehr als 125.000 Quadratmetern

Bruttoausstellungsfläche konzentrierte

der Veranstalter in den

komplett ausgebuchten zehn Hallen

des Stuttgarter Messegeländes

in diesem Jahr 1.625 Aussteller aus

40 Ländern – davon mehr als 300

Erstaussteller. „Durch effizientere

Gestaltung konnten noch einmal

zusätzliche 1.000 Quadratmeter

für insgesamt 68.192 Quadratmeter

Nettoausstellungsfläche und

Beim Wettbewerb „LogiMAT BEST PRODUCT 2025“ konnte die

KNAPP AG punkten - in der Kategorie „Kommissionier-, Förder-, Hebe-,

Lagertechnik“ entschied die Jury sich für die Produktneuheit AeroBot

Gute Stimmung auf den Messeständen - hier Geschäftsführer Werner

Winter und Projektleiter Markus Vollnhofer von HtW (www.h-t-w.at)

am Stand ihres Partners - Palomat - gemeinsam freute

man sich über einen Verkaufsrekord in einer Woche

weitere Aussteller hinzugewonnen

werden“, erklärt LogiMAT-Messeleiter

Michael Ruchty vom Veranstalter

EUROEXPO Messe- und

Kongress-GmbH. Mehr als jeder

dritte Aussteller (35,9 %) kam in

diesem Jahr aus dem Ausland nach

Stuttgart – davon ein Viertel aus

Übersee und Asien.

140 Premieren

Sie präsentierten an den drei

Messetagen ihre jüngsten Produktentwicklungen

für Effizienz

und Nachhaltigkeit in der Intralogistik

– darunter allein rund 140 Weltund

Europapremieren. Zahlreiche

Aussteller wie etwa die Schweizer

Brabender Group meldeten überdies

markante Vertragsabschlüsse,

Projektanbahnungen und, wie etwa

der Supply-Chain-Lösungsanbieter

Ecovium, Batterieanbieter Wiferion,

Softwareunternehmen TUP

oder KI-Robotik-Unternehmen

Sereact, die Unterzeichnung strategischer

Partnerschaften und Kooperationen.

Insgesamt erteilten 22,1

Prozent der Fachbesucher auf der

Messe einen Zuschlag oder wer-

den Aufträge unmittelbar nach der

Messe vergeben. „Die zahlreichen

Auftragsabschlüsse unterstreichen

den Charakter der LogiMAT als

Arbeitsmesse“, urteilt Messeleiter

Ruchty.

65.719 Fachbesucher

Mit 65.719 Fachbesuchern (2024:

67.420) an den drei Messetagen

weist die Intralogistikmesse einen

Besucherzuspruch auf konstant hohem

Niveau auf. „Trotz der Streiks

im Messeumfeld an Flughäfen und

im ÖPNV hat die LogiMAT 2025

bei den Besucherzahlen nahezu

das Rekordergebnis des Vorjahres

erzielt“, zeigt sich Messeleiter

Ruchty zufrieden. Den Auswertungen

des unabhängigen Baseler

Marktforschungsinstituts Wissler

& Partner zufolge war die Hälfte

der Fachbesucher (49,9 %) als Entscheider

vor Ort. 36,4 Prozent des

Fachpublikums informierten sich

auf der LogiMAT vor dem Hintergrund

konkreter Investitionsvorhaben.

Nach Branchen aufgeschlüsselt

sind 55 Prozent der Messebesucher

der Industrie zuzuordnen,

11,2 Prozent dem Groß- und Einzelhandel.

Mehr als 40 Prozent

der Fachbesucher hatten einen Anreiseweg

von über 300 Kilometer.

23,1 Prozent der Gäste kamen über

die deutschen Außengrenzen nach

Stuttgart – davon fast die Hälfte

(9,4 %) aus Asien, Afrika und

Amerika. Die weiteste Anreise hatten

die australischen Unternehmen.

Rahmenprogramm

„Neben der reinen Leistungsschau

charakterisieren elementare Soft

Skills im Konzept der LogiMAT

den Erfolg der Messe“, resümiert

LogiMAT-Messeleiter Michael

Ruchty. „Unter anderem der Informationsaustausch

in einem

Rahmenprogramm auf Kongressniveau,

spannende Live-Events

sowie das Anwenderforum Mobile

Robotik prägen den Mehrwert der

LogiMAT.“ Bewährt hat sich am

letzten Messetag zudem das gegenüber

dem Vorjahr weiter optimierte

20 02/25


Nachhaltigkeit war einer der Schwerpunkte der Messe

Konzept des Karriere- und Networking-Events

LogiMAT Campus.

„Dieser wurde im vergangenen Jahr

aus der Taufe gehoben, um die Recruiting-Instrumente

der Aussteller

zu erweitern. Die Plattform soll

kompetenten Job-Kandidaten eine

Tür in die Logistik öffnen“, konkretisiert

Messeleiter Ruchty. „Am

neuen Standort im Foyer ICS verzeichneten

die Aussteller deutlich

mehr Interessenten als im vergangenen

Jahr.“ 16 exponierte Aussteller

informierten vor Ort Fach- und

Nachwuchskräfte über die Karrierechancen

in ihren Unternehmen.

Trendbarometer

„Mit dem insgesamt erfreulichen

Zuspruch von Fachpublikum und

Ausstellern hat die LogiMAT sich

als Trendbarometer, Networking-

Plattform und Arbeitsmesse im internationalen

Umfeld fest etabliert“,

resümiert Messeleiter Ruchty. „Sie

ist für die Intralogistikbranche der

Branchentreff der Superlative.“

Die kommende LogiMAT in

Stuttgart findet vom 24. bis 26.

März 2026 statt.

Mehr unter:

www.logimat-messe.de

Gedränge auf den Gängen der Veranstaltung

02/25

21


LOGIMAT

Your Partner of Choice

Die BEUMER Group präsentierte sich auf der LogiMAT 2025 unter dem Motto

„Your Partner of Choice“ als starker Partner für die Intralogistik-Branche, um

Unternehmen bei der Automatisierung ihrer Prozesse zu unterstützen und den

zunehmenden Herausforderungen durch Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken.

So stellte die BEUMER Group mit der AutoDrop-Funktion für das BG

Pouch System eine innovative Lösung vor, die eine automatisierte, raum- und

gewichtsoptimierte Entladung von Fördergütern ermöglicht und damit einen reibungslosen

Materialfluss in Logistikzentren gewährleistet.

Ergänzt wird diese Innovation

durch fortschrittliche Robotersysteme,

die vom robotergestützten

Beladen der Taschensorter

über das automatische Greifen

von Produkten aus dem Massenfluss

bis hin zum Entleeren von Behältern

und dem Verpacken von Aufträgen

reichen. Mit diesen Technologien

stärkt die BEUMER Group ihre

Rolle als Wegbereiter für vollautomatische

Lights-out-Lager, die einen

24-Stunden-Betrieb ermöglichen.

Oberste Priorität

Effizienz und Automatisierung

haben in modernen Logistikzentren

oberste Priorität, um den wachsenden

Herausforderungen wie

Personalengpässen und steigenden

Marktanforderungen gerecht zu

werden. Dies trifft insbesondere auf

Unternehmen aus den Bereichen

Fashion, E-Commerce, Pharma

sowie Kurier-, Express- und Paketdienste

zu. Mit der Einführung

der AutoDrop-Funktion bietet die

BEUMER Group eine einfache, robuste

und zuverlässige Lösung für

Taschensorter, mit der das manuelle

Handling beim Entladen vollständig

entfällt und sich die Auftragsdurchlaufzeiten

deutlich verkürzen

lassen. So ist das BG Pouch System

mit AutoDrop in der Lage, bis zu

10.000 Teile pro Stunde und Sortiermodul

zu verarbeiten. Gleichzeitig

sinkt der Platzbedarf im

Entladebereich erheblich. Die Auto-

Drop-Technologie basiert auf einer

innovativen Formgedächtnislegierung,

die durch Bestromung aktiviert

wird und so ein automatisches

Öffnen und Schließen der Taschen

ermöglicht. Dieses Verfahren ist

äußerst verschleißarm und belastet

die Taschen nicht mit unnötigem

Gewicht. Mehrere einstellbare Entladepunkte

entlang einer Entladestrecke

erhöhen die Flexibilität für

verschiedene Anforderungen. Das

AutoDrop-System hat sich bereits

Foto: BEUMER Group GmbHm & Co. KG

Die AutoDrop-Funktion im BG Pouch System ermöglicht die vollständige

Automatisierung des Entladeprozesses von

Taschensortiersystemen.

im Distributionszentrum eines italienischen

Fashion-Kunden bewährt

und wurde zur LogiMAT 2025 in

Stuttgart nun erstmals der Öffentlichkeit

vorgestellt.

Effiziente robotergestützte

Automatisierung

Darüber hinaus unterstützt die

BEUMER Group Unternehmen bei

der durchgängigen Automatisierung

ihrer Intralogistikprozesse mit robotergestützten

Systemen. Hierzu

gehören Systeme für die Beladung

von Pouch- und Sortieranlagen sowie

für das automatische Greifen

von Produkten aus dem Massenfluss

(Dynamic Bulk Pick). Bei letzterem

nutzt BEUMER Standardroboter in

Kombination mit fortschrittlicher

Dynamic Bulk Pick: Die robotergestützte Automatisiserung

erlaubt die präzise Entnahme von Produkten aus dem

Massenmfluss und ersetzt die manuelle beziehungsweise halbautomatische

Beladung von Loop- und Line-Sortern.

Bilderkennungstechnologie und

künstlicher Intelligenz, um eine präzise

Identifikation und Handhabung

der Produkte zu gewährleisten. Auf

diese Weise können sich wiederholende

manuelle Tätigkeiten gerade

im Belade- oder Wareneingangsbereich

reduziert werden, um das Bedienpersonal

für andere Aufgaben

zu entlasten. Mit der robotergestützten

Kommissionierung von Produkten

im Massenfluss ermöglicht

die BEUMER Group ihren Kunden

die automatische Beschickung von

Loop- und Line-Sortern mit einer

Leistung von etwa 1.600 Picks pro

Stunde (pph).

Verpackung in Kartons

Das Angebot an robotergestützter

Automatisierung umfasst zudem den

Bereich der Containerkippstationen

sowie der Verpackung in Kartons

oder Versandtaschen. Ergänzend

steht Kunden mit der BEUMER

stretch hood ein Haubenstretchverfahren

für Paletten zur Verfügung,

das für Produktion und Umschlagslogistik

eine schnelle und sichere

Verpackung von Waren ermöglicht.

Kunden unterstützen

„Unser Ziel ist es, unsere Kunden

dabei zu unterstützen, ihre Prozesse

intelligent und effizient zu automatisieren“,

erklärt Gregor Baumeister,

Director Warehousing & Distribution

Logistic Systems bei der BEU-

MER Group. „Dabei greifen wir

auf bewährte Technologien sowie

innovative Technologietransfers

zurück und realisieren mit ihnen

durchdachte und zukunftsweisende

Intralogistiksysteme. Mit unserem

umfangreichen Portfolio an Ideen

und Systemen bieten wir auf diese

Weise maßgeschneiderte Automation,

die exakt auf die Bedürfnisse

und Herausforderungen unserer

Kunden zugeschnitten ist.“

Mehr unter: www.beumer.com

22 02/25


LOGIMAT

Was Sie schon immer über ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

wissen wollten: Sechs Quick Wins

Wie lässt sich gesünderes Verhalten am Arbeitsplatz vermitteln? Können ergonomische

und stressbedingte Probleme frühzeitig erkannt werden? Gibt es

sogar Mittel und Wege der Prävention? Diesen und ähnlichen Fragen widmet

sich Simon Hausner. Der Betriebswirt ist nicht nur Vertriebsleiter bei KRIEG,

dem Hersteller und Spezialisten für Arbeitsplatzsysteme. Seit 2019 arbeitet er

auch als ausgebildeter Ergonomie Coach und besitzt das Zertifikat des Instituts

für Gesundheit und Ergonomie (IGR), was als besonderes Gütesiegel gilt.

In dieser Funktion trägt er wertvolle

und umsetzbare Kenntnisse

rund um das Thema Ergonomie

in die Betriebe. „Gesundes

Arbeiten liegt sowohl im Interesse

jedes Unternehmers als auch jedes

Arbeitnehmers. Denn mehr Arbeitsqualität

ist der Schlüssel für Innovationskraft

und Wettbewerbsfähigkeit.“

Durch ideale physiologische

und psychologische Bedingungen

kann Leistung im Berufsleben besser,

länger und nachhaltiger erbracht

werden. Wichtigster Dreh- und Angelpunkt

dabei ist die Ergonomie.

Mehrwert

Simon Hausner geht es darum, einen

echten Mehrwert für die Kunden

zu generieren: „Wir wollen eben

nicht nur ergonomische Arbeitsplätze

im Angebot haben, sondern

fundiertes Wissen und Kompetenz

mitbringen.“ Seit vielen Jahren befasst

sich KRIEG daher bereits mit

der Ergonomie und die Erfahrungen

und Bedürfnisse der Unternehmen

fließen in die Produktentwicklung

mit ein. Ob Ergonomie Check oder

Schulungen in den Betrieben, ob

Analyse vor Ort oder Informationsvermittlung

über die Folgen von

Stehen und Bücken: „Vor allem die

Sensibilisierung der Mitarbeiter am

Arbeitsplatz ist relevant.“

Effizienz steigt

Wenn die Prozesskette beispielsweise

mit Hilfe moderner Technik

einfacher wird und die Mitarbeiter

glücklicher sind, passieren weniger

Fehler und die Effizienz steigt. Mit

ergonomischer Optimierung sinkt

die Ausfallquote, Krankheiten werden

minimiert – das Thema hat also

sowohl menschliche als auch wirtschaftliche

Aspekte. „Und der Arbeitgeber

steigert seine Attraktivität,

denn der Betrieb hat etwas für den

gesundheitlichen Erhalt zu bieten.“

Die besten Tipps

Hier kommen die sechs besten

Quick Wins – kurze Tipps, um das

Arbeitsleben zu vereinfachen und

die Ergonomie in den Arbeitsalltag

einzubinden:

Quick Win Nummer 1:

Was bedeutet ergonomische

Arbeitsplatzgestaltung?

Der Mensch steht als zentrales

Element im Mittelpunkt der Wertschöpfungskette

eines Unternehmens.

Nicht der Mensch sollte sich

seinem Arbeitsumfeld anpassen,

sondern der Arbeitsplatz und die

benötigten Komponenten passen

sich dem Menschen an. Aus diesem

Grund sollte ein Arbeitsplatz

bestmöglich auf die individuellen

Anforderungen des Mitarbeiters

wie auch auf die zu verrichtende

Arbeitsaufgabe ausgestattet sein.

Quick Win Nummer 2:

Was sind die Ziele

einer ergonomische

Arbeitsplatzgestaltung?

Es geht dabei um die Reduzierung

von Ausfallzeiten, die Steigerung

der Effektivität und die Erhöhung

der Wirtschaftlichkeit. Durch die

Bereitstellung eines optimal gestalteten

Arbeitsplatzes lässt sich die jeweilige

Arbeitsaufgabe nicht nur erfüllen,

sondern unter bestmöglichen

Rahmenbedingungen gestalten.

Quick Win Nummer 3:

Welchen Nutzen erhalte ich als

Unternehmer durch die

Einhaltung ergonomischer

Grundanforderungen?

Statistiken belegen: ergonomisch

angepasste Arbeitsplätze haben den

positiven Effekt, dass es weniger

krankheitsbedingte Ausfälle gibt.

Gleichzeitig lassen sich höhere

Stückzahlen in der Fertigung und

Montage genau wie im Logistikprozess

erzielen – und das bei einer

geringere Fehlerquote. Beides ist

auf die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung

zurückzuführen.

Quick Win Nummer 4:

Welches sind die Änderungen

mit den größten Effekten, um

einen schnellen Erfolg zu haben?

Wenn unnötige Laufwege vermieden

werden, erhöht sich die Effizienz.

Durch Anpassung der Materialbereitstellung

werden Greifräume

optimiert und Greifzeiten

minimiert. Und durch ein flexibles

und modulares Baukastensystem

ist eine schnelle Anpassung an die

Bedürfnisse der verschiedenen Mitarbeiter

möglich.

Quick Win Nummer 5:

Welche Optimierungs

maßnahmen werden häufig

unterschätzt oder vergessen?

Eine Anpassung der Gegebenheiten

wie beispielsweise die optimale

Ausleuchtung am Arbeitsplatz,

der Einsatz von Stehhilfen oder

Bodenmatten werden häufig unterschätzt

– dabei ist das oft schnell

und flexibel machbar. Auch die

Größe von Arbeitsflächen, die Art

der Bereitstellung des Materials

am Arbeitsplatz genau wie Kabelführung,

die Materialzufuhr und

-abtransport sind wichtige Themen.

