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RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel 5/2025

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Mai 2025

Nr. 05

rundschau.de

info@rundschau.de

24

ROUND TABLE

MOPRO

Experten-Talk im

Main Tower: Wie

gelingt der Branche

die Transformation?

40

SWEETIE GEWINNER

Die besten

Süßwaren- und

Snackprodukte

der Branche.

BESSER

VERKAUFEN

VON A BIS Z: WELCHE

MOVES JETZT NOCH MEHR

ERFOLG AM POS BRINGEN.

AUCH IN DIESER AUSGABE: CM-LÖSUNGEN FÜRS

KÜHLREGAL · SB-KASSEN IM BLICK · WEIN & SEKT

ENERGIEVOLL

Edeka-Kaufmann und

BVLH-Präsident Björn

Fromm über seine

Strategien und Ziele.


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auszuwählen. Geschmack bedeutet uns, unsere frische Pasta mit

Liebe herzustellen.

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RUNDSCHAU 05/25

Editorial

Vorteil durch

Kompetenz

In Zeiten von Online-Handel und Selbstbedienung wird Beratung und

Persönlichkeit zum echten Verkaufsargument. Seit über 95 Jahren liefert

die RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel Ihren Lesern Fachwissen,

Trends, Marktanalysen, Schulungsmaterial und PoS-Tipps – alles, was

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Handel benötigen, um informierter,

überzeugender und erfolgreicher zu sein. Wer Produkte kennt,

deren Geschichten erzählen kann und auf Kundenwünsche eingeht,

verkauft nicht nur einmal – sondern baut langfristige Beziehungen

auf. Auch das ist "besser verkaufen". Denn: Wer informiert ist, verkauft

mit Vorsprung. Das beginnt übrigens schon beim Nachwuchs, für den

wir seit Jahrzehnten die renommierten "Markentrainer" bereitstellen.

Verkaufen mit Fachwissen, mit Begeisterung für das Produkt und

mit Fokus auf den Kundennutzen – das ist das zentrale Versprechen

und der Leitgedanke der RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel.

Auch in dieser Ausgabe haben wir wieder spannende und nutzwertige

Themen für Sie recherchiert, zum Beispiel über das Category

Management im Kühlregal, wo der Platz bekanntermaßen begrenzt

ist. Expertentipps für effiziente Platzierung gibt es für Sie ab Seite 30.

Ein besonderes Highlight ist das Interview mit Björn Fromm, Kaufmann

und BVLH-Präsident, und der Store-Check seines Marktes im

Wedding. Diese spannende Strecke lesen Sie ab Seite 16.

#Wetttbewerb

Gemeinsam mit Fairtrade

Deutschland lädt fitfortrade erneut

zur Platzierungschallenge

ein. Mitmachen und Preise

gewinnen! Mehr auf Seite 14.

#SWEETIE

Der Award zählt zu den

renommiertesten Branchenauszeichungen

für Süßwaren und

Salzige Snacks. Die Gewinner

2025 finden Sie ab Seite 40.

#Alkoholfrei

Immer mehr Menschen entscheiden

sich bei Sekt und

Wein für alkoholfreien Genuss.

Expertin Natalie Lumpp erklärt

die Details ab Seite 54.

Wir wünschen Ihnen eine gewinnbringende Lektüre,

Ihre RUNDSCHAU-Redaktion

Sie wollen wissen, was die Branche bewegt,

und keine wichtigen News verpassen?

Folgen Sie uns auf LinkedIn!

Auf Insta entgeht Ihnen nichts – ob Top-

Branchenevents, spannende Firmen-Insights

oder glamouröse Awards.

www.rundschau.de

03


RUNDSCHAU Mai 2025

Inhalt

www.rundschau.de

Mehr News, Fotos und

Hintergründe stehen

online für Sie bereit.

www.rundschau.de/wettbewerbe/

fitfortrade

Für Nachwuchskräfte: Infos zum Wettbewerb,

Lernmaterial und vieles mehr.

Die Titelstory

Bei der täglichen Arbeit am PoS geht es immer um die Fragen: Wie

können Mehrwerte geschaffen, Kunden optimal abgeholt werden?

Wir unterstützen die Profis im LEH mit praxisbezogenem Know-how.

Themen, die bewegen, lesen Sie in dieser RUNDSCHAU-Ausgabe.

Branche

Award

06 Ein Kaffee mit ...

Constantinos Calios, Chief People Officer beim

Snackhersteller KoRo.

40 SWEETIE Preisverleihung

42 SWEETIE Jury

20

Umsatz-Hotspot in Berlin

14 Nachwuchsförderung

Die Anmeldephase läuft: Faire Vielfalt zeigen und

bei der Platzierungschallenge dabei sein!

16 Interview

Mit Björn Fromm, Präsident des Bundesverbandes

des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH).

44 SWEETIE Gewinner

Sortiment

Hochfrequenzmarkt am Wedding: Mitten in

Berlin zeigt Björn Fromm, wie man täglich mit

über 4.000 Kunden Umsatz macht.

20 Store-Check: Edeka Fromm

In Berlins Mitte geht was: Der Markt von Björn

Fromm ist ein Kundenmagnet mit Atmosphäre.

54 Wein & Sekt

Alkoholfreier Genuss im Test: Die Insights aus

dem Exklusiv-Workshop der RUNDSCHAU.

24 Round Table: Molkereiprodukte

Transformation als Aufgabe: Die Expertenrunde

diskutiert über die Zukunft der Branche.

58 Tiernahrung

Aus Liebe zum Tier: Emotionale Inszenierungen

wecken zusätzliche Kaufanreize.

Fotos: stock.adobe.com/Autorenname, Michael Gregonowts; Stefan Zeitz

40

Impulsstarke Sieger

Innovative Süßwaren & Salzige Snacks im Fokus:

Die Gewinner des SWEETIE 2025 sind gekürt – und

bereit, neue Akzente in den Regalen zu setzen.

30 Category Management

Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Vielfalt:

So wird im Kühlregal erfolgreich platziert.

34 Kassenzone

Potenzial für mehr Wertschöpfung: SB-Kassen

mit cleveren Category-Management-Ansätzen.

Rubriken

08 Newsticker

13 Shopper-Insights: Convenience

38 Verbandsinfo

62 Neue Produkte/Impressum

66 ForscherAuftritt: Stephan Grünewald

04 Inhalt • RUNDSCHAU 05/25


Lecker Fisch.

Ohne Haken.

100 % frei von Zusätzen.

ist für alle da


Ein Kaffee mit …

Constantinos Calios

Text: Sibylle Menzel

Foto: Stefan Zeitz

TRANSPARENT AUF

WACHSTUMSKURS

Nüsse und Co. in eher unschöner Großpackung – was soll das?

Es ist die Art von KoRo, neue Wege in der Lebensmittelbranche zu gehen,

erklärt „Kosta“ Calios. Mit passender Strategie ein Erfolgskonzept.

Die Anfänge waren holprig: Kaum

standen Nüsse, Snacks und Co.

im LEH in den Regalen, waren

sie auch schon ausgelistet.

Lieferschwierigkeiten, falsche

Labels ... – das Jahr 2018 hatte es für den

ursprünglich reinen Online-Anbieter

KoRo in sich. Bilanz heute: Über 10.000

Einzelhandelsgeschäfte in ganz Europa

führen die Produkte, zwei Millionen

Kunden kaufen online und stationär, das

Jahr 2024 schließt mit 175 Millionen Euro

Umsatz, Wachstum: rund 50 Prozent.

Groß denken, transparent handeln

Ob Wachstum oder Turbulenzen: Constantinos

Calios, intern und extern Kosta

genannt, ist als Mitgründer des Berliner

Start-ups in 2014 bis heute live dabei. In

verschiedensten Positionen hat er dafür

gesorgt, dass für jeden unternehmerischen

Wandel die entsprechenden Strukturen

und Prozesse geschaffen sind. Als heutiger

Chief People Officer versteht er sich

als nahbarer Teamchef, zuständig für

den kulturellen Zusammenhalt in einem

Unternehmen, das bei allen Veränderungen

konstant seiner Grundidee treu bleibt:

„Wir überspringen etliche Handelsstufen,

indem wir nahezu jedes Produkt individuell

betrachten und so direkt wie möglich

über einen Lieferanten beziehen, zu

dem wir eine stabile Beziehung aufbauen.

Wir verkaufen haltbare Lebensmittel in

Großpackungen und sparen damit weitere

Produktionsschritte und vor allem Verpackungsmüll

ein – im Schnitt 40 Prozent

auf ein Kilo Produkt. Außerdem ist uns

Transparenz extrem wichtig; wir informieren

sehr klar über Produktherkunft

oder Inhaltsstoffe und auch sehr realistisch

über uns als Handelsunternehmen.“ Die

selbstbewusst formulierte Zusammenfassung

lautet als Slogan: „Besser. Anders.“

Nachhaltiges Wachstum

Für den LEH steht ein angepasstes Sortiment

zur Verfügung: „Was online funktioniert,

passt nicht zwangsläufig für den

LEH – zumindest was die Packungsgröße

angeht. Zum Testen von Produkten ist

der Onlineshop aber ideal. Was dort gut

läuft, wird höchstwahrscheinlich auch

im Einzelhandel gern gekauft.“ Grundlegend

dafür ist eine genaue Auswahl an

LEH-fähigen Produkten, zu denen beispielsweise

die zu Bestsellern avancierten

gefriergetrockneten Erdbeerscheiben

gehören, Proteinriegel oder Muse. Insgesamt

umfasst das Sortiment mittler-

06 Branche • RUNDSCHAU 05/25


Ein Kaffee mit ...

Noch mehr interessante Menschen

aus der Branche bei einer Tasse

Kaffee im RUNDSCHAU-Gespräch.

weile weit über 1.000 Produkte an Nüssen,

Trockenfrüchten, Nussmusen, Snacks;

eigene Produktentwicklungen, Clean-

Label-Snacks, Functional Food setzen

neue Akzente. Weiterer Aspekt des nachhaltigen

Denkens: Das Sortiment umfasst

zu 99 Prozent vegetarische, zu 80 Prozent

vegane Artikel und einen Bio-Produktanteil

von fast 50 Prozent, Tendenz steigend.

Zum Testen von

Produkten ist der

Onlineshop ideal.

Was dort gut läuft,

wird höchstwahrscheinlich

auch im

Einzelhandel gern

gekauft.

Eigentlich hatte Calios als Jurastudent eine

Richterkarriere vor Augen, bevor er sich

gemeinsam mit einem Freund dazu entschloss,

über direkte Lieferantenkontakte,

fair und nachhaltig „Handel neu zu denken“.

Ungewöhnlich geriet der Markteintritt,

ein Paradebeispiel für erfolgreiches

Omnichannel: Der Start gelang KoRo mit

dem Aufbau einer Online-Community über

Influencer-Marketing; die LEH-Präsenz,

begleitet von TV-Werbung und Co. – ganz

ohne Rabattschlachten: „Darin sehen

wir kein nachhaltiges Modell“, ist man

sich im mittlerweile vierköpfigen

Managementteam einig. Nachhaltig

sehen hingegen die Pläne aus: Mit

frischem Kapital, 35 Millionen

Euro aus überzeichneter Serie-

C-Finanzierungsrunde, soll

die Omnichannel-Präsenz

weiter ausgebaut, sollen

vor allem Frankreich und

Italien als neue Kernmärkte

aufgebaut werden. ☐

CONSTANTINOS

CALIOS

studierte Jura, bevor er

2014 als Mitgründer das

Berliner Start-up KoRo

aufbaute. Heute ist der

37-Jährige in der Position

des Chief People Officers.

www.rundschau.de

07


Branche

Newsticker

Rewe-Kaufleute treiben Umsatz

GESCHÄFTSZAHLEN Der Gesamtaußenumsatz

der Rewe Group hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr

um 4,6 Prozent auf 96,1 Milliarden

Euro erhöht. Das operative Ergebnis EBITA stieg

um 8,9 Prozent auf zwei Milliarden Euro, der

Konzern-Jahresüberschuss um 37,2 Prozent auf

eine Milliarde Euro – in dieser Größenordnung

vor allem bedingt durch den Einmaleffekt einer

Steuerrückerstattung und geringere Abwertungen

auf at equity bilanzierte Unternehmen. Der

Umsatz des Geschäftsfelds Handel Deutschland

(Rewe und Penny) stieg um 3,2 Prozent

auf 41,6 Milliarden Euro. Im Segment Handel

International, mit Vollsortiment Österreich

(BILLA, BIPA, ADEG), Vollsortiment CEE (BILLA,

IKI) und Penny International, wuchsen die Erlöse

um 4,6 Prozent (währungskursbereinigt:

+ 5,9 %) auf 20,1 Milliarden Euro. Das Vollsortiment

National (Rewe) legte um 3,4 Prozent

auf einen Umsatz von 31,6 Milliarden Euro zu,

während Vollsortiment International (Voll-

sortiment Österreich und Vollsortiment CEE)

mit 12,0 Milliarden Euro ein Umsatzplus von

3,8 Prozent erzielte. Die 1.573 Rewe-Kaufleute

steigerten die Umsätze um 7,0 Prozent auf

19,0 Milliarden Euro. Penny Deutschland

erreichte beim Umsatz einen Zuwachs um

3,0 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.

Bis 2028 wird die Rewe Group 16 Milliarden

Euro investieren, vor allem in den Bereichen

Digitalisierung, Ausbau und Modernisierung

von Märkten und Infrastruktur (IT/Logistik)

sowie Immobilien-Eigenobjekten. „Während

andere Wirtschaftszweige Investitionen zurückfahren

oder gar Standorte aufgeben, stärken

wir mit unseren Investitionen, die auch im

Branchenvergleich sehr hoch sind, die Wirtschaftsstandorte

Deutschland und Europa. Wir

fördern nationale Wertschöpfung und bleiben

auch in schwierigen Zeiten ein starker, verlässlicher

Wirtschaftsmotor“, so Rewe Group-

Vorstandsvorsitzender Lionel Souque.

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2024

CRAFT

DISTILLERY

of the year

Arla Foods und DMK

wollen fusionieren

ZUSAMMENSCHLUSS Die DMK Group und Arla

Foods beabsichtigen eine Fusion und wollen

so die leistungsstärkste Molkereigenossenschaft

Europas schaffen. Dabei wird der Zusammenschluss

mehr als 12.000 Landwirte

zusammenbringen. Ziel ist es, eine gemeinsame

Genossenschaft zu bilden, deren Pro-forma-

Umsatz bei 19 Milliarden Euro liegt. Den Angaben

zufolge werde der Schritt die Zukunft

der Milchwirtschaft weiter voranbringen, eine

hochwertige Milchproduktion fördern, Innovationen

vorantreiben und gleichzeitig einen

starken Milchpreis für die landwirtschaftlichen

Eigentümer sichern. Die Fusion bedarf der

Zustimmung der Vertreterversammlung der

Genossenschaften sowie der Genehmigung

durch die Behörden.

Fotos: Rewe

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08 Branche • RUNDSCHAU 05/25


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Branche

Newsticker

Täglich neu: www.rundschau.de

News und Infos aus der Branche und über ihre

Entscheider finden Sie täglich aktuell auf

Instagram, LinkedIn und www.rundschau.de

Edeka-Verbund wächst um 6,5 Prozent

GESCHÄFTSZAHLEN Der genossenschaftliche

Edeka-Verbund hat seinen Umsatz im

Geschäftsjahr 2024 um 6,5 Prozent auf den

neuen Rekordwert von 75,3 Milliarden Euro

gesteigert. Die rund 3.200 selbstständigen

Edeka-Kaufleute erwirtschafteten einen Umsatz

von 40,8 Milliarden Euro – ein Plus von

3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Erlöse

bei Netto Marken-Discount nahmen um 2,7 Prozent

auf 17,6 Milliarden Euro zu. „In Zeiten konjunktureller

Stagnation haben wir es geschafft,

uns in einem schwierigen Marktumfeld mehr

als zu behaupten und die führende Position

im deutschen Lebensmittelhandel erneut zu

bekräftigen. Dies ist besonders der Kreativität

und unternehmerischen Leidenschaft unserer

selbstständigen Kaufleute zu verdanken. In

unseren Lebensmittelmärkten überzeugen

wir bundesweit täglich 13 Millionen Kundinnen

und Kunden mit unseren Sortimenten und Ser-

vices“, so Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender

der Edeka Zentrale Stiftung & Co. KG. Um den

Anspruch auf Leistungsführerschaft zu erfüllen,

baute der Verbund auch sein Investitionsvolu-

men aus: „Wir haben im vergangenen Jahr eine

Rekordsumme von 2,9 Milliarden Euro in Infrastruktur,

Digitalisierung und Nachhaltigkeit und

damit in den Wirtschaftsstandort Deutschland

investiert“, so Markus Mosa weiter. „Über die

vergangenen zehn Jahre hinweg beläuft sich

die Summe auf rund 20 Milliarden Euro. Diesen

Kurs werden wir auch weiterhin fortsetzen.“

Im Edeka Zentrale Konzern (Edeka-Zentrale

mit Netto Marken-Discount) erhöhte sich das

operative Ergebnis (EBIT) um 13,9 Prozent auf

616 Millionen Euro.

Das Vertriebsnetz umfasste zum Jahresende

2024 bundesweit 10.859 Lebensmittelmärkte.

Im Jahresverlauf wurden 238 Lebensmittelmärkte

im Verbund neu eröffnet. Abzüglich der

Schließungen stieg die Gesamtverkaufsfläche

damit auf 12,3 Millionen Quadratmeter. Insgesamt

beschäftigt Edeka 413.000 Mitarbeiter

und über 19.200 Auszubildende.

Anmeldephase läuft: Deutschlands

beste Presseregale werden gesucht!

Erdbeer

trifft

Die fruchtige

Liaison

von Mai bis

September.

PRESSE-AWARD Zeitungen, Magazine &

Co. – sie sind aus dem LEH und den Tankstellen

nicht wegzudenken und haben nach

wie vor einen hohen Stellenwert. Mit dem

Award „Deutschlands bestes Presseregal“

würdigt die RUNDSCHAU ausgezeichnete

Sortimentsleistungen. Dabei hält der große

Zuspruch aus dem Lebensmitteleinzelhandel

und von Tankstellenbetreibern an dem

renomierten Preis unvermindert an: Der

Rekordwert von 141 Bewerbungen im vergangenen

Jahr unterstreicht einmal mehr

seine Bedeutung. „Der Award ist ein echter

Bestseller mit hoher Strahlkraft. Es ist

beeindruckend zu sehen, mit welchem

Engagement, welcher Kompetenz und

Kreativität unsere Partner im Presseeinzelhandel

die Vermarktung hochwertiger

Printmarken vorantreiben“, kommentierte

dazu Kai-Christian Albrecht,

Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands

Pressegroßhandel (GVPG). Die Entwicklung

zeigt zugleich, dass das Interesse an Magazinen,

Zeitschriften und Zeitungen weiterhin

ungebrochen ist. Auch 2025 werden wieder

herausragende Leistungen und kreative

Ansätze in der Regalpflege und -gestaltung

gesucht. Die Anmeldephase hat bereits

begonnen und endet am 1. Juli 2025. Über

den QR-Code gehtʼs direkt zur Anmeldung!

Fotos: Edeka-Zentrale

10 Branche • RUNDSCHAU 05/25


Branche

Newsticker

Unmittelbar vor dem Markt

steht bei Rewe Stoll in der

Ringstraße in Langenselbold

der Kräuter- und Salat-

Container.

Salat und Kräuter aus dem Container vor der Tür

GROWING-CONTAINER Sein Traum ist es,

auch Erdbeeren für seine Kunden anzubauen,

am besten im März, wenn die Ware sonst aus

Spanien eingeflogen wird: Für Edeka-Kaufmann

Alfred Stoll sind neue Wege zur Nachhaltigkeit

ein wichtiges Thema. Deswegen hat er neben

seinem Markt in Langenselbold nordöstlich

von Hanau in der Nähe von Frankfurt einen

Growing-Container aufgestellt. Dort gedeihen

Kräuter und Salate, die er als „Selbolder

Kräuter“ direkt nebenan vermarktet. „Im begehbaren

Container wachsen die Kräuter in

Steinwolle statt Erde, mit wenig Wasser, ohne

Pestizide, auf wenig Raum – und alles komplett

unabhängig von Klima, Wetter und Jahreszeit“,

erklärt Stoll. Weil im Container auf den Einsatz

von Erde verzichtet wird, sei auch die Bewässerung

um etwa 80 Prozent effizienter. Das Wasser

werde nur gebraucht, um die Wurzeln feucht

zu halten und fließe in einem Kreislauf, werde

also wiederverwertet. „Auch der Strombedarf

ist gering, er kann über Solarmodule auf dem

Containerdach gedeckt werden und wird über

eine automatische Beleuchtungseinstellung im

Pflanzcontainer geregelt“, freut sich der Kaufmann.

Angesichts der Tatsache, dass durch die

Klimaveränderung immer mehr Gemüse unter

Glas gezogen werden müsse, sei das Grün aus

der Indoorfarm, das nebenan verkauft wird,

„unser Beitrag für eine bessere Zukunft“.

▽ Im Markt wird die frische Ware aufmerksamkeitsstark

präsentiert.

▽ Gefragte Kräuter wie

Petersilie sowie Salat

wachsen gut.

Fotos: Afred Stoll; PUR GmbH

△ Alfred Stoll möchte am

liebsten auch Erdbeeren

im Container anbauen.

www.rundschau.de

11


Branche

Newsticker

2

1

3

4

5

6

Deutschlands beste

Getränkehändler geehrt

PREISVERLEIHUNG Zum 25. Mal wurde am

24. März in München/Unterschleißheim der

renommierte Award „Deutschlands beste

Getränkehändler“ von der RUNDSCHAU für

den Lebensmittelhandel verliehen. Zur Jubiläumsveranstaltung

bot das Branchenevent

„GETRÄNKE. GROSS. HANDELN. 2025“ des

Bundesverbands des Deutschen Getränkefachgroßhandels

(BV GFGH) den würdigen

Rahmen. Die diesjährigen Preisträger waren

das Frische Center Gerdes in Moers (Weinwelt),

der Anderl-Getränkemarkt in Waldkraiburg

(Bester Getränkefachmarkt) sowie die

Logo-Getränkefachmärkte der Firma Heurich

(Filialkonzept GFM). Die RUNDSCHAU kürt den

Award gemeinsam mit ihren Medienpartnern,

darunter die Fachzeitschriften Wein+Markt

und Getränkefachgroßhandel, sowie dem

BV GFGH. Als Sponsoren fungieren Coca-Cola

und die Weinheimat Württemberg.

1 Das Team von Anderl nahm den Preis in der

Kategorie Bester Getränkefachmarkt entgegen.

