Ausgabe 05/2025
Das Magazin für Herisau und Umgebung. Erscheinungsdatum: 7. Mai 2025
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Das Magazin für Herisau und Umgebung Ausgabe 5 ⋅ 7. Mai 2025
FÜR MARGRIT GEEL IST WANDERN
MEHR ALS EIN HOBBY ⋅04
IN PLANUNG: AUSSTELLUNG
ZUR BILDUNG IN AUSSERRHODEN ⋅ 12
FÜR DIE BLUMENLÄDEN IM DORF IST
DER MUTTERTAG HERZENSSACHE ⋅ 18
DER WALDBAUVEREIN SETZT SICH
FÜR DEN SCHUTZ DER WÄLDER EIN ⋅ 38
Vögel entdecken -
Vogelgesang erkennen
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05/2025 Heri-Schau · 3
DAS KANTONALMUSIKFEST
VERSPRICHT KLANGVOLLE TAGE
Vom 23. bis 25. Mai findet in Herisau das Appenzeller
Kantonalmusikfest statt. Nach der
Eröffnung am Freitagabend messen sich am
Samstag und Sonntag einheimische Blasmusiken
und auswärtige Gastvereine an den
Wettspielen. «Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit
war innerhalb eines Jahres sehr viel
Vorarbeit zu leisten», erklärt Philipp Rüst,
Verantwortlicher für Marketing und Kommunikation.
«Aber jetzt sind wir auf einem sehr
guten Stand. Alles rund um die Wettspiele
wie beispielsweise das Engagement der Jurymitglieder,
die Planung der Spielzeiten und
das Unterhaltungsprogramm sind zum Glück
schon seit längerem in trockenen Tüchern.»
Für die Wettspiele werden über 1000 Teilnehmende
erwartet, dazu kommen Schaulustige
aus allen Ecken der Schweiz. Die
Vorbereitungen befinden sich gemäss Rüst
auf gutem Weg. «Die letzten Details mit Lieferanten
und Dienstleistern werden geklärt,
dazu gilt es, alles Material für die Vereine wie
Bons oder Festkarten bereitzustellen.» Kurz
vor dem Fest erfolge dann der Aufbau auf
dem Ebnet. Hier, im Casino und in der reformierten
Kirche finden die Wettspiele statt.
Doch nicht nur Liebhaber der Blasmusik
sollen auf ihre Kosten kommen, sondern die
ganze Bevölkerung. Dank einer Ausnahmeregelung
wird die Kasernenstrasse für zwei
Tage gesperrt, auf die Gäste wartet Live-Musik
und Verpflegungsmöglichkeiten an Ständen
oder in Restaurants. «Wir wussten, dass
wir ein Fest für das Dorf, mit dem Dorf wollen»,
erklärt Rüst. «Nach der ersten Sitzung
war klar, dass die Chälblihalle als Party-Location
von Stefan Kull betrieben wird und an
der Kasernenstrasse unter der Führung von
Marco Sessa ein kleiner Festplatz im Dorf
entsteht.» Zudem seien diverse lokale Betriebe
an der Verpflegung beteiligt. Die grössten
Herausforderungen für das OK-Team sei der
straffe Zeitplan und die spät angesetzte Anmeldefrist
gewesen: «Das erschwerte unsere
Planung, weil die Einteilung der Unterkünfte,
die Grösse des Festzeltes oder der Spielplan
von der Anzahl der teilnehmenden Vereine
abhängt.» Auch die Suche nach Helferinnen
und Helfern gestaltete sich bis Ende März
schwierig. «Nun sind aber fast alle Posten besetzt,
einzig am Samstagabend fehlen noch
einige Freiwillige.»
An den Wettspielen selbst führen die
Musiken ein ausgesuchtes sowie ein vorgegebenes
Musikstück auf. «Diese öffentlichen
Vorträge dauern zehn bis zwanzig Minuten
und werden von einer Jury bewertet. Zudem
spielt jeder Verein ein Stück auf der Parademusikstrecke
auf dem Ebnet. Dieser Teil
wird ein grosser Publikumsmagnet.» Weil
der Musikverein Herisau in diesem Jahr sein
100-jähriges Bestehen feiert, besteht ein
grosser Teil des Organisationskomitees aus
seinen Mitgliedern. «Für den Musikverein
ist sicherlich der Freitagabend ein Highlight:
Dann treten rund 300 Schulkinder mit Marius
Bear auf der Bühne auf.»
Alle Infos rund
um das Fest
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im Mai
8. MAI
Welttag der Esel
12. MAI
Internationaler Tag der Pflegenden
Sergio Dudli
21. MAI
Weltuntergangstag
An diesem Tag sollte gemäss eines amerikanischen
Predigers namens Harold
Egbert Camping das Ende der Welt beginnen.
Seine Fehlprognose nahmen
viele seiner Landsleute zum Anlass, an
diesem Tag auf ironische Art und Weise
den Weltuntergang zu feiern.
28. MAI
Welttag des Spielens
hesch gwösst?
Die Maiglöckchen haben ihren Namen
wenig überraschend vom Monat, in dem
sie blühen. Der Monat wiederum ist nach
der römischen Göttin Maia benannt. Der
englische Name des Maiglöckchens lautet
übrigens «lilly of the valley», also Lilie
des Tals.
An zwei Wettspieltagen messen sich über 1000 Musikerinnen und Musiker.
(Bild: zVg.)
Titelbild: Wanderleiterin Margrit Geel auf
dem Lutzenland.
(Bild: nr)
4 · Porträt 05/2025
«WANDERGRUPPEN SIND
WIE EINE GROSSE FAMILIE»
Margrit Geel ist Wanderleiterin beim Verein Appenzeller Wanderwege AR. Mit Blick vom
Lutzenland auf Herisau erzählt sie, welche Ziele der Verein verfolgt, wie Menschen beim
Wandern zusammenkommen und wie wertvoll die Natur als verbindendes Element ist.
Margrit Geel ist keine gebürtige Herisauerin,
kennt aber nicht nur aufgrund ihrer Begeisterung
für das Wandern längst jede Ecke des
Dorfs. Sie kam vor bald 60 Jahren in der Zürcher
Oberländer Gemeinde Sternenberg zur
Welt. «Als ich in Andermatt als Postangestellte
arbeitete, traf ich meinen späteren Ehemann
Beni. Gemeinsam kamen wir vor 31 Jahren nach
Herisau.» Die Leidenschaft fürs Wandern teilt
das Ehepaar nicht, sie schenken sich aber den
Freiraum für die individuellen Interessen. Margrit
Geel betont: «Ich fühle mich hier schon
längst wie zu Hause. Früher habe ich für die
Frauengemeinschaft Briefe verteilt und dabei
so viele schöne Begegnungen gehabt und einmalige
Wohnlagen entdeckt.» Das Ehepaar
Geel wohnt im Quartier Langelen, wo der Verkehr
zwar ein Malus, die Anbindung an den öffentlichen
Verkehr jedoch ein grosses Plus sei.
Die Natur und die Berge liebt Margrit Geel von
jeher. Schon als junge Frau sei sie mit Gruppen
gewandert und sei jeweils im Zentrum des
Interesses gestanden. «Heute weiss ich auch,
weshalb das so ist: Wenn bei unseren Wanderungen
einmal eine jüngere Person mitkommt,
ist die Begeisterung sehr gross!»
Margrit Geel ist Mutter von zwei erwachsenen
Kindern und betätigte sich schon in
verschiedensten ehrenamtlichen Bereichen:
Quartierverein, Frauengemeinschaft, Turnverein,
Cinétreff, Babysittervermittlung. Aktuell
ist sie Tagesmutter, arbeitet beim Entlastungsdienst
und ist bereits seit zehn Jahren begeisterte
Wanderleiterin und Kommissionsmitglied
bei den Appenzeller Wanderwegen AR.
Die Wanderleiterausbildung gibt es in zwei
Ausführungen, eine mehrtägige Schulung für
das offene Gelände, jene für die Gebirgstouren
dauert rund zwei Jahre. Fast jeder Kanton in der
Schweiz hat einen Verein, der sich um die Gestaltung,
Instandhaltung, Ausschilderung und
um Führungen auf den Wanderwegen kümmert.
In Appenzell Ausserrhoden besteht er
bereits seit 44 Jahren. Finanziert wird der Verein
über die rund 1000 Mitgliederbeiträge, für
den Unterhalt und den technischen Support
kommen der Kanton und die Gemeinden auf.
Programmgestaltung im Teamwork
Für die Ausgestaltung des Wanderprogramms
zeichnen alle 15 Wanderleiterinnen und Wanderleiter
mitverantwortlich. Unter der engagierten
Leitung des Präsidenten Urs von Däniken
und dem Chef Wanderungen Andreas
Wüst entsteht so in eingespielter Zusammenarbeit
ein 90-seitiges Programm innerhalb
und ausserhalb des Appenzellerlands. Geel
engagiert sich zudem in der Kommission Vereinswesen.
Dort wird alles, was mit Wandern
zusammenhängt, erörtert und diskutiert. Ihr
Zeitaufwand bestehe aus dem Planen und
Vorlaufen der Wanderroute, administrativen
Arbeiten wie den Anmeldungsbestätigungen
oder dem Erstellen der Teilnehmerlisten,
den Vorbereitungen unter Berücksichtigung
der Witterungsverhältnisse und letztlich der
Durchführung der Wanderungen. «Eigentlich
finden die Wanderungen immer statt, jene im
offenen Gelände kann man bei jedem Wetter
durchführen. Ausser bei Dauerregen kann bei
der 22-Stunden-Wanderung eine kurzfristige
Absage erfolgen.» Es sind immer zwei Wanderleiter
pro Gruppe, die Zusammensetzung ändert
sich immer wieder, man versteht sich als
Team. Die Entschädigungen decken die Ausgaben
– doch all das sei nicht die Motivation: «Es
ist ein Privileg, eigene Ideen miteinbringen zu
können und eigene Wunschrouten auch anderen
zugänglich zu machen.»
Den Umgang mit Menschen sieht Margrit
Geel als Bereicherung, so komme es auch
immer wieder zu längeren Gesprächen während
der Wanderungen. Dafür eigne sich die
Position des Schlusslichts besser, denn für die
Wanderleitung, die die Gruppe anführt, seien
Gespräche eher eine Ablenkung. Verläuft man
sich auch mal? «Ja klar, wir sind auch nur Menschen.
Aber im Gegensatz zu anderen Teampartnern
gebe ich das auch zu», lacht sie. Wenn
man offen und ehrlich sei mit den Leuten, werde
auch viel verziehen. So habe sie auch noch
nie Reklamationen erhalten, wenn wir vor
einem geschlossenen Restaurant standen. Da
das Programm bereits im November für das
Folgejahr erstellt werde, müsse man flexibel
reagieren und auch mal einen eigenen Zvieri
oder Kuchen organisieren können.
Die Magie der Nachtwanderungen
Die Wanderungen dauern mehrheitlich einen
Tag, nur Gebirgstouren mit hohen körperlichen
Anforderungen beinhalten auch Übernachtungen.
Speziell sind die Abend- und
Nachtwanderungen. «Es ist sehr schön, in den
Abend hineinzuwandern. Gerade im Hoch-
Auf den Spuren von Robert Walser: Eine Wandergruppe beim Abstieg ins Dorf Lichtensteig.
(Bild: z.V.g.)
05/2025 Porträt · 5
nutzen», findet Margrit Geel. Nach einer Favoritenroute
befragt, erzählt sie von den Wanderungen
mit Blinden und sehbehinderten
Menschen, die sie seit drei Jahren durchführt.
Die Organisation ist für sie das Eintauchen in
eine neue Welt und eine enorme Sensibilisierung
für die Hindernisse auf Wanderungen.
«Plötzlich realisiert man die Gefahr von Wurzeln
oder Pfosten auf Gehwegen. Das ist uns
Sehenden gar nicht bewusst. Ich erlebe, wie
bei diesen Wanderungen Inklusion wahrhaftig
stattfindet und viel Verständnis zwischen Blinden,
Begleitpersonen und unseren Wanderden
entsteht», sagt sie stolz. Insgesamt seien drei
Routen mit dem Blindensignet ausgeschildert:
Rund um Gais, eine um Steinegg sowie von
Heiden über die Landmark nach Gais. Ein spezielles
Erlebnis wird durch Simulationsbrillen
auf dieser Wanderung möglich. So kann die
Perspektive blinder Menschen unmittelbar erfahren
werden.
Margrit Geel vor dem Wegweiser der neu ausgeschilderten Route 22 «Kulturspur Appenzellerland».
sommer wird es eigentlich kaum je komplett
dunkel.» Das Erlebnis der Sterne und des
Monds ist auch das Ziel der 19. gesamtschweizerischen
Wandernacht. Die Ausserrhoder
bieten am 12. Juli zwei Wanderungen an, eine
leichtere mit Rückkehr vor Mitternacht und
eine Nachtwanderung, die bis zum nächsten
Morgen dauert. Die Strecke vom Hochhamm
zur Hochalp bewältigt man mit Stirnlampen
– begleitet von einem hoffentlich sichtbaren
Vollmond.
Margrit Geel verhehlt nicht, dass die Verantwortung
für die Teilnehmenden immer
mitwandere. Gerade bei mehrstündigen Wanderungen
in der Nacht sei sie heilfroh, wenn
alle gesund zurückkehren. Ein Notfallset im
Wanderrucksack ist stets dabei, zudem werden
Wiederholungskurse in Wettergefahren oder
Erster Hilfe besucht. Ihr ältester Teilnehmer
sei fast 90 Jahre alt gewesen: «Solange die
Person mit der Gruppe mithalten kann, gibt es
keine Probleme. Da wir Wanderleiter zu zweit
begleiten, kann auch mal eine vorübergehende
Schwäche aufgefangen werden. Das ist am Tag
aber deutlich einfacher als in der Nacht. Als
Schlusslichter dürfen wir den Anschluss an die
Gruppe nicht verlieren.» Man versuche, allen
die Teilnahme zu ermöglichen. Erst wenn die
Gruppe massiv unter den Verzögerungen leide,
müsse die Person unter Umständen nach
Hause entsendet werden. «Wanderer können
sich aber meist gut einschätzen und fühlen
(Bild nr)
sich selbst nicht mehr wohl, wenn sie das Gefühl
haben, die Gruppe zu behindern.»
Gemeinsame Wanderung mit Blinden
Die «Kulturspur», welche von der Hochblüte
der Textilindustrie und der Heimarbeit in vergangenen
Zeiten zeugt, führte bis anhin von
Degersheim nach Rheineck. Nach rund zwanzig
Jahren entstand nun die Idee, dass diese
Wanderung in Ausserrhoden beginnen, durch
sämtliche Gemeinden führen und auch im
Kanton enden soll. Die neue Ausschilderung
der Route 22 von Urnäsch nach Walzenhausen
war ein intensives und mehrjähriges Projekt,
das nun – auch dank eines grosszügigen Legats
einer verstorbenen Wanderin – zum Abschluss
kommt. Mit der öffentlichen Ausschreibung
von drei Arbeitstagen wurden Ende März und
Anfang April Helferinnen und Helfer gesucht,
um in Teilstrecken die neue Beschilderung anzubringen.
«Dazu nahmen wir die vorgeklebten
Wanderwegweiser und die Briden mit.
Dadurch konnten wir gleichzeitig aufzeigen,
welcher Aufwand auf einem gepflegten Wanderweg
anfällt», erzählt Geel.
Das Wanderprogramm der Appenzeller
Wanderwege AR ist vielseitig. Es bietet ganzjährig
Inspiration und Teilnahmemöglichkeiten
für jeden Geschmack. «Mir ist es wichtig,
bei der Planung die Anschlussverbindungen
mit dem öffentlichen Verkehr mit einzurechnen.
Gerade als Wanderer sollte man diesen
Mitglied in der Wanderfamilie werden
«Gruppenwanderungen haben völlig zu Unrecht
einen negativen Touch», findet Margrit
Geel. «Es gibt viele Reaktionen von Aussenstehenden
zu diesem Thema, die dem Erleben
nicht ansatzweise gerecht werden. Wir sind
wie eine grosse und sehr tolerante Familie.
Wir haben viele Stammgäste, aber neue Teilnehmerinnen
und Teilnehmer sind herzlich
willkommen und werden mit offenen Armen
aufgenommen.» Die Verantwortung für eine
Gleichbehandlung aller Teilnehmer nimmt
sie als Wanderleiterin sehr ernst. Der Mitgliederbeitrag
für Einzelmitglieder beträgt 30
Franken. Viele sind Mitglied in verschiedenen
kantonalen Wanderwegorganisationen und
man schätze auch die Unterstützung von zahlreichen
Passivmitgliedern. Als privates Ziel
habe sie den Piet auf ihrer Liste, ein Berg in
den Sihltaler Alpen, der mit 1965 Metern so
hoch ist wie ihr Jahrgang. Mit Wandern ist sie
noch lange nicht fertig. Dafür wird jeder Tag
mit gutem Wetter genutzt. «Buchhaltung und
Schreibarbeiten kann ich machen, wenn’s regnet»,
lacht sie und zieht in ihren Wanderschuhen
von dannen.
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Lebensadern. Das System versorgt den Körper mit Blut und
Sauerstoff. Das Herz ist die Pumpe und die Blutadern sind unser
Versorgungssystem. Störungen in diesem absolut wichtigen
System erkennt man oft an Veränderungen am Blutdruck.
Schwankungen und Abweichungen von den Richtwerten soll
man unbedingt ernst nehmen, besonders wenn sie dauerhaft
auftreten. Dass man nicht immer den perfekten Wert misst,
ist normal. Der Blutdruck schwankt im Laufe des Tages und
ist abhängig von der jeweiligen Tagesaktivtät, vom Alter oder
auch vom psychischen Zustand. Ein weiteres Phänomen ist,
dass der Wert in der Arztpraxis oft höher ist, als wenn man
selbst zu Haus misst. Es scheint, dass schon der Anblick des
Arztes genügt, um den Wert in die Höhe zu treiben.
Hoher Blutdruck ist oft ein Hinweis für eine Herzerkrankung
Anzeichen können sein: Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen
oder Sehstörungen. Ein hoher Blutdruck wird gefördert
durch einen ungesunden Lebensstil oder er kann auch
vererbt sein. Eine ärztliche Abklärung ist nötig. Der Blutdruck
delt
werden.
Vorbeugen ist besser!
Hohen Blutdruck beugt man am besten durch eine ausgewogene
Ernährung vor. Besonders sollte man auf einen geringen
oder kontrollierten Konsum von Genussmitteln wie Alkohol,
Tabak oder Nikotin achten. Salz- und fettreiche Kost wirkt sich
ebenfalls negativ auf den Blutdruck aus. Würzen Sie lieber mit
frischen Kräutern und achten Sie auf eine abwechslungsreiche
Eiweisszufuhr. Das heisst auch mal die tierischen Eiweiss-
Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Der Schwarze Knoblauch
in Kapselform, ein hochwertiges Omega-3-Fettsäurenpräparat
oder die Swidro Herz- und Gefässkapseln sind optimal,
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05/2025 Gesellschaft / Glosse · 7
MIGROS AN DER ALPSTEINSTRASSE
IST BALD RUND UM DIE UHR GEÖFFNET
Das Bedürfnis nach Einkaufsmöglichkeiten
ausserhalb der regulären Ladenöffnungszeiten
wächst. Diesem Bedürfnis möchte die Migros
gemäss einer Mitteilung entsprechen und
testet in ihrem Supermarkt an der Alpsteinstrasse
den 24-Stunden-Betrieb. Künftig wird
die dortige Migros während der gewohnten
Öffnungszeiten wie bis anhin mit Verkaufspersonal
betrieben. Im Anschluss werden die
Zutritts- und Überwachungstechnologien
aktiviert, dank derer die Migros zu einem
Selbstbedienungsladen wird. Zugang erhalten
die Kundinnen und Kunden mit sämtlichen
gängigen Debit- und Kreditkarten sowie dem
Cumulus-Code. Bezahlt werden kann an den
Self-Checkout-Kassen mit Karte, Twint und der
Migros-App. Zur Sicherheit ist die Migros vollumfänglich
video- und sensorüberwacht. Für
die Kundinnen und Kunden steht damit rund
um die Uhr das ganze Sortiment des Supermarkts
mit rund 7000 Artikeln zur Verfügung.
