RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel 06/2025
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Juni 2025
Nr. 06
rundschau.de
info@rundschau.de
32
SOMMERPARTY
Wie Hersteller das
positive Umfeld
angesagter Festivals
für sich nutzen.
38
FRUCHTPREIS
Deutschlands beste
Obst- und Gemüse-
Abteilungen
sind ausgezeichnet.
GROSSE
GEFÜHLE
WIE DIE FOOD-BRANCHE
MIT SPORT-SPONSORING
AUF KUNDENFANG GEHT.
AUCH IN DIESER AUSGABE: STORE-CHECK BILLA,
WIEN · VEGGIE & VEGAN · FUNCTIONAL FOOD
KREATIV
Alexandra Demuth, Chefin
der Katlenburger Kellerei,
über den Spagat zwischen
Tradition und Innovation.
RUNDSCHAU 06/25
Editorial
Performance dank
Leidenschaft
Sport begeistert! Er weckt Leidenschaft, Stolz und Begeisterung
durch spannende Wettkämpfe und beeindruckende Leistungen.
Sport fördert das Gemeinschaftsgefühl, verbindet Menschen
und schafft gemeinsame Erlebnisse. Zudem inspiriert er durch
den Einsatz von Disziplin, Durchhaltevermögen und Fairness. Die Möglichkeit,
eigene Grenzen zu überwinden, und das Staunen über außergewöhnliche
Leistungen machen Sport motivierend und faszinierend.
Das alles macht ihn attraktiv für Unternehmen: Durch Sport-Sponsoring
steigern sie nicht nur ihr Renommee. Sie schaffen vor allem auch eine
intensive, emotionale Bindung zu ihren Kunden und können dadurch
ihre Kommunikations- und Marketingziele besser erreichen. Welche
Player im LEH besonders aktiv sind und aus welchen Beweggründen,
lesen Sie in der faszinierenden Titelstory ab Seite 22.
Exzellente Performance besonderer Art zeichnet die RUNDSCHAU
für den Lebensmittelhandel traditionell in ihrer Juni-Ausgabe aus:
Mit der Verleihung des Deutschen Frucht Preises. Hier ist es die Leidenschaft
für Obst & Gemüse, welche die Siegermärkte zu Höchstleistungen
antreibt. Die Preisverleihung am 12. Mai im eleganten
Kurhaus in Baden-Baden war wie immer ein glanzvolles Fest. Den
Bericht über die feierliche Übergabe der Gewinnertrophäen und
die Porträts der Sieger lesen Sie in aller Ausführlichkeit ab Seite 38.
#Storecheck
Netto-Null-Emissionen bis
2050 hat der Rewe-Konzern
als Ziel ausgerufen. Ein neuer
Billa-Markt in Wien zeigt, wie
das gelingen kann. Seite 16.
#Pflanzenpower
Vegan bedeutet für viele Konsumenten
nicht Verzicht, sondern
entspannten Genuss. Laut
YouGov wächst die Kategorie
weiter. Die Trends ab Seite 60.
#Functionalfood
Produkte, die mehr können als
satt machen, liegen bei Shoppern
im Trend. Das Potenzial
ist enorm. Wie der LEH davon
profitiert, ab Seite 66.
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03
RUNDSCHAU Juni 2025
Inhalt
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Hintergründe stehen
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fitfortrade
Für Nachwuchskräfte: Infos zum Wettbewerb,
Lernmaterial und vieles mehr.
Die Titelstory
Wenn Unternehmen und Marken mitfiebern, entsteht mehr als
Werbung – Sport-Sponsoring bringt Emotionen ins Marketing und
Nähe zur Zielgruppe. Über engagierte Player und ihre Ziele lesen Sie
in dieser RUNDSCHAU-Ausgabe ab Seite 22.
Branche
Sortiment
06 Ein Kaffee mit ...
Alexandra Demuth, Geschäftsführerin der
Katlenburger Kellerei.
60 Veggie & Vegan
Eine Nische kommt groß raus: Warum sich
pflanzliche Ernährung für den LEH lohnt.
32
Let’s have a party!
14 Nachwuchsförderung
First Steps ins Category Management: Junge
Talente beim exklusiven Basic Workshop.
16 Store-Check: Billa, Wien
Grün und sozial: Billas Pilotprojekt setzt in
Sachen Nachhaltigkeit neue Maßstäbe.
64 Frühstücksprodukte
Marmelade, Konfitüre und Co.: Wie sie den
Geschmack einer jüngeren Zielgruppe treffen.
66 Functional Food
Zusatznutzen ist gefragt: Welche Potenziale im
Wellbeing-Sektor schlummern.
Ob Sommerfeste in kleinem oder großem Rahmen,
Festivals oder Balkonsessions: Sommerzeit ist
Partyzeit – und der Handel kann kräftig mitfeiern.
22 Sport-Sponsoring
Emotion trifft Strategie: Mit Sport-Marketing
erfolgreich zur Kunden- und Markenbindung.
30 Interview
Mit Markant Deutschland, die mit voilà! eine
Networking-Plattform für Start-ups initiiert.
Rubriken
08 Newsticker
32 Sommerparty
13 Shopper-Insights: Wellbeing
Hersteller sorgen für starke Markenerlebnisse:
So kommt auch der Handel in Stimmung.
37 Verbandsinfo
Fotos: AdobeStock.com/Imagine; Michael Gregonowits
38
Obst und Gemüse im Fokus
Voller Emotionen: Deutschlands beste Obst- und
Gemüseabteilungen 2025 sind ausgezeichnet. Die
Siegerporträts und Insights aus der Expertenrunde.
Award
38 DFP Preisveleihung
42 Round Table Obst & Gemüse
46 DFP Bio-Markt
48 DFP Verbrauchermarkt
50 DFP Supermarkt
52 DFP SB-Warenhaus
54 DFP Supermarkt groß
56 DFP Supermarkt klein
58 DFP Landessieger
70 Neue Produkte/Impressum
74 ForscherAuftritt: David Bosshart
04 Inhalt • RUNDSCHAU 06/25
Lecker Fisch.
Ohne Haken.
100 % frei von Zusätzen.
ist für alle da
Ein Kaffee mit …
Alexandra Demuth
Text: Jenny Rommel
Foto: Daniel Li
TRADITION
NEU GEDACHT
„Hip wie ein Start-up, nur 100 Jahre älter“– das ist das Motto der Katlenburger
Kellerei, die sich immer wieder neu erfindet. Geschäftsführerin
Alexandra Demuth über den Spagat zwischen Tradition und Innovation.
Eigentlich wollte Dr. Willy Demuth
vor genau 100 Jahren nur Apfelsaft
herstellen. Allerdings vergor ein
Fass und es entstand ein Apfelschaumwein,
der schon bald als
Cider vermarktet wurde. Die Geburtsstunde
der Katlenburger Kellerei, die
heute in vierter Generation beste Säfte aus
heimischen und exotischen Früchten sowie
reinen Bienenhonig zu Frucht- und Honigweinen
verarbeitet. Später erfand man
in Katlenburg am Harz den Erdbeersekt,
die trinkfertige Bowle, und stellte mit den
Tropica Cocktails schon in den 80er-Jahren
RTD-Konzepte her. „Die Bowlen und Tropica
-Drinks gehören weiter zu den beliebtesten
Getränken des Sortiments“, so Alexandra
Demuth, Urenkelin des Gründers
und seit 2024 alleinige Geschäftsführerin.
Wurzeln und Wandel
In der Geschäftsführung die Zukunft
eines tradierten Familienunternehmens
zu verantworten, ist für die Mutter einer
Tochter „ein besonderes Gefühl“. Dieser
Aufgabe begegnet sie mit „Ehrfurcht“
sowie einer „positiven, zuversichtlichen
Einstellung“: „Meine Verpflichtung ist es,
dafür zu sorgen, dass auch noch weitere
Generationen Freude am Unternehmen
haben können. Zudem trage ich eine enorme
Verantwortung für die vielen tollen
Fruchtweinmacher, die bei uns arbeiten.“
In den vergangenen Jahren arbeitete
das Unternehmen daran, sich jünger und
moderner zu positionieren – mit Erfolg.
„Unser Sortiment teilen wir in zwei Kategorien:
Tradition und Innovation. Die
Produkte des ersten Segments sprechen
eher die ‚Gewohnheitskäufer‘ an, werden
aber dennoch bewusst zeitgemäß gestaltet
und beworben. Die Produkte des Segments
‚Innovation‘ greifen aktuelle Themen auf
und sprechen eine probierfreudige, trendaffine
Zielgruppe an, welche die Produkte
auch gerne auf ihren Social-Media-Kanälen
präsentiert“, sagt Alexandra Demuth.
Doch diese zwei Themen zu verbinden, erfordert
Fingerspitzengefühl: „Das Schöne
an unserer Tradition ist die Erfahrung. Wir
wissen, was geht, wie es geht und was wir
tun müssen, wenn es nicht geht. Auf dem
Fundament unserer Vergangenheit können
wir heute innovativ und kreativ arbeiten.
Wir bewahren, was sich bewährt hat, und
bleiben gleichzeitig offen für frische Impulse
– innovative Produktideen oder neue
Herstellungsmethoden. Unser Motto: Wir
sind hip wie ein Start-up, nur 100 Jahre
06 Branche • RUNDSCHAU 06/25
Ein Kaffee mit ...
Noch mehr interessante Menschen
aus der Branche bei einer Tasse
Kaffee im RUNDSCHAU-Gespräch.
älter.“ Das gehe, indem man „die
Vergangenheit präsent macht
und die Zukunft lebt“.
Am Puls der Zeit
Viel Aufsehen erregte die Katlenburger
Kellerei, die im Jahr rund 22 Millionen Flaschen
verkauft, vor allem mit dem ersten
Hanfgetränk in Zeiten des Hanf-Hypes,
dem ersten alkoholischen Eistee sowie
Europas erstem vollständig KI-generierten
RTD-Cocktail. „Trends sind so schnelllebig
wie noch nie. Wenn ich es als Brand schaffe,
ein paar der Trends mitzunehmen, kann
das ein wirklicher Imagegewinn sein.“ Da
im Bereich der alkoholischen Getränke der
Aperitif-Trend weiter anhält, launcht das
Unternehmen jährlich neue Konzepte für
die Sommer- oder Wintersaison. Doch auch
das Thema Alkoholfrei bleibt wichtig: „Wir
haben unseren Topseller Bowle sowie unseren
Glüh Punsch als alkoholfreie Version
gelauncht. Die Mengen sind noch deutlich
kleiner als jene der alkoholischen Pendants.
Künftig werden wir zusätzliche alkoholfreie
Produkte auf den Markt bringen.“
Weitere Ziele für 2025? „Wir müssen uns
den neuen Marktanforderungen wie einem
rückläufigen Alkoholkonsum, einer besonderen
Offenheit für neue Trends, aber
auch einer inflationsbedingten Kaufzurückhaltung
stellen und unser Sortiment
an die neuen Konsumgewohnheiten weiter
anpassen“, so Alexandra Demuth. ☐
Das Schöne an
unserer Tradition ist
die Erfahrung. Wir
wissen, was geht,
wie es geht und was
wir tun müssen,
wenn es nicht geht.
ALEXANDRA
DEMUTH
ist die Urenkelin des
Gründers der Katlenburger
Kellerei. Sie ist Marketingexpertin
und stieg 2021 in
die Geschäftsführung ein.
Seit 2024 ist sie alleinige
Geschäftsführerin.
www.rundschau.de
07
Branche
Newsticker
Discounter oder Supermarkt?
SHOPPER-STUDIE Der neue European Retail
Landscape Report von YouGov Shopper
Intelligence hat die Einzelhandelslandschaft
in 16 europäischen Ländern beleuchtet und
untersucht, wie sich der Wettbewerb zwischen
den Vertriebsschienen und einzelnen Händlern
verändert. Demnach hat der krisenbedingte Anstieg
der Lebenshaltungskosten in den letzten
Jahren zu einem signifikanten Wachstum der
Discounter geführt. Dieses Wachstum fällt in
Ländern wie Ungarn, Serbien oder Rumänien
deutlich stärker aus als in Österreich, Deutschland
oder den Niederlanden. Laut den Studien-
Autoren dürften hierfür in den osteuropäischen
Ländern die höhere Inflation und der deutlich
höhere Anteil der Ausgaben für Lebensmittel
an den generellen Haushaltsausgaben ein
wesentlicher Faktor gewesen sein.
In Ländern wie den Niederlanden, Italien,
Österreich und Schweden halten Supermärkte
konstant ihre Stellung als bevorzugte Einkaufsstätte.
Das liegt u. a. an den hohen Qualitätsansprüchen
an Lebensmittel – aber auch daran,
dass es dort den nationalen Marktführern
gelingt, ihr Angebot an die länderspezifischen
Bedürfnisse der Shopper anzupassen. In vielen
anderen Märkten, vor allem in Osteuropa, war
der Spardruck hingegen so groß, dass multinationale
Discounter wie Aldi und Lidl ihre
Marktanteile weiter ausbauen konnten.
Als Reaktion auf die „Cost of Living Crisis“
wird auch die Produktauswahl preisbewusster.
Handelsmarken gewinnen besonders in
Deutschland (38 %), den Niederlanden (38 %)
und Österreich (36 %) Marktanteile. Sonderangebote
und Aktionsprodukte behalten ebenfalls
ihre Bedeutung. Diese Trends zeigen, dass
Verbraucher zunehmend nach Möglichkeiten
suchen, mit ihren Ausgaben zu haushalten,
ohne auf Qualität verzichten zu müssen.
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2024
CRAFT
DISTILLERY
of the year
Gubor und Colian
gehen zusammen
FUSION Der Süßwarenproduzent Gubor
und die polnische Colian-Gruppe bündeln
ihre Kompetenzen und Kapazitäten. Der
Zusammenschluss beruht auf einer gleichberechtigten
Partnerschaft, in der die jeweiligen
Stärken und Kompetenzen beider Unternehmen
strategisch zusammengefasst werden
sollen. Durch die Fusion sollen gezielt Synergien
in Schlüsselbereichen wie Produktion,
Logistik, Einkauf und Innovation erschlossen
werden. Mit der Allianz entsteht eine Organisation,
die in zwölf Produktionsstätten in drei
Ländern (Polen, Deutschland und Irland) mit
etwa 4.200 Mitarbeitern rund 85.000 Tonnen
Süßwaren und 140 Millionen Liter Getränke
pro Jahr herstellt.Details der Transaktion
wurden nicht bekannt.
Fotos: AdobeStock.com/Andrey Popov, Peter Eilers/dti
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08 Branche • RUNDSCHAU 06/25
RUNDSCHAU Digital
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Branche
Newsticker
Tiefkühltagung 2025 beleuchtet
Trends in der Tiefkühlbranche
BRANCHENTREFF Rund 200 Gäste aus Wirtschaft,
Wissenschaft, Verbänden und Gesellschaft
kamen am 13. Mai in Köln zur Tiefkühltagung
2025 des Deutschen Tiefkühlinstituts
(dti) zusammen. Unter dem Motto „Wege zur
Innovation“ diskutierten die Teilnehmer von
„70 Jahre Tiefkühlkost in Deutschland“ aktuelle
Branchenthemen. „Ich bin sehr stolz, die
Interessen der Tiefkühlbranche künftig an der
Spitze des dti vertreten zu dürfen“, so Simon J.
Morris (Salomon FoodWorld), der am Vortag bei
der dti-Mitgliederversammlung als Nachfolger
von Markus Mischko (Iglo Deutschland) zum
neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt wurde.
„Drei Aspekte sind für mich entscheidend: Leidenschaft
für TK, Kontinuität in der Verbandsstrategie
und Teamplay. Als ehemaliger Profisportler
weiß ich, dass man Höchstleistungen
nur mit hoher Motivation erreichen kann – und
mit einem guten Team! Genauso erlebe ich die
Arbeit im dti. Ich möchte, dass wir alle noch
enger als starker, aktiver Wirtschaftsverband
zusammenarbeiten. Unsere Branche steht vor
großen Herausforderungen: Umso wichtiger
ist es, dass wir die Kräfte bündeln und unsere
Anliegen weiter erfolgreich vertreten.“ Sabine
Eichner, dti-Geschäftsführerin: „Wie gestaltet
die Tiefkühlwirtschaft heute die Zukunft der
Ernährung mit? Welche innovativen Lösungen
bietet die Zukunftskategorie TK für die Ernährungswende
und für mehr Klimaschutz? Wie
kommunizieren wir unsere Botschaften an die
Kunden? Unsere Tiefkühltagung 2025 diskutiert
genau diese hochrelevanten Fragen – mit
herausragenden Referenten und Führungskräften
aus der Tiefkühlwirtschaft.“
△ Der geschäftsführende dti-Vorstand mit seinem
neuen Vorsitzenden Simon J. Morris (Salomon
FoodWorld, Mitte), Dr. Jan-Peer Laabs (apetito
AG, l.) und Volker Büttel (Iglo Deutschland).
Neues Konzept: Aldi Süd ordnet
Frischfleischkühlung nach Tierart
Fairtrade-Umsatz
wächst zweistellig
MEHR TRANSPARENZ Aldi Süd ordnet als
erster großer Lebensmitteleinzelhändler die
Frischfleischkühlung neu an. Nach Angaben des
Discounters steigt die Nachfrage der Kunden
nach Tierwohlprodukten aus den höheren
Haltungsformen kontinuierlich an. Kunden
sollen nun noch einfacher zwischen den Haltungsformen
unterscheiden können. Deswegen
wird die Frischfleischkühlung ab sofort nicht
mehr – wie im LEH üblich – nach Tierart, sondern
nach Haltungsform angeordnet. In der
Frischfleischkühlung gibt es drei Bereiche:
Produkte aus klassisch konventioneller Haltung
(Haltungsform 1 und 2) sind im blauen
Bereich zu finden. Produkte aus höheren Haltungsformen
(Haltungsform 3, 4 und 5) sowie
Hackfleisch befinden sich im grünen Bereich
der Frischfleischkühlung. Aktuelle Angebote
aus der Frischfleischkühlung sind in der klassischen
Angebotsfarbe Rot zu finden. „Unser
Ziel ist es, dass unsere Kunden Produkte aus
höheren Haltungsformen einfach und auf den
ersten Blick finden. Dafür sind wir bereit, neue
Wege zu gehen und freuen uns über jeden Mitbewerber,
der das gemeinsame Ziel für mehr
Tierwohl genauso konsequent umsetzt“, so
Dr. Julia Adou, Director Sustainability bei Aldi
Süd. Der Discounter will 2030 bei Frischfleisch,
Trinkmilch sowie den gekühlten Fleisch- und
Wurstwaren nur noch Produkte aus den Haltungsformen
3 und höher anbieten. Schon
heute seien die Trinkmilch, das Putenfrischfleisch
und das Rindfrischfleisch vollständig
auf die Haltungsformen 3, 4 und 5 umgestellt.
JAHRESBILANZ Der Umsatz mit Fairtrade-
Produkten in Deutschland ist im vergangenen
Jahr um 13 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro
gestiegen; der Absatz legte um fünf Prozent
zu – so stark wie seit vier Jahren nicht mehr.
„Fairtrade-Verkäufe entwickeln sich trotz der
wirtschaftlich herausfordernden Lage sehr
positiv“, so Benjamin Drösel, Vorstand für Marketing
bei Fairtrade Deutschland. Der Absatz
von Kaffee stieg um rund sechs Prozent auf
24.660 Tonnen, der von Bananen um sieben
Prozent auf 121.800 Tonnen. Positiv war auch
die Entwicklung bei Kakaobohnen (+ 11 % auf
89.000 Tonnen) und Rosen ( 10 %Prozent auf
knapp 509 Millionen Stiele). Der Marktanteil
von Fairtrade-Kaffee in Deutschland liegt bei
5,3 Prozent, der von Kakao bei knapp 21 Prozent.
www.rundschau.de
09
Branche
Newsticker
Familienbande –
Zusammenhalt als Erfolgsfaktor
170. MLF-ARBEITSTAGUNG Vom 11. bis 14. Mai
2025 fand in Gütersloh die Frühjahrstagung
der Mittelständischen Lebensmittelfilialisten
(MLF e. V.) statt. Gastgeber war die Familie
Schenke, die mit einem hochkarätigen Programm
den rund 420 Gästen aus der Lebensmittelbranche
den Rahmen für den Austausch
und die Vernetzung schuf. Unter dem Motto
„Familienbande – Zusammenhalt als Erfolgsfaktor“
wurde über die Kraft und die Erfolgschancen
von Familienunternehmen, aber auch
über die große Verantwortung und die Herausforderungen
intensiv diskutiert.
Schenke ist ein 1934 gegründetes Familienunternehmen,
welches im Raum Gütersloh sieben
inhabergeführte Edeka-Lebensmittelmärkte,
einen Bio-Markt, drei Trinkgut-Getränkemärkte,
ein Café und eine Produktion mit Küche,
Bäckerei und Kaffeerösterei im Raum Gütersloh
betreibt, derzeit in 3. und 4. Generation.
Reiner Schenke, seine beiden Söhne Janik
und Robin Schenke sind als gleichberechtigte
Geschäftsführer tätig. Sie werden unterstützt
durch Reiner Schenkes Gattin Jeannette Hölscher-Schenke
und Lars König, der als Prokurist
für das Unternehmen tätig ist. Inzwischen
beschäftigt das Unternehmen rund 700 Mitarbeiter,
davon etwa 60 in der sogenannten
Schenke Genusswelt, der Eigenproduktion von
Lebensmitteln auf Manufakturniveau.
Das Motto, so erfuhren die Gäste bei der persönlichen
Vorstellung der Ausrichterfamilie, hatten
die Schenkes eigens für die Tagung gewählt:
Steht im Zentrum doch die Herausforderung,
ein Unternehmen von einer an eine nächste
Generation zu übergeben. Daran können Unter-
verkaufs
kracher im
doppelpack
nehmen scheitern – oder sie eben auch positiv
gestalten, wie das Beispiel der Gütersloher
Händlerfamilie beweist. In einer Podiumsdiskussion
zum Thema berichteten profilierte
Kaufleute wie Peter Dornseifer oder Hubert
Wilger über ihre persönlichen Erfahrungen, wie
der Generationswechsel gelingen kann – auch
wenn sich die Generationen naturgemäß nicht
immer einig sind.
Weiterhin waren auf der Tagung zu Gast
Deutschlandchefin Doris Abeln und persönlich
haftender Gesellschafter Carl Oetker von
Dr. August Oetker, Dr. Marcus Miele, geschäftsführender
Gesellschafter der Miele-Gruppe,
Leonard Wilhelm aus der Inhaberfamilie der
Firma Rapunzel, und Dirk Neuhaus, Chef der
Edeka Rhein-Ruhr. Einen weiteren Vortrag zum
Thema Familienunternehmen hielten Matthias
Rensch, Geschäftsführer der Kaffeesparte von
Melitta, und sein Personalkollege Christoph
Schülermann.
Professor Bernd Raffelhüschen berichtete
über die Herausforderungen des aktuell bevorstehenden
Generationswechsels, Professorin
Christina Hoon vom Lehrstuhl für Unternehmensnachfolge
an der Universität Bielefeld
über Fallstricke beim Generationswechsel. Der
Neurowissenschaftler Professor Volker Busch
von der Universität Regensburg gab Tipps zur
wirkungsvollen Stressreduktion.
Höhepunkt der Veranstaltung waren die traditionelle
Store-Checks, in diesem Fall der Besuch
von drei Supermärkten und der hauseigenen
Manufaktur der Gastgeberfamilie Schenke.
Für informelle Gespräche und Networking boten
sich neben den Pausen auf dem Marktplatz
bei den zahlreichen Ausstellern die wie immer
abwechslungsreichen Abendveranstaltungen:
Auf Einladung von Dr. Oetker trafen sich die
Gäste zu einem stimmungsvollen und kulinarischen
Empfang in der Oetker Welt, und am
letzten Abend gab es eine Abschlussparty auf
der Tenne der Klosterpforte in Harsewinkel.
Fotos: Reinhard Rosendahl
10 Branche • RUNDSCHAU 06/25
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1 Gastgeber: Die Edeka-Kaufleute Janik, Reiner,
Jeanette und Robin Schenke betreiben im
Raum Gütersloh/Bielefeld u. a. sieben Lebensmittelmärkte
und eine Genussmanufaktur.
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Statt des obligatorischen Golfturniers gab es
diesmal die „MLF-Tennis-Open“.
Stefan Lenk, 1. Vorsitzender der MLF, bei der
Begrüßung der rund 420 Tagungsteilnehmer.
Für Dirk Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der
Edeka Rhein-Ruhr, sind Freiheit und Individualität
die Treiber auch für wirtschftlichen Erfolg.
Michael Gerling (MLF), Reiner Schenke, Doris
Abeln und Carl Oetker, beide Geschäftsleitung
Dr. Oetker Deutschland, sowie Stefan Lenk
eröffneten die Party in der Dr. Oetker Welt.
6
Matthias Rensch, Geschäftsführer Melitta
Deutschland, über Maßnahmen, mit denen
Arbeitgeber bei der Belegschaft punkten.
7 Benjamin Stiegler, Selahattin Göde und Sven
Stiegler, die Frische-Experten aus der Pfalz.
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Store-Check beim Gastgeber: Die Qualitätsprodukte
aus Schenkes Genussmanufaktur und
das Ladendesign begeistern die LEH-Profis.
Am Ende eines langen Tages networken und
genießen: gemütlicher Familienabend in der
Tenne des Hotels Klosterpforte, Harsewinkel.
Sorgten auch diesmal für süße und herzhafte
Verwöhnmomente: Robert Strähle und Ute
Dondorf, beide Lindt & Sprüngli, sowie
Celestina Marziale von Marziale Coolinaria.
www.rundschau.de
11
Abbildung ähnlich
Branche
Newsticker
Täglich neu: www.rundschau.de
News und Infos aus der Branche und über ihre
Entscheider finden Sie täglich aktuell auf
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ULRIKA KOLSRUD wurde vom
Aufsichtsrat des Tissue-Herstellers
Essity mit Wirkung zum
1. Juni zur Präsidentin und CEO ernannt.
Zuletzt war sie Präsidentin
des Essity-Geschäftsbereichs
Health & Medical. Sie folgt auf
Magnus Groth, der den Vorstand
Anfang des Jahres darüber informierte,
dass er seine Position im
Laufe des Jahres aufgeben wird.
Ulrika ist seit 2015 Mitglied des
Executive Management Teams.
MATTHIAS GAIDA erweitert seit
1. Mai als Mitglied der Geschäftsführung
und Vertriebsleitung
die Führungsspitze der Wolf Firmengruppe.
Mit umfangreicher
Erfahrung in der Fleisch- und
Wurstbranche wird er das Unternehmen
dabei unterstützen, die
Vertriebsaktivitäten national wie
international auszubauen. Der
53-Jährige war bei der Zur-Mühlen-Gruppe
für die Marke Gutfried
und bei The Family Butchers tätig.
