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Kinder und Eltern 2/25

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Kinder und Eltern

DIE ZEITSCHRIFT DER WIENER KINDERFREUNDE

Nr. 2 / Mai 2025

www.wien.kinderfreunde.at

www.wienerkinderfreunde-aktiv.at

Unsere große

Elternumfrage

Seite 9

Wenn Kinder mit

Krisen in der Familie

konfrontiert werden

Seite 16 & 17

Sommer mit

den Kinderfreunden

Seite 3, 5, 18, 19, 20 & 21

Foto: Philipp Tomsich


EDITORIAL

AKTUELL

Sommer mit den Kinderfreunden......................3

Wir schauen aufeinander – BGF-Gütesiegel......4

100 Jahre Rote Falken........................................5

Donauinselfest 2025 .........................................5

Vorlesetag 2025................................................7

Bunte Sprachförderung.....................................8

ELEMENTARBILDUNG

Wir fragen bei Eltern nach.................................9

Eltern-Kind-Cafés im Sommer...........................9

Geschichten aus den Häusern..........................10

Held:innengeschichten.................................... 11

Mehr Geschichten aus den Kindergärten. 12 & 13

Wie Familien unterstützt werden können.......14

BERATUNG

Wie Kinder Roboter erleben............................15

Kindern bei Trennungen helfen............... 16 & 17

FREIZEIT

20 Jahre Seversaal...........................................18

Robinsonspielplatz im Sommer ...................... 19

Abwechslungsreiche Freizeitpädagogik...20 & 21

Rote-Falken-Bildungsreise nach Island............23

Bücher.............................................................25

Familienzeit....................................................27

Impressum......................................................28

Im Sinne des Kinderschutzes und unserer

Verantwortung gegenüber Kindern und

Jugendlichen finden Sie in dieser Zeitung keine

Namen von auf Fotos abgebildeten Kindern und

Jugendlichen.

Abg. z. NR Christian Oxonitsch,

Vorsitzender

der Wiener Kinderfreunde

Letzten Monat mussten wir uns von einem großen Kinderfreund

und Roten Falken für immer verabschieden,

der sich seit den 1950er-Jahren für die Verbesserung der

Chancen und der Lebensbedingungen von Kindern einsetzte:

Erik Hanke bekleidete ab 1957 führende Positionen

bei den Wiener Kinderfreunden und den Roten

Falken sowie im Bundesvorstand der Österreichischen

Kinderfreunde. Viele Initiativen entstanden unter seiner

Ägide, wie die Ferienaktion, das Weihnachtstheater

(heute: Kinderfreundemusical) und die „Spielzeugschachtel“

als Geschäft für pädagogisch hochwertiges

Spielzeug und als Gegenmaßnahme zum „Kriegsspielzeug“,

gegen das die Kinderfreunde ab den 50er-Jahren

stark aufgetreten sind. So vielfältig Erik Hankes

Engagement war, so deutlich ist auch zu erkennen, dass

ihm in allen Funktionen stets das Wohl der Kinder am

Herzen lag. So war er unter anderem Präsident des Vereins

„Licht ins Dunkel“, Vizepräsident des Kuratoriums

der Wiener Jugendwohnhäuser und auch Präsident der

„Österreichischen Kinderdörfer“. In seiner langjährigen

Funktion als Gemeinderat prägte er maßgeblich die

sozialpolitische Ausrichtung Wiens – mit klarer Haltung

Foto: Martin Votava

für die Ganztagsschule. Wir gedenken seiner in größter

Wertschätzung, Dankbarkeit und tiefer Verbundenheit.

Den Nachruf auf Erik Hanke findet

ihr hier: kinderfreunde.at/ Zum Nachruf:

news/wien-alle-news/nachruf-erik-hanke

Bei der Feier zum 20. Geburtstag

unseres Indoor-Spielplatzes

Seversaal war besonders sichtbar,

wie wichtig die Initiativen von Kinderfreund:innen

wie Erik Hanke waren – etwa, für Kinder und junge

Menschen ein Freizeitangebot ohne Konsumzwang

und möglichst kostenlos oder zum Selbstkostenpreis zu

schaffen. Obwohl die Eintrittspreise in den Sevi günstiger

sind als die aller anderen privaten Indoorspielplätze,

ist so ein Besuch für viele Familien kein Alltagsprogramm.

Daher sind wir stolz darauf, als Partner der

Stadt zu einem Freizeitprogramm für ALLE Kinder und

Jugendlichen beitragen zu dürfen: in der Parkbetreuung,

den Summer City Camps, am Wasserspielplatz Donauinsel,

am Kinderfreunde-Robinsonspielplatz, in unseren

Computer-Clubhäusern und mit den Aktivitäten

der Kinderfreunde-Bezirksorganisationen. Das war die

Gründungsidee der Kinderfreunde vor fast 120 Jahren –

und sie ist bis heute aktuell. In diesem Sinne wünsche

ich allen Familien Wiens einen schönen Sommer – viele

Anregungen dazu findet man auf den nächsten Seiten.

Christian Oxonitsch

Findet uns auch auf Social Media:

/KinderfreundeWien

@KinderfreundeWien

/WienerKinderfreundeAktiv

Bereits in den 1950er-Jahren engagierten sich Erik Hanke (Bildmitte)

und seine Ehefrau Gudrun (links) bei den Roten Falken.

2

WIEN


AKTUELL

Abwechslungsreiche

Ferien (fast) daheim

Neun Wochen Ferien sind ganz schön lang für Kinder

und Eltern. Gut, dass es die vielen Freizeit- und Ferienangebote

der Kinderfreunde und Roten Falken gibt.

RESTPLÄTZE IN DEN

KINDERFREUNDE-SOMMERAKADEMIEN:

Die Kinderfreunde-Sommerakademien sind einwöchige ganztägige

Ferienangebote für Kinder von vier bis 14 Jahren, in denen sie – je

nach Thema der Akademie – ihren Interessen nachgehen können. Für

zwei Angebote sind noch Plätze frei. Alle Infos zu den Angeboten der

Sommerakademie gibt’s hier: kinder freunde.at/wien-1/sommerakademie

Sommerakademie „Freerunning

& Parkour“ (4. bis

8. August): Die coole Trendsportart

steht für kreative,

elegante Fortbewegung im

urbanen Raum. Im Camp im

grünen Prater lernen die Kids

(6–14 Jahre) viele tolle Moves

und originelle Ideen, wie sie

verschiedenste Hindernisse

sicher überwinden können!

Auch die Aktivitäten und Angebote am Kinderfreunde-Robinsonspielplatz

(siehe Seite 19), im Kinderfreunde-Indoorspielplatz

Seversaal (Seite 18) und in den Computer-Clubhäusern

der Kinderfreunde bringen Abwechslung in die Ferienwochen.

Am Wasserspielplatz auf der Donauinsel und in rund 60

Wiener Parks und Wohnanlagen haben die Freizeitpädagog:innen

von Wiener Kinderfreunde aktiv immer wieder neue Ideen für Spiel-,

Sport- und Kreativaktivitäten, die Spaß machen (siehe Seite 20, 21).

Foto: Philipp Tomsich Illustrationen: Karin Blum

Foto: fottballschool

Bei den Sommerakademie-Fußballcamps der Football-

School in Floridsdorf (28. Juli bis 1. August) und in

der Sensengasse (14. bis 18. Juli) sind ganz besonders

auch Mädchen zwischen 4 und 14 Jahren herzlich willkommen!

Dabei geht es sportlich, aber entspannt zu, meint

Veronika Rivo von Wiener Kinderfreunde aktiv: „Wir helfen

den Kindern, ihre Interessen und Talente zu entdecken, und

fördern sie dabei. Es gibt keinen Erfolgsdruck, es geht ums

Wohlfühlen und Ausprobieren!“

FERIENANGEBOTE FÜR DIE GANZE FAMILIE:

Wer Lust auf ein echtes Abenteuer mit der ganzen Familie hat, der:die ist richtig

bei den Familienwochen im Falkencamp Döbriach (10. bis 17. August und 17.

bis 24. August)! Hier kommen alle Fans von Natur, Gemeinschaft und Lagerfeuer

voll auf ihre Kosten – ohne auf Komfort und Privatsphäre verzichten zu müssen!

Das riesige Falkencamp-Gelände, direkt am Millstättersee gelegen, bietet viele

sportliche Aktivitäten sowie Wasserspaß am traumhaft schönen eigenen Badestrand.

Die Teilnahme an den vielen angebotenen Events ist natürlich freiwillig.

Infos und Reservierung: feriencamp-doebriach.at/neuigkeiten-1/familienwochen-2025

Hoch am Berg und dennoch nahe bei Wien kann man schöne Ferientage in der

Anton-Proksch-Wanderherberge der Wiener Kinderfreunde auf der Hohen

Wand verbringen. Die Selbstversorgerhütte steht in

einem wunderschönen Grünareal mit Wiesen, Bäumen

und gemütlichen Sitzbereichen und hat Platz für rund 20

Personen. Drei Schlaf-Lager, eine große Stube, eine gut

ausgestattete Küche, drei WCs, eine Dusche und viiiiiel

Platz in der Natur garantieren einen tollen Familienurlaub.

WIEN

3


AKTUELL

Auszeichnung für

g’sunde Kinderfreunde

Gemeinsam mit Dagmar Plank (im Bild: Mitte) aus der pädagogischen

Bereichsleitung freuen sich unsere Geschäftsführer:innen

Alexandra Fischer und Daniel Bohmann über die erneute

Auszeichnung mit dem Gütesiegel der betrieblichen Gesundheitsförderung!

