Hygiene Report 2/2025
HYGIENE Report ist das Forum für Qualitätssicherung in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. In Zusammenarbeit mit hochkarätigen Autoren aus Wissenschaft und Wirtschaft berichtet das Periodikum anwenderorientiert und praxisnah zu allen relevanten Aspekten rund um das Thema Qualitätssicherung. Themen sind beispielsweise Hygiene Management, Messtechnik, Berufskleidung, Reinigung, HACCP, Personalhygiene und mikrobiologische Nachweise mit all ihren rechtlichen und gesetzlichen Problemen.
HYGIENE Report ist das Forum für Qualitätssicherung in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. In Zusammenarbeit mit hochkarätigen Autoren aus Wissenschaft und Wirtschaft berichtet das Periodikum anwenderorientiert und praxisnah zu allen relevanten Aspekten rund um das Thema Qualitätssicherung. Themen sind beispielsweise Hygiene Management, Messtechnik, Berufskleidung, Reinigung, HACCP, Personalhygiene und mikrobiologische Nachweise mit all ihren rechtlichen und gesetzlichen Problemen.
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ISSN 1618-2456<br />
Internationale Fachzeitschriften<br />
2·25<br />
Qualitätsmanagement in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />
Themen<br />
Messen IFFA/iba · Schädlingsbekämpfung · Desinfektion · Porträt · Trinkwasserhygiene
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2·25<br />
<strong>Report</strong><br />
Inhalt<br />
Editorial<br />
4<br />
6<br />
7<br />
12<br />
14<br />
16<br />
17<br />
18<br />
20<br />
22<br />
24<br />
25<br />
26<br />
27<br />
28<br />
29<br />
30<br />
31<br />
32<br />
33<br />
34<br />
37<br />
38<br />
39<br />
40<br />
41<br />
42<br />
43<br />
Schwerpunkt: Messen IFFA / iba<br />
<strong>Hygiene</strong> in der Lebensmittelherstellung<br />
Zu den Top-Trends im Foodsektor zählt stets Lebensmittelsicherheit<br />
Den Reinigungserfolg mit „CleanAssist“ und Robotern sicherstellen<br />
Sicherer durch Hygienic Design, CIP, UV-C und Inspektionen<br />
PHT und Elpress: IFFA-Premiere als „<strong>Hygiene</strong> Alliance“<br />
Wissenschaft<br />
EU-Höchstgehalte für T-2 Toxin und HT-2 Toxin<br />
Mehr Vitamine durch UV-Behandlung<br />
Oft zu viele Mikronährstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln<br />
Fachkonferenz „Fouling and Cleaning in Food Processing“ <strong>2025</strong>:<br />
Wissenschaft trifft Praxis: Reinigung, <strong>Hygiene</strong><br />
und Resilienz in der Lebensmittelverarbeitung<br />
Trinkwasserhygiene<br />
Neue Prozesswasser-App „WaterManage4you“<br />
Interview<br />
Roland Sacks (AVET): „Viren und Schmutz mit ozonisiertem Wasser<br />
zu bekämpfen, birgt zahlreiche Vorteile“<br />
Aktuelles<br />
Was darf drin sein in Veggie-Schnitzel & Co.?<br />
Reinigungsprodukte richtig lagern und transportieren<br />
News kompakt<br />
Bewerbungen für CMS Purus Awards bis 13. Juni<br />
Desinfektion<br />
Mit UV-Strahlung Mikroorganisamen in der Produktion bekämpfen<br />
Hygienic Design<br />
Edelstahl als Standard für Installationen in <strong>Hygiene</strong>bereichen<br />
Praxis<br />
Mit schwachen Stromstößen Biofilme um bis zu 99 Prozent reduzieren<br />
<strong>Hygiene</strong>gerechtes „Bin Picking“ für die Lebensmittelindustrie<br />
„Erst das Wasser, dann die Lauge, sonst geht sicher was ins Auge!“<br />
Porträt<br />
Schubert: Mit Bildbearbeitung Produktqualität sichern<br />
Schädlingsbekämpfung<br />
Schädlinge, Prophylaxe und Bekämpfung:<br />
Was sind hier die häufigsten Fehler?<br />
Neue Gefahrstoffverordnung birgt Änderungen für Schädlingsbekämpfer<br />
Qualitätsmanagement<br />
Hilfe auf dem Weg zum digitalen Qualitäts- und <strong>Hygiene</strong>management<br />
Produkte & Partner<br />
Zwei neue Budenat-<strong>Hygiene</strong>lösungen für Profi-Anwender<br />
Doppel-Auszeichung für <strong>Hygiene</strong>-PC SHP9000<br />
Mit Kryoskop Fremdwassergehalt von Milch exakt ermitteln<br />
Veranstaltungen<br />
QS-Experten diskutieren in Köln<br />
LabCon <strong>2025</strong> im Doppelpack<br />
Horst Buchmann<br />
Liebe Leserinnen und Leser,<br />
Deutschland hat mit Rekordbeteiligung<br />
einen neuen Bundestag gewählt. Was<br />
kann die Ernährungsbranche von der<br />
neuen Kanzlerpartei CDU erwarten? In<br />
ihrem Wahlprogramm finden sich Sätze<br />
wie „Wir nehmen die Ernährungssicherung<br />
als Staatsziel in das Grundgesetz<br />
auf“ und „Wir setzen auf Ernährungsbildung<br />
und gute Information,<br />
aber nicht auf unwirksame Werbeverbote<br />
oder Lenkungssteuern.“ Man bekennt<br />
sich zum Einsatz chemisch-synthetischer<br />
Pflanzenschutzmittel und will<br />
Zulassungsverfahren anpassen, damit<br />
innovative Produkte schneller verfügbar<br />
sind und die Nutzung und Förderung<br />
biologischer und risikoreduzierter Mittel<br />
vereinfacht wird. Für Lebensmittel willl<br />
die CDU eine verpflichtende, praxistaugliche<br />
Herkunftskennzeichnung.<br />
Die Bundesvereinigung der Deutschen<br />
Ernährungsindustrie (BVE) sieht unter<br />
einem Kanzler Friedrich Merz eine gute<br />
Chance, die Rahmenbedingungen für<br />
den Wirtschaftsstandort Deutschland<br />
nachhaltig zu stärken. Dafür seien Maßnahmen<br />
nötig, die die Bürokratie verringern,<br />
Investitionen in Forschung und<br />
Entwicklung erleichtern und regulatorische<br />
Rahmenbedingungen optimieren.<br />
Der Jahresumsatz der Branche von<br />
232,6 Mrd. Euro und die Exportquote<br />
von 35 % zeigten, dass Kunden auf<br />
der ganzen Welt die Qualität deutscher<br />
Lebensmittel schätzen, heißt es. Man<br />
möchte hinzufügen: außer vielleicht ein<br />
US-Präsident namens Donald Trump!<br />
Ihr<br />
3
schwerpunkt<br />
2·25<br />
Zu den Top-Trends im Foodsektor<br />
zählt stets Lebensmittelsicherheit<br />
Messe-Duo für Fleisch- & Backbranche in Frankfurt/Düsseldorf setzt Akzente<br />
Vom 3. bis 8. Mai wird Frankfurt am Main zum Zentrum der Fleischwirtschaft, vom 18. bis 22. Mai Düsseldorf zum Showroom<br />
für Bäckerei, Konditorei und Snacks: Auf den Weltleitmessen IFFA und iba versammeln sich alle Akteure aus Industrie,<br />
Handel und Handwerk bei den bedeutendsten Innovationsplattformen ihrer Branchen. Dabei werden Akzente gesetzt<br />
von Verarbeitung über Verpackung bis zu Veredelung und Verkauf. Top-Themen im industriellen Produktionsbereich <strong>2025</strong><br />
sind Digitalisierung, Automatisierung, Individualisierung, Nachhaltigkeit, neue Food Trends sowie Lebensmittelsicherheit.<br />
Und weil gerade für „Food Safety“ die <strong>Hygiene</strong> eine entscheidende Rolle spielt, haben gut 40 % der mehr als 1000 IFFA-<br />
Aussteller aus 50 Ländern entsprechende Schwerpunkte, ähnlich wie bei den über 1100 iba-Ausstellern aus 40 Ländern.<br />
Öffnungszeiten IFFA<br />
3.-7.5.<strong>2025</strong> (Samstag bis<br />
Mittwoch): 9 bis 18 Uhr<br />
8.5.<strong>2025</strong> (Donnerstag):<br />
9 bis 17 Uhr<br />
Ticketpreise<br />
Tagesticket: 15/28/30 Euro<br />
(ermäßigt/Vorverkauf/Kasse/mit<br />
Info-Service) bzw. 22/42/45 Euro<br />
(ohne Info-Service)<br />
Dauerticket: 55/60 Euro<br />
(Vorverkauf/Kasse, mit Info-<br />
Service) bzw. 82/90 Euro<br />
(ohne Info-Service)<br />
Ticket-Online-Shop: https://visitortickets.messefrankfurt.com<br />
Die wichtigsten Infos<br />
für die Messebesuche<br />
auf IFFA und iba <strong>2025</strong><br />
Öffnungszeiten iba<br />
18.-21.5.<strong>2025</strong> (Sonntag bis<br />
Mittwoch): 9.30-18 Uhr<br />
22.5.<strong>2025</strong> (Donnerstag):<br />
9.30-17 Uhr<br />
Ticketpreise<br />
Tagesticket: 52/70 Euro<br />
(Vorverkauf/Kasse), Tagesticket<br />
ermäßigt: 25/35 Euro<br />
Zwei-Tage-Ticket: 95/120 Euro<br />
Dauerticket: 110/135 Euro<br />
iba.ACADEMY Seminare:<br />
99 Euro (nur online buchbar)<br />
Ticket-Online-Shop:<br />
www.iba-tradefair.com/de/ticket<br />
Die Anzahl der Lebensmittelwarnungen<br />
ist in den letzten Jahren<br />
deutlich gestiegen – zwischen<br />
2013 und 2023 hat sie sich<br />
mehr als verdreifacht. Hauptursachen<br />
für die Warnungen<br />
waren nach Mitteilung der Messe<br />
Frankfurt Exhibition GmbH<br />
mikrobiologische Kontaminationen,<br />
unzulässige Inhaltstoffe,<br />
Grenzwertüberschreitungen<br />
und Fremdkörper. Besonders<br />
Fleisch, Wild, Geflügel (und Erzeugnisse<br />
daraus) sowie Milchprodukte<br />
waren davon betroffen.<br />
Auf der IFFA steht deshalb<br />
die Abbildung des gesamten<br />
Prozesses von der Rohware bis<br />
zum verpackten Endprodukt im<br />
Mittelpunkt. In jedem Schritt<br />
spielen <strong>Hygiene</strong>- und Sicherheitsmaßnahmen<br />
eine zentrale<br />
Rolle, denn das Vermeiden von<br />
Lebensmittelverunreinigungen<br />
hat oberste Priorität.<br />
Besonders menschliche Fehler<br />
stellen ein Risiko dar: Schnell<br />
gelangen Keime in die Produktion,<br />
ob bei der Verarbeitung,<br />
der Zubereitung und Veredelung<br />
oder der Verpackung und<br />
Distribution, bzw. dem Verkauf.<br />
Technische Lösungen zur Prozessoptimierung,<br />
wie automatisierte<br />
Reinigungsverfahren oder<br />
berührungsfreie Produktionsschritte,<br />
minimieren das Risiko<br />
Weltleitmesse mit Praxisnähe: Verpackungen spielen eine zentrale Rolle bei<br />
der Lebensmittelhygiene – und bei der IFFA.<br />
Foto: Messe Frankfurt<br />
einer Kontamination durch den<br />
direkten Kontakt mit Mitarbeitenden.<br />
Ergänzend tragen ein<br />
umfangreicher Maßnahmenkatalog<br />
und spezielle Kleidung zur<br />
Reduzierung der Keimübertragung<br />
bei.<br />
<strong>Hygiene</strong>lösungen für sichere<br />
Lebensmittelproduktion<br />
Die Zukunft der Lebensmittelhygiene<br />
liegt in der Kombination<br />
aus Automatisierung, Digitalisierung<br />
und nachhaltigen Konzepten.<br />
Fachbesucher aus allen<br />
Bereichen, v.a. aus der fleischverarbeitenden<br />
Industrie, aus<br />
Schlacht- und Zerlegungsbetrieben,<br />
dem Fleischerhandwerk,<br />
sind an die rechtlichen Vorgaben<br />
zur Lebensmittelsicherheit<br />
gebunden und befassen sich<br />
täglich mit deren Einhaltung<br />
und Umsetzung. Aussteller<br />
auf der IFFA präsentieren<br />
Lösungen, die die Lebensmittelsicherheit<br />
garantieren.<br />
Unter den in den Hallen 8, 9,<br />
11 und 12 vorgestellten Produkten<br />
sind Maschinen im Hygienic<br />
Design, das die Reinigung<br />
erleichtert, Lebensmittelroboter,<br />
Messgeräte für die Einhaltung<br />
von behördlichen Vorgaben,<br />
Fremdkörpererkennungssysteme,<br />
Reinigungsmaschinen,<br />
UVC-Desinfektionsgeräte, Filtersys<br />
teme, Reinräume u.v.m.<br />
4 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
schwerpunkt<br />
Hochwertige Produktion und konsequente<br />
<strong>Hygiene</strong> sind auch in der<br />
Backbranche das Nonplusultra – hier<br />
eine iba-Live-Bäckerei. Foto: GHM<br />
Messebesucher haben die<br />
Möglichkeit, mit der Filteranwendung<br />
in der IFFA-Ausstellersuche<br />
nach Unternehmen<br />
mit speziellem Produktangebot<br />
für Lebensmittelsicherheit und<br />
Qualitätskontrolle zu selektieren.<br />
Auf der IFFA ist dann aus<br />
erster Hand zu erleben, wie<br />
diese Technologien die Lebensmittelproduktion<br />
sicherer und<br />
effizienter machen. Reinigen,<br />
Kühlen, <strong>Hygiene</strong>, Robotik, Qualitätskontrolle<br />
sowie Forschung<br />
sind in allen Hallen vertreten.<br />
Verpackung: haltbar, sicher<br />
und ressourcenschonend<br />
Ein weiteres zentrales Element<br />
der Lebensmittelsicherheit ist<br />
die Verpackung, insbesondere<br />
bei verderblichen Lebensmitteln<br />
wie Fleisch, Wurst und<br />
Fertigprodukten. Denn mit der<br />
richtigen Verpackung können<br />
Lebensmittel haltbarer gemacht<br />
werden bei gleichzeitiger<br />
Ressourcenschonung. Über die<br />
letzten Jahre hat sich das Verpacken<br />
von Fleisch und Wurstwaren<br />
unter Schutzgasatmosphäre<br />
(Modified Atmosphere<br />
Packaging = MAP) als Standard<br />
etabliert. Hierbei ersetzt man<br />
den normalen Luftsauerstoff<br />
in der Verpackung durch eine<br />
Schutzgas-Mischung und<br />
verlangsamt dadurch das<br />
Wachstum von Mikroorganismen,<br />
schützt das Produkt vor<br />
Feuchtigkeit und vermeidet die<br />
Kontamination durch äußere<br />
Luft. Besonders biobasierte<br />
Kunststoffe und recyclingfähige<br />
Verpackungen sind dabei im<br />
Trend und werden auch auf der<br />
IFFA vorgestellt.<br />
Darüber hinaus wird an Verpackungen<br />
geforscht, die biologisch<br />
abbaubar oder sogar<br />
essbar sind und die Lebensmittel<br />
vor Kontamination schützen.<br />
Den aktuellen Status zu den<br />
neuesten Entwicklungen im<br />
Verpackungsbereich können<br />
Besucher auf der IFFA erfahren.<br />
IFFA-Events zum Thema<br />
Lebensmittelhygiene<br />
Auch im Eventprogramm<br />
kommt das Thema Lebensmittelhygiene<br />
auf die IFFA. So<br />
begegnet die IFFA Factory dem<br />
Fachkräftemangel und in Vorträgen<br />
werden innovative Ansätze<br />
aus Maschinenbau, Forschung,<br />
Start-ups und branchenfremden<br />
Unternehmen präsentiert. Im<br />
Fokus stehen Technologien,<br />
die Prozesse automatisieren,<br />
Bedienkonzepte vereinfachen<br />
und den Personaleinsatz optimieren.<br />
Mit Fachvorträgen zu<br />
Innovationen in Technologie,<br />
Produktentwicklung und Ernährungstrends<br />
wird auch in der<br />
IFFA Kitchen das Thema aufgegriffen.<br />
Und auf den geführten<br />
Rundgängen, den „Discovery<br />
Tours“, werden Innovationen<br />
aus vielen Bereichen der Lebensmitteltechnik<br />
vorgestellt.<br />
Die IFFA – Technology for Meat<br />
and Alternative Proteins – zeigt<br />
den aktuellen Stand der Technik.<br />
Alle Informationen dazu<br />
finden sich unter: www.iffa.com.<br />
WWW.MOHN-GMBH.COM<br />
3. bis 8. Mai <strong>2025</strong><br />
Frankfurt am Main<br />
HALLE: 8.0<br />
STAND: J 54<br />
BESUCHEN SIE UNS!<br />
Mit vier Fachmessen in den<br />
USA, Deutschland, Argentinien<br />
und Thailand begleitet die Messe<br />
Frankfurt das dynamische<br />
Wachstum der Lebensmittelindustrie)<br />
auf drei Kontinenten.<br />
Mehr Info unter: www.food-technologies.messefrankfurt.com<br />
Food Processing auf neuestem Stand: Anlagen wie Kutter und Füller im Hygie<br />
nic Design helfen, Kontaminationen zu verhindern. Foto: Messe Frankfurt<br />
Trends und Technik in<br />
sieben Hallen auf der iba<br />
Die iba, die führende Weltmesse<br />
für Bäckerei, Konditorei und<br />
Snacks, zeigt in Düsseldorf auf<br />
über 98.000 qm die globale<br />
Vielfalt der Branche. Welche<br />
neuen Food Trends gibt es?<br />
Bewusste, achtsame Ernährung<br />
ist nach Mitteilung der Messemacher<br />
ein Megatrend – glutenfreie<br />
und vegane Alternativen<br />
sowie ballaststoffreiche Ingredienzien<br />
sind auschlaggebend<br />
für einen bewussten Lebensstil.<br />
Auch neue Aromen aus aller<br />
Welt sind en vogue. Wichtig<br />
sind auch proteinhaltige Food<br />
Ingredienzen und nachhaltigere<br />
Zutaten, mit Fokus auf die<br />
Reduzierung von Zucker und<br />
Fettgehalt. Zudem ist lokale<br />
Authentizität ein großes Thema:<br />
Verbraucher lieben Gebäcke mit<br />
regionalen Zutaten.<br />
Die Bandbreite der Aussteller<br />
(mehr als 1000) und ihrer Produkte<br />
ist auch bei der iba immens:<br />
Produktionstechnik und<br />
Zubehör, Verpackungstechnik,<br />
Prozessoptimierung und Analytik,<br />
Rohstoffe und Zutaten, Logistik,<br />
Verkauf sowie Reinigung<br />
und <strong>Hygiene</strong>. Letztgenannter<br />
Bereich reicht von Korbwaschmaschinen<br />
über Fußboden- und<br />
Wandbeschichtungen bis zu<br />
Reinigungs- und Desinfektionsmitteln,<br />
von Stikkenwagen- und<br />
Backblechreinigungsanlagen<br />
über Handwascheinrichtungen<br />
und Fremdkörperdetektoren bis<br />
zu Spülmaschinen für die industrielle<br />
Backwarenproduktion.<br />
Das iba-Angebot verteilt sich auf<br />
sieben Hallen des Düsseldorfer<br />
Messegeländes: Produktionstechnik<br />
findet sich in den Hallen<br />
9-13, Verpackungstechnik<br />
in Halle 9, Handwerk in den<br />
Hallen 13 und 14, Rohstoffe<br />
und Zutaten in Halle 15.<br />
Nähere Informationen gibt es<br />
unter www.iba-tradefair.com.<br />
5
schwerpunkt<br />
2·25<br />
Den Reinigungserfolg mit „CleanAssist“ und Robotern sicherstellen<br />
Fraunhofer IVV auf der IFFA: Lanze und Schmutzdetektion mit Sensortechnik – Ingredients für Fleischalternativen<br />
Das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik<br />
und Verpackung IVV (Freising)<br />
präsentiert auf der IFFA – passend zum<br />
Messe-Thema „Technology for Meat and<br />
Alternative Proteins“ –, wie aus alternativen<br />
Ingredients und texturierten Proteinen<br />
Fleischersatzprodukte mit der typischen<br />
Fleischstruktur entstehen. Zudem<br />
werden für eine ressourcenschonende und<br />
effiziente Produktion Technologien für die<br />
automatisierte Reinigung vorgestellt. Denn<br />
stetig wachsende Qualitätsanforderungen,<br />
Kostendruck und der sich verschärfende<br />
Fachkräftemangel haben direkte Auswirkungen<br />
auf Reinigungsaufgaben. Das<br />
Fraunhofer IVV unterstützt Unternehmen<br />
bei der Bewältigung dieser Herausforderungen<br />
und geht bei der Entwicklung<br />
herstellerunabhängiger und anforderungsgerechter<br />
Reinigungstechnologien und<br />
-verfahren neue Wege. Dabei richtet sich<br />
der Fokus auf adaptive Systeme, autonome<br />
Roboter, Einsatz von KI und virtueller<br />
Realität sowie neuartige Sensorlösungen.<br />
CleanAssist: Die Verbindung von hochintegrierter<br />
Tracking-Sensorik, Sprühreinigungssimulation<br />
und digitalem Zwilling ermöglicht verlässliche<br />
Qualitätssicherung und durchgängige Dokumentation<br />
bei manuellen Reinigungsprozessen.<br />
Reinigungsassistent „CleanAssist“<br />
Mit der Technologieentwicklung „CleanAssist“<br />
kombiniert das Fraunhofer IVV den<br />
Einsatz von virtueller Assistenz, digitalem<br />
Zwilling und neuartiger Sensortechnik<br />
und gibt damit auch einen praxisnahen<br />
Ausblick auf die digitalen Unterstützungsmöglichkeiten<br />
für die manuelle, strahlbasierte<br />
Reinigung. Die Vorteile: Unter- bzw.<br />
auch überreinigte Bereiche gehören der<br />
Vergangenheit an, die Reinigung kann<br />
vollständig und vollautomatisiert dokumentiert<br />
werden und die Qualifikation<br />
des Reinigungspersonals ist schnell und<br />
aufwandsarm durchführbar. Die in der<br />
Reinigungslanze integrierten Trackingsensoren<br />
erfassen permanent die Position<br />
der Lanze im Raum und ermöglichen so<br />
die Dokumentation der Reinigung. Diese<br />
wird durchgängig getrackt und mit einem<br />
digitalen Zwilling synchronisiert. Der<br />
reale Reinigungsfortschritt wird so in die<br />
Reinigungsumgebung übertragen und auf<br />
digitalen Endgeräten wie Bildschirm, Tablet<br />
oder Smartphone angezeigt. So lassen<br />
sich produktqualitätsmindernde Fehler<br />
durch Falsch-Reinigung vermeiden. Zugleich<br />
kann das Personal mittels spezieller<br />
Übungsdurchläufe zielgerichtet trainiert<br />
werden. Durch Optimierungen wurde die<br />
Reinigungslanze mit einer neuen Software<br />
und Tracking-Algorithmen versehen,<br />
womit eine deutlich höhere Präzision bei<br />
der Erfassung der Position erreicht wird.<br />
Gleichzeitig wurde eine noch einfachere<br />
Integrierbarkeit ermöglicht, da in der Produktion<br />
keine wiederkehrenden Referenzmarker<br />
implementiert werden müssen. Der<br />
„CleanAssist“ ist bereit für die Praxis – es<br />
werden industrielle Pilotanwender gesucht.<br />
Mobiler Reinigungsroboter „Exo-MCD“<br />
Das Fraunhofer IVV stellt in Frankfurt<br />
zudem erstmals in Deutschland den<br />
Demonstrator des „Exo-MCD“ vor. Dabei<br />
handelt es sich um einen Reinigungsroboter<br />
mit integriertem sensorgestütztem<br />
Zielstrahlreinigungssystem. Als autonom<br />
fahrendes Gerät detektiert er in hygienekritischen<br />
Bereichen Verschmutzungen<br />
automatisch, reinigt reproduzierbar und<br />
protokolliert den Reinigungsprozess durchgängig.<br />
Die Reinigung erfolgt mittels eines<br />
innovativen Zielstrahlreinigungssystems<br />
(AJC), das um drei Achsen rotiert. Der<br />
Reinigungsroboter wird derzeit im Rahmen<br />
eines Pilotprojektes in einem Fleischverarbeitungsbetrieb<br />
intensiv getestet.<br />
Exo-MCD: Reinigungsroboter zur automatisierten<br />
und reproduzierbaren Reinigung von Anlagen und<br />
Produktionsumgebungen. Fotos: Fraunhofer IVV<br />
CoControl-LumiHD: Ultrakompakter<br />
Inline-Verschmutzungssensor<br />
für filmische<br />
und partikuläre Verschmutzungen<br />
im Hygienic Design.<br />
Optimierter Verschmutzungssensor<br />
„CoControl-LumiHD“<br />
Um Reinigungsprozesse komplett bedarfsgerecht<br />
zu gestalten und dadurch signifikant<br />
Produktionszeit und Reinigungsressourcen<br />
zu<br />
sparen, sind<br />
leistungsfähige<br />
Sensorlösungen<br />
zur Echtzeit-<br />
Inline-Überwachung<br />
des<br />
Verschmutzungszustandes<br />
unabdingbar.<br />
Mit<br />
dem „CoControl-LumiHD“<br />
stellt das<br />
Fraunhofer IVV<br />
auf der IFFA<br />
die neueste Technologieentwicklung aus<br />
der „CoControl“-Serie vor. Der ultrakompakte<br />
und gleichzeitig enorm leistungsstarke<br />
optische Verschmutzungssensor<br />
detektiert zuverlässig sowohl filmische als<br />
auch partikuläre Verschmutzungen und<br />
kann mittels eines universellen, hygienegerechten<br />
Anschlusses aufwandsarm<br />
in den Verarbeitungs- und Reinigungsprozess<br />
integriert werden. Das Gehäuse<br />
des „LumiHD“ ist nach den Regeln des<br />
Hygienic Design ausgelegt und ermöglicht<br />
damit den Einsatz auch in hygienisch<br />
hochsensiblen Bereichen. Das hybride<br />
Sensorsystem wertet sowohl Informationen<br />
unter UV- als auch Weißlichtanregung aus<br />
und ermög licht damit die kontaktlose und<br />
großflächige Detektion einer bisher nicht<br />
erreichbaren Bandbreite an unterschiedlichen<br />
Verschmutzungsarten und -zuständen.<br />
Selbst nahezu unsichtbare Fettfilme<br />
können sichtbar gemacht werden. Die<br />
durchgehende, automatisierte Inline-<br />
Kontrolle und Dokumentation der Reinigung<br />
sowie des Verschmutzungszustands<br />
tragen maßgeblich zur Qualitätssicherung<br />
und Lebensmittelsicherheit bei. Der „LumiHD“<br />
lässt sich im Rahmen von Pilotversuchen<br />
flexibel auf neue oder spezifische<br />
Anwendungsbereiche testen.<br />
Fraunhofer IVV auf der IFFA:<br />
Halle 11, VDMA-Stand C31<br />
www.ivv.fraunhofer.de<br />
6 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
schwerpunkt<br />
Sicherer durch Hygienic Design, CIP, UV-C und Inspektionen<br />
Neue Lösungen für eine hygienische Fleisch- und Backwarenproduktion auf der IFFA und der iba<br />
Bei der IFFA in Frankfurt und<br />
der iba in Düsseldorf spielt<br />
neben Trends wie Digitalisierung<br />
und Automatisierung die Lebensmittelsicherheit<br />
eine wichtige<br />
Rolle. Und dabei ist <strong>Hygiene</strong><br />
ein entscheidender Faktor:<br />
Maschinen im Hygienic Design<br />
werden optimiert, Cleaning<br />
in Place-Verfahren (CIP) mit<br />
Sensorerkennung entwickelt, digitale<br />
Monitoring-, Kontroll- und<br />
Inspektionsmaßnahmen in den<br />
Verarbeitungsprozess integriert.<br />
<strong>Hygiene</strong>schleusen, innovative<br />
Industrieböden und Abwassersysteme<br />
sorgen für Kontaminationsschutz,<br />
UV-C-Geräte für<br />
Entkeimung. Wir haben im Vorfeld<br />
beider Messen ausgewählte<br />
Aussteller nach ihren Neuheiten<br />
<strong>2025</strong> im wichtigen <strong>Hygiene</strong>sektor<br />
befragt und geben Ihnen<br />
hier einen Überblick.<br />
beam<br />
Die beam GmbH (Altenstadt)<br />
präsentiert auf IFFA und iba ihre<br />
High-End-Dampfreinigungssysteme<br />
für die Lebensmittelindustrie<br />
– und als „Powerneuheit“<br />
den hybriden Dampfreiniger<br />
SteamCommander. Mit einer<br />
Gesamtleistung von 18 kW, bis<br />
zu 184 °C Dampftemperatur<br />
und Dampfdruck von 10,0 bar<br />
lässt dieser selbst hartnäckigen<br />
Verschmutzungen und Produktionsrückständen<br />
keine Chance.<br />
beam hat den SteamCommander<br />
speziell für industrielle<br />
Anwendungen und Sonderaufgaben<br />
wie die Geräte-, Oberflächen-<br />
und Raumreinigung im<br />
Lebensmittelumfeld entwickelt.<br />
Er verfügt über einen Festwasseranschluss<br />
und über einen<br />
integrierten Frischwassertank<br />
mit 20 l Fassungsvermögen. So<br />
lässt er sich stationär im 24/7-<br />
Dauerbetrieb wie auch als mobile<br />
Lösung einsetzen.<br />
Als erster Dampfreiniger der<br />
High-End-Klasse überhaupt<br />
kann der SteamCommander<br />
mit einem Industriesauger<br />
verbunden werden und wird<br />
so mit wenig Handgriffen zum<br />
Dampfsauger. Neu ist auch:<br />
Den Entwicklern von beam ist<br />
es gelungen, die Dampfeinheit<br />
von der Elektronikeinheit zu<br />
trennen, was die Ausfallsicherheit<br />
deutlich erhöht. Und über<br />
ein industrielles Signalsäulenlicht,<br />
das von weitem sichtbar<br />
ist, zeigt der SteamCommander<br />
zu jeder Zeit seinen Aggregatzustand<br />
an und schaltet z.B. auf<br />
Rot, wenn die Frischwasserzufuhr<br />
unterbrochen sein sollte.<br />
Wo auf den typi schen Schäumeffekt<br />
verzichtet werden kann,<br />
gilt der SteamCommander als<br />
perfekte Alternative zum Hochdruckreiniger.<br />
Mit seinem<br />
Green-Cleaning-Ansatz lassen<br />
sich laut beam bis zu 93 %<br />
Der SteamCommander, ein hy brider<br />
Dampfreiniger mit 18 kW Gesamtleis<br />
tung. Foto: Enrico Coletto/beam<br />
Wasser in der Reinigung sparen<br />
und auf chemische Reinigungsmittel<br />
ggf. komplett verzichten.<br />
Auch seine Dampfsaugsysteme<br />
mit bis zu 180 °C Dampftempe-<br />
ratur, bis zu 10,0<br />
bar Dampfdruck<br />
und einer Leistung<br />
von bis zu 7200 W<br />
zeigt beam auf<br />
beiden Messen.<br />
Weil Geräte wie<br />
der der HACCPzertifizierte<br />
Blue<br />
Evolution XL+ in<br />
einem Arbeitsgang<br />
dampfen und den<br />
gelösten Schmutz<br />
direkt wieder aufsaugen, reduziert<br />
sich der Arbeitsaufwand<br />
um bis zu 60 % und gereinigte<br />
Oberflächen sind schnell wieder<br />
trocken und einsatzbereit. Der<br />
SteamCommander verzichtet<br />
auf Absaugung, kommt aber auf<br />
bis zu 184 °C Dampftemperatur.<br />
IFFA: Halle 9.1, Stand E61<br />
iba: Halle 14, Stand A29<br />
www.beam.de<br />
Ganter<br />
Die Otto Ganter GmbH (Furtwangen),<br />
Spezialist für Normelemente<br />
in hygienesensiblen<br />
Bereichen wie der Lebensmittelindustrie,<br />
hat ihr Portfolio um<br />
eine komplett neue Produktfamilie<br />
ergänzt und stellt sie auf<br />
beiden Leitmessen vor: ein<br />
Sortiment unterschiedlicher Rollen<br />
und Räder. Dabei handelt<br />
es sich laut Hersteller um eine<br />
ganz neue Katalog-Hauptgruppe<br />
3.10 – und man orientiere sich<br />
an den Anforderungen der Praxis:<br />
die Einteilung der einzelnen<br />
Typen greift die einschlägigen<br />
ISO-Prüfverfahren auf, was eine<br />
klare Zuordnung zu den wichtigsten<br />
Konfigurations-Parametern<br />
erlaubt. So differenziert das<br />
Angebot zwischen Apparaterollen<br />
mit geringer Traglast, Transportrollen<br />
für den industriellen<br />
Einsatz und Schwerlastrollen<br />
für hohe dynamische Traglasten<br />
und schnelleres Bewegen.<br />
Ein Blick auf das neue Sortiment.<br />
Foto: Ganter<br />
Rollen sind fertig installierbare<br />
Elemente, bestehend aus Rad<br />
und Gehäuse, das meist aus<br />
gebogenem Stahlblech besteht<br />
– oder in den Schwerlastvarianten<br />
aus einer geschweißten<br />
Stahlkonstruktion. Das Gehäuse<br />
bildet Radaufnahme und<br />
Schnittstelle für die Montage, ist<br />
erhältlich als Lenkgehäuse oder<br />
als feststehende, sogenannte<br />
Bockrolle. Die feste Rolle bringt<br />
Seitenführung und damit eine<br />
hohe Fahrstabilität für die Geradeaus-<br />
und Kurvenfahrt.<br />
Alle Räder sind auch einzeln<br />
bestellbar. 13 verschiedene<br />
Rädertypen listet das Ganter-<br />
Portfolio auf, differenziert nach<br />
Werkstoff, Lastaufnahme,<br />
Durchmesser, Laufbelag und<br />
ergonomischer Höchstlast.<br />
IFFA: Halle 11.0, Stand E31<br />
iba: Halle 12, Stand C26<br />
www.ganternorm.com<br />
Haug Bürsten<br />
Die 1962 gegründete Haug<br />
Bürsten KG (Königsbrunn) ist<br />
Produzent qualitativ hochwertiger<br />
<strong>Hygiene</strong>bürsten, die in<br />