2

3

Dirk Reinsberg (BV GFGH) hielt die Laudatio

für die Logo-Märkte der Firma Heurich, die mit

ihrem Filialkonzept überzeugt haben.

Das Frische Center Gerdes wurde für seine

eindrucksvolle Weinwelt ausgezeichnet.

4 Durch die Veranstaltung führte Mirko Jeschke,

Chef vom Dienst bei der RUNDSCHAU.

5

6

Zum Gruppenfoto versammelten sich am Ende

alle Gewinner und Laudatoren auf der Bühne.

Heiß begehrt: die Awards für die diesjährige

Jubiläumsausgabe des Branchenwettbewerbs.

Fotos: Jan Düfelsiek

12 Branche • RUNDSCHAU 05/25


Fotos: stock.adobe.com/losmostachos, supamas, tabitazn

Mintel Spotlight – der Marktforschungs-Blog mit

erfrischenden Perspektiven, neuen Daten und bahnbrechenden

Analysen der Märkte, die wirklich zählen.

Im Fokus: Convenience

Keine Frage: Das ewige Jonglieren zwischen Job und

Familie ist stressig. Viele suchen daher nach Optionen,

um Stressfaktoren im Alltag zu verringern. Convenience-

Food kommt hier vielen Verbrauchern zugute. Denn die

Produkte sind meist vorgekocht, vorgefertigt oder werden

in einer Form angeboten, die wenig Aufwand

bei der Zubereitung erfordert.

Die Bandbreite reicht von Tiefkühlgerichten

über Fertigsuppen bis hin

zu Snacks und Fertigbeilagen. Mintel

wirft einen Blick auf die wichtigsten

Trends in Deutschland.

Die Qual der Wahl

Mehr Angebote für Singles

Einzelhaushalte verwenden überdurchschnittlich oft

Convenience-Lebensmittel und -Getränke, um Zeit zu

sparen. Darüber hinaus nutzen 53 Prozent der Single-

Haushalte, die jene Produkte verwenden, diese, um

die Zubereitung von Lebensmitteln zu vereinfachen,

gegenüber 44 Prozent aller Nutzer dieser Kategorie. Dies

deutet darauf hin, dass Verbraucher, die für sich selbst

kochen, durchaus bereit sind, kulinarische Abkürzungen

zu nehmen. Hersteller können diese Einstellung unterstützen,

indem sie den Mahlzeiten von Singles etwas

Pepp verleihen oder sogar das Kochen mit Fertigprodukten

als eine Form der Selbstfürsorge fördern. 43 Prozent

der Deutschen stimmen zu, dass Marken mehr Angebote

speziell für Singles anbieten sollten.

_

ZAHLEN

TICKER

Frozen Food

46 PROZENT

der Verbraucher halten

tiefgefrorene Produkte

für bequemer verwendbar

als Frischwaren.

Konsum

70 %

der deutschen Convenience-

Verbraucher verzehren

einmal pro Woche oder

häufiger entsprechende

Produkte. 19 % tun dies

mindestens einmal am Tag.

Vielfalt

41 PROZENT

der Umfrageteilnehmer

finden, es sollte mehr

Convenience-Produkte

geben, die auf bestimmte

Ernährungsbedürfnisse

zugeschnitten sind.

Branche

Zahlen & Fakten

Auf einen Blick

Sicht der Konsumenten

78 % 26 %

kaufen Produkte, die

der Deutschen greifen

für den Verzehr für

auf Convenience-Lebensmittel

und -Getränke

unterwegs entwickelt

sind.

zurück.

64 %

der Convenience-

Konsumenten greifen

auf Produkte mit

praktischer Verpackung

zurück.

Lagerstabilität

Kühl- und Tiefkühlwaren

Die Mehrheit der Convenience-Produkteinführungen

in Deutschland sind haltbare

Produkte, was auf die Bequemlichkeit

hinweist, jederzeit Nahrung zur Verfügung

haben zu wollen. In Deutschland stieg der

Anteil der haltbaren Produkte bei Convenience-Produktneueinführungen

von

57 Prozent im Jahr 2020 auf 68 Prozent in

2024. Kühlpflichtige und tiefgefrorene Produkteinführungen

sind

dagegen rückläufig,

was möglicherweise

die gestiegene Nachfrage

nach Produkten

für unterwegs widerspiegelt.

Eltern mit Kindern

im Alter von

18 Jahren und

jünger verwenden

Convenience-Produkte

häufiger (91 %) als Eltern mit

älteren Kindern (68 %) oder

kinderlose Deutsche (78 %).

Adam Millward, Research Analyst bei Mintel

Motivation

60 PROZENT

der Verbraucher, die Convenience-Produkte

verwenden,

tun dies, um Zeit zu

sparen. 44 Prozent wollen

dadurch die Zubereitung

von Gerichten vereinfachen.

Besonders

oft genannt wurde der

Faktor Zeitersparnis bei

Einzelhaushalten (69 %).

Augenmerk auf die Extras

Nährwerte im Fokus

Auch wenn Personalisierung in der Ernährungsindustrie

eine kleine Nische bleiben

mag, können Smart-Nutrition-Angebote im

Einzelhandel einfache Gesundheitsindikatoren

in einem Produkt hervorheben, wie

beispielsweise den Gehalt an Vitaminen,

Proteinen und Ballaststoffen. Innovationspotenzial

sieht Mintel insbesondere bei

Convenience-Lebensmitteln/-Getränken mit

Vermerk auf Vitaminen und Mineralien.


Advertorial

Branche Nachwuchsförderung

△ Ob Kaffee, Früchte, Blumen, Saft, Schokolade oder Honig: Die Vielfalt des Fairtrade-Sortiments ist groß. Die „Faire Woche“ ist eine gute Gelegenheit, sie zu zeigen.

Platzierungschallenge: Faire

Gemeinsam mit Fairtrade

Deutschland lädt fitfortrade

Nachwuchskräfte im Drogerieoder

Lebensmitteleinzelhandel zur

diesjährigen Platzierungschallenge

ein. Jetzt anmelden, Starterkit

sichern und coole Preise gewinnen!

Vielfalt zeigen!

Beim Einkauf im Supermarkt hat es wohl

jeder schon gesehen: das blaugrüne Fairtrade-Siegel.

Über 92 Prozent der deutschen

Verbraucher*innen kennen es bereits!

Fairtrade steht für den Schutz von Mensch und

Umwelt – die Fairtrade-Standards verbieten

ausbeuterische Kinderarbeit, Diskriminierung

und den Einsatz hochgiftiger Pestizide.

Fairtrade-Produzent*innen erhalten feste

Mindestpreise für Rohstoffe wie Kakao, Zucker

oder Kaffee und eine zusätzliche Prämie als

Unterstützung für Gemeinschaftsprojekte.

Viele Aktionen für mehr Fairness

Dass wir mit jedem Einkauf ein Zeichen für

mehr Klimafairness und soziale Gerechtig-

mit Unterstützung von:

Fotos: Fairtrade Deutschland I Sparked

14

fitfortrade • RUNDSCHAU 05/25


Markentrainer Fairer Handel

Fairtrade: Nachhaltig für Mensch, Natur und Klima.

Alle Infos zum fairen Handel in all seinen Facetten

gibt es im aktuellen Markentrainer.

keit setzen können, zeigt Fairtrade in seinen

Kampagnen und Aktionen wie beispielsweise

der bundesweiten Kampagne „Faire Woche“.

Auch 2025 ruft Fairtrade dazu auf, den Einkaufswagen

mit fairen Produkten zu füllen

– und hier kommt ihr ins Spiel.

Auszubildende, macht euch bereit!

Die Fairtrade-Platzierungschallenge geht

in die nächste Runde. Mit kreativen Zweitplatzierungen

können Nachwuchskräfte im

Drogerie- oder Lebensmitteleinzelhandel

sich für fairen Handel einsetzen. Der beliebte

Azubi-Wettbewerb findet in diesem Jahr

erneut anlässlich der „Fairen Woche“ statt.

Die Anmeldung läuft vom 1. Juni bis zum

25. Juli (Link zur Anmeldung und weitere Infos

in der Grafik unten). Die Gewinner*innen

werden dann am 15. Oktober beim großen

fitfortrade-Finale im E-Werk in Köln gekürt

und können sich über tolle Gewinne freuen.

Im Jahr 2024 überzeugte das Team des Kauf-

So sehen verdiente

Sieger aus: Bei der

Platzierungschallenge

2024

setzte sich das

Azubi-Team

des Kauflands

in Ravensburg,

Baden-Württemberg,

durch.

lands in Ravensburg die Jury. „Es erfüllt uns

mit Stolz und macht uns glücklich, dass wir

als Team so gut zusammengearbeitet und

gewonnen haben. Die Aktion, die Reise nach

Köln und der Sieg haben uns richtig zusammengeschweißt.

Der Pokal steht jetzt bei uns

an der Information, sodass ihn jeder sehen

kann und wir uns immer wieder aufs Neue

freuen können, wenn wir daran vorbeilaufen!“,

so das Gewinnerteam von 2024 stolz. ☐

IN NUR 3 SCHRITTEN BIST DU DABEI

Anmeldung

ab 1. Juni

möglich

Melde dich bis zum 25. Juli

zur Teilnahme am Platzierungswettbewerb

an.

Im August erhältst du ein

Starterset für deine Platzierung

von uns. Damit

kannst du faire Produkte in

einer kreativen Zweitplatzierung

in deinemMarkt in

Szene setzen.

Mache Fotos und Videos von

deiner Platzierung im Markt

und lade sie bis zum 30. September

auf unserer Webseite

hoch. Gerne kannst du dir

auch Unterstützung holen

und mit einem Team von bis

zu fünf Personen mitmachen.

www.fairtrade.net/de-de/mach-mit/Aktionen-und-Kampagnen/platzierungschallenge.html

www.rundschau.de

15


Branche

Interview

Text: Martina Kausch

Foto: Stefan Zeitz

Gemeinsam

energievoll

wachsam

Eine Arbeitsmarktreform,

Bürokratieabbau und Wertschätzung

für Jobs im Handel ähnlich wie in der

Pflegebranche – für diese Ziele steht

Björn Fromm als BVLH-Präsident. Im

RUNDSCHAU-Interview berichtet er

über seine Strategie und einen großen

Erfolg: Die Verbände-Allianz mit der

Landwirtschaft.

Täglich neue Herausforderungen: Seit Björn Fromm

2023 als Präsident den Bundesverband des Deutschen

Lebensmittelhandels (BVLH) führt, hat die

Dynamik der Themen und Entscheidungen zugenommen.

Mit Energie, Fokus und verbindlicher Freundlichkeit

setzt sich der 40-jährige Edeka-Kaufmann aus

Berlin dafür ein, die Leistungen des LEH als zuverlässiger

Versorger der 80 Millionen Menschen in Deutschland sichtbarer

zu machen. Aber auch die nahezu überall steigenden

Preise, die Landwirtschaftspolitik, das Lieferkettengesetz

und die Verhandlungskultur zwischen Industrie und

Handel sind seine zentralen Themen. „Wir brauchen das

große Ziel als Vorgabe, mehr Marktwirtschaft, wenige,

aber klare Regeln und einen Rückbau dieser unnötigen

Berichtspflichten“, ist Björn Fromm überzeugt.

16 Branche • RUNDSCHAU 05/25


Das komplette Interview

mit Björn Fromm lesen Sie nach dem Scannen

des QR-Codes ausführlich auf der täglich

aktuellen Homepage der RUNDSCHAU.

+

ZUR

PERSON

Björn Fromm

Der Handel ist wachsam, wenn Markenhersteller

überzogene Preiserhöhungen

fordern, die nicht durch Rohstoffkosten

begründbar sind.

Björn Fromm

Präsident BVLH

Björn Fromm ist gebürtiger Berliner

und seit 2012 selbstständiger

Edeka-Kaufmann mit aktuell drei

Märkten in Berlin.

Der Fachmann für Change-Management

und Wirtschaftspsychologe

war als Software-Entwickler und IT-

Berater tätig und führte als

Geschäftsführender Gesellschafter

ein Orthopädiehaus und ein

Unternehmen für Werbetechnik.

Die hohen Verbraucherpreise sind aktuell

ein großes Thema. Wie stehen Sie zu den

steigenden Preisen?

Der Handel ist auch nicht glücklich mit steigenden

Preisen. Wenn Vorlieferanten ihre

Abgabepreise erhöhen, dann setzt sich das am

Ende entlang der Kette fort. In Deutschland

haben wir auch nach den Preissteigerungen

der vergangenen Jahre im europäischen Vergleich

immer noch sehr wettbewerbsfähige

Lebensmittelpreise. Das ist Zeichen einer

grundsätzlich funktionierenden Lebensmittelwirtschaft

mit Effizienzen auf allen Stufen

der Kette. Doch der Handel ist sehr wachsam,

wenn Markenhersteller überzogene

Preiserhöhungen fordern, die nicht durch

Rohstoffkosten begründbar sind. Dort geht

der Lebensmittelhandel immer wieder in die

Auseinandersetzung, um die größtmögliche

Verbraucherwohlfahrt zu erzielen.

Trotzdem ist die Teuerung bei Lebensmitteln

höher als bei anderen Produkten.

Dass Lebensmittel insgesamt teurer wurden,

muss man bei all dem, was politisch und geopolitisch

gewollt oder ungewollt passiert ist,

leider hinnehmen. Die Rohstoffpreise sind

seit Jahren steigend, aber auch volatil. Die

Personal- und Energiekosten stiegen an wie

noch nie, Zinsenkosten sind zurück und die

Baukosten explodieren.

Welchen Stellenwert hat das Thema

Digitalisierung auf Ihrer Agenda?

Wissen Sie, schon vor mehr als zehn Jahren

haben bereits kluge Menschen in der Öffentlichkeit

gesagt, dass in zehn Jahren – also

heute – Omnibusse und Taxen autonom fahren

und massiv Arbeitsplätze vernichtet würden.

Heute sind wir davon noch weit entfernt. Vor

zehn Jahren dachte man, es gebe zukünftig

ein Problem, den Menschen überhaupt noch

genug Arbeit anbieten zu können. Das Gegenteil

ist heute der Fall – wir haben auf allen

Stufen Schwierigkeiten, Menschen für Arbeit

zu begeistern und Stellen zu besetzen.

Das bedeutet?

Digitalisierung ist wichtig und auch ein Teil

der Lösung. Aber wir brauchen insgesamt

starke Reformen in Deutschland und dürfen

nicht allein an Digitalisierung als Heilmittel

festhalten. Damit lenken wir nur von den

wirklichen Problemen ab. Wir brauchen eine

Arbeitsmarktreform, damit arbeitslose Menschen

wieder Anreize für die Arbeitswelt verspüren

und in den Arbeitsmarkt gelangen. Das

ist aus meiner Sicht dringender als die Frage,

wie man noch besser digitalisieren kann. Am

Ende braucht es natürlich beides.

Die Arbeitsmarktreform ist für Sie

wichtiger als die Digitalisierung?

Ja. Wenn wir jetzt einen grundlegenden Ruck

und einen Aufschwung wollen, dann ist es

eine Reform von Arbeit und Sozialleistungen,

die Menschen wieder in Arbeit bringt. Arbeit

muss sich lohnen. Und wir müssen Arbeit auch

wieder als etwas Sinnstiftendes anerkennen.

Wie können Sie die interessanten Jobs, die der

LEH ja durchaus bietet, in der Gesellschaft

Fromm hat einige Verbandspositionen

inne und ist seit 2023 als

Präsident des Bundesverbandes des

Deutschen Lebensmittelhandels

(BVLH) Nachfolger von Friedhelm

Dornseifer. Er ist Aufsichtsratsmitglied

der Edeka Minden-Hannover

und hat außerdem einen Aufsichtsratssitz

bei der Signal Iduna

Krankenversicherung.

sichtbarer machen? Es sind Jobs für

die Ernährung der Menschen im Land.

Das ist eine große Aufgabe. Und da hilft nicht

die eine Social-Media-Kampagne und da helfen

auch nicht bunte Werbebanner auf Plakatwänden.

Da gilt es einmal in Richtung Politik

und Öffentlichkeit aufzuzeigen, was der

Lebensmitteleinzelhandel wirklich leistet,

jeden Tag Deutschland zu versorgen. Diese

Leistung müssen wir sichtbar machen, um

Wertschätzung für alle Jobs in diesem Sektor

– ähnlich wie bei Handwerkern und Pflegeberufen

– wachsen zu lassen. Und zum anderen

müssen wir vor Ort zeigen, wie interessant

und lebensnah unsere Berufe sind, wie viele

Chancen und Karrieremöglichkeiten bestehen.

Welche Themen haben Sie seit ihrer

Wahl zum BVLH-Präsidenten 2023 gut

www.rundschau.de

17


Branche

Interview

auf den Weg bringen können? Welche

Schwerpunkte setzen Sie?

Zunächst habe ich zugehört: Was bewegt

die Mitgliedschaft, was bewegt die Politik,

und was bewegen auch andere Player in der

Branche? Ich durfte gleich zu Beginn in der

von der Bundesregierung eingesetzten Zukunftskommission

Landwirtschaft (ZKL) mitarbeiten.

Im neuen Abschlussbericht finden

sich jetzt viele konsensuale Lösungsansätze

für die großen Leitlinien der Agrar- und Ernährungspolitik.

Diesen Impuls des zweiten ZKL-

Abschlussberichts haben wir im Januar 2025

verstärkt und wichtige Kernelemente für die

Landwirtschaft und Nutztierhaltung zwischen

dem Deutschen Bauernverband, dem

Deutschen Raiffeisenverband und uns, dem

BVLH, als Verbände-Allianz geeint und an

die Politik übergeben. Beispielsweise unterstützen

wir eine klare Kennzeichnung von

in Deutschland erzeugten Produkten. Erste

richtige Ansätze finden sich nun auch im

neuen Koalitionsvertrag wieder.

Ich habe noch eine letzte Frage, noch einmal

zum Thema Verhandlungen mit der Industrie,

Ich höre immer wieder, man müsse bei den

Verhandlungen das Gemeinsame stärker in

den Blick nehmen – ist das möglich oder naiv?

Man muss sich eins vor Augen führen: Der

deutsche Lebensmitteleinzelhandel, der sehr

unterschiedlich aufgestellt ist mit seinen un-

Die Verbände-

Allianz aus Bauern,

dem Raiffeisenverband

und dem

BVLH unterstützt

die Kennzeichnung

von deutschen

Produkten.

terschiedlichen Formaten und Einkaufsmöglichkeiten,

von mittelständisch geprägten Genossenschaften

und großen Filialbetrieben ...

... trifft auf ...

… trifft auf große, weltweit agierende Industrieunternehmen.

Er trifft auf Konzerne.

Ja. Und weder ist ein Industriekonzern etwas

Böses, noch ist ein großes Handelsunternehmen

schlecht. Das ist nur erst mal die

Realitätsbeschreibung.

Und wenn nun einer der deutschen Lebensmittelhändler

mit so einem großen Player

verhandelt, dann gilt doch Marktwirtschaft

und Vertragsfreiheit. Diese Verhandlungen

spürt manchmal auch der Kunde in den Regalen

– die Ware von einigen Marken fehlt

dann zeitweise. Manchmal wird die Belieferung

eingestellt und manchmal bleiben die

◁ „Zunächst habe

ich zugehört“, sagt

Björn Fromm über

seine ersten Wochen

als Präsident

des BVLH. Eines

der ersten wichtigen

Themen war

dann die Landwirtschaftspolitik.

Bestellungen aus. Beide Seiten verhandeln

miteinander.

Mit durchaus harten Bandagen.

Der starke Wettbewerb im LEH ist doch

Garant dafür, dass wir im europäischen Vergleich

relativ geringe Haushaltsausgaben für

Lebensmittel haben. Und das zum Wohle

des Verbrauchers. Da ist es wichtig, dass die

Politik auch diese Wertschöpfung und Verbraucherwohlfahrt

erkennt, den Sinn der

freien Marktwirtschaft versteht und diese

unterstützt. Denn weder muss noch soll die

Lebensmittelindustrie vor dem Handel oder

auch andersrum geschützt werden.

Welche Folgen hat diese Situation für den

Handel und die Endverbraucher?

Jede Regulierung bedeutet einen Einschnitt

in die Wettbewerbsfähigkeit und Effizienz

der Wertschöpfungskette. Leider hat die bisherige

UTP-Regulierung (EU-Richtlinie über

unlautere Handelspraktiken in den Geschäftsbeziehungen

zwischen Unternehmen in der

Agrar- und Lebensmittelversorgungskette,

Anm. d. Red.) genau dazu geführt, dass beispielsweise

internationale Großmolkereien

einseitig vor dem Handel geschützt sind,

um ihre Erträge zu maximieren. Und das

auf Kosten der Verbraucher – das kann es

nicht sein. Weiterhin ist bekannt, dass einige

multinationale Hersteller im Bereich der

schnelldrehenden Konsumgüter territoriale

Lieferbeschränkungen festgelegt haben, um

Einzel- und Großhändler daran zu hindern,

ihre Produkte dort zu beziehen, wo sie es

innerhalb des Europäischen Binnenmarktes

wünschen. Auch hier auf Kosten der Verbraucherinnen

und Verbraucher.

18 Branche • RUNDSCHAU 05/25


NEU

mehr frucht. mehr power.

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durch einen Fruchtsaftgehalt von mind. 5 %

und überzeugen durch ihren unverwechselbar

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47

Meter

Kühlregale prägen das Gesicht

des Edeka-Fromm-Markts in zentraler Lage in

Berlin direkt neben U- und S-Bahn am Wedding.

4.000

Kunden

mindestens besuchen täglich

den Markt in der Berliner Müllerstraße 12. Es gibt

in der Straße auch einen zweiten Fromm-Markt.

Höchste Frequenz

mitten im Kiez

Wer mitten in der Hauptstadt und unmittelbar an einem S- und U-Bahnhof

einen Markt betreibt, muss das Konzept auf Schnelldreher und To-go-

Produkte legen. Wie das funktioniert, zeigt Björn Fromm in Berlin-Wedding.

Allein die Zahlen beeindrucken: 4.000 Kunden

täglich, 13 Kassen, 47 Meter Kühl- und Gefrierschränke

sowie -truhen. Und wie groß ist die

Verkaufsfläche? 1.040 Quadratmeter. So etwas gibt

es nur in Berlin, genauer gesagt am Wedding. Eine Minute

zu Fuß vom S- und U-Bahnhof Wedding, zwölf Minuten

zu Fuß nach Mitte betreibt Björn Fromm den ältesten

(und 2021 umgebauten) seiner drei Berliner Märkte, einen

Hochfrequenzmarkt.

Hochfrequenzmarkt, das kann man wohl sagen: Schon

morgens um kurz nach neun Uhr brummt der Laden, in

der Mittagszeit ist es noch einmal voller, den

(frühen) Abend kann man sich vorstellen.

