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Ausgabe 05/2025

Das Magazin für Herisau und Umgebung. Erscheinungsdatum: 7. Mai 2025

Das Magazin für Herisau und Umgebung. Erscheinungsdatum: 7. Mai 2025

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Das Magazin für Herisau und Umgebung Ausgabe 5 ⋅ 7. Mai 2025

FÜR MARGRIT GEEL IST WANDERN

MEHR ALS EIN HOBBY ⋅04

IN PLANUNG: AUSSTELLUNG

ZUR BILDUNG IN AUSSERRHODEN ⋅ 12

FÜR DIE BLUMENLÄDEN IM DORF IST

DER MUTTERTAG HERZENSSACHE ⋅ 18

DER WALDBAUVEREIN SETZT SICH

FÜR DEN SCHUTZ DER WÄLDER EIN ⋅ 38


Vögel entdecken -

Vogelgesang erkennen

Abend-Exkursion in Gebiet Ifang - Wiesen

Dienstag, 13. Mai, 18:00 bis ca. 20:30

Treffpunkt: Schulhaus Ifang, Herisau

Leitung: Nico Schwarzenbach, OG Herisau

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05/2025 Heri-Schau · 3

DAS KANTONALMUSIKFEST

VERSPRICHT KLANGVOLLE TAGE

Vom 23. bis 25. Mai findet in Herisau das Appenzeller

Kantonalmusikfest statt. Nach der

Eröffnung am Freitagabend messen sich am

Samstag und Sonntag einheimische Blasmusiken

und auswärtige Gastvereine an den

Wettspielen. «Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit

war innerhalb eines Jahres sehr viel

Vorarbeit zu leisten», erklärt Philipp Rüst,

Verantwortlicher für Marketing und Kommunikation.

«Aber jetzt sind wir auf einem sehr

guten Stand. Alles rund um die Wettspiele

wie beispielsweise das Engagement der Jurymitglieder,

die Planung der Spielzeiten und

das Unterhaltungsprogramm sind zum Glück

schon seit längerem in trockenen Tüchern.»

Für die Wettspiele werden über 1000 Teilnehmende

erwartet, dazu kommen Schaulustige

aus allen Ecken der Schweiz. Die

Vorbereitungen befinden sich gemäss Rüst

auf gutem Weg. «Die letzten Details mit Lieferanten

und Dienstleistern werden geklärt,

dazu gilt es, alles Material für die Vereine wie

Bons oder Festkarten bereitzustellen.» Kurz

vor dem Fest erfolge dann der Aufbau auf

dem Ebnet. Hier, im Casino und in der reformierten

Kirche finden die Wettspiele statt.

Doch nicht nur Liebhaber der Blasmusik

sollen auf ihre Kosten kommen, sondern die

ganze Bevölkerung. Dank einer Ausnahmeregelung

wird die Kasernenstrasse für zwei

Tage gesperrt, auf die Gäste wartet Live-Musik

und Verpflegungsmöglichkeiten an Ständen

oder in Restaurants. «Wir wussten, dass

wir ein Fest für das Dorf, mit dem Dorf wollen»,

erklärt Rüst. «Nach der ersten Sitzung

war klar, dass die Chälblihalle als Party-Location

von Stefan Kull betrieben wird und an

der Kasernenstrasse unter der Führung von

Marco Sessa ein kleiner Festplatz im Dorf

entsteht.» Zudem seien diverse lokale Betriebe

an der Verpflegung beteiligt. Die grössten

Herausforderungen für das OK-Team sei der

straffe Zeitplan und die spät angesetzte Anmeldefrist

gewesen: «Das erschwerte unsere

Planung, weil die Einteilung der Unterkünfte,

die Grösse des Festzeltes oder der Spielplan

von der Anzahl der teilnehmenden Vereine

abhängt.» Auch die Suche nach Helferinnen

und Helfern gestaltete sich bis Ende März

schwierig. «Nun sind aber fast alle Posten besetzt,

einzig am Samstagabend fehlen noch

einige Freiwillige.»

An den Wettspielen selbst führen die

Musiken ein ausgesuchtes sowie ein vorgegebenes

Musikstück auf. «Diese öffentlichen

Vorträge dauern zehn bis zwanzig Minuten

und werden von einer Jury bewertet. Zudem

spielt jeder Verein ein Stück auf der Parademusikstrecke

auf dem Ebnet. Dieser Teil

wird ein grosser Publikumsmagnet.» Weil

der Musikverein Herisau in diesem Jahr sein

100-jähriges Bestehen feiert, besteht ein

grosser Teil des Organisationskomitees aus

seinen Mitgliedern. «Für den Musikverein

ist sicherlich der Freitagabend ein Highlight:

Dann treten rund 300 Schulkinder mit Marius

Bear auf der Bühne auf.»

Alle Infos rund

um das Fest

https://shorturl.at/RImeQ

im Mai

8. MAI

Welttag der Esel

12. MAI

Internationaler Tag der Pflegenden

Sergio Dudli

21. MAI

Weltuntergangstag

An diesem Tag sollte gemäss eines amerikanischen

Predigers namens Harold

Egbert Camping das Ende der Welt beginnen.

Seine Fehlprognose nahmen

viele seiner Landsleute zum Anlass, an

diesem Tag auf ironische Art und Weise

den Weltuntergang zu feiern.

28. MAI

Welttag des Spielens

hesch gwösst?

Die Maiglöckchen haben ihren Namen

wenig überraschend vom Monat, in dem

sie blühen. Der Monat wiederum ist nach

der römischen Göttin Maia benannt. Der

englische Name des Maiglöckchens lautet

übrigens «lilly of the valley», also Lilie

des Tals.

An zwei Wettspieltagen messen sich über 1000 Musikerinnen und Musiker.

(Bild: zVg.)

Titelbild: Wanderleiterin Margrit Geel auf

dem Lutzenland.

(Bild: nr)


4 · Porträt 05/2025

«WANDERGRUPPEN SIND

WIE EINE GROSSE FAMILIE»

Margrit Geel ist Wanderleiterin beim Verein Appenzeller Wanderwege AR. Mit Blick vom

Lutzenland auf Herisau erzählt sie, welche Ziele der Verein verfolgt, wie Menschen beim

Wandern zusammenkommen und wie wertvoll die Natur als verbindendes Element ist.

Margrit Geel ist keine gebürtige Herisauerin,

kennt aber nicht nur aufgrund ihrer Begeisterung

für das Wandern längst jede Ecke des

Dorfs. Sie kam vor bald 60 Jahren in der Zürcher

Oberländer Gemeinde Sternenberg zur

Welt. «Als ich in Andermatt als Postangestellte

arbeitete, traf ich meinen späteren Ehemann

Beni. Gemeinsam kamen wir vor 31 Jahren nach

Herisau.» Die Leidenschaft fürs Wandern teilt

das Ehepaar nicht, sie schenken sich aber den

Freiraum für die individuellen Interessen. Margrit

Geel betont: «Ich fühle mich hier schon

längst wie zu Hause. Früher habe ich für die

Frauengemeinschaft Briefe verteilt und dabei

so viele schöne Begegnungen gehabt und einmalige

Wohnlagen entdeckt.» Das Ehepaar

Geel wohnt im Quartier Langelen, wo der Verkehr

zwar ein Malus, die Anbindung an den öffentlichen

Verkehr jedoch ein grosses Plus sei.

Die Natur und die Berge liebt Margrit Geel von

jeher. Schon als junge Frau sei sie mit Gruppen

gewandert und sei jeweils im Zentrum des

Interesses gestanden. «Heute weiss ich auch,

weshalb das so ist: Wenn bei unseren Wanderungen

einmal eine jüngere Person mitkommt,

ist die Begeisterung sehr gross!»

Margrit Geel ist Mutter von zwei erwachsenen

Kindern und betätigte sich schon in

verschiedensten ehrenamtlichen Bereichen:

Quartierverein, Frauengemeinschaft, Turnverein,

Cinétreff, Babysittervermittlung. Aktuell

ist sie Tagesmutter, arbeitet beim Entlastungsdienst

und ist bereits seit zehn Jahren begeisterte

Wanderleiterin und Kommissionsmitglied

bei den Appenzeller Wanderwegen AR.

Die Wanderleiterausbildung gibt es in zwei

Ausführungen, eine mehrtägige Schulung für

das offene Gelände, jene für die Gebirgstouren

dauert rund zwei Jahre. Fast jeder Kanton in der

Schweiz hat einen Verein, der sich um die Gestaltung,

Instandhaltung, Ausschilderung und

um Führungen auf den Wanderwegen kümmert.

In Appenzell Ausserrhoden besteht er

bereits seit 44 Jahren. Finanziert wird der Verein

über die rund 1000 Mitgliederbeiträge, für

den Unterhalt und den technischen Support

kommen der Kanton und die Gemeinden auf.

Programmgestaltung im Teamwork

Für die Ausgestaltung des Wanderprogramms

zeichnen alle 15 Wanderleiterinnen und Wanderleiter

mitverantwortlich. Unter der engagierten

Leitung des Präsidenten Urs von Däniken

und dem Chef Wanderungen Andreas

Wüst entsteht so in eingespielter Zusammenarbeit

ein 90-seitiges Programm innerhalb

und ausserhalb des Appenzellerlands. Geel

engagiert sich zudem in der Kommission Vereinswesen.

Dort wird alles, was mit Wandern

zusammenhängt, erörtert und diskutiert. Ihr

Zeitaufwand bestehe aus dem Planen und

Vorlaufen der Wanderroute, administrativen

Arbeiten wie den Anmeldungsbestätigungen

oder dem Erstellen der Teilnehmerlisten,

den Vorbereitungen unter Berücksichtigung

der Witterungsverhältnisse und letztlich der

Durchführung der Wanderungen. «Eigentlich

finden die Wanderungen immer statt, jene im

offenen Gelände kann man bei jedem Wetter

durchführen. Ausser bei Dauerregen kann bei

der 22-Stunden-Wanderung eine kurzfristige

Absage erfolgen.» Es sind immer zwei Wanderleiter

pro Gruppe, die Zusammensetzung ändert

sich immer wieder, man versteht sich als

Team. Die Entschädigungen decken die Ausgaben

– doch all das sei nicht die Motivation: «Es

ist ein Privileg, eigene Ideen miteinbringen zu

können und eigene Wunschrouten auch anderen

zugänglich zu machen.»

Den Umgang mit Menschen sieht Margrit

Geel als Bereicherung, so komme es auch

immer wieder zu längeren Gesprächen während

der Wanderungen. Dafür eigne sich die

Position des Schlusslichts besser, denn für die

Wanderleitung, die die Gruppe anführt, seien

Gespräche eher eine Ablenkung. Verläuft man

sich auch mal? «Ja klar, wir sind auch nur Menschen.

Aber im Gegensatz zu anderen Teampartnern

gebe ich das auch zu», lacht sie. Wenn

man offen und ehrlich sei mit den Leuten, werde

auch viel verziehen. So habe sie auch noch

nie Reklamationen erhalten, wenn wir vor

einem geschlossenen Restaurant standen. Da

das Programm bereits im November für das

Folgejahr erstellt werde, müsse man flexibel

reagieren und auch mal einen eigenen Zvieri

oder Kuchen organisieren können.

Die Magie der Nachtwanderungen

Die Wanderungen dauern mehrheitlich einen

Tag, nur Gebirgstouren mit hohen körperlichen

Anforderungen beinhalten auch Übernachtungen.

Speziell sind die Abend- und

Nachtwanderungen. «Es ist sehr schön, in den

Abend hineinzuwandern. Gerade im Hoch-

Auf den Spuren von Robert Walser: Eine Wandergruppe beim Abstieg ins Dorf Lichtensteig.

(Bild: z.V.g.)


05/2025 Porträt · 5

nutzen», findet Margrit Geel. Nach einer Favoritenroute

befragt, erzählt sie von den Wanderungen

mit Blinden und sehbehinderten

Menschen, die sie seit drei Jahren durchführt.

Die Organisation ist für sie das Eintauchen in

eine neue Welt und eine enorme Sensibilisierung

für die Hindernisse auf Wanderungen.

«Plötzlich realisiert man die Gefahr von Wurzeln

oder Pfosten auf Gehwegen. Das ist uns

Sehenden gar nicht bewusst. Ich erlebe, wie

bei diesen Wanderungen Inklusion wahrhaftig

stattfindet und viel Verständnis zwischen Blinden,

Begleitpersonen und unseren Wanderden

entsteht», sagt sie stolz. Insgesamt seien drei

Routen mit dem Blindensignet ausgeschildert:

Rund um Gais, eine um Steinegg sowie von

Heiden über die Landmark nach Gais. Ein spezielles

Erlebnis wird durch Simulationsbrillen

auf dieser Wanderung möglich. So kann die

Perspektive blinder Menschen unmittelbar erfahren

werden.

Margrit Geel vor dem Wegweiser der neu ausgeschilderten Route 22 «Kulturspur Appenzellerland».

sommer wird es eigentlich kaum je komplett

dunkel.» Das Erlebnis der Sterne und des

Monds ist auch das Ziel der 19. gesamtschweizerischen

Wandernacht. Die Ausserrhoder

bieten am 12. Juli zwei Wanderungen an, eine

leichtere mit Rückkehr vor Mitternacht und

eine Nachtwanderung, die bis zum nächsten

Morgen dauert. Die Strecke vom Hochhamm

zur Hochalp bewältigt man mit Stirnlampen

– begleitet von einem hoffentlich sichtbaren

Vollmond.

Margrit Geel verhehlt nicht, dass die Verantwortung

für die Teilnehmenden immer

mitwandere. Gerade bei mehrstündigen Wanderungen

in der Nacht sei sie heilfroh, wenn

alle gesund zurückkehren. Ein Notfallset im

Wanderrucksack ist stets dabei, zudem werden

Wiederholungskurse in Wettergefahren oder

Erster Hilfe besucht. Ihr ältester Teilnehmer

sei fast 90 Jahre alt gewesen: «Solange die

Person mit der Gruppe mithalten kann, gibt es

keine Probleme. Da wir Wanderleiter zu zweit

begleiten, kann auch mal eine vorübergehende

Schwäche aufgefangen werden. Das ist am Tag

aber deutlich einfacher als in der Nacht. Als

Schlusslichter dürfen wir den Anschluss an die

Gruppe nicht verlieren.» Man versuche, allen

die Teilnahme zu ermöglichen. Erst wenn die

Gruppe massiv unter den Verzögerungen leide,

müsse die Person unter Umständen nach

Hause entsendet werden. «Wanderer können

sich aber meist gut einschätzen und fühlen

(Bild nr)

sich selbst nicht mehr wohl, wenn sie das Gefühl

haben, die Gruppe zu behindern.»

Gemeinsame Wanderung mit Blinden

Die «Kulturspur», welche von der Hochblüte

der Textilindustrie und der Heimarbeit in vergangenen

Zeiten zeugt, führte bis anhin von

Degersheim nach Rheineck. Nach rund zwanzig

Jahren entstand nun die Idee, dass diese

Wanderung in Ausserrhoden beginnen, durch

sämtliche Gemeinden führen und auch im

Kanton enden soll. Die neue Ausschilderung

der Route 22 von Urnäsch nach Walzenhausen

war ein intensives und mehrjähriges Projekt,

das nun – auch dank eines grosszügigen Legats

einer verstorbenen Wanderin – zum Abschluss

kommt. Mit der öffentlichen Ausschreibung

von drei Arbeitstagen wurden Ende März und

Anfang April Helferinnen und Helfer gesucht,

um in Teilstrecken die neue Beschilderung anzubringen.

«Dazu nahmen wir die vorgeklebten

Wanderwegweiser und die Briden mit.

Dadurch konnten wir gleichzeitig aufzeigen,

welcher Aufwand auf einem gepflegten Wanderweg

anfällt», erzählt Geel.

Das Wanderprogramm der Appenzeller

Wanderwege AR ist vielseitig. Es bietet ganzjährig

Inspiration und Teilnahmemöglichkeiten

für jeden Geschmack. «Mir ist es wichtig,

bei der Planung die Anschlussverbindungen

mit dem öffentlichen Verkehr mit einzurechnen.

Gerade als Wanderer sollte man diesen

Mitglied in der Wanderfamilie werden

«Gruppenwanderungen haben völlig zu Unrecht

einen negativen Touch», findet Margrit

Geel. «Es gibt viele Reaktionen von Aussenstehenden

zu diesem Thema, die dem Erleben

nicht ansatzweise gerecht werden. Wir sind

wie eine grosse und sehr tolerante Familie.

Wir haben viele Stammgäste, aber neue Teilnehmerinnen

und Teilnehmer sind herzlich

willkommen und werden mit offenen Armen

aufgenommen.» Die Verantwortung für eine

Gleichbehandlung aller Teilnehmer nimmt

sie als Wanderleiterin sehr ernst. Der Mitgliederbeitrag

für Einzelmitglieder beträgt 30

Franken. Viele sind Mitglied in verschiedenen

kantonalen Wanderwegorganisationen und

man schätze auch die Unterstützung von zahlreichen

Passivmitgliedern. Als privates Ziel

habe sie den Piet auf ihrer Liste, ein Berg in

den Sihltaler Alpen, der mit 1965 Metern so

hoch ist wie ihr Jahrgang. Mit Wandern ist sie

noch lange nicht fertig. Dafür wird jeder Tag

mit gutem Wetter genutzt. «Buchhaltung und

Schreibarbeiten kann ich machen, wenn’s regnet»,

lacht sie und zieht in ihren Wanderschuhen

von dannen.

Appenzeller

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Nadja Rechsteiner


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Unser Herz und der Blutkreislauf sind wortwörtlich unsere

Lebensadern. Das System versorgt den Körper mit Blut und

Sauerstoff. Das Herz ist die Pumpe und die Blutadern sind unser

Versorgungssystem. Störungen in diesem absolut wichtigen

System erkennt man oft an Veränderungen am Blutdruck.

Schwankungen und Abweichungen von den Richtwerten soll

man unbedingt ernst nehmen, besonders wenn sie dauerhaft

auftreten. Dass man nicht immer den perfekten Wert misst,

ist normal. Der Blutdruck schwankt im Laufe des Tages und

ist abhängig von der jeweiligen Tagesaktivtät, vom Alter oder

auch vom psychischen Zustand. Ein weiteres Phänomen ist,

dass der Wert in der Arztpraxis oft höher ist, als wenn man

selbst zu Haus misst. Es scheint, dass schon der Anblick des

Arztes genügt, um den Wert in die Höhe zu treiben.

Hoher Blutdruck ist oft ein Hinweis für eine Herzerkrankung

Anzeichen können sein: Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen

oder Sehstörungen. Ein hoher Blutdruck wird gefördert

durch einen ungesunden Lebensstil oder er kann auch

vererbt sein. Eine ärztliche Abklärung ist nötig. Der Blutdruck

delt

werden.

Vorbeugen ist besser!

Hohen Blutdruck beugt man am besten durch eine ausgewogene

Ernährung vor. Besonders sollte man auf einen geringen

oder kontrollierten Konsum von Genussmitteln wie Alkohol,

Tabak oder Nikotin achten. Salz- und fettreiche Kost wirkt sich

ebenfalls negativ auf den Blutdruck aus. Würzen Sie lieber mit

frischen Kräutern und achten Sie auf eine abwechslungsreiche

Eiweisszufuhr. Das heisst auch mal die tierischen Eiweiss-

Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Der Schwarze Knoblauch

in Kapselform, ein hochwertiges Omega-3-Fettsäurenpräparat

oder die Swidro Herz- und Gefässkapseln sind optimal,

um dem Herz-Kreislaufsystem etwas Gutes zu tun.

Tiefer Blutdruck ist hauptsächlich lästig für die Betroffenen.

