05.05.2025 Aufrufe

Regio Spezial Ostallgäu_Ausgabe 2_2025

Der TT Verlag mit Sitz in Kempten veröffentlicht jedes Jahr 6 Ausgaben des Allgäuer Wirtschaftsmagazin plus Sonderausgaben. Pro Ausgabe erreicht die Publikation ca. 50.000 Leser aus dem bayerischen und württembergischen Allgäu. Der Schwerpunkt liegt auf regionale Themen und Unternehmen - ohne die große weite Welt außer Acht zu lassen.

Der TT Verlag mit Sitz in Kempten veröffentlicht jedes Jahr 6 Ausgaben des Allgäuer Wirtschaftsmagazin plus Sonderausgaben. Pro Ausgabe erreicht die Publikation ca. 50.000 Leser aus dem bayerischen und württembergischen Allgäu. Der Schwerpunkt liegt auf regionale Themen und Unternehmen - ohne die große weite Welt außer Acht zu lassen.

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Spezial | Mai 2025

OSTALLGÄU

Wirtschaft | Branchen-News | Kultur | Soziales

ZAPPE GmbH Kaufbeuren I Seite 6

Tradition trifft Innovation

Raiffeisenbank Oberland-Reutte | Seite 16

Ein sauberes Ergebnis

Siegfried Bruni | Seite 26

Familienunternehmen

Familienhotel Löwen | Seite 30

Urlaub für die ganze Familie

DMG Mori Pfronten GmbH | Seite 34

Innovationsschmiede


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2 Ostallgäu


Ostallgäu | Editorial

Liebe Leserinnen und Leser

des Allgäuer Wirtschaftsmagazins,

TITELBILDER: ZAPPE GMBH, RAIFFEISENBANK OBERLAND-REUTTE, SIEGFRIED BRUNI, FAMILIENHOTEL LÖWEN, DMG MORI PFRONTEN GMBH

BILD: LANDRATSAMT OSTALLGÄU

Maria Rita Zinnecker

das Jahr 2025 startete unglücklicherweise

mit einer ganzen Reihe globaler geopolitischer

und auch wirtschaftlicher Verwerfungen.

Bedingt waren diese vor allem

durch den zweiten Amtsantritt von US-

Präsident Donald Trump und die sich

daran anschließende rücksichts- und auch

teils sinnlose Außen- und Wirtschaftspolitik.

Er hat mit seinen Dekreten, Zöllen

und Ankündigungen nicht nur die globale

Wirtschaft in Aufruhr versetzt und verunsichert,

sondern ganze Gesellschaften und

Staatenbünde. Momentan ist leider kaum

abzusehen, inwieweit auch unsere Allgäuer

Wirtschaft von diesem gefährlichen

Wirrwarr dieser US-Administration betroffen

ist.

Derzeit blicken wir auf einen weitgehend

stabilen Allgäuer Arbeitsmarkt und ich

hoffe sehr, dass das noch möglichst lange

so bleibt. Deutschland und Europa haben

sich in Folge der US-amerikanischen Absetzungs

bewegungen auf den schwierigen

Weg gemacht, ihre wirtschaftliche Stärke

zu behalten und ihre militärische Kraft

auszubauen. Ich bin sehr zuversichtlich,

dass dies auf Sicht gelingt und die Stärke

der nationalen wie auch der regionalen

Wirtschaft auf Dauer erhalten bleibt.

Wir sind nach wie vor eine der größten

und bedeutsamsten Volkswirtschaften

der Welt und haben ökonomisches Gewicht

(auch, wenn wir uns oft selbst

verzwergen). Auch wir im Allgäu brauchen

uns keinesfalls zu verstecken:

Un sere Unternehmen decken eine sehr

breite Palette an Produkten und Dienstleistungen

ab, sind stabil, kreativ und

zum allergrößten Teil familiengeführt und

mit telständisch. Das ist eine gute und gesunde

Mischung, um den größten Turbulenzen

auf dem Arbeitsmarkt zu entgehen.

Und natürlich sind wir Allgäuer

Anpacker und Stehaufmännchen, die

nichts so leicht umhaut.

Liebe Leserinnen und Leser, in dieser

Sonderausgabe über das Ostallgäu er ­

fah ren Sie wieder eine Menge über diese

regionale Wirtschaftskraft – und das in

der ganzen Bandbreite. Viele interessante

Aspekte werden beleuchtet und auch

der Landkreis Ostallgäu als Arbeitgeber

findet seinen Platz im Magazin. Ich wünsche

Ihnen von dieser Stelle viel Freude

und Erkenntnis beim Schmökern durch

das druckfrische „Allgäuer Wirtschaftsmagazin“.

Bleiben Sie zuversichtlich.

Ihre Landrätin

Maria Rita Zinnecker

Ostallgäu

3


Ostallgäu | Inhalt

20

8

6 Bad, Heizungsbau, Sanitärtechnik

Die Firma Zappe aus Kaufbeuren ist Ihr

kompetenter Partner für Bad, Heizungsbau

und Sanitärtechnik.

8 Energieversorgung

Das junge Kaufbeurer Unternehmen

Buron Energy Solutions gestaltet die

Zukunft der Energieversorgung.

10 Landratsamt

Arbeitgeber Landratsamt Ostallgäu:

vielfältige Aufgaben, moderne Verwaltung,

attraktive Karrierechancen.

12 Architekturbüro

Das Team des Architekturbüros Innowave

aus Kaufbeuren-Neugablonz ist der

Ansprechpartner für innovative Bauprojekte

jeder Größenordnung.

14 Regionale Entwicklung

Der Landkreis Ostallgäu zwischen

Alpenidyll und Hightech-Industrie.

16 Finanzierung Autowaschanlage

2024 hat Thomas Bunz die vierte Filiale

seines Auto-Waschparadieses eröffnet –

mit der Raiffeisenbank Oberland-Reutte

als zuverlässigem Finanzierungspartner.

18 Zweckverband

Der Zweckverband Allgäuer Land feiert

zwei Jahrzehnte Kooperation.

20 Hotellerie

Im Alpenhotel Ammerwald sollen jetzt

auch wieder Azubis ausgebildet werden.

4 Ostallgäu


24 Vermögensbetreuung

Die AnCeKa Vermögensbetreuungs AG steht

für unabhängige Beratung, maßgeschneiderte

Lösungen und eine absolute Ausrichtung

auf Kundenbedürfnisse. Ein Gespräch

mit Vorstandsmitglied Ingo Schweitzer.

26 Haustechnik

Seit 35 Jahren bietet die Firma Bruni in

Marktoberdorf ihren Kunden zuverlässigen

Service und innovative Lösungen rund um

Heizung, Sanitär und Spenglerei.

42 Gastronomie

Vom Stammtisch zum Businessmeeting:

Die vielen Facetten des Alpenhotels Krone

in Pfronten.

44 Wirtschaftsförderung

Die Wirtschaftsförderung Marktoberdorf

setzt auf die gezielte Förderung junger

Menschen in den sogenannten MINT-

Fächern.

24

38

28 Futtermittelherstellung

Die St.-Georgs-Mühle in Marktoberdorf:

Generationswechsel und Umstellung auf

Bio zum 75-jährigen Jubiläum.

30 Familienhotel

Das Familienhotel Löwen in Nesselwang

bietet Eltern und Kindern die Möglichkeit,

einen abwechslungsreichen und erholsamen

Urlaub zu verbringen.

32 Gesundheitswesen

Gesundheitsversorgung im Ostallgäu:

wie eine ländliche Region Vorbildcharakter

beweist.

34 Industrietechnik

Jubiläums-Hausmesse bei DMG MORI in

Pfronten – Präsentation von technischer

Transformation und zukunftsweisender

Personalstrategie.

38 Elektrogroßhandel

Anfang des Jahres hat der Elektrogroßhändler

Rexel seine neuen Räume im

Gewerbegebiet Kaufbeuren bezogen.

40 Verkehrsinfrastruktur

Ein Blick auf die verkehrstechnische Infrastruktur

im Landkreis Ostallgäu, aktuelle

Projekte und künftige Herausforderungen.

44

47 Schlusswort

Der Landkreis Ostallgäu – eine Region, die

nicht nur landschaftlich, sondern auch

wirtschaftlich bemerkenswert vielfältig ist.

Ostallgäu

5


Kaufbeuren | Bad, Heizungsbau, Sanitärtechnik

Vielseitigkeit ist

das Erfolgsrezept

Die Firma Zappe aus Kaufbeuren ist Ihr kompetenter Partner

für Bad, Heizungsbau und Sanitärtechnik

Als zuverlässiger Ansprechpartner für individuelle und neu gedachte Lösungen in den Bereichen Bad, Heizungsbau und Sanitärtechnik

hat sich die Firma Zappe aus Kaufbeuren etabliert. Mit Know-how und Leidenschaft setzt das Team um Thomas, Sandra und Joshua Zappe

Visionen um und baut auf Tradition und transparente Beratung, ohne den Blick für Innovation und Wachstum zu verlieren.

Gegründet wurde das Unternehmen 2017

von Thomas Zappe, der auf jahrzehntelange

Erfahrung im Sanitärbereich zurückblickt.

„Es ist beeindruckend, wie stark

wir in so kurzer Zeit gewachsen sind“,

„Wir investieren aus Überzeugung

in unsere Kunden. Bei uns zählen

Fachlichkeit, Qualität und ein

vertrauensvolles Miteinander.“

Thomas Zappe, Geschäftsleitung

sagt der Seniorchef. Schon 2019 folgte der

Umzug an den heutigen Standort mit

einem stilvollen Showroom, der Kunden

Inspiration und Einblicke in aktuelle Badtrends

bietet.

Alles aus einer Hand:

persönlich, individuell, einzigartig

„Unsere Vielseitigkeit ist unser Erfolgsrezept“,

sagt Sandra Worel­Zappe. „Bei

uns bekommt der Kunde wirklich alles

aus einer Hand.“ Das Team von 35 Mit ­

ar beitern besteht aus eigenen Monteuren,

Fliesenlegern sowie Trockenbauern, Mau ­

rern und Elektrikern. Eng wird außerdem

mit qualifizierten Fachpartnern zusammengearbeitet.

„Wir sind ein gewerkeübergreifender

Sanierer mit starker

Inhouse­Kompetenz. Das macht uns

einzigartig und zeichnet uns aus“, hebt

Juniorchef Joshua Zappe hervor.

Entscheidend sei dabei die menschliche

Komponente: „Unser Team stellt sich auf

jeden Kunden individuell ein, begleitet

Projekte von der Idee bis zur Verwirklichung

und darüber hinaus. “ Der Service

hält auch nach dem Projektabschluss

an – bei Problemen finden die Auftrag­

„Unser Erfolgsrezept ist

die Vielseitigkeit: Der Kunde

bekommt bei uns wirklich alles

aus einer Hand.“

Sandra Worel-Zappe, Prokuristin

62 Ostallgäu


geber immer einen Ansprechpartner, der

weiterhilft. „Wir investieren aus Überzeugung

in unsere Kunden“, betont Geschäftsführer

Thomas Zappe. „Es sind

nicht die Kosten, auf die wir in erster

Linie schauen, sondern die Fachlich ­

keit, Qualität und ein vertrauensvolles

Miteinander. Wir bieten echten Service,

der sich bezahlt macht.“ Denn gerade das

komplexe Sanierungsgeschäft erfordere

großes Wissen und Erfahrung. So investiert

das Allgäuer Unternehmen auch

viel in die Förderung von Nachwuchskräften.

Zwei bis drei Azubis werden

pro Lehrjahr in verschiedenen Bereichen

ausgebildet und individuell unterstützt.

Mit Mut und Engagement in die Zukunft

Die Firma Zappe

sucht Verstärkung

(m/w/d):

• Bauleiter/Projektleiter SHK

• Kundendienstmonteur

Heizung & Sanitär

• Lagerist

• Verkaufsberater Fliesenstudio

Nach der Leitidee „Tradition trifft Innovation“

will das Unternehmen auch in

Zukunft seine Kompetenzen weiter ausbauen,

den bewährten Service bieten,

„digitalisieren, wo es sinnvoll ist“, so

Joshua Zappe, „und weiter wachsen –

aber nicht auf Zwang, sondern auf natürliche

Weise“.

So sieht der gelernte Installateur­ und

Heizungsbauermeister in der Energiewende

„viel Potenzial“, aber auch Nachhaltigkeit

spiele im Unternehmen eine

wichtige Rolle. „Beispielsweise schon in

der Beratung ein Bewusstsein dafür zu

schaffen, lieber zu renovieren, statt neu

zu kaufen, und Produkte zu wählen, die

langlebig sind.“ Alle bringen sich mit

ihren Fähigkeiten ein: „Als junges Team

wagen wir uns auch an Neues heran, und

profitieren gleichzeitig vom Wissen der

älteren Generation. Eine starke Kombination,

die wir tagtäglich erfolgreich

leben.“ Auch Thomas Zappe ist es wichtig,

auf Traditionellem aufzubauen, „aber

nicht stehen zu bleiben, sondern neue

Möglichkeiten wahrzunehmen, offen und

mutig zu sein“.

Für die Familie Zappe ist es insbesondere

der Kontakt mit den Menschen, der sie

antreibt. „Gemeinsam zu gestalten, für

Ideen zu gewinnen und zu begeistern,

Visionen für die eigenen vier Wände

umzusetzen und Menschen zufrieden ­

zu stellen macht für mich diese Arbeit

aus“, sagt der Seniorchef. „Mit und für

Kunden Projekte zu verwirklichen, die

funktio nieren, ist ein großartiges Gefühl“,

„Wir sind ein

gewerkeübergreifender Sanierer

mit starker Inhouse-Kompetenz –

das macht uns einzigartig.“

Zappe GmbH

Joshua Zappe, Geschäftsleitung

findet Joshua Zappe. „Es erfüllt mich,

Heraus forde rungen anzugehen, mit einem

super Team und vielfältigen gestalterischen

Möglichkeiten Dinge neu zu

denken und am Ende ein hochwertiges

Ergebnis in den Händen zu halten.“

Mahi Kola

Untere Au 5

87600 Kaufbeuren

Telefon 08341 995150

info@zappe-bad.de

www.zappe-kaufbeuren.de

BILDER: ZAPPE GMBH

Ostallgäu

73


Kaufbeuren | Energieversorgung

Energielösungen mit Zukunft –

und ohne Kompromisse

Das junge Kaufbeurer Unternehmen Buron Energy Solutions

gestaltet die Zukunft der Energieversorgung

Mit der gemeinsamen Vision, Energielösungen neu zu denken und smarter zu gestalten,

sind Joshua Zappe und Tim Schmid im Januar 2024 mit ihrem Unternehmen „Buron Energy

Solutions“ an den Start gegangen. Mit ihrem Batteriespeichersystem bieten die Allgäuer

Gründer eine Lösung, die sich durch extreme Flexibilität und Modularität hervorhebt –

und gehen damit neue Wege der intelligenten Energienutzung.

