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RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel 06/2025

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Juni 2025

Nr. 06

rundschau.de

info@rundschau.de

32

SOMMERPARTY

Wie Hersteller das

positive Umfeld

angesagter Festivals

für sich nutzen.

38

FRUCHTPREIS

Deutschlands beste

Obst- und Gemüse-

Abteilungen

sind ausgezeichnet.

GROSSE

GEFÜHLE

WIE DIE FOOD-BRANCHE

MIT SPORT-SPONSORING

AUF KUNDENFANG GEHT.

AUCH IN DIESER AUSGABE: STORE-CHECK BILLA,

WIEN · VEGGIE & VEGAN · FUNCTIONAL FOOD

KREATIV

Alexandra Demuth, Chefin

der Katlenburger Kellerei,

über den Spagat zwischen

Tradition und Innovation.



RUNDSCHAU 06/25

Editorial

Performance dank

Leidenschaft

Sport begeistert! Er weckt Leidenschaft, Stolz und Begeisterung

durch spannende Wettkämpfe und beeindruckende Leistungen.

Sport fördert das Gemeinschaftsgefühl, verbindet Menschen

und schafft gemeinsame Erlebnisse. Zudem inspiriert er durch

den Einsatz von Disziplin, Durchhaltevermögen und Fairness. Die Möglichkeit,

eigene Grenzen zu überwinden, und das Staunen über außergewöhnliche

Leistungen machen Sport motivierend und faszinierend.

Das alles macht ihn attraktiv für Unternehmen: Durch Sport-Sponsoring

steigern sie nicht nur ihr Renommee. Sie schaffen vor allem auch eine

intensive, emotionale Bindung zu ihren Kunden und können dadurch

ihre Kommunikations- und Marketingziele besser erreichen. Welche

Player im LEH besonders aktiv sind und aus welchen Beweggründen,

lesen Sie in der faszinierenden Titelstory ab Seite 22.

Exzellente Performance besonderer Art zeichnet die RUNDSCHAU

für den Lebensmittelhandel traditionell in ihrer Juni-Ausgabe aus:

Mit der Verleihung des Deutschen Frucht Preises. Hier ist es die Leidenschaft

für Obst & Gemüse, welche die Siegermärkte zu Höchstleistungen

antreibt. Die Preisverleihung am 12. Mai im eleganten

Kurhaus in Baden-Baden war wie immer ein glanzvolles Fest. Den

Bericht über die feierliche Übergabe der Gewinnertrophäen und

die Porträts der Sieger lesen Sie in aller Ausführlichkeit ab Seite 38.

#Storecheck

Netto-Null-Emissionen bis

2050 hat der Rewe-Konzern

als Ziel ausgerufen. Ein neuer

Billa-Markt in Wien zeigt, wie

das gelingen kann. Seite 16.

#Pflanzenpower

Vegan bedeutet für viele Konsumenten

nicht Verzicht, sondern

entspannten Genuss. Laut

YouGov wächst die Kategorie

weiter. Die Trends ab Seite 60.

#Functionalfood

Produkte, die mehr können als

satt machen, liegen bei Shoppern

im Trend. Das Potenzial

ist enorm. Wie der LEH davon

profitiert, ab Seite 66.

Wir wünschen Ihnen eine gewinnbringende Lektüre,

Ihre RUNDSCHAU-Redaktion

Sie wollen wissen, was die Branche bewegt,

und keine wichtigen News verpassen?

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Auf Insta entgeht Ihnen nichts – ob Top-

Branchenevents, spannende Firmen-Insights

oder glamouröse Awards.

www.rundschau.de

03


RUNDSCHAU Juni 2025

Inhalt

www.rundschau.de

Mehr News, Fotos und

Hintergründe stehen

online für Sie bereit.

www.rundschau.de/wettbewerbe/

fitfortrade

Für Nachwuchskräfte: Infos zum Wettbewerb,

Lernmaterial und vieles mehr.

Die Titelstory

Wenn Unternehmen und Marken mitfiebern, entsteht mehr als

Werbung – Sport-Sponsoring bringt Emotionen ins Marketing und

Nähe zur Zielgruppe. Über engagierte Player und ihre Ziele lesen Sie

in dieser RUNDSCHAU-Ausgabe ab Seite 22.

Branche

Sortiment

06 Ein Kaffee mit ...

Alexandra Demuth, Geschäftsführerin der

Katlenburger Kellerei.

60 Veggie & Vegan

Eine Nische kommt groß raus: Warum sich

pflanzliche Ernährung für den LEH lohnt.

32

Let’s have a party!

14 Nachwuchsförderung

First Steps ins Category Management: Junge

Talente beim exklusiven Basic Workshop.

16 Store-Check: Billa, Wien

Grün und sozial: Billas Pilotprojekt setzt in

Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe.

64 Frühstücksprodukte

Marmelade, Konfitüre und Co.: Wie sie den

Geschmack einer jüngeren Zielgruppe treffen.

66 Functional Food

Zusatznutzen ist gefragt: Welche Potenziale im

Wellbeing-Sektor schlummern.

Ob Sommerfeste in kleinem oder großem Rahmen,

Festivals oder Balkonsessions: Sommerzeit ist

Partyzeit – und der Handel kann kräftig mitfeiern.

22 Sport-Sponsoring

Emotion trifft Strategie: Mit Sport-Marketing

erfolgreich zur Kunden- und Markenbindung.

30 Interview

Mit Markant Deutschland, die mit voilà! eine

Networking-Plattform für Start-ups initiiert.

Rubriken

08 Newsticker

32 Sommerparty

13 Shopper-Insights: Wellbeing

Hersteller sorgen für starke Markenerlebnisse:

So kommt auch der Handel in Stimmung.

37 Verbandsinfo

Fotos: AdobeStock.com/Imagine; Michael Gregonowits

38

Obst und Gemüse im Fokus

Voller Emotionen: Deutschlands beste Obst- und

Gemüseabteilungen 2025 sind ausgezeichnet. Die

Siegerporträts und Insights aus der Expertenrunde.

Award

38 DFP Preisveleihung

42 Round Table Obst & Gemüse

46 DFP Bio-Markt

48 DFP Verbrauchermarkt

50 DFP Supermarkt

52 DFP SB-Warenhaus

54 DFP Supermarkt groß

56 DFP Supermarkt klein

58 DFP Landessieger

70 Neue Produkte/Impressum

74 ForscherAuftritt: David Bosshart

04 Inhalt • RUNDSCHAU 06/25


Lecker Fisch.

Ohne Haken.

100 % frei von Zusätzen.

ist für alle da


Ein Kaffee mit …

Alexandra Demuth

Text: Jenny Rommel

Foto: Daniel Li

TRADITION

NEU GEDACHT

„Hip wie ein Start-up, nur 100 Jahre älter“– das ist das Motto der Katlenburger

Kellerei, die sich immer wieder neu erfindet. Geschäftsführerin

Alexandra Demuth über den Spagat zwischen Tradition und Innovation.

Eigentlich wollte Dr. Willy Demuth

vor genau 100 Jahren nur Apfelsaft

herstellen. Allerdings vergor ein

Fass und es entstand ein Apfelschaumwein,

der schon bald als

Cider vermarktet wurde. Die Geburtsstunde

der Katlenburger Kellerei, die

heute in vierter Generation beste Säfte aus

heimischen und exotischen Früchten sowie

reinen Bienenhonig zu Frucht- und Honigweinen

verarbeitet. Später erfand man

in Katlenburg am Harz den Erdbeersekt,

die trinkfertige Bowle, und stellte mit den

Tropica Cocktails schon in den 80er-Jahren

RTD-Konzepte her. „Die Bowlen und Tropica

-Drinks gehören weiter zu den beliebtesten

Getränken des Sortiments“, so Alexandra

Demuth, Urenkelin des Gründers

und seit 2024 alleinige Geschäftsführerin.

Wurzeln und Wandel

In der Geschäftsführung die Zukunft

eines tradierten Familienunternehmens

zu verantworten, ist für die Mutter einer

Tochter „ein besonderes Gefühl“. Dieser

Aufgabe begegnet sie mit „Ehrfurcht“

sowie einer „positiven, zuversichtlichen

Einstellung“: „Meine Verpflichtung ist es,

dafür zu sorgen, dass auch noch weitere

Generationen Freude am Unternehmen

haben können. Zudem trage ich eine enorme

Verantwortung für die vielen tollen

Fruchtweinmacher, die bei uns arbeiten.“

In den vergangenen Jahren arbeitete

das Unternehmen daran, sich jünger und

moderner zu positionieren – mit Erfolg.

„Unser Sortiment teilen wir in zwei Kategorien:

Tradition und Innovation. Die

Produkte des ersten Segments sprechen

eher die ‚Gewohnheitskäufer‘ an, werden

aber dennoch bewusst zeitgemäß gestaltet

und beworben. Die Produkte des Segments

‚Innovation‘ greifen aktuelle Themen auf

und sprechen eine probierfreudige, trendaffine

Zielgruppe an, welche die Produkte

auch gerne auf ihren Social-Media-Kanälen

präsentiert“, sagt Alexandra Demuth.

Doch diese zwei Themen zu verbinden, erfordert

Fingerspitzengefühl: „Das Schöne

an unserer Tradition ist die Erfahrung. Wir

wissen, was geht, wie es geht und was wir

tun müssen, wenn es nicht geht. Auf dem

Fundament unserer Vergangenheit können

wir heute innovativ und kreativ arbeiten.

Wir bewahren, was sich bewährt hat, und

bleiben gleichzeitig offen für frische Impulse

– innovative Produktideen oder neue

Herstellungsmethoden. Unser Motto: Wir

sind hip wie ein Start-up, nur 100 Jahre

06 Branche • RUNDSCHAU 06/25


Ein Kaffee mit ...

Noch mehr interessante Menschen

aus der Branche bei einer Tasse

Kaffee im RUNDSCHAU-Gespräch.

älter.“ Das gehe, indem man „die

Vergangenheit präsent macht

und die Zukunft lebt“.

Am Puls der Zeit

Viel Aufsehen erregte die Katlenburger

Kellerei, die im Jahr rund 22 Millionen Flaschen

verkauft, vor allem mit dem ersten

Hanfgetränk in Zeiten des Hanf-Hypes,

dem ersten alkoholischen Eistee sowie

Europas erstem vollständig KI-generierten

RTD-Cocktail. „Trends sind so schnelllebig

wie noch nie. Wenn ich es als Brand schaffe,

ein paar der Trends mitzunehmen, kann

das ein wirklicher Imagegewinn sein.“ Da

im Bereich der alkoholischen Getränke der

Aperitif-Trend weiter anhält, launcht das

Unternehmen jährlich neue Konzepte für

die Sommer- oder Wintersaison. Doch auch

das Thema Alkoholfrei bleibt wichtig: „Wir

haben unseren Topseller Bowle sowie unseren

Glüh Punsch als alkoholfreie Version

gelauncht. Die Mengen sind noch deutlich

kleiner als jene der alkoholischen Pendants.

Künftig werden wir zusätzliche alkoholfreie

Produkte auf den Markt bringen.“

Weitere Ziele für 2025? „Wir müssen uns

den neuen Marktanforderungen wie einem

rückläufigen Alkoholkonsum, einer besonderen

Offenheit für neue Trends, aber

auch einer inflationsbedingten Kaufzurückhaltung

stellen und unser Sortiment

an die neuen Konsumgewohnheiten weiter

anpassen“, so Alexandra Demuth. ☐

Das Schöne an

unserer Tradition ist

die Erfahrung. Wir

wissen, was geht,

wie es geht und was

wir tun müssen,

wenn es nicht geht.

ALEXANDRA

DEMUTH

ist die Urenkelin des

Gründers der Katlenburger

Kellerei. Sie ist Marketingexpertin

und stieg 2021 in

die Geschäftsführung ein.

Seit 2024 ist sie alleinige

Geschäftsführerin.

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07


Branche

Newsticker

Discounter oder Supermarkt?

SHOPPER-STUDIE Der neue European Retail

Landscape Report von YouGov Shopper

Intelligence hat die Einzelhandelslandschaft

in 16 europäischen Ländern beleuchtet und

untersucht, wie sich der Wettbewerb zwischen

den Vertriebsschienen und einzelnen Händlern

verändert. Demnach hat der krisenbedingte Anstieg

der Lebenshaltungskosten in den letzten

Jahren zu einem signifikanten Wachstum der

Discounter geführt. Dieses Wachstum fällt in

Ländern wie Ungarn, Serbien oder Rumänien

deutlich stärker aus als in Österreich, Deutschland

oder den Niederlanden. Laut den Studien-

Autoren dürften hierfür in den osteuropäischen

Ländern die höhere Inflation und der deutlich

höhere Anteil der Ausgaben für Lebensmittel

an den generellen Haushaltsausgaben ein

wesentlicher Faktor gewesen sein.

In Ländern wie den Niederlanden, Italien,

Österreich und Schweden halten Supermärkte

konstant ihre Stellung als bevorzugte Einkaufsstätte.

Das liegt u. a. an den hohen Qualitätsansprüchen

an Lebensmittel – aber auch daran,

dass es dort den nationalen Marktführern

gelingt, ihr Angebot an die länderspezifischen

Bedürfnisse der Shopper anzupassen. In vielen

anderen Märkten, vor allem in Osteuropa, war

der Spardruck hingegen so groß, dass multinationale

Discounter wie Aldi und Lidl ihre

Marktanteile weiter ausbauen konnten.

Als Reaktion auf die „Cost of Living Crisis“

wird auch die Produktauswahl preisbewusster.

Handelsmarken gewinnen besonders in

Deutschland (38 %), den Niederlanden (38 %)

und Österreich (36 %) Marktanteile. Sonderangebote

und Aktionsprodukte behalten ebenfalls

ihre Bedeutung. Diese Trends zeigen, dass

Verbraucher zunehmend nach Möglichkeiten

suchen, mit ihren Ausgaben zu haushalten,

ohne auf Qualität verzichten zu müssen.

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2024

CRAFT

DISTILLERY

of the year

Gubor und Colian

gehen zusammen

FUSION Der Süßwarenproduzent Gubor

und die polnische Colian-Gruppe bündeln

ihre Kompetenzen und Kapazitäten. Der

Zusammenschluss beruht auf einer gleichberechtigten

Partnerschaft, in der die jeweiligen

Stärken und Kompetenzen beider Unternehmen

strategisch zusammengefasst werden

sollen. Durch die Fusion sollen gezielt Synergien

in Schlüsselbereichen wie Produktion,

Logistik, Einkauf und Innovation erschlossen

werden. Mit der Allianz entsteht eine Organisation,

die in zwölf Produktionsstätten in drei

Ländern (Polen, Deutschland und Irland) mit

etwa 4.200 Mitarbeitern rund 85.000 Tonnen

Süßwaren und 140 Millionen Liter Getränke

pro Jahr herstellt.Details der Transaktion

wurden nicht bekannt.

Fotos: AdobeStock.com/Andrey Popov, Peter Eilers/dti

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08 Branche • RUNDSCHAU 06/25


RUNDSCHAU Digital

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Branche

Newsticker

Tiefkühltagung 2025 beleuchtet

Trends in der Tiefkühlbranche

BRANCHENTREFF Rund 200 Gäste aus Wirtschaft,

Wissenschaft, Verbänden und Gesellschaft

kamen am 13. Mai in Köln zur Tiefkühltagung

2025 des Deutschen Tiefkühlinstituts

(dti) zusammen. Unter dem Motto „Wege zur

Innovation“ diskutierten die Teilnehmer von

„70 Jahre Tiefkühlkost in Deutschland“ aktuelle

Branchenthemen. „Ich bin sehr stolz, die

Interessen der Tiefkühlbranche künftig an der

Spitze des dti vertreten zu dürfen“, so Simon J.

Morris (Salomon FoodWorld), der am Vortag bei

der dti-Mitgliederversammlung als Nachfolger

von Markus Mischko (Iglo Deutschland) zum

neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt wurde.

„Drei Aspekte sind für mich entscheidend: Leidenschaft

für TK, Kontinuität in der Verbandsstrategie

und Teamplay. Als ehemaliger Profisportler

weiß ich, dass man Höchstleistungen

nur mit hoher Motivation erreichen kann – und

mit einem guten Team! Genauso erlebe ich die

Arbeit im dti. Ich möchte, dass wir alle noch

enger als starker, aktiver Wirtschaftsverband

zusammenarbeiten. Unsere Branche steht vor

großen Herausforderungen: Umso wichtiger

ist es, dass wir die Kräfte bündeln und unsere

Anliegen weiter erfolgreich vertreten.“ Sabine

Eichner, dti-Geschäftsführerin: „Wie gestaltet

die Tiefkühlwirtschaft heute die Zukunft der

Ernährung mit? Welche innovativen Lösungen

bietet die Zukunftskategorie TK für die Ernährungswende

und für mehr Klimaschutz? Wie

kommunizieren wir unsere Botschaften an die

Kunden? Unsere Tiefkühltagung 2025 diskutiert

genau diese hochrelevanten Fragen – mit

herausragenden Referenten und Führungskräften

aus der Tiefkühlwirtschaft.“

△ Der geschäftsführende dti-Vorstand mit seinem

neuen Vorsitzenden Simon J. Morris (Salomon

FoodWorld, Mitte), Dr. Jan-Peer Laabs (apetito

AG, l.) und Volker Büttel (Iglo Deutschland).

Neues Konzept: Aldi Süd ordnet

Frischfleischkühlung nach Tierart

Fairtrade-Umsatz

wächst zweistellig

MEHR TRANSPARENZ Aldi Süd ordnet als

erster großer Lebensmitteleinzelhändler die

Frischfleischkühlung neu an. Nach Angaben des

Discounters steigt die Nachfrage der Kunden

nach Tierwohlprodukten aus den höheren

Haltungsformen kontinuierlich an. Kunden

sollen nun noch einfacher zwischen den Haltungsformen

unterscheiden können. Deswegen

wird die Frischfleischkühlung ab sofort nicht

mehr – wie im LEH üblich – nach Tierart, sondern

nach Haltungsform angeordnet. In der

Frischfleischkühlung gibt es drei Bereiche:

Produkte aus klassisch konventioneller Haltung

(Haltungsform 1 und 2) sind im blauen

Bereich zu finden. Produkte aus höheren Haltungsformen

(Haltungsform 3, 4 und 5) sowie

Hackfleisch befinden sich im grünen Bereich

der Frischfleischkühlung. Aktuelle Angebote

aus der Frischfleischkühlung sind in der klassischen

Angebotsfarbe Rot zu finden. „Unser

Ziel ist es, dass unsere Kunden Produkte aus

höheren Haltungsformen einfach und auf den

ersten Blick finden. Dafür sind wir bereit, neue

Wege zu gehen und freuen uns über jeden Mitbewerber,

der das gemeinsame Ziel für mehr

Tierwohl genauso konsequent umsetzt“, so

Dr. Julia Adou, Director Sustainability bei Aldi

Süd. Der Discounter will 2030 bei Frischfleisch,

Trinkmilch sowie den gekühlten Fleisch- und

Wurstwaren nur noch Produkte aus den Haltungsformen

3 und höher anbieten. Schon

heute seien die Trinkmilch, das Putenfrischfleisch

und das Rindfrischfleisch vollständig

auf die Haltungsformen 3, 4 und 5 umgestellt.

JAHRESBILANZ Der Umsatz mit Fairtrade-

Produkten in Deutschland ist im vergangenen

Jahr um 13 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro

gestiegen; der Absatz legte um fünf Prozent

zu – so stark wie seit vier Jahren nicht mehr.

„Fairtrade-Verkäufe entwickeln sich trotz der

wirtschaftlich herausfordernden Lage sehr

positiv“, so Benjamin Drösel, Vorstand für Marketing

bei Fairtrade Deutschland. Der Absatz

von Kaffee stieg um rund sechs Prozent auf

24.660 Tonnen, der von Bananen um sieben

Prozent auf 121.800 Tonnen. Positiv war auch

die Entwicklung bei Kakaobohnen (+ 11 % auf

89.000 Tonnen) und Rosen ( 10 %Prozent auf

knapp 509 Millionen Stiele). Der Marktanteil

von Fairtrade-Kaffee in Deutschland liegt bei

5,3 Prozent, der von Kakao bei knapp 21 Prozent.

www.rundschau.de

09


Branche

Newsticker

Familienbande –

Zusammenhalt als Erfolgsfaktor

170. MLF-ARBEITSTAGUNG Vom 11. bis 14. Mai

2025 fand in Gütersloh die Frühjahrstagung

der Mittelständischen Lebensmittelfilialisten

(MLF e. V.) statt. Gastgeber war die Familie

Schenke, die mit einem hochkarätigen Programm

den rund 420 Gästen aus der Lebensmittelbranche

den Rahmen für den Austausch

und die Vernetzung schuf. Unter dem Motto

„Familienbande – Zusammenhalt als Erfolgsfaktor“

wurde über die Kraft und die Erfolgschancen

von Familienunternehmen, aber auch

über die große Verantwortung und die Herausforderungen

intensiv diskutiert.

Schenke ist ein 1934 gegründetes Familienunternehmen,

welches im Raum Gütersloh sieben

inhabergeführte Edeka-Lebensmittelmärkte,

einen Bio-Markt, drei Trinkgut-Getränkemärkte,

ein Café und eine Produktion mit Küche,

Bäckerei und Kaffeerösterei im Raum Gütersloh

betreibt, derzeit in 3. und 4. Generation.

Reiner Schenke, seine beiden Söhne Janik

und Robin Schenke sind als gleichberechtigte

Geschäftsführer tätig. Sie werden unterstützt

durch Reiner Schenkes Gattin Jeannette Hölscher-Schenke

und Lars König, der als Prokurist

für das Unternehmen tätig ist. Inzwischen

beschäftigt das Unternehmen rund 700 Mitarbeiter,

davon etwa 60 in der sogenannten

Schenke Genusswelt, der Eigenproduktion von

Lebensmitteln auf Manufakturniveau.

Das Motto, so erfuhren die Gäste bei der persönlichen

Vorstellung der Ausrichterfamilie, hatten

die Schenkes eigens für die Tagung gewählt:

Steht im Zentrum doch die Herausforderung,

ein Unternehmen von einer an eine nächste

Generation zu übergeben. Daran können Unter-

verkaufs

kracher im

doppelpack

nehmen scheitern – oder sie eben auch positiv

gestalten, wie das Beispiel der Gütersloher

Händlerfamilie beweist. In einer Podiumsdiskussion

zum Thema berichteten profilierte

Kaufleute wie Peter Dornseifer oder Hubert

Wilger über ihre persönlichen Erfahrungen, wie

der Generationswechsel gelingen kann – auch

wenn sich die Generationen naturgemäß nicht

immer einig sind.

Weiterhin waren auf der Tagung zu Gast

Deutschlandchefin Doris Abeln und persönlich

haftender Gesellschafter Carl Oetker von

Dr. August Oetker, Dr. Marcus Miele, geschäftsführender

Gesellschafter der Miele-Gruppe,

Leonard Wilhelm aus der Inhaberfamilie der

Firma Rapunzel, und Dirk Neuhaus, Chef der

Edeka Rhein-Ruhr. Einen weiteren Vortrag zum

Thema Familienunternehmen hielten Matthias

Rensch, Geschäftsführer der Kaffeesparte von

Melitta, und sein Personalkollege Christoph

Schülermann.

Professor Bernd Raffelhüschen berichtete

über die Herausforderungen des aktuell bevorstehenden

Generationswechsels, Professorin

Christina Hoon vom Lehrstuhl für Unternehmensnachfolge

an der Universität Bielefeld

über Fallstricke beim Generationswechsel. Der

Neurowissenschaftler Professor Volker Busch

von der Universität Regensburg gab Tipps zur

wirkungsvollen Stressreduktion.

Höhepunkt der Veranstaltung waren die traditionelle

Store-Checks, in diesem Fall der Besuch

von drei Supermärkten und der hauseigenen

Manufaktur der Gastgeberfamilie Schenke.

Für informelle Gespräche und Networking boten

sich neben den Pausen auf dem Marktplatz

bei den zahlreichen Ausstellern die wie immer

abwechslungsreichen Abendveranstaltungen:

Auf Einladung von Dr. Oetker trafen sich die

Gäste zu einem stimmungsvollen und kulinarischen

Empfang in der Oetker Welt, und am

letzten Abend gab es eine Abschlussparty auf

der Tenne der Klosterpforte in Harsewinkel.

Fotos: Reinhard Rosendahl

10 Branche • RUNDSCHAU 06/25


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1 Gastgeber: Die Edeka-Kaufleute Janik, Reiner,

Jeanette und Robin Schenke betreiben im

Raum Gütersloh/Bielefeld u. a. sieben Lebensmittelmärkte

und eine Genussmanufaktur.

2

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4

5

Statt des obligatorischen Golfturniers gab es

diesmal die „MLF-Tennis-Open“.

Stefan Lenk, 1. Vorsitzender der MLF, bei der

Begrüßung der rund 420 Tagungsteilnehmer.

Für Dirk Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der

Edeka Rhein-Ruhr, sind Freiheit und Individualität

die Treiber auch für wirtschftlichen Erfolg.

Michael Gerling (MLF), Reiner Schenke, Doris

Abeln und Carl Oetker, beide Geschäftsleitung

Dr. Oetker Deutschland, sowie Stefan Lenk

eröffneten die Party in der Dr. Oetker Welt.

6

Matthias Rensch, Geschäftsführer Melitta

Deutschland, über Maßnahmen, mit denen

Arbeitgeber bei der Belegschaft punkten.

7 Benjamin Stiegler, Selahattin Göde und Sven

Stiegler, die Frische-Experten aus der Pfalz.

8

9

10

Store-Check beim Gastgeber: Die Qualitätsprodukte

aus Schenkes Genussmanufaktur und

das Ladendesign begeistern die LEH-Profis.

Am Ende eines langen Tages networken und

genießen: gemütlicher Familienabend in der

Tenne des Hotels Klosterpforte, Harsewinkel.

Sorgten auch diesmal für süße und herzhafte

Verwöhnmomente: Robert Strähle und Ute

Dondorf, beide Lindt & Sprüngli, sowie

Celestina Marziale von Marziale Coolinaria.

www.rundschau.de

11


Abbildung ähnlich

Branche

Newsticker

Täglich neu: www.rundschau.de

News und Infos aus der Branche und über ihre

Entscheider finden Sie täglich aktuell auf

Instagram. LinkedIn und www.rundschau.de

ULRIKA KOLSRUD wurde vom

Aufsichtsrat des Tissue-Herstellers

Essity mit Wirkung zum

1. Juni zur Präsidentin und CEO ernannt.

Zuletzt war sie Präsidentin

des Essity-Geschäftsbereichs

Health & Medical. Sie folgt auf

Magnus Groth, der den Vorstand

Anfang des Jahres darüber informierte,

dass er seine Position im

Laufe des Jahres aufgeben wird.

Ulrika ist seit 2015 Mitglied des

Executive Management Teams.

MATTHIAS GAIDA erweitert seit

1. Mai als Mitglied der Geschäftsführung

und Vertriebsleitung

die Führungsspitze der Wolf Firmengruppe.

Mit umfangreicher

Erfahrung in der Fleisch- und

Wurstbranche wird er das Unternehmen

dabei unterstützen, die

Vertriebsaktivitäten national wie

international auszubauen. Der

53-Jährige war bei der Zur-Mühlen-Gruppe

für die Marke Gutfried

und bei The Family Butchers tätig.