allen Anwendungsbereichen<br />
der lebensmittelverarbeitenden<br />
Branchen eingesetzt werden<br />
können. Man liefert Lösungen<br />
ebenso für fleischverarbeitende<br />
Betriebe wie fürs Backgewerbe,<br />
die Getränkeindustrie, Kantine,<br />
7
schwerpunkt<br />
2·25<br />
Farbkonzepte für Reinigungsgeräte und<br />
Schattenwände zu ihrer Bereitstellung verbessern<br />
die Betriebshygiene. Foto: Haug<br />
Küche, Catering, Boden-,<br />
Außen-, Gebäudereinigung<br />
u.v.m. Das Sortiment umfasst<br />
neben Bürsten für jeden Zweck<br />
z.B. Wasserschieber, Besen,<br />
Schaufeln, Schaber, Abstreifer<br />
und Fensterreiniger.<br />
Haug setzt dabei auch auf<br />
farbcodierte Reinigungsgeräte,<br />
da diese für die Lebensmittelsicherheit<br />
von höchster Bedeutung<br />
sind. Geräte, Bereiche und<br />
Prozesse können durch farblich<br />
unterschiedliche Reinigungsgeräte<br />
noch effektiver getrennt<br />
werden, was das Auftreten von<br />
Kreuzkontaminationen, das Risiko<br />
von Produktrückrufen und<br />
damit verbundene Kosten reduziert.<br />
Und Prozesse werden<br />
dadurch beschleunigt, dass<br />
die Reinigungsgeräte nur an<br />
dem dafür ausgewiesenen Platz<br />
aufbewahrt werden. So werden<br />
auch Missverständnisse<br />
vermieden<br />
und Mitarbeiter<br />
ermutigt,<br />
für die eigenen<br />
Geräte mehr<br />
Verantwortung zu<br />
übernehmen.<br />
Die sogar ohne<br />
Sprachkenntnisse<br />
zu verstehende<br />
Farbcodierung<br />
wird unterstützt<br />
durch gute<br />
System für Eismaschinen:<br />
Clean-Ice. Foto: HEMA<br />
Beschilderung und<br />
farbige Bilder sowie<br />
Piktogramme auf einer<br />
Schattenwand/Shadowboard.<br />
So lassen sich<br />
die Reinigungsgeräte<br />
optimal platzieren.<br />
Erhalt und Lebensdauer<br />
werden verlängert, das<br />
Thema Lebensmittelsicherheit<br />
in sauberer<br />
und ordentlicher Sektion<br />
in den Vordergrund<br />
gerückt. Die Firma Haug<br />
rät: Stets Schattenwände<br />
ohne Folie verwenden,<br />
denn diese könnte sich<br />
lösen und ein Fremdkörperrisiko<br />
darstellen.<br />
IFFA: Halle 12.0, Stand D19<br />
www.haugbuersten.de<br />
HEMA<br />
Neben einem umfangreichen<br />
Portfolio für Schutzsysteme<br />
rund um die Werkzeugmaschine<br />
bietet die HEMA Maschinenund<br />
Apparateschutz GmbH<br />
(Seligenstadt) auch ein Produktprogramm<br />
für die Sanitation von<br />
lebensmittelnahen Maschinen<br />
und Utensilien. Auf der IFFA<br />
zeigt man Lösungen, die mittels<br />
Ozon, UV-C oder Plasma-Ionen<br />
die Sanitation von Eismaschinen,<br />
Bekleidung oder Küchenutensilien<br />
ermöglichen.<br />
Ein Highlight ist das Eismaschinen-Sanitationssystem<br />
„Clean-<br />
Ice“. Es ist laut Hersteller in<br />
der Lage, bis zu 99,999 % aller<br />
Keime und Bakterien abzubauen.<br />
Das kompakte<br />
Gerät wird dafür<br />
in die Zuleitung<br />
des Trinkwassers<br />
zur Eismaschine<br />
eingebunden. Das<br />
Wasser wird so<br />
mittels Elektrolyse<br />
mit Ozon angereichert,<br />
wodurch<br />
Keime und Bakterien<br />
unschädlich<br />
gemacht werden<br />
– chemiefrei und<br />
ohne Reinigungsab-<br />
wässer, da am Ende Ozon zu O<br />
und O 2<br />
zerfällt.<br />
IFFA: Halle 9.1, Stand A63<br />
www.hema-group.com<br />
Höcker<br />
Mehr als 800 hochwertige<br />
Produkte für die Fleisch- und<br />
Lebensmittelindustrie umfasst<br />
der Katalog der Höcker<br />
Gruppe (Wallenhorst). Auf der<br />
IFFA präsentiert man z.B. das<br />
vielfältige Rohrbahnprogramm,<br />
Neuentwicklungen für bessere<br />
<strong>Hygiene</strong>, mehr Sicherheit beim<br />
Transport schwerer Gegenstände<br />
in der Produktion und<br />
gesundes Arbeiten.<br />
Aus dem Bereich <strong>Hygiene</strong>lösungen<br />
sind u.a. praxisorientierte<br />
Waschraumlösungen für<br />
öffentliche und gewerbliche<br />
Mit diversen Pistolen: die Reinigungsstation<br />
RS 05. Foto: Höcker<br />
Bereiche und eine Auswahl<br />
der kompakten, vielseitigen<br />
Sohlenreinigungsmaschinen<br />
aus der Cleanmaster-HS-Serie<br />
zu sehen – mit vielen Features<br />
von der Handdesinfektions-<br />
Drehsperreneinheit bis zur<br />
Stiefelschaftreinigung. Ebenfalls<br />
dabei: Cleanmaster RS 32 als<br />
hygienische Waschraumlösung,<br />
die ein sensoraktiviertes Handwaschbecken,<br />
zwei elektronische<br />
Spender (FS/HD) und<br />
einen Unterschrank kombiniert.<br />
Eine Neuheit ist die Reinigungsstation<br />
RS 05 inklusive einer<br />
Auswahl passender Reinigungspistolen<br />
für jede Anwendung:<br />
Die Reinigungspistole S, die<br />
durch den per Regulierungsschraube<br />
manuell justierbaren<br />
Strahlwinkel eine flexible<br />
Reinigung verschiedener<br />
Betriebsbereiche ermöglicht;<br />
die Reinigungspistole SAN mit<br />
Lanzenkupplung für den kombinierten<br />
Einsatz von verschiedenen<br />
Schaum- und Spüllanzen<br />
mit der gleichen Pistoleneinheit<br />
und Edelstahlkupplungsmuffe;<br />
und die kosteneffiziente Version<br />
ECO, die trotz kleiner Bauform,<br />
geringem Gewicht und sparsamem<br />
Wasserverbrauch (min.<br />
26 % Wasserersparnis) für hohe<br />
Reinigungsleistung steht.<br />
Weitere Highlights auf dem<br />
Höcker-Messestand sind die<br />
Kippvorrichtung SL100 und<br />
die neuen Edelstahlgestelle für<br />
IBC-Container zum sicheren<br />
Handling von Flüssigkeiten und<br />
Chemikalien. Die Swing-Loader<br />
SL100 in mobiler Ausführung<br />
und hygienischem Design mit<br />
minimierten Kanten ist ideal<br />
zum Entleeren von Feststoffen<br />
über die Längsseite eines<br />
gekippten Großbehälters. Das<br />
Edelstahl-Gestell für IBC-Container<br />
mit 3 mm starker Rohrkonstruktion<br />
und Tragkraft von bis<br />
zu 1500 kg hilft die Container<br />
auf eine erhöhte Position zu<br />
bringen, sodass sich unter dem<br />
Ablasshahn problemlos ein Auffangbehälter<br />
platzieren lässt.<br />
Zudem zeigt Höcker Rauchwagen<br />
mit flexiblen höhenverstellbaren<br />
Etagen, Rauchspießen für<br />
jede Anwendung, den passenden<br />
Movexx Elektroschlepper<br />
für Rauch-, Koch- oder Wurstliegewagen<br />
und Lasten bis<br />
1500 kg, den Palletmaster<br />
PRO2.3 Highler Lift mit größerer<br />
Hubhöhe (300 mm) für mehr<br />
Bodenfreiheit und 2000 kg<br />
Tragkraft und den optisch überarbeiteten<br />
Besenroller BERO 2.<br />
IFFA: Halle 8.0, Stand F92<br />
www.hoecker.de<br />
8 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
schwerpunkt<br />
Ishida<br />
Die Innovationen, die Wäge-,<br />
Verpackungs- und Inspektionsspezialist<br />
Ishida (Schwäbisch<br />
Hall) auf der IFFA vorstellen<br />
wird, adressieren die wichtigsten<br />
Herausforderungen<br />
der Fleisch wirtschaft. Zu den<br />
Neu heiten gehören der QX-800,<br />
ein kompakter Traysealer mit<br />
hohem Leistungsvermögen,<br />
die neueste Generation 5.0 der<br />
Sentinel-Software zur Anlagen-<br />
Fernüberwachung und zum<br />
<strong>Report</strong>ing sowie die Hochleistungslösung<br />
IX-PD-Poultry<br />
zur Röntgenkontrolle, die speziell<br />
für die Geflügelverarbeitung<br />
entwickelt wurde.<br />
Das IX-PD-Poultry wurde zur Röntgenkontrolle<br />
von Geflügelfleisch entwickelt. Foto: Ishida<br />
Dabei tragen die Ishida-Experten<br />
der Tatsache Rechnung,<br />
dass die Produktsicherheit das<br />
A und O bei jedem Prozess<br />
der Lebensmittelverarbeitung<br />
ist – besonders im Geflügelbereich.<br />
Knochen(splitter)<br />
und andere Fremdkörper im<br />
Produkt können die Reputation<br />
der Marke schädigen und im<br />
schlimmsten Fall kostspielige<br />
Rückrufaktionen erfordern.<br />
Damit dies nicht passiert, hat<br />
Ishida IX-PD-Poultry entwickelt<br />
– ein Röntgensystem, das bis zu<br />
400 Hähnchenteile pro Minute<br />
prüfen kann. Darren Chandler,<br />
General Manager Protein<br />
Solutions bei Ishida Europe: „IX-<br />
PD-Poultry ist unsere Antwort<br />
auf eine der aktuell größten<br />
Herausforderungen in der Geflügelindustrie:<br />
Knochenerkennung<br />
in Hochgeschwindigkeits-<br />
Produktionslinien. Unsere neue<br />
Lösung sendet Röntgenlicht mit<br />
zwei verschiedenen Energieniveaus<br />
aus, um ultrahochauflösende<br />
Bilder zur Detektion von<br />
Schlüsselbein-, Rippen- und<br />
anderen Knochen sowie sehr<br />
kleinen metallischen Verunreinigungen<br />
zu generieren. Damit<br />
helfen wir Kunden, strenge<br />
Qualitätskontrollen mit höchster<br />
Effizienz umzusetzen – oder ihre<br />
Qualitätsziele noch zu steigern.“<br />
IFFA: Halle 12.0, Stand C28<br />
www.ishidaeurope.com<br />
JUMO<br />
Für eine wettbewerbsfähige<br />
Fleischverarbeitung<br />
sind moderne Automatisierungs-<br />
und Prozessleitsysteme<br />
unverzichtbar.<br />
Als System- und<br />
Lösungsanbieter der<br />
industriellen Sensor- und<br />
Automatisierungstechnik<br />
bietet JUMO (Fukda) die<br />
Effizienz, die die fleischverarbeitende<br />
Industrie<br />
für ihren Erfolg benötigt<br />
– und zeigt innovative<br />
Technologien für<br />
maximale <strong>Hygiene</strong> und<br />
Frische auf der IFFA.<br />
„Unsere innovative Program-<br />
App ermöglicht eine einfache<br />
Rezepterstellung und eine<br />
nahezu programmierfreie<br />
Ablaufsteuerung. Mit der neuen<br />
Recorder-App können Trendvisualisierungen<br />
und lückenlose<br />
Chargenberichte mühelos erstellt<br />
werden und in Verbindung<br />
mit unserer JUMO smartWARE<br />
Evaluation ist eine Manipulationserkennung<br />
der Daten<br />
gewährleistet“, sagt Michael<br />
Wiener, Global Product Manager<br />
PLCs Strategic bei JUMO.<br />
Beide Apps sind in die JUMO-<br />
Steuerungen integriert und laut<br />
Hersteller in dieser Form einzigartig<br />
auf dem Markt. „So gelingt<br />
die Fleischverarbeitung schnell<br />
und reibungslos“, so Wiener.<br />
Das neue JUMO I/O-System<br />
bietet eine kosteneffiziente<br />
und innovative Möglichkeit, die<br />
verschiedensten industriellen<br />
Automatisierungsanforderungen<br />
umzusetzen. Mit einer Vielzahl<br />
analoger und digitaler Inputund<br />
Output-Module ermöglicht<br />
es maßgeschneiderte Prozessabbilder<br />
und trägt mit verbesserten<br />
Zykluszeiten zu einer<br />
erhöhten Produktionseffizienz<br />
bei. Ein besonderes Highlight<br />
ist der Hutschienen-Regler von<br />
JUMO für das I/O-System. Dank<br />
seiner modularen Bauweise ist<br />
das System erweiterbar, flexibel<br />
und skalierbar – es erlaubt<br />
durch PUSH-IN-Klemmen oder<br />
steckbare Klemmen maximale<br />
Anpassungsfähigkeit.<br />
Die in die JUMO variTRON-<br />
Steuerungen integrierte Recorder-App<br />
macht zusätzliche<br />
Bildschirmschreiber überflüssig,<br />
indem sie kritische Prozessparameter<br />
in Echtzeit visualisiert.<br />
Beim JUMO variTRON 500<br />
touch ist dieses Feature in der<br />
Firmware integriert, während<br />
der JUMO variTRON 500 die<br />
Funktion webbasiert anbietet.<br />
Die Datensicherheit wird durch<br />
digitale, selbst signierende<br />
Zertifikate sowie mit Hash-Algorithmen<br />
gewährleistet.<br />
Der variTRON 500 touch (oben) ist<br />
eine smarte Lösung für einfache<br />
Automatisierungsapplikationen. Z.B.<br />
zur Klimakontrolle bei der Fleischproduktion<br />
dient die hydroTRANS-Serie<br />
(unten).<br />
Fotos: JUMO<br />
Zur Klimakontrolle bei der<br />
Fleischproduktion bietet sich<br />
laut JUMO die hydroTRANS-<br />
Serie an. Für die Kochkesselregelung<br />
ist der JUMO meroTRON<br />
104 gut geeignet – auch dank<br />
einem modularen Ein-/Zweikanalregler<br />
mit optionaler SPS-<br />
Funktion (ST-Code-Editor).<br />
IFFA: Halle 8.0, Stand F60<br />
www.jumo.de<br />
Kohlhoff<br />
Auf der IFFA und der iba präsentiert<br />
Kohlhoff (Unna) eine<br />
Auswahl seines umfassenden<br />
<strong>Hygiene</strong>technikprogramms. Seit<br />
9
schwerpunkt<br />
2·25<br />
über 30 Jahren ist das Unternehmen<br />
Partner für Lebensmittelerzeuger<br />
und setzt auf innovative<br />
Lösungen zur Umsetzung<br />
von Personal- und Betriebshygienemaßnahmen.<br />
Das Sortiment<br />
umfasst ein breites Spektrum<br />
an Geräten, Maschinen<br />
und Anlagen zur Reinigung,<br />
Desinfektion und Trocknung<br />
von Händen sowie Stiefeln und<br />
Schuhsohlen. Mit langjähriger<br />
Erfahrung bietet Kohlhoff maßgeschneiderte<br />
<strong>Hygiene</strong>technik<br />
für höchste Anforderungen.<br />
Mit CLEAN-FIELD HD-Line erwei<br />
tert der Hersteller sein Sortiment<br />
um innovative Reinigungsfelder,<br />
geeignet für schwere<br />
Flurför derfahrzeuge bis 5000 kg<br />
Gesamtgewicht. Die selbst<br />
schwingenden Bürsten reinigen<br />
Räder, Rollen und Schuhsohlen<br />
semi-aktiv und zuverlässig,<br />
wahlweise nass oder trocken.<br />
Bei einer Nassreinigung sorgt<br />
eine Dosierautomatik dafür,<br />
dass stets genug Reinigungsbzw.<br />
Desinfektionsmittel zur<br />
Verfügung steht, was die <strong>Hygiene</strong>qualität<br />
nachhaltig erhöht.<br />
Das Reinigungsfeld CLEAN-FIELD HD-Line inklusive<br />
Automatik-Schwenktor, Dosierautomatik<br />
und Handdesinfektion. Foto: Kohlhoff<br />
Die modularen CLEAN-FIELD<br />
Reinigungsfelder sind flexibel<br />
als Einbau- oder Aufflurvariante<br />
in unterschiedlichen<br />
Abmessungen erhältlich und<br />
besonders wartungsfreundlich,<br />
da die Bürstenelemente<br />
schnell herausgenommen oder<br />
hochgeklappt und arretiert<br />
werden können. Dies erleichtert<br />
die regelmäßige und gründliche<br />
Reinigung erheblich und reduziert<br />
Stillstandzeiten.<br />
Alle CLEAN-FIELD Reinigungsfelder<br />
lassen sich an individuel le<br />
<strong>Hygiene</strong>anforderungen an passen.<br />
Ob ergänzende<br />
Zugangskontrollen<br />
wie Automatik-<br />
Schwenktore oder<br />
komplette <strong>Hygiene</strong>schleusen<br />
inklusive<br />
Handdesinfektionssysteme<br />
– Kohlhoff<br />
bietet umfassende<br />
Lösungen für sämtliche<br />
hygienischen<br />
Anforderungen.<br />
Auf den Messen<br />
erwarten Besucher<br />
neben persönlicher Beratung<br />
auch Live-Demonstrationen der<br />
neuesten Technologien, mit denen<br />
die Lebensmittelsicherheit<br />
und die Effizienz der Produktionsprozesse<br />
gesteigert werden<br />
können.<br />
IFFA: Halle 9.1, Stand F61<br />
iba: Halle 13, Stand A66<br />
https://kohlhoff-hygiene.de/<br />
K+G Wetter<br />
Ob für die Fleischerei,<br />
Veganes und Vegetarisches,<br />
Süßwaren oder<br />
Petfood – Fleischereimaschinen-Spezialist<br />
K+G Wetter (Biedenkopf-Breidenstein)<br />
gibt auf der IFFA in<br />
der „World of Processing“<br />
einen Einblick in<br />
seine ausgeklügelten<br />
technischen Lösungen<br />
für die Lebensmittelverarbeitung.<br />
Von kompakten Handwerkskuttern<br />
bis zum Industrie-Vakuumkutter<br />
VCM 550 verbinden die<br />
Maschinen durchdachte Vakuumtechnik,<br />
effiziente Kochfunktion<br />
und weitere Kutter-Features<br />
für alle Betriebsgrößen. Auch<br />
bei Wölfen und Mischwölfen<br />
zeigt K+G Wetter ein breites<br />
Spektrum – ob kleiner Elektrowolf<br />
EW 114 mm, Winkelwölfe<br />
und Misch-Winkelwölfe mit und<br />
ohne Beschickung oder Industrie-Automatenwolf<br />
AW 280. Als<br />
Multitalent für Frisches und Ge -<br />
frierfleischblöcke ist der neue<br />
Winkelwolf WW 200 dabei.<br />
Hygienic-Secure-Kutter in Industriegröße sind am<br />
IFFA-Messestand zu sehen. Foto: K+G Wetter<br />
Perfekte <strong>Hygiene</strong> ist das A und<br />
O bei der Lebensmittelproduktion.<br />
Umso wichtiger, dass<br />
die eingesetzten Maschinen<br />
schnell und einfach zu reinigen<br />
sind – wie die Kutter der<br />
Hygienic Secure-Serie von K+G<br />
Wetter. Dass die ausgeklügelten<br />
Features dieser Maschinen<br />
nicht nur etwas für die große<br />
Industrie sind, zeigt der neue<br />
VCM 70 Hygienic Secure: in<br />
kompakter Handwerksgröße<br />
und mit allem ausgestattet, was<br />
den Kutter nach dem Arbeitstag<br />
oder vor der nächsten Charge<br />
schnell makellos sauber werden<br />
lässt. Schräge und handpolierte<br />
Edelstahloberflächen, mit einem<br />
Handgriff werkzeuglos abnehmbare<br />
Teile wie der patentierte<br />
Messerdeckelstreifen oder<br />
der Schüsselabstreifer, große<br />
Reinigungsklappen im Vakuumkessel:<br />
Hygienic Secure ist laut<br />
Hersteller durchdacht, spart<br />
täglich Reinigungszeit und sorgt<br />
für maximale <strong>Hygiene</strong>sicherheit.<br />
Exklusives <strong>Hygiene</strong>-Feature bei<br />
den Wölfen von K+G Wetter ist<br />
die Spülkammer. Sie hält die<br />
Maschinen auch dort sicher<br />
sauber, wo man zum Reinigen<br />
sonst nicht hinkommt. Die<br />
Kammer fängt auf, was sich<br />
durch den enormen Druck beim<br />
Wolfprozess durch die Dichtungen<br />
der Fleischschnecke<br />
ins Maschineninnere drücken<br />
könnte. So reicht tägliches<br />
Durchspülen über den Zugang<br />
von außen, um Keimbildung<br />
sicher zu verhindern.<br />
IFFA: Halle 8.0, Stand D96<br />
www.kgwetter.de<br />
Mohn<br />
Die Mohn GmbH (Meinerzhagen)<br />
stellt auf der IFFA eine<br />
neue Industrie-Waschanlage für<br />
GN-Behälter und Euronormbehälter<br />
vor. Sie wurde speziell für<br />
die Anforderungen der Fleischwarenindustrie<br />
entwickelt und<br />
ermöglicht eine leistungsstarke<br />
und ressourcen schonende Reinigung<br />
im Durchlaufverfahren<br />
mit einer Kapazität von bis zu<br />
1000 Behältern pro Stunde.<br />
Die Anlage kombiniert mehrere<br />
aufeinan der abgestimmte Reinigungsstufen,<br />
um hygieni sche<br />
Säuberung zu gewährleisten:<br />
• Einlaufbereich mit Wrasenabsaugung:<br />
Ein 2000 mm langes<br />
Edelstahl-Förderband leitet<br />
die Behälter in die Maschine,<br />
während entstehender Dampf<br />
kontrolliert abgeführt wird.<br />
• Vorwaschzone: In dieser<br />
1800 mm langen Sektion erfolgt<br />
eine erste Reinigung mit einer<br />
Edelstahl-Kreiselpumpe und<br />
einem separaten 600-l-Außen filtertank.<br />
Das einfließende Was -<br />
ser ist auf eine Temperatur von<br />
unter 45 °C begrenzt, um eine<br />
Eiweißkoagulation an den Oberflächen<br />
der Behälter zu vermeiden.<br />
Durch die mechanische<br />
Entfernung grober Rückstände<br />
wird die Hauptwäsche entlastet.<br />
• Hauptwaschzone: Auf<br />
2700 mm wird das Waschgut<br />
mit einer leistungsstarken Edelstahl-Kreiselpumpe<br />
und einem<br />
separaten 900-l-Außen filtertank<br />
gründ lich gereinigt. Die Waschtemperatur<br />
zwischen 50-60 °C<br />
unterstützt die Entfernung von<br />
Fett- und Eiweißrückständen.<br />
• Klarspülzone: Direkt im<br />
Anschluss erfolgt die gründliche<br />
10 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
schwerpunkt<br />
Nachspülung mit Frischwasser<br />
bei 85 °C, um Keime zu<br />
reduzieren und eine thermische<br />
Desinfektion sicherzustellen.<br />
Gleichzeitig wird das heiße<br />
Frischwasser zur Erwärmung<br />
des Hauptwaschtanks genutzt,<br />
wodurch der Energiebedarf für<br />
die unterstützende Beheizung<br />
reduziert wird.<br />
• Neutralzone: In dieser<br />
1000 mm langen Sektion wird<br />
verbleibender Dampf gezielt abgeführt,<br />
um Kondensatbildung<br />
und Feuchtigkeitsschäden zu<br />
vermeiden.<br />
• Abblaszone: Ein Luftstromsystem<br />
mit optimierten Luftdüsen<br />
entfernt die Restfeuchtigkeit.<br />
Dies gewährleistet eine schnelle<br />
Trocknung, sodass die Behälter<br />
direkt wieder einsatzbereit sind.<br />
Top-Exponat auf der IFFA: die Industrie-Waschanlage zur<br />
Reinigung von GN- und Euronormbehältern. Foto: Mohn<br />
Die Maschine ist doppelwandig<br />
konstruiert und wärmegedämmt,<br />
was Energieverluste<br />
reduziert. Ein Zweistufenschalter<br />
ermöglicht die Anpassung<br />
der Leistung zwischen 600 und<br />
1000 Einheiten pro Stunde.<br />
Das Edelstahl-Förderband<br />
mit Führungsnocken sorgt für<br />
stabilen Transport, sodass unterschiedliche<br />
Behältergrößen<br />
sicher durch die Anlage geführt<br />
werden. Die Düsenarme sind<br />
werkzeuglos entnehmbar und<br />
zwangspositioniert, um optimale<br />
Reinigung zu gewährleisten.<br />
Die Waschanlage reduziert laut<br />
Hersteller den<br />
Verbrauch von<br />
Wasser, Energie<br />
und Reinigungsmitteln<br />
im Vergleich<br />
zur manuellen<br />
Reinigung<br />
erheblich,<br />
was sie als<br />
<strong>Hygiene</strong>lösung<br />
wirtschaftlich<br />
und nachhaltiger<br />
macht.<br />
IFFA: Halle 8.0, Stand J54<br />
www.mohn-gmbh.com<br />
Multivac Group<br />
Auf der IFFA präsentiert die<br />
MULTIVAC Group (Wolfertschwenden)<br />
unter dem Motto<br />
#Think connected ein breites<br />
Portfolio rund um die Verarbeitung<br />
und Verpackung von<br />
Frischfleisch, Fleischwaren<br />
und alternativen Proteinen. Die<br />
flexiblen Maschinen und Anla-<br />
gen steigern die Effizienz und<br />
senken den Personalbedarf, um<br />
steigenden Herausforderungen<br />
von Kostendruck und Personalmangel<br />
zu begegnen – im<br />
Handwerksbetrieb wie im Industrieunternehmen.<br />
Recyclingfähige<br />
Packstoffe, ein optimiertes<br />
Verpackungsdesign und nachhaltigere<br />
Produktionsprozesse<br />
erfüllen die Anforderungen in<br />
Bezug auf Nachhaltigkeit. Die<br />
gezeigten Innovationen und<br />
Lösungen umfassen Maschinen,<br />
Linien und digitale Lösungen,<br />
die ein wirtschaftliches Portionieren,<br />
Slicen, Beladen, Verpacken,<br />
Kennzeichnen, Prüfen<br />
und Kartonieren aus einer Hand<br />
ermöglichen. Zu den Messeschwerpunkten<br />
zählen:<br />
• Kosteneinsparungen: Die<br />
Lösungen steigern die Effizienz<br />
und senken den Personalbedarf.<br />
Auf dem Messestand wird<br />
demonstriert, wie Kunden eine<br />
Sichere und<br />
hygienische Böden?<br />
Machen wir!<br />
Unsere Crete-Systeme –<br />
Die verlässliche Lösung<br />
für High Performance<br />
Böden im Bereich der<br />
Lebensmittelindustrie.<br />
11
schwerpunkt<br />
2·25<br />
vollautomatisierte Portionierund<br />
Verpackungslinie mit bis zu<br />
70 % weniger Personal betreiben<br />
können.<br />
• Erhöhte Flexibilität: Artikelwechsel<br />
im laufenden Betrieb<br />
einer Aufschnittlinie mit bis zu<br />
95 % weniger Stillstand; bis zu<br />
97 verschiedene Artikel, die auf<br />
Think connected: Auf der IFFA verbinden sich Wirtschaftlichkeit<br />
und Nachhaltigkeit. Foto: Multivac<br />
einer einzigen Linie portio niert<br />
& verpackt werden – alles geht!<br />
• Einfache und sichere Bedienung:<br />
Einheitliche und intuitiv<br />
bedienbare Benutzeroberflächen<br />
für Portionierer, Slicer und<br />
Verpackungsmaschinen ebenso<br />
wie für eine komplette Linie<br />
erleichtern es Anwendern, konstant<br />
produktiv zu sein. Mit der<br />
MULTIVAC Line Control lassen<br />
sich z.B. die Bedienlaufwege<br />
Der Edelstahl-Servomotor der<br />
Baureihe CM2H.. ist bisher in<br />
Verbindung mit dem Planetengetriebe<br />
der Baureihe PSH..<br />
oder mit der Flanschoption B14<br />
verfügbar. Mit der Erweiterung<br />
des B5-Flanschs ist der Motor<br />
jetzt ein hygienisches Multitalent.<br />
Die Baureihe CM2H..<br />
im Hygienic Design erfüllt die<br />
strengen Richtlinien der European<br />
Hygienic Engineering Design<br />
Group (EHEDG) sowie der USin<br />
einer Linie um bis zu 80 %<br />
reduzieren.<br />
• Erhöhte Recyclingfähigkeit:<br />
Am Stand beraten die<br />
MULTIVAC-Experten rund um<br />
die Themen recyclingfähigere<br />
Packstoffe, optimiertes Verpackungsdesign<br />
und nachhaltige<br />
Produktionsprozesse, mit denen<br />
die Recyclingfähigkeit<br />
von Verpackungen<br />
um bis zu<br />
95 % gesteigert<br />
werden kann.<br />
• Live-Demos: Im<br />
Slicer-Zelt (Außen -<br />
bereich der Halle<br />
12) können<br />
Besucher Slicer mit<br />
hoher Leistungsfähigkeit<br />
bei einfacher<br />
Bedienung im Live-<br />
Betrieb mit Fleischwaren<br />
sehen.<br />
IFFA: Halle 12.1, Stand A41<br />
www.multivac.com<br />
SEW-EURODRIVE<br />
Antriebsspezialist SEW-EURO-<br />
DRIVE (Bruchsal) hat sein Edelstahl-Servomotoren-Portfolio<br />
um<br />
den B5-Flansch erweitert. Dieser<br />
bietet laut Hersteller noch<br />
mehr hygienische Lösungsoptionen<br />
und erhöht damit seine<br />
Flexibilität im Maschinendesign.<br />
Auf der IFFA können Besucher<br />
das breite Sortiment an<br />
Edelstahl-Antriebslösungen für<br />
den Einsatz in Applikationen der<br />
Lebensmittel-, Getränke- und<br />
Pharmaindustrie begutachten.<br />
Der B5-Flansch am Edelstahl-<br />
Servomotor erleichtert die<br />
Montage an unterschiedlichen<br />
Edelstahlgetrieben aus dem<br />
Automatisierungsbaukasten<br />
von SEW-EURODRIVE. Daraus<br />
ergibt sich eine Vielzahl an<br />
neuen Kombinationsmöglichkeiten<br />
für unterschiedlichste<br />
Anwendungen. Die Getriebebaureihen<br />
Kegelradgetriebe<br />
(KES..), Stirnradgetriebe (RES..)<br />
und SPIROPLAN-Winkelgetriebe<br />
(WES..) sind – durch die Verwendung<br />
hochwertiger Edelstähle<br />
– auf die Anforderungen<br />
der hygienesensiblen und reinigungsintensiven<br />
Lebensmittel-,<br />
Getränke- und Pharmaindustrie<br />
sowie auf permanent feuchte<br />
Umgebungen ausgerichtet. Wie<br />
bei den Edelstahl-Servomotoren<br />
ist auch ihre Oberfläche reinigungsfreundlich,<br />
hochgradig<br />
säurebeständig und laugenresis<br />
tent. Vertiefungen im Gehäuse,<br />
in denen sich Flüssigkeiten<br />
oder Schmutz ablagern und<br />
sammeln könnten, werden<br />
Edelstahl-Servomotor der Baureihe<br />
CM2H.. (oben) im Hygienic Design<br />
und Frequenzumrichter MOVITRAC<br />
(unten). Fotos: SEW-EURODRIVE<br />
weitestgehend vermieden. Die<br />
Komplettausführung in Edelstahl<br />
verhindert somit effektiv<br />
jede Art von Korrosion.<br />
PHT und Elpress: IFFA-Premiere als neue „<strong>Hygiene</strong> Alliance“<br />
„<strong>Hygiene</strong> ist nicht nur eine Verpflichtung,<br />
sondern ein Versprechen an Verbraucher<br />
und Unternehmen.“ In diesem Sinne haben<br />
die beiden Familienunternehmen PHT<br />
(Bad Tölz/Beckum) und Elpress (Boxmeer/Niederlande)<br />
die „<strong>Hygiene</strong> Alliance“<br />
gegründet. Ziel dieser Kooperation ist es,<br />
die Stärken zu bündeln und innovative<br />
Lösungen im Bereich <strong>Hygiene</strong> anzubieten.<br />
Auf der IFFA präsentieren sich PHT und<br />
Elpress erstmals gemeinsam und zeigen<br />
<strong>Hygiene</strong>lösungen aus ihrem erweiterten<br />
Portfolio. Mit über 27 Jahren Erfahrung<br />
bietet PHT Lösungen zu <strong>Hygiene</strong>technik,<br />
Sozialraumausstattung, Niederdruck-<br />
Schaumreinigung, Behälterreinigung, hygienische<br />
Betriebsausstattung u.v.m. Die<br />
PHT-Eigenmarke „InnovationX“ umfasst<br />
<strong>Hygiene</strong>technik-Produkte vom Handreinigungsbecken<br />
WashX über die Zutrittskontrolle<br />
EntryX bis zur Sohlenreinigung HeliX<br />
und deckt alle wichtigen Anlagen für die<br />
optimale Personalhygiene ab.<br />
Manipilationssichere <strong>Hygiene</strong>kontrolle<br />
So sorgt z.B. die Eingangskontrolle EntryX<br />
mit Seifen- oder Desinfektionsmittelausgabe<br />
für maximale Prozesssicherheit<br />
mit Details wie manipulationssicherer<br />
Positionierung der Düsen. Eine individuell<br />
einstellbare Eingriff-Positionierung sorgt<br />
zusätzlich für ergonomisches Handling.<br />
Elpress ist seit mehr als 30 Jahren auf<br />
dem Gebiet der industriellen <strong>Hygiene</strong> tätig.<br />
Das Sortiment<br />
der Firma mit<br />
Sitz im ca. zehn<br />
Kilometer von<br />
der Grenze zu<br />
Deutschland entfernten<br />
Boxmeer<br />
reicht von <strong>Hygiene</strong>stationen<br />
über<br />
Hände- und<br />
Sohlenreiniger<br />
bis zu Seifenund<br />
Chemiespendern<br />
und<br />
<strong>Hygiene</strong>zubehör.<br />
Die InnovationX Produkte<br />
sorgen für <strong>Hygiene</strong> durch<br />
durchdachte Details.<br />
Foto: PHT<br />
IFFA: Halle 8.0, Stand J96<br />
www.pht.group www.elpress.com<br />
12 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
schwerpunkt<br />
amerikanischen Lebensmittelund<br />
Pharmaüberwachung Food<br />
and Drug Administration (FDA).<br />
Mit dem kompakten Frequenzumrichter<br />
MOVITRAC classic<br />
komplettiert SEW-EURODRIVE<br />
sein Portfolio im Bereich der<br />
Umrichtertechnik für die<br />
Schaltschrankinstallation. Um<br />
höchstmögliche Skalierbarkeit<br />
zu erreichen, ist er der neueste<br />
Bestandteil des Automatisierungsbaukastens<br />
MOVI-C. Die<br />