Auch sollten unter ergonomischen

Gesichtspunkten zum Beispiel bei

der Arbeitsplatzgestaltung grundsätzlich

Quetschkanten vermieden

werden.

Quick Win Nummer 6:

Welche konkreten Optimierungsmöglichkeiten

gibt es, um

an einem Arbeitsplatz die

Ergonomie zu verbessern?

Das beginnt beispielsweise bei

der Höhenverstellbarkeit der Tische

für optimalen einen Steh- und

Sitzkomfort. Auch der innerbetriebliche

Warentransport und Warenfluss

lässt sich oft optimieren. Ein

besonderes Augenmerk sollten Betriebe

darauf legen, dass Mitarbeiter

ihre Greifräume sinnvoll nutzen.

Auch die Vermeidung unnötiger

Drehbewegungen sowie lange Wege

rund um den Arbeitsplatz sind

sinnvoll. Die Arbeitsfläche sollte

so groß wie nötig und so klein wie

möglich sein. Mit einer Anpassung

der Lichtverhältnisse an die zu verrichtende

Arbeitsaufgabe ist schon

viel gewonnen.

Mehr unter:

www.krieg-online.de

Ergonomischer Arbeitsplatz von

Krieg, der auch auf der LogiMAT

zu sehen war. Foto: Krieg

02/25

23


LOGIMAT

Intralogistik: individuelle Automatisierung

Traditionell empfiehlt sich TRAPO mit kompakten Automatisierungen aus

einer Hand: Zur Stuttgarter LogiMAT 2025 spielte das Unternehmen aus dem

westfälischen Gescher-Hochmoor seinen Trumpf als Systemintegrator mit

umfangreichem eigenen Produktportfolio aus. TRAPO bietet individuelle

Automatisierungslösungen und ist Spezialist für die Umsetzung auf begrenzter

Fläche.

Mit breit aufgestellter Fördertechnik-Kompetenz

ist TRAPO groß geworden:

Bis heute optimieren Lösungen

den Materialfluss in Produktion und

Warehouse. Der Mehrwert: Kunden

decken den Gesamtbedarf an Hardund

Software über einen zentralen

Partner ab, wobei auch Bestandsanlagen

und Drittmaschinen in das

Konzept eingebunden werden.

Mobile Alternativen

Parallel zu starr verbauter Fördertechnik

stellt das Vertriebsteam

heute auch mobile Alternativen vor.

Einerseits, damit Raum – insbesondere

bei begrenzter Fläche – flexibel

nutzbar bleibt. Andererseits, um einfache

und sichere Lösungen zu bieten,

um wechselnde Anforderungen

beantworten zu können.

MOVELI

Zur Messe zeigte TRAPO ein

AMR mit innovativem Aufsatzmodul

und Docking Stationen von

MOVELI sowie speziell entwickelte

Übergabeförderer, die eine sichere

Übergabe von Paletten an bestehende

Fördersysteme gewährleisten.

Eine patentierte Innovation der

Schweizer Moovimenta Gruppe, zu

der seit 2019 auch TRAPO gehört.

Sie setzen in der Intralogistik für

Boxen und Paletten neue Standards.

Weiteres Plus: Die Aufsätze sind

mit den wichtigsten AMR-OEMs

kompatibel. Während der LogiMAT

übernahm ein AMR mit MOVELI-

Aufsatz eine Palette mit Kartons, um

Der kleine TCP kann als „Kollege“ ohne Zaun arbeiten

diese einem TRAPO Cobot Palletizer

(TCP Serie) anzuliefern, der als

„Kollege“ ohne Zaun palettieren und

depalettieren kann. Die Lösungen

von MOVELI sind darauf ausgerichtet,

die Effizienz von Lager- und

Produktionsanlagen in verschiedenen

Branchen zu beschleunigen

und zu optimieren. MOVELI bietet

Zusatzmodule in Schweizer Qualität

für den Einsatz mit autonomen mobilen

Robotern (AMRs) und setzt

damit neue Standards in der Intralogistik

für Kisten und Paletten.

Kleiner Roboter -

große Entlastung

Der TCP passt durch jede Tür und

empfiehlt sich so als Performance-

Modell für den leichten Einstieg in

das automatisierte Palettieren. Geliefert

auf nur zwei Paletten, kommt

der mobil verfahrbare Roboter, der

als „Kollege“ ohne Zaun agieren

kann, überall dort zum Einsatz, wo

seine Palettierleistung gefordert

ist. Damit wird er insbesondere in

Zeiten des Fachkräftemangels zum

entlastenden zuverlässigen Partner

für Mitarbeitende. Auch ein Nachrüsten

ist möglich.

Neue Features und

Funktionen beim TLS 3600

Das TRAPO Ladungs System

(TLS 3600) besteht grundsätzlich

aus dem autonom agierenden Fahrzeug

plus Dock. Dock plus Fahrzeug

gibt es sowohl als fest installiert

(Fixed) als auch als verfahrbare Variante

– auf Rädern (Wheel) oder

Schienen (Rail) gesetzt. Folglich

kann es wahlweise als 1:1 Lösung

oder zum Bedienen mehrerer Ladeluken

eingesetzt werden. Mit verkürzter

Länge und gleich drei Ausführungen

bietet das TRAPO TLS

3600 neue Features und zugleich

die ideale Lösung für jede Verladeanforderung:

Zum Verladen von je

3 Euro- Paletten längs oder 2 Eurooder

Industrie-Querpaletten plus einer

Kombination aus beidem. Neben

Koffer-Lkw können Fahrzeuge mit

Plane und umlaufender Bordwand

autonom be- und entladen werden.

TRAPO GmbH

Als verlässlicher Systemintegrator

mit eigenem umfangreichen

Produktportfolio bietet die TRAPO

GmbH weltweit Lösungen für automatisierte

Intralogistik: mit maßgeschneiderter

Robotik, Fördertechnik,

(De-)Palettiersystemen, autonomen

Fahrzeugen und Safety-Tools.

Mehr unter: www.trapo.de

Autonomes be- und entladen von Fahrzeugen

Die Lösungen von MOVELI sind

darauf ausgerichtet, die Effizienz

von Lager- und Produktionsanlagen

in verschiedenen

Branchen zu beschleunigen

und zu optimieren.

24 02/25


SMART

Sick auf der Smart Automation 2025

DI (FH) Christoph Ungersböck, Geschäftsführer Sick Österreich: „Wir freuen

uns schon auf die Smart Automation, die bei uns ganz im Zeichen des persönlichen

Netzwerkens stehen wird.“ Die Produkte kommen beim Sensorspezialisten

diesmal also an zweiter Stelle. Zu den ausgesuchten Highlights, die

auf der Smart Automation live gezeigt werden, gehören Lösungen aus den

Bereichen Safety, Robotik, Logistik und Vision. Zu sehen gibt es unter anderem

interaktive Exponate zu den Themen AGVs sowie Vision und den vielseitigen

microScan3, die Visionary T-mini und Inspector-Kameras.

DI (FH) Christoph Ungersböck,

Geschäftsführer Sick Österreich

Fotos: © SICK

Wenn die Umgebung rau

ist: Der Sicherheitslaserscanner

microScan3

sorgt für die Absicherung unterschiedlichster

Applikationen – von

stationär bis mobil, von einfach bis

komplex.

Sicherheitslaserscanner

für anspruchsvolles Umfeld

Die innovative Scantechnologie

safeHDDM verleiht dem

microScan3 eine herausragende

Der Sicherheitslaserscanner microScan3 sorgt für die Absicherung

unterschiedlichster Applikationen – von stationär bis mobil, von

einfach bis komplex.

Robustheit – er liefert hochpräzise

Messdaten sogar bei Staub und

Fremdlicht. Ein deutliches Plus in

Sachen Produktivität und Verfügbarkeit

von Maschinen. Darüber hinaus

punktet der microScan3 mit seiner

Schutzfeldreichweite von bis zu 9 m

sowie einem Scanwinkel von 275°.

Und das bei bis zu 128 frei konfigurierbaren

Feldern und 8 simultanen

Schutzfeldern. Die verschiedenen

Varianten des microScan3 lassen

sich einfach und sicher in zahlreiche

Netzwerke integrieren. Darüber hinaus

bietet der durchdachte Laserscanner

eine rasche Inbetriebnahme

und einfache Diagnose mit der intuitiven

Software Safety Designer und

einem mehrfarbigen Display.

3D-Umgebungserfassung

erschließt neue Dimensionen

Mit der weltweit ersten 3D-Timeof-Flight-Kamera

mit Sicherheitszertifizierung

Performance Level

c erschließt SICK eine neue Dimension

in der Sicherheitstechnik.

Die kompakte und gleichzeitig

robuste safeVisionary2 ermöglicht

eine sichere, dreidimensionale

Umgebungserfassung. Zudem löst

dieses Kamerasystem – dank präziser

Messdaten – zuverlässig die

unterschiedlichsten Automatisierungsaufgaben,

wie zum Beispiel

die konturbasierte Navigation von

mobilen Fahrzeugen. Oft lassen

sich so zusätzliche Hardwarekomponenten

einsparen. Hohe Verfügbarkeit:

Da die safeVisionary2

ohne bewegliche Teile arbeitet, ist

sie auch für hohe mechanische Belastungen

und den Dauerbetrieb

bestens gerüstet.

Zu sehen bei Sick auf der

Smart Automation:

Standnummer 435A

oder vorab unter: www.sick.at

Die safeVisionary2 ist die weltweit erste 3D-Time-of-Flight-Kamera

mit Sicherheitszertifizierung Performance Level c.

02/25

25


PRODUKTION

Produktion recycelbarer Kunststofffolien bei Constantia

MDO-Anlage von Hosokawa Alpine mit 12

Constantia Flexibles, ein weltweit führender Anbieter von flexiblen Verpackungen

für Konsumgüter und Pharmaprodukte mit Hauptsitz in Wien, hat an seinem

Standort in Pirk in der Oberpfalz eine moderne 5-Schicht-Blasfolien-Anlage

mit Inline-MDO (Machine Direction Orientation) von Hosokawa Alpine in

Betrieb genommen. Statt der sonst üblichen zehn Rollen verfügt diese MDO über

zwölf. Dadurch erhält die Folie mehr Zeit, sich nach dem Strecken abzukühlen.

Dies verbessert die Homogenität und physikalischen Eigenschaften der gereckten

Folie und ist einer der vielen kleine Bausteine für bessere Folienqualität.

26

Die neue Maschinentechnologie

nutzt Constantia

Flexibles unter anderem

zur Herstellung von EcoLam High-

Plus. Es ist eines der Produkte der

monopolymeren EcoLam-Familie

des Unternehmens auf PE-Basis.

„Verpackungsmaterialien und Folien

aus Kunststoff sind ein wesentlicher

Bestandteil unserer modernen Welt“,

erklärt Prof. Dr. Achim Grefenstein,

Head of Group Research and

Development bei Constantia Flexibles.

In den letzten Jahren habe

sich im Zuge der Bemühungen um

mehr Umweltschutz die Nachfrage

nach nachhaltigeren Verpackungslösungen

kontinuierlich erhöht. Die

Verwendung von Mono-Materialien

oder Verpackungslaminaten aus

jeweils einem einzigen Material

gewinnt daher immer mehr an Bedeutung

für den Übergang zu einer

echten Kreislaufwirtschaft. Diesen

Trend möchte Constantia Flexibles

aktiv mitgestalten.

02/25

Kreislaufwirtschaft

Mono-Materialien erfüllen die

Voraussetzungen für eine Kreislaufwirtschaft

„Wir verfolgen

einen 360-Grad-Ansatz, um recycelbare

Lösungen aus Papier, Aluminium,

Polypropylen und Polyethylen

anbieten zu können“, betont

Prof. Dr. Grefenstein. Das Ziel sei

grundsätzlich die Entwicklung und

Produktion nachhaltig-innovativer

Verpackungslösungen, die sowohl

die Kundenbedürfnisse optimal

erfüllen als auch die negativen

Auswirkungen auf die Umwelt minimieren.

Sein Kompetenzzentrum

für Folien hat Constantia Flexibles

in Pirk mit 800 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern sowie einer großen

R&D-Abteilung. Dort werden

Rezepturen entwickelt und in

einem firmeneigenen Labor getestet

und geprüft. Zudem werden in

dem Werk alle Produktionsschritte

realisiert – von der Extrusion

über die Metallisierung und Bedruckung

bis hin zu Laminierung,

Rollenschneiden und Konfektionierung.

„Für uns war die Anschaffung

einer MDO-Maschine am

Standort Pirk der nächste logische

Schritt zur Erweiterung unseres

Leistungsspektrums“, so Prof. Dr.

Grefenstein. Denn die damit hergestellten

Mono-PE-Folien sind

recycelbar, reduzieren den Kunststoffverbrauch

und minimieren

die Umweltauswirkungen im Vergleich

zu Verbundfolien aus mehreren

Werkstoffen. „Für uns sind

das die Schlüsselelemente einer

funktionierenden Kreislaufwirtschaft,“

ergänzt Grefenstein.

Leistungsstarke Monomaterialverbunden

aus Polyethylen

Die Hosokawa Alpine MDO-

Technologie ist ein entscheidender

Baustein für die Herstellung von leistungsstarken

Monomaterialverbunden

aus Polyethylen und basiert auf

monoaxialem Recken von Blasfolien.

Dabei wird die Folie zwischen

zwei Walzen gezogen, die sich mit

unterschiedlicher Geschwindigkeit

drehen. Je nach Anwendung

läuft die Folie über acht bis zwölf

Walzen, davon zwei Reckwalzen.

Nach dem Aufheizen auf die optimale

Temperatur wird die Folie in

der Reckphase auf das gewünschte

Die moderne 5-Schicht-Blasfolienanlage mit Inline-MDO

bei Constantia Flexibles in Pirk verfügt über zwölf Rollen.

Dies verbessert die Homogenität der gereckten Folie, da

sie mehr Zeit hat, sich nach dem Strecken abzukühlen.

Reckverhältnis gebracht. Durch den

Reckvorgang wird die Foliendicke

reduziert, während die optischen

und mechanischen Eigenschaften

verbessert werden. Dazu gehören

beispielsweise Transparenz oder die

Bearbeitungsfähigkeit. „MDO-Folien

weisen aufgrund der Orientierung

im Material auch eine verbesserte

Barrierewirkung auf. Dadurch

bleiben verpackte Produkte länger

frisch und geschützt“, erklärt Frank

Bernotat, Senior Sales Manager bei

Hosokawa Alpine. „Zudem können

wir mit MDO die Dicke und damit

den Materialeinsatz der PE-Folien

reduzieren – ohne Abstriche bei der

mechanischen Leistungsfähigkeit“,

ergänzt Prof. Dr. Grefenstein. Dies

sei besonders wichtig für darauffolgende

Prozessschritte wie das Drucken

oder Kaschieren. Technische

Herausforderungen bezüglich Dickenprofil

und Planlage wurden in

der gemeinsamen Weiterentwicklung

der Anlage von Constantia Flexibles

und Hosokawa Alpine stetig

verbessert, da die Qualität der Blasfolie

einen starken Einfluss auf die

Weiterverarbeitungsschritte hat.

Passgenaue Anlagenkonzeption

und hohe Folienqualität

„Mehr als 100 MDOs von uns sind

inzwischen weltweit im Einsatz“, erzählt

Bernotat. Gemeinsam mit den

Kunden entwirft Hosokawa Alpine

die jeweilige MDO-Blasfolienanlage

passgenau für die gewünschte

Folienproduktion, exakt auf die Bedürfnisse

des Kunden zugeschnitten.

„Das war auch bei Constantia Flexibles

der Fall und ist letztlich ein

Geheimnis für unseren Erfolg. Das

andere ist die Qualität der MDO-

Folien“, so Bernotat. Sie zeichnet

sich durch hervorragende Verarbeitbarkeit,

optimierte Planlage und

keine hängenden Kanten aus. Dafür

sind die Hosokawa MDOs mit drei

einzigartigen Merkmalen ausgestattet:

die TRIO-Technologie (Trim

Reduction for Inline Orientation)


Flexibles: Erste

Walzen im Einsatz

für beste Planlage und Rollenzylindrizität,

die flexible Einstellung des

Reckspalts zur Reduzierung der Einschnürung

und die einzigartige Vakuumtechnologie

für beste Planlage

und hervorragende Prozessstabilität.

Barriereeigenschaften

gezielt anpassen

„Typischerweise wird die MDO-

PE-Folie mit einer PE-Siegelfolie

kombiniert“, so Prof. Dr. Grefenstein.