HILMAR HÜBERS tritt zum
1. Januar 2026 die Nachfolge von
Patrick Steppe als CEO von Lekkerland
an. Hübers, derzeit Chief
Operating Officer, wird auf Vorstandsebene
für die Bereiche Einkauf
und Category Management,
Smart Stores, Human Resources,
Strategie & Transformation, Kommunikation
und die Steuerung der
Lekkerland-Landesgesellschaften
in den Niederlanden, Belgien und
Spanien verantwortlich sein.
CHRISTIAN SCHNEIDER leitet
seit Anfang Mai bei Manner in der
Funktion als Director Digital Marketing
& Consumer Services die
digitalen Geschicke des Unternehmens.
Er soll die digitalen Marketing-Agenden
der Marken Manner,
Casali, Napoli, Victor Schmidt und
Ildefonso weiter professionalisieren.
Sein Aufgabenbereich umfasst
u. a. die digitale Marken- und
Kampagnenaktivierung aller Marken
– national wie international.
GEWINNSPIEL
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100 TAGE
TÄGLICH GEWINNEN
Hauptpreis 1x Jochen Schweizer
Gutschein in Wert von 250€
*Teilnahmebedingungen unter
www.loacker-jubilaeum.de
Kaufland setzt an weiteren Standorten
auf innovativen Tomra-Leergutautomaten
LEERGUTRÜCKNAHME Der Großflächen-
Discounter Kaufland setzt an fünf weiteren
Standorten auf einen Pfandautomaten mit
Multi-Feed-System der Firma Tomra, um den
Kunden die Pfandrückgabe zu erleichtern. Im
baden-württembergischen Steinheim war der
Automat bereits seit vergangenem Frühjahr
getestet worden und bleibt dort nun dauerhaft
im Einsatz. Die neuen Pfandautomaten finden
sich seit Kurzem am Dortmunder Standort in
der Bornstraße, in der Schwieberdinger Straße
in Ludwigsburg, in der Schönauer Straße in
Worms sowie der Landsberger Chaussee in
Ahrensfelde. Die Kaufland-Filiale in Leipzig
(Kiewer Straße) komplettiert das Sextett Mitte
Mai. Dank des Multi-Feed-Systems können Kunden
ihr gesamtes Leergut in einem Schwung
einwerfen, anstatt wie bei herkömmlichen
Pfandautomaten die Flaschen und Dosen
einzeln einzulegen. Dieser Prozess ist je nach
Abgabemenge bis zu fünfmal schneller als an
herkömmlichen Pfandautomaten.
Fotos: Essity; Wolf Firmengruppe; Lekkerland, AdobeStock.com/marco; Manner / Bernhard Noll; Kaufland
12 Branche • RUNDSCHAU 06/25
Fotos: stock.adobe.com/kaissa_art, Pixelot, Xavier
Mintel Spotlight – der Marktforschungs-Blog mit
erfrischenden Perspektiven, neuen Daten und bahnbrechenden
Analysen der Märkte, die wirklich zählen.
Im Fokus: Wohlbefinden
Die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage schlägt
vielen Konsumenten aufs Gemüt. Sicher bleibt nur der
Blick aufs eigene Heim und die mentale und körperliche
Gesundheit. 79 Prozent der Deutschen finden, dass eine
gesunde Ernährung eine Form der Selbstfürsorge ist und
eine langfristige Investition in die eigene Gesundheit.
Auf welche gesunden Ernährungstrends
Lebensmittel- und
Getränkemarken achten sollten
und wie sie Verbraucher unterstützen
können, verraten die
Marktforscher von Mintel.
Convenience-Food
Essen auf Knopfdruck
Über alle Bevölkerungsgruppen hinweg herrscht in
Deutschland weitgehende Einigkeit darüber, dass eine
gesunde Ernährung zu Selfcare zählt. Marken können die
Trends zu Selfcare und Slow Food nutzen, indem sie an
gesunden Produkten oder Mahlzeiten wie zum Beispiel
Zubereitungs-Kits feilen, die Convenience und Gesundheitsversprechen
miteinander vereinen. Genau hier
steckt noch Wachstumspotenzial: Gerade einmal 16 Prozent
aller in Deutschland eingeführten Lebensmittel und
Getränke waren im Jahr 2024 als Convenience-Produkte
ausgezeichnet. Gesundes, leckeres Essen auf Knopfdruck
– auch das kann in stressigen Zeiten den Kopf beruhigen
und für ein ganzheitliches Wohlbefinden sorgen.
_
ZAHLEN
TICKER
Ernährung
64 PROZENT
der Deutschen geben an,
sich überwiegend gesund
zu ernähren.
Essverhalten
40 %
geben Eile und Hektik als
Hauptgründe an dafür,
dass sie sich ungesund
ernähren, gefolgt von
sozialen Anlässen (36 %)
und dem „Auswärts-
Essengehen“ (34 %).
Werbeslogan
58 PROZENT
bevorzugen bei der Auswahl
an gesünderen
Lebensmitteln und Getränken
solche ohne oder mit
geringem Zuckerzusatz.
39 Prozent wählen eher
Produkte mit geringem Kaloriengehalt,
38 Prozent
achten auf Nährstoffe.
Branche
Zahlen & Fakten
Auf einen Blick
Shopperverhalten
75 % 69 %
sind der Meinung, dass
vermeiden hocheine
gesunde Ernährung
verarbeitete Lebensmittel
(UPF).
den Alterungsprozess
verlangsamen kann.
27 %
der Konsumenten
ab 18 Jahren
versuchen aktuell
abzunehmen.
Unterstützung
Entspannungsfördernd
Ein bekannter Jojo-Effekt, den viele Verbraucher
kennen: Wer schlecht schläft,
der fühlt sich nicht nur ständig hungrig,
sondern generell unausgeglichen. Schlaffördernde
Lebensmittel und Produkte, die
zum Beispiel mit Magnesium oder natürlich
entspannenden Zutaten wie Zitronenmelisse,
Passionsblume oder Lavendel angereichert
sind, passen daher in das Narrativ der
Longevity und der Selbstfürsorge – kreieren
sie doch vor allem in den Abendstunden
Momente der Entspannung.
„Sind Verbraucher
knapper bei Kasse,
wird auch bei Bio
gespart. Hier sind
Marken gefordert,
transparent über die Vorzüge
ihrer Zutaten und Produkte zu
kommunizieren.”
Hannah Sandow
Associate Director, Mintel Food & Drink Germany
Wohlbefinden
61 PROZENT
machen die Massenherstellung
von Nahrungsmitteln
für den Anstieg von
Gesundheitsproblemen
verantwortlich. 38 Prozent
zeigen Interesse an Nahrungsergänzungsmitteln,
die auf ähnliche Weise
wirken wie verschreibungspflichtige
Medikamente
zur Gewichtsabnahme.
Darmgesundheit
Fermentiertes im Fokus
Fermentierte Produkte vereinen mehrere
Superkräfte miteinander: Sie sind natürlich,
geschmackvoll, reich an Probiotika – und
fördern damit die Darmgesundheit. Insbesondere
Produkte der internationalen
Küche wie Kimchi und Miso können auch
in den hiesigen Supermarktregalen für
Abwechslung sorgen. In Deutschland essen
58 Prozent der Konsumenten mit Verdauungsbeschwerden
mehr als einmal pro
Woche fermentierte Produkte.
Branche Nachwuchsförderung
Basiswissen für Einsteiger
Stark im Regal, stark im Umsatz:
Das ist das Ziel von Category
Management. Ein exklusiver
Workshop in Kooperation mit der
GS1 Germany vermittelte
die wichtigsten Grundlagen.
Category Management ist ein Prozess,
bei dem Kategorien als strategische
Geschäftseinheiten geführt werden, um
durch Erhöhung des Shoppernutzens Ergebnisverbesserungen
zu erzielen. Bei einem
exklusiven Basic Workshop, den fitfortrade
gemeinsam mit der GS1 Germany in Köln
veranstaltete, lernten Nachwuchskräfte und
Quereinsteiger aus dem LEH mehr zu diesem
wichtigen Thema.
Kundenorientierte Denkweise
Von Anfang an wurde deutlich: Beim Category
Management arbeiten Händler und Hersteller
Hand in Hand. Denn: Kooperation schafft
Mehrwert, ein Grundgedanke des CM. Zu
Beginn geht es darum, auf Basis von Research
und Insights zu verstehen, was Shopper und
Konsumenten von einer Kategorie erwarten.
Hierbei werden Produkte in Kategorien
eingeteilt, die auf den Bedürfnissen und Erwartungen
der Kunden basieren. Jede dieser
Kategorien wird schließlich als eigenständige
Geschäftseinheit betrachtet – mit klaren Zielen
und Strategien.
„Überall dort, wo Händler aus einer Vielzahl
an möglichen Artikeln die für ihre Shopper
richtige Auswahl treffen müssen, kann ein
strukturierter CM-Ansatz seine Wirkung
entfalten. Von der Sortimentsgestaltung
über die richtige Platzierung und die Gestaltung
relevanter Promotions bis hin zu einer
Fotos: GS1 Germany, Mona Cypris; André Fister
mit Unterstützung von:
14
fitfortrade • RUNDSCHAU 06/25
Category Management
Sie wollen Category Management besser verstehen
oder Experte werden, dann melden Sie sich bei GS1
Germany. Für Infos QR-Code scannen.
Text: Jenny Rommel
△ Durch CM werden Sortimente klar und Shopper-orientiert
strukturiert, um im Store die optimale Orientierung zu geben.
△ Im Rahmen von Praxisübungen und Beispielen aus Industrie und
Handel wurde das Gelernte besser veranschaulicht.
gezielten Kommunikation“, so Trainerin Mona
Cypris, die zum dritten Mal einen CM-Workshop
in Kooperation mit fitfortrade durchführte.
Praxisübungen dienten anschließend
dazu, das Thema noch besser verständlich zu
machen. „Wir haben anhand der Mapping-
Methode und Kaufentscheidungsbäumen das
Verständnis für Kategorie-Strukturierungen
auf Shopper-Basis vertieft und anschließend in
Store-Checks Strukturen geprüft und Potenziale
identifiziert“, so Mona Cypris über den
gelungenen Workshop-Tag.
☐
SAVE THE DATE!
fitfortrade-
Finale 2025
Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde: Das verspricht das
fft-Finale auch 2025! Am 15. Oktober ist es endlich so weit –
dann batteln Nachwuchskräfte aus dem LEH um den Sieg.
Wer sichert sich in diesem Jahr den Titel „Deutschlands beste Nachwuchskraft
im Handel 2025“? Das erfahren wir am 15. Oktober! Denn
dann findet das große fitfortrade-Finale im E-Werk in Köln statt.
18 Nachwuchskräfte aus dem LEH, die sich einen Tag zuvor im Halbfinale in
der Food Akademie in Neuwied durchsetzen konnten, kämpfen an diesem
Tag um den Sieg – der im weiteren Karriereverlauf viele Türen öffnen kann.
So war ein Sieger der letzten Jahre selbst überrascht, dass sich „die Nachricht
deutlich weiter verbreitet“ hatte, als er erwartet hätte. Daher: Gut mit
den Markentrainern und der App vorbereiten, Fokus auf das eigene Können
legen und cool bleiben. Till Geppert, Sieger von 2024, profitierte von dieser
Einstellung: „Diese neue Gelassenheit hat mir geholfen, einen klaren Kopf
zu bewahren und mich voll und ganz auf die Aufgaben zu konzentrieren.“
Nicht verpassen!
Für die Moderation konnten wir erneut Galileo-Star Stefan Gödde gewinnen
– und das bereits zum zehnten Mal. Das fitfortrade-Finale findet in diesem
Jahr übrigens zum 45. Mal statt. Auch Fangruppen sind wieder herzlich eingeladen,
ihre Kollegen und Finalisten vor Ort zu unterstützen. ☐
www.rundschau.de
15
45
Prozent
beträgt der Frischeanteil am Umsatz
im neuen Billa-Markt in der Wiener Pilotengasse. Der
Markt wurde im Dezember 2024 nach Umbau eröffnet.
Bio-Produkte im Sortiment sind
im „grünsten“ Billa zu finden. Fünf Öko-Zertifizierungen
wurden bei Gebäude und Technik
25Prozent
erreicht.
Pilotprojekt mit
Überzeugungskraft
In Wien punktet der „grünste“ Billa-Markt Österreichs in nachhaltiger
Bauweise mit innovativem Ressourcen- und Wassermanagement,
Lebensräumen für Insekten und Sozialprojekten. Und mit
einem spannenden, mit vielen Ideen präsentierten Sortiment.
Es ist schon bei der Anfahrt offensichtlich, dass es
sich hier um einen Supermarkt der etwas anderen
Art handelt: Der Kundenparkplatz wurde großteils
entsiegelt, statt einer durchgehenden Betonfläche
sprießt hier frisches Gras aus Rasengittersteinen, 23 junge
Bäumchen strecken sich tapfer gegen den Himmel, und
an den beiden sichtbaren Fassadenfronten des Marktes
ranken sich an Spalierdrähten junger Hopfen und andere
Kletterpflanzen empor. Diverse Aufsteller, Plakate und
Digitalbildschirme machen die Sache klar: Hier, beim
Billa in der Pilotengasse im 22. Wiener Gemeindebezirk,
handelt es sich um das „grünste“ Marktgebäude
der Rewe Group in Österreich. Es vereint
nachhaltige und innovative Lösungen mit
dem klaren Bekenntnis der Rewe Group zu
ökologischer Verantwortung.
„Der Rewe-Konzern ist fest entschlossen,
bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen,“
erklärt Marcel Haraszti, Vorstand der Rewe
International AG. „Dieser neue Billa-Markt
zeigt, dass das kein Lippenbekenntnis ist,
sondern dass wir tatsächlich handeln. Mit
zertifizierten Holzbaustoffen, innovativen
Begrünungselementen und dem Einsatz
erneuerbarer Energien setzen wir neue
Maßstäbe im Sinne der Nachhaltigkeit und
gestalten die Zukunft des österreichischen
Handels als Pionier aktiv mit.“
Rewe baut auf Nachhaltigkeit
Doch der Reihe nach: Am Standort Pilotengasse
76 war der Betonbau des alten Marktes
mit 630 Quadratmetern Verkaufsfläche schwer
in die Jahre gekommen, zu klein und zu beengt.
„Lange war ein Umbau mit Erweiterung
geplant – doch dann kam Corona und alles ins
Stocken. Im Rahmen der Nachhaltigkeitskam-
Fotos: stock.adobe.com; C.Jörg-Brosche; REWE Group
16 Branche • RUNDSCHAU 06/25
Store-Check
Billa Wien, Pilotengasse
Text: Claudia Jörg-Brosche
Der Rewe-Konzern ist fest
entschlossen, bis 2050
Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Marcel Haraszti
Vorstand, Rewe International AG
△ Hell, freundlich, großzügig –
und maximal ökologisch: In
Wien eröffnete der „grünste“
Billa Österreichs.
pagne der Rewe Group in Österreich wurde
nun ein Standort für den ersten innovativen
Markt in Österreich gesucht. Die Entscheidung
fiel rasch: Das Pilotprojekt sollte in der Pilotengasse
starten“, erklärt Vertriebsmanager
Markus Kassan.
Beton mit wenig CO2
Die Umbauzeit betrug gerade mal sechs
Monate: Für die Wand- und Dachkonstruktion
wurde zertifiziertes Holz aus nachhaltiger
Forstwirtschaft gewählt. Aus brandschutztechnischen
Gründen und aufgrund der hohen
mechanischen Beanspruchung mussten einige
Wände und Decken aus Beton realisiert werden.
Dieser Beton wurde in CO2-reduzierter
Qualität ausgeführt und vor Ort betoniert, um
größtmögliche Materialeffizienz zu gewährleisten,
und auch das Außengelände wurde
mit Fokus auf Nachhaltigkeit umgestaltet.
Regenwasser kann auf der unversiegelten
Fläche leichter versickern, neue Blühflächen
und Sträucher bieten Lebensräume für Insekten
und Tiere.
Prinzip „Schwammstadt“
Bei der ökologischen Gestaltung und Begrünung
des Standortes setzte man auf das
sogenannte Schwammstadt-Prinzip: Ein
spezielles Substrat speichert Regenwasser
besser und ermöglicht so die Bewässerung
der Pflanzen mit minimalem Aufwand. Ein
innovatives System leitet Regenwasser gezielt
zu den Bäumen und trägt so zu einer umweltfreundlichen
Wasserbewirtschaftung bei. Die
Stromversorgung des neuen Billa-Marktes
erfolgt großteils durch Photovoltaikanlagen
auf dem begrünten Marktdach und Carport.
Um die gesetzten Öko-Maßnahmen objektiv
bewertbar zu machen, wurden fünf
Zertifizierungen – jeweils in den höchsten
Stufen – realisiert, darunter auch die
▽ Lokales zum Selberzapfen: Im neuen Markt gibt es zwei Biere
der Ottakringer Brauerei direkt vom Fass.
▽ Billa Österreich und Marktleiterin Maja Antic setzen bei den
Azubis auf viel Eigenverantwortung – auch bei Verkostungen.
www.rundschau.de
17
Store-Check
Billa Wien, Pilotengasse
Zertifizierung der ÖGNI (Österreichische
Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft)
in Platin.
Ein Markt aus lauter Welten
Am 5. Dezember 2024 konnte der neue Ökomarkt
eröffnen.Der Verkaufsraum wurde von
630 Quadratmetern auf 990 Quadratmeter
erweitert. Innen gibt es nun ein neues ökologisches
Einkaufserlebnis mit einer eigenen
Marktordnung. „Unser Konzept setzt auf
logische Zonen – sogenannte Welten“, erklärt
Maja Antic. „Da gibt es eine Welt fürs Frühstück,
eine fürs Grillen und andere Welten,
in denen logisch aufgebaut all das angeboten
wird, was man dafür braucht.“
Viel Raum für Kunden und Ware
Wände und Decke aus Naturholz schaffen eine
gemütliche, warme Atmosphäre. Besonders
angenehm für den Kunden ist das enorm
großzügige Platzangebot. Auch rund um die
drei Kassen gibt es viel Freiraum, damit auch
Rollstuhlfahrer komfortabel ihren Einkauf
erledigen können.
Ganz bewusst wurden zugunsten eines
luftig-lockeren Raumgefühls und um den
Blick durchgängig zu halten, die deckenhohen
Regalaufbauten optisch leicht gestaltet. Stattdessen
gibt es ein großes, logistisch durchdachtes
Lager im Keller. Auch Plastik wurde
aus dem Markt verbannt: Alle Werbeflächen
bestehen aus einem stabilen Pappegeflecht,
weiters gibt es überaus stromsparsame LED-
Infoscreens.
Fokus Regionalität
Ein besonderer Fokus der ebenfalls erweiterten
Produktpalette liegt auf Regionalität (rund
ein Viertel des Gesamtsortiments). Aktuell
beliefern 13 Produzenten direkt aus Wien oder
aus der nahen Umgebung (Niederösterreich
und Burgenland) den Markt. „Das werden
laufend mehr, denn die Nachfrage seitens
der Kunden ist groß“, freut sich Maja Antic.
Aktuell werden Leckereien von Hink, vom
Wiener Weingut Cobenzl, von Kammerer’s
(Backwaren), Fuxsteiner (Obstverarbeitung),
Pepi’s (eingelegtes Gemüse) oder Res Frumentariae
(regionale Wurstwaren) angeboten.
Das Bier der Wiener Brauerei Ottakringer
Feinkost wird in Wien
tradionellerweise
groß geschrieben.
Entsprechend
umfangreich ist das
Sortiment im neuen
„günen“ Billa.
Auch in einem Markt mit
Fokus auf Ökologie muss
in Wien das Angebot
an Mehlspeisen – auf
hochdeutsch Konditoreiwaren
– üppig sein.
Breite Gänge und
angenehme Regalhöhen
ermöglichen
auch Kunden mit
Kinderwagen oder
Rollstuhl bequemes
Einkaufen und Bezahlen.
SB-Frischfleisch stammt
bei Billa ausschließlich
aus Österreich – das
wird an der Wand über
der Kühlung deutlich
kommuniziert.
18 Branche • RUNDSCHAU 06/25
_
MARKT
DATEN
(aus dem 16. Bezirk) kann bei der Ottakringer
Fassbier Station selbst gezapft werden.
In zwei Sorten: Bio Pur und Bio-Zwickl Rot.
Letzteres ist eine Besonderheit und wird ansonsten
nur in der Gastronomie ausgeschenkt.
Für das Selbstgezapfte stehen formschöne
Mehrweg-Glasflaschen mit ein- oder zwei
Litern Fassungsvermögen zum Kauf bereit. Mit
der Ottakringer Abfüllstation schließt sich
thematisch der Kreis zu den Hopfenpflanzen
im Außenbereich.
Neuer Start für Unverpackt
Eine weitere Besonderheit ist die Unverpackt-
Station. Das Konzept dafür stammt von Lunzers
Maß-Greißlerei aus der Wiener Leopoldstadt:
Der kleine Laden musste aufgrund der
Covid-Pandemie schließen, doch hier brachte
sich Firmengründerin und Inhaberin Andrea
Lunzer persönlich ein und war während der
zwei Monate Probelauf in der Pilotengasse
anwesend.
An der Unverpackt-Station gibt es 120 Artikel:
Müslis, Tees, Nüsse, Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte,
Getreide(flocken), Gewürze, Öle,
Sojasoßen, Süßigkeiten und vieles mehr. Alles
ausschließlich in Bio-Qualität. „Es ist ein stetes
Lernen“, gesteht Marktleiterin Maja Antic
und schildert ihre Erfahrungen: „Mehle etwa
gehen gar nicht, Müslis hingegen sehr gut. Die
Preise sind zwar eine Spur höher als bei der
verpackten Ware, die Qualität ist aber wirklich
ausgezeichnet. Die Tatsache, dass hier alles in
genau der Menge abgefüllt werden kann, die
benötigt wird, ist ein wichtiger Beitrag zum
Einsparen von Verpackungsmaterial und um
Lebensmittelverschwendung zu minimieren.“
Auch Kartoffeln (von einem prämierten Wie-
Billa Wien,
Pilotengasse
> Adresse: Pilotengasse 76,
A-1220 Wien/Österreich
> Öffnungszeiten: Montag bis
Freitag 7.30 bis 19.45 Uhr,
Samstag 7.15 bis 18.00 Uhr
> Verkaufsfläche: 990 m2
> Eröffnet am: 5. Dezember 2024
> Zahl der Produkte: 10.000 Artikel,
Zahl der Bio-Produkte: rund 2.500
> Zahl der Mitarbeitenden: 25
> Besonderheiten: 43 Pkw-Parkplätze,
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und E-Pkw sind vorhanden.
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9
INTERVIEW
Maja Antic
Marktleiterin
Seit wann sind Sie bei Billa?
Ich begann im Jahr 2010 als ungelernte
Kassakraft bei Billa und arbeitete
mich innerhalb von drei Monaten zur
stellvertretenden Marktleiterin hoch.
Was ging Ihnen durch den Kopf, als
Sie erfuhren, dass Sie den „grünsten“
Billa Österreichs führen dürfen?
Zunächst einmal: „Endlich kommt der
Umbau!“ Ich bin seit sieben Jahren
Marktleiterin an diesem Standort, und
der Markt war seit Langem viel zu klein
und ist in die Jahre gekommen. Ich lebe
selbst umweltbewusst und freute mich
sehr über die neue Herausforderung.
Was gefällt Ihnen besonders?
Alles! Der „grüne“ Markt ist viel offener,
heller und freundlicher gestaltet. Die
Kunden geben dieses positive Gefühl
zurück. Das überaus großzügige Platzangebot
macht das Arbeiten viel leichter
und sehr viel angenehmer.
△ Zu dem neuen Markt gehört auch eine gut bestückte Bäckerei. Die Backprozesse im Hintergrund
der Regale können die Kunden beobachten.
ner Bauern) und Zwiebeln etwa gibt es
bedarfsgerecht in offenen Schütten. Der
Ökogesinnung entsprechend, bietet der Billa
Pilotengasse die komplette „Pflanzilla“-Produktpalette.
Nicht nur in Sachen Ökologie, der
Markt ist in mehreren Bereichen Vorreiter: So
gibt es hier etwa die sogenannte Stille Stunde
(dieses Projekt gibt es in 14 Märkten in ganz
Österreich): Von Montag bis Freitag werden
hier im Zeitraum zwischen 9 und 10 Uhr morgens
die Lichter gedämmt, es gibt keine Musik,
keine Werbebeschallung, es werden keine
Einkaufswagenkolonnen geschoben, und es
fahren keine Bodenwaschmaschinen. Diese
massive Reizreduktion sorgt für ein stressfreieres
Einkaufsumfeld – und ist besonders für
Menschen mit Autismus eine Wohltat. „Dann
herrscht eine ganz eigene, stille Atmosphäre,
die auch ich als sehr angenehm empfinde“,
erklärt Maja Antic.
◁ Auch bei Sonderplatzierungen
setzt man auf
Nachhaltigkeit:
Schokolade wird
auf und in Holzkisten
präsentiert.
„Lehrlinge führen Märkte“
Des Weiteren ist der Billa in der Pilotengasse
einer von drei Märkten in Wien, der sich an der
Initiative „Lehrlinge führen Märkte“ beteiligt.
Dann übernehmen eine Woche lang Lehrlinge
das Kommando – vom ersten bis dritten Lehrjahr
und auf allen Stationen, die Marktleitung
hat nur beratende Funktion. „Diese Woche
habe ich 35 Auszubildende hier bei mir. Das
macht die Sache nicht immer einfacher – aber
die jungen Menschen sind überaus engagiert
und lernen enorm viel“, so Antic.
Jeder Billa- und Billa-plus-Markt in Österreich
kooperiert mit mindestens einem
karitativen Partner und spendet diesem
20 Branche • RUNDSCHAU 06/25
D
www.rundschau.de/service/store-check
Schauen Sie rein! Hier finden Sie weitere Bilder
vom neuen nachhaltigen Billa-Markt in Wien und
von anderen Store-Checks in der RUNDSCHAU.
Store-Check
Billa Wien, Pilotengasse
Lebensmittel. Im Jahr 2023 handelte es sich
hierbei um Waren im Wert von insgesamt
50 Millionen Euro.
Soziale Projekte erwünscht
So beliefert der Markt in der Pilotengasse die
Caritas Aspern und den Sozialmarkt Foodpoint.
Die umtriebige Marktleiterin unterstützt
zahlreiche weitere Projekte: etwa ObstStadt
Wien (Erhalt von Streuobstwiesen, Ernte von
Gratis-Obst für Bewohner) oder ein Feuchtbiotop
mit Schmetterlingswiese. In einem
nahe gelegenen Park wurde gemeinsam mit
Volksschulkindern ein Obstbaum gepflanzt
und ein Workshop zur Pflege von Obstbäumen
abgehalten. So lebt der Billa sein nachhaltiges
Engagement auch außerhalb des Marktstandortes
aus.
☐
Je vier E-Ladestationen
für Pkw
und E-Bikes sind
auf dem Parkplatz
des neuen
Billa-Marktes
vorhanden.
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Branche
Sport-Sponsoring
Text: Mirko Jeschke, Silke Detlefsen
Große Gefühle
Durch Sport-Sponsoring steigern Lebensmittelhersteller und -händler nicht nur ihr Renommee.