HILMAR HÜBERS tritt zum

1. Januar 2026 die Nachfolge von

Patrick Steppe als CEO von Lekkerland

an. Hübers, derzeit Chief

Operating Officer, wird auf Vorstandsebene

für die Bereiche Einkauf

und Category Management,

Smart Stores, Human Resources,

Strategie & Transformation, Kommunikation

und die Steuerung der

Lekkerland-Landesgesellschaften

in den Niederlanden, Belgien und

Spanien verantwortlich sein.

CHRISTIAN SCHNEIDER leitet

seit Anfang Mai bei Manner in der

Funktion als Director Digital Marketing

& Consumer Services die

digitalen Geschicke des Unternehmens.

Er soll die digitalen Marketing-Agenden

der Marken Manner,

Casali, Napoli, Victor Schmidt und

Ildefonso weiter professionalisieren.

Sein Aufgabenbereich umfasst

u. a. die digitale Marken- und

Kampagnenaktivierung aller Marken

– national wie international.

GEWINNSPIEL

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Kaufland setzt an weiteren Standorten

auf innovativen Tomra-Leergutautomaten

LEERGUTRÜCKNAHME Der Großflächen-

Discounter Kaufland setzt an fünf weiteren

Standorten auf einen Pfandautomaten mit

Multi-Feed-System der Firma Tomra, um den

Kunden die Pfandrückgabe zu erleichtern. Im

baden-württembergischen Steinheim war der

Automat bereits seit vergangenem Frühjahr

getestet worden und bleibt dort nun dauerhaft

im Einsatz. Die neuen Pfandautomaten finden

sich seit Kurzem am Dortmunder Standort in

der Bornstraße, in der Schwieberdinger Straße

in Ludwigsburg, in der Schönauer Straße in

Worms sowie der Landsberger Chaussee in

Ahrensfelde. Die Kaufland-Filiale in Leipzig

(Kiewer Straße) komplettiert das Sextett Mitte

Mai. Dank des Multi-Feed-Systems können Kunden

ihr gesamtes Leergut in einem Schwung

einwerfen, anstatt wie bei herkömmlichen

Pfandautomaten die Flaschen und Dosen

einzeln einzulegen. Dieser Prozess ist je nach

Abgabemenge bis zu fünfmal schneller als an

herkömmlichen Pfandautomaten.

Fotos: Essity; Wolf Firmengruppe; Lekkerland, AdobeStock.com/marco; Manner / Bernhard Noll; Kaufland

12 Branche • RUNDSCHAU 06/25


Fotos: stock.adobe.com/kaissa_art, Pixelot, Xavier

Mintel Spotlight – der Marktforschungs-Blog mit

erfrischenden Perspektiven, neuen Daten und bahnbrechenden

Analysen der Märkte, die wirklich zählen.

Im Fokus: Wohlbefinden

Die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage schlägt

vielen Konsumenten aufs Gemüt. Sicher bleibt nur der

Blick aufs eigene Heim und die mentale und körperliche

Gesundheit. 79 Prozent der Deutschen finden, dass eine

gesunde Ernährung eine Form der Selbstfürsorge ist und

eine langfristige Investition in die eigene Gesundheit.

Auf welche gesunden Ernährungstrends

Lebensmittel- und

Getränkemarken achten sollten

und wie sie Verbraucher unterstützen

können, verraten die

Marktforscher von Mintel.

Convenience-Food

Essen auf Knopfdruck

Über alle Bevölkerungsgruppen hinweg herrscht in

Deutschland weitgehende Einigkeit darüber, dass eine

gesunde Ernährung zu Selfcare zählt. Marken können die

Trends zu Selfcare und Slow Food nutzen, indem sie an

gesunden Produkten oder Mahlzeiten wie zum Beispiel

Zubereitungs-Kits feilen, die Convenience und Gesundheitsversprechen

miteinander vereinen. Genau hier

steckt noch Wachstumspotenzial: Gerade einmal 16 Prozent

aller in Deutschland eingeführten Lebensmittel und

Getränke waren im Jahr 2024 als Convenience-Produkte

ausgezeichnet. Gesundes, leckeres Essen auf Knopfdruck

– auch das kann in stressigen Zeiten den Kopf beruhigen

und für ein ganzheitliches Wohlbefinden sorgen.

_

ZAHLEN

TICKER

Ernährung

64 PROZENT

der Deutschen geben an,

sich überwiegend gesund

zu ernähren.

Essverhalten

40 %

geben Eile und Hektik als

Hauptgründe an dafür,

dass sie sich ungesund

ernähren, gefolgt von

sozialen Anlässen (36 %)

und dem „Auswärts-

Essengehen“ (34 %).

Werbeslogan

58 PROZENT

bevorzugen bei der Auswahl

an gesünderen

Lebensmitteln und Getränken

solche ohne oder mit

geringem Zuckerzusatz.

39 Prozent wählen eher

Produkte mit geringem Kaloriengehalt,

38 Prozent

achten auf Nährstoffe.

Branche

Zahlen & Fakten

Auf einen Blick

Shopperverhalten

75 % 69 %

sind der Meinung, dass

vermeiden hocheine

gesunde Ernährung

verarbeitete Lebensmittel

(UPF).

den Alterungsprozess

verlangsamen kann.

27 %

der Konsumenten

ab 18 Jahren

versuchen aktuell

abzunehmen.

Unterstützung

Entspannungsfördernd

Ein bekannter Jojo-Effekt, den viele Verbraucher

kennen: Wer schlecht schläft,

der fühlt sich nicht nur ständig hungrig,

sondern generell unausgeglichen. Schlaffördernde

Lebensmittel und Produkte, die

zum Beispiel mit Magnesium oder natürlich

entspannenden Zutaten wie Zitronenmelisse,

Passionsblume oder Lavendel angereichert

sind, passen daher in das Narrativ der

Longevity und der Selbstfürsorge – kreieren

sie doch vor allem in den Abendstunden

Momente der Entspannung.

„Sind Verbraucher

knapper bei Kasse,

wird auch bei Bio

gespart. Hier sind

Marken gefordert,

transparent über die Vorzüge

ihrer Zutaten und Produkte zu

kommunizieren.”

Hannah Sandow

Associate Director, Mintel Food & Drink Germany

Wohlbefinden

61 PROZENT

machen die Massenherstellung

von Nahrungsmitteln

für den Anstieg von

Gesundheitsproblemen

verantwortlich. 38 Prozent

zeigen Interesse an Nahrungsergänzungsmitteln,

die auf ähnliche Weise

wirken wie verschreibungspflichtige

Medikamente

zur Gewichtsabnahme.

Darmgesundheit

Fermentiertes im Fokus

Fermentierte Produkte vereinen mehrere

Superkräfte miteinander: Sie sind natürlich,

geschmackvoll, reich an Probiotika – und

fördern damit die Darmgesundheit. Insbesondere

Produkte der internationalen

Küche wie Kimchi und Miso können auch

in den hiesigen Supermarktregalen für

Abwechslung sorgen. In Deutschland essen

58 Prozent der Konsumenten mit Verdauungsbeschwerden

mehr als einmal pro

Woche fermentierte Produkte.


Branche Nachwuchsförderung

Basiswissen für Einsteiger

Stark im Regal, stark im Umsatz:

Das ist das Ziel von Category

Management. Ein exklusiver

Workshop in Kooperation mit der

GS1 Germany vermittelte

die wichtigsten Grundlagen.

Category Management ist ein Prozess,

bei dem Kategorien als strategische

Geschäftseinheiten geführt werden, um

durch Erhöhung des Shoppernutzens Ergebnisverbesserungen

zu erzielen. Bei einem

exklusiven Basic Workshop, den fitfortrade

gemeinsam mit der GS1 Germany in Köln

veranstaltete, lernten Nachwuchskräfte und

Quereinsteiger aus dem LEH mehr zu diesem

wichtigen Thema.

Kundenorientierte Denkweise

Von Anfang an wurde deutlich: Beim Category

Management arbeiten Händler und Hersteller

Hand in Hand. Denn: Kooperation schafft

Mehrwert, ein Grundgedanke des CM. Zu

Beginn geht es darum, auf Basis von Research

und Insights zu verstehen, was Shopper und

Konsumenten von einer Kategorie erwarten.

Hierbei werden Produkte in Kategorien

eingeteilt, die auf den Bedürfnissen und Erwartungen

der Kunden basieren. Jede dieser

Kategorien wird schließlich als eigenständige

Geschäftseinheit betrachtet – mit klaren Zielen

und Strategien.

„Überall dort, wo Händler aus einer Vielzahl

an möglichen Artikeln die für ihre Shopper

richtige Auswahl treffen müssen, kann ein

strukturierter CM-Ansatz seine Wirkung

entfalten. Von der Sortimentsgestaltung

über die richtige Platzierung und die Gestaltung

relevanter Promotions bis hin zu einer

Fotos: GS1 Germany, Mona Cypris; André Fister

mit Unterstützung von:

14

fitfortrade • RUNDSCHAU 06/25


Category Management

Sie wollen Category Management besser verstehen

oder Experte werden, dann melden Sie sich bei GS1

Germany. Für Infos QR-Code scannen.

Text: Jenny Rommel

△ Durch CM werden Sortimente klar und Shopper-orientiert

strukturiert, um im Store die optimale Orientierung zu geben.

△ Im Rahmen von Praxisübungen und Beispielen aus Industrie und

Handel wurde das Gelernte besser veranschaulicht.

gezielten Kommunikation“, so Trainerin Mona

Cypris, die zum dritten Mal einen CM-Workshop

in Kooperation mit fitfortrade durchführte.

Praxisübungen dienten anschließend

dazu, das Thema noch besser verständlich zu

machen. „Wir haben anhand der Mapping-

Methode und Kaufentscheidungsbäumen das

Verständnis für Kategorie-Strukturierungen

auf Shopper-Basis vertieft und anschließend in

Store-Checks Strukturen geprüft und Potenziale

identifiziert“, so Mona Cypris über den

gelungenen Workshop-Tag.

SAVE THE DATE!

fitfortrade-

Finale 2025

Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde: Das verspricht das

fft-Finale auch 2025! Am 15. Oktober ist es endlich so weit –

dann batteln Nachwuchskräfte aus dem LEH um den Sieg.

Wer sichert sich in diesem Jahr den Titel „Deutschlands beste Nachwuchskraft

im Handel 2025“? Das erfahren wir am 15. Oktober! Denn

dann findet das große fitfortrade-Finale im E-Werk in Köln statt.

18 Nachwuchskräfte aus dem LEH, die sich einen Tag zuvor im Halbfinale in

der Food Akademie in Neuwied durchsetzen konnten, kämpfen an diesem

Tag um den Sieg – der im weiteren Karriereverlauf viele Türen öffnen kann.

So war ein Sieger der letzten Jahre selbst überrascht, dass sich „die Nachricht

deutlich weiter verbreitet“ hatte, als er erwartet hätte. Daher: Gut mit

den Markentrainern und der App vorbereiten, Fokus auf das eigene Können

legen und cool bleiben. Till Geppert, Sieger von 2024, profitierte von dieser

Einstellung: „Diese neue Gelassenheit hat mir geholfen, einen klaren Kopf

zu bewahren und mich voll und ganz auf die Aufgaben zu konzentrieren.“

Nicht verpassen!

Für die Moderation konnten wir erneut Galileo-Star Stefan Gödde gewinnen

– und das bereits zum zehnten Mal. Das fitfortrade-Finale findet in diesem

Jahr übrigens zum 45. Mal statt. Auch Fangruppen sind wieder herzlich eingeladen,

ihre Kollegen und Finalisten vor Ort zu unterstützen. ☐

www.rundschau.de

15


45

Prozent

beträgt der Frischeanteil am Umsatz

im neuen Billa-Markt in der Wiener Pilotengasse. Der

Markt wurde im Dezember 2024 nach Umbau eröffnet.

Bio-Produkte im Sortiment sind

im „grünsten“ Billa zu finden. Fünf Öko-Zertifizierungen

wurden bei Gebäude und Technik

25Prozent

erreicht.

Pilotprojekt mit

Überzeugungskraft

In Wien punktet der „grünste“ Billa-Markt Österreichs in nachhaltiger

Bauweise mit innovativem Ressourcen- und Wassermanagement,

Lebensräumen für Insekten und Sozialprojekten. Und mit

einem spannenden, mit vielen Ideen präsentierten Sortiment.

Es ist schon bei der Anfahrt offensichtlich, dass es

sich hier um einen Supermarkt der etwas anderen

Art handelt: Der Kundenparkplatz wurde großteils

entsiegelt, statt einer durchgehenden Betonfläche

sprießt hier frisches Gras aus Rasengittersteinen, 23 junge

Bäumchen strecken sich tapfer gegen den Himmel, und

an den beiden sichtbaren Fassadenfronten des Marktes

ranken sich an Spalierdrähten junger Hopfen und andere

Kletterpflanzen empor. Diverse Aufsteller, Plakate und

Digitalbildschirme machen die Sache klar: Hier, beim

Billa in der Pilotengasse im 22. Wiener Gemeindebezirk,

handelt es sich um das „grünste“ Marktgebäude

der Rewe Group in Österreich. Es vereint

nachhaltige und innovative Lösungen mit

dem klaren Bekenntnis der Rewe Group zu

ökologischer Verantwortung.

„Der Rewe-Konzern ist fest entschlossen,

bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen,“

erklärt Marcel Haraszti, Vorstand der Rewe

International AG. „Dieser neue Billa-Markt

zeigt, dass das kein Lippenbekenntnis ist,

sondern dass wir tatsächlich handeln. Mit

zertifizierten Holzbaustoffen, innovativen

Begrünungselementen und dem Einsatz

erneuerbarer Energien setzen wir neue

Maßstäbe im Sinne der Nachhaltigkeit und

gestalten die Zukunft des österreichischen

Handels als Pionier aktiv mit.“

Rewe baut auf Nachhaltigkeit

Doch der Reihe nach: Am Standort Pilotengasse

76 war der Betonbau des alten Marktes

mit 630 Quadratmetern Verkaufsfläche schwer

in die Jahre gekommen, zu klein und zu beengt.

„Lange war ein Umbau mit Erweiterung

geplant – doch dann kam Corona und alles ins

Stocken. Im Rahmen der Nachhaltigkeitskam-

Fotos: stock.adobe.com; C.Jörg-Brosche; REWE Group

16 Branche • RUNDSCHAU 06/25


Store-Check

Billa Wien, Pilotengasse

Text: Claudia Jörg-Brosche

Der Rewe-Konzern ist fest

entschlossen, bis 2050

Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Marcel Haraszti

Vorstand, Rewe International AG

△ Hell, freundlich, großzügig –

und maximal ökologisch: In

Wien eröffnete der „grünste“

Billa Österreichs.

pagne der Rewe Group in Österreich wurde

nun ein Standort für den ersten innovativen

Markt in Österreich gesucht. Die Entscheidung

fiel rasch: Das Pilotprojekt sollte in der Pilotengasse

starten“, erklärt Vertriebsmanager

Markus Kassan.

Beton mit wenig CO2

Die Umbauzeit betrug gerade mal sechs

Monate: Für die Wand- und Dachkonstruktion

wurde zertifiziertes Holz aus nachhaltiger

Forstwirtschaft gewählt. Aus brandschutztechnischen

Gründen und aufgrund der hohen

mechanischen Beanspruchung mussten einige

Wände und Decken aus Beton realisiert werden.

Dieser Beton wurde in CO2-reduzierter

Qualität ausgeführt und vor Ort betoniert, um

größtmögliche Materialeffizienz zu gewährleisten,

und auch das Außengelände wurde

mit Fokus auf Nachhaltigkeit umgestaltet.

Regenwasser kann auf der unversiegelten

Fläche leichter versickern, neue Blühflächen

und Sträucher bieten Lebensräume für Insekten

und Tiere.

Prinzip „Schwammstadt“

Bei der ökologischen Gestaltung und Begrünung

des Standortes setzte man auf das

sogenannte Schwammstadt-Prinzip: Ein

spezielles Substrat speichert Regenwasser

besser und ermöglicht so die Bewässerung

der Pflanzen mit minimalem Aufwand. Ein

innovatives System leitet Regenwasser gezielt

zu den Bäumen und trägt so zu einer umweltfreundlichen

Wasserbewirtschaftung bei. Die

Stromversorgung des neuen Billa-Marktes

erfolgt großteils durch Photovoltaikanlagen

auf dem begrünten Marktdach und Carport.

Um die gesetzten Öko-Maßnahmen objektiv

bewertbar zu machen, wurden fünf

Zertifizierungen – jeweils in den höchsten

Stufen – realisiert, darunter auch die

▽ Lokales zum Selberzapfen: Im neuen Markt gibt es zwei Biere

der Ottakringer Brauerei direkt vom Fass.

▽ Billa Österreich und Marktleiterin Maja Antic setzen bei den

Azubis auf viel Eigenverantwortung – auch bei Verkostungen.

www.rundschau.de

17


Store-Check

Billa Wien, Pilotengasse

Zertifizierung der ÖGNI (Österreichische

Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft)

in Platin.

Ein Markt aus lauter Welten

Am 5. Dezember 2024 konnte der neue Ökomarkt

eröffnen.Der Verkaufsraum wurde von

630 Quadratmetern auf 990 Quadratmeter

erweitert. Innen gibt es nun ein neues ökologisches

Einkaufserlebnis mit einer eigenen

Marktordnung. „Unser Konzept setzt auf

logische Zonen – sogenannte Welten“, erklärt

Maja Antic. „Da gibt es eine Welt fürs Frühstück,

eine fürs Grillen und andere Welten,

in denen logisch aufgebaut all das angeboten

wird, was man dafür braucht.“

Viel Raum für Kunden und Ware

Wände und Decke aus Naturholz schaffen eine

gemütliche, warme Atmosphäre. Besonders

angenehm für den Kunden ist das enorm

großzügige Platzangebot. Auch rund um die

drei Kassen gibt es viel Freiraum, damit auch

Rollstuhlfahrer komfortabel ihren Einkauf

erledigen können.

Ganz bewusst wurden zugunsten eines

luftig-lockeren Raumgefühls und um den

Blick durchgängig zu halten, die deckenhohen

Regalaufbauten optisch leicht gestaltet. Stattdessen

gibt es ein großes, logistisch durchdachtes

Lager im Keller. Auch Plastik wurde

aus dem Markt verbannt: Alle Werbeflächen

bestehen aus einem stabilen Pappegeflecht,

weiters gibt es überaus stromsparsame LED-

Infoscreens.

Fokus Regionalität

Ein besonderer Fokus der ebenfalls erweiterten

Produktpalette liegt auf Regionalität (rund

ein Viertel des Gesamtsortiments). Aktuell

beliefern 13 Produzenten direkt aus Wien oder

aus der nahen Umgebung (Niederösterreich

und Burgenland) den Markt. „Das werden

laufend mehr, denn die Nachfrage seitens

der Kunden ist groß“, freut sich Maja Antic.

Aktuell werden Leckereien von Hink, vom

Wiener Weingut Cobenzl, von Kammerer’s

(Backwaren), Fuxsteiner (Obstverarbeitung),

Pepi’s (eingelegtes Gemüse) oder Res Frumentariae

(regionale Wurstwaren) angeboten.

Das Bier der Wiener Brauerei Ottakringer

Feinkost wird in Wien

tradionellerweise

groß geschrieben.

Entsprechend

umfangreich ist das

Sortiment im neuen

„günen“ Billa.

Auch in einem Markt mit

Fokus auf Ökologie muss

in Wien das Angebot

an Mehlspeisen – auf

hochdeutsch Konditoreiwaren

– üppig sein.

Breite Gänge und

angenehme Regalhöhen

ermöglichen

auch Kunden mit

Kinderwagen oder

Rollstuhl bequemes

Einkaufen und Bezahlen.

SB-Frischfleisch stammt

bei Billa ausschließlich

aus Österreich – das

wird an der Wand über

der Kühlung deutlich

kommuniziert.

18 Branche • RUNDSCHAU 06/25


_

MARKT

DATEN

(aus dem 16. Bezirk) kann bei der Ottakringer

Fassbier Station selbst gezapft werden.

In zwei Sorten: Bio Pur und Bio-Zwickl Rot.

Letzteres ist eine Besonderheit und wird ansonsten

nur in der Gastronomie ausgeschenkt.

Für das Selbstgezapfte stehen formschöne

Mehrweg-Glasflaschen mit ein- oder zwei

Litern Fassungsvermögen zum Kauf bereit. Mit

der Ottakringer Abfüllstation schließt sich

thematisch der Kreis zu den Hopfenpflanzen

im Außenbereich.

Neuer Start für Unverpackt

Eine weitere Besonderheit ist die Unverpackt-

Station. Das Konzept dafür stammt von Lunzers

Maß-Greißlerei aus der Wiener Leopoldstadt:

Der kleine Laden musste aufgrund der

Covid-Pandemie schließen, doch hier brachte

sich Firmengründerin und Inhaberin Andrea

Lunzer persönlich ein und war während der

zwei Monate Probelauf in der Pilotengasse

anwesend.

An der Unverpackt-Station gibt es 120 Artikel:

Müslis, Tees, Nüsse, Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte,

Getreide(flocken), Gewürze, Öle,

Sojasoßen, Süßigkeiten und vieles mehr. Alles

ausschließlich in Bio-Qualität. „Es ist ein stetes

Lernen“, gesteht Marktleiterin Maja Antic

und schildert ihre Erfahrungen: „Mehle etwa

gehen gar nicht, Müslis hingegen sehr gut. Die

Preise sind zwar eine Spur höher als bei der

verpackten Ware, die Qualität ist aber wirklich

ausgezeichnet. Die Tatsache, dass hier alles in

genau der Menge abgefüllt werden kann, die

benötigt wird, ist ein wichtiger Beitrag zum

Einsparen von Verpackungsmaterial und um

Lebensmittelverschwendung zu minimieren.“

Auch Kartoffeln (von einem prämierten Wie-

Billa Wien,

Pilotengasse

> Adresse: Pilotengasse 76,

A-1220 Wien/Österreich

> Öffnungszeiten: Montag bis

Freitag 7.30 bis 19.45 Uhr,

Samstag 7.15 bis 18.00 Uhr

> Verkaufsfläche: 990 m2

> Eröffnet am: 5. Dezember 2024

> Zahl der Produkte: 10.000 Artikel,

Zahl der Bio-Produkte: rund 2.500

> Zahl der Mitarbeitenden: 25

> Besonderheiten: 43 Pkw-Parkplätze,

viele Fahrradparkplätze,

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und E-Pkw sind vorhanden.

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9

INTERVIEW

Maja Antic

Marktleiterin

Seit wann sind Sie bei Billa?

Ich begann im Jahr 2010 als ungelernte

Kassakraft bei Billa und arbeitete

mich innerhalb von drei Monaten zur

stellvertretenden Marktleiterin hoch.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als

Sie erfuhren, dass Sie den „grünsten“

Billa Österreichs führen dürfen?

Zunächst einmal: „Endlich kommt der

Umbau!“ Ich bin seit sieben Jahren

Marktleiterin an diesem Standort, und

der Markt war seit Langem viel zu klein

und ist in die Jahre gekommen. Ich lebe

selbst umweltbewusst und freute mich

sehr über die neue Herausforderung.

Was gefällt Ihnen besonders?

Alles! Der „grüne“ Markt ist viel offener,

heller und freundlicher gestaltet. Die

Kunden geben dieses positive Gefühl

zurück. Das überaus großzügige Platzangebot

macht das Arbeiten viel leichter

und sehr viel angenehmer.

△ Zu dem neuen Markt gehört auch eine gut bestückte Bäckerei. Die Backprozesse im Hintergrund

der Regale können die Kunden beobachten.

ner Bauern) und Zwiebeln etwa gibt es

bedarfsgerecht in offenen Schütten. Der

Ökogesinnung entsprechend, bietet der Billa

Pilotengasse die komplette „Pflanzilla“-Produktpalette.

Nicht nur in Sachen Ökologie, der

Markt ist in mehreren Bereichen Vorreiter: So

gibt es hier etwa die sogenannte Stille Stunde

(dieses Projekt gibt es in 14 Märkten in ganz

Österreich): Von Montag bis Freitag werden

hier im Zeitraum zwischen 9 und 10 Uhr morgens

die Lichter gedämmt, es gibt keine Musik,

keine Werbebeschallung, es werden keine

Einkaufswagenkolonnen geschoben, und es

fahren keine Bodenwaschmaschinen. Diese

massive Reizreduktion sorgt für ein stressfreieres

Einkaufsumfeld – und ist besonders für

Menschen mit Autismus eine Wohltat. „Dann

herrscht eine ganz eigene, stille Atmosphäre,

die auch ich als sehr angenehm empfinde“,

erklärt Maja Antic.

◁ Auch bei Sonderplatzierungen

setzt man auf

Nachhaltigkeit:

Schokolade wird

auf und in Holzkisten

präsentiert.

„Lehrlinge führen Märkte“

Des Weiteren ist der Billa in der Pilotengasse

einer von drei Märkten in Wien, der sich an der

Initiative „Lehrlinge führen Märkte“ beteiligt.

Dann übernehmen eine Woche lang Lehrlinge

das Kommando – vom ersten bis dritten Lehrjahr

und auf allen Stationen, die Marktleitung

hat nur beratende Funktion. „Diese Woche

habe ich 35 Auszubildende hier bei mir. Das

macht die Sache nicht immer einfacher – aber

die jungen Menschen sind überaus engagiert

und lernen enorm viel“, so Antic.

Jeder Billa- und Billa-plus-Markt in Österreich

kooperiert mit mindestens einem

karitativen Partner und spendet diesem

20 Branche • RUNDSCHAU 06/25


D

www.rundschau.de/service/store-check

Schauen Sie rein! Hier finden Sie weitere Bilder

vom neuen nachhaltigen Billa-Markt in Wien und

von anderen Store-Checks in der RUNDSCHAU.

Store-Check

Billa Wien, Pilotengasse

Lebensmittel. Im Jahr 2023 handelte es sich

hierbei um Waren im Wert von insgesamt

50 Millionen Euro.

Soziale Projekte erwünscht

So beliefert der Markt in der Pilotengasse die

Caritas Aspern und den Sozialmarkt Foodpoint.

Die umtriebige Marktleiterin unterstützt

zahlreiche weitere Projekte: etwa ObstStadt

Wien (Erhalt von Streuobstwiesen, Ernte von

Gratis-Obst für Bewohner) oder ein Feuchtbiotop

mit Schmetterlingswiese. In einem

nahe gelegenen Park wurde gemeinsam mit

Volksschulkindern ein Obstbaum gepflanzt

und ein Workshop zur Pflege von Obstbäumen

abgehalten. So lebt der Billa sein nachhaltiges

Engagement auch außerhalb des Marktstandortes

aus.

Je vier E-Ladestationen

für Pkw

und E-Bikes sind

auf dem Parkplatz

des neuen

Billa-Marktes

vorhanden.

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Branche

Sport-Sponsoring

Text: Mirko Jeschke, Silke Detlefsen

Große Gefühle

Durch Sport-Sponsoring steigern Lebensmittelhersteller und -händler nicht nur ihr Renommee.

Sie schaffen vor allem auch eine intensive, emotionale Bindung zu ihren Kunden und

können dadurch ihre Kommunikations- und Marketingziele besser erreichen. Wir zeigen, welche

Player in welchen Bereichen engagiert sind – und die Philosophien dahinter.

