19.06.2025 Aufrufe

Schwachhauser I Magazin für Bremen I Ausgabe 103

Liebe Leserin, lieber Leser, ich freue mich auf den Sommer, die draußen statt findenden Events wie die Tage mit den Künstlern von La Strada und auf die Breminale, die wieder bunt und hoffentlich nicht die letzte sein wird. Wir vom Schwachhauser haben jede Menge Soli Tickets gekauft, Sie auch? Karla Wagner stellt Joachim Manz mit seiner Miniaturarchitektur vor, die eine eigene Realität hat. Vielleicht kennen Sie etwas von ihm, das Sie im öffentlichen Raum entdeckt haben? Das Schwachhauser Magazin füllt sich in dieser Ausgabe mit noch mehr interessanten Terminen, auch die Bremer Filmkunsttheater möchten im Sommer besucht werden. So haben wir die neuen Filme im Juni für Sie zusammengestellt. Wir haben uns auch die Frage gestellt, wo kann man sehr gut essen gehen und dabei auch draussen sitzen? Die Genuss Seiten im Magazin sind neu und auch der Geist wünscht neue Nahrung. Guenter G. Rodewald hat sich mit Irene Nehen getroffen und beide plauderten über ihre Leidenschaft für Bücher und das Lesen. Guenter G. Rodewald gibt den Stab der Kolumne weiter an Mark Scheibe, der nun zu guter Letzt in diesem Magazin bittet, dass Sie einsteigen, zur ersten Runde Riesenrad: Fliegen, trinken, schauen – und ein bisschen mehr verstehen. Eine Kolumne über Glanz, der mal war – und wieder sein könnte. Viel Freude dabei! Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer und bleiben Sie zuversichtlich! Herzlichst, Susanne Lolk

Liebe Leserin, lieber Leser,
ich freue mich auf den Sommer, die draußen statt findenden Events wie die Tage mit den Künstlern von La Strada und auf die Breminale, die wieder bunt und hoffentlich nicht die letzte sein wird. Wir vom Schwachhauser haben jede Menge Soli Tickets gekauft, Sie auch?

Karla Wagner stellt Joachim Manz mit seiner Miniaturarchitektur vor, die eine eigene Realität hat. Vielleicht kennen Sie etwas von ihm, das Sie im öffentlichen Raum entdeckt haben?

Das Schwachhauser Magazin füllt sich in dieser Ausgabe mit noch mehr interessanten Terminen, auch die Bremer Filmkunsttheater möchten im Sommer besucht werden. So haben wir die neuen Filme im Juni für Sie zusammengestellt.

Wir haben uns auch die Frage gestellt, wo kann man sehr gut essen gehen und dabei auch draussen sitzen? Die Genuss Seiten im Magazin sind neu und auch der Geist wünscht neue Nahrung. Guenter G. Rodewald hat sich mit Irene Nehen getroffen und beide plauderten über ihre Leidenschaft für Bücher und das Lesen.

Guenter G. Rodewald gibt den Stab der Kolumne weiter an Mark Scheibe, der nun zu guter Letzt
in diesem Magazin bittet, dass Sie einsteigen,
zur ersten Runde Riesenrad: Fliegen, trinken, schauen – und ein bisschen mehr verstehen. Eine Kolumne über Glanz, der mal war – und wieder sein könnte. Viel Freude dabei!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer und bleiben Sie zuversichtlich!

Herzlichst, Susanne Lolk

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KULTUR

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KUNST

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Editorial

Liebe Leserin,

lieber Leser,

ich freue mich auf den Sommer,

die draußen statt findenden

Events wie die Tage mit den

Künstlern von La Strada und auf die Breminale,

die wieder bunt und hoffentlich nicht die letzte

sein wird. Wir vom Schwachhauser haben jede

Menge Soli Tickets gekauft, Sie auch?

Karla Wagner stellt Joachim Manz mit seiner

Miniaturarchitektur vor, die eine eigene Realität

hat. Vielleicht kennen Sie etwas von ihm, das Sie

im öffentlichen Raum entdeckt haben?

Das Schwachhauser Magazin füllt sich in dieser

Ausgabe mit noch mehr interessanten Terminen,

auch die Bremer Filmkunsttheater möchten im

Sommer besucht werden. So haben wir die neuen

Filme im Juni für Sie zusammengestellt.

Wir haben uns auch die Frage gestellt, wo kann

man sehr gut essen gehen und dabei auch draussen

sitzen? Die Genuss Seiten im Magazin sind

neu und auch der Geist wünscht neue Nahrung.

Guenter G. Rodewald hat sich mit Irene Nehen

getroffen und beide plauderten über ihre Leidenschaft

für Bücher und das Lesen.

Guenter G. Rodewald gibt den Stab der Kolumne

weiter an Mark Scheibe, der nun zu guter Letzt

in diesem Magazin bittet, dass Sie einsteigen,

zur ersten Runde Riesenrad: Fliegen, trinken,

schauen – und ein bisschen mehr verstehen.

Eine Kolumne über Glanz, der mal war – und

wieder sein könnte. Viel Freude dabei!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer und

bleiben Sie zuversichtlich!

Herzlichst,

Susanne Lolk

Mit dem QR-Code zuhause online

lesen und im Archiv stöbern!

3


103 Inhalt PORTRAIT

06

KUNST

Joachim Manz

22

Irene Nehen

48

JUBILÄUM

100 Jahre Stadionbad

DGzRS

52

MUSIK

Bremer Philharmoniker

Sendesaal

Musikfest

Seebühne

60

BÜHNE

Varieté

Theater

Kinovorschau

4


Immobilienrecht?

Dafür hab ich

jemanden!

30

SONDERTEIL

genuss BREMEN

Restaurant Emfehlungen

40

FESTE FEIERN

Breminale

La Strada

70

AUSSTELLUNGEN

Bremen

umzu und darüber hinaus

86

UNTERHALTUNG

Buchbesprechungen

Cartoon

Kreuzworträtsel

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5


Manz

6

„Bauspiele“ im Arpmuseum

Foto: Mick Vicncenz


Joachim Manz

Miniaturarchitektur mit eigener Realität

von Karla Wagner

Miniaturen sind das Hauptarbeitsfeld des in Bremen lebenden Künstlers. Aber

auch mit seinen Installationen – nutzbare Kunst im öffentlichen Raum – und

der Gestaltung von Leuchten gelingt Joachim Manz Statisch-Tektonisches und

Bewegliches wie auch das Zweidimensionale der Zeichnung mit Dreidimensionalem

zu vereinen. Joachim Manz schafft präzise, auch poetisch anmutende

Werke, sie sind als Schnittstelle zwischen Kunst und Architektur zu werten,

symbolisieren gleichsam Lebensfreude. Sie sind frei von Sachzwängen und in

keiner Weise der engen Klammer architektonischer Vorgaben unterworfen.

Joachim Manz ist in Lünen, das durch seine Lage

im nordöstlichen Ruhrgebiet – Industriekante zu

Dortmund – und am südlichen Rand des Münsterlandes,

sowohl von industriellem als auch ländlichem

Einfluss geprägt ist, geboren und in einer Siedlung

im Grünen aufgewachsen. Viel Platz gibt es zwischen

den Häusern. Die Kinder treffen sich draußen,

bauen Hütten aus verschiedendsten Materialien, ein

bisschen wie Bullerbü mutet es an. Als einschneidendes

Kindheitserlebnis wertet Joachim Manz die

Erkenntnis und das Bewusstsein der eigenen Existenz

und Vergänglichkeit, die ihn schon im jungen Alter

erstaunen lasse. Bereits als Schüler fasziniert ihn

Immanuel Kants Werk „Kritik der reinen Vernunft“.

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7


8

Winkelbungalow mit Pool

Foto: Mick Vincenz


Als Jugendlicher unternimmt er Streifzüge, seine

Begeisterung für Architektur entwickelt sich zunehmend,

und er fokussiert sich darauf. Den Zivildienst

absolviert Joachim Manz in Emden, das nordseenahe

flache Land reizt ihn, da, so der Künstler, Gegenstände

unter dem großen Himmel eine eigene

Wirkung entfalten können. Er arbeitet mit körperlich

und geistig behinderten Menschen, bezeichnet die

während dieses Zeitraums gemachten Erfahrungen

als Lebensschule. Zwei Jahre arbeitet er danach bei

VW im Akkord und reist in diesen Jahren durch viele

große europäische Städte. Es entstehen Bilder von

Architektur, die er sammelt, er bewegt sich gleichsam

sporadisch, kaum zielgerichtet in den Orten, lässt

sich treiben und überraschen, hat keine Erwartungen

während seiner Streifzüge. Am liebsten erkundet er

dabei die Städte nachts, wenn die Straßen mit ihrer

Architektur von außen gesehen menschenleer

und dunkel sind. Joachim Manz erlebt die Eindrücke

als Poetik des Raums, als Halbtraum, sie sind

schwarz-weiß, der gewonnene Fundus speist seine

Arbeit und ist wesentliche Grundlage seines Tuns.

Der Künstler sammelt, speichert Bilder im Kopf, lagert

sie in seinem Gedächtnis ein, lässt sich von Architekturelementen

und urbanen Situationen überraschen,

ist ohne Fotoapparat oder Zeichenblock unterwegs. Es

reizt ihn Räume zu durchschreiten und nah am Traum

zu sein. Der Künstler lässt sich von Impulsen leiten,

er möchte keine Metaphern für Urbanität entwickeln,

sondern im künstlerischen Arbeitsprozess generieren.

Bremen wird vor 30 Jahren seine Wahlheimat, er

schätzt die Grünanlagen der Stadt wie auch die Stadtgeschichte,

den „großen“ Himmel, das politische

Klima und die Aufbruchstimmung. Joachim Manz

studiert zunächst Kunst- und Erwachsenenbildung

und stellt fest, dass dies für ihn nicht der richtige

Weg ist, steigt aus dem Studium aus. Er ergreift die

Gelegenheit, ein dreimonatiges Praktikum bei einem

Steinbildhauermeister zu absolvieren, hilft dem Steinmetz

beispielsweise beim Brunnensetzen. Aus dem

Praktikum entwickelt sich eine Ausbildung, die er nach

18 Monaten bis zur Herstellung zweier Meisterstücke

- einer Säule und einer Sonnenuhr – beendet.

Seit 1987 arbeitet Joachim Manz als freischaffender

Künstler, bildet sich weiter, arbeitet über einen

Zeitraum von zwei Jahren mit zehn weiteren

Kunstschaffenden im Lagerhaus zusammen und

nimmt für drei Jahre eine Gastprofessur an der

Hochschule für Künste in Bremen an. 1993 erhält

Joachim Manz für ein Jahr ein Stipendium an der

Villa Massimo in Rom, erkundet in diesem Kontext

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10

o. T.

Foto: Mick Vincenz


Glockenturm

Foto: Joachim Fliegner

das Bankenviertel, die Hochhaussiedlungen, moderne

und alte Viertel der Stadt, ist sozusagen wieder

Sammler verschiedenster Situationen, kann auf

einen Riesenfundus für sein Tun zurückgreifen.

Drei Arbeitsschwerpunkte generiert Joachim Manz:

die Miniaturen als Hauptfeld, die Installationen im öffentlichen

Raum und Design, hier die Gestaltung von

Steh- und Tischleuchten. Beton, diese – so Joachim

Manz – amorphe Masse, ist von Anfang an das in

der Bildhauerei ungewöhnliche und vermeintlich kalte

Material, mit dem der Künstler arbeitet. Es taucht

überall auf, ist Bindeglied für die Miniarchitektur des

Künstlers. Die aus Beton gegossenen Objekte auf

Sockeln sind beim genaueren Hinsehen keine funktionale

Architektur, können als Traumbilder gewertet

werden, die frei sind von Bedingungen der Architektur

und der damit einhergehenden Nutzbarkeit.

Die Skulpturen haben eine einfache Formensprache.

Joachim Manz schafft damit fremdartige und im

besten Sinne unheimliche Räume, wobei die Größe

der Objekte eine entscheidende Rolle spielt. Sie sind

Gehäuse, plastische Konstruktionen, die Raum, Zeit

und Bewegung in einen anderen Kontext als den der

Funktionalität stellen. Die „Hochhäuser“ haben keine

Tür, der „Kreuzgang “ ist vermauert, in dem „Pavillon“

Stefan Messerknecht

Herzensbremer zwischen

Tradition & Innovation, also:

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12

Kehre in den Bergen

Foto: Tobias Hübel


öffnet sich plötzlich ein Schacht nach unten - paradoxe

Situationen, die neue Perspektiven eröffnen

können. Die Betrachtenden können herangehen,

um die Miniaturen herumgehen, Abstand gewinnen.

Zugleich ermöglichen sie es, in diese kleine Welt einzutauchen,

eine spielerische Atmosphäre wahrzunehmen,

eine Spannung zwischen dieser und teilweise

befremdlichen Situation, die der Künstler in der Art

des kleinen Formats gegeben sieht, zu erfahren.

Wandstücke im Arpmuseum, Anfassen erlaubt

Foto: Joachim Manz

Die Arbeiten entwickeln manchmal etwas Seltsames,

schwer Deutbares, da keine Zugänge angeboten

werden und nicht zu begreifen ist, wie die präsentierten

Objekte funktionieren. Kaum eine dieser Arbeiten

ist höher als 50 Zentimeter, der Alltag wird

gleichsam in eine andere Dimension transformiert.

Das physische Betreten der präsentierten Räume

ist ausgeschlossen, zugleich aber von allen Seiten

leicht und einladend zu erfassen. Joachim Manz bietet

eine andere Spielart der Wirklichkeit an, schlägt

vor, viele Wirklichkeiten denkbar zu machen.

Die geschaffenen Installationen im öffentlichen Raum

folgen im Gegensatz zu den Miniarchitekturen dem

Diktum der Nützlichkeit. Im Hugo-Bürkner-Park

Dresden, der eigentlich als ein Rückhaltebecken des

Kaitzbaches fungiert, installiert der Künstler eine

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14

Zimmerspringbrunnen (München)

Foto: Joachim Fliegner


Parkmöbel (Dresden)

Foto: Joachim Manz

Parkmöblierung. Im „trockenen“ Zustand lädt die

große, eingedeichte Wiesenfläche zum Verweilen,

Innehalten, Spielen und Spazieren ein, fernab vom

geschäftigen Alltag. Die Parkmöblierung realisiert

Joachim Manz in Form von Pontons gesetzten

Holzdecks. Die Ensembles lösen sich bei steigendem

Wasser von ihrem Standort, schwimmen und

finden bei sinkendem Wasser einen anderen Platz.

Rheinschlafen (Rolandseck) oder auch Wasserstellen

und Brunnen, die als Grundvoraussetzung allen

Lebens und Wachsens zu werten sind, gehören

ebenso zu den Installationen im öffentlichen Raum.

Und immer sind sie Orte des Gemeinschaftlichen,

der Kommunikation, Wurzeln des Zusammenlebens

und erlauben es auch, ästhetische Erfahrungen erlebbar

zu machen. Der Künstler baut die Schaufensterscheibe

in einem in der Münchener Innenstadt

stark frequentierten Ladenlokal aus, setzt es bis zur

Schaufensterbank unter Wasser und installiert im

Innenraum einen Springbrunnen. Um eine schlanke,

sprudelnde Fontäne im hinteren Bereich des Raums

breiten sich konzentrisch kleine Wellen aus. Ihre Lichtreflexe

schimmern an Decken und Wänden. Nachts

wird vor das offene Schaufenster ein metallenes

Gabriele Schmidt · Wernerstr. 38 · 28203 Bremen · Tel. (0421) 747 20

15


16

Trinkbrunnen am Mecklenburger Platz

Foto: Joachim Fliegner


Gitterrollo heruntergelassen. Die Zuschauerinnen und

Zuschauer können das Plätschern hören, beobachten

Lichtreflexe, haben die Möglichkeit in ein Traumbild

einzutauchen. Am Gerhard-Marcks-Haus in Bremen

schafft Joachim Manz eine stark frequentierte Installation.

Sie besteht aus einem Waschbecken, einer

Dusche und einer Badewanne. Interessierte erhalten

im Museum eine Bademarke. Nach deren Einwurf in

einen Automaten wird warmes Wasser freigegeben.

Als ebenso vom Nutzungsgedanken geleitet ist der

Trinkwasserspender in der Nähe eines Kinderspielplatzes

am Mecklenburger Platz zu werten. Sobald eine

runde Bodenplatte vor der Terrazzostele mit den Füßen

berührt wird, übermittelt ein Sensor das Signal zur

Wasserfreigabe. Das Wasser fließt zehn Sekunden

lang aus einem Messingrohr über eine geschwungene,

mit Seitenrändern versehene Steinplatte.

Im Neubau der Bremer Kunsthalle verwirklicht Joachim

Manz eine dauerhafte Installation. Hier schafft er

etwas eher Fragiles, ermöglicht es, aus einer Zeichnung

eine Skulptur entstehen zu lassen. Wenn man

in dem Raum der Kunsthalle an eine Wand herantritt,

sieht die Installation zunächst wie eine kleine,

feine Umrisszeichnung aus. Beim Nähertreten ist

ein hauchfeiner Spalt zu entdecken. Beim Berühren

Bad am Marcks-Haus

Foto: Joachim Fliegner

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Werkstatt des Künstlers, Foto: Joachim Manz

der innenliegenden Form dreht sich eine Skulptur

aus der Wand – aus der Zeichnung auf der Wand

wird eine Skulptur in der Wand, die sich in den verschiedensten

Kombinationen zeigt – von drehbarer

Skulptur und dem innen Futteral. Der Künstler bedient

sich hier gleichsam des Spiels der kinetischen

Energie und kann so Veränderungen vornehmen.

Weise sein kreatives Schaffen und bietet Betrachtern

und Betrachterinnen seiner Werke eine

Plattform sich damit auseinander zu setzen.

joachimmanz.de

Joachim Manz wagt auch – außergewöhnlich für

Künstler und Künstlerinnen – den Sprung zum Design.

Er schafft Steh- und Tischleuchten, wobei er

seinem Lieblingsmaterial, dem Feinbeton, treu bleibt.

So entwickelt Joachim Manz für die Firma Technolumen

eine kugelförmige Pendelleuchte. Ein runder

Stein schwebt im Raum, strahlt zu einer Seite ab.

Seine Oberfläche ist derart gestaltet, dass der Beton

nicht vollständig verdichtet ist, sondern auch Unregelmäßigkeiten

aufweist. Der Stein strahlt große Ruhe

aus und erinnert entfernt an einen Himmelskörper.

18

Bei allem kreativen Tun behält sich Joachim Manz

vor – so auch vor dem Hintergrund der Entwicklung

der Leuchten – neue Freiheiten im Kunstbetrieb

zu erschließen, sich immer wieder der Frage

des Kunstbegriffes zu stellen, was eigentlich

Kunst ist – subjektives Urteil, Geschmacksurteil?

– überprüft anschaulich und in beeindruckender

NG Landshut 2025 (Joachim Manz mit Matthias Priesnitz)

Foto: Cornelia Klein


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SERIE

Irene Nehen in ihrer Buchhandlung · Foto: Privat

Im Gespräch mit einer Bremerin

Plauderei mit Irene Nehen

Buchhandlung Melchers

Von Guenter G. Rodewald

22


Landpartie zur Doyenne

des Bremer Buchhandels

Schon seit langem stand mein Besuch bei der dienstältesten

Bremer Buchhändlerin Irene Nehen in ihrem

1764 erbauten Bauernhaus in Bremens Nähe auf dem

Plan. Nun hatte es endlich gepasst.

Dazu meinte es das erste frühlingswarme Wetter

gut mit mir, so dass ich mich mit frisch geweckter

Ausflugslust an einem Sonntag auf mein E-Dreirad

schwang und über die gut ausgebauten Radwege ins

Lange Moor südlich von Worpswede auf den Weg

machte. Meine Gastgeberin stand schon in der Tür ihres

Hauses, und nach herzlicher Begrüßung setzten

wir uns an den einladenden Tisch in der riesengroßen

Bauerndiele, auf dem eine von der Hausherrin selbstgebackene

Torte lockte.

Irene Nehen und ich, das sei hier vorgeschoben, wissen

voneinander und kennen uns vom Namen schon

viele Jahrzehnte lang. Aber persönlich haben wir uns

erst vor ein paar wenigen Jahren kennengelernt. Das

gegenseitige Wissen um die andere, bzw. den anderen

erklärt sich um buchhändlerische Ecken, denn

sie war viele Jahre mit dem charismatischen Bremer

Buchhändler Heinz-Jürgen Nehen (1937 – 2019) verheiratet.

Ich wiederum bin der jüngste Sohn des Bremer

Buchhändlers Wilhelm Rodewald (1912-1978).

Mein Vater hatte zu seinem knapp 15 Jahre jüngeren

Kollegen Nehen, seit dieser aus Mönchengladbach

nach Bremen gekommen war, um die Buchhandlung

Storm zu übernehmen, immer ein sehr kollegiales, fast

freundschaftliches Verhältnis, eine gegenseitige berufliche

Hochachtung kennzeichnete ihre Beziehung.

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23


Buchhandlung Melchers an der Schwachhauser Heerstraße, Foto: Konstantin Zigmann

Es zeichnete diesen Berufsstand schon immer aus,

dass man untereinander einen in der Regel kooperativen,

fast solidarischen Umgang pflegt. Das gelte auch

heute noch so, wie Irene Nehen im Laufe unseres Gesprächs

mit deutlicher Vehemenz unterstreicht: „Gerade

heute ist dieser Gemeinschaftsgeist so wichtig wie

wohl noch nie, in Zeiten, in denen der inhabergeführte

Buchhandel in so massivem Konkurrenzkampf zu den

großen Buchhandelsketten und dem Internet steht

und wir um jeden Leser, jede Leserin kämpfen müssen“.

Wie wird man eine Buchhändlerin?

Geboren in Schleswig-Holstein, zog Irenes Familie –

ihr Mädchenname ist Martin – bald nach ihrer Geburt

nach Barnstorf in Niedersachsen. Dort lag einer der

Standorte des Erdgas- und Erdölproduzenten Wintershall,

wo ihr Vater als Industriegeologe arbeitete.

Nach dem Besuch der dörflichen Grundschule wechselte

Irene ins Gymnasium in Diepholz. „Abitur habe

ich dann nicht gemacht, ich war einfach zu faul und

hatte am Ende auch keine Lust mehr und andere Interessen“,

gesteht sie freimütig.

„Ausgesucht hat mein Vater für mich meinen Beruf,

dem Argument folgend, ich lese doch so gerne und so

viel; so war sein in eine Frage gekleideter schlüssiger

Vorschlag: ‚Warum wirst Du nicht Buchhändlerin?‘. In

der Tat war ich, wie es so heißt, eine echte ‚Leseratte‘.

Überhaupt war unser Haus voller Bücher, mein Vater

schrieb auch viel, hauptsächlich Sachbücher, die

viel mit seinem Beruf zu tun hatten, und ungezählte

Einzelveröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften

füllen seine ausgedehnte Bibliografie. Meine

Mutter las auch kreuz und quer, einfach alles, meine

drei jüngeren Brüder spielten lieber. Ich erinnere mich

gut an ein Weihnachten, da habe ich mir den Spaß erlaubt

und alle Bücher gezählt, die wir zu diesem Anlass

verschenkt, oder geschenkt bekommen hatten, es

waren über 120!“

„Da mein Vater häufig nach Hannover auf Dienstreise

gehen musste, versorgte er sich und uns auch von

dort mit Büchern. Er war Stammkunde in der historischen

Buchhandlung Sachse & Heinzelmann und

fragte den damaligen Besitzer Robert Jockusch um

Rat wegen einer Lehrstelle für seine Tochter. Er empfahl

ihm die Buchhandlung Franz Leuwer in Bremen.

So spülte es mich als junges Ding in diese schöne

Stadt und in meine Sturm- und Drangzeit“, erinnert

Irene sich und lächelt.