«Auch in ländlichen Gebieten besteht an hoch
frequentierten Standorten Bedarf an zusätzlichen
Einkaufsmöglichkeiten – gerade für Produkte
des täglichen Bedarfs, deren Angebot
unabhängig von den Ladenöffnungszeiten zur
Verfügung steht», sagt Samuel Bauert, Leiter
Direktion Supermarkt bei der Migros Ostschweiz.
«Daher haben wir uns für die Migros
an der Alpsteinstrasse, die an einer der Hauptachsen
durch Herisau liegt, als Pilotstandort
entschieden.» Einen planmässigen Ablauf des
Bewilligungsverfahrens mit der Gemeinde vorausgesetzt,
ist die Migros ab Sommer 2025 jeden
Tag rund um die Uhr geöffnet. Die Migros
Ostschweiz informiert nach Erhalt der Bewilligung
und Abschluss der Umsetzungsarbeiten
über den definitiven Termin. (pd)
Einkaufen am Sonntag und nach Ladenschluss wird an der Alpsteinstrasse bald möglich sein.
ERSTES QUARTIERSTÄNDLI
DES MUSIKVEREINS IM SAUM
(Bild: sd)
Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums sollen die Quartierständli des Musikvereins Herisau wieder aufleben. Als erstes
gastierten die Musikerinnen und Musiker am 1. Mai im Saum. Weitere Auftritte finden am 8. Mai (Langelen),
21. August (Schachen), 4. September (Heinrichsbad) und 25. September (Mühle/Ifang) statt. (Bild: es)
d’Föörbete
MANN GEGEN
GORILLA
Im Internet kursierte in den vergangenen
Tagen eine kuriose Frage, die für Gesprächsstoff
sorgte. Sie stellte die Diskussion in den
Raum, ob 100 Männer einen einzelnen Gorilla
in einem Kampf um Leben und Tod besiegen
könnten. Frauen sind in der Frage übrigens
explizit ausgeklammert. Dies mit der
Begründung, dass ein durchschnittlicher
Mann mehr Muskelmasse besitzt. Hirnmasse
scheint bei diesem fiktiven Überlebenskampf
offenbar keine Rolle zu spielen. Was
also geschieht, wenn eine geballte Ladung
Testosteron auf raue animalische Kraft
trifft? Das wurde auf sozialen Netzwerken
eifrig diskutiert. Schnell kristallisierten sich
zwei Lager heraus. Eine Gruppe rechnete
den Männern aufgrund ihrer zahlenmässigen
Überlegenheit gute Chancen zu. Der
andere Teil setzte auf den Gorilla, da er
deutlich mehr Gewicht, Kraft und Wucht
in den Ring bringt. An dieser Stelle sei angemerkt,
dass ein ausgewachsener Silberrücken
bis zu 400 Kilogramm wiegt und zehn
Mal mehr heben kann als der Durchschnittsmann.
Gemäss Anthropologen, die sich mit
der Evolution des Menschen beschäftigen,
wäre die einzige Hoffnung der Männer, in
kleinen Gruppen anzugreifen, da Gorillas
konditionell auf kurze Revierkämpfe getrimmt
sind. Doch selbst bei einer Niederlage
des Silberrückens würden viele Männer
den Kampf nicht überleben. Das scheint
auch den Herren der Schöpfung bewusst
zu sein, hielt sich die die Anzahl an freiwilligen
Versuchskaninchen in der ganzen Diskussion
doch in argen Grenzen. Einer der
wenigen, der sich zum Einsatz meldete, war
– wen wundert’s – Elon Musk. An Selbstvertrauen
mangelt es dem Tesla-Chef bekanntermassen
nicht. Sollte aus dem Gedankenexperiment
irgendwann entgegen jeglicher
Vernunft tatsächlich Realität werden, könnte
er gleich noch seinen besten Freund mit
der orangen Haarpracht aus dem Weissen
Haus aufbieten. Oder den Herrn aus Russland,
der sich in der Vergangenheit gerne
mit freiem Oberkörper auf Pferden zeigte.
Der Gorilla würde der Menschheit einen
Bärendienst erweisen. Die Frauenwelt verfolgte
die Diskussion derweil mit einem
Schmunzeln. In ihren Augen scheiterte ein
Grossteil der Männer wahrscheinlich bereits
am kritischen Denken. (sd)
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05/2025 Gemeinde · 9
GEMEINDE LÄDT ZUR BESICHTIGUNG
DER BAUSTELLEN AM BAHNHOF
Seit dem Spatenstich für das Gemeindeprojekt
«Bahnhofplatz mit Bushof» vor knapp
einem Jahr hat sich am Bahnhof einiges verändert.
Auch die Projektpartner haben ihre
Arbeiten vorangetrieben. Was wurde bisher
gebaut? Welche Arbeiten sind im Gang? Wer
sich vom Stand der Dinge ein Bild machen
möchte, kann am Samstag, 17. Mai, an Führungen
auf dem Bahnhofareal teilnehmen. Diese
dauern etwa anderthalb Stunden und starten
um 9.30 Uhr, 11.30 Uhr und 13.30 Uhr beim
Fahrleitungsdepot der Appenzeller Bahnen
gegenüber dem Parkhaus. Organisiert werden
sie von der Gemeinde gemeinsam mit den
Projektpartnern Kanton, Schweizerische Südostbahn,
Appenzeller Bahnen, Regiobus und
Post. Die Platzzahl ist beschränkt. Anmeldungen
erfolgen am einfachsten und schnellsten
auf eventfrog.ch. Ebenfalls möglich sind Anmeldungen
via www.bahnhof-herisau.ch, per
E-Mail an info@herisau.ar.ch oder telefonisch
unter 071 354 54 54. Anmeldeschluss ist der
11. Mai sofern bis dahin noch Plätze frei sind.
Neben dem 17. Mai ist ein weiteres Datum im
Am Samstag, 17. Mai, finden drei Führungen statt.
zweiten Halbjahr für Führungen angedacht.
Zudem können sich Vereine, Organisationen
usw. für separate Führungen mit 15 bis 30
Personen beim Kommunikationsverantwortlichen
der Gemeinde (thomas.walliser@herisau.ar.ch)
melden. (gk)
(Bild: gk)
HERISAU AUF EINEN BLICK
MIT DEM NEUEN ORTSPLAN
Die Gemeinde Herisau hat einen neuen Ortsplan
herausgegeben. Auslöser war, dass die
Nachfrage nach einem Übersichtsplan trotz
Digitalisierung weiterhin besteht. Neu handelt
es sich beim Ortsplan aber nicht mehr
um einen detaillierten Strassenplan, da Adressen
heutzutage grossmehrheitlich digital
gesucht werden. Vielmehr zeigt der Ortsplan
auf einer illustrierten Karte, welche Gebäude
wo zu finden sind. Ebenso angegeben werden
Spielplätze, Feuerstellen, Sportstätten,
Parkplätze, Themenwege sowie besondere
Orte wie der Aussichtspunkt Lutzenland.
Entsprechend richtet sich der Ortsplan vor
allem an Neuzuziehende sowie Besucherinnen
und Besucher, aber auch an Einheimische.
Dazu passend sind auf der Rückseite
die Herisauer Bräuche und Anlässe wie zum
Beispiel das Silvesterchlausen, das Kinderfest,
der Jahrmarkt und das «Usegstuehlet»
kurz erklärt. Weiterführende Informationen
sind via QR-Code abrufbar. Der neue Ortsplan
kann im Gemeindehaus beim Empfang,
bei der Tourismus-Information im Hotel Herisau
sowie beim Bahnhofschalter der SOB
abgeholt werden. Online ist er auf www.herisau.ch/ortsplan
verfügbar. (gk)
Der neue Ortsplan zeigt besondere Orte und Gebäude.
(Bild: gk)
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05/2025 Kanton /Gemeinde · 11
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m² Grundstücksfläche
28.03.2025 Enzler Rico, Herisau (Erwerb: 14.01.2022),
an Hürlimann Sandra, Herisau Stockwerk-GB-Nr.
S12296, Waldeggweg 2; 352/1000 Miteigentum
an Grundstück Nr. 4970, mit Sonderrecht an der 3
½-Zimmerwohnung mit Kellerabteil Miteigentums-
GB-Nr. M12371, Waldeggweg; 1/70 Miteigentum an
Grundstück Nr. 4967, (Benützungsrecht an Autoeinstellplatz)
Miteigentums-GB-Nr. M12372, Waldeggweg;
1/70 Miteigentum an Grundstück Nr. 4967,
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28.03.2025 Bislimi Emir und Amidi Alejna, Herisau
(Erwerb: 11.04.2023), an Hossain Zada Mehdi und
Hashimi Hossain Zada Maryam, Rorschach Stockwerk-GB-Nr.
S9015, Untere Steinegg 9; 63/1000
Miteigentum an Grundstück Nr. 3333, mit Sonderrecht
an 4 1/2-Zimmerwohnung mit Kellerabteil
Stockwerk-GB-Nr. S9039, Untere Steinegg; 4/1000
Miteigentum an Grundstück Nr. 3333, mit Sonderrecht
an Garage
01.04.2025 HOAG Immobilien AG, St. Gallen (Erwerb:
06.10.2023), an Fuchs Immo Concept GmbH,
Ermatingen TG GB-Nr. 2921, Kasernenstrasse 88a/
Oberdorfstrasse 141; Fabrik mit Büro Vers. Nr. 3203,
mit 2'549 m² Grundstücksfläche
03.04.2025 Erbengemeinschaft Spruzzola Giuseppe
(Erwerb: 03.12.2024) an Semeraro Claudio, Amriswil
Stockwerk-GB-Nr. S9423, Schlossstrasse 58;
93/1000 Miteigentum an Grundstück Nr. 3468, mit
Sonderrecht an 4 1/2-Zimmerwohnung, Kellerabteil
und Estrichabteil Stockwerk-GB-Nr. S9434, Schlossstrasse;
9/1000 Miteigentum an Grundstück Nr.
3468, mit Sonderrecht an Garage
04.04.2025 Meier Hans Peter und Monika, Herisau
(Erwerb: 21.02.2008), an Egli Oskar und Doris,
Herisau Stockwerk-GB-Nr. S10895, Robert-Walser-
Strasse 5; 54/1000 Miteigentum an Grundstück Nr.
3113, mit Sonderrecht an 4 1/2-Zimmerwohnung
und Keller Miteigentums-GB-Nr. M10913, Robert-
Walser-Strasse; 1/26 Miteigentum an Grundstück
Nr. S10885, (Benützungsrecht an Autoeinstellplatz)
09.04.2025 Erbengemeinschaft Melcher Friedrich
(Erwerb: 25.03.2024), an Piske Christoph, Herisau
GB-Nr. 206, Bachstrasse 35; Wohnhaus Vers. Nr.
1423, mit 83 m² Grundstücksfläche GB-Nr. 235, Dorf;
67 m² Grundstücksfläche
11.04.2025 Erbengemeinschaft Fürst Claudia (Erwerb:
13.03.2025), an Rohr Urs, Herisau ½ Miteigentumsanteil
an Stockwerk-GB-Nr. S11456, Sonnenbergweg
9; 39/1000 Miteigentum an Grundstück
Nr. 3104, mit Sonderrecht an 3 1/2-Zimmerwohnung
und Keller ½ Miteigentumsanteil an Miteigentums-
GB-Nr. M11493, Sonnenbergweg; 1/18 Miteigentum
an Grundstück Nr. S11484, (Benützungsrecht an
Autoabstellplatz) ½ Miteigentumsanteil an Miteigentums-GB-Nr.
M11494, Sonnenbergweg; 1/18 Miteigentum
an Grundstück Nr. S11484, (Benützungsrecht
an Autoabstellplatz)
14.04.2025 Aktiengesellschaft Cilander in Liquidation,
Herisau AR (Erwerb: 02.02.1841, 23.12.2002,
23.12.2009), an Hotax AG, St. Gallen
GB-Nr. 1053, Cilander; Kläranlagegebäude Vers. Nr.
626, Filtergebäude Vers. Nr. 661, Fabrikgebäude
Vers. Nr. 1280, Energiezentrale Vers. Nr. 1281, Fabrikgebäude
Vers. Nr. 1283, Betriebsgebäude Vers.
Nr. 1284, Fabrikgebäude Vers. Nr. 2939, Trafostation
Vers. Nr. 5685, Umschlaggebäude Vers. Nr. 6526,
Reservoir Vers. Nr. 4706, Autounterstand Vers. Nr.
3268 und Hochkamin Vers. Nr. 3135, mit 16'177 m²
Grundstücksfläche
17.04.2025 Fortimo Invest AG, St. Gallen (Erwerb:
15.08.2022), an Engler Julian, Waldkirch Stockwerk-
GB-Nr. S9886, Obermoosbergstrasse 2a; 47/1000
Miteigentum an Grundstück Nr. 2274, mit Sonderrecht
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Stockwerk-GB-Nr. S9884, Obermoosbergstrasse 2;
5/1000 Miteigentum an Grundstück Nr. 2274, mit
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M9901, Obermoosbergstrasse; 1/12 Miteigentum an
Grundstück Nr. S9896, (Benützungsrecht an Autoeinstellplatz)
22.04.2025 Rotach Karin, Waldstatt (Erwerb:
22.04.2025), an Rotach Hanspeter, Waldstatt ½ Miteigentumsanteil
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Vers. Nr. 2321 und Betriebsgebäude Vers. Nr. 4864,
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an GB-Nr. 2405, Hohrüti 570; Schopf Vers. Nr.
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½ Miteigentumsanteil an GB-Nr. 2546,
Belch; mit 9'292 m² Grundstücksfläche
25.04.2025 Wäspi Roman, Herisau und Wäspi Marc,
Herisau (Erwerb: 02.09.2024), an Grazioli Andreas
und Petra, Herisau GB-Nr. 124, Torackerstrasse 1;
Wohnhaus Vers. Nr. 200, mit 192 m² Grundstücksfläche
28.04.2025 Grontzki Esther, Herisau (Erwerb:
21.01.1997), an van Haaften Joel und Sarina, Herisau
GB-Nr. 674, Oberdorfstrasse 98; Wohnhaus Vers.
Nr. 322, Unterstand und unterirdisches Gebäude,
mit 553 m² Grundstücksfläche
29.04.2025 Solenthaler Jakob, Herisau (Erwerb:
02.01.1959), an Steinegg Stiftung, Herisau AR GB-Nr.
481, Steinegg 4; Wohnhaus Vers. Nr. 446, mit 156 m²
Grundstücksfläche
29.04.2025 Gsell René, Herisau (Erwerb: 06.12.2011),
an Iseini Semir, St. Gallen GB-Nr. 989, Gossauerstrasse
97; Wohnhaus Vers. Nr. 1344, mit 352 m²
Grundstücksfläche
Zivilstandsnachrichten
Geburten
Bühler, Kimi Robin, geboren 18. Februar 2025,
Sohn des Bühler, Oskar Sebastian und der
Bühler-Signer, Jana Monika, wohnhaft in
Herisau AR
Tanner, Olivia, geboren 4. März 2025, Tochter
des Tanner, Andreas und der Tanner, Céline,
wohnhaft in Herisau AR
Kunz, Alena, geboren 30. März 2025, Tochter
des Kunz, Yannick und der Kunz-Mettler,
Linda, wohnhaft in Herisau AR
Stricker, Raya, geboren 23. März 2025, Tochter
des Stricker, Markus und der Stricker-
Traut, Sabrina Maria Luise, wohnhaft in
Herisau AR
Reifler, Levi, geboren 4. April 2025, Sohn des
Reifler, Lucas Jörg und der Reifler-Bleiker,
Perrine Esther, wohnhaft in Herisau AR
Fuchser, Sofia, geboren 13. April 2025, Tochter
der Fuchser, Sandra, wohnhaft in Herisau AR
Todesfälle
Eugster, Alice, gestorben am 24.03.2025 in
Herisau AR, geboren 1929
Hagger, Ulrich Oswald, gestorben am 26.
März 2025 in Herisau AR, geboren 1931
Knellwolf, Werner, gestorben am 27. März
2025 in Schwellbrunn AR, geboren 1943
Bohren geb. Steinmann, Verena, gestorben am
28. März 2025 in Herisau AR, geboren 1925
Mettler geb. Schick, Else, gestorben am 5.
April 2025 in Gossau SG, geboren 1931
Hohl, Hermann, gestorben am 5. April 2025
in St. Gallen SG, geboren 1936, wohnhaft
gewesen in Herisau AR
Fuchser, Sofia, gestorben am 14. April 2025
in St. Gallen SG, geboren 2025, wohnhaft
gewesen in Herisau AR
Graf, Renaldo Ernst, gestorben am 14. April
2025 in Herisau AR, geboren 1965, wohnhaft
gewesen in Herisau AR
Widmer, Marcel, gestorben am 15. April 2025
in Herisau AR, geboren 1952, wohnhaft gewesen
in Herisau AR
Streule, Josef Roman, gestorben am 17. April
2025 in Herisau AR, geboren 1948, wohnhaft
gewesen in Herisau AR
Rohner, Marlies, gestorben am 17. April 2025
in Herisau AR, geboren 1941, wohnhaft gewesen
in Herisau AR
Niggli, Christian, gestorben am 22. April 2025
in Herisau AR, geboren 1936, wohnhaft gewesen
in Herisau AR
Eheschliessung
Brun, Daniel und Brun-Spiess, Jana, wohnhaft
in Herisau AR
12 · Interview 05/2025
(v.l.n.r.) Dominik Schleich, Ingrid Brühwiler und Thomas Fuchs bilden das Leitungsteam des Projekts.
«WIR MÖCHTEN EIN REALES BILD DER
AUSSERRHODER BILDUNG ZEIGEN»
Ab Mai 2026 zeigt das Museum Herisau die Ausstellung «Bildung in Appenzell Ausserrhoden».
Projektleiter Dominik Schleich, Vereinspräsidentin Ingrid Brühwiler und Kurator Thomas Fuchs
über Bildungsmythen und den Zusammenhang zwischen Bildung und Demokratie.
Wie entstand die Idee zur Sonderausstellung
mit Fachbuch?
Ingrid Brühwiler: Das Thema Schule und Bildung
begleitet das Museum Herisau seit seiner
Gründung im Jahr 1947. Kurator Thomas
Fuchs hat mit seiner Fachexpertise und seinem
Engagement für die Bildung einen bedeutenden
Anteil daran, wo die Bildung in Appenzell
Ausserrhoden heute steht. Anlässlich seiner
Pensionierung liegt eine Sonderausstellung
mit begleitendem Fachbuch zu diesem Thema
nahe. Einerseits soll damit seine Arbeit gewürdigt
werden, andererseits können bestehende
Lücken in Forschung und Dokumentation bearbeitet
werden.
Was fasziniert Sie besonders am Thema?
Ingrid Brühwiler: Schule – und Bildung allgemein
– spiegeln wider, wie sich eine Gesellschaft
selbst versteht. Sie vermitteln demokratische
Prinzipien. Das beginnt bereits im
Kindergarten. Dort lernen Kinder spielerisch
erste Grundregeln des Zusammenlebens, etwa
zuzuhören oder ausreden zu lassen. Weiter
bestehen diverse Missverständnisse, wie die
Bildung früher ausgesehen haben soll. Diese
wollen wir mit der Ausstellung klären.