22 Branche • RUNDSCHAU 06/25


_

INFO

Sportler als

Markenbotschafter

Ausgewogene Ernährung und Sport gehören zusammen.

Deshalb engagiert sich Edeka seit Jahren ganzheitlich

sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport.

Angesichts gesättigter Märkte und

eines steigenden Wettbewerbsdrucks

ist es für Marken und Unternehmen

in den vergangenen Jahren immer

wichtiger geworden, sich zu differenzieren.

Eine Lösung für diese Herausforderung bietet

Sport-Sponsoring. Durch die Partnerschaft

mit Sportmannschaften beziehungsweise

einzelnen Athleten oder die Unterstützung

kompletter Sportevents entsteht eine Plattform,

mit der eine breite und heterogene

Zielgruppe erreicht werden kann. Gleichzeitig

profitieren die Unternehmen von einer hohen

Akzeptanz, denn Konsumenten wissen heute

genau, dass sich ihr Lieblingsverein und der

Sport an sich ohne Sponsorings nur schwer

finanzieren könnten.

Kurz gesagt: Durch Sport-Sponsoring erhalten

Unternehmen die Chance, ihre Marke

sowie ihre Produkte und Dienstleistungen

emotional aufzuladen und ihre Zielgruppen in

einem aufmerksamkeitsstarken und positiven

Umfeld anzusprechen.

Markus Mosa

Vorstandsvorsitzender, Edeka

Rewe und Edeka mischen mit

Genau dieses Umfeld bietet in Deutschland

bekanntermaßen vor allem eine Sportart –

„König Fußball“. Kein Wunder also, dass sich

hier auch die großen Handelsorganisationen

stark engagieren. So ist die Rewe Group Hauptund

Trikotpartner des 1. FC Köln, während die

Rewe Dortmund bei Borussia Dortmund und

die Rewe-Region Mitte bei Eintracht Frankfurt

als Sponsoren aktiv sind. Die Region Südwest

des Kölner Unternehmens unterstützt den VfB

Stuttgart sowie den SV Sandhausen und die

Region Ost den 1. FC Union Berlin sowie den

1. FC Magdeburg. In Norddeutschland sponsert

die Rewe-Region Nord den Hamburger

SV, die Region Süd den TSV 1860 München.

Indes darf sich Edeka seit 1. April 2025 offizieller

Ernährungspartner der Männer-Nationalmannschaft

des Deutschen Fußball-Bundes

(DFB) nennen. Im Rahmen der Zusammenarbeit

sind aufmerksamkeitsstarke Kampagnen,

zahlreiche Aktivitäten direkt in den

Edeka-Märkten, Gewinnspiele und exklusive

Sammelaktionen geplant. Der Edeka-Verbund

– der neben dem lokalen Sport-Engagement

seiner selbstständigen Kaufleute und dem

regionalen seiner Großhandelsbetriebe auch

seit Jahren als Premium-Partner vom Olympia

Team Deutschland fungiert – verfolgt mit der

Partnerschaft nach eigenen Angaben das Ziel,

die Bedeutung von ausgewogener Ernährung

sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport

zu stärken. Die Partnerschaft werde auf allen

Edeka-Kanälen und in den Edeka-Märkten

reichweitenstark aktiviert. Auch in den Märkten

der Edeka-Vertriebsschienen Marktkauf

und Trinkgut werde die Partnerschaft sichtbar.

In den Turnierjahren mit Welt- und Europameisterschaft

würden zusätzlich exklusive

Sammelaktionen dazukommen.

„Wir sind stolz, offizieller Ernährungspartner

der Männer-Nationalmannschaft des DFB

zu werden. Ausgewogene Ernährung und

Sport gehören zusammen. Aus diesem Grund

engagiert sich Edeka bereits seit Jahren ganzheitlich

sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport.

Mit dieser Partnerschaft ergänzen

wir unser Engagement um das Aushängeschild

der beliebtesten deutschen Sportart“, erklärt

der Edeka-Vorstandsvorsitzende Markus Mosa

zum jüngsten Ausbau des Sport-Engagements.

Fußball-Frauen auf dem Vormarsch

Dass sich in Sachen Fußball inzwischen nicht

mehr nur alles um die Männer dreht, beweist

die zunehmende Begeisterung für die

diesjährige Fußball-Europameisterschaft

der Frauen 2025 (offiziell: UEFA Womenʼs

Um von der großen Popularität einzelner

Profisportler bzw. -athleten

zu profitieren, suchen auch Unternehmen

in der Lebensmittelbranche

deren Nähe und verpflichten sie etwa

als Marken- oder Genussbotschafter.

Darüber hinaus gibt es unterschiedlich

ausgestaltete Formen von

Kooperationen/Partnerschaften.

Ein prominentes Beispiel aus dem

Bereich Fußball ist der scheidende

FC-Bayern-München-Star Thomas

Müller, der sowohl als Partner von

Rewe als auch von Seeberger aktiv

ist. Dadurch erzeuge man hohe Aufmerksamkeit,

schaffe einen nachhaltigen

Wiedererkennungswert

und stärke gleichzeitig die positive

Wahrnehmung der Marke, so Tim

Jerg, Marketing Director Seeberger.

Weitere Fußballer, die mit Lebensmittelproduzenten

kooperieren, sind

etwa Harry Kane (3Bears Cerealien),

Kai Havertz (Volvic/Danone), Lukas

Podolski (Lays/PepsiCo), Florian

Wirtz (Pepsi, Gatorade/PepsiCo) und

Alexandra Popp (Popp Feinkost).

Alpenhain hat eine Kooperation

mit der Biathletin Franziska Preuß

vereinbart, während Bergader mit

Biathletin Magdalena Neuner und

Eishockey-Profi Konrad Abeltshauser

zusammenarbeitet.

Manner ist neuer Kopfsponsor des

Skispringers Maximilian Ortner: Der

Österreicher geht nun mit dem ikonischen

rosa Helm an den Start, um für

Markenaufmerksamkeit zu sorgen.

www.rundschau.de

23


Branche

Sport-Sponsoring

Wir glauben fest daran, dass echter

Fortschritt im Frauensport nur gelingen

kann, wenn nicht nur an der Spitze

investiert wird, sondern gezielt in die

Breite und in die Basisarbeit.

Björn Hünemeyer

Geschäftsführer Schaebens

△ Bald wird die Frauenfußball-EM die Fans wieder in ihren Bann ziehen

und für jede Menge Gemeinschaftserlebnisse sorgen.

Euro 2025), die vom 2. bis 27. Juli in der

Schweiz stattfindet.

Um sich als moderne Marke zu positionieren,

wird Wiesenhof als Offizieller Nationaler

Partner dieses Großevents fungieren. Der Geflügelspezialist

verfolgt dabei eine umfassende

Marketingstrategie mit Multi-Brand-Ansatz,

die bereits vergangenes Jahr zur Fußball-

Europameisterschaft der Männer „großen

Erfolg“ verzeichnete. Unter anderem wird

auf eine On-Pack-Aktion mit der Chance auf

Tickets für die diesjährige Frauen-EM gesetzt.

Dr. Ingo Stryck, Leiter Marketing bei der PHW-

Gruppe: „Die überwältigende Resonanz auf

die On-Pack-Ticket-Verlosung von Wiesenhof

mit einer Million Konsumenten zur Europameisterschaft

2024 in Deutschland zeigt, dass

authentisches Sport-Sponsoring nicht nur die

Fans begeistert, sondern auch nachweislich

den Abverkauf ankurbelt. Darüber hinaus

setzt Wiesenhof mit seinem Engagement als

Partner der deutschen Frauen-Nationalmannschaft

und Offizieller Nationaler Partner der

UEFA Women’s EURO 2025 in der Schweiz ein

starkes Zeichen für die steigende Bedeutung

des Frauen-Fußballs in der Sportwelt.“

Champions League & Bundesliga

Auf europäischer Ebene engagieren sich in

der UEFA Champions League mit Heineken

und PepsiCo zwei große Getränkehersteller.

Dabei ist Heineken seit vielen Jahren Sponsor.

Die Partnerschaft begann 1994 und wurde zuletzt

bis 2027 verlängert. Heineken ist damit

als offizieller Bierpartner der Champions

League bekannt. Das Unternehmen PepsiCo,

das die UEFA Champions League seit 2015

unterstützt, hat zuletzt sein Sponsoring für die

UEFA-Frauenwettbewerbe bis 2030 verlängert.

Bereits Mitte 2023 war die Partnerschaft für

den UEFA-Champions-League-Zyklus 2024–27

verlängert worden. Durch die Zusammenarbeit

will der Hersteller das Profil seiner

Marken Pepsi, Lay’s, Gatorade und Rockstar

weiter schärfen.

Seit 2025 ist Carlsberg wieder das offizielle

Bier des UEFA Nationalmannschaftfußballs.

Dies umfasst die UEFA Euro 2028, die UEFA

Womenʼs EURO 2029 sowie viele weitere

Turniere. Fans können sich etwa auf Ticket-

Gewinnspiele und Public Viewings freuen.

„Ein symbolisches Comeback für Carlsberg,

denn wir waren bereits von 1988 bis 2016 über

zwei Jahrzehnte lang Partner der UEFA“, sagt

Jan Dürbeck, Head of Sponsorships.

Im deutschen Fußball betätigen sich indes

zahlreiche Lebensmittelproduzenten, entweder

als Partner der Bundesliga oder als Sponsoren

der Vereine. Zum Beispiel pflegt Coca-Cola

seit 1981 eine enge Zusammenarbeit mit dem

DFB. Seit diesem Jahr wird diese Kooperation

deutlich ausgeweitet. Coca-Cola Deutschland

ist nun Partner sowohl der Männer- als auch

der Frauen-Nationalmannschaft sowie der

U21-Männer- und U23-Frauen-Teams. Besonders

die Europameisterschaft der Frauen

2025 markiert den Beginn einer verstärkten

Unterstützung für den Frauenfußball, dem

enormes Wachstumspotenzial zugeschrieben

wird. Der Getränkehersteller, der insgesamt

Partner von 25 Vereinen der 1. und 2. Bundesliga

ist, legt in seiner Sponsoring-Strategie

zudem einen besonderen Fokus auf die Marke

Powerade. Ziel sei es, das Sportgetränk als

bevorzugtes Getränk für sportliche Höchstleistungen

zu positionieren und seine Sichtbarkeit

bei Sportveranstaltungen und in der

breiten Öffentlichkeit zu erhöhen.

Die Mondelēz-Marke Milka verkündete

zuletzt, dass sie auch 2025 Partner von Borussia

Dortmund, des FC Bayern München, der

Bundesliga und der 2. Bundesliga bleibt. Die

Intersnack-Marke Funny-frisch ist ebenfalls

Offizieller Partner der Bundesliga und der

2. Bundesliga. Die Marke war zuvor u. a. als

Trikotsponsor des 1. FC Köln aktiv und hat in

einer langen Kooperation auf Weltmeister Bastian

Schweinsteiger als Testimonial gesetzt.

Die Bitburger Braugruppe unterstützt seit

Jahren mehrere Bundesligisten (Bayer 04

Leverkusen, TSG 1899 Hoffenheim, Borussia

Mönchengladbach, 1. FSV Mainz 05) und regionale

Topvereine. Zudem führt sie seit 2025

die langjährige Partnerschaft mit dem DFB

fort und unterstützt hier die Fußball-Nationalmannschaften

der Frauen und Männer.

24 Branche • RUNDSCHAU 06/25


9

INTERVIEW

Angelika Thielen, Leiterin Unternehmenskommunikation:

„Als regionales Familienunternehmen

ist es uns ein besonderes Anliegen,

Verantwortung für unsere Heimat zu

übernehmen und zum Erhalt und Ausbau des

sportlichen und kulturellen Angebots beizutragen.

Mit unserem Sponsoring haben wir

darüber hinaus die Möglichkeit, unsere Marke

und unsere Produkte erlebbar zu machen und

unsere Zielgruppen in ihrer Freizeit oder bei

der Ausübung ihres Hobbys anzusprechen. Als

Stadionbier unserer Partnervereine schaffen

wir zudem eine direkte Verbindung unserer

Marke mit emotionalen Situationen. Auf diese

Weise erreichen wir eine große Nähe zu den

Menschen und sorgen für vielfältige Markenund

Produktkontaktpunkte.“

Den regionalen Bezug verdeutlichen

Bürger ist seit der Bundesliga-Saison 2024/25

bis einschließlich 2026/27 offizieller Service-

Partner des VfB Stuttgart. Seither sind die

Maultaschen im Public-Catering- und Business-Bereich

der MHP Arena erhältlich. Zudem

ist das Unternehmen auf vielen Werbeflächen

im Stadion sichtbar. Auch unterstützt

man die Stuttgarter Kickers, besonders im

Bereich der Nachwuchsförderung. „Unsere

Unternehmenswurzeln liegen in Stuttgart-

Feuerbach – die starke lokale Verwurzelung

der Kicker sowie deren familiäre Ausrichtung

passen hervorragend zu unseren Werten“, so

Steffen Bauer, Projektmanager Sponsoring

(Sport, Events, Messen). Zudem engagiert sich

Bürger u. a. regional im American Football,

Basket-, Hand- und Volleyball oder bei Tennisveranstaltungen

in jeglichen Turniergrößen.

„Für uns ist Sport-Sponsoring mehr als ein

Marketinginstrument: Es ist ein Bekenntnis

zur Region, zu gemeinsamen Werten und zu

einem aktiven Lebensstil, den wir mit unseren

Produkten authentisch begleiten.“ Und es

dient auch dem Employer Branding: „Unsere

Mitarbeitenden identifizieren sich stark mit

unseren Partnern und sind stolz, Teil eines

Unternehmens zu sein, das sich für Sport

einsetzt“, so Bauer.

Im Februar haben Fritz-Kola und der

FC St. Pauli ihre Kooperation um mindestens

vier Jahre verlängert. Für Geschäfts-

Prof. Dr. Tim Ströbel

Lehrstuhl für

Marketing &

Sportmanagement

Universität Bayreuth

Warum ist Sport-Sponsoring auch für

Lebensmittelmarken/-produzenten und

die Händler ein wichtiges Instrument?

Das Interesse an Sport ist nach wie vor groß,

über die Jahrzehnte immer weiter gewachsen

und das Thema hat gesellschaftliche

Relevanz. Mit Sport-Sponsoring lässt sich

in erster Linie Aufmerksamkeit erzielen,

aber möglicherweise auch ein gewisses

Image verändern oder verbessern. Ein

ganz wichtiger Punkt ist die Aktivierung

im Rahmen eines Vor-Ort-Erlebnisses: Um

Fans zu adressieren, kann man regelrechte

Markenwelten entstehen lassen, in die

die Besucher eintauchen können, um zu

erfahren, was eine Marke alles zu bieten

hat. Bei Lebensmitteln kann man direkt

etwas probieren, ausprobieren, schmecken

und riechen. Das passt doch gut.

Wir stehen kurz vor der Frauenfußball-

EM. Welches Potenzial ordnen Sie den

Frauensportarten für Aktivitäten im

Sportsponsoring zu?

Der Frauensport hat sich in den letzten Jahren

generell enorm entwickelt. Fußball hat

auch hier sicher eine gewisse Vorreiterposition.

Mit Blick auf die Frauenfußball-EM

als Beispiel kann man sagen: Die Turniere

ziehen immer mehr Aufmerksamkeit auf

sich, das Fan- und Zuschauerinteresse, aber

auch das Sponsoreninteresse wachsen. Und

das Medieninteresse ebenso – was etwa

Übertragungszeiten und -dauer betrifft.

In dem Markt passiert sehr viel. Das gilt

auch für die Frauen-WM im Fußball. Nicht

von ungefähr möchte man etwa die Anzahl

der Mannschaften, die daran teilnehmen

können, erhöhen. Dieses Grundlevel an

Aufmerksamkeit hat natürlich Attraktivität

für Unternehmen. Obgleich es nicht

unbedingt ein Muss ist. Entscheidend ist

auch die Frage, wie kreativ man ein Sponsoring

gestaltet.

Welche Rolle spielt der E-Sport in

diesem Zusammenhang?

E-Sport war viele Jahre im enormen Aufschwung,

gerade durch die Corona-Pandemie.

Mittlerweile lässt sich eine gewisse

Konsolidierung erkennen. Aber für mich

gibt es nach wie vor sehr viel Entwicklung

in dem Bereich. Und es handelt sich

aufgrund der jüngeren Zielgruppe um

einen interessanten Markt für Sponsoren.

Unternehmen sollten sich allerdings klar

machen, dass sie ihr klassisches Sponsoring-Konzept,

wie sie es eventuell schon

viele Jahre umsetzen, nicht einfach eins

zu eins auf den E-Sport übertragen können.

Dieser Markt hat spezielle Rahmenbedingungen.

Und die E-Sport-Fans, auf die

man als Sponsor abzielen möchte, haben

besondere Bedürfnisse, Erwartungen und

Anforderungen. Man muss sich wirklich

Gedanken machen: Wie spreche ich die

Leute an? Wie will ich dort auftreten? Wie

möchte ich integriert sein und mit den

Menschen bei den Events interagieren?

Denn es findet tatsächlich sehr viel Interaktion

statt, vielleicht sogar mehr als im

traditionellen Sport – insbesondere auf

den digitalen Plattformen, die zum E-Sport

einfach dazugehören. Es geht darum, Teil

des Ganzen zu werden – und nicht nur

Geldgeber von außen zu sein.

Inwiefern geht es beim Sport-

Sponsoring auch um Employer Branding?

Das spielt im regionalen und lokalen Rahmen

sicher eine Rolle. Für viele Unternehmen,

die händeringend nach Fachkräften

suchen, ist das Thema Personalrekrutierung

und Employer Branding wichtig – und

ein immer entscheidenderer Aspekt beim

Sport-Sponsoring. Sich als Unternehmen

vor Ort im Sport einzubringen, schafft eine

gewisse Zugehörigkeit von Mitarbeitenden,

die sagen: Ich finde es gut, dass mein

Unternehmen sich auch direkt hier in der

Stadt bzw. in der Region engagiert – und

ich identifiziere mich damit.

www.rundschau.de

25


_

INFO

Branche

Sport-Sponsoring

Win-win für alle Seiten

Seit diesem Jahr unterstützt die Edeka-Kauffrau

Katrin Schneider

den Team-Deutschland-Geher

Christopher Linke und möchte ihn

zusammen mit ihren Mitarbeitern auf

seinem Weg hin zu den Olympischen

Spielen 2028 in Los Angeles begleiten.

Sie führt ihren Markt im brandenburgischen

Werder an der Havel, wo

auch der Leichtathlet wohnt. „Ich

bin jetzt seit 20 Jahren selbstständig.

Das wird in diesem Jahr groß gefeiert.

Da ist Christopher Linke natürlich

unser Testimonial“, sagt sie.

Auch wenn sich der Leichtathlet derzeit

intensiv im Trainingslager auf

die kommende Weltmeisterschaft vorbereitet,

die im September in Japan

stattfindet, war er schon im Markt

vor Ort. Er hat den Auszubildenden

für ein Interview im Rahmen des U21

Team Award 2025 der Edeka Minden-

Hannover Rede und Antwort gestanden

und wurde auch oft von Kunden

angesprochen. In Form eines Banners

steht Linke zudem jeden Tag körpergroß

im Markt. Nicht zu übersehen!

führer Florian Weins weit mehr als ein

klassisches Sport-Sponsoring: „Sie ist eine

Wertepartnerschaft und ein bewusstes Statement.

Beide Marken eint eine klare Haltung:

Gemeinsam engagieren wir uns für Vielfalt,

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung.

Genau dieses gemeinsame Wertefundament

macht die Partnerschaft so glaubwürdig und

stark.“ In einer gemeinsamen Aktion mit Edeka

hat man zum Aufstieg des Vereins im letzten

Jahr eine exklusive Fritz-Kola-Sonderedition

verkauft. „Solche Aktionen zeigen, wie sich

unsere Partnerschaft nicht nur in starken

Botschaften, sondern auch in konkreten Verkaufsimpulsen

für den Handel niederschlägt.“

Auch Followfood arbeitet mit dem Verein

zusammen. Dabei setzt das Unternehmen

auf Impact-Partnerschaften statt klassischem

Sponsoring. Es geht also immer um ein Nachhaltigkeitsziel,

hier: das nachhaltigste Stadion-

Catering voranzubringen. Schließlich werden

an jedem Spieltag vor Ort fast 30.000 Menschen

mit Lebensmitteln versorgt. „Gemeinsam

haben wir es geschafft, die erste bio-vegane

Stadionwurst der Bundesliga einzuführen

und mit unserem Partner Edeka die Fleisch-

Stadionwurst auf Bio umzustellen“, freut sich

Julius Palm, CMO und stellvertretender Geschäftsführer

des Unternehmens.

Gemeinsame Erinnerungen

Astra ist seit 2001 ebenfalls partnerschaftlich

mit dem „Kiez-Club“ verbunden. Seither

wurden mit Projekten wie der Spenden-

Rettungsaktion „Astra trinken – St. Pauli

retten“ oder der Sonderedition „Heiliger

Rasen“ mit eingebrautem Stadionrasen viele

besondere Momente geteilt. Auch der Astra x

FC St. Pauli Merch im Online-Shop verdeut-

Regionalität wird bei uns im Markt großgeschrieben.

Das bedeuet für mich, sich

auch anderweitig im Ort einzubringen.

Katrin Schneider

Edeka Katrin Schneider, Werder (Havel)

licht nochmals die Nähe. Mit seinen Marken

Lübzer, Holsten oder Wernesgrüner fördert

Carlsberg noch viele weitere Sportarten und

auch regionale Vereine. Denn: „Sport bringt

die unterschiedlichsten Menschen zusammen.

Er schafft echte Emotionen, Zugehörigkeit,

gemeinsame Erinnerungen“, verdeutlicht Jan

Dürbeck, Head of Sponsorships, nochmals die

Motivation. Nicht von ungefähr war Schwarzwaldmilch

sechs Jahre lang Haupt- und Trikotsponsor

des Sport-Clubs Freiburg. Seit 2022

ist das Unternehmen Exklusivpartner und hat

auch Partnerschaften mit den Bundesligisten

VfB Stuttgart und TSG Hoffenheim.

Im vergangenen Jahr haben der FC Bayern

und Paulaner ihre Partnerschaft langfristig

verlängert, die nun bis 2031 gilt. Sie umfasst

neben den Profis, den Legenden des deutschen

Rekordmeisters und dem FC Bayern Basketball

seither auch die erfolgreichen Fußballerinnen

des FC Bayern, die 2025 die Deutsche Meisterschaft

für sich entscheiden konnten. Ein Sieg,

über den man sich auch beim Unternehmen

Ehrmann freut, das 2024 bis 2027 eine Zusammenarbeit

mit der Fußball-Frauenmannschaft

des FC Bayern abgeschlossen hat. Seither ist

etwa der Firmenschriftzug auf den Trikots

der Spielerinnen – direkt unter der Rückennummer

– zu sehen. „Wir sind generell sehr

stolz, der Partner des FC Bayern München zu

sein. Auch durch unsere bayerischen Wurzeln

fühlen wir uns mit dem Verein verbunden.

Zudem passt unser Firmenleitsatz ‚Von der

Familie für die Familie‘ sehr gut zum Frauenfußball,

der sich – wie wir – aber auch sehr

international entwickelt“, sagt Matthias Klein,

Marketingdirektor. Beide Marken zeigten

wechselseitig positive Ausstrahleffekte.

Mehr als 20 Jahre besteht bereits die Partnerschaft

von Sinalco und Holstein Kiel. Zudem

engagiert man sich für den MSV Duisburg

und VfL Bochum. „Unsere Sponsoring-Engagements

bieten eine Plattform, auf der unsere

Marken emotional aufgeladen und in einem

positiven Umfeld wahrgenommen werden.

Durch Probieraktionen, Präsenz im Stadion

und begleitende Zweitvermarktung stärken

wir nicht nur unsere Markenbindung, sondern

generieren auch konkrete Impulse für den

Absatz – sowohl direkt im Stadionumfeld als

26 Branche • RUNDSCHAU 06/25


auch im Lebensmitteleinzelhandel, zeigt sich

Ina Neleßen, Leiterin Marketing, Deutsche

Sinalco, überzeugt. Zudem unterstützt man

den Handballverein THW Kiel sowie das

American-Football-Team Rhein Fire: „Gerade

hier sehen wir ein enormes Potenzial in der

jungen Zielgruppe und in einer stark wachsenden

Fangemeinde.“

In dieser Saison kooperiert die Rügenwalder

Mühle mit den Fußballern des Hamburger SV

und des BVB. Im Volksparkstadion gab es etwa

die vegane Stadionbratwurst für alle Fans.

Und in Dortmund wurden unter dem Motto

„Schmeckt uns“ gemeinsame Genussmomente

auf dem Rasen und am Esstisch gefeiert.

Seit vielen Jahren ist ebenso Krombacher

ein aktiver Partner des Sports und engagiert

sich regional im Profi- wie im Amateurbereich:

etwa im Fußball (u. a. DSC Arminia Bielefeld),

Handball (z. B. VfL Eintracht Hagen), Laufsport

oder Eishockey. „Mit unseren Sponsoringmaßnahmen

verankern wir unsere Marke

noch stärker in den Regionen, in denen wir

aktiv sind. Dabei zählt nicht in erster Linie

die Ligazugehörigkeit unserer Partnervereine,

sondern die Verwurzelung und Verbindung

des Vereins in der jeweiligen Region“, erläutert

Peter Lemm, Leiter Unternehmenskommunikation,

das Konzept.

Ein Extra zum Jubiläum

Über eine Dreingabe zu seinem 125. Vereinsgeburtstag

kann sich der 1. FC Nürnberg freuen:

einen limitierten Durstlöscher der Limonadenmarke

Now by Neumarkter Lammsbräu.

„Bio Sprizzz Cassis Lime“ kommt in der roten

Clubfarbe und mit Spieleretiketten daher.

Als Haupt- und Trikotpartner begleitet

Schaebens den Frauen- und Mädchenfußball

des 1. FC Köln. Eine ganz bewusste Maßnahme,

wie Geschäftsführer Björn Hünemeyer

erläutert: „Uns geht es nicht nur um die Bundesliga-Mannschaft,

sondern ganz ausdrücklich

auch um die zweite Mannschaft und vor

allem um die Nachwuchsteams. Wir glauben

fest daran, dass echter Fortschritt im Frauensport

nur gelingen kann, wenn nicht nur an

der Spitze investiert wird, sondern gezielt in

die Breite und in die Basisarbeit.“

Weniger um klassisches Sport-Sponsoring

ging es Haribo wohl dabei, dem Viertligisten

Todesfelde eine Familienloge im Pico-Balla-

Design zu schenken – zwei umgebaute Übersee-Container

mit angebundenem Kiosk für

Fan-Artikel. „Aus der Hinterhofwaschküche

zum Fruchtgummi-Weltmarktführer,

vom Dorfverein in die vierte Liga, das

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_

INFO

Branche

Sport-Sponsoring

Im E-Sport engagiert

Sportliche (Profi-)Wettbewerbe

werden auch im digitalen Raum ausgetragen.

Daher präsentiert Original

Wagner Pizza seine Marke bei allen

Übertragungen und Online-Streams

des DFB-ePokals mit aufmerksamkeitsstarken

Logopräsenzen und

nutzt die Partnerschaft für verkaufsfördernde

On-Pack-Promotions. Beim

DFB-ePokal powered by ERGO, dem

größten landesweiten eFootball-

Wettbewerb, messen sich sowohl

Amateurteams als auch Profis aus

ganz Deutschland miteinander. An

der Konsole gespielt wird die

Fußballsimulation „EA Sports FC 24“.