Gerätereihe MOVITRAC ist nun<br />
in drei Ausführungen verfügbar.<br />
MOVITRAC basic eignet sich<br />
für viele Anwendungsbereiche<br />
mit einfacher Drehzahlsteuerung<br />
im unteren Leistungsbereich<br />
bis 1,5 kW. MOVITRAC<br />
classic kann mit integrierter<br />
Sicherheitsfunktion STO und<br />
Leistungen bis 11 kW für drehzahl-<br />
oder drehmomentgeregelte<br />
Anwendungen ohne Geber<br />
verwendet werden. MOVITRAC<br />
advanced ist durch sein konfigurierbares<br />
Gerätekonzept, der<br />
innovativen Einkabeltechnik in<br />
Verbindung mit digitalem Geber<br />
für synchrone und<br />
asynchrone Motoren<br />
sowie einem<br />
Leistungsbereich<br />
bis 315 kW in<br />
einem breiten Applikationsspektrum<br />
von geberloser<br />
Drehzahlregelung<br />
bis dynamischem<br />
Positionierbetrieb<br />
vielseitig einsetzbar.<br />
Alle drei Um -<br />
richter können an<br />
weltweit gängige<br />
Steuerungssysteme angebunden<br />
werden, z.B. via PROFINET<br />
oder EtherNet/IPTM.<br />
IFFA: Halle 9.1, Stand D18<br />
www.sew-eurodrive.de<br />
Silikal<br />
<strong>Hygiene</strong> beginnt buchstäblich<br />
am Boden – mit einem Bodenbelag,<br />
der die hohen Anforderungen<br />
der Lebensmittelverarbeitung<br />
zuverlässig erfüllt. Eine<br />
bewährte und geprüfte Lösung<br />
sind die Bodensysteme auf<br />
Basis von Methylmethacrylat<br />
(MMA), die der Reaktionsharzspezialist<br />
Silikal (Mainhausen)<br />
anbietet.<br />
Fugenlos, mit einer geschlossenen<br />
Oberfläche und ohne<br />
Ecken und Kanten: Die Reaktionsharzbeschichtungen<br />
sind laut Hersteller für hohe<br />
hygienische Anforderungen<br />
konzipiert. Vorhandene Rinnen<br />
und Abläufe werden fugenlos<br />
angeschlossen. Hohlkehlen<br />
sorgen für hygienisch sichere<br />
Wandanschlüsse. Die homogene<br />
und zugleich hoch strapazierfähige<br />
Oberfläche der<br />
Silikal-MMA-Beschichtungen<br />
lässt sich schnell und einfach<br />
reinigen. Der ständige Einsatz<br />
von Reinigungsmitteln und Wasser<br />
macht diesen Böden nichts<br />
aus. Sie sind beständig gegen<br />
viele Säuren, Laugen, Salze,<br />
Öle, Blut und Fette. Und für nötige<br />
Trittsicherheit des Personals<br />
sorgen individuell einstellbare<br />
Rutschhemmstufen.<br />
Hygienisch, robust und mit Rutschhemmstufen umsetzbar:<br />
Eine neue Silikal-MMA-Bodenbeschichtung<br />
lässt sich schnell verlegen.<br />
Foto: Silikal<br />
Nachweise und Zertifikate, z. B.<br />
HACCP International, Halal und<br />
die Empfehlung des Bundesverbandes<br />
der Lebensmittelkontrolleure<br />
Deutschland e. V.,<br />
zeigen die speziellen Eignungen<br />
der Silikal-MMA-Böden beim<br />
Umgang mit Lebensmitteln.<br />
Auch wichtig für Anwendungen<br />
in der Lebensmittelbranche: Die<br />
Silikal-Bodensysteme punkten<br />
mit schneller Installation. In<br />
nur einer Stunde nach dem<br />
Aufbringen der letzten Schicht<br />
sind sie ausgehärtet<br />
und der Boden ist<br />
voll belastbar. Seit<br />
Jahrzehnten überzeugen<br />
die MMA-<br />
Bodensysteme laut<br />
Silikal in allen Bereichen<br />
der Lebensmittelbranche,<br />
z.B.<br />
in der Verarbeitung,<br />
in Kühl- und Tiefkühllagern,<br />
auch<br />
in Sanitär- und<br />
repräsentativen<br />
Bereichen. Die Bodenbeschichtungen<br />
sind für hohe Beanspruchung<br />
konzipiert und erfüllen projektbezogene<br />
Erfordernisse. Messebesucher<br />
können sich aus<br />
erster Hand über die Vorteile,<br />
Referenzen und individuelle<br />
Lösungen von MMA-Bodenbeschichtungen<br />
informieren.<br />
IFFA: Halle 9.1, Stand B03<br />
iba: Halle 11, Stand D42<br />
www.silikal.de<br />
sterilAir AG<br />
Die sterilAir AG (Weinfelden/<br />
Schweiz) entwickelt seit mehr<br />
als 85 Jahren UVC-Lösungen<br />
für die Anforderungen der<br />
modernen Lebensmittelindustrie<br />
und präsentiert auf der IFFA<br />
drei Innovationen, die die Standards<br />
in der UVC-Entkeimung<br />
neu definieren. Der Fokus der<br />
Neuentwicklungen liegt auf der<br />
Verbesserung von <strong>Hygiene</strong> und<br />
Produktsicherheit in der fleischverarbeitenden<br />
Industrie.<br />
Der T2018-40 erweitert das<br />
T2018-Bandentkeimungssystem<br />
für Zerlege- und Transportbänder<br />
mit einer Einzeleinheit<br />
für Bänder bis 100 cm Breite.<br />
Druckwasserdicht (IP69K), flexibel<br />
integrierbar und mit einem<br />
Röhrenwechsel in unter zwei<br />
Minuten und ohne Produktionsunterbrechung<br />
überzeugt es<br />
laut Hersteller in anspruchsvollsten<br />
Fleischproduktionsumgebungen.<br />
Mit der Kopfan-Kopf-Montage<br />
lassen sich<br />
überbreite Bänder bis 200 cm<br />
Speziell für die Lebensmittelindustrie: Umluftentkeimer<br />
(oben) und Bandentkeimer. Foto: sterilAir<br />
wirkungsvoll und im laufenden<br />
Betrieb entkeimen.<br />
Als kompakt, leistungsstark<br />
und perfekt für kleinere Räume<br />
geeignet wir der UVR-XS<br />
Umluftentkeimer angekündigt<br />
– eine um 40 % kompaktere<br />
Version des sterilAir Original<br />
UVR-4K und speziell entwickelt<br />
für Räume mit geringer Höhe<br />
oder komplexem Grundriss.<br />
Mit korrosionsfreiem Spezial-<br />
Reflektor und überragend hoher<br />
UVC-Dosis bietet er laut sterilAir<br />
maximalen Schutz und minimale<br />
Wartungsanforderungen<br />
in Reiferäumen oder <strong>Hygiene</strong>schleusen.<br />
Luftgetragene Keime<br />
werden bei einem Luftdurchsatz<br />
von 270 m 3 pro Stunde nachhaltig<br />
inaktiviert.<br />
Mit einer Leistungssteigerung<br />
von bis zu 76 % beweist die<br />
neue und von sterilAir selbst<br />
entwickelte Vorschaltelektronik<br />
CORE I ihre Zuverlässigkeit im<br />
Temperaturbereich von -18 °C<br />
bis +50 °C. Dank innovativer<br />
Software wird damit die<br />
selbstständige Erkennung von<br />
defekten UVC-Röhren für die<br />
Entkeimung und die automatische<br />
Abschaltung fehlerhafter<br />
Kanäle Realität.<br />
IFFA: Halle 9.0, Stand C80<br />
www.sterilair.com<br />
13
wissenschaft<br />
2·25<br />
Dr. Tanja Welsch<br />
EU-Höchstgehalte für T-2 Toxin und HT-2 Toxin<br />
CVUA Sigmaringen legt erste Testergebnisse für beide Mykotoxine in Lebensmitteln vor<br />
Seit Juli 2024 gelten EU-weit erstmals Höchstgehalte für die Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) T-2 Toxin und HT-2 Toxin in<br />
Getreide und Getreideerzeugnissen. Das baden-württembergische Mykotoxinlabor am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt<br />
(CVUA) Sigmaringen untersucht schon seit mehreren Jahren Lebensmittelproben auf T-2 Toxin und HT-2 Toxin,<br />
von 2016 bis Mitte 2024 knapp 3900. Dabei stehen nicht nur Getreideerzeugnisse im Fokus, sondern auch Lebensmittel<br />
wie Fruchtsäfte oder Öle, für die bisher noch keine Höchstgehalte festgelegt sind. So trägt das CVUA Sigmaringen dazu<br />
bei, die Datenbasis als Grundlage für toxikologische Bewertungen und letztendlich für die Festlegung von Höchstgehalten<br />
im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes zu erweitern. Im folgenden Fachbeitrag (erstveröffentlicht in „Der Lebensmittelbrief“)<br />
erläutert CVUA-Laborleiterin Dr. Tanja Welsch die Hintergründe der Untersuchungen und ihre Ergebnisse.<br />
Allgemeine Informationen<br />
zu T-2 Toxin und HT-2 Toxin<br />
Es sind viele hunderte Mykotoxine<br />
bekannt, allerdings ist<br />
nur ein Teil momentan in der<br />
Lebensmittelüberwachung<br />
relevant. Dazu gehören die<br />
Mykotoxine T-2 Toxin und HT-2<br />
Toxin. Beide Substanzen sind<br />
strukturell sehr ähnlich. T-2 Toxin<br />
unterscheidet sich von HT-2<br />
Toxin nur durch eine zusätzliche<br />
Acetyl-Seitenkette. T-2 Toxin<br />
und HT-2 Toxin werden von<br />
Schimmelpilzen der Gattung<br />
Fusarium über ähnliche Stoffwechselwege<br />
gebildet. Daher<br />
Stichwort Mykotoxine<br />
Mykotoxine ist ein Oberbegriff<br />
für verschiedene von Schimmelpilzen<br />
gebildete Stoffe, die<br />
schon in geringen Konzentrationen<br />
giftig auf Mensch und Tier<br />
wirken können. Sie gelangen als<br />
unerwünschte Kontaminanten<br />
in Lebensmittel, wenn Schimmelpilze<br />
entweder Pflanzen<br />
bereits beim Wachstum auf<br />
dem Feld oder Lebensmittel bei<br />
der Verarbeitung und Lagerung<br />
befallen und unter geeigneten<br />
Bedingungen dann Mykotoxine<br />
bilden.<br />
kommen sie häufig zusammen<br />
in Lebensmitteln wie Getreide<br />
und Getreideprodukten vor.<br />
Nach der Aufnahme durch<br />
Menschen oder Tiere, z.B. über<br />
kontaminierte Nahrung, wird T-2<br />
Toxin vom Stoffwechsel rasch in<br />
HT-2 Toxin umgewandelt. Daher<br />
ist unklar, in welchem Maß toxische<br />
Wirkungen von T-2 Toxin<br />
oder HT-2 Toxin ausgehen.<br />
Folglich betrachtet man häufig<br />
die Summe beider Toxine. T-2<br />
Toxin und HT-2 Toxin haben<br />
zahlreiche negative Effekte<br />
auf Lebewesen, z.B. eine<br />
schädliche Wirkung auf das<br />
blutbildende System oder das<br />
Immunsystem oder Inhibierung<br />
der Proteinbiosynthese. Bei<br />
höheren Dosen werden auch<br />
akute Effekte beobachtet wie<br />
beispielsweise Gewichtsverlust,<br />
Futterverweigerung, Erbrechen,<br />
Diarrhö und Gewebeschäden.<br />
Die europäische Behörde für<br />
Lebensmittelsicherheit (EFSA)<br />
hat 2017 eine tolerierbare tägliche<br />
Aufnahme (TDI) von 20 ng/<br />
kg Körpergewicht abgeleitet.<br />
Der TDI-Wert ist ein Schätzwert<br />
dafür, welche Menge täglich<br />
über die gesamte Lebenszeit<br />
ohne spürbare Auswirkungen<br />
Die CVUA-Untersuchungen zeigen: T-2 Toxin und HT-2 Toxin kommen oft in<br />
Getreide und Getreideprodukten vor. Foto: Sabine-Susann Singler / pixelio.de<br />
auf die Gesundheit aufgenommen<br />
werden kann.<br />
Rechtliche Regelungen<br />
für Mykotoxine<br />
Die EU regelt für einige Mykotoxine<br />
in bestimmten Lebensmitteln<br />
in der Verordnung (EU)<br />
2023/915 Höchstgehalte. Seit<br />
dem 1. Juli 2024 gelten auch<br />
erstmals EU-weite Höchstgehalte<br />
für die Summe von T-2<br />
und HT-2 Toxin in verschiedenen<br />
Getreiden und Getreideprodukten.<br />
Der Festlegung<br />
dieser Höchstgehalte ging<br />
ein langer Prozess voraus.<br />
So wurden u. a. ausreichend<br />
empfindliche Analysenmethoden<br />
entwickelt und zahlreiche<br />
Lebensmittel untersucht, um<br />
Daten über die Gehalte von T-2<br />
und HT-2 Toxin zu sammeln,<br />
toxikologische Bewertungen<br />
durch die EFSA durchgeführt<br />
und die Stellungnahmen aller<br />
betroffenen Kreise diskutiert.<br />
Bereits im Jahr 2013 veröffentlichte<br />
die EU-Kommission<br />
die Empfehlung 2013/165/EU,<br />
worin sie die Mitgliedsstaaten<br />
aufruft, unter aktiver Einbeziehung<br />
der Akteure der Futter-<br />
14 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
wissenschaft<br />
Tab. 1: Untersuchungsergebnisse der Summe aus T-2 und HT-2 Toxin für ausgewählte Getreide und Getreideprodukte.<br />
und Lebensmittelbranche<br />
Getreide und Getreideprodukte<br />
auf das Vorhandensein von T-2<br />
und HT-2 Toxin zu untersuchen.<br />
Außerdem gibt diese Empfehlung<br />
Richtwerte vor. Dabei handelt<br />
es sich nicht um rechtlich<br />
festgelegte Höchstgehalte. Die<br />
Richtwerte basieren auf Daten<br />
über typische Gehalte dieser<br />
Substanzen in Lebensmitteln,<br />
die in der Datenbank der EFSA<br />
verfügbar sind. Werden diese<br />
Richtwerte überschritten, so<br />
sollten die Behörden unter aktiver<br />
Beteiligung der Lebensmittel-<br />
und Futtermittelunternehmer<br />
ermitteln, welche Faktoren<br />
zu diesen erhöhten Konzentrationen<br />
führen bzw. wie sich<br />
die Lebensmittelverarbeitung<br />
auf die Konzentrationen von<br />
T-2 und HT-2 Toxin auswirkt.<br />
Dadurch sollen weitere Informationen<br />
zusammengetragen werden<br />
mit dem Ziel, Maßnahmen<br />
zur Senkung des Vorkommens<br />
zu ergreifen und Höchstgehalte<br />
festzulegen.<br />
Die Expertinnen und Experten<br />
des CVUA Sigmaringen haben<br />
T-2 Toxin und HT-2 Toxin in<br />
die Analysenmethoden aufgenommen<br />
und das untersuchte<br />
Spektrum an Matrices stetig<br />
erweitert. Die Untersuchungsergebnisse<br />
werden an die EFSA<br />
weitergeleitet. So trägt das<br />
CVUA Sigmaringen stetig dazu<br />
bei, die Datenbasis über das<br />
Vorkommen von T-2 Toxin und<br />
HT-2 Toxin zu erweitern und so<br />
Informationen für die toxikologische<br />
Bewertung und die<br />
Festlegung von Höchstgehalten<br />
bereitzustellen.<br />
Untersuchungsergebnisse<br />
Getreide<br />
Die eingesetzten Multimethoden<br />
basieren auf einer Extraktion<br />
der Substanzen, gefolgt von<br />
Aufreinigung und Messung<br />
mittels HPLC-MS/MS. Von<br />
2016 bis Mitte 2024 hat das<br />
CVUA Sigmaringen insgesamt<br />
knapp 3900 Proben auf T-2<br />
und HT-2 Toxin untersucht. Vor<br />
allem natürlich Getreide und<br />
Getreideprodukte, aber auch<br />
Öle und Ölsaaten sowie Obstund<br />
Gemüseerzeugnisse wie<br />
Fruchtsäfte.<br />
Von den etwa 2400 Proben<br />
von Getreiden und Getreideprodukten<br />
wie Getreidekörnern<br />
(529 Proben), Getreidemahlprodukten<br />
und Getreideflocken<br />
(1288 Proben), Teigwaren<br />
(284 Proben), Brot, Backwaren<br />
und Getreidesnacks sowie<br />
Säuglingsnahrung auf Getreidebasis,<br />
hätten rückblickend<br />
lediglich 5 Proben (0,2 %) die<br />
jetzt geltenden Höchstgehalte<br />
überschritten. Bei allen 64 Proben<br />
Säuglingsnahrung lagen die<br />
Gehalte von T-2 Toxin und<br />
HT-2 Toxin unterhalb<br />
der Bestimmungsgrenze<br />
der Methode.<br />
Auch Proben<br />
der Kategorien<br />
Brot, Backwaren<br />
und Teigwaren<br />
enthielten selten bestimmbare<br />
Gehalte beider Mykotoxine.<br />
Deutlich häufiger kamen T-2<br />
und HT-2 Toxin bei bestimmten<br />
Getreidekörnern und Getreidemahlprodukten<br />
und Getreideflocken<br />
vor. Wie in der<br />
Literatur beschrieben, enthalten<br />
besonders Haferprodukte oft<br />
T-2 Toxin und HT-2 Toxin. Auch<br />
in Gerstenkörnern und Weizenkleie<br />
detektierte das CVUA Sigmaringen<br />
beide Toxine häufiger.<br />
Dagegen waren Maismehl und<br />
Maisgrieß zwar seltener mit den<br />
beiden Toxinen belastet, einzelne<br />
Proben wiesen aber mit<br />
maximalen Gehalten im Bereich<br />
von 60 µg/kg insgesamt die mit<br />
am höchsten detektier ten Gehalte<br />
auf. Weizen, Hartweizen,<br />
Roggen oder Dinkel dagegen<br />
waren selten belastet (siehe<br />
Tabelle 1).<br />
Untersuchungsergebnisse<br />
Öle und Säfte<br />
Das CVUA Sigmaringen analysiert<br />
T-2 und HT-2 Toxin regelmäßig<br />
auch in Lebensmitteln,<br />
für die noch keine Höchstgehalte<br />
für die beiden Mykotoxine<br />
festgelegt sind – wie Öle oder<br />
Fruchtsäfte –, um so weitere<br />
Informationen über Expositionsquellen<br />
für die Risikobewertung<br />
zusammenzutragen. Bei den<br />
ca. 250 untersuchten Ölproben<br />
hing die Belastung mit T-2 und<br />
HT-2 Toxin<br />
stark von<br />
der Ölsorte<br />
ab. Während<br />
beispielsweise<br />
Olivenöl,<br />
Sesamöl<br />
oder Leinöl<br />
unauffällig<br />
waren,<br />
enthielten<br />
Rapsöl<br />
oder<br />
Sonnenblumenöl<br />
niedrige<br />
Konzentrationen.<br />
Am häufigsten und mit<br />
den höchsten Gehalten belastet<br />
waren Hanföl und Maiskeimöl.<br />
So bestimmte das CVUA Sigmaringen<br />
in etwa der Hälfte der<br />
Hanföle und sogar in drei Viertel<br />
der Maiskeimöle Gehalte für die<br />
Summe von T-2 und HT-2 Toxin<br />
von mehr als 2 µg/kg (siehe<br />
Tabelle 2). Der maximale Gehalt<br />
lag bei 62 µg/kg. Zumeist lag<br />
Apfelsaft ist durch Fäule in den Rohstoffen in den Fokus der<br />
Tester gerückt. Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de<br />
Tab. 2: Untersuchungsergebnisse der Summe aus T-2 und HT-2 Toxin für ausgewählte Öle.<br />
15
wissenschaft<br />
2·25<br />
Mehr Vitamin D durch UV-Behandlung<br />
Mehlwurmpulver in EU als Lebensmittelzutat erlaubt<br />
Abbildung 1: Anzahl (Zahl im Balken) und Anteil (x-Achse) der Proben von<br />
Apfelsaft mit Gehalten der Summe von T-2 Toxin und HT-2 Toxin unter oder<br />
über der Bestimmungsgrenze der Analysenmethode bzw. im angegebenen<br />
Gehaltsbereich.<br />
Grafiken/Tabellen: CVUA Sigmaringen<br />
die Konzentration von T-2 Toxin<br />
deutlich höher als diejenigen<br />
von HT-2 Toxin.<br />
In den letzten Jahren ist bei<br />
Apfelsaft eine Kontamination mit<br />
T-2 Toxin und HT-2 Toxin u.a.<br />
bedingt durch Fäule in den Ausgangsprodukten<br />
in den Fokus<br />
gerückt. Von den bisher untersuchten<br />
168 Proben Apfel saft<br />
enthielten 35 Proben (21 %)<br />
Gehalte von T-2 und HT-2 Toxin<br />
über der Bestimmungsgrenze<br />
der Methode (2 µg/kg).<br />
Abbildung 1 gibt einen Überblick<br />
über die Anzahl und<br />
den prozentualen Anteil der<br />
untersuchten Proben und die<br />
jeweiligen Gehalte für die Summe<br />
von T-2 und HT-2 Toxin.<br />
Der maximale Gehalt lag bei<br />
69 µg/kg. In den Proben waren<br />
– außer bei niedrigen Gehalten<br />
nahe der Bestimmungsgrenze<br />
– sowohl T-2 Toxin als auch<br />
HT-2 Toxin enthalten. Zumeist<br />
war der Gehalt an HT-2 Toxin<br />
höher, allerdings schwankte das<br />
Verhältnis der Gehalte von<br />
T-2 Toxin zu HT-2 Toxin<br />
zwischen 0,3 und 1,5.<br />
Von 24 untersuchten Birnensäften<br />
waren lediglich 2 Proben<br />
(8 %) mit T-2 und HT-2 Toxin<br />
belastet. Zudem enthielten<br />
3 Proben Fruchtsäfte, die nicht<br />
aus Kernobst hergestellt waren,<br />
T-2 und HT-2 Toxin. Ein bundesweites<br />
Monitoringprogramm<br />
im Jahr <strong>2025</strong> soll zu T-2 Toxin<br />
und HT-2 Toxin in Apfelsaft<br />
weiteren Aufschluss geben.<br />
Fazit<br />
Zusammenfassend lässt sich<br />
festhalten, dass zwar nun<br />
erstmalig Höchstgehalte für die<br />
Summe der Mykotoxine T-2 Toxin<br />
und HT-2 Toxin in Getreiden<br />
und Getreideprodukten EU-weit<br />
festgelegt worden sind, jedoch<br />
noch einige Fragen offenbleiben<br />
und weitere Daten erforderlich<br />
sind, um eine aussagekräftige<br />
Bewertung der gesundheitlichen<br />
Risiken zu ermöglichen.<br />
So sollte beispielsweise das<br />
Vorkommen von T-2 und<br />
HT-2 Toxin in Pflanzendrinks<br />
und Apfelsaft analysiert werden,<br />
um zusätzliche bisher kaum berücksichtigte<br />
Lebensmittel in die<br />
Expositionsbewertung des Menschen<br />
einzubeziehen. Auf der<br />
Grundlage weiterer repräsentativer<br />
Daten kann eine fundierte<br />
Bewertung erfolgen, die künftige<br />
Höchstgehaltsfestsetzungen für<br />
bisher nicht geregelte Lebensmittel<br />
oder auch Anpassungen<br />
bestehender Höchstgehalte<br />
bedingen könnte.<br />
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt<br />
Sigmaringen<br />
Fidelis-Graf-Straße 1<br />
D-72488 Sigmaringen<br />
www.ua-bw.de<br />
Mehlwurmpulver, das durch<br />
eine UV-Behandlung einen<br />
etwas erhöhten Vitamin-D-<br />
Gehalt hat, darf seit kurzem<br />
als Zutat in Backwaren, Käse<br />
und weiteren Lebensmitteln<br />
verwendet werden. Das geht<br />
laut Bundeszentrum für Ernährung<br />
aus einer neuen Verordnung<br />
der EU-Kommission<br />
hervor, die am 10. Februar<br />
<strong>2025</strong> in Kraft getreten ist.<br />
Mehlwürmer sind die Larven<br />
des Mehlkäfers (Tenebrio<br />
molitor). Bereits 2021 wurden<br />
sie als erstes Insekt nach<br />
der Novel-Food-Verordnung<br />
als neuartiges Lebensmittel<br />
für den europäischen Markt<br />
zugelassen. Die getrockneten<br />
Larven dürfen seitdem ganz<br />
oder in Pulverform in zahlreichen<br />
Produkten wie Pasta,<br />
Keksen und Energieriegeln<br />
eingesetzt werden.<br />
UV-Behandlung kann Lebensmittel haltbarer und vitaminhaltiger<br />
machen. Foto: Dzikir – stock.adbobe.com<br />
Nun ist auch mit UV-Licht<br />
behandeltes Mehlwurmpulver<br />
eines französischen Herstellers<br />
in der EU in Produkten<br />
wie Brot und Brötchen, Kuchen,<br />
verarbeiteten Kartoffelprodukten,<br />
Käse und Käseprodukten<br />
sowie Obst- und<br />
Gemüsekompott erlaubt. Die<br />
Behandlung mit UV-Strahlung<br />
ist nicht neu und wird in<br />
der Lebensmittelindustrie<br />
etwa zur Haltbarmachung<br />
von Produkten eingesetzt.<br />
Zur Vitamin-D-Anreicherung<br />
wird das Verfahren u.a. bei<br />
Speisepilzen angewandt. Ein<br />
Gutachten der EU-Behörde<br />
für Lebensmittelsicherheit<br />
(EFSA) hatte bestätigt, dass<br />
der Verzehr unbedenklich ist.<br />
Das Mehlwurmpulver enthält<br />
zwar durch die UV-Behandlung<br />
mehr Vitamin D, stellt<br />
aber laut EFSA „keine wesentliche<br />
Vitamin-D3-Quelle“ dar.<br />
Generell gilt: Effektiver als die<br />
Zufuhr von Vitamin D über die<br />
Nahrung ist die körpereigene<br />
Bildung über das Sonnenlicht.<br />
Lebensmittel, die bis zu 4 %<br />
Insektenpulver als Zutat enthalten,<br />
müssen entsprechend<br />
gekennzeichnet sein. Es soll<br />
ersichtlich sein, dass durch<br />
UV-Behandlung erzeugtes Vitamin<br />
D enthalten ist und der<br />
Verzehr bei Menschen mit einer<br />
bekannten Allergie gegen<br />
Krebs- und Weichtiere sowie<br />
Hausstaubmilben aller gische<br />
Reaktionen auslösen kann.<br />
Insekten sind für europäische<br />
Gaumen gewöhnungsbedürftig.<br />
Die Krabbeltiere gelten<br />
aber als nahrhaft<br />
und können<br />
zu einer<br />
nachhaltigen<br />
Ernährung<br />
beitragen, da<br />
sie ressourcenschonend<br />
gezüchtet<br />
werden.<br />
Hauptbestandteile sind Eiweiß<br />
(beim Mehlwurmpulver: rund<br />
53 %), Fett und Ballaststoffe<br />
(Chitin). Zudem sind Omega-<br />
3-Fettsäuren, B-Vitamine und<br />
Mineralstoffe enthalten.<br />
Die Produkte mit Insektenmehl<br />
werden allerdings nur<br />
selten in Supermarktregalen<br />
zu finden sein, denn ein<br />
finanzieller Anreiz für Unternehmen<br />
scheint nicht absehbar.<br />
Einen ernährungsphysiologischen<br />
Effekt bei einer<br />
maximalen Menge von 4 %<br />
im Lebensmittel dürfte das<br />
ohnehin nicht haben.<br />
www.bzfe.de<br />
16 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
wissenschaft<br />
Hochverarbeitete Lebensmittel erhöhen Risiko neurodegenerativer Erkrankungen<br />
Wie das Deutsche Gesundheitsportal<br />
(DGP) berichtet, hat sich eine aktuelle<br />
Metaanalyse iranischer Wissenschaftler<br />
mit dem Zusammenhang zwischen dem<br />
Konsum ultrahochverarbeiteter Lebensmittel<br />
(UPF) und neurodegenerativen<br />
Erkrankungen wie Multipler Sklerose<br />
(MS), Parkinson-Krankheit und kognitiven<br />
Beeinträchtigungen beschäftigt. Die Metaanalyse<br />
von 28 Studien zeigte ein erhöhtes<br />
Risiko für mehrere Erkrankungen bei<br />
hoher Aufnahme ultrahochverarbeiteter<br />
Lebensmittel, jedoch nicht für Demenzerkrankungen<br />
wie die Alzheimer-Krankheit.<br />
Die Autoren führten hierzu einen systematischen<br />
Review in den Datenbanken<br />
Scopus, PubMed/MEDLINE und ISI Web<br />
of Science durch. Die Metaanalyse ergab,<br />
dass eine höhere UPF-Aufnahme signifikant<br />
mit einem erhöhten Risiko für MS,<br />
Parkinson-Krankheit und kognitive Beeinträchtigungen<br />
verbunden war.<br />
Die Zahlen der Detailanalysen:<br />
• MS: Relatives Risiko, RR: 1,15; 95 %<br />
Konfidenzintervall, KI: 1,00 – 1,33; I2 =<br />
37,5 %; p = 0,050; n = 14<br />
• Parkinson-Krankheit: RR: 1,56; 95 %<br />
KI: 1,21 – 2,02; I2 = 64,1 %; p = 0,001;<br />
n = 15<br />
• Kognitive Beeinträchtigungen: RR: 1,17;<br />
95 % KI: 1,06 – 1,30; I2 = 74,1 %; p =<br />
0,003; n = 17<br />
Die Autoren stellten fest, dass eine<br />
Erhöhung der UPF-Aufnahme um 25 g<br />
mit einem um 4 % höheren Risiko für MS<br />
(RR: 1,04; 95 % KI: 1,01 – 1,06; I2 =<br />
0,0 %; p = 0,013; n = 7) verbunden war.<br />
Die Dosis-Wirkungs-Beziehung wies auf<br />
einen positiven nichtlinearen Zusammenhang<br />
zwischen UPF-Aufnahme und<br />
dem Risiko für MS hin (PNichtlinearität<br />
= 0,031; PDosis-Wirkungs-Beziehung =<br />
0,002). Dieser Zusammenhang wurde<br />
beim Risiko für die Parkinson-Krankheit<br />
nicht beob ach tet (PNichtlinearität = 0,431;<br />
PDosis-Wirkungs-Beziehung = 0,231).<br />
Die Ergebnisse der Studie deuten darauf<br />
hin, dass dauerhafter übermäßiger Konsum<br />
von ultrahochverarbeiteten Lebensmitteln<br />
neurodegenerative Erkrankungen<br />
begünstigen kann. Insbesondere im Alter<br />
könne dies zu einer Verschlechterung<br />
der Lebensqualität und einer verringerten<br />
Unabhängigkeit der Betroffenen führen.<br />
www.deutschesgesundheitsportal.de<br />
FEI-Projekt: Neue Zutaten<br />
sollen Fettreif minimieren<br />
Bei Lagerung von Schokoladenprodukten<br />
kann Fettreif entstehen;<br />
der weißliche bis hellgraue<br />
Belag an deren Oberfläche führt<br />
oft zu Reklamationen. Besonders<br />
Produkte mit ölreichen<br />
Füllungen wie Nougatpralinen<br />
sind anfällig<br />
dafür. Um<br />
den Anforderungen<br />
des Handels<br />
zu genügen<br />
und die Qualität solcher<br />
Produkte über längere Zeit zu<br />
sichern, muss die Süßwarenindus<br />
trie in die Produktstabilität<br />
investieren. Ein Projekt der<br />
Industriellen Gemeinschaftsforschung<br />
(IGF), das über den Forschungskreis<br />
der Ernährungsindustrie<br />
(FEI) koordiniert wird,<br />
soll dies unterstützen: „Fettreif<br />
minimieren – Qualität steigern:<br />
Fettfreie Milchkomponenten als<br />
Schlüssel für stabile Schokoladenprodukte“.<br />
Ein Forschungsteam<br />
der TU Dresden entwickelt<br />
dabei praxisnahe Lösungen zur<br />
Minimierung von Fettreif.<br />
www.fei-bonn.de/pdm-2024-11<br />
Oft zu viele Mikronährstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln<br />
BZfE: Überdosierungen können schaden – <strong>2025</strong> Höchstmengen-Festlegung in EU<br />
Alle wollen sie, aber es gibt sie<br />
(noch) nicht: EU-weit verbind liche<br />
Höchstmengen für Vitamine<br />
und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln.<br />
Da EU-weit<br />
einheitliche Regeln gelten sollen,<br />
müssen sich alle Mitgliedsstaaten<br />
auf einheitliche Höchstmengen<br />
verständigen. Laut<br />
Bundeszentrum für Ernährung<br />
(BZfE) ist diese Festlegung seit<br />
langem geplant – <strong>2025</strong> scheint<br />
sie auf der Zielgeraden. Die<br />
Forderung nach verbindlichen<br />
Werten stand auch in der 2024<br />
veröffentlichten Ernährungsstrategie<br />
der Bundesregierung.<br />
Marktuntersuchungen in<br />
Deutschland – z.B. von Verbrau<br />
cherzentralen oder den<br />
amtlichen Lebensmittelüberwachungen<br />
– zeigen, dass<br />
Vitamine und Mineralstoffe in<br />
vielen Produkten sehr viel höher<br />
dosiert sind, als vom Bundesinstitut<br />
für Risikobewertung<br />
(BfR) empfohlen. So gibt es z.B.<br />
hochdosierte Zinkpräparate, bei<br />
denen Hersteller 25 Milligramm<br />
als Tagesration empfehlen –<br />
und diese Menge auch gleich<br />
in Form einer einzigen Pille<br />
anbieten. Dabei schlägt das BfR<br />
eine maximale Zink-Dosis von<br />
6,5 Milligramm pro Tag in Nahrungsergänzungsmitteln<br />
vor.<br />
<strong>2025</strong> sollen Nahrungsergänzungsmittel EU-weit<br />
reguliert werden. Foto: visoot– stock.adobe.com<br />
Verbraucher sollten wissen, ob<br />
und wann Zufuhrmengen in<br />
Nahrungsergänzungsmitteln,<br />
die über diesen Empfehlungen<br />
liegen, ein gesundheitliches<br />
Risiko bergen können – und<br />
wie hoch dieses unter Umständen<br />
sein kann. So speichert<br />
der Mensch z.B. fettlösliche<br />
Vitamine wie Vitamin A und D.<br />
Bei längerer, zu hoher Zufuhr,<br />
die im Prinzip nur über Nahrungsergänzungsmittel<br />
erreicht<br />
werden kann, kann sich das<br />
nachteilig auf die Gesundheit<br />
auswirken.<br />
Es gibt also gute Gründe für<br />
verbindliche Höchstmengen von<br />
Wirkstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln.<br />
Solange es diese<br />
Höchstwerte nicht<br />
gibt, sollten Konsumenten<br />
sich nach<br />
Empfehlung des<br />
BZfE gut informieren<br />
und die Dosierung<br />
der Produkte kritisch<br />
hinterfragen. Der beste Rat<br />
bleibe, die tägliche Ernährung<br />
abwechslungsreich und ausgewogen<br />
zu gestalten. Denn sie<br />
liefere für gesunde Erwachsene<br />
in der Regel alle Nährstoffe –<br />
ohne das Risiko einer Überdosierung<br />
einzelner Vitamine oder<br />
Mineralstoffe.<br />
www.bzfe.de<br />
17
wissenschaft<br />
2·25<br />
Kathleen Mehnert, Marc Mauermann<br />
