Schwachhauser I Magazin für Bremen I Ausgabe 103
Liebe Leserin, lieber Leser, ich freue mich auf den Sommer, die draußen statt findenden Events wie die Tage mit den Künstlern von La Strada und auf die Breminale, die wieder bunt und hoffentlich nicht die letzte sein wird. Wir vom Schwachhauser haben jede Menge Soli Tickets gekauft, Sie auch? Karla Wagner stellt Joachim Manz mit seiner Miniaturarchitektur vor, die eine eigene Realität hat. Vielleicht kennen Sie etwas von ihm, das Sie im öffentlichen Raum entdeckt haben? Das Schwachhauser Magazin füllt sich in dieser Ausgabe mit noch mehr interessanten Terminen, auch die Bremer Filmkunsttheater möchten im Sommer besucht werden. So haben wir die neuen Filme im Juni für Sie zusammengestellt. Wir haben uns auch die Frage gestellt, wo kann man sehr gut essen gehen und dabei auch draussen sitzen? Die Genuss Seiten im Magazin sind neu und auch der Geist wünscht neue Nahrung. Guenter G. Rodewald hat sich mit Irene Nehen getroffen und beide plauderten über ihre Leidenschaft für Bücher und das Lesen. Guenter G. Rodewald gibt den Stab der Kolumne weiter an Mark Scheibe, der nun zu guter Letzt in diesem Magazin bittet, dass Sie einsteigen, zur ersten Runde Riesenrad: Fliegen, trinken, schauen – und ein bisschen mehr verstehen. Eine Kolumne über Glanz, der mal war – und wieder sein könnte. Viel Freude dabei! Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer und bleiben Sie zuversichtlich! Herzlichst, Susanne Lolk
Liebe Leserin, lieber Leser,
ich freue mich auf den Sommer, die draußen statt findenden Events wie die Tage mit den Künstlern von La Strada und auf die Breminale, die wieder bunt und hoffentlich nicht die letzte sein wird. Wir vom Schwachhauser haben jede Menge Soli Tickets gekauft, Sie auch?
Karla Wagner stellt Joachim Manz mit seiner Miniaturarchitektur vor, die eine eigene Realität hat. Vielleicht kennen Sie etwas von ihm, das Sie im öffentlichen Raum entdeckt haben?
Das Schwachhauser Magazin füllt sich in dieser Ausgabe mit noch mehr interessanten Terminen, auch die Bremer Filmkunsttheater möchten im Sommer besucht werden. So haben wir die neuen Filme im Juni für Sie zusammengestellt.
Wir haben uns auch die Frage gestellt, wo kann man sehr gut essen gehen und dabei auch draussen sitzen? Die Genuss Seiten im Magazin sind neu und auch der Geist wünscht neue Nahrung. Guenter G. Rodewald hat sich mit Irene Nehen getroffen und beide plauderten über ihre Leidenschaft für Bücher und das Lesen.
Guenter G. Rodewald gibt den Stab der Kolumne weiter an Mark Scheibe, der nun zu guter Letzt
in diesem Magazin bittet, dass Sie einsteigen,
zur ersten Runde Riesenrad: Fliegen, trinken, schauen – und ein bisschen mehr verstehen. Eine Kolumne über Glanz, der mal war – und wieder sein könnte. Viel Freude dabei!
Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer und bleiben Sie zuversichtlich!
Herzlichst, Susanne Lolk
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Editorial
Liebe Leserin,
lieber Leser,
ich freue mich auf den Sommer,
die draußen statt findenden
Events wie die Tage mit den
Künstlern von La Strada und auf die Breminale,
die wieder bunt und hoffentlich nicht die letzte
sein wird. Wir vom Schwachhauser haben jede
Menge Soli Tickets gekauft, Sie auch?
Karla Wagner stellt Joachim Manz mit seiner
Miniaturarchitektur vor, die eine eigene Realität
hat. Vielleicht kennen Sie etwas von ihm, das Sie
im öffentlichen Raum entdeckt haben?
Das Schwachhauser Magazin füllt sich in dieser
Ausgabe mit noch mehr interessanten Terminen,
auch die Bremer Filmkunsttheater möchten im
Sommer besucht werden. So haben wir die neuen
Filme im Juni für Sie zusammengestellt.
Wir haben uns auch die Frage gestellt, wo kann
man sehr gut essen gehen und dabei auch draussen
sitzen? Die Genuss Seiten im Magazin sind
neu und auch der Geist wünscht neue Nahrung.
Guenter G. Rodewald hat sich mit Irene Nehen
getroffen und beide plauderten über ihre Leidenschaft
für Bücher und das Lesen.
Guenter G. Rodewald gibt den Stab der Kolumne
weiter an Mark Scheibe, der nun zu guter Letzt
in diesem Magazin bittet, dass Sie einsteigen,
zur ersten Runde Riesenrad: Fliegen, trinken,
schauen – und ein bisschen mehr verstehen.
Eine Kolumne über Glanz, der mal war – und
wieder sein könnte. Viel Freude dabei!
Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer und
bleiben Sie zuversichtlich!
Herzlichst,
Susanne Lolk
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3
103 Inhalt PORTRAIT
06
KUNST
Joachim Manz
22
Irene Nehen
48
JUBILÄUM
100 Jahre Stadionbad
DGzRS
52
MUSIK
Bremer Philharmoniker
Sendesaal
Musikfest
Seebühne
60
BÜHNE
Varieté
Theater
Kinovorschau
4
Immobilienrecht?
Dafür hab ich
jemanden!
30
SONDERTEIL
genuss BREMEN
Restaurant Emfehlungen
40
FESTE FEIERN
Breminale
La Strada
70
AUSSTELLUNGEN
Bremen
umzu und darüber hinaus
86
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Manz
6
„Bauspiele“ im Arpmuseum
Foto: Mick Vicncenz
Joachim Manz
Miniaturarchitektur mit eigener Realität
von Karla Wagner
Miniaturen sind das Hauptarbeitsfeld des in Bremen lebenden Künstlers. Aber
auch mit seinen Installationen – nutzbare Kunst im öffentlichen Raum – und
der Gestaltung von Leuchten gelingt Joachim Manz Statisch-Tektonisches und
Bewegliches wie auch das Zweidimensionale der Zeichnung mit Dreidimensionalem
zu vereinen. Joachim Manz schafft präzise, auch poetisch anmutende
Werke, sie sind als Schnittstelle zwischen Kunst und Architektur zu werten,
symbolisieren gleichsam Lebensfreude. Sie sind frei von Sachzwängen und in
keiner Weise der engen Klammer architektonischer Vorgaben unterworfen.
Joachim Manz ist in Lünen, das durch seine Lage
im nordöstlichen Ruhrgebiet – Industriekante zu
Dortmund – und am südlichen Rand des Münsterlandes,
sowohl von industriellem als auch ländlichem
Einfluss geprägt ist, geboren und in einer Siedlung
im Grünen aufgewachsen. Viel Platz gibt es zwischen
den Häusern. Die Kinder treffen sich draußen,
bauen Hütten aus verschiedendsten Materialien, ein
bisschen wie Bullerbü mutet es an. Als einschneidendes
Kindheitserlebnis wertet Joachim Manz die
Erkenntnis und das Bewusstsein der eigenen Existenz
und Vergänglichkeit, die ihn schon im jungen Alter
erstaunen lasse. Bereits als Schüler fasziniert ihn
Immanuel Kants Werk „Kritik der reinen Vernunft“.
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7
8
Winkelbungalow mit Pool
Foto: Mick Vincenz
Als Jugendlicher unternimmt er Streifzüge, seine
Begeisterung für Architektur entwickelt sich zunehmend,
und er fokussiert sich darauf. Den Zivildienst
absolviert Joachim Manz in Emden, das nordseenahe
flache Land reizt ihn, da, so der Künstler, Gegenstände
unter dem großen Himmel eine eigene
Wirkung entfalten können. Er arbeitet mit körperlich
und geistig behinderten Menschen, bezeichnet die
während dieses Zeitraums gemachten Erfahrungen
als Lebensschule. Zwei Jahre arbeitet er danach bei
VW im Akkord und reist in diesen Jahren durch viele
große europäische Städte. Es entstehen Bilder von
Architektur, die er sammelt, er bewegt sich gleichsam
sporadisch, kaum zielgerichtet in den Orten, lässt
sich treiben und überraschen, hat keine Erwartungen
während seiner Streifzüge. Am liebsten erkundet er
dabei die Städte nachts, wenn die Straßen mit ihrer
Architektur von außen gesehen menschenleer
und dunkel sind. Joachim Manz erlebt die Eindrücke
als Poetik des Raums, als Halbtraum, sie sind
schwarz-weiß, der gewonnene Fundus speist seine
Arbeit und ist wesentliche Grundlage seines Tuns.
Der Künstler sammelt, speichert Bilder im Kopf, lagert
sie in seinem Gedächtnis ein, lässt sich von Architekturelementen
und urbanen Situationen überraschen,
ist ohne Fotoapparat oder Zeichenblock unterwegs. Es
reizt ihn Räume zu durchschreiten und nah am Traum
zu sein. Der Künstler lässt sich von Impulsen leiten,
er möchte keine Metaphern für Urbanität entwickeln,
sondern im künstlerischen Arbeitsprozess generieren.
Bremen wird vor 30 Jahren seine Wahlheimat, er
schätzt die Grünanlagen der Stadt wie auch die Stadtgeschichte,
den „großen“ Himmel, das politische
Klima und die Aufbruchstimmung. Joachim Manz
studiert zunächst Kunst- und Erwachsenenbildung
und stellt fest, dass dies für ihn nicht der richtige
Weg ist, steigt aus dem Studium aus. Er ergreift die
Gelegenheit, ein dreimonatiges Praktikum bei einem
Steinbildhauermeister zu absolvieren, hilft dem Steinmetz
beispielsweise beim Brunnensetzen. Aus dem
Praktikum entwickelt sich eine Ausbildung, die er nach
18 Monaten bis zur Herstellung zweier Meisterstücke
- einer Säule und einer Sonnenuhr – beendet.
Seit 1987 arbeitet Joachim Manz als freischaffender
Künstler, bildet sich weiter, arbeitet über einen
Zeitraum von zwei Jahren mit zehn weiteren
Kunstschaffenden im Lagerhaus zusammen und
nimmt für drei Jahre eine Gastprofessur an der
Hochschule für Künste in Bremen an. 1993 erhält
Joachim Manz für ein Jahr ein Stipendium an der
Villa Massimo in Rom, erkundet in diesem Kontext
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o. T.
Foto: Mick Vincenz
Glockenturm
Foto: Joachim Fliegner
das Bankenviertel, die Hochhaussiedlungen, moderne
und alte Viertel der Stadt, ist sozusagen wieder
Sammler verschiedenster Situationen, kann auf
einen Riesenfundus für sein Tun zurückgreifen.
Drei Arbeitsschwerpunkte generiert Joachim Manz:
die Miniaturen als Hauptfeld, die Installationen im öffentlichen
Raum und Design, hier die Gestaltung von
Steh- und Tischleuchten. Beton, diese – so Joachim
Manz – amorphe Masse, ist von Anfang an das in
der Bildhauerei ungewöhnliche und vermeintlich kalte
Material, mit dem der Künstler arbeitet. Es taucht
überall auf, ist Bindeglied für die Miniarchitektur des
Künstlers. Die aus Beton gegossenen Objekte auf
Sockeln sind beim genaueren Hinsehen keine funktionale
Architektur, können als Traumbilder gewertet
werden, die frei sind von Bedingungen der Architektur
und der damit einhergehenden Nutzbarkeit.
Die Skulpturen haben eine einfache Formensprache.
Joachim Manz schafft damit fremdartige und im
besten Sinne unheimliche Räume, wobei die Größe
der Objekte eine entscheidende Rolle spielt. Sie sind
Gehäuse, plastische Konstruktionen, die Raum, Zeit
und Bewegung in einen anderen Kontext als den der
Funktionalität stellen. Die „Hochhäuser“ haben keine
Tür, der „Kreuzgang “ ist vermauert, in dem „Pavillon“
Stefan Messerknecht
Herzensbremer zwischen
Tradition & Innovation, also:
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Kehre in den Bergen
Foto: Tobias Hübel
öffnet sich plötzlich ein Schacht nach unten - paradoxe
Situationen, die neue Perspektiven eröffnen
können. Die Betrachtenden können herangehen,
um die Miniaturen herumgehen, Abstand gewinnen.
Zugleich ermöglichen sie es, in diese kleine Welt einzutauchen,
eine spielerische Atmosphäre wahrzunehmen,
eine Spannung zwischen dieser und teilweise
befremdlichen Situation, die der Künstler in der Art
des kleinen Formats gegeben sieht, zu erfahren.
Wandstücke im Arpmuseum, Anfassen erlaubt
Foto: Joachim Manz
Die Arbeiten entwickeln manchmal etwas Seltsames,
schwer Deutbares, da keine Zugänge angeboten
werden und nicht zu begreifen ist, wie die präsentierten
Objekte funktionieren. Kaum eine dieser Arbeiten
ist höher als 50 Zentimeter, der Alltag wird
gleichsam in eine andere Dimension transformiert.
Das physische Betreten der präsentierten Räume
ist ausgeschlossen, zugleich aber von allen Seiten
leicht und einladend zu erfassen. Joachim Manz bietet
eine andere Spielart der Wirklichkeit an, schlägt
vor, viele Wirklichkeiten denkbar zu machen.
Die geschaffenen Installationen im öffentlichen Raum
folgen im Gegensatz zu den Miniarchitekturen dem
Diktum der Nützlichkeit. Im Hugo-Bürkner-Park
Dresden, der eigentlich als ein Rückhaltebecken des
Kaitzbaches fungiert, installiert der Künstler eine
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Zimmerspringbrunnen (München)
Foto: Joachim Fliegner
Parkmöbel (Dresden)
Foto: Joachim Manz
Parkmöblierung. Im „trockenen“ Zustand lädt die
große, eingedeichte Wiesenfläche zum Verweilen,
Innehalten, Spielen und Spazieren ein, fernab vom
geschäftigen Alltag. Die Parkmöblierung realisiert
Joachim Manz in Form von Pontons gesetzten
Holzdecks. Die Ensembles lösen sich bei steigendem
Wasser von ihrem Standort, schwimmen und
finden bei sinkendem Wasser einen anderen Platz.
Rheinschlafen (Rolandseck) oder auch Wasserstellen
und Brunnen, die als Grundvoraussetzung allen
Lebens und Wachsens zu werten sind, gehören
ebenso zu den Installationen im öffentlichen Raum.
Und immer sind sie Orte des Gemeinschaftlichen,
der Kommunikation, Wurzeln des Zusammenlebens
und erlauben es auch, ästhetische Erfahrungen erlebbar
zu machen. Der Künstler baut die Schaufensterscheibe
in einem in der Münchener Innenstadt
stark frequentierten Ladenlokal aus, setzt es bis zur
Schaufensterbank unter Wasser und installiert im
Innenraum einen Springbrunnen. Um eine schlanke,
sprudelnde Fontäne im hinteren Bereich des Raums
breiten sich konzentrisch kleine Wellen aus. Ihre Lichtreflexe
schimmern an Decken und Wänden. Nachts
wird vor das offene Schaufenster ein metallenes
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Trinkbrunnen am Mecklenburger Platz
Foto: Joachim Fliegner
Gitterrollo heruntergelassen. Die Zuschauerinnen und
Zuschauer können das Plätschern hören, beobachten
Lichtreflexe, haben die Möglichkeit in ein Traumbild
einzutauchen. Am Gerhard-Marcks-Haus in Bremen
schafft Joachim Manz eine stark frequentierte Installation.
Sie besteht aus einem Waschbecken, einer
Dusche und einer Badewanne. Interessierte erhalten
im Museum eine Bademarke. Nach deren Einwurf in
einen Automaten wird warmes Wasser freigegeben.
Als ebenso vom Nutzungsgedanken geleitet ist der
Trinkwasserspender in der Nähe eines Kinderspielplatzes
am Mecklenburger Platz zu werten. Sobald eine
runde Bodenplatte vor der Terrazzostele mit den Füßen
berührt wird, übermittelt ein Sensor das Signal zur
Wasserfreigabe. Das Wasser fließt zehn Sekunden
lang aus einem Messingrohr über eine geschwungene,
mit Seitenrändern versehene Steinplatte.
Im Neubau der Bremer Kunsthalle verwirklicht Joachim
Manz eine dauerhafte Installation. Hier schafft er
etwas eher Fragiles, ermöglicht es, aus einer Zeichnung
eine Skulptur entstehen zu lassen. Wenn man
in dem Raum der Kunsthalle an eine Wand herantritt,
sieht die Installation zunächst wie eine kleine,
feine Umrisszeichnung aus. Beim Nähertreten ist
ein hauchfeiner Spalt zu entdecken. Beim Berühren
Bad am Marcks-Haus
Foto: Joachim Fliegner
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Werkstatt des Künstlers, Foto: Joachim Manz
der innenliegenden Form dreht sich eine Skulptur
aus der Wand – aus der Zeichnung auf der Wand
wird eine Skulptur in der Wand, die sich in den verschiedensten
Kombinationen zeigt – von drehbarer
Skulptur und dem innen Futteral. Der Künstler bedient
sich hier gleichsam des Spiels der kinetischen
Energie und kann so Veränderungen vornehmen.
Weise sein kreatives Schaffen und bietet Betrachtern
und Betrachterinnen seiner Werke eine
Plattform sich damit auseinander zu setzen.
joachimmanz.de
Joachim Manz wagt auch – außergewöhnlich für
Künstler und Künstlerinnen – den Sprung zum Design.
Er schafft Steh- und Tischleuchten, wobei er
seinem Lieblingsmaterial, dem Feinbeton, treu bleibt.
So entwickelt Joachim Manz für die Firma Technolumen
eine kugelförmige Pendelleuchte. Ein runder
Stein schwebt im Raum, strahlt zu einer Seite ab.
Seine Oberfläche ist derart gestaltet, dass der Beton
nicht vollständig verdichtet ist, sondern auch Unregelmäßigkeiten
aufweist. Der Stein strahlt große Ruhe
aus und erinnert entfernt an einen Himmelskörper.
18
Bei allem kreativen Tun behält sich Joachim Manz
vor – so auch vor dem Hintergrund der Entwicklung
der Leuchten – neue Freiheiten im Kunstbetrieb
zu erschließen, sich immer wieder der Frage
des Kunstbegriffes zu stellen, was eigentlich
Kunst ist – subjektives Urteil, Geschmacksurteil?
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SERIE
Irene Nehen in ihrer Buchhandlung · Foto: Privat
Im Gespräch mit einer Bremerin
Plauderei mit Irene Nehen
Buchhandlung Melchers
Von Guenter G. Rodewald
22
Landpartie zur Doyenne
des Bremer Buchhandels
Schon seit langem stand mein Besuch bei der dienstältesten
Bremer Buchhändlerin Irene Nehen in ihrem
1764 erbauten Bauernhaus in Bremens Nähe auf dem
Plan. Nun hatte es endlich gepasst.
Dazu meinte es das erste frühlingswarme Wetter
gut mit mir, so dass ich mich mit frisch geweckter
Ausflugslust an einem Sonntag auf mein E-Dreirad
schwang und über die gut ausgebauten Radwege ins
Lange Moor südlich von Worpswede auf den Weg
machte. Meine Gastgeberin stand schon in der Tür ihres
Hauses, und nach herzlicher Begrüßung setzten
wir uns an den einladenden Tisch in der riesengroßen
Bauerndiele, auf dem eine von der Hausherrin selbstgebackene
Torte lockte.
Irene Nehen und ich, das sei hier vorgeschoben, wissen
voneinander und kennen uns vom Namen schon
viele Jahrzehnte lang. Aber persönlich haben wir uns
erst vor ein paar wenigen Jahren kennengelernt. Das
gegenseitige Wissen um die andere, bzw. den anderen
erklärt sich um buchhändlerische Ecken, denn
sie war viele Jahre mit dem charismatischen Bremer
Buchhändler Heinz-Jürgen Nehen (1937 – 2019) verheiratet.
Ich wiederum bin der jüngste Sohn des Bremer
Buchhändlers Wilhelm Rodewald (1912-1978).
Mein Vater hatte zu seinem knapp 15 Jahre jüngeren
Kollegen Nehen, seit dieser aus Mönchengladbach
nach Bremen gekommen war, um die Buchhandlung
Storm zu übernehmen, immer ein sehr kollegiales, fast
freundschaftliches Verhältnis, eine gegenseitige berufliche
Hochachtung kennzeichnete ihre Beziehung.
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23
Buchhandlung Melchers an der Schwachhauser Heerstraße, Foto: Konstantin Zigmann
Es zeichnete diesen Berufsstand schon immer aus,
dass man untereinander einen in der Regel kooperativen,
fast solidarischen Umgang pflegt. Das gelte auch
heute noch so, wie Irene Nehen im Laufe unseres Gesprächs
mit deutlicher Vehemenz unterstreicht: „Gerade
heute ist dieser Gemeinschaftsgeist so wichtig wie
wohl noch nie, in Zeiten, in denen der inhabergeführte
Buchhandel in so massivem Konkurrenzkampf zu den
großen Buchhandelsketten und dem Internet steht
und wir um jeden Leser, jede Leserin kämpfen müssen“.
Wie wird man eine Buchhändlerin?
Geboren in Schleswig-Holstein, zog Irenes Familie –
ihr Mädchenname ist Martin – bald nach ihrer Geburt
nach Barnstorf in Niedersachsen. Dort lag einer der
Standorte des Erdgas- und Erdölproduzenten Wintershall,
wo ihr Vater als Industriegeologe arbeitete.
Nach dem Besuch der dörflichen Grundschule wechselte
Irene ins Gymnasium in Diepholz. „Abitur habe
ich dann nicht gemacht, ich war einfach zu faul und
hatte am Ende auch keine Lust mehr und andere Interessen“,
gesteht sie freimütig.
„Ausgesucht hat mein Vater für mich meinen Beruf,
dem Argument folgend, ich lese doch so gerne und so
viel; so war sein in eine Frage gekleideter schlüssiger
Vorschlag: ‚Warum wirst Du nicht Buchhändlerin?‘. In
der Tat war ich, wie es so heißt, eine echte ‚Leseratte‘.
Überhaupt war unser Haus voller Bücher, mein Vater
schrieb auch viel, hauptsächlich Sachbücher, die
viel mit seinem Beruf zu tun hatten, und ungezählte
Einzelveröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften
füllen seine ausgedehnte Bibliografie. Meine
Mutter las auch kreuz und quer, einfach alles, meine
drei jüngeren Brüder spielten lieber. Ich erinnere mich
gut an ein Weihnachten, da habe ich mir den Spaß erlaubt
und alle Bücher gezählt, die wir zu diesem Anlass
verschenkt, oder geschenkt bekommen hatten, es
waren über 120!“
„Da mein Vater häufig nach Hannover auf Dienstreise
gehen musste, versorgte er sich und uns auch von
dort mit Büchern. Er war Stammkunde in der historischen
Buchhandlung Sachse & Heinzelmann und
fragte den damaligen Besitzer Robert Jockusch um
Rat wegen einer Lehrstelle für seine Tochter. Er empfahl
ihm die Buchhandlung Franz Leuwer in Bremen.
So spülte es mich als junges Ding in diese schöne
Stadt und in meine Sturm- und Drangzeit“, erinnert
Irene sich und lächelt.
24
Mitten im Irgendwo des Teufelsmoors lebt und liest Irene Nehen, Foto: Guenter G. Rodewald
Nach Abschluss der Lehre ging sie für eine kurze Zeit
nach Mainz, dort arbeitete sie in der Gutenbergbuchhandlung,
schaute sich noch in Freiburg um, weil sie
sich zur Nähe der Schweiz hingezogen fühlte. Am
Ende kehrte sie aber in den kühlen Norden zurück
und schloss sich erneut der Leuwer-Belegschaft an.
Doch sie wollte sich weiter verändern, kam so in die
Buchhandlung G.A.v. Halem in der Böttcherstraße und
baute dort den Huckebein Kinderbuchladen auf, damit
den ersten Buchladen Bremens für junge Leser und
Leserinnen. „Kinderbücher, ja, die haben mir immer
sehr, sehr am Herzen gelegen“, schiebt Irene überzeugend
ein.