Von 7 bis 22 Uhr ist hier täglich außer sonntags

geöffnet, rund 60 Mitarbeitende wuppen

den Markt, in dem wegen der Parkplatzsituation

und baulichen Gegebenheiten auch die

Logistik vor Herausforderungen steht.

Strategie ist alles

Besser als Björn Fromm kann man Märkte

auf Standorte wohl nicht abstimmen – und

besser kann man diesen Markt auf diesen

Standort nicht abstimmen. Die Security vor

dem Eingang ist unauffällig, der Empfang ist

auch dank des Blumenangebots als Eyecatcher

optisch freundlich gestaltet. Nach dem Eingangsbereich

startet der Kundenlauf mit einer

umfangreichen Obst- und Gemüseabteilung.

Die Abteilung ist gediegen um eine Präsentationsinsel

herum gebaut und bietet eine

top-frische Auswahl auf zwei Regaletagen.

Doppelplatzierungen zeigen, dass man sich

auf eine hohe Kundenfrequenz eingestellt

hat. Ein besonderes Detail sind die schönen

Deckenlampen mit Walddruck auf den grünen

20 Branche • RUNDSCHAU 05/25


Store-Check spezial

Edeka Fromm, Berlin

Text: Martina Kausch

◁ Prächtiger Empfang: Mit Obst und Gemüse

in zwei Etagen startet der Kundenlauf.

Schirmen, die die Ware gut beleuchten und

eine angenehme, fast exklusive Atmosphäre

schaffen. Man spürt, hier will jemand nicht

nur viel Umsatz machen – es soll möglichst

mit Ambiente geschehen.

Für flotte Kunden

Gleich im Anschluss an die O&G-Abteilung

haben die Innenstadt-Kunden viele Gelegenheiten,

sich für die schnelle Verpflegung

einzudecken, denn Heiße Theke mit einsehbarem

Vorbereitungsbereich, Salatbar und

das Sushi-Angebot von Eat Happy sind nur

wenige Schritte entfernt. Convenience-Küh-

lung und Marktbäckerei vervollständigen das

Angebot für flotte Käufer. Auch hier herrscht

klarer Fokus auf die Kundenwünsche: Von

himmelblauen Donuts bis zu Bio-Broten, von

Franzbrötchen bis zu Berliner Schrippen und

türkischen Simit liegt alles ansprechend im

Regal. Bio-Backwaren bezieht Björn Fromm

von einem lokalen Berliner Bäcker. Thema

Bio-Sortiment: Das ist im Markt in den jeweiligen

Sortimenten „zusortiert“, wie der Edeka-

Kaufmann sagt, es gibt also keinen separaten

Bereich mit dem Bio-Sortiment. Trotzdem

oder deswegen gehört der Markt laut Fromm

zu den Top Drei der umsatzstärksten Märkten

in ganz Berlin, was Bio betrifft. Vegane Waren

sind dagegen getrennt im Extraregal platziert.

Nach diesem ersten Marktbereich eröffnet

sich die Fläche in den hinteren

△ TK in großem Stil: 47 Meter Kühl- und Gefrierschränke

bzw. -truhen prägen den Markt.

natürlich

ausgezeichnet

Unsere Snacks sind weniger süß, aber

auch weniger salzig und das mit Erfolg.

Beste Qualität und feines Röstaroma

überzeugen unsere Kunden natürlich

ebenso wie die Jury beim Sweetie 2025.


Store-Check spezial

Edeka Fromm, Berlin

Wichtiges Thema Nachhaltigkeit:

Wärmerückgewinnende Kühlregale

gehören bei Edeka Fromm

zum Marktkonzept.

Gebäudeteil und damit zu all dem, was ein

Vollsortimenter bietet – und im Bereich TK

und dem gekühlten Sortiment deutlich mehr.

Mit 47 Metern Kühl- und Gefrierregalen bzw.

-truhen bietet der Markt rund ein Drittel mehr

Angebot aus dieser Warengruppe. Tiefkühlware

wird in schier unglaublicher Auswahl

sowohl liegend als auch stehend angeboten.

Interessant statt eng

Insgesamt wirkt der Markt trotz des riesigen

Sortiments nicht überladen, und man hat

trotz schmalerer Gänge und enger Warenstellung

nirgends das Gefühl von unangenehmer

Masse. Die Ware ist so gestellt, dass eher das

Interesse geweckt als der Eindruck von belanglosem

Einheitsbrei im Sortiment hervorgerufen

wird. Die Auswahl beispielsweise von

schönen Grußkarten bei Papierwaren geht

weit über das Übliche hinaus.

Edeka-Kaufmann Björn Fromm betreibt

in Berlin drei Märkte, zwei allein in der langen

Müllerstraße, der am Wedding ist das

Flaggschiff des Unternehmens. Neben der

zentralen Lage spielt für den Umsatz natürlich

eine Rolle, dass Wettbewerber in nächster

Umgebung fehlen. Als Nachteil schlägt zu

Buche, dass die Sicherheitsvorkehrungen

im Markt erheblich sein müssen – und der

Warenschwund trotzdem deutlich höher ist

als in Märkten andernorts.

Gut platziert:

ein Sortiment

aus Küchenutensilien

neben den

umfangreichen

Gewürzregalen.

Mittlerweile werden im Markt

in der Müllerstraße 12 über

50 Prozent des Umsatzes über

die Selfscan-Kassen generiert.

Björn Fromm

Edeka-Kaufmann

Fokus auf Bauökologie

2021 wurde der Markt modernisiert, und dabei

legte man laut Björn Fromm Wert auf

Nachhaltigkeit. Das nicht nur bei den großen

Entscheidungen wie LED-Beleuchtung und

Kühltechnik mit Wärmerückgewinnung, sondern

auch bei kleinen Details. Vom Fliesen-

Fotos: Stefan Zeitz; RUNDSCHAU/ Kausch

22 Branche • RUNDSCHAU 05/25


D

www.rundschau.de/service/store-check

Schauen Sie rein. Hier finden Sie weitere Bilder vom

Edeka-Markt Fromm und andere aktuelle Store-Checks.

_

MARKT

DATEN

◁ An alles gedacht:

Ein ausgewähltes

Nonfood-

Sortiment, hier

Partyzubehör,

lockert die Essigund

Öl-Regale auf.

Edeka Fromm,

Berlin Wedding

> Adresse: Müllerstraße 12,

13353 Berlin

> Öffnungszeiten: Montag bis

Samstag 7 bis 22 Uhr

> Verkaufsfläche: 1.040 m2

> Zahl der Produkte: rund 14.000

> Zahl der Bio-Produkte: 1.704

> Zahl der Mitarbeitenden: 60

> Besonderheiten: 47 Meter Kühlund

Tiefkühlschränke sowie

-truhen, breites Convenience- und

Bio-Sortiment, 13 Kassen, davon

zehn Selfscan-Kassen.

kleber und den Wandfarben auf Wasserbasis

bis zu den unlackierten Holz-Dekoelementen

sowie den Beschriftungen aus Holz für die

Orientierung im Markt – viele Ideen aus dem

ökologischen Bauen wurden realisiert.

Durchdachte Kassenzone

In der Kassenzone geht es um modernste

Technik. 80 Prozent der Bezahlvorgänge werden

über Kartenzahlung abgewickelt, zehn

Selfscan-Kassen und drei Sitzkassen stehen

dafür zur Verfügung. Die Selfscan-Kassen sind

aus dem Markt in Citylage nicht mehr wegzudenken,

„über 50 Prozent des Umsatzes werden

über diese Systeme generiert“, so Fromm.

Zwei Mitarbeitende sind im Kassenbereich

eingesetzt, um den Überblick zu bewahren

und Kunden zu unterstützen. Dass man sich

wirklich um jedes Detail im Markt Gedanken

gemacht hat, zeigt das abwechslungsreiche

Sortiment für Impulskäufe neben den Kassen

an der Wand. Nicht zufällig wurde diese

Gestaltung mit einem RUNDSCHAU-Preis

für Deutschlands beste Kassenzone bedacht.

Abstimmung mit den Füßen

Die Kunden stimmen mit den Füßen ab – in

der Müllerstraße 12 bildet die Abstimmung

den täglichen Run. Und bei der Distanz von

drei Kilometern zum Reichstag und dem sich

positiv entwickelnden Wedding kommt auch

so mancher aus dem politischen Berlin zum

Einkaufen vorbei.


Branche

Round Table Molkereiprodukte

Text: Martina Kausch Fotos: Heiko Rhode

Endverbraucher

fest im Blick

Dichte und Vielfalt im Mopro-Regal sind Risiko und Chance –

sagen die Teilnehmer des RUNDSCHAU-Round-Table

im Main Tower in Fankfurt. Der klare Fokus auf die Kunden

und ihre Wünsche hält Hersteller und Händler

angesichts der Transformationen auf der Erfolgsspur.

THESE 1:

PROTEINHYPE

OHNE ENDE

Produkte müssen Zusatznutzen haben:

Protein ist im Mopro-Regal ein Dauerrenner.

Petra Engels: Warengruppenübergreifend liegt

das Thema Protein nach wie vor im Trend, und

alles, was gelöffelt werden kann, wächst im

Sortiment Mopro besonders stark: Proteinjoghurt,

-pudding, -skyr, -quark.

Andreas Schneider: Schwarzwaldmilch ist

ja Marktführer im Bereich Proteinmilch in

Deutschland, und wir haben hundertprozentige

Zuwächse pro Jahr. Gigantisch. Ich muss

24 Branche • RUNDSCHAU 05/25


Schnittkäse in aller Munde

Ob Theke oder SB – mit Schnittkäse punkten Sie

bei den Shoppern. Mehr dazu lesen Sie nach dem

Scannen des QR-Codes in unserem Markentrainer.

sagen, ich habe das Thema Protein vor fünf,

sechs Jahren als Mode gesehen und mich damit

schwer getan. Dann konnte man erkennen,

das ist ein Trend, und wir sind eingestiegen,

mit Milch, Quark, Milchmischgetränken – und

mit klaren Proteinisierungsvorgaben in einem

Baukastensystem, das sind beispielsweise

75 Gramm bei einem Liter H-Milch.

Michael Krause: Rücker produziert auch Grillkäse;

bislang mit drei Sorten. 2024 haben wir

als vierte Sorte den High-Protein-Grillkäse auf

den Markt gebracht, und liefern nun gerade

mit Honey BBQ die fünfte Sorte der Grillkäse-

Range aus. Grillkäse ist ein Thema mit Potenzial;

wir glauben, es wird weiter wachsen.

THESE 2:

FLAVOUR MACHT

DEN UNTERSCHIED

Nur wenn es dem Konsumenten schmeckt,

hat ein Produkt im LEH Zukunft.

Petra Engels: Produkte sollen zunehmend

convenient, also bequem zu benutzen sein,

aber Geschmack hat klar Priorität. Lediglich

Verganer sind beim Thema Geschmack

toleranter. Wenn ein Konsument sagt, ich

Wie findet man in einem

enger werdenden Markt

seine Verwender? Indem

man Einzigartigkeit

stärker entwickelt.

Andreas Schneider

Schwarzwaldmilch

möchte mich vegan ernähren, ist er eher

bereit, Geschmackseinbußen hinzunehmen.

Schon Flexitarier möchten bei Ersatzprodukten

genau den gleichen Geschmack wie das

Original, sonst sind sie nicht kaufbereit.

Claus Christmann: Wir haben unser komplettes

Käsesegment auf vegetarisch umgestellt,

denn wir verwenden ausschließlich mikrobielles

Lab. Das wurde nicht explizit kommuniziert,

wir haben festgestellt, bei der extrem

langen Reifezeit beim Old Amsterdam von

rund acht Monaten schmeckt man wirklich

keinen Unterschied zum Vorgängerprodukt.

Michael Krause: Würzige Käse gibt es nicht

so viele. Sorten wie „Alter Schwede“ und „Alt

Mecklenburger“ stammen im Prinzip

noch aus DDR-Zeiten, und die Verwender-

?

ROUND TABLE

ZUKUNFT IN DER

MOPRO-BRANCHE

› Claus Christmann

National Key Account Manager,

Westland Kaasspecialiteiten B.V.

› Petra Engels

Senior Manager,

Shopper Experience GS1 Germany

› Michael Krause

Mitglied des Aufsichtsrats,

Molkerei Rücker

› Andreas Schneider

Geschäftsführer,

Schwarzwaldmilch

› Martina Kausch

Redaktion RUNDSCHAU

› Sanela Svjetlanovic

Media & Sales RUNDSCHAU

△ Michael Krause hält das Thema Ethnische

Produkte für ein Zukunftsthema: „Bei uns

beflügelt Weißkäse die gesamte Kategorie.“

△ „Die Bedeutung von Milchprodukten wird

abnehmen“, sagt Andreas Schneider. Man

müsse die Transformation aktiv gestalten.

△ „Wenn der Endverbraucher ein Produkt

als Innovation ansieht, ist es eine Innovation“,

ist für Claus Christmann klar.

www.rundschau.de

25


Branche

Round Table Molkereiprodukte

schaft, neudeutsch Community, ist gerade

bei diesen Marken im Osten sehr hoch.

In den alten Bundesländern begeistern sich

mittlerweile auch viele Kunden für diese Produkte;

die Grenze verläuft von Norddeutschland

ungefähr bis ins Rhein-Main-Gebiet. Die

Verwender sind übrigens eher Ü 50.

THESE 3:

ANSPRACHE

MACHT ARBEIT

Weil Zielgruppen so unterschiedlich sind,

muss die Kommunikation passgenau sein.

Claus Christmann: Bei Old Amsterdam haben

wir auch gedacht, es sind eher die älteren

Kunden, die uns kaufen. Aber nein, überhaupt

nicht! Old Amsterdam hat eine Käuferschicht

die von Jung bis Alt alle Käufer abdeckt. Auch

verbindet der Kunde automatisch in positiver

Weise Old Amsterdam mit leckerem Käse, er

assoziiert Amsterdam mit Holland und Holland

mit Käse, auch wenn er ihn noch nicht

probiert haben sollte.

Andreas Schneider: Die Zielgruppenansprache

muss für jedes Segment, auch wenn Schwarzwaldmilch

draufsteht, unterschiedlich sein

in Ansprache, Tonalität, Bildwelt und Mediawahl.

Man muss die Medien wählen, die von

der Zielgruppe genutzt werden. Wir arbeiten

beispielsweise auch mit Influencern, gleichzeitig

gibt es weiterhin Linien und Produkte,

die eine Printanzeige in der Publikumspresse

im Sponsoring-Bereich rechtfertigen.

Michael Krause: Zum Start von Vega Lecker

haben wir mit Mikro-Influencern zusammengearbeitet,

die vegane Rezepte kreiert haben,

adressiert an Endverbraucher. Generell gilt für

unser Unternehmen und unsere Marken: Wir

gehen nicht auf die Plattform TikTok. Das ist

eine unternehmenspolitische Entscheidung

und Haltung.

Claus Christmann: Wir machen mittlerweile

kleine Spots auf YouTube und zeigen: Was

kann man mit dem Produkt machen? Zum

Beispiel auch mit Resten – das Motto ist hier:

Kleine Gerichte aus Lebensmitteln, die übrig

sind, mit unserem Produkt aufwerten – und

das Ganze in 20 bis 30 Sekunden, das kommt

sehr gut an und spielt indirekt und dadurch

direkt auf die Themen Food Waste und Nachhaltigkeit

an.

THESE 4:

ETHNISCHES WIRD

UNTERSCHÄTZT

Grillkäse, Feta aus Kuhmilch und andere

Ethno-Produkte bieten viel Potenzial.

Michael Krause: Ein Thema, das wir hier beim

Round-Table noch gar nicht so im Blick haben,

ist das Thema Migration in der Bevölkerung

und Ethno-Produkte. Die Molkerei Rücker hat

Bei Old Amsterdam haben

wir gedacht, es sind die

älteren Kunden, die uns

kaufen – aber nein,

überhaupt nicht!

Claus Christmann

Westland Kaasspecialiteiten

seit Jahren mit Oba eine Ethno-Marke. Bei

uns beflügelt Weißkäse das Segment und die

gesamte Kategorie, Stichwort „Feta aus Kuhmilch“,

Hirtenkäse. Hirtenkäse hat sich vom

klassischen Saisonartikel zum Ganzjahresartikel

entwickelt, sozusagen zur Allzweckwaffe.

Bei Grillkäse sehe ich gerade im Blick auf junge

Zielgruppen sehr, sehr viel Potenzial. Siehe

eben der High-Protein-Grillkäse.

Petra Engels: Die zweite und dritte Generation

der Zugewanderten, also die Generation, die

hier aufgewachsen ist, kauft diese Produkte

mittlerweile gerne im deutschen LEH.

△ Petra Engels, GS1 Germany, erläutert aktuelle Marktzahlen: Immer noch steht auf nahezu jedem

Kassenbon ein Molkereiprodukt; bei rund drei Prozent der Einkäufe entscheidet sich der Shopper vor Ort

im Geschäft innerhalb der Warengruppe um. Die Zahl der Veganer liegt aktuell bei rund vier Prozent.

Andreas Schneider: Das ist die Erwartungshaltung,

und das kann man hier in

26 Branche • RUNDSCHAU 05/25


Umsatz High mit Dubai Style!

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1. Eiskaffee mit Dubai

Schokoladengeschmack

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Entwicklung Kühlprodukte mit

Pistazien-Geschmack 2

Ideale Voraussetzungen

für Mövenpick Iced Coffee

Dubai Style

+32,2 %

+40,3 %

+18,7 %

94 %

Wachstum in 2024 1

Absatz 2024 vs. 2023

Umsatz 2024 vs. 2023

der dt. Bevölkerung kennen

Dubai-Schokolade 3

Quelle: 1 YouGov Haushaltspanel, MAT Dezember 2024; 2 Circana, 2024 vs. 2023, Absatz in t, Umsatz in €; 3 Online-Omnibus-Umfrage, Bilendi, im Auftrag von Opinion Market Research & Consulting, 12/2024

Mehrwertkonzepte aus Milch und Mehr.

Vertrieb durch: Privatmolkerei Bauer GmbH & Co. KG,

83512 Wasserburg/Inn, www.bauer-natur.de


Branche

Round Table Molkereiprodukte

Frankfurt gut beobachten: An bestimmten

Standorten ist das Ethno-Sortiment schon

sehr ausgeprägt. Es ist eine Frage des geografischen

Raums. Schwarzwaldmilch stellt bereits

seit vielen Jahren Produkte für namhafte Marken

her, die vor allem die deutsch-türkischen

sowie die deutsch-russischen Endverbraucher

ansprechen.

THESE 5:

HARTKÄSE OHNE

ALTERNATIVE

Hartkäse-Ersatzprodukte werden in einigen

Jahren aus den Niederlanden kommen.

Petra Engels: Statistisch sehen wir, dass Milchersatzprodukte

stark wachsen, im Joghurt- und

Käsebereich ist das nicht der Fall …

Claus Christmann: … was, wie ich denke, auch

wieder am Thema Geschmack liegt. Im Bereich

Hartkäse ist kein vernünftiges Produkt auf

Anteil der

Befragten

50 %

40 %

30 %

20 %

10 %

@

ZAHLEN

Welche der folgenden Produkte haben Sie

bei High-Protein-Molkereiprodukten gekauft?

Die Renner: Joghurt, Desserts & Co.

0 %

41,7 %

Proteinjoghurt

37 %

35,6 %

desserts/

Protein-

Proteinreicher

quark

Proteinpudding

Skyr

Quelle: GS1 Germany/ Statista, Umfrage 2022

31,4 %

dem Markt und auch nicht in Sicht, was ich

beobachte. Es wird noch Jahre dauern, bis

etwas auf den Markt kommt, was sich hier

mit Käse vergleichen lässt. Denn Käsefreunde

möchten eben auch die Geschmacksnuancen

des Hartkäsespektrums. Ich glaube, die Alternativen

werden dann aus den Niederlanden,

aus Holland kommen. Denn wenn man an

Proteinverarbeitung denkt, sind die Niederländer

in der Entwicklung schätzungsweise

mindestens ein Jahr voraus.

Michael Krause: Im Bereich der würzigen

Käse, wie Rücker sie ja produziert, ist es

genau das gleiche Thema. Wir haben vor

drei Jahren Vega Lecker als vegane Käsealternative

auf den Markt gebracht, und

zwar nicht aus Hafer oder Soja, sondern

aus Hanf. Mozzalina ist die vegetarische

Art des Mozarella und kommt klassisch

in Schlauchbeutel und Lake in die Regale.

Was ich allerdings sehe, ist, dass bei der wachsenden

Zahl älterer Konsumenten in unserer

Gesellschaft würzige Käse stärker nachgefragt

werden – vielleicht liegt es an den im Alter

oft atrophierenden Geschmacksrezeptoren …

Butterkäse ist da eher weniger geschmacklich

gefragt.

Claus Christmann: Westland Kaas hat als Startup

zusammen mit anderen Profis Wildwest-

Land für vegane Produkte gegründet. Die

Produktion geht aber auch eher in Richtung

Frischkäse und Cremes.

THESE 6:

TRANSFORMATION

GESTALTEN

Angesichts sinkender Mopro-Nachfrage

müssen sich Unternehmen breit aufstellen.

Andreas Schneider: Wir haben Transformationsprozesse,

aber solange es Menschen gibt,

wird es Tiere geben und wir werden tierische

Produkte haben. Allerdings: Die Bedeutung

wird abnehmen. Wir werden weniger Milch

haben, weil viele Landwirte oder deren Kinder

in Millionen Euro

60

50

40

30

20

10

@

ZAHLEN

Umsatzprognose: Milchprodukte

sind in Deutschland in Zukunft attraktiv

0

43,26

47,89

Quelle: Statista Market Insights

45,56

49,87

2026 2027 2028 2029

Andere Milchprodukte & Eier

Eier

Joghurt

Joghurt-Ersatzprodukte

Käse

Käse-Ersatzprodukte

Milch

Milch-Ersatzprodukte

künftig die Höfe nicht weiter bewirtschaften

werden.

Claus Christmann: Auch in den Niederlanden

geht die Zahl der Kühe zurück, aufgrund von

staatlichen Auflagen. Es wurden vor Jahren

die Bestände um zehn Prozent reduziert, jetzt

werden sie um weitere 20 Prozent reduziert.

Andreas Schneider: Die Frage ist: Wie findet

man in dem enger werdenden Markt seine Verwender,

wie lange sichert man die Zukunftsund

Enkelfähigkeit? Aus meiner Sicht, indem

man Einzigartigkeit weiterentwickelt und sich

im Bewusstsein des Endverbrauchers stärker

verankert als andere. Und sich – ich spreche

jetzt für Schwarzwaldmilch – als Unternehmen

breit aufstellt. Aber in erster Linie ist

der emotionale Mehrwert entscheidend, der

sich im preislichen Mehrwert final ausdrückt.