KuchenMeister war 2023 erstmals

Sponsor der Warcraft 3 Weltmeisterschaften.

Neben einer starken

Online-Präsenz war auch das Koala-

Maskottchen live bei den Finalspielen

dabei, wie Fabian Meiberg, Head

of Business Development, Sales &

Marketing, berichtet: „In diesem Jahr

haben wir die Partnerschaft noch

ausgebaut: Koala ist nun offizieller

Partner der gesamten deutschen

Meisterschaft von Warcraft 3 und bei

jedem Spiel online präsent.“ Die

Resonanz – durchweg positiv: „In

Streams und Kommentaren feiern

viele Gamer unsere Produkte.“ Das

sei eine rundum gelungene Partnerschaft

und echte Win-win-Situation.

matcht! Als wir zum ersten Mal von der

Geschichte des SV gehört haben, dachten

wir sofort, die müssen wir auf Haribo-Art

überraschen“, so Burkhard Zyber, Vice President

Communications beim Unternehmen.

„Bandenwerbung kann jeder, wir wollten mit

der Aktion kindliche Freude in den hohen

Norden transportieren.“

Tennis, Triathlon und Co.

Klar, dass es aber eben noch viele weitere

Sportarten neben Fußball gibt. Im April war

KoRo etwa beim diesjährigen Tennisturnier

BMW Open by Bitpanda als offizieller Premium-Partner

sichtbar. Die Besucher konnten

die Produkte zudem vor Ort testen. Im Juni

unterstützt man ausgewählte Tennisspieler

bei hochkarätigen Matches des Grand-Slam-

Turniers Roland Garros. „Wir konnten in der

Vergangenheit dank Sponsoring und Kooperationen

im Sportbereich wichtige LEH-Platzierungen

erreichen. Das Branding unserer

Pistazienschnitte mit Fußballprofi Mario

Götze oder eine Display-Aktion anlässlich

unserer Lizenzpartnerschaft mit der deutschen

Männer-Nationalmannschaft im vergangenen

Jahr sind die besten Beispiele“, sagt

Dijana Dimitrovska, Vice President Marketing

bei KoRo. Seit über zwei Jahrzehnten ist Erdinger

Alkoholfrei als Partner lokaler sowie

internationaler Events im Triathlon aktiv und

unterstützt auch einzelne Athleten, darunter

Ironman-Weltmeister Patrick Lange.

Barilla hat im April eine gemeinsame, auf

mehrere Jahre ausgelegte Partnerschaft mit

der Formel 1 angekündigt. Fans können sich,

so das Unternehmen, auf die Barilla-Pasta-Bars

im renommierten Formel 1 Paddock Club und

im Paddock freuen. Neben der Sichtbarkeit

Ein besonderes Highlight war in diesem

Jahr unser Engagement als Haupt

sponsor der BMW IBU Weltmeisterschaften

Biathlon 2025 in Lenzerheide.

Stephan Hacker

Manager Events & Sponsoring, Bergader

des Barilla-Logos auf der Rennstrecke werde

es Digital- sowie Konsumentenaktivierungen

geben, die Millionen von Zuschauern weltweit

erreichen sollen. Auch Red Bull engagiert sich

im Rennsport (z. B. Formel 1), dazu bei einer

Vielzahl an weiteren Sportarten und Events.

Bergader ist bei seinen Sportsponsorings immer

der regionale Bezug und die Verbindung

zu den Bergen wichtig und fokussiert derzeit

vor allem auf die Wintersportarten Biathlon

und Eishockey. Jüngster Kooperationspartner

ist das Eishockeyteam EHC Red Bull München,

das seine Heimspiele im SAP Garden

im Olympiapark München austrägt. Hier ist

Bergader auf den Werbeflächen vertreten.

„Ein besonderes Highlight war in diesem

Jahr unser Engagement als Hauptsponsor der

BMW IBU Weltmeisterschaften Biathlon 2025

in Lenzerheide“, so Stephan Hacker, Manager

Events & Sponsoring.

Eishockey lässt sich aber auch gut an der

Küste spielen. In Bremerhaven werden die

Fishtown Pinguins, die in der ersten Liga

spielen, von der Deutschen See Fischmanufaktur

unterstützt. „Die Pinguins stehen

für Leidenschaft, Teamgeist und eine tiefe

Verankerung in Bremerhaven. Mit unserem

Engagement möchten wir die lokale Gemeinschaft

stärken und unsere Rolle als aktiver

Partner am Standort unterstreichen“, so Senior

Kommunikationsmanagerin Martina Buck.

Auch Jens Knauer, Geschäftsführer des

E-Center „Roter Sand“ in Bremerhaven, bringt

sich mit anderen Edeka-Kollegen für den

Verein ein. Dadurch ist er sichtbar in der Halle

vertreten und nutzt das Engagement auch

für den Auftritt im Markt, etwa in Form von

Autogrammstunden mit den Spielern. Gut

Fotos: stock.adobe.com/KolimaPX, stock.adobe.com/karepa, Christian Pries, Justus Stegemann, Edeka Katrin Schneider

28 Branche • RUNDSCHAU 06/25


△ Das macht den Wettkampfzuschauern Laune: Sommer, Sonne, Beach-Volleyball. Mit dabei als

Unterstützer: Warsteiner, wie deutlich an der Bandenwerbung zu erkennen ist.

an kam auch seine Aktion, die Kapitäne des

Eishockey-Erstligisten und des örtlichen

Basketballvereins „Eisbären“ einmal eine

Stunde lang gemeinsam an die Kasse zu setzen:

„Da war die Bude richtig voll!“ Auf die

Eisbären ist Knauer gezielt zugegangen, weil

man dort eine Schulliga fördert. Mit seinem

Sponsorengeld wird eine Schule u. a. mit Körben,

Bällen und Trikots ausgestattet, um so am

Ligabetrieb teilnehmen zu können. „Wichtig

ist, dass so ein Sponsoring nicht nur eine

Einbahnstraße ist. Der entsprechende Verein

sollte sich dann auch flexibel auf den unterstützenden

Markt einstellen, sich beispielsweise

dort vor Ort präsentieren oder andere

Dinge zurückspielen, die je nach Markt sehr

individuell sein können.“ Ein Miteinander,

das in Sachen Sport-Sponsoring im Kleinen

wie im Großen gilt!

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Branche

Interview

Text: Maria Akhavan

Foto: Markant AG

V.l.n.r.: Alicia Möschle (Bereichsleitung), Patrick Lindenmeier (Bereichsleitung), Alois Bauer (Geschäftsbereichsleitung

Vermittlungsgeschäft), Jessica Fuchs (Assistenz), Isabel Trinkert (Bereichsleitung).

Voilà! – die Start-up-Arena

Die Markant Deutschland GmbH bietet jungen Unternehmen eine einzig artige

Plattform, auf der sie innovative Produkte einem Netzwerk von Handels partnern vorstellen

können. Wir haben die Initiatoren zu voilà! befragt.

Neue Produkte in den LEH zu bringen, ist

gar nicht so einfach. Hier setzt dieses neue

Konzept an. Was ist voilà! – die Start-up-Arena,

und an wen richtet es sich?

Voilà! – die Start-up-Arena ist eine Initiative

und Plattform der Markant Deutschland

GmbH, die jungen Unternehmen die Möglichkeit

bietet, ihre innovativen Produkte einem

breiten Netzwerk von über 200 Handelspartnern

in Deutschland und Europa vorzustellen.

Ziel ist es, Start-ups den Zugang zum Handel

zu erleichtern und ihre Produkte in die Regale

großer Einzelhändler und somit näher an den

Konsumenten zu bringen.

Über die Plattform können sich alle Start-ups

bewerben und ihre Produkte kostenfrei online

präsentieren. Anschließend bewertet eine

Jury aus Entscheidern der größten Markant

Handelspartner, welche Start-ups die Chance

erhalten, ihre Produkte bei einer Pitch-

Veranstaltung persönlich vorzustellen. In

diesen Pitchs erhalten die Gründer die Möglichkeit,

ihr Produkt in vier Minuten vorzustellen

und direkt mit den Handelspartnern in

Kontakt zu treten, um so wertvolles Feedback

zu erhalten. Die Pitch-Events finden dreimal

im Jahr statt – Anfang des Jahres in Frankfurt

sowie im Frühjahr und Herbst im Rahmen

des Markant Handelsforums in Karlsruhe.

Die Frist für den Herbsttermin ist der 31. Juli.

30 Branche • RUNDSCHAU 06/25


_

INFO

Bewerbungsfrist

Welche Handelsunternehmen gehören zu den

Initiatoren bzw. sind repräsentiert?

Die Jury besteht aus den größten Handelspartnern

der Markant Gruppe – mit dabei

sind Kaufland, Rossmann, dm Drogeriemarkt,

Globus, Müller, Bünting, Bartels-Langness,

Tegut, Georg Jos. Kaes und Klaas & Kock.

Die Handelspartner haben das Konzept mit

initiiert, da sie immer auf der Suche nach

Innovationen sind und die Markant Gruppe

hier besonders in der Netzwerkrolle spannende

Möglichkeiten zur Vernetzung bietet.

Wer kann sich bewerben?

Jedes Start-up mit einem innovativen Produkt

kann sich über die voilà!-Website registrieren

und bewerben. Wir empfehlen, dass die

Start-ups ein bereits verkehrsfähiges Produkt

haben und sich schon Gedanken über die

Skalierungsoptionen gemacht haben sollten.

Im Falle eines positiven Pitchs und der

Möglichkeit, das Produkt zu einer Listung

zu bringen, sollten möglichst viele Attribute

erfüllt sein, damit das Produkt langfristig im

Handel erfolgreich ist.

Wie funktioniert der Bewerbungsprozess?

Der Bewerbungsprozess ist einfach und

kostenfrei. Die Start-ups registrieren sich

zunächst über www.voila-startups.com – im

Anschluss füllen sie dann ein vorgegebenes

Profil mit Informationen zu ihren Produkten,

der Story hinter den Produkten, der Angabe

von UVPs und Bildmaterial sowie ggf. ergänzenden

Informationen aus. Nachdem diese

Angaben vervollständigt wurden, können die

Start-ups ihre Bewerbung absenden. Das Startup-Team

der Markant prüft diese Bewerbungen

dann. Danach werden alle Bewerbungen der

Jury zur Verfügung gestellt, und diese stimmt

in einem Voting darüber ab, welche Start-ups

sie bei einem Pitch kennenlernen möchte.

Die zehn Start-ups mit den meisten Stimmen

werden zum nächsten Pitch-Event eingeladen.

Gilt das Angebot für alle Kategorien?

Das Angebot gilt für alle Kategorien, die im

Lebensmitteleinzelhandel oder Drogeriemarkt

vertreten sind. Aber auch Start-ups aus dem

Bereich Nonfood und Retail-Tech können sich

bewerben und so ihre innovativen Lösungen

der Jury vorstellen.

Wer sitzt in der Jury?

In der Jury sitzen die Einkaufsleiter und Geschäftsführer

der teilnehmenden Handelspartner

sowie die Geschäftsführung der Markant.

Nach welchen Kriterien werden

die Bewerber beurteilt?

Im Rahmen der Abstimmung im Anschluss

an die Bewerbung entscheiden die Handelspartner,

welche Produkte sie für ihre Sortimente

spannend und passend finden. Hierbei

bringen die Händler ihre jahrelange Expertise

und Erfahrung ein. Aber auch während der

Pitchs beurteilt die Jury die Start-ups anhand

einiger Kriterien, um im Anschluss Feedback

geben und einen Gewinner küren zu können.

Diese Kriterien sind unter anderem: UVP-Konzept,

Verpackungsdesign, Innovationsgrad,

Marktfähigkeit, Gesamteindruck Pitch etc.

Was kann man als Start-up gewinnen?

Bereits alle Start-ups, die sich bewerben, haben

die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit eines

breiten Handelsnetzwerkes zu erhalten. Die

Start-ups, die zum Pitch-Event eingeladen werden,

haben darüber hinaus alle die Chance,

ein persönliches Gespräch mit den Handelspartnern

zu gewinnen, um eine potenzielle

Listung zu besprechen. Der Gesamtsieger

erhält zudem eine kostenfreie Teilnahme am

kommenden Markant Handelsforum.

Wie sehen die Milestones aus? Und wann

stehen die Gewinner fest?

Das nächste Pitch-Event findet im Rahmen

des 128. Markant Handelsforums am

17./18. September statt. Die Bewerbungsfrist

endet am 31. Juli 2025. Circa vier Wochen vor

dem Handelsforum stehen die Teilnehmer,

ausgewählt von der Händler-Jury, fest, und am

Handelsforum werden die Gewinner gekürt.

Kurz darauf gibt es dann direkt das nächste

Highlight: Auch 2025 wird das Konzept von

voilà! – die Start-up-Arena auf der Anuga

stattfinden, und zwar am 6. Oktober. ☐

17./18. September 2025: 31.07.2025

Bewerbungszeitraum voilà! x Anuga

am 06.10.25: 01.08.2025 – 31.08.2025

Webseiten-Hinweis:

voilà! - die Start-up-Arena der Markant

△ Panda Nutrition, die Gewinner des

Pitch-Wettbewerbs, auf dem 127. Markant

Handelsforum in Karlsruhe, April 2025.

△ John Grewe, Geschäftsführer

Markant Deutschland GmbH, bei der

Preisverleihung auf der Anuga 2023.

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31


Branche

Sommerparty

Text: Mirko Jeschke

Zeit zu feiern!

Der Party-Sommer 2025 steht in den Startlöchern und bietet dank einer Vielzahl prominenter

Festivals insbesondere für Getränkehersteller jede Menge Chancen, ihre Produkte im passenden

Kontext in Szene zu setzen und somit positive Markenerlebnisse zu schaffen. Das Ziel: eine

emotionale Aufladung der Marke und eine starke, nachhaltige Bindung zu den Konsumenten.

32 Branche • RUNDSCHAU 06/25


_

INFO

Festival-Sommer 2025

Auf diese Top-Festivals dürfen sich

Musikfans diesen Sommer freuen:

Bei den Festivalauftritten geht es um

mehr als Sichtbarkeit. Wir setzen

auf starke Markenerlebnisse und echte

Begegnungen, die Nähe schaffen.

Sommer, Sonne, Party? Angesichts

der aktuell turbulenten Zeiten mit

zunehmenden Unsicherheiten hinsichtlich

der (eigenen) wirtschaftlichen

Entwicklung sehnen sich die Bundesbürger

erst recht nach einer Auszeit vom

Alltag. Momente, in denen sie loslassen und

unbeschwert genießen können, spielen dabei

selbstverständlich eine zentrale Rolle. Um

eben diese Genussmomente hervorzuheben

und über die heiße Jahreszeit aufkommende

Urlaubsgefühle aufzugreifen, bedienen

sich allen voran Getränkehersteller in ihren

Marketing- und Kommunikationsaktivitäten

traditionell entsprechender Kontexte.

Im Bereich der alkoholhaltigen (Party-) Getränke

etwa gehen auch in diesem Jahr wieder

jede Menge kreative Mixturen in bunten,

aufmerksamkeitsstarken Gebinden an den

Start. Mit exotisch-fruchtigen Geschmacksversprechen

wecken sie Emotionen – und

kommen immer häufiger auch in der Dose

Vanessa Lehmann

Head of Corporate Communications, Henkell Freixenet

daher, womit dem wachsenden Conveniencebzw.

To-go-Trend Rechnung getragen wird,

gerade bei der Generation Z.

Festivals als Bühne für Marken

Apropos unterwegs sein: Wer die Nähe zu

seinen (potenziellen) Konsumenten sucht, beschränkt

sich nicht nur auf den PoS, sondern

zeigt auch dort Präsenz, wo Menschen unter

freiem Himmel in großer Zahl gemeinsam

feiern – zum Beispiel auf prominenten Musikund

Kulturfestivals.

Für Henkell Freixenet sind solche Veranstaltungen

ein wichtiger Bestandteil der Markenkommunikation.

Das Unternehmen ist deshalb

in diesem Jahr mit zwei wichtigen Marken

auf Festivals präsent: Die Wodka-Marke Gorbatschow

ist erneut (seit 2022) Partner von

Deutschlands größtem Electronic-Music-Festival

„Parookaville“ (18.-20. Juli in Weeze), während

die Kokoslikör-Marke Mangaroca

Batida, die sich zuletzt beim „Juicy Beats

Nord: Hurricane Festival (20.-22.06.,

Scheeßel); Deichbrand Festival (17.-

20.07., Cuxhaven); Wacken Open Air

(30.07.-02.08., Wacken); MS Dockville

(15.-16.08., Hamburg-Wilhelmsburg)

West: The Summerjam Festival (04.-

06.07., Köln); Parookaville Festival

(18.-20.07., Weeze); Juicy Beats Festival

(25.-26.07., Dortmund); Nature

One (31.07.-03.08., Kastellaun); San

Hejmo Festival (15.-16.08., Weeze)

Ost: Fusion Festival (25.-29.06.,

Lärz); Airbeat One Festival (09.-

13.07., Neustadt-Glewe); Lollapalooza

Deutschland (12.-13.07., Berlin);

SonneMondSterne Festival (08.-10.08.,

Saalburg-Ebersdorf)

Süd: Southside Festival (20.-22.06.,

Neuhausen ob Eck); Das Fest (24.-

27.07., Karlsruhe); Glücksgefühle

Festival (11.-14.09., Hockenheim)

SIERRA

BACARDI

VOSS

HELLA

Die Sierra Tequila RTDs in den Sorten

Lime Margarita und Strawberry

Margarita (Abb.) werden aus original

Sierra Tequila Blanco hergestellt. In der

250-Milliliter-Dose, 10 Vol.-% Alkohol.

Bacardi Passionfruit verbindet den charakteristischen

weißen Rum der Marke

mit dem intensiven Geschmack von

Maracuja. Glutenfrei und ausschließlich

mit natürlichen Aromen hergestellt.

Das aromatisierte Wasser aus Norwegen

vereint Lifestyle und Geschmack mit

einem Hauch Luxus. Erhältlich in den drei

Sorten Lime Mint (Abb.), Lemon Cucumber

und Strawberry Ginger.

Die Sommer-Range Feelgood gibt es in

den Sorten Awake (Abb.), Refresh und

Defence. Im Rahmen einer Vkf-Aktion

werden noch bis 17. August 2.000 JBL

Go 4 Bluetooth-Lautsprecher verlost.

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33


a

3 FRAGEN

Paul Anderl

Geschäftsführer

Anderl Getränke

Welche Getränketrends sehen Sie in

diesem Sommer?

Bei alkoholfreien Getränken beobachten

wir steigende Umsätze im Bereich Mineralwasser

Glas und Spezi-/Colamix. Seit der

Einführung von Augustiner Hell Alkoholfrei

erlebt das Segment „Hell Alkoholfrei“

einen echten Boom. Zudem bauen wir die

Flächen für Dosenbier stark aus. Auch der

Spritz-Trend setzt sich bei uns fort.

... und alkoholfreie Alternativen?

Im Biersegment gehören die alkoholfreien

Biere mittlerweile zu den festen Größen.

Bei Wein & Sekt und Spirituosen wächst

unser Sortiment rasant und wir nehmen

wahr, dass unsere Kunden alkoholfreie

Alternativen immer mehr nachfragen.

Welche Aktionen setzen Sie um?

Über die Saison spielen wir unsere „Spritz

Offensive“. Mit Display-Platzierungen zeigen

wir den Kunden die gängigen Spritz-

Artikel wie Aperol, Sarti oder Limoncello,

samt Verbundplatzierungen mit Prosecco.

Festival“ 2024 in Dortmund engagiert hat,

erstmals als Sponsor des „San Hejmo

Festivals“ (15.-16. August in Weeze) fungiert.

Vanessa Lehmann, Head of Corporate Communications,

erklärt dazu: „Festivals sind ein

fester Bestandteil der Markenkommunikation

von Henkell Freixenet. Sie bieten ideale Voraussetzungen,

um Marken wie Gorbatschow

und Mangaroca Batida emotional aufzuladen

– in einem Umfeld, das wie kein anderes für

gute Laune, Lebensfreude und gemeinsame

Erlebnisse steht. Werte, die auch diese Marken

verkörpern.“ Entscheidend für Lehmann

ist dabei der perfekte Fit zwischen Marke

und Festival – sowohl in puncto Zielgruppe

als auch bei der inhaltlichen Ausrichtung.

Denn: „Bei den Festivalauftritten geht es um

mehr als Sichtbarkeit. Wir setzen auf starke

Markenerlebnisse und echte Begegnungen,

die Nähe schaffen. Damit wollen wir einzigartige

Momente kreieren, die begeistern und

in Erinnerung bleiben – mit unseren Marken

und Produkten als integraler Teil des Erlebten.

Und immer mit dem Ziel, eine langfristige

emotionale Bindung aufzubauen.“

Um mit dem eigenen Produktportfolio

passgenau die verschiedenen Zielgruppen

ansprechen zu können, ist auch die Brauerei

C. & A. Veltins in diesem Jahr bei zahlreichen

großen Outdoor-Events und Festivals

aktiv. Dabei werden Veltins Pilsener und der

Biermix der Sorte V+ oftmals nebeneinander

platziert. Ulrich Biene, Leiter Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit: „Damit sind wir auch

2025 bestens aufgestellt, wie z. B. beim ‚Mayday‘

in Dortmund, beim ‚Ruhr-in-Love‘ in

Oberhausen oder beim ‚Nature One‘ in Kastallaun

– V+ ist hier langjähriger Festival- und

Bierpartner. Aber auch Fans des ‚Electrisize‘-

Festivals in Erkelenz können sich auf frischen

V+ Genuss freuen. Hinzu kommen viele regionale

Festivalgelände und Konzerte, bei denen

die Veltins-Produkte für den gastronomischen

Rahmen sorgen. Als gutes Beispiel seien hier

das Open-Air-Gelände der Loreley-Freilichtbühne

in Sankt Goarshausen und zahlreiche

große Stadtfeste genannt.“

Jüngere Zielgruppen im Blick

Ebenfalls im Festival-Kontext aktiv ist Gerolsteiner.

Das Unternehmen, das zuletzt mehrfach

als Kooperationspartner des „Wacken

Open Air“ fungierte, ist ab 2025 Mineralwasser-Partner

des „Parookaville“-Festivals.

„In Zeiten geringerer TV-Reichweiten bei

höheren Kosten und einer immer stärkeren

Kanal-Fragmentierung in Social Media müssen

mittelständische Marken wie Gerolsteiner

neue Wege finden, die Aufmerksamkeit von

Zielgruppen jungen und mittleren Alters zu

gewinnen. Kooperationen mit Festivals sind

eine hervorragende Möglichkeit dazu: Sie

entsprechen dem Zeitgeist, entfachen Begeisterung

und bieten Marken eine Plattform

für emotionale Markenerlebnisse“, ist Marcus

KROMBACHER

MANGAROCA BATIDA

DÉJÀ-VU

KORO

Die Sonderedition Fassbrause Kirsche

kombiniert eine angenehme Süße und

eine feine Säure – mit echtem Fruchtsaft,

0,00% Alkohol und der für Fassbrausen

charakteristischen Malznote.

Perfekt für unterwegs: Die fruchtigen

Longdrinks von Mangaroca Batida sind

in den beiden RTD-Varianten Passion

mit Maracuja und Pineapple (Abb.) mit

Ananas erhältlich. In der 0,25-Liter-Dose.

Der fruchtig-süße Aperitif Déjà-Vu Wild

Berry verbindet Oriental Déjà-Vu – mit

seinem Mix aus orientalischen Gewürzen,

fernöstlicher Zitrusnote und Ingwerschärfe

– mit Wild-Berry-Geschmack.

To-go-Snack: Die Protein Pop Chips mit

Sour Cream werden bei hohem Druck

und hoher Temperatur „aufgepoppt“. Dadurch

haben sie weniger Fett als andere

Chips mit Sour-Cream-Geschmack.

34 Branche • RUNDSCHAU 06/25


Branche

Sommerparty

△ Zu „Parookaville“, Deutschlands größtem Festival für elektronische Musik, werden dieses Jahr wieder rund

225.000 Fans auf dem Flughafen Weeze (Nordrhein-Westfalen) erwartet.

Macioszek, Leiter Marketing bei Gerolsteiner,

überzeugt. Wie beim „Wacken Open Air“ bietet

der Hersteller in diesem Jahr auch bei „Parookaville“

sein sogenanntes „Zwischenwasser“

an. Das mineralstoffreiche Getränk ist zwar

nur vor Ort erhältlich, dennoch greift Gerolsteiner

das Festivalthema mit besonderen

Editions auch im LEH auf. So wurde als Teil

der Kampagne bereits im Mai eine Aktion mit

dem Discounter Penny gestartet, der seit den

Anfängen des Festivals als dessen Partner

auftritt. Dabei gibt es von KW 20 bis 24 Gerolsteiner

Medium in der 1,5-Liter-PET-Einwegflasche

bei Penny in einer eigens gestalteten

Parookaville-Edition, über die auch 10 x 2

Regular Full Weekend + Base Camp Tickets

verlost werden.

Im Hause Semper idem Underberg wurde

indes bereits Anfang Mai dieses Jahres

Nachhaltige Buchen-Holzkohle

Für alle, die beim Grillen nicht nur auf Geschmack, sondern auch auf

Nachhaltigkeit setzen, beginnt die schönste Zeit des Jahres mit proFagus®.

Anzeige

Seit nahezu 130 Jahren steht das Traditionsunternehmen

aus Niedersachsen für Qualität,

Verantwortung und Leidenschaft rund

ums Grillen. Hier arbeitet man buchstäblich mit

Kohle – und mit ganz viel Herz. Denn der Rohstoff

ist so erlesen wie namensgebend. „Fagus“ – das

lateinische Wort für Buche – verleiht nicht nur der

Grill-Holzkohle ihre kraftvolle Glut, sondern auch

dem Unternehmen seinen Charakter: regional ver-

wurzelt, nachhaltig gedacht und seit Generationen

Synonym für echte Grillkultur.

Qualität, die man spürt und schmeckt

Buche ist ein echtes Kraftpaket unter den Hölzern.

Sie brennt besonders heiß, gleichmäßig und lange

– ganz ohne Funkenflug oder unkontrollierte Hitzeentwicklung.

Das liegt an ihrer dichten Porenstruktur

und dem natürlich hohen Kohlenstoffgehalt. So entsteht

eine Glut, die selbst ambitionierte Grillmeister

begeistert: konstant, intensiv und zuverlässig.

Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Produkten

ist die Grill-Holzkohle von proFagus® frei von

chemischen Zusätzen und überzeugt durch ihren

hohen Reinheitsgrad. Der Grund dafür ist das besonders

umweltschonende Retortenverfahren,

das im Vergleich zur konventionellen Holzkohleproduktion

deutlich effizienter und emissionsärmer

ist. Dabei werden nahezu alle Bestandteile des

Buchenholzes verarbeitet – sauber, effizient und

ressourcenschonend.

Nachhaltig genießen

Zudem wird für die Herstellung der Holzkohle

kein einziger Baum extra gefällt. Das verwendete

Buchenholz stammt aus der Durchforstung regionaler,

PEFC-zertifizierter Wälder oder fällt als Restholz

in der Holzwerkstoffindustrie an.

www.rundschau.de

35


Branche

Sommerparty

△ Aufmerksamkeitsstarker Eisbrecher: Die Wodka-Marke Gorbatschow

ist seit 2022 Partner des Electronic-Music-Festivals „Parookaville“.