Joshua Zappe und Tim Schmid kennen

sich schon viele Jahre. Mit dem Ziel,

einen Energiespeicher zu entwickeln,

der effi zient, unabhängig, zukunftssicher

und flexibel einsetzbar ist, hat das Duo

seine Kompetenzen gebündelt und die

Firma Buron Energy Solutions gegründet.

Zappe bringt sein unternehmerisches

Wissen ein, während Schmid als studierter

Elektroingenieur mit technischer

Expertise aufwartet. „Wir wollten ein Sys­

tem konzipieren, das sich durch Modularität

und technische Vielseitigkeit

deutlich von bestehenden Lösungen abhebt“,

so Tim Schmid. „Viele am Markt

erhältliche Speicher stoßen in puncto

Anpassbarkeit schnell an ihre Grenzen.“

Genau hier setzt das Konzept der beiden

an: „Unser System wird kundenspezifisch

konfiguriert – egal ob für bestehende oder

neue PV­Anlagen, dynamische Strom ­

ta rife oder autarke Inselversorgung“, sagt

Joshua Zappe. „Genau darin besteht der

entscheidende Unterschied – ein echter

Gamechanger.“

Produktion der Systeme im Allgäu

Das Speichersystem zeichnet sich insbesondere

durch seine Flexibilität und

Erweiterbarkeit aus – die Leistung und

Kapazität können an individuelle Bedürfnisse

angepasst werden. Das System

„Wir bieten Energielösungen, die auf

die Bedürfnisse unserer Kunden

zugeschnitten sind.“

Joshua Zappe, Geschäftsführer

82 Ostallgäu


ar beitet zudem unabhängig vom Stromnetz

und garantiert auch bei einem

Strom ausfall eine unterbrechungsfreie

Stromversorgung. Gefertigt werden die

Speichersysteme in der Produktionshalle

vor Ort. Nach der Testung erfolgt die

Mon tage direkt bei den Kunden. Wich ­

tig ist den beiden die Verbundenheit

mit der Region, die sich nicht nur im

Namen des Start­ups aus Kaufbeuren

(ehemals Buron) wiederfindet. Ganz in

diesem Sinne wollen Schmid und Zappe

das Unternehmen „nachhaltig aufbauen

und unabhängig bleiben“.

Unabhängig, sicher, auf den Kunden

zugeschnitten

„Standardlösungen genügen

uns nicht – wir setzen auf

Vielseitigkeit und Flexibilität.“

Tim Schmid, Geschäftsführer

Das Angebot von Buron Energy Solutions

geht über die Installation des Systems

weit hinaus: „Wir bieten Energielö sung en,

die auf die Bedürfnisse unserer Kunden

zugeschnitten sind“, verspricht Joshua

Zappe. Das beinhalte individuelle Beratung,

Lösungen aus einer Hand, genauso

wie Transparenz und ein Konzept, „welches

das Gebäude gesamtheitlich be ­

trachtet“. Dazu zähle auch ein effi zientes

Energiemonitoring, um zu opti mieren,

wo es sinnvoll ist. Den Speicher beschreibt

Schmid als „zentrales Kraftwerk“,

er sei quasi das „Herz“. So ist der Ein ­

satz einer guten Steuerungssoftware von

entscheidender Bedeutung – auch, um

Verstärkung

gesucht (m/w/d)

Das Buron-Energy-Team sucht

engagierte Mitarbeitende, die Teil des

modernen, familiären Allgäuer Unternehmens

werden und die Energiewende

aktiv mitgestalten wollen!

• Elektroniker für Energie- und

Gebäudetechnik

• Ausbildung zum Elektroniker für

Energie- und Gebäudetechnik

sich „möglichst unabhängig vom öffentlichen

Stromnetz zu machen“. Damit

treffen die beiden einen Nerv: „In Unternehmen

und Privathaushalten steigt der

Strombedarf, Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit

und Kostenunabhängigkeit

werden immer wichtiger.“

Individuelle Energie

statt Standardlösungen

Die Elektrifizierung der Gesellschaft sehen

die beiden Gründer als „Riesenherausforderung,

aber auch als Chance

zur Weiterentwicklung“, denn mit ihren

innovativen Lösungen für die Stromerzeugung,

­speicherung und ­nutzung

wollen die Unternehmer die Energiewende

aktiv mitgestalten. Dinge neu zu

denken, über den Tellerrand hinauszuschauen,

ist für die Gründer dabei

selbstverständlich. „Standardlösungen ge ­

nügen uns nicht – wir setzen auf Vielseitigkeit

und Flexibilität, und das spiegelt

sich auch in unseren Produkten wider“, so

Tim Schmid. Das dynamische Allgäuer

Unternehmen will weiter wachsen und

neue Lösungen entwickeln, die echten

Mehrwert bieten – sei es für den Bereich

der Landwirtschaft, auf dem Mietermarkt

oder in der Kommunalen Wärmeplanung.

Mahi Kola

„Wir lösen den Engpass – für

optimale Speichernutzung.“

Tim Schmid und Joshua Zappe

Buron Energy Solutions GmbH

Untere Au 5

87600 Kaufbeuren

Telefon 08341 9754975

info@buron-energy.de

www.buron-energy-solutions.de

BILDER: BURON ENERGY SOLUTIONS GMBH

Ostallgäu

93


Ostallgäu | Landratsamt

Attraktiver Arbeitgeber mit

vielfältigem Aufgabenspektrum

Im Landratsamt Ostallgäu reicht die Bandbreite der Aufgaben weit –

ein spannendes Feld für rund 600 Mitarbeitende

Ob Führerschein, Kfz-Zulassung oder Bauantrag – fast jeder Ostallgäuer hat schon einmal mit dem Landratsamt in Marktoberdorf zu

tun gehabt. Doch die Bandbreite der Aufgaben dieser zentralen Behörde reicht weit darüber hinaus. Als Schnittstelle zwischen Bürgern,

Unternehmen, Kommunen und staatlichen Aufgaben ist das Landratsamt in nahezu allen Lebensbereichen präsent.

Das Landratsamt Ostallgäu sorgt für eine

funktionierende Infrastruktur, sorgt für

Bildung, unterstützt Kultur und Freizeitangebote,

engagiert sich im Umwelt­ und

Naturschutz und übernimmt Ordnungsund

Sicherheitsaufgaben. Von Sozialleistungen

bis zur Bauverwaltung, von Wirtschaftsförderung

bis zum Klimaschutz

– das Landratsamt ist der zentrale Ansprechpartner

für zahlreiche Belange.

600 Mitarbeitende für eine moderne

Verwaltung

Um diese vielseitigen Aufgaben zu bewältigen,

arbeiten in der Kernverwaltung

rund 600 Beschäftigte in 14 Fachbereichen.

Neben klassischen Verwaltungsfachkräften

gehören auch Juristen, Sozialpädagogen,

Gesundheits­ und Umweltfachkräfte,

Bau­ und IT­Experten zum Team.

Besonders wichtig ist dabei die Ausbildung

eigener Nachwuchskräfte: Vom

Verwaltungsfachangestellten über Fachinformatiker

bis zum Diplomverwaltungswirt

– das Landratsamt setzt auf

eine fundierte Ausbildung. Gleichzeitig

werden auch verstärkt berufliche Quereinsteiger

gefördert. Über den Beschäftigtenlehrgang

I haben in den vergangenen

fünf Jahren rund 30 Mitarbeitende

den beruflichen Einstieg in die Verwaltung

gefunden.

Attraktiver Arbeitgeber mit Auszeichnung

Dass das Landratsamt Ostallgäu nicht

nur eine zentrale Verwaltungsstelle, sondern

auch ein moderner und attraktiver

Arbeitgeber ist, zeigt die erneute Auszeichnung

als „World’s Best Employer

2025“. Das Siegel wird an Arbeitgeber

vergeben, die in einer internationalen

Studie mit über 129.000 Unternehmen

und Institutionen besonders gut abschneiden.

Seit seiner Sanierung und Erweiterung im Jahr 2012 präsentiert sich das Landratsamt an der Schwabenstraße mit

modernem Verwaltungsgebäude und Kapazität für 350 Büroarbeitsplätze.

Vor allem in den Bereichen Vereinbarkeit

von Familie und Beruf, Gesundheitsförderung

und nachhaltige Mobilität hat

das Landratsamt in den vergangenen

Jahren einiges bewegt. Die Einrichtung

10 2 Oberallgäu Ostallgäu


„Unsere Mitarbeitenden leisten

täglich einen wichtigen Beitrag für

das Funktionieren unseres

Landkreises. Deshalb legen wir

großen Wert auf ein modernes,

motivierendes Arbeitsumfeld mit

flexiblen Strukturen und attraktiven

Zusatzangeboten.“

Maria Rita Zinnecker,

Landrätin im Ostallgäu

Landrätin Maria Rita Zinnecker (re.) und Hauptamtsleiterin Susanne Kettemer

freuen sich über die Auszeichnung.

von 240 Homeoffice­Arbeitsplätzen ermöglicht

flexibles Arbeiten, während ein

breit aufgestelltes Firmenfitnessangebot

zur Gesundheitsförderung beiträgt. Ergänzend

dazu wurden umfassende Maßnahmen

zur Förderung der Fahrradmobilität

umgesetzt und eine neue Regelung

zur Altersteilzeit eingeführt.

Digitale Verwaltung für Bürger und

Mitarbeitende

Das Bild vom „verstaubten Amt mit meterhohen

Aktentürmen“ gehört längst

der Vergangenheit an. Das Landratsamt

treibt die Digitalisierung gezielt voran –

zum Vorteil für Bürgerinnen und Bürger

sowie für die Beschäftigten.

Dienste wie das Bürgerservice­Portal erleichtern

den Zugang zu Verwaltungsleistungen

und sparen wertvolle Zeit. Auch

intern setzt das Landratsamt auf digitale

Prozesse: Von der e­Akte über den Digitalen

Bauantrag bis hin zum Pakt für den

Öffentlichen Gesundheitsdienst wird die

Verwaltung zunehmend effizienter, moderner

und bürgernäher.

„Die Zukunft der Verwaltung ist digital –

aber immer mit einem menschlichen Gesicht.

Wir wollen den Bürgerinnen und

Bürgern den bestmöglichen Service bieten

und unseren Mitarbeitenden moderne

Arbeitsplätze mit flexiblen Strukturen

ermöglichen“, sagt Landrätin Maria Rita

Zinnecker.

Ein vielseitiges Arbeitsumfeld mit

gesellschaftlicher Verantwortung

Mit seinem breiten Aufgabenspektrum,

der modernen Arbeitsweise und den

zahlreichen Zukunftsprojekten ist das

Landratsamt Ostallgäu eine Verwaltung,

die sich immer weiterentwickelt. Die

Kombination aus Service für die Bürgerinnen

und Bürger, strategischer Entwicklung

der Region und einem attraktiven

Arbeitsumfeld macht die Arbeit hier

abwechslungsreich und verantwortungsvoll

zugleich.

Landratsamt Ostallgäu

Graue Büroflure, staubige Akten und schlecht gelaunte Mitarbeiter? Von wegen! Das Landratsamt Ostallgäu versteht sich

als moderner Dienstleister für seine Bürgerinnen und Bürger.

Schwabenstraße 11

87616 Marktoberdorf

Telefon 08342 911-0

poststelle@lra-oal.bayern.de

www.landkreis-ostallgaeu.de

BILDER: LANDRATSAMT OSTALLGÄU

Ostallgäu Oberallgäu

11 3


Kaufbeuren-Neugablonz | Architekturbüro

Kreative Ideen und Teamgeist

Ein junges, dynamisches Team voller Visionen und Weitblick –

das zeichnet das Architekturbüro Innowave aus Kaufbeuren-Neugablonz aus.

Das Team des

Architekturbüros

Innowave

Von der ersten Idee bis zum fertigen Objekt: Mit einem erfahrenen Team aus Architektinnen und Architekten, Bauzeichnern und

Organisationstalenten bietet Innowave ein breites Leistungsspektrum vom Wohnbau über Gewerbebauten bis hin zum Bau von

Sportanlagen und der Sanierung von Bestandsgebäuden. Das Architekturbüro in Kaufbeuren-Neugablonz steht für innovative und

maßgeschneiderte Architektur mit Fokus auf der Begleitung seiner Kunden – vom ersten Planungskonzept über die Baubegleitung bis

hin zur Fertigstellung.

Wer hat ihn nicht, den Traum vom eigenen

Zuhause? Ein Haus zu bauen ist

wohl eines der größten Projekte, die

private Bauherren im Leben angehen.

Auch für Gewerbebetriebe sind Bauprojekte

meist wichtige Meilensteine in

der Firmengeschichte. Deshalb ist es

umso wichtiger, Menschen an seiner

Seite zu haben, die mit viel Erfahrung

und großem Verantwortungsbewusstsein

die Umsetzung kleiner wie auch

großer Projekte in die Hand nehmen

und ihre Kunden von der ersten Idee

bis zur Fertigstellung begleiten.

Verlässlichkeit und Kundenfokus

All das bietet das Architekturbüro

Innowave. „Der Kunde steht bei uns

im Mittelpunkt“, sagt Architektin und

Innowave­Geschäftsführerin Natalie

Miller. Zusammen mit ihrem Team aus

Architekten und Architektinnen, einer

Ingenieurin, einem Bauzeichner sowie

zwei Teamassistentinnen steht sie künftigen

Bauherren von Anfang an zur

Seite. Das beginnt bereits damit, Machbarkeitsstudien

für verschiedenste Ideen

und Projekte zu erstellen und umfasst

auch die Finanzierbarkeit eines Objektes.

„In so herausfordernden und unstetigen

Zeiten wie diesen ist Bauen ein Wagnis“,

sagt Miller ganz offen. Umso wichtiger

ist es, einen festen Ansprechpartner zu

haben, der sämtliche Phasen des Bau­

Projektes übernimmt und den zeitlichen

und finanziellen Rahmen genau im Blick

behält.

Ästhetik und Zweckmäßigkeit

Für das Innowave­Team ist der Name

ihres Architekturbüros Programm: die

12 2 Ostallgäu


„Kundenzufriedenheit ist uns

wichtiger als jede Auszeichnung.“

Natalie Miller, Architektin

kreativen Ideenentwickler schaffen Räume,

die sowohl ästhetisch als auch funktional

überzeugen. Bestes Beispiel ist das

Innowave­Büro in Neugablonz, hell,

bunt, offen, mit großen Fenstern und

einer gemütlichen Sitzecke. Die Auf putzinstallierten

Kupferrohre der Heizung und

Elektroinstallation sind zugleich auch

gestalterisches Element. Ein offenes Regal

wird geschickt als Raumteiler genutzt.

Hier arbeiten Menschen mit Blick für

Design und Details, die bestehende

Konzepte neu denken und Visionen in

umsetzbare Entwürfe verwandeln.

Teamgeist und Kommunikation

Auch Nachhaltigkeit und Teamarbeit

spielen bei Innowave eine zentrale Rolle.

