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LebensWeGe: Handout Ökumenisches Mehrgenerationenwohnen

Das Handout beschreibt das Projekt Ökumenisches Mehrgenerationenwohnen im Kloster Mariae Himmelfahrt Kirchheim am Ries der Projektgruppe LebensWeGe.

Das Handout beschreibt das Projekt Ökumenisches Mehrgenerationenwohnen im Kloster Mariae Himmelfahrt Kirchheim am Ries der Projektgruppe LebensWeGe.

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LebensWeGe

Ökumenisches Mehrgenerationenwohnen im

Kloster Mariae Himmelfahrt in Kirchheim am Ries

1


Handout zu geplantem Projekt

Ökumenisches Mehrgenerationenwohnen

Kloster Mariae Himmelfahr Kirchheim am Ries

der Projektgruppe LebensWeGe

Mit freundlicher Genehmigung

und Unterstützung:

Gemeinde Kirchheim am Ries,

Herr Bürgermeister Danyel Atalay

Verantwortlich für den Inhalt

Vorstand LebensWeGe:

Karin Keil und Klaus Opferkuch

Lerchenweg 3, 73491 Neuler

ko@medien-centrum-ellwangen.de

karin.ke@web.de

Verein „erfahrbar“ 8108 Unterengstringen

Julia Neuenschwander

Kirchengemeinde Mariae Himmelfahrt

Kirchheim am Ries

Freundeskreis Kloster Kirchheim e.V.

Fotos:

Christian Frumoldt, Tourismus Ostalb

Aloisia Hirth

Gemeinde Kirchheim am Ries

Tobias Holzinger

September 2025

2


Projekt LebensWeGe

Ökumenisches Mehrgenerationenwohnen

Im Kloster Mariae Himmelfahrt in Kirchheim am Ries

Der Verein LebensWeGe

LebensWeGe greift das Prinzip der Caring Community

auf – eine bewusst gestaltete Wohn- und

Lebensform, in der man füreinander da ist und das

Miteinander über klassische Nachbarschaft hinausgeht.

Wir wollen ein stabiles, herzliches Gefüge

schaffen, das die Lebensqualität aller verbessert,

Einsamkeit verringert und den Alltag bereichert –

generationenübergreifend und im echten Leben

erprobt.

Unser Vorbild ist die Wohngemeinschaft „erfahrbar“

im Benediktinerinnenkloster Fahr bei Zürich:

ein Ort, an dem Menschen verschiedener Konfessionen

und Altersstufen unter einem Dach leben –

geprägt von christlichen Werten, die unser Miteinander

leiten sollen.

Mit Christus in der Mitte und inspiriert von der benediktinischen

Spiritualität – einer jahrhundertealten

Tradition, die Zusammenhalt und Gastfreundschaft

in den Mittelpunkt stellt – gestalten wir ein

gemeinschaftliches Leben, das sowohl Raum für

Eigenständigkeit als auch für gegenseitige Unterstützung,

gemeinsames Gebet und ein lebendiges

Miteinander bietet.

Für junge Erwachsene: bezahlbarer Wohnraum,

lebendige Gemeinschaft, Kultur, Natur, Gestaltungsspielraum.

Für Familien: sichere Nachbarschaft, Freiflächen,

gemeinschaftliche Projekte, natur- und werteorientiertes

Umfeld.

Für die 55+ Generation: barrierearme Wohnungen,

Nähe, Sinnstiftung und Geborgenheit – ohne auf

Selbstständigkeit zu verzichten.

3


Heimat ist, wo man gedeiht

Wo Geschichte, Natur und Gemeinschaft

sich begegnen können

4


Vorbild „erfahrbar“

Vorbild, Inspiration und Partner im Geiste

Ökumenisches Mehrgenerationenwohnen „erfahrbar“

beim Benediktinnerinnenkloster Fahr bei Zürich

Unser Vorbild und unsere Partner im Geiste sind

die Verantwortlichen der Wohngemeinschaft

„erfahrbar“ am Kloster Fahr in der Nähe von Zürich.

Aus der Agenda des erfahrbar:

„Wir leben in einer globalisierten, digitalisierten

und leistungsorientierten Welt. Während früher

Menschen in einem überschaubaren Kontext

(Dorf) lebten, bewegen wir uns heute in einer

komplexen, vielschichtigen Umgebung. Wir leben

fragmentiert und sind nur noch wenig an Ort, Tagesstruktur

und Beziehungen gebunden. Obwohl

dies auch Vorteile bringt, sind die negativen Folgen

unübersehbar: Zunehmende Anonymität und Einsamkeit,

Ruhelosigkeit, Leistungsdruck im Arbeitswie

im Privatleben, stressbedingte Erkrankungen,

eine Entfremdung von der Natur und der Lebensmittelproduktion.