△ Mit seinem „Zwischenwasser“ versorgt Gerolsteiner in diesem Jahr

Musikfans auf dem „Parookaville“-Festival.

auf dem OMR Festival Hamburg die besondere

Verbindung zwischen Underberg

und der Hip-Hop-Gruppe „Die Fantastischen

Vier“ gefeiert. Die vier Bandmitglieder waren

bei der Leitmesse für Onlinemarketing und

die Digitalbranche persönlich vor Ort und

berichteten über die Kooperation. Begleitet

wurde ihr Auftritt von der Premiere der

„Underberg Speed Boule Challenge“, einer

limitierten OMR-Sonderedition der ikonischen

Portionsflaschen sowie einer KI-Fotoaktion.

„Wir haben keine Testimonials für unsere

Love Brand gesucht, wir haben echte Fans

gefunden“, sagt Vera Donner-Sander, Brand

VALENSINA

Mit Montebelo Brasil bringt Valensina

fünf stille Limonaden ins Kühlregal:

Zitrone-Limette (Abb.), zuckerreduzierte

Limette, Pink Grapefruit-Zitrone,

Ananas-Limette und Mango-Zitrone.

Director der Semper idem Underberg AG.

Das habe zur Folge, dass die vier Musiker

beispielsweise aktiv an Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen

mitarbeiten.

Naschen beim Feiern

Dass Aktivitäten rund um beliebte Großevents

offenbar hohes Potenzial zugeschrieben wird,

belegen die Engagements einiger Hersteller

aus dem Bereich Süßwaren und Snacks. So hat

der Schweizer Schokoladenkonzern Lindt &

Sprüngli zuletzt die Lindt Hello Festival Edition

mit drei Sorten eingeführt. Im Rahmen

der anstehenden Festival-Saison verlost Lindt

OUZO OF PLOMARI

Der Plomari Citruslikör (Diversa) aus der

griechischen Destillerie Isidoros Arvanitis

ist ein weicher, lebendiger und raffinierter

Likör, der Anis- und Citrus-Aromen

perfekt ausbalanciert.

LINDT

Zur Festival-Saison: Die Lindt Hello

Festival Edition ist in den drei Sorten

Passion Pop (mit Knistereffekt), Chili

Rock (extra-scharf, Abb.) und Electric

Energy (mit Guarana) erhältlich.

Hello-Tickets für die Festivals „San Hejmo“,

„Parookaville“ und „Wacken Open Air“.

Im Rahmen einer groß angelegten Markenkampagne

für seine Marke Mr. Tom, die vor allem

jüngere Käufer ansprechen soll, führt der

Süßwarenhersteller Hosta in diesem Sommer

eine Roadshow durch. Stationen sind dabei

Musikfestivals, Sportevents sowie Stadtfeste,

darunter das Münchner Straßenfest Corso

Leopold, das Campus Festival Konstanz, der

Karneval der Kulturen in Berlin, das Ruhrin-Love

Musikfestival in Oberhausen, das

Deichbrand Festival in Cuxhaven und das

Nature One Musikfestival in Kastellaun. ☐

VELTINS

Das Helle Lager von Veltins gibt es jetzt

auch in der 0,33-Liter-Dose. Das untergärige,

filtrierte Vollbier wird ausschließlich

aus Wasser, Malz, Hefe und erntefrisch

verarbeitetem Hopfen gebraut.

Fotos: AdobeStock.com/Imagine, Joey Timmer/pikzelz, Jan Düfelsiek, Henkell Freixenet, Gerolsteiner Brunnen

36 Branche • RUNDSCHAU 06/25


Verbandsinfo

HDE

Attraktivität der Ausbildung erhalten

Sozialversicherungsbeiträge

ABGABEN In Reaktion auf die Prognose des Forschungsinstituts

IGES für die Entwicklung der Belastung durch die

Beiträge der einzelnen Sozialversicherungen bekräftigt

der Handelsverband Deutschland (HDE) seine Forderung

nach einer Senkung der Sozialversicherungsbeiträge.

Innerhalb der nächsten zehn Jahre erwartet IGES einen

Anstieg der Beitragsbelastung von gut 42 auf 49 Prozent.

Der HDE spricht sich für eine Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge

bei 40 Prozent aus.

www.einzelhandel.de

FACHKRÄFTE Mit Blick auf aktuelle Daten des Statistischen

Bundesamtes zur Entwicklung der Zahl der Ausbildungsverträge

mahnt der Handelsverband Deutschland (HDE) die Bundesregierung

zur Steigerung der Attraktivität einer Ausbildung und warnt vor

den Folgen der diskutierten Mindestlohnanhebung für den Ausbildungsmarkt.

Wie die jüngst veröffentlichten Zahlen zeigen, haben

im Jahr 2024 mit 470.900 insgesamt weniger junge Menschen in

Deutschland eine Ausbildung begonnen als noch im Vorjahr 2023.

Die Zahl der Ausbildungsverträge ging somit um 1,8 Prozent zurück.

„Der Einzelhandel ist eine der ausbildungsstärksten Branchen in

Deutschland. Die Bundesregierung darf die Bedeutung der Karriere

mit Lehre nicht aus dem Blick verlieren und sollte sich für die Ausbildung

einsetzen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die

Ausbildungsbereitschaft und -beteiligung der Handelsunternehmen

sei hoch. Allerdings: „Der im Koalitionsvertrag angedachte gesetzliche

Mindestlohn ist eine Bedrohung für die Attraktivität der dualen

Ausbildung. Wenn der Mindestlohn steigt, kann der Eintritt in den

Arbeitsmarkt für junge Menschen auf den ersten Blick attraktiver erscheinen

als eine Ausbildung“, so Genth. Dabei gerate aber aus dem

Fokus, dass eine Ausbildung langfristig oft weitaus bessere Karrierechancen

und höhere Verdienstmöglichkeiten biete als eine Beschäftigung

zum Mindestlohn.

www.einzelhandel.de

Elektronische Zahlungssysteme

PAYMENT Mit Blick auf den Koalitionsvertrag bekräftigt der Handelsverband Deutschland

(HDE) seine Skepsis gegenüber der geplanten Akzeptanzpflicht für unbare Zahlungsmittel.

Vorgesehen ist, dass in Geschäften künftig auch mindestens eine digitale Zahlungsoption

angeboten werden soll. „Eine Akzeptanzpflicht elektronischer Zahlungssysteme

wäre vor allem ein Konjunkturprogramm für Zahlungsdienstleister“, so Ulrich Binnebößel,

HDE-Abteilungsleiter Zahlungsverkehr. Die meisten Händlerinnen und Händler ermöglichten

ihren Kunden bereits unbare Bezahlmöglichkeiten. www.einzelhandel.de

Fotos: stock.adobe.com/DOC RABE Media, auremar

Verbraucherstimmung

stagniert

KONSUM Nachdem sich die Verbraucherstimmung in

Deutschland zuletzt noch etwas verbessert hatte, erholt sie

sich im Mai nicht weiter. Das macht das aktuell stagnierende

Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland

(HDE) deutlich. Somit haben die internationalen handelspolitischen

Entwicklungen zunächst zwar keinen zusätzlichen

negativen Effekt auf die Verbraucherstimmung,

gleichzeitig lösen die im Koalitionsvertrag skizzierten

Vorhaben der neuen Bundesregierung aber auch keinen

spürbaren Optimismus aus. Es bleibt somit bei der abwartenden

Haltung der Verbraucherinnen und Verbraucher.

www.einzelhandel.de/konsumbarometer

Das ist der Trend im Mai:

97,51 98,86 97,76 97,70 96,93 97,25 97,54

95,62 96,09

96,13

94,99 95,31 96,02 96,10

95,36

93,57 93,72

01/24 02/24 03/24 04/24 05/24 06/24 07/24 08/24 09/24 10/24 11/24 12/24 01/25 02/25 03/25 04/25 05/25

Quelle: HDE

RUNDSCHAU 06/25

www.rundschau.de

37


Award

Preisverleihung

Text: Martina Kausch

Fotos: Michael Gregonowits

Das Team von Bundessieger Edeka Ueltzhöfer aus dem Markt in der

Mauerstraße in Heilbronn mit Laudator Oliver Daniel (Landgard, r.).

Landessieger aus Brandenburg: Das E-Center

von Carmen Specht (l.) in Ludwigsfelde.

Sie ist der YoungStar 2025:

Lara-Jill Harding von Edeka Honsel.

Lauter glückliche Gesichter: Die „Hollywood-Treppe“ im Kurhaus Baden-Baden passt

perfekt, um alle Gewinner des Deutschen Frucht Preises glänzend zu präsentieren.

Carsten Augsburger, Geschäftsführer

Medialog, RUNDSCHAU.

Sieger beim Feiern

Bei der Verleihung des Deutschen Frucht Preises trifft sich die Banche – das Kurhaus Baden-

Baden bot in in diesem Jahr den glanzvolle Rahmen. Sechs Bundessieger, acht Landessieger

und ein YoungStar wurden von der RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel ausgezeichnet und

zeigen eindrucksvoll das Engagement der Handelsunternehmen und der Märkte.

38 Award • RUNDSCHAU 06/25

Eine Initiative von:

Schirmherrschaft:


Der Alnatura Super Natur Markt aus Stadtbergen ist Bundessieger

in der Kategorie Bio-Markt. Rechts Laudator David Hintzen (GS1).

Bundessieger: Das Team vom Rewe-Markt Straßenbahndepot in

Frankfurt mit Laudatorin Jasmin Bövingloh (IFCO, r.).

Landessieger Niedersachsen:

Das E-Center WEZ aus Stadthagen.

In großer Runde feiert das Rewe-Center Egelsbach den Bundessieg

unter den SB-Warenhäusern. Rechts Laudatorin Maria Akhavan.

Beifall für die Sieger: Der Rewe-Markt von Sascha Eißmann räumt

den Bundessieg unter den großen Supermärkten ab.

Der Landessieg Saarland geht an den Rewe-Markt

von Peter Teucke (3.v.l.).

Ausnahmslos strahlende Gesichter –

wo gibt es das? Bei der Verleihung

des Deutschen Frucht Preises der

RUNDSCHAU für den LEH und des

Fruchthandel-Magazins. In diesem Jahr war

das Event besonders eindruckvoll: Das Kurhaus

Baden-Baden bot den repräsentativen

Rahmen für die Party der Gewinner. Neben

den vier Bundessiegern hat die Jury 2025 acht

Landessieger gekürt, wobei die Entscheidung

in der zweiten Jurysitzung in vielen Fällen

haarscharf ausfiel. Details und natürlich die

Zahlen geben in der Diskussion den Ausschlag,

ob eine Obst- und Gemüseabteilung den Bundes-

oder Landessieg davonträgt.

Doch in der Vergangenheit hat sich gezeigt:

Bei manchem Landessieger-Team steigen Freude

und Ehrgeiz, die Leistung noch einmal zu

verbessern und dann den Bundessieg abzuräumen.

Denn Teilnehmer, die nicht gewonnen

haben, bekommen von der RUNDSCHAU

professionelle Coaching-Tipps.

Große Freude auch beim neuen YoungStar:

Lara-Jill Harding von Edeka Honsel bekam

nicht nur die Reise zum Event samt schönem

Taschengeld, sondern auch eine Reise nach

Valencia von Sponsor SanLucar. ☐

Mit freundlicher Unterstützung von:

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39


Mit Instagram dabei

Die RUNDSCHAU hat die Frucht-Preis-Gala 2025

auf Instagram begleitet: Infos und viele

spannende Eindrücke nach Scannen des QR-Codes.

Die besten Obst- und Gemüseabteilungen

Deutschlands sind Standing Ovations wert.

Jurymitglied Moritz Oberrauch, IDM Südtirol

(l.), und Stefan Egger (Alnatura).

Landessieger Hessen ist der Rewe-Markt Eugen Hartmann-Straße in

Frankfurt-Praunheim. Rechts Martin Munz (Rewe).

Edeka Zielke aus Viersen-Dülken heißt der Bundessieger in der Kategorie

Supermarkt. Rechts Laudatorin Michaela Schneider (Fyffes).

Moderator Markus Brock (l.), Kaasten Reh (Fruchthandel

Magazin) und Maria Akhavan (Verlagsleiterin RUNDSCHAU).

Volles Haus und prima Stimmung: Gepflegtes Tafeln gehört zum

Preisverleihungsevent dazu.

40 Award • RUNDSCHAU 06/25

Eine Initiative von:

Schirmherrschaft:


Die Landessieger Bayern kommen aus Selb – und im Einheitslook:

das Team von Edeka Egert.

Das Team von Edeka Zielke managt die bundesweit beste

Obst- und Gemüseabteilung in der Kategorie Supermarkt.

Hieberʼs Frischecenter am Bahnhofsplatz in Lörrach

feiert den Landessieg Baden-Württemberg.

Das Team RUNDSCHAU wuppt die vielen Aufgaben

vor und hinter den Kulissen.

YoungStar Lara-Jill Harding mit Reisegutschein

von Dominik Wehner, SanLucar.

So sieht Begeisterung aus: Yusuf Buyan vom

Rewe-Markt Straßenbahndepot in Frankfurt.

Der Landessieg Hamburg geht an das Team von Edeka

Niemerszein in Winterhude. Rechts Laudator Kaasten Reh.

Das Kurhaus Baden-Baden bietet den festlichen Rahmen für die

Verleihung des Deutschen Frucht Preises 2025.

Feiern in munterer Runde: Auch dafür ist die Gewinnerparty

des Deutschen Frucht Preises bekannt.

Mit freundlicher Unterstützung von:

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41


Award

Round Table Obst & Gemüse

Text: Martina Kausch

Fotos: Michael Gregonowits

Frische Konzepte

treiben den Erfolg

Durch die ganze Republik reisen die Jurymitglieder

des Deutschen Frucht Preises, um in den Märkten des

LEH die Gewinnerabteilungen zu ermitteln. Was sie

sehen, liefert Anregungen für noch bessere Ergebnisse.

THEMA 1

TIKTOK-DYNAMIK

Beispiel Mangostane-Hype: Wie geht man

am besten mit Social Media-Peaks um?

Plötzlich waren vor einigen Wochen Mangostane

in aller Munde – und in den Obstund

Gemüseabteilungen vieler Märkte zu

finden. Was war passiert? Eine Influencerin

hatte auf TikTok einen Post mit der Frucht

des tropischen Baumes abgesetzt. „Ich habe

mich auf dem OMR-Kongress in Hamburg

mit der Dame unterhalten, die mitverantwortlich

für diesen Trend war und finde

dies sehr spannend“, berichtet Dominik

Wehner (SanLucar) beim Round Table der

42 Branche • RUNDSCHAU 06/25

Eine Initiative von:

Schirmherrschaft:


?

ROUND TABLE

RUNDSCHAU. Sie esse gerne Obst, präsentiere

sich mit verschiedenen Inhalten vor der

Kamera und habe auf TikTok acht Millionen

Follower. Nun zeigte sie eben Mangostane.

Die Folge: Ein Hype in vielen O&G-Abteilungen,

der allerdings auch schnell wieder verschwand.

Doch derart kurzfristige Impulse

sind für den Handel herausfordernd: Woher

so schnell die Ware nehmen, was tun mit

den Abschriften, wenn der Hype verblasst?

Wo bleibt die Planbarkeit, die normalerweise

bei Produzenten und Vermarktern den

Takt der täglichen Arbeit bestimmt? Trotzdem:

Um zu verstehen, wie das Social Media-

Geschäft funktioniert, sind Besuche bei Events

wie dem OMR-Festival für Online-Marketing

hilfreich. Denn die Frage ist: Wie kann

man selbst Hypes setzen und sie damit für

Produzenten und Handel planbarer machen?

THEMA 2:

EXOTEN-UMSATZ

Die Nachfrage nach tropischen Früchten

steigt – besonders in zubereiteter Form.

Wie steht es überhaupt um Exoten in der

O&G-Abteilung – und was versteht man mittlerweile

unter dem Begriff? Pedro Villanova

Wie kann man selber

Hypes setzen und sie

damit für Produzenten

und den Handel

planbarer machen?

(Chiquita) weist darauf hin, dass auch Banane

und Ananas in früheren Zeiten einmal

als Exoten bezeichnet wurden und dass beispielsweise

die Avocado bei Verbrauchern

mittlerweile nicht mehr als Exot wahrgenommen

wird. In jedem Fall aber sind

die tropischen Früchte für eine spannende

O&G-Abteilung wichtig, weil gut inszenierbar

und ein Profilierungsinstrument. Die Nachfrage

steigt grundsätzlich und bei einigen

Sorten in besonderem Maße, beispielweise

bei Mango – da sind sich beim Round

Die Fachjury des

Deutschen Frucht Preises

› Maria Akhavan

RUNDSCHAU

› Jasmin Bövingloh

IFCO Germany

› Dr. Andreas Brügger

Deutscher Fruchthandelsverband

› Oliver Daniel

Landgard

› Esther Dworak

European Food Company

› Thorsten Fuchs

Food Akademie

› David Hintzen

GS1 Germany

› Kaasten Reh

Fruchthandel Magazin

› Michaela Schneider

Fyffes

› Michael Schotten

Fruchthandel Magazin

› Alexander Stein

Messe Berlin

› Moritz Oberrauch

IDM Südtirol

› Pedro Villanova

Chiquita

› Dominik Wehner

SanLucar

› Christine Weiser

Fruchthandel Magazin

△ Dominik Wehner, Commercial

Director bei SanLucar.

△ David Hintzen, Senior Branchenmanager

Food, GS1 Germany.

△ Dr. Andreas Brügger, Geschäftsführer

Fruchthandelsverband.

Mit freundlicher Unterstützung von:

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43


Award

Round Table Obst & Gemüse

△ Michael Schotten, Chefredakteur des

Fruchthandel Magazins.

△ Kaasten Reh, Leiter Events und Awards beim

Fruchthandel Magazin.

Table alle Profis einig. Und eine Ananasschälmaschine

leistet in jeder O&G-

Abteilung tatsächlich hervorragende Umsatzdienste,

die zudem auf den Trend zu konvenienter

Ware einzahlen. Michaela Schneider

(Fyffes) berichtet hier konkret: „Convenience

ist definitiv ein stetiger Trend, gerade im

Bereich Ananas. Die Ananasschälmaschine

ist wichtig, aber auch das Fresh-Cut-Angebot

wächst stetig. Konsumenten haben immer

weniger Zeit, gerade bei Ananas ist die größte

Barriere das Handling, das fehlende Knowhow

bei vielen Kunden, was den Umgang mit

der Frucht betrifft.“ Sie verweist auf Erkenntnisse

der Marktforscher: „Eine Konsumentenanalyse,

die wir in den letzten zwei Jahren in

unseren Key-Märkten gemacht haben, zeigt:

In Nordamerika ist der Anteil von Fresh Cut

wesentlich höher als in Europa. Man sieht, wo

die Reise hingehen kann, Convenience ist ein

Sortiment, das definitiv weiter wachsen wird.“

THEMA 3:

PREISARGUMENTE

Kunden geben mehr Geld aus, wenn sie

den Nutzen des Produkts kennen.

Welche Möglichkeiten für mehr Umsatz im

O&G-Bereich gibt es? Nur der Blick auf den

Convenience ist im Bereich

Obst und Gemüse ein

Sortiment, das definitiv

weiter wachsen wird.

Michaela Schneider

Fyffes

Konsumenten kann hier Strategien bringen.

Kunden geben (mehr) Geld aus, wenn sie den

Nutzen des Produkts kennen und akzeptieren.

Welche Informationen sollen aber wie

transportiert werden? Auch wenn sich grundsätzlich

immer mehr Konsumenten dafür

interessieren, wie ein Unternehmen arbeitet

und für welche Ziele neben dem Gewinn es

sich einsetzt, ist das Informationsbedürfnis

bei der Gen Z anders als bei Ü50-Käufern.

Den Generationenwechsel nimmt Pedro

Villanova wahr: Viele Konsumenten kaufen

noch nach altem Stil ein, die neue Generation

Gen Z kauft anders ein. Die Herausforderung

ist also, alle im Blick zu haben. Neue Sorten

△ Moritz Oberrauch, Trade Marketing

Food Sales bei IDM Südtirol.

△ Alexander Stein, Direktor Fruit

Logistica bei der Messe Berlin.

△ Michaela Schneider, Head of

Trade Marketing Europa, Fyffes.

△ Jasmin Bövingloh, Country

Manager Germany bei IFCO.

44 Branche • RUNDSCHAU 06/25

Eine Initiative von:

Schirmherrschaft:


Angeregte Diskussion über Branchenthemen:

Die Fachjury des Deutschen

Frucht Preises beim Round Table

der RUNDSCHAU in Baden-Baden.

und Kommunikation des Zusatznutzens wie

Informationen über Verwendungsmöglichkeiten,

Produzenten und Produktions- und

Anbaumethoden versprechen neue Absatzmöglichkeiten.

Bei Heidelbeeren wurde geschafft,

über eine ganzjährige Verfügbarkeit

höhere Absätze zu erreichen. Bei Tomaten

führt eine stärkere Diversifizierung zu mehr

Verkäufen – vorausgesetzt, der Kunde kann

schnell erkennen, für welchen Zweck sich

bestimmte Sorten eignen. Mit welcher Tomate

kann man den besten Salat machen, welche

eignet sich für den Grillspieß?

THEMA 4:

NACHHALTIGKEIT

Anbau- und warenkundliche Informationen

sind für den Umsatz relevant.

Jasmin Bövingloh (IFCO) bringt es auf den

Punkt: Nachhaltigkeit, lose Waren, unverpackte

Waren, Verpackung allgemein, weniger

Plastik auch im gesamten Produktionsprozess

– das alles ist ein Riesenthema. Viele Handelsunternehmen

erwarten hier immer wieder

konkrete Verbesserungen von den Produzenten.

Die Erfahrung vieler Jurymitglieder geht

in die gleiche Richtung: Weil in den Märkten

über (regionale) Produzenten viele Informationen

zur Verfügung gestellt werden, sind

sie für Kunden relevant geworden.

Ist es also sinnvoll, auch bei Importware noch

mehr ökologische Informationen am PoS zu

platzieren? Kommunikation und Emotionalität

spielen in O&G-Abteilungen eine große Rolle,

und diese Aspekte werden nach Ansicht vieler

Jurymitglieder noch nicht überall wirklich

gut und stringent umgesetzt. Wo kommt das

Produkt her? Welche Bedingungen herrschen

beim Anbau? Wie verwende ich das Produkt

denn überhaupt oder wie bereite ich es zu?

Alle diese Basics könnten in den Märkten

intensiver gespielt werden. Dann ist möglich,

was in der Branche von der Ananasschälmaschinen

bekannt ist: Trotz einigem Aufwand

ist es der Wahnsinn, was sich für ein

Uplift dadurch generieren lässt. ☐

△ Thorsten Fuchs, Geschäftsführer

und Leiter der Food Akademie.

△ Oliver Daniel , Geschäftsführer

Landgard Obst & Gemüse.

△ Esther Dworak, Brand Manager

bei EFC FruitCom.

△ Pedro Villanova, Chiquita Europe

in Deutschland.

Mit freundlicher Unterstützung von:

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45


Award

Bio-Markt

Text: Martina Kausch

Fotos: Hans-Rudolf Schulz

Alnatura Super Natur Markt

Kategorie Bio-Markt

Der Markt ist ein Leuchtturm für

Sortiment, Frische und Präsentation

Das zeichnet die Abteilung aus

> Liebevoll arrangierte und

spektakulär platzierte

Sonderaufbauten

> Breites und tiefes Sortiment

bis hin zu Kapuzinerkresse und

schwarzem Knoblauch

> Frische und blitzsaubere Verkostungen

auch mit gehobener Ware

> Handgeschriebene warenkundliche

Informationen direkt an den

Produktkisten

Daten und Fakten

> Adresse: Wankelstraße 8,

86391 Stadtbergen

> Verkaufsfläche gesamt: 735 m²

> Verkaufsfläche Abteilung: 60 m²

> Umsatzsteigerung gegenüber

2023: rund 10 %

> Umsatzanteil Abteilung am

Gesamtumsatz Food: 23 %

> Anzahl Sorten: ca. 400

(im Jahr insgesamt)

Mit Obst- und Gemüsepracht in Fülle macht der

Markt dem Wochenmarkt echte Konkurrenz.

Bio vom Feinsten

in Prachtoptik

Amalfi-Zitronen und Pastinaken, Mönchsbart, Microgreens und

Kapuzinerkresse: Im Alnatura Super Natur Markt in Stadtbergen

bei Augsburg bleiben keine grünen Wünsche offen.

> Anzahl Mitarbeiter: 4 Zur Begrüßung eine Sonderplatzierung begebiet der Stadt beweist Hannelore Gleich

mit Amalfi-Zitronen, aber auch sonst mit ihrem Team, wie man einem Wochenmarkt

Obst- und Gemüsepracht, so weit das erfolgreich Konkurrenz macht. 60 Quadratmeter

grün-bunte Pracht vom Feinsten bietet

Kundenauge reicht: Das ist die erfolgreiche

Abteilung im Alnatura Super Natur die Abteilung in dem 735-Quadratmeter-Markt.

Markt in Stadtbergen bei Augsburg. Im Gewer- Knapp 23 Prozent Anteil am Gesamtumsatz

46 Award • RUNDSCHAU 06/25

Eine Initiative von:

Schirmherrschaft:


Scannen und staunen

Über den QR-Code finden Sie das Sieger-Video

des Alnatura Super Natur Markts zum Deutschen

Frucht Preis und andere Sieger-Infos.

1 Mit durchdachter und geschmackvoller Präsentation

überzeugt das Team um Marktleiterin

Hannelore Gleich (r.) im Alnatura Super Natur

Markt in Stadtbergen bei Augsburg.

2

3

4

Prachtvolle, auch meistens saisonale Ware in

breitem und tiefem Sortiment macht die

Abteilung aus – im Frühjahr geht es natürlich

auch um Spargel aus der Region.

Ein abosluter Eyecatcher ist der Sonderaufbau

von Amalfi-Zitronen mit vielen Informationen

zur Ware und auch zum Produzenten sowie zur

Geschichte des Anbaubetriebs.

In der Abteilung finden regelmäßig gepflegte

Verkostungen statt, beim Bewertungsbesuch

der Jury mit Cocktailtomaten.

1

Food werden hier erwirtschaftet. Auf Flugware

verzichtet Alnatura als Bio-Markt-Kette, sieben

Prozent Exoten werden angeboten, durchschnittlich

knapp 20 Prozent der Produkte

stammen aus regionalem Anbau.

Was ist das Erfolgsrezept? Es sind die saisonal

rund 200 Sorten Obst und Gemüse in top-frischer

Qualität und in gelungener Präsentation.

Auf einem großen Plakat erscheint etwa neben

den Zitronen die Historie des Familienbetriebs

an der Amalfiküste, die Kunden können sich

über die Besonderheiten des Anbaus informieren.

Die Kühlung des Beerenobstes wird zum

Präsentieren von Smoothies genutzt.

Die Details der Sorten in Form und Farbe

haben Einfluss auf die durchdachte Anordnung:

Roter Rettich passt zu den Radieschen,

die schwarzen Fleischtomaten werden wirkungsvoll

zwischen roten Ochsenherztomaten

und Strauchtomaten platziert. Artischocken

sind der Eyecatcher neben Rettichsorten.

