PRO MUSICA-Magazin 2025/26
PRO MUSICA Hannover ist eine der traditionsreichsten Konzertreihen für klassische Musik in Deutschland. In diesem Magazin stellt PRO MUSICA die Konzertsaison 2025/26 vor: mit internationalen Orchestern, Spitzendirigent:innen und Weltstars als Solist:innen.
PRO MUSICA Hannover ist eine der traditionsreichsten Konzertreihen für klassische Musik in Deutschland. In diesem Magazin stellt PRO MUSICA die Konzertsaison 2025/26 vor: mit internationalen Orchestern, Spitzendirigent:innen und Weltstars als Solist:innen.
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promusica-hannover.de 2025/26
In die Zukunft hineindenken
Anne-Sophie Mutter im Gespräch
„Wir sind ganz normale Jungs“
Lucas & Arthur Jussen kurz vorgestellt
Der Rest ist Schwelgen
Die spannendsten Werke der letzten 100 Jahre
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© Ksawery Zamoyski
© Phillip Knott
Editorial ............................................................................................... 4
Im Gespräch: Anne-Sophie Mutter .................................... 6
Jan Lisiecki
im Abo D
© Peter Rigaud
Internationale Orchester
Wiener Symphoniker .................................................................. 9
Bamberger Symphoniker ......................................................... 9
Academy of St Martin in the Fields ................................... 10
London Philharmonic Orchestra ......................................... 11
City of Birmingham Symphony Orchestra ..................... 11
Klassiker & Exoten der Klassik ........................................... 12
Igor Levit
im Abo B
© Sebastian Madej/DK
Joshua Bell
im Abo A
© Dario Acosta
Internationale Solisten und Ensembles
Igor Levit ............................................................................................. 15
Xavier de Maistre ........................................................................... 15
Daniel Hope ...................................................................................... 16
Lucas & Arthur Jussen ................................................................ 16
Martynas Levickis .......................................................................... 17
Daniil Trifonov & Nikolaj Szeps-Znaider ........................ 17
Der Rest ist Schwelgen ............................................................. 18
Kurz vorgestellt: Lucas & Arthur Jussen ........................ 21
Im Gespräch: Ludwig van Beethoven .............................. 22
Daniil Trifonov
im Abo B
Fokus Klavier
Víkingur Ólafsson .......................................................................... 23
Khatia Buniatishvili ...................................................................... 24
Jan Lisiecki ......................................................................................... 25
Grigory Sokolov .............................................................................. 25
Khatia Buniatishvili
im Abo D
© Todd Rosenberg
© Ari Magg © Daniel Waldhecker
Daniel Hope
im Abo B
Talente entdecken
Jaeden Izik-Dzurko · Ilya Shmukler
Junyan Chen · Svetlana Andreeva ....................................... 27
Sonderkonzerte
The Ukulele Orchestra of Great Britain ........................... 28
The King’s Singers ......................................................................... 28
Jonas Kaufmann ............................................................................. 29
Gewinnspiel ....................................................................................... 31
Abonnements & Preise............................................................. 33
Service ................................................................................................. 34
Kontakt ................................................................................................ 35
Impressum ........................................................................................ 35
Konzertkalender ............................................................................ 35
Karina Canellakis
im Abo A
Víkingur Ólafsson
im Abo D
Klassik für Hannover 2025/26 3
Editorial
Burkhard Glashoff © Michael Thomas
Beflügelt von unserer wunderbaren
Jubiläumssaison, in der wir mit
Ihnen 60 Jahre PRO MUSICA feiern
durften, ging die Planung für die
neue Saison ganz leicht von der
Hand! Die vielen inspirierenden
Begegnungen vor und hinter der
Bühne, die magischen Musikmomente
im Saal und die große
Begeisterung des Publikums haben
uns bestärkt in dem, was wir mit
unseren Konzerten tun möchten:
einen Raum zum Zuhören und für
Begegnungen schaffen.
„Wir brauchen den Dialog, das feine Hinhören
und die Fähigkeit, die eigenen Aussagen zu
verändern durch das, was um uns herum
geschieht“, sagt Anne-Sophie Mutter in der
festen Überzeugung, „dass Musikmachen
eine Chance für ein besseres, offeneres, freudigeres
Miteinander sein kann“. Diese Überzeugung
teile ich uneingeschränkt und freue
mich deswegen umso mehr, diese außer gewöhnliche
Musikerin gewonnen zu haben,
im Jahr ihres 50. Bühnenjubiläums bei
PRO MUSICA im Kuppelsaal Station zu machen.
Das Gespräch, das wir mit der Ausnahmegeigerin
zu ihren Jubiläums projekten geführt
haben, lesen Sie auf den folgenden Seiten.
Als gebürtiger Hannoveraner weiß ich natürlich
um die Bedeutung der Landeshauptstadt
als wichtiges Zentrum für Klaviermusik. Dementsprechend
freue ich mich sehr, dass wir
Ihnen auch in der Saison 2025/26 eine ganze
Reihe internationaler Pianistinnen und Pianisten
präsentieren dürfen, die immer wieder
gern nach Hannover kommen: Mit Víkingur
Ólafsson, Khatia Buniatishvili, Jan Lisiecki
und Grigory Sokolov ist unser Abo Fokus
Klavier bestens besetzt, und auch in unseren
anderen Aboreihen kommt das Klavier regelmäßig
zum Einsatz: Igor Levit bereichert die
Internationalen Solisten und Ensembles mit
einem Klavierabend, bei dem er zum ersten
Mal in seiner Karriere Chopins berühmte
Sonate „mit dem Trauermarsch“ öffentlich
spielen wird. Lukas Sternath wiederum, der
aktuell bei Igor Levit studiert, wird nur wenige
Tage später mit den Wiener Symphonikern
und Beethovens erstem Klavierkonzert die
Saison der Internationalen Orchester im
Kuppelsaal eröffnen.
Ein weiterer persönlicher Höhepunkt ist für
mich das Konzert der Bamberger Symphoniker,
die unter der Leitung ihres Chefdirigenten,
des genialen Programmgestalters
Jakub Hrůša, Beethovens Pastorale mit der
monumen talen Alpensinfonie von Richard
4 Klassik für Hannover 2025/26
Strauss kombinieren – eine einmalige Gelegenheit,
diese beiden epochalen Werke in
einem Konzert zu hören. Das Kontrastprogramm
dazu können wir in den Konzerten
von Martynas Levickis mit The Knights und
vom Klavierduo Lucas & Arthur Jussen mit
den Schlagzeugern Alexej Gerassimez und
Emil Kuyumcuyan erleben. Hier lautet das
Motto: kleine Besetzung mit maximaler
Wirkung. Effektvolle Klassiker des 20. Jahrhunderts
wie Bernsteins Symphonic Dances
from West Side Story oder Gershwins
Rhapsody in Blue stehen im Zentrum dieser
Konzerte.
Und das ist nur eine kleine Auswahl dessen,
was Sie an abwechslungsreicher Musik in
der PRO MUSICA-Saison 2025/26 zu hören
bekommen. Ich freue mich auf viele inspirierende
Begegnungen mit Ihnen rund um
unsere Konzerte im Kuppelsaal und dem
NDR Konzerthaus.
Ihr
Burkhard Glashoff
Editor’s Choice
Anne-Sophie Mutter © Julia Wesely
Igor Levit © Felix Broede/Sony Classical
Martynas Levickis © Stephan Zwickirsch
Lukas Sternath © Thomas Rabsch
31.10.2025 – Igor Levit (S. 15)
06.11.2025 – Lukas Sternath · Wiener Symphoniker (S. 9)
26.02.2026 – Anne-Sophie Mutter · London Philharmonic Orchestra
(S. 11)
12.04.2026 – Martynas Levickis · The Knights (S. 17)
Klassik für Hannover 2025/26 5
und 2027 feiern Sie Ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum:
1976 gaben Sie Ihr Debüt beim
2026
Lucerne Festival (Luzerner Festwochen), 1977 Ihr Debüt mit
Herbert von Karajan bei den Salzburger Pfingstfestspielen.
Er hat später gesagt: „Man kann sie nicht als Talent bezeichnen,
sie ist einfach ein Genie auf der Geige.“ Wie haben Sie
das als Teenager empfunden? Wussten Sie, dass da gerade
etwas Besonderes passiert?
Also, die Aussage habe ich erst sehr viel später am Rande
mitbekommen. Ich war einfach nur glücklich, dass ich dieser
Leidenschaft, Geige zu spielen, tatsächlich folgen durfte.
Und ich konnte es natürlich auf der anderen Seite überhaupt
nicht fassen, dass mein Vorspiel bei Herbert von
Karajan so erfolgreich lief. Das war das Allerletzte, mit dem
ich gerechnet hätte. Insofern war alles, was danach kam,
eine Riesenüberraschung und natürlich ein sehr großer
Ansporn.
Sie haben damals mit Mozart debütiert: Wie klang der
Mozart der 13-jährigen Anne-Sophie Mutter, wie klingt
er heute?
Das ist aus der subjektiven Warte schwer zu beantworten.
Aber durch die Lebenserfahrung, durch die Erfahrung mit
dem eigenen Spiel und dem, was man weiterentwickeln
möchte, durch die Veränderung auch unserer Auffassung
von der Aufführungspraxis der Musik aus der Wiener
Klassik, mit einer sparsameren Vibratogebung, vielleicht
auch mit mehr Verständnis für die Phrasierungskunst
Mozarts, ist mein Mozart, glaube ich, spritziger geworden
und sicher auch noch persönlicher. Aber im Prinzip ist man
ein Leben lang auf dem Weg dahin, eine sogenannte
zeitlose Interpretation zu finden. Mozarts Violinkonzerte
werden ja oft als „leicht“ missverstanden. Dabei liegt in der
zielgenauen Wahl der sparsamen, aber doch unfassbar
treffenden musikalischen Ausdrucksweise die große Kunst,
weil alles nackt daliegt. Es ist wie Miniaturenmalerei auf
einem kleinen Kirschkern, jedes Detail muss sitzen, da ist
nichts mit dem großen Pinsel gemalt.
Das war natürlich mit 13 nicht so ein stark kognitiv geprägter
Prozess. Aber auch jetzt finde ich es wichtig, dass die
Spielfreude und der Intellekt sich unbedingt die Waage hal -
ten müssen und vielleicht am Ende die Spielfreude immer
die Oberhand gewinnen muss.
Im Kuppelsaal Hannover dürfen wir Sie in dieser Saison
mit Tschaikowskys Violinkonzert erleben – an der Seite
des London Philharmonic Orchestra mit Karina Canellakis.