Raus auf’s Land!
Ein solcher Ortswechsel kann tatsächlich bisweilen
sehr unverhofft geschehen. Die Geschichte muss einfach
erzählt werden, denn sie könnte gut den Stoff
für einen Roman oder Film abgeben. Wie schon eingangs
erwähnt, gab es in Bremen den Buchhändler
Jürgen Nehen. Als es ihn in die Hansestadt verschlug,
hatte er zunächst die Buchhandlung Storm – Bücher
in drei Etagen in der Obernstraße 18 als neuer Betreiber
übernommen, später kamen dann ein Antiquariat
in der Hankenstraße, verschiedene Läden in der Langenstraße
und die Buchhandlung Otto Melchers in der
Sögestraße 60 dazu, die ab 1997 dann unter diesem
Endlich gibt es Betten, die das Leben erleichtern und trotzdem schön aussehen.
Wir haben das
zukunftssichere Bett !
Die Vorteile auf einem Blick:
• Zeitloses Design in vielen Holz- und Polstervarianten
• automatische Verstellmöglichkeiten
• Matratzen individuell auf Körper und Rücken abgestimmt
• zukunftssicher durch Funktionalität
• Beratung auch zuhause in den eigenen vier Wänden
• Integration ins eigene Bett möglich
• Ergonomische, bequeme und individuelle Ein- und Ausstiegshöhe
• Einzel- und Doppelbettlösungen möglich
• Professionelle Handhabung, falls Sie fremde Hilfe benötigen
Komfortables Aufstehen Problemlose Reinigung Sehr leichtes Bettenbeziehen
Sprechen Sie mit den Experten: Rufen Sie uns an und vereinbaren
einen Beratungstermin, gerne auch bei Ihnen zuhause.
Telefon 0421 / 32 73 07
Mo. - Fr. 10 bis 18 Uhr und Sa. 10 bis 16 Uhr
Parkplätze hinter dem Haus oder in der Marcusallee
Die S-Bahn Linie 4 hält direkt vor dem Haus
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25
Überreichung des Bremer Buchhandlungspreises 2024 an Irene Nehen durch den Bremer Bürgermeister und Kultursenator Dr. Andreas Bovenschulte,
Kaminsaal Rathaus Bremen, Foto: Marvin Dreblow
Namen an der heutigen Adresse zu finden ist, mitten
im Zentrum von Schwachhausen, als Inhaberin Irene
Nehen, zwischen der ‚Gondel‘ und dem REWE-Markt
an der Schwachhauser Heerstraße 207.
Durch die Nähe der Stormschen Buchhandlung und
Irenes Arbeitsplatz kannte man sich. Bei einem geschäftlichen
Zusammentreffen fragte Jürgen Nehen
Irene, ob sie Autofahren könne. Sie bejahte. Seine
nächste Frage „Können Sie denn auch Trecker fahren“,
nein, etwas verblüfft war sie schon, aber antwortete,
nein, das könne sie nicht. „Aber wieso fragen
Sie?“ – Er: „Ich betreibe doch nebenbei einen Bauernhof,
und am Wochenende muss ich das Heu einholen,
da könnte ich sehr gut Hilfe gebrauchen, kommen Sie
doch einfach raus zu mir, und wir werden sehen“. Und
nur wenige Monate später zog sie im Hause Nehen
im Teufelsmoor ein…
Fast vier Jahrzehnte verband die beiden ihr gemeinsames
Leben. Vor gut fünf Jahren mussten die beiden
sich trennen, am 28. November 2019 verstarb Jürgen
Nehen nach langer, schwerer Krankheit.
Nicht nur das miteinander Leben und Schaffen auf
dem Hof habe sie beide immer verkoppelt, sondern
auch durch ihre Zusammenarbeit in den verschiedenen
Buchhandlungen fühlten sie sich eng verbunden.
„Wir haben uns immer bei beiden Aufgaben sehr gut
verstanden und ergänzt. Wir vertrauten uns eigentlich
nahezu blind. Achteten daneben aber sehr bewusst
auf unsere Unabhängigkeiten. Es war eine glückliche
Ehe, war eine gut funktionierende und intakte Zusammenarbeit,
bestes Teamwork.“
Und ohne ihn?
Ich traue mich nachzufragen, wie es denn sei, jetzt
allein auf dem Hof zu leben. Sehr glaubhaft antwortet
sie: „Bei aller Traurigkeit, die einen immer wieder
einholt, immer vollkommen aus heiterem Himmel, du
wirst das ja auch kennen, bin ich weiterhin eine glückliche
Frau, genieße mein Leben hier in der weiten, sich
immer wieder verändernden Landschaft, in der Nähe
von guten fürsorglichen Nachbarn, und in der Stadt -
frei nach der Wiener Kollegin Petra Hartlieb – in meiner
‚wundervollen Buchhandlung‘. Die Zusammenarbeit
mit meinen sechs Kolleginnen und der Kontakt zu
den vielen langjährigen Kunden und Kundinnen und
vielen von deren Kindern, die nun selbst schon mit
ihrem Nachwuchs in den Laden kommen. Das macht
einfach glücklich.“
Aktiv auch auf anderen Ebenen
Die Probleme des heutigen Buchhandels kann sie
umso deutlicher durchschauen, weil ihr die Probleme
und Eigenarten dieses Gewerbes nicht nur aus der
Perspektive der selbstständigen Buchhändlerin allein
vertraut sind, sondern gerade auch durch ihre ehrenamtlichen
Tätigkeiten, die sie in langen Jahren auf
beruflicher Verbandsebene ausgeübt hat. So kennt
26
sie von Grund auf die spezielle gesamtpolitische und
gesamtwirtschaftliche Situation dieser Einzelhandelssparte.
Der von Frankfurt aus agierende und in diesem
Jahr sein 200-jähriges Jubiläum feiernde Börsenverein
des Deutschen Buchhandels, als Berufsverband
der Verleger und Buchhändler Deutschlands, damit
unter anderem auch der Veranstalter der Frankfurter
Buchmesse, würdigte sie für ihr langjähriges Engagement
auf nationaler und regionaler Ebene des Verbandes
mit der Goldenen Nadel, einer der höchsten
Auszeichnungen, die diese Vereinigung verleiht.
„Ich bin ganz offen, ich bin richtig ein bisschen stolz
auf diese Anerkennung“, gesteht Irene in ihrer einnehmenden
Bescheidenheit. Ich weiß, dass das auch die
einhellige Meinung unter den Bremer Buchhändlerinnen
und Buchhändlern ist. Mit gleichem Engagement
war sie langjähriges Mitglied im Sprecherkreis der
IGUS (Interessengemeinschaft Unabhängiges Sortiment)
im Börsenverein.
Im vergangenen Jahr wurden sie und ihre Buchhandlung
Otto Melchers im Rahmen des Bremer Buchhandelspreises
2024 mit einem Sonderpreis geehrt. Der
Jurybegründung braucht man nichts weiter hinzuzufügen,
denn sie preist Irene Nehen so:
„Die Buchhandlung Otto Melchers mit der Inhaberin
Irene Nehen steht für eine jahrzehntelange Vernetzung
und unermüdlichen Einsatz für die Interessen des Bremer
sowie des überregionalen unabhängigen Buchhandels.
Die Jury begreift die Auszeichnung der Buchhandlung
Otto Melchers als Ehrung des gesamten Bremer
Buchhandels, der sich stets kollegial und für eine
Sichtbarkeit von Büchern im Stadtbild einsetzt.“
Ein Leben ohne den Buchladen?
Vielleicht ist es eine unpassende Frage, aber ich stelle
sie dennoch. „Kannst Du Dir vorstellen, einmal ohne
Deinen Buchladen auszukommen? Und wenn ja, wie
Dress in white - glow all night
Feiern Sie mit uns am 26.06.25 einen Abend ganz in
Weiß: Elegante Lounge-Atmosphäre, stimmungsvolles
Licht, kühle Drinks und leichte Beats. Wer möchte,
bringt Glitzer, Knicklichter oder einfach gute Laune mit –
Hauptsache weiß und wohlfühlbereit.
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Leise Beats, Große Vibes
Kopfhörer auf, Kanal wählen, lostanzen. Bei unserer
Silent Party am 31.07.25 entscheiden Sie selbst, zu
welchem Sound Sie feiern möchten – auf drei Kanälen
legen unsere DJs parallel auf. Gemeinsam feiern,
individuell erleben.
Mehr Infos unter https://mb4.me/silentparty.
27
Guenther G. Rodewald im Gespräch mit Irene Nehen, Foto: S. Lolk
sähe Dein Leben dann aus, hast Du Dir darüber einmal
Gedanken gemacht?“
Geradezu mit voller Leidenschaft fängt sie an zu
schwärmen: „Oh ja! Sehr gut kann ich mir das vorstellen.
Allerdings erst dann, wenn ich eines Tages weiß
und geklärt haben werde, dass meine geliebte Buchhandlung
von guten, ebenso begeisterten Menschen
weitergeführt werden wird. Das Zentrum Schwachhausens
ohne eine gut sortierte Buchhandlung zu
lassen, das brächte ich nicht übers Herz. Da haben
in Bremen in der letzten Zeit schon zu viele Buchläden,
und alle mit langer bis sehr langer Geschichte,
ihre Türen geschlossen, sei es Leuwer am Wall, gleich
daneben Bettina Wassmann, Bremens eigenwilligste
Buchhändlerin und großartige Kollegin, Storm in
der Langenstraße (die Buchhandlung meines geliebten
Mannes!). Dass es auch anders geht, hat man im
Buchladen Ostertor im Fehrfeld und in der Albatros
Buchhandlung im Fedelhören bewiesen, auch diese
schon mit fast 50-jähriger Historie, sie haben sich
sehr bemüht, engagierte, junge Nachfolger zu finden.
Und es ist ihnen bestens gelungen. Man muss einfach
Geduld haben.“
„Du wirst dann aber doch viel freie Zeit haben, wie ich
Dich kenne, weißt Du aber längst, wie Du sie füllen
würdest, oder?“
„In der Tat schätzt Du mich richtig ein: erstens lesen!
Du siehst ja hier in der großen Diele und im ganzen
Haus, alles steht voller Bücher, und
viele davon habe ich noch nie gelesen,
andere möchte ich erneut lesen. Denn
oft, das entdecke ich immer wieder,
liest man so manches Buch im Alter so
ganz anders als man es früher erlebt
hat,“ schwärmt sie, wie sich nur eine
durch und durch ihren Beruf liebende
Person zu begeistern in der Lage ist.
Geschichtsforschung
„Was ich auch fest im Sinn habe, ich würde gerne
zusammen mit anderen der Geschichte des Bremer
Buchhandels des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts
auf den Grund gehen, den Jahren der Weimarer
Republik, vor allem auch die Jahre der NS-Zeit
erforschen und damit zusammenhängend, wie man
mit dieser Vergangenheit in den Jahren danach umgegangen
ist, oder es eben nicht getan hat. Immerhin
weiß man ja von Anni Leuwer, die man ganz früh im
Jahre 1933, durch ihren eigenen Geschäftsführer und
Teilhaber Carl Emil Spiegel und dem Norddeutschen
Lloyd aus ihrer Buchhandlung katapultiert hatte. Weil
sie Jüdin war. Der gesamte Bremer Buchhandel muss
davon gewusst haben und hat es geschehen lassen.
Ein dunkles Kapitel unserer Innung in dieser Stadt. Im
Juli 1942 wurde Anni Leuwer mit dem letzten Zug, der
Bremen in jene Richtung verließ, ins Lager Theresienstadt
deportiert, wo sie am 8. Februar 1943 mit 71 Jahren
umkam. In meiner gesamten Zeit dort bei Leuwer
hat nie jemand über diese Geschichte gesprochen.“
Und dann noch ein ‚Kundengespräch‘
Eine Frage reizt mich doch am Schluss unseres langen
und entspannten Gesprächs Irene zu stellen.
„Wenn ich dieser Tage zu Dir in Euren Laden käme,
nehmen wir an, durchaus als einer Deiner Stammkunden,
was würdest Du mir als Lektüre empfehlen?“
„Da fiele mir sofort etwas ein: ich lese gerade den Roman
der jungen Autorin Florentine Anders mit dem Titel
‚Die Allee‘; der wird dir gefallen, ich bin ganz sicher.
Sie ist die Enkelin des DDR-Architekten Hermann
Henselmann und erzählt eine überraschende Familiengeschichte
und die weitgehend unbekannte Architekturgeschichte
der DDR.“
„Und worauf ich sehr gespannt bin“, fügt sie an, „ist
der neue Roman des Bremer Autors David Safier, der
im Mai erscheint; ‚Die Liebe sucht ein Zimmer‘ erzählt
eine Liebesgeschichte aus dem Warschauer Ghetto
zwischen drei jungen Schauspielern. Gerade nach
seinem ergreifenden Roman über die Geschichte seiner
Eltern ‚Solange wir leben‘ bin ich sehr gespannt
darauf. Übrigens, hast Du die Dramatisierung
davon im Bremer Theater gesehen?
Nein? Musst Du Dir unbedingt
ansehen!“
Den Empfehlungen Irenes kann ich
trauen! So habe ich mir sofort nach
meinem Besuch bei Irene ein Ticket für
Safier besorgt.
28
Anni Leuwer, Künstler unbekannt. Es hing im Flur von Anni Leuwers letzter Wohnung
vor ihrer Deportation in der Kurfürstenallee 9. (Quelle: A History of the World · BBC)
genuss
Bremen
die leckeren Seiten Bremens
29
Über den Wolken...
Das Panoramarestaurant BLIXX
im ATLANTIC Hotel Airport Bremen
GASTRONOMIE
Leckere Küche mit frischem Fisch im „Greens“
Sonnendurchflutet mit Blick auf das Rollfeld, Foto: Antje Schimanke
In der achten Etage des 4-Sterne ATLANTIC Hotels
Airport erwartet Sie nicht nur kulinarische Vielfalt,
sondern auch eine spektakuläre Aussicht auf das
Rollfeld des Flughafens.
30
Blaue Stimmung am Abend im Blixx, Foto: Stadel Photography
Das rundum modernisierte Full Service Hotel gehört
seit mehr als 25 Jahren zur Airport-Stadt. Mit direkter
fußläufiger Anbindung zum Flughafen stehen hier 112
hochwertig eingerichtete Zimmer im Aviation-Style,
sowie acht Konferenzräume für bis zu 250 Teilnehmende
zur Verfügung. Der frisch renovierte Veranstaltungsraum
„Lilienthal“ setzt neue Maßstäbe für
Meetings, Tagungen und exklusive Events. Auf 200
m² vereinen sich stilvolles Design, ein gemütlicher
Kamin sowie ein moderner Lounge-Bereich zu einem
einzigartigen Ambiente. Der Panoramablick auf die
Bremer Skyline sorgt für Inspiration und Weitblick.
Für eine bequeme An- und Abreise gibt es ausreichend
Parkplätze direkt hinter dem Hotel oder in der
anliegenden Garage. Eine Anreise mit der Straßenbahn
bietet sich ebenfalls sehr gut an, da diese direkt
vor dem Hotel hält. In nur 10- 15 Minuten sind die
Innenstadt und der Hauptbahnhof zu erreichen. Perfekt
angebunden und dennoch in ruhiger Lage, die
eine unkomplizierte Anreise für Gäste aus aller Welt
ermöglicht – ideal für internationale Meetings oder
besondere Events.
Neu & exklusiv: Die neue Speisekarte im BLIXX
Unsere Küchencrew hat unsere Speisekarte neugestaltet!
Freuen Sie sich auf eine erlesene Auswahl an
internationalen, sowie kreativen Speisen und saisonalen
Highlights, die höchsten Genuss und Abwechslung
garantieren.
Ob vegan, vegetarisch oder allergieverträglich – im
BLIXX finden Sie garantiert das passende Gericht.
Auch für den kleinen Hunger ist gesorgt: Kreative und
neu interpretierte Snacks, sowie leichte Köstlichkeiten
runden das Angebot ab. Mit seinen 100 Sitzplätzen
und der integrierten BLIXX Bar in 35 Metern Höhe,
sorgt das internationale und gut eingespielte Service-
Team für ein rundum gelungenes Gasterlebniss.
Exklusivität mit unvergleichlichem Ausblick:
Ihr Event im BLIXX!
Sie suchen eine außergewöhnliche Location für Ihre
nächste Veranstaltung? Ob geschäftliches Dinner,
Jubiläum oder private Feier – das Panoramarestaurant
BLIXX bietet die perfekte Kulisse für unvergessliche
Momente. Auf Wunsch können Sie das gesamte
Restaurant exklusiv buchen und Ihre Gäste mit einem
maßgeschneiderten Service verwöhnen lassen. Feiern
Sie in stilvollem Ambiente mit spektakulärem Blick auf
das Rollfeld und erleben Sie eine Veranstaltung, die
in Erinnerung bleibt. Erleben Sie Genuss mit Aussicht,
egal ob Frühstück, Lunch oder Dinner – das BLIXX
begeistert mit Weltoffenheit und einer unvergleichlichen
Atmosphäre.
Reservieren Sie für Anlässe jeder Art im BLIXX und
erleben Genussmomente, die Ihnen noch lange in Erinnerung
bleiben – mit Blick auf das lebendige Rollfeld
und unvergesslichen Sonnenuntergängen über Bremen.
Wir freuen uns darauf, Sie im BLIXX willkommen
zu heißen – für besondere Geschmackserlebnisse,
exklusive Events und einmalige Genussmomente mit
Weitblick!
Reservierungen sind auch exklusiv möglich und werden
unter der Telefonnummer +49 (0) 421 5571-444
oder per Mail blixx@atlantic-hotels.de entgegengenommen.
Die genauen Öffnungszeiten finden Sie auf
der Hotelwebsite: atlantic-hotels.de/hotel-airportbremen/restaurant-blixx/
31
Sebastian Hafer (Sous Chef), Stefanie Sasse (stellvertretende Betriebsleitung
und Serviceleitung), Dominic Kruse (Geschäftsführung), Alexander Stüve
(Küchenchef und Ausbilder), Tsering Zongkar (Sushi Chef)
Asiatische Küche und
SUSH I
Direkt an der Weser gelegen, lädt der Chilli Club dazu
ein, die moderne asiatische Küche in stilvollem Ambiente
zu genießen. Von mittags bis spät in die Nacht
verwöhnt das Restaurant seine Gäste mit einer facettenreichen
Auswahl an hochwertigen Gerichten: Ob
frische Bowls, zartes Sushi oder aromatische Currys
– jedes Gericht wird mit Leidenschaft zubereitet.
Durch die Zubereitung bei hohen Temperaturen bleiben
die Zutaten besonders knackig, was den authentischen
Geschmack der Wok-Gerichte und modern
interpretierten Asia-Kreationen unterstreicht.
Geschäftsführer Dominic Kruse mit seiner
Stellvertreterin Stefanie Sasse
Abgerundet wird das kulinarische Erlebnis durch eine
exquisite Getränkekarte. Von erfrischenden Aperitifs
über erlesene Weine bis hin zu kreativen Cocktails
findet sich für jeden Anlass das passende Getränk. Besonders
charmant: Im Chilli Club sind auch Vierbeiner
herzlich willkommen – so wird ein Besuch zu einem
Erlebnis für die ganze Familie, vom Gourmet bis zum
tierischen Begleiter.
CHILLI CLUB BREMEN
Am Weser-Terminal 8
28217 Bremen
T 0421 390 99 000
chilliclub-bremen.de
Asian Soul Food – Restaurant & Bar, der CHILLI CLUB in der Überseestadt
32
Engagiert, freundlich und gut drauf: das Team des VAIVAI
VAIVAI
Steaks · Burger · GIN · Bar
Unser exklusiver Weinraum bietet die perfekte Location
für Ihre private Feier, Hochzeiten, Firmenfeiern, oder
ein lockeres „get together“.
Mark Just: Betriebsleitung
Yaska Wenzel: Küchenchefin und Ausbilderin
Das VAIVAI ist im Industrielook inszeniert und auf urbane
Art sehr gemütlich und unkompliziert. Gekocht
wird nach dem „Back to the roots“ – Prinzip: Einfach,
sehr geschmackvoll, frisch und für uns sehr wichtig:
alles selbstgemacht!
In der offenen Showküche kann man das rege Treiben
beobachten, in den Grills brutzeln Steaks, und in unseren
Dry Agern reifen erstklassige Cuts und Rinderrücken.
An der größten Gin Bar in Bremen kann man sich
durch die detaillierte Ginkarte probieren und einen
stressigen Tag in Ruhe ausklingen lassen. In vielerlei
Hinsicht ein Erlebnis der Extra Klasse!
Das VAIVAI ist Restaurant, Gin-Bar, gemütliche Cocktaillounge
und Veranstaltungslocation zugleich
.
• 160 Sitzplätze
• 40 Plätze in der Lounge
• Veranstaltungsraum mit bis zu 34 Personen
• 160 Terrassenplätze direkt an der Weser
Wir sind der „Place to be“ wenn Sie einen exzellenten
und abgerundeten Restaurantbesuch erleben möchten.
Kommen Sie vorbei und überzeugen sich, wir freuen
uns auf Ihren Besuch!
VAI VAI BREMEN
Am Weser-Terminal 10
28217 Bremen
T 0421 51 79 76 33
vaivai.de/bremen
reservierung-bremen@vaivai.de
33
TOPAZ
Casual Fine Dining
in der Horner Straße
Lisa Hinrichsen und Fynn Fabian
34
Das Topaz ist oft umgezogen. Wenn Sie es noch aus
der Violenstraße kennen und aus der Zeit im Ostertorsteinweg,
dann sind Sie Stammkunden bei Holle
und Tom Schmidt gewesen. Die beiden sind heute im
verdienten Ruhestand. Das Topaz hingegen hat sich
nur ein neues Gewand angezogen: Aus dem Kontorhaus
zog das Topaz zuletzt in die Horner Straße, Ecke
Feldstraße, in das ehemalige Filz.
Das Team, das schon im Kontorhaus in der Langenstraße
seine Gäste mit gastronomischem Herzblut
verwöhnt hat, ist geblieben. Dazu gehören Küchenchef
Fynn Fabian und seine Sous Chefin Lisa Hinrichsen,
auch André Piller und Tjark Rösing sind Teil des
Küchenquartetts.
Fine Dining
weiter regelmäßige Veranstaltungen zu saisonalen
oder aktuellen Themen: ob Spargel, Flusskrebse oder
Weinverkostungen. Um diese Termine rechtzeitig zu
erfahren, melden Sie sich einfach auf der Internetseite
topaz-bremen.de für den Newsletter an. Selbst die
Telefonnummer ist ein Klassiker und hat sich bis
heute nicht geändert. Kennen Sie sie auch noch auswendig?
0421 77625.
Das Topaz mit der wunderschönen Sonnenterasse ist
zwar klein aber feiern lässt es sich dort ganz groß. Ob
ein einheitliches Menü für bis zu 35 Personen oder ein
schönes Flying Fingerfood mit bis zu 70 Personen.
Und selbst das Parken in den anliegenden Straßen ist
unproblematisch – hätte man gar nicht gedacht.
Neben der Gastronomie im Haus bietet das Topaz
auch, wie schon immer, ein professionelles Cateringerlebnis.
Frische Zutaten, individuelle Speisenauswahl
und die persönliche Beratung sind nach wie
vor die Grundbausteine. Abgesehen von klassischen
Veranstaltungen beliefert das Topaz auch das schicke
Business Meeting oder serviert lässiges Fingerfood.
Gern stehen sie Ihnen als zuverlässige Ansprechpartner
für Caterings in Bremen und Umgebung zur
Verfügung.
Die Terrassenplätze des Topaz
Alle vier Wochen wechselt das kulinarische Angebot.
Wobei die Topaz-Klassiker, wie das Wiener Schnitzel,
die Hummercrèmesuppe oder der allerbeste Cheesecake
immer einen festen Platz auf der Speisekarte
haben. Die Gäste werden nicht nur lukullisch verwöhnt,
auch der Geist des Topaz bleibt erhalten: ob
Wein oder Bier, formell oder leger – alles ist erlaubt.