Durch gezielte Maßnahmen und Initiativen, die

auf die Bedürfnisse der Teams in den einzelnen Kindergärten

und Horten abgestimmt sind, fördern die Wiener Kinderfreunde

nachhaltig die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden, sowohl körperlich

als auch psychisch, etwa durch:

• kostenloses Angebot von Leiter:innen-Coaching/-Supervision

und Einzelcoaching

• Teamcoaching/Teamsupervision

• Begleitung von Berufseinsteiger:innen

• Mentor:innen für Jungleiter:innen

• Mobiles UnterstützungsTeam (MUT) zur Begleitung

bei der Arbeit mit Kindern

• ergonomische Sitzmöglichkeiten

• erhöhte Geschirrspüler

• Aufstiegshilfe für Kinder bei Wickelplätzen

• Video über ergonomisches Arbeiten im Kindergarten

• Schulungen zu Beschwerdemanagement – gesunder Umgang

mit Beschwerden

• FaceUp – anonyme Beschwerdemöglichkeit für alle

• Handreichungen für besondere Situationen wie Kinderschutzkonzept,

Lärmprävention, Hitzeschutz, Strahlenschutz,

Blackout; Gesundheitsmappe online

• gesunde Teamseminare „Volle Kraft voraus“

• verpflichtende „Gesund Führen“-Seminare für Leitungen

• BusinessRun-Team

• MyClubs-Angebot

• gemeinsame Feste

• und noch viel mehr Maßnahmen und Angebote

Viele der Maßnahmen scheinen auf den ersten Blick nicht viel

mit Gesundheit zu tun zu haben. Dennoch wirken sie unterstützend

für die Bewältigung mentaler und körperlicher Herausforderungen

im Berufsalltag.

Kinder Abo

für pfiffige Menschen von 6–10 Jahren

4 Vorstellungen an Samstagen | Beginn 11:00 | 14:00 oder 16:15 Uhr

2025

2026

Die kleine Meerjungfrau

Theater mit Horizont

11.10.2025 Abo Nr. 1–3

11.4.2026 Abo Nr. 4–6

Lilly und die Angstfee

Verein RabauRadau

22.11.2025 Abo Nr. 1–3

29.11.2025 Abo Nr. 4–6

Ente, Tod & Tulpe

Ein kleines Requiem für eine Ente

Opernwerkstatt am Rhein

17.1.2026 Abo Nr. 1–3

24.1.2026 Abo Nr. 4–6

Pippi Langstrumpf

Auf den Punkt. Kulturverein

21.2.2026 Abo Nr. 1–3

14.2.2026 Abo Nr. 4–6

4

WIEN

Abo-Preise für alle 4 Vorstellungen

(für Erwachsene & Kinder): € 54,– / 48,– / 42,– / 36,–

Bestellungen: 01/50165/13303


AKTUELL

100 Jahre Rote Falken

Ein Jahrhundert für Kinder, Jugend und Gerechtigkeit

Foto: Alexandra Seybald

Wir haben es schon berichtet: 2025 wird „actionreich“ für die Roten Falken,

schließlich feiern sie ihren 100. Geburtstag. Nun hat das Jubiläumsjahr auch einen

offiziellen Slogan: 100 Jahre Rote Falken – ein Jahrhundert für Kinder, Jugend und

Gerechtigkeit!

Schon im Juni steht ein Highlight an: das Bundes-Pfingstlager in Traiskirchen

(7. bis 9. Juni, rotefalken.at/mach-mit/veranstaltungen-2/bupfila25). Das Besondere:

Diesmal kommen Kinder und Jugendliche aus GANZ Österreich zusammen

– das passiert nur alle 3 Jahre!

Auch die Planungen für das „100 Jahre Falken“-Festival am 20. September

2025 im WUK (9. Bezirk) laufen auf Hochtouren, es wird Spiele und Aktionen (u. a.

einen Parcours) geben, vieles wird sich um die Geschichte der Falken drehen. Den

Abschluss bildet ein Festakt mit Live-Musik. Wer mehr über die schon fixen Events

wie den Liederabend (4. Juli) oder das IFM-SEI*-Camp 2025 (23. Juni bis

2. August) erfahren und nichts verpassen will, sollte regelmäßig hier reinschauen:

rotefalken.at/mach-mit/veranstaltungen-2

Die OKIDOKI-Kinderfreunde-

Insel am Donauinselfest 2025

Auch am 41. Donauinselfest darf die Kinderfreunde-Insel nicht fehlen. Von Freitag,

den 20. Juni, bis Sonntag, den 22. Juni 2025, jeweils von 12.00 bis 17.00 Uhr

ist wieder jede Menge los für unternehmungslustige Kinder und Familien.

Auf unserer Bühne sind u. a. Kinderliedermacher Bernhard Fibich, Franz

Löchinger & Drumbella – das sprechende Schlagzeug und Zauberclown

Poppo zu erleben. Auch die Puppenbühne und der Spielbus der Wiener Kinderfreunde

sind wieder mit viel Action vertreten, ebenso die ANKER-Kinderbackstube.

Und natürlich ist OKIDOKI AUF TOUR mit vielen tollen Mitmachstationen und

den Stars aus dem ORF1-Kinderprogramm wieder dabei.

Die Kinderfreunde-Insel befindet sich gleich stromaufwärts der S-Bahn-Brücke,

somit öffentlich gut erreichbar mit der U6, Station Neue Donau, oder mit der S-

Bahn, Station Handelskai.

Foto: Frank Jödicke & Tamina Fischer

Unterstützt wird die Kinderfreunde-Insel heuer von

Updates und mehr Infos zum kompletten Programm gibt’s online bei uns auf

wien.kinderfreunde.at

WIEN

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AKTUELL

Fotos: Philipp Tomsich

Viele Geschichten

am Vorlesetag 2025

Leuchtende Kinderaugen, gespannte Gesichter, fröhliches

Lachen … das alles war am 28. März im Donauzentrum

allgegenwärtig. Kein Wunder: Anlässlich

des Österreichischen Vorlesetages haben die Wiener

Kinderfreunde Kinder und ihre Eltern eingeladen, mit

uns auf eine Geschichtenreise zu gehen. Den gesamten

Nachmittag hindurch wurde aus Büchern des Verlags

Jungbrunnen vorgelesen, darunter Kinderbuchklassiker

wie „Das kleine Ich bin Ich“ und „Die Geggis“ von Mira

Lobe und Susi Weigel. Als Vorleser:innen verzauberten

das Geschäftsführungsduo der Wiener Kinderfreunde,

Alexandra Fischer und Daniel Bohmann, Daniela

Gruber-Pruner (Geschäftsführerin der Österreichischen

Kinderfreunde) sowie unsere ehrenamtlichen Vorleser:innen

Gertrude Kneissl und Robert Winklehner.

Komplettiert wurde das Event mit einer Lesezeichen-

Kreativstation und einem Bücher-Gewinnspiel.

Damit nicht genug: In der Zeit vor und nach dem Event

gab es in vielen unserer Betriebskindergärten ebenfalls

Vorleseaktionen, u. a. mit Gesundheitsstadtrat Peter

Hacker (großes Foto oben), younion-Vorsitzendem

Christian Meidlinger, ÖGK-Obmann Andreas Huss oder

Martina Hacker, Heinz Stöcklmayer und Martin Seiser

aus der Geschäftsführung der ÖBB BCC GmbH. Sie alle

und noch viele weitere engagierte Menschen halfen

mit, die Begeisterung fürs Lesen zu fördern und die

Wichtigkeit des Vorlesens für die sprachliche, soziale

und auch kognitive Entwicklung von Kindern in den

Mittelpunkt zu rücken.

Christian Meidlinger

Robert Winklehner

Daniel Bohmann und Alexandra Fischer

Daniela Gruber-Pruner

WIEN

7


ELEMENTARBILDUNG

Farbenfroh zur

Mehrsprachigkeit

Im Kindergarten Buchengasse in Favoriten

war der Februar dieses Jahr nicht

grau und trüb. Er wurde vielmehr mit

einem ganz besonderen Projekt in ein

buntes Erlebnis verwandelt!

„Über Wochen hinweg beschäftigten sich

die Kinder intensiv mit Farben – auf spielerische

und altersgerechte Weise“, berichtet

Leiterin Judit Halasz.

Die Kinder haben dabei die Farben aktiv

erlebt: Sie haben sie benannt, sortiert, gemischt

und erforscht. So standen das Er leben

mit allen Sinnen, das kreative Gestalten

und die Freude am Entdecken im Mittelpunkt.

Die Krönung des Projekts war das

Faschingsfest, bei dem alle mit Musik, Tanz

und viel guter Laune den Winter vertrieben.

Die farbenfrohe Reise war viel mehr als ein

visuelles Erlebnis, betont Judit Halasz: „In

der Kleinkindergruppe lernten die Jüngsten,

Farben zu erkennen und zu benennen.

In der Familiengruppe wurden Farben

sortiert – was mathematische Kompetenzen

fördert. Und in den Kindergartengruppen

experimentierten die Kinder mit

Farben und mischten sie, wodurch sie erste

naturwissenschaftliche Zusammenhänge

entdeckten.“ Die kleinen Forscher:innen

gestalteten ihre Umgebung

mit Farbexperimenten, entwickelten

ihre Vorstellungskraft

weiter und trainierten

durch gemeinsames Entdecken

und Problemlösen

wichtige soziale Fähigkeiten.

EIN ORT DER MEHRSPRACHIGKEIT

UND DES FORSCHENS

Dazu kommt ein weiterer elementarer Aspekt:

die Mehrsprachigkeit, die in der Buchengasse

täglich gelebt wird, fügt Judit

Halasz hinzu: „Unsere Einrichtung ist

Teil des EU-geförderten Interreg-Projekts

eTOM SK-AT und somit ein Sprachen-

Kindergarten. Das Projekt ist ein wunderbares

Beispiel, wie sich MINT (Mathematik,

Informatik, Naturwissenschaft und

Technik) und Sprachförderung auf natürliche

Weise verbinden lassen.“

Weil Kinder von Natur aus neugierig sind,

mit Begeisterung forschen und entdecken,

erleben sie in dem mehrsprachigen Umfeld

in der Buchengasse nicht nur spielerisch

neue Sprachen, sondern entwickeln auch

eine wertschätzende und offene Haltung

gegenüber anderen Kulturen, unterstützt

und begleitet vom vielsprachigen Team des

Kindergartens.

Halasz: „Durch unsere positive Haltung

gegenüber den Familiensprachen fühlen

sich die Kinder ermutigt, ihre sprachlichen

Fähigkeiten selbstbewusst zu nutzen.

Sie erkennen, dass ihre Mehrsprachigkeit

eine wertvolle Ressource ist – nicht nur im

Spiel, sondern auch in den gezielten pädagogischen

Angeboten. Diese Offenheit und

Motivation sind auch der Schlüssel für den

natürlichen Erwerb der deutschen Sprache

– der gemeinsamen Verständigungssprache.