Das Innowave-Büro in Neugablonz

Beispielsweise entstehen gerade in Zusammenarbeit

mit einem örtlichen Bauträger

drei Effizienzhäuser 40 QNG­

PLUS mit insgesamt 34 Wohnungen,

die bereits alle verkauft sind. „Das zeigt,

dass die Nachfrage nach bezahlbarem

Wohnraum nach wie vor gegeben ist“,

sagt Natalie Miller. Wichtig sei es, am

Wohnungsmarkt für den Kunden finanzierbare

Kaufpreise anzustreben und

gleichzeitig kreative Lösungen anzubieten,

um alle Wünsche zu verwirklichen.

„Die Kunst ist es, anspruchsvolle

Architektur innerhalb des bestehenden

Budgetrahmens umzusetzen“, fasst es die

Architektin zusammen. Solche Projekte

können nur mit einem gemeinsamen

Ziel und im engen partnerschaftlichen

Dialog zwischen Bauherrn, Architekten,

Planern, den projektbeteiligten In gen ieuren

und den ausführenden Fachfirmen

gelingen. Ein starkes Team erreicht die

bestmöglichen Lösungen. Ein gutes Netzwerk

aus erfahrenen Handwerkern und

Experten ist dabei ebenso wichtig wie

der Teamgeist und die reibungslose Zusammenarbeit

im Büro. Motivation und

Leidenschaft treiben jedes Projekt zielgerichtet

voran – von der ersten Idee bis

zur Fertigstellung.

Das bietet Innowave:

• Wohnbau: Individuelle Lösungen

für private Wohn(t)räume

• Gewerbebau: Funktionale

und repräsentative Gebäude

für Unternehmen

• Sportanlagen: Zukunftsorientierte

Planung und Umsetzung

• Bauen im Bestand: Sorgfältige

Erhaltung und kreative

Weiterentwicklung bestehender

Gebäude

Mehrfamilienhäuser

Doppelhäuser

Architekturbüro Innowave

Einfamilienhäuser

Gewerbe und Wohnen

Gewerbegebiet Neugablonz Ost

Darrestraße 12

87600 Kaufbeuren

Telefon 08341 65650

info@ab-innowave.de

www.ab-innowave.de

BILDER: ARCHITEKTURBÜRO INNOWAVE

Ostallgäu

13


Ostallgäu | Regionale Entwicklung

Zwischen Alpenidyll und

Hightech-Industrie

Wie im Landkreis Ostallgäu Geografie und Tradition die regionale Entwicklung prägen

Auf knapp 1.400 Quadratkilometern vereint der Landkreis Ostallgäu alpine Bergwelten und schwäbisch-bayerische Hochebenen.

Mit 146.302 Einwohnern (Stand 2023) und einer Bevölkerungsdichte von 105 Personen/km² zählt die Region zu den eher

dünn besiedelten Gebieten Südbayerns. Seit der Jahrtausendwende verzeichnet der Kreis ein kontinuierliches Wachstum von über

20 Prozent, getrieben von traditionellen Wirtschaftszweigen und moderner Hightech-Industrie. Doch hinter diesen Gesamtdaten

verbirgt sich ein faszinierender Nord-Süd-Gegensatz.

Das Relief des Landkreises spannt sich

von 578 m bei Lamerdingen im Norden

bis zur 2.082 m hohen Hochplatte in den

Ammergauer Alpen. Rund 72 Kilometer

liegen dazwischen. Etwa ein Drittel der

Bevölkerung lebt in den drei urbanen

Zentren Marktoberdorf, Füssen und

Buchloe. Verstreute Dorfgemeinschaften

mit durchschnittlich 1.500 Einwohnern

prägen die ländlichen Gebiete. Der Land­

kreis ist bekannt für seine malerische

Alpenkulisse und traditionelle Landwirtschaft

– er birgt jedoch auch überraschend

viele Unternehmen von globaler

Strahlkraft.

14 2 Ostallgäu


Attraktiv als Wohn- und Erholungsstandort

Gerade die Region rund um Buchloe

wird zunehmend als Alternative zum

überfüllten Münchner Raum wahrgenommen.

Die Stadt Buchloe wächst

schnell – dank der guten Verkehrsanbindung

an die Landeshauptstadt. Die gute

Arbeitsmarktlage mit einer Arbeitslosenquote

von 2,9 Prozent steigert die Attraktivität

der Region zusätzlich und das

nicht nur im Norden des Landkreises.

Mittelstand trifft (Welt)Marktführer

Rund 99 Prozent der produzierenden

Unternehmen zählen im Landkreis Ostallgäu

zu den kleinen und mittelständischen

Unternehmen. Maschinenbau,

Feinwerktechnik, Nahrungsmittelproduktion

und Verpackungsindustrie sind hier

die dominierenden Branchen. Das industrielle

Rückgrat der Region bilden die

nördlichen Gemeinden um Buchloe und

die Stadt Marktoberdorf. Hier ansässig:

Global Player wie AGCO­Fendt GmbH

mit über 5000 Beschäftigten oder HAWE

Hydraulik SE.

Hidden Champions vor Alpenkulisse

Auch der Süden des Landkreises beherbergt

den einen oder anderen Global

Player und steht dem Norden an Innovation

in nichts nach. An dieser Stelle

seien zum Beispiel DMG MORI AG,

Endress+Hauser Wetzer GmbH + Co. KG

oder die Otto Bihler GmbH & Co. KG

genannt.

Dominierend jedoch sind im Süden der

Tourismus und die milchwirtschaftliche

Tradition. Allein der Forggensee­Stausee

zieht jährlich über 500.000 Besucher an.

Die Königsschlösser Neuschwanstein und

Hohenschwangau generieren Umsätze

von 65 Mio. Euro pro Jahr und sichern

rund 1.200 Dienstleistungsjobs.

Landwirtschaft im Spannungsfeld

Die Landwirtschaft des Ostallgäus zeigt

ein deutliches Nord­Süd­Gefälle, geprägt

durch naturräumliche Gegebenheiten.

Im Süden dominieren Grünland und

Milchviehhaltung, wobei 85 Prozent der

Flächen als Dauergrünland genutzt wer­

den. Der Norden hingegen weist mit 43

Prozent Ackerbauanteil und hochtechnisierten

Betrieben (durchschnittlich 85

Kühe pro Hof ) eine industrialisierte Prägung

auf. Rund 20 Prozent der landwirtschaftlichen

Betriebe sind im Ostallgäu

öko­zertifiziert. In punkto Direktvermarktung

ist man im Ostallgäu recht innovativ:

Da gibt es vom „Forell­O­Mat“

über ein Schweineleasing­Modell bis zu

24­h­Milchautomaten und SB­Terminals

für regionale Produkte sowohl im Norden

als auch im Süden einiges zu entdecken.

Der Landkreis Ostallgäu präsentiert sich

als faszinierender Mikrokosmos, in dem

Tradition und Innovation, Natur und

Technologie harmonisch koexistieren.

Die Region beweist eindrucksvoll, dass

ländlicher Charme und wirtschaftlicher

Erfolg kein Widerspruch sein müssen.

Mit seiner einzigartigen Mischung aus

Global Playern, Hidden Champions, touristischen

Attraktionen und innovativer

Landwirtschaft steht das Ostallgäu exemplarisch

für die Zukunftsfähigkeit ländlicher

Räume in einer globalisierten Welt.

Angela Lingenhöl

BILDER: ANGELA LINGENHÖL

Ostallgäu

15 3


Füssen|Reutte | Finanzierung Autowaschanlage

Ein sauberes Ergebnis

2024 hat Thomas Bunz die vierte Filiale seines Auto-Waschparadieses eröffnet –

mit der Raiffeisenbank Oberland-Reutte als zuverlässigem Finanzierungspartner.

Thomas Bunz wollte für die Finanzierung seiner neuen Autowaschanlage in Füssen nicht nur eine Bank, sondern einen starken und

verlässlichen Partner an seiner Seite. Mit Bankbetriebswirt und Firmenkundenberater Bernhard Hipp von der Raiffeisenbank Oberland-

Reutte hat er genau das gefunden. Innerhalb kürzester Zeit konnten Kauf, Renovierung und Erweiterung des Waschparadieses umgesetzt

werden – ein wahrhaft sauberes Ergebnis.

Blütenpollen, Saharastaub, letzte Reste

von Straßensalz – das sonst wunderschön

in der Sonne glänzende Auto

gleicht gerade eher einem landwirtschaftlichen

Nutzfahrzeug? Dann auf zum

Waschparadies Bunz, wo Autowäsche

täglich – auch sonntags – möglich ist.

Vier Standorte im Allgäu

„Ich verkaufe Sauberkeit“, fasst Thomas

Bunz sein Geschäftskonzept in drei

Worten zusammen. Vor rund 30 Jahren

hat der Geschäftsmann sein erstes

Waschparadies in Lindenberg eröffnet,

weitere Standorte in Kaufbeuren und

Wangen sind in den Jahren 2002 und

2007 hinzugekommen. Aktuell betreuen

30 Mitar beiterinnen und Mitarbeiter

die modernen Waschanlagen. Das neueste

„Familienmitglied“ ist das Waschparadies

in Füssen, das Thomas Bunz

im April 2024 übernommen hat.

„Von einem Geschäftspartner habe ich

erfahren, dass die Waschanlage in Füssen

zum Verkauf steht“, erzählt Bunz. Schnell

war der Kontakt zum Vorbesitzer hergestellt.

Der Standort im Ostallgäu an

der Grenze zu Österreich hat Thomas

Bunz direkt überzeugt. Der erfahrene

Geschäftsmann erkannte sofort das Potenzial

der Anlage und die Erweiterungsmöglichkeiten,

um überdachte Waschplätze

anbieten zu können.

Das Zwischenmenschliche ist entscheidend

Um Kauf, Umbau und Erweiterung der

Waschanlage in Füssen zu finanzieren,

nahm Bunz auf Empfehlung des Verkäu­

fers Kontakt mit dessen Bankberater

Bernhard Hipp von der Raiffeisenbank

Oberland­Reutte auf. Die Chemie zwischen

den beiden Männern passte so ­

fort. „Ich möchte nicht nur eine Bank an

meiner Seite haben, sondern einen verlässlichen

Partner“, erklärt Bunz. „Das

Zwischenmenschliche ist für mich entscheidend.

Nur wenn das stimmt, kann

Großes entstehen.“ Ähnlich sieht es

Bernhard Hipp, Firmenkundenberater

für die Region Allgäu.

„Ich würde jederzeit wieder mit

Herrn Hipp und der Raiffeisenbank

Oberland-Reutte

zusammenarbeiten.“

Thomas Bunz,

Inhaber Waschparadies Füssen

16 2 Ostallgäu


Das neue Waschparadies Bunz in Füssen

„Mir ist der persönliche Kontakt zu

mei nen Kunden sehr wichtig“, betont

der gebürtige Allgäuer, der sowohl in

sei ner Heimat als auch im benachbarten

Tirol gut vernetzt ist und die örtlichen

Voraussetzungen diesseits und jenseits

der Grenze bestens kennt.

Über Landesgrenzen hinweg

Hipp erarbeitete für den Waschanlagenbetreiber

ein Finanzierungskonzept, das

attraktive Förderkredite von KFW und

LfA Bayern mit einband. „Für mich spielt

Zeit eine entscheidende Rolle“, so der

Bankbetriebswirt. „Investieren soll schnell

gehen, mit möglichst wenig büro kratischen

Hürden.“ Und schnell ist es wirklich

gegangen, denn dank kurzer Abstimmungswege

und flacher Hierarchien

bekam Bunz innerhalb weniger Tage die

verbindliche Zusage der Bank. „Mich

hat die schnelle und un komplizierte

Bearbeitung begeistert. Das kenne ich

so nicht von deutschen Banken“, erzählt

Bunz, der dank der zü gigen Zusage

Notartermine ausmachen und die Baupläne

für die neue Wasch halle bei der

Stadt einreichen konnte.

Schnell und unkompliziert

Innerhalb weniger Monate wurde die

Waschanlage in Füssen renoviert und

eine neue Halle mit 950 m² Fläche angebaut.

So können Kunden auch bei

weniger schönem Wetter ihre Fahrzeuge

nach der Wäsche weiter pflegen. 23

Pflege plätze mit Staubsaugern und Pressluft

anschlüssen, sowie fünf Mattenreiniger

stehen hier zur Verfügung. Eine

PV­Anlage auf dem Dach und eine wei­

„Mit der Bereitstellung von

Darlehensmitteln durch KfW und

LfA Bayern hat Herr Bunz sehr

interessante Finanzierungskonditionen

bekommen.“

Bernhard Hipp, Firmenkundenberater Allgäu,

Raiffeisenbank Oberland-Reutte

tere, die auf die neue Halle kommen soll,

erzeugen den Strom für die Anlagen. Mit

der Bunz­Waschkarte können sich die

Kunden Happy­Hour­Preise und Staffel­

Rabatte sichern und bekommen jedes

Jahr eine kostenlose Geburtstags­Wäsche.

Ein sau beres Ergebnis – für die Kunden

und für Waschparadies­Betreiber Thomas

Bunz – dank der Finanzierungskompetenz

der Raiffeisenbank Oberland­Reutte.

Claudia Horber

Waschparadies Bunz

Die neue Halle mit 950 m² während der Bauphase

Hiebelerstraße 30

87629 Füssen

Telefon 08381 92020

info@thomas-bunz.de

www.bunz-waschparadies.de

Raiffeisenbank Oberland-Reutte

Untermarkt 3

6600 Reutte/Tirol

Telefon +43 5672 6900-0

info@rbor.at

www.rbor.at

BILDER: WASCHPARADIES BUNZ, RAIFFEISENBANK OBERLAND-REUTTE

Ostallgäu

17 3


Südliches Ostallgäu | Zweckverband

Gemeinsam für eine

starke Region

20 Jahre Zweckverband Allgäuer Land – von der

Autobahnanbindung zur interkommunalen Zusammenarbeit

Es ist bereits zwei Jahrzehnte her, dass sich zehn Kommunen im südlichen Ostallgäu zusammentaten, um die Region durch gemeinsame

Projekte zu stärken und Kultur und Tourismus zu fördern. Hintergrund war die Fertigstellung des Lückenschlusses der A7. Die Macher der

zehn Kommunen sahen darin Chancen für die Region.

Es war am 14. Januar 2005, als sich im

ehemaligen Kloster St. Mang in Füssen,

die Entscheider der Stadt Füssen mit

de nen aus Nesselwang, Eisenberg,

Hopferau, Pfronten, Rieden am

Forggensee, Roßhaupten, Rückholz,

Schwangau und Seeg trafen und den

Zweckverband Allgäuer Land gründeten.

Ihr Ziel damals: die Region durch gemeinsame

Kooperationen und Projekte

voranzubringen und die günstige Verkehrsanbindung

durch die A7 zu nutzen.

Gewerbepark als größtes Vorhaben

Das bedeutendste Projekt war das interkommunale

Gewerbegebiet im Westen

der Stadt Füssen. Das Ziel dabei: große

Unternehmen anzusiedeln und die Nähe

18 2 Ostallgäu


BILD: ANGELA LINGENHÖL

zur Autobahn zu nutzen. Allerdings blieb

der erhoffte Erfolg zunächst aus; es dauerte

Jahre, bis 2016 endlich alle Grundstücke

vergeben waren.