Claus Christmann: Wie heißt der markentechnische

Begriff von Innovation? Wenn der Endverbraucher

ein Produkt als Innovation sieht,

ist es eine Innovation. Und nicht, wenn das

Marketing sagt, es ist eine Innovation. Der

Kunde muss für sich sagen, ich sehe den Mehrwert

und entscheide mich, ich kaufe. ☐

28 Branche • RUNDSCHAU 05/25


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Branche

Category Management

Text: Silke Detlefsen

Unverzichtbare Analysen

Eine besondere Herausforderung für das Category Management im Kühlregal ist sicher der begrenzte Platz.

Wie lassen sich unter diesen Voraussetzungen die richtigen Produkte auswählen? Und wie kann man sie effizient

platzieren? Tipps und Erfahrungen für mehr Umsatz und zufriedenere Kunden.

Am PoS ist die Regalfläche in der Pluskühlung

zweifellos limitiert und

lässt sich nicht mal eben erweitern.

Das macht Category-Management-

Entscheidungen alles andere als trivial. „Denn

die Warengruppen, die im Kühlregal platziert

werden, sind äußerst vielfältig und zeichnen

sich durch eine hohe Breite und oft auch Tiefe

des Sortiments aus. Saisonale Produkte sorgen

für viel Bewegung in den bestehenden Kategorien“,

erläutert Hendrik Dippel, Leiter Sales

Activation Homann Feinkost. Hinzu kommt

der Ausbau neuer Sortimente wie Vegan/

Vegetarisch, High Protein und Convenience:

„Dies führt zu einem permanenten Druck auf

die Flächenanteile der Kategorien in der Küh-

lung.“ Es gilt also stets, den Spagat zwischen

Wirtschaftlichkeit und Vielfalt zu schaffen.

Schließlich wünscht sich der Shopper eine

breite Auswahl, die alle seine Bedürfnissse

abdeckt. Andererseits möchte der Handel die

Fläche zugunsten seines Umsatzpotenzials so

effektiv wie möglich bespielen.

Alles an passender Stelle

„Zudem ist es wichtig, die richtigen Artikel

an der richtigen Stelle am PoS zu platzieren“,

ergänzt Mathias Schlüter, Geschäftsführer

Vertrieb der Rügenwalder Mühle. Mit seinem

Wissen über Shopper, Kaufentscheidungen

und Konsumentenbedürfnisse sowie einer

umfangreichen Datenbasis möchte das Unternehmen

den Handel dabei unterstützen,

bestmögliche Entscheidungen zu treffen. 2023

etwa wurde eine groß angelegte PoS- und

Shopper-Studie durchgeführt. Deren Ergebnisse

beispielsweise: „Der Shopper wünscht sich

grundsätzlich ein übergeordnetes Regal für

vegetarische und vegane Produkte insgesamt,

sodass alle relevanten kühlpflichtigen veganen

und vegetarischen Produkte gemeinsam

platziert und so von den Shoppern leichter

gefunden werden können.“ Innerhalb dieses

Regals sollten die einzelnen Warengruppen

demnach aber wiederum sinnvoll voneinander

getrennt werden. „Unsere Empfehlung ist,

die veganen und vegetarischen Fleisch- und

Wurstalternativen als Profilierungskategorie

Fotos: stock.adobe.com/Arnada, pressmaster

30 Branche • RUNDSCHAU 05/25


Markentrainer Warenpräsentation

Aufgrund der hohen Flächenproduktivität können Kühlregale

schnell abgegriffen und unordentlich wirken.

Praktische Tipps gibt’s im fitfortrade Markentrainer.

Markentrainer

besser verkaufen lernen

Warenpräsentation

Vorschubsysteme helfen, den Warendruck

aufrechtzuerhalten, und sorgen für

ein stets einladendes Regalbild.

Matthias Dammann

Key Account Manager Retail bei POS Tuning

die bewusste Veggie-Zielgruppe, die gezielt im

veganen Regal sucht – und die Stammkunden,

die unsere Produkte im gewohnten Bereich

erwarten. Leider fehlt hierfür in den meisten

Märkten die nötige Kühlfläche, sodass diese

Lösung selten umgesetzt werden kann.“

mit hoher Kauffrequenz an erster Stelle zu

positionieren.“ Bekannte und erfolgreiche

Marken sind hierbei ein Anker und können

Orientierung für die Shopper bieten, sodass

diese ebenfalls gut sichtbar angeordnet werden

sollten.

Dass die Platzierung veganer und vegetarischer

Produkte im Handel aktuell sehr

unterschiedlich gelöst wird, sieht man bei

Bürger als durchaus herausfordernd. Wird auf

eigene vegane Regale oder Themenbereiche im

Kühlregal gesetzt, schaffe das zwar Klarheit

im Sortiment, führe aber gleichzeitig zu Unsicherheiten

bei den Verbrauchern: „Suchen

sie unsere veganen Produkte nun im veganen

Regal – oder bei den klassischen Bürger-

Produkten?“, hinterfragt Boris Bauer, Leitung

Marketing und Vertrieb beim Unternehmen.

„Ideal wäre aus unserer Sicht eine Doppelplatzierung,

um beide Käufertypen abzuholen:

Die Neugierde wecken

Da limitierte oder Aktionsprodukte generell

von der Sichtbarkeit leben, empfiehlt Bauer

aufmerksamkeitsstarke Zweit- oder Sonderplatzierungen,

die Impulse schaffen, neugierig

machen und die Kaufbereitschaft spürbar

steigern. Gerade bei zeitlich begrenzten Highlights

sei die Platzierung im Standardregal

oft nicht ausreichend, um die gewünschte

Beachtung zu erzielen: „Eine gut geplante

Sonderplatzierung im Aktionsumfeld oder

Die Weltneuheit:

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9

INTERVIEW

Sebastian

Gadea-Graf

Category

Manager, Ornua

Deutschland

Was ist beim Category Management

(CM) im Kühlregal essenziell?

Es ist immer wichtig, dass man eine

umfangreiche Datengrundlage hat, auf

deren Basis man Entscheidungen trifft.

Auch Händler sollten bereit dazu sein,

Daten zu teilen, damit man CM-Projekte

messbar macht und nicht aufgrund von

gefühlten Einschätzungen handelt. Das

macht es auch später für jeden nachvollziehbar.

Zudem sollten nicht nur

reine Fakten einbezogen werden, also

etwa Scannerdaten, sondern im besten

Fall auch Marktforschungen: damit man

den Konsumenten nicht außen vor lässt.

Was macht die Situation

im Kühlregal so besonders?

Durch den begrenzten Platz sollte man

sich auf die Marken und Produkte konzentrieren,

die eine hohe Käuferreichweite

haben. Die MHDs sind deutlich

kürzer als bei Trockenware. Auch deshalb

muss man anders agieren. Durch

die aktuelle Bauart der Kühlmöbel, gibt

es oft Türen. Das bedeutet begrenzte

Sichtfelder und auch vorgegebene Sichtachsen.

Das kann vor Ort eine Herausforderung

sein. Selbst wenn man alles

schön am PC plant, kann es nachher im

Regal im Markt vorkommen, dass man

z. B. die Ankermarke oder Premiumprodukte

nicht gut sieht, weil eine Säule

davor ist, oder dass man nicht bequem

an diese Ware herankommt.

Gibt es Fehler, die sich

einfach vermeiden lassen?

CM ist ein kontinuierlicher Prozess.

Es ist nicht damit getan, diesen einmal

durchlaufen zu haben und dann

zu denken, dass man jetzt ein perfektes

Regal hat. Es gibt ja z. B. auch immer

Entwicklungen, die zu berücksichtigen

sind. Vegetarisch, Vegan oder Protein,

das sind Trends, die in vergangener Zeit

in den Kühlregalen angekommen sind.

Darauf ist zu reagieren. Und wer weiß,

wie die Trends in den nächsten ein oder

zwei Jahren aussehen?

Wenn CM-Projekte zudem nur mit Zentralen

ausgearbeitet werden und diejenigen,

die die Pläne am Ende realisieren

sollen, nicht abgeholt werden, dann ist

die Umsetzung im Markt schwierig.

Denn jeder Standort hat andere Gegebenheiten.

Wenn da einfach nur ein

Planogramm an die Filiale geschickt

wird, ohne zusätzliche Erklärungen,

halte ich das für nicht sehr praktikabel.

Es gehört dazu, die Fachberater und

das Team vor Ort mitzunehmen und

zu schulen.

Welche neue Technologien und Tools

können helfen, den CM-Erfolg weiter

zu optimieren?

Bei künstlicher Intelligenz, KI, gibt es

mittlerweile extrem gute Fortschritte.

Verfügbar ist auch Software, die beispielsweise

Kühlregale auswertet und

dann Empfehlungen zur Verteilung

der einzelnen Produkte geben kann.

Dennoch ist Marktforschung weiterhin

sehr wichtig. Denn wir bewegen uns in

einem Bereich, in dem keine riesigen,

öffentlich zugänglichen Datenmengen

verfügbar sind, mit denen man die KI

füttern kann. Und die KI kann ja nur

vernünftig arbeiten, wenn es eine entsprechende

Grundlage dafür gibt. Also

werden auch weiterhin der gesunde Menschenverstand

und Erfahrungswerte benötigt.

Es gibt so viele unterschiedliche

Ausgangspunkte, sei es der Standort,

seien es die Konsumenten, die dort einkaufen,

oder das Sortiment, das sich die

Shopper im jeweiligen Markt wünschen.

Man kann KI sicher als Unterstützung

nutzen. Aber vor allem auch dafür, in

Zeiten von Personalmangel im Handel

wieder mehr Zeit für andere Dinge auf

der Fläche zu haben.

in einem separaten Promotionbereich im

Kühlregal wäre daher ideal.“

Grundsätzlich gilt, dass sich Verbraucher

in einem gut strukturierten Kühlregal besser

orientieren können und es weniger Kaufabbrüche

gibt, wie Anja Mügge, Category Manager

DMK Deutsches Milchkontor, betont. Ein- und

Auslistungen sollten daher in die richtigen

Segmente einsortiert werden, sodass die Struktur

erhalten bleibt. Auf Basis von Shopper-

Studien hat das Unternehmen eine detaillierte

Shelf Vision für die Kühlung entwickelt, die

regelmäßig überprüft und angepasst wird.

Zudem sei es zu empfehlen, die Flächenverteilung

in regelmäßigen Abständen daraufhin

zu überprüfen, welche Kategorien wachsen

und mehr Platz brauchen: „Hintergrund für

diese Empfehlung ist die Tatsache, dass die

Pluskühlungen neben dem TK-Bereich teure

Regalflächen im LEH sind.“

Jan Dehning, Category Manager bei Bergader,

sagt klar, dass im Käseregal der erste

Eindruck zählt und Sauberkeit und Hygiene

Standard sein sollten. Eigentlich ein Basic,

aber in Anbetracht aktueller Fernsehberichte

durchaus erwähnenswert. „Da beim Käsekauf

viel auf Vorrat gekauft wird, spielt auch

die Produktverfügbarkeit eine besonders

große Rolle.“ Dehnig rät dazu, eine „echte

Käsewelt“ zu schaffen, die die klassischen

SB-Produkte ansprechend präsentiert und

auch die Prepack-Produkte in unmittelbarer

Nähe mit einbezieht. „Wenn die Anordnung

der Produkte stimmt, können Shopper intuitiv

geführt werden.“ Die wesentlichen Kriterien

für Shopper seien eine klare Kategorisierung

mit einem Hinweisschild „Käse“ über dem

Regal sowie eine klare Regal-Verständlichkeit,

damit sich Shopper schnell orientieren können:

„Inklusive Beschriftungen über oder neben

dem Regal mit Trennschildern oder Flaggen

für die einzelnen Subkategorien – wie etwa

Weichkäse, Scheibenkäse oder Frischkäse.“

Gut bevorraten, wenig verschwenden

Da Produkte aus dem Kühlregal meist ein

sehr kurzes oder kurzes MHD von wenigen

Tagen oder Wochen haben, kommt es auch auf

eine optimale Regalplanung mit der richtigen

Anzahl Facings pro SKU an. Das ist nicht nur

32 Branche • RUNDSCHAU 05/25


9

3 FRAGEN

◁ Das Verkaufsteam

ist mit seinem

Know-how ein

nicht zu vernachlässigender

Erfolgsfaktor: nah

dran am Kunden –

und Umsetzer der

Konzepte im Alltag.

Ismet Musliu

Marktmanager

Rewe

Heidestraße,

Frankfurt a. M.

Wie entscheiden Sie sich für neue

Produkte im Kühlregal?

Im Einklang mit dem Außendienst, mit

der zuständigen Fachkraft, das ist bei

uns Nadine Jurock, und natürlich abhängig

vom Kundenstamm – den Bedürfnissen

der Kunden. Wir haben in der

Vergangenheit viele Kundenbefragungen

gemacht: Welche Produkte, welche

Auswahl wünschen sich die Shopper

noch? Darauf sind wir eingegangen,

um das Bestmögliche herauszuholen.

wichtig, damit die Shopper ihre Produkte

finden, „sondern auch, um Food Waste und

Out-of-Stocks zu vermeiden“, so Alexander

Schmolling, Marketingleiter bei Popp. Klar,

dass man größere und schwere Produkte in

der Wanne/in der Bückzone platziert und

kleinere Produkte weiter oben. „Auch die

Anbindung sollte sinnvoll gewählt werden,

diese ist für Feinkostsalate z. B. nach der

Gelben Linie und vor SB-Wurst im Kundenlauf

sinnvoll.“ Schmolling verweist darauf, dass

diverse Shopper-Studien bezüglich veganer/

vegetarischer Produkte keinen eindeutigen

Platzierungswunsch zeigen. Die Platzierung

in einem veganen Block mache es Veganern

und dem Einkäufer für vegane Produkte zwar

leichter. Aber: „Der Vorteil an der Platzierung

neben den konventionellen Produkten ist,

der immer größer werdenden Gruppe der

Flexitarier und der gesundheitsbewussten

Shopper eine Alternative aufzuzeigen.“ Bei

einer Platzierung in der jeweiligen Kategorie

sei eine Kennzeichnung am Regal, etwa durch

Regalwobbler, empfehlenswert. In Bezug auf

Artikel, die nur im Winter oder in der Sommer-/Grillsaison

nachgefragt werden, lohne

sich eine tiefere Analyse: „Um den Shoppern

ausreichend saisonale Produkte anzubieten

und so auch Impulse durch Abwechslung zu

schaffen. Limited Editions haben meist ein

so auffälliges Design, dass der Shopper sie

auch im Standardregal findet und ausprobiert.

Alternativ kann man sie im Aktionsbereich

berücksichtigen.“ Schmolling sieht auch gute

hausinterne Business-Intelligence-Lösungen

als hilfreich, um Kunden über Marktforschungszahlen

hinaus zum optimalen Sortiment

zu beraten.

Keine Einheitslösungen

Keinesfalls zu vernachlässigen ist selbstverständlich

auch, dass sich die Käufergruppen

und deren Einkaufsverhalten je nach Standort

erheblich unterscheiden. „Deshalb gibt

es nicht das eine Planogramm, das überall

gleichermaßen funktioniert”, so Matthias

Dammann, Key Account Manager Retail bei

POS Tuning. Vielmehr sei es notwendig, standortspezifisch

zu analysieren, welche Produkte,

an welcher Stelle und in welcher Menge platziert

werden sollten, um den Kundenbedürfnissen

gerecht zu werden.

Unverzichtbar dürfte es wohl auch weiterhin

sein, seine Kunden im Markt nach ihren

Wünschen zu befragen und mit ihnen im

direkten Austausch zu bleiben. Dazu gehört,

aufmerksam zu beobachten, gut zuzuhören

und miteinander zu sprechen.

Haben Sie Tipps für Kollegen?

Die Ware muss nicht nur gut sichtbar,

sondern auch gut zugänglich für die

Kunden sein. Man sollte z. B. auch auf

ältere Menschen achten. Hier lohnt es

sich, das ein oder andere Produkt, das

vom Konzept her eigentlich weiter oben

platziert werden sollte, nach unten zu

setzen. Wir haben hier bei uns viele

kleinere Damen und auch Herren, die

nur schwer in die Höhe des Regals kommen.

Also haben wir darauf reagiert.

Das sind Erfahrungswerte.

Was ist Ihre besondere Stärke?

Dass wir mit den Trends mitgehen und

alles Aktuelle sofort aufgreifen – sei es

Vegan, Bio oder Protein. Derzeit läuft

Skyr, isländischer Joghurt, etwa extrem

gut. Also gilt es, das im Kühlregal in den

Vordergrund zu rücken. Dann spiegelt

sich das auch im Umsatz wider.

www.rundschau.de

33


Branche

Kassenzone

Text: Mirko Jeschke

Self-Checkout auf

dem Vormarsch

Aufgrund der steigenden Nachfrage stehen im LEH immer mehr

SB-Kassen zur Verfügung. Mit cleveren Category-Management-Ansätzen

bieten sie jede Menge Potenzial für zusätzliche Wertschöpfung.

Nach einer Marktanalyse des EHI Retail Institute

aus dem Jahr 2023 haben sich Self-Checkout-Systeme

in Deutschland zuletzt stark verbreitet. So hat

sich die Zahl der Geschäfte mit entsprechenden

Angeboten von 2021 auf 2023 auf gut 5.000 Geschäfte mehr

als verdoppelt. Im Vergleich zu anderen Branchen liegt

der LEH mit einem Anteil von 61 Prozent mit deutlichem

Abstand an der Spitze. Zum Vergleich: Im Drogeriebereich

halten lediglich 15 Prozent der Geschäfte

SB-Kassen vor. Dabei wird das eigene Scannen

der Artikel – stationär an der Kasse oder mobil

am Regal – als zusätzlicher Kundenservice

verstanden, um vor allem Wartezeiten zu

verkürzen oder lästiges Umpacken an der

Kasse zu vermeiden.

Rasantes Wachstum

An den stationären Self-Checkout-Systemen

in 4.270 Märkten sind laut EHI etwas mehr

als 16.000 SB-Kassen im Einsatz, davon allein

9.600 im Lebensmitteleinzelhandel. Die meisten

Kassen stehen den Kunden in Rewe- und

Edeka-Märkten zur Verfügung.

Setzt man die im LEH im Einsatz befindlichen

rund 9.600 SCO-Kassen in Relation zu

den circa 230.000 herkömmlichen Kassen, wird

deutlich, dass SB-Kassen mittlerweile durch

das Wachstum eine ansprechende Marktbedeutung

in Deutschland erlangt haben.

Hinzu kommt, dass sie weiterhin ein großes

Marktpotenzial besitzen, da viele Lebens-

34 Branche • RUNDSCHAU 05/25


_

INFO

Bargeldzahlung rückläufig

mitteleinzelhändler bei Umbauten oder Neueröffnungen

Installationen planen und davon

auszugehen ist, dass auch im Discountbereich

ein weiteres Wachstum stattfinden wird. Den

Beleg für letztere Prognose liefert Lidl. Im Zuge

der Weiterentwicklung seines Filialnetzes in

Berlin bietet der Discounter seinen Kunden

mit den im Dezember 2024 eröffneten Filialen

in zwei Galeria-Standorten nach eigenen

Angaben moderne Einkaufsmöglichkeiten

in attraktiver Innenstadtlage. Neben dem

Fokus auf dem Frischesortiment bzw. dem

pflanzlichen Sortiment bieten die beiden

Märkte – zusätzlich zu den herkömmlichen

Kassen – mehrere Self-Checkout-Kassen, um

den Kunden „einen schnellen und flexiblen

Kassiervorgang“ zu ermöglichen.

Wie aus der EHI Markterhebung 2023 hervorgeht,

gibt es im klassischen Lebensmitteleinzelhandel

mittlerweile mehr als 2.600

Märkte mit durchschnittlich 3,7 SB-Kassen

pro Markt. Damit erreichen die Märkte mit

SB-Kassen einen Marktanteil im LEH von

rund 7,5 Prozent.

Verschiedene Varianten

Betrachtet man die Möglichkeiten des Self-

Checkout genauer, kristallisieren sich fünf

Varianten heraus. Beim stationären Self-

Checkout (1) dient die SB-Kasse als Packstation

für eine oder mehrere Einkaufstüten.

Dabei ist eine Kontrolle über eine integrierte

Waage möglich. Ein integriertes Payment-

Modul ermöglicht die Bezahlung mit oder ohne

Bargeld. Diese Variante wird vorzugsweise für

kleinere Einkäufe genutzt.

Beim mobilen Self-Scanning per Handheld

oder Smartphone (2) scannt der

Im Zuge veränderter Zahlungsgewohnheiten

hin zu mehr bargeldlosen

Zahlungen hat sich auch das

Zahlungsmittelangebot am Self-

Checkout verändert. Auch im LEH

verzichten immer mehr Händler auf

Barzahlungsmodule, obwohl kleine

Einkäufe nach wie vor häufig bar

bezahlt werden. Laut EHI kommen

immerhin noch rund 45 Prozent der

Lebensmittel- und Baumärkte dem

Kundenwunsch nach und bieten

SB-Kassen mit Barzahlungsmodul

an, obwohl dies höhere Investitionskosten

erfordert. Hinzu kommt eine

deutlich höhere Wartungsintensität

als bei reinen Kartenzahlungssystemen,

da Cash-Systeme etwas störungs-

und wartungsanfälliger sind.

Zeit, du selbst zu sein

NOTHING

TO ADD


Branche

Kassenzone

Kunde über ein Handgerät (Industriescanner

oder eigenes Smartphone) die Artikel

während des Einkaufs ein. Bezahlung an einer

stationären Kasse, am Bezahlterminal oder

in der App. Dies ist vor allem bei größeren

Einkäufen vorteilhaft.

Daneben gibt es das mobile Self-Scanning

am Einkaufswagen (3). Bei dieser Variante mit

dem „Smart Trolley“ ist der Scanner entweder

am Einkaufswagen fixiert oder über ein Kabel

mit einem fest montierten Mikrocomputer verbunden.

Die Kontrolle erfolgt über Kameras

und Wiegesensoren.

Bei den vollautonomen Grab & Go Stores (4)

registrieren KI-Technologie, Computer-Vision

und Gewichtssensoren jede Artikelentnahme

aus den Regalen. Shopper verlassen den Markt

ohne aktiven Bezahlvorgang.

Schließlich erfassen beim Automatic Scanning

(5) Barcode-Leser und Sensoren für die

optische Bilderkennung die Artikel auf dem

Kassenlaufband vollautomatisch im „Tunnelscanner“.