Man ist müde, hat Konzentrationsprobleme, zittert oder

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Durchblutung anregen und so den Alltag der Betroffenen angenehmer

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05/2025 Gesellschaft / Glosse · 7

MIGROS AN DER ALPSTEINSTRASSE

IST BALD RUND UM DIE UHR GEÖFFNET

Das Bedürfnis nach Einkaufsmöglichkeiten

ausserhalb der regulären Ladenöffnungszeiten

wächst. Diesem Bedürfnis möchte die Migros

gemäss einer Mitteilung entsprechen und

testet in ihrem Supermarkt an der Alpsteinstrasse

den 24-Stunden-Betrieb. Künftig wird

die dortige Migros während der gewohnten

Öffnungszeiten wie bis anhin mit Verkaufspersonal

betrieben. Im Anschluss werden die

Zutritts- und Überwachungstechnologien

aktiviert, dank derer die Migros zu einem

Selbstbedienungsladen wird. Zugang erhalten

die Kundinnen und Kunden mit sämtlichen

gängigen Debit- und Kreditkarten sowie dem

Cumulus-Code. Bezahlt werden kann an den

Self-Checkout-Kassen mit Karte, Twint und der

Migros-App. Zur Sicherheit ist die Migros vollumfänglich

video- und sensorüberwacht. Für

die Kundinnen und Kunden steht damit rund

um die Uhr das ganze Sortiment des Supermarkts

mit rund 7000 Artikeln zur Verfügung.

«Auch in ländlichen Gebieten besteht an hoch

frequentierten Standorten Bedarf an zusätzlichen

Einkaufsmöglichkeiten – gerade für Produkte

des täglichen Bedarfs, deren Angebot

unabhängig von den Ladenöffnungszeiten zur

Verfügung steht», sagt Samuel Bauert, Leiter

Direktion Supermarkt bei der Migros Ostschweiz.

«Daher haben wir uns für die Migros

an der Alpsteinstrasse, die an einer der Hauptachsen

durch Herisau liegt, als Pilotstandort

entschieden.» Einen planmässigen Ablauf des

Bewilligungsverfahrens mit der Gemeinde vorausgesetzt,

ist die Migros ab Sommer 2025 jeden

Tag rund um die Uhr geöffnet. Die Migros

Ostschweiz informiert nach Erhalt der Bewilligung

und Abschluss der Umsetzungsarbeiten

über den definitiven Termin. (pd)

Einkaufen am Sonntag und nach Ladenschluss wird an der Alpsteinstrasse bald möglich sein.

ERSTES QUARTIERSTÄNDLI

DES MUSIKVEREINS IM SAUM

(Bild: sd)

Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums sollen die Quartierständli des Musikvereins Herisau wieder aufleben. Als erstes

gastierten die Musikerinnen und Musiker am 1. Mai im Saum. Weitere Auftritte finden am 8. Mai (Langelen),

21. August (Schachen), 4. September (Heinrichsbad) und 25. September (Mühle/Ifang) statt. (Bild: es)

d’Föörbete

MANN GEGEN

GORILLA

Im Internet kursierte in den vergangenen

Tagen eine kuriose Frage, die für Gesprächsstoff

sorgte. Sie stellte die Diskussion in den

Raum, ob 100 Männer einen einzelnen Gorilla

in einem Kampf um Leben und Tod besiegen

könnten. Frauen sind in der Frage übrigens

explizit ausgeklammert. Dies mit der

Begründung, dass ein durchschnittlicher

Mann mehr Muskelmasse besitzt. Hirnmasse

scheint bei diesem fiktiven Überlebenskampf

offenbar keine Rolle zu spielen. Was

also geschieht, wenn eine geballte Ladung

Testosteron auf raue animalische Kraft

trifft? Das wurde auf sozialen Netzwerken

eifrig diskutiert. Schnell kristallisierten sich

zwei Lager heraus. Eine Gruppe rechnete

den Männern aufgrund ihrer zahlenmässigen

Überlegenheit gute Chancen zu. Der

andere Teil setzte auf den Gorilla, da er

deutlich mehr Gewicht, Kraft und Wucht

in den Ring bringt. An dieser Stelle sei angemerkt,

dass ein ausgewachsener Silberrücken

bis zu 400 Kilogramm wiegt und zehn

Mal mehr heben kann als der Durchschnittsmann.

Gemäss Anthropologen, die sich mit

der Evolution des Menschen beschäftigen,

wäre die einzige Hoffnung der Männer, in

kleinen Gruppen anzugreifen, da Gorillas

konditionell auf kurze Revierkämpfe getrimmt

sind. Doch selbst bei einer Niederlage

des Silberrückens würden viele Männer

den Kampf nicht überleben. Das scheint

auch den Herren der Schöpfung bewusst

zu sein, hielt sich die die Anzahl an freiwilligen

Versuchskaninchen in der ganzen Diskussion

doch in argen Grenzen. Einer der

wenigen, der sich zum Einsatz meldete, war

– wen wundert’s – Elon Musk. An Selbstvertrauen

mangelt es dem Tesla-Chef bekanntermassen

nicht. Sollte aus dem Gedankenexperiment

irgendwann entgegen jeglicher

Vernunft tatsächlich Realität werden, könnte

er gleich noch seinen besten Freund mit

der orangen Haarpracht aus dem Weissen

Haus aufbieten. Oder den Herrn aus Russland,

der sich in der Vergangenheit gerne

mit freiem Oberkörper auf Pferden zeigte.

Der Gorilla würde der Menschheit einen

Bärendienst erweisen. Die Frauenwelt verfolgte

die Diskussion derweil mit einem

Schmunzeln. In ihren Augen scheiterte ein

Grossteil der Männer wahrscheinlich bereits

am kritischen Denken. (sd)


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05/2025 Gemeinde · 9

GEMEINDE LÄDT ZUR BESICHTIGUNG

DER BAUSTELLEN AM BAHNHOF

Seit dem Spatenstich für das Gemeindeprojekt

«Bahnhofplatz mit Bushof» vor knapp

einem Jahr hat sich am Bahnhof einiges verändert.

Auch die Projektpartner haben ihre

Arbeiten vorangetrieben. Was wurde bisher

gebaut? Welche Arbeiten sind im Gang? Wer

sich vom Stand der Dinge ein Bild machen

möchte, kann am Samstag, 17. Mai, an Führungen

auf dem Bahnhofareal teilnehmen. Diese

dauern etwa anderthalb Stunden und starten

um 9.30 Uhr, 11.30 Uhr und 13.30 Uhr beim

Fahrleitungsdepot der Appenzeller Bahnen

gegenüber dem Parkhaus. Organisiert werden

sie von der Gemeinde gemeinsam mit den

Projektpartnern Kanton, Schweizerische Südostbahn,

Appenzeller Bahnen, Regiobus und

Post. Die Platzzahl ist beschränkt. Anmeldungen

erfolgen am einfachsten und schnellsten

auf eventfrog.ch. Ebenfalls möglich sind Anmeldungen

via www.bahnhof-herisau.ch, per

E-Mail an info@herisau.ar.ch oder telefonisch

unter 071 354 54 54. Anmeldeschluss ist der

11. Mai sofern bis dahin noch Plätze frei sind.

Neben dem 17. Mai ist ein weiteres Datum im

Am Samstag, 17. Mai, finden drei Führungen statt.

zweiten Halbjahr für Führungen angedacht.

Zudem können sich Vereine, Organisationen

usw. für separate Führungen mit 15 bis 30

Personen beim Kommunikationsverantwortlichen

der Gemeinde (thomas.walliser@herisau.ar.ch)

melden. (gk)

(Bild: gk)

HERISAU AUF EINEN BLICK

MIT DEM NEUEN ORTSPLAN

Die Gemeinde Herisau hat einen neuen Ortsplan

herausgegeben. Auslöser war, dass die

Nachfrage nach einem Übersichtsplan trotz

Digitalisierung weiterhin besteht. Neu handelt

es sich beim Ortsplan aber nicht mehr

um einen detaillierten Strassenplan, da Adressen

heutzutage grossmehrheitlich digital

gesucht werden. Vielmehr zeigt der Ortsplan

auf einer illustrierten Karte, welche Gebäude

wo zu finden sind. Ebenso angegeben werden

Spielplätze, Feuerstellen, Sportstätten,

Parkplätze, Themenwege sowie besondere

Orte wie der Aussichtspunkt Lutzenland.

Entsprechend richtet sich der Ortsplan vor

allem an Neuzuziehende sowie Besucherinnen

und Besucher, aber auch an Einheimische.

Dazu passend sind auf der Rückseite

die Herisauer Bräuche und Anlässe wie zum

Beispiel das Silvesterchlausen, das Kinderfest,

der Jahrmarkt und das «Usegstuehlet»

kurz erklärt. Weiterführende Informationen

sind via QR-Code abrufbar. Der neue Ortsplan

kann im Gemeindehaus beim Empfang,

bei der Tourismus-Information im Hotel Herisau

sowie beim Bahnhofschalter der SOB

abgeholt werden. Online ist er auf www.herisau.ch/ortsplan

verfügbar. (gk)

Der neue Ortsplan zeigt besondere Orte und Gebäude.

(Bild: gk)


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05/2025 Kanton /Gemeinde · 11

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GB-Nr. M12371, Waldeggweg; 1/70 Miteigentum an

Grundstück Nr. 4967, (Benützungsrecht an Autoeinstellplatz)

Miteigentums-GB-Nr. M12372, Waldeggweg;

1/70 Miteigentum an Grundstück Nr. 4967,

(Benützungsrecht an Autoeinstellplatz)

28.03.2025 Bislimi Emir und Amidi Alejna, Herisau

(Erwerb: 11.04.2023), an Hossain Zada Mehdi und

Hashimi Hossain Zada Maryam, Rorschach Stockwerk-GB-Nr.

S9015, Untere Steinegg 9; 63/1000

Miteigentum an Grundstück Nr. 3333, mit Sonderrecht

an 4 1/2-Zimmerwohnung mit Kellerabteil

Stockwerk-GB-Nr. S9039, Untere Steinegg; 4/1000

Miteigentum an Grundstück Nr. 3333, mit Sonderrecht

an Garage

01.04.2025 HOAG Immobilien AG, St. Gallen (Erwerb:

06.10.2023), an Fuchs Immo Concept GmbH,

Ermatingen TG GB-Nr. 2921, Kasernenstrasse 88a/

Oberdorfstrasse 141; Fabrik mit Büro Vers. Nr. 3203,

mit 2'549 m² Grundstücksfläche

03.04.2025 Erbengemeinschaft Spruzzola Giuseppe

(Erwerb: 03.12.2024) an Semeraro Claudio, Amriswil

Stockwerk-GB-Nr. S9423, Schlossstrasse 58;

93/1000 Miteigentum an Grundstück Nr. 3468, mit

Sonderrecht an 4 1/2-Zimmerwohnung, Kellerabteil

und Estrichabteil Stockwerk-GB-Nr. S9434, Schlossstrasse;

9/1000 Miteigentum an Grundstück Nr.

3468, mit Sonderrecht an Garage

04.04.2025 Meier Hans Peter und Monika, Herisau

(Erwerb: 21.02.2008), an Egli Oskar und Doris,

Herisau Stockwerk-GB-Nr. S10895, Robert-Walser-

Strasse 5; 54/1000 Miteigentum an Grundstück Nr.

3113, mit Sonderrecht an 4 1/2-Zimmerwohnung

und Keller Miteigentums-GB-Nr. M10913, Robert-

Walser-Strasse; 1/26 Miteigentum an Grundstück

Nr. S10885, (Benützungsrecht an Autoeinstellplatz)

09.04.2025 Erbengemeinschaft Melcher Friedrich

(Erwerb: 25.03.2024), an Piske Christoph, Herisau

GB-Nr. 206, Bachstrasse 35; Wohnhaus Vers. Nr.

1423, mit 83 m² Grundstücksfläche GB-Nr. 235, Dorf;

67 m² Grundstücksfläche

11.04.2025 Erbengemeinschaft Fürst Claudia (Erwerb:

13.03.2025), an Rohr Urs, Herisau ½ Miteigentumsanteil

an Stockwerk-GB-Nr. S11456, Sonnenbergweg

9; 39/1000 Miteigentum an Grundstück

Nr. 3104, mit Sonderrecht an 3 1/2-Zimmerwohnung

und Keller ½ Miteigentumsanteil an Miteigentums-

GB-Nr. M11493, Sonnenbergweg; 1/18 Miteigentum

an Grundstück Nr. S11484, (Benützungsrecht an

Autoabstellplatz) ½ Miteigentumsanteil an Miteigentums-GB-Nr.

M11494, Sonnenbergweg; 1/18 Miteigentum

an Grundstück Nr. S11484, (Benützungsrecht

an Autoabstellplatz)

14.04.2025 Aktiengesellschaft Cilander in Liquidation,

Herisau AR (Erwerb: 02.02.1841, 23.12.2002,

23.12.2009), an Hotax AG, St. Gallen

GB-Nr. 1053, Cilander; Kläranlagegebäude Vers. Nr.

626, Filtergebäude Vers. Nr. 661, Fabrikgebäude

Vers. Nr. 1280, Energiezentrale Vers. Nr. 1281, Fabrikgebäude

Vers. Nr. 1283, Betriebsgebäude Vers.

Nr. 1284, Fabrikgebäude Vers. Nr. 2939, Trafostation

Vers. Nr. 5685, Umschlaggebäude Vers. Nr. 6526,

Reservoir Vers. Nr. 4706, Autounterstand Vers. Nr.

3268 und Hochkamin Vers. Nr. 3135, mit 16'177 m²

Grundstücksfläche

17.04.2025 Fortimo Invest AG, St. Gallen (Erwerb:

15.08.2022), an Engler Julian, Waldkirch Stockwerk-

GB-Nr. S9886, Obermoosbergstrasse 2a; 47/1000

Miteigentum an Grundstück Nr. 2274, mit Sonderrecht

an 3 1/2-Zimmerwohnung und Kellerabteil

Stockwerk-GB-Nr. S9884, Obermoosbergstrasse 2;

5/1000 Miteigentum an Grundstück Nr. 2274, mit

Sonderrecht an Hobbyraum Miteigentums-GB-Nr.

M9901, Obermoosbergstrasse; 1/12 Miteigentum an

Grundstück Nr. S9896, (Benützungsrecht an Autoeinstellplatz)

22.04.2025 Rotach Karin, Waldstatt (Erwerb:

22.04.2025), an Rotach Hanspeter, Waldstatt ½ Miteigentumsanteil

an GB-Nr. 2407, Belch 2320; Wohnhaus

mit Scheune / Betrieb Vers. Nr. 2320, Remise

Vers. Nr. 2321 und Betriebsgebäude Vers. Nr. 4864,

mit 88'646 m² Grundstücksfläche ½ Miteigentumsanteil

an GB-Nr. 2405, Hohrüti 570; Schopf Vers. Nr.

3854, Wohnhaus mit Scheune / Betrieb Vers. Nr.

570 und Remise Vers. Nr. 571, mit 70'093 m² Grundstücksfläche

½ Miteigentumsanteil an GB-Nr. 2546,

Belch; mit 9'292 m² Grundstücksfläche

25.04.2025 Wäspi Roman, Herisau und Wäspi Marc,

Herisau (Erwerb: 02.09.2024), an Grazioli Andreas

und Petra, Herisau GB-Nr. 124, Torackerstrasse 1;

Wohnhaus Vers. Nr. 200, mit 192 m² Grundstücksfläche

28.04.2025 Grontzki Esther, Herisau (Erwerb:

21.01.1997), an van Haaften Joel und Sarina, Herisau

GB-Nr. 674, Oberdorfstrasse 98; Wohnhaus Vers.

Nr. 322, Unterstand und unterirdisches Gebäude,

mit 553 m² Grundstücksfläche

29.04.2025 Solenthaler Jakob, Herisau (Erwerb:

02.01.1959), an Steinegg Stiftung, Herisau AR GB-Nr.

481, Steinegg 4; Wohnhaus Vers. Nr. 446, mit 156 m²

Grundstücksfläche

29.04.2025 Gsell René, Herisau (Erwerb: 06.12.2011),

an Iseini Semir, St. Gallen GB-Nr. 989, Gossauerstrasse

97; Wohnhaus Vers. Nr. 1344, mit 352 m²

Grundstücksfläche

Zivilstandsnachrichten

Geburten

Bühler, Kimi Robin, geboren 18. Februar 2025,

Sohn des Bühler, Oskar Sebastian und der

Bühler-Signer, Jana Monika, wohnhaft in

Herisau AR

Tanner, Olivia, geboren 4. März 2025, Tochter

des Tanner, Andreas und der Tanner, Céline,

wohnhaft in Herisau AR

Kunz, Alena, geboren 30. März 2025, Tochter

des Kunz, Yannick und der Kunz-Mettler,

Linda, wohnhaft in Herisau AR

Stricker, Raya, geboren 23. März 2025, Tochter

des Stricker, Markus und der Stricker-

Traut, Sabrina Maria Luise, wohnhaft in

Herisau AR

Reifler, Levi, geboren 4. April 2025, Sohn des

Reifler, Lucas Jörg und der Reifler-Bleiker,

Perrine Esther, wohnhaft in Herisau AR

Fuchser, Sofia, geboren 13. April 2025, Tochter

der Fuchser, Sandra, wohnhaft in Herisau AR

Todesfälle

Eugster, Alice, gestorben am 24.03.2025 in

Herisau AR, geboren 1929

Hagger, Ulrich Oswald, gestorben am 26.

März 2025 in Herisau AR, geboren 1931

Knellwolf, Werner, gestorben am 27. März

2025 in Schwellbrunn AR, geboren 1943

Bohren geb. Steinmann, Verena, gestorben am

28. März 2025 in Herisau AR, geboren 1925

Mettler geb. Schick, Else, gestorben am 5.

April 2025 in Gossau SG, geboren 1931

Hohl, Hermann, gestorben am 5. April 2025

in St. Gallen SG, geboren 1936, wohnhaft

gewesen in Herisau AR

Fuchser, Sofia, gestorben am 14. April 2025

in St. Gallen SG, geboren 2025, wohnhaft

gewesen in Herisau AR

Graf, Renaldo Ernst, gestorben am 14. April

2025 in Herisau AR, geboren 1965, wohnhaft

gewesen in Herisau AR

Widmer, Marcel, gestorben am 15. April 2025

in Herisau AR, geboren 1952, wohnhaft gewesen

in Herisau AR

Streule, Josef Roman, gestorben am 17. April

2025 in Herisau AR, geboren 1948, wohnhaft

gewesen in Herisau AR

Rohner, Marlies, gestorben am 17. April 2025

in Herisau AR, geboren 1941, wohnhaft gewesen

in Herisau AR

Niggli, Christian, gestorben am 22. April 2025

in Herisau AR, geboren 1936, wohnhaft gewesen

in Herisau AR

Eheschliessung

Brun, Daniel und Brun-Spiess, Jana, wohnhaft

in Herisau AR


12 · Interview 05/2025

(v.l.n.r.) Dominik Schleich, Ingrid Brühwiler und Thomas Fuchs bilden das Leitungsteam des Projekts.

«WIR MÖCHTEN EIN REALES BILD DER

AUSSERRHODER BILDUNG ZEIGEN»

Ab Mai 2026 zeigt das Museum Herisau die Ausstellung «Bildung in Appenzell Ausserrhoden».

Projektleiter Dominik Schleich, Vereinspräsidentin Ingrid Brühwiler und Kurator Thomas Fuchs

über Bildungsmythen und den Zusammenhang zwischen Bildung und Demokratie.

Wie entstand die Idee zur Sonderausstellung

mit Fachbuch?

Ingrid Brühwiler: Das Thema Schule und Bildung

begleitet das Museum Herisau seit seiner

Gründung im Jahr 1947. Kurator Thomas

Fuchs hat mit seiner Fachexpertise und seinem

Engagement für die Bildung einen bedeutenden

Anteil daran, wo die Bildung in Appenzell

Ausserrhoden heute steht. Anlässlich seiner

Pensionierung liegt eine Sonderausstellung

mit begleitendem Fachbuch zu diesem Thema

nahe. Einerseits soll damit seine Arbeit gewürdigt

werden, andererseits können bestehende

Lücken in Forschung und Dokumentation bearbeitet

werden.

Was fasziniert Sie besonders am Thema?

Ingrid Brühwiler: Schule – und Bildung allgemein

– spiegeln wider, wie sich eine Gesellschaft

selbst versteht. Sie vermitteln demokratische

Prinzipien. Das beginnt bereits im

Kindergarten. Dort lernen Kinder spielerisch

erste Grundregeln des Zusammenlebens, etwa

zuzuhören oder ausreden zu lassen. Weiter

bestehen diverse Missverständnisse, wie die

Bildung früher ausgesehen haben soll. Diese

wollen wir mit der Ausstellung klären.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Thomas Fuchs: Viele sind überzeugt, dass früher

nur frontal unterrichtet wurde. Also die klassische

Unterrichtsform, bei der die Lehrperson

im Zentrum des Geschehens steht, während

Schülerinnen und Schüler zuhören, mitschreiben

und Aufgaben lösen. Die Kommunikation

verläuft dabei meist einseitig von der Lehrperson

zur Klasse. Das können wir widerlegen. Diverse

Quellen zeigen, dass man bereits vor 200

Jahren darum bemüht war, Kinder und Jugendliche

in den Unterricht miteinzubeziehen.