Weitere Details überzeugen: Pick & Mix-Cocktailtomaten

stehen zum Probieren bereit, lose

Kartoffeln liegen lichtgeschützt in informativ

beschrifteten Kleinkisten, gleich daneben

findet der Kunde die Kartoffelbürsten.

Informationen und viel Gefühl

Warenkundliche Informationen klären auf,

woher der Knoblauch stammt. Wochenangebote

sind im Extrakorb zu finden, die Warenauszeichnung

ist jederzeit übersichtlich und

eindeutig. Zum Repertoire der Topfkräuter

gehören sogar Kapuzinerkresse und Kerbel,

Mönchsbart und diverse Microgreens, mit

Gefühl arrangiert auf einem Schubkarren.

Insgesamt rund 400 Sorten präsentiert die

Abteilung übers Jahr gesehen.

Diese Leistung lockt viele Kunden ins Gewerbegebiet

von Stadtbergen. Trotz schwieriger

Parkplatz- und Wettbewerbssituation

erarbeitete die vierköpfige Abteilung 2024

einen durchschnittlichen Gesamtumsatz der

O&G-Abteilung am Foodumsatz von knapp 23

Prozent. Ein Umsatzplus von rund zehn Prozent

gegenüber 2023 geben der Strategie recht.

Für die stabilen Topleistungen des Teams

um Marktleiterin Hannelore Gleich wird der

Alnatura Super Natur Markt in Stadtbergen

als Bundessieger in der Kategorie Bio-Markt

ausgezeichnet.☐

2

3

4

Mit freundlicher Unterstützung von:

www.rundschau.de

47


Award

Verbrauchermarkt

Scannen und Staunen

Über den QR-Code finden Sie

das Sieger-Video des Markts von

Edeka Ueltzhöfer in Heilbronn.

Text: Martina Kausch

Fotos: Jörg Eberl

Wo die Jury ins

Schwärmen gerät

Edeka Ueltzhöfer

Kategorie Verbrauchermarkt

Mit einer von Tageslicht durchfluteten Obst- und

Gemüseabteilung punktet der Edeka-Ueltzhöfer-Markt in der

Mauerstraße in Heilbronn ebenso wie mit Beratungskompetenz

der Mitarbeitenden und viel regionaler Ware.

Die Abteilung punktet mit klar durchdachter

und realisierter Strategie

Das zeichnet die Abteilung aus

> Als erster Touchpoint ein breites

Angebot regionaler Ware zum

Auftakt der Abteilung

> Präsentation der Bio-Ware

im Hauptlauf der Kunden

als eigener Block

> Über 17 Prozent Bio-Anteil, drei

Prozent Fresh-Cut

> Hohe Beratungskompetenz der

Mitarbeitenden, an Samstagen

Teilbedienung

Daten und Fakten

> Adresse: Mauerstraße 78-90,

74081 Heilbronn

> Verkaufsfläche gesamt: 4.000 m²

> Verkaufsfläche Abteilung: 235 m²

> Anteil regionaler Ware: 25 %

> Umsatzsteigerung gegenüber

2023: 4,7 %

> Umsatzanteil Abteilung am

Gesamtumsatz Food: 14,7 %

> Anzahl Sorten: ca. 400

> Anzahl Mitarbeiter: 7

Wenn ein Mitglied der Frucht-Preis-

Jury ins Schwärmen gerät, will

das schon etwas heißen, denn

alle Juroren sind absolute Profis

mit jahrelanger Branchenerfahrung. Nach

dem Besuch des Edeka-Ueltzhöfer-Markts in

der Mauerstraße in Heilbronn war es so weit:

„Das ist die beste Abteilung, die ich in meiner

Jury-Karriere gesehen habe!“, schreibt der

Juror nach dem Besuch in der Abteilung in

seinen Bewertungsbogen.

Samstags Teilbedienung

Was entfachte die Jury-Begeisterung? Die

Strategie der 235 Quadratmeter großen Abteilung:

für den frühen Zeitpunkt sehr viel

regionale Ware als erster Touchpoint, wenn

man die Abteilung betritt. Die Präsentation

des Bio-Sortiments in absoluter Toplage im

Hauptlauf als eigener Block. In Frische und

Qualität sehr gute Exoten als Block und als

Sonderplatzierung. Dazu die Gemüsetüten als

Sonderangebot zum Wochenende und – last

but noch least: die hohe Beratungskompetenz,

vor allem, wenn samstags Obst und Gemüse

in Teilbedienung verkauft wird. Eindrucksvoll

sind auch die Zahlen: Der Umsatzanteil von

Obst und Gemüse am Foodumsatz betrug 2024

knapp 15 Prozent, dabei legte die Abteilung

2024 im Vergleich zu 2023 um 4,7 Prozent Umsatz

zu. Sieben Mitarbeitende sorgen in der

Abteilung für Frische und Präsentation der

rund 400 Sorten Obst und Gemüse. Der Bio-

Anteil beträgt über 17 Prozent, 26 Prozent der

Ware stammen aus der Region, acht Prozent

Exoten werden angeboten.

Für die überzeugenden Leistungen des Ueltzhöfer-Teams

um Abteilungsleiterin Belinda

Klecker gewinnt die Obst- und Gemüseabteilung

im Ueltzhöfer-Markt in der Heilbronner

Mauerstraße den Deutschen Frucht Preis

2025 und den Bundessieg in der Kategorie

Verbrauchermarkt.☐

1 2

48 Award • RUNDSCHAU 06/25

Eine Initiative von:

Schirmherrschaft:


4

3

1 Das sechsköpfige Team um Abteilungsleiterin

Belinda Klecker hat entscheidenden Anteil am

Gewinnn des Deutschen Frucht Preises 2025.

2

3

4

Immer ein Hingucker: Ein Wagen mit üppiger

Ware ist auch im Ueltzhöfer-Markt in Heilbronn

ein Kundenmagnet.

Mit viel Holz und ansprechender Wandbeschriftung

gelingt es, die Verweildauer der

Kunden in der Abteilung zu verlängern.

Gemüsekörbe mit farblich schön aufeinander

abgestimmten Gemüsesorten sorgen für

Emotionen beim Einkaufen.

Taste the SUN

Natürlich stark: Top-Früchte für Top-Sportler.

SanLucar Premiumfrüchte und Profisport sind eine

perfekte Kombination. Wir lieben Frische, Bewegung

und richtig gute Snacks. Deshalb bringen wir als

Frische-Partner von VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg

& Co. unsere Frucht-Power direkt in die Kabine

und zu den Fans. Auch bei Tennisturnieren wie den

Berlin Ladies Open, dem Porsche Tennis Grand

Prix mit Aryna Sabalenka sowie bei der EuroBasket

mit NBA-Stars wie Dennis Schröder waren wir am

Start. Denn wer alles gibt – auf dem Platz oder im

Leben –, braucht frische Energie und macht so

auch unsere SanLucar Handelspartner erfolgreich.

@sanlucarfruit


Award

Supermarkt

Text: Martina Kausch

Fotos: André Dahms

Edeka Zielke

Kategorie Supermarkt

Auch die Produkte aus der eigenen

Manufaktur krönen die Abteilung

Das zeichnet die Abteilung aus

> Kartoffelhaus mit einem breiten

Sortiment an gekühlten

Convenience-Kartoffelprodukten

> 65 Prozent der Ware stammen aus

regionalem Anbau

> Spargelschälmaschine als

Service zur Spargelzeit

> Eigene Manufaktur für Pesto,

Marmelade und Co. und zur

Vermeidung von Food-Waste

Daten und Fakten

> Adresse: Westgraben 5-7,

41751 Viesen-Dülken

> Verkaufsfläche gesamt: 1.830 m²

> Verkaufsfläche Abteilung: 190 m²

> Anteil regionaler Ware: 65 %

> Umsatzsteigerung gegenüber

2023: 9,5 %

> Umsatzanteil Abteilung am

Gesamtumsatz Food: 12,7 %

> Anzahl Sorten: 387

> Anzahl Mitarbeiter: 6

Eine Abteilung

zum Wohlfühlen

Mit 65 Prozent Obst und Gemüse aus der Region setzt Edeka

Zielke mit dem Markt in Viersen-Dülken eine eindrucksvolle

Benchmark. Kein Wunder, dass die Abteilung die Frucht-Preis-

Jury auch mit einem starken Umsatzplus 2024 überzeugt.

50 Award • RUNDSCHAU 06/25

Eine Initiative von:

Schirmherrschaft:


Scannen und Staunen

Über den QR-Code finden Sie das Sieger-Video

des Edeka-Zielke-Markts zum Deutschen Frucht

Preis 2025 und zu anderen Sieger-Märkten.

3

2

1 Ein handgeschriebener Willkommensgruß

empfängt die Kunden zum Start in die Obstund

Gemüseabteilung bei Edeka Zielke.

2

Sechs Prozent Exoten sind ein Hingucker, aber

auch ein anspruchsvolles Qualitätsmerkmal

der Abteilung im Markt in Viersen-Dülken.

3

Das Kartoffelhaus bietet nicht nur ein breites

Angebot an rohen Knollen, sondern auch ein

vielfältiges Convenience-Sortiment.

4

Dreamteam: Justin John und seine Kollegen

sind Herz und Seele der nun fruchtpreisgekrönten

Abteilung.

1

4

5

5

Warenkundliche Informationen und sogar

Rezeptideen sind dank prominenter Plätze

für alle Kunden gut sichtbar.

Wohlfühlatmosphäre – das ist ein

Schlüsselwort für Kundenbindung

und Spontankäufe. Und

die Wohlfühlatmosphäre ist es,

die die Jury des Deutschen Frucht Preises im

Edeka-Markt von Carsten Zielke in Viersen-

Dülken besonders wahrgenommen hat.

Mit eigener Manufaktur

Aber es gibt natürlich noch andere Gründe,

die die Obst- und Gemüseabteilung im Markt

am Westgraben mit einer Gesamtverkaufsfläche

von 1.830 Quadratmetern besonders

machen. Da ist das starke Sortiment, genau

387 Sorten hat Justin John als Verantwortlicher

gezählt. Da sind die vielen regionalen

und lokalen Lieferanten und die Visualisierung

dieser Lieferanten in der Abteilung mit

Fotos von Menschen und Feldern. Da ist das

Kartoffelsortiment, das für conveniente Kartoffelprodukte

um eine Kühlung erweitert

wurde. Da ist das schön präsentierte Exotensortiment.

Da ist die Spargelschälmaschine,

die während der gesamten Spargelsaison zur

Verfügung steht. Die eigene Manufaktur für

Pesto, Tomatensauce, Erdbeermarmelade und

Co. sorgt für weniger Food-Waste – und vor

allem sorgt der neu gestaltete Aufbau der Abteilung

für Aufsehen: Die neue Idee ermöglicht

den Kunden ein stufenweises Entdecken der

Abteilung. Die Folge: Eine hohe Verweildauer.

Überzeugend sind auch die Marktzahlen. Die

190 Quadratmeter große Abteilung trägt

knapp 13 Prozent am Gesamtumsatz Food bei.

9,5 Prozent mehr Umsatz erzielte die Abteilung

2024 im Vergleich zu 2023. Bei der Ware

beträgt der Regionalanteil sage und schreibe

65 Prozent, es gibt vier Prozent Bio-Ware und

sechs Prozent Exoten. Sechs Mitarbeitende

sorgen dafür, dass Frische und Menge in der

Abteilung immer stimmen.

Eine „überzeugende stimmungsvolle Abteilung

durch Sortiment und Präsentation“

ist das Fazit der Frucht-Preis-Jury. Der Bundessieg

des Deutschen Frucht Preises 2025 in

der Kategorie Supermarkt geht an den Edeka-

Zielke-Markt Westgraben in Viersen-Dülken

und an das Team um Justin John. ☐

Mit freundlicher Unterstützung von:

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51


Award

SB-Warenhaus

Text: Martina Kausch

Fotos: Heiko Rhode

Konsequent im

Dienst der Kunden

Rewe-Center Egelsbach

Kategorie SB-Warenhaus

Eine Gewinnerabteilung mit einer

besonders kreativen Teamleistung

Weil man weiß, was Kundenbindung bewirkt, hat man

im Rewe-Center Egelsbach verdiente frühere O&G-

Mitarbeiterinnen wieder stundenweise ins Team geholt.

Eine Strategie, die sich auszahlt. Aber die Abteilung hat

auf 450 Quadratmetern noch viel mehr zu bieten.

Das zeichnet die Abteilung aus

> Wöchentlich Verkostungen,

auch regelmäßig Besuche von

Erzeugern in der Abteilung

> Warenkundliche Informationen

durch hohe kreative Eigenleistung

> Gut organisierte Regionaltage mit

Fokus auf marktnahe Produzenten

> Marktmanagerin Dunja Storck hat

spürbar ein besonderes Faible für

die Obst-und Gemüseabteilung

Daten und Fakten

> Adresse: Kurt-Schumacher-Ring 9,

63329 Egelsbach

> Verkaufsfläche gesamt: 7.239 m²

> Verkaufsfläche Abteilung: 446 m²

> Anteil regionaler Ware: 35 %

> Umsatzsteigerung gegenüber

2023: 1,9 %

> Umsatzanteil Abteilung am

Gesamtumsatz Food: 12 %

> Anzahl Sorten: ca. 710

> Anzahl Mitarbeiter: 10

Viel Bewegungsfreiheit: Die Fläche ist großzügig gestaltet.

Beschilderung und Themeninseln kommen gut zur Geltung.

52 Award • RUNDSCHAU 06/25

Eine Initiative von:

Schirmherrschaft:


Scannen und Staunen

Das Sieger-Video des Rewe-Center Egelsbach

beim Deutschen Frucht Preis 2025 finden Sie

nach dem Scannen des QR-Codes.

Auch das Rewe-Center Egelsbach mit

seinen über 7.200 Quadratmetern Verkaufsfläche

macht sich seit einigen

Jahren auf den Weg zum Deutschen

Frucht Preis, und ganz klar hat ein Jurymitglied

nach den Bewertungsbesuch 2025

festgestellt: Die Abteilung steht in diesem

Jahr deutlich besser da als in den Vorjahren.

„Frau Storck macht das toll!“

Was hat sich verändert? Die Frucht-Preis-Jury

lobt neben dem gepflegten breiten und tiefen

Sortiment in schönster Präsentation die Besonderheiten.

Dazu gehören die hohe Eigenleistung

und Kreativität bei warenkundlichen

Informationen, die sich wie ein roter Faden

durch die gesamte Abteilung ziehen. Das

riesige Sortiment – 710 Sorten werden auf der

Verkaufsfläche von rund 450 Quadratmetern

angeboten – spielt die Themen Regionalität

und Bio-Ware als Eyecatcher. Wöchentliche

Verkostungen oder persönliche Besuche von

Erzeugern gehören zu den Besonderheiten,

die die Kunden schätzen – vor allem, wenn

sie von früheren, den Kunden bekannten Mitarbeiterinnen

durchgeführt werden. Der Zustand

der gesamten Ware und auch des Fresh-

Cut-Sortiments war auch an dem Samstag

tipptopp, an dem der Frucht-Preis-Juror den

Markt besuchte. Zehn Mitarbeitende sorgen

für ständig neue Waren, Frische und Pflege

in dem Riesenangebot.

Eindrucksvoll sind auch die Zahlen: Der

Umsatzanteil von Obst und Gemüse am Food-

umsatz betrug 2024 rund zwölf Prozent, bei der

Umsatzentwicklung gab es 2024 im Vergleich

zu 2023 ein Plus von knapp zwei Prozent. Der

Bio-Anteil beträgt knapp 17 Prozent, knapp

25 Prozent der Ware stammen aus der Region.

Der Exotenanteil liegt bei über sieben Prozent.

Kein Wunder also das Resümee der Frucht-

Preis-Jury, die feststellt: „Frau Storck macht

das toll! Hat ein super Team, das mit viel

Kreativität und Liebe zum Detail eine schöne

Atmosphäre im Markt schafft. Eine Kundin

sagte: ‚Hier fühlt man sich wie auf dem

Wochenmarkt!ʻ“ Bei so viel Kundenzuspruch ist

es logisch: Das Rewe-Center Egelsbach gewinnt

den Deutschen Frucht Preis 2025 als Bundessieger

in der Kategorie SB-Warenhaus. ☐

2

1

1 Ein Team, das anpackt und die Abteilung im

Vergleich zu den vergangenen Jahren nach vorn

gebracht hat: Dunja Storck und ihr Kollegenkreis.

2

3

4

5

Warenkunde wird im Rewe-Center Egelsbach groß

geschrieben, gerade auch über das gefragte

Beerensortiment kann sich der Kunde informieren.

Bio-Ware wird in Holzkisten angeboten, die Regale

sind übersichtlich gestaltet sowie in Höhe und

Greifbarkeit kundenfreundlich.

Fantasie und Geschmack spielen in der Abteilung

eine wichtige Rolle, ohne den Fokus auf die Ware zu

überdecken.

Unübersehbar: Das Bio-Sortiment wird nicht nur

schön, sondern auch mit deutlichem Fokus auf

attraktive Preise präsentiert.

3

4 5

Mit freundlicher Unterstützung von:

www.rundschau.de

53


Award

Supermarkt groß

Text: Martina Kausch

Fotos: Sascha Kreklau

Rewe Sascha Eißmann

Kategorie Supermarkt groß

Die fantasievolle Gestaltung macht

die Abteilung zu etwas Besonderem

Das zeichnet die Abteilung aus

> Dekoelemente und Themeninseln

an vielen Orten in der

Abteilung

> Ein Kinderzelt samt Gratis-Obst

bringt die Jüngsten auf den Obstgeschmack

> Zahlreiche Verbund- und Sonderplatzierungen

lassen den

Kunden spielerisch Ideen für neue

Verwendungsmöglichkeiten der

Produkte entwickeln

Daten und Fakten

> Adresse: Am Rosenkränzchen 3,

52477 Alsdorf

> Verkaufsfläche gesamt: 2.660 m²

> Verkaufsfläche Abteilung: 250 m²

> Umsatzanteil Abteilung am

Gesamtumsatz Food: 15,79 %

> Anzahl Sorten: 410

> Anzahl Mitarbeiter: 3

Üppiges Fest

für die Augen

Von der Beachparty bis zum Kinderzelt präsentiert die Obstund

Gemüseabteilung von Sascha Eißmanns Rewe-Markt ein

Feuerwerk an Ideen – und ein super gepflegtes Sortiment.

In Alsdorf in der Städteregion Aachen betreibt

Sascha Eißmann mit seiner Familie

und einem engagierten Team einen 2023

eröffneten Rewe-Markt mit einer Obst- und

Gemüseabteilung, die die Jury des Deutschen

Frucht Preises 2025 schon bald überzeugte.

Üppige Dekoration

Auf 250 Quadratmetern des 2.700-Quadratmeter-Marktes

kann der Kunde unter rund

450 Obst- und Gemüsesorten wählen. Er findet

in der überall üppig dekorierten Abteilung

alles, was er möchte, und wird außerdem

von dem Angebot an Ware in Auswahl und

Frische verführt. Die Jury des Deutschen

Frucht Preises ist von verschiedenen Aspekten

der Abteilung angetan: Sie lobt die Kreativität

in der Gestaltung, die Sortimentsbreite und

-tiefe, die Qualität der Bio- und der regionalen

Ware und die sehr gute Convenience-Auswahl.

„Sonder- und Zweitplatzierungen, Zusatzplatzierungen,

Themeninseln: Alles ist gepflegt

vorhanden“, formuliert ein Jurymitglied nach

dem unangekündigten Besuch im Markt.

Beachparty und Tropenfeeling

Das Kinderzelt mit Gratis-Obst für die Spielfreudigen

sorgt im täglichen Einkauf für

1

54 Award • RUNDSCHAU 06/25

Eine Initiative von:

Schirmherrschaft:


Scannen und Staunen

Mehr Eindrücke im Film: Das Sieger-Video

des Rewe-Markts von Sascha Eißmann beim

Deutschen Frucht Preis läuft nach dem Scannen.

Urlaubsgefühle. Ausgefallene Themen wie

Beachparty und Tropenfeeling werden

ebenfalls ansprechend und sortimentsübergreifend

gespielt. Von günstigen Sonderangeboten

bis zur anspruchsvollen

Convenience ist alles vorhanden, was man

sich wünscht – angesichts der üppigen

Dekoration muss sich der Kunde ab und

zu nur noch konzentriert zurechtfinden.

Die Zahlen des Erfolgs

Hier die Erfolgszahlen des Marktes: Drei

Vollzeitmitarbeiter sorgen für einen Anteil

des Obst- und Gemüseumsatzes am

Gesamtumsatz Food von rund 16 Prozent.

Der Bio-Anteil beträgt 6,2 Prozent, der

3

1 Da staunt der Kunde – und die Frucht-Preis-

Jury staunte beim Bewertungsbesuch auch.

Hinter dem Boot lockt ein Kinderzelt mit

Gratis-Obst.

2

3

Damit er mit dem Obst und Gemüse kreativ

kochen kann, bringen Verbundplatzierungen

den Kunden auf neue Ideen. Hier lockt

die asiatische Küche.

Anteil an regionalem Obst und Gemüse

3,4 Prozent. 1,2 Prozent des Sortiments

sind Exoten.

Ein besonderes Lob ist der Frucht-Preis-

Jury die Freundlichkeit der Mitarbeitenden

wert, die nett und kompetent beraten.

Auch in hektischen Situationen bleiben

sie verbindlich und bedienen zuvorkommend,

davon hat sich ein Juror beim Marktbesuch

überzeugt.

Die Obst- und Gemüseabteilung des

Rewe-Markts von Sascha Eißmann und

das Obst- und Gemüseteam um Yvonne

Böhm und Marwin Kreuger ist Bundessieger

des Deutschen Frucht Preises 2025

in der Kategorie Supermarkt groß. ☐

2

Das Team um Yvonne Böhm und Marwin

Kreuger hält insgesamt mit drei Vollzeitkräften

die Abteilung im Rewe-Markt von

Sascha Eißmann am Laufen.

AMERIKANISCHE

SÜSSKARTOFFELN

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dem natürlich süßen Geschmack begeistern

sie Jung und Alt – ob in der Familienküche oder

als Sportlermahlzeit. Als aromatische Beilage

zu Grillgerichten, frische Zutat in Salaten oder

Basis für kreative Desserts bringt das Gemüse

Abwechslung auf den Teller.

Dank optimaler Ernte- und Lagerbedingungen

bieten amerikanische Süßkartoffeln gleichbleibend

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55


Award

Supermarkt klein

Text: Martina Kausch

Fotos: Heiko Rhode

Rewe-Markt Straßenbahndepot

Kategorie Supermarkt klein

Optimale Platzausnutzung und ein

Topsortiment überzeugen

Das zeichnet die Abteilung aus

1

> Ein umfangreiches, sehr gepflegtes

Sortiment auf kleiner Fläche

> Überzeugende Umsetzung des

Exotenthemas einschließlich

der Wandgestaltung

> Integrierte Spendenaktion im

Exotenthema

> Warenkundliche Informationen

gezielt und fokussiert eingesetzt

Daten und Fakten

> Adresse: Heidestraße 137,

60385 Frankfurt-Bornheim

> Verkaufsfläche gesamt: 1.760 m²

> Verkaufsfläche Abteilung: 160 m²

> Anteil regionaler Ware: 20 %

> Umsatzsteigerung gegenüber

2023: 3,3 %

> Umsatzanteil Abteilung am

Gesamtumsatz Food: 17,72 %

> Anzahl Sorten: 358

> Anzahl Mitarbeiter: 4

Endlich der ganz

große Erfolg

Der Rewe-Markt im früheren Straßenbahndepot in Frankfurt-

Bornheim bietet seit Langem ein legendäres Ambiente.

Nun hat das Team auch den Deutschen Frucht Preis gewonnen.

Wenn eine Jury einen Markt jahrelang

beobachtet, fällt es ihr

besonders auf, wenn er sich

positiv weiterentwickelt: Dies

ist bei dem Rewe-Markt im ehemaligen Straßenbahndepot

in Frankfurt-Bornheim der

Fall.Einfallsreichtum und viel Engagement

sind notwendig, will man auf kleiner Fläche

mit Obst und Gemüse punkten. Diese Herausforderungen

hat das Rewe-Team in dem

schon wegen der insgesamt außergewöhnlichen

Architektur und Optik fast legendären

Markt super gemeistert. 1.760 Quadratmeter

Verkaufsfläche hat der Markt insgesamt. Auf

den 160 Quadratmetern der Obst- und Gemüseabteilung

werden 358 Sorten präsentiert,

vier Mitarbeitende sind in der Abteilung tätig.

Mit Ideen und Fokus

Der Frucht-Preis-Jury fielen in der Abteilung

viele Details positiv auf. Der Start in die Abteilung

wird mit einem Thema, nicht etwa

mit viel Aktionsware gestaltet. Unglaublich

spektakulär ist das Exotenthema inklusive

Wandgestaltung umgesetzt. Warenkundliche

Informationen liefern den Kunden Anregungen

über Herkunft und Verwendungsmöglichkeiten

der vielen Obst- und Gemüse-

56 Award • RUNDSCHAU 06/25

Eine Initiative von:

Schirmherrschaft:


Scannnen und staunen

Die Highlights des Siegers beim Deutschen Frucht

Preis 2025, des Rewe-Markts Straßenbahndepot,

gibt es im Video über den QR-Code.

sorten. Auch über die Beratungskompetenz

der freundlichen Mitarbeitenden freute sich

die Jurorin bei dem unangekündigten Besuch

in der Abteilung. Seit dem Landessieg Hessen

beim Deutschen Frucht Preis hat diese Abteilung

ihr Niveau noch einmal durch Sortiment,

Frische und Optik getoppt und punktet

dadurch vor allem an einem Standort mit

vielen Wettbewerbern.

Knapp 18 Prozent trägt der Umsatz der Abteilung

zum Gesamtumsatz Food im Markt bei,

über drei Prozent Umsatzwachstum gegenüber

2023 hat das Team um Marktmanager Ismet

Musliu 2024 geschafft. 2025 hat es also geklappt:

Der Bundessieg beim Deutschen Frucht

Preis 2025 in der Kategorie Supermarkt klein

geht an den Rewe-Markt Straßenbahndepot

in Frankfurt-Bornheim und an das Team um

Marktmanager Ismet Musliu.

1 Legendäres Ambiente, viele Wettbewerber: der

Rewe-Markt im früheren Straßenbahndepot.

2

3

4

Überzeugungstäter in Sachen Frische:

Marktmanager Ismet Musliu und sein Team.

Auch ein geschmackvolles Plätzchen zum

Ausruhen bietet die Abteilung.

Verbundplatzierung, die während der

Erdbeersaison auf jeden Fall überzeugt.

2 3

4

MEHR ENERGIE

FÜR DEIN

OBSTREGAL


Award

Landessieger

Text: Martina Kausch

E-CENTER WEZ CARL PREUSS

STADTHAGEN

LANDESSIEGER NIEDERSACHSEN

Ein starkes Bio-Sortiment mit vielen

Demeter-Produkten am Eingang

der Abteilung, Zweitplatzierungen

für Exoten, Verbundplatzierungen

mit regionalen Apfelprodukten und

ein besonderes Tomatensortiment

überzeugen. „Beispielhaft ist die

Kommunikation über die sozialen

Medien“, so ein Frucht-Preis-Juror.