Darüberhinaus wurden zahlreiche weitere

Projekte umgesetzt. Unter anderem

das Trendsportzentrum in Nesselwang,

ein Mobilfunkkonzept und eine Studie

zur demografischen Entwicklung. Auch

bei Bauhöfen und Feuerwehren wollen

die Gemeinden mehr zusammenarbeiten:

So werden beispielsweise schon

jetzt Ausrüstungen zentral gereinigt, um

die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.

Aktuell soll das Gewerbegebiet im Westen

von Füssen erweitert werden, um

weiteren Unternehmen Platz zu bieten.

Eine Erweiterung des Gewerbegebietes

im Westen von Füssen ist in Planung.

Zudem plant der Verband eine stärkere

Ausrichtung auf digitale Lösungen und

Innovationsförderung. Ein gemeinsames

Datenschutzkonzept ist bereits in Arbeit.

Aus den roten Zahlen in die Schuldenfreiheit

Seit 2022 ist der Zweckverband Allgäuer

Land schuldenfrei und die Einnahmen

aus der Gewerbesteuer werden an die

zehn beteiligten Unternehmen ausgezahlt.

Die Schuldenfreiheit lässt nun

Spielraum für Ideen für neue Projekte.

Themen wie Nachhaltigkeit und Umwelt

sollen künftig stärker berücksichtigt

werden – etwa durch Initiativen zur

Energieeffizienz oder umweltfreundlicher

Mobilität. Konkrete Pläne gibt es

jedoch noch keine.

Angela Lingenhöl

Ostallgäu

19 3


Reutte | Hotellerie

Ausbildung dort,

wo Trends gesetzt

werden

Wer im Alpenhotel Ammerwald eine Ausbildung macht,

der lernt in guter Atmosphäre

20 Ostallgäu


Ob Auszubildende, Studierende oder Berufserfahrene: Sie alle werden im Alpenhotel Ammerwald

mit offenen Armen willkommen geheißen. Dass es sich hier um einen Ausbildungs- bzw.

Arbeitsplatz mit ganz besonderem Charme handelt, das wird einem bereits bei der Anfahrt

bewusst. Umgeben von majestätischen Gipfeln der Ammergauer Alpen, quasi in Alleinlage

mitten im Bergwald, hat hier jeder die Möglichkeit, seine Karriere voranzutreiben.

Ostallgäu

21 3


„Hier in Österreich wird jedes

Praktikum bezahlt. Bei uns sind die

Praktikanten als Hilfskräfte

angestellt und können dann in der

einen, lieber noch in zwei Wochen

sehen, ob ihnen die Arbeit in einem

Hotel gefällt und sie sich das

vorstellen können. Man startet

so ganz anders in die Ausbildung.“

Martina Benmarouf,

Direktorin Alpenhotel Ammerwald

geboten hat. „Hier oben haben sie von

allem mehr. Mehr Ruhe, mehr Sonne

aber eben auch mehr Regen und mehr

Schnee. Ich bin jetzt seit gut fünfeinhalb

Jahren hier im Hotel und seitdem hatten

wir schon vier Komplettsperren,“ erzählt

Martina Benmarouf mit einem Lachen.

Für Mitarbeiter – all inclusive

Die meisten der rund 50 Mitarbeiter

leben auf dem Hotelgelände. Ein nachhaltig

gebautes Personalhaus lässt dabei

kaum Wünsche offen. Nicht nur dass

die Zimmer wie die Hotelzimmer großzügig

ausgestattet sind, es gibt für jeden

Mitarbeiter einen Kellerraum, in dem

private Dinge gelagert werden können.

Alles ist „all inclusive“ – samt WIFI,

Strom­ und Müllkosten sowie Wäschekeller.

Der Fitnessraum der Mitarbeiter

sei fast schöner als der der Gäste, meint

Benmarouf schmunzelnd. Schnell ist klar:

hier im Ammerwald sollen sich nicht nur

Urlauber wohlfühlen. „Unsere Mitarbeiter

arbeiten ja nicht nur hier, sie leben

Oft sind es Widrigkeiten, die einen zusammenschweißen.

Und wer hier im

Alpenhotel Ammerwald bei schwerer

Lawinenlage schon einmal ein paar Tage

vom Rest der Welt abgeschlossen war,

der kann dann auch schon einmal nachvollziehen,

warum die Direktorin Martina

Benmarouf ihren Mitarbeitern eine

Schulung für das Radladerfahren anauch

hier oben. Und wenn unter ihnen

ein gutes Miteinander herrscht, dann ist

das auch für unsere Gäste spürbar,“ darauf

legt die Direktorin großen Wert.

Rundum-sorglos-Paket für Azubis

In den vergangenen Jahren hat Benmarouf

im Hotel viel umstrukturiert. Nun möchte

sie das Hotel wieder als Ausbildungsstätte

etablieren. Offen sind Lehrstellen

als Hotel­ und Gastgewerbeassistent, als

Koch oder als Restaurantfachmann. Die

Ausbildung findet in Österreich statt, die

man sich jedoch auch für Deutschland

anerkennen lassen könne, so Benmarouf.

Gerne können interessierte junge Menschen

in den Ferien zu einem Praktikum

kommen. Und für ihre Eltern gilt: auch

sie dürfen gerne vorbeikommen und sich

den möglichen Arbeitsplatz ihrer Kinder

einmal ansehen. „Gerade im Gastro­ und

Hotelbereich gibt es viele Vorbehalte

vor allem wegen der Arbeitszeiten,“ sagt

Martina Benmarouf. Da will sie mit Of­

22 4 Ostallgäu


Die Mitarbeiter-Benefits im

Alpenhotel Ammerwald

• Modernes Personalhaus, all inclusive

• Gesunde und abwechslungsreiche

Verpflegung

• Hochwertige Mitarbeiterkleidung

• Übertarifliche Bezahlung ohne

All-in-Vertrag

• Fitnessraum und individuelle

Gesundheitskurse

• Gute Weiterentwicklungsmöglichkeiten

fenheit und klaren Strukturen für ein

gutes Sicherheitsgefühl sorgen – sowohl

bei den Eltern als auch bei potenziellen

Azubis. Ihr Wunsch ist es, pro Jahr je

einen Azubi in den drei Ausbildungsberufen

bei sich einzustellen.

Ihre Azubis sollen eine hochwertige

Ausbildung bekommen, die womöglich

gleich in die Richtung zielt, in der sie

sich später spezialisieren möchten. „Wir

möchten mit der Ausbildung dazu beitragen,

dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken

und unserer eigenen Fachkräfte

und vielleicht auch später unsere

Führungskräfte zu entwickeln,“ meint

Martina Benmarouf. Im Alpenhotel

Ammerwald sollen alle Mitarbeiter gut

geschult werden und alle neuen Trends

mitbekommen – auch die Azubis.

Das Team entlasten, wo es geht

Apropos neue Trends: Benmarouf probiert

vieles aus. Im inzwischen neu

renovierten Restaurant sind Roboter

unterwegs, die den Abtransport des genutzten

Geschirrs vom Tisch des Gastes

in die Spülküche übernehmen. Zunächst

wurde die Hoteldirektorin von den

Kollegen belächelt, die Kellner finden es

inzwischen gut – so sparen sie sich viele

Schritte und es bleibt mehr Zeit für den

Gast übrig. „Zwar wurden in Österreich

nun die Kündigungsfristen der Arbeiter

den der Angestellten angeglichen, dennoch

ist der Zeitraum von wenigen

Wochen nur sehr kurz, so dass die Stelle

unter Umständen nicht rechtzeitig besetzt

werden kann und ein Kollege an

der Rezeption einfach wegfällt“, erklärt

Benmarouf.

Um die verbliebenen Mitarbeiter zu

entlasten und den Gästen unnötige Wartezeiten

zu ersparen, haben die Verantwortlichen

im Alpenhotel Ammerwald

beim Check­In neue Möglichkeiten für

ihre Gäste geschaffen. Diese können,

ganz bequem per E­Mail, ihre Daten

bereits vor Anreise im Meldeschein eintragen,

so dass sie vor Ort nur noch

unterschreiben müssen. Noch schneller

und gänzlich ohne Kontakt zum Mitarbeiter

ist der Self­Check­In: Die

Gäste können, an der Warteschlange

vorbei, ohne Hilfe einchecken und sogar

ihre Zimmerkarte selbst erstellen. Das

Ammerwald bietet damit eine unkomplizierte,

schnelle und zeitgemäße Art

des Check­Ins für die Gäste, die es

wollen. Alle anderen können natürlich

auch auf dem herkömmlichen Wege

einchecken.

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www.alpenhotel­ammerwald.at

Alpenhotel Ammerwald

Ammerwald 1

A-6600 Reutte / Tirol

Telefon +43 5672 78131-0

info@alpenhotel-ammerwald.at

www.alpenhotel-ammerwald.at

Angela Lingenhöl

BILDER: ALPENHOTEL AMMERWALD

Ostallgäu

23 5


Kaufbeuren | Vermögensbetreuung

„Mehrwert durch Unabhängigkeit“

– ein Erfolgskonzept!

Im Gespräch mit Vorstand Ingo Schweitzer von der AnCeKa Vermögensbetreuungs AG

Die AnCeKa Vermögensbetreuungs AG in Kaufbeuren hat sich als lizenziertes Finanzdienstleistungsinstitut vor Ort etabliert. Sie wurde

2001 in Kaufbeuren von vier Vermögensberatern deutscher Großbanken gegründet. Das inhabergeführte Institut steht für Unabhängigkeit

bei der Partnerauswahl, Transparenz, maßgeschneiderte Lösungen und eine absolute Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse. Als erfahrenes

Spezialistenteam für alle Vermögens- und Finanzfragen sind die Berater der AnCeKa AG zuverlässige und kompetente Ansprechpartner,

die sich um alle Belange ihrer Mandanten und deren Familienmitglieder kümmern. Das Unternehmen verwaltet mittlerweile mit

17 Mitarbeitenden mehr als 400 Millionen Euro und betreut circa 1.100 Mandanten.

AWM: Herr Schweitzer, was zeichnet

die AnCeKa aus?

Ingo Schweitzer: Wir verstehen uns als

Sparringspartner und Wegbegleiter für

die Zukunft. Mit unseren Mandanten gehen

wir eine langfristige Partnerschaft

ein. Der Grundstein dafür ist Vertrauen.

Um dies zu erreichen investieren wir in

ehrliche Kommunikation, eine transparente

Arbeitsweise und gehen auf die

Bedürfnisse der Menschen ein. Wir se­

hen in erster Linie den Menschen und

fragen nach seinen Zielen. Um ihn bei der

Erreichung dieser Ziele zu unterstützen

berücksichtigen wir seine Lebensumstände

und bieten ihm eine kontinuierliche

Betreuung.

Für den weiteren Lebensweg haben wir

Lösungen – keine Produkte. Mit der individuellen

Vermögensverwaltung bringen

wir unsere Mandanten ans Ziel: Eine maßgeschneiderte

Struktur mit einer guten

Streuung (auch Edelmetallen), ab solut

frei von Interessenskonflikten. Das unterscheidet

uns von anderen Anbietern, die

ihr Produkt verkaufen.

Weiterhin steht bei uns der Service­

Gedanke ganz weit oben – ein fester Ansprechpartner

und eine sehr gute Erreichbarkeit

sind für uns verpflichtend.

Das Wichtigste ist, miteinander reden

zu können. Sie sprechen bei uns mit

Menschen, nicht mit einer Maschine.

Bild oben: Unabhängig, individuell, persönlich: Die AnCeKa-Berater stehen den Kunden mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zur Seite.

24 Ostallgäu


„Unabhängigkeit und Individualität

ist bei uns mehr als ein Slogan: Wir

sehen in erster Linie den Menschen

und fragen nach seinen Zielen, um

ihn auf dem Weg zum Erreichen

dieser Ziele zu unterstützen.“

Ingo Schweitzer,

AnCeKa-Vorstand

AWM: Ihre Leitidee ist „Mehrwert durch

Unabhängigkeit“. Was steckt dahinter und

welche Vorteile sind damit für den Kunden

verbunden?

Ingo Schweitzer: Wir haben keine eigenen

Produkte sowie keine Vertriebskooperationen.

Es gibt keine Absatzziele,

somit entstehen keine Interessenkonflikte.

Sogar bei den Depotbanken, die

uns als Abwicklungsplattform dienen,

haben wir drei zur Auswahl. Aufgrund

unserer Größe und Verhandlungsmacht

haben wir dort Sonderkonditionen ausgehandelt,

die wir 1:1 an unsere Kunden

weitergeben, somit profitieren diese von

sehr niedrigen Kosten bei der Abwicklung.

Die Menschen, die zu uns kommen,

wollen ihr Geld nicht den großen Konzernen

anvertrauen. Sie wollen eine un ­

abhängige Betreuung mit bedarfs gerechten

Lösungen – keine Standardschublade.

AWM: Worum kümmern Sie sich als

Berater und wie holen Sie in Zeiten von

Informationsflut durch Social Media die

Menschen dort ab, wo sie stehen?

Ingo Schweitzer: Dadurch, dass bei uns

alles intern angesiedelt ist und wir für

jedes Thema einen Spezialisten haben,

können wir individuell auf die jeweiligen

Bedürfnisse eingehen. In den letzten

Jahren nimmt die Nachfrage nach einer

Vermögens­ und Nachfolgeplanung stark

zu. Für diesen Bereich haben wir einen

zertifizierten Berater. Eine weitere Stärke

ist die digitale Vermögensverwaltung

mittels KI, die schnellere Reaktionen er­

möglicht und uns bei der Risikominimierung

unterstützt. Dieses System hilft

uns bei der Betreuung der ganzen Familie,

da es auch bei kleineren Ver mögen

eingesetzt werden kann. Damit erfüllen

wir das Bedürfnis nach Sicherheit und

persönlicher Begleitung. Die Menschen

wollen sich gut aufgehoben, gesehen und

ernst genommen fühlen. Das kann Social

Media nicht leisten – statt Beiträgen von

„Finfluencern“ zu vertrauen, sollte man

immer auf eine per sönliche und langjährige

Betreuung vor Ort setzen.

AWM: Herr Schweitzer, verraten Sie uns

abschließend, was die AnCeKa AG mit

der Sesamstraße gemeinsam hat?

Ingo Schweitzer: Auch wir stellen wichtige

Fragen wie „Wer, Wie, Was, Warum?“,

uns interessiert unter anderem die

„Risikoneigung“ oder „Nachhaltigkeit“.

Das Grundsatzgespräch schafft die Basis

unserer Zusammenarbeit. Unser Team

investiert viel Zeit und Wissen, um herauszufinden,

welche Vorstellungen der

Kunde hat. Er soll uns verstehen, vertrauen

und unser Konzept logisch nachvollziehen

können. Es findet keine

„Angstmache“ statt und es werden keine

haltlosen Versprechungen getätigt.

Einmal Sesamstraße – immer Sesamstraße!

Der Erfolg gibt uns Recht, das

belegt auch der hohe Grad an Weiterempfehlungen

unserer „bisherigen Zuschauer“.

