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Fitfortrade Mai 2025

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No. 1 Mai 2025

Besser verkaufen lernen

Till Geppert:

Der fft-Sieger

im Interview

Start-ups:

Der steinige Weg

in die Regale

Happy Mind, happy Life

Mentale Gesundheit im Alltag stärken:

Mehr Fokus, weniger Stress


Seelachs aus Alaska

Genuss für Groß und Klein

Alaska Seelachs ist ein echter Allrounder in der Küche

und einer der beliebtesten Fische in Deutschland.

Ob als knusprige Fischstäbchen oder saftiges

Schlemmerfilet – sein milder Geschmack und zartes

Fleisch machen ihn bei Jung und Alt beliebt.

Die Verwendungsmöglichkeiten von Seelachs aus

Alaska sind vielseitig. Neben den klassischen Fisch-

gerichten eignet er sich auch hervorragend für

kreative Rezeptideen und ausgefallene Kombinationen.

Dabei ist die Zubereitung schnell und

unkompliziert: Einfach in den Ofen schieben oder kurz

in der Pfanne anbraten – und schon ist das Alaska-

Seelachs-Gericht servierfertig. Rezeptinspirationen

gibt es auf: www.alaskaseafood.eu.

Schon gewusst?

Auch wenn der Name es

anders vermuten lässt, wird

Alaska Seelachs in den USA

und in Russland gefangen.

In Alaska, dem nördlichsten Bundesstaat der USA,

steht verantwortungsvolle Fischerei ganz oben

auf der Agenda. Hier sorgt man dafür, dass die

Fischbestände auch in Zukunft fortbestehen und

die Natur geschützt wird. Seelachs aus Alaska kann

also mit gutem Gewissen genossen werden.

Mit Alaska Seelachs holt man sich im Handumdrehen

ein Stück nachhaltige Fischerei auf den

Teller – greift also zu!


EDITORIAL

Lern-App fitfortrade

Kostenloser Download

im Google Play Store oder

im App Store.

KARRIEREKICK, HERZBLUT &

MENTALE GESUNDHEIT

DAS IST FITFORTRADE!

Egal ob im Verkauf, in der Logistik

oder der Planung: Im LEH bist du

mitten im Geschehen und hilfst,

Trends zu setzen. Die Karrieremöglichkeiten

in dieser dynamischen Branche

haben auch den 23-jährigen Till Geppert

überzeugt. Er setzte sich beim letzten fitfortrade-Finale

gegen seine Mitstreiter

durch und wurde „Deutschlands beste

Nachwuchskraft im Handel“. Wie er sich

an seinen Triumph erinnert und was er

anderen Nachwuchskräften rät, das sagt

er uns im ausführlichen Sieger-Interview.

Eine ganz besondere Passion hat auch

Victoria Block: Die junge Frau ist die

jüngste Tee-Sommelière weltweit und hat

eine Menge zum beliebten Heißgetränk

zu erzählen. Außerdem Thema im Heft:

mentale Gesundheit. Wie kann man mit

Stress durch hohe Arbeitsanforderungen

am besten umgehen und wie können Arbeitgeber

helfen? Personalmanagementberaterin

Melissa Schütz gibt Tipps.

Viel Spaß beim Lesen! •

Euer fitfortrade-Team

Foto: stock.adobe.com/Nuthawut; ©iStockphoto/scranrail

3


PARTNER

RUNDSCHAU FÜR DEN LEBENSMITTELHANDEL

Unsere Industriepartner

SIE WOLLEN PARTNER WERDEN?

KONTAKT ▶ Maria Akhavan, Tel.: 07225 60646-35, E-Mail: akhavan@fitfortrade.de

Unsere Handelspartner

4 besser verkaufen lernen 1/2025


INHALT

Hol dir die Lern-App!

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oder im App Store.

NEWS

POS-Marketing-Report 2025: Insights 6

Exklusive ISM-Tour 8

fitfortrade-Finale 2025 10

Interview mit Till Geppert, fft-Sieger 2024 12

16

Tee-Sommelière Victoria Block verrät interessante

Fakten zum beliebten Heißgetränk.

TOP THEMA

Victoria Block: Die jüngste

Tee-Sommelière weltweit 16

MARKETING + STRATEGIE

Fairtrade-Platzierungschallenge20

Mentale Gesundheit schützen 22

Start-ups: Visionen werden Wirklichkeit 26

Fotos: stock.adobe.com/freeslab; Unternehmen; Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München; Digitalfoto Kraus

22

„Es ist wichtig,

eine klare Grenze

zwischen Arbeitsund

Privatleben zu

ziehen.“

Unter der Schirmherrschaft des:

Mit Unterstützung von:

Melissa Schütz (M.Sc. Psych.),

Personalmanagementberaterin

EIN KÄFFCHEN MIT ...

Mohammed Bahlaouane, Head of

Marketing Germany bei Loacker 30

WISSEN

Know-how aus der food akademie 32

GEWINNSPIEL

Preise im Gesamtwert von

1.000 Euro zu gewinnen 34

5


POS-Marketing-Report 2025

www.rundschau.de/service/supplements/pos-marketing-report-2025

NEWS

IM FOKUS: SHOPPER-

TRENDS IM LEH

Mit durchdachten Konzepten lassen sich Kunden auf der Verkaufsfläche begeistern.

Doch was lässt sich genau zum Einkaufsverhalten der Shopper sagen? Insights aus dem

POS-Marketing-Report 2025 geben interessanten Aufschluss.

Fotos: stock.adobe.com/and4me, stokkete

JEDER ZWEITE

Shopper hat seine klaren Favoriten-

Marken, die er regelmäßig kauft: So

erwerben standardmäßig 49 Prozent

ihre bevorzugte Marke innerhalb einer

Markengruppe. 37 Prozent hingegen

kaufen üblicherweise die

günstigste Marke, während

14 Prozent ihre

Lieblingsmarke zum

Angebotspreis kaufen.

Männer sind

hier etwas markentreuer

als Frauen.

9 von 10

Shoppern

empfehlen neu probierte Produkte zumindest

manchmal Familie und Freunden,

während zehn Prozent ihre Erfahrungen

mit Produkten nie an ihr soziales Umfeld

weitergeben. Jüngere Shopper teilen eher

Produkterfahrungen mit Familie und

Freunden als Ältere.

53 PROZENT

gehen mehrmals pro Woche

einkaufen. 26 Prozent gehen einmal

pro Woche im LEH shoppen,

stolze 17 Prozent sogar täglich.

Drei Prozent tun dies alle

14 Tage. Frauen tätigen dabei

häufiger mehrere Einkäufe pro

Woche als Männer.

63 %

der Befragten

legen am meisten Wert auf die

Frische der Produkte, dicht

gefolgt vom Preis-Leistungs-

Verhältnis mit 57 Prozent.

Die Sauberkeit des Marktes ist

für 54 Prozent der Shopper von

großer Bedeutung.

51 %

der Befragten

geben an, dass ihnen Nachhaltigkeit

aktuell weniger wichtig ist als ein günstiger

Preis. 34 Prozent glauben, dass das

Thema künftig weiter an Bedeutung gewinnen

wird. Für 31 Prozent ist Nachhaltigkeit

beim Einkauf von entscheidender

Bedeutung. Die Relevanz des Themas ist

bei Männern und Frauen ähnlich hoch.

23%

der Männer und

18 Prozent der

Frauen tätigen

Kurzeinkäufe bis

15 Minuten.

2025

POS

Marketing

Report

Eine Konsumentenbefragung zu Shopper Insights am POS

von medialog, POSpulse und UGW

Hier geht’s zum aufschlussreichen

POS-Marketing-

Report 2025.

52%

der Shopper

glauben, dass es

Unterschiede

zwischen Hersteller-

und Handelsmarke

gibt.

6 besser verkaufen lernen

1/2025


DEN HANDEL EASY

HANDELN?


NEWS

EXKLUSIVE

GENUSSTOUR

Die weltweit führende Messe für die Süßwaren- und Snackbranche öffnete vom 02. bis zum 05. Februar

2025 in Köln ihre Pforten. Das Besondere in diesem Jahr: fitfortrade-Kandidaten durften sich über einen

exklusiven Rundgang auf der ISM freuen.

Einmal die Internationale Süßwarenmesse

in Köln live erleben und die

Welt der Süßwaren und Snacks mit

allen Sinnen genießen – das ist wohl der

Traum vieler Naschfans. Doch nur Fachbesucher

sind bei der Messe zugelassen.

Wir haben fitfortrade-Nachwuchskräfte in

diesem Jahr eingeladen, das Event, das

2025 rund 32.000 Fachbesucher aus 135

Ländern in die Domstadt zog, einen Tag

lang zu entdecken. Das Highlight dabei:

ein zweistündiger Rundgang durch die

sechs Hallen. Dafür nahm sich Jan Philipp

Hartmann, seit April 2023 Director der

Anuga, höchstpersönlich Zeit. Immerhin

kennt er sich auf dem Gelände bestens

aus. Zum Glück, denn im Süßigkeiten-Paradies,

in dem sich 2025 mehr als 1.500

Aussteller aus 70 Ländern präsentieren,

verliert man schnell die Orientierung. In

diesem Zusammenhang machte Jan Philipp

Hartmann deutlich, wie schwierig die

Aufteilung der Aussteller in die verschiedenen

Hallen war.

Vom Stand der RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel

ging es zuerst zu Gebäckhersteller

Lambertz. Geschäftsführer

Dr. Hermann Bühlbecker stellt bereits seit

Jahrzehnten auf der ISM aus. Im Rahmen

der Messe veranstaltet Lambertz seit

1988 jährlich die „Monday Night“, mit nationalen

und internationalen Showgrößen

aus unterschiedlichen Branchen, darunter

Politik, Wirtschaft, Sport sowie dem Showbusiness.

Laut Jan Philipp Hartmann ein

kluger Schachzug. Er riet den Nachwuchskräften:

„Falls ihr später mal selbst Messen

organisiert, kann ich nur empfehlen,

macht Events nebenbei. Ladet eure Gäste

Fotos: Koelnmesse GmbH, Kathrin Vogt; André Fister

8 besser verkaufen lernen

1/2025


ein, ladet den Handel ein. Dr. Bühlbecker

tut etwas dafür, dass bekannt ist, dass

Lambertz in der Stadt ist.“ Außerdem gab

er den Ratschlag, das Verkaufspersonal

immer am Rand des Standes zu platzieren

– um die Besucher fortlaufend aktiv auf

diesen zu holen.

Schließlich ging es weiter zu den internationalen

Ausstellern: 33 Länderpavillons

– darunter Frankreich, Belgien, die

Schweiz und Italien – zeigten die beeindruckende

Vielfalt der Branche.

Glänzende Auftritte

Jan Philipp Hartmann, Director der Anuga, führte die Nachwuchskräfte durch die sechs Hallen

der ISM, vorbei an Süßem und Salzigem.