Genau, das ist der andere Pinsel, der breite Pinsel, der
ro mantische, sehr virtuose, sehr stürmische, unglaublich
farbige, wilde, wunderschöne. Das Violinkonzert begleitet
mich auch schon ganz lange. Am 15. Dezember 1985 spielte
ich es bei meinem letzten Konzert mit Karajan in Salzburg.
Daraus wurde auch ein Live-Mitschnitt. Und dann habe ich
es später noch mal mit dem London Symphony Orchestra
und André Previn aufgenommen.
Es ist eines der großen Werke, an denen man nicht vorbeikommt.
Und es wird immer wieder der Versuch unternommen,
es neu zu entschlüsseln, es vielleicht puristischer
und schlichter zu spielen. Wir werden sehen! Mit Karina
Canellakis habe ich noch nie zusammengearbeitet, ich
schätze sie aber sehr. Ich habe öfter Konzerte von ihr be -
sucht, sie ist eine tolle Musikerin. Und ich unterstütze
natürlich unbedingt auch Kolleginnen, wo immer ich kann.
Anne-Sophie Mutter im Gespräch
mit Anna-Kristina Laue über
ihre Herzensprojekte zum
50-jährigen Bühnenjubiläum,
über Frauenpower in der
Musik und ihr Konzert im
Kuppelsaal.
„Die Zukunft
der klassischen Musik
muss immer wieder neu
gedacht werden.“
6 Klassik für Hannover 2025/26
© Marek Mičánek
Nur so können wir den Zugang zur klassischen Musik
verbreitern und vor allen Dingen auch mehr Anknüpfungspunkte
zum wahren Leben bieten. Wer möchte Dirigentin
werden, wenn es keine Leitfiguren gibt? Und es gibt ja, weiß
Gott, genug Begabungen! Wir leben zwar, was das angeht, in
einer sehr viel offeneren Zeit, aber das muss unbedingt in
rasantem Tempo noch verstärkt werden!
Gibt es ein besonderes Vorhaben für Ihr Jubiläum?
Mein großes Projekt zum 50-jährigen Bühnenjubiläum ist
auch, alle für mich geschriebenen Werke jetzt endlich einzuspielen.
Denn es ist mir ganz wichtig, dass am Ende meines
musikalischen Lebens diese Werke ein Eigen leben haben
und somit die Auseinandersetzung, das Lernen, das Weiterleben
dieser Kunstwerke in gewisser Weise gesichert ist.
Ich finde, darin liegt die große Verantwortung des Interpreten.
Und darum liegt mir unfass bar daran, Repertoire so
zu bereichern und in die Zukunft hineinzudenken, dass wir
jetzt Dinge etablieren können, die vielleicht erst in zehn,
zwanzig Jahren Mainstream werden. Ich möchte weiter ein
bisschen mit vordenken dürfen, Musikprojekte anstoßen,
und auch die Förderung meiner jungen Streicher ist mir eine
Herzensangelegenheit.
Denn wir brauchen diese Botschafter, die mit Idealismus
das Miteinander feiern, die Einzigartigkeit der Unterschiedlichkeit.
Wir brauchen den Dialog, das feine Hinhören und
die Fähigkeit, die eigenen Aussagen zu verändern durch das,
was um uns herum geschieht, während wir gerade selbst
interpretieren. Ich glaube schon, dass Musikmachen eine
Chance für ein besseres, offeneres, freudigeres Miteinander
sein kann. Aber wir müssen wirklich ganz leidenschaftlich
kämpfen und neue Formate finden.
In diesem Zusammenhang ist das wohl spannendste
Werk zu meinem Jubiläum eine Auftragskomposition des
amerikanischen Komponisten Sebastian Currier mit dem
polnischen Videographer Paweł Wojtasik. Sie heißt The
Seasons und ist eine Gegenüberstellung von Vivaldis Vier
Jahreszeiten mit einem Videoprojekt über die Verän derung
der Umwelt durch die Industrialisierung. Es ist natürlich
ein sehr kritisches Werk. Und es ist mir ganz wichtig, diese
zwei Kunstformen – Musik und visuelle Kunst – zusammenzubringen.
Abgesehen von dem Herzstück der Idee, nämlich
der „environmental consciousness“, ist meine andere
große Leidenschaft der Versuch, ein breiteres, sich nicht
nur für Musik interessierendes Publikum, das heißt eigentlich
alle anzusprechen, die wir vielleicht auch über die
Visualität in den Konzertsaal locken können, weil die Zukunft
der klassischen Musik immer wieder neu gedacht
werden muss. ◀
Konzert
26.02.2026 – London Philharmonic Orchestra
Karina Canellakis · Anne-Sophie Mutter
(S. 11)
Klassik für Hannover 2025/26 7
Internationale
Orchester
Herzstück von PRO MUSICA
Das Herzstück der PRO MUSICA-Konzerte
seit der ersten Stunde: Erleben Sie
Spitzenorchester und internationale Stars
in der fantastischen Atmosphäre des
Kuppelsaals.
06.11.25 Wiener Symphoniker
Petr Popelka · Lukas Sternath
25.11.25 Bamberger Symphoniker
Jakub Hrůša
09.01.26 Academy of St Martin in the Fields
Joshua Bell
26.02.26 London Philharmonic Orchestra
Karina Canellakis · Anne-Sophie Mutter
14.03.26 City of Birmingham Symphony Orchestra
Kazuki Yamada · Bruce Liu
Alle Konzerte finden im Kuppelsaal
des Hannover Congress Centrums statt.
Abonnement ab € 160,–
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dem Einzelkartenpreis.
Informationen zu Abonnements
und Preisen finden Sie auf Seite 33
und auf promusica-hannover.de
8 Klassik für Hannover 2025/26
Lukas Sternath © Thomas Rabsch
Jakub Hrůša © Marian Lehnhard
Wiener Symphoniker
Bamberger Symphoniker
Berühmte Erstlinge
„Authentisch“ ist ein wichtiges Stichwort für Lukas
Sternath, wenn es um Klang geht. Und auch sonst!
Jeder, der den jungen Pianisten bei seinem PRO MUSICA-
Debüt 2023 in der Reihe Talente entdecken erleben
durfte, war von seiner unerschrockenen Leichtigkeit
und Brillanz begeistert. Wenn der 24-jährige Wiener
in dieser Saison an der Seite der Wiener Symphoniker
mit Beethovens unbeschwertem erstem Klavierkonzert
nach Hannover zurückkehrt, klingt es nach einem
perfekten Match. So viel authentischer Klang war selten!
Komponiert in Wien, uraufgeführt in Wien – und nun
auch noch interpretiert von Musiker:innen aus Wien,
die mit den Klängen der Klassik großgeworden sind.
Und Mahler? Wie passt der dazu? Sehr gut natürlich!
Zwar war er 1889, als er mit seinem sinfonischen Erstling
für Furore sorgte, noch nicht Operndirektor in
Wien, doch der Weg war von nun an nicht mehr weit –
sein Ruhm eilte ihm voraus.
Eine Alpensinfonie
Jakub Hrůša ist nicht nur einer der großartigsten Dirigenten
der Gegenwart: Der charismatische Tscheche ist
auch bekannt dafür, in klug durchdachten Programmen
neue Perspektiven auf vermeintlich Altbekanntes zu
er öffnen. Bei seinem PRO MUSICA-Konzert dürfen wir uns
nun auf ein echtes Paradebeispiel dieser beson deren
Kunst freuen: Gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern
widmet er sich Beethovens Pastorale und Richard
Strauss’ Alpensinfonie – zwei spektakulären Naturschauspielen,
die die Grenzen des in ihrer Zeit musikalisch
Mög lichen klanggewaltig hinter sich ließen. Gerade
Strauss stellt in seiner monumental besetzten Alpen -
sinfonie nicht nur seinen Rang als Komponist unter
Beweis, sondern auch seine genialen Fähigkeiten als
Instrumentator, der den riesigen Orchesterapparat in
allen Farben schimmern und strahlen lässt.
Donnerstag · 6. November 2025 · 19:30 Uhr
Wiener Symphoniker
Petr Popelka Leitung
Lukas Sternath Klavier
Ludwig van Beethoven
Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur op. 15
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 D-Dur „Titan“
Dienstag · 25. November 2025 · 19:30 Uhr
Bamberger Symphoniker
Jakub Hrůša Leitung
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“
Richard Strauss
Eine Alpensinfonie op. 64
€ 130,– / 115,– / 95,– / 70,– / 50,– / 25,– zzgl. VVK € 100,– / 90,– / 75,– / 50,– / 35,– / 20,– zzgl. VVK
Klassik für Hannover 2025/26 9
Joshua Bell © Shervin Lainez
Academy of St Martin
in the Fields
Dream-Team
Das nennt man ein eingespieltes Team! Seit 2011 ist
Joshua Bell Music Director der Academy of St Martin in
the Fields und versteht sich als Primus inter Pares. Gern
leitet der Stargeiger das Traditionsorchester sogar dann,
wenn er selbst die Solopartie zu spielen hat. Liegt das
Violinkonzert von Johannes Brahms auf den Pulten, ist
das keine Selbstverständlichkeit! In der Regel erfordert
das anspruchsvolle Werk einen Dirigenten (neben dem
Solisten) – ebenso wie Robert Schumanns romantische
erste Sinfonie. Joshua Bell und seine Academy aber
lieben den direkten Kontakt: „Dieses Orchester kennt
mich so gut, dass sie alle meine Gesten interpretieren
können. Sie wissen, was ich meine, wenn ich meine
Augenbrauen hebe oder in die Knie gehe.“ Zudem gilt
gerade das Brahms-Konzert als klingendes Sinnbild für
die unauflösbare Verbindung von Solo und Orchester:
das erste Violinkonzert der Musikgeschichte von sinfonischem
Zuschnitt.
Freitag · 9. Januar 2026 · 19:30 Uhr
Academy of St Martin in the Fields
Joshua Bell Violine & Leitung
Kevin Puts
Earth
Johannes Brahms
Violinkonzert D-Dur op. 77
Robert Schumann
Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38 „Frühlingssinfonie“
€ 100,– / 90,– / 75,– / 50,– / 35,– / 20,– zzgl. VVK
10 Klassik für Hannover 2025/26
Anne-Sophie Mutter © Christian Palm/DK
Bruce Liu © Christoph Köstlin/DG
London Philharmonic
Orchestra
Musik als Lebenselixier
Spannende Begegnung in Hannover: Wenn Karina
Canellakis und Anne-Sophie Mutter zum ersten Mal ge -
meinsam auf Tournee sind, werden die musikalischen
Funken fliegen. „Ich habe schon öfter Konzerte von ihr
besucht, sie ist eine tolle Musikerin“, sagt die Spitzengeigerin
über die amerikanische Dirigentin. Und über
sich selbst: „Wenn Sie mich kennenlernen wollen,
müssen Sie mich auf der Bühne erleben.“ Ihr Leben von
der Musik zu trennen? Unmöglich. Ihr Credo: Klassische
Musik gehört in den Alltag, in die Mitte der Gesellschaft.