...“

Mehr dazu:

https://www.age-stiftung.ch/foerderung/erfahrbar-mehrgenerationenwohnen-beim-kloster-fahr

Ehemaligen Bäuerinnenschule des Kloster Fahr –

jetzt Ökumenisches Mehrgenerationenwohnen

„erfahrbar“

5


„Miteinander“, das aus Vielfalt schöpft

Projektidee / Vision

LebensWeGe steht für eine Wohnform, die Gemeinschaft,

Offenheit und spirituelle Tiefe verbindet. Im

ehemaligen Konventgebäude des Zisterzienserinnenklosters

Mariae Himmelfahrt wollen wir einen

Ort schaffen, an dem Menschen aller Generationen

und mit unterschiedlichen Lebensgeschichten

unter einem Dach leben, voneinander lernen und

sich gegenseitig unterstützen. Das Projekt Lebens-

WeGe möchte – nach dem Vorbild des Vereins

„erfahrbar“ am Benediktinerinnenkloster Fahr

bei Zürich – einen Ort schaffen, an dem Christinnen

und Christen verschiedener Konfessionen

und Generationen gemeinsam unter einem Dach

leben, mit Jesus Christus im Zentrum ihres Alltags.

Geleitet von der Bibel und getragen von der benediktinischen

Spiritualität gestalten wir ein Leben in

Gemeinschaft, geprägt von gegenseitiger Unterstützung,

gelebtem Glauben und gemeinsamen

Gebetszeiten.

oder auf ganz verschiedenen Stufen des Glaubensweges

stehen. Ganz im benediktinischen Geist,

der Gott sucht, nicht ausgrenzt und in einem guten

Miteinander im Geiste der Nächstenliebe wirkt

Wir möchten hier bewusst einen Gegenentwurf

zu Vereinsamung und gesellschaftlicher Spaltung

leben: einen Ort für Dialog, Glauben, Kultur, Natur

und Nachbarschaft, guter Konfliktfähigkeit, auf

Augenhöhe.

Räume, in denen Vertrauen, Teilhabe und Fürsorge

selbstverständlich sind, getragen von einem offenen,

herzlichen christlichen Geist – das ist unser

Ziel.

Benediktinischer Leitgedanke:

„Gelebte Communio – ein Miteinander, das aus

der Vielfalt schöpft, im respektvollen Austausch

wächst und in einem offenen, christlichen Geist

Heimat findet.“

Das Projekt ist christlich geprägt und wird von

den Werten der Bergpredig getragen. Wir heißen

zugleich Menschen willkommen, die aus anderen

kirchlichen Traditionen kommen, Gott suchen sind

6


Gemeinschaft und Zusammenleben

Ein wertschätzendes Miteinander

Wir bei LebensWeGe glauben, dass ein offenes,

respektvolles Zusammenleben möglich ist – und

dass es Freude macht.

Unsere Gemeinschaft lebt selbstbestimmt: Jede

und jeder geht den eigenen Aufgaben oder dem

Beruf nach und sorgt für den eigenen Lebensunterhalt.

Gemeinsame Momente der Stille oder des Austauschs

können uns Kraft für den Alltag geben und

gute Quelle sein. Gemeinsame Momente – wie ein

Monatsessen, eine wöchentliche Gebetszeit, ein

monatlicher Gottesdienst und besondere Aktionen

– bringen uns einander näher und lassen Vertrauen

wachsen.

Damit unser ökumenisches Mehrgenerationenwohnen

gelingt, braucht es Menschen, die gern

Verantwortung mit anderen teilen.

Ob Organisation, Verwaltung, Erhaltung oder

Gartenarbeit – die Aufgaben werden verteilt, vom

Verein koordiniert und in guter Zusammenarbeit

erledigt.

So entsteht ein lebendiges Miteinander, das den

Alltag bereichert, Kosten spart und unsere Ressourcen

schont.

Schon kleine Beiträge – wie das Pflegen der

Beete, das Ordnen gemeinsamer Räume oder

die Vorbereitung von Veranstaltungen – schaffen

Nähe, Wertschätzung und Freude am gemeinsamen

Gestalten.

Darum gehört die Bereitschaft, aktiv mitzumachen,

zu den Voraussetzungen für das Leben bei

LebensWeGe.

Denn nur, wenn alle mit anpacken, kann unser

Projekt auf Dauer blühen – getragen von Zusammenhalt,

Eigeninitiative und einem offenen,

herzlichen Geist.