Mahi Kola

AnCeKa Kaufbeuren

Schraderstraße 4

87600 Kaufbeuren

Telefon 08341 966730

info@anceka.de

www.anceka.de

AnCeKa Memmingen

Firmensitz der AnCeKa in Kaufbeuren

Zangmeisterstraße 4

87700 Memmingen

Telefon 08331 924590

info@anceka.de

www.anceka.de

BILDER: ANCEKA

Ostallgäu

25 3


Marktoberdorf | Haustechnik

Familienunternehmen mit

Herz fürs Handwerk

Seit 35 Jahren sorgt die Firma Bruni in Marktoberdorf für Wärme und Wohlbefinden

Sucht man ein Paradebeispiel für ein

erfolgreiches mittelständisches Unternehmen,

so lohnt es sich, bei Siegfried

Bruni in Marktoberdorf vorbeizuschauen.

Seit über drei Jahrzehnten bietet der

Betrieb seinen Kunden zuverlässigen

Service und innovative Lösungen im

Bereich Heizung, Sanitär und Spenglerei.

Der Fokus liegt dabei besonders auf

Kundennähe und einem familiären

Arbeitsklima. Damit hat sich das Unternehmen

einen hervorragenden Ruf in

der Region erarbeitet.

Siegfried Bruni, Sohn Benedict Bruni, Tochter Kassandra Bruni, Corinna Bruni mit Enkeln.... (v.l.n.r.)

1990 wagten Siegfried Bruni und seine

Frau Corinna den Schritt in die Selbstständigkeit.

Der Anfang sei nicht leicht

gewesen, erinnert sich der Gründer, aber

sie freuten sich vom ersten Tag an über

genügend Arbeit und ein volles Auftragsbuch.

Das Ehepaar ergänzte sich von Beginn

an perfekt: Siegfried brachte das

handwerkliche Know­how mit, während

Corinna sich um die kaufmännischen

Belange kümmerte. Diese Kombination

erwies sich als Erfolgsrezept. Heute beschäftigt

das Unternehmen 25 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter.

„Wir sind gut aufgestellt,

um auch in Zukunft erfolgreich

zu sein.“

Siegfried Bruni, Geschäftsführung

Familiäre Arbeitsatmosphäre

Viele der Beschäftigten sind schon 10

oder mehr Jahre im Betrieb. „Wir agieren

als Team. Jeder ist Fachmann auf seinem

Gebiet und wird von uns individuell, entsprechend

seinen Wünschen und Fähigkeiten,

geschult und weitergebildet“, erklärt

Siegfried Bruni. Flexibilität, auch

bei der Arbeitszeit, hat hier einen großen

Stellenwert. Bei außerbetrieblichen Aktivitäten

und sozialen Projekten – beispielsweise

beim Mukolauf in Wald –

sind die alle gerne als Team dabei.

Kundennähe und Flexibilität

als Erfolgsrezept

Dieses Miteinander überträgt sich auch

auf die Kunden. Viele Aufträge kommen

durch Empfehlungen zustande. Das Leis­

tungsangebot der Firma Bruni ist dabei

breit gefächert. Es deckt alle Bereiche

rund um Heizung, Sanitär und Spenglerei

ab. Im Heizungsbereich reicht das

Spektrum von klassischen Öl­ und Gasheizungen

über moderne Holz­ und

Pelletheizungen, Wärmepumpen, Wandund

Deckenheizungen, Betonkern aktivierung

bis hin zu Solar­ und Photovoltaiksystemen.

Auch Blockheizkraftwerke

gehören zum Portfolio.

Im Sanitärbereich kümmert sich das

Team um Wasserinstallationen aller Art,

„Wenn jemand etwas Besonderes

haben möchte, dann ist er bei uns

gut aufgehoben.“

Corinna Bruni, Geschäftsführung

26 Ostallgäu


Das Team von Siegfried Bruni steht für Kompetenz und großen Zusammenhalt

Der hauseigene Bruni-Song

begrüßt die Kunden

herzlich und humorvoll

Abwassersysteme inklusive Regenwassernutzung

und Badausstattung. Besonders

stolz ist man auf die Expertise bei barrierefreien

Bädern und kompletten Badrenovierungen.

Die Spenglerei rundet das Angebot ab.

Es werden Dachentwässerungen, Laubfänger

und komplette Dächer ebenso

realisiert wie Sonderanfertigungen für

Gauben oder Kaminverkleidungen.

Innovative Projekte

Die Firma Bruni scheut sich nicht vor

anspruchsvollen Projekten. So war das

Unternehmen maßgeblich an der Sanierung

des historischen Kornhauses in

Kempten beteiligt. Des weiteren besteht

eine Partnerschaft mit einem Bauträger

im Bereich Holzhäuser. Hier liegt die

Herausforderung bereits in der Planung.

„Die muss sehr genau sein, da nachträgliche

Änderungen schwierig umsetzbar

sind. Anders als bei Ziegelhäusern kann

man nicht einfach zusätzliche Schlitze

in die Wände klopfen, um Leitungen anders

zu verlegen“, erklärt Siegfried Bruni.

Einer der Vorarbeiter hat bei der Entwicklung

der Heizungssysteme für Holzhäuser

mitgewirkt. Zudem haben sich

zwei seiner geschulten Monteure auf die

Installation von Heizungen in Holzhäusern

spezialisiert.

Die Sache mit der Nachfolgeregelung

Derzeit beschäftigt sich das Gründerehepaar

intensiv damit, das Unternehmen an

die nächste Generation weiterzugeben.

Kassandra und Benedict Bruni arbeiten

schon lange mit und sollen in Zukunft die

Firma übernehmen. Tochter Kassandra

hat inzwischen die Spenglerei übernommen.

Sohn Benedict ist für Heizung und

Sanitär zuständig. Dabei legen die Eltern

großen Wert darauf, dass die Übergabe

gut vorbereitet und durchdacht erfolgt.

https://www.s-bruni.de/images/audio/

Bruni_und_sonst_gar_nix.mp3

Für die Zukunft hat sich das Unternehmen

vorgenommen, technologisch am

Ball zu bleiben. Gleichzeitig soll die

Größe des Betriebs aber nicht wesentlich

verändert werden, um die familiäre Atmosphäre

für die Mitarbeiter zu erhalten.

Angela Lingenhöl

Das historische Kornhaus in Kempten wurde unter

maßgeblicher Beteiligung der Firma Bruni frisch renoviert

Auch für große Dimensionen im Sanitärbereich ist die

Firma Bruni Spezialist

Bei diesem Objekt zeigt die Firma Bruni ihr Können

Siegfried Bruni

Kohlhunden 4

87616 Marktoberdorf

Telefon 08342 420430

info@s-bruni.de

www.s-bruni.de

BILDER: SIEGFRIED BRUNI, ANDREA SCHEUNGRAB

Ostallgäu

27 3


Marktoberdorf | Futtermittelherstellung

Neue Generation – neues Konzept

Generationswechsel und Neuausrichtung bei der St.-Georgs-Mühle in Marktoberdorf

Nach 75 Jahren Firmengeschichte übernimmt die vierte Generation die Führung der

St.-Georgs-Mühle und stellt die Futtermittelproduktion in Marktoberdorf/Geisenried

auf bio um. Die Brüder Peter und Michael Grotz setzen auf Tradition und Innovation.

Mit ambitionierten Zielen und einem klaren Bekenntnis zu Regionalität und

Nachhaltigkeit wollen sie die St-Georgs-Mühle in eine erfolgreiche Zukunft führen.

Seit Januar 2024 lenken die beiden Brüder

die Geschicke des Unternehmens

und übernehmen damit in vierter Generation

die Verantwortung für den Betrieb,

den die Urgroßeltern vor 75 Jahren

gründeten. Die wohl größte Veränderung

in der jüngsten Geschichte der St.­Georgs­

Mühle ist die Umstellung der Futtermittelproduktion

auf Bio. Die Planung und

Umsetzung dieses Prozesses habe über

sieben Jahre gedauert erzählt Peter Grotz.

Man müsse allerlei Kriterien erfüllen,

um überhaupt einen Marktzugang zu

erhalten. Die Umstellung habe nicht nur

die regulatorische Neuordnung der Pro­

duktion erfordert, sondern auch die Reinigung

der kompletten Anlage. „Drei

Wochen lang stand die Anlage mit all

ihren Maschinen still und jeder Winkel

wurde gereinigt, um schließlich den

strengen Bio­Richtlinien zu entsprechen“,

ergänzt Michael Grotz.

Vielfältiges Produktangebot

für anspruchsvolle Kunden

Das Produktportfolio der St.­Georgs­

Mühle ist breit gefächert. Neben der

Herstellung von Bio­Futtermitteln werden

an einem anderen Standort weiter ­

„Wir wollen mit unserem Eintritt

in den Biomarkt andere dazu

ermutigen, ebenfalls umzustellen

und die Öko-Modellregion Ostallgäu

noch weiter voranzubringen.“

Peter Grotz, Geschäftsführer

hin auch konventionell GVO­freie, also

nicht gentechnisch veränderte Futtermittel

für Nutztiere produziert. Besonders

stolz ist man auf die Qualität der

Produkte. „Mit unserer Pellet­Qualität

haben wir ein neues Niveau umgesetzt,

das es im Markt bislang so noch nicht

28 Ostallgäu


Offene Stellen bei der

St.-Georgs-Mühle

• Anlagenführer

• Lkw-Fahrer, Klasse CE

• Kaufmännische Mitarbeiter

• Verkaufsberater im Außendienst

Quereinsteiger sind herzlich

willkommen!

„Wir versuchen, so regional wie

möglich einzukaufen und keine

langen Lieferketten zu haben.“

Michael Grotz, Geschäftsführer

gab“, betont Peter Grotz. Auch im Bereich

der Pflanzenöle setzt man auf höchste

Qualität und innovative Verfahren. Rapsund

Sonnenblumenöl werden in Marktoberdorf

in einem rein mechanischen

Prozess kaltgepresst und in einem

vierstu figen Verfahren filtriert, was zu

einer besonders hohen Reinheit und

Haltbarkeit führt.

Persönlicher Kontakt und

Fachberatung wichtig

Michael und Peter Grotz ist eine enge

Beziehung zu ihren Kunden sehr wichtig.

Ihr Ziel ist es, ihre Kunden durch beste

Beratung und mit den hochwertigen

Produkten aus der St.­Georgs­Mühle erfolgreicher

zu machen. „Wir legen großen

Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter –

gerade im Vertrieb, aber auch in anderen

Bereichen – einen landwirtschaftlichen

Hintergrund und Fachwissen mitbringen

und dass sie für fachliche Fragen erreichbar

sind“, erklärt Peter Grotz. Selbst der

LKW­Fahrer sollte ein gewisses Verständnis

für die Belange der Landwirte

mitbringen. Schließlich haben auch sie

einen direkten Kontakt zum Kunden, so

Michael Grotz weiter.

Stichwort Nachhaltigkeit

Die beiden Brüder wollen ihr Unternehmen

in Zukunft als nachhaltigen

Produzenten aufstellen und es unter die

Top 3 der Bio­Futtermittelhersteller in

Süddeutschland schaffen. Dazu passt,

dass die St.­Georgs­Mühle schon länger

auf erneuerbare Energien setzt. Künftig

soll die bestehende Stromerzeugungsanlage

um eine Photovoltaik­Anlage erweitert

werden, die in Verbindung mit

den neu installierten Ladesäulen für

Elektrofahrzeuge genutzt werden kann.

Das Unternehmen arbeitet bereits mit

einem Ökostromkontingent und strebt

an, den Energiebedarf für die Produk ­

tion möglichst aus eigenen erneuerbaren

Quellen zu decken. Auch bei der Rohstoffbeschaffung

setzen die Grotz Brüder

auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Über

85 Prozent der Rohstoffe kommen aus

Bayern, was die regionale Landwirtschaft

unterstützt und Transportwege minimiert.

Diese Maßnahmen sollen ein

authentisches und stimmiges Gesamtbild

ergeben, das zur Bio­Produktion passt.

St.-Georgs-Mühle GmbH & Co. KG

Geisenrieder Straße 42–45

87616 Marktoberdorf

Telefon 08342 6088

info@st-georgs-muehle.de

www.st-georgs-muehle.de

Angela Lingenhöl

BILDER: ST.-GEORGS-MÜHLE GMBH & CO. KG

Ostallgäu

29 3


Nesselwang | Familienhotel

Urlaub für die ganze Familie

Im Familienhotel Löwen in Nesselwang kommen nicht nur die Kleinen auf ihre Kosten

Gemütlichkeit, Komfort, Erholung und unvergessliche Momente – das verspricht das Familienhotel Löwen in Nesselwang für die

ganze Familie. Bei schönem Wetter können die Kleinen draußen auf dem 500 m² großen Abenteuerspielplatz toben, im neu gestalteten,

einzigartigen Spielzimmer im Innenbereich geht das bei jedem Wetter.

Seit rund zwei Jahren betreiben die Familien

Zellhuber und Sitter das Familienhotel

Löwen in bester Lage von Nesselwang.

Ihr Ziel war es, den in die Jahre

gekommenen Landgasthof in ein Familienhotel

zu verwandeln. „Die Zielgruppe

Familie wird im Allgäu zu wenig in den

Fokus genommen!“, sagt Geschäftsführer

Thomas Zellhuber und hat deshalb sein

Hotel auf Familien mit Kindern bis 10

Jahren ausgerichtet. Natürlich können

auch ältere Kinder oder „nur“ Erwachsene

im Löwen Urlaub machen, für die

unter 10­Jährigen ist aber am meisten ge­

boten. Von der Suite „Löwenzimmer“ mit

eigenem Krabbelgang und Rutsche über

das große Spielzimmer zum ausgiebigen

Toben bis hin zum Abenteuerspielplatz

vor dem Haus. „Als Eltern von drei eigenen

Kindern ist Familie für uns nicht nur

eine Worthülse, sondern gelebter Alltag!“,

erzählt Thomas Zellhuber. Und Alexandra

Sitter ergänzt: „Wir wissen, worauf es

im Familienurlaub ankommt. Unsere

Gäste sollen sich bei uns wohlfühlen und

einen Aufenthalt erleben, der von Herzlichkeit,

persönlicher Betreuung und unaufdringlicher

Zuvorkommenheit geprägt

ist!“ Des halb durften die Hotelier­Kinder

auch die neu gestalteten Zimmer im Vorfeld

testen – und ihre Verbesserungsvorschläge

wurden umgesetzt.

Eine Schatzkiste als Willkommensgeschenk

Von einer Sache waren die Kinder der

Zellhubers und der Sitters besonders begeistert:

in jedem der renovierten und

neu gestalteten 37 Zimmer – Familienzimmer

wie auch Doppelzimmer – erwar ­

tet die neu angekommenen Gäste eine

Schatzkiste mit tollen Überraschungen

Die Betreiber des Familienhotels Löwen: Jasmin Wöhrle (li.)

und Thomas Zellhuber mit Nela sowie Alexandra Sitter

mit Mann Thomas und den Kindern Joy und Amy.

