sporting hamburg Mai 2025
Hamburger Stadtsportmagazin
Hamburger Stadtsportmagazin
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Mai 2025
monatlich & kostenlos
WELTKLASSE-
REITEN
beim Hamburger Derby
© Foto: www.sportfotos-lafrentz.de
HSV, STEFAN KUNTZ
bleibt gelassen
PICKLEBALL
kommt auch gut
SETZT DIE SEGEL
Sonderseiten!
Liebe Leser*innen,
© Foto: Mediaserver Hamburg/Hamburg Messe und Congress
nun ist schon Mai und das Sportjahr
schreitet voran. Und das sieht mal gar
nicht so übel aus. Und auch wenn es im
Sport bei weitem ja nicht nur ums Siegen
geht, sind wir dennoch, meinetwegen noch
ein wenig österlich angehaucht, voller Hoffnung.
Voller Zuversicht, dass es die Towers
in die Playoffs schaffen, dass die Freunde der
SVG Lüneburg erstmalig Deutsche Meister
werden, dass der FC St. Pauli tatsächlich
den Fahrstuhl verlassen hat UND dass es
der HSV dann in diesem Jahr auch wirklich
schafft, aufzusteigen. Und am besten die HSV-
Frauen gleich mit. Das wäre doch mal was.
Im Mai dabei – ist das Motto. Und zufälligerweise
haben wir in dieser Ausgabe
unter anderem Stefan Kuntz mal das Redekissen
überlassen, der unter anderem
sehr glaubhaft so getan hat, als ob er in Sachen
Aufstieg nahezu emotionslos wäre. Er
will natürlich. Im Mai dabei sind aber auch
die Spring- und Dressurreiter*innen, deren
© Foto: Sebastian Fuchs
Sportleben auch wieder so anders ist, deren
Sportgerät natürlich auch! aber spannend,
was die so berichten, und in welchen Zyklen
da gedacht wird.
Und dann strahlen die diversen Riesenevents
am Horizont: Rothenbaum, Triathlon,
EHF/Handball, Helga Cup. Sport zum
Zuschauen, Anfeuern, Gute Laune kriegen.
Aber auch der Hamburger Sportsommer
schickt sich an, und sowohl die Aktivitäten
in der Active City Arena, vom Beachvolleyball
bis zum Tauziehen, als auch der Active
City Day und der Active City Summer werfen
ihren Schatten voraus. Uns liegt u.a. besonders
was am Tauziehen. Das ist nämlich
unser;-) Ding. Alle Infos in diesem Heft.
Meldet Euch als Team an! Das wird ein
riesengroßer Knaller.
Viel Spaß beim Lesen!
Partner
3
des Monats
Schuss
© Fotos: privat
Super-Mika
… hat wieder einen rausgehauen. Mit einem krassen
Wurf über 70 Meter (70,05 m) mit einem Männer-
Diskus warf er sich in Ramona/USA in die ewige
deutschen Bestenliste auf Platz 5 und ein weiteres
Mal in die Herzen seiner Fans, also uns jetzt
zum Beispiel!
5
© Fotos: HSV
| Fußball
Neues
GUT
Trotz Frühlings-Holperei, der Aufstieg
greifbar, wir drücken selbstverständlich
die Daumen und fahren zum
HSV, um zu gucken, wie nervös er ist,
Stefan Kuntz.
Und, wir sind komplett enttäuscht.
Gar nicht. Stefan, er ist maximal
unaufgeregt. Das sagen wir. „Zu
starke Emotionen beeinflussen
nur“, grinst er bei unserer Nachfrage.
Wahrscheinlich auch, weil er erst
seit einem Jahr am Start ist und er letztlich,
Stand jetzt, trotz kurzer Ruckelei nach dem
Abschied von Trainer Baumgart, recht viel
richtig gemacht hat. Polzin wurde es dann,
aus den eigenen Reihen. „Eine meiner Grundideen
und unserer neuen Auffassung folgend,
setzen wir deutlich auf die Jugend, setzen
wir auf junge Talente, wenn möglich eigene.
Also haben wir mit meinem Amtsantritt zu
Saisonbeginn gleich damit begonnen, zweimal
die Woche die U21 und unsere Profis
zusammen trainieren zu lassen“, erklärt er.
Und weiter: „Abgesehen davon, dass ich
so schnell alle Spieler und eben auch die
Trainer kennengelernt habe, lernen vor
allen Dingen auch die Jungs sich immer
besser kennen. Das ist ja sehr wichtig, motiviert
und stärkt das Wir-Gefühl sowie die
Gemeinschaft.“ Und dass sie so selbst ihre
Leistungsunterschiede erkennen, erklärt
er uns. „Das spornt darüber hinaus an“. So
konnte er dann, nach natürlich vielen Gesprächen,
Merlin Polzin einsetzen. „Das junge
Trainerteam hat inhaltlich voll überzeugt,
Jetzt bis 30.06. wechseln
und HSV-Becher sichern
Gedankenzudem
hatten wir das letzte Spiel vor der
Winterpause gegen Fürth gewonnen, das
hat natürlich gepasst“, denkt er an seinen
Start à la Von-Null-auf-Hundert, in den ersten
Wochen zurück.
„Wir haben aber zum Glück
einen starken Aufsichtsrat, der
ist sehr schnell, sehr konstruktiv“,
erklärt er und freut sich im
Nachhinein über den Rückhalt.
Die Zusammenarbeit mit Eric Huwer, seinem
Vorstandskollegen, ist offensichtlich
sowieso top.
Und obwohl sie vermehrt auf den eigenen
Nachwuchs setzen wollen, hat er in der
Spielpause mit Alexander Røssing-Lelesiit,
Aboubaka Soumahoro und Adedire Mebude
dennoch drei neue Spieler von auswärts
geholt, Widerspruch: „Nein, sie sind ebenfalls
jung, Talente, die top ins Team passen.
Vor allem mit Alexander und Abou, die wir
fest verpflichtet haben, werden wir Geduld
haben.“ Der Scouting-Prozess, by the way,
ist krass, die Ausgewählten alles andere
als Zufallsprodukte: 10 Spiele müssen die
Kandidaten mindestens live gesehen worden
sein, von 6 verschiedenen Scouts, dann
folgen Gespräche, Checkups, …“
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Stefan Kuntz über den HSV,
nachhaltige Kaderplanung, klare
Kommunikation – und den Wunsch,
gemeinsam mit Stadt und Fans
etwas zu bewegen.
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6
| Fußball
© Foto: HSV
Die finale Entscheidung liegt dann bei mir,
aber wir arbeiten hier sehr transparent,
auch hier ist der AR immer eingebunden
und informiert. Es wird nie so sein, dass die
Beteiligten zuerst etwas Internes aus der
Presse erfahren“, sagt er. „Wir tragen alle
gemeinsam die Entscheidungen, das gibt
ein richtig gutes Gefühl“, sagt er. Und macht
einen guten Eindruck, sagen wir. „Natürlich
wollen wir aufsteigen“, sagt er, „seit sieben
Jahren wollen wir das“. Und „nun haben
wir ziemlich gute Chancen“, sagt er, bleibt
immer noch unaufgeregt und spielt mit uns
auch nicht das „was-wäre-wenn-Spiel“. Ein
Jahr Bundesliga, nicht absteigen, 2. … will er
alles nicht hören. „Ich bevorzuge die Strategie
der kleinen Schritte, bin kein Freund
von HSV 2030 und dann in Europa“-
„Unser Fokus liegt voll auf dem
Saisonfinale, und dann sehen
wir weiter“, sagt er, hat aber
schon einen alternativen Saisonplan
für die Saison 2025/2026
vor seiner Nase liegen.
Für jede Option eine Farbe, grün = Aufstieg,
gelb = 2. Liga. Auch über so ein Braunschweig-Spiel
(derbe 2:4 Niederlage zu Hause)
regt er sich nicht auf, sagt er, „je sachlicher
wir bleiben, desto besser“. „Wir arbeiten nach
solchen Spielen wie mit einer Checkliste,
das habe ich mal bei einem Pilotentraining
erlebt“, sagt er weiter. „Das war sehr beeindruckend“,
und wir gehen bei Piloten von
lebensbedrohlichen Mayday-Situationen aus.
„Bei uns geht es lediglich um, was war gut,
was war schlecht“, sagt er und beschreibt
dann aber alle die Facetten, die auch in
einer solchen Situation anstehen. Und da
kommt ganz gut was zusammen.
Er selbst spricht sehr selten vor der
Mannschaft, nur wenn der Trainer drum
bittet, oder wenn der Verein etwas Offizielles
zu vermelden hat. Dennoch hat er recht
viel Kontakt zu den Spielern. „Wir sind alle
Menschen, da gibt es bei den Spielern auch
mal kranke Kinder zu Hause, Stresssituationen,
wir helfen dann, aber wichtig zu sehen
ist, dass all diese Dinge natürlich den Einzelnen
beeinträchtigen.
Das ist alles wie ein riesengroßes Puzzle,
bei dem jedes Teil stimmen muss, damit
ein ganzes, komplettes und schönes Bild
entsteht“, sagt er gefühlvoll. Und in der Welt
passiert gerade so viel, das geht ja auch hier
alle an. „Unsere Werte sind uns wichtig. Wir
wollen aber vor allem durch unser Tun ein
Profil entwickeln, mit dem wir nicht hausieren
gehen müssen, sondern ganz natürlich
wahrgenommen werden. Es geht darum,
im HSV eine Kultur des Miteinanders zu
schaffen, die es nicht mehr erfordert extra
zu erwähnen, wofür oder wogegen der HSV
steht“, sagt er und fühlt sich mit all diesen
Dingen offensichtlich sehr wohl in seinem
neuen Verein.
„Ich bin hier beim HSV schon
ganz gut angekommen“, sagt
er, ganz zufrieden. „Und meine
Frau und ich finden die Stadt zu
schön und sehr, sehr groß und
dabei herrlich vielfältig, haben
deswegen längst noch nicht alles
gesehen.“
Wobei sie wohl die Musicals alle schon abgehakt
haben. Miniaturwunderland mit den
Enkeln, Stadtrundfahrt, das ganze Programm.
Die Menschen, die ihn ansprechen, alle nett,
zuvorkommend, zurückhaltend. „Wichtig ist,
dass der HSV nahbar bleibt, dass wir noch
transparenter werden“, findet er. „Nase hoch,
das sind wir nicht, wir wollen zusammen mit
den Menschen etwas bewegen, müssen sie
abholen, das ist mein Wunsch“, sagt er. Bodenhaftung.
Und sportlich: „Will ich erstmal
aufsteigen“. Klare Ansage.
Wir hatten aber noch nicht fertig, denn auch
die HSV-Frauen haben uns ja, in den letzten
Wochen und sowieso, unglaublich viel Spaß
gemacht. Wie sich sein Blick auf den Frauenfußball
verändert hat, in den letzten zwei
Monaten? „Wir haben in unserem Volksparkstadion
durch die beiden Pokalspiele zwei
weitere emotionale Fußballfeste erlebt und
eine Atmosphäre, die die Mädels wahrscheinlich
nie vergessen werden. Es geht uns aber
nicht darum, Events zu schaffen, sondern in
Hamburg und darüber hinaus eine nachhaltige
sportliche Entwicklung im Mädchen- und
Frauenfußball anzustoßen und auch hier
unseren Weg weiterzugehen,“, sagt er, und
ist auch da offensichtlich bei weitem nicht
unzufrieden. „Wir sind mit den HSV-Frauen
auf einem sportlich guten Weg, fiebern dem
Saisonfinale entgegen - der Doppelaufstieg
wäre natürlich die Krönung. Es geht aber
nicht um eine Kopie des Männerfußballs,
sondern mit den HSV-Frauen eine eigene
Geschichte zu schreiben, mit jungen Talenten
aus der Region. Diesen Weg werden wir
auch unbeirrt weitergehen, sollte der Aufstieg
nicht gelingen,“ sagt er. Und natürlich
drücken wir auch hier die Daumen, aber
würde es bei einem
Aufstieg in der Stadt nicht noch mehr
Gerangel um Spielstätten geben? „Das
Interesse und die Nachfrage rund um unser
Team wächst, ob bei Fans oder Partnern.
Infrastrukturell wollen und müssen wir
das Tempo auch mitgehen, hier ist gerade
mit Blick auf die Stadionthematik auch die
Stadt gefragt, da sind wir für Ideen und
Unterstützung offen.“
8
| Reiten
A
© Fotos: www.sportfotos-lafrentz.de
© Foto: Hellmann
© Foto: Hellmann
les
super!
Das AL SHIRA’AA Deutsches Spring- und
Dressur-Derby Hamburg strahlt schon
kräftig im Vorfeld, wenn man sich die
Fülle der guten News um Startfelder und
Teilnehmer anschaut.
Nicht nur, dass (wir berichteten) der
gesamte Dressur-Block deutlich
aufgewertet wurde, sondern auch
weil bei den Springreiter*innen
sich schon jetzt ein spitzenmäßiges
Teilnehmerfeld abzeichnet. Turnierchef
Matthias Rath happy: “Dass in unserem
Premierenjahr in Hamburg einer der
weltbesten Derbyreiter überhaupt zu den
ersten Anmeldungen gehört, das steigert
unsere sowieso schon riesige Vorfreude
noch mehr“. Und abgesehen davon, dass
die Meldung des britischen Derby-Spezialisten
William Funnell sich in der Szene
rumsprechen wird, sagt Rath: „Überhaupt
ist das Interesse der Reiter für das 94. Deutsche
Spring-Derby enorm – das ist toll“. Für
eingefleischte Fans: Funnell bringt seinen
Hickstead-Derbysieger von 2024, Dublon,
mit. Er meint es also sehr ernst. Wirklich
interessant, wenn Profi Funnell über seine
Affinität zu Derbys erklärt: „Mein Vater war
Jagdreiter, ich bin so groß geworden, dass
man über alles springt, was im Weg steht.“
Auch in der Dressur tritt unter vielen
eine wahnsinnig erfolgreiche Reiterin
an. Keine Geringere als Isabell Werth hat
sich in diesem Jahr gegen eine große Veranstaltung
in München entschieden und wird
mit vollem Gepäck in Hamburg anreisen.
Isabell Werth - und sie hat es verdient, dass
wir ihre Erfolge kürzest skizzieren: 8-fache
Olympiasiegerin, 14 olympische Medaillen
(8 × Gold; 6 × Silber), 9-fache Weltmeisterin,
21-fache Europameisterin sowie 14-fache
Deutsche Meisterin. Sie ist damit weltweit
die erfolgreichste Reiterin und Dressurreiterin
sowie zugleich die erfolgreichste
Olympionikin Deutschlands und eine der
höchstdekorierten Olympionikinnen und
Olympioniken überhaupt. Und sie kommt
nach Hamburg, denn: „Das Hamburger Turnier
hat mich immer begeistert“, sagt sie. „In
diesem Jahr ist das Programm bis hin zur
5-Sterne-Dressur so passend gestaltet, ich
kann mit meinen Pferden alles bespielen“,
erklärt sie ihre Beweggründe, an die Elbe
zu kommen. Da wird einem Sportfreund
ganz warm ums Herz.
