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AXA Exhibition Wall (deutsch)

11 künstlerische Positionen zum 150-Jahr-Jubiläum 2025 Junge, zeitgenössische Kunst wird in temporären Ausstellungen an der «AXA Exhibition Wall» im Superblock in Winterthur gezeigt. Mit dieser Ausstellungstätigkeit fördert die AXA das Kulturschaffen der Region.

11 künstlerische Positionen zum 150-Jahr-Jubiläum 2025

Junge, zeitgenössische Kunst wird in temporären Ausstellungen an der «AXA Exhibition Wall» im Superblock in Winterthur gezeigt. Mit dieser Ausstellungstätigkeit fördert die AXA das Kulturschaffen der Region.

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AXA Exhibition Wall

11 künstlerische Positionen zum 150-Jahr-Jubiläum 2025

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AXA Exhibition Wall

11 künstlerische Positionen zum 150-Jahr-Jubiläum 2025

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Kunst im Büroalltag

Kunst und Kunstwerke spielen im Büroalltag

eine bedeutende Rolle, indem sie nicht

nur für visuelle Abwechslung sorgen, sondern

auch als Quelle der Inspiration und

Kreativität dienen. Ein gut platziertes Kunstwerk

regt den Geist an und gestaltet den Arbeitsplatz

dynamischer und angenehmer.

Die polarisierende Wirkung von Kunst ist

dabei durchaus erwünscht und willkommen.

Kunstwerke provozieren oft Diskussionen

und regen zur Auseinandersetzung

mit verschiedenen Perspektiven an. Diese

unterschiedlichen Meinungen und Gefühle,

die Kunst hervorruft, tragen dazu bei, dass

sich Mitarbeitende intensiver mit dem Umfeld

und miteinander auseinandersetzen.

Kontroverse Kunstwerke können Debatten

entfachen, die wiederum das kritische Denken

fördern und die Teamdynamik stärken

können.

In diesem Sinne trägt Kunst im Büro nicht

nur zur Verschönerung des Raumes bei,

sondern ist auch Katalysator für kreativen

Austausch und innovatives Denken. Die bewusste

Integration von Kunst und die Akzeptanz

ihrer polarisierenden Wirkung tragen

zu einem lebendigen und produktiven

Arbeitsumfeld bei.

Ich wünsche Ihnen angeregte Diskussionen

über unsere AXA Kunstwerke.

Phil Reif

Head Shared Operations

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Die Dynamik der kreativen Ausdrucksformen

Die Vernissagen an der Exhibition Wall gehören

für die Kunstkommission zu den

grossen Highlights im Jahr. Wir treffen gemeinsam

mit der Kuratorin die Auswahl der

ausstellenden Künstlerinnen und Künstler

jeweils mindestens ein halbes oder sogar

ein ganzes Jahr im Voraus. Dabei zeigt sich

auch immer die Dynamik der Kunstwelt:

Zum Zeitpunkt unseres Entscheids kennen

wir nur das bisher veröffentlichte Werk der

Kunstschaffenden – in welche Richtung sie

sich weiterentwickeln und was sie an der

Exhibition Wall schliesslich präsentieren

werden, das ist auch für uns stets eine Überraschung.

Umso spannender ist es, am Tag

der Vernissage zum ersten Mal die neu gestaltete

Exhibition Wall zu sehen, die dem

Eingangsbereich des Superblocks für das

nächste halbe Jahr eine neue Persönlichkeit

geben wird. Wenn die Künstlerinnen

und Künstler über ihre Schaffensphase, ihre

Philosophie und ihre Werke erzählen, zeigt

sich jeweils die Vielfalt der Kunstszene: von

abstrakt bis konkret, von suchend bis determiniert,

von verspielt bis ernsthaft, von

persönlich bis weltumspannend, von Malerei

bis Video, von Schwarz bis Pink, von Winterthur

bis Vietnam.