Möchte man die Barriere

gegenüber Sauerstoff und Wasserdampf

erhöhen, kann auch eine

zusätzliche metallisierte MDO-PE-

Folie in den Verbund integriert werden.

„So können unsere Kunden ein

breites Spektrum an Anwendungen

Die MDO-Technologie von Hosokawa Alpine basiert auf

monoaxialem Recken von Blasfolien. Die so hergestellten

Mono-PE-Folien reduzieren den Kunststoffverbrauch und

verfügen über verbesserte optische und mechanische Eigenschaften.

abdecken“, betont Bernotat. Eine

wichtige Voraussetzung, um eine

Folie metallisieren zu können, ist

eine sehr gute Planlage, die durch

die Vakuum-Walze von Hosokawa

Alpine erreicht wird. Mono-PE-Folien

behalten auch im Verbund ihre

Recyclingfähigkeit bei. In den geschützten

Rezepturen von Constantia

Flexibles kommen beispielswei-

se nur minimale Mengen an notwendigen

Barriereschichten und anderen

funktionalen Schichten zum Einsatz.

Gute Zukunftsaussichten

Der Markt für MDO-Folien und

Mono-PE-Folien ist in den letzten

Jahren stetig gewachsen und wird

voraussichtlich auch künftig eine

positive Entwicklung verzeichnen.

„Die steigende Nachfrage nach nachhaltigen

Verpackungslösungen und

die verstärkte Sensibilisierung der

Verbraucher für Umweltfragen werden

diesen Trend zur Kreislaufwirtschaft

weiter forcieren“, prognostiziert

Prof. Dr. Grefenstein. „Unsere

MDO-Technologie trägt wesentlich

zur Reduzierung des Kunststoffverbrauchs

und zur Förderung der

Recyclingfähigkeit bei und macht

sie zu einer attraktiven Option für

die Verpackungsindustrie“, schließt

Bernotat. (Autor: Susanne Schwenk,

Project Manager Marketing, Film

Extrusion, Hosokawa Alpine AG)

Mehr unter: www.cflex.com oder

www.hosokawa-alpine.de

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02/25

27


LEBENSMITTELVERPACKUNG

SACMI optimiert Einschlagmaschine

Die vollelektronische Einschlagmaschine HTB setzt mit ihrer Geschwindigkeit

und ihrer Verpackungsqualität Marktstandards. SACMI Packaging & Chocolate

hat das System nun weiter optimiert. Für die äußere Verpackung kann vorgeschnittenes

Papier als Alternative zu Karton verwendet werden. Außerdem

lassen sich neuerdings auch Schokoladentafeln mit hervorstehenden Zutaten

wie zum Beispiel ganzen Haselnüssen effizient verarbeiten.

Die HTB ist mit ihrer Geschwindigkeit

von bis zu

250 Takte pro Minute die

weltweit schnellste Einschlagmaschine

für Schokoladentafeln und

-riegel. Neben der außergewöhnlichen

Leistung beeindruckt die

Flexibilität der Maschine. Es lassen

sich Schokoladentafeln mit Innenund

Außenverpackung produzieren.

Die innere Verpackung wird

an drei Seiten versiegelt. Bei der

Versiegelung sind Zeit, Druck und

Temperatur Teil eines kontinuierlichen,

adaptiven Durchsatzes, der

auf das jeweilige Verpackungsmaterial

und die Produkteigenschaften

abgestimmt ist. Auch die neueste

Generation umweltfreundlicher

Materialien lässt sich problemlos

verarbeiten. Für die äußere Verpackung

kann jetzt statt Karton auch

vorgeschnittenes Papier verwendet

werden.

Kleine Stellfläche

Schokoladenhersteller können die

HTB dank ihrer kleinen Stellfläche

einfach in Verpackungslinien

integrieren und haben die Wahl

Die Einschlagmaschine HTB

kann jetzt auch Schokoladentafeln mit

hervorstehenden Zutaten wieganzen

Haselnüssen verpacken.

zwischen einer Links- und einer

Rechtsausführung. Weitere Vorteile

sind der schnelle Formatwechsel

sowie die bedienerfreundliche Einrichtung

und Steuerung. Das ergonomische

Design von Rollenhalter

und Zuschnittmagazin erleichtert

die Bedienung. Große, transparente

Schutzvorrichtungen sorgen für

Sicherheit und begünstigen Wartungsmaßnahmen.

Ein spezieller,

freitragender Rahmen vermeidet

Fotos: SACMI Packaging & Chocolate

die Ansammlung von Produktrückständen

und schafft einen guten Zugang

für die Reinigung. Besonders

anwenderfreundlich sind auch das

schnell demontierbare Bandsystem

sowie die speziellen Führungseinheiten

für die Offenlegung von

zu prüfenden Bereichen. Darüber

hinaus verfügt die HTB über ein

Selbstdiagnose-Kit für die Echtzeitwartung.

Bei Unregelmäßigkeiten

sendet die Verpackungsmaschine

Warnmeldungen und eröffnet eine

Remoteverbindung zum Service.

Sensoren überwachen Verbrauch,

Arbeitszeiten und Effizienzindikatoren.

Mehr unter: www.sacmi.com

60

Mit der Einschlagmaschine HTB können Schokoladentafeln

mit einer Außenverpackung aus vorgeschnittenem Karton

oder Papier produziert werden.

28 02/25

Auch Schokoladentafeln mit hervorstehenden Zutaten wie ganzen

Nüssen lassen sich mit Hochleistung verarbeiten. Haselnüssen verpacken.


Mattierungsverfahren

für hochwertige digitale Etiketten

DRUCK

Die Gallus Gruppe, eine Tochtergesellschaft der Heidelberger Druckmaschinen

AG (HEIDELBERG), gab auf den Gallus Wine Label Days die weltweite

kommerzielle Verfügbarkeit ihres neues Mattierungsverfahrens, Gallus MatteJet,

für die Gallus One bekannt. Zum ersten Mal ermöglicht diese innovative Technologie

Druckereien, profitable digitale Etiketten inline mit einer hochwertigen

matten Oberfläche auf Knopfdruck zu produzieren – eine Entwicklung, die die

digitale Etikettenproduktion im wachsenden Segment der Wein und Spirituosen

Etiketten vorantreiben wird.

Ursprünglich als Durchbruch

in der Forschung auf der

Labelexpo Americas 2024

vorgestellt, führte die starke Marktnachfrage

dazu, dass Gallus die Entwicklung

der Gallus MatteJet-Technologie

beschleunigte. Gallus Matte-

Jet bietet ein qualitativ hochwertiges

Druckergebnis ohne das beim Digitaldruck

übliche glänzende Finish -

historisch gesehen eines der grössten

Hindernisse für die Akzeptanz digitaler

Etiketten - und öffnet damit

die Tür für eine noch vielseitigere

Anwendung im Etiketten- und Verpackungsbereich.

Insbesondere in

den High-End-Segmenten wie Wein

und Spirituosen, wo Marken ein

anspruchsvolles, mattes Premium-

Finish verlangen, eröffnet die Technologie

neue Möglichkeiten. Mit

einem geschätzten Wert von über

3,5 Mrd. USD und stabilen Wachstumsprognosen,

die bis 2033 auf 5,8

Mrd. USD ansteigen, bietet diese

neue Technologie Druckereien eine

lukrative neue Einkommensquelle.1

Markteinführung

Dario Urbinati, CEO der Gallus

Gruppe, kommentiert: „Gallus und

HEIDELBERG freuen sich, die

Markteinführung der Gallus Matte-

Jet Technologie zu verkünden und

die damit verbundenen Möglichkeiten

vorzustellen. Bislang war eine

matte Oberfläche für den digitalen

Inkjetdruck nur durch den Einsatz

von integrierten Flexodruckwerken

oder Weiterverarbeitungsmaschinen

zur Verwendung von Mattlacken

möglich, was Zeit, Komplexität und

Kosten bedeutete. Durch den Wegfall

dieser Lacke können die Kunden

nun diverse Effizienzsteigerungen

ausschöpfen und gleichzeitig die

Oberflächenstruktur des gewünschten

Substrats beibehalten. Infolgedessen

wird der Bedarf an Werkzeugen

und die Reinigung externer

Weiterverarbeitungsmaschinen

überflüssig, was insgesamt zu einem

erheblichen Vorteil führt“.

Intelligentes, effizientes Drucken

„Vor drei Jahren haben wir mit der

Markteinführung der Gallus One die

TCO-Barriere für profitable digitale

Etiketten erfolgreich beseitigt. Mit

Gallus MatteJet haben wir dieses

Konzept weiterentwickelt und bieten

Unternehmen nun alle Vorteile

von digital gedruckten matten Etiketten

- darunter kleine Auflagen,

reduzierte Lagerbestände, verbesserte

Nachhaltigkeit, Personalisierung

und On-Demand-Druck. Diese

strategischen Entwicklungen zeigen

unser Engagement, die Lücke

zwischen dem großen Versprechen

der digitalen Technologien und der

aktuellen Realität für Unternehmen

in unserer Branche zu überbrücken.

Mit dieser Innovation wird der Zugang

zu digitalen Lösungen für eine

größere Anzahl von Druckereien

zugänglich und profitabel, und der

Trend zum ‚intelligenten, vernetzten

Drucken‘ wird weiter unterstützt.“

Druckbreiten

Gallus MatteJet ist so konzipiert,

dass es sich mühelos in die Gallus

One, das Flaggschiff der digitalen

Etikettendruckmaschinen des Unternehmens,

integrieren lässt. Die

neue Innovation kann sowohl in der

Druckbreite von 340 mm als auch in

der neu erweiterten Druckbreite von

430 mm eingesetzt werden, was das

System to Compose Konzept erweitert

und die Leistung und Flexibilität

für Unternehmen weiter erhöht. Das

System to Compose bietet eine modulare

Kombination aus Maschinen,

Workflow- und Serviceoptionen und

ermöglicht es Druckereien und Weiterverarbeitungsunternehmen,

ihr

Technologieangebot kosteneffizient

an die sich ändernden Marktbedürfnisse

anzupassen, um langfristig erfolgreich

zu sein.

Gallus MatteJet ist zudem die

jüngste Innovation resultierend aus

dem Gallus Experience Center, das

vor zwei Jahren als branchenübergreifender

Treffpunkt zur Förderung

von Innovation durch Zusammenarbeit

ins Leben gerufen wurde.

Mehr unter:

www.gallus-group.com

Bild: Gallus Ferd. Rüesch AG

Zum ersten Mal ermöglicht diese innovative Technologie Druckereien,

profitable digitale Etiketten inline mit einer hochwertigen matten

Oberfläche auf Knopfdruck zu produzieren.

02/25

29


PPWR

BOPP-Folien

für die Anforderungen der PPWR

BOPP-Folien sind als Bestandteil flexibler Verpackungen nicht mehr wegzudenken.

Zuletzt konnten große Fortschritte beim Design der Folien erzielt werden, die ihre

vorteilhaften Eigenschaften für ein breiteres Anwendungsspektrum erschließen.

TPL hat daher auch mit Blick auf die Anforderungen der neuen EU-Verpackungsverordnung

(PPWR) das Sortiment um BOPP-Folien erweitert. Neben Standardtypen

werden spezialisierte Produkte an-geboten. Dazu zählen das breite Ultra-

Hoch-Barriere-Portfolio, ausgewählte hitzebeständige Folien sowie matte Folien

mit geringer Dichte.

BOPP-Folien zeichnen

sich generell durch gute

Feuchtigkeitsbarriereund

Siegeleigenschaften, Glanz

und Transparenz, gute Bedruckbarkeit

sowie ihre Zugfestigkeit

aus. Darüber hinaus lassen sie

sich durch Veredelungen optimieren.

TPL führt jetzt ab Lager

ein umfangreiches Angebot an

transparenten und metallisierten

siegelfähigen BOPP-Standardfolien

in verschiedenen Breiten

und Stärken. Darüber hinaus

sind auch Ultrahoch-Barriere-

Folien, hitzebeständige sowie

matte Low-Density-Folien direkt

verfügbar. Weitere BOPP-

Folien sind auf Anfrage erhältlich.

Mono-BOPP-Verpackungen

für Recyclingfähigkeit

Die neuen BOPP-Folien im

Angebot von TPL können Unternehmen

helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele

zu erreichen

und die Anforderungen der im

Februar in Kraft getretenen

EU-Verpackungsverordnung

(PPWR) zu erfüllen. Die bevorstehenden

Anforderungen an

die Recyclingfähigkeit flexibler

Metallisierte BOPP-Folie mit

ultra-hohem Barriereschutz ist

zum Beispiel eine Verpackungslösung

für Kaffeebohnen.

Verpackungen stellen eine Herausforderung

für die Industrie

dar. Mit den BOPP-Spezialtypen

wie Ultrahoch-Barriereund

hitzebeständigen Folien

können Monomaterial-Verpackungen

designt werden, was

die Recyclingfähigkeit erhöht.

Neben dem breiten Produktsortiment

bietet TPL auch Service

rund um die Anwendungsentwicklung

und technische Beratung

bei der Materialauswahl

Metallisierte BOPP-Folie ist eine

Verpackungslösung für Kartoffelchips.

Ein Schlauchbeutel aus matter BOPP-

Folie als Verpackung für Cerealien.

unter Berücksichtigung der gesetzlichen

Änderungen.

Markt befindet

sich im Umbruch

Ralf Meyer, COO von TPL,

kommentiert: «Mit der Sortimentserweiterung

um BOPP-

Folien komplettieren wir unser

bestehendes Angebot und unterstützen

unsere Kunden dabei,

die ideale Verpackung in einem

Markt zu finden, der sich stark

im Umbruch befindet. TPL positioniert

sich damit als One-

Stop-Shop für alle Arten von

flexiblen Folien.»

TPL

TPL (Transparent Paper Ltd.)

mit Hauptsitz in Zürich ist seit

über 60 Jahren der verlässliche

Folienpartner für die flexible

Verpackungsindustrie sowie für

technische Anwendungen und

zählt heute zu den führenden

Anbietern Europas. Das inhabergeführte

Familienunternehmen

unterhält ein Lager mit

über 14.000 Tonnen BOPET-,

BOPA-, BOPP- und Aluminiumfolien

sowie Shrink Sleeves

und bietet der Industrie die

größte Auswahl auf dem Markt.

Über ein Netzwerk von lokalen

Niederlassungen werden Kundenwünsche

flexibel und individuell

erfüllt.

Mehr unter:

www.tpl.ch

Fotos: © TPL

30

02/25


1 Das DS Smith „Jetzt. Und zukünftig.“-Ziel, bis 2025 eine Milliarde Kunststoffteile durch Wellpappe zu ersetzen, wurde bereits ein Jahr früher erreicht.

Alle Infos hier: https://www.dssmith.com/atde/nachhaltigkeit/reporting-hub/nachhaltigkeitsbericht

DS Smith startet neuen Service zur Bewertung der

Der global tätige Anbieter innovativer Wellpappe-Verpackungslösungen, DS

Smith, mit den österreichischen Standorten in Margarethen am Moos, Kalsdorf,

Neumarkt am Wallersee und Wien gibt die Einführung einer neuen Dienstleistung

bekannt, mit der Unternehmen die Recyclingfähigkeit ihrer Verpackungen

bewerten können. Der Recyclability Evaluation Service (RES)

wurde entwickelt, um den wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen von

Gesellschaft, Konsumenten und Unternehmen gerecht zu werden – insbesondere

im Hinblick laufende Änderungen in der Verpackungsgesetzgebung.

SERVICE

Recyclingfähigkeit von Verpackungen

Die Gesetzgebung entwickelt

sich ständig weiter,

um die Entwicklung

nachhaltigerer Verpackungslösungen

zu fördern. Angesichts

der zahlreichen Anforderungen

an Verpackungen (Recyclingfähigkeit,

Leistungsfähigkeit,

Ästhetik) wird es immer anspruchsvoller,

allen gerecht zu

werden. Um Unternehmen bei

der Bewältigung dieser Herausforderungen

zu unterstützen,

führt DS Smith im Rahmen des

Recyclability Evaluation Service

(RES) spezifische Tests durch,

um die Recyclingfähigkeit von

faserbasierten Verpackungen zu

bestimmen. „Ich freue mich, die

Einführung von RES für Verpackungshersteller

aller Größen

bekannt geben zu können. Bisher

haben wir dafür gesorgt, dass

unsere eigenen Verpackungen zu

100 Prozent recycelbar sind. Jetzt

richten wir unseren Blick über

die von uns hergestellten Verpackungen

hinaus.“, sagt Jonathan

Edmunds, Head of Recyclability,

Sustainability and Government

Affairs bei DS Smith Recycling.