Eine die ebenfalls mitmischen will ist die
Hamburgerin Janne Friederike Meyer-
Zimmermann, das Pendant zu Isabel aus
dem Springlager. Sie ist ebenfalls schon
lange sehr erfolgreich unterwegs, freut sich
gleichermaßen auf ihr Heimspiel Hamburg.
Wir sprechen sie auf ihrer Fahrt nach Brüssel
zur Begutachtung eines Pferdes, denn lange
schon ist sie zusammen mit ihrem Ehemann
auch beruflich „im Pferdegeschäft“ am Start.
Kurz: Sie bildet mit ihrem Team aussichtsreiche
Pferde und/oder ihre Reiter*innen aus.
Aber auch auf dem Pferd ist Janne super
ambitioniert, schielt sogar bis nach LA, „aber
bis dahin kann noch viel passieren“, sagt
sie. Sie klärt uns aus Reiter*innen-Sicht ein
wenig weiter auf: „Das Derby hier in Hamburg
hat einen großen Reiz“, sagt sie; und
weiter: „weil es sehr traditionell, deswegen
auch sehr speziell ist.“
„Im Grunde muss man sich genau
auf dieses Derby entsprechend
besonders und intensiv
vorbereiten. Die ganze Derby-
Tour ist deswegen unglaublich
spannend, und es gibt wenige
fehlerfreie Runden. Für das
Publikum ist das weltweit fast
einzigartig, denn auch der Ritt
dauert bis zu 3 Minuten, eine
normale Prüfung dauert
ca. 1,20“, erklärt sie.
Sie weiter: „Das Ganze ist eine wahnsinnige
Vertrauenssache zwischen Pferd und Reiter.
Im besten Fall hast Du genau das richtige
Pferd dafür im Stall“. Sie vergleicht: „Die
klassischen Prüfungen, z.B. die der Nationenpreise,
fordern einen hingegen ganz anders,
da reden wir von sehr technischem Reiten“.
Spannend, toll, vergleichbar, auf Top-Niveau.
Janne wird auf alle Fälle den großen Preis
reiten, das Championat, für die Derby-Tour
„muss ich die nächsten Wochen noch richtig
üben“, lacht sie, denn auch für sie, sie
hat einen kleinen Sohn, hat der Tag nur 24
Stunden. Aktuell ist sie die Nummer 26 der
Weltrangliste, will dieses Jahr zur Europameisterschaft
nach La Coruna. Aber erstmal
will sie die Hamburger Farben beim Derby
hochhalten. Hoffen wir doch mal.
Janne Friederike Meyer-Zimmermann ist längst
Unternehmerin in Sachen Reitsport, ist aber
auch sportlich nach wie vor absolut ambitioniert
und hat sich für ihr Heimspiel in Hamburg
was vorgenommen.
Unten: zuletzt auf der Pressekonferenz im Grand
Élysée von links nach rechts: Spitzen reiter Rolf-
Göran Bengtsson, Matthias Rentsch (Melitta Kaffee),
Matthias Alexander Rath (Veranstalter), Isabell Werth
(Dressurprofi ), Kristina Anrecht (Sponsor) und Christoph
Holstein (Staatsrat für Sport)
© Foto: PR
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kurz notiert …
Afterwork
mit neuem
Partner und
Stargast
© Foto groß & klein/rechts: Joerg Brockstedt, Foto klein/links: Hansebeach/Justus Stegemann
Hamburg beweg Dich
Der Active City Day am 6. Juni ist der
Auftakt für den dreimonatigen Active
City Summer.
Und der ist einzigartig, finden wir. Vom
1. Juli bis 30. September bieten nämlich
Hamburgs Vereine erneut ein umfangreiches
und professionell angeleitetes
Sport- und Fitnessprogramm für alle
Hamburgerinnen und Hamburger mit
rund 5.700 Kursstunden zum Mitmachen.
Am Freitag, dem 6. Juni, setzt die Active City
ein weiteres Mal ein Zeichen für mehr Bewegung
im Alltag: Unter dem Motto „Hamburg
lich: Fahrrad-Gemeinschaften bilden oder
eine firmeninterne Sternfahrt ins Büro und
zurück organisieren. Verabredet Euch zu
einer gemeinsamen Mittagspause und erkundet
Euer Quartier auf neuen (Fuß-) Wegen.
Seid gern kreativ. Wenn alle mitmachen,
kommt die ganze Stadt in Bewegung! Außerdem
stehen in der ganzen Stadt weit mehr
als 200 Bewegungsangebote zur Auswahl,
davon sehr viele offene Mitmachangebote
von Sportvereinen. Am Active City Day beteiligen
sich auch zahlreiche Unternehmen,
Institutionen, Schulen und viele mehr – alle
sind eingeladen mitzumachen und können
sich unter activecityday.de mit eigenen Aktionen
eintragen.
Der Active City Day bildet zugleich den
Auftakt für den dreimonatigen Active City
Summer (1. Juli bis 30. September). Von
Poppenbüttel bis Harburg, von Rissen bis
Bergedorf werden dieses Jahr wieder viele
Vereine rund 5.700 Kurs-/Sportstunden
zum Mitmachen und Ausprobieren anbieten
– von altbekannten Sportarten, über diverse
Trendsportarten bis hin zu den neuesten Fitnesstrends.
Das Engagement der Sportvereine
wird in diesem Jahr wieder besonders
gewürdigt. Der aktivsten Vereine werden
prämiert. Und jetzt schon vormerken: Am
13. September steigt im Wilhelmsburger
Inselpark wieder das Active City Festival.
Zur Premiere der neuen Active City Afterwork-Reihe, inzwischen
in Kooperation mit dem Hamburger Sportvermarkter
Sportfi ve, kamen im April richtig hochkarätige Gäste
aus Sport, Politik und Wirtschaft zusammen.
Bei bestem Frühlingswetter feierte
das neue Active City Afterwork-
Format Premiere im Stadion am
Rothenbaum. Moderiert von Steffen
Hempel, trafen auf dem Podium
zunächst die Olympiasiegerin Laura Ludwig
und Volker Bouffier vom Vorstand des
DOSB aufeinander. Und beide waren sich
sehr einig. Nachdem Bouffier die politische
Bedeutung einer Olympiabewerbung
von deutschen Städten ausgeführt
hatte, sprudelte Laura, so
kennt man sie bei dem Thema,
nur so vor Begeisterung
und sprach natürlich auch
von ihren Erfahrungen mit
dem wunderbaren Hamburger
Publikum:
Und: „Ich hatte immer einen
Koffer in Hamburg“,
sagt Becker, der inzwischen
in Mailand lebt.
Als Aktiver war er einst am Rothenbaum
am Start und rettete
das Turnier Anfang der 2000er
Jahre als Chairman vor dem möglichen
Aus. Dem Hamburg Open
ATP 500 in diesem Jahr sieht er sehr
positiv entgegen, weil der Termin vor
den French Open viel günstiger sei, als im
Sommer nach Wimbledon: „So hat man
die Chance, den Weltranglistenersten
Jannik Sinner zu sehen“.
Wir bleiben gespannt.
© Fotos: Active City/Witters
beweg Dich“ sind alle Hamburger:innen
aufgerufen, mit Freude an Bewegung etwas
für sich selbst tun und Andere zum Mitmachen
zu motivieren. Das geht ganz einfach:
Treppe statt Aufzug, Fahrrad statt Auto – die
Klassiker. Aber da ist noch viel mehr mög-
Ein Highlight werden die Active City Day
Aktionen auf dem Rathausmarkt – eine Bewegungsmeile
vor schönster Kulisse im Herzen
der Stadt. Von 10 bis 18 Uhr gibt es viele Bewegungsangebote
für eine aktive Pause: ein
Slalomparcours mit Sportrollstühlen (HSV
e.V.), ein Tennis Mini-Court (Hamburg Ladies
Open), ein mobiler Kletterturm (Deutscher
Alpenverein), eine Football-Challenge (Hamburg
Sea Devils), eine Alltags-Spielstraße
der Initiative Wir bewegen Kids, ein Fahrrad-Parcours
der Verkehrswacht Hamburg
und die Deutsche Triathlon Union lädt zu
einem Bewegungstreffpunkt ein.
Alle Infos und Bewegungsangebote
findet ihr unter
activecityday.de
„Olympia wäre alles
für Deutschland. Und
Hamburg kann das“, sagte
sie: „Ich hatte das Glück,
beim Beachvolleyball die Sportbegeisterung
der Hamburger
direkt zu erleben.“
Dann wurde es Zeit für den Star des Abends,
Tennis-Legende Boris Becker. Was er mit
Hamburg zu tun hat? Er beobachtet natürlich
sehr aufmerksam die nun anstehenden
ATP Hamburg Open.
Sportsenator Andy Grote unterstrich
seine Vision für Hamburg:
„Die olympische Idee ist
eine der größten Geschichten
der Menschheit,
die international
jeder versteht und die
uns alle verbindet. Das
wünsche ich mir für Hamburg.“
12 13
In Jogginghose zur Unsterblichkeit:
Die Forever Fit-Kolumne
Arnolds
Muskelaufbau-
Checkliste
5. 8–14 Qualitätssätze pro Muskel
pro Woche
Das ist dein Grundgerüst. Qualität vor Quantität.
Mehr geht immer – aber nur, wenn du’s
auch wirklich durchziehst. Und ja, mal ehrlich:
Wer seine 10 Sätze sauber bis ans Limit
bringt, hat oft schon mehr getan als die
meisten Gymtouristen.
6. Protein – das Baumaterial
deiner Muskeln
1,6 bis 2 Gramm Protein pro Pfund Zielkörpergewicht,
verteilt auf 3–4 Mahlzeiten am Tag.
Das ist keine Bro-Wissenschaft, das ist Biochemie.
Ohne Eiweiß keine Muskeln – Punkt.
7. Schlaf ist dein bestes Supplement
7 bis 9 Stunden. Jeden. Verdammten. Tag. Im
Schlaf repariert dein Körper die Mikrorisse
aus dem Training und lässt dich stärker zurückkommen.
Kein Schlaf, kein Wachstum
– so einfach ist das.
8. Koffein & Kreatin – dein Booster-Duo
Zwei Klassiker, die nicht umsonst seit Jahrzehnten
im Game sind: Koffein für Fokus &
Power, Kreatin (3-5g am Tag) für mehr Wie-
derholungen und pralle Muskeln. Beide
wissenschaftlich belegt. Beide absolut Gym-
Approved.
9. Vertraue dem
Prozess
Keine Wunder über Nacht. Aber
Fortschritt mit Plan und Geduld.
Erscheine. Gib alles.
Erhole dich. Wiederhole.
Konsistenz schlägt Motivation
– immer. Wenn du das
verinnerlichst, bist du auf dem
besten Weg zu deiner chen Bestform.
Und jetzt? Aufhören zu lesen, anfan-
gen zu schwitzen. Denn die Hanteln
heben sich nicht von allein. Und wie
persönli-
Arnie sagen würde:
„You can’t climb the ladder of success
with your hands in your pockets.“
Also: Raus aus dem Kopf, rein ins
Gym – die nächste Version von dir
wartet schon.
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Nils Behrens
© Foto: Studio Maximilian König
ist Long evity-Enthusiast und
Podcast-Host. In über 200
Expert:innen-Interviews
hat er sich mit der
Frage beschäftigt, wie
wir länger besser leben
können. Und teilt
seine Erkenntnisse der
neuesten Studienlage
regel mäßig auf
LinkedIn.
So baust du Muskeln
wie der Terminator auf!
muss öfter ran. Zwei- bis dreimal
pro Woche pro Muskelgruppe
ist das neue Normal.
Mehr Reize = mehr Wachstum.
Logisch, oder?
© Fotos: Unsplash.com
Muskelaufbau ist kein Hexenwerk
– aber es ist auch kein Selbstläufer.
Wenn einer weiß, wie’s
geht, dann Arnold Schwarzenegger.
Der Mann, der nicht nur
Hollywood erobert, sondern vorher schon
die Bodybuilding-Welt dominiert hat. Und
er hat uns eine Art Bauplan dagelassen.
Keine Ausreden mehr. Kein „ab morgen“.
Heute ist Day One.
Hier kommt sie also: Die Muskelaufbau-
Checkliste, die dir nicht nur mehr Bizeps,
sondern auch mehr Struktur und Fokus
bringt. Kurz: Dein Shortcut zur stärkeren
Version von dir selbst.
1. Trainiere jeden Muskel
2–3 Mal pro Woche
Einmal pro Woche ein bisschen Brust pumpen?
Sorry, reicht nicht. Wer wachsen will,
2. First-Set-Mindset
Jeder Satz zählt. Nicht erst beim letzten aufdrehen.
Jeder Satz ist dein einziger Satz – all
in, jedes Mal. Wenn du den ersten wie den
wichtigsten behandelst, wirst du schnell
merken: Deine Gains werden ernster.
3. Voller Bewegungsradius bei
Grundübungen
Halbe Wiederholungen? Halber Erfolg. Geh
tief in die Bewegung – bei Kniebeugen, Bankdrücken
& Co. Erst wenn’s richtig zieht und
brennt, passiert was. Der Körper belohnt
saubere Arbeit.
4. Trainiere ans Limit – aber smart
Du musst nicht bei jedem Satz zusammenbrechen,
aber nah dran ist okay. 1–2 Wiederholungen
vor dem totalen Muskelversagen
– da passiert die Magie. Spür den Schmerz,
aber bleib kontrolliert.
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++ sporting arena +++ sporting arena +++ sporting arena +++ sporting arena +++ sporting arena +++ sporting arena +++ sporting arena +++ sporting
Das war in der Sportstadt Hamburg im April los.
Zwei Handball-Ikonen verabschieden sich, ETV-Basketballerinnen verlieren ihren Trainer, Magath will HSV-Präsident werden und die Pokalauslosung der Amateure in Hamburg triff t das Humorzentrum.
Der
ewige
FELIX
„Niemals geht man so
ganz. Irgendwas von dir
bleibt hier“, sang Trude
Herr einst.
Und irgendwie trifft das auch auf Felix
Magath (71) zu. Der wichtigste Torschütze
des HSV aller Zeiten – 1983 erzielte
Magath im Finale des Pokals der Landesmeister
den 1:0-Siegtreffer gegen Juventus
Turin – verkündete am 18. April seine
Kandidatur für das Präsidentenamt des
HSV. Als Vizepräsident ist Ex-HSV-Keeper
Richard Golz (56) im Team Magath mit
an Bord. „Ich werde in Hamburg immer
noch angesprochen und gebeten, zum
HSV zu kommen und dem HSV zu helfen“,
sagte Magath bei „Welt und Bild TV“.
Spieler, Trainer der Amateure, Co-Trainer,
Trainer und Manager der Profis – Machtmensch
und HSV-Liebhaber Magath war
bei einem Herzensclub schon fast alles.
Ob er nun auch noch Präsident des
HSV wird, entscheidet die Mitgliederversammlung
am 21. Juni.