In dieser Broschüre haben wir diese Vielfalt

auf ein paar Seiten verdichtet, und ich freue

mich zusammen mit meinen Kolleginnen

und Kollegen der Kunstkommission auf die

Weiterführung der Dynamik an der Exhibition

Wall.

Fabian Ryser

Präsident Kunstkommission der

AXA Schweiz

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Kunst an der AXA Exhibition Wall

Junge, zeitgenössische Kunst wird seit 2017

in temporären Ausstellungen an der AXA Exhibition

Wall im Superblock in Winterthur

gezeigt. Der Fokus liegt auf nationalen, vorzugsweise

lokalen Kunstschaffenden. Ein

wesentlicher Aspekt dieses Formats ist es,

die Vielfalt künstlerischer Ansätze zu zeigen,

Offenheit für innovative Themen zu fördern

und zum Diskurs anzuregen.

Am Beispiel unterschiedlicher Gattungen

der bildenden Kunst – angefangen von der

Malerei über Performance, Installation, Fotografie

bis zur Medienkunst – wird das Kaleidoskop

künstlerischer Herangehensweisen

präsentiert.

Einige Kunstwerke wurden spezifisch für

die Exhibition Wall konzipiert. So bezieht

sich beispielsweise der Künstler Jan Sebesta

auf den historischen Ort der Dieselmotorenhalle

der Sulzer AG, die 2012 dem

Superblock weichen musste. In der lärmerfüllten

Werkhalle wurden bis Ende des

20. Jahrhunderts riesige Motoren zusammengebaut.

Sebestas Interpretation der

ehemaligen Halle ist eindrücklich: In seiner

Performance verkörpert ein knallroter,

wummernder Motor das imaginäre, weiterhin

schlagende Herz der geschichtsträchtigen

Werkhalle. Graue Röhren ziehen sich

geometrisch an der Exhibition Wall entlang,

symbolisieren die Versorgung des heutigen

Superblocks mit Energie und setzen fiktiv

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die Tradition des Ortes als Arbeitsstätte

fort. Sebestas kritischer Blick richtet sich

auf die Konsumgesellschaft mit ihren wiederkehrenden

Kreisläufen aus Produktion

und Verbrauch.

Die Künstlerin Olga Titus präsentiert an

der Exhibition Wall erstmals ihre neuartige

Technik der vielfarbig changierenden

Paillettenbilder, die auch international Bekanntheit

erlangten. In ihrer künstlerischen

Arbeit lotet sie soziale Codes aus und reflektiert

spielerisch kulturelle Zuschreibungen

östlicher Mythologie und westlicher Kultur

in Gestalt von bunten Fantasiewelten. Divergenz

begreift Titus als Ressource, die sie

virtuos und farbenfroh als synchrone Fusion

inszeniert.

Programmatisch subversiv unterwandert

Olivia Wiederkehr die traditionelle Wahrnehmung

gesellschaftlicher Strukturen.

Die Künstlerin platziert einen überdimensionalen,

kopfüber hängenden Fotodruck eines

Waldmotivs an der Exhibition Wall und

spannt quer davor weisse Industriebänder.

Wiederkehr untersucht die feine Linie zwischen

Innen und Aussen, dabei interessiert

sie die Frage, wo und wann eine Grenze beginnt.

Das kann im sozialen, politischen,

ethnischen, oder auch im historischen Kontext

sein.

Einsam und verlassen baumelt während

der Pandemie ein zerknitterter Abfallsack

des Künstlers Pascal Kohtz an der eigens

für die Exhibition Wall entworfenen po-

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temkinschen Hauswand im menschenleeren

Superblock. Objekte, die sich innerhalb

der imaginären Hauswand befinden,

sind plötzlich aussen auf schwarzen Balkongeländern

sichtbar. Kohtz führt die potemkinsche

Idee ins Absurde.