Ganz im Sinn der benediktinischen Weisheit:

„Gemeinsam suchen wir Gott und gestalten unser

Leben im Dienst aneinander.“

7


Unsere Haltung im Miteinander

Bei LebensWeGe wollen wir zeigen, dass gutes Zusammenleben

möglich ist – auch wenn wir unterschiedlich

ein Verein denken dieses oder Konzept leben. bereits in der Praxis lebt,

Wie

lässt Wir setzen sich eindrucksvoll auf Offenheit, im Trailer Zuhören unserer und Freunde Respekt. von

„erfahrbar“ Das heißt: einander auf deren ernst Website nehmen, nachvollziehen: Spannungen

aushalten und gemeinsam Lösungen https://erfahrbar.

finden.

ch/wp/projektbeschrieb/

So entsteht eine Kultur, in der man sich wohlfühlen

kann wir – tragen ob beim den Gespräch Wunsch nach am Küchentisch, Versöhnung im und

Auch

einer Gebet ökumenischen oder beim gemeinsamen Einheit der Anpacken. Vielfalt in uns.

Dabei sind uns Achtsamkeit, Respekt und eine

offene Ein neuer Haltung Raum gegenüber für gelebten allen Glauben Menschen, und neue denen

wir Impulse begegnen, für die besonders Kirche wichtig. Wir sind überzeugt:

LebensWeGe Wahre ist Gemeinschaft nicht nur Wohnen, schafft Räume sondern – für eine

persönliches lebendige Form Wachstum, christlichen für Heilung Miteinanders. und für ein

Miteinander, Wir verbinden das Glauben von Augenhöhe und Alltag: und Nächstenliebe,

Vertrauen

geprägt Gastfreundschaft ist. und Friedensbereitschaft finden

Konkrete hier ganz Eckpunkte:

praktisch statt. Das Projekt öffnet den

Im historischen ehemaligen Klosterort Konvent-Gebäude für Menschen, des Zisterzienserinnen-Klosterschaft

suchen, und Mariae gibt damit Himmelfahrt auch der Kirchheim Kirche neue

die Gemein-

am Impulse: Ries soll Raum ein für christlich Begegnung, geprägtes, für Spiritualität gemeinschaftliches

– und für ein Mehrgenerationenwohnen Leben, das wir bewusst miteinander entstehen.

Spirituell gestalten, knüpfen in einer wir Atmosphäre an benediktinische von Fröhlichkeit, Traditionen

Vertrauen, an, insbesondere Anteilnahme und an die Freude Ausrichtungen der

Kommunikation –

unsere Grundlage für Problembewältigung

Für uns ist Kommunikation nicht nur ein Wort,

sondern die Basis, auf der Menschen mit unterschiedlichen

Biographien und Erfahrungen bei

LebensWeGe zu einem achtsamen Miteinander

finden können.

Wir wissen: Wo Menschen zusammenleben, gibt

es auch unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen.

Das ist normal – und sogar bereichernd.

Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.

Darum legen wir großen Wert auf eine Kultur des

Gesprächs, die von Zuhören, Respekt und Achtsamkeit

geprägt ist.

So entsteht eine Gemeinschaft, die Konflikte nicht

verdrängt, sondern gemeinsam Wege findet, sie zu

lösen – konstruktiv, respektvoll und im Vertrauen

aufeinander.

Mit dieser Haltung möchten wir auch ein Zeichen

setzen: ein Gegenentwurf zu einer oft lauten und

polarisierenden Wirklichkeit, und ein Beitrag zu

einer Kultur, in der das Verbindende mehr Gewicht

hat als das Trennende.

8


9


Modernes Wohnen in historischen Mauern

Gebäude und Wohnen

Modernes Leben in historischem Kloster

Unser Zuhause entsteht im denkmalgeschützten

Konventgebäude des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters

Mariae Himmelfahrt. Geplant sind eine

Clusterwohnung mit vier Einheiten sowie rund 14

moderne Wohnungen – vom Studio bis zu größeren

2.5-, 3.5- und 4.5-Zimmer-Wohnungen.

Alle Wohnungen sind altersgerecht gestaltet, viele

im Erdgeschoss barrierefrei. Zwei separate Eingänge

und gemeinsame Räume im Erd- und Obergeschoss

laden zu spontanen Begegnungen ein und

fördern das Miteinander.

Nach außen bleibt das historische Gebäude mit

seiner besonderen Ausstrahlung erhalten. Innen

entsteht lichtdurchfluteter, moderner Wohnraum

für Menschen aller Generationen – mit genügend

Privatsphäre und Raum für Gemeinschaft.

Für Begegnung, Kultur und spirituelle Angebote

gibt es passende Räumlichkeiten, die flexibel genutzt

werden können.