Wissenschaft trifft Praxis: Reinigung, <strong>Hygiene</strong><br />
und Resilienz in der Lebensmittelverarbeitung<br />
Konferenz „FCFP <strong>2025</strong>“ gibt Impulse für hygienegerechte Food Production der Zukunft<br />
Ende März brachte in Dresden die internationale Fachkonferenz „Fouling and Cleaning in Food Processing“ (FCFP) Fachleute<br />
aus Forschung und Industrie zum interdisziplinären Austausch zusammen. Rund 130 Teilnehmende aus 23 Ländern<br />
waren vertreten, unter anderem aus den Branchen Lebensmittel- und Bioprozessindustrie, Chemie, Maschinen- und<br />
Apparatebau. Im Mittelpunkt von Vorträgen und Diskussionen standen aktuelle Herausforderungen und technologische<br />
Innovationen – von der Foulingüberwachung über KI-gestützte Reinigungskonzepte, digitalen Zwillingen bis hin zu cyberphysischen<br />
Systemen und additiv gefertigten, reinigungsgerechten Komponenten. Die FCFP ist eine international etablierte<br />
Konferenzreihe mit Schwerpunkt auf hygienegerechter Produktion, industrieller Reinigung und Lebensmittelsicherheit. Sie<br />
gilt als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Veranstaltungen mit direktem Praxisbezug in diesem Bereich.<br />
Ausrichter der dreitägigen Konferenz<br />
waren das Fraunhofer-Institut<br />
für Verfahrenstechnik und<br />
Verpackung IVV (Dresden) in<br />
Kooperation mit dem Lehrstuhl<br />
für Verarbeitungsmaschinen/<br />
Verarbeitungstechnik der Technischen<br />
Universität Dresden.<br />
Mit ihren internationalen<br />
Netzwerken zu Industrie und<br />
Wissenschaft schafften die Veranstalter<br />
den idealen Rahmen<br />
für interdisziplinären Dialog.<br />
Zentrale Herausforderungen<br />
Die thematischen Schwerpunkte<br />
adressierten zentrale Zukunftsfragen<br />
der Lebensmittel- und<br />
Konsumgüterindustrie:<br />
u Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz:<br />
Wasserknappheit<br />
und hohe Energiekosten<br />
erfordern die weitere Optimierung<br />
industrieller Reinigungsprozesse.<br />
Durch Skalierungseffekte<br />
ist Reinigung ein wichtiger<br />
Hebel für eine nachhaltige<br />
Produktion. Die Umstellung auf<br />
zirkuläre Produktionssysteme<br />
ist eine zentrale Maßnahme<br />
zur Reduktion von Abfall und<br />
Umweltbelastung.<br />
u Fachkräftemangel: Der<br />
zunehmende Mangel an qualifiziertem<br />
Personal verstärkt<br />
den Automatisierungstrend: Roboter,<br />
die Reinigungsaufgaben<br />
übernehmen oder im direkten<br />
Lebensmittelkontakt eingesetzt<br />
werden, gelten als mögliche<br />
Antwort, stellen aber neue<br />
Anforderungen an hygienegerechtes<br />
Design.<br />
u Lebensmittelsicherheit: Mit<br />
steigenden Anforderungen an<br />
Umwelt- und Verbraucherschutz<br />
und neuartigen Lebensmitteln<br />
geraten auch hygienische<br />
Standards stärker in den<br />
Fokus. Die Fähigkeit, Fouling<br />
gezielt zu überwachen und Reinigung<br />
validierbar umzusetzen,<br />
wird zum strategischen Wettbewerbsfaktor<br />
für produzierende<br />
Unternehmen.<br />
Sichere und ressourcenschonende<br />
Food-Produktion<br />
Mit thematischen Sessions,<br />
intensiven Diskussionen und<br />
praxisnahen Beiträgen bot die<br />
FCFP <strong>2025</strong> den Teilnehmern<br />
Einblicke in aktuelle Entwicklungen<br />
rund um Hygie ne,<br />
Reinigung, Desinfektion und<br />
Etwa 130 Teilnehmende aus 23 Ländern verfolgten drei Tage lang die Fachvorträge<br />
und Diskussionen der FCFP <strong>2025</strong> im Penck Hotel in Dresden.<br />
Ressourceneffizienz in der<br />
Lebensmittelverarbeitung.<br />
1. Digitale Transformation und<br />
intelligente Reinigung<br />
Künstliche Intelligenz, Automatisierung<br />
und datenbasierte<br />
Steuerungssysteme ermöglichen<br />
die präzise Überwachung und<br />
Vorhersage von Verschmutzungsgraden.<br />
Reinigungsprozesse<br />
lassen sich gezielt<br />
anpassen, Stillstandzeiten reduzieren<br />
und durch Lerneffekte<br />
optimieren. Voraussetzung sind<br />
umfangreiche, qualitativ hochwertige<br />
Daten zum Anlernen der<br />
Machine-Learning-Modelle.<br />
Diese Entwicklungen steigern<br />
die Effizienz, schonen Ressourcen<br />
und ermöglichen eine<br />
sichere Herstellung etablierter<br />
als auch neuer Lebensmittel<br />
(z.B. Milchalternativen).<br />
2. Produktberührende Oberflächen<br />
und additive Fertigung<br />
Mittels 3D-Druck lassen sich<br />
komplexe Geometrien realisieren,<br />
die strömungs- und<br />
prozesstechnisch optimiert<br />
sind. Herausfordernd bleibt<br />
dabei das Sichern der Oberflächenrauheit<br />
Ra 0,8 µm für den<br />
direkten Lebensmittelkontakt.<br />
Mehrere Beiträge stellten dazu<br />
Lösungsansätze vor. Andere<br />
Beiträge stellten biomimetische<br />
Oberflächenstrukturen vor, die<br />
das Selbstreinigungsverhalten<br />
von Pflanzen nachahmen, sowie<br />
Lasertechnologien zur gezielten<br />
Oberflächengestaltung.<br />
3. Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft<br />
und Resilienz<br />
Im Fokus standen Strategien zur<br />
Wiederverwendung von Wasser,<br />
18 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
wissenschaft<br />
Best Poster Award: Jörg Zacharias (Krones AG), Sebastian<br />
Gottschall (Fraunhofer IVV), Maro M. I. Malliaroudaki (Im <br />
perial College London), Sebastian Kricke (TU Dresden) und<br />
Dr. Marc Mauermann (Fraunhofer IVV) (v.l.). Fotos: IVV<br />
zur Energieeinsparung und zur<br />
Integration der Reinigung in<br />
zirkuläre Prozesse. Hygienic<br />
Design trägt zur Senkung des<br />
Reinigungsaufwands und zur<br />
Stabilität der Produktion bei. Ein<br />
Beitrag präsentierte Ergebnisse<br />
industrieller Vergleichstests, die<br />
Einsparpotenziale von bis zu<br />
40 % Wasser in der Milch- und<br />
bis zu 51 % in der Fischverarbeitung<br />
aufzeigten. Zusätzliche<br />
Potenziale wurden in der Energierückgewinnung,<br />
der Wiederverwendung<br />
von Prozesswasser<br />
sowie alternativen Trocknungsund<br />
Reinigungsverfahren identifiziert.<br />
Neben ökologischen<br />
Vorteilen verbessert Hygienic<br />
Design auch die betriebliche<br />
Resilienz durch reduzierte<br />
Stillstandszeiten und leichteren<br />
Zugang bei Reinigung, Inspektion<br />
sowie Wartung. Die Einführung<br />
eines systematischen<br />
Resilienzmanagements wurde<br />
als strategisch bedeutsam hervorgehoben.<br />
4. Reinigung und Desinfektion<br />
Neue Technologien zur Optimierung<br />
bestehender Verfahren<br />
standen im Mittelpunkt von<br />
mehreren Vortragssessions.<br />
Ein bionischer Ansatz zur<br />
Effizienzsteigerung von Spritzreinigungen<br />
ist das sogenannte<br />
„Schützenfisch-Prinzip“,<br />
inspiriert vom Jagdverhalten<br />
des gleichnamigen Fisches, der<br />
Beute mit gezielten Wasserklumpen<br />
trifft. Das entwickelte<br />
Spritzsystem<br />
überträgt<br />
dieses Prinzip,<br />
indem es<br />
mechanische<br />
Impulse<br />
gezielt auf<br />
verschmutzte<br />
Stellen<br />
richtet. Die<br />
sogenannten<br />
Hammer-Jets<br />
erhöhen die<br />
Aufprallkraft,<br />
verdoppeln<br />
die benetzte<br />
Fläche und<br />
ermöglichen eine Zeitersparnis<br />
von bis zu 35 %.<br />
Für ein hohes Maß an Le bensmittelsicherheit<br />
ist der Nachweis<br />
der sicheren Funktion von<br />
Desinfektionsprozessen<br />
essenziell.<br />
Der bisher<br />
genutzte Mikroorganismenstamm<br />
zur Prüfung<br />
von UV-Desinfektion<br />
wurde<br />
neu in die<br />
Sicherheitsstufe<br />
2 eingestuft,<br />
weshalb seine<br />
Verwendung<br />
nur noch<br />
spezialisierten<br />
Laboratorien<br />
vorbehalten<br />
ist. Ein Beitrag zeigte alternative<br />
Mikroorganismenstämme für die<br />
Prüfung der Wirksamkeit von<br />
UV-Desinfektion.<br />
5. Monitoring von Foulingund<br />
Reinigungsprozessen<br />
Eine wirksame Überwachung<br />
von Fouling- und Reinigungsprozessen<br />
ist entscheidend,<br />
um Ressourcen zu sparen<br />
und Lebensmittelsicherheit zu<br />
gewährleisten. Sensorbasierte<br />
Systeme ermöglichen es, die<br />
Reinigungswirkung in Echtzeit<br />
zu erfassen und Prozesse<br />
gezielt anzupassen. So wurden<br />
in Untersuchungen mit Hafermilch-Fouling<br />
wichtige Informationen<br />
zum Reinigungsverhalten<br />
über einen Quarzkristallsensor<br />
(QCM) gesammelt, mit denen<br />
ein angepasster Reinigungsprozess<br />
entworfen werden kann.<br />
Ausgezeichnete Forschung:<br />
die besten Beiträge der FCFP<br />
Ein Höhepunkt war die Verleihung<br />
der Young Researcher<br />
und Best Poster Awards. Die<br />
Best Poster Awards würdigten<br />
die besonders gelungene<br />
Darstellung und Visualisierung<br />
von Forschungsergebnissen.<br />
Die Young Researcher Awards<br />
zeichneten herausragende<br />
Beiträge junger Wissenschaftler<br />
aus, die mit neuen Perspektiven<br />
und innovativen Ansätzen<br />
überzeugten. Erster Preisträger<br />
Young Researcher Award: Hein Timmerman (Diversey-<br />
A Solenis Company), Matti Heide (TU Dresden), Oleg<br />
Barteld (TU Dresden), Felicitas Aselmeyer (TU Braunschweig)<br />
und Dr. Marc Mauermann (Fraunhofer IVV) (v.l.).<br />
des Young Researcher Awards<br />
wurde Matti Heide für seine<br />
Ansätze zur Überwachung und<br />
Verbesserung von Spülprozessen<br />
in der Schokoladenherstellung.<br />
Maro Malliaroudaki ist<br />
erste Preisträgerin des Best Poster<br />
Awards für ihre Arbeit zur<br />
Kopplung von Energiemodellen<br />
mit Fouling-Mechanismen in<br />
der Milchverarbeitung.<br />
Strategischer Ausblick:<br />
HD, Effizienz und Resilienz<br />
In seiner Eröffnungsrede zeichnete<br />
Richard Clemens (VDMA)<br />
ein klares Zukunftsbild: Der Maschinenbau<br />
wird hygienische,<br />
ressourcenschonende und digital<br />
integrierte Produktionsumgebungen<br />
aktiv mitgestalten. Gerade<br />
in der Lebensmittelin dustrie<br />
ist die Verbindung von hohen<br />
Anforderungen und wirtschaftlicher<br />
Umsetzung zentraler<br />
Innovationsmotor. Künstliche<br />
Intelligenz, digitale Zwillinge und<br />
automatisierte Zustandsüberwachung<br />
werden hierbei eine<br />
entscheidende Rolle spielen.<br />
Voraussetzung ist durchdachtes<br />
Design. Zusätzlich bietet die<br />
additive Fertigung Potenzial für<br />
neue Geometrien, integrierte<br />
Sensorik und materialeffiziente<br />
Bauteile, unter der Voraussetzung<br />
von hygienischen Oberflächeneigenschaften.<br />
Konferenzleiter Dr.-Ing. Marc<br />
Mauermann (Fraunhofer IVV)<br />
unterstrich abschließend: „Die<br />
industrielle Reinigung der<br />
Zukunft wird adaptiv, ressourcenschonend<br />
sein und die<br />
Potenziale von KI voll ausnutzen.<br />
Wir am Fraunhofer IVV<br />
verstehen sie als Kernelement<br />
einer nachhaltigen, resilienten<br />
und wirtschaftlich tragfähigen<br />
Lebensmittelproduktion. Wir<br />
gestalten diese Transformation<br />
durch anwendungsnahe<br />
Forschung, interdisziplinäre<br />
Zusammenarbeit und gezielten<br />
Technologietransfer in die industrielle<br />
Praxis aktiv mit.“<br />
Die FCFP wurde mitfinanziert<br />
mit Steuermitteln auf Grundlage<br />
des vom Sächsischen Landtag<br />
beschlossenen Haushaltes. Der<br />
Konferenzband ist beim Fraunhofer<br />
IVV Dresden erhält lich;<br />
überarbeitete Beiträge werden<br />
in Kürze online veröffentlicht.<br />
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik<br />
und Verpackung<br />
IVV, Institutsteil Verarbeitungstechnik<br />
Heidelberger Straße 20<br />
D-01189 Dresden<br />
www.ivv.fraunhofer.de<br />
19
trinkwasserhygiene<br />
2·25<br />
Die Chlor-Freiheit<br />
sicher überwachen<br />
In vielen Prozessen der Wasseraufbereitung<br />
ist die zuverlässige<br />
Überwachung der Abwesenheit<br />
von freiem Chlor unverzichtbar.<br />
Der Durchbruch von nur<br />
kleinsten Konzentrationen an<br />
freiem Chlor kann Membranen<br />
in Umkehrosmoseanlagen irreversibel<br />
zerstören und großen<br />
Schaden verursachen. Für diese<br />
Anwendungsbereiche hat die<br />
ProMinent GmbH (Heidelberg)<br />
das plattenmontierte Überwachungssystem<br />
DULCOZERO<br />
FCL konzipiert. Laut Hersteller<br />
Das DULCOZERO FCL System<br />
überwacht die Abwesenheit von<br />
freiem Chlor. Foto: ProMinent<br />
Neue Prozesswasser-App „WaterManage4You“<br />
EFSA unterstützt Lebensmittelunternehmen bei Vermeidung von Bakterien<br />
Die Kombination von Desinfektionsbehandlungen<br />
und Wasser -<br />
nachspeisung kann dazu beitra -<br />
gen, die mikrobiologische<br />
Qualität des Wassers zu erhalten,<br />
das für die Verarbeitung<br />
von frischem und gefrorenem<br />
Obst, Gemüse und Kräutern<br />
verwendet wird. Dies ist das<br />
wichtigste Ergebnis einer von<br />
den Sachverständigen der EU-<br />
Lebensmittelsicherheitsbehörde<br />
EFSA durchgeführten Analyse,<br />
die u.a. zur Entwicklung eines<br />
neuen Online-Tools zum Management<br />
von Prozesswasser<br />
in Lebensmittelunternehmen,<br />
„WaterManage4You“, führte.<br />
In den letzten Jahren haben<br />
Krankheitserreger wie Listeria<br />
monocytogenes und VTEC zu<br />
großen Ausbrüchen in der EU<br />
geführt, die mit dem Verzehr<br />
von Obst, Gemüse und Kräutern<br />
in Zusammenhang standen. Die<br />
Qualität von Wasser und seine<br />
industrielle Nutzung stellen ein<br />
zunehmendes globales Problem<br />
dar, nicht nur weil durch<br />
eine schlechte Wasserqualität<br />
schädliche Mikroorganismen in<br />
Lebensmittelerzeugnisse gelangen<br />
können, sondern auch, weil<br />
aufgrund des Klimawandels in<br />
Zukunft wohl weniger Wasser<br />
zur Verfügung stehen wird.<br />
Vorsicht geboten: Durch Prozesswasser können Mikroorganismen<br />
in Lebensmittel gelangen. Foto: EFSA<br />
Neben Prozesswasserbewirtschaftungsplänen<br />
wurde nun<br />
das kostenlose Online-Tool WaterManage4You<br />
entwickelt, das<br />
dazu beitragen soll, die Übertragung<br />
und Ansammlung von<br />
Bakterien in Prozesswasser in<br />
industriellen Szenarien vorherzusagen.<br />
Die App ist laut EFSA<br />
für Lebensmittelunternehmer,<br />
Wissenschaftler und Behörden,<br />
die in diesem Bereich tätig sind,<br />
von höchster Relevanz.<br />
Das Tool arbeitet mit voreingestellten<br />
oder benutzerdefinierten<br />
Daten und nutzt ein<br />
einzigartiges – in<br />
wissenschaftlichen<br />
Gutachten<br />
beschriebenes –<br />
mathematisches<br />
Modell, um<br />
unterschiedliche<br />
Szenarien zu simulieren<br />
und die<br />
Auswirkungen<br />
verschiedener<br />
Strategien zur<br />
Wasserdesinfektion<br />
und -nachspeisung<br />
vorherzusagen. Zu<br />
diesem Zweck werden von der<br />
App Parameter wie die Wassermenge<br />
und -nachspeisung, die<br />
Konzentration des chlorhaltigen<br />
Desinfektionsmittels, die Gesamtmenge<br />
des gewaschenen<br />
Produkts und die Gesamtkeimzahl<br />
berücksichtigt.<br />
www.efsa.europa.eu<br />
alarmiert es auch nach langer<br />
Abwesenheit von freiem Chlor<br />
zuverlässig bei geringsten<br />
Chlorkonzentrationen und trägt<br />
zu hoher Prozesssicherheit bei.<br />
Ein Chlordurchbruch wird in unter<br />
drei Minuten bei niedriger<br />
Schwelle ab 0,02 mg/l festgestellt.<br />
Das System ist konzipiert<br />
für die Aufbereitung von Trink-,<br />
Brauch-, Prozess-, Abwässern<br />
oder zur Herstellung von Reinstwasser<br />
in industriellen Prozessen<br />
und für den diskontinuierlichen<br />
Betrieb von Desinfektionsanlagen<br />
bei der Trink- und<br />
Kühlwasseraufbereitung.<br />
www.prominent.com<br />
VDI-Tipps zur Wasserreinhaltung<br />
Deutschland ist für die hohe<br />
Qualität seines Trinkwassers bekannt<br />
– doch die letzten Meter<br />
bis zum Wasserhahn bergen<br />
Risiken. Durch unsachgemäßen<br />
Gebrauch oder längeres Stehen<br />
des Wassers in den Leitungen<br />
kann die <strong>Hygiene</strong> beeinträchtigt<br />
werden. Unter dem Schlagwort<br />
„Wasser muss fließen!“ gibt der<br />
Verein Deutscher Ingenieure<br />
(VDI) in einem Info-Blatt Tipps,<br />
wie Nutzer für sauberes Trinkwasser<br />
sorgen können.<br />
Um die Trinkwasserqualität<br />
zu gewährleisten, gibt der VDI<br />
wichtige Hinweise: Regelmäßige<br />
Wasserentnahme, sachgemäße<br />
Pflege von Armaturen und<br />
Perlatoren sowie spezielle Maßnahmen<br />
nach Abwesenheit sind<br />
entscheidend. Letzteres ist v.a.<br />
in Urlaubszeiten relevant.<br />
Weitere praktische Tipps und<br />
Handlungsempfehlungen bietet<br />
die Publikation „Trinkwasser –<br />
So bleibt es gesund und genusstauglich“.<br />
PDF-Download<br />
unter: https://www.vdi.de/<br />
ueber-uns/presse/publikationen/<br />
details/trinkwasser-so-bleibt-esgesund-und-genusstauglich<br />
DGWZ-Seminare zur<br />
Trinkwasserhygiene<br />
Die Deutsche Gesellschaft für<br />
wirtschaftliche Zusammenarbeit<br />
(DGWZ) bietet für Fachkräfte<br />
wie <strong>Hygiene</strong>beauftragte am<br />
20./21. Mai in Hannover (Werkhof,<br />
Schaufelder Straße 11)<br />
und am 24./25. Juni in Berlin<br />
(Abacus Tierpark Hotel, Franz-<br />
Mett-Straße 3-9) Seminare<br />
„Trinkwasserhygiene nach VDI/<br />
DVGW 6023 Kategorie A und<br />
Kategorie B“ an, die zur Errichtung<br />
und Wartung von Trinkwasseranlagen<br />
befähigen.<br />
Nähere Infos und Anmeldung<br />
unter www.dgwz.de/seminare<br />
20 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
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Getränke- und Liquid-Food-Industrie<br />
produktiver macht – und warum<br />
jetzt der richtige Zeitpunkt ist,<br />
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15. - 19. September <strong>2025</strong><br />
München, Germany<br />
21
interview<br />
2·25<br />
„Viren und Schmutz mit ozonisiertem Wasser<br />
zu bekämpfen, birgt zahlreiche Vorteile“<br />
Roland Sacks (AVET) über Reduzierung von Reinigungschemie durch Ozongeneratoren<br />
Seit dem 1. Juli 2024 darf ozonisiertes Wasser laut der EU-Durchführungsverordnung 2023/1078 und der Verordnung<br />
Nr. 528/2012 als Wirkstoff zur Verwendung in Biozidprodukten und damit auch zu Reinigungs- und Flächendesinfektionszwecken<br />
in der Lebensmittel verarbeitenden Industrie genutzt werden. Mit der Aufnahme in die Wirkstoffliste der europäischen<br />
Biozidverordnung wurden der Lebensmittel- und Getränkeindustrie nicht nur klare Richtlinien an die Hand gegeben,<br />
sondern die Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten von ozonisiertem Wasser entscheidend erweitert. Mikroorganismen<br />
und Schmutz mit ozonisiertem Wasser auf den Leib zu rücken, birgt für die Branche zahlreiche Vorteile. Hergestellt wird<br />
Ozon per Elektrolyse in speziellen Ozonwassergeneratoren. Im Gegensatz zu Reinigungschemie hinterlässt es weder Rückstände<br />
noch verursacht es Gefahren und Umweltrisiken während der Entsorgung. Der „<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>“ sprach mit Roland<br />
Sacks, Verwaltungsratspräsident beim Schweizer Reinigungs- und <strong>Hygiene</strong>spezialisten AVET, über die veränderten rechtlichen<br />
Rahmenbedingungen, die Möglichkeiten der umweltschonenden Technologie und die Herausforderungen des Marktes.<br />
Redaktion <strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Welche<br />
Konsequenzen sehen Sie<br />
durch die veränderte europäische<br />
Gesetzeslage?<br />
Roland Sacks: Wir haben die<br />
regulatorischen Änderungen<br />
genau verfolgt und frühzeitig die<br />
Weichen gestellt. Dabei ist der<br />
Einsatz von ozonisiertem Wasser<br />
zu hygienischen Zwecken ja<br />
nichts wirklich Neues. Neu<br />
ist, dass ozonisiertes Wasser<br />
jetzt auch zu Reinigungs- und<br />
„ClaraClean Ozon“: Solche Generatoren<br />
erzeugen Ozonwasser, das als<br />
natürliches Reinigungs-, Wasch- und<br />
Spülmittel wirkt und Keime beseitigt.<br />
Flächendesinfektionszwecken<br />
genutzt werden darf. Seit<br />
letztem Jahr kann also bei der<br />
Reinigung und der Desinfek-<br />
tion von Oberflächen auf die<br />
komplette Reinigungschemie<br />
beziehungsweise auf Desinfektionsmittel<br />
verzichtet werden.<br />
Das wiederum ist nicht nur aus<br />
wirtschaftlichen Aspekten für<br />
viele Betriebe attraktiv, sondern<br />
natürlich auch aus ökologischen.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Was leisten<br />
Ozongeneratoren und welche<br />
Technologie steckt dahinter?<br />
Roland Sacks: Die Grundlage<br />
des Verfahrens liegt in der<br />
elektrischen Spannung, die<br />
zwischen zwei Leiterplatten, der<br />
Anode und der Kathode, wirkt.<br />
Ein Generator erzeugt durch<br />
die Elektrolyse O 3<br />
, welches im<br />
Wasser gebunden ist und dieses<br />
zu gebrauchsfertigem ozonisiertem<br />
Wasser macht. Das Wasser,<br />
das einmal mit Ozon beladen<br />
ist, greift wirksam Bakterien,<br />
Hefepilze, Schimmelpilze, Viren<br />
und auch Schmutz an, welcher<br />
in feine Partikel zersetzt wird.<br />
Sobald der Reinigungs- und<br />
Sanitationsprozess abgeschlossen<br />
ist, wird das ozonisierte<br />
Wasser wieder zu Wasser und<br />
Sauerstoff.<br />
Roland Sacks<br />
Verwaltungsratspräsident (Chairman<br />
of the Board/COB) der AVET<br />
AG mit Sitz in Cham/Schweiz<br />
Unsere Ozonwassergeneratoren<br />
setzen auf ein vollständig<br />
geschlossenes System. Dadurch<br />
besteht keine Gefahr des<br />
Austretens von Gasen, was die<br />
Technologie nicht nur äußerst<br />
effizient, sondern auch zu einer<br />
der sichersten Optionen für<br />
Anwender macht. Die Generatoren<br />
gewährleisten zudem<br />
eine herausragende Stabilität<br />
des ozonisierten Wassers. Und<br />
da ozonisiertes Wasser keine<br />
Rückstände hinterlässt, kann es<br />
auch bedenkenlos in Lebensmittel<br />
verarbeitenden Betrieben<br />
eingesetzt werden. Wobei die<br />
Handhabung denkbar einfach<br />
ist: Die kleinen, kompakten und<br />
wartungsfreien Geräte können<br />
überall problemlos angeschlossen<br />
werden.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Was sind Ihrer<br />
Erfahrung nach die größten<br />
Probleme im heutigen <strong>Hygiene</strong>management?<br />
Roland Sacks: Ein großes<br />
Problem ist tatsächlich die<br />
Abhängigkeit von chemischen<br />
Desinfektionsmitteln, die<br />
gesundheitliche Risiken für<br />
Mitarbeiter darstellen und<br />
hohe Betriebskosten verursachen.<br />
Gleichzeitig stehen viele<br />
Unternehmen vor der Herausforderung,<br />
strenge <strong>Hygiene</strong>vorschriften<br />
effizient und nachhaltig<br />
einzuhalten. In diesem<br />
Spannungsfeld bewegen sich<br />
heute viele Betriebe tagtäglich.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Welche Tipps<br />
würden Sie geben, um diesen<br />
Konflikt im Arbeitsalltag zu<br />
lösen?<br />
Roland Sacks: Wenn man auf<br />
Reinigungschemie verzichten<br />
22 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
interview<br />
Der Ozonwassergenerator EOS7177-<br />
PQX ozonisiert bis zu 38 l pro Minute<br />
– z.B. zum Befüllen großer Reinigungs-<br />
und Waschmaschinen.<br />
Ein zentraler Bestandteil des<br />
Green Deals ist dabei natürlich<br />
eine Kreislaufwirtschaft, die<br />
versucht, Produkte, Materialien<br />
und Ressourcen so lange wie<br />
möglich im Kreislauf zu halten.<br />
Im Hinblick darauf können der<br />
Verzicht auf Reinigungschemie<br />
und der Einsatz von Ozongemöchte,<br />
ist der Einsatz von<br />
Ozongeneratoren eine perfekte<br />
Alternative. Unsere Ozongeneratoren<br />
ermöglichen die effiziente<br />
Desinfektion und minimieren<br />
den Einsatz von Chemikalien ...<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: ... nicht nur im<br />
Alltag, auch was Produktionsprozesse<br />
und Abläufe betrifft,<br />
wird die Gesellschaft ja auch<br />
immer „grüner“. Ist die Reinigung<br />
und Desinfektion ohne<br />
Chemie daher ein wesentlicher<br />
Aspekt für Ihre Kunden?<br />
Roland Sacks: Vollkommen<br />
richtig. Viele Unternehmen<br />
setzen mittlerweile verstärkt auf<br />
umweltschonende Verfahren,<br />
sodass Ozongeneratoren hier<br />
eine echte Alternative bieten.<br />
Ozon greift als hochreaktives<br />
Oxidationsmittel direkt die Oberfläche<br />
von Mikroorganismen an<br />
und zerstört die Zellwände.<br />
Das mit Ozon angereicherte<br />
Wasser bekämpft Mikroorganismen<br />
also effizient und nachhaltig.<br />
Damit ist es eine eminent<br />
umweltfreundliche und nachhaltige<br />
Technologie. Und das ist<br />
es auch, was unsere Kunden<br />
besonders schätzen. Mit dem<br />
Verzicht auf chemische Desinfektionsmittel<br />
lässt sich zudem<br />
der Einsatz von Plastikverpackungen<br />
reduzieren und die<br />
Betriebskosten gehen runter.<br />
Außerdem wird die Arbeitsplatzsicherheit<br />
verbessert.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: An perfekter<br />
<strong>Hygiene</strong> führt im Lebensmittelbereich<br />
kein Weg vorbei. Wie<br />
und wann hat Ihr Unternehmen<br />
diesen speziellen Markt für sich<br />
erschlossen?<br />
Roland Sacks: Im Hinblick auf<br />
die Lebensmittelbranche haben<br />
wir schon früh erkannt, dass<br />
<strong>Hygiene</strong> und Lebensmittelsicherheit<br />
entscheidende Erfolgsfaktoren<br />
sind. Deshalb arbeiten<br />
wir seit mehreren Jahren mit<br />
Lebensmittel<br />
verarbeitenden<br />
Betrieben<br />
zusammen, um<br />
effiziente und<br />
nachhaltige<br />
<strong>Hygiene</strong>lösungen<br />
anzubieten.<br />
Aber lassen Sie<br />
uns noch kurz<br />
beim Umweltgedanken<br />
bleiben:<br />
Wir sehen uns<br />
und unser Unternehmen<br />
dem europäischen<br />
Green<br />
Deal verpflichtet.<br />
Ein ambitioniertes<br />
Projekt,<br />
das mindestens<br />
55 Prozent weniger<br />
Netto-Treibhausgase bis<br />
2030 und einen klimaneutralen<br />
Kontinent bis 2050 anstrebt.<br />
neratoren zu Reinigungs- und<br />
Desinfektionszwecken natürlich<br />
ein wirklicher Gamechanger<br />
sein.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Wie breit sind<br />
Sie heute aufgestellt, was umfasst<br />
Ihr Produktportfolio und<br />
welche Branchen setzen Ihre<br />
Produkte ein?<br />
Roland Sacks: Unser Produktportfolio<br />
umfasst mobile und<br />
stationäre Ozongeneratoren für<br />
die Bereiche Reinigung, Flächendesinfektion,<br />
Wäscheaufbereitung<br />
und Geschirrspülen.<br />
Daneben bieten wir Reinigungstextilien,<br />
Reinigungsgeräte und<br />
-wagen sowie probiotische<br />
Reinigungsmittel. Anwendungsbereiche<br />
sind Raumhygiene,<br />
Lebensmittelsicherheit und<br />
Mobile Lösung für den Einsatz vor Ort in den Lebensmittelunternehmen:<br />
ein tragbarer Ozongenerator. Fotos: AVET AG<br />
Gesundheitspflege. Und diese<br />
Anwendungen spielen wiederum<br />
in vielen Branchen eine<br />
große Rolle, wie zum Beispiel im<br />
Gesundheitswesen, im Handel,<br />
in der Gastronomie, aber auch<br />
in der Industrie.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Nehmen Sie<br />
auch gelegentlich Rückmeldungen<br />
von den Betrieben in<br />
die Entwicklung neuer Produkte<br />
auf?<br />
Roland Sacks: Selbstverständlich.<br />
Da wir eng mit unseren<br />
Kunden zusammenarbeiten,<br />
fließt deren Feedback direkt in<br />
die Weiterentwicklung unserer<br />
Produkte ein. Das hilft uns,<br />
unsere Lösungen noch gezielter<br />
auf die Bedürfnisse der Anwender<br />
abzustimmen.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Könnten Sie<br />
dazu einige Beispiele nennen?<br />
Roland Sacks: Etwas, das sich<br />
im Alltag abgezeichnet hat,<br />
war beispielsweise der Wunsch<br />
nach einer mobilen Lösung.<br />
Das haben wir mit dem Einbau<br />
eines Ozongenerators in einen<br />
Koffer realisiert. Damit ist der<br />
Ozongenerator nicht an einen<br />
Standort gebunden, sondern<br />
kann flexibel eingesetzt werden.<br />
Außerdem haben wir<br />
eine Ozon Tücher Box<br />
entwickelt, um die<br />
konstante Desinfektionsleistung<br />
von Reinigungstüchern<br />
sicherzustellen<br />
und die Prozesssicherheit<br />
zu gewährleisten.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Mit welchen<br />
Neuerungen aus<br />
Ihrem Hause im hygienetechnischen<br />
Bereich<br />
können die Anwender in<br />
Zukunft rechnen?<br />
Roland Sacks: Wir<br />
arbeiten an noch<br />
effizienteren, energieoptimierten<br />
Ozongeneratoren<br />
mit<br />
IoT-Funktionalität, um<br />
eine automatische Überwachung<br />
und Steuerung der<br />
Desinfektions prozesse zu<br />
ermöglichen. Dies wird Unternehmen<br />
helfen, ihre <strong>Hygiene</strong>prozesse<br />