Sie sprachen die demokratischen Prinzipien

an. Welchen Stellenwert hat die Bildung

für eine funktionierende Demokratie?

Dominik Schleich: Sie bildet die Basis der

Demokratie. Bildung befähigt Menschen

informierte, kritische und selbstbestimmte

Entscheidungen zu treffen. Zudem fördert

Bildung Chancengerechtigkeit, indem sie

versucht, soziale Schranken zu überwinden,

und somit dazu beiträgt, dass die Demokratie

von allen mitgestaltet werden kann.

(Bild: hst)

Neben dem öffentlichen Schulsystem gibt es

alternative Bildungswege wie Privatschulen

oder Homeschooling. Werden diese in der

Sonderausstellung ebenfalls thematisiert?

Thomas Fuchs: Ja. Die Ausstellung fokussiert

sich auf mehrere Schulmodelle und nicht nur

auf die Schule als Institution. Uns ist es wichtig,

die verschiedenen Aspekte der Bildung im Kanton

zu zeigen. Ausserdem bilden wir uns ein Leben

lang – auch ausserhalb einer Schule. Deshalb

fassen wir den Bildungsbegriff sehr weit.

Die Ausstellung dauert von Mai bis Dezember

2026. Wann starteten Sie mit der Planung?

Ingrid Brühwiler: Das Konzept für die Ausstellung

und das Fachbuch entwickelten wir vor

rund einem Jahr. Damit konnten wir Anfragen

an Stiftungen für eine finanzielle Unterstützung

stellen. Dank ihrer grosszügigen Beiträge

gelang es, die Finanzierung sicherzustellen

und Autorinnen und Autoren, die sich national

wie international vertieft mit unserer Bildungsgeschichte

beschäftigen, zu gewinnen.

Die Publikation wird das Verlagshaus Schwellbrunn

realisieren, inklusive Druck in der

Schweiz. Im März 2025 bildete ein Workshop

den Startschuss unserer Recherchearbeiten.

Welche Rolle spielen Sie drei beim Projekt?

Dominik Schleich: Wir bilden das Leitungsteam

und beteiligen uns als Autorin und Autoren

am Fachbuch. Ingrid Brühwiler ist als Präsidentin

des Historischen Vereins Herisau und

Umgebung zudem für die Koordination und

Finanzierung des Projekts verantwortlich.

Thomas Fuchs ist als Kurator federführend bei

der Realisierung der Ausstellung, ich übernehme

die Projektleitung für das Fachbuch.

Weshalb haben Sie sich für den zeitlichen

Rahmen von 200 Jahren entschieden?

Ingrid Brühwiler: Seit rund 200 Jahren kennen

wir in Appenzell Ausserrhoden die «moderne»

Schule. Seither wird das Thema Bildung

kontrovers diskutiert. Immer wieder wurden

Initiativen zur Veränderung des Schulsystems

lanciert. Einige setzten sich durch, während


05/2025 Interview · 13

andere, vielleicht inhaltlich bedeutendere, in

der Öffentlichkeit kaum Beachtung fanden.

Gibt es thematische Schwerpunkte der Ausstellung?

Thomas Fuchs: Nebst diversen Lehrpersonenbiografien

möchten wir die Besonderheiten

unseres Bildungswesens zeigen und in welchen

Bereichen Appenzell Ausserrhoden ein

Sonderfall ist oder sogar eine Vorreiterrolle

eingenommen hat. Auch die Entwicklung der

Gesetzgebungen werden wir behandeln.

Worin unterscheidet sich das Ausserrhoder

Bildungswesen von anderen Kantonen?

Dominik Schleich: Trotz pädagogischen Leitplanken,

Gesetzen und Verordnungen haben

die im Bildungswesen Tätigen in Appenzell

Ausserrhoden einen grossen Gestaltungsspielraum,

auch in pädagogischen Methoden.

Inwiefern?

Dominik Schleich: Zum Beispiel richtete Teufen

auf Wunsch mehrerer Eltern den schweizweit

ersten öffentlichen Waldkindergarten

ein. Dies zeigt, dass Eltern die Möglichkeit

haben, mit der Institution Schule und den

Lehrpersonen in den Dialog zu treten, um

ihre Vorstellungen anzubringen und diesen

allenfalls zum Durchbruch zu verhelfen.

Wie hat sich unser Bildungswesen in den

vergangenen 200 Jahren weiterentwickelt?

Thomas Fuchs: Grundsätzlich beschäftigen

in den vergangene 200 Jahren stets die Fragen:

Wie findet man seinen Platz in der Gesellschaft?

Wie wird man fähig, seine Rechte

und Pflichten wahrzunehmen? Wie verdient

man seinen Lebensunterhalt? Viele unserer

Lebensgrundsätze sind gleichgeblieben. Indes

haben sich die Art und Weise der Beantwortung

verändert.

Ingrid Brühwiler: Ab dem 19. Jahrhundert

standardisieren Schulgesetze unser Bildungswesen.

Auch beim Lehrplan hat sich

einiges getan. So hat sich der Stellenwert

diverser Fächer über die Jahre immer wieder

verändert. Ebenfalls gewandelt hat sich der

Umgang mit «Tabuthemen».

Inwiefern?

Ingrid Brühwiler: Die physische und psychische

Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

wird stärker thematisiert. Dies führte unter

anderem dazu, dass Methoden wie schwarze

Pädagogik, welche sich durch Zwang, Gewalt

und Unterdrückung von Kindern charakterisiert,

zusehends stärker hinterfragt wurden.

Aber sie findet heute noch statt.

Dominik Schleich: Physische und psychische

Bestrafungen durch Lehrpersonen sind heute

untersagt. Sollten sie trotzdem vorkommen,

ist die zuständige Schulleitungsperson zum

Einschreiten verpflichtet. Anstatt Zwang, Gewalt

und Unterdrückung sollen heute erzieherische

Konsequenzen angewandt werden.

Wird die schwarze Pädagogik in der Sonderausstellung

ebenfalls thematisiert?

Thomas Fuchs: Im Fachbuch werden wir sicherlich

den Wandel pädagogischer Methoden

zeigen. Wie wir dies in der Ausstellung

zeigen können, wissen wir im Moment noch

nicht. Insgesamt ist es unser Ziel, dass wir

ein möglichst realistisches Bild der vergangenen

200 Jahre präsentieren.

Welche Rolle spielten kirchlichen Institutionen

im Bildungswesen?

Thomas Fuchs: Die Schule ist ein Kind der

Kirche, egal ob reformiert oder katholisch.

Ursprünglich mit dem Ziel, dass Kinder und

Jugendliche die Bibel lesen können, um sie zu

«guten» Gläubigen zu erziehen. Im frühen 19.

Jahrhundert kam mit den Kantonen der politische

Akteur hinzu. Die Kirche opponierte teils

stark dagegen. Seit den 1830er-Jahren liegen

die Schulen in der Verantwortung der Kantone,

mit Ausnahme der ETH Zürich und Lausanne,

welche eidgenössische Schulen sind.

Gibt es Reformen, die das Bildungssystem

in den vergangenen 200 Jahren besonders

geprägt haben?

Ingrid Brühwiler: Mehrere. In der helvetischen

Republik (1798-1803) wurden mehrere Grundsteine

für unser modernes Bildungssystem

gelegt, die allerdings oft erst ab den 1830er-

Jahren breite Umsetzung fanden, z.B. dass

Schulkommissionen eingeführt wurden. Prägend

waren auch verschiedene Schulgesetzgebungen

oder das Fabrikgesetz. Dieses legte

1877 das Beschäftigungsverbot von Kindern

unter 14 Jahren fest. Davor war es normal,

dass Kinder den Lebensunterhalt der Familie

mitbestreiten mussten. Die Einführung der

Schulleitungen prägte unser Bildungssystem

ebenfalls, weil es die Autonomie der einzelnen

Schulen stärkte. Hier gehört Appenzell

Ausserrhoden schweizweit zu den Vorreitern.

Wie sieht es mit der Schulpflicht und der

Besoldung von Lehrpersonen aus?

Ingrid Brühwiler: Bereits ab dem Mittelalter ist

gut belegt, dass die meisten Kinder die Schule

besuchten, allerdings oft sehr kurz. Eine

Schulzeit bis zum Alter von 14 Jahren setzte

sich mit dem Fabrikgesetz durch. Spannender

finde ich jedoch den Zeitpunkt der Einschulung.

Mehrere Quellen belegen, dass früher

viele Erziehungsberechtigte ihre Kinder gerne

vor dem fünften Lebensjahr eingeschult

hätten. In der Mittelschicht mussten meist

beide Elternteile für den Lebensunterhalt

sorgen, oft mit fehlender Kinderbetreuung.

Dominik Schleich: Die Bezahlung der Lehrpersonen

war unterschiedlich, auch in der Höhe.

Es gab sogenannte «Freyschulen», welche aus

einer Schulstiftung, dem Kirchengut oder Armenfonds

den Lohn entrichteten oder aber

auch sogenannte «Privatschulen», die ausschliesslich

oder teilweise durch die Familien

bezahlt wurden, dafür mit freier Schulwahl.

Bemerkenswert ist, dass sich in Appenzell

Ausserrhoden früh der Geldlohn durchsetzte.

Thomas Fuchs: Weiter musste das Schulfach

Rechnen bis in die 1830er-Jahre oft separat bezahlt

werden. Im Lehrplan vorgesehen waren

Buchstabieren, Lesen, Schreiben und Singen.

Weshalb?

Ingrid Brühwiler: Das war ein kirchliches Überbleibsel.

Damals sollten die Kinder vor allem

die Bibel lesen können. Die sogenannten MINT-

Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften

und Technik, waren nicht im Lehrplan

vorgesehen. Wir konnten aber nachweisen,

dass das Rechnen an Marktstandorten schon

früh in den Lehrplan aufgenommen wurde.

Dies verdeutlicht, dass die Schule Fächer priorisiert,

die die Gesellschaft fordert. Die Fächeraufteilung

kam vor allem im 19. Jahrhundert auf

und befindet sich seitdem im steten Wandel.

Als aktuelles Beispiel dienen die Bestrebungen

zur Abschaffung des Französischunterrichts in

den Primarschulen in Appenzell Ausserrhoden.

Weiter konnten wir feststellen, dass das heutige

Bildungswesen weniger fächerspezifisch ist

und sich mehr auf die Fähigkeiten der Kinder

ausrichtet. So wie das Schulmodell «Neigung»

an einigen Oberstufen.

Gibt es Geschichten oder Zeitzeugen, die

Sie in Ihrer bisherigen Arbeit zur Sonderausstellung

besonders beeindruckt haben?

Dominik Schleich: Es gibt diverse Lehrpersonen,

denen Appenzell Ausserrhoden sehr vieles zu

verdanken hat. Einzelne Namen möchte ich

hier nicht nennen. Beeindruckend für mich ist,

wie die Zusammenarbeit im Kanton im Laufe

der Zeit an Bedeutung gewonnen hat und wie

gut sie sich in Appenzell Ausserrhoden entwickelt

hat.

Ingrid Brühwiler: Ich bin eine Befürworterin

der öffentlichen Schule, auch der Demokratie

wegen. Ich denke, die öffentliche Schule ist

gut aufgestellt, finde trotzdem, dass sie noch

flexibler und individueller werden muss, um

in Zukunft bestehen zu können. Wichtig ist,

dass alle am selben Strick ziehen: Amtsstellen,

Schulleitungen, Lehrpersonen und weitere

Mitarbeitende der Schulen, Lernende und Erziehungsberechtigte.

Helena Städler


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05/2025 Gewerbe · 15

FRISCHER WIND IM DORFKERN:

GUTENBERG WIRD MODERNISIERT

Die Modernisierung des Einkaufszentrums

Gutenberg im Herzen von Herisau steht

vor der Umsetzung. Der Besitzerin, die Miteigentümergemeinschaft

Gutenberg MEGG,

wurde die Baubewilligung für den Umbau

des Zentrums erteilt; eine Einsprache konnte

bereinigt werden. Dank der Baubewilligung

kann Coiffure Gidor seine neuen Räumlichkeiten

bereits in den Monaten Mai und Juni

am neuen Standort gegenüber des Kiosks erstellen.

Für das Restaurant La Forchetta im

ersten Stock konnte nach dem Tod des bisherigen

Besitzers eine Anschlusslösung gefunden

werden. Unter Leitung von Vincenzo

Raimondo, einem langjährigen Mitarbeiter,

wird das Restaurant nach den Sommerferien

ab dem 13. August weitergeführt. Spar als Ankermieter

wird sein Geschäft modernisieren

und ausbauen. Der Detailhändler ist seit Beginn

ein Teil des Gutenbergzentrums. Künftig

zählen ein Bistro und ein Take-away zum

erweiterten Angebot. Das neue Ladenkonzept

sieht zudem eine Metzgerei innerhalb

des Ladens vor. Der Um- und Ausbau wird

ab September realisiert. Neu wird im ersten

Stock ein Seminar- und Konferenzraum

erstellt. Dieser flexibel nutzbare Raum wird

über eine moderne und zeitgemässe Infrastruktur

verfügen, die von Privaten, Unternehmen

und der öffentlichen Hand genutzt

werden kann. «Mit diesem neuen Raumkonzept

füllt die MEGG eine bisherige Lücke im

Herisauer Angebot. Herzstück wird ein neu

geschaffener Lichthof sein, der Tageslicht

zum Seminar- und Konferenzraum wie auch

zu den neu geschaffenen Büroräumlichkeiten

bringen wird», heisst es in der Mitteilung.

Nach den Sommerferien wird der neue

Bis im November wird der Gutenberg modernisiert und der Haupteingang versetzt.

Haupteingang (am Standort des heutigen

Nebeneingangs) gebaut und die Fassade bekommt

ein neues Kleid. Dabei wird die Rolltreppe

durch eine filigrane Wendeltreppe

ersetzt. Alle Büros und Läden sind während

der Bauzeit durchwegs erreichbar. Auf die

Tiefgarage sowie die Liftanlage hat der Umbau

keinen Einfluss. Die Arbeiten sollen bis

November 2025 abgeschlossen sein. (pd)

(Bild: KBIA)

DIE APPENZELLER DRUCKEREI

ÜBERNIMMT DIE COPY ART AG

Die Appenzeller Druckerei AG hat rückwirkend

per 1. Januar die Copy Art AG in

St. Gallen übernommen. Für das Herisauer

Traditionsunternehmen bedeutet der Standort

an der Fürstenlandstrasse einen strategischen

Vorteil. Die Grossformatproduktion

wird deshalb neu dort zentralisiert und tritt

weiterhin unter dem bekannten Namen

Copy Art auf. «Durch die Zusammenführung

der Kompetenzen profitieren Kundinnen

und Kunden von einem deutlich breiteren

Angebot», schreibt die Druckerei in einer

Mitteilung. Als innovatives Unternehmen

decke sie sämtliche Bedürfnisse rund um

den Druck ab. Mit der eigenen Web-Agentur

Anderthalb.ch sei das Unternehmen auch

digital bestens aufgestellt. Das neue Copy-

Art-Team mit Markus Bienz, Tamara Gerber

und Tanju Sari wird ein wichtiger Teil der

insgesamt rund 80 Mitarbeitenden an den

Standorten Herisau, Appenzell, Wattwil –

und neu auch St. Gallen. Alle Beteiligten

sind überzeugt, mit dem Ausbau des Grossformatbereichs

und dem neuen Standort in

der Stadt St. Gallen einen wichtigen Schritt

in die Zukunft und im hart umkämpften

Druckmarkt zu machen. (adag)

Von links: Tom Rusch und Christof Chapuis (beide Appenzeller Druckerei), Markus Bienz (Copy Art), Tanju Sari

(Printlounge) und Tamara Gerber (Copy Art).


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Ratgeber

Vorsorge

Den Nachlass

weitsichtig und

klar regeln

Wer sich gut vorbereitet und

rechtzeitig Unterstützung

holt, kann Komplikationen

bei der Erbteilung und Streitigkeiten

unter den Erbenden

vorbeugen. Unser Vorsorgespezialist

Oskar Bühler erläutert

Ihnen vier Ratschläge

rund um die Vorsorge und

Ehe- und Erbrechtsplanung.

1. Frühzeitig planen

Das Leben steckt voller Überraschungen.

Erstellen Sie deshalb frühzeitig ein

Testament oder einen Erbvertrag. Je

früher Sie sich mit Ihrem Nachlass auseinandersetzen,

desto grösser sind die

Chancen, dass Sie Ihren Willen umsetzen

und Streit unter den Erbenden vermeiden.

Ein erster Schritt ist ein offenes

Gespräch mit der Familie, bei dem Erwartungen

geklärt werden.

2. Familienkonstellation

berücksichtigen

Der Zivilstand und die Familienkonstellation

entscheiden massgeblich über

die erbrechtliche Situation. Wir stellen

immer wieder fest, dass die gesetzliche

Regelung nicht den Wünschen der

Kunden entspricht. Besonders wichtig

ist die Nachlassregelung im Konkubinat,

da die Partnerin oder der Partner explizit

abgesichert werden muss. Auch in

Patchworkfamilien sind klare Regelungen

zentral. Ist die Familienkonstellation

kompliziert, empfiehlt sich ein Erbvertrag.

3. Kosten bedenken

Erbschaftssteuern sind vom Verwandtschaftsgrad

abhängig. Während Ehepartnerinnen

und -partner in den meisten

Kantonen keine Erbschaftssteuern

bezahlen, sind Konkubinatspartnerinnen

und -partner vielerorts steuerpflichtig.

Beachten Sie zudem, dass direkte

Nachkommen und Stiefkinder in steuerlicher

Hinsicht ebenfalls sehr unterschiedlich

behandelt werden.

4. Bei Wohneigentum klare

Regelungen treffen

Immobilien spielen bei Erbschaften oft

eine zentrale Rolle und bergen einige

Fallstricke. Viele Paare wünschen sich,

dass der überlebende Partner weiterhin

in der Immobilie wohnen kann. Dabei

ist es entscheidend, aus welchem Güterstand

die Immobilie finanziert wurde

und wie der restliche Nachlass verteilt

wird. Eine Verletzung der Pflichtteile der

anderen Erben kann zu Problemen führen.

Bei der frühzeitigen Übergabe von

Wohneigentum an Nachkommen können

starke Wertveränderungen der Immobilie

später zu Konflikten bei der Erbteilung

führen. Auch bei Erbvorbezügen

für die Finanzierung von Wohneigentum

sind klare Regelungen wichtig.

Erfahren Sie mehr rund um das Thema

Vorsorge oder vereinbaren Sie

ein Beratungsgespräch.

WISSENSBOX

Profis zu Rate ziehen

Das Erbrecht ist komplex und die

kantonalen Unterschiede bei der

Erbschaftssteuer sind gross. Lassen

Sie sich deshalb individuell beraten.

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rund um das Thema Ehe- und

Erbvertrag, Testament und Vorsorgeauftrag.

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mit einem aufstrebenden

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und weitere rechtliche Dokumente

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wir Sie zudem bei Einsatz eines

Willensvollstreckers unterstützen,

um die Erbenden bei der Erbteilung

zu entlasten.

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05/2025 Chorzfuetter / Gesellschaft · 17

Chorzfuetter

Gemeinderat pro Obstmarkt-Motion

Der Gemeinderat empfiehlt die Motion «Ja

zum Obstmarkt & Platz 2.0» zur Annahme.