Das Casual Fine Dining, ein weiterer Topaz Klassiker,
hat sich bis heute nicht geändert. Qualität trifft auf
Herzenswärme.
Das Team um Geschäftsführerin Nina Hinrichsen
und Betriebsleiter Ibrahim Aly plant auch in Zukunft
Auf Wunsche bietet das Topaz ein Rundum-Sorglos-
Paket. Was das genau ist, erklärt Ihnen Nina Hinrichsen
und freut sich auf Ihren Anruf, oder gehen Sie
einfach mal spontan vorbei, so, auf ein Glas Wein,
warum auch nicht, denn es war schon immer so:
Sie sind herzlich Willkommen
TOPAZ
Horner Straße 90
28203 Bremen
T 0421 7 76 25
topaz-bremen.de
35
Welch Genießer in dieser Stadt kennt es nicht, Das
Kleine Lokal in der Besselstraße 40? Seit Januar diesen
Jahres bietet Stefan Ladenberger seinen Gästen
noch mehr Genuss, diesen nur noch an von ihm ausgesuchten
Abenden, es sei denn, Sie buchen sich das
Restaurant für Ihr persönliches Fest.
Der gebürtige Rheinländer, der 1998 Das Kleine Lokal
übernahm, hat sich ein neues Konzept ausgedacht,
dass für Ihn und seine Gäste optimal ist und auch
schon begeistert angenommen wird. Ein kleiner Urlaub
am Tisch!
Nach 27 Jahren
Neues!
Stefan Ladenberger mit seinem neuen Konzept: Urlaub am Tisch
Menüabende der besonderen Art. Manchmal wird
auch ein Winzer eingeladen, so wie im August vom
Weingut Brügel aus Castell-Greuth im Frankenland.
Stefan Ladenberger hat zu diesem Weingut eine
langjährige Beziehung der Freude am Genuss der
Weine aus dem Hause von Harald Brügel, der endlich
zu Stefan Ladenberger nach Bremen kommt. Ein
Highlight für Stefan Ladenberger, aber auch für die
bereits fast ausverkaufte Genießerrunde.
Wenn Sie Lust haben, an mehrgängigen Menüs, die
Stefan Ladenberger für Sie aussucht und Sie es lieben
auch ein wenig überrascht zu werden, dann schauen
Sie auf die Homepage des Restaurants und melden
sich bitte zum Newsletter an. So erfahren Sie schnell,
wann wieder ein Genussevent geplant ist.
Anders, neu, aber wie gewohnt fein und besonders
Gerade jetzt im Sommer ist auch das Sitzen an der
Besselstraße auf der kleinen Terrasse ganz besonders
schön. Das Team von Stefan Ladenberger freut sich
auf Sie!
Das Kleine Lokal
Inh. Stefan Ladenberger
Besselstrasse 40
das-kleine-lokal.de
36
Der Sommer kann kommen, italienisch Essen im Napoli am Wall 164
Schon Ende der 60er Jahre eröff nete das »Ri sto rante
Napoli« als eines der ersten ita lienischen Re staurants
in Bremen.
Die Familie Aprea machte das Napoli zu dem, was es
heute ist, als sie 1982 die Räumlichkeiten übernahmen
und es zu einem „Zuhause“ für viele Stammgäste
gestalteten. Nach 32 Jahren suchte Luigi Aprea einen
würdigen Nachfolger. Er fand ihn und übergab am
01. September 2014 das Restaurant an Peymann
Nasserian, der bis heute das Restaurant in seinem
Sinne weiter führt. Peymann, wie er von allen genannt
wird, hat die gemütliche Atmosphäre im Napoli erhalten,
kleine Veränderungen und Modernisierungen
vorgenommen. Die Karte hat er kaum verändert und er
Italienische Spezialitäten
bietet den Gästen zudem noch mehr Delikates aus dem
Meer an. Ein Koch, der Italiener ist, ist hier im Napoli
nach wie vor selbstverständlich.
Die täglich handgeschriebene Tageskarte spiegelt wider,
dass hier auf besonders frische Küche wert gelegt
wird. Die hausgemachte Pasta, Antipasti aus der
Vitrine, die schmackhaften Fisch- und Fleischgerichte
wie Saltimbocca alla Romana oder Seeteufel an Hummersauce,
zu denen es immer Kartoffeln und Gemüse
gibt und nicht zu vergessen die knusprigen Pizzen.
Hier wird Ihnen auch noch eine wunderbare Zabaione
frisch aufgeschlagen! Himmlisch locker!
Text: Susanne Lolk, Fotos: Napoli
Gastlich und gemütlich, bei Bedarf können die Tische auch für größere
Gruppen zusammengestellt werden.
Die gedeckten Tische, das gemütliches Ambiente und
vor allem das sehr gute Essen, sind ein Garant für einen
schönen Abend im Napoli. Tagsüber finden sich
viele der Anrainer des Walls zum Mittagstisch ein. Auf
milde Sommerabende bei einem Glas Wein oder mit
einem erfrischenden Bier in urbanem Ambiente auf der
groß zügigen überdachten Au ßen terasse „di fronte“ an
den Wall anlagen müssen Sie nicht mehr lange warten,
denn der Sommer kommt jetzt!
Das Team rund um Peyman freut sich auf Sie!
Ristorante - Pizzeria Napoli
Am Wall 164 I 28195 Bremen
T 0421 32 67 10
ristorante-napoli-bremen.de
37
Traditionell japanisch essen am runden Tisch, Yasuhiro Watanabe steht gerne im Mittelpunkt und teilt lecker aus.
CAPTAIN Sushi
in der Böttcherstraße
Vor vielen Jahren eröffnete ein Kapitän das erste
Sushi Restaurant Bremens. Damals für einige der
neumodische Kram, roher Fisch, ob das schmeckt?
Heute etwa dreißig Jahre später, ist die japanische
Küche, zu der ja nicht nur Sushi gehört, gar nicht
mehr wegzudenken.
Leckeres aus Tofu mit Rind, Shabu Shabu (hauchdünnes
Rindfleisch, das in eine Brühe getunkt wird,
ähnlich wie Fondue) Udon- und Ramensuppen und
viele kleine andere Köstlichkeiten. Die große Auswahl
auf dem Laufband in der Böttcherstraße 2, wird mit
geschickten Händen seit 2015 von dem Bruder der
Inhaberin Izumi Watanabe zubereitet. An der Theke
sitzend, kann man Yasuhiro Watanabe dabei zusehen
und auch fragen, welcher Fisch denn da gerade
vor einem angekommen ist. Nicht alle, die man sieht,
kennt man auch. Aal, besonders zart, hat hier eine
andere Farbe und schmeckt köstlich. Der weiße Butterfisch,
so zart über dem Reis, ein Genuß. Für die, die
rohen Fisch nicht
ganz so gerne essen,
ist Aburi etwas.
Da wird der Lachs
leicht flambiert und
mit einer speziellen
Soße angerichtet.
Delikat und macht süchtig. Die Geschwister Watanabe
legen wert auf Qualität, genauso wie auf die
entspannte Musik im Hintergrund, die einen vom anstrengenden
Tag befreit.
Ein Tee, ein Kirin Bier, oder später ein Sake, gehören
zu einem vollkommenen Essen im Captain Sushi
dazu. All you can eat, oder Ladie‘s Night, sind Tage,
an denen noch mehr Auswahl auf dem Laufband
steht und man herrlich alles durchprobieren kann, da
die Portionen etwas kleiner sind, als normal. Daran,
dass der erste Betreiber ein Kapitän war, erinnern die
Schiffchen, von denen der Gast noch heute isst, wenn
er denn am Tisch eine Portion von zum Beispiel sehr
zartem Sashimi bestellt. Gäste, die schon mehrfach in
Japan waren, sprechen von einem authentischen Flair
und fühlen sich in der Böttcherstraße am wohlsten.
Sich ein Plätzchen am Tresen zu reservieren ist immer
gut und die Familie Watanabe freut sich auf Ihre Anmeldung!
Captain Sushi
Böttcherstraße 2
T 0421 256789
captain-sushi.de
38
„Ihre
Immobilie verkaufen
oder vermieten?
Wir machen das!“
„Wir sind mit
Bremen verbunden,
inhabergeführt, persönlich,
fair und seit mehr als
35 Jahren nah am
Kunden.“
Kostenlose
Immobilien-Bewertung unter:
HB-HB
IMMOBILIEN
agentur-tollkuehn.de
Schwachhauser Heerstr. 54 A · 28209 Bremen · Telefon 0421-165060
behrmann@hb-hb-immobilien.de · hb-hb-immobilien.de
39
BREMINALE
FESTIVAL
09.-13. Juli 25
Bis gleich, am Deich. Foto: concept-bureau
Die Breminale ist Bremens eintrittsfreies Musik- und
Kulturfestival. Innerstädtisch verortet und programmatisch
regional und up-to-date, wurde die Breminale
1987 als Gegenentwurf zu einem klassischen
Stadtfest gegründet und ist heutzutage eines der beliebtesten
Open-Air-Formate der gesamten Region.
Mit regelmäßig weit über 100 Konzerten und einem
umfangreichen Kinder- und Familienprogramm, ist
die Breminale aus dem Bremer Sommer nicht mehr
wegzudenken! Bis gleich am Deich!
Die Bühne Pappinale-Krakinale, Foto: Michelle Oswald
40
Team Spirit bei der Becher-Spende, Foto: Michelle Oswald
Der Soli-Ticket-VVK ist Teil des Breminale-Spendensystems
und wurde 2024 initiiert. Durch den Kauf
symbolischer Tickets können Käufer:innen die Breminale
finanziell unterstützen. Die Einnahmen fließen
komplett in das Festival und dienen dem Erhalt einer
eintrittsfreien Breminale.
Seit der Pandemie haben sich die Kosten für eine
Breminale nahezu verdoppelt. Durch einen harten
Sparkurs in den Jahren 2023 und 2024 konnten die
Ausgaben wieder auf ein planbares Niveau gesenkt
werden. Am Prinzip der Eintrittsfreiheit konnte festgehalten
werden, allerdings steht das Format vor großen
Herausforderungen. Den Einnahmen sind auf einem
eintrittsfreien Festival natürliche Grenzen gesetzt:
Getränkepreise lassen sich nur bedingt anheben. Die
städtischen Förderungen sind auf einem angemessenen
Niveau und Kapazitäten für Sponsorings sind
weitestgehend ausgeschöpft. Ohne weitere Einnahmequellen,
stünde die Breminale (wie wir sie seit
Jahrzehnten kennen) vor dem finanziellen Aus.
10€ - Rasenplatz // 20€ - Zeltplatz //
50€ - Deichplatz // 100€ - Ehrenplatz
Natürlich ist der Erwerb eines Soli-Tickets für den Besuch
nicht erforderlich. Gegen Vorlage eines Tickets,
gibt es allerdings ein kleines Dankeschön und unter
allen Käufer:innen wird ein „besonderer Abend“ auf
der Breminale verlost. Der Breminale-Soli-Ticket-Vorverkauf
wird ermöglicht durch Nordwest Ticket und
den WESER-KURIER.
Alle Infos: breminale-festival.de
Aus diesem Grund wurde 2024 das Spendensystem
überarbeitet und im Zuge dessen die Soli-Tickets ins
Leben gerufen. Allein durch die Tickets konnten 2024
etwa 20.000€ Spenden eingesammelt werden. Das
ist eine Größenordnung, die enorm geholfen hat und
die in Zukunft auch weiterhin notwendig sein wird –
mit der Tendenz: steigend.
Um die Breminale (ein fünftägiges Open-Air-Festival!)
weiterhin eintrittsfrei gestalten zu können, ist also Solidarität
erforderlich. Besucher:innen können, je nach
Möglichkeit, einen Beitrag leisten und damit helfen,
dass die Breminale auch in Zukunft ein Fest für alle
bleibt. Damit es möglichst vielen Menschen ermöglicht
wird, einen Beitrag zu leisten, gibt es die Soli-Tickets in
vier Preiskategorien. Käufer:innen können selbst entscheiden,
welche Kategorie am besten zu ihnen passt:
· ·
·
41
SoonCircus, Foto: Anna Kopec-Jakubow
Das größte internationale Festival für Straßenkünste
in Norddeutschland dreht die nächste Runde: vom 12.
bis 15. Juni findet in der Bremer Innenstadt das 31. LA
STRADA Festival statt. Mit der besonderen Mischung
aus Akrobatik und Tanz, Theater und Clownerie, Jonglage
und Installationen locken Straßenkünstler:innen
aus aller Welt wieder ein breites Publikum und begeisterte
Festivalfans nach Bremen.
ZURÜCK ZU BEKANNTER GRÖSSE UND WEITER
MIT NEUEN ORTEN
Urbaner Raum, gefüllt mit Artistik, Tanz und Performance,
soweit das Auge reicht. Erneut können sich
zehntausende Besuchende auch 2025 auf ein kurzweiliges
und ebenso anspruchsvolles Programm freuen,
das überrascht und amüsiert, berührt und erstaunt.
manoAmano
LA STRADA #31
Internationales Festival der Straßenkünste
42
Nach der konzeptionellen Neuaufstellung im vergangenen
Jahr kehrt LA STRADA 2025 zu gewohnter
Größe zurück und wird mit Bühnen in der Innenstadt
und in den Wallanlagen die beliebten und bekannten
Festivalorte neu beleben. Wie im vergangenen Jahr,
wo erstmals der Ullrichsplatz und der Ziegenmarkt
zum Spielort für LA STRADA wurden, ist auch das
Viertel am Sonntag wieder dabei. Neu dazu als Austragungsorte
des Festivals kommen die Böttcherstraße,
der Schnoor, der Garten des Institut Français und
der Goetheplatz vor dem Theater Bremen. So breitet
sich das Festival LA STRADA weiter aus und hat die
Stadt für ein Wochenende fest im Griff und jede Menge
atemberaubender Zirkuskunst und Theaterperformances
auf den Bühnen.
LA STRADA ist ein Festival für alle, denn die Spielorte
unter freiem Himmel sind frei zugänglich. Die Künstlerinnen
und Künstler spielen „auf den Hut“, denn das
begeisterte Bremer Publikum zeigt sich bekanntermaßen
recht spendabel.
NEU: LA STRADA MACHT SCHULE
Dass das renommierte Festival mit neuen Energien
eine Verjüngungskur erhält, wird auch an den programmatisch
neuen Inhalten sichtbar. Erstmals wen-
KnotOnHands, Foto: Kolja Huneck
det sich das Festival direkt an junges Publikum und
möchte damit zur kulturellen Bildung von Kindern und
Jugendlichen beitragen. Die Sparkasse Bremen lädt
2.000 Bremer Schüler:innen zu LA STRADA MACHT
SCHULE! ein.
Kunst und Kultur eröffnen jungen Menschen neue
Perspektiven, fördern Kreativität und bieten Raum für
Humor, Utopien, Fragen und Fantasie. Daher werden
Bremer Schulklassen zu exklusiven, kostenfreien Vorstellungen
am Freitag, den 13. Juni 2025 ab 10:00
Uhr eingeladen. Die Plätze sind begrenzt und eine
Anmeldung ist erforderlich.
Informationen unter: lastrada-bremen.de/programm/
la-strada-macht-schule
LA STRADA GALA
Zwei Abende voller Straßenkunst
Die LA STRADA Gala findet am 14. und 15. Juni
2025 um 20 Uhr in der bremer shakespeare
company statt. Für die Gala am Samstag, 14.06.
gibt es noch Restkarten. Tickets für die Gala am
Sonntag, 15.06. gibt es im Vorverkauf:
shakespeare-company.com
Abonniere
jetzt unseren
Kanal auf
Preis: 35 € / 28 € erm. zzgl. Verkaufsgebühren
(ermäßigungsberechtigt sind Schüler:innen,
Studierende, Schwerbehinderte, Erwerbslose).
Weitere Informationen zum Festival, zu den
Künstler:innen finden Sie ab Anfang Juni auf
lastrada-bremen.de
Aktuelle
BSAG-Fahrgastinformationen:
Montag bis Freitag
von 6 bis 18 Uhr
QR-Code
scannen
und Kanal
abonnieren!
Duo No Nonsense, Finding Tomorrow
43
Alex II, Foto: Hubert Glogauer, Erlebnis Bremerhaven
SAiL Bremerhaven
Festival der Windjammern und maritimen
Traditionen vom 13.-17. August
44
Neben den Großseglern stehen bereits viele kleinere,
aber nicht weniger spannende Segelschiffe auf
der Schiffsliste. So beispielsweise die „Artemis“, eine
niederländische Dreimastbark im luxuriösen Stil von
knapp 60 Metern Länge, die „Eye oft he Wind“, die
schon für Hollywood-Filme gesegelt ist. In prächtigen
Uniformen und voller Stolz stehen die Besatzungen
dieser majestätischen Schiffe bereit, um mit den Gästen
ins Gespräch zu kommen und ihnen einen Einblick
in das Leben auf See zu geben.
Die „Unión“ aus Peru, Foto: Luis Ricardo Deza Guzman
Schiffe gucken, an Bord gehen, Seeleute treffen –
die SAiL Bremerhaven ist ein Muss für alle, die der
Schifffahrt und ihren Menschen ganz nah kommen
wollen. Im August 2025 verwandelt sich Bremerhaven
wieder in das Mekka für Liebhaber der traditionellen
Seefahrt: Zur SAiL liegen vom 13. bis 17.
August 250 Segelschiffe aus aller Welt in den Häfen,
begleitet von viel Musik, internationalen Seeleuten
und begeisterten Besuchern. Das größte Windjammer-Festival
der Nordseeküste verspricht nach zehn
Jahren Pause ein besonders beeindruckendes Lineup
und ein unvergessliches maritimes Erlebnis.
Eine Bühne für Windjammer aus aller Welt
Angekündigt haben sich Großsegler wie die bekannte
„Alexander von Humboldt II“, mit ihren grünen Segeln
das Aushängeschild in ihrem Heimathafen Bremerhaven.
Die Viermastbark „Unión“ aus Peru besucht
erstmals als das größte und schnellste Segelschulschiff
Südamerikas die SAiL, die „Gorch Fock“ der
Deutschen Marine wird ebenso wenig fehlen wie die
beliebte „Capitán Miranda“ aus Uruguay, die „Shabab
Oman II“ aus dem Sultanat Oman, die „Urania“ aus
den Niederlanden oder die „Sagres II“ aus Portugal,
das französische Traditionsschiff „Belem“, ist ein wahrer
Schatz der Seefahrtsgeschichte.
Seglerumzug, Foto: Helmut Gross, Erlebnis Bremerhaven
Kreuzfahrtgiganten und maritime Highlights
Die SAiL Bremerhaven bietet aber nicht nur Platz für
historische Segelschiffe. Auch die großen Kreuzfahrtschiffe
werden in der Seestadt erwartet. AIDA Cruises,
Hauptsponsor der Veranstaltung, schickt die „AIDAsol“
nach Bremerhaven. Am Abend wird die „AIDAsol“
vor der Bremerhavener Skyline zur Kulisse für eine
Drohnenshow mit anschließendem spektakulären
Feuerwerk. Ebenfalls mit von der Partie ist Phoenix
Reisen mit seiner gesamten Flotte – die „Amera“, das
ZDF-Traumschiff „Amadea“, „Artania“ und „Deutschland“
bleiben sogar eine Nacht lang im Hafen, um
bei der Sail dabei zu sein. TUI Cruises kommt mit der
„Mein Schiff 2“. Wer das Meer hautnah spüren möchte,
kann sich sogar für einen Halbtagestörn an Bord
eines historischen Seglers entscheiden und die Brise
der Nordsee genießen. Tickets für diese besonderen
Ausfahrten sind ab 59 Euro erhältlich.
bremerhaven.de/sail2025-toerns
Eine Stadt im maritimen Glanz
Bremerhaven hat sich in den vergangenen Jahrzehnten
stark gewandelt zu einem maritimen Zentrum der
Forschung, Hochtechnologie, Kultur und des maritimen
Tourismus. Während der SAiL wird die Stadt
erneut beweisen, dass sie sich in ihrer maritimen Rolle
wohlfühlt.
Die SAiL Bremerhaven bringt eine beeindruckende
Mischung aus Nostalgie und modernem maritimem
Flair zusammen. Es wird erwartet, dass 1,2 Millionen
Gäste die Veranstaltung besuchen und die Vielfalt der
Segler aus aller Welt bestaunen.
Vorfreude und Social Media
Für alle, die sich auf die SAiL Bremerhaven freuen,
bieten die Website sowie die Social-Media-Kanäle
der Veranstaltung laufend aktuelle Informationen. Auf
Instagram (@sailbremerhaven_official) und Facebook
(@sailbhv) gibt es zudem Einblicke hinter die Kulissen,
historische Rückblicke und die neuesten Updates rund
um das Festival.
sail-bremerhaven.de
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VEREINSLEBEN
Am 1. Mai findet traditionell immer ein großer Clubtag mit vielen Events und einer Preisverleihung statt. Fotos: Club zur Vahr
„Lernen Sie uns kennen!“
Der Club zur Vahr bietet einen exklusiven Testsommer
Auch wenn man selbst kein Mitglied ist, so ist der
Club zur Vahr doch vielen Bremerinnen und Bremern
ein Begriff. Gegründet 1905 hat der Club nicht
nur eine lange Traditionsgeschichte, sondern ist als
Country Club einzigartig in Bremen und Umzu.
Golfplätzen wählen: Der kleinere 9-Loch-Golfplatz
mitten in der Stadt, oder der wunderschön angelegte
18-Loch-Platz in der Garlstedter Heide, ebenfalls mit
eigener Clubgastronomie.
Wie der Begriff „Country Club“ schon vermuten lässt,
hat der Club zur Vahr im Vergleich zu anderen Bremer
Sportvereinen exklusivere Zugangsvoraussetzungen.
Dafür wird den zahlenden Mitgliedern auch viel für die
eigene Erholung und Gesundheitsförderung geboten:
Der Schwerpunkt liegt auf den Sportarten Golf, Tennis
und Hockey. Tontaubenschießen ist ebenfalls seit 120
Jahren eine eigene Abteilung. Neu hinzugekommen
ist 2020 ein attraktives, lichtdurchflutetes Fitnessstudio
für Mitglieder und seit 2022 kann man im Club
auch Padel spielen. Ein clubeigenes Schwimmbad ist
in den Monaten Mai bis Oktober neben der Gastronomie
mit großer Sonnenterrasse der Magnet für
Jung und Alt. Golfmitglieder können zwischen zwei
Beste Nachwuchssportlerin 2024: Mieke Menken (Golf)
46
Für alle, die noch überlegen, ob der Club zur Vahr der
passende Verein sein könnte und die sich nicht gleich
durch die Aufnahmegebühr binden möchten, ist 2025
der richtige Zeitpunkt, den Club einfach mal für ein
paar Monate zu testen.
Zu den Angeboten des Schnuppersommers gehören:
• Kostenfreier Golf-Schnupperkurs
• 50% auf den Platzreifekurs (€ 149,50 statt € 299,-
für Einzelunterricht oder € 99,50 statt € 199,- bei
2 Personen)
• An einem Tennis-Schnuppertraining teilnehmen
• 3 x Hockeytraining mit den FunVahren (Eltern/Freizeithockey)
• 10 x kostenfrei Tennis spielen
• 2 Monate kostenfrei den FitnessClub zur Vahr testen
• 3 x kostenfrei Padel spielen
• 1 x an einem Tontaubenschießen-Training teilnehmen
(in Rhadereistedt; nur mit gültigem Jagdschein)
• Kostenfreie Nutzung des Schwimmbads
• Teilnahme an Club-Events
Die Angebote können über Coupons bis zum
30.09.2025 eingelöst werden.
Informationen und Aufnahmeanträge gibt es auch
online oder direkt über die Geschäftsstelle.