Sie schaffen vor allem auch eine intensive, emotionale Bindung zu ihren Kunden und
können dadurch ihre Kommunikations- und Marketingziele besser erreichen. Wir zeigen, welche
Player in welchen Bereichen engagiert sind – und die Philosophien dahinter.
22 Branche • RUNDSCHAU 06/25
_
INFO
Sportler als
Markenbotschafter
Ausgewogene Ernährung und Sport gehören zusammen.
Deshalb engagiert sich Edeka seit Jahren ganzheitlich
sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport.
Angesichts gesättigter Märkte und
eines steigenden Wettbewerbsdrucks
ist es für Marken und Unternehmen
in den vergangenen Jahren immer
wichtiger geworden, sich zu differenzieren.
Eine Lösung für diese Herausforderung bietet
Sport-Sponsoring. Durch die Partnerschaft
mit Sportmannschaften beziehungsweise
einzelnen Athleten oder die Unterstützung
kompletter Sportevents entsteht eine Plattform,
mit der eine breite und heterogene
Zielgruppe erreicht werden kann. Gleichzeitig
profitieren die Unternehmen von einer hohen
Akzeptanz, denn Konsumenten wissen heute
genau, dass sich ihr Lieblingsverein und der
Sport an sich ohne Sponsorings nur schwer
finanzieren könnten.
Kurz gesagt: Durch Sport-Sponsoring erhalten
Unternehmen die Chance, ihre Marke
sowie ihre Produkte und Dienstleistungen
emotional aufzuladen und ihre Zielgruppen in
einem aufmerksamkeitsstarken und positiven
Umfeld anzusprechen.
Markus Mosa
Vorstandsvorsitzender, Edeka
Rewe und Edeka mischen mit
Genau dieses Umfeld bietet in Deutschland
bekanntermaßen vor allem eine Sportart –
„König Fußball“. Kein Wunder also, dass sich
hier auch die großen Handelsorganisationen
stark engagieren. So ist die Rewe Group Hauptund
Trikotpartner des 1. FC Köln, während die
Rewe Dortmund bei Borussia Dortmund und
die Rewe-Region Mitte bei Eintracht Frankfurt
als Sponsoren aktiv sind. Die Region Südwest
des Kölner Unternehmens unterstützt den VfB
Stuttgart sowie den SV Sandhausen und die
Region Ost den 1. FC Union Berlin sowie den
1. FC Magdeburg. In Norddeutschland sponsert
die Rewe-Region Nord den Hamburger
SV, die Region Süd den TSV 1860 München.
Indes darf sich Edeka seit 1. April 2025 offizieller
Ernährungspartner der Männer-Nationalmannschaft
des Deutschen Fußball-Bundes
(DFB) nennen. Im Rahmen der Zusammenarbeit
sind aufmerksamkeitsstarke Kampagnen,
zahlreiche Aktivitäten direkt in den
Edeka-Märkten, Gewinnspiele und exklusive
Sammelaktionen geplant. Der Edeka-Verbund
– der neben dem lokalen Sport-Engagement
seiner selbstständigen Kaufleute und dem
regionalen seiner Großhandelsbetriebe auch
seit Jahren als Premium-Partner vom Olympia
Team Deutschland fungiert – verfolgt mit der
Partnerschaft nach eigenen Angaben das Ziel,
die Bedeutung von ausgewogener Ernährung
sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport
zu stärken. Die Partnerschaft werde auf allen
Edeka-Kanälen und in den Edeka-Märkten
reichweitenstark aktiviert. Auch in den Märkten
der Edeka-Vertriebsschienen Marktkauf
und Trinkgut werde die Partnerschaft sichtbar.
In den Turnierjahren mit Welt- und Europameisterschaft
würden zusätzlich exklusive
Sammelaktionen dazukommen.
„Wir sind stolz, offizieller Ernährungspartner
der Männer-Nationalmannschaft des DFB
zu werden. Ausgewogene Ernährung und
Sport gehören zusammen. Aus diesem Grund
engagiert sich Edeka bereits seit Jahren ganzheitlich
sowohl im Breiten- als auch im Leistungssport.
Mit dieser Partnerschaft ergänzen
wir unser Engagement um das Aushängeschild
der beliebtesten deutschen Sportart“, erklärt
der Edeka-Vorstandsvorsitzende Markus Mosa
zum jüngsten Ausbau des Sport-Engagements.
Fußball-Frauen auf dem Vormarsch
Dass sich in Sachen Fußball inzwischen nicht
mehr nur alles um die Männer dreht, beweist
die zunehmende Begeisterung für die
diesjährige Fußball-Europameisterschaft
der Frauen 2025 (offiziell: UEFA Womenʼs
Um von der großen Popularität einzelner
Profisportler bzw. -athleten
zu profitieren, suchen auch Unternehmen
in der Lebensmittelbranche
deren Nähe und verpflichten sie etwa
als Marken- oder Genussbotschafter.
Darüber hinaus gibt es unterschiedlich
ausgestaltete Formen von
Kooperationen/Partnerschaften.
Ein prominentes Beispiel aus dem
Bereich Fußball ist der scheidende
FC-Bayern-München-Star Thomas
Müller, der sowohl als Partner von
Rewe als auch von Seeberger aktiv
ist. Dadurch erzeuge man hohe Aufmerksamkeit,
schaffe einen nachhaltigen
Wiedererkennungswert
und stärke gleichzeitig die positive
Wahrnehmung der Marke, so Tim
Jerg, Marketing Director Seeberger.
Weitere Fußballer, die mit Lebensmittelproduzenten
kooperieren, sind
etwa Harry Kane (3Bears Cerealien),
Kai Havertz (Volvic/Danone), Lukas
Podolski (Lays/PepsiCo), Florian
Wirtz (Pepsi, Gatorade/PepsiCo) und
Alexandra Popp (Popp Feinkost).
Alpenhain hat eine Kooperation
mit der Biathletin Franziska Preuß
vereinbart, während Bergader mit
Biathletin Magdalena Neuner und
Eishockey-Profi Konrad Abeltshauser
zusammenarbeitet.
Manner ist neuer Kopfsponsor des
Skispringers Maximilian Ortner: Der
Österreicher geht nun mit dem ikonischen
rosa Helm an den Start, um für
Markenaufmerksamkeit zu sorgen.
www.rundschau.de
23
Branche
Sport-Sponsoring
Wir glauben fest daran, dass echter
Fortschritt im Frauensport nur gelingen
kann, wenn nicht nur an der Spitze
investiert wird, sondern gezielt in die
Breite und in die Basisarbeit.
Björn Hünemeyer
Geschäftsführer Schaebens
△ Bald wird die Frauenfußball-EM die Fans wieder in ihren Bann ziehen
und für jede Menge Gemeinschaftserlebnisse sorgen.
Euro 2025), die vom 2. bis 27. Juli in der
Schweiz stattfindet.
Um sich als moderne Marke zu positionieren,
wird Wiesenhof als Offizieller Nationaler
Partner dieses Großevents fungieren. Der Geflügelspezialist
verfolgt dabei eine umfassende
Marketingstrategie mit Multi-Brand-Ansatz,
die bereits vergangenes Jahr zur Fußball-
Europameisterschaft der Männer „großen
Erfolg“ verzeichnete. Unter anderem wird
auf eine On-Pack-Aktion mit der Chance auf
Tickets für die diesjährige Frauen-EM gesetzt.
Dr. Ingo Stryck, Leiter Marketing bei der PHW-
Gruppe: „Die überwältigende Resonanz auf
die On-Pack-Ticket-Verlosung von Wiesenhof
mit einer Million Konsumenten zur Europameisterschaft
2024 in Deutschland zeigt, dass
authentisches Sport-Sponsoring nicht nur die
Fans begeistert, sondern auch nachweislich
den Abverkauf ankurbelt. Darüber hinaus
setzt Wiesenhof mit seinem Engagement als
Partner der deutschen Frauen-Nationalmannschaft
und Offizieller Nationaler Partner der
UEFA Women’s EURO 2025 in der Schweiz ein
starkes Zeichen für die steigende Bedeutung
des Frauen-Fußballs in der Sportwelt.“
Champions League & Bundesliga
Auf europäischer Ebene engagieren sich in
der UEFA Champions League mit Heineken
und PepsiCo zwei große Getränkehersteller.
Dabei ist Heineken seit vielen Jahren Sponsor.
Die Partnerschaft begann 1994 und wurde zuletzt
bis 2027 verlängert. Heineken ist damit
als offizieller Bierpartner der Champions
League bekannt. Das Unternehmen PepsiCo,
das die UEFA Champions League seit 2015
unterstützt, hat zuletzt sein Sponsoring für die
UEFA-Frauenwettbewerbe bis 2030 verlängert.
Bereits Mitte 2023 war die Partnerschaft für
den UEFA-Champions-League-Zyklus 2024–27
verlängert worden. Durch die Zusammenarbeit
will der Hersteller das Profil seiner
Marken Pepsi, Lay’s, Gatorade und Rockstar
weiter schärfen.
Seit 2025 ist Carlsberg wieder das offizielle
Bier des UEFA Nationalmannschaftfußballs.
Dies umfasst die UEFA Euro 2028, die UEFA
Womenʼs EURO 2029 sowie viele weitere
Turniere. Fans können sich etwa auf Ticket-
Gewinnspiele und Public Viewings freuen.
„Ein symbolisches Comeback für Carlsberg,
denn wir waren bereits von 1988 bis 2016 über
zwei Jahrzehnte lang Partner der UEFA“, sagt
Jan Dürbeck, Head of Sponsorships.
Im deutschen Fußball betätigen sich indes
zahlreiche Lebensmittelproduzenten, entweder
als Partner der Bundesliga oder als Sponsoren
der Vereine. Zum Beispiel pflegt Coca-Cola
seit 1981 eine enge Zusammenarbeit mit dem
DFB. Seit diesem Jahr wird diese Kooperation
deutlich ausgeweitet. Coca-Cola Deutschland
ist nun Partner sowohl der Männer- als auch
der Frauen-Nationalmannschaft sowie der
U21-Männer- und U23-Frauen-Teams. Besonders
die Europameisterschaft der Frauen
2025 markiert den Beginn einer verstärkten
Unterstützung für den Frauenfußball, dem
enormes Wachstumspotenzial zugeschrieben
wird. Der Getränkehersteller, der insgesamt
Partner von 25 Vereinen der 1. und 2. Bundesliga
ist, legt in seiner Sponsoring-Strategie
zudem einen besonderen Fokus auf die Marke
Powerade. Ziel sei es, das Sportgetränk als
bevorzugtes Getränk für sportliche Höchstleistungen
zu positionieren und seine Sichtbarkeit
bei Sportveranstaltungen und in der
breiten Öffentlichkeit zu erhöhen.
Die Mondelēz-Marke Milka verkündete
zuletzt, dass sie auch 2025 Partner von Borussia
Dortmund, des FC Bayern München, der
Bundesliga und der 2. Bundesliga bleibt. Die
Intersnack-Marke Funny-frisch ist ebenfalls
Offizieller Partner der Bundesliga und der
2. Bundesliga. Die Marke war zuvor u. a. als
Trikotsponsor des 1. FC Köln aktiv und hat in
einer langen Kooperation auf Weltmeister Bastian
Schweinsteiger als Testimonial gesetzt.
Die Bitburger Braugruppe unterstützt seit
Jahren mehrere Bundesligisten (Bayer 04
Leverkusen, TSG 1899 Hoffenheim, Borussia
Mönchengladbach, 1. FSV Mainz 05) und regionale
Topvereine. Zudem führt sie seit 2025
die langjährige Partnerschaft mit dem DFB
fort und unterstützt hier die Fußball-Nationalmannschaften
der Frauen und Männer.
24 Branche • RUNDSCHAU 06/25
9
INTERVIEW
Angelika Thielen, Leiterin Unternehmenskommunikation:
„Als regionales Familienunternehmen
ist es uns ein besonderes Anliegen,
Verantwortung für unsere Heimat zu
übernehmen und zum Erhalt und Ausbau des
sportlichen und kulturellen Angebots beizutragen.
Mit unserem Sponsoring haben wir
darüber hinaus die Möglichkeit, unsere Marke
und unsere Produkte erlebbar zu machen und
unsere Zielgruppen in ihrer Freizeit oder bei
der Ausübung ihres Hobbys anzusprechen. Als
Stadionbier unserer Partnervereine schaffen
wir zudem eine direkte Verbindung unserer
Marke mit emotionalen Situationen. Auf diese
Weise erreichen wir eine große Nähe zu den
Menschen und sorgen für vielfältige Markenund
Produktkontaktpunkte.“
Den regionalen Bezug verdeutlichen
Bürger ist seit der Bundesliga-Saison 2024/25
bis einschließlich 2026/27 offizieller Service-
Partner des VfB Stuttgart. Seither sind die
Maultaschen im Public-Catering- und Business-Bereich
der MHP Arena erhältlich. Zudem
ist das Unternehmen auf vielen Werbeflächen
im Stadion sichtbar. Auch unterstützt
man die Stuttgarter Kickers, besonders im
Bereich der Nachwuchsförderung. „Unsere
Unternehmenswurzeln liegen in Stuttgart-
Feuerbach – die starke lokale Verwurzelung
der Kicker sowie deren familiäre Ausrichtung
passen hervorragend zu unseren Werten“, so
Steffen Bauer, Projektmanager Sponsoring
(Sport, Events, Messen). Zudem engagiert sich
Bürger u. a. regional im American Football,
Basket-, Hand- und Volleyball oder bei Tennisveranstaltungen
in jeglichen Turniergrößen.
„Für uns ist Sport-Sponsoring mehr als ein
Marketinginstrument: Es ist ein Bekenntnis
zur Region, zu gemeinsamen Werten und zu
einem aktiven Lebensstil, den wir mit unseren
Produkten authentisch begleiten.“ Und es
dient auch dem Employer Branding: „Unsere
Mitarbeitenden identifizieren sich stark mit
unseren Partnern und sind stolz, Teil eines
Unternehmens zu sein, das sich für Sport
einsetzt“, so Bauer.
Im Februar haben Fritz-Kola und der
FC St. Pauli ihre Kooperation um mindestens
vier Jahre verlängert. Für Geschäfts-
Prof. Dr. Tim Ströbel
Lehrstuhl für
Marketing &
Sportmanagement
Universität Bayreuth
Warum ist Sport-Sponsoring auch für
Lebensmittelmarken/-produzenten und
die Händler ein wichtiges Instrument?
Das Interesse an Sport ist nach wie vor groß,
über die Jahrzehnte immer weiter gewachsen
und das Thema hat gesellschaftliche
Relevanz. Mit Sport-Sponsoring lässt sich
in erster Linie Aufmerksamkeit erzielen,
aber möglicherweise auch ein gewisses
Image verändern oder verbessern. Ein
ganz wichtiger Punkt ist die Aktivierung
im Rahmen eines Vor-Ort-Erlebnisses: Um
Fans zu adressieren, kann man regelrechte
Markenwelten entstehen lassen, in die
die Besucher eintauchen können, um zu
erfahren, was eine Marke alles zu bieten
hat. Bei Lebensmitteln kann man direkt
etwas probieren, ausprobieren, schmecken
und riechen. Das passt doch gut.
Wir stehen kurz vor der Frauenfußball-
EM. Welches Potenzial ordnen Sie den
Frauensportarten für Aktivitäten im
Sportsponsoring zu?
Der Frauensport hat sich in den letzten Jahren
generell enorm entwickelt. Fußball hat
auch hier sicher eine gewisse Vorreiterposition.
Mit Blick auf die Frauenfußball-EM
als Beispiel kann man sagen: Die Turniere
ziehen immer mehr Aufmerksamkeit auf
sich, das Fan- und Zuschauerinteresse, aber
auch das Sponsoreninteresse wachsen. Und
das Medieninteresse ebenso – was etwa
Übertragungszeiten und -dauer betrifft.
In dem Markt passiert sehr viel. Das gilt
auch für die Frauen-WM im Fußball. Nicht
von ungefähr möchte man etwa die Anzahl
der Mannschaften, die daran teilnehmen
können, erhöhen. Dieses Grundlevel an
Aufmerksamkeit hat natürlich Attraktivität
für Unternehmen. Obgleich es nicht
unbedingt ein Muss ist. Entscheidend ist
auch die Frage, wie kreativ man ein Sponsoring
gestaltet.
Welche Rolle spielt der E-Sport in
diesem Zusammenhang?
E-Sport war viele Jahre im enormen Aufschwung,
gerade durch die Corona-Pandemie.
Mittlerweile lässt sich eine gewisse
Konsolidierung erkennen. Aber für mich
gibt es nach wie vor sehr viel Entwicklung
in dem Bereich. Und es handelt sich
aufgrund der jüngeren Zielgruppe um
einen interessanten Markt für Sponsoren.
Unternehmen sollten sich allerdings klar
machen, dass sie ihr klassisches Sponsoring-Konzept,
wie sie es eventuell schon
viele Jahre umsetzen, nicht einfach eins
zu eins auf den E-Sport übertragen können.
Dieser Markt hat spezielle Rahmenbedingungen.
Und die E-Sport-Fans, auf die
man als Sponsor abzielen möchte, haben
besondere Bedürfnisse, Erwartungen und
Anforderungen. Man muss sich wirklich
Gedanken machen: Wie spreche ich die
Leute an? Wie will ich dort auftreten? Wie
möchte ich integriert sein und mit den
Menschen bei den Events interagieren?
Denn es findet tatsächlich sehr viel Interaktion
statt, vielleicht sogar mehr als im
traditionellen Sport – insbesondere auf
den digitalen Plattformen, die zum E-Sport
einfach dazugehören. Es geht darum, Teil
des Ganzen zu werden – und nicht nur
Geldgeber von außen zu sein.
Inwiefern geht es beim Sport-
Sponsoring auch um Employer Branding?
Das spielt im regionalen und lokalen Rahmen
sicher eine Rolle. Für viele Unternehmen,
die händeringend nach Fachkräften
suchen, ist das Thema Personalrekrutierung
und Employer Branding wichtig – und
ein immer entscheidenderer Aspekt beim
Sport-Sponsoring. Sich als Unternehmen
vor Ort im Sport einzubringen, schafft eine
gewisse Zugehörigkeit von Mitarbeitenden,
die sagen: Ich finde es gut, dass mein
Unternehmen sich auch direkt hier in der
Stadt bzw. in der Region engagiert – und
ich identifiziere mich damit.
www.rundschau.de
25
_
INFO
Branche
Sport-Sponsoring
Win-win für alle Seiten
Seit diesem Jahr unterstützt die Edeka-Kauffrau
Katrin Schneider
den Team-Deutschland-Geher
Christopher Linke und möchte ihn
zusammen mit ihren Mitarbeitern auf
seinem Weg hin zu den Olympischen
Spielen 2028 in Los Angeles begleiten.
Sie führt ihren Markt im brandenburgischen
Werder an der Havel, wo
auch der Leichtathlet wohnt. „Ich
bin jetzt seit 20 Jahren selbstständig.
Das wird in diesem Jahr groß gefeiert.
Da ist Christopher Linke natürlich
unser Testimonial“, sagt sie.
Auch wenn sich der Leichtathlet derzeit
intensiv im Trainingslager auf
die kommende Weltmeisterschaft vorbereitet,
die im September in Japan
stattfindet, war er schon im Markt
vor Ort. Er hat den Auszubildenden
für ein Interview im Rahmen des U21
Team Award 2025 der Edeka Minden-
Hannover Rede und Antwort gestanden
und wurde auch oft von Kunden
angesprochen. In Form eines Banners
steht Linke zudem jeden Tag körpergroß
im Markt. Nicht zu übersehen!
führer Florian Weins weit mehr als ein
klassisches Sport-Sponsoring: „Sie ist eine
Wertepartnerschaft und ein bewusstes Statement.
Beide Marken eint eine klare Haltung:
Gemeinsam engagieren wir uns für Vielfalt,
Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung.
Genau dieses gemeinsame Wertefundament
macht die Partnerschaft so glaubwürdig und
stark.“ In einer gemeinsamen Aktion mit Edeka
hat man zum Aufstieg des Vereins im letzten
Jahr eine exklusive Fritz-Kola-Sonderedition
verkauft. „Solche Aktionen zeigen, wie sich
unsere Partnerschaft nicht nur in starken
Botschaften, sondern auch in konkreten Verkaufsimpulsen
für den Handel niederschlägt.“
Auch Followfood arbeitet mit dem Verein
zusammen. Dabei setzt das Unternehmen
auf Impact-Partnerschaften statt klassischem
Sponsoring. Es geht also immer um ein Nachhaltigkeitsziel,
hier: das nachhaltigste Stadion-
Catering voranzubringen. Schließlich werden
an jedem Spieltag vor Ort fast 30.000 Menschen
mit Lebensmitteln versorgt. „Gemeinsam
haben wir es geschafft, die erste bio-vegane
Stadionwurst der Bundesliga einzuführen
und mit unserem Partner Edeka die Fleisch-
Stadionwurst auf Bio umzustellen“, freut sich
Julius Palm, CMO und stellvertretender Geschäftsführer
des Unternehmens.
Gemeinsame Erinnerungen
Astra ist seit 2001 ebenfalls partnerschaftlich
mit dem „Kiez-Club“ verbunden. Seither
wurden mit Projekten wie der Spenden-
Rettungsaktion „Astra trinken – St. Pauli
retten“ oder der Sonderedition „Heiliger
Rasen“ mit eingebrautem Stadionrasen viele
besondere Momente geteilt. Auch der Astra x
FC St. Pauli Merch im Online-Shop verdeut-
Regionalität wird bei uns im Markt großgeschrieben.
Das bedeuet für mich, sich
auch anderweitig im Ort einzubringen.
Katrin Schneider
Edeka Katrin Schneider, Werder (Havel)
licht nochmals die Nähe. Mit seinen Marken
Lübzer, Holsten oder Wernesgrüner fördert
Carlsberg noch viele weitere Sportarten und
auch regionale Vereine. Denn: „Sport bringt
die unterschiedlichsten Menschen zusammen.
Er schafft echte Emotionen, Zugehörigkeit,
gemeinsame Erinnerungen“, verdeutlicht Jan
Dürbeck, Head of Sponsorships, nochmals die
Motivation. Nicht von ungefähr war Schwarzwaldmilch
sechs Jahre lang Haupt- und Trikotsponsor
des Sport-Clubs Freiburg. Seit 2022
ist das Unternehmen Exklusivpartner und hat
auch Partnerschaften mit den Bundesligisten
VfB Stuttgart und TSG Hoffenheim.
Im vergangenen Jahr haben der FC Bayern
und Paulaner ihre Partnerschaft langfristig
verlängert, die nun bis 2031 gilt. Sie umfasst
neben den Profis, den Legenden des deutschen
Rekordmeisters und dem FC Bayern Basketball
seither auch die erfolgreichen Fußballerinnen
des FC Bayern, die 2025 die Deutsche Meisterschaft
für sich entscheiden konnten. Ein Sieg,
über den man sich auch beim Unternehmen
Ehrmann freut, das 2024 bis 2027 eine Zusammenarbeit
mit der Fußball-Frauenmannschaft
des FC Bayern abgeschlossen hat. Seither ist
etwa der Firmenschriftzug auf den Trikots
der Spielerinnen – direkt unter der Rückennummer
– zu sehen. „Wir sind generell sehr
stolz, der Partner des FC Bayern München zu
sein. Auch durch unsere bayerischen Wurzeln
fühlen wir uns mit dem Verein verbunden.
Zudem passt unser Firmenleitsatz ‚Von der
Familie für die Familie‘ sehr gut zum Frauenfußball,
der sich – wie wir – aber auch sehr
international entwickelt“, sagt Matthias Klein,
Marketingdirektor. Beide Marken zeigten
wechselseitig positive Ausstrahleffekte.
Mehr als 20 Jahre besteht bereits die Partnerschaft
von Sinalco und Holstein Kiel. Zudem
engagiert man sich für den MSV Duisburg
und VfL Bochum. „Unsere Sponsoring-Engagements
bieten eine Plattform, auf der unsere
Marken emotional aufgeladen und in einem
positiven Umfeld wahrgenommen werden.
Durch Probieraktionen, Präsenz im Stadion
und begleitende Zweitvermarktung stärken
wir nicht nur unsere Markenbindung, sondern
generieren auch konkrete Impulse für den
Absatz – sowohl direkt im Stadionumfeld als
26 Branche • RUNDSCHAU 06/25
auch im Lebensmitteleinzelhandel, zeigt sich
Ina Neleßen, Leiterin Marketing, Deutsche
Sinalco, überzeugt. Zudem unterstützt man
den Handballverein THW Kiel sowie das
American-Football-Team Rhein Fire: „Gerade
hier sehen wir ein enormes Potenzial in der
jungen Zielgruppe und in einer stark wachsenden
Fangemeinde.“
In dieser Saison kooperiert die Rügenwalder
Mühle mit den Fußballern des Hamburger SV
und des BVB. Im Volksparkstadion gab es etwa
die vegane Stadionbratwurst für alle Fans.
Und in Dortmund wurden unter dem Motto
„Schmeckt uns“ gemeinsame Genussmomente
auf dem Rasen und am Esstisch gefeiert.
Seit vielen Jahren ist ebenso Krombacher
ein aktiver Partner des Sports und engagiert
sich regional im Profi- wie im Amateurbereich:
etwa im Fußball (u. a. DSC Arminia Bielefeld),
Handball (z. B. VfL Eintracht Hagen), Laufsport
oder Eishockey. „Mit unseren Sponsoringmaßnahmen
verankern wir unsere Marke
noch stärker in den Regionen, in denen wir
aktiv sind. Dabei zählt nicht in erster Linie
die Ligazugehörigkeit unserer Partnervereine,
sondern die Verwurzelung und Verbindung
des Vereins in der jeweiligen Region“, erläutert
Peter Lemm, Leiter Unternehmenskommunikation,
das Konzept.
Ein Extra zum Jubiläum
Über eine Dreingabe zu seinem 125. Vereinsgeburtstag
kann sich der 1. FC Nürnberg freuen:
einen limitierten Durstlöscher der Limonadenmarke
Now by Neumarkter Lammsbräu.
„Bio Sprizzz Cassis Lime“ kommt in der roten
Clubfarbe und mit Spieleretiketten daher.
Als Haupt- und Trikotpartner begleitet
Schaebens den Frauen- und Mädchenfußball
des 1. FC Köln. Eine ganz bewusste Maßnahme,
wie Geschäftsführer Björn Hünemeyer
erläutert: „Uns geht es nicht nur um die Bundesliga-Mannschaft,
sondern ganz ausdrücklich
auch um die zweite Mannschaft und vor
allem um die Nachwuchsteams. Wir glauben
fest daran, dass echter Fortschritt im Frauensport
nur gelingen kann, wenn nicht nur an
der Spitze investiert wird, sondern gezielt in
die Breite und in die Basisarbeit.“
Weniger um klassisches Sport-Sponsoring
ging es Haribo wohl dabei, dem Viertligisten
Todesfelde eine Familienloge im Pico-Balla-
Design zu schenken – zwei umgebaute Übersee-Container
mit angebundenem Kiosk für
Fan-Artikel. „Aus der Hinterhofwaschküche
zum Fruchtgummi-Weltmarktführer,
vom Dorfverein in die vierte Liga, das
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INFO
Branche
Sport-Sponsoring
Im E-Sport engagiert
Sportliche (Profi-)Wettbewerbe
werden auch im digitalen Raum ausgetragen.