Die Motion fordert den Gemeinderat auf,

dem Einwohnerrat ein angepasstes Projekt

für Obstmarkt und Platz vorzulegen. Hintergrund

bildet die Volksabstimmung vom

9. Juni 2024, bei der die Vorlage für die Neugestaltung

und Sanierung abgelehnt worden

war. Folglich war eine Petition aus der

Bevölkerung mit 729 Unterschriften sowie

die Motion von Einwohnerrätin Karin Jung

(FDP) mit 19 Mitunterzeichnerinnen und

Mitunterzeichnern eingereicht worden. Die

Motion wird an der kommenden Einwohnerratssitzung

vom 14. Mai beraten. (gk)

Gemeinde kauft Geoinfo-Gebäude

Der Gemeinderat hat aus strategischen

Gründen die Liegenschaft an der Kasernenstrasse

69 gekauft. Der Preis entspricht dem

Marktwert. Das Haus neben dem Sportzentrum

gehört derzeit der Geoinfo AG. Diese

bezieht bald ihren Neubau an der Schützenstrasse

und benötigt das Gebäude nicht

mehr. Das Gebäude wurde 2002 saniert,

befindet sich in gutem Zustand und beherbergt

vor allem Büroräumlichkeiten. (gk)

Räumliches Leitbild 2050

Die Gemeinde Herisau hat gemeinsam mit

Fachbüros das «Räumliche Leitbild 2050»

erarbeitet. Es zeigt die künftige räumliche

Entwicklung der Gemeinde im Sinne der

«Siedlungsentwicklung nach innen» und

bildet die Basis für die Ortsplanungsrevision.

Am Montag, 12. Mai wird der Entwurf

von 19 bis ungefähr 21 Uhr im grossen Casinosaal

vorgestellt. Danach läuft die öffentliche

Mitwirkung bis zum 13. Juli. Alle

Unterlagen sind ab Dienstag, dem 13. Mai

online unter www.mitwirken.herisau.ch

verfügbar. (gk)

GASTHAUS MARKTPLATZ FEIERT

EINE GELUNGENE NEUERÖFFNUNG

Seit dem 28. April hat das «Marktplätzli» wieder geöffnet. Das neue Wirtepaar Ivan Klarer (Bild) und Chantal

Flück, die auch das Bergrestautant Hochhamm führen, zeigten sich zufrieden mit dem Start . «Am ersten

Wochenende kamen so viele Gäste, dass wir ein wenig überrascht waren», so Ivan Klarer.

(Bild: sd)

TV HERISAU HANDBALL GEWINNT

ENTSCHEIDENDES AUFSTIEGSSPIEL

Ende April bestritt die erste Mannschaft des

TV Herisau ihr zweites Aufstiegsspiel gegen

Handball Birseck im Sportzentrum. Dank

eines deutlichen 42:30-Sieges sicherten sich

die Herisauer den direkten Wiederaufstieg

in die 2. Liga. Nach dem Auswärtssieg im

ersten Aufstiegsspiel gegen den HC Bödeli

hätte auch eine Niederlage mit maximal

fünf Toren für den Aufstieg gereicht. Die Zuschauerinnen

und Zuschauern erlebten trotz

dieser Ausgangslage eine intensive Partie.

Birseck startete aufsässig und kassierte nach

einigen Sekunden bereits die erste Zeitstrafe.

Diese Aggressivität liess die Herisauer unbeeindruckt:

Mit konzentrierten Angriffen

und einer soliden Abwehr lagen sie bereits

nach fünf Minuten mit vier Toren voraus. Die

Mannschaft konnte den Vorsprung kontinuierlich

ausbauen, bis zur Pause lag man 20:13

in Führung. Nach dem Seitenwechsel konnten

die Herisauer nicht von Beginn an die gleiche

defensive Stabilität aufrechterhalten. Obwohl

der Vorsprung auf vier Tore schmolz, liessen

sie sich nicht verunsichern. Letztlich sicherte

sich der TV Herisau mit dem 42:30-Endresultat

die zwei Punkte, die gleichbeutend mit

dem Aufstieg waren. Eine überzeugende Saison

kam damit zu einem gebührenden Ende:

In 21 von insgesamt 23 Partien ging das Team

mit einem Sieg vom Spielfeld. In der Meisterschaft

spielten die Herisauer lediglich einmal

Unentschieden, am Finalwochenende des

Regiocups überraschte man als unterklassiges

Team mit dem Finaleinzug, wo dann aber

gegen einen starken Gegner nur die Silbermedaille

zu holen war. (tvh)

68'000 Franken für Schulmobiliar

Der Gemeinderat hat eine Kreditüberschreitung

von 68'000 Franken für Schulmobiliar

bewilligt. Da es gelang, Wohn- und Kinderbetreuungsräumlichkeiten

in den Schulkreisen

Moos, Müli, Wilen und Landhaus umzunutzen,

muss auf das kommende Schuljahr

zusätzliches Mobiliar beschafft werden.

Ein Teil wurde neu gekauft, es wurden aber

auch zahlreiche Möbelstücke kostenlos

übernommen. (gk)

Der TV Herisau Handball gewann gegen Birseck mit 40:23.

(Bild: Dirk Schmitz)


18 · Thema des Monats 05/2025

«DER MUTTERTAG IST WIEDER

EINE HERZENSANGELEGENHEIT»

Eigentlich wäre jeder Tag eine passende Gelegenheit, um seinem Mami danke zu sagen.

Viele warten jedoch bis zum Muttertag am 11. Mai. Floristinnen binden deshalb im Vorfeld

fleissig Blumensträusse. Doch wie wichtig ist dieser Tag für die drei Blumenläden im Dorf?

Es gibt Orte, die einen ganz besonderen Geruch

verströmen. Eine Metzgerei zum Beispiel.

Kaum tritt man über die Schwelle, versetzt

einem der Duft zurück in die Kindheit,

als man auf den Zehenspitzen auf die Auslage

spitzelte und auf ein «Rädli Fleischchääs»

spekulierte. Dann wäre da die Bäckerei mit

ihrem Geruch nach einem frischgebackenem

Sonntagszopf, der an das gemeinsame Frühstück

mit der Familie erinnert. Auch Blumenläden

sind einer dieser Orte, den wir mit der

Nase entdecken. Wer in die Welt der Rosen,

Maiglöckchen und Flieder eintaucht, wird

von einem unverkennbaren Geruch in der

Luft willkommen geheissen. Es riecht frisch

und leicht süsslich, dazu mischt sich eine

feuchte, erdige Note. Gelegentlich wabern

auch würzige Aromen wie Lavendel oder Rosmarin

durch die Verkaufsräume. «Ich glaube,

wir könnten ohne Pflanzen nicht überleben»,

sagt Andrea Fischbacher, Inhaberin der Blumen

Galerie im Wetterhaus. «Dieses Aufblühen

der Blumen, die Nähe zur Natur – das

brauchen wir Menschen.»

Nadia Cavelti von der Blütenbinderei an

der Gossauerstrasse bestätigt, dass Blumen

nach wie vor eine einzigartige Wirkung haben.

«Viele haben eine riesige Freude, wenn zuhause

ein schöner Strauss auf dem Tisch steht.

Blumen sind etwas Lebendiges in einer Welt,

die immer digitaler wird.» Und auch Cornelia

Zuberbühler von Blumen Bernet Inspiration

Blüte an der Bahnhofstrasse schreibt Pflanzen

eine besondere Bedeutung zu: «Sie sind Lebewesen,

um die man sich kümmern muss. Sie

entwickeln sich und zeigen einem, wenn sie

sich nicht wohlfühlen. Das lässt uns nicht unberührt,

sondern macht etwas mit uns.»

Junge Väter und Kinder

Mit dem Muttertag am 11. Mai steht für die

Blumenläden im Dorf einer der geschäftigsten

Tage des Jahres bevor. «Die Vorbereitungen

starten eine knappe Woche vorher»,

sagt Andrea Fischbacher. «Da überlegen wir

uns, was wir für Sträusse binden möchten,

und bestellen die entsprechenden Blumen.

Weil unsere Schnittblumen immer frisch

sind, können wir die Sträusse gar nicht viel

früher zusammenstellen. Schliesslich wollen

wir, dass sie nach dem Muttertag möglichst

lange halten.» In den Tagen rund um den

Muttertag sei die Kundschaft vielfältiger als

sonst. Es seien mehr Männer und junge Familien

in ihrem Geschäft. «Viele Väter besuchen

uns mit den Kindern. Die dürfen dann

einen Blumenstrauss fürs Mami und selbstverständlich

auch noch einen fürs Grossmami

aussuchen.» Eine der schönsten Seiten

am Muttertag sei es, dass mehrere Generationen

beschenkt werden – von der jungen

Mutter bis zur Ur-Grossmutter. Es trauen

sich aber auch Kinder ohne ihre Eltern in den

Laden, um mit dem Sackgeld eine kleine Aufmerksamkeit

zu kaufen. «Deshalb schauen

wir, dass wir für jeden Preis etwas anbieten»,

erklärt Nadia Cavelti. Und Andrea Fischbacher

fügt an: «Da drücken wir auch mal ein

Auge zu, wenn das Sackgeld nicht reicht.

Hauptsache ist doch, dass die Kinder ihrem

Mami eine Freude machen können!»

Cornelia Zuberbühler von hat in den

vergangenen Jahren ein Umdenken in ihrer

Kundschaft festgestellt. «Der Muttertag

und der Valentinstag sind wieder zu Herzensangelegenheiten

geworden. Die Menschen

beschenken ihre Liebsten nicht, weil

es erwartet wird, sondern weil sie dankbar

sind und das zeigen möchten. Es hat wieder

Platz für Gefühle, es läuft nicht mehr alles

automatisch und nach Vorschrift.» Nichtsdestotrotz

hat die Konkurrenz aus Sicht

der Floristinnen in den letzten Jahren zugenommen.

Das Angebot am Muttertag ist

vielfältiger geworden – von eigens kreierten

Menüs in Restaurants über einen Brunch

auf dem Säntis bis zur besonderen Schokolade

von Chocolaterien. «Dazu kommen

die grossen Supermärkte, die heute oft eine

eigene Blumenabteilung haben», sagt Nadia

Cavelti. «Um in diesem Umfeld zu bestehen,

müssen wir uns durch unsere Qualität und

Einzigartigkeit abheben.»

Cornelia Zuberbühler betont die Leidenschaft,

mit der sie seit über drei Jahrzehnten

in ihrem Geschäft zu Werke geht. «Ich glaube,

unsere Kundinnen und Kunden spüren

das. Im Blumenstrauss des Grosshändlers

steckt nicht dieselbe Liebe wie im Gesteck

einer Floristin, die ihren Beruf von Herzen

gerne macht.» Andrea Fischbacher sieht die

drei Blumenläden im Dorf daher auch nicht

als Konkurrenz: «Jede von uns hat ihre Handschrift»,

betont sie. «Manche mögen meine

Sträusse, andere bevorzugen jene von Cornelia

oder Nadia. Das finde ich völlig in Ordnung,

denn dadurch bleiben unsere Kundinnen

und Kunden im Dorf – und fahren nicht

in die Stadt oder bestellen im Internet.»

Nadia Cavelti hat ihm vergangenen Oktober die Blütenbinderei übernommen.

(Bilder: sd)

Nachhaltig und regional

Die eigene Handschrift der Floristinnen zeigt

sich in der Vielfalt ihrer Sträusse, welche die

Geschäfte mit Farbtupfern füllen. «Wenn

du dich über mehrere Jahre mit Blumen beschäftigst,

entwickelst du irgendwann wie

von selbst deinen Stil», erklärt Nadia Cavelti,

die im Oktober des vergangenen Jahres die

Blütenbinderei übernommen hat. «Was aber

nicht bedeutet, dass uns die Ideen ausgehen

oder wir immer dasselbe machen. Die Natur

ist so schön und bunt, dass uns immer wieder


05/2025 Thema des Monats · 19

Andrea Fischbacher von der Blumen Galerie kauft möglichst oft Blumen von Schweizer Gärtnereien ein.

neue Dinge einfallen.» Auch Andrea Fischbacher

schätzt den Beruf mit seinen den kreativen

Freiheiten. «Ich bin seit 24 Jahren in diesem

Laden – und mache meine Arbeit nach

wie vor mit ganzem Herzen. Ich stehe jeden

Morgen gerne auf und freue mich, hierher

zu kommen.» Ihre Arbeit bezeichnet sie als

ideale Mischung aus Handwerk, Kreativität

und Kundennähe. «Und dann musst du auch

noch einen Laden führen, was nochmals ganz

eigene Aufgaben mit sich bringt.»

Was alle drei Floristinnen wohlwollend

beobachten, ist die Bereitschaft der Kundinnen

und Kunden, an besonderen Anlässen

wie dem Muttertag ein wenig mehr Geld auszugeben.

«Es ist spannend, dass viele hin und

wieder einen Blumenstrauss beim Einkaufen

im Supermarkt mitnehmen – aber sobald ein

besonderer Tag ansteht, kaufen sie bei uns

ein», sagt Andrea Fischbacher. «Wenn es um

seine Liebsten geht, liegt uns die Qualität

am Herzen.» Nadia Cavelti betont, dass die

Blumengeschäfte von einem gesellschaftlichen

Wandel profitieren. «Mittlerweile

haben Aspekte wie Nachhaltigkeit, Regionalität

und Qualität einen höheren Stellenwert.

Bei uns weiss die Kundschaft, wer den

Strauss gebunden hat und dass er nicht nach

zwei Tagen verwelkt.» Auch Andrea Fischbacher

streicht diese Punkte heraus: «Wenn wir

Rosen von einem Schweizer Gärtner kaufen,

kostet der Strauss am Ende ein paar Franken

mehr. Aber vielen Kundinnen und Kunden

ist es das wert, weil sie wissen wollen, von

wo ihr Produkt kommt.» Aufgrund der hiesigen

Temperaturen gelinge es nicht über das

ganze Jahr, bei einheimischen Produzenten

einzukaufen. «Vor allem während der kälteren

Jahreszeiten sind wir auf Pflanzen von

Lieferanten, beispielsweise aus den Niederlanden,

angewiesen.»

Blumen sind Geschmackssacke

Trotz der intensiven Zeit blicken die drei Floristinnen

dem Muttertag gelassen entgegen.

«Unser Beruf setzt eine gewisse Spontanität

voraus, weil wir mit frischen Blumen arbeiten

und von Einflüssen wie dem Wetter abhängig

sind», so Cornelia Zuberbühler. «Am Muttertag

können wir uns zudem darauf einstellen,

dass viele auf den letzten Drücker einkaufen.

Aber wenn ich die strahlenden Kinderaugen

sehe, wenn ich ihnen noch ein Blümchen

mitgebe, entschädigt das für alles.» Der wirtschaftlichen

Wichtigkeit der anstehenden

Tage möchte Zuberbühler derweil nicht zu

viel Bedeutung beimessen. «Der Muttertag

ist wichtig, aber das sind auch alle anderen

Tage. Wir wollen unserer Kundschaft immer

eine tolle Auswahl anbieten. Und wie gesagt:

Ich habe den Eindruck, dass wir unseren

Liebsten vermehrt auch an ‹normalen› Tagen

mit einer kleinen Aufmerksamkeit wie Blumen

eine Freude machen möchten.»

Damit die Blumen möglichst lange halten,

haben die Floristinnen ein paar gute

Tipps. «Man sollte jeden Tag das Wasser

wechseln», erklärt Nadia Cavelti. «Zudem

sollten man die Stängel der Blumen alle

zwei bis drei Tage schräg einschneiden,

damit sie ausreichend Wasser aufnehmen

können. Und nach Möglichkeit sollte man

den Strauss nach dem Kauf innerhalb einer

halben Stunde in eine Vase stellen.» Andrea

Fischbacher unterstreicht, dass die Beratung

generell ein wichtiger Bestandteil

in ihrem Alltag als Floristin sei. «Nicht alle

finden dieselben Blumen schön. Was dem

Mann gefällt, sagt seiner Ehefrau vielleicht

überhaupt nicht zu. Deshalb frage ich gerne

nach, für wen den Strauss ist und was die

Lieblingsblumen dieser Person sind. So kann

ich einen individuellen Strauss binden, wenn

wir keinen passenden im Laden haben.»

Sergio Dudli

Cornelia Zuberbühler und Angelika Marenna von Blumen Bernet Inspiration Blüte an der Bahnhofstrasse.


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05/2025 Schule · 21

DIE GRÖSSTEN HITS AUS FILMEN

BEGEISTERN AM FRÜHLINGSSINGEN

Das Frühlingssingen der 5. Primarklassen

stand am letzten März-Wochenende ganz

im Zeichen von Filmtiteln. Die Zuhörerinnen

und Zuhörer in der vollbesetzten reformierten

Kirche erlebten grossartige musikalische

Darbietungen. 220 Schülerinnen und Schüler

hatten die Lieder und Ansagetexte eingeübt.

Ihr Einsatz wurde mit dem Applaus der Angehörigen

belohnt. «Jetzt schläft bestimmt

kein Löwe mehr», sagte Abteilungsleiter

Alex Porta nach dem Eröffnungslied («Der

Löwe schläft heut’ Nacht»). Er blickte in seiner

Begrüssung auf dicht gedrängte Reihen

in den Bänken; sogar die Empore war bis auf

den letzten Platz besetzt. Als Dirigent führte

der Leiter der Musikschule, Andreas Koller,

durch das Programm «Film Hits in Concert».

Eine aus vier Musikern bestehende Band begleitete

die zehn Titel, die alle aus populären

Filmen stammten. Ob Boomwhackers (Röhreninstrumente)

oder Trinkbecher, ob Djembes

oder passende Symbole aus Karton: Die

Darbietungen wurden auf vielfältige Weise

begleitet. Beim Lied «Ein Traum wird wahr»

schwebten Seifenblasen von der Empore

herunter. Auch das Talerschwingen erhielt

seinen Platz am Frühlingssingen: Mit einem

volkstümlichen Vortrag würdigten die Schülerinnen

und Schüler die einheimischen Filme

«Silvesterchlausen» und «Hölde». Alex

Porta und Andreas Koller dankten den Schülerinnen

und Schülern, den Helferinnen und

Helfern sowie den Lehrpersonen. Sandra

Der Chor bestand aus 220 Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen.

Bruderer und Nuria Rezzonico, die beiden

für die Programmgestaltung zuständigen

Lehrerinnen, erhielten Blumen. Ein grosser

Dank ging an das Mesmerehepaar Künzle für

ihr Engagement. Am Schluss des Frühlingssingens

fand eine Kollekte zugunsten des

Generationenspielplatzes Herisau statt. (gk)

(Bild: gk)

LERNENDE BEHALTEN AUF DEM EIS

GEGEN LEHRPERSONEN DIE OBERHAND

Am letzten Freitag des Monates März fand

das traditionelle Eishockeyspiel zwischen

Herisauer Lernenden und Lehrpersonen

statt. Die Schülerinnen und Schüler freuten

sich letztlich über einen 12:10-Sieg. Am

Schluss ging die Mannschaft der Lehrpersonen

nochmal aufs Ganze – schliesslich

galt es, einen Rückstand aufzuholen. Schulleiter

Pascal Schmuckli verliess das Eis im

Sportzentrum zugunsten eines zusätzlichen

Feldspielers. Die letzten Angriffe und

Sekunden verstrichen – und die Auswahl

der Lernenden brachte den 12:10-Sieg über

die Runden. Im Gegensatz zum vergangenen

Jahr ging der Wanderpokal damit an

die Schülerinnen und Schüler. Zu Beginn

dieser speziellen Eishockeypartie zeigten

sich die Lernenden aus der Oberstufe

spielerisch und läuferisch deutlich überlegen.

Sie kamen nicht unverdient rasch zu

einem Vier-Tore-Vorsprung. Das Team der

Lehrpersonen steigerte sich aber im Verlauf

des Spiels und fand mit einer gewissen

Allerseits Freude: Diesmal ging der Pokal an das Team der Lernenden.

Verspätung zu Ordnung und Torgefahr. In

der Folge kippte die Partie, plötzlich führten

die Lehrerinnen, Lehrer und Kindergärtnerinnen

mit einem Tor. Angehörige,

Kollegen und Kolleginnen freuten sich am

spannenden und stimmungsvollen Verlauf

– und der Grossteil unter ihnen auch an der

Tatsache, dass sich Lernenden doch noch

durchsetzen. (gk)

(Bild: zVg.)


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UNSERE GEMEINDE

Zu Diensten

Verwalter von 80 Gebäuden

Patrick Sgarbi arbeitet seit zwei Jahren als Bereichsleiter Liegenschaften/Gebäudeunterhalt

für die Gemeinde. Im Interview erzählt

er, wie viele Gebäude instandgehalten werden müssen, wie er den

Überblick über die Objekte behält und was die Herausforderungen

in seinem Alltag sind.