Besonderes Augenmerk bei der exklusiven

Genusstour galt dem „New Product

Showcase“. Hier haben Aussteller die

Möglichkeit, ihre Produktneuheiten in einer

Sonderausstellung zu präsentieren.

Aus diesen Produktideen wählt eine unabhängige

und fachkundige Jury, bestehend

aus Fachleuten aus Industrie, Handel

und Wissenschaft, schließlich die drei

innovativsten Produkte.

Nach dem Rundgang hatten die Nachwuchskräfte

noch Zeit für persönliche Erkundungstouren.

Alles in allem ein süßer

Tag, den sie so schnell sicher nicht vergessen

werden! •

Die Gewinner des New Product Showcase

Awards waren in diesem Jahr ein saures

Oblatenpapier (Yummy super sour candy paper,

Primus Wafer Paper), eine Schokolade mit

Kakaofruchtfüllung (Pulpʼn Choc fruity mix, Confiserie

Vandenbulcke) sowie knusprige Snacks

aus Hülsenfrüchten (wO´s, Barth Ltd.).

Der New Product Showcase gilt als Trendbarometer

für die gesamte Branche. Kein Wunder

also, dass dieser exklusive Bereich die Aufmerksamkeit

auf sich zieht und stets gut besucht ist.

9


NEWS

SAVE THE DATE

Nervenkitzel bis zur allerletzten Sekunde: Das verspricht das fesselnde fitfortrade-Finale auch in diesem

Jahr! Am 15. Oktober 2025 ist es endlich so weit – dann batteln die Top-Nachwuchskräfte aus dem

Lebensmitteleinzelhandel in Köln um den Sieg und den begehrten Titel.

Wer kann sich mit Fachwissen

durchsetzen, einen kühlen

Kopf bewahren und sich den

Titel „Deutschlands beste Nachwuchskraft

im Handel 2025“ sichern? Das erfahren

Die Top-Nachwuchskräfte aus dem letzten Jahr

feiern sich und ihre Leistung – zu Recht!

wir am 15. Oktober 2025! Denn dann findet

das große fitfortrade-Finale im E-Werk

in Köln statt. Dann kämpfen die besten 18

Nachwuchskräfte aus dem LEH, die sich

einen Tag zuvor im Halbfinale in der food

akademie in Neuwied durchsetzen konnten,

um den großen Sieg. Dieser ist heiß

begehrt, schließlich kann er im weiteren

Karriereverlauf einige Türen öffnen!

So war ein Sieger der letzten Jahre selbst

überrascht davon, dass sich „die Nachricht

deutlich weiter verbreitet“ hatte, als

er „erwartet“ hätte. Daher: Gut mit den

Markentrainern und der App vorbereiten,

Fokus auf das eigene Können legen und

cool bleiben. Leichter gesagt als getan

– doch Till Geppert, Sieger von 2024, profitierte

von dieser Einstellung: „Diese neue

Gelassenheit hat mir geholfen, einen klaren

Kopf zu bewahren und mich voll und

ganz auf die Aufgaben zu konzentrieren.“

Wie er weiter über seinen Sieg denkt und

was er anderen Nachwuchskräften rät,

das sagt er uns auf den nächsten Seiten.

Nicht verpassen!

Für die Moderation des Events Mitte Oktober

konnten wir erneut Galileo-Star Stefan

Gödde gewinnen – und das bereits

zum zehnten Mal. Das fitfortrade-Finale

findet in diesem Jahr übrigens zum 45.

Mal statt. Wahnsinn! Natürlich sind auch

wieder Fangruppen herzlich eingeladen,

ihre Kollegen und Finalisten vor Ort zu

unterstützen und richtig Stimmung zu machen!

Schließlich ist es doch viel schöner,

einen Sieg oder ein großes Ereignis gemeinsam

zu feiern, anstatt allein.“

Alle Infos zum Finale findet ihr hier:

www.rundschau.de/fitfortrade/finale •

Fotos: André Fister

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Seit

Jahren STARK für das GUTE

with

alPINE Mi K


NEWS

»ICH HABE SCHNELL GEMERKT,

DASS MIR DER ARBEITSALLTAG

IM LEH MEHR SPASS MACHT,

ALS DEN GANZEN TAG IM

HÖRSAAL ZU SITZEN.«

Till Geppert, „Deutschlands beste

Nachwuchskraft im Handel 2024“

12 besser verkaufen lernen

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MIT ENGAGEMENT

UND LEIDENSCHAFT

Till Geppert holte sich im Oktober 2024 im E-Werk in Köln den fitfortrade-Sieg und somit den Titel „Deutschlands

beste Nachwuchskraft im Handel“. Doch wie entdeckte er seine Talent und seine Hingabe für den

LEH? Das und vieles mehr verriet uns der 23-Jährige im ausführlichen Interview.

Wieso hast du dich für eine Karriere im

LEH entschieden? Was begeistert dich?

Mir gefallen sehr die Vielfalt und Dynamik

sowie die Teamarbeit im Lebensmitteleinzelhandel.

Kein Tag ist wie der andere,

und es gibt immer neue Herausforderungen.

Besonders mag ich es anzupacken.

In Hochzeiten kommen vier Lkw, die

Ware anliefern. Diese muss man clever

und schnell auf begrenzter Fläche im Lager

koordinieren, damit man sie schnell

und einfach auf die Fläche bekommt und

dort in kurzer Zeit verräumen kann. Das

sind Situationen, die ich im Arbeitsalltag

einfach mag. Ich bin der Typ: Ich muss am

Ende des Tages kaputt sein und geschwitzt

haben, dann weiß ich, dass ich

etwas geschafft habe.

Wie ist dein Werdegang im LEH bisher?

Nach dem Abi habe ich Chemie-Ingenieurwissenschaften

studiert und wollte irgendwo

nebenbei etwas Geld verdienen.

Mein Bruder arbeitete schon bei Kaufland

und meinte direkt: „Fang bei uns an, wir

suchen noch Leute.“ Anfangs war ich noch

nicht direkt begeistert, aber als auch

meine Freundin in der Filiale einen Nebenjob

anfing, habe ich es probiert. Zwischen

den Kaufland-Regalen habe ich

dann schnell gemerkt, dass mir der Arbeitsalltag

im Lebensmitteleinzelhandel

mehr Spaß macht, als den ganzen Tag im

Hörsaal zu sitzen. Also habe ich mein Studium

abgebrochen und eine Ausbildung

bei Kaufland begonnen. Jetzt bin ich in

der Filiale in Oranienburg als erste Kraft

im Food-Bereich tätig und plane, meinen

Handelsfachwirt zu machen.

Was ist dein Lieblingssortiment?

Ich finde, jedes Sortiment hat seine eigenen

Herausforderungen und Reize. Bei

Obst und Gemüse gefällt mir unsere

große Auswahl, die jeden Tag frisch in der

Filiale liegen muss. Gerade hier spielt die

Qualitäts- und Frischekontrolle eine ganz

zentrale Rolle. Bei Backwaren oder

Milchprodukten ist vor allem die Kontrolle

des Mindesthaltbarkeitsdatums im Fokus

und in der Getränkeabteilung ist noch

stärker körperlicher Einsatz gefragt.

Deswegen hat für mich jeder Warenbereich

so seine ganz eigene Herausforderung.

Du wurdest im Oktober 2024 fitfortrade-

Sieger: Was waren deine ersten Gedanken

nach dem Sieg?

Das war ein unglaubliches Gefühl. Ich war

mir sicher, dass einer meiner Mitstreiter

besser war, deshalb habe ich nicht damit

gerechnet. Als mein Name fiel und ich im

Konfetti-Regen stand, war ich einfach nur

überrascht. Mein erster Gedanke war:

„Was, ich habe es wirklich geschafft?“

Ein richtiger Wow-Moment.

Tills Verkaufstipps lauten: „Freundlich sein, immer den Blick aus der Brille des Kunden haben und ihm

die eigene Begeisterung für Produkte vermitteln.“

13


NEWS

„So ein Sieg stärkt

das eigene Selbstvertrauen.

Vielleicht

ergibt sich für mich

dadurch noch eine

andere Chance.“

„Besonders genieße ich es, die Ergebnisse meiner Bemühungen am Ende des Tages zu sehen

und zu wissen, dass ich etwas Wertvolles erreicht habe“, sagt der 23-Jährige.

Welches waren die größten Herausforderungen

für dich?

Auch wenn es vielleicht seltsam klingt:

Mein härtester Gegner war wohl ich

selbst. 2023 habe ich schon einmal an

dem Wettbewerb teilgenommen und bin

recht früh rausgeflogen. Das wollte ich

dieses Mal unbedingt vermeiden. Ich

weiß noch genau, wie meine Freundin

damals in der Vorrunde von zu Hause mitgefiebert

und mich nach jeder Runde angerufen

und gefragt hat, wie es gelaufen

ist. Ich wollte sie nicht enttäuschen und

unbedingt weiterkommen.

Dann kam das Halbfinale. Ich wollte auf

gar keinen Fall Familie und Freunde anrufen

und sagen: „Sorry, ihr müsst morgen

nicht kommen, ich habe es nicht ins Finale

geschafft.“ Als ich im Halbfinale ins Stechen

musste, war ich schon sehr angespannt.

Zum Glück habe ich es schlussendlich

geschafft. Interessanterweise war

der eigene Druck im Finale komplett weg.

Meine Freunde und Familie waren vor

Ort, ich hatte nichts zu verlieren, war plötzlich

locker und konnte mich einfach voll

auf die Spiele fokussieren.

Wie fandest du die Spiele und wie hast

du dich vorbereitet?

Die Spiele waren anspruchsvoll, aber

machbar und haben auch Spaß gemacht.

Ich fand es spannend, mein eigenes Waren-

und Fachwissen zu testen.

Ich glaube, mein Spiel war das Puzzle-

Spiel im Halbfinale. Hier waren Motive

INFO

Diese Tipps gibt fitfortrade-Sieger

Till Geppert allen Nachwuchskräften

– damit auch sie vielleicht bald

ganz oben auf dem Siegertreppchen

stehen:

„Jedes Sortiment hat seine eigenen Herausforderungen und Reize. Bei Obst und Gemüse gefällt

mir unsere große Auswahl, die jeden Tag frisch in der Filiale liegen muss“, so Till.

„Auf jeden Fall sollte man rechtzeitig

mit der Vorbereitung beginnen und

regelmäßig üben.“

„Der Wettbewerb hat mir noch einmal

gezeigt, wie wichtig es ist, sich selbst

nicht zu viel Stress zu machen oder unter

Druck zu setzen. Eine gewisse Lockerheit

und Coolness sind in solchen Situation

enorm hilfreich.“

„Zu guter Letzt sollte der Wettbewerb

auch eine Gelegenheit sein, Spaß zu

haben und die Erfahrung zu genießen.“

Fotos: Christoph Petras; André Fister

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1/2025


verdeckt, und es wurde Puzzle-Teil für

Puzzle-Teil aufgedeckt. Man musste

schnell erkennen, um welches Motiv es

sich handelt. Da war ich echt gut und

habe richtig Punkte abgeräumt. Zur Vorbereitung

habe ich die Markentrainer

gelesen, die Lern-App genutzt und den

Food-Guide studiert.