Beste Mannschaftsleistung 2024: Männliche U16 (Hockey)
Preisverleihung „Beste/r Nachwuchssportler/in 2024“
Am 1. Mai findet traditionell ein großer Clubtag mit
vielen Aktionen für die ganze Clubfamilie statt. Der optimale
Rahmen, um auch die Preisverleihung für den
oder die beste Nachwuchssportlerin auszurufen. Die
Club zur Vahr Stiftung ist hier der Initiator. Erstmalig
wurde in diesem Jahr neben den Einzelsportlern auch
eine Mannschaftsleitung gewürdigt.
Club zur Vahr e.V.
Bürgermeister-Spitta-Allee 34
28329 Bremen
T 0421 / 20 44 80
club-zur-vahr.de
Ihr Schnuppersommer im Club zur Vahr
Lernen Sie uns kennen!
Den Club zur Vahr bis september testen
für nur € 799,-
Mit
Couponheft
für sportliche
Kennenlern-
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*Golf
Hockey
Tennis
Kids
Fitness
Tontauben
Schwimmen
Mehr
Infos:
czvb.de
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100 Jahre Stadionbad
JUBILÄUM
Fotos: Bremer Bäder GmbH
Bild links: Stadionbad im Bau 1925, Bild oben: Sprung vom 10 Meter Turm
Blick in die neue Dauerausstellung des Überseemuseums
Von Tradition, Badespaß
und einer großen Portion Herzblut
Mitten in Bremen, direkt an der Weser, liegt ein Ort, der mehr ist als
ein Freibad. Das Stadionbad feiert in diesem Jahr seine 100. Saison
– und damit ein ganz besonderes Kapitel Stadtgeschichte.
Ein Bad für die Meisterschaften
Gegründet wurde das Stadionbad 1925 – aus einem
sportlichen Anlass: Bremen wollte die Deutschen
Schwimmmeisterschaften im August desselben Jahres
ausrichten. Um dieses Ziel zu verwirklichen, griffen
die Mitglieder des Allgemeinen Bremer Turn- und
Sportvereins (ABTS) selbst zur Schaufel. In reiner
Handarbeit hoben sie das 100 Meter lange Becken
aus – eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung.
Hinzu kam damals eine finanzielle Förderung der
Sparkasse Bremen, die den Wunsch nach einem tideunabhängigen
Freibad verwirklichen ließ. Gefüllt
wurde das Becken damals direkt mit Wasser aus der
angrenzenden Weser. Von Beginn an war das Sta-
dionbad jedoch nicht nur sportlicher Austragungsort,
sondern auch Erholungsort für die Menschen der
Stadt. Ein Ort, an dem Alltagsstress gegen Frischluft
und Wasser getauscht wurde – und das bis heute.
Wandel durch die Jahrzehnte
Trotz des Zweiten Weltkriegs blieb das Stadionbad
weitgehend unversehrt. In den 1950er-Jahren folgte
ein großer Umbau: Filteranlagen wurden installiert,
und das Weserwasser wich künftig sauberem Grundwasser.
In den 60er-Jahren wurde das Stadionbad
sogar technisch zum Vorreiter – mit einer der ersten
Wasserheizanlagen Deutschlands. Die Becken sind
seit dem Umbau 2005 nicht mehr beheizt, hier sorgt
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Badespaß gestern und heute mit dem Nerven-Kitzel-Faktor: dem 10 Meter Turm
seitdem das reine Sonnenlicht für eine erfrischende
Wassertemperatur. So wurde aus dem einst geplanten
reinen Sportbad nach und nach ein beliebtes Familien-
und Freizeitbad – offen für alle Generationen
und soziale Gruppen, mitten in der Stadt und dennoch
mit Blick auf Wiesen und Wasser.
Ein Sprungturm mit Kultstatus
Herzstück des Bads – damals wie heute – ist der
imposante Sprungturm. Mit Plattformen auf 1, 3, 5,
7,5 und 10 Metern ist er der einzige seiner Art in der
Region. Er zieht Springerinnen und Springer aus der
ganzen Umgebung an – und auch die Sprungszene
aus ganz Deutschland trifft sich regelmäßig im Stadionbad.
Was als sportliche Herausforderung beginnt,
wird schnell zur Leidenschaft. Für viele ist der Sprungturm
ein Ritual: hier geht es darum die Freiheit in der
Luft zu spüren.
Tradition in Familienhand
Wer das Stadionbad besucht, merkt schnell, dass hier
Herzblut im Spiel ist. Seit 57 Jahren wird das Bad von
der Familie Maas geführt. Erst Günter Maas, dann sein
Sohn Jürgen – und inzwischen arbeitet auch Tochter
Celina als Rettungsschwimmerin im Stadionbad. „Das
hier ist kein Job, das ist ein Lebensort“, sagt Jürgen
Maas, der seit den 2003 das Bad leitet und bis heute
auf dem Gelände lebt. Diese familiäre Kontinuität ist
spürbar: im Umgangston, in der Sorgfalt, mit der Anlagen
gepflegt werden, und in der Offenheit, mit der
Gäste empfangen werden.
Ein Sommer der Erinnerung und der Begegnung
Zum 100. Jubiläum gibt es natürlich auch ein besonderes
Programm. Am 27. Juni findet ein offizieller
Festakt statt – mit freiem Eintritt ab 13 Uhr. Vom 4.
bis 8. August feiert das Stadionbad dann eine große
Jubiläumswoche mit Poolparty, Open-Air-Kino, einem
Familienfest – und einem Tag voller Erinnerungen:
Beim „Zeitreisetag“ sind alle eingeladen, ihre alten Eintrittskarten,
Fotos oder Anekdoten mitzubringen. Wer
solche Erinnerungsstücke zeigt, erhält freien Eintritt.
Der Sprung ins Jetzt – mit Blick zurück
Neben dem Blick in die Vergangenheit bleibt das
Stadionbad aktiv: In der Festwoche wird der „Stadionbadchampion“
gekürt – mit kleinen Wettkämpfen auf
dem Volleyballfeld, beim Basketball und beim Torwandschießen.
Wer Lust auf sportlichen Wettstreit
hat, kann bis dahin direkt vor Ort trainieren.
100 Jahre – und kein bisschen alt
Das Stadionbad ist lebendige Stadtgeschichte, die täglich
weitergeschrieben wird. Es ist ein Ort des Sports,
der Begegnung, des Sommers – und der Menschen,
die es prägen. Vom Muskelkraftprojekt 1925 bis zum
sportlichen Freizeitbad 2025: Wer hier ins Wasser
springt, taucht ein in ein Jahrhundert voller Bewegung.
Also: Badetasche packen, Lieblingsmenschen
einladen – und eintauchen in einen ganz besonderen
Sommer.
Informationen zum Angebot der Bremer Bäder GmbH
gibt es auf Facebook, Instagram, im Bremer Bäder-
Shop im Südbad und unter bremer-baeder.de
Pünktlich zum 100-jährigen
Jubiläum: das Wimmelbuch
für kleine Sommerfreunde.
Erschienen
im Schünemann-Verlag,
Illustriert von Valeska
Scholz erhältlich im
Buchhandel und in allen
Bremer Bädern.
2-5 Jahre
€ 15
49
Rausfahren,
wenn andere reinkommen
In den ersten Jahrzehnten nach Gründung der DGzRS vor 160 Jahren waren die Seenotretter in offenen Ruderrettungsbooten im Einsatz.
160 Jahre Seenotretter auf Nord- und Ostsee
Sturm tobt über Nord- und Ostsee. Wellen türmen sich meterhoch auf. Gewaltige Brecher
gefährden alle, die auf dem Meer unterwegs sind. Wenn andere Schiffe schützende Häfen
anlaufen, fahren die Seenotretter raus zum Einsatz, seit nunmehr 160 Jahren. Seit Gründung
der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am 29. Mai 1865
hat sich vieles verändert. Doch damals wie heute sind die Seenotretter freiwillig, unabhängig
und spendenfinanziert im Einsatz – dank breiter Unterstützung vieler Menschen.
Alex II, Foto: Hubert Glogauer, Erlebnis Bremerhaven
Immer wenn Menschen in den deutschen Gebieten von
Nord- und Ostsee in Gefahr sind, fahren die Besatzungen
der DGzRS raus – rund um die Uhr und bei jedem
Wetter. Etwa 1.000 Seenotretter, rund 800 davon Freiwillige,
sind mit 60 Seenotrettungskreuzern und -booten
auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und
Ueckermünde im Osten ständig einsatzbereit.
Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Suchund
Rettungsdienst im Seenotfall (SAR-Dienst, SAR =
Search and Rescue). Die von ihr betriebene deutsche
Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination
Centre (MRCC) Bremen, koordiniert sämtliche
Maßnahmen nach international verbindlichen Standards.
MRCC Bremen überwacht zudem im Seefunk
die weltweit einheitlichen Notfunkfrequenzen.
50
Der erste in Serie gebaute Seenotrettungskreuzer mit Tochterboot war die 1957 in Dienst gestellte THEODOR HEUSS, Foto Die Seenotretter - DGzRS
Mitte des 19. Jahrhunderts gerieten Jahr für Jahr
mehr als 50 Schiffe allein vor den deutschen Nordseeinseln
in Seenot. Mangelnde Organisation und
Ausrüstung sowie das zum Teil noch ausgeübte
Strandrecht erschwerten in vielen Fällen die Rettung
Schiffbrüchiger. Die Menschen an der Küste betrachteten
Seenot lange Zeit als unabwendbares Schicksal.
Von derartigen Katastrophen bewegt, forderten der
Vegesacker Navigationslehrer Adolph Bermpohl und
der Advokat Carl Kuhlmay 1860 in einem Appell an die
Bevölkerung erstmals die Gründung eines Seenotrettungswerks
in Deutschland, finanziert durch Spenden.
Sie fanden Mitstreiter in dem Bremer Redakteur Dr.
Arwed Emminghaus und dem Emder Oberzollinspektor
Georg Breusing. Unter Breusings Führung gründete
sich in Emden bereits 1861 der erste regionale Verein
zur Rettung Schiffbrüchiger an der ostfriesischen
Küste. Weitere Vereinsgründungen erfolgten entlang
der Küste. Am 29. Mai 1865 schlossen sich die einzelnen
regionalen Vereine in Kiel zur Deutschen Gesellschaft
zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zusammen.
Damit waren die Wegbereiter eines einheitlichen
und unabhängigen deutschen Seenotrettungswerks
am Ziel. Sitz der DGzRS wurde Bremen.
Heute fahren die Seenotretter Jahr für Jahr rund
2.000 Einsätze auf Nord- und Ostsee – für Seeleute,
die Fischerei, Passagiere von Fähren und Fahrgastschiffen,
den Wassersport und Feriengäste gleichermaßen.
Seit der Gründung vor 160 Jahren zählt die
Statistik der DGzRS mehr als 87.000 Gerettete – und
viele ungezählte Menschen mehr, denen die Seeno-
tretter schnell und unbürokratisch geholfen haben.
Allerdings: 45 Rettungsmänner sind im selbstlosen
Dienst der DGzRS ums Leben gekommen.
Für die Freiwilligkeit des Einsatzes auf See ebenso
wie für die freiwillige Finanzierung durch Spenden
nicht nur von der Küste, sondern auch aus allen Teilen
des Binnenlandes steht seit jeher das Sammelschiffchen
der Seenotretter. Deutschlands wohl bekannteste
Spendendose hat ebenfalls eine lange Tradition:
Es gibt sie bereits seit 150 Jahren.
Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER und Sammelschiffchen,
Foto Die Seenotretter - DGzRS
Heute sind rund 13.000 Sammelschiffchen an vielen
öffentlichen Orten zwischen der Waterkant und dem
Alpenrand im Einsatz. Sie zeigen, dass die gesamte
satzungsgemäße Arbeit der DGzRS nach wie vor
ausschließlich durch Spenden und freiwillige Beiträge
finanziert wird – ohne jegliche staatlich-öffentliche
Mittel zu beanspruchen. Schirmherr der Seenotretter
ist der Bundespräsident.
seenotretter.de
51
Die Bremer
Philharmoniker
Juni bis Juli 2025
Federleichte Höhenflüge
11. Philharmonisches Konzert
Die Glocke
So 1.6.2025 11:00 Uhr
Mo 2.6.2025 19:30 Uhr
Die Bremer Philharmoniker, Foto: Caspar Sessler
Themen von Volksliedern wie z.B. „Seid ihr nicht der
Schwanendreher“. Ornithologisch geht es auch bei
Zimmermann und Strawinskys weiter. Das wird nicht
nur tierisch gut, sondern mit Dirigentin Elena Schwarz
und der Bratschistin Tabea Zimmermann ein weiteres
Highlight der Jubiläumsspielzeit!
Elena Schwarz, Foto: Mathias Bothor
Eine Henne, ein Schwan, eine Nachtigall und anderes
Federvieh geben sich ein Stelldichein: Haydns Symphonie
Nr. 83 bekam auf Grund eines „gackernden“
Themas seinen berühmten Beinamen „la poule“. Hindemith
verwendete bei seinem Bratschenkonzert u.a.
Joseph Haydn (1732-1809)
Symphonie Nr. 83 g-Moll Hob I:83 „La poule“
Paul Hindemith (1885-1963)
„Der Schwanendreher“, Konzert nach alten Volksliedern
Bernd Alois Zimmermann (1918-1970)
Un petit rien. Musique légère, lunaire et ornithologique
Igor Strawinsky (1882-1971)
Le chant du rossignol. Poème symphonique
Elena Schwarz, Dirigat
Tabea Zimmermann, Viola
Symphonisches Feuerwerk
12. Philharmonisches Konzert
Die Glocke
So 22.6.2025
18 Uhr
Mo 23.6.2025 19:30 Uhr
Di 24.6.2025
19:30 Uhr
Zum Saisonabschluss wird es gigantisch: Gustav
Mahlers legendäre Symphonie Nr. 8 wird aufgeführt
– und dabei geht es in die Vollen! Als „Symphonie der
Tausend“ ging das Werk in die musikgeschichtlichen
Annalen ein und setzte neue, ungeahnte Maßstäbe.
Sie ist eine symphonische Apotheose, eine moderne
Hymne an die Freude und weltlicher Messe. Geprägt
von der Tonart Es-Dur verströmt sie eine majestätische
Aura und besticht gleichzeitig durch die ungeahnte
Modernität mit einer dichten und zugleich
transparenten Struktur.
Gustav Mahler (1860-1911)
Symphonie Nr. 8 Es-Dur („Symphonie der Tausend“)
Marko Letonja, Dirigat
Jaquelyn Wagner, Sopran 1
Sarah-Jane Brandon, Sopran 2
Sarah Aristidou, Sopran 3
Jennifer Johnston, Alt 1
Natalie Lewis, Alt 2
Benjamin Bruns, Tenor
Birger Radde, Bariton
Albert Dohmen, Bass
Lettischer Staatschor Latvija
Knabenchor Unser Lieben Frauen Bremen
Opernchor des Theater Bremen
52
Dat brasst
Blechbläserfestival
Halle 1 im Tabakquartier
Fr 6.6. bis Mo 9.6.2025
Das Bremer Blechbläserfestival „dat brasst“ lässt zum
drtitten Mal die Herzen von Brass-Fans höher schlagen.
Nicht nur die spielfreudigen und vielseitigen Bremer
Philharmoniker Blechbläser und das Ensemble
BRASSerie sorgen für Hochstimmung, sondern ebenso
das sinfonische Blasorchester Bremen artemosso und
das Blasensemble genesis brass. Familienkonzerte,
Mitmachaktionen und eine funky Brass-Party runden
das Programm ab. Wer bislang noch kein Fan von
Horn, Trompete, Posaune und Tuba war, wird es spätestens
jetzt!
BRASSerie, Foto: Gernot Kaspersetz
Detaillierte Programm, Termine und Ticketinfos:
dat-brasst.de
5nachsechs – Das Afterwork-Konzert
Komponistenmusik
Die Glocke
Mi 4.6.2025
18:05 Uhr
Eine gute Stunde Musik und Moderation, ohne Pause,
kurzweilig, zwanglos, auf höchstem Niveau - die
Afterwork-Konzerte der Bremer Philharmoniker bieten
großes Orchester, interessante Gäste und ein abwechslungsreiches
Programm.
Boris Blacher (1903-1975)
Hommage à Mozart
Paul Hindemith (1895-1963)
Symphonische Metamorphosen nach Themen
von Carl Maria von Weber
Benjamin Britten (1913-1976)
The Young Person´s Guide to the Orchestra
Nicolo Foron, Dirigat und Moderation
Kammermusiken am Sonntagmorgen
Viola
Halle 1 im Tabakquartier
So 29.6.2025 11:30 Uhr
Die Bratschengruppe der Bremer Philharmoniker lädt
ein: Mit kurzweiligen Werken von Komponist:innen
aus vier Jahrhunderten zeigen die zehn Musiker:innen
Vielfalt und Schönheit ihres Instrumentes
Werke von u.a. :
Lera Auerbach, Luigi Cherubini, Brett Dean,
Gordon Jacob und Benjamin Dale
Viola, Foto: Caspar Sessler
Karten unter:
bremerphilharmoniker.de
Ticket-Service in der Glocke
Domsheide 6-8 I 28195 Bremen
T 0421 33 66 99
Nordwest-Ticket in allen angeschlossenen
Vorverkaufsstellen
T 0421 36 36 36
53
sendesaal
bremen
Juni 2025
Latvian-voices, Foto: Kaspars Teilans
Donnerstag, 5. Juni 2025, 20 Uhr
RESIDENZ@SENDESAAL:
DAS BREMER KONZERT
Das Bremer Konzert ist längst eine bekannte Marke in
der Bremischen Kulturlandschaft. Wenn Tanja Tetzlaff
und Florian Donderer Freunde aus den Orchestern und
der freien Szene Bremens zum gemeinsamen Musizieren
einladen, sind musikalische Sternstunden ebenso
garantiert wie eine ungezwungene Atmosphäre. Meisterwerke
der Kammermusik in unterschiedlichen Besetzungen,
die für dieses Konzert zusammengestellt
werden. In dieser Spielzeit wird böhmische Musik, mit
Werken von Antonín Dvořák und Bohuslav Martinů thematisch
den Ton angeben.
Samstag, 21. Juni 2025, 20 Uhr
LEIGH MARKS
In einer Zeit, in der Musik auf Zielgruppen orientiert konstruiert
wird, sticht Leigh Marks durch seine Natürlichkeit
und seine musikalische Authentizität heraus. Der australische
Musiker lässt sich von Roots, Blues und Rock
inspirieren und entwickelt dadurch seinen ruhigen, tiefgründigen
Sound. Westlich von Sydney aufgewachsen,
entwickelte Leigh eine tiefe Verbindung zur Natur der
Blue Mountains. Die Natur ist für ihn gleichermaßen Inspirationsquelle
und Trost in schweren Zeiten. Beeinflusst
von Künstlern wie Ben Harper, Chris Cornell und
Johnny Farnham, zeichnen sich seine Songs durch eine
große emotionale Tiefe aus, die sich aus einer gefühlvollen
Mischung aus Blues, Folk und Rock speist. Covid und
die damit verbundene unvermeidliche Selbstreflexion,
die viele Künstler in dieser Zeit durchmachen mussten,
lies daraus sein zweites außergewöhnliches Album, mit
dem Titel Mavis Said entstehen. Jetzt kommt Leigh mit
seinem Duo-Partner Tobias Tadday und seiner Message
nach Europa und tut genau das, was Mavis gesagt hat:
„Gib niemals auf. Sei die beste Version von dir und lass nie
etwas zurück. Das Leben ist das, was du daraus machst.“
Sonntag, 22. Juni 2025, 20 Uhr
LATVIAN VOICES: TIMELESS
Die menschliche Stimme ist das älteste und eines der
unglaublichsten Musikinstrumente aller Zeiten. In ihrem
akustischen Programm Timeless zeigen die Latvian
Voices anhand von baltischer Folklore, Transkriptionen
instrumentaler Musik, Originalliedern und A-cappella-
Versionen bekannter Pop-Melodien, dass gerade der
Ensemblegesang zeitlos ist. Die Musik der Latvian Voices
vereint das lettische Volkslied und den weltberühmten
lettischen Chorklang mit Eigenkompositionen und Arrangements,
insbesondere aus der Feder der künstlerischen
Leiterin Laura Jēkabsone. Die sechs SängerInnen
kleiden mit ihren glockenklaren und kraftvollen Stimmen
das kulturelle Erbe Lettlands in moderne A-Cappella-
Klänge und tragen den Namen des „singenden Lands”
in die Welt.
Freitag, 27. Juni 2025, 20 Uhr
BAROCKORCHESTER DER HOCHSCHULE
FÜR KÜNSTE BREMEN:
„SOAVITÀ, DELICATEZZA EPASSIONE“
Mit Carl Philipp Emanuel Bach, Anton Stamitz und Joseph
Haydn begegnen sich an diesem Konzertabend, den
das Barockorchester der HfK Bremen gestaltet, drei musikalische
Wegbereiter der klassischen Epoche. Die im
Konzert erklingenden Sinfonien entstanden in unmittelbarer
zeitlicher Nähe zueinander und zeugen doch von
überaus unterschiedlicher, individueller Tonsprache.
Das Orchester aus Studierenden des Fachbereichs Alte
Musik der Hochschule für Künste Bremen spielen auf
historischen Instrumenten deren Originalklang, „soavità,
delicatezza e passione“ (Sanftheit, Empfindsamkeit und
Leidenschaft) ebenso verspricht, wie ein ein spannendes
und kontrastreiches Konzert unter der musikalischen
Leitung von Prof. Mechthild Karkow.
Der Eintritt an diesem Abend beläuft sich auf € 10 / 5
erm. Karten gibt es jedoch nur an der Abendkasse
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NDR Bigband, FOTO: Maik Floeder
DIE NEUE KONZERTSAISON IST ONLINE
ein musikalisches Highlight jagt das andere in einem
der kreativsten Konzertsäle Norddeutschlands. Die
neue Saison beginnt gleich mit einem Paukenschlag:
Am 13.09. trifft die NDR-BIGBAND auf das Hamburger
Elektrojazz-Quartett TOYTOY zum Pre-opening, bevor
am 14.09. mit dem israelischen Pianisten SHAI MAE-
STRO einer der Weltstars der Jazz-Szene unsere Saison
eröffnet.
Das Spektrum der Konzerte in Bremens weltberühmtem
„Akustikwunder“ reicht von exzellenten Klassikabenden
mit dem TETZLAFF-TRIO im Januar über den Auftritt
der berühmten Diseuse SHARON BRAUNER und der
Band The Toy Goys mit ihren „Jiddischen Evergreens“
bis hin zu einer kleinen Sensation, die eine musikalische
Sternstunde zu werden verspricht: Der Norwegische
Jazz-Superstar TORD GUSTAVSEN, der seit vielen
Jahren sein Publikum mit seinem einmaligen atmosphärischen
wie individuell-minimalistischen Stil begeistert,
gibt am 18.11. ein Konzert mit seinem Trio.
Eine große Tradition pflegt der Sendesaal als Plattform
für junge Musiker:innen, die nicht selten von hier eine
internationale Karriere gestartet haben. So wird das Bremer
Publikum Gelegenheit haben, mit der ukrainischen
Pianistin OLGA ZADO eine besonders kreative und inhaltlich
denkende klassische Virtuosin kennenzulernen
und mit dem Franzosen MARK PRIORE quasi das quirlige
Pendant im Jazz.
Unser renommiertes Klavier-Festival „Auf schwarzen
und weißen Tasten“ lädt im Januar erneut Tastenkünstler:innen
auf internationalem Niveau ein, und Kurator
Wilfried Schäper ist es geglückt, LISE DE LA SAL-
LE erneut für ein Konzert im Sendesaal zu gewinnen.
Als Neuerung findet erstmals die Konzertreihe „HBunplugged“
statt, die mit Unterstützung des POP-Office
Bremen e.V., aus der Taufe gehoben wird, um jungen
Bremer Pop-Künstler:innen und -Bands eine Bühne zu
bieten. Dabei sollen gerade durch die Auseinandersetzung
mit der Akustik des Sendesaals neue Inspiration
und Kreativpotenziale freigesetzt werden.