Der weitläufige Naturgarten, von einer schönen

Klostermauer umgeben, mit Streuobstwiese und

Platz für Gemüseanbau oder Kleintiere wie Hühner

und Ziegen, ist ein kleines Paradies.

Der idyllische Hofgarten zwischen barockem Klosterhof

und gotischem Konventgebäude bietet viele

Möglichkeiten – ob zum Austausch, zum Innehalten

oder für gemeinsame Aktivitäten.

Kurz gesagt: Das Ensemble verbindet geschichtsträchtige

Schönheit mit Raum für ein lebendiges

Miteinander.

10


Neue Räume in historischen Mauern

Bereits erfolgte Teilsanierungen:

2014 wurde die Dachlandschaft über dem 1683

von dem Vorarlberger Baumeister Valerian Brenner

konzipierten Abteigebäude saniert. Regen,

Fäulnis und nicht zuletzt der Holzwurm hatten dem

Gebälk als tragendes Element deutlich zugesetzt.

2001 konnte eine mehrjährige Renovierung der

Klosterkirche mit der Weihe des neuen Volksaltars

durch Weihbischof Thomas Maria Renz festlich

vollendet werden.

Geschichte des Besitzstandes:

Die ehemalige Zisterzienserinnen-Abtei wurde

1267 von den Grafen zu Oettingen gestiftet und

bis ins 16. Jh. als Grablege genutzt. Klosterkirche,

Abtei- und Konventflügel wurden im Rahmen einer

Schenkung im Jahre 1948 der kath. Pfarrgemeinde

vermacht.

https://www.geopark-ries.de/staetten-besiedlungsgeschichte/kloster_kirchheim-28280/

11


12


Detaillierung.:

Projektnr.:

Dateiname:

Plannummer.

M 1:100

20224057

20224057_EG

001

11.78

3.90

1.29

1.31

1.29

1.32

1.29

1.38

89

6.95

9

2.84

1.01

A

14.50

9.71

3.45 89

45

6.33

90 1.80 99 69 98 61 1.31 89

85

2.41

5.76

87

OKFF -1.12

UKD +2.48

OKFF -1.10

UKD +2.52

1.32

7.97

UKD +2.48

UKD +2.59 UKD +2.59

21.73

2.53

OKFF -1.06

5.19

1.27 2.56 1.26

2.59 1.27 2.50 1.24 2.59 1.26

34

1.02 5.42 59 3.31

4.04

53

1.32

UKD +2.54

UKD +2.59

UKD +2.58

648

22.83

28

1.03

27

6.80

OKFF -1.16

UKD +2.66

C C

UKD +0.87

1.69

OKFF -0.97

UKD +1.79

27

OKFF -0.99

UKD +2.65

UKD +0.87

4.31

94

OKFF -0.87

UKD +2.66

UKD +2.65

2.52

17

2.71

B

1.32

UKD +2.66

OKFF -0.87

UKD +2.64

OKFF -0.89

UKD +2.60

OKFF -0.86

UKD +2.59

OKFF -0.85

UKD +2.70

UKD +2.66

UKD +2.66

OKFF -0.61

UKD +2.23

OKFF -0.59

UKD +2.62

OKFF -0.85

UKD +2.66

A

OKFF -0.58

UKD +1.98

OKFF -0.86

UKD +2.64

UKD +2.65 UKD +2.63

OKFF -0.60

UKD +2.23

B

1.02 5.50 50 4.23 74 2.56 66 7.65 51 9.98

85

4.99 1.30 2.69 1.30 2.51 1.05 2.68 1.27 2.59 1.27 2.47 1.31 2.54 1.31 2.43 1.31 1.18

34.20

85

1.94

3.94

1.41

46

2.38

1.30

6.43

3.15 50 3.24

3.76

2.87

50 53 6.66

42

43

2.44 1.30 2.38 1.29 2.65 97 2.81 97 2.70 1.29 2.48 1.29 2.43

1.29

86

1.29

34.60

Ziegelstraße 17 , 73431 Aalen

Tel. 07361/5 28 28 00

Fax 07361/5 28 28 29

Kloster Kirchheim Kindergarten

Erdgeschoss

Bestandsplan

Maßstab:

1: 100

Gefertigt:

08.12.2022

13


Schönheit und heile Natur

Exzellenz – ein besonderer Ort zum Leben

Wo Natur, Glaube und Gemeinschaft sich begegnen – und Raum für Neues entsteht

Ein gutes Wohnprojekt braucht nicht nur ein tragfähiges

Konzept, sondern auch einen Ort, der Herzen

berührt. LebensWeGe vereint beides: eine klare

Idee vom gemeinsamen Leben, eine offene christliche

Haltung – und eine Umgebung von besonderer

Schönheit.