noch smarter und<br />
nachhaltiger zu gestalten.<br />
AVET AG<br />
Parkweg 6<br />
CH-6330 Cham<br />
Telefon: +41 (0)55 251 40 60<br />
https://avetglobal.com/<br />
23
aktuelles<br />
2·25<br />
Was darf drin sein in Veggie-Schnitzel und Co.?<br />
Leitsätze für vegane und vegetarische Lebensmittel überarbeitet – Fleischlose Basiszutat klar zu deklarieren<br />
Bratwurst, Salami, Frikadelle<br />
und Geschnetzeltes – all<br />
diese Produkte gibt es auch als<br />
pflanzliche Produkte; ganz ohne<br />
Fleisch. Der Markt für vegane<br />
und vegetarische Lebensmittel<br />
bietet seit Jahren eine steigende<br />
Produktvielfalt und wachsende<br />
Umsätze. Wie aber werden solche<br />
Alternativprodukte eigentlich<br />
bezeichnet? Das beschreiben<br />
die „Leitsätze für vegane<br />
und vegetarische Lebensmittel<br />
mit Ähnlichkeit zu Lebensmitteln<br />
tierischen Ursprungs“, die<br />
die Deutsche Lebensmittelbuch-<br />
Kommission (DLMBK) jüngst<br />
überarbeitet hat.<br />
Es geht dabei um Alternativen<br />
zu Fleisch- und Fischprodukten<br />
sowie Feinkostsalaten. Also<br />
um Produkte, die sich in ihrer<br />
Verwendung, Zubereitung und<br />
Bezeichnung an Lebensmittel<br />
tierischen Ursprungs anlehnen.<br />
Die Ähnlichkeit<br />
spielt dabei eine<br />
entscheidende Rolle,<br />
da sie Grundlage<br />
ist für den Namen<br />
des Lebensmittels<br />
(verkehrsübliche<br />
Bezeichnung). Je<br />
näher das Alternativlebensmittel<br />
in seinen Eigenschaften an das<br />
Originalprodukt heranreicht,<br />
desto stärker kann auch die<br />
Anlehnung an die Originalbezeichnung<br />
sein. Übliche<br />
Anlehnungen sind z.B. die<br />
Zusatznamen „-Schnitzel“,<br />
„-Frikadelle“ und „-Salami“ bei<br />
geschnittenem oder gewolftem<br />
Fleisch und Wurstwaren. Eher<br />
unüblich sind bisher Anlehnungen<br />
an speziell gewachsene<br />
Fleischstücke, Innereien und<br />
Tierarten wie „-Filet“, „-Steak“<br />
und „-Leber“, da die Ähnlichkeit<br />
hier nur schwer zu erreichen ist.<br />
Auf der Produktverpackung<br />
sollte stehen, dass es sich um<br />
ein veganes oder vegetarisches<br />
Lebensmittel handelt. Der Hinweis<br />
sollte nach den Leitsätzen<br />
an einer gut sichtbaren Stelle<br />
deutlich lesbar sein. Gleiches<br />
gilt für die Angabe der maßgeblichen<br />
Zutat oder Basiszutat<br />
wie „mit Erbsenprotein“, „auf<br />
Sojabasis“ oder „mit Tofu“.<br />
Die Leitsätze weisen zudem darauf<br />
hin, dass Begrifflichkeiten<br />
wie „fleischfrei“ oder „pflanzenbasiert“<br />
nicht eindeutig genug<br />
sind, um mit der Bezeichnung<br />
„vegan“ oder „vegetarisch“<br />
gleichgesetzt werden zu können.<br />
„Pflanzenbasiert“ bedeutet<br />
nicht 100 % pflanzlich und<br />
„fleischfrei“ z.B. nicht ohne<br />
Gelatine. Für die Begriffe „vegan“<br />
und „vegetarisch“ gibt es<br />
dagegen feste Definitionen, die<br />
die Leitsätze auch auflisten.<br />
www.bzfe.de<br />
Nur geringe Pestizidrückstände<br />
Krankheits-Keime in rohem Hack<br />
BVL: Lebensmittel aus Nicht-EU-Ländern belasteter<br />
Lebensmittel in Deutschland<br />
enthalten nur selten Rückstände<br />
von Pflanzenschutzmitteln.<br />
Dies zeigt die vom<br />
Bundesamt für Verbraucherschutz<br />
und Lebensmittelsicherheit<br />
(BVL) veröffentlichte<br />
„Nationale Berichterstattung<br />
Pflanzenschutzmittelrückstände<br />
in Lebensmitteln 2023“.<br />
22.314 Lebensmittelproben<br />
sind 2023 auf derartige Rückstände<br />
untersucht worden. In<br />
häufig verzehrten Lebensmitteln<br />
wie Karotten, Kartoffeln,<br />
Äpfeln, aber auch saisonalen<br />
Erzeugnissen wie Erdbeeren<br />
und Spargel wurden kaum<br />
oder gar keine Überschreitungen<br />
der Rückstandshöchstgehalte<br />
nachgewiesen.<br />
Die meisten Überschreitungen<br />
gab es bei Mangos,<br />
getrockneten Bohnen, Pfeffer,<br />
Reis, Tee, Erdnüssen, Bohnen<br />
mit Hülsen und Kirschen. Die<br />
Überschreitungsquoten lagen<br />
hier zwischen 6,2 und 7,9 %<br />
der untersuchten Proben.<br />
Auch die Herkunft der Produkte<br />
verweist auf die Höhe<br />
der Belastung mit Pflanzenschutzmittelrückständen.<br />
Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte<br />
traten<br />
bei 1,0 % der Erzeugnisse aus<br />
Deutschland und 1,3 % der<br />
Proben aus EU-Staaten auf –<br />
bei Erzeugnissen aus Nicht-<br />
EU-Ländern waren es 8,5 %<br />
der Proben. Insgesamt sank<br />
die Quote der Überschreitungen<br />
leicht. Bei gut einem<br />
Drittel aller untersuchten<br />
Proben wurde mehr als ein<br />
Wirkstoff nachgewiesen.<br />
www.bvl.bund.de<br />
Nach Angaben des Bundesamtes<br />
für Verbraucherschutz<br />
und Lebensmittelsicherheit<br />
(BVL) wurden im Zoonosen-<br />
Monitoring 2023 in gewürztem<br />
„Schweinehackfleisch zum<br />
Rohverzehr“ (Mett, Hackepeter)<br />
potenziell krankmachende<br />
Keime nachgewiesen. In der<br />
Untersuchung wurden 318 Proben<br />
von gewürztem Schweinehackfleisch<br />
zum Rohverzehr<br />
getestet. In elf Proben wurden<br />
Shiga-Toxin-bildende E.coli<br />
(STEC) nachgewiesen. In einer<br />
Probe wurden zudem Salmonellen<br />
nachgewiesen, wobei dieser<br />
Salmonellen-Typ besonders<br />
häufig Infektionen beim Menschen<br />
hervorruft.<br />
Im Zoonosen-Monitoring werden<br />
Daten über das Auftreten<br />
von Krankheitserregern in<br />
Tieren, Schlachtkörpern und<br />
Lebensmitteln erfasst, die auch<br />
beim Menschen Krankheiten<br />
auslösen können. Für die Untersuchungsreihe<br />
2023 haben die<br />
Überwachungsbehörden der<br />
Bundesländer 4416 Proben auf<br />
allen Stufen der Lebensmittelkette<br />
genommen und untersucht.<br />
Dabei wurden 2477 Bakterien-Isolate<br />
gewonnen, in den<br />
Nationalen Referenzlaboratorien<br />
charakterisiert und auf ihre<br />
Resistenz gegen ausgewählte<br />
Antibiotika untersucht.<br />
Die dabei nachgewiesenen<br />
STEC-Bakterien können akute<br />
Darmentzündungen hervorrufen,<br />
die teils einen schweren<br />
Verlauf nehmen. Insbesondere<br />
bei Kindern kann eine Infektion<br />
mit STEC zur Ausbildung eines<br />
hämolytisch-urämischen Syndroms<br />
(HUS) führen, das oft mit<br />
Nierenversagen einhergeht.<br />
www.bvl.bund.de<br />
24 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
aktuelles<br />
WWW.<br />
Web-TIPP<br />
www.ls.vetmed.unimuenchen.de<br />
Der Lehrstuhl für Lebensmittelsicherheit<br />
und -analytik der<br />
Ludwig-Maximilians-Universität<br />
München setzt sich in den Bereichen<br />
Forschung, Lehre und<br />
Dienstleistung für die Sicherheit<br />
und <strong>Hygiene</strong> von Lebensmitteln<br />
v.a. tierischen Ursprungs ein<br />
und leistet mit seiner Forschung<br />
einen Beitrag zum Verständnis<br />
der Vorgänge, wie sich Pathogene<br />
im Lebensmittelumfeld halten<br />
können. Man bildet zudem<br />
qualifizierte Fachleute aus und<br />
bietet im Bereich Mikrobiologie<br />
und Lebensmittelanalytik Lebensmitteluntersuchungen<br />
an.<br />
Die Website gibt einen Überblick<br />
über Forschung, Lehre, Dienstleistungen<br />
und Publikationen.<br />
Mineralölrückstände in Veggie-Käse und Vollkornbrot<br />
Vegane Ersatzprodukte sind immer<br />
beliebter. Die Verbraucherschutzorganisation<br />
ÖKO-TEST<br />
hat zwölf vegane Käse in Scheiben<br />
getestet. In vielen davon<br />
steckten Mineralölrückstände<br />
oder zu viel Salz. Fünf Produkte<br />
fielen mit Bewertung „ungenügend“<br />
durch, fünf dagegen<br />
wurden mit „gut“ empfohlen.<br />
Mit Ausnahme eines Produkts<br />
enthielten alle getesteten<br />
veganen Käsescheiben zu viel<br />
Salz. Zudem wies das beauftragte<br />
Labor in sieben Proben<br />
gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe<br />
(MOSH/MOSH-Analoge)<br />
nach. Die Stoffe können<br />
sich im menschlichen Körper<br />
anreichern. Was noch schwerer<br />
wiegt: Auch aromatische<br />
Mineralölkohlenwasserstoffe<br />
(MOAH) fand das Labor in vier<br />
Produkten. MOAH gelten als<br />
besonders problematisch, da<br />
sich unter ihnen auch krebserregende<br />
Verbindungen befinden<br />
können. Bei drei Produkten<br />
lag der gemessene Wert über<br />
dem von der Europäischen<br />
Kommission vorgeschlagenen<br />
Höchstgehalt für Lebensmittel<br />
mit höherem Fettanteil.<br />
Nur Bio-Brote pestizidfrei<br />
Bei einem weiteren Test wurden<br />
20 Proben von geschnittenem<br />
und abgepacktem Roggen-<br />
Vollkornbrot unter die Lupe<br />
genommen. Elf Brote überzeugten<br />
die Prüfer, vier fielen<br />
als „ungenügend“ durch. In vier<br />
Proben wurden aromatische<br />
Mineralölkohlenwasserstoffe<br />
nachgewiesen, unter denen sich<br />
krebserregende Substanzen<br />
befinden können; drei Produkte<br />
rissen den vorgeschlagenen<br />
Grenzwert der EU-Kommission.<br />
„Bei einigen Vollkornbroten<br />
konnten wir Rückschlüsse auf<br />
konkrete Kontaminationsquellen<br />
ziehen wie etwa das Verpackungsmaterial<br />
oder Schmieröl<br />
aus Produktionsmaschinen.<br />
Ärgerlich, denn diese Eintragswege<br />
sind bekannt und es<br />
liegt in der Verantwortung der<br />
Hersteller diese zu verhindern“,<br />
sagt ÖKO-TEST-Lebensmittelchemikerin<br />
Lisa-Marie Karl.<br />
In Sachen Pestizidbelastung<br />
schlugen sich die Bio-Produkte<br />
gut; von den konventionellen<br />
Produkten war keines frei davon<br />
und fast alle mehrfach mit bis<br />
zu vier Spritzmitteln belastet.<br />
www.oekotest.de<br />
Reinigungsprodukte richtig lagern und transportieren<br />
BfR: <strong>Hygiene</strong>-Tipps<br />
auch für die Kleinsten<br />
Der Industrieverbandes <strong>Hygiene</strong><br />
und Oberflächenschutz (IHO)<br />
hat einen neuen Leitfaden zur<br />
Lagerung und zum Transport<br />
von Reinigungsprodukten veröffentlicht,<br />
der Anwender über<br />
die gesetzlichen Grundlagen,<br />
die zur Verfügung stehenden<br />
Materialien, die Grundsätze der<br />
Lagerung sowie den Umgang<br />
und den Transport von Gefahrstoffen<br />
informiert.<br />
Bei der Lagerung und dem<br />
Handling von Gefahrstoffen<br />
sind zahlreiche Regeln zu<br />
beachten. Doch inwieweit<br />
zählen Reinigungsmittel für die<br />
professionelle Anwendung als<br />
Gefahrstoffe und was bedeutet<br />
das für die tägliche Praxis?<br />
Bisher standen den Anwendern<br />
eine Vielzahl komplexer und<br />
umfangreicher Dokumente zu<br />
dieser Thematik zur Verfügung.<br />
Der neue Leitfaden des IHO<br />
zu Lagerung und Transport<br />
von Reinigungsprodukten fasst<br />
diese Informationen, unter<br />
anderem aus der DGUV Information<br />
213-085, zusammen<br />
und vereinfacht sie, sodass<br />
alle wichtigen Punkte für die<br />
Lagerung von Reinigungs- und<br />
Pflegemitteln abgedeckt sind.<br />
Gefahrstoffe sind Stoffe, Gemische<br />
oder Erzeugnisse mit<br />
gefährlichen Eigenschaften.<br />
Sie können gesundheits- oder<br />
umweltschädlich sein oder<br />
auch gefährliche physikalische<br />
Eigenschaften aufweisen. Auch<br />
lösungsmittelbasierte Reiniger,<br />
Desinfektionsmittel, Sanitärreiniger<br />
oder Geschirrspülmittel und<br />
Waschmittel können darunterfallen.<br />
Diese sind entsprechend<br />
der CLP-Verordnung gekennzeichnet.<br />
Wie Verantwortliche<br />
und Beschäftigte mit diesen<br />
Gefahrstoffen richtig umgehen:<br />
was es bei der Lagerung zu beachten<br />
gilt, welche Reinigungsmittel<br />
zum Beispiel zusammen<br />
gelagert werden dürfen, und<br />
worauf es beim Transport und<br />
bei der Entsorgung ankommt,<br />
erläutert die Broschüre eingehend<br />
und verständlich.<br />
Die 36 Seiten umfassende Informationsbroschüre<br />
des IHO kann<br />
kostenlos als PDF heruntergeladen<br />
werden unter:<br />
www.iho.de/wp-content/<br />
uploads/24-50-086-IHO-Leitfaden-Lagerung-Gefahrstoffe_<br />
WEB.pdf<br />
Laut Weltgesundheitsorganisation<br />
(WHO) werden mehr als<br />
200 Krankheiten durch den<br />
Verzehr von verunreinigten Lebensmitteln<br />
ausgelöst. Jährlich<br />
erkrankt weltweit statistisch<br />
jeder Zehnte an lebensmittelbedingten<br />
Infektionen –<br />
darunter viele Kinder. Mit dem<br />
Kinderbuch „Luis‘ und Mayas<br />
Abenteuer im Schrumpflabor:<br />
Auf Spurensuche in der Küche“<br />
will das Bundesinstitut für<br />
Risikobewertung (BfR) Kinder<br />
ab der 1. Klassenstufe für das<br />
Thema Lebensmittelsicherheit<br />
sensibilisieren. Themen sind<br />
z.B.: Wieso ist regelmäßiges<br />
Händewaschen wichtig? Wie<br />
verbreiten sich Bakterien in der<br />
Küche? Das Buch kann kostenfrei<br />
bestellt oder direkt online<br />
gelesen werden unter:<br />
https://www.bfr.bund.de/de/bfrkinderbuch.html<br />
25
aktuelles<br />
2·25<br />
News kompakt<br />
CBD in Lebensmitteln: Zweifelhafter Nutzen, mögliche Risiken<br />
Ob in Nahrungsergänzungsmitteln, Schokolade, Tee oder Gummibärchen<br />
– Cannabidiol (CBD) liegt im Trend. Hersteller werben mit<br />
positiven Effekten: gesteigerte Leistungsfähigkeit, ein verbessertes<br />
Immunsystem, Abhilfe bei Stress oder Schmerzen. Eine Arbeitsgruppe<br />
der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine<br />
Bewertung von CBD vorgenommen. Für die gesundheitlichen Vorteile<br />
von CBD in Lebensmitteln fehlt bislang die wissenschaftliche<br />
Grundlage. Gleichzeitig zeige die Auswertung von Studien, dass<br />
CBD schwerwiegende Nebenwirkungen haben kann – insbesondere<br />
bei langfristiger oder hochdosierter Anwendung. Diese Nebenwirkungen<br />
betreffen v.a. die Leber und mögliche Wechselwirkungen<br />
mit Medikamenten. Da CBD-haltige Produkte als Lebensmittel nicht<br />
verkehrsfähig sind, werden CBD-Öle als Aromaöle oder Kosmetika<br />
vertrieben. Die britische Food Standard Agency beziffert die akzeptable<br />
tägliche Aufnahmemenge auf zehn Milligramm pro Tag – wer<br />
Öle mit einem durchschnittlichen CBD-Gehalt verzehrt, überschreitet<br />
diesen Wert bereits deutlich.<br />
www.uni-wuerzburg.de<br />
Biofilme verbessern das Überleben von Listerien<br />
Mikroorganismen in der natürlichen und vom Menschen gemachten<br />
Umwelt leben überwiegend in Gemeinschaften, die durch eine<br />
selbstproduzierte Matrix aus extrazellulären polymeren Substanzen<br />
(EPS) geschützt sind. Innerhalb dieser sogenannten Biofilme<br />
zeigen die mikrobiellen Zellen veränderte Phänotypen und Genexpressionsmuster.<br />
Eine aktuelle Studie der Veterinärmedizinischen<br />
Universität Wien zeigt, dass Listeria monocytogenes bestehende<br />
Biofilme besiedeln kann. Listerien können über einen längeren Zeitraum<br />
in der Umgebung der Lebensmittelproduktion überleben. Die<br />
Forschenden untersuchten das Verhalten eines Isolats von L. monocytogenes<br />
in einem Multispezies-Biofilm. Die Ergebnisse deuten<br />
darauf hin, dass sich L. monocytogenes in Multispezies-Biofilmen<br />
ansiedeln kann, was die Überlebensfähigkeit gegenüber Reinigung<br />
und Desinfektion in lebensmittelverarbeitenden Betrieben erhöhen<br />
kann. Die bakterielle Zusammensetzung und Matrixkomposition<br />
der Biofilme wird durch die Anwesenheit von L. monocytogenes<br />
nicht signifikant beeinflusst, das heißt, Listerien verstecken sich im<br />
Biofilm unbemerkt.<br />
www.vetmeduni.ac.at<br />
Biobasierte Lösung für das Verpacken mit Schutzatmosphäre<br />
Sensible Lebensmittel wie Frischfleisch oder aufgeschnittene Wurstund<br />
Käseprodukte werden häufig unter Schutzgasatmosphäre<br />
verpackt. Den Prototyp einer nahezu 100-prozentig biobasierten,<br />
thermoformbaren Mehrschichtfolie, die sich für die Verpackung<br />
von Lebensmitteln unter Schutzgasatmosphäre eignet, haben das<br />
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV)<br />
und die Hochschule Albstadt-Sigmaringen entwickelt. Sie basiert<br />
auf PLA (Polylactide), Sojaprotein und Sonnenblumenwachs. Der<br />
Materialverbund erfüllt alle geforderten Barriereeigenschaften, lässt<br />
sich sehr gut durch Thermoformen verarbeiten und hat einen sehr<br />
hohen biobasierten Anteil – lediglich die anorganische Schicht<br />
der Deckelfolie und Anteile der Wachs-Hotmelt-Schicht sind<br />
nicht pflanzlichen Ursprungs. Der hohe Energieverbrauch bei der<br />
PLA-Herstellung und der bisher nur im Pilotmaßstab existierende<br />
Verarbeitungsprozess führen dazu, dass die Nachhaltigkeit des<br />
neuen Materialverbunds noch nicht an vergleichbare fossilbasierte<br />
Verpackungen heranreicht.<br />
www.fnr.de<br />
Mikroporöse Kristalle für mehr Lebensmittelsicherheit<br />
Ein Forschungsteam an der Technischen Universität Graz unter<br />
der Leitung von Paolo Falcaro hat eine mikroporöse Kristallverbindung<br />
entwickelt, die giftige chemische Verbindungen detektiert,<br />
welche entstehen, wenn proteinreiche Nahrungsmittel verderben.<br />
Im Rahmen des Projekts POPCRYSTAL wurde ein nicht-toxisches<br />
metal-organic framework (MOF) entwickelt, das als Verbundtinte<br />
auf die Innenseite von Lebensmittelverpackungen aufgebracht<br />
werden kann. Je nach Konzentration der giftigen Verbindungen in<br />
den verpackten Lebensmitteln ändert die Tinte ihre Farbe, wodurch<br />
erkennbar wird, ob die Speisen noch genießbar sind. Im neuen<br />
Projekt möchte das Team die Zusammensetzung des MOFs verbessern,<br />
seine Effektivität testen und zudem Partner aus der Verpackungsindustrie<br />
finden, um die Entwicklung in die Anwendung zu<br />
bringen. Das neue Projekt mit dem Namen FRESCO hat das Ziel,<br />
die Lebensmittelsicherheit zu erhöhen und Lebensmittelverschwendung<br />
zu reduzieren.<br />
www.tugraz.at<br />
Mehr als die Seele eines Bieres<br />
Hopfen ist nicht nur essenzieller Rohstoff für das Bierbrauen.<br />
Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften wird Hopfen bereits seit<br />
der Antike auch als Arzneipflanze geschätzt. Hier setzt die wissenschaftliche<br />
Arbeit von Luisa Kober vom Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik<br />
(BVT) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-<br />
Nürnberg (FAU) an. Das Ziel ihres Promotionsvorhabens ist es, die<br />
antibiotische Wirkung von Hopfen zu nutzen, um Futterzusatzstoffe<br />
aus Hopfenextrakten für eine nachhaltige Geflügelproduktion<br />
einzusetzen. Zum einen wird eine Alternative zu herkömmlichen<br />
Antibiotika zur Behandlung und als Prophylaxe von bakteriellen<br />
Infektionserkrankungen in der Geflügelhaltung gesucht. Anderseits<br />
ist der Einsatz von Hopfen in der Tierzucht interessant, weil dieser<br />
wachstumsfördernd wirken kann. In Kooperation mit einer Universität<br />
in Brasilien werden auf einem Hühnerhof mikroverkapselte<br />
Hopfenextrakte verfüttert. Es lassen sich bereits Trends erkennen,<br />
die eine Gewichtszunahme der Tiere und die antibiotische Wirkung<br />
der sogenannten „Micro-Hops“ vermuten lassen. www.fau.de<br />
26 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
aktuelles<br />
QS-Monitoring belegt<br />
sinkende Pestizidwerte<br />
Ochratoxin-Gehalte in Kakaoprodukten unbedenklich<br />
LGL: Schimmelpilzgift ist nur selten nachweisbar – auch nicht in Glühweinproben<br />
Das Rückstandsmonitoring des<br />
Qualitätssicherungssystems QS<br />
(Bonn) zeigt in der Obst- und<br />
Gemüseproduktion erfreuliche<br />
Ergebnisse: Von Oktober 2023<br />
bis September 2024 wurden<br />
14.520 Proben aus 28 Ländern<br />
auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln<br />
untersucht. Über<br />
99,5 % der Proben hielten die<br />
gesetzlich vorgegebenen Rückstandshöchstgehalte<br />
(RHG) ein,<br />
nur 72 wiesen eine RHG-Überschreitung<br />
auf. Im Vergleich zur<br />
Auswertung im Herbst 2023<br />
sank die Überschreitungsquote<br />
von 0,71 % auf 0,49 %. In<br />
Deutschland beträgt sie nur<br />
0,44 %, in der EU (inklusive<br />
Deutschland) 0,48 %. Dies<br />
belege eindrucksvoll, dass Erzeuger<br />
im QS-System Pflanzenschutzmittel<br />
achtsam innerhalb<br />
der gesetzlichen Anforderungen<br />
einsetzten, so die Organisation.<br />
www.q-s.de<br />
Ein Grundbestandteil von Schokolade<br />
sind Kakaobohnen. Da<br />
diese oft längeren Lagerungszeiten<br />
unterworfen sind, können<br />
sie von Pilzen befallen werden,<br />
die Giftstoffe (sogenannte Mykotoxine)<br />
bilden. Um zu klären,<br />
ob handelsübliche Kakaoprodukte<br />
mit dem Schimmelpilzgift<br />
Ochratoxin A belastet sind, hat<br />
das Bayerische Landesamt für<br />
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit<br />
(LGL) 2024 insgesamt<br />
80 Proben untersucht. Die Analysen<br />
ergaben nur vereinzelte<br />
Nachweise, die gemessenen<br />
Werte lagen dabei jedoch weit<br />
unter dem seit Anfang 2023<br />
gültigen gesetzlichen Höchstgehalt<br />
von 3,0 µg/kg und waren<br />
gesundheitlich unbedenklich.<br />
Der Fokus der Tests lag auf<br />
beliebten Produkten aus dem<br />
Groß- und Einzelhandel mit<br />
nen nenswertem Anteil an<br />
Ka-kao: Backkakao (reines Kakaopulver),<br />
Zartbitterschokolade<br />
mit mindestens 50 % Kakaoanteil<br />
und Trinkkakaopulver mit<br />
Kakao gehalt zwischen 18 und<br />
45 %. Auch die sehr beliebten<br />
fertig gemischten Schokodrinks<br />
mit Milch („Kakaotrunk“)<br />
wurden aufgenommen, obwohl<br />
sie einen deutlich geringeren<br />
Kakaoanteil aufwiesen (laut Zutatenverzeichnis<br />
1,2 bis 1,5 %<br />
reines Kakaopulver oder 2,1 bis<br />
4,5 % Schokoladenpulver).<br />
Reiner Kakao unter Grenzwert<br />
Ergebnis: Weder in den vorgelegten<br />
Zartbitterschokoladen<br />
noch bei den Trinkkakaopulvern<br />
sowie den fertig gemischten<br />
Schokodrinks konnten Gehalte<br />
an Ochratoxin A bestimmt werden.<br />
Dies war auch bei etwa der<br />
Hälfte (52 %) der Backkakao-<br />
Proben der Fall. Bei rund 48 %<br />
der Proben reinen Kakaos konn-<br />
ten zwar Gehalte über der Bestimmungsgrenze<br />
von 0,75 µg/<br />
kg ermittelt werden, sie lagen<br />
aber klar unterhalb des vom Gesetzgeber<br />
erlaubten Höchstgehalts.<br />
Der maximal gemessene<br />
Wert lag bei 1,53 µg/kg.<br />
Das LGL testet in der Vorweihnachtszeit<br />
regelmäßig auch<br />
Glühwein-Proben auf Schimmelpilzgifte.<br />
Diese Mykotoxine<br />
(Aflatoxin B1, B2, G1, G2 sowie<br />
Ochratoxin A) können durch mit<br />
Schimmelpilzen befallene Trauben<br />
oder Gewürze ins Getränk<br />
gelangen und bei übermäßiger<br />
Aufnahme negative gesundheitliche<br />
Auswirkungen haben.<br />
Ergebnisrückblick auf 2023: In<br />
keiner Probe wurden Aflatoxine<br />
nachgewiesen, in einigen wenigen<br />
Fällen lediglich geringste<br />
Spurengehalte an Ochratoxin A.<br />
www.lgl.bayern.de<br />
5./6. Juni: „Food Safety<br />
Days“ bei Minebea Intec<br />
Bewerbungen für CMS Purus Awards bis 13. Juni<br />
Am 5./6. Juni dreht sich bei<br />
Wäge- und Inspektionstechnologie-Hersteller<br />
Minebea Intec<br />
alles um Lebensmittelsicherheit:<br />
Am Produktionsstandort in<br />
37120 Bovenden, Leinetal 2,<br />
finden die „Food Safety Days“<br />
statt – zwei Tage voller Fachvorträge,<br />
Workshops und Live-Demonstrationen<br />
fortschrittlicher<br />
Technologien. Ein Highlight:<br />
Oliver Eck, Bereichsleiter Food<br />
& Agriculture Westeuropa beim<br />
TÜV Nord und Geschäftsführer<br />
beim TÜV Austria, gibt exklusive<br />
Einblicke in Audits und<br />
Zertifizierungen. Die Zahl der<br />
Teilnahmeplätze ist begrenzt.<br />
Infos und Anmeldung unter:<br />
https://www.minebea-intec.com/<br />
de/food-safety-day oder unter<br />
Telefon 0172-1986704.<br />
Der CMS Purus Innovation Award (PIA) würdigt<br />
herausragende Innovationen der Reinigungsbranche<br />
wie z.B. nachhaltige<br />
Reinigungsmittel, KI-gestützte Assistenzsysteme<br />
oder energieeffiziente<br />
Maschinen. Den Preis lobt die CMS<br />
Berlin aus, Leitmesse für Reinigung<br />
und <strong>Hygiene</strong>, die vom 23.-26. September<br />
zum zwölften Mal auf dem<br />
Berliner Messegelände stattfindet.<br />
Alle Aussteller können sich für den<br />
renommierten Branchenpreis bewerben.<br />
Der Award wird in sechs Kategorien<br />
vergeben: Reinigungsmaschinen,<br />
Robotik/KI, Equipment, Waschraumhygiene,<br />
Digitale Tools und Systeme<br />
sowie Reinigungsmittel.<br />
Neu ist die Kategorie Robotik/KI, die dem<br />
zunehmenden Einsatz intelligenter Technologien<br />
in der professionellen Reinigung Rechnung<br />
trägt. Eine achtköpfige Jury mit anerkannten<br />
Branchenexperten bewertet die Einreichungen<br />
und nominiert die 18 Finalisten, die<br />
im Juli bekannt gegeben werden. Neu<br />
in der Jury ist in diesem Jahr Gerhard<br />
Komarek, Bundesinnungsmeister<br />
Wirtschaftskammer Österreich der<br />
Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger<br />
sowie Geschäftsführer der Sigron<br />
Handels- & SchulungsgmbH Österreich.<br />
Die Verleihung des Awards findet<br />
im Rahmen des CMS-Ausstellerabends<br />
am Dienstag, 23. September, statt.<br />
Einsendeschluss für Wettbewerbsbeiträge<br />
ist der 13. Juni <strong>2025</strong>.<br />
Nähere Informationen und die Bewerbungsunterlagen<br />
sind online verfügbar unter:<br />
https://www.cms-berlin.de/de/f%C3%BCr-aussteller/purus-innovation-award/<br />
27
desinfektion<br />
2·25<br />
Mit UV-Strahlung Mikroorganismen<br />
in der Produktion bekämpfen<br />
Innovative sterilAir-Lösungen für Fleischindustrie<br />
UVC-Geräte der D-Serie verhindern Schimmelbildung<br />
in Reiferäumen. Fotos: sterilAir<br />
In der Lebensmittelproduktion,<br />
wo sensible Rohstoffe verarbeitet<br />
werden, hat <strong>Hygiene</strong> höchste<br />
Priorität. Mikroorganismen wie<br />
Bakterien, Schimmelsporen<br />
oder Viren stellen eine Herausforderung<br />
dar. Der Schweizer<br />
Hersteller sterilAir (Weinfelden)<br />
nutzt mit seinen Geräten zur<br />
UVC-Entkeimung hochenergetische<br />
UV-Strahlung, um Keime<br />
auf Oberflächen und in der Luft<br />
zu inaktivieren. Diese Methode<br />
ist chemiefrei, umweltfreundlich<br />
und lässt sich problemlos in bestehende<br />
Produktionsprozesse<br />
integrieren.<br />
Lamellen ohne Biofilm<br />
Einer der führenden Fleischproduzenten<br />
der Schweiz<br />
nutzt UVC-Technologie, um<br />
Verdampferlamellen in Klimageräten<br />
sauber und keimfrei zu<br />
halten. UVC-Module der sterilAir<br />
E-Serie, die direkt in den<br />
Verdampfern installiert wurden,<br />
verhindern die Bildung von<br />
Biofilm. Dadurch bleibt die Luft<br />
sauber und Reinigungsintervalle<br />
konnten deutlich verlängert<br />
werden. Die hohe<br />
Strahlungsleistung gewährleistet<br />
die Inaktivierung<br />
selbst hartnäckiger<br />
Mikroorganismen.<br />
Schimmelfreie Räume<br />
Für einen Traditionsbetrieb<br />
war Schimmelbildung<br />
in Reiferäumen,<br />
insbesondere in<br />
feuchten Sommermonaten,<br />
ein Problem.<br />
Entkeimung unter dem Förderband: Der T2018 Bandentkeimer sorgt in der<br />
Produktion eines Fleisch- und Wurstwarenherstellers chemiefrei für <strong>Hygiene</strong>.<br />
Der Einsatz von Filterkästen<br />
war ineffektiv und aufwendig.<br />
Die Wende brachten UVC-Deckengeräte<br />
der sterilAir D-Serie.<br />
Diese wurden so platziert, dass<br />
sie eine kontinuierliche Entkeimung<br />
der Raumluft gewährleisten,<br />
ohne das empfindliche<br />
Klima in den Reiferäumen zu<br />
stören. Durch Inaktivierung von<br />
Schimmelsporen wurde die Produktqualität<br />
verbessert und der<br />
Energieverbrauch gesenkt.<br />
Hygienische Förderbänder<br />
Ein renommierter Anbieter von<br />
Fleisch- und Wurstwaren sah<br />
sich mit steigenden Anforderungen<br />
an die <strong>Hygiene</strong> kon-<br />
frontiert. Insbesondere Zerlegeund<br />
Transportbänder, die im<br />
direkten Produktkontakt stehen,<br />
erforderten eine effektive und<br />
konstante Reinigung. Mit<br />
Einführung des sterilAir T2018<br />
Bandentkeimers wurde eine Lösung<br />
gefunden, die die Förderbandoberflächen<br />
während des<br />
laufenden Produktionsprozesses<br />
chemiefrei entkeimt. UVC-<br />
Strahlung inaktiviert Keime bis<br />
zu 99,999 %, ohne Rückstände<br />
oder Berührung.<br />
sterilAir AG<br />
Oberfeldstrasse 6<br />
CH-8570 Weinfelden<br />
www.sterilair.com<br />
SAIREM: Lebensmittel desinfizieren mit Mikrowellen- und Radiofrequenztechnologie<br />
SAIREM, Hersteller von industriellen<br />
Mikrowellen- (MW) und Radiofrequenzlösungen<br />
(RF) mit Sitz im französischen<br />
Lyon, hat sich auf hochmoderne Systeme<br />
zur Dekontamination verschiedener Produkte<br />