Nici Jost bemalt grosse Flächen der Exhibition

Wall mit greller, pinker Farbe, um einen

körperlich spürbaren Raumeffekt zu evozieren

und die Betrachtenden emotional

herauszufordern. Seit vielen Jahren sammelt

und fotografiert die Künstlerin rosafarbene

Objekte und ordnet sie nach Farbtönen.

Systematisch analysiert sie die historische,

soziale und politische Anwendung

der Farbe Pink und untersucht die psychologische

Wirkung auf den Menschen.

Subtile künstlerische Interventionen zeigt

der Fotograf Pedro Rodrigues in der Ausstellung

«how a river should flow» erstmals

an der Exhibition Wall. Seine kritische Haltung

gegenüber menschlichen Eingriffen in

die Natur inszeniert er auf unkonventionelle

Weise mit einfühlsamen Schwarz-Weiss-Fotografien

und einem eindringlichen Video-

Loop.

Die wechselnden Ausstellungen an der AXA

Exhibition Wall im stark frequentierten Foyer

des Superblocks bieten dem interessierten

Publikum einen niederschwelligen

Zugang zur Kunst. Mit dieser Ausstellungstätigkeit

fördert die AXA junges Kunstschaffen.

Birgit Olzhausen

Kuratorin der Kunstsammlung der

AXA Schweiz

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KünstlerInnen

Karin Wiesendanger 12

Jan Sebesta 18

Olga Titus 24

Olivia Wiederkehr 28

Pascal Kohtz 32

Maureen Kägi 36

Nici Jost 40

Rebekka Steiger 46

Pedro Rodrigues 52

GIGAX 58

frölicher | bietenhader 64

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Karin Wiesendanger

*1982 Winterthur (CHE), lebt und arbeitet in Winterthur

Karin Wiesendanger interessiert sich für Geschichten,

Momentaufnahmen, Beobachtung

und Leerräume, die ein Geheimnis tragen.

Ihr sind die Zwischen- bzw. Leerräume

in ihren Arbeiten wichtig. Das Unsichtbare

oder Weggelassene bekommt dabei mehr

Gewicht und kann als Geheimnis betrachtet

werden. Wichtig ist nicht nur, was im Bild

zu sehen ist, sondern was sich im Leerraum

und ausserhalb des Bildes befindet. Da man

das optisch nicht sehen kann, erfordert die

Interpretation Fantasie. Es wird angedeutet

und wieder aufgelöst. Es ist mehr zu erahnen,

als zu sehen.

Ausstellung vom 06. Juli bis

16. November 2017

links: Ohne Titel, 2015, Öl auf Leinwand,

125 × 166 cm

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Jan Sebesta

*1979 Jihlava (CZE), lebt und arbeitet in Winterthur

Jan Sebestas Werke handeln von alltäglichen

Dingen, die er in neue Zusammenhänge

setzt. Auf den ersten Blick wirken Jan

Sebestas Werke deshalb seltsam vertraut.

Fragmente bekannter Formen sind zu erkennen.

Jan Sebesta setzt diese Fragmente

zu neuen, manchmal unheimlich anmutenden

Werken wieder zusammen und kreiert

so neue Strukturen, mit denen er die moderne

Konsumgesellschaft hinterfragt.

Durch Beobachtung seiner Umwelt und

menschlicher Gewohnheiten zeigt er innovative

Relationen auf. Er zerschneidet beispielsweise

Fotos an imaginären Linien; die

dadurch entstehenden Leerräume verleihen

der Abbildung eine neue Bedeutung.

Ebenso verfährt er in seiner dreidimensionalen

Arbeit: Er verwendet Rohrsysteme,

die er in ungewöhnlicher Art und Weise zusammensetzt.

Es entstehen neue Objekte,

die sich raumgreifend ihren skurrilen Weg

bahnen.

Jan Sebesta ist ein genauer Beobachter

und vermittelt durch die konstruierten

Kunstwelten seine Sicht auf Raum und Gesellschaft.