Das Klosterensemble mit Kirche, Konventgebäude

und Kapelle prägt seit Jahrhunderten das Ortsbild.

Hier haben schon viele Generationen Inspiration,

Kraft und Gemeinschaft gefunden – und dieser

Geist ist bis heute spürbar.

Eingebettet in die sanfte Hügellandschaft des

UNESCO Global Geopark Ries, umgeben von alten

Streuobstwiesen, historischen Wegen und weitem

Blick, entsteht eine Atmosphäre, in der man sofort

ankommt. Die Natur lädt zu Spaziergängen und

Radtouren ein, die nahegelegenen Orte locken mit

Kultur, Festen und guter Infrastruktur.

Im Inneren des Klosters entsteht moderner, energieeffizienter

Wohnraum – hell, gut geschnitten

und auf Gemeinschaft ausgerichtet: mit Cafeteria,

Seminarraum, Meditationskapelle und weiteren

Orten, an denen man sich begegnen kann.

So verbindet LebensWeGe inspirierende Umgebung,

gewachsenes kulturelles Erbe und ein

gemeinschaftsförderndes Wohnkonzept – und

schafft damit ein Zuhause, das nicht nur überzeugt,

sondern Menschen zusammenbringt, die

ein nachhaltiges, christlich geprägtes Miteinander

leben wollen.

14


Von Weitem strahlt das Klosterensemble Mariae Himmelfahrt im Ries

15


Das Ensemble macht das Besondere

Warum LebensWeGe besonders ist

Das Gesamtkonzept bietet vielfältige gesellschaftliche Mehrwerte

Generationenwohnen gegen Einsamkeit

Bei uns leben bewusst Menschen verschiedener

Altersgruppen zusammen. Dieser Mix schafft Nähe,

gegenseitige Unterstützung und Lernen voneinander

– und im Alter hilft die Gemeinschaft, länger

selbstständig zu bleiben.

Ein Ort mit Geschichte und Geist

Unser Miteinander ist vom benediktinischen Geist

inspiriert: Gastfreundschaft, Respekt und Achtsamkeit

tragen das kulturelle und spirituelle Erbe des

Klosters in zeitgemäßer Form weiter.

Sozial denken – gemeinsam tragen

Wir möchten auch Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Wohnraum bieten – etwa Alleinerziehenden,

älteren Menschen mit geringem

Einkommen oder Geflüchteten – und Integration

ins Gemeinschaftsleben fördern.

Gastfreundschaft mit Herz

Ein bis zwei kleine Studios laden Gäste zu Ruhe,

Einkehr und Erholung ein – inspiriert vom benediktinischen

Leitsatz: „Alle Gäste sollen aufgenommen

werden wie Christus.“

Gärten, die verbinden

Der Klostergarten bleibt ein Ort der Ruhe und

Schönheit. Daneben kann ein gemeinschaftlicher

Kräuter- und Gemüsegarten entstehen – zum Mitmachen,

Austauschen und Genießen.

Kultur mitten im Leben

Lesungen, Konzerte, Ausstellungen – das Klosterareal

bietet Raum für Veranstaltungen, die allen

offenstehen und das kulturelle Leben im Ort bereichern.

Nachhaltig und zukunftsfähig

Mit dem Umbau schaffen wir ein lebendiges Zuhause,

erhalten wertvolle Bausubstanz und beleben

das Ensemble – ein Gewinn für Bewohner und

Gäste. Das Kloster Kirchheim am Ries bleibt so als

Ort von nationaler Bedeutung erhalten und wird

zu einem Modellprojekt für integrale, sozial und

spirituell eingebettete Entwicklung mit Strahlkraft

über die Region hinaus.

16


Kultur, Kunst und offene Türen

LebensWeGe versteht das Kloster nicht nur als

Wohnort, sondern auch als Ort der Kultur. An die

Tradition von Freilichttheater und Konzerten soll

angeknüpft werden – ergänzt durch neue Formate

wie Ausstellungen, Vorträge oder Lesungen.

So bleibt das Ensemble lebendig, offen für die

Region und wird zu einem Ort, an dem Wohnen,

Kultur und Begegnung miteinander wachsen.

17


Kunst und Kultur

Vielfältig sind die Möglichkeiten der kulturellen Nutzung in der imposanten Klosteranalage

18


Beispiel für modernes christliches Mehrgenerationenwohnen

Wir wollen Leuchtturm sein

• Generationenwohnen gegen Vereinsamung:

Ein ausgewogener Mietermix fördert soziale

Kompetenz und reduziert potenzielle

gesellschaftliche Folgekosten.