Können Sie ein Beispiel nennen?
Thomas Fuchs: Viele sind überzeugt, dass früher
nur frontal unterrichtet wurde. Also die klassische
Unterrichtsform, bei der die Lehrperson
im Zentrum des Geschehens steht, während
Schülerinnen und Schüler zuhören, mitschreiben
und Aufgaben lösen. Die Kommunikation
verläuft dabei meist einseitig von der Lehrperson
zur Klasse. Das können wir widerlegen. Diverse
Quellen zeigen, dass man bereits vor 200
Jahren darum bemüht war, Kinder und Jugendliche
in den Unterricht miteinzubeziehen.
Sie sprachen die demokratischen Prinzipien
an. Welchen Stellenwert hat die Bildung
für eine funktionierende Demokratie?
Dominik Schleich: Sie bildet die Basis der
Demokratie. Bildung befähigt Menschen
informierte, kritische und selbstbestimmte
Entscheidungen zu treffen. Zudem fördert
Bildung Chancengerechtigkeit, indem sie
versucht, soziale Schranken zu überwinden,
und somit dazu beiträgt, dass die Demokratie
von allen mitgestaltet werden kann.
(Bild: hst)
Neben dem öffentlichen Schulsystem gibt es
alternative Bildungswege wie Privatschulen
oder Homeschooling. Werden diese in der
Sonderausstellung ebenfalls thematisiert?
Thomas Fuchs: Ja. Die Ausstellung fokussiert
sich auf mehrere Schulmodelle und nicht nur
auf die Schule als Institution. Uns ist es wichtig,
die verschiedenen Aspekte der Bildung im Kanton
zu zeigen. Ausserdem bilden wir uns ein Leben
lang – auch ausserhalb einer Schule. Deshalb
fassen wir den Bildungsbegriff sehr weit.
Die Ausstellung dauert von Mai bis Dezember
2026. Wann starteten Sie mit der Planung?
Ingrid Brühwiler: Das Konzept für die Ausstellung
und das Fachbuch entwickelten wir vor
rund einem Jahr. Damit konnten wir Anfragen
an Stiftungen für eine finanzielle Unterstützung
stellen. Dank ihrer grosszügigen Beiträge
gelang es, die Finanzierung sicherzustellen
und Autorinnen und Autoren, die sich national
wie international vertieft mit unserer Bildungsgeschichte
beschäftigen, zu gewinnen.
Die Publikation wird das Verlagshaus Schwellbrunn
realisieren, inklusive Druck in der
Schweiz. Im März 2025 bildete ein Workshop
den Startschuss unserer Recherchearbeiten.
Welche Rolle spielen Sie drei beim Projekt?
Dominik Schleich: Wir bilden das Leitungsteam
und beteiligen uns als Autorin und Autoren
am Fachbuch. Ingrid Brühwiler ist als Präsidentin
des Historischen Vereins Herisau und
Umgebung zudem für die Koordination und
Finanzierung des Projekts verantwortlich.
Thomas Fuchs ist als Kurator federführend bei
der Realisierung der Ausstellung, ich übernehme
die Projektleitung für das Fachbuch.
Weshalb haben Sie sich für den zeitlichen
Rahmen von 200 Jahren entschieden?
Ingrid Brühwiler: Seit rund 200 Jahren kennen
wir in Appenzell Ausserrhoden die «moderne»
Schule. Seither wird das Thema Bildung
kontrovers diskutiert. Immer wieder wurden
Initiativen zur Veränderung des Schulsystems
lanciert. Einige setzten sich durch, während
05/2025 Interview · 13
andere, vielleicht inhaltlich bedeutendere, in
der Öffentlichkeit kaum Beachtung fanden.
Gibt es thematische Schwerpunkte der Ausstellung?
Thomas Fuchs: Nebst diversen Lehrpersonenbiografien
möchten wir die Besonderheiten
unseres Bildungswesens zeigen und in welchen
Bereichen Appenzell Ausserrhoden ein
Sonderfall ist oder sogar eine Vorreiterrolle
eingenommen hat. Auch die Entwicklung der
Gesetzgebungen werden wir behandeln.
Worin unterscheidet sich das Ausserrhoder
Bildungswesen von anderen Kantonen?
Dominik Schleich: Trotz pädagogischen Leitplanken,
Gesetzen und Verordnungen haben
die im Bildungswesen Tätigen in Appenzell
Ausserrhoden einen grossen Gestaltungsspielraum,
auch in pädagogischen Methoden.
Inwiefern?
Dominik Schleich: Zum Beispiel richtete Teufen
auf Wunsch mehrerer Eltern den schweizweit
ersten öffentlichen Waldkindergarten
ein. Dies zeigt, dass Eltern die Möglichkeit
haben, mit der Institution Schule und den
Lehrpersonen in den Dialog zu treten, um
ihre Vorstellungen anzubringen und diesen
allenfalls zum Durchbruch zu verhelfen.
Wie hat sich unser Bildungswesen in den
vergangenen 200 Jahren weiterentwickelt?
Thomas Fuchs: Grundsätzlich beschäftigen
in den vergangene 200 Jahren stets die Fragen:
Wie findet man seinen Platz in der Gesellschaft?
Wie wird man fähig, seine Rechte
und Pflichten wahrzunehmen? Wie verdient
man seinen Lebensunterhalt? Viele unserer
Lebensgrundsätze sind gleichgeblieben. Indes
haben sich die Art und Weise der Beantwortung
verändert.
Ingrid Brühwiler: Ab dem 19. Jahrhundert
standardisieren Schulgesetze unser Bildungswesen.
Auch beim Lehrplan hat sich
einiges getan. So hat sich der Stellenwert
diverser Fächer über die Jahre immer wieder
verändert. Ebenfalls gewandelt hat sich der
Umgang mit «Tabuthemen».
Inwiefern?
Ingrid Brühwiler: Die physische und psychische
Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
wird stärker thematisiert. Dies führte unter
anderem dazu, dass Methoden wie schwarze
Pädagogik, welche sich durch Zwang, Gewalt
und Unterdrückung von Kindern charakterisiert,
zusehends stärker hinterfragt wurden.
Aber sie findet heute noch statt.
Dominik Schleich: Physische und psychische
Bestrafungen durch Lehrpersonen sind heute
untersagt. Sollten sie trotzdem vorkommen,
ist die zuständige Schulleitungsperson zum
Einschreiten verpflichtet. Anstatt Zwang, Gewalt
und Unterdrückung sollen heute erzieherische
Konsequenzen angewandt werden.
Wird die schwarze Pädagogik in der Sonderausstellung
ebenfalls thematisiert?
Thomas Fuchs: Im Fachbuch werden wir sicherlich
den Wandel pädagogischer Methoden
zeigen. Wie wir dies in der Ausstellung
zeigen können, wissen wir im Moment noch
nicht. Insgesamt ist es unser Ziel, dass wir
ein möglichst realistisches Bild der vergangenen
200 Jahre präsentieren.
Welche Rolle spielten kirchlichen Institutionen
im Bildungswesen?
Thomas Fuchs: Die Schule ist ein Kind der
Kirche, egal ob reformiert oder katholisch.
Ursprünglich mit dem Ziel, dass Kinder und
Jugendliche die Bibel lesen können, um sie zu
«guten» Gläubigen zu erziehen. Im frühen 19.
Jahrhundert kam mit den Kantonen der politische
Akteur hinzu. Die Kirche opponierte teils
stark dagegen. Seit den 1830er-Jahren liegen
die Schulen in der Verantwortung der Kantone,
mit Ausnahme der ETH Zürich und Lausanne,
welche eidgenössische Schulen sind.
Gibt es Reformen, die das Bildungssystem
in den vergangenen 200 Jahren besonders
geprägt haben?
Ingrid Brühwiler: Mehrere. In der helvetischen
Republik (1798-1803) wurden mehrere Grundsteine
für unser modernes Bildungssystem
gelegt, die allerdings oft erst ab den 1830er-
Jahren breite Umsetzung fanden, z.B. dass
Schulkommissionen eingeführt wurden. Prägend
waren auch verschiedene Schulgesetzgebungen
oder das Fabrikgesetz. Dieses legte
1877 das Beschäftigungsverbot von Kindern
unter 14 Jahren fest. Davor war es normal,
dass Kinder den Lebensunterhalt der Familie
mitbestreiten mussten. Die Einführung der
Schulleitungen prägte unser Bildungssystem
ebenfalls, weil es die Autonomie der einzelnen
Schulen stärkte. Hier gehört Appenzell
Ausserrhoden schweizweit zu den Vorreitern.
Wie sieht es mit der Schulpflicht und der
Besoldung von Lehrpersonen aus?
Ingrid Brühwiler: Bereits ab dem Mittelalter ist
gut belegt, dass die meisten Kinder die Schule
besuchten, allerdings oft sehr kurz. Eine
Schulzeit bis zum Alter von 14 Jahren setzte
sich mit dem Fabrikgesetz durch. Spannender
finde ich jedoch den Zeitpunkt der Einschulung.
Mehrere Quellen belegen, dass früher
viele Erziehungsberechtigte ihre Kinder gerne
vor dem fünften Lebensjahr eingeschult
hätten. In der Mittelschicht mussten meist
beide Elternteile für den Lebensunterhalt
sorgen, oft mit fehlender Kinderbetreuung.
Dominik Schleich: Die Bezahlung der Lehrpersonen
war unterschiedlich, auch in der Höhe.
Es gab sogenannte «Freyschulen», welche aus
einer Schulstiftung, dem Kirchengut oder Armenfonds
den Lohn entrichteten oder aber
auch sogenannte «Privatschulen», die ausschliesslich
oder teilweise durch die Familien
bezahlt wurden, dafür mit freier Schulwahl.
Bemerkenswert ist, dass sich in Appenzell
Ausserrhoden früh der Geldlohn durchsetzte.
Thomas Fuchs: Weiter musste das Schulfach
Rechnen bis in die 1830er-Jahre oft separat bezahlt
werden. Im Lehrplan vorgesehen waren
Buchstabieren, Lesen, Schreiben und Singen.
Weshalb?
Ingrid Brühwiler: Das war ein kirchliches Überbleibsel.
Damals sollten die Kinder vor allem
die Bibel lesen können. Die sogenannten MINT-
Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften
und Technik, waren nicht im Lehrplan
vorgesehen. Wir konnten aber nachweisen,
dass das Rechnen an Marktstandorten schon
früh in den Lehrplan aufgenommen wurde.
Dies verdeutlicht, dass die Schule Fächer priorisiert,
die die Gesellschaft fordert. Die Fächeraufteilung
kam vor allem im 19. Jahrhundert auf
und befindet sich seitdem im steten Wandel.
Als aktuelles Beispiel dienen die Bestrebungen
zur Abschaffung des Französischunterrichts in
den Primarschulen in Appenzell Ausserrhoden.
Weiter konnten wir feststellen, dass das heutige
Bildungswesen weniger fächerspezifisch ist
und sich mehr auf die Fähigkeiten der Kinder
ausrichtet. So wie das Schulmodell «Neigung»
an einigen Oberstufen.
Gibt es Geschichten oder Zeitzeugen, die
Sie in Ihrer bisherigen Arbeit zur Sonderausstellung
besonders beeindruckt haben?
Dominik Schleich: Es gibt diverse Lehrpersonen,
denen Appenzell Ausserrhoden sehr vieles zu
verdanken hat. Einzelne Namen möchte ich
hier nicht nennen. Beeindruckend für mich ist,
wie die Zusammenarbeit im Kanton im Laufe
der Zeit an Bedeutung gewonnen hat und wie
gut sie sich in Appenzell Ausserrhoden entwickelt
hat.
Ingrid Brühwiler: Ich bin eine Befürworterin
der öffentlichen Schule, auch der Demokratie
wegen. Ich denke, die öffentliche Schule ist
gut aufgestellt, finde trotzdem, dass sie noch
flexibler und individueller werden muss, um
in Zukunft bestehen zu können. Wichtig ist,
dass alle am selben Strick ziehen: Amtsstellen,
Schulleitungen, Lehrpersonen und weitere
Mitarbeitende der Schulen, Lernende und Erziehungsberechtigte.
Helena Städler
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GUTENBERG WIRD MODERNISIERT
Die Modernisierung des Einkaufszentrums
Gutenberg im Herzen von Herisau steht
vor der Umsetzung. Der Besitzerin, die Miteigentümergemeinschaft
Gutenberg MEGG,
wurde die Baubewilligung für den Umbau
des Zentrums erteilt; eine Einsprache konnte
bereinigt werden. Dank der Baubewilligung
kann Coiffure Gidor seine neuen Räumlichkeiten
bereits in den Monaten Mai und Juni
am neuen Standort gegenüber des Kiosks erstellen.
Für das Restaurant La Forchetta im
ersten Stock konnte nach dem Tod des bisherigen
Besitzers eine Anschlusslösung gefunden
werden. Unter Leitung von Vincenzo
Raimondo, einem langjährigen Mitarbeiter,
wird das Restaurant nach den Sommerferien
ab dem 13. August weitergeführt. Spar als Ankermieter
wird sein Geschäft modernisieren
und ausbauen. Der Detailhändler ist seit Beginn
ein Teil des Gutenbergzentrums. Künftig
zählen ein Bistro und ein Take-away zum
erweiterten Angebot. Das neue Ladenkonzept
sieht zudem eine Metzgerei innerhalb
des Ladens vor. Der Um- und Ausbau wird
ab September realisiert. Neu wird im ersten
Stock ein Seminar- und Konferenzraum
erstellt. Dieser flexibel nutzbare Raum wird
über eine moderne und zeitgemässe Infrastruktur
verfügen, die von Privaten, Unternehmen
und der öffentlichen Hand genutzt
werden kann. «Mit diesem neuen Raumkonzept
füllt die MEGG eine bisherige Lücke im
Herisauer Angebot. Herzstück wird ein neu
geschaffener Lichthof sein, der Tageslicht
zum Seminar- und Konferenzraum wie auch
zu den neu geschaffenen Büroräumlichkeiten
bringen wird», heisst es in der Mitteilung.
Nach den Sommerferien wird der neue
Bis im November wird der Gutenberg modernisiert und der Haupteingang versetzt.
Haupteingang (am Standort des heutigen
Nebeneingangs) gebaut und die Fassade bekommt
ein neues Kleid. Dabei wird die Rolltreppe
durch eine filigrane Wendeltreppe
ersetzt. Alle Büros und Läden sind während
der Bauzeit durchwegs erreichbar. Auf die
Tiefgarage sowie die Liftanlage hat der Umbau
keinen Einfluss. Die Arbeiten sollen bis
November 2025 abgeschlossen sein. (pd)
(Bild: KBIA)
DIE APPENZELLER DRUCKEREI
ÜBERNIMMT DIE COPY ART AG
Die Appenzeller Druckerei AG hat rückwirkend
per 1. Januar die Copy Art AG in
St. Gallen übernommen. Für das Herisauer
Traditionsunternehmen bedeutet der Standort
an der Fürstenlandstrasse einen strategischen
Vorteil. Die Grossformatproduktion
wird deshalb neu dort zentralisiert und tritt
weiterhin unter dem bekannten Namen
Copy Art auf. «Durch die Zusammenführung
der Kompetenzen profitieren Kundinnen
und Kunden von einem deutlich breiteren
Angebot», schreibt die Druckerei in einer
Mitteilung. Als innovatives Unternehmen
decke sie sämtliche Bedürfnisse rund um
den Druck ab. Mit der eigenen Web-Agentur
Anderthalb.ch sei das Unternehmen auch
digital bestens aufgestellt. Das neue Copy-
Art-Team mit Markus Bienz, Tamara Gerber
und Tanju Sari wird ein wichtiger Teil der
insgesamt rund 80 Mitarbeitenden an den
Standorten Herisau, Appenzell, Wattwil –
und neu auch St. Gallen. Alle Beteiligten
sind überzeugt, mit dem Ausbau des Grossformatbereichs
und dem neuen Standort in
der Stadt St. Gallen einen wichtigen Schritt
in die Zukunft und im hart umkämpften
Druckmarkt zu machen. (adag)
Von links: Tom Rusch und Christof Chapuis (beide Appenzeller Druckerei), Markus Bienz (Copy Art), Tanju Sari
(Printlounge) und Tamara Gerber (Copy Art).
Publireportage
Ratgeber
Vorsorge
Den Nachlass
weitsichtig und
klar regeln
Wer sich gut vorbereitet und
rechtzeitig Unterstützung
holt, kann Komplikationen
bei der Erbteilung und Streitigkeiten
unter den Erbenden
vorbeugen. Unser Vorsorgespezialist
Oskar Bühler erläutert
Ihnen vier Ratschläge
rund um die Vorsorge und
Ehe- und Erbrechtsplanung.
1. Frühzeitig planen
Das Leben steckt voller Überraschungen.
Erstellen Sie deshalb frühzeitig ein
Testament oder einen Erbvertrag. Je
früher Sie sich mit Ihrem Nachlass auseinandersetzen,
desto grösser sind die
Chancen, dass Sie Ihren Willen umsetzen
und Streit unter den Erbenden vermeiden.
Ein erster Schritt ist ein offenes
Gespräch mit der Familie, bei dem Erwartungen
geklärt werden.
2. Familienkonstellation
berücksichtigen
Der Zivilstand und die Familienkonstellation
entscheiden massgeblich über
die erbrechtliche Situation. Wir stellen
immer wieder fest, dass die gesetzliche
Regelung nicht den Wünschen der
Kunden entspricht. Besonders wichtig
ist die Nachlassregelung im Konkubinat,
da die Partnerin oder der Partner explizit
abgesichert werden muss. Auch in
Patchworkfamilien sind klare Regelungen
zentral. Ist die Familienkonstellation
kompliziert, empfiehlt sich ein Erbvertrag.
3. Kosten bedenken
Erbschaftssteuern sind vom Verwandtschaftsgrad
abhängig. Während Ehepartnerinnen
und -partner in den meisten
Kantonen keine Erbschaftssteuern
bezahlen, sind Konkubinatspartnerinnen
und -partner vielerorts steuerpflichtig.
Beachten Sie zudem, dass direkte
Nachkommen und Stiefkinder in steuerlicher
Hinsicht ebenfalls sehr unterschiedlich
behandelt werden.
4. Bei Wohneigentum klare
Regelungen treffen
Immobilien spielen bei Erbschaften oft
eine zentrale Rolle und bergen einige
Fallstricke. Viele Paare wünschen sich,
dass der überlebende Partner weiterhin
in der Immobilie wohnen kann. Dabei
ist es entscheidend, aus welchem Güterstand
die Immobilie finanziert wurde
und wie der restliche Nachlass verteilt
wird. Eine Verletzung der Pflichtteile der
anderen Erben kann zu Problemen führen.
Bei der frühzeitigen Übergabe von
Wohneigentum an Nachkommen können
starke Wertveränderungen der Immobilie
später zu Konflikten bei der Erbteilung
führen. Auch bei Erbvorbezügen
für die Finanzierung von Wohneigentum
sind klare Regelungen wichtig.
Erfahren Sie mehr rund um das Thema
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05/2025 Chorzfuetter / Gesellschaft · 17
Chorzfuetter
Gemeinderat pro Obstmarkt-Motion
Der Gemeinderat empfiehlt die Motion «Ja
zum Obstmarkt & Platz 2.0» zur Annahme.