Vereinzelte Testinstallationen

im Handel blieben bislang allerdings ohne

durchschlagenden Erfolg.

Umsatzpotenziale schöpfen

Um die Wertschöpfungspotenziale im Bereich

der Selfscanning-Kassen optimal zu nutzen,

hat Torsten Sydow, Sales Director bei Mars

Wrigley, vier konkrete Empfehlungen:

(1) Jede Kasse abdecken, denn auch jede ungenutzte

Selfscanning-Kasse ist verlorenes

Umsatzpotenzial.

(2) Platzierung von Impulswaren in der Self-

Checkout-Vorkassenzone oder direkt an den

Self-Checkout-Terminals. Die größte Impulskraft

ist gegeben, wenn die Shopper noch nicht

mit dem Bezahlvorgang beschäftigt sind.

(3) Shopper-Bedürfnisse „Belohnen“ und

„Erfrischen“ in den Mittelpunkt stellen und

Produkte mit der höchsten Impulsivität wie

Kaugummi oder Schokoladenriegel anbieten.

(4) Emotionale Ansprache beispielsweise durch

Nutzung von LED-Beleuchtung. Bis zu 13 Prozent

Umsatzsteigerung sind möglich.

Shopper mit weniger als durchschnittlich

6,5 Produkten wählen eher die SB-Kasse als die

gewohnte Laufbandkasse (Quelle: US Videomining

Large Store analysis, 2021). Das hat

Auswirkungen auf das Kaufverhalten. Denn

wenn Shopper den Bezahlvorgang schneller

Wir empfehlen, Produkte mit der

höchsten Impulsivität wie Kaugummi

oder Schokoladenriegel anzubieten.

Torsten Sydow

Sales Director, Mars Wrigley

abwickeln oder am Selfscanning-Terminal

beschäftigt sind, bleibt ihnen weniger Zeit

für Impulskäufe. Dabei besteht nach wie vor

ein Bedürfnis nach „Belohnung“ oder „Erfrischung“

als Abschluss des Einkaufs. Rund

80 Prozent der Kaufakte erfolgen spontan,

was für signifikante Zusatzumsätze sorgt.

Eine in der EHI-Kassenstudie erstellte Modellrechnung

macht deutlich, dass selbst mit

kleinstmöglichen Modulen direkt an den

Selfscanning-Kassen eine Steigerung von

Süßwarenumsatz und -ertrag möglich ist. Ein

Test von Mars Wrigley im Markt bestätigte

die Ergebnisse. Ein höheres Potenzial bieten

vorgeschaltete Impulsmodule für die Selfscanning-Kassen,

beispielsweise direkt am

Eingang des Selfscanning-Bereichs platziert.

Die Zugriffsraten sind hier deutlich größer – so

lässt sich die Impulskraft der Laufbandkasse

zum großen Teil auf Selfscanning-Kassen

übertragen.

▽ An der klassischen Laufbandkasse verbringen Kunden mehr Zeit und

können daher eine Vielzahl an Impulsartikeln erfassen.

▽ In SB-Bereichen empfiehlt sich ein Fokus auf Produkte mit hoher

Impulsivität. LED-Technik hilft bei der emotionalen Kundenansprache.

Fotos: Thomas Schreiber, Mars Wrigley, POS Tuning

36 Branche • RUNDSCHAU 05/25


Mit der Frage, welche Maßnahmen Kunden

zu mehr Impulskäufen animieren, beschäftigt

sich auch POS Tuning, ein Spezialist für

Warenpräsentation am Point of Sale.

Impuls braucht Animation

Nach Überzeugung des Unternehmens sind

Händler und Hersteller gemeinsam gefragt,

im Rahmen des Category Managements Konzepte

zu entwickeln und zu testen, wie der

Self-Checkout der Zukunft aussehen kann.

„Um Shopper zu Impulskäufen zu animieren,

muss die Art der Platzierung neu

überdacht werden. Es reicht kaum aus, einen

Korb mit Ware aufzustellen, der dann nicht

wahrgenommen wird. Neue Technologien,

wie digitalisierte Einspieler direkt am Self-

Checkout-Bereich müssen Produkte attraktiv

anteasern und diese sollten dann auch in

erreichbarer Nähe zur Checkout-Zone platziert

sein“, erklärt Matthias Damman, als

Key Account Manager Retail bei POS Tuning

verantwortlich für die Ausarbeitung und Umsetzung

von kundenspezifischen Projekten aus

den Bereichen Kunststoff, Verkaufsförderung

und Produktplatzierung.

Des Weiteren bleibt das Thema Diebstahl eine

große Herausforderung, besonders im Bereich

der Kassen beziehungsweise Self-Checkout-

Zonen. „Diebstahlgefährdete Produkte, wie

beispielsweise Zigaretten hinter – optisch

wenig ansprechende – Gitter zu sperren, ist

eine unglückliche Lösung, denn diese ist zwar

im ersten Moment sicher, aber auch wenig

attraktiv. Hier gibt es geeignete Lösungen,

wie etwa den POS-T Udo Safe. Dieses System

ermöglicht eine optimale Sichtbarkeit der

△ Flexibles Vorschubsystem für vielerlei Getränkegebinde:

der SuperVario von POS Tuning.

Produkte, während der Zugriff kontrolliert

bleibt: Per Touch-Sensor wählt der Kunde das

gewünschte Produkt aus, das anschließend

vollautomatisch ausgegeben wird. Solche

Systeme eignen sich auch ideal für andere

diebstahlgefährdete Artikel wie Rasierklingen“,

so Matthias Damman.

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Verbandsinfo

HDE

HDE-Prognose: Zahl der Geschäfte

sinkt 2025 weiter

KONSUM Angesichts der anhaltend schwachen Konsumstimmung

ist die Lage der Innenstädte in Deutschland

weiterhin schwierig. Laut Prognose des Handelsverbandes

Deutschland (HDE) werden im Jahr 2025 im Einzelhandel

4.500 Geschäfte ihre Türen für immer schließen.

Keine Entwarnung bei

Ladendiebstahl

STATISTIK Die polizeiliche Kriminalstatistik für 2024

weist einen Rückgang der angezeigten Ladendiebstähle

aus. „Der Rückgang der angezeigten Ladendiebstähle ist

kein Grund zur Entwarnung“, so HDE-Hauptgeschäftsführer

Stefan Genth. Tatsächlich bewegen sich die Zahlen im Zehn-

Jahresvergleich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

www.einzelhandel.de

KI im Handel

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ Immer mehr Handelsunternehmen in

Deutschland erkennen das strategische Potenzial von künstlicher

Intelligenz (KI) und setzen die Technologie ein. Gleichzeitig bleibt die

unternehmensweite Umsetzung für viele eine Herausforderung. Das

zeigt die aktuelle KI-Studie 2025, die der Handelsverband Deutschland

(HDE) durchgeführt hat. Befragt wurden dabei 175 kleine, mittlere und

große Handelsunternehmen zu ihrem KI-Reifegrad, zu den Einsatzfeldern

sowie zu den Hürden bei der Umsetzung. Die aktuelle KI-Studie

2025 setzt die Erhebungen aus den Jahren 2020, 2021 und 2023 fort.

Download der Studie: www.einzelhandel.de/ki-studie

HDE reicht Beschwerde gegen Temu ein

KARTELLBESCHWERDE Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat beim Bundeskartellamt eine

Beschwerde gegen die chinesische Plattform Temu wegen kartellrechtswidrigen Verhaltens eingereicht.

Die Vorwürfe gründen darauf, dass Temu den Geschäftspartnern, die Waren über die Plattform

verkaufen, die Preissetzungshoheit entzieht. Denn Temu legt nicht nur fest, dass die Preise der

einzelnen Händler bei maximal 85 Prozent des Preises liegen dürfen, den die Händler für ein vergleichbares

Produkt auf anderen Verkaufsplattformen verlangen. Vielmehr behält sich Temu gegenüber

den Verkäufern zugleich auch vor, selbst über die Höhe der finalen Verkaufspreise zu entscheiden.

www.einzelhandel.de

Konsumbarometer

Das ist der Trend im April:

KONSUM Auch im April bleibt eine größere Verbesserung

der Konsumstimmung aus. Zwar steigt das HDE-

Konsumbarometer ein wenig an, der Wert bleibt damit aber

auf niedrigem Niveau. Die Beschlüsse der Bundespolitik zu

großen Investitionspaketen in Infrastruktur und Verteidigung

lösen somit bisher keine Aufbruchsstimmung bei den Verbrauchern

aus. Eine spürbare Erholung des Konsums wird

es aller Voraussicht nach bis auf Weiteres nicht geben.

www.einzelhandel.de/konsumbarometer

96,35

97,51 98,86 97,76 97,70 96,93 97,25 97,54

95,62 96,09

96,13

94,99 95,31 95,36 96,02

93,57 93,72

12/23 01/24 02/24 03/24 04/24 05/24 06/24 07/24 08/24 09/24 10/24 11/24 12/24 01/25 02/25 03/25 04/25

Quelle: HDE

Fotos: stock.adobe.com/Andrey Popov, KSCHiLI

38 RUNDSCHAU 05/25


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DEUTSCHLANDS

BESTES

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2025

In Kooperation mit:


Award

SWEETIE Preisverleihung

Text: Sibylle Menzel

Fotos: Michael Gregonowits

Maria Akhavan, RUNDSCHAU, und Lisa

Kaiser (r.), Importhaus Wilms für Darbo.

Vanessa Dieck, Importhaus Wilms, mit dem Award

für Pingvin und Laudator Gunnar Brune.

Ein Hoch auf die Sieger des SWEETIE 2025 in schönster Kulisse: Jubelnde Preisträger und ihre

Laudatoren nach der Award-Verleihung im glanzvollen Kurhaus in Baden-Baden.

Elvis und Drazen Bogicevic (v.l.), Elvis

Eis, erhalten den Sonderpreis der Jury.

Sabrina Grasse (r.), LIMITD, nimmt die

Preise für Emyio und Robʼs entgegen.

Sansal Alemdag und Vivian Montag (v.l.), Peter Kölln, nehmen von Juror und

Laudator Oliver Numrich den SWEETIE Award entgegen.

In Siegerlaune: Meike Heitker,

Ritter Sport.

Süße Sause

Time for Party, Time for SWEETIE: Im wunderschönen Ambiente des Baden-Badener

Kurhauses haben die Preisträger 2025 ihre Trophäen erhalten – damit jährte sich die

Vergabe des Awards an innovationsstarke Süßwaren & Salzige Snacks zum 20. Mal.

40 Award • RUNDSCHAU 05/25

Sponsor:


Torsten Pollex (r.) empfängt den

Preis für Manner.

Gewinner-Duo: Bilal Aslam und

Nicole Tran, Trolli.

Robert Morgunov von

Quarkwerk.

Manuel Brake und Florian Kurth (v.l.), Conrad Schulte,

gewinnen in der Kategorie Kekse.

Verena Claus und Nadine Thürling (v.l.) von

Viba Sweets und Viba Sweets/Heilemann.

Stefan Roßkopf und Hubert Bayer

freuen sich für Gottfried Wicklein.

Constantin Franke, Importhaus

Wilms, für Bio-Zentrale.

Sandra Ronken und Kirsten Wiesenhütter (v.l.), Ritter

Sport, mit Laudatorin Isabel Trinkert, Markant.

Anette Kaluza (l.), Kreyenhop & Kluge, nimmt den Award für

Flying Goose in der Kategorie Chips entgegen.

Vjosa Murselji (l.), Loacker, und

Sanela Svjetlanovic, RUNDSCHAU.

Popcorn at itʼs best: Benjamin Böhle

und Stefan Dürr (v.l.), KLS Vertrieb.

Bilal Aslam und Florian Bauer,

Treetopia für Nature Gummies.

Stephanie K. Schuth mit der Trophäe

für Treets/Piasten.

Über die Jahre hat sich der SWEETIE

Award der RUNDSCHAU seinen

Ruf erworben; heute zählt er zu

den renommiertesten Branchenauszeichnungen

für Süßwaren

und Salzige Snacks. Bei der diesjährigen

Preisverleihung des SWEETIE im Kurhaus

Baden-Baden, von Moderator Markus Brock

charmant begleitet, zeigte sich erneut: Ideen,

Mut und die Hingabe, akribisch ein Produkt

zur Perfektion zu bringen, all das geht nie

aus. Der SWEETIE 2025 erbringt den Beweis,

wie sich eine Branche mit überraschenden

Kreationen innovationsstark immer wieder

neu ausrichtet – auch wenn sie mit enormen

Herausforderungen, wie Kostensteigerungen

oder Rohstoffbeschaffung, konfrontiert ist.

Impuls- und umsatzstark

Treiber für Veränderungen, hält Oliver Numrich

vom BVE in seiner Keynote während der

Preisvergabe fest, sind neue Technologien,

der Handel mit neuen Rohstoffen, Zutaten

und Aromen, aber auch Veränderungen in

der Gesellschaft und der Verbraucheransprüche.

Alle Aspekte fließen bei etlichen

der Gewinnerprodukte gekonnt mit ein; ab

Seite 48 stellen wir die siegreichen Innovationen

2025 ausführlich vor.

Zuvor der Blick hinter die Kulissen: Wie

urteilt die Jury bei der Verkostung der über

80 Einreichungen für den SWEETIE Award?

Fest steht: Dem Bewertungsverfahren halten

nur die Besten stand – Innovationen voller

Genuss und Kreativität, mit großem Potenzial

für einen umsatzstarken Auftritt am PoS. ☐

www.rundschau.de 41


Award

SWEETIE Gewinner

Text: Sibylle Menzel

Fotos: Sascha Kreklau

Jurymitglieder 2025

› Andreas Bertram,

ZDS Zentralfachschule der

Deutschen Süßwarenwirtschaft

› Gunnar Brune, Tricolore Marketing

› Tilo Lehmann, Scheck-In

› Sanela Svjetlanovic, RUNDSCHAU

für den Lebensmittelhandel

› Sonja Meise, FM Foodnews Media

› Oliver Numrich, BVE;

naschkater.com

› Sabine Schommer, Koelnmesse

› Jennifer Schorr,

Felix Koch Offenbach

› Markus Schüttler, Okle

› Isabel Trinkert, Markant

› Christian Walbrodt,

Edeka Minden-Hannover

› Christian Wilke, AWK

△ Gut gelaunte Expertenrunde und das RUNDSCHAU-Team mit Edith Villwock, Leiterin Veranstaltungen (l.),

Verlagsleiterin Maria Akhavan (r., sitzend) und Sanela Svjetlanovic, Leiterin Media & Sales (r.).

SWEETIE 2025: „Süßware ist

mehr als nur Genuss“

Geschmack, Konsistenz oder

Darreichung: Für eine Jury kann

es gar nichts Schöneres geben,

als bei der Verkostung überrascht

zu werden. Das haben in diesem

Jahr etliche SWEETIE Anwärter

geschafft. Ein Blick auf die

Innovationen und kreative Vielfalt.

Süßware war nie, ist nie und wird

nie langweilig“, sagt Juror Christian

Walbrodt von Edeka Minden-

Hannover. Seit zwei Jahrzehnten

kürt der Award nun schon Süßwaren

und Salzige Snacks, die nicht älter als

ein halbes Jahr sind oder erst in den nächsten

Monaten ins Regal kommen. Die diesjährigen

Gewinner haben dem strengen Kriterienkatalog

der Jury standgehalten und in jeder

Hinsicht überzeugt – ob geschmacklich, sensorisch,

in ihrer Darreichung, Trendaffinität oder

Innovationskraft. Ganz klar: Die Kategorie

ist dabei in stetigem Wandel, eine der entscheidendsten

Entwicklungen fasst Christian

Waldbrodt zusammen: „Mittlerweile liefert

die Süßware mehr als nur Genuss, sondern

vereint Genuss und neue Werte.“

Von Verantwortung bis Lifestyle

Viele Hersteller, so die Beobachtung von

Sabine Schommer, Koelnmesse, befassen sich

mit dem Thema Nachhaltigkeit auf unterschiedlichste

Weise. Zunächst hinsichtlich

der Verpackung mit dem Einsatz recycelbarer

Materialien, aber auch in Bezug auf Inhaltsstoffe.

Dazu gehört zum Beispiel Kakao aus

zertifiziertem Anbau oder auch regionale

Zutaten, die aufgrund kurzer Transportwege

bevorzugt werden. Außerdem stehen

42 Award • RUNDSCHAU 05/25

Sponsor:


△ Die Jury startet mit dem Geschmackstest – hier nehmen Sabine Schommer,

Koelnmesse, und Andreas Bertram, ZDS, einen Anwärter unter die Lupe.

△ Mit Freude bei der Sache: Jennifer Schorr, Felix Koch, ist als Sensorikexpertin

langjähriges Jurymitglied bei der Auswahl der SWEETIE Gewinner.

Natürlichkeit und der Verzicht auf künstliche

Aromen und Farbstoffe auf der Agenda

vieler Produktentwicklungen. „Ein weiterer

wichtiger Trend ist Gesundheit: Hier ist es den

Herstellern beispielsweise gelungen, Produkte

zu entwickeln, die deutlich weniger Zucker

enthalten, ohne dass die Jury eine geschmackliche

Einbuße hätte feststellen können“, so

Schommer. Daneben hat sich Snacking, das

Teilen mit Freunden, herauskristallisiert; dazu

hält Andreas Bertram, ZDS, fest: „Gemeinsame

Genussmomente sind für viele junge Menschen

Bestandteil eines modernen Lifestyles. Diese

Entwicklung wird zunehmend bereits im Produktdesign

und den Verpackungskonzepten

von Süßwaren berücksichtigt.“

Überraschende Neuheiten

„Die Einreichungen waren am Puls der Zeit

und haben gezeigt“, hält Sonja Meise, FM Foodnews

Media, fest, „dass aktuelle Trends kreativ

und mutig umgesetzt werden.“ Dazu zählt,

soweit war es zu erwarten, das Trendaroma

Pistazie: „Pistazie alias Dubai-Schokolade

fand sich gleich in drei Eissorten und einer

Schokolade – diese beiden Kategorien greifen

Trends immer besonders schnell auf“, so

Oliver Numrich vom BVE. Aber auch in Nussmischungen

oder Gebäck etabliert sich Pistazie.

Gerade beim Speiseeis, traditionell die

erste Produktkategorie, die von den SWEETIE

Juroren verkostet wird, zeigten sich aber

auch bereits die ersten unerwarteten Neuheiten,

wie Eis im TK-beständigen Glas oder in

Kugelform. Weitere Highlights: Der Einsatz

von geröstetem Mais – innovativ und superknusprig,

so das Urteil von Sonja Meise. Ebenfalls

auf bestem Weg ganz neue Akzente in den

Regalen zu setzen: Nougat in Kombination

mit Frucht, süß-herbe Schokolade mit Lakritz

oder Chips in einer neuen, säuerlichen Geschmacksvariante.

Isabel Trinkert, Markant,

fasst weitere Jurybeobachtungen zusammen:

„Zu den sehr überzeugenden Einreichungen

zählen auch Popcorn in guter Sortenvielfalt,

mit Brause gefüllte Kaubonbons bis hin zu

Saisongebäck, das selbst mit weniger Zucker

das volle Geschmackserlebnis bietet.“

Topseller: 20 Jahre SWEETIE

Für Christian Wilke, awk, ist der renomierte

RUNDSCHAU-Award längst zu einer Institution

geworden: „Der SWEETIE hat in den

letzten 20 Jahren eine bedeutende Rolle in der

Branche gespielt, indem er Innovation und

Qualität fördert.“ Für die Hersteller, so der

Juror, ist er nicht nur eine wertvolle Gelegenheit,

ihre Produkte sichtbar zu machen, auch

für Verbraucher ist er ein Zeichen für Qualität

und Kreativität im LEH. Voraussetzung dafür

ist und bleibt die intensive, kritische Auseinandersetzung

des hochkarätigen Jurygremiums

mit der Produktvielfalt. Der langjähriger Juror

Gunnar Brune, Trikolore Marketing, sagt dazu:

„Wer einmal bei der Jurysitzung des SWEETIE

dabei war, weiß: Beim SWEETIE ist mehr als

Zuckerguss wichtig. Hier werden auch bittere

Wahrheiten ausgesprochen.“ Denn nur was

an Sensorik, Innovation in Produktion und

Produktdesign, Aspekte der Vermarktung

und Konsumtrends den Nerv trifft, hat das

Potenzial zum Sieg: „Am Ende steht die Jury

geschlossen hinter den Gewinnern, denn seit

20 Jahren sind sie, egal ob süß oder salzig, der

genussvolle Beweis, dass sich Qualität und

Innovation durchsetzen.“

www.rundschau.de 43


Award

SWEETIE Gewinner

KATEGORIE WAFFELN

Loacker Deutschland: Chocolaterie Milk Chocolate

DAS PRODUKT: Waffelschichten,

mit feiner Creme

gefüllt, ummantelt von

Vollmilchschokolade. Ohne

Zusatz u. a. von Aromen

oder gehärteten Fetten.

„Extra cremig, extra edel, extra nachhaltig: Das

ist Waffelgenuss auf höchstem Qualitätsniveau“,

lobt die Jury den Neuzugang in der Chocolaterie-

Produktreihe. Die Vollmilchschokoladen-Variante

aus 100 Prozent Alpenmilch ist mit Edelkakao

aus dem Loacker-Nachhaltigkeitsprojekt „Cocoa

Farming Programm“ in Ecuador veredelt.

KATEGORIE BONBONS

Soldan: Em-eukal Vitamin Shot sauer gefüllt zuckerfrei

DAS PRODUKT: Die Bonbons

enthalten Limettenöl

und Fruchtsaftkonzentrat

aus Zitronen. Kombiniert

mit 10 Vitaminen und

zuckerfrei.

Zusatznutzen und eine zuckerfreie Rezeptur: Die

Vitamin-Shot-Bonbons treffen den Verbrauchernerv.

Überzeugend auch die Geschmackskombi

aus saurer Füllung und fruchtigem Bonbon-Mantel.

„Frisch, säuerlich, zuckerfrei: Mit Vitaminen

angereichert ein stimmiges Trendprodukt für

gesundheitsbewusste Genießer“, urteilt die Jury.

KATEGORIE SAISONARTIKEL

Gottfried Wicklein: Meisterstücke Elisen-Lebkuchen Weniger Zucker

DAS PRODUKT: Elisen-

Lebkuchen mit 30 %

weniger Zucker. Die Zartbitterschokolade

besteht

aus 100 % Fairtrade-zertifiziertem

Kakao.