Daher präsentiert Original
Wagner Pizza seine Marke bei allen
Übertragungen und Online-Streams
des DFB-ePokals mit aufmerksamkeitsstarken
Logopräsenzen und
nutzt die Partnerschaft für verkaufsfördernde
On-Pack-Promotions. Beim
DFB-ePokal powered by ERGO, dem
größten landesweiten eFootball-
Wettbewerb, messen sich sowohl
Amateurteams als auch Profis aus
ganz Deutschland miteinander. An
der Konsole gespielt wird die
Fußballsimulation „EA Sports FC 24“.
KuchenMeister war 2023 erstmals
Sponsor der Warcraft 3 Weltmeisterschaften.
Neben einer starken
Online-Präsenz war auch das Koala-
Maskottchen live bei den Finalspielen
dabei, wie Fabian Meiberg, Head
of Business Development, Sales &
Marketing, berichtet: „In diesem Jahr
haben wir die Partnerschaft noch
ausgebaut: Koala ist nun offizieller
Partner der gesamten deutschen
Meisterschaft von Warcraft 3 und bei
jedem Spiel online präsent.“ Die
Resonanz – durchweg positiv: „In
Streams und Kommentaren feiern
viele Gamer unsere Produkte.“ Das
sei eine rundum gelungene Partnerschaft
und echte Win-win-Situation.
matcht! Als wir zum ersten Mal von der
Geschichte des SV gehört haben, dachten
wir sofort, die müssen wir auf Haribo-Art
überraschen“, so Burkhard Zyber, Vice President
Communications beim Unternehmen.
„Bandenwerbung kann jeder, wir wollten mit
der Aktion kindliche Freude in den hohen
Norden transportieren.“
Tennis, Triathlon und Co.
Klar, dass es aber eben noch viele weitere
Sportarten neben Fußball gibt. Im April war
KoRo etwa beim diesjährigen Tennisturnier
BMW Open by Bitpanda als offizieller Premium-Partner
sichtbar. Die Besucher konnten
die Produkte zudem vor Ort testen. Im Juni
unterstützt man ausgewählte Tennisspieler
bei hochkarätigen Matches des Grand-Slam-
Turniers Roland Garros. „Wir konnten in der
Vergangenheit dank Sponsoring und Kooperationen
im Sportbereich wichtige LEH-Platzierungen
erreichen. Das Branding unserer
Pistazienschnitte mit Fußballprofi Mario
Götze oder eine Display-Aktion anlässlich
unserer Lizenzpartnerschaft mit der deutschen
Männer-Nationalmannschaft im vergangenen
Jahr sind die besten Beispiele“, sagt
Dijana Dimitrovska, Vice President Marketing
bei KoRo. Seit über zwei Jahrzehnten ist Erdinger
Alkoholfrei als Partner lokaler sowie
internationaler Events im Triathlon aktiv und
unterstützt auch einzelne Athleten, darunter
Ironman-Weltmeister Patrick Lange.
Barilla hat im April eine gemeinsame, auf
mehrere Jahre ausgelegte Partnerschaft mit
der Formel 1 angekündigt. Fans können sich,
so das Unternehmen, auf die Barilla-Pasta-Bars
im renommierten Formel 1 Paddock Club und
im Paddock freuen. Neben der Sichtbarkeit
Ein besonderes Highlight war in diesem
Jahr unser Engagement als Haupt
sponsor der BMW IBU Weltmeisterschaften
Biathlon 2025 in Lenzerheide.
Stephan Hacker
Manager Events & Sponsoring, Bergader
des Barilla-Logos auf der Rennstrecke werde
es Digital- sowie Konsumentenaktivierungen
geben, die Millionen von Zuschauern weltweit
erreichen sollen. Auch Red Bull engagiert sich
im Rennsport (z. B. Formel 1), dazu bei einer
Vielzahl an weiteren Sportarten und Events.
Bergader ist bei seinen Sportsponsorings immer
der regionale Bezug und die Verbindung
zu den Bergen wichtig und fokussiert derzeit
vor allem auf die Wintersportarten Biathlon
und Eishockey. Jüngster Kooperationspartner
ist das Eishockeyteam EHC Red Bull München,
das seine Heimspiele im SAP Garden
im Olympiapark München austrägt. Hier ist
Bergader auf den Werbeflächen vertreten.
„Ein besonderes Highlight war in diesem
Jahr unser Engagement als Hauptsponsor der
BMW IBU Weltmeisterschaften Biathlon 2025
in Lenzerheide“, so Stephan Hacker, Manager
Events & Sponsoring.
Eishockey lässt sich aber auch gut an der
Küste spielen. In Bremerhaven werden die
Fishtown Pinguins, die in der ersten Liga
spielen, von der Deutschen See Fischmanufaktur
unterstützt. „Die Pinguins stehen
für Leidenschaft, Teamgeist und eine tiefe
Verankerung in Bremerhaven. Mit unserem
Engagement möchten wir die lokale Gemeinschaft
stärken und unsere Rolle als aktiver
Partner am Standort unterstreichen“, so Senior
Kommunikationsmanagerin Martina Buck.
Auch Jens Knauer, Geschäftsführer des
E-Center „Roter Sand“ in Bremerhaven, bringt
sich mit anderen Edeka-Kollegen für den
Verein ein. Dadurch ist er sichtbar in der Halle
vertreten und nutzt das Engagement auch
für den Auftritt im Markt, etwa in Form von
Autogrammstunden mit den Spielern. Gut
Fotos: stock.adobe.com/KolimaPX, stock.adobe.com/karepa, Christian Pries, Justus Stegemann, Edeka Katrin Schneider
28 Branche • RUNDSCHAU 06/25
△ Das macht den Wettkampfzuschauern Laune: Sommer, Sonne, Beach-Volleyball. Mit dabei als
Unterstützer: Warsteiner, wie deutlich an der Bandenwerbung zu erkennen ist.
an kam auch seine Aktion, die Kapitäne des
Eishockey-Erstligisten und des örtlichen
Basketballvereins „Eisbären“ einmal eine
Stunde lang gemeinsam an die Kasse zu setzen:
„Da war die Bude richtig voll!“ Auf die
Eisbären ist Knauer gezielt zugegangen, weil
man dort eine Schulliga fördert. Mit seinem
Sponsorengeld wird eine Schule u. a. mit Körben,
Bällen und Trikots ausgestattet, um so am
Ligabetrieb teilnehmen zu können. „Wichtig
ist, dass so ein Sponsoring nicht nur eine
Einbahnstraße ist. Der entsprechende Verein
sollte sich dann auch flexibel auf den unterstützenden
Markt einstellen, sich beispielsweise
dort vor Ort präsentieren oder andere
Dinge zurückspielen, die je nach Markt sehr
individuell sein können.“ Ein Miteinander,
das in Sachen Sport-Sponsoring im Kleinen
wie im Großen gilt!
☐
www.rundschau.de
www.linkedin.com/showcase/
rundschauleh
BITTE FOLGEN
SIE UNAUFFÄLLIG
instagram.com/rundschauleh
Branche
Interview
Text: Maria Akhavan
Foto: Markant AG
V.l.n.r.: Alicia Möschle (Bereichsleitung), Patrick Lindenmeier (Bereichsleitung), Alois Bauer (Geschäftsbereichsleitung
Vermittlungsgeschäft), Jessica Fuchs (Assistenz), Isabel Trinkert (Bereichsleitung).
Voilà! – die Start-up-Arena
Die Markant Deutschland GmbH bietet jungen Unternehmen eine einzig artige
Plattform, auf der sie innovative Produkte einem Netzwerk von Handels partnern vorstellen
können. Wir haben die Initiatoren zu voilà! befragt.
Neue Produkte in den LEH zu bringen, ist
gar nicht so einfach. Hier setzt dieses neue
Konzept an. Was ist voilà! – die Start-up-Arena,
und an wen richtet es sich?
Voilà! – die Start-up-Arena ist eine Initiative
und Plattform der Markant Deutschland
GmbH, die jungen Unternehmen die Möglichkeit
bietet, ihre innovativen Produkte einem
breiten Netzwerk von über 200 Handelspartnern
in Deutschland und Europa vorzustellen.
Ziel ist es, Start-ups den Zugang zum Handel
zu erleichtern und ihre Produkte in die Regale
großer Einzelhändler und somit näher an den
Konsumenten zu bringen.
Über die Plattform können sich alle Start-ups
bewerben und ihre Produkte kostenfrei online
präsentieren. Anschließend bewertet eine
Jury aus Entscheidern der größten Markant
Handelspartner, welche Start-ups die Chance
erhalten, ihre Produkte bei einer Pitch-
Veranstaltung persönlich vorzustellen. In
diesen Pitchs erhalten die Gründer die Möglichkeit,
ihr Produkt in vier Minuten vorzustellen
und direkt mit den Handelspartnern in
Kontakt zu treten, um so wertvolles Feedback
zu erhalten. Die Pitch-Events finden dreimal
im Jahr statt – Anfang des Jahres in Frankfurt
sowie im Frühjahr und Herbst im Rahmen
des Markant Handelsforums in Karlsruhe.
Die Frist für den Herbsttermin ist der 31. Juli.
30 Branche • RUNDSCHAU 06/25
_
INFO
Bewerbungsfrist
Welche Handelsunternehmen gehören zu den
Initiatoren bzw. sind repräsentiert?
Die Jury besteht aus den größten Handelspartnern
der Markant Gruppe – mit dabei
sind Kaufland, Rossmann, dm Drogeriemarkt,
Globus, Müller, Bünting, Bartels-Langness,
Tegut, Georg Jos. Kaes und Klaas & Kock.
Die Handelspartner haben das Konzept mit
initiiert, da sie immer auf der Suche nach
Innovationen sind und die Markant Gruppe
hier besonders in der Netzwerkrolle spannende
Möglichkeiten zur Vernetzung bietet.
Wer kann sich bewerben?
Jedes Start-up mit einem innovativen Produkt
kann sich über die voilà!-Website registrieren
und bewerben. Wir empfehlen, dass die
Start-ups ein bereits verkehrsfähiges Produkt
haben und sich schon Gedanken über die
Skalierungsoptionen gemacht haben sollten.
Im Falle eines positiven Pitchs und der
Möglichkeit, das Produkt zu einer Listung
zu bringen, sollten möglichst viele Attribute
erfüllt sein, damit das Produkt langfristig im
Handel erfolgreich ist.
Wie funktioniert der Bewerbungsprozess?
Der Bewerbungsprozess ist einfach und
kostenfrei. Die Start-ups registrieren sich
zunächst über www.voila-startups.com – im
Anschluss füllen sie dann ein vorgegebenes
Profil mit Informationen zu ihren Produkten,
der Story hinter den Produkten, der Angabe
von UVPs und Bildmaterial sowie ggf. ergänzenden
Informationen aus. Nachdem diese
Angaben vervollständigt wurden, können die
Start-ups ihre Bewerbung absenden. Das Startup-Team
der Markant prüft diese Bewerbungen
dann. Danach werden alle Bewerbungen der
Jury zur Verfügung gestellt, und diese stimmt
in einem Voting darüber ab, welche Start-ups
sie bei einem Pitch kennenlernen möchte.
Die zehn Start-ups mit den meisten Stimmen
werden zum nächsten Pitch-Event eingeladen.
Gilt das Angebot für alle Kategorien?
Das Angebot gilt für alle Kategorien, die im
Lebensmitteleinzelhandel oder Drogeriemarkt
vertreten sind. Aber auch Start-ups aus dem
Bereich Nonfood und Retail-Tech können sich
bewerben und so ihre innovativen Lösungen
der Jury vorstellen.
Wer sitzt in der Jury?
In der Jury sitzen die Einkaufsleiter und Geschäftsführer
der teilnehmenden Handelspartner
sowie die Geschäftsführung der Markant.
Nach welchen Kriterien werden
die Bewerber beurteilt?
Im Rahmen der Abstimmung im Anschluss
an die Bewerbung entscheiden die Handelspartner,
welche Produkte sie für ihre Sortimente
spannend und passend finden. Hierbei
bringen die Händler ihre jahrelange Expertise
und Erfahrung ein. Aber auch während der
Pitchs beurteilt die Jury die Start-ups anhand
einiger Kriterien, um im Anschluss Feedback
geben und einen Gewinner küren zu können.
Diese Kriterien sind unter anderem: UVP-Konzept,
Verpackungsdesign, Innovationsgrad,
Marktfähigkeit, Gesamteindruck Pitch etc.
Was kann man als Start-up gewinnen?
Bereits alle Start-ups, die sich bewerben, haben
die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit eines
breiten Handelsnetzwerkes zu erhalten. Die
Start-ups, die zum Pitch-Event eingeladen werden,
haben darüber hinaus alle die Chance,
ein persönliches Gespräch mit den Handelspartnern
zu gewinnen, um eine potenzielle
Listung zu besprechen. Der Gesamtsieger
erhält zudem eine kostenfreie Teilnahme am
kommenden Markant Handelsforum.
Wie sehen die Milestones aus? Und wann
stehen die Gewinner fest?
Das nächste Pitch-Event findet im Rahmen
des 128. Markant Handelsforums am
17./18. September statt. Die Bewerbungsfrist
endet am 31. Juli 2025. Circa vier Wochen vor
dem Handelsforum stehen die Teilnehmer,
ausgewählt von der Händler-Jury, fest, und am
Handelsforum werden die Gewinner gekürt.
Kurz darauf gibt es dann direkt das nächste
Highlight: Auch 2025 wird das Konzept von
voilà! – die Start-up-Arena auf der Anuga
stattfinden, und zwar am 6. Oktober. ☐
17./18. September 2025: 31.07.2025
Bewerbungszeitraum voilà! x Anuga
am 06.10.25: 01.08.2025 – 31.08.2025
Webseiten-Hinweis:
voilà! - die Start-up-Arena der Markant
△ Panda Nutrition, die Gewinner des
Pitch-Wettbewerbs, auf dem 127. Markant
Handelsforum in Karlsruhe, April 2025.
△ John Grewe, Geschäftsführer
Markant Deutschland GmbH, bei der
Preisverleihung auf der Anuga 2023.
www.rundschau.de
31
Branche
Sommerparty
Text: Mirko Jeschke
Zeit zu feiern!
Der Party-Sommer 2025 steht in den Startlöchern und bietet dank einer Vielzahl prominenter
Festivals insbesondere für Getränkehersteller jede Menge Chancen, ihre Produkte im passenden
Kontext in Szene zu setzen und somit positive Markenerlebnisse zu schaffen. Das Ziel: eine
emotionale Aufladung der Marke und eine starke, nachhaltige Bindung zu den Konsumenten.
32 Branche • RUNDSCHAU 06/25
_
INFO
Festival-Sommer 2025
Auf diese Top-Festivals dürfen sich
Musikfans diesen Sommer freuen:
Bei den Festivalauftritten geht es um
mehr als Sichtbarkeit. Wir setzen
auf starke Markenerlebnisse und echte
Begegnungen, die Nähe schaffen.
Sommer, Sonne, Party? Angesichts
der aktuell turbulenten Zeiten mit
zunehmenden Unsicherheiten hinsichtlich
der (eigenen) wirtschaftlichen
Entwicklung sehnen sich die Bundesbürger
erst recht nach einer Auszeit vom
Alltag. Momente, in denen sie loslassen und
unbeschwert genießen können, spielen dabei
selbstverständlich eine zentrale Rolle. Um
eben diese Genussmomente hervorzuheben
und über die heiße Jahreszeit aufkommende
Urlaubsgefühle aufzugreifen, bedienen
sich allen voran Getränkehersteller in ihren
Marketing- und Kommunikationsaktivitäten
traditionell entsprechender Kontexte.
Im Bereich der alkoholhaltigen (Party-) Getränke
etwa gehen auch in diesem Jahr wieder
jede Menge kreative Mixturen in bunten,
aufmerksamkeitsstarken Gebinden an den
Start. Mit exotisch-fruchtigen Geschmacksversprechen
wecken sie Emotionen – und
kommen immer häufiger auch in der Dose
Vanessa Lehmann
Head of Corporate Communications, Henkell Freixenet
daher, womit dem wachsenden Conveniencebzw.
To-go-Trend Rechnung getragen wird,
gerade bei der Generation Z.
Festivals als Bühne für Marken
Apropos unterwegs sein: Wer die Nähe zu
seinen (potenziellen) Konsumenten sucht, beschränkt
sich nicht nur auf den PoS, sondern
zeigt auch dort Präsenz, wo Menschen unter
freiem Himmel in großer Zahl gemeinsam
feiern – zum Beispiel auf prominenten Musikund
Kulturfestivals.
Für Henkell Freixenet sind solche Veranstaltungen
ein wichtiger Bestandteil der Markenkommunikation.
Das Unternehmen ist deshalb
in diesem Jahr mit zwei wichtigen Marken
auf Festivals präsent: Die Wodka-Marke Gorbatschow
ist erneut (seit 2022) Partner von
Deutschlands größtem Electronic-Music-Festival
„Parookaville“ (18.-20. Juli in Weeze), während
die Kokoslikör-Marke Mangaroca
Batida, die sich zuletzt beim „Juicy Beats
Nord: Hurricane Festival (20.-22.06.,
Scheeßel); Deichbrand Festival (17.-
20.07., Cuxhaven); Wacken Open Air
(30.07.-02.08., Wacken); MS Dockville
(15.-16.08., Hamburg-Wilhelmsburg)
West: The Summerjam Festival (04.-
06.07., Köln); Parookaville Festival
(18.-20.07., Weeze); Juicy Beats Festival
(25.-26.07., Dortmund); Nature
One (31.07.-03.08., Kastellaun); San
Hejmo Festival (15.-16.08., Weeze)
Ost: Fusion Festival (25.-29.06.,
Lärz); Airbeat One Festival (09.-
13.07., Neustadt-Glewe); Lollapalooza
Deutschland (12.-13.07., Berlin);
SonneMondSterne Festival (08.-10.08.,
Saalburg-Ebersdorf)
Süd: Southside Festival (20.-22.06.,
Neuhausen ob Eck); Das Fest (24.-
27.07., Karlsruhe); Glücksgefühle
Festival (11.-14.09., Hockenheim)
SIERRA
BACARDI
VOSS
HELLA
Die Sierra Tequila RTDs in den Sorten
Lime Margarita und Strawberry
Margarita (Abb.) werden aus original
Sierra Tequila Blanco hergestellt. In der
250-Milliliter-Dose, 10 Vol.-% Alkohol.
Bacardi Passionfruit verbindet den charakteristischen
weißen Rum der Marke
mit dem intensiven Geschmack von
Maracuja. Glutenfrei und ausschließlich
mit natürlichen Aromen hergestellt.
Das aromatisierte Wasser aus Norwegen
vereint Lifestyle und Geschmack mit
einem Hauch Luxus. Erhältlich in den drei
Sorten Lime Mint (Abb.), Lemon Cucumber
und Strawberry Ginger.
Die Sommer-Range Feelgood gibt es in
den Sorten Awake (Abb.), Refresh und
Defence. Im Rahmen einer Vkf-Aktion
werden noch bis 17. August 2.000 JBL
Go 4 Bluetooth-Lautsprecher verlost.
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33
a
3 FRAGEN
Paul Anderl
Geschäftsführer
Anderl Getränke
Welche Getränketrends sehen Sie in
diesem Sommer?
Bei alkoholfreien Getränken beobachten
wir steigende Umsätze im Bereich Mineralwasser
Glas und Spezi-/Colamix. Seit der
Einführung von Augustiner Hell Alkoholfrei
erlebt das Segment „Hell Alkoholfrei“
einen echten Boom. Zudem bauen wir die
Flächen für Dosenbier stark aus. Auch der
Spritz-Trend setzt sich bei uns fort.
... und alkoholfreie Alternativen?
Im Biersegment gehören die alkoholfreien
Biere mittlerweile zu den festen Größen.
Bei Wein & Sekt und Spirituosen wächst
unser Sortiment rasant und wir nehmen
wahr, dass unsere Kunden alkoholfreie
Alternativen immer mehr nachfragen.
Welche Aktionen setzen Sie um?
Über die Saison spielen wir unsere „Spritz
Offensive“. Mit Display-Platzierungen zeigen
wir den Kunden die gängigen Spritz-
Artikel wie Aperol, Sarti oder Limoncello,
samt Verbundplatzierungen mit Prosecco.
Festival“ 2024 in Dortmund engagiert hat,
erstmals als Sponsor des „San Hejmo
Festivals“ (15.-16. August in Weeze) fungiert.
Vanessa Lehmann, Head of Corporate Communications,
erklärt dazu: „Festivals sind ein
fester Bestandteil der Markenkommunikation
von Henkell Freixenet. Sie bieten ideale Voraussetzungen,
um Marken wie Gorbatschow
und Mangaroca Batida emotional aufzuladen
– in einem Umfeld, das wie kein anderes für
gute Laune, Lebensfreude und gemeinsame
Erlebnisse steht. Werte, die auch diese Marken
verkörpern.“ Entscheidend für Lehmann
ist dabei der perfekte Fit zwischen Marke
und Festival – sowohl in puncto Zielgruppe
als auch bei der inhaltlichen Ausrichtung.
Denn: „Bei den Festivalauftritten geht es um
mehr als Sichtbarkeit. Wir setzen auf starke
Markenerlebnisse und echte Begegnungen,
die Nähe schaffen. Damit wollen wir einzigartige
Momente kreieren, die begeistern und
in Erinnerung bleiben – mit unseren Marken
und Produkten als integraler Teil des Erlebten.
Und immer mit dem Ziel, eine langfristige
emotionale Bindung aufzubauen.“
Um mit dem eigenen Produktportfolio
passgenau die verschiedenen Zielgruppen
ansprechen zu können, ist auch die Brauerei
C. & A. Veltins in diesem Jahr bei zahlreichen
großen Outdoor-Events und Festivals
aktiv. Dabei werden Veltins Pilsener und der
Biermix der Sorte V+ oftmals nebeneinander
platziert. Ulrich Biene, Leiter Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit: „Damit sind wir auch
2025 bestens aufgestellt, wie z. B. beim ‚Mayday‘
in Dortmund, beim ‚Ruhr-in-Love‘ in
Oberhausen oder beim ‚Nature One‘ in Kastallaun
– V+ ist hier langjähriger Festival- und
Bierpartner. Aber auch Fans des ‚Electrisize‘-
Festivals in Erkelenz können sich auf frischen
V+ Genuss freuen. Hinzu kommen viele regionale
Festivalgelände und Konzerte, bei denen
die Veltins-Produkte für den gastronomischen
Rahmen sorgen. Als gutes Beispiel seien hier
das Open-Air-Gelände der Loreley-Freilichtbühne
in Sankt Goarshausen und zahlreiche
große Stadtfeste genannt.“
Jüngere Zielgruppen im Blick
Ebenfalls im Festival-Kontext aktiv ist Gerolsteiner.
Das Unternehmen, das zuletzt mehrfach
als Kooperationspartner des „Wacken
Open Air“ fungierte, ist ab 2025 Mineralwasser-Partner
des „Parookaville“-Festivals.
„In Zeiten geringerer TV-Reichweiten bei
höheren Kosten und einer immer stärkeren
Kanal-Fragmentierung in Social Media müssen
mittelständische Marken wie Gerolsteiner
neue Wege finden, die Aufmerksamkeit von
Zielgruppen jungen und mittleren Alters zu
gewinnen. Kooperationen mit Festivals sind
eine hervorragende Möglichkeit dazu: Sie
entsprechen dem Zeitgeist, entfachen Begeisterung
und bieten Marken eine Plattform
für emotionale Markenerlebnisse“, ist Marcus
KROMBACHER
MANGAROCA BATIDA
DÉJÀ-VU
KORO
Die Sonderedition Fassbrause Kirsche
kombiniert eine angenehme Süße und
eine feine Säure – mit echtem Fruchtsaft,
0,00% Alkohol und der für Fassbrausen
charakteristischen Malznote.
Perfekt für unterwegs: Die fruchtigen
Longdrinks von Mangaroca Batida sind
in den beiden RTD-Varianten Passion
mit Maracuja und Pineapple (Abb.) mit
Ananas erhältlich. In der 0,25-Liter-Dose.
Der fruchtig-süße Aperitif Déjà-Vu Wild
Berry verbindet Oriental Déjà-Vu – mit
seinem Mix aus orientalischen Gewürzen,
fernöstlicher Zitrusnote und Ingwerschärfe
– mit Wild-Berry-Geschmack.
To-go-Snack: Die Protein Pop Chips mit
Sour Cream werden bei hohem Druck
und hoher Temperatur „aufgepoppt“. Dadurch
haben sie weniger Fett als andere
Chips mit Sour-Cream-Geschmack.
34 Branche • RUNDSCHAU 06/25
Branche
Sommerparty
△ Zu „Parookaville“, Deutschlands größtem Festival für elektronische Musik, werden dieses Jahr wieder rund
225.000 Fans auf dem Flughafen Weeze (Nordrhein-Westfalen) erwartet.
Macioszek, Leiter Marketing bei Gerolsteiner,
überzeugt. Wie beim „Wacken Open Air“ bietet
der Hersteller in diesem Jahr auch bei „Parookaville“
sein sogenanntes „Zwischenwasser“
an. Das mineralstoffreiche Getränk ist zwar
nur vor Ort erhältlich, dennoch greift Gerolsteiner
das Festivalthema mit besonderen
Editions auch im LEH auf. So wurde als Teil
der Kampagne bereits im Mai eine Aktion mit
dem Discounter Penny gestartet, der seit den
Anfängen des Festivals als dessen Partner
auftritt. Dabei gibt es von KW 20 bis 24 Gerolsteiner
Medium in der 1,5-Liter-PET-Einwegflasche
bei Penny in einer eigens gestalteten
Parookaville-Edition, über die auch 10 x 2
Regular Full Weekend + Base Camp Tickets
verlost werden.
Im Hause Semper idem Underberg wurde
indes bereits Anfang Mai dieses Jahres
Nachhaltige Buchen-Holzkohle
Für alle, die beim Grillen nicht nur auf Geschmack, sondern auch auf
Nachhaltigkeit setzen, beginnt die schönste Zeit des Jahres mit proFagus®.
Anzeige
Seit nahezu 130 Jahren steht das Traditionsunternehmen
aus Niedersachsen für Qualität,
Verantwortung und Leidenschaft rund
ums Grillen. Hier arbeitet man buchstäblich mit
Kohle – und mit ganz viel Herz. Denn der Rohstoff
ist so erlesen wie namensgebend. „Fagus“ – das
lateinische Wort für Buche – verleiht nicht nur der
Grill-Holzkohle ihre kraftvolle Glut, sondern auch
dem Unternehmen seinen Charakter: regional ver-
wurzelt, nachhaltig gedacht und seit Generationen
Synonym für echte Grillkultur.
Qualität, die man spürt und schmeckt
Buche ist ein echtes Kraftpaket unter den Hölzern.