Da der Platz hier nicht ausreicht, alle spannenden, herausragenden,
exzellenten und außergewöhnlichen
Konzertabende anzukündigen, ist es ratsam, das Konzertprogramm
auf der Website des Sendesaals unter
www.sendesaal-bremen.de zu durchstöbern und sich
inspirieren zu lassen.
Übrigens: Die Tickets für die neue Saison ab September
2025 können Sie ab sofort auch an allen Vorverkaufsstellen
von NORDWEST-Ticket (z.B. Glocke,
Pressehaus) erwerben. Seien Sie Teil der Konzertsaison
25/26 und erleben Sie unvergessliche Momente in einem
der besten Konzertsäle Deutschlands…
Sendesaal Bremen
Bürgermeister-Spitta-Allee 45
28329 Bremen
Ticket Vorverkauf und Infos
sendesaal-bremen.de
oder an den Sendesaal-Abendkassen
ab 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn
55
FESTIVAL
Musikfest-Eröffnung auf dem Marktplatz, Foto: Nikolai Wolff fotoetage
36. Musikfest Bremen
Hochkarätige Darbietungen von erlesener Qualität
bieten beim 36. Musikfest Bremen Entdeckungsreisen
in verführerische Klangwelten. Vom 16. August bis
zum 6. September versprechen in über 50 Veranstaltungen
renommierte Stars wie herausragende junge
Talente unvergleichliche Live-Konzerterlebnisse – in
Bremen, Bremerhaven und im Nordwesten.
Den perfekten Einstieg für das Festival bietet traditionell
die Eröffnung »Eine große Nachtmusik« rund um
den illuminierten Marktplatz – ein funkelndes Konzentrat
des Gesamtprogramms mit seiner Vielfalt an
Epochen, Stilrichtungen und Genres. Schon hier wird
der Blick auf Frankreich als Partnerland von »Mythos
Europa« gelenkt, dem in den folgenden drei Wochen
ein »Who is who« der französischen Musikszene folgt.
Neben etablierten Dirigenten wie Marc Minkowski oder
Hervé Niquet werden Künstler*innen der jungen Generation
erwartet: Dirigentin Camille Delaforge, Mezzosopranistin
Lea Desandre, Lautenist Thomas Dunford,
Akkordeonist Félicien Brut, Gitarrist Thibaut Garcia,
Trompeterin Lucienne Renaudin Vary, das Quatuor Van
Kuijk oder die Sängerinnen von La Néréide.
Diesem erfrischenden Esprit französischer Natur entspricht
auch die Auswahl der eingeladenen jungen
Dirigenten, allesamt aus der Top-Liga weltweit gefragter
Orchesterleiter: von Nicholas Collon und Teodor
Currentzis über Robin Ticciati und Maxim Emelyany-
chev bis zu Tarmo Peltokoski. Der Principal Guest Conductor
der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen
versammelt für seine »Zauberflöte« zudem eine Top-
Gesangsbesetzung, u. a. mit Elsa Dreisig, Mauro Peter
und Kathryn Lewek.
Die Liste renommierter Gesangsstars lässt sich locker
fortführen: Tenor Pene Pati präsentiert neapolitanische
Canzoni, Sopranistin Golda Schultz stellt sich
mit Songs von Weill, Bernstein, Gershwin & Co. vor
und Sopranistin Camilla Nylund feiert das 200-jährige
Jubiläum der Bremer Philharmoniker mit den
Schlussgesängen von Brünnhilde und Salome. Violinistin
Alena Baeva und Cellistin Anastasia Kobekina
setzen auf Repertoire-Klassiker wie Beethovens Violinkonzert
und Schostakowitschs erstes Cellokonzert,
wohingegen Geigerin Eldbjørg Helmsing gezielt auf
nordische Komponisten setzt. Auch der aufgebotene
Reigen an Klavier-Stars spricht für sich: Khatia Buniathishvili,
Alexander Melnikov, Lucas Debargue und
Francesco Tristano. Doch damit nicht genug, denn mit
Dhafer Youssef, Kandace Springs und Somi sind auch
die Pfade abseits rein klassischer Klänge hochkarätig
besetzt. Zum finalen Marktplatz-Open Air kommt die
Techno-Marching-Band MEUTE!
Veranstaltungsübersicht und Tickets
musikfest-bremen.de
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Kosten
los.
Kunsthalle
Bremen
Übersee-
Museum*
Universum ®
Bremen*
kek
Kindermuseum*
Focke-Museum
Hafenmuseum
botanika*
Wilhelm
Wagenfeld Haus
Museen
Böttcherstraße
Weserburg
Atlantis
Filmtheater*
Schulmuseum
Bremen
An diesen Kulturorten ermög lichen
wir allen unter 18 Jahren
den KOSTENLOSEN Besuch.
Mehr Infos und Bedingungen ( * ) unter:
www.sparkasse-bremen.de/vorteile
Stark. Fair. Hanseatisch.
57
Das METROPOL THEATER, Foto: Christian Balle
METROPOL THEATER
JUNI 2025
unter anderem mit:
Der Schwanensee – Ballett mit Orchester
03. Juni 2025, 20:00 Uhr
„Schwanensee“ – das ist eine Verheißung. Es ist das
weitaus bedeutendste Ballett. Begleitet von einem vorzüglichen
Live-Orchester, kommt es jetzt zu Ihnen in die
Region. Bewundern Sie diesen hochkarätig getanzten,
rein klassisch inszenierten „Schwanensee“! Ob prunkvoller
Ballsaal oder freie Natur: Die opulenten Kulissen
mit farbfrohen Drei-D-Effekten lassen Sie eintauchen in
eine fremde, aber faszinierende Welt. Der Bühnentraum
vom „Schwanensee“ wirkt hier nachgerade realistisch.
Özcan Cosar – Jackpot
05. Juni 2025, 20:00 Uhr
Was ist Glück? Ein schnelles Auto? Ein Lottogewinn?
Eine neue Liebe? Ist Glück ein Ziel oder sollte es das
Ziel sein, das Glück, das man bereits hat, auch sehen zu
können? In seinem neuen Programm „JACKPOT“ geht
der Comedypreisträger Özcan Cosar auf die Suche nach
dem großen Glück, das manchmal am Horizont und
manchmal bereits auf der Fußmatte liegt.
Bjarne Mädel, Fritzi Haberlandt
und Matthias Brandt lesen
14. Juni 2025, 20:00 Uhr
„Bin nebenan. Monologe für zuhause“. Mit Texten von
Ingrid Lausund. Geschichten über wackelige Lebensfundamente
und sanierungsbedürftige Innenräume,
über vereinsamte und verunsicherte Menschen, die in
ihren kleinen Paralleluniversen Überlebenskämpfe mit
sich, ihrer Umwelt und für ihre Würde ausfechten.
Elisabeth – Das Musical
17. Juni bis 22. Juni 2025
Das Musical von Michael Kunze und Sylvester Levay in
der gefeierten Schönbrunn-Version. Das Publikum wird
bei dieser mitreißenden halbszenischen Aufführung des
Welterfolgs in eine Welt voller Emotionen, aber auch
der Intrigen und Leidenschaft entführt.
Elisabeth, DasMusical, SchoenbrunnVersion 2024/25
Foto: SemmelConcerts, Katharina Schiffl
Metropol Theater Bremen
Richtweg 7
28195 Bremen
Das komplette Programm und
Tickets versandkostenfrei unter:
metropol-theater-bremen.de
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SEEBÜHNE BREMEN
JUNI-AUGUST 2025
unter anderem mit:
Chris Norman & Band
03. Juli 2025, 20:00 Uhr
Der legendäre Frontmann der großen 70er Jahre Band
SMOKIE kommt mit seinen Hits „Living next door to
Alice“, und „Mexican Girl“ nach Bremen. Spaß pur.
ABBA GOLD – The Concert Show
04. Juli 2025, 20:30 Uhr
Die Sänger und Musiker sind wohl diejenigen Performer,
die dem Stil der Originalkünstler am nächsten kommen.
Ein eindrucksvolles Revival in höchster Perfektion.
Katie Melua
12. Juli 2025, 20:00 Uhr
Als eine der erfolgreichsten musikalischen Künstlerinnen
Großbritanniens verzaubert Melua ihr Publikum weltweit
mit ihrer einzigartig kraftvollen und fesselnden Stimme.
Atze Schröder – Der Erlöser
25. Juli 2025, 20:30 Uhr
Der Erlöser ist da! Endlich. Wir möchten erlöst werden,
denn wir sind alle schuldig: Konsum, Urlaub, Party, Drogen,
Netflix und Bayern München.
Amy Macdonald
29. Juli 2025, 20:00 Uhr
Mit ihrem bisher besten Album „The Human Demands“
kommt Macdonald nach Bremen. Sie singt über Liebe,
Brücken abbrechen und das Erwachsenwerden.
ANASTACIA – Open Air 2025
02. August 2025, 20:30 Uhr
Von ihren frühen Hits bis zu ihren jüngsten Chart-Erfolgen
ist Anastacias Musik immer ein Spiegelbild ihrer
Hingabe, Liebe und Leidenschaft: „I’m Outta Love“.
AIDA – Oper von Giuseppe Verdi
16. Juli 2025, 19:30 Uhr
Diese aufwändig inszenierte Oper besticht durch eine
großartige Ausstattung mit Fanfaren, Pauken und Trompeten,
gewaltigen Chören und historischen Roben.
Anastacia Press, Foto: Peter Svenson
Seebühne Bremen
AG-Weser-Straße
28237 Bremen
Das komplette Programm und
Tickets versandkostenfrei unter:
seebühne-bremen.de
59
Die neue Show
LEGENDS
VARIETÉ
GOP LEGENDS Ensemble, Foto: Ralf Mohr
Vom 3. Juli bis 7. September öffnet sich im GOP Varieté-Theater Bremen der
Vorhang zur neuen Show „LEGENDS“, die sich vor den großen Idolen unserer
Zeit, der Riege der Besten – kurz: wahren Legenden – verneigt.
Doch was macht Menschen zu Legenden? Sie haben
laut gesprochen, was wir uns nur zu flüstern gewagt
haben. Sie haben etwas erschaffen, worüber man auch
Jahre, Jahrzehnte oder sogar noch länger spricht. Sie
sind Menschen, deren Leben und Werk tiefen Eindruck
hinterlassen und deren Erbe andere Menschen inspiriert
und beeinflusst.
Unter der Regie des international erfolgreichen Circus
Theater Bingo werden Künstlerinnen und Künstler in
dieser Show zu Universalgenies wie Charlie Chaplin
und unvergesslichen Musiklegenden wie Tina Turner,
Whitney Houston, Michael Jackson und Freddy Mercury.
Mit schillernden Kostümen, mitreißenden Choreografien
zu bekannter Musik und atemberaubender
Artistik machen sie sich die Bühne zu ihrer eigenen.
GOP LEGENDS, Andrey Nikolaienko, Foto: Ralf Mohr
GOP LEGENDS, Anton Shcherbyna: Foto: Ralf Mohr
60
GOP LEGENDS, Duo Pole, Foto: Ralf Mohr
Zu den Klängen von Queens „We Will Rock You” nehmen
beispielsweise Alexey Bitkine und Oleksii Filippov
in ihrem Duo Pole-Act scheinbar schwerelose, vertikale
Posen ein und stürzen sich teils kopfüber aus großer
Höhe nach unten. Andrey Nikolaienko wird bei seiner
Equilibristik-Darbietung zu Elton John, während Anton
Shcherbyna als Elvis Presley bei seiner Rola Rola-
Nummer puren Rock‘n‘Roll mit auf die GOP Bühne
bringt und Tänzerin Hanna Levchenko als Céline Dion
verzaubert.
Für den vollen Genuss haben die Gäste im GOP Varieté-Theater
außerdem die Möglichkeit, den Abend
mit kulinarischen Köstlichkeiten abzurunden. Exklusiv
zur Show „LEGENDS” erwartet sie dabei freitags und
samstags ein Grill-Buffet im Restaurant Leander. Von
frischen Salaten über feine Antipasti bis hin zu köstlichen
Spezialitäten vom Grill wie BBQ-Rinderhüfte,
Kräuter-Hähnchenbrust oder Bärlauch-Rostbratwurst
der Fleischerei Safft – hier ist für jeden Grill-Liebhaber
etwas dabei.
Und auch an die kleinen Gäste ist gedacht: In den Sommerferien
ist die beliebte Ferienaktion „Kids für Nix”
zurück! Vom 3. Juli bis 13. August erhält je ein Kind
bis einschließlich 14 Jahre in Begleitung eines regulär
zahlenden Erwachsenen freien Eintritt zur Show
„LEGENDS“. Dies ist die perfekte Gelegenheit, um gemeinsam
mit der Familie einen unvergesslichen Abend
zu erleben.
TERMINE
LEGENDS
Legenden zu Gast im GOP
3. Juli bis zum 7. September
GOP Varieté Theater Bremen
Am Weser-Terminal 4
28217 Bremen
T 0421 89 89 89 89
variete. de/bremen
Grill-Buffet im Restaurant Leander, Foto: GOP Bremen
61
HELLO, DOLLY!, Foto: Jörg Landsberg
JUNI /JULI 2025
MUSIKTHEATER
HELLO, DOLLY!
Eine musikalische Komödie
Musik und Gesangstexte von Jerry Herman
Buch von Michael Stewart nach „The Matchmaker“ von Thornton Wilder
Deutsch von Robert Gilbert
Dolly Levi, tätig in der Eheanbahnung, ist selber auf der Suche nach Mann und Glück und nicht gewillt, sich in das
Schicksal einer älter werdenden Witwe zu schicken. Ganz im Gegenteil. Sie kehrt nach New York in ihr ehemaliges
Stammlokal zurück, wo ihr ein grandioser Auftritt beschert wird: „Hello Dolly, this is Miss Dolly, it’s so nice to
have you back where you belong.“ Gayle Tufts, bekannt als Entertainerin, Moderatorin, Sängerin und „Germany’s
best-known American“ (Stern Magazin) in der Titelpartie Dolly und Regisseur Frank Hilbrich holen Jerry Hermans
Broadwaymusical aus dem Jahre 1964 mit einer großen Portion Spaß und noch mehr Selbstironie ins Hier
und Heute.
Musikalische Leitung: William Kelley // Regie: Frank Hilbrich
Wiederaufnahme: So 1. Juni um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
Weitere Termine: So 8. Juni um 18 Uhr, Sa 14. Juni um 19 Uhr sowie So 29. Juni um 15:30 Uhr
62
MUSIKTHEATER
NOperas! – Oper Otze Axt
von Dritte Degeneration Ost // Komposition: Richard Grimm
Das Kollektiv Dritte Degeneration Ost untersucht in seinem experimentellen Musiktheater „Oper Otze Axt“,
inspiriert durch das Leben des Ost-Punk-Antihelden Dieter „Otze“ Ehrlich, die Zerstörung als historisches,
erzählerisches und musikalisches Motiv. Otze erlebt als widerständige Hauptfigur die sich zunehmend zersetzende
DDR, findet jedoch in der gesellschaftlichen Befreiung des Mauerfalls und der Nachwendezeit
keine Erlösung, sondern nur weitere unsichtbare Mauern.
Regie: Romy Dins, Frithjof Gawenda
Premiere: Fr 4. Juli um 19:30 Uhr (mit Audiodeskription) im Kleinen Haus
Weitere Termine: Sa 5. Juli um 19:30 Uhr, So 6. Juli um 18:30 Uhr
DRAUßEN. UMSONST. FÜR ALLE!
COMMON GROUND
Konzerte, Performances, Begegnung vom 18. Mai bis 6. Juli auf dem Goetheplatz
Ob unter der Woche zum Afterwork oder ganz entspannt am
Wochenende: Wir laden wieder zum Zusammenkommen ein –
mit einem Kaltgetränk in der Hand und einem vielfältigen Programm
auf dem Goetheplatz! In diesem Jahr wird Szene nicht
nur auf der Theaterbühne großgeschrieben: Punk meets Britney,
meets Minimal Music, meets Jazz.
Das ganze Programm und alle weiteren Infos unter:
theaterbremen.de/commonground
COMMON GROUND, Foto: Theater Bremen
MUSIKTHEATER
WELLEN
Uraufführung // Oper von Elmar Lampson // Text von Julia Spinola nach Eduard von Keyserling
Ein kleines Ostseebad diente Eduard von Keyserling am Vorabend
des Ersten Weltkriegs als Kulisse einer radikalen Utopiekritik,
die bereits die Katastrophen des 20. Jahrhunderts
vorausahnt. Fernab der Routinen des Alltags wachsen die
Sehnsüchte und Selbstverwirklichungsträume einer lebenshungrigen
Aussteigerin, eines selbst ernannten Künstlers
und eines privilegierten Zöglings der Reichen und Mächtigen
ins Unermessliche.
WELLEN, Foto: Jörg Landsberg
Musikalische Leitung: Yoel Gamzou
Regie: Philipp Rosendahl
Termine: Do 5. Juni, Sa 7. Juni und Fr 13. Juni jeweils um
19 Uhr, So 15. Juni um 15:30 Uhr, Mi 18. Juni um 19 Uhr
Theater am Goetheplatz
Theater Bremen
Goetheplatz 1-3
28203 Bremen
Theaterkasse
Goetheplatz 1-3
Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr
Termine und Karten unter
theaterbremen.de
T 0421 3653333
63
AMADEUS, Foto: Anni Strauss
SPIELPLAN JUNI / JULI 2025
AMADEUS
von Peter Shaffer
Deutsch von Nina Adler
Fr, 06.06., 20:00 Uhr, Sommerbühne
Sa, 14.06., 20:00 Uhr, Sommerbühne
So, 22.06., 18:00 Uhr, Sommerbühne
vor dem Stadttheater Bremerhaven
weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de
Wien in den 1780er Jahren: Hofkomponist Antonio Salieri hadert mit Gott, dass Mozart, ein obszöner Kindskopf,
das auserwählte Genie sein soll und er selbst mit nichts als Mittelmaß begabt ist. Und obwohl er als einziger die
einzigartige Qualität von Mozarts Musik erkennt, entschließt er sich, Mozart durch Intrigen und Demütigungen,
das Leben zu vergiften. «Amadeus» – der von Gott geliebte – wird für Salieri so zur Waffe gegen diesen Gott, dem
er eine Lektion erteilen will – ein großes Theater-Spektakel, das jenseits historischer Genauigkeit sehr berührend
die Zeitlosigkeit von Mozarts Musik spürbar macht und nebenbei zeigt, dass Ehrgeiz kein Garant für Erfolg ist.
Regie & Bühne: Wolf Widder// Kostüme: Eva-Maria Weber
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JUNGE CHOREOGRAFIEN
Tanzabend von und mit der Ballettcompagnie
des Stadttheaters Bremerhaven
im TiF – Theater im Fischereihafen
Sa, 07.06., 19:30 Uhr, TiF (Premiere)
So, 15.06., 19:30 Uhr, TiF
Mi, 18.06., 19:30 Uhr, TiF
weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de
Die Entwicklung eines eigenen Stils ist für jede:n Kunstschaffende:n essenziell. Interessant wird es, wenn darüber
hinaus die Perspektive gewechselt werden kann – nicht mehr tanzen, sondern selbst choreografieren. Diese besondere
Förderung seiner Compagniemitglieder ist Alfonso Palencia eine Herzensangelegenheit. Freuen Sie sich
auf ideenreiche, unkonventionelle und überraschende junge Choreografien.
Choreografien: Melissa Festa, Melissa Panetta, Ming Hung Weng, Adrián Sanchéz, Dawon Yang, Kiko
Nogucho, Kuang Yung Chao // Tänzer:innen: Melissa Festa, Melissa Panetta, Arturo Lamolda Mir,
Marco Marongiu, Adrián Sanchéz, Dawon Yang, Kiko Nogucho, Angelina Jung, Kuang Yung Chao
8. SINFONIEKONZERT «ANFANG UND ENDE»
JOHANNES BRAHMS Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15
SERGEI RACHMANINOW Sinfonische Tänze op. 45
Mo, 16.06., 20:00 Uhr, Großes Haus // Di, 17.06., 19:30 Uhr, Großes Haus // Mi, 18.06., 19:30 Uhr, Großes Haus
Eine innige Freundschaft, wie sie zwischen Johannes Brahms und dem Ehepaar Clara und Robert Schumann bestand,
findet sich in der klassischen Musik selten. Begeistert schrieb Schumann von den «Neuen Bahnen», die der
junge Brahms der Musik eröffnen würde. Um dieser Ankündigung gerecht zu werden, arbeitete Brahms über fünf
Jahre an seinem ersten Klavierkonzert, bis er es nach allerlei Umwegen und überschattet vom Tod seines väterlichen
Freundes uraufführen konnte. Solist ist der deutsche Ausnahmemusiker Joseph Moog, dessen klare, kreative
und innovative Interpretationen ihn weltweit zu einem der gefragtesten Pianisten seiner Generation macht.
Das galt selbstverständlich auch für Sergei Rachmaninow, der als Großmeister seines Faches im amerikanischen
Exil sein Lebensglück nicht recht finden mochte. So erfüllen seine Symphonischen Tänze op. 45, die als «letzter
Funke» sein kompositorisches Schaffen vollenden, eine bittersüße Melancholie. Erst kurz vor Ende, Rachmaninow
zitiert eine Hymne aus der orthodoxen Auferstehungsliturgie, kann er sie in ein Bekenntnis zum Leben auflösen.
Dirigent: Marc Niemann // Klavier: Joseph Moog // Philharmonisches Orchester Bremerhaven
FÜNFTER SEIN
Von Inda Buschmann und JUB-Ensemble
Inspiriert von einem Gedicht von Ernst Jandl
Uraufführung / ab 3 Jahren
Mo, 09.06., 16:00 Uhr, JUB
Do, 12.06., 10:30 Uhr, JUB
weitere Termine: stadttheaterbremerhaven.de
Puh, Wartezeit. Wie langweilig! Mal nachzählen, wie lange es noch dauert: noch eins, zwei, drei, vier vor mir! Also
bin ich Fünfter. Fünfter sein. Au weia. So lange noch! Wann bin ich dran? Nochmal zählen. Eins, zwei, drei vor mir.
Super! Tick, Tack, Tick, Tack – die Zeit vergeht zu langsam! Der Fuß wippt im Takt des Zeigers: tipp, tapp, tipp,
tapp. Vielleicht erstmal setzen. Beine baumeln vom Stuhl. Am Fenster ziehen die Wolken vorbei.
Was macht man nur mit all den unnützen Minuten, bis endlich was passiert? Inda Buschmann und das JUB-
Ensemble haben da ein paar Ideen!
Regie: Inda Buschmann // Bühne & Kostüme: Mari-Liis Tigasson
Stadttheater Bremerhaven
Theodor-Heuss-Platz
27568 Bremerhaven
Öffnungszeiten Theaterkasse
Di-Fr 12-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr
T 0471 49001
Spielplan
und Online-Kartenverkauf
stadttheaterbremerhaven.de
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Sommernacht im Park, Blick von der Melchersbrücke (2024), Foto: Marianne Menke
bremer shakespeare company
Juni / Juli 2025
30. SHAKESPEARE IM PARK
20.-31. August
Vor 30 Jahren haben die bremer shakespeare company und der Bremer Bürgerpark eine Theatertradition begründet:
»Shakespeare im Park«! Seitdem ist das „Open Air Theater-Pflänzchen“ gediehen und gewachsen und präsentiert
sich nun im 30. Jahr als Festival-Programm mit 15 Veranstaltungen an 12 Tagen. Natürlich wird der runde
Geburtstag gefeiert: am Samstag, 23. August, lädt die bremer shakespeare company zu einem bunten Programm
mit jeder Menge Spiel, auch zum Mitmachen, mit Musik und Tanz mit dem gesamten Ensemble, Gästen und Publikum.
Jetzt buchen – im August dabeisein!
TERMINE:
Mittwoch, 20.08, 19.30 Uhr
A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM
Donnerstag, 21. August, 19.30 Uhr
MEDEA
Freitag, 22.08., 19.30 Uhr
DAS WINTERMÄRCHEN
Freitag, 22. August, 22.00 Uhr
MACBETH
Samstag, 23.08., 19.30 Uhr
WIR FEIERN 30 JAHRE SHAKESPEARE IM PARK!