LANDESSIEGER

Auch bei den Landessiegern des

Deutschen Frucht Preises 2025

fiel der Jury die Auswahl schwer –

aber auch sie zeigen vorbildhaft, wie

leistungsfähig die Obst- und Gemüseabteilungen

im deutschen

Lebensmitteleinzelhandel sind.

EDEKA ZIELKE

LÜTTICHER STRASSE, VIERSEN

LANDESSIEGER NORDRHEIN-WESTFALEN

Mit der Aufteilung der Abteilung

in lose Platzierungen, schöne

saisonale Aufbauten in der Mitte

des Eingangsbereiches und einem

hohen Anteil regionaler Produkte

punktet der Zielke-Markt in

der Lütticher Straße. Immer

wieder schmücken außerdem

Exoten-Aufbauten den Markt.

REWE-MARKT

EUGEN-HARTMANN-STRASSE, FRANKFURT

LANDESSIEGER HESSEN

Ein fantastisch gepflegter Vollsortimenter

mit großer Schnibbelküche

und einer großen zufriedenen Kundschaft

– das ist eine super Leistung

und führte zu einem Umsatzplus von

6,45 Prozent im Vergleich zu 2023.

Beispielhaft ist die

Kommunikation über

die sozialen Medien.

Jurymitglied des

Deutschen Frucht Preises

HIEBER’S FRISCHE-CENTER

BAHNHOFSPLATZ, LÖRRACH

LANDESSIEGER BADEN-WÜRTTEMBERG

„Der erste Stadtmarkt unter den

Hieberʼs-Märkten ist eine

Augenweide mit durchdachter

Strategie“, notierte ein Jurymitglied

nach dem Bewertungsbesuch. Die

durch eine Frischeleitung neu aufgestellte

Organsation bewährt sich.

Fotos: RUNDSCHAU

58 Award • RUNDSCHAU 06/25

Eine Initiative von:

Schirmherrschaft:


www.rundschau.de/wettbewerbe

Sie wollen mehr über die Gewinner des

Deutschen Frucht Preises 2025 und die Awards der

RUNDSCHAU wissen? Alle Infos auf der Homepage.

E-CENTER CARMEN SPECHT

LUDWIGSFELDE

LANDESSIEGER BRANDENBURG

Die eigene Convenience-Marke mit dem Specht-Logo,

der von Präsentationen in Märkten in den USA

inspirierte Bananenaufbau, die Thementische und

die Topqualität des Sortiments überzeugten die Frucht-

Preis-Jury beim Bewertungsbesuch in Ludwigsfelde.

Der erste Stadtmarkt unter

Hieberʼs Frischemärkten

ist eine Augenweide mit

durchdachter Strategie.

Jurymitglied des

Deutschen Frucht Preises

REWE PETER TEUCKE

DILLINGEN

LANDESSIEGER SAARLAND

Ein Fokus auf Kundenbindung,

soziales Engagement im Ort, die

konsequente Nutzung der sozialen

Medien, zwei Screens mit Produktinfos

und ein Roboter, der in der Abteilung

unterwegs ist – das zeichnet

den Landessieger Saarland aus.

EDEKA NIEMERSZEIN

MÜHLENKAMP, HAMBURG

LANDESSIEGER HAMBURG

„Eine rundherum schöne Abteilung

voller Atmosphäre und mit einem

überzeugend gepflegten Sortiment“,

beurteilt ein Jurymitglied

das Obst- und Gemüsereich mit

wechselnden Themenaufbauten

nach eigenen Ideen. Komplettiert

wird das Engagement durch

Mehrwegschalen und -besteck.

Eine rundherum

schöne Abteilung voller

Atmosphäre und mit

überzeugend gepflegtem

Sortiment.

Jurymitglied des

Deutschen Frucht Preises

Eine tolle Abteilung, die

sogar mit einer Apfelsaftpresse

und einem Avocadoscanner

punktet.

Jurymitglied des

Deutschen Frucht Preises

EDEKA EGERT

UNTERWEISSENBACHER WEG, SELB

LANDESSIEGER BAYERN

„Eine tolle Abteilung, die sogar mit

einer Apfelsaftpresse und einem

Avocadoscanner punktet“, stellt

ein Jurymitglied des Deutschen

Frucht Preises nach dem Bewertungsbesuch

fest. Auch die

Kompetenz und Freundlichkeit

der Mitarbeitenden fiel auf. Die

Personalentwicklung setzt auf

Freiheit zur Entfaltung von Ideen

und auf viel Eigenverantwortung.

Mit freundlicher Unterstützung von:

www.rundschau.de

59


Sortiment

Veggie & Vegan

Text: Sibylle Menzel

die Produkte müssen emotional überzeugen

und alltagstauglich sein, Geschmack, Textur

und Transparenz bei den Zutaten sind

Konsumenten am wichtigsten. Die Produkte

sollten verschiedene Ernährungsanlässe vom

Mittagessen über Abendbrot bis zum Snack

bedienen und für Abwechslung auf den Tellern

sorgen, so die Rügenwalder Mühle. Die

Ansprüche bezüglich der Klimaauswirkungen

seien höher als bei tierischen Pendants, zugleich

sollte Alternatives nicht teurer sein:

„Kurzum: Es sollen bessere Produkte für

das gleiche Geld sein“, bringt es The Plantly

Butchers auf den Punkt.

Pflanzenpower

next Level

Statt Verzicht: entspannter Genuss

Bei Shoppern kommt die Kategorie an: Insbesondere

durch gestiegene Einkaufshäufigkeit

hat sich der Vegan-Markt mit

zehn Prozent Umsatzwachstum laut der

Markttrend-Studie von YouGov 2024 dynamischer

entwickelt als der FMCG-Gesamtmarkt

(+ 2 %). Mittlerweile erachten 22 Prozent der

Verbraucher etwa Milchalternativen als „echtes

Pendant“ zu tierischen Produkten, 2023

gaben das 16 Prozent an. Allerdings zeigen

die Daten von YouGov bei den Pflanzendrinks

2024 auch erstmalig einen Käuferrückgang:

Während sich die Handelsmarken noch stabil

halten, verlieren die Herstellermarken

15 Prozent im Vergleich zu 2022.

Laut YouGov-Studie entwickelt sich der Vegan-Markt dynamischer als der

FMCG-Gesamtmarkt. Ein Treiber der Entwicklung: Pflanzenbasiertes tritt

heute mit neuem Selbstverständnis auf.

Livekindly Collective, Produzent pflanzlicher

Lebensmittel, macht es mit seiner

Marke Like vor: Eine neue Namensgebung,

aus Like Meat wurde schlicht

Like, kündigt den Paradigmawechsel an –

pflanzenbasierte Ernährung soll raus aus der

Nische und der Vergleichbarkeit mit Fleisch

geholt werden; im Fokus steht die Etablierung

einer eigenständigen Kategorie. Die neuen

Like High-Protein-Produkte sollen dementsprechend

jenseits von Fleischersatz mit dem

neuem Selbstverständnis vorangehen. Ganz

ähnlich richtet sich der Münchner Hersteller

Greenforce aus: „Wir brechen mit dem Image

des Ersatzprodukts und positionieren pflanzliche

Ernährung als modernen Lifestyle“,

erklärt Frank Forstmann, Chief Sales Officer

von Greenforce, die Strategie.

Die Erwartungshaltung steigt

Entsprechend hoch sehen die Anbieter inzwischen

die Anforderungen, die die Konsumenten

stellen: Pflanzliches darf heute

nicht mehr nach „zweiter Wahl“ schmecken,

Ob in Verbraucherumfragen oder Trendanalysen:

Pflanzenbetonte Ernährung landet

zumeist auf dem ersten Platz, wie im Trendreport

Ernährung 2025 vom digitalen Netzwerk

Nutrition Hub: 82 Prozent der Experten

sehen den Trend in der Spitzenposition und

weiter im Aufschwung. Der Ernährungsstil

tendiere zunehmend zu einer Kombination aus

pflanzlicher und flexitarischer Ernährung – es

gehe nicht um Verzicht oder Verbote, sondern

vielmehr um einen entspannten Mix, so die

Autoren. Laut BMEL-Ernährungreport 2024

ernähren sich bereits 41 Prozent der Deutschen

flexitarisch. Ihre Offenheit gegenüber

pflanzlichen Alternativen, ohne einen strikten

veganen oder vegetarischen Ernährungsstil zu

verfolgen, macht Flexitarier auch zur Hauptzielgruppe

der Hersteller. „Die Zielgruppe ist

60 Sortiment • RUNDSCHAU 06/25


_

INFO

Da geht noch was

Anzeige

Food Trends

Vegan

Vor allem in den Bereichen Snacking,

Ready-to-Cook, Ready-to Eat

und Kühlkost sehen Experten

Wachstumspotenzial.

Auch Traditionelles wie Bratwürste,

Leberkäse & Co. können pflanzlich

noch weitergedacht werden; genauso

wie Fisch- und Käsealternativen.

Technologische Entwicklungen

schreiten voran: Eine knusprige

„Haut“ ist möglich (The Green Mountain)

oder Whole-Cut-Filetsteaks aus

Pflanzenprotein (Juicy s).

Wer heute pflanzlich kauft, will vor

allem Genuss ohne Kompromisse –

und das zu einem fairen Preis.

Frank Forstmann

Chief Sales Officer, Greenforce

deutlich breiter als oft angenommen“, sagt

Harald Guimarães, Head of Marketing von

Eleplant, bekannt für Butter-Alternativen.

Immer mehr Menschen hinterfragen ökologisch,

ethisch und gesundheitlich, was sie

konsumieren möchten. Was weder auf Veganer

oder Vegetarier beschränkt und auch keine

Generationenfrage ist. Laut der Organisation

ProVeg sind jedenfalls die Akzeptanzraten für

Flexitarismus bei den Babyboomern (29 %), der

Generation X (27 %), den Millenials (28 %) und

der Generation Z (26 %) sehr ähnlich.

In der Branche für Pflanzenbasiertes ist in

jeder Hinsicht Bewegung. Ein Überblick: Die

Anbieter von Fleischalternativen Endori und

Rügenwalder Mühle, seit knapp einem Jahr

Teil der Familienholding Pfeifer und Langen,

haben ihren Außendienst zusammengelegt

und sind gemeinsam am PoS präsent;

Vegane Wings begeistern

Konsumenten

THE GREEN MOUNTAIN präsentiert die ersten plantbased

Wings mit authentischer pflanzlicher „Haut“

– ein attraktiver Umsatzbringer fürs Grillsortiment

BESCHREIBUNG Die Wings von THE GREEN MOUNTAIN

überzeugen mit ihrer einzigartigen pflanzlichen Nachbildung

von Hühnerhaut, die beim Grillen knusprig wird,

während die Textur im Inneren saftig-zart bleibt. Das

Produkt punktet zudem mit einer kurzen Zutatenliste und

hoher Schweizer Qualität.

WERBUNG Flankierende Grillpromotion, reichweitenstarke

Social-Media-Kampagne

VERPACKUNGSEINHEIT Tray mit 3 Packungen à 180 g

(je 4 Wings), aufmerksamkeitsstarke Verpackung

KONTAKT

THE GREEN MOUNTAIN

Tel. +41 58 895 95 95

info@thegreenmountain.ch

www.thegreenmountain.de


_

INFO

Insights aus der Branche

Wie kann der LEH die Kategorie noch weiter

voranbringen? Die Insights der Top-Player der

Branche gibt es über den QR-Code.

Gen Z als externer Rat

„Andere reden über Gen Z, wir reden

mit ihr“, sagt Steffen Zeller, CMO

der Rügenwalder Mühle. Das Unternehmen

hat ein neues Format der

Markenführung gestartet, in dem

junge Menschen der Gen Z aktiv

in strategische Prozesse des Unternehmens

eingebunden werden.

Für das fünfköpfige FLXPLR (sprich:

Flexplorer) Council aus verschiedenen

Lebensbereichen der Gen Z

sollen kulturelle Codes, Mindset,

Kaufverhalten, Werte und Haltung

der Generation Z im Fokus stehen.

Ihre Perspektiven fließen direkt in

Entscheidungsprozesse ein – von

Geschmackstests über Kommunikationsideen

bis hin zu gesellschaftlichen

Themen, die Markenverantwortung

fordern. Das FLXPLR Council ist mit

langfristiger Perspektive angelegt.

Shopper wünschen sich ein übergeordnetes

Regal für vegetarische

und vegane Produkte insgesamt.

außerdem vermarktet Endori im Bereich

Foodservice ab sofort Produkte der Rügenwalder

Mühle.

Starke Bündnisse, mehr Wachstum

Auch The Vegetarian Butcher und Vivera

wollen nach ihrer Fusion die Kräfte bündeln;

die Aktivitäten im Foodservice- und Quick-

Service-Restaurant-Sektor von The Vegetarian

Butcher oder die Produktionstechnologien im

Unternehmen von Vivera können u. a. dafür

genutzt werden.

Greenforce erweitert wiederum die Ausrichtung

seines Portfolios: Im Mai ist Greenforce

mit der Mondarella GmbH, die pflanzliche

Käsealternativen herstellt, verschmolzen;

die bisher unter Mondarella angebotenen

Produkte sollen bis Jahresende sukzessive

auf die Marke Greenforce umgestellt werden.

„Die Dynamik im Vegan-Markt ist typisch für

eine junge, stark wachsende Kategorie. Rasantes

Wachstum, erste Konsolidierungsphasen

und eine anschließende Stabilisierung sind

ganz natürliche Entwicklungen“, kommentiert

Frank Forstmann von Greenforce. „Gleichzeitig

steckt in der pflanzlichen Branche noch

enormes Innovationspotenzial – viele Verfahren

und Technologien, die in etablierten

Kategorien längst Standard sind, werden

hier gerade erst erschlossen. Das sorgt für

Bewegung, neue Impulse und langfristiges

Wachstum.“

Visible Touch am PoS

Entscheidend für mehr Sichtbarkeit im Handel

ist die prominente Platzierung, wobei herstellerseits

zwei Varianten empfohlen werden:

in eigenen Regalen, um Verwechslungen zu

vermeiden, oder integriert in die jeweilige

Kategorie, um Hemmschwellen weiter abzubauen

und Neugier zu wecken.

Eine rasche, einfache Orientierung lässt sich

durch Markenblöcke erreichen, innerhalb

derer zusätzlich das Segment strukturiert

werden sollte. Außerdem können Saisonhöhepunkte

sichtbar am Regal begleitet werden,

unterstützend sorgt die Händler-App mit eigenen

Retail-Aktionen für Aufmerksamkeit.

Idealerweise leisten Verkostungen Überzeugungsarbeit,

um Erst- oder Wiederverkäufer

in die Kategorie zu bringen.

Rügenwalder Mühle

POS- und Shopper-Studie 2023

THE GREEN MOUNTAIN

Innovativ in puncto Sensorik und

Geschmack: Die neuen Plant-based

Wings mit einer „Haut“, die beim Braten

kross wird, gleichzeitig mit einer

zart-saftigen Textur im Inneren.

RÜGENWALDER MÜHLE

Nicht nur Fleisch- und Wurstalternativen:

Mit den veganen Mühlen Fischstäbchen

erweitert die Rügenwalder Mühle

ihr Portfolio. Auf Basis von Sojaprotein,

ohne Geschmacksverstärker.

OATLY

Der Haferdrink Barista Edition Lighter

Taste von Oatly verspricht einen

neutraleren Geschmack, der zu jeder

Kaffeeröstung passt und den Kaffeegeschmack

in den Vordergrund stellt.

GREENFORCE

Tradition neu gedacht: Der „Vegane

Leberkäse“ von Greenforce ist auf Basis

von Erbsenprotein hergestellt und

kann in der Pfanne angebraten, aber

auch kalt gegessen werden.

Fotos: stock.adobe.com/Holger; Unternehmen

62 Sortiment • RUNDSCHAU 06/25


Nationaler Sieger „Supermarkt Groß“:

Rewe Sascha Eismann, Alsdorf

Nationaler Sieger „Biomarkt“:

Alnatura Markt, Stadtbergen

Nationaler Sieger „Verbrauchermarkt“:

Edeka Ueltzhöfer, Heilbronn

Nationaler Sieger „Supermarkt Klein“:

Rewe Straßenbahndepot, Frankfurt-Bornheim

Nationaler Sieger „SB-Warenhaus“:

Rewe Center, Egelsbach

Nationaler Sieger „Supermarkt“:

Edeka Zielke, Viersen-Dülken

WIR GRATULIEREN DEN SIEGERN!

Landessieger Hessen:

Rewe Center, Frankfurt-Praunheim

Landessieger Baden-Württemberg:

Edeka Hieber, Lörrach

Landessieger Bayern: Edeka Egert, Selb

Landessieger Nordrhein-Westfalen:

Edeka Zielke, Viersen

Landessieger Brandenburg:

E-Center Specht, Ludwigsfelde

Landessieger Niedersachsen:

E-Center WEZ, Stadthagen

Landessieger Hamburg:

Edeka Niemerszein, Hamburg-Winterhude

Landessieger Saarland:

Rewe Peter Teucke, Dillingen

Eine Initiative von:

Schirmherrschaft:

Mit freundlicher Unterstützung von:

www.rundschau.de/wettbewerb/fruchtpreis


Sortiment

Frühstücksprodukte

Text: Jenny Rommel, Martina Kausch

Nicht mehr nur fürs Brot

Bewusster Konsum und klassische Frühstücksprodukte wie Marmelade, Konfitüre oder Fruchtaufstrich – wie passt

das zusammen? Jungen Zielgruppen kann man kreative Verwendungsmöglichkeiten zeigen, limitierte Editionen,

Fruchtkombinationen und Zuckerreduziertes geben der Kategorie neuen Glanz.

Einige Kategorien im LEH, wie Fruchtaufstriche,

hatten es zuletzt etwas

schwer. Der Grund: Die klassischen

Frühstücksmomente, zu denen man sie

genießt, wurden immer weniger. „Das Schwierige

an der Kategorie ist, sie unterzubringen,

wenn die Verwendungsanlässe wegfallen“,

so Florian Klaus, Director BrandPsychology,

K&A BrandResearch. Hersteller versuchen

natürlich, diesem Trend entgegenzuwirken.

Doch das ist nicht immer so leicht, weiß der

Markenpsychologe. So gebe es in dem Sortimentsbereich

mehrere Themen, die immer

wieder diskutiert würden.

Immer wieder Erdbeere

Das sind zum einen die Sorten: „Es gibt klassische

Geschmacksrichtungen, Früchte, die

verarbeitet werden und die jeder im Regal

hat. Dann gibt es immer wieder Versuche,

da auszubrechen. Die Frage, die sich viele

Hersteller stellen, ist: Muss es wirklich immer

Erdbeere oder Aprikose sein? Wie komme ich

aus dieser Vergleichbarkeit bei den Früchten

raus?“, so Florian Klaus, der weiter erklärt:

„Bei der Kombination von mehreren Früchten

haben Hersteller das Problem, dass man als

Verbraucher eine Frucht mag und die andere

nicht. Bei speziellen Sorten kommt man

schnell in die Schwierigkeit, dass die Leute

sich nicht sicher sind und sich dann eher in

Kaufzurückhaltung üben. Daher landen viele

Hersteller am Ende doch wieder bei Erdbeere,

Fotos: stock.adobe.com/beats_ ; Unternehmen; privat

64 Sortiment • RUNDSCHAU 06/25


a

INTERVIEW

Himbeere oder Aprikose.“ Gutes Beispiel ist

hier aktuell Göbber mit seinen neuen Erdbeervarianten:

„Die Sorte Erdbeere ist die beliebteste

Geschmacksrichtung auch bei Glück.

Mit gleich drei Erdbeer-Kombisorten bieten

wir Konsumenten noch mehr Abwechslung

auf dem Frühstückstisch und dem Handel

attraktive Varianten auf Zweitplatzierungen,

die Impulskäufe forcieren“, so Jana Leichnitz,

Produktmanagerin bei Friedrich Göbber.

Laut Florian Klaus spielt bei Marmeladenkonsumenten

Regionalität eine zentrale Rolle.

So gab es bereits Länderkonzepte: „Man

hat bestimmte Regionen in den Mittelpunkt

gestellt und zum Beispiel eine sizilianische

Zitronenmarmelade verkauft, um das Sortiment

aufzuwerten. Auch eine Marmelade aus

Südtiroler Kirschen schmeckt gedanklich

schon viel besser.“

Auch die Konsistenz ist für viele Verbraucher

von zentraler Bedeutung. Mit Begriffen

wie fest, samtig, mit oder ohne Fruchtstücke

wird versucht, wirklich jeden Konsumenten

zu erreichen: „Wir haben immer wieder festgestellt,

dass es für die Konsumenten eine

Glaubenssache ist. Es gibt Verbraucher, denen

sind Fruchtstückchen ganz wichtig. Auf der

anderen Seite gibt es den größeren Teil, der

das möglichst weiche Mundgefühl haben

will, eine samtige Konsistenz ohne Stücke“,

berichtet Klaus. Ein weiteres Thema, das

laut Klaus „oberflächlich Dominanteste“, ist

das Thema Zucker. Auf Bezeichnungen wie

„40 Prozent weniger Zucker“ reagierten viele

Konsumenten skeptisch – vielleicht schmeckt

das Produkt nicht mehr so gut?

Neue Kontexte sind wichtig

Doch es gibt Vermarktungsstrategien, die

aktuell erfolgreich sind. „Auch wenn die jüngere

Generation seltener zu Hause frühstückt,

verzeichnen wir bei Mövenpick keine Abkehr

von der Kategorie Fruchtaufstrich. Im Gegenteil:

Wir beobachten eine Renaissance unserer

Produkte in neuen, kreativen Kontexten,“ berichtet

Jürgen Herrmann, CEO bei Mövenpick

Fine Food. Besonders auf Social Media erlebten

die Gourmet-Frühstücke überdurchschnittliche

Resonanz. „Wir ermutigen aktiv dazu,

unsere Produkte auf überraschende Weise

zu verwenden – sei es als Komponente in

raffinierten Salatdressings, als Begleiter zu

Ofenkäse oder als fruchtige Note in sommerlichen

Cocktails.“ Eine moderne Konfitüre

müsse heute mehr können als nur aufs Brot zu

passen, sondern vielseitig und unkompliziert

zum kreativen Genuss inspirieren. So könne

man auch jüngere Zielgruppen für Fruchtaufstriche

begeistern, weiß Herrmann. ☐

Florian Klaus

Director

BrandPsychology

K&A

BrandResearch

Warum landeten Marmelade, Konfitüre

& Co. zuletzt immer seltener

im Einkaufswagen der Verbraucher?

Es ist eine Kategorie, die damit umgehen

muss, dass sie etwas aus dem Alltag

herausrutscht. Denn bei der jüngeren

Generation kann sie immer weniger

punkten. Erstens, weil diese nicht mehr

regelmäßig und mit viel Zeit frühstückt,

sondern eher Richtung Snacking geht.

Wenn man doch unter der Woche frühstückt,

entscheidet man sich oft gegen

die Marmelade, weil sie unbequem ist

und mitunter Flecken hinterlässt, wenn

man nicht aufpasst und es schnell gehen

muss.

Außerdem stehen bei der jungen Zielgruppe

der bewusstere Konsum im

Vordergrund und das Thema Gesundheit

– was es für Marmelade ebenfalls

schwierig macht.

MÖVENPICK

GLÜCK

SCHWARTAU

ZENTIS

Drei verschiedene Johannisbeersorten

von kleinen Produzenten in

Europa bilden die Kreation des Jahres

unter den Mövenpick-Fruchtaufstrichen.

Im 250-Gramm-Glas erhältlich.

Erstmals setzt die Marke Glück (Göbber)

für den Sommer 2025 auf Kombisorten

und bringt drei Erdbeervariationen in

den LEH: Erdbeer-Vanille, Erdbeer-

Rhabarber sowie Erdbeer-Zitrone (Abb.).

Ab Juni erweitert Schwartau

seine Samt-Range um drei limitierte

Editionen: Strawberry Cheesecake

Style, Apple Pie Style (Abb.) und Apricot

Cinnamon Roll Style.

Die neue Produktlinie Frühstück Zero

ist ohne Zuckerzusatz in den drei Sorten

Erdbeere (Abb.), Aprikose und Kirsche

erhältlich. Der helle Deckel soll für eine

visuelle Differenzierung sorgen.

www.rundschau.de

65


Sortiment

Functional Food

Text: Inka Stonjek

Rund um Wellbeing

Produkte, die mehr können als satt machen, liegen im Trend. Functional Food verspricht gesundheitlichen

Zusatznutzen – und trifft damit den Nerv einer bewussten Kundschaft. Das Potenzial ist riesig, sagen die Experten.

Der LEH kann davon in jedem Fall profitieren. Ein Überblick über die relevanten Themen.

Food, Beauty und Healthcare sind keine

isolierten Industrien mehr – sie sind

Bausteine eines neuen Wellbeing-Ökosystems,

das sich in Zukunft zu einem

Milliarden-Markt entwickeln wird“, sagt

Christine Schäfer, Gottlieb Duttweiler Institute

(GDI), anlässlich der 5. International Food

Innovation Conference. Auf der Konferenz

geht es darum, wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse

und technologische Innovationen

die drei Bereiche Ernährung, Schönheit und

Gesundheit verschmelzen lassen und einen

neuen Markt mit eigenen Produkten formen:

von funktionalen Lebensmitteln über wissenschaftlich

fundierte Beauty-Produkte bis hin

zu personalisierten Präventionskonzepten.

Die Ausgabenbereitschaft ist da

Das GDI sieht riesiges Potenzial, denn anders

als beim Essen, bei dem irgendwann Sättigung

eintreten könne, sei das Streben nach

Wohlbefinden grenzenlos. Die Konferenz

widmet sich daher Fragen, wie Food-Innovationen

gesundes Altern fördern und das

Longevity-Versprechen einlösen oder wie

traditionelle Supermärkte zu integrierten

Wellbeing-Zentren werden können. Personalisierte

Ernährung, die wirklich individuell

auf Körpermaße, Blutmarker, Mikrobiom oder

Genom einer Person zugeschnitten ist, ist bislang

noch Zukunftsmusik. Doch funktionelle

Lebensmittel, die mit zusätzlichen Inhaltsstoffen

angereichert sind, liegen im Trend:

Weltweit greifen immer mehr Menschen zu

Lebensmitteln und Getränken, die weniger

Zucker/Fett, mehr Protein oder den Zusatz

von besonderen Vitaminen oder Mineralstoffen

ausloben und mit positiven Effekten

auf die Gesundheit werben. Diese wachsende

66 Sortiment • RUNDSCHAU 06/25


Verkaufstipps

Nachfrage wird von den Ergebnissen einer Umfrage

von Innova Market Insights abgebildet:

42 Prozent der Befragten geben an, dass für sie

die gesundheitlichen Vorteile, die ein Produkt

liefert, ein entscheidendes Qualitätskriterium

darstellen. Demnach ist jeder Fünfte bereit,

für funktionelle Inhaltsstoffe, die bestimmte

Gesundheitsthemen adressieren, tiefer in die

Tasche zu greifen.

Mit Protein den Muskelaufbau fördern

Ein erhöhter Proteinanteil zählt zu den stärksten

Trends im Segment der Molkereiprodukte

– und viele Hersteller reagieren mit entsprechenden

Produktlinien.