„Im Rahmen des Projekts haben wir die

Möglichkeit, aktuelle wissenschaftliche

Erkenntnisse zur frühkindlichen Mehrsprachigkeit

kennenzulernen und mit innovativen

methodischen Ansätzen, wie

denen von Mag. a Zwetelina Ortega, zu

arbeiten. Unsere Kinder sind stolz auf ihre

Mehrsprachigkeit – eine Fähigkeit, die sie

ihr Leben lang begleiten wird“, bilanziert

Judit Halasz.

Michael Elsner

Am Tag der Elementarbildung präsentierten die

Wiener Kinderfreunde zusammen mit Sprachexpertin

Zwetelina Ortega (im Foto rechts) das

Booklet „Über Sprache sprechen“. Es wurde von

Karin Steiner vom Kinderfreunde-Europabüro

gemeinsam mit Ortega verfasst und im Rahmen

des Projektes eTOM SK-AT finanziert. Das Booklet

beinhaltet leicht lesbare Informationen zur

Förderung der verschiedenen Sprachebenen bei

ein- und mehrsprachigen

Kindern und zu Sprachwissenschaft

und kombiniert

dabei neueste Sprachmaterialien

mit praxisnahen

Empfehlungen.

8

WIEN


ELEMENTARBILDUNG

Großes Lob und wichtige Vorhaben

Eine sehr gute Bewertung erhielten die

Kindergärten und Horte der Wiener Kinderfreunde

bei einer Elternzufriedenheitsbefragung,

bei der 1700 Eltern aus

unseren 150 Einrichtungen mitmachten.

Zunächst ein herzliches Dankeschön an alle

Eltern, die sich die Zeit genommen haben,

an unserer Elternbefragung 2025 teilzunehmen.

Ihre Rückmeldungen und Meinungen

sind ein wichtiger Ansporn und eine Bestätigung

für unsere Arbeit … und sie helfen

uns auch, uns stetig zu verbessern!

Die Befragung wurde im März vom Wiener

Institut für empirische Sozialforschung

(IFES) mittels Online-Interviews durchgeführt

– und die Ergebnisse sind ein echtes

Gesamtbewertung: „Kind ist in guten Händen“

30

4 1

65

Ja, auf jeden Fall

Ja, eher schon

Nein, eher nicht

Nein, gar nicht

Kompliment an unsere 2.200 Kolleg:innen

in den rund 150 Kindergärten und Horten

der Wiener Kinderfreunde.

Denn, so Alexandra Fischer und Daniel

Bohmann, die Geschäftsführer:innen der

Wiener Kinderfreunde: „95 % unserer Eltern

meinen, dass ihr Kind bei uns in den

besten Händen ist. Schön ist zudem, dass

mehr als die Hälfte unserer Eltern wissen,

dass wir mit unserer Familienberatung ein

Angebot haben, das unkompliziert Hilfestellung

bei Familienproblemen und Erziehungsfragen

gibt!“

Ein ebenfalls erfreuliches Ergebnis der Befragung

ist die große Zufriedenheit der Eltern

mit der Möglichkeit zum Austausch

Sichtbarkeit von Werten der Kinderfreunde

39

5 1

Gesamtbewertung:

(„Kind ist in

guten

56

Händen“)

Ja, voll und ganz

Ja, eher schon

Frage 7: Als abschließende Frage: Haben Sie das Gefühl, dass

Ihr Nein, Kind eher bei uns nicht in guten Händen ist?

Nein, gar nicht

Basis: Gesamt, n=1.673

mit den Pädagog:innen (9 von 10 Eltern

haben das so gesehen). Alexandra Fischer:

„Das zeigt uns, dass wir mit unserer Bemühung

um eine gute Bildungspartnerschaft

mit den Eltern sehr erfolgreich sind.“

Auch die Zufriedenheit mit der Qualifikation

der Pädagog:innen und der Atmosphäre

ist sehr hoch.

KINDERRECHTE UND WERTE

„Was uns als Träger und fast 120 Jahre erfolgreich

bestehende Organisation im Einsatz

für Kinder und Familien auszeichnet:

95 % der Eltern geben an, dass in unseren

Kindergärten und Horten die Kinderrechte,

wie das Recht auf Bildung und Mitsprache,

sowie die Werte der Kinderfreunde,

Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit, Frieden,

Vielfalt, Gleichheit, sichtbar gelebt

werden“, freut sich Daniel Bohmann.

Sichtbarkeit

Werten der

Kinderfreun

Weil wir unsere Arbeit stets verbessern

möchten, haben wir nach Wünschen und

dem Bedarf an weiteren Angeboten gefragt.

Hier gab es klare Top 3: mehr Aktivität

im Freien/Garten, mehr Sportangebote

und mehr Ausflüge. Da kommt unsere

neue Waldgruppe im Kindergarten beim

Europahaus des Kindes in Ottakring gerade

recht (siehe Seite 13). Die Ergebnisse zeigen

zugleich, dass viele Eltern u. a. unsere

oft kostenlosen Freizeitangebote für Kinder,

die Parkbetreuung oder auch unsere

Sommerakademien zu wenig kennen. Hier

werden wir noch besser informieren.

Basis: Gesamt, n=1.673

Frage 4: Sind in Ihrem Kindergarten / H

nach die Kinderrechte (Recht auf Bildun

und Werte der Kinderfreunde (Freiheit,

Gerechtigkeit, Frieden, Vielfalt, Gleichh

26210001 | Kinderfreunde Elternbefragung 2025

11

26210001 | Kinderfreunde Elternbefra

Illustration: Karin Blum

Unsere Eltern-Kind-Cafés im Sommer

Auch in der warmen Jahreszeit und während der großen Ferien bieten die Wiener

Kinderfreunde an vier Standorten in Wien mehrsprachige Eltern-Kind-Cafés an,

die neuen Eltern die Möglichkeit bieten, mit anderen Eltern Kontakte zu knüpfen,

Erfahrungen auszutauschen und auch aktuelle Sorgen zu besprechen. Begleitet

werden die Eltern-Kind-Cafés der Wiener Kinderfreunde von eigens dafür

qualifizierten und mehrsprachigen Eltern-Kind-Gruppen-Leiterinnen. Selbstverständlich

können die teilnehmenden Eltern ihre Babys und Kleinkinder sehr gerne

mitbringen. Hier finden Sie weitere Infos zu unseren Eltern-Kind-Cafés:

kinderfreunde.at/angebote/eltern-kind-cafes

Eine Teilnahme ist jederzeit möglich!

gefördert von:

WIEN

9


ELEMENTARBILDUNG

Mit dem SAUSI-Führerschein

sicher durch Wiens Straßenverkehr

Früh übt sich, wer sicher durch den Wiener Straßenverkehr kommen will! Und so

gab es im Kindergarten Wulzendorfstraße in der Donaustadt als Teil des Jahresschwerpunktes

„Meine Umwelt und ich“ das Projekt „Unterwegs im Straßenverkehr“

– und die Kinder waren Feuer und Flamme! Denn es ging spielerisch nicht

nur um Verkehrssicherheit und Verkehrsregeln – die Marienkäfergruppe hat als

Gemeinschaftswerk auch ein komplettes Auto aus Kartonschachteln fabriziert – in

schickem Grün, inkl. Scheinwerfern und Sicherheitsgurt! Mehr noch: Das Pädagog:innen-Team

Bine, Enikö und Asli hat für die Kinder sogar eine „richtige“ Führerscheinprüfung

vorbereitet. Dazu gehörte auch ein Quiz mit Fragen wie „Wo und

wie überquert man sicher eine Straße?“. Bei der praktischen Fahrprüfung durften

die Kinder dann einen Parcours mit unterschiedlichen Fahrzeugen absolvieren. Für

jeden Teilabschnitt bekamen die Kinder einen Stempel und bei abgeschlossener

Prüfung den SAUSI-Führerschein.

„ J i p p i e, w i r fe i e r n

50 Jahre Gourmet!“

10

WIEN


LEUCHTTURMKINDERGARTEN

Respektvoll und einfühlsam

Illustration: Karin Blum

Nicht nur unsere 20 Kinder mit Diagnosen aus dem Autismus-Spektrum

oder Trisomie 21 profitieren enorm von dem besonderen

Setting in unserem Leuchtturm-Kindergarten in der Maria-Rekker-Gasse

in Favoriten. Auch die 80 Kinder, die um sie herum in den

Gruppen sind, haben sich enorm entwickelt, sind sehr respektvoll

und einfühlsam. Sie werten nicht und lernen, ganz selbstverständlich

mit den besonderen Bedürfnissen ihrer Spielgefährt:innen

umzugehen. So haben die Kinder etwa eine neue Pädagog:in „eingeschult“,

indem sie ihr das Verhalten eines Buben erklärten: „Wenn

er sich die Ohren zuhält, dann ist es ihm zu laut oder zu viel, dann

braucht er seine Ruhe und wir müssen ihn im Zelt sitzen lassen, bis es

ihm wieder gut geht“.

Und hier sind weitere Held:innengeschichten:

Andi* (6 Jahre)

Es fällt dir nicht immer leicht, dich auf andere Kinder einzulassen.

Darum ist es umso schöner zu erleben, wie du jetzt mit anderen

Kindern spielst und dir auch von ihnen helfen lässt. Du bastelst

sehr gerne und mit der Hilfe von Ana* (5,8) klappt das noch viel

besser. Es ist schön zu sehen, wie hilfsbereit sie und auch deine

Gruppenkolleg:innen sind.

Sina* (5,8 Jahre)

Es freut uns sehr, zu sehen, dass du beginnst,

mit den anderen Kindern zu spielen. Dir fiel es

nicht immer leicht, mit den anderen Kindern

zu kommunizieren und auf sie zuzugehen,

aber langsam ändert sich das. Du hörst ihnen

jetzt immer mehr zu und schaffst es dadurch,

dich in die gemeinsamen Spiele einzubringen

… so wie die anderen Kinder gelernt

haben, wie sie dich am besten dazuholen

können.

* Die Namen der Kinder wurden zu ihrem Schutz geändert.