Die traditionelle Gebäckspezialität Elisen-Lebkuchen

präsentiert sich mit besonders viel Nüssen

und Mandeln – und enthält stolze 30 Prozent weniger

Zucker. Für die Jury ein sensorisches Erlebnis:

„Riecht und schmeckt köstlich - und enthält dabei

30 Prozent weniger Zucker: So geht voller Genuss

ohne Abstriche bei vollem Geschmack.“

KATEGORIE SNACKING

Josef Manner: Manner Wafer Crunchies Mix

DAS PRODUKT: Zum Snacken,

Teilen, auch für unterwegs:

Waffel-Würfel in zwei

Varianten. Im praktischen

Standbodenbeutel mit

130 g Waffelspaß.

Erstmals auf dem deutschen Markt und hier von

der Jury sehr begrüßt: „Fancy verpackt, clever gemixt

und innovativ im deutschen Markt: Perfektes

Snacking-Happening für Waffel-Fans.“ Das Sieger-

Mix-Match besteht aus Schokolade-Waffel-Würfeln,

umhüllt von dunkler Schokolade, gemixt mit Haselnuss-Waffel-Würfeln

mit Milchschokolade umhüllt.

44 Award • RUNDSCHAU 05/25

Sponsor:


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Award

SWEETIE Gewinner

KATEGORIE KAUBONBON

Haribo: Kracher Brause Pause

DAS PRODUKT: Eine buntknallige

Hommage an die

Kracher-Produkte mit einer

Extraportion prickelnder

Brause in drei Geschmacksvarianten.

Die Kombination aus einer knackigen Dragéehülle,

fruchtiger Kaumasse und prickelnder Brausefüllung

ist der Jury ein Extralob wert: „Es rieselt die

Brause: Meisterlich hergestellt bringen die Kracher

extra prickelnden Spaß in beliebten Geschmacksnoten.“

Diese sind übrigens von den Kiosk-Klassikern

Himbeere, Zitrone und Waldmeister inspiriert.

KATEGORIE SCHAUMWAREN

Trolli: Range Flavorbomb Strawberry/Mango/Cherry Cola

DAS PRODUKT: Schaumware

mit flüssigem Kern

mit Mango- und Erdbeer

geschmack sowie Cola-

Kirsch (zweifarbig). Glutenund

laktosefrei.

„Vom Mundgefühl her sehr überraschend“, so weit

der erste Eindruck von Juror Markus Schüttler.

Den aufmerksamkeitsstarken, fluffigen Schaumkugeln

und ihrem flüssigen, fruchtig schmeckenden

Inneren kann man sich nicht entziehen: „Witzig,

exciting, toll inszeniert: Mit flüssigem Kern und

aromaintensiv sensorisch ein Erlebnis“, so die Jury.

KATEGORIE LAKRITZ

Importhaus Wilms/Impuls & Toms: Range Pingvin Premium Lakritz

DAS PRODUKT: Die Range

umfasst vier Produkte, die

Lakritzeextrakt in unterschiedlichen

Intensitäten

und Texturen kombinieren.

Ohne künstliche Farbstoffe.

„Lakritz von süß-mild bis intensiv-salzig: Die Range

überrascht auch mit Texturenmix und gekonntem

Design“, urteilt die Jury. Hergestellt in Dänemark,

spricht die Range Lakritzliebhaber und auch jüngere

Zielgruppen an: Die weiche Konsistenz sorgt

für das Kauerlebnis, knusprige Elemente und eine

extra Salzglasur setzen zusätzliche Akzente.

KATEGORIE SALZIGE SNACKS

LIMITD/Rob’s Originals: Crunchy Puffs Dill & Pickles

DAS PRODUKT: Neu in der

Crunchy Puffs-Maissnack-

Linie: Geschmacksrichtung

Essiggurke. Vegane

Rezeptur, ohne künstliche

Aromen.

Das einhellige Jury-Urteil: „Thatʼs wild! Die geschmackliche

Umsetzung ist nicht nur neu, sondern

auch hervorragend gelungen.“ Frische Dillnote und

leichte Säure in Balance: Auf diese Weise bringen

die knursprigen Crunchy Puffs diesmal mit der

Geschmacksrichtung Essiggurke einen ganz neuen

Schwung in das Maissegment.

46 Award • RUNDSCHAU 05/25

Sponsor:


Award

SWEETIE Gewinner

KATEGORIE MARZIPAN/NOUGAT

Viba sweets: Viba Erdbeer-Nougat

DAS PRODUKT: Heller

Haselnussnougat mit fein

gemahlenem, gefriergetrocknetem

Erdbeerpulver.

Nougat-Erdbeer-Happen (à

10 g) im 100-g-Beutel.

Gefriergetrocknetes Erdbeerpulver trifft auf

den hellen, zartschmelzenden Haselnussnougat.

Schon die rosa Farbgebung macht Lust auf die neue

Nougat-Experience von Viba. Oder kurz gesagt in

den Worten der Jury: „Neuer Pepp für die Nougat-

Kategorie: Die frische Note überzeugt Jung und Alt

und passt in jede Jahreszeit.“

KATEGORIE FRUCHTGUMMI

Haribo: Pico-Balla Sauer

DAS PRODUKT: Fruchtgummi

mit Konfektfüllung:

Pico-Balla Sauer ist zusätzlich

sauer kandiert, vegan

und differenziert sich durch

die orangene Beutelfarbe.

Eine Line Extension, die Freude macht: Die kleinen

Pico-Balla-Produktstücke gibt es jetzt mit einer

sauer-spritzigen Kandierung umhüllt. Außerdem

mit einer veganen Rezeptur. Auch die Jury ist begeistert:

„Optik und Geschmackskombis wie gewohnt

- und doch anders: Sauer und vegan ergibt

ein neues, spritziges Trend-Match.“

SWEETIE

HIGHLIGHT

NÜSSE

Mehr Aroma, ohne Salz – geröstete Pistazien und Macadamias von Kluth

Advertorial

DAS PRODUKT: Die

Pistazien und Macadamias,

jeweils geröstet und ungesalzen,

sorgen auch ganz

ohne Salz für einen vollmundigen

Snackgenuss.

Immer mehr Verbraucher möchten sich gesünder

ernähren und deshalb weniger Salz essen.

Schließlich sollten bei Erwachsenen laut Weltgesundheitsorganisation

WHO täglich nur etwa fünf

Gramm Salz auf dem Speiseplan stehen. Für diese

ernährungsbewusste Zielgruppe kommen die gerösteten

ungesalzenen Pistazien und Macadamias

von Kluth genau richtig.

Von hervorragendem Geschmack

„Das Thema Gesundheit gehört aktuell zu den wichtigsten

Treibern im Snacksegment. Die Nachfrage

für naturbelassene und ungesalzene Snackprodukte

wird aus unserer Sicht noch weiter steigen“, sagt

Micha Kohn, Leiter Markenvertrieb bei Kluth. Und

die Jury findet: „Die schonende Röstung bringt die

hohe Qualität der Macadamias und Pistazien voll

zur Geltung.“ Und deren leckeren Geschmack!

△ Die Nüsse passen zur Käseplatte

ebenso wie zur Nachmittagspause.

www.rundschau.de 47


Award

SWEETIE Gewinner

KATEGORIE CEREALIEN

Peter Kölln: Kölln Cereals Cinna Snax

DAS PRODUKT: Superfood

Hafer als Basis: Cerealien

mit 71 % Vollkorn in der

Trendgeschmacksnote

Zimt. Ballaststoffreich,

ohne Aromen und Palmöl.

„Runder Zimtgeschmack, knuspert fein, Superfood

on top: Cinna Snax mundet auch ohne Milch ausgezeichnet!“

Für die Jury ist die Cerealien-Kreation aus

dem Hause Kölln ein Volltreffer. Das ballaststoffreiche

Produkt mit hohem Hafer-Vollkorn-Gehalt

peppt in modern gestalteter Verpackung die Regale

auf – und schmeckt natürlich auch mit Milch!

KATEGORIE KINDERPRODUKTE

Bio-Zentrale: BioKids Knusperecken Vollmilch / dunkle Schokolade

DAS PRODUKT: Snack aus

70 % Bio-Mais in den Sorten

Vollmilch und dunkle

Schokolade; letztere Sorte

ist vegan. Glutenfrei und

frei von Palmöl.

Die Knusperecken aus der Bio-Kids-Range kommen

in handlicher Größe daher und sind mit feinen Schokoladenstreifen

verziert – eine Sorte mit Vollmilchschoki,

eine mit dunkler Schokolade. Der Snack

besteht aus Bio-Mais. Dazu die Jury: „Geschmacklich

top und knusperzart: Die hübsche Form der

Bio-Ecken gefällt nicht nur Kinderhänden.“

KATEGORIE BIO

Treetopia: Nature Gummies

DAS PRODUKT: Bio-

Fruchtgummi aus 100 %

Bio-Fruchtsaft. Mit unterschiedlichen

Konsistenzen

in drei Varianten; die saure

Variante ist vegan.

„Abwechslungsreiche Konsistenzen, volle Fruchtaromen,

schön im Design: Fruchtgummi in Bio-

Qualität at itʼs best“, sagt die Jury zu den drei

Varianten: Favorite Fruit vereint Sorten wie Apfel,

Birne, Zitrone, Brombeere und Co. Simply Super

bietet Fruchtmixe wie Goji-Erdbeere, die Happy-

Sour-Variante ist außerdem vegan.

KATEGORIE LIMITED EDITION

Alfred Ritter: Ritter Sport Nuss-Klasse Pistazie

DAS PRODUKT: Limited in

der „Nuss-Klasse“-Range

platziert: Sorte Pistazie mit

10 % geröstetem gesalzenen

Pistazienanteil und

Milchschokolade.

Trends im Quadrat: Süße Milchschokolade und

der hohe Anteil (10 %) an gesalzenen gerösteten

Pistazien ist in der Kombi ein Gewinnerprodukt:

„Süß-salzig über den Dubai-Hype hinaus: Die

üppigen gerösteten Pistazienstücke sind große

(Nuss-)Klasse.“ Der Kakao ist aus zertifiziert nachhaltigem

Kakaobezug.

48 Award • RUNDSCHAU 05/25

Sponsor:


SWEETIE

HIGHLIGHT

Advertorial

LUTSCHER

Durstlöscher, das beliebte Getränk im kultigen Trinkpäckchen, überzeugt

auch in seiner innovativen und überraschenden Form: als Lutscher!

DAS PRODUKT: Für die

kleine süße Belohnung

zwischendurch kommen

die Durstlutscher der

Lekkerland-Eigenmarke

MʼCandy genau richtig. Mit

ihnen ist das Kultgetränk

Durstlöscher nun auch in

einem neuen Format zu

haben: am Stiel, in Form

eines leckeren Lollis.

Das Misch-Display enthält

100 Lutscher in den vier

beliebten Sorten Orange,

Pfirsicheistee, Wassermelone

und Sauerkirsch-

Zitrone. Es verfügt über

eine praktische Schütte

und zieht im kultigen Durstlöscher-Trinkkarton-Design

sofort die Aufmerksamkeit

auf sich.

Der Durstlöscher hat sich längst einen Namen

unter den Erfrischungsgetränken gemacht.

Es gibt ihn seit mehr als 35 Jahren – und

entsprechend groß ist seine Fan-Basis bei

Jung und Alt. Umso schöner, dass sich die

Anhänger des beliebten Kultgetränks, das

in vielen verschiedenen fruchtigen und erfrischenden

Geschmacksrichtungen überzeugt

hat, mittlerweile an einer neuen Form

des Erfrischungsgetränks erfreuen dürfen:

den Durstlutschern. Diese Lollis sind in den

vier beliebten Sorten Orange, Pfirsicheistee,

Wassermelone und Sauerkirsch-Zitrone erhältlich

und eignen sich ideal für eine süße

Belohnung zwischendurch: egal ob zu Hause,

im Büro oder unterwegs.

Aufmerksamkeitsstarke Präsentation

Die Durstlutscher der Lekkerland-Eigenmarke

MʼCandy gibt es zu 100 Stück im Misch-Display,

das sich im markanten Durstlöscher-

Trinkkarton-Design präsentiert und über eine

praktische Schütte verfügt: ein Blickfang, der

garantiert Aufmerksamkeit auf sich zieht und

sich für jede Verkaufsfläche eignet.

Und wie ist die Produktidee entstanden? „Im

Eigenmarkenteam von Lekkerland arbeiten

wir ständig daran, unser derzeitiges Sortiment

zu verbessern und bei Bedarf auszubauen“,

erläutert Louisa Determann, Consultant Buying

& Category Management Eigenmarken im

Unternehmen: „Der Absatz von Lutschern am

Markt hat sich in den vergangenen Jahren

positiv entwickelt. Und bei einem internen

Brainstorming kamen wir auf die Idee des

Durstlutschers.“

Tolle Kategorie-Erweiterung

Die Sweetie-Jury ist zweifellos vom Konzept

überzeugt: „Von Durstlöscher zu Durstlutscher:

Die tolle Category-Extension zahlt sehr

gelungen auf die Marke ein“, lautet ihr Urteil.

Bei Lekkerland freut man sich über die Auszeichnung.

„Der Gewinn dieses renommierten

Awards ist ein bedeutender Meilenstein für

uns und eine wunderbare Bestätigung unserer

Sortimentsstrategie. Ich bin stolz auf die

Leistung unseres gesamten Teams, das diesen

Erfolg durch harte Arbeit und viel Engagement

ermöglicht hat“, so Lukas Ziegler, Director

Buying & Category Management Eigenmarken:

„Wir sehen den Gewinn als Ansporn, weiterhin

innovative und qualitativ hochwertige

Eigenmarkenprodukte zu entwickeln, die den

Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen.“

△ Mit ihrem farbenfrohen Look wecken die Lollis

die Lust der Shopper, spontan zuzugreifen.

△ Die Durstlutscher-Sorten: Orange, Pfirsicheistee,

Wassermelone und Sauerkirsch-Zitrone.

www.rundschau.de

49


Award

SWEETIE Gewinner

KATEGORIE VEGGIE/VEGAN

Alfred Ritter: Ritter Sport Vegan Double Crunch

DAS PRODUKT: Vegane

Schokolade mit zweifachem

Crunch-Effekt über

Cornflakes und gerösteten

Maiskörnern, den sogenannten

Kikos.

„Süß-salziger Knusper: Kikos sind hierzulande

neu, die Kombi mit Cornflakes rockt im veganen

Schoki-Segment.“ Der Knuspermais-Snack

(Kikos) mit knusprigen Cornflakes in milder veganer

Schokolade, verfeinert mit Mandelmehl – für die

Jury eine Gewinnerkombi. Auch die Optik mit dem

grünen V als Key Visual für vegan ist gelungen.

KATEGORIE SÜSSE AUFSTRICHE

Importhaus Wilms/Impuls: Darbo Zuckerreduziert passiert, zwei Sorten

DAS PRODUKT: Sorten

Erdbeere und Marille, fein

passiert mit 80 % Fruchtanteil

und einem Drittel weniger

Zucker im Vergleich zu

Konfitüre im 250-g-Glas.

Erdbeer und Marille zählen zu den beliebtesten

Sorten auf dem Frühstückstisch. Darbo präsentiert

sie mit einem Drittel weniger Zucker im Vergleich

zu Konfitüren, einem 80-prozentigen Fruchtanteil

und in der Variante auch erstmals fein passiert:

„Geschmacklich unübertroffen gut“, urteilt die

Jury über die beiden Siegerprodukte.

KATEGORIE TAFELSCHOKOLADE

Viba Sweets/Confiserie Heilemann: Masked Chocolates

DAS PRODUKT: Fünf

Sorten, von scharf-herb

über exotisch oder crunchy

bis mild-süß, als 37-g-

Täfelchen mit tierischen

Protagonisten designt.

Schon optisch ein Genuss: Von clever-verspielt bis

exotisch-wild spiegeln die Tafelschokoladen einen

eigenen „Charakter“ – wie Typ „Mutig & Explosiv“

mit Sorte Dark Chili, die scharfe Chili mit dunkler

Edelbitterschokolade kombiniert. „Exzellente Qualität

trifft auf tolles Design und neue Grammatur:

Auch als Geschenk eine schöne Option.“

KATEGORIE PRALINEN

Lindt & Sprüngli: Nuxor Beutel Weiß

DAS PRODUKT: Pralinenwürfel

aus weißer, cremiger

Schokolade, gefüllt mit

gerösteten, ganzen

Haselnüssen im 103-g-

Klotzbodenbeutel.

Das Verpackungsmotiv verspricht nicht zu viel: Die

kleinen, einzeln verpackten Würfel aus weißer,

cremiger Schokolade beherbergen reichhaltig das,

was man im Anschnitt sieht – ganze geröstete Haselnüsse.

Dazu die Jury: „Knackige Nüsse, cremige

Schoki: Das Spiel der Texturen in aparter Optik

bringt die Pralinenkategorie auf ein neues Level.“

50 Award • RUNDSCHAU 05/25

Sponsor:


Award

SWEETIE Gewinner

KATEGORIE SCHOKOLADENWAREN

Treets/Piasten: Treets Vegan Crunchy Corn

DAS PRODUKT: Der

Neuzugang in der Treets-

Vegan-Range basiert auf

Roasted Corn und veganer

ChoViva-Schokolade.

Zuerst kam der Sieg des Consumer Award der ISM

2025, jetzt kommt der SWEETIE 2025 für diese

überzeugende Innovation hinzu: Treets Crunchy

Corn besteht aus gerösteten Maiskörnern, umhüllt

von veganer ChoViva, hergestellt auf Basis von

Sonnenblumenkernen, mit crunchy Zuckerdecke.

KATEGORIE KUCHEN

Dr. August Oetker: Fertige Rührkuchen „Unsere Sorte des Jahres“ Zimt

DAS PRODUKT: Kleine

fertige Rührkuchen mit der

Trendnote Zimt im 4er-

Pack. Ohne Palmöl und

ohne Konservierungsstoffe.

Zimt ist trendy, Zimt ist lecker, frohlockt die Jury

über die fertigen kleinen, hellen Rührkuchen, abgerundet

durch eine zartschmelzende Verzierung

mit belgischer weißer Schokolade.

KATEGORIE KEKSE

Conrad Schulte: Schulte Bio Serie in drei Varianten

DAS PRODUKT: Innovativer,

praktischer Keks-

Snack in Bio-Qualität.

In drei verschiedenen

Geschmacksrichtungen.

„Kuchen, Taler, Plätzchen als überraschendes Keks-

Erlebnis“, die Jury ist von der Bio-Serie begeistert.

Die Bio Apfelstreuselschnitten bringen das klassische

Kuchenerlebnis in mundgerechte Happen.

Das neue Produktkonzept ist ist auch bei den Bio

Kokostalern mit Hafer und den Bio Butterherzen

sehr stimmig und handwerklich top!

Limitierte

Schulstart Aktionspromotion

Praktische KOALA Snack-Box

mit leckeren Knusperkeksen

und lustigem Kartenspiel.

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Award

SWEETIE Gewinner

SONDERPREIS DER JURY

Elvis Eis/Elvis Bogicevic: Elvis Eis im Glas Dubai Chocolate Style

Gewinner des

Sonderpreises

der Jury

DAS PRODUKT: Eis im

TK-fähigen Glas. Milch,

Glas, Deckel und Etiketten

für Eis Dubai Chocolate

Style stammen aus

regionaler Herkunft.

Dieses Konzept ist der Jury einen Sonderpreis

wert: „Die Zutaten auf Highlevel, nachhaltig

und sehr lecker: Eis im Glas ist eine Innovation,

die den Zeitgeist trifft.“ Das Gewinnerprodukt

ist ein Trendsetter: Dubai Chocolate

Style mit Schokoladeneis, Pistaziencreme und

karamellisierten Pistazien.

KATEGORIE CHIPS

Kreyenhop & Kluge: Flying Goose Ribble Chips mit Sriracha

DAS PRODUKT: Vom

Saucen- ins Chipsregal:

Chips mit original Flying-

Goose-Würze und Sriracha-

Schärfe. Schonend in

Sonnenblumenöl frittiert.

Die Flying Goose Ribble Chips mit Sriracha Chili

Flavour sind von der thailändischen Saucenmarke

inspiriert. Die Kombination aus der original Flying-Goose-Würze

und Sriracha-Schärfe hat überzeugt:

„Klar erkennbares Brand-Design in neuer

Kategorie – nicht nur für Fans von Flying Goose ein

scharf-knuspriger Volltreffer.“ Die Flying-Goose-

Gewürzmischung ist geheim, die Sriracha-Schärfe

aber unverwechselbar.

KATEGORIE POPCORN

KLS Vertrieb: Range Krusty Krunch Popcorn

DAS PRODUKT: Karamell-

Popcorn, luftgepoppt, mit

sechs intensiven Coatings.

In der 30-g- und 140-g-

Packung. Handgefertigt in

Mainz.

„Eyecatcher im Regal, Knaller im Mund: Jede Sorte

mit Coating bietet ein intensives Geschmackserlebnis“,

sagt die Jury in ihrer Bewertung. Das

Karamell-Popcorn gibt es in den Geschmacksrichtungen

Classic Caramel, Krispy Peanut, Apfel-

Zimt, weiße Schokolade-Kokos, Erdbeer-Schokolade

und Vollmilch-Kakao.

52 Award • RUNDSCHAU 05/25

Sponsor:


Award

SWEETIE Gewinner

KATEGORIE RIEGEL

Quarkwerk: Quark Riegel Karamell

DAS PRODUKT: Der Riegel

besteht aus 51 % frischem

Vanillequark und ist

von einer Karamellglasur

überzogen.

Ein gelungenes Lifestyle- und Convenience-Produkt

aus dem Kühlregal: Den Riegel mit frischem

Vanillequark und cremiger „cheesecake“-Textur

gibt es jetzt neu mit Karamellglasur – innen weich

und außen schön knackig: Für die Jury ist klar:

„Der eiweißreiche Quarkriegel setzt damit Trendakzente

im Kühlregal.“

KATEGORIE EIS

The Verse Beverages/LIMITD: EMYO Ice Balls Mermaid Fantasy

DAS PRODUKT: Ice Balls

in den Aromen der Emyo-

Limonade aus Fruchtsaft.

Vegan, glutenfrei, ohne

künstliche Farbstoffe.

Ihr Alleinstellungsmerkmal im deutschen Markt ist

den Ice Balls sicher: „Originell und neu im Format:

Ein Eis-Snack der modernen Art mit intensivem

Fruchtgeschmack à la Emyo-Limo“, stellt die Jury

den Gewinner in der Kategorie Eis vor. Die convenienten

„Eis-Bälle“, perfekt zum Snacken und

Teilen, sind aus echtem Fruchtsaft hergestellt.

HABE DIE BEERE.

Gefriergetrocknete

Himbeeren, Erdbeeren

und Blaubeeren. 100 %

Frucht, null Zusätze

und voller Geschmack.