TSCHÜSS
Pommes, Tschüss Jogi.
Unzählige wunderbare Handball-Momente
haben sie uns geschenkt:
Rückraumspieler Pascal Hens (45)
und Torwart Jogi Bitter (42).
Viele Jahre warfen und hielten beide
die Bälle sowohl in der Nationalmannschaft
als auch beim HSV Handball
auf allerhöchstem Niveau. Am 10. April
feierten die beiden Handball-Ikonen
nun ihr letztes, großes sportliches Fest. Mit
10.640 Zuschauern in der Barclays Arena
und ihren einstigen Weltklasse-Mitspielern
wurde das Abschiedsspiel von Bitter und
Hens zu einer sehr emotional sehr berührenden
Veranstaltung.
Die Idee zu dem Event hatte Bitter, der
den zunächst skeptischen Hens, Spitzname
„Pommes“, überzeugen konnte.
Hens riss sich allerdings wenige Tage vor
dem Spiel die Achilessehne und konnte gar
nicht mitspielen. Immerhin verwandelte er
einen Siebenmeter auf Krücken. Gefeiert
wurden am Schluss beide.
Und der Endstand passte zur Karriere der
Weltmeister von 2007: 36:36. Sie waren
eben beide als echte Typen wunderbare
Geschenke für den deutschen Handball.
© Foto: Fishing4/Thorge Huter
© Foto: PR
ETV-Top-Trainer hört auf.
Die Basketballerinnen des ETV
haben wir öfter gelobt.
Mit Recht. Zwei Aufstiege in Folge – und in dieser Saison
der Einzug in die Play-Offs der 2. Damen-Basketballin
der sich das Team gegen den haushohen
Favoriten BasCats USC Heidelberg tapfer schlug, haben den
Damen-Basketball beim ETV auf die nationale Landkarte
gesetzt. Einen großen Anteil daran hatte Cheftrainer Fredrick
Kleemichen. Doch nun ist die gemeinsame Reise
für ihn mit seinem Team zu Ende. Kleemichen trat am
Bundesliga, 16. April nach Saisonende zurück.
„Fredrick wird im Juli erstmals Vater und möchte
sich nach eigenen Angaben vorerst voll auf die Familie
konzentrieren“, teilte der ETV mit. „Mir fällt dieser
Schritt unglaublich schwer. Aber ich habe mich schweren
Herzens entschlossen, meinen Trainerjob aufzugeben“,
erklärte Kleemichen. Wie sang Hans Albers so schön:
„Junge, komm‘ bald wieder!“ Mindestens als Zuschauer mit
freiem Eintritt in der Sporthalle Hohe Weide bei deinen
Basketballerinnen. Du hast es dir verdient!
„Lasse, mach’ das ordentlich“.
Das Endspiel im Hamburger Lotto-Pokal
ist das wohl schönste
Ziel für Hamburgs Amateurfußballer.
Knapp 5.000 Fans im
Stadion Hoheluft sorgen stets
für Gänsehaut-Atmosphäre,
die ARD überträgt am 24. Mai
zum „Finaltag der Amateure“
live. Nach dem Viertelfinalsieg des
letztjährigen Endspielteilnehmers USC
Paloma am 19. April gegen den FC Alsterbrüder durfte
der verletzte Kapitän des Oberligisten Lasse Blöcker
diesmal im mit 100 Menschen proppevollen Clubhaus
des USC das Halbfinale auslosen.
Es war eine Veranstaltung für Menschen mit viel Humor.
„Laaaaaasssseeee“, schrie ein junger Fan gleich
zu Beginn der Live-Übertragung. Aus dem Publikum
kamen reichlich Tipps („Lasse, mach‘ das ordentlich“)
und scherzhafte Drohungen („Du willst doch wieder bei
uns mitspielen, oder?“).
Blöcker loste schließlich perfekt. Heimspiel für seinen
USC Paloma am 4. Mai im Halbfinale gegen den vermeintlich
leichtesten Gegner, Oberliga-Konkurrent SV
Halstenbek-Rellingen. Das andere Halbfinale bestreiten
am 3. Mai Altona 93 und Eintracht Norderstedt. „O Kapitän!
Das ist mein Kapitän!“ nahm Palomas Torwart als
Dank eine Anleihe beim „O Captain! My Captain!“ aus
dem berühmten Film „Club der toten Dichter“ mit Robin
Williams. Der Hamburger Fußball-Verband sollte seine
Pokal-Auslosungen wirklich häufiger mit Publikum in
Clubhäusern durchführen.
Macht Laune!
© Foto:PR
IMPRESSUM
sporting hamburg
Stadtsportmagazin
c/o steuermann sport
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Große Elbstraße 141 B
22767 Hamburg
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Herausgeber
Martin Blüthmann
(V.i.S.d.P.)
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Nils Behrens, Martin
Blüthmann, Astrid
Froese, Andreas Hardt,
Thanh Nguyen, Adrian
Skibowski, Mirko
Schneider
Lektorat,
Schlussredaktion
Christine Kothe
Art Direction und Layout
Arndt Grutke
arndt@sporting-magazin.de
Druck
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34121 Kassel
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und Kommentare
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voraus, dass alle Rechte
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sporting hamburg erscheint
monatlich. Anzeigen-
und Redaktionsschluss
jeweils am 15. des
Vormonats.
Wir drucken auf Recyclingpapier,
das mit dem Blauen
Engel zertifiziert ist.
| Ju-Jutsu
KAMPFgeist
mit Haltung & Erfolg
Es gibt Sportvereine – und
es gibt Familien. Die Ju-Jutsu-Abteilung
des TuS Finkenwerder
ist beides.
Für Bergmann-Behm ist Ju-Jutsu ein Spiegel
fürs Leben. „Disziplin, Respekt, Teamgeist –
das sind keine Phrasen, das sind Grundlagen
fürs Miteinander.“
Miteinander statt Nebeneinander
Auf der Matte stehen Kinder mit und ohne
Migrationshintergrund, Jungen und Mädchen,
Männer und Frauen – alle gemeinsam.
„Am Anfang gab’s manchmal Fragen – zum
Beispiel wegen Kopftüchern. Aber wir reden
miteinander, nicht übereinander. Und das
wirkt.“ Integration wird hier nicht diskutiert
– sie wird gelebt.
Auch die Eltern sind Teil des Vereins: Sie
helfen beim Training, organisieren Fahrten,
bringen Essen mit. „Wir sind mehr als
ein Sportangebot – wir sind ein soziales
Netzwerk.“
Für alle, die mehr wollen
Das Training ist vielfältig: Neben Ju-
Jutsu gibt es Judo, Taekwando, Bodenkampf
– und Selbstverteidigungskurse,
besonders für Frauen. „Viele
junge Frauen lernen hier, wie sie sich
behaupten – körperlich und verbal. Das
schafft Selbstvertrauen, das weit über die
Halle hinauswirkt.“
Leidenschaft, die bleibt
Claus-Dieter Bergmann-Behm arbeitet hauptberuflich
in der Eventbranche – nach Feierabend
geht’s für ihn direkt auf die Matte. „Ich
hätte mich selbstständig machen können,
aber ich wollte für die Leute da sein – hier
im Verein, in Finkenwerder.“
Mehrere seiner früheren Schützlinge haben
heute selbst Trainerlizenzen. „Sie wissen,
was sie tun – und geben das weiter, was sie
hier gelernt haben.“
Sein Antrieb? „Wenn ein Kind mit leuchtenden
Augen vom Training kommt – das
ist mein Ziel. Wenn jemand durch Ju-Jutsu
selbstbewusster durchs Leben geht, dann
habe ich alles richtig
gemacht.“
© Foto: PR
© Foto: DJVV
18
Hier wird nicht
nur geschwitzt,
geschlagen
und geworfen
– hier wird Vertrauen
aufgebaut, Verantwortung
übernommen und
echte Gemeinschaft gelebt.
Einer, der das seit Jahrzehnten
prägt, ist Claus-Dieter
Bergmann-
Behm. Er
ist irgendwie
alles:
Ex-Nationalkämpfer,
Trainer,
Obmann,
Mentor und manchmal
einfach nur Zuhörer und Lebensbegleiter.
Ju-Jutsu? Eine vielseitige Kampfkunst mit
japanischen Wurzeln, bei der Schläge, Würfe
und Hebeltechniken kombiniert werden.
Ursprünglich von Samurai entwickelt, steht
heute nicht nur die Technik im Fokus – sondern
vor allem die Haltung: Respekt, Selbstkontrolle
und Fairness.
Meisterschaften & Motivation
Bei den Norddeutschen Meisterschaften
in Rottorf räumte das Team wieder ab: Elf
Kämpfer*innen traten an – elf qualifizierten
sich für die Deutsche Meisterschaft. Besonders
Jette, Paul und Jonas überzeugten in
ihren Klassen und wurden Norddeutsche
Meister. Jonas wird sogar bei den Paris Open
antreten – internationales Parkett für starke
Finkenwerder Fäuste.
„Wir trainieren hart, aber mit Herz“, sagt
Bergmann-Behm. Wer hier auf die Matte
geht, lernt nicht nur Techniken, sondern
auch Haltung. Und genau das macht den
Unterschied. Talent allein reicht nicht – aber
Haltung, Disziplin und Zusammenhalt bringen
dich weit.
Leistung trifft Lebensschule
Über 100 Mitglieder zählt die Abteilung, etwa
30 davon sind im Wettkampfbetrieb aktiv.
„Viele kenne ich, seit sie laufen können. Heute
sind sie selbst Trainer oder sogar Welt- und
Europameister – das ist eine besondere Entwicklung.“
Eine von ihnen ist Jette, die er seit
ihrem sechsten Lebensjahr betreut. Heute
ist sie Vizewelt- und Europameisterin. „Ich
weiß, wie sie tickt. Sie weiß, dass sie mir vertrauen
kann – das ist unbezahlbar.“
Auch Erwachsene, die keine Wettkämpfe bestreiten
möchten, finden hier ihren Platz. Der
Breitensport wächst – und bleibt bewusst
bezahlbar: „15 bis 20 Euro im Monat – das
soll sich jeder leisten können. Niemand soll
wegen Geld draußen bleiben.“
IRGENDEINE
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© Fotos: DRTV
| Tauziehen
05. Juni 25
ab 17.00 Uhr
Hamburg zieht an einem Strang: Die ersten
Hamburger Tauziehmeisterschaften in der
Active City Arena auf dem Heiligengeistfeld
stehen vor der Tür, und Ihr zieht hoffentlich
mit. Tauziehen? Richtig gehört! Wie schön ist
denn die Vorstellung bitte, dass Menschen
aus den unterschiedlichsten Unternehmen
und Vereinen Hamburgs anpacken und
am Tau gegeneinander antreten. Spaß in
Gemeinschaft ist angesagt, und dabei tun
sie auch noch was Gutes! Die Active City
Arena auf dem Heiligengeistfeld, next to
the Reeperbahn, wo einst Seile der Seefahrt
Geschichte schrieben, verwandelt sich am 5.
Juni in einen Schauplatz voller Action, Kraft,
Teamgeist und echter Fairness. Etliche Teams
stellen sich der Herausforderung, greifen
gemeinsam zum Seil und kennen von da
an nur noch eine Richtung: nach hinten!
Wer hier antritt, braucht nicht nur Muskeln,
sondern auch Taktik und eine ordentliche
Portion Durchhaltevermögen. Denn der Sieg
gehört denen, die als Team zusammenste-
Hamburger
Tauziehmeisterschaften
TAUT EUCH:
hen, im richtigen Moment ziehen und mit
purer Willenskraft den entscheidenden
Vorteil erlangen.
Mit am Start ist auch der Deutsche Rasenkraftsport-
und Tauzieh Verband e.V. (DRTV),
der uns hier auf sportlicher Ebene unterstützt.
Dieser Verband fightet unter anderem
um Weltmeisterschaften auf sämtlichen
Kontinenten – echte Profis also, die wissen,
worauf es ankommt!
Wer mitmachen will (oder
bei Fragen), sollte sich
jetzt melden unter:
info@sporting-magazin.de,
Betreff: Hands on!
Es reicht zunächst der Firmen- oder Vereinsname
plus Ansprechperson. Die Teams
könnt Ihr dann in Ruhe zusammenstellen,
müssen am 01.06. stehen.
Eines der
Teams, die
jetzt schon
dabei sind, ist
das Hamburg
Dungeon.
Die General Managerin Miriam
Wolfram freut sich drauf:
„In unserem Alltag lehren wir
unsere Gäste regelmäßig das
Fürchten, dabei halten wir alle
jeden Tag zusammen und wollen
das BESTE Erlebnis für die
Gäste bereiten. Als Team sind
wir unschlagbar, und das wollen
wir beweisen – wie es sich
fürs Dungeon gehört mit einer
ordentlichen Portion Sarkasmus,
Spaß und Schrecken, den
wir verbreiten werden.“
Die Regeln sind einfach: Ein
Team darf maximal 16 Personen stark sein,
8 davon stehen gleichzeitig auf dem Feld.
Es darf gewechselt werden. Zwei Frauen
müssen immer mitziehen.
Anmelden kann sich jeder – ob Kollegen,
Freundeskreis oder Vereinscrew. Hauptsache,
der Teamgeist stimmt. Es wird Vorrunden
geben, und dann geht es im Knockout-Verfahren
weiter. Die Meldegebühren
von 200 EUR je Team gehen (als freiwillige
Spende) 1:1 an die Deutsche Krebshilfe.
Dr. Franz Kohlhuber,
Vorstandsvorsitzender
der Deutschen
Krebshilfe:
„Wir freuen uns
sehr, dass die Hansestadt
Hamburg am
5. Juni gemeinsam mit
uns an einem Strang im
Kampf gegen den Krebs zieht.
Es ist großartig, dass rund 40
Teams mit jeweils 10 Teilnehmern
bei der 1. Hamburger
Tauziehmeisterschaft gegeneinander
antreten und die Startgelder
dieses Wettkampfs der
Deutschen Krebshilfe zugutekommen.
Die Spenden dieser
starken Aktion machen uns im
Einsatz für krebskranke Menschen
stark: Wir stehen Betroffenen
und ihren Angehörigen
mit Informationen und Rat zur
Seite und fördern Projekte und
Initiativen auf allen Gebieten
der Krebsbekämpfung. Unser
Ziel: Die Versorgung stetig verbessern
und allen Betroffenen
gute Heilungschancen ermöglichen.“
Jetzt Eure Teams anmelden.
Und wer nicht selbst ans Seil geht, kann
natürlich trotzdem dabei sein. Es gibt dank
Partner ENERGY in Hamburg gute Laune
und super Beats, Moderation, Food und
eine Atmosphäre, die man so in Hamburg
noch nicht erlebt hat.
Wer zieht mit?
Wir freuen uns über die Unterstützung von
Otto Dörner, ENERGY in Hamburg und auf
Euch.
Also, Hamburg: Packt mit
an, macht mit, zieht mit,
feuert an und seid dabei,
wenn wir gemeinsam an
einem Strang ziehen!
21
| Pickleball
© Foto: Unsplash.com
P CKLEBALL!