** Metacom ist eine Symbolsprache, die für Kinder mit Behinderungen entwickelt wurde und

mittlerweile 17.000 Symbole beinhaltet (www.metacom-symbole.de).

Sophie* (3,9 Jahre)

Zu Beginn warst du sehr zurückhaltend. In der Beobachterrolle

hast du dich am sichersten gefühlt und du wolltest

hauptsächlich mit deinen Pädagog:innen spielen. Mittlerweile

trittst du mit anderen Kindern in Kontakt. Du stehst

für dich ein und gibst anderen klar zu verstehen, wenn du

etwas nicht möchtest. Besonders schön ist es zu sehen,

wenn du dich um die Puppen unserer Kindergartengruppe

kümmerst, sie fütterst, bürstest und in den Schlaf wiegst.

Elias* (5,6 Jahre)

Du bist ein aufgewecktes Kind und

interessierst dich für vieles. Anfangs

konntest du dich beim Morgenkreis

noch nicht aktiv einbringen. Durch die

Metacom**-Karten hast du jetzt eine

Möglichkeit, auch aktiv mitzumachen,

wie beim Lied „Zauberer“, wo du mit

deiner Gruppe mithilfe der Karten

kommunizieren kannst. Es freut uns

sehr, dass du daran teilhaben kannst.

WIEN

11


ELEMENTARBILDUNG

Klimafit³: Unser dritter Klimafit-

Kindergarten ist eröffnet!

Unser Kindergarten Goldmarkplatz in Hietzing ist

ein echtes Paradies für Umwelt-Fans – und seit März

unser dritter Klimafit-Kindergarten neben den Standorten

Maschlgasse in der Donaustadt und Schartlgasse

in Liesing. Beim Besuch von Klimastadtrat

Jürgen Czernohorszky im März wurden u. a. die

Photovoltaikanlage, durch die sich der Kindergarten

selbst mit Energie versorgt, sowie die Garten-Beete

und die große Mülltrennstation vorgestellt. Mit der

Aussaat der Bienenwiese warteten die Kinder noch

auf wärmere Temperaturen. Ein großes Dankeschön

ging dabei von Daniel Bohmann, Geschäftsführer

der Wiener Kinderfreunde, an „die tollen Partner wie

Efficiency Projects für die technische Planung und

Umsetzung und die Wiener Städtische für die Unterstützung!“

Sabine Toifl, Leitung Werbung und Sponsoring

der Wiener Städtischen Versicherung, betonte:

„Nachhaltig zu agieren bedeutet, heute an morgen

zu denken. Für uns es ist es eine große Freude, die

Klimafit-Kindergärten in Wien zu unterstützen!“ Und

Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky wies auf

die Bedeutung dieser Maßnahmen für uns alle hin:

„Nachhaltigkeit ist ein essenzielles Thema für eine

Millionenstadt wie Wien: Geht es doch darum, ein

gutes Leben für alle in unserer Stadt sicherzustellen!“

Foto: Philipp Tomsich

Junge Künstler:innen

an der Werkbank

Foto: Philipp Tomsich

Mit Hammer, Säge und Schraubenzieher zu arbeiten – das fällt vielen Erwachsenen

schwer heutzutage. Im Kindergarten Gassergasse in Margareten sieht das

anders aus: Hier startete im März ein Tischlerei-Projekt, von dem Leiterin Marina

Kuzmic berichtet: „Wir haben eine Kreativwerkstatt eingerichtet, mit Werkbank

sowie Malwand mit Pinseln, dazu Farben, Holzteile und andere Materialien. Hier

können die Kinder an ihren kreativen Werkstücken arbeiten.“ Gemeinsam mit der

Tischlerin Betsy Higgins-Pösinger (Foto) startete das Auftaktprojekt, bei dem erst

das Team geschult wurde und dann die Kinder gemeinsam von den Pädagoginnen

und der Tischlerin begleitet werden. In der Kreativwerkstatt stehen zudem

die sprachliche Begleitung und die Maxime „Der Weg ist das Ziel“ im Fokus. Die

Ergebnisse wurden jetzt in einer Ausstellung für die Eltern präsentiert. Finanziert

wird die Aktion von den Kinderfreunden Margareten. Sie ist somit kostenfrei für

alle Kinder! Wer mehr über Tischlerin Betsy Higgins-Pösinger wissen möchte:

williamsdaughter.at

12

WIEN


ELEMENTARBILDUNG

Wenn sich Kinder

für Wölfe begeistern

Wer hat Angst vorm bösen Wolf? Nun, die Kinder unseres Kindergartens Maschlgasse

in der Donaustadt jedenfalls nicht – im Gegenteil, berichtet Pädagoge

Andreas Kirchner: „Die Kinder haben keine Scheu und wissen schon viel, z. B. was

ein Revier ist und dass Wölfe auch Welpen haben … und dass Wölfe auch nur

fressen, weil sie Hunger haben.“ Der Pädagoge hat schon mehrere Projekte zum

Umwelt- und Artenschutz in der Kinderfreunde-Einrichtung umgesetzt. Im Rahmen

des Wolf-Projektes hat er mit den Kindern nicht nur Märchen und Geschichten

wie „Peter und der Wolf“ kritisch beleuchtet, sondern auch einen echten Experten

eingeladen: den renommierten Wolfsforscher Dr. Kurt Kotrschal. Der hatte sichtlich

Spaß daran, einmal vor einem ganz anderen Publikum zu referieren, und die Kinder

waren begeistert bei der Sache. Das Vorzeige-Projekt begann im Jänner und führte

die Kinder im April auch ins Naturhistorische Museum und nach Schönbrunn, um

die Wölfe dort zu besuchen!

Unsere erste Waldgruppe startet!

Jeder Tag ein kleines Abenteuer: Im Kindergarten Europahaus des Kindes

(Vogeltenngasse 2 in Ottakring) startet im September unsere erste Waldgruppe!

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, davon konnte sich die Ottakringer

Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp (im Bild: 3. Reihe 2. von links) bei einem Besuch

überzeugen. Für die Kinder der Gruppe bedeutet das nicht nur: keine Wände,

keine Türen …, sie erleben die Natur um sie herum ganz unmittelbar. „Wichtige

Aspekte sind für uns, ein echtes Umweltbewusstsein zu schaffen und sensorische

Fähigkeiten zu fördern“, betont Bereichsleiterin Anja Burda. Kindergartenleiterin

Sabine Mucha möchte „dass die Kinder lernen, die Natur zu schätzen, und ein

tiefes Verständnis für ökologische Zusammenhänge entwickeln“.

Die Kinder werden jeden Tag im Freien verbringen. Nur das Ankommen, Mittagessen

und die Abholung erfolgen im Kindergarten. In der Waldgruppe können 20

Kinder von 3 bis 6 Jahren betreut werden. Weitere Infos, auch zur Anmeldung

gibt es bei der Kindergarten- und Hortleiterin Sabine Mucha unter

kdg.europahaus@wien.kinderfreunde.at bzw. 01/40125-11607

WIEN

13


ELEMENTARBILDUNG

GEWINNSPIEL:

WIR VERLOSEN 3x FAMILIEN-

EINTRITTSKARTEN FÜR DAS

HAUS DES MEERES

Wer kennt es nicht, das abenteuerliche Haus

des Meeres mitten im 6. Wiener Gemeindebezirk

am Fritz-Grünbaum-Platz 1? Wir dürfen

3 Eintritte für Familien (jeweils Tickets für

2 Erwachsene und 2 Kinder) verlosen. Viele

Menschen in der Stadt kennen das Haus des

Meeres auch schon von innen, vielleicht waren

aber einige unserer Leser:innen noch nie

dort, um Meeresschildkröten, Hammerhaie

oder Rochen zu bewundern und auch das angeschlossene

Tropenhaus und die Terrarienabteilung

zu besuchen. Auf die Gewinner:innen

wartet ein unvergesslicher Besuch!

TEILNAHMESCHEIN:

HAUS DES MEERES

Name d. Kindes: _________________

Alter d. Kindes:__________________

Straße:_______________________

Postleitzahl:____________________

Ort: _________________________

Tel./E-Mail: ____________________

Die angegebenen Daten werden für Abwicklungszwecke

von den Österreichischen Kinderfreunden –

Landesorganisation Wien aufbewahrt. Nähere Infos

unter kinderfreunde.at/datenschutz/landesorganisation-wien

Ich bin damit einverstanden, dass die

Österreichischen Kinderfreunde – LO Wien meine

Daten für eine eventuelle Zusendung des Gewinns

verwenden.

Teilnahmeschein ausfüllen und an die Wiener Kinderfreunde

„Redaktion Kinder und Eltern“ Albertgasse

23, 1080 Wien senden. Kennwort „Haus des

Meeres”; Teilnahme auch per E-Mail: redaktion@

wien.kinderfreunde.at möglich. Einsendeschluss

ist der 12. Juni 2025. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eine Barablöse des Gewinns ist nicht

möglich. Die Gewinner:innen werden schriftlich

verständigt.

Foto: Marc_Greber_younus

Mentor:innen gesucht

Chancengerechtigkeit zu schaffen, beginnt schon im Kindergartenalter, die kulturelle

und sprachliche Diversität ist dabei für uns Kinderfreunde eine der großen

Herausforderungen. Wir freuen uns deshalb sehr, einen kompetenten Partner

gefunden zu haben, der uns dabei unterstützt.

Seit Ende April kooperieren drei Kinderfreunde-Kindergärten im 11. Bezirk mit

younus – Mentoring für Kinder, Jugendliche und Eltern (YOU AND US = Du und

wir). Das in Wien einzigartige Angebot des Vereins: Seine Mentor:innen begleiten

Kinder sechs Monate, meist 1-mal wöchentlich, unternehmen etwas mit ihnen und

fördern sie durch unterschiedliche Aktivitäten. „Ihre Aufgabe ist es nicht, auf die

Schwächen der Kinder und ihrer Eltern hinzuweisen, sondern mit dem zu arbeiten,

was da ist“, betont younus-Projektleiterin Nadja Sattmann. Die Kooperation von

younus und den Kinderfreunden ergibt eine perfekte Arbeitsteilung: Im Kindergarten

lernen die Kinder gut, sich in der Gruppe zurechtzufinden, beim Mentoring

können zusätzlich ihre Ressourcen besser erkannt und dann gefördert werden.