Die Motion fordert den Gemeinderat auf,
dem Einwohnerrat ein angepasstes Projekt
für Obstmarkt und Platz vorzulegen. Hintergrund
bildet die Volksabstimmung vom
9. Juni 2024, bei der die Vorlage für die Neugestaltung
und Sanierung abgelehnt worden
war. Folglich war eine Petition aus der
Bevölkerung mit 729 Unterschriften sowie
die Motion von Einwohnerrätin Karin Jung
(FDP) mit 19 Mitunterzeichnerinnen und
Mitunterzeichnern eingereicht worden. Die
Motion wird an der kommenden Einwohnerratssitzung
vom 14. Mai beraten. (gk)
Gemeinde kauft Geoinfo-Gebäude
Der Gemeinderat hat aus strategischen
Gründen die Liegenschaft an der Kasernenstrasse
69 gekauft. Der Preis entspricht dem
Marktwert. Das Haus neben dem Sportzentrum
gehört derzeit der Geoinfo AG. Diese
bezieht bald ihren Neubau an der Schützenstrasse
und benötigt das Gebäude nicht
mehr. Das Gebäude wurde 2002 saniert,
befindet sich in gutem Zustand und beherbergt
vor allem Büroräumlichkeiten. (gk)
Räumliches Leitbild 2050
Die Gemeinde Herisau hat gemeinsam mit
Fachbüros das «Räumliche Leitbild 2050»
erarbeitet. Es zeigt die künftige räumliche
Entwicklung der Gemeinde im Sinne der
«Siedlungsentwicklung nach innen» und
bildet die Basis für die Ortsplanungsrevision.
Am Montag, 12. Mai wird der Entwurf
von 19 bis ungefähr 21 Uhr im grossen Casinosaal
vorgestellt. Danach läuft die öffentliche
Mitwirkung bis zum 13. Juli. Alle
Unterlagen sind ab Dienstag, dem 13. Mai
online unter www.mitwirken.herisau.ch
verfügbar. (gk)
GASTHAUS MARKTPLATZ FEIERT
EINE GELUNGENE NEUERÖFFNUNG
Seit dem 28. April hat das «Marktplätzli» wieder geöffnet. Das neue Wirtepaar Ivan Klarer (Bild) und Chantal
Flück, die auch das Bergrestautant Hochhamm führen, zeigten sich zufrieden mit dem Start . «Am ersten
Wochenende kamen so viele Gäste, dass wir ein wenig überrascht waren», so Ivan Klarer.
(Bild: sd)
TV HERISAU HANDBALL GEWINNT
ENTSCHEIDENDES AUFSTIEGSSPIEL
Ende April bestritt die erste Mannschaft des
TV Herisau ihr zweites Aufstiegsspiel gegen
Handball Birseck im Sportzentrum. Dank
eines deutlichen 42:30-Sieges sicherten sich
die Herisauer den direkten Wiederaufstieg
in die 2. Liga. Nach dem Auswärtssieg im
ersten Aufstiegsspiel gegen den HC Bödeli
hätte auch eine Niederlage mit maximal
fünf Toren für den Aufstieg gereicht. Die Zuschauerinnen
und Zuschauern erlebten trotz
dieser Ausgangslage eine intensive Partie.
Birseck startete aufsässig und kassierte nach
einigen Sekunden bereits die erste Zeitstrafe.
Diese Aggressivität liess die Herisauer unbeeindruckt:
Mit konzentrierten Angriffen
und einer soliden Abwehr lagen sie bereits
nach fünf Minuten mit vier Toren voraus. Die
Mannschaft konnte den Vorsprung kontinuierlich
ausbauen, bis zur Pause lag man 20:13
in Führung. Nach dem Seitenwechsel konnten
die Herisauer nicht von Beginn an die gleiche
defensive Stabilität aufrechterhalten. Obwohl
der Vorsprung auf vier Tore schmolz, liessen
sie sich nicht verunsichern. Letztlich sicherte
sich der TV Herisau mit dem 42:30-Endresultat
die zwei Punkte, die gleichbeutend mit
dem Aufstieg waren. Eine überzeugende Saison
kam damit zu einem gebührenden Ende:
In 21 von insgesamt 23 Partien ging das Team
mit einem Sieg vom Spielfeld. In der Meisterschaft
spielten die Herisauer lediglich einmal
Unentschieden, am Finalwochenende des
Regiocups überraschte man als unterklassiges
Team mit dem Finaleinzug, wo dann aber
gegen einen starken Gegner nur die Silbermedaille
zu holen war. (tvh)
68'000 Franken für Schulmobiliar
Der Gemeinderat hat eine Kreditüberschreitung
von 68'000 Franken für Schulmobiliar
bewilligt. Da es gelang, Wohn- und Kinderbetreuungsräumlichkeiten
in den Schulkreisen
Moos, Müli, Wilen und Landhaus umzunutzen,
muss auf das kommende Schuljahr
zusätzliches Mobiliar beschafft werden.
Ein Teil wurde neu gekauft, es wurden aber
auch zahlreiche Möbelstücke kostenlos
übernommen. (gk)
Der TV Herisau Handball gewann gegen Birseck mit 40:23.
(Bild: Dirk Schmitz)
18 · Thema des Monats 05/2025
«DER MUTTERTAG IST WIEDER
EINE HERZENSANGELEGENHEIT»
Eigentlich wäre jeder Tag eine passende Gelegenheit, um seinem Mami danke zu sagen.
Viele warten jedoch bis zum Muttertag am 11. Mai. Floristinnen binden deshalb im Vorfeld
fleissig Blumensträusse. Doch wie wichtig ist dieser Tag für die drei Blumenläden im Dorf?
Es gibt Orte, die einen ganz besonderen Geruch
verströmen. Eine Metzgerei zum Beispiel.
Kaum tritt man über die Schwelle, versetzt
einem der Duft zurück in die Kindheit,
als man auf den Zehenspitzen auf die Auslage
spitzelte und auf ein «Rädli Fleischchääs»
spekulierte. Dann wäre da die Bäckerei mit
ihrem Geruch nach einem frischgebackenem
Sonntagszopf, der an das gemeinsame Frühstück
mit der Familie erinnert. Auch Blumenläden
sind einer dieser Orte, den wir mit der
Nase entdecken. Wer in die Welt der Rosen,
Maiglöckchen und Flieder eintaucht, wird
von einem unverkennbaren Geruch in der
Luft willkommen geheissen. Es riecht frisch
und leicht süsslich, dazu mischt sich eine
feuchte, erdige Note. Gelegentlich wabern
auch würzige Aromen wie Lavendel oder Rosmarin
durch die Verkaufsräume. «Ich glaube,
wir könnten ohne Pflanzen nicht überleben»,
sagt Andrea Fischbacher, Inhaberin der Blumen
Galerie im Wetterhaus. «Dieses Aufblühen
der Blumen, die Nähe zur Natur – das
brauchen wir Menschen.»
Nadia Cavelti von der Blütenbinderei an
der Gossauerstrasse bestätigt, dass Blumen
nach wie vor eine einzigartige Wirkung haben.
«Viele haben eine riesige Freude, wenn zuhause
ein schöner Strauss auf dem Tisch steht.
Blumen sind etwas Lebendiges in einer Welt,
die immer digitaler wird.» Und auch Cornelia
Zuberbühler von Blumen Bernet Inspiration
Blüte an der Bahnhofstrasse schreibt Pflanzen
eine besondere Bedeutung zu: «Sie sind Lebewesen,
um die man sich kümmern muss. Sie
entwickeln sich und zeigen einem, wenn sie
sich nicht wohlfühlen. Das lässt uns nicht unberührt,
sondern macht etwas mit uns.»
Junge Väter und Kinder
Mit dem Muttertag am 11. Mai steht für die
Blumenläden im Dorf einer der geschäftigsten
Tage des Jahres bevor. «Die Vorbereitungen
starten eine knappe Woche vorher»,
sagt Andrea Fischbacher. «Da überlegen wir
uns, was wir für Sträusse binden möchten,
und bestellen die entsprechenden Blumen.
Weil unsere Schnittblumen immer frisch
sind, können wir die Sträusse gar nicht viel
früher zusammenstellen. Schliesslich wollen
wir, dass sie nach dem Muttertag möglichst
lange halten.» In den Tagen rund um den
Muttertag sei die Kundschaft vielfältiger als
sonst. Es seien mehr Männer und junge Familien
in ihrem Geschäft. «Viele Väter besuchen
uns mit den Kindern. Die dürfen dann
einen Blumenstrauss fürs Mami und selbstverständlich
auch noch einen fürs Grossmami
aussuchen.» Eine der schönsten Seiten
am Muttertag sei es, dass mehrere Generationen
beschenkt werden – von der jungen
Mutter bis zur Ur-Grossmutter. Es trauen
sich aber auch Kinder ohne ihre Eltern in den
Laden, um mit dem Sackgeld eine kleine Aufmerksamkeit
zu kaufen. «Deshalb schauen
wir, dass wir für jeden Preis etwas anbieten»,
erklärt Nadia Cavelti. Und Andrea Fischbacher
fügt an: «Da drücken wir auch mal ein
Auge zu, wenn das Sackgeld nicht reicht.
Hauptsache ist doch, dass die Kinder ihrem
Mami eine Freude machen können!»
Cornelia Zuberbühler von hat in den
vergangenen Jahren ein Umdenken in ihrer
Kundschaft festgestellt. «Der Muttertag
und der Valentinstag sind wieder zu Herzensangelegenheiten
geworden. Die Menschen
beschenken ihre Liebsten nicht, weil
es erwartet wird, sondern weil sie dankbar
sind und das zeigen möchten. Es hat wieder
Platz für Gefühle, es läuft nicht mehr alles
automatisch und nach Vorschrift.» Nichtsdestotrotz
hat die Konkurrenz aus Sicht
der Floristinnen in den letzten Jahren zugenommen.
Das Angebot am Muttertag ist
vielfältiger geworden – von eigens kreierten
Menüs in Restaurants über einen Brunch
auf dem Säntis bis zur besonderen Schokolade
von Chocolaterien. «Dazu kommen
die grossen Supermärkte, die heute oft eine
eigene Blumenabteilung haben», sagt Nadia
Cavelti. «Um in diesem Umfeld zu bestehen,
müssen wir uns durch unsere Qualität und
Einzigartigkeit abheben.»
Cornelia Zuberbühler betont die Leidenschaft,
mit der sie seit über drei Jahrzehnten
in ihrem Geschäft zu Werke geht. «Ich glaube,
unsere Kundinnen und Kunden spüren
das. Im Blumenstrauss des Grosshändlers
steckt nicht dieselbe Liebe wie im Gesteck
einer Floristin, die ihren Beruf von Herzen
gerne macht.» Andrea Fischbacher sieht die
drei Blumenläden im Dorf daher auch nicht
als Konkurrenz: «Jede von uns hat ihre Handschrift»,
betont sie. «Manche mögen meine
Sträusse, andere bevorzugen jene von Cornelia
oder Nadia. Das finde ich völlig in Ordnung,
denn dadurch bleiben unsere Kundinnen
und Kunden im Dorf – und fahren nicht
in die Stadt oder bestellen im Internet.»
Nadia Cavelti hat ihm vergangenen Oktober die Blütenbinderei übernommen.
(Bilder: sd)
Nachhaltig und regional
Die eigene Handschrift der Floristinnen zeigt
sich in der Vielfalt ihrer Sträusse, welche die
Geschäfte mit Farbtupfern füllen. «Wenn
du dich über mehrere Jahre mit Blumen beschäftigst,
entwickelst du irgendwann wie
von selbst deinen Stil», erklärt Nadia Cavelti,
die im Oktober des vergangenen Jahres die
Blütenbinderei übernommen hat. «Was aber
nicht bedeutet, dass uns die Ideen ausgehen
oder wir immer dasselbe machen. Die Natur
ist so schön und bunt, dass uns immer wieder
05/2025 Thema des Monats · 19
Andrea Fischbacher von der Blumen Galerie kauft möglichst oft Blumen von Schweizer Gärtnereien ein.
neue Dinge einfallen.» Auch Andrea Fischbacher
schätzt den Beruf mit seinen den kreativen
Freiheiten. «Ich bin seit 24 Jahren in diesem
Laden – und mache meine Arbeit nach
wie vor mit ganzem Herzen. Ich stehe jeden
Morgen gerne auf und freue mich, hierher
zu kommen.» Ihre Arbeit bezeichnet sie als
ideale Mischung aus Handwerk, Kreativität
und Kundennähe. «Und dann musst du auch
noch einen Laden führen, was nochmals ganz
eigene Aufgaben mit sich bringt.»
Was alle drei Floristinnen wohlwollend
beobachten, ist die Bereitschaft der Kundinnen
und Kunden, an besonderen Anlässen
wie dem Muttertag ein wenig mehr Geld auszugeben.
«Es ist spannend, dass viele hin und
wieder einen Blumenstrauss beim Einkaufen
im Supermarkt mitnehmen – aber sobald ein
besonderer Tag ansteht, kaufen sie bei uns
ein», sagt Andrea Fischbacher. «Wenn es um
seine Liebsten geht, liegt uns die Qualität
am Herzen.» Nadia Cavelti betont, dass die
Blumengeschäfte von einem gesellschaftlichen
Wandel profitieren. «Mittlerweile
haben Aspekte wie Nachhaltigkeit, Regionalität
und Qualität einen höheren Stellenwert.
Bei uns weiss die Kundschaft, wer den
Strauss gebunden hat und dass er nicht nach
zwei Tagen verwelkt.» Auch Andrea Fischbacher
streicht diese Punkte heraus: «Wenn wir
Rosen von einem Schweizer Gärtner kaufen,
kostet der Strauss am Ende ein paar Franken
mehr. Aber vielen Kundinnen und Kunden
ist es das wert, weil sie wissen wollen, von
wo ihr Produkt kommt.» Aufgrund der hiesigen
Temperaturen gelinge es nicht über das
ganze Jahr, bei einheimischen Produzenten
einzukaufen. «Vor allem während der kälteren
Jahreszeiten sind wir auf Pflanzen von
Lieferanten, beispielsweise aus den Niederlanden,
angewiesen.»
Blumen sind Geschmackssacke
Trotz der intensiven Zeit blicken die drei Floristinnen
dem Muttertag gelassen entgegen.
«Unser Beruf setzt eine gewisse Spontanität
voraus, weil wir mit frischen Blumen arbeiten
und von Einflüssen wie dem Wetter abhängig
sind», so Cornelia Zuberbühler. «Am Muttertag
können wir uns zudem darauf einstellen,
dass viele auf den letzten Drücker einkaufen.
Aber wenn ich die strahlenden Kinderaugen
sehe, wenn ich ihnen noch ein Blümchen
mitgebe, entschädigt das für alles.» Der wirtschaftlichen
Wichtigkeit der anstehenden
Tage möchte Zuberbühler derweil nicht zu
viel Bedeutung beimessen. «Der Muttertag
ist wichtig, aber das sind auch alle anderen
Tage. Wir wollen unserer Kundschaft immer
eine tolle Auswahl anbieten. Und wie gesagt:
Ich habe den Eindruck, dass wir unseren
Liebsten vermehrt auch an ‹normalen› Tagen
mit einer kleinen Aufmerksamkeit wie Blumen
eine Freude machen möchten.»
Damit die Blumen möglichst lange halten,
haben die Floristinnen ein paar gute
Tipps. «Man sollte jeden Tag das Wasser
wechseln», erklärt Nadia Cavelti. «Zudem
sollten man die Stängel der Blumen alle
zwei bis drei Tage schräg einschneiden,
damit sie ausreichend Wasser aufnehmen
können. Und nach Möglichkeit sollte man
den Strauss nach dem Kauf innerhalb einer
halben Stunde in eine Vase stellen.» Andrea
Fischbacher unterstreicht, dass die Beratung
generell ein wichtiger Bestandteil
in ihrem Alltag als Floristin sei. «Nicht alle
finden dieselben Blumen schön. Was dem
Mann gefällt, sagt seiner Ehefrau vielleicht
überhaupt nicht zu. Deshalb frage ich gerne
nach, für wen den Strauss ist und was die
Lieblingsblumen dieser Person sind. So kann
ich einen individuellen Strauss binden, wenn
wir keinen passenden im Laden haben.»
Sergio Dudli
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05/2025 Schule · 21
DIE GRÖSSTEN HITS AUS FILMEN
BEGEISTERN AM FRÜHLINGSSINGEN
Das Frühlingssingen der 5. Primarklassen
stand am letzten März-Wochenende ganz
im Zeichen von Filmtiteln. Die Zuhörerinnen
und Zuhörer in der vollbesetzten reformierten
Kirche erlebten grossartige musikalische
Darbietungen. 220 Schülerinnen und Schüler
hatten die Lieder und Ansagetexte eingeübt.
Ihr Einsatz wurde mit dem Applaus der Angehörigen
belohnt. «Jetzt schläft bestimmt
kein Löwe mehr», sagte Abteilungsleiter
Alex Porta nach dem Eröffnungslied («Der
Löwe schläft heut’ Nacht»). Er blickte in seiner
Begrüssung auf dicht gedrängte Reihen
in den Bänken; sogar die Empore war bis auf
den letzten Platz besetzt. Als Dirigent führte
der Leiter der Musikschule, Andreas Koller,
durch das Programm «Film Hits in Concert».
Eine aus vier Musikern bestehende Band begleitete
die zehn Titel, die alle aus populären
Filmen stammten. Ob Boomwhackers (Röhreninstrumente)
oder Trinkbecher, ob Djembes
oder passende Symbole aus Karton: Die
Darbietungen wurden auf vielfältige Weise
begleitet. Beim Lied «Ein Traum wird wahr»
schwebten Seifenblasen von der Empore
herunter. Auch das Talerschwingen erhielt
seinen Platz am Frühlingssingen: Mit einem
volkstümlichen Vortrag würdigten die Schülerinnen
und Schüler die einheimischen Filme
«Silvesterchlausen» und «Hölde». Alex
Porta und Andreas Koller dankten den Schülerinnen
und Schülern, den Helferinnen und
Helfern sowie den Lehrpersonen. Sandra
Der Chor bestand aus 220 Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen.
Bruderer und Nuria Rezzonico, die beiden
für die Programmgestaltung zuständigen
Lehrerinnen, erhielten Blumen. Ein grosser
Dank ging an das Mesmerehepaar Künzle für
ihr Engagement. Am Schluss des Frühlingssingens
fand eine Kollekte zugunsten des
Generationenspielplatzes Herisau statt. (gk)
(Bild: gk)
LERNENDE BEHALTEN AUF DEM EIS
GEGEN LEHRPERSONEN DIE OBERHAND
Am letzten Freitag des Monates März fand
das traditionelle Eishockeyspiel zwischen
Herisauer Lernenden und Lehrpersonen
statt. Die Schülerinnen und Schüler freuten
sich letztlich über einen 12:10-Sieg. Am
Schluss ging die Mannschaft der Lehrpersonen
nochmal aufs Ganze – schliesslich
galt es, einen Rückstand aufzuholen. Schulleiter
Pascal Schmuckli verliess das Eis im
Sportzentrum zugunsten eines zusätzlichen
Feldspielers. Die letzten Angriffe und
Sekunden verstrichen – und die Auswahl
der Lernenden brachte den 12:10-Sieg über
die Runden. Im Gegensatz zum vergangenen
Jahr ging der Wanderpokal damit an
die Schülerinnen und Schüler. Zu Beginn
dieser speziellen Eishockeypartie zeigten
sich die Lernenden aus der Oberstufe
spielerisch und läuferisch deutlich überlegen.
Sie kamen nicht unverdient rasch zu
einem Vier-Tore-Vorsprung. Das Team der
Lehrpersonen steigerte sich aber im Verlauf
des Spiels und fand mit einer gewissen
Allerseits Freude: Diesmal ging der Pokal an das Team der Lernenden.
Verspätung zu Ordnung und Torgefahr. In
der Folge kippte die Partie, plötzlich führten
die Lehrerinnen, Lehrer und Kindergärtnerinnen
mit einem Tor. Angehörige,
Kollegen und Kolleginnen freuten sich am
spannenden und stimmungsvollen Verlauf
– und der Grossteil unter ihnen auch an der
Tatsache, dass sich Lernenden doch noch
durchsetzen. (gk)
(Bild: zVg.)
