Ausgabe April 2003 - Landesärztekammer Brandenburg

laekb.de

Ausgabe April 2003 - Landesärztekammer Brandenburg

A 13926

Brandenburgisches

ÄRZTEBLATT

Offizielles Mitteilungsblatt der Landesärztekammer Brandenburg

13. Jahrgang • April 2003

www.laekb.de

4/2003

6. Ärztlicher Fortbildungskongress

der LÄKB vom 23. bis 25. Oktober 2003 in Dahlewitz

Neues Bettenhaus im Klinikum Frankfurt/Oder eingeweiht


Impressum

Inhaber und Verleger: Landesärztekammer Brandenburg

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Kalenderjahres. Für die Mitglieder der Brandenburgischen Ärztekammer ist

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Inhalt

Impressum/Inhalt

Editorial 98

Kammerinformationen 99

LÄKB-Arbeitsgruppe „Prävention von Kinderunfällen“: Landesinstitut für

Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeichnet auch für Kindersicherheit verantwortlich

99

An der LÄKB erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung 100

Gesundheitspolitik 71

Einweihungsgeschenk zum neuen Bettenhaus:

„Zeitreise durch die Geschichte des Klinikums Frankfurt/Oder“

101

Prävention von Kinderunfällen: In der „Riesenküche“ werden Eltern und

Erziehern die Gefahren für die Jüngsten deutlich

102

Thesenpapier des Aktionsrates Ost zur Sicherstellung der ambulanten

medizinischen Versorgung

104

Danksagung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt für die Hochwasserhilfe 104

Arzt und Recht 105

Neues Schadensersatzrecht in Kraft getreten!

Auswirkungen auf die Arzthaftung?

105

Warnung vor Telefonbuch Verlag AKALAN 105

Typische Behandlungsfehler aus der Praxis der Norddeutschen Schlichtungsstelle

Heute: Unfallchirurgie – Kompartmentsyndrom nach Kreuzbandersatz –

106

Steuertipp 108

Fortbildung 109

6. Ärztlicher Fortbildungskongress der LÄKB vom 23. bis 25. Oktober 2003 109

Angebot der Akademie für ärztliche Fortbildung 110

Bioterrorismus und Pockenschutz 111

11. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung

und Schlafmedizin

111

Aktivitäten der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst in Brandenburg 112

Bedeutung des Triggers 114

Eine Million ältere Menschen leiden an Alzheimer 115

KVBB informiert 116

Landesgesundheitsamt 117

Aktuell 118

Für Sie rezensiert 120

Leserbriefe 122

Personalia 123

Dr. Klaus Freier als Ärztlicher Direktor verabschiedet 123

Nachruf für Frau MR Dr. med. Renate Bunge 123

Wir gratulieren zum Geburtstag im April 124

Tagungen und Kongresse 125

Kalendarium 127

Stellenangebote/Kleinanzeigen 100/101/102/107/113/124/128/U3

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

97


Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die „Süddeutsche Zeitung“ titelte am 22. Februar 2003: „Ministerin

will Macht der Ärzte brechen“ – was für eine knallige

Titelzeile, was für eine journalistische Fehlleistung der Formulierung,

vielleicht aber auch: was für eine gesundheitspolitische

Fehlleistung der Gesundheitsministerin.

„Macht brechen“ – Du, lieber Himmel – welche Macht denn?

Vermutlich sind mit „den Ärzten“ die Kassenärztlichen Vereinigungen

gemeint. Eine Dummheit oder besser Eselei erster

Güte: Die Kassenärztlichen Vereinigungen wurden zwar als

Kampforganisationen der Kassenärzte (heute: Vertragsärzte)

gegen die ökonomische Macht der Krankenkassen (gesetzliche

Krankenversicherungen) gegründet, sind aber seit langem,

in den besseren Jahren der Bundesrepublik Deutschland

als Körperschaften öffentlichen Rechts zu zwitterhaften Institutionen

mutiert, die neben Abrechnungs- und Kontrollaufgaben

auch zwischen Gesundheitspolitik und den Ärzten vor Ort vermitteln

müssen! Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben

vor langer Zeit ihre Macht, den Krankenkassen den Gehorsam

zu verweigern – d. h. deren ökonomische Zumutungen beim

Mitteleinsatz am Patienten und bei den Arzthonoraren zu widerstehen

– gegen das Monopol der ambulanten Behandlung

eingetauscht. Die Bindung dieses Monopols der ambulanten

Behandlung an den Verzicht auf Arbeitsverweigerung mit Hinnahme

aller Bedingungen seitens der Gesundheitspolitik und

der Krankenkassen (Friedenspflicht) macht die Widerstandskraft

der Kassenärztlichen Vereinigungen gegenüber der Gesundheitspolitik

eher schwach, denn mächtig.

Die „Macht der Ärzte“ liegt in ihrer Kompetenz, in ihren

Kenntnissen von Krankheit und Tod, in ihrem sozialen Engagement

und in ihrer (sie oft selbst beschädigenden) Arbeitsbereitschaft!

Natürlich gibt es – wie in jeder anderen Profession

(z. B. PolitikerInnen) – auch inkompetente Ärzte.

Von Hippokrates her ist der Arzt vor allem anderen dem Patienten

verpflichtet und die Erfüllung dieser Verpflichtung ist an

die Freiheit des Arztes gebunden, jene Freiheit, die zum Teil

98 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

mit den Begriffen Eigenverantwortung und Therapiefreiheit

umschrieben werden kann. Selbst die so gern beklagte

Hierarchie in den Krankenhäusern begründete niemals – auch

nicht in der Staatsmedizin der DDR – eine Befehlsgewalt der

Vorgesetzten. Immer war der Arzt als Einzelperson seinem

ärztlichen Gewissen und dem Patienten höher verpflichtet als

irgendwelchen anderen Vorschriften, außer Verfassung und

Strafrecht.

Wenn der neue Gesetzentwurf zur (wievielten?) Gesundheitsreform

die Kassenärztlichen Vereinigungen in Staatsorgane

transformiert und die niedergelassenen Kollegen in angestellte

Kassenärzte verwandelt, endet die Existenz des Arztes als

freier Beruf in Deutschland. Selbst im Krankenhaus war der

viel gescholtene, letztlich auch angestellte Chefarzt in seinen

medizinischen Entscheidungen justiziabel frei und jeder Kollege

weiß, wie viel Sturheit bis Zivilcourage für den Erhalt dieser

Freiheit nötig war und ist. Als vertragsgebundene Angestellte

der gesetzlichen Krankenversicherungen könnten die

Ärzte die Freiheit der Berufsausübung verlieren, und auch in

den Krankenhäusern deutet sich dieser Paradigmenwechsel

in den neuen Chefarzt-Musterverträgen an.

Welches Szenario ist zu erwarten? – die so genannten „Besserverdienenden“

werden – falls noch möglich – die gesetzlichen

Krankenversicherungen verlassen und in die privaten

Krankenversicherungen wechseln, das wird komparativ das

System der Privatärzte und Privatkrankenhäuser fördern. Am

Ende ist das System der gesetzlichen, solidarischen Krankenversicherungen,

das sogar die Weltwirtschaftskrise 1929 bis

1931 überlebt hatte, nachhaltig beschädigt. Das vollzieht sich

auch, weil die sozialdemokratisch-grüne Koalition bisher unfähig

war, mit den Ärzten (als wesentlichen Vertretern der

Heilberufe) einen konstruktiven Dialog zu führen, einen Dialog,

der sinnvolle Reformen ermöglicht und vielleicht die solidarische

Finanzierung des Gesundheitssystems erhalten hätte.

Es ist menschliche Hybris, wenn Politikerinnen oder Politiker

glauben, dass sie in der Lage wären, die Patientenbetreuung

zu verbessern. Das können nur diejenigen, die in Gesundheitsberufen

arbeiten! Der Ausschluss der Ärzte aus dem Reformprozess

durch Diskreditierung und Verleumdung wird das

gegenwärtige System mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit

beschädigen, wenn nicht zerstören – viel Zeit

bleibt nicht mehr!

Ihr

Manfred Kalz


LÄKB-Arbeitsgruppe „Prävention von Kinderunfällen“

Landesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeichnet auch für

Kindersicherheit verantwortlich

Das Landesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

in Potsdam überprüft nach dem

Gerätesicherheitsgesetz nicht nur die Sicherheit

von Geräten und Produkten, sondern ist

auch für die Sicherheit von Kinderspielzeug

im Land Brandenburg verantwortlich.

Die Arbeitsgruppe der Landesärztekammer

„Prävention von Kinderunfällen“ sah sich in

dieser Behörde um und sprach mit dem

Direktor Dr. Detlev Mohr über die Aufgaben.

Ein leuchtender gelber Bär zieht im Labor die

Blicke auf sich. Auf Kinder übt diese Lampe,

in der 220 Volt pulsieren, eine magische Anziehung

aus. Oft wird sie mit einem Kuscheltier

verwechselt. Dann ist die Gefahr akut.

„Solche Produkte nehmen wir in unserem Labor

besonders intensiv unter die Lupe“, berichtet

Detlef Mohr, Physiker und Direktor des

Landesinstituts für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Regelmäßig gehen in dieser Arbeitsschutzbehörde

Schnellmeldungen auch

aus dem Ausland über gefährliche Konsumgüter

ein. Dann machen sich die Mitarbeiter

auf den Weg und suchen in Märkten nach

diesen Gefahrenquellen. Manchmal stoßen

sie aber auch selbst bei Kontrollen auf gefährliche

Spielsachen – scharfe Kanten an

Autos, gefährliche Kleinteile oder Dinge, die

wie Spielzeug aussehen, aber keins sind. Ein

Minirucksack in Gestalt eines Kuschelbärs,

der nicht nur ein gefährliches Innenleben mit

Haarspangen hat, sondern an dem auch

Nase und Augen locker sitzen, birgt Gefahren

für Kleinkinder. Doch dieses Produkt wurde

als Verpackungsmaterial deklariert. Die

Die Arbeitsgruppe der LÄKB „Prävention von Kinderunfällen“ im

Landesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Fotos: usch

Behörde hat in solchen Fällen wenig Einflussmöglichkeiten.

Ansonsten können den Herstellern

Untersagungsverfügungen drohen.

Sichere Spielzeuge weisen dagegen das bekannte

CE-Zeichen auf. Eine generelle Prüfungs-

oder Zertifizierungspflicht für Kinderspielzeug

gibt es allerdings nicht in Europa.

Das sei kaum leistbar, so Dr. Mohr. So werde

mit der Vergabe des CE-Kennzeichens lediglich

an das Verantwortungsbewusstsein des

Herstellers appelliert. Doch nicht nur Spielzeug

wird und wurde in Potsdam untersucht.

Geprüft wurden zum Beispiel Reisekinderbetten.

Auf Grund einer Europäischen Verbraucherwarnung

aus Dänemark zu mängelbehafteten

Kinderbetten und des Hinweises auf

einen tödlichen Unfall im Frühjahr 1999 in

den Niederlanden bestand der Verdacht,

dass gefährliche Reisebetten auf dem Markt

sind. Damals führten die Mitarbeiter der Arbeitsschutzverwaltung

Marktkontrollen im

Raum Potsdam durch. Zehn Modelle von Kinderbetten

wurden sicherheitstechnisch untersucht.

Acht Modelle wiesen keine oder nur

geringe Mängel aus, zwei dagegen die gleichen

Konstruktionsmängel wie in der Verbraucherwarnung

beschrieben. Wer solche

mängelbehafteten Produkte findet, sollte sie

dem Händler oder Hersteller zurückgeben, so

lautete die Empfehlung der Sicherheitsexperten.

Seit einiger Zeit gibt es auch Hinweise aus

Kinderkliniken, dass elektrische Wasserkocher

nicht kindersicher sind und zu schwersten

Verbrühungen führen können, weil sich

die Deckel beim Herunterziehen zu schnell

öffnen. Eine Zusammenarbeit

mit der

Bundesarbeitsgemeinschaft

für Kindersicherheit

könnte

hier zu mehr Klarheit

führen. Befragungen

sind bereits vorgesehen.

Wenn ein gefährliches

Mängel behaftetes

Produkt registriert

wird, landen

dessen Daten in einemInformationssystem.

Derzeit sind

in dieser Datenbank

178 Spielzeuge gelistet,

drei aus

Deutschland.

Kammerinformationen

Dr. Detlev Mohr zeigt Spielzeug und Produkte,

die Gefahren für Kinder darstellen

Geplant ist eine spezielle, auch öffentlich zugängliche

Datenbank, in die alle Prüfergebnisse

an Produkten eingespeist werden sollen.

Das Institut ist aber auch mit der

Überprüfung von Spielplätzen befasst. Im

vergangenen Jahr wurden 377 Spielgeräte

auf 19 öffentlichen Spielplätzen kontrolliert.

Nur 18 Prozent waren ohne Mangel. In diesem

Jahr sollen Spielgeräte in Kitas untersucht

werden.

usch

Weitere Auskünfte erteilen im Land Brandenburg

die Ämter für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik

als Marktaufsichtsbehörde für

technische Konsumprodukte:

03050 Cottbus, Thiemstraße 105a

Tel.: (0355) 4 99 30, Fax: 4 99 32 20

16225 Eberswalde, Schleusenstraße 31

Tel.: (03334) 25 46 00, Fax: 25 46 02

16816 Neuruppin, Fehrbelliner Str. 4a

Tel.: (03391) 83 80, Fax: 83 84 09

14469 Potsdam, Max-Eyth-Allee 22

Tel.: (0331) 28 89 10, Fax: 2 88 91 99

Landesinstitut für Arbeitsschutz und

Arbeitsmedizin

als Geräteuntersuchungsstelle

14478 Potsdam, Horstweg 57

Tel.: (0331) 8 68 30, Fax: 86 43 35

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

99


Kammerinformationen

An der Landesärztekammer Brandenburg erfolgreich abgeschlossene

Weiterbildung

Facharzt

Allgemeinmedizin

Dipl.-med.

Wulf-Eckahard Grasemann

Dr. med. Nicola Hofer

Kornelia Kaiser

Dr. med. Matthias Redsch

Sabine Staufenbiel

Anästhesiologie

Dr. med. Michael Bahn

Augenheilkunde

Dr. med. Uta Sterzinsky

Chirurgie

Dipl.-Med. Grit Conradi

Roger Ehrler

Georg Fritzsch

Dr. med. Björn Matthies

Fariba Pooryaghoti

Dr. med. Christian Schirner

Frauenheilkunde und

Geburtshilfe

Dr. med. Sabine Schöneberg

Humangenetik

Dr. med. Jutta Köhler

Innere Medizin

Dr. med. Claudia von Bielinski

Dr. med. Jakob Borchardt

Jacqueline Danke

Annett Franz

Dr. med. Torsten Hirche

Alke Kamke

Dr. med. Susanne Küpper

Dr. med. Jörg Lenhardt

Dipl.-Med. Annelore Pagel

Ulrike Radusch

Dr. med. Mirjam Reiner

Anke Ritter

Dr. med. Christian Schäfer

Jens-Peter Schrambke

Dr. med. Gudrun Steufmehl

100 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

Dr. med. Malte Wollitz

Martin Weigelt

Kinder- und Jugendmedizin

Dr. med. Antje Fruth

Dr. med. Brita Leeder

Kinder- und Jugendpsychiatrie

Sylvia-Gabriele Friesch

Kinder- und Jugendpsychiatrie

und -psychotherapie

Dr. med. Michaele Kellerer

Dipl.-med.

Gundula Siwakowski

Nervenheilkunde

Dr. med. Oliver Häußer

Peter Pickert

Neurologie

Stephan Graeber

Dr. med. Katrin Joch

Judith Meyer

Orthopädie

Dr. med. Martin Abesser

Torsten Kricks

Dr. med. Tobias Lange

Oliver Mattig

Psychiatrie und

Psychotherapie

Jana Viehweg

Strahlentherapie

Dr. med. Heike Fuss

Dr. med. Gerlinda Kho

Urologie

Ines Kürschner

Schwerpunkte

Gefäßchirurgie

Dr. med. Heidemarie Strehz

www.praxisboerse.de

Angiologie

Dipl.-Med. Jens Böhme

Geriatrie

Dr. med.

Klaus-Dieter Kretschmer

Kardiologie

Frank Hölschermann

Dipl.-Med. Ralf Klimaczewski

Rheumatologie/Innere Medizin

Dr. med. Simone Mark

Dr. med. Gunter Voskamp

Kinderkardiologie

MUDr./Univ. Preßburg

Vladimir Boldis

Rheumatologie/Orthopädie

Dr. med. Holger Knauf

Fakultative

Weiterbildungen

Spezielle Anästhesiologische

Intensivmedizin

Dr. med. Nashat Qandas

Spezielle Geburtshilfe und

Perinatalmedizin

Dr. med. Sabine Jacobi

Zusatzbezeichnungen

Handchirurgie

Dr. med. Dirk Kunzmann

Dr. med. Karsten Paesler

Dr. med. Lothar Pohl

Dr. med. Birgit Retetzki

Plastische Operationen

Dr. med. Stefan Henning

Betriebsmedizin

Dipl.-Med. Bärbel Sanftleben

Dr. med.

Michaela Smago-Klose

Chirotherapie

Dr. med. Inka Behrendt

Dipl.-Med. Detlef Berndt

Sven Duchaczek

Rhett Dwaronat

Torsten Kricks

Wei Lü

Carsten Petersen

Dipl.-Med. Gisbert Rausch

Claudia Schütz

Marina Schwab

Gabriele Standow

Dr. med. Torsten Tanger

Naturheilverfahren

Dipl.-Med. Ilka Hein

Wei Lü

Djordje Peric

Physikalische Therapie

Dr. med. Ralf Hauptmann

Ralf Schade

Psychoanalyse

Dipl.-Psych.

Jochen Schwarzkopf

Dr. med. Hannes Uhlemann

Psychotherapie

Dipl.-Med. Regina Bendlin

Oliver Hirsch

Gundel Löhn

Sozialmedizin

Dr. med. Kirsten Hinke

Rita Kolling

Dr. med. Gabriela Rex

Ärztinnen und Ärzte, die mit der Veröffentlichung

nicht einverstanden sind, bitten wir

um rechtzeitige Mitteilung an das Referat

Weiterbildung schriftlich oder telefonisch

unter (0355) 78010-42.

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Im Klinikum Frankfurt/Oder in Markendorf

wurde unlängst der Neubau des 2. Bettenhauses

übergeben. Das Projekt zählte zu

den größten Krankenhausinvestitionen des

Landes Brandenburg. Bund, Land, die Krankenkassen

und die Stadt stellten dafür über

50 Millionen Euro zur Verfügung. Architektonisch

stellt der Bau mit seinen schönen

Außenanlagen eine gelungene Synthese

zwischen Funktionalität und Attraktivität dar.

Das Klinikum ist das Krankenhaus der

Schwerpunktversorgung für Frankfurt/Oder

sowie die Landkreise Märkisch-Oderland

und Oder-Spree. Es versorgt pro Jahr

26 000 stationäre Patienten. Die Verweildauer

liegt heute bei unter zehn Tagen. Die

Einrichtung hat rund 900 Betten und ist einer

der größten Arbeitgeber der Region.

Seit 1991 erhielt das Klinikum 126,8 Millionen

Euro Fördermittel für Investitionen, u.a.

auch für den Neubau der Strahlentherapie

und die Einrichtung der nuklearmedizinischen

Therapie.

Die Bauarbeiten für das 2. Bettenhaus waren

die größten im Klinikum seit der Wende und

begannen im Oktober 1999. Die Abteilungen

Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychiatrie

für Erwachsene zogen in die neue

Einrichtung, der Umzug der somatischen

Pflegestationen erfolgt später. Bis Ende des

Jahres sollen die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen

abgeschlossen sein, so dass

auch die Kinderklinik und die Stationen der

Inneren Medizin aus den beiden Klinikaußenstellen

in der Stadt in den Neubau umziehen

können. Die Tagesklinik für Psychiatrie

verbleibt in der Stadtmitte.

Jetzt gibt eine Broschüre mit dem Titel „Zeitreise

durch die Geschichte des Klinikums

Frankfurt/Oder“ Auskunft über die Metamorphose

des Hauses. Vor fast vier Jahren

wurden Studenten der kulturwissenschaftlichen

Fakultät der Europa-Universität Viadrina,

unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Ulrich Knefelkamp,

vor die Aufgabe gestellt, aus

Anlass der Inbetriebnahme des zweiten Bettenhochhauses

und der damit verbundenen

Standortzusammenlegung (aus ehemals

rund 50 Einzelstandorten) eine Festschrift

herauszugeben, die die Entwicklung des

Heilwesens der Stadt nach 1945 bis zur Gegenwart

zum Inhalt hat. „Wir mussten bei

der Recherche feststellen, dass nahezu alles

Material nach der Auflösung des Archivs des

Bezirkskrankenhauses 1990 verschwunden

war, deshalb hatten die Studenten Fragebögen

an Zeitzeugen ausgegeben. Diese Me-

Gesundheitspolitik

Einweihungspräsent zum neuen Bettenhaus: „Zeitreise durch

die Geschichte des Klinikums Frankfurt/Oder“

Klinikum Frankfurt/Oder, Neubau Fotos: usch

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Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

101


Gesundheitspolitik

Blick in dem Empfangsbereich

thode zur Bewältigung von Zeitgeschehen

macht aber auch manche Unschärfe möglich“,

so Prof. Knefelkamp.

Dr. med habil Heinrich Brückner schilderte

als ein Zeitzeuge die Arbeit in der Klinik für

Kinder und Jugendheilkunde.

Prävention von Kinderunfällen:

102 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

Er war ab 1968 Chefarzt der Pädiatrie. Im

Jahre 1959 wurde im städtischen Krankenhaus

eine Kinderabteilung mit 30 Betten

eröffnet. Diese lag im 3. Stock im Gebäude

des Lutherstiftes.“ Hausbesuche wurden damals

zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt,

auch spät abends und nachts bis dann ein

Fahrdienst eingerichtet wurde. So blieb weder

Zeit noch Kraft für Fachzeitschriften oder

Bücher. Man war ohnehin mit fachlichen Informationsmaterialien

damals sehr eingeschränkt.

Die Leute waren gezeichnet durch

die Erfahrungen dieser Zeit, ausgepowert

bis zum letzten“, so erinnert sich Dr. Brückner.

Damals soll der Spruch „Lambarene ist

hier“ geprägt worden sein. Dr. Brückner

führte als erster zum Beispiel die offene Besuchszeit

ein, um psychische Schäden von

Kindern im Krankenhaus abzuwenden.

usch

Die Informationsbroschüre „Zeitreise durch

die Geschichte des Klinikums Frankfurt/

Oder. Die Entwicklung von 1945 bis 2002“,

herausgegeben von Ulrich Knefelkamp in

Verbindung mit Andreas Grahlemann, ist in

der Verwaltung der

Das neue Bettenhaus

Klinikum Frankfurt/Oder GmbH,

Müllroser Chaussee 7,

15236 Frankfurt/Oder,

Telefon (0335) 54 80

erhältlich.

In der „Riesenküche“ werden Eltern und Erziehern die Gefahren für die

Jüngsten deutlich

Die Freiräume und Handlungsspielräume,

die Kinder für eine kindgerechte Entwickung

benötigen, werden immer seltener. Gelegenheiten

für freies Spiel, in dem sie mit

Forscherdrang experimentieren und dabei

soziale, motorische und kognitive Lernerfahrungen

sammeln, sind zunehmend mit einem

erhöhten Unfallrisiko verbunden. „Gesund

groß werden in einem sicheren Lebensumfeld“

heißt ein landesweites Programm, das

in Kooperation der Arbeitsgruppe der Landesärztekammer

„Prävention von Kinderunfällen“,

der Landesverkehrswacht und dem

Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen

und Verkehr entstand und das Empfehlungen

zur Unfallverhütung geben soll.

Die Backofentür wirkt gigantisch, die Töpfe

auf der Herdplatte sind kaum erreichbar und

doch verlockend, die Ecke am Tisch befindet

sich in Schläfenhöhe, und der Stuhl ähnelt

einem Klettergerät. So präsentiert sich die

„Riesenküche“ Erwachsenen. Sie soll derzeit

in öffentlichen Einrichtungen im Land Brandenburg

– wie in den vergangenen Wochen

im Technischen Rathaus

von Cottbus und

in Rathenow – auf die

Gefahren im Haushalt

aufmerksam machen,

die kleinen Kindern

drohen können. Die

Wahrnehmung „aus

Kindersicht“ verblüfft

hier eindrucksvoll. Auf

Grund der überdimensionalen

Möbelstücke

nehmen Erwachsene

die Perspektive von

Kindern ein und erkennen,

dass zum Beispiel

ein Topf, der durch

Kinderhand von der

Herdplatte gezogen

wird, schnell zu Verbrühungen

an Gesicht,

Hals und Brust

führen kann. Ebenso wird deutlich, welch riesige

Hürde ein ganz normaler Stuhl aus Sicht

von Kleinkindern sein kann.