Dies insbesondere auch, indem

er oftmals seine künstlerische Arbeit speziell

auf den Ausstellungsort zuschneidet.

So evoziert er eine starke Intensität bei den

Betrachtenden.

Ausstellung vom 29. November 2017

bis 07. Juni 2018

rechts: Ohne Titel, 2017, PVC-Rohre,

Installationsausschnitt

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Olga Titus

*1977 Glarus (CHE), lebt und arbeitet in Winterthur

Bunte Phantasiewelten lässt Olga Titus in

ihren neuesten Werken aufblühen. Ihre Paillettenbilder

changieren metallisch bunt in

verschiedensten Farben. Der sich ständig

verändernde Farbeffekt rührt von unzähligen

doppelseitig bedruckten Pailletten her,

die durch das manuelle Streichen in verschiedene

Richtungen jeweils unterschiedliche

Bildwelten zeigen. Tausende Pailletten

reflektieren das Licht; auf diese Weise entfaltet

das Werk seine Wirkung und unterstützt

den transformativen Anspruch der

Künstlerin. Kulturelle Identität, Selbst- und

Fremdwahrnehmung sind die wesentlichen

Themen ihres künstlerischen Schaffens. Sie

bezieht ihre Motive vor allem aus ihrer Biografie

als westliche Künstlerin mit schweizerisch-indisch-malayischen

Wurzeln.

So sind neben Figuren aus der indischen

Mythologie gleichzeitig Versatzstücke aus

der westlichen Kultur zu finden. Olga Titus

versteht es virtuos, die verschiedenen Welten

zu verbinden, indem sie in ihren neuesten

Werken sprichwörtlich die Doppelseitigkeit

der Kulturen visualisiert. Sie evoziert

einen Zustand der Dualität in einem phantasievollen

Farbraum und überrascht die

Betrachtenden durch eine synchrone Verschmelzung

beider Welten.

Ausstellung vom 20. Juni 2018 bis

03. Oktober 2018

rechts: Ohne Titel, 2018, Druck auf

Wendepaillettenstoff, 100 × 132 cm

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Olivia Wiederkehr

*1975 Zürich (CHE), lebt und arbeitet in Zürich

Grenzen. Sie trennen, schützen, definieren,

scheiden. Wo und wann beginnt eine

Grenze? Was bedeuten Grenzen? Was bedeutet

Schutz? Die Installation «Die Unterscheidung»

greift die konstruierte Unterscheidung

zwischen Mensch und Natur auf

und sucht mit visueller Sprache nach Bedeutungen

innerhalb dieser Dualität von

Natur versus Kultur. Die Künstlerin setzt dabei

ein statisch wirkendes Bild in den Hintergrund,

davor bringt sie weisse Industriebänder

an, die in sich flexibel, elastisch wirken.

Diese Gegenpole an Materialität greifen

ineinander über, genauso wie sie formale

Grenzen illustrieren.

Ausstellung vom 05. Juni 2019

bis 26. Februar 2020

links: «Die Unterscheidung», 2019,

Fotodruck auf Baumwolle,

Industriebänder, Metall, 650 × 335 cm

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Pascal Kohtz

*1983 Dinhard (CHE), lebt in Winterthur

Im Jahr 2017 entstand bei Pascal Kohtz

das «Haus». Das Innere ist nach aussen gestülpt

und es wird alles gezeigt, was die inneren

Wände zu erzählen haben. Das neueste

Werk mit dem Titel «Ansicht» an der

AXA Exhibition Wall zeigt ein mehrstöckiges

Haus mit Balkonen. Gegenstände bewegen

sich im Wind, sonst passiert aber nichts. Ein

Klangspiel, das von einem der Balkongeländer

klimpert, Wäsche, die im Wind trocknet,

und ein Abfallsack, der es noch nicht bis zur

Strasse geschafft hat.