wie Pulver, Gewürze, Pfefferkörner,<br />
Mehl, Nüsse und mehr spezialisiert. Sie<br />
können auch zur Entkeimung pflanzlicher<br />
Lebensmittel und Zutaten wie Cerealien<br />
und Hülsenfrüchte eingesetzt werden.<br />
Die RF- und MW-Systeme zur thermischen<br />
Behandlung von Zutaten für die Lebensmittelherstellung<br />
sorgen laut SAIREM für<br />
sichere und umweltfreundliche Beseitigung<br />
von Schimmelpilzen, Hefen und<br />
Bakterien. Durch den RF- und MW-<br />
Prozess, der nur wenige Minuten dauert,<br />
wird jede Zutat schnell und gleichmäßig<br />
auf die erforderliche Temperatur gebracht.<br />
Die physikalischen, chemischen und<br />
organoleptischen Eigenschaften bleiben<br />
unverändert und somit alle Produktmerkmale<br />
vollständig erhalten. Die mikrobielle<br />
Belastung von Nüssen wurde um 4-5 log<br />
reduziert, die von Pfefferkörnern um 3,4<br />
und die von Maisstärkepulver um 6,87 log.<br />
Entwesung von Insekten aller Art<br />
Die RF- und MW-Technologie ist zudem<br />
zur Entwesung von Insekten aller Art<br />
nutzbar. Schädlinge werden durch die<br />
kurzzeitige, homogene Einwirkung eines<br />
Mikrowellenfeldes in einem temperaturgeregelten<br />
Verarbeitungshohlraum inaktiviert.<br />
Diese Prozesse werden ohne gesundheitsoder<br />
umweltschädliche chemische Substanzen<br />
durchgeführt. In Zusammenarbeit<br />
mit dem schwedischen Institut RISE und<br />
dem französischen Institut ARVALIS hat<br />
SAIREM die Wirksamkeit der Mikrowellen-<br />
Wärmebehandlung in der Beseitigung von<br />
Rüsselkäfern in Weichweizen bei gleichzeitigem<br />
Erhalt der Backeigenschaften belegt.<br />
Nach Angaben der 1978 gegründeten<br />
Firma SAIREM sind bereits weit mehr als<br />
5000 ihrer MW- und RF-Anlagen weltweit<br />
in 70 Ländern erfolgreich im Einsatz.<br />
www.sairem.com<br />
28 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
hygienic design<br />
Food Factories hygienegerecht bauen<br />
EHEDG-Arbeitsgruppe überarbeitet ihre Richtlinie 44<br />
Vor zehn Jahren wurde die<br />
Guideline 44 der European<br />
Hygienic Engineering & Design<br />
Group (EHEDG) publiziert<br />
und sorgte für großes Interesse.<br />
Die Richtlinie mit dem Titel<br />
„Hygienic Design Principles<br />
for Food<br />
Factories“<br />
wird nun<br />
akutalisiert.<br />
Am 14. Januar traf sich<br />
deshalb die „EHEDG Building<br />
Design Working Group“, eine<br />
der größten Arbeitsgruppen.<br />
Dabei tauschten die Untergruppen<br />
„Gebäudedesign“<br />
(Philosophie und Designvoraussetzungen,<br />
Minderung von<br />
Gefahren durch Prinzipien<br />
des hygienischen Designs,<br />
externe und interne Gebäudeele<br />
mente, Dienstleistungen<br />
Die „Building Design Working Group“ bei ihrem Treffen.<br />
und Verwaltung von Gebäudeaktivitäten)<br />
Aktualisierungen<br />
aus. Die Untergruppe „Verwaltung<br />
von Gebäudeaktivitäten“<br />
legte den Entwurf eines<br />
Abschnitts vor, der sich auf<br />
Verwaltung von Bauarbeiten<br />
und Installation<br />
oder<br />
Entfernung<br />
von<br />
Geräten während der Lebensmittelproduktion<br />
konzentriert.<br />
Er enthält praktische Anleitungen<br />
zur Aufrechterhaltung<br />
der <strong>Hygiene</strong> bei Bau- und<br />
Ausrüstungsaktivitäten in der<br />
Lebensmittelindustrie und<br />
wird in Kürze als Teil 2 der<br />
Richtlinie 44 veröffentlicht.<br />
Die nächste Arbeitsgruppensitzung<br />
ist am 17. Juni.<br />
www.ehedg.org<br />
Foto: EHEDG<br />
Robuster Conti-Schlauch mit Seele<br />
aus UPE für Lebensmittelbetriebe<br />
Technologieanbieter Continental<br />
(Hannover) hat seinen<br />
BLAUDIECK-Schlauch für die<br />
Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />
weiterentwickelt. Für<br />
ein Maximum an Sicherheit,<br />
Sauberkeit, Robustheit und<br />
Präzision setzt der Firmenbereich<br />
ContiTech dabei als erstes<br />
Unternehmen<br />
konsequent<br />
auf Polyethylen<br />
mit ultralangen<br />
Molekülketten<br />
(UPE) als alleinige<br />
Materiallösung<br />
für die<br />
Schlauchinnenschicht.<br />
Damit<br />
ist die BLAUDIECK SUPER-<br />
Range geeignet für alle Anwendungen<br />
in der Lebensmittel-<br />
und Getränkeindustrie und<br />
ersetzt das bisherige Angebot<br />
im Bereich Food & Beverage.<br />
Die geringe Permeabilität der<br />
Schlauchinnenschicht schützt<br />
das Medium vor Kontamination.<br />
Zugleich macht sie die Schläuche<br />
noch widerstandsfähiger<br />
gegen Öle und Fette, gängige<br />
Reinigungs- und Desinfektionsmittel<br />
sowie Chemikalien und<br />
Temperaturen bis 95 °C (dauerhaft)<br />
und kurzzeitig bis 110 °C.<br />
Schläuche mit UPE können<br />
mit bis zu 130 °C Sattdampf<br />
gereinigt werden. Die homogene<br />
UPE-Innenschicht sorgt für<br />
Continental setzt konsequent auf UPE als alleinige Materiallösung<br />
für die Schlauchseele. Foto: Continental<br />
einen stabilen Innendurchmesser,<br />
was Verunreinigungen oder<br />
Bakteriennestern verhindert.<br />
Den BLAUDIECK SUPER gibt es<br />
in Nennweiten von 19-100 mm,<br />
standardmäßig in 40 m Länge,<br />
mit passender Press armatur<br />
PAGUFIX oder Halbschalenarmatur<br />
PAGUCLAMP.<br />
www.continental.com<br />
R+K: Edelstahl als Standard für Installationen in <strong>Hygiene</strong>bereichen<br />
Edelstahl ist für Abfüll-, Verpackungs-<br />
und Förderanlagen in<br />
der Lebensmittelindustrie, für<br />
Installationen im Reinraum und<br />
korrosionsgefährdete Bereiche<br />
der Materialstandard. Spezialanbieter<br />
RK Rose+Krieger<br />
(Minden) hat über Jahre ein<br />
großes Portfolio aus hochtemperatur-<br />
und korrosionsbeständigen<br />
sowie wash-down-fähigen<br />
Edelstahlkomponenten wie an<br />
Linearachsen, Profiltechnik und<br />
Rohrverbindern aufgebaut.<br />
So hat RK z.B. das Edelstahl-<br />
Montage-System EMS als Alternative<br />
zu Schweißverbindungen<br />
entwickelt, mit denen sich<br />
hygienische Gestellbauten aus<br />
Vierkant- oder Rundrohren der<br />
gängigen Baugröße 40 schnell,<br />
sicher und ohne Fachkenntnisse<br />
mittels Spanntechnik aus nur<br />
fünf Elementen montieren und<br />
demontieren lassen.<br />
Auch Rohrverbindungselemente<br />
(Robust Clamps) aus Edelstahl<br />
lassen sich mit wenigen<br />
Handgriffen montieren und<br />
sind einfach wieder lösbar. Im<br />
Bereich Lineartechnik bietet RK<br />
u.a. die wash-down-geeigneten<br />
Mit EMS-Verbindungselementen aus<br />
Edelstahl lassen sich Gestelle sicher<br />
und hygienisch montieren. Foto: RK<br />
E-II-Edelstahl-Linearachsen in<br />
den Baugrößen 30 und 40 an.<br />
Multilift II-Hubsäulen von RK<br />
gestatten eine einfache Höhenverstellung<br />
von Montagearbeitstischen,<br />
Förderbändern oder<br />
Arbeitstischen, wurden gezielt<br />
für den Einsatz im Reinraum<br />
konzipiert und vom Fraunhofer<br />
Institut für Produktionstechnik<br />
und Automatisierung IPA zertifiziert.<br />
Reinraumgeeignet ist auch<br />
das industrielle Treppen- und<br />
Arbeitsbühnensystem ITAS.<br />
www.rk-rose-krieger.com<br />
29
praxis<br />
2·25<br />
Mit schwachen Stromstößen Biofilme um bis zu 99 Prozent reduzieren<br />
Neues Plug-and-Play-Zubehör von Alfa Laval verbessert <strong>Hygiene</strong> und verlängert Reinigungsintervalle in Milchindustrie<br />
Er ist nur 350 g schwer, misst<br />
15 x 6 cm – und soll die Milchindustrie<br />
in Sachen nachhaltige<br />
Lebensmittelverarbeitung entscheidend<br />
nach vorne bringen:<br />
Der von Techologieanbieter Alfa<br />
Laval (Lund/Hamburg) entwickelte<br />
„Alfa Laval Extend“ ist<br />
ein einfach zu installierender<br />
Zusatz für Wärmetauscher. Er<br />
verringert laut Hersteller die<br />
Ansammlung von Bakterien in<br />
der Anlage und verlängert die<br />
Betriebszeit von Pasteuren, was<br />
wiederum die Notwendigkeit<br />
und die damit verbundenen<br />
Kosten für die Reinigung vor Ort<br />
(CIP) reduziert. Daraus folgt: Er<br />
reduziert den Wasser-, Chemikalien-<br />
und Energieverbrauch<br />
bei der Pasteurisierung drastisch,<br />
erhöht die Betriebszeit,<br />
steigert die Rentabilität und<br />
schützt die Umwelt.<br />
Bis zwölf Stunden Intervall<br />
Bei dieser Technologie wird<br />
laut Alfa Laval ein schwacher<br />
elektrischer Strom durch den<br />
Wärmetauscher geschickt, was<br />
den Biofilm um 90 bis 99 %<br />
reduziert. Dadurch kann das<br />
kritische Reinigungsintervall<br />
auf zwölf Stunden oder mehr<br />
verlängert werden, verglichen<br />
mit dem derzeitigen Industriestandard<br />
von acht Stunden.<br />
Das System hat sich nach Herstellerangaben<br />
bereits bei einem<br />
der größten Milchproduzenten<br />
in Skandinavien bewährt: Die<br />
Molkerei betreibt zwei Pasteurisierungslinien<br />
mit einer Gesamt<br />
kapazität von je 70.000 l<br />
pro Stunde. Nach Installation<br />
der einfachen Plug-and-Play-<br />
Technologie konnte im ersten<br />
Jahr die Betriebszeit um 50 %<br />
Plug-and-Play: Das Zusatzgerät „Extend“ (links) lässt sich in Betrieben der<br />
Milchindustrie einfach an den Wärmetauscher anschließen. Foto: Alfa Laval<br />
erhöht werden, nachdem die<br />
Reinigungsintervalle um 30 %<br />
reduziert wurden. Damit wurden<br />
7000 m 3 Wasser, 100.000 kWh<br />
Energie und 35 t Reinigungschemikalien<br />
eingespart. „Wir<br />
haben jeden Aspekt der Installation<br />
genau überwacht und waren<br />
gespannt auf die Ergebnisse<br />
in der Praxis. Es war zweifellos<br />
ein gemeinsamer Erfolg“, sagt<br />
Anna Andrys, Strategic Project<br />
Manager von Alfa Laval.<br />
„Extend“ kann ohne Betriebsunterbrechung<br />
installiert werden<br />
und ist in drei verschiedenen<br />
Größen erhältlich, so dass die<br />
Kompatibilität mit allen Wärmetauschern<br />
in Molkereianlagen<br />
gewährleistet ist, unabhängig<br />
von der jeweiligen Marke.<br />
Wasser & Energie im Fokus<br />
Das Unternehmen Alfa Laval<br />
betrachtet die Wasserknappheit<br />
und die Notwendigkeit einer<br />
effizienten Energienutzung als<br />
entscheidende Herausforderungen<br />
für die Milchwirtschaft.<br />
„Extend“ trage diesen Problemen<br />
Rechnung und helfe den<br />
Betreibern, nachhaltiger zu<br />
wirtschaften, ihre Umweltziele<br />
zu erreichen und gleichzeitig<br />
die Produktivität zu maximieren.<br />
Das 1883 in Schweden gegründete<br />
Unternehmen Alfa Laval<br />
ist in über 100 Ländern in den<br />
Bereichen Wärmeüber tragung,<br />
Separation und Fluidhandling<br />
aktiv und hat dabei v.a. die<br />
Bereiche Lebensmittel, Wasser<br />
und Energie im Fokus.<br />
Alfa Laval Mid Europe GmbH<br />
Überseeallee 10<br />
D-20457 Hamburg<br />
www.alfalaval.de<br />
Das EU-Lebensmittelhygienerecht – kompakt und praxisnah<br />
Das für viele schwer durchschaubare<br />
EU-Lebensmittelhygienerecht wird<br />
auf 464 Seiten erläutert. Foto: Behr’s<br />
Ziel des 2004 veröffentlichten<br />
„<strong>Hygiene</strong>pakets“ der EU war<br />
eine effektive, unkomplizierte,<br />
einfach zu verstehende und<br />
benutzerfreundliche Sammlung<br />
von Rechtsvorschriften. Sich in<br />
dem für viele dennoch schwer<br />
durchschaubaren Geflecht der<br />
<strong>Hygiene</strong>vorschriften zurechtzufinden,<br />
ist Ziel des Fachbuches<br />
„Das Lebensmittelhygienerecht<br />
– Erläuterungen und Kommentare<br />
zu den wichtigsten EU-<br />
Verordnungen“, erschienen im<br />
Behr’s Verlag (Hamburg).<br />
Das Werk von Autor Dr. Wolfgang<br />
Kulow soll die praktische<br />
Nutzung der Verordnung (EG)<br />
Nr. 178/2004 nahebringen, um<br />
sie besser implementieren zu<br />
können, die Anwendung der<br />
wichtigen Verordnung (EG)<br />
Nr. 852/2004 erleichtern, um<br />
die Lebensmittelhygiene von<br />
Grund auf sicherzustellen,<br />
ergänzend auch die Verordnung<br />
(EG) Nr. 853/2004 erläutern,<br />
Anwendern offene Fragen zur<br />
Anwendbarkeit und Umsetzung<br />
kompakt und praxisnah beantworten,<br />
damit sie im Alltag sicherer<br />
sind, und Klarheit in der<br />
täglichen Auslegung nationaler<br />
und internationaler Vorschriften<br />
zu Lebensmitteln geben.<br />
Bibliographische Angaben:<br />
ISBN: 978-3-98892-024-9,<br />
Artikel-Nr. 77-03, Einband fest,<br />
Format DINA A5, Umfang:<br />
464 Seiten, 3. Auflage 2024,<br />
Preis: 179,50 Euro zzgl. 7%<br />
MwSt. (12,57 Euro).<br />
www.behrs.de<br />
30 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
praxis<br />
<strong>Hygiene</strong>gerechtes „Bin Picking“ für die Lebensmittelindustrie<br />
In Salatfabrik im Einsatz: Niederländischer Sondermaschinenbauer setzt auf Motoman HD-Roboter von Yaskawa<br />
Als erstes Unternehmen in<br />
den Benelux-Ländern setzt der<br />
niederländische Sondermaschinenbauer<br />
Van Wees Waalwijk<br />
hygienegereichte Roboter der<br />
Baureihe Motoman HD von<br />
Yaskawa ein: In einer neu entwickelten<br />
„Bin Pick-Food-Cell“<br />
für die Lebensmittelindustrie<br />
handhaben zwei HD7-Roboter<br />
mithilfe eines Bildverarbeitungssystems<br />
rohe Nahrungsmittel.<br />
Kontakt mit rohen Paprikas<br />
Der erste Kunde, für den Yaska -<br />
wa, Alpha Robotica, Fizyr und<br />
Van Wees diese Zelle konzipiert<br />
haben, ist ein Salatproduktionsunternehmen,<br />
bei dem die HD-<br />
Roboter rohe Paprikastücke und<br />
Salatsoßen tüten in Salatschüsseln<br />
platzieren. Ein besonderes<br />
Merkmal dieser Maschine ist<br />
das Bildverarbeitungssystem,<br />
das die Position der Objekte<br />
sehr genau bestimmen und sie<br />
an der richtigen Stelle platzieren<br />
kann. Der hohe <strong>Hygiene</strong>standard<br />
der Maschine macht die<br />
Verarbeitung roher Lebensmittel<br />
unproblematisch möglich.<br />
Die Zelle ist mobil und kann auf<br />
Rädern direkt an den Einsatzort<br />
in der Produktionslinie bewegt<br />
werden. Es genügt, sie an Strom<br />
und Druckluft anzuschließen<br />
In der „Bin Pick-Food-Cell“ für die Lebensmittelindustrie<br />
arbeiten zwei HD7-Roboter<br />
von Yaskawa. Foto: Van Wees Waalwijk<br />
und das richtige Programm zu<br />
wählen. Sie ist mit einem Drehtisch<br />
ausgestattet und bietet<br />
Platz für vier Kisten mit Zutaten<br />
für die Salate. Dank dieser<br />
Konstruktion kann die Anlage<br />
während eines Kistenwechsels<br />
weiterlaufen und auf sehr begrenztem<br />
Raum arbeiten.<br />
In hygienerelevanten Bereichen<br />
der Lebensmittelindustrie können<br />
die Roboter der neuen<br />
Yaskawa-Baureihe Motoman HD<br />
(HD für „Hygie nic Design“) vielfältige<br />
Aufgaben übernehmen.<br />
Voraussetzung dafür<br />
ist ein hygienegerechtes<br />
Design, in das auch die<br />
Expertise des Fraunhofer-<br />
Instituts einfließt.<br />
Totraumfreies Design<br />
Zum einen ermöglichen<br />
konstruktive Details<br />
des neu entwickelten<br />
Roboters, wie z.B. eine<br />
spezielle Achsdichtung<br />
sowie ein abgerunde tes,<br />
tot raumfreies Design<br />
ohne externe Schrauben,<br />
Lücken oder Hinterschneidungen,<br />
dass er sich<br />
gut reinigen lässt. Zum anderen<br />
werden Oberflächen und<br />
Materialien eingesetzt, die<br />
mechanisch und chemisch<br />
gegen Substanzen und Reiniger<br />
beständig sind, wie sie in der<br />
Lebensmittelbranche typischerweise<br />
eingesetzt werden. So<br />
wird verhindert, dass Farbpartikel<br />
in Lebensmittel gelangen.<br />
Die höchste Schutzklasse IP69K<br />
und eine besonders glatte<br />
Oberfläche (Oberflächenrauigkeit<br />
Praxis<br />
2·25<br />
„Erst das Wasser, dann die Lauge, sonst geht sicher was ins Auge!“<br />
BGN-Sicherheitstipp zu konzentrierten Reinigungslösungen – Dosiereinrichtung und Schutzausrüstung empfohlen<br />
„Erst das Wasser, dann die<br />
Lauge, sonst geht sicher was<br />
ins Auge.“ Den Spruch kennen<br />
sicher einige Mitarbeiter<br />
in Lebensmittelbetrieben noch<br />
aus der Ausbildung. Er hat es<br />
laut der Berufsgenossenschaft<br />
Nahrungsmittel und Gastgewerbe<br />
(BGN) in sich.<br />
Hintergrund: Häufig werden<br />
Reinigungsmittel als konzentrierte<br />
Lösungen auf Vorrat ge -<br />
halten. Bei Bedarf wird dann<br />
aus Wasser und Konzentrat eine<br />
gebrauchsfertige Reinigungslösung<br />
gemischt. Dabei ist Vorsicht<br />
geboten. Denn dieser Arbeitsgang<br />
ist nicht ungefährlich<br />
und eine Regel gilt immer: Erst<br />
das Wasser in den Eimer, dann<br />
das Konzentrat. So kann sich<br />
die benötigte Mischung langsam<br />
und gefahrlos aufbauen.<br />
Was passieren kann, wenn man<br />
diese Reihenfolge nicht beachtet,<br />
zeigt ein aktueller Arbeitsunfall:<br />
Eine Aushilfe hatte einen<br />
Eimer zur Hälfte mit dem Konzentrat<br />
eines Reinigungsmittels<br />
gefüllt, das sie zu einer Reinigungslösung<br />
verdünnen<br />
wollte. Als<br />
sie das Wasser<br />
hineinschüttete,<br />
reagierten<br />
die Flüssigkeiten<br />
unter<br />
starker Hitzeentwicklung.<br />
Das ätzende<br />
Reinigungsmittel<br />
kochte<br />
im Eimer<br />
über, spritzte<br />
heftig heraus<br />
und traf die<br />
junge Frau im Gesicht, am Hals<br />
und am Dekolleté.<br />
Nur das schnelle Handeln einer<br />
Kollegin verhinderte schwere<br />
Verätzungen. Sie spülte der<br />
Verletzten sofort die Augen aus,<br />
half ihr beim Ausziehen und<br />
Leicht zu merken: Erst das Wasser in den Eimer, dann das<br />
Reinigungskonzentrat!<br />
Foto: BGN<br />
stellte sie unter die Notdusche.<br />
Dem Rettungsdienst gab man<br />
den Behälter des Reinigungsmittels<br />
zur Information der Ärzte<br />
mit. Das war klug, denn so<br />
wussten die Mediziner sofort,<br />
womit sie es zu tun hatten.<br />
Solche Unfälle lassen sich laut<br />
BGN leicht vermeiden. Der erste<br />
Schritt ist die Gefährdungs-<br />
beurteilung. Sie zeigt die<br />
Gefahren beim Umgang mit<br />
Reinigungsmittelkonzentraten<br />
und notwendige Schutzmaßnahmen.<br />
Alle Beschäftigten, die<br />
mit den Konzentraten umgehen,<br />
sind unterwiesen, kennen die<br />
Gefahren und handeln wie folgt:<br />
l Zuerst die Herstellerangaben<br />
zum Mischungsverhältnis lesen<br />
und befolgen<br />
l Bei der Entnahme von Konzentraten<br />
aus Vorratskanistern<br />
Dosiereinrichtung verwenden<br />
l Bei offenem Umgang mit<br />
Reinigungsmittelkonzentraten<br />
immer persönliche Schutzausrüstung<br />
tragen, also zumindest<br />
Schutzbrille und Schutzhandschuhe.<br />
Häufig sind auch<br />
größere Kaliber geboten wie<br />
chemikalienbeständige Schürze<br />
oder Overall, zusätzlicher<br />
Gesichtsschutz und Stiefel.<br />
www.bgn.de<br />
Qualitätsbeurteilung bei Wein: Neben Herkunft zählt Lebensmittelsicherheit<br />
Die Herkunft eines Weines ist ein wichtiges<br />
Qualitätskriterium. Aussagen dazu sind<br />
gesetzlich geregelt und werden von Überwachungsbehörden<br />
kontrolliert. Weitere<br />
wichtige Qualitätsaspekte werden durch<br />
freiwillige Standards wie den International<br />
Food Standard (IFS) abgedeckt. Die<br />
Einhaltung der IFS-Vorgaben wird durch<br />
akkreditierte Prüf- und Zertifizierungsunternehmen<br />
wie TÜV SÜD überwacht.<br />
Ein neues Weinrecht macht es seit kurzem<br />
(wie in Italien oder Frankreich längst Usus)<br />
auch in Deutschland möglich, die Herkunft<br />
stärker in der Qualitätsbewertung zu<br />
berücksichtigen. Sie darf z.B. umso höher<br />
beworben werden, je enger eingegrenzt sie<br />
ist. Die Qualitätsstufe „Deutscher Wein“<br />
bildet wie in einer Qualitätspyramide die<br />
breite Basis möglicher Auslobungen.<br />
Die Qualität eines Weines hängt allerdings<br />
nicht nur von der Herkunft, sondern auch<br />
von einer ganzen Reihe weiterer Faktoren<br />
ab. „Das betrifft den gesamten Verarbeitungsprozess<br />
– von der Lese der Weintrauben<br />
bis zur Abfüllung in die Flaschen“,<br />
erklärt Dr. Andreas Daxenberger, Lebensmittelexperte<br />
der TÜV SÜD Management<br />
Service GmbH. Der IFS definiert Kriterien,<br />
wie die Qualität von Prozessen und Produkten<br />
und die Lebensmittelsicherheit im<br />
gesamten Herstellungsprozess gewährleistet<br />
und nachgewiesen werden kann.<br />
Von Anlageneigbnung bis Sauberkeit<br />
Die Anforderungen umfassen u.a. die<br />
Dokumentation der sicherheitsrelevanten<br />
Herstellprozesse, die Eignung von Anlagen,<br />
Schläuchen und Geräten, die Sauberkeit<br />
und den Zustand der Flaschen, die<br />
Lebensmittelkonformität der Verschlüsse,<br />
die Einhaltung der Füllmengen sowie die<br />
Schädlingsbekämpfung und die Vermeidung<br />
von Fremdkörpern und mikrobiologischen<br />
Verderbserregern.<br />
„Damit wirken die gesetzlichen Vorgaben<br />
für die Herkunftsbezeichnung und die<br />
Anforderungen von freiwilligen Lebensmittelstandards<br />
an den Herstellungsprozess<br />
zusammen, um einen umfassenden Qualitätsanspruch<br />
zu verwirklichen“, erläutert<br />
Dr. Daxenberger. Zudem sorgen behördliche<br />
Kontrollen der Vorgaben und privatwirtschaftliche<br />
Audits und Zertifizierungen<br />
von Prüf- und Zertifizierungsdienstleistern<br />
dafür, dass Verbraucher sich ganz auf den<br />
Genuss konzentrieren können.<br />
www.tuvsud.com/de<br />
32 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
porträt<br />
Mit Bildverarbeitung Produktqualität sichern<br />
40 Jahre Innovation: Schubert setzt auf Scannertechnologie und breites Vision-Portfolio<br />
Die Gerhard Schubert GmbH (Crailsheim), bekannt v.a. für ihre Top-Loading-Verpackungsmaschinen, blickt auf vier Jahrzehnte<br />
technologischer Innovationen im Bereich der Bildverarbeitung zurück. Diese führten zu einer besonderen Stellung<br />
auch im Bereich Qualitätssicherung und Produktkontrolle. Den Anfang der Pionierarbeit, die die Verpackungsbranche maßgeblich<br />
prägte, machte eine visionäre Kooperation mit dem Kernforschungszentrum Karlsruhe Mitte der 80er Jahre. Vier<br />
Dekaden nach der Entwicklung des ersten Systems verfügt das Unternehmen über ein breites Portfolio, das man laufend<br />
erweitert. Die 2D- und 3D-Scanner wird künftig eine noch kompaktere Lösung ergänzen, die beide Technologien vereint.<br />
„Bildverarbeitungstechnologie<br />
gehört zu einer effizienten<br />
Qualitätssicherung dazu“, heißt<br />
es aus dem 1966 gegründeten<br />
und heute 1700 Mitarbeiter<br />
zählenden Familienunternehmen<br />
in Baden-Württemberg.<br />
Dafür sorgen vielseitige Scanner,<br />
die die Firma über 40 Jahre<br />
laufend optimiert und bisher<br />
in rund 1000 Verpackungsmaschinen<br />
weltweit integriert hat.<br />
„Scanner von Schubert zählen<br />
zur Standardausrüstung von<br />
Pick-and-Place Packstraßen“,<br />
erläutert Daniel Greb, Leiter<br />
Bildverarbeitung bei Schubert.<br />
„Unsere Lösungen leisten<br />
damit einen entscheidenden<br />
Beitrag zu Produktqualität und<br />
-sicherheit in der Lebensmittel-,<br />
Pharma-, Kosmetik- und Tierfutterindustrie.“<br />
Dr. Abdelmalek Nasraoui (hinten) und Dr. Josef<br />
Pecht begründeten 1984 die Entwicklung der Bildverarbeitung<br />
bei Schubert. Fotos: Schubert<br />
Während 2D Auflicht-Scanner<br />
eine effiziente Farb- und Oberflächenkontrolle<br />
ermöglichen,<br />
2D Auflicht-Scanner prüfen in der Packstraße Form und<br />
Drehlage der Pralinen.<br />
prüfen 3D-Scanner zusätzlich<br />
die Höhe, etwa bei gestapelten<br />
Produkten. Die kamerabasierten<br />
Kontrollhilfen erfassen<br />
u.a. Form, Maße und weitere<br />
Parameter unterschiedlicher<br />
Produkte innerhalb der Verpackungsstraße.<br />
Neuer Weg<br />
Die beiden etablierten<br />
Varianten<br />
ergänzte das<br />
Unternehmen jetzt<br />
um eine baulich<br />
kompaktere<br />
Lösung. Der neue<br />
Trackingscanner<br />
integriert die Funktionen<br />
von 2D- und<br />
3D-Scannern –<br />
gewissermaßen als<br />
Multifunktionstool<br />
zur Produkterkennung.<br />
Die Erfassung von Produktposition<br />
und -qualität steht dabei<br />
nach wie vor im Mittelpunkt<br />
– mit einem wesentlichen<br />
Unterschied. „Statt wie bisher<br />
Scanner unterschiedlicher<br />
Größen zu fertigen, arbeiten wir<br />
an einem 600 Millimeter breiten<br />
Standardmodul“, führt Greb<br />
aus. Auch Wartung und Reinigung<br />
werden deutlich einfacher.<br />
„Unseren Vorsprung im Bereich<br />
der Bildverarbeitung wollen wir<br />
dadurch deutlich ausbauen“.<br />
Der globale Erfolg von Schubert<br />
in der Bildverarbeitung geht<br />
auf die Idee zweier visionärer<br />
Wissenschaftler zurück, die die<br />
Firma Mitte der 80er Jahre von<br />
Karlsruhe nach Crailsheim holte.<br />
Mit Dr. Abdelmalek Nasraoui<br />
und Dr. Josef Pecht gewann<br />
die Gerhard Schubert GmbH<br />
zwei Experten für sich, die<br />
die moderne Bildverarbeitung<br />
mitbegründeten und hier weiterentwickelten.<br />
Was mit dem<br />
Pattern Considering System<br />
(Pacos) begann, entwickelte<br />
3D-Scanner (oberer Bildbereich) überprüfen neben Form<br />
und Lage auch die Höhe der Kekse.<br />
sich zu immer schnelleren, stets<br />
präzise arbeitenden Lösungen:<br />
Beim Verpacken von Kleinteilen<br />
erkannte Pacos ungeordnete<br />
Objekte auf dem Produktband –<br />
ideal für Pick-and-Place-Anwendungen,<br />
wie sie Schubert über<br />
die Jahrzehnte perfektionierte.<br />
Wende mit Zeilensensoren<br />
Ende der 1980er brachten Zeilensensoren<br />
eine entscheidende<br />
Wende: Anders als Kameras<br />
sind sie weniger anfällig für optische<br />
Effekte und erfassen den<br />
gesamten Produktfluss. Schubert<br />
integrierte sie fortan in die<br />
ersten Scanner, von denen das<br />
Unternehmen mehrere Varianten<br />
entwickelte – bis hin zu den<br />
bekannten Lösungen, die heute<br />
weltweit im Einsatz sind.<br />
Gerhard Schubert GmbH<br />
Industriegebiet Südost<br />
Hofäckerstraße 7<br />
D-74564 Crailsheim<br />
www.schubert.group<br />
33
Schädlingsbekämpfung<br />
2·25<br />
Thomas F. Voigt<br />
Schädlinge, Prophylaxe und Bekämpfung:<br />
Was sind hier die häufigsten Fehler?<br />
Suche nach Ursachen und effizienten Möglichkeiten zur Abhilfe im Lebensmittelbetrieb<br />
Die Lebensmittelhygieneverordnung gibt u.a. vor, dass in allen Lebensmittelbetrieben adäquate Maßnahmen zur Schädlingsprophylaxe<br />
und ggf. zur Schädlingsbekämpfung zu erfolgen haben. I.d.R. werden externe Schädlingsbekämpfungsunternehmen<br />
mit diesen Aufgaben beauftragt. Größtes Problem bei dieser Konstellation ist aus Autorensicht, dass die<br />
Verantwortlichen in den Betrieben die vom Schädlingsbekämpfer umgesetzten Maßnahmen i.d.R. nicht beurteilen bzw.<br />
kontrollieren können. Folge dieses Wissensdefizits seitens der Lebensmittelbetriebe ist, dass der externe Schädlingsbekämpfer<br />
völlig freie Hand hat, tun und lassen kann, was er will. Fehler bei unprofessioneller Arbeit bleiben so lange Zeit<br />
unbemerkt, es kommt u.U. zu einer massiven Befallssituation, die nur mit hohem Kostenaufwand zu bewältigen ist. Und<br />
wissen muss man dabei auch, dass fehlerhaftes Verhalten beim Thema Schädlinge, Prophylaxe und Bekämpfung nicht nur<br />
durch die Dienstleistung Schädlingsbekämpfung, sondern ebenso durch den Lebensmittelbetrieb selbst verursacht wird.<br />
Gravierende Kardinalfehler,<br />
bevor es überhaupt los geht<br />
Die ersten gravierenden Fehler<br />
passieren seitens der Lebensmittelbetriebe<br />
bereits bei der<br />
Suche nach einem neuen<br />
Dienstleister, bei der Auftragsvergabe<br />
sowie bei der Vertragsgestaltung<br />
mit dem Schädlingsbekämpfer.<br />
Bei der Ausschreibung überlässt<br />
man es dem Schädlingsbekämpfer,<br />
festzulegen, was bei<br />
der Dienstleistung im Lebensmittelbetrieb<br />
umgesetzt werden<br />
muss. Folge: Man bekommt<br />
völlig unterschiedliche Angebote,<br />
die im Prinzip gar nicht<br />
vergleichbar sind, da sie auch<br />
völlig unterschiedliche Maßnahmen<br />
beinhalten.<br />
Richtig wäre in diesem Zusammenhang<br />
ein Maßnahmenkatalog<br />
gewesen, der dem Schädlingsbekämpfer<br />
vorgibt, was im<br />
jeweiligen Lebensmittelbetrieb<br />
in der Schädlingsprophylaxe<br />
und ggf. der Schädlingsbekämpfung<br />
umzusetzen ist. Erst<br />
mit einem solchen Maßnahmenkatalog<br />
ist gewährleistet, dass<br />
die an der Ausschreibung beteiligten<br />
Schädlingsbekämpfer ein<br />
identisches Maßnahmenpaket<br />
anbieten, das vergleichbar ist.<br />
Abb. 1: Verschmutzte Insektenschutzgitter verhindern<br />
zwar den Zuflug von fliegenden Insekten von außen,<br />
können aber von Motten und/oder Käfern zur Eiablage<br />
genutzt werden, was kontraproduktiv ist.<br />