Anna und Beata aus Polen waren zu Gast im Cottbuser Rathaus und

staunten über die „Riesenküche“. Ihr Kommentar: „Eine gute Idee!“

Fotos: usch

Das Problem wird bei diesem Projekt des landesweiten

Programms besonders gut deutlich:

Wesentliche Elemente kindlicher Ent-


wicklung sind Spiel und Bewegung. Durch

Spiel und Bewegung lernen Kinder ihren Körper,

ihre eigenen Fähigkeiten, ihre Umgebung

und ihre Mitmenschen kennen.

Das ist nicht ohne Gefahr. Doch diese vielfältigen

Erfahrungen mit sich und der Umwelt

sind wichtig, um Selbstsicherheit und Selbstvertrauen

zu erwerben. Da Kinder nun mal

keine kleinen Erwachsenen sind, ist ein

wichtiger Bestandteil der Unfallprävention,

Erwachsenen zu vermitteln, welche altersabhängigen

und entwicklungsbedingten Wahrnehmungs-

und Reaktionsfähigkeiten bei Kindern

bestehen. So können entsprechende

Schutzvorkehrungen getroffen sowie Kinder

und Eltern aktiv in die Unfallverhütung einbezogen

werden. Kleine Kinder haben entwicklungsbedingt

eine eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit,

ein begrenztes Seh-, Hörund

Reaktionsvermögen und können daher

auch Gefahren noch wenig erkennen und

einschätzen. Sie haben einen anderen Blickwinkel

als ein Erwachsener, orientieren sich

anders und sind leicht ablenkbar. Auf Grund

dieser Aspekte besteht sowohl im häuslichen

Bereich als auch im Straßenverkehr ein erhöhtes

Gefahrenpotenzial.

Zur Statistik: Kleine Kinder unter fünf Jahren

sind eine Hochrisikogruppe. Denn Unfälle mit

52.

Estrel Convention Center, Berlin

Programm und Anmeldeunterlagen

auf Anforderung

tödlichem Ausgang oder schweren Verletzungen

sind häufiger bei kleinen Kindern als

bei Schulkindern. Im Jahr 1999 waren bei

kleinen Kindern 2,3 tödliche Unfälle pro

100 000 sowie 5,4 schwerverletzte Kinder

pro 1 000 mehr als im Schulalter zu verzeichnen.

Unfälle im Kleinkindalter passieren

vorrangig im häuslichen Bereich und mit

zunehmendem Aktionsradius der Kinder auf

Kinderspielplätzen oder im Straßenverkehr

als Fußgänger bzw. Mitfahrer im PKW der

Eltern. Im Jahr 2001 verunglückten im Land

Brandenburg insgesamt 210 Kinder unter

fünf Jahren im Straßenverkehr, davon vier

tödlich sowie 48 mit schweren Verletzungen.

Allein ca. 70 Prozent der Kinder verunglückten

als Mitfahrer im PKW und ca. 20 Prozent

als Fußgänger. Die meisten Kinder verunglücken

aber in der unmittelbaren Wohnumgebung

(etwa die Hälfte der bis zu vier Jahre

alten Kinder), d.h. in einem Umkreis von

weniger als 100 Meter um die elterliche

Wohnung. Da 95 Prozent der tödlichen Kinderunfälle

und ca. 60 Prozent der Unfälle mit

Verletzungsfolgen – so die Unfallforschung –

verhindert werden können, hat Prävention

hier einen hohen Stellenwert.

Daher ist gerade für Eltern wichtig zu wissen,

wie die Welt aus den Augen ihrer Kinder ge-

2003

12.–14. Mai

in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer Berlin

Kongressleitung: Univ.–Prof. Dr. med. R. Gotzen, Frau Prof. Dr. med. W. Kruse, Dr. med. G. Jonitz, G.G. Fischer

Zertifizierte Fortbildung

Gesundheitspolitik

sehen und wahrgenommen wird, um Gefahren

zu erkennen und damit Unfälle zu verhindern.

Erste Erfahrungen mit dem Einsatz

der „Riesenküche“ im Land Brandenburg zeigen,

dass durch dieses neuartige Instrument

der Sensibilisierung auch neue Zielgruppen

erreicht werden können. In Rathenow wurde

das Projekt durch eine Bürgerbefragung

ergänzt. Im Mai geht die „Küche“ erstmals

außer Landes nach Kiel. usch

Hauptthemen u.a.: Stand: Januar 2003 (Änderungen vorbehalten)

Kardiologie in Klinik und Praxis: Es gibt viel Aufregendes zu berichten – Synkope – Moderne Diagnostik- und Therapiekonzepte – Leitlinien

Hypertonie 2003 – Evidenz-basierte Herzkreislauftherapie – Typ 2 Diabetes mellitus – Aktuelle Therapie und Prävention – Aktuelle

Pneumologie – Obstruktive Atemwegserkrankung. Bronchialkarzinom, Schlafapnoe – Diagnostik und Therapie von Anämien – vermeidbare

Fehler im Alltag – Adipositas und ihre Folgen – Nephrologische Probleme in der täglichen Praxis – Neue Behandlungsstrategien in

der Rheumatologie – Neues zur Schmerztherapie in der täglichen Praxis – Welche neuen Pharmaka sind ein therapeutischer Gewinn? –

Venenerkrankungen und Erkrankungen des lymphatischen Systems – Kasus und Kritik – „Falsche Fährte“: Diagnostische Fehlschlüsse

– Kind und Hausarzt – Rationale Phytopharmakotherapie für die Praxis – Praktische Umsetzung seriöser IGEL-Leistungen – Homöopathie,

Medizin der Begegnung – Umweltmedizin

Weitere Veranstaltungen u.a.: Gesundheitspolitische Foren – Juristische Fallstricke in der ärztlichen Praxis – Informationsveranstaltungen

– Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) – 32. Kongressbegleitende Pflegefachtagung – 36. Deutscher

zahnärztlicher Fortbildungskongress

Kurse: Ärztlicher Notfalldienst – Langzeit-EKG – Lungenfunktions-Kurs – Oesophago-Gastro-Duodenoskopie und Kolonoskopie – Endosonographie

in der Gastroenterologie – Doppler- und (farbkodierte) Duplexsonographie – Ärztliche Hypnose (Grundkurs und Kurs für

Fortgeschrittene) – Autogenes Training (Grundkurs) – Akupunktur (Grundkurs) – Impf- und Reisemedizin-Seminar

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Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

103


Gesundheitspolitik

Thesenpapier des Aktionsrates Ost zur Sicherstellung der ambulanten

medizinischen Versorgung

Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der

kassenärztlichen Vereinigungen Ostdeutschlands,

Dr. med. Hans-Joachim Helming, stellte

ein gemeinsames „Thesenpapier des Aktionsrates

Ost der niedergelassenen Ärzte

und Psychotherapeuten und der kassenärztlichen

Vereinigungen der neuen Bundesländer

zur Sicherstellung der ambulanten medizinischen

Versorgung“ vor. In ihm werden aus

Sicht der Vertragsärzte konstruktive, praxisrelevante

Lösungsansätze und Lösungsmöglichkeiten

aufgezeigt.

Im Einzelnen wird in dem Thesenpapier unter

anderem vorgeschlagen:

Bei nachgewiesenem Sicherstellungsdefizit

– Stichworte Ärztemangel, Unterfinanzierung

– müssen zusätzliche Finanzmittel

durch die Krankenkassen bereitgestellt

werden.

Die bislang bestehenden Zulassungsbezirke,

das sind beispielsweise die Landkreise,

Unmittelbar nach dem Beginn der Hochwasserkatastrophe

gingen bei der Ärztekammer

Sachsen-Anhalt zahlreiche Hilfsangebote

von Ärztinnen und Ärzten sowie von ärztlichen

Organisationen und Firmen aus der gesamten

Bundesrepublik ein. Auf dem Spendenkonto

wurden unter dem Kennwort

„Hochwasserhilfe“ bis zum 18. Dezember

2002 483 Spenden in einer Gesamthöhe von

719.107,30 € eingezahlt.

Die zweckgebunden für die Hochwasseropfer

eingegangenen Spenden wurden am 23.

Dezember 2002 an die vom Hochwasser am

stärksten geschädigten Ärztinnen und Ärzte

des Landes Sachsen-Anhalt in voller Höhe

ausgezahlt.

In Schreiben und durch Anrufe haben die betroffenen

Kolleginnen und Kollegen ihre tief

empfundene Dankbarkeit für die schnelle und

unbürokratische Hilfe, die durch die überwältigende

Spendenbereitschaft möglich

wurde, zum Ausdruck gebracht und uns gebeten,

den Dank an alle Spender weiterzuleiten.

Dieses wollen wir hiermit gern tun.

Besser, als die Betroffenen selbst, können

auch wir die Dankbarkeit nicht ausdrücken

und möchten deshalb aus den Schreiben, die

die Kammer erreicht haben, zitieren:

„…Es erfüllt mich mit großer Genugtuung,

dass die Kolleginnen und Kollegen an unse-

müssen arztgruppenspezifisch dem Versorgungsbedarf

der Menschen entsprechend

untergliedert werden können.

Es sollte gesetzlich die Möglichkeit der genossenschaftsrechtlich

organisierten Gemeinschaften

von Ärzten, wie Polikliniken,

Ambulatorien, möglich werden. Träger solcher

Strukturen könnte auch die KV sein,

welche so den jungen niederlassungswilligen

Ärzten die Angst für Investitionen nehmen

kann.

Die ärztliche Selbstverwaltung sollte durchaus

professionalisiert werden, zugleich

muss aber der ärztliche Sachverstand beibehalten

werden.

Es ist unerlässlich, dass die Ärzte Kalkulationssicherheit

erhalten; Voraussetzung dafür

sind feste Punktwerte bei der Vergütung

definierter Mengen ärztlicher Leistungen.

Eine Verknüpfung von noch höheren Qualitätsanforderungen

bei gleichzeitiger Ein-

rem Hochwasserschicksal so Anteil genommen

haben. Diese Solidaritätsbekundung

gibt mir Mut, weiterhin fest daran glauben zu

können, dass auch zukünftig berufspolitische

Durststrecken gemeinsam in fester kollegialer

Verbundenheit zu meistern sein werden. … „

„ Mit großer Freude habe ich Ihre Nachricht

vom 23. 12.2002 erhalten und danke von

ganzem Herzen für die doch großzügige

Spende der Ärzteschaft. Es ist wohltuend zu

merken, dass es in Zeiten der Sorge Menschen

gibt, die tatsächlich helfen….“

„Mit großer Freude habe ich die großzügige

Spende zur Beseitigung der Folgewirkungen

der Jahrhunderflut erhalten und möchte mich

dafür bei Ihnen recht herzlich bedanken. Die

Solidarität und Hilfsbereitschaft haben mich

überrascht und sehr erfreut und mir Mut zum

Weitermachen gegeben.“

„… Unser Dank gilt besonders den vielen uns

unbekannten Spendern. Die Welle der Hilfsbereitschaft

und Solidarität gab uns die Kraft,

die Schäden der Flutkatastrophe innerhalb

kurzer Zeit weitestgehend zu beseitigen. …“

„… Also, eigentlich weiß ich gar nicht, was

ich sagen soll. … Schienen doch Kategorien

wie Kollegialität oder gar solidarische Hilfsbereitschaft

bei den bislang beobachteten

führung von befristeten Zulassungen, wie

dies die politisch Verantwortlichen vorschlagen,

wird strikt abgelehnt. Ein derartiger Eingriff

in die Berufsausübungsfreiheit wäre ein

eklatanter Verstoß gegen das Grundgesetz.

„Wir Ärzte fühlen uns durchaus in der Pflicht,

mit eigenen Vorschlägen zur Lösung der Probleme

aus der Einnahmeschwäche der Krankenkassen

beizutragen“, umriss Dr. Helming

die Position der ostdeutschen Ärzteschaft.

„Aber wir werden dies nicht unter ideologischen

oder rein monetären Gesichtspunkten

tun, sondern auf Grund unserer Profession als

Arzt.“

Das Thesenpapier ist im Internet unter

www.kv-ost.de zu finden.

Danksagung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt für die Hochwasserhilfe

104 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

Grabenkämpfen um den besten Claim schon

etwas Schaden genommen zu haben. Nun

das! Ich bin sprachlos und dankbar zugleich

für die Mittel, die das entstandene Defizit

wieder ausgleichen können und für die Belehrung,

die ich dadurch erfahren durfte…“

„Am Heiligenabend habe ich das erste Mal

nach mehreren Jahren Freudentränen vergossen.

Die große, unerwartete finanzielle

Hilfe hat mich tief erschüttert und ich fühlte

mich trotz massiver familiärer und gesundheitlicher

Probleme nicht allein gelassen. …

Diese große Solidarität wird uns auch in der

kommenden Zeit bei der Bewältigung der auf

uns zukommenden Probleme helfen…“

„Am Heiligenabend 2002 erhielt ich von der

Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung

eine Spende zur Beseitigung meiner

Flutschäden, die anfangs fast unfassbar erschien

und wofür ich Ihnen und allen Spendern

unendlich dankbar bin. Diese so schnelle

und unbürokratische Hilfe hat mit gezeigt,

dass in der großen Gemeinschaft der Ärzte

kollegiale Hilfe gelebt wird und kein Arzt, der

in Not geraten ist, seinem Schicksal überlassen

wird….“

Dr. med. Henning Friebel

Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt


Neues Schadensersatzrecht in Kraft getreten!

Auswirkungen auf die Arzthaftung?

Neben dem Schuldrechtsmodernisierungsgesetz

vom 1. 1. 2002, was das Recht der Leistungsstörungen

neu regelt, ist auch das

zweite Gesetz zur Regelung schadenersatzrechtlicher

Vorschriften am 1. 8. 2002 in

Kraft getreten.

Der eigentliche Sprengstoff für die Arzthaftung

verbirgt sich im § 253 des Bürgerlichen

Gesetzbuches neuer Fassung, der erweiterte

Schmerzensgeldansprüche vorsieht. Bisher

erhielt ein Verletzter nur dann ein Schmerzensgeld,

wenn der Schädiger vorsätzlich

oder fahrlässig, also schuldhaft handelte. Mit

der Einführung eines allgemeinen verschuldensunabhängigen

Anspruchs auf Schmerzensgeld

wegen der Verletzung von Körper

und Gesundheit wird man gespannt sein,

ob sich auf Grund der Ausweitung der AnspruchsgrundlagenSchmerzensgeldforderungen

in Grenzen halten werden.

So kann es sein, dass durch das Übersehen

einer Behandlungsbedürftigkeit oder falscher

Diagnose der Patient weiterhin Schmerzen

hat. Auf Grund dieses immateriellen Schadens

kann der Arzt auch vertraglich bei Geschäftsführung

ohne Auftrag zur Zahlung eines

Schmerzensgeldes verpflichtet sein.

Als weitere Neuerung kommt die Regelung

der Schadenersatzpflicht des Sachverständigen

nach § 839 a Bürgerliches Gesetzbuch

hinzu. Die Haftung des gerichtlich bestellten

Sachverständigen war bisher folgendermaßen

geregelt: Gegen einen gerichtlich bestellten

Sachverständigen haben die Parteien

eines Rechtsstreits keine vertraglichen Ansprüche.

Eine Haftung aus Amtspflichtverlet-

zung scheidet ebenfalls aus, weil der gerichtlich

bestätigte Sachverständige keine hoheitliche

Gewalt ausübt.

Der beeidigte Sachverständige haftete schon

bisher bei der Falschbegutachtung für jeden

Vermögensschaden. Der unbeeidigte Sachverständige

hingegen haftet für Vermögensschäden

erst bei vorsätzlicher Falschbegutachtung

nach § 826 BGB. Ansonsten wurde

in der Rechtsprechung nur bei Verletzung der

in § 823 Abs. 1 genannten Rechtsgüter Schadenersatz

bei vorsätzlicher oder grob fahrlässiger

Falschbegutachtung anerkannt. Da

die Frage der Vereidigung haftungsrechtlich

kein geeignetes Kriterium ist, soll mit § 839 a

BGB der Unterschied zwischen der Haftung

des beeidigten und nichtbeeidigten gerichtlichen

Sachverständigen aufgehoben werden.

Eine Haftung des beeidigten Sachverständigen

bei einfacher Fahrlässigkeit scheidet

dann aus. Eine Haftung auf Grund § 839 a

BGB kommt allerdings nur im Falle einer gerichtlichen

Entscheidung in Betracht. Einigen

sich die Parteien vergleichsweise, weil sie

durch ein unrichtiges Gutachten fehlgeleitet

werden, scheidet diese Anspruchsgrundlage

aus.

Für den nichtbeeidigten Sachverständigen

stellt die Neuregelung eine deutliche Haftungsverschärfung

dar. Er haftet nun, wenn

auch nur bei grober Fahrlässigkeit, für jeden

Vermögensschaden und nicht nur bei Verletzungen

der in § 823 Abs. 1 genannten

Rechtsgüter. Es könnte somit bei den Parteien

die Versuchung wachsen, nach verlorenem

Prozess im Wege des Regresses gegen

den gerichtlich bestellten Sachverständigen

WARNUNG vor Telefonbuch Verlag AKALAN

Erneut werden Ärzte mit Formularsendungen

überhäuft, die ähnlichen Ärger befürchten

lassen wie im Fall stebo expert. Ein so genannter

„Telefonbuchverlag Akalan“ verschickt

derzeit deutschlandweit gefälschte

Rechnungen bzw. vorgetäuschte Angebotsformulare.

Bekannt sind derzeit drei

verschiedene Formulare mit den Titeln „Telekommunikation

Branchenonline“, „Ärzte-Kliniken-Verzeichnis

Online“ und „Tele-Branchenportal“.

In allen drei genannten Fällen liegen nach

Auffassung des Deutschen Schutzverbundes

gegen Wirtschaftskriminalität Täuschungsversuche

vor, so dass bereits ein Abmahnverfahren

eingeleitet wurde. Ebenfalls wurden

Staatsanwaltschaft sowie das zuständige Gewerbeamt

eingeschaltet. Das Landgericht

München I hat am 27. 2. 2003 eine einstweilige

Verfügung erlassen (AZ: 1 HK O

3955/03), wonach es dem Inhaber dieses

Telefonbuchverlages, Herrn Akalan, verboten

wird, die o.g. Formulare gewerblich zu verwenden.

Es wird dringend vor dem Unterzeichnen eines

solchen Formulares gewarnt! Werfen Sie

Arzt und Recht

vorzugehen. Da Haftungsrecht und Haftungsbeschränkungen

nicht vorgesehen sind, ist

mit einer deutlichen Verschärfung des Risikos

für den gerichtlich bestellten Sachverständigen

zu rechnen.

Die bekannteste Veränderung erfolgte insofern,

als bei Waren nunmehr eine zweijährige

Gewährleistungsfrist gilt. Beim Verkauf

werden Ärzte Händlern gleichgestellt. Das

Gesetz bringt dann Nachteile, wenn Ärzte

beispielsweise gebrauchte Medizintechnik

verkaufen wollen. Alle Freiberufler und

Selbstständige sind nach neuem Recht gleichgestellt.

Das geht soweit, dass sie beim Verkauf

ihres Praxisautos wie der Autohändler

ein Jahr lang für Mängel, die im Vertrag nicht

benannt sind, haften. Damit unterscheiden

sie sich von Leuten, die einen Wagen privat

verkaufen. Dort gilt das neue Schuldrecht

nämlich nicht. Der private Verkäufer kann die

Gewährleistung im Vertrag ausschließen.

Eine weitere Stärkung der Rechtsposition des

Verbrauchers erfolgt insoweit als im Bereich

des Arzneimittelhaftungsrechts Beweiserleichterungen

eingeführt wurden.

Bei Arzneimittelschäden muss nunmehr der

Pharmakonzern beweisen, das ihn keine

Schuld trifft. Flankiert wird diese Erleichterung

der Durchsetzung von Ansprüchen dadurch,

dass der Verbraucher vom Pharmahersteller

und Aufsichtsbehörden verlangen

kann, ihn über sämtliche bekannte Nebenwirkungen

eines Medikaments Auskunft zu

erteilen.

Krahforst, Jur. Geschäftsführer

es einfach weg. Betroffene, die irrtümlich

eine Unterschrift geleistet haben, sollten

schnellstmöglich den Vertrag schriftlich anfechten.

Weitere Informationen finden Sie bei

www.wettbewerbszentrale.de

unter „Publikationen“,

„Adressbuchschwindel:

Onlineverlag aus Kirchheim“.

C. Sägner

Assessorin

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

105


Arzt und Recht

Typische Behandlungsfehler

aus der Praxis der Norddeutschen Schlichtungsstelle

Heute: Unfallchirurgie – Kompartmentsyndrom nach Kreuzbandersatz –

Weniger für den niedergelassenen Chirurgen,

Unfallchirurgen und Orthopäden als für

die in der Klinik tätigen Ärzte dieser Fachgebiete

stellt das postoperative bzw. posttraumatische

Kompartmentsyndrom eine

ernstzunehmende Komplikation und Herausforderung

dar. Dem Circolus vitiosus, eines

schnell fortschreitenden Ischämiesyndroms,

kann nur mit differenzial-diagnostischer Erfahrung,

zielgerichteter Diagnostik und frühzeitigster

Therapie erfolgreich begegnet

werden.

Kasuistik:

Der damals 28jährige Patient hatte sich am

2. 2. 1999 in der in Anspruch genommenen

Klinik einer Kreuzbandersatzoperation am

rechten Kniegelenk unterzogen. Schon wenige

Stunden nach der Operation wurden erstmals

Angaben über Schmerzen im Unterschenkel

und Kribbelgefühle dokumentiert.

Auch 24 Stunden später wurden gleiche

Symptome notiert, der Unterschenkel wurde

als prall geschwollen beschrieben. Ein als zu

straff angesehener Verband wurde gegen einen

elastischen Strumpf ausgetauscht und

Hochlagerung der Extremität angeordnet.

Am Morgen des zweiten postoperativen Tages

folgte gleiche Befundbeschreibung mit

zusätzlicher Angabe von Sensibilitätsstörungen.

Gegen 13.00 Uhr wurden unerträgliche

Schmerzen beschrieben. Der Unterschenkel

war jetzt livid verfärbt, die Haut glänzend,

die Sensibilität im Vorfuß deutlich herabgesetzt,

Dorsalflexion war nicht mehr möglich.

Gegen 15.00 Uhr wurde die Diagnose eines

Kompartmentsyndroms gestellt und die Verlegung

in das benachbarte Unfallkrankenhaus

eingeleitet. Bei der Aufnahme dort bestand

eine Umfangsdifferenz im Kniegelenk von

5 cm und im oberen Drittel des Unterschenkels

eine Umfangsdifferenz von 4 cm. 2 1/2

Stunden nach Aufnahme wurden sämtlichen

Fascien des Unterschenkels gespalten. Die

Muskulatur war bräunlich verfärbt. In der

Folgezeit waren Revisionsoperationen zur

Abtragung von Muskelnekrosen und späterer

Hautdeckung erforderlich. Erst sechs Wochen

später war Entlassung in ambulante Behandlung

möglich. In der Folgezeit bestand

eingeschränkte Belastbarkeit, der Patient

musste längere Zeit den Rollstuhl benutzen.

Es war eine Peronäusschiene erforderlich.

Bei Begutachtung zehn Monate später be-

106 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

standen noch deutliche Zeichen eines Peronäusschadens

mit Sensibilitätsstörung und

Fußheberschwäche, des weiteren Schwellneigung

des Unterschenkels sowie Bewegungseinschränkung

im oberen Sprunggelenk.

Der Patient monierte unzureichende Reaktion

auf die von ihm angegebenen Schmerzen.

Die in Anspruch genommene Klinik wandte

ein, dass sich erst 48 Stunden nach der Operation

erste eindeutige Hinweise für ein Kompartmentsyndrom

ergeben hätten und danach

sofortige Verlegung erfolgt sei.

Der von der Schlichtungsstelle eingeschaltete

Gutachter führte aus, dass bei dem Patienten

schon unmittelbar postoperativ Hinweise für

eine gewebekomprimierende Einblutung bestanden

hätten. Über zwei Tage sei eine pralle

Schwellung des Unterschenkels hingenommen

worden. Auch weitere klassische

Zeichen eines Kompartmentsyndroms hätten

relativ früh bestanden. Es sei ihnen erst nach

eindeutiger Lividverfärbung und weiterer Zunahme

von Sensibilitätsstörungen nachgegangen

worden. Auch nach Diagnosestellung

sei eine Verzögerung sachgerechter

Maßnahmen über mehrere Stunden anzunehmen.