Foto: © DS Smith

Entwicklungslabor

Die Tests werden im hoch-

modernen Entwicklungslabor

Kemsley (Großbritannien)

durchgeführt und entsprechen

den Industriestandards von CE-

PI und 4evergreen. Die Kunden

von DS Smith erhalten detaillierte

Daten und einen Analysebericht,

der die Ergebnisse

zusammenfasst und eine Bewertung

der Recyclingfähigkeit der

Verpackung von -100 bis +100

ermöglicht.

Prüfen und verbessern

Edmunds fährt fort: „In einem

sich ständig verändernden Umfeld

können wir mit RES die

Recyclingfähigkeit aller bestehenden,

faserbasierten Verpackungen

unserer Kunden prüfen

und verbessern, um sicherzustellen,

dass sie der Konkurrenz

stets einen Schritt voraus sind.

Für Unternehmen wird es immer

wichtiger, die Zusammensetzung

ihrer Verpackungen zu verstehen.

Als erstes integriertes Papier-,

Verpackungs- und Recyclingunternehmen,

das diesen Service

anbietet, sind wir in der besten

Position, um sie zu beraten. Wir

zeigen nicht nur Probleme auf,

wir können sie auch lösen.“

Erfolgsrezept:

Innovatives Kreislaufdesign

Neben dem Testservice bietet

DS Smith seinen Kunden auch

die Möglichkeit, sich von Design-

und Innovationexperten

über die Nachhaltigkeit ihrer

Verpackungen beraten zu lassen.

Dieser Service hat auch wesentlich

dazu beigetragen, dass DS

Smith kürzlich sein Ziel, mehr

als eine Milliarde Kunststoffteile

durch Wellpappe zu ersetzen, ein

Jahr früher als geplant erreicht

hat. 1

Alle Designer:innen bei DS

Smith wurden in den Kreislauf-

Design-Prinzipien und -Messgrößen

des Unternehmens geschult,

die in Zusammenarbeit

mit der Ellen MacArthur Foundation

entwickelt wurden. Sie

unterstützen dabei, die Verpackungsleistung

in Bereichen

wie Recyclinganteil und Recyclingfähigkeit,

geschätzte CO 2 -

Emissionen, überschüssige Abfallmengen

und Lieferkettenparameter

in Zusammenarbeit mit

den Kunden zu bewerten. Seit

ihrer Einführung wurden mehr

als 100.000 Entscheidungen

zum Verpackungsdesign von den

Kreislauf-Design-Messgrößen

des Unternehmens beeinflusst.

Die Implementierung von RES

unterstützt das unternehmensweite

Ziel von DS Smith, Verpackungen

für eine sich wandelnde

Welt neu zu definieren.

Mehr: www.dssmith.com/at

02/25

31


ETIKETTEN

Power für die Zukunft auf sieben Seiten

Ulrich Etiketten und Verpackungen in Höbersdorf hat im März die größte

Flexo-Etikettendruckmaschine des Landes in Betrieb genommen. Das seit über

150 Jahren tätige Familienunternehmen hat in eine hochmoderne MPS EF 530

mit 13 Druckwerken investiert, mit der neben Etiketten auch bis zu 7-seitige

Multilayer - Etiketten produziert werden können.

Die neue Anlage ermöglicht

die Herstellung hochpräziser,

mehrlagiger Etiketten

für komplexe Anwendungen.

Geschäftsführer Dr. Rainer Ulrich:

„Mehrschichtige Etiketten sind die

intelligente Lösung für die moderne

Produktkennzeichnung. Wir

können Lösungen aus Papier und

Kunststoff anbieten. Die Etiketten

mit PP-Folie wurden speziell

für Verpackungen und Behälter

aus Kunststoff entwickelt. Die

3-seitigen Twin Labels sowie die

5-seitigen Triple Labels und unsere

siebenseitigen Peel-and-Reseal-

Labels erfüllen alle Anforderungen

an das Verpackungsrecycling. Für

unser Team war der Aufbau dieser

Hightech-Anlage eine spannende

Herausforderung, die wir mit Begeisterung

angegangen sind. Diese

Investition bringt uns technologisch

einen großen Schritt nach vorne.

Der Aufbau der größten Flexo-Etikettendruckmaschine

des Landes

ist abgeschlossen – ein bedeutender

Meilenstein für uns! Die Hochleistungsanlage

läuft bereits erfolgreich

im Produktionsbetrieb. Mit 13

Druckwerken eröffnet die neue Maschine

ein erweitertes Spektrum an

Gestaltungsmöglichkeiten für komplexe

und hochpräzise, mehrlagige

Etiketten.“

seinen Kunden zukunftsorientierte

Lösungen und grenzenlose Gestaltungsmöglichkeiten.

Mehrschichtige Etiketten

Mehrschichtige Etiketten bieten

viel Platz auf wenig Fläche. Sie ermöglichen

die Darstellung umfangreicher

Informationen, mehrsprachiger

Inhalte oder gesetzlich vorgeschriebener

Hinweise – ohne das

Verpackungsdesign zu überladen.

Auch für Marketingzwecke sind sie

ideal: So lassen sich z. B. QR-Codes,

Sammelaktionen oder auch Gewinnspiele

schnell und unkompliziert

integrieren. Dank innovativer

Klebstofftechnologie und präziser

Verarbeitung bleiben sie auch unter

anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig

haften – von der Produktion

bis zur Anwendung beim Endverbraucher.

Multilayer-Etiketten sind

besonders in Branchen mit hohem

Informationsbedarf gefragt – etwa

in der Pharma-, Lebensmittel-, Kosmetik-

oder Chemieindustrie. Sie

vereinen Funktionalität, Effizienz

und Nachhaltigkeit in einem Produkt

– und schaffen dabei gleichzeitig

Raum für kreative Kommunikation,

mehrsprachige Varianten und

interaktive Inhalte. Durch die Möglichkeit,

auf dem zusätzlichen Platz

mehrere Sprachen unterzubringen,

sind bei Produkten, die in verschiedenen

Ländern verkauft werden,

keine unterschiedlichen Etikettenlösungen

notwendig - was auch das

Handling für die Kunden deutlich

erleichtert. „Unser Ziel: Innovative

Etikettenlösungen, die begeistern

– durch technische Präzision und

zukunftsweisende Funktionalität“,

erklärt Dr. Rainer Ulrich, Geschäftsführer

von Ulrich Etiketten und Verpackungen.

Mehr unter: www.ulrich.at

Neue Wachstumschancen

Mit dieser strategischen Investition

verbessert Ulrich nicht nur

die Qualität seiner Produkte, sondern

eröffnet auch neue Wachstumschancen

auf internationalen

Märkten. Das Unternehmen, das

bereits in der 5. Generation Etiketten

druckt, unterstreicht damit sein

Engagement für technologische Innovation

und nachhaltiges Wachstum

in der Etikettendruckindustrie.

Ulrich Etiketten überzeugt mit

seiner Expertise im Etikettendruck

sowie in flexiblen und nachhaltigen

Verpackungen, Booklets und Thermotransferdruckern.

Mit einem

hochmodernen Maschinenpark und

umfangreichen Veredelungsmöglichkeiten

bietet das Unternehmen

32

02/25 Dr. Rainer Ulrich vor

der neuen Anlage


ERÖFFNUNG

Robatech: Neuer Produktionsstandort

Die Robatech AG hat am 21. Februar 2025 mit einer feierlichen Zeremonie seinen

neuen Produktionsstandort in Znojmo, Tschechien, eröffnet. Mit dem neuen Werk

will das Unternehmen seine Nähe zu den europäischen Märkten ausbauen, Lieferwege

verkürzen und seine Wettbewerbsfähigkeit in der EU stärken.

Die offizielle Eröffnungsfeier

des neuen Produktionsstandortes

in Znojmo,

Tschechien, fand am 21. Februar

2025 mit Gästen aus der lokalen

und nationalen Politik statt. In seiner

Eröffnungsrede betonte Firmeninhaber

Marcel Meyer, dass dieses Werk

mehr sei als nur ein neuer Produktionsstandort.

«Es ist ein klares Bekenntnis

zu Wachstum, Kundennähe

und nachhaltiger Innovation.» Yves

Ottiger, CEO von Robatech, ergänzte:

«Mit kürzeren Lieferwegen

und optimierten Prozessen stärken

wir unsere Wettbewerbsfähigkeit in

Europa – und garantieren gleichzeitig

höchste Schweizer Qualitätsstandards.»

Entwicklung und Qualitätssicherung

bleiben in der Schweiz

verankert, um höchste Standards

und Schweizer Know-how zu gewährleisten.

Auf dem anschliessenden Rundgang

durch die Produktion, die

bereits letztes Jahr aufgenommen

worden war, konnten die geladenen

Gäste das von Robatech umgebaute

und neu eingerichtete Gebäude besichtigen.

Während für die momentane

Auslastung genügend Mitarbeitende

gefunden wurden, ist Betriebsleiter

Pavel Holanek noch auf der

Suche nach geeigneten lokalen Lieferanten,

die Aluminiumgussteile,

bearbeitete Teile, Blechstrukturen,

geformte Kunststoffteile sowie elektrische

und elektronische Baugruppen

gemäss den Spezifikationen von

Robatech liefern können. Mit dem

neuen Standort setzt Robatech einen

wichtigen strategischen Schritt

für die Zukunft. Die Kombination

aus Schweizer Qualität und lokaler

Produktion ermöglicht es, Kunden

noch flexibler und nachhaltiger zu

beliefern.

Mehr unter: www.robatech.cz und

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02/25 33


E-COMMERCE

Der neue Shop für Liner - vom Profi

Seit geraumer Zeit gibt es einen neuen Web-Shop für umweltfreundliche Liner-

Lösungen direkt vom Hersteller. Die von führenden Verpackungs-Spezialisten

der Industrial Packaging Liner Gruppe von Ringmetall produzierten Produkte

können unter www.liner-profi.com auch in kleinen Mengen direkt vom

Produzenten bestellt werden. Der Shop bietet eine einfache und schnelle Online-

Bestellung rund um die Uhr – eine individuelle Beratung per E-Mail oder

Telefon ist möglich.

Die Gruppe bietet hier sein

Produktsortiment für verschiedene

Behältergrößen

und -typen an. Bei den Verpackungslösungen

für die Lebensmittel-,

Pharma-, und chemische Industrie

fokussiert sich die Industrial

Packaging Liner Gruppe auf umweltfreundliche

und recyclingfähige

Verpackungslösungen. Zu den Produktgruppen,

die angeboten werden,

gehören unter anderem: Rundbodensäcke,

Form-Inliner, Staubschutzhauben,

Müllsäcke, Form-Siebe und

Bag in Box-Lösungen.

Zu den Produkten auf dem neuen Web-Shop gehören Form-Siebe, Staubschutzhauben,

Rundbodensäcke sowie Form-Inliner.

Rundbodensäcke

Rundbodensäcke bieten eine innovative

und zuverlässige Lösung

für die Lagerung und den Transport

von Flüssigkeiten, Pulvern und

Granulaten. Sie sind speziell für

runde Behälter wie Kunststoff- und

Stahlfässer, Eimer oder Hobbocks

konzipiert und in verschiedenen

Ausführungen und Stärken erhältlich.

Durch die exakte Formgebung

passen sich Rundbodensäcke an

die Behälter an und verhindern Faltenbildung,

wie sie oft beim Einlegen

eines Flachbeutels entsteht.

Die Säcke werden aus einem hochwertigen,

schlauchförmigen Material

hergestellt und verfügen über

einen runden Boden, der sich durch

seine besonders starke und flüssigkeitsdichte

Schweißnaht auszeichnet.

Der Einsatz von Rundbodensäcken

spart Zeit und Kosten, da

die Reinigung von Behältern entfällt

und ein problemloser Einsatz

von Rührwerken sowie Entleerung

durch Saugpumpen möglich ist.

Die Rundbodensäcke sind in verschiedenen

Größen erhältlich, darunter

25 Liter, 40 Liter, 60 Liter

und 216,5 Liter.

Über die Ringmetall Gruppe

Form-Inliner

Form-Inliner gleiten leicht in das

Behältnis und sind etwas steifer,

glatter und dicker als Rundbodensäcke.

Sie fungieren im Sekundärgebinde

als zweite, innen recht

enganliegenden Haut und haben

einen Kragen, der über die Bordüre

des Fasses gestülpt wird, um

ein sauberes Befüllen zu ermöglichen.

Ideal auch zum Entleeren

des Fasses mit Hilfe einer Fassfolgeplattenpumpe.

Die Form-Inliner

eigenen sich ideal, um Behälter wie

Hobbocks, Kunststoff- und Stahlfässer

zu verkleiden. Er passt sich

faltenlos an den Behälter an. Die

Liner sind besonders für Klebstoffe,

Farben, kosmetische Produkte und

Silikone geeignet. Standardformate

sind hier 25, 30, 60, 120 und

216,5 Liter.

Staubschutzhauben

Staubschutzhauben sind der ideale

Einwegschutz, um gereinigte

Behälter bis zur Benutzung vor

Verschmutzungen zu schützen. Es

gibt sie für Hobbocks, Fässer und

Mischbehälter. Sie stellen eine einfache

und sichere Lösung, vor Verschmutzung

der für die Befüllung

vorbereiteten Behälter dar und können

nach Gebrauch einfach entsorgt

werden.

Müllsäcke

Die Abfallbeutel sind Dickhäuter

und wurden speziell für Anwendungen

entwickelt, bei denen

Durchstoßfestigkeit, Reißfestigkeit

und dichte Schweißnähte von größter

Bedeutung sind. Sie eignen sich

ideal für die Entsorgung von Bauschutt,

Schwermüll, Handwerkerabfällen

und Gartenabfällen.

Form-Siebe

Das Form-Sieb ist perfekt geeignet,

um Feststoffe in Lacken, Pasten,

Klebstoffen, Silikonen und Flüssigkeiten

zu trennen. Form-Siebe können

zudem hervorragend zur Reinigung

von Gegenständen genutzt

werden. Das Reinigungsmittel wird

dabei im Hobbock aufgefangen.

Das Form-Sieb ist ein nahtloser

Behälter, der im Tiefziehverfahren

hergestellt wird und mit einem eingeschweißten

Netz kombiniert wird,

um eine Verunreinigung im Inneren

des Behälters zu vermeiden. Die

vorgeformte Bordüre legt sich über

den Rand des Außenbehälters.

Verschiedene Porengrößen

Die Form-Siebe sind mit verschiedenen

Porengrößen 100 µm (sehr

fein) – 600 µm (grob) erhältlich,

um ihren spezifischen Anforderungen

gerecht zu werden. Form-Sieb

und Netz sind aus Polypropylen

gefertigt und daher chemikalien-

34

Ringmetall SE ist ein international führender Spezialanbieter für Industrieverpackungen (Industrial Packaging).

Das Unternehmen produziert hochsichere Verschlusssysteme und Innenhüllen für Industriefässer für die chemische,

pharmazeutische und die lebensmittelverarbeitende Industrie. Darüber hinaus bietet Ringmetall innovative Verpackungslösungen

für die Getränkeindustrie an.

Mit Produkten, die zu einem hohen Anteil recyclebar sind, leistet das Unternehmen einen Beitrag zur Stärkung der

Kreislaufwirtschaft und der Nachhaltigkeit seiner Endkunden. Neben der Konzernzentrale in München ist die Unternehmensgruppe

mit weltweiten Produktions- und Vertriebsniederlassungen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien, der

Türkei, den Niederlanden sowie China und den USA vertreten. 2023 erwirtschaftete Ringmetall mit 867 Mitarbeitenden einen

Konzernumsatz von 181,6 Millionen Euro.

02/25

Mehr unter: www.ringmetall.de


Bag-in-Box-Lösungen

liegen im Trend

beständig, flexibel und robust. Das

Form-Sieb ist einfach handzuhaben

und kann als Einweg- oder Mehrwegeinheit

verwendet werden. Es

passt in 20-30 Liter Hobbocks, ist

selbstfixierend und fällt nicht nach

innen. Das Form-Sieb ist für Heißabfüllungen

und lösungsmittelhaltige

Produkte geeignet.

Bag-in -Box

Neben Getränkeverpackungen im

Groß- und Einzelhandel für Wein

und Säfte finden Bag-in-Box-Verpackungen

auch in der Hotellerie

und Gastronomie u.a. im Bereich

der Postmix-Getränke (Konzentrate)

sowie in Industriebereichen

ihre Anwendung. Bei Molkereiprodukten,

Speiseölen, Soßen

oder Flüssig-Ei für Großküchen

genauso wie in der chemischen

Industrie oder für Schmierstoffe

Auch Müllsäcke

sind im Programm

in der Automobilindustrie. Es gibt

hier Komplettsets für 2,25 sowie

3,75 und 4,5 Liter. Ein Set besteht

aus einem Karton mit besonders

schonendem Boden und einem

Beutel. Perfekt geeignet zur Abfüllung

von Flüssigkeiten wie Säften,

Wein, Ölen und vielen anderen

Produkten.