24


Mitten im Irgendwo des Teufelsmoors lebt und liest Irene Nehen, Foto: Guenter G. Rodewald

Nach Abschluss der Lehre ging sie für eine kurze Zeit

nach Mainz, dort arbeitete sie in der Gutenbergbuchhandlung,

schaute sich noch in Freiburg um, weil sie

sich zur Nähe der Schweiz hingezogen fühlte. Am

Ende kehrte sie aber in den kühlen Norden zurück

und schloss sich erneut der Leuwer-Belegschaft an.

Doch sie wollte sich weiter verändern, kam so in die

Buchhandlung G.A.v. Halem in der Böttcherstraße und

baute dort den Huckebein Kinderbuchladen auf, damit

den ersten Buchladen Bremens für junge Leser und

Leserinnen. „Kinderbücher, ja, die haben mir immer

sehr, sehr am Herzen gelegen“, schiebt Irene überzeugend

ein.

Raus auf’s Land!

Ein solcher Ortswechsel kann tatsächlich bisweilen

sehr unverhofft geschehen. Die Geschichte muss einfach

erzählt werden, denn sie könnte gut den Stoff

für einen Roman oder Film abgeben. Wie schon eingangs

erwähnt, gab es in Bremen den Buchhändler

Jürgen Nehen. Als es ihn in die Hansestadt verschlug,

hatte er zunächst die Buchhandlung Storm – Bücher

in drei Etagen in der Obernstraße 18 als neuer Betreiber

übernommen, später kamen dann ein Antiquariat

in der Hankenstraße, verschiedene Läden in der Langenstraße

und die Buchhandlung Otto Melchers in der

Sögestraße 60 dazu, die ab 1997 dann unter diesem

Endlich gibt es Betten, die das Leben erleichtern und trotzdem schön aussehen.

Wir haben das

zukunftssichere Bett !

Die Vorteile auf einem Blick:

• Zeitloses Design in vielen Holz- und Polstervarianten

• automatische Verstellmöglichkeiten

• Matratzen individuell auf Körper und Rücken abgestimmt

• zukunftssicher durch Funktionalität

• Beratung auch zuhause in den eigenen vier Wänden

• Integration ins eigene Bett möglich

• Ergonomische, bequeme und individuelle Ein- und Ausstiegshöhe

• Einzel- und Doppelbettlösungen möglich

• Professionelle Handhabung, falls Sie fremde Hilfe benötigen

Komfortables Aufstehen Problemlose Reinigung Sehr leichtes Bettenbeziehen

Sprechen Sie mit den Experten: Rufen Sie uns an und vereinbaren

einen Beratungstermin, gerne auch bei Ihnen zuhause.

Telefon 0421 / 32 73 07

Mo. - Fr. 10 bis 18 Uhr und Sa. 10 bis 16 Uhr

Parkplätze hinter dem Haus oder in der Marcusallee

Die S-Bahn Linie 4 hält direkt vor dem Haus

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25


Überreichung des Bremer Buchhandlungspreises 2024 an Irene Nehen durch den Bremer Bürgermeister und Kultursenator Dr. Andreas Bovenschulte,

Kaminsaal Rathaus Bremen, Foto: Marvin Dreblow

Namen an der heutigen Adresse zu finden ist, mitten

im Zentrum von Schwachhausen, als Inhaberin Irene

Nehen, zwischen der ‚Gondel‘ und dem REWE-Markt

an der Schwachhauser Heerstraße 207.

Durch die Nähe der Stormschen Buchhandlung und

Irenes Arbeitsplatz kannte man sich. Bei einem geschäftlichen

Zusammentreffen fragte Jürgen Nehen

Irene, ob sie Autofahren könne. Sie bejahte. Seine

nächste Frage „Können Sie denn auch Trecker fahren“,

nein, etwas verblüfft war sie schon, aber antwortete,

nein, das könne sie nicht. „Aber wieso fragen

Sie?“ – Er: „Ich betreibe doch nebenbei einen Bauernhof,

und am Wochenende muss ich das Heu einholen,

da könnte ich sehr gut Hilfe gebrauchen, kommen Sie

doch einfach raus zu mir, und wir werden sehen“. Und

nur wenige Monate später zog sie im Hause Nehen

im Teufelsmoor ein…

Fast vier Jahrzehnte verband die beiden ihr gemeinsames

Leben. Vor gut fünf Jahren mussten die beiden

sich trennen, am 28. November 2019 verstarb Jürgen

Nehen nach langer, schwerer Krankheit.

Nicht nur das miteinander Leben und Schaffen auf

dem Hof habe sie beide immer verkoppelt, sondern

auch durch ihre Zusammenarbeit in den verschiedenen

Buchhandlungen fühlten sie sich eng verbunden.

„Wir haben uns immer bei beiden Aufgaben sehr gut

verstanden und ergänzt. Wir vertrauten uns eigentlich

nahezu blind. Achteten daneben aber sehr bewusst

auf unsere Unabhängigkeiten. Es war eine glückliche

Ehe, war eine gut funktionierende und intakte Zusammenarbeit,

bestes Teamwork.“

Und ohne ihn?

Ich traue mich nachzufragen, wie es denn sei, jetzt

allein auf dem Hof zu leben. Sehr glaubhaft antwortet

sie: „Bei aller Traurigkeit, die einen immer wieder

einholt, immer vollkommen aus heiterem Himmel, du

wirst das ja auch kennen, bin ich weiterhin eine glückliche

Frau, genieße mein Leben hier in der weiten, sich

immer wieder verändernden Landschaft, in der Nähe

von guten fürsorglichen Nachbarn, und in der Stadt -

frei nach der Wiener Kollegin Petra Hartlieb – in meiner

‚wundervollen Buchhandlung‘. Die Zusammenarbeit

mit meinen sechs Kolleginnen und der Kontakt zu

den vielen langjährigen Kunden und Kundinnen und

vielen von deren Kindern, die nun selbst schon mit

ihrem Nachwuchs in den Laden kommen. Das macht

einfach glücklich.“

Aktiv auch auf anderen Ebenen

Die Probleme des heutigen Buchhandels kann sie

umso deutlicher durchschauen, weil ihr die Probleme

und Eigenarten dieses Gewerbes nicht nur aus der

Perspektive der selbstständigen Buchhändlerin allein

vertraut sind, sondern gerade auch durch ihre ehrenamtlichen

Tätigkeiten, die sie in langen Jahren auf

beruflicher Verbandsebene ausgeübt hat. So kennt

26


sie von Grund auf die spezielle gesamtpolitische und

gesamtwirtschaftliche Situation dieser Einzelhandelssparte.

Der von Frankfurt aus agierende und in diesem

Jahr sein 200-jähriges Jubiläum feiernde Börsenverein

des Deutschen Buchhandels, als Berufsverband

der Verleger und Buchhändler Deutschlands, damit

unter anderem auch der Veranstalter der Frankfurter

Buchmesse, würdigte sie für ihr langjähriges Engagement

auf nationaler und regionaler Ebene des Verbandes

mit der Goldenen Nadel, einer der höchsten

Auszeichnungen, die diese Vereinigung verleiht.

„Ich bin ganz offen, ich bin richtig ein bisschen stolz

auf diese Anerkennung“, gesteht Irene in ihrer einnehmenden

Bescheidenheit. Ich weiß, dass das auch die

einhellige Meinung unter den Bremer Buchhändlerinnen

und Buchhändlern ist. Mit gleichem Engagement

war sie langjähriges Mitglied im Sprecherkreis der

IGUS (Interessengemeinschaft Unabhängiges Sortiment)

im Börsenverein.

Im vergangenen Jahr wurden sie und ihre Buchhandlung

Otto Melchers im Rahmen des Bremer Buchhandelspreises

2024 mit einem Sonderpreis geehrt. Der

Jurybegründung braucht man nichts weiter hinzuzufügen,

denn sie preist Irene Nehen so:

„Die Buchhandlung Otto Melchers mit der Inhaberin

Irene Nehen steht für eine jahrzehntelange Vernetzung

und unermüdlichen Einsatz für die Interessen des Bremer

sowie des überregionalen unabhängigen Buchhandels.

Die Jury begreift die Auszeichnung der Buchhandlung

Otto Melchers als Ehrung des gesamten Bremer

Buchhandels, der sich stets kollegial und für eine

Sichtbarkeit von Büchern im Stadtbild einsetzt.“

Ein Leben ohne den Buchladen?

Vielleicht ist es eine unpassende Frage, aber ich stelle

sie dennoch. „Kannst Du Dir vorstellen, einmal ohne

Deinen Buchladen auszukommen? Und wenn ja, wie

Dress in white - glow all night

Feiern Sie mit uns am 26.06.25 einen Abend ganz in

Weiß: Elegante Lounge-Atmosphäre, stimmungsvolles

Licht, kühle Drinks und leichte Beats. Wer möchte,

bringt Glitzer, Knicklichter oder einfach gute Laune mit –

Hauptsache weiß und wohlfühlbereit.

Mehr Infos unter https://mb4.me/WhiteSummer.

Leise Beats, Große Vibes

Kopfhörer auf, Kanal wählen, lostanzen. Bei unserer

Silent Party am 31.07.25 entscheiden Sie selbst, zu

welchem Sound Sie feiern möchten – auf drei Kanälen

legen unsere DJs parallel auf. Gemeinsam feiern,

individuell erleben.

Mehr Infos unter https://mb4.me/silentparty.

27


Guenther G. Rodewald im Gespräch mit Irene Nehen, Foto: S. Lolk

sähe Dein Leben dann aus, hast Du Dir darüber einmal

Gedanken gemacht?“

Geradezu mit voller Leidenschaft fängt sie an zu

schwärmen: „Oh ja! Sehr gut kann ich mir das vorstellen.

Allerdings erst dann, wenn ich eines Tages weiß

und geklärt haben werde, dass meine geliebte Buchhandlung

von guten, ebenso begeisterten Menschen

weitergeführt werden wird. Das Zentrum Schwachhausens

ohne eine gut sortierte Buchhandlung zu

lassen, das brächte ich nicht übers Herz. Da haben

in Bremen in der letzten Zeit schon zu viele Buchläden,

und alle mit langer bis sehr langer Geschichte,

ihre Türen geschlossen, sei es Leuwer am Wall, gleich

daneben Bettina Wassmann, Bremens eigenwilligste

Buchhändlerin und großartige Kollegin, Storm in

der Langenstraße (die Buchhandlung meines geliebten

Mannes!). Dass es auch anders geht, hat man im

Buchladen Ostertor im Fehrfeld und in der Albatros

Buchhandlung im Fedelhören bewiesen, auch diese

schon mit fast 50-jähriger Historie, sie haben sich

sehr bemüht, engagierte, junge Nachfolger zu finden.

Und es ist ihnen bestens gelungen. Man muss einfach

Geduld haben.“

„Du wirst dann aber doch viel freie Zeit haben, wie ich

Dich kenne, weißt Du aber längst, wie Du sie füllen

würdest, oder?“

„In der Tat schätzt Du mich richtig ein: erstens lesen!

Du siehst ja hier in der großen Diele und im ganzen

Haus, alles steht voller Bücher, und

viele davon habe ich noch nie gelesen,

andere möchte ich erneut lesen. Denn

oft, das entdecke ich immer wieder,

liest man so manches Buch im Alter so

ganz anders als man es früher erlebt

hat,“ schwärmt sie, wie sich nur eine

durch und durch ihren Beruf liebende

Person zu begeistern in der Lage ist.

Geschichtsforschung

„Was ich auch fest im Sinn habe, ich würde gerne

zusammen mit anderen der Geschichte des Bremer

Buchhandels des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts

auf den Grund gehen, den Jahren der Weimarer

Republik, vor allem auch die Jahre der NS-Zeit

erforschen und damit zusammenhängend, wie man

mit dieser Vergangenheit in den Jahren danach umgegangen

ist, oder es eben nicht getan hat. Immerhin

weiß man ja von Anni Leuwer, die man ganz früh im

Jahre 1933, durch ihren eigenen Geschäftsführer und

Teilhaber Carl Emil Spiegel und dem Norddeutschen

Lloyd aus ihrer Buchhandlung katapultiert hatte. Weil

sie Jüdin war. Der gesamte Bremer Buchhandel muss

davon gewusst haben und hat es geschehen lassen.

Ein dunkles Kapitel unserer Innung in dieser Stadt. Im

Juli 1942 wurde Anni Leuwer mit dem letzten Zug, der

Bremen in jene Richtung verließ, ins Lager Theresienstadt

deportiert, wo sie am 8. Februar 1943 mit 71 Jahren

umkam. In meiner gesamten Zeit dort bei Leuwer

hat nie jemand über diese Geschichte gesprochen.“

Und dann noch ein ‚Kundengespräch‘

Eine Frage reizt mich doch am Schluss unseres langen

und entspannten Gesprächs Irene zu stellen.

„Wenn ich dieser Tage zu Dir in Euren Laden käme,

nehmen wir an, durchaus als einer Deiner Stammkunden,

was würdest Du mir als Lektüre empfehlen?“

„Da fiele mir sofort etwas ein: ich lese gerade den Roman

der jungen Autorin Florentine Anders mit dem Titel

‚Die Allee‘; der wird dir gefallen, ich bin ganz sicher.

Sie ist die Enkelin des DDR-Architekten Hermann

Henselmann und erzählt eine überraschende Familiengeschichte

und die weitgehend unbekannte Architekturgeschichte

der DDR.“

„Und worauf ich sehr gespannt bin“, fügt sie an, „ist

der neue Roman des Bremer Autors David Safier, der

im Mai erscheint; ‚Die Liebe sucht ein Zimmer‘ erzählt

eine Liebesgeschichte aus dem Warschauer Ghetto

zwischen drei jungen Schauspielern. Gerade nach

seinem ergreifenden Roman über die Geschichte seiner

Eltern ‚Solange wir leben‘ bin ich sehr gespannt

darauf. Übrigens, hast Du die Dramatisierung

davon im Bremer Theater gesehen?

Nein? Musst Du Dir unbedingt

ansehen!“

Den Empfehlungen Irenes kann ich

trauen! So habe ich mir sofort nach

meinem Besuch bei Irene ein Ticket für

Safier besorgt.

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Anni Leuwer, Künstler unbekannt. Es hing im Flur von Anni Leuwers letzter Wohnung

vor ihrer Deportation in der Kurfürstenallee 9. (Quelle: A History of the World · BBC)


genuss

Bremen

die leckeren Seiten Bremens

29


Über den Wolken...

Das Panoramarestaurant BLIXX

im ATLANTIC Hotel Airport Bremen

GASTRONOMIE

Leckere Küche mit frischem Fisch im „Greens“

Sonnendurchflutet mit Blick auf das Rollfeld, Foto: Antje Schimanke

In der achten Etage des 4-Sterne ATLANTIC Hotels

Airport erwartet Sie nicht nur kulinarische Vielfalt,

sondern auch eine spektakuläre Aussicht auf das

Rollfeld des Flughafens.

30


Blaue Stimmung am Abend im Blixx, Foto: Stadel Photography

Das rundum modernisierte Full Service Hotel gehört

seit mehr als 25 Jahren zur Airport-Stadt. Mit direkter

fußläufiger Anbindung zum Flughafen stehen hier 112

hochwertig eingerichtete Zimmer im Aviation-Style,

sowie acht Konferenzräume für bis zu 250 Teilnehmende

zur Verfügung. Der frisch renovierte Veranstaltungsraum

„Lilienthal“ setzt neue Maßstäbe für

Meetings, Tagungen und exklusive Events. Auf 200

m² vereinen sich stilvolles Design, ein gemütlicher

Kamin sowie ein moderner Lounge-Bereich zu einem

einzigartigen Ambiente. Der Panoramablick auf die

Bremer Skyline sorgt für Inspiration und Weitblick.

Für eine bequeme An- und Abreise gibt es ausreichend

Parkplätze direkt hinter dem Hotel oder in der

anliegenden Garage. Eine Anreise mit der Straßenbahn

bietet sich ebenfalls sehr gut an, da diese direkt

vor dem Hotel hält. In nur 10- 15 Minuten sind die

Innenstadt und der Hauptbahnhof zu erreichen. Perfekt

angebunden und dennoch in ruhiger Lage, die

eine unkomplizierte Anreise für Gäste aus aller Welt

ermöglicht – ideal für internationale Meetings oder

besondere Events.

Neu & exklusiv: Die neue Speisekarte im BLIXX

Unsere Küchencrew hat unsere Speisekarte neugestaltet!

Freuen Sie sich auf eine erlesene Auswahl an

internationalen, sowie kreativen Speisen und saisonalen

Highlights, die höchsten Genuss und Abwechslung

garantieren.

Ob vegan, vegetarisch oder allergieverträglich – im

BLIXX finden Sie garantiert das passende Gericht.

Auch für den kleinen Hunger ist gesorgt: Kreative und

neu interpretierte Snacks, sowie leichte Köstlichkeiten

runden das Angebot ab. Mit seinen 100 Sitzplätzen

und der integrierten BLIXX Bar in 35 Metern Höhe,

sorgt das internationale und gut eingespielte Service-

Team für ein rundum gelungenes Gasterlebniss.

Exklusivität mit unvergleichlichem Ausblick:

Ihr Event im BLIXX!

Sie suchen eine außergewöhnliche Location für Ihre

nächste Veranstaltung? Ob geschäftliches Dinner,

Jubiläum oder private Feier – das Panoramarestaurant

BLIXX bietet die perfekte Kulisse für unvergessliche

Momente. Auf Wunsch können Sie das gesamte

Restaurant exklusiv buchen und Ihre Gäste mit einem

maßgeschneiderten Service verwöhnen lassen. Feiern

Sie in stilvollem Ambiente mit spektakulärem Blick auf

das Rollfeld und erleben Sie eine Veranstaltung, die

in Erinnerung bleibt. Erleben Sie Genuss mit Aussicht,

egal ob Frühstück, Lunch oder Dinner – das BLIXX

begeistert mit Weltoffenheit und einer unvergleichlichen

Atmosphäre.

Reservieren Sie für Anlässe jeder Art im BLIXX und

erleben Genussmomente, die Ihnen noch lange in Erinnerung

bleiben – mit Blick auf das lebendige Rollfeld

und unvergesslichen Sonnenuntergängen über Bremen.

Wir freuen uns darauf, Sie im BLIXX willkommen

zu heißen – für besondere Geschmackserlebnisse,

exklusive Events und einmalige Genussmomente mit

Weitblick!

Reservierungen sind auch exklusiv möglich und werden

unter der Telefonnummer +49 (0) 421 5571-444

oder per Mail blixx@atlantic-hotels.de entgegengenommen.

Die genauen Öffnungszeiten finden Sie auf

der Hotelwebsite: atlantic-hotels.de/hotel-airportbremen/restaurant-blixx/

31


Sebastian Hafer (Sous Chef), Stefanie Sasse (stellvertretende Betriebsleitung

und Serviceleitung), Dominic Kruse (Geschäftsführung), Alexander Stüve

(Küchenchef und Ausbilder), Tsering Zongkar (Sushi Chef)

Asiatische Küche und

SUSH I

Direkt an der Weser gelegen, lädt der Chilli Club dazu

ein, die moderne asiatische Küche in stilvollem Ambiente

zu genießen. Von mittags bis spät in die Nacht

verwöhnt das Restaurant seine Gäste mit einer facettenreichen

Auswahl an hochwertigen Gerichten: Ob

frische Bowls, zartes Sushi oder aromatische Currys

– jedes Gericht wird mit Leidenschaft zubereitet.

Durch die Zubereitung bei hohen Temperaturen bleiben

die Zutaten besonders knackig, was den authentischen

Geschmack der Wok-Gerichte und modern

interpretierten Asia-Kreationen unterstreicht.

Geschäftsführer Dominic Kruse mit seiner

Stellvertreterin Stefanie Sasse

Abgerundet wird das kulinarische Erlebnis durch eine

exquisite Getränkekarte. Von erfrischenden Aperitifs

über erlesene Weine bis hin zu kreativen Cocktails

findet sich für jeden Anlass das passende Getränk. Besonders

charmant: Im Chilli Club sind auch Vierbeiner

herzlich willkommen – so wird ein Besuch zu einem

Erlebnis für die ganze Familie, vom Gourmet bis zum

tierischen Begleiter.

CHILLI CLUB BREMEN

Am Weser-Terminal 8

28217 Bremen

T 0421 390 99 000

chilliclub-bremen.de

Asian Soul Food – Restaurant & Bar, der CHILLI CLUB in der Überseestadt

32


Engagiert, freundlich und gut drauf: das Team des VAIVAI

VAIVAI

Steaks · Burger · GIN · Bar

Unser exklusiver Weinraum bietet die perfekte Location

für Ihre private Feier, Hochzeiten, Firmenfeiern, oder

ein lockeres „get together“.

Mark Just: Betriebsleitung

Yaska Wenzel: Küchenchefin und Ausbilderin

Das VAIVAI ist im Industrielook inszeniert und auf urbane

Art sehr gemütlich und unkompliziert. Gekocht

wird nach dem „Back to the roots“ – Prinzip: Einfach,

sehr geschmackvoll, frisch und für uns sehr wichtig:

alles selbstgemacht!

In der offenen Showküche kann man das rege Treiben

beobachten, in den Grills brutzeln Steaks, und in unseren

Dry Agern reifen erstklassige Cuts und Rinderrücken.

An der größten Gin Bar in Bremen kann man sich

durch die detaillierte Ginkarte probieren und einen

stressigen Tag in Ruhe ausklingen lassen. In vielerlei

Hinsicht ein Erlebnis der Extra Klasse!

Das VAIVAI ist Restaurant, Gin-Bar, gemütliche Cocktaillounge

und Veranstaltungslocation zugleich

.

• 160 Sitzplätze

• 40 Plätze in der Lounge

• Veranstaltungsraum mit bis zu 34 Personen

• 160 Terrassenplätze direkt an der Weser

Wir sind der „Place to be“ wenn Sie einen exzellenten

und abgerundeten Restaurantbesuch erleben möchten.

Kommen Sie vorbei und überzeugen sich, wir freuen

uns auf Ihren Besuch!

VAI VAI BREMEN

Am Weser-Terminal 10

28217 Bremen

T 0421 51 79 76 33

vaivai.de/bremen

reservierung-bremen@vaivai.de

33


TOPAZ

Casual Fine Dining

in der Horner Straße

Lisa Hinrichsen und Fynn Fabian

34


Das Topaz ist oft umgezogen. Wenn Sie es noch aus

der Violenstraße kennen und aus der Zeit im Ostertorsteinweg,

dann sind Sie Stammkunden bei Holle

und Tom Schmidt gewesen. Die beiden sind heute im

verdienten Ruhestand. Das Topaz hingegen hat sich

nur ein neues Gewand angezogen: Aus dem Kontorhaus

zog das Topaz zuletzt in die Horner Straße, Ecke

Feldstraße, in das ehemalige Filz.

Das Team, das schon im Kontorhaus in der Langenstraße

seine Gäste mit gastronomischem Herzblut

verwöhnt hat, ist geblieben. Dazu gehören Küchenchef

Fynn Fabian und seine Sous Chefin Lisa Hinrichsen,

auch André Piller und Tjark Rösing sind Teil des

Küchenquartetts.

Fine Dining

weiter regelmäßige Veranstaltungen zu saisonalen

oder aktuellen Themen: ob Spargel, Flusskrebse oder

Weinverkostungen. Um diese Termine rechtzeitig zu

erfahren, melden Sie sich einfach auf der Internetseite

topaz-bremen.de für den Newsletter an. Selbst die

Telefonnummer ist ein Klassiker und hat sich bis

heute nicht geändert. Kennen Sie sie auch noch auswendig?

0421 77625.

Das Topaz mit der wunderschönen Sonnenterasse ist

zwar klein aber feiern lässt es sich dort ganz groß. Ob

ein einheitliches Menü für bis zu 35 Personen oder ein

schönes Flying Fingerfood mit bis zu 70 Personen.

Und selbst das Parken in den anliegenden Straßen ist

unproblematisch – hätte man gar nicht gedacht.

Neben der Gastronomie im Haus bietet das Topaz

auch, wie schon immer, ein professionelles Cateringerlebnis.