Als Folge von Versäumnissen

müssten Zeitverlust, Beeinträchtigungen und

Funktionsausfälle angesehen werden.

In Kenntnis des Gutachtens wandte die in Anspruch

genommene Klinik ein, dass im vorliegenden

Fall ein chirurgischer Gutachter die

Tätigkeit eines Orthopäden beurteilt habe

und begründete damit den Wunsch nach einer

erneuter Begutachtung durch einen orthopädischen

Sachverständigen. Die im Gutachten

angeführten Literaturstellen wären

ausschließlich unfallchirurgischen Zeitschriften

entnommen. Einige Literaturstellen hätten

zum Zeitpunkt der Schädigung überhaupt

noch nicht zur Verfügung gestanden. Bei der

Beurteilung des Verlaufes und verbliebener

Folgen sei nicht berücksichtigt worden, dass

bei zeitgerechter Behandlung eines Kompartmentsyndroms

erhebliche Schäden verbleiben

könnten.

Hierzu stellte die Schlichtungsstelle fest, dass

für die Fachgebiete Chirurgie/Unfallchirurgie

und Orthopädie, deren Tätigkeitsfeld sich

in zahlreichen Bereichen überschneiden, bezüglich

der an die Diagnose und Behandlung

eines Kompartmentsyndroms zu stellenden

Forderungen identische Standards gelten.

Beide Fachgebiete bedienen sich der Literatur

des anderen Fachgebietes. Ein zu beauftragender

orthopädischer Gutachter hätte deshalb

das Problem des Kompartmentsyndroms

unter gleichen Voraussetzungen wie ein

Unfallchirurg zu beurteilen. Die Anforderung

eines weiteren Gutachtens würde deshalb

nicht weiterführen. Wenn der Gutachter in

seiner Literaturübersicht mit insgesamt 15

Quellenangaben, in zwei Fällen Literatur aus

der Neuzeit, also dem Schädigungsjahr angeführt

habe, so könne dies vernachlässigt

werden. Das Kompartmentsyndrom wird in

unfallchirurgischer sowie auch in orthopädischer

Literatur sowie auf den entsprechenden

Fachkongressen seit zwei Jahrzehnten ausreichend

häufig und identisch abgehandelt.

Bewertung der Schlichtungsstelle:

Die Ausführungen des Gutachters über den

Ablauf von Operation bis zur Verlegung und

seiner Bewertung waren nach Ansicht der

Schlichtungsstelle zutreffend.

Eine schon kurz nach arthroskopischer Operation

auftretende massive Schwellung des

Unterschenkels mit gleichzeitiger Angabe

von starken Schmerzen und der Notwendigkeit

häufiger Verordnung von Schmerzmitteln

ist ein so ungewöhnliches Geschehen, dass

bereits am Nachmittag des Operationstages

an eine abklärungsbedürftige Komplikation

gedacht werden musste. Im Gegensatz zu einer

frischen Traumatisierung des Unterschenkels,

bei der in den ersten Stunden, manchmal

sogar Tagen, eine Unterscheidung

zwischen den typischen Folgen der Verletzung

und einem sich entwickelnden Kompartmentsyndrom

schwierig ist, gab es in den

ersten 24 Stunden in diesem Falle nur eine

Erklärung, nämlich die durch eine in der Wadenregion

bestehende Blutansammlung. In

der Klinik, in der nach Angabe ihres Leiters,

Fachärzte für das orthopädische, für das unfallchirurgische

und für das chirurgische

Fachgebiet tätig waren, musste allein die

Komplikation einer denkbaren stärkeren Blutung

bedacht werden und zu abklärenden

Maßnahmen führen. Die äußerst differenzierte

Verlaufsbeschreibung durch die Mitarbeiter

der in Anspruch genommenen Klinik

ließ erkennen, dass der Operateur lediglich

kurz nach der Operation und dann erst 48

Stunden später eine persönliche Untersu-


chung vornahm. Die aktenkundigen Dokumentationen

seiner nachgeordneten Ärzte,

wie auch die Angaben des Patienten ließen

erkennen, dass die Mitarbeiter in der unmittelbaren

postoperativen Phase mit der Deutung

der gegebenen Symptomatik überfordert

waren. Spätestens am Folgetag musste

dann aber bei zu forderndem Sachverstand

und der Feststellung eines prall geschwollenen

Unterschenkels bei gleichzeitiger Angabe

von starken Schmerzen und von Sensibilitätsstörungen

an ein Kompartmentsyndrom

gedacht, ein verantwortlicher und sachverständiger

Facharzt des Leitungsteams beigezogen

und eine entsprechende Abklärung

eingeleitet werden. Es gab ernsthaft nur eine

denkbare Diagnose, nämlich die des Kompartmentsyndroms

und an dieses wurde über

48 Stunden bis zum Mittag des 4. 2. 1999

nicht gedacht. Da die Klinik weiterführender

Diagnostik (Druckmessung) und auch operativer

Versorgung nicht gewachsen war, hätte

spätestens am 3. 2. 1999 eine Verlegung des

Patienten erfolgen müssen. Dem Leiter der in

Anspruch genommenen Abteilung war, wie

sich dann am 4. 2. 1999 bei seiner 48 Stunden

nach Operation erfolgten Zweitvisite erwiesen

hat, ein Kompartmentsyndrom durchaus

geläufig. Es ist danach in vertretbarer

Zeit zur Verlegung und Revision gekommen.

Nach Ansicht der Schlichtungsstelle hätte

der Patient spätestens 24 Stunden nach Arthroskopie

und ersten Symptomen eines

Kompartmentsyndroms entsprechender Diagnostik

und Operation zugeführt werden könne.

Auch für diesen Fall konnte nicht mit ausreichender

Wahrscheinlichkeit festgestellt

werden, dass bleibende Folgen vermeidbar

waren. Auch bei zeitgerechter operativer

Versorgung eines Kompartmentsyndroms

verbleiben häufig Muskelschäden, relativ

häufig auch, dann aber meist rückbildungsfähige

neurologische Ausfälle. Verlängerung

der Behandlungszeit und in einem Teil der

Fälle bleibende funktionelle Ausfälle sind zu

erwarten.

Arzt und Recht

Insofern erschien es gerechtfertigt, für verzögerte

Behandlung, vermehrte Beschwerden

und Beeinträchtigungen sowie einen Teil verbliebener

Ausfälle einen hälftigen Anteil des

Gesamtschadens durch fehlerhaft verzögerte

Diagnosestellung anzunehmen und in diesem

Umfang Ansprüche als gerechtfertigt anzusehen.

Es ist zusammenfassend festzustellen, dass

normabweichende Symptome nach Verletzungen

und Operationen an den unteren

Gliedmaßen immer an das seltene Kompartmentsyndrom

denken lassen müssen. Rechtzeitig

eingesetzte Diagnostik und Therapie

lassen die fatalen Folgen des Ischämiesyndroms

deutlich reduzieren.

Dr. med W. D. Schellmann

Ärztliches Mitglied der Schlichtungsstelle

Berliner Allee 20

30175 Hannover

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Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

107


Steuertipp

Mehr als eine lästige Pflicht: Buchführung für Ärzte

Helfer und Heiler auf der einen Seite und auf

der anderen Seite Unternehmer? Für Ärzte

ist der Spagat zwischen diesen beiden Positionen

häufig die tägliche Realität. Rechtlich

gesehen üben Ärzte, unabhängig von der

Größe ihrer Praxis, keine gewerbliche Tätigkeit

aus, sondern sind Angehörige eines

Freien Berufes. Deshalb gelten für Ärzte

auch nicht die Vorschriften des Handelsgesetzbuches,

in denen die Buchführungspflichten

für Gewerbetreibende festgelegt

sind. Ebenfalls entfällt für Ärzte als Freiberufler

die so genannte abgeleitete Buchführungspflicht.

Was gehört in eine steuerliche

Gewinnermittlung?

Die Gewinnermittlung für steuerliche Zwecke

erfolgt bei Freiberuflern durch die Einnahmen-Überschussrechnung,

die in § 4 Abs. 3

des Einkommensteuergesetzes geregelt ist.

Der Gewinn wird dabei als Überschuss der

Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben

ermittelt . Betriebsausgaben sind dabei

grundsätzlich die Ausgaben, die durch den

Betrieb – oder die Praxis – veranlasst sind.

Allerdings legt das Steuerrecht fest, dass

nicht alle Betriebsausgaben steuerlich

berücksichtigt werden können. Beispielsweise

werden Aufwendungen für Geschenke,

Kosten für die Wege zwischen Wohnung

und Praxis sowie andere Ausgaben, die die

allgemeine Lebensführung betreffen, nicht

oder nicht in voller Höhe als Betriebsausgaben

anerkannt. Bewirtungsaufwendungen

werden nur teilweise anerkannt. Dabei gilt:

Einige dieser Aufwendungen müssen einzeln

und getrennt von den anderen Betriebsausgaben

aufgezeichnet und nachgewiesen

werden.

Zu den abzugsfähigen Betriebsausgaben

gehören die anfallenden Kosten für Arbeitsmittel

und die Praxisausstattung. Bei Geräten,

die über mehrere Jahre nutzbar sind, müssen

die Aufwendungen über die Jahre der Nutzungsdauer

verteilt werden. Das heißt, dass

im Jahr der Anschaffung nicht der gesamte

Kaufpreis abgesetzt werden kann, es sei

denn, es handelt sich um so genannte geringwertige

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten

nicht über 410 Euro. Abgesetzt

werden kann nur der Betrag der zeitanteiligen

Abschreibung. Diese mehrjährig nutzbaren

Wirtschaftsgüter müssen daher in

eigene Verzeichnisse (Inventar) aufgenommen

werden, in denen auch die jährlichen

Abschreibungen und der verbleibende Buchwert

festgehalten werden.

108 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

Ärzte als Arbeitgeber und Unternehmer

Natürlich wird eine Arztpraxis nicht nur mit

Hilfe von Geräten, sondern in erster Linie

durch das beschäftigte Personal geführt. Der

Arzt ist als Unternehmer gleichzeitig auch Arbeitgeber.

Zu den Pflichten eines Arbeitgebers

gehört es, die Lohnsteuer für die Beschäftigten

einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen.

Außerdem müssen Meldungen an die

Sozialversicherungsträger abgegeben und

Beiträge abgeführt werden. Um die verschiedenen

Arbeitgeberpflichten zu erfüllen, notwendige

Aufzeichnungen zu erledigen und

Termine einzuhalten, ist eine professionelle

Lohnbuchführung durch einen Steuerberater

sinnvoll. Natürlich kann der Arzt diese selber

erledigen, die Einschaltung eines Steuerberaters

kann aber vor Fehlern und Versäumnissen

bewahren, für die der Arzt als Arbeitgeber

gegenüber dem Finanzamt und den Sozialversicherungsträgern

haftet.

Auch Ärzte sind Unternehmer und fällen

dementsprechend betriebswirtschaftliche Entscheidungen.

Um für die Praxis die richtigen

Entscheidungen zu treffen, ist es hilfreich, auf

betriebliche Daten zurückgreifen zu können,

die in Form einer so genannten betriebswirtschaftlichen

Auswertung (BWA) aufbereitet

werden. Mit ihrer Hilfe kann man bereits

während des laufenden Jahres erkennen, ob

die für das Jahr geplanten Ziele erreicht werden

können oder ob und wo Abweichungen

aufgetreten sind. Voraussetzung für eine

BWA ist eine Buchführung. Für die Buchführung

und die Analyse dieser Vorgänge in

der BWA sind Steuerberater die richtigen Ansprechpartner,

die mit den steuerlichen und

betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der

berufstypischen Besonderheiten der Ärzte

vertraut sind.

Mit Erfolgsrechnungen den Überblick

behalten

Eine betriebswirtschaftliche Auswertung stellt

im Prinzip eine kurzfristige Erfolgsrechnung

dar, mit der die wirtschaftliche Situation des

Unternehmens und Arztes im Jahresablauf

aufgezeigt wird. In der kurzfristigen Erfolgsrechnung

werden die Aufwendungen und Erträge

des laufenden Monats oder Quartals

sowie die kumulierten Jahresbeträge dargestellt.

Eine vergleichende BWA mit Vorjahreszahlen

zeigt auf, ob etwaige Abweichungen

von den geplanten Zahlen einmalig sind oder

ob es solche Abweichungen auch früher

schon gegeben hat. Zusätzlich zeigt

die Liquiditäts-Darstellung den finanziellen

Deckungsgrad auf – und damit wird ersichtlich,

ob für die jeweils anstehenden Verbindlichkeiten

fristgerecht genügend Barmittel zur

Verfügung stehen. Auch in Hinblick auf den

Wettbewerb sind betriebswirtschaftliche Erfolgsrechnungen

sinnvoll: Ein Arzt, der unternehmerisch

denkt, wird wissen wollen, wo

die Praxis als Unternehmen im Vergleich zum

Vorjahr und im Vergleich zu den Wettbewerbern

steht. Diese Frage kann anhand einer

BWA mit Branchenvergleichszahlen beantwortet

werden, die z. B. Aufschluss über die

Kostenstrukturen in vergleichbaren Praxen

geben. Mit Hilfe dieser Rechnungen können

Ärzte klären, wie die wirtschaftliche Situation

der Praxis im Vergleich zu den Kollegen aussieht,

und gleichzeitig mögliche Defizite oder

Aktionspotenziale erschließen. Voraussetzung

ist allerdings, dass man sich für die Ermittlung

und Aufbereitung der Daten eine ordentliche

Buchführung erstellen lässt, aus der

eine fachlich fundierte BWA abgleitet wird.

Dr. Carola Fischer,

Steuerberaterin

Referentin der Bundessteuerberaterkammer

Weitere Informationen zum Thema erhalten

Sie von einem Steuerberater, der Ihnen auf

Wunsch von der Steuerberaterkammer Brandenburg

(Telefon 0331/88 85 20, Fax

0331/8 88 52 22) genannt wird. Oder Sie

nutzen den Steuerberater-Suchservice im Internet,

den die Steuerberaterkammer Brandenburg

unter www.stbk-brandenburg.de

eingerichtet hat.



Name, Vorname:

Anschrift:

Ich melde mich zum Kongress an (bitte ankreuzen):

6. Ärztlicher Fortbildungskongress

der Landesärztekammer Brandenburg

23. bis 25. Oktober 2003 in Dahlewitz

Stempel/Unterschrift:

Die Vortragsanveranstaltungen sind für Ärztinnen und Ärzte im Praktikum kostenfrei und AiP-anrechenbar.

Bei Teilnahme an Kursen (Gebühren siehe unten) werden keine Kongressgebühren erhoben.

A ❒ Gesamtveranstaltung: 150 €

B ❒ Einzelsymposium

Fortbildung

Plenarveranstaltungen: Zeit: Teilnehmergebühr:

❒ Palliativmedizin 24. 10. 2003, 9.00 - 9.45 Uhr - 1 P

❒ Der polymorbide Patient 25. 10. 2003, 9.00 - 9.45 Uhr - 1 P

Symposien: Zeit Teilnehmergebühr:

❒ Aktuelle Impffragen 23. 10. 2003, 16.00 - 18.00 Uhr 30 € 2 P

❒ Schmerztherapie 23. 10. 2003, 16.00 - 18.00 Uhr 30 € 2 P

❒ Parkinson, Bewegungsstörungen und Demenz 24. 10. 2003, 10.00 - 17.00 Uhr 50 € 8 P

❒ Prostata und Inkontinenz 24. 10. 2003, 10.00 - 14.00 Uhr 50 € 4 P

❒ Neues aus der Ernährungsmedizin 24. 10. 2003, 14.00 - 17.00 Uhr 50 € 4 P

❒ Gastroenterologie/Hepatologie 25. 10. 2003, 10.00 - 14.00 Uhr 50 € 4 P

❒ Symposium für den Hausarzt 25. 10. 2003, 10.00 - 14.00 Uhr 50 € 4 P

❒ Begutachtung im Rehabilitations- 25. 10. 2003, 10.00 - 14.00 Uhr 50 € 4 P

und Rentenverfahren

❒ Berufspolitisches Kolloquium 23. 10. 2003, 17.00 - 19.00 Uhr -

Kurse: Zeit Teilnehmergebühr/ermäßigt

❒ Fachkundeseminar Rettungsdienst 13. bis 20. 10. 2003 420,-/295,- € 64 P

❒ Sonographie-Grundkurs 23. bis 26. 10. 2003 300,-/210,- € 23 P

❒ Spezielle Schmerztherapie Block IV 24./25. 10. 2003 150 € 16 P

❒ Grundkurs Ein- und Zweidimensionale 24. bis 27. 10. 2003 300 € 24 P

Echokardiographie

❒ Qualifikationskurs Verkehrsmedizinische 24./25. 10. 2003 200 € 16 P

Begutachtung für Fachärzte

❒ Langzeit-EKG 23./24. 10. 2003 150 € 16 P

❒ Langzeit-Blutdruckmessung 25. 10. 2003 90 € 8 P

❒ Impfaufbau-/Refresherkurs 25. 10. 2003 65 € 5 P

❒ Röntgen-Aktualisierungskurs (8 Std.) 23. 10. 2003 120 € 8 P

❒ Herzschrittmacherseminar (Grund- und 23. bis 25. 10. 2003 360 € 16 P

Aufbaukurs)

❒ Refresherkurs Chirotherapie 24./25. 10. 2003 150 € 12 P

❒ Qualitätszirkel-Moderatorentraining 25. 10. 2003 90 € 8 P

für den stationären Bereich

Anmeldung und Auskunft: Landesärztekammer Brandenburg, Referat Fortbildung, Postfach 101445, 03014 Cottbus,

Telefon: (0355) 7 80 10-23, -24,- 25, -49, Fax: (0355) 7 80 10-44, e-mail: akademie@laekb.de

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

109


Fortbildung Kammerinformationen

Angebot

Akademie

für ärztliche

Fortbildung

64 P Fachkundeseminare

Rettungsdienst

(anerkannte Bildungsfreistellungsveranstaltung)

Voraussetzung für die

Zulassung 12 Monate

klinische Tätigkeit

(Nachweis bitte einreichen)

Wochenkurs

19. bis 26. Mai 2003

Kursleiter:

ausgebucht

Dr. med. E.-G. Stellke, Beeskow

15. bis 22. Sept. 2003

Kursleiter: Dr. med. G. Schrot,

Treuenbrietzen

13. bis 20. Okt. 2003

Kursleiter:

Dr. med. F. Lorenz, Neuruppin

Ort: Potsdam

Teilnehmergebühr:

je 420 € (für AiP 295 €)*

40 P Seminar Leitender

Notarzt

1. bis 5. Dez. 2003

Teilnehmergebühr: 600 €

Ort: Cottbus

Kursleiter:

Dr. med. F. Lorenz, Neuruppin

Kurse zur Erlangung der

Zusatzbezeichnung

„Chirotherapie“

Die Abstände zwischen den

einzelnen Kursen I bis IV

müssen mindestens drei Monate

betragen.

12 P Informationskurs

30./31. Juli 2003

Teilnehmergebühr:

110 € (für AiP 75 €)*

48 P Kurs I

1. bis 6 Aug. 2003

Teilnehmergebühr:

500 € (für AiP 335 €)*

48 P Kurs III

10. bis 15. Sept. 2003

Teilnehmergebühr:

500 € (für AiP 335 €)*

Ort: Potsdam

110 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

Kursleiter: Univ.Prof. Dr.sc.med.

G. Badtke, Potsdam

Weiterbildungskurs

Allgemeinmedizin

Block 5: 9./10. Mai 2003

Block 6: 21. Juni 2003

Block 7: 20. Juni 2003

Block 8: 12. Juli 2003

Block 9: 16. Aug. 2003

Block 10: 11. Juli 2003

Block 11: 5./6. Sept. 2003

Block 12: 15. Aug. 2003

Block 13: 10./11. Okt. 2003

Block 18: 7./8. Nov. 2003

Block 19: 28./29. Nov. 2003

Block 20: 12./13. Dez. 2003

Block 15: im Rahmen des Fachkundeseminares

Rettungsdienst

Teilnehmergebühr: 8 €/Stunde

Ort: Potsdam

Kursleiter:

Dr. med. R. Schrambke,

Groß Schönebeck

Psychosomatische

Grundversorgung

(80 Stunden)

einschließlich Block 16 und 17

Allgemeinmedizin

2003 ausgebucht

Teilnehmergebühr: 8 €/Stunde

24./25. April 2004

12./13. Juni 2004

10./11. Juli 2004

11./12. Sept. 2004

23./24. Okt. 2004

Ort: Potsdam

Leitung:

Dr. med. R. Kirchner, Cottbus

3 P Intensivvorbereitung

auf die Facharztprüfung

Allgemeinmedizin

jeweils 15.00 bis 18.00 Uhr

21. Mai 2003

22. Okt. 2003

Teilnehmergebühr: 35 €

Ort: Cottbus

Schwerpunkte:

Zulassungsvoraussetzung,

Ablauf des Fachgesprächs,

Schwerpunkte und Umfang,

Literatur- und

Prüfungsvorbereitung

für interessierte

Prüfungskandidaten zum

Facharzt Allgemeinmedizin

Leitung:

Dr. med. R. Schrambke,

Groß Schönebeck

Sozialmedizin

Grundkurs B

20.bis 30. Okt. 2003

Teilnehmergebühr: 380 €

Leitung: Prof. Dr. med.

J.-U. Niehoff, Potsdam

16 P/Block Fortbildung

Spezielle Schmerztherapie

(80 Stunden)

Block III: 19./20. Sept. 2003

Block IV: 24./25. Okt. 2003

Block V: 28./29. Nov. 2003

Teilnehmergebühr:

150 €/Block

Ort: Potsdam

Wissenschaftliche Leitung:

Prof. Dr. med. habil.

Dipl.-Psych. D. Seefeldt,

Dr. med. K. Gastmeier,

Dipl.-Med. M. Passon

je 23 P Sonographie-Kurse

Abdomen und

Retroperitoneum

nach den Richtlinien der

Kassenärztlichen Bundesvereinigung

und der DEGUM

Grundkurs

23. bis 26. Okt. 2003

Aufbaukurs

20. bis 23. Nov. 2003

Teilnehmergebühr: je 300 €,

(für AiP 210 €)*

Ort: Potsdam

Kursleiter: Priv.-Doz. Dr. med.

J. Hierholzer,

Dr. med. W. Buchholz, Potsdam

16 P Qualifikationskurs

Verkehrsmedizinische

Begutachtung für Fachärzte

24./25. Okt. 2003

Ort: Dahlewitz

Teilnehmergebühr: 200 €

Leitung:

Dr. med. T. Kayser, Potsdam

14 P Fortbildungsseminar

für arbeitsmedizinisch tätige

Ärzte: Psychische

Fehlbelastungen/

Stress am Arbeitsplatz

9./10. Mai 2003

Ort: Potsdam

Teilnehmergebühr: 200 €

Leitung:

Dr. med. T. Kayser, Potsdam

5 P Impfaufbau-/

Refresherkurse

(entsprechend Beschluss des

Vorstandes zum Impfzertifikat/

Aufrechterhaltung der

Impfberechtigung –

siehe BÄB 6/2000, S.199)

17. Mai 2003 in Potsdam

23. Aug. 2003 in Cottbus

25. Okt. 2003 in Dahlewitz

Teilnehmergebühr: 65 €

16 P/Block Fortbildung

„Suchtmedizinische

Grundversorgung“

in Zusammenarbeit mit dem

AISS Angermünder Institut

für Suchttherapie und

Suchtmedizin

Block I bis III im Herbst 2003

Teilnehmergebühr:

150 €/Block

Ort: Potsdam

Leitung:

Priv.-Doz. Dr. med. G. Richter,

Angermünde;

Prof. Dr. med. Schwantes,

Berlin

8 P Impfbasiskurs

28. Nov. 2003

Ort: Potsdam

Teilnehmergebühr: 120 €

Leitung: Frau Dr. med.

G. Ellsäßer, Potsdam

32 P Herzschrittmacherseminar

(40 Stunden)

mit Sachkundenachweis der

Arbeitsgruppe Herzschrittmacher

der Deutschen

Gesellschaft für Kardiologie

Grund- und Aufbaukurs

23. bis 25. Okt. 2003

in Dahlewitz

Teilnehmergebühr: 360 €

Abschlusskurs

22./23. Nov. 2003 in Potsdam

Teilnehmergebühr: 240 €

Leitung:

PD Dr. B. Lemke, Bochum;

Dr. med. W. Kamke, Rüdersdorf

je 16 P Kurse im

Strahlenschutz

(anerkannte Bildungsfreistellungsveranstaltung)

Grundkurs (Voraussetzung

ist die Teilnahme am achtstündigen

Einführungskurs mit

anschließender mindestens

sechs Monate andauernder

Hospitation)

5./6. Nov. 2003

Spezialkurs

7./8. Nov. 2003

Ort: Cottbus

Teilnehmergebühr:

je 250 € (für AiP 170 €)*

Leitung: Doz. Dr. med. habil.