Ausstellung vom 08. Dezember 2020

bis 29. Juni 2021

rechts: «Haus», 2020, Elektro-Ofen,

Ofenrohr, Glas, Holz, Aluminium, Eisen,

Kunststoff, Tapete, 140 × 200 × 550 cm

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Maureen Kägi

*1984 New Plymouth (NZL), lebt und arbeitet in Österreich

Amorphe Formen erscheinen als transparente

Gebilde inmitten streng gezogener

farbiger Linien. Die Künstlerin Maureen

Kägi zieht diese von Hand quer und längs

zum Format, der helle Untergrund schimmert

dabei mal stärker, mal schwächer

durch. Es entsteht der optische Eindruck

eines Flimmerns, eines Rauschens. Der

Gegensatz zwischen strengen Linien und

gestisch-amorphen Formen, die in zahlreichen

Überlagerungen angebracht sind, wird

durch partielles Radieren an einigen Stellen

noch verstärkt. Symbiotische Beziehungen

zwischen Organismen lotet die Künstlerin in

ihrer Arbeit seit der Pandemie verstärkt aus.

Die Verzahnung von gestischen mit linearen

Elementen verursacht bei den Betrachtenden

eine Irritation. Erst durch genaues Hinsehen

eröffnen sich variantenreiche Muster

und geben den Blick in die Tiefe frei.

Ausstellung «Blab» vom

08. Dezember 2021 bis 02. Mai 2022

rechts: «Untitled (with the Lady of the

moon)», Ausschnitt, 2021, Pigmentliner

auf Papier, 77 × 56 cm

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Nici Jost

*1984 Banff (CAN), lebt und arbeitet in Jonen, Argau

In Nici Josts Kunst dreht sich alles um Pink.

Seit 20 Jahren sammelt und fotografiert die

Künstlerin rosafarbene Objekte und ordnet

sie nach Farbtönen. Systematisch analysiert

sie die historische, soziale und politische

Anwendung von Pink. Ausgehend

von ihrer Forschung entwickelte sie 2016

das «Pink Colour System». Die rosa Farbtöne

mischt Nici Jost sorgfältig und lässt

sie anschliessend industriell herstellen. Sie

betitelt sie mit markanten Begriffen wie

beispielsweise «Bloc Pink H-20040», «Concept

Pink H-20039» oder «Refined Light Pink

H-20037». Um die psychologische Wirkung

der Farbtöne auf die Rezipientinnen und

Rezipienten zu verstärken, bemalt Nici Jost

die AXA Exhibition Wall grossflächig; sie

hüllt die Betrachtenden in eine Pink-Atmosphäre.

Die massive Strahlkraft der Farbe

verfehlt nicht ihre emotionale und körperliche

Wirkung auf das Publikum.

Ausstellung «Extract» vom 04. Mai

bis 14. November 2022

links: «Extract of the Bird and Flower

Market», 2018/2021, Installation, 5 T8 FL-

Röhren, Farbröhren pink, Dimensionen

variabel

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Rebekka Steiger

*1993 Zürich (CHE), lebt in Zürich, arbeitet in Luzern

Rebekka Steigers grossformatige Tuschemalereien

entstehen auf dem Boden liegend:

Das Ineinander-, Auseinander-, Zusammen-

und Abfliessen der flüssigen Farben

wird mit Pinseln, Zugabe von Wasser

und durch Bewegen der Leinwand während

des Trocknens bestimmt. Bei diesen Werken

schliesst die Fluidität des Farbgemischs

eine eindeutige Figürlichkeit aus. Sie sind

abstrakte Malerei und imaginierte Landschaft

zugleich. «Ngaỳ dài mưa phùn» (Ein

langer Tag Nieselregen) – so beginnt ein vietnamesisches

Jazzlied, das die Künstlerin

für das Abschiedskaraoke am letzten Abend

ihres erst kürzlich beendeten siebenmonatigen

Aufenthalts als Artist-in-Residence in

Ho-Chi-Minh-Stadt einstudierte. In diesen

letzten Tagen sich aufbauender Hitze vor

der nahenden Regenzeit suchte sie nach einem

Titel für die Ausstellung an der AXA

Exhibition Wall und erinnerte sich daran,

wie sie vor gut einem Jahr für «purple rain»