Der neue Shop für Liner – vom

Profi – hilft Ihnen dabei, mit hochwertigen

Industrieverpackungen, die

Kosten zu senken und die Umweltbelastung

zu reduzieren.

Über die Fassauskleidungen,

Fassabdeckungen, Polyethylenbeutel

und mehr finden Sie unter:

www.liner-profi.com

VIELFACH

AUSGEZEICHNET

Gewinner Staatspreis

Smart Packaging 2022

www.pawel.at / Tel .: +43 1 602 13 22

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02/25

35


WIRTSCHAFT

CARINI investiert über 9 Millionen

CARINI setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft: Das Familienunternehmen

in vierter Generation investiert über 9 Millionen Euro in die Modernisierung

seines Maschinenparks. Mit dieser wegweisenden Entscheidung treibt

CARINI nicht nur Effizienz und Qualität voran, sondern stärkt gleichzeitig

seine Vorreiterrolle in der Drucktechnologie.

Diese Investition ist die

Größte in unserer 85-jährigen

Unternehmensgeschichte

und damit ein Meilenstein

für uns“, erklärt Simon Sohm, Mitglied

der Geschäftsführung. „Unser

Ziel ist es, unseren Kunden höchste

Qualität zu bieten und gleichzeitig

die Weichen für eine umweltbewusste

Zukunft zu stellen.“ Ein besonderer

Fokus liegt dabei auf ressourcenschonenden

Technologien,

denn die neuen Maschinen minimieren

den ökologischen Fußabdruck

erheblich.

Nachhaltige Technologien für

eine umweltbewusste Zukunft

Ein zentraler Bestandteil der Modernisierung

ist die Integration umweltfreundlicher

Lösungen. Hochmoderne

LED-Trocknungssysteme

ersetzen herkömmliche UV-Quecksilberröhren

– ein wichtiger Schritt

zur Reduzierung der CO 2 -Emissionen.

„Nachhaltigkeit ist für uns

kein Trend, sondern eine langfristige

Verantwortung“, stellt Simon Sohm

fest. „Mit diesen Technologien optimieren

wir nicht nur unsere Prozesse,

sondern übernehmen auch

Verantwortung für die Umwelt.“

Damit unterstreicht CARINI sein

Engagement für nachhaltige Innovationen

und eine umweltfreundliche

Produktion.

Seit heuer lenkt ein starkes und eingespieltes Team die Geschicke des

Unternehmens: Edgar Sohm bringt mehr als drei Jahrzehnte CARINI-

Know-how in die Geschäftsleitung mit ein, führt die Bereiche Personal

und QSGU und wird sich mit seiner Erfahrung verstärkt dem Vertrieb

widmen. Simon Sohm leitet die Produktionsbereiche sowie die

Haustechnik, Anwendungstechnik und Druckvorstufe. Als vierte

Generation im Familienunternehmen setzt er wichtige Akzente für

die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. Christian Zoll,

Jurist und ehemaliger Geschäftsführer der Industriellenvereinigung

Vorarlberg, übernimmt die Verantwortung für die Bereiche Vertrieb,

Marketing und Finanzen. Michael Dür verantwortet den Bereich

Supply Chain Management, erweitert sein Aufgabenfeld um die IT

sowie die Arbeitsvorbereitung und bringt seine fundierte Lean-

Management-Expertise in die Weiterentwicklung des Unternehmens ein.

Ausbau des

Produktportfolios durch

modernste Drucktechnologien

Durch die neuen Investitionen

im Offset- und Digitaldruck baut

CARINI weiterhin auf unterschiedliche

Technologien und kann damit

verschiedenste Kundenwünsche

optimal umsetzen. Neue Innovationen

bei den neu angeschafften

Maschinen erweitern das bisherige

Produktportfolio abermals, was die

Marktposition von CARINI langfristig

stärkt.

Investition als

Bekenntnis zum Standort

Mit der Modernisierung des Maschinenparks

investiert CARINI

nicht nur in technologische Exzellenz,

sondern auch in die langfristige

Sicherung von Arbeitsplätzen in

Lustenau. „Diese Investition ist ein

klares Bekenntnis zur Zukunft unseres

Unternehmens und auch zum

Standort Vorarlberg“, betont Simon

Sohm. „Durch Investitionen in unseren

Maschinenpark bleiben wir

wettbewerbsfähig, stärken unsere

Marktführerschaft und stellen sicher,

dass wir den hohen Ansprüchen unserer

Kunden auch in den kommenden

Jahren gerecht werden.“

Mehr unter: www.carini.at

Unter dem Leitgedanken „Konzentration auf das Wesentliche“ wurde in den letzten Jahren bei Carini das Corporate Design

überarbeitet. So präsentiert sich nun beispielsweise das Logo deutlich moderner, klarer und konsequent reduziert auf den Kern

des ursprünglichen Unternehmenszeichens. Auch der Eingangbereich wurde gerade neu gestaltet sowie auch die Besprechungszimmer

zu modernen Meeting-point umgebaut. (Bilder rechts - KOMPACK berichtete) Heuer wird in nachhaltige Technologien und modernste

Drucktechnologien investiert.

36 02/25


MESSE

Berührungslose Sauerstoffmessung

Als Spezialist für Etikettier- und Drucksysteme verschiedenster Art präsentiert

sich die ELS – European Labelling System GmbH auf der diesjährigen IFFA in

Halle 12.1, Stand B 78. Das Produktportfolio des in Werther ansässigen Unternehmens

reicht von elektrischen Etikettiermaschinen zum einfachen Verarbeiten

von Haftetiketten über kompakte Halbautomaten bis hin zu vollautomatischen

Etikettiersystemen.

Als ideale Ergänzung des

Fertigungsprogramms

zeigt die ostwestfälische

Firma in Frankfurt erstmals ihr

neuentwickeltes System Oxy-

Scan-inline zur exakten Messung

des Restsauerstoffgehalts

in MAP-Verpackungen.

Merkmale

Dementspechend bieten Thermoformer,

Traysealer und

Schlauchbeutelmaschinen optimale

Einsatzmöglichkeiten für

das innovative System. Seine

signifikanten Merkmale sind,

dass es – als Alternative zur

herkömmlichen Stichprobenprüfung

- berührungslos und somit

zerstörungsfrei arbeitet und

dies inline direkt an der Verpa-

ckungsanlage ohne Verringerung

der Linienleistung. Die Bandgeschwindigkeit

darf dabei bis zu

84 m pro Minute betragen. Neben

der eigentlichen OxyScan-

Messeinheit ist das ELS EF-

Gerät zur Platzierung spezieller

Sensor-Etiketten auf die Innenseite

der Verpackungsfolie die

zentrale Hardware-Komponente

des Systems.

Sensor belichtet das Etikett

Das Messverfahren nutzt die

fluoreszierenden Eigenschaften

eines Farbstoffs auf dem Etikett.

Der Sensor belichtet das Etikett

mit einer bestimmten Wellenlänge.

Abhängig von der Sauerstoffkonzentration

in der MAP-Verpackung

reflektiert der Farbstoff

Foto: ELS

unterschiedlich. Das wird vom

Sensor erfasst und der Sauerstoffgehalt

wird mit dieser Information

genau errechnet. Der

Wert wird sowohl angezeigt als

auch protokolliert. Zudem werden

Verpackungsundichtigkeiten

erkannt. Die Sensor-Etiketten

entsprechen allen relevanten

EU-Vorschriften für Materialien

mit direktem Lebensmittelkontakt

und haben ebenfalls

die FDA-Zulassung. Von jeder

Etikettenrolle, die einen Außendurchmesser

von ca. 390 mm

hat, können über 50.000 Labels

zugeführt werden.

Mehr unter:

www.els-gmbh.de

Ringwickler

● ● aut. aut. Wickelfolienwechsler

● ● aut. aut. Deckblattrollenwechsler

● ● Doppelwickelkopf uvm.

Ing. Ing. Josef Josef Riegler Verpackungstechnik GmbH & & Co Co KG KG

www.riegler‐verpackungstechnik.com

office@riegler‐verpackungstechnik.com

Tel. Tel. 0043 0043 1 40 1 40 500 500 35‐0 35‐0

02/25

37


WIRTSCHAFT

PPWR als Chance und Wettbewerbsvorteil

Die EU-Verordnung PPWR (Packaging + Packaging Waste Regulation), die

seit Beginn dieses Jahres in Kraft getreten ist, stellt die Wirtschaft als Ganzes

und natürlich die Verpackungsindustrie im Besonderen vor riesige Herausforderungen.

Mit umfangreichen Vorbereitungen will Marzek Etiketten+Packaging

die gesetzlichen Vorgaben nicht nur bestmöglich erfüllen, sondern sich als

Vorreiter für Nachhaltigkeit in der Branche positionieren.

Als Teil des Green Deals

der EU sollen durch die

Verordnung über Verpackungen

und Verpackungsabfälle

(PPWR) eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft

für Verpackungen in

der gesamten EU entwickelt und

Verpackungsmaterialien reduziert

werden. Gemäß dem Motto „Reuse

– Reduce – Recycle“ treten nun

in Etappen Gesetze in Kraft, die die

EU diesem Ziel Schritt für Schritt

näherbringen sollen. So müssen z.B.

ab 2030 Verpackungen eine Recyclingfähigkeit

von mindestens 70

% aufweisen, um in der EU auf den

Markt kommen zu können. Ebenfalls

ab 2030 müssen Verpackungen

so gestaltet sein, dass Gewicht und

Volumen unter Berücksichtigung

von Form und Material der Verpackung

auf das erforderliche Minimum

reduziert werden.

Herausforderungen

für die Industrie

Obwohl die Regularien nur

schrittweise präzisiert werden,

während gleichzeitig der Zeitraum

bis zu ihrem Inkrafttreten im Jahr

2030 merklich schrumpft, laufen

die Vorbereitungen bei Marzek

Etiketten+Packaging bereits

auf Hochtouren. „Bei Marzek

Etiketten+Packaging sind wir es

gewohnt, uns proaktiv auf neue

Vorschriften vorzubereiten, lange

bevor sie in Kraft treten. So stellen

wir sicher, dass unsere Produkte

und Dienstleistungen stets den neuesten

Anforderungen entsprechen

und wir unsere Kund:innen bestmöglich

beraten und servicieren

können“, erläutert Dr. Johannes

Michael Wareka, CEO von Marzek

Etiketten+Packaging und 4. Generation

der Gründerfamilie. „Eine

besondere Herausforderung besteht

darin, dass es bei der PPWR nicht

nur um das Etikett, sondern um die

Verpackung als Gesamtlösung geht,

bei der alle Komponenten der Wiederverwertbarkeit

in Kombination

berücksichtigt werden müssen“, ergänzt

er.

38 02/25

Dr. Johannes Michael Wareka, CEO von Marzek Etiketten+Packaging

Individuelle Lösungen

Marzek Etiketten+Packaging

liefert meist lediglich eine Komponente

für eine Verpackung, die

dann von den Produzent:innen

mit weiteren Verpackungsteilen

kombiniert wird. Aus diesem

Grund steht die enge Kooperation

mit B2B-Kund:innen im Vordergrund,

um gemeinsam mit ihnen

eine optimale Lösung zu erarbeiten.

Bei Bogen- und Rollenetiketten,

die in der Regel auf Flaschen,

Schachteln, Folien oder sonstigen

Containern fast immer vollflächig

aufgeklebt oder darübergestülpt

werden, muss es das Ziel sein, dass

sie entweder im Recyclingprozess

getrennt, abgewaschen bzw. abgelöst

oder gemeinsam mit dem

Container recycelt werden können.

Rundumetiketten, die um Flaschen

angebracht und größtenteils

lediglich punktuell/kleinflächig

verklebt sind, sind im Recyclingprozess

einfacher separierbar und

können meist auch getrennt recycelt

werden.

Recyclingkreislauf

Faltschachteln, Feinkartonage und

Beipackzettel können als nicht-verbundene

Verpackungsteile vorwiegend

einfach im Recyclingkreislauf

weiterverarbeitet werden. Bei

Flexibler Verpackung ist auf die

„Bei Marzek Etiketten+Packaging sind

wir es gewohnt, uns proaktiv auf neue

Vorschriften vorzubereiten, lange bevor

sie in Kraft treten.“

Materialzusammensetzung zu achten:

Einerseits müssen die Barriere-

Eigenschaften zum Produktschutz

eingehalten werden (z.B.: Lebensmittelsicherheit,

Haltbarkeit…) und

andererseits muss die Verpackung

recyclingfähig sein. Monomaterialien

mit dünnen Beschichtungen,

welche ausreichend Barriere-Eigenschaften

haben und gleichzeitig

beim Recyclingprozess nicht stören,

können hier die Lösung sein.

Verpackungen

mit Lebensmittelkontakt

Eine besondere Problematik stellt

der anzustrebende Recyclinganteil

bei Verpackungen mit Lebensmittelkontakt

dar. Hier dürfen selbstverständlich

keine Materialien

eingesetzt werden, welche die Lebensmittel

kontaminieren könnten.

„Generell achten wir bei Marzek

Etiketten+Packaging selbstverständlich

sowohl bei direktem als

auch indirektem Lebensmittelkontakt

auf die Verwendung von ungiftigen

bzw. migrationsarmen Farben,

Lacken und sonstigen Materialien.

Bei indirektem Lebensmittelkontakt

ist es wichtig zu beachten, auf

welche weitere Verpackung die

Etiketten aufgeklebt werden. Auch

dies wird gemeinsam mit unseren

Kund:innen optimal abgestimmt“,

erläutert Dr. Johannes Michael Wareka.

Chance + Wettbewerbsvorteil

Auch wenn es noch viele offene

Fragen zur PPWR gibt, unterschiedliche

Anforderungen für

verschiedene Geschäftsbereiche

bestehen und viele Ausnahmen zu

beachten sind, muss sich die Etiketten-

und Verpackungsindustrie

umgehend auf die neuen Anforderungen

einstellen. „Bei Marzek

Etiketten+Packaging wurden der

gesamte Vertriebsinnendienst, das

Verkaufsteam und das Management

bereits in umfangreichen internen

Schulungen mit externen Spezialisten

mit den Zielen der PPWR

vertraut gemacht“, berichtet Dr.

Johannes Michael Wareka. „Wir

sind der Ansicht, dass die Auswirkungen

der PPWR auf unser

Geschäft erheblich sein werden.

Daher versuchen wir, uns bestmöglich

vorzubereiten und auch unsere

Investitionen bereits jetzt im Hinblick

auf diese Herausforderungen

zu planen“, führt Dr. Wareka weiter

aus. Wie dies schon oft in der

145-jährigen Geschichte des Unternehmens

der Fall war, begreifen er

und sein Managementteam die neuen

Regularien jedenfalls als Chance,

sich weiterhin als kompetenter und

verlässlicher Partner für Weinbau,

Gewerbe und Industrie zu behaupten.

Mehr unter:

www.marzek.at


Foto: Heinzel Group

Heinzel Group nimmt umgebaute PM11 in Laakirchen in Betrieb

und stärkt Marktposition

Die Heinzel Group setzt ihren konsequenten Kurs in Richtung nachhaltiger

Verpackungspapiere fort: Mit einer Investition von rund 140 Millionen Euro

wurde die Papiermaschine 11 (PM11) bei Heinzelpaper Laakirchen umfassend

von der Produktion von Publikationspapieren auf Wellpappenrohpapiere

umgebaut. Die neue Anlage zählt damit zu den fortschrittlichsten Papiermaschinen

Europas.

Mit der bereits seit 2017

umgebauten PM10 und

der nun Anfang April neu

in Betrieb genommenen PM11 stärkt

das Werk Laakirchen seine Position

als leistungsfähiger Produzent

von Wellpappenrohpapieren aus 100

Prozent Recyclingfasern. Die strategische

Entscheidung, die Produktion

von Publikationspapieren schrittweise

einzustellen und sich vollständig

auf Wellpappenrohpapier zu fokussieren,

sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit

von Heinzelpaper

Laakirchen in Oberösterreich.

Investitionen stärken

Effizienz und Nachhaltigkeit

Die PM11 produziert jährlich bis

zu 470.000 Tonnen Wellpappenrohpapier

mit einer Arbeitsbreite von

8,9 Metern und einer Geschwindigkeit

von 1.600 Metern pro Minute.