Vom Zusatzangebot profitiert auch das pädagogische Team von Sara Elsayed, die

zwei der am Projekt beteiligten Kindergärten leitet: „Manchmal stellen Eltern zwischen

Tür und Angel Fragen, die wir ad hoc nicht so leicht beantworten können.“

Künftig können alle Fragen gesammelt und dann in Ruhe behandelt werden.

Um das Projekt auszuweiten, werden weitere

ehrenamtliche Mentor:innen gesucht, berichtet

Kinderfreunde-Geschäftsführerin Alexandra

Fischer: „Wer also mithelfen möchte, die Zukunftschancen

von Kindern zu verbessern, ist herzlich

eingeladen!“ Mehr Infos dazu unter younus.at

Die beiden Geschäftsführerinnen Alexandra

Fischer (Wiener Kinderfreunde,

links) und Birgit Radl-Wanko (younus)

freuen sich über die Zusammenarbeit.

14

WIEN


BERATUNG

Wie Kinder Roboter wahrnehmen

Foto: Philipp Tomsich

MEIN KIND BESSER VERSTEHEN – UNSERE SERIE – TEIL 26

Roboter und künstliche Intelligenz spielen

in unserem Alltag eine immer größere

Rolle. Auch Kinder begegnen mittlerweile

fast täglich künstlichen Wesen,

die sich scheinbar selbständig durch die

Welt bewegen, wie Staubsaugerroboter,

oder die auf Ansprache reagieren,

wie virtuelle Sprachassistenzen. Viele

dieser Maschinen sind so gestaltet, dass

sie menschliche Merkmale nachahmen.

So wurde in der Kinderambulanz der

Klinik Floridsdorf vor wenigen Jahren

der Gesundheitsroboter „Amy“, eine

Form von sozialem Roboter, vorgestellt,

der freundliche Gesichtsausdrücke zeigt

und mit Kindern spricht.

Wie nehmen Kinder Roboter wahr? Als

Gegenstände oder als Lebewesen mit eigenen

Gedanken und Gefühlen? Nehmen sie

Roboter vielleicht sogar als Vorbilder wahr,

von denen sie etwas lernen können? In den

letzten Jahren wurden diese Fragen in verschiedenen

Studien mit Kindern untersucht.

Eine spannende Erkenntnis ist, dass Kinder

soziale Roboter zwar nicht wie Menschen

oder Tiere behandeln, aber auch nicht wie

Maschinen, sondern wie eine Mischung aus

beiden. Soziale Roboter sind so gestaltet,

dass sie auf Menschen freundlich und kommunikativ

wirken. Sie haben oft „Augen“

oder ein Gesicht und reagieren darauf, wenn

sie angesprochen werden. Vor allem jüngere

Kinder bis zum Alter von etwa 12 Jahren

sprechen stark auf diese Merkmale an und

gehen oft davon aus, dass Roboter Gefühle

haben und Spielgefährten sein können. So

neigen sie auch dazu, mehr als Jugendliche

und Erwachsene, Mitgefühl für Roboter

zu empfinden. In einer Studie beschwerten

sich die teilnehmenden Kinder etwa, als ein

freundlicher Roboter in einen Schrank gesperrt

werden sollte, so, als handle es sich

tatsächlich um ein Lebewesen.

DAS ERLERNEN VON NORMEN

In einer unserer Studien untersuchten wir,

ob fünfjährige Kinder einen sozialen Roboter

mit Gesicht als Vorbild betrachten. Die

Aufgabe war es, aus einer transparenten

Box eine kleine Murmel zu entnehmen, die

gegen Sticker eingetauscht werden konnte.

Das war mit einem Metallstab einfach möglich,

da an den Murmeln kleine Magnete

hafteten. Der vom Roboter „Nao“ gezeigte

Lösungsweg war deutlich komplizierter. Er

betätigte z. B. einen Schalter an der Box

sowie einen Hebel, der offensichtlich keine

Funktion hatte.

Beobachten Kinder solche sinnlosen Handlungen

von Menschen, neigen sie dazu, diese

gewissenhaft zu imitieren. So werden vermutlich

auch Rituale sozial vermittelt, die

keinen unmittelbaren Zweck haben, z. B.

vor dem Trinken anzustoßen. In unserer

Studie imitierten die Kinder den Nao-Roboter

genauso wie eine menschliche Versuchsleiterin.

Auch soziale Roboter stellen

somit potenzielle Vorbilder für sie dar, von

denen sie sogar Dinge lernen, die gar keinen

Sinn machen.

Univ.-Prof. in Dr. in Stefanie Höhl,

Leiterin des Arbeitsbereichs

Entwicklungspsychologie an der

Fakultät für Psychologie

der Universität Wien

Die Forschung zeigt also: Kinder verstehen

soziale Roboter nicht als kalte, gefühllose

Maschinen, sondern als Wesen, die Emotionen

empfinden und Mitgefühl verdienen.

Handlungen von sozialen Robotern schauen

sie sich genauso ab wie von anderen Menschen.

In einer Zeit, in der Roboter und

künstliche Intelligenz eine immer größere

Rolle spielen, ist es wichtig, uns klarzumachen,

wie Kinder diese Technologien wahrnehmen

und durch sie in ihrem Lernen und

Verhalten beeinflusst werden.

Forschung zum Mitmachen!

Die Wiener Kinderstudien laden Familien mit

Kindern herzlich ein, sich auf der Website zu

informieren oder unverbindlich zu melden:

Tel.: 01/4277-47480

Web: www.kinderstudien.at

E-Mail: kinderstudien@univie.ac.at

Foto: Kerstin Flake

WIEN

15


BERATUNG

Foto: freepik

Wenn meine Eltern sich trennen …

Manchmal läuft eine Liebesbeziehung

nicht wie erhofft … und es kommt zur

Trennung. Das Auseinanderbrechen

einer Familie wird für Eltern und Kinder

zu einer Familienkrise, begleitet von

starken Emotionen und schwierigen

Herausforderungen. Wie kann man sie

bestmöglich bewältigen?

Was Eltern in dieser komplizierten Zeit

eigentlich bräuchten, in der sie mit Trauer,

Ängsten, Kränkungen, Sehnsüchten und

auch Wut kämpfen, wären ausgeglichene

Kinder, die möglichst wenig von den Eltern

fordern. Diese brauchen aber wegen

des auch für sie schmerzhaften Trennungsprozesses

besonders viel Zuwendung und

Verständnis.

WIE ERLEBEN KINDER

DIE TRENNUNG IHRER ELTERN?

Verlust eines Elternteils: Wenn Eltern sich

trennen, zieht in der Regel ein Elternteil

aus. Kinder erleben das auch als Trennung

von sich selbst: Mama oder Papa haben

mich verlassen. Das löst bei den Kindern

große Emotionen aus, Angst, Verwirrung,

Hilflosigkeit und vieles mehr. Kinder können

auch wütend auf einen Elternteil sein,

weil dieser ausgezogen ist … oder auf den

anderen Elternteil, weil der im Erleben der

Kinder „schuld“ daran ist. Und: Kinder

erleben mit dem Verlust eines Elternteils

auch den Verlust der gewohnten Familienstruktur,

des gewohnten Familienlebens,

was Verwirrung und Angst, Trauer und

Wut noch einmal verstärkt.

Angst vor Verlust von Bezugspersonen:

Kinder haben bis ins Teenager-Alter noch

keine ausreichenden kognitiven und emotionalen

Fähigkeiten, die Gründe für die

Trennung der Eltern zu verstehen. Die neue

Situation führt vor allem zu der Angst,

wichtige Bezugspersonen zu verlieren.

Schuld: Da Kinder, besonders im Kindergartenalter,

dem magischen und egozentrischen

Denken verhaftet sind, geben sie sich

die Schuld an der Trennung und haben die

Fantasie: Wenn sie z. B. weniger anstrengend

oder noch braver gewesen wären –

wären Mama und Papa noch zusammen.

Wunsch nach Versöhnung: Kinder fühlen

sich oft auch dafür verantwortlich, dass

Mama und Papa wieder zusammenkommen

oder sich wieder gut verstehen. Sie versuchen,

die beiden zu versöhnen. Da dieser

Wunsch in der Regel nicht erfüllt wird

und es schon gar nicht die Kinder sind, die

durch ihr Verhalten die Eltern versöhnen

können, löst auch das bei den Kindern die

geschilderten negativen Emotionen aus.

Daniela Gasser-Pranter

Erziehungsberaterin bei den

Wiener Kinderfreunden

Wie Kinder die Trennung ihrer Eltern im

Einzelnen erleben und dies in ihrem Verhalten

zeigen, hängt von verschiedenen

Faktoren ab, u. a. von der Art der Trennung,

der Unterstützung, die Kinder dabei

erhalten, und auch vom Charakter und

Temperament des einzelnen Kindes.

Manche werden ruhiger und zeigen sich sehr

angepasst, andere zeigen starke Verlustängste,

sind anhänglich und brauchen viel Nähe

und Geborgenheit. Andere wissen nicht,

wohin mit ihrer Wut und Verzweiflung,

und zeigen dies in Emotionsausbrüchen

und Wutanfällen. Besonders im Kindergartenalter

reagieren Kinder häufig psychosomatisch,

zum Beispiel mit Ein nässen,

Schlafproblemen oder Bauchschmerzen.

WIE UNTERSTÜTZE ICH MEIN KIND?

Auch wenn Eltern sich bei einer Trennung

selbst in einer Krise befinden, ist es wichtig,

dass sie ihre Kinder bestmöglich unterstüt­

Foto: Frank Jödicke

16

WIEN


BERATUNG

zen. Was können Eltern also tun, damit die

Kinder diese verarbeiten können? Was brauchen

Kinder bei der Trennung ihrer Eltern?

Offene und altersgerechte Kommunikation:

Informieren Sie Ihr Kind über die

Trennung und die Gründe dafür, kommen

Sie immer wieder darüber ins Gespräch.

Erklären Sie die Trennung, ohne einem Elternteil

dabei die Schuld zuzuweisen. Kinder

könnten sich sonst in einen Loyalitätskonflikt

gedrängt fühlen – und glauben,

dass sie sich zwischen den Eltern entscheiden

müssten.