Mit Pjotr Tschaikowsky hätte sie sich in diesem
Punkt gut verstanden. Musik war ihm Zufluchtsort und
Lebenselixier. Sein grandioses Violinkonzert entstand
in schwerer Zeit und wurde seine Lebensrettung: „In
solchem Gemütszustand verliert das Schaffen gänzlich
das Gepräge der Arbeit; es ist reinste Seligkeit!“
City of Birmingham
Symphony Orchestra
Klangmächtige Bildwelten
Der Künstlername angelehnt an eine Martial-Arts-Ikone,
Kartfahren als Hobby: Bruce Liu steckt voller Überraschungen.
Genauso wie sein unerhört farben reiches
Klavierspiel, mit dem er sich in die erste Riege der
Klassikwelt katapultiert hat. Geboren wurde Bruce Liu
in Paris, aufgewachsen ist er in Kanada, doch geprägt
haben ihn nicht zuletzt seine asiatischen Wurzeln. „Ich
merke, dass mir die Geschichte Chinas – Konfuzianismus,
Taoismus – im Blut liegt. Aber durch meine Profession
bin ich auch der europäischen Kultur eng verbunden.“
Sein Anschlag hat definitiv eine französische Ader, ist
elegant und ungemein leicht, während unter der Oberfläche
eindringliche Spannung brodelt. Hervorragende
Voraussetzungen für Tschaikowskys erstes Klavierkonzert,
das von sensibler Zärtlichkeit bis hin zu kaum beherrschbarem
Energieausbruch sämtliche Gefühlslagen
bedient.
Donnerstag · 26. Februar 2026 · 19:30 Uhr
London Philharmonic Orchestra
Karina Canellakis Leitung
Anne-Sophie Mutter Violine
Jean Sibelius
Pohjolan tytär (Pohjolas Tochter) op. 49
Pjotr Tschaikowsky
Violinkonzert D-Dur op. 35
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92
€ 165,– / 145,– / 120,– / 80,– / 60,– / 35,– zzgl. VVK
Samstag · 14. März 2026 · 19:30 Uhr
City of Birmingham Symphony Orchestra
Kazuki Yamada Leitung
Bruce Liu Klavier
William Walton
Orb and Sceptre
Pjotr Tschaikowsky
Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23
Modest Mussorgsky
Bilder einer Ausstellung
€ 100,– / 90,– / 75,– / 50,– / 35,– / 20,– zzgl. VVK
Klassik für Hannover 2025/26 11
Zum Kennenlernen und Wiederentdecken:
gern gehörte Repertoireklassiker und hörenswerte
Exoten, die in dieser Saison das PRO MUSICA-
Programm in allen Klangfarben schillern lassen.
klassiker
und Exoten der
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1
Welche Tonhöhe hat die Natur?
Die Antwort von Gustav Mahler
war klar: „Wie ein Naturlaut“
solle die Musik beginnen, notierte
der Komponist zu Beginn
seiner ersten Sinfonie –
und ließ alle Instrumente auf
dem Ton A beginnen. Von hier
aus entwickelt sich nach und
nach die Klangwelt des Werks. Geschrieben hat Mahler
seinen sinfonischen Erstling übrigens weder in Hamburg
noch in Wien, wo man ihn in der Regel vermutet. Nein,
die Erste entstand 1888 in Leipzig, wo eine Frau das Herz
des feinnervigen Künstlers schneller schlagen ließ:
Marion von Weber, angeheiratete Enkelin des Freischütz-
Komponisten Carl Maria von Weber. Nach einer kurzen,
aber heftigen Affäre zog es Mahler zur nächsten Karrierestation
nach Budapest. Was bleibt: Ein Meisterwerk, das
mit Naturlauten und verzerrten Trauermärschen, hinreißend
lyrischen Passagen und schlichtem Volks liedton,
wilder Parodie und einem strahlenden Finale der Sinfonik
neue musikalische Wege öffnete.
Konzert: 06.11.2025 (S. 9)
Klassik
Richard Strauss
Eine
Alpensinfonie
In Ermangelung eines neuen
Opernauftrags begann Richard
Strauss im Sommer 1911, alte
Skizzen und Erinnerungen an
Bergwanderungen in der Kindheit
aufzugreifen sowie erste
Ideen für seine Alpensinfonie
zu Papier zu bringen. Unter
dem Eindruck von Gustav
Mahlers Tod wuchs das, was als Zeitvertreib begonnen
hatte, in den nächsten vier Jahren zu einer monumentalen
Sinfonischen Dichtung heran, die auch ein gigantisch
besetztes Orchester fordert: Bläser in vier facher Besetzung,
dazu Heckelfon, vier Wagner tuben, zwei Harfen,
Orgel, Wind- und Donnermaschinen, Herdengeläute, Tamtam
und Celesta. Außerdem ein Fern orchester mit zwölf
Hörnern, zwei Trompeten und zwei Posaunen. Strauss’
musikalische Bergwanderung mit buchstäblich allen
Höhen und Tiefen ist dabei weit mehr als eine Klang gewordene
Naturschilderung: Mit ihrer überwältigenden
Ausdruckskraft ist die Alpensinfonie bis heute ein einzigartiges
Manifest des Glaubens an die Kraft der Natur.
Konzert: 25.11.2025 (S. 9)
12 Klassik für Hannover 2025/26
Joseph
Bologne,
Chevalier
de Saint Georges
Violinkonzert
op. 5 Nr. 2
Ein Mann auf dem Höhepunkt
seines Ruhms: begnadeter
Geiger, talentierter Komponist
und dazu noch überaus
versiert im Umgang mit dem
Degen. So weit, so ungewöhnlich
stand es um Joseph
Bologne, Chevalier de Saint
Georges, als er 1775 seine
Violinkonzerte op. 5 mit seinem Orchester Concerts des
Amateurs zur Uraufführung brachte. Virtuos und leichtfüßig,
elegant und abwechslungsreich ist ihr Stil; dafür
gemacht, um als Solist glänzen zu können. Und das
konnte der 30-jährige Bologne: Dank seines musikalischen
Talents und seines athletischen Auftretens sorgte
er auf jeder Bühne für Furore. Als Sohn eines französischen
Adligen und einer aus Guadeloupe stammenden
Sklavin hatte er von seinem Vater im vorrevolutionären
Frankreich die besten Ausbildungschancen erhalten
und sie in jeder Hinsicht genutzt. Höchste Zeit, seine
Werke wiederzuentdecken!
Konzert: 06.02.2026 (S. 16)
Pjotr Tschaikowsky
Klavierkonzert
Nr. 1
Allein dieser Anfang! Majestätische
Bläserfanfaren, dann
eine hinreißende Streichermelodie
zu wuchtigen Akkorden
des Soloklaviers: Pjotr
Tschaikowskys erstes Klavierkonzert
geizt wahr lich nicht
mit Gänsehautmo men ten.
Kein Wunder, dass es heute
einer der meistgeliebten Gattungsbeiträge ist und zum
Repertoire so ziemlich aller Pianist:innen gehört. Dieser
Erfolg war dem Werk allerdings nicht in die Wiege gelegt.
Als Tschaikowsky es kurz nach der Fertigstellung seinem
bewunderten Mentor Nikolai Rubinstein vorspielte, war
das Urteil harsch. Ein oder zwei Seiten könne man vielleicht
retten, so Rubinstein, der Rest sei das Papier nicht
wert, auf dem er geschrieben sei. Tschaikowsky jedoch
änderte nicht eine Note und schickte das Konzert kurzerhand
an den Pianisten und Dirigenten Hans von Bülow.
Der fand es „hinreißend in jeder Hinsicht“ und brachte
es 1875 zur Uraufführung. Später änderte übrigens auch
Rubinstein seine Meinung. Merke: Wie die meisten Dinge
ist auch die Kunst eine höchst subjektive Sache!
Konzert: 14.03.2026 (S. 11)
John Adams
Short Ride
in a Fast Machine
Aaron Copland
Appalachian
Spring
Ein „hochmotorisierter“ Klangkörper
ist auf jeden Fall Voraussetzung
für dieses Stück:
Vierfachbesetzte Bläser, das
volle Streicheraufgebot,
Synthesizer und jede Menge
Schlaginstrumente werden
für John Adams’ Short Ride
in a Fast Machine benötigt.
Der vierminütige Höllentrip wird vom unerbittlichen
Rhythmus des Woodblocks vorangetrieben, die Tempovorschrift
„delirando“ (fieberhaft, im Wahn) gibt vom
ersten Schlag an grünes Licht für die musikalische Irrsinnsfahrt.
„Wissen Sie, wie es ist, wenn einen jemand
einlädt, in einem tollen Sportwagen zu fahren, und man
sich wünscht, man hätte abgelehnt?“, antwortete Adams
später lakonisch auf die Frage nach seiner Inspirationsquelle
… Musikalische Traumaverarbeitung vom Feinsten
also. Für das Konzertrepertoire ist diese 1986 uraufgeführte
„Fanfare für Orchester“ zweifelsohne eine Bereicherung
– und für den Komponisten bis heute Quelle
großer Anerkennung!
Konzert: 19.03.2026 (S. 16)
„Frühling in den Appalachen“:
idyllische Berglandschaft, grüne
Bäume, frische Luft. Herrlich –
und leider nicht ganz richtig.
Aaron Coplands bekanntestes
Werk wurde nämlich erst nach
Fertigstellung der Musik auf
diesen stimmungsvollen Namen
getauft. Ballet for Martha
nannte Copland das Werk zunächst schlicht: ein Auftragswerk
für die legendäre Tänzerin und Choreografin Martha
Graham, das er später zur Orchestersuite umformte. Im
Mittelpunkt der Geschichte steht das Leben amerikanischer
Pioniere im 19. Jahrhundert. Dem trug der Komponist
Rechnung, indem er traditionelle Melodien und
Rhythmen aus dem ländlichen Amerika in die Musik einfließen
ließ, die entsprechend leichtfüßig und tänzerisch
daherkommt. Das Publikum dankte es Copland, der mit
dem Werk einen großartigen Erfolg feierte und dafür 1945
den Pulitzer-Preis erhielt. Den Titel gab übrigens Martha
Graham dem Werk, kurz vor der Premiere. Er stammt aus
einem Gedicht und bedeutet im dortigen Kontext „Appalachische
Quelle“.