Das Familienhotel auf einen Blick mit den Highlights Fuhrpark, Spielplatz, Hüpfburgen sowie Biergarten und Terrasse.

30 2 Ostallgäu


Das eigene Schwimmbad mit separatem Saunabereich ist ein großer Pluspunkt des Hotels

und bei den Familien sehr beliebt.

Das neu gestaltete Spielzimmer im „Löwen-Design“ lässt keine Wünsche offen.

für die Kleinen. So können die Eltern erst

einmal in Ruhe auspacken und die Kinder

sind beschäftigt.

Die Schatzkiste ist nur eines von mehreren

überraschenden Details, die das

Familienhotel Löwen zu einem besonderen

Ort für Familien machen: So wird

jeder neue Gast auf einer Tafel vor der

Eingangstüre begrüßt und auch die vierbeinigen

Hotelgäste können sich über

eine spezielle Schatzkiste freuen.

Ein Paradies für Kinder

Die Kinder sollen sich im Hotel wohlfühlen,

sie sollen toben und rennen

dürfen. Dazu haben sie viel Platz: Einen

500 m² großen Abenteuerspielplatz auf

dem Außen gelände des Hotels, im Sommer

mit zwei Hüpfburgen. Auf Kettkars,

Rollern, Traktoren und anderen Fahrzeugen

können die Kleinen auf der Spielstraße

am Hotel Rennfahrer spielen.

Beim Stelzenlaufen und auf der Slackline

schulen die Kinder ihren Gleichgewichtssinn,

auch das große Schachspiel im

Außen bereich ist stets gut bespielt.

Bei Regen und bei Sonnenschein können

sich die Kinder im neu gestalteten Spielzimmer

mit großer Themenlandschaft

austoben, verschiedene „Geheim­Gänge“

warten auf kleine Entdecker. Das hoteleigene

Schwimmbad mit Rutsche sorgt

ebenfalls für viel Spaß bei den großen und

kleinen Gästen. Und auch Tierfreunde

kommen hier auf ihre Kosten. Niedliche

Zwergziegen, Hasen und Enten sind rund

ums Haus zu entdecken!

Blick in die Zukunft

„Wir sind in ständiger Weiterentwicklung“,

so Thomas Zellhuber zu seinen Zukunftsplänen.

Noch in diesem Jahr wird

die offene Terrasse in einen Wintergarten

umgebaut. Damit entsteht mehr Platz für

das Restaurant, die Gäste müssen nicht

mehr in zwei Schichten zum Abendessen

kommen. In der „Alten Stube“, die lange

als Frühstückszimmer genutzt wurde,

sollen drei weitere großzügige Familienzimmer

entstehen. Mit einer Kugelbahn

vom obersten Stockwerk bis hinunter in

den Keller entsteht eine neue Attraktion.

„Die passenden Kugeln werden in den

Schatzkisten zu finden sein und nicht nur

für die Kinder ein spannender Zeitvertreib

werden“, ist sich Thomas Zellhuber

sicher.

Tagesgäste willkommen

Nicht nur wegen des Spielezimmers organisieren

viele Familien aus der Umgebung

ihre Familienfeiern im Familien ho tel

Löwen, denn die Kleinen sind beschäftigt.

Wenn Platz im Restaurant ist, sind jederzeit

Gäste von außerhalb zum Abendessen

im Hotelrestaurant will kom men.

Ab November ist das Familienhotel dann

auch bei der Königscard mit dabei.

Eva Veit

Familienhotel Löwen

Speziell auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt, wurde im letzten Jahr die „Löwen-Suite“ neu gestaltet.

Lachen 1

87484 Nesselwang

Telefon 08361 640

info@loewen-nesselwang.de

www.loewen-nesselwang.de

BILDER: FAMILIENHOTEL LÖWEN

Ostallgäu

31 3


Ostallgäu | Gesundheitsversorgung

Medizinische Versorgung

gewährleistet

Trotz finanzieller Herausforderungen bietet der Landkreis Ostallgäu zusammen

mit der Stadt Kaufbeuren ein dichtes Netz an medizinischer Versorgung

Eine der großen Herausforderungen im Ostallgäu, ähnlich wie in vielen ländlichen Regionen, ist der Gesundheitsbereich. Es gilt, die rund

192.000 Einwohner des Landkreises sowie der kreisfreien Stadt Kaufbeuren mit einer soliden medizinischen Struktur zu versorgen.

Während bayernweit die Kluft zwischen städtischer und ländlicher Gesundheitsversorgung wächst, verfügt das Ostallgäu über eine

ausgewogene Verteilung von Krankenhäusern und Rehakliniken sowie über eine bemerkenswerte Hausarztdichte.

Das Herzstück der stationären Versorgung

bilden die Kliniken Ostallgäu­

Kaufbeuren mit ihren drei Standorten in

Kaufbeuren, Füssen und Buchloe. Mit

insgesamt 654 akutstationären Planbetten

und einer geriatrischen Rehabilitation

mit 25 Betten versorgen die Kliniken jährlich

rund 120.000 Patienten und bringen

etwa 1.400 Kinder zur Welt. Die 2.200

Mitarbeiter sichern eine wohnortnahe,

flächendeckende Versorgung mit hervorragender

Spezialisierung in verschiedenen

medizinischen Fachbereichen, wie

das Klinikunternehmen selbst betont.

Krankenhäuser: dezentral und effizient

Allerdings kämpfen die Kliniken mit

wirtschaftlichen Problemen. Eine Herausforderung,

die der Landkreis gemeinsam

mit der Stadt Kaufbeuren stemmen

muss. Für Landrätin Maria Zinnecker

haben die Kliniken höchste Priorität.

Man stehe zu den Kliniken im Ostallgäu,

weshalb im Jahr 2025 rund 11 Millionen

Euro in diesen Bereich fließen werden.

Die m&i-Fachklinik Enzensberg testet ein innovatives Hilfsmittel: Exoskelette, die den Pflegealltag erleichtern sollen.

Ein bedeutender Schritt in Richtung Zu ­

kunft ist die Digitalisierung der Kli niken.

Mit knapp 6 Millionen Euro aus dem

Krankenhauszukunftsfonds werden 41

Maßnahmen umgesetzt, darunter die

Einführung digitaler Patientenportale und

eines elektronischen Medikationsma ­

na gements. Diese Investitionen zielen

darauf ab, die Arbeitsabläufe zu optimieren

und die Patientenversorgung zu

ver bessern.

32 2 Ostallgäu


Reha-Einrichtungen: Spezialisten mit

überregionaler Strahlkraft

Im Bereich der Rehabilitation kann das

Ostallgäu mit mehreren Spezialzentren

aufwarten. Es gibt Reha­Kliniken speziell

für Frauen, Rehabilitation für Kinder und

Jugendliche oder spezielle Krankheitsbilder

– von Orthopädie, Neurologie und

Geriatrie bis Psychosomatik und Pneumologie.

Ambulante Versorgung:

noch alles im grünen Bereich

Die ambulante Versorgung im Ostallgäu

steht noch auf relativ stabilen Beinen.

Laut Versorgungsatlas der Kassenärztlichen

Vereinigung Bayern (kurz KVB)

stehen in der Kreisregion derzeit insgesamt

141 Hausärzte für die Einwohner

der Stadt Kaufbeuren und des Landkreises

Ostallgäu zur Verfügung. Die meisten

davon sind in den Ballungszentren

Kaufbeuren, Marktoberdorf, Buchloe und

Füssen tätig, während klassische Landarztpraxen

seltener geworden sind. Der

Grund hierfür: der Generationenwechsel

in den Praxen, der sich auch in den nächsten

Jahren fortsetzen wird. So sind von

den 141 Hausärzten in Kaufbeuren und

im Ostallgäu gut ein Drittel bereits über

60 Jahre alt.

Im angrenzenden Landkreis Weilheim-Schongau: Ein knappes Jahr nach seiner Eröffnung kann das Medizinische

Zentrum SOGESUND ein ebenso vielseitiges wie umfangreiches sektorenübergreifendes Leistungsspektrum in

Schongau bieten.

Psychotherapeutische Versorgung:

die Nachfrage steigt

Im Bereich der Psychotherapie zeigt sich

ein steigender Bedarf. Mit zwei Standorten

sind die Bezirkskliniken Schwaben

in Kaufbeuren und Obergünzburg vertreten

und fangen viele Akutfälle auf.

Laut KVB haben sich die Wartezeiten

zwischen Erstkontakt und Therapiebeginn

im ambulanten Bereich in den

vergangenen Jahren in fast allen Planungs­

bereichen Bayerns deutlich verlängert.

Dies trifft gerade im Bereich der psychotherapeutischen

Behandlung von Kindern

und Jugendlichen auch auf den

Landkreis Ostallgäu und die kreisfreie

Stadt Kaufbeuren zu. So stehen hierfür

lediglich 11 Kinder­ und Jugendpsychologen

bereit. Insgesamt gibt es in der

Kreisregion 15 Ärzte und 44 Psychologen

für Erwachsene. Auch hier steht in den

nächsten Jahren ein Generationenwechsel

in den Praxen an. Um den langen Wartezeiten

entgegenzuwirken, planen die KVB

und die Krankenkassen nun zusätzliche

Versorgungsangebote in besonders betroffenen

Regionen.

Trotz all dieser Herausforderungen im

Gesundheitswesen zeigt sich: Die Bevölkerung

im Ostallgäu kann auf eine solide

Gesundheitsversorgung vertrauen,

die im Vergleich zu vielen anderen ländlichen

Regionen in Bayern gut aufgestellt

ist. Mit der Weiterentwicklung der bestehenden

Strukturen und einer angemessenen

Finanzierung kann der Landkreis

Ostallgäu gemeinsam mit der

kreisfreien Stadt Kaufbeuren seine Position

als attraktiver Gesundheitsstandort

auch in Zukunft behaupten und ausbauen.

Angela Lingenhöl

BILDER: M&I-FACHKLINIK ENZENSBERG, PIXABAY,

KRANKENHAUS GMBH LANDKREIS WEILHEIM-SCHONGAU

Ostallgäu

333


Pfronten | Industrietechnik

Innovationsschmiede:

DMG MORI setzt auf Nachwuchs

und Zukunftstechnologien

Hausausstellung in Pfronten präsentiert Hightech-Maschinen und

ein zukunftsweisendes Ausbildungskonzept

Einmal mehr waren es gleich zu Jahresbeginn zwei spannende Wochen bei DMG MORI in Pfronten.

Die traditionelle Hausmesse des Unternehmens fand im Februar inzwischen zum 30. Mal statt. Rund

6.500 Besucher aus der ganzen Welt kamen zur Jubiläumsmesse, um die neuesten Entwicklungen in

der Fertigungstechnologie zu sehen. Fokusthema in diesem Jahr: Machining Transformation, kurz MX.

34 2 Ostallgäu


Das neue Ausbildungszentrum soll zur nächsten Hausmesse im Frühjahr 2026 fertiggestellt sein.

Vieles hat sich in den 30 Jahren Hausausstellung

verändert. Aus einer kleinen

Veranstaltung mit nur einigen Besuchern

hat sie sich zu einem richtungsweisenden

Event in der Werkzeugmaschinenbranche

entwickelt. Jedes Jahr kommen tausende

Fachbesucher aus der ganzen Welt ins

Allgäu, um Lösungen für die Fertigung der

Zukunft zu erleben. So müssen Arbeitsprozesse

und Maschinen transformiert

werden, damit Unternehmen weiter wett ­

bewerbsfähig bleiben. Darin sind sich die

drei Geschäftsführer der DMG MORI

Pfronten GmbH einig. Florian Lau bringt

es auf den Punkt: „Durch die Strategie der

Machining Transformation wollen wir

insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit

unserer Kunden steigern, und dadurch

auch unsere Position im Werkzeugmaschinenmarkt

weiter ausbauen.“ Es geht

um Prozessintegration, Automation sowie

die digitale und grüne Transformation.

Das Ziel: Möglichst viele Prozesse auf

einer Maschine zu erledigen, dabei so viel

wie möglich automatisch laufen zu lassen

und gleichzeitig Digitalisierung und Nachhaltigkeit

zu stärken, um so die Prozesse

noch weiter optimieren zu können. So

kann zum Beispiel der Energieverbrauch

gesenkt und die Renta bilität gesteigert

werden.

„Wir wollen unsere Ausbildung auf

hohem Niveau halten und noch

weiter steigern. Ziel ist es, unseren

eigenen Nachwuchs heranzuziehen

und ihm neben dem fachlichen

Know-how auch die Begeisterung

für den Maschinenbau mitzugeben.“

Theresa Weihele, Personalleiterin

Ostallgäu

35 3


Ausbildung bei DMG MORI

in Pfronten (m/w/d)

• Industriemechaniker

• Elektroniker für

Automatisierungstechnik

• Mechatroniker

• Technischer Produktdesigner

• Industriekaufmann

• Duale Studiengänge Maschinenbau,

Wirtschaftsingenieurwesen,

Elektrotechnik, Mechatronik

• Fachkraft für Lagerlogistik

(DMG MORI Logistik GmbH)

Neu ab 2025

• Zerspanungsmechaniker

Das neue Ausbildungszentrum bietet modernste Maschinen, Technologien und innovative Lernmethoden für die

Anforderungen von morgen.

Tag der Ausbildung

Neben der Präsentation der technischen

Innovationen nutzte DMG MORI seine

Hausmesse aber auch, um den Nach­

wuchs auf sich aufmerksam zu machen.

An den beiden Montagen haben rund

600 Schüler aus der Region das Unternehmen

besucht, um sich einen Einblick

in das Unternehmen und die Ausbildungsmöglichkeiten

dort zu verschaffen.

Die Auszubildenden präsentierten auf

der Messe ihre Arbeit und standen für

Fragen der Schüler zur Verfügung. „Das

ist eine schöne Abwechslung für die jun­

6.500 Besucher aus der ganzen Welt kamen zur diesjährigen Jubiläums-Hausmesse von DMG MORI nach Pfronten.

36 4 Ostallgäu


gen Leute bei uns“, meint Theresa Weihele.

Sie ist seit Juli 2024 die Personalchefin bei

DMG MORI in Pfronten und somit auch

für die Ausbildung zuständig. Die Zahl

der Auszubildenden soll bis Ende des Jahres

auf 150 inklusive Trainees und dualen

Studenten steigen. Dafür inves tiere man

gerne in neue Räumlichkeiten. „Wir wollen

auch weiterhin unseren eigenen

Nachwuchs heranziehen und ihm neben

dem fachlichen Know­how auch die Begeisterung

für den Maschinenbau mitgeben,“

erklärt Weihele.

Lebenslanges Lernen

im neuen Ausbildungszentrum

Zur nächsten Hausmesse im Jahr 2026

soll das neue Ausbildungszentrum fertiggestellt

und eröffnet werden. Auf 4500

Quadratmetern sollen dort die Auszubildenden

traditionell die Grundfertigkeiten

lernen, aber schnell mit Digitalisierung,

Automatisierung und Robotik in

die Themen der Machining Transformation

einsteigen.