© Foto: PR
und bei einer solch jungen Sportart müssen
diese Trainer ja zunächst auch erst einmal
gefunden und ausgebildet werden“, erklärt
er. Aber: „Unsere Einsteigerkurse sind nach
einem Tag ausgebucht“. "Wir haben aktuell
vier Hallenzeiten“, erklärt er, „und man muss
sich online anmelden“. Wer zu spät kommt,
den bestraft das Leben.
In den Einheiten wird dann frei gespielt,
jeder gegen jeden, einfach drauflos. Gespielt
wird im Sportzentrum Hoheluft, die
drei Spielfelder sind auf dem Hallenboden
markiert. „Letztlich könnte man die sehr va-
Von wegen „Gurkentruppe“ – in der ETV-Halle
wird mit Begeisterung Pickleball gespielt
riablen Netze auch in einem Parkhaus aufstellen,
sagt er, aber das ist nicht der Plan. „Es gibt
die Überlegung, eine bestehende Fläche zu
einem Multicourt umzufunktionieren“, sagt er,
damit wir dem Trend gerecht werden. „Unsere
Spieler sind alles vornehmlich Freizeitsportler“,
erklärt er, „denn gerade auch für etwas
ältere Mitglieder ist Pickleball ideal“. Es gibt
allerdings auch schon sehr gute Spieler*innen,
die performen bei Einladungsturnieren.
„Von Meisterschaften sind wir
noch ein wenig weiter entfernt“,
sagt er. Aber, „die Strukturen
wachsen“, sagt er.
„Zurzeit gibt es in Deutschland zwei freie Verbände
und den DTB, die sich kümmern bzw.
kümmern wollen“, erklärt er. Was alles ja aber
dem Sport keinen Abbruch tut, denn um den
geht es ja. In der Halle fragen wir Lisa, was
ihr an Pickelball so gut gefällt und sie sagt:
„Ich konnte mich von Beginn an auspowern,
man lernt schnell und das gilt für alle Altersgruppen“,
sagt sie, und ergänzt: „großer Spaß“,
und so sieht es aus. Melissa fasst zusammen:
„Its fun, good to meet people and really easy
to improve quickly.“ Und wer will das nicht?
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© Foto: PR
© Foto: Unsplash.com
Nun haben wir
in den letzten
Wochen sehr ausführlich
Padel
gespielt und gefeiert
und wollen
aber keinen Hehl
daraus machen,
dass es auch
Pickleball gibt.
Pickleball kommt nicht aus Spanien,
sondern aus den Staaten (sagt jetzt
nichts…) und macht trotzdem fürchterlich
viel Spaß. Warum? Weil es so
einfach ist. Beides sind Rückschlagspiele.
Und wenn Padel niedrigschwellig ist,
dann ist Pickleball unterschwellig, denn es
braucht ganz eigentlich nur ein Netz (86 cm
hoch) und Schläger plus Ball, keine Banden,
Courts, Equipment, mit dem dann aktuell in
Europa wie beim Padel unglaublich viel Geld
verdient wird. Natürlich gibt es auch klassische
Spielfelder mit Ihren Maßen, aber so
grundsätzlich ist das alles eher easy.
Erfunden wurde das Spiel von drei Vätern,
deren Kinder oder die sich selbst gelangweilt
haben, in 1965. Seitdem ist der Aufstieg in
den Staaten steil, inzwischen gibt es über 10
Mio. aktive Spieler*innen, Europa zieht langsam
nach. Zölle gibt es noch keine. Zu dem
Namen gibt es zwei Geschichten, beide nett:
Der Hund eines der Erfinder hieß Pickle
und es hieß immer Pickle – Ball holen.
Die andere Geschichte kommt aus
dem Rudern, denn in den Staaten
rudern die etwas
Schlechteren fieser Weise in einem Pickle-
Boat, „Gurkentruppe", sagt der Volksmund.
Wie dem auch sei. Die Schläge sind handlicher
als Tennisschläger, kürzerer Hebel, leichter,
inzwischen aus einem Kunststoffmix, der
Ball leicht, hohl, mit Löchern, aus Hartplastik,
Durchmesser zwischen 7,3 und 7,5 cm. Das
Feld ist so groß wie ein Badmintonfeld, ca. 1/3
eines Tennisplatzes, gespielt wird im Einzel
oder Doppel. Die ersten deutschen Meisterschaften
gab es 2019, den ersten deutschen
Verband gibt es seit 2018. Und in Hamburg?
Es ist, neben Kummerfeld und dem Walddörfer-SV,
natürlich der ETV, der seinen
Hut in den Ring wirft. Seit zwei Jahren
wird im ETV Pickleball gespielt und die Begeisterung,
der Zuspruch, die Hallenzeiten,
alles entwickelt sich gut. Wir sprechen mit
Mathis Wittneben, er ist u.a. Head of Trendsport
beim ETV. Damals hatte ETV-Mitglied
Philipp Glöcker den Sport aus den USA mitgebracht.
„Aber noch ist alles im Werden“,
sagt Mathis, sieht aber den wachsenden Zuspruch.
„Man muss bedenken, dass bei dem
Interesse wir ja nicht nur Hallenzeiten, sondern
auch Betreuung, Trainer vorhalten müssen,
Dein Drogeriemarkt
FÜR SPORT- UND
FITNESSPRODUKTE.
22 23
TOLL!
| sporting 4 × 4 Mixed
Quattro Beachvolleyball
Qu
Was Ihr alles macht!
Bewerbt Euch
Die „Sterne des Sports“ sind Deutschlands bedeutendste
Auszeichnung und würdigen und
belohnen das ehrenamtliche Engagement der
Sportvereine, eure tagtägliche Arbeit.
Und deswegen unterstützt die Volksbank
Raiffeisenbank eG kurz VReG genannt, diese
Initiative in Hamburg super gern.
Wir freuen uns, wenn Ihr Euch mit Eurem tollen,
innovativen und kreativen Engagement bewerbt.
Holt Euch die Anerkennung, die Ihr verdient.
JETZT!
Dann haben wir was für euch: Quattro
Beachvolleyball kommt nach Ham-
burg – und das nicht einfach nur
zum Spaß. Vier gegen vier, mehr
Tempo, mehr Taktik, mehr Intensität.
Das volle Programm! Und das Ganze
mitten auf dem Heiligengeistfeld in der Active
City Arena.
Das hier ist kein Beachvolleyball, wie ihr es
kennt. sporting Hamburg und der Hambur-
Jetzt Team
anmelden!
Nur: Hier treten keine Hobby-Baggerer an, die mal
eben eine Runde daddeln wollen.
Wer hier mitspielt, weiß genau, was er tut. Vier gegen
vier bedeutet doppelte Power, doppelte Strategie
und doppelt so harte Ballwechsel. Keine Ausreden,
kein Durchschnaufen – hier geht’s um Technik,
Taktik und Teamwork!
Na, habt ihr Bock auf warmen Sand,
Sonne im Gesicht, Party-Vibes und
richtig guten Volleyball?
ger Volleyball-Verband bringen das nächste
große Ding nach Deutschland. In den USA
und Frankreich ist Quattro Beachvolleyball
längst etabliert – jetzt zieht Hamburg nach
und wird Gastgeber eines offiziellen Qualifikationsturniers
für die Deutsche Quattro
Beachvolleyball-Meisterschaft! Vier auf jeder
Seite, zwei Boys, zwei Girls – volle Drehzahl!
Und Achtung: Mindestens eine Frau muss
immer auf dem Platz stehen – weil echter
Teamsport nur funktioniert, wenn alle dabei
sind! Vielfalt macht das Spiel nicht nur
spannender, sondern auch besser. Und weil
es um die Hamburger Meisterschaft und die
Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft
geht, wird das kein lockeres Sandplatz-Getümmel
– hier zählt Leistung!
Meldet euch an!
Termin: 9. Juni
(Pfingstmontag)
Vorrunden: ab 09:00 Uhr
Finale: ca. 19:00 Uhr
Ein Team: Zwei Männer und zwei Frauen
– mindestens eine Frau auf dem
Platz. Gemeldet werden 3 + 3.
Vereinszugehörigkeit: Nicht erforderlich!
Anmeldung: hvbv.de
Nun aber los!
www.vreg.de
25
Die sporting-Tipps, präsentiert
von LOTTO Hamburg:
02.05. TENNIS
Rising Stars Cup: Jugend LK-Turnier für U12m und U16w;
Rothenbaum
www.hamburg-activecity.de/events
03.05. FUSSBALL BUNDESLIGA
FC St. Pauli – VfB Stuttgart, 15:30 Uhr; Millerntor-Stadion
fcstpauli.com
03.05. LEICHTATHLETIK
Deutsche Meisterschaften 10.000 Meter, Uhrzeit noch
offen; Jahnkampfbahn
leichtathletik.de
18.05. LAUFEN
04.05. LEICHTATHLETIK
Deutsche Meisterschaften Langstaffeln, Uhrzeit noch offen;
Jahnkampfbahn
leichtathletik.de
07.05. RUDERN
51. Langstreckenregatta der Schulruderer
lrv-hamburg.de/51-langstreckenregatta-derschulruderer
10.05. AMERICAN FOOTBALL
Hamburg Pioneers–Langenfeld Longhorns,
16:00 Uhr; Jahnstadion
hamburg-pioneers.de
07.05. BASKETBALL BBL
Hamburg Towers–Chemnitz, 18:30 Uhr;
Inselpark Wilhelmsburg
hamburgtowers.de
fcstpauli.com
12. Bergedorfer Citylauf
tsg-bergedorf.de/bergedorfer-citylauf
22.05. KAJAK/CANADIER
2. Bille Regatta 2025
hamburger-kanu-verband.de
22.05. GOLF
TEAM HAMBURG Golfturnier 2025 ;
Golfclub Hamburg-Treudelberg
hamburg-activecity.de/events
23.05.–09.06. SPORT
Active City Arena, Beachvolleyball und Padel sowie
weiteren Sport erleben
activecityarena.de/
23.05.–25.05. BEACHVOLLEYBALL
Queen & King of the Court; Heiligengeistfeld
kingofthecourt.com
10.05. FUSSBALL 2. BUNDESLIGA
HSV–Ulm, 20:30 Uhr; Volksparkstadion
hsv.de
11.05. BASKETBALL BBL
Hamburg Towers–Ulm, 16:30 Uhr;
Inselpark Wilhelmsburg
hamburgtowers.de
24.05. AMERICAN FOOTBALL
Hamburg Pioneers–Kreefeld Ravens, 16:00 Uhr;
Hamburg Pioneers Homefield, Jahnring 26
hamburg-pioneers.de
24.05.–25.05. HANDBALL
EHF European League Final Four; Barclays Arena
ehfel.eurohandball.com
15.05. HANDBALL 1. BUNDESLIGAL
HSV Hamburg–Stuttgart, 19:00 Uhr; Sporthalle Hamburg
hamburg-handball.de
17.05. BEACHVOLLEYBALL
5. BHC Beach Cup 2025; Anlage Bickbargen 80
in 25469 Halstenbek
bhchamburg.de
24.05.–08.06. HAMBURGIADE
Vom 24. Mai bis zum 9. Juni 2025! Mehr als 20 Sportarten
und Aktivitäten warten auf Dich und Dein Team!
hamburgiade.bsv-hamburg.de
25.05. FUSSBALL (AMATEURE)
Lotto-Pokal Hamburg Finaltag der Amateure
hfv.de
17.–24.05. TENNIS
Hamburg Open (ATP 500); Rothenbaum
hamburgopenatp500.com
17.05. LAUFEN
HafenCity Run, 09:00 Uhr; HafenCity
hafencityrun.de
17.05. FUSSBALL BUNDESLIGA
FC St. Pauli–VfL Bochum, 15:30 Uhr; Millerntor-Stadion
28.05.–01.06. REITEN
Deutsches Spring- und Dressur Derby; Derbypark,
Klein-Flottbeke
hamburg-derby.com
28.05. HANDBALL 1. BUNDESLIGA
HSV Hamburg - Eisenach, 19:00 Uhr;
Sporthalle Hamburg
hamburg-handball.de
30.05.–01.06. RUDERN
Internationale Junioren-Regatta; Wasserpark Dove-Elbe,
HH-Allermöhe
lrv-hamburg.de/regatten/drv-juniorinnenregatten
Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Bitte informiert Euch über den aktuellen Status der jeweiligen
Veranstaltung direkt auf der Webseite des Veranstalters.
Ihr habt Sport-Termine in Hamburg im Juni, die unbedingt in
unseren sporting-Tipps erwähnt werden müssen?
Dann schreibt uns: info@sporting-hamburg.de
© Foto: Jonas Wicker
27
| Altona 93
Punker ein Bier mit dem Banker trinken und
beide sind glücklich“. Doch mit St. Paulis Ultra-Fankultur,
in der ein Capo am Zaun den
Takt vorgibt und alle mitsingen, kann Philip
einfach nichts anfangen. „Ein Spruch bei uns
Altona-Fans heißt ,Bier ist unser Capo‘“, sagt
er. Übersetzung der Ironie: Jeder soll dann
anfeuern, wann es ihm passt. 90 Minuten
ununterbrochen gesungen wird aber nicht.
Der AFC ist seine
Philip Scheibe (43)
ist Fan von Altona
93 mit Leib und
Seele. Wir haben
ihn bei einem Heimspiel
begleitet.
Unsere erste Impression an diesem
Abend: ein Schlumpf. Hängt am
Zaun der sogenannten Meckerecke,
einem Stehplatzbereich neben
der Haupttribüne der Adolf-Jäger-Kampfbahn
(AJK). „Keine Ahnung, wo
der herkommt. Hängt seit diesem Jahr da“,
sagt Philip Scheibe.
Er mag den Schlumpf. Doch in dem ganzen
Gewusel und Gewimmel eine Stunde
vor Anpfiff des Viertelfinals im Hamburger
Pokal gegen den SC Victoria ist jetzt etwas
anderes wichtiger. „Karl Heinz Prause ist
gestorben. Er war 90 Jahre alt, ein leidenschaftlicher
Fan von Altona 93. Er hat früher
in der zweiten Mannschaft gespielt. Wir
machen ein Banner für ihn“, erklärt Scheibe.
© Fotos: linke Seite/privat, rechte Seite/Mirko SchneiderNr.1
Ein befreundeter Altona-Anhänger hilft
ihm. Lange Tapete, Klebeband, zwei Fans,
zwei Sprühflaschen – und nach wenigen
Minuten hängt das Spruchband vor dem
zweiten berühmten Stehplatzbereich Altonas,
genannt Zeckenhügel. „Karl Heinz
– Für immer einer von uns!“, ist dort in den
Vereinsfarben Altonas in Rot-Schwarz auf
weißem Grund zu lesen.
Für Scheibe eine Selbstverständlichkeit.
Karl-Heinz hat diese Ehre verdient. Doch
jetzt wollen wir über den Anfang sprechen.
Philips Anfang. Denn hier wird sofort geduzt.