Sie brennt besonders heiß, gleichmäßig und lange
– ganz ohne Funkenflug oder unkontrollierte Hitzeentwicklung.
Das liegt an ihrer dichten Porenstruktur
und dem natürlich hohen Kohlenstoffgehalt. So entsteht
eine Glut, die selbst ambitionierte Grillmeister
begeistert: konstant, intensiv und zuverlässig.
Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Produkten
ist die Grill-Holzkohle von proFagus® frei von
chemischen Zusätzen und überzeugt durch ihren
hohen Reinheitsgrad. Der Grund dafür ist das besonders
umweltschonende Retortenverfahren,
das im Vergleich zur konventionellen Holzkohleproduktion
deutlich effizienter und emissionsärmer
ist. Dabei werden nahezu alle Bestandteile des
Buchenholzes verarbeitet – sauber, effizient und
ressourcenschonend.
Nachhaltig genießen
Zudem wird für die Herstellung der Holzkohle
kein einziger Baum extra gefällt. Das verwendete
Buchenholz stammt aus der Durchforstung regionaler,
PEFC-zertifizierter Wälder oder fällt als Restholz
in der Holzwerkstoffindustrie an.
www.rundschau.de
35
Branche
Sommerparty
△ Aufmerksamkeitsstarker Eisbrecher: Die Wodka-Marke Gorbatschow
ist seit 2022 Partner des Electronic-Music-Festivals „Parookaville“.
△ Mit seinem „Zwischenwasser“ versorgt Gerolsteiner in diesem Jahr
Musikfans auf dem „Parookaville“-Festival.
auf dem OMR Festival Hamburg die besondere
Verbindung zwischen Underberg
und der Hip-Hop-Gruppe „Die Fantastischen
Vier“ gefeiert. Die vier Bandmitglieder waren
bei der Leitmesse für Onlinemarketing und
die Digitalbranche persönlich vor Ort und
berichteten über die Kooperation. Begleitet
wurde ihr Auftritt von der Premiere der
„Underberg Speed Boule Challenge“, einer
limitierten OMR-Sonderedition der ikonischen
Portionsflaschen sowie einer KI-Fotoaktion.
„Wir haben keine Testimonials für unsere
Love Brand gesucht, wir haben echte Fans
gefunden“, sagt Vera Donner-Sander, Brand
VALENSINA
Mit Montebelo Brasil bringt Valensina
fünf stille Limonaden ins Kühlregal:
Zitrone-Limette (Abb.), zuckerreduzierte
Limette, Pink Grapefruit-Zitrone,
Ananas-Limette und Mango-Zitrone.
Director der Semper idem Underberg AG.
Das habe zur Folge, dass die vier Musiker
beispielsweise aktiv an Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen
mitarbeiten.
Naschen beim Feiern
Dass Aktivitäten rund um beliebte Großevents
offenbar hohes Potenzial zugeschrieben wird,
belegen die Engagements einiger Hersteller
aus dem Bereich Süßwaren und Snacks. So hat
der Schweizer Schokoladenkonzern Lindt &
Sprüngli zuletzt die Lindt Hello Festival Edition
mit drei Sorten eingeführt. Im Rahmen
der anstehenden Festival-Saison verlost Lindt
OUZO OF PLOMARI
Der Plomari Citruslikör (Diversa) aus der
griechischen Destillerie Isidoros Arvanitis
ist ein weicher, lebendiger und raffinierter
Likör, der Anis- und Citrus-Aromen
perfekt ausbalanciert.
LINDT
Zur Festival-Saison: Die Lindt Hello
Festival Edition ist in den drei Sorten
Passion Pop (mit Knistereffekt), Chili
Rock (extra-scharf, Abb.) und Electric
Energy (mit Guarana) erhältlich.
Hello-Tickets für die Festivals „San Hejmo“,
„Parookaville“ und „Wacken Open Air“.
Im Rahmen einer groß angelegten Markenkampagne
für seine Marke Mr. Tom, die vor allem
jüngere Käufer ansprechen soll, führt der
Süßwarenhersteller Hosta in diesem Sommer
eine Roadshow durch. Stationen sind dabei
Musikfestivals, Sportevents sowie Stadtfeste,
darunter das Münchner Straßenfest Corso
Leopold, das Campus Festival Konstanz, der
Karneval der Kulturen in Berlin, das Ruhrin-Love
Musikfestival in Oberhausen, das
Deichbrand Festival in Cuxhaven und das
Nature One Musikfestival in Kastellaun. ☐
VELTINS
Das Helle Lager von Veltins gibt es jetzt
auch in der 0,33-Liter-Dose. Das untergärige,
filtrierte Vollbier wird ausschließlich
aus Wasser, Malz, Hefe und erntefrisch
verarbeitetem Hopfen gebraut.
Fotos: AdobeStock.com/Imagine, Joey Timmer/pikzelz, Jan Düfelsiek, Henkell Freixenet, Gerolsteiner Brunnen
36 Branche • RUNDSCHAU 06/25
Verbandsinfo
HDE
Attraktivität der Ausbildung erhalten
Sozialversicherungsbeiträge
ABGABEN In Reaktion auf die Prognose des Forschungsinstituts
IGES für die Entwicklung der Belastung durch die
Beiträge der einzelnen Sozialversicherungen bekräftigt
der Handelsverband Deutschland (HDE) seine Forderung
nach einer Senkung der Sozialversicherungsbeiträge.
Innerhalb der nächsten zehn Jahre erwartet IGES einen
Anstieg der Beitragsbelastung von gut 42 auf 49 Prozent.
Der HDE spricht sich für eine Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge
bei 40 Prozent aus.
www.einzelhandel.de
FACHKRÄFTE Mit Blick auf aktuelle Daten des Statistischen
Bundesamtes zur Entwicklung der Zahl der Ausbildungsverträge
mahnt der Handelsverband Deutschland (HDE) die Bundesregierung
zur Steigerung der Attraktivität einer Ausbildung und warnt vor
den Folgen der diskutierten Mindestlohnanhebung für den Ausbildungsmarkt.
Wie die jüngst veröffentlichten Zahlen zeigen, haben
im Jahr 2024 mit 470.900 insgesamt weniger junge Menschen in
Deutschland eine Ausbildung begonnen als noch im Vorjahr 2023.
Die Zahl der Ausbildungsverträge ging somit um 1,8 Prozent zurück.
„Der Einzelhandel ist eine der ausbildungsstärksten Branchen in
Deutschland. Die Bundesregierung darf die Bedeutung der Karriere
mit Lehre nicht aus dem Blick verlieren und sollte sich für die Ausbildung
einsetzen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die
Ausbildungsbereitschaft und -beteiligung der Handelsunternehmen
sei hoch. Allerdings: „Der im Koalitionsvertrag angedachte gesetzliche
Mindestlohn ist eine Bedrohung für die Attraktivität der dualen
Ausbildung. Wenn der Mindestlohn steigt, kann der Eintritt in den
Arbeitsmarkt für junge Menschen auf den ersten Blick attraktiver erscheinen
als eine Ausbildung“, so Genth. Dabei gerate aber aus dem
Fokus, dass eine Ausbildung langfristig oft weitaus bessere Karrierechancen
und höhere Verdienstmöglichkeiten biete als eine Beschäftigung
zum Mindestlohn.
www.einzelhandel.de
Elektronische Zahlungssysteme
PAYMENT Mit Blick auf den Koalitionsvertrag bekräftigt der Handelsverband Deutschland
(HDE) seine Skepsis gegenüber der geplanten Akzeptanzpflicht für unbare Zahlungsmittel.
Vorgesehen ist, dass in Geschäften künftig auch mindestens eine digitale Zahlungsoption
angeboten werden soll. „Eine Akzeptanzpflicht elektronischer Zahlungssysteme
wäre vor allem ein Konjunkturprogramm für Zahlungsdienstleister“, so Ulrich Binnebößel,
HDE-Abteilungsleiter Zahlungsverkehr. Die meisten Händlerinnen und Händler ermöglichten
ihren Kunden bereits unbare Bezahlmöglichkeiten. www.einzelhandel.de
Fotos: stock.adobe.com/DOC RABE Media, auremar
Verbraucherstimmung
stagniert
KONSUM Nachdem sich die Verbraucherstimmung in
Deutschland zuletzt noch etwas verbessert hatte, erholt sie
sich im Mai nicht weiter. Das macht das aktuell stagnierende
Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland
(HDE) deutlich. Somit haben die internationalen handelspolitischen
Entwicklungen zunächst zwar keinen zusätzlichen
negativen Effekt auf die Verbraucherstimmung,
gleichzeitig lösen die im Koalitionsvertrag skizzierten
Vorhaben der neuen Bundesregierung aber auch keinen
spürbaren Optimismus aus. Es bleibt somit bei der abwartenden
Haltung der Verbraucherinnen und Verbraucher.
www.einzelhandel.de/konsumbarometer
Das ist der Trend im Mai:
97,51 98,86 97,76 97,70 96,93 97,25 97,54
95,62 96,09
96,13
94,99 95,31 96,02 96,10
95,36
93,57 93,72
01/24 02/24 03/24 04/24 05/24 06/24 07/24 08/24 09/24 10/24 11/24 12/24 01/25 02/25 03/25 04/25 05/25
Quelle: HDE
RUNDSCHAU 06/25
www.rundschau.de
37
Award
Preisverleihung
Text: Martina Kausch
Fotos: Michael Gregonowits
Das Team von Bundessieger Edeka Ueltzhöfer aus dem Markt in der
Mauerstraße in Heilbronn mit Laudator Oliver Daniel (Landgard, r.).
Landessieger aus Brandenburg: Das E-Center
von Carmen Specht (l.) in Ludwigsfelde.
Sie ist der YoungStar 2025:
Lara-Jill Harding von Edeka Honsel.
Lauter glückliche Gesichter: Die „Hollywood-Treppe“ im Kurhaus Baden-Baden passt
perfekt, um alle Gewinner des Deutschen Frucht Preises glänzend zu präsentieren.
Carsten Augsburger, Geschäftsführer
Medialog, RUNDSCHAU.
Sieger beim Feiern
Bei der Verleihung des Deutschen Frucht Preises trifft sich die Banche – das Kurhaus Baden-
Baden bot in in diesem Jahr den glanzvolle Rahmen. Sechs Bundessieger, acht Landessieger
und ein YoungStar wurden von der RUNDSCHAU für den Lebensmittelhandel ausgezeichnet und
zeigen eindrucksvoll das Engagement der Handelsunternehmen und der Märkte.
38 Award • RUNDSCHAU 06/25
Eine Initiative von:
Schirmherrschaft:
Der Alnatura Super Natur Markt aus Stadtbergen ist Bundessieger
in der Kategorie Bio-Markt. Rechts Laudator David Hintzen (GS1).
Bundessieger: Das Team vom Rewe-Markt Straßenbahndepot in
Frankfurt mit Laudatorin Jasmin Bövingloh (IFCO, r.).
Landessieger Niedersachsen:
Das E-Center WEZ aus Stadthagen.
In großer Runde feiert das Rewe-Center Egelsbach den Bundessieg
unter den SB-Warenhäusern. Rechts Laudatorin Maria Akhavan.
Beifall für die Sieger: Der Rewe-Markt von Sascha Eißmann räumt
den Bundessieg unter den großen Supermärkten ab.
Der Landessieg Saarland geht an den Rewe-Markt
von Peter Teucke (3.v.l.).
Ausnahmslos strahlende Gesichter –
wo gibt es das? Bei der Verleihung
des Deutschen Frucht Preises der
RUNDSCHAU für den LEH und des
Fruchthandel-Magazins. In diesem Jahr war
das Event besonders eindruckvoll: Das Kurhaus
Baden-Baden bot den repräsentativen
Rahmen für die Party der Gewinner. Neben
den vier Bundessiegern hat die Jury 2025 acht
Landessieger gekürt, wobei die Entscheidung
in der zweiten Jurysitzung in vielen Fällen
haarscharf ausfiel. Details und natürlich die
Zahlen geben in der Diskussion den Ausschlag,
ob eine Obst- und Gemüseabteilung den Bundes-
oder Landessieg davonträgt.
Doch in der Vergangenheit hat sich gezeigt:
Bei manchem Landessieger-Team steigen Freude
und Ehrgeiz, die Leistung noch einmal zu
verbessern und dann den Bundessieg abzuräumen.
Denn Teilnehmer, die nicht gewonnen
haben, bekommen von der RUNDSCHAU
professionelle Coaching-Tipps.
Große Freude auch beim neuen YoungStar:
Lara-Jill Harding von Edeka Honsel bekam
nicht nur die Reise zum Event samt schönem
Taschengeld, sondern auch eine Reise nach
Valencia von Sponsor SanLucar. ☐
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39
Mit Instagram dabei
Die RUNDSCHAU hat die Frucht-Preis-Gala 2025
auf Instagram begleitet: Infos und viele
spannende Eindrücke nach Scannen des QR-Codes.
Die besten Obst- und Gemüseabteilungen
Deutschlands sind Standing Ovations wert.
Jurymitglied Moritz Oberrauch, IDM Südtirol
(l.), und Stefan Egger (Alnatura).
Landessieger Hessen ist der Rewe-Markt Eugen Hartmann-Straße in
Frankfurt-Praunheim. Rechts Martin Munz (Rewe).
Edeka Zielke aus Viersen-Dülken heißt der Bundessieger in der Kategorie
Supermarkt. Rechts Laudatorin Michaela Schneider (Fyffes).
Moderator Markus Brock (l.), Kaasten Reh (Fruchthandel
Magazin) und Maria Akhavan (Verlagsleiterin RUNDSCHAU).
Volles Haus und prima Stimmung: Gepflegtes Tafeln gehört zum
Preisverleihungsevent dazu.
40 Award • RUNDSCHAU 06/25
Eine Initiative von:
Schirmherrschaft:
Die Landessieger Bayern kommen aus Selb – und im Einheitslook:
das Team von Edeka Egert.
Das Team von Edeka Zielke managt die bundesweit beste
Obst- und Gemüseabteilung in der Kategorie Supermarkt.
Hieberʼs Frischecenter am Bahnhofsplatz in Lörrach
feiert den Landessieg Baden-Württemberg.
Das Team RUNDSCHAU wuppt die vielen Aufgaben
vor und hinter den Kulissen.
YoungStar Lara-Jill Harding mit Reisegutschein
von Dominik Wehner, SanLucar.
So sieht Begeisterung aus: Yusuf Buyan vom
Rewe-Markt Straßenbahndepot in Frankfurt.
Der Landessieg Hamburg geht an das Team von Edeka
Niemerszein in Winterhude. Rechts Laudator Kaasten Reh.
Das Kurhaus Baden-Baden bietet den festlichen Rahmen für die
Verleihung des Deutschen Frucht Preises 2025.
Feiern in munterer Runde: Auch dafür ist die Gewinnerparty
des Deutschen Frucht Preises bekannt.
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41
Award
Round Table Obst & Gemüse
Text: Martina Kausch
Fotos: Michael Gregonowits
Frische Konzepte
treiben den Erfolg
Durch die ganze Republik reisen die Jurymitglieder
des Deutschen Frucht Preises, um in den Märkten des
LEH die Gewinnerabteilungen zu ermitteln. Was sie
sehen, liefert Anregungen für noch bessere Ergebnisse.
THEMA 1
TIKTOK-DYNAMIK
Beispiel Mangostane-Hype: Wie geht man
am besten mit Social Media-Peaks um?
Plötzlich waren vor einigen Wochen Mangostane
in aller Munde – und in den Obstund
Gemüseabteilungen vieler Märkte zu
finden. Was war passiert? Eine Influencerin
hatte auf TikTok einen Post mit der Frucht
des tropischen Baumes abgesetzt. „Ich habe
mich auf dem OMR-Kongress in Hamburg
mit der Dame unterhalten, die mitverantwortlich
für diesen Trend war und finde
dies sehr spannend“, berichtet Dominik
Wehner (SanLucar) beim Round Table der
42 Branche • RUNDSCHAU 06/25
Eine Initiative von:
Schirmherrschaft:
?
ROUND TABLE
RUNDSCHAU. Sie esse gerne Obst, präsentiere
sich mit verschiedenen Inhalten vor der
Kamera und habe auf TikTok acht Millionen
Follower. Nun zeigte sie eben Mangostane.
Die Folge: Ein Hype in vielen O&G-Abteilungen,
der allerdings auch schnell wieder verschwand.
Doch derart kurzfristige Impulse
sind für den Handel herausfordernd: Woher
so schnell die Ware nehmen, was tun mit
den Abschriften, wenn der Hype verblasst?
Wo bleibt die Planbarkeit, die normalerweise
bei Produzenten und Vermarktern den
Takt der täglichen Arbeit bestimmt? Trotzdem:
Um zu verstehen, wie das Social Media-
Geschäft funktioniert, sind Besuche bei Events
wie dem OMR-Festival für Online-Marketing
hilfreich. Denn die Frage ist: Wie kann
man selbst Hypes setzen und sie damit für
Produzenten und Handel planbarer machen?
THEMA 2:
EXOTEN-UMSATZ
Die Nachfrage nach tropischen Früchten
steigt – besonders in zubereiteter Form.
Wie steht es überhaupt um Exoten in der
O&G-Abteilung – und was versteht man mittlerweile
unter dem Begriff? Pedro Villanova
Wie kann man selber
Hypes setzen und sie
damit für Produzenten
und den Handel
planbarer machen?
(Chiquita) weist darauf hin, dass auch Banane
und Ananas in früheren Zeiten einmal
als Exoten bezeichnet wurden und dass beispielsweise
die Avocado bei Verbrauchern
mittlerweile nicht mehr als Exot wahrgenommen
wird. In jedem Fall aber sind
die tropischen Früchte für eine spannende
O&G-Abteilung wichtig, weil gut inszenierbar
und ein Profilierungsinstrument. Die Nachfrage
steigt grundsätzlich und bei einigen
Sorten in besonderem Maße, beispielweise
bei Mango – da sind sich beim Round
Die Fachjury des
Deutschen Frucht Preises
› Maria Akhavan
RUNDSCHAU
› Jasmin Bövingloh
IFCO Germany
› Dr. Andreas Brügger
Deutscher Fruchthandelsverband
› Oliver Daniel
Landgard
› Esther Dworak
European Food Company
› Thorsten Fuchs
Food Akademie
› David Hintzen
GS1 Germany
› Kaasten Reh
Fruchthandel Magazin
› Michaela Schneider
Fyffes
› Michael Schotten
Fruchthandel Magazin
› Alexander Stein
Messe Berlin
› Moritz Oberrauch
IDM Südtirol
› Pedro Villanova
Chiquita
› Dominik Wehner
SanLucar
› Christine Weiser
Fruchthandel Magazin
△ Dominik Wehner, Commercial
Director bei SanLucar.
△ David Hintzen, Senior Branchenmanager
Food, GS1 Germany.
△ Dr. Andreas Brügger, Geschäftsführer
Fruchthandelsverband.
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43
Award
Round Table Obst & Gemüse
△ Michael Schotten, Chefredakteur des
Fruchthandel Magazins.
△ Kaasten Reh, Leiter Events und Awards beim
Fruchthandel Magazin.
Table alle Profis einig. Und eine Ananasschälmaschine
leistet in jeder O&G-
Abteilung tatsächlich hervorragende Umsatzdienste,
die zudem auf den Trend zu konvenienter
Ware einzahlen. Michaela Schneider
(Fyffes) berichtet hier konkret: „Convenience
ist definitiv ein stetiger Trend, gerade im
Bereich Ananas. Die Ananasschälmaschine
ist wichtig, aber auch das Fresh-Cut-Angebot
wächst stetig. Konsumenten haben immer
weniger Zeit, gerade bei Ananas ist die größte
Barriere das Handling, das fehlende Knowhow
bei vielen Kunden, was den Umgang mit
der Frucht betrifft.“ Sie verweist auf Erkenntnisse
der Marktforscher: „Eine Konsumentenanalyse,
die wir in den letzten zwei Jahren in
unseren Key-Märkten gemacht haben, zeigt:
In Nordamerika ist der Anteil von Fresh Cut
wesentlich höher als in Europa. Man sieht, wo
die Reise hingehen kann, Convenience ist ein
Sortiment, das definitiv weiter wachsen wird.“
THEMA 3:
PREISARGUMENTE
Kunden geben mehr Geld aus, wenn sie
den Nutzen des Produkts kennen.
Welche Möglichkeiten für mehr Umsatz im
O&G-Bereich gibt es? Nur der Blick auf den
Convenience ist im Bereich
Obst und Gemüse ein
Sortiment, das definitiv
weiter wachsen wird.
Michaela Schneider
Fyffes
Konsumenten kann hier Strategien bringen.
Kunden geben (mehr) Geld aus, wenn sie den
Nutzen des Produkts kennen und akzeptieren.
Welche Informationen sollen aber wie
transportiert werden? Auch wenn sich grundsätzlich
immer mehr Konsumenten dafür
interessieren, wie ein Unternehmen arbeitet
und für welche Ziele neben dem Gewinn es
sich einsetzt, ist das Informationsbedürfnis
bei der Gen Z anders als bei Ü50-Käufern.
Den Generationenwechsel nimmt Pedro
Villanova wahr: Viele Konsumenten kaufen
noch nach altem Stil ein, die neue Generation
Gen Z kauft anders ein. Die Herausforderung
ist also, alle im Blick zu haben. Neue Sorten
△ Moritz Oberrauch, Trade Marketing
Food Sales bei IDM Südtirol.
△ Alexander Stein, Direktor Fruit
Logistica bei der Messe Berlin.
△ Michaela Schneider, Head of
Trade Marketing Europa, Fyffes.
△ Jasmin Bövingloh, Country
Manager Germany bei IFCO.
44 Branche • RUNDSCHAU 06/25
Eine Initiative von:
Schirmherrschaft:
Angeregte Diskussion über Branchenthemen:
Die Fachjury des Deutschen
Frucht Preises beim Round Table
der RUNDSCHAU in Baden-Baden.
und Kommunikation des Zusatznutzens wie
Informationen über Verwendungsmöglichkeiten,
Produzenten und Produktions- und
Anbaumethoden versprechen neue Absatzmöglichkeiten.
Bei Heidelbeeren wurde geschafft,
über eine ganzjährige Verfügbarkeit
höhere Absätze zu erreichen. Bei Tomaten
führt eine stärkere Diversifizierung zu mehr
Verkäufen – vorausgesetzt, der Kunde kann
schnell erkennen, für welchen Zweck sich
bestimmte Sorten eignen. Mit welcher Tomate
kann man den besten Salat machen, welche
eignet sich für den Grillspieß?
THEMA 4:
NACHHALTIGKEIT
Anbau- und warenkundliche Informationen
sind für den Umsatz relevant.
Jasmin Bövingloh (IFCO) bringt es auf den
Punkt: Nachhaltigkeit, lose Waren, unverpackte
Waren, Verpackung allgemein, weniger
Plastik auch im gesamten Produktionsprozess
– das alles ist ein Riesenthema. Viele Handelsunternehmen
erwarten hier immer wieder
konkrete Verbesserungen von den Produzenten.
Die Erfahrung vieler Jurymitglieder geht
in die gleiche Richtung: Weil in den Märkten
über (regionale) Produzenten viele Informationen
zur Verfügung gestellt werden, sind
sie für Kunden relevant geworden.
Ist es also sinnvoll, auch bei Importware noch
mehr ökologische Informationen am PoS zu
platzieren? Kommunikation und Emotionalität
spielen in O&G-Abteilungen eine große Rolle,
und diese Aspekte werden nach Ansicht vieler
Jurymitglieder noch nicht überall wirklich
gut und stringent umgesetzt. Wo kommt das
Produkt her? Welche Bedingungen herrschen
beim Anbau? Wie verwende ich das Produkt
denn überhaupt oder wie bereite ich es zu?
Alle diese Basics könnten in den Märkten
intensiver gespielt werden. Dann ist möglich,
was in der Branche von der Ananasschälmaschinen
bekannt ist: Trotz einigem Aufwand
ist es der Wahnsinn, was sich für ein
Uplift dadurch generieren lässt. ☐
△ Thorsten Fuchs, Geschäftsführer
und Leiter der Food Akademie.
△ Oliver Daniel , Geschäftsführer
Landgard Obst & Gemüse.
△ Esther Dworak, Brand Manager
bei EFC FruitCom.
△ Pedro Villanova, Chiquita Europe
in Deutschland.
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45
Award
Bio-Markt
Text: Martina Kausch
Fotos: Hans-Rudolf Schulz
Alnatura Super Natur Markt
Kategorie Bio-Markt
Der Markt ist ein Leuchtturm für
Sortiment, Frische und Präsentation
Das zeichnet die Abteilung aus
> Liebevoll arrangierte und
spektakulär platzierte
Sonderaufbauten
> Breites und tiefes Sortiment
bis hin zu Kapuzinerkresse und
schwarzem Knoblauch
> Frische und blitzsaubere Verkostungen
auch mit gehobener Ware
> Handgeschriebene warenkundliche
Informationen direkt an den
Produktkisten
Daten und Fakten
> Adresse: Wankelstraße 8,
86391 Stadtbergen
> Verkaufsfläche gesamt: 735 m²
> Verkaufsfläche Abteilung: 60 m²
> Umsatzsteigerung gegenüber
2023: rund 10 %
> Umsatzanteil Abteilung am
Gesamtumsatz Food: 23 %
> Anzahl Sorten: ca. 400
(im Jahr insgesamt)
Mit Obst- und Gemüsepracht in Fülle macht der
Markt dem Wochenmarkt echte Konkurrenz.
Bio vom Feinsten
in Prachtoptik
Amalfi-Zitronen und Pastinaken, Mönchsbart, Microgreens und
Kapuzinerkresse: Im Alnatura Super Natur Markt in Stadtbergen
bei Augsburg bleiben keine grünen Wünsche offen.
> Anzahl Mitarbeiter: 4 Zur Begrüßung eine Sonderplatzierung begebiet der Stadt beweist Hannelore Gleich
mit Amalfi-Zitronen, aber auch sonst mit ihrem Team, wie man einem Wochenmarkt
Obst- und Gemüsepracht, so weit das erfolgreich Konkurrenz macht. 60 Quadratmeter
grün-bunte Pracht vom Feinsten bietet
Kundenauge reicht: Das ist die erfolgreiche
Abteilung im Alnatura Super Natur die Abteilung in dem 735-Quadratmeter-Markt.
Markt in Stadtbergen bei Augsburg. Im Gewer- Knapp 23 Prozent Anteil am Gesamtumsatz
46 Award • RUNDSCHAU 06/25
Eine Initiative von:
Schirmherrschaft:
Scannen und staunen
Über den QR-Code finden Sie das Sieger-Video
des Alnatura Super Natur Markts zum Deutschen
Frucht Preis und andere Sieger-Infos.
1 Mit durchdachter und geschmackvoller Präsentation
überzeugt das Team um Marktleiterin
Hannelore Gleich (r.) im Alnatura Super Natur
Markt in Stadtbergen bei Augsburg.
2
3
4
Prachtvolle, auch meistens saisonale Ware in
breitem und tiefem Sortiment macht die
Abteilung aus – im Frühjahr geht es natürlich
auch um Spargel aus der Region.