Sonntag, 24.08., 16.00 Uhr, Goetheplatz
TO HELL WITH PARADISE
Sonntag, 24.08., 19.30 Uhr
CORIOLANUS
Montag, 25.08., 19.30 Uhr
TO HELL WITH PARADISE
Dienstag, 26.08., 16.00 Uhr und 19.30 Uhr
GIANNI SCHICCHI
Mittwoch, 27.08., 19.30 Uhr
HAMLET
Donnerstag, 28.08., 19.30 Uhr
MASS FÜR MASS
Freitag, 29.08., 19.30 Uhr
VIEL LÄRM UM NICHTS
Samstag, 30.08., 19.30 Uhr
ORLANDO
Sonntag, 31.08., 18.00 Uhr
EIN SOMMERNACHTSTRAUM
bremer shakespeare company
Theater am Leibnizplatz
Schulstr. 26
28199 Bremen
Tickets
Vorverkauf: Stadtbibliothek am Wall
Di-Fr 15-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr
T 0421 500 333 | Mo-Fr 15-18 Uhr
Spielplan
und Online-Kartenverkauf
shakespeare-company.com
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ORLANDO
Die fantastische Lebensreise der Titelfigur über mehr
als 300 Jahre und der Verwandlung von einem Mann
zur Frau spiegelt den Reifungsprozess im Leben angesichts
der sich verändernden gesellschaftlichen Verhältnisse
und zeigt uns, dass nur Poesie und Kunst und
die Lebendigkeit echter Gefühle die einzigen Konstanten
sind.
.
TERMIN: 13.06. um 19.30 Uhr
Theater am Leibnizplatz
ORLANDO, Foto: Marianne Menke
VIEL LÄRM UM NICHTS
VIEL LÄRM UM NICHTS, Foto: Marianne Menke
Muss man der Liebe auf die Sprünge helfen? Claudio
und Hero werden auf einem Maskenball verkuppelt.
Erfolgreich, wie es scheint, doch ein Intrigant macht
das Glück mit einer Verleumdung zunichte. Eine tölpelhaft
wirkende Polizeitruppe deckt die Untat auf. Aber
nicht nur hier ist nicht alles so wie es den Anschein
hat. Ist wirklich wahr, dass sich Benedick und Beatrice
überhaupt nicht ausstehen können, oder sind sie womöglich
heimlich verliebt?
.
TERMIN: 22.06. um 19.30 Uhr
Theater am Leibnizplatz
Der Kampf um Entschädigung
Jüdische Menschen aus Bremen in Südamerika
Wie ging das Amt für Wiedergutmachung nach dem
Krieg mit den Entschädigungsansprüchen jüdischer
Bürger aus Bremen um, die den Nationalsozialismus
als Geflüchtete in Südamerika überlebt hatten?
»AUS DEN AKTEN AUF DIE BÜHNE«
„Die Freie Hansestadt ist bereit…“
Der lange Weg zur Universitätsstadt
Von der Idee einer internationalen Universität bis zur
Reform-Uni nach dem „Bremer Modell“. Welche Hoffnungen
waren damit verbunden und welche Widerstände
galt es zu überwinden?
TERMIN: 10.06. um 19.30 Uhr
Theater am Leibnizplatz
TERMIN: 11.06.um 19.30 Uhr
Uni-Forum am Domshof, Kassenhalle
LOVE LOVE LOVE
LOVE LOVE LOVE, Foto: Marianne Menke
Drei Epochen, zwei Generationen, ein Familiendrama.
Im Summer of Love 1967 brennt die Luft vor Erwartung
– die Welt wird sich ändern und Kenneth und Sandra
wollen dabei sein! 20 Jahre später - stressige Jobs, zuviel
Alkohol und außerehelichen Affären - ist ihre Liebe
am Ende. Doch die Welt dreht sich weiter und wieder
20 Jahre später bekommt »Love Love Love« für Kenneth
und Sandra neue Aktualität. Lebensgefühle sind
im Wandel und das Private ist stets auch politisch.
.
TERMIN: 22.06. um 19.30 Uhr
Theater am Leibnizplatz
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BREMER
FILMKUNST
THEATER
FILMSTARTS IM JUNI
Black Tey
beschäftigen Sie sich mit der Frage, was kulturelle
Identität ausmacht - um die Weitergabe von Traditionen
und Ritualen – und darum, wie wichtig ist, dass
sie weiterbestehen. Do 19.6.
Zikaden
Während Isabell sich um ihre kranken Eltern kümmert,
gleichzeitig ihre Ehe zu retten versucht, lernt sie die
alleinerziehende Mutter Anja kennen. Die neue Verbindung
offenbart die Zerbrechlichkeit ihrer mühsam
aufgebauten Welt. Do 19.6.
Chaos und Stille.
Regie Anatol Schuster
mit Sabine Timoteo, Anton von Lucke
Jean ist Komponist, seine Frau Helena Pianistin.
Von ihrer Musik können sie nicht
leben und schon gar nicht ihre Tochter ernähren.
Bis ihre Vermieterin Klara ihnen die
Miete erlässt, ihren Job kündigt und fortan
auf dem Hausdach lebt. Ein radikaler Schritt,
der sich als Katalysator für Jeans Kreativität
und Helenas soziales Engagement erweist.
Schon bald wird das Haus zum lebendigen
Epizentrum einer sich auf die ganze Stadt
ausweitenden Sinnsuche. Doch während
die Diskussionen über den Sinn des Lebens
lauter werden, zieht sich Klara immer weiter
in sich selbst zurück - bis sie eine wundersame
Lösung für das nicht enden wollende
Chaos entdeckt.
Ab Do. 05.06.
Das Fest geht weiter
Regie: Robert Guédiguian
Mit Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin
In Marseille hat die 60-jährige Rosa ihr Leben
sowohl ihrer Familie als auch der Gewerkschaftspolitik
mit dem gleichen Sinn
für Opferbereitschaft verschrieben. Alle halten
sie für unerschütterlich.Rosa findet für
alle Herausforderungen eine Lösung, bis sie
sich eines Tages in Henri verliebt. Zum ersten
Mal seit Jahrzehnten hat Rosa Angst, sich zu
binden. Soll sie etwas für sich selber einfordern
und dafür in Familie und Gewerkschaft
kürzer treten?
Ab Do. 12.6.
Der letzte Takt
Regie Sigurjón Kjartansson
Mit Helga Braga Jónsdóttir, Vivian Ólafsdóttir
In Reykjavik kämpft ein kleines isländisches
Kammerorchester ums Überleben. Die staatliche
Förderung steht vor dem Aus - bis sich
eine unerwartete Chance ergibt: Ein weltberühmter
isländischer Cellist kehrt nach Jahrzehnten
in die Heimat zurück. Seine bloße
Anwesenheit könnte dem Orchester die
dringend benötigte Aufmerksamkeit schenken
und ihre Zukunft sichern. Doch der
Hoffnungsschimmer wird schnell zum Albtraum.
Der gefeierte, charismatische Virtuose
entpuppt sich als unerträglicher Tyrann,
der keine Grenzen kennt. Beim großen Konzertabend
spitzt sich die Lage dramatisch zu.
Doch das Ensemble ist fest entschlossen, den
Auftritt nicht zu gefährden - koste es, was es
wolle. Und so betritt das Orchester die Bühne
für eine Darbietung, die Reykjavik niemals
vergessen wird.
Ab Do. 12.6.
Stromberg - Der Film
Regie Arne Feldhusen mit Christoph Maria
Herbst, Bjarne Mädel. Vor ca. zwanzig Jahren
lernte Deutschland Bernd Stromberg und
sein Team von der Schadensregulierung der
CAPITOL-Versicherung kennen. Damals gab
es noch nichts Veganes in der Kantine, Mobbing
war Breitensport im Büro und Bernd
Stromberg sagte: „Ich respektiere Frauen. Als
Idee…“. Seither hat sich die Arbeitswelt enorm
verändert. Bernd Stromberg auch? Ein großes
Wiedersehen aller Beteiligter soll Klarheit
bringen. Und wie bei einer klassischen Familienfeier,
gibt es auch hier eine einzigartige Mischung
aus Nostalgie und Alkohol, aus alten
Rechnungen und neuen Vorwürfen. Und so
eskaliert das Wiedersehen schnell, und zwar
auf eine Art und Weise, mit der keiner der Beteiligten
gerechnet hat. „Büro ist Krieg“, hieß
es bei Stromberg damals. Heute ist alles noch
viel schlimmer...
Ab Do. 12.6.
Black Tea. Regie Abderrahmane Sissako
mit Nina Mélo, Han Chang. Aya, eine junge
ivorische Frau, sagt an ihrem Hochzeitstag
zum Erstaunen aller Nein. Sie lässt die Elfenbeinküste
hinter sich und beginnt ein neues
Leben in Guangzhou, China. In einem pulsierenden
Viertel, in dem die afrikanische Diaspora
auf die chinesische Kultur trifft, arbeitet
68
Die Barbaren - Willkommen in der Bretagne
Eine hochaktuelle und ungemein witzige Culture-Clash-Komödie
entlarvt mit scharfem Blick menschliche Schwächen wie Vorurteile
und fehlende Toleranz, ohne dabei die Empathie für ihre
eigenwilligen Protagonisten zu verlieren. Do. 26.6.
sie in einem Tee-Laden. Der chinesische Besitzer
Caï weist Aya in die traditionelle Kunst
der Teezeremonie ein und langsam entwickelt
sich eine zärtliche Liebe zwischen den
beiden. Doch kann ihre Beziehung die Wirren
ihrer Vergangenheit und die Vorurteile der
anderen überstehen?
Ab Do 19.6.
Zikaden. Regie: Ina Weisse mit Nina Hoss,
Saskia Rosendahl. Isabells Leben gerät durcheinander
als sie erkennt, dass ihre betagten
Eltern nicht mehr alleine zurechtkommen.
Während sie verzweifelt nach Pflegepersonal
sucht, pendelt sie zwischen Berlin und dem
Wochenendhaus ihrer Eltern, das einst von
ihrem Vater im modernistischen Stil erbaut
wurde. In dieser angespannten Situation trifft
Isabell immer wieder auf die rätselhafte Anja,
eine alleinerziehende Mutter, die mit ihren eigenen
Herausforderungen zu kämpfen hat.
Als Anja und ihre kleine Tochter Greta zunehmend
in Isabells Leben treten, entsteht eine
unerwartete Bindung zwischen den beiden
Frauen. Gleichzeitig beginnt Isabell, an dem
Leben zu zweifeln, das sie bislang für sicher
und vertraut hielt. Ihre Ehe mit Philippe zeigt
erste Risse, und das Gefühl, die Kontrolle über
ihr Leben zu verlieren, wird immer stärker.
Ab Do 19.6.
Diva Futura
Regie Giulia Louise Steigerwalt
Mit Pietro Castellitto, Barbara Ronchi
Eine unglaubliche, wahre Lebensgeschichte
voller Sex und zerbrechlicher Träume! Riccardo
Scicchi ist ein Lebenskünstler und chaotischer
Geschäftsmann, der den Idealen von
Schönheit und freier Liebe nachstrebt. Mit
der Model- und Erotik(film)agentur Diva Futura
legte er den Grundstein für die moderne
Sexfilmindustrie – und machte Pornostars
wie Eva Henger, Cicciolina und Moana Pozzi
zu Legenden, die mehr als nur die Gemüter
Italiens erregten. Hier beginnt eines Tages
die Sekretärin Debora einen sehr ungewöhnlichen
Job und muss fortan an der Seite
des idealistischen Freigeists Riccardo gegen
Prüderie und Zensur kämpfen – bis zum bitteren
Ende.
Ab Do. 26.6.
Every note you play.
Regie: Mika Kaurismäki. Dokumentarfilm.
Ein radikales Experiment: 16 Musiker*innen
von Weltformat treffen in Monheim (NRW)
aufeinander - ohne Vorgaben, ohne Plan,
nur mit Publikum.Drei Tage lang erschaffen
sie etwas völlig Neues, jenseits von Genres
und Erwartungen. Regisseur Mika Kaurismäki
taucht mit seiner Kamera in diesen kreativen
Ausnahmezustand ein und fängt den
Moment ein, in dem Musik entsteht. Der Film
zeigt nicht nur diesen einzigartigen Prozess,
sondern stellt die große Frage: Was ist Kreativität?
Ein mitreißender Appell, sich dem Risiko
hinzugeben, Grenzen zu überschreiten
und Kreativität als Lebensenergie zu nutzen.
Ab Do. 26.6.
HIGHLIGHTS IN DEN KINOS
Exhibition on Screen:
Michelangelo Love and Death.
01. Juni um 12:00 Uhr in der Gondel
Französische Sneak Preview
25. Juni um 20:00 Uhr in der Gondel
Premiere mit Gästen: WO/MEN
Zu Gast die Regisseurin Birthe Templin.
12. Juni um 18:00 Uhr im Cinema Ostertor.
Weird Xperience: The Crazy Familie - Die
Familie mit dem umgedrehten Düsenantrieb
Ein wunderbar verstörendes Kinoerlebnis mit
einer kurzen Einführung des Spielfilms.
22. Juni um 20:00 Uhr im Cinema Ostertor.
Special: One to one ; John & Yoko OmU
26. Juni um 20:30 Uhr in der Schauburg.
Familienkino
Hilfe, unser Lehrer ist ein Frosch
Sonntags um 15:00 Uhr in der Schauburg
bremerfilmkunsttheater.de
Die Barbaren –
Willkommen in der Bretagne
In der bretonischen Kleinstadt Paimpont
scheint die Welt noch in Ordnung zu sein.
Auch wenn die Einwohner nicht unterschiedlicher
sein könnten, eint sie der Stolz auf ihren
Zusammenhalt und ihre Nächstenliebe. Als
Zeichen der Solidarität stimmt die Gemeinde
begeistert dafür, eine aus der Ukraine geflüchtete
Familie bei sich aufzunehmen. Als
jedoch anstatt der erwarteten Ukrainer Familie
Fayad aus Syrien in Paimpont eintrifft, ist
die Überraschung bei den vermeintlich weltoffenen
Bürgern groß.
Ab Do. 26.6.
One to one: John & Yoko
Regie: Kevin Macdonald, Sam Rice-Edwards
Der Dokumentarfilm zeigt eine umfassende
und aufschlussreiche Einblicke in die 18
Monate, die John Lennon und Yoko Ono
Anfang der 1970er Jahre in Greenwich Village
verbrachten. Ein spannendes Kinoerlebnis
und einzigartiges Zeitdokument, das mit
bisher unveröffentlichtem Material und neu
restaurierten Aufnahmen Lennons einziges
abendfüllendes Konzert nach der Beatles-Ära
zeigt und zum Leben erweckt. Der Film bringt
zudem die atemberaubende Musik, die von
ihrem Sohn - Sean Ono Lennon - neu abgemischt
und produziert wurde, auf die große
Kinoleinwand.
Ab Do. 26.6.
F1
Regie: Joseph Kosinski
Mit Brad Pitt, Damson Idris, Kerry Condon
In „F1“ von Apple Original Films schlüpft Brad
Pitt in die Rolle eines ehemaligen Rennfahrers,
der in die Formel 1 ® zurückkehrt. Damson
Idris übernimmt die Rolle seines Teamkollegen
beim fiktiven Rennstall APXGP. Der
Film wird an echten Grand-Prix-Wochenenden
gedreht, das Team tritt gegen die realen
Superstars der Formel 1 ® an.
Ab Do. 26.6.
Psychoanalyse & Kino: Barby
03. Juni um 19:30 Uhr im Atlantis
CINEVILLE-ABO
Ab 20 €/Monat beliebig oft ins Kino
Das Besondere: Bei Cineville schließen sich
die unabhängigen Kinos Deutschlands zusammen,
Arthouse-Filmtheater, Programmkinos,
Filmkunstkinos und die Kiezkinos
Strick-Kino
Beim »Strick-Kino« verbinden wir Stricken
& Kino nach skandinavischem Vorbild: Du
kannst nach Herzenslust stricken oder häkeln,
während auf der Leinwand ein Film
läuft. Das Licht im Saal ist gedimmt, so dass
du sowohl den Film als auch deine Maschen
sehen kannst. Schnapp dir deine Nadeln, dein
Garn, deine strick- und häkelbegeisterten
Freundinnen und Freunde - und los geht‘s.
Und natürlich bist du auch (noch) ohne Strickoder
Häkelprojekt willkommen!
15. Juni um 14.30 Uhr in der Schauburg
69
FOCKE
PROGRAMM IM JUNI
Neu: 200 Jahre
und kein bisschen leise
Die Geschichte der Philharmonischen
Gesellschaft
Eine von einem Fürsten entlohnte Kapelle,
Adlige, die Kompositionsaufträge vergeben -
das gab es in Bremen nicht. Hier trat um 1800
das Bürgertum der Hansestadt als Kulturträger
auf den Plan. Es veranstaltete öffentliche
Konzerte und gründete Musik- und Gesangsvereine:
1825 den Verein für Privat-Concerte,
Vorläufer der Philharmonischen Gesellschaft,
die das Musikleben Bremens bis heute bereichert.
Das Bremer Landesmuseum für Kunst
und Kulturgeschichte widmet ihrer Geschichte
vom 30. Juni bis zum 1. Februar 2026 die
Sonderschau „200 Jahre und kein bisschen
leise“.
Duckomenta
Die Duckomenta macht nicht nur eingefleischten
Donaldisten Spaß, denn sie bietet
auf witzige Art und Weise auch einen Streifzug
durch die Kunstgeschichte im Watschelgang
und vermittelt so mit Augenzwinkern
Wissen über den Wandel der Epochen und
Stile und handwerklicher Techniken.
Die Ausstellung schließt vom 27. Mai für zwei
Wochen und ist dann ab 12. Juli mit einigen
neuen Werken im Südflügel es Haupthauses
bis Februar 2026 zu sehen.
Mittwoch, 4. Juni 2025, 16.30 bis 18 Uhr
Wer liegt hier begraben?
Ein Rundgang Riensberger Friedhof
mit Helmi Reible
Seit 150 Jahren besteht der Riensberger
Friedhof.Eingebettet in einen 27 Hektar großen
Park vereinigt er Grabmalkunst mit Landschaftsarchitektur
und beherbergt die Ruhestätten
vieler Bremer Prominenter.
Teilnahmegebühr für Erwachsene 10 Euro,
ermäßigt 8 Euro, zzgl. 5 Euro Veranstaltungsgebühr
Karten unter www.nordwest-ticket.de
Treffpunkt: Museumskasse im Hauptgebäude
des Focke-Museums
Mittwoch, 4. Juni 2025, 18 Uhr
Stimmen, Planeten und das tönende
Universum - Mahlers 8. Symphonie
Vortrag des Musikwissenschaftlers
Morten Solvik
Der norwegisch-amerikanische Musikwissenschaftler
mit Wohnsitz in Wien ist als Autor,
Buchredakteur, Redner, Moderator und
Produzent von Webcasts sowie als Mitwirkender
bei Radio- und Fernsehproduktionen
tätig. Solvik gehört dem Vorstand der Internationalen
Gustav-Mahler-Gesellschaft an
und ist Vizepräsident der Mahler Foundation.
Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 12 Euro
Karten unter www.nordwest-ticket.de
Montag, 9. Juni 2025, 10 bis 17 Uhr
Deutscher Mühlentag
Windmühle Oberneuland
Die Mühle Oberneuland gehört zum Focke-
Museum, das dort zeigt, wie die Arbeitsabläufe
vom Korn zum Brot verlaufen. Von 12
bis 16 Uhr laufend Führungen mit Raymonde
Decker und Clara Brinkmann statt.
Der Eintritt ist frei.
Montag, 9. Juni 2025, 11 bis 13 Uhr
Ökumenischer Gottesdienst
Park Haus Riensberg
Sonnabend, 14. Juni 2025, 14 bis 16 Uhr
Kindersamstag im Bauernhaus Mittelsbüren
Leben auf dem Land
Die Kinder (ab zehn Jahren) lernen mit Ruthild
Huster, wie man Butter schüttelt, verschiedene
Marmeladen kocht, Kräuterbutter
und Quarkbrötchen macht und kleine Fladenbrote
im Feuer herstellt. Von Juni bis Dezember
findet an jedem zweiten Sonnabend im
Monat eine Aktion für Kinder im Focke-Museum
statt.
5 Euro Veranstaltungsgebühr für Kinder, Eintritt
für Erwachsene zehn, ermäßigt 8 Euro
Tickets unter www.nordwest-ticket.de
70
Programm
Sonntag, 1. Juni 2025, 15 Uhr
Fockes Pavillon
Konzert mit Peter Dahm, Hille Perl,
Jan-Olaf Rodt und Michael Bohn
Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Saxofonist
und Komponist Peter Dahm mit
einer Musik, die Grenzen überschreitet. Sie
reicht von Modern Jazz bis zur Balkan-Folklore,
streift Klezmer-Klassiker ebenso wie
türkisch-arabische Motive, besitzt indische
Anklänge und auch südafrikanische Klangpracht.
Bei dem Konzert im Garten des Focke-Museums
spielen mit Peter Dahm die
Gambistin Hille Perl, Jan-Olaf Rodt (Gitarre)
und Michael Bohn (Bass).
Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 12 Euro
Karten unter www.nordwest-ticket.de
Deutscher Windmühlentag, Mühle Oberneuland, Foto: Sigrid Sternebeck
Sonnabend, 14. Juni 2025, 10 bis 17 Uhr
Nationalitätentag –
Entdecke die Vielfalt Koreas
Ob traditionelle Klänge oder mitreißender K-
Pop: Auf der Open-Air-Bühne erwartet die
Teilnehmenden musikalische Highlights und
elegante Tanz- und Taekwondovorführungen.
Zahlreiche Mitmach-Aktionen bieten die
Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Für kulinarische
Genüsse ist ebenfalls gesorgt. Mit
dem Nationalitätentag sollen Begegnungen
geschaffen und der interkulturelle Austausch
gefördert werden.
Der Eintritt ist frei
Sonntag, 15. Juni 2025, 11.30 bis 12.30 Uhr
Das Leben in der Steinzeit
Führung durch die Wissenswerstatt
Archäologie mit Raymonde Decker
Die Wissenswerkstatt Archäologie zeigt Originalfunde
aus dem Bremer Raum, die das
Leben von der Altsteinzeit bis in das frühe
Mittelalter vermitteln.
Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro zzgl. 5 Euro
Veranstaltungsgebühr.
Kinder zahlen keinen Eintritt
Karten unter www.nordwest-ticket.de
Sonntag, 15. Juni 2025, 15 Uhr
Fockes Pavillon
Pago Balke und Nicolai Thein mit ihrem
Wilhelm-Busch-Programm
Die Begeisterung für Wilhelm Busch, den
genialen Humoristen, hat die beiden Künstler
Pago Balke und Nicolei Thein zusammengeführt.
Sie haben einige Perlen seiner Kunst
wieder zu neuem Leben erweckt.
15 Euro Eintritt, ermäßigt 12 Euro
Karten unter www.nordwest-ticket.de
Montag, 16. Juni bis Freitag 20. Juni
9 bis 14 Uhr
Bildungszeit: Quer durch die Bremer
Geschichte – Quer durch die Stadt
Auf den Spuren der Bremer Geschichte - von
den Anfängen bis in die Gegenwart. Zu Beginn
beschäftigen sich die Teilnehmenden im
Focke-Museum (Eichenhof und Haus Riensberg)
mit archäologischen Funden, den Spuren
des Alltagslebens in Bremen sowie mit
Bremer Persönlichkeiten in ihrem geschichtlichen
Umfeld, ihrer Wohnkultur und ihrem
Alltag. Die neuere Geschichte Bremens wird
anschließend in der Kaisen-Gedenkstätte und
im Hafenarchiv thematisiert. Zudem ist ein
historischer Stadtspaziergang vorgesehen.
Focke-Museum in Kooperation mit der Wilhelm
und Helene Kaisen Gedenkstätte und
dem Hafenarchiv.