Frische Zutaten, individuelle Speisenauswahl

und die persönliche Beratung sind nach wie

vor die Grundbausteine. Abgesehen von klassischen

Veranstaltungen beliefert das Topaz auch das schicke

Business Meeting oder serviert lässiges Fingerfood.

Gern stehen sie Ihnen als zuverlässige Ansprechpartner

für Caterings in Bremen und Umgebung zur

Verfügung.

Die Terrassenplätze des Topaz

Alle vier Wochen wechselt das kulinarische Angebot.

Wobei die Topaz-Klassiker, wie das Wiener Schnitzel,

die Hummercrèmesuppe oder der allerbeste Cheesecake

immer einen festen Platz auf der Speisekarte

haben. Die Gäste werden nicht nur lukullisch verwöhnt,

auch der Geist des Topaz bleibt erhalten: ob

Wein oder Bier, formell oder leger – alles ist erlaubt.

Das Casual Fine Dining, ein weiterer Topaz Klassiker,

hat sich bis heute nicht geändert. Qualität trifft auf

Herzenswärme.

Das Team um Geschäftsführerin Nina Hinrichsen

und Betriebsleiter Ibrahim Aly plant auch in Zukunft

Auf Wunsche bietet das Topaz ein Rundum-Sorglos-

Paket. Was das genau ist, erklärt Ihnen Nina Hinrichsen

und freut sich auf Ihren Anruf, oder gehen Sie

einfach mal spontan vorbei, so, auf ein Glas Wein,

warum auch nicht, denn es war schon immer so:

Sie sind herzlich Willkommen

TOPAZ

Horner Straße 90

28203 Bremen

T 0421 7 76 25

topaz-bremen.de

35


Welch Genießer in dieser Stadt kennt es nicht, Das

Kleine Lokal in der Besselstraße 40? Seit Januar diesen

Jahres bietet Stefan Ladenberger seinen Gästen

noch mehr Genuss, diesen nur noch an von ihm ausgesuchten

Abenden, es sei denn, Sie buchen sich das

Restaurant für Ihr persönliches Fest.

Der gebürtige Rheinländer, der 1998 Das Kleine Lokal

übernahm, hat sich ein neues Konzept ausgedacht,

dass für Ihn und seine Gäste optimal ist und auch

schon begeistert angenommen wird. Ein kleiner Urlaub

am Tisch!

Nach 27 Jahren

Neues!

Stefan Ladenberger mit seinem neuen Konzept: Urlaub am Tisch

Menüabende der besonderen Art. Manchmal wird

auch ein Winzer eingeladen, so wie im August vom

Weingut Brügel aus Castell-Greuth im Frankenland.

Stefan Ladenberger hat zu diesem Weingut eine

langjährige Beziehung der Freude am Genuss der

Weine aus dem Hause von Harald Brügel, der endlich

zu Stefan Ladenberger nach Bremen kommt. Ein

Highlight für Stefan Ladenberger, aber auch für die

bereits fast ausverkaufte Genießerrunde.

Wenn Sie Lust haben, an mehrgängigen Menüs, die

Stefan Ladenberger für Sie aussucht und Sie es lieben

auch ein wenig überrascht zu werden, dann schauen

Sie auf die Homepage des Restaurants und melden

sich bitte zum Newsletter an. So erfahren Sie schnell,

wann wieder ein Genussevent geplant ist.

Anders, neu, aber wie gewohnt fein und besonders

Gerade jetzt im Sommer ist auch das Sitzen an der

Besselstraße auf der kleinen Terrasse ganz besonders

schön. Das Team von Stefan Ladenberger freut sich

auf Sie!

Das Kleine Lokal

Inh. Stefan Ladenberger

Besselstrasse 40

das-kleine-lokal.de

36


Der Sommer kann kommen, italienisch Essen im Napoli am Wall 164

Schon Ende der 60er Jahre eröff nete das »Ri sto rante

Napoli« als eines der ersten ita lienischen Re staurants

in Bremen.

Die Familie Aprea machte das Napoli zu dem, was es

heute ist, als sie 1982 die Räumlichkeiten übernahmen

und es zu einem „Zuhause“ für viele Stammgäste

gestalteten. Nach 32 Jahren suchte Luigi Aprea einen

würdigen Nachfolger. Er fand ihn und übergab am

01. September 2014 das Restaurant an Peymann

Nasserian, der bis heute das Restaurant in seinem

Sinne weiter führt. Peymann, wie er von allen genannt

wird, hat die gemütliche Atmosphäre im Napoli erhalten,

kleine Veränderungen und Modernisierungen

vorgenommen. Die Karte hat er kaum verändert und er

Italienische Spezialitäten

bietet den Gästen zudem noch mehr Delikates aus dem

Meer an. Ein Koch, der Italiener ist, ist hier im Napoli

nach wie vor selbstverständlich.

Die täglich handgeschriebene Tageskarte spiegelt wider,

dass hier auf besonders frische Küche wert gelegt

wird. Die hausgemachte Pasta, Antipasti aus der

Vitrine, die schmackhaften Fisch- und Fleischgerichte

wie Saltimbocca alla Romana oder Seeteufel an Hummersauce,

zu denen es immer Kartoffeln und Gemüse

gibt und nicht zu vergessen die knusprigen Pizzen.

Hier wird Ihnen auch noch eine wunderbare Zabaione

frisch aufgeschlagen! Himmlisch locker!

Text: Susanne Lolk, Fotos: Napoli

Gastlich und gemütlich, bei Bedarf können die Tische auch für größere

Gruppen zusammengestellt werden.

Die gedeckten Tische, das gemütliches Ambiente und

vor allem das sehr gute Essen, sind ein Garant für einen

schönen Abend im Napoli. Tagsüber finden sich

viele der Anrainer des Walls zum Mittagstisch ein. Auf

milde Sommerabende bei einem Glas Wein oder mit

einem erfrischenden Bier in urbanem Ambiente auf der

groß zügigen überdachten Au ßen terasse „di fronte“ an

den Wall anlagen müssen Sie nicht mehr lange warten,

denn der Sommer kommt jetzt!

Das Team rund um Peyman freut sich auf Sie!

Ristorante - Pizzeria Napoli

Am Wall 164 I 28195 Bremen

T 0421 32 67 10

ristorante-napoli-bremen.de

37


Traditionell japanisch essen am runden Tisch, Yasuhiro Watanabe steht gerne im Mittelpunkt und teilt lecker aus.

CAPTAIN Sushi

in der Böttcherstraße

Vor vielen Jahren eröffnete ein Kapitän das erste

Sushi Restaurant Bremens. Damals für einige der

neumodische Kram, roher Fisch, ob das schmeckt?

Heute etwa dreißig Jahre später, ist die japanische

Küche, zu der ja nicht nur Sushi gehört, gar nicht

mehr wegzudenken.

Leckeres aus Tofu mit Rind, Shabu Shabu (hauchdünnes

Rindfleisch, das in eine Brühe getunkt wird,

ähnlich wie Fondue) Udon- und Ramensuppen und

viele kleine andere Köstlichkeiten. Die große Auswahl

auf dem Laufband in der Böttcherstraße 2, wird mit

geschickten Händen seit 2015 von dem Bruder der

Inhaberin Izumi Watanabe zubereitet. An der Theke

sitzend, kann man Yasuhiro Watanabe dabei zusehen

und auch fragen, welcher Fisch denn da gerade

vor einem angekommen ist. Nicht alle, die man sieht,

kennt man auch. Aal, besonders zart, hat hier eine

andere Farbe und schmeckt köstlich. Der weiße Butterfisch,

so zart über dem Reis, ein Genuß. Für die, die

rohen Fisch nicht

ganz so gerne essen,

ist Aburi etwas.

Da wird der Lachs

leicht flambiert und

mit einer speziellen

Soße angerichtet.

Delikat und macht süchtig. Die Geschwister Watanabe

legen wert auf Qualität, genauso wie auf die

entspannte Musik im Hintergrund, die einen vom anstrengenden

Tag befreit.

Ein Tee, ein Kirin Bier, oder später ein Sake, gehören

zu einem vollkommenen Essen im Captain Sushi

dazu. All you can eat, oder Ladie‘s Night, sind Tage,

an denen noch mehr Auswahl auf dem Laufband

steht und man herrlich alles durchprobieren kann, da

die Portionen etwas kleiner sind, als normal. Daran,

dass der erste Betreiber ein Kapitän war, erinnern die

Schiffchen, von denen der Gast noch heute isst, wenn

er denn am Tisch eine Portion von zum Beispiel sehr

zartem Sashimi bestellt. Gäste, die schon mehrfach in

Japan waren, sprechen von einem authentischen Flair

und fühlen sich in der Böttcherstraße am wohlsten.

Sich ein Plätzchen am Tresen zu reservieren ist immer

gut und die Familie Watanabe freut sich auf Ihre Anmeldung!

Captain Sushi

Böttcherstraße 2

T 0421 256789

captain-sushi.de

38


„Ihre

Immobilie verkaufen

oder vermieten?

Wir machen das!“

„Wir sind mit

Bremen verbunden,

inhabergeführt, persönlich,

fair und seit mehr als

35 Jahren nah am

Kunden.“

Kostenlose

Immobilien-Bewertung unter:

HB-HB

IMMOBILIEN

agentur-tollkuehn.de

Schwachhauser Heerstr. 54 A · 28209 Bremen · Telefon 0421-165060

behrmann@hb-hb-immobilien.de · hb-hb-immobilien.de

39


BREMINALE

FESTIVAL

09.-13. Juli 25

Bis gleich, am Deich. Foto: concept-bureau

Die Breminale ist Bremens eintrittsfreies Musik- und

Kulturfestival. Innerstädtisch verortet und programmatisch

regional und up-to-date, wurde die Breminale

1987 als Gegenentwurf zu einem klassischen

Stadtfest gegründet und ist heutzutage eines der beliebtesten

Open-Air-Formate der gesamten Region.

Mit regelmäßig weit über 100 Konzerten und einem

umfangreichen Kinder- und Familienprogramm, ist

die Breminale aus dem Bremer Sommer nicht mehr

wegzudenken! Bis gleich am Deich!

Die Bühne Pappinale-Krakinale, Foto: Michelle Oswald

40


Team Spirit bei der Becher-Spende, Foto: Michelle Oswald

Der Soli-Ticket-VVK ist Teil des Breminale-Spendensystems

und wurde 2024 initiiert. Durch den Kauf

symbolischer Tickets können Käufer:innen die Breminale

finanziell unterstützen. Die Einnahmen fließen

komplett in das Festival und dienen dem Erhalt einer

eintrittsfreien Breminale.

Seit der Pandemie haben sich die Kosten für eine

Breminale nahezu verdoppelt. Durch einen harten

Sparkurs in den Jahren 2023 und 2024 konnten die

Ausgaben wieder auf ein planbares Niveau gesenkt

werden. Am Prinzip der Eintrittsfreiheit konnte festgehalten

werden, allerdings steht das Format vor großen

Herausforderungen. Den Einnahmen sind auf einem

eintrittsfreien Festival natürliche Grenzen gesetzt:

Getränkepreise lassen sich nur bedingt anheben. Die

städtischen Förderungen sind auf einem angemessenen

Niveau und Kapazitäten für Sponsorings sind

weitestgehend ausgeschöpft. Ohne weitere Einnahmequellen,

stünde die Breminale (wie wir sie seit

Jahrzehnten kennen) vor dem finanziellen Aus.

10€ - Rasenplatz // 20€ - Zeltplatz //

50€ - Deichplatz // 100€ - Ehrenplatz

Natürlich ist der Erwerb eines Soli-Tickets für den Besuch

nicht erforderlich. Gegen Vorlage eines Tickets,

gibt es allerdings ein kleines Dankeschön und unter

allen Käufer:innen wird ein „besonderer Abend“ auf

der Breminale verlost. Der Breminale-Soli-Ticket-Vorverkauf

wird ermöglicht durch Nordwest Ticket und

den WESER-KURIER.

Alle Infos: breminale-festival.de

Aus diesem Grund wurde 2024 das Spendensystem

überarbeitet und im Zuge dessen die Soli-Tickets ins

Leben gerufen. Allein durch die Tickets konnten 2024

etwa 20.000€ Spenden eingesammelt werden. Das

ist eine Größenordnung, die enorm geholfen hat und

die in Zukunft auch weiterhin notwendig sein wird –

mit der Tendenz: steigend.

Um die Breminale (ein fünftägiges Open-Air-Festival!)

weiterhin eintrittsfrei gestalten zu können, ist also Solidarität

erforderlich. Besucher:innen können, je nach

Möglichkeit, einen Beitrag leisten und damit helfen,

dass die Breminale auch in Zukunft ein Fest für alle

bleibt. Damit es möglichst vielen Menschen ermöglicht

wird, einen Beitrag zu leisten, gibt es die Soli-Tickets in

vier Preiskategorien. Käufer:innen können selbst entscheiden,

welche Kategorie am besten zu ihnen passt:

· ·

·

41


SoonCircus, Foto: Anna Kopec-Jakubow

Das größte internationale Festival für Straßenkünste

in Norddeutschland dreht die nächste Runde: vom 12.

bis 15. Juni findet in der Bremer Innenstadt das 31. LA

STRADA Festival statt. Mit der besonderen Mischung

aus Akrobatik und Tanz, Theater und Clownerie, Jonglage

und Installationen locken Straßenkünstler:innen

aus aller Welt wieder ein breites Publikum und begeisterte

Festivalfans nach Bremen.

ZURÜCK ZU BEKANNTER GRÖSSE UND WEITER

MIT NEUEN ORTEN

Urbaner Raum, gefüllt mit Artistik, Tanz und Performance,

soweit das Auge reicht. Erneut können sich

zehntausende Besuchende auch 2025 auf ein kurzweiliges

und ebenso anspruchsvolles Programm freuen,

das überrascht und amüsiert, berührt und erstaunt.

manoAmano

LA STRADA #31

Internationales Festival der Straßenkünste

42


Nach der konzeptionellen Neuaufstellung im vergangenen

Jahr kehrt LA STRADA 2025 zu gewohnter

Größe zurück und wird mit Bühnen in der Innenstadt

und in den Wallanlagen die beliebten und bekannten

Festivalorte neu beleben. Wie im vergangenen Jahr,

wo erstmals der Ullrichsplatz und der Ziegenmarkt

zum Spielort für LA STRADA wurden, ist auch das

Viertel am Sonntag wieder dabei. Neu dazu als Austragungsorte

des Festivals kommen die Böttcherstraße,

der Schnoor, der Garten des Institut Français und

der Goetheplatz vor dem Theater Bremen. So breitet

sich das Festival LA STRADA weiter aus und hat die

Stadt für ein Wochenende fest im Griff und jede Menge

atemberaubender Zirkuskunst und Theaterperformances

auf den Bühnen.

LA STRADA ist ein Festival für alle, denn die Spielorte

unter freiem Himmel sind frei zugänglich. Die Künstlerinnen

und Künstler spielen „auf den Hut“, denn das

begeisterte Bremer Publikum zeigt sich bekanntermaßen

recht spendabel.

NEU: LA STRADA MACHT SCHULE

Dass das renommierte Festival mit neuen Energien

eine Verjüngungskur erhält, wird auch an den programmatisch

neuen Inhalten sichtbar. Erstmals wen-

KnotOnHands, Foto: Kolja Huneck

det sich das Festival direkt an junges Publikum und

möchte damit zur kulturellen Bildung von Kindern und

Jugendlichen beitragen. Die Sparkasse Bremen lädt

2.000 Bremer Schüler:innen zu LA STRADA MACHT

SCHULE! ein.

Kunst und Kultur eröffnen jungen Menschen neue

Perspektiven, fördern Kreativität und bieten Raum für

Humor, Utopien, Fragen und Fantasie. Daher werden

Bremer Schulklassen zu exklusiven, kostenfreien Vorstellungen

am Freitag, den 13. Juni 2025 ab 10:00

Uhr eingeladen. Die Plätze sind begrenzt und eine

Anmeldung ist erforderlich.

Informationen unter: lastrada-bremen.de/programm/

la-strada-macht-schule

LA STRADA GALA

Zwei Abende voller Straßenkunst

Die LA STRADA Gala findet am 14. und 15. Juni

2025 um 20 Uhr in der bremer shakespeare

company statt. Für die Gala am Samstag, 14.06.

gibt es noch Restkarten. Tickets für die Gala am

Sonntag, 15.06. gibt es im Vorverkauf:

shakespeare-company.com

Abonniere

jetzt unseren

Kanal auf

Preis: 35 € / 28 € erm. zzgl. Verkaufsgebühren

(ermäßigungsberechtigt sind Schüler:innen,

Studierende, Schwerbehinderte, Erwerbslose).

Weitere Informationen zum Festival, zu den

Künstler:innen finden Sie ab Anfang Juni auf

lastrada-bremen.de

Aktuelle

BSAG-Fahrgastinformationen:

Montag bis Freitag

von 6 bis 18 Uhr

QR-Code

scannen

und Kanal

abonnieren!

Duo No Nonsense, Finding Tomorrow

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Alex II, Foto: Hubert Glogauer, Erlebnis Bremerhaven

SAiL Bremerhaven

Festival der Windjammern und maritimen

Traditionen vom 13.-17. August

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Neben den Großseglern stehen bereits viele kleinere,

aber nicht weniger spannende Segelschiffe auf

der Schiffsliste. So beispielsweise die „Artemis“, eine

niederländische Dreimastbark im luxuriösen Stil von

knapp 60 Metern Länge, die „Eye oft he Wind“, die

schon für Hollywood-Filme gesegelt ist. In prächtigen

Uniformen und voller Stolz stehen die Besatzungen

dieser majestätischen Schiffe bereit, um mit den Gästen

ins Gespräch zu kommen und ihnen einen Einblick

in das Leben auf See zu geben.

Die „Unión“ aus Peru, Foto: Luis Ricardo Deza Guzman

Schiffe gucken, an Bord gehen, Seeleute treffen –

die SAiL Bremerhaven ist ein Muss für alle, die der

Schifffahrt und ihren Menschen ganz nah kommen

wollen. Im August 2025 verwandelt sich Bremerhaven

wieder in das Mekka für Liebhaber der traditionellen

Seefahrt: Zur SAiL liegen vom 13. bis 17.

August 250 Segelschiffe aus aller Welt in den Häfen,

begleitet von viel Musik, internationalen Seeleuten

und begeisterten Besuchern. Das größte Windjammer-Festival

der Nordseeküste verspricht nach zehn

Jahren Pause ein besonders beeindruckendes Lineup

und ein unvergessliches maritimes Erlebnis.

Eine Bühne für Windjammer aus aller Welt

Angekündigt haben sich Großsegler wie die bekannte

„Alexander von Humboldt II“, mit ihren grünen Segeln

das Aushängeschild in ihrem Heimathafen Bremerhaven.

Die Viermastbark „Unión“ aus Peru besucht

erstmals als das größte und schnellste Segelschulschiff

Südamerikas die SAiL, die „Gorch Fock“ der

Deutschen Marine wird ebenso wenig fehlen wie die

beliebte „Capitán Miranda“ aus Uruguay, die „Shabab

Oman II“ aus dem Sultanat Oman, die „Urania“ aus

den Niederlanden oder die „Sagres II“ aus Portugal,

das französische Traditionsschiff „Belem“, ist ein wahrer

Schatz der Seefahrtsgeschichte.

Seglerumzug, Foto: Helmut Gross, Erlebnis Bremerhaven

Kreuzfahrtgiganten und maritime Highlights

Die SAiL Bremerhaven bietet aber nicht nur Platz für

historische Segelschiffe. Auch die großen Kreuzfahrtschiffe

werden in der Seestadt erwartet. AIDA Cruises,

Hauptsponsor der Veranstaltung, schickt die „AIDAsol“

nach Bremerhaven. Am Abend wird die „AIDAsol“

vor der Bremerhavener Skyline zur Kulisse für eine

Drohnenshow mit anschließendem spektakulären

Feuerwerk. Ebenfalls mit von der Partie ist Phoenix

Reisen mit seiner gesamten Flotte – die „Amera“, das

ZDF-Traumschiff „Amadea“, „Artania“ und „Deutschland“

bleiben sogar eine Nacht lang im Hafen, um

bei der Sail dabei zu sein. TUI Cruises kommt mit der

„Mein Schiff 2“. Wer das Meer hautnah spüren möchte,

kann sich sogar für einen Halbtagestörn an Bord

eines historischen Seglers entscheiden und die Brise

der Nordsee genießen. Tickets für diese besonderen

Ausfahrten sind ab 59 Euro erhältlich.

bremerhaven.de/sail2025-toerns

Eine Stadt im maritimen Glanz

Bremerhaven hat sich in den vergangenen Jahrzehnten

stark gewandelt zu einem maritimen Zentrum der

Forschung, Hochtechnologie, Kultur und des maritimen

Tourismus. Während der SAiL wird die Stadt

erneut beweisen, dass sie sich in ihrer maritimen Rolle

wohlfühlt.

Die SAiL Bremerhaven bringt eine beeindruckende

Mischung aus Nostalgie und modernem maritimem

Flair zusammen. Es wird erwartet, dass 1,2 Millionen

Gäste die Veranstaltung besuchen und die Vielfalt der

Segler aus aller Welt bestaunen.

Vorfreude und Social Media

Für alle, die sich auf die SAiL Bremerhaven freuen,

bieten die Website sowie die Social-Media-Kanäle

der Veranstaltung laufend aktuelle Informationen. Auf

Instagram (@sailbremerhaven_official) und Facebook

(@sailbhv) gibt es zudem Einblicke hinter die Kulissen,

historische Rückblicke und die neuesten Updates rund

um das Festival.

sail-bremerhaven.de

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VEREINSLEBEN

Am 1. Mai findet traditionell immer ein großer Clubtag mit vielen Events und einer Preisverleihung statt. Fotos: Club zur Vahr

„Lernen Sie uns kennen!“

Der Club zur Vahr bietet einen exklusiven Testsommer

Auch wenn man selbst kein Mitglied ist, so ist der

Club zur Vahr doch vielen Bremerinnen und Bremern

ein Begriff. Gegründet 1905 hat der Club nicht

nur eine lange Traditionsgeschichte, sondern ist als

Country Club einzigartig in Bremen und Umzu.

Golfplätzen wählen: Der kleinere 9-Loch-Golfplatz

mitten in der Stadt, oder der wunderschön angelegte

18-Loch-Platz in der Garlstedter Heide, ebenfalls mit

eigener Clubgastronomie.

Wie der Begriff „Country Club“ schon vermuten lässt,

hat der Club zur Vahr im Vergleich zu anderen Bremer

Sportvereinen exklusivere Zugangsvoraussetzungen.

Dafür wird den zahlenden Mitgliedern auch viel für die

eigene Erholung und Gesundheitsförderung geboten:

Der Schwerpunkt liegt auf den Sportarten Golf, Tennis

und Hockey. Tontaubenschießen ist ebenfalls seit 120

Jahren eine eigene Abteilung. Neu hinzugekommen

ist 2020 ein attraktives, lichtdurchflutetes Fitnessstudio

für Mitglieder und seit 2022 kann man im Club

auch Padel spielen. Ein clubeigenes Schwimmbad ist

in den Monaten Mai bis Oktober neben der Gastronomie

mit großer Sonnenterrasse der Magnet für

Jung und Alt. Golfmitglieder können zwischen zwei

Beste Nachwuchssportlerin 2024: Mieke Menken (Golf)

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Für alle, die noch überlegen, ob der Club zur Vahr der

passende Verein sein könnte und die sich nicht gleich

durch die Aufnahmegebühr binden möchten, ist 2025

der richtige Zeitpunkt, den Club einfach mal für ein

paar Monate zu testen.

Zu den Angeboten des Schnuppersommers gehören:

• Kostenfreier Golf-Schnupperkurs

• 50% auf den Platzreifekurs (€ 149,50 statt € 299,-

für Einzelunterricht oder € 99,50 statt € 199,- bei

2 Personen)

• An einem Tennis-Schnuppertraining teilnehmen

• 3 x Hockeytraining mit den FunVahren (Eltern/Freizeithockey)

• 10 x kostenfrei Tennis spielen

• 2 Monate kostenfrei den FitnessClub zur Vahr testen

• 3 x kostenfrei Padel spielen

• 1 x an einem Tontaubenschießen-Training teilnehmen

(in Rhadereistedt; nur mit gültigem Jagdschein)

• Kostenfreie Nutzung des Schwimmbads

• Teilnahme an Club-Events

Die Angebote können über Coupons bis zum

30.09.2025 eingelöst werden.