C.-P. Muth, Cottbus

* Die Ermäßigung gilt nur für AiP,

die im Land Brandenburg ihre Tätigkeit

ausüben. Für Ihre Anmeldung verwenden

Sie bitte das Anmeldeformular,

Seite 111. Anmeldungen werden nach

Posteingang berücksichtigt.


Bioterrorismus und Pockenschutz

Die Gefahr bioterroristischer Anschläge wird nicht nur in den Medien,

sondern auch in Krisenstäben und in Gesundheitsministerien diskutiert.

Für die Organisation der Maßnahmen ist das MASGF zuständig.

1. Die Landesärztekammer Brandenburg informiert alle interessierten

Kolleginnen und Kollegen auf fünf regionalen Veranstaltungen über

die derzeitigen Kenntnisse zur Gefährdung und die geplanten Schutzmaßnahmen.

In den Veranstaltungen werden auch Vertreter des Gesundheitsamtes

des Landes Brandenburg Auskünfte geben.

16. April 2003, 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Ort: Hörsaal Altbau Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. habil. H. Koch, Beeskow

23. April 2003, 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Ort: Konferenzraum „Oderland“ Klinikum Frankfurt/Oder

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. habil. H. Koch, Beeskow

23. April 2003, 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Ort: Großer Speisesaal Klinikum Ernst von Bergmann Potsdam

Wissenschaftliche Leitung: PD Dr. med. Th. Weinke, Potsdam

7. Mai 2003, 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Ort: Konferenzsaal I Klinikum Uckermark Schwedt

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. med. habil. H. Koch, Beeskow

21. Mai 2003, 16.00 bis 18.00 Uhr

Ort: Großer Festsaal Ruppiner Kliniken Neuruppin

Wissenschaftliche Leitung: PD Dr. med. Th. Weinke, Potsdam

Anmeldung:LÄKB, Referat Fortbildung, Postfach 101445,

03014 Cottbus, Fax: (0355) 7 80 10 44, e-mail: akademie@laekb.de

2. Darüber hinaus werden durch das Öffentliche Gesundheitswesen im

Land Brandenburg so genannte Multiplikatorenschulungen durchgeführt.

3. Im Rahmen der Impfkurse, die die Landesärztekammer Brandenburg

über die Akademie für ärztliche Fortbildung anbietet, werden Themen

zur Pockenimpfung integriert.

Dr. med. M. Kalz Dr. R. Heiber

Vorsitzender Akademie Hauptgeschäftsführer

Landesärztekammer Brandenburg Referat Fortbildung

Postfach 10 14 45, 03014 Cottbus

Absender:*)

Anmeldung für Kurse/Veranstaltungen der Akademie für ärztliche Fortbildung der Landesärztekammer Brandenburg

Ich möchte mich für folgenden Kurs/folgende Kurse anmelden:

Kurs vom bis

Kurs vom bis

Kurs vom bis

Kurs vom bis

Fortbildung

AiP im Land Brandenburg tätig: ja / nein ** *) Bitte in Druckschrift ausfüllen. **) Nichtzutreffendes bitte streichen.

Datum Unterschrift/Stempel

11. Jahrestagung der

Deutschen Gesellschaft für

Schlafforschung und

Schlafmedizin

vom 25. bis 27. September 2003

im Kongress- und Messezentrum Cottbus

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung

und Schlafmedizin und die Tagungsleitung laden Sie zur

11. Jahrestagung der DGSM nach Cottbus ein.

Die Gastgeber freuen sich sehr, mit ihrer Stadt für einige Tage

im Zentrum des Interesses der deutschen Schlafmediziner zu

stehen. Auch in unseren Nachbarländern haben sich Schlafforschung

und Schlafmedizin inzwischen zu einem interdisziplinären

Fachgebiet entwickelt.

Besonders interessant wird deshalb auch der Meinungsaustausch

mit unseren osteuropäischen Kollegen, die wir in der

Lausitz herzlich willkommen heißen. Das zentrale Thema des

Kongresses „Schlaf und Lebensalter“ widmet sich vor allem

Schlafstörungen verschiedener Altersgruppen. Ideen, Resultaten

moderner Forschung, Fallbeobachtungen und Studienergebnissen,

die Sie zur Demonstration als Vortrag oder Poster

anmelden können, sind somit keinerlei Altersgrenzen gesetzt.

Die Universitätsstadt Cottbus, eine der östlichsten Großstädte

Deutschlands, am Rande des Biosphärenreservates Spreewald

gelegen, freut sich darauf, im September 2003 viele Besucher

begrüßen zu dürfen.

Informationen unter www.dgsm-cottbus2003.de

Prof. Dr. J. Fischer Dr. Th. Erler

Vorsitzender DGSM Tagungsleiter


Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

111


Fortbildung

Aktivitäten der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst in Brandenburg

M. Römer

Seit über zehn Jahren sind vielschichtige

Äußerungen in der Fachwelt zur Funktion des

„Ärztlichen Leiter Rettungsdienst“ (ÄLRD) zu

finden (Lechleuthner, Köln). Durch die Einrichtung

dieser Funktion, die bislang nicht

flächendeckend realisiert wurde, konnte eine

deutliche Qualitätssteigerung im Bereich des

Rettungsdienstes erreicht werden. Im Land

Brandenburg gibt es in jedem Rettungsdienst

einen ärztlichen Kollegen oder Kollegin,

der/die diese Aufgabe erfüllt.

Im Landesrettungsdienstplan Brandenburg

vom 24. Februar 1997 ist die Funktion des

Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) festgeschrieben.

Unter anderem wurde festgelegt,

dass der „Ärztliche Leiter Rettungsdienst

in dem Amt einzugliedern ist, das die Gesamtverantwortung

für den Rettungsdienst

inne hat“ (Abschnitt 4 §15 bis § 17). Üblicherweise

wird der ÄLRD vom Kreistag des

jeweiligen Landkreises bzw. von den Stadtverordneten

der kreisfreien Städte durch Abstimmung

bestätigt und vom Landrat bzw.

Bürgermeister berufen.

Die Stellung des ÄLRD in Deutschland umfasst

eine weite Spanne vom hauptamtlichen

ÄLRD bis hin zum nebenberuflich tätigen und

unbezahlten Kollegen.

Die Funktionen des ÄLRD lassen sich nicht nur

aus den Gesetzestexten, sondern auch aus

der vorhandenen Literatur ableiten (siehe

Tab. 1) und erweitern. Ein wichtiger Schritt

bei der Konzipierung und Realisierung der

Funktion des ÄLRD waren die „Empfehlungen

der Bundesärztekammer zum ÄLRD“, in denen

die Funktion und die Aufgabenstellung

an den ÄLRD sowie dessen Qualifikation,

Dienststellung, Kooperation und Fortbildung

enthalten sind (Sefrin, Knuth, Stratmann,

1995).

In der Praxis finden sich aber immer wieder

unbefriedigende Einschränkungen der Befugnisse

und Möglichkeiten der aktiven Einflussnahme.

In der Realität findet sich diesbezüglich

eine große Variationsbreite. Das

Ausmaß der Variationen reicht vom geduldeten,

gelegentlich bei unbedeutenden

Entscheidungen informierten ÄLRD ohne Entscheidungskompetenz

bis hin zum akzeptierten,

gleichwertigen Ansprechpartner mit

weitreichenden Befugnissen. Die Bezahlung

erfolgt über die Träger Rettungsdienst, refinanziert

von den Krankenkassen, die berechtigterweise

entsprechende Forderungen stel-

112 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

Rechte und Pflichten:

(1) Die Ärztliche Leitung ist im Rettungsdienst tätig, sie übt die medizinische Kontrolle über den Rettungsdienst aus

und ist für die Effektivität der präklinischen notfallmedizinischen Patientenversorgung und -betreuung verantwortlich.

(2) Die Ärztliche Leitung beaufsichtigt die rettungsmedizinische Betreuung im Rettungsdienstbereich.

Insbesondere ist sie für die medizinische Qualität der Patientenversorgung und -betreuung verantwortlich.

(3) Die Ärztliche Leitung nimmt regelmäßig am Notarztdienst sowie am Bereitschaftsdienst der Leitenden Notärzte

teil und leitet dieselben an. Sie soll mit beratender Stimme an den Sitzungen des Bereichsbeirates Rettungsdienst

teilnehmen, soweit sie ihm nicht als Mitglied angehört.

Aufgaben:

1. Die Beratung des Trägers des Rettungsdienstes bei der Sicherstellung der erforderlichen Qualität und

Leistungsfähigkeit der rettungsmedizinischen Betreuung sowie bei der Erstellung des Rettungsdienstbereichsplanes,

2. die Beratung bei der Zusammenstellung der rettungsmedizinischen Ausrüstung und ihrer Kontrolle,

3. die Beratung bei der Auswahl des geeigneten ärztlichen und des nichtärztlichen Personals,

4. die Mitwirkung bei der Auswertung und wissenschaftlichen Bearbeitung der rettungsmedizinischen Betreuung,

5. die Gewährleistung und Überwachung der rettungsmedizinischen Aus-, Weiter- und Fortbildung des Personals

des Rettungsdienstes,

6. die Beratung des Trägers des Rettungsdienstes bei der Planung und Organisation der Sofortreaktion gemäß § 2 Abs. 4

des Brandenburgischen Rettungsdienstgesetzes und bei der Erstellung und Fortschreibung des

„Maßnahmenplanes Sofortreaktion“ gemäß § 18 Abs. 1.

7. Umsetzung von Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung.

Tabelle 1

len, die Angliederung der Funktion ist beim

Träger des Rettungsdienstes festgelegt.

Auf Grund dieser strukturellen Bedingungen

ist die Rolle des ÄLRD nicht eindeutig definiert.

In der Praxis führt dies unter Umständen

dazu, dass bei unliebsamen aber notwendigen

Entscheidungen die Angehörigen

des Rettungsdienstes (auch Leitstellenmitarbeiter,

Mitarbeiter der Hilfsorganisationen

und andere), denen er „in allen rettungsmedizinischen

Fragen gegenüber weisungsbefugt

ist“, sich auf ihren Dienstherrn (Feuerwehrführung,

Leitung der Hilfsorganisation

etc.) berufen und somit die Position des ÄLRD

schwächen. Qualitativ gute Arbeit und effektive

Verbesserungen sind somit nur bei sehr

guter Zusammenarbeit auf der Führungsebene

der entsprechenden Bereiche möglich.

„Die durch die Gesundheitsstrukturreform bei

allen am Rettungsdienst Beteiligten ausgelösten

Bestrebungen Qualität, Effektivität und

Effizienz im Rettungsdienst langfristig zu erhöhen,

soll in Verbindung mit den vorliegenden

Analysen und wissenschaftlichen Erkenntnissen

von den Ländern aufgegriffen

werden und bei der Weiterentwicklung der

Rettungsdienstgesetze ihren Niederschlag

finden. Der Rettungsdienst wird sich künftig

als Teil eines komplexen klinischen Versorgungssystems

verstehen, wofür eine enge Ko-

operation zu Ärzten, Ärzteverbänden, zu

den Kostenträgern und den Leistungserbringern

ebenso erforderlich ist wie die weiteren

Entwicklungen der rettungsdienstlichen Qualität

selbst.“ (Döhler). Die Durchsetzung dieser

zeitgemäßen Forderung ist nur in Zusammenarbeit

aller Beteiligten unter Mitwirkung

eines im Rettungsdienst fachlich kompetenten

ärztlichen Kollegen zu erreichen.

Die Arbeitsgemeinschaft in Brandenburg

tätiger Notärzte (AGBrN) wurde im Jahr

1990 gegründet. Die AGBrN hat das Ziel,

Wissenschaft, Forschung, Ausbildung und

Erziehung auf dem Gebiet der Rettungsmedizin

zu fördern. Der Verein bezweckt, die Ärzte,

die im Land Brandenburg im organisierten

Rettungswesen tätig sind, zu vereinen, um

die Qualität der notärztlichen Versorgung im

Land Brandenburg im Interesse der Notfallpatienten

zu sichern und auszubauen. Dazu

will die AGBrN Kontakte zu Gesundheitsbehörden,

Hilfsorganisationen, Krankenhäusern,

der Landesärztekammer und Organisationen

der niedergelassenen Ärzte nutzen,

um bei Entscheidungen, die die präklinische

Notfallmedizin betreffen, als kompetenter

Fachberater an der Willensbildung teilzunehmen.

Die AGBrN ist Mitglied der Bundesvereinigung

der Arbeitsgemeinschaften der Notärz-


te Deutschlands – BAND e.V. Diese Vereinigung

ist die Dachorganisation aller Länderarbeitsgemeinschaften

und somit das gemeinsame

Sprachorgan der Notärztinnen

und Notärzte.

Anfang des Jahres 2001 hat sich die AGBrN

unter anderem mit der Problematik der Verletztenanhängekarten

im Großschadensfall

befasst. Die Ärztlichen Leiter Rettungsdienst

im Land Brandenburg wurden im Rahmen

der Ausarbeitung eines landeseinheitlichen

Konzeptes vorerst schriftlich befragt. Bei

einem gemeinsamen Treffen zu diesem Thema

im Juni 2001 in Potsdam wurde die Idee

angeregt, ein regelmäßiges Treffen der ÄLRD

zu vereinbaren, um weitere Probleme oder

Projekte im Bereich des Rettungsdienstes zu

besprechen.

Die AGBrN griff diesen Vorschlag auf und

beschloss in ihrer Sitzung am 15. September

2001 in Potsdam die Gründung einer ständigen

Arbeitsgruppe ÄLRD innerhalb der AG-

BrN. Ein erstes Treffen fand im Januar 2002

in Königs Wusterhausen statt.

Auf dieser ersten Sitzung wurde ausführlich

darüber diskutiert, dass sich in Deutschland

bereits regionale Arbeitskreise von ÄLRD gebildet

haben, die sich dem Arbeitskreis

„Ärztliche Leiter Rettungsdienst in Deutschland“

angeschlossen haben. Es war die Frage

zu klären, ob sich die Brandenburger

ÄLRD diesem bestehenden Arbeitskreis

anschließen oder ob die ursprüngliche Idee

der Anbindung an die AGBrN beibehalten

werden soll.

Auch wenn die theoretische Trennung der

Funktionen „aktive Notärzte“ auf der einen

Seite und die „Aufsichtsbehörde“ ÄLRD auf

der anderen Seite möglich wäre, besteht

doch im Land Brandenburg ausschließlich

die Situation, dass die ÄLRD zu den sehr aktiven

Notärzten gehören. Wenn die Stellensituation

im Land Brandenburg noch weiter es-

Interesse an einer Anzeige? Rufen Sie uns

an: 030 - 886 828 73 wir beraten Sie gern.

Vera Mai

Rechtsanwältin

Tätigkeitsschwerpunkte:

Kassenarztrecht, Arzthaftung, Medizinrecht

Interessenschwerpunkte:

Vertragsrecht, Bankrecht, Arbeitsrecht

Kurfürstendamm 132 A, 10711 Berlin

Tel.: 030-88 62 89 89, Fax: 030-88 62 89 66

www.mai-berlin.de, E-mail: RAin-v.mai@t-online.de

kaliert, werden einige Bereiche nur auf den

ÄLRD als einzigen aktiven Notarzt zurückgreifen

können.

Auch bundesweit nähern sich diese beiden

Gruppen an. Das Bemühen um Gemeinsamkeiten

wurde bereits deutlich durch die Teilnahme

von Vertretern der BAND an den Sitzungen

des Arbeitskreises „Ärztlicher Leiter

Rettungsdienst in Deutschland“. Ebenso ist

der Arbeitskreis ÄLRD Deutschland außerordentliches

Mitglied der BAND und nimmt regelmäßig

mit einem Vertreter an den Sitzungen

teil.

In der ersten Sitzung der Brandenburger

ÄLRD kam es noch nicht zu einer definitiven

Festlegung in eine der oben genannten Richtungen,

die Entscheidung wurde vorerst vertagt

und sich aktuellen Problemen zugewandt.

In den bisher durchgeführten, inzwischen regelmäßig

stattfindenden Treffen der ÄLRD

wurden unter anderem folgende Themen angesprochen:

Rettungsdienst:

➤ Funktion 2. Notarzt

➤ Versicherung von Notärzten

➤ Hilfsfristen

➤ Verordnung von Krankentransporten

➤ Medikamentenlisten

Qualitätssicherung

➤ Allgemeine

Qualitätssicherungsmaßnahmen

➤ Arbeitssituation der Notärzte

➤ Dokumentation im Rettungsdienst,

zentrale Datenerfassung

Ausbildung

➤ Ausbildungssituation von Notärzten

(Fachkundenachweis Rettungsdienst,

Zusatzbezeichnung Rettungsdienst)

➤ Ausbildung Rettungsassistenten,

speziell Notfallkompetenz

Fortbildung

Großschadensfälle

➤ Verletztenanhängekarten

➤ Patientensets

➤ Leitender Notarzt

Angrenzende Themen

➤ KV-Dienste, dringlicher Hausbesuch

➤ Unterbringung nach dem Psych-KG

➤ Leichenschau im Rettungsdienst

Sonstiges

➤ Vorstellung der einzelnen

Rettungsdienstbereiche

➤ Kongressberichte

Es findet auf dieser Ebene ein sehr anregender

Erfahrungsaustausch aus allen Rettungsdienstbereichen

des Landes Brandenburg

statt. Gemeinsame Probleme werden erkannt

und bearbeitet. In einigen Fällen konnten bereits

Lösungen gefunden werden, z. B. wurde

sich auf eine einheitliche Verletztenanhängekarte

im Großschadensfall geeinigt. Ferner

wurden im Land Brandenburg durch Finanzierung

des Innenministeriums einheitliche

Patientensets ebenfalls für den Großschadensfall

beschafft. Durch eine gemeinsame

Bestellung konnten deutliche Einsparungen

erreicht werden. Weitere Aktivitäten sind in

Arbeit und versprechen Erfolg.

Ansprechpartner:

Dr. med. M. Römer

Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

Thiemstraße 111

03048 Cottbus

Telefon: (0355) 46 24 34

notaufnahme@ctk.de

Dr. med. K. Nimtz

Klinikum Frankfurt/Oder

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Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

113


Fortbildung

Bedeutung des Triggers

„Atlasquerfortsatz“ bei der Behandlung des zervikozephalen Syndroms

und Störungen der oberen Halswirbelsäule

B. Lerche

Einleitung:

Ca. fünf Prozent der Patienten, die eine HNO-

Sprechstunde aufsuchen, klagen über einseitige

Gesichtsschmerzen, tiefe Ohrenschmerzen,

Kiefergelenkschmerzen, Hinterhauptund

Nackenschmerzen, Einschränkung der

Kiefer- und Kopfbeweglichkeit durch Schmerzen,

zeitweise Schwindel und auch Ohrgeräusche.

Es sind Schmerzen, die ausgelöst

werden durch den kraniozervikalen Übergang

mit den Kopfgelenksbereichstrukturen

Okziputkondyle, Atlas und Axis. Nach Wolff

muss wegen der Sonderstellung der Kopfgelenkbereich

von der „klassischen“ Halswirbelsäule

unterschieden werden.

Unter Ausschluss von typischen HNO-Krankheiten,

wie Otitis media, Otitis externa, Sinusitis

maxillaris oder Sinusitis frontalis, fällt

sehr häufig ein druckdolenter Atlasquerfortsatz

auf. Er lässt sich fast immer palpatorisch

finden in der Mitte zwischen der Spitze des

Unterkieferwinkels und der Mastoidspitze.

Der Atlasquerfortsatz wurde und wird häufig

als Kieferwinkellymphknoten fehlgedeutet.

In der allgemeinen HNO-Sprechstunde ist es

in der Regel nicht möglich, eine ausgedehnte,

umfassende Diagnostik durchzuführen,

weil die Anzahl der Patienten es zeitlich nicht

zulassen würde. Es macht Sinn und ist zeitlich

möglich, den Atlasquerfortsatz zu tasten auf

Schmerz, die Beweglichkeit der oberen HWS

zu beurteilen und evtl. die entsprechenden

dazugehörigen Dermatome zu finden.

Im Jahre 2001 wurden ca. 6000 Patienten in

meiner Praxis behandelt. Die Diagnose „Verdacht

auf HWS-Syndrom“ wurde bei 305

Patienten gestellt. Es handelt sich um Patienten

mit einseitigen Gesichtsschmerzen, einseitigen

Ohrenschmerzen, sowie Hals- und

Nackenschmerzen. International werden sie

unter dem Begriff vertebrale Dysfunktion eingeordnet.

Nicht berücksichtigt wurden Beschwerden

wie Dysphagie, Schwindel, Globusgefühl,

Stimmstörungen und Tinnitus, die

letztendlich auch als funktionelle Beschwerden

der oberen HWS gedeutet werden können.

Es soll in dieser Arbeit nicht über die genauen

Ursachen, die verschiedenen fachspezifi-

114 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

schen Ansichten und über die Breite der nicht

immer deckungsgleichen Terminologie der

verschiedenen Fachgebiete polemisiert werden.

Beschreibung der Technik der

Atlasquerfortsatzblockaden:

Dr. Bertram Lerche

Blockaden werden beschrieben als reproduzierbare

auf dem Reflexweg über das ZNS

vermittelte ursächliche Beziehung zwischen

reziproken funktionellen Fehlstellungen von

Skelettteilen des Achsenorganes und der

örtlich anatomisch determinierten nicht entzündlich-rheumatischenWeichteilveränderungen

definiert.

Die Blockaden mit Lokalanästhetikum zu behandeln,

haben die Aufgabe des Trennens

zwischen zentralen und peripherem Schmerz

und zur zeitweisen Unterbrechung der

Schmerzreizleitung.

Wie bereits beschrieben, tastet man den

Atlasquerfortsatz genau in der Mitte der Mastoidspitze

und der Spitze des Unterkieferwinkels.

Zur Behandlung dieses Triggers werden

0.5 ml 0,5 %ige Xylocitin mit einer 0,4

x 20 mm Injektionskanüle in ca. 1,5 cm tief

injiziert. Selbstverständlich nach vorherigem

Aspirationsversuch.

Ergebnisse der Triggerbehandlung:

Im 3. Quartal 2002 wurden 100 Patienten,

die eine Atlasquerfortsatzblockade-Behandlung

erhielten, ausgewertet. Der Altersdurchschnitt

lag bei 46 Jahre. Bei 55 Patienten

genügte eine einmalige Injektion für eine sofortige

Schmerzfreiheit. Elf Patienten wurden

in Abständen von zwei bis drei Tagen mit jeweils

zwei bis drei Blockaden behandelt.

34 Patienten erhielten mehr als drei Blockaden

bzw. wurden in größeren Abständen

in oft mehrmonatlichen bzw. auch in jährli-

chen Abständen mit diesen Atlasquerfortsatzblockaden

behandelt.

Die Medikamentenkosten pro Blockade 0,5

ml Xylocitin 0,5% (Jenapharm) von etwa 20

Cent sind ebenfalls beachtenswert.

Natürlich sind ab und an auch noch Analgetika

notwendig. Die aber meist sofort eintretende

Schmerzfreiheit sind für den Patienten

und den Arzt beeindruckend. Nicht selten

haben die Patienten bereits vielfache ergebnislose

Behandlungen in verschiedenen Fachgebieten

hinter sich.

Diskussion der Bedeutung des

Triggers „Atlasquerfortsatz“

Die gezielte Infiltration von Lokalanästhetika

in die Gegend des Atlasquerfortsatzes dient

der Deafferenzierung, d.h. der temporären

Ausschaltung von nozizeptiven Afferenzen.

Sie ist für den HNO-Arzt eine wirksame, kostengünstige

und zeitlich während der normalen

Sprechstunde auszuführende Behandlungsmethode,

um viele Patienten sofort von

ihren Kopfschmerzen zu befreien. Natürlich

ist das Finden und Tasten des Atlasquerfortsatzes

an einige Übung gebunden.

Die Atlasquerfortsatzblockaden führe ich seit

etwa fünf Jahren durch. Schätzungsweise

wurden mindestens ca. 1500 Patienten so

behandelt. Bleibende Komplikationen waren

nicht nachzuweisen. Vorübergehendes Taubheitsgefühl

des Nervus glossopharyngeus

kommt vor, verschwindet aber nach kurzer

Zeit.