Welche Erfahrungen nimmst du aus dem

Wettbewerb mit?

Ich habe im Verlauf des Wettbewerbs

wirklich gemerkt, dass es mir nicht hilft,

mich selbst unter Druck zu setzen. Natürlich

ist das leichter gesagt als getan, aber

diese Erkenntnis war für mich entscheidend.

Im Finale hatte ich nicht mehr das

Gefühl, etwas zu verlieren – und das war

eine große Erleichterung. Diese neue Gelassenheit

hat mir geholfen, einen klaren

Kopf zu bewahren und mich voll und ganz

auf die Aufgaben zu konzentrieren.

Nachher haben mir viele gesagt, dass ich

so ruhig und gelassen auf der Bühne gewirkt

habe. Ich muss sagen, so habe ich

mich auch gefühlt. Ich glaube, es ist wirklich

wichtig, auch in stressigen Situationen

immer ruhig und locker zu bleiben.

Dazu nehme ich mit, dass sich harte Arbeit

und die investierte Zeit in der Freizeit

auszahlen. Der Wettbewerb ist eine großartige

Gelegenheit, über sich hinauszuwachsen

und sich selbst zu zeigen, was

wirklich in einem steckt.

Welche positiven Auswirkungen – auch

beruflich – erhoffst du dir von deinem

fitfortrade-Sieg?

So ein Sieg stärkt schon das eigene

Selbstvertrauen. Vielleicht ergibt sich für

mich dadurch noch die eine oder andere

Chance bei Kaufland. Vor allem möchte

ich aber meine Erfahrungen und das, was

ich rund um den Wettbewerb gelernt

habe, an unsere anderen Auszubildenden

weitergeben.

Glücklicher Sieger: Till Geppert (l.) – hier mit Stefan Gödde – holte sich im Oktober 2024 den Titel

„Deutschlands beste Nachwucskraft im Handel“. Für ihn ein unvergesslicher „Wow-Moment.“

hebt das eigene Niveau in der Ausbildung

auf ein ganz neues Level, weil man

sich intensiv mit verschiedenen Themen

auseinandersetzt und sein Wissen vertieft.

Das stärkt nicht nur das persönliche Wissen,

sondern auch das Selbstvertrauen.

Man merkt, dass man in der Lage ist,

Herausforderungen zu meistern.

Ein weiterer großer Vorteil ist das Networking.

Man trifft Azubis aus ganz Deutschland,

die alle in der gleichen Branche

arbeiten und ähnliche Interessen haben.

Das ist eine super Möglichkeit, um Kon-

takte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen

und vielleicht sogar Freundschaften

zu schließen. Diese Verbindungen können

später im Berufsleben sehr wertvoll sein

– sei es für den Austausch von Ideen oder

für berufliche Möglichkeiten.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Ich mache jetzt erstmal meinen Handelsfachwirt

bei Kaufland mit dem Ziel, später

als Warenbereichsleiter dort zu arbeiten.

Perspektivisch kann ich mir dann sehr gut

vorstellen, auch Hausleiter zu werden. •

15

Der 23-Jährige hat durch seinen Sieg wichtige Kontakte geknüpft und wertvolle Erfahrungen

gesammelt. Beruflich hat er seine weiteren Karriereschritte fest im Blick.

Wieso sollten Nachwuchskräfte aus dem

LEH deiner Meinung nach unbedingt die

Chance ergreifen und bei fitfortrade

mitmachen?

Der Wettbewerb ist eine Gelegenheit für

Azubis, um sich weiterzuentwickeln. Er


TOP THEMA

MEISTERIN DES TEES

Die 20-jährige Victoria Block ist die jüngste Tee-Sommelière weltweit. Beim Ronnefeldt TeaMaster Silver

überzeugte die angehende Hotelfachfrau aus Ingolstadt mit beeindruckendem Ergebnis. Ihre Liebe zum

vielseitigen Heißgetränk entdeckte sie bereits in ihrer Kindheit.

Bereits seit Jahrhunderten übt Tee

eine besondere Faszination aus

und begeistert durch seine Vielseitigkeit,

Geschichte und kulturelle Bedeutung.

Vom Aufguss bis zum letzten Schluck

– die Zubereitung und der Genuss sind

Erlebnisse, die alle Sinne ansprechen.

Kein Wunder also, dass laut dem Deutschen

Tee & Kräutertee Verband im Jahr

2023 in Deutschland pro Kopf 68,2 Liter

Tee getrunken wurden, davon 40,5 Liter

Kräuter- und Früchtetee sowie 27,7 Liter

Schwarz- und Grüntee. Letzterer gehört

auch zu den Lieblingsheißgetränken von

Victoria Block. Die angehende Hotelfachfrau

ist die jüngste Tee-Sommelière weltweit.

Vom 17. bis zum 19. Oktober 2024

nahm sie an der TeaMaster Silver-Ausbil-

dung in der Ronnefeldt-Zentrale in Frankfurt

teil und lernte in einem intensiven

Training und einer sensorischen Schulung,

„rund 20 Teesorten ausschließlich anhand

des Teeblatts, der Tassenfarbe und des

Geschmacks zu bestimmen“.

Die TeaMaster Silver-Ausbildung setzt den

Basiskurs sowie die Qualifikation zum Tea

Specialist voraus: „Beim dreitägigen Intensivseminar

habe ich mein Tee-Wissen

auf ein neues Niveau gehoben – von den

verschiedenen Anbaugebieten über

Ernte- und Verarbeitungsmethoden bis hin

zu Qualitätsmerkmalen.“ Am Ende des

Seminars stand schließlich eine Prüfung

an, bestehend aus einem schriftlichen Test

sowie einer Verkostung: „Mit dem besten

Ergebnis von 96 Prozent und der Auszeichnung

‚sehr gut‘ habe ich diese erfolgreich

bestanden – und darf mich nun stolz als

jüngste Ronnefeldt TeaMaster Silver weltweit

bezeichnen.“ Doch woher kommen

die Faszination und Leidenschaft für das

Getränk? Victoria Block, Auszubildende im

Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München,

verrät: „Meine Leidenschaft für Tee

habe ich aus meinem Elternhaus schon

seit Kindesalter mitbekommen. Mein Opa

kommt aus Ostfriesland im hohen Norden.

Ostfriesen sind schließlich als begeisterte

Teeliebhaber bekannt. Genau genommen

trinkt ein Ostfriese durchschnittlich rund

300 Liter Tee pro Jahr. Damit sind die Ostfriesen

Tee-Weltmeister. Auch wenn ich in

Oberbayern geboren und aufgewachsen

Fotos: Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München

16 besser verkaufen lernen

1/2025


bin, haben meine Großeltern diese Teekultur

in der Familie als Tradition etabliert.“

Mit allen Sinnen entdecken

Nun ist die 20-Jährige die jüngste Tee-

Sommelière weltweit. Doch wie kann man

lernen, unterschiedliche Teesorten überhaupt

auseinanderzuhalten – geschweige

denn zu erkennen? Hier macht Übung

wohl den Meister! Schließlich ist laut Victoria

Tee „ein Produkt der Natur“ – und

das „zeigt sich in Farbe, Aroma und Struktur

der Blätter“. So gibt bereits das trockene

Blatt „Hinweise auf Herkunft, Lage

und Höhe des Anbaugebietes“. Beim Aufguss

kommen dann diese weiteren bedeutenden

Merkmale hinzu: die Tassenfarbe,

der Duft und selbstverständlich der

Geschmack.

„Die Grundsorten wie Grüner, Weißer, Oolong

und Schwarzer Tee lassen sich relativ

leicht unterscheiden. Doch innerhalb dieser

Kategorien wird es komplex: Zum Beispiel

unterscheiden sich die Erntezeiten

eines Darjeelings – Frühlings-, Sommeroder

Herbstpflückung – erheblich im

Aroma. Um diese Nuancen zu erkennen,

braucht es viel Erfahrung und sensorisches

Training. Man nimmt das Teeblatt

trocken und aufgegossen genau unter die

Lupe, verinnerlicht Unterschiede in Form,

Farbe, Geruch und Haptik“, so die Tee-

Kennerin, die ergänzt: „Grundsätzlich gilt:

Je größer das Teeblatt, desto hochwertiger

der Tee. Hochwertige Tees werden

von Hand gepflückt und schonend verarbeitet.

Es gibt zudem spezielle Qualitätsstufen,

die mit Abkürzungen gekennzeichnet

sind. Die höchste Stufe ist SFTGFOP 1

– Special Fine Tippy Golden Flowery

Orange Pekoe 1. Diese Bezeichnung steht

für besonders feinen, blumigen Tee mit

goldenen Blattspitzen.“

Gibt es eigentlich grobe Fehler, die man

bei der Tee-Zubereitung machen kann?

Auf jeden Fall! Denn in dem Zusammenhang

ist es wichtig, auf Details zu achten,

um Tee in seiner besten Form zu erleben

und zu genießen. Für das perfekte Heißgetränk

sollte man in jedem Fall die Ziehzeit,

die Wassertemperatur sowie die

Teemenge beachten – diese drei Punkte

beeinflussen den Geschmack maßgeblich.

Außerdem rät Victoria Block, ebenfalls

dies zu beachten: „Auch der Härtegrad

des Wassers spielt eine Rolle. Ein

häufiger Fehler ist es, das Teesieb ins

Wasser zu tauchen – stattdessen sollte

immer das heiße Wasser über die Blätter

gegossen werden, damit sich die Aromen

richtig entfalten können.“

Die 20-Jährige trinkt morgens am liebsten

eine Tasse grünen oder weißen Tee. Ihr

Lieblingstee ist der „Milky Oolong – ein

grün ausgebauter Oolong aus China mit

cremig-weichem Geschmack und einer

zarten Süße. Der natürlich cremige Geschmack

entsteht durch die Herstellung:

Die Teeblätter werden mit Milchwasser

bedampft und dann in Handarbeit zu Kügelchen

gerollt. Der Geruch dieses Tees

„Mein Opa kommt

aus Ostfriesland. Dort

leben begeisterte

Teeliebhaber. Ein Ostfriese

trinkt durchschnittlich

rund 300

Liter Tee pro Jahr.“

erinnert mich an Kinderschokolade und

meine Kindheit“.

Unterstützung durch Expertise

Victoria Block

Ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau im Fünf-

Sterne-Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski

in München, Bayern, wird Victoria im Juli

2025 abschließen. Während ihrer Ausbildung

unterstützte sie den Service des beliebten

Afternoon Teas. Dieser wird im

denkmalgeschützten Nymphenburg Zim-

Der Afternoon Tea im Hotel Vier Jahreszeiten

Kempinski München vereint britische Tradition

mit bayerischem Flair. Das Menü umfasst

herzhafte Mini-Sandwiches, die berühmten

Scones sowie kunstvolle Petits Fours –

und natürlich erlesenen Tee.