Um die Umstellung der Produktion

erfolgreich umzusetzen, wurden

in den vergangenen Monaten zahlreiche

begleitende Investitionen am

Standort getätigt: Eine neue Anlage

zur Faserstoffaufbereitung aus Altpapier,

eine neue Altpapierlagerhalle

sowie eine weitere anaerobe Abwasserreinigungsanlage,

welche die Biogasproduktion

am Standort signifikant

steigert und damit zur nachhaltigen

und effizienten Produktion

beiträgt. „Ich freue mich, dass diese

bedeutende Investition erfolgreich

umgesetzt werden konnte und mit

der Inbetriebnahme der PM11 nun

abgeschlossen ist. Mein besonderer

Dank gilt allen Mitarbeitenden sowie

den externen Partnern, die mit

ihrem Engagement, ihrer Effizienz

und ihrem Einsatz die reibungslose

Umsetzung in kurzer Zeit ermöglicht

haben“, betont Sebastian Heinzel,

CEO der Heinzel Group.

Den vollständigen Bericht finden Sie unter www.heinzel.com/2024.

Blick auf PM11

Bild: Heinzel Group/Karl-Heinz Ruber

Nachhaltige Verpackungs

lösungen mit starboard Liner

& starboard Wave

„Wellpappenrohpapiere sind die

Basis für umweltfreundliche Verpackungen

aus Papier. Mit unseren

starboard-Produkten bieten wir unseren

Kunden leichtgewichtige und

stabile Lösungen mit einem Flächengewicht

von 70 bis 160 Gramm

pro Quadratmeter an“, erklärt Thomas

Welt, CEO von Heinzelpaper

Laakirchen, und er ergänzt: „Während

die PM11 verstärkt Produkte

mit niedrigen Grammaturen produziert,

ermöglicht uns der Betrieb

beider Maschinen mit ähnlichen

Produkten eine höhere Flexibilität,

um noch besser auf die Bedürfnisse

unserer Kunden einzugehen.“ Die

nachhaltigen Wellpappenrohpapiere

aus Laakirchen finden vor allem in

Versandverpackungen sowie in der

Industrie Anwendung, darunter in

der Nahrungsmittel- Möbel- und

Konsumgüterbranche. Sie sind aufgrund

eines zertifizierten Hygienemanagementsystems

nach DIN EN

15593 für den Einsatz in Lebensmittelverpackungen

geeignet.

Starke Vertriebspartnerschaft +

internationale Marktpräsenz

Der Vertrieb des erweiterten starboard-Sortiments

erfolgt weiterhin

durch Heinzel Sales, das Vertriebsnetzwerk

der Heinzel Group, das

bereits die Wellpappenrohpapier-

Produkte der PM10 erfolgreich am

Markt etabliert hat. Neben den Kernmärkten

Österreich und Deutschland

sind insbesondere Italien und

Polen wichtige Absatzmärkte. Auch

in kleineren Märkten zeigt die Heinzel

Group eine starke Präsenz.

Heinzel Group 2024

Die Heinzel Group hat heute verzeichnete

2024 Fortschritte bei

strategischem Wachstum und Nachhaltigkeit.

Zu den wichtigsten Initiativen

gehörte die erfolgreiche Inbetriebnahme

der PM6 am Standort

Steyrermühl, welcher am 1.1.2024

integriert wurde. Der Nettoumsatz

Foto: Heinzel Group

WIRTSCHAFT

CEO

Sebastian

Heinzel,

stieg auf EUR 2.164,4 Mio. (exklusive

der stillgelegten Geschäftsaktivitäten

von Raubling). Die Gruppe

erzielte 2024 außerdem eine CO2-

Emissionsreduktion von -4,7%, was

einer Gesamtreduktion von -23,7%

(Scope 1 & 2) seit dem Referenzjahr

2021 entspricht und das Engagement

für die Defossilisierung unterstreicht.

Die Gruppe produzierte

im Jahr 2024 1,31 Millionen Tonnen

Zellstoff und Papier. Der Absatz belief

sich auf 3,17 Millionen Tonnen.

Das EBITDA erreichte 101,9 Mio.

EUR, die Investitionen in Sachanlagen

beliefen sich auf 107,8 Millionen

EUR. Der 2024 begonnene

Umbau der PM11 in Laakirchen,

die am 1. April 2025 die Produktion

von Wellpappenrohpapieren aufgenommen

hat, stellt eine bedeutende

Investition dar und erweitert die Kapazitäten

der Gruppe für nachhaltige

Verpackungspapiere.

Daniela Lorenzer

Ab 1. Juni 2025 wird die Heinzel

Group ihr Führungsteam mit der

Ernennung von Daniela Lorenzer

zur Chief Financial Officer (CFO)

verstärken. Gemeinsam mit CEO

Sebastian Heinzel und COO Karl

Achleitner, der dem Unternehmen

am 1. September 2024 beigetreten

ist, wird sie Mitglied des neuen Führungsteams

sein.

Gemeinsam

„2024 haben wir erneut Robustheit

und Resilienz in einem herausfordernden

Umfeld bewiesen“, sagt

Sebastian Heinzel, CEO der Heinzel

Group. „Angesichts der hohen

Energiekosten, die sich weiterhin

auf energieintensive Industrien wie

die unsere auswirken, setzten unsere

Unternehmen und Teams ihren Weg

erfolgreich fort – gemeinsam.“ Gemeinsam,

„Together“, ist auch das

Leitmotiv des diesjährigen Nachhaltigkeits-

und Jahresberichts,

Mehr unter: www.heinzel.com

02/25

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AUTOMATISIERUNG

Verpackung ohne Vorsortierung

Ein Fall für den Cobot

Bei MultiPac trifft Vielfalt auf Effizienz: Für die Verpackung verschiedener Konsumgüter

suchte der Verpackungsdienstleister nach einer neuen, kompakten Automatisierungslösung.

Eine wesentliche Herausforderung bestand darin, unsortierte Produkte

präzise aus der Unordnung zu greifen. Fündig wurde das Unternehmen bei Schubert:

Der Cobot tog.519 bietet die platzsparende und flexible Lösung, die MultiPac im

Blick hatte.

Nicht immer verpacken Unternehmen

ihre eigenen

Produkte selbst. In vielen

Fällen lagern sie diesen Schritt an

Lohnverpacker aus. Über das Outsourcing

können Unternehmen auf

ein umfangreiches Portfolio moderner

Maschinen zugreifen – und

sparen dadurch Zeit und Kosten.

Der im baden-württembergischen

Ellwangen ansässige Co-Packer

„MultiPac Verpackung + Montage

GmbH“ hat sich auf Verpackungsdienstleistungen

für verschiedene

führende Konsumgütermarken

spezialisiert. Für diese verpackt er

diverse Produkte in mittleren und

großen Stückzahlen unter anderem

in Faltschachteln, Blister, Trays,

Schrumpffolie und Kartons.

Effiziente und flexible Lösung

Entsprechend umfassend ist der

firmeneigene Maschinenpark, zu

dem seit Sommer 2024 auch zwei

Cobots tog.519 von Schubert gehören.

Aufgrund einer steigenden

Produkt- und Variantenvielfalt

sowie zunehmenden Lohn- und

Standortkosten benötigte das Unternehmen

eine effiziente wie

flexible Lösung für Verpackungsprozesse,

die bis dahin manuell

erfolgten. Die Herausforderung

bestand darin, verschiedenste unsortierte

Produkte wie Tuben, Klebestifte

und Duftclips zur Lufterfrischung

per Pick-and-Place vom

Band aufzunehmen und in vorbereitete

Trays zu setzen.

Automatisierungslösung

mit bis zu 60 Picks pro Minute

MultiPac suchte nach einer leistungsstarken

und zugleich modernen

Automatisierungslösung, die

bis zu 60 Picks pro Minute ermöglicht.

Achraf Ben Salem, Leiter

Cobot-Entwicklung bei Schubert,

berichtet: „Als die Verantwortlichen

bei MultiPac an uns dachten,

hatten sie zunächst unsere hocheffizienten

TLM-Maschinen im

Sinn – und schlossen uns erstmal

aus. Unsere Toploading-Systeme

Bilder: Gerhard Schubert GmbH

Achraf Ben Salem (Entwicklungsleiter Cobot bei Schubert),

Michael Zaun und Matthias Meyer-Böhringer (beide Geschäftsführer

bei MultiPac) freuen sich über die gelungene Verpackungslösung.

Die unsortierten Produkte greift der cobot tog.519 mit

einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Takten pro Minute.

ließen sich in diesem Fall nicht an

eine vorhandene Verpackungsanlage

anschließen. Außerdem hätte

diese Lösung mehr Platz benötigt,

als bei MultiPac vorhanden war.

Glücklicherweise bot unser Cobot

tog.519 eine überzeugende Alternative.“

Zielsicherer und schneller

Griff aus der Unordnung

Der Cobot tog.519 von Schubert

greift bis zu 70 Produkte einzeln

aus der Unordnung und legt diese

zielsicher am vorgesehenen Platz

ab. Dafür sorgt die von Schubert

entwickelte KI-gestützte Bildverarbeitung.

Diese erkennt die

Produkte beim Aufnehmen und

die Umgebung, in der sie platziert

werden sollen. MultiPac kann so

auf eine aufwendige Vorvereinzelung

von beispielsweise Tuben,

Stiften oder Duftclips verzichten.

Cobot sammelt Informatioen

Und noch eine Besonderheit

zeichnet den Cobot tog.519 insgesamt

aus: Sobald er ein Produkt

aufgenommen hat, sammelt er

laufend Informationen über dessen

Zustand, prüft sie und passt

seine Arbeitsschritte daraufhin an.

Beispielsweise muss der Cobot einen

Artikel so in die Trays legen,

dass die Produktöffnung in eine

bestimmte Richtung zeigt. Dazu

hält der Cobot tog.519 die Artikel

kurz vor eine Kamera, durch die er

deren Öffnung erkennt. Je nachdem,

wo diese sich befindet, legt

er das Produkt ab oder wendet es

zunächst.

Formatwechsel

Außerdem überzeugt der Cobot

bei Formatwechseln: Ein Handgriff

genügt, um das Pick-and-

Place-Werkzeug auszutauschen.

Ben Salem erklärt: „Auf gerade

einmal sechs Quadratmetern Produktionsfläche

bieten wir MultiPac

einen kompakten Hochleistungs-

Cobot, der eine effiziente, flexible

und sichere Produktion ermöglicht.

40 02/25


Die PROPAK-

Industrie ...

Das Beispiel zeigt, dass wir nicht

nur große Markenhersteller, sondern

auch kleinere Unternehmen

mit hoher Variantenvielfalt bedarfsgerecht

mit innovativen Anlagen

unterstützen.“

Mehr unter: www.schubert.group

Zahlen und Fakten

Cobot tog.519

• Bis zu 70 Picks pro Minute

aus der Unordnung

• KI-gestützte Bildverarbeitung

• Verarbeitet flexibel Lebensmittel,

Süßwaren oder

technische Artikel

... bietet

Jobs ohne

Grenzen

GLOBAL

FOOTPRINT

→ Von der Lehre zum Masterstudium

→ Von der Region zur

internationalen Karriere

→ Von einer Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten

zu bereichsübergreifender

Weiterbildung

DIGITAL FOOTPRINT

→ Mit multifunktionalen Produkten

→ Mit intelligenten und

individuellen Lösungen für die

Global Supply Chains

→ Mit Innovation, Kreativität und

Smartness

... ist immer

einen Schritt

voraus

Der Cobot greift Produkte, hier zum Beispiel Duftclips aus der

Unordnung und legt diese zielsicher am vorgesehenen Platz ab.

Die Produkte können dem

Cobot dank bildverarbeitender

KI als Schüttgut und damit

ungeordnet angeliefert werden.

Gerhard Schubert GmbH

Die Gerhard Schubert GmbH ist

weltweit anerkannter Marktführer

für Top-Loading-Verpackungsmaschinen

(TLM). Das Familienunternehmen

aus Crailsheim (Baden-

Württemberg, Deutschland) setzt

bei seinen digitalen, roboterbasierten

Verpackungsmaschinen auf

ein Zusammenspiel von einfacher

Mechanik, intelligenter Steuerungstechnik

und hoher Modularität.

Mit dieser Philosophie und

einer eigenen Innovationskultur

beschreitet das Unternehmen

seit über 50 Jahren völlig eigenständige

technologische Wege.

Mit seiner TLM-Technologie

stellt der Maschinenbauer

seinen Kunden zukunftssichere

Verpackungsmaschinenlösungen

bereit, die einfach in der Bedienung,

flexibel in der Formatumstellung,

hochleistungsfähig

und stabil in der Funktion sind.

... übernimmt

Vorreiterrolle

in der

Nachhaltigkeit

... und bietet ein

innovatives

und spannendes

Arbeitsumfeld

für die Zukunft!

Weitere Informationen

unter www.propak.at

GREEN

FOOTPRINT

→ Dank 25-facher Rezyklierbarkeit

der Papierfaser

→ Dank umweltgerechter, emissionsarmer

Produktionstechnologien

→ Dank höchster Sammlungsund

Verwertungsquoten

02/25

41


GETRÄNKEBAFÜLLUNG

Do it yourself

Erstmals füllt Carlsberg Bulgarien sein Bier selbst in Getränkedosen ab. Carlsberg

Bulgarien setzt auf modernste Abfülltechnologie und verlässt sich dabei auf bewährtes

Hightech sowie den umfassenden Service von KHS.

Hier hat die Herstellung

von Bier Tradition: 1882

eröffnet der Brauer Franz

Milde in der ostbulgarischen Stadt

Schumen eine der heute ältesten

Brauereien des Landes. 1944 verstaatlicht,

produziert Shumensko

Pivo, wie das Unternehmen sich

nennt, in den Sechzigerjahren jährlich

rund 350.000 Hektoliter Bier –

unter anderem mit Hilfe einer aus

der ehemaligen DDR importierten

Abfüllanlage. 1999 reprivatisiert,

wird Shumensko 2002 Teil der

Carlsberg Gruppe – zusammen mit

der 1967 gegründeten Pirinsko Pivo.

In Blagoewgrad nahe der Grenze zu

Nordmazedonien und Griechenland

ansässig, braut diese 1980 bereits

circa 400.000 Hektoliter Bier.

Mehr als die Summe seiner Teile

2004 schließlich unter dem Namen

Carlsberg Bulgarien fusioniert,

entsteht eines der führenden

Getränkeunternehmen im Land.

Heute werden in beiden Betrieben

zusammen weit über 2 Millionen

Hektoliter abgefüllt. Dazu zählen

die beiden lokalen Traditionsbiere

Pirinsko – Marktführer im heimischen

Markt – und Shumensko,

das den dritten Rang belegt. Das

internationale Portfolio umfasst

zudem die dänische Premiummar-

Außer mit dem internationalen Portfolio punktet Carlsberg Bulgarien

vor allem mit den lokalen Biermarken Shumensko und Pirinsko.

ke Tuborg, das mit tschechischem

Hopfen gebraute Žatecký, sowie

1664 Blanc, Budweiser, Erdinger

und Grimbergen, die das Unternehmen

vertreibt. Somersby Cider und

das Biermischgetränk Garage runden

das vielfältige Sortiment ab.

Marktführer mit Potenzial

„Heute sind wir nach Menge und

Wert der führende heimische Bierproduzent“,

sagt Metodi Stoyanov,

der sich vor Ort als Integrated Supply

Chain Director für Lieferkettenmanagement

und Produktionsoptimierung

verantwortlich zeichnet.

„In unserer Branche zählen

wir zu den dynamischsten und am

schnellsten wachsenden Abfüllbetrieben.“

Alle Gebinde

Über die Hälfte ihrer Produkte

füllt die Brauerei in PET-Flaschen

ab. Bei rund einem Viertel kommen

Mehrweg-Glasflaschen zum

Einsatz. Stark zugelegt hat in den

letzten Jahren insbesondere die Getränkedose.

„Für Verbraucher hat

die Dose einen entscheidenden Vor-

teil“, erklärt Stoyanov. „Anders als

die Mehrweg-Glasflasche muss sie

nicht zum Händler zurückgebracht

werden, sondern wird über den

Wertstoffkreislauf dem Recycling

zugeführt.“ (noch gibt es auch viele

große Länder ohne Dosenpfand -

wie Italien, Spanien, Frankreich,

Türkei.)

Selbst in die Hand genommen

Wurden die abgefüllten Bierdosen

bisher importiert, verfügt Carlsberg

seit zwei Jahren in Blagoewgrad

erstmalig über eine eigene Linie.

Die von KHS gelieferte und installierte

Anlage hat eine Leistung von

bis zu 40.000 500- und 550-Milliliter-

beziehungsweise 60.000

330-Milliliter-Dosen pro Stunde.

Mit der neuen Linie ist Stoyanov

äußerst zufrieden. „Im Vergleich

zu PET und Glas benötigen wir für

die Dosenabfüllung deutlich weniger

Platz. Angesichts unserer beengten

räumlichen Verhältnisse ist

das natürlich vorteilhaft. Und die

Maschinen von KHS sind weniger

komplex, was ihre Bedienung und

Wartung insgesamt erleichtert. Entsprechend

glatt und störungsfrei

läuft die Produktion. Besonders

glücklich bin ich über die hohe Effizienz:

Wir erzielen eine OEE von

76 Prozent“, sagt Stoyanov.

Der KHS-Palettierer Innopal PB und der KHS-Palettentransport Innopal

PTR sorgen für die automatische Lagenbildung mit Hilfe von Robotern,

die Stapelung auf der Palette sowie für die Zuführung zur Logistik.