• Konventgarten:

Als Denkmal geschützt, wird der Garten gepflegt

und steht der Gemeinschaft als Ort der Ruhe und

Begegnung offen.

• Erhalt kulturellen Erbes:

Die monastische Tradition des Ortes bleibt durch

eine zeitgemäße Form des Zusammenlebens

lebendig.

• Veranstaltungen:

Die Räumlichkeiten können für öffentliche Anlässe

wie Lesungen, Konzerte oder Schulungen genutzt

werden.

• Integration von Sozialwohnungen:

Ein Teil der Wohnungen ist für Menschen in

besonderen Lebenslagen vorgesehen,

in Kooperation mit der Kommune.

• Gästezimmer:

Zwei Studios stehen für Besucher bereit,

die Einkehr und Ruhe suchen .

19


Verantwortungsvoller Umgang mit dem was uns geschenkt ist

Neues Konzept für ökologische Nachhaltigkeit

LebensWeGe möchte in jeder Hinsicht verantwortungsvoll

mit den vorhandenen Ressourcen

umgehen – inspiriert von klösterlichen Vorbildern,

in denen Einfachheit, Achtsamkeit und Wertschätzung

gegenüber der Schöpfung seit Jahrhunderten

gelebt werden.

Ein modernes Energiekonzept soll sich an die örtlichen

Gegebenheiten anpassen und langfristig tragfähig

sein. Gemeinschaftlich genutzte Einrichtungen

wie Waschküche, Werkstatt oder Gästezimmer

sparen nicht nur Energie und Ressourcen, sondern

fördern auch das Miteinander im Alltag.

Auch in der Mobilität kann das Projekt Maßstäbe

setzen: Eine solarbetriebene Ladestation für

E-Bikes und Elektroautos direkt am Haus macht

nachhaltiges Unterwegssein einfach und bequem.

Besonderen Wert legt LebensWeGe auf die Verbindung

von Natur und Gemeinschaft: Ein gemeinschaftlich

gepflegter Kräuter- und Gemüsegarten

bietet die Möglichkeit, eigenes Gemüse biologisch

anzubauen, Wissen zu teilen und gemeinsam zu

ernten. Der angrenzende, denkmalgeschützte Klostergarten

bleibt in seiner Schönheit erhalten – ein

Ort der Ruhe, Begegnung und Dankbarkeit für die

Schöpfung.

So entsteht ein Lebensumfeld, das zeigt: Nachhaltigkeit

kann nicht nur sinnvoll, sondern auch

wohltuend und gemeinschaftsstiftend sein.

20


Mehrwert für Gemeinde und Region

Perspektiven für das Klosterareal und die neuen Bewohner

Hausarztpraxis inklusive

LebensWeGe im historischen Konvent

Das Projekt bewahrt das einzigartige Kloster-Ensemble

und erfüllt es mit neuem Leben: gemeinsames

Wohnen, Begegnung und Kultur in besonderer

Atmosphäre. Moderner Wohnkomfort trifft

auf jahrhundertealte Mauern – ein Zuhause, das

Geschichte spürbar macht und zugleich zukunftsorientiert

ist.

Vorteile für die Bewohner:

– Wohnen im denkmalgeschützten Ensemble mit

besonderem Flair

– Gemeinschaft über Generationen hinweg, die Einsamkeit

vorbeugt

– Kulturelle und spirituelle Angebote direkt vor Ort

– Natur vor der Tür: Streuobstwiesen, Gärten und

die Landschaft des Ries

– Nachhaltiges Wohnkonzept mit ökologischen

und sozialen Werten

So entsteht mehr als Wohnraum: ein Ort, an dem

man ankommt, dazugehört und gemeinsam Zukunft

gestaltet.

Hausarztpraxis

Hausarztpraxis im Zentrum

Die Integration einer Hausarztpraxis sichert die

medizinische Grundversorgung für Ort und Region

und steigert zugleich die Lebensqualität der Bewohner.

Neues Leben für ein geschichtsträchtiges Haus

Durch die behutsame Umnutzung des ehemaligen

Konvents entsteht nicht nur moderner Wohnraum,

sondern auch ein Ort mit klarer Zukunftsperspektive:

gemeinschaftliches Leben, kulturelle und

spirituelle Impulse – ergänzt durch wohnortnahe

ärztliche Betreuung.

So wird ein leerstehendes Denkmal zu einem

Modellprojekt: Gemeinschaft statt Isolation,

Versorgung statt Mangel, Nutzung statt Verfall.

Die Verbindung von Wohnen, Kultur, Spiritualität

und verlässlicher medizinischer Grundversorgung

schafft einen spürbaren Mehrwert für Menschen,

Gemeinde und Region.