Patrick Sgarbi, was gehört alles in den Bereich Liegenschaften und

Gebäudeunterhalt?

Die Gemeinde besitzt rund 80 grössere Objekte, die sie entweder

selbst nutzt oder vermietet. Das sind unter anderem Schulhäuser,

Verwaltungsgebäude oder Liegenschaften des Finanzvermögens

wie beispielsweise Mietwohnungen. Jedes Gebäude hat vom Neubau

bis zum Abriss einen Lebenszyklus. Spätestens ab der Inbetriebnahme

liegt es in unserer Verantwortung, dass es langfristig genutzt

werden kann.

Wie gewährleisten Sie das?

Hier unterscheiden wir zwischen Unterhalt und Investitionen. Unterhaltsarbeiten

sind beispielsweise die Reinigungen oder auch Instandhaltungsarbeiten

wie Reparaturen. In den Bereich Investitionen

gehören grössere Anpassungen wie eine neue Heizung oder die

Sanierung eines Dachs.

Wie stellen Sie sicher, dass alle Gebäude regelmässig überprüft

werden?

Wir haben die Gebäude und Liegenschaften in drei Gruppen eingeteilt.

Für jede dieser Gruppen gibt es einen verantwortlichen Teamleiter,

der unter anderem den direkten Kontakt zu den Hauswarten

hat. Sie sind also sehr nahe dran und erfahren aus erster Hand, wann

bestimmte Arbeiten anfallen. Gemeinsam mit Mathias Brander, dem

Leiter des Unterhaltsbetrieb, setzen wir uns regelmässig zusammen

und tauschen uns aus.

Das klingt alles noch sehr «menschlich». Wie weit ist die Digitalisierung

in Ihrem Bereich?

Wir nehmen bald ein neues Tool in Betrieb, mit dem wir alle unsere

Gebäude und Liegenschaften digital erfassen. Das «füttern» wir mit

den entsprechenden Angaben und erhalten dadurch einen vertieften

Überblick über den Zustand der Objekte. Dank dieses Schrittes

schöpfen wir unser Potenzial künftig noch mehr aus. Es hilft uns, vorausschauend

zu planen, wann welche Arbeiten an welchen Gebäuden

anfallen und welche davon priorisiert werden müssen.

Was genau ist Ihre Aufgabe als Leiter?

Bei mir laufen viele organisatorischen Fäden zusammen. Bei Neubauten

sind wir ebenfalls schon frühzeitig im Boot, um allfällig auf

uns zukommende Aufgaben für unseren Bereich zu erfassen und im

Blick zu haben. Dann beschäftigen mich langfristige Ziele und Vorgaben,

die wir als Gemeinde erfüllen wollen. Ein Beispiel ist die Photovoltaik-Strategie,

die vorsieht, dass möglichst viele unserer Gebäude

in Zukunft sauberen Solarstrom produzieren. Das bedarf im Vorfeld

vieler Abklärungen, weil es keinen Sinn ergibt, eine moderne Anlage

auf ein marodes Dach zu stellen.

Fortsetzung auf der nächsten Seite

Als Bereichsleiter Liegenschaften/Gebäudeunterhalt verantwortet Patrick Sgarbi rund 80 grössere Objekte in Herisau.

Eine Publikation der Gemeinde Herisau 05/25


UNSERE GEMEINDE

Dieser ganze Unterhalt für die Gebäude und Liegenschaften kostet

Geld. Wie haushalten Sie damit?

Der Bereich Liegenschaften/Gebäudeunterhalt ist Teil des Finanzplans.

Wir erstellen jedes Jahr eine Übersicht mit anfallenden Leistungen

für den Unterhalt und erhalten letztlich ein Budget gesprochen.

Dazu kommt ein Investitionsplan für grössere Arbeiten oder

Anschaffungen, welcher die höheren Aufwände in den kommenden

Jahren beinhaltet. Wenn wir in einem Schulhaus eine alte Ölheizung

ersetzen müssen, listen wir das im Investitionsplan auf. Wir versuchen,

diese Planung möglichst vorausschauend zu machen, damit

Haben Sie so etwas wie einen typischen Arbeitsalltag? Oder ist jeder

Tag anders?

Nein, aber das macht meinen Beruf ja gerade so spannend. Das Leben

einer Verwaltung spielt sich zu einem grossen Teil in Gebäuden ab. Als

Bereichsleiter habe ich deshalb viele Berührungspunkte mit anderen

Abteilungen – von Schulen über den Werkhof bis zu Mietwohnungen.

Bei mir laufen viele Anliegen rund um jene Räume zusammen, in denen

Menschen arbeiten, sich bewegen und aufhalten. Die versuchen

wir dann, gemeinsam im Team zu lösen.

Sie tanzen also auf verschiedenen Hochzeiten gleichzeitig?

Ja, und diese Vielfalt ist herausfordernd, weil unterschiedliche Ansprüche

aufeinandertreffen. Dem einen ist das Büro zu wenig beheizt,

dem anderen ist es zu heiss. Dazu kommt, dass sich die Technik in

den Gebäuden und mit ihr die ganzen Vorgaben und Richtlinien sehr

schnell verändern. Aber genau diese Abwechslung zeichnet meinen

Alltag aus.

Wie sind Sie zur Gemeinde gekommen?

Ursprünglich habe ich eine Lehre als Elektromechaniker absolviert

und mich danach in der Informatik und Elektronik weitergebildet. Vor

15 Jahren kam ich an einen Punkt, an dem ich nochmals eine neue

Richtung einschlagen wollte. In der Folge habe ich den Fachausweis

als Immobilienbewirtschafter, die Ausbildung zum Leiter Facility Management

und die Gemeindefachschule (Bau und Umwelt) gemacht

und mich somit in diesen Bereichen vertieft. Über die Stadtwerke

St. Gallen, die Gemeinde Andwil und das Kantonsspital in St. Gallen bin

ich vor zwei Jahren in Herisau gelandet.

Sie wohnen im Thurgau. Welchen Bezug haben Sie zu Herisau?

Wenn man in einer Verwaltung arbeitet und sich intensiv mit der Gemeinde

auseinandersetzt, lernt man automatisch einheimische Leu-

schon mehrere Veranstaltungen im Casino besucht, ging kürzlich mit

meiner Frau hier ins Kino und habe in der Adventszeit nach dem Feierabend

hin und wieder beim Weihnachtszauber auf dem Obstmarkt

vorbeigeschaut.

Was tun Sie, wenn Sie den Kopf lüften wollen?

Das darf man ja kaum laut sagen, weil dieser Sport nicht überall einen

guten Ruf geniesst und zu Unrecht immer noch einen elitären Touch

hat. Aber ich spiele seit einigen Jahren mit grosser Leidenschaft Golf.

Ich bin jedoch auf dem Tennisplatz aufgewachsen und habe früher als

Tennisspieler selbst immer über die Golfer gelacht, doch es hat mich

absolut gepackt. Ich kann den grössten Stress haben, aber wenn ich

mich auf diesen kleinen Ball und meinen Schlag konzentriere, bin ich

in einer anderen Welt.

Projektticker

Randabschlüsse und Beläge für die Güterstrasse

Mitte Mai beginnen die Instandstellungsarbeiten im Bereich

St.Gallerstrasse/Güterstrasse. Es werden Randabschlüsse gesetzt

und die Beläge auf Trottoir und Vorplätze ergänzt. Nach

Belagsarbeiten ab ca. 10. Juni ist mit Verkehrsbehinderungen zu

rechnen.

Fussballspielfeld kurz vor Fertigstellung

Die Schulfrühlingsferien wurden benutzt, um im Aussenbereich

des Schulhauses Post die Umgebung aufzuwerten. Das Ballspielfeld

samt Ballfang ist nun erstellt. Sobald Wetter und Temperatur

es zulassen, wird der Outdoor-Sportbelag eingebaut. Zeitgleich

wurden die angrenzenden Grünbereiche zu Gunsten der Biodiver-

Das Foto zeigt die grösseren Grabarbeiten an der St.Gallerstrasse vom vergangenen

Jahr.

Austoben geht auch auf kleinem Raum: Das eingezäunte Spielfeld hinter dem

Schulhaus Post.

Eine Publikation der Gemeinde Herisau 05/25


UNSERE GEMEINDE

Schule

Optimale Bedingungen für ihre Leidenschaft

Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann an der Sekundarschule

Herisau intensiver als üblich in Musik unterrichtet werden. Für

die Begabungsförderung im Sport arbeitet Herisau als eine der

Partnerschulen mit der Sportschule Appenzellerland zusammen.

Mael Moning spielt seit der zweiten Primarklasse Schlagzeug. Er

besucht die erste Oberstufe. Die verschiedenen Rhythmen seien

für ihn wie Melodien, erzählt er nach einer Instrumentalstunde im

«Waschhüsli» neben dem Waisenhaus. Seit dem Sommer 2024

spielt er zusätzlich Klavier. Ronja Tobler ist seit rund sieben Jahren

als Eiskunstläuferin aktiv. Die grössten Erfolge der Schülerin

des zweiten Sekundarschuljahrgangs waren im vergangenen Winter

Platz 7 am Arge-Alp-Wettkampf und Platz 12 an den Schweizermeisterschaften.

Was fasziniert sie an ihrem Sport? «Das Gleiten

und die Sprünge.» Zweieinhalb Drehungen schafft sie.

Mael und Ronja verbindet die Tatsache, dass sie im Rahmen der

Begabtenförderung an der Sekundarschule Herisau Zeitfenster

erhalten, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. Mael erzählt: «Ich

übe daheim jeden Tag etwa eine Stunde Schlagzeug und Klavier;

ausser am Dienstag, da spiele ich nach der Schule noch in

der Band der Musikschule.» Etwa acht bis zehn Stunden trainiert

Ronja pro Woche: mit dem EV Herisau auf dem Eis, mit der Sportschule

Appenzellerland im Kraft-, Athletik- und Beweglichkeitsbereich.

Schulhaus Waisenhaus statt.

Von gewissen Lektionen dispensiert

Diese Jugendlichen seien meist zuverlässige Schülerinnen und

Schüler und hätten eine sehr gute Arbeitshaltung, sagt Pascal

Schmuckli. Er ist der für die Herisauer Oberstufe verantwortliche

Schulleiter. Die Trainings- resp. Übungsstunden fallen zum Teil in

die Unterrichtszeit. «Manchmal sind die betreffenden Jugendlichen

von einzelnen Fächern dispensiert.» Ronja verpasst zum

Beispiel die Mehrheit der Sportlektionen. Die Promotionsfächer

hätten alle zu besuchen, sagt Schmuckli. Die meisten Absenzen

liegen in der Zeit, in der die Kollegen und Kolleginnen in den Lernlandschaften

arbeiten. «Wir erledigen dann die Aufgaben schneller

als die anderen», meint Ronja. Dass Mael, sie und die weiteren

Sportschüler und Sportschülerinnen (siehe Kasten) nicht als etwas

Besonderes gelten – davon ist sie wie Mael überzeugt. «Alle

sehen, dass wir nicht herumhängen, sondern uns engagieren.»

Für eine Aufnahme an die Sportschule gebe es zuerst die sportlichen

Bedingungen zu erfüllen; darauf würden Gespräche zwischen

Eltern, Jugendlichen und Verantwortlichen der Schule

volviert;

ich weise darauf hin, was verlangt wird.» Die Sportschülerinnen

und Sportschüler eines Jahrgangs werden meist einer

einzigen Lernlandschaft zugeteilt. Das sei für den Betrieb und den

Kontakt zur Sportschule einfacher.

Eiskunstläuferin Ronja Tobler: Training im neuen Athletikraum des Sportzentrums

Herisau.

Musik: Zuwachs im Sommer

Die Möglichkeit, sich intensiver als üblich der Musik zu widmen,

besteht ebenfalls seit längerem. «Für die Begabtenförderung

geht die Musikschule auf die Schülerinnen und Schüler zu.» Sie

zuspielen;

zudem wird musiktheoretisches Wissen abgefragt.

Ihr Instrumentalunterricht ist intensiver als üblich; sie lernen ein

zweites Instrument und erhalten Zusatzförderung in Theorie. Aktuell

ist Mael Moning der einzige, der dieses Angebot nützt. Auf

Beginn des Schuljahres 2025/26 werden ein oder zwei Jugendliche

dazukommen, sagt der Schulleiter. Ein weiteres Angebot

nennt sich «Neigung Musik»: Es steht allen offen, die gerne sowie

gut musizieren und die Bereitschaft mitbringen, in den zwei Musiklektionen

intensiver und zügiger zu arbeiten.

19 Jugendliche in sechs Sportarten

Im Schuljahr 2024/25 besuchen 19 Angehörige der Sportschule

die Oberstufe Herisau. Der Grossteil ist in Herisau zu

Hause, die anderen kommen aus Uzwil, Bütschwil und Stein.

Ronja Tobler ist die einzige Eiskunstläuferin. Die anderen betreiben

Handball (sechs), Eishockey (fünf), Unihockey (vier),

Schwimmen (zwei) und Fussball (einer). Einzelne verlassen

die Sportschule im Sommer. «Mehrere werden neu eintreten»,

erzählt Elias Valaulta, Athletiktrainer bei Appenzellerlandsport

und Sportschul-Verantwortlicher für den Standort

Herisau.

Eine Publikation der Gemeinde Herisau 05/25


UNSERE GEMEINDE

Feuerstellen: Die Grillsaison geht los

Gossau

Schwänberg

Ramsen

Schochenberg

Bur

Wissbachtobel

Ramsenburg

Degersheim

Hueb

Schachen b. Herisau

Nieschberg

Nieschberg

Eine Publikation der Gemeinde Herisau


St. Gallen

ghalden

Rosenburg

Hinter der Rosenburg

Saum

Obstmarkt

Pulvertürmli

Lutzenland

Feuerstellen in Herisau

Waldstatt

Langelen

Bannwald

Mit dem Frühling startet auch die Grillsaison. Die

idyllisch gelegenen öffentlichen Feuerstellen in

Herisau bieten eine perfekte Gelegenheit, die

Natur zu erleben und gemütliche Stunden im

Freien zu geniessen. Jede Feuerstelle ist mit

einem Grillrost ausgestattet und steht allen zur

Nutzung offen. Die Feuerstellen können nicht

reserviert werden. Bis Ende Oktober werden

die Feuerstellen auf dem Gemeindegebiet regelmässig

mit Brennholz versorgt. Die Feuerstelle

im Wissbachtobel, die knapp auf Flawiler

Boden liegt, bleibt hiervon ausgenommen. Die

Gemeinde Herisau bedankt sich bei allen, dass

sie Rücksicht auf zukünftige Besucherinnen

und Besucher nehmen, den Feuerstellen Sorge

tragen, ihren Abfall in die bereitgestellten Abfallbehälter

entsorgen oder ihn mit nach Hause

nehmen und den Brennholzverbrauch in einem

angemessenen Rahmen halten.

Geniessen Sie die Grillsaison und die herrliche

Natur in Herisau.

05/25


UNSERE GEMEINDE

Sportzentrum

Freibad Sonnenberg: Jetzt übernimmt das Ehepaar Hefti

Beat und Sheena Hefti übernehmen gemeinsam die Leitung des

Freibads Sonnenberg in Herisau. Er als Teamleiter des Freibads,

sie als Leiterin des Restaurants. Mit frischen Ideen und Familiengeist

startet das Paar am 10. Mai in die neue Badesaison.

Wenn am 10. Mai das Freibad Sonnenberg seine Tore öffnet, werden

zwei neue Gesichter die Besucherinnen und Besucher begrüssen:

Beat und Sheena Hefti. Das Ehepaar aus Schwellbrunn,

seit 15 Jahren verheiratet und Eltern dreier Töchter, übernimmt

gemeinsam die Verantwortung für den beliebten Treffpunkt in

Herisau.

Im Sommer in der Badi, im Winter Bobfahrten

Die neue Aufgabe passt perfekt in den Lebensrhythmus der Familie.

Beat Hefti, bisher Teamleiter Kurswesen im Sportzentrum

Herisau, sieht in der saisonalen Stelle die ideale Ergänzung zu

ich Gäste-Bobfahrten in St. Moritz und Innsbruck für Vereine und

Firmen. Der Job im Freibad während des Sommers ergänzt das

perfekt.»

Für Sheena Hefti geht mit der Übernahme des Badi-Restaurants

vorgenommen, einmal ein Badi-Restaurant zu führen. Dieses Ziel

erreiche ich nun». Mit ihrer mehrjährigen Gastroerfahrung und der

gemeinsamen Führung eines Chlausebeizli am alten Silvester in

Waldstatt bringt sie nicht nur das nötige Rüstzeug und die Leidenschaft

für gutes Essen, sondern auch viele Ideen mit.

Familienfreundliche Preise

nale

Angebote an besonders gut besuchten Tagen. Auch sollen

die Preise familienfreundlicher werden: Ein Teller Pommes Frites

beispielsweise kostet künftig 6.50 statt 8 Franken. «Weiter wollen

wir verschiedene Fitnessteller mit Salaten wie auch vegetarische

Gerichte anbieten», erklärt Sheena Hefti. «Unser Ziel ist ein vielfältiges

und frisches Menü.» Ein zusätzliches Highlight bildet ein

kleiner Eis- und Getränkestand direkt beim Bademeisterhäuschen

– ideal für besonders heisse Tage. Und auch optisch tut sich

etwas: Eine neue Sitzlounge im Restaurant lädt künftig zum Verweilen

ein.

Dabei begann der Weg zum Sonnenberg eher zufällig. «Ich wurde

auf die Ausschreibung für die Stelle aufmerksam. Nach kurzer Absprache

mit Sheena entschieden wir, uns für beide Positionen zu

bewerben. Es fühlte sich sofort richtig an», sagt Beat Hefti. Die

Zusammenarbeit sieht das Paar als grossen Vorteil: «Wir wissen,

dass wir als Team gut funktionieren. Dies haben wir in der Ver-

lie

gewohnt, auf gemeinsame Familienzeit zu verzichten und in

schwierigen Momenten durchzubeissen. Grosse Herausforderungen

fürchten sie deshalb nicht. Jetzt gehen sie dem Ziel nach, den

Sonnenberg wieder als Familienbetrieb im Dorf zu etablieren und

das Angebot familienfreundlicher zu gestalten. «Wir möchten,

dass sich alle Gäste – egal ob gross oder klein – bei uns wohlfühlen

und gerne Zeit im Sonnenberg verbringen.»

Rabatt auf Saison-Abo

Badi-Fans aufgepasst: Bis zur Eröffnung am 10. Mai erhalten alle

Käuferinnen und Käufer eines Freibad-Abos einen Rabatt von

10 Prozent. Die Abonnements sind an der Kasse des Sportzentrums

erhältlich.

Beat und Sheena Hefti freuen sich, wenn am 10. Mai die Badesaison im Sonnenberg startet.

Eine Publikation der Gemeinde Herisau 05/25


05/2025 Gesellschaft · 29

Chorzfuetter

Geringere Strassenausgaben

Der Gemeinderat hat diverse Bauabrechnungen

des Ressorts Tiefbau/Umweltschutz genehmigt.

Bei der Sanierung von sieben Bushaltestellen

auf Kantonsstrassen gemäss

Behindertengesetz resultierten Minderausgaben

von total 53'000 Franken. Bei der Ausführung

von Projekten auf Gemeindestrassen

konnte fast eine Million eingespart werden.

Zwei Drittel davon ergaben sich bei der Erschliessung

des Migros-Areals. Insgesamt belaufen

sich die Minderkosten auf 1,22 Millionen

Franken. (gk)

Sturzeneggstrasse wird teurer

Der Gemeinderat bewilligte eine zweite

Kreditüberschreitung von 555'000 Franken

für die Sanierung der Sturzeneggstrasse.

Ursprünglich waren 1,1 Millionen Franken

geplant. Verzögerungen durch Rechtsmittelverfahren,

neue kantonale Vorgaben,

instabile Böschungen, marode Leitungen

sowie die Bauteuerung führten zu Mehrkosten.

Bereits 2022 wurde eine erste Überschreitung

von 420’000 Franken genehmigt.