Der nächste Fehler erfolgt bei<br />
der Auftragsvergabe. Hier werden<br />
Sachkunde und Qualifikation<br />
des Schädlingsbekämpfers<br />
nicht hinterfragt, die Lebensmittelbetriebe<br />
schauen mit der<br />
Maßgabe „Der günstigste Anbieter<br />
bekommt den Auftrag“ i.d.R.<br />
einzig und allein auf den Preis.<br />
Ohne zu wissen, ob die für<br />
diese Tätigkeiten zwingend<br />
notwendigen Sachkunden<br />
vorliegen, ob<br />
der angepeilte<br />
Schädlingsbekämpfungsbetrieb<br />
überhaupt<br />
die personelle<br />
Ausstattung<br />
hat, um den eigenen<br />
Lebensmittelbetrieb<br />
umfassend<br />
zu betreuen.<br />
Und ohne zu<br />
wissen, ob<br />
der angepeilte<br />
Schädlingsbekämpfer<br />
inklusive<br />
seiner Angestellten<br />
die<br />
für diese Tätigkeiten notwendigen<br />
Qualifikationen haben,<br />
um einen Lebensmittelbetrieb<br />
fachlich korrekt, gesetzeskonform<br />
und ggf. IFS-konform zu<br />
betreuen. Referenzen von anderen<br />
Lebensmittelbetrieben sind<br />
zwar nicht das Maß aller Dinge,<br />
aber es ist zumindest einmal ein<br />
Eck- und Anhaltspunkt.<br />
Doch die Fehlerkette reißt<br />
nicht ab, beim Vertrag geht es<br />
weiter. Zu 99 % unterschreiben<br />
Lebensmittelbetriebe ohne<br />
juristische Überprüfung einen<br />
vom Schädlingsbekämpfer<br />
auf gesetzten Vertrag, was unter<br />
Umständen schwerwiegende<br />
juristische Folgen haben kann.<br />
Zu berücksichtigen ist in diesem<br />
Zusammenhang auch, dass<br />
der Lebensmittelunternehmer<br />
auch bei Fehlern, Mängeln und<br />
Versäumnissen des Dienstleisters<br />
immer in der juristischen<br />
Haftung ist.<br />
Häufige und typische Fehler<br />
beim Thema Schädlinge<br />
Audits zu dieser Thematik<br />
zeigen immer wieder, dass<br />
es in der Tat kaum einen Fall<br />
gibt, der völlig unbeanstandet<br />
bleibt. Die Palette der Beanstandungen<br />
reicht hier von<br />
kleineren Versäumnissen in der<br />
Dokumentation über Mängel bei<br />
34 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
Schädlingsbekämpfung<br />
Abb. 2: Die offene Auslage von toxischen Ködern ist gesetzlich verboten.<br />
Solche Köder gehören in zugriffssichere Boxen.<br />
der Schädlingsprophylaxe bis<br />
hin zu Fehlanwendungen bei<br />
der Schädlingsbekämpfung.<br />
Mängel in der Dokumentation<br />
Schon bei der Dokumentation,<br />
die vom Schädlingsbekämpfer<br />
zu erstellen ist, findet man die<br />
ersten Unregelmäßigkeiten.<br />
Wichtig ist hier, dass man als<br />
Außenstehender nach Aktendurchsicht<br />
nachvollziehen kann,<br />
was, wann, wie, wo, womit<br />
und gegen welchen Schädling<br />
umgesetzt wurde. Viele Dokumentationen<br />
sind hier wenig<br />
aussagekräftig und weisen<br />
teils erhebliche Mängel auf.<br />
Andere Dokumentationen sind<br />
aufgeblasen und mit unnötigen<br />
Informationen überfrachtet.<br />
Stiefkind einer Dokumentation<br />
sind vielfach die EG-Sicherheitsdatenblätter<br />
der im Betrieb eingesetzten<br />
Schädlingsbekämpfungsmittel,<br />
was oft mit Fehlern<br />
verbunden ist. Datenblätter sind<br />
z.B. per Internet abrufbar – was<br />
aber, wenn plötzlich keine Internetverbindung<br />
da ist? Oder es<br />
liegen die Sicherheitsdatenblätter<br />
nur in diversen Fremdsprachen<br />
vor bzw. fehlen gänzlich.<br />
Das andere Extrem: Es ist ein<br />
Ordner vorhanden mit allen<br />
Sicherheitsdatenblättern, die<br />
der jeweilige Schädlingsbekämpfungsbetrieb<br />
einsetzt. Es<br />
müssen jedoch die Sicherheitsdatenblätter<br />
der Schädlingsbekämpfungsmittel<br />
vorhanden sein, die jeweiligen<br />
Lebensmittelbetrieb eingesetzt<br />
werden. Mit gutem Grund:<br />
Sicherheitsdatenblätter können<br />
unter Umständen lebenswichtig<br />
werden, da sie neben den<br />
chemisch-technischen Daten<br />
einer Chemikalie auch Auskunft<br />
geben, was bei Unfall, Vergiftung<br />
und/oder Brand zu tun<br />
ist. Fehlen diese Informationen,<br />
kann z.B. ärztliche Hilfe nicht<br />
bestimmungsgemäß, sondern<br />
nur auf Verdacht erfolgen.<br />
Frühwarnsysteme einsetzen<br />
Bei der Schädlingsprophylaxe<br />
müssen die sogenannten Frühwarnsysteme<br />
(gleichwelcher<br />
Art) in ausreichender Stückzahl<br />
eingesetzt werden, damit eine<br />
effiziente Wirkung vorhanden<br />
ist, was übrigens auch eine<br />
elementar wichtige Forderung<br />
des IFS ist. In der Praxis stellt<br />
man jedoch immer wieder fest,<br />
dass diese Frühwarnsysteme in<br />
nicht ausreichender Stückzahl<br />
vorhanden sind. Offensichtlich<br />
fehlen hier die Kenntnisse<br />
zu den Reichweiten solcher<br />
Systeme, denn nur über die<br />
Reichweiten kann eine notwendige<br />
Anzahl an Monitoringsystemen<br />
errechnet werden.<br />
Zur Schädlingsprophylaxe genügt<br />
aber nicht nur die alleinige<br />
Installation von Monitoringsystemen.<br />
Es gibt Schädlinge, wie<br />
Käfer und Ameisen, für die es<br />
im Moment keine Frühwarnsysteme<br />
gibt. Solche Schädlinge<br />
müssen im Rahmen eines<br />
Systems zur Schädlingsprophylaxe<br />
mittels Sichtinspektionen<br />
überwacht werden. Auch hier<br />
zeigt die Praxis, dass solche<br />
Inspektionen vielerorts nicht<br />
umgesetzt werden. Folge fehlender<br />
Monitoringsysteme und<br />
fehlender Sichtinspektionen ist<br />
eine lückenhafte Prophylaxe,<br />
die es erlaubt, dass sich Schädlinge<br />
in einem solchen Betrieb<br />
über einen längeren Zeitraum<br />
unbemerkt etablieren können<br />
und letztlich nur mit hohem<br />
Material- und Kostenaufwand<br />
getilgt werden können.<br />
Monitoring falsch installiert<br />
Fehlende bzw. eine nicht ausreichende<br />
Anzahl an Monitoringsystemen<br />
sind nur ein Aspekt<br />
fehlerhafter Schädlingsprophylaxe<br />
und -bekämpfung. Ein<br />
weiterer Aspekt ist die falsche<br />
Installation dieser Systeme. So<br />
ist eine Mottenfalle in einem<br />
Kühlhaus bei 5 °C – auch bei<br />
der Lagerung von Nüssen und<br />
Rosinen – völlig unangebracht,<br />
da adulte Motten bei 16-17 °C<br />
ihre Aktivitäten ohnehin ein stellen<br />
und bei diesen Temperaturen<br />
dem Kältetod schon sehr<br />
nahe sind. Ebenfalls offensichtlich<br />
nicht bekannt ist, dass Mot -<br />
tenweibchen durch die Aufnahme<br />
von Wasser anstatt 300-400<br />
Eier dann 600-700 Eier ablegen.<br />
Bei Befall von Motten sind<br />
somit jegliche Wasseransammlungen<br />
unbedingt zu vermeiden.<br />
Mäuse breiten sich aus<br />
Mäuse haben unter Umständen<br />
sehr kleine Reviere und breiten<br />
sich explosionsartig aus, was<br />
sowohl in bei der Prophylaxe als<br />
auch bei der Bekämpfung eine<br />
Vielzahl an Mäuseköderboxen<br />
bedingt; eine Minimalbelegung<br />
von Köderboxen bringt in solchen<br />
Fällen nichts. Mäuse und<br />
Ratten haben einen stark ausgeprägten<br />
Geruchssinn, so dass<br />
selbst die Gerüche verpackter<br />
Lebensmittel und auch die<br />
Gerüche verdorbener Lebensmittelabfälle<br />
im Abfallcontainer<br />
wahrgenommen werden. Unattraktive<br />
oder gar verschimmelte<br />
Köder sind für solche Situationen<br />
absolut keine Alternative.<br />
Abb. 3: Bei der Installation von Pheromonfallen muss auch die Deckenhöhe<br />
> 10 m berücksichtigt werden. Zu niedrig installierte Fallen decken hinsichtlich<br />
ihrer Reichweite obere Hallenbereich nicht ab und in den oberen Bereichen<br />
können die Raumtemperaturen um 2-3 °C höher sein als in Bodennähe,<br />
was Motten begünstigen kann.<br />
Fotos: Voigt<br />
Mäuse nehmen Wasser nur zu<br />
sich, wenn die Nahrung weniger<br />
als 15 % Feuchtigkeit enthält.<br />
Die oft eingesetzte Mäusetränke<br />
mit Flüssigköder führt also nur<br />
in extrem trockener Situation<br />
und bei extrem trockener Nahrung<br />
zum Erfolg.<br />
35
Schädlingsbekämpfung<br />
2·25<br />
Ratten und Feldmäuse leben<br />
im Freiland und kommen in<br />
die Lebensmittelbetriebe zur<br />
Nahrungssuche. Erstens ist<br />
bei einem solchen Zulauf zu<br />
berücksichtigen, dass ausgewachsene<br />
Ratten durch Löcher<br />
mit einem Durchmesser von<br />
1,25 cm und Mäuse durch<br />
Löcher mit 0,5 cm Durchmesser<br />
passen, so dass Außentüren<br />
und -tore nach unten<br />
und seitlich möglichst dicht<br />
schließen sollten. Zweitens<br />
sollten im Innenbereich solcher<br />
Außentüren und -tore jeweils<br />
links und rechts eine Rattenköderbox<br />
installiert sein, damit ein<br />
eventueller Zulauf schnellstens<br />
registriert werden kann.<br />
Biologisches Wissen fehlt<br />
Oft mangelt es auch an biologischen<br />
Kenntnissen. So findet<br />
man bei Befall der Deutschen<br />
Schabe oft Gegenmaßnahmen<br />
nur in Bodennähe. Deutsche<br />
Schaben klettern aber selbst bei<br />
glatten Oberflächen (Edelstahl,<br />
Glas) die Wände bis hin zu<br />
den Decken hoch, was auch<br />
Gegenmaßnahmen in diesen<br />
Bereichen bedingt. Orientalische<br />
Schaben hingegen<br />
halten sich vornehmlich im<br />
Bodenbereich auf – da zeigen<br />
Gegenmaßnahmen in höheren<br />
Arealen keinerlei Wirkung.<br />
Schaben besiedeln generell<br />
gerne Produktions- und/oder<br />
Verpackungseinrichtungen,<br />
aber auch Spülmaschinen und<br />
Getränkeautomaten, wo man<br />
prophylaktische Maßnahmen<br />
meistens vergeblich sucht.<br />
Eine häufig praktizierte Art<br />
der Schabenbekämpfung mit<br />
Fallen, Gel und Spritzmittel ist<br />
absolut kontraproduktiv. Erstens<br />
werden Schaben durch die<br />
Spritzmittel in Areale gedrängt,<br />
in denen nicht gespritzt wurde,<br />
was also im Endeffekt zu einer<br />
Ausweitung führt. Zweitens<br />
irritieren die in den Spritzmitteln<br />
enthaltenen Lösemittel den Geruchssinn<br />
der Schaben derart<br />
stark, dass Fallen sowie Gelköder<br />
nicht gefunden werden und<br />
damit kostenintensive Maßnahmen<br />
wirkungslos bleiben.<br />
Rolltore als Einflugschneise<br />
Gerade in der Warenannahme<br />
mit einer Vielzahl an Rolltoren,<br />
die zwangsläufig oft geöffnet<br />
sein müssen, sind vielfach Insektenfanglampen<br />
so installiert,<br />
dass sie fliegende Insekten<br />
in den Betrieb hinein locken<br />
– also auch hier eine kontraproduktive<br />
Situation. Aber mit<br />
UV-Insektenfanglampen lässt<br />
sich gutes Geld verdienen, so<br />
dass oft eine viel zu große Anzahl<br />
dieser Geräte im Einsatz<br />
ist. Und oft auch in Bereichen,<br />
wo der Zuflug von fliegenden<br />
Insekten kaum möglich ist.<br />
Oder aber Insektenschutzgitter<br />
sind mit Kakao-, Zucker- und/<br />
oder Mehlstaub vollkommen<br />
verschmutzt. Ergebnis: Zwar<br />
wird der Zuflug von Insekten<br />
unterbunden, aber Motten und<br />
Käfer können sie als Kinderstube<br />
nutzen und ihre Eier dort<br />
ablegen. Auch defekte Insektenschutzgitter<br />
mit Löchern sind<br />
des Öfteren in Lebensmittelunternehmen<br />
zu finden. Solche<br />
Defekte begünstigen natürlich<br />
den Zuflug von fliegenden<br />
Insekten.<br />
Umgang mit Insektiziden lernen<br />
Auch der fehlerhafte Umgang<br />
mit Insektiziden und/<br />
oder Rodentiziden kann u.U.<br />
negative Konsequenzen nach<br />
sich zie hen. So ist vielfach nicht<br />
bekannt, dass Insektizide bei<br />
verschiedenen Raumtemperaturen<br />
unterschiedlich wirken.<br />
Pyrethroide sind gegen verschiedene<br />
Insekten bei 15 °C<br />
drei- bis viermal wirksamer als<br />
bei 32 °C. Bei Pyrethroiden<br />
sollte die Raumtemperatur<br />
möglichst nicht höher als 28 °C<br />
sein. Während Carbamate mit<br />
steigenden Temperaturen wirksamer<br />
werden. Ähnlich Organophosphate,<br />
die bei 25 °C noch<br />
eine sehr gute Wirksamkeit<br />
haben, aber bei 10 °C mit der<br />
Wirkung deutlich einknickten.<br />
Abb. 4: Derart verdreckte Rattenköderboxen sind so gar für Ratten, die ja eine<br />
Vorliebe für etwas Schmutz und Unrat haben, wenig attraktiv.<br />
Das Nachsehen hatte auch ein<br />
Backwarenbetrieb, bei dem eine<br />
Mottenbekämpfung mit Spritzmitteln<br />
durchgeführt wurde. Die<br />
Motten waren zwar erfolgreich<br />
getilgt, die Backstraße aber<br />
nach der Behandlung defekt, da<br />
die im Spritzmittel enthaltenen<br />
Lösemittel die Kunststoffbahnen<br />
der Backstraße nachhaltig bis<br />
hin zur Unbrauchbarkeit angegriffen<br />
hatten. In einem anderen<br />
Lebensmittelbetrieb wurden<br />
Fertigwaren und Rohstoffe<br />
durch offen ausgelegte Rodentizide<br />
kontaminiert. Das dieses<br />
offene Auslegen laut Gesetz<br />
verboten ist, war für den Lebensmittelunternehmer<br />
wenig<br />
hilfreich, denn er ist auch bei<br />
Fehlern in der Dienstleistung<br />
Schädlingsbekämpfung in der<br />
juristi schen Haftung.<br />
Das Umfeld wird ignoriert<br />
Ignoriert wird bei der Schädlingsprophylaxe<br />
und -bekämpfung<br />
vielfach auch das Umfeld<br />
des jeweiligen Lebensmittelbetriebes.<br />
Liegen beispielsweise<br />
Nutztierstallungen oder eine<br />
Mülldeponie im Umfeld, muss<br />
mit einem höheren Aufkommen<br />
von fliegenden Insekten gerechnet<br />
werden. Befindet sich in der<br />
Umgebung ein Fluss oder ein<br />
See, muss mit einem höheren<br />
Aufkommen von Ratten gerechnet<br />
werden. Von daher gesehen,<br />
sollten künstlich angelegte<br />
Teiche auf dem Gelände eines<br />
Lebensmittelbetriebes tabu<br />
sein. Gewerbegebiete mit vielen<br />
Lebensmittelbetrieben haben<br />
i.d.R. im Kanalnetz ein Mehr<br />
an Lebensmittelabfällen, was<br />
ein höheres Rattenaufkommen<br />
bedingen kann – und über<br />
defekte Abwasserleitungen<br />
könnten Ratten in den Lebensmittelbetrieb<br />
gelangen. Sind<br />
Felder und Wiesen im Umfeld<br />
eines Lebensmittelbetriebes,<br />
können vermehrt Feldmäuse<br />
im Spiel sein. Diese verschiedenen<br />
Situationen sowie die<br />
Umstände im Umfeld eines<br />
Lebensmittelbetriebes müssen<br />
bei allen Gegenmaßnahmen<br />
in der Schädlingsprophylaxe<br />
und -bekämpfung unbedingt<br />
berücksichtigt werden. Diese<br />
Beispiele ließen sich beliebig<br />
fortführen, machen zugleich<br />
aber deutlich, welch riesiges<br />
Fehlerpotenzial hier möglicherweise<br />
schlummert.<br />
Audits zur Dienstleistung<br />
sind Schlüssel zum Erfolg<br />
In einem lateinischen Sprichwort<br />
heißt es, „Errare humanum<br />
36 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
Schädlingsbekämpfung<br />
Abb. 5: Bei der Bekämpfung von Mäusen wird es vielfach<br />
versäumt, die Nester zu suchen und den Nachwuchs<br />
zu eliminieren, was ein wichtiger Baustein bei<br />
der Bekämpfung ist.<br />
Fotos: Voigt<br />
est“ – Irren ist menschlich. In<br />
der Folge heißt es aber auch:<br />
„Ein Fehler ist es jedoch, im<br />
Irrtum zu verharren.“ Das postuliert<br />
in gewisser Weise ein<br />
Handeln, zumal die Verantwortlichen<br />
in den Lebensmittelbetrieben<br />
allein, ohne fremde Hilfe<br />
i.d.R. nicht in der Lage sind, die<br />
bei der Dienstleistung Schädlingsbekämpfung<br />
umgesetzten<br />
Maßnahmen zu bewerten und<br />
zu beurteilen. Ein Höchstmaß<br />
an Sicherheit, Aufklärung zu<br />
vorliegenden Fehlern, Mängeln<br />
und Versäumnissen sowie praxisorientierte<br />
Korrekturmaßnahmen<br />
zur Schädlingsprophylaxe<br />
und Schädlingsbekämpfung<br />
erhalten Lebensmittelbetriebe in<br />
der Zusammenarbeit mit einem<br />
neutralen Sachverständigen.<br />
In einem Audit, das neben den<br />
praktischen Begebenheiten<br />
auch die Dokumentationen mit<br />
einbezieht, wird dabei zunächst<br />
eruiert, ob und welche<br />
Fehler, Mängel und Versäumnisse<br />
beim Thema Schädlinge,<br />
Prophylaxe und Bekämpfung<br />
vorliegen. Auf diesem Sachverhalt<br />
basierend sowie unter Berücksichtigung<br />
der betriebsspezifischen<br />
Begebenheiten, folgt<br />
eine Konzeption mit Korrekturmaßnahmen,<br />
die eine fachlich<br />
korrekte Vorgehensweise in der<br />
Schädlingsprophylaxe und ggf.<br />
in der Bekämpfung beschreibt.<br />
Natürlich werden in diesem<br />
Zusammenhang auch alle Anforderungen<br />
von<br />
dem jeweiligen<br />
Lebensmittelstandard<br />
(IFS,<br />
BRC, etc.) einbezogen,<br />
nach<br />
dem sich dieser<br />
Lebensmittelbetrieb<br />
zertifizieren<br />
lässt. Darüber hinaus<br />
kann auch<br />
eine Bewertung<br />
der Kosten und<br />
der Vertragsgestaltung<br />
sowie<br />
eine Unterstützung<br />
bei der<br />
Ausschreibung<br />
zur Suche eines<br />
neuen Partners<br />
für die Dienstleistung<br />
Schädlingsbekämpfung<br />
erfolgen.<br />
Empfehlenswert ist auch eine<br />
Personalschulung, um so die<br />
eigenen Mitarbeiter noch mehr<br />
für diese Thematik zu sensibilisieren.<br />
Geschultes Personal ist<br />
ein wichtiger Teil der Schädlingsprophylaxe,<br />
denn nur wer<br />
um das Aussehen von Schädlingen,<br />
deren Hinterlassenschaften<br />
und deren Spuren weiß, wird<br />
einen Befall und damit eine<br />
Gefahr für die Lebensmittelsicherheit<br />
erkennen.<br />
Für unseren Fachautor Thomas<br />
F. Voigt steht fest: „ Mit einem<br />
neutralen Sachverständigen für<br />
Schädlingsbekämpfung hat ein<br />
Lebensmittelbetrieb in dieser<br />
Thematik einen kompetenten<br />
und erfahrenen Ansprechpartner<br />
an seiner Seite.“<br />
Sachverständigenbüro<br />
Schädlingsbekämpfung<br />
Postfach 12 17<br />
D-69511 Laudenbach<br />
Neue Gefahrstoffverordnung birgt<br />
Änderungen für Schädlingsbekämpfer<br />
DSV betont Sachkunde, Fortbildung, Betriebsanzeige<br />
Am 5. Dezember 2024 ist die<br />
neue Fassung der Gefahrstoffverodnung<br />
in Kraft getreten,<br />
so wie der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband<br />
e.V. (DSV/Ibbenbüren) es im<br />
Kongressteil der Fachmesse<br />
PEST-PROTECT in Frankfurt<br />
wenige Tage zuvor angekündigt<br />
hatte. Was hat sich nun für<br />
die Branche geändert?<br />
Hier die für den DSV wichtigsten<br />
Punkte, die mit der neuen<br />
GefStoffV einhergehen:<br />
u Klarere Anerkennung von<br />
Berufsausbildungen in der<br />
Schädlingsbekämpfung für<br />
die Sachkunde. Der Schädlingsbekämpfer<br />
gilt als per se<br />
sachkundig für die Verwendung<br />
von Biozidprodukten der<br />
Hauptgruppe 3 „Schädlingsbekämpfungsmittel“.<br />
u Streichung der Pflanzenschutzsachkunde<br />
als gleichwertig<br />
anerkannter Sachkundenachweis.<br />
u Verschiebung der Erfüllungsfristen<br />
für die regelmäßige<br />
Fortbildung zum Erhalt<br />
der Sachkunde auf Juli 2027.<br />
Wer einen Sachkundenachweis<br />
z.B. über die Berufsausbildung<br />
oder entsprechende<br />
Sachkundelehrgänge erworben<br />
hat, der vor Juli 2021<br />
ausgestellt wurde, muss<br />
bis 28.07.2027 erfolgreich<br />
an einem behördlich anerkannten<br />
Fortbildungslehrgang<br />
teilgenommen haben. Sonst<br />
ruht die Sachkunde bis zum<br />
erbrachten Nachweis. Entsprechende<br />
Angebote werden<br />
von Lehrgangsanbietern ab<br />
Erscheinen der neuen TRGS<br />
erarbeitet werden. Eine regelmäßige<br />
Fortbildung ist zwar<br />
auch heute schon erforderlich<br />
und auch sinnvoll, aber diese<br />
bedarf zur Zeit noch nicht der<br />
behördlichen Anerkennung.<br />
u Wiederaufnahme von Tatbeständen<br />
zur betrieblichen<br />
Anzeigeverpflichtung in den<br />
Katalog der Ordnungswidrigkeiten.<br />
Wer in den letzten<br />
drei Jahren seiner Pflicht zur<br />
unternehmensbezogenen Anzeige<br />
bei den zuständigen Behörden<br />
nicht vollständig und<br />
rechtzeitig nachgekommen<br />
ist, handelte vorübergehend<br />
nicht ordnungswidrig. Das<br />
ändert sich nun wieder. Daher<br />
sollte die unternehmensbezogene<br />
Anzeige einmal auf<br />
Aktualität überprüft und ggf.<br />
ergänzt werden.<br />
Laut DSV sind auch Punkte<br />
offen und ungeklärt geblieben,<br />
die die Branchenvertretungen<br />
im Vorfeld bemängelt<br />
hatten. Es werde also weiterhin<br />
Aufgabe bleiben, diese bei<br />
der nächsten Novelle anzufassen<br />
und zu verändern. Aber<br />
die wesentlichen Punkte, die<br />
man zur letzten Fassung kritisiert<br />
habe, konnten tatsächlich<br />
durchgesetzt werden.<br />
Neue TRGS-Regelwerke <strong>2025</strong><br />
Für die Branche der Schädlingsbekämpfer<br />
wird es neue<br />
Technische Regeln (TRGS)<br />
für die Verwendung von<br />
Biozidprodukten geben. Die<br />
Regelwerke TRGS 512, TRGS<br />
513, TRGS 522 und TRGS<br />
523 werden durch ein komplett<br />
neugefasstes dreistufiges<br />
TRGS-Regelwerk abgelöst.<br />
Dieses ist seit drei Jahren<br />
in Erarbeitung. Ein genaues<br />
Datum kann nach Angaben<br />
des DSV noch nicht genannt<br />
werden – vor Mitte des Jahres<br />
sei mit einer Veröffentlichung<br />
aber nicht zu rechnen.<br />
www.dsvonline.de<br />
37
qualitätsmanagement<br />
2·25<br />
Hilfe auf dem Weg zum digitalen Qualitäts- und <strong>Hygiene</strong>management<br />
„Guide“ von OptimoBercher regt Backbetriebe zu Fortschritten an – Reinigungspläne via App, Sensordaten per Funk<br />
Die Digitalisierung eröffnet<br />
Backbetrieben viele Vorteile,<br />
v.a. im Bereich Qualitäts- und<br />
<strong>Hygiene</strong>management. Mit<br />
einem neuen, acht Seiten umfassenden<br />
„QM- und <strong>Hygiene</strong>-<br />
Guide“ zeigt Softwareanbieter<br />
OptimoBercher (Friedrichshafen),<br />
wie Bäckereien diese Möglichkeiten<br />
in wenigen Schritten<br />
umsetzen können. Mit einem<br />
interaktiven Quiz und leicht<br />
verständlichen Fragen hilft der<br />
Guide dabei, individuellen Fortschritte<br />
auf dem Weg zum digitalen<br />
Qualitätsmanagement zu<br />
überprüfen und mit passender<br />
Software zu automatisieren.<br />
Die Vorteile eines digitalisierten<br />
Betriebes liegen auf der Hand:<br />
Mit der richtigen, vernetzten<br />
Software lassen sich Fehler vermeiden,<br />
Kosten senken und Zeit<br />
sparen. Digitales QM bedeutet,<br />
dass in einem System das gesamte<br />
Unternehmen abgebildet<br />
wird – von Aufgaben, Maschinen,<br />
Filialen, Produktionslinien<br />
bis zu beteiligten Personen. Diese<br />
wichtigen Daten werden an<br />
einem zentralen Ort dargestellt.<br />
Das Team kann von überall<br />
zugreifen und kommunizieren –<br />
alles auf nur einer Plattform.<br />
Soll zur Zukunftsorientierung motivieren:<br />
der neue QM- & <strong>Hygiene</strong>-Guide.<br />
Wie sieht digitales QM- und <strong>Hygiene</strong>management<br />
in der Praxis<br />
aus? Einige Beispiele aus dem<br />
QM- und <strong>Hygiene</strong>-Guide: Reini-<br />
gungspläne und Temperaturen<br />
werden HACCP-konform per<br />
App dokumentiert, QM-Checklis<br />
ten, Formulare und Protokolle<br />
erstellt und unterwegs auf<br />
mobilen Endgeräten bearbeitet.<br />
Ein Dashboard präsentiert alle<br />
wichtigen Aufgaben, Audits, Abweichungen,<br />
Reparaturaufträge.<br />
Alle relevanten Informationen<br />
auf Abruf per Mausklick erleichtern<br />
Lebensmittelkontrollen. Inventuren,<br />
Rohstoffbestellungen<br />
und Wareneingänge werden<br />
papierlos erledigt, Schulungen<br />
und Unterweisungen geplant,<br />
umgesetzt und dokumentiert.<br />
Sensoren für Temperatur und<br />
Feuchtigkeit im Betrieb können<br />
per Bluetooth oder Funk angebunden,<br />
die interne Kommunikation<br />
der Mitarbeiter verbessert<br />
und gefördert werden.<br />
Im interaktiven Quiz sollen sich<br />
Betriebsinhaber wichtige Fragen<br />
stellen wie: „Werde ich informiert,<br />
wenn bei erhobenen Werten<br />
Abweichungen zu den fest-<br />
gelegten Wertebereichen auftreten?“<br />
oder „Möchte ich <strong>Hygiene</strong>prüfungen<br />
am PC, Tablet<br />
oder am Smartphone erfassen?“<br />
„Digitalisierung bedeutet, digitale<br />
Workflows zu schaffen, die<br />
Aufgaben automatisieren“, er -<br />
läutert Heinz-Dieter Polfers,<br />
geschäftsführender Gesellschafter<br />
der OptimoBercher-QM<br />
GmbH. „Man kann sich das so<br />
vorstellen, dass alle Elemente<br />
wie Zahnräder eines perfekt<br />
abgestimmten Uhrwerks zusammenarbeiten.<br />
Kassensysteme in<br />
den Filialen, Buchhaltung, Rezeptverwaltung,<br />
Produktkennzeichnung,<br />
Online-Bestellungen,<br />
<strong>Hygiene</strong>- und Qualitätsmanagement<br />
– all diese Bereiche<br />
werden durch eine Software<br />
nahtlos verbunden.“<br />
Der neue QM- und <strong>Hygiene</strong>-<br />
Guide kann kostenlos als PDF<br />
heruntergeladen werden unter:<br />
www.optimobercher.de/blog/49_<br />
digitalisierungsguide_2024/<br />
Nachhaltigkeit in der Lebensmittelbranche beginnt mit smarter Instandhaltung<br />
Die hygienesensible Lebensmittelbranche<br />
steht vor einem doppelten Spagat: Einerseits<br />
steigen Ener gie- und Rohstoffpreise,<br />
andererseits for dern Verbraucher und<br />
Handel mehr Nachhaltig keit, Transparenz<br />
und Ressourcenschonung. Diese Anforderungen<br />
lassen sich nur erfüllen, wenn<br />
Produktionsprozesse stabil, effizient und<br />
ausfallsicher laufen. Enrico Kabbe, Geschäftsführer<br />
des Industriemontage- und<br />
Anlagenwartungs-Anbieters maintech service<br />
(Dresden), betont: „Viele Unternehmen<br />
unterschätzen die Rolle der Instandhaltung<br />
bei der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen.<br />
Wer seine Anlagen nicht im<br />
Griff hat, produziert ineffizient, verschwendet<br />
Ressourcen und riskiert Rückrufe.“<br />
Besonders in der Lebensmittelbranche,<br />
die höchsten <strong>Hygiene</strong>- und Qualitätsanforderungen<br />
unterliegt, spiele die Wartungsstrategie<br />
eine zentrale Rolle. „Nur wenn<br />
wir Maschinen und Anlagen vorausschauend<br />
warten, können wir Energieverbräuche<br />
minimieren, Ausschuss<br />
reduzieren und Produktionsprozesse<br />
ressourcenschonend<br />
gestalten“, erklärt<br />
Kabbe. Dies wirke sich<br />
nicht nur positiv auf die<br />
Umweltbilanz aus, sondern<br />
sei auch ein entscheidender<br />
Wettbewerbsfaktor: „Nachhaltigkeit<br />
beginnt in der Instandhaltung<br />
– das müssen<br />
wir klarer kommunizieren.“<br />
Mahnt Wartungsstrategien an:<br />
Enrico Kabbe. Foto: maintech<br />
maintech service bietet der Lebensmittelindustrie<br />
hierfür Lösungen an, die prä ventive,<br />
zustandsbasierte und vorausschauende<br />
Wartungsansätze kombinieren.<br />
„Unternehmen gewinnen so auch wertvolle<br />
Daten, um ihre Prozesse langfristig<br />
nachhaltiger zu gestalten“, erläutert Kabbe.<br />
Digitale Tools, smarte<br />
Sensorik und die gezielte<br />
Analyse von Wartungsdaten<br />
seien dabei unverzichtbare<br />
Instrumente. „Wer Nachhaltigkeit<br />
ernst nimmt, muss<br />
seine Instandhaltung transformieren,<br />
daran führt kein<br />
Weg vorbei“, lautet Kabbes<br />
Fazit. maintech service<br />
setzt dabei auf strukturierte<br />
4-Schritte-Pläne – von der<br />
ersten Bestandsaufnahme<br />
bis zur kontinuierlichen Verbesserung.<br />
www.maintech-service.de<br />
38 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
produkte & Partner<br />
SEW-EURODRIVE erwirbt<br />
34 % an BBH Products<br />
SEW-EURODRIVE (Bruchsal),<br />
einer der führenden Anbieter<br />
von Antriebs- und Automatisierungstechnik,<br />
hat eine<br />
34-Prozent-Beteiligung an BBH<br />
Products (Weiden) erworben.<br />
SEW-EURODRIVE mit bundesweit<br />
30 Standorten bewegt<br />
weltweit Applikationen, Prozesse,<br />
Anlagen und Maschinen<br />
in Bereichen von der Flughafenlogistik<br />
bis zu Prozessen<br />
in der Lebensmittelindustrie.<br />
Die in der Oberpfalz ansässige<br />
BBH Products GmbH bietet<br />
eine breite Palette an Produkten<br />
und Lösungen im Bereich der<br />
funktionalen Sicherheit für<br />
verschiedene Branchen wie Fabrikautomatisierung,<br />
Automotive,<br />
Maschinenbau, Robotik und<br />
Logistik. Beide Partner sehen<br />
ihre künftige Kooperation auf<br />
Innovation und technologischen<br />
Fortschritt fokussiert.<br />
www.sew-eurodrive.de<br />
www.bbh-products.de<br />
Zwei neue Budenat-<strong>Hygiene</strong>lösungen für Profi-Anwender<br />
Buzil: Desinfektionsreiniger „Alkaclean“ und Handdesinfektionsseife „Soap Zero“<br />
Die Buzil-Werke (Memmingen)<br />
haben ihr Budenat-Portfolio<br />
im Bereich der professionellen<br />
Reinigung und Desinfektion um<br />
zwei innovative Produkte für<br />
den Lebensmittelbereich<br />
erweitert – den Desinfektionsreiniger<br />
Budenat<br />
„Alkaclean“ und die<br />
Handdesinfektionsseife<br />
Budenat „Soap Zero“.<br />
Neu: Soap Zero und Alkaclean.<br />
Fotos: Buzil<br />
In den hochsensiblen<br />