17


TOP THEMA

„Ich bin unglaublich

stolz auf diesen

Titel. Meine Reise

ist jedoch noch lange

nicht zu Ende: Mein

nächstes Ziel ist der

TeaMaster Gold.“

Victoria Block

Victoria Block mit ihrer Urkunde: Mit dieser Auszeichnung zählt sie zu den jüngsten Trägern

des TeaMaster Silver-Titels auf der ganzen Welt.

mer des Hotels serviert und bietet in

einem romantischen Ambiente Platz für 33

Gäste. Zu ihrer Aufgabe zählte unter anderem,

die Gäste bei der Auswahl aus

über 30 erlesenen Teesorten zu beraten:

„Im Laufe meiner Ausbildung durfte ich in

meiner Zeit in der Lobby und Bar den Service

für die Jahreszeiten Afternoon Tea

Time unterstützen und stellenweise leiten.

Dabei hat es mir besonders viel Freude

bereitet, den Gästen unsere umfangreiche

Teeauswahl zu präsentieren und

Empfehlungen auszusprechen.“

Am besten ist es natürlich, „wenn die Gäste

neugierig sind und sich auf die Tee-

Welt einlassen. Neugierige Gäste möchten

etwas Neues ausprobieren und lassen

sich oftmals gerne auf eine Teesorte mit

einer spannenden Entstehungsgeschichte

beziehungsweise besonderen Herstellung

ein. Andererseits gibt es auch viele Gäste,

die eher lieber bei den Klassikern bleiben

GESAMTMARKT DEUTSCHLAND 2023

2023 wurden hierzulande minütlich über 34.000 Tassen Schwarz- und Grüntee und über 56.000 Tassen

Kräuter- und Früchtetee getrunken. Hier ein Überblick des gekauften Tees für den Gesamtmarkt:

67,4 %

Kräuter- und Früchtetee

24,2 % Mischungen

aromatisiert

20,7 % Mischungen

nicht aromatisiert

8,2 % Pfefferminze

4,7 % Kamille

Quelle: Deutscher Tee & Kräutertee Verband, www.teeverband.de

8,0 % Grüntee

3,9 % Fenchel

32,6 %

Schwarz- und Grüntee

24,6 % Schwarztee

3,3 % Sonstige

0,4 % Mate

2,0 % Rooibos

– da zählt dann nicht unbedingt der Wow-

Faktor, sondern die Qualität. Das gilt es

bei der Beratung zu berücksichtigen.“

Denn: Geschmäcker sind unterschiedlich.

Und genau diese Vielfalt an Vorlieben

macht die Welt der Kulinarik so abwechslungsreich

und spannend.

Großer Traum

Victoria, die in ihrer Freizeit gerne reist

oder Schach spielt, ist zu Recht „unglaublich

stolz“ auf den Titel „Ronnefeldt Tea-

Master Silver weltweit“. Nicht nur, „weil

ich die jüngste Absolventin weltweit bin,

sondern weil er für mich ein Meilenstein

auf meinem Weg in der Teewelt ist“.

Durch ihren Sieg hat sie bereits einen weiteren

Entschluss gefasst, den sie in naher

Zukunft unbedingt realisieren will: „Meine

Reise ist noch lange nicht zu Ende.“ Ihr

nächstes Ziel ist nämlich der TeaMaster

Gold: „Diese Ausbildung ist etwas Besonderes.

Sie führt die Teilnehmer direkt an

die Quelle – auf Teeplantagen in Sri

Lanka. Dort wird nicht nur theoretisches

Wissen vertieft, sondern auch praktisch

gearbeitet: Wir begleiten den gesamten

Prozess von der Ernte bis zur Verarbeitung.

Da es weltweit weniger als 100 Tea-

Master Gold gibt, ist diese Qualifikation

eine große Ehre und Herausforderung

zugleich.“ •

18 besser verkaufen lernen

1/2025


Mit Besonderem Mehrwert schaffen!

Alles Gute für

mehr Umsatz!

NEU

ab Februar

Unsere besondere Geburtstagstorte

für Feierstimmung am POS

Besonderes Angebot

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rund um den Anlass Geburtstag.

Besondere Kampagne

in Social Media und ab Mai im TV.


MARKETING + STRATEGIE

Fairtrade-

Platzierungschallenge

MITMACHEN

UND GEWINNEN

Die faire Vielfalt der Fairtrade-Produktwelt zeigen und damit ein Zeichen für mehr Umweltschutz und

Klimafairness setzen: Das ist die Idee hinter der Platzierungschallenge, zu der Fairtrade Deutschland

zusammen mit fitfortrade junge Talente aus Drogerie- und Lebensmittelhandel einlädt. Nachwuchskräfte

können sich jetzt für die vierte Ausgabe des Wettbewerbs anmelden – es gibt coole Preise zu gewinnen.

Ob Kaffee, Kakao, Bananen, Orangensaft,

Honig, Zucker und Blumen –

die Auswahl an Produkten, die aus

Ländern des globalen Südens zu uns importiert

werden, ist groß. Was sie außer ihrem

weiten Weg in unsere Supermarktregale

noch gemeinsam haben? Sie alle gibt es mit

Fairtrade-Siegel, und das macht einen

großen Unterschied. Wo das Siegel drauf ist,

sind feste Mindestpreise, Mindestlöhne und

eine finanzielle Prämie für Gemeinschaftsprojekte

drin. Fairtrade verbindet

Produzent*innen und Konsument*innen

durch Handel und unterstützt Menschen in

den Anbauländern, damit sie Armut aus eigener

Kraft überwinden und sich gegen die

Folgen des Klimawandels wappnen können.

Mit der Aktion „Faire Woche“, die vom 12.

bis zum 26. September stattfindet, zeigt

Fairtrade, wie sich schon beim Einkauf ein

Zeichen für mehr Handelsgerechtigkeit

und Klimafairness setzen lässt – und das

nicht nur zu Hause, sondern auch im

Super- und Drogeriemarkt: Die Fairtrade-

Platzierungschallenge geht in die nächste

Runde – und da kommt ihr mit euren kreativen

Ideen ins Spiel!

Mit smarten Ideen zum Sieg

Ab dem 1. Juni könnt ihr euch für die vierte

Ausgabe der Platzierungschallenge anmelden.

Scannt dafür einfach den QR-Code auf

der folgenden Seite oder kopiert euch die

URL. Als kleine Starthilfe erhaltet ihr ein

PoS Paket mit Deko-Elementen und ersten

Fotos: Fairtrade Deutschland

20 besser verkaufen lernen 1/2025


Advertorial

„Als wir 2021 die erste

Platzierungschallenge gestartet

haben, haben wir

nicht kommen sehen, wie

großartig sich dieser Wettbewerb

für Auszubildende

entwickeln würde. Wir

freuen uns riesig über den

großen Zuspruch!“

Gemeinsam mit kreativen Auszubildenden sorgt Fairtrade während der „Fairen Woche“ für Sichtbarkeit.

Inzwischen bieten in Deutschland rund 580 Lizenzpartner Fairtrade-Produkte an.

Jan Zuther, Leitung Trade Marketing

Fairtrade Deutschland

Anregungen für eine kreative Umsetzung.

Schaut auch gern auf der Website des

Wettbewerbs vorbei. Dort findet ihr gelungene

Beispiele aus dem vergangenen Jahr.

Eure Platzierung im Markt fotografiert ihr

einfach und reicht die Bilder und Videos bis

Ende September online ein. Einen Pluspunkt

gibt es für originelle Videos. Dann

heißt es nur noch: Abwarten und Fairtrade-

Tee trinken. Eine Fachjury, bestehend aus

Expert*innen von fitfortrade und Fairtrade

Deutschland, kürt die Gewinner*innen am

15.10. auf dem fitfortrade-Event in Köln.

Euer Einsatz wird natürlich auch belohnt:

Die kreativsten PoS-Platzierungen dürfen

sich über ein Erlebniswochenende in einer

Fairtrade-Town (inkl. Übernachtung in

einem Motel One), eine Smartwatch oder

ein Fairtrade Produkt-Set freuen.

Mehr fair in euren Filialen

Seit 1992 setzt sich Fairtrade Deutschland

für verbesserte Lebens- und Arbeitsbedingungen

von Kleinbäuerinnen und -bauern

im globalen Süden sowie Umwelt- und Klimaschutz

ein. Klingt gut? Das finden wir

auch – und damit sind wir nicht allein: Rund

580 Lizenzpartner bieten über 8.700 Produkte

mit Fairtrade-Siegel in unseren

Supermärkten an. Das ist eine ganze Menge,

aber natürlich gibt es noch Luft nach oben.

Seht ihr das ähnlich? Dann helft mit,

Kund*innen eurer Filialen über das Thema

„fairer Handel“ zu informieren und meldet

euch für die Platzierungschallenge an. •

Markentrainer Fairer Handel

Fairtrade aktiviert Menschen in

Deutschland, sich für den fairen

Handel einzusetzen. Spannende Infos

gibt es im aktuellen Markentrainer.

IN NUR DREI SCHRITTEN BIST DU DABEI

Anmeldung

ab 1. Juni

möglich

Melde dich bis zum 25. Juli

zur Teilnahme am Platzierungswettbewerb

an.

Im August erhältst du ein

Starterset für deine Platzierung

von uns. Damit

kannst du faire Produkte in

einer kreativen Zweitplatzierung

in deinem Markt in

Szene setzen.

www.fairtrade.net/de-de/mach-mit/

Aktionen-und-Kampagnen/platzierungschallenge.html

Mache Fotos und Videos von

deiner Platzierung im Markt

und lade sie bis zum 30. September

auf unserer Webseite

hoch. Gerne kannst du dir

auch Unterstützung holen

und mit einem Team von bis

zu fünf Personen mitmachen.

21


MARKETING + STRATEGIE

BALANCE FÜR

DIE PSYCHE

Achtsamkeit und Selbstfürsorge sind die Schlüssel zum Schutz der mentalen Gesundheit. Denn nicht nur

als Mitarbeiter im LEH ist man immer wieder Stress und Belastung durch hohe Arbeitsanforderungen wie

Schichtarbeit und Zeitdruck ausgesetzt. Umso wichtiger, dieses Thema in den Fokus zu rücken.

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen

wir am Arbeitsplatz. Umso

wichtiger, dass wir uns dort wohlfühlen.

Ein grundlegender Faktor für dieses

Wohlbefinden ist unsere mentale Gesundheit.

Sie beeinflusst unsere Lebensqualität

und Leistungsfähigkeit. Daher ist

es wichtig, stets auf das seelische Wohlbefinden

zu achten. Wir sprachen mit Personalmanagementberaterin

Melissa

Schütz über dieses wichtige Thema.