Ein abosluter Eyecatcher ist der Sonderaufbau
von Amalfi-Zitronen mit vielen Informationen
zur Ware und auch zum Produzenten sowie zur
Geschichte des Anbaubetriebs.
In der Abteilung finden regelmäßig gepflegte
Verkostungen statt, beim Bewertungsbesuch
der Jury mit Cocktailtomaten.
1
Food werden hier erwirtschaftet. Auf Flugware
verzichtet Alnatura als Bio-Markt-Kette, sieben
Prozent Exoten werden angeboten, durchschnittlich
knapp 20 Prozent der Produkte
stammen aus regionalem Anbau.
Was ist das Erfolgsrezept? Es sind die saisonal
rund 200 Sorten Obst und Gemüse in top-frischer
Qualität und in gelungener Präsentation.
Auf einem großen Plakat erscheint etwa neben
den Zitronen die Historie des Familienbetriebs
an der Amalfiküste, die Kunden können sich
über die Besonderheiten des Anbaus informieren.
Die Kühlung des Beerenobstes wird zum
Präsentieren von Smoothies genutzt.
Die Details der Sorten in Form und Farbe
haben Einfluss auf die durchdachte Anordnung:
Roter Rettich passt zu den Radieschen,
die schwarzen Fleischtomaten werden wirkungsvoll
zwischen roten Ochsenherztomaten
und Strauchtomaten platziert. Artischocken
sind der Eyecatcher neben Rettichsorten.
Weitere Details überzeugen: Pick & Mix-Cocktailtomaten
stehen zum Probieren bereit, lose
Kartoffeln liegen lichtgeschützt in informativ
beschrifteten Kleinkisten, gleich daneben
findet der Kunde die Kartoffelbürsten.
Informationen und viel Gefühl
Warenkundliche Informationen klären auf,
woher der Knoblauch stammt. Wochenangebote
sind im Extrakorb zu finden, die Warenauszeichnung
ist jederzeit übersichtlich und
eindeutig. Zum Repertoire der Topfkräuter
gehören sogar Kapuzinerkresse und Kerbel,
Mönchsbart und diverse Microgreens, mit
Gefühl arrangiert auf einem Schubkarren.
Insgesamt rund 400 Sorten präsentiert die
Abteilung übers Jahr gesehen.
Diese Leistung lockt viele Kunden ins Gewerbegebiet
von Stadtbergen. Trotz schwieriger
Parkplatz- und Wettbewerbssituation
erarbeitete die vierköpfige Abteilung 2024
einen durchschnittlichen Gesamtumsatz der
O&G-Abteilung am Foodumsatz von knapp 23
Prozent. Ein Umsatzplus von rund zehn Prozent
gegenüber 2023 geben der Strategie recht.
Für die stabilen Topleistungen des Teams
um Marktleiterin Hannelore Gleich wird der
Alnatura Super Natur Markt in Stadtbergen
als Bundessieger in der Kategorie Bio-Markt
ausgezeichnet.☐
2
3
4
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47
Award
Verbrauchermarkt
Scannen und Staunen
Über den QR-Code finden Sie
das Sieger-Video des Markts von
Edeka Ueltzhöfer in Heilbronn.
Text: Martina Kausch
Fotos: Jörg Eberl
Wo die Jury ins
Schwärmen gerät
Edeka Ueltzhöfer
Kategorie Verbrauchermarkt
Mit einer von Tageslicht durchfluteten Obst- und
Gemüseabteilung punktet der Edeka-Ueltzhöfer-Markt in der
Mauerstraße in Heilbronn ebenso wie mit Beratungskompetenz
der Mitarbeitenden und viel regionaler Ware.
Die Abteilung punktet mit klar durchdachter
und realisierter Strategie
Das zeichnet die Abteilung aus
> Als erster Touchpoint ein breites
Angebot regionaler Ware zum
Auftakt der Abteilung
> Präsentation der Bio-Ware
im Hauptlauf der Kunden
als eigener Block
> Über 17 Prozent Bio-Anteil, drei
Prozent Fresh-Cut
> Hohe Beratungskompetenz der
Mitarbeitenden, an Samstagen
Teilbedienung
Daten und Fakten
> Adresse: Mauerstraße 78-90,
74081 Heilbronn
> Verkaufsfläche gesamt: 4.000 m²
> Verkaufsfläche Abteilung: 235 m²
> Anteil regionaler Ware: 25 %
> Umsatzsteigerung gegenüber
2023: 4,7 %
> Umsatzanteil Abteilung am
Gesamtumsatz Food: 14,7 %
> Anzahl Sorten: ca. 400
> Anzahl Mitarbeiter: 7
Wenn ein Mitglied der Frucht-Preis-
Jury ins Schwärmen gerät, will
das schon etwas heißen, denn
alle Juroren sind absolute Profis
mit jahrelanger Branchenerfahrung. Nach
dem Besuch des Edeka-Ueltzhöfer-Markts in
der Mauerstraße in Heilbronn war es so weit:
„Das ist die beste Abteilung, die ich in meiner
Jury-Karriere gesehen habe!“, schreibt der
Juror nach dem Besuch in der Abteilung in
seinen Bewertungsbogen.
Samstags Teilbedienung
Was entfachte die Jury-Begeisterung? Die
Strategie der 235 Quadratmeter großen Abteilung:
für den frühen Zeitpunkt sehr viel
regionale Ware als erster Touchpoint, wenn
man die Abteilung betritt. Die Präsentation
des Bio-Sortiments in absoluter Toplage im
Hauptlauf als eigener Block. In Frische und
Qualität sehr gute Exoten als Block und als
Sonderplatzierung. Dazu die Gemüsetüten als
Sonderangebot zum Wochenende und – last
but noch least: die hohe Beratungskompetenz,
vor allem, wenn samstags Obst und Gemüse
in Teilbedienung verkauft wird. Eindrucksvoll
sind auch die Zahlen: Der Umsatzanteil von
Obst und Gemüse am Foodumsatz betrug 2024
knapp 15 Prozent, dabei legte die Abteilung
2024 im Vergleich zu 2023 um 4,7 Prozent Umsatz
zu. Sieben Mitarbeitende sorgen in der
Abteilung für Frische und Präsentation der
rund 400 Sorten Obst und Gemüse. Der Bio-
Anteil beträgt über 17 Prozent, 26 Prozent der
Ware stammen aus der Region, acht Prozent
Exoten werden angeboten.
Für die überzeugenden Leistungen des Ueltzhöfer-Teams
um Abteilungsleiterin Belinda
Klecker gewinnt die Obst- und Gemüseabteilung
im Ueltzhöfer-Markt in der Heilbronner
Mauerstraße den Deutschen Frucht Preis
2025 und den Bundessieg in der Kategorie
Verbrauchermarkt.☐
1 2
48 Award • RUNDSCHAU 06/25
Eine Initiative von:
Schirmherrschaft:
4
3
1 Das sechsköpfige Team um Abteilungsleiterin
Belinda Klecker hat entscheidenden Anteil am
Gewinnn des Deutschen Frucht Preises 2025.
2
3
4
Immer ein Hingucker: Ein Wagen mit üppiger
Ware ist auch im Ueltzhöfer-Markt in Heilbronn
ein Kundenmagnet.
Mit viel Holz und ansprechender Wandbeschriftung
gelingt es, die Verweildauer der
Kunden in der Abteilung zu verlängern.
Gemüsekörbe mit farblich schön aufeinander
abgestimmten Gemüsesorten sorgen für
Emotionen beim Einkaufen.
Taste the SUN
Natürlich stark: Top-Früchte für Top-Sportler.
SanLucar Premiumfrüchte und Profisport sind eine
perfekte Kombination. Wir lieben Frische, Bewegung
und richtig gute Snacks. Deshalb bringen wir als
Frische-Partner von VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg
& Co. unsere Frucht-Power direkt in die Kabine
und zu den Fans. Auch bei Tennisturnieren wie den
Berlin Ladies Open, dem Porsche Tennis Grand
Prix mit Aryna Sabalenka sowie bei der EuroBasket
mit NBA-Stars wie Dennis Schröder waren wir am
Start. Denn wer alles gibt – auf dem Platz oder im
Leben –, braucht frische Energie und macht so
auch unsere SanLucar Handelspartner erfolgreich.
@sanlucarfruit
Award
Supermarkt
Text: Martina Kausch
Fotos: André Dahms
Edeka Zielke
Kategorie Supermarkt
Auch die Produkte aus der eigenen
Manufaktur krönen die Abteilung
Das zeichnet die Abteilung aus
> Kartoffelhaus mit einem breiten
Sortiment an gekühlten
Convenience-Kartoffelprodukten
> 65 Prozent der Ware stammen aus
regionalem Anbau
> Spargelschälmaschine als
Service zur Spargelzeit
> Eigene Manufaktur für Pesto,
Marmelade und Co. und zur
Vermeidung von Food-Waste
Daten und Fakten
> Adresse: Westgraben 5-7,
41751 Viesen-Dülken
> Verkaufsfläche gesamt: 1.830 m²
> Verkaufsfläche Abteilung: 190 m²
> Anteil regionaler Ware: 65 %
> Umsatzsteigerung gegenüber
2023: 9,5 %
> Umsatzanteil Abteilung am
Gesamtumsatz Food: 12,7 %
> Anzahl Sorten: 387
> Anzahl Mitarbeiter: 6
Eine Abteilung
zum Wohlfühlen
Mit 65 Prozent Obst und Gemüse aus der Region setzt Edeka
Zielke mit dem Markt in Viersen-Dülken eine eindrucksvolle
Benchmark. Kein Wunder, dass die Abteilung die Frucht-Preis-
Jury auch mit einem starken Umsatzplus 2024 überzeugt.
50 Award • RUNDSCHAU 06/25
Eine Initiative von:
Schirmherrschaft:
Scannen und Staunen
Über den QR-Code finden Sie das Sieger-Video
des Edeka-Zielke-Markts zum Deutschen Frucht
Preis 2025 und zu anderen Sieger-Märkten.
3
2
1 Ein handgeschriebener Willkommensgruß
empfängt die Kunden zum Start in die Obstund
Gemüseabteilung bei Edeka Zielke.
2
Sechs Prozent Exoten sind ein Hingucker, aber
auch ein anspruchsvolles Qualitätsmerkmal
der Abteilung im Markt in Viersen-Dülken.
3
Das Kartoffelhaus bietet nicht nur ein breites
Angebot an rohen Knollen, sondern auch ein
vielfältiges Convenience-Sortiment.
4
Dreamteam: Justin John und seine Kollegen
sind Herz und Seele der nun fruchtpreisgekrönten
Abteilung.
1
4
5
5
Warenkundliche Informationen und sogar
Rezeptideen sind dank prominenter Plätze
für alle Kunden gut sichtbar.
Wohlfühlatmosphäre – das ist ein
Schlüsselwort für Kundenbindung
und Spontankäufe. Und
die Wohlfühlatmosphäre ist es,
die die Jury des Deutschen Frucht Preises im
Edeka-Markt von Carsten Zielke in Viersen-
Dülken besonders wahrgenommen hat.
Mit eigener Manufaktur
Aber es gibt natürlich noch andere Gründe,
die die Obst- und Gemüseabteilung im Markt
am Westgraben mit einer Gesamtverkaufsfläche
von 1.830 Quadratmetern besonders
machen. Da ist das starke Sortiment, genau
387 Sorten hat Justin John als Verantwortlicher
gezählt. Da sind die vielen regionalen
und lokalen Lieferanten und die Visualisierung
dieser Lieferanten in der Abteilung mit
Fotos von Menschen und Feldern. Da ist das
Kartoffelsortiment, das für conveniente Kartoffelprodukte
um eine Kühlung erweitert
wurde. Da ist das schön präsentierte Exotensortiment.
Da ist die Spargelschälmaschine,
die während der gesamten Spargelsaison zur
Verfügung steht. Die eigene Manufaktur für
Pesto, Tomatensauce, Erdbeermarmelade und
Co. sorgt für weniger Food-Waste – und vor
allem sorgt der neu gestaltete Aufbau der Abteilung
für Aufsehen: Die neue Idee ermöglicht
den Kunden ein stufenweises Entdecken der
Abteilung. Die Folge: Eine hohe Verweildauer.
Überzeugend sind auch die Marktzahlen. Die
190 Quadratmeter große Abteilung trägt
knapp 13 Prozent am Gesamtumsatz Food bei.
9,5 Prozent mehr Umsatz erzielte die Abteilung
2024 im Vergleich zu 2023. Bei der Ware
beträgt der Regionalanteil sage und schreibe
65 Prozent, es gibt vier Prozent Bio-Ware und
sechs Prozent Exoten. Sechs Mitarbeitende
sorgen dafür, dass Frische und Menge in der
Abteilung immer stimmen.
Eine „überzeugende stimmungsvolle Abteilung
durch Sortiment und Präsentation“
ist das Fazit der Frucht-Preis-Jury. Der Bundessieg
des Deutschen Frucht Preises 2025 in
der Kategorie Supermarkt geht an den Edeka-
Zielke-Markt Westgraben in Viersen-Dülken
und an das Team um Justin John. ☐
Mit freundlicher Unterstützung von:
www.rundschau.de
51
Award
SB-Warenhaus
Text: Martina Kausch
Fotos: Heiko Rhode
Konsequent im
Dienst der Kunden
Rewe-Center Egelsbach
Kategorie SB-Warenhaus
Eine Gewinnerabteilung mit einer
besonders kreativen Teamleistung
Weil man weiß, was Kundenbindung bewirkt, hat man
im Rewe-Center Egelsbach verdiente frühere O&G-
Mitarbeiterinnen wieder stundenweise ins Team geholt.
Eine Strategie, die sich auszahlt. Aber die Abteilung hat
auf 450 Quadratmetern noch viel mehr zu bieten.
Das zeichnet die Abteilung aus
> Wöchentlich Verkostungen,
auch regelmäßig Besuche von
Erzeugern in der Abteilung
> Warenkundliche Informationen
durch hohe kreative Eigenleistung
> Gut organisierte Regionaltage mit
Fokus auf marktnahe Produzenten
> Marktmanagerin Dunja Storck hat
spürbar ein besonderes Faible für
die Obst-und Gemüseabteilung
Daten und Fakten
> Adresse: Kurt-Schumacher-Ring 9,
63329 Egelsbach
> Verkaufsfläche gesamt: 7.239 m²
> Verkaufsfläche Abteilung: 446 m²
> Anteil regionaler Ware: 35 %
> Umsatzsteigerung gegenüber
2023: 1,9 %
> Umsatzanteil Abteilung am
Gesamtumsatz Food: 12 %
> Anzahl Sorten: ca. 710
> Anzahl Mitarbeiter: 10
Viel Bewegungsfreiheit: Die Fläche ist großzügig gestaltet.
Beschilderung und Themeninseln kommen gut zur Geltung.
52 Award • RUNDSCHAU 06/25
Eine Initiative von:
Schirmherrschaft:
Scannen und Staunen
Das Sieger-Video des Rewe-Center Egelsbach
beim Deutschen Frucht Preis 2025 finden Sie
nach dem Scannen des QR-Codes.
Auch das Rewe-Center Egelsbach mit
seinen über 7.200 Quadratmetern Verkaufsfläche
macht sich seit einigen
Jahren auf den Weg zum Deutschen
Frucht Preis, und ganz klar hat ein Jurymitglied
nach den Bewertungsbesuch 2025
festgestellt: Die Abteilung steht in diesem
Jahr deutlich besser da als in den Vorjahren.
„Frau Storck macht das toll!“
Was hat sich verändert? Die Frucht-Preis-Jury
lobt neben dem gepflegten breiten und tiefen
Sortiment in schönster Präsentation die Besonderheiten.
Dazu gehören die hohe Eigenleistung
und Kreativität bei warenkundlichen
Informationen, die sich wie ein roter Faden
durch die gesamte Abteilung ziehen. Das
riesige Sortiment – 710 Sorten werden auf der
Verkaufsfläche von rund 450 Quadratmetern
angeboten – spielt die Themen Regionalität
und Bio-Ware als Eyecatcher. Wöchentliche
Verkostungen oder persönliche Besuche von
Erzeugern gehören zu den Besonderheiten,
die die Kunden schätzen – vor allem, wenn
sie von früheren, den Kunden bekannten Mitarbeiterinnen
durchgeführt werden. Der Zustand
der gesamten Ware und auch des Fresh-
Cut-Sortiments war auch an dem Samstag
tipptopp, an dem der Frucht-Preis-Juror den
Markt besuchte. Zehn Mitarbeitende sorgen
für ständig neue Waren, Frische und Pflege
in dem Riesenangebot.
Eindrucksvoll sind auch die Zahlen: Der
Umsatzanteil von Obst und Gemüse am Food-
umsatz betrug 2024 rund zwölf Prozent, bei der
Umsatzentwicklung gab es 2024 im Vergleich
zu 2023 ein Plus von knapp zwei Prozent. Der
Bio-Anteil beträgt knapp 17 Prozent, knapp
25 Prozent der Ware stammen aus der Region.
Der Exotenanteil liegt bei über sieben Prozent.
Kein Wunder also das Resümee der Frucht-
Preis-Jury, die feststellt: „Frau Storck macht
das toll! Hat ein super Team, das mit viel
Kreativität und Liebe zum Detail eine schöne
Atmosphäre im Markt schafft. Eine Kundin
sagte: ‚Hier fühlt man sich wie auf dem
Wochenmarkt!ʻ“ Bei so viel Kundenzuspruch ist
es logisch: Das Rewe-Center Egelsbach gewinnt
den Deutschen Frucht Preis 2025 als Bundessieger
in der Kategorie SB-Warenhaus. ☐
2
1
1 Ein Team, das anpackt und die Abteilung im
Vergleich zu den vergangenen Jahren nach vorn
gebracht hat: Dunja Storck und ihr Kollegenkreis.
2
3
4
5
Warenkunde wird im Rewe-Center Egelsbach groß
geschrieben, gerade auch über das gefragte
Beerensortiment kann sich der Kunde informieren.
Bio-Ware wird in Holzkisten angeboten, die Regale
sind übersichtlich gestaltet sowie in Höhe und
Greifbarkeit kundenfreundlich.
Fantasie und Geschmack spielen in der Abteilung
eine wichtige Rolle, ohne den Fokus auf die Ware zu
überdecken.
Unübersehbar: Das Bio-Sortiment wird nicht nur
schön, sondern auch mit deutlichem Fokus auf
attraktive Preise präsentiert.
3
4 5
Mit freundlicher Unterstützung von:
www.rundschau.de
53
Award
Supermarkt groß
Text: Martina Kausch
Fotos: Sascha Kreklau
Rewe Sascha Eißmann
Kategorie Supermarkt groß
Die fantasievolle Gestaltung macht
die Abteilung zu etwas Besonderem
Das zeichnet die Abteilung aus
> Dekoelemente und Themeninseln
an vielen Orten in der
Abteilung
> Ein Kinderzelt samt Gratis-Obst
bringt die Jüngsten auf den Obstgeschmack
> Zahlreiche Verbund- und Sonderplatzierungen
lassen den
Kunden spielerisch Ideen für neue
Verwendungsmöglichkeiten der
Produkte entwickeln
Daten und Fakten
> Adresse: Am Rosenkränzchen 3,
52477 Alsdorf
> Verkaufsfläche gesamt: 2.660 m²
> Verkaufsfläche Abteilung: 250 m²
> Umsatzanteil Abteilung am
Gesamtumsatz Food: 15,79 %
> Anzahl Sorten: 410
> Anzahl Mitarbeiter: 3
Üppiges Fest
für die Augen
Von der Beachparty bis zum Kinderzelt präsentiert die Obstund
Gemüseabteilung von Sascha Eißmanns Rewe-Markt ein
Feuerwerk an Ideen – und ein super gepflegtes Sortiment.
In Alsdorf in der Städteregion Aachen betreibt
Sascha Eißmann mit seiner Familie
und einem engagierten Team einen 2023
eröffneten Rewe-Markt mit einer Obst- und
Gemüseabteilung, die die Jury des Deutschen
Frucht Preises 2025 schon bald überzeugte.
Üppige Dekoration
Auf 250 Quadratmetern des 2.700-Quadratmeter-Marktes
kann der Kunde unter rund
450 Obst- und Gemüsesorten wählen. Er findet
in der überall üppig dekorierten Abteilung
alles, was er möchte, und wird außerdem
von dem Angebot an Ware in Auswahl und
Frische verführt. Die Jury des Deutschen
Frucht Preises ist von verschiedenen Aspekten
der Abteilung angetan: Sie lobt die Kreativität
in der Gestaltung, die Sortimentsbreite und
-tiefe, die Qualität der Bio- und der regionalen
Ware und die sehr gute Convenience-Auswahl.
„Sonder- und Zweitplatzierungen, Zusatzplatzierungen,
Themeninseln: Alles ist gepflegt
vorhanden“, formuliert ein Jurymitglied nach
dem unangekündigten Besuch im Markt.
Beachparty und Tropenfeeling
Das Kinderzelt mit Gratis-Obst für die Spielfreudigen
sorgt im täglichen Einkauf für
1
54 Award • RUNDSCHAU 06/25
Eine Initiative von:
Schirmherrschaft:
Scannen und Staunen
Mehr Eindrücke im Film: Das Sieger-Video
des Rewe-Markts von Sascha Eißmann beim
Deutschen Frucht Preis läuft nach dem Scannen.
Urlaubsgefühle. Ausgefallene Themen wie
Beachparty und Tropenfeeling werden
ebenfalls ansprechend und sortimentsübergreifend
gespielt. Von günstigen Sonderangeboten
bis zur anspruchsvollen
Convenience ist alles vorhanden, was man
sich wünscht – angesichts der üppigen
Dekoration muss sich der Kunde ab und
zu nur noch konzentriert zurechtfinden.
Die Zahlen des Erfolgs
Hier die Erfolgszahlen des Marktes: Drei
Vollzeitmitarbeiter sorgen für einen Anteil
des Obst- und Gemüseumsatzes am
Gesamtumsatz Food von rund 16 Prozent.
Der Bio-Anteil beträgt 6,2 Prozent, der
3
1 Da staunt der Kunde – und die Frucht-Preis-
Jury staunte beim Bewertungsbesuch auch.
Hinter dem Boot lockt ein Kinderzelt mit
Gratis-Obst.
2
3
Damit er mit dem Obst und Gemüse kreativ
kochen kann, bringen Verbundplatzierungen
den Kunden auf neue Ideen. Hier lockt
die asiatische Küche.
Anteil an regionalem Obst und Gemüse
3,4 Prozent. 1,2 Prozent des Sortiments
sind Exoten.
Ein besonderes Lob ist der Frucht-Preis-
Jury die Freundlichkeit der Mitarbeitenden
wert, die nett und kompetent beraten.
Auch in hektischen Situationen bleiben
sie verbindlich und bedienen zuvorkommend,
davon hat sich ein Juror beim Marktbesuch
überzeugt.
Die Obst- und Gemüseabteilung des
Rewe-Markts von Sascha Eißmann und
das Obst- und Gemüseteam um Yvonne
Böhm und Marwin Kreuger ist Bundessieger
des Deutschen Frucht Preises 2025
in der Kategorie Supermarkt groß. ☐
2
Das Team um Yvonne Böhm und Marwin
Kreuger hält insgesamt mit drei Vollzeitkräften
die Abteilung im Rewe-Markt von
Sascha Eißmann am Laufen.
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SÜSSKARTOFFELN
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dem natürlich süßen Geschmack begeistern
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55
Award
Supermarkt klein
Text: Martina Kausch
Fotos: Heiko Rhode
Rewe-Markt Straßenbahndepot
Kategorie Supermarkt klein
Optimale Platzausnutzung und ein
Topsortiment überzeugen
Das zeichnet die Abteilung aus
1
> Ein umfangreiches, sehr gepflegtes
Sortiment auf kleiner Fläche
> Überzeugende Umsetzung des
Exotenthemas einschließlich
der Wandgestaltung
> Integrierte Spendenaktion im
Exotenthema
> Warenkundliche Informationen
gezielt und fokussiert eingesetzt
Daten und Fakten
> Adresse: Heidestraße 137,
60385 Frankfurt-Bornheim
> Verkaufsfläche gesamt: 1.760 m²
> Verkaufsfläche Abteilung: 160 m²
> Anteil regionaler Ware: 20 %
> Umsatzsteigerung gegenüber
2023: 3,3 %
> Umsatzanteil Abteilung am
Gesamtumsatz Food: 17,72 %
> Anzahl Sorten: 358
> Anzahl Mitarbeiter: 4
Endlich der ganz
große Erfolg
Der Rewe-Markt im früheren Straßenbahndepot in Frankfurt-
Bornheim bietet seit Langem ein legendäres Ambiente.
Nun hat das Team auch den Deutschen Frucht Preis gewonnen.
Wenn eine Jury einen Markt jahrelang
beobachtet, fällt es ihr
besonders auf, wenn er sich
positiv weiterentwickelt: Dies
ist bei dem Rewe-Markt im ehemaligen Straßenbahndepot
in Frankfurt-Bornheim der
Fall.Einfallsreichtum und viel Engagement
sind notwendig, will man auf kleiner Fläche
mit Obst und Gemüse punkten. Diese Herausforderungen
hat das Rewe-Team in dem
schon wegen der insgesamt außergewöhnlichen
Architektur und Optik fast legendären
Markt super gemeistert. 1.760 Quadratmeter
Verkaufsfläche hat der Markt insgesamt. Auf
den 160 Quadratmetern der Obst- und Gemüseabteilung
werden 358 Sorten präsentiert,
vier Mitarbeitende sind in der Abteilung tätig.
Mit Ideen und Fokus
Der Frucht-Preis-Jury fielen in der Abteilung
viele Details positiv auf. Der Start in die Abteilung
wird mit einem Thema, nicht etwa
mit viel Aktionsware gestaltet. Unglaublich
spektakulär ist das Exotenthema inklusive
Wandgestaltung umgesetzt. Warenkundliche
Informationen liefern den Kunden Anregungen
über Herkunft und Verwendungsmöglichkeiten
der vielen Obst- und Gemüse-
56 Award • RUNDSCHAU 06/25
Eine Initiative von:
Schirmherrschaft:
Scannnen und staunen
Die Highlights des Siegers beim Deutschen Frucht
Preis 2025, des Rewe-Markts Straßenbahndepot,
gibt es im Video über den QR-Code.
sorten. Auch über die Beratungskompetenz
der freundlichen Mitarbeitenden freute sich
die Jurorin bei dem unangekündigten Besuch
in der Abteilung. Seit dem Landessieg Hessen
beim Deutschen Frucht Preis hat diese Abteilung
ihr Niveau noch einmal durch Sortiment,
Frische und Optik getoppt und punktet
dadurch vor allem an einem Standort mit
vielen Wettbewerbern.
Knapp 18 Prozent trägt der Umsatz der Abteilung
zum Gesamtumsatz Food im Markt bei,
über drei Prozent Umsatzwachstum gegenüber
2023 hat das Team um Marktmanager Ismet
Musliu 2024 geschafft. 2025 hat es also geklappt:
Der Bundessieg beim Deutschen Frucht
Preis 2025 in der Kategorie Supermarkt klein
geht an den Rewe-Markt Straßenbahndepot
in Frankfurt-Bornheim und an das Team um
Marktmanager Ismet Musliu.