So hat Schwarzwaldmilch ein entsprechendes

Sortiment, darunter eine frische Proteinmilch

mit 75 Gramm Protein pro Liter. Unter

der Lizenzmarke Ehrmann ist eine frische

Milch mit 60 Gramm Protein pro Liter auf

dem Markt. Danone positioniert sich mit

57 %

der Befragten achten auf hohen

Proteingehalt in ihrer Ernährung, 47 Prozent auf

wenig Zucker.

Quelle: POSpulse, Befragung unter 596 Shoppern

der Marke Yopro im High-Protein-Bereich:

Die Produkte kommen ohne Zuckerzusatz

und Fett aus, enthalten dafür zusätzlich

Magnesium und Vitamin B9. Die Molkerei

Alois Müller hat zuletzt ihre Desserts um

das High-Protein-Mousse und den High-

Protein-Pudding in den Sorten Schokolade

und Vanille ausgeweitet.

Süßwaren mit weniger Zucker

Auf der Internationalen Süßwarenmesse (ISM)

im Februar in Köln haben die Besucher sehen

können, wie funktionelle Rezepturen die

Grenze zwischen Süßigkeit und Nahrungsergänzungsmittel

verschwimmen lassen. Ironmaxx

hat beispielsweise High-Protein-Chips

aus Kartoffeln, Erbsenprotein und Reismehl

vorgestellt, die auf 30 Gramm Protein pro

100 Gramm kommen.

Die ballaststoffreichen Mini-Kräcker

wO’s des israelischen Unternehmens

„Früher wurde die Kategorie hauptsächlich

als Sporternährung gesehen.

Die Kategorie wächst extrem

und unsere Zielgruppe ist sehr

vielfältig, egal ob Mutter mit zwei

Kindern, Student, Sportler oder

Diabetiker. Wir empfehlen den

Händlern, die Warengruppe als

Better-for-you-Food stärker in Szene

zu setzen und als große Wachstumschance

der ohnehin stark zunehmenden

Kategorie zu bewerten.“

Philip Brohlburg,

Gründer und Geschäftsführer Ahead

„Unter der Marke Layenberger führen

wir neben klassischen Sportlerprodukten

wie Riegeln und

Proteinpulvern auch proteinreiche

Pasta, Müsli und Snacks. Unser

Außendienst wird deshalb oft

gefragt, ob alle Produkte zusammen

im Markenblock oder bei den Warengruppen

platziert werden sollten.

Wir empfehlen Letzteres, um der

Suchlogik der Verbraucher optimal

zu entsprechen.“

Matthias Stichling, International

Key Account Business Development,

Smart Food/Layenberger

AHEAD

FARMER’S SNACK

GRECO

INNOCENT

Mit der Geschmacksrichtung Wassermelone

weitet Ahead das Sortiment

an Sirup ohne Zucker aus. Durch die

Spenderflasche lässt sich die Intensität

von Limonaden selbst bestimmen.

Der Tropical Super Mix kombiniert gefriergetrocknete

Ananas, Mango und

Banane – ideal als Topping fürs Müsli

oder pur als fruchtiger, crunchiger Snack.

Nährstoffschonend getrocknet.

Routhier lanciert unter der Marke Greco

eine griechische High-Protein-Range.

Darunter: Weichkäse Original Natur High

Protein, der nach traditionellen Methoden

in Griechenland hergestellt wird.

Der Bauch Balance Shot (r. Abb.) ist für

die Darmgesundheit entwickelt. Die

Mischung aus Kiwi, Apfelessig, Inulin und

Calcium ist reich an Ballaststoffen und

enthält eine Million lebende Kulturen.

www.rundschau.de

67


_

INFO

Breites Spektrum

Der Begriff „Funktionelle Lebensmittel“

steht für eine Vielzahl von

Produkten, denen – über ihren reinen

Nährwert hinaus – ein gesundheitlicher

Zusatznutzen zugeschrieben

wird. Es sind keine Nährstoffkonzentrate

wie Nahrungsergänzungsmittel;

sie gelangen in den typischen Nahrungsmittelformen

in den Handel.

37 %

der Befragten achten manchmal beim Kauf

von Proteinprodukten auf die genauen Nährwertangaben,

35 Prozent tun es immer.

Quelle: POSpulse, Befragung unter 596 Shoppern

Das Spektrum umfasst unter anderem

Produkte des alltäglichen

Verzehrs, wie etwa probiotische

Joghurts, die eine positive Wirkung

auf die Darmflora haben sollen.

Aber auch spezielle diätetische

Lebensmittel zählen dazu, wie etwa

Margarinen, die mit Pflanzensterinen

angereichert sind und nachweislich

zu einer Senkung des Cholesterinspiegels

beitragen können.

Nichtsdestotrotz sind funktionelle

Lebensmittel rechtlich bislang nicht

eindeutig definiert.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

(BfR)

Barth Ltd. sind aus Hülsenfrüchten gefertigt

und haben einen intensiven Geschmack,

wenig Kalorien und einen hohen

Gehalt an pflanzlichen Proteinen.

Auf weniger Zucker setzen die Fruchtgummis

Nutrilux Less Sugar, die Ragolds zusammen

mit der Tennisspielerin Angelique Kerber entwickelt

hat. Crispies, die Puffreis-Snacks mit

Schokolade von der slowenischen Marke Tante

Frida, enthalten präbiotische Fasern, die sich

positiv auf das Verdauungssystem auswirken

und das Immunsystem unterstützen sollen.

Künftig will die Messe Köln Produkten

wie diesen sogar einen eigenen Themenbereich

widmen. Zur ISM 2026 soll der klar

abgegrenzte Bereich „ISM Functional Sweets“

funktionellen Süßwaren eine zentrale Bühne

bieten – von Hustenbonbons mit Heilkräutern

über Kaugummis mit Kollagen bis hin zu

Produkten mit Vitaminen, Melatonin oder

botanischen Essenzen.

„Weniger Zucker“ ist auch der USP des deutschen

Start-ups Ahead. Mit mittlerweile mehr

als 70 Produkten im Handel bietet es den

Kunden eine breite Auswahl an zuckerreduzierten/-freien

Alternativen für bestehende

Produkte an. „Mit unseren Produkten bieten

wir unseren Kunden vor allem zuckerreduzierte

Alternativen zu herkömmlichen Snacks

am Markt. Laut Weltgesundheitsorganisation

WHO liegt bei erwachsenen Menschen die

empfohlene Menge bei 25 Gramm Zucker

pro Tag. Aktuell essen die Deutschen mit

durchschnittlich 92,6 Gramm pro Tag fast das

Vierfache. Dieses Problem wollen wir lösen“,

sagt Philip Brohlburg, Ahead-Gründer und

Geschäftsführer.

Functional Food als Kundenmagnet

Marken und Konzepte wie die von Ahead

können dem Lebensmittelhandel eine treue

Stammkundschaft bescheren – so wie bei

Christof Wenglorz, selbstständiger Rewe-Kaufmann

mit einem Markt in der Kronenacker-

WASA

Neu im Knäckebrotregal: Wasa Selection

Protein+ ist laut Hersteller proteinreich

und knusprig. Abgerundet wird der Knäckebrot-Genuss

mit einem Topping aus

Leinsamen und Mohn.

LAYENBERGER

Die Sorte Pistachio erweitert die Proteinriegel-Range

3K. Sie sind zuckerarm

und haben eine Kombi aus pflanzlichem

und tierischem Eiweiß auf 30 Prozent

Proteinanteil pro 45-Gramm-Riegel.

MESTEMACHER

Die Attribute „ballaststoffreich“ und

„Omega-3-Fettsäure“ lobt Mestemacher

auf den neuen Bio-Knusperscheiben

„Unser Pures Hafer-Saaten“ aus. Mit 58

Prozent Hafer und 30 Prozent Ölsaaten.

SCHWARZWALDMILCH

Der Weide Kefir mild von Schwarzwaldmilch

mit 1,5 Prozent Fett aus frischer

Weidemilch enthält 13 lebende Kulturen

und hat einen hohen Gehalt an

natürlichem Protein und Calcium.

Fotos: stock.adobe.com/olezzo; Unternehmen

68 Sortiment • RUNDSCHAU 06/25


_

Veranstaltungstipp

5. International Food Innovation Conference, 19. Juni 2025,

GDI Gottlieb Duttweiler Institute, Rüschlikon, Schweiz.

Sortiment

Functional Food

straße im Kasseler Stadtteil Oberzwehren. Er

hat mit seinem Sortiment an Sportlernahrung

ein Alleinstellungsmerkmal in der Umgebung

geschaffen. Auf acht Regalmetern führt er

mit Marken wie Ahead, ESN, All Stars oder

Nascor Sport das größte Angebot an Functional

Food und Nahrungsergänzungsmitteln

in Kassel und Umgebung. „Wir haben einen

großen Kundenstamm, der uns nur deswegen

aufsucht, aber dann auch gleich weitere Einkäufe

bei uns erledigt“, sagt der Kaufmann.

Das habe auch damit zu tun, dass es im Umkreis

kein entsprechendes Fachgeschäft mit

Sportlernahrung mehr gibt. Viele Kunden

waren daher in Sorge, ob das Sortiment nach

dem fünfwöchigen Umbau noch genauso breit

sein würde. „Wir bieten sogar noch eine ganze

66 %

der weiblichen

Befragten wünschen sich bei

Proteinprodukten niedrigere Preise,

51 Prozent einen besseren Geschmack.

Quelle: POSpulse, Befragung unter 596 Shoppern

Tiefkühltruhe voll mit den Produkten von

Prepmymeal an.“ Die Marke mit High-Protein-

Tiefkühlgerichten setzt eigentlich auf Onlinevertrieb,

ist aber trotzdem in ausgewählten

Supermärkten zu finden. Functional Food

ist das „next big thing“, da ist sich Christof

Wenglorz sicher. „Was Bio vor fünf Jahren war,

wird in fünf Jahren Functional Food sein“,

lautet dementsprechend seine Prognose für

das Segement Functional Food.

Bei funktionalen Energydrinks sind die skandinavischen

Länder bereits einen Schritt weiter.

Dort sind beispielsweise schon Produkte zu

finden, die unter anderem die Konzentrationsfähigkeit

steigern, zur normalen Funktion

des Immunsystems und des Stoffwechsels

beitragen und die Gesundheit von Haut und

Haaren stärken sollen. Genau damit wirbt der

US-Energydrink Reign Storm, den Coca-Cola in

der 355-Milliliter-Dose nach Schweden geholt

hat. Er ist reich an sieben Vitaminen, Biotin

und Zink und in den drei Geschmacksrichtungen

Valencia Orange, Pfirsich-Nektarine

und Kiwi Blend erhältlich.

WIR HELFEN KINDERN AUS DER KRISE.

Sagen Sie an der Kasse „Aufrunden bitte!“ und unterstützen Sie

sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in Deutschland.

www.deutschland-rundet-auf.de


Neue Produkte

Juni 2025

Johnnie Walker

Ab Juli in den Regalen: der Johnnie

Walker Black Ruby mit 40 Vol.-%, der

die klassische Tiefe von Black Label mit

einer fruchtigen Süße aus Beeren- und

Honignoten vereint. UVP: 26,99 Euro

Beckers Bester

Mit dem Nektar Orange-Mandarine

in der 1-Liter-Glasflasche/dem 1-Liter-

Tetra Pak reagiert Beckers Bester auf

die Orangensaft-Krise. Mindestens 70

Prozent Fruchtgehalt, ohne zugesetzten

Zucker. UVP: 3,49 Euro/ 3,59 Euro

Bud-Power

Maggi

Die Kultwürze von Maggi gibt es nun

in der Geschmacksvariante Honey

Sesame Style. Mit den Noten der klassischen

Würze, der Süße von Honig

sowie nussigem Sesam. UVP: 1,89 Euro

Denany bringt die Bud-Power-

Bohnen-Gerichte – Pintobohnen

mit Speck sowie schwarze

Bohnen mexikanische Art

– auf den deutschen Markt,

Originalrezept aus den Filmen

mit Bud Spencer. UVP: k.A.

Wiesbauer

Wiesbauer präsentiert den

Bergsteiger Snack und den

Bergsteiger Snack mit Käse. Das

für die Wurst verarbeitete Rindund

Schweinefleisch sowie die

gentechnikfreie Milch für den

Käse stammen von österreichischen

Tieren. UVP: k.A.

Chio

Die Chio Tortillas Extra Hot

Sauce Style versprechen – wie

der Name schon sagt – einen

scharfen Genuss mit einer

feurigen Note, die durch einen

soßigen Charakter abgerundet

wird. UVP: 1,99 Euro

De Beukelaer

Ab sofort im Handel: Prinzen Rolle Vanille, eine

Kombination aus knusprigem Doppelkeks und

feiner Vanillecremefüllung. In der 352-Gramm-

Packung, mit Wiederverschluss. UVP: k.A.

Leibniz

Leibniz erweitert seine Kunterbunt

Range um die Sorte Milk:

kleine, knusprige Kekse mit

Milchcreme und Schokolinsen

in vielen bunten Farben.

UVP: 2,49 Euro

Little Moons

Frozen Cheesecakes in den

Geschmacksrichtungen

Caramelised Biscuit & White

Chocolate, Chocolate & Salted

Caramel sowie Strawberry &

Mascarpone mit 91-98 Kalorien

pro Stück. UVP: k.A.

70

RUNDSCHAU 06/25


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Produkt des Monats

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Ihr Produkt in der RUNDSCHAU

Infos und Bildmaterial zu Ihren Neuprodukten

schicken Sie gerne an: produkte@rundschau.de

Lieken

Lieken hat die Rezeptur eines

Teilsortiments verbessert und sein

Verpackunsdesign modernisiert.

So wird ein Großteil des Sortiments

nun zu 100 Prozent aus Vollkornmehl

gebacken, auf färbende

Karamellsirupe und den Zusatz

von Zucker wird verzichtet.

Grenade Proteinriegel „Oreo White“

Grenade – Great tasting protein bars

Viel Protein, wenig Zucker – voller Geschmack

BESCHREIBUNG Grenade Oreo White vereint den meistverkauften

Proteinriegel Großbritanniens 1 mit dem beliebtesten Keks der Welt 2 .

Mit mehr als 20g Protein und weniger als 2g Zucker pro Riegel bietet

dieses Produkt eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Schokoriegeln.

Der Genuss ist auch mit dem Profisport vereinbar: gemäß dem

Test und der Zertifizierung von Informed Sports sind Grenade Bars

nachweislich frei von verbotenen Substanzen.

.

VERPACKUNGSEINHEIT Der Riegel wiegt 60g, im praktischen Format

ist Grenade Oreo White der perfekte Snack für unterwegs und

zwischendurch.

Dr. Quendt

Hafer Q‘s, vegane Knuspersnacks mit einem crunchy

Haferkern und zartschmelzendem Überzug. Erhältlich

in zwei Varianten: klassisch mit Zartbitterschokolade

oder mit ChoViva, einer Schokoladenalternative

auf Sonnenblumenkernbasis. UVP: 1,59 Euro

KONTAKT

Genuport Trade GmbH

www.genuport.de

1

EXT IRI Marketplace MAT to 14/04/2024

2

Euromonitor Int. Ltd; Snacks 2023 ed.;

Sweet Biscuits brand share 2022 retail value sales

Mazetti

Ab Juli neu im Regal:

Mazzetti Insalata Italiana, eine

geling-sichere, fertige Salatwürze.

Mit feinen Kräutern wie Basilikum

und Dill, kombiniert mit einem

hohen Anteil an Traubenmostkonzentrat

und Brandweinessig.

UVP: 2,99 Euro

www.rundschau.de 71


IMPRESSUM

Die RUNDSCHAU enthält offizielle Mitteilungen für:

Handelsverband Deutschland – Der Einzelhandel e.V.

(HDE); Handelsverband Bayern – Der Einzelhandel e.V.;

Einzelhandelsverband Baden-Württemberg e.V. (EHV);

Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. (HBB)

Die Verbandsseiten geben die Meinung der Handelsverbände

wieder. Die Redaktion ist nicht für die

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Chef vom Dienst (CvD): Mirko Jeschke

Redaktion: Martina Kausch, Sibylle Menzel,

Jenny Rommel

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Silke Detlefsen,

Dr. Claudia Jörg-Brosche, Inka Stonjek

Layout: Michael Schmidt, Schmidt Media Design

Anzeigenleiterin: Sanela Svjetlanovic

Mediaberatung: Vanessa Werdin, Sevda Srna

Gesamtleitung Veranstaltungen: Edith Villwock

Veranstaltungen: Anja Hurrle, Jana Lewark

Anzeigendisposition: dispo@medialog.de

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Produktfotos: Lieken, Hersteller

Erscheinungsweise: monatlich, ISSN 0939 – 6209

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Inland 20,50 Euro / Ausland 43,20 Euro (alle Preise inkl.

Versandkosten). Für Mitglieder folgender Verbände ist

der Bezugspreis mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten:

Handelsverband Baden-Württemberg e. V., Handelsverband

Bayern – Der Einzelhandel e.V., Handelsverband

Berlin-Brandenburg e. V., Bundesverband der Deutschen

Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V., Handelsverband

Sachsen e. V., Einzelhandelsverband Nordbaden

e. V., Einzelhandelsverband Nordrhein-Westfalen e. V.,

Einzelhandels verband Nordsee Bremen e. V., Fachverbände

des Hamburger Einzelhandels e. V., Einzelhandelsverband

Nord e. V., Unternehmerverband Einzelhandel

Nordwest e. V., Landesverband Einzelhandel und

Dienstleistung Saarland e. V., Einzelhandelsverband des

Freistaates Thüringen e. V., Handelsverband Südbaden

e. V., EHI Retail Institute GmbH, Mittelständische Lebensmittel

Filialbetriebe (MLF) e. V. Das Abonnement

verlängert sich um ein Jahr, wenn es nicht einen Monat

vor Ende der Laufzeit gekündigt wird.

Druck: westermann DRUCK | pva

Georg-Westermann-Allee 66

38104 Braunschweig

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Neue Produkte

Juni 2025

Söhnlein

Secco trifft auf Limonade,

erhältlich in den Geschmacksrichtungen

Zitrone (verfeinert

mit Yuzu) und Granatapfel

(verfeinert mit Limette). In der

0,275-Liter-Flasche, 5,5 Vol.-%

Alkohol. UVP: 1,69 Euro

Granini

Zu den bisher bekannten Sorten

der Granini-Fresh-Reihe gesellt

sich ab sofort die Geschmacksrichtung

Pfirsich. Mit 30 Prozent

weniger Zucker als herkömmliche

Schorlen und 15 kcal (62 kJ) pro

100 Milliliter. UVP: 1,59 Euro

Sour Patch Kids

Ab Juli 2025 erweitert der Fruit Mix,

eine Mischung aus Apfel, Kirsche,

schwarzer Johannisbeere und Tropical,

das bestehende Sortiment. Diese Variante

bleibt dem Geschmackskonzept treu:

erst sauer, dann fruchtig-süß. UVP: k.A.

Crosta Mollica

Die italienische Pizzamarke präsentiert

sich ab sofort im neuen Design. Die Pizzen

sind in den vier Sorten Stromboli (würzige

Salami Calabrese & Ventricina), Margherita

(Tomate, Mozzarella, Oregano), Imperia

(Schinken, Pesto, Knoblauch) sowie Quattro

Formaggi (Tomaten und italienischer Käse)

verfügbar. UVP: k.A.

Dr. Oetker

Die neue Götterspeise

Special Edition im

150-Gramm-Becher kombiniert

zwei Geschmackswelten.

Hier treffen Waldmeister

und Himbeere auf

Bubbles mit spritzigem

Zitronengeschmack.

UVP: 1,19 Euro

IVW IV/2024

Druckauflage:

60.267 Exemplare,

tatsächlich verbreitete

Auflage: 59.826 Exemplare


Verkaufsförderung

Juni 2025

Fuchs

Fuchs ergänzt sein Sortiment

der getrockneten Gewürze

und Kräuter um zehn Gewürz-

Pasten im Glas, u. a. Harissa

(scharf & würzig), Knoblauch

(intensiv & würzig), Miso

(mild & würzig) sowie Sesam

(mild & nussig). Natürliche

Rezeptur ohne Zusatzstoffe.

UVP: 3,49 Euro

Bonduelle

Zur Grillsaison stellt Bonduelle

den Country Mix 300 g in den

Mittelpunkt einer Aktivierungskampagne:

So erhalten

Verbraucher in teilnehmenden

Märkten beim Kauf eines

Bonduelle Country Mix ein gebrandetes

Gemüsemesser gratis dazu.

Oppo

Hier trifft die Cremigkeit von

Eiscreme auf die Erfrischung

von Sorbet. Kalorienreduziert,

in den Sorten Sicilian Lemon &

Strawberry, Alphonso Mango &

Passionfruit und Raspberry

Coulis Swirl. UVP: 4,85 Euro

Manner

Manner präsentiert von Mai bis September seine

Sommerpromotion unter dem Motto „Rosa Badespaß“

mit großflächigen PoS-Aufbauten und verlost

bei einem Online-Gewinnspiel einen von zwölf

Sommerurlauben.

Veev

Die neuen Veev Aromen Cherry und Sour

Apple bieten ein intensives, sommerlicherfrischendes

Fruchtaroma. Inhalt: Zwei

Pods, bis zu 2.000 Züge pro Packung.

UVP: 9,90 Euro

Müller

Müller präsentiert seinen Reis

mit Kokosmilch in vier

Varianten: Tropical Mango,

Choco Caramel, Lemon Tarte

und Pistachio Cookie (Abb.).

Im 180-Gramm-Becher.

UVP: 0,99 Euro

Milka

Im dritten Quartal, KW 31 bis KW 43, startet Milka die

Millionen-Arena und verlost mehr als 50 Millionen

Sofortgewinne, darunter Geldgewinne, Autos, E-Bikes,

Reisegutscheine, Tickets für Spiele der Bundesliga und

vieles mehr. Um teilzunehmen, Aktionstafel kaufen und

Gewinncode auf der Website www.fcmilka.de eingeben.

www.rundschau.de 73


FORSCHERAUFTRITT

David Bosshart

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David

Bosshart

ist als Trend- und Handelsforscher weltweit tätig. Er

wechselt sich hier mit Stephan Grünewald, Martin Fassnacht

und Florian Klaus ab. www.davidbosshart.com

Text: Sibylle Menzel

Märkte im Umbruch

Wie reagiert man auf eine unberechenbare Supermacht? David Bosshart warnt vor zu kurzfristigem Denken in der

Handelspolitik und rät dazu, die neue globale Realität anzuerkennen – samt ihrer Unsicherheiten.

Die US-Handelspolitik lässt sich bestenfalls als

unberechenbar bezeichnen. Die deutsche

Lebensmittelbranche zeigte sich vor

Wochen besorgt über die geplanten

EU-Gegenzölle. Welche Folgen drohen

ihr im Fall von Gegenzöllen?

Man hat keine Chance, wenn man

zu sehr mit Details und zu sehr

branchenspezifisch vorgehen will.

Trump versteht nur einfache Beautiful

Big Deals. Und bei denen will er

Win-loose herausholen, nicht Winwin.

Wer im Zeitalter von Trump

Erfolg haben will, muss sich also

zuerst von der Tageshektik lösen, die

morgen sowieso wieder ganz anders ist:

Die aktuelle US-Handelspolitik führt nur

das ins Extrem, was in den letzten 25 Jahren

mit dem vom Westen verschlafenen Aufstieg

Chinas und Asiens längst begonnen hat, siehe die

Folgen von Chinas Eintritt in die WTO 2001. Zudem

sollte man immer die Relationen und Dimensionen

der Handelspolitik im Blick behalten. Wir in Europa

bleiben auf jeden Fall attraktiv, werden aber insgesamt

bedeutungsloser.

Wie reagiert man auf das wechselhafte Geschehen?

Die Finanzministerin der Schweiz macht das gut, die ihrem amerikanischen

Kollegen klipp und klar sagte: Unsere Wirtschaft kann

mit guten oder schlechten Tarifen leben und sich anpassen – aber

sie kann nicht mit permanenten Unsicherheiten erfolgreich mit den

USA zusammenarbeiten. Resultat: Plötzlich gehört die Schweiz zu den

15 privilegiert behandelten Nationen – nachdem ihr 31 Prozent an

Zöllen angedroht worden waren.

Unter anderem spricht sich der Bundesverband der Deutschen

Süßwarenindustrie für einen generellen Kurswechsel in der

Handelspolitik aus. Wie könnte der aussehen?

Gehen Sie davon aus, dass Unwahrscheinliches wahrscheinlicher und

Selbstverständliches unverständlicher wird. Die Finanzmärkte zeigen

David Bosshart

Trendforscher, Executive Advisor, langjähriger

Direktor Gottlieb Duttweiler Institute.

ja sehr schön, dass man nun in Extremszenarien

denken muss. Sehen Sie es so: Wer die größere

Leidensfähigkeit hat, gewinnt. Wir in

Europa waren die größten Profiteure der

bisherigen politischen und wirtschaftlichen

Ordnung. Nur: Die USA haben

die größere Leidensfähigkeit als wir,

vor allem die Westeuropäer. Und die

Chinesen haben eine viel größere

Leidensfähigkeit als die USA. Das

ist entscheidend. Nicht der Mangel

an Fachkräften zählt, sondern der

Mangel an Opferbereitschaft. Wir

haben nun überall Stellvertreterkriege.

Damit muss man die Risiken

besser aufteilen.

Wie beurteilen Sie die Aussicht auf

ein Handelsabkommen nach Ablauf der

90-Tage-Frist?

Auf jeden Fall verhandlungsbereit bleiben, taktieren,

nicht den Beleidigten spielen. Und die möglichen alternativen

Partnerschaften, soweit sinnvoll, stärken.

Was wäre der Best oder auch Worst Case?

Es gibt keine Worst oder Best Cases mehr. Vergessen Sie das einfach.

Protektionismus und Merkantilismus lösen bisherige Formen der

Globalisierung ab. Alles ist im Fluss und unscharf. Für uns ist das

Chaos. Für Trump und Merkantilisten nicht. Die Frage ist, wie sich

nebst den Nationen die Bedeutung vermittelnder Institutionen wie

der Welthandelsorganisation oder der Weltbank, der UN, des Internationalen

Währungsfonds oder des Weltwirtschaftsforums entwickelt

und wie schnell es Alternativen gibt, wie beispielsweise den

Zusammenschluss der BRICS-Staaten. Und wie stabil die Finanzmärkte

dann noch sind.

Worauf müssen sich Verbraucher Ihrer Ansicht nach einstellen?

Dass es uns immer noch gut geht, aber wir viel mehr tun müssen, um

ansatzweise zu behalten, was uns lieb geworden ist. Und Händler:

Preis wie auch Leistung werden immer entscheidender. ☐

Foto: HTR/Susanne Keller

74 FORSCHERAUFTRITT • RUNDSCHAU 06/25


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Einzelhändler und Verantwortliche am PoS und versorgen

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ANUGA-SPEZIAL 2025

ERSCHEINUNGSTERMIN

04.10.2025

ANZEIGENSCHLUSS

05.09.2025

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Lebensmittelhandel. Präsentieren Sie Ihre Produkte unseren Lesern und den Messebesuchern.

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Sanela Svjetlanovic Sevda Srna Vanessa Werdin

TEL: 07225 916-275 TEL: 07225 60 64 612 TEL: 07225 60 64 611

E-MAIL: svjetlanovic@rundschau.de E-MAIL: srna@rundschau.de E-MAIL: warth@rundschau.de

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