Eine weitere Devise lautet: Lebenslanges

Lernen, denn die technische Entwicklung

schreitet voran und so sollen im neuen

Ausbildungszentrum auch gut ausgebildete

Fachkräfte weitergebildet werden.

DMG MORI-Geschäftsführung: Florian Lau, Cornelius Nöß, Reinhard Musch (v.l.n.r.)

Geschäftsführer Reinhard Musch betont,

man habe in Pfronten bisher keine Probleme

mit dem Fachkräftemangel. „Wir

haben sehr viel regionales Personal, das

aus einem Umkreis von meist bis zu 20

bis 25 Kilometern einpendelt”, erklärt

Musch. 1600 Mitarbeiter zählt das Werk

in Pfronten derzeit – dabei setzt man

darauf, qualifizierte Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter langfristig zu halten. Und

Geschäftsführer Cornelius Nöß meint

abschließend: „Wir befinden uns in einem

spannenden Marktumfeld mit interessanten

Herausforderungen. Wir sind gut

aufgestellt und blicken optimistisch in

die Zukunft.“

Angela Lingenhöl

„Wir sind ein stabiler,

regionaler Arbeitgeber. Kurzarbeit

ist für DMG MORI in Pfronten

im Jahr 2025 kein Thema.“

Reinhard Musch, Geschäftsführer

DMG MORI Pfronten GmbH

DECKEL MAHO-Straße 1

87459 Pfronten

Telefon 08363 89-0

karriere.pfronten@dmgmori.com

www.dmgmori.com

BILDER: DMG MORI PFRONTEN GMBH,

ANGELA LINGENHÖL

Ostallgäu

37 5


Kaufbeuren | Elektrogroßhandel

Energietechnik –

sichtbar und spürbar

Anfang des Jahres ist der Elektrogroßhändler Rexel Germany in den Bürotower 2.0 im Kaufbeurer

Gewerbegebiet umgezogen. In ein Gebäude, das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht.

100.000 sofort lieferbare Produkte in Deutschland, Niederlassungen in 21 Ländern auf fünf Kontinenten, 26.000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter weltweit – die Rexel Group ist ein Global Player in Sachen Energietechnik und geht in Zeiten von Energiewende,

Digitalisierung und Klimawandel mit neuen Ideen mutig voran. Von den 37 Standorten in Deutschland sind drei bei uns im Allgäu.

Rexel Memmingen ist Ansprechpartner für Industriekunden in den Bereichen Werksinstandhaltung (MRO) sowie dem Maschinenbau

(OEM). Der Rexel Campus in Heimertingen steht für die technische Expertise des Unternehmens in den Bereichen Steuerungstechnik,

Automatisierungstechnik, Sensorik, Energiemonitoring und Energiemanagementsysteme. Die Standorte in Kempten und Kaufbeuren

versorgen die Elektro-Handwerksbetriebe mit hochwertiger Energietechnik – von der Steckdose bis zum PV-Modul.

Bei Rexel dreht sich alles um Energie,

genauer gesagt, um Energieeffizienz.

Und darum, Kunden aus dem Elektrohandwerk

und der Industrie nicht nur

möglichst schnell mit energieeffizienten

Produkten zu versorgen, sondern

auch innovative Ideen zu entwickeln

und umsetzbare Lösungen zu bieten.

Für Anlagen, für Gebäude und auch in

Sachen E­Infrastruktur. Der Elektrogroßhändler

möchte die Energiewelt

sicher und nachhaltig gestalten und

so einen Beitrag für eine lebenswerte

Zukunft leisten.

Live the energy

Da ist es nur konsequent, dass der Rexel

Standort Kaufbeuren nun in ein nachhaltiges

und energieeffizientes Gebäude

umgezogen ist, das auch innerhalb der

Rexel Group als Vorzeigeobjekt gilt. „Wir

sind begeistert von unserem neuen

Standort und den Möglichkeiten, die

er uns bietet“, freut sich Peter Steck,

Vertriebsleiter Handwerk – Allgäu.

Auf zwei Etagen und insgesamt 700 m²

Fläche sind Büros, ein Schulungsraum

und ein gut sortiertes Lager mit Ab holtheke

für Gewerbekunden aus dem

Elektrohandwerk entstanden. Die hel len,

offenen und großzügigen Räume im

neuen Kaufbeurer Bürotower 2.0 wirken

„Digital, modern, nachhaltig.

Unser neuer Standort in Kaufbeuren

ist ein echtes Vorzeigeobjekt.“

Markus Matheisl, Vertriebsleiter Industrie Süd - Memmingen (links) und Peter Steck, Vertriebsleiter Handwerk - Allgäu (rechts)

Peter Steck, Vertriebsleiter Handwerk – Allgäu

38 2 Ostallgäu


einladend, sind hochmodern ausgestat tet

und schaffen eine angenehme, inspirierende

Arbeitsatmosphäre für die 18

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Gebäude selbst verfügt über ein intelligentes

Raumlüftungs­ und Wärmerückgewinnungssystem.

„Mein persönliches

Highlight: die Photovoltaik­Fassade,

die ideal unsere Werte und Visionen

unterstützt“, erzählt Peter Steck. Zusammen

mit der PV­Anlage auf dem Dach

erzeugen die optisch ansprechenden

Module mehr Energie, als im Gebäude

verbraucht wird.

Feel the energy

E­Mobility­Infrastruktur, Heiztechnik,

Speichertechnik, Lichttechnik, Steuerungstechnik

– auch mittels Sprachsteuerung

– und intelligente Energieverteilung,

für all diese und noch viele

weitere Bereiche rund um das Thema

Energie bieten die Rexel­Fachleute ihren

Kunden clevere Ideen und innovative

Lösungen. Wie die Umsetzung in der

Praxis aussieht und funktioniert, davon

können sich die Elektro­Handwerksbetriebe

nun direkt vor Ort in Kaufbeuren

selbst ein Bild machen, denn „an unserem

neuen Standort leben wir vor, was wir

unseren Kunden empfehlen“, sagt Peter

Steck nicht ohne Stolz.

Get the energy

Rexel­Kunden haben die Wahl: sie können

sich von Peter Steck und seinem Team

individuell beraten lassen oder direkt im

Für Industriekunden:

Vertriebsleiter Industrie Süd –

Markus Matheisl

Der Standort Memmingen hat sich auf

Kunden aus der Industrie spezialisiert

und bietet umfassende und maßgeschneiderte

Lösungen in den Bereichen

• Erstausrüstung für den

Maschinenbau

• Werksinstandhaltung/

Maschineninstandhaltung

• Versorgungssicherung durch

kundenspezifische Lager

• Kanban-Systeme für mehr Effizienz

in der Produktion

• C-Teile Management

• Elektronische Anbindung (EDI) /

Marktplätze

• Schaltanlagenbau

Online­Shop bestellen. Im Rexel Webshop

finden sie eine umfangreiche Auswahl

beliebter Artikel aus den verschiedensten

Kategorien. Alles, was bis abends um 19

Uhr bestellt wird, ist am nächsten Tag

beim Kunden, entweder direkt von der

hauseigenen Rexel­LKW­Flotte geliefert

oder abholbereit in Kempten oder am

neuen Standort in Kaufbeuren – dort

dann inklusive „Feel the energy“ – Er lebnis.

Claudia Horber

Im neuen Bürotower 2.0 ist seit Januar das Domizil von

Rexel Kaufbeuren

Rexel Germany GmbH & Co.KG

Standort Kaufbeuren

Maria-Baldauf-Straße 1

87600 Kaufbeuren

Telefon 08341 9088-0

info.allgaeu@rexel.de

Standort Kempten

Messerschmittstraße 18

87437 Kempten

Telefon 08341 9088-0

info.allgaeu@rexel.de

Das gut sortierte Lager mit Abholtheke für Gewerbekunden

Standort Memmingen

Alpenstraße 73

87700 Memmingen

Telefon 08331 9504-0

ic.memmingen@rexel.de

www.rexel.de

BILDER: REXEL GERMANY, REXEL KAUFBEUREN

Ostallgäu

39 3


Ostallgäu | Verkehrsinfrastruktur

Gut angebunden,

aber mit Luft nach oben

Ein Blick auf die verkehrstechnische Infrastruktur im Landkreis Ostallgäu

Der Landkreis Ostallgäu besticht nicht nur als landschaftlich reizvolle Region, sondern auch als bedeutender Wirtschafts- und

Tourismusstandort. Die Verkehrsinfrastruktur ist gut aufgestellt und entspricht weitgehend den Bedürfnissen von Berufspendlern,

Touristen und Unternehmen. Dennoch gibt es trotz vieler Fortschritte einige Herausforderungen, die bewältigt werden müssen.

Mit einer Fläche von etwa 1.285 km² und

rund 141.000 Einwohnern bietet die Region

eine Mischung aus ländlichem

Charme und moderner Entwicklung.

Doch wie steht es um die Verkehrsinfrastruktur,

die das Rückgrat von Wirtschaft

und Gesellschaft bildet?

Straßenverkehr: dominierend

in der Mobilität

Der Landkreis ist durch ein dichtes Netz

aus Autobahnen, Bundes­ und Kreisstra­

ßen geprägt. Die Autobahnen A7 und

A96 sowie die Bundesstraßen B12, B16,

B17 und B472 verbinden den Landkreis

mit überregionalen Zielen. Dennoch gibt

es punktuelle Engpässe. So ist die B12

oft überlastet – vor allem durch Berufsund

Ferienverkehr. Sie hat den Ruf einer

besonders unfallträchtigen Trasse. Ihr

Ausbau ist geplant, allerdings nicht unumstritten.

Auch die A7 im Süden des

Landkreises ist besonders an den Wochenenden

staugefährdet, stellt der Grenztunnel

doch ein gewaltiges Nadelöhr dar.

Sollte der A7­Lückenschluss dort Ende

2010 die Anrainergemeinden vom Verkehr

eigentlich entlasten, so schiebt sich

dieser zu Hochzeiten heute wieder Auto

an Auto durch die Ortschaften, da viele

hoffen, den Stau so umfahren zu können.

Bahnverbindungen mit

historischen Wurzeln

Das Bahnnetz im Landkreis reicht nicht

mehr an seine einstige Ausdehnung heran.

Bedeutende Strecken wie die Verbindung

von Augsburg nach Füssen oder die

Außerfernbahn nach Tirol sind jedoch

weiterhin in Betrieb. Im Landkreis versucht

man, den Schienenverkehr wieder

attraktiver zu machen, indem zum Beispiel

zusätzliche Haltepunkte geplant

werden und Bahnhöfe behindertengerecht

umgestaltet werden. Zudem wird

über alternative Antriebstechnologien der

Züge nachgedacht. Ein Pilotprojekt mit

Wasserstoffzügen zwischen Augsburg und

Füssen läuft seit Mitte 2024, allerdings

hat sich der Freistaat aufgrund hoher

Kosten und technischer Herausforderungen

gegen eine flächendeckende Einführung

von Wasserstofftechnologie entschieden.

Inzwischen liegt der Fokus eher

auf dem Einsatz von Akku­Zügen.

40 2 Ostallgäu


BILD: ANGELA LINGENHÖL

Öffentlicher Nahverkehr:

Schritte in Richtung Verkehrsverbund

Im Landkreis besteht ein flächendeckendes

Busliniennetz. So werden mit mehr

als 30 Linien alle Orte über 200 Einwohner

angefahren. Dieses Angebot des

ÖPNV wird jährlich von etwa drei

Millionen Fahrgästen genutzt. Um den

öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu

gestalten, hat der Kreistag Ostallgäu kürzlich

der Gründung eines überregionalen

Verkehrsverbunds zugestimmt. Dieses

Vorhaben, das in Zusammenarbeit mit

den Landkreisen Oberallgäu sowie den

Städten Kaufbeuren und Kempten realisiert

werden soll, zielt darauf ab, einfache

Tarife und aufeinander abgestimmte

Verbindungen für Bus und Bahn im gesamten

Allgäu zu schaffen. Während

der Landkreis Oberallgäu dem Vorhaben

positiv gegenübersteht und die Stadt

Kaufbeuren bereits zugestimmt hat, zeigt

sich die Stadt Kempten derzeit jedoch

noch zurückhaltend.

Aufbruch in eine vernetzte Zukunft

In den vergangenen Jahren wurden bereits

mehrere Projekte realisiert, die der

Optimierung der Verkehrsinfrastruktur

im Landkreis zugutekamen. So wurde an

strategisch wichtigen Knotenpunkten der

Straßenverkehr modernisiert und ausgebaut.

Die Einrichtung neuer Kreisverkehrsanlagen

und die Überarbeitung von

Ampelschaltungen tragen dazu bei, den

Verkehrsfluss zu verbessern. Auch im Bereich

des ÖPNV wurden Investitionen in

moderne Busse sowie in digitale Informationssysteme

angekündigt, die es den

Pendlern ermöglichen sollen, ihre Reisezeiten

besser zu planen. Die bestehenden

Projekte und geplanten Maßnahmen zeigen,

dass im Ostallgäu weiter aktiv an der

Verbesserung der schon starken verkehrstechnischen

Infrastruktur gearbeitet

wird.

Angela Lingenhöl

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Dann am besten gleich zu DEKRA –

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Ostallgäu

3

41


Pfronten | Gastronomie

Zwischen Businessmeeting

und Stammtisch

Das Alpenhotel Krone macht einen gekonnten Spagat zwischen Geschäftsreisenden

und Allgäuer Stammtischkultur.

Das Alpenhotel Krone in Pfronten ist ein Haus, das Tradition und Zeitgeist gekonnt

vereint. Mit 32 Zimmern zählt es zu den größeren Unterkünften in der Region

und bietet eine bemerkenswerte Vielfalt an Angeboten. Unter der Leitung

von Hoteldirektor Jörg Hansmann hat sich das Hotel zu einem Ort entwickelt,

der sowohl Geschäftsreisende als auch Urlauber anspricht und gleichzeitig tief in

der lokalen Gemeinschaft verwurzelt ist.

Mitten in Pfronten am Rande der Allgäuer

Alpen liegt das Alpenhotel Krone. Das

traditionsreiche Haus meistert gekonnt

den Balanceakt zwischen Geschäftsreisenden

und Freizeitgästen, ohne dabei

die lokale Verwurzelung zu vernach ­

läs sigen. Das Hotel spricht ver schiedene

Zielgruppen an und pflegt gleichzeitig

die heimische Wirtshaus kultur.

Ein breites Spektrum an Gästen

Das 25­köpfige Team und Jörg Hansmann

machen dabei einen sehr breiten Spagat.

„Wir haben einen sehr starken Geschäftsreisen

Anteil, nicht nur durch die DMG

Mori, und verbinden das Ganze optimal

mit Tagungsgästen und Freizeitgästen.“

Diese Mischung spiegelt sich auch in den

Zahlen wider: 70 Prozent der Gäste sind

Geschäftsreisende, 30 Prozent Privatgäste.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer

be trägt 2,3 Nächte, wobei es auch Langzeitgäste

gibt, die bis zu sechs Wochen

bleiben.

Regionale Küche mit modernem Twist

Lars Dieck, der Küchenchef im Alpenhotel Krone

Das kulinarische Angebot der Krone ist

ebenso vielfältig wie ihre Gästestruktur.