Die Gesamtkosten belaufen sich nun

auf 2,1 Millionen. (gk)

MARTINA THÜR NEU IM VORSTAND

DER FRAUENGEMEINSCHAFT

Die Frauengemeinschaft Herisau Waldstatt

hielt Ende März ihre 104. Hauptversammlung

ab. Nach einer Line-Dance-Showeinlage

erinnerte Präsidentin Gabriela Hutter

im Jahresrückblick an schöne, lustige und

abwechslungsreiche Momente. Anschliessend

verabschiedete sie Aktuarin Veronika

Dörig, die den Vorstand vier Jahre unterstützt

hat, und Revisorin Bea Wälti. Als

Nachfolgerinnen wählten die 91 stimmberechtigten

Frauen Martina Thür als Aktuarin

und Daniela Li Puma als Revisorin.

Leider konnte der vakante Sitz im Vorstand

für das Ressort «Gross und Klein» erneut

nicht besetzt werden. Weiter möchte die

Frauengemeinschaft den Eltern-Kind-Treff

wieder aktivieren und unterbreitete den

Anwesenden die Idee, dass künftig nicht

nur Mütter, sondern auch Väter den Anlass

organisieren, mittragen und mit ihren Kindern

besuchen können. Der Vorschlag wurde

ohne Gegenstimme angenommen. Die

bestehenden Vorstandsfrauen wurden wiedergewählt:

Gabriela Hutter (Präsidentin),

Susanne Bruderer (Kassierin), Elisabeth

Siller, Priska Bullinger und Klaudija Wetter

(Beisitzerinnen). Die übrigen statutarischen

Traktanden konnten speditiv abgewickelt

und in der Vorschau die zukünftigen

Anlässe vorgestellt werden. (fg)

Bushaltestellen Sportzentrum

Die Bushaltestellen beim Sportzentrum werden

behindertengerecht gestaltet. Der Gemeinderat

hat dafür einen Beitrag von 235'500

Franken bewilligt. Die Haltebucht vor dem

Eingang wird vergrössert, dorfauswärts wird

der Halt um 58 Meter Richtung Heinrichsbad

verschoben. Die Haltestellen sollen im Sommer

2025 umgebaut werden. Parallel wird der

Vorplatz des Sportzentrums mit einem hellen

Belag, einer neuen Grünrabatte und Betonquader

als Sitzgelegenheiten aufgewertet. Dafür

wurden 130'000 Franken genehmigt. (gk)

8. Feuerwehr-Eishockeyturnier

Am Samstag, 31. Mai, findet im Sportzentrum

zum achten Mal das Feuerwehr-Eishockeyturnier

statt. Neben regionalen Mannschaften

aus Herisau, St. Gallen oder Gossau sind

auch in diesem Jahr wieder Teams aus dem

nahen Ausland dabei: Neben der Freiwilligen

Feuerwehr Lustenau stehen auch Equipen

aus Köln und Augsburg auf dem Eisfeld. Das

Turnier wird um 9 Uhr offiziell eröffnet, Anpfiff

des Endspiels ist um 20.30 Uhr. Eine

Festwirtschaft hilft bei hungrigen Mägen und

durstigen Kehlen. (eing.)

Der Vorstand oben: Klaudija Wetter, Gabriela Hutter und Martina Thür. Untere Reihe: Priska Bullinger,

Susanne Bruderer, Elisabeth Siller und Juliane Schulz.

(Bild: fg)

SOMMERLICHES DORFFEST IM AUGUST:

ANMELDEN FÜRS «USEGSTUEHLET»

In diesem Jahr findet das «Usegstuehlet»

am Samstag, 23. August, statt. Vereine, Privatpersonen

und Firmen können sich ab sofort

anmelden. Das Organisationskomitee

hofft wiederum auf eine rege Beteiligung

und ein abwechslungsreiches Programm.

Das Konzept bleibt dasselbe wie bisher:

Die Infrastruktur wie Marktstände, Strom

oder Abfalleimer wird vom OK-Team zur

Verfügung gestellt. Die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer entscheiden selbst, was sie

an ihrem Stand, in ihrem Garten oder auf

einem öffentlichen Platz im Dorf anbieten.

Das OK begrüsst explizit auch Flohmarktstände.

Nach dem Motto «Weitergeben statt

Wegwerfen» sollen ausgediente Haushaltsgegenstände,

Schallplatten, Kleider oder

Bücher zu neuen Besitzerinnen und Besitzer

finden. Das «Usegstuehlet» startet um

13 Uhr in den Gassen, Gärten und auf den

Plätzen im Herisauer Dorfzentrum. Anmeldungen

werden noch bis zum 15. Juni unter

www.usegstuehlet.ch entgegengenommen.

Weitere Informationen gibt es ebenfalls auf

der Website, via Mail an info@usegstuehlet.

ch oder auf Instagram. (eing.)


30 · Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus 05/2025

Blick auf Hundwil auf dem Weg vom Churzenberg zu Ufem Tobel.

HUNDWIL: HISTORISCHER ORT

UND TOURISMUSMAGNET

Eine frühlingshafte Wanderung mit historischen Aspekten, der Besuch einer Gemeinde, auf deren

Gebiet der wohl grösste touristische Anziehungspunkt des Kantons liegt, und ein Platz, der

zahlreiche Erinnerungen wachruft.

Die heutige Wanderung weckt Kindheitserinnerungen.

Wir machen uns zwar nicht am

letzten Sonntag im April auf den Weg, aber

das hindert mein Gehirn nicht, Bilder hervorzuzaubern,

die teilweise über 50 Jahre alt sind.

Um von Herisau nach Hundwil zu gelangen,

nutzen wir den Weg, der für mich lange Jahre

schlicht der «Landsgemeindeweg» war – in ungeraden

Jahren, versteht sich. Was war das damals

weit! Doch die angeregte Stimmung der

stolzen säbeltragenden Männer verlieh wohl

auch meinen kurzen Beinen ungeahnte Kräfte.

Vom Herisauer Gemeindehaus geht’s über

den Höhenweg zur Egg, dann der Strasse entlang

bis zum Rohren, das Chrottegässli hinauf

zur Rohrenschwendi und durch den Kreuzwald

auf den Churzenberg. Auf dem Weg hinunter

zu «Ufem Tobel» präsentiert sich uns das Ziel

Hundwil mit der Hundwiler Höhi und (wären

da keine Wolken) mit dem Säntis.

Die Belehrungen meines Grossvaters sitzen

heute noch: Die Schwägalp gehört zu

Hundwil, dies gesichert seit 1480. Damals

wurde, um den Streitigkeiten ein Ende zu bereiten,

die Grenzziehung zwischen Urnäsch

und Hundwil präzisiert. Die Rhoden waren

dazumal bereits seit zwei Jahren eigenständig.

Der Kampf der Kantone um den Säntisgipfel

indes zog sich bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts.

Heute gehört er allen ein bisschen – beruhend

auf einem Bundesgerichtsentscheid,

bei dem Ausserrhoden gegen St. Gallen obsiegte.

Die Grenze zwischen Ausserrhoden

und St. Gallen verläuft nun mitten durch die

Bergstation, das Gasthaus «Alter Säntis» liegt

auf Innerrhoder Boden.

Kirche aus dem 13. Jahrhundert

Wir spazieren hinunter zur «sprechenden

Brücke». Gemäss Eugen Steinmann in «Die

Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden»

ist sie der «Übergang einer alten

‹Landstrasse›, die grösstenteils als Saumpfad

von der Oberdorfstrasse, der Steinegg und vom

Churzenberg herführte». Die heutige gedeckte

Holzbrücke wurde laut Inschrift anstelle einer

Das ursprüngliche Zenturm: Kronenplatz mit Brunnen.

(Bilder: es)

Vorgängerin von 1722, die 56 Jahre später durch

Hochwasser weggerissen wurde, noch im selben

Jahr durch Hans Ulrich Grubenmann von

Teufen erbaut. Wir nehmen uns die Zeit, lesen

die Inschriften auf den Spannriegeln und wissen

dann unter anderem, dass «die Brugg 23

Schuh länger ist dan die vor der stehete». Mit

Grubenmanns Worten «Alle die da gehen auss

und ein, die sollen Gott befollen sein» machen

wir uns an den Aufstieg nach Hundwil.

Der Weg führt uns über Moos und Möösli

direkt zum Gemeindehaus. Ennet der Strasse

liegt der Landsgemeindeplatz und die Kirche.

Laut Eugen Steinmann fehlen direkte baugeschichtliche

Nachrichten über den spätromanischen

Bau. «Er dürfte aber im Laufe des 13.

Jahrhunderts erstellt worden sein. 1297 existierte

er offenbar.» Im Spätmittelalter wurde

die Kirche im gotischen Stil umgestaltet und

mit Masswerkfenstern sowie Fresken versehen,

die heute als die ältesten (fragmentarisch)

Zeugen der Geschichte: Landgemeindeplatz mit Kirche.


05/2025 Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus · 31

erhaltenen Malereien des Kantons gelten. Es

folgten bis heute zahlreiche weitere Veränderungen.

Um 1750 etwa wurde die Kirche durch

Jakob und Johann Ulrich Grubenmann umgestaltet

und 1894 der Turm nach Plänen des

Architekten August Hardegger neu gebaut.

Nach seinen Plänen fand 1913 auch die Neugestaltung

des Innenraums statt.

Landsgemeindeort vor der Landteilung

Gleich neben der Kirche informieren Tafeln

über die Geschichte von Hundwil und die

Landsgemeinde. Die Tatsachen beeindrucken:

Bereits vor der Landteilung versammelten

sich die Appenzeller Stimmberechtigten nicht

nur in Appenzell, sondern gelegentlich auch in

Hundwil. Hier beschloss die Landsgemeinde

am 23. Mai 1597 die Landteilung. Ab 1615 galt die

Regelung, dass sich die Ausserrhoder in den geraden

Jahren in Trogen, also «vor der Sitter», in

ungeraden Jahren «hinter der Sitter» in Hundwil

versammelten. Der letzte Aprilsonntag als

Tagungstag hatte sich schon vor der Landteilung

durchgesetzt und wurde beibehalten.

Unvergesslich für viele wohl die Landgemeinde

1989 in Hundwil, an welcher die Einführung des

Frauenstimmrechts auch in kantonalen Angelegenheiten

beschlossen wurde. 1997 fand

dann – ebenfalls in Hundwil – die letzte Ausserrhoder

Landsgemeinde statt. Im September

des gleichen Jahres beschlossen die Stimmberechtigten

an der Urne deren Abschaffung.

Wir stehen also an einem historisch bedeutsamen

Ort. Ins Zentrum des Interesses rückte

der Landgemeindeplatz nochmals mit dem Film

«Männer im Ring» und 2013 mit dem Freilufttheater

«Der 13. Ort», anlässlich der gemeinsamen

Feierlichkeiten von Innerrhoden und Ausserrhoden

zum 500. Jahrestag der Aufnahme

in die Eidgenossenschaft. In meinen jüngsten

– jährlich aufgefrischten – Erinnerungen zum

Landgemeindeplatz stehen Kühe im Mittelpunkt.

An der Hundwiler Viehschau – in der

Regel die letzte in Ausserrhoden – gehört der

geschichtsträchtige Platz nämlich ganz ihnen.

Ein Wanderparadies

Hundwil sei ein von der Landwirtschaft geprägter

Ort mit viel Grünfläche, erklärt uns

Gemeindepräsidentin Margrit Müller-Schoch.

Das Brauchtum – Silvesterchlausen, Bloch Alpfahrt

und Viehschau – werde gelebt und von

Generation zu Generation weitergegeben.

Zum Dorfleben trage zudem das aktive Vereinsleben

bei, «insbesondere der Turnverein

Hundwil, der sehr viele Mitglieder hat und die

Jugend fördert». Die Jugend übrigens besucht

die Primarschule in Hundwil, die Oberstufe in

Stein und Urnäsch.

Hätten Sie es gewusst? Hundwil ist die drittgrösste

Gemeinde des Kantons und erstreckt

sich auf über 14 Kilometern Luftlinie vom Dorfzentrum

bis zum Säntis. Das macht Hundwil

zu einem attraktiven Wandergebiet und dank

des Hotels auf der Schwägalp können viele

Logiernächte verbucht werden. Die grosse Fläche

und die tiefe Einwohnerzahl aber bringen

auch Herausforderungen mit sich. Man denke

hierbei nur an die Erschliessung für Wasser

und Abwasser, an Strassen oder Wanderwege.

«Nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung wohnt

zentral, respektive in der Bauzone, die meisten

leben in der Landwirtschaftszone», so die Gemeindepräsidentin.

Wir bleiben im Dorf. Am

Ostermontag haben Bäckerei und Metzgerei

geschlossen, ebenso die Krone. Leider. Denn

dieses Haus, das wohl älteste im Dorfzentrum,

sollte man, so Margrit Müller, bei einem

Unser Weg von Herisau nach Hundwil.

Besuch in Hundwil nicht nur von aussen betrachten.

Wer die Krone kennt, weiss um die

besonderen inneren Werte: das «Lädeli» wie

aus Tante Emmas Zeiten und die «blaue Stube»

oder «Altersstube», ein Bijou in reinem

Rokokostil. Was sollte man in Hundwil zudem

gesehen haben? «Das Alpleben auf der Schwägalp.»

Und wer Zeit hat, den schickt Margrit

Müller auf den Wasserlehrpfad. «Dieser lädt

zum Informieren über unser wertvolles Wasser,

zum Bräteln am Bach und Spazieren mit

Familie und Freunden ein. Wer den Weg fortsetzen

will, gelangt zur legendären Hundwiler

Höhi mit traumhafter Aussicht. Das sei auch

einer ihrer Lieblingswege «zum Kopflüften

und Geniessen des Weitblicks zum Bodensee

und dem Säntis». Ein weiterer sei der Naturerlebnispfad

auf der Schwägalp.

Das ist uns für heute entschieden zu weit.

Wir nehmen das Postauto, welches Hundwil

mit Herisau oder St. Gallen verbindet und

schwelgen bei der Fahrt Richtung Waldstatt in

den Erinnerungen an den Neubau der Hundwilertobelbrücke

in den 1990er-Jahren. Das

Vorgängerbauwerk aus den 1920er-Jahren war

bei seinem Bau mit einer Stützweite von 105

Metern übrigens die weitestgespannte Betonbogenbrücke

der Schweiz.

Eva Schläpfer

(Bild: SchweizMobil)

Hundwil

Herleitung der Ortsnamen gemäss dem Lexikon für schweizerische

Gemeindenamen (auszugsweise): Hundwil bedeutet «beim Gehöft

des Hundo, Hunto». Der Name setzt sich zusammen aus dem althochdeutschen

Personennamen Hundo/Hunto und der Ortsnamenendung

-wiläri. Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem Personennamen

Hundo/Hunto und dem Gattungswort Hund; der Rüde im Gemeindewappen

illustriert eine Umdeutung des nicht mehr verständlichen

Personennamens. Hundo/Hunto ist von germanisch hunda- «hundert»

herzuleiten und bedeutet ursprünglich «Hundertschaftsführer».

Tiefster Punkt: beim Sonderbach, 655 m ü. M.

Höchster Punkt: Säntisgipfel, 2501,9 m ü. M.

Fläche: 24,08 km²

Einwohner: 944 (31. Dezember 2023)

Einwohnerdichte: 39 Einwohner pro km²


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05/2025 Politik · 33

HERISAUER FDP LÄSST SICH

VOM «GLÜCKSFALL» INSPIRIEREN

Anfang April fand im Restaurant Engel die

ordentliche Hauptversammlung der FDP Herisau

statt. Nebst den ordentlichen Geschäften

stellte das Glückskomitee den «Glücksfall

Herisau» vor. Nach den Begrüssungsworten

blickte Präsidentin Vanessa Frei auf ihr zweites

Amtsjahr zurück. Dieses hatte mit der

Abstimmung über das Projekt Obstmarkt

begonnen, welches zum Bedauern der Mitglieder

abgelehnt wurde. Die FDP hat sich

im Verlauf des letzten Jahres zu verschiedenen

Themen miteingebracht; den Anlässen

der Gemeinde zum Kommunikationskonzept

bzw. zur Energie- und Klimastrategie sowie

dem Anlass des Bundesamtes für Strassen zur

Umfahrung Herisau. Vanessa Frei verdankte

den zurück getretenen Einwohnerrat Michel

Peter, der sich rund zehn Jahre erfolgreich

engagiert hat. Auch die Arbeit von Nicolas

Kocher, der aus dem Vorstand zurücktrat,

wurde von der Präsidentin verdankt. Die restlichen

Mitglieder des Vorstandes mit Vanessa

Frei (Präsidentin), Peter Frick (Vizepräsident),

Matthias Fries (Aktuar), Manuel Baumberger

(Finanzen), Frederik de Vries (Veranstaltungen),

Sandra Nater (Vertreterin Gemeinderat)

und Karin Jung (Vertreterin Einwohnerrat)

wurden einstimmig wiedergewählt. Nach

den ordentlichen Geschäften stellten Sabrina

Jaggi und Helena Städler vom Glückskomitee

den «Glücksfall Herisau» vor. Der «Glücksfall»

soll den Einwohnerinnen und Einwohnern auf

Präsidentin Vanessa Frei bedankt sich mit kleinen Präsenten beim Glückskomitee.

vielfältige Weise aufzeigen, wie und wo sich

Glück in Herisau manifestiert. Der Anstoss zu

dieser Initiative kam aus der Erkenntnis, dass

im Dorf die Tendenz besteht, sich über Negatives

zu ärgern, anstatt sich über das viele

Positive zu freuen. Freude sei nämlich ansteckend,

breite sich aus und stärke das Wir-Gefühl

und die Zufriedenheit. (fdp)

(Bild: zVg.)

ARMIN KÜHNE FÜR DANIELE LENZO

NEU IM VORSTAND DER SP HERISAU

Die SP Herisau führte ihre diesjährige

Hauptversammlung im Sportzentrum durch.

Nach einer Einführung des Abteilungsleiters

Markus Rosenberger in die wirtschaftlichen

und organisatorischen Eigenheiten des gemeindeeigenen

Betriebs, führte der Leiter

Technik und Infrastruktur, Roger Gehrig,

durch die eindrücklichen Anlagen. In der

VIP-Lounge begrüsste Präsidentin Silvia

Taisch Dudli die Mitglieder zur ordentlichen

Hauptversammlung und blickte auf ein bewegtes

politisches Jahr zurück: Die Ablehnung

des Projekts Obstmarkt und Platz

durch die Stimmberechtigten im Juni war

aus Sicht der SP enttäuschend. Das schlichte

und ausgewogene Projekt hätte die Chance

verdient, das Erscheinungsbild des historischen

Zentrums zu vereinheitlichen. Ganz

im Sinne der SP entschieden die Herisauer

Bevölkerung im September mit klarer

Mehrheit, die seit zwölf Jahren bewährte

Finanzkompetenz des Einwohnerrats für

Voranschlag und Steuerfuss beizubehalten.

Mit Unterstützung von GLP und EVP hatte

HANDLUNGSBEDARF BEI FINANZIERUNG

VON PFLEGENDEN ANGEHÖRIGEN

sich die SP erfolgreich gegen die Initiative

«Finanzreferendum» eingesetzt. Das Vorstandsteam

mit Marisa Dudle, Max Eugster,

Ralph Hubmann, Natasa Ivanov-Belic, Michael

Kellenberger und Laurin Rusterholz

sowie der Präsidentin Silvia Taisch Dudli

wurden von den Mitgliedern einstimmig im

Amt bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt

wurde Armin Kühne. Ebenso wurden die Revisorin

Johanna Federer und Ersatzrevisor

Thomas Forster einstimmig wiedergewählt.

Vorstandsmitglied Daniele Lenzo und Revisorin

Susanne Beutler stellten sich nicht

mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung

und wurden mit Dank verabschiedet. (sp)

Die Herisauer Kantonsrätinnen und -räte

Regula Ritter, Karin Jung, Mathias Steinhauer

und Glen Aggeler haben beim Regierungsrat

nachgefragt, wie das Geschäftsmodell

privater Spitex-Organisationen mit

pflegenden Angehörigen eingeschränkt

werden kann. Die Regierung anerkennt in

ihrer Antwort den Handlungsbedarf und

kündigt Anpassungen an. Seit dem Bundesgerichtsurteil

von 2019 haben pflegende

Angehörige Anspruch auf Entlöhnung und

eine arbeitsrechtlich korrekte Anstellung.