☐
1 Legendäres Ambiente, viele Wettbewerber: der
Rewe-Markt im früheren Straßenbahndepot.
2
3
4
Überzeugungstäter in Sachen Frische:
Marktmanager Ismet Musliu und sein Team.
Auch ein geschmackvolles Plätzchen zum
Ausruhen bietet die Abteilung.
Verbundplatzierung, die während der
Erdbeersaison auf jeden Fall überzeugt.
2 3
4
MEHR ENERGIE
FÜR DEIN
OBSTREGAL
Award
Landessieger
Text: Martina Kausch
E-CENTER WEZ CARL PREUSS
STADTHAGEN
LANDESSIEGER NIEDERSACHSEN
Ein starkes Bio-Sortiment mit vielen
Demeter-Produkten am Eingang
der Abteilung, Zweitplatzierungen
für Exoten, Verbundplatzierungen
mit regionalen Apfelprodukten und
ein besonderes Tomatensortiment
überzeugen. „Beispielhaft ist die
Kommunikation über die sozialen
Medien“, so ein Frucht-Preis-Juror.
LANDESSIEGER
Auch bei den Landessiegern des
Deutschen Frucht Preises 2025
fiel der Jury die Auswahl schwer –
aber auch sie zeigen vorbildhaft, wie
leistungsfähig die Obst- und Gemüseabteilungen
im deutschen
Lebensmitteleinzelhandel sind.
EDEKA ZIELKE
LÜTTICHER STRASSE, VIERSEN
LANDESSIEGER NORDRHEIN-WESTFALEN
Mit der Aufteilung der Abteilung
in lose Platzierungen, schöne
saisonale Aufbauten in der Mitte
des Eingangsbereiches und einem
hohen Anteil regionaler Produkte
punktet der Zielke-Markt in
der Lütticher Straße. Immer
wieder schmücken außerdem
Exoten-Aufbauten den Markt.
REWE-MARKT
EUGEN-HARTMANN-STRASSE, FRANKFURT
LANDESSIEGER HESSEN
Ein fantastisch gepflegter Vollsortimenter
mit großer Schnibbelküche
und einer großen zufriedenen Kundschaft
– das ist eine super Leistung
und führte zu einem Umsatzplus von
6,45 Prozent im Vergleich zu 2023.
Beispielhaft ist die
Kommunikation über
die sozialen Medien.
Jurymitglied des
Deutschen Frucht Preises
HIEBER’S FRISCHE-CENTER
BAHNHOFSPLATZ, LÖRRACH
LANDESSIEGER BADEN-WÜRTTEMBERG
„Der erste Stadtmarkt unter den
Hieberʼs-Märkten ist eine
Augenweide mit durchdachter
Strategie“, notierte ein Jurymitglied
nach dem Bewertungsbesuch. Die
durch eine Frischeleitung neu aufgestellte
Organsation bewährt sich.
Fotos: RUNDSCHAU
58 Award • RUNDSCHAU 06/25
Eine Initiative von:
Schirmherrschaft:
www.rundschau.de/wettbewerbe
Sie wollen mehr über die Gewinner des
Deutschen Frucht Preises 2025 und die Awards der
RUNDSCHAU wissen? Alle Infos auf der Homepage.
E-CENTER CARMEN SPECHT
LUDWIGSFELDE
LANDESSIEGER BRANDENBURG
Die eigene Convenience-Marke mit dem Specht-Logo,
der von Präsentationen in Märkten in den USA
inspirierte Bananenaufbau, die Thementische und
die Topqualität des Sortiments überzeugten die Frucht-
Preis-Jury beim Bewertungsbesuch in Ludwigsfelde.
Der erste Stadtmarkt unter
Hieberʼs Frischemärkten
ist eine Augenweide mit
durchdachter Strategie.
Jurymitglied des
Deutschen Frucht Preises
REWE PETER TEUCKE
DILLINGEN
LANDESSIEGER SAARLAND
Ein Fokus auf Kundenbindung,
soziales Engagement im Ort, die
konsequente Nutzung der sozialen
Medien, zwei Screens mit Produktinfos
und ein Roboter, der in der Abteilung
unterwegs ist – das zeichnet
den Landessieger Saarland aus.
EDEKA NIEMERSZEIN
MÜHLENKAMP, HAMBURG
LANDESSIEGER HAMBURG
„Eine rundherum schöne Abteilung
voller Atmosphäre und mit einem
überzeugend gepflegten Sortiment“,
beurteilt ein Jurymitglied
das Obst- und Gemüsereich mit
wechselnden Themenaufbauten
nach eigenen Ideen. Komplettiert
wird das Engagement durch
Mehrwegschalen und -besteck.
Eine rundherum
schöne Abteilung voller
Atmosphäre und mit
überzeugend gepflegtem
Sortiment.
Jurymitglied des
Deutschen Frucht Preises
Eine tolle Abteilung, die
sogar mit einer Apfelsaftpresse
und einem Avocadoscanner
punktet.
Jurymitglied des
Deutschen Frucht Preises
EDEKA EGERT
UNTERWEISSENBACHER WEG, SELB
LANDESSIEGER BAYERN
„Eine tolle Abteilung, die sogar mit
einer Apfelsaftpresse und einem
Avocadoscanner punktet“, stellt
ein Jurymitglied des Deutschen
Frucht Preises nach dem Bewertungsbesuch
fest. Auch die
Kompetenz und Freundlichkeit
der Mitarbeitenden fiel auf. Die
Personalentwicklung setzt auf
Freiheit zur Entfaltung von Ideen
und auf viel Eigenverantwortung.
Mit freundlicher Unterstützung von:
www.rundschau.de
59
Sortiment
Veggie & Vegan
Text: Sibylle Menzel
die Produkte müssen emotional überzeugen
und alltagstauglich sein, Geschmack, Textur
und Transparenz bei den Zutaten sind
Konsumenten am wichtigsten. Die Produkte
sollten verschiedene Ernährungsanlässe vom
Mittagessen über Abendbrot bis zum Snack
bedienen und für Abwechslung auf den Tellern
sorgen, so die Rügenwalder Mühle. Die
Ansprüche bezüglich der Klimaauswirkungen
seien höher als bei tierischen Pendants, zugleich
sollte Alternatives nicht teurer sein:
„Kurzum: Es sollen bessere Produkte für
das gleiche Geld sein“, bringt es The Plantly
Butchers auf den Punkt.
Pflanzenpower
next Level
Statt Verzicht: entspannter Genuss
Bei Shoppern kommt die Kategorie an: Insbesondere
durch gestiegene Einkaufshäufigkeit
hat sich der Vegan-Markt mit
zehn Prozent Umsatzwachstum laut der
Markttrend-Studie von YouGov 2024 dynamischer
entwickelt als der FMCG-Gesamtmarkt
(+ 2 %). Mittlerweile erachten 22 Prozent der
Verbraucher etwa Milchalternativen als „echtes
Pendant“ zu tierischen Produkten, 2023
gaben das 16 Prozent an. Allerdings zeigen
die Daten von YouGov bei den Pflanzendrinks
2024 auch erstmalig einen Käuferrückgang:
Während sich die Handelsmarken noch stabil
halten, verlieren die Herstellermarken
15 Prozent im Vergleich zu 2022.
Laut YouGov-Studie entwickelt sich der Vegan-Markt dynamischer als der
FMCG-Gesamtmarkt. Ein Treiber der Entwicklung: Pflanzenbasiertes tritt
heute mit neuem Selbstverständnis auf.
Livekindly Collective, Produzent pflanzlicher
Lebensmittel, macht es mit seiner
Marke Like vor: Eine neue Namensgebung,
aus Like Meat wurde schlicht
Like, kündigt den Paradigmawechsel an –
pflanzenbasierte Ernährung soll raus aus der
Nische und der Vergleichbarkeit mit Fleisch
geholt werden; im Fokus steht die Etablierung
einer eigenständigen Kategorie. Die neuen
Like High-Protein-Produkte sollen dementsprechend
jenseits von Fleischersatz mit dem
neuem Selbstverständnis vorangehen. Ganz
ähnlich richtet sich der Münchner Hersteller
Greenforce aus: „Wir brechen mit dem Image
des Ersatzprodukts und positionieren pflanzliche
Ernährung als modernen Lifestyle“,
erklärt Frank Forstmann, Chief Sales Officer
von Greenforce, die Strategie.
Die Erwartungshaltung steigt
Entsprechend hoch sehen die Anbieter inzwischen
die Anforderungen, die die Konsumenten
stellen: Pflanzliches darf heute
nicht mehr nach „zweiter Wahl“ schmecken,
Ob in Verbraucherumfragen oder Trendanalysen:
Pflanzenbetonte Ernährung landet
zumeist auf dem ersten Platz, wie im Trendreport
Ernährung 2025 vom digitalen Netzwerk
Nutrition Hub: 82 Prozent der Experten
sehen den Trend in der Spitzenposition und
weiter im Aufschwung. Der Ernährungsstil
tendiere zunehmend zu einer Kombination aus
pflanzlicher und flexitarischer Ernährung – es
gehe nicht um Verzicht oder Verbote, sondern
vielmehr um einen entspannten Mix, so die
Autoren. Laut BMEL-Ernährungreport 2024
ernähren sich bereits 41 Prozent der Deutschen
flexitarisch. Ihre Offenheit gegenüber
pflanzlichen Alternativen, ohne einen strikten
veganen oder vegetarischen Ernährungsstil zu
verfolgen, macht Flexitarier auch zur Hauptzielgruppe
der Hersteller. „Die Zielgruppe ist
60 Sortiment • RUNDSCHAU 06/25
_
INFO
Da geht noch was
Anzeige
Food Trends
Vegan
Vor allem in den Bereichen Snacking,
Ready-to-Cook, Ready-to Eat
und Kühlkost sehen Experten
Wachstumspotenzial.
Auch Traditionelles wie Bratwürste,
Leberkäse & Co. können pflanzlich
noch weitergedacht werden; genauso
wie Fisch- und Käsealternativen.
Technologische Entwicklungen
schreiten voran: Eine knusprige
„Haut“ ist möglich (The Green Mountain)
oder Whole-Cut-Filetsteaks aus
Pflanzenprotein (Juicy s).
Wer heute pflanzlich kauft, will vor
allem Genuss ohne Kompromisse –
und das zu einem fairen Preis.
Frank Forstmann
Chief Sales Officer, Greenforce
deutlich breiter als oft angenommen“, sagt
Harald Guimarães, Head of Marketing von
Eleplant, bekannt für Butter-Alternativen.
Immer mehr Menschen hinterfragen ökologisch,
ethisch und gesundheitlich, was sie
konsumieren möchten. Was weder auf Veganer
oder Vegetarier beschränkt und auch keine
Generationenfrage ist. Laut der Organisation
ProVeg sind jedenfalls die Akzeptanzraten für
Flexitarismus bei den Babyboomern (29 %), der
Generation X (27 %), den Millenials (28 %) und
der Generation Z (26 %) sehr ähnlich.
In der Branche für Pflanzenbasiertes ist in
jeder Hinsicht Bewegung. Ein Überblick: Die
Anbieter von Fleischalternativen Endori und
Rügenwalder Mühle, seit knapp einem Jahr
Teil der Familienholding Pfeifer und Langen,
haben ihren Außendienst zusammengelegt
und sind gemeinsam am PoS präsent;
Vegane Wings begeistern
Konsumenten
THE GREEN MOUNTAIN präsentiert die ersten plantbased
Wings mit authentischer pflanzlicher „Haut“
– ein attraktiver Umsatzbringer fürs Grillsortiment
BESCHREIBUNG Die Wings von THE GREEN MOUNTAIN
überzeugen mit ihrer einzigartigen pflanzlichen Nachbildung
von Hühnerhaut, die beim Grillen knusprig wird,
während die Textur im Inneren saftig-zart bleibt. Das
Produkt punktet zudem mit einer kurzen Zutatenliste und
hoher Schweizer Qualität.
WERBUNG Flankierende Grillpromotion, reichweitenstarke
Social-Media-Kampagne
VERPACKUNGSEINHEIT Tray mit 3 Packungen à 180 g
(je 4 Wings), aufmerksamkeitsstarke Verpackung
KONTAKT
THE GREEN MOUNTAIN
Tel. +41 58 895 95 95
info@thegreenmountain.ch
www.thegreenmountain.de
_
INFO
Insights aus der Branche
Wie kann der LEH die Kategorie noch weiter
voranbringen? Die Insights der Top-Player der
Branche gibt es über den QR-Code.
Gen Z als externer Rat
„Andere reden über Gen Z, wir reden
mit ihr“, sagt Steffen Zeller, CMO
der Rügenwalder Mühle. Das Unternehmen
hat ein neues Format der
Markenführung gestartet, in dem
junge Menschen der Gen Z aktiv
in strategische Prozesse des Unternehmens
eingebunden werden.
Für das fünfköpfige FLXPLR (sprich:
Flexplorer) Council aus verschiedenen
Lebensbereichen der Gen Z
sollen kulturelle Codes, Mindset,
Kaufverhalten, Werte und Haltung
der Generation Z im Fokus stehen.
Ihre Perspektiven fließen direkt in
Entscheidungsprozesse ein – von
Geschmackstests über Kommunikationsideen
bis hin zu gesellschaftlichen
Themen, die Markenverantwortung
fordern. Das FLXPLR Council ist mit
langfristiger Perspektive angelegt.
Shopper wünschen sich ein übergeordnetes
Regal für vegetarische
und vegane Produkte insgesamt.
außerdem vermarktet Endori im Bereich
Foodservice ab sofort Produkte der Rügenwalder
Mühle.
Starke Bündnisse, mehr Wachstum
Auch The Vegetarian Butcher und Vivera
wollen nach ihrer Fusion die Kräfte bündeln;
die Aktivitäten im Foodservice- und Quick-
Service-Restaurant-Sektor von The Vegetarian
Butcher oder die Produktionstechnologien im
Unternehmen von Vivera können u. a. dafür
genutzt werden.
Greenforce erweitert wiederum die Ausrichtung
seines Portfolios: Im Mai ist Greenforce
mit der Mondarella GmbH, die pflanzliche
Käsealternativen herstellt, verschmolzen;
die bisher unter Mondarella angebotenen
Produkte sollen bis Jahresende sukzessive
auf die Marke Greenforce umgestellt werden.
„Die Dynamik im Vegan-Markt ist typisch für
eine junge, stark wachsende Kategorie. Rasantes
Wachstum, erste Konsolidierungsphasen
und eine anschließende Stabilisierung sind
ganz natürliche Entwicklungen“, kommentiert
Frank Forstmann von Greenforce. „Gleichzeitig
steckt in der pflanzlichen Branche noch
enormes Innovationspotenzial – viele Verfahren
und Technologien, die in etablierten
Kategorien längst Standard sind, werden
hier gerade erst erschlossen. Das sorgt für
Bewegung, neue Impulse und langfristiges
Wachstum.“
Visible Touch am PoS
Entscheidend für mehr Sichtbarkeit im Handel
ist die prominente Platzierung, wobei herstellerseits
zwei Varianten empfohlen werden:
in eigenen Regalen, um Verwechslungen zu
vermeiden, oder integriert in die jeweilige
Kategorie, um Hemmschwellen weiter abzubauen
und Neugier zu wecken.
Eine rasche, einfache Orientierung lässt sich
durch Markenblöcke erreichen, innerhalb
derer zusätzlich das Segment strukturiert
werden sollte. Außerdem können Saisonhöhepunkte
sichtbar am Regal begleitet werden,
unterstützend sorgt die Händler-App mit eigenen
Retail-Aktionen für Aufmerksamkeit.
Idealerweise leisten Verkostungen Überzeugungsarbeit,
um Erst- oder Wiederverkäufer
in die Kategorie zu bringen.
☐
Rügenwalder Mühle
POS- und Shopper-Studie 2023
THE GREEN MOUNTAIN
Innovativ in puncto Sensorik und
Geschmack: Die neuen Plant-based
Wings mit einer „Haut“, die beim Braten
kross wird, gleichzeitig mit einer
zart-saftigen Textur im Inneren.
RÜGENWALDER MÜHLE
Nicht nur Fleisch- und Wurstalternativen:
Mit den veganen Mühlen Fischstäbchen
erweitert die Rügenwalder Mühle
ihr Portfolio. Auf Basis von Sojaprotein,
ohne Geschmacksverstärker.
OATLY
Der Haferdrink Barista Edition Lighter
Taste von Oatly verspricht einen
neutraleren Geschmack, der zu jeder
Kaffeeröstung passt und den Kaffeegeschmack
in den Vordergrund stellt.
GREENFORCE
Tradition neu gedacht: Der „Vegane
Leberkäse“ von Greenforce ist auf Basis
von Erbsenprotein hergestellt und
kann in der Pfanne angebraten, aber
auch kalt gegessen werden.
Fotos: stock.adobe.com/Holger; Unternehmen
62 Sortiment • RUNDSCHAU 06/25
Nationaler Sieger „Supermarkt Groß“:
Rewe Sascha Eismann, Alsdorf
Nationaler Sieger „Biomarkt“:
Alnatura Markt, Stadtbergen
Nationaler Sieger „Verbrauchermarkt“:
Edeka Ueltzhöfer, Heilbronn
Nationaler Sieger „Supermarkt Klein“:
Rewe Straßenbahndepot, Frankfurt-Bornheim
Nationaler Sieger „SB-Warenhaus“:
Rewe Center, Egelsbach
Nationaler Sieger „Supermarkt“:
Edeka Zielke, Viersen-Dülken
WIR GRATULIEREN DEN SIEGERN!
Landessieger Hessen:
Rewe Center, Frankfurt-Praunheim
Landessieger Baden-Württemberg:
Edeka Hieber, Lörrach
Landessieger Bayern: Edeka Egert, Selb
Landessieger Nordrhein-Westfalen:
Edeka Zielke, Viersen
Landessieger Brandenburg:
E-Center Specht, Ludwigsfelde
Landessieger Niedersachsen:
E-Center WEZ, Stadthagen
Landessieger Hamburg:
Edeka Niemerszein, Hamburg-Winterhude
Landessieger Saarland:
Rewe Peter Teucke, Dillingen
Eine Initiative von:
Schirmherrschaft:
Mit freundlicher Unterstützung von:
www.rundschau.de/wettbewerb/fruchtpreis
Sortiment
Frühstücksprodukte
Text: Jenny Rommel, Martina Kausch
Nicht mehr nur fürs Brot
Bewusster Konsum und klassische Frühstücksprodukte wie Marmelade, Konfitüre oder Fruchtaufstrich – wie passt
das zusammen? Jungen Zielgruppen kann man kreative Verwendungsmöglichkeiten zeigen, limitierte Editionen,
Fruchtkombinationen und Zuckerreduziertes geben der Kategorie neuen Glanz.
Einige Kategorien im LEH, wie Fruchtaufstriche,
hatten es zuletzt etwas
schwer. Der Grund: Die klassischen
Frühstücksmomente, zu denen man sie
genießt, wurden immer weniger. „Das Schwierige
an der Kategorie ist, sie unterzubringen,
wenn die Verwendungsanlässe wegfallen“,
so Florian Klaus, Director BrandPsychology,
K&A BrandResearch. Hersteller versuchen
natürlich, diesem Trend entgegenzuwirken.
Doch das ist nicht immer so leicht, weiß der
Markenpsychologe. So gebe es in dem Sortimentsbereich
mehrere Themen, die immer
wieder diskutiert würden.
Immer wieder Erdbeere
Das sind zum einen die Sorten: „Es gibt klassische
Geschmacksrichtungen, Früchte, die
verarbeitet werden und die jeder im Regal
hat. Dann gibt es immer wieder Versuche,
da auszubrechen. Die Frage, die sich viele
Hersteller stellen, ist: Muss es wirklich immer
Erdbeere oder Aprikose sein? Wie komme ich
aus dieser Vergleichbarkeit bei den Früchten
raus?“, so Florian Klaus, der weiter erklärt:
„Bei der Kombination von mehreren Früchten
haben Hersteller das Problem, dass man als
Verbraucher eine Frucht mag und die andere
nicht. Bei speziellen Sorten kommt man
schnell in die Schwierigkeit, dass die Leute
sich nicht sicher sind und sich dann eher in
Kaufzurückhaltung üben. Daher landen viele
Hersteller am Ende doch wieder bei Erdbeere,
Fotos: stock.adobe.com/beats_ ; Unternehmen; privat
64 Sortiment • RUNDSCHAU 06/25
a
INTERVIEW
Himbeere oder Aprikose.“ Gutes Beispiel ist
hier aktuell Göbber mit seinen neuen Erdbeervarianten:
„Die Sorte Erdbeere ist die beliebteste
Geschmacksrichtung auch bei Glück.
Mit gleich drei Erdbeer-Kombisorten bieten
wir Konsumenten noch mehr Abwechslung
auf dem Frühstückstisch und dem Handel
attraktive Varianten auf Zweitplatzierungen,
die Impulskäufe forcieren“, so Jana Leichnitz,
Produktmanagerin bei Friedrich Göbber.
Laut Florian Klaus spielt bei Marmeladenkonsumenten
Regionalität eine zentrale Rolle.
So gab es bereits Länderkonzepte: „Man
hat bestimmte Regionen in den Mittelpunkt
gestellt und zum Beispiel eine sizilianische
Zitronenmarmelade verkauft, um das Sortiment
aufzuwerten. Auch eine Marmelade aus
Südtiroler Kirschen schmeckt gedanklich
schon viel besser.“
Auch die Konsistenz ist für viele Verbraucher
von zentraler Bedeutung. Mit Begriffen
wie fest, samtig, mit oder ohne Fruchtstücke
wird versucht, wirklich jeden Konsumenten
zu erreichen: „Wir haben immer wieder festgestellt,
dass es für die Konsumenten eine
Glaubenssache ist. Es gibt Verbraucher, denen
sind Fruchtstückchen ganz wichtig. Auf der
anderen Seite gibt es den größeren Teil, der
das möglichst weiche Mundgefühl haben
will, eine samtige Konsistenz ohne Stücke“,
berichtet Klaus. Ein weiteres Thema, das
laut Klaus „oberflächlich Dominanteste“, ist
das Thema Zucker. Auf Bezeichnungen wie
„40 Prozent weniger Zucker“ reagierten viele
Konsumenten skeptisch – vielleicht schmeckt
das Produkt nicht mehr so gut?
Neue Kontexte sind wichtig
Doch es gibt Vermarktungsstrategien, die
aktuell erfolgreich sind. „Auch wenn die jüngere
Generation seltener zu Hause frühstückt,
verzeichnen wir bei Mövenpick keine Abkehr
von der Kategorie Fruchtaufstrich. Im Gegenteil:
Wir beobachten eine Renaissance unserer
Produkte in neuen, kreativen Kontexten,“ berichtet
Jürgen Herrmann, CEO bei Mövenpick
Fine Food. Besonders auf Social Media erlebten
die Gourmet-Frühstücke überdurchschnittliche
Resonanz. „Wir ermutigen aktiv dazu,
unsere Produkte auf überraschende Weise
zu verwenden – sei es als Komponente in
raffinierten Salatdressings, als Begleiter zu
Ofenkäse oder als fruchtige Note in sommerlichen
Cocktails.“ Eine moderne Konfitüre
müsse heute mehr können als nur aufs Brot zu
passen, sondern vielseitig und unkompliziert
zum kreativen Genuss inspirieren. So könne
man auch jüngere Zielgruppen für Fruchtaufstriche
begeistern, weiß Herrmann. ☐
Florian Klaus
Director
BrandPsychology
K&A
BrandResearch
Warum landeten Marmelade, Konfitüre
& Co. zuletzt immer seltener
im Einkaufswagen der Verbraucher?
Es ist eine Kategorie, die damit umgehen
muss, dass sie etwas aus dem Alltag
herausrutscht. Denn bei der jüngeren
Generation kann sie immer weniger
punkten. Erstens, weil diese nicht mehr
regelmäßig und mit viel Zeit frühstückt,
sondern eher Richtung Snacking geht.
Wenn man doch unter der Woche frühstückt,
entscheidet man sich oft gegen
die Marmelade, weil sie unbequem ist
und mitunter Flecken hinterlässt, wenn
man nicht aufpasst und es schnell gehen
muss.
Außerdem stehen bei der jungen Zielgruppe
der bewusstere Konsum im
Vordergrund und das Thema Gesundheit
– was es für Marmelade ebenfalls
schwierig macht.
MÖVENPICK
GLÜCK
SCHWARTAU
ZENTIS
Drei verschiedene Johannisbeersorten
von kleinen Produzenten in
Europa bilden die Kreation des Jahres
unter den Mövenpick-Fruchtaufstrichen.
Im 250-Gramm-Glas erhältlich.
Erstmals setzt die Marke Glück (Göbber)
für den Sommer 2025 auf Kombisorten
und bringt drei Erdbeervariationen in
den LEH: Erdbeer-Vanille, Erdbeer-
Rhabarber sowie Erdbeer-Zitrone (Abb.).
Ab Juni erweitert Schwartau
seine Samt-Range um drei limitierte
Editionen: Strawberry Cheesecake
Style, Apple Pie Style (Abb.) und Apricot
Cinnamon Roll Style.
Die neue Produktlinie Frühstück Zero
ist ohne Zuckerzusatz in den drei Sorten
Erdbeere (Abb.), Aprikose und Kirsche
erhältlich. Der helle Deckel soll für eine
visuelle Differenzierung sorgen.
www.rundschau.de
65
Sortiment
Functional Food
Text: Inka Stonjek
Rund um Wellbeing
Produkte, die mehr können als satt machen, liegen im Trend. Functional Food verspricht gesundheitlichen
Zusatznutzen – und trifft damit den Nerv einer bewussten Kundschaft. Das Potenzial ist riesig, sagen die Experten.
Der LEH kann davon in jedem Fall profitieren. Ein Überblick über die relevanten Themen.
Food, Beauty und Healthcare sind keine
isolierten Industrien mehr – sie sind
Bausteine eines neuen Wellbeing-Ökosystems,
das sich in Zukunft zu einem
Milliarden-Markt entwickeln wird“, sagt
Christine Schäfer, Gottlieb Duttweiler Institute
(GDI), anlässlich der 5. International Food
Innovation Conference. Auf der Konferenz
geht es darum, wie neue wissenschaftliche Erkenntnisse
und technologische Innovationen
die drei Bereiche Ernährung, Schönheit und
Gesundheit verschmelzen lassen und einen
neuen Markt mit eigenen Produkten formen:
von funktionalen Lebensmitteln über wissenschaftlich
fundierte Beauty-Produkte bis hin
zu personalisierten Präventionskonzepten.