Viele Nachwuchskräfte im LEH lieben

die Abwechslung, die der Job mit sich

bringt. Aber die Anforderungen (Schichtarbeit,

Multitasking, Zeitdruck, ...) sind

hoch. Kann man auf Dauer so einem

Pensum überhaupt gerecht werden?

Wie immer gibt es nicht die eine pauschale

Antwort. Klar ist: Jede Person hat

ein anderes Belastungslevel, welches

man über eine gewisse Zeit aufrechterhalten

kann. Irgendwann kommt man an

einen Punkt, an dem man Entlastungszeiten

braucht. Diese können für jeden

anders aussehen. Man sollte sich in jedem

Fall bewusst sein: Man kann nicht

dauerhaft 100 Prozent geben. Es gibt ein

Modell, das Vulnerabilitäts-Stress-Modell.

Es vergleicht unsere Belastbarkeit mit

einem Fass. Das Modell sagt aus, dass

es Dinge gibt, die man aushalten kann.

Jeder Stressfaktor, in dem Vergleich Wasser,

wird immer weiter reingeschüttet.

22 besser verkaufen lernen

1/2025


Irgendwann kommt der Tropfen, der es

zum Überlaufen bringt. Jeder hat ein unterschiedlich

großes Fass – die einen können

mit mehr, die anderen mit weniger

Belastung umgehen.

Gefühlt erhöhen sich die Anforderungen

fortlaufend – es geht um schneller, weiter,

höher. Da die Gen Z sich nicht mehr

alles gefallen lässt, wird sie vereinfacht

gerne als „faul“ bezeichnet. Eigentlich

doch eine gesunde Haltung für Körper

und Geist, Grenzen zu ziehen.

Es ist in jedem Fall gut und richtig, Grenzen

zu setzen. Zu dem Punkt, dass die

Gen Z angeblich „faul“ ist, gibt es mittlerweile

Daten, die zeigen: Das stimmt nicht.

Ganz im Gegenteil. Sie arbeitet aus verschiedenen

Gründen sogar mehr. Auch

angesichts der Tatsache, dass junge

Leute heutzutage voraussichtlich länger

arbeiten müssen als vorangegangene

Generationen und anderen Belastungen

gegenüberstehen.

Daher ist die Trennung zwischen Arbeit

und Privatem sehr wichtig. Bedeutet: nach

Feierabend keine Mails checken, sofern

das möglich ist. Denn das ist der Klassiker:

Ich gucke nur kurz noch mal rein. Das

Problem: Man sitzt dann zu Hause und

denkt darüber nach. Das sollte vermieden

werden. Früher war hier eine klarere

Grenze, da die Möglichkeit der dauerhaften

Erreichbarkeit nicht gegeben war.

Dementsprechend gab es keine Notwendigkeit,

sich abzugrenzen. Es war klar:

Wenn ich nicht an meinem Arbeitsort bin,

dann ist die Hürde, mich zu kontaktieren,

viel größer, als es heute der Fall ist. Wenn

ich keine klare Linie ziehe, gehe ich von

einer Belastungssituation in die andere –

ohne Pause oder Erholungszeit.

Wenn wir bei der Work-Life-Balance

sind: im LEH etwas schwierig, weil ich

keinen 9-to-5-Job habe. Wie kann ich

trotzdem auf mich achten und welche

Warnzeichen sollte ich nicht übersehen?

Die Warnzeichen können bei jeder Person

unterschiedlich aussehen. Die klassischen

Anzeichen sind Schlafstörungen, Abgeschlagenheit

oder ein ausgebranntes Gefühl

– schon sehr deutliche Alarmzeichen.

Auch, dass man in bestimmten Situationen

konfrontativer reagiert, als man es vielleicht

in entspannteren Zeiten tut. Hier

muss man einen Weg finden. Daher: Bewusst

Grenzen setzen. Jeder Person

müsste es möglich sein, Zeiten zu haben,

in denen sie nicht erreichbar ist.

Was zusätzlich eine Hilfe sein kann, ist,

kleine Entspannungstechniken wie Atemübungen

in den Alltag zu integrieren, um

Auszeiten zu schaffen. Wenn Unternehmen

dafür sorgen wollen, dass Nachwuchskräfte

nicht nach kurzer Zeit ausgebrannt

und erschöpft sind, müssen sie

Rahmenbedingungen schaffen. Bedeutet

beispielsweise die Einhaltung von Ruhezeiten

sicherzustellen oder gesundheitsfördernde

Maßnahmen zu unterstützen,

wie Sportangebote oder Erholungsräume

– was oft kein großer Aufwand ist, für die

Mitarbeitenden selbst aber einen Riesen-

Unterschied macht. Ich halte es für den

falschen Weg, die komplette Verantwortung

nur auf Mitarbeitende zu schieben.

Ab und an hat man es mit schwierigen

oder schlecht gelaunten Kunden zu tun.

Wie kann ich solche problematischen

Situationen an mir abprallen lassen?

Erstmal ist es wichtig, sich bewusst zu machen,

dass ich für die schlechte Laune

anderer nichts kann. Ich bin in dem Moment

die Person, die das Pech hat, es

abzubekommen. Ich würde dazu raten, in

solchen Situationen erst einmal durchzuatmen

und sich Reaktionszeit zu geben.

Wenn mir jemand unschön gegenübertritt,

weil die Preise gestiegen sind, dann ist

das logischerweise nicht meine Schuld.

Nach Möglichkeit sollte man sich nicht mit

gegenseitigen Vorwürfen überhäufen,

sondern auf die Tatsachen verweisen, um

die Schärfe aus der Situation zu nehmen.

Wenn ich eine extrem belastende Interaktion

mit einem Kunden hatte, kann es helfen,

sich im Team über diese Dinge auszutauschen,

eine Art kollegiale Fallberatung

oder eine Supervision.

Sollte man dem Thema „Mental Health“

vielleicht schon zu Beginn der Ausbildung

mehr Bedeutung beimessen?

Auf jeden Fall. Nicht nur im Berufsleben,

VITA

// Melissa Schütz (M.Sc. Psych.)

studierte in Bamberg Psychologie

(Bachelor und Master). Seit 2022 ist sie

an der Universität in Bamberg wissenschaftliche

Mitarbeiterin am Lehrstuhl

für Persönlichkeitspsychologie und

psychologische Diagnostik sowie am

Kompetenzzentrum für angewandte

Personalpsychologie.

Am Kompetenzzentrum, einer Schnittstelle

aus Praxis und Wissenschaft,

berät sie auf allen Stufen des Personalmanagementprozesses

insbesondere

zu den Themen Personalauswahl

sowie Personal- und Organisationsentwicklung.

Auch Praxisprojekte wie

Trainings, Workshops oder Coachings

in Zusammenarbeit mit Unternehmen

werden hier durchgeführt.

auch gesellschaftlich gesehen ist es wichtig,

dem Thema in der Öffentlichkeit mehr

Raum zu geben. Dass darüber gesprochen

wird und Aufklärung passiert. Niemand

fände es komisch, wenn jemand

sagt: „Ich habe mir das Bein gebrochen,

ich kann nicht arbeiten.“ Sobald es um

mentale Gesundheit geht, sind da immer

noch Vorbehalte, die dazu führen, dass

Menschen nicht darüber reden. Wenn

man von Anfang an eine Basis schafft – beispielsweise

Informationsangebote bereitstellt

und Führungskräfte sensibilisiert

– kann man diesen entgegenwirken.

Arbeitgebende haben eine Fürsorgepflicht

gegenüber ihren Mitarbeitenden.

Wann spricht man denn von einem Burnout?

Gibt es „die“ Anzeichen?

Das Spannende ist: Die Diagnose Burnout

gibt es an sich nicht. Burn-out beschreibt

einen Zustand, der sich aus einer

Ausgebranntheit – steckt schon im Namen

Burn-out – einer emotionalen Erschöpfung

23


MARKETING + STRATEGIE

Laut dem Bundesministerium für Gesundheit

sind etwa 15 Prozent aller Fehltage auf

psychische Erkrankungen zurückzuführen.

Im Durchschnitt beträgt die Krankheitsdauer

dieser gesundheitlichen Probleme 36 Tage –

dreimal so lang wie bei anderen Erkrankungen,

die nur 12 Tage an Fehltagen verursachen.

sowie einem gewissen Zynismus zusammensetzt.

Ich denke nicht, dass es die

eine Grenze gibt, an der man persönlich

merkt: Jetzt bin ich im Burn-out. Wenn man

zusätzlich zu den Symptomen feststellt,

dass man keinen Spaß mehr an der Arbeit

hat und dies über einen gewissen Zeitraum

so bleibt, ist das ein Alarmzeichen.

Im Idealfall sollte man intervenieren, bevor

es so weit ist. Das ist immer leichter

gesagt als getan. Wenn man merkt, dass

einem alles zu viel wird, sollte man dies

nicht in sich hineinfressen, sondern mit

anderen darüber sprechen. Vielleicht mit

dritten Personen, die nicht in der Branche

oder im Unternehmen sind. Sie haben oft

einen anderen Blick auf den Sachverhalt,

nach dem Motto: Bei euch ist das vielleicht

normal, dass man so arbeitet, aber

als Außenstehender wirkt es seltsam. Das

kann eine Möglichkeit sein. Im besten Fall

INFORMATION

Diese Tipps gibt Melissa Schütz:

1.) Veränderungen wahr- und erste

Symptome ernst nehmen. Dazu

zählen Schlafstörungen, Reizbarkeit

sowie die Wirkung auf Dritte.

2.) Auf das eigene Gefühl vertrauen:

Man kann nur jedem vor, aber

nicht in den Kopf gucken. Wenn ich

merke, ich fühle mich anders und

nicht gut – dann sollte ich etwas

tun. Es kann helfen, Möglichkeiten

auszuarbeiten, die mir zeigen: Was

kann ich verändern? Oft kann es

auch helfen, sich jemandem anzuvertrauen.

3.) Wenn ich feststelle, dass ich alleine

nicht weiterkomme, sollte ich

mir Hilfe suchen, gegebenenfalls

auch professionelle Hilfe. Dies

kann im Rahmen einer Beratung

sein oder, je nach Schwere der

Symptome und des Leidensdrucks,

im Rahmen einer Psychotherapie.

hat man im Unternehmen Ansprechpartner,

an die man sich wenden kann.

Das ist wahrscheinlich oft das Problem,

dass man gar nicht weiß: Wo hole ich

mir Hilfe, wer ist mein Ansprechpartner.

Absolut. Das wäre von Unternehmensseite

wünschenswert. Es gibt oft Bereiche wie

die betriebliche Gesundheitsförderung. Es

wäre ebenso hilfreich, einen festen Ansprechpartner

für den Bereich der mentalen

Gesundheit zu haben.

Wann sollte ich eventuell über einen

Jobwechsel nachdenken?

Das muss natürlich jeder für sich entscheiden.