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UNSERE GEMEINDE
Zu Diensten
Verwalter von 80 Gebäuden
Patrick Sgarbi arbeitet seit zwei Jahren als Bereichsleiter Liegenschaften/Gebäudeunterhalt
für die Gemeinde. Im Interview erzählt
er, wie viele Gebäude instandgehalten werden müssen, wie er den
Überblick über die Objekte behält und was die Herausforderungen
in seinem Alltag sind.
Patrick Sgarbi, was gehört alles in den Bereich Liegenschaften und
Gebäudeunterhalt?
Die Gemeinde besitzt rund 80 grössere Objekte, die sie entweder
selbst nutzt oder vermietet. Das sind unter anderem Schulhäuser,
Verwaltungsgebäude oder Liegenschaften des Finanzvermögens
wie beispielsweise Mietwohnungen. Jedes Gebäude hat vom Neubau
bis zum Abriss einen Lebenszyklus. Spätestens ab der Inbetriebnahme
liegt es in unserer Verantwortung, dass es langfristig genutzt
werden kann.
Wie gewährleisten Sie das?
Hier unterscheiden wir zwischen Unterhalt und Investitionen. Unterhaltsarbeiten
sind beispielsweise die Reinigungen oder auch Instandhaltungsarbeiten
wie Reparaturen. In den Bereich Investitionen
gehören grössere Anpassungen wie eine neue Heizung oder die
Sanierung eines Dachs.
Wie stellen Sie sicher, dass alle Gebäude regelmässig überprüft
werden?
Wir haben die Gebäude und Liegenschaften in drei Gruppen eingeteilt.
Für jede dieser Gruppen gibt es einen verantwortlichen Teamleiter,
der unter anderem den direkten Kontakt zu den Hauswarten
hat. Sie sind also sehr nahe dran und erfahren aus erster Hand, wann
bestimmte Arbeiten anfallen. Gemeinsam mit Mathias Brander, dem
Leiter des Unterhaltsbetrieb, setzen wir uns regelmässig zusammen
und tauschen uns aus.
Das klingt alles noch sehr «menschlich». Wie weit ist die Digitalisierung
in Ihrem Bereich?
Wir nehmen bald ein neues Tool in Betrieb, mit dem wir alle unsere
Gebäude und Liegenschaften digital erfassen. Das «füttern» wir mit
den entsprechenden Angaben und erhalten dadurch einen vertieften
Überblick über den Zustand der Objekte. Dank dieses Schrittes
schöpfen wir unser Potenzial künftig noch mehr aus. Es hilft uns, vorausschauend
zu planen, wann welche Arbeiten an welchen Gebäuden
anfallen und welche davon priorisiert werden müssen.
Was genau ist Ihre Aufgabe als Leiter?
Bei mir laufen viele organisatorischen Fäden zusammen. Bei Neubauten
sind wir ebenfalls schon frühzeitig im Boot, um allfällig auf
uns zukommende Aufgaben für unseren Bereich zu erfassen und im
Blick zu haben. Dann beschäftigen mich langfristige Ziele und Vorgaben,
die wir als Gemeinde erfüllen wollen. Ein Beispiel ist die Photovoltaik-Strategie,
die vorsieht, dass möglichst viele unserer Gebäude
in Zukunft sauberen Solarstrom produzieren. Das bedarf im Vorfeld
vieler Abklärungen, weil es keinen Sinn ergibt, eine moderne Anlage
auf ein marodes Dach zu stellen.
Fortsetzung auf der nächsten Seite
Als Bereichsleiter Liegenschaften/Gebäudeunterhalt verantwortet Patrick Sgarbi rund 80 grössere Objekte in Herisau.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 05/25
UNSERE GEMEINDE
Dieser ganze Unterhalt für die Gebäude und Liegenschaften kostet
Geld. Wie haushalten Sie damit?
Der Bereich Liegenschaften/Gebäudeunterhalt ist Teil des Finanzplans.
Wir erstellen jedes Jahr eine Übersicht mit anfallenden Leistungen
für den Unterhalt und erhalten letztlich ein Budget gesprochen.
Dazu kommt ein Investitionsplan für grössere Arbeiten oder
Anschaffungen, welcher die höheren Aufwände in den kommenden
Jahren beinhaltet. Wenn wir in einem Schulhaus eine alte Ölheizung
ersetzen müssen, listen wir das im Investitionsplan auf. Wir versuchen,
diese Planung möglichst vorausschauend zu machen, damit
Haben Sie so etwas wie einen typischen Arbeitsalltag? Oder ist jeder
Tag anders?
Nein, aber das macht meinen Beruf ja gerade so spannend. Das Leben
einer Verwaltung spielt sich zu einem grossen Teil in Gebäuden ab. Als
Bereichsleiter habe ich deshalb viele Berührungspunkte mit anderen
Abteilungen – von Schulen über den Werkhof bis zu Mietwohnungen.
Bei mir laufen viele Anliegen rund um jene Räume zusammen, in denen
Menschen arbeiten, sich bewegen und aufhalten. Die versuchen
wir dann, gemeinsam im Team zu lösen.
Sie tanzen also auf verschiedenen Hochzeiten gleichzeitig?
Ja, und diese Vielfalt ist herausfordernd, weil unterschiedliche Ansprüche
aufeinandertreffen. Dem einen ist das Büro zu wenig beheizt,
dem anderen ist es zu heiss. Dazu kommt, dass sich die Technik in
den Gebäuden und mit ihr die ganzen Vorgaben und Richtlinien sehr
schnell verändern. Aber genau diese Abwechslung zeichnet meinen
Alltag aus.
Wie sind Sie zur Gemeinde gekommen?
Ursprünglich habe ich eine Lehre als Elektromechaniker absolviert
und mich danach in der Informatik und Elektronik weitergebildet. Vor
15 Jahren kam ich an einen Punkt, an dem ich nochmals eine neue
Richtung einschlagen wollte. In der Folge habe ich den Fachausweis
als Immobilienbewirtschafter, die Ausbildung zum Leiter Facility Management
und die Gemeindefachschule (Bau und Umwelt) gemacht
und mich somit in diesen Bereichen vertieft. Über die Stadtwerke
St. Gallen, die Gemeinde Andwil und das Kantonsspital in St. Gallen bin
ich vor zwei Jahren in Herisau gelandet.
Sie wohnen im Thurgau. Welchen Bezug haben Sie zu Herisau?
Wenn man in einer Verwaltung arbeitet und sich intensiv mit der Gemeinde
auseinandersetzt, lernt man automatisch einheimische Leu-
schon mehrere Veranstaltungen im Casino besucht, ging kürzlich mit
meiner Frau hier ins Kino und habe in der Adventszeit nach dem Feierabend
hin und wieder beim Weihnachtszauber auf dem Obstmarkt
vorbeigeschaut.
Was tun Sie, wenn Sie den Kopf lüften wollen?
Das darf man ja kaum laut sagen, weil dieser Sport nicht überall einen
guten Ruf geniesst und zu Unrecht immer noch einen elitären Touch
hat. Aber ich spiele seit einigen Jahren mit grosser Leidenschaft Golf.
Ich bin jedoch auf dem Tennisplatz aufgewachsen und habe früher als
Tennisspieler selbst immer über die Golfer gelacht, doch es hat mich
absolut gepackt. Ich kann den grössten Stress haben, aber wenn ich
mich auf diesen kleinen Ball und meinen Schlag konzentriere, bin ich
in einer anderen Welt.
Projektticker
Randabschlüsse und Beläge für die Güterstrasse
Mitte Mai beginnen die Instandstellungsarbeiten im Bereich
St.Gallerstrasse/Güterstrasse. Es werden Randabschlüsse gesetzt
und die Beläge auf Trottoir und Vorplätze ergänzt. Nach
Belagsarbeiten ab ca. 10. Juni ist mit Verkehrsbehinderungen zu
rechnen.
Fussballspielfeld kurz vor Fertigstellung
Die Schulfrühlingsferien wurden benutzt, um im Aussenbereich
des Schulhauses Post die Umgebung aufzuwerten. Das Ballspielfeld
samt Ballfang ist nun erstellt. Sobald Wetter und Temperatur
es zulassen, wird der Outdoor-Sportbelag eingebaut. Zeitgleich
wurden die angrenzenden Grünbereiche zu Gunsten der Biodiver-
Das Foto zeigt die grösseren Grabarbeiten an der St.Gallerstrasse vom vergangenen
Jahr.
Austoben geht auch auf kleinem Raum: Das eingezäunte Spielfeld hinter dem
Schulhaus Post.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 05/25
UNSERE GEMEINDE
Schule
Optimale Bedingungen für ihre Leidenschaft
Wer die Voraussetzungen erfüllt, kann an der Sekundarschule
Herisau intensiver als üblich in Musik unterrichtet werden. Für
die Begabungsförderung im Sport arbeitet Herisau als eine der
Partnerschulen mit der Sportschule Appenzellerland zusammen.
Mael Moning spielt seit der zweiten Primarklasse Schlagzeug. Er
besucht die erste Oberstufe. Die verschiedenen Rhythmen seien
für ihn wie Melodien, erzählt er nach einer Instrumentalstunde im
«Waschhüsli» neben dem Waisenhaus. Seit dem Sommer 2024
spielt er zusätzlich Klavier. Ronja Tobler ist seit rund sieben Jahren
als Eiskunstläuferin aktiv. Die grössten Erfolge der Schülerin
des zweiten Sekundarschuljahrgangs waren im vergangenen Winter
Platz 7 am Arge-Alp-Wettkampf und Platz 12 an den Schweizermeisterschaften.
Was fasziniert sie an ihrem Sport? «Das Gleiten
und die Sprünge.» Zweieinhalb Drehungen schafft sie.
Mael und Ronja verbindet die Tatsache, dass sie im Rahmen der
Begabtenförderung an der Sekundarschule Herisau Zeitfenster
erhalten, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. Mael erzählt: «Ich
übe daheim jeden Tag etwa eine Stunde Schlagzeug und Klavier;
ausser am Dienstag, da spiele ich nach der Schule noch in
der Band der Musikschule.» Etwa acht bis zehn Stunden trainiert
Ronja pro Woche: mit dem EV Herisau auf dem Eis, mit der Sportschule
Appenzellerland im Kraft-, Athletik- und Beweglichkeitsbereich.
Schulhaus Waisenhaus statt.
Von gewissen Lektionen dispensiert
Diese Jugendlichen seien meist zuverlässige Schülerinnen und
Schüler und hätten eine sehr gute Arbeitshaltung, sagt Pascal
Schmuckli. Er ist der für die Herisauer Oberstufe verantwortliche
Schulleiter. Die Trainings- resp. Übungsstunden fallen zum Teil in
die Unterrichtszeit. «Manchmal sind die betreffenden Jugendlichen
von einzelnen Fächern dispensiert.» Ronja verpasst zum
Beispiel die Mehrheit der Sportlektionen. Die Promotionsfächer
hätten alle zu besuchen, sagt Schmuckli. Die meisten Absenzen
liegen in der Zeit, in der die Kollegen und Kolleginnen in den Lernlandschaften
arbeiten. «Wir erledigen dann die Aufgaben schneller
als die anderen», meint Ronja. Dass Mael, sie und die weiteren
Sportschüler und Sportschülerinnen (siehe Kasten) nicht als etwas
Besonderes gelten – davon ist sie wie Mael überzeugt. «Alle
sehen, dass wir nicht herumhängen, sondern uns engagieren.»
Für eine Aufnahme an die Sportschule gebe es zuerst die sportlichen
Bedingungen zu erfüllen; darauf würden Gespräche zwischen
Eltern, Jugendlichen und Verantwortlichen der Schule
volviert;
ich weise darauf hin, was verlangt wird.» Die Sportschülerinnen
und Sportschüler eines Jahrgangs werden meist einer
einzigen Lernlandschaft zugeteilt. Das sei für den Betrieb und den
Kontakt zur Sportschule einfacher.
Eiskunstläuferin Ronja Tobler: Training im neuen Athletikraum des Sportzentrums
Herisau.
Musik: Zuwachs im Sommer
Die Möglichkeit, sich intensiver als üblich der Musik zu widmen,
besteht ebenfalls seit längerem. «Für die Begabtenförderung
geht die Musikschule auf die Schülerinnen und Schüler zu.» Sie
zuspielen;
zudem wird musiktheoretisches Wissen abgefragt.
Ihr Instrumentalunterricht ist intensiver als üblich; sie lernen ein
zweites Instrument und erhalten Zusatzförderung in Theorie. Aktuell
ist Mael Moning der einzige, der dieses Angebot nützt. Auf
Beginn des Schuljahres 2025/26 werden ein oder zwei Jugendliche
dazukommen, sagt der Schulleiter. Ein weiteres Angebot
nennt sich «Neigung Musik»: Es steht allen offen, die gerne sowie
gut musizieren und die Bereitschaft mitbringen, in den zwei Musiklektionen
intensiver und zügiger zu arbeiten.
19 Jugendliche in sechs Sportarten
Im Schuljahr 2024/25 besuchen 19 Angehörige der Sportschule
die Oberstufe Herisau. Der Grossteil ist in Herisau zu
Hause, die anderen kommen aus Uzwil, Bütschwil und Stein.
Ronja Tobler ist die einzige Eiskunstläuferin. Die anderen betreiben
Handball (sechs), Eishockey (fünf), Unihockey (vier),
Schwimmen (zwei) und Fussball (einer). Einzelne verlassen
die Sportschule im Sommer. «Mehrere werden neu eintreten»,
erzählt Elias Valaulta, Athletiktrainer bei Appenzellerlandsport
und Sportschul-Verantwortlicher für den Standort
Herisau.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 05/25
UNSERE GEMEINDE
Feuerstellen: Die Grillsaison geht los
Gossau
Schwänberg
Ramsen
Schochenberg
Bur
Wissbachtobel
Ramsenburg
Degersheim
Hueb
Schachen b. Herisau
Nieschberg
Nieschberg
Eine Publikation der Gemeinde Herisau
St. Gallen
ghalden
Rosenburg
Hinter der Rosenburg
Saum
Obstmarkt
Pulvertürmli
Lutzenland
Feuerstellen in Herisau
Waldstatt
Langelen
Bannwald
Mit dem Frühling startet auch die Grillsaison. Die
idyllisch gelegenen öffentlichen Feuerstellen in
Herisau bieten eine perfekte Gelegenheit, die
Natur zu erleben und gemütliche Stunden im
Freien zu geniessen. Jede Feuerstelle ist mit
einem Grillrost ausgestattet und steht allen zur
Nutzung offen. Die Feuerstellen können nicht
reserviert werden. Bis Ende Oktober werden
die Feuerstellen auf dem Gemeindegebiet regelmässig
mit Brennholz versorgt. Die Feuerstelle
im Wissbachtobel, die knapp auf Flawiler
Boden liegt, bleibt hiervon ausgenommen. Die
Gemeinde Herisau bedankt sich bei allen, dass
sie Rücksicht auf zukünftige Besucherinnen
und Besucher nehmen, den Feuerstellen Sorge
tragen, ihren Abfall in die bereitgestellten Abfallbehälter
entsorgen oder ihn mit nach Hause
nehmen und den Brennholzverbrauch in einem
angemessenen Rahmen halten.
Geniessen Sie die Grillsaison und die herrliche
Natur in Herisau.
05/25
UNSERE GEMEINDE
Sportzentrum
Freibad Sonnenberg: Jetzt übernimmt das Ehepaar Hefti
Beat und Sheena Hefti übernehmen gemeinsam die Leitung des
Freibads Sonnenberg in Herisau. Er als Teamleiter des Freibads,
sie als Leiterin des Restaurants. Mit frischen Ideen und Familiengeist
startet das Paar am 10. Mai in die neue Badesaison.
Wenn am 10. Mai das Freibad Sonnenberg seine Tore öffnet, werden
zwei neue Gesichter die Besucherinnen und Besucher begrüssen:
Beat und Sheena Hefti. Das Ehepaar aus Schwellbrunn,
seit 15 Jahren verheiratet und Eltern dreier Töchter, übernimmt
gemeinsam die Verantwortung für den beliebten Treffpunkt in
Herisau.
Im Sommer in der Badi, im Winter Bobfahrten
Die neue Aufgabe passt perfekt in den Lebensrhythmus der Familie.
Beat Hefti, bisher Teamleiter Kurswesen im Sportzentrum
Herisau, sieht in der saisonalen Stelle die ideale Ergänzung zu
ich Gäste-Bobfahrten in St. Moritz und Innsbruck für Vereine und
Firmen. Der Job im Freibad während des Sommers ergänzt das
perfekt.»
Für Sheena Hefti geht mit der Übernahme des Badi-Restaurants
vorgenommen, einmal ein Badi-Restaurant zu führen. Dieses Ziel
erreiche ich nun». Mit ihrer mehrjährigen Gastroerfahrung und der
gemeinsamen Führung eines Chlausebeizli am alten Silvester in
Waldstatt bringt sie nicht nur das nötige Rüstzeug und die Leidenschaft
für gutes Essen, sondern auch viele Ideen mit.
Familienfreundliche Preise
nale
Angebote an besonders gut besuchten Tagen. Auch sollen
die Preise familienfreundlicher werden: Ein Teller Pommes Frites
beispielsweise kostet künftig 6.50 statt 8 Franken. «Weiter wollen
wir verschiedene Fitnessteller mit Salaten wie auch vegetarische
Gerichte anbieten», erklärt Sheena Hefti. «Unser Ziel ist ein vielfältiges
und frisches Menü.» Ein zusätzliches Highlight bildet ein
kleiner Eis- und Getränkestand direkt beim Bademeisterhäuschen
– ideal für besonders heisse Tage. Und auch optisch tut sich
etwas: Eine neue Sitzlounge im Restaurant lädt künftig zum Verweilen
ein.
Dabei begann der Weg zum Sonnenberg eher zufällig. «Ich wurde
auf die Ausschreibung für die Stelle aufmerksam. Nach kurzer Absprache
mit Sheena entschieden wir, uns für beide Positionen zu
bewerben. Es fühlte sich sofort richtig an», sagt Beat Hefti. Die
Zusammenarbeit sieht das Paar als grossen Vorteil: «Wir wissen,
dass wir als Team gut funktionieren. Dies haben wir in der Ver-
lie
gewohnt, auf gemeinsame Familienzeit zu verzichten und in
schwierigen Momenten durchzubeissen. Grosse Herausforderungen
fürchten sie deshalb nicht. Jetzt gehen sie dem Ziel nach, den
Sonnenberg wieder als Familienbetrieb im Dorf zu etablieren und
das Angebot familienfreundlicher zu gestalten. «Wir möchten,
dass sich alle Gäste – egal ob gross oder klein – bei uns wohlfühlen
und gerne Zeit im Sonnenberg verbringen.»
Rabatt auf Saison-Abo
Badi-Fans aufgepasst: Bis zur Eröffnung am 10. Mai erhalten alle
Käuferinnen und Käufer eines Freibad-Abos einen Rabatt von
10 Prozent. Die Abonnements sind an der Kasse des Sportzentrums
erhältlich.
Beat und Sheena Hefti freuen sich, wenn am 10. Mai die Badesaison im Sonnenberg startet.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 05/25
05/2025 Gesellschaft · 29
Chorzfuetter
Geringere Strassenausgaben
Der Gemeinderat hat diverse Bauabrechnungen
des Ressorts Tiefbau/Umweltschutz genehmigt.
Bei der Sanierung von sieben Bushaltestellen
auf Kantonsstrassen gemäss
Behindertengesetz resultierten Minderausgaben
von total 53'000 Franken. Bei der Ausführung
von Projekten auf Gemeindestrassen
konnte fast eine Million eingespart werden.