Informationen und Aufnahmeanträge gibt es auch

online oder direkt über die Geschäftsstelle.

Beste Mannschaftsleistung 2024: Männliche U16 (Hockey)

Preisverleihung „Beste/r Nachwuchssportler/in 2024“

Am 1. Mai findet traditionell ein großer Clubtag mit

vielen Aktionen für die ganze Clubfamilie statt. Der optimale

Rahmen, um auch die Preisverleihung für den

oder die beste Nachwuchssportlerin auszurufen. Die

Club zur Vahr Stiftung ist hier der Initiator. Erstmalig

wurde in diesem Jahr neben den Einzelsportlern auch

eine Mannschaftsleitung gewürdigt.

Club zur Vahr e.V.

Bürgermeister-Spitta-Allee 34

28329 Bremen

T 0421 / 20 44 80

club-zur-vahr.de

Ihr Schnuppersommer im Club zur Vahr

Lernen Sie uns kennen!

Den Club zur Vahr bis september testen

für nur € 799,-

Mit

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für sportliche

Kennenlern-

Angebote*

*Golf

Hockey

Tennis

Kids

Fitness

Tontauben

Schwimmen

Mehr

Infos:

czvb.de

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100 Jahre Stadionbad

JUBILÄUM

Fotos: Bremer Bäder GmbH

Bild links: Stadionbad im Bau 1925, Bild oben: Sprung vom 10 Meter Turm

Blick in die neue Dauerausstellung des Überseemuseums

Von Tradition, Badespaß

und einer großen Portion Herzblut

Mitten in Bremen, direkt an der Weser, liegt ein Ort, der mehr ist als

ein Freibad. Das Stadionbad feiert in diesem Jahr seine 100. Saison

– und damit ein ganz besonderes Kapitel Stadtgeschichte.

Ein Bad für die Meisterschaften

Gegründet wurde das Stadionbad 1925 – aus einem

sportlichen Anlass: Bremen wollte die Deutschen

Schwimmmeisterschaften im August desselben Jahres

ausrichten. Um dieses Ziel zu verwirklichen, griffen

die Mitglieder des Allgemeinen Bremer Turn- und

Sportvereins (ABTS) selbst zur Schaufel. In reiner

Handarbeit hoben sie das 100 Meter lange Becken

aus – eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung.

Hinzu kam damals eine finanzielle Förderung der

Sparkasse Bremen, die den Wunsch nach einem tideunabhängigen

Freibad verwirklichen ließ. Gefüllt

wurde das Becken damals direkt mit Wasser aus der

angrenzenden Weser. Von Beginn an war das Sta-

dionbad jedoch nicht nur sportlicher Austragungsort,

sondern auch Erholungsort für die Menschen der

Stadt. Ein Ort, an dem Alltagsstress gegen Frischluft

und Wasser getauscht wurde – und das bis heute.

Wandel durch die Jahrzehnte

Trotz des Zweiten Weltkriegs blieb das Stadionbad

weitgehend unversehrt. In den 1950er-Jahren folgte

ein großer Umbau: Filteranlagen wurden installiert,

und das Weserwasser wich künftig sauberem Grundwasser.

In den 60er-Jahren wurde das Stadionbad

sogar technisch zum Vorreiter – mit einer der ersten

Wasserheizanlagen Deutschlands. Die Becken sind

seit dem Umbau 2005 nicht mehr beheizt, hier sorgt

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Badespaß gestern und heute mit dem Nerven-Kitzel-Faktor: dem 10 Meter Turm

seitdem das reine Sonnenlicht für eine erfrischende

Wassertemperatur. So wurde aus dem einst geplanten

reinen Sportbad nach und nach ein beliebtes Familien-

und Freizeitbad – offen für alle Generationen

und soziale Gruppen, mitten in der Stadt und dennoch

mit Blick auf Wiesen und Wasser.

Ein Sprungturm mit Kultstatus

Herzstück des Bads – damals wie heute – ist der

imposante Sprungturm. Mit Plattformen auf 1, 3, 5,

7,5 und 10 Metern ist er der einzige seiner Art in der

Region. Er zieht Springerinnen und Springer aus der

ganzen Umgebung an – und auch die Sprungszene

aus ganz Deutschland trifft sich regelmäßig im Stadionbad.

Was als sportliche Herausforderung beginnt,

wird schnell zur Leidenschaft. Für viele ist der Sprungturm

ein Ritual: hier geht es darum die Freiheit in der

Luft zu spüren.

Tradition in Familienhand

Wer das Stadionbad besucht, merkt schnell, dass hier

Herzblut im Spiel ist. Seit 57 Jahren wird das Bad von

der Familie Maas geführt. Erst Günter Maas, dann sein

Sohn Jürgen – und inzwischen arbeitet auch Tochter

Celina als Rettungsschwimmerin im Stadionbad. „Das

hier ist kein Job, das ist ein Lebensort“, sagt Jürgen

Maas, der seit den 2003 das Bad leitet und bis heute

auf dem Gelände lebt. Diese familiäre Kontinuität ist

spürbar: im Umgangston, in der Sorgfalt, mit der Anlagen

gepflegt werden, und in der Offenheit, mit der

Gäste empfangen werden.

Ein Sommer der Erinnerung und der Begegnung

Zum 100. Jubiläum gibt es natürlich auch ein besonderes

Programm. Am 27. Juni findet ein offizieller

Festakt statt – mit freiem Eintritt ab 13 Uhr. Vom 4.

bis 8. August feiert das Stadionbad dann eine große

Jubiläumswoche mit Poolparty, Open-Air-Kino, einem

Familienfest – und einem Tag voller Erinnerungen:

Beim „Zeitreisetag“ sind alle eingeladen, ihre alten Eintrittskarten,

Fotos oder Anekdoten mitzubringen. Wer

solche Erinnerungsstücke zeigt, erhält freien Eintritt.

Der Sprung ins Jetzt – mit Blick zurück

Neben dem Blick in die Vergangenheit bleibt das

Stadionbad aktiv: In der Festwoche wird der „Stadionbadchampion“

gekürt – mit kleinen Wettkämpfen auf

dem Volleyballfeld, beim Basketball und beim Torwandschießen.

Wer Lust auf sportlichen Wettstreit

hat, kann bis dahin direkt vor Ort trainieren.

100 Jahre – und kein bisschen alt

Das Stadionbad ist lebendige Stadtgeschichte, die täglich

weitergeschrieben wird. Es ist ein Ort des Sports,

der Begegnung, des Sommers – und der Menschen,

die es prägen. Vom Muskelkraftprojekt 1925 bis zum

sportlichen Freizeitbad 2025: Wer hier ins Wasser

springt, taucht ein in ein Jahrhundert voller Bewegung.

Also: Badetasche packen, Lieblingsmenschen

einladen – und eintauchen in einen ganz besonderen

Sommer.

Informationen zum Angebot der Bremer Bäder GmbH

gibt es auf Facebook, Instagram, im Bremer Bäder-

Shop im Südbad und unter bremer-baeder.de

Pünktlich zum 100-jährigen

Jubiläum: das Wimmelbuch

für kleine Sommerfreunde.

Erschienen

im Schünemann-Verlag,

Illustriert von Valeska

Scholz erhältlich im

Buchhandel und in allen

Bremer Bädern.

2-5 Jahre

€ 15

49


Rausfahren,

wenn andere reinkommen

In den ersten Jahrzehnten nach Gründung der DGzRS vor 160 Jahren waren die Seenotretter in offenen Ruderrettungsbooten im Einsatz.

160 Jahre Seenotretter auf Nord- und Ostsee

Sturm tobt über Nord- und Ostsee. Wellen türmen sich meterhoch auf. Gewaltige Brecher

gefährden alle, die auf dem Meer unterwegs sind. Wenn andere Schiffe schützende Häfen

anlaufen, fahren die Seenotretter raus zum Einsatz, seit nunmehr 160 Jahren. Seit Gründung

der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am 29. Mai 1865

hat sich vieles verändert. Doch damals wie heute sind die Seenotretter freiwillig, unabhängig

und spendenfinanziert im Einsatz – dank breiter Unterstützung vieler Menschen.

Alex II, Foto: Hubert Glogauer, Erlebnis Bremerhaven

Immer wenn Menschen in den deutschen Gebieten von

Nord- und Ostsee in Gefahr sind, fahren die Besatzungen

der DGzRS raus – rund um die Uhr und bei jedem

Wetter. Etwa 1.000 Seenotretter, rund 800 davon Freiwillige,

sind mit 60 Seenotrettungskreuzern und -booten

auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und

Ueckermünde im Osten ständig einsatzbereit.

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Suchund

Rettungsdienst im Seenotfall (SAR-Dienst, SAR =

Search and Rescue). Die von ihr betriebene deutsche

Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination

Centre (MRCC) Bremen, koordiniert sämtliche

Maßnahmen nach international verbindlichen Standards.

MRCC Bremen überwacht zudem im Seefunk

die weltweit einheitlichen Notfunkfrequenzen.

50


Der erste in Serie gebaute Seenotrettungskreuzer mit Tochterboot war die 1957 in Dienst gestellte THEODOR HEUSS, Foto Die Seenotretter - DGzRS

Mitte des 19. Jahrhunderts gerieten Jahr für Jahr

mehr als 50 Schiffe allein vor den deutschen Nordseeinseln

in Seenot. Mangelnde Organisation und

Ausrüstung sowie das zum Teil noch ausgeübte

Strandrecht erschwerten in vielen Fällen die Rettung

Schiffbrüchiger. Die Menschen an der Küste betrachteten

Seenot lange Zeit als unabwendbares Schicksal.

Von derartigen Katastrophen bewegt, forderten der

Vegesacker Navigationslehrer Adolph Bermpohl und

der Advokat Carl Kuhlmay 1860 in einem Appell an die

Bevölkerung erstmals die Gründung eines Seenotrettungswerks

in Deutschland, finanziert durch Spenden.

Sie fanden Mitstreiter in dem Bremer Redakteur Dr.

Arwed Emminghaus und dem Emder Oberzollinspektor

Georg Breusing. Unter Breusings Führung gründete

sich in Emden bereits 1861 der erste regionale Verein

zur Rettung Schiffbrüchiger an der ostfriesischen

Küste. Weitere Vereinsgründungen erfolgten entlang

der Küste. Am 29. Mai 1865 schlossen sich die einzelnen

regionalen Vereine in Kiel zur Deutschen Gesellschaft

zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zusammen.

Damit waren die Wegbereiter eines einheitlichen

und unabhängigen deutschen Seenotrettungswerks

am Ziel. Sitz der DGzRS wurde Bremen.

Heute fahren die Seenotretter Jahr für Jahr rund

2.000 Einsätze auf Nord- und Ostsee – für Seeleute,

die Fischerei, Passagiere von Fähren und Fahrgastschiffen,

den Wassersport und Feriengäste gleichermaßen.

Seit der Gründung vor 160 Jahren zählt die

Statistik der DGzRS mehr als 87.000 Gerettete – und

viele ungezählte Menschen mehr, denen die Seeno-

tretter schnell und unbürokratisch geholfen haben.

Allerdings: 45 Rettungsmänner sind im selbstlosen

Dienst der DGzRS ums Leben gekommen.

Für die Freiwilligkeit des Einsatzes auf See ebenso

wie für die freiwillige Finanzierung durch Spenden

nicht nur von der Küste, sondern auch aus allen Teilen

des Binnenlandes steht seit jeher das Sammelschiffchen

der Seenotretter. Deutschlands wohl bekannteste

Spendendose hat ebenfalls eine lange Tradition:

Es gibt sie bereits seit 150 Jahren.

Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER und Sammelschiffchen,

Foto Die Seenotretter - DGzRS

Heute sind rund 13.000 Sammelschiffchen an vielen

öffentlichen Orten zwischen der Waterkant und dem

Alpenrand im Einsatz. Sie zeigen, dass die gesamte

satzungsgemäße Arbeit der DGzRS nach wie vor

ausschließlich durch Spenden und freiwillige Beiträge

finanziert wird – ohne jegliche staatlich-öffentliche

Mittel zu beanspruchen. Schirmherr der Seenotretter

ist der Bundespräsident.

seenotretter.de

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Die Bremer

Philharmoniker

Juni bis Juli 2025

Federleichte Höhenflüge

11. Philharmonisches Konzert

Die Glocke

So 1.6.2025 11:00 Uhr

Mo 2.6.2025 19:30 Uhr

Die Bremer Philharmoniker, Foto: Caspar Sessler

Themen von Volksliedern wie z.B. „Seid ihr nicht der

Schwanendreher“. Ornithologisch geht es auch bei

Zimmermann und Strawinskys weiter. Das wird nicht

nur tierisch gut, sondern mit Dirigentin Elena Schwarz

und der Bratschistin Tabea Zimmermann ein weiteres

Highlight der Jubiläumsspielzeit!

Elena Schwarz, Foto: Mathias Bothor

Eine Henne, ein Schwan, eine Nachtigall und anderes

Federvieh geben sich ein Stelldichein: Haydns Symphonie

Nr. 83 bekam auf Grund eines „gackernden“

Themas seinen berühmten Beinamen „la poule“. Hindemith

verwendete bei seinem Bratschenkonzert u.a.

Joseph Haydn (1732-1809)

Symphonie Nr. 83 g-Moll Hob I:83 „La poule“

Paul Hindemith (1885-1963)

„Der Schwanendreher“, Konzert nach alten Volksliedern

Bernd Alois Zimmermann (1918-1970)

Un petit rien. Musique légère, lunaire et ornithologique

Igor Strawinsky (1882-1971)

Le chant du rossignol. Poème symphonique

Elena Schwarz, Dirigat

Tabea Zimmermann, Viola

Symphonisches Feuerwerk

12. Philharmonisches Konzert

Die Glocke

So 22.6.2025

18 Uhr

Mo 23.6.2025 19:30 Uhr

Di 24.6.2025

19:30 Uhr

Zum Saisonabschluss wird es gigantisch: Gustav

Mahlers legendäre Symphonie Nr. 8 wird aufgeführt

– und dabei geht es in die Vollen! Als „Symphonie der

Tausend“ ging das Werk in die musikgeschichtlichen

Annalen ein und setzte neue, ungeahnte Maßstäbe.

Sie ist eine symphonische Apotheose, eine moderne

Hymne an die Freude und weltlicher Messe. Geprägt

von der Tonart Es-Dur verströmt sie eine majestätische

Aura und besticht gleichzeitig durch die ungeahnte

Modernität mit einer dichten und zugleich

transparenten Struktur.

Gustav Mahler (1860-1911)

Symphonie Nr. 8 Es-Dur („Symphonie der Tausend“)

Marko Letonja, Dirigat

Jaquelyn Wagner, Sopran 1

Sarah-Jane Brandon, Sopran 2

Sarah Aristidou, Sopran 3

Jennifer Johnston, Alt 1

Natalie Lewis, Alt 2

Benjamin Bruns, Tenor

Birger Radde, Bariton

Albert Dohmen, Bass

Lettischer Staatschor Latvija

Knabenchor Unser Lieben Frauen Bremen

Opernchor des Theater Bremen

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Dat brasst

Blechbläserfestival

Halle 1 im Tabakquartier

Fr 6.6. bis Mo 9.6.2025

Das Bremer Blechbläserfestival „dat brasst“ lässt zum

drtitten Mal die Herzen von Brass-Fans höher schlagen.

Nicht nur die spielfreudigen und vielseitigen Bremer

Philharmoniker Blechbläser und das Ensemble

BRASSerie sorgen für Hochstimmung, sondern ebenso

das sinfonische Blasorchester Bremen artemosso und

das Blasensemble genesis brass. Familienkonzerte,

Mitmachaktionen und eine funky Brass-Party runden

das Programm ab. Wer bislang noch kein Fan von

Horn, Trompete, Posaune und Tuba war, wird es spätestens

jetzt!

BRASSerie, Foto: Gernot Kaspersetz

Detaillierte Programm, Termine und Ticketinfos:

dat-brasst.de

5nachsechs – Das Afterwork-Konzert

Komponistenmusik

Die Glocke

Mi 4.6.2025

18:05 Uhr

Eine gute Stunde Musik und Moderation, ohne Pause,

kurzweilig, zwanglos, auf höchstem Niveau - die

Afterwork-Konzerte der Bremer Philharmoniker bieten

großes Orchester, interessante Gäste und ein abwechslungsreiches

Programm.

Boris Blacher (1903-1975)

Hommage à Mozart

Paul Hindemith (1895-1963)

Symphonische Metamorphosen nach Themen

von Carl Maria von Weber

Benjamin Britten (1913-1976)

The Young Person´s Guide to the Orchestra

Nicolo Foron, Dirigat und Moderation

Kammermusiken am Sonntagmorgen

Viola

Halle 1 im Tabakquartier

So 29.6.2025 11:30 Uhr

Die Bratschengruppe der Bremer Philharmoniker lädt

ein: Mit kurzweiligen Werken von Komponist:innen

aus vier Jahrhunderten zeigen die zehn Musiker:innen

Vielfalt und Schönheit ihres Instrumentes

Werke von u.a. :

Lera Auerbach, Luigi Cherubini, Brett Dean,

Gordon Jacob und Benjamin Dale

Viola, Foto: Caspar Sessler

Karten unter:

bremerphilharmoniker.de

Ticket-Service in der Glocke

Domsheide 6-8 I 28195 Bremen

T 0421 33 66 99

Nordwest-Ticket in allen angeschlossenen

Vorverkaufsstellen

T 0421 36 36 36

53


sendesaal

bremen

Juni 2025

Latvian-voices, Foto: Kaspars Teilans

Donnerstag, 5. Juni 2025, 20 Uhr

RESIDENZ@SENDESAAL:

DAS BREMER KONZERT

Das Bremer Konzert ist längst eine bekannte Marke in

der Bremischen Kulturlandschaft. Wenn Tanja Tetzlaff

und Florian Donderer Freunde aus den Orchestern und

der freien Szene Bremens zum gemeinsamen Musizieren

einladen, sind musikalische Sternstunden ebenso

garantiert wie eine ungezwungene Atmosphäre. Meisterwerke

der Kammermusik in unterschiedlichen Besetzungen,

die für dieses Konzert zusammengestellt

werden. In dieser Spielzeit wird böhmische Musik, mit

Werken von Antonín Dvořák und Bohuslav Martinů thematisch

den Ton angeben.

Samstag, 21. Juni 2025, 20 Uhr

LEIGH MARKS

In einer Zeit, in der Musik auf Zielgruppen orientiert konstruiert

wird, sticht Leigh Marks durch seine Natürlichkeit

und seine musikalische Authentizität heraus. Der australische

Musiker lässt sich von Roots, Blues und Rock

inspirieren und entwickelt dadurch seinen ruhigen, tiefgründigen

Sound. Westlich von Sydney aufgewachsen,

entwickelte Leigh eine tiefe Verbindung zur Natur der

Blue Mountains. Die Natur ist für ihn gleichermaßen Inspirationsquelle

und Trost in schweren Zeiten. Beeinflusst

von Künstlern wie Ben Harper, Chris Cornell und

Johnny Farnham, zeichnen sich seine Songs durch eine

große emotionale Tiefe aus, die sich aus einer gefühlvollen

Mischung aus Blues, Folk und Rock speist. Covid und

die damit verbundene unvermeidliche Selbstreflexion,

die viele Künstler in dieser Zeit durchmachen mussten,

lies daraus sein zweites außergewöhnliches Album, mit

dem Titel Mavis Said entstehen. Jetzt kommt Leigh mit

seinem Duo-Partner Tobias Tadday und seiner Message

nach Europa und tut genau das, was Mavis gesagt hat:

„Gib niemals auf. Sei die beste Version von dir und lass nie

etwas zurück. Das Leben ist das, was du daraus machst.“

Sonntag, 22. Juni 2025, 20 Uhr

LATVIAN VOICES: TIMELESS

Die menschliche Stimme ist das älteste und eines der

unglaublichsten Musikinstrumente aller Zeiten. In ihrem

akustischen Programm Timeless zeigen die Latvian

Voices anhand von baltischer Folklore, Transkriptionen

instrumentaler Musik, Originalliedern und A-cappella-

Versionen bekannter Pop-Melodien, dass gerade der

Ensemblegesang zeitlos ist. Die Musik der Latvian Voices

vereint das lettische Volkslied und den weltberühmten

lettischen Chorklang mit Eigenkompositionen und Arrangements,

insbesondere aus der Feder der künstlerischen

Leiterin Laura Jēkabsone. Die sechs SängerInnen

kleiden mit ihren glockenklaren und kraftvollen Stimmen

das kulturelle Erbe Lettlands in moderne A-Cappella-

Klänge und tragen den Namen des „singenden Lands”

in die Welt.

Freitag, 27. Juni 2025, 20 Uhr

BAROCKORCHESTER DER HOCHSCHULE

FÜR KÜNSTE BREMEN:

„SOAVITÀ, DELICATEZZA EPASSIONE“

Mit Carl Philipp Emanuel Bach, Anton Stamitz und Joseph

Haydn begegnen sich an diesem Konzertabend, den

das Barockorchester der HfK Bremen gestaltet, drei musikalische

Wegbereiter der klassischen Epoche. Die im

Konzert erklingenden Sinfonien entstanden in unmittelbarer

zeitlicher Nähe zueinander und zeugen doch von

überaus unterschiedlicher, individueller Tonsprache.

Das Orchester aus Studierenden des Fachbereichs Alte

Musik der Hochschule für Künste Bremen spielen auf

historischen Instrumenten deren Originalklang, „soavità,

delicatezza e passione“ (Sanftheit, Empfindsamkeit und

Leidenschaft) ebenso verspricht, wie ein ein spannendes

und kontrastreiches Konzert unter der musikalischen

Leitung von Prof. Mechthild Karkow.

Der Eintritt an diesem Abend beläuft sich auf € 10 / 5

erm. Karten gibt es jedoch nur an der Abendkasse

54


NDR Bigband, FOTO: Maik Floeder

DIE NEUE KONZERTSAISON IST ONLINE

ein musikalisches Highlight jagt das andere in einem

der kreativsten Konzertsäle Norddeutschlands. Die

neue Saison beginnt gleich mit einem Paukenschlag:

Am 13.09. trifft die NDR-BIGBAND auf das Hamburger

Elektrojazz-Quartett TOYTOY zum Pre-opening, bevor

am 14.09. mit dem israelischen Pianisten SHAI MAE-

STRO einer der Weltstars der Jazz-Szene unsere Saison

eröffnet.

Das Spektrum der Konzerte in Bremens weltberühmtem

„Akustikwunder“ reicht von exzellenten Klassikabenden

mit dem TETZLAFF-TRIO im Januar über den Auftritt

der berühmten Diseuse SHARON BRAUNER und der

Band The Toy Goys mit ihren „Jiddischen Evergreens“

bis hin zu einer kleinen Sensation, die eine musikalische

Sternstunde zu werden verspricht: Der Norwegische

Jazz-Superstar TORD GUSTAVSEN, der seit vielen

Jahren sein Publikum mit seinem einmaligen atmosphärischen

wie individuell-minimalistischen Stil begeistert,

gibt am 18.11. ein Konzert mit seinem Trio.

Eine große Tradition pflegt der Sendesaal als Plattform

für junge Musiker:innen, die nicht selten von hier eine

internationale Karriere gestartet haben. So wird das Bremer

Publikum Gelegenheit haben, mit der ukrainischen

Pianistin OLGA ZADO eine besonders kreative und inhaltlich

denkende klassische Virtuosin kennenzulernen

und mit dem Franzosen MARK PRIORE quasi das quirlige

Pendant im Jazz.