21


Besuch bei der Landesministerin für Landentwicklung und Wohnen

Ministerin Nicole Razavi sagt ihre Unterstützung zu

02.07.2025 – Meilenstein für LebensWeGe: Besuch

im Landtag bei Ministerin Nicole Razavi

Ein besonderer Höhepunkt auf unserem bisherigen

Weg war der Besuch im Stuttgarter Landtag: Dank

MdL Winfried Mack konnten wir unser Projekt

LebensWeGe persönlich der Landesministerin für

Wohnen und Landesentwicklung, Nicole Razavi,

vorstellen – eine wichtige Ansprechpartnerin auch

im Bereich der Kulturdenkmale.

Begleitet wurden wir von Bürgermeister Danyel

Atalay und Thomas König, Vorsitzender des

katholischen Kirchengemeinderats. Nach unserer

Projektvorstellung würdigte sie LebensWeGe als

beispielhaft für innovative Nutzungen von Kulturdenkmalen

und sagte ihre volle Unterstützung zu.

Sie betonte die Bedeutung der nächsten Schritte,

insbesondere der Machbarkeitsstudie, und stellte

eine mögliche Förderung im Rahmen des Leuchtturmprogramms

in Aussicht.

Dieser Zuspruch von höchster Stelle ist für uns ein

starkes Signal und wertvoller Rückenwind für die

weitere Entwicklung des Projekts.

Foto von rechts nach links:

MdL Winfried Mack,

Vorsitz. der Kirchengemeinde

Thomas König,

Bgm. Danyel Atalay,

Ministerin Nicole Razavi,

Karin Keil und Klaus Opferkuch.

22


Auch die Kirche braucht neue Räume

Zwischen alten Mauern Neues wagen

Zwischen dicken Klostermauern, getragen von uralten

Säulen, haben Menschen seit Jahrhunderten

Schutz, Inspiration und spirituelle Tiefe in Christus

gefunden. Pater Meinrad Duffner, der Künstlerpater

der Abtei Münsterschwarzach schreibt zum

Thema: „…Deswegen verdienen nicht nur lebendige

Klöster den Besucherstrom, auch aufgelassene

können etwas von jener ordnenden und heilenden

Kraft verströmen. Mancherorts ist es, als ob die

Steine, Gewölbe und Säulen weiterbeteten. Offensichtlich

sind sie so nachhaltig mit ihrem Gottessinn

angefüllt. Es ist ihnen nicht zu rauben…“

Heute öffnen sich diese Räume neu: Durch kreative

Ideen und modernes Gestalten entstehen hier

lichtvolle Wohnungen – Orte, die Geborgenheit

schenken und zugleich Gemeinschaft fördern und

in die Zukunft weisen.

So, wie in diesen ehrwürdigen Mauern Altes und

Neues miteinander in Einklang gebracht wird,

braucht auch die Kirche selbst beides: die festen

Säulen ihrer Tradition und Spiritualität – und neue

Räume für die Gottsuche. Räume, die offen sind

für Fragen, die unser Leben heute stellt. Räume,

in denen christlicher Glaube nicht nur bewahrt,

sondern auch lebendig gelebt wird.

LebensWeGe möchte solch ein Ort sein: fest gegründet

in der Geschichte, doch offen für Zukunft

und Aufbruch.

23


LebensWeGe

Was uns be-wegt

Was uns bewegt – und wozu wir einladen:

Am Anfang stand eine persönliche Erfahrung:

Aufenthalte in den Benediktinerklöstern Münsterschwarzach

und Fahr haben uns – Karin und Klaus

– tief berührt. Wir durften erleben, wie benediktinische

Spiritualität auf wohltuende Weise mit

Menschlichkeit, Offenheit und gelebtem Glauben

verbunden ist – ohne Enge, ohne Ausgrenzung.

Diese stille Kraft, dieses achtsame Miteinander

und die gelebte Weisheit aus Jahrhunderten haben

in uns etwas in Bewegung gesetzt.

Besonders inspiriert hat uns das Zürcher Wohnprojekt

„erfahrbar“, das auf dem Gelände des Klosters

Fahr entstanden ist. Dort ist es gelungen, benediktinische

Impulse in eine zeitgemäße, gemeinschaftliche

Wohnform zu übersetzen – ein Ort, an

dem Menschen achtsam miteinander leben, einander

stärken und Raum für spirituelle Tiefe lassen.

Aus anfänglicher Begeisterung wurde eine Vision

– und schließlich der Herzenswunsch, eine solche

Form des gemeinschaftlichen Lebens auch in unserer

Heimat zu verwirklichen.