Eine Pro- und Kontra-Liste, auf der ich

abwäge, was mir die Arbeit gibt und was

mir fehlt, könnte helfen. Ich kann mich fragen:

Mit welchen Abstrichen, auch finanziell,

geht ein neuer Job einher? Vielleicht

habe ich gerade einen Kredit aufgenommen

oder bin örtlich gebunden – dann

sind das Punkte, die diese Entscheidung

mit beeinflussen. Wenn es jedoch auf die

Gesundheit geht, sollte man stark über

einen Wechsel nachdenken. Manchmal

kann dieser genau das Richtige sein.

Was können Führungskräfte zur Prävention

tun?

Was ich als Führungskraft tun kann, ist,

aufmerksam zu sein. Sogar in Zeiten, in

denen mir nicht bewusst ist, dass eine

Belastung besteht. Solange ich den Status

quo nicht kenne, kann ich einfache Veränderungen

nicht wahrnehmen. Wenn ich

dann sehe, dass irgendetwas nicht okay

ist, sollte ich mir die Leute erstmal beiseite

nehmen und Raum für Gespräche anbieten.

Man darf nicht erwarten, dass jemand

sofort über alles spricht, denn das

kostet Überwindung. Trotzdem sollten

Führungskräfte signalisieren: Es besteht

die Möglichkeit, wir können sprechen.

Um ins Gespräch zu kommen, sollte man

berichten, was man beobachtet hat. Hier

bitte keinen Vorwurf wie „Ich habe das

Gefühl, du bist komplett überlastet“ in den

Raum stellen. Sondern erstmal sagen,

was man beobachtet hat, zum Beispiel:

„Es gab diese Konfliktsituation und ich

habe festgestellt, dass du sehr konfrontativ

und laut geworden bist. Ist alles in

Ordnung?“ Wenn es um kritische Punkte

geht, sollte man die Beobachtung und die

Interpretation dessen klar trennen, um

eine Basis zu schaffen. Aber: Wenn ich als

Führungskraft das Gefühl habe, das übersteigt

gerade meine Kompetenzen, dann

sollte ich von extern Hilfe holen. Denn

man darf nicht erwarten, dass eine Führungskraft

die Beratung eines gelernten

Psychologen leisten kann. •

Fotos: stock.adobe.com/netrun78, Darya; Digitalfoto Kraus

24 besser verkaufen lernen 1/2025


Genussland

Südtirol

suedtirol.info/qualitaetsprodukte


MARKETING + STRATEGIE

START-UPS: INNOVATE,

CREATE, DOMINATE

Die Food-Revolution läuft – und junge Gründerinnen und Gründer bringen immer wieder frischen Wind

in die Lebensmittelbranche. Es geht nicht mehr nur ums Sattwerden, sondern um den Genuss mit gutem

Gewissen, Nachhaltigkeit und neue Ideen, die unsere Ernährung smarter machen.

Food-Start-ups nehmen in einer Welt,

die sich rasant verändert und die

von Innovation geprägt ist, eine

große Rolle ein. Denn sie bringen frischen

Wind in unsere Essgewohnheiten und

trauen sich, Dinge neu zu denken. Was oft

in der eigenen Küche beginnt, wird mit

Innovationsgeist, Durchhaltevermögen

und dem nötigen Fünkchen Glück im besten

Fall zum Top-Seller in den Regalen.

Doch welchen Chancen und Herausforderungen

begegnen Gründerinnen und

Gründer auf ihrem oft steinigen Weg? Wir

haben nachgefragt!

Leckerer Start in den Tag

So setzt sich das Start-up Wholey für eine

gesündere Frühstückswelt ein und bietet

Produkte von Müslis bis Smoothie Bowls

an – frei von Industriezucker, Aromen oder

Konservierungsstoffen. „Wholey steht für

eine neue Generation von Frühstücksprodukten:

gesund, 100 Prozent natürlich, bio,

plant-based und dabei super lecker. Unsere

Mission ist es, Freude an bewusster

Ernährung zu schaffen, indem wir sie einfach

und genussvoll machen. Wir wollen,

dass Menschen ohne Aufwand zu besseren

Lebensmitteln greifen können – und

ihnen die Gewissheit geben, mit ihrem

Frühstück gut in den Tag zu starten. Wir

wollten einen Markennamen, der ein

Stück weit auch die Werte widerspiegelt,

für die wir stehen, und der international

funktioniert. Wholey leitet sich vom eng-

26 besser verkaufen lernen

1/2025


lischen Wort ‚whole‘ (ganz, natürlich) ab“,

sagt Co-Founder Philipp Stahr. Die ersten

Schritte waren geprägt von „unzähligen

Experimenten in der eigenen Küche“. Anfangs

wurden schockgefrorene Smoothie-

Mixes, die das Team in Handarbeit in

einer ehemaligen Bäckerei in Berlin-Neukölln

produzierte, an die Berliner Gastronomie

verkauft. „Die größten Herausforderungen

waren finanzielle und logistische

Hürden. Gerade in der Anfangszeit

mussten wir mit einem kleinen Team und

begrenzten Ressourcen arbeiten, um Produktion,

Vertrieb und Marketing gleichzeitig

voranzutreiben. Dazu kamen mit Corona

und dem Ukraine-Krieg die zwei

bekannten Megakrisen, die auch bei uns

ein Maximalmaß an Improvisation, Kreativität

und Durchhaltevermögen erfordert

haben“, so Philipp Stahr rückblickend.

Doch wie schaffte es das Team schließlich,

den LEH zu überzeugen? „Das war

ein langer und harter Weg. Im Food-Bereich

entscheidet sich alles am Point of

Sale, und der Platz im Regal ist hart umkämpft.

Wir haben viel Zeit investiert, um

unser Produkt den richtigen Leuten zu

zeigen. Du musst an allen Ecken und Enden

einen richtig guten Job machen,

wenn du langfristig im Handel erfolgreich

sein willst.“ Mittlerweile sind die Müslis,

Cereals, Smoothie Bowls und Shakes in

über 7.000 Supermärkten in der gesamten

DACH-Region verfügbar. Das Team umfasst

über 40 Mitarbeiter. Dennoch war

2024 für das Start-up noch einmal „ein

Jahr voller Herausforderungen“. Der

Grund: „Die wirtschaftliche Lage, gestiegene

Produktionskosten und der härtere

Wettbewerb im Handel haben uns einiges

abverlangt. Es gab Momente, in denen

wir unsere Strategie neu ausrichten und

schwierige Entscheidungen treffen mussten.“

Doch Rückschläge gehören dazu. Für

Philipp Stahr bedeuten sie, vor allem „flexibel,

mutig und innovativ zu bleiben und

aus Fehlern zu lernen“. Er sagt: „Als Team

ist es wichtig, sich nicht von kurzfristigen

Tiefs entmutigen zu lassen, sondern immer

wieder aufzustehen und langfristig an

die Vision zu glauben. Das klingt in der

Theorie immer viel einfacher, als es in der

Praxis wirklich der Fall ist.“ Im September

2024 gab das Berliner Start-up schließlich

bekannt, dass es neben Fußballtrainer

Jürgen Klopp auch Sängerin Helene Fischer

als Investorin und sogar Markenbotschafterin

gewinnen konnte. Für Wholey

ein „riesiger Meilenstein. Es wird mit Sicherheit

ein echter Booster sein und unsere

Marke bekannter machen. Aber am

Ende zählt, dass das Produkt und das

Unternehmen nachhaltig überzeugen.“

Crunchy Snacks aus der Natur

Ohne Zusatzstoffe will auch das Familienunternehmen

buah überzeugen. Die Geschwister

Jessica und Daniel Krauter bieten

gefriergetrocknete Früchte als Knusper-Snack

an. „buah steht für reinen

Naturgenuss in höchster Qualität, vollreife

Früchte als crunchy Snacks und einen vertrauenswürdigen

Partner für alle, die sich

natürlich und bewusst ernähren wollen.

Als Fruchtexperten arbeiten wir fortlaufend

an der Optimierung unserer Produktqualität:

vollreife Ernte, die perfekte

Form der Fruchtstücke, schonende Verpackung

und maximales Aroma der Früchte.

So wachsen wir immer weiter, wie die

Natur selbst. buah heißt ‚Frucht‘ auf Indonesisch.

Für uns war klar, dass der Name

ausdrücken muss, worum es uns geht –

„Die ersten Schritte

waren geprägt von unzähligen

Experimenten

in der eigenen Küche.

Herausforderungen

waren finanzielle und

logistische Hürden.“

die Frucht und sonst nichts. Mittlerweile

auch Gemüse, alles ohne Zusätze oder

Konservierungsstoffe“, so Jessica.

2015 haben die Geschwister in einer Berliner

WG-Küche zum ersten Mal mit gefriergetrockneten

Früchten experimentiert,

da sie nach ihren Tropen-Reisen vom Angebot

in deutschen Supermärkten enttäuscht

waren. Also wurden Mischungen

zusammengestellt und Lieferanten gesucht.

Der Start von buah. Aber: „Knapp

vier Jahre später sind wir dann beinahe

insolvent gegangen, haben alle Mitarbeiter

entlassen und mit privaten Geldern

letzte Gehälter bezahlt. Es folgte eine Zeit

Wholey konnte Helene Fischer als Investorin und Markenbotschafterin gewinnen.

„Das Konzept von Wholey verbindet Genuss und Achtsamkeit auf eine Weise, die

ich absolut unterstütze", so die Musikerin.

Philipp Stahr,

Co-Gründer Wholey

27


MARKETING + STRATEGIE

Paul Belthle ist Deutschlands jüngster Ölmüller

und Geschäftsführer der Speiseölmanufaktur

„Die Ölfreunde“. 2024 wurde der 18-Jährige

mit dem Sonderpreis des Deutschen Gründerpreises

für Jungunternehmer ausgezeichnet.

der Neuausrichtung. Die Kehrtwende kam

2019 mit einem Social-Media-Post einer

Mama-Influencerin. Vom einen auf den

anderen Tag hatten wir unsere Kernzielgruppe

gefunden und damit unsere

größte Herausforderung gelöst. Von da

ging es stetig bergauf und wir wachsen

noch immer. Natürlich gehören kleine

Rückschläge und strategische Learnings

weiter zu unserem Weg, doch der Knoten

ist geplatzt, seit wir wissen, für wen wir

buah gegründet haben.“

Wie die Gefriertrocknung bei buah genau

funktioniert, erklärt die Gründerin so: „Es

ist ein Verfahren, bei dem die gewaschenen

und in Stücke geschnittenen

Früchte schockgefrostet werden, das

heißt, innerhalb von drei Sekunden auf bis

zu -85 Grad Celsius tiefgefroren. Dann

kommen die Früchte in eine Vakuumkammer,

die den tiefgefrorenen

Früchten bis zu 90 Prozent

des enthaltenen Wassers

Jessica und Daniel

Krauter von buah haben

sich auf ihren Tropen-

Reisen an die Vielfalt

von aromatischen

Früchten gewöhnt und

wollten den Genuss in

Deutschland nicht mehr

missen.

entzieht. Übrig bleiben crunchy Fruchtstücke

mit einer intakten Zellstruktur: voller

Vitamine und Mineralien, sowie mit intensiviertem

Geschmack. Buahs Gemüsechips

werden mit dem Prinzip der Vakuumtrocknung

hergestellt. Das heißt, die

geschnittene Bete und die Karotten kommen

direkt, ohne vorherige Schockfrostung,

in eine Vakuumkammer, die ihnen

den Großteil des enthaltenen Wassers

entzieht und sie so knusprig und haltbar

macht, ohne ihren Nährstoffgehalt wesentlich

zu beeinträchtigen, natürlich ohne

Öl, Salz und Zusätze.“ Für 2025 ist bei

buah einiges geplant, unter anderem

„auch neue Produktlinien“.