Die Ausgabenbereitschaft ist da
Das GDI sieht riesiges Potenzial, denn anders
als beim Essen, bei dem irgendwann Sättigung
eintreten könne, sei das Streben nach
Wohlbefinden grenzenlos. Die Konferenz
widmet sich daher Fragen, wie Food-Innovationen
gesundes Altern fördern und das
Longevity-Versprechen einlösen oder wie
traditionelle Supermärkte zu integrierten
Wellbeing-Zentren werden können. Personalisierte
Ernährung, die wirklich individuell
auf Körpermaße, Blutmarker, Mikrobiom oder
Genom einer Person zugeschnitten ist, ist bislang
noch Zukunftsmusik. Doch funktionelle
Lebensmittel, die mit zusätzlichen Inhaltsstoffen
angereichert sind, liegen im Trend:
Weltweit greifen immer mehr Menschen zu
Lebensmitteln und Getränken, die weniger
Zucker/Fett, mehr Protein oder den Zusatz
von besonderen Vitaminen oder Mineralstoffen
ausloben und mit positiven Effekten
auf die Gesundheit werben. Diese wachsende
66 Sortiment • RUNDSCHAU 06/25
Verkaufstipps
Nachfrage wird von den Ergebnissen einer Umfrage
von Innova Market Insights abgebildet:
42 Prozent der Befragten geben an, dass für sie
die gesundheitlichen Vorteile, die ein Produkt
liefert, ein entscheidendes Qualitätskriterium
darstellen. Demnach ist jeder Fünfte bereit,
für funktionelle Inhaltsstoffe, die bestimmte
Gesundheitsthemen adressieren, tiefer in die
Tasche zu greifen.
Mit Protein den Muskelaufbau fördern
Ein erhöhter Proteinanteil zählt zu den stärksten
Trends im Segment der Molkereiprodukte
– und viele Hersteller reagieren mit entsprechenden
Produktlinien.
So hat Schwarzwaldmilch ein entsprechendes
Sortiment, darunter eine frische Proteinmilch
mit 75 Gramm Protein pro Liter. Unter
der Lizenzmarke Ehrmann ist eine frische
Milch mit 60 Gramm Protein pro Liter auf
dem Markt. Danone positioniert sich mit
57 %
der Befragten achten auf hohen
Proteingehalt in ihrer Ernährung, 47 Prozent auf
wenig Zucker.
Quelle: POSpulse, Befragung unter 596 Shoppern
der Marke Yopro im High-Protein-Bereich:
Die Produkte kommen ohne Zuckerzusatz
und Fett aus, enthalten dafür zusätzlich
Magnesium und Vitamin B9. Die Molkerei
Alois Müller hat zuletzt ihre Desserts um
das High-Protein-Mousse und den High-
Protein-Pudding in den Sorten Schokolade
und Vanille ausgeweitet.
Süßwaren mit weniger Zucker
Auf der Internationalen Süßwarenmesse (ISM)
im Februar in Köln haben die Besucher sehen
können, wie funktionelle Rezepturen die
Grenze zwischen Süßigkeit und Nahrungsergänzungsmittel
verschwimmen lassen. Ironmaxx
hat beispielsweise High-Protein-Chips
aus Kartoffeln, Erbsenprotein und Reismehl
vorgestellt, die auf 30 Gramm Protein pro
100 Gramm kommen.
Die ballaststoffreichen Mini-Kräcker
wO’s des israelischen Unternehmens
„Früher wurde die Kategorie hauptsächlich
als Sporternährung gesehen.
Die Kategorie wächst extrem
und unsere Zielgruppe ist sehr
vielfältig, egal ob Mutter mit zwei
Kindern, Student, Sportler oder
Diabetiker. Wir empfehlen den
Händlern, die Warengruppe als
Better-for-you-Food stärker in Szene
zu setzen und als große Wachstumschance
der ohnehin stark zunehmenden
Kategorie zu bewerten.“
Philip Brohlburg,
Gründer und Geschäftsführer Ahead
„Unter der Marke Layenberger führen
wir neben klassischen Sportlerprodukten
wie Riegeln und
Proteinpulvern auch proteinreiche
Pasta, Müsli und Snacks. Unser
Außendienst wird deshalb oft
gefragt, ob alle Produkte zusammen
im Markenblock oder bei den Warengruppen
platziert werden sollten.
Wir empfehlen Letzteres, um der
Suchlogik der Verbraucher optimal
zu entsprechen.“
Matthias Stichling, International
Key Account Business Development,
Smart Food/Layenberger
AHEAD
FARMER’S SNACK
GRECO
INNOCENT
Mit der Geschmacksrichtung Wassermelone
weitet Ahead das Sortiment
an Sirup ohne Zucker aus. Durch die
Spenderflasche lässt sich die Intensität
von Limonaden selbst bestimmen.
Der Tropical Super Mix kombiniert gefriergetrocknete
Ananas, Mango und
Banane – ideal als Topping fürs Müsli
oder pur als fruchtiger, crunchiger Snack.
Nährstoffschonend getrocknet.
Routhier lanciert unter der Marke Greco
eine griechische High-Protein-Range.
Darunter: Weichkäse Original Natur High
Protein, der nach traditionellen Methoden
in Griechenland hergestellt wird.
Der Bauch Balance Shot (r. Abb.) ist für
die Darmgesundheit entwickelt. Die
Mischung aus Kiwi, Apfelessig, Inulin und
Calcium ist reich an Ballaststoffen und
enthält eine Million lebende Kulturen.
www.rundschau.de
67
_
INFO
Breites Spektrum
Der Begriff „Funktionelle Lebensmittel“
steht für eine Vielzahl von
Produkten, denen – über ihren reinen
Nährwert hinaus – ein gesundheitlicher
Zusatznutzen zugeschrieben
wird. Es sind keine Nährstoffkonzentrate
wie Nahrungsergänzungsmittel;
sie gelangen in den typischen Nahrungsmittelformen
in den Handel.
37 %
der Befragten achten manchmal beim Kauf
von Proteinprodukten auf die genauen Nährwertangaben,
35 Prozent tun es immer.
Quelle: POSpulse, Befragung unter 596 Shoppern
Das Spektrum umfasst unter anderem
Produkte des alltäglichen
Verzehrs, wie etwa probiotische
Joghurts, die eine positive Wirkung
auf die Darmflora haben sollen.
Aber auch spezielle diätetische
Lebensmittel zählen dazu, wie etwa
Margarinen, die mit Pflanzensterinen
angereichert sind und nachweislich
zu einer Senkung des Cholesterinspiegels
beitragen können.
Nichtsdestotrotz sind funktionelle
Lebensmittel rechtlich bislang nicht
eindeutig definiert.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung
(BfR)
Barth Ltd. sind aus Hülsenfrüchten gefertigt
und haben einen intensiven Geschmack,
wenig Kalorien und einen hohen
Gehalt an pflanzlichen Proteinen.
Auf weniger Zucker setzen die Fruchtgummis
Nutrilux Less Sugar, die Ragolds zusammen
mit der Tennisspielerin Angelique Kerber entwickelt
hat. Crispies, die Puffreis-Snacks mit
Schokolade von der slowenischen Marke Tante
Frida, enthalten präbiotische Fasern, die sich
positiv auf das Verdauungssystem auswirken
und das Immunsystem unterstützen sollen.
Künftig will die Messe Köln Produkten
wie diesen sogar einen eigenen Themenbereich
widmen. Zur ISM 2026 soll der klar
abgegrenzte Bereich „ISM Functional Sweets“
funktionellen Süßwaren eine zentrale Bühne
bieten – von Hustenbonbons mit Heilkräutern
über Kaugummis mit Kollagen bis hin zu
Produkten mit Vitaminen, Melatonin oder
botanischen Essenzen.
„Weniger Zucker“ ist auch der USP des deutschen
Start-ups Ahead. Mit mittlerweile mehr
als 70 Produkten im Handel bietet es den
Kunden eine breite Auswahl an zuckerreduzierten/-freien
Alternativen für bestehende
Produkte an. „Mit unseren Produkten bieten
wir unseren Kunden vor allem zuckerreduzierte
Alternativen zu herkömmlichen Snacks
am Markt. Laut Weltgesundheitsorganisation
WHO liegt bei erwachsenen Menschen die
empfohlene Menge bei 25 Gramm Zucker
pro Tag. Aktuell essen die Deutschen mit
durchschnittlich 92,6 Gramm pro Tag fast das
Vierfache. Dieses Problem wollen wir lösen“,
sagt Philip Brohlburg, Ahead-Gründer und
Geschäftsführer.
Functional Food als Kundenmagnet
Marken und Konzepte wie die von Ahead
können dem Lebensmittelhandel eine treue
Stammkundschaft bescheren – so wie bei
Christof Wenglorz, selbstständiger Rewe-Kaufmann
mit einem Markt in der Kronenacker-
WASA
Neu im Knäckebrotregal: Wasa Selection
Protein+ ist laut Hersteller proteinreich
und knusprig. Abgerundet wird der Knäckebrot-Genuss
mit einem Topping aus
Leinsamen und Mohn.
LAYENBERGER
Die Sorte Pistachio erweitert die Proteinriegel-Range
3K. Sie sind zuckerarm
und haben eine Kombi aus pflanzlichem
und tierischem Eiweiß auf 30 Prozent
Proteinanteil pro 45-Gramm-Riegel.
MESTEMACHER
Die Attribute „ballaststoffreich“ und
„Omega-3-Fettsäure“ lobt Mestemacher
auf den neuen Bio-Knusperscheiben
„Unser Pures Hafer-Saaten“ aus. Mit 58
Prozent Hafer und 30 Prozent Ölsaaten.
SCHWARZWALDMILCH
Der Weide Kefir mild von Schwarzwaldmilch
mit 1,5 Prozent Fett aus frischer
Weidemilch enthält 13 lebende Kulturen
und hat einen hohen Gehalt an
natürlichem Protein und Calcium.
Fotos: stock.adobe.com/olezzo; Unternehmen
68 Sortiment • RUNDSCHAU 06/25
_
Veranstaltungstipp
5. International Food Innovation Conference, 19. Juni 2025,
GDI Gottlieb Duttweiler Institute, Rüschlikon, Schweiz.
Sortiment
Functional Food
straße im Kasseler Stadtteil Oberzwehren. Er
hat mit seinem Sortiment an Sportlernahrung
ein Alleinstellungsmerkmal in der Umgebung
geschaffen. Auf acht Regalmetern führt er
mit Marken wie Ahead, ESN, All Stars oder
Nascor Sport das größte Angebot an Functional
Food und Nahrungsergänzungsmitteln
in Kassel und Umgebung. „Wir haben einen
großen Kundenstamm, der uns nur deswegen
aufsucht, aber dann auch gleich weitere Einkäufe
bei uns erledigt“, sagt der Kaufmann.
Das habe auch damit zu tun, dass es im Umkreis
kein entsprechendes Fachgeschäft mit
Sportlernahrung mehr gibt. Viele Kunden
waren daher in Sorge, ob das Sortiment nach
dem fünfwöchigen Umbau noch genauso breit
sein würde. „Wir bieten sogar noch eine ganze
66 %
der weiblichen
Befragten wünschen sich bei
Proteinprodukten niedrigere Preise,
51 Prozent einen besseren Geschmack.
Quelle: POSpulse, Befragung unter 596 Shoppern
Tiefkühltruhe voll mit den Produkten von
Prepmymeal an.“ Die Marke mit High-Protein-
Tiefkühlgerichten setzt eigentlich auf Onlinevertrieb,
ist aber trotzdem in ausgewählten
Supermärkten zu finden. Functional Food
ist das „next big thing“, da ist sich Christof
Wenglorz sicher. „Was Bio vor fünf Jahren war,
wird in fünf Jahren Functional Food sein“,
lautet dementsprechend seine Prognose für
das Segement Functional Food.
Bei funktionalen Energydrinks sind die skandinavischen
Länder bereits einen Schritt weiter.
Dort sind beispielsweise schon Produkte zu
finden, die unter anderem die Konzentrationsfähigkeit
steigern, zur normalen Funktion
des Immunsystems und des Stoffwechsels
beitragen und die Gesundheit von Haut und
Haaren stärken sollen. Genau damit wirbt der
US-Energydrink Reign Storm, den Coca-Cola in
der 355-Milliliter-Dose nach Schweden geholt
hat. Er ist reich an sieben Vitaminen, Biotin
und Zink und in den drei Geschmacksrichtungen
Valencia Orange, Pfirsich-Nektarine
und Kiwi Blend erhältlich.
☐
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Sagen Sie an der Kasse „Aufrunden bitte!“ und unterstützen Sie
sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche in Deutschland.
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Neue Produkte
Juni 2025
Johnnie Walker
Ab Juli in den Regalen: der Johnnie
Walker Black Ruby mit 40 Vol.-%, der
die klassische Tiefe von Black Label mit
einer fruchtigen Süße aus Beeren- und
Honignoten vereint. UVP: 26,99 Euro
Beckers Bester
Mit dem Nektar Orange-Mandarine
in der 1-Liter-Glasflasche/dem 1-Liter-
Tetra Pak reagiert Beckers Bester auf
die Orangensaft-Krise. Mindestens 70
Prozent Fruchtgehalt, ohne zugesetzten
Zucker. UVP: 3,49 Euro/ 3,59 Euro
Bud-Power
Maggi
Die Kultwürze von Maggi gibt es nun
in der Geschmacksvariante Honey
Sesame Style. Mit den Noten der klassischen
Würze, der Süße von Honig
sowie nussigem Sesam. UVP: 1,89 Euro
Denany bringt die Bud-Power-
Bohnen-Gerichte – Pintobohnen
mit Speck sowie schwarze
Bohnen mexikanische Art
– auf den deutschen Markt,
Originalrezept aus den Filmen
mit Bud Spencer. UVP: k.A.
Wiesbauer
Wiesbauer präsentiert den
Bergsteiger Snack und den
Bergsteiger Snack mit Käse. Das
für die Wurst verarbeitete Rindund
Schweinefleisch sowie die
gentechnikfreie Milch für den
Käse stammen von österreichischen
Tieren. UVP: k.A.
Chio
Die Chio Tortillas Extra Hot
Sauce Style versprechen – wie
der Name schon sagt – einen
scharfen Genuss mit einer
feurigen Note, die durch einen
soßigen Charakter abgerundet
wird. UVP: 1,99 Euro
De Beukelaer
Ab sofort im Handel: Prinzen Rolle Vanille, eine
Kombination aus knusprigem Doppelkeks und
feiner Vanillecremefüllung. In der 352-Gramm-
Packung, mit Wiederverschluss. UVP: k.A.
Leibniz
Leibniz erweitert seine Kunterbunt
Range um die Sorte Milk:
kleine, knusprige Kekse mit
Milchcreme und Schokolinsen
in vielen bunten Farben.
UVP: 2,49 Euro
Little Moons
Frozen Cheesecakes in den
Geschmacksrichtungen
Caramelised Biscuit & White
Chocolate, Chocolate & Salted
Caramel sowie Strawberry &
Mascarpone mit 91-98 Kalorien
pro Stück. UVP: k.A.
70
RUNDSCHAU 06/25
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Infos und Bildmaterial zu Ihren Neuprodukten
schicken Sie gerne an: produkte@rundschau.de
Lieken
Lieken hat die Rezeptur eines
Teilsortiments verbessert und sein
Verpackunsdesign modernisiert.
So wird ein Großteil des Sortiments
nun zu 100 Prozent aus Vollkornmehl
gebacken, auf färbende
Karamellsirupe und den Zusatz
von Zucker wird verzichtet.
Grenade Proteinriegel „Oreo White“
Grenade – Great tasting protein bars
Viel Protein, wenig Zucker – voller Geschmack
BESCHREIBUNG Grenade Oreo White vereint den meistverkauften
Proteinriegel Großbritanniens 1 mit dem beliebtesten Keks der Welt 2 .
Mit mehr als 20g Protein und weniger als 2g Zucker pro Riegel bietet
dieses Produkt eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Schokoriegeln.
Der Genuss ist auch mit dem Profisport vereinbar: gemäß dem
Test und der Zertifizierung von Informed Sports sind Grenade Bars
nachweislich frei von verbotenen Substanzen.
.
VERPACKUNGSEINHEIT Der Riegel wiegt 60g, im praktischen Format
ist Grenade Oreo White der perfekte Snack für unterwegs und
zwischendurch.
Dr. Quendt
Hafer Q‘s, vegane Knuspersnacks mit einem crunchy
Haferkern und zartschmelzendem Überzug. Erhältlich
in zwei Varianten: klassisch mit Zartbitterschokolade
oder mit ChoViva, einer Schokoladenalternative
auf Sonnenblumenkernbasis. UVP: 1,59 Euro
KONTAKT
Genuport Trade GmbH
www.genuport.de
1
EXT IRI Marketplace MAT to 14/04/2024
2
Euromonitor Int. Ltd; Snacks 2023 ed.;
Sweet Biscuits brand share 2022 retail value sales
Mazetti
Ab Juli neu im Regal:
Mazzetti Insalata Italiana, eine
geling-sichere, fertige Salatwürze.
Mit feinen Kräutern wie Basilikum
und Dill, kombiniert mit einem
hohen Anteil an Traubenmostkonzentrat
und Brandweinessig.
UVP: 2,99 Euro
www.rundschau.de 71
IMPRESSUM
Die RUNDSCHAU enthält offizielle Mitteilungen für:
Handelsverband Deutschland – Der Einzelhandel e.V.
(HDE); Handelsverband Bayern – Der Einzelhandel e.V.;
Einzelhandelsverband Baden-Württemberg e.V. (EHV);
Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V. (HBB)
Die Verbandsseiten geben die Meinung der Handelsverbände
wieder. Die Redaktion ist nicht für die
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Gesamtleitung Veranstaltungen: Edith Villwock
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Erscheinungsweise: monatlich, ISSN 0939 – 6209
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Berlin-Brandenburg e. V., Bundesverband der Deutschen
Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V., Handelsverband
Sachsen e. V., Einzelhandelsverband Nordbaden
e. V., Einzelhandelsverband Nordrhein-Westfalen e. V.,
Einzelhandels verband Nordsee Bremen e. V., Fachverbände
des Hamburger Einzelhandels e. V., Einzelhandelsverband
Nord e. V., Unternehmerverband Einzelhandel
Nordwest e. V., Landesverband Einzelhandel und
Dienstleistung Saarland e. V., Einzelhandelsverband des
Freistaates Thüringen e. V., Handelsverband Südbaden
e. V., EHI Retail Institute GmbH, Mittelständische Lebensmittel
Filialbetriebe (MLF) e. V. Das Abonnement
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vor Ende der Laufzeit gekündigt wird.
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Neue Produkte
Juni 2025
Söhnlein
Secco trifft auf Limonade,
erhältlich in den Geschmacksrichtungen
Zitrone (verfeinert
mit Yuzu) und Granatapfel
(verfeinert mit Limette). In der
0,275-Liter-Flasche, 5,5 Vol.-%
Alkohol. UVP: 1,69 Euro
Granini
Zu den bisher bekannten Sorten
der Granini-Fresh-Reihe gesellt
sich ab sofort die Geschmacksrichtung
Pfirsich. Mit 30 Prozent
weniger Zucker als herkömmliche
Schorlen und 15 kcal (62 kJ) pro
100 Milliliter. UVP: 1,59 Euro
Sour Patch Kids
Ab Juli 2025 erweitert der Fruit Mix,
eine Mischung aus Apfel, Kirsche,
schwarzer Johannisbeere und Tropical,
das bestehende Sortiment. Diese Variante
bleibt dem Geschmackskonzept treu:
erst sauer, dann fruchtig-süß. UVP: k.A.
Crosta Mollica
Die italienische Pizzamarke präsentiert
sich ab sofort im neuen Design. Die Pizzen
sind in den vier Sorten Stromboli (würzige
Salami Calabrese & Ventricina), Margherita
(Tomate, Mozzarella, Oregano), Imperia
(Schinken, Pesto, Knoblauch) sowie Quattro
Formaggi (Tomaten und italienischer Käse)
verfügbar. UVP: k.A.
Dr. Oetker
Die neue Götterspeise
Special Edition im
150-Gramm-Becher kombiniert
zwei Geschmackswelten.
Hier treffen Waldmeister
und Himbeere auf
Bubbles mit spritzigem
Zitronengeschmack.
UVP: 1,19 Euro
IVW IV/2024
Druckauflage:
60.267 Exemplare,
tatsächlich verbreitete
Auflage: 59.826 Exemplare
Verkaufsförderung
Juni 2025
Fuchs
Fuchs ergänzt sein Sortiment
der getrockneten Gewürze
und Kräuter um zehn Gewürz-
Pasten im Glas, u. a. Harissa
(scharf & würzig), Knoblauch
(intensiv & würzig), Miso
(mild & würzig) sowie Sesam
(mild & nussig). Natürliche
Rezeptur ohne Zusatzstoffe.
UVP: 3,49 Euro
Bonduelle
Zur Grillsaison stellt Bonduelle
den Country Mix 300 g in den
Mittelpunkt einer Aktivierungskampagne:
So erhalten
Verbraucher in teilnehmenden
Märkten beim Kauf eines
Bonduelle Country Mix ein gebrandetes
Gemüsemesser gratis dazu.
Oppo
Hier trifft die Cremigkeit von
Eiscreme auf die Erfrischung
von Sorbet. Kalorienreduziert,
in den Sorten Sicilian Lemon &
Strawberry, Alphonso Mango &
Passionfruit und Raspberry
Coulis Swirl. UVP: 4,85 Euro
Manner
Manner präsentiert von Mai bis September seine
Sommerpromotion unter dem Motto „Rosa Badespaß“
mit großflächigen PoS-Aufbauten und verlost
bei einem Online-Gewinnspiel einen von zwölf
Sommerurlauben.
Veev
Die neuen Veev Aromen Cherry und Sour
Apple bieten ein intensives, sommerlicherfrischendes
Fruchtaroma. Inhalt: Zwei
Pods, bis zu 2.000 Züge pro Packung.
UVP: 9,90 Euro
Müller
Müller präsentiert seinen Reis
mit Kokosmilch in vier
Varianten: Tropical Mango,
Choco Caramel, Lemon Tarte
und Pistachio Cookie (Abb.).
Im 180-Gramm-Becher.
UVP: 0,99 Euro
Milka
Im dritten Quartal, KW 31 bis KW 43, startet Milka die
Millionen-Arena und verlost mehr als 50 Millionen
Sofortgewinne, darunter Geldgewinne, Autos, E-Bikes,
Reisegutscheine, Tickets für Spiele der Bundesliga und
vieles mehr. Um teilzunehmen, Aktionstafel kaufen und
Gewinncode auf der Website www.fcmilka.de eingeben.
www.rundschau.de 73
FORSCHERAUFTRITT
David Bosshart
>
David
Bosshart
ist als Trend- und Handelsforscher weltweit tätig. Er
wechselt sich hier mit Stephan Grünewald, Martin Fassnacht
und Florian Klaus ab. www.davidbosshart.com
Text: Sibylle Menzel
Märkte im Umbruch
Wie reagiert man auf eine unberechenbare Supermacht? David Bosshart warnt vor zu kurzfristigem Denken in der
Handelspolitik und rät dazu, die neue globale Realität anzuerkennen – samt ihrer Unsicherheiten.
Die US-Handelspolitik lässt sich bestenfalls als
unberechenbar bezeichnen. Die deutsche
Lebensmittelbranche zeigte sich vor
Wochen besorgt über die geplanten
EU-Gegenzölle. Welche Folgen drohen
ihr im Fall von Gegenzöllen?
Man hat keine Chance, wenn man
zu sehr mit Details und zu sehr
branchenspezifisch vorgehen will.
Trump versteht nur einfache Beautiful
Big Deals. Und bei denen will er
Win-loose herausholen, nicht Winwin.
Wer im Zeitalter von Trump
Erfolg haben will, muss sich also
zuerst von der Tageshektik lösen, die
morgen sowieso wieder ganz anders ist:
Die aktuelle US-Handelspolitik führt nur
das ins Extrem, was in den letzten 25 Jahren
mit dem vom Westen verschlafenen Aufstieg
Chinas und Asiens längst begonnen hat, siehe die
Folgen von Chinas Eintritt in die WTO 2001. Zudem
sollte man immer die Relationen und Dimensionen
der Handelspolitik im Blick behalten. Wir in Europa
bleiben auf jeden Fall attraktiv, werden aber insgesamt
bedeutungsloser.
Wie reagiert man auf das wechselhafte Geschehen?
Die Finanzministerin der Schweiz macht das gut, die ihrem amerikanischen
Kollegen klipp und klar sagte: Unsere Wirtschaft kann
mit guten oder schlechten Tarifen leben und sich anpassen – aber
sie kann nicht mit permanenten Unsicherheiten erfolgreich mit den
USA zusammenarbeiten. Resultat: Plötzlich gehört die Schweiz zu den
15 privilegiert behandelten Nationen – nachdem ihr 31 Prozent an
Zöllen angedroht worden waren.
Unter anderem spricht sich der Bundesverband der Deutschen
Süßwarenindustrie für einen generellen Kurswechsel in der
Handelspolitik aus. Wie könnte der aussehen?
Gehen Sie davon aus, dass Unwahrscheinliches wahrscheinlicher und
Selbstverständliches unverständlicher wird. Die Finanzmärkte zeigen
David Bosshart
Trendforscher, Executive Advisor, langjähriger
Direktor Gottlieb Duttweiler Institute.
ja sehr schön, dass man nun in Extremszenarien
denken muss. Sehen Sie es so: Wer die größere
Leidensfähigkeit hat, gewinnt. Wir in
Europa waren die größten Profiteure der
bisherigen politischen und wirtschaftlichen
Ordnung. Nur: Die USA haben
die größere Leidensfähigkeit als wir,
vor allem die Westeuropäer. Und die
Chinesen haben eine viel größere
Leidensfähigkeit als die USA. Das
ist entscheidend. Nicht der Mangel
an Fachkräften zählt, sondern der
Mangel an Opferbereitschaft. Wir
haben nun überall Stellvertreterkriege.
Damit muss man die Risiken
besser aufteilen.
Wie beurteilen Sie die Aussicht auf
ein Handelsabkommen nach Ablauf der
90-Tage-Frist?
Auf jeden Fall verhandlungsbereit bleiben, taktieren,
nicht den Beleidigten spielen. Und die möglichen alternativen
Partnerschaften, soweit sinnvoll, stärken.
Was wäre der Best oder auch Worst Case?
Es gibt keine Worst oder Best Cases mehr. Vergessen Sie das einfach.
Protektionismus und Merkantilismus lösen bisherige Formen der
Globalisierung ab. Alles ist im Fluss und unscharf. Für uns ist das
Chaos. Für Trump und Merkantilisten nicht. Die Frage ist, wie sich
nebst den Nationen die Bedeutung vermittelnder Institutionen wie
der Welthandelsorganisation oder der Weltbank, der UN, des Internationalen
Währungsfonds oder des Weltwirtschaftsforums entwickelt
und wie schnell es Alternativen gibt, wie beispielsweise den
Zusammenschluss der BRICS-Staaten. Und wie stabil die Finanzmärkte
dann noch sind.
Worauf müssen sich Verbraucher Ihrer Ansicht nach einstellen?
Dass es uns immer noch gut geht, aber wir viel mehr tun müssen, um
ansatzweise zu behalten, was uns lieb geworden ist. Und Händler:
Preis wie auch Leistung werden immer entscheidender. ☐
Foto: HTR/Susanne Keller
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04.10.2025
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