Anmeldung ausschließlich über die Bremer
Volkshochschule unter 0421/361-12345
Sonnabend, 21. Juni 2025, 12 bis 14 Uhr
Leben und Kultur Bremens vom 17. bis
ins 19. Jahrhundert
Führung in ukrainischer Sprache durch Haus
Riensberg und die Tarmstedter Scheune
Auf einem Rundgang durch Haus Riensberg
und die Tarmstedter Scheune informiert Dr.
Olena Pokhodiasheva über das Leben verschiedener
Bremer Bevölkerungsschichten
vom 17. bis ins 19. Jahrhundert. Die Teilnehmenden
lernen das Leben wohlhabender Familien,
von Kaufleuten, Ärzten, Apothekern
und Torfstechern, von Bauern und Arbeitern
verschiedener Zünfte kennen. Sie sehen im
Haus Riensberg historische Kunstwerke, Kleidung,
Glaskunst, Keramik, Holzarbeiten, Möbel
und vieles mehr.
Der Eintritt ist für Geflüchtete frei,
5 Euro Teilnahmegebühr
Dienstag, 24. Juni 2025, 15 Uhr
Hereinspaziert!
Bremer Wohnkultur aus fünf Jahrhunderten
Führung durch Haus Riensberg mit
Raymonde Decker
Zu den herausragenden Sammlungen des
Focke-Museums gehört das Konvolut europäischer
Glaskunst, das überregional bedeutende
Exponate aus mehreren Jahrhunderten
umfasst. In Haus Riensberg sind zudem
Fürstenberger Porzellane, historische Kostüme,
originale Wandbespannungen und bremische
Möbelensembles aus verschiedenen
Epochen Bremer Wohnkultur zu sehen. Mit
dem Zimmer einer jungen Frau präsentiert
das Focke-Museum ein geschlossenes Ensemble
von Heinrich Vogeler. Zu Haus Riensberg
gehört auch das Kindermuseum, das die
Geschichte des Spielens vom Mittelalter bis
heute zeigt.
10 Euro, ermäßigt 8 Euro Eintritt, zzgl. 5 Euro
Teilnahmegebühr
Karten unter www.nordwest-ticket.de
Sonnabend, 28. Juni 2025, 15 Uhr
Satirische Führung durch die
Wissenswerkstatt Archäologie
mit Ingo Grabmeier alias Pago Balke
Pago Balke führt als Archäologe Ingo Grabmeier
durch die Wissenswerkstatt Archäologie
im Eichenhof. Dabei führt er die Besucherinnen
und Besucher so manches Mal aufs
Glatteis. Gab es den Schwachthaler am Ende
wirklich?
Eintritt und Führung 15 Euro,
ermäßigt 12 Euro
Karten unter www.nordwest-ticket.de
Rallye
Zeitreise durch die Bremer Geschichte
und Kultur
Für Kinder ab 6 Jahren
Warum fehlt dem unbekannten Herrn ein
Hut? Wie viele Fliesen ergeben ein Bild?
Wurde aus einer alten Kanne früher Eistee
getrunken? Das Focke-Museum bietet für
Kinder ab sechs Jahren eine unbetreute Rallye
an. Die Reise durch die Zeit geht durch
verschiedene Räume des Haus Riensberg,
die genau unter die Lupe genommen werden.
Dabei werden über 500 Jahre Bremer
Geschichte und Kultur bereist. Die Kinder erfahren,
wie die Menschen früher gewohnt
und wie sie sich gekleidet haben, und auch
wie Kinder früher spielten.
Die Teilnahme ist während der Öffnungszeiten
des Museums möglich. Die Rallye ist kostenfrei
an der Museumskasse im Haus Riensberg
erhältlich, wo sie auch startet.
Kinder haben freien Eintritt
Laden 37
Mode...
Hochwertige Mode
mit Liebe zum Detail
Laden 37
Borgfelder Heerstr. 37
28357 Bremen
Tel. 33 65 74 37 · laden37.de
71
OUTLOOK 2.0
Neue Blicke auf die Landschaft
Die Ausstellung versammelt fünf Kunstpositionen, die sich mit dem Blick
auf Natur und Landschaft auseinandersetzen, bzw. die über die Verwendung
von Landschaftselementen zu neuen Blickwinkeln kommen.
72
Matthias Langer, Pompondahlie, Duftsteinrich, 2024, Digitalprint auf Aluminium
humorvoll mit minimalen Landschaftselementen
und Stadtsilhouetten, die er vor einen Himmel aus
gesprühter silberner Farbe setzt. Auf diesem schillernden
Untergrund schweben Wolken in strengen,
künstlichen Formationen. Sie erinnern eher an Rauchzeichnen
oder Brotformen als an die komplexe Gestalt,
die natürlich Wolken annehmen können.
Tobias Wyrzykowski hat sich für seine Reihe querformatiger
Bilder vom Liederzyklus von Franz Schubert
inspirieren lassen. Die Naturverehrung der Romantik,
die in diesen Liedern zum Ausdruck kommt, setzt Wyrzykowski
in seine eigene Bildsprache um. Expressiv
und zugleich minimalistisch setzt er mit wenigen Pinselstrichen
farbige Akzente auf schwarzen Bildgrund.
Zusammen mit dem Titel lenken sie die Assoziationen
in Richtung der Wahrnehmung einer Landschaft.
Kate Andrews, How Little I Know 2, 2024, Digitalprint auf Papier
Kate Andrews, die in Bremen bei Prof. Baumkötter
studiert hat, zeigt Collagen, auf denen sie natürliche
und künstliche Strukturen miteinander kombiniert. Sie
interessiert sich für Verbindungslinien, die dadurch
entstehen und mögliche neue Zusammenhänge, die
daraus erwachsen können.
TERMIN
OUTLOOK 2.0
Neue Blicke auf die Landschaft
23. Mai bis 05. Juli 2025
GALERIE KRAMER
Vor dem Steintor 46 · 28203 Bremen
galeriekramer.de
Matthias Langer zeigt analoge Fotografie, die als
Langzeitbelichtungen zustande gekommen sind. Er
arrangiert Blumen, die er in seinem Garten angebaut
hat vor schwarzem Hintergrund. Seine Plattenkamera
nimmt sie über 4 Tage bei offenem Verschluss auf
und dokumentiert so ihren Trocknungsprozess. Die
feinen Schleier und Unschärfen, die auf dem späteren
Foto zu sehen sind, sind die Bewegungen, die die
Blüten dabei gemacht haben.
Rosa Jaisli bearbeitet als Bildhauerin mit Vorliebe
Alabasterstein. Sie arbeitet dessen natürliche Strukturen
heraus und lässt teilweise seine ursprüngliche
Oberfläche stehen. Die Sichtbarkeit der mineralischen
Adern im Stein und seine poröse Oberflächenstruktur
erinnern an karstige Landschaftsformationen und verzweigte
Flussläufe. Jaisli kombiniert diese natürliche
Ästhetik mit glatt polierten Architekturelementen.
Maxwell Stephens verarbeitet in seiner Malerei
künstlerische Fragestellungen der Moderne, die er
sich als innere Aufgabe zu Beginn jeder Arbeit stellt.
In seiner Reihe Dark Hope Series experimentiert er
73
AUSSTELLUNG
Blick in die neue Dauerausstellung des Übersee-Museums, Bilder © Übersee-Museum Bremen, Foto: Volker Beinhorn
Der blaue Kontinent–
Inseln im Pazifik
Auf über 2.000 qm Ausstellungsfläche
widmet sich die neue Dauerausstellung
„Der blaue Kontinent – Inseln
im Pazifik“ den Themen: kulturelle und biologische
Diversität, Identität, Ressourcennutzung, Klimawandel
und der kolonialen Vergangenheit Ozeaniens.
Ein zentrales Highlight der Ausstellung ist eine knapp
zehn Meter hohe Insel mit üppiger Bepflanzung und
einem digitalen Wasserfall, die die einzigartige Natur
der Pazifikregion erfahrbar macht.
Neben ca. 350 Exponaten können sich die Besucher
*innen an interaktiven Stationen mit den Ausstellungsthemen
auseinandersetzen. Um eine authentische
und vielschichtige Darstellung des pazifischen
Kontinents zu ermöglichen, wurden im kuratorischen
Team Samoaner*innen eingebunden. Außerdem ar-
beitete das Museum nicht nur mit Kulturschaffenden
und Fachleuten aus verschiedenen Inselstaaten eng
zusammen, sondern auch mit der National University
of Samoa (NUS) und dem Te Papa Museum in Aotearoa
Neuseeland.
Wer die Ausstellung betritt, steht vor einem großen
Globus. Schaut man durch ein kleines Guckloch, so
blickt man auf ein Bild des Übersee-Museums. Diese
Installation ist eine visuelle Metapher für das direkte
Gegenüber auf dem Globus: auf der einen Seite die
Chatham Islands (Aotearoa Neuseeland), auf der anderen
Seite Bremen. Blickfang und besonderes Herz-
74
stück der Ausstellung ist eine knapp zehn Meter hohe,
begrünte Insel, die den Rock Islands von Palau nachempfunden
ist. Neben der Insel ragt der Hareiga-Kopfschmuck
aus Papua-Neuguinea aus dem ozeanblauen
Boden – sie scheinen mitten im Ozean zu stehen. Ein
Schwarm aus Rochen, Walhai, Delphinen und Thunfischen
schwebt durch den ersten Lichthof und lenkt
den Blick nach oben.
den Exponaten, die in der Sammlung des Übersee-
Museums zu finden sind. Aus erster Hand erfahren
die Besucher*innen so die kulturelle Bedeutung dieser
Objekte und wie sie bis heute Gemeinschaften prägen.
Die Ausstellungsgestaltung von der Designagentur
Casson Mann aus London hat sich der ganzheitlichen
pazifischen Denkweise verschrieben: Land und Meer
Beseelte Dinge, die Tlingit Sammlung im Kabinett des Übersee-Museums
Beseelte Dinge – Die Tlingit-Sammlung Alaska
Mit der Kabinettausstellung präsentiert das Übersee-
Museum Bremen die faszinierende Kultur der Tlingit
aus Südost-Alaska. Im Mittelpunkt steht die Bremer
Tlingit-Sammlung, eine der ältesten des Museums, die
Ende des 19. Jahrhunderts eine vermeintlich aussterbende
Kultur dokumentieren sollte. Heute erlebt die
Tlingit-Kultur eine neue Blüte.
Tätowierung im Bereich „Identität“
werden nicht getrennt betrachtet, das Meer verbindet.
Ausgehend von der Insel gliedert sich die Ausstellung
in fünf Themenbereiche: biologische und kulturelle
Vielfalt, Identität, Kolonialismus, nachhaltige Ressourcennutzung
und Klimawandel.
Artefakte in Museen besitzen eine tiefere Bedeutung,
die sich anhand ihres Äußeren nicht immer erschließt.
In kurzen Audiosequenzen erzählen Fachleute aus
Fidschi, Samoa, Neukaledonien, Palau und Aotearoa
Neuseeland mehr über ihre persönliche Beziehung zu
In enger Zusammenarbeit mit Tlingit-Vertretern und
dem Sealaska Heritage Institute gewährt die Ausstellung
Einblicke in das kulturelle Erbe und in die Traditionen
dieser Gemeinschaft. Zu sehen sind Highlights
der Sammlung, die von den Tlingit in Hör- und Filmstationen
erläutert werden, sowie die Nachbildung
eines Clanhauses und originale Tagebücher und Briefe
der Sammler. Die Ausstellung im Kabinett Übersee
ist bis zum 23. November 2025 zu sehen.
Übersee-Museum Bremen
Bahnhofsplatz 13
28195 Bremen
uebersee-museum.de
Authentisch bleiben –
bis zuletzt.
Bestattungsvorsorge
Alles geregelt.
Familienbetrieb seit 1903
Tel. 0421 45 14 53
Bremen-Hemelingen
Bremen-Osterholz
www.ahrens-bestattungen.de
75
UMBAU
Modell Gerhard Marcks Haus Umbau1 2025, Foto: Marcks Haus
Wir bauen eine Bibliothek für Bildhauerei
Das Gerhard-Marcks-Haus baut um. Ziel ist eine für
alle Besucher*innen zugängliche Bibliothek, mit der
wir zeigen und nachvollziehbar machen, dass Wissenschaft
und Forschung das Fundament unserer Arbeit
sind. Die häufigste Frage in den Führungen durch
eine Ausstellung ist: »Wie lange planen Sie Ausstellungen?«
Sie zeigt, wie schwer die eigentliche Arbeit
im Museum vorstellbar ist. Der Aha-Moment kommt,
sobald Menschen die Büroräume des Museums betreten
und sehen, woran die Wissenschaftler*innen
arbeiten: Ausstellungen, die in drei Jahren terminiert
sind, Forschungsprojekte für Tagungen, Aufsätze
über Bildhauer*innen, Aufarbeitung von Nachlässen,
Projekte mit Skulpturen in Schulen oder dem öffent-
lichen Raum und, und, und. Egal welches Projekt im
Museum in Angriff genommen wird, gibt es doch eine
verbindende Komponente, die gleichzeitig (fast) unsichtbar
ist: unsere Bibliothek.
Das Gerhard-Marcks-Haus versteht seine Bibliothek
als Herzstück für professionelle wissenschaftliche
Forschung und als Knotenpunkt für die gemeinsame
Arbeit mit den eigenen, aber auch externen
Wissenschaftler*innen. Gleichzeitig auch als Ort, wo
Interessierte, seien es Schüler*innen, Studierende
oder Kolleg*innen, etwas suchen und finden sowie
lernen können. Unser Selbstverständnis ist das eines
modernen und offenen Spezialist*innenmuseums –
76
und den gleichen Anspruch haben wir auch an unsere
Bibliothek. Die Bibliothek wird aus dem Bestand der
Büchersammlungen des Gerhard-Marcks-Hauses und
der Bibliothek der Stiftung Arp e. V. zusammenfließen.
Mit der stilistischen Spanne zwischen den Generationsgenossen
Gerhard Marcks (1889–1981) und Hans
Arp (1886–1966) umfasst die Bibliothek das Feld der
Bildhauerei zwischen 1920 und 1980. Entwicklungen
davor und danach werden gezielt, im engen Zusammenhang
mit unserer Sammlungs- oder Ausstellungsaktivität
sichtbar.
wichtige bildhauerische Fragestellungen (wie die Bedeutung
von Form und Raum oder das Verhältnis von
Abstraktion und Naturvorbild) an parallelen Beispielen
zu untersuchen.
Unterirdisch – überirdisch gut!
Seit 2003 konzentriert sich die Sammlung des Museums
nicht mehr ausschließlich auf Werke von Gerhard
Marcks. Wir erweiterten unsere Sammlung u. a.
um Konvolute von Waldemar Grzimek (2005/2012),
Gerhart Schreiter (2009), Hanna Koschinsky (2011),
Edzard Hobbing (2012), Michael Schoenholtz
(2016/2023), Thomas Duttenhoefer (2020), Hans
Arp (2020), Heinz-Günter Prager (2024) und setzen
hiermit einen Fokus auf die Bildhauerei des 20. und
21. Jahrhunderts. Die Werke stärken das Museum in
seiner Funktion als Bildhauermuseum und erlauben
Der Museumsumbau wird in zwei Phasen vollzogen:
Die erste Stufe erfolgt nach der Frühlingsausstellung
»Thomas Duttenhoefer. Kein Bildhauer«. Unser
Museum schließt am 2. Juni. Ab dem 16. November
2025 eröffnen wir mit neuen Ausstellungen. Die
weiteren Baumaßnahmen werden bei laufendem Betrieb
weitergeführt und sollen im Spätsommer 2026
abgeschlossen sein. Der Bau der neuen Bibliothek
wird ermöglicht durch die Stiftung Arp e. V., Berlin,
die Karin und Uwe Hollweg Stiftung, die Waldemar
Koch Stiftung und privaten Spender*innen. Das Büro
Schulze Pampus Architekten BDA Bremen plant die
Baumaßnahme und begleitet ihre Realisierung.
Auch wenn das Museum geschlossen ist, gehen die
Arbeiten des Teams weiter. Besuchen Sie uns auf
marcks.de
Gut
geschlafen?
Wenn Sie diese Frage häufig mit „Nein“ beantworten,
matt und erschöpft aufwachen
und das Gefühl von Tagesmüdigkeit haben,
leiden Sie eventuell unter OSAS (Obstruktives
Schlafapnoe-Syndrom). OSAS lässt sich auf
verschiedene Arten behandeln, z.B. durch einen
chirurgischen Eingriff in einer unserer Praxen.
Sprechen Sie uns an:
0421 - 611 677
Mund. Kiefer. Gesicht. Bremen
IM ÄRZTEHAUS AM DIAKO
AM KLINIKUM NORD
IN DER STERNKLINIK
mund-kiefer-gesicht-bremen.de
77
AUSSTELLUNG
Kosmos der Zahlen
Hans-Albert Walter (1925–2005) zählt zu den konsequentesten Vertretern der
deutschen Nachkriegskunst aus Niedersachsen. Über fünf Jahrzehnte hinweg entwickelte
er ein stringentes und zugleich poetisches Werk, das sich systematischen
Ordnungen ebenso verpflichtet fühlte wie einem tiefen Vertrauen in die visuelle
Kraft der Zahl. Die Ausstellung im Syker Vorwerk präsentiert anlässlich seines 100.
Geburtstags zentrale Werke aus allen Schaffensphasen und rückt insbesondere die
Entwicklung seines einzigartigen Zahlensystems in den Mittelpunkt.
Hans-Albert walter, unbekannter Titel, 1993, Acryl auf Leinwand, Inv.-Nr. SYK00109, Foto Hans-Jürgen Dehn
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Hans-Albert Walter, Schaltvorgang, 1974, Acryl auf Leinwand, Inv.-Nr. SYK00096, Foto Tobias Hübel
100 Jahre Hans-Albert Walter
Die Retrospektive umfasst rund 65 Werke – aus der
Sammlung des Syker Vorwerks ergänzt durch Leihgaben
aus öffentlichen Beständen aus Niedersachsen
und Nordrhein-Westfalen und privaten Sammlungen
sowie aus dem Nachlass des Künstlers.
Sie ist chronologisch aufgebaut und gliedert sich in
sieben Werkphasen: Von den gegenständlichen Arbeiten
der 1950er Jahre über die ZERO-inspirierten
kinetischen Bildern der 1960er Jahre bis hin zu den
systematisch durchdrungenen Kreis- und Technikbildern,
mit denen Walter sich ab Mitte der 1960er Jahre
der Pop- und Op-Art Kunst näherte. Ab den 1970er
Jahren beginnt er, seine Bildsprache radikal zu vereinfachen:
Raster- und Countdown-Sequenzen bilden
den Auftakt zu einer finalen Werkphase, in der monochrome
Flächen und isolierte Ziffern dominieren.
Diese letzten Bilder sind in ihrer formalen Reduktion
zugleich von großer meditativer Tiefe. Walter verzichtet
zunehmend auf alles Narrative, alles Dekorative.
Stattdessen vertraut er auf das Potenzial der Zahl als
Zeichen und Bedeutungsträger, als visuelles Ereignis
und als Spur einer inneren Ordnung. Seine Werke sind
keine mathematischen Gleichungen – sie sind visuelle
Denkfiguren, Reflexionen über Zeit, Rhythmus, Struktur
und Wahrnehmung. In einer Zeit, in der datenbasierte
Ordnungen unser Leben prägen, erscheinen
Hans-Albert Walters Werke von neuer Relevanz. Sie
erinnern uns daran, dass auch in der strengen Systematik
Platz ist für Poesie, für Zweifel, für Offenheit.
Und dass die Zahl – allen Versuchen ihrer Vereinnahmung
zum Trotz – auch ein Mittel der Befreiung sein
kann.
TERMIN
Kosmos der Zahlen
100 Jahre Hans-Albert Walter
08. Juni bis 07. September 2025
SYKER VORWERK
Waldstraße 76 I 28857 Syke
syker-vorwerk.de
79
AUSSTELLUNG
„Verborgene Geschichten – Sichtbare Spuren“
Foto: Torsten Schmidt
seit 1888
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Drei Kunstschaffende, drei Perspektiven auf das Verborgene: Torsten
Schmidt spielt mit der Unsichtbarkeit des Porträts und fordert den Betrachter
heraus, das Ungesagte in den Bildern zu entschlüsseln. Rainer
Baltschun macht mit seinen fotografischen Buchinstallationen das Verschwinden
von Stimmen sichtbar, während Iris Nienstedt mit fragmentierten
Körperaufnahmen die Geschichten hinter den Füßen ihrer Figuren
erahnen lässt – eine Ausstellung über Spuren, die uns leiten, und Geschichten,
die im Verborgenen auf Entdeckung warten.
Rainer Baltschun wurde 1943 an der Ostsee geboren und lebt seit 1974
in Bremen. Der studierte Ingenieur und ehemalige Berufsschullehrer ist
heute als freier Fotograf in Bremen, Hamburg und Freiburg tätig.
Iris Nienstedt, 1960 in Bremen geboren, arbeitete lange Jahre als Redakteurin
und Producerin für Fernsehsender und Produktionsgesellschaften,
bevor sie ein Studium zur Fotodesignerin und anschließend eine Ausbildung
zur Kuratorin an der Universität der Künste in Berlin absolvierte.
Torsten Schmidt studierte Sozialpädagogik und Rechtswissenschaft und
promovierte zum Dr. phil. Einer seiner Schwerpunkte ist die Sozialfotografie.
Der Künstler, der die Fotografie autodidaktisch erlernte, lebt in Bremen.
„Verborgene Geschichten –
Sichtbare Spuren“
Werke von Rainer Baltschun, Iris
Nienstedt und Torsten Schmidt
villa-sponte.de
Eintritt frei
Vernissage:
Sonntag, 15. Juni 2025, 15.30 Uhr
Ausstellung:
bis Sonntag, 13. Juli 2025
Villa Sponte, Osterdeich 59b,
28203 Bremen, T 79 47 84 97
80
Margarethe Gerhardt
Foto: Bremische Schwesternschaft
vom Roten Kreuz
Louise Ebert
Foto: Friedrich-
Ebert-Gedenkstätte
Auf den Spuren bedeutender
Bremerinnen in der Neustadt
„Bewundernswert, patent und zäh“
Auf die Spuren bedeutender Bremerinnen in der
Neustadt führt die Premiere des neuen Rundgangs
„Bewundernswert, patent und zäh“ des Bremer
Frauenmuseums am Sonntag, 29. Juni, um 11 Uhr.
Die Führung ist Teil einer Reihe, die in loser Reihenfolge
an „FrauenOrte“ (so der Titel des Projektes) in
verschiedenen Stadtteilen führt.
Frauen haben in Bremen das politische, literarische
und soziale Leben mitgeprägt. Die Reihe „FrauenOrte“
möchte bedeutende Frauen in den einzelnen Stadtteilen
sichtbar machen. Wer waren sie? Was haben sie
Besonderes geleistet? Wo haben sie gewirkt?
Die Bremer Neustadt besticht durch ihre Vielfalt an
Plätzen, Gebäuden und Biografien. Eine ehemalige
Gaststätte Ecke Brautstraße erinnert an „Frau
Reichspräsident“ Louise Ebert. Die Skulptur der Lucie
Flechtmann, vielen bekannt als „Fisch-Lucie“, steht für
Frauen, die im letzten Jahrhundert um Selbständigkeit
und ökonomische Absicherung kämpften. Am Rotes
Kreuz Krankenhaus wird an Margarethe Gerhardt
erinnert, die von 1929 bis 1963 als Oberin die Bremische
Schwesternschaft vom Roten Kreuz leitete. Auch
mit Schöpferinnen öffentlicher Skulpturen macht der
Rundgang vertraut.
FrauenOrte – „Bewundernswert, patent und zäh“
Auf den Spuren bedeutender Bremerinnen im Steintor
Geführter Rundgang des Bremer Frauenmuseums
Sonntag, 29. Juni 2025, 11 Uhr
Treffpunkt: Am Neuen Markt, Bremen-Neustadt
Teilnahmegebühr: 15 Euro (ermäßigt 12 Euro)
Anmeldung: office@bremer-frauenmuseum.de
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81
Gespenstschrecke, Foto: Marcus Meyer
ENTDECKUNGEN
Foto: botanika Bremen
Superhelden der Natur
Klein, aber oho: In der Sonderausstellung der botanika
„6 Beine – 1.000 Talente“ zeigen Insekten, was in ihnen
steckt. Vom 11. Juli bis zum 31. August 2025 heißt
es: Bühne frei für geschickte Jäger, fliegende Tarnkünstler
und andere Superhelden der Natur.