Das Beste vom Feld

Bekannt in der Start-up-Szene ist auch der

18-jährige Paul Belthle. Er ist der jüngste

Ölmüller Deutschlands und Geschäftsführer

der Speiseölmanufaktur „Die Ölfreunde“.

Seine Vision und laut eigenen

Fotos: stock.adobe.com/Rawpixel.com; www.art-photography.de; Filmreif; buah; Wholey;

Unternehmen

28 besser verkaufen lernen

1/2025


„Wir nutzen alles aus

der Saat. Aus Nebenprodukten

entstehen

wertvolle Mehle und

Proteine.“

Paul Belthle,

Die Ölfreunde

arbeiten nur das Beste vom Feld: nachhaltig,

frisch und schonend kaltgepresst.

Von der Herstellung bis zum Versand machen

wir alles selbst und haben so die

Qualität komplett im Blick. Außerdem nutzen

wir wirklich alles aus der Saat – denn

aus den Nebenprodukten entstehen wertvolle

Mehle und Proteine. Unsere Kreislaufwirtschaft

macht uns einzigartig.“

Doch wie entdeckte der 18-Jährige seine

Passion? „Mein Weg in die Welt der Öle

hat ganz klein angefangen: mit einer Ölpresse,

die ich mit zwölf Jahren zu Weihnachten

bekommen habe. Schon als Kind

war ich oft bei meiner Uroma, die einen

riesigen Gemüsegarten hatte. Dort habe

ich meine Liebe zu Lebensmitteln entdeckt.

Als ich dann die Ölmühle bekommen

habe, war ich sofort fasziniert. Ich

habe Saaten von Landwirten aus der

Umgebung besorgt und angefangen, damit

zu experimentieren. Besonders spannend

fand ich es, Kräuter und Gewürze

einzusetzen, die ich aus der Zeit bei meiner

Uroma kannte. Anfangs haben Tou-

Angaben USP:

„Ich möchte hochwertige,

regionale

Speiseöle herstellen,

die geschmacklich überzeugen

und nachhaltig produziert werden.

Dazu setzen wir auf heimische

Saaten und faire Partnerschaften mit

Landwirten aus unserer Region sowie

eine 100 Prozent natürliche Verarbeitung.

Was uns unterscheidet? Wir denken anders

als die großen Produzenten. Bei uns

gibt es keine Massenproduktion. Wir verristen

meine Öle probiert,

plötzlich wollten immer mehr

Leute Nachschub. 2019 haben

wir dann die Ölfreunde gegründet.“

Es in den LEH zu schaffen, war

„definitiv kein leichter Weg“. Denn: „Regionale,

nachhaltige Speiseöle gibt es zwar

viele, aber oft fehlt die persönliche Geschichte

dahinter. Ich bin deshalb selbst

zu den Gesprächen gefahren, habe unsere

Öle vorgestellt und unsere Philosophie

erklärt. Eine der größten Herausforderungen

waren die Zertifizierungen, die

notwendig sind. Der Durchbruch kam, als

die ersten Edeka- und Rewe-Märkte uns

ins Sortiment aufgenommen haben.“ Seit

der Gründung ist viel passiert, wie Paul

Belthle verrät: „Wir haben unseren Jahresumsatz

auf 2,4 Millionen Euro gesteigert,

verkaufen mittlerweile über 500.000 Flaschen

pro Jahr. Wir sind jetzt Partner der

Dualen Hochschule Baden-Württemberg

und starten 2025 mit den ersten dualen

Studenten – einer davon bin ich selbst.“

Schneller Wachmacher

Überzeugt von den eigenen Produkten ist

ebenso das Start-up Upsters, das Koffein-

Bonbons sowie Elektrolytpulvermischungen

mit Koffein anbietet. „Upsters sorgt

dafür, dass Menschen in jeder Situation

des Alltags leistungsfähig bleiben – ohne

Zucker, ohne künstliche Farbstoffe und

ohne umständliche Zubereitung. Unsere

Produkte bieten eine effiziente und flexi-

INFORMATIONEN

Die Welt der Start-ups

Laut dem KfW Gründungsmonitors

2023 ist die Gründungstätigkeit in

Deutschland im Jahr 2022 im Vergleich

zum Vorjahr auf 550.000

Existenzgründungen zurückgegangen

(minus 9 Prozent).

Dabei hat ein Start-up in Deutschland

im Durchschnitt 19 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. 35 Prozent

sind grüne Start-ups, 37 Prozent der

Existenzgründungen erfolgen durch

Frauen.

Quelle: Bundesministerium für Klima und

Umweltschutz

Upsters bietet mit Produkten in Form von

Bonbons mit Koffein eine Alternative zu Koffeintabletten,

Energydrinks oder Kaffee.

ble Alternative zu herkömmlichen Wachmachern.

Unsere Mission: ‚We empower

people in every situation‘. Wir verändern

die Branche, indem wir funktionale Lebensmittel

neu definieren – mit Produkten,

die Energie liefern und dabei praktisch,

gesund und lecker sind“, sagt Co-Gründer

Philipp Köhler. Die Idee zum Unternehmen

entstand in einer Vorlesung: „Der Kaffee

war nicht in Reichweite, Energydrinks waren

zu ungesund. Wir stellten uns die

Frage: Warum gibt es keine Alternative,

die immer mit dabei sein kann und schnell

wirkt? Die Idee zu den Koffeinbonbons

war geboren. Durch das Lutschen wirken

sie bis zu fünfmal so schnell wie ein Kaffee.

Der Markenname Upsters trägt das

zentrale Element ‚up‘. Es steht für sofortige

Leistungsfähigkeit, denn wir alle wollen

schnell wieder auf der Höhe sein.“ Die

Anfänge waren geprägt von „klassischen

Start-up-Herausforderungen. Die größte

Hürde bei den Bonbons war der bittere

Geschmack des Koffeins.“ Zusätzlich erforderte

das Produkt „viel Aufklärung“. Für

2025 hat man ein klares Ziel: „den flächendeckenden

Eintritt in den LEH.“

Vier Beispiele, die zeigen, dass es sich

trotz anfänglicher Schwierigkeiten lohnt,

dranzubleiben. Denn wie sagt man so

schön: Aller Anfang ist schwer ... •

29


EIN KÄFFCHEN MIT …

GENUSS OHNE

KOMPROMISSE

In diesem Jahr feiert der italienische Waffelhersteller Loacker unter dem Motto „Rebels of Goodness“

sein 100-jähriges Bestehen. Was in einer Backstube begann, steht heute weltweit für erlesenen Genuss.

Nachhaltigkeit und Qualität spielen dabei ebenso eine große Rolle wie die Bewahrung der Traditionen.

Als Alfons Loacker als junger Konditor

1925 in Bozen, Italien, die

„Bozner Waffel“ schuf, ahnte er

noch nicht, dass es seine Produkte einmal

in über 100 Ländern weltweit geben wird.

Seine Idee war vor allem ein handlicher

Snack mit längerer Frischhaltung. „So eine

Konditorei mit Backwaren funktioniert natürlich

vor allem am Wochenende. Doch

da wollte Alfons Loacker Fußball spielen.

Also hat er eine Möglichkeit gesucht, etwas

herzustellen, das er vorbacken und

am Wochenende essen kann. So entstand

die Bozner Waffel – ein Snack mit knusprig-leichten

Waffelblättchen, gefüllt mit

zartschmelzender Creme“, verrät Mohammed

Bahlaouane, Head of Marketing

Germany bei Loacker. Seine Idee fand

schnell auch außerhalb Italiens Anklang.

Doch nicht zuerst in den Nachbarländern

Deutschland und Österreich, sondern vor

allem im mittleren Osten. Dort liegt die

Markenbekanntheit heute bei nahezu 100

Prozent, in Deutschland bei unter 40 Prozent.

Der stärkste Markt ist der Heimatmarkt

in Italien, gefolgt von Saudi-Arabien

und den USA.

Aus Liebe zur Natur

Die von Generation zu Generation überlieferten

Werte leben aktuell mit der dritten

Generation weiter: „Sie wollen die

Konditoreikunst weiterführen. Das Credo

der Familie ist: Tue Gutes herein, dann

kommt auch Gutes heraus. Es schmeckt

nach dem, was drin ist.“ Bedeutet im Fall

von Loacker: 100 Prozent italienische

Haselnüsse, Kakaobohnen aus Ecuador

und der Elfenbeinküste, Alpenmilch ohne

Gentechnik, Bourbonvanille aus Madagaskar

– alles ohne Zusatz von Aromen

oder Farbstoffen. Daher auch das Motto

„che bontà!“, was frei übersetzt so viel

bedeutet wie „einfach gut!“.

Die Haselnüsse werden zum Teil selbst in

der Toskana angebaut. Zu Beginn kein

leichtes Unterfangen, denn bekannt ist

die Region in Mittelitalien eher für Wein,

Oliven sowie den Hartkäse Pecorino. „Es

wurden viele Tests gemacht, um die richtige

Haselnusssorte zu finden. Dann

wurde 2014 damit begonnen, auf 240

Hektar Haselnüsse zu kultivieren. In den

letzten zehn Jahren hatten wir bereits die

ersten Ernten. Heute werden in der Toskana

rund 500 Hektar angebaut. Mithilfe

von Vertragsbauern werden unter dem

Projekt ‚Noccioleti Italiani‘ auch in anderen

Regionen Italiens Haselnussplantagen

bewirtschaftet. Diese langfristigen

Partnerschaften geben den Bauern durch

die garantierte Abnahme der gesamten

Produktion Planungssicherheit“, so Mohammed

Bahlaouane. Die Besonderheit:

Die Haselnüsse werden nicht geerntet. Es

wird gewartet, bis sie eigenständig von

den Sträuchern fallen: „Dann wird gesammelt

und gesiebt. Schließlich wird die Luftfeuchtigkeit

gemessen und gegebenenfalls

nachgetrocknet, bevor man mit der

Lagerung beginnt. Geschält werden die

Nüsse dann erst bei Bedarf ganz frisch,

denn die Schale ist die beste Verpackung.