Konzert: 12.04.2026 (S. 17)
Klassik für Hannover 2025/26 13
Internationale
Solisten
und Ensembles
Stars ganz persönlich
Im Großen Sendesaal des NDR Konzerthauses
bringen Weltstars ge meinsam
mit befreundeten Musiker:innen und
individuell gestalteten Programmen
auch einen Teil ihrer Persönlichkeit zum
Klingen.
31.10.25 Igor Levit
22.12.25 Xavier de Maistre
Belgrade Chamber Orchestra · Daniel Geiss
06.02.26 Daniel Hope
Zürcher Kammerorchester
19.03.26 Lucas & Arthur Jussen
Alexej Gerassimez · Emil Kuyumcuyan
12.04.26 Martynas Levickis
The Knights · Eric Jacobsen
16.05.26 Daniil Trifonov & Nikolaj Szeps-Znaider
Alle Konzerte finden im Großen Sendesaal
des NDR Konzerthauses statt.
Abonnement ab € 140,–
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dem Einzelkartenpreis.
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14 Klassik für Hannover 2025/26
Igor Levit © Peter Rigaud
Xavier de Maistre © Nikolaj Lund
Igor Levit
Xavier de Maistre
Licht und Schatten
Beethoven, Brahms, Bach – das waren in den letzten
Jahren Igor Levits wichtigste Weggefährten. Dass sein
neues Programm neben den Nachtstücken von Robert
Schumann auch Sonaten von Franz Schubert und
Frédéric Chopin beinhaltet, lässt aufhorchen. „Es gibt
Komponisten, die ich lieber höre, statt sie zu spielen“,
erklärte Levit viele Jahre lang, wenn es um Chopin
ging. Natürlich hat er sich (wie wahrscheinlich jeder
ausgebildete Pianist) im Studium mit dessen Etüden
und Sonaten auseinandergesetzt, doch diese Auseinandersetzung
fand nur in seltenen Momenten den Weg
in die Öffentlichkeit. Bis jetzt! Die berühmte Sonate
„mit dem Trauermarsch“ bildet den gewichtigen Höhepunkt
seines Klavierabends im NDR Konzerthaus. Und
wir blicken dem Konzert mit allergrößter Spannung
entgegen!
Himmlische Klänge
Die Harfe assoziiert man meist mit himmlischen Klängen,
was natürlich wunderbar zu Weihnachten passt.
Dass in dem Instrument jedoch ein ungleich größerer
Reichtum an Ausdrucksmöglichkeiten steckt, beweist
das Adventskonzert mit Weltstar Xavier de Maistre.
Der charismatische Franzose hat sich längst einen
Namen gemacht als Musiker, der ebenso virtuos wie
experimentierfreudig Grenzen und Repertoire seines
Instruments erweitert. Da wird ein festliches Orgelkonzert
von Händel kurzerhand für die Harfe umgeschrieben
und sorgt für berührende neue Hörerlebnisse.
Hinzu kommen Originalkompositionen für das vielsaitige
Instrument und weitere weihnachtliche Klassiker,
die das Belgrade Chamber Orchestra unter Leitung
seines Chefdirigenten Daniel Geiss zum stimmungsvollen
Programm beisteuert.
Freitag · 31. Oktober 2025 · 17 Uhr
Igor Levit Klavier
Franz Schubert
Sonate B-Dur op. post. D 960
Robert Schumann
Nachtstücke op. 23
Frédéric Chopin
Sonate Nr. 3 h-Moll op. 58
Montag · 22. Dezember 2025 · 19:30 Uhr
Xavier de Maistre Harfe
Belgrade Chamber Orchestra
Daniel Geiss Leitung
Georg Friedrich Händel
Harfenkonzert B-Dur HWV 294
Orgelkonzert F-Dur HWV 293 (Fassung für Harfe und Orchester)
sowie weitere festliche Werke zur Weihnachtszeit
€ 80,– / 70,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK
€ 80,– / 70,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK
Klassik für Hannover 2025/26 15
Daniel Hope © Sebastian Madej/DK
Lucas & Arthur Jussen © Jesaja Hizkia
Daniel Hope
Lucas & Arthur Jussen
Mozart im Mittelpunkt
Annäherung an ein Genie: Mit seiner Journey to Mozart
unternahm Daniel Hope schon 2018 eine erste musi kalische
Abenteuerreise in den Mozart-Kosmos. Eine
Klangwelt, die stets aufs Neue wert ist, erkundet und
mit Leben gefüllt zu werden. „Seine Musik hat etwas
Überirdisches, Unberührbares, nahezu Unerreichtes.
Und dabei war er doch so menschlich“, findet Hope.
In seinem neuen Programm nähert sich der Geiger dem
Salzburger Meister, indem er auch wieder dessen Zeitgenossen
zu Wort kommen lässt: Neben berühmten
Kollegen wie Joseph Haydn und Christoph Willibald
Gluck steht dieses Mal auch ein Violinkonzert des wohl
außergewöhnlichsten Musikers der Mozartzeit auf dem
Programm: Joseph Bologne, Sohn eines französischen
Adligen und einer Sklavin aus Guadeloupe, machte zur
Zeit der französischen Revolution sowohl als Geigenvirtuose
und Komponist als auch als versierter Fechter
in der Légion des Américains et du Midi Karriere.
Klangfeuerwerk
Achtung, es wird spannend! Wenn die klavierspielenden
Brüder Lucas und Arthur Jussen sich mit den Spitzenschlagzeugern
Alexej Gerassimez und Emil Kuyumcuyan
zusammentun, fliegen musikalisch die Funken. Alle vier
kennen sich bereits von früheren Tourneen – 2022
machten sie dabei auch schon bei PRO MUSICA im NDR
Konzerthaus Station. Wir dürfen uns also auf ein eingespieltes
Team freuen, dessen Experimentierfreude,
Rhythmusgefühl und herausragende Virtuosität ein
echtes Feuerwerk an Tasten und Drumsticks verspricht.
Neben Originalkompositionen für diese außergewöhnliche
Besetzung, unter anderem von Steve Reich, stehen
auch Bearbeitungen von Repertoireklassikern wie
Leonard Bernsteins Symphonic Dances from West Side
Story und John Adams’ rasantem Short Ride in a Fast
Machine auf dem Programm.
Freitag · 6. Februar 2026 · 19:30 Uhr
Zürcher Kammerorchester
Daniel Hope Violine & Leitung
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie D-Dur KV 196+121 (207a)
Joseph Bologne, Chevalier de Saint-Georges Violinkonzert
A-Dur op. 5 Nr. 2
Christoph Willibald Gluck Air de Furies, aus: Orphée et Eurydice
Wolfgang Amadeus Mozart Violinkonzert Nr. 1 B-Dur KV 207
Joseph Haydn Sinfonie f-Moll Hob. I:49 „La passione“
€ 90,– / 80,– / 75,– / 60,– / 45,– / 35,– zzgl. VVK
Donnerstag · 19. März 2026 · 19:30 Uhr
Lucas & Arthur Jussen Klavier
Alexej Gerassimez Percussion
Emil Kuyumcuyan Percussion
Steve Reich III. Fast, aus: Quartet
Paul Lansky Textures (Auswahl)
Maurice Ravel La valse (Fassung für zwei Klaviere)
Alexej Gerassimez Beyond Stickability
Leonard Bernstein Symphonic Dances from West Side Story
John Adams Short Ride in a Fast Machine
€ 70,– / 60,– / 55,– / 45,– / 35,– / 25,– zzgl. VVK
16 Klassik für Hannover 2025/26
Martynas Levickis © Stephan Zwickirsch
Daniil Trifonov © Dario Acosta/DG
Martynas Levickis
Mitreißende Spielfreude
Lassen Sie sich mitreißen: von Akkordeonstar Martynas
Levickis einmal quer über den Atlantik und wieder zurück
nach Europa. Mit Aaron Copland verbindet ihn die
litauische Herkunft, mit George Gerswhin die Faszination
für den Jazz. Und für die musikalische Reise nach Nordamerika
stehen ihm mit dem New Yorker Ensemble The
Knights rund um die Brüder Colin und Eric Jacobsen die
denkbar besten Partner zur Seite: Spiel- und experimentierfreudig
lieben sie es genau wie Martynas Levickis,
Klassik mit Folk- und Jazz-Elementen zu mischen und
spannungsgeladene Programme zu gestalten. Im Zentrum
steht Gershwins Rhapsody in Blue, die als eines
der ersten Werke den Jazz konzertsaalfähig machte.
Heute ein absoluter Klassiker!
Daniil Trifonov &
Nikolaj Szeps-Znaider
Legendär
Welcher Pianist kann schon von sich behaupten, von
Martha Argerich und Alfred Brendel gleichermaßen bewundert
zu werden? Einen gibt es mindestens: Daniil
Trifonov. Der in den USA lebende Russe genießt bereits
mit Mitte 30 beinahe Legendenstatus. Die ungeheure
Virtuosität, mit der er noch die anspruchsvollsten Werke
auf die Tasten und dem Publikum in die Ohren zaubert,
die Klarheit und Brillanz seines Spiels und die emotionale
Tiefe seiner Interpretationen ziehen Profis und
Laien, Klassikkenner und Konzertneulinge gleichermaßen
in ihren Bann. Bei PRO MUSICA durchwandert er
gemeinsam mit Nikolaj Szeps-Znaider kammermusikalische
Welten von den leidenschaftlich-romantischen
Kompositionen Clara und Robert Schumanns über die
konzentrierten Miniaturen Anton Weberns bis hin zu
Ludwig van Beethovens himmelstürmend virtuoser
Kreutzersonate. Wahrhaft legendär!
Sonntag · 12. April 2026 · 17 Uhr
The Knights
Eric Jacobsen Leitung
Martynas Levickis Akkordeon
Caroline Shaw Entr’acte
George Gershwin Rhapsody in Blue
Aaron Copland Appalachian Spring
Martynas Levickis Lithuanian Folk Songs
Samstag · 16. Mai 2026 · 19:30 Uhr
Daniil Trifonov Klavier
Nikolaj Szeps-Znaider Violine
Clara Schumann Drei Romanzen op. 22
Robert Schumann Violinsonate Nr. 2 d-Moll op. 121
Anton Webern Vier Stücke op. 7
Ludwig van Beethoven Sonate für Klavier und Violine
Nr. 9 A-Dur op. 47 „Kreutzersonate“
€ 80,– / 70,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK
€ 80,– / 70,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK
Klassik für Hannover 2025/26 17
Der Rest
ist Schwelgen
von Albrecht Selge
Die Angst vor der Musik des 20. und
21. Jahrhunderts ist völlig berechtigt.
Aber nicht, weil sie so schrecklich wäre,
sondern weil sie eine Welt der unbegrenzten
Möglichkeiten ist. Je mehr
man aber in diese absolute Offenheit
hineinhört, desto heftiger verwandelt
sich Furcht in Lust.