In vielen Gesprächen mit Freunden, Wegbegleiterinnen

und Mitgliedern der „erfahrbar“-Gemeinschaft

ist dieser Wunsch gereift. Er wurde konkreter

– und ist heute LebensWeGe: ein Projekt, das

viele Lebensgeschichten zusammenführt und neue

Wege des Miteinanders eröffnet.

Der Name LebensWeGe trägt diese Idee in sich:

Er steht für die ganz persönlichen Wege, die jede

und jeder mitbringt – und für das gemeinsame

Gehen, das daraus entstehen kann. Persönliche

Entwicklung und gemeinschaftliches Leben, getragen

von einem offenen, christlich-ökumenischen

Geist, kommen hier zusammen. Aus vielen Wegen

wird ein gemeinsamer – geprägt von Achtsamkeit,

Respekt und Spiritualität.

Wenn das Projekt in die Umsetzungsphase geht,

wird LebensWeGe zu einer Projektgemeinschaft

mit Vereinsstruktur. Eine Satzung und ein erprobtes

Organisationsmodell – entwickelt von der „erfahrbar“-Gemeinschaft

in Zürich – liegen bereits

vor und werden von uns mit Dankbarkeit übernommen

und entwickelt.

Viele Menschen begleiten uns bereits mit Sympathie,

Fachwissen, Ermutigung – und im Gebet.

24


Vielleicht möchtest Du, möchten Sie, ein Stück

dieses Weges mit uns gehen.

Unsere herzliche Einladung:

Wer mehr erfahren möchte, kann Mitglied unserer

unverbindlichen Projektgruppe werden. Diese informiert

ausschließlich über die nächsten Schritte

– ohne Verpflichtungen, aber mit der Möglichkeit,

von Anfang an dabei zu sein. Gerne senden wir

Ihnen unseren aktuellen Newsletter zu.

Schreiben Sie uns gern:

? karin.ke@web.de

? ko@medien-centrum-ellwangen.de

Wir freuen uns auf Weggefährtinnen und Weggefährten

auf LebensWeGe in Gemeinschaft.

Karin Keil & Klaus Opferkuch

Ehepaar Karin Keil und Klaus Opferkuch (und Sita)

25


Jemand muss zuhause sein, wenn du kommst ...

26


Gebet

Gebet des Klosters am Rande der Stadt

Silja Walter, Benediktinerin, Kloster Fahr Zürich, 1919 – 2011

Schriftstellerin, zeitlose Schaffenkraft

Gebet des Klosters am Rand der Stadt

Jemand muss zuhause sein,

Herr,

wenn du kommst.

Jemand Muss dich erwarten,

unten am Fluss

vor der Stadt.

Jemand muss nach dir

Ausschau halten,

Tag und Nacht.

Wer weiss denn,

wann du kommst?

Herr,

jemand muss dich

kommen sehen

durch die Gitter

seines Hauses,

durch die Gitter –

durch die Gitter deiner Worte,

deiner Werke,

durch die Gitter der Geschichte,

durch die Gitter des Geschehens

immer jetzt und heute

in der Welt.

Jemand muss wachen,

unten an der Brücke,

um deine Ankunft zu melden,

Herr,

du kommst ja doch in der Nacht,

wie ein Dieb.

Wachen ist unser Dienst.

Wachen.

Auch für die Welt.

Sie ist oft so leichtsinnig,

läuft draussen herum

und nachts ist sie auch nicht zuhause.

Denkt sie daran,

dass du kommst?

Dass du ihr Herr bist

und sicher kommst?

Jemand muss es glauben,

zuhause sein um Mitternacht,

um dir das Tor zu öffnen

und dich einzulassen,

wo du immer kommst.

Herr, durch meine Zellentüre

kommst du in die Welt

und durch mein Herz

zum Menschen.

Was glaubst du, täten wir sonst?

Wir bleiben, weil wir glauben.

Zu glauben und zu bleiben

sind wir da, –

draussen,

am Rand der Stadt.

Herr,

und jemand muss dich aushalten,

dich ertragen,

ohne davonzulaufen.

Deine Abwesenheit aushalten

ohne an deinem Kommen

zu zweifeln.

Dein Schweigen aushalten

und trotzdem singen.

Dein Leiden, deinen Tod

mitaushalten

und daraus leben.

Das muss immer jemand

tun

mit allen anderen

und für sie.

Und jemand muss singen,

Herr,

wenn du kommst!

Das ist unser Dienst:

Dich kommen sehen und

singen.

Weil du Gott bist.

Weil du die grossen Werke

tust,

die keiner wirkt als du.

Und weil du herrlich bist

und wunderbar,

wie keiner.

Komm, Herr!

Hinter unsern Mauern

unten am Fluss

wartet die Stadt

auf dich.

Amen.

Silja Walter OSB

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