Nach dem Schälen werden sie frisch geröstet

und gemahlen.“

Produziert werden die Loacker-Waffeln

seit den 1970ern in Unterinn, im Herzen

der Südtiroler Alpen auf 1.000 Metern

Meereshöhe mit Blick auf den Schlern.

Der 2.563 Meter hohe Berg gilt als Wahrzeichen

Südtirols – und findet sich als Symbol

für Natürlichkeit und Ursprung im Logo

wieder. Ein weiterer Produktionsstandort

ist seit 1999 Heinfels in Osttirol.

Blick in die Zukunft

Für die kommenden Monate sieht der

Marketing-Manager die Herausforderungen

für das Unternehmen vor allem

hier: „Das Thema Preis wird uns weiter

verfolgen. Bei den Lebensmitteln allgemein

und den Süßwaren im Speziellen.

Auch die Themen Klima, Globalisierung

und Inflation bleiben. Im Lebensmittelhandel

tendiert man mehr und mehr zur Handelsmarke.

Die Verbraucher vergleichen

die Preise oder üben Verzicht. Ob sie

bereit sind, für Nachhaltigkeit mehr zu

zahlen, wenn sie das Geld nicht haben

– das wird sich zeigen.“ •

VITA

// Mohammed Bahlaouane

studierte Agrarwissenschaften mit dem

Schwerpunkt Milchwissenschaft und war

viele Jahre in der Milchbranche tätig.

Im Marketing arbeitet er seit über 25

Jahren, sieben davon beim italienischen

Waffel- und Schokoladenspezialisten

Loacker. //

30 besser verkaufen lernen

1/2025


»DAS CREDO BEI DER HERSTEL-

LUNG UNSERER LOACKER-

WAFFELN IST: TUE GUTES

HEREIN, DANN KOMMT AUCH

GUTES HERAUS.«

Mohammed Bahlaouane,

Head of Marketing Germany bei Loacker

Fotos: Foto Thanner

31


WISSEN

WISSENGEFRAGT

Alkoholfreie Getränke sind längst nicht mehr nur eine Notlösung. Ob Bier,

Wein oder Spirituosen-Alternativen – der Verzicht auf Alkohol liegt im Trend.

Ganz bewusst entscheiden sich immer

mehr Menschen für die Variante

ohne Umdrehungen und entdecken

dabei eine große Vielfalt. Alkoholfreies Bier hat

sich zur echten Alternative entwickelt. In

Deutschland gibt es laut Brauer-Bund über 700

Sorten. Wichtig: Als „alkoholfrei“ gilt Bier mit

max. 0,5 Vol.-% Alkohol, ohne Alkohol ist es nur

mit der Kennzeichnung „0,0 Vol.-%“. Auch entalkoholisierte

Weine/Schaumweine erobern den

Markt. Dank moderner Herstellungsverfahren

bleibt das Aroma immer besser erhalten. Das

versprechen zumindest Technologien wie die

Vakuumdestillation bei geringen Temperaturen.

Auch Gin, Whisk(e)y oder Rum gibt es als alkoholfreie

Alternativen. Diese Getränke imitieren

meist auf Wassserbasis mit Kräutern und Aromen

den Geschmack der Originale und bringen

frischen Wind in die Getränkewelt. Aber

warum der Hype? Gesundheit, bewusste Ernährung

und weniger Kalorien – die Gründe sind

vielfältig. www.food-akademie.de •

DR. BRIGITTE JANSEN

FOOD AKADEMIE NEUWIED

Foto: food akademie

VERKÄUFER*IN

1. Welche Information ist für Kunden beim

Kauf von 0,0 %-Getränken besonders

wichtig?

a) Der genaue Herstellungsort des

Getränks

b) Der Hinweis, dass das Getränk keinen

Alkohol enthält

c) Der Hinweis, dass das Getränk Alkohol

enthalten kann

2. Was war im Jahr 2024 die beliebteste

Spirituosen-Alternative?

a) Alkoholfreier Gin

b) Alkoholfreier Wodka

c) Aperitif ohne Alkohol

Lösung: 1b, 2c

FACHWIRT*IN

1. Wie können alkoholfreie Alternativen

im Sortiment positioniert werden?

a) Neben alkoholischen Getränken als

alternative Wahl

b) Außerhalb der Hauptverkaufsfläche,

um Exklusivität zu schaffen

c) Nur in der Nähe der Kassenzone für

Impulskäufe

2. Was war 2024 laut Statista der

häufigste Grund, auf alkoholfreie

Spirituosen zurückzugreifen ?

a) Gesundheitliche Gründe

b) Autofahren

c) Neugier

Lösung: 1a, 2b

IMPRESSUM

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Das Qualifizierungsprogramm

für Nachwuchskräfte im Handel

Herausgeber und Verlag:

medialog GmbH & Co. KG

Medienplatz 1, 76571 Gaggenau

Tel. 07225 60646-00

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Konzept und Inhalt:

RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel,

www.rundschau.de

Chefredaktion:

Maria Akhavan (V.i.S.d.P.)

Projektleitung Redaktion:

Jenny Rommel

Layout: Michael Schmidt,

Schmidt Media Design

KAUFMANN*FRAU

1. Was bedeutet die Kennzeichnung

„Alkoholfrei“?

a) Das Getränk enthält keinerlei Alkohol

b) Das Getränk enthält maximal 0,3 %

Alkohol

c) Das Getränk enthält maximal 0,5 %

Alkohol

2. Welches Argument wird oft genutzt, um

alkoholfreie Getränke zu bewerben?

a) Sie sind günstiger als alkoholische

Getränke

b) Sie enthalten mehr Kohlensäure

c) Sie bieten vollen Geschmack ohne

Alkohol

BETRIEBSWIRT*IN

1. Typische Konsumenten von alkoholfreiem

Wein ...

a) ... leben in ländlichen Regionen

b) ... haben ein hohes jährliches

Haushaltseinkommen

c) ... suchen eine kalorienarme

Alternative zu Traubensaft

2. Durch Umkehrosmose ...

a) ... lässt sich Wein bei Erhalt der

Aromen entalkoholisieren

b) ... lässt sich der Alkoholgehalt in

Weinen erhöhen

c) ... behält der Rotwein seine Farbe

Marketing: Anja Hurrle,

Tel.: 07225 60646 -25

Titelbild: stock.adobe.com/

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Druck: AC medienhaus GmbH,

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Alle Rechte vorbehalten.

Jede Vervielfältigung des

Qualifizierungsprogramms

fitfortrade oder von Teilen

daraus bedarf der vor herigen

Zustimmung des Verlages.

fitfortrade-Shop:

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Tel.: 07225 60646-25

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GEWINNSPIEL

Preise im Gesamtwert von 1.000 Euro zu gewinnen!

1

RUNDE

Und so geht’s: Lies das Magazin aufmerksam und finde die Antworten. Auf www.rundschau.de/fitfortrade/magazin kannst

du die Lösungen in den Fragebogen eintragen. Zu gewinnen gibt es 3 x 100 Euro, 2 x 200 Euro und 1 x 300 Euro. Alle richtig

ausgefüllten Lösungsbogen nehmen an der Ziehung der Geldpreise teil. Teilnahmeschluss ist der 20. Juni 2025. Viel Glück! •

FRAGE 4 FRAGE 1

Wie heißt der Director der Anuga,

der die fitfortrade-Nachwuchskräfte

über die ISM führte?

a) Guido Hentschke

b) Jan Philipp Hartmann

c) Thorsten Fuchs

Wann findet in diesem Jahr die

„Faire Woche“ statt?

a) Vom 16. bis 30. August 2025

b) Vom 12. bis 26. September 2025

c) Vom 02. bis 16. Oktober 2025

FRAGE 2

FRAGE 5

Was studierte fitfortrade-Sieger Till

Geppert, bevor er sich für eine

Karriere im LEH entschied?

a) Chemie-Ingenieurwissenschaften

b) Betriebswirtschaftslehre

c) Wirtschaftsinformatik

Wer ist Investorin und Markenbotschafterin

von Wholey?

a) Shirin David

b) Palina Rojinski

c) Helene Fischer

FRAGE 3

FRAGE 6

Wie viel Tee wurde laut Deutschem

Tee & Kräutertee Verband 2023 in

Deutschland pro Kopf getrunken?

a) 68,2 Liter

b) 105,3 Liter

c) 162,7 Liter

Welches Jubiläum feiert der

italienische Waffelhersteller

Loacker 2025?

a) 50-jähriges Bestehen

b) 100-jähriges Bestehen

c) 200-jähriges Bestehen

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Teilnahmebedingungen

Gibt es mehr Teilnehmer als Preise vorhanden, entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Teilnahmeberechtigt sind nur Mitarbeiter aus dem

Lebensmittelhandel zwischen 18 und 28 Jahren. Bitte beachte die Hinweise zum Datenschutz unter

www.fitfortrade.de. Wir weisen darauf hin, dass das im Rahmen dieses Wettbewerbs gewonnene

Preisgeld steuerlich als Arbeitslohn beurteilt werden könnte. Bitte unterrichte deinen Arbeitgeber über

das von dir gewonnene Preisgeld, damit dieser eine korrekte steuerliche Einordnung vornehmen kann,

da der Arbeitgeber im Falle einer Steuer- und Beitragspflicht für die Abführung der Lohnsteuer und

der Sozialversicherungsbeiträge verantwortlich ist. Für den Fall, dass du gewinnst, erklärst du dich

bereit, der medialog GmbH & Co. KG deine Kontodaten anzugeben, damit die Gewinnauszahlung

erfolgen kann.

Fotos: ©iStockphoto.com/scranrail, Tarchyshnik

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Die Fairtrade-

Platzierungschallenge

Jetzt mitmachen und

ein Erlebnis-Wochenende

gewinnen!

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Produkten eine kreative

Zweitplatzierung in

deinem Markt und

mache deinen

Kund*innen Appetit

auf faire Vielfalt.

Weitere Informationen dazu findest du unter:

www.fairtrade.net/de-de/mach-mit/Aktionen-und-Kampagnen/

platzierungschallenge.html

Doch wer tischt

dir diese Aktion

eigentlich auf?

Seit mehr als 20 Jahren lädt die

Faire Woche jeden September

alle Menschen in Deutschland

dazu ein, Veranstaltungen zum

Fairen Handel in ihrer Region

zu besuchen oder selbst zu

organisieren. Mit jährlich rund

2.000 Aktionen ist sie bundesweit

die größte Aktionswoche

des Fairen Handels.

Wir bei Fairtrade machen uns

stark für Menschen in Afrika, Asien

und Lateinamerika. Gemeinsam

wollen wir die Lebens- & Arbeitsbedingungen

von Produzent*innen

verbessern. Dafür setzen wir auf

einen Mindestpreis, der wie ein

Sicherheitsnetz wirkt und eine

nachhaltige Produktion sowie

Investitionen ermöglicht.

Außerdem gibt’s bei uns die

Fairtrade-Prämie – einen

Zuschuss für Gemeinschaftsprojekte

vor Ort!


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