Auf YouTube kursiert eines der komischsten
Klassikvideos, das ich kenne: der Werbespot
für ein „Best of“-Album mit 187 famosen Ohrwürmern
der Zwölftonmusik. Natürlich ist dieses
Album nur erfunden und der Clip, entstanden 1977,
eine überdrehte Parodie, in der es nur so quietscht,
fiepst und knallt, während die Hörer abwechselnd
mit dem Stuhl umkippen, schreiend
weg rennen, gegen Alleebäume
fahren oder in der Dusche ermordet
werden … Aber schauen Sie am
besten selbst, wenn Sie mögen:
→ youtu.be/LACCAF04wSs
Ohne Zweifel ist die sogenannte Schönberg-Schule
der Inbegriff der „modernen Musik“. Und natürlich ist
es eine (höchst amüsante) Unverschämtheit, sie als
einen einzigen Horrorfilm-Soundtrack vorzuführen.
Aber es lässt sich kaum leugnen, dass das weite Feld
18 Klassik für Hannover 2025/26
der neuen Musik für viele Menschen mit Angst zu
tun hat. Nicht umsonst nannte der Dirigent Ingo
Metzmacher sein Moderne-Mutmacher-Büchlein:
Keine Angst vor neuen Tönen. Und das lesbarste aller
Bücher über die Musik des 20. Jahrhunderts nimmt
auf den Schlusssatz von Hamlet Bezug, wo bekanntlich
am Ende alle tot sind: The Rest is Noise (statt
„silence“ bei Shakespeare) von dem New Yorker
Kritiker Alex Ross.
Allerdings ist die Avantgarde à la Schönberg nur ein
winziger Ausschnitt der vielen musikalischen Aufbrüche,
die aus dem vielgeliebten romantischen
19. Jahrhundert in unsere Gegenwart führten. Ungefähr
zu der Zeit, als der Schönberg-Schüler Anton Webern
seine gefürchteten Vier Stücke op. 7 (fantastische
Musik übrigens!) in die endgültige Fassung revidierte,
wuppte ein gewisser Richard Strauss seine gigantische
Alpensinfonie in die Konzertsäle: einen Überwältigungsschinken
sondergleichen, den Rausch hörer
bis heute heiß lieben, während streng fortschrittsorientierte
Musikwissenschaftler mit Fluchtreflexen
reagieren (ähnlich wie Otto Normalhörer auf
Zwölftonhits).
Dieser Strauss empfahl schon früh, das Wort „modern“
lieber auf der ersten Silbe zu betonen. Er und
der gegensätzliche Webern sind nur zwei von zahllosen
Komponisten, deren Kunst zwischen 1900 und
dem Kriegsausbruch 1914 in völlig verschiedene, aber
allesamt neuartige Klangwelten explodierte. Sergej
Rachmaninow erhob schwere Salonmelancholie
und harmonischen Überfluss zum Lebenshabitus.
Alexander Skrjabin, den mit diesem Kollegen innige
Anti pathie verband (einmal dirigierte
er die Uraufführung eines Werks von
Rachmaninow betrunken), drang in
unglaublich originelle Klangwelten
vor, die auf den Hörer wie ein Drogen -
trip wirken können – aber einer, gegen
den kein Arzt etwas einwenden
kann. Absolut unverkennbar und
eigen tönen in dieser Zeit auch die
Seelentiefe des schrulligen Mähren
Leoš Janáček oder die raffiniert
verfeinerten Maskenspiele des Polen
Karol Szymanowski. Und der Finne
Jean Sibelius, Alkoholiker wie Skrjabin,
schuf am Nord rand Europas endlose
musikalische Weiten. Der große
Maurice Ravel aber ließ kurz nach
dem Ersten Weltkrieg in La valse,
einem der wahnsinnigsten und abgründigsten
Musikstücke überhaupt,
die untergegangene Welt des alten
Europa nochmal derart sich im Kreis
drehen, bis sie buchstäblich
explodiert. ▶
© Adobe Stock, Screen: Arnold Schönberg Center Wien
Klassik für Hannover 2025/26 19
Danach ist alles möglich: unendlich viel mehr und
voll kommen anderes, als der einschränkende Gedanke
an den einen „Fortschritt“ ahnen lässt. Der Franzose
Olivier Messiaen verband tiefen katholischen Glauben,
manchmal auch gleißend schöne Kitsch gefahr,
mit beherzter musikalischer Experimentierfreude.
Amerikaner wie George Gershwin oder später Leonard
Bernstein ließen sich von Jazz- und Blues idiomen
aller Art inspirieren und schufen Klassik, bei der jeder
Hörer unwillkürlich mitschwingt. Und die späteren
sogenannten Minimalisten wie Steve Reich oder John
Adams machten die Wonnen des tonalen Wohllauts
zu ihrem Markenzeichen. Quasi die komplette Umdrehung
der Zwölftonmethode. Anything goes, und
das ist herrlich so.
Überhaupt wuchs die geografische Vielfalt übers
„alte Europa“ weit hinaus – und erfüllte damit auf
unerwartete Weise dessen musikalischen Traum, der
sich in der Exotismus-Mode des
19. Jahrhunderts manifestiert
hatte. Ist es nicht wunderbar,
dass aus dieser Perspektive
manchmal wir Europäer selbst
zu bestaunten Exoten werden?
Schon vor hundert Jahren
schrieb die Amerikanerin Amy
Beach (eine der fantastischen
Komponistinnen, die viele von
uns gerade erst zu hören beginnen)
Varia tionen über Themen
vom Balkan. Und pünktlich zur
Jahrtausendwende, 85 Jahre
nach Strauss’ Alpen sinfonie,
schuf der legendäre Philip Glass
ein Tirol Concerto.
Dass man prononciert „zeitgenössische“ Musik auch
hören kann, ohne vorab drölfzig Semester Dodeka fonismus
studiert zu haben, beweisen Musikrichtungen
wie der ungeheuer sinnliche Spektralismus etwa
eines Tristan Murail (Sie werden von diesen schillern -
den Klängen beglückt sein, ohne das Wort „Spektralismus“
verstehen zu müssen). Und nicht zuletzt ist
das Schöne an der Musik des 21. Jahrhunderts: Man
lernt, dass es zu einem „Komponisten“ nicht zwangsläufig
gehört, schon lange tot zu sein. Ob es die 1982
geborene Amerikanerin Caroline Shaw ist, eine Musikantin
durch und durch, oder der litauische Akkordeon-
Paganini Martynas Levickis: Es gibt nicht nur auf
dem Friedhof der Musikgeschichte viel zu entdecken.
Denn in dieser Geschichte sind, anders als im Hamlet,
am Ende eben nicht alle tot, sondern lebendiger
denn je. Die Musik unserer Gegenwart ist nicht zum
Davonrennen, sondern zum Hinlaufen und Hinhören.
Der Rest ist Schwelgen. ◀
Konzerte
25.11.2025 – Strauss Eine Alpensinfonie (S. 9)
02.12.2025 – Skrjabin Fantasie h-Moll op. 28
Rachmaninow 10 Préludes op. 23
(S. 27)
09.01.2026 – Puts Earth (S. 10)
13.01.2026 – Rachmaninow Sonate Nr. 1 (S. 27)
26.02.2026 – Sibelius Pohjolas Tochter (S. 11)
10.03.2026 – Werke von Ravel, Messiaen und Beach
(S. 27)
14.03.2026 – Walton Orb and Sceptre (S. 11)
19.03.2026 – Werke von Bernstein, Ravel, Reich,
Lansky, Adams und Gerassimez (S. 16)
12.04.2026 – Werke von Gershwin, Shaw, Copland
und Levickis (S. 17)
21.04.2026 – Werke von Escaich, Janáček,
Szymanowski, Skrjabin, Murail
und Ravel (S. 27)
16.05.2026 – Webern Vier Stücke op. 7 (S. 17)
20 Klassik für Hannover 2025/26
„Es ist, als würde man zwei BMW gleichzeitig fahren!“ Dieser
Ausspruch von Dirigent Michael Schønwandt zur Zusammen -
arbeit mit Lucas und Arthur Jussen sagt eigentlich schon
alles über die Klasse der klavierspielenden Brüder. Seit frühester
Kindheit stehen – oder vielmehr sitzen – die beiden
auf der Bühne und beeindrucken das Publikum mit ihrem
ebenso furiosen wie berührenden Spiel. Und egal, ob an ei -
nem oder an zwei Instrumenten: Immer hat man das Gefühl,
sie verfügten über eine unsichtbare Verbindung, über die sie
Gedanken, Emotionen, ja selbst den musikalischen Atem
teilen.
„Wir sind ganz
normale Jungs“
Lucas & Arthur Jussen kurz vorgestellt
von Juliane Weigel-Krämer
Wer jetzt aber gezierte Virtuosen vor seinem inneren Auge
sieht, die stets in hohen Kunstsphären schweben, hat Lucas
und Arthur Jussen noch nicht persönlich erlebt. Ob im Interview,
im Podcast, hinter oder auf der Bühne: Die beiden
Niederländer bestechen durch eine bodenständige, unkomplizierte
und überaus sympathische Art. „Wir sind ganz normale
Jungs. Wir lieben es einfach, Musik zu spielen und haben
viel dafür gearbeitet, um gut zu werden“, erklärt Arthur.
Und Lucas ergänzt: „Wir haben eine sehr normale Jugend
gehabt. Wir sind am Wochenende ausgegangen, haben Spaß
gehabt und Fußball gespielt.“
Klar, in die Wiege wurde ihnen die Musik irgendwie schon
gelegt, dem 1993 geborenen Lucas und seinem drei Jahre
jüngeren Bruder Arthur: Die Mutter unterrichtet Querflöte in
Hilver sum, der Vater ist Schlagzeuger des dortigen Rundfunkorchesters.
Aber eigentlich war es der Fußball, der sie
zum Klavierspielen brachte. 1998 war das, bei der WM in
Frankreich. Lucas Jussen, damals fünf Jahre alt, fand Gefallen
an der niederländischen Nationalhymne. Seine Mutter
brachte sie ihm auf dem Klavier bei – und das Schicksal
nahm seinen Lauf. Auch Arthur lernte bald Klavier spielen,
erste Wettbewerbspreise folgten, 2002 debütierte der mittlerweile
neunjährige Lucas mit der Camerata Salzburg im
Amster damer Concertgebouw. Seit 2005 erhalten die Brüder
regelmäßig Unterricht bei Maria João Pires in Portugal
und Brasilien, 2010 schlossen sie einen Vertrag mit der
Deutschen Grammophon.