„2009 habe ich einen Altona-Fan beim Pokern
kennengelernt. Da ich in der Nähe der Adolf-
Jäger-Kampfbahn wohnte, brachte er mir
bei unserem nächsten Treffen einen Altona-
93-Schal mit“, sagt Philip. Diese Szene ist sogar
vertont worden. In dem Song „AFC – Die
Nummer eins“. Philip hat ihn selbst gemacht,
ein Freund den Beat beigesteuert. „Es war
der Maler-Claus, der mich zum AFC brachte“,
heißt es darin. AFC steht für Altonaer Fußball-Club.
Und Maler-Claus? „Der Fan hatte
eine Ausbildung zum Maler gemacht, war
aber eigentlich sein Künstlername“, so Philip.
Ausgestattet mit dem Schal vom Maler-Klaus
besuchte er sein erstes Spiel. „Als ich auf
dem Zeckenhügel mein erstes Bier ausgetrunken
hatte, kam fünf Minuten später ein
Punk zu mir und meinte ,Du siehst aber ganz
schön durstig aus‘. Er drückte mir sein Bier
in die Hand und da wusste ich: Hier bin ich
Zuhause.“
Dabei geht es Philip weniger um den Alkohol.
Sondern um die große Gemeinschaft
des Hamburger Amateurfußball-Kultclubs
Altona 93. Um die Werte, die hier vertreten
werden. „Ich würde hier nicht stehen, wenn
hier irgendwelche Idioten rumlaufen würden,
die sexistische oder rassistische Scheiße von
sich geben. Wir Altona-Fans stehen für ein
klares Statement“, sagt er. Oder, wie es sich
auf einem der Bierbecher lesen lässt: „No
Homophobia. No Violence. No Sexism. No
Racism. No Hate.“
1500 Fans kommen im Schnitt zu Altonas
Spielen. Gerade aktuell hat der AFC enormen
Zulauf. 3586 Fans sind heute gegen den
SC Victoria da, zur Neuauflage des ältesten
Fußball-Stadtderbys der Welt. Altona 93
wurde, na klar, 1893 gegründet, Vicky 1895.
Beide spielen in der Oberliga Hamburg.
Als Altonas Mannschaft zum Warmmachen
rauskommt, stimmt Philip mit seinem beachtlichen
Organ den ersten Sprechchor an. „91,
92“, ruft er – und im Umfeld stimmen alle
ein: „93 – Altona, Altona!“
Während des Warmmachens, bei dem einige
Bälle übers Tor ins Publikum fliegen und
die Fans lachend aufpassen, nicht getroffen
zu werden, erzählt uns Philip aus seinem
Fanleben, in dem er auch Verantwortung im
Verein übernommen hat. Er schaut nicht nur
so gut wie jede Partie, er war auch schon
Vorsitzender der Fanabteilung, später Manager
der zweiten Mannschaft, die währenddessen
mit Altonas Spieler-Ikonen Benjamin
Lipke und Jakob Sachs als Trainerduo in die
Landesliga aufstieg, sein Song wurde vom
früheren Stadionsprecher Peter Helmcke oft
Zum Warmmachen gespielt. „Peter erzählte
mir, die Spieler hätten manchmal gewartet,
bis der Song losging, bevor sie rauskamen.
Das habe ich als große Ehre empfunden.“
Die heutigen Stadionsprecher spielen eher
andere Songs. Philip macht das nichts aus. Er
ist nicht eitel. Er ist Fan. Seinen linken Unterschenkel
ziert ein Wappen von Altona 93.
Auf seinem linken Oberschenkel wird bald
„Altona 93 II“ zur Erinnerung an seine Zeit
bei der zweiten Mannschaft stehen.
Zu Philips Fan-Dasein gehört prägend
neben fantastischen Erlebnissen wie
großen Siegen und Aufstiegen in die Regionalliga
Nord und bitteren Niederlagen wie
dem 2016 tragisch verlorenen Hamburger
Pokalfinale gegen Eintracht Norderstedt (1:4
nach Verlängerung) die Fanfreundschaft mit
dem englischen Amateurverein Dulwich
Hamlet. Beide Fanlager treffen sich immer
wieder. Beide Clubs, die 1925 das erste Mal
aufeinandertrafen, spielen dann gegeneinander.
Am 12. Juli wird das 100-jährige
Jubiläum des ersten Aufeinandertreffens
gefeiert. Philip trat sogar schon bei einem
Fantreffen auf der Bühne im Hafenklang als
Sänger mit seinem Song auf. „Die Reisen nach
London waren ebenso überragend wie die
Dulwich-Fans als Gäste in Hamburg bei uns
zu haben“, sagt Philip.
Dann geht das Spiel los. Schnell wird klar,
warum Philip nicht in der Fankurve des FC
St. Pauli steht. Obwohl er den alten St.-Pauli-Spruch
bemüht, bei Altona könne „der
Das Spiel selbst ist weitgehend unspektakulär.
Wenige Torchancen, alles sieht
nach Elfmeterschießen aus. Bis sich Gianluca
Przondziono in der 90. Minute ein Herz
fasst und den Ball zum Sieg für Altona ins
Netz hämmert. Direkt vor dem Zeckenhügel.
Riesiger Jubel überall. „Jaaaaaaa“, schreit
Philip mit, dessen Stimme vom Anfeuern
schon etwas gelitten hat. „Da ist es!“
Kurz darauf ist Schluss. 1:0 gewonnen, Halbfinale.
Philips großer Traum kommt näher.
Der erste Hamburger Pokalsieg seit 1994.
„Dann würden wir im DFB-Pokal spielen. Einmal
will ich das noch erleben. Ich will Altona
93 einmal im Fernsehen gegen einen Proficlub
spielen sehen“, sagt er zum Abschied.
Und wenn es nicht klappt? Dann klappt
es nicht. Philip wird da sein, wenn Altona
93 spielt. Der AFC ist seine Nummer eins.
Kuttenträger mit Sprühfl asche aus Überzeugung!
Philip Scheibe liebt Altona 93, mag einen
Schlumpf (oben) und fühlt sich bei Fantreffen
mit den Anhängern seines Herzensclubs und
des englischen Amateurvereins Dulwich Hamlet
(links) pudelwohl.
29
| sporting präventiv
© Fotos: Unsplash.com, Stockcake.com
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In wie vielen Vereinen, Clubs, Turnhallen
und auf welchen Tennis-, Golf- und
Fußballplätzen hängt so ein Ding. Das
Thema, was tun, wenn Deine Mitsportler*innen
umknicken oder umfallen,
beschäftigt uns sehr und in dieser Ausgabe.
Im Rahmen dessen kamen wir auch
auf den Defi zu sprechen. Und natürlich
können wir hier und an dieser Stelle dieses
komplexe Thema nicht ausreichend und
final bearbeiten, aber: Wir können sensibilisieren.
Und das ist ja schon mal gut. In
diesem Fall dankenswerterweise an unserer
Seite: Prof. Dr. Götz Welsch. Er ist Chefarzt
im Athleticum und leitender Mannschaftsarzt
beim HSV. Und der weiß ja, was geht,
als Sofortmaßnahme in welchem Fall auch
immer. Der Unterschied, der Mann ist beim
HSV fully equipped, seine Spieler können
oftmals gleich wieder loslegen, das gilt für
die Laiensportler und für die Laufstrecke
an der Alster nicht.
b e i m S p o r t .
Wer weiß wie ein DEFI funktioniert?
Bleiben wir mal beim Laufen, Springen,
Werfen, Fangen, und es erwischt die Kno-
Sofortmaßnahmen
chen oder Bänder. „Eine schnelle Reaktion
ist nämlich auch hier gefordert“, sagt er. „Um
Schwellungen und Einblutungen zu verhindern,
denn die machen den Schmerz“.
Trefflicher Weise zitiert er die in diesem
Bereich in jedem Fall anzuwendende PECH-
Regel: Pause (ist klar), Eis (meint kaltes Wasser
2–6 Grad, „kein Gefrierfleisch produzieren“),
Compression (Druckverbände) und
Hochlegen. Sofort. Er spricht auch bei einem
solchen Sportunfall immer von „Selfcare“.
Mit „da ist schon nichts“, schadet Ihr Euch.
„Die oftmals auftretende Außenbandruptur
des oberen Sprunggelenks, oder auch wenn
es nur eine Zerrung ist, denn wer kann das
in der Situation unterscheiden, wird immer
wieder, von Sportler*innen, auch sogar von
Ärzten, unterschätzt“. Wird sie nicht angemessen
behandelt, kann es mittelfristig zu
einer echten Gelenkinstabilität führen. Erst
recht bei Bandverletzungen des Knies ist
nach der aufgezeigten konsequenten Erstversorgung
immer ein Arzt zu konsultieren.
Bestenfalls habt Ihr Zugang zu so etwas
wie Traumeel. Das bringt schon was. Und
Achtung, wir reden hier von Sofortmaßnahmen,
auf die erst recht bei offensichtlichen
Fehlstellungen der Knochen oder Gelenke
immer ein Arztbesuch oder eine Stippvisite
in der Notfallambulanz folgen sollte. Lasst
Euch nicht von den vollen Wartezimmern ent-
mutigen. Da sitzen lauter Leidensgenossen.
Habt Ihr das Gefühl, oder stellt Ihr fest, dass
ein Mitspielerseglerpaddler …, eine Mitspielerin
mit Schwindel zu kämpfen hat, oder
gar Herzschmerzen, Herzrasen, bewusstlos
wird: Ruhe bewahren – und Hilfe holen,
„und seht zu, dass ihr in der Situation nicht
allein seid“ und „Notarzt ist angesagt, lieber
den Notarzt einmal zu viel rufen“, sagt Götz.
Atmet die Person? Ist die Person ansprechbar,
kann sie Fragen beantworten? Das hilft
Euch weiter, Atemwege frei machen (Erbrochenes,
Zunge, Blut, …), in jedem Fall erstmal
stabile Seitenlage. Bitte bedenken: Es kann
sich auch um einen Schlaganfall handeln.
Atmet die Person nicht, sofort Herzdruckmassage
im Stayin alive – Rhythmus. Da
müsst Ihr ran, das ist anstrengend, 30-mal
drücken, Pause, … „Rippenbrüche sind dann
in der Situation nicht das größte Problem“,
sagt Götz. Schluck. Bestenfalls überbrückt
Ihr die Zeit, bis der Notarzt da ist, mit dem
Einsatz eines Defibrillators. Ein, für Freunde,
Defi, ist ein Schockgeber, er arbeitet mit
gezielten Stromstößen und wirkt einem möglicherweise
stattfindenden Herzflimmern
entgegen. Entscheidend auch hier bei der
Defibrillation ist der frühestmögliche Einsatz,
da die durch das Kammerflimmern hervorgerufene
Unterversorgung des Gehirns mit
Sauerstoff binnen kurzer Zeit zu massiven
neurologischen Defiziten führen kann. Wichtig:
Ein Defibrillator verbessert
die Chancen einer erfolgreichen
Herz-Lungen-Wiederbelebung,
kann sie aber nicht
ersetzen, mag aber auch die
Zeit bis zum Eintreffen des
Notarztes überbrücken. Götz
benutzt immer wieder das
Wort „selfcare“. „Wenn jeder
erstmal bei sich anfängt, ist
das Selfcare“, sagt er, und die
fängt in unserem Zusammenhang
damit an, dass Sofortmaßnahmen bei
Sportunfällen viel weniger erforderlich sind,
wenn man sich, um Verletzungen zu vermeiden,
aufwärmt, warm läuft, sich ausreichend
dehnt. Oder wenn man bei Erkältung oder
irgendwelchen anderen Vorzeichen schlichtweg
gar nicht erst zum Sport geht, sondern
einfach die Füße hochlegt, den Körper sich
erholen lässt und an der Linderung dieser
Symptome arbeitet. Selfcare heißt dann aber
nämlich auch, nicht zu übertreiben, mit gar
nichts, und auch zu schauen, wo ist in dieser
Turnhalle ein Defi. Seid also präventiv,
und wenn wir von sporting ein wenig dazu
beigetragen haben, ist es gut.
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31
| Tischtennis
© Foto: Nam Do
© Foto: World Table Tennis
© Foto: Nam Do
Lleyton
– Der Junge mit
Ullmann
dem
Spin
Wenn man Lleyton
Ullmann googelt, bekommt
man saubere
Ergebnisse: Norddeutscher
Meister,
Bundesranglistensieger,
U19-Nationalspieler.
Was man nicht bekommt: das Funkeln
in seinen Augen, wenn er
z.B. über seinen ersten Trainer
spricht. Oder den ganz
eigenen Rhythmus, mit dem er
durch die Halle fliegt. Ullmann ist kein normaler
Tischtennisspieler – er ist ein moderner
Gladiator im Plastikball-Zirkus. Der nächste
große Name im deutschen Tischtennis und
ein cooler Dude in einer klassischen Randsportart.
Randsportarten sind zum Beispiel
die, die vier Jahre einen Dornröschenschlaf
schlafen, aber bei Olympia guckt und feiert
ganz Deutschland TT.
Zwischen Poppenbüttel und Profi-Dasein
Der 18-Jährige hat mehr Kilometer auf der
Kelle als andere auf dem Tacho. Geboren
in Hamburg, gemeinsam groß geworden
mit seinem Bruder in Poppenbüttel, ehe er
beim smarten Stadtteilverein (TSV Sasel)
um die Ecke durchstartete. „Ich war acht,
als ich bei einer Minimeisterschaft entdeckt
wurde. Mein Trainer Oliver Alke hat mich
seitdem begleitet – bis heute.“ Ullmann bleibt
dem TSV Sasel bis heute verbunden, auch
wenn er mittlerweile für den 1. FC Köln in
der 2. Bundesliga spielt. Sasel war die Startrampe
– Köln ist das Sprungbrett.
2021 zieht er ins Tischtennis-Internat nach
Düsseldorf. Mit 15 allein in einer neuen Stadt,
alles für den Sport. „Ich hab dort mein Abi
gemacht – aber Tischtennis stand immer an
erster Stelle.“ Heute trainiert er als Vollprofi
am Deutschen Tischtenniszentrum, wohnt
in einer eigenen Wohnung in der Nähe der
Halle. Während andere ihre Freiheit feiern,
lebt er Disziplin: „Zehn Einheiten pro Woche.
Und am Wochenende geht’s meistens weiter
– mit Spielen oder Turnieren.“
Die Bilanz eines Aufsteigers
Ullmanns Erfolge lesen sich wie ein Karrierefahrplan:
Dritter bei der Schüler-EM (Doppel
und Mixed), Turniersieger im internationalen
Circuit in Linz, zweimal deutscher
Vizemeister U19. Und ganz frisch: Der Titel
beim DTTB Top 12, dem härtesten Ranglistenturnier
Deutschlands. „Das war mein
größter Erfolg bisher. Da spielt jeder gegen
jeden – und am Ende stand ich ganz oben.“
Dazu kommt die zweite Bundesliga mit dem
1. FC Köln. Ein Verein mit großer Geschichte
– und einer Zukunft, an der Ullmann mitschreibt.
„Die Liga ist stark, das Niveau hoch.