DIESE BOTSCHAFTEN SIND DABEI

BESONDERS WICHTIG:

• Zur Trennung kam es nicht, weil die Eltern

sich gestritten haben, sondern weil sie

sich nicht mehr versöhnen konnten. Würden

Kinder denken, dass das viele Streiten

der Grund für die Trennung war, müssten

sie sich bei jedem Streit fürchten, wichtige

Bezugspersonen zu verlieren.

• Die Liebe zwischen Erwachsenen kann

sich verändern oder traurigerweise auch

weggehen. Die Liebe zwischen Kindern

und Eltern bleibt für immer. An dieser

kann sich nichts verändern! Es gibt eine

Vielzahl an (Bilder-)büchern, die helfen,

Worte und Erklärungen in kindgerechter

Sprache zu finden, z. B. „Die Sehnsucht

des kleinen Orange“ von Judith Zacharias-Hellwig

(ab 3), „Geht Scheidung wieder

vorbei? Antworten auf Kinderfragen

zu Trennung und Scheidung“ von Nicole

Müller (ab 4), „Und Papa sehe ich am Wochenende“

von Martina Baumbach (ab 5),

„Zicke Zacke Trennungskacke“ von Ilona

Einwohlt (ab Volksschulalter).

• Es ist wichtig, dass Kinder spüren, dass

sie beide Eltern weiterhin lieben dürfen

und von beiden weiterhin gleich geliebt

werden. Darum vermeiden Sie Konflikte

oder Abwertungen eines Elternteils vor

den Kindern.

• Stabile Routinen, Sicherheit und viel Zuwendung

sind für Kinder in dieser Übergangszeit

von großer Bedeutung. Behalten

Sie so viel wie möglich an vertrauten

Routinen bei, sei es im Kindergarten/in

der Schule, beim Essen oder bei der Freizeitgestaltung.

• Geduld und Verständnis: Kinder brauchen

– wie Erwachsene auch – Zeit und

Raum, um sich anzupassen. Zeigen Sie

Verständnis für ihre Gefühle und verstehen

Sie ihr Verhalten als Ausdruck von

Unsicherheit.

SELBSTFÜRSORGE FÜR ELTERN

Die Trennung ist auch für die Eltern eine

herausfordernde Zeit. Damit Sie gut für Ihre

Kinder sorgen können, ist es wichtig, dass Sie

auf Ihre eigene körperliche und emotionale

Gesundheit achten. Nehmen Sie sich Zeit für

sich selbst und suchen Sie Unterstützung,

wenn Sie diese brauchen. Professionelle Beratung

kann helfen, die Situation bestmöglich

zu meistern.

wien.kinderfreunde.

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FREIZEIT

20 Jahre Seversaal

Zum Sevi, unserem Indoorspielplatz in Ottakring, gehört

ganz einfach dazu, dass Kinder hier auch ihre Geburtstage

ausgelassen feiern können. Im vergangenen April

hatte der Kinderfreunde-Indoorspielplatz Seversaal selbst

Geburtstag: Ganze 20 Jahre ist er alt geworden. Mit dabei

waren neben zahlreichen Kindern und ihren Eltern auch

die Ottakringer Bezirksvorsteherin Stefanie Lamp, der

Wiener-Kinderfreunde-Landesvorsitzende NR-Abg. Christian

Oxonitsch, der Vorsitzender von Wiener Kinderfreunde

aktiv Ruben Mörth, Nicole Abdel-Qader und Christine

Pantucek-Eisenbacher von der MA 13, die erste Leiterin

des Sevi Nurten Yilmaz, und der Wiener Kinderfreunde-

Geschäftsführer Daniel Bohmann. Sie alle bestaunten

auch den neuen Sevi-Look.

Alles Gute zum Geburtstag auch von der Kinder und Eltern-Redaktion,

lieber Sevi!

Natürlich steht der Sevi auch in der warmen Jahreszeit allen Kindern offen, die

lieber drinnen spielen als draußen im Freien. Von 15. bis 31. August 2025 hat der

Sevi wegen Umbauarbeiten geschlossen. Bitte auf der Website unbedingt vor dem

geplanten Besuch im Sevi die Öffnungszeiten checken. Infos zu den geplanten

Veranstaltungen und Öffnungszeiten findet ihr auf unserer Website:

kinderfreunde.at/seversaal

Adresse: 1160 Wien, Schuhmeierplatz 17–18

(Zugang Thaliastraße)

Illustration: Kathi Bauer

Fotos: Philipp Tomsich

18

WIEN


Sommerhighlights am Robi

FREIZEIT

GEWINNSPIEL:

WIR VERLOSEN 3 MAL DAS

SPIEL »PURA VIDA« VON

PIATNIK

Foto: Philipp Tomsich

Der Kinderfreunde-Robinsonspielplatz hat sich für diesen Sommer einiges

einfallen lassen. Dazu verlässt der Robi, wenn es denn sein muss, auch einmal

sein angestammtes Revier in der Greinergasse 7 in Döbling – so z. B.

am 23. Mai 2025, wenn es von 15.00 bis 19.00 Uhr um den Nachbarschaftstag

geht, der gemeinsam mit verschiedensten

Vereinen aus dem Bezirk am 12.-Februar-

Platz beim Karl-Marx-Hof begangen wird.

Im farbenfrohen Legespiel „Pura Vida“ dreht

sich alles um den Artenreichtum Costa Ricas

mit seiner außergewöhnlichen Flora und

Fauna. Spieler:innen haben in „Pura Vida“ die

Aufgabe, den eigenen Nationalpark clever zu

erweitern. Dafür werden Tiere aus der offenen

Auslage ausgewählt und durch geschicktes

Legen im Park ausgewildert. Besonders

wichtig sind die individuellen Bewegungsrichtungen

der Tiere, die mit Pfeilen anzeigen,

an welcher Seite Frosch, Faultier & Co.

hinzugefügt werden dürfen. Wer viele Punkte

machen möchte, sollte beim Erweitern des

eigenen Nationalparks auch die Biodiversität

nicht vergessen. Entscheidest du dich eher

für je ein Tier aus unterschiedlichen Lebensräumen

oder unterschiedliche Tiere im selben

Lebensraum oder gar die bunte Mischung?

Alter: ab 7 Jahren

Spieler:innen: 2–4

Illustration: Karin Blum

Nach dem großen Erfolg im vergangenen

Jahr gibt es auch 2025 wieder in Kooperation

mit Vienna Pride das „Pride Opening“-Familienfest,

das besonders Raum für Regenbogenfamilien

und alle Freund:innen bietet.

Am Sonntag, den 8. Juni 2025 von 14.00 bis

18.00 Uhr, laden die Freizeitpädagog:innen der

Wiener Kinderfreunde zu einem abwechslungsreichen

Programm für die ganze Familie. Neben

kreativem Werkeln und aktiven Gruppenspielen

wird es, wie es sich für den Robi gehört, auch die

Möglichkeit geben, die Natur zu

erforschen. Der Tag findet in Kooperation

mit Vienna Pride statt.

Am Donnerstag, den 19. Juni 2025,

macht WIR SIND WIEN.FESTIVAL

2025 am Robinsonspielplatz Station.

Der Nachmittag von 14.00 bis 18.00

Uhr steht ganz im Zeichen „Wir und die

Natur in Wien“. Spiel- und Betätigungsmöglichkeiten

wie Hüttenbauen,

Ballspielen, Rätselrallyes und vieles

mehr stehen an diesem Nachmittag auf

dem Programm. Darüber hinaus bietet

der Robi mit seinen Bäumen, Pflanzen

und geheimen Pfaden auch an diesem

Festival-Nachmittag ein

Paradies für neugierige

Kinder und ihre Bezugspersonen.

TEILNAHMESCHEIN:

„PURA VIDA“ VON PIATNIK

Name d. Kindes: _________________

Alter d. Kindes:__________________

Straße:_______________________

Postleitzahl:____________________

Ort: _________________________

Tel./E-Mail: ____________________

Die angegebenen Daten werden für Abwicklungszwecke

von den Österreichischen Kinderfreunden

– Landesorganisation Wien aufbewahrt. Nähere

Infos unter: kinderfreunde.at/datenschutz/landesorganisation-wien

Ich bin damit einverstanden,

dass die Österreichischen Kinderfreunde – LO Wien

meine Daten für eine eventuelle Zusendung des

Gewinns verwenden.

Weitere Infos zu den geplanten Veranstaltungen

und unsere Robi-Öffnungszeiten findet ihr unter

kinderfreunde.at/robinson

Adresse: 1190 Wien, Greinergasse 7

Teilnahmescheine sind an die Wiener Kinderfreunde

„Redaktion Kinder und Eltern“, Kennwort „Pura

Vida“, Albertgasse 23, 1080 Wien, zu senden. Teilnahme

per E-Mail: redaktion@wien.kinderfreunde.at.

Einsendeschluss ist der 12. Juni 2025. Der

Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barablöse des

Gewinns ist nicht möglich. Die Gewinner:innen

werden schriftlich verständigt.

WIEN

19


FREIZEIT

Foto: Philipp Tomsich

Ob Parkbetreuung, Fair-Play-

Team oder Summer City Camps:

Laurenz, Iva und Philipp (v.l.n.r.)

bieten jungen Menschen Spaß,

Abwechslung und Stabilität.

Abwechslungsreich und einzigartig:

Wir arbeiten für Kinder

Die Wiener Kinderfreunde aktiv starten

in die Sommersaison. Wir haben mit einigen

Kolleg:innen gesprochen, die aus

ihrer Sicht erzählen, was für ein tolles

Programm unsere Freizeitpädagog:innen

für alle Kinder und Jugendlichen in

Wien vorbereitet haben.

Laurenz ist seit 2009 Teamleitung

der Parkbetreuung am Josef-

Bohmann-Hof.

Was sind deine Aufgaben als Teamleiter? Ich

bin Ansprechperson und Bindeglied zum

Haus der Wiener Kinderfreunde für meine

Kolleg:innen. Im Fokus steht aber die tägliche

Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen,

die zu uns kommen. Dabei versuche

ich, ihnen stets auf Augenhöhe und mit

Empathie zu begegnen.