Unser renommiertes Klavier-Festival „Auf schwarzen

und weißen Tasten“ lädt im Januar erneut Tastenkünstler:innen

auf internationalem Niveau ein, und Kurator

Wilfried Schäper ist es geglückt, LISE DE LA SAL-

LE erneut für ein Konzert im Sendesaal zu gewinnen.

Als Neuerung findet erstmals die Konzertreihe „HBunplugged“

statt, die mit Unterstützung des POP-Office

Bremen e.V., aus der Taufe gehoben wird, um jungen

Bremer Pop-Künstler:innen und -Bands eine Bühne zu

bieten. Dabei sollen gerade durch die Auseinandersetzung

mit der Akustik des Sendesaals neue Inspiration

und Kreativpotenziale freigesetzt werden.

Da der Platz hier nicht ausreicht, alle spannenden, herausragenden,

exzellenten und außergewöhnlichen

Konzertabende anzukündigen, ist es ratsam, das Konzertprogramm

auf der Website des Sendesaals unter

www.sendesaal-bremen.de zu durchstöbern und sich

inspirieren zu lassen.

Übrigens: Die Tickets für die neue Saison ab September

2025 können Sie ab sofort auch an allen Vorverkaufsstellen

von NORDWEST-Ticket (z.B. Glocke,

Pressehaus) erwerben. Seien Sie Teil der Konzertsaison

25/26 und erleben Sie unvergessliche Momente in einem

der besten Konzertsäle Deutschlands…

Sendesaal Bremen

Bürgermeister-Spitta-Allee 45

28329 Bremen

Ticket Vorverkauf und Infos

sendesaal-bremen.de

oder an den Sendesaal-Abendkassen

ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn

55


FESTIVAL

Musikfest-Eröffnung auf dem Marktplatz, Foto: Nikolai Wolff fotoetage

36. Musikfest Bremen

Hochkarätige Darbietungen von erlesener Qualität

bieten beim 36. Musikfest Bremen Entdeckungsreisen

in verführerische Klangwelten. Vom 16. August bis

zum 6. September versprechen in über 50 Veranstaltungen

renommierte Stars wie herausragende junge

Talente unvergleichliche Live-Konzerterlebnisse – in

Bremen, Bremerhaven und im Nordwesten.

Den perfekten Einstieg für das Festival bietet traditionell

die Eröffnung »Eine große Nachtmusik« rund um

den illuminierten Marktplatz – ein funkelndes Konzentrat

des Gesamtprogramms mit seiner Vielfalt an

Epochen, Stilrichtungen und Genres. Schon hier wird

der Blick auf Frankreich als Partnerland von »Mythos

Europa« gelenkt, dem in den folgenden drei Wochen

ein »Who is who« der französischen Musikszene folgt.

Neben etablierten Dirigenten wie Marc Minkowski oder

Hervé Niquet werden Künstler*innen der jungen Generation

erwartet: Dirigentin Camille Delaforge, Mezzosopranistin

Lea Desandre, Lautenist Thomas Dunford,

Akkordeonist Félicien Brut, Gitarrist Thibaut Garcia,

Trompeterin Lucienne Renaudin Vary, das Quatuor Van

Kuijk oder die Sängerinnen von La Néréide.

Diesem erfrischenden Esprit französischer Natur entspricht

auch die Auswahl der eingeladenen jungen

Dirigenten, allesamt aus der Top-Liga weltweit gefragter

Orchesterleiter: von Nicholas Collon und Teodor

Currentzis über Robin Ticciati und Maxim Emelyany-

chev bis zu Tarmo Peltokoski. Der Principal Guest Conductor

der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen

versammelt für seine »Zauberflöte« zudem eine Top-

Gesangsbesetzung, u. a. mit Elsa Dreisig, Mauro Peter

und Kathryn Lewek.

Die Liste renommierter Gesangsstars lässt sich locker

fortführen: Tenor Pene Pati präsentiert neapolitanische

Canzoni, Sopranistin Golda Schultz stellt sich

mit Songs von Weill, Bernstein, Gershwin & Co. vor

und Sopranistin Camilla Nylund feiert das 200-jährige

Jubiläum der Bremer Philharmoniker mit den

Schlussgesängen von Brünnhilde und Salome. Violinistin

Alena Baeva und Cellistin Anastasia Kobekina

setzen auf Repertoire-Klassiker wie Beethovens Violinkonzert

und Schostakowitschs erstes Cellokonzert,

wohingegen Geigerin Eldbjørg Helmsing gezielt auf

nordische Komponisten setzt. Auch der aufgebotene

Reigen an Klavier-Stars spricht für sich: Khatia Buniathishvili,

Alexander Melnikov, Lucas Debargue und

Francesco Tristano. Doch damit nicht genug, denn mit

Dhafer Youssef, Kandace Springs und Somi sind auch

die Pfade abseits rein klassischer Klänge hochkarätig

besetzt. Zum finalen Marktplatz-Open Air kommt die

Techno-Marching-Band MEUTE!

Veranstaltungsübersicht und Tickets

musikfest-bremen.de

56


Kosten

los.

Kunsthalle

Bremen

Übersee-

Museum*

Universum ®

Bremen*

kek

Kindermuseum*

Focke-Museum

Hafenmuseum

botanika*

Wilhelm

Wagenfeld Haus

Museen

Böttcherstraße

Weserburg

Atlantis

Filmtheater*

Schulmuseum

Bremen

An diesen Kulturorten ermög lichen

wir allen unter 18 Jahren

den KOSTENLOSEN Besuch.

Mehr Infos und Bedingungen ( * ) unter:

www.sparkasse-bremen.de/vorteile

Stark. Fair. Hanseatisch.

57


Das METROPOL THEATER, Foto: Christian Balle

METROPOL THEATER

JUNI 2025

unter anderem mit:

Der Schwanensee – Ballett mit Orchester

03. Juni 2025, 20:00 Uhr

„Schwanensee“ – das ist eine Verheißung. Es ist das

weitaus bedeutendste Ballett. Begleitet von einem vorzüglichen

Live-Orchester, kommt es jetzt zu Ihnen in die

Region. Bewundern Sie diesen hochkarätig getanzten,

rein klassisch inszenierten „Schwanensee“! Ob prunkvoller

Ballsaal oder freie Natur: Die opulenten Kulissen

mit farbfrohen Drei-D-Effekten lassen Sie eintauchen in

eine fremde, aber faszinierende Welt. Der Bühnentraum

vom „Schwanensee“ wirkt hier nachgerade realistisch.

Özcan Cosar – Jackpot

05. Juni 2025, 20:00 Uhr

Was ist Glück? Ein schnelles Auto? Ein Lottogewinn?

Eine neue Liebe? Ist Glück ein Ziel oder sollte es das

Ziel sein, das Glück, das man bereits hat, auch sehen zu

können? In seinem neuen Programm „JACKPOT“ geht

der Comedypreisträger Özcan Cosar auf die Suche nach

dem großen Glück, das manchmal am Horizont und

manchmal bereits auf der Fußmatte liegt.

Bjarne Mädel, Fritzi Haberlandt

und Matthias Brandt lesen

14. Juni 2025, 20:00 Uhr

„Bin nebenan. Monologe für zuhause“. Mit Texten von

Ingrid Lausund. Geschichten über wackelige Lebensfundamente

und sanierungsbedürftige Innenräume,

über vereinsamte und verunsicherte Menschen, die in

ihren kleinen Paralleluniversen Überlebenskämpfe mit

sich, ihrer Umwelt und für ihre Würde ausfechten.

Elisabeth – Das Musical

17. Juni bis 22. Juni 2025

Das Musical von Michael Kunze und Sylvester Levay in

der gefeierten Schönbrunn-Version. Das Publikum wird

bei dieser mitreißenden halbszenischen Aufführung des

Welterfolgs in eine Welt voller Emotionen, aber auch

der Intrigen und Leidenschaft entführt.

Elisabeth, DasMusical, SchoenbrunnVersion 2024/25

Foto: SemmelConcerts, Katharina Schiffl

Metropol Theater Bremen

Richtweg 7

28195 Bremen

Das komplette Programm und

Tickets versandkostenfrei unter:

metropol-theater-bremen.de

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SEEBÜHNE BREMEN

JUNI-AUGUST 2025

unter anderem mit:

Chris Norman & Band

03. Juli 2025, 20:00 Uhr

Der legendäre Frontmann der großen 70er Jahre Band

SMOKIE kommt mit seinen Hits „Living next door to

Alice“, und „Mexican Girl“ nach Bremen. Spaß pur.

ABBA GOLD – The Concert Show

04. Juli 2025, 20:30 Uhr

Die Sänger und Musiker sind wohl diejenigen Performer,

die dem Stil der Originalkünstler am nächsten kommen.

Ein eindrucksvolles Revival in höchster Perfektion.

Katie Melua

12. Juli 2025, 20:00 Uhr

Als eine der erfolgreichsten musikalischen Künstlerinnen

Großbritanniens verzaubert Melua ihr Publikum weltweit

mit ihrer einzigartig kraftvollen und fesselnden Stimme.

Atze Schröder – Der Erlöser

25. Juli 2025, 20:30 Uhr

Der Erlöser ist da! Endlich. Wir möchten erlöst werden,

denn wir sind alle schuldig: Konsum, Urlaub, Party, Drogen,

Netflix und Bayern München.

Amy Macdonald

29. Juli 2025, 20:00 Uhr

Mit ihrem bisher besten Album „The Human Demands“

kommt Macdonald nach Bremen. Sie singt über Liebe,

Brücken abbrechen und das Erwachsenwerden.

ANASTACIA – Open Air 2025

02. August 2025, 20:30 Uhr

Von ihren frühen Hits bis zu ihren jüngsten Chart-Erfolgen

ist Anastacias Musik immer ein Spiegelbild ihrer

Hingabe, Liebe und Leidenschaft: „I’m Outta Love“.

AIDA – Oper von Giuseppe Verdi

16. Juli 2025, 19:30 Uhr

Diese aufwändig inszenierte Oper besticht durch eine

großartige Ausstattung mit Fanfaren, Pauken und Trompeten,

gewaltigen Chören und historischen Roben.

Anastacia Press, Foto: Peter Svenson

Seebühne Bremen

AG-Weser-Straße

28237 Bremen

Das komplette Programm und

Tickets versandkostenfrei unter:

seebühne-bremen.de

59


Die neue Show

LEGENDS

VARIETÉ

GOP LEGENDS Ensemble, Foto: Ralf Mohr

Vom 3. Juli bis 7. September öffnet sich im GOP Varieté-Theater Bremen der

Vorhang zur neuen Show „LEGENDS“, die sich vor den großen Idolen unserer

Zeit, der Riege der Besten – kurz: wahren Legenden – verneigt.

Doch was macht Menschen zu Legenden? Sie haben

laut gesprochen, was wir uns nur zu flüstern gewagt

haben. Sie haben etwas erschaffen, worüber man auch

Jahre, Jahrzehnte oder sogar noch länger spricht. Sie

sind Menschen, deren Leben und Werk tiefen Eindruck

hinterlassen und deren Erbe andere Menschen inspiriert

und beeinflusst.

Unter der Regie des international erfolgreichen Circus

Theater Bingo werden Künstlerinnen und Künstler in

dieser Show zu Universalgenies wie Charlie Chaplin

und unvergesslichen Musiklegenden wie Tina Turner,

Whitney Houston, Michael Jackson und Freddy Mercury.

Mit schillernden Kostümen, mitreißenden Choreografien

zu bekannter Musik und atemberaubender

Artistik machen sie sich die Bühne zu ihrer eigenen.

GOP LEGENDS, Andrey Nikolaienko, Foto: Ralf Mohr

GOP LEGENDS, Anton Shcherbyna: Foto: Ralf Mohr

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GOP LEGENDS, Duo Pole, Foto: Ralf Mohr

Zu den Klängen von Queens „We Will Rock You” nehmen

beispielsweise Alexey Bitkine und Oleksii Filippov

in ihrem Duo Pole-Act scheinbar schwerelose, vertikale

Posen ein und stürzen sich teils kopfüber aus großer

Höhe nach unten. Andrey Nikolaienko wird bei seiner

Equilibristik-Darbietung zu Elton John, während Anton

Shcherbyna als Elvis Presley bei seiner Rola Rola-

Nummer puren Rock‘n‘Roll mit auf die GOP Bühne

bringt und Tänzerin Hanna Levchenko als Céline Dion

verzaubert.

Für den vollen Genuss haben die Gäste im GOP Varieté-Theater

außerdem die Möglichkeit, den Abend

mit kulinarischen Köstlichkeiten abzurunden. Exklusiv

zur Show „LEGENDS” erwartet sie dabei freitags und

samstags ein Grill-Buffet im Restaurant Leander. Von

frischen Salaten über feine Antipasti bis hin zu köstlichen

Spezialitäten vom Grill wie BBQ-Rinderhüfte,

Kräuter-Hähnchenbrust oder Bärlauch-Rostbratwurst

der Fleischerei Safft – hier ist für jeden Grill-Liebhaber

etwas dabei.

Und auch an die kleinen Gäste ist gedacht: In den Sommerferien

ist die beliebte Ferienaktion „Kids für Nix”

zurück! Vom 3. Juli bis 13. August erhält je ein Kind

bis einschließlich 14 Jahre in Begleitung eines regulär

zahlenden Erwachsenen freien Eintritt zur Show

„LEGENDS“. Dies ist die perfekte Gelegenheit, um gemeinsam

mit der Familie einen unvergesslichen Abend

zu erleben.

TERMINE

LEGENDS

Legenden zu Gast im GOP

3. Juli bis zum 7. September

GOP Varieté Theater Bremen

Am Weser-Terminal 4

28217 Bremen

T 0421 89 89 89 89

variete. de/bremen

Grill-Buffet im Restaurant Leander, Foto: GOP Bremen

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HELLO, DOLLY!, Foto: Jörg Landsberg

JUNI /JULI 2025

MUSIKTHEATER

HELLO, DOLLY!

Eine musikalische Komödie

Musik und Gesangstexte von Jerry Herman

Buch von Michael Stewart nach „The Matchmaker“ von Thornton Wilder

Deutsch von Robert Gilbert

Dolly Levi, tätig in der Eheanbahnung, ist selber auf der Suche nach Mann und Glück und nicht gewillt, sich in das

Schicksal einer älter werdenden Witwe zu schicken. Ganz im Gegenteil. Sie kehrt nach New York in ihr ehemaliges

Stammlokal zurück, wo ihr ein grandioser Auftritt beschert wird: „Hello Dolly, this is Miss Dolly, it’s so nice to

have you back where you belong.“ Gayle Tufts, bekannt als Entertainerin, Moderatorin, Sängerin und „Germany’s

best-known American“ (Stern Magazin) in der Titelpartie Dolly und Regisseur Frank Hilbrich holen Jerry Hermans

Broadwaymusical aus dem Jahre 1964 mit einer großen Portion Spaß und noch mehr Selbstironie ins Hier

und Heute.

Musikalische Leitung: William Kelley // Regie: Frank Hilbrich

Wiederaufnahme: So 1. Juni um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz

Weitere Termine: So 8. Juni um 18 Uhr, Sa 14. Juni um 19 Uhr sowie So 29. Juni um 15:30 Uhr

62


MUSIKTHEATER

NOperas! – Oper Otze Axt

von Dritte Degeneration Ost // Komposition: Richard Grimm

Das Kollektiv Dritte Degeneration Ost untersucht in seinem experimentellen Musiktheater „Oper Otze Axt“,

inspiriert durch das Leben des Ost-Punk-Antihelden Dieter „Otze“ Ehrlich, die Zerstörung als historisches,

erzählerisches und musikalisches Motiv. Otze erlebt als widerständige Hauptfigur die sich zunehmend zersetzende

DDR, findet jedoch in der gesellschaftlichen Befreiung des Mauerfalls und der Nachwendezeit

keine Erlösung, sondern nur weitere unsichtbare Mauern.

Regie: Romy Dins, Frithjof Gawenda

Premiere: Fr 4. Juli um 19:30 Uhr (mit Audiodeskription) im Kleinen Haus

Weitere Termine: Sa 5. Juli um 19:30 Uhr, So 6. Juli um 18:30 Uhr

DRAUßEN. UMSONST. FÜR ALLE!

COMMON GROUND

Konzerte, Performances, Begegnung vom 18. Mai bis 6. Juli auf dem Goetheplatz

Ob unter der Woche zum Afterwork oder ganz entspannt am

Wochenende: Wir laden wieder zum Zusammenkommen ein –

mit einem Kaltgetränk in der Hand und einem vielfältigen Programm

auf dem Goetheplatz! In diesem Jahr wird Szene nicht

nur auf der Theaterbühne großgeschrieben: Punk meets Britney,

meets Minimal Music, meets Jazz.

Das ganze Programm und alle weiteren Infos unter:

theaterbremen.de/commonground

COMMON GROUND, Foto: Theater Bremen

MUSIKTHEATER

WELLEN

Uraufführung // Oper von Elmar Lampson // Text von Julia Spinola nach Eduard von Keyserling

Ein kleines Ostseebad diente Eduard von Keyserling am Vorabend

des Ersten Weltkriegs als Kulisse einer radikalen Utopiekritik,

die bereits die Katastrophen des 20. Jahrhunderts

vorausahnt. Fernab der Routinen des Alltags wachsen die

Sehnsüchte und Selbstverwirklichungsträume einer lebenshungrigen

Aussteigerin, eines selbst ernannten Künstlers

und eines privilegierten Zöglings der Reichen und Mächtigen

ins Unermessliche.

WELLEN, Foto: Jörg Landsberg

Musikalische Leitung: Yoel Gamzou

Regie: Philipp Rosendahl

Termine: Do 5. Juni, Sa 7. Juni und Fr 13. Juni jeweils um

19 Uhr, So 15. Juni um 15:30 Uhr, Mi 18. Juni um 19 Uhr

Theater am Goetheplatz

Theater Bremen

Goetheplatz 1-3

28203 Bremen

Theaterkasse

Goetheplatz 1-3

Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr

Termine und Karten unter

theaterbremen.de

T 0421 3653333

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AMADEUS, Foto: Anni Strauss

SPIELPLAN JUNI / JULI 2025

AMADEUS

von Peter Shaffer

Deutsch von Nina Adler

Fr, 06.06., 20:00 Uhr, Sommerbühne

Sa, 14.06., 20:00 Uhr, Sommerbühne

So, 22.06., 18:00 Uhr, Sommerbühne

vor dem Stadttheater Bremerhaven

weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de

Wien in den 1780er Jahren: Hofkomponist Antonio Salieri hadert mit Gott, dass Mozart, ein obszöner Kindskopf,

das auserwählte Genie sein soll und er selbst mit nichts als Mittelmaß begabt ist. Und obwohl er als einziger die

einzigartige Qualität von Mozarts Musik erkennt, entschließt er sich, Mozart durch Intrigen und Demütigungen,

das Leben zu vergiften. «Amadeus» – der von Gott geliebte – wird für Salieri so zur Waffe gegen diesen Gott, dem

er eine Lektion erteilen will – ein großes Theater-Spektakel, das jenseits historischer Genauigkeit sehr berührend

die Zeitlosigkeit von Mozarts Musik spürbar macht und nebenbei zeigt, dass Ehrgeiz kein Garant für Erfolg ist.

Regie & Bühne: Wolf Widder// Kostüme: Eva-Maria Weber

64


JUNGE CHOREOGRAFIEN

Tanzabend von und mit der Ballettcompagnie

des Stadttheaters Bremerhaven

im TiF – Theater im Fischereihafen

Sa, 07.06., 19:30 Uhr, TiF (Premiere)

So, 15.06., 19:30 Uhr, TiF

Mi, 18.06., 19:30 Uhr, TiF

weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de

Die Entwicklung eines eigenen Stils ist für jede:n Kunstschaffende:n essenziell. Interessant wird es, wenn darüber

hinaus die Perspektive gewechselt werden kann – nicht mehr tanzen, sondern selbst choreografieren. Diese besondere

Förderung seiner Compagniemitglieder ist Alfonso Palencia eine Herzensangelegenheit. Freuen Sie sich

auf ideenreiche, unkonventionelle und überraschende junge Choreografien.

Choreografien: Melissa Festa, Melissa Panetta, Ming Hung Weng, Adrián Sanchéz, Dawon Yang, Kiko

Nogucho, Kuang Yung Chao // Tänzer:innen: Melissa Festa, Melissa Panetta, Arturo Lamolda Mir,

Marco Marongiu, Adrián Sanchéz, Dawon Yang, Kiko Nogucho, Angelina Jung, Kuang Yung Chao

8. SINFONIEKONZERT «ANFANG UND ENDE»

JOHANNES BRAHMS Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15

SERGEI RACHMANINOW Sinfonische Tänze op. 45

Mo, 16.06., 20:00 Uhr, Großes Haus // Di, 17.06., 19:30 Uhr, Großes Haus // Mi, 18.06., 19:30 Uhr, Großes Haus

Eine innige Freundschaft, wie sie zwischen Johannes Brahms und dem Ehepaar Clara und Robert Schumann bestand,

findet sich in der klassischen Musik selten. Begeistert schrieb Schumann von den «Neuen Bahnen», die der

junge Brahms der Musik eröffnen würde. Um dieser Ankündigung gerecht zu werden, arbeitete Brahms über fünf

Jahre an seinem ersten Klavierkonzert, bis er es nach allerlei Umwegen und überschattet vom Tod seines väterlichen

Freundes uraufführen konnte. Solist ist der deutsche Ausnahmemusiker Joseph Moog, dessen klare, kreative

und innovative Interpretationen ihn weltweit zu einem der gefragtesten Pianisten seiner Generation macht.

Das galt selbstverständlich auch für Sergei Rachmaninow, der als Großmeister seines Faches im amerikanischen

Exil sein Lebensglück nicht recht finden mochte. So erfüllen seine Symphonischen Tänze op. 45, die als «letzter

Funke» sein kompositorisches Schaffen vollenden, eine bittersüße Melancholie. Erst kurz vor Ende, Rachmaninow

zitiert eine Hymne aus der orthodoxen Auferstehungsliturgie, kann er sie in ein Bekenntnis zum Leben auflösen.

Dirigent: Marc Niemann // Klavier: Joseph Moog // Philharmonisches Orchester Bremerhaven

FÜNFTER SEIN

Von Inda Buschmann und JUB-Ensemble

Inspiriert von einem Gedicht von Ernst Jandl

Uraufführung / ab 3 Jahren

Mo, 09.06., 16:00 Uhr, JUB

Do, 12.06., 10:30 Uhr, JUB

weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de

Puh, Wartezeit. Wie langweilig! Mal nachzählen, wie lange es noch dauert: noch eins, zwei, drei, vier vor mir! Also

bin ich Fünfter. Fünfter sein. Au weia. So lange noch! Wann bin ich dran? Nochmal zählen. Eins, zwei, drei vor mir.

Super! Tick, Tack, Tick, Tack – die Zeit vergeht zu langsam! Der Fuß wippt im Takt des Zeigers: tipp, tapp, tipp,

tapp. Vielleicht erstmal setzen. Beine baumeln vom Stuhl. Am Fenster ziehen die Wolken vorbei.

Was macht man nur mit all den unnützen Minuten, bis endlich was passiert? Inda Buschmann und das JUB-

Ensemble haben da ein paar Ideen!

Regie: Inda Buschmann // Bühne & Kostüme: Mari-Liis Tigasson

Stadttheater Bremerhaven

Theodor-Heuss-Platz

27568 Bremerhaven

Öffnungszeiten Theaterkasse

Di-Fr 12-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr

T 0471 49001

Spielplan

und Online-Kartenverkauf

stadttheaterbremerhaven.de

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Sommernacht im Park, Blick von der Melchersbrücke (2024), Foto: Marianne Menke

bremer shakespeare company

Juni / Juli 2025

30. SHAKESPEARE IM PARK

20.-31. August

Vor 30 Jahren haben die bremer shakespeare company und der Bremer Bürgerpark eine Theatertradition begründet:

»Shakespeare im Park«! Seitdem ist das „Open Air Theater-Pflänzchen“ gediehen und gewachsen und präsentiert

sich nun im 30. Jahr als Festival-Programm mit 15 Veranstaltungen an 12 Tagen. Natürlich wird der runde

Geburtstag gefeiert: am Samstag, 23. August, lädt die bremer shakespeare company zu einem bunten Programm

mit jeder Menge Spiel, auch zum Mitmachen, mit Musik und Tanz mit dem gesamten Ensemble, Gästen und Publikum.