Es ist jedes Mal eine Herausforderung, aber
genau das will ich.“
Timo, China & der ganz große Traum
Dass Ullmann ein Ziel hat, wird spätestens
hier klar: „Ich will den Sprung in die Herren-
Nationalmannschaft schaffen. Dieses Jahr
ist mein letztes Jugendjahr – danach geht’s
richtig los.“ Unterstützung bekommt er unter
anderem von einem, den in Deutschland jeder
kennt: Timo Boll. „Er ist mein Vorbild. Ich
habe zwar noch nie direkt mit ihm trainiert,
aber er ist immer offen, freundlich, grüßt
alle. So jemand inspiriert mich.“
Sein Horizont endet aber nicht an der deutschen
Hallenwand. Zweimal war er bereits
mit der Nationalmannschaft in China – Lehrgänge
in Chongqing. „Es war irre. Die trainieren
komplett anders. Weniger Blabla,
mehr Fokus. Wenn etwas nicht funktioniert,
machen die’s so lange, bis es klappt. Diese
Haltung hab ich mitgenommen.“
Und wenn’s mal nicht klappt?
Was, wenn die große Karriere doch nicht
kommt? Ullmann bleibt gelassen. „Dann
studiere ich halt. Aber im Moment ist das
kein Thema. Ich will Profi sein – und alles
dafür geben.“ Trotz aller Professionalität ist
er keiner, der den Spaß verloren hat. Wenn’s
die Zeit erlaubt, geht’s mit den Teamkollegen
in die Stadt oder zum Essen. „Klar, wir
haben wenig Freizeit, aber wir machen das
Beste draus.“
Seine Familie steht hinter ihm. Die Eltern,
der Bruder, die ihn früher zu Turnieren
gefahren haben, kommen, wann immer sie
können. „Ohne die wär das alles nicht möglich
gewesen.“
Der mit dem Spin
Was Lleyton Ullmann besonders macht? Vor
allem sein extrem gefährlicher Spin – sowohl
im Topspin-Spiel als auch beim Aufschlag.
Seine Bälle kommen mit enormer Rotation,
was selbst erfahrene Gegner regelmäßig
aus dem Takt bringt. Dazu kommen sein
Oben links: Lleyton im Zwiegespräch mit
Trainer Olli Alke in einer Satzpause während
den Norddeutschen Meisterschaften.
Gefühl für Rhythmuswechsel und sein Auge
für taktische Details. „Ich arbeite viel an
meinem Aufschlag-Rückschlag-Spiel, da ist
noch Potenzial. Und in engen Situationen
will ich noch stabiler werden.“
Ullmann ist mehr als ein
Talent. Er ist ein Versprechen
an die Zukunft
des deutschen
Tischtennis. Und man
hat das Gefühl: Der Junge
hat sich gerade erst
warmgelaufen.
© Foto: World Table Tennis
Ganz oben rechts und oben: Während andere noch
auf den Norddeutsche Meisterschaften überlegen, hat
Lleyton den Ball schon längst auf magische Weise am
Schläger tanzen lassen: Pure Kontrolle, pure Leidenschaft
– pure Tischtennisliebe eben!
© Foto: Nam Do
33
sporting S e g e l -
Sonderseiten
TAUSEND GRÜNDE,
EIN PARTNER
Es braucht
Kohle
Der Mühlenberger
Segelclub spricht
zwar nicht von einem
Olympic Team, aber sie
haben in der Tat eines:
Marla und Hanna.
Nach ihrer sehr spannenden Quali
für die Olympischen Spiele in Paris
waren die beiden 49er FX segelnden
Seglerinnen aus Blankenese
vor Marseille im Medal-Race
fast sogar in die Medaillenränge gefahren,
und werden seitdem noch höher gehandelt,
für LA. Aus diesem Grund wären sie ja
wahnsinnig, wenn sie nicht weitermachen
würden. Also sind sie nach einer durchaus
ernsthaften Pause bis Weihnachten wieder
am Start. Diverse Trainingslager in Villamura/Portugal,
erste Test-Regatten, einen Monat
Training auf Malle – wir sprechen sie kurz
vor dem Abflug nach Hyères. Zuvor gab es
noch einen launigen Sponsoren-Abend in
ihrem Bootshaus an der Elbe. „Den haben
wir beide, natürlich unterstützt vom MSC,
komplett selber geplant und organisiert“,
sagt Hanna.
„Zum einen wollen wir uns
natürlich bei denen bedanken,
die uns aktuell schon begleiten,
auch finanziell, aber eines
ist klar, wir brauchen weitere
Unterstützer“, sagt Marla.
Beide standen an dem Abend vor ihren
Gästen und ließen die Hosen runter: „Wir
brauchen allein drei Boote“, sagt Hanna, es
wird so viele Testregatten in LA geben, es
wäre ein Wahnsinn, unser Boot immer per
Container über den Atlantik zu schiffen. Und
dann liegt eines für das Heimtraining in Kiel,
beim Olympiastützpunkt, das andere ist für
die Regatten, das ziehen sie dann mit dem
PKW selbst quer durch Europa. Die Trainer
werden bezahlt, aber auch was Reisen,
Hotels, Physios angeht, ist so eine Olympia-
Kampagne im Segeln eine ordentliche Ansage.
90.000€ p.a. kommen da zusammen,
müssen dann jetzt entsprechend von außen
zusammenkommen. Keine leichte Aufgabe,
also ist Unterstützung gefragt.
Beide sind tough, sprechen dann jetzt
deutlich und konkret von einer Medaille
als Ziel. „Sonst müssten wir uns das
alles nicht antun“, sagt Hanna. Denn beide
studieren nebenbei, Marla Medizin, Hanna
Bio, und fliegen nicht nur über die Regattabahn,
sondern auch durch ihre Klausuren.
„Ich bin so gebraten“, sagt Hanna, „ich habe
gestern nach meiner Klausur und einem
ganzen Tag mein Auto nicht wiedergefunden“,
berichtet sie ernsthaft, muss dann
aber doch grinsen. Denn sie machen das
ja freiwillig, wissen schon, wie privilegiert
sie sind, wissen aber auch, dass nach einer
Karriere das Geld nicht auf der Straße liegt.
Medaille hin oder her.
Das erste bummelige Ergebnis auf Mallorca,
es war Platz xy, nehmen sie nicht
ganz so ernst, bleiben aber sachlich. „Wir
fangen gerade erst wieder an, aber in der
nacholympischen Saison sind die Regattafelder
durch viele Youngster sehr groß, 2 Fleets
á 20 Boote ca., und sehr breit im Niveau. Da
gibt es dann auch mal Crashes und komische,
unplanbare Situationen, aber der Leistungsstand
nach wie vor unglaublich hoch.
Die Konkurrenz an der deutschen Spitze ist,
wie in den letzten Jahren, wahnsinnig gut.
Und wie in den letzten Jahren trainieren
sie dennoch wieder alle, es sind vier Boote,
zusammen. „Das bringt uns alle deutlich
weiter“. Und da auf Malle in einzelnen Wettfahrten
auch schon Start-Ziel-Siege dabei
waren, sind sie zuversichtlich. „Wir müssen
an unserer Kontinuität arbeiten, mehr Konstanz
aufbauen, um unser großes Potential
bestmöglich abrufen zu können. Und dann
können wir etwas mehr entspannen, sind
cooler“, sagen sie. Und dann finden sie nach
der Uni auch ihr Auto wieder.“
35
© Foto: Sailing Energy / Princesa Sofía Mallorca
sporting
S e g e l - S o n d e r s e i t e n
Jetzt wird’s
© Fotos: Sail GP
schnell
Alle Segel- und Sportevent-Freunde,
aufgepasst.
Jetzt kommt die
Sahneschnitte:
Die renommierte Segel-Rennserie
SailGP, kommt am 16. und 17. August
nach Sassnitz, auf der wunderschönen
Insel Rügen. New York,
Rio, Sydney, Sassnitz das passt. Tatsächlich
ist Sassnitz einer von den 14 weltweiten
Austragungsorten der Saison 2025
der ROLEX-SailGP-Meisterschaft, die mit
Veranstaltungen auf fünf Kontinenten die
bisher umfangreichste der fünfjährigen Ligageschichte
ist. Immer finden die Rennen
an ikonischen Schauplätzen rund um den
Globus statt und vereinen Spitzensport sowie
technologische Innovation.
Geringerer als Erik Heil, der bei den Olympische
Spielen in Tokio noch zusammen mit
Eric Plößel vom NRV die Bronzemedaille im
49er gewonnen hatte. Zusammen mit der
jungen Anna Barth als Strategin freut sich
das Team auf das Heimspiel in Deutschland.
Das ZDF ist inzwischen Partner, verfolgt die
Rennserie und überträgt sie im TV und Internet,
begleitet aber auch in Specials die
deutsche Crew und macht so den Segelsport
Als erstes klimafreundliches Sport- und
Unterhaltungsprojekt wird SailGP vollständig
von Wind, Wasser und Sonnenenergie
angetrieben und setzt damit ein
starkes Zeichen für nachhaltigen Sport. Vor
den beeindruckenden Kreidefelsen auf Rügen
wird im August die internationale Segelelite
mit ihren fliegenden, weil foilenden, F50-
Katamaranen gegeneinander antreten. Die
Geschosse werden bis zu 100 km/h schnell.
Das ist spektakulär. Erwartet werden beim
ersten Auftritt der Rennserie in Deutschland
über 10.000 Fans, die sich die spektakulären
Rennen um die ROLEX-SailGP-Meisterschaft
an beiden Tagen anschauen wollen.
Der Blick der deutschen Anhänger richtet
sich dann gewiss auf die heimische
Crew, das Germany SailGP Team presented
by Deutsche Bank. Skipper ist kein
medial deutlich attraktiver. So werden die
Rennen von Sassnitz sogar live im Fernsehen
übertragen.
Die insgesamt, nicht nur medial, stark
wachsenden Rennserie, hat es auch Ex-
Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel angetan.
Der kennt sich mit Speed schließlich
aus, ist also der ideale Partner für die Crew
und unterstützt sie sogar als Miteigentümer.
Der CEO des deutschen Teams Tim
Krieglstein ist super euphorisch, freut sich
über diese aussichtsreichen Partnerschaften,
die Premiere in Deutschland und die
mediale Strahlkraft: "SailGP ist pures Adrenalin,
es ist Rennsport ohne Bremsen und
eine völlig neue Dimension des Segelns.“.
Für den Sport ist es gut, für uns als Team
ist es gut, und für die nächste Generation
ist es ein unfassbarer Meilenstein”, so
Erik Heil, der Fahrer des deutschen Teams.
Wer das Spektakel in Sassnitz live erleben
möchte, sollte sich beeilen: Es sind nur noch
Resttickets erhältlich. Diese können unter
www.sailgp.com/sassnitz erworben werden.
36
sporting
S e g e l - S o n d e r s e i t e n
A c h t u n g ,
Helga Cup ist angesagt. Die längst
größte Frauen-Segelregatta der
Welt, vom 12. bis zum 15. Juni, geht
in ihre 8. Runde und verspricht
mehr denn je ein Symbol für Empowerment,
Gleichberechtigung und Inklusion
zu werden. Damit das mal klar ist.
Die Bahnrad-Olympiasiegerin und Weltmeisterin
Kristina Vogel, die ein weiteres
Mal als Schirmherrin fungiert, bringt es auf
den Punkt: „Der Helga Cup ist mehr als nur
ein Event – er ist ein Symbol für Empower-
für Zuschauer und Fans toll einsehbar und
erlebbar sind, und obendrein, weil es einfach
ein gutes Gefühl ist, dabei zu sein, unter
Frauen, Gemeinschaft zu erleben und WIR
zu fühlen. Was hier und da als Safe-Space
bezeichnet wird, heißt im Segelsport Helga
Cup. Kein männliches Gehabe an der Pinne,
Empowerment im Segelsport. Und dabei
immer entspannt.
Deswegen hat sich der Helga Cup wohl
auch längst zu einem ganzjährigen Konzept,
zu einer Bewegung entwickelt. Unter
dem Motto „#thinkHelga“, bietet die Veranstaltung
nämlich zahlreiche Trainingsmöglichkeiten
und Workshops, über das ganze
Jahr verteilt, an. Die bundesweiten Trainings
finden an Standorten wie Bodensee, Mallorca,
in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und
ganisationsteam. Zum Beispiel bildete sich
aus einem Segelkurs, der zusammen mit
der Stiftung Mammazentrum und der Heinz
Kettler Stiftung in 2024 stattfand, bei den
Teilnehmerinnen handelt es sich u. a. um
Frauen mit Brustkrebsdiagnose, eine Segel-
Crew, die beim diesjährigen Helga Cup die
Alster rocken werden. Das ist beeindruckend
und Mut machend zugleich. Schon seit 2020
ist nämlich ein Inklusions-Cup als fester
Bestandteil in die Veranstaltung integriert.
In diesem Jahr gehen sogar 16 inklusive
Segel-Crews an den Start, segeln in ihrer
© Fotoa: Sven Jürgensen
die Helgas
kommen
…wieder. Unbeirrt, weiter wachsend und immer euphorisch,
halten über 380 Seglerinnen aus der ganzen
Welt wieder Einzug in Hamburg und machen die
Außenalster zu ihrer Hood, zu IHRER Alster.
ment, Gemeinschaft und Inspiration. Er zeigt,
wie wichtig es ist, Frauen im Sport sichtbar
zu machen.“ Sie selbst verkörpert beispielhaft
den inklusiven Charakter des Cups, der
seit 2020 als fester Bestandteil das inklusive
Segeln für Frauen fördert.
Was 2018 als coole Idee begann, hat sich
zu einem internationalen Segelevent mit
einer ungeheuren Strahlkraft entwickelt,
das im letzten Jahr bereits fast 400 Frauen
aus aller Welt anzog. Für 2025 werden rund
80 Crews aus 11 Nationen erwartet, darunter
aktuell 62 deutsche und 15 internationale
Teams. Sie kommen aus Europa, aber auch
Seglerinnen aus Australien und den USA lassen
es sich nicht nehmen und gönnen sich
eine halbe Weltreise. Warum? Weil Community.
Es gibt weitere Gründe, denn selbstverständlich
wird die Alster oft als „schönstes
Segelstadion der Welt“ bezeichnet. Auch
weil die Seglerinnen und ihre Wettfahrten
Berlin statt. Ergänzt wird dieses Angebot
durch die Helga Cup Akademie, ein Online-
Format, das kostenlos in die Grundlagen des
Regattasegelns einführt. „Die Akademie hat
das Ziel, möglichst viele Menschen für das
Regattasegeln zu begeistern“, so die Organisatoren.
Während des Events erhalten
die Teilnehmerinnen zudem professionelles
Coaching auf dem Wasser und an Land.
Vorangetrieben wird das alles von einem
erfahrenen Gremium um Nadine Löschke,
Anja Kamradt, Silke Basedow, Julia Kühn,
Jola Schönebeck und Claudia Langenhan,
die auch für die strategische Ausrichtung
verantwortlich sind. Offizielle Ausrichter sind
der Norddeutsche Regatta Verein und der
Verein „Wir sind Wir – Inclusion in Sailing
e.V.“, mit Unterstützung von Hamburg Active
City. Auch der Hamburger Segel-Club ist ein
wichtiger Partner des Events. Besonders stolz
sind die Veranstalter aber auf den inklusiven
Charakter des Events. „2025 möchten
wir mit einer weiteren Inklusionsoffensive
noch mehr Frauen mit Einschränkungen für
den Segelsport gewinnen und zum Helga
Cup an den Start bringen“, erklärt das Or-
eigenen Bootsklasse ihre Wettfahrten aus,
feiern dann wild und genießen die Atmo.
Diese Atmo ist es, ist im Wesentlichen der
Schlüssel zum Erfolg. Die Kombi aus Sport
und Geselligkeit unter einem Dach, mit einer
verbindenden Idee, macht ihren Punkt. Über
Inklusion muss da an sich niemand mehr
sprechen, sie ist, und das ist wahnsinnig gut.
Und auch wenn es zuletzt um sportlichen
Erfolg geht, bei über 80 Crews - kann nur
eine gewinnen. Im Sinne der Sache gewinnen
aber alle und das ist der Reiz des Helga Cups.
Alle feiern das. Und weil wir von sporting
von Beginn auch als Partner an Bord sind,
schreiben wir in diesem Jahr einen Preis
aus, nämlich schlicht und ergreifend die
B-Wertung. Alle Teilnehmerinnen müssen
die Crew wählen, die sie am nettesten, am
lustigsten, am fairsten finden. Man könnte
auch Siegerinnen der Herzen sagen. Also,
wir sind gespannt.
38
Eine Sportart, bei der man nicht
sofort auf Inklusion kommt, macht
sich in Hamburg zum Vorreiter in
Sachen Sport für alle.
Auch, weil sie sehr komplex ist, und
eine Integration von Menschen mit
Beeinträchtigungen hier und da
nicht ganz unproblematisch. Rollstuhl
auf Segelboot ist eben nicht
ganz so einfach umzusetzen wie Rollstuhl
in Turnhalle. Aber die Segler*innen sind da
auf gutem Kurs. Längst finden wir nicht nur
bei den beiden Platzhirschen NRV und HSC
eine inklusive Segelbewegung, sondern es
gibt inzwischen auch den Verein „Wir sind
Wir – Inclusion in Sailing“, der da richtig Gas
gibt. Kein Wunder, nämlich mit Sven Jürgensen
und Clemens Kraus an der Spitze
und als Vorantreiber. Der Verein organisiert
verschiedene Projekte: von Segelkursen für
Kinder und Jugendliche mit Behinderungen
bis hin zum „Helga Cup“, der weltgrößten
Frauen-Regatta, die längst auch inklusive
Teilnehmer*innen willkommen heißt. Jürgensen,
er hatte damals den Helga Cup initiiert,
längst etabliert, bezeichnet den Helga
Cup, sowie den Heinz Kettler Deutschland
Cup, deswegen auch als die „Flaggschiffe
der Inklusion im Segelsport“. Seit 5 Jahren
nehmen nämlich inklusive Segelteams am
Helga Cup teil. Bahnradolympiasiegerin Kristina
Vogel als Schirmherrin begleitet das.
40
sporting S e g e l -
Sonderseiten
Segeln&
Inklusion!
Unter ihrer Schirmherrschaft
hat sich
diese Veranstaltung
zu einem Symbol für Empowerment und
Chancengleichheit entwickelt. In diesem Jahr
werden insgesamt sogar 16 inklusive Crews
am Helga Cup teilnehmen – ein Rekord, der
die wachsende Bedeutung und Akzeptanz
des inklusiven Segelns unterstreicht.
Ein Schlüssel zum Erfolg sind die speziellen
Segelboote der Klasse „RS Venture
Connect“. Mit nebeneinander angeordneten
Sitzen, stabilem Halt und hohem Baum
ermöglichen sie auch Menschen mit Bewegungseinschränkungen
das selbstständige
Segeln. Und das ist sehr cool. „Niemand muss
mehr gesegelt werden – von der ersten Minute
an können die Teilnehmer selbst das
Steuer übernehmen“, erklärt Kraus. Die angesprochenen
inklusiven Segelkurse, die in
beiden Großvereinen stattfinden, werden in
Kooperation mit renommierten Hamburger
Institutionen aus Bildung und medizinischen
Bereichen durchgeführt: dem Werner Otto
Institut, der Bugenhagenschule Alsterdorf,
der Schule Elfenwiese, dem Bildungszentrum
für Blinde und Sehbehinderte und dem
Campus Uhlenhorst, es gibt sogar erstmalig
Einzelkurse für Familien. Diese Partnerschaften
ermöglichen es, Kinder und Jugendliche
mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen
zu erreichen und ihnen den Zugang zum
Segelsport zu eröffnen.
„Die Zusammenarbeit mit diesen
Einrichtungen ist unschätzbar
wertvoll“, erklärt „Wir sind
Wir“.
„Sie bringen ihre Expertise ein, während
wir das Segeln beisteuern. So können wir
gemeinsam maßgeschneiderte Erlebnisse
schaffen, die genau auf die Bedürfnisse der
Teilnehmenden abgestimmt sind“, so Sven
Jürgensen. Es gibt sogar spezielle Kurse
für sehbehinderte und blinde Teilnehmer.
Und nicht nur im Helga Cup als Wettkampfformat
gehen inklusive Segel-
Crews an den Start und in den echten
Renn-Modus. Total happy ist nämlich die
erste inklusive Segel-Crew in der Segel Bundesliga.
Das BAT Sailing Team hatte in 2023
den Aufstieg in die erste Liga geschafft und
ist nach einer starken Saison 2024 NICHT
abgestiegen. Demnach startet die Truppe
auch in 2025, in ihre 2. Saison, und zeigt eindrucksvoll,
dass inklusive Teams auf höchstem
Niveau konkurrenzfähig sind. Wichtig:
„Im BAT Sailing Team geht es nicht darum,
was jemand nicht kann, sondern darum,
wie wir gemeinsam das Beste herausholen“,
lautet das Motto des Teams.
Weitere Highlights sind im Herbst das Finale
der inklusiven Regattaserie des Heinz
Kettler Cups sein, das am 18. und 19. Oktober
beim Hamburger Segel-Club stattfindet.
Denn diese besondere Regattaserie hat sich
als wichtige Plattform für den inklusiven
Segel- und Wettkampfsport etabliert. Und
einmal im Jahr treffen sich die inklusiven
Segler zur internationalen deutschen Meisterschaft
auf der Alster:
Im Rahmen der GERMAN OPEN SV 14 lädt
der NRV auch in diesem Jahr wieder im
September ein. Im letzten Jahr gewann Lokalmatador
Felix Schnor vor einem Team
aus Tschechien.
© Foto: Sven Jürgensen
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sporting
S e g e l - S o n d e r s e i t e n
Er hat sich dem Segel-Circus der internationalen,
olympischen Spitzensegler
angeschlossen und, tatäääää,
gerade eben auch dem Norddeutschen
Regattaverein in Hamburg.
Klaus Lahme, der Chef des Olympic Teams
beim NRV, ist im Glück. Richard, Richard
Schultheis, so heißt die Heißdüse von Malta
auch. Nach reiflicher Überlegung und
einem Testsegeln am Gardasee mit seinem
nach seinem Abitur, ein Gap-Jahr, will dann
ein Fernstudium anschieben. Nun stellt er
gerade offensichtlich seglerisch alle Weichen
und gewinnt gleich zweimal Silber bei den
ersten beiden Regatten des Sailing Grand
Slam (SGS) in diesem Jahr, so als Youngster.
Das lässt wirklich aufhorchen.
Mit dem Segeln angefangen hatten Richard
und seine zwei älteren Schwestern auf Malta.
Da war er sechs. „Ich bin seitdem vom
Segeln fasziniert“, sagt er sehr bestimmt.
„Lange segelten wir Opti“, er war schon mit
11 Jahren Vize-Europameister, mit 14 Vizeweltmeister,
schon mit 13 fliegend auf der
Waszp unterwegs. Das „ich liebe Competition“,
überrascht dann nicht. In den letzten
Er hat da sicher noch ’ne Rechnung offen und
will in der ILCA 7 nach LA. Das will selbst im
NRV aber nicht nur er, sondern auch Youngster
Nik Willim. Auch Malte Winkel will es
noch mal wissen. Nach Trennung von seiner
Frau und Segel-Partnerin Nastya nimmt er
die nächste Olympiade (das ist nämlich der
Zeitraum zwischen den Spielen), mit seiner
Kieler Partnerin Paula Schütze in Angriff
und ist schwer zuversichtlich. Im 49erFX,
© Fotos: Felix Diemer, PR
Jetzt neu,
42
in Hamburg!
Er ist gerade 20 geworden, in Berlin geboren, lebt in
und segelte bisher für Malta, trainiert öfter auf dem
Gardasee, ist aber eigentlich gerade in Hyères, Frankreich,
zur nächsten Regatta.
Vorschoter hat er sich nun entschlossen, seine
olympische Kampagne für Deutschland
zu starten. „Fabi Rieger, so heißt der Gute,
und ich hatten, weil es so gut harmoniert
und läuft, zuvor entschieden, gemeinsam
das Projekt Olympia anzugehen“, sagt Richard,
also folgte nach vielen Gesprächen
der Wechsel in den deutschen Segelverband.
Und obwohl Fabi für den Verein Seglerhaus
am Wannsee in Berlin segelt,
wechselt Richard vom Royal Malta Yachtclub
an die Alster. „Das Olympic Team des
NRV, die interne Förderung und
Unterstützung aller Spitzensegler,
hat mich schwer beeindruckt“,
sagt er. „Und wenn das Ziel eine
olympische Medaille ist, dann
muss man das frühzeitig und
eben konsequent angehen“, sagt
er sachlich und sehr bestimmt.
„Und genau das habe ich
mir vorgenommen.“
Zurzeit macht er,
beiden Jahren war er jeweils bei der 49er
Junioren-WM Silber- (2023) und Goldmedaillengewinner
(2024). Neben der klassischen
Bootsklasse, dem 49er, segelt er darüber hinaus
im High Performance Bereich, „auf der
Motte“, wie er sagt. Das ist eine sauschnelle
Foiling-Bootsklasse.
„Überhaupt liegt die Zukunft
des Segelns im Foiling“, sagt
Richard.
Das Spannende an der Motte: „Die Motte
ist keine Einheitsklasse“, sagt er. "Es gibt
weniger Regeln, man kann viel experimentieren,
ausprobieren, welche Veränderung
am und im Boot, am Material,
an Taktik und Strategie, welche
Effekte hat,“ erklärt er. „Das ist sehr
lehr- und hilfreich“, sagt er, „auch für
das Olympische Segeln“, und da liegt
jetzt, die nächsten drei Jahre, der
Fokus. Auch beim NRV.
Denn der ist natürlich
nicht nur mit Richard
auf Kurs LA. Allen voran
Philipp Buhl, der mit
seiner Paris-Platzierung
nicht ganz so happy war.
werden Sophie Steinlein und Catherine
Bartelheimer für den NRV angreifen, sie
werden es dann unter anderem schon mit
Marla und Hanna vom MSC aus Blankenese
zu tun kriegen. Die Schwester von Sophie
Steinlein, Theresa, ist fürchterlich schnell
mit ihrem IQFoil unterwegs und rechnet
sich nach Paris, bzw. Marseille, da wurde sie
6., und nach ihren ersten Erfolgen in 2025,
durchaus Chancen aus. Last but not least
komplettiert die Mulititasking-Weltmeisterin
Leonie Meyer das Olympic Team.
Sie ist die Kiterin vor dem Herrn, war trotz
zigfach-Belastung in Marseille sensationell
Fünfte, aber wer Leonie kennt, sie macht
als Mutter gerade auch ihr Ärztin-in-Praktikum,
weiß, das reicht nicht. Auch sie bleibt
dabei und will angreifen, die Strapazen der
nächsten Jahre auf sich nehmen. Das ist toll.
Wir werden sie alle begleiten.
Der Neue im Olympic-Team des NRV
heißt Richard Schultheis. Er lebte
und segelte lange auf und für Malta
und hat für Deutschland Olympia in
LA im Blick!
Nun wohnst Du schon in Hamburg:
Warum segelst
einfach?
Du dann
nicht
© Fotos: Sven Jürgensen, PR, Karin Krugler-Felsch
Segelkurse
zu gewinnen.
Jetzt mitmachen, dann mitsegeln.
Der Hamburger Segel Verband wird in
diesem 80. „Da sieht er nich nach aus“,
würde man charmanter Weise sagen und
Glückwunsch sowieso. Hamburg und Segeln
ist ein bisschen wie Franzbrötchen, Udo und
Michel.
Und tatsächlich segelt es in der Stadt
überall. Der Sport ist aus dem Stadtbild
nicht wegzudenken, und das Schöne: So
vielfältig wie der Sport im weitesten Sinne
auch ist, so vielfältig ist auch das Angebot,
an Vereinen und Clubs, an Möglichkeiten
hier in Hamburg, sich geräuschlos gleitend
über Hamburgs Wasser zu bewegen. Schick,
familiär, cool, studentisch, hands-on oder Nase
hoch, alles ist geboten. Und, so schön die
Alster auch ist, so cool die Elbe auch ist, gesegelt
wird auch in Allermöhe auf der Dove
Elbe, auf dem Oortkartensee, oberhalb
Hamburgs auf der Elbe bis Geesthacht
und auf dem Neuländersee. Und was
da gesegelt wird, welche der unzähligen
Bootsklassen und mit welchem Anspruch,
ist gleichermaßen vielfältig. Fast
30 Vereine und - Clubs, Ihr findet sie auf
der nächsten Doppelseite wunderbar auf
einer Karte verortet, bieten sich an.
Vom olympischen Segeln, Regatta-Segeln,
Fahrten-, Freizeit- und Offshore-Segeln, Surfen,
in großen und Kleingruppen, natürlich
auch in Vereinsbooten. Heißt: Es braucht natürlich
nicht mal zwingend ein eigenes Boot.
Aber wie das denn überall so ist, Nachwuchs
bzw. neue Mitglieder sind auch immer wieder
gern gesehen. All diese Vereine freuen sich
immer über Zuwachs, egal welchen Alters.
Denn das ist ihr Auftrag.
Und weil der Verband
nun Geburtstag hat, haut
er einen raus und spendiert
20 (!!!) Segelkurse für
Anfänger.
Das ist wundervoll. Wer also da dabei sein will,
schickt bis zum 26. Mai eine E-Mail an:
info@sporting-magazin,
Betreff: „Ich möchte Segel setzen“, und dann
schreibst Du uns einfach mit einem halben Satz, warum.
Nicht weil wir so neugierig sind, was der Fall ist,
sondern weil es so viele schöne Gründe gibt
Viel Erfolg.