Die Sommersaison startet, was bedeutet das

für euch? Wir versuchen, ein spannendes

und pädagogisch wertvolles Freizeitprogramm

zu bieten. Durch die Ferien

ist bei uns weniger los, der Sommer ist

die Zeit für Ausflüge, die wir oft übers

WIENXTRA-Ferienspiel initiieren, z. B.

zur Sommerrodelbahn … oder auch mal

kulturelle Dinge im 1. Bezirk, sie kommen

ja aus dem Grätzl im 22. sonst nicht raus.

Warum ist euer Angebot wichtig? Kinder

brauchen ein stabiles, geborgenes und vertrauensvolles

Umfeld, wo sie sich entfalten

können, lernen, Spaß haben und Fragen

stellen können. Bei uns gibt es keine Tabus,

man kann über alles reden. Wir als

Betreuer:innen versuchen, für Stabilität

und Kontinuität zu sorgen, nur so können

Kinder und Jugendliche ihre Identität ausbilden

und ihren ganz eigenen Weg finden.

Uns geht es darum, den Selbstwert zu stärken

– und das Gefühl der Gemeinschaft zu

entwickeln, da ist durch Corona und Social

Media viel an Social Skills verloren gegangen.

Iva ist seit 2013 für die Kinderfreunde

aktiv, zunächst in der Parkbetreuung,

seit 2019 im Fair-Play-Team 22.

Was sind eure Aufgaben? Wir sind im gesamten

22. Bezirk unterwegs und sprechen

alle Altersgruppen an, unser Schwerpunkt

sind Kinder und Jugendliche. Wir unterstützen

bei Problemen und organisieren

gemeinsam mit Jugendlichen Events wie

heuer unser 5. Pumptrack-Rennen.

Warum ist euer Angebot so wichtig? Wir

leisten Vermittlungsarbeit bei Konflikten

zwischen Jugendlichen und Erwachsenen,

z. B. beim Thema „Lärm“. Die Konflikte

werden meist sehr emotional ausgetragen.

Wir sorgen dafür, dass die Perspektive der

Jugendlichen wahrgenommen wird und sie

Unterstützung erfahren.

Was sind die Herausforderungen? Die hohen

Erwartungen sind oft ein Problem.

Viele denken, dass wir alle ihre Probleme

lösen können – sie müssen einsehen, dass

sie selbst auch ihren Beitrag leisten müssen.

Wir sprechen auch gezielt Menschen

mit Behinderung im öffentlichen Raum an

Interessierst du dich für

die Arbeit bei Wiener

Kinderfreunde aktiv, dann

schau dir doch unser Bewerbungsportal

an:

20

WIEN


FREIZEIT

und erkundigen uns nach ihren Bedürfnissen

im Bezirk. Im öffentlichen Raum sollte

Platz für alle sein!

Warum macht dir der Job Spaß? Wir sind

cool, haben Humor und versuchen immer

authentisch zu sein. Ich habe Kontakt zu

den unterschiedlichsten Menschen und

mag es, sie unterstützen zu können und

immer am Puls der Zeit zu sein.

Philipp arbeitet seit 2022

in unseren Summer City Camps.

Wie bist du zu uns gekommen? Ich brauchte

einen Sommerpraktikumsplatz, meine

Praxis-Lehrerin an der BAfEP Strebersdorf

erzählte mir von den Summer City Camps

und den hohen pädagogischen Standards

dort.

Was sind deine Aufgaben? Als pädagogischer

Betreuer ist meine wichtigste Aufgabe, den

Kindern einen schönen Sommer zu bereiten.

Im Team organisieren wir Ausflüge,

Workshops und Aktivitäten, die sollen Spaß

machen, die Kinder erleben aber auch spielerisch

Neues und eignen sich neue Fähigkeiten

an. Als Teil des Leitungsteams habe

ich zudem viele organisatorische Aufgaben.

Was macht deinen Job so einzigartig? Anders

als in der Schule gibt es keinen Leistungsdruck,

was, wie und wann die Kinder

lernen können/sollten. Bei uns stehen der

Spaß und ein erlebnisreicher Sommer im

Vordergrund. Ich liebe es, mit den Kindern

Ausflüge zu machen, das sind oft Aktivitäten,

die ich privat niemals gemacht hätte …

z. B. eine Führung durch die UNO-City

oder einen Capoeira-Workshop. Die Summer

City Camps sind der perfekte Ort, um

ein Gefühl für die Arbeit mit Kindern zu

entwickeln und herauszufinden, ob einem

das pädagogische Arbeiten liegt.

Ivana arbeitet seit Sommer 2023 im Team

von „Freizeitpädagogik barrierefrei“ mit

Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen.

Was sind deine Aufgaben? Wir bieten freizeitpädagogische

Betreuung für Kinder

und Jugendliche mit Behinderungen an.

Wir wollen, dass ALLE eine unvergessliche

Ferienzeit erleben und sich wohlfühlen

können. Unser Team gestaltet den Tagesablauf

und sorgt für eine abwechslungsreiche

Freizeitgestaltung – sei es durch

Ausflüge, kreative Aktivitäten oder Spiele.

Zusätzlich unterstütze ich die Kinder und

Jugendlichen in ihrem Alltag, u. a. beim

Essen oder Anziehen.

Was macht den Job so einzigartig? Er ist extrem

vielfältig – und wir haben ein gemeinsames

Ziel: den Kindern und Jugendlichen

eine tolle Ferienzeit zu ermöglichen. Jeder

Tag ist dabei anders, bringt neue Erlebnisse

und besondere Momente. Und nicht nur

die Kinder lernen dabei Neues und haben

Spaß, sondern auch ich.

Was nimmst du aus dem Job mit? Nach der

Matura heuer möchte ich mein Studium

beginnen; ich überlege, inklusive Pädagogik

als ein Fach zu wählen. Ich wollte schon

immer gerne mit Kindern und Jugendlichen

arbeiten, daher habe ich bereits einen

Kurs zur Kindergartenassistentin gemacht

– und freue mich jetzt schon, im Sommer

bei Wiener Kinderfreunde aktiv dabei zu

sein.

Sarah-Estella ist seit Herbst 2023 in unserem

Spielbus-Team, für sie „der tollste

Job, den ich mir vorstellen kann“.

Was sind deine Aufgaben? Die sind sehr unterschiedlich,

jeder Einsatz ist einzigartig

und kreativ, das liebe ich besonders. Wir

machen freizeitpädagogische Animation

und auch Kinderbetreuung, vom Kinderschminken

bis zum Spielbus-Einsatz, für

Kleinkinder bis zu Jugendlichen; beim Fasching

im Rathaus, bei Firmen, in Kaufhäusern

oder beim Kindergeburtstag.

Was macht den Reiz des Jobs aus? Das Lächeln,

das die Kinder und Jugendlichen

mir und uns schenken, ist das Größte!

Sie sind einfach wahnsinnig dankbar und

offen. Und: Wir sind meist im Team unterwegs

und das ist einfach großartig. Wir

sind vor Ort immer füreinander da, unterstützen

uns gegenseitig. Es sind alles liebe

Menschen, man trifft sich gerne auch

privat.

Was lernst du dabei über dich? Man lernt

nie aus! Basteln zum Beispiel war nie mein

Ding, aber mit den Kindern macht das

richtig Spaß. Ich entdecke immer wieder

Neues an mir … und ich komme von jedem

Dienst mit einem supertollen Gefühl

nach Hause, wegen der Kinder, der Kolleg:innen

und der neuen Selbsterfahrung!

Deshalb kann ich nur jedem raten, beim

Spielbus-Team zu arbeiten!

Die Gespräche führte Michael Elsner.

WIEN

21


DAS KONTO FÜR

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Das gratis MegaCard-Jugendkonto der Bank Austria.

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Diese Marketingmitteilung wurde von der UniCredit Bank Austria AG, Rotschildplatz 1, 1020 Wien, erstellt. Irrtum und Druckfehler vorbehalten.

Stand: April 2025


Foto: Philipp Tomsich

Island: Der sanfte Weg zur Inklusion

Der World Happiness Report 2025 sagt:

Die weltweit glücklichsten Menschen

leben im Norden, mit Finnland an der

Spitze, gefolgt von Dänemark, Island

und Schweden. Gründe dafür sind sicher

nicht das Wetter und die Steuern

– vielmehr, was die Staaten in Sachen

Bildung, Gesundheit und soziales Miteinander

leisten.

Um mehr darüber zu erfahren, haben Hannah

(2. von links) vom Sekretariat der Roten

Falken Wien und Christoph, Wiener

Kinderfreunde aktiv, Teamleiter Parkbetreuung

Meidling (4. von links), im Februar

an einer Studienreise teilgenommen,

die von WIENXTRA angeboten und von

ERASMUS+ finanziert wurde. Reiseziel

war Island, das Thema: Inklusion in Bildungseinrichtungen

– wobei es insgesamt

um die freizeitpädagogischen Angebote auf

der Insel ging.

Obgleich die Woche durch einen Orkan

heftig durcheinandergewirbelt wurde, kamen

die beiden mit vielen spannenden

Eindrücken von der Reise zurück. Den

Auftakt bildete ein Treffen mit Gísli Rafn

Ólafsson. Er leitet im Bildungsministerium

den Bereich Jugendarbeit und berichtet für

Hannah Erstaunliches: „70 % der Jugendlichen

nehmen die freizeitpädagogischen

Angebote in Anspruch, bei den bis 13-Jährigen

sind es sogar 90 %! Und: Jedes Kind

bis 16 Jahre bekommt pro Jahr 400 Euro

als Zuschuss dafür.“

ENGMASCHIGE VERNETZUNG

Beeindruckend war für Chris, dass „in Island

alles viel engmaschiger vernetzt ist.

Die meisten Jugendzentren sind direkt an

die Schulen angebunden, oft im selben Gebäude.

So können sich Lehrer:innen und

Jugendarbeiter:innen viel leichter austauschen.

Geplant ist sogar ein Gesetz, dass

alle, die mit Jugendlichen arbeiten, miteinander

reden MÜSSEN!“

Ein Höhepunkt war der Besuch bei DAY­

CARE, wo Kinder und Jugendliche mit

Behinderungen bzw. Beeinträchtigungen

betreut werden. Es gibt eine 1:1-Betreuung,

wenn nötig sogar eine 2:1-Betreuung, inkl.

eines eigenen Zimmers als sicheren Rückzugsort.