(2022) ebenfalls bei geliebter Musik fündig

geworden ist. Rebekka Steiger interessiert

sich für die Grenze des Unkontrollierbaren:

Sie spielt mit Imagination, Text, Poesie und

Intuition. Ihren Werken haftet etwas Dramatisches,

Unfassbares und durchaus Stürmisches

an. Zugleich sind sie wundervoll ästhetisch.

Ausstellung «Ngaỳ dài mưa phùn» vom

14. Juni bis 06. November 2023

rechts: «purple rain», 2022, Tinte und Öl

auf Leinwand, 180 × w240 cm

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Pedro Rodrigues

*1989 in Portugal, aufgewachsen in Saas-Fee, lebt und arbeitet in Bern

Subtil hinterfragt der Künstler Pedro Rodrigues

menschliche Eingriffe in die Natur.

Im Projekt «how a river should flow» fotografiert

er spiegelnde Wasseroberflächen,

die er später in ein weiteres Medium –

nämlich in bedruckte schwarze PVC-Folien

– transformiert. Skulptural inszeniert

er die unnatürlichen PVC-Folien an umgestalteten,

meist begradigten Flussufern. Die

Künstlichkeit des PVC-Materials tritt einen

in spannungsvollen Dialog mit der natürlichen

Umgebung. Fotografisch und filmisch

hält Pedro Rodrigues die Inszenierungen

fest und visualisiert in Zeiten drängender

Umweltthemen in eigenwilliger Bildsprache

und mit ungewöhnlichen Materialien eine

kritische Haltung gegenüber menschlichen

Eingriffen in die Natur. An der AXA Exhibition

Wall wird seine künstlerische Intervention

erstmals öffentlich gezeigt.

Ausstellung «how a river should flow»

vom 15. November 2023 bis 03. Juni

2024

links: «how a river should flow N°1»,

Ausschnitt, 2023, Fotografie, 60 × 80 cm.

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GIGAX

*1994 Zürich (CHE), lebt und arbeitet in Zürich

Die starke Farbigkeit der Malereien zieht die

Betrachtenden ins Bild. Die grossformatigen

Werke von GIGAX erinnern an bunte

Wimmelbilder: überquellend und massenhaft

erscheinen facettenreiche Utopien. Ineinander

verschlungene fantastische Wesen,

weder Mensch noch Tier, erzählen von

einer bizarren Zivilisation. GIGAX bemalt gebrauchten

Verpackungskarton; häufig bildet

ein Riss oder eine Beschädigung den

Ausgangspunkt für ihr Werk. Eine Kreatur

formt sich an einer Stelle, die entstehenden

Zwischenräume bringen endlos weitere

magische Geschö-pfe hervor. Sind es

illusionäre Wesen, sind es sichtbargewordene

Emotionen, die das Publikum in ihren

Bann ziehen? GIGAX evoziert bewusst

Irritation, lässt Fragen unbeantwortet oder

hält sie in einer intendierten Ambivalenz.

GIGAX verweist auf das Unterbewusste und

auf visionäre Parallelwelten. Die Irritationen

fordern die Betrachtenden auf charmante

Weise auf, divergierende Interpretationen

der Weltsicht zu tolerieren.