Bis zu 60.000 Dosen können mit dem

Innofill Can DVD pro Stunde gefüllt werden.

42 02/25


Trotz widriger Umstände -

effiziente Installation

Effizient abgelaufen ist auch die

gesamte Installation, trotz widriger

Umstände: „Der Start des Projektes

erfolgte während der Nachwehen

der Covid-Zeit mit den bekannten

Herausforderungen in der Lieferkette“,

erinnert sich Stoyanov. „KHS

war für uns hier ein sehr gut organisierter

und zuverlässiger Partner.

Nach Lieferung aller Teile wurde

der Zeitplan für Montage und Inbetriebnahme

exakt eingehalten, obwohl

wir unsere neue Halle parallel

noch fertigstellen mussten.“

Sicher und effizient

Anders als die meisten Dosenlinien,

die für mikrobiologische Sicherheit

auf Tunnelpasteure setzen,

entschied man sich in Bulgarien bewusst

für den KHS-Kurzzeiterhitzer

Innopro KZE. „Wir füllen keine

sensitiven Getränke ab, für die wir

einen Pasteur brauchen würden“,

erklärt Stoyanov. „Dank unserer

hohen Hygienestandards bei der

Abfüllung können wir auf allen unseren

Anlagen stattdessen Kurzzeiterhitzer

nutzen. Das sorgt für einen

besseren Geschmack unserer Produkte.

Der Platzbedarf ist deutlich

geringer. Und dank des schnelleren

Wärmeübergangs verbrauchen wir

weniger Energie.“ Überhaupt ist

Stoyanov begeistert davon, dass

der Energieverbrauch der neuen Linie

insgesamt sehr niedrig ist. Alle

Leistungswerte entsprechen genau

seinen Erwartungen, wie er zufrieden

feststellt.

Kondenswasser vermeiden –

Qualität und Hygiene sichern

Nach dem Füllprozess laufen

Fotos:Frank Reinhold

die Dosen durch den KHS-Kompaktwärmer

Innopas WICG. Frank

Schneidermann, Global Key Account

Manager bei KHS, erklärt,

warum: „Mit unserem Kompaktwärmer

werden die mit 8 bis 10

Grad Celsius kaltem Bier gefüllten

Behälter auf 20 bis 28 Grad Celsius

erwärmt. Das verhindert die Bildung

von Kondenswasser, das die

Pappe von Trays und Zwischenlagen

auf der Palette durchfeuchten

und zu unhygienischer Schimmelbildung

führen kann. Zudem können

nass gewordene Kartonagen

die Stabilität der Paletten beeinträchtigen

und deren einwandfreie

Lagerung und sicheren Transport

gefährden. Angesichts immer anspruchsvollerer

Logistik ist das ein

wichtiges Thema – auch bei Carlsberg

Bulgarien, wo die Gebinde

nach Verlassen der Linie mittels

Palettenlift in einen 4 Meter unter

der Halle liegenden Lagerbereich

transportiert werden.“

Nachhaltig funktionsfähig

Damit die Maschinen langfristig

leistungsfähig bleiben, wurde

zusätzlich ein Servicevertrag mit

dreijähriger Laufzeit abgeschlossen.

Dieser schließt vorausschauende

Instandhaltung ebenso ein wie

ReDiS, den Remote Service, der

es erlaubt, Störungen direkt und

schnell auch aus der Ferne zu beheben

– unabhängig von einem KHS-

Servicemitarbeitenden vor Ort.

Unterstützung

„Die zuverlässige und kontinuierliche

Unterstützung durch den

KHS-Service ist für uns von besonderer

Bedeutung. Schließlich

sind wir in puncto Dosenabfüllung

Neulinge und mit dem Know-how

unseres Technologiepartners sichern

wir so unsere Produktion

erst einmal ab“, betont Stoyanov.

Zwar gehören auch Trainings zum

Servicepaket, aber er ist davon

überzeugt, dass seine Bediener am

meisten lernen, wenn sie den KHS-

Bis zu 60.000 Dosen können mit

dem Innofill Can DVD pro Stunde

gefüllt werden. Darüber freuen sich

Metodi Stoyanov (links), Carlsberg

Bulgarien, und Plamen Zhelev, KHS.

Der Innopro KZE steht für geringen Platzbedarf

und niedrigen Energieverbrauch.

Servicetechnikern über die Schulter

schauen und ihre in der Theorie erworbenen

Kenntnisse in der Praxis

anwenden können.

Mehr unter: www.khs.com

oder unter:

https://carlsbergbulgaria.bg

02/25

43


Zeit für einen Strichcodecheck

Was am 26. Juni 1974 zum ersten Mal überhaupt an einer Kasse passierte, ist heute aus

den Supermärkten nicht mehr wegzudenken: die Pieptöne der gescannten GS1 Strichcodes

an den Kassen. Trotzdem passieren beim Aufbringen der Strichcodes auch nach

über mehereren Jahrzehnten noch immer Fehler. Ein nicht funktionierender Scan eines

Codes kann frustrierend sein, daher sollte auf die Qualität von Strichcodes und 2D Codes

geachtet werden. GS1 Austria unterstützt Unternehmen bei den Checks.

Die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit

haben in

einer automatisierten Welt,

in der rund zehn Milliarden Mal

täglich gescannt wird, auch etwas

mit der Erstleserate von Strichcodes

zu tun.

Alljährlicher Überblick

Neben den Checks liefert GS1

Austria auch den alljährlichen Überblick

über die überprüften Strichcodes

und 2D Codes des Vorjahres.

„Nicht funktionierende Strichcodes

kosten Zeit und Geld. Nutzen Sie

das Strichcodeprüfservice von GS1

Austria, um Fehler schon im Vorfeld

zu vermeiden.“ so Ing. Mag.

Gerald Gruber/Projektleiter GS1

System, Strichcodeprüfservice

Prüfungen auch vor Ort

Die Experten von GS1 Austria

unterstützen bei der Erhöhung der

Scanrate und ermitteln die Qualität

von Strichcodes und 2D Codes auch

vor Ort in Ihrem Unternehmen.

Mehr auch unter:

www.gs1.at/

strichcodepruefservice

Das Strichcodeprüfservice hilft Unternehmen

Fehler schon im Vorfeld zu erkennen und zu vermeiden.

Prüfgebühren

Für GS1 Austria Kunden

Für die ersten zwei Prüfungen im Monat:

€ 0,-/Code exkl. USt.

Jede weitere Prüfung im Monat:

€ 20,-/Code exkl. USt.

Für alle anderen Unternehmen

€ 60,-/Code exkl. USt.

Aktuell

Durch die Einführung des Einweg pfands mit Anfang 2025 soll

hochwertiges Recycling von Getränkeverpackunge und somit

Kreislaufwirtschaft ermöglicht werden. Dies erfordert auch

Umstellungen auf Herstellerseite, wofür unter der Mitwirkung

von GS1 Austria ein eigenes Handbuch erstellt wurde. Darin

finden sich unter anderem die wichtigsten Besonderheiten,

auf die bei der Erstellung des Strichcodes

(EAN-13, EAN-8 und UPC-A) für bepfandete Getränke

zu achten ist. Getränke in Einwegver packungen

benötigen eine neue GTIN!

44 02/25


Gut lesbare Strichcodes ...

- senken Prozesskosten.

- ermöglichen einen schnellen

und reibungslosen Checkout.

- verringern die Durchlaufzeit

und erhöhen die

Scanperformance.

- minimieren Lesefehler

und den Bedarf an manuellen

Eingriffen.

- reduzieren Retouren durch

fehlerhafte Codes.

Ablauf der Strichcodeprüfung

Um sicherzustellen, dass

Strichcodes den GS1- und ISO-

Standards entsprechen, bietet

GS1 Austria eine detaillierte

Prüfung in drei Schritten an:

- Übermittlung der

Strichcodes/2D Codes

- Prüfung nach internationalen

Standards

- Erstellung eines Prüfberichts

Der neue Verpackungspodcast:

Harrys und Gernots Packstube

auf und !

Wir freuen uns über zahlreiche Besucher - und natürlich auch über Kommentare und Abos.

Unter allen Kommentaren mit Sektglas verlosen wir gerne eine Flasche Sparkling!

(Der Rechtsweg ist ausgeschlossen)

02/25

45


IM GESPRÄCH

Fairness und Leistbarkeit

I N T E R V I E W

46 02/25

KOMPACK sprach auch heuer mit Mag. Martin Widermann, Geschäftsführer von

PROPAK, über die aktuellen Entwicklungen auf dem Markt. Zu den Themen gehörten

auch in diesem Jahr die allgemeine wirtschaftliche Situation, die europäische

Verpackungsverordnung (Packaging and Packaking Waste Regulation=PPWR), sowie

die Arbeitsmarktsituation, die Ausbildungsmöglichkeiten in der Branche und die

aktuellen Lohnabschlüsse.

KOMPACK: Mitte Februar

konnten die KV-Verhandlungen

abgeschlossen werden. Wie ich gehört

habe, waren diese dieses Mal

besonders intensiv?

Mag. Widermann: Ja, die Gehälter

für die rund 9.000 Beschäftigten

in der Branche steigen um

2,9 Prozent – dies entspricht der

Jahresinflation von 2024. Wie Sie

bereits angesprochen haben, waren

es dieses Mal wirklich zähe

Verhandlungen. Die Gewerkschaft

hatte ein riesiges Forderungspaket

geschnürt. Unverständlich, wenn

man die Realität sieht – wir befinden

uns, so wie es aussieht, ein weiteres

Jahr in einer Rezession. Das

macht es für unsere international

tätigen Unternehmen mit einer Exportquote

von fast 80% nicht leicht.

Die hohen Lohnabschlüsse in den

letzten Jahren (Lohnwachstum ca.

25% - nachhaltig!), die sich aus der

hohen Inflation (deren Abgeltung

in Österreich ein Dogma ist) erklären,

belasten die Wirtschaft – auch

außerhalb der PROPAK-Welt – natürlich

enorm. Gleichzeitig wurden

in Deutschland in den letzten Jahren

die Einkommen unter der Inflation

angehoben – obwohl diese

in Deutschland niedriger war als

bei uns. Dies verschiebt die Wettbewerbsfähigkeit

natürlich immer

mehr zu unseren Ungunsten.

KOMPACK: Sie hätten sich also

mehr Verständnis bei den Verhandlungen

gewünscht?

Mag. Widermann: Nicht nur

gewünscht, eigentlich erwartet,

schließlich hängen da Arbeitsplätze

dran – ich finde, wir müssen eine

neue Herangehensweise innerhalb

der Sozialpartnerschaft finden. Nur

wenn wir wirklich zusammenarbeiten,

werden wir es schaffen, uns

international nicht selbst ins Aus

zu schießen. Außerdem müssen

in solch herausfordernden Zeiten

ideologische Diskussionen wie Arbeitszeitverkürzung

hintangestellt

Bild: (c) PROPAK L. Schedl

werden. Sehen wir uns die nackten

Zahlen an: wir hatten in den ersten

9 Monaten im letzten Jahr (die Zahlen

des letzten Quartals liegen noch

nicht vor) einen weiteren Rückgang

von -2% im Wert zu verzeichnen -

nach minus 9 % im Jahr 2023. Die

mengenmäßige Steigerung von

+5% täuscht, denn trotz dieser stehen

wir bei der Menge auf dem Niveau

von zirka 2016/17 - bei den

Kosten von 2025. Und Produktivitätsgewinne

gibt es nicht mehr. Der

Exportrückgang um -6% sollte uns

eine Mahnung sein – schließlich

erwirtschaftet die Branche 4 von 5

Euro im Ausland.

KOMPACK: Die Branche ist

aber trotz Konjunktur stabil.

Mag. Martin Widermann

Mag. Widermann: Die PROPAK

Unternehmen sind grundsätzlich

noch resilient, aber die Herausforderungen

sind enorm. Als zentrale

Probleme erweisen sich dabei die

Kaufzurückhaltung der Konsumenten,

die auf eine erhöhte Sparquote

setzen, und die europaweite

Wirtschaftsschwäche. Die Krise

im Automotive-Sektor und die generell

rückläufige Nachfrage im

Non-Food-Sektor spiegeln sich

auch im Verpackungsbereich wider.

Bis jetzt konnten wir das durch

unser starkes Unternehmertum mit

Top-Mitarbeiter*innen und Top-

Management und unserem nachhaltigen

Produkt bewältigen. Aber die

Lohnstückkosten haben sich in Österreich

massiv von anderen Ländern

entkoppelt (vor allem durch

die Energiekrise und die -nachhaltig!

- steigenden Löhne). Das

führt dazu, dass Kunden verloren

gehen und der Wirtschaftsstandort

für Investitionen unattraktiv

wird. Wir stehen vor großen Herausforderungen

– darum wünsche

ich mir eine Gestaltungspartnerschaft.

Gemeinsam sollten die Sozialpartner

Dinge entwickeln, die

allen zugutekommen. Wir brauchen

Entlastungen und das geht nur gemeinsam

und mit Feingefühl. Das

Motto muss lauten: Fairness für die

Mitarbeiter*innen und Leistbarkeit

für die Unternehmen.

KOMPACK: Sie haben auch das

nachhaltige Produkt angesprochen

– das wurde ja auch bei der PPWR

letztendlich berücksichtigt – was

doch positiv für die Branche sein

sollte?

Mag. Widermann: Um es auf gut

wienerisch zu sagen: soll Gott uns

bewahren vor Allem, was noch ein

Glück ist. In intensiver internationaler

Zusammenarbeit ist es gelungen,

dass auch seitens des PPWR-

Gesetzgebers anerkannt wurde,

dass unsere Produkte die wahren

Kreislaufchampions sind. Ja, wir

haben einen erneuerbaren Rohstoff

und dank der hohen Sammelmoral

der Konsument*innen hohe Recyclingquoten.

Aber es fehlen noch

eine Reihe von Detailregelungen,

und wenn nun bei den Institutionen

Gott sei Dank langsam die Einsicht

Platz greift, dass die jüngste Regelungswut

die Behörden überfordert

und Firmen die Wettbewerbsfähigkeit

nimmt, dann sollte bei der

Deregulierung die PPWR nicht vergessen

werden.

KOMPACK: Anderes Thema –

KI ist in aller Munde – wird diese

helfen oder hilft sie schon?

Mag. Widermann: Prinzipiell gibt

es intelligente Software bereits länger,

aber die in Entwicklung befindlichen

selbstlernenden Algorithmen

werden auf Dauer vieles verändern.

Insgesamt ist es sicher so, dass wir

hier von einer Geschichte sprechen,

die sich langsam weiterentwickelt.

Anwendungspunkte liegen in derzeit

z.B. in der Arbeitsvorbereitung. Die

KI kann zweifellos vieles schneller,

als der Mensch, aber die sie muss

richtig programmiert und überwacht/kontrolliert

werden. Wie in

so vielen Bereichen muss man auch

die KI halt richtig nutzen können.

Der springende Punkt ist: Ich sehe

nicht, dass die KI Arbeitsplätze

kosten wird, aber sehr wohl, dass

Mitarbeiter*innen, die KI anwenden

können, jene ersetzen, die das

nicht schaffen.

KOMPACK: Damit kommen wir

zu einem anderen Dauerthema in

der Wirtschaft - Arbeitskräfte.

Mag. Widermann: Eigentlich

sprechen wir von einer unveränderten

Situation. Wirklich qualitativ

gutes Personal ist nach wie

vor schwer zu finden. Auch wenn

durch die schwache Konjunktur

wieder mehr Arbeitssuchende auf

dem Markt sind. Wir vom Verband

arbeiten hier seit einiger Zeit mit

unserem „PROPAK Employer

Branding“ - auch mit Hilfe der


CO 2 Fußabdruck

Faktenbasierte Daten

„Im vergangenen Jahr haben wir

verifizierte LCA-Bewertungen in

drei wichtigen Verpackungssegmenten

durchgeführt: In den Bereichen

Kosmetik-, Pharma- und

nun auch Lebensmittelverpackungen“,

fasst Anne Uusitalo, Product

Safety and Sustainability Director

bei Metsä Board, zusammen.