Private Spitex-Organisationen nutzen dies

zunehmend gewinnorientiert. In Herisau

stiegen die Ausgaben für ambulante Pflege

durch private Anbieter um 175 Prozent. Auch

in anderen Gemeinden zeigt sich ein ähnlicher

Trend. Das Problem: Spitex-Organisationen

können unabhängig von der Qualifikation

der Pflegenden gleich hohe Beiträge

abrechnen. Da die Pflege durch Angehörige

günstiger ist, entstehen ungerechtfertigte

Gewinne. Die Spitex Appenzellerland hat

reagiert und stellt nur Angehörige unter

dem Pensionsalter an. Die Regierung plant

eine Teilrevision der Pflegefinanzierungsverordnung

per 1. Januar 2026 und prüft

weitere Massnahmen wie eine Altersgrenze.

Die Kantonsrätinnen und -räte begrüssen

das Vorgehen. (eing.)


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«Den Funken muss man

mit der Landschaft denken.» Roman Signer

Für den international bekannten

Künstler Roman Signer ist der

Funken im Ried eine Skulptur. Es

gehört zur langen und mit buchstäblichem

Feuereifer zelebrierten

Tradition im Appenzeller Quartier,

dass am vierten Fastensonntag,

weithin sichtbar das schönste und

grösste Frühlingsfeuer lodert.

Davon erzählt der Bildband

Riedfunken, realisiert von einer

Projektgruppe um den gebürtigen

Innerrhoder Kunstschaffenden.

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Brauchs und die Faszination des

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05/2025 Gesellschaft · 35

KIRAN GOTTIPATI WIRD

NEUER PRIESTER IM HINTERLAND

Ab August 2025 übernimmt Kiran Gottipati

als verantwortlicher Priester die katholische

Seelsorgeeinheit Appenzeller Hinterland.

Damit endet die neunmonatige Vakanz nach

dem Weggang von Pfarrer Reto Oberholzer.

Der 46-Jährige stammt aus Munugode, im

südindischen Bundesstaat Telangana. Nach

der Matura absolvierte er das Noviziat und

das Philosophiestudium bei den Pallottinern

sowie ein Theologiestudium am Päpstlichen

Institut in Pune. Seit 2016 lebt er in

der Schweiz, vor fünf Jahren wurde er nach

Sprach- und Praxisausbildung zum Priester

geweiht.Seit fünf Jahren ist er Kaplan in Gossau

und kennt die hiesige Seelsorgeeinheit

durch ein früheres Praktikum. Er ist stellvertretender

Missionssekretär und Hausrektor

der Pallottinergemeinschaft in Gossau. Auf

Vorschlag der Räte und des Seelsorgeteams

wurde er von Bischof Markus Büchel zum

Pfarradministrator ernannt. «Pater Kiran

steht für eine suchende, lebendige und einladende

Kirche, die die Leitbilder der Seelsorgeeinheit

widerspieglt», so Roland Reutemann,

Präsident des Kreisrats. Gottipati

WANDERUNG IM MAI

Samstag, 10. Mai

Jasswanderung Hirschberg

Die Jasswanderung hat Tradition. Dieses Jahr

trifft sich die Wandergruppe nach einem kurzen

Aufstieg von der Haltestelle Steinegg auf dem

Hohen Hirschberg. Dort wartet nicht nur eine

grossartige Aussicht, sondern auch eine gesellige

Jassrunde. Vom Anfänger bis zum Profi sind

alle willkommen. Nach dem Jassen und einem

gemeinsamen Mittagessen führt die Wanderung

in Richtung Gais durch ein idyllisches

Moorgebiet und schattige Wälder zum Ziel.

Dort bietet sich im Café «Platz Drü» die Gelegenheit,

den Tag Revue passieren zu lassen.

wird sein Amt mit einem 80-Prozent-Pensum

ausüben. Offiziell begrüsst wird er an

drei Anlässen: am 17. August in Herisau auf

dem Kreckel bei seiner Amtseinsetzung, am

23. August in der Zürchersmühle für die Gemeinden

Urnäsch und Hundwil sowie am 24.

August in Waldstatt beim Kirchenfest. (kg)

Kiran Gottipati.

(Bild: zVg.)

Route: Steinegg – Langenegg – Hoher

Hirschberg – Jassen – Kohlplatz – Oberzwislen

– Gais

Distanz: 8.4 km; Zeit: 2 3⁄4 Std

Anforderungen: tief

Treffpunkt: 08.33 Uhr 9050 Steinegg, Bahnhof

Rückreise: 16.23 Uhr 9056 Gais, Bahnhof

Anmeldung bis Donnerstag, 8. Mai 2025 19.00

Uhr über www.appenzeller-wanderwege.ch,

per E-Mail an margrit.geel@appenzeller-wanderwege.ch

oder per Tel: 079 749 36 55

Rezept

des Monats

SEEZUNGEN

MIT SPARGELN

Zutaten für vier Personen

– 1 Bund Rucola

– 2 Lauchzwiebeln

– 5 Gewürzgurken

– 500 g Vollmilchjoghurt

– 200 g Mayonnaise

– Salz

– Pfeffer

– 2,5 kg grüner Spargel

– 6 EL Öl

– 1 kg Seezungen-Filet

– 10 EL Zitronensaft

– 5 EL Mehl

– 2 EL Butter

– 4 Zitronen

Zubereitung

1. Rucola verlesen, abspülen, trocknen und

fein hacken. Lauchzwiebel putzen und abspülen,

in feine Ringe schneiden, dazu Gewürzgurken

fein würfeln. Joghurt und Mayonnaise

verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Gewürzgurken,

Frühlingszwiebeln und Rucola

unterheben.

2. Spargel abspülen, am unteren Drittel schälen,

Enden knapp abschneiden. Spargel einmal

längs und einmal quer halbieren. 1 EL Öl

in einer Pfanne erhitzen, Spargel darin drei

bis vier Minuten braten, salzen und pfeffern.

3. Seezungen-Filet trocken tupfen, mit etwas

Zitronensaft beträufeln und salzen. Filets in

Mehl wenden. Restliches Öl und Butter in

einer beschichteten Pfanne erhitzen, Filets

vier bis sechs Minuten goldbraun braten.

Spargel, Filets und Zitronenspalten mit Sauce

anrichten und servieren.

Sonntag, 18. Mai

Hoch über dem Necker

Im Herzen des Neckertals liegt Brunnadern.

Die erste Etappe führt zur überdachten Holzbrücke,

über den Necker und hinauf zum Gerensattel.

Dort bietet sich die erste Verschnaufpause

an, bevor es durch den Buchenwald zur

Wilketshöchi geht. Vom höchsten Punkt der

Wanderung reicht der Blick bis Hemberg, Schönengrund,

den Alpstein und die Glarner Alpen.

Der Abstieg führt über Treppenwege zum Wilketshüttli.

Nach der Mittagspause geht es weiter

zum Ziel Degersheim.

Route: Brunnadern-Neckertal – Gerensattel

– Wilketshöchi – Bergli – Fuchsacker –

Degersheim

Distanz: 11.9 km; Zeit: 4 1⁄2 Std

Anforderungen: mittel

Treffpunkt: 08.52 Uhr 9125 Brunnadern-Neckertal,

Bahnhof

Rückreise: 16.15 Uhr 9113 Degersheim, Bahnhof

Anmeldung bis Freitag, 16. Mai 2025 19.00 Uhr

über www.appenzeller-wanderwege-ch, per E-

Mail an heidi.koeppel@appenzeller-wanderwege.ch

oder per Tel: 078 857 13 44


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05/2025 Gesellschaft · 37

URSI EUGSTER KOCHT BEI

«MINI CHUCHI, DINI CHUCHI»

Die TV-Sendung «Mini Chuchi, dini Chuchi»

gehört mit durchschnittlich 180'000 Zuschauerinnen

und Zuschauern zu den beliebtesten

des Schweizer Fernsehens. Jede

Woche treten fünf Personen an und kochen

in der eigenen Küche für die anderen Teilnehmenden.

Wer am Ende von der Konkurrenz

die meisten Punkte für seine Kochkünste erhält,

gewinnt die Sendung. Mit Ursi Eugster

wird dort demnächst eine Herisauerin zu sehen

sein. Ihre Folgen werden von 2. Juni bis

6. Juni um 18.15 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.

Im Interview blickt sie auf die Dreharbeiten

zurück und erzählt, welches ihrer Rezepte bei

ihren Enkelkindern am besten ankommt.

Ursi Eugster, welchen Stellenwert hat das

Kochen in Ihrem Leben?

Ich liebe es, wenn ich für meine Gäste kochen

kann. Am liebsten bereite ich Alltagsrezepte

mit regionalen Produkten und frischen

Kräutern zu.

und mit dem sympathischen Fernsehteam.

Die Dreharbeiten dauerten jeweils von 13.45

bis 22 Uhr. Mein Tag in der Küche verflog im

Nu, aber auch alle anderen haben wirklich

hervorragend gekocht. Leider darf ich vor der

Ausstrahlung weder mein Menü noch meine

Punktzahl verraten.

Wie war es, bei fremden Menschen zu essen

und sie zu bewerten?

Wir sind uns als Fremde am ersten Drehtag

begegnet und haben uns nach der letzten

Klappe als Freunde umarmt. Wir werden

weiterhin in Kontakt bleiben und haben bereits

eine Whatsapp-Gruppe gegründet. Zu

Beginn hatten wir alle dasselbe seltsame

Gefühl in der Bauchgegend, aber in dieser

Woche haben wir gegenseitig so viel private

Einblicke erhalten, dass wir uns sehr gut kennengelernt

haben.

Wie blicken Sie auf diese Erfahrung zurück?

Ich freue mich im Nachhinein, dass ich es mit

meinen 71 Jahren gewagt habe, diesen Schritt

zu machen. Es brauchte Mut und war mit viel

Herzklopfen verbunden. Aber solche Erfahrungen

machen dich stärker.

Wie werden Sie Ihren Auftritt verfolgen?

Wir schauen uns «Mini Chuchi, dini Chuchi»

seit Jahren gerne an, gerade auch mit den

Enkelkindern. Sie spielen die Sendung sogar

manchmal als Rollenspiel nach. Dann verteilen

sie Punkte oder wollen bewertet werden,

wenn sie gekocht haben. Aber es wird natürlich

besonders sein, wenn ich mich selbst im

Fernseher sehe.

Welche Gerichte wünschen sich die Enkelkinder

von Ihnen?

Meine Enkelinnen lieben meine Salatsauce

und meine Schoggicrème. Die Buben hingegen

mögen Brotschnitten mit Apfelmus und

meine Früchtefladen. (sd)

Wie kam es zu Ihrer Teilnahme bei «Mini

Chuchi, dini Chuchi»?

Mein Sohn Oliver hat mich heimlich angemeldet.

Als das Telefon geklingelt und mir jemand

vom Schweizer Fernsehen gesagt hat,

dass ich dabei bin, habe ich zuerst abgelehnt.

Aber dann habe ich eine Nacht darüber geschlafen,

mir das Ganze nochmals überlegt

und schliesslich doch zugesagt.

Wie haben Sie die Dreharbeiten wahrgenommen?

Vor den Dreharbeiten war ich sehr nervös.

Aber ich habe mich in der Gruppe gut mit

den anderen Teilnehmenden verstanden –

Ursi Eugster misst sich in der ersten Juni-Woche mit vier anderen Hobbyköchinnen und -köchen.

(Bild: zVg.)

BRAND AN DER CILANDERSTRASSE

VERURSACHT GROSSEN SACHSCHADEN

Am Morgen des 1. Mai ging um 4 Uhr bei der

Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein,

dass ein Haus brenne. Die aufgebotenen Einsatzkräfte

stellten bei ihrem Eintreffen am

Brandort an der Cilanderstrasse offene Flammen

sowie eine starke Rauchentwicklung aus

dem Dachstock fest. Die Feuerwehr konnte

den Brand gegen 6.30 Uhr unter Kontrolle

bringen. Beim Brand haben sich keine Personen

verletzt. Der Sachschaden am Gebäude

beträgt einige Hunderttausend Franken. Die

Brandursache wird nun durch den Brandermittlungsdienst

der Kantonspolizei Appenzell

Ausserrhoden, in Zusammenarbeit mit

der Regionalpolizei, abgeklärt. (kapo) An den Löscharbeiten standen 65 Angehörige der Feuerwehr Herisau im Einsatz. (Bild: kapo)


38 · Herisauer Wald 05/2025

Jürg Wernli ist seit neun Jahren Präsident des Waldbauvereins Herisau.

WALDBAUVEREIN HERISAU:

TRADITION UND INNOVATION

Der Verein, der eigentlich keiner ist, überdauerte zwei Weltkriege und besteht noch heute. Er

schreibt die Geschichte eines Herisaus, das sich am Rande der Abholzung befand. Präsident

Jürg Wernli spricht über den Wandel des Vereins und über den Wald als emotionales Erbstück.

Wie das Sportzentrum, die Kirchen oder das

Regierungsgebäude prägen auch Wälder

das Ortsbild von Herisau. Nebst der bedeutenden

Rolle für die Biodiversität und die

Holzproduktion stellen die Wälder eine Bereicherung

für die Bewohnerinnen und Bewohner

dar. Für Familien dient der Wald als

wichtiges Ausflugziel. Bei anderen führt die

Jogging- oder Spaziergangsroute entlang einer

Waldstrasse durch den grünen Wald. Für

alle dürfte klar sein: Ein Herisau ohne Wald

ist unvorstellbar. Was aus heutiger Sicht

selbstverständlich wirken mag, musste vor

fast 200 Jahren erst sichergestellt werden.

Im Zuge der Industrialisierung kam es zu Beginn

des 19. Jahrhunderts zu grossflächigen

Rodungen. Befürchtungen einer drohenden

Holzknappheit machten in Herisau die Runde.

So rief Pfarrer Adrian Schiess im Jahr 1836

in seiner «Bitte der jungen Tannen an die gemeinnützigen

Mannen» zum Schonen der

Wälder Herisaus auf. Sein Wunsch war es,

das Ausmass der Waldrodungen zu senken,

sowie abgeholzte Flächen neu zu bewalden.

Die Gefahr der Holzverarmung beschäftigte

auch andere Zeitgenossen. So entstand die

Idee, eine Aktiengesellschaft für die Waldpflege

zu gründen. Auf dieser Basis kam es

im Folgejahr zur Gründung der «Waldbau-

Gesellschaft» Herisau. «Es bildet sich eine

Gesellschaft zur Hebung und Beförderung

des Waldbaues», steht in den Statuten von

1837 geschrieben.

Der Waldbauverein geht mit der Zeit

Schon 20 Jahre nach der Gründung kam es

1857 zur Namensänderung der Waldbau-Gesellschaft

hin zum Waldbauverein. Einige

Jahrzehnte nach der Gründung änderte sich

auch die primäre Funktion des Vereins. Da

sich der Waldbestand erholt hatte, nahm die

eigentliche Waldaufbaugeschichte ein Ende.

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts fokussierte

sich der Waldbauverein vor allem

auf den Erhalt und die Pflege des Waldes. Im

Laufe der Zeit vergrössterte sich der Waldbestand

des Vereins weiter. Hin und wieder

musste der Waldbauverein jedoch auch

(Bild: Manuel Alder)

Rückschläge wegstecken. So zerstörten beispielsweise

1910 riesige Schneemassen und

1914 ein heftiges Sommergewitter Teile der

Wälder in Herisau. Auch bekam der Waldbauverein

den Einfluss des Ersten Weltkrieges

zu spüren. Im Jahr 1917 herrschte allgemeine

Holzknappheit. Infolgedessen wurde

der Waldbauverein gezwungen, mithilfe von

dienstpflichtigen Hilfskräften einen Teil der

Bäume zu schlagen und das Holz bereitzustellen.

Auch der Zweite Weltkrieg liess die

Nachfrage nach Holz in die Höhe schnellen.

Dadurch konnte der Waldbauverein die zuvor

prekäre finanzielle Lage wieder ins Lot

bringen.

1986 bewertete der damalige Förster und

Autor des vereinseigenen Berichtes zum

150-jährigen Bestehen, Hans Müller, die Entwicklung

der Wälder Herisaus und deren Bewirtschaftung

positiv – allerdings mit einem

kleinen Wermutstropfen: «Machtlos ist der

Bewirtschafter allerdings gegen den sich in

letzter Zeit verschlechternden Allgemeinzustand,

der auf die veränderten Umweltbedingungen

zurückgeführt wird.» Um bei

diesem Problem eine Verbesserung herbeizuführen,

brauche es die Einsicht sämtlicher

Bevölkerungskreise sowie den Verzicht auf

gewisse Lebensgewohnheiten, so Hans Müller.

Auch heute beschäftigen Themen wie

der Klimawandel oder die Biodiversitätskrise

den Waldbauverein. «Heute ist der Wald


05/2025 Herisauer Wald · 39

sehr widerstandsfähig», sagt Samuel Lanker,

Fachperson Wald im Waldbauverein. Durch

den rücksichtsvollen waldbaulichen Umgang

seien bereits früher die Weichen dafür

gestellt worden, beschreibt er weiter. Die

grösste Versicherung für einen widerstandsfähigen

Wald sei der Jungwald, welcher die

nächste Baumgeneration bilde. Die Pflege

und Bewirtschaftung führt der Forstbetrieb

am Säntis im Auftrag der jetzigen Pächterin

aus. Die rund 116 Hektaren Waldflächen wurden

an die Gemeinde Urnäsch verpachtet,

was in der Schweiz nur selten gemacht werde,

aber aus Sicht des Waldbauvereins sehr

gut funktioniere.

«Symbolischer Wert»

Stand zum Zeitpunkt der Gründung die

Aufforstung im Fokus, liegt heute das

Augenmerk auf einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung.

Die Ansprüche an die

Bewirtschaftungsweise der Wälder des

Waldbauvereins seien hoch, sagt Samuel

Lanker. So werde der gesamte Wald im

Sinne des Dauerwaldes bewirtschaftet.

Dies bedeute, dass keine grossflächigen

Lücken geschlagen werden dürfen. Auf

diesem Weg könne man dem Ziel, einen

gestuften und klimafitten Mischwald zu

erhalten, Rechnung tragen, erklärt Lanker.

«Da die Waldflächen verpachtet sind, haben

wir aber mit der Bewirtschaftung heute

praktisch nichts mehr zu tun», erläutert

Jürg Wernli, Präsident des Waldbauvereins.

Ausserdem lasse sich mit dem Holzschlag

gegenwärtig kaum mehr Geld verdienen.

Die Verpachtung seiner rund 116 ha Waldflächen

gibt dem Waldbauverein somit

auch finanzielle Sicherheit.

«Tradition

motiviert Mitglieder,

dem Waldbauverein

Sorge zu tragen.»

Seit neun Jahren präsidiert Jürg Wernli

den Waldbauverein, der jedoch gar kein

Verein im eigentlichen Sinne sei: «Vielmehr

handelt es sich um eine privatrechtliche

Korporation des kantonalen Rechts – der

Vereinsname ist deshalb irreführend», so

Wernli. Es existiert ähnlich wie bei einer Aktiengesellschaft

eine fixe Zahl von 900 Anteilscheinen,

welche aktuell auf 53 Mitglieder

verteilt sind. «Anders als früher werden aber

schon seit Jahren keine Dividenden mehr

ausbezahlt», sagt Wernli. Die Anteilscheine

sind zudem sehr ungleich auf die Mitglieder

verteilt. Während rund die Hälfte der Mitglieder

lediglich einen einzigen Anteilschein

besitzen, verfügt zum Beispiel eine Familie,

deren Vorfahren bereits bei der Gründung

mitwirkten, über mehr als einen Drittel aller

Anteilscheine. Auch die Gemeinde Herisau

ist im Besitz von rund 30 Prozent der Anteilscheine.

Jürg Wernli hat seinen einzigen

Anteilschein vor vielen Jahren von seinem

damaligen Bürokollegen erhalten. Die meisten

Anteilscheine wurden im Laufe der Jahrzehnte

durch Erbgänge übertragen. Dadurch

bestehe bei den Mitgliedern auch eine emotionale

Bindung zu den Wäldern des Waldbauvereins.