Inwieweit die von mir beschriebene Atlasquerfortsatztherapie

mit der ganglionären

lokalen Opioidanalgesie (GLOA) identisch

ist, ist auf Grund der ähnlichen Wirkung sehr

wahrscheinlich.

Bei der GLOA wird vorübergehend das

Ganglion cervicale superius vorwiegend bei

der Trigeminusneuralgie nahezu frei von Nebenwirkungen

über einen Triggermechanismus

durch Injektion von Opioid in das Spatium

parapharyngeum ausgeschaltet. Das

Spatium pharyngeum ist die Bindegewebsstraße

zu beiden Seiten des Pharynx, in dem

Gefäße und Nerven des Halses verlaufen.

Konkret sind dies die Arteria carotis interna,

die Vena jugularis interna und zwischen bei-


den Gefäßen liegt der Nervus vagus mit dem

Ganglion cervicalis superius in Höhe des

zweiten und dritten Halswirbels. Weiterhin

verlaufen hier die Arteria pharyngis ascendens,

der Nervus glossophyngicus, der Nervus

accessorius und der Halsteil des Truncus

sympaticus.

Es wäre sicher interessant zu prüfen, ob die

von mir beschriebene Injektionstechnik der

Atlasquerfortsatztherapie auch mittels Opioid

ebenfalls entsprechend wirksam wäre.

Da die Injektionstechnik bei der GLOA für

die Ausschaltung des Ganglion cervicalis

superius viel komplizierter ist und die der Regel

von ausgebildeten Schmerztherapeuten

ausgeführt wird, könnte bei gleicher Wirkung

die Atlasquerfortsatzblockade auch

von anderen Ärzten durchgeführt werden.

Zusammenfassung zur Triggerbehandlung

„Atlasquerfortsatz“:

1. Es wird eine Injektionstechnik beschrieben,

in dem Lokalanästhetikum in die unmittelbare

Gegend des Atlasquerfortsatzes injiziert

wird. Damit können wirksam Funktionsstörungen

der oberen HWS, wie

Schmerzsyndrome des zervikokranialen

Überganges, die sich als chronische Gesichtsschmerzen,

Kiefergelenksschmerzen

oder tiefe Ohrenschmerzen äußern, ohne

vorerst großen diagnostischen und therapeutischen

Aufwand kostengünstig behandelt

werden. Die sehr oft vordergründig

angeordnete Röntgendiagnostik der

Halswirbelsäule könnte vermieden werden.

Für die Funktionsdiagnostik vor allem

der oberen HWS ist sie ohnehin wenig

geeignet.

Eine Million ältere Menschen leiden an Alzheimer

Etwa eine Million ältere Menschen in

Deutschland leiden an einer demenziellen

Erkrankung wie der Alzheimer-Demenz. Die

durchschnittliche Krankheitsdauer für Alzheimer-Demenz

liegt zwischen 4,7 und 8,1 Jahren.

Diese Zahlen gab Prof. Dr. Hermann-

Josef Gertz von der Psychiatrischen Klinik an

der Universität Leipzig auf dem 27. Interdisziplinären

Forum der Bundesärztekammer in

Köln bekannt. Im Zentrum der Therapie der

Alzheimer-Demenz stehen die so genannten

Antidementiva. Die Europäische Union hat

1998 Leitlinien erarbeitet, die die Vorgehensweise

von Antidementiva in klinischen Studien

europaweit vereinheitlichen sollen. „Es

wird in der Fachwelt als Fortschritt angesehen,

dass die Leitlinien auch die Verlangsamung

oder den Stillstand der Progression

als Therapieziel bei der Alzheimer-Demenz

anerkennen“, meinte Gertz.

Eine Reihe von mehrmonatigen Studien

konnte nachweisen, dass Antidementiva geeignet

sind, die Symptome zu verbessern. Die

beste Wirkung zeigten die so genannten

Acethylcholinesterasehemmer (AchH). Diese

Medikamente verzögern den Krankheitsverlauf

der Alzheimer-Krankheit um ca. ein Jahr,

wie Gertz ausführte. Nach zwölf Monaten

beginnt aber auch bei effizienter medikamentöser

Therapie eine Verschlechterung.

„Eine Verzögerung des Krankheitsverlaufs

um ein Jahr ist sicher ein ermutigender Befund“,

so Gertz. Nach wissenschaftlicher Erkenntnis

sollte eine medikamentöse Therapie

möglichst früh beginnen. Ein um nur drei Monate

verzögerter Start zeigt bereits eine deutlich

schlechtere Wirkung. „Die Dauer der

Therapie ist eng mit dem Problem verknüpft,

bis zu welchem Schweregrad Patienten mit

Alzheimer-Demenz behandelt werden sol-

Fortbildung

2. Es kann über die Wirkung des Ausschaltens

des Triggers „Atlasquerfortsatz“ nur

vermutet werden, dass durch das Lokalanästhetikum

überlastete Muskelansätze

oder Insertionstendopathien in diesem Bereich

temporär ausgeschaltet werden und

der fortgeleitete Schmerz damit verschwindet.

Eine zweite Vermutung über die Wirkung

ist aber auch, dass das Ganglion

cervikale superius durch das Lokalanästhetikum

des Triggers „Atlasquerfortsatz“

erreicht wird (s. Abb.).

Literatur beim Verfasser:

Dr. Bertram Lerche

Fabrikstraße 12

03149 Forst

len.“ Auch schwer Erkrankte werden unter

der Anwendung von Antidementiva oft wacher,

aufmerksamer und zum Teil in ihrem alltäglichen

Leben selbstständiger, erklärte

Gertz.

Der Vorteil einer konsequenten medikamentösen

Therapie von Alzheimer-Patienten

ist auch, wie eine Reihe von Studien belegt,

dass die Rate von Heimeinweisungen reduziert

werden kann. „Die Therapie ermöglicht

es somit den Kranken, länger in der vertrauten

häuslichen Umgebung zu bleiben“, so

Gertz. Es ist aber notwendig, die medikamentöse

Therapie bei ausreichend hoher Dosis

ohne Unterbrechung kontinuierlich fortzuführen.

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

115


KVBB informiert

Kreise/kreisfreie Städte Anästhesie Augen Chirurgie Fachä. Frauen HNO Haut- Kinder Nerven Ortho- Psychoth. Diagn. Urologie Haus-

Intern krank. pädie Radiol. ärzte

Potsdam/Stadt X X X X X X X X X X X 17*

X X X

Brandenburg/Stadt/

Potsdam-Mittelmark

X X X X X X X X X X X X

Havelland X X X X X X X X 4*

X X

Oberhavel X X X X X X X X X X 4*

X X

Ostprignitz-Ruppin X X X X X X X X X X X X

Prignitz X X X X X X X X X X 2*

X X

Teltow-Fläming X X X X X X X 5*

X

Cottbus/Stadt X X X X X X X X X X X

Dahme-Spreewald X X X X X X X X X 5*

X X

Elbe-Elster X X X X X X X X

Oberspreew.-Lausitz X X X X X X X X X X X

Spree-Neiße X X X X X X X X

Frankfurt/Stadt/Oder-Spree X X X X X X X X X X X 6*

X X X

Barnim X X X X X X X X X X X X

Märkisch-Oderland X X X X X X X X X X X

Uckermark X X X X X X X X X X X 3*

X X

* Anzahl der möglichen Zulassungen für ärztliche Psychotherapeuten

116 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen für den Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg

Übersicht der für weitere Zulassungen gesperrten Planungsbereiche/Arztgruppen

Die Übersicht enthält die Entscheidungen des Landesausschusses mit Stand vom 11. Februar 2003 einschließlich des Beschlusses:

02/03 Aufhebung der Zulassungssperre im Planungsbereich Oberhavel für die Arztgruppe Hausärzte

Die für Zulassungen gesperrten Planungsbereiche / Arztgruppen sind mit einem X gekennzeichnet.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass gemäß der Bedarfsplanungs-Richtlinien-Ärzte eine Überversorgung dann angezeigt ist, wenn durch einen Vergleich

zwischen der für den Planungsbereich maßgeblichen allgemeinen Verhältniszahl für die Arztgruppe und der für den Planungsbereich ermittelten örtlichen

Verhältniszahl eine Überschreitung von 10 v. H. festgestellt wird. Insofern ist nicht grundsätzlich davon auszugehen, dass für die in der Übersicht noch

nicht gesperrten Planungsbereiche/Arztgruppen eine Unterversorgung angezeigt ist. Wir empfehlen daher dringend jedem niederlassungswilligen Arzt, sich

vor der Antragstellung in der KV-Brandenburg, Geschäftsbereich Qualitätssicherung/Sicherstellung, über die jeweilige Versorgungssituation zu informieren.

Nachzubesetzende

Vertragsarztsitze

Nach Anordnung von

Zulassungssperren durch den

Landesausschuss der Ärzte

und Krankenkassen ist die

KV Brandenburg gem. § 103

Abs. 4 SGB V gesetzlich

verpflichtet, auf Antrag

Vertragsarztsitze zur Nachbesetzung

auszuschreiben.

Eine Garantie für eine

wirtschaftliche Praxisführung

nach Übernahme ist mit dieser

Ausschreibung nicht verbunden.

Folgende Vertragsarztsitze

werden ausgeschrieben:

Facharzt/Fachärztin

für Chirurgie

Planungsbereich: Bernau

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 18/2003

Facharzt/Fachärztin

für Innere Medizin (fachärztlich)

Planungsbereich: Uckermark

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 19/2003

Facharzt/Fachärztin

für Augenheilkunde

Planungsbereich: Potsdam-Stadt

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 20/2003

Facharzt/Fachärztin

für Allgemeinmedizin

Planungsbereich: Potsdam-Stadt

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 21/2003

Facharzt/Fachärztin

für Allgemeinmedizin

Planungsbereich: Potsdam-Stadt

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 22/2003

Facharzt/Fachärztin

für Frauenheilkunde

Planungsbereich: Havelland

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 23/2003

Facharzt/Fachärztin

für Augenheilkunde

Planungsbereich: Havelland

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 24/2003

Facharzt/Fachärztin

für Frauenheilkunde

Planungsbereich: Barnim

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 25/2003

Nähere Informationen und Bewerbungsunterlagen

erhalten Sie bei der

Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg,

Ansprechpartnerin: Karin

Rettkowski, Tel.-Nr.: 0331/2309-320.

Die schriftliche Bewerbung für die

ausgeschriebenen Vertragsarztsitze ist

zwingend erforderlich. Sie muss die Bewerbungskennziffer,

die Anschrift, die

Telefonnummer, die Facharztanerkennung

sowie Angaben zum möglichen

Praxisübernahmezeitpunkt enthalten.

Unter dem Stichwort „Ausschreibung“

sind die Unterlagen bis zum 06. Mai

2003 bei der KV Brandenburg,

Friedrich-Engels-Str. 103,

14473 Potsdam, einzureichen.

Wir machen ausdrücklich darauf

aufmerksam, dass die in der Warteliste

eingetragenen Ärzte nicht automatisch

als Bewerber für die ausgeschriebenen

Vertragsarztpraxen gelten.

Potsdam, den 6. März 2003


Infektionsgeschehen

Im Februar wurden 36 Häufungen mit insgesamt

493 Erkrankten gemeldet, darunter 7

Norwalkvirus-Häufungen, 11 Rotavirus-Häufungen

und 18 ätiologisch ungeklärte Häufungen.

Das ist gegenüber dem Vormonat

(54 H mit 1036 Erkrankten) ein deutlicher

Rückgang der Häufungen und Erkrankungszahlen.

Norwalkvirus-Häufungen mit 139

Erkrankten meldeten 7 Kreise.

Betroffen waren 2 Alten- und Pflegeheime,

3 medizinische Einrichtungen und 2 Kindertagesstätten.

Der Verlauf der Erkrankungen

war überwiegend leicht, die Symptomatik Erbrechen

und Durchfall.

Rotavirus-Häufungen mit 85 Erkrankten meldeten

5 Kreise. Betroffen waren 10 Kindertagesstätten

und ein Altenheim. Die Erkrankungen

verliefen hauptsächlich leicht bis

mittelschwer.

Ätiologisch ungeklärter Häufungen mit insgesamt

269 Erkrankten meldeten 9 Kreise.

Betroffen waren 7 Alten- und Pflegeheime,

6 medizinische Einrichtungen, 4 Kindertagesstätten

und ein Hort. Der Verlauf der Erkrankungen

(Symptomatik: Erbrechen, Durchfall)

wurde hauptsächlich als leicht bis mittelschwer

eingestuft. Es kann immer noch angenommen

werden, dass ein Teil der zum

gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht aufgeklärten

Häufungen durch Norwalk-Viren ausgelöst

worden ist.

Nachtrag

Von den Im Januar 2003 gemeldeten 40 ätiologisch

ungeklärten Häufungen konnten 7 als

durch Norwalk-Viren und eine als durch Rotaviren

hervorgerufene Häufung bestätigt

werden.

Einzelerkrankungen

Je eine Meningitis epidemica meldeten Barnim

und Cottbus. Beim ersten Fall handelte es

)lOOH DEVROXW

Campylobacter-Enteritis

- D K U

Infektionsschutz

Infektionskrankheiten/Impfschutz/Krankenhaushygiene (Februar 2003 - Auszug)

sich um ein 2 Jahre altes Mädchen. Es war mit

Erbrechen, Fieber, Kopfschmerzen und einem

makulopapulösem Hautausschlag erkrankt.

Im Liquor wurde Neisseria meningitidis Serogruppe

B nachgewiesen. Eine Prophylaxe erfolgte

bei 19 Kontaktpersonen.

Der zweite Fall betraf ein 14-jähriges

Mädchen. Es war mit Fieber, Petechien und

Bewusstseinsstörungen erkrankt. Die stationäre

Aufnahme erfolgte sieben Tage nach Erkrankungsbeginn.

Aus dem Blut konnte Neisseria

meningitidis Serogruppe B isoliert

werden. Eine Rifampicin-Prophylaxe wurde

bei 5 Kontaktpersonen durchgeführt.

Eine bakterielle Ruhr-Erkrankung einer 28jährigen

Frau meldete Cottbus. Sie war mit

Durchfall und Fieber erkrankt. Im Stuhl konnte

Sh. flexneri nachgewiesen werden. Eine Infektionsquelle

war nicht zu ermitteln. Als Infektionsland

wurde Deutschland angegeben.

Eine serologisch bestätigte Ornithose-Erkrankung

meldete Prignitz. Der 43-jährige Mann

hatte mit einer Atemwegserkrankung den

Hausarzt aufgesucht. Mittels Antikörper-

Nachweis konnte im Blut Chlamydia psittaci

nachgewiesen werden. Als Infektionsquelle

kommt der an einer Psittakose erkrankte Ziervogel

(tierärztlich bestätigt) des Patienten in

Frage.

Borreliosen

Im Februar wurden 22 serologisch bestätigte

Borreliosen gemeldet. Bei 13 Erkrankten wurde

ein Erythema migrans und bei zwei Pa-

Landesgesundheitsamt

Infektionskrankheit Fälle Kumulativwert

31. 12. 2002- 2. 3. 2003*

Salmonella-Infektionen 97 229

Rotavirus-Infektionen 663 1118

Campylobacter-Infektionen 76 182

Yersinia enterocolitica-Infektionen 18 49

Escherichia coli-Infektionen 18 38

Norwalkvirus-Infektionen 331 1471

Tuberkulose 18 30

Meningitis epidemica 2 4

Hepatitis B 1 5

Hepatitis C 6 11

Shigellose 1 3

Pertussis 66 158

Borreliose 22 76

* vorläufige Zahlen (durch Nachmeldungen kann es Differenzen zwischen der

Summe der Einzelmonate und dem aktuellen Kumulativwert geben)

tienten eine Arthritis diagnostiziert. Für die

übrigen Erkrankten liegen keine oder unzureichende

Angaben (Schulterschmerzen,

Schmerzen im Sprunggelenk u.a.) vor. Einen

Zeckenstich konnten 14 Patienten in der

Anamnese angeben. Angaben zu Risikofaktoren

liegen nicht vor.

Campylobacter-Enteritiden

(Kurz-Info zu 2002 mit Abbildung)

Im Vergleich zu 2001 hat es bei den Erkrankungen

durch Campylobacter im Jahr 2002

keine Veränderungen ergeben (2001: 2234

Erkrankungen; 2002: 2208 Erkrankungen).

Damit nehmen sie bei den durch Lebensmittel

übertragenen bakteriellen Infektionen, wie

bereits seit Jahren, den zweiten Platz nach

den Salmonellosen ein.

Im vergangenen Jahr wurden nur drei kleine

Häufungen mit insgesamt 15 Erkrankungsfällen

gemeldet. Im Gegensatz dazu waren die

meisten Fälle (2193) Einzelerkrankungen.

Bei zwei der Häufungen waren Mitglieder

von Familienfeiern betroffen. Drei Erkrankte

mussten stationär behandelt werden. Als Ursache

wurden tierische Lebensmittel angenommen.

Für eine bakteriologische Bestätigung

waren leider keine Lebensmittelreste

mehr vorhanden. Bei der dritten Häufung

waren Schüler einer Abschlussklassenfahrt

nach Spanien betroffen. Die Erkrankungen

traten erst am Tag nach der Rückreise auf, so

dass eine Ursachenklärung nicht möglich

war.

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

117


Aktuell

Neubau im Evangelischen

Krankenhaus in Ludwigsfelde

eingeweiht

Ein Teilneubau im evangelischen Krankenhaus

Ludwigsfelde wurde eingeweiht. Für

diese Investition stellten das Land, der Bund

und die Krankenkassen ca. 13 856 000 Euro

zur Verfügung.

Das Evangelische Krankenhaus Ludwigsfelde

ist ein Krankenhaus der Grundversorgung

mit 289 Betten und aus der Zusammenführung

der Krankenhausstandorte in Ludwigsfelde,

Teltow, Rangsdorf und Zossen entstanden.

Im eingeweihten Teilneubau sind u.

a. die Funktionsdiagnostik und die Endoskopie

sowie eine Allgemeinpflegestation mit

35 Betten untergebracht. Mit der Inbetriebnahme

dieses Neubauabschnittes kann nun

auch der Standort Teltow nach Ludwigsfelde

umziehen und der Krankenhausbetrieb an einem

Standort durchgeführt werden. Jetzt sind

in Ludwigsfelde alle für das Krankenhaus

vorgesehenen Fachabteilungen Chirurgie

(90 Betten), Innere Medizin (125), Frauenheilkunde

und Geburtshilfe (49) sowie Kinderheilkunde

(25) vertreten. Von 1991 bis

heute hat das Evangelische Krankenhaus

Ludwigsfelde-Teltow insgesamt 32,4 Mio

Euro an Fördermitteln erhalten.

Deutsche Stiftung

Organtransplantation (DSO):

Organspendezahlen 2002

Im Bundesdurchschnitt haben im Jahr 2002

zwölf Personen pro eine Million Einwohner

ihre Organe nach dem Tod gespendet; das

sind insgesamt 1 029 Organspender. Es wurden

3305 Transplantationen durchgeführt.

Aktuell stehen laut Eurotransplant, der

Vermittlungsstelle in Leiden, Niederlande,

11 500 Patientinnen und Patienten auf der

Warteliste und hoffen auf ein Transplantat.

„Die Zahl der Organspender stagniert, obwohl

sie bundesweit deutlich höher liegen

könnte“, so Professor Dr. Martin Molzahn,

Vorstandsvorsitzender der DSO, Neu-Isenburg

in einer Pressemitteilung. Dies bestätigten

die seit langem positiven Zahlen in der

Region Nord-Ost (Berlin, Brandenburg,

Mecklenburg-Vorpommern) mit über 19 Organspendern

pro eine Million Einwohner und

in Bayern mit fast 15 Organspendern pro

eine Million Einwohner. Auch gebe es eine

deutliche Steigerung von 25 Prozent in Nordrhein-Westfalen

von 2001 auf 2002, erklärt

Molzahn. Zudem beweise die Situation in anderen

europäischen Ländern, dass Zahlen

von 20 und mehr Organspendern pro eine

118 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

Million Einwohner möglich seien. In Spanien

sind es sogar 30 Organspender pro eine Million

Einwohner.

„Das deutsche Transplantationsgesetz schafft

eine gute Basis für die Organspende“, sagt

Molzahn: „Es sorgt für Rechtssicherheit, gerechte

Organverteilung und Transparenz im

Organspendeprozess.“ Deshalb stehe nach

Umfragen die Bevölkerung dem Thema Organspende

auch zu 80 Prozent positiv gegenüber.

Die DSO ist seit Juli 2000 die verantwortliche

Koordinierungsstelle für die Organspende in

Deutschland. Sie stimmt die Zusammenarbeit

zwischen den etwa 1 400 Krankenhäusern

mit Intensivstation und den ca. 50 Transplantationszentren

bundesweit ab.

Informationen zur Organspende erhalten

alle Interessenten am Infotelefon Organspende

– eine gemeinsame Aktion der Bundeszentrale

für gesundheitliche Aufklärung und

der DSO – unter der kostenlosen Rufnummer

0800 - 9 04 04 00. Hier können auch Organspendeausweise

bestellt werden.

DKMS:

Bericht gegen Leukämie

Mehr als 935 000 Menschen haben sich in

den vergangenen elf Jahren bei der Deutschen

Knochenmark-Spenderdatei als potenzielle

Stammzellspender registrieren lassen.

Damit ist die DKMS die größte Spenderdatei

weltweit. Insgesamt konnten laut Dateibericht

bis Ende 2001 genau 3 411 (heute sind es

bereits über 4 300) Stammzellentnahmen bei

Spendern durchgeführt werden. Im Schnitt

bekam so jeder 242. die Gelegenheit, aktiv

durch eine Knochenmark- oder Stammzellspende

ein Menschenleben zu retten. Täglich

erhalten durchschnittlich drei Patienten passende

Stammzellen von DKMS-Spendern.

Noch 1991 gab es in Deutschland 3 000 registrierte

Freiwillige. Die Chance für einen

Leukämiepatienten, den geeigneten Spender

mit übereinstimmenden Gewebemerkmalen

zu finden, war somit verschwindend gering.

Aus dieser Notlage heraus entstand vor elf

Jahren die DKMS mit dem Ziel, über eine umfassende

Spenderdatei Leukämiepatienten

effizient helfen zu können.

Der aktuelle Dateibericht macht aber auch

deutlich: Für jeden vierten Leukämiepatienten

findet sich nicht rechtzeitig ein passender

Spender. Um möglichst viele Menschen als

potenzielle Stammzellspender zu gewinnen,

beschreitet die DKMS verschiedene Wege.

Die Aufnahme in die Stammzellspenderdatei

ist zum Beispiel per Briefspende und Online-

Registrierung (www.dkms.de) möglich, die

Blutentnahme erfolgt in diesen Fällen durch

den Hausarzt in Abstimmung mit der DKMS.

An den DKMS-Standorten Tübingen und

Köln und an immer mehr Partnerkliniken gibt

es ständige Einrichtungen der DKMS, bei denen

man sich registrieren lassen kann. Darüber

hinaus veranstaltet die DKMS gemeinsam

mit lokalen Initiativgruppen Aktionstage, um

Spendenwillige aufzunehmen.

Die DKMS hat im Jahr 2001 über 67 000 DR-

Typisierungen patientenunabhängig durchgeführt

(prospektives DR-Typisierungsprogramm),

um so die Suchzeit bei Anfragen

erheblich zu verkürzen. Die Auswahl der zu

typisierenden Spender erfolgt dabei nach definierten

Kriterien (HLA-Gewebemuster, Alter,

Geschlecht), mit dem Ziel, die Wahrscheinlichkeit

zu erhöhen, geeignete Stammzellspender

zu finden. 1991 lag die Zahl der

bekannten Gewebemerkmale bei 100; 2001

waren es schon über 48 000. Durch routinemäßige

Kontrollen stellt die DKMS sicher,

dass ihre Befunde dem neuesten Stand entsprechen

und alte Befunde gegebenenfalls

retypisiert werden.

Leitlinien-Clearing-Bericht

„Koronare Herzkrankheit

(KHK)“ der ÄZQ veröffentlicht

Zur Qualitätsförderung der Gesundheitsversorgung

von Menschen mit Koronarer Herzkrankheit

(KHK) verabredeten die Spitzenverbände

der Selbstverwaltungskörperschaften

im Gesundheitswesen im Jahr 2001 die

Durchführung eines Leitlinien-Clearingverfahrens

zu deutsch- und englischsprachigen

KHK-Leitlinien.

Das Leitlinien-Clearingverfahren bei der

ÄZQ strebt die offene Qualitätsdarlegung für

Leitlinien an, die internationalen Qualitätsstandards

entsprechen. Es werden Eckpunkte

und Empfehlungen formuliert, die Berücksichtigung

in deutschsprachigen KHK-Leitlinien

finden sollen.