„Diese umfassenden Studien bieten

Markeninhabern faktenbasierte

Daten und Einblicke in das Poten-

um 60% reduzieren

UMWELT

Laut einer kürzlich von Metsä Board durchgeführten Ökobilanz* können Hersteller

von Lebensmittelverpackungen durch den Umstieg von gestrichenem Recyclingkarton

(WLC) auf Faltschachtelkarton von Metsä Board den CO 2 -Fußabdruck ihrer Verpackungen

um über 60 Prozent reduzieren.

sozialen Medien - dagegen. Damit

auch in Zukunft Lehrlinge und neue

Mitarbeiter in unsere so attraktive

Branche kommen. Hier wird es

auch heuer wieder eine neue Videoserie

geben. Dieses Mal stellen wir

die Lehrlinge in den Mittelpunkt.

Apropos Lehrlinge – in diesem Bereich

konnten wir – als eine von

nur wenigen Industriebranchen -

eine schöne Steigerung erzielen:

wir hatten im Jahr 2024 um +6%

mehr Lehrlinge als im Jahr davor,

betrachtet man nur das erste Lehrjahr

beträgt die Steigerung sogar

+31%! Auch der FH Studium Lehrgang

ist wieder gut gefüllt – um den

Nachwuchs scheint es also momentan

halbwegs gut bestellt – aber wir

müssen unbedingt am Ball bleiben.

KOMPACK: Zu guter Letzt - es

gibt heuer auch ein Jubiläum?

Mag. Widermann: Ja, vor 10

Jahren wurde unser neuer Außenauftritt

unter der Marke PROPAK

gestartet. Dies wird neben anderem

auch ein Thema bei unserer PRO-

PAK Lounge im Juni sein, wo wir

auch einen Zukunftstalk präsentieren

werden.

KOMPACK: Klingt interessant -

da werden wir dann natürlich gerne

wieder berichten – vorab darf ich

mich für das Gespräch bedanken.

Begrenzungslinie ist Teil des Sujets

Die Ökobilanzstudie vergleicht

MetsäBoard

Classic FBB mit entsprechenden,

gängigen Alternativen, die

auf dem europäischen Markt erhältlich

sind. Die Ergebnisse wurden

bereits vom schwedischen Umweltforschungsinstitut

IVL verifiziert.

Hoher Anteil

fossilfreier Energie

Möglich ist diese Reduzierung des

Kohlenstoff-Fußabdrucks durch

den hohen Anteil an fossilfreier Energie

im Herstellungsprozess von

Metsä Board und das geringe Gewicht

der Frischfaserkartons. Denn

obwohl sie dank der verwendeten

Frischholzfasern die Haltbarkeit

und funktionellen Eigenschaften

herkömmlicher Sorten aufweisen,

sind die Faltschachtelkartons von

Metsä Board in der Regel leichter

als vergleichbare Produkte aus Recyclingfasern.

Bild: Metsä Board

zial unserer Kartons. So helfen wir

ihnen, fundierte Entscheidungen

darüber zu treffen, wie sie den CO 2 -

Fußabdruck ihrer Verpackungen

sowie ihre Scope-3-Emissionen reduzieren

können.“

Bereits

veröffentlichte Bewertungen

Im Januar veröffentlichte Metsä

Board ähnliche geprüfte Bewertungen,

in denen die Produkte des

Unternehmens mit anderen Kar-

tonsorten verglichen wurden, die

üblicherweise für Kosmetikverpackungen

verwendet werden. Darüber

hinaus gab Metsä Board bereits

im vergangenen März bekannt,

dass für seine Kartonsorten, die für

pharmazeutische Verpackungen

verwendet werden, verifizierte Bewertungen

durchgeführt wurden.

Mehr unter:

https://www.metsagroup.com/

metsaboard/

* Die Bewertungen erfolgen auf Grundlage der verfahrenstechnischen

und methodischen Anforderungen der ISO 14025 und sind mit den

Normen ISO 14040 und 14044 konform. Als Systemgrenze der Studie

wurde „Cradle-to-Gate + End-of-Life“ (von der Wiege bis zum Werktor

+ Ende der Lebensdauer) festgelegt, zur Bewertung der Klimawirkungen

wurde die Methode „EF3.1 Climate Change – total“

verwendet. Die Daten zu den Klimawirkungen konkurrierender

Materialien werden durch Sphera LCA for Packaging erhoben,

wobei allgemeine Produkte auf dem europäischen Markt repräsentiert

werden sollen. Auf der Webseite von Metsä Board können Sie in den technischen

Bericht und den dritten Verifizierungsbericht Einblick nehmen.

Bitte geben Sie Glasverpackungen zum Altglas.

Ausgelöffelt und ausgeleert, getrennt nach Weißglas und Buntglas.

02/25

47


WELLPAPPE

RONDO Frastanz:

Neue Wellpappe-Anlage

Die Rondo Ganahl AG erweitert die Produktionskapazität für Wellpappe am

Stammsitz in Frastanz durch eine 16,5-Millionen-Euro-Investition in eine neue

Wellpappe-Anlage. Der Verpackungsspezialist setzt damit erneut Maßstäbe in

der Branche und ist stabiler Arbeitgeber für über 400 Beschäftigte am Standort.

Die neue Anlage wurde nach langer Planung in Rekordzeit aufgebaut. Der

Abbau der alten Anlage begann am 19 12 2024 - die erste einwellige Produktion

fand am 09 01 2025 statt und der Vollbetrieb wurde bereits am 16 01 2025

wieder aufgenommen.

Seit jeher wird bei Rondo

kontinuierlich investiert,

um Innovationen voranzutreiben

und die technologische

Spitzenposition des Unternehmens

nachhaltig zu sichern. Ein weiterer

Beleg dafür ist die neue Wellpappe-Anlage,

die Mitte Jänner 2025

erfolgreich in Betrieb genommen

wurde – und dies nach einem minutiös

geplanten und perfekt abgestimmten

Umbau in Rekordzeit.

Denn auch während der knapp

dreiwöchigen Umbauphase über

den Jahreswechsel galt es, die Versorgungsicherheit

der Kunden zu

gewährleisten, wie Stephan Kaar,

Geschäftsleiter des Wellpappewerkes

in Frastanz, erläutert: „Der

Zeitpunkt für den Umbau wurde

vor Jahren festgelegt, sehr vorausschauend

geplant und im Detail

mit unseren Mitarbeitern und Kunden

bereits Monate vor Umbaustart

abgestimmt. Dadurch konnten

wir zeitgerecht Vorproduktionen

durchführen, Palettenplätze reservieren

und Liefertermine zwischen

den Feiertagen koordinieren.“

Über 33.000 Paletten waren

in dieser Zeit eingelagert um sicherzustellen,

dass es zu keinem

Lieferengpass der Verpackungen

kommt.

Hubert Marte (Vorstandsvorsitzender Rondo Ganahl AG), Peter

Moosbrugger (Betriebsleiter Rondo Wellpappewerk Frastanz),

Stephan Kaar (Geschäftsleiter Rondo Wellpappewerk Frastanz),

Martin Wiesinger (Projektleitung Maschinen- und Anlagenbau

Rondo Frastanz), Michael Aberer (Leitung Wellpappeanlagen

Rondo Frastanz) und Udo Nachbaur (Vorstand Technik Rondo

Ganahl AG) freuen sich über die erfolgreiche Inbetriebnahme

der neuen Wellpappe-Anlage bei Rondo in Frastanz

Erweiterung des Rollenlagers

Im Rahmen des Umbauprojektes

stand der Ausbau der Lagerkapazitäten

für das Rohmaterial, das zur

Herstellung der Wellpappe benötigt

wird, und damit die Sicherheit der

internen Rohstoffversorgung für

die Produktion ebenfalls an oberster

Stelle. So wurde in Vorbereitung

für die 135 Meter lange und

rund 300 Tonnen schwere neue

Wellpappe-Anlage das Rollenlager

entsprechend erweitert. Zusätzlich

zum bisherigen Lager können nun

weitere 370 Rollen Wellpappe-

Rohpapier mit einem Gewicht von

durchschnittlich jeweils 3 Tonnen

vorgelagert und auf kürzestem Weg

zur Verarbeitung in die neue Wellpappe-Anlage

transportiert werden.

Optimale Vorbereitung

„Der reibungslose Umbau und

die erfolgreiche Inbetriebnahme

unserer neuen Wellpappe-Anlage

waren nur dank der optimalen Vorbereitung

und der konstruktiven

Zusammenarbeit aller Beteiligten

möglich. Zu Spitzenzeiten während

des Umbaus waren beispielsweise

über 60 Personen gleichzeitig vor

Ort. Wir bedanken uns bei allen

Mitarbeitern, Kunden und Partnern

für dieses außergewöhnliche Engagement“,

weiß Kaar den Einsatz der

Projektmitarbeiter zu schätzen.

Kapazitätssteigerung

durch modernste Technik

Die neue Wellpappe-Anlage des

bayerischen Maschinenherstellers

BHS Corrugated Maschinen- und

Anlagenbau ersetzt eine 23 Jahre alte

Anlage und hat eine Arbeitsbreite

von 2,8 Meter. Sie läuft mit einer

Geschwindigkeit von bis zu 450

Metern pro Minute. Bei Rondo in

Frastanz werden ein- und zweiwellige

Wellpappenlinien in den Wellenarten

C, B, D, E sowie Kombinationen

produziert, aus denen die

Die neue Wellpappe-Anlage bei Rondo in Frastanz verfügt über eine Arbeitsbreite von 2,8 Meter und erhöht die Produktionskapazität um10 %.

48

02/25


maßgeschneiderten, nachhaltigen

Verpackungen für Kunden gefertigt

werden. Insgesamt wurden 16,5

Millionen Euro investiert. Durch

die Installation der neuen Maschine

erhöht Rondo die Kapazität für die

Herstellung von Wellpappe in Frastanz

um rund 10 Prozent, um auch

weiterhin der steigenden Nachfrage

nach umweltfreundlichen Verpackungen

aus Wellpappe gerecht zu

werden. Die eigenen Entwicklungsteams

freuen sich auf die Umsetzung

neuer, im Trend liegenden,

Monoverpackungen.

Mehr unter:

www.rondo-ganahl.com

Mit der Investition von 16,5 Millionen Euro setzt Rondo erneut Maßstäbe in der Branche und ist stabiler

Arbeitgeber in der Region.

„Um kurz zu veranschaulichen was eine Wellpappeanlage in „ihrem Leben“ leistet - die alte Anlage hat

in 23 Jahren rund 3,5 Milliarden Quadratmeter produziert - würde ich diese Menge in einer 1 Meter

breiten Bahn um die Erde wickeln ginge sich dies 88x aus.“ erklärt Stephan Kaar

bei der Besichtigung der neuen Anlage.

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DETAIL

Wer will sich schon durch die Kennzeichnung

in seiner Bewegungsfreiheit

einschränken lassen?

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so dass diese ihr maximales Potential

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02/25

49


MESSE

interpack 2026 ist ausgebucht

Mit gut einem Jahr Vorlauf sind die Weichen für die interpack gestellt: Mit den Themen

Smart Manufacturing, Innovative Materials und Future Skills stehen die Hot Topics fest

und spiegeln die drängendsten Herausforderungen und Innovationstreiber der Branche

wider. Die Besucherinnen und Besucher können sich wieder auf ein ausgebuchtes

Messegelände freuen.

Die interpack kehrt 2026 mit

voller Kraft zurück – mit

Dynamik, Innovationsfreude

und einem intensiven Austausch

innerhalb der globalen Processingund

Packaging-Community. Erwartet

werden etwa 2.800 Aussteller

sowie Fachbesucherinnen und -besucher

aus aller Welt. Das Düsseldorfer

Messegelände wird wieder

komplett belegt sein. „Volle Hallen,

starke Auftritte, echte Innovationen:

die Vorfreude auf das Branchenevent

Nr. 1 wächst. Wer den Anmeldeschluss

verpasst hat, den möchte

ich aber ausdrücklich ermutigen,

sich dennoch bei uns zu melden“,

sagt Thomas Dohse, Director der interpack.

„Noch ist Bewegung in der

Flächenplanung. Wir prüfen jede

Anfrage individuell und versuchen,

passende Lösungen zu finden.“

8 Hauptbesucherzielgruppen

Die Planung sieht eine Fokussierung

auf die acht Hauptbesucherzielgruppen

der interpack vor: Aussteller

mit Lösungen für die Branchen

Nahrungsmittel, Getränke, Süßwaren,

Backwaren, Pharma, Kosmetik,

Non-Food und Industriegüter

sind jeweils in eigenen Arealen zu

finden und erleichtern die Orientierung.

Und auch der umfangreiche

Bereich der Packstoffe und Packmittel

im Herzen der interpack sowie

die Maschinen für Etikettier- und

Kennzeichnungstechnik, Packmittelproduktion

und integrierter Verpackungsdruck

werden in eigenen

Hallen zusammengeführt. Hinzu

kommt die begleitende Zuliefermesse

„components“, erstmals mit zwei

eigenen Hallen.

Antworten auf internationale

Herausforderungen

Der Austausch innerhalb dieser

globalen Community ist in Zeiten

gesellschaftlicher und geopolitischer

Umbrüche wichtiger denn je. Digitalisierung,

Rohstoffpreise, Lieferketten,

neue Regularien, verändertes

Verbraucherverhalten und der Ruf

nach mehr Nachhaltigkeit – all das

wirkt auf die Branche ein und ver-

50 02/25

Foto: Constanze Tillmann, Mintarder Weg 34, 40472 Duesseldorf, Germany

ändert Geschäftsmodelle und Produktionsprozesse.

Auf der interpack

werden zukunftsweisende Lösungen

präsentiert, Impulse gesetzt und

gemeinsam an nachhaltigen, effizienten

und sicheren Verpackungsund

Verarbeitungsprozessen gearbeitet.

Hot Topics setzen

klare inhaltliche Akzente

Um diesen Herausforderungen zu

begegnen, setzt die interpack 2026

gezielt auf Zukunftsthemen. Sie

bilden den inhaltlichen Rahmen für

Austausch, Innovation und Inspiration.

Die Hot Topics 2026: Smart Manufacturing,

Innovative Materials

und Future Skills.

Smart Manufacturing

Smart Manufacturing steht für

intelligenteres, nachhaltigeres und

wirtschaftlicheres Produzieren.

Der starke Maschinenbereich der

interpack präsentiert dazu neue

Lösungen – etwa in den Bereichen

KI-gestützte Systeme, Robotik, Automatisierung,

intelligente Steuerung,

„Value from Data“ und Ressourceneffizienz.

Innovative Materials

Das Hot Topic Innovative Materials

setzt den Fokus auf rund 1.000

Aussteller im Packmittelbereich.

Hochentwickelte Kunststoffe, faserbasierte

Materialien und intelligente

Beschichtungen verbessern

Produktschutz und Haltbarkeit.

Monomaterialien, biobasierte Lösungen

und Design for Recycling

fördern die Kreislaufführung und

reduzieren den Materialeinsatz.

Future Skills

Dies alles wird nur möglich durch

qualifizierte Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter. Future Skills thematisiert

den Wandel der Arbeitswelt in

der Branche. Der Fokus liegt auf

Qualifikation, Nachwuchsförderung,

digitalem Know-how und den Fähigkeiten,

die für zukunftsfähige

Prozesse und Technologien benötigt

werden.

Automatisierung

und Monomaterialien

Wie bedeutend diese Themen sind,

unterstreicht Markus Rustler, Präsident

& CEO bei Theegarten-Pactec

und Präsident der interpack 2026:

„Zwei zentrale Trends prägen die

Branche: nachhaltige Verpackungslösungen

wie zellulosebasierte oder

Monomaterialien sowie die zunehmende

Automatisierung, auch um

die Abhängigkeit von Fachkräften

in bestimmten Bereichen zu verringern.

Gleichzeitig zeigt sich: Gut

ausgebildete Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter bleiben entscheidend.

Unternehmen können sich vor allem

dadurch abheben, dass sie ihren Mitarbeitenden

sinnstiftende Aufgaben

bieten, die ihnen einen echten Impact

ermöglichen.“

Inhalte erleben,

Impulse mitnehmen

Das Messegeschehen wird von

zahlreichen Specials begleitet. Dazu

gehört das Spotlight Forum, in dem

Expertinnen und Experten aktuelle

Trends der Branche diskutieren. Die

Start-up Zone bringt frische Ideen

und neue Perspektiven auf die Bühne.

Mit Women in Packaging rückt

die interpack weibliche Fachkräfte

und ihre Rolle in der Branche in den

Fokus. Und mit dem interpack TV

werden Highlights, Innovationen

und Stimmen direkt vom Messegelände

in die Welt getragen.

Informationen zum

Rahmenprogramm und die

Ausstellerliste gibt es stetig

aktualisiert unter:

www.interpack.de


02/25

51


Displays und Verpackungen

aus Leidenschaft

02/25

52 Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H. · T 02230/24300 · office@mvg.co.at · www.mvg.co.at · Folgen Sie uns:


Das aktuelle Video von

53

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