Zwei Drittel davon ergaben sich bei der Erschliessung
des Migros-Areals. Insgesamt belaufen
sich die Minderkosten auf 1,22 Millionen
Franken. (gk)
Sturzeneggstrasse wird teurer
Der Gemeinderat bewilligte eine zweite
Kreditüberschreitung von 555'000 Franken
für die Sanierung der Sturzeneggstrasse.
Ursprünglich waren 1,1 Millionen Franken
geplant. Verzögerungen durch Rechtsmittelverfahren,
neue kantonale Vorgaben,
instabile Böschungen, marode Leitungen
sowie die Bauteuerung führten zu Mehrkosten.
Bereits 2022 wurde eine erste Überschreitung
von 420’000 Franken genehmigt.
Die Gesamtkosten belaufen sich nun
auf 2,1 Millionen. (gk)
MARTINA THÜR NEU IM VORSTAND
DER FRAUENGEMEINSCHAFT
Die Frauengemeinschaft Herisau Waldstatt
hielt Ende März ihre 104. Hauptversammlung
ab. Nach einer Line-Dance-Showeinlage
erinnerte Präsidentin Gabriela Hutter
im Jahresrückblick an schöne, lustige und
abwechslungsreiche Momente. Anschliessend
verabschiedete sie Aktuarin Veronika
Dörig, die den Vorstand vier Jahre unterstützt
hat, und Revisorin Bea Wälti. Als
Nachfolgerinnen wählten die 91 stimmberechtigten
Frauen Martina Thür als Aktuarin
und Daniela Li Puma als Revisorin.
Leider konnte der vakante Sitz im Vorstand
für das Ressort «Gross und Klein» erneut
nicht besetzt werden. Weiter möchte die
Frauengemeinschaft den Eltern-Kind-Treff
wieder aktivieren und unterbreitete den
Anwesenden die Idee, dass künftig nicht
nur Mütter, sondern auch Väter den Anlass
organisieren, mittragen und mit ihren Kindern
besuchen können. Der Vorschlag wurde
ohne Gegenstimme angenommen. Die
bestehenden Vorstandsfrauen wurden wiedergewählt:
Gabriela Hutter (Präsidentin),
Susanne Bruderer (Kassierin), Elisabeth
Siller, Priska Bullinger und Klaudija Wetter
(Beisitzerinnen). Die übrigen statutarischen
Traktanden konnten speditiv abgewickelt
und in der Vorschau die zukünftigen
Anlässe vorgestellt werden. (fg)
Bushaltestellen Sportzentrum
Die Bushaltestellen beim Sportzentrum werden
behindertengerecht gestaltet. Der Gemeinderat
hat dafür einen Beitrag von 235'500
Franken bewilligt. Die Haltebucht vor dem
Eingang wird vergrössert, dorfauswärts wird
der Halt um 58 Meter Richtung Heinrichsbad
verschoben. Die Haltestellen sollen im Sommer
2025 umgebaut werden. Parallel wird der
Vorplatz des Sportzentrums mit einem hellen
Belag, einer neuen Grünrabatte und Betonquader
als Sitzgelegenheiten aufgewertet. Dafür
wurden 130'000 Franken genehmigt. (gk)
8. Feuerwehr-Eishockeyturnier
Am Samstag, 31. Mai, findet im Sportzentrum
zum achten Mal das Feuerwehr-Eishockeyturnier
statt. Neben regionalen Mannschaften
aus Herisau, St. Gallen oder Gossau sind
auch in diesem Jahr wieder Teams aus dem
nahen Ausland dabei: Neben der Freiwilligen
Feuerwehr Lustenau stehen auch Equipen
aus Köln und Augsburg auf dem Eisfeld. Das
Turnier wird um 9 Uhr offiziell eröffnet, Anpfiff
des Endspiels ist um 20.30 Uhr. Eine
Festwirtschaft hilft bei hungrigen Mägen und
durstigen Kehlen. (eing.)
Der Vorstand oben: Klaudija Wetter, Gabriela Hutter und Martina Thür. Untere Reihe: Priska Bullinger,
Susanne Bruderer, Elisabeth Siller und Juliane Schulz.
(Bild: fg)
SOMMERLICHES DORFFEST IM AUGUST:
ANMELDEN FÜRS «USEGSTUEHLET»
In diesem Jahr findet das «Usegstuehlet»
am Samstag, 23. August, statt. Vereine, Privatpersonen
und Firmen können sich ab sofort
anmelden. Das Organisationskomitee
hofft wiederum auf eine rege Beteiligung
und ein abwechslungsreiches Programm.
Das Konzept bleibt dasselbe wie bisher:
Die Infrastruktur wie Marktstände, Strom
oder Abfalleimer wird vom OK-Team zur
Verfügung gestellt. Die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer entscheiden selbst, was sie
an ihrem Stand, in ihrem Garten oder auf
einem öffentlichen Platz im Dorf anbieten.
Das OK begrüsst explizit auch Flohmarktstände.
Nach dem Motto «Weitergeben statt
Wegwerfen» sollen ausgediente Haushaltsgegenstände,
Schallplatten, Kleider oder
Bücher zu neuen Besitzerinnen und Besitzer
finden. Das «Usegstuehlet» startet um
13 Uhr in den Gassen, Gärten und auf den
Plätzen im Herisauer Dorfzentrum. Anmeldungen
werden noch bis zum 15. Juni unter
www.usegstuehlet.ch entgegengenommen.
Weitere Informationen gibt es ebenfalls auf
der Website, via Mail an info@usegstuehlet.
ch oder auf Instagram. (eing.)
30 · Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus 05/2025
Blick auf Hundwil auf dem Weg vom Churzenberg zu Ufem Tobel.
HUNDWIL: HISTORISCHER ORT
UND TOURISMUSMAGNET
Eine frühlingshafte Wanderung mit historischen Aspekten, der Besuch einer Gemeinde, auf deren
Gebiet der wohl grösste touristische Anziehungspunkt des Kantons liegt, und ein Platz, der
zahlreiche Erinnerungen wachruft.
Die heutige Wanderung weckt Kindheitserinnerungen.
Wir machen uns zwar nicht am
letzten Sonntag im April auf den Weg, aber
das hindert mein Gehirn nicht, Bilder hervorzuzaubern,
die teilweise über 50 Jahre alt sind.
Um von Herisau nach Hundwil zu gelangen,
nutzen wir den Weg, der für mich lange Jahre
schlicht der «Landsgemeindeweg» war – in ungeraden
Jahren, versteht sich. Was war das damals
weit! Doch die angeregte Stimmung der
stolzen säbeltragenden Männer verlieh wohl
auch meinen kurzen Beinen ungeahnte Kräfte.
Vom Herisauer Gemeindehaus geht’s über
den Höhenweg zur Egg, dann der Strasse entlang
bis zum Rohren, das Chrottegässli hinauf
zur Rohrenschwendi und durch den Kreuzwald
auf den Churzenberg. Auf dem Weg hinunter
zu «Ufem Tobel» präsentiert sich uns das Ziel
Hundwil mit der Hundwiler Höhi und (wären
da keine Wolken) mit dem Säntis.
Die Belehrungen meines Grossvaters sitzen
heute noch: Die Schwägalp gehört zu
Hundwil, dies gesichert seit 1480. Damals
wurde, um den Streitigkeiten ein Ende zu bereiten,
die Grenzziehung zwischen Urnäsch
und Hundwil präzisiert. Die Rhoden waren
dazumal bereits seit zwei Jahren eigenständig.
Der Kampf der Kantone um den Säntisgipfel
indes zog sich bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts.
Heute gehört er allen ein bisschen – beruhend
auf einem Bundesgerichtsentscheid,
bei dem Ausserrhoden gegen St. Gallen obsiegte.
Die Grenze zwischen Ausserrhoden
und St. Gallen verläuft nun mitten durch die
Bergstation, das Gasthaus «Alter Säntis» liegt
auf Innerrhoder Boden.
Kirche aus dem 13. Jahrhundert
Wir spazieren hinunter zur «sprechenden
Brücke». Gemäss Eugen Steinmann in «Die
Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Ausserrhoden»
ist sie der «Übergang einer alten
‹Landstrasse›, die grösstenteils als Saumpfad
von der Oberdorfstrasse, der Steinegg und vom
Churzenberg herführte». Die heutige gedeckte
Holzbrücke wurde laut Inschrift anstelle einer
Das ursprüngliche Zenturm: Kronenplatz mit Brunnen.
(Bilder: es)
Vorgängerin von 1722, die 56 Jahre später durch
Hochwasser weggerissen wurde, noch im selben
Jahr durch Hans Ulrich Grubenmann von
Teufen erbaut. Wir nehmen uns die Zeit, lesen
die Inschriften auf den Spannriegeln und wissen
dann unter anderem, dass «die Brugg 23
Schuh länger ist dan die vor der stehete». Mit
Grubenmanns Worten «Alle die da gehen auss
und ein, die sollen Gott befollen sein» machen
wir uns an den Aufstieg nach Hundwil.
Der Weg führt uns über Moos und Möösli
direkt zum Gemeindehaus. Ennet der Strasse
liegt der Landsgemeindeplatz und die Kirche.
Laut Eugen Steinmann fehlen direkte baugeschichtliche
Nachrichten über den spätromanischen
Bau. «Er dürfte aber im Laufe des 13.
Jahrhunderts erstellt worden sein. 1297 existierte
er offenbar.» Im Spätmittelalter wurde
die Kirche im gotischen Stil umgestaltet und
mit Masswerkfenstern sowie Fresken versehen,
die heute als die ältesten (fragmentarisch)
Zeugen der Geschichte: Landgemeindeplatz mit Kirche.
05/2025 Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus · 31
erhaltenen Malereien des Kantons gelten. Es
folgten bis heute zahlreiche weitere Veränderungen.
Um 1750 etwa wurde die Kirche durch
Jakob und Johann Ulrich Grubenmann umgestaltet
und 1894 der Turm nach Plänen des
Architekten August Hardegger neu gebaut.
Nach seinen Plänen fand 1913 auch die Neugestaltung
des Innenraums statt.
Landsgemeindeort vor der Landteilung
Gleich neben der Kirche informieren Tafeln
über die Geschichte von Hundwil und die
Landsgemeinde. Die Tatsachen beeindrucken:
Bereits vor der Landteilung versammelten
sich die Appenzeller Stimmberechtigten nicht
nur in Appenzell, sondern gelegentlich auch in
Hundwil. Hier beschloss die Landsgemeinde
am 23. Mai 1597 die Landteilung. Ab 1615 galt die
Regelung, dass sich die Ausserrhoder in den geraden
Jahren in Trogen, also «vor der Sitter», in
ungeraden Jahren «hinter der Sitter» in Hundwil
versammelten. Der letzte Aprilsonntag als
Tagungstag hatte sich schon vor der Landteilung
durchgesetzt und wurde beibehalten.
Unvergesslich für viele wohl die Landgemeinde
1989 in Hundwil, an welcher die Einführung des
Frauenstimmrechts auch in kantonalen Angelegenheiten
beschlossen wurde. 1997 fand
dann – ebenfalls in Hundwil – die letzte Ausserrhoder
Landsgemeinde statt. Im September
des gleichen Jahres beschlossen die Stimmberechtigten
an der Urne deren Abschaffung.
Wir stehen also an einem historisch bedeutsamen
Ort. Ins Zentrum des Interesses rückte
der Landgemeindeplatz nochmals mit dem Film
«Männer im Ring» und 2013 mit dem Freilufttheater
«Der 13. Ort», anlässlich der gemeinsamen
Feierlichkeiten von Innerrhoden und Ausserrhoden
zum 500. Jahrestag der Aufnahme
in die Eidgenossenschaft. In meinen jüngsten
– jährlich aufgefrischten – Erinnerungen zum
Landgemeindeplatz stehen Kühe im Mittelpunkt.
An der Hundwiler Viehschau – in der
Regel die letzte in Ausserrhoden – gehört der
geschichtsträchtige Platz nämlich ganz ihnen.
Ein Wanderparadies
Hundwil sei ein von der Landwirtschaft geprägter
Ort mit viel Grünfläche, erklärt uns
Gemeindepräsidentin Margrit Müller-Schoch.
Das Brauchtum – Silvesterchlausen, Bloch Alpfahrt
und Viehschau – werde gelebt und von
Generation zu Generation weitergegeben.
Zum Dorfleben trage zudem das aktive Vereinsleben
bei, «insbesondere der Turnverein
Hundwil, der sehr viele Mitglieder hat und die
Jugend fördert». Die Jugend übrigens besucht
die Primarschule in Hundwil, die Oberstufe in
Stein und Urnäsch.
Hätten Sie es gewusst? Hundwil ist die drittgrösste
Gemeinde des Kantons und erstreckt
sich auf über 14 Kilometern Luftlinie vom Dorfzentrum
bis zum Säntis. Das macht Hundwil
zu einem attraktiven Wandergebiet und dank
des Hotels auf der Schwägalp können viele
Logiernächte verbucht werden. Die grosse Fläche
und die tiefe Einwohnerzahl aber bringen
auch Herausforderungen mit sich. Man denke
hierbei nur an die Erschliessung für Wasser
und Abwasser, an Strassen oder Wanderwege.
«Nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung wohnt
zentral, respektive in der Bauzone, die meisten
leben in der Landwirtschaftszone», so die Gemeindepräsidentin.
Wir bleiben im Dorf. Am
Ostermontag haben Bäckerei und Metzgerei
geschlossen, ebenso die Krone. Leider. Denn
dieses Haus, das wohl älteste im Dorfzentrum,
sollte man, so Margrit Müller, bei einem
Unser Weg von Herisau nach Hundwil.
Besuch in Hundwil nicht nur von aussen betrachten.
Wer die Krone kennt, weiss um die
besonderen inneren Werte: das «Lädeli» wie
aus Tante Emmas Zeiten und die «blaue Stube»
oder «Altersstube», ein Bijou in reinem
Rokokostil. Was sollte man in Hundwil zudem
gesehen haben? «Das Alpleben auf der Schwägalp.»
Und wer Zeit hat, den schickt Margrit
Müller auf den Wasserlehrpfad. «Dieser lädt
zum Informieren über unser wertvolles Wasser,
zum Bräteln am Bach und Spazieren mit
Familie und Freunden ein. Wer den Weg fortsetzen
will, gelangt zur legendären Hundwiler
Höhi mit traumhafter Aussicht. Das sei auch
einer ihrer Lieblingswege «zum Kopflüften
und Geniessen des Weitblicks zum Bodensee
und dem Säntis». Ein weiterer sei der Naturerlebnispfad
auf der Schwägalp.
Das ist uns für heute entschieden zu weit.
Wir nehmen das Postauto, welches Hundwil
mit Herisau oder St. Gallen verbindet und
schwelgen bei der Fahrt Richtung Waldstatt in
den Erinnerungen an den Neubau der Hundwilertobelbrücke
in den 1990er-Jahren. Das
Vorgängerbauwerk aus den 1920er-Jahren war
bei seinem Bau mit einer Stützweite von 105
Metern übrigens die weitestgespannte Betonbogenbrücke
der Schweiz.
Eva Schläpfer
(Bild: SchweizMobil)
Hundwil
Herleitung der Ortsnamen gemäss dem Lexikon für schweizerische
Gemeindenamen (auszugsweise): Hundwil bedeutet «beim Gehöft
des Hundo, Hunto». Der Name setzt sich zusammen aus dem althochdeutschen
Personennamen Hundo/Hunto und der Ortsnamenendung
-wiläri. Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem Personennamen
Hundo/Hunto und dem Gattungswort Hund; der Rüde im Gemeindewappen
illustriert eine Umdeutung des nicht mehr verständlichen
Personennamens. Hundo/Hunto ist von germanisch hunda- «hundert»
herzuleiten und bedeutet ursprünglich «Hundertschaftsführer».
Tiefster Punkt: beim Sonderbach, 655 m ü. M.
Höchster Punkt: Säntisgipfel, 2501,9 m ü. M.
Fläche: 24,08 km²
Einwohner: 944 (31. Dezember 2023)
Einwohnerdichte: 39 Einwohner pro km²
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05/2025 Politik · 33
HERISAUER FDP LÄSST SICH
VOM «GLÜCKSFALL» INSPIRIEREN
Anfang April fand im Restaurant Engel die
ordentliche Hauptversammlung der FDP Herisau
statt. Nebst den ordentlichen Geschäften
stellte das Glückskomitee den «Glücksfall
Herisau» vor. Nach den Begrüssungsworten
blickte Präsidentin Vanessa Frei auf ihr zweites
Amtsjahr zurück. Dieses hatte mit der
Abstimmung über das Projekt Obstmarkt
begonnen, welches zum Bedauern der Mitglieder
abgelehnt wurde. Die FDP hat sich
im Verlauf des letzten Jahres zu verschiedenen
Themen miteingebracht; den Anlässen
der Gemeinde zum Kommunikationskonzept
bzw. zur Energie- und Klimastrategie sowie
dem Anlass des Bundesamtes für Strassen zur
Umfahrung Herisau. Vanessa Frei verdankte
den zurück getretenen Einwohnerrat Michel
Peter, der sich rund zehn Jahre erfolgreich
engagiert hat. Auch die Arbeit von Nicolas
Kocher, der aus dem Vorstand zurücktrat,
wurde von der Präsidentin verdankt. Die restlichen
Mitglieder des Vorstandes mit Vanessa
Frei (Präsidentin), Peter Frick (Vizepräsident),
Matthias Fries (Aktuar), Manuel Baumberger
(Finanzen), Frederik de Vries (Veranstaltungen),
Sandra Nater (Vertreterin Gemeinderat)
und Karin Jung (Vertreterin Einwohnerrat)
wurden einstimmig wiedergewählt. Nach
den ordentlichen Geschäften stellten Sabrina
Jaggi und Helena Städler vom Glückskomitee
den «Glücksfall Herisau» vor. Der «Glücksfall»
soll den Einwohnerinnen und Einwohnern auf
Präsidentin Vanessa Frei bedankt sich mit kleinen Präsenten beim Glückskomitee.
vielfältige Weise aufzeigen, wie und wo sich
Glück in Herisau manifestiert. Der Anstoss zu
dieser Initiative kam aus der Erkenntnis, dass
im Dorf die Tendenz besteht, sich über Negatives
zu ärgern, anstatt sich über das viele
Positive zu freuen. Freude sei nämlich ansteckend,
breite sich aus und stärke das Wir-Gefühl
und die Zufriedenheit. (fdp)
(Bild: zVg.)
ARMIN KÜHNE FÜR DANIELE LENZO
NEU IM VORSTAND DER SP HERISAU
Die SP Herisau führte ihre diesjährige
Hauptversammlung im Sportzentrum durch.
Nach einer Einführung des Abteilungsleiters
Markus Rosenberger in die wirtschaftlichen
und organisatorischen Eigenheiten des gemeindeeigenen
Betriebs, führte der Leiter
Technik und Infrastruktur, Roger Gehrig,
durch die eindrücklichen Anlagen. In der
VIP-Lounge begrüsste Präsidentin Silvia
Taisch Dudli die Mitglieder zur ordentlichen
Hauptversammlung und blickte auf ein bewegtes
politisches Jahr zurück: Die Ablehnung
des Projekts Obstmarkt und Platz
durch die Stimmberechtigten im Juni war
aus Sicht der SP enttäuschend. Das schlichte
und ausgewogene Projekt hätte die Chance
verdient, das Erscheinungsbild des historischen
Zentrums zu vereinheitlichen. Ganz
im Sinne der SP entschieden die Herisauer
Bevölkerung im September mit klarer
Mehrheit, die seit zwölf Jahren bewährte
Finanzkompetenz des Einwohnerrats für
Voranschlag und Steuerfuss beizubehalten.