Sortiment

Wein & Sekt

Text: Jenny Rommel

Alkoholfreier Genuss im Test

Immer mehr Menschen entscheiden sich für den Genuss ohne Alkohol, sei es aus Gründen der Gesundheit oder

einer bewussten Lebensweise. Alkoholfreier Wein und Sekt bieten dabei eine verlockende Alternative für all jene, die

nicht auf den edlen Geschmack von Trauben, fruchtigen Aromen und sprudelnden Bläschen verzichten möchten.

Was zeichnet alkoholfreien Wein

und Schaumwein aus? Wie werden

die Varianten ohne Umdrehungen

eigentlich hergestellt,

wie sieht das Angebot aktuell aus, und wie

trifft man die richtige Kaufentscheidung? All

diese Fragen beantwortete die prominente

Weinexpertin Natalie Lumpp, die in einem

exklusiven Workshop für die RUNDSCHAU

für den Lebensmittelhandel interessante

Einblicke in dieses Trendthema gab.

Veranstaltet wurde der Workshop für Teilnehmer

aus dem Handel auf der Eurovino,

die vom 9. bis 10. März in Karlsruhe stattfand

und über 4.000 Teilnehmende begrüßte. Der

perfekte Rahmen also, um über diese Produkte

zu sprechen, die in den letzten Monaten zunehmend

an Popularität gewonnen haben. Die diesjährige

Eurovino widmete diesem Thema eine

eigene Verkostungszone: die Wine Experience –

Alkoholfrei, mit 130 alkoholfreien Weinen und

Schaumweinen von 58 Ausstellenden.

Beachtliche Entwicklung

Für Natalie Lumpp eine erstaunliche Entwicklung:

„Das fand ich schon viel. Man merkt, es

ist gerade ein wichtiges Thema. Es gibt eine

Firma aus Kalifornien, die die wichtigsten

Hersteller weltweit zum Thema Alkoholfrei

befragt hat. Diese haben vorhergesagt, dass

sich der Markt der alkoholfreien Produkte

bis 2031 verdoppeln wird. Im Moment macht

der alkoholfreie Wein einen Umsatz von

1,25 Milliarden Euro. Vom Markt macht dies

zwei Prozent aus. Und von diesen zwei Prozent

entfallen 68 Prozent auf alkoholfreie Schaumweine

– da sich die großen Sektmarken diesem

Thema schon länger widmen. Der größte Markt

für Alkoholfrei ist aktuell Deutschland. In

Zukunft wird Nordamerika ein stark wachsender

Markt sein.“ Noch immer gibt es viele

Fotos: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner; Unternehmen

54 Sortiment • RUNDSCHAU 05/25


_

INFO

Natalie Lumpp

Vorurteile in Bezug auf diese Getränkekategorie.

Da sich die Herstellung der Produkte

in den letzten Jahren jedoch stark weiterentwickelt

hat, kommen Qualität und Geschmack

für viele Konsumenten immer näher an die

traditionellen Varianten heran. So gibt es

unterschiedliche Verfahren, um dem Wein

den Alkohol zu entziehen.

Verschiedene Prozesse

Die bekanntesten sind wohl die Vakuumdestillation

bei geringen Temperaturen sowie

die Umkehrosmose. Bei der Vakuumdestillation

wird der Wein erhitzt und verdampft

bereits bei rund 27 Grad Celsius, anstatt bei

etwa 78 Grad Celsius. Der Prozess ermöglicht

es, den Alkohol schonend zu entfernen, sodass

die Aromen des Weines weitgehend erhalten

bleiben. Bei der Umkehrosmose fließt Wein

mehrere Stunden lang durch einen sehr feinen

Filter, der die Alkoholmoleküle von denen

der übrigen Flüssigkeit trennt. Anschließend

werden diese wieder mit den gewünschten

Aromen vermischt. Aber Achung: Der Zusatz

„alkoholfrei“ bedeutet nicht, dass das Getränk

gar keinen Alkohol mehr enthält. Als

„alkoholfrei“ gelten Lebensmittel auch mit

einem Gehalt von unter 0,5 Volumenprozent.

Komplett ohne Alkohol sind die Getränke nur

mit der Kennzeichnung 0,0 Volumenprozent.

Zu beachten ist: „Bei der Entalkoholisierung

hat man einen Verlust von bis zu 20 Prozent.

△ Jeder Tropfen wurde auf Geschmack, Aroma

und Qualität geprüft.

Es entstehen Kosten von zwei bis drei Euro

mehr. Das heißt, wenn der Wein entalkoholisiert

ist, dann muss er automatisch mehr

kosten – und das muss man den Verbrauchern

noch vermitteln“, so die gebürtige Freiburgerin

Natalie Lumpp.

Verkostet wurden beim Weinworkshop

beide Varianten. Doch wie testet man Wein

eigentlich fachlich richtig? „Zuerst schaut

man nach der Farbe. Dafür hält man das

Glas schräg – am besten vor einem weißen

Hintergrund. Dann riecht man am Wein und

schwenkt anschließend das Glas. So bricht die

Oberfläche auf, und es kommen noch mehr

Aromen zum Vorschein“, erklärte die Expertin

und ergänzte: „Beim Trinken fällt auf, dass die

Weine, die entalkoholisiert wurden, immer

ein bisschen von der Säure geprägt sind.

Bei der Entalkoholisierung wird vieles

Die gebürtige Freiburgerin

Natalie Lumpp ist geprüfte

Wein-Sommelière und als freiberufliche

Weinberaterin tätig.

Nebenbei verfasst sie Kolumnen für

Fachzeitschriften. Im Jahr 2021

erhielt sie die Auszeichnung

„Genussbotschafterin

Baden-Württemberg“.

Ihr Fazit zum Weinworkshop und

den getesteten Produkten:

„Im Handel sind entalkoholisierte

Weine derzeit so gefragt, dass man

kaum darum herumkommt, sich

mit ihnen zu befassen. Mittlerweile

gibt es einige, die sogar in einer

Blind-verkostung bestehen können –

insbesondere Schaumweine.

Große Sektkellereien, wie Schloss

Wachenheim, Henkell Freixenet,

Rotkäppchen Mumm haben schon

vor vielen Jahren damit begonnen,

was ihnen heute sicherlich zugutekommt.

Überrascht hat mich, dass

es bereits unter zehn Euro überzeugende

Qualitäten gibt, wie etwa den

Brut Dargent Chardonnay Free von

Les Grands Chais de France oder den

Blanc de Blancs von Carl Jung.“

VIER JAHRESZEITEN

ZERONIMO

P.J. VALCKENBERG

LAUFFENER

Der alkoholfreie Sauvignon Blanc besitzt

eine harmonische Balance zwischen

Fruchtsüße und erfrischender Säure.

Er eignet sich als gute Basis für eine

alkoholfreie Weinschorle.

Das Fundament des entalkoholisierten

Premium-Rotweins Leonis Blend bildet

die vielfach prämierte Cuvée In Signo

Leonis. Die Trauben stammen

aus über 70 Jahre alten Rebanlagen.

Beim It‘s not a Sin in der Variante

Ingwer & Bitterorangenschale handelt

es sich um einen entalkoholisierten,

feinfruchtigen Riesling.

Feinperlig, Inhalt: 0,75 Liter.

Der Riesling Rivaner wurde langsam

und schonend unter Vakuum vom

Alkohol befreit. Feinherb, fruchtbetonter

Geschmack mit Anklängen von

tropischen Früchten.

www.rundschau.de

55


_

INFO

Eurovino

Am 9. und 10. März 2025 fand in der

Messe Karlsruhe zum zweiten Mal

die Eurovino statt. Ihr Debut feierte

sie im vergangenen Jahr.

Gelegen im Zentrum der vier größten

deutschen Weinanbaugebiete Baden

und Württemberg, Rheinhessen

sowie der Pfalz richtet sich die Eurovino

an Weinerzeugende, -vermarktende

sowie -abnehmende. Der Fokus

liegt hier auf dem deutschsprachigen

und europäischen Absatzmarkt.

△ Nach dem Tasting ausgewählter Produkte folgte ein Rundgang über die Eurovino. Hier konnten sich die

Workshop-Teilnehmer von weiteren alkoholfreien Qualitätsprodukten überzeugen.

In diesem Jahr nutzten 432 Ausstellende

die Plattform, um vorhandene

Geschäftsbeziehungen zu stärken und

neue aufzubauen.

verstärkt, somit kann die Säure um zwei

Prozent höher gehen. Sie ist damit oft im

Vordergrund. Daher braucht man ein bisschen

Restsüße, um das Ganze aufzufangen.“

Insgesamt wurden beim Workshop 14 alkoholfreie

Weine und Schaumweine verkostet

– darunter Riesling, Rivaner, Muskateller,

Sauvignon Blanc sowie Spätburgunder –, die

den Teilnehmenden aus dem Handel einen

groben Überblick über das aktuelle Angebot

gaben. Denn noch sind die Regale zu diesem

Thema in vielen Märkten überschaubar.

Schaut man sich die aktuellen Entwicklungen

und Prognosen jedoch an, könnte sich dies

bald grundlegend ändern. Schließlich trinken

49 Prozent der GenZ laut einer YouGov-

Studie von 2022 gar keinen Alkohol – Tendenz

49 %

der GenZ in Deutschland

trinkt keinen Alkohol.

Quelle: YouGov Global Profiles, 2022

steigend. Somit sieht die Zukunft von alkoholfreiem

Wein und Schaumwein durch das

wachsende Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher

vielversprechend aus.

Nach der Verkostung und ausführlichen

Erläuterungen zu Herkunft, Herstellern und

DR. THANISCH

BIBO RUNGE

DIVIN

LEINER

Alkoholfreier Riesling, frisch und harmonisch

mit Aromen von reifen Äpfeln,

Birnen, Holunderblüten, Quitten und Pfirsichen.

Nach schonender Pressung wurde

der Wein im Edelstahltank vergoren.

Dem Deserteur Riesling Zero wurde

sanft der Alkohol entzogen, danach

wurde er mit einer geringen Bibo-

Runge-Riesling-Dosage versehen.

Alkoholgehalt <0,5 Vol.-%.

Der Chenin Blanc mit 0,0 Vol.-% stammt

aus Frankreich. Der Geschmack: Aromen

von gelben Früchten, Birne und goldenem

Apfel. Passt zu Fischgerichten

oder frischen Salaten.

Beim Fusion Mediterran alkoholfrei vom

Weingut Leiner handelt sich um einen

Traubensaft, der mit Rosmarin-Tee

cuvetiert und im Anschluss verperlt

wurde. Inhalt: 0,75 Liter.

56 Sortiment • RUNDSCHAU 05/25


Markentrainer: Champagner

Mehr zu Champagner, die Faszination für den

edlen Schaumwein sowie die strengen Regularien

erfahren Sie im aktuellen Markentrainer.

Markentrainer

besser verkaufen lernen

Champagner

9

INTERVIEW

Geschmack ging es für alle Workshopteilnehmer

schließlich zu einem gemeinsamen

Rundgang über die Karlsruher Fachmesse

Eurovino. Dort gab es die Möglichkeit, weitere

Produkte – natürlich auch solche mit Alkohol –

zu testen und mit den Aus- oder Herstellenden

ins Gespräch zu kommen.

Zuversichtlicher Ausblick

Am Ende des Tages stand fest: Viele der verkosteten

Produkte überzeugten – trotz möglicher

Vorbehalte – sowohl die Fachkräfte aus

dem Handel als auch die Expertin mit ihrer

Qualität. Viele der Anwesenden wagten sogar

übereinstimmend die These, dass das eine

oder andere Produkt bei einer Blindverkostung

kaum von den Produkten mit Umdrehungen

zu unterscheiden gewesen sei.

Insgesamt sehe ich die größte

Zukunft der entalkoholisierten

Weine bei den Rotweinen.

Natalie Lumpp

Sommelière und Kolumnistin

Das Fazit von Sommelière Natalie Lumpp in

Bezug auf alkoholfreie Weine und Schaumweine

fällt daher hoffnungsvoll aus. Denn sie

sieht in diesem Getränkesegment durchaus

vielversprechendes (Wachstums-)Potenzial:

„Im Handel sind entalkoholisierte Weine derzeit

so gefragt, dass man kaum darum herumkommt,

sich mit ihnen zu befassen. Insgesamt

sehe ich die größte Zukunft der entalkoholisierten

Weine bei den Rotweinen. In letzter

Zeit konnte ich einige Merlots probieren, die

im Duft bereits das Gefühl eines warmen,

kraftvollen Rotweins vermitteln. Dank der

Tannine tritt die Süße in den Hintergrund,

und beim Trinken wirkt es sogar angenehm,

dass der Wein nicht ganz so schwer ist. Da

kommen in nächster Zeit ganz sicher noch

einige spannende Produkte auf uns zu!“ ☐

Steffen

Ueltzhöfer

Inhaber Edeka

Ueltzhöfer

Welche Rolle spielen alkoholfreie

Weine und Schaumweine aktuell im

Lebensmitteleinzelhandel?

„Alkoholfreie Weine beziehungsweise

Schaumweine gewinnen deutlich an

Bedeutung. Wir haben mittlerweile separate

Platzierungen in den größeren

Märkten, um dem Rechnung zu tragen.

Auch, weil es nicht nur Preiseinstieg,

sondern mittlerweile auch immer mehr

qualitativ hochwertige Produkte gibt.“

OHNE KATER

Entalkoholisierter Wein mit einer

fruchtigen Frische und dem intensiven

Bukett der Muskatellertraube.

Geschmack: lebendig und ausgewogen,

mit einer feinen Süße.

STRAUCH

Die Basis des fruchtigen Rosé Pur alkoholfrei

bilden rote Trauben. Der Grundweinausbau

erfolgte im Edelstahltank

und im Holzfass, anschließend wurde der

Wein entalkoholisiert und verperlt.

MAYBACH

Die erfolgreiche deutsche Weinmarke

glänzt mit einer Vielfalt an Rebsorten

in allen Geschmacksrichtungen. Auch

alkoholfrei überzeugt die Top-Marke.

Mit animierender Frische und fruchtigen

Noten von hellen Früchten avancierte

Maybach Alkoholfrei Weiss 2024

zum Liebling der Konsumenten und

wurde von der Weinwirtschaft zum

„Produkt des Jahres 2024“ in

der Kategorie Alkoholfrei gekürt.

www.rundschau.de

57


Sortiment

Tiernahrung

Text: Inka R. Stonjek

Am PoS: Emotionen

erlebbar machen

Der Markt für Tiernahrung wird immer mehr von den

Essenstrends seiner Halter geprägt. Genauso emotional sollten

die Produkte verkauft werden, denn das Auge kauft mit.

Heimtiere machen happy“, sagte Selina Schlierenkamp vom

Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe anlässlich des

Liebe-dein-Haustier-Tages. Das ist sogar wissenschaftlich

belegt: Menschen mit Haustier sind demnach aktiver, haben

mehr soziale Kontakte und bauen bei gemeinsamen Aktivitäten Stress

ab. Und so lebt in fast jedem zweiten Haushalt in Deutschland mindestens

ein Heimtier. Im Jahr 2023 waren das mehr als 15 Millionen

Katzen, mehr als zehn Millionen Hunde und mehr als vier Millionen

Kleintiere. Hinzu kamen zahlreiche Ziervögel, Zierfische und Terrarientiere.

Das ist das Ergebnis einer haushaltsrepräsentativen Erhebung, die

das Marktforschungsinstitut Skopos für den Industrieverband Heimtierbedarf

(IVH) und den Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe

(ZZF) durchgeführt hat. Daten für 2024 liegen Stand Mitte April nicht

vor, laut IVH/ZZF zeichnen sich keine großen Veränderungen ab.

Human-Trends schwappen über

Vor allem Hunde und Katzen sind wichtige Bezugspersonen.

Bei ihnen setzen Tierhalter sehr oft andere Maßstäbe an als

bei anderen Arten. Teilweise werden sie so geliebt, dass

sie vermenschlicht werden; sie bekommen Spielzeug,

Kleidung und besonderes Futter: „Tierhalter übertragen

ihre eigenen Ernährungsgewohnheiten zunehmend auf

ihre Haustiere“, sagt Petra Scholl, Director Market Development

Nestlé Purina PetCare. Das hat die Tiernahrung bereits

verändert und setzt sich weiter fort, sagt auch Daniela Stolte,

Marketingleiterin bei Gimborn: „Wir sehen in den letzten Jahren

eine zunehmende Übernahme der Entwicklungen aus dem Foodin

den Petfood-Bereich.“

Die Trends reichen von Natürlichkeit, Premium, Nachhaltigkeit,

Ernährung in allen Lebenslagen bis hin zu Alternativen für den Fleischkonsum,

also alternativen Proteinquellen bis hin zu kultiviertem Fleisch.

Dabei wird nicht aufs Geld geschaut: Während beim eigenen Essen

58 Sortiment • RUNDSCHAU 05/25


Verkaufstipps

9 %

bis zu

Umsatzzuwachs

verspricht Purina den Kleinflächen,

wenn sie das Katzennahrungsregal

nach hauseigener Platzierungsempfehlung

umbauen.

„Eine emotionale Ansprache

und aufmerksamkeitsstarke

Platzierung aktueller Trends

ist besonders wichtig. So

sollten Snacks und Produkte,

die Verwöhnanlässe und neue

Verzehrmomente schaffen,

auf Augenhöhe zu finden sein.

In diesem Regalbereich sorgen

Impulskäufe am häufigsten

für zusätzlichen Umsatz.“

Petra Scholl, Director Market

Development bei Nestlé

Purina PetCare

oft gespart wird, greifen viele Tierbesitzer für

hochwertiges Nassfutter, spezielle Diäten oder

sogar individuell zusammengestellte Menüs

tief in die Tasche.

Premium-Futter mit Superfoods

Gefragt ist beispielsweise hochwertiges Futter,

das sich durch besondere Zutaten auszeichnet.

„Im Bereich Premium sind Sorten mit Superfoods

gefragt, wie wir sie unter anderem mit

unserer Marke Cesar anbieten“, sagt Heike

Lommatzsch, Market Strategy & Deployment

Director bei Mars Pet Nutrition. So enthalten

die beiden neuen Fresh Bowls von Cesar neben

Fleisch als Hauptzutat einmal roten Reis,

Karotten und violette Kartoffeln beziehungsweise

Karotten, grüne Bohnen und Kürbis.

Gleichzeitig verzichten sie auf künstliche Aromen,

Konservierungsstoffe und zugesetzten

Zucker. Nicht zuletzt spielt die Nachhaltigkeit

eines Produktes eine zunehmend wichtige

Rolle – gerade bei der jüngeren Zielgruppe.

„Wir investieren Millionen, um die Recyclingfähigkeit

unserer Verpackungen zu verbessern

und den Einsatz von neuem Kunststoff zu

reduzieren“, sagt Heike Lommatzsch.

Artgerecht nah an der Beute

Einen etwas anderen kommunikativen

Ansatz verfolgen Produkte, deren Konzept

„Am PoS setzen wir auf aufmerksamkeitsstarke

Displays.

So wird es zur Markteinführung

der neuen Varianten

High-Protein-Pudding und

Pudding mit Käse ein Display

geben, dass die Originalprodukte

nachahmt. Für

unsere Pasten haben wir neue

Theken-/Regal-Displays sowie

Probiergrößen in Petto.“

Anja Klein, Vertriebsleiterin

bei Gimborn

WHISKAS

DREAMIES

GIMCAT

DOKAS

Die Aromatic Selection ist die neue

Nassfutter-Subrange im Portionsbeutel.

In der Geflügel-Auswahl mit Huhn, Ente,

Truthahn und Wild (Abb.) und der Gemischten

Auswahl mit Fleisch und Fisch.

Käse (Abb.) und Katzenminze weiten als

neue Sorten die Range um die Dreamis-

Creamy-Snacks mit weichem Kern aus.

Mit Taurin, ohne Zuckerzusatz und ohne

künstliche Aromastoffe.

Im vierten Quartal kommt die Near-

Nature-Range auf den Markt. Die sechs

Sorten sind von der Rezeptur her der

natürlichen Beute von Katzen in der

Natur angepasst. Mit 70 Prozent Fleisch.

Die Range 100 % pflanzenbasierter,

proteinreicher Premium-Snacks gibt es

als Sticks (Abb.) und Stückchen. Zu den

Nährstofflieferanten zählen u. a. Spirulina,

Kichererbsen und Kelpalgen.

www.rundschau.de

59


Sortiment

Tiernahrung

das Attribut „Natürlichkeit“ transportiert.

Für eine Trendschau lohnt ein Blick in

den Fachhandel. Dort hat Mars Pet Nutrition

Anfang des Jahres erst die britische Marke

James Wellbeloved eingeführt. Mit hypoallergenen

und von der Natur inspirierten

Rezepturen bietet die Marke Hunden eine

ausgewogene, gesunde Ernährung – vom

Welpen bis zum Senior. Dazu verzichten die

Produkte auf häufig vorkommende potenzielle

Allergene wie Rind, Schwein, Soja, Eier,

Milchprodukte und Weizen. Außerdem ist pro

Trockenfutterrezeptur nur eine tierische Proteinquelle

enthalten. Gimborn bringt gerade

ein ähnliches Konzept in den LEH: Gimcat

„Near Nature“, das die USPs „artgerecht“ und

„beutenah“ transportiert. Die Range aus sechs

Sorten im Standbeutel besteht zu 70 Prozent

aus Fleisch, nämlich Huhn, Huhn und Ente,

Huhn und Fasan, Huhn und Forelle, Rind

sowie Rind und Ente.

Alternative Proteine von Insekten

Im Bereich der Inhaltsstoffe lotsen die Unternehmen

neue Optionen aus. Ein Thema sind

nachhaltige Proteinquellen. „Unter anderem

untersuchen wir alternative Proteinquellen

und haben mit dem Katzenfutter ‚Lovebugʻ

in UK schon ein entsprechendes Produkt

auf den Markt gebracht“, erklärt Heike Lommatzsch.

Pro Kilo Protein benötigt die Zucht

der im Futter enthaltenen Käfer 80 Prozent

weniger Landfläche als Rindfleisch. Die Käfer

werden außerdem ausschließlich mit überschüssigem

Gemüse und Pflanzen gefüttert,

was die Verschwendung von Lebensmitteln

reduziert. Auch Gimborn hat im vergangenen

Jahr einen Snack für Katzen auf Basis von

Insektenprotein eingeführt.

Zuletzt ist immer noch Futter, das auf die

gesundheitlichen Bedürfnisse von Tieren in

allen Lebenslagen angepasst ist, ein wichtiges

Kaufargument, zum Beispiel von Mars Pet

Nutrition. Auch Gimborn stellt bei seinen

Produkten die Gesundheit und das Wohlbefinden

der Tiere in den Fokus, zum Beispiel

bei der Malt-Soft-Paste zur Reduzierung von

Haarballen bei Katzen. „Themen, die die Katzengesundheit

betreffen, sind ein relevanter

Aspekt bei der Produktentwicklung und finden

sich in zahlreichen unserer Produkte wieder.