Dies zeige sich auch bei privaten

Waldeigentümerinnen und -eigentümern,

die nicht dem Waldbauverein angehören.

Auch sie trennen sich kaum von ihrem Besitz

der Wälder, sondern vererben diese viel

lieber. Diese emotionale Bindung gebe dem

Waldbauverein auch fast 200 Jahre nach

dessen Gründung einen Sinn, so Wernli.

«Es ist die Geschichte und die Tradition des

Waldbauvereins, die den Mitgliedern Freude

bereitet und sie dazu motiviert, der uralten

Institution Waldbauverein Sorge zu tragen»,

sagt er weiter.

Ein Blick in die Zukunft

Die alljährliche Hauptversammlung des

Waldbauvereins sei laut Jürg Wernli jeweils

bestens besucht. Nebst der Hauptversammlung

sind es verschiedene Anlässe, die für

Zusammenhalt unter den Mitgliedern sorgen.

Oftmals steht dabei eine wald- oder

holzbezogene Besichtigung – kombiniert

mit einem «schönen Ausflug» – auf dem

Programm. Beispielsweise wurden an der

letzten Hauptversammlung den Mitgliedern

für das laufende Jahr den Besuch eines

Holzgas-Kraftwerks mit anschliessendem

Besuch eines Weingutes vorgeschlagen. Die

Mitglieder wurden auch darüber orientiert,

dass sich die Verwaltung Gedanken mache,

ob ein Teil der rund 116 Hektaren Waldungen

im Eigentum des Waldbauvereins dereinst

einer öffentlichen Nutzung zugeführt

werden könnte. Zu denken sei nach Jürg

Wernli etwa an einen «Friedwald» – einen

Friedhof im Wald. «Auf diese Art und Weise

den ewigen Frieden zu finden, wird immer

populärer», erklärt Wernli. Doch dabei

handle es sich lediglich um eine erste Idee.

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Walderlebnisraum,

ähnlich wie jener in Gais. An

Schulklassen richtet sich dort beispielsweise

das Angebot, das Ökosystem Wald mit seinen

Tieren auf altersgerechte Art und Weise

kennenzulernen. Allein im letzten Jahr wurde

dieses Angebot von 87 Schulklassen und

Jugendgruppen und 47 Erwachsenengruppen

genutzt. «Dies sind nur zwei von vielen

Möglichkeiten, wie der Waldbauverein einen

kleineren Teil seiner Wälder für eine umweltverträgliche

öffentliche Nutzung verfügbar

machen könnte», sagt Jürg Wernli. Solche

Projektideen seien aber mit einem erheblichen

Aufwand verbunden und stehen erst

im Stadium der Vorprüfung, so Wernli.

Ob solche Ideen den Weg zur Umsetzung

finden, wird die Zukunft zeigen.

Doch der Waldbauvereins hat in seiner fast

200-jährigen Geschichte schon mehrfach

Bereitschaft zu Wandel und Innovation bewiesen.

Die Stäggelenhütte: Sie gehört dem Waldbauverein und steht im Stäggelenwald.

(Bild: z.V.g.)

Manuel Alder


40 · Kalender 05/2025

Kalender

Mai

7. Lollipop «mehr als nur ein Chrabbeltreff», 14

– 17 Uhr mit Zvieri, ref. Kirchgemeindehaus

7. Huusfründe – Eine Komödie in sechs Bildern,

20 Uhr, Stuhlfabrik

7. Üsi Werkstatt, Frauengemeinschaft, 19 –

22 Uhr, kath. Pfarreiheim

7. Öffentlicher Vortrag «Koronare Herzkrankheit»,

19 Uhr, Spital Herisau

7. Vorstellung der Schweizer Garde, 14.30 –

17 Uhr, katholisches Pfarreiheim

8. Huusfründe – Eine Komödie in sechs Bildern,

20 Uhr, Stuhlfabrik

8. Mittagstreff, Club 60plus, 11.30 Uhr, Casino

8. Ständli Musikverein Herisau, ab 18.30 Uhr,

Schulareal Langelen

9. Huusfründe – Eine Komödie in sechs Bildern,

20 Uhr, Stuhlfabrik

9. El Chico Fuendre, elektronisches Liveset, ab

19 Uhr, Dä 3.Stock

10. SchülerInnenkonzert des Drumtraining

Marco Steiner, ab 15.30 Uhr, Dä 3.Stock

10. Eröffnung Freibad, 9 Uhr, Sonnenberg Herisau

12. Info-Anlass Ortsplanung, 19-21 Uhr, Casino

Herisau

13. Huusfründe – Eine Komödie in sechs Bildern,

20 Uhr, Stuhlfabrik

13. Filmnachmittag «Monsieur Blake zu Diensten»,

Club 60plus, 14 Uhr, Cinétreff

13. Vogelexkursion Ifang - Wiesen, Ornithologische

Gesellschaft, 18 Uhr, Schulhaus Ifang

14. E-Bike-Tour «Auf den Spuren des Frühlings»,

Club 60plus, 9 Uhr, Sportzentrum

14. Öffentlicher Vortrag «Sodbrennen und

Magendruck - Ursachen, Diagnostik und

Therapie», 19 Uhr, Spital Herisau

14. Einwohnerratssitzung, 17 Uhr, Gemeindehaus

Ratsaal

15. Huusfründe – Eine Komödie in sechs Bildern,

20 Uhr, Stuhlfabrik

16. Huusfründe – Eine Komödie in sechs Bildern,

20 Uhr, Stuhlfabrik

17. DYAD - Didier Laloy, Akkordeon & Adrien

Tyberghein, Kontrabass, kulturisdorf, 20.30

Uhr, altes Zeughaus

18. Spielesonntag - Gesellschaftsspiele in

gemütlichem Rahmen, 14 – 18 Uhr, Dä

3.Stock

18. Eröffnung Erweiterte Ausstellung «Carl

Seeligs Wanderungen mit Robert Walser» 16

Uhr, Museum Herisau

18. Vogelexkursion Frauenfelder Almänd, OG

Herisau und Appenzeller Vogelschutz, 7.50 –

11 Uhr, Rorerbrücke Frauenfeld

21. Wanderung Horgen – Wädenswil, Vitaswiss,

Anmeldung: 079 703 96 49

21. Öffentlicher Vortrag «Für ein gutes Alter

- Die Bedeutung der Ernährung», 19 Uhr,

Spital Herisau

22. Mittagstreff, Club 60plus, 11.30 Uhr, Casino

23. «NARRA – Erzähl!», 19.30 Uhr, Stuhlfabrik

23. Appenzeller Kantonalmusikfest 2025, Ebnet,

Casino Herisau, Evangelische Kirche Herisau

23. Eidg. Feldschiessen 2025, Schützenverein

Herisau, 18 – 20 Uhr, Schiessanlage Breitfeld

24. Livekonzert Agent Flipper, ab 19 Uhr, Dä

3.Stock

24. Appenzeller Kantonalmusikfest 2025, Ebnet,

Casino Herisau, Evangelische Kirche Herisau

24. Spirituelle Velotour, 9 Uhr, katholische

Unterkirche

24. Theater Fabula «Salto und Mortale», 19 Uhr,

alte Stuhlfabrik Herisau

25. Sonntagscafé, 13.30 – 17 Uhr, Haus Wiesental

Regelmässig

Café unter den Bäumen, Montag (10 – 17

Uhr) & Freitag (14 – 21 Uhr), Chupfertrocke

Museum Herisau, Mittwoch

bis Sonntag, 13 – 17 Uhr

Figurentheater-Museum, jeweils am

Mittwoch um 14 – 17 Uhr und Sonntag

11 – 16 Uhr

Wochenmarkt, jeweils am Samstag um

8.30-12.30 Uhr

25. Appenzeller Kantonalmusikfest 2025, Ebnet,

Casino Herisau, Evangelische Kirche Herisau

25. Eidg. Feldschiessen 2025, Schützenverein

Herisau, 9 – 11 Uhr, Schiessanlage Breitfeld

25. «Wir feiern die Liebe», 10 Uhr, Katholische

Kirche

25. Goofetheater, 9.30 – 12.30 Uhr, alte Stuhlfabrik

Herisau

26. Appenzeller Lät-night-Show, 20 – 23 Uhr,

Stuhlfabrik

27. Wanderung «Schwertlilien am Illspitz», Club

60plus, 8.15 Uhr, Bahnhof

29. Morgenexkursion im Wald Fröhlichsegg

Teufen, OG Herisau mit Appenzeller Vogelschutz,

6 – 10.30 Uhr

31. 8. Feuerwehr Eishockey Turnier, ab 9 Uhr,

Sportzentrum Herisau

Juni

1. Freie Besichtigung Schwänberg-Museum,

14-16 Uhr

2. Erzählcafé unter dem Thema «Respekt»,

14-16 Uhr, Haus Wiesental

3. Besichtigung der Carosserie Pfister, Club

60plus, 13.45 Uhr, Industriestrasse 23 (mit

Voranmeldung)

4. Lollipop «mehr als nur ein Chrabbeltreff»,

14 – 17 Uhr mit Zvieri, ref. Kirchgemeindehaus

MIT PEACH WEBER MACHT

DER «KING OF GÄX» HALT IM CASINO

Eines der Urgesteine der Schweizer Comedy-Szene

kehrt auf die Bühne zurück: Peach

Weber geht in diesem Jahr mit seinem

neuen Programm «King of Gäx» auf grosse

Tournee – und bringt sein 17. Programm am

Dienstag, 3. Juni, ins Casino Herisau. Dabei

bleibt er seinem Rezept treu und präsentiert

Wortwitze, skurrile Geschichten, philosophische

Weisheiten und eine gesunde

Portion Selbstironie. Mit seinem neusten

Programm knüpft der Aargauer an eine

besondere Auszeichnung an. Im Jahr 2022

wurde ihm in London der humoristische

Adelstitel «King of Gäx» verliehen – eine

Ehre, die zuvor nur Charlie Chaplin und

Mister Bean erhielten. Das neue Bühnenprogramm

ist inspiriert von dieser Ehrung.

In Herisau dürfen sich die Zuschauerinnen

und Zuschauer auf eine «Wellnessstunde

für die Seele» freuen, wie der mittlerweile

72-jährige Komiker seine Auftritte selbst

bezeichnet. Der Halt in Herisau ist Teil einer

umfassenden Tournee, die zeigt, dass

Peach Weber trotz anstehender Abschiedsshow

in zwei Jahren noch lange nicht abgedankt

hat. Tickets sind auf www.ticketcorner.ch

erhältlich. (pd)


05/2025 Sternefööfi · 41

Sternefööfi

EINE LEKTION IN BERÜHRBARKEIT

In einer Welt, in welcher zunehmend alles

relativ wird, gilt es, wachsam zu bleiben,

damit einem die Gleichgültigkeit nicht

übermannt. Mit dem Eintritt der Sonne in

das sinnliche Zeichen Stier erhält dabei die

Herrscherin Venus zentrale Aufmerksamkeit.

Sie repräsentiert einen globalen Appell

für eine notwendige Verhaltensänderung in

diesen Zeiten.

Beziehung mit allen Sinnen

Mutter Natur verströmt derzeit ihre volle

Sinnlichkeit: das junge Grün, die ersten

Blumen, die saftigen Kräuter, die bunten

Blumenwiesen und die neue Lebendigkeit

der Bäume. Ein ganzer Zauberkasten an

Farben und Gerüchen. Die Tierwelt erfreut

mit herzigen Jungtieren, kuschligen Pelzgeschöpfen,

treu und naiv blickenden Tieraugen.

Die wärmende Sonne lädt ein, sich

dem Frühling hinzugeben, die ersten, frischen

Gartenschätze zu verkochen und gemeinsam

mit unseren Lieben zu geniessen.

Jetzt mit den Händen in der Erde zu graben,

Setzlinge zu pflanzen und sich von nun an

über jeden neuen Trieb zu erfreuen, erzeugt

eine spannende Art der Verbindung. Für die

Aufnahme dieser körperlichen Impulse über

die Haut, die Nase, den Mund, die Ohren

und die Augen steht der Stier. Je grösser die

Aufnahmebereitschaft, desto reicher das

Erleben. So gesehen sind Allergien in dieser

Zeit auch Hinweise, was intuitiv vom Körper

und dem eigenen Naturell abgelehnt wird.

Jede Verbindung mit unserer Umgebung,

einem Menschen, einem Tier, der Natur

oder einem Thema ist ein Weg, seine Persönlichkeit

auszudehnen und neue Facetten

der eigenen Natur zu entfalten. Wird das

verweigert, ist es ergiebig, aus mehreren

Blickrichtungen darauf zu schauen. In der

Astrologie geht der Blick zur Venus und

M

F

ihre aktuelle Lehrstunde bei Saturn in den

Fischen. Wenn dieser am 25. Mai in den Widder

eintritt, erfolgt die Prüfung.

Notwendige Ergänzung

Die Venus beherrscht sowohl die luftige

Waage als auch den erdigen Stier. Beziehungen

sind Spielplätze für Liebe und Brutstätten

für Gestaltungskraft. Die weibliche oder

Yin-Seite der Stiervenus zeigt die Fähigkeit

der Berührbarkeit in Beziehungen. Wie sinnliche

Impulse aufgenommen, bewertet und

beantwortet werden, kann aus einem Horoskop

gelesen werden. Die Sinne verbinden

mit dem eigenen Körper und der eigenen

Anlage. Eine Venus im Horoskop zeigt, wo

und auf welche Art Ergänzung gewünscht

und gesucht wird. Vielen Menschen ist nicht

bewusst, dass das, was wir ausserhalb suchen,

innere Anteile von uns selbst sind, die

sich über eine Beziehung entfalten möchten.

Ein Partner oder ein Thema, das uns anzieht

oder abstösst, ist eine Resonanz aus

unseren eigenen Persönlichkeitsanteilen.

Wir holen uns einen Trainer, um uns mit uns

selbst auseinanderzusetzen. Denn allein

nehmen wir nur einen Teil von uns wahr, der

Rest bleibt eine Entdeckungsreise. Das ist

der Grundmechanismus, auf welchem das

Prinzip der Entfaltung funktioniert. Jeder

Mensch bringt astrologisch gesehen eine

Anlage mit, welche sich nur in Resonanz mit

seiner Umwelt weiterentwickeln kann.

Abgestumpfte Energie und Machttest

Fehlt nun aber die Beziehung zum weiblich

gebenden Prinzip in sich selbst, erkennt

man es auch nicht im Aussen und die Entdeckungsreise

stagniert. Viele dieser abgestumpften

Menschen tummeln sich derzeit

auf der Weltbühne. Im Mangel an Respekt

vor der Mutter Erde und damit jeder ge-

benden und nährenden Natur, verrennen

sie sich in der Gier nach mehr Besitz und

Macht. Eine veraltete Weltwahrnehmung,

die noch immer ein Schlaraffenland sieht,

ist empfindungsgestört für die Gesetzmässigkeiten

der Lebendigkeit. Und was nicht

lebendig ist, löst wiederum keine Impulse

und Resonanzen mit anderen Lebewesen

aus. Denn das Gegengewicht der Berührbarkeit

ist die Fähigkeit zur Symbiose. Wenn

das, was im Aussen erkannt wird, eine innere

Resonanz erzeugt, entsteht der menschliche

Drang, es zu vereinnahmen.

Der beste Fall dieser leidenschaftlichen Regung

ist die Erzeugung von neuem Leben.

Also wird die Gestaltkraft maximal aktiviert.

Diese Kraft und diese Intensität repräsentieren

das Skorpionzeichen und Pluto.

Diese Art der Leidenschaft zum Leben

beinhaltet alle Töne im Register: Geburt

und Tod als Überbegriffe für machtvolle Krisen-

und Transformationsprozesse, höchste

Verschmelzungserlebnisse aber auch tiefste

Einsamkeit. Generell gilt: Alles mit vollem

Einsatz. Aber in einer Gesellschaft, die alles

relativiert, verschwinden die Konturen, die

Spielplätze des Erlebens, die Gestaltkraft

und letztlich auch die Widerspruchsenergie.

Die Stierzeit macht bewusst, wo wir mit

der eigenen Berührbarkeit in Verbindung

stehen, wo wir die Macht abgegeben haben

und wo wir sie zu Gunsten der eigenen Lebendigkeit

zurückerobern müssen.

Der schlechteste Fall in dieser Dramaturgie

ist nämlich der Parasit, der aufgrund seiner

eigenen Leblosigkeit anderen die Energie

absaugt. Das Szenario einer Machtübernahme

durch eine künstliche Intelligenz erinnert

diesbezüglich stark an einen gigantischen

Parasiten, eine aktuelle Entsprechung

für Pluto im Wassermann. Dem kann sich

ein lebendiger und schöpferischer Mensch

entgegenstellen, wenn er sich seiner grössten

Schwäche, der Bequemlichkeit und der

Tatenlosigkeit, bewusst ist. Wer nicht jeden

Aufwand scheut, sondern erkennt, wie bereichernd

jede Erfahrung und jede Leistung

letztlich für ihn selbst ist, gibt seine Macht

nie ab. (nr)

Impressum

Herausgeber / Druck

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9100 Herisau

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Nadja Rechsteiner (nr)

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Manuel Alder (ma)


42 · Rätsel 05/2025

oriental.

Süssgebäck

kaputt

(ugs.)

chron.

Gelenkserkrankung

12

päpstl.

Zentralbehörde

Eishockeyclub:

ZSC ...

Fürstin

in Indien

5

afrikan.

Staat

junge

Sojabohnen

Goldmünzen

Wettersendung

auf SRF

Abschiedswort

Rindfleischgericht

Diskussionsgegenstände

Schalterstellung

(engl.)

Pferdegangart

Backtreibmittel

Mz. 6

Frauenname

Brautwerber

völliger

Ver-

Dreiergespanmögensverlust

Sportkleidung

Fortpflanzungszelle

getrocknetes

Gras

warum,

weshalb

histor.

Wurfspiess

Blume

mit

gelben

Blüten

amerik.

Raubkatze

Authentizität

17.

griech.

Buchstabe

Teile e.

Speise

mexikan.

Agavenschnaps

Feingliedrigkeit

7

Wiesenpflanze

von genannter

Zeit an

3

Oper

von

Verdi

Reptiliengattung

Passagier

oh-

Ausdruck

d. Internat.

Abk.:

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arab.

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9

lat.: zukünftig

(2 W.)

ital. TV-

Sender

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11

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Bäckerei-Confiserie-Kaffee Knöpfel

Oberdorfstrasse 6 · 9100 Herisau

T 071 351 14 80 · F 071 351 14 78

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in der

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Inselstaat

Giftschlangen

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Rome

Theatergruppe:

Karls

Kühne ... 1

südafrik.

Partei

span.:

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ugs.:

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Musikrichtung

(engl.)

Fürwort

im Dativ

Eidg.

Bankenkommission

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für

schweiz.

Clown

arktisch.

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Wasserbrotwurzel

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in der

Karibik

schweiz.

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(Beat)

weiter

oben

gelegen

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Silbe e.

Wortes

lustvoll,

wahrnehmbar

Regierung

(abwertend)

Preis

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Strom in

brauch-

ter

Spanien

Güter

Monatsname

4

Heu aus

dem 2.

Grasschnitt

Körperfleck

Karpfenfisch

Name

Irlands

Roman v.

Jane

Austen †

10 raetsel.ch

Boot in

Venedig

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Das Lösungswort der letzten

Ausgabe war: BARRIERE


05/2025 Kino · 43

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Wissen Sie, von wo dieses Foto stammt? Dann haben Sie jetzt die Chance auf zwei Kinogutscheine im Cinétreff! Wenn Sie erkannt haben, wo wir

das Bild geknipst haben, machen auch Sie ein Foto davon und schicken Sie uns die Lösung bis zum letzten Mittwoch des Monats an redaktion@

deherisauer.ch. Unter allen richtigen Einsendungen losen wir jeden Monat eine Gewinnerin oder einen Gewinner aus. Unser April-Gewinner ist

Erwin Iseli. Er hat das Gebäude am Platz 1 richtig erkannt – herzlichen Glückwunsch!

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Kennen auch Sie einen Ort, den niemand erkennen würde? Dann schicken Sie uns

ein Foto davon für unsere nächste Ausgabe – wie Jitka Keel. Findet niemand heraus,

wo Sie das Bild geknipst haben, gehören die beiden Kinogutscheine Ihnen!


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