Die methodische Arbeit stützt sich auf eine

systematische und umfassende Datenbankrecherche

für den Zeitraum 1990 bis 2001. Die

inhaltliche Bewertung wurde durch eine Fokusgruppe

von ärztlichen Leitlinienanwendern

aus ambulanter und stationärer Versorgung

sowie Methodikern („Expertenkreis

Koronare Herzkrankheit der ÄZQ“) vorgenommen

und ein ausführlicher Clearingbericht

erstellt.

Der Clearingbericht zeigt als Ergebnis der

Arbeit des Expertenkreises KHK an Hand beispielhafter

Textbausteine aus den bewerteten

Leitlinien, dass die Erarbeitung einer nationalen

KHK-Leitlinie, die den formalen und inhaltlichen

Qualitätskriterien des Clearingverfahrens

entspricht, auf bestehende Leitlinien


abgestützt werden kann. Es wurden jedoch

deutliche Qualitätsschwankungen hinsichtlich

des Entwicklungsprozesses, der Verknüpfung

der Empfehlungen mit der Evidenz und

Empfehlungen zur Implementierung in den

dem Clearingverfahren zu Grunde liegenden

Leitlinien identifiziert.

Der vollständige Bericht ist auf der Homepage

der ÄZQ unter der Adresse http://www.

leitlinien.de/clearingverfahren/clearingberichte/khk/00khk/view

veröffentlicht und

wird in Kürze in der Schriftenreihe der ÄZQ

als Printversion erscheinen.

Weitere Informationen: Henning Thole, Ärztlische

Zentralstelle Qualitätssicherung, email:

clearingstelle@azq.de.

Osteoporose-Hotline für Ärzte

Ab Februar 2003 ist das Kuratorium Knochengesundheit

e. V. weiter aktiv für Qualitätssteigerung

in der Osteoporose-Behandlung:

Weniger als 25 Prozent der fünf bis

sieben Millionen Betroffenen werden rechtzeitig

und adäquat behandelt, der Rest ist Invalidität

und Pflegebedürftigkeit ausgesetzt.

Dabei sind die Aussichten für eine erfolgreiche

Behandlung sehr gut, wenn diese rechtzeitig

beginnt und nach Evidenz basiertem

Standard durchgeführt wird.

„Die Pathogenese ist bei Osteoporose sehr

komplex und macht diese Krankheit zu einem

interdisziplinären Problem“, so Dr. Jutta Semler,

Erste Vorsitzende des Kuratorium Knochengesundheit

und Chefärztin im Immanuel-Krankenhaus

Berlin. „Es ist also nicht

verwunderlich, dass im Praxisalltag bei der

Behandlung von Osteoporose-Patienten Probleme

auftreten, die eine spezialisierte Fachkompetenz

erfordern.“

Deshalb haben Dr. Jutta Semler und weitere

Osteoporose-Spezialisten des Kuratoriums

Knochengesundheit e. V. auch für 2003 eine

Osteoporose-Hotline für behandelnde Ärzte

eingerichtet. Sie stehen den ärztlichen Kollegen

bei Problemen in Diagnostik, Prävention

und Therapie sowie bei anderen osteologischen

Fragestellungen am Telefon u. a. unter

(030) 80 50 56 20 zur Verfügung. Weitere

Informationen unter: www.osteoporose.org.

Medizinprodukte-Datenbanken

für die Öffentlichkeit

freigegeben

Exklusiv vom Deutschen Institut für medizinische

Dokumentation und Information (DIMDI)

werden die Datenbanken mit Anzeigen zum

erstmaligen Inverkehrbringen von Medizinprodukten

und In-vitro-Diagnostika nach

§ 25 Medizinproduktegesetz (MPG) angeboten.

Sie sind Teil des datenbankgestützten

Informationssystems nach § 33 MPG und

werden auf der Grundlage der DIMDI-Verordnung

der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Anzeigen enthalten Angaben zum Anzeigepflichtigen

und zum Medizinprodukt,

so z. B. Nomenklaturbezeichnung, Kategorie

und Klassifizierung. Darüber hinaus sind

administrative Daten wie die zuständige

Behörde, Datum und Typ der Anzeige, Registriernummer

etc. vorhanden. Detaillierte Informationen

zu den Datenbanken können Sie

den Datenbankinformationen des DIMDI

(Memokarten) entnehmen.

Die Datenbanken sind komfortabel über

grips®-WebSearch recherchierbar. Der Zugang

zu den Datenbanken erfolgt im Internet

über die Website des DIMDI – www.dimdi.de

→ Datenbankrecherche → grips®-WebSearch

– im kostenpflichtigen Bereich. Zur Recherche

wird ein Usercode benötigt. Die zur

Anmeldung benötigten Vertragsunterlagen

finden Sie ebenfalls auf unserer Website.

Deutsche Krebshilfe fördert

Studie zur Kapsel-Endoskopie

Die Deutsche Krebshilfe fördert an der Medizinischen

Universitätsklinik in Bochum ein

Forschungsprojekt, das die Wertigkeit der

Kapsel-Endoskopie im Vergleich zu etablierten

Vorsorgeuntersuchungen bei erblichen

Darmkrebserkrankungen untersucht. Die

Deutsche Krebshilfe unterstützt die Studie mit

rund 249 000 Euro.

Prof. Dr. Wolff Schmiegel, Direktor der Medizinischen

Universitätsklinik, Knappschaftskrankenhaus

Bochum und Leiter des Projektes

dazu: Dünndarmkarzinome sind schwer zu

entdecken, die etablierten Methoden weisen

erhebliche Nachteile auf. Sie führen entweder

zu einer hohen Strahlenbelastung, sind

invasiv oder technisch sehr aufwändig und in

ihrer Aussagekraft begrenzt. Die Kapsel-Endoskopie

eröffnet neue Möglichkeiten der

Diagnostik und Überwachung des Dünndarms

zur Früherkennung von Tumoren.“ Im

Gegensatz zur herkömmlichen Darmspiegelung

sei die Kapsel-Endoskopie ein nicht-invasives

Verfahren, was gerade im Bereich

des Dünndarms vorteilhaft ist. Die Studie der

Deutschen Krebshilfe soll die Kapsel-Endoskopie

mit den etablierten Methoden, der

Dünndarmspiegelung, dem Dünndarm-Röntgen

nach Sellinck und gegebenenfalls weiteren

Verfahren wie der Dünndarm-Kernspintomographie

vergleichen. Untersucht wird,

wie aussagekräftig und komplikationsarm

dieses Verfahren ist. An der dreijährigen Stu-

Aktuell

die nehmen pro Jahr etwa 75 Patienten aus

den sechs Zentren des Verbundprojektes „Familiärer

Darmkrebs“ der Deutschen Krebshilfe

teil.

Repräsentativbefragung:

Jugendliche und Rauchen

Immer mehr möchten mit dem

Rauchen aufhören

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

(BZgA) führt seit 1973 in regelmäßigen

Abständen die Repräsentativbefragung

„Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik

Deutschland“ durch. Für diese Befragungen

werden bundesweit etwa 3 000

Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren

befragt. Erste Ergebnisse der zuletzt im Jahr

2001 durchgeführten Befragung wurden bereits

veröffentlicht. Jetzt vorliegende Sonderauswertungen

beschreiben die Verbreitung

des Rauchens detaillierter.

Insgesamt zeichnet sich ein positiver Trend

zum Nichtrauchen ab. Die Zahl der 12-bis

25-jährigen Raucher in der Bundesrepublik

Deutschland ging in den beiden vergangenen

Jahrzehnten langsam und kontinuierlich

von 44 Prozent im Jahr 1979 auf 38 Prozent

im Jahr 2001 zurück. Im gleichen Zeitraum

stieg der Anteil der Nieraucher von 31 Prozent

in 1979 auf 49 Prozent in 2001.

Anlass zur Sorge gibt allerdings die Entwicklung

in den jüngeren Altersgruppen. Sowohl

bei den 12- bis 15-jährigen Jungen und

Mädchen als auch bei den 16- bis 19Jährigen

ist der Raucheranteil in den letzten Jahren

wieder gestiegen bzw. stagniert auf hohem

Niveau.

Das Nichtrauchen ist derzeit für die meisten

Jugendlichen der erstrebenswerte Zustand:

Zwei Drittel (68 Prozent) der jugendlichen

Raucher möchten aufhören oder zumindest

weniger rauchen. Der Anteil der Raucher, die

in fünf Jahren Nichtraucher sein wollen, ist

seit 1997 (21 Prozent) gestiegen und umfasst

jetzt 52 Prozent.

Blasenkrebs: Umfassende

Information jetzt im Internet

Unter www.blasenkrebs.net können sich Internetnutzer

jetzt schnell und umfassend über

Krankheitsursachen sowie Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten

von Blasenkrebs informieren.

Das Portal richtet sich zwar in erster Linie an

Patienten, aber auch Ärzte erhalten jede

Menge nützlicher Informationen. Eine klare

Menüführung sorgt dafür, dass die Inhalte

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

119


Aktuell/Für Sie rezensiert

schnell zugänglich sind. Großen Raum

nimmt das Thema Prävention und Früherkennung

ein. Die Rolle der einzelnen Risikofaktoren

wird detailliert erläutert. In erster Linie ist

hier der Kontakt mit bestimmten chemischen

Substanzen, so genannten aromatischen

Nitro- oder Aminoverbindungen zu nennen.

Auch ein Lexikon gehört zum inhaltlichen

Angebot des Internetportals. Besucher können

alle relevanten Begriffe zum Thema Blasenkrebs

nachschlagen. Sie erfahren zum

Beispiel, was eine Zystoskopie ist, wie ein Zystoskop

aussieht oder was unter Remission zu

verstehen ist. Das Lexikon lernt ständig dazu.

Denn es registriert, wenn Besucher nach Begriffen

suchen, die noch nicht verzeichnet

sind.

Endometriose – Aufklärung

nun auch an Schulen

Die Frankfurter Endometriose-Selbsthilfe e. V.

kommuniziert nun auch an Schulen, denn

nach wie vor wirft die Erkrankung Endometriose

und ihre Behandlung viele Fragen auf.

„Je früher die Diagnose getroffen wird, um so

höher die Heilungschancen“, erläutert Katja

Ratzmann, Leiterin der Endometriose-Selbsthilfe,

die Hintergründe der Aufklärungsarbeit.

Zu den Betroffenen können auch bereits

junge Mädchen zählen, die gerade mal

ihre erste Regel bekommen haben. Das

Hauptsymptom, Schmerzen während der

Menstruation, wird zu oft als „selbstverständliches

Frauenschicksal“ hingenommen und

auch betroffene Mädchen sprechen nur ungern

darüber.

Die Frankfurter Endometriose-Selbsthilfe wendet

sich daher nun auch aktiv an Schulen und

klärt dort Mädchen ab elf Jahren auf. Im Unterricht

werden Gespräche mit den Schülerinnen

geführt, die Krankheit wird erklärt, auch

der Behandlungsweg und alle Fragen werden

beantwortet. „Das ist ein ganz wichtiger

Teil in der Öffentlichkeitsarbeit, denn diese

Mädchen haben oft auch noch Schwestern,

Freundinnen oder Tanten, die unter denselbsen

Symptomen leiden.“ Weitere Infos:

Endometriose-Selbsthilfe e. V., Goethestraße

38, 63263 Neu-Isenburg.

Preis-Ausschreibungen

Galenus-von-Pergamon-Preis 2003

In diesem Jahr sind Wissenschaftler aus der

pharmakologischen Forschung wieder aufgerufen,

sich um den Galenus-von-Pergamon-

Preis zu bewerben. Mit dem deutschen „Prix

120 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

Galien“ zeichnet die „Ärzte Zeitung“, als Mitglied

einer internationalen Stiftergemeinschaft,

alle zwei Jahre Arzneimittelforscher

für herausragende wissenschaftliche Arbeiten

aus, die für den Fortschritt auf dem Gebiet der

Arzneimittel- und Diagnostika-Forschung

wegbereitend sind.

Für die Preiskategorie B bittet die Jury um

Beiträge aus der klinischen und/oder experimentellen

Pharmakologie. Für diese Kategorie

ist Bedingung, dass die Forschungsleistung

an einer Institution außerhalb der pharmazeutischen

Industrie erbracht wurde. Jeder in

Deutschland tätige Forscher (auch Forschungsgruppe)

kann sich bewerben. Die Arbeiten

dürfen bereits veröffentlicht sein, im Regelfall

jedoch nicht länger als zwei Jahre vor

dem Einreichungstermin. Die vorgelegten Arbeiten

können bereits prämiert oder zu anderweitigen

Prämierungen eingereicht worden

sein. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum

30. April 2003.

Den vollständigen Text der Ausschreibungsbedingungen

können Sie anfordern beim Sekretariat

Galenus-von-Pergamon-Preis, c/o Ärzte

Zeitung Verlagsgesellschaft mbH, Sabine Neubert,

Postfach 200251, 63077 Offenbach, email:

sabine. neubert@aerztezeitung.de, Telefon

(06102) 50 61 49 oder herunterladen aus

dem Internet unter der Adresse:www.aerztezeitung.de/medizin/galenus/.

Chugai Science Award

Die Firma Chugai Pharma mit Sitz in Frankfurt

am Main vergibt auch in diesem Jahr den

Chugai Science Award. Diese Auszeichnung

wird seit 2002 jährlich für herausragende

wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet

der klinischen oder experimentellen Knochenmark-

und Stammzelltransplantation vergeben.

Eingereicht werden können wissenschaftliche

Arbeiten, die zum Zeitpunkt der Einreichung

noch nicht oder maximal in den vergangenen

zwölf Monaten veröffentlicht wurden. Das

Höchstalter der teilnehmenden Wissenschaftler

ist 40 Jahre. Der Chugai Science Award ist

mit 5 000 € dotiert.

Der Einsendeschluss für den Chugai Science

Award ist der 31. Mai 2003. Bewerbungen

müssen in dreifacher Ausfertigung an die folgende

Anschrift eingereicht werden. Prof. Dr.

med. Gerhard Ehninger, Universitätsklinikum

Carl-Gustav-Carus, Med. Klinik und Poliklinik

I, Fetscherstraße 74, 01307 Dresden. Weitere

Auskünfte über die Teilnahme am Chugai

Science Award sind erhältlich unter der Rufnummer

(069) 66 30 00 19.

Biographische Enzyklopädie

deutschsprachiger Mediziner

Hrsg.: D. von Engelhard, K. G. Saur

München 2002, 2 Bd. 902 S.

Der Lübecker Medizinhistoriker hat unter Mitarbeit

von 53 Gelehrten aus den verschiedenen

Teilen Deutschlands dieses umfangreiche

biographische Nachschlagewerk herausgebracht.

Es wird eine Fülle von Daten geboten,

die bis in die Gegenwart hineinreichen. Über

die Auswahl der Personen bei solchen Editionen

lässt sich immer streiten und auch über

die erfassten Daten.

Neben einem zweiseitigen Vorwort des Herausgebers,

der die Editionsprinzipien erläutert,

und den Kurzbiographien (S. 1 - 483)

werden eine Zeittafel (S. 707 - 754) – beginnend

mit Hildegard von Bingen 1098 - 1179

bis Rolf Hirschelmann 1941 - 2002 –, ein

Fachregister (S. 755 - 756) sowie ein Personen-

(S. 757 - 866) und ein Ortsregister

(S. 867 - 992) abgedruckt.

Diese Publikation stellt bei kritischem Gebrauch

ein wichtiges Hilfsmittel bei der Beschäftigung

mit der Medizingeschichte des

deutschsprachigen Raumes vom ausgehenden

Mittelalter bis zur Gegenwart dar.

M. Stürzbecher, Berlin

Arzneimittelanwendungen

in der Anästhesie

Hrsg.: D. Olthoff

Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH

Stuttgart 2003, 576 S., 120 Abb., 101

Tab., 82 Formeln, geb., 99 €

ISBN 3-0847-1888-4

Das Spektrum der in der Anästhesie eingesetzten

Pharmaka reicht von Narkotika,

Analgetika und Muskelrelaxanzien zu sedierend

bis hypnotisch wirksamen sowie adjuvant

eingesetzten Stoffen. Ziel aller Entwicklungen

war und ist es, möglichst wirksame,

gut steuerbare sowie speziellen Anforderungen

entsprechende Anästhesieverfahren so

einzusetzen, dass sich bei kombinierter

Gabe durch additive bis potenzierende Eigenschaften

eine Dosis- und Nebenwirkungsreaktion

erreichen lässt. Unabdingbar

ist für jeden Anästhesisten das Wissen um

die pharmakokinetischen Eigenschaften, die

pharmakodynamischen Eigenschaften sowie

die Wechselwirkungen der eingesetzten

Pharmaka.

Dieses Werk liefert die Basisdaten und die

wichtigsten Informationen zu den anästhesierelevanten

Pharmakagruppen.


DIN-Taschenbuch 261 –

Hämostaseologie

Beuth Verlag GmbH Berlin, Wien, Zürich,

2. Aufl. 2002, 128 S., brosch., 25,30 €

ISBN 3-410-15479-5

Die ständige Weiterentwicklung von Reagenzien

und Methodenmodifikationen erfordert

eine regelmäßige Überarbeitung und Anpassung

der bestehenden Hämostaseologie-

Normen an den Stand der Technik. Einen umfassenden

Überblick über die heute gültigen

Hämostaseologie-Standards gewährt die

eben erschienene zweite Auflage. Das Taschenbuch

präsentiert 22 DIN-Normen zu

folgenden Problemfeldern: Anforderungen

an Referenzplasmen, Blutentnahme und -aufbereitung,

Bestimmung von Gerinnungsaktivitäten

und Inhibitoren, Kalibrierverfahren.

Der Inhalt der zweisprachigen Normensammlung

(deutsch/englisch) wurde komplett

aktualisiert und durch die Aufnahme

sechs neuer Dokumente erweitert. Das Konzept

der Zweisprachigkeit hat sich bewährt

und soll auch bei der Veröffentlichung

zukünftiger Normen zur hämostaseologischen

Labordiagnostik beibehalten werden.

Allen, die Qualitätssicherung im Hämostaselabor

verantwortungsbewusst praktizieren,

wird mit diesem DIN-Taschenbuch ein hilfreiches

Nachschlagewerk an die Hand gegeben,

das einen schnellen und umfassenden

Zugriff auf die neuesten Arbeitsergebnisse

der Normung ermöglicht.

Arzneiverordnungen

Empfehlungen zur rationalen

Pharmakotherapie

Deutscher Ärzte-Verlag Köln 2002,

1248 S., 13 Abb.,

99 Tab., brosch., 44,95 €,

ISBN 3-7691-1140-0

Die Arzneiverordnungen erleichtern durch präzise

indikations- und wirkstoffbezogene Informationen

die individuelle Therapieentscheidung

und geben Ärzten/Ärztinnen in Praxis

und Klinik eine Hilfestellung für die Einhaltung

der Arzneimittel-Richtlinien. Die Basis der Kommentierung

und Bewertung bilden sämtliche in

Deutschland zugelassenen Wirkstoffe. Die 20.

Auflage bietet praxisorientiert und klar strukturiert:

klare Unterscheidung zwischen empfohlenen

und nur kommentierten Wirkstoffen,

rasche Orientierung über den aktuellen therapeutischen

Stellenwert durch vergleichende,

kritische zusammenfassende Bewertungen der

einzelnen Wirkstoffgruppen/Wirkstoffe, überarbeitete,

einheitliche Angaben zur Pharmakokinetik

der einzelnen Wirkstoffe, Erleichte-

rung therapeutischer Entscheidungen durch

Stufenpläne und Tabellen, Prinzipien der Therapie

für alle Erkrankungen in Übersichten,

direkter alphabetischer Zugang über die

Präparatenamen der Fertigpräparate zu den

empfohlenen Wirkstoffen, schnelles Auffinden

von Einzelthemen durch erweitertes Register

und Kapitelüberschriften. Zu allen wichtigen

Erkrankungen sind u. a. Definitionen, Schweregradeinteilungen,

Behandlungsindikationen,

Therapieziele, Sofortmaßnahmen sowie ggf.

Hinweise zur nichtmedikamentösen Therapie

angegeben.

Die Autoren sind Mitglieder der Arzneimittelkommission

der deutschen Ärzteschaft und

hochkompetente Vertreter ihrer jeweiligen

Fachgebiete. Sie garantieren aktuelle, kritische

und unabhängig-objektive Informationen über

Wirksamkeit, Risiken und Kosten der Arzneimittel.

Auch diesmal sind die Arzneiverordnungen

parallel als CD-ROM erhältlich.

Diabetes – nein danke!

Primärprävention für die Praxis

R. Zick, F. Schnitger

1. Auflage Verlag Kirchheim & Co GmbH

Mainz 2002, 84 S., brosch., 12,80 €

ISBN 3-87409-366-2

Vor dem Hintergrund der stetigen Zunahme

des Typ-2-Diabetes stellen präventive Konzepte

in der diabetologischen Versorgung

eine der großen gesundheitspolitischen Herausforderungen

der kommenden Jahre dar.

Die Autoren dieses Buches haben eine Anregung

für die Praxis geschrieben, in der sie

alles Wesentliche zur Primärprävention des

Typ-2-Diabetes erörtern: Grundlagen der

Typ-2-Diabetes-Epidemie, Darstellung der

vier großen Primärpräventionsstudien und

praktische Konsequenzen aus diesen Resultaten

für den Praxisalltag, aber auch für die

Entscheidungsträger einer gesundheitspolitischen

Umorientierung in der Diabetikerversorgung.

Dabei trägt das bewährte duale

Prinzip von Bild und Text dazu bei, schwierige

Zusammenhänge komprimiert und doch

wissenschaftlich fundiert und verständlich zu

vermitteln.

Nicht-erholsamer Schlaf

Leitlinie „S2“ der Deutschen Gesellschaft für

Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)

Jürgen Fischer u.a.

Nicht-erholsamer Schlaf gehört in unserem

Land zu den häufigsten Beschwerden, die in

den Arztpraxen geäußert werden oder wegen

denen ein Arzt aufgesucht wird. Die Zu-

Für Sie rezensiert

nahme der Schlafstörungen hat neben den

medizinischen Problemen große ökonomische

und soziale Probleme zur Folge. Auf

Grund der zunehmenden Mechanisierung

und Automatisierung der Arbeitswelt in unserer

Gesellschaft wird Ausgeschlafen- und Erholtsein

über das subjektive Empfinden und

die Lebensqualität hinaus zu einer wesentlichen

Grundlage für die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit.

In den letzten Jahren hat sich die Schlafmedizin

(Somnologie) in Deutschland zu einem interdisziplinär

weit gefächerten eigenen Fachgebiet

entwickelt, nicht zuletzt durch die

Tätigkeit der Deutschen Gesellschaft für

Schlafforschung und Schlafmedizin, der

auch die Entstehung oben genannter Leitlinie

zu verdanken ist.

Ein so genanntes Steering-Komitee aus fünf

Mitgliedern, die fünf namhafte medizinische

Fachgesellschaften repräsentieren, erarbeitete

unter der Federführung von

J. Fischer diese Leitlinie „S2“ (Stufe 2, d. h .

formale Konsensfindung im nominalen Gruppenprozess)

zur Diagnostik und Therapie des

nicht-erholsamen Schlafs.

Hauptinhalt ist die ausführliche Beschreibung

eines klinischen Algorithmus in Kapitel 4, in

dem sowohl dem ambulant tätigen Arzt als

auch dem Klinikarzt ein praxisnahes und vor

allem notwendiges schrittweises Vorgehen

bei Verdacht auf nicht-erholsamen Schlaf

empfohlen wird. Besonders hervorzuheben

ist die grafische Darstellung eines Flussschemas

des klinischen Algorithmus auf Seite 21.

Der Rezensent legt jedoch Wert darauf zu

betonen, dass es sich bei der vorliegenden

Leitlinie nicht um ein Dogma handeln kann.

Gerade in Zeiten des Sparzwanges muss in

praxi das medizinisch Notwendige mit dem

finanziell Machbaren vereinbart werden. Vor

allem im Sinne des Patienten.

Weitere Kapitel der Leitlinie beschäftigen sich

mit Anforderungen an eine qualitätsbezogene

Schlafmedizin, mit der Beschreibung

des Akkreditierungsprozesses schlafmedizinischer

Zentren durch die DGSM, des Projekts

zur Prozess- und Ergebnisqualität sowie

der Erlangung des Qualifikationsnachweises

„Somnologie“.