Jetzt buchen – im August dabeisein!

TERMINE:

Mittwoch, 20.08, 19.30 Uhr

A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM

Donnerstag, 21. August, 19.30 Uhr

MEDEA

Freitag, 22.08., 19.30 Uhr

DAS WINTERMÄRCHEN

Freitag, 22. August, 22.00 Uhr

MACBETH

Samstag, 23.08., 19.30 Uhr

WIR FEIERN 30 JAHRE SHAKESPEARE IM PARK!

Sonntag, 24.08., 16.00 Uhr, Goetheplatz

TO HELL WITH PARADISE

Sonntag, 24.08., 19.30 Uhr

CORIOLANUS

Montag, 25.08., 19.30 Uhr

TO HELL WITH PARADISE

Dienstag, 26.08., 16.00 Uhr und 19.30 Uhr

GIANNI SCHICCHI

Mittwoch, 27.08., 19.30 Uhr

HAMLET

Donnerstag, 28.08., 19.30 Uhr

MASS FÜR MASS

Freitag, 29.08., 19.30 Uhr

VIEL LÄRM UM NICHTS

Samstag, 30.08., 19.30 Uhr

ORLANDO

Sonntag, 31.08., 18.00 Uhr

EIN SOMMERNACHTSTRAUM

bremer shakespeare company

Theater am Leibnizplatz

Schulstr. 26

28199 Bremen

Tickets

Vorverkauf: Stadtbibliothek am Wall

Di-Fr 15-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr

T 0421 500 333 | Mo-Fr 15-18 Uhr

Spielplan

und Online-Kartenverkauf

shakespeare-company.com

66


ORLANDO

Die fantastische Lebensreise der Titelfigur über mehr

als 300 Jahre und der Verwandlung von einem Mann

zur Frau spiegelt den Reifungsprozess im Leben angesichts

der sich verändernden gesellschaftlichen Verhältnisse

und zeigt uns, dass nur Poesie und Kunst und

die Lebendigkeit echter Gefühle die einzigen Konstanten

sind.

.

TERMIN: 13.06. um 19.30 Uhr

Theater am Leibnizplatz

ORLANDO, Foto: Marianne Menke

VIEL LÄRM UM NICHTS

VIEL LÄRM UM NICHTS, Foto: Marianne Menke

Muss man der Liebe auf die Sprünge helfen? Claudio

und Hero werden auf einem Maskenball verkuppelt.

Erfolgreich, wie es scheint, doch ein Intrigant macht

das Glück mit einer Verleumdung zunichte. Eine tölpelhaft

wirkende Polizeitruppe deckt die Untat auf. Aber

nicht nur hier ist nicht alles so wie es den Anschein

hat. Ist wirklich wahr, dass sich Benedick und Beatrice

überhaupt nicht ausstehen können, oder sind sie womöglich

heimlich verliebt?

.

TERMIN: 22.06. um 19.30 Uhr

Theater am Leibnizplatz

Der Kampf um Entschädigung

Jüdische Menschen aus Bremen in Südamerika

Wie ging das Amt für Wiedergutmachung nach dem

Krieg mit den Entschädigungsansprüchen jüdischer

Bürger aus Bremen um, die den Nationalsozialismus

als Geflüchtete in Südamerika überlebt hatten?

»AUS DEN AKTEN AUF DIE BÜHNE«

„Die Freie Hansestadt ist bereit…“

Der lange Weg zur Universitätsstadt

Von der Idee einer internationalen Universität bis zur

Reform-Uni nach dem „Bremer Modell“. Welche Hoffnungen

waren damit verbunden und welche Widerstände

galt es zu überwinden?

TERMIN: 10.06. um 19.30 Uhr

Theater am Leibnizplatz

TERMIN: 11.06.um 19.30 Uhr

Uni-Forum am Domshof, Kassenhalle

LOVE LOVE LOVE

LOVE LOVE LOVE, Foto: Marianne Menke

Drei Epochen, zwei Generationen, ein Familiendrama.

Im Summer of Love 1967 brennt die Luft vor Erwartung

– die Welt wird sich ändern und Kenneth und Sandra

wollen dabei sein! 20 Jahre später - stressige Jobs, zuviel

Alkohol und außerehelichen Affären - ist ihre Liebe

am Ende. Doch die Welt dreht sich weiter und wieder

20 Jahre später bekommt »Love Love Love« für Kenneth

und Sandra neue Aktualität. Lebensgefühle sind

im Wandel und das Private ist stets auch politisch.

.

TERMIN: 22.06. um 19.30 Uhr

Theater am Leibnizplatz

67


BREMER

FILMKUNST

THEATER

FILMSTARTS IM JUNI

Black Tey

beschäftigen Sie sich mit der Frage, was kulturelle

Identität ausmacht - um die Weitergabe von Traditionen

und Ritualen – und darum, wie wichtig ist, dass

sie weiterbestehen. Do 19.6.

Zikaden

Während Isabell sich um ihre kranken Eltern kümmert,

gleichzeitig ihre Ehe zu retten versucht, lernt sie die

alleinerziehende Mutter Anja kennen. Die neue Verbindung

offenbart die Zerbrechlichkeit ihrer mühsam

aufgebauten Welt. Do 19.6.

Chaos und Stille.

Regie Anatol Schuster

mit Sabine Timoteo, Anton von Lucke

Jean ist Komponist, seine Frau Helena Pianistin.

Von ihrer Musik können sie nicht

leben und schon gar nicht ihre Tochter ernähren.

Bis ihre Vermieterin Klara ihnen die

Miete erlässt, ihren Job kündigt und fortan

auf dem Hausdach lebt. Ein radikaler Schritt,

der sich als Katalysator für Jeans Kreativität

und Helenas soziales Engagement erweist.

Schon bald wird das Haus zum lebendigen

Epizentrum einer sich auf die ganze Stadt

ausweitenden Sinnsuche. Doch während

die Diskussionen über den Sinn des Lebens

lauter werden, zieht sich Klara immer weiter

in sich selbst zurück - bis sie eine wundersame

Lösung für das nicht enden wollende

Chaos entdeckt.

Ab Do. 05.06.

Das Fest geht weiter

Regie: Robert Guédiguian

Mit Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin

In Marseille hat die 60-jährige Rosa ihr Leben

sowohl ihrer Familie als auch der Gewerkschaftspolitik

mit dem gleichen Sinn

für Opferbereitschaft verschrieben. Alle halten

sie für unerschütterlich.Rosa findet für

alle Herausforderungen eine Lösung, bis sie

sich eines Tages in Henri verliebt. Zum ersten

Mal seit Jahrzehnten hat Rosa Angst, sich zu

binden. Soll sie etwas für sich selber einfordern

und dafür in Familie und Gewerkschaft

kürzer treten?

Ab Do. 12.6.

Der letzte Takt

Regie Sigurjón Kjartansson

Mit Helga Braga Jónsdóttir, Vivian Ólafsdóttir

In Reykjavik kämpft ein kleines isländisches

Kammerorchester ums Überleben. Die staatliche

Förderung steht vor dem Aus - bis sich

eine unerwartete Chance ergibt: Ein weltberühmter

isländischer Cellist kehrt nach Jahrzehnten

in die Heimat zurück. Seine bloße

Anwesenheit könnte dem Orchester die

dringend benötigte Aufmerksamkeit schenken

und ihre Zukunft sichern. Doch der

Hoffnungsschimmer wird schnell zum Albtraum.

Der gefeierte, charismatische Virtuose

entpuppt sich als unerträglicher Tyrann,

der keine Grenzen kennt. Beim großen Konzertabend

spitzt sich die Lage dramatisch zu.

Doch das Ensemble ist fest entschlossen, den

Auftritt nicht zu gefährden - koste es, was es

wolle. Und so betritt das Orchester die Bühne

für eine Darbietung, die Reykjavik niemals

vergessen wird.

Ab Do. 12.6.

Stromberg - Der Film

Regie Arne Feldhusen mit Christoph Maria

Herbst, Bjarne Mädel. Vor ca. zwanzig Jahren

lernte Deutschland Bernd Stromberg und

sein Team von der Schadensregulierung der

CAPITOL-Versicherung kennen. Damals gab

es noch nichts Veganes in der Kantine, Mobbing

war Breitensport im Büro und Bernd

Stromberg sagte: „Ich respektiere Frauen. Als

Idee…“. Seither hat sich die Arbeitswelt enorm

verändert. Bernd Stromberg auch? Ein großes

Wiedersehen aller Beteiligter soll Klarheit

bringen. Und wie bei einer klassischen Familienfeier,

gibt es auch hier eine einzigartige Mischung

aus Nostalgie und Alkohol, aus alten

Rechnungen und neuen Vorwürfen. Und so

eskaliert das Wiedersehen schnell, und zwar

auf eine Art und Weise, mit der keiner der Beteiligten

gerechnet hat. „Büro ist Krieg“, hieß

es bei Stromberg damals. Heute ist alles noch

viel schlimmer...

Ab Do. 12.6.

Black Tea. Regie Abderrahmane Sissako

mit Nina Mélo, Han Chang. Aya, eine junge

ivorische Frau, sagt an ihrem Hochzeitstag

zum Erstaunen aller Nein. Sie lässt die Elfenbeinküste

hinter sich und beginnt ein neues

Leben in Guangzhou, China. In einem pulsierenden

Viertel, in dem die afrikanische Diaspora

auf die chinesische Kultur trifft, arbeitet

68


Die Barbaren - Willkommen in der Bretagne

Eine hochaktuelle und ungemein witzige Culture-Clash-Komödie

entlarvt mit scharfem Blick menschliche Schwächen wie Vorurteile

und fehlende Toleranz, ohne dabei die Empathie für ihre

eigenwilligen Protagonisten zu verlieren. Do. 26.6.

sie in einem Tee-Laden. Der chinesische Besitzer

Caï weist Aya in die traditionelle Kunst

der Teezeremonie ein und langsam entwickelt

sich eine zärtliche Liebe zwischen den

beiden. Doch kann ihre Beziehung die Wirren

ihrer Vergangenheit und die Vorurteile der

anderen überstehen?

Ab Do 19.6.

Zikaden. Regie: Ina Weisse mit Nina Hoss,

Saskia Rosendahl. Isabells Leben gerät durcheinander

als sie erkennt, dass ihre betagten

Eltern nicht mehr alleine zurechtkommen.

Während sie verzweifelt nach Pflegepersonal

sucht, pendelt sie zwischen Berlin und dem

Wochenendhaus ihrer Eltern, das einst von

ihrem Vater im modernistischen Stil erbaut

wurde. In dieser angespannten Situation trifft

Isabell immer wieder auf die rätselhafte Anja,

eine alleinerziehende Mutter, die mit ihren eigenen

Herausforderungen zu kämpfen hat.

Als Anja und ihre kleine Tochter Greta zunehmend

in Isabells Leben treten, entsteht eine

unerwartete Bindung zwischen den beiden

Frauen. Gleichzeitig beginnt Isabell, an dem

Leben zu zweifeln, das sie bislang für sicher

und vertraut hielt. Ihre Ehe mit Philippe zeigt

erste Risse, und das Gefühl, die Kontrolle über

ihr Leben zu verlieren, wird immer stärker.

Ab Do 19.6.

Diva Futura

Regie Giulia Louise Steigerwalt

Mit Pietro Castellitto, Barbara Ronchi

Eine unglaubliche, wahre Lebensgeschichte

voller Sex und zerbrechlicher Träume! Riccardo

Scicchi ist ein Lebenskünstler und chaotischer

Geschäftsmann, der den Idealen von

Schönheit und freier Liebe nachstrebt. Mit

der Model- und Erotik(film)agentur Diva Futura

legte er den Grundstein für die moderne

Sexfilmindustrie – und machte Pornostars

wie Eva Henger, Cicciolina und Moana Pozzi

zu Legenden, die mehr als nur die Gemüter

Italiens erregten. Hier beginnt eines Tages

die Sekretärin Debora einen sehr ungewöhnlichen

Job und muss fortan an der Seite

des idealistischen Freigeists Riccardo gegen

Prüderie und Zensur kämpfen – bis zum bitteren

Ende.

Ab Do. 26.6.

Every note you play.

Regie: Mika Kaurismäki. Dokumentarfilm.

Ein radikales Experiment: 16 Musiker*innen

von Weltformat treffen in Monheim (NRW)

aufeinander - ohne Vorgaben, ohne Plan,

nur mit Publikum.Drei Tage lang erschaffen

sie etwas völlig Neues, jenseits von Genres

und Erwartungen. Regisseur Mika Kaurismäki

taucht mit seiner Kamera in diesen kreativen

Ausnahmezustand ein und fängt den

Moment ein, in dem Musik entsteht. Der Film

zeigt nicht nur diesen einzigartigen Prozess,

sondern stellt die große Frage: Was ist Kreativität?

Ein mitreißender Appell, sich dem Risiko

hinzugeben, Grenzen zu überschreiten

und Kreativität als Lebensenergie zu nutzen.

Ab Do. 26.6.

HIGHLIGHTS IN DEN KINOS

Exhibition on Screen:

Michelangelo Love and Death.

01. Juni um 12:00 Uhr in der Gondel

Französische Sneak Preview

25. Juni um 20:00 Uhr in der Gondel

Premiere mit Gästen: WO/MEN

Zu Gast die Regisseurin Birthe Templin.

12. Juni um 18:00 Uhr im Cinema Ostertor.

Weird Xperience: The Crazy Familie - Die

Familie mit dem umgedrehten Düsenantrieb

Ein wunderbar verstörendes Kinoerlebnis mit

einer kurzen Einführung des Spielfilms.

22. Juni um 20:00 Uhr im Cinema Ostertor.

Special: One to one ; John & Yoko OmU

26. Juni um 20:30 Uhr in der Schauburg.

Familienkino

Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch

Sonntags um 15:00 Uhr in der Schauburg

bremerfilmkunsttheater.de

Die Barbaren –

Willkommen in der Bretagne

In der bretonischen Kleinstadt Paimpont

scheint die Welt noch in Ordnung zu sein.

Auch wenn die Einwohner nicht unterschiedlicher

sein könnten, eint sie der Stolz auf ihren

Zusammenhalt und ihre Nächstenliebe. Als

Zeichen der Solidarität stimmt die Gemeinde

begeistert dafür, eine aus der Ukraine geflüchtete

Familie bei sich aufzunehmen. Als

jedoch anstatt der erwarteten Ukrainer Familie

Fayad aus Syrien in Paimpont eintrifft, ist

die Überraschung bei den vermeintlich weltoffenen

Bürgern groß.

Ab Do. 26.6.

One to one: John & Yoko

Regie: Kevin Macdonald, Sam Rice-Edwards

Der Dokumentarfilm zeigt eine umfassende

und aufschlussreiche Einblicke in die 18

Monate, die John Lennon und Yoko Ono

Anfang der 1970er Jahre in Greenwich Village

verbrachten. Ein spannendes Kinoerlebnis

und einzigartiges Zeitdokument, das mit

bisher unveröffentlichtem Material und neu

restaurierten Aufnahmen Lennons einziges

abendfüllendes Konzert nach der Beatles-Ära

zeigt und zum Leben erweckt. Der Film bringt

zudem die atemberaubende Musik, die von

ihrem Sohn - Sean Ono Lennon - neu abgemischt

und produziert wurde, auf die große

Kinoleinwand.

Ab Do. 26.6.

F1

Regie: Joseph Kosinski

Mit Brad Pitt, Damson Idris, Kerry Condon

In „F1“ von Apple Original Films schlüpft Brad

Pitt in die Rolle eines ehemaligen Rennfahrers,

der in die Formel 1 ® zurückkehrt. Damson

Idris übernimmt die Rolle seines Teamkollegen

beim fiktiven Rennstall APXGP. Der

Film wird an echten Grand-Prix-Wochenenden

gedreht, das Team tritt gegen die realen

Superstars der Formel 1 ® an.

Ab Do. 26.6.

Psychoanalyse & Kino: Barby

03. Juni um 19:30 Uhr im Atlantis

CINEVILLE-ABO

Ab 20 €/Monat beliebig oft ins Kino

Das Besondere: Bei Cineville schließen sich

die unabhängigen Kinos Deutschlands zusammen,

Arthouse-Filmtheater, Programmkinos,

Filmkunstkinos und die Kiezkinos

Strick-Kino

Beim »Strick-Kino« verbinden wir Stricken

& Kino nach skandinavischem Vorbild: Du

kannst nach Herzenslust stricken oder häkeln,

während auf der Leinwand ein Film

läuft. Das Licht im Saal ist gedimmt, so dass

du sowohl den Film als auch deine Maschen

sehen kannst. Schnapp dir deine Nadeln, dein

Garn, deine strick- und häkelbegeisterten

Freundinnen und Freunde - und los geht‘s.

Und natürlich bist du auch (noch) ohne Strickoder

Häkelprojekt willkommen!

15. Juni um 14.30 Uhr in der Schauburg

69


FOCKE

PROGRAMM IM JUNI

Neu: 200 Jahre

und kein bisschen leise

Die Geschichte der Philharmonischen

Gesellschaft

Eine von einem Fürsten entlohnte Kapelle,

Adlige, die Kompositionsaufträge vergeben -

das gab es in Bremen nicht. Hier trat um 1800

das Bürgertum der Hansestadt als Kulturträger

auf den Plan. Es veranstaltete öffentliche

Konzerte und gründete Musik- und Gesangsvereine:

1825 den Verein für Privat-Concerte,

Vorläufer der Philharmonischen Gesellschaft,

die das Musikleben Bremens bis heute bereichert.

Das Bremer Landesmuseum für Kunst

und Kulturgeschichte widmet ihrer Geschichte

vom 30. Juni bis zum 1. Februar 2026 die

Sonderschau „200 Jahre und kein bisschen

leise“.

Duckomenta

Die Duckomenta macht nicht nur eingefleischten

Donaldisten Spaß, denn sie bietet

auf witzige Art und Weise auch einen Streifzug

durch die Kunstgeschichte im Watschelgang

und vermittelt so mit Augenzwinkern

Wissen über den Wandel der Epochen und

Stile und handwerklicher Techniken.

Die Ausstellung schließt vom 27. Mai für zwei

Wochen und ist dann ab 12. Juli mit einigen

neuen Werken im Südflügel es Haupthauses

bis Februar 2026 zu sehen.

Mittwoch, 4. Juni 2025, 16.30 bis 18 Uhr

Wer liegt hier begraben?

Ein Rundgang Riensberger Friedhof

mit Helmi Reible

Seit 150 Jahren besteht der Riensberger

Friedhof.Eingebettet in einen 27 Hektar großen

Park vereinigt er Grabmalkunst mit Landschaftsarchitektur

und beherbergt die Ruhestätten

vieler Bremer Prominenter.

Teilnahmegebühr für Erwachsene 10 Euro,

ermäßigt 8 Euro, zzgl. 5 Euro Veranstaltungsgebühr

Karten unter www.nordwest-ticket.de

Treffpunkt: Museumskasse im Hauptgebäude

des Focke-Museums

Mittwoch, 4. Juni 2025, 18 Uhr

Stimmen, Planeten und das tönende

Universum - Mahlers 8. Symphonie

Vortrag des Musikwissenschaftlers

Morten Solvik

Der norwegisch-amerikanische Musikwissenschaftler

mit Wohnsitz in Wien ist als Autor,

Buchredakteur, Redner, Moderator und

Produzent von Webcasts sowie als Mitwirkender

bei Radio- und Fernsehproduktionen

tätig. Solvik gehört dem Vorstand der Internationalen

Gustav-Mahler-Gesellschaft an

und ist Vizepräsident der Mahler Foundation.

Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 12 Euro

Karten unter www.nordwest-ticket.de

Montag, 9. Juni 2025, 10 bis 17 Uhr

Deutscher Mühlentag

Windmühle Oberneuland

Die Mühle Oberneuland gehört zum Focke-

Museum, das dort zeigt, wie die Arbeitsabläufe

vom Korn zum Brot verlaufen. Von 12

bis 16 Uhr laufend Führungen mit Raymonde

Decker und Clara Brinkmann statt.

Der Eintritt ist frei.

Montag, 9. Juni 2025, 11 bis 13 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst

Park Haus Riensberg

Sonnabend, 14. Juni 2025, 14 bis 16 Uhr

Kindersamstag im Bauernhaus Mittelsbüren

Leben auf dem Land

Die Kinder (ab zehn Jahren) lernen mit Ruthild

Huster, wie man Butter schüttelt, verschiedene

Marmeladen kocht, Kräuterbutter

und Quarkbrötchen macht und kleine Fladenbrote

im Feuer herstellt. Von Juni bis Dezember

findet an jedem zweiten Sonnabend im

Monat eine Aktion für Kinder im Focke-Museum

statt.

5 Euro Veranstaltungsgebühr für Kinder, Eintritt

für Erwachsene zehn, ermäßigt 8 Euro

Tickets unter www.nordwest-ticket.de

70

Programm

Sonntag, 1. Juni 2025, 15 Uhr

Fockes Pavillon

Konzert mit Peter Dahm, Hille Perl,

Jan-Olaf Rodt und Michael Bohn

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Saxofonist

und Komponist Peter Dahm mit

einer Musik, die Grenzen überschreitet. Sie

reicht von Modern Jazz bis zur Balkan-Folklore,

streift Klezmer-Klassiker ebenso wie

türkisch-arabische Motive, besitzt indische

Anklänge und auch südafrikanische Klangpracht.

Bei dem Konzert im Garten des Focke-Museums

spielen mit Peter Dahm die

Gambistin Hille Perl, Jan-Olaf Rodt (Gitarre)

und Michael Bohn (Bass).

Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 12 Euro

Karten unter www.nordwest-ticket.de

Deutscher Windmühlentag, Mühle Oberneuland, Foto: Sigrid Sternebeck


Sonnabend, 14. Juni 2025, 10 bis 17 Uhr

Nationalitätentag –

Entdecke die Vielfalt Koreas

Ob traditionelle Klänge oder mitreißender K-

Pop: Auf der Open-Air-Bühne erwartet die

Teilnehmenden musikalische Highlights und

elegante Tanz- und Taekwondovorführungen.

Zahlreiche Mitmach-Aktionen bieten die

Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Für kulinarische

Genüsse ist ebenfalls gesorgt. Mit

dem Nationalitätentag sollen Begegnungen

geschaffen und der interkulturelle Austausch

gefördert werden.

Der Eintritt ist frei

Sonntag, 15. Juni 2025, 11.30 bis 12.30 Uhr

Das Leben in der Steinzeit

Führung durch die Wissenswerstatt

Archäologie mit Raymonde Decker

Die Wissenswerkstatt Archäologie zeigt Originalfunde

aus dem Bremer Raum, die das

Leben von der Altsteinzeit bis in das frühe

Mittelalter vermitteln.

Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro zzgl. 5 Euro

Veranstaltungsgebühr.

Kinder zahlen keinen Eintritt

Karten unter www.nordwest-ticket.de

Sonntag, 15. Juni 2025, 15 Uhr

Fockes Pavillon

Pago Balke und Nicolai Thein mit ihrem

Wilhelm-Busch-Programm

Die Begeisterung für Wilhelm Busch, den

genialen Humoristen, hat die beiden Künstler

Pago Balke und Nicolei Thein zusammengeführt.

Sie haben einige Perlen seiner Kunst

wieder zu neuem Leben erweckt.