45
26
sporting
S e g e l - S o n d e r s e i t e n
1. Akademischer Segler-Verein Hamburg e. V.
www.asv-hamburg.de
2. Alster-Jugend-Segelclub e.V.
www.ajus-hamburg.de
3. Altonaer Segel-Club e.V.
www.asc-elbe.hamburg
4. An Bord e.V.
www.anbord.online
5. Bille-Wander-Segel-Verein e.V. von 1921
www.bwsv-hamburg.de
6. Blankeneser Segel-Club e.V.
www.bsc-hamburg.de
7. Bootsclub Biber e.V.
www.bootsclub-biber.de
8. Bucerius Segel Club e.V.
9. CITY SPORTHAFEN HAMBURG e.V.
www.citysporthafen.hamburg
21
52
Rissen
10. Deutscher Windsurfer Club e.V.
windsurferclub.wixsite.com
11. DHH - Deutscher Hochseesportverband
HANSA e.V.
www.dhh.de
12. Elbfreibeuter Club e.V.
www.elbfreibeuter.club
13. Elb-Segel-Club
„Windeswende“ e.V.
www.escw-hamburg.de
14. Elb-Segler-Vereinigung e.V.
www.elb-segler-vereinigung.de
15. Elbe-Yacht-Club e.V.
www.elbe-yacht-club.de
16. Entdecker- und Seefahrer-
Förder-Vereinigung e.V.
www.ensfr.de
17. FC St. Pauli e.V. Segelabteilung
www.fcstpauli-segeln.de
18. Hamburger Segel-Club e.V.
www.hamburger-segel-club.de
19. Hamburger Yacht-Club e.V. im ADAC
www.hamburger-yacht-club.de
20. Hamburger Yachthafen-Gemeinschaft e.V.
www.hamburger-yachthafen.de
15
72
57
55
23
24
Lurup
Blankenese
25
32
Neuenfelde
Hamburg segelt !
Hier (rot) segeln Kids & Jugendliche
und werden top ausgebildet!
6
3
37
46
59
42
13
64
Ochsenwerder
Neugraben-
Fischbek
61
Schnelsen
Eidelstedt
56 39
50
47
Altona
41
33
63
26 48
14
Heimfeld
1
17
67
Groß
Borstel
2
11
Harburg
51
16
9
53
696
Winterhude
73
40
60
30
49
4
8
62
31
12
45
20
Veddel
28
44
35
Poppenbüttel
28
68
18
66
54
75
70
22
11
29
Niedersac hsen
5
7
19
Finkenwerder
Wilhelmsburg
Wohldorf-
Ohlstedt
Sasel
Billstedt
34
43
656
71
Rahlstedt
Lohbrügge
Allermöhe
36
38
Eimsbüttel
Langenhorn
58
Bergedorf
Kirchwerder
74
21. Hanseatischer Yacht-Club e.V.
www.carsten-maywald.de
22. Harburger Wander-Segler von 1958 e.V.
www.wandersegler.de
23. Jacht-Klub Nordwest e.V.
www.jkn-hamburg.de
24. Jollenhafengemeinschaft
Mühlenberg e.V.
www.jgm-elbe.de
25. Mühlenberger Segel-Club e.V.
www.msc-elbe.de
26. Museumshafen Oevelgönne e.V.
www.museumshafen-oevelgoenne.de
27. Neulander Yacht-Club von 1975 e.V.
www.nyc-hh.de
28. Norddeutscher Regatta-Verein r.V.
www.nrv.de
29. Ochsenwerder Segelclub e.V.
www.oxsegelclub.de
30. Ostsee-Segler-Gemeinschaft e.V.
www.osgev.de
31. Polygram Segelclub e.V.
www.psc-sail.de
32. Regatta-Vereinigung Elbe e.V.
33. SailCom e.V.
www.sailcom.de
34. Segel- u. Motor-Yachtclub Elbe e.V.
35. Segelclub Alster e.V.
www.segelclubalster.de
36. Segel-Club Hanseat e.V.
35uter Elbdeich 25, 20539 Hamburg
37. Segelclub Neßkanal e.V.
www.scnk.de
38. Segel-Club Norderelbe von 1910 e.V.
www.scn-1910.de
39. Segel-Club Oevelgönne von 1901 e.V.
www.scoe.de
40. Segelclub RHE e.V.
www.sc-rhe.de
41. Segelclub Tümmler Oevelgönne
von 1923 e.V.
www.sctoe.de
42. Segel-Club Unterelbe von 1929 e.V.
segelclubunterelbe.de
43. Segel-Club Vierlande e.V.
www.sc4.de
44. Segel-Gemeinschaft Elbe
www.sge-hamburg.de
45. Segelgemeinschaft Hamburg e.V.
www.segelgemeinschaft-hamburg.de
Schleswig-
Holstein
Schleswig-
Holstein
Altengamme
46. Segelgemeinschaft Hamburger
Flugzeugbau e.V.
www.sg-hfb.de
47. Segelkameradschaft Ost e.V.
www.sko-segeln.de
48. Segel-Verein Altona-Oevelgönne e.V.
www.svaoe.de
49. Segelverein der Fachhochschule
Hamburg e.V.
www.sfhs.de
50. Segel-Verein Finkenwerder
Hamburg von 1965 e.V.
www.svfh.de
51. Segelvereinigung Sinstorf e.V.
www.svgs-hamburg.de
52. Segel-Verein-Wedel-Schulau e.V.
www.svws.de
53. Segler Gemeinschaft Rosenfelde e.V.
www.sgrosenfelde.de
54. Segler-Kameradschaft „Hansa“ e.V.
www.sk-hansa.de
55. Segler-Kameradschaft
Cranz-Neuenfelde e.V.
www.seglerkameradschaft.de
56. Segler-Kameradschaft Teufelsbrück von
1953 e.V.
www.skt-hamburg.de
57. Segler-Verein-Atlantic e.V.
www.sv-atlantic.de
58. Segler-Vereinigung Bille e.V. Hamburg
www.sv-bille.de
59. Segler-Vereinigung Niederelbe e.V.
www.sv-niederelbe.de
60. Segler-Vereinigung Reiherstieg
von 1926 e.V.
www.svr-hamburg.de
61. SV Eidelstedt Hamburg von 1880 e.V.
ww.sve-hamburg.de
62. Sportverein Rot-Gelb Hamburg
von 1926 e.V.
www.sv-rot-gelb.de
63. Tinsdaler Segelclub e.V.
www.tinsdaler-segelclub.de
64. Turn- und Sportverein Finkenwerder
von 1893 e.V. - Abt. Segeln -
www.tusfinkenwerder.de
65. Verein der Mitglieder der Baltischen
Segler-Vereinigung in Hamburg e.V.
www.baltische-sv.de
66. Verein Hanseatischer Bootssportfreunde
„Hansaventura“ e.V.
www.hansaventura.hpage.com
67. Vereinigung Freier Segler e.V. von 1983
www.vfs-elbe.de
68. Vereinigung Hamburgischer Yachtsegler
e.V.
69. Vereinigung Harburger Segler e.V.
www.harburger-segler.de
70. Wasser Sport-Verein „Elbe“ e.V. von 1928
www.wassersport-verein-elbe.de
71. Windsurfing Club Hamburg e.V.
www.windsurfing-club-hamburg.de
Wir sind Wir – Inclusion in Sailing e.V.
www.wir-sind-wir.org
72. Wittenbergener Elbsegler e.V.
73. Yachtclub Meridian e.V.
www.ycm-hamburg.de
74. Yachtclub Zollenspieker e.V.
www.yachtclub-zollenspieker.de
75. Yachtsport- Club Deutschland e.V.
www.yachtsport-club.de
46
sporting
S e g e l - S o n d e r s e i t e n
© Fotos: sporting hamburg
Weil da eine mittlerweile ganz
schön runtergekommene Wasser(sport)fläche
offensichtlich
zukünftig revitalisiert wird.
Nach dem Motto „Unser Dorf
soll schöner werden“, Hamburg nennt es
„Mitte machen“, haben sich der Bezirk Mitte,
der Hamburger Segelverband, allen voran
sein Mitglied, der Wassersportverein „Elbe“,
genau dafür starkgemacht. Im Zuge der Idee,
den ganzen Hamburger Osten auf Vordermann
und -frau zu bringen, geht es auch um
die Wasserfläche Kaltehofe. Wer in Moorfleet
die die Hamburg Port Authority (HPA) in
enger Abstimmung mit der Umweltbehörde
(Bukea) durchgeführt hat, hat ergeben, dass
eine Baggerung des Holzhafens und seiner
Zufahrt grundsätzlich technisch durchführbar
sei. Hurra. Auch für die Entwicklung
Moorfleets ist eine durchgehende Erreichbarkeit
des Holzhafens ein wesentlicher
Bestandteil. Die Schaffung einer Fahrrinne
und die fortlaufende Erhaltung dieses Fahrwassers
sind daher Forderungen auch der
Bergedorfer Politik. Und eben die der Segler.
Und schwups,
ein neues
Segelrevier.
Ganz so einfach ist es nicht.
Aber schön sind die Aussichten. Warum?
Golf spielt, kennt das Areal. Es liegt auf dem
Weg. Lange war der Holzhafen zwischen
Moorfleeter Deich und Kaltehofe ein florierendes
und beliebtes Wassersportrevier.
Doch mit zunehmender Verschlickung ist
es inzwischen kaum mehr nutzbar, und es
bleibt Paddlern, Seglern, auch Motorboot-
Fahrern in dem Tidegewässer nur noch
wenig Zeit am Tag, in der sie genug Wasser
unter dem Kiel haben, um sich nicht im
Schlick festzufahren. Was ja unschön ist.
Lange wünschen sich deswegen die Anrainer,
so auch die Segler, eine Ausbaggerung.
Die, wenn möglich, Sinn macht.
Und tatsächlich gab es einen Zwischenbericht
der Bezirksversammlung, der
hoffen lässt und nicht nur die Wassersportler
freuen dürfte: „Der Bezirk darf sich Hoffnung
machen, dass eine Ausbaggerung möglich
wäre“, sagt Stadtplaner Axel Schneede. Und
eine erste, noch grobe Machbarkeitsprüfung,
Die Wasserfl äche bei Kaltehofe,
lange vernachlässigt, nun im Fokus
einer möglichen Wiederbelebung.
Ein weiteres Cruise-Terminal wird es
deswegen aber nicht geben und so auch
keine AIDA-Passagiere, die durch Moorfleet
strömen. Vielmehr bastelt der WSV „Elbe“
an einem ganzheitlichen und vor allen Dingen
nachhaltigen Konzept und bringt argumentativ
ein neues Wassersportzentrum mit
Multifunktionsräumen, Holz- und Metallwerkstätten,
in denen kostenlose Kurse für
Kinder und Jugendliche und andere Gruppen
angeboten werden, ins Spiel.
Wenn es um Vögel geht, darum geht, Wasserproben
zu untersuchen, Federtiere zu
beobachten, Grundlagen zu vermitteln, wie
z.B. Strömung, Ebbe und Flut, dann machen
die Segler in Moorfleet vieles richtig und wir
drücken die Daumen und freuen uns auf die
erste Opti-Regatta in Kaltehofe.
48
sporting S e g e l -
DACHMARKE
Sonderseiten
Und
dann Sanni …
da
Sanni
Beucke – wir
begleiten Sanni schon,
seitdem es sporting
gibt, und sprechen sie ein
weiteres Mal in Loriant/
Frankreich.
16. / 17.
AUG 2025
SASSNITZ /
RÜGEN
© Foto: Maud Helfgott/ polaRYSE
Da sind wir zwar immer ein bisschen
neidisch, aber da wird eben
gesegelt, und zwar Offshore. In
den Hochsee-Segelbereich war
sie nach ihrer Olympia-Medaille
in Tokio gewechselt. Und das ist ja genau
ihr Ding. Zuletzt hatte sie eine Riesen Kampagne
am Laufen, die Vendée Globe im Visier,
und eine Botschaft parat („This race
is female“). Aber wie das denn so ist, eine
solche Kampagne kostet nicht nur Einsatz,
sondern enorm viel Geld. Nachdem dann
die beiden großen Sponsoren abgesprungen
waren, gab es keine Aussicht mehr, dieses
wahnsinnig ausladende Projekt anzugehen.
So gern sie das wollte und sich das vor allen
Dingen auch sportlicherseits zugetraut
hätte (wir berichteten).
Nun haben ja alle negativen Erfahrungen
auch irgendwie eine positive Seite.
In Sannis Fall sowieso. Und wer Sanni kennt,
der weiß, dass sie sich auf ihrem Weg, wohin
auch immer, von gar nichts abbringen
lässt. Offshore und nicht leise. „This race is
female“ sails on, neue Bootsklasse, neuer
Rennstall. Zusammen mit der in Frankreich
sehr populären Seglerin xy sind sie die „Wellenbrecherinnen“
und der erste weibliche
Segel-Rennstall der Welt. Gesegelt wird in
einer Class 40, was eine sehr amtliche, äußerst
anspruchsvolle 40 Fuß (heißt ca. 12,60
Meter lang) Bootsklasse ist. Unter dem gleichen
Veranstalter-Dach wie die Vendée Globe
wird es eine Weltumsegelung geben, nur
eben in einem anderen Boot. Nicht ganz zu
so Hightech, unser Eindruck, mit zwei Frauen
Besatzung, eine davon, Sanni: Sie leuchtet
natürlich, leuchtet vor Glück, auch über den
frisch eingestiegenen Sponsor. Good luck!
Viel Glück braucht sie auch, weil sie in
diesem Jahr nämlich auch beim Helga Cup
an den Start gehen wird. Sie findet es super,
„wenn sich Frauen auf dem Wasser wohlfühlen“
(warum auch nicht) und „eine Atmo
geschaffen wird, in der sich Frauen auch in
Wettfahrten messen wollen und Spaß daran
haben“, sagt sie. Auch wenn an ihr sicher
die dummen Sprüche aus der Männerwelt
abprallen, sieht sie viele andere Frauen, die
sich nicht trauen, also wird sie nicht müde,
diese Themen zu unterstützen. By the way:
Bei der Erstauflage des Helga Cups siegte
Sanni in einer Crew des Deutschen Segelverbandes.
Und was macht sie noch so? Sie ist inzwischen
Botschafterin von Hamburg Active City.
Und die liebt diese ihre neue Aufgabe, weil
„Bewegung so wichtig ist und Hamburg einen
tollen Rahmen schafft, für alle Menschen
in dieser Stadt Bewegung zu ermöglichen“.
Klasse ist in ihren Augen, und dann findet
sie natürlich klasse, dass sie gerade als Seglerin,
als Randsportlerin, denn „Segeln steht
ja doch noch nicht so im Fokus“.
„Der Segelsport in Hamburg hat
das verdient, auch kraft seiner
Erfolge“. Und sie auch.
Mal schauen, was der neuen Active City
Botschafterin dann bei ihrem Heimspiel in
„man sagt dem schönsten Stadion der Stadt,
der Alster“ beim Helga Cup gelingt.
MIT TOP-SPEED
ÜBERS WASSER.
SEGELN NEU
DEFINIERT.
SAILGP.COM/SASSNITZ
50
SAISON 2025 : 9. ETAPPE
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28.05. – 01.06.2025
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