Die Leitlinie „S2“ der DGSM „Nicht-erholsamer

Schlaf“ ist als Standardwerk sowohl für

gestandene Schlafmediziner als auch für

Neueinsteiger auf diesem Gebiet zu empfehlen,

ferner jedoch auch als Nachschlagewerk

für alle Mediziner, die direkt oder indirekt mit

dem Problem des nicht-erholsamen Schlafs

Berührung haben.

Es handelt sich bei der Leitlinie um „ work in

progress“. So ist in zwei Jahren eine Aktualisierung

bzw. Überarbeitung vorgesehen.

Frank Käßner, Groß Gaglow

Brandenburgisches Ärzteblatt 3/2003 13. Jahrgang

121


Leserbriefe

An Landesärztekammer Brandenburg,

Herrn Dr. Wolter, Herrn Dr. Helming, Herrn Dr. Bundschuh

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe den Aufruf zur Protestdemo aufmerksam

gelesen und habe nichts entgegen

zu setzen, obwohl es mich persönlich nicht

mehr betrifft. Ich werde in wenigen Wochen

75 und bin nicht mehr in der Lage, an Demos

teilzunehmen. Ich habe zwischen 1950

und 1980 immer wieder für drei Ärzte gearbeitet,

„daneben“ drei Söhne großgezogen.

Damals habe ich nie an mich denken

können, an meine Gesundheit nicht und an

mein Einkommen schon gar nicht. Geklagt

habe ich nicht, es hätte auch nichts genützt,

Streik lag außerhalb unseres Denkens. Ich

habe einfach gearbeitet. Heute bin ich ein

gesundheitliches Wrack, der Körper wehrt

sich noch immer gegen die „Narben“ der

Überlastung von damals. Aber ich treffe

noch immer auch viele dankbare Patienten,

die damals noch Kinder waren. Doch als mir

nach der Wende die Intelligenz-Rente verwehrt

wurde, hätten wir Alten die Solidarität

122 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

auch der Ärztekammer gebraucht – ich habe

sie vermisst und nicht nur ich.

Was die Politik heute mit unserem Gesundheitswesen

treibt, ist ein Verbrechen. Und da

ist keine Partei auszunehmen. Sie haben

kein Konzept, vielleicht hätten sie 1990 doch

mal hinschauen sollen, wie wir Alten gearbeitet

haben; mit weniger Geld, mit oft

schlechterer oder alter Technik – aber nicht

wirklich schlechter in der Organisation. Ich

verstehe bis heute nicht, dass wir Hunderte

von Krankenkassen „brauchen“, jede mit eigenem

Management, das nicht wenig verdient

– jede mit einem eigenen „Palast“, viele

mit eigenen Zeitungen, deren Niveau

traurig ist... aber die Leistungen sind fast

gleich. Der „Wettbewerb“, der jetzt vom

Zaun gebrochen wird, ist verantwortungslos

– die Kompetenz ist nirgends zu erkennen.

Wo bleibt der Verstand?

Nein, so geht es nicht! Man muss sich nicht

nur auseinandersetzen, man muss sich erst

einmal zusammensetzen. Gegeneinander zu

Zum Editorial im BÄB Heft 2/2003 und zum Spendenaufruf für die

Zwangsarbeiterstiftung schreibt Dr. med. Heiner Loos, Ahrensfelde

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

zwei Dinge im aktuellen Blatt fordern meinen

Kommentar heraus!

Zum einen beklagt sich Frau Kollegin Köhler

in ihrem Editorial darüber, dass es zwar viele

gibt, die sagen, wie es nicht geht, aber niemand

wie es geht. Und so etwas aus der Feder

der Vorsitzenden des traditionsreichen

Hartmannbundes! Die Kollegin solle doch

einmal in den Schriften ihres Verbandes

nachlesen! Natürlich gibt es Vorschläge, nur

passen diese manchem Arzt nicht in seine

weiße Göttermentalität!

Wir sind ein Dienstleistungsunternehmen an

der Gesundheit Mensch, wir leisten eine Arbeit,

die entsprechend unserer Ausbildung

und Verantwortung zu honorieren ist. Und

damit das wieder in Deutschland funktioniert,

sind die so genannten gesetzlichen Krankenkassen

zu privatisieren und die Vergütung

der Ärzte erfolgt auf der Basis der GÖÄ über

Kostenerstattung. Die Höhe des Honorars hat

sich an internationalen (USA-) Maßstäben zu

orientieren, auch wir müssen wie die Piloten

einen berechtigten Vergleich einfordern!

Was einzig zählt ist die erbrachte Leistung,

klamme Krankenkassen, Rezession und andere

Unbilden der Einnahmenseite haben

uns nicht zu interessieren. Dann haben wir

auch wieder die Kraft z.B. nach dem Vorbild

Hufelands mal auch Arme kostenlos zu behandeln,

bei Begüterten hat Hufeland auch

ordentlich zugelangt!

Bei dem derzeitigen Gerangel wie „Dienst

nach Vorschrift“ und Nullrunde geht es uns

natürlich in erster Linie um unser eigen Geld,

wer anderes sagt, verliert die Glaubwürdigkeit,

wie es schon ein SPD-Professor auf der

Protestveranstaltung am 22.1.2003 den Ärzten

ins Stammbuch schrieb!

Zum Zweiten weise ich im Zusammenhang

mit dem Spendenaufruf für die Zwangsarbeiterstiftung

jede Kollektivhaftung und -schuld

zurück! Abgesehen von der so genannten

Gnade der späten Geburt kann ich zum

Glück auf eine aufrechte Familientradition

zurückblicken. Beide Großväter waren im

Widerstand, einer im direkten Kampf gegen

Franco und verlor dort ein Bein, der andere

als verantwortlicher SPD-Genosse mit zahlreichen

Repressalien und „Wehruntauglichkeit“

aus politischen Gründen. Mein Vater

hatte u.a. wegen öffentlichen Protestes gegen

die Besetzung der CSSR 1968 und der Biermannausbürgerung

„abgeschwächtes Berufsverbot“,

wurde nach 1989 rehabilitiert

und leitete dann die Untersuchungskommis-

arbeiten („Krieg zu führen“), treibt uns nur

weiter in die Misere – da ist die Politik gefragt,

aber den heutigen Köpfen traue ich

wenig zu, doch denen der Regierung Kohl

auch nicht. Alle schielen nur aufs eigene

Konto scheint mir, das verstellt den Blick auf

humanitäre Werte, die eigentlich Ausgangspunkt

sein sollten ...

Deshalb möchte ich mich nur mit dem Anliegen

der Demonstranten solidarisch verhalten

und hoffen, dass es die Politik zum „Aufwachen“

bringt.

Vielleicht sollten Sie für uns Alte eine Unterschriften-Sammlung

veranstalten, damit wir

uns sichtbar solidarisieren können und nicht

wieder außen vor bleiben, wenn wir nicht

mehr die Kraft zum Laufen haben.

MR Dr. Irene Winde

Woltersdorf

sion für Verbrechen der Psychiatrie in der

DDR. Meine Stasiakte ist ebenfalls dick, ich

musste mich vor dem Studium erst in der Praxis

„bewähren“ und ich dürfte Ihnen auch als

unbequemer Zeitgenosse bekannt sein.

Es ist auch heute noch das Klima, das die Situation

der Lähmung und Verkrustung der

Strukturen in Deutschland bedingt, einen

Honnecker und Hitler ermöglicht hat und

auch wieder ermöglichen wird. Da brandschatzen

Neo-Nazis fast ungestraft, da kann

ein VDK-Hirrlinger offen zur Anzeige und

Denunziation von Ärzten aufrufen und hat

dann noch die Frechheit, mir nach einem

entsprechenden e-mail mit einer Verleumdungsklage

zu drohen, da wird ein Möllemann

öffentlich gesteinigt, weil er die Aggressionspolitik

und den Rassismus Israels

anklagt – kein Protest der echten Demokraten,

man zieht sich schnell zurück und eröffnet

Nebenkampfschauplätze, und genau

deswegen haben Diktatoren in Deutschland

noch immer ein Chance!

Um es noch einmal klarzustellen: die Firmen,

die mit dem Faschismus gemeinsame Sache

gemacht und Zwangsarbeiter beschäftigt haben,

gehören ordentlich zur Kasse gebeten,

am besten man zerschlägt sie wie die IG-Farben

ganz, Kollektivschuld und -haftung aber

nein!


Dr. Klaus Freier

als Ärztlicher Direktor

verabschiedet

Am 24. Februar wurde Dr. med. Klaus Freier,

der seit 1992 die Aufgaben des Ärztlichen

Direktors im Klinikum Frankfurt/Oder wahrgenommen

hat, offiziell aus seinem Amt verabschiedet

und ihm für seine langjährige und

engagierte Arbeit im Interesse der Mitarbeiter

und Patienten gedankt.

Dr. Klaus Freier, Chefarzt der Klinik für Neurologie,

wurde 1992 das Vertrauen durch

die Stadtverordnetenversammlung für diese

ehrenamtliche Führungsaufgabe ausgesprochen.

Dieses elfjährige Ehrenamt wurde

durch das Ende der Legislaturperiode bestimmt.

Dr. Freier dankte bei seiner feierlichen

Verabschiedung vor allem der Krankenhausleitung

mit Verwaltungsdirektor Andreas

Grahlemann und der Pflegedirektorin Renate

Karsch, aber auch allen Mitarbeitern in Ver-

Nachruf für Frau MR

Dr. med. Renate Bunge

Am 28. Januar 2003 verstarb unsere liebe

ehemalige Chefärztin der Kinder- und Jugendneuropsychiatrischen

Klinik der jetzigen

Landesklinik Brandenburg an der Havel. Sie

war von 1961 bis 1977 dort tätig.

Sie hat wie keine andere mit ihrer herausragenden

Persönlichkeit die Arbeit der Klinik geprägt

und uns jungen Ärzten, die wir damals

in der Facharztausbildung unter ihrem Tenor

lernten, ein Arztbild vorgelebt, das wir in

Hochachtung und Verehrung bewahrt haben.

Erst viel später wurde uns in der Widerspiegelung

unserer eigenen berufsethischen und

menschlichen Einstellung zu Patienten, Kollegen

und Mitarbeitern bewusst, wie sie durch

ihr Leitbild unsere eigene Arbeit bis heute geprägt

hat und wie wichtig überhaupt ein herausragendes

Leitbild für die Entwicklung einer

jungen Arztpersönlichkeit ist.

1961 kam sie als Kinderärztin zum Aufbau einer

Kinder- und Jugendneuropsychiatrischen

Klinik an die damalige Bezirksnervenklinik

Brandenburg, eingestellt von der Ärztlichen

Direktorin, Frau OMR Dr. med. Liese-Lotte

Eichler, der die mit Patienten überbelegte, in

ihrer Struktur undifferenzierte und mit Ärzten

völlig unterversorgte Klinik sehr am Herzen lag

und die in ihrer Amtszeit von 1956 bis 1972

die Grundvoraussetzungen für die Arbeit in

modernen psychiatrischen und neurologischen

Abteilungen schuf.

Renate Bunge ging mit großem Engagement

und hohem Einfühlungsvermögen an die Auf-

waltung, Ärzten

und Pflegekräften,

für die gute Zusammenarbeit.

„Es

war manchmal

strittig, aber wir

haben immer unsere

Probleme allein

und ohne

Schlichtung lösen

können“, so Dr.

Freier vor allem im

Blick auf die zahlreichen baulichen Entscheidungen

„Meine Ziele waren ein leistungsfähiges

Schwerpunktkrankenhaus, die Standortzusammenlegung,

die Vervollständigung des

Leistungsangebots für die Bevölkerung und

die Verbesserung der neurologisch-psychologischen

Situation.“ Diese Ziele seien erreicht,

so Dr. Freier . Deshalb könne er jetzt auch

den Stab in jüngere Hände legen. Es habe

aber nicht nur Freude und Stolz in den elf

Jahren des Ehrenamtes gegeben. „Es war

schmerzhaft, wenn Abteilungen verkleinert

gabe heran, aus desolaten

Stationen

differenzierte Behandlungseinheiten

zu schaffen, moderneBehandlungsundFörderungsmethoden

für psychisch

kranke und geistig

behinderte Kinder

und Jugendliche einzuführen und der Klinik in

wenigen Jahren zu einem hervorragenden Ruf

im eigenen Land und über die Grenzen hinaus

zu verhelfen. Sie baute gemeinsam mit den

anderen Chefärzten Kinder- und Jugendneuropsychiatrischer

Kliniken eine Subspezialisierungs-Weiterbildung

mit Zugang sowohl für

Nervenärzte als auch Kinderärzte für das

Fachgebiet Kinder- und Jugendneuropsychiatrie

(in der DDR waren Neurologie und Psychiatrie

noch ein einheitliches Fachgebiet) auf.

Sie führte ein multiprofessionelles Behandlungsangebot

für ihre Klinik für Psychotherapie,

Musik- und Maltherapie ein, was in der

DDR damals außergewöhnlich war, unterstützte

wissenschaftliche Arbeiten ihrer Mitarbeiter

mit Auftreten auf Kongressen und Tagungen.

Zahlreiche Fachärzte mit der Subspezialisierung

gingen aus ihrer Klinik hervor, die später

ambulant an Polikliniken der DDR arbeiteten

bzw. heute noch in Gesundheitsämtern oder

eigenen Praxen tätig sind.

Mit 58 Jahren zog es sie aus familiären Gründen

nach Berlin. Im Auftrag von Gesundheitsämtern

kümmerte sich sich fachspezifisch

um familiengelöste Heimkinder mit Entwicklungs-,

emotionalen und Verhaltensstörungen,

Personalia

werden mussten. Und elf Jahre lang haben

wir gebaut und umstrukturiert. Das brachte

auch extreme Belastungen für Mitarbeiter

und Patienten mit sich“, so resümierte Dr.

Freier im Rückblick. Von 1988 bis heute

konnte eine Leistungssteigerung im Krankenhaus

von 30 Prozent erreicht werden. Damals

wurden pro Jahr 18 000 Patienten bei

einer durchschnittlichen Liegezeit von 15,2

Tagen betreut, heute sind es 27 000 pro Jahr

mit einer Liegezeit von durchschnittlich 9,8

Tagen.

Anlässlich der Verabschiedung von Dr. med.

Klaus Freier wurde Dr. med. Ulrich Niedermeyer,

Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und

Psychosomatik, der mit Wirkung vom 1. Februar

das Amt des Ärztlichen Direktors übernommen

hat, viel Erfolg und Schaffenskraft

für sein neues Aufgabengebiet gewünscht.

„Angesichts der Sparzwänge im Gesundheitswesen,

der anstehenden Reformen und

der neuen Aufgaben wird das sicher kein

leichtes Amt“, so Dr. Niedermeyer.

usch

half beim Aufbau von Behandlungs- und Förderzentren

und bildete Pflege- und Erziehungspersonal

weiter. Nach der „Wende“,

obwohl sie längst ihre Rente hätte genießen

können, schlug sie eine Anfrage aus dem

Landkreis Fürstenwalde nicht aus, eine Kinderund

Jugendpsychiatrische Beratungsstelle aufzubauen

sowie Weiterbildungen der Mitarbeiter

von Förder- und Pflegeeinrichtungen zu

übernehmen. Erst im Alter von 77 Jahren beendete

sie ihre berufliche Laufbahn und zog

nach Münster i/W. Sie erntete hier gesellschaftliche

Anerkennung durch ihr kulturelles

Engagement, indem sie z. B. Vortragsabende

im Gedenken an Bertolt Brecht, mit dessen Familie

sie freundschaftliche Beziehungen verbunden

hatten, initiierte.

Renate Bunge war ein außergewöhnlicher, integerer

Mensch. Trotz hoher Arbeitslast spürte

man bei ihr immer ein Gleichgewicht von

Freude an der Arbeit, menschlicher Zuwendung,

Engagement mit Konsequenz und

Durchsetzungskraft, schöpferischer Kreativität

und lebensbejahender Grundeinstellung. Neben

Autorität und Respekt genoss sie Hochachtung

bei allen Mitarbeitern. Sie verstand

es, durch Optimismus, Humor, Lust am Leben

und am Feiern ein Arbeitsklima zu schaffen,

das sich positiv motivierend auf alle auswirkte.

Sie war eine fesselnde Erzählerin, sensibeleinfühlsame

Zuhörerin, warmherzig, nie eigene

Befindlichkeiten klagend, hatte immer ein

offenes Ohr und Herz für Andere mit der

Fähigkeit Mut zu machen.

Wir werden ihr immer ein ehrendes Andenken

bewahren!

Dr. med. Gertrud Suhr

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

123


Personalia

Wir gratulieren zum Geburtstag im April

89 Jahre

OMR Dr.med. Günter Koch

Rathenow

84 Jahre

Dr.med. Hans-Gottfried Kletschke

Potsdam

82 Jahre

SR Dr.med. Gerda Liepe

Neuenhagen

81 Jahre

OMR Prof. Dr.sc.med.

Fritz-Wilhelm Steffen

Bad Saarow-Pieskow

79 Jahre

MR Dr.med. Dorothea Kunze

Oranienburg

77 Jahre

OMR Dr.med. Heinz Krahmer

Beelitz

MR Dr.med. Charlotte Ortmeier

Eberswalde

Dr.med. Edith Rimpel, Falkensee

75 Jahre

Dr.med. Henry Arzberger, Zeuthen

70 Jahre

Dr.med. Cordula Kahrig, Basdorf

MR Hans Schübel

Bad Saarow-Pieskow

124 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

Dr.med. Brigitte Schümann-Vogt

Berlin

65 Jahre

Dr.med. Gerlinde Abendroth

Hohen Neuendorf

SR Ute Albrecht, Neuenhagen

Prof. Dr.sc.med.

Renate Baumgarten

Woltersdorf

Dr.med. Klaus-Dieter Britze

Falkenberg

OMR Dr.med. Harald Cornelius

Götz

MR Dr.med. Peter Ernst

Frankfurt/Oder

Dr.med. Maria Gürtler

Schulzendorf

Dr.med. Dieter Hagen, Zossen

OMR Dr.med. Hartmut Hollstein

Frankfurt /Oder

SR Erika Kotlarski

Frankfurt/Oder

Dr.med. Ilse Kärsten

Hartmannsdorf

MR Susanne Markewitz

Kleinmachnow

MR Dr.med. Wolf-Rüdiger Matting

Jüterbog

Kombinierte Kurse der Doppler- und Duplex-Sonographie

nach den Richtlinien der KBV und der DEGUM

im Ev. Krankenhaus Hubertus Berlin, akademisches Lehrkrankenhaus

der Freien Universität Berlin

- Interdisziplinärer Grundkurs der Gefäßdiagnostik 20.06. - 22.06.03

Anmeldung schriftlich an: Dr. med. C. Fahrig, Chefarzt der Inneren

Abteilung des Ev. Krankenhauses Hubertus, DEGUM Seminarleiter,

Spanische Allee 10-14, 14129 Berlin oder unter: Tel.: 030/392 34 51;

Fax: 030/394 80 180 oder Tel.: 030/810 08 233; Fax: 030/810 08 135.

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Balint-Arbeit und die Seele baumeln lassen

30-Std.-Kompaktkurs im idyllisch gelegenen Seminarzentrum

Campolaia abseits von Stress und Hektik

Anerkannter Balintgruppen-Leiter: Dr. H.-C. Wilkens

Kontakt über Creative Change Consulting

Fon 04232/945 00 43, Fax 04232/929 16

e-mail: heinz-christian.wilkens@t-online.de

Dipl.-Med. Klaus-Dieter Neumann

Gallinchen

Dr.med. Ellen Ost, Potsdam

Anni Pemmann, Potsdam

Brigitte Tornier

Bergholz-Rehbrücke

Dr.med. Wolfgang Urlacher

Kleinmachnow

Edith Wuttke, Guben

60 Jahre

Rainer Bartsch, Birkenwerder

MR Dr.med. Ingo Bastian

Zehdenick

Dr.med. Barbara Bormann

Bad Saarow-Pieskow

Dr.med. Andreas Dudeck, Berlin

MR Dr.med. Monika Dzikonski

Hönow

Dr.med. Monika Endemann

Cottbus

MR Dr.med. Harald Geyer

Brandenburg

Johann-Andreas Hochbaum

Nauen

Dr.med. Renate Klein

Königs Wusterhausen

Dr.med. Ingrid Koslowski

Potsdam

Dr.med. Margit Kreibich

Schulzendorf

Dr.med. Ihno Meyl, Meyenburg

MR Dr.med. Eckhard Moos

Gandenitz

Ulrike Müller, Berlin

OMR Dr.med. Lutz Naumann

Brandenburg

Dr.med. Bernd Oswald, Belzig

MUDr./CS Heidemarie Pimer

Frankfurt/Oder

Dr.med. Magdalena Primm

Brandenburg

Maria-Gabriela Reinhardt

Zepernick

Paul Ruscheinsky, Eberswalde

Günter Schmidt, Cottbus

Dr.(H). Eva-Maria Strauß

Borgsdorf

Dr.med. Hilke Weise

Eisenhüttenstadt

MR Dr.med. Bernd Winkler, Berlin

Wir bitten unsere Leser, die nicht mit

der Veröffentlichung einverstanden sind,

um rechtzeitige Mitteilung (schriftlich

oder telefonisch unter 0355/7 80 10 18

oder e-mail:angelika.winzer@laekb.de.)