15 Euro Eintritt, ermäßigt 12 Euro

Karten unter www.nordwest-ticket.de

Montag, 16. Juni bis Freitag 20. Juni

9 bis 14 Uhr

Bildungszeit: Quer durch die Bremer

Geschichte – Quer durch die Stadt

Auf den Spuren der Bremer Geschichte - von

den Anfängen bis in die Gegenwart. Zu Beginn

beschäftigen sich die Teilnehmenden im

Focke-Museum (Eichenhof und Haus Riensberg)

mit archäologischen Funden, den Spuren

des Alltagslebens in Bremen sowie mit

Bremer Persönlichkeiten in ihrem geschichtlichen

Umfeld, ihrer Wohnkultur und ihrem

Alltag. Die neuere Geschichte Bremens wird

anschließend in der Kaisen-Gedenkstätte und

im Hafenarchiv thematisiert. Zudem ist ein

historischer Stadtspaziergang vorgesehen.

Focke-Museum in Kooperation mit der Wilhelm

und Helene Kaisen Gedenkstätte und

dem Hafenarchiv.

Anmeldung ausschließlich über die Bremer

Volkshochschule unter 0421/361-12345

Sonnabend, 21. Juni 2025, 12 bis 14 Uhr

Leben und Kultur Bremens vom 17. bis

ins 19. Jahrhundert

Führung in ukrainischer Sprache durch Haus

Riensberg und die Tarmstedter Scheune

Auf einem Rundgang durch Haus Riensberg

und die Tarmstedter Scheune informiert Dr.

Olena Pokhodiasheva über das Leben verschiedener

Bremer Bevölkerungsschichten

vom 17. bis ins 19. Jahrhundert. Die Teilnehmenden

lernen das Leben wohlhabender Familien,

von Kaufleuten, Ärzten, Apothekern

und Torfstechern, von Bauern und Arbeitern

verschiedener Zünfte kennen. Sie sehen im

Haus Riensberg historische Kunstwerke, Kleidung,

Glaskunst, Keramik, Holzarbeiten, Möbel

und vieles mehr.

Der Eintritt ist für Geflüchtete frei,

5 Euro Teilnahmegebühr

Dienstag, 24. Juni 2025, 15 Uhr

Hereinspaziert!

Bremer Wohnkultur aus fünf Jahrhunderten

Führung durch Haus Riensberg mit

Raymonde Decker

Zu den herausragenden Sammlungen des

Focke-Museums gehört das Konvolut europäischer

Glaskunst, das überregional bedeutende

Exponate aus mehreren Jahrhunderten

umfasst. In Haus Riensberg sind zudem

Fürstenberger Porzellane, historische Kostüme,

originale Wandbespannungen und bremische

Möbelensembles aus verschiedenen

Epochen Bremer Wohnkultur zu sehen. Mit

dem Zimmer einer jungen Frau präsentiert

das Focke-Museum ein geschlossenes Ensemble

von Heinrich Vogeler. Zu Haus Riensberg

gehört auch das Kindermuseum, das die

Geschichte des Spielens vom Mittelalter bis

heute zeigt.

10 Euro, ermäßigt 8 Euro Eintritt, zzgl. 5 Euro

Teilnahmegebühr

Karten unter www.nordwest-ticket.de

Sonnabend, 28. Juni 2025, 15 Uhr

Satirische Führung durch die

Wissenswerkstatt Archäologie

mit Ingo Grabmeier alias Pago Balke

Pago Balke führt als Archäologe Ingo Grabmeier

durch die Wissenswerkstatt Archäologie

im Eichenhof. Dabei führt er die Besucherinnen

und Besucher so manches Mal aufs

Glatteis. Gab es den Schwachthaler am Ende

wirklich?

Eintritt und Führung 15 Euro,

ermäßigt 12 Euro

Karten unter www.nordwest-ticket.de

Rallye

Zeitreise durch die Bremer Geschichte

und Kultur

Für Kinder ab 6 Jahren

Warum fehlt dem unbekannten Herrn ein

Hut? Wie viele Fliesen ergeben ein Bild?

Wurde aus einer alten Kanne früher Eistee

getrunken? Das Focke-Museum bietet für

Kinder ab sechs Jahren eine unbetreute Rallye

an. Die Reise durch die Zeit geht durch

verschiedene Räume des Haus Riensberg,

die genau unter die Lupe genommen werden.

Dabei werden über 500 Jahre Bremer

Geschichte und Kultur bereist. Die Kinder erfahren,

wie die Menschen früher gewohnt

und wie sie sich gekleidet haben, und auch

wie Kinder früher spielten.

Die Teilnahme ist während der Öffnungszeiten

des Museums möglich. Die Rallye ist kostenfrei

an der Museumskasse im Haus Riensberg

erhältlich, wo sie auch startet.

Kinder haben freien Eintritt

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71


OUTLOOK 2.0

Neue Blicke auf die Landschaft

Die Ausstellung versammelt fünf Kunstpositionen, die sich mit dem Blick

auf Natur und Landschaft auseinandersetzen, bzw. die über die Verwendung

von Landschaftselementen zu neuen Blickwinkeln kommen.

72

Matthias Langer, Pompondahlie, Duftsteinrich, 2024, Digitalprint auf Aluminium


humorvoll mit minimalen Landschaftselementen

und Stadtsilhouetten, die er vor einen Himmel aus

gesprühter silberner Farbe setzt. Auf diesem schillernden

Untergrund schweben Wolken in strengen,

künstlichen Formationen. Sie erinnern eher an Rauchzeichnen

oder Brotformen als an die komplexe Gestalt,

die natürlich Wolken annehmen können.

Tobias Wyrzykowski hat sich für seine Reihe querformatiger

Bilder vom Liederzyklus von Franz Schubert

inspirieren lassen. Die Naturverehrung der Romantik,

die in diesen Liedern zum Ausdruck kommt, setzt Wyrzykowski

in seine eigene Bildsprache um. Expressiv

und zugleich minimalistisch setzt er mit wenigen Pinselstrichen

farbige Akzente auf schwarzen Bildgrund.

Zusammen mit dem Titel lenken sie die Assoziationen

in Richtung der Wahrnehmung einer Landschaft.

Kate Andrews, How Little I Know 2, 2024, Digitalprint auf Papier

Kate Andrews, die in Bremen bei Prof. Baumkötter

studiert hat, zeigt Collagen, auf denen sie natürliche

und künstliche Strukturen miteinander kombiniert. Sie

interessiert sich für Verbindungslinien, die dadurch

entstehen und mögliche neue Zusammenhänge, die

daraus erwachsen können.

TERMIN

OUTLOOK 2.0

Neue Blicke auf die Landschaft

23. Mai bis 05. Juli 2025

GALERIE KRAMER

Vor dem Steintor 46 · 28203 Bremen

galeriekramer.de

Matthias Langer zeigt analoge Fotografie, die als

Langzeitbelichtungen zustande gekommen sind. Er

arrangiert Blumen, die er in seinem Garten angebaut

hat vor schwarzem Hintergrund. Seine Plattenkamera

nimmt sie über 4 Tage bei offenem Verschluss auf

und dokumentiert so ihren Trocknungsprozess. Die

feinen Schleier und Unschärfen, die auf dem späteren

Foto zu sehen sind, sind die Bewegungen, die die

Blüten dabei gemacht haben.

Rosa Jaisli bearbeitet als Bildhauerin mit Vorliebe

Alabasterstein. Sie arbeitet dessen natürliche Strukturen

heraus und lässt teilweise seine ursprüngliche

Oberfläche stehen. Die Sichtbarkeit der mineralischen

Adern im Stein und seine poröse Oberflächenstruktur

erinnern an karstige Landschaftsformationen und verzweigte

Flussläufe. Jaisli kombiniert diese natürliche

Ästhetik mit glatt polierten Architekturelementen.

Maxwell Stephens verarbeitet in seiner Malerei

künstlerische Fragestellungen der Moderne, die er

sich als innere Aufgabe zu Beginn jeder Arbeit stellt.

In seiner Reihe Dark Hope Series experimentiert er

73


AUSSTELLUNG

Blick in die neue Dauerausstellung des Übersee-Museums, Bilder © Übersee-Museum Bremen, Foto: Volker Beinhorn

Der blaue Kontinent–

Inseln im Pazifik

Auf über 2.000 qm Ausstellungsfläche

widmet sich die neue Dauerausstellung

„Der blaue Kontinent – Inseln

im Pazifik“ den Themen: kulturelle und biologische

Diversität, Identität, Ressourcennutzung, Klimawandel

und der kolonialen Vergangenheit Ozeaniens.

Ein zentrales Highlight der Ausstellung ist eine knapp

zehn Meter hohe Insel mit üppiger Bepflanzung und

einem digitalen Wasserfall, die die einzigartige Natur

der Pazifikregion erfahrbar macht.

Neben ca. 350 Exponaten können sich die Besucher

*innen an interaktiven Stationen mit den Ausstellungsthemen

auseinandersetzen. Um eine authentische

und vielschichtige Darstellung des pazifischen

Kontinents zu ermöglichen, wurden im kuratorischen

Team Samoaner*innen eingebunden. Außerdem ar-

beitete das Museum nicht nur mit Kulturschaffenden

und Fachleuten aus verschiedenen Inselstaaten eng

zusammen, sondern auch mit der National University

of Samoa (NUS) und dem Te Papa Museum in Aotearoa

Neuseeland.

Wer die Ausstellung betritt, steht vor einem großen

Globus. Schaut man durch ein kleines Guckloch, so

blickt man auf ein Bild des Übersee-Museums. Diese

Installation ist eine visuelle Metapher für das direkte

Gegenüber auf dem Globus: auf der einen Seite die

Chatham Islands (Aotearoa Neuseeland), auf der anderen

Seite Bremen. Blickfang und besonderes Herz-

74


stück der Ausstellung ist eine knapp zehn Meter hohe,

begrünte Insel, die den Rock Islands von Palau nachempfunden

ist. Neben der Insel ragt der Hareiga-Kopfschmuck

aus Papua-Neuguinea aus dem ozeanblauen

Boden – sie scheinen mitten im Ozean zu stehen. Ein

Schwarm aus Rochen, Walhai, Delphinen und Thunfischen

schwebt durch den ersten Lichthof und lenkt

den Blick nach oben.

den Exponaten, die in der Sammlung des Übersee-

Museums zu finden sind. Aus erster Hand erfahren

die Besucher*innen so die kulturelle Bedeutung dieser

Objekte und wie sie bis heute Gemeinschaften prägen.

Die Ausstellungsgestaltung von der Designagentur

Casson Mann aus London hat sich der ganzheitlichen

pazifischen Denkweise verschrieben: Land und Meer

Beseelte Dinge, die Tlingit Sammlung im Kabinett des Übersee-Museums

Beseelte Dinge – Die Tlingit-Sammlung Alaska

Mit der Kabinettausstellung präsentiert das Übersee-

Museum Bremen die faszinierende Kultur der Tlingit

aus Südost-Alaska. Im Mittelpunkt steht die Bremer

Tlingit-Sammlung, eine der ältesten des Museums, die

Ende des 19. Jahrhunderts eine vermeintlich aussterbende

Kultur dokumentieren sollte. Heute erlebt die

Tlingit-Kultur eine neue Blüte.

Tätowierung im Bereich „Identität“

werden nicht getrennt betrachtet, das Meer verbindet.

Ausgehend von der Insel gliedert sich die Ausstellung

in fünf Themenbereiche: biologische und kulturelle

Vielfalt, Identität, Kolonialismus, nachhaltige Ressourcennutzung

und Klimawandel.

Artefakte in Museen besitzen eine tiefere Bedeutung,

die sich anhand ihres Äußeren nicht immer erschließt.

In kurzen Audiosequenzen erzählen Fachleute aus

Fidschi, Samoa, Neukaledonien, Palau und Aotearoa

Neuseeland mehr über ihre persönliche Beziehung zu

In enger Zusammenarbeit mit Tlingit-Vertretern und

dem Sealaska Heritage Institute gewährt die Ausstellung

Einblicke in das kulturelle Erbe und in die Traditionen

dieser Gemeinschaft. Zu sehen sind Highlights

der Sammlung, die von den Tlingit in Hör- und Filmstationen

erläutert werden, sowie die Nachbildung

eines Clanhauses und originale Tagebücher und Briefe

der Sammler. Die Ausstellung im Kabinett Übersee

ist bis zum 23. November 2025 zu sehen.

Übersee-Museum Bremen

Bahnhofsplatz 13

28195 Bremen

uebersee-museum.de

Authentisch bleiben –

bis zuletzt.

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75


UMBAU

Modell Gerhard Marcks Haus Umbau1 2025, Foto: Marcks Haus

Wir bauen eine Bibliothek für Bildhauerei

Das Gerhard-Marcks-Haus baut um. Ziel ist eine für

alle Besucher*innen zugängliche Bibliothek, mit der

wir zeigen und nachvollziehbar machen, dass Wissenschaft

und Forschung das Fundament unserer Arbeit

sind. Die häufigste Frage in den Führungen durch

eine Ausstellung ist: »Wie lange planen Sie Ausstellungen?«

Sie zeigt, wie schwer die eigentliche Arbeit

im Museum vorstellbar ist. Der Aha-Moment kommt,

sobald Menschen die Büroräume des Museums betreten

und sehen, woran die Wissenschaftler*innen

arbeiten: Ausstellungen, die in drei Jahren terminiert

sind, Forschungsprojekte für Tagungen, Aufsätze

über Bildhauer*innen, Aufarbeitung von Nachlässen,

Projekte mit Skulpturen in Schulen oder dem öffent-

lichen Raum und, und, und. Egal welches Projekt im

Museum in Angriff genommen wird, gibt es doch eine

verbindende Komponente, die gleichzeitig (fast) unsichtbar

ist: unsere Bibliothek.

Das Gerhard-Marcks-Haus versteht seine Bibliothek

als Herzstück für professionelle wissenschaftliche

Forschung und als Knotenpunkt für die gemeinsame

Arbeit mit den eigenen, aber auch externen

Wissenschaftler*innen. Gleichzeitig auch als Ort, wo

Interessierte, seien es Schüler*innen, Studierende

oder Kolleg*innen, etwas suchen und finden sowie

lernen können. Unser Selbstverständnis ist das eines

modernen und offenen Spezialist*innenmuseums –

76


und den gleichen Anspruch haben wir auch an unsere

Bibliothek. Die Bibliothek wird aus dem Bestand der

Büchersammlungen des Gerhard-Marcks-Hauses und

der Bibliothek der Stiftung Arp e. V. zusammenfließen.

Mit der stilistischen Spanne zwischen den Generationsgenossen

Gerhard Marcks (1889–1981) und Hans

Arp (1886–1966) umfasst die Bibliothek das Feld der

Bildhauerei zwischen 1920 und 1980. Entwicklungen

davor und danach werden gezielt, im engen Zusammenhang

mit unserer Sammlungs- oder Ausstellungsaktivität

sichtbar.

wichtige bildhauerische Fragestellungen (wie die Bedeutung

von Form und Raum oder das Verhältnis von

Abstraktion und Naturvorbild) an parallelen Beispielen

zu untersuchen.

Unterirdisch – überirdisch gut!

Seit 2003 konzentriert sich die Sammlung des Museums

nicht mehr ausschließlich auf Werke von Gerhard

Marcks. Wir erweiterten unsere Sammlung u. a.

um Konvolute von Waldemar Grzimek (2005/2012),

Gerhart Schreiter (2009), Hanna Koschinsky (2011),

Edzard Hobbing (2012), Michael Schoenholtz

(2016/2023), Thomas Duttenhoefer (2020), Hans

Arp (2020), Heinz-Günter Prager (2024) und setzen

hiermit einen Fokus auf die Bildhauerei des 20. und

21. Jahrhunderts. Die Werke stärken das Museum in

seiner Funktion als Bildhauermuseum und erlauben

Der Museumsumbau wird in zwei Phasen vollzogen:

Die erste Stufe erfolgt nach der Frühlingsausstellung

»Thomas Duttenhoefer. Kein Bildhauer«. Unser

Museum schließt am 2. Juni. Ab dem 16. November

2025 eröffnen wir mit neuen Ausstellungen. Die

weiteren Baumaßnahmen werden bei laufendem Betrieb

weitergeführt und sollen im Spätsommer 2026

abgeschlossen sein. Der Bau der neuen Bibliothek

wird ermöglicht durch die Stiftung Arp e. V., Berlin,

die Karin und Uwe Hollweg Stiftung, die Waldemar

Koch Stiftung und privaten Spender*innen. Das Büro

Schulze Pampus Architekten BDA Bremen plant die

Baumaßnahme und begleitet ihre Realisierung.

Auch wenn das Museum geschlossen ist, gehen die

Arbeiten des Teams weiter. Besuchen Sie uns auf

marcks.de

Gut

geschlafen?

Wenn Sie diese Frage häufig mit „Nein“ beantworten,

matt und erschöpft aufwachen

und das Gefühl von Tagesmüdigkeit haben,

leiden Sie eventuell unter OSAS (Obstruktives

Schlafapnoe-Syndrom). OSAS lässt sich auf

verschiedene Arten behandeln, z.B. durch einen

chirurgischen Eingriff in einer unserer Praxen.

Sprechen Sie uns an:

0421 - 611 677

Mund. Kiefer. Gesicht. Bremen

IM ÄRZTEHAUS AM DIAKO

AM KLINIKUM NORD

IN DER STERNKLINIK

mund-kiefer-gesicht-bremen.de

77


AUSSTELLUNG

Kosmos der Zahlen

Hans-Albert Walter (1925–2005) zählt zu den konsequentesten Vertretern der

deutschen Nachkriegskunst aus Niedersachsen. Über fünf Jahrzehnte hinweg entwickelte

er ein stringentes und zugleich poetisches Werk, das sich systematischen

Ordnungen ebenso verpflichtet fühlte wie einem tiefen Vertrauen in die visuelle

Kraft der Zahl. Die Ausstellung im Syker Vorwerk präsentiert anlässlich seines 100.

Geburtstags zentrale Werke aus allen Schaffensphasen und rückt insbesondere die

Entwicklung seines einzigartigen Zahlensystems in den Mittelpunkt.

Hans-Albert walter, unbekannter Titel, 1993, Acryl auf Leinwand, Inv.-Nr. SYK00109, Foto Hans-Jürgen Dehn

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Hans-Albert Walter, Schaltvorgang, 1974, Acryl auf Leinwand, Inv.-Nr. SYK00096, Foto Tobias Hübel

100 Jahre Hans-Albert Walter

Die Retrospektive umfasst rund 65 Werke – aus der

Sammlung des Syker Vorwerks ergänzt durch Leihgaben

aus öffentlichen Beständen aus Niedersachsen

und Nordrhein-Westfalen und privaten Sammlungen

sowie aus dem Nachlass des Künstlers.

Sie ist chronologisch aufgebaut und gliedert sich in

sieben Werkphasen: Von den gegenständlichen Arbeiten

der 1950er Jahre über die ZERO-inspirierten

kinetischen Bildern der 1960er Jahre bis hin zu den

systematisch durchdrungenen Kreis- und Technikbildern,

mit denen Walter sich ab Mitte der 1960er Jahre

der Pop- und Op-Art Kunst näherte. Ab den 1970er

Jahren beginnt er, seine Bildsprache radikal zu vereinfachen:

Raster- und Countdown-Sequenzen bilden

den Auftakt zu einer finalen Werkphase, in der monochrome

Flächen und isolierte Ziffern dominieren.

Diese letzten Bilder sind in ihrer formalen Reduktion

zugleich von großer meditativer Tiefe. Walter verzichtet

zunehmend auf alles Narrative, alles Dekorative.

Stattdessen vertraut er auf das Potenzial der Zahl als

Zeichen und Bedeutungsträger, als visuelles Ereignis

und als Spur einer inneren Ordnung. Seine Werke sind

keine mathematischen Gleichungen – sie sind visuelle

Denkfiguren, Reflexionen über Zeit, Rhythmus, Struktur

und Wahrnehmung. In einer Zeit, in der datenbasierte

Ordnungen unser Leben prägen, erscheinen

Hans-Albert Walters Werke von neuer Relevanz. Sie

erinnern uns daran, dass auch in der strengen Systematik

Platz ist für Poesie, für Zweifel, für Offenheit.

Und dass die Zahl – allen Versuchen ihrer Vereinnahmung

zum Trotz – auch ein Mittel der Befreiung sein

kann.

TERMIN

Kosmos der Zahlen

100 Jahre Hans-Albert Walter

08. Juni bis 07. September 2025

SYKER VORWERK

Waldstraße 76 I 28857 Syke

syker-vorwerk.de

79


AUSSTELLUNG

„Verborgene Geschichten – Sichtbare Spuren“

Foto: Torsten Schmidt

seit 1888

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Drei Kunstschaffende, drei Perspektiven auf das Verborgene: Torsten

Schmidt spielt mit der Unsichtbarkeit des Porträts und fordert den Betrachter

heraus, das Ungesagte in den Bildern zu entschlüsseln. Rainer

Baltschun macht mit seinen fotografischen Buchinstallationen das Verschwinden

von Stimmen sichtbar, während Iris Nienstedt mit fragmentierten

Körperaufnahmen die Geschichten hinter den Füßen ihrer Figuren

erahnen lässt – eine Ausstellung über Spuren, die uns leiten, und Geschichten,

die im Verborgenen auf Entdeckung warten.

Rainer Baltschun wurde 1943 an der Ostsee geboren und lebt seit 1974

in Bremen. Der studierte Ingenieur und ehemalige Berufsschullehrer ist

heute als freier Fotograf in Bremen, Hamburg und Freiburg tätig.

Iris Nienstedt, 1960 in Bremen geboren, arbeitete lange Jahre als Redakteurin

und Producerin für Fernsehsender und Produktionsgesellschaften,

bevor sie ein Studium zur Fotodesignerin und anschließend eine Ausbildung

zur Kuratorin an der Universität der Künste in Berlin absolvierte.

Torsten Schmidt studierte Sozialpädagogik und Rechtswissenschaft und

promovierte zum Dr. phil. Einer seiner Schwerpunkte ist die Sozialfotografie.

Der Künstler, der die Fotografie autodidaktisch erlernte, lebt in Bremen.

„Verborgene Geschichten –

Sichtbare Spuren“

Werke von Rainer Baltschun, Iris

Nienstedt und Torsten Schmidt

villa-sponte.de

Eintritt frei

Vernissage:

Sonntag, 15. Juni 2025, 15.30 Uhr

Ausstellung:

bis Sonntag, 13. Juli 2025

Villa Sponte, Osterdeich 59b,

28203 Bremen, T 79 47 84 97

80


Margarethe Gerhardt

Foto: Bremische Schwesternschaft

vom Roten Kreuz

Louise Ebert

Foto: Friedrich-

Ebert-Gedenkstätte

Auf den Spuren bedeutender

Bremerinnen in der Neustadt

„Bewundernswert, patent und zäh“

Auf die Spuren bedeutender Bremerinnen in der

Neustadt führt die Premiere des neuen Rundgangs

„Bewundernswert, patent und zäh“ des Bremer

Frauenmuseums am Sonntag, 29. Juni, um 11 Uhr.

Die Führung ist Teil einer Reihe, die in loser Reihenfolge

an „FrauenOrte“ (so der Titel des Projektes) in

verschiedenen Stadtteilen führt.

Frauen haben in Bremen das politische, literarische

und soziale Leben mitgeprägt. Die Reihe „FrauenOrte“

möchte bedeutende Frauen in den einzelnen Stadtteilen

sichtbar machen. Wer waren sie? Was haben sie

Besonderes geleistet? Wo haben sie gewirkt?

Die Bremer Neustadt besticht durch ihre Vielfalt an

Plätzen, Gebäuden und Biografien. Eine ehemalige

Gaststätte Ecke Brautstraße erinnert an „Frau

Reichspräsident“ Louise Ebert. Die Skulptur der Lucie

Flechtmann, vielen bekannt als „Fisch-Lucie“, steht für

Frauen, die im letzten Jahrhundert um Selbständigkeit

und ökonomische Absicherung kämpften. Am Rotes

Kreuz Krankenhaus wird an Margarethe Gerhardt

erinnert, die von 1929 bis 1963 als Oberin die Bremische

Schwesternschaft vom Roten Kreuz leitete. Auch

mit Schöpferinnen öffentlicher Skulpturen macht der

Rundgang vertraut.