Man fahre hier zweigleisig, so Hansmann.

„Zum einen bieten wir klassische traditionelle

Allgäuer Gerichte wie Käsespätzle

oder Zwiebelrostbraten. Zum anderen

kreieren wir auch außergewöhnliche

Gerichte wie zum Beispiel ein Apfel­

Rote­Bete­Tatar.“ Besonders stolz ist man

42 2 Ostallgäu


auf die Verwendung regionaler Produkte.

So bezieht das Hotel regelmäßig von

einem Nachbarn ein halbes Rind, das

Wildfleisch kommt von einem Jäger aus

der Region und während der Pilz­Saison

bezieht man die Früchte von Pfrontener

Pilzsammlern. Alles gibt es zu seiner Zeit

– saisonale Küche eben.

„Wir wollen kein Green Bashing

betreiben und nicht den Nachhaltigkeitspokal

gewinnen. Für uns

zählt echte Regionalität – wir

kaufen saisonal ein und setzen auf

Qualität, ohne uns mit Nachhaltigkeitssiegeln

zu schmücken.“

Jörg Hansmann,

Hoteldirektor im Alpenhotel Krone

Qualität als oberstes Gebot

Das Motto „Nur das Beste ist gut genug“

zieht sich wie ein roter Faden durch alle

Bereiche des Hotels. Dies zeigt sich nicht

nur in der Küche, sondern auch bei den

Weinen. Der hoteleigene Weinkeller beherbergt

150 verschiedene Weine, von

der 8­Euro­Flasche bis zum edlen Tropfen

für 350 Euro. Hansmann betont: „Uns

geht es nicht um die Quantität, sondern

um die Qualität. Sowohl in dem, was wir

einkaufen, als auch in dem, was wir auf

den Teller bringen.“

Eventkalender für Einheimische und Gäste

Um die Attraktivität für lokale und regionale

Gäste weiter zu steigern, hat das Hotel

einen Jahreskalender mit verschiedenen

Events entwickelt. Dieser umfasst

Degustationsmenüs mit Winzern, eine

jährliche Kitchenparty und Musikevents

auf der Terrasse oder im Innenbereich.

Das Team im Alpenhotel Krone besteht

aus Generalisten, wie Hansmann betont.

So könne man flexibel auf die unterschiedlichsten

Bedürfnisse der Gäste eingehen.

Denn egal ob Geschäftsreisender,

Tagungs­ oder Feriengast – im Alpenhotel

Krone in Pfronten sollen sich die Gäste

zu jeder Zeit wohlfühlen können.

Angela Lingenhöl

Krone erleben –

die nächsten Events

• 11.05.2025 Muttertag /

Livecooking Brunch

• 18.06. und 14.08.2025 Angie Lang

Live / Grillabend / Allgäu-Tapas

• 18.07.2025 Barnstein Live /

Grillabend / Allgäu-Tapas

• 12.09.2025 Pfrontener Viehscheid /

Aperol-Bar / Grill-Schmankerl

• 27.09.2025 Degustation #1 /

Fischmenü

• 03.10.2025 Wildwochen /

Jetzt wird’s wild!

Mehr Informationen zu den Events im

Alpenhotel Krone finden Sie unter:

www.alpenhotelkrone.de

Alpenhotel Krone

Tiroler Straße 29

87459 Pfronten

Telefon 06589 153324

info@alpenhotelkrone.de

www.alpenhotelkrone.de

BILDER: ALPENHOTEL KRONE

Ostallgäu

43


Marktoberdorf | Wirtschaftsförderung

Für MINT begeistern

Die Wirtschaftsförderung Marktoberdorf setzt auf die gezielte Förderung junger Menschen

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Regionen mit starker MINT-Ausrichtung sind langfristig

innovativer und wirtschaftlich erfolgreicher: MINT-Berufe treiben Schlüsselbranchen wie Maschinenbau, Fahrzeugbau und Elektroindustrie

voran. Doch trotz der hohen Nachfrage nach MINT-Fachkräften gibt es deutschlandweit zu wenig qualifizierte Bewerber. Der Verein

Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) rechnet mit einem Wertschöpfungsverlust von bis zu 13 Milliarden Euro pro Jahr durch fehlende Fachkräfte.

Das Statistische Bundesamt zeigt, dass die Zahl der Studienanfänger im MINT-Bereich seit 2018 rückläufig ist, obwohl insgesamt mehr

junge Menschen ein Studium aufnehmen. Und auch an Schulen fehlen Lehrkräfte in MINT-Fächern, was teils zu Unterrichtsausfällen

führt. Das Allgäuer Wirtschaftsmagazin (AWM) sprach darüber mit Philipp Heidrich, Wirtschaftsförderung Marktoberdorf, und

Prof. Dr. Dirk Jacob, Vizepräsident für Lehre und Weiterbildung der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten.

44 2 Ostallgäu


AWM: Wie ist der Status Quo in Marktoberdorf?

Heidrich: Marktoberdorf ist ein wirtschaftlich

starker Standort mit innovativen

Unternehmen, die MINT­Fachkräfte

benötigen. In den letzten Jahren haben

wir gezielte Maßnahmen umgesetzt, um

MINT in der Region zu stärken. Unser

wichtigster Partner ist dabei die Hochschule

für angewandte Wissenschaften

in Kempten.

Jacob: Gemeinsam mit der Stadt hat

die Hochschule das Technologietransferzent

rum (TTZ) Institut für angewandte

KI und Robotik in Marktoberdorf (IKR)

eingerichtet. Es ermöglicht der Industrie

zusammen mit der Hochschule anwendungsnahe

und innovative Forschung

zu künstlicher Intelligenz und Robotik

durchzuführen. Die wissenschaftlichen

Mitarbeitenden und Studierenden werden

später als hoch qualifizierte Fachkräfte

Firmen in der Region verstärken.

AWM: Was ist der wichtigste Schritt,

um dem MINT­Mangel entgegenzuwirken?

Heidrich: Bis eine neue Generation

an MINT­affinen Jugendlichen aus der

Schule kommt, vergeht zu viel Zeit –

Fach kräfte fehlen jetzt schon. Als

So fortmaßnahme kann eine Weiterqua ­

li fizie rung von bereits vorhandenen

Prof. Dr. Dirk Jacob

Fach kräften im Bereich der Hochtech ­

no logien helfen.

Jacob: Parallel müssen wir die Begeisterung

für MINT wecken. Das sehen wir

als gesellschaftliche Herausforderung.

Technische Errungenschaften wie Smart ­

phones werden als gegeben wahrgenommen.

Dass derartige Technik auch entwickelt

und produziert werden muss

und auf technologischen Produkten ein

großer Teil unseres Wohlstands beruht,

wird nicht gesehen. Es überwiegt eine

passive, wenn nicht sogar technik ­

kri tische Haltung. Wenn diese Einstellung

während der Schulzeit suggeriert wird,

finden wenige Schülerinnen und Schüler

gefallen an den Themen.

AWM: Wie sehen Qualifizierungs ­

an gebote aus?

Jacob: Zum einen ist das IKR der

Hochschule im Projekt KI Transfer+

als KI­Regionalzentrum Schwaben Süd/

Allgäu aktiv. Das Projekt wird vom bayerischen

Digitalministerium gefördert.

Dabei werden gemeinsam mit Unternehmen

Mitarbeitende für den Einsatz

von KI im Unternehmen qualifiziert.

Darüber hinaus bieten wir zusammen

mit dem TTZ Institut für datenoptimierte

Fertigung (IDF) und der Firma

Ehrenmüller GmbH ein individualisiertes

Schulungsprogramm für Firmen im

Bereich künstlicher Intelligenz an. Dazu

gibt es an der Kempten Business School

(KBS) der Hochschule Kempten MINT­

Weiterbildungsangebote. Diese reichen

von Kursen, die in kurzer Zeit die

Grundlagen von KI im Unternehmen in

einem Onlineangebot darstellen, bis hin

zu Zertifikatskursen, bei denen in den

Laboren aktuelle Themen zu Automatisierungstechnik

und Robotik auch praktisch

vermittelt werden.

Heidrich: Auch bei den Auszubildenden

sehen wir einen großen Bedarf. Die

MINT­Region Bayern bietet zum Beispiel

das Azubi­Zertifikat für KI, bei

dem Auszubildende sich mit Künstlicher

Philipp Heidrich

Intelligenz beschäftigen und Theorie

mit praktischen Anwendungen aus den

Firmen verknüpfen können. Aus dieser

bayerischen Initiative heraus gibt es

Angebote wie Coding­Projekte, Makeathons

und KI­Thementage.

AWM: Welche MINT­Bildungsangebote

gibt es für Schülerinnen und Schüler?

Heidrich: Die Volkshochschule bietet

Roboter­ und Programmierkurse für Kids.

An weiterführenden Schulen gibt es

vereinzelt Roboterkurse. Events wie

Girls­Days sind sehr wichtig. Aber in

der Summe findet zu wenig statt und

das Interesse ist verhalten.

Jacob: Die Hochschule bietet im Rahmen

der Ferienfreizeit des Kreisjugendrings

einen Robotik­Workshop an. Das

Angebot wollen wir ausbauen, um

Jugendliche für MINT zu begeistern. Darüber

hinaus gibt es seit vielen Jahren an

der Hochschule Kempten das Schülerlabor,

in dem Schülerinnen und Schüler

an einem Vormittag spielerisch in Physik

und Wahrnehmungspsychologie Erfahrungen

sammeln können. Hier haben in

den letzten zehn Jahren schon über 500

Klassen das Themenfeld MINT erlebt.

AWM: Warum gibt es nur wenige

An gebote?

Jacob: Es gibt von unterschiedlichen

Anbietern viele Angebote. Diese

Ostallgäu

45 3


Jacob: Bei Vorlesungen der KinderUni

sind Kinder aus der vierten bis sechsten

Klasse stark interessiert und haben keine

Berührungsängste mit dem Themenfeld.

Die Frage ist, wie diese Begeisterung

weitergeführt werden kann. Außerdem

ist im Bereich MINT ein starker Unterschied

zwischen Mädchen und Jungen

erkennbar. Der Anteil von Studentinnen

im MINT­Bereich liegt zum Teil im einmüssen

aber übersichtlich zusammengefasst

wer den. Dafür müssen die Informationen

der Anbieter gesammelt und

aktuell gehalten werden. Das ist nur mit

ent sprechendem Personaleinsatz und

passender Infrastruktur möglich. Wenn

ein Projekt wie die MINT­Region über

eine zeitlich befristete staatliche För derung

aufgebaut wird und danach die Anschlussfinanzierung

fehlt, fallen die geschaffenen

Strukturen schnell wieder

auseinander.

AWM: Was ist der Plan für Marktoberdorf?

Heidrich: Wir sind auf der Suche nach

Projektpartnern wie Firmen und Schulen,

die das Thema MINT unterstützen

möchten. Gleichzeitig schauen wir,

welche Angebote existieren. Wir haben

zusammen mit der Hochschule kleine

Veranstaltungen für die Fachkräfte ­

qua lifikation gestartet und möchten die

Schlagzahl der Veranstaltungen auch

für jüngere Zielgruppen erhöhen. Alles

Weitere, wie skalierbare Produkte und

Angebote, muss erst noch erarbeitet

werden.

AWM: Wie kann MINT für die nächsten

Generationen interessant gemacht

werden?

stelligen Prozentbereich. Die Frage stellt

sich, wie dieser Gender­Gap verringert

und damit das vorhandene Potenzial

gehoben werden kann. Der Girls­Day

ist ein erster Schritt. Aber auch die

Gesellschaft ist gefordert, das Rollenschema

zu durchbrechen. In anderen

Ländern ist der Frauenanteil im MINT­

Bereich viel höher.

Stadt Marktoberdorf

Richard-Wengenmeier-Platz 1

87616 Marktoberdorf

Telefon 08342 40080

info@marktoberdorf.de

www.marktoberdorf.de

Meike Winter

BILDER: STADT MARKTOBERDORF, HOCHSCHULE

KEMPTEN, JENS KERRICK

46 Ostallgäu


Schlusswort

Wo Tradition Wurzeln

schlägt und Innovation

Flügel verleiht

Impressum

Verlag

TT VERLAG GmbH

St.-Mang-Platz 1

87435 Kempten

Telefon 0831 960151-0

Telefax 0831 960151-29

info@tt-verlag.de

www.tt-verlag.de

Geschäftsinhaber/-leitung

Thomas Tänzel (gesamtverantwortlich)

AWM-Redaktion

Selma Hegenbarth, Claudia Horber,

Mahi Kola, Angela Lingenhöl, Eva Veit,

Meike Winter

BILD: ANGELA LINGENHÖL

Landrätin Maria Rita Zinnecker hat es in

ihrem Vorwort erwähnt, und wer die täglichen

Nachrichten verfolgt, der weiß:

Das Jahr 2025 stellt uns vor ganz besondere

Herausforderungen, die weit über

die Grenzen des Allgäus hinausreichen.

Aber gerade in Zeiten globaler Unsicherheit

zeigt sich die Stärke unserer Region:

eine Wirtschaft, die auf Innovation baut,

eine Gesellschaft, die Zusammenhalt

lebt, und eine Landschaft, die Inspiration

und Erholung bietet.

Das Ostallgäu ist mehr als nur ein geografischer

Raum – es ist eine Region, die

nicht nur landschaftlich, sondern auch

wirtschaftlich bemerkenswert vielfältig

ist. Familiengeführte Unternehmen, Hidden

Champions und Global Player prägen

unsere wirtschaftliche Basis. Es ist

diese Mischung aus regionaler Bodenhaftung

und globalem Denken, die unsere

Stärke ausmacht. So beweisen die

Allgäuer „Mächler“, dass Fortschritt und

Tradition keine Gegensätze sein müssen.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich noch immer

robust, trotz demografischen Wandels

und des Fachkräftemangels. Mit kreativen

Ansätzen und regionaler Zusammenarbeit

werden Lösungen gesucht – und

gefunden.

Das Ostallgäu ist ein Lebensraum, der

durch seine Natur und Kultur begeistert.

Es ist sicher kein perfekter Ort – aber ein

gestaltbarer. Es ist ein Raum, in dem Zukunft

gemacht wird, in dem Probleme

nicht kleingeredet, sondern angepackt

werden. Das braucht Mut, manchmal Geduld,

aber vor allem Menschen, die hier

leben, hier arbeiten und hier investieren

– mit festem Glauben an die Kraft unserer

Region.

Schließen wir nun also den Kreis, den

Landrätin Maria Rita Zinnecker in ihrem

Vorwort geöffnet hat: Bleiben wir zuversichtlich

in einem Landkreis, in dem Tradition

Wurzeln schlägt und Innovation

Flügel verleiht!

Angela Lingenhöl

AWM-Medienberatung

Thomas Tänzel ......................... 0831 960151-10

Simone Kaneider ..................... 0831 960151-13

Andrea Scheungrab ................ 0831 960151-15

Simon Schmalholz .................. 0831 960151-16

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Ostallgäu

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