Bereichen der Lebensmittelin<br />
dustrie sind<br />
zuverlässige Reinigung<br />
und <strong>Hygiene</strong> unerlässlich.<br />
Der neue hochalkalische<br />
Desinfektionsreiniger<br />
Budenat Alkaclean reinigt<br />
und desinfiziert laut Hersteller in<br />
einem Schritt und beseitigt nicht<br />
nur hartnäckige Verschmutzungen,<br />
sondern eliminiert auch<br />
gefährliche Keime wie Bakterien,<br />
behüllte Viren, Hefe- und<br />
Schimmelpilze. Damit erfüllt<br />
er alle Anforderungen des<br />
HACCP-Konzeptes. Budenat<br />
Alkaclean sorgt so für Sauberkeit<br />
und Sicherheit und ist ideal<br />
einsetzbar auf allen wasser- und<br />
alkalibeständigen Oberflächen.<br />
Auch saubere Hände sind in<br />
lebensmittelverarbeitenden<br />
Betrieben das A und O. Die<br />
neue antimikrobielle Handdesinfektionsseife<br />
Budenat Soap<br />
Zero bietet umfassenden Schutz<br />
gegen Krankheitserreger. Keime<br />
werden zuverlässig entfernt, somit<br />
sind auch hier die Anforderungen<br />
des HACCP-Konzeptes<br />
erfüllt. Hautfreundliche, feuchtigkeitsspendende<br />
Inhaltsstoffe<br />
und ein neutraler pH-Wert sorgen<br />
laut Buzil zudem für sanft<br />
gepflegte Hände.<br />
Alle Reiniger der Budenat-Serie<br />
sind nach Angaben des Herstellers<br />
nachhaltige Lösungen für<br />
Betriebe, um Sauberkeit und<br />
Schutz für Mitarbeiter, Kunden<br />
und Produkte zu gewährleisten.<br />
BUZIL-WERK Wagner GmbH<br />
Fraunhoferstraße 17<br />
D-87700 Memmingen<br />
www.buzil.de<br />
VEGA-PRO-Sensoren mit RFID-Tags<br />
Autonome Scheuersaugmaschine<br />
Identifikation auch nach jahrelanger Belastung sicher<br />
Kratzer, Dellen oder abgeschliffene<br />
Stellen: Nach Jahren<br />
zuverlässiger Leistung unter<br />
allen Umweltbedingungen<br />
und Temperaturen sieht man<br />
auch einem Füllstandsensor<br />
sein Alter<br />
an. Damit er sich<br />
trotz angegriffenem<br />
oder ausgeblichenem<br />
Typenschild jederzeit<br />
und überall identifizieren<br />
und bis auf<br />
die letzte Seriennummer-Stelle<br />
zurückverfolgen<br />
lässt, gibt<br />
es für Sensoren der<br />
PRO-Serie von VEGA (Schiltach)<br />
nun RFID-Tags.<br />
Tags mit „Radio-Frequency<br />
Identification“ (RFID) enthalten<br />
einen Mikrochip zum<br />
Speichern von Informationen.<br />
Weil sie mit ihren beschreibbaren<br />
Chips nicht nur berührungslos<br />
lesbar sind, sondern<br />
dies auch über viele<br />
Jahre auch unter<br />
widrigsten Umständen<br />
bleiben, sind<br />
sie anderen Kennzeichnungstechniken<br />
überlegen.<br />
Hinter der Sensorkennzeichnung<br />
stehen nicht nur direkte<br />
Kundenanforderungen,<br />
sondern auch der<br />
international gültige Standard<br />
IEC 61406 und das DDCC.<br />
www.vega.com<br />
Auf der Intralogi-Fachmesse<br />
LogiMAT in Stuttgart hat Reinigungsgerätespezialist<br />
Nilfisk<br />
(Bellenberg) eine Vielzahl an<br />
Neuheiten aus den Bereichen<br />
Bodenreinigung und Industriesauger<br />
präsentiert,<br />
darunter die autonome<br />
Scheuersaugmaschine<br />
Liberty SC60.<br />
Sie verdeutlichte<br />
den Messebesuchern,<br />
welche<br />
Vorteile der Einsatz<br />
moderner Roboter<br />
technologie<br />
im Reinigungsumfeld hat. Das<br />
selbstständig arbeitende Gerät<br />
reinigt selbst große Logistikflächen<br />
gründlich, zuverlässig und<br />
effizient – alle Arbeitsbereiche<br />
sind jederzeit sauber, trocken<br />
und befahr- bzw. begehbar. Die<br />
SC60 arbeitet aufgrund ihrer<br />
großen Tanksysteme bis zu<br />
2,5 Stunden unterbrechungsfrei<br />
und reinigt mit einer Arbeitsbreite<br />
von 71 cm<br />
bis zu 2811 qm<br />
in der Stunde im<br />
Alleingang. Die<br />
Gesamtlaufzeit<br />
beträgt je nach<br />
Einsatzbereich bis<br />
zu 5,5 Stunden.<br />
Weitere Nilfisk-<br />
Messeneuheiten<br />
waren der batteriebetriebene<br />
Industriesauger<br />
VHB120 und die Mini-Industriesauger<br />
VHS010 und VHS011.<br />
www.nilfisk.de<br />
39
produkte & Partner<br />
2·25<br />
Doppel-Auszeichnung für <strong>Hygiene</strong>-PC SHP9000<br />
ADS-TEC: Neuentwicklung erhält German Design und Industrial Production Award<br />
Der neue, speziell für hygienesensible<br />
Produktionsumgebungen<br />
entwickelte Edelstahl<br />
Panel PC SHP9000 von ADS-<br />
TEC Industrial IT (Nürtingen)<br />
wurde gleich zweifach ausgezeichnet:<br />
Mit dem German<br />
Design Award <strong>2025</strong> und dem<br />
Industrial Production Award<br />
erhält das innovative Gerät<br />
Anerkennung für sein herausragendes<br />
Design und seine hohe<br />
Funktionalität in der Industrie.<br />
Beim German Design Award,<br />
vergeben vom Rat für Formgebung,<br />
lobte die Jury in der<br />
Kategorie „Excellent Product<br />
Design – Human Machine<br />
Interface“ v.a. das hygienische<br />
Design des SHP9000, das<br />
speziell auf die hohen Anforderungen<br />
der Lebensmittel-,<br />
Pharma- und Chemieindustrie<br />
abgestimmt ist. Beim Industrial<br />
Production Award des Fachmagazins<br />
INDUSTRIAL Production<br />
überzeugte der Industrie-PC neben<br />
einer Expertenjury in einer<br />
Aus Edelstahl für <strong>Hygiene</strong>bereiche:<br />
der Panel PC SHP9000. Foto: ads-tec<br />
Online-Abstimmung auch die<br />
Leser durch seine Kombination<br />
von Leistung, <strong>Hygiene</strong> und Design<br />
und belegte Platz Zwei in<br />
der Kategorie „Automatisierung,<br />
Digitalisierung und Vernetzung“.<br />
Der Edelstahl Panel PC<br />
SHP9000 bringt laut Hersteller<br />
ein hygienisches, nahtloses<br />
Design für anspruchsvolle<br />
Reinigungsanforderungen mit.<br />
Sein V4A-Edelstahlgehäuse ist<br />
robust, korrosionsbeständig und<br />
langlebig, die Multi-Touch-Bedienung<br />
auch mit Handschuhen<br />
präzise steuerbar. Durch IP69-<br />
Schutzklasse ist er ideal auch<br />
für den Einsatz in Reinräumen.<br />
Ein modulares Zubehör- und<br />
Erweiterungskonzept sorgt für<br />
maximale Flexibilität.<br />
ADS-TEC Industrial IT sieht<br />
mit diesen Auszeichnungen<br />
seinen Anspruch bestätigt, in<br />
innovativen Lösungen höchste<br />
<strong>Hygiene</strong>standards mit moderner<br />
Technologie zu verbinden.<br />
www.ads-tec-iit.com<br />
Neue Führungsstruktur<br />
bei der WELTEC Gruppe<br />
Die WELTEC HOLDING (Vechta)<br />
wird ab 1. Mai von Dr. Christian<br />
Hower-Knobloch als neuem<br />
CEO geführt. Er wird bei dem<br />
Biogasunternehmen mit Sitz in<br />
Niedersachsen Nachfolger von<br />
Jens Albartus, der sich ab Ende<br />
April auf WELTEC BIOPOWER<br />
und eine Reihe anderer Projekte<br />
im Unternehmen konzentrieren<br />
wird. Der WELTEC HOLDING<br />
wird er bis auf weiteres in beratender<br />
Funktion eng verbunden<br />
bleiben. Die WELTEC Gruppe<br />
baut und betreibt Biogas- und<br />
Biomethananlagen und handelt<br />
in Deutschland mit deren Erzeugnissen,<br />
inkl. Strom, Wärme<br />
und Dünger. Bis heute hat sie<br />
mit ihren 170 Mitarbeitern über<br />
400 Energieanlagen in über<br />
26 Ländern auf fünf Kontinenten<br />
realisiert. Unter den Betreibern<br />
sind viele Unternehmen<br />
aus der Lebensmittelindustrie.<br />
www.weltec-biopower.de<br />
Jenner seit 25 Jahren<br />
an der Kärcher-Spitze<br />
Mit Kryoskop Fremdwassergehalt von Milch exakt ermitteln<br />
Hartmut Jenner (Foto) feierte<br />
am 1. Januar <strong>2025</strong> sein 25-jähriges<br />
Jubiläum als Vorsitzender<br />
des Vorstands der Alfred<br />
Kärcher SE & Co. KG (Winnenden).<br />
Der 59-Jährige studierte<br />
Betriebswirt<br />
und Ingenieur<br />
ist seit<br />
34 Jahren<br />
für das<br />
Familienunternehmen<br />
tätig. In<br />
seiner Amtszeit bei dem Reinigungstechnikhersteller<br />
erhöhte<br />
sich die Mitarbeiterzahl von<br />
5400 auf 17.000, der Umsatz<br />
hat sich mehr als verdreifacht.<br />
Die Anzahl der weltweiten<br />
Kärcher-Gesellschaften stieg<br />
von 52 auf mehr als 170.<br />
www.karcher.com<br />
Bei der Milchgewinnung kann<br />
es zu unerwünschten Wasserzugaben<br />
kommen. Die Spülung<br />
von Melkanlagen, Milchtanks<br />
und Tanklastwagen führt zu<br />
unvermeidbarer Beimischung<br />
von Wasser. Deshalb spielt die<br />
messtechnische Bestimmung<br />
von Wasserzusätzen eine<br />
wichtige Rolle bei der Qualitätskontrolle<br />
der Milch. Mit Hilfe der<br />
Gefrierpunktbestimmung (Kryoskopie)<br />
wird der Fremdwassergehalt<br />
von Milch ermittelt.<br />
Hersteller Funke-Gerber Labortechnik<br />
(Berlin) hat sein darauf<br />
spezialisiertes Messgerät Cryo-<br />
Star automatic in wesentlichen<br />
Punkten verbessert. So arbeitet<br />
es selbst bei 40 °C Raumtemperatur<br />
schnell und zuverlässig.<br />
Ein neu hinzugefügter Drucksensor<br />
warnt rechtzeitig bei<br />
Druckschwankungen.<br />
So kommt es nicht zu unerwünschten<br />
Abweichungen im<br />
Messverlauf. Alle Einstellungen<br />
Der CryoStar birgt ein leistungsstarkes<br />
Testyystem. Foto: Funke-Gerber<br />
sowie Messverläufe lassen sich<br />
bequem über das Touch-Display<br />
vornehmen und einsehen.<br />
Ein Rundmagazin bietet Platz<br />
für zwölf Proben. Diese werden<br />
automatisch der Reihe nach gemessen.<br />
Je nach Einstellung hat<br />
man nach 90 Sekunden bereits<br />
das erste Messergebnis, sodass<br />
sich ein maximaler Probendurchsatz<br />
von 40 Proben pro<br />
Stunde ergibt. Die Kühleinheit<br />
wurde ebenfalls überarbeitet<br />
und die neu entwickelte Ansteuerungselektronik<br />
reduziert die<br />
entstehende Abwärme.<br />
Sämtliche Parameter (auch<br />
Bediensprachen) können frei<br />
programmiert werden, sodass<br />
sich das Gerät auf aktuelle und<br />
künftige nationale und internationale<br />
Normen einstellen lässt.<br />
Funke-Dr. N. Gerber<br />
Labortechnik GmbH<br />
Ringstraße 42<br />
D-12105 Berlin<br />
www.funke-gerber.de<br />
40 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
produkte & Partner<br />
Fritteusenölfilter erhöht die Produktionssicherheit<br />
Nothum „EzFlow“ entfernt Partikel bis 1 Mikrometer Größe – Sedimente abgesaugt<br />
Jennie Borgström führt<br />
Alfa Laval Mid Europe<br />
Nothum Food Processing Systems<br />
(Holland/USA), Hersteller<br />
für Vorstaub-, Teig-, Panier- und<br />
Frittiergeräte, hat den EzFlow<br />
Fritteusenölfilters eingeführt,<br />
eine kompakte Lösung für die<br />
Herausforderungen beim Frittieren<br />
von Lebensmitteln. Der<br />
patentierte Kammerdichtungsmechanismus<br />
des Systems und<br />
die niedrige Druckfiltration werden<br />
mit Trocknungstechniken<br />
kombiniert, um feine Partikel bis<br />
zu einem Mikrometer Größe zu<br />
entfernen, die Öllebensdauer zu<br />
verlängern, die Produktqualität<br />
zu verbessern und die Produktionskosten<br />
zu senken.<br />
Sorgt für bessere Frittierhygiene: der<br />
EzFlow-Ölfilter. Foto: Nothum<br />
EzFlow reduziert den Innenkammerdruck<br />
im Vergleich zu<br />
anderen Systemen um bis zu<br />
75 % und arbeitet mit neu ent -<br />
wickelten Überwachungssystemen<br />
zur Messung des Innendrucks,<br />
der Öltemperatur, der<br />
Papierrolle, der Sedimentkuchentrocknung<br />
und des<br />
Dichtungszustands. Zusätzlich<br />
zeigt es Warnungen für routinemäßige<br />
Wartungsarbeiten an.<br />
EzFlow gibt es in vielen Größen,<br />
die an jede Durchlauffritteuse<br />
angeschlossen werden können,<br />
inkl. der Nothum ProTherm<br />
Durchlauf-Thermofritteuse für<br />
panierte und mit Tempura überzogene<br />
Lebensmittel. Ein Knopfdruck<br />
startet den kontinuierlichen<br />
Filterzyklus und den<br />
automatisierten Prozess der Sedimentfilterung.<br />
Der Sedimentkuchen<br />
wird vor Abschluss des<br />
Zyklus abgesaugt und EzFlow<br />
mit neuem Papier für einen weiteren<br />
Filterzyklus vorbereitet.<br />
Nothum Food Processing<br />
Solutions<br />
De Stad 10<br />
NL-5688 NX Oirschot<br />
www.nothum.com<br />
Jennie Borgström (Foto) ist<br />
neue Geschäftsführerin von<br />
Alfa Laval Mid Europe, der<br />
Hamburg-Zentrale des schwedischen<br />
Technologie-Konzerns,<br />
und verantwortlich<br />
für<br />
Deutschland,<br />
Österreich<br />
und die<br />
Schweiz. Sie<br />
folgt auf Sven<br />
Schreiber,<br />
der Präsident für die Marine-<br />
Division „Wasser, Wind und<br />
Kraftstoffe“ wird. Die Schwedin<br />
begann ihre Karriere bei Alfa<br />
Laval 2001, war von 2017 bis<br />
2020 Präsidentin „Food Heat<br />
Transfer“ und zuletzt Cluster-<br />
Präsidentin für Südostasien und<br />
Ozeanien und Geschäftsführerin<br />
von Alfa Laval South East Asia.<br />
www.alfalaval.com<br />
Stiefelreinigung auf engstem Raum<br />
VTH: Montagepaste minimiert Chrom (VI)<br />
Aschl-Anlagenvariante „Junior“ auch für Kleinbetriebe<br />
Der österreichische Entwässerungs-<br />
und Rohrleitungsspezialist<br />
Aschl (1A Edelstahl<br />
GmbH/Pichl bei Wels) hat<br />
eine neue Version seiner Stiefelwaschanlage<br />
auf den Markt<br />
gebracht: „Junior“<br />
lässt sich laut<br />
Hersteller dank<br />
demontierbarer<br />
Anschlussleitung<br />
noch leichter<br />
verstauen und<br />
lagern. Das flexible<br />
Design mit<br />
drei höhenverstellbaren Bürsteneinheiten<br />
ermöglicht auch<br />
in kleineren Betrieben eine<br />
komfortable und zuverlässige<br />
Stiefelreinigung.<br />
„Junior“ mit den Maßen 500 x<br />
280 x 370 mm verfügt über<br />
eine geschliffene Oberfläche<br />
aus Edelstahl V2A und eine<br />
höhenverstellbare Bürsteneinheit,<br />
mit der<br />
sich die Sohlen<br />
wie die Seiten der<br />
Stiefel mittels zwei<br />
Wasserspritzdüsen<br />
reinigen lassen.<br />
Zum Lieferumfang<br />
gehört auch eine<br />
Handwaschbürste<br />
aus Kunststoff. Die<br />
Durchflussregulierung<br />
der Anlage ist stufenlos<br />
verstellbar und sorgt für sparsamen<br />
Wasserverbrauch.<br />
www.aschl-edelstahl.com<br />
Durch Oxidation entstandenes<br />
Chrom (VI) stellt bei der Wartung<br />
von Maschinen und Anla -<br />
gen ein erhebliches Gesundheitsrisiko<br />
für das Wartungspersonal<br />
dar. Die Gefahrstoffe<br />
werden sowohl eingeatmet als<br />
auch über die<br />
Haut aufgenommen,<br />
können<br />
schwere<br />
Hautirritationen<br />
verursachen<br />
und durch<br />
Einatmen das<br />
Krebsrisiko<br />
erhöhen. Der<br />
Verband Technischer Handel<br />
(VTH/Düsseldorf) bietet gegen<br />
das Problem nun Hilfestellung<br />
mit einer neuartigen Montagepaste<br />
an, die von der OKS<br />
Spezialschmierstoffe GmbH<br />
(Maisach) entwickelt wurde.<br />
Schraubenpasten kommen<br />
z.B. bei betriebstechnischen<br />
Anlagen zum Einsatz, um die<br />
Reibung zwischen Fügeteilen zu<br />
verringern und spätere Lösbarkeit<br />
zu gewährleisten. Bei Verwendung<br />
von Standard-Schraubenpasten<br />
wird bei<br />
Temperaturen über<br />
350 °C Chrom<br />
aus dem Stahl<br />
oxidiert und es<br />
bilden sich Chrom<br />
(VI)-Verbindungen.<br />
Mit der neuen<br />
Hochtemperatur-<br />
Schraubenpaste<br />
OKS 210 steht Anwendern nun<br />
eine Variante zur Verfügung, die<br />
NSF-H1-zertifiziert und damit<br />
für den Einsatz in der Lebensmitteltechnik<br />
geeignet ist.<br />
www.vth-verband.de<br />
41
veranstaltungen<br />
2·25<br />
Messekalender<br />
3.-8. Mai:<br />
IFFA – Weltweit führende Fachmesse<br />
für Innovationen in der<br />
Prozesstechnik für Fleisch und<br />
alternative Proteine, Frankfurt<br />
6.-8. Mai:<br />
SENSOR+TEST – Messtechnik-<br />
Messe und weltweit führendes<br />
Forum für Sensorik, Mess- und<br />
Prüftechnik, Nürnberg<br />
7.-8. Mai:<br />
EMPACK – regionale Fachmesse<br />
für die Verpackungsindustrie,<br />
Dortmund<br />
14. Mai:<br />
Lab Supply – regionale Fachmesse<br />
für instrumentelle Analytik,<br />
Labortechnik, -chemikalien<br />
und Life Science, Wien/Österreich<br />
(auch 21. Mai in Hannover,<br />
17. Juni in Berlin, 25. Juni<br />
in Innsbruck/Österreich)<br />
19.-22. Mai:<br />
iba – Fachmesse und Branchentreffpunkt<br />
für Unternehmen<br />
rund um Bäckerei, Konditorei<br />
und Snacks, Düsseldorf<br />
QS-Experten diskutieren in Köln<br />
Fresenius-Tagung am 17./18. Juni plus Seminare<br />
Die Akademie Fresenius veranstaltet<br />
am 17. und 18. Juni<br />
im Leonardo Royal Hotel Köln<br />
ihre jährliche QS-Leiter-Tagung.<br />
Bei dem Branchentreffen der<br />
Qualitätsverantwortlichen der<br />
Lebensmittelindustrie diskutieren<br />
die Verantwortlichen für<br />
Lebensmittelsicherheit über<br />
Food Safety Standards,<br />
Analytik und Risikomonitoring<br />
sowie Recht<br />
und Kennzeichnung.<br />
Themen sind z.B. die<br />
Zukunft der Lebensmittelwirtschaft<br />
und -vermarktung,<br />
der Umgang mit Standardabweichungen<br />
im Audit, „Food<br />
Safety Culture“ und Herausforderungen<br />
in der Lieferkette,<br />
„Maschinen – Risiko für die<br />
Lebensmittelsicherheit?“, Transport/Produktion<br />
als Risikofaktor,<br />
MOSH/MOAH und andere unerwünschte<br />
Stoffe, Neues aus<br />
amtlicher Überwachung und zur<br />
Lebensmittelkennzeichnung.<br />
Zudem stehen auch viele<br />
lebensmittelbezogene Online-<br />
Trainings an, z.B.: „HACCP<br />
für Fortgeschrittene“ am 8.5.,<br />
„Risikobewertung von<br />
Lebensmittelverpackung“<br />
am 22./23.5.,<br />
„Risikobewertung und<br />
Lebensmittelsicherheit“<br />
am 3.6., „<strong>Hygiene</strong>management“<br />
am<br />
4.6., „Rückstände und Kontaminanten<br />
beherrschen“ am<br />
17.6., „IFS Food – Version 8“<br />
am 23.6., „Integrierte Schädlingsbekämpfung“<br />
am 26.6.<br />
Weitere Infos und Anmeldung:<br />
www.akademie-fresenius.de<br />
Trinkwassergefährdung abschätzen<br />
DFLW-Seminare in Mühldorf, Schriesheim, Berlin<br />
Jahrestagung des IHO<br />
Der Industrieverband <strong>Hygiene</strong><br />
und Oberflächenschutz (IHO)<br />
hält vom 7.-9. Mai seine Jahrestagung<br />
im Pullmann Hotel<br />
Schweizerhof in Berlin ab. Am<br />
Mittwoch finden Sitzungen der<br />
Arbeitskreise und ein Begrüßungsabend<br />
statt, am Donnerstag<br />
die Plenumssitzung,<br />
Sitzungen der Fachbereiche,<br />
die Mitgliederversammlung und<br />
eine Abendveranstaltung im<br />
Wasserwerk, am Freitag eine<br />
Sitzung von Vorstand/Beirat.<br />
www.iho.de<br />
EHEDH-Treff bei Multivac<br />
Das Jahrestreffen der deutschen<br />
Sektion der European<br />
Hygienic Engineering & Design<br />
Group (EHEDG) findet am<br />
Mittwoch, 25. Juni, bei Verpackungshersteller<br />
Multivac in<br />
Wolfertschwenden statt.<br />
www.ehedg.org/germany<br />
Remmers-Infotage:<br />
Schimmel im Fokus<br />
20.-22. Mai:<br />
Warsaw FOOD Expo – Internationale<br />
Lebensmittelmesse,<br />
Warschau Nadarzyn/Polen<br />
30. Mai-1. Juni:<br />
Free From Show – Fachmesse<br />
für Lebensmittel ohne Allergene,<br />
Gluten oder Inhaltsstoffe<br />
mit Ernährungseinschränkungen,<br />
Kapstadt/Südafrika<br />
3.-4. Juni:<br />
EMPACK – regionale Fachmesse<br />
für die Verpackungsindustrie,<br />
Hamburg<br />
17.-18. Juni:<br />
Free From Food Expo – Messe<br />
für gluten-, laktose-, allergen-,<br />
fettfreie und pflanzenbasierte<br />
Lebensmittel, Wien/Österreich<br />
Um die gesetzeskonforme<br />
Wahrung der Trinkwasserhygiene<br />
durch dafür Verantwortliche<br />
Fachkräfte sicherzustellen, bietet<br />
der Deutsche Fachverband<br />
für Luft- und Wasserhygiene<br />
(Berlin) zweitägige Seminare<br />
zum Thema „Risikoabschätzung<br />
(Gefährdungsanalyse)<br />
in Gebäudewasserversorgungsanlagen“<br />
an.<br />
In der im Juni<br />
2023 erschiene nen neuen<br />
Trinkwasserverord nung wurde<br />
der Begriff Gefähr dungsanalyse<br />
durch „Risikoabschätzung“<br />
ersetzt. Nach § 51 „Handlungspflichten<br />
des Betreibers in<br />
Bezug auf Legionellen“ ist z.B.<br />
bei Erreichen des technischen<br />
Maßnahmewerts (100 KBE/<br />
100 ml Legionella spec.) eine<br />
schriftliche Risikoabschätzung<br />
zu erstellen.<br />
Termine der Seminare sind: ab<br />
27. Mai in Mühldorf, ab 10. Juli<br />
in Schriesheim, ab 10. Dezember<br />
in Berlin (Intensivkurs).<br />
Zertifikate<br />
für „Gefährdungsanalyse<br />
in Trinkwasserinstallationen“<br />
sind nur in<br />
Verbindung mit einer (fünf<br />
Jahre gültigen) Urkunde nach<br />
VDI 6023 gültig, auf der auch<br />
die DFLW-Seminare aufbauen.<br />
Weitere Kurstermine, Infos und<br />
Anmeldung unter www.dflw.info/<br />
trinkwasserhygiene<br />
Unter dem Motto „Rechtsicheres<br />
Planen – Fachgerechtes<br />
Sanieren“ lädt die Remmers<br />
Akademie bis Ende Mai zu ihren<br />
Infotagen an 15 Standorten<br />
in Deutschland ein. Teilnehmer<br />
haben die Möglichkeit, aus realen<br />
Schadensfällen zu lernen,<br />
aktuelle rechtliche Fragestellungen<br />
(z.B. Änderungen der<br />
DIN 18533) zu diskutieren und<br />
das Risiko von Schimmelbildung<br />
gründlich zu analysieren.<br />
Ergänzt wird das Programm<br />
durch praxisbewährte Verfahren<br />
und aktuelle WTA-Merkblätter<br />
(WTA 4-6/FPD). Termine:<br />
13. Mai in Berlin, 14. Mai in<br />
Leipzig, jeweils 9-16:30 Uhr.<br />
Nähere Info/Anmeldung: https://<br />
link.remmers.com/infotage<strong>2025</strong><br />
42 www.hygiene-report-magazin.de
april<br />
veranstaltungen<br />
LabCon <strong>2025</strong> im Doppelpack<br />
Messe-Duo: 13. Mai in Bremen/17. Juli in Heidelberg<br />
<strong>2025</strong> bringt die von Fachhändler<br />
OMNILAB (Bremen)<br />
organisierte Laborfachmesse<br />
LabCon die Laborwelt gleich<br />
zweimal zusammen – in Bremen<br />
und Heidelberg.<br />
Die neuesten<br />
Innovationen<br />
aus Laborbedarf,<br />
Life Science,<br />
Chemie und<br />
Chromatographie<br />
sind am 13. Mai,<br />
von 9-16 Uhr, im Congress<br />
Bremen und am 17. Juli, von<br />
9-16 Uhr, im Heidelberg Congress<br />
Center zu sehen. Mehr<br />
als 50 Aussteller mit den<br />
neuesten Technologien und<br />
Lösungen für den Laboralltag<br />
sind dabei angekündigt.<br />
Über 18 Fachvorträge mit<br />
Zertifikat von renommierten<br />
LUM-Kurs „Rheologie &<br />
Stabilität von Systemen“<br />
Die LUM GmbH, Anton Paar<br />
und Sinterface veranstalten<br />
vom 19-21. Mai zum 14. Mal<br />
ihr Kooperationsseminar zum<br />
Thema „Rheologie und Stabilität<br />
von dispersen Systemen“<br />
in Potsdam mit der TU Darmstadt,<br />
ETH Zürich, Universität<br />
Erlangen-Nürnberg, TU Berlin,<br />
TH Nürnberg und EZD Selb. Es<br />
richtet sich an Anwender aus<br />
Forschung, Produktentwicklung<br />
oder Qualitätssicherung, die<br />
den Nutzen rheologischer Messungen<br />
und Stabilitätsuntersuchungen<br />
kennenlernen wollen.<br />
Komplementäre Methoden zur<br />
Bestimmung von Partikeleigenschaften<br />
(Partikelgrößenverteilung,<br />
Partikeldichte, Partikelanzahl)<br />
runden das Programm ab.<br />
Anmeldung und Programminfos<br />
unter: www.lum-gmbh.com<br />
Experten sollen die Teilnehmer<br />
inspirieren und wertvolle<br />
Einblicke in aktuelle Trends,<br />
Best Practices und zukünftige<br />
Entwicklungen geben. Networking<br />
und Austausch sollen<br />
nicht zu kurz<br />
kommen – es besteht<br />
Gelegenheit,<br />
sich mit Experten<br />
zu vernetzen,<br />
Erfahrungen zu<br />
teilen und Kontakte<br />
zu Akteuren<br />
der Laborwelt zu knüpfen.<br />
Als Partnerfirmen live dabei<br />
sein werden Agilent, AHN,<br />
AppliChem, BRAND, Bürkle,<br />
Distek, DWK, Eppendorf, IKA,<br />
Julabo, PHCbi, Sartorius,<br />
Scharlau, VACUUBRAND und<br />
Xylem Analytics.<br />
www.omnilab.de<br />
Kurse über Grundlagen<br />
des „Hygienic Design“<br />
Die Hygienic Design Weihenstephan<br />
Akademie veranstaltet<br />
am 27./28. Mai in Freising ein<br />
Seminar zur „CIP-Reinigung von<br />
Rohrleitungen und Behältern“.<br />
Ziele sind die Sicherstellung<br />
eines effizienten und reproduzierbaren<br />
Reinigungsprozesses<br />
und von sauberen Produktionsanlagen,<br />
die Erfüllung der<br />
Lebensmittelhygieneverordnung<br />
und die Senkung der Total Cost<br />
of Ownership durch Hygienic<br />
Design von (CIP-)Anlagen<br />
und -Prozessen. Ein Kurs zu<br />
EHEDG-Grundlagen rund ums<br />
Hygienic Design findet vom 3.-<br />
5. Juni in Freising statt. Themen<br />
sind u.a. gesetzliche Anforderungen,<br />
Werkstoffe, Reinigung,<br />
Konstruktionsdetails und das<br />
Prozessumfeld.<br />
Nähere Infos unter www.x4com.<br />
de/hygienic_design_akademie<br />
Kurse <strong>2025</strong> online und in Präsenz<br />
JUMO Campus: Mess- und Regeltechnik im Fokus<br />
In der heutigen Zeit sind Weiterbildungen<br />
und Qualifizierungen<br />
entscheidend, um mit sich weiterentwickelnden<br />
Technologien<br />
und Anforderungen Schritt zu<br />
halten. JUMO (Fulda), Hersteller<br />
für industrielle Sensor- und<br />
Automatisierungstechnik, bietet<br />
in seinem JUMO Campus<br />
deshalb nach dem Motto „Vom<br />
Praktiker für den Praktiker“ einen<br />
Mix aus Online-Angeboten<br />
wie Webinaren oder E-Learnings<br />
und Präsenz-Schulungen, bei<br />
denen praktische Übungen am<br />
Gerät im Vordergrund stehen.<br />
Die Kurse umfassen Bereiche<br />
wie Temperatur, Automatisieren,<br />
Durchfluss, Druck/Füllstand,<br />
Flüssigkeitsanalyse, Regeln,<br />
Registrieren und Überwachen.<br />
Aktuelle Präsenztermine in<br />
Fulda: „JUMO Automatisierungssysteme<br />
variTRON 500<br />
und 300 (6.-8.5.) „Konfiguration<br />
und Bedienung von<br />
JUMO-Kompaktreglern“ (20.5.);<br />
„Regelparameter und Optimierung<br />
von Reglern“ (21.5.);<br />
„Regelungstechnik für den<br />
Praktiker“ (2.-5.6.); „Analysenmesstechnik<br />
für den Praktiker“<br />
(11.6.); „Arbeiten mit JUMO<br />
digiLine“ (12.6.). Dazu gibt es<br />
viele Kurse auf Anfrage, z.B.<br />
„Erstellung des individuellen<br />
Messunsicherheitsbudgets einer<br />
Temperaturmessstelle“, „Druckund<br />
Füllstandsmesstechnik“<br />
oder „Durchflussmesstechnik“.<br />
Weitere Termine & Anmeldung<br />
unter https://campus.jumo.de<br />
IMPRESSUM<br />
ISSN: 1618-2456<br />
HYGIENE REPORT<br />
Verlag:<br />
Dr. Harnisch Verlags GmbH<br />
Eschenstraße 25<br />
90441 Nürnberg<br />
Telefon: 09 11/20 18-0<br />
Telefax: 09 11/20 18-100<br />
Email: hygiene@harnisch.com<br />
www.harnisch.com<br />
Geschäftsführer:<br />
Dr. Claus-Jörg Harnisch<br />
Benno Keller<br />
Objektleitung:<br />
Armin König<br />
Telefon: 0911/20 18-230<br />
Publisher:<br />
Benno Keller<br />
Redaktionsteam:<br />
Horst Buchmann<br />
Grazyna Schatton<br />
Technische Leitung:<br />
Armin König (-230)<br />
Erscheinungsweise:<br />
5 x jährlich – Februar, April, Juli,<br />
September, November<br />
Abonnement:<br />
Marta Bletek-Gonzalez<br />
Bezugspreis:<br />
im Jahresabonnement<br />
Inland: EUR 30,- zzgl. MwSt.<br />
Ausland: EUR 35,-<br />
Druckauflage:<br />
12.000 Exemplare<br />
Druck:<br />
AKONTEXT s.r.o,<br />
Zárydničná 2048 / 7<br />
141 00 Praha 4 / Tschechien<br />
Die in diesem Magazin enthaltenen Beiträge<br />
einschließlich der Abbildungen<br />
unterliegen dem Urheberrechtsgesetz.<br />
Eine Verwendung ohne Zustimmung des<br />
Verlages ist unzulässig und wird strafrechtlich<br />
verfolgt. Dieses gilt für jede<br />
erdenkliche Form der Vervielfältigung.<br />
Sonder- und Nachdrucke können gerne<br />
auf Anfrage bestellt werden. Artikel,<br />
die namentlich gekennzeichnet<br />
oder durch ein Kürzel einem Autor zuzuordnen<br />
sind, geben nicht unbedingt<br />
die Meinung der Redaktion wieder.<br />
Unverlangt eingesandte Manuskripte<br />
können nicht zurückgeschickt werden.<br />
Wird ein Manuskript von der Redaktion<br />
angenommen, gehen Verlags- und Urheberrecht<br />
sowie sämtliche Rechte zur<br />
Veröffentlichung und Verbreitung auf<br />
den Verlag über. Die Redaktion übernimmt<br />
bezüglich in diesen Beiträgen<br />
dargelegter Sachverhalte keine Haftung.<br />
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ISSN 1618-2456<br />
Internationale Fachzeitschriften<br />
Themen JULI<br />
• Hygienic Design<br />
• Berufskleidung<br />
• Qualitätsmanagement<br />
• Fremdkörperdetektion<br />
3·25<br />
Die Veröffentlichungen des Dr. Harnisch Verlages<br />
behandeln vornehmlich ausgewählte Themen der<br />
Lebensmittel- und Getränkeindustrie.<br />
Sie sind als interdisziplinäre Ratgeber für die<br />
Führungskräfte der Industrie unentbehrlich. Der<br />
Schwerpunkt liegt dabei in der Herausgabe von<br />
internationalen Fachzeitschriften. Ein hochkarätig<br />
besetztes Autorenteam unterstützt dabei<br />
stets die Verlagsredaktion.<br />
ISSN 1618-2456