FrauenOrte – „Bewundernswert, patent und zäh“

Auf den Spuren bedeutender Bremerinnen im Steintor

Geführter Rundgang des Bremer Frauenmuseums

Sonntag, 29. Juni 2025, 11 Uhr

Treffpunkt: Am Neuen Markt, Bremen-Neustadt

Teilnahmegebühr: 15 Euro (ermäßigt 12 Euro)

Anmeldung: office@bremer-frauenmuseum.de

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81


Gespenstschrecke, Foto: Marcus Meyer

ENTDECKUNGEN

Foto: botanika Bremen

Superhelden der Natur

Klein, aber oho: In der Sonderausstellung der botanika

„6 Beine – 1.000 Talente“ zeigen Insekten, was in ihnen

steckt. Vom 11. Juli bis zum 31. August 2025 heißt

es: Bühne frei für geschickte Jäger, fliegende Tarnkünstler

und andere Superhelden der Natur.

Zunächst erfahren kleine und große Gäste, woran man

ein Insekt erkennt. Dann geht es auf Erkundungstour:

Vom Insektengarten mit heimischen Wildbienen führt

der Weg ins Tropenhaus, wo sich Atlasfalter mit Schlangenköpfen

auf den Flügeln und Orchideenmantis in

Blütenoptik verstecken. Supergroßen, superschnellen

und superstarken Sechsbeinern begegnen die Gäste im

Himalaya – von riesigen Heuschrecken über kräftige

Käfer bis zu flinken Leuchtpunktschaben. Im Entdeckerzentrum

dreht sich alles um die Überlebensstrategien

von Insekten in Sachen Ernährung.

Wer mehr über die Welt der Falter erfahren möchte,

begibt sich auf die Spur von Schmetterlingsforscherin

Lucia. Das Besondere: Lucia lächelt Besucherinnen und

Besuchern von einem Tablet entgegen. Gemeinsam mit

ihr als virtuelle Begleitung tauchen die Gäste in das Reich

von Weißen Baumnymphen, Himmelsfaltern und Co.

ein und lösen Rätsel. Doch nicht nur Lucia führt durch

die botanika: Reiseleiter Erik zeigt Highlights in den

asiatischen Landschaften, während Tierpfleger Markus

Familienspuren, Foto: botanika Bremen

Spannendes zu Gibbons, Beos & Co verrät. Spuren in

Leichter Sprache, Deutscher Gebärdensprache, als Audiodeskription

sowie Touren ohne Treppen machen die

botanika für alle zugänglich.

Die Ausstellung „6 Beine – 1.000 Talente“ und die digitalen

Spuren sind im botanika-Eintritt enthalten. Weitere

Informationen unter www.botanika-bremen.de.

botanika

Deliusweg 40

28359 Bremen

T 0421 42 70 66 65

botanika-bremen.de

82


DAZWISCHEN

Vom Driften, Wanken, Treiben

PERFORMANCE

Foto: Etta Seevers

„Ist es ein Kreis, der sich schließt oder ein Raum, der

unendlich groß wird?“ Die Darsteller*innen der Performance-Gruppe

haben sich in ihrem neuen Projekt

mit einem Zustand beschäftigt, der nicht genau festzumachen

ist, der in der Luft hängt, noch nicht da,

aber auch nicht mehr dort ist. Ein Schwebezustand,

ein Driften, Wanken, Treiben.

In einem Bühnenbild, das sich immer wieder wandelt

und neue Bildräume öffnet, die entweder konkret einen

Warteraum zeigen oder Bewegungen, Wege und

Begegnungen ermöglichen, loten die Spieler*innen

aus, was zwischen ihnen ist. Sie begegnen Träumen,

die ihrer Realität gegenüberstehen und versuchen die

eigene Position zu finden. Sie erleben, dass die Ungewissheit

gleichermaßen Halt und Antrieb sein kann.

Aus dieser Haltung heraus fragen die Darsteller*innen,

was das Dazwischen eigentlich genau ist: Was ist zwischen

An- und Abreise, zwischen jetzt und gleich, zwischen

Realität und Traum, zwischen dir und mir? Der

performative Theaterabend lädt ein auf eine ästhetische

Reise mit vielen Bildern, Fragen und Gedanken.

TERMIN

Blaumeier Atelier

DAZWISCHEN –

vom Driften, Wanken, Treiben

Fr 13.6., Sa 14.6. | 19 Uhr I So 15.6. | 18 Uhr

weiter Termine vom 12. bis 21.9.

Blaumeier-Atelier

Travemünder Str. 7a | 28219 Bremen

Karten: blaumeier.de I 0421 835 06 66

Familie Tielitz

und Mitarbeiter

in 5. Generation

Laura und Henrick Tielitz

Friedhofstraße 19

28213 Bremen

www.tielitz.de

Tag & Nacht

0421 - 20 22 30

83


Unterwegs

zur Kunst

Lust auf spannende Ausstellungen? Doch wofür lohnt sich die Anreise?

Die Bremer Kunstexpertin Annette Schneider hat für Sie eine Auswahl

sehenswerter Kultur-Highlights zusammengestellt – perfekt für einen

inspirierenden Tagestrip oder einen Wochenendausflug.

Brüssel: Berlinde De Bruyckere – Khoros

Foto: Gustavo Fring, pexels.com

Berlinde De Bruyckeres Werke erzählen von Verletzlichkeit

und Transformation und wirken wie aus einer Zwischenwelt –

nicht ganz Mensch und nicht nur Tier.. Wachs, Holz, Textilien

und Tierhäute verschmelzen zu verletzlichen Körpern, die von

Schmerz, Verwandlung und Überleben erzählen. In Brüssel

zeigt die Künstlerin neue und bekannte Arbeiten, die wie Meditationen

über das Leben wirken – voller Ambivalenz, zart

und verstörend zugleich. Wer diese Ausstellung besucht, muss

sich auf starke Gefühle gefasst machen – aber wird auch mit

unerwarteter Schönheit und intensiver Erfahrung, die sich tief

einprägt belohnt.

Berlinde De Bruyckere, Courtyard Tales V, 2018,

2018, blankets, wood, polyurethaan, epoxy.

Courtesy the artist and Hauser & Wirth

Foto: Mirjam Devriendt

Essen: Paula Rego – The Personal and the Political

Bis zum 31. August 2025 im BOZAR/Centre for fine Arts

bozar.be/en/

Märchenhaft und brutal, zärtlich und aufrüttelnd – Paula Rego

lässt ihre Figuren erzählen, wofür oft keine Worte reichen. In

ihren großformatigen Gemälden und Zeichnungen begegnen

wir Frauen zwischen Selbstbestimmung und gesellschaftlicher

Bevormundung, Kindheiten voller Abgründe und Märchen, die

plötzlich sehr real wirken. Die portugiesisch-britische Künstlerin

schöpft aus eigenen Erlebnissen – aber ihre Themen sind

universell: Macht, Moral, Gewalt, Mutterschaft. Das Museum

Folkwang zeigt erstmals in Deutschland eine umfassende

Retrospektive, die das ganze Spektrum ihrer eindringlichen

Bildsprache offenbart. Eine Ausstellung, die tief unter die Haut

geht.

Paula Rego, Untitled no. 2, 1998, Pastell auf Papier

Privatsammlung, Courtesy Frankie Rossi Art Projects

© Paula Rego Estate

Bis zum 07. September 2025 im Museum Folkwang

museum-folkwang.de

84


Berlin: Yoko Ono – Music of the Mind

Radikal, poetisch, politisch – Yoko Onos Werk sprengt seit Jahrzehnten

die Grenzen der Kunst. In dieser großen Retrospektive

treffen filigrane Zeichnungen auf rebellische Performances und

berührende Installationen. Ihre Arbeiten handeln von Liebe,

Frieden und der Kraft der Vorstellung – oft mit einem Augenzwinkern

und viel Tiefgang. Yoko Ono ist weit mehr als nur

Muse oder Mythos – sie ist eine der radikalsten Künstlerinnen

ihrer Zeit und denkt Kunst auch als Einladung zur Teilhabe –

viele Werke kann man betreten, beschreiben, verändern oder

sich durch ihre poetische Anweisungen wie „imagine peace“

einfach vorstellen.

Yoko Ono, Cut Piece, 1065, Installationsansicht

Foto: Luca Girardini (Gropius Bau)

Kunstwerk © Yoko Ono

Bis zum 31. August 2025 im Gropius Bau

berlinerfestspiele.de/gropius-bau/programm/2025/

ausstellungen/yoko-ono

Osnabrück: Hundertwasser – Paradiese kann man nur selber machen

Spiralen, knallige Farben und Häuser wie aus Märchen – Friedensreich

Hundertwasser hat eine eigene Bildsprache geschaffen.

Erinnern Sie sich noch an die fantastische Ausstellung in

der Bremer Kunsthalle mit der wohl längsten durchgehenden

Linie je an einer Museumswand? Viele sind damals Fan geworden

und haben seine Kunst jenseits der Kalender und Poster

entdeckt. Wie schön, dass sein Werk wieder ganz in der Nähe

zu bewundern ist. Eine Welt in der Natur und Architektur miteinander

tanzen. Mit Gemälden, Druckgrafiken und Modellen

zeigt der Künstler seine Vision von einer ökologischen und gerechten

Welt.

Friedensreich Hundertwasser, Irinaland über dem Balkan,

1972 © 2025 NAMIDA AG, Glarus, Schweiz

© 2025 NAMIDA AG, Glarus, Schweiz

Friedensreich Hundertwasser, Irinaland über dem Balkan

Düsseldorf: Mama – Von Maria bis Merkel

Bis zum 31. August 2025 im Museumsquartier

museumsquartier-osnabrueck.de

Von der Heiligen Jungfrau bis zur Bundeskanzlerin – diese Ausstellung

nimmt das Bild der Mutter in der Kunst unter die Lupe.

Jede hat eine, manche ist eine oder wird es gerade - ob göttliche

Schutzfigur, fürsorgliche Erzieherin oder kämpferische Politikerin

– „Mama“ beleuchtet die vielen Facetten der Mutterschaft von

der Antike bis zur Gegenwart. Mit Werken aus Malerei, Skulptur

und Fotografie zeigt die Schau, wie sich das Mutterbild über die

Jahrhunderte gewandelt hat. Ein kluger und überraschender

Blick auf ein universelles Thema!

Bis zum 03. August 2025 im Kunstpalast

kunstpalast.de

Einblick in die MAMA-Ausstellung, Foto: Lars Heidrich

85


BUCHEMPFEHLUNG

Wie Risse

in der Erde

Eine Buchbesprechung von Gretel Sattler

Foto: Harry Cooke, pexels.com

„Der Farmer ist tot, und alle wollen wissen, wer ihn

getötet hat.“ Welch ein Einstieg in ein Buch! Die Antwort

darauf bekommt der Leser/die Leserin erst kurz

vor dem Ende des Buches. Ebenso warum und wie

der Sohn von Beth und Frank gestorben ist.

Alles beginnt 1955. Es ist Sommer in Südengland,

Beth und Gabriel begegnen sich zufällig. Sie verlieben

sich ineinander und genießen und erleben den Sommer

ihres Lebens. Beide lieben Literatur und Gabriel

wird zum Semesterbeginn in Oxford studieren. Beth

will ihm folgen und bereitet sich ehrgeizig auf das Bewerbungsinterview

vor. Doch die Beziehung scheitert

und Beth kehrt nach Hause zurück.

Trost findet sie bei Frank, der schon immer in sie

verliebt war. Die beiden finden zueinander und

werden ein Paar. Gemeinsam mit Franks Bruder

Jimmy bewirtschaften sie eine Schaffarm. Sie finden

die Arbeit auf der Farm höchst befriedigend

und gehen gemeinsam durch die Höhen und Tiefen

des Lebens.

1968: Gabriel, inzwischen erfolgreicher Autor, hat

sich von seiner Frau getrennt und kehrt gemeinsam

mit seinem Sohn Leo ins Dorf zurück. Nach einem

tragischen Unfall, bei dem Jimmy zum Schutz der

Schafe Leos Hund erschießt, schenkt Beth Leo einen

Welpen und verspricht ihm bei der Hundeerziehung

zu helfen. Leo erinnert sie an Bobby, ihren Sohn, der

in Leos Alter starb. Die Nähe zu Leo tröstet sie und sie

genießt die Gespräche mit Gabriel. So ist es nur eine

Frage der Zeit bis ihre alte Leidenschaft wieder auflebt

und nichts mehr bleibt wie es war.

Die Autorin beschreibt außerordentlich klug und tiefsinnig

die Gefühlswelt und das Gefühlschaos aus Wut,

Liebe, Schmerz und Schuld dieser Dreiecksgeschichte.

Aber allen Widrigkeiten zum Trotz lehrt uns das Leben

ja bekanntlich, dass es auf der anderen Seite auch

wieder Hoffnung, Trost und Vergebung gibt.

Ein schöner Sommerroman! Die

tollen Landschaftsbeschreibungen

lassen erahnen, wie schön der

Sommer in Südengland sein kann.

Clare Leslie Hall

Wie Risse in der Erde

Piper Verlag

24,00 €

buchhandlungsattler.de

86


Cartoon von Til Mette

87


Ortsamt Schwachhausen/Vahr

Wilhelm-Leuschner-Str. 27 A, Block D, 28329 Bremen

(Straßenbahn Linie 1 Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Str.)

T 0421 361-3063 oder -3064 oder -18039

office@oaschwachhausen.bremen.de

ORTSAMTSLEITER: Ralf Möller

ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo-Do von 09:00 – 15:00 Uhr, Fr. von 09:00 - 13:30 Uhr

nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter Tel. 361-3063

Für Pass-,Ausweis-, Meldeangelegenheiten u. ä. wenden Sie sich bitte an das Bürger-

ServiceCenter, Stresemannstr. 48, oder an das BürgerServiceCenter Mitte, Pelzerstr. 40

MITGLIEDER DES BEIRATES SCHWACHHAUSEN:

Beiratssprecherin: Gudrun Eickelberg, GRÜNE

Stellv. Beiratssprecher: Jörn H. Linnertz (CDU)

Dr. Christine Börner, CDU

Lukas Dietzel, CDU

Jörg Findeisen, CDU

Yvonne Funke, CDU

Jörn H. Linnertz; Fraktionssprecher, CDU

Robert Lippardt, CDU

Gudrun Eickelberg, Grüne

York Golinski , Grüne

Marek Helsner; Fraktionssprecher, Grüne

Antje Hoffmann-Land, Grüne

Klaus-Peter Land, Grüne

Jan Brockmann, SPD

Dr. Dagmar Burgdorf, SPD

Jörg Henschen; Fraktionssprecher, SPD

Ingeborg Mehser, SPD

Malte Lier, DIE LINKE

Tim Ruland; Fraktionssprecher, DIE LINKE

Jan Hannemann; Fraktionssprecher, FDP

Frank Köhler; Fraktionssprecher, BD

Beirat Schwachhausen - öffentliche Hybrid-Sitzung (Zoom)

Wann: 26.06.2025 um 19:30 Uhr

Wo: Focke Museum, Schwachhauser Heerstraße 240, Vortragssaal

Impressum 103

Herausgeberin und Chefredakteurin

Verlag Susanne Lolk I T 0421 257 57 47

Schwachhauser Heerstraße 47

28211 Bremen

Online

schwachhauser.de

facebook.com/schwachhauser.de/

instagram.com/schwachhauser/

Redaktionelle Mitarbeiter

Elke Kramer

Susanne Lolk

Guenter G. Rodewald

Mark Scheibe

Annette Schneider

Karla Wagner

Layout /Art Direction

Konstantin Zigmann

PR- und Anzeigenberatung

Susanne Lolk I T 0421 2575747

lolk@schwachhauser.de

Erscheinungsweise

Zweimonatlich

Ausgabe 104

August / September 2025

Anzeigenschluss: 10. Juli 2025

Erhältlich und zu lesen

Erhältlich im Zeitschriftenhandel sowie

bei Anzeigenkunden und zu lesen an

über 2000 Auslegestellen in Arztpraxen,

bei Friseuren, in der Gastronomie und

in Vereinen und Institutionen.

Vertrieb

Lesezirkel Leserkreis Daheim,

Haferwende 29/a1, 28357 Bremen

Titelbild

Matthias Langer, Pompondahlie,

Duftsteinrich, 2024

Digitalprint auf Aluminium

88


Hautausschlag

Mitglied

der orth.

Kirche in

Ägypten

früher:

weiße

Haremssklavin

EU-

Beitrittsstaat

2004

Verdienste

Bürgersteig,

Gehweg

Stadt i.

Kreis

Soest

(NRW)

Stadt in

Oberösterreich

19

feste

Absicht

Stadt

an der

Lippe

18

23

Heilpflanze

Düngemittel

Modetanz

der

1960er-

Jahre

7

28

seitl.

Körperteil

mineral.

Absatz

aus

Quellen

Nennwort

(lat.)

veraltet:

Truppenspitze

(frz.)

22

35

örtlicher

Gewebstod

(Med.)

große

Henkeltasche

(engl.)

Messwerkzeug

Geliebte

des Zeus

4

26

kathol.

Klosteroberin

Pilzbelag

im Mund

lat.: bete!

Fluss in

Peru

(Rio ...)

38

Paprika-

Auber-

ginen-

Paste

2

Schneeleopard

16. US-

Präsid. †

Massagemittel

(Mz.)

Vorsilbe:

Blut (gr.)

27

Zahnersatz

Taufzeuge

15

29

niederl.

Liedermacher

(van ...)

Stadt in

Portugal

34

5

engl.:

ruhen

Sport:

Endkampf

(engl.)

Stadt in

Apulien

griech.

Mondgöttin

Körperflüssigkeit

männl.

Vorname afrik.

Fluss

Teil des

Auges

der „Vater

Ägyptens“

Glaubenseiferer

Kimonogürtel

schott.

Urvolk

Fluss

zum

Voltasee

(Ghana)

33

Stadt

im Irak

20

japan.

alternat.

Heilmethode

dt. Komponist

(Max) †

Börsenbegriff

24

14

Entstehung,

Entwicklung

Sektorengruppe

a.

e. Datenträger

36

Kleidungsstück

Büstenpfeiler,

-säule

17

japan.

Fingerdruckmassage

Teil des

Fußes

10

32

6

frühere

japan.

Kleinmünze

Eiweißstoff

d.

Blutes

Gelassenheit,

Muße

österr.: Tanz

Ende d.

Stammgast

17. Jhs.

Westslawen

Sinnesorgan

Fitness,

Kondition

3

englischer

Hochadliger

ägyptischer

Gott

beugen

Stadt

auf Sizilien

Verschlusslaut

Damenhaube

im 18.

Jahrh.

sehr eng

gelockt

11

31

25

früher:

Frau eines

ind.

Fürsten

8

finn.

See/

Landessprache

9

Erfinder

des

Gasglühlichts

poet.:

scheu

30

21

Tonart

16

Tragödie

von

Voltaire

† 1778

13

Stadt

an der

Yonne

(Frankr.)

1

®

37

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svd1719-31

Foto: Caleboquendo von pexels.com

1

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Stößchen, Aperölchen!

Eine Erinnerung an Eleganz –

und ein Votum für die Würde

Wissen Sie noch, wie es war, als eine Bordkarte die

Aura von Gold hatte? Ich denke gern an diese Zeit, in

der Fliegen etwas Besonderes war. Die surreal anmutenden

Wege in Flughäfen glichen Flaniermeilen, auf

denen man innerlich die Welt umarmte, um sich dann

von ihr zu erheben. Ein paar Stunden Niemandsland

verbrachte man dort, zwischen Heimat und Sehnsucht.

Als Fliegende wussten wir: Wir erleben ein Wunder.

Und heute? Stressen wir uns mit anderen Knechten des

Zeitgeistes durch parfümtriefende Dutyfree-Korridore.

In Flughäfen kaufen wir überteuerte Tobleroneschokolade,

nur weil wir uns einbilden, dass sie so günstig

Ein übergroßer Kelch, der aussieht, als hätte man einen

Goldfisch darin püriert, verleiht Glamour – selbst dem

grässlichsten Geist.

Dabei war der Aperol Spritz einmal gleichbedeutend mit

la dolce vita, als er um 1950 in norditalienischen Vinerias

in seinen ersten Hype hinaufgehoben wurde. Zum

sanften Klang einer Tarantella de l’amore zeigten abenteuerliche

Diven und elegante Casanovas, dass sie dem

Leben mehr abgewinnen konnten als nur Alltag. Heute

landet das radioaktiv leuchtende Getränk mit dem leicht

erregenden Medizinflavour eben auch in stumpfen

Kehlen, während ein idiotischer Technobeat „L’amour

toujours“ hämmert. Der berühmte Drink ist aus dem

Olymp der stilistischen Erhabenheit in die Mitte der Gesellschaft

hinabgestürzt. Dort trifft er auf unattraktive

Begleitung: Ignoranz, Rücksichtslosigkeit und Eigennutz.

Wer hier das Wort „salonfähig“ gebraucht, geht

auch in der Outdoorjacke in die Oper.

KOLUMNE

Guten Tag, ich bin Mark Scheibe.

Als Kind war der Bremer Freimarkt

mein Himmel auf Erden: Rotor, Krake,

Achterbahn – je schneller, desto

besser. Und das Riesenrad schenkte

Weitblick im Trubel. So soll auch

diese Kolumne sein: In jeder Ausgabe

nehme ich Sie mit auf eine Runde

Riesenrad: Einsteigen, hochfahren,

anders schauen – und am Ende vielleicht

ein wenig reicher wieder landen.

Wer mag, schreibt mir:

mark@sonntagskind.blog

sonst nirgendwo zu haben ist. Auf dem Weg zum Flugzeug

finden wir uns in vollgestopften Bussen wieder,

angesichts derer unsere BSAG-Fahrzeuge wie rollende

Luxusvillen wirken. Und obwohl wir in so einer vollgepackten

Büchse kaum die Arme bewegen können, starren

wir während der Ruckelfahrt auf das Smartphone in

unserer abgeknickten Hand, als würde nur dort unsere

Sehnsucht gestillt werden.

Ein Drink ist kein Abenteuer. Ein Flug allein noch keine

Reise. Vielleicht braucht es darum etwas Mut, um sich

vom Klang eines Boardinggongs verführen zu lassen,

mit der Passagiermaschine auch die Seele zu erheben.

Vielleicht braucht es etwas Mut, um sich vom Klirren der

Eiswürfel im Glas auf den Weg zur eigenen Leichtigkeit

zu machen – und nicht nur mit dünnflüssigem Mörtel

eine Mauer vor den Kopf zu zimmern.

Genau so ist das mit Aperol Spritz. Vor zehn Jahren

noch der Drink von urbanen Königinnen und Bonvivants,

wird er mittlerweile von Abendlanduntergangsbeschleunigern

als Pils-Ersatz missbraucht. Das hat

uns ein privates Video aus Sylt im letzten Sommer klar

gemacht: Schaut man das Filmchen ohne Ton, sieht

man ausgelassene junge Leute, die vielleicht BWL studieren,

mit sonnenscheinfarbenen Weingläsern. Knipst

man den Lautsprecher an, werden sie zu charakterlich

entgleisten Besoffenen, die fröhlich tanzend „Ausländer

raus“ grölen.

Denn: Wenn wir schon fliegen, wie wäre es, wenn

wir wieder mit dieser besonderen Erregung zum Gate

flanieren, die uns nur die Überwindung der Schwerkraft

schenken kann? Wenn wir das Bordpersonal mit

einem verbindenden Lächeln begrüßen – schließlich

planen wir gemeinsam, dem Boden der Tatsachen

zu entkommen? Wenn wir schon trinken, sollten wir

dann den Drink in der Hand nicht zelebrieren wie eine

Massage von innen? Dann wird der Aperol Spritz ein

Symbol für die Kunst zu leben – und die Bordkarte

wieder zu Gold.

90


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NEUES NETZ,

NEUE WEGE.

Linie 2 verbindet:

Wir verbinden Bremen – und erweitern unser Netz

auf der Schiene und der Straße für engere Takte und

bessere Verbindungen. So machen wir die Fahrt mit

Bus und Straßenbahn für dich noch attraktiver.

Mehr unter: www.linie2verbindet.de

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