Mit Unterstützung von GLP und EVP hatte
HANDLUNGSBEDARF BEI FINANZIERUNG
VON PFLEGENDEN ANGEHÖRIGEN
sich die SP erfolgreich gegen die Initiative
«Finanzreferendum» eingesetzt. Das Vorstandsteam
mit Marisa Dudle, Max Eugster,
Ralph Hubmann, Natasa Ivanov-Belic, Michael
Kellenberger und Laurin Rusterholz
sowie der Präsidentin Silvia Taisch Dudli
wurden von den Mitgliedern einstimmig im
Amt bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt
wurde Armin Kühne. Ebenso wurden die Revisorin
Johanna Federer und Ersatzrevisor
Thomas Forster einstimmig wiedergewählt.
Vorstandsmitglied Daniele Lenzo und Revisorin
Susanne Beutler stellten sich nicht
mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung
und wurden mit Dank verabschiedet. (sp)
Die Herisauer Kantonsrätinnen und -räte
Regula Ritter, Karin Jung, Mathias Steinhauer
und Glen Aggeler haben beim Regierungsrat
nachgefragt, wie das Geschäftsmodell
privater Spitex-Organisationen mit
pflegenden Angehörigen eingeschränkt
werden kann. Die Regierung anerkennt in
ihrer Antwort den Handlungsbedarf und
kündigt Anpassungen an. Seit dem Bundesgerichtsurteil
von 2019 haben pflegende
Angehörige Anspruch auf Entlöhnung und
eine arbeitsrechtlich korrekte Anstellung.
Private Spitex-Organisationen nutzen dies
zunehmend gewinnorientiert. In Herisau
stiegen die Ausgaben für ambulante Pflege
durch private Anbieter um 175 Prozent. Auch
in anderen Gemeinden zeigt sich ein ähnlicher
Trend. Das Problem: Spitex-Organisationen
können unabhängig von der Qualifikation
der Pflegenden gleich hohe Beiträge
abrechnen. Da die Pflege durch Angehörige
günstiger ist, entstehen ungerechtfertigte
Gewinne. Die Spitex Appenzellerland hat
reagiert und stellt nur Angehörige unter
dem Pensionsalter an. Die Regierung plant
eine Teilrevision der Pflegefinanzierungsverordnung
per 1. Januar 2026 und prüft
weitere Massnahmen wie eine Altersgrenze.
Die Kantonsrätinnen und -räte begrüssen
das Vorgehen. (eing.)
Investiere,
wachse,KB.
Anlagelösungen für kleinere
und grössere Vermögen.
Wir sind immer für Sie da. Ein Leben lang.
appkb.ch/125jahre
«Den Funken muss man
mit der Landschaft denken.» Roman Signer
Für den international bekannten
Künstler Roman Signer ist der
Funken im Ried eine Skulptur. Es
gehört zur langen und mit buchstäblichem
Feuereifer zelebrierten
Tradition im Appenzeller Quartier,
dass am vierten Fastensonntag,
weithin sichtbar das schönste und
grösste Frühlingsfeuer lodert.
Davon erzählt der Bildband
Riedfunken, realisiert von einer
Projektgruppe um den gebürtigen
Innerrhoder Kunstschaffenden.
letzten Jahrzehnten versammelt
und in Texten die Geschichte des
Brauchs und die Faszination des
Funkens.
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T 071 788 50 20
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Riedfunken
Herausgegeben von: Stefanie Gschwend,
Guido Koller, Roman Signer, Peter Zimmermann
Verlag: Druckerei Appenzeller Volksfreund
ISBN: 978-3-907197-19-6
Format: 307 x 245 mm
Inhalt: 184 Seiten
Erhältlich am Schalter der Druckerei Appenzeller Volksfreund, im
Bücherladen Appenzell, in der Kunsthalle und im Kunstmuseum
Appenzell oder online unter shop.dav.ch.
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05/2025 Gesellschaft · 35
KIRAN GOTTIPATI WIRD
NEUER PRIESTER IM HINTERLAND
Ab August 2025 übernimmt Kiran Gottipati
als verantwortlicher Priester die katholische
Seelsorgeeinheit Appenzeller Hinterland.
Damit endet die neunmonatige Vakanz nach
dem Weggang von Pfarrer Reto Oberholzer.
Der 46-Jährige stammt aus Munugode, im
südindischen Bundesstaat Telangana. Nach
der Matura absolvierte er das Noviziat und
das Philosophiestudium bei den Pallottinern
sowie ein Theologiestudium am Päpstlichen
Institut in Pune. Seit 2016 lebt er in
der Schweiz, vor fünf Jahren wurde er nach
Sprach- und Praxisausbildung zum Priester
geweiht.Seit fünf Jahren ist er Kaplan in Gossau
und kennt die hiesige Seelsorgeeinheit
durch ein früheres Praktikum. Er ist stellvertretender
Missionssekretär und Hausrektor
der Pallottinergemeinschaft in Gossau. Auf
Vorschlag der Räte und des Seelsorgeteams
wurde er von Bischof Markus Büchel zum
Pfarradministrator ernannt. «Pater Kiran
steht für eine suchende, lebendige und einladende
Kirche, die die Leitbilder der Seelsorgeeinheit
widerspieglt», so Roland Reutemann,
Präsident des Kreisrats. Gottipati
WANDERUNG IM MAI
Samstag, 10. Mai
Jasswanderung Hirschberg
Die Jasswanderung hat Tradition. Dieses Jahr
trifft sich die Wandergruppe nach einem kurzen
Aufstieg von der Haltestelle Steinegg auf dem
Hohen Hirschberg. Dort wartet nicht nur eine
grossartige Aussicht, sondern auch eine gesellige
Jassrunde. Vom Anfänger bis zum Profi sind
alle willkommen. Nach dem Jassen und einem
gemeinsamen Mittagessen führt die Wanderung
in Richtung Gais durch ein idyllisches
Moorgebiet und schattige Wälder zum Ziel.
Dort bietet sich im Café «Platz Drü» die Gelegenheit,
den Tag Revue passieren zu lassen.
wird sein Amt mit einem 80-Prozent-Pensum
ausüben. Offiziell begrüsst wird er an
drei Anlässen: am 17. August in Herisau auf
dem Kreckel bei seiner Amtseinsetzung, am
23. August in der Zürchersmühle für die Gemeinden
Urnäsch und Hundwil sowie am 24.
August in Waldstatt beim Kirchenfest. (kg)
Kiran Gottipati.
(Bild: zVg.)
Route: Steinegg – Langenegg – Hoher
Hirschberg – Jassen – Kohlplatz – Oberzwislen
– Gais
Distanz: 8.4 km; Zeit: 2 3⁄4 Std
Anforderungen: tief
Treffpunkt: 08.33 Uhr 9050 Steinegg, Bahnhof
Rückreise: 16.23 Uhr 9056 Gais, Bahnhof
Anmeldung bis Donnerstag, 8. Mai 2025 19.00
Uhr über www.appenzeller-wanderwege.ch,
per E-Mail an margrit.geel@appenzeller-wanderwege.ch
oder per Tel: 079 749 36 55
Rezept
des Monats
SEEZUNGEN
MIT SPARGELN
Zutaten für vier Personen
– 1 Bund Rucola
– 2 Lauchzwiebeln
– 5 Gewürzgurken
– 500 g Vollmilchjoghurt
– 200 g Mayonnaise
– Salz
– Pfeffer
– 2,5 kg grüner Spargel
– 6 EL Öl
– 1 kg Seezungen-Filet
– 10 EL Zitronensaft
– 5 EL Mehl
– 2 EL Butter
– 4 Zitronen
Zubereitung
1. Rucola verlesen, abspülen, trocknen und
fein hacken. Lauchzwiebel putzen und abspülen,
in feine Ringe schneiden, dazu Gewürzgurken
fein würfeln. Joghurt und Mayonnaise
verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Gewürzgurken,
Frühlingszwiebeln und Rucola
unterheben.
2. Spargel abspülen, am unteren Drittel schälen,
Enden knapp abschneiden. Spargel einmal
längs und einmal quer halbieren. 1 EL Öl
in einer Pfanne erhitzen, Spargel darin drei
bis vier Minuten braten, salzen und pfeffern.
3. Seezungen-Filet trocken tupfen, mit etwas
Zitronensaft beträufeln und salzen. Filets in
Mehl wenden. Restliches Öl und Butter in
einer beschichteten Pfanne erhitzen, Filets
vier bis sechs Minuten goldbraun braten.
Spargel, Filets und Zitronenspalten mit Sauce
anrichten und servieren.
Sonntag, 18. Mai
Hoch über dem Necker
Im Herzen des Neckertals liegt Brunnadern.
Die erste Etappe führt zur überdachten Holzbrücke,
über den Necker und hinauf zum Gerensattel.
Dort bietet sich die erste Verschnaufpause
an, bevor es durch den Buchenwald zur
Wilketshöchi geht. Vom höchsten Punkt der
Wanderung reicht der Blick bis Hemberg, Schönengrund,
den Alpstein und die Glarner Alpen.
Der Abstieg führt über Treppenwege zum Wilketshüttli.
Nach der Mittagspause geht es weiter
zum Ziel Degersheim.
Route: Brunnadern-Neckertal – Gerensattel
– Wilketshöchi – Bergli – Fuchsacker –
Degersheim
Distanz: 11.9 km; Zeit: 4 1⁄2 Std
Anforderungen: mittel
Treffpunkt: 08.52 Uhr 9125 Brunnadern-Neckertal,
Bahnhof
Rückreise: 16.15 Uhr 9113 Degersheim, Bahnhof
Anmeldung bis Freitag, 16. Mai 2025 19.00 Uhr
über www.appenzeller-wanderwege-ch, per E-
Mail an heidi.koeppel@appenzeller-wanderwege.ch
oder per Tel: 078 857 13 44
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05/2025 Gesellschaft · 37
URSI EUGSTER KOCHT BEI
«MINI CHUCHI, DINI CHUCHI»
Die TV-Sendung «Mini Chuchi, dini Chuchi»
gehört mit durchschnittlich 180'000 Zuschauerinnen
und Zuschauern zu den beliebtesten
des Schweizer Fernsehens. Jede
Woche treten fünf Personen an und kochen
in der eigenen Küche für die anderen Teilnehmenden.
Wer am Ende von der Konkurrenz
die meisten Punkte für seine Kochkünste erhält,
gewinnt die Sendung. Mit Ursi Eugster
wird dort demnächst eine Herisauerin zu sehen
sein. Ihre Folgen werden von 2. Juni bis
6. Juni um 18.15 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt.
Im Interview blickt sie auf die Dreharbeiten
zurück und erzählt, welches ihrer Rezepte bei
ihren Enkelkindern am besten ankommt.
Ursi Eugster, welchen Stellenwert hat das
Kochen in Ihrem Leben?
Ich liebe es, wenn ich für meine Gäste kochen
kann. Am liebsten bereite ich Alltagsrezepte
mit regionalen Produkten und frischen
Kräutern zu.
und mit dem sympathischen Fernsehteam.
Die Dreharbeiten dauerten jeweils von 13.45
bis 22 Uhr. Mein Tag in der Küche verflog im
Nu, aber auch alle anderen haben wirklich
hervorragend gekocht. Leider darf ich vor der
Ausstrahlung weder mein Menü noch meine
Punktzahl verraten.
Wie war es, bei fremden Menschen zu essen
und sie zu bewerten?
Wir sind uns als Fremde am ersten Drehtag
begegnet und haben uns nach der letzten
Klappe als Freunde umarmt. Wir werden
weiterhin in Kontakt bleiben und haben bereits
eine Whatsapp-Gruppe gegründet. Zu
Beginn hatten wir alle dasselbe seltsame
Gefühl in der Bauchgegend, aber in dieser
Woche haben wir gegenseitig so viel private
Einblicke erhalten, dass wir uns sehr gut kennengelernt
haben.
Wie blicken Sie auf diese Erfahrung zurück?
Ich freue mich im Nachhinein, dass ich es mit
meinen 71 Jahren gewagt habe, diesen Schritt
zu machen. Es brauchte Mut und war mit viel
Herzklopfen verbunden. Aber solche Erfahrungen
machen dich stärker.
Wie werden Sie Ihren Auftritt verfolgen?
Wir schauen uns «Mini Chuchi, dini Chuchi»
seit Jahren gerne an, gerade auch mit den
Enkelkindern. Sie spielen die Sendung sogar
manchmal als Rollenspiel nach. Dann verteilen
sie Punkte oder wollen bewertet werden,
wenn sie gekocht haben. Aber es wird natürlich
besonders sein, wenn ich mich selbst im
Fernseher sehe.
Welche Gerichte wünschen sich die Enkelkinder
von Ihnen?
Meine Enkelinnen lieben meine Salatsauce
und meine Schoggicrème. Die Buben hingegen
mögen Brotschnitten mit Apfelmus und
meine Früchtefladen. (sd)
Wie kam es zu Ihrer Teilnahme bei «Mini
Chuchi, dini Chuchi»?
Mein Sohn Oliver hat mich heimlich angemeldet.
Als das Telefon geklingelt und mir jemand
vom Schweizer Fernsehen gesagt hat,
dass ich dabei bin, habe ich zuerst abgelehnt.
Aber dann habe ich eine Nacht darüber geschlafen,
mir das Ganze nochmals überlegt
und schliesslich doch zugesagt.
Wie haben Sie die Dreharbeiten wahrgenommen?
Vor den Dreharbeiten war ich sehr nervös.
Aber ich habe mich in der Gruppe gut mit
den anderen Teilnehmenden verstanden –
Ursi Eugster misst sich in der ersten Juni-Woche mit vier anderen Hobbyköchinnen und -köchen.
(Bild: zVg.)
BRAND AN DER CILANDERSTRASSE
VERURSACHT GROSSEN SACHSCHADEN
Am Morgen des 1. Mai ging um 4 Uhr bei der
Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein,
dass ein Haus brenne. Die aufgebotenen Einsatzkräfte
stellten bei ihrem Eintreffen am
Brandort an der Cilanderstrasse offene Flammen
sowie eine starke Rauchentwicklung aus
dem Dachstock fest. Die Feuerwehr konnte
den Brand gegen 6.30 Uhr unter Kontrolle
bringen. Beim Brand haben sich keine Personen
verletzt. Der Sachschaden am Gebäude
beträgt einige Hunderttausend Franken. Die
Brandursache wird nun durch den Brandermittlungsdienst
der Kantonspolizei Appenzell
Ausserrhoden, in Zusammenarbeit mit
der Regionalpolizei, abgeklärt. (kapo) An den Löscharbeiten standen 65 Angehörige der Feuerwehr Herisau im Einsatz. (Bild: kapo)
38 · Herisauer Wald 05/2025
Jürg Wernli ist seit neun Jahren Präsident des Waldbauvereins Herisau.
WALDBAUVEREIN HERISAU:
TRADITION UND INNOVATION
Der Verein, der eigentlich keiner ist, überdauerte zwei Weltkriege und besteht noch heute. Er
schreibt die Geschichte eines Herisaus, das sich am Rande der Abholzung befand. Präsident
Jürg Wernli spricht über den Wandel des Vereins und über den Wald als emotionales Erbstück.
Wie das Sportzentrum, die Kirchen oder das
Regierungsgebäude prägen auch Wälder
das Ortsbild von Herisau. Nebst der bedeutenden
Rolle für die Biodiversität und die
Holzproduktion stellen die Wälder eine Bereicherung
für die Bewohnerinnen und Bewohner
dar. Für Familien dient der Wald als
wichtiges Ausflugziel. Bei anderen führt die
Jogging- oder Spaziergangsroute entlang einer
Waldstrasse durch den grünen Wald. Für
alle dürfte klar sein: Ein Herisau ohne Wald
ist unvorstellbar. Was aus heutiger Sicht
selbstverständlich wirken mag, musste vor
fast 200 Jahren erst sichergestellt werden.
Im Zuge der Industrialisierung kam es zu Beginn
des 19. Jahrhunderts zu grossflächigen
Rodungen. Befürchtungen einer drohenden
Holzknappheit machten in Herisau die Runde.
So rief Pfarrer Adrian Schiess im Jahr 1836
in seiner «Bitte der jungen Tannen an die gemeinnützigen
Mannen» zum Schonen der
Wälder Herisaus auf. Sein Wunsch war es,
das Ausmass der Waldrodungen zu senken,
sowie abgeholzte Flächen neu zu bewalden.
Die Gefahr der Holzverarmung beschäftigte
auch andere Zeitgenossen. So entstand die
Idee, eine Aktiengesellschaft für die Waldpflege
zu gründen. Auf dieser Basis kam es
im Folgejahr zur Gründung der «Waldbau-
Gesellschaft» Herisau. «Es bildet sich eine
Gesellschaft zur Hebung und Beförderung
des Waldbaues», steht in den Statuten von
1837 geschrieben.
Der Waldbauverein geht mit der Zeit
Schon 20 Jahre nach der Gründung kam es
1857 zur Namensänderung der Waldbau-Gesellschaft
hin zum Waldbauverein. Einige
Jahrzehnte nach der Gründung änderte sich
auch die primäre Funktion des Vereins. Da
sich der Waldbestand erholt hatte, nahm die
eigentliche Waldaufbaugeschichte ein Ende.
Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts fokussierte
sich der Waldbauverein vor allem
auf den Erhalt und die Pflege des Waldes. Im
Laufe der Zeit vergrössterte sich der Waldbestand
des Vereins weiter. Hin und wieder
musste der Waldbauverein jedoch auch
(Bild: Manuel Alder)
Rückschläge wegstecken. So zerstörten beispielsweise
1910 riesige Schneemassen und
1914 ein heftiges Sommergewitter Teile der
Wälder in Herisau. Auch bekam der Waldbauverein
den Einfluss des Ersten Weltkrieges
zu spüren. Im Jahr 1917 herrschte allgemeine
Holzknappheit. Infolgedessen wurde
der Waldbauverein gezwungen, mithilfe von
dienstpflichtigen Hilfskräften einen Teil der
Bäume zu schlagen und das Holz bereitzustellen.
Auch der Zweite Weltkrieg liess die
Nachfrage nach Holz in die Höhe schnellen.
Dadurch konnte der Waldbauverein die zuvor
prekäre finanzielle Lage wieder ins Lot
bringen.
1986 bewertete der damalige Förster und
Autor des vereinseigenen Berichtes zum
150-jährigen Bestehen, Hans Müller, die Entwicklung
der Wälder Herisaus und deren Bewirtschaftung
positiv – allerdings mit einem
kleinen Wermutstropfen: «Machtlos ist der
Bewirtschafter allerdings gegen den sich in
letzter Zeit verschlechternden Allgemeinzustand,
der auf die veränderten Umweltbedingungen
zurückgeführt wird.» Um bei
diesem Problem eine Verbesserung herbeizuführen,
brauche es die Einsicht sämtlicher
Bevölkerungskreise sowie den Verzicht auf
gewisse Lebensgewohnheiten, so Hans Müller.
Auch heute beschäftigen Themen wie
der Klimawandel oder die Biodiversitätskrise
den Waldbauverein. «Heute ist der Wald
05/2025 Herisauer Wald · 39
sehr widerstandsfähig», sagt Samuel Lanker,
Fachperson Wald im Waldbauverein. Durch
den rücksichtsvollen waldbaulichen Umgang
seien bereits früher die Weichen dafür
gestellt worden, beschreibt er weiter. Die
grösste Versicherung für einen widerstandsfähigen
Wald sei der Jungwald, welcher die
nächste Baumgeneration bilde. Die Pflege
und Bewirtschaftung führt der Forstbetrieb
am Säntis im Auftrag der jetzigen Pächterin
aus. Die rund 116 Hektaren Waldflächen wurden
an die Gemeinde Urnäsch verpachtet,
was in der Schweiz nur selten gemacht werde,
aber aus Sicht des Waldbauvereins sehr
gut funktioniere.