Heute sind Lucas und Arthur Jussen überall auf der Welt
gefragt und begeistern das Publikum von Wien bis Chicago,
von Hong Kong bis Rom. Orchester und Dirigent:innen reißen
sich um sie, die Presse umschwärmt sie, Komponist:innen
komponieren für sie. Wird man da nicht doch irgendwann
ein bisschen abge hoben? Nein, wird man
nicht! Zwischen den Konzerten und Tourneen
verbringen Lucas und Arthur Jussen ihre Zeit
am liebsten mit Sport – Fußball steht nach
wie vor ganz weit oben auf der Liste –, mit
ihrer Familie und Freunden. Und gehen essen
in Amsterdam. Und wenn der Druck zu groß
wird? Dann erden sie sich gegenseitig und
erinnern sich, warum sie das tun, was
sie tun: „Wir haben einmal angefangen
mit dem Klavierspielen,
weil wir das so lieben.“ ◀
Konzert
19.03.2026 – Lucas & Arthur Jussen
Alexej Gerassimez · Emil Kuyumcuyan
(S. 16)
© Marco Borggreve
Klassik für Hannover 2025/26 21
Hand aufs Herz,
Herr van Beethoven!
Ludwig van Beethoven im Gespräch
mit Anna-Kristina Laue
und Juliane Weigel-Krämer
Kuppelsaal © Michael Thomas · Ludwig van Beethoven © Adobe Stock
Gleich zum Einstieg gefragt: Hätten Sie gedacht, dass Sie
noch knapp 200 Jahre nach Ihrem Tod so berühmt sind, dass
Ihre Werke auf fast jedem Konzertprogramm stehen?
LvB: Ich habe niemals daran gedacht, für den Ruf und die
Ehre zu schreiben: Was ich auf dem Herzen habe, muss heraus,
und darum schreibe ich.
Wie haben Sie es eigentlich geschafft, so viele bedeutende
Werke zu schreiben?
LvB: Die Grenzen sind noch nicht gesteckt, die dem Talent
und Fleiß entgegenriefen: bis hierher und nicht weiter!
Und wie bewältigen Sie daneben noch Ihren Alltag?
LvB: Das Tagtägliche erschöpft mich!
Gerüchten zufolge gab es Beschwerden von einem der
Tuttigeiger bei der Uraufführung Ihrer Sinfonie Nr. 6, der
seine Partie unspielbar fand. Was haben Sie ihm gesagt?
LvB: „Als ich dieses Stück komponiert habe, war ich mir der
Inspirierung vom allmächtigen Gott bewusst. Glauben Sie, ich
kann auf Ihre kümmerliche kleine Geige Rücksicht nehmen,
wenn er zu mir spricht?“
Das klingt ja recht grob: Hatten Sie persönlich etwas
gegen den Mann?
LvB: Rache übe ich nie aus; in Fällen, wo ich gegen andere
Menschen handeln muss, tue ich nichts mehr gegen sie, als
was die Notwendigkeit erfordert.
Haben Sie sich später bei ihm entschuldigt?
LvB: Nichts ist unerträglicher als sich die eigenen Fehler
einzugestehen.
Nach welchem Motto leben Sie?
LvB: Und regneten die Wolken Lebensbäche, nie wird der
Weidenbaum dir Datteln tragen.
Mit dieser Antwort hatten wir jetzt nicht gerechnet.
LvB: Echte Kunst ist eigensinnig.
Sie gelten ja generell als recht eigensinnig ...
LvB: O Freunde, nicht diese Töne!
Gut, Themawechsel. Auch bei PRO MUSICA stehen in dieser
Saison Werke von Ihnen bei einem knappen Viertel unserer
Konzerte auf dem Programm. Haben Sie einen Tipp für unser
Publikum?
LvB: O Mensch, hilf dir selbst! Die Musik verdient es, studiert
zu werden.
Vielen Dank für das Gespräch,
Herr van Beethoven.*
Konzerte
06.11.2025 – Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur (S. 9)
16.11.2025 – Sonate Nr. 9 E-Dur · Sonate Nr. 27 e-Moll
Sonate Nr. 30 E-Dur (S. 23)
25.11.2025 – Sinfonie Nr. 6 F-Dur „Pastorale“ (S. 9)
26.02.2026 – Sinfonie Nr. 7 A-Dur (S. 11)
16.05.2026 – Sonate für Klavier und Violine Nr. 9 A-Dur
„Kreutzersonate“ (S. 17)
* Alle Antworten sind Originalzitate von Ludwig van Beethoven.
22 Klassik für Hannover 2025/26
Fokus Klavier
Die Welt auf 88 Tasten
Als absolute Klavierstadt ist Hannover
der perfekte Ort für einen hochkarä ti gen
Klavierzyklus. Im Abo Fokus Klavier
spielen die besten Pianist:innen unserer
Zeit im Großen Sendesaal des NDR
Konzerthauses.
© Ari Magg/DG
Víkingur Ólafsson
Kosmos op. 109
16.11.25 Víkingur Ólafsson
14.12.25 Khatia Buniatishvili
28.01.26 Jan Lisiecki
26.04.26 Grigory Sokolov
Alle Konzerte finden im Großen Sendesaal
des NDR Konzerthauses statt.
Klug konzipierte und außergewöhnliche Programme
sind Víkingur Ólafssons Markenzeichen. Ob er Bach mit
Kurtág ins Gespräch bringt, Debussy mit Rameau –
oder einfach mal eine Saison lang ausschließlich Bachs
Goldberg-Variationen spielt: Wenn der Isländer am
Kla vier sitzt, kann man sich sicher sein, Neues kennenzulernen
und Altbekanntes ganz neu zu hören. Im Mittel -
punkt seines aktuellen Soloprogramms steht Ludwig van
Beethovens späte E-Dur-Sonate op. 109 – ein Werk, das
der Musikwelt bis heute Rätsel aufgibt. Ist die traumschön-harmonische
Komposition eine heimliche Liebes -
erklärung, vielleicht gar an Widmungsträgerin Maximiliane
Brentano? Ob Víkingur Ólafsson die Antwort auf diese
Frage geben wird, sei dahingestellt: Im Zusammenspiel
mit weiteren Sonaten von Beethoven sowie Werken von
Schubert und Bach öffnet er jedenfalls einmal mehr
einen spannenden Klangkosmos, der uns dieses zentrale
Werk völlig neu hören lässt.
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Sonntag · 16. November 2025 · 17 Uhr
Víkingur Ólafsson Klavier
Johann Sebastian Bach
Präludium E-Dur BWV 854
Partita Nr. 6 e-Moll BWV 830
Ludwig van Beethoven
Sonate Nr. 9 E-Dur op. 14 Nr. 1
Sonate Nr. 27 e-Moll op. 90
Sonate Nr. 30 E-Dur op. 109
Franz Schubert
Sonate e-Moll D 566
€ 70,– / 60,– / 55,– / 45,– / 35,– / 25,– zzgl. VVK
Klassik für Hannover 2025/26 23
Khatia Buniatishvili
Absolute Freiheit
„Ich möchte meine Liebe zur klassischen Musik teilen.
Das ist meine Botschaft“, sagt Khatia Buniatishvili.
Und vermutlich gibt es derzeit keine andere Pianistin,
die ihre Emotionalität so offen zeigt: Sie dirigiert
mit, wiegt sich im Rhythmus, lässt Schmerz und
Freude als Spiegel ihrer inneren Regungen auf dem
Gesicht aufscheinen. Das Publikum liebt sie dafür.
Ihre Konzerte sind ein Gesamtkunstwerk, ihre Interpretationen
absolut individuell, denn Freiheit ist für
die georgisch-französische Pianistin das höchste Gut.
Dazu gehört auch die Freiheit, sich nicht Jahre im
Voraus auf Konzertprogramme fest legen zu müssen,
die dann vielleicht in der aktuellen Lebensphase gar
keine Rolle mehr spielen. So bleiben die genauen
Werke ihres Klavierabends bei Fokus Klavier vorerst
geheim. Aber psssst: Wir können schon jetzt ein
Konzerterlebnis der besonderen Art garantieren!
Sonntag · 14. Dezember 2025 · 17 Uhr
Khatia Buniatishvili Klavier
Werke von Wolfgang Amadeus Mozart,
Franz Schubert, Franz Liszt u. a.
24 Klassik für Hannover 2025/26
© Susanne Diesner
€ 80,– / 70,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK
© Ksawery Zamoyski
© Oscar Tursunov
Jan Lisiecki
Grigory Sokolov
Tanz auf den Tasten
Jan Lisiecki ist überall ein gern gesehener und vor allem
gehörter Gast. Diesmal konzentriert er sich in seinem
klug gewählten und hochinteressanten Programm auf
Tänze aus ganz Europa und Argentinien. In der ersten
Konzerthälfte präsentiert er mit Martinů, de Falla,
Szymanowski, Schubert, Bartók und Ginastera gleich
sechs Komponisten, die allesamt den Tanz in den Fokus
stellen – bevor sich die Tanzform nach der Pause mit
Brahms und dem von Lisiecki stets so bezaubernd
interpretierten Chopin ganz auf den Walzer konzentriert.
Ganz auf den Walzer? Nein! Denn neben Walzern von
Brahms und Chopin geht es mit Piazzolla, Albéniz und
abermals de Falla nochmals in fetzige hispano ameri kanische
Gefilde, bevor Chopins schwungvolle As-Dur-
Polonaise den Abend beschließt.
Legende am Klavier
Seine Fans wissen es: Grigory Sokolov gibt sein Programm
erst im Laufe des Konzertjahrs bekannt. Und
eigentlich ist auch nicht wichtig, was er spielt. Ob Franz
Schubert oder Alexander Skrjabin, Johann Sebastian
Bach oder Wolfgang Amadeus Mozart, Frédéric Chopin
oder Jean-Philippe Rameau: Wenn Sokolov an den Tasten
sitzt, darf man Außergewöhnliches erwarten. Kein
Wunder, dass seine Konzerte meist bis auf den letzten
Platz ausverkauft sind. Mit seiner überragenden Kunst,
die er stets ganz in den Dienst der Musik stellt, spielt
er uns seit Jahrzehnten – genau genommen seit seinem
spektakulären Sieg beim berühmten Tschaikowsky-
Wettbewerb 1966 – in seinen Bann. Zugaben sind wie
immer garantiert ...