Ausstellung «Cantuccilopolis» vom

19. Juni bis 04. November 2024

links: «Mare Tenebrosum», Ausschnitt,

2023, Kreide und Kohle auf Karton,

166 × 199 cm

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frölicher | bietenhader

Selina Frölicher *1985 Zürich (CHE), Micha Bietenhader *1985 Zug (CHE)

Das Interesse an digitalen Fehlern und Störungen

ist im Werk des Künstlerduos frölicher

I bietenhader unverkennbar. Sie loten

die Grenzen von diversen Medien aus,

erkunden das Versagen von Speichermedien

oder die kurzzeitige Falschausgabe

von Bild- und Toninhalten. Unerklärliche

Defekte und spröde Unzulänglichkeiten erschaffen

eine faszinierende visuelle Welt

mit bezaubernder Ausstrahlung. Fragmentarische,

raumgreifende Ausdrucksformen

induzieren eine fesselnde Wirkung. Geschickt

manipuliert das Künstlerduo unser

Vertrauen in die digitale Welt.

Ausstellung «Fragments against reality»

vom 20. November 2024 bis 24. März

2025

rechts: «Fragments against reality 1»,

Ausschnitt, 2024, Plexiprint, Detail

50 × 125 cm

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© AXA Versicherungen AG

General-Guisan-Strasse 40

8401 Winterthur, Schweiz

AXA.ch

2025

Kunstkommission der AXA Schweiz

Text: Birgit Olzhausen, Phil Reif, Fabian Ryser

Exhibition Wall im AXA Superblock Winterthur

11 künstlerische Positionen zum 150-Jahr-Jubiläum

Kuratiert von: Birgit Olzhausen, Kuratorin

der Kunstsammlung der AXA Schweiz

© 2025 Autor:innen, Künstler:innen, AXA Versicherungen AG

Texte zu den Ausstellungen: Birgit Olzhausen

S. 13: Karin Wiesendanger; S. 29: Olivia Wiederkehr

S. 32: Pascal Kohtz;

Abbildungen:

S. 6, 10: Originale Industrielampen von ca. 1920 aus der Dieselmotorenhalle

der Sulzer AG, 2017 mit LED-Streifen aufgerüstet, Superblock, Idee

und Konzept: Birgit Olzhausen; technische Umsetzung: Raphael Mühlethaler.

S. 14: Karin Wiesendanger, «Ohne Titel», 2015, Öl auf Leinwand,

125 × 166 cm. S. 16: Karin Wiesendanger, «Ohne Titel», 2015, Öl auf Leinwand,

327 × 166 cm. S. 34, 35: Pascal Kohtz, «Ansicht», 2020, Stahl, Holz,

Zement, Kunststoff, Elektrogebläse, Blumen, Stoff, Seile, Klangspiel,

600 × 270 × 12 cm. S. 60: GIGAX, «Mare Tenebrosum», 2023, Kreide und

Kohle auf Karton, 166 × 199 cm. S. 61: GIGAX, «Animus Mundi», 2023,

Kreide, Sprayfarbe, Kohle auf Karton, 106 × 135 cm. S. 62: GIGAX,

«The Planet of Jabberwocky», 2023, Kreide und Kohle auf Karton,

105 × 155 cm. S. 67: frölicher I bietenhader, «Fragments against reality 1»,

2024, 3 Plexiprints, je 50 × 125 cm. S. 68: frölicher I bietenhader, «Fragments

against reality 2», 2024, 4 Fotoprints, je 90 × 90 cm. S. 69: frölicher

I bietenhader, «Blue Sky», 2016, Video, 11 min 37 sec, 4 Videostills.

Cover: Aussenansicht Superblock, AXA Versicherungen AG, Exhibition

Wall, Pionierstrasse 3, 8400 Winterthur

Layout: Luca Santocono

Lektorat: AXA Language Services

© Fotos: Künstler:innen und Fotograf:innen;

AXA Versicherungen AG

Tiffany Fuchs: S. 66; Phil Reif: S. 43; Luca Santocono: S. 67, 68, 69;

Simon Schwab: S. 14, 15, 16, 20, 21, 23; Marco Vara: Cover, S. 6, 10,

48, 49, 50, 51, 54, 55, 56, 57


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© AXA Versicherungen AG

General-Guisan-Strasse 40

8401 Winterthur, Schweiz

AXA.ch

2025

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