Ärztekammer Schleswig-Holstein

Edmund-Christiani-Seminar

(Berufsbildungsstätte für Arzthelferinnen)

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Brandenburg

und Berlin

Kurs zur Aktualisierung der

Fachkunde nach Strahlenschutzverordnung

(8 Stunden)

15. April 2003

13. Juni 2003

1. Juli 2003

30. Sept. 2003

14. Nov. 2003

Teilnehmergebühr: je 150 €

Einführungsseminar für Ärzte

zur Unterweisung nach RöV

23. Mai 2003

25. Aug. 2003

Teilnehmergebühr: 50,- €

Grundkurs für Ärzte nach RöV

und StrlSchV

12. bis 14. Mai 2003

18. bis 20. Aug. 2003

20. bis 22. Okt. 2003

1. bis 3. Dez. 2003

Spezialkurs Röntgendiagnostik

für Ärzte

14. bis 16. Mai 2003

20. bis 22. Aug. 2003

22. bis 24. Okt. 2003

3. bis 5. Dez. 2003

Teilnehmergebühr: je 250,- €

Kurs zur Aktualisierung der Fachkunde

nach Röntgenverordnung

12. Juni 2003

30. Juni 2003

29. Sept. 2003

13. Nov. 2003

Ort und Auskunft: Landesanstalt

für Personendosimetrie und

Strahlenschutzausbildung,

Köpenicker Straße 325, Haus 41,

12555 Berlin

Telefon: (030) 65 76 31 01

Internet: www.lps-berlin.de

Robert Schumann – die bipolar

affektive Störung und die Musik

15. April 2003, 15.00 Uhr c. t.

Ort: Klubhaus der Landesklinik

Brandenburg

Referent:

PD Dr. med. Erfurt, Münster

Auskunft: Dr. M. Arndt, Landesklinik

Brandenburg, Anton-Saefkow-

Allee 2, 14772 Brandenburg

Telefon: (03381) 78 24 56

Fax: (03381) 78 23 66

2 P Das akute Abdomen aus

gefäßchirurgischer Sicht

16. April 2003

2 P Biologische Osteosynthesen

an der unteren Extremität

21. Mai 2003

2 P Benigne und maligne

Erkrankungen des Magens

18. Juni 2003

Ort und Auskunft: Chirurgische

Klinik, Klinikum Uckermark,

Auguststraße 23, 16303 Schwedt

Telefon: (03332) 53 23 74

Symposium Urologie für Klinik

und Praxis „Schwerpunkt

Prostatakarzinom“

25./26. April 2003

in Groß Dölln

Bronchialkarzinom

10. Mai 2003,

9.00 bis 13.00 Uhr in Neuruppin

Auskunft: Onkologischer Schwerpunkt

Brandenburg/Nordwest

e. V., Fehrbelliner Straße 38,

16816 Neuruppin

Telefon: (03391) 39 32 01

Rationelle Screeningdiagnostik zur

Allergieabklärung in der Praxis

30. April 2003,

18.00 bis 21.00 Uhr

Ort: Brielow

Auskunft: Dr. Wurche,

Laborarztpraxis, Hochstraße 29,

14770 Brandenburg

Telefon: (03381) 41 24 00

Fax: (03381) 41 24 09

Neues in der Therapie der Sepsis

30. April 2003, 15.00 Uhr

Cholesterinresorptionshemmung

7. Mai 2003, 16.00 Uhr

KM-Nephropathie

21. Mai 2003, 15.00 Uhr

Osteoporose

4. Juni 2003, 15.00 Uhr

Ort: Kleiner Speisesaal

Auskunft: PD Dr. med. T. Weinke,

Klinikum ERnst von Bergmann,

Charlottenstraße 72,

14467 Potsdam

Telefon: (0331) 2 41 62 02

Fax: (0331) 2 41 62 00

Kurse Psychosomatik

(EBM 850/851)

Beginn: Mai 2003

Berufsbegleitende dreijährige

Ausbildung zum (analytischen)

Gruppentherapeuten

Termin: auf Anfrage

Auskunft: Berliner Institut für

Psychotherapie und Psychoanalyse

e. V., Münchner

Straße 24, 10779 Berlin

Telefon: (030) 21 47 46 78

Fax: (030) 21 47 46 79

42. Jahrestagung der Deutschen

Dermatologischen Gesellschaft

6. bis 10. Mai 2003 in Berlin

Das Kongressprogramm kann im

Internet als pdf heruntergeladen

werden unter: www.derma.de

Endokrine Erkrankungen von

Hypophyse und Hypothalamus:

Diagnostik und Therapie

7. Mai 2003,

19.00 bis 20.30 Uhr

Auskunft: Universitätsklinikum

Benjamin Franklin, Medizinische

Klinik IV, Hindenburgdamm 30,

12200 Berlin

Telefon: (030) 84 46 21 14

TIA-Schlaganfall „Was tun?“

7. Mai 2003,

17.00 bis 20.00 Uhr

Ort: Arche, Neuenhagen

Auskunft: Dr. A. Demmig, Lindenallee

22, 15366 Dahlwitz-Hoppegarten,

Telefon: (03342) 40 06 54

Fax: (03342) 30 25 38

Thematik Leichenschau

7. Mai 2003, 17.00 Uhr,

in Angermünde

4. Juni 2003, 17.00 Uhr,

in Strausberg

Teilnehmergebühr: je 35 €

Plausibilitätskontrollen und

Anwendung von Zeitschienen

aus Sicht der KVBB

7. Mai 2003, 15.00 Uhr,

in Potsdam

21. Mai 2003, 15.00 Uhr,

in Strausberg

4. Juni 2003, 15.00 Uhr,

in Cottbus

Teilnehmergebühr: je 15 €

Abrechnung BG und GOÄ –

speziell für Internisten

14. Mai 2003, 15.00 Uhr,

in Cottbus

Teilnehmergebühr: 15 €

10. Existenzgründertag

17. Mai 2003,

9.00 bis 16.30 Uhr, in Potsdam

Teilnehmergebühr: 60 €

Komplikationen durch Piercing

bzw. Tätowierungen

28. Mai 2003, 15.00 Uhr,

in Frankfurt/Oder

Igel-Erschließung neuer

Einnahmequellen

4. Juni 2003, 15.00 Uhr,

in Potsdam

Teilnehmergebühr: 59 €

Auskunft:Kassenärztliche

Vereinigung Brandenburg,

Herr Hansen,

Gregor-Mendel-Straße 10/11,

14469 Potsdam

Telefon: (0331) 2 30 92 61

Fax: (0331) 2 30 92 27

e-mail: peter.hansen@kvbb.de

je 1 P Interdisziplinäres

Tumorboard „Lungenkarzinom“

jeweils 14.30 Uhr

8. Mai 2003

15. Mai 2003

22. Mai 2003

5. Juni 2003

12. Juni 2003

Ort: Lungenklinik Kolkwitz

Auskunft: Prof. Dr. Schweisfurth,

III. Medizinische Klinik,

Tagungen und Kongresse

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus,

Thiemstraße 111, 03048 Cottbus

Telefon: (0355) 46 13 22

Fax: (0355) 46 11 30

e-mail: 3.Med.Klinik@ctk.de

Deutscher Ärztekongress

12. bis 14. Mai 2003 in Berlin

Auskunft: Kongressgesellschaft für

ärztliche Fortbildung e. V., c/o

DRK-Kliniken Westend,

Spandauer Damm 130,

14050 Berlin

Telefon: (030) 30 35 47 83

Fax: (030) 30 35 47 84

e-mail:

aerztekongressberlin@snafu.de

Internet: www.deutscheraerztekongress.de

Rheumatoide Arthritis und

chronisch entzündliche

Darmerkrankungen

14. Mai 2003,

17.00 bis 19.00 Uhr

Besonderheiten von kardiovaskulären

Erkrankungen bei Frauen

18. Juni 2003,

17.00 bis 19.00 Uhr

Ort: Steigenberger MAXX Hotel,

Potsdam

Leitung und Auskunft: Dr. med.

Frantz, Innere Abteilung, St.

Josefs-Krankenhaus, Allee nach

Sanssoucci 7, 14471 Potsdam

Telefon: (0331) 9 68 20

12. Bucher Rheumatage

5. Autoimmuntage

4. Sono-Kurs

22. bis 25. Mai 2003

Ort: Bernau und Berlin

Auskunft:

Prof. Dr. E. Gromnica-Ihle,

Rheumaklinik Berlin-Buch,

Karower Straße 11, 13125 Berlin

Telefon: (030) 94 79 23 00

Fax: (030) 94 79 25 50

e-mail: d.fehrmann@immanuel.de

7. Angiologie-Tage

23. bis 25. Mai 2003 in Berlin

Auskunft: Förderverein Angiologie-Tage

Berlin, Gefäßzentrum

Berlin, Herzbergstraße 79,

10365 Berlin

Telefon: (030) 54 72 37 00

Fax: (030) 54 72 37 03

Internet:

www.gefaesszentrum-berlin.de

e-mail: n.gielen@keh-berlin.de

9. Pädiatertag „Allgemeine

und spezielle Pädiatrie in

Klinik und Praxis“

24. Mai 2003,

8.30 bis 13.30 Uhr

Ort: Hotel Radisson SAS Cottbus

Leitung und Auskunft:

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

125


Tagungen und Kongresse

Dr. med. Th. Erler, Klinik für

Kinder- und Jugendmedizin,

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus,

Thiemstr. 111, 03048 Cottbus

Telefon: (0355) 46 20 77

Fax: (0355) 46 20 77

2 P Interstitielle Brachytherapie

4. Juni 2003, 16.15 Uhr

Ort: Frankfurt/Oder

Auskunft: Dr. med. Szepesi,

Klinik für Strahlenheilkunde,

Klinikum Frankfurt/Oder,

Müllroser Chaussee 7,

15236 Frankfurt/Oder

Telefon: (0335) 5 48 21 80

Fax: (0335) 5 48 21 89

e-mail:

strahlenheilkunde@klinikumffo.de

Managed care in den USA –

ein Modell für das deutsche

Gesundheitswesen?

4. Juni 2003, 16.30 Uhr

Ort: Cafeteria Krankenhaus

Angermünde

Referent: Prof. Dr. med.

habil. J.-U. Niehoff, Berlin

Auskunft: Sekretariat

Fachabteilung Psychiatrie

und Psychotherapie,

Krankenhaus Angermünde,

R.-Breitscheid-Straße 37,

16278 Angermünde

Telefon: (03331) 27 14 10

Fax: (03331) 27 13 99

e-mail: msz-richter@t-online.de

4 P Sympoium „Endoskopie

und Sonographie aktuell“

14. Juni 2003,

9.30 bis 14.00 Uhr

Themen: Endoskopische Therapie

bei Ösophagus-/Fundusvarizen,

Ösophagusstenosen, Gallenwegsstenosen,

Pankreaspseudozysten,

chronischer Pankreatitis,

komplizierten Kolonpolypen,

konstrasmittelverstärkte

Sonographie von Leber- und

Pankreasläsionen

Ort: Cultur Congress Centrum

Brandenburg

Leitung und Auskunft:

Dr. med. W. Pommerien, Klinik

für Innere Medizin II, Städtisches

Klinikum, Hochstraße 29,

14770 Brandenburg

Telefon: (03381) 41 16 00

Narbenhernie, chronisch-venöse

Insuffizienz, Unterschenkelfraktur,

Magenkarzinom

5. und 6. Sept. 2003

in Luckenwalde

Auskunft: Dr. med. Fleck,

DRK Krankenhaus, Saarstraße 1,

14943 Luckenwalde

Telefon: (03371) 69 92 33

Fax: (03371) 69 92 30

126 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

Andere

Bundesländer

Vorbereitungskurse für die

KV-Prüfung

„Kurative Mammographie“

26./27. April 2003 in Erlangen

17./18. Mai 2003 in Marburg

24./25. Mai 2003 in Osnabrück

14./15. Juni 2003 in Freiburg

12./13. Juli 2003 in Köln

13./14. Sept. 2003

in Frankfurt/Main

15./16. Nov. 2003 in Kassel

Teilnehmergebühr: je 500 €

Intensivkurse Mammadiagnostik

10./11. Mai 2003 in Marburg

29./30. Nov. 2003

in Wiesbaden

Teilnehmergebühr:

450 bzw. 425 €

Auskunft: comed GmbH,

Rolandstraße 63, 50677 Köln

Telefon: (0221) 8 01 10 00

Fax: (0221) 80 11 00 29

15. Leipziger Seminar

Kinderkardiologie

10. Mai 2003,

9.30 bis 15.00 Uhr

Ort: Hörsaal Herzzentrum Leipzig

Auskunft: Herzzentrum Leipzig

GmbH, Klinik für Kinderkardiologie,

Frau Klein,

Strümpellstraße 39,

04289 Leipzig

Telefon: (0341) 8 65 10 35

Fax: (0341) 8 65 11 43

e-mail:

kika@herzzentrum-leipzig.de

Sportmedizinische Weiterbildung

Reflextherapie, Akupunktur,

Chirotherapie, Homöopathie,

Kinesiologie, Radfahren,

Volleyball, ChiKung

10./11. Mai 2003 in Zeulenroda

Auskunft: Klinik für Orthopädie ,

Frau Rothe, Frau Kirsch,

Klosterlausnitzer Straße 81,

07607 Eisenberg

Telefon: (036691) 8 10 10

Fax: (036691) 8 10 13

Kompaktwissen für Controller

im Krankenhaus

13. bis 16. Mai 2003 in Berlin

Ergebnisse der DRG-Umstellung

in der Praxis

20./21. Mai 2003 in Düsseldorf

15./16. Juli 2003 in

Frankfurt/Main

Krankenhausmanagement

für leitende Ärzte

23./24. Mai 2003 in Leipzig

Kompaktwissen für

Medizin-Controller

16. bis 18. Sept. 2003 in Leipzig

Auskunft: IIR Deutschland GmbH,

Postfach 1050, 65836 Sulzbach

Telefon: (06196) 58 54 60

Fax: (06196) 58 54 85

e-mail: anmeldung@iir.de

Internet: www.iir.de

VI. Rheumatologieseminar

„Kollagenosen im Brennpunkt“

17. Mai 2003,

9.00 bis 14.00 Uhr

Ort: Hörsaal der Klinik

für Gynäkologie Halle

Auskunft: Universitätsklinikum

Krollwitz, Klinik für Innere

Medizin I, PD Dr. Keyßer,

06097 Halle

Telefon: (0345) 5 57 26 61

Fax: (0345) 5 57 22 53

e-mail:

innere.i@medizin.uni-halle.de

Kompaktkurs Rettungsdienst

18. bis 25. Mai 2003 in Leipzig

Teilnehmergebühr: 560 €

Seminar Leitender Notarzt

16. bis 21. Juni 2003 in Erlbach

Teilnehmergebühr: 730 €

Kurs Ärztliches

Qualitätsmanagement

Block I: 23. bis 27. Sept. 2003

Block II: 4. bis 8. Nov. 2003

Block III: 9. bis 13. Dez. 2003

Block IV: Januar 2004

Block V: 24. bis 28. Febr. 2004

Teilnehmergebühr: 2 600 €

Auskunft: Sächsische Landesärztekammer,

Referat Fortbildung,

Schützenhöhe 16,

01099 Dresden

Telefon: (0351) 8 26 73 18

Fax: (0351) 8 26 73 12

e-mail: fortbildung@slaek.de

Interdisziplinärer Grundkurs für

die Doppler- und Duplexsonographie

in der Gefäßdiagnostik

20. bis 22. Juni 2003 in Dresden

Leitung und Auskunft:

Prof. Dr. med. J. Schweizer,

Krankenhaus Küchwald, Klinik für

Innere Medizin I, Bürgerstraße 2,

09113 Chemnitz

Telefon: (0371) 33 34 25 01

Fax: (0371) 33 34 25 67

e-mail: j.schweizer@skc.de

Doppler- und

Duplexsonographiekurse

Interdisziplinärer Grundkurs

20. bis 22. Juni 2003

Aufbaukurs CW-Doppler- und

Duplexsonographie periperer

Arterien und Venen

20. bis 22. Juni 2003

Aufbaukurs CW-Doppler- und

Duplexsonographie

hirnversorgender Arterien

20. bis 22. Juni 2003

Abschlusskurs CW-Doppler- und

Duplexsonographie peripherer

Arterien und Venen

20./21. Juni 2003

Abschlusskurs CW-Doppler- und

Duplexsonographie

hirnversorgender Arterien

20./21. Juni 2003

Ort: Evang. Diakoniewerk Halle

Abschlusskurs Duplexsonographie

abdominaler und

retroperitonealer Gefäße

22./23. Aug. 2003

Ort: Halle

Auskunft: Dr. Albrecht Klemenz,

Institut für Anatomie und

Zellbiologie der Martin-Luther-

Universität Halle-Wittenberg,

06097 Halle

Telefon: (0345) 5 57 13 16

Fax: (0345) 5 57 46 49

e-mail: albrecht.klemenz@

medizin.uni-halle.de

18. Jahreskongress der GOTS

20. bis 22. Juni 2003 in München

Themen: Verletzungen und

Überlastungsschäden an

Sprunggelenk und Fuß,

Sportschuh, Knorpelverletzungen,

Leistenbeschwerden u. a.

Auskunft: Intercongress GmbH,

René-Schickele-Straße 12,

79117 Freiburg

Telefon: (0761) 6 96 99 14

Fax: /0761) 6 96 99 11

e-mail: jutta-wachter@

intercongress.de

Bedenkliche Kommunikationsstörungen

und bedrohliche

Eskalation im Jugendalter

27. Juni 2003

Ort und Auskunft: Psychiatrie

Akademie, Vor dem Kaiserdom

10, 38154 Königslutter

Telefon: (05353) 90 16 80

Fax: (05353) 90 10 99

e-mail: Psychiatrie.Akademie@

t-online.de

Refresherkurs für langjährig im

Rettungsdienst tätige Ärzte

28. Juni 2003 in Magdeburg

Teilnehmergebühr: 95 €

80-Stunden-Kurs

„Arzt im Rettungsdienst“

5. bis 12. September 2003 in

Magdeburg

Teilnehmergebühr: 600 €

Auskunft: Ärztekammer

Sachsen-Anhalt, Akademie

für medizinische Fort- und

Weiterbildung, Frau Bauer,

Doctor-Eisenbart-Ring 2,

39120 Magdeburg

Telefon: (0391) 60 54 77 60

Fax: (0391) 60 54 77 50

e-mail: akademie.aeksa@dgn.de


Kalendarium Mai 2003

1. Donnerstag – Feiertag

2. Freitag

3. Samstag

4. Sonntag

5. Montag

6. Dienstag

Dr. Kerber, Dessauer Str. 12,

Luckenwalde: 19.00 Uhr

Balint-Gruppenarbeit

Neuruppin: 6. bis 9. 5.

Ultraschall-Grundkurs

7. Mittwoch

Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg:

14.30 Uhr Interdisziplinäres

Gefäßteam

Klinikum Brandenburg:

16.00 Uhr

Arrhythmie-Colloquium

Orthopädische Klinik Kolkwitz:

17.30 Uhr

Weiterbildungsveranstaltung

Praxis Dr. Kirchner, Finsterwalder

Straße 62, Cottbus:

16.00 Uhr

Balint-Gruppenarbeit

Praxis Dr. Loesch,

Großbeerenstraße 139,

Potsdam:

19.15 Uhr Qualitätszirkel

Potsdamer Psychotherapeuten

Hörsaal Institut für Pathologie

Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

Bad Saarow: 15.45 Uhr

Interdisziplinäres Tumorkonsil

Institut für Radiologie

Frankfurt/Oder:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Onkologisches Konsil

Demonstrationsraum Radiologie

Neuruppin: 15.30 Uhr

Onkologisches Konsil

Klinikum Uckermark Schwedt:

17.00 Uhr Bioterrorismus und

Pockenschutz

8. Donnerstag

Demonstrationsraum

Radiologie Potsdam:

16.00 Uhr Interdisziplinäre

Gefäßkonferenz

Hämato-onkoloigsche Tagesklinik

Uckermark Schwedt:

7.00 Uhr Interdisziplinäre

onkologische Konsile

9. Freitag

Potsdam:

9./10. 5. Allgemeinmedizin

9./10. 5. Psychische

Fehlbelastungen

Dorint Hotel Potsdam:

15.00 Uhr Nuklearmedizin

und Onkologie

10. Samstag

Bad Saarow:

SanArena-Training (Traumacode)

11. Sonntag

12. Montag

Dr. Scheerer, Hauptstraße 15,

Heinersdorf:

19.30 Uhr Balint-Gruppenarbeit

13. Dienstag

Konferenzraum Klinikum

Brandenburg:

15.30 Uhr Colitis ulcerosa

14. Mittwoch

Neuruppin: 10.00 Uhr

AiP-Ausbildungsveranstaltung

Demonstrationsraum

Klinikum Senftenberg:

14.30 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

Klinikum Brandenburg:

16.00 Uhr

Arrhythmie-Colloquium

Doz. Dr. habil. Zimmermann,

Breitscheidstraße 41, Bernau:

18.00 Uhr

Balint-Gruppenarbeit

Dipl.-Med. Weischet,

R.-Luxemburg-Straße 30,

Neuruppin: 19.30 Uhr

Balint-Gruppenarbeit

Praxis Dr. Loesch,

Großbeerenstraße 139,

Potsdam:

19.15 Uhr Qualitätszirkel

Psychosomatik

Hörsaal Institut für

Pathologie Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

Bad Saarow:

15.45 Uhr Interdisziplinäres

Tumorkonsil

Institut für Radiologie

Frankfurt/Oder:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Onkologisches Konsil

Demonstrationsraum

Radiologie Neuruppin:

15.30 Uhr Onkologisches

Konsil

15. Donnerstag

Demonstrationsraum

Radiologie Potsdam:

16.00 Uhr Interdisziplinäre

Gefäßkonferenz

Hämato-onkoloigsche

Tagesklinik Uckermark

Schwedt:

7.00 Uhr Interdisziplinäre

onkologische Konsile

16. Freitag

Grünheide:

Ärztekreis

17. Samstag

Potsdam:

Impfaufbaukurs

17./18. 5. Psychosomatische

Grundversorgung

Ludwigsfelde: 17./18. 5.

Neuraltherapiekurs 3

Beelitz-Heilstätten:

10.00 Uhr Behandlung

von psychisch traumatisierten

Kindern und Jugendlichen

Krongut Bornstedt Potsdam:

9.30 Uhr 1. Brandenburger

Neurologie-Tag

18. Sonntag

19. Montag

Potsdam:

19. bis 26. 5. Fachkundeseminar

Rettungsdienst

20. Dienstag

21. Mittwoch

Cottbus:

15.00 Uhr Intensivvorbereitung

Allgemeinmedizin

Schulungsraum Rüdersdorf:

16.30 Uhr Interdisziplinäre

Schmerzkonferenz

Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg:

14.30 Uhr Interdisziplinäres

Gefäßteam

Klinikum Brandenburg:

16.00 Uhr

Arrhythmie-Colloquium

Konferenzraum Klinikum

Frankfurt/Oder:

15.00 Uhr Kinderchirurgisches

Symposium

Konferenzraum Median Klinik

Dahlwitz-Hoppegarten:

12.00 Uhr Interdisziplinäre

MEDIAN-Schmerzkonferenz

Praxis Dr. Loesch,

Großbeerenstraße 139,

Potsdam: 18.30 Uhr

Balint-Gruppenarbeit

Hörsaal Institut für Pathologie

Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

Bad Saarow: 15.45 Uhr

Interdisziplinäres Tumorkonsil

Institut für Radiologie

Frankfurt/Oder:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Onkologisches Konsil

Demonstrationsraum

Radiologie Neuruppin:

15.30 Uhr

Onkologisches Konsil

Cottbus: Invitro Fertilisation

Ruppiner Kliniken Neuruppin:

16.00 Uhr Bioterrorismus und

Pockenschutz

22. Donnerstag

Demonstrationsraum

Radiologie Potsdam:

16.00 Uhr Interdisziplinäre

Gefäßkonferenz

Praxis Doz. Dr. Zimmermann,

Breitscheidstraße 41, Bernau:

Lehrtherapie und Supervision

Hämato-onkoloigsche

Tagesklinik Uckermark

Schwedt:

7.00 Uhr Interdisziplinäre

onkologische Konsile

23. Freitag

24. Samstag

25. Sonntag

26. Montag

27. Dienstag

28. Mittwoch

Frankfurt/Oder:

14.00 Uhr Suchtstörungen

bei Jugendlichen

Demonstrationsraum

Klinikum Senftenberg:

14.30 Uhr Interdisziplinäres

Gefäßteam

Klinikum Brandenburg:

16.00 Uhr

Arrhythmie-Colloquium

Praxis Pickert,

Buschmühlenweg 3,

Frankfurt/Oder: 20.00 Uhr

Balint-Gruppenarbeit

Hörsaal Institut für Pathologie

Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

Bad Saarow: 15.45 Uhr

Interdisziplinäres Tumorkonsil

Institut für Radiologie

Frankfurt/Oder:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Onkologisches Konsil

Demonstrationsraum

Radiologie Neuruppin:

15.30 Uhr

Onkologisches Konsil

Burg Beeskow: 17.30 Uhr

Parenterale Betablockade

29. Donnerstag – Himmelfahrt

30. Freitag

Kalendarium

31. Samstag

Bad Saarow:

SanArena-Training (Stresscode)

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2003 13. Jahrgang

127


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Die Klinikum Dahme-Spreewald GmbH

Achenbach-Kreiskrankenhaus

Königs Wusterhausen

Krankenhaus der Regelversorgung

sucht spätestens zum 01. Januar 2004 einen/eine

Chefarzt/Chefärztin

Abteilung Innere Medizin

Das Achenbach-Kreiskrankenhaus ist ein Krankenhaus der

Grund- und Regelversorgung und verfügt entsprechend dem

Krankenhausplan über 287 Betten.

Daneben wird eine Notfallambulanz vorgehalten, die der

Inneren Abteilung zugeordnet ist und pro Jahr durch ca. 26.400

Patienten durchlaufen wird.

Das Achenbach-Kreiskrankenhaus verfügt neben der Inneren

Medizin über die Abteilungen Frauenheilkunde/Geburtshilfe,

Kinderheilkunde, Allgemein-, Unfall- und Gefäßchirurgie,

Intensivmedizin, Anästhesiologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

und eine Augenbelegabteilung sowie über Labor, Radiologie

und Physiotherapie.

Die Innere Abteilung hat 105 Betten, deren Patientengut aus

dem Einzugsgebiet van ca. 100.000 Einwohnern kommt.

Wir erwarten von dem/der künftigen Chefarzt/Chefärztin neben

umfassenden Kenntnissen auf dem Gebiet der Inneren

Medizin fundierte klinische Leitungserfahrung, organisatorisches

Geschick, Erfahrung in der Aus-, Weiter- und

Fortbildung sowie Ideen zur konzeptionellen Weiterentwicklung

der Abteilung.

Träger ist die Klinikum Dahme-Spreewald GmbH, zu der ebenfalls

die Spreewald-Klinik Lübben gehört.

Es wird angestrebt, die Kooperation mit der Spreewald-Klinik,

auch im Bereich der Inneren Medizin, zu vertiefen.

Daher wäre der Schwerpunkt Gastroenterologie vorteilhaft.

Die Vergütung wird einschließlich des Liquidationsrechtes über

die Gewährung von Wahlleistungen in einem Chefarztdienstvertrag

geregelt.

Unsere Einrichtung liegt in einem landschaftlich reizvollen Gebiet

am Rande Berlins und gehört zu einem der beliebtesten

Naherholungsgebiete des Landes Brandenburg. Die verkehrstechnischen

Verbindungen zur Bundeshauptstadt sind ausgezeichnet.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis zum

30. April 2003 an den

Geschäftsführer der Klinikum Dahme-Spreewald GmbH,

c./o. Achenbach-Kreiskrankenhaus Königs Wusterhausen

Köpenicker Str. 29, 15711 Königs Wusterhausen

Chirurgische D-Arzt-Praxis mit OP/amb. Op. im

Müritzkreis zum 01.01.04 abzugeben.

Kontakt: E-mail:chirurgiemueritz@web.de

oder 0172/382 01 29

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