Mittwoch · 28. Januar 2026 · 19:30 Uhr
Jan Lisiecki Klavier
Franz Schubert 16 Deutsche Tänze D 783
Béla Bartók Rumänische Volkstänze Sz 56
Frédéric Chopin Grande valse brillante Es-Dur op. 18
Johannes Brahms Walzer As-Dur op. 39 Nr. 15
sowie weitere Werke von Johannes Brahms, Frédéric Chopin,
Alberto Ginastera, Astor Piazzolla u. a.
Sonntag · 26. April 2026 · 19:30 Uhr
Grigory Sokolov Klavier
Das Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt
gegeben.
€ 70,– / 60,– / 55,– / 45,– / 35,– / 25,– zzgl. VVK € 80,– / 70,– / 65,– / 55,– / 40,– / 30,– zzgl. VVK
Klassik für Hannover 2025/26 25
Vorsicht,hochbegabt!
Junyan Chen
*2000 in Shanghai, Studium an der Music Middle School
Affiliated to the Shanghai Conservatory of Music bei
William Chen, anschließend an der Royal Academy
of Music London bei Joanna MacGregor
Wenn ich nicht Pianistin wäre, wäre ich …
Ganz klar: Köchin. Es ist unglaublich erfüllend, Liebe
und Sorgfalt in ein Gericht zu investieren und dann
den Geschmack zu genießen, den man kreiert hat. Auf
gewisse Weise ist es wie Musik – bei beiden geht es
um Intuition, Kreativität und die Freude, etwas Bedeutsames
mit anderen zu teilen.
Ein Werk, das ich definitiv noch spielen möchte:
Momentan ist das Sergej Rachmaninows Sonate Nr. 1.
Sie ist so tief, dramatisch und emotional – sie erforscht
wirklich die menschliche Seele.
Ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte:
Dienstags bei Morrie von Mitch Albom
Was niemand von mir glauben würde:
Ich glaube, es gibt nicht viel, was die Leute nicht von
mir glauben würden – ich bin ziemlich experimentierfreudig!
Aber was viele witzig finden, ist, dass ich mit
einem Jahr beim (Zhuā jiǔ, das ist eine chinesische
Tradition, bei der ein Kind einen Gegenstand
aussucht, der seine Zukunft symbolisiert) eine Musiknote
gewählt habe. Damals hat sich niemand viel dabei
gedacht, aber rückblickend fühlt es sich an wie ein
kleines Zeichen dessen, was noch kommen würde.
Svetlana Andreeva
*1988 in Dschankoj (Ukraine), Studium am Moskauer
Tschaikowsky-Konservatorium (Diplom Klavier bei
Natalia Trull, Komposition bei Leonid Bobylev), an der
Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin sowie der
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei
Stefan Arnold
Wenn ich nicht Pianistin wäre, wäre ich …
Schriftstellerin, Regisseurin, Anthropologin, Einsiedlerin?
... Ich wäre nicht mehr ich selbst, das ist sicher.
Ein Werk, das ich definitiv noch spielen möchte:
Turangalîla selbstverständlich!
Ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte:
So ein Buch gibt es nicht – genauso wenig wie das
allgemeine „man“. Ich kenne nur meinen eigenen
Weg und kann deshalb wahrscheinlich nur Musikern
einen Rat geben: Das Glasperlenspiel von Hermann
Hesse – aber wirklich, unbedingt.
Was niemand von mir glauben würde:
In meiner Jugend habe ich mich mit der Schwertkunst
(europäisches Schwert) beschäftigt – allerdings nicht
lange. Nach dem Training mit einem Schwert (anderthalb
Kilo schwer!) war es schlicht unmöglich, Klavier
zu spielen.
Jaeden Izik-Dzurko
*1999 in Salmon Arm (Kanada), Studium an der Juilliard
School bei Yoheved Kaplinsky, an der University of
British Columbia bei Corey Hamm und der Hochschule
für Musik Detmold bei Jacob Leuschner, Corso di
perfezionamento an der Accademia Nazionale di Santa
Cecilia bei Benedetto Lupo
Wenn ich nicht Pianist wäre, wäre ich …
Sachbuchautor, vielleicht zu den Themen Musik und
Kunst.
Ein Werk, das ich definitiv noch spielen möchte:
Beethovens Hammerklaviersonate
Ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte:
De Profundis von Oscar Wilde
Was niemand von mir glauben würde:
Bis ich 13 war, wollte ich Profisportler werden. Ich
habe an Schwimm- und Skilanglaufwettbewerben
teilgenommen.
Ilya Shmukler
*1994 in Moskau, Studium an der Park University
(Kansas City) bei Stanislav Ioudenitch und am Moskauer
Tschaikowsky-Konservatorium bei Elena Kuznetsova
und Sergey Kuznetsov
Wenn ich nicht Pianist wäre, wäre ich …
Professioneller YouTube-Gucker.
Ein Werk, das ich definitiv noch spielen möchte:
Paul Hindemiths Sonate Nr. 3 in B-Dur
Ein Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte:
Fleisch und Blut von Michael Cunningham
Was niemand von mir glauben würde:
Ich liebe es, Menschen zu umarmen. Das weiß aber
niemand, weil ich mich meist scheue, es zu tun.
26 Klassik für Hannover 2025/26
Talente entdecken
Die Klavierstars von morgen
Wer wird der neue Lang Lang, wer die nächste Yuja Wang? Wenn
Sie das wissen möchten, schauen Sie sich doch mal bei Talente
entdecken um! Hier erleben Sie jede Saison vier preisgekrönte
Nachwuchspianist:innen, die in abwechslungsreichen Programmen
ihr ganzes Können präsentieren.
Informationen zu
allen Abonnements
und Preisen finden Sie
auf Seite 33 und auf:
promusica-hannover.de
© Waldy Martens
Dienstag · 2. Dezember 2025 · 19:30 Uhr | NDR Konzerthaus, Kleiner Sendesaal
Jaeden Izik-Dzurko
1. Preis Concours musical international de Montréal 2024
1. Preis Leeds International Piano Competition 2024
Johann Sebastian Bach Partita Nr. 4 D-Dur BWV 828
César Franck Prélude, choral et fugue FWV 21
Alexander Skrjabin Fantasie h-Moll op. 28
Sergej Rachmaninow 10 Préludes op. 23
€ 25,– / 21,– / 18,– zzgl. VVK
© Andrej Grilc
Dienstag · 13. Januar 2026 · 19:30 Uhr | NDR Konzerthaus, Kleiner Sendesaal
Ilya Shmukler
1. Preis Concours Géza Anda 2024
Wolfgang Amadeus Mozart Sonate Nr. 15 F-Dur KV 533 (494)
Frédéric Chopin Mazurkas op. 59 · Barcarolle Fis-Dur op. 60
Sergej Rachmaninow Sonate Nr. 1 d-Moll op. 28
€ 25,– / 21,– / 18,– zzgl. VVK
© Radski Photography
Dienstag · 10. März 2026 · 19:30 Uhr | NDR Konzerthaus, Kleiner Sendesaal
Junyan Chen
2. Preis Leeds International Piano Competition 2024
François Couperin Les Baricades Mistérieuses · Le Tic-Toc-Choc ou Les Maillotins
Les Ombres Errantes · Les Tricoteuses
Olivier Messiaen La colombe · Un reflet dans le vent, aus: Préludes
Maurice Ravel Le tombeau de Couperin M 68 · La valse M 72
Amy Beach Variations on Balkan Themes op. 60
€ 25,– / 21,– / 18,– zzgl. VVK
© Robin Gallienne
Dienstag · 21. April 2026 · 19:30 Uhr | NDR Konzerthaus, Kleiner Sendesaal
Svetlana Andreeva
1. Preis Concours international de piano d’Orléans 2024
Thierry Escaich Les litanies de l’ombre · Leoš Janáček V mlhách (Im Nebel)
Karol Szymanowski Masques op. 34
Alexander Skrjabin Sonate Nr. 9 op. 68 „Messe noire“
Tristan Murail La Mandragore · Maurice Ravel Oiseaux tristes
Alexander Skrjabin Sonate Nr. 7 op. 64 „Messe blanche“
€ 25,– / 21,– / 18,– zzgl. VVK
Klassik für Hannover 2025/26 27
Samstag · 22. November 2025 · 19:30 Uhr
NDR Konzerthaus, Großer Sendesaal
The Ukulele Orchestra
of Great Britain
Ein rasanter Ritt durch alle
musikalischen Genres – von Barock bis Pop,
von Tschaikowsky bis Nirvana
40th Anniversary Tour
Das Ukulele Orchestra of Great Britain ist legendär! Ob
bei der privaten Geburtstagsparty der Queen auf Windsor
Castle, bei den BBC Proms in der Royal Albert Hall, in der
Carnegie Hall oder im Sydney Opera House – die erklärte
Mission des besten Ukuleleorches ters der Welt ist es, dem
Ernst des Lebens mit aller Kraft entgegenzuwirken. Mit viel
Witz und Drive stellen die „Ukes“ eindrucksvoll unter Beweis,
dass sich die „Bonsai-Gitarre“ nicht nur als Begleiterin am
Lagerfeuer eignet. Und zum 40. Geburtstag wird natürlich
noch einmal eine Schippe Charme und Raffinesse draufgelegt:
Mit einem rasanten Ritt durch alle musika lischen Genres trifft
beim Jubiläums konzert Tschaikowsky auf Nirvana, ABBA auf
Händel, Lady Gaga auf Otis Redding.
© Alison Burke
€ 70,– / 60,– / 55,– / 45,– / 35,– / 25,– zzgl. VVK
Freitag · 19. Dezember 2025 · 19:30 Uhr
NDR Konzerthaus, Großer Sendesaal
The King’s Singers
Patrick Dunachie Countertenor
Edward Button Countertenor
Julian Gregory Tenor
Christopher Bruerton Bariton
Nick Ashby Bariton
Piers Connor Kennedy Bass
A King’s Christmas
Ihr „Sound“ ist und bleibt einmalig und unverkennbar; er zeichnet
sich durch lupenreine Intonation, makellose gesangliche Harmonie
und perfekte Artikulation aus. Zur Adventszeit kommt das britische
A-cappella-Ensemble, das zu den besten der Welt zählt, in den Großen
Sendesaal des NDR Konzerthauses. Sein Streifzug quer durch das
weihnachtliche Liedrepertoire – von amerikanischen Swingklassikern
über englische Christmas Carols bis hin zu deutschen Kirchenliedern –
bietet die perfekte Einstimmung auf die bevorstehenden Festtage.