Zunächst erfahren kleine und große Gäste, woran man
ein Insekt erkennt. Dann geht es auf Erkundungstour:
Vom Insektengarten mit heimischen Wildbienen führt
der Weg ins Tropenhaus, wo sich Atlasfalter mit Schlangenköpfen
auf den Flügeln und Orchideenmantis in
Blütenoptik verstecken. Supergroßen, superschnellen
und superstarken Sechsbeinern begegnen die Gäste im
Himalaya – von riesigen Heuschrecken über kräftige
Käfer bis zu flinken Leuchtpunktschaben. Im Entdeckerzentrum
dreht sich alles um die Überlebensstrategien
von Insekten in Sachen Ernährung.
Wer mehr über die Welt der Falter erfahren möchte,
begibt sich auf die Spur von Schmetterlingsforscherin
Lucia. Das Besondere: Lucia lächelt Besucherinnen und
Besuchern von einem Tablet entgegen. Gemeinsam mit
ihr als virtuelle Begleitung tauchen die Gäste in das Reich
von Weißen Baumnymphen, Himmelsfaltern und Co.
ein und lösen Rätsel. Doch nicht nur Lucia führt durch
die botanika: Reiseleiter Erik zeigt Highlights in den
asiatischen Landschaften, während Tierpfleger Markus
Familienspuren, Foto: botanika Bremen
Spannendes zu Gibbons, Beos & Co verrät. Spuren in
Leichter Sprache, Deutscher Gebärdensprache, als Audiodeskription
sowie Touren ohne Treppen machen die
botanika für alle zugänglich.
Die Ausstellung „6 Beine – 1.000 Talente“ und die digitalen
Spuren sind im botanika-Eintritt enthalten. Weitere
Informationen unter www.botanika-bremen.de.
botanika
Deliusweg 40
28359 Bremen
T 0421 42 70 66 65
botanika-bremen.de
82
DAZWISCHEN
Vom Driften, Wanken, Treiben
PERFORMANCE
Foto: Etta Seevers
„Ist es ein Kreis, der sich schließt oder ein Raum, der
unendlich groß wird?“ Die Darsteller*innen der Performance-Gruppe
haben sich in ihrem neuen Projekt
mit einem Zustand beschäftigt, der nicht genau festzumachen
ist, der in der Luft hängt, noch nicht da,
aber auch nicht mehr dort ist. Ein Schwebezustand,
ein Driften, Wanken, Treiben.
In einem Bühnenbild, das sich immer wieder wandelt
und neue Bildräume öffnet, die entweder konkret einen
Warteraum zeigen oder Bewegungen, Wege und
Begegnungen ermöglichen, loten die Spieler*innen
aus, was zwischen ihnen ist. Sie begegnen Träumen,
die ihrer Realität gegenüberstehen und versuchen die
eigene Position zu finden. Sie erleben, dass die Ungewissheit
gleichermaßen Halt und Antrieb sein kann.
Aus dieser Haltung heraus fragen die Darsteller*innen,
was das Dazwischen eigentlich genau ist: Was ist zwischen
An- und Abreise, zwischen jetzt und gleich, zwischen
Realität und Traum, zwischen dir und mir? Der
performative Theaterabend lädt ein auf eine ästhetische
Reise mit vielen Bildern, Fragen und Gedanken.
TERMIN
Blaumeier Atelier
DAZWISCHEN –
vom Driften, Wanken, Treiben
Fr 13.6., Sa 14.6. | 19 Uhr I So 15.6. | 18 Uhr
weiter Termine vom 12. bis 21.9.
Blaumeier-Atelier
Travemünder Str. 7a | 28219 Bremen
Karten: blaumeier.de I 0421 835 06 66
Familie Tielitz
und Mitarbeiter
in 5. Generation
Laura und Henrick Tielitz
Friedhofstraße 19
28213 Bremen
www.tielitz.de
Tag & Nacht
0421 - 20 22 30
83
Unterwegs
zur Kunst
Lust auf spannende Ausstellungen? Doch wofür lohnt sich die Anreise?
Die Bremer Kunstexpertin Annette Schneider hat für Sie eine Auswahl
sehenswerter Kultur-Highlights zusammengestellt – perfekt für einen
inspirierenden Tagestrip oder einen Wochenendausflug.
Brüssel: Berlinde De Bruyckere – Khoros
Foto: Gustavo Fring, pexels.com
Berlinde De Bruyckeres Werke erzählen von Verletzlichkeit
und Transformation und wirken wie aus einer Zwischenwelt –
nicht ganz Mensch und nicht nur Tier.. Wachs, Holz, Textilien
und Tierhäute verschmelzen zu verletzlichen Körpern, die von
Schmerz, Verwandlung und Überleben erzählen. In Brüssel
zeigt die Künstlerin neue und bekannte Arbeiten, die wie Meditationen
über das Leben wirken – voller Ambivalenz, zart
und verstörend zugleich. Wer diese Ausstellung besucht, muss
sich auf starke Gefühle gefasst machen – aber wird auch mit
unerwarteter Schönheit und intensiver Erfahrung, die sich tief
einprägt belohnt.
Berlinde De Bruyckere, Courtyard Tales V, 2018,
2018, blankets, wood, polyurethaan, epoxy.
Courtesy the artist and Hauser & Wirth
Foto: Mirjam Devriendt
Essen: Paula Rego – The Personal and the Political
Bis zum 31. August 2025 im BOZAR/Centre for fine Arts
bozar.be/en/
Märchenhaft und brutal, zärtlich und aufrüttelnd – Paula Rego
lässt ihre Figuren erzählen, wofür oft keine Worte reichen. In
ihren großformatigen Gemälden und Zeichnungen begegnen
wir Frauen zwischen Selbstbestimmung und gesellschaftlicher
Bevormundung, Kindheiten voller Abgründe und Märchen, die
plötzlich sehr real wirken. Die portugiesisch-britische Künstlerin
schöpft aus eigenen Erlebnissen – aber ihre Themen sind
universell: Macht, Moral, Gewalt, Mutterschaft. Das Museum
Folkwang zeigt erstmals in Deutschland eine umfassende
Retrospektive, die das ganze Spektrum ihrer eindringlichen
Bildsprache offenbart. Eine Ausstellung, die tief unter die Haut
geht.
Paula Rego, Untitled no. 2, 1998, Pastell auf Papier
Privatsammlung, Courtesy Frankie Rossi Art Projects
© Paula Rego Estate
Bis zum 07. September 2025 im Museum Folkwang
museum-folkwang.de
84
Berlin: Yoko Ono – Music of the Mind
Radikal, poetisch, politisch – Yoko Onos Werk sprengt seit Jahrzehnten
die Grenzen der Kunst. In dieser großen Retrospektive
treffen filigrane Zeichnungen auf rebellische Performances und
berührende Installationen. Ihre Arbeiten handeln von Liebe,
Frieden und der Kraft der Vorstellung – oft mit einem Augenzwinkern
und viel Tiefgang. Yoko Ono ist weit mehr als nur
Muse oder Mythos – sie ist eine der radikalsten Künstlerinnen
ihrer Zeit und denkt Kunst auch als Einladung zur Teilhabe –
viele Werke kann man betreten, beschreiben, verändern oder
sich durch ihre poetische Anweisungen wie „imagine peace“
einfach vorstellen.
Yoko Ono, Cut Piece, 1065, Installationsansicht
Foto: Luca Girardini (Gropius Bau)
Kunstwerk © Yoko Ono
Bis zum 31. August 2025 im Gropius Bau
berlinerfestspiele.de/gropius-bau/programm/2025/
ausstellungen/yoko-ono
Osnabrück: Hundertwasser – Paradiese kann man nur selber machen
Spiralen, knallige Farben und Häuser wie aus Märchen – Friedensreich
Hundertwasser hat eine eigene Bildsprache geschaffen.
Erinnern Sie sich noch an die fantastische Ausstellung in
der Bremer Kunsthalle mit der wohl längsten durchgehenden
Linie je an einer Museumswand? Viele sind damals Fan geworden
und haben seine Kunst jenseits der Kalender und Poster
entdeckt. Wie schön, dass sein Werk wieder ganz in der Nähe
zu bewundern ist. Eine Welt in der Natur und Architektur miteinander
tanzen. Mit Gemälden, Druckgrafiken und Modellen
zeigt der Künstler seine Vision von einer ökologischen und gerechten
Welt.
Friedensreich Hundertwasser, Irinaland über dem Balkan,
1972 © 2025 NAMIDA AG, Glarus, Schweiz
© 2025 NAMIDA AG, Glarus, Schweiz
Friedensreich Hundertwasser, Irinaland über dem Balkan
Düsseldorf: Mama – Von Maria bis Merkel
Bis zum 31. August 2025 im Museumsquartier
museumsquartier-osnabrueck.de
Von der Heiligen Jungfrau bis zur Bundeskanzlerin – diese Ausstellung
nimmt das Bild der Mutter in der Kunst unter die Lupe.
Jede hat eine, manche ist eine oder wird es gerade - ob göttliche
Schutzfigur, fürsorgliche Erzieherin oder kämpferische Politikerin
– „Mama“ beleuchtet die vielen Facetten der Mutterschaft von
der Antike bis zur Gegenwart. Mit Werken aus Malerei, Skulptur
und Fotografie zeigt die Schau, wie sich das Mutterbild über die
Jahrhunderte gewandelt hat. Ein kluger und überraschender
Blick auf ein universelles Thema!
Bis zum 03. August 2025 im Kunstpalast
kunstpalast.de
Einblick in die MAMA-Ausstellung, Foto: Lars Heidrich
85
BUCHEMPFEHLUNG
Wie Risse
in der Erde
Eine Buchbesprechung von Gretel Sattler
Foto: Harry Cooke, pexels.com
„Der Farmer ist tot, und alle wollen wissen, wer ihn
getötet hat.“ Welch ein Einstieg in ein Buch! Die Antwort
darauf bekommt der Leser/die Leserin erst kurz
vor dem Ende des Buches. Ebenso warum und wie
der Sohn von Beth und Frank gestorben ist.
Alles beginnt 1955. Es ist Sommer in Südengland,
Beth und Gabriel begegnen sich zufällig. Sie verlieben
sich ineinander und genießen und erleben den Sommer
ihres Lebens. Beide lieben Literatur und Gabriel
wird zum Semesterbeginn in Oxford studieren. Beth
will ihm folgen und bereitet sich ehrgeizig auf das Bewerbungsinterview
vor. Doch die Beziehung scheitert
und Beth kehrt nach Hause zurück.
Trost findet sie bei Frank, der schon immer in sie
verliebt war. Die beiden finden zueinander und
werden ein Paar. Gemeinsam mit Franks Bruder
Jimmy bewirtschaften sie eine Schaffarm. Sie finden
die Arbeit auf der Farm höchst befriedigend
und gehen gemeinsam durch die Höhen und Tiefen
des Lebens.
1968: Gabriel, inzwischen erfolgreicher Autor, hat
sich von seiner Frau getrennt und kehrt gemeinsam
mit seinem Sohn Leo ins Dorf zurück. Nach einem
tragischen Unfall, bei dem Jimmy zum Schutz der
Schafe Leos Hund erschießt, schenkt Beth Leo einen
Welpen und verspricht ihm bei der Hundeerziehung
zu helfen. Leo erinnert sie an Bobby, ihren Sohn, der
in Leos Alter starb. Die Nähe zu Leo tröstet sie und sie
genießt die Gespräche mit Gabriel. So ist es nur eine
Frage der Zeit bis ihre alte Leidenschaft wieder auflebt
und nichts mehr bleibt wie es war.
Die Autorin beschreibt außerordentlich klug und tiefsinnig
die Gefühlswelt und das Gefühlschaos aus Wut,
Liebe, Schmerz und Schuld dieser Dreiecksgeschichte.
Aber allen Widrigkeiten zum Trotz lehrt uns das Leben
ja bekanntlich, dass es auf der anderen Seite auch
wieder Hoffnung, Trost und Vergebung gibt.
Ein schöner Sommerroman! Die
tollen Landschaftsbeschreibungen
lassen erahnen, wie schön der
Sommer in Südengland sein kann.
Clare Leslie Hall
Wie Risse in der Erde
Piper Verlag
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Cartoon von Til Mette
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Ortsamt Schwachhausen/Vahr
Wilhelm-Leuschner-Str. 27 A, Block D, 28329 Bremen
(Straßenbahn Linie 1 Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Str.)
T 0421 361-3063 oder -3064 oder -18039
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ORTSAMTSLEITER: Ralf Möller
ÖFFNUNGSZEITEN:
Mo-Do von 09:00 – 15:00 Uhr, Fr. von 09:00 - 13:30 Uhr
nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter Tel. 361-3063
Für Pass-,Ausweis-, Meldeangelegenheiten u. ä. wenden Sie sich bitte an das Bürger-
ServiceCenter, Stresemannstr. 48, oder an das BürgerServiceCenter Mitte, Pelzerstr. 40
MITGLIEDER DES BEIRATES SCHWACHHAUSEN:
Beiratssprecherin: Gudrun Eickelberg, GRÜNE
Stellv. Beiratssprecher: Jörn H. Linnertz (CDU)
Dr. Christine Börner, CDU
Lukas Dietzel, CDU
Jörg Findeisen, CDU
Yvonne Funke, CDU
Jörn H. Linnertz; Fraktionssprecher, CDU
Robert Lippardt, CDU
Gudrun Eickelberg, Grüne
York Golinski , Grüne
Marek Helsner; Fraktionssprecher, Grüne
Antje Hoffmann-Land, Grüne
Klaus-Peter Land, Grüne
Jan Brockmann, SPD
Dr. Dagmar Burgdorf, SPD
Jörg Henschen; Fraktionssprecher, SPD
Ingeborg Mehser, SPD
Malte Lier, DIE LINKE
Tim Ruland; Fraktionssprecher, DIE LINKE
Jan Hannemann; Fraktionssprecher, FDP
Frank Köhler; Fraktionssprecher, BD
Beirat Schwachhausen - öffentliche Hybrid-Sitzung (Zoom)
Wann: 26.06.2025 um 19:30 Uhr
Wo: Focke Museum, Schwachhauser Heerstraße 240, Vortragssaal
Impressum 103
Herausgeberin und Chefredakteurin
Verlag Susanne Lolk I T 0421 257 57 47
Schwachhauser Heerstraße 47
28211 Bremen
Online
schwachhauser.de
facebook.com/schwachhauser.de/
instagram.com/schwachhauser/
Redaktionelle Mitarbeiter
Elke Kramer
Susanne Lolk
Guenter G. Rodewald
Mark Scheibe
Annette Schneider
Karla Wagner
Layout /Art Direction
Konstantin Zigmann
PR- und Anzeigenberatung
Susanne Lolk I T 0421 2575747
lolk@schwachhauser.de
Erscheinungsweise
Zweimonatlich
Ausgabe 104
August / September 2025
Anzeigenschluss: 10. Juli 2025
Erhältlich und zu lesen
Erhältlich im Zeitschriftenhandel sowie
bei Anzeigenkunden und zu lesen an
über 2000 Auslegestellen in Arztpraxen,
bei Friseuren, in der Gastronomie und
in Vereinen und Institutionen.
Vertrieb
Lesezirkel Leserkreis Daheim,
Haferwende 29/a1, 28357 Bremen
Titelbild
Matthias Langer, Pompondahlie,
Duftsteinrich, 2024
Digitalprint auf Aluminium
88
Hautausschlag
Mitglied
der orth.
Kirche in
Ägypten
früher:
weiße
Haremssklavin
EU-
Beitrittsstaat
2004
Verdienste
Bürgersteig,
Gehweg
Stadt i.
Kreis
Soest
(NRW)
Stadt in
Oberösterreich
19
feste
Absicht
Stadt
an der
Lippe
18
23
Heilpflanze
Düngemittel
Modetanz
der
1960er-
Jahre
7
28
seitl.
Körperteil
mineral.
Absatz
aus
Quellen
Nennwort
(lat.)
veraltet:
Truppenspitze
(frz.)
22
35
örtlicher
Gewebstod
(Med.)
große
Henkeltasche
(engl.)
Messwerkzeug
Geliebte
des Zeus
4
26
kathol.
Klosteroberin
Pilzbelag
im Mund
lat.: bete!
Fluss in
Peru
(Rio ...)
38
Paprika-
Auber-
ginen-
Paste
2
Schneeleopard
16. US-
Präsid. †
Massagemittel
(Mz.)
Vorsilbe:
Blut (gr.)
27
Zahnersatz
Taufzeuge
15
29
niederl.
Liedermacher
(van ...)
Stadt in
Portugal
34
5
engl.:
ruhen
Sport:
Endkampf
(engl.)
Stadt in
Apulien
griech.
Mondgöttin
Körperflüssigkeit
männl.
Vorname afrik.
Fluss
Teil des
Auges
der „Vater
Ägyptens“
Glaubenseiferer
Kimonogürtel
schott.
Urvolk
Fluss
zum
Voltasee
(Ghana)
33
Stadt
im Irak
20
japan.
alternat.
Heilmethode
dt. Komponist
(Max) †
Börsenbegriff
24
14
Entstehung,
Entwicklung
Sektorengruppe
a.
e. Datenträger
36
Kleidungsstück
Büstenpfeiler,
-säule
17
japan.
Fingerdruckmassage
Teil des
Fußes
10
32
6
frühere
japan.
Kleinmünze
Eiweißstoff
d.
Blutes
Gelassenheit,
Muße
österr.: Tanz
Ende d.
Stammgast
17. Jhs.
Westslawen
Sinnesorgan
Fitness,
Kondition
3
englischer
Hochadliger
ägyptischer
Gott
beugen
Stadt
auf Sizilien
Verschlusslaut
Damenhaube
im 18.
Jahrh.
sehr eng
gelockt
11
31
25
früher:
Frau eines
ind.
Fürsten
8
finn.
See/
Landessprache
9
Erfinder
des
Gasglühlichts
†
poet.:
scheu
30
21
Tonart
16
Tragödie
von
Voltaire
† 1778
13
Stadt
an der
Yonne
(Frankr.)
1
®
37
12
svd1719-31
Foto: Caleboquendo von pexels.com
1
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89
Stößchen, Aperölchen!
Eine Erinnerung an Eleganz –
und ein Votum für die Würde
Wissen Sie noch, wie es war, als eine Bordkarte die
Aura von Gold hatte? Ich denke gern an diese Zeit, in
der Fliegen etwas Besonderes war. Die surreal anmutenden
Wege in Flughäfen glichen Flaniermeilen, auf
denen man innerlich die Welt umarmte, um sich dann
von ihr zu erheben. Ein paar Stunden Niemandsland
verbrachte man dort, zwischen Heimat und Sehnsucht.
Als Fliegende wussten wir: Wir erleben ein Wunder.
Und heute? Stressen wir uns mit anderen Knechten des
Zeitgeistes durch parfümtriefende Dutyfree-Korridore.
In Flughäfen kaufen wir überteuerte Tobleroneschokolade,
nur weil wir uns einbilden, dass sie so günstig
Ein übergroßer Kelch, der aussieht, als hätte man einen
Goldfisch darin püriert, verleiht Glamour – selbst dem
grässlichsten Geist.
Dabei war der Aperol Spritz einmal gleichbedeutend mit
la dolce vita, als er um 1950 in norditalienischen Vinerias
in seinen ersten Hype hinaufgehoben wurde. Zum
sanften Klang einer Tarantella de l’amore zeigten abenteuerliche
Diven und elegante Casanovas, dass sie dem
Leben mehr abgewinnen konnten als nur Alltag. Heute
landet das radioaktiv leuchtende Getränk mit dem leicht
erregenden Medizinflavour eben auch in stumpfen
Kehlen, während ein idiotischer Technobeat „L’amour
toujours“ hämmert. Der berühmte Drink ist aus dem
Olymp der stilistischen Erhabenheit in die Mitte der Gesellschaft
hinabgestürzt. Dort trifft er auf unattraktive
Begleitung: Ignoranz, Rücksichtslosigkeit und Eigennutz.
Wer hier das Wort „salonfähig“ gebraucht, geht
auch in der Outdoorjacke in die Oper.
KOLUMNE
Guten Tag, ich bin Mark Scheibe.
Als Kind war der Bremer Freimarkt
mein Himmel auf Erden: Rotor, Krake,
Achterbahn – je schneller, desto
besser. Und das Riesenrad schenkte
Weitblick im Trubel. So soll auch
diese Kolumne sein: In jeder Ausgabe
nehme ich Sie mit auf eine Runde
Riesenrad: Einsteigen, hochfahren,
anders schauen – und am Ende vielleicht
ein wenig reicher wieder landen.
Wer mag, schreibt mir:
mark@sonntagskind.blog
sonst nirgendwo zu haben ist. Auf dem Weg zum Flugzeug
finden wir uns in vollgestopften Bussen wieder,
angesichts derer unsere BSAG-Fahrzeuge wie rollende
Luxusvillen wirken. Und obwohl wir in so einer vollgepackten
Büchse kaum die Arme bewegen können, starren
wir während der Ruckelfahrt auf das Smartphone in
unserer abgeknickten Hand, als würde nur dort unsere
Sehnsucht gestillt werden.
Ein Drink ist kein Abenteuer. Ein Flug allein noch keine
Reise. Vielleicht braucht es darum etwas Mut, um sich
vom Klang eines Boardinggongs verführen zu lassen,
mit der Passagiermaschine auch die Seele zu erheben.
Vielleicht braucht es etwas Mut, um sich vom Klirren der
Eiswürfel im Glas auf den Weg zur eigenen Leichtigkeit
zu machen – und nicht nur mit dünnflüssigem Mörtel
eine Mauer vor den Kopf zu zimmern.
Genau so ist das mit Aperol Spritz. Vor zehn Jahren
noch der Drink von urbanen Königinnen und Bonvivants,
wird er mittlerweile von Abendlanduntergangsbeschleunigern
als Pils-Ersatz missbraucht. Das hat
uns ein privates Video aus Sylt im letzten Sommer klar
gemacht: Schaut man das Filmchen ohne Ton, sieht
man ausgelassene junge Leute, die vielleicht BWL studieren,
mit sonnenscheinfarbenen Weingläsern. Knipst
man den Lautsprecher an, werden sie zu charakterlich
entgleisten Besoffenen, die fröhlich tanzend „Ausländer
raus“ grölen.
Denn: Wenn wir schon fliegen, wie wäre es, wenn
wir wieder mit dieser besonderen Erregung zum Gate
flanieren, die uns nur die Überwindung der Schwerkraft
schenken kann? Wenn wir das Bordpersonal mit
einem verbindenden Lächeln begrüßen – schließlich
planen wir gemeinsam, dem Boden der Tatsachen
zu entkommen? Wenn wir schon trinken, sollten wir
dann den Drink in der Hand nicht zelebrieren wie eine
Massage von innen? Dann wird der Aperol Spritz ein
Symbol für die Kunst zu leben – und die Bordkarte
wieder zu Gold.
90
DER EINFACHSTE WEG
ZUM NEUEN BAD
DIE BADAUSSTELLUNG IN IHRER NÄHE.
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T +49 421 427 682 0
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T +49 421 899 83 19
MO–FR 9–18 UHR
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RUDLOFFSTR. 124
27568 BREMERHAVEN
T +49 471 947 385 2
MO–FR 9–18 UHR
SA 9–14 UHR
DONNERSCHWEER STR. 400
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WIR HABEN EINEN PLAN:
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NEUE WEGE.
Linie 2 verbindet:
Wir verbinden Bremen – und erweitern unser Netz
auf der Schiene und der Straße für engere Takte und
bessere Verbindungen. So machen wir die Fahrt mit
Bus und Straßenbahn für dich noch attraktiver.
Mehr unter: www.linie2verbindet.de