«Symbolischer Wert»
Stand zum Zeitpunkt der Gründung die
Aufforstung im Fokus, liegt heute das
Augenmerk auf einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung.
Die Ansprüche an die
Bewirtschaftungsweise der Wälder des
Waldbauvereins seien hoch, sagt Samuel
Lanker. So werde der gesamte Wald im
Sinne des Dauerwaldes bewirtschaftet.
Dies bedeute, dass keine grossflächigen
Lücken geschlagen werden dürfen. Auf
diesem Weg könne man dem Ziel, einen
gestuften und klimafitten Mischwald zu
erhalten, Rechnung tragen, erklärt Lanker.
«Da die Waldflächen verpachtet sind, haben
wir aber mit der Bewirtschaftung heute
praktisch nichts mehr zu tun», erläutert
Jürg Wernli, Präsident des Waldbauvereins.
Ausserdem lasse sich mit dem Holzschlag
gegenwärtig kaum mehr Geld verdienen.
Die Verpachtung seiner rund 116 ha Waldflächen
gibt dem Waldbauverein somit
auch finanzielle Sicherheit.
«Tradition
motiviert Mitglieder,
dem Waldbauverein
Sorge zu tragen.»
Seit neun Jahren präsidiert Jürg Wernli
den Waldbauverein, der jedoch gar kein
Verein im eigentlichen Sinne sei: «Vielmehr
handelt es sich um eine privatrechtliche
Korporation des kantonalen Rechts – der
Vereinsname ist deshalb irreführend», so
Wernli. Es existiert ähnlich wie bei einer Aktiengesellschaft
eine fixe Zahl von 900 Anteilscheinen,
welche aktuell auf 53 Mitglieder
verteilt sind. «Anders als früher werden aber
schon seit Jahren keine Dividenden mehr
ausbezahlt», sagt Wernli. Die Anteilscheine
sind zudem sehr ungleich auf die Mitglieder
verteilt. Während rund die Hälfte der Mitglieder
lediglich einen einzigen Anteilschein
besitzen, verfügt zum Beispiel eine Familie,
deren Vorfahren bereits bei der Gründung
mitwirkten, über mehr als einen Drittel aller
Anteilscheine. Auch die Gemeinde Herisau
ist im Besitz von rund 30 Prozent der Anteilscheine.
Jürg Wernli hat seinen einzigen
Anteilschein vor vielen Jahren von seinem
damaligen Bürokollegen erhalten. Die meisten
Anteilscheine wurden im Laufe der Jahrzehnte
durch Erbgänge übertragen. Dadurch
bestehe bei den Mitgliedern auch eine emotionale
Bindung zu den Wäldern des Waldbauvereins.
Dies zeige sich auch bei privaten
Waldeigentümerinnen und -eigentümern,
die nicht dem Waldbauverein angehören.
Auch sie trennen sich kaum von ihrem Besitz
der Wälder, sondern vererben diese viel
lieber. Diese emotionale Bindung gebe dem
Waldbauverein auch fast 200 Jahre nach
dessen Gründung einen Sinn, so Wernli.
«Es ist die Geschichte und die Tradition des
Waldbauvereins, die den Mitgliedern Freude
bereitet und sie dazu motiviert, der uralten
Institution Waldbauverein Sorge zu tragen»,
sagt er weiter.
Ein Blick in die Zukunft
Die alljährliche Hauptversammlung des
Waldbauvereins sei laut Jürg Wernli jeweils
bestens besucht. Nebst der Hauptversammlung
sind es verschiedene Anlässe, die für
Zusammenhalt unter den Mitgliedern sorgen.
Oftmals steht dabei eine wald- oder
holzbezogene Besichtigung – kombiniert
mit einem «schönen Ausflug» – auf dem
Programm. Beispielsweise wurden an der
letzten Hauptversammlung den Mitgliedern
für das laufende Jahr den Besuch eines
Holzgas-Kraftwerks mit anschliessendem
Besuch eines Weingutes vorgeschlagen. Die
Mitglieder wurden auch darüber orientiert,
dass sich die Verwaltung Gedanken mache,
ob ein Teil der rund 116 Hektaren Waldungen
im Eigentum des Waldbauvereins dereinst
einer öffentlichen Nutzung zugeführt
werden könnte. Zu denken sei nach Jürg
Wernli etwa an einen «Friedwald» – einen
Friedhof im Wald. «Auf diese Art und Weise
den ewigen Frieden zu finden, wird immer
populärer», erklärt Wernli. Doch dabei
handle es sich lediglich um eine erste Idee.
Eine weitere Möglichkeit wäre ein Walderlebnisraum,
ähnlich wie jener in Gais. An
Schulklassen richtet sich dort beispielsweise
das Angebot, das Ökosystem Wald mit seinen
Tieren auf altersgerechte Art und Weise
kennenzulernen. Allein im letzten Jahr wurde
dieses Angebot von 87 Schulklassen und
Jugendgruppen und 47 Erwachsenengruppen
genutzt. «Dies sind nur zwei von vielen
Möglichkeiten, wie der Waldbauverein einen
kleineren Teil seiner Wälder für eine umweltverträgliche
öffentliche Nutzung verfügbar
machen könnte», sagt Jürg Wernli. Solche
Projektideen seien aber mit einem erheblichen
Aufwand verbunden und stehen erst
im Stadium der Vorprüfung, so Wernli.
Ob solche Ideen den Weg zur Umsetzung
finden, wird die Zukunft zeigen.
Doch der Waldbauvereins hat in seiner fast
200-jährigen Geschichte schon mehrfach
Bereitschaft zu Wandel und Innovation bewiesen.
Die Stäggelenhütte: Sie gehört dem Waldbauverein und steht im Stäggelenwald.
(Bild: z.V.g.)
Manuel Alder
40 · Kalender 05/2025
Kalender
Mai
7. Lollipop «mehr als nur ein Chrabbeltreff», 14
– 17 Uhr mit Zvieri, ref. Kirchgemeindehaus
7. Huusfründe – Eine Komödie in sechs Bildern,
20 Uhr, Stuhlfabrik
7. Üsi Werkstatt, Frauengemeinschaft, 19 –
22 Uhr, kath. Pfarreiheim
7. Öffentlicher Vortrag «Koronare Herzkrankheit»,
19 Uhr, Spital Herisau
7. Vorstellung der Schweizer Garde, 14.30 –
17 Uhr, katholisches Pfarreiheim
8. Huusfründe – Eine Komödie in sechs Bildern,
20 Uhr, Stuhlfabrik
8. Mittagstreff, Club 60plus, 11.30 Uhr, Casino
8. Ständli Musikverein Herisau, ab 18.30 Uhr,
Schulareal Langelen
9. Huusfründe – Eine Komödie in sechs Bildern,
20 Uhr, Stuhlfabrik
9. El Chico Fuendre, elektronisches Liveset, ab
19 Uhr, Dä 3.Stock
10. SchülerInnenkonzert des Drumtraining
Marco Steiner, ab 15.30 Uhr, Dä 3.Stock
10. Eröffnung Freibad, 9 Uhr, Sonnenberg Herisau
12. Info-Anlass Ortsplanung, 19-21 Uhr, Casino
Herisau
13. Huusfründe – Eine Komödie in sechs Bildern,
20 Uhr, Stuhlfabrik
13. Filmnachmittag «Monsieur Blake zu Diensten»,
Club 60plus, 14 Uhr, Cinétreff
13. Vogelexkursion Ifang - Wiesen, Ornithologische
Gesellschaft, 18 Uhr, Schulhaus Ifang
14. E-Bike-Tour «Auf den Spuren des Frühlings»,
Club 60plus, 9 Uhr, Sportzentrum
14. Öffentlicher Vortrag «Sodbrennen und
Magendruck - Ursachen, Diagnostik und
Therapie», 19 Uhr, Spital Herisau
14. Einwohnerratssitzung, 17 Uhr, Gemeindehaus
Ratsaal
15. Huusfründe – Eine Komödie in sechs Bildern,
20 Uhr, Stuhlfabrik
16. Huusfründe – Eine Komödie in sechs Bildern,
20 Uhr, Stuhlfabrik
17. DYAD - Didier Laloy, Akkordeon & Adrien
Tyberghein, Kontrabass, kulturisdorf, 20.30
Uhr, altes Zeughaus
18. Spielesonntag - Gesellschaftsspiele in
gemütlichem Rahmen, 14 – 18 Uhr, Dä
3.Stock
18. Eröffnung Erweiterte Ausstellung «Carl
Seeligs Wanderungen mit Robert Walser» 16
Uhr, Museum Herisau
18. Vogelexkursion Frauenfelder Almänd, OG
Herisau und Appenzeller Vogelschutz, 7.50 –
11 Uhr, Rorerbrücke Frauenfeld
21. Wanderung Horgen – Wädenswil, Vitaswiss,
Anmeldung: 079 703 96 49
21. Öffentlicher Vortrag «Für ein gutes Alter
- Die Bedeutung der Ernährung», 19 Uhr,
Spital Herisau
22. Mittagstreff, Club 60plus, 11.30 Uhr, Casino
23. «NARRA – Erzähl!», 19.30 Uhr, Stuhlfabrik
23. Appenzeller Kantonalmusikfest 2025, Ebnet,
Casino Herisau, Evangelische Kirche Herisau
23. Eidg. Feldschiessen 2025, Schützenverein
Herisau, 18 – 20 Uhr, Schiessanlage Breitfeld
24. Livekonzert Agent Flipper, ab 19 Uhr, Dä
3.Stock
24. Appenzeller Kantonalmusikfest 2025, Ebnet,
Casino Herisau, Evangelische Kirche Herisau
24. Spirituelle Velotour, 9 Uhr, katholische
Unterkirche
24. Theater Fabula «Salto und Mortale», 19 Uhr,
alte Stuhlfabrik Herisau
25. Sonntagscafé, 13.30 – 17 Uhr, Haus Wiesental
Regelmässig
Café unter den Bäumen, Montag (10 – 17
Uhr) & Freitag (14 – 21 Uhr), Chupfertrocke
Museum Herisau, Mittwoch
bis Sonntag, 13 – 17 Uhr
Figurentheater-Museum, jeweils am
Mittwoch um 14 – 17 Uhr und Sonntag
11 – 16 Uhr
Wochenmarkt, jeweils am Samstag um
8.30-12.30 Uhr
25. Appenzeller Kantonalmusikfest 2025, Ebnet,
Casino Herisau, Evangelische Kirche Herisau
25. Eidg. Feldschiessen 2025, Schützenverein
Herisau, 9 – 11 Uhr, Schiessanlage Breitfeld
25. «Wir feiern die Liebe», 10 Uhr, Katholische
Kirche
25. Goofetheater, 9.30 – 12.30 Uhr, alte Stuhlfabrik
Herisau
26. Appenzeller Lät-night-Show, 20 – 23 Uhr,
Stuhlfabrik
27. Wanderung «Schwertlilien am Illspitz», Club
60plus, 8.15 Uhr, Bahnhof
29. Morgenexkursion im Wald Fröhlichsegg
Teufen, OG Herisau mit Appenzeller Vogelschutz,
6 – 10.30 Uhr
31. 8. Feuerwehr Eishockey Turnier, ab 9 Uhr,
Sportzentrum Herisau
Juni
1. Freie Besichtigung Schwänberg-Museum,
14-16 Uhr
2. Erzählcafé unter dem Thema «Respekt»,
14-16 Uhr, Haus Wiesental
3. Besichtigung der Carosserie Pfister, Club
60plus, 13.45 Uhr, Industriestrasse 23 (mit
Voranmeldung)
4. Lollipop «mehr als nur ein Chrabbeltreff»,
14 – 17 Uhr mit Zvieri, ref. Kirchgemeindehaus
MIT PEACH WEBER MACHT
DER «KING OF GÄX» HALT IM CASINO
Eines der Urgesteine der Schweizer Comedy-Szene
kehrt auf die Bühne zurück: Peach
Weber geht in diesem Jahr mit seinem
neuen Programm «King of Gäx» auf grosse
Tournee – und bringt sein 17. Programm am
Dienstag, 3. Juni, ins Casino Herisau. Dabei
bleibt er seinem Rezept treu und präsentiert
Wortwitze, skurrile Geschichten, philosophische
Weisheiten und eine gesunde
Portion Selbstironie. Mit seinem neusten
Programm knüpft der Aargauer an eine
besondere Auszeichnung an. Im Jahr 2022
wurde ihm in London der humoristische
Adelstitel «King of Gäx» verliehen – eine
Ehre, die zuvor nur Charlie Chaplin und
Mister Bean erhielten. Das neue Bühnenprogramm
ist inspiriert von dieser Ehrung.
In Herisau dürfen sich die Zuschauerinnen
und Zuschauer auf eine «Wellnessstunde
für die Seele» freuen, wie der mittlerweile
72-jährige Komiker seine Auftritte selbst
bezeichnet. Der Halt in Herisau ist Teil einer
umfassenden Tournee, die zeigt, dass
Peach Weber trotz anstehender Abschiedsshow
in zwei Jahren noch lange nicht abgedankt
hat. Tickets sind auf www.ticketcorner.ch
erhältlich. (pd)
05/2025 Sternefööfi · 41
Sternefööfi
EINE LEKTION IN BERÜHRBARKEIT
In einer Welt, in welcher zunehmend alles
relativ wird, gilt es, wachsam zu bleiben,
damit einem die Gleichgültigkeit nicht
übermannt. Mit dem Eintritt der Sonne in
das sinnliche Zeichen Stier erhält dabei die
Herrscherin Venus zentrale Aufmerksamkeit.
Sie repräsentiert einen globalen Appell
für eine notwendige Verhaltensänderung in
diesen Zeiten.
Beziehung mit allen Sinnen
Mutter Natur verströmt derzeit ihre volle
Sinnlichkeit: das junge Grün, die ersten
Blumen, die saftigen Kräuter, die bunten
Blumenwiesen und die neue Lebendigkeit
der Bäume. Ein ganzer Zauberkasten an
Farben und Gerüchen. Die Tierwelt erfreut
mit herzigen Jungtieren, kuschligen Pelzgeschöpfen,
treu und naiv blickenden Tieraugen.
Die wärmende Sonne lädt ein, sich
dem Frühling hinzugeben, die ersten, frischen
Gartenschätze zu verkochen und gemeinsam
mit unseren Lieben zu geniessen.
Jetzt mit den Händen in der Erde zu graben,
Setzlinge zu pflanzen und sich von nun an
über jeden neuen Trieb zu erfreuen, erzeugt
eine spannende Art der Verbindung. Für die
Aufnahme dieser körperlichen Impulse über
die Haut, die Nase, den Mund, die Ohren
und die Augen steht der Stier. Je grösser die
Aufnahmebereitschaft, desto reicher das
Erleben. So gesehen sind Allergien in dieser
Zeit auch Hinweise, was intuitiv vom Körper
und dem eigenen Naturell abgelehnt wird.
Jede Verbindung mit unserer Umgebung,
einem Menschen, einem Tier, der Natur
oder einem Thema ist ein Weg, seine Persönlichkeit
auszudehnen und neue Facetten
der eigenen Natur zu entfalten. Wird das
verweigert, ist es ergiebig, aus mehreren
Blickrichtungen darauf zu schauen. In der
Astrologie geht der Blick zur Venus und
M
F
ihre aktuelle Lehrstunde bei Saturn in den
Fischen. Wenn dieser am 25. Mai in den Widder
eintritt, erfolgt die Prüfung.
Notwendige Ergänzung
Die Venus beherrscht sowohl die luftige
Waage als auch den erdigen Stier. Beziehungen
sind Spielplätze für Liebe und Brutstätten
für Gestaltungskraft. Die weibliche oder
Yin-Seite der Stiervenus zeigt die Fähigkeit
der Berührbarkeit in Beziehungen. Wie sinnliche
Impulse aufgenommen, bewertet und
beantwortet werden, kann aus einem Horoskop
gelesen werden. Die Sinne verbinden
mit dem eigenen Körper und der eigenen
Anlage. Eine Venus im Horoskop zeigt, wo
und auf welche Art Ergänzung gewünscht
und gesucht wird. Vielen Menschen ist nicht
bewusst, dass das, was wir ausserhalb suchen,
innere Anteile von uns selbst sind, die
sich über eine Beziehung entfalten möchten.
Ein Partner oder ein Thema, das uns anzieht
oder abstösst, ist eine Resonanz aus
unseren eigenen Persönlichkeitsanteilen.
Wir holen uns einen Trainer, um uns mit uns
selbst auseinanderzusetzen. Denn allein
nehmen wir nur einen Teil von uns wahr, der
Rest bleibt eine Entdeckungsreise. Das ist
der Grundmechanismus, auf welchem das
Prinzip der Entfaltung funktioniert. Jeder
Mensch bringt astrologisch gesehen eine
Anlage mit, welche sich nur in Resonanz mit
seiner Umwelt weiterentwickeln kann.
Abgestumpfte Energie und Machttest
Fehlt nun aber die Beziehung zum weiblich
gebenden Prinzip in sich selbst, erkennt
man es auch nicht im Aussen und die Entdeckungsreise
stagniert. Viele dieser abgestumpften
Menschen tummeln sich derzeit
auf der Weltbühne. Im Mangel an Respekt
vor der Mutter Erde und damit jeder ge-
benden und nährenden Natur, verrennen
sie sich in der Gier nach mehr Besitz und
Macht. Eine veraltete Weltwahrnehmung,
die noch immer ein Schlaraffenland sieht,
ist empfindungsgestört für die Gesetzmässigkeiten
der Lebendigkeit. Und was nicht
lebendig ist, löst wiederum keine Impulse
und Resonanzen mit anderen Lebewesen
aus. Denn das Gegengewicht der Berührbarkeit
ist die Fähigkeit zur Symbiose. Wenn
das, was im Aussen erkannt wird, eine innere
Resonanz erzeugt, entsteht der menschliche
Drang, es zu vereinnahmen.
Der beste Fall dieser leidenschaftlichen Regung
ist die Erzeugung von neuem Leben.
Also wird die Gestaltkraft maximal aktiviert.
Diese Kraft und diese Intensität repräsentieren
das Skorpionzeichen und Pluto.
Diese Art der Leidenschaft zum Leben
beinhaltet alle Töne im Register: Geburt
und Tod als Überbegriffe für machtvolle Krisen-
und Transformationsprozesse, höchste
Verschmelzungserlebnisse aber auch tiefste
Einsamkeit. Generell gilt: Alles mit vollem
Einsatz. Aber in einer Gesellschaft, die alles
relativiert, verschwinden die Konturen, die
Spielplätze des Erlebens, die Gestaltkraft
und letztlich auch die Widerspruchsenergie.
Die Stierzeit macht bewusst, wo wir mit
der eigenen Berührbarkeit in Verbindung
stehen, wo wir die Macht abgegeben haben
und wo wir sie zu Gunsten der eigenen Lebendigkeit
zurückerobern müssen.
Der schlechteste Fall in dieser Dramaturgie
ist nämlich der Parasit, der aufgrund seiner
eigenen Leblosigkeit anderen die Energie
absaugt. Das Szenario einer Machtübernahme
durch eine künstliche Intelligenz erinnert
diesbezüglich stark an einen gigantischen
Parasiten, eine aktuelle Entsprechung
für Pluto im Wassermann. Dem kann sich
ein lebendiger und schöpferischer Mensch
entgegenstellen, wenn er sich seiner grössten
Schwäche, der Bequemlichkeit und der
Tatenlosigkeit, bewusst ist. Wer nicht jeden
Aufwand scheut, sondern erkennt, wie bereichernd
jede Erfahrung und jede Leistung
letztlich für ihn selbst ist, gibt seine Macht
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42 · Rätsel 05/2025
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Das Lösungswort der letzten
Ausgabe war: BARRIERE
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