€ 70,– / 60,– / 55,– / 45,– / 35,– / 25,– zzgl. VVK
© Benjamin Ealovega
28 Klassik für Hannover 2025/26
In den Sonderkonzerten präsentiert
PRO MUSICA jedes Jahr Klangerleb nisse der
Extraklasse: Klassiker, Neuent deckungen
und Stars mit spannenden Programmen
auch jenseits des klassischen Repertoires.
Sonntag · 26. April 2026 · 19:30 Uhr
Kuppelsaal im HCC
Jonas Kaufmann
Philharmonie Baden-Baden · Jochen Rieder Leitung
Malin Byström Sopran
Arien, Duette und Instrumentalstücke
von Emmerich Kálmán, Franz Lehár, Karl Goldmark u. a.
Magische Töne
Man muss ihn kaum mehr als einen der gefragtesten
Tenöre unserer Zeit vorstellen: Die Rede ist von
Jonas Kaufmann. Gemeinsam mit der renommierten
schwedischen Sopranistin Malin Byström lädt der
Sänger das Publikum in seinem neuen Programm ein,
„Magische Töne“ in den beschwingten Werken von Karl
Goldmark, Franz Lehár und Emmerich Kálmán zu ent -
decken. Dabei stehen neben der berühmten Tenor -
arie aus Die Königin von Saba auch Arien und Duette
aus Die lustige Witwe, Das Land des Lächelns, Die
Csárdásfürstin und Gräfin Mariza auf dem Programm –
ein Abend voll Wiener Melancholie, ungarischem
Temperament und mitreißender Leichtigkeit.
€ 181,– / 165,– / 145,– / 120,– / 80,– / 60,– / 35,– zzgl. VVK
Weitere Informationen
zu den Sonderkonzerten
finden Sie auf:
promusica-hannover.de
Jonas Kaufmann © Gregor Hohenberg/Sony Music
Klassik für Hannover 2025/26 29
Spielend ins Konzert
Finden Sie das Lösungswort und erhalten Sie die Chance auf
2 x 2 Tickets für die Alpensinfonie mit den Bamberger Symphonikern
am 25. November 2025 im Kuppelsaal.
Kleiner Tipp: Alle Antworten finden Sie in diesem Magazin.
1. Das wievielte Bühnenjubiläum
feiert Anne-Sophie
Mutter im Jahr 2026?
E 10 Jahre
R 50 Jahre
G 40 Jahre
2. Mit welcher Automarke
vergleicht Michael Schønwandt
Lucas & Arthur Jussen?
A BMW
E Ferrari
L Porsche
3. Was ist „echte Kunst“ laut
Ludwig van Beethoven?
G schön
V eigensinnig
I langweilig
4. Wie nennt man den Kompositionsstil
von Steve Reich und
John Adams?
G Impressionismus
A Maximalismus
E Minimalismus
5. Von welcher Karibikinsel
stammte die Mutter von
Joseph Bologne?
R Barbados
L Guadeloupe
E St. Lucia
1 2 3 4 5
Senden Sie die Lösung unter dem Stichwort
„Preisrätsel PRO MUSICA“ mit Ihrer Anschrift bis zum 24. Oktober 2025
per Mail an raetsel@promusica-hannover.de oder per Post an
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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mit der Teilnahme akzeptieren Sie die Gewinnspiel-AGB von PRO MUSICA
(www.promusica-hannover.de/de/datenschutz#gewinnspiel-bedingungen).
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Klassik für Hannover 2025/26 31
S 32 Großes Konzertfoto vom
Kuppelsaal
Konzert im Kuppelsaal © Sebastian Madej/DK
32 Klassik für Hannover 2025/26
Abonnements & Preise
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Internationale Solisten und Ensembles (6 Konzerte)
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im Abo
A 528,00 € 370,00 €
B 462,00 € 330,00 €
C 429,00 € 290,00 €
D 357,50 € 250,00 €
E 264,00 € 190,00 €
F 198,00 € 140,00 €
Talente entdecken (4 Konzerte)
Preisgruppe
Gesamtpreis
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im Abo
A 110,00 € 75,00 €
B 92,40 € 65,00 €
C 79,20 € 60,00 €
Preisgruppe
Fokus Klavier (4 Konzerte)
Gesamtpreis
inkl. Gebühren
Gesamtpreis
im Abo
A 330,00 € 230,00 €
B 286,00 € 200,00 €
C 264,00 € 180,00 €
D 220,00 € 150,00 €
E 165,00 € 110,00 €
F 121,00 € 80,00 €
einheitl.
70,00 €
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telefonisch buchbar. Sie sind nicht übertragbar und verlängern sich
nicht automatisch. Die Ermäßigungsberechtigung muss auch beim
Eintritt zum Konzert vorgelegt werden.
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Klassik für Hannover 2025/26 33
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Saison startet am 03.06.2025.
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Georgstr. 35 (rechts neben Mövenpick), 30159 Hannover
Ticketshop Burgdorf Marktstr. 16, 31303 Burgdorf
DEWEZET Ticketshop Osterstr. 15, 31785 Hameln
Die Abendkasse im Kuppelsaal des HCC sowie im
NDR Konzerthaus öffnet 60 Minuten vor Konzertbeginn.
Ermäßigungen
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Ermäßigungen gelten nur für Einzelkarten. Die Ermäßigungs -
berech tigung muss beim Einlass unaufgefordert vorgezeigt
werden. Karten, die zum vollen Preis erworben wurden,
können nachträglich nicht ermäßigt werden.
Menschen mit Behinderung ab einem GdB von 70 sowie
deren Begleitperson (bei eingetragenem Merkzeichen „B“):
20 % Ermäßigung auf den Nettokartenpreis
Rollstuhlfahrende: 50 %, ihre Begleitung:
20 % Ermäßigung auf den Nettokartenpreis
Diese Ermäßigungen sind ausschließlich telefonisch
buchbar unter 0511 353 06 65.
Schüler:innen und Studierende unter 28 Jahren erhalten
50 % Ermäßigung auf den Nettokartenpreis. Am Konzerttag
erhalten sie bei Verfügbarkeit Karten in den Platzgruppen
2 bis 6 zum Einheitspreis von € 12, buchbar online auf
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Schulklassen: Sie möchten mit einer Schulklasse ein
PRO MUSICA-Konzert besuchen? Kontaktieren Sie uns per
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Kartenrückerstattung
Änderungen von Programmen, Besetzungen und Terminen
bleiben vorbehalten und berechtigen weder zur Rückgabe
der Eintrittskarte noch zur Herabsetzung des Kaufpreises.
Rückgabe und Um tausch von bezahlten Karten sind nicht
möglich.
Spielstätten und Anfahrt
Bitte planen Sie genügend Zeit bei der Anfahrt zu den
Konzerten ein. Wir empfehlen die Nutzung des ÖPNV.
Kuppelsaal
Theodor-Heuss-Platz 1–3 · 30175 Hannover
Stadtbahn Linie 11; Bus 128 / 134 Hannover Congress
Centrum
Das Parkhaus an der Westseite des HCC verfügt über 893
Parkplätze. Die Zufahrt erfolgt über die Schack straße.
NDR Konzerthaus
Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22 · 30169 Hannover
Die Besucher:innen unserer Konzerte im NDR Konzerthaus
können die öffentlichen Verkehrsmittel im GVH (2. Klasse)
innerhalb des gesamten Tarifgebiets (Zonen A, B, C) kostenlos
nutzen. Die Eintrittskarte gilt ab 3 Stunden vor Veranstaltungsbeginn
bis 5 Uhr des Folgetags als Fahrausweis.
Stadtbahn Linie 1 / 2 / 8 Schlägerstraße
Bus 100 / 200 Maschsee/Sprengel Museum
Parkplätze stehen nur in begrenzter Anzahl südlich
des NDR-Geländes auf einem kostenfreien öffentlichen
Parkplatz ohne zeitliche Begrenzung und am Ufer des
Maschsees zur Verfügung.
Fragen über Fragen
Sie haben noch Fragen rund um Ihren Konzertbesuch?
Antworten finden Sie auf: promusica-hannover.de/faq
34 Klassik für Hannover 2025/26
PRO MUSICA-Konzerte auf einen Blick
Oktober 2025
Seite
31.10. B Igor Levit 15
November 2025
06.11. A Wiener Symphoniker · Petr Popelka · Lukas Sternath 9
16.11. D Víkingur Ólafsson 23
22.11. The Ukulele Orchestra of Great Britain 28
25.11. A Bamberger Symphoniker · Jakub Hrůša 9
Dezember 2025
02.12. C Jaeden Izik-Dzurko 27
14.12. D Khatia Buniatishvili 24
19.12. The King’s Singers 28
22.12. B Xavier de Maistre · Belgrade Chamber Orchestra · Daniel Geiss 15
Januar 2026
09.01. A Academy of St Martin in the Fields · Joshua Bell 10
13.01. C Ilya Shmukler 27
28.01. D Jan Lisiecki 25
Februar 2026
06.02. B Daniel Hope · Zürcher Kammerorchester 16
26.02. A London Philharmonic Orchestra · Karina Canellakis · Anne-Sophie Mutter 11
März 2026
10.03. C Junyan Chen 27
14.03. A City of Birmingham Symphony Orchestra · Kazuki Yamada · Bruce Liu 11
Kontakt
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Telefon 0511 353 06 65
(Mo–Fr 10–15 Uhr)
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Dieter Fink · Eva-Marie Kühn
Jessica Ommen
Claudia Scheffler-Oelrich
Navina Schoß
Impressum
Herausgeber:
PRO MUSICA
Veranstaltungs-GmbH & Co. KG
Alsterterrasse 10 · 20354 Hamburg
Geschäftsführung:
Burkhard Glashoff
Redaktion: Anna-Kristina Laue,
Juliane Weigel-Krämer
Konzerttexte: Anna-Kristina Laue,
Juliane Weigel-Krämer,
Brian Cooper, Ilona Schneider
Coverfoto:
Anne-Sophie Mutter © Jürgen Carle
Gestaltung: gestaltanstalt.de
Anzeigen: Antje Sievert
office@kultur-anzeigen.com
Druck: Madsack Medienagentur
August-Madsack-Str. 1
30559 Hannover
AGB: Vollständige AGB unter
www.promusica-hannover.de/agb
Redaktionsschluss: 9. April 2025
19.03. B Lucas & Arthur Jussen · Alexej Gerassimez · Emil Kuyumcuyan 16
April 2026
12.04. B Martynas Levickis · The Knights · Eric Jacobsen 17
21.04. C Svetlana Andreeva 27
26.04. D Grigory Sokolov 25
26.04. Jonas Kaufmann 29
Mai 2026
16.05. B Daniil Trifonov & Nikolaj Szeps-Znaider 17
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Klassik für Hannover 2025/26 35
Paukenschlag
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