So decken unsere Expert-Line-Pasten die

Lebensphasen vom Kitten bis zum Senior ab

und sind auf spezielle Gesundheitsbedürfnisse

wie Harnsteine, Gastro-Intestinal-Trakt und

Stress angepasst“, sagt Daniela Stolte. Zudem

betont die Marketingleiterin den Stellenwert

einer kommunikationsstarken Verpackung,

die den Produktnutzen und die Funktionalität

klar herausstellt. „Deshalb führen wir in

diesem Jahr unter unserer Dachmarke Gimcat

_

INFO

Veganes fürs Tier

„Hunde brauchen Protein, kein

Fleisch“ – so argumentieren die Hersteller

von pflanzlicher Tiernahrung

und treffen damit den Nerv vieler

Tierhalter. Noch haben die Produkte

zwar einen eher kleinen Marktanteil,

aber mit wachsender Tendenz.

Anstelle von Fleisch kommen dann

die Proteine aus Hülsenfrüchten,

Soja und Quinoa in den Napf. Studien

deuten darauf hin, dass eine vegane

Ernährung für Hunde sogar gesundheitliche

Vorteile haben kann, wie

eine verbesserte Verdauung und ein

gesünderes Fell.

Tierhalter übertragen ihre

eigenen Ernährungsgewohnheiten

zunehmend

auf ihre Haustiere.

Petra Scholl

Nestlé Purina PetCare

CESAR

Die Fresh Bowls sind in zwei Sorten

erhältlich: Ente in Sauce mit rotem Reis,

Karotten und violetten Kartoffeln sowie

Huhn in Sauce mit Karotten, grünen

Bohnen und Kürbis (Abb.).

PURINA

Die Gourmet Revelations sind fein

gewürfelte Häppchen in Gelée. In Form

eines Pyramidenstumpfes gleitet das

Feuchtfutter leicht aus der Verpackung.

In den Sorten Huhn (Abb.) oder Lachs.

GIMCAT

Für den High Protein Pudding verwendet

Gimcat 90 Prozent laktosereduzierte

Vollmilch, die leichter verdaulich sein soll.

Mit einer Extraportion Protein ein Boost

für Energie und das Immunsystem.

VITAKRAFT

Vita Hearts sind funktionale Snacks für

Katzen in den Sorten: Digestion Huhn

zur Unterstützen der Verdauung, des Immunsystems

mit Immunity Rind und für

Haut und Fell Skin & Coat Lachs (Abb.).

Fotos: stock.adobe.com/fotowebbox; Unternehmen

60 Sortiment • RUNDSCHAU 05/25


@

ZAHLEN

ein neues Produktdesign mit Verwendung von

gelernten kategoriespezifischen Farbtönen

aus dem Humanbereich ein.“

Tiernahrung braucht Kaufanreize

Trotz der starken emotionalen Bindung vieler

Tierhalter fristet Tiernahrung in Supermärkten

oft ein stiefmütterliches Dasein – abgelegene

Abteilungen, kühle Lagerhallenatmosphäre,

wenig Charme. Statt spontaner Käufe

bleibt es meist bei reinen Bedarfskäufen.

Eine verpasste Chance, denn Mars Pet Nutrition

zufolge liegt in der Positionierung der

Tiernahrung im Markt ein großes, oft nicht

optimal genutztes Potenzial. „Studien zeigen,

dass eine Verlagerung von weniger frequentierten

in stark frequentierte Regalzonen

ein Umsatzwachstum von bis zu 17 Prozent

bewirken kann“, sagt Heike Lommatzsch und

empfiehlt, das Regal idealerweise direkt nach

den Lebensmittel-Warengruppen und vor

den Drogerieartikeln wie WPR und Personal

Care zu platzieren. Im Regal seien die Trendprodukte

am besten in der „Diamantzone“

aufgehoben – also im natürlichen Blickfeld

des Shoppers.

Ein wichtiger Impulsgeber ist der Gondelkopf

an der Hauptkundenlaufzone, um die

Frequenz der gesamten Kategorie zu steigern.

Zuletzt empfiehlt die Marketingexpertin

Aktionen mit Preisvorteil wie Vermarktungen

mit größeren Packungen. Zusätzliche

Kaufanreize kreieren Zweitplatzierungen mit

aufmerksamkeitsstarken Aufbauten, etwa am

Check-in oder Check-out, um den Warenkorb

pro Einkaufsakt zu steigern.

Die monatlichen Kosten für Haustiere

variieren deutlich, doch 60 Euro

sind für 60 Prozent der Haustierbesitzer

eine Grenze. Nur 40 Prozent

geben mehr aus. Mehr als 200 Euro

monatlich leisten sich lediglich

rund vier Prozent der befragten

Haustierbesitzer.

Quelle: Appinio

Der Umsatz mit Fertignahrung setzt

sein positives Wachstum fort:

4,5 Millionen Euro haben die Produkte

dem stationären Fach- und Lebensmitteleinzelhandel

2023 eingebracht

– nach 4,0 Millionen Euro in 2022,

3,7 Millionen Euro in 2021 und

3,5 Millionen Euro in 2020.

Quelle: Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e. V. und

Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) e. V.

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Neue Produkte

Mai 2025

Three Sixty

Three Sixty Vodka sorgt mit der neuen

Ready-to-Drink-Sorte Vodka & Açai für

frische Impulse im Regal: Hier trifft

milder, diamantfiltrierter Wodka auf

den fruchtig-süßen Geschmack der

Açai-Beere . UVP: 2,69 Euro

Ostmann

Ostmann greift mit „Let’s Do Like Meat“ den

Trend der pflanzenbasierten Ernährung auf

und bringt vier pflanzliche Würzmischungen

– Like Bacon, Like Beef, Like Chicken, Like

Hack – auf den Markt, die für authentischen

Fleischgeschmack sorgen sollen.

Bad Reichenhaller

Pikanter Genuss aus der Manufaktur: das

Bio-Gewürzsalz Chili Fleur de Sel der Alpen.

Bad Reichenhaller gewinnt sein Fleur de Sel

der Alpen aus reiner Natursole. Anschließend

werden die geschöpften Salzkristalle mit Bio-

Chiliflocken verfeinert. UVP: 4,29 Euro

Eilles

Das hanseatische Familienunternehmen

J.J. Darboven

erweitert seine Eilles Kaffee

Röstmeister-Range ab Mai um

die Variante Multitalent

1000 Gramm ganze Bohne.

Parallel erhalten die Sorten

Espresso und Caffè Crema ein

modernes Facelift – bei

gleichbleibender Rezeptur.

Hella

Ab sofort gibt es die leichte Limo von Hella

auch in der Geschmacksrichtung Pink

Grapefruit. Zusätzlich launcht die Mineralwassermarke

ein Feelgood-Sortiment

in den Sorten Awake (Pfirsich-Limette),

Refresh (Gurke, Zitrone, Limette) und

Defence (Schwarze Johannisbeere-Minze).

UVP: 0,95 Euro/1,29 Euro

Alpro

Die neue Soja-Joghurtalternative

mit Blaubeer-

Muffin-Geschmack

vereint das Aroma eines

Muffins mit der fruchtigen

Süße von Blaubeeren.

400 Gramm, UVP: 1,99 Euro

Dr. Oetker

Ab Mai zaubert das bunte Party Konfetti aus Esspapier

in fünf verschiedenen Farben leuchtende

Farbtupfer auf Kuchen und Gebäck. Kinderleichte

Verwendung und Spaß für Groß und Klein durch

einfaches Aufstreuen oder Legen. UVP: 2,49 Euro

Red Bull

Die Summer-Edition White Peach bietet einen

neuen Geschmack von weißem Pfirsich, abgerundet

mit einem Hauch von Zitrusschale und

blumigen Noten. Sowohl die zuckerhaltige als

auch die zuckerfreie Variante sind in 250-ml-

Dosen in leuchtendem Magenta erhältlich.

62

RUNDSCHAU 05/25


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Produkt des Monats

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Ihr Produkt in der RUNDSCHAU

Infos und Bildmaterial zu Ihren Neuprodukten

schicken Sie gerne an: produkte@rundschau.de

KoRo

Das vegane Bio-Mandelmus

mit Zimt- und Vanillenote im

500-Gramm-Glas wurde

relaunched und ist nun in

Bio-Qualität verfügbar. Pur,

als Topping oder zum Backen.

UVP: 14,50 Euro

Nicht nur zur Grillsaison:

Die Tindle Gourmet Premiumlinie

Ein Meilenstein im veganen Regal – die neue Premiumlinie

“Gourmet” überrascht mit zwei Bestsellern auf

neuem, höchsten Niveau.

BESCHREIBUNG Gourmet Typ Hähnchensteak Provencial und

Piri-Picante sowie Gourmet Grobe Bratwurst Rustico und Toskana-Art

– ein köstlicher, veganer Genuss für die ganze Familie mit ausgewählten

Zutaten ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern, künstlichen

Aromen und Konservierungsstoffen. Nichts kommt derzeit so nah ans

Original!

Hipp

Hipp erweitert sein Sortiment um zwei Gläschen-Variationen

mit den Sorten „Pflaume in

Apfel mit Vollkorn und Melisse“ sowie „Apfel

Birne mit Dinkel und Fenchel“. Mit Bio-

Früchten und Bio-Getreide. UVP: 1,59 Euro

WERBUNG PoS, Online, PR

VERPACKUNGSEINHEIT 4 Stück/Karton, sortenrein - Einzelpackungsgrößen

160 g und 210 g.

KONTAKT Next Gen Foods GmbH, c/o Cormoran GmbH,

Am Zirkus 2, 10117 Berlin, sales.de@tindle.com

https://tindle.com/de

Bertolli

Bertolli Grill Olivenöl mit

mediterranen Kräutern

und leichter Knoblauchnote

ist hoch erhitzbar.

ldeal zum Garnieren,

Marinieren oder zum Verfeinern

fertiger Speisen

geeignet. UVP: 6,99 Euro

www.rundschau.de 63


IMPRESSUM

Die RUNDSCHAU enthält offizielle Mitteilungen für:

Handelsverband Deutschland – Der Einzelhandel e.V.

(HDE); Handelsverband Bayern – Der Einzelhandel e.V.;

Einzelhandelsverband Baden-Württemberg e.V. (EHV);

Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. (HBB)

Die Verbandsseiten geben die Meinung der Handelsverbände

wieder. Die Redaktion ist nicht für die

Inhalte verantwortlich.

Neue Produkte

Mai 2025

Gegründet: 1929

Verlag: medialog GmbH & Co. KG

Medienplatz 1, 76571 Gaggenau, Deutschland

Tel. 07225 60646-00

E-Mail: redaktion@medialog.de, info@medialog.de

Geschäftsführer: Carsten Augsburger

Verlagsleiterin: Maria Akhavan (V.i.S.d.P.)

Chef vom Dienst (CvD): Mirko Jeschke

Redaktion: Martina Kausch, Sibylle Menzel, Jenny

Rommel

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Silke Detlefsen, Inka Stonjek

Layout: Michael Schmidt, Schmidt Media Design

Anzeigenleiterin: Sanela Svjetlanovic

Mediaberatung: Vanessa Werdin, Sevda Srna

Gesamtleitung Veranstaltungen: Edith Villwock

Veranstaltungen: Anja Hurrle, Jana Lewark

Anzeigendisposition: dispo@medialog.de

Anzeigenpreisliste: Nr. 58, gültig ab 01.01.2025

Abonnenten-Betreuung:

E-Mail: service@medialog.de

Titel: stock.adobe.com/PeopleVideos; Stefan Zeitz

Produktfotos: © Gustavo Gusto, Hersteller

Like

Like Thai Chicken sind neue

Chunks mit pikant würzigen

asiatischen Aromen. 100 Prozent

pflanzlich, ballaststoffreich,

leicht und vielfältig

zuzubereiten. UVP: 3,29 Euro

Deli

Deli Reform Das Original mit neuer palmölfreier

Rezeptur ist ab Mai 2025 im Handel

erhältlich. Anstelle Palmöl werden pflanzliche

Öle wie Sonnenblumenöl eingesetzt, der

Fettgehalt bleibt bei 70 %. UVP: 1,99 Euro

Develey

Internationale Geschmackserlebnisse:

Die Range

#Food Trip umfasst Döner-

Kebab-, Sweet-Chili- sowie

Sesam-Sauce und Sriracha-

MYO. In der 300-ml-Kopfsteherflasche.

UVP: 2,39 Euro

Erscheinungsweise: monatlich, ISSN 0939 – 6209

Bezugspreise: Einzelheft 4,20 Euro, Jahresabonnement

Inland 20,50 Euro / Ausland 43,20 Euro (alle Preise inkl.

Versandkosten). Für Mitglieder folgender Verbände ist

der Bezugspreis mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten:

Handelsverband Baden-Württemberg e. V., Handelsverband

Bayern – Der Einzelhandel e.V., Handelsverband

Berlin-Brandenburg e. V., Bundesverband der Deutschen

Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V., Handelsverband

Sachsen e. V., Einzelhandelsverband Nordbaden

e. V., Einzelhandelsverband Nordrhein-Westfalen e. V.,

Einzelhandels verband Nordsee Bremen e. V., Fachverbände

des Hamburger Einzelhandels e. V., Einzelhandelsverband

Nord e. V., Unternehmerverband Einzelhandel

Nordwest e. V., Landesverband Einzelhandel und

Dienstleistung Saarland e. V., Einzelhandelsverband des

Freistaates Thüringen e. V., Handelsverband Südbaden

e. V., EHI Retail Institute GmbH, Mittelständische Lebensmittel

Filialbetriebe (MLF) e. V. Das Abonnement

verlängert sich um ein Jahr, wenn es nicht einen Monat

vor Ende der Laufzeit gekündigt wird.

Druck: westermann DRUCK | pva

Georg-Westermann-Allee 66

38104 Braunschweig

Nachdruck, fotomechanische Wiedergabe oder sonstige

Vervielfältigung/Übersetzung von Text und Anzeigen, auch

nur auszugsweise, sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung

des Verlages gestattet. Redaktion und Verlag haften nicht

für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bildmaterial.

Unverlangt und ohne Rückporto eingesandtes Material

wird nicht zurückgesandt. Das Urheberrecht für angenommene

und als solche schriftlich bestätigte Manuskripte

liegt ausschließlich bei der medialog GmbH & Co. KG.

Seeberger

Die gefriergetrockneten Erdbeeren,

Himbeeren und Blaubeeren

bestehen aus 100 Prozent Frucht,

ohne Zusätze. Als fruchtiger

Snack für zwischendurch oder

als crunchy Topping für Porridge,

Müsli und Bowls. UVP: 2,19 Euro

DeBeukelaer

Fruchtige Premiere

für die Prinzen

Rolle Cremys in der

Geschmacksrichtung

Erdbeer-Joghurt.

Ebenfalls als Limited

Edition: Prinzen Rolle

Strawberry-Cheesecake-Style.

UVP: k. A.

IVW IV/2024

Druckauflage:

60.267 Exemplare,

tatsächlich verbreitete

Auflage: 59.826 Exemplare


Verkaufsförderung

Mai 2025

Valensina

Valensina erweitert sein Eistee-Sortiment

um die beiden

Sorten Zitrone zero und Apfel.

Erhältlich im 0,5-Liter-Gebinde

für unterwegs sowie in der

1-Liter-Flasche für zu Hause.

UVP: 0,99 Euro/1,39 Euro

Bürger

Bürger präsentiert eine neue,

farbenfrohe Variante: Mini-

Gnocchi mit Kürbis. Ab sofort

erhältlich, überzeugen sie mit

einer aromatischen Kürbisnote

und leuchtend orangefarbener

Optik. UVP: 2,59 Euro

Eleplant

Bei der Onpack-Aktion von

Eleplant gibt es wöchentlich

die Chance auf einen

von zehn Einkaufsgutscheinen

im Wert von je

100 Euro. Kunden können

teilnehmen, indem sie

ein Aktionsprodukt kaufen

und anschließend

ihren Kassenbon online

hochladen.

Iglo

Iglo erweitert seine Fertiggerichte-

Range um diese fünf Produkte:

Hühner-Frikassee, Fleischbällchen in

fruchtiger Tomatensauce, Kartoffel

Hähnchenpfanne, Pasta Carbonara

sowie die Spätzle Hähnchenpfanne.

UVP: 3,99 Euro

Lorenz

Im Aktionszeitraum vom

23.06. – 27.07.2025 können

Verbraucher beim

Kauf von zwei Produkten

einen Inseltrip für bis zu

14 Personen gewinnen.

Zusätzlich erhalten alle

Teilnehmer garantiert

einen 25-Euro-Gutschein.

von Urlaubsguru.

Coral

Das Coral Magic Wash wurde für

den Einsatz in Kurzwaschprogrammen

ab 15 Minuten entwickelt. Erhältlich

in den Varianten Universal

Clean, Color Protection und Sports

& Synthetics. Erhältlich in der

840-ml-Flasche (21 Waschladungen)

und 2.160-ml-Flasche (54 Waschladungen).

UVP: 6,49 Euro / 14,99 Euro

Jules Mumm

Pünktlich zur Musikfestival-

Saison präsentiert Jules Mumm eine

Limited Design Edition unter dem

Motto „Enjoy your wildlife“: Die drei

Sorten Medium Dry, Dry und Rosé

Dry erstrahlen für kurze Zeit im Leo-

Look. Unterstützt wird der Launch

durch ein Gewinnspiel, das sowohl

Sofortgewinne als auch die Chance

auf Festival-Gewinne bietet.

www.rundschau.de

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FORSCHERAUFTRITT

Stephan Grünewald

>

Stephan

Grünewald

Der Psychologe und Autor leitet das Rheingold Institut. Hier

wechselt er sich mit David Bosshart, Martin Fassnacht und

Florian Klaus ab. www.stephangruenewald.de

Text: Mirko Jeschke

Überleben oder schöner leben?

Die multiplen Dauerkrisen hinterlassen bei den Konsumenten deutliche Spuren. Stephan Grünewald beleuchtet in

einer aktuellen Studie deren Krisenstrategien und zeigt, was der Einkaufswagen über die Stimmung im Land verrät.

Herr Grünewald, tatsächlich begleiten uns

mehrere großen Krisen wie Kriege, Klimawandel

oder Migrationsbewegungen

schon seit vielen Jahren. In einer umfassenden

Studie mit Unilever hat

das Rheingold Institut nun untersucht,

welche Folgen dies auf das

Einkaufsverhalten hat …

Die Menschen verfolgen ganz unterschiedliche

Strategien, um mit diesen

belastenden Situationen umzugehen.

Die Hauptkrisenstrategie ist

der Rückzug ins private Schneckenhaus.

93 Prozent der Befragten stimmten

in unserer Studie der Aussage zu,

aktuell sehr auf sich bezogen zu sein.

Welche weiteren Strategien gibt es?

Die zweithäufigste Methode beim Umgang mit

Krisen ist das Ausblenden derselben durch den

Fokus auf Hobbys und Freizeitaktivitäten, worin

sich ein gewisser Eskapismus ausdrückt. Weitere

Strategien sind Ordnungsversuche im Kleinen, bei

denen man sich z. B. ehrenamtlich betätigt und so

einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten will, oder eine besinnungslose

Betriebsamkeit, bei der man sich vollends in die Arbeit

oder Projekte stürzt, um sich nicht mit den großen Problemen auseinandersetzen

zu müssen. Daneben gibt es Personen, die mit einer

medialen Vorwärtsbewegung ständig am Puls der Zeit bleiben und

von Krisen nicht kalt erwischt werden möchten. Zu guter Letzt haben

wir eine Gruppe identifiziert, die jederzeit für den aus ihrer Sicht

kurz bevorstehenden Untergang gewappnet sein will, dazu zählen

auch die sogenannten Prepper.

Daran kann man gut erkennen, wie unterschiedlich Menschen

auf Krisen reagieren. Wie manifestieren sich solche Verhaltensweisen

beim Einkauf im Supermarkt?

Einkauf ist gerade in Krisenzeiten eine Art beruhigendes Selbstvergewisserungsritual.

Durch die breite Auswahl der Produkte im Supermarkt

bekommen Konsumenten die Chance, aktiv Selbstfürsorge zu

Stephan Grünewald

Geschäftsführer, Rheingold Institut

betreiben. Zudem stellen die vollen, aufgeräumten

und bunten Regale ein deutliches Kontrastbild

her zu der maroden Infrastruktur in vielen

Teilen der Republik. Wir unterscheiden

im Verbraucherverhalten zwei Modi:

Im „Überlebensmodus“ verspüren die

Leute das starke Gefühl, Geld sparen

zu müssen. Dabei greifen sie auf

Sonderangebote und Eigenmarken

zurück und kaufen zudem große

Mengen ein. Im Gegensatz dazu bevorzugen

die Menschen im „Schöner-Leben-Modus“

hochpreisige bzw.

Premiumprodukte, um sich etwas zu

gönnen und sich etwas Gutes zu tun.

Welche Wellbeing-Produkte nehmen

die Konsumenten bewusst ins Visier?

Bei der Selbststabilisierung in der Krise hilft

nach den Erkenntnissen unserer Studie allen voran

das Trostprodukt Eis. Es kühlt die Verbraucher

nicht nur ab, sondern gibt ihnen gewissermaßen

das Gefühl, Probleme „wegschmelzen“ zu können.

Gleichzeitig schwingen beim Eisessen häufig schöne

Kindheitserinnerungen mit, die den Verzehrmoment zusätzlich

positiv aufladen. Stark gefragt sind aber auch Fix- bzw. Convenience-

Produkte. Sie bieten ein schnelles, wohlschmeckendes Gericht mit

Gelinggarantie, wodurch auch negative Alltagserfahrungen ein Stück

weit kompensiert werden. Wir beobachten sogar eine Art „Faszination

Brühwürfel“, d. h. die Menschen sind begeistert über die zauberhafte

Verwandlung, die durch die Auflösung dieses kleinen quadratischen

Produkts ausgelöst wird.

… und im Bereich Nonfood?

Hier ist insbesondere der Bereich Beauty und Pflege zu nennen, wobei

es nicht mehr vorrangig um Schönheitsideale geht, sondern darum, sich

ein dickes Fell anzucremen und sensible Problemzonen zu schützen.

Es heißt nicht umsonst: „Krisen gehen unter die Haut.“ Eine ähnliche

Aufgabe erfüllen Deodorants. Sie bilden eine Art Duftkokon, der Verwender

wie Außenstehende gleichermaßen schützt.

Foto: Unternehmen

66 FORSCHERAUFTRITT • RUNDSCHAU 05/25


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