Das Angebot richtet sich vor allem

an Kinder, um sie als Jugendliche langsam

an andere, inklusive Einrichtungen heranzuführen,

auch an Studien- und Lehr-Angebote.

Bei DAYCARE wird ihnen gezeigt,

was Freizeitpädagogik ihnen geben kann.

Inklusion passiert in Island also sanft …

entsprechend gibt es unterschiedlichste

Einrichtungen mit Abstufungen und

Mischformen. Die Kinder und Jugendlichen

haben selbst die Wahl.

Was Österreich von Island lernen kann?

Für Hannah ist es mehr Anerkennung für

die Bedeutung von Freizeitpädagogik, für

Chris eben die engmaschige Vernetzung

zwischen all jenen, die auf unterschiedliche

Weise mit den Kindern und Jugendlichen

arbeiten.

Michael Elsner

Illustrationen: Karin Blum

Herzlich willkommen bei den Roten Falken Währing!

Seit Jahresende gibt es eine neue Falkengruppe in Währing,

und die freut sich über jede:n, die:der dabei sein mag. „Es geht

uns darum, die Mitbestimmung von Kindern hier im Bezirk zu

stärken – aber vor allem um ganz viel gemeinsamen Spaß!“,

betont Gruppenmitbegründer Armin Wahl.

Die Gruppentreffen sind mittwochs ab 17:30 Uhr in der Paulinengasse

9/3/2 – also, einfach mal vorbeischauen! Mehr Infos

gibt es bei Armin Wahl: 0660-1690059, awahl@gmx.at oder

hier: rotefalken.at/mach-mit/alle-gruppen/wiener-falkengruppen/rote-falken-waehring

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FREIZEIT

Unsere Lieblingsbücher

im Sommer

Illustrationen: Karin Blum

Dass der 12-jährige Milo

für sein Leben gerne Ballett

tanzt, ist sein großes Geheimnis,

dabei trainiert er

gerade für die Aufnahme an

die staatliche Ballettschule.

So sehr er sich wünscht, dass

er dort aufgenommen wird,

so sehr würde das sein Leben

durcheinanderbringen.

Denn was würde aus seiner

Freundschaft mit Maxim,

wenn sich Milo ganz der Tanzerei

widmen würde?

Ein wunderbarer, außergewöhnlich erzählter Roman

für alle ab 9 über die Kraft des Tanzes und die Akzeptanz

der eigenen Besonderheit.

Milo tanzt, Anne Becker

Thienemann Verlag 2024, ISBN: 978-3-522-18638-4,

€ 14,40, ab 9 Jahren

Ja, warum weinen wir

eigentlich? Tränen haben ja

nicht nur etwas mit Trauer

zu tun – das erklärt dieses

zauberhaft gezeichnete

Bilderbuch auf einfühlsame

und kindgerechte Weise.

Weinen können wir etwa

auch, weil wir so glücklich

sind, oder vielleicht auch, weil wir einfach so wütend sind. Nicht

immer ist es Trauer, die uns zu Tränen rührt. Wie heißt es in diesem

Buch so schön: Wir weinen, wenn „die Gefühle nicht mehr in

unseren Körper passen“. Wenn man zu Tränen gerührt wird, ist

es auch nichts, wofür man sich schämen sollte. Ein Bilderbuch

für alle, die oft nicht wissen, wohin mit den Tränen, egal wofür

sie vergossen werden und wie alt die Weinenden sind.

Warum wir weinen, Fran Pintadera, Ana Sendler und Ilse Layer

Gabriel Verlag 2024, ISBN: 978-3-522-30646-1, € 18,00, ab 4 Jahren

Die Ferien stehen vor der Tür und die Familie plant, in den

Urlaub zu fahren. Monty freut sich auf die gemeinsame

Zeit mit der Familie, aber seine Schwester Bella hat so gar

keine Freude daran und die Eltern sind komplett im Stress.

Doch dann taucht da plötzlich dieses rosa Krokodil auf, um

Monty dabei zu helfen, den Familienurlaub doch noch zu

retten. Lust auf ein kleines Abenteuer (mit Krokodil) und

dazu eine entzückende Geschichte mit dazu passenden Illustrationen?

Dann können wir

dieses Buch sehr empfehlen,

übrigens auch für Erstleser:innen,

die über den Sommer ihre

Lesekompetenz verbessern

möchten.

Das rosa Krokodil, Saskia

Niechzial und Marielle Rusche

Jupitermond Verlag 2025, ISBN:

978-3-949239-36-6, € 24,50,

ab 4 Jahren

Wie ist das mit dem Heranwachsen

und mit den Vorgaben, die

an Jugendliche gestellt werden?

Angst ist für Jugendliche leider

kein Fremdwort, welche Angst

sie auch immer in ihrem Alltag

einschränkt. Der schweizerischen

Autorin Michèle Minelli

gelingt in diesem Buch, in Geschichten

von 13 Jugendlichen

eindrücklich zu erzählen, was

Jugendliche mit ihrem Leben anfangen

wollen, wenn die Pflichtschule

abgeschlossen ist. Es geht

um Freundschaft, um Angst,

um Solidarität und um Mechanismen, die den Umgang mit

Stress erleichtern. Die vom Verlag angebotenen Arbeitsblätter

sind eine spannende Ergänzung. Empfehlung!

Keiner bleibt zurück, Michèle Minelli

Verlag Jungbrunnen 2025, ISBN: 978-3-7026-6002-4, € 20,00,

ab 12 Jahren

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Unser Mini-Gewächshaus

für die Fensterbank

FAMILIENZEIT

Illustrationen: Karin Blum

Die Natur entdecken, erforschen und verstehen – das

mögen wir alle. Und wie du vielleicht weißt: Natur

kann sehr lecker sein, vor allem, wenn man Kräuter

und Gemüse selber anbaut. Hast du Lust, deine

eigenen Pflanzen vom Samen bis zur Ernte zu beobachten,

dann haben wir eine tolle Idee: dein eigenes

Gewächshaus auf der Fensterbank!

Dazu brauchst du:

• 1 Eierkarton

• Frischhaltefolie

• Schere

• Klebstoff

• Blumen- oder Anzuchterde

• Holzspieße

• Kräutersamen (z. B. Kresse oder Basilikum) oder

Gemüsesamen (z. B. Tomaten, Radieschen)

Und so geht’s:

• Schneide mit der Schere einen Ausschnitt in den

Deckel des Eierkartons, damit die Sonne deine

Samen erreicht.

• Über den Ausschnitt kommt ein Stück Frischhaltefolie.

Am besten trägst du innen rund um den Ausschnitt

Klebstoff auf, damit befestigst du die Folie.

• Fülle die Eiermulden mit Blumen- oder Anzuchterde.

• Lege vorsichtig ein Samenkorn in jede Mulde,

verteile darauf nochmal ein klein wenig Erde und

drücke alles gut fest.

Das war’s schon!

Stelle dein Minigewächshaus nun an einen warmen,

sonnigen Ort, zum Beispiel auf eine Fensterbank.

Besprühe die Erde täglich mit Wasser – nur so viel,

bis sich die Erde wirklich feucht anfühlt. Sobald die

Pflänzchen mit ihrem Kopf an die Decke des Gewächshauses

stoßen, wird es Zeit, sie daraus zu befreien

und jedem Pflänzchen seinen eigenen Topf zu geben

– oder sie im Garten auszupflanzen.

Fotos: Philipp Tomsich

Tipp: Den Samenkörnern fällt es leichter zu wachsen,

wenn du sie vorkeimen lässt. Feuchte dazu ein

Küchenpapier an, lege deine Samenkörner darauf und

lege das Küchenpapier auf einer wasserfesten Unterlage

für einige Stunden an einen warmen Ort, bevor

du sie in die Erde gibst.

Dieses Gewächshaus widmen

euch Emil, Michael und Philipp.

WIEN

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Sie sind auf der Suche nach einem Ort

für Meetings, Workshops und Schulungen?

Die vielseitig verwendbaren Räumlichkeiten im Bildungszentrum

der Wiener Kinderfreunde in der Inneren Stadt

sind auch für Ihre Veranstaltung die perfekte Location.

Kontakt:

Gemeinnützige Bildungs-GmbH

der Kinderfreunde Wien

Ballgasse 2, 1010 Wien

Tel: 01 401 25-3010110

bildungszentrum@wien.kinderfreunde.at

bildungszentrum-kinderfreunde.at

Österreichische Post AG, MZ 02Z032251 M Verlagspostamt 1080 Wien, Erscheinungsort Wien

Impressum:

Verleger und Herausgeber: Österreichische Kinderfreunde, Landesorganisation Wien,

Albertgasse 23, 1080 Wien, Tel.: 01/401 25, ZVR: 493711481. Geschäftsführung: Alexandra

Fischer, Daniel Bohmann, Chefredaktion: Michaela Müller-Wenzel, CvD und

Buchseite: Evelyn Steinthaler, Anzeigen: Marion Pregesbauer, Redaktion: Michael

Elsner, Fotoredaktion und Familienzeit: Philipp Tomsich, Layout und Satz: Ronny Günl;

Fotos (sofern nicht anders angegeben): Wiener Kinderfreunde. Druck: Gutenberg-Werbering

GmbH, Anastasius-Grün-Straße 6, 4021 Linz.

Erscheinungsdatum: Mai 2025

Offenlegung nach § 25 Mediengesetz unter:

https://kinderfreunde.at/presse/publikationen/kinder-und-eltern-die-zeitschrift-derwiener-kinderfreunde

Datenschutzerklärung unter:

https://kinderfreunde.at/datenschutz/landesorganisation-wien

Liebe:r Empfänger:in,

Sollten Sie die Zusendung unserer Zeitschrift nicht mehr wünschen, teilen Sie uns dies jederzeit und ohne Angaben

von Gründen mit: per Post an die Wiener Kinderfreunde, Red. Kinder & Eltern, Albertgasse 23, 1080 Wien,

per Telefon: 01/40125-20060 oder per E-Mail: redaktion@wien.kinderfreunde.at

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