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my life_Ausgabe 02.06.2025_Vorableseprobe für WAVE Kunden

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Ein Geschenk Ihrer Apotheke

11 | 2. Juni 2025 A

10 SEITEN

DOSSIER

Den Schmerz

besiegen

Innovative

Methoden bei

Migräne, Rücken- und

Gelenkproblemen

Wie die ACP-

Therapie gegen

Arthrose hilft

Welche Pflanzen

die Beschwerden

sanft lindern

Gesund auf Reisen

Ist der Impfschutz komplett? Welche Medikamente müssen mit? Wie schütze ich mich

vor Durchfall, Mückenstich & Co.? Experten-Tipps für einen unbeschwerten Urlaub

Lecker-leichte Sommerküche

Streichzart: Feines mit Frischkäse

– ein Genuss für Gaumen & Auge

Doktor Robot am OP-Tisch

Hochpräzise: Elektronische Helfer

revolutionieren die Chirurgie

Florenz – Königin der Toskana

Mamma mia! Pure italienische

Lebenslust und prachtvolle Kunst


EDITORIAL

Spannende

Gesundheits-News

gibt’s jetzt auch

auf unserem

WhatsApp-Kanal

„my life“

Schmerzfrei

in den

Sommer

Magische Beschwörungsformeln,

tierische Tinkturen oder Gebete zu

den Göttern: Menschen haben im

Laufe ihrer Geschichte eine Menge

ausprobiert, um Schmerzen loszuwerden.

Die moderne Schmerztherapie sieht zum Glück anders aus.

Neben hocheffektiven Medikamenten setzen Ärzte heute auf multimodale

Therapie konzepte. Das Repertoire reicht von Physio- und Phytotherapie bis

Reizstrom und Eigenblut-Plasma-Spritzen. Immer besser verstehen Experten

aber, dass unbedingt auch Psyche und Lebensumstände berücksichtigt

werden müssen. In Schmerzambulanzen lernen Patienten daher, „ihre Gedanken

und den Schmerz zu kontrollieren und sich dadurch zu entspannen“,

erklärt Anästhesistin Prof. Shahnaz Christina Azad von der LMU München.

Welche Ansätze Ärzte heute verfolgen und wie jeder selbst Schmerzen

lindern und vorbeugen kann, lesen Sie in unserem Dossier (ab S. 22).

Die schönsten Wochen des Jahres sollten Sie möglichst gänzlich ohne

Beschwerden genießen. Damit Reise und Urlaub entspannt ablaufen, gilt

es daher, schon im Vorfeld gut zu planen. Ab S. 12 zeigen wir Ihnen, welche

Mittel Sie einpacken sollten – und warum es besser ist, im Flugzeug lieber

einen Gangplatz zu wählen. Wir wünschen Ihnen einen wunderbaren Sommer!

Herzlichst Ihre

Silvia von Maydell und

Dr. Margit Pratschko

Chefredakteurinnen

Der my life Stiftungs-Beirat

Diese acht namhaften Organisationen bzw. Stiftungen stehen der My Life-Redaktion beratend zur Seite

Deutsche Alzheimer Stiftung, Deutsche Diabetes Stiftung, Deutsche Herzstiftung, Deutsche

Krebshilfe, EnableMe, Felix Burda Stiftung, Prof. Dr. med. Heinrich Hess Stiftung, Viamedica

Das my life

Apotheker-Forum

Diese Apothekerinnen und

Apotheker beantworten Ihre

Fragen auf den Seiten 68/69.

Karen Baumgart

Karlsruhe

Dr. Johannes

Oidtmann

Bernburg (Saale)

Claudia Scherrer

Gütersloh

Weitere Informationen

finden und passende

Arzneimittel in der Apotheke

vor Ort vorbestellen,

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4 my life 11/2025


Keine

Insekten,

keine

Lebensmittel!

Weltweit sind über 85% der Wild- und

Kulturpflanzen auf die Bestäubungsleistung

von Bienen und anderer Insekten angewiesen.

2018 veranschaulichte das Umweltministerium

gemeinsam mit dem NABU und einer

Lebensmittelkette, welche Auswirkungen

das Insektensterben auf das Produktangebot

hätte: 60 Prozent der Artikel würden ohne

bestäubende Insekten entfallen.

Insekten schützen

#beebetter-Experten-Team

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#beebetter ist die Insektenschutzinitiative des BurdaVerlag mit der auch Sie zum Insektenschützer werden können.

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GESUNDHEIT

vorbereitet

Optimal

Gesund

auf Reisen

In wenigen Wochen packen wieder Millionen Deutsche ihre Koffer.

Wie der Urlaub ohne Beschwerden verläuft und welche Impfungen Sie brauchen,

sagen Ihnen unsere My Life-Experten


Manche bestaunen im Urlaub gern alte

Kirchen, prunkvolle Paläste oder antike

Theater. Naturliebhaber freuen sich hingegen

auf erholsame Wanderungen in den Bergen,

Radtouren um einen See oder Camping mit

Lagerfeuerromantik am Abend. Und wieder

andere wollen an ihren freien Tagen den feinen

Sand unter den nackten Füßen spüren

und beim Blick auf das blaue Meer in den Entspannungsmodus

schalten, um den Alltag hinter

sich zu lassen.

Deutsche Urlauber werden in diesem Jahr

etwa 70 Millionen Reisen mit einer Dauer von

mindestens fünf Tagen antreten, so eine

Hochrechnung der Forschungsgemeinschaft

Urlaub und Reisen (FUR). Wie Ihre Reise reibungslos

und vor allem gesund gelingt, erfahren

Sie auf den nächsten Seiten.

Ein guter Anlass für

Auffrischungsimpfungen

Bevor es losgeht, sollten Sie aber nicht nur den

Reiseführer ausgiebig studieren, sondern am

besten auch den Impfpass durchblättern.

Denn ein Urlaub ist ein guter Anlass, um mögliche

Impflücken zu schließen. Laut Zahlen der

Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt

Deutschland bei den Durchimpfungsraten in

Indus trienationen weit unter dem Durchschnitt.

Prof. Tomas Jelinek, Internist und Medizinischer

Direktor des Berliner Centrums für

Reise- und Tropenmedizin (BCRT), empfiehlt

vor allem älteren Menschen über 60 den Grippe-

und Gürtelroseschutz. „Auf Kreuzfahrten

oder vor beliebten Sehenswürdigkeiten kann

es schnell zu Menschenansammlungen und

damit zu Tröpfcheninfektionen kommen“, so

der Experte. Auch das Coronavirus, wenn auch

nicht mehr pandemisch, ist weltweit immer

noch aktiv, weshalb Prof. Jelinek einen Auffrischungspiks

für Risikogruppen empfiehlt.

Selbst Urlauber, die topfit sind, sollten sechs

bis acht Wochen vor der Abreise einen Blick in

das gelbe Impfbuch werfen. Müssen Standardimpfungen

wie etwa Tetanus oder Keuchhusten

aufgefrischt werden? Auch ein Schutz vor

dem FSME-Erreger, der durch Zecken übertragen

wird, kann sinnvoll sein, etwa bei einem

Wanderurlaub in Süddeutschland oder Österreich.

Ratsam ist für viele Länder auch eine

Impfung gegen Hepatitis A, um sich vor der

durch Viren ausgelösten Leberentzündung zu

schützen. Die Erreger werden meist durch verunreinigte

Speisen oder ungewaschene Hände

bei der Zubereitung von Lebensmitteln übertragen.

Hepatitis A tritt in fast allen Ländern

häufiger auf als bei uns in Deutschland. Selbst

in Italien ist das Infektionsrisiko achtmal höher

als bei uns, in der Türkei sogar 50-mal.

Wer südlich der Alpen oder östlich der Oder

Urlaub macht, sollte ernsthaft über eine Impfung

nachdenken“, empfiehlt Prof. Jelinek.

Häufig bieten Ärzte Kombinationsimpfungen

gegen Hepatitis A und B an.

Für Reisen in fernere Länder können noch

weitere Impfungen eine Rolle spielen. So ist

nicht nur für den persönlichen Schutz, sondern

sogar für die Einreise in Teilen Südamerikas

und einigen afrikanischen Ländern eine

Impfung gegen Gelbfieber nötig. Die schwere

Virusinfektion wird von einer bestimmten

Stechmücke (Aedes) übertragen. Ein immer

größeres Thema wird auch das Dengue-Fieber,

das vor allem in tropischen Ländern verbreitet

ist. So haben sich die gemeldeten Fälle in

den letzten 20 Jahren fast verachtfacht, im

vergangenen Jahr erlebte Brasilien den massivsten

Ausbruch seiner Geschichte. Seit 2023

empfiehlt die STIKO nach vorheriger Infektion

eine Impfung.

Aufbruch. Bevor es dann mit dem Flugzeug

oder dem voll beladenen Auto in Richtung

Auszeit geht, sollten vor allem Menschen mit

Vorerkrankungen alle wichtigen Medikamente

mit im (Hand-)Gepäck haben (s. Interview

S. 16). Auch eine kleine Reiseapotheke mit den

nötigsten Hilfsmitteln für den Akutfall ist

sinnvoll. Um bei der Ankunft nicht mit schweren

Beinen und schwachem Kreislauf aus ➡

Reiseziele der Deutschen für das Jahr 2025

Deutschland

Spanien

Italien

Türkei

Skandinavien

Griechenland

Österreich

Frankreich

Kroatien

Europa

Fernreise

noch unentschieden

8,1 %

5,9 %

4,5 %

4,3 %

3,6 %

2,1 %

2 %

1,3 %

17,4 %

14,5 %

Beim Urlaub

südlich der Alpen

oder östlich

der Oder ist eine

Hepatitis-Impfung

ratsam

Prof. Dr. med. Tomas Jelinek,

Internist und Medizinischer

Direktor des Berliner

Centrums für Reise- und

Tropenmedizin (BCRT)

29 %

39 %

Quelle: Statista.com

11/2025 my life

13


Kritisch Am Strand und

auf dem Wasser ist die

UV-Belastung um bis zu

90 Prozent erhöht. Lange

Ärmel und Sonnenbrille

sind das Minimum

➡ dem Fahrzeug zu steigen, hilft es, viel zu

trinken und kleine Bewegungsstopps einzulegen.

Vor allem im Flugzeug sollte man nicht

vergessen, kurz aufzustehen und eine Runde

zu laufen. Denn langes Sitzen fördert gerade

bei Menschen mit Venenleiden, Übergewichtigen

und anderen Risikogruppen die Gefahr

einer Thrombose.

Ein Fensterplatz erhöht das

Risiko für ein Gerinnsel

Laut einer australischen Studie kommt auf

40000 Langstreckenflüge zwar nur ein Fall

von Thrombose. Aber besser Vorsicht statt

Nachsicht. Der Tipp von Prof. Jelinek: einen

Sitzplatz am Gang wählen! „Dort neigt man

eher dazu, sich zu bewegen. Studien zeigen,

dass 80 Prozent aller Reise-Thrombosen im

Flieger am Fenster auftreten.“ Wer doch weiter

in der Mitte sitzt, kann mit kleinen Übungen

das venöse Blut in Fluss bringen: Füße

kreisen, auf den Boden stampfen und Fuß- sowie

Zehengelenke immer wieder mal beugen

und strecken. Zudem empfiehlt der Experte

bei mehr als sechs Flugstunden das Tragen

von Kompressionsstrümpfen. „Sie drücken die

oberflächlichen Venen zusammen, vergrößern

dadurch die Rückströmung und beschleunigen

den Blutfluss.“

Umstellung. Wer in eine andere Zeitzone

reist und dem Jetlag ein Schnippchen schlagen

will, sollte schon im Flugzeug die Uhrzeit

des jeweiligen Urlaubsziels anpassen, um sich

mental auf den längeren oder kürzeren Tag

einzustellen. Kleine Power Naps sind erlaubt.

Am besten vorher einen Kaffee trinken und

Das gehört in die Reiseapotheke

❱ Magen-Darm: Wem auf einer Schiffsreise

schlecht wird, der kann mit den Wirkstoff

Dimenhydrinat für Entspannung im

Bauch sorgen. Bei Krämpfen und Sodbrennen

können Bitterstoffe helfen, wie

sie in Gänsefingerkraut, Angelikawurzel

und Wermutkraut enthalten sind.

❱ Füße: Rund um den Pool und an anderen

feuchten Orten am besten immer Flip-

Flops oder Sandalen tragen. Hier lauert

Fuß- und Nagelpilzgefahr. Sind Nägel bereits

befallen, können medizinische Lacke

mit dem Wirkstoff Ciclopirox helfen.

❱ Erkältung: Kündigen sich Symptome wie

Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen an,

lässt sich mit Heilpflanzen wie Kamille,

Eibisch, Schafgarbe und Schachtelhalm sanft

gegensteuern. Sie sollen die Aktivität der

natürlichen Killerzellen steigern und so die

Vermehrung der Viren im Körper hemmen.

❱ Verstauchungen: Hier helfen abschwellende

und entzündungshemmende

Schmerzsalben mit zum Beispiel Arnika

oder Beinwell. Auch ein Gel mit dem Wirkstoff

Ibuprofen soll Akutbeschwerden

lindern können.

❱ Impfungen: Wichtige Informationen

rund um Auffrischungsimpfungen (z. B.

Gürtelrose, Grippe) und Schutzimpfungen

zu Fernreisen unter impfen.de

14 my life 11/2025


dann kurz einnicken, da Koffein erst nach

30 Minuten seine Wirkung entfaltet. Das sorgt

für einen Energiekick.

Am Urlaubsziel angekommen, heißt es: abschalten

und genießen, aber trotzdem wachsam

sein. Gerade Reisedurchfall plagt neben

Sonnenbrand und Mückenstichen die meisten

im Urlaub. Auf der einen Seite will man aufgeschlossen

sein für die dort heimische Küche.

Auf der anderen Seite konfrontieren wir unseren

Magen-Darm-Trakt zum Beispiel mit Gewürzen,

die für ihn Neuland sind, weswegen er

vorsichtshalber „die Spülung zieht“. Das ergeht

übrigens Menschen, die aus anderen Regionen

nach Deutschland reisen, ganz ähnlich,

denn das Mikrobiom, die Zusammensetzung

der Darmbakterien, verändert sich bei neuen

Essgewohnheiten.

Hygiene. „Wichtig ist es, sich regelmäßig

die Hände zu waschen, insbesondere vor dem

Essen. Trinken Sie nur abgefülltes und abgekochtes

Wasser und vermeiden Sie, wenn

möglich, Eiswürfel in Ihren Drinks“, rät Allgemeinmediziner

Dr. Carsten Lekutat. Auch rohes

Gemüse und ungeschälte Früchte können

es mikrobiologisch in sich haben. „Gerade die

oft sehr verlockenden Straßenstände stellen

aufgrund der meist nicht ausreichenden Hygienestandards

ein Risiko für Magen-Darm-Infekte

dar. Wählen Sie daher lieber Restaurants

mit einer bekannt sauberen Küche“, so der Experte.

Wen es erwischt hat, der sollte ausreichend

Wasser trinken, auch eine Elektrolytlösung

aus der Apotheke kann helfen. Gesellt

sich zum Durchfall auch noch Fieber dazu,

sollte auf jeden Fall ein Arztbesuch erfolgen.

Das A und O beim Sonnenschutz:

Nachcremen nicht vergessen

Viele Urlauber wünschen sich als Urlaubsmitbringsel

einen gebräunten Teint. Doch gerade

in den ersten Tagen, wenn die Haut noch

kaum natürlichen Eigenschutz besitzt, sollten

Sie die wärmenden Sonnenstrahlen nur geschützt

genießen. Treffen viele UVB-Strahlen

ungebremst auf die Hautoberfläche, können

sie tief ins Gewebe eindringen und dort die

Erbinformation im Zellkern angreifen. Studien

zeigen: In mehr als 80 Prozent der Fälle sind

Sonnenstrahlen an der Entstehung von Hautkrebs

beteiligt.

Die langwelligen UVA-Strahlen führen zu

einem frühzeitigen Abbau von Kollagen in der

Haut, was Falten begünstigt. Vermeiden ➡

Mückenstopp

Die lästigen Insekten können

Krankheiten übertragen. So

halten Sie die Biester fern

Nachts: Bei niedrigeren

Temperaturen werden

Mücken eher „stechfaul“.

Schlafen Sie daher am

besten mit Klimaanlage

(nicht kühler als 15 Grad

Celsius) oder unterm Moskitonetz.

Mit Permethrin

imprägniert, bietet es den

besten Schutz. Das Nervengift

tötet die Insekten.

Tagsüber: Sprühen Sie Ihre

Kleidung mit Permethrin

ein. Auf die Haut Repellents

auftragen. Am effektivsten

ist der Wirkstoff Diethyltoluamid,

kurz DEET. Er

blockiert die Wahrnehmungsrezeptoren

der

blutsaugenden Insekten.

Pflanzenkraft: Der Geruch

von Minze, Lavendel oder

Eukalyptus hält Mücken fern.

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

11/2025 my life

15


GESUNDHEIT

Mensch

Auf ihn kommt es an:

Chefarzt Prof. Tobias

Hirsch lenkt den

OP-Roboter. Auf

seiner Datenbrille

sieht er Strukturen,

die für das bloße Auge

kaum sichtbar sind

Maschine

Hightech-Assistent

Symani gehorcht den

Befehlen des Arztes. Er

beherrscht das Vernähen

winzigster Gefäße


Doktor Robot

am OP-Tisch

Sie sehen gewaltig aus, doch ihnen gelingen die feinsten Schnitte und Stiche:

Digitale Assistenten unterstützen Chirurgen bei ihren komplexen Eingriffen –

und erweitern dabei das Spektrum des Menschenmöglichen

Der Faden ist feiner als ein Menschenhaar.

Er steckt in einer winzigen Nadel,

die der Arm des OP-Roboters über das hell

ausgeleuchtete Areal bewegt. Auf dem OP-

Feld: ein klitzekleines Kunstgefäß aus Silikon,

dessen Enden miteinander vernäht werden

sollen. Ein zweiter Roboter spielt die Bilder

des Geschehens dreidimensional und neunfach

vergrößert auf das Headset von Prof.

Tobias Hirsch. Der Chefarzt der Plastischen

Chirurgie am Universitätsklinikum Münster

und in der Fachklinik Hornheide dirigiert den

Vorgang aus zwei Meter Entfernung mit Joysticks.

Bewegt Prof. Hirsch seine rechte Hand

nach oben, führt der Symani-Roboter einen

Nadelstich im Gewebe aus. Eine Kreisbewegung

übersetzt der digitale Assistent in einen

kunstvollen Knoten. „Ich mache eine große

Bewegung, und der Roboter überträgt sie für

mich in eine kleine“, erklärt Prof. Hirsch. Ein

bis zu 20-facher Zoom ist möglich – aus drei

Zentimetern werden 1,5 Millimeter.

Mit der innovativen Operationsmethode

schließen der Plastische Chirurg und sein Team

Defekte in Geweben, beispielsweise wenn ein

Tumor entfernt wurde oder ein offener Bruch

nicht mehr heilt. Als erstem Krankenhaus weltweit

ist es in Hornheide gelungen, zwei robotische

Systeme zu kombinieren. Seit Sommer

2022 kommt das Verfahren dort zum Einsatz.

Feinmotorisch. Wo menschliche Fähigkeiten

an ihre Grenzen stoßen, weiten OP-Roboter

das Spektrum des chirurgisch Machbaren

aus. Sie verfeinern manuelle Fertigkeiten oder

gewähren Einblicke in Körperhöhlen. Das hilft

überall dort, wo es feinmotorisch diffizil,

schwer zugänglich oder räumlich eng wird.

Zum Beispiel beim passgenauen Einsetzen

von Knie- und Hüftimplantaten, bei endoskopischen

Eingriffen in der Viszeralchirurgie,

Gynäkologie und Urologie oder bei mikrochirurgischen

Operationen an Oberflächenstrukturen,

so etwa in der Handchirurgie,

der Plastischen Chirurgie und der Hals-Nasen-

Ohren-Heilkunde.

Kunstvolles Zusammenspiel

Robotergestützte OP-Verfahren können Chirurgen

unterstützen, aber keinesfalls ersetzen.

Auch wenn der Arzt hinter der raumgreifenden

Technik fast zu verschwinden droht –

über den OP-Erfolg entscheidet immer noch

der Mensch. Vom Können des Chirurgen und

dem Zusammenspiel von Operateur und Roboter

hängt ab, ob und wie Patienten von der

Technik profitieren.

Unverzichtbar. Für Prof. Tobias Keck, der

am Campus Lübeck des Universitätsklinikums

Schleswig-Holstein die Klinik für Chirurgie

leitet, führt an robotergestützten Eingriffen

kein Weg vorbei. „OP-Roboter ermöglichen

zitterfreies Operieren, bieten eine detailreiche

Sicht auf das OP-Feld und deutlich mehr Bewegungsfreiheit

beim Schneiden oder Nähen“,

erklärt der Spezialist für Viszeralchirurgie. Als

Exzellenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie

entwickelt seine Klinik schonende OP-

Techniken und nutzt dabei die navigierte Chirurgie.

„In ein paar Jahren werden wir bis auf

wenige Ausnahmen alle Operationen robotisch

assistiert durchführen“, sagt Prof. Keck.

Das Gerät, das in Lübeck zum Einsatz

kommt, ist bereits ein Klassiker. Im OP-Zentrum

steht einer von schätzungsweise 300 Da-

Vinci-Robotern in Deutschland. Im Jahr 1999

wurde das System erstmals vorgestellt, bis

Ende 2023 sind nach Angaben des US-amerikanischen

Herstellers Intuitive Surgical weltweit

mehr als 8 600 Da-Vinci-Operationssysteme

in Krankenhäusern installiert worden. In

Prof. Kecks Klinik stieg die Zahl der OPs, die

damit durchgeführt wurden, in den vergangenen

Jahren sprunghaft an. „Unser Da Vinci ist

maximal ausgelastet.“

In der

Supermikrochirurgie

kommen unsere

Hände an ihre

Grenzen. Hier ist

der Computer

ein echter

Gamechanger

Prof. Dr. med. Tobias Hirsch

leitet die Sektion

Plastische Chirurgie der

Universitätsklinik Münster in

Kooperation mit der

Fachklinik Hornheide

11/2025 my life

19


DOSSIER

CHRONISCHE SCHMERZEN

22 Hilfreich Neue Behandlungen

bei lang anhaltenden Beschwerden

28 Innovativ Eine Schmerztablette,

die nicht abhängig macht

30 Revolutionär Wie die

ACP-Therapie bei Arthrose wirkt

32 Experten-Interview Was die

Gelenke fit und stark macht

34 Schmerzstiller Sanft & natürlich

Wenn die Pein

nicht enden will

Heute gelten lang anhaltende Schmerzen als eigene Krankheit.

Moderne Therapien berücksichtigen neueste neurologische Erkenntnisse

und die Lebensumstände von Patienten

Es spielen nicht

nur körperliche,

sondern auch

psychologische

und soziale

Faktoren

eine Rolle

Univ.-Prof. Dr. med.

Shahnaz Christina Azad,

Leiterin der interdisziplinären

Schmerzambulanz und Tagesklinik

am LMU Klinikum in

München und Oberärztin der

Klinik für Anästhesiologie;

lmu-klinikum.de

Ob Migräne, Rücken- oder Gelenkschmerzen

– wer länger davon betroffen

ist, für den ist das Leben stark beeinträchtigt.

Was hilft wirklich gegen diese Beschwerden?

Und wie sieht eine moderne Therapie aus? Darüber

haben wir mit Prof. Shahnaz Christina

Azad, Leiterin der interdisziplinären Schmerzambulanz

und Tagesklinik am LMU Klinikum

in München und Oberärztin der Klinik für

Anästhesiologie, gesprochen.

? Frau Prof. Azad, 16 Millionen Deutsche klagen

über chronische Schmerzen. Werden die

Schmerzen mehr oder wir immer empfindlicher?

Weder noch. Vielmehr ist das Bewusstsein

für Schmerzen gewachsen. Inzwischen wissen

sowohl Ärzte als auch Patienten, dass der

chronische Schmerz einen eigenen Krankheitswert

erlangen kann. Er wird deshalb

schneller erfasst und behandelt als früher. Die

Schmerztherapie selbst ist ein relativ junges

Fach. Doch zum Glück hat sich in den letzten

40 Jahren viel auf dem Gebiet getan.

? Sie leiten eine Schmerzambulanz, eine

Einrichtung zur Behandlung von akuten und

chronischen Schmerzproblemen, arbeiten

dort nach dem multimodalen Modell. Was ist

darunter genau zu verstehen?

Es besagt, dass nicht nur körperliche, sondern

auch psychologische und soziale Faktoren bei

der Entstehung und Aufrechterhaltung von

Schmerzen eine Rolle spielen. Ein Beispiel:

Eine Patientin hat einen Bandscheibenvorfall.

Jedes Mal, wenn sie sich bewegt, spürt sie höllische

Schmerzen. Deswegen entwickelt sie

eine Schonhaltung, bekommt zusätzlich eine

Muskelverkrampfung, die Schmerzen werden

dadurch schlimmer. Ängste kommen hinzu,

sie traut sich nicht mehr, sich zu bewegen.

Dann wird sie eventuell lange krankgeschrieben.

Sie isoliert sich, weil sie nicht sitzen oder

sich mit Freunden treffen kann, bekommt im

Verlauf vielleicht sogar depressive Phasen. All

diese Faktoren spielen ineinander.

? Und die Schmerzen werden chronisch.

Sie können auf dem Weg dahin sein, ja. Die

Schmerzursache mag dann bereits abgeheilt

sein, die Schmerzen halten aber trotzdem an.

Um so einen Prozess rechtzeitig zu erkennen

und ihm entgegenzuwirken, ist das multimodale

Schmerzmodell nicht nur die Basis in der

Diagnostik, sondern auch in der Therapie. Wir

setzen an vielen Punkten gleichzeitig an.

? Wie ist das bei chronischen Nervenschmerzen,

etwa nach einer Gürtelrose?

Was passiert da mit dem Nerv?

Während der akuten Erkrankung beginnt der

verletzte Nerv, sich zu verändern. Es werden

zum Beispiel neue Schmerzrezeptoren ➡

22 my life 11/2025



DOSSIER CHRONISCHE SCHMERZEN

Heilende Düfte

Es ist auch möglich,

psychologisch gegen

die Schmerzen

vorzugehen, etwa mit

einer Aromatherapie.

Besonders Lavendel

kann sehr beruhigend

wirken

16 Millionen

Deutsche klagen

über chronische

Schmerzen

➡ gebildet und der Nerv wird überempfindlich.

Wenn nichts unternommen wird, setzt

sich dieser Prozess fort ins Rückenmark und

das Gehirn. Ist die Ursache nicht mehr da,

aber die strukturelle Veränderung im Gehirn

und Rückenmark und damit der Schmerz,

spricht man von Schmerzgedächtnis.

? Das heißt, wir empfinden Schmerzen, obwohl

die Ursache nicht mehr da ist. Lässt sich dieses

Schmerzgedächtnis denn „überschreiben“?

Ja, häufig ist es möglich, die Überempfindlichkeit

der Nerven zumindest teilweise zurückzudrängen.

Man muss in diesem Fall aber meist

auf mehreren Ebenen behandeln. Es reicht

nicht aus, nur an der Stelle zu behandeln, die

betroffen ist. Man verwendet unterschiedliche

Verfahren und Medikamente. Und das Ganze

sollte nicht zu spät erfolgen. Wir sehen in unserer

Ambulanz viele Patienten mit chronischen

Schmerzen, die zu unzähligen Fachärzten gelaufen

sind, weil ihnen nichts geholfen hat. Dabei

wäre es viel sinnvoller gewesen, frühzeitig

in eine Schmerzambulanz zu gehen – das gilt

eigentlich immer, wenn der Schmerz noch da

ist, obwohl die Ursache behandelt wurde, oder

wenn der Schmerz unangemessen stark wird,

beispielsweise nach einer Verletzung.

? Viele werfen bei Schmerzen erst mal eine

Tablette ein, Ibuprofen oder Paracetamol …

Das ist völlig okay, wenn man „mal“ Schmerzen

hat, Kopfweh etwa. Wenn der Schmerz allerdings

immer wiederkehrt, sollte man genauer

überlegen, was die Ursache sein könnte.

? Haben Sie eine Erklärung dafür, warum

so viele Menschen an chronischen Rückenund

Kopfschmerzen leiden?

Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Ich persönlich

glaube, dass Fehlhaltungen zunehmen

und diese Schmerzen verursachen. Die Menschen

arbeiten größtenteils am PC, starren

den ganzen Tag auf den Bildschirm, haben dabei

eine unergonomische, schlechte Haltung

und verkrampfen sich. Darüber hinaus haben

wir zu wenig Bewegung, obwohl gerade die so

wichtig wäre. Man weiß inzwischen, dass dabei

viel im Körper passiert, was Schmerzen

„unterdrückt“, zum Beispiel, dass das körpereigene

Opioid- oder Endocannabinoid-System

aktiviert wird. Bewegung kontrolliert den

Schmerz dadurch in gewisser Weise.

? Wenn man zu Ihnen in die Schmerzambulanz

kommt, was passiert da genau?

Das hängt von den Patienten und ihren

Schmerzen ab. Patienten mit bereits bestehenden

chronischen Schmerzen füllen vorab

einen umfangreichen Fragebogen aus. Die

Ärzte schauen sich auch alle bisherigen Untersuchungsergebnisse

und Behandlungen an,

verschaffen sich einen Überblick, damit nichts

doppelt gemacht wird. In einem nächsten,

sehr ausführlichen Termin werden die Patienten

ärztlich und eventuell schmerzpsychologisch

untersucht. Gemeinsam mit dem Patienten

erstellen wir anschließend einen

Therapieplan. Wir nehmen uns viel Zeit für jeden

Einzelnen, erklären genau das multimodale

Schmerzmodell und die daraus resultierenden

Therapiemöglichkeiten. Dann begleiten

wir die Patienten durch mehrere Therapieangebote

möglichst in die Normalität zurück.

? Wie sehen diese Therapieangebote aus?

Sie sind sehr breit gefächert: Wir arbeiten mit

Medikamenten und Schmerzpflastern, physiotherapeutisch,

ergotherapeutisch und verhaltenstherapeutisch.

Das kann ambulant erfolgen

oder im Rahmen eines vierwöchigen

Schmerzprogramms, bei dem all dies täglich

24 my life 11/2025


angewendet wird, je nach Schmerzsyndrom.

Manchmal sind auch Nervenblockaden, die

den Schmerz unterbrechen und bei uns in der

Ambulanz durchgeführt werden, sinnvoll.

? Was kann man psychologisch gegen

Schmerzen machen?

Ganz wichtig ist, dass die Patienten den Zusammenhang

von Psyche und Schmerz verstehen.

Psyche und Schmerz sind in einem Organ,

nämlich dem Nervensystem, lokalisiert – aber

wenn Patienten nicht an diesen Zusammenhang

glauben, macht es keinen Sinn. Manchmal

merken wir auch, dass ein psychischer

Konflikt schwelt, der psychotherapeutisch

aufgearbeitet werden sollte. Sonst wird er

immer wieder eine Rolle spielen. Im nächsten

Schritt lernen die Patienten in unseren multimodalen

Programmen, ihre Gedanken und

den Schmerz zu kontrollieren und sich dadurch

zu entspannen. Hier gibt es unterschiedliche

Techniken, die von unseren

Schmerzpsychologinnen angewendet werden.

Sie machen beispielsweise eine Gedankenreise:

Was finde ich schön? Auf einer Luftmatratze

auf dem Starnberger See liegen? Dann

stelle ich mir das bis ins kleinste Detail jetzt

vor. Die Patienten können sich aber auch in

der Kunsttherapie etwas von der Seele malen

und wir arbeiten mit Atemtraining oder Aromatherapie.

Das gibt es nicht nur im Wellnessbereich,

das ist auch in der Medizin sinnvoll.

Man bietet den Patienten unterschiedliche

Aromen an, zum Beispiel Lavendel zur Beruhigung

oder Orange zur Stimmungsaufhellung.

Das Aroma, das den Patienten guttut, können

sie in einer stressigen Situation anwenden.

? Was wird noch unternommen?

Wir versuchen alles, um die Medikamentendosis,

die mit Nebenwirkungen verbunden

sein kann, zu reduzieren: Wir arbeiten dafür

unter anderem mit Reizstrom – mit kleinen

Elektroden, die auf die schmerzhaften Areale

aufgeklebt werden. Ziel ist es, die Nervenzellen

so anzuregen, dass sie die Fortleitung

des Schmerzes verhindern. Bei Gürtelrose setzen

wir lokale Betäubungspflaster ein. Auch

Pfefferpflaster sind möglich.

wirkungsvoll und helfen, die Schmerzschwelle

anzuheben, die Stimmung zu verbessern und

den Schlaf zu fördern.

? Lassen sie die Schmerzen komplett

verschwinden? Und muss man sie für immer

einnehmen?

Das hängt sehr von der Ursache und dem Stadium

der Schmerzen ab. Die Einnahmedauer

reicht von wenigen Wochen, zum Beispiel

nach einer Verletzung, bis hin zu vielen Jahren

bei chronischen Schmerzen. Wichtig ist, dass

man die richtige Medikamentenkonstellation

findet und in regelmäßigen Abständen überprüft,

ob diese noch stimmt, ob sie reduziert

werden kann und gut vertragen wird.

? Wie geht man mit der Gefahr um, dass

man von starken Medikamenten wie Opioiden

auch abhängig werden kann?

Das Thema Abhängigkeit muss man ernst

nehmen. Wir prüfen immer, ob bei Patienten

ein Risiko besteht. Etwa wenn eine junge Frau

seit zehn bis 15 Jahren stark raucht und es nie

geschafft hat, damit aufzuhören, also eine

echte Nikotinabhängigkeit aufweist, überlegen

wir sehr genau und gemeinsam mit ihr, ob

Opioide für sie richtig sind. Allerdings haben

Opioide auch ihre Vorteile. Sie schädigen zum

Beispiel nicht die Organe, wie das bei einer

längeren Einnahme von Ibuprofen der Fall ➡

Wie Schmerz chronisch wird

Vermeidung

schmerzhafter

Bewegungen,

übermäßige

Schonung

Schmerz

Die Einnahmedauer

von

Schmerzmitteln

reicht von

wenigen Wochen

bis hin zu vielen

Jahren

Prof. Dr. med. Shahnaz

Christina Azad

Soziale Isolation,

Stress

? Welche Medikamente kommen in der

Schmerztherapie allgemein zum Einsatz?

Die sogenannten Nichtopioid-Analgetika wie

Ibuprofen, Paracetamol und Metamizol sowie

Opioide und sehr häufig auch sogenannte

Co-Analgetika. Letztere stammen aus der

Gruppe der Antidepressiva oder Antiepileptika.

Sie sind bei Nervenschmerzen besonders

Muskelverlust

und

Versteifung

Schlafprobleme

Angst,

Frustration,

Hoffnungslosigkeit

Quelle: Spektrum

der Wissenschaft

11/2025 my life

25


DOSSIER CHRONISCHE SCHMERZEN

Wirksames Verfahren

Mit Blutplasma gegen

Arthrose

Im Interview erläutert Prof. Andreas Lenich die Vorteile der ACP-Therapie

und sagt, worauf deren Heilkraft bei Gelenkverschleiß beruht

Eine zunehmend populäre Behandlung

verspricht Hilfe gegen Gelenkschmerzen

und Sehnenentzündungen. Bei der Plasmaoder

ACP-Therapie spritzt der Arzt aufbereitetes

Eigenblut in die schmerzende Körperregion.

Der Münchner Orthopäde und Unfallchirurg

Prof. Andreas Lenich erklärt im Gespräch mit

My Life, was hinter der Therapie steckt.

? Bei der sogenannten ACP-Therapie wird

dem Patienten etwas Blut entnommen und –

nachdem die Körperflüssigkeit in einer Zentrifuge

geschleudert wurde – wieder zurückgespritzt.

Diese Prozedur klingt ungewöhnlich.

Das Geheimnis liegt in der Zentrifugierung.

Dabei trennen sich die verschiedenen Inhaltsstoffe

des Bluts. Unten setzen sich die roten

Blutzellen ab, weil sie schwerer sind. Oben verbleiben

das flüssige Plasma (Autologes Conditioniertes

Plasma, ACP; Anm. d. Red.) sowie die

leichten Blutplättchen.

? Die Blutplättchen kennt man als Laie aus

der Blutgerinnung, wenn man sich mit dem

Messer geschnitten hat.

Ja, die Thrombozyten sind die Ersthelfer, die

entstandene Wunden schließen. Doch ihre

Rolle geht über die Blutgerinnung hinaus.

FOTOS: ADOBE STOCK; PR

30 my life 11/2025


Blutplättchen stecken zugleich voller Wachstumsfaktoren,

welche die beschädigten Körperzellen

zur Regeneration anregen. Die Fähigkeit

der Thrombozyten, Wundheilung und

Geweberegeneration zu fördern, lässt sich gezielt

einsetzen. Spritzt man die Lösung mit

den Blutplättchen beispielsweise ins Kniegelenk,

baut das neuen Knorpel auf.

? Und wenn man die Blutplättchen mit

den Wachstumsfaktoren in eine erkrankte

Sehne spritzt …

… dann wird die Gewebereparatur an dieser

Stelle stimuliert. Das ist das Faszinierende bei

dieser Therapie. Wir Menschen tragen quasi

ein eingebautes Heilmittel für den Bewegungsapparat

in uns. Dieses Werkzeug funktioniert

beim sogenannten Tennisellenbogen

ebenso wie bei Außenbandverletzungen am

Knie, einer defekten Rotatorenmanschette

der Schulter oder eben bei einer Arthrose im

Kniegelenk.

? Gerade für Menschen mit Gelenkverschleiß

bietet die konservative Orthopädie bislang

wenig Hilfe. Oft bleibt den Betroffenen nach

Jahren nichts anderes übrig als eine Endoprothese,

also ein Gelenkersatz, um die

Schmerzen in Knie oder Hüfte loszuwerden.

Wie erfolgversprechend ist die Plasmatherapie

für Patienten mit Arthrose?

Hinter Arthrose steckt vermutlich ein Ungleichgewicht

von knorpelaufbauenden und

knorpelabbauenden Zellen. Dieses Milieu lässt

sich in jedem Krankheitsstadium verbessern.

Am effektivsten ist die ACP-Therapie bei

schmerzhaftem leichtem bis mittelschwerem

Gelenkverschleiß, also bei Arthrosen mit dem

Grad I bis III. In einem frühen Stadium ist der

Knorpelaufbau so erfolgreich, dass die Patienten

nach Behandlungsabschluss meist nicht

wiederkommen.

? Und was, wenn die Arthrose bereits so

weit fortgeschritten ist, dass ein Gelenkersatz

doch nötig wird?

Nach den Erfahrungen in unserer Praxis sind

die ACP-Spritzen teilweise selbst dann sinnvoll,

wenn bereits eine Gelenkoperation absehbar

ist. Der therapeutische Effekt ist allerdings

geringer, wenn bei den Patienten kein

eigener Knorpel mehr vorhanden ist.

? Wie ist die Studienlage bei

Sehnenverletzungen?

Laut Untersuchungen ersetzt die Eigenblutbehandlung

etwa 50 Prozent der Operationen,

die bei Sehnendefekten nötig werden.

? Wie funktioniert die Behandlung konkret?

Was sind die einzelnen Schritte?

Als Erstes entnehmen wir aus der Armvene

eine kleine Menge Blut, etwa 15 Milliliter. Die

spezielle Spritze mit dem venösen Blut wird in

der Praxis einige Minuten lang zentrifugiert.

Das so gewonnene Serum mit dem blutplättchenreichen

Plasma und den Wachstumsfaktoren

injizieren wir unter Kontrolle durch ein

Ultraschallgerät anschließend in das betroffene

Gelenk oder Gewebe zurück. Ein spezielles

Doppelkammer-Spritzensystem garantiert dabei,

dass die Prozedur steril und sicher abläuft.

? Wie oft muss man diese Injektionen

wiederholen?

Unserer Erfahrung nach genügen drei bis fünf

Anwendungen im Wochenabstand. Man muss

einen gewissen Sättigungseffekt erzielen, wie

bei anderen Therapien auch. Nach drei Injektionen

wird die Heilung sehr gut unterstützt.

? Schmerzt die Behandlung?

Die meisten Patienten empfinden die Gelenktherapie

als wenig schmerzhaft und benötigen

auch hinterher keine Schmerztabletten. Um

den höheren Schmerzreiz bei Injektionen an

den Sehnenansätzen zu senken, verwenden

wir überdies ein Kryogerät, mit dem die Gewebetemperatur

rund um die Injektionsstelle

kurzzeitig abgesenkt wird. Möglich ist allerdings,

dass sich ein, zwei Tage lang ein Gefühl

einstellt, als habe man das Gelenk etwas überanstrengt.

Trotzdem sind ein normaler Alltag

und leichter Sport möglich.

? Welche Risiken und Nebenwirkungen sind

mit der ACP-Therapie verbunden?

Die Behandlung ist in aller Regel sicher und

gut verträglich. Das verwendete Blutplasma

stammt ja vom Patienten selbst. Wird die Injektion

in die Sehnen per Ultraschallkontrolle

durchgeführt, passiert es auch nur selten, dass

man aus Versehen Gefäße trifft. Die einzige

unerwünschte Reaktion ist im Grunde, dass

die Therapie nicht den erhofften Erfolg bringt.

? Wie oft kommt das vor?

Die Erfolgsrate liegt bei 70 bis 80 Prozent. Das

ist für eine konservative Behandlung ein sehr

guter Wert. Warum die Therapie bei manchen

Patienten nicht anschlägt, ist offen. Ein Grund

könnte sein, dass die Injektionen in den Studien,

aus denen diese Zahlen stammen, ohne

Ultraschallkontrolle gemacht wurden. Spritzt

man die Wachstumsstoffe einfach so in die erkrankte

Sehne, kann es passieren, dass man

die defekte Stelle nicht trifft.

Am effektivsten ist

die ACP-Therapie

bei schmerzhaftem

leichtem bis

mittelschwerem

Gelenkverschleiß

Prof. Dr. med Andreas Lenich

Der Unfall- und Handchirurg

und Orthopäde gründete das

Zentrum für Ellenbogen- und

Schulter-Therapie (ZEST) in

München. Er ist Organisator

von Kongressen sowie

Weiterbildungen und betreut

Sportvereine; dr-lenich.de

Was Gelenke fit und stark macht: S. 32 ➡


DOSSIER CHRONISCHE SCHMERZEN

★ SER

IE ★

Grüne

Gesundheit

Scharfmacher Alkaloide aus Chilis regen in Gelen und Cremes die Durchblutung der Haut an

Natürliche Wirkstoffe

Schmerzstiller

aus der Küche

Von Gelenkerkrankungen bis Zahnweh – so manche Pflanze ist ein

wahrer Schatz, wenn es darum geht, Beschwerden sanft zu lindern

Chili entspannt die Muskeln

Die rote Schote bringt nicht nur Schärfe in Speisen.

Der Wirkstoff Capsaicin fördert die Durchblutung.

Schmerzauslösende Botenstoffe werden

so schneller abtransportiert. Immer dann, wenn

Muskeln verspannt oder gezerrt sind, verschafft

Chili Besserung. Fein zermahlen, wird es für Gele,

Salben, Cremes und Pflaster verwendet, die Haut

und Muskeln erwärmen und Letztere lockern.

Gelbwurz für die Gelenke

Das Ingwergewächs ist auch unter dem

Namen Kurkuma bekannt und ist in vielen

Curry-Mischungen ein fester Bestandteil.

Den deutschen Namen verdankt es der

intensiv gelben Farbe seiner Wurzel. Sie enthält

den schmerzstillenden Wirkstoff Curcumin, der vor allem bei

Gelenkbeschwerden Linderung verspricht. Neben der frischen

Wurzel ist Kurkuma auch in Kapselform und als Tee erhältlich.

Haferflocken gegen

Entzündungen

Sie sind reich an B-Vitaminen,

die Rheuma-Patienten

häufig fehlen. Außerdem

liefern Haferflocken hochwertiges

Eiweiß, Ballaststoffe

und Magnesium, das

Muskelschmerzen lindern

soll. Der Eiweißbaustein

Tryptophan ist ebenfalls

enthalten – wichtig für den

Nerven botenstoff Serotonin.

Das sogenannte

Glückshormon spielt

eine Rolle in der

Schmerzwahrnehmung

und

-bewertung.

Hagebutte tut bei Arthrose gut

In den tiefroten Früchten stecken Carotinoide,

Calcium, Kalium, Phosphor, B-Vitamine sowie

Vitamin C. Diese Kombination macht die Hagebutte

so wertvoll. Bewährt hat sich die Heilpflanze bei

Gelenkbeschwerden wie Arthrose und Rheuma. Erste

Studien belegen, dass enthaltene Galaktolipide im

Fruchtfleisch den Knorpel schützen und Entzündungen

hemmen. Erhältlich als Pulver, Kapseln und Trinkkonzentrat.

Brennnessel spült die Nieren

Mit ihren Brennhaaren ist vermutlich jeder schon mal in Berührung

gekommen. Dennoch ist die Brennnessel kein lästiges

Kraut. Blätter und Wurzeln stecken voller gesunder Flavonoide,

Carotinoide, Vitamine und Mineralien. Dadurch fördert sie die

Harnausscheidung und kann eine Gichttherapie unterstützen.

Auch bei Rheuma und Arthrose leistet sie gute Dienste.

Für Brennnesseltee 1 EL frisches Kraut mit

150 ml kochendem Wasser übergießen,

10 Minuten ziehen lassen, abseihen. Bei

Bedarf 3-mal täglich Tee frisch zubereiten.

Gewürznelke

betäubt Zahnweh

Die noch nicht aufgeblühte,

getrocknete Knospe des Nelkenbaums

ist ein beliebtes

Gewürz. Enthaltenes Eugenol,

Flavonoide und Gerbstoffe

machen sie zudem zu einem

top Hausmittel. Mit ihren

schmerzstillenden, entzündungs-

und keimhemmenden

sowie betäubenden Eigenschaften

lindert die Gewürz nelke

Zahnweh und Beschwerden in

der Mund- und Rachenschleimhaut.

Einfach kauen

oder lutschen.

FOTOS: SHUTTERSTOCK (3); FOTOLIA (4)

34 my life 11/2025


GESUNDHEIT

Neue Hoffnung bei Autoimmunerkrankungen

Gesund mit nur einer Infusion?

Die CAR-T-Zelltherapie soll Symptome bei Rheuma, Lupus & Co. effektiv lindern

Prof. Georg Schett, Direktor der Klinik für

Rheumatologie und Immunologie.

Die Medizin-Innovation aus Deutschland

trägt einen nicht ganz unbekannten Namen,

CAR-T-Zelltherapie. Sie zeigt seit Jahren gewisse

Erfolge gegen Krebs. 2018 gab es den Nobelpreis

für ihre Grundlage. Ärzte entnehmen dem

Patienten bei der Methode Immunzellen. Ein

Speziallabor rüstet deren Andockstellen gentechnisch

so auf, dass sie die Tumorzellen möglichst

zielgenau erkennen und angreifen. Erhält

der Patient die armierten Kämpfer zurück, vermehren

sie sich, ziehen in die Schlacht und, so

die Hoffnung, gewinnen diese.

Helden der Abwehr

In experimentellen

Behandlungen dämmen

aufgerüstete CAR-T-Zellen

eine überschüssige

Immunantwort ein

Pioniere

Patientin Thu Thao

Vu Thi mit ihrem Arzt

Prof. Georg Schett. Nach

der Therapie bestand Vu

Thi das Abitur

Autoimmunkrankheiten sind, jede für

sich genommen, selten. Zählt man aber

die 80 bis 100 bekannten Arten zusammen,

haben fünf bis zehn Prozent der Menschen

gegen ein Leiden zu kämpfen, bei denen das

Immunsystem Teile des eigenen Körpers attackiert.

Als Prototyp gilt Lupus erythematodes,

übersetzt Wolfsröte.

Thu Thao Vu Thi, 24 Jahre alt, litt seit ihrem

17. Lebensjahr an einer schweren, systemischen

Lupus-Art. Ihre Nieren begannen zu

versagen. Sie musste schlimme Schmerzen ertragen.

Die Behandlung mit Kortison verursachte

Nebenwirkungen. Fotos aus jener Zeit

zeigen eine junge Frau mit schütterem Kopfhaar

und schorfigen Hautwunden im Gesicht.

Wende. Dann erhielt Vu Thi vor vier Jahren

an der Universitätsklinik Erlangen mit einer

einzigen Infusion eine experimentelle Behandlung.

Heute benötigt sie nahezu keine

Medikamente mehr, wirkt so gut wie geheilt.

Seitdem geht von Erlangen aus eine neue

Autoimmuntherapie um die Welt. Ärzte in

Berlin und in München, in den USA und in

China erproben sie. „Wir haben mittlerweile

40 Patienten auf diese Weise behandelt“, sagt

Komplizen werden zu Gegnern

Was aber können Immunzellen gegen Krankheiten

ausrichten, bei denen das körpereigene

Immunsystem das Problem ist? Im Fall von Vu

This Krankheit bilden B-Zellen zerstörerische

Antikörper gegen das Gewebe. Entnommen

und aufgerüstet werden hingegen T-Zellen.

Normalerweise arbeiten die beiden Abwehrkämpfer

Hand in Hand. Die Manipulation im

Labor macht sie zu Gegnern. „CAR-T-Zellen

sind ein lebendes Medikament“, sagt Prof.

Gerhard Krönke, der als ärztlicher Direktor

der Medizinischen Klinik für Rheumatologie

und Klinische Immunologie an der Universitätsklinik

Charité die Therapie anwendet.

Wie stark der Eingriff das Immunsystem

durchrüttelt, zeigt sich darin, dass es als

Nebenwirkung zu einer überschießenden Abwehrreaktion

kommen kann. So genannte Zytokinstürme

treten bei CAR-T-Zelltherapien

immer wieder auf. In der Behandlungssituation

können sich Arzt und Patient allerdings gut

da rauf einstellen.

Hoffnung. Noch laufen die Heilversuche

gegen Autoimmunerkrankungen im Rahmen

wissenschaft licher Studien. Bewährt sich die

Therapie jedoch bei häufigeren Arten wie

rheumatoider Arthritis und Multipler Sklerose,

könnte sie weniger kostspielig werden als bei

Krebs. Außerdem gibt es eventuell eine günstigere

Alternative: Das Antikörperpräparat

Teclistamab zeigt Resultate, die an jene der

CAR-T-Zelltherapie heranreichen. Teclistamab

wurde bereits gegen das multiple Myelom zugelassen,

eine seltene Krebsart.

FOTOS: SCIENCE PHOTO LIBRARY; ALESSA SAILER/UNI-KLINIKUM ERLANGEN

38 my life 11/2025


GESUNDHEIT

Magersucht in den Wechseljahren

Mein langer Weg aus der

Essstörung

Sie ist Anfang 50 und wird für ihren schlanken Körper bewundert.

Doch hinter der Fassade steckt eine dunkle Wahrheit. Constanze kämpft seit

Jahren gegen eine stille Krankheit, die lange Zeit niemand wahrnahm

Constanzes* Kampf begann früh: Damals,

als ihre Schulfreunde sich auf

Prüfungen und erste Beziehungen konzentrierten,

drehte sich das Leben der schlanken

Teenagerin nur noch um Kalorien und Kontrolle.

„Ich fühlte mich ständig unter Druck,

perfekt zu sein – ob in der Schule oder zu Hause“,

erzählt sie. Was mit Hungerkuren, Sportzwang

und Abführmitteln begann, entwickelte

sich schnell zur Bulimie – verborgen vor der

Außenwelt. „Keiner hat es mitbekommen“, erinnert

sich Constanze.

Damals waren Essstörungen ebenso wie

psychische Erkrankungen ein Tabuthema.

Deshalb waren auch ihre Eltern nicht sofort

alarmiert. „Sie hatten hohe Erwartungen an

mich, wussten aber nicht, wie schlecht es mir

wirklich ging“, sagt die heute 52-Jährige. Erst

als sie mit 18 Jahren bei einer Größe von

1,75 Meter nur noch 39 Kilo wog, kam sie in

eine Klinik. Es folgten mehrere Therapien.

Neues Glück. Der Wendepunkt kam Jahre

später – durch ein kleines Wunder. „Als ich

mit Mitte 20 meine Tochter bekam, fiel mir

das Essen plötzlich leichter“, erzählt die gelernte

Industriekauffrau. Bald folgten zwei

weitere Kinder. Sie fühlte sich angekommen.

Zuversichtlich Constanze hat ihrer Essstörung den Kampf angesagt

56 my life 11/2025

Hormonelle Herausforderungen

Constanzes Familie wurde zu ihrem Anker,

gab ihr das Gefühl, geliebt und akzeptiert zu

sein, mit all ihren Ecken und Kanten. Bei ihnen

fühlte sie sich geborgen und sicher – etwas,

das sie zuvor in dieser Form nicht gespürt

hatte. „Meine Kinder und mein Mann gaben

mir genau das, wonach ich mich so lange gesehnt

hatte: das Gefühl, genug zu sein.“

Über längere Zeit hielt Constanze ein stabiles

Gewicht. Mit rund 60 Kilo, einem geregelten

Alltag und viel Lebensfreude schien die

Essstörung besiegt. „Die Angst vor dem Zunehmen

verschwand aber nie so ganz. Ich achtete

auf meine Figur, auf meine Ernährung

und machte regelmäßig Sport, doch alles in

* Name von der Redaktion geändert

FOTOS: GETTY IMAGES/ISTOCK; ADRIAN HIGLISTER


einem gesunden Rahmen“, erzählt sie. Die

Freude, die ihre Kinder brachten, half ihr, die

Kontrolle zu behalten. „Ich konnte mich endlich

wieder auf andere Dinge im Leben konzentrieren,

und das war befreiend.“

Herber Rückschlag. Doch dann kamen die

Wechseljahre. Und mit ihnen typische Beschwerden

wie Schlafstörungen, Hitzewallungen,

Schwindel. Constanze wünscht sich heute,

es wäre nur dabei geblieben. „Jede Frau fragt

sich, wie diese Zeit wohl bei ihr verlaufen wird,

aber dass ich dadurch in alte Muster zurückfallen

würde, damit habe ich nicht gerechnet.“

Die hormonellen Veränderungen und der emotionale

Stress brachten das Gleichgewicht, das

sie all die Jahre bewahrt hatte, durcheinander.

„Es fühlte sich an, als würde mein Körper mich

verraten“, sagt Constanze. Innerhalb von vier

Monaten verlor sie 22 Kilo, rutschte erneut in

die Magersucht, wog zeitweise weniger als 40

Kilo. Ihr Mann bemerkte den schnellen Gewichtsverlust.

Doch wenn er sie darauf ansprach,

spielte sie die Veränderungen herunter.

„Ich sagte ihm, es seien nur die Wechseljahre.

Und er wollte mir glauben.“

Alte Konflikte. Ein gestörtes Essverhalten

bei Frauen in der Menopause ist ein relevantes,

aber oft übersehenes Thema. Denn diese

Phase stellt ein erhöhtes Risiko dar. Der Gynäkologe

Dr. Harry Tschebiner aus dem Menopause-Zentrum

München weiß: „Unterernährung

kann zu erhöhter Müdigkeit und einem

allgemeinen Verlust an Energie und physischer

Kraft führen. Dies ist besonders kritisch

in der Perimenopause, in der der Körper durch

die hormonelle Umstellung ohnehin zusätzliche

Herausforderungen bewältigen muss.“

Der Rückgang von Östrogen und Progesteron

kann auch Stimmungsschwankungen,

Hitzewallungen und Schlafprobleme verursachen

– diese Symptome können durch eine

Unterernährung intensiver und unangenehmer

sein. Viele Frauen erleben auch ein Gefühl

des Kontrollverlusts über ihren Körper, was in

manchen Fällen Essstörungen begünstigt. Bestehende

Krankheiten wie Anorexie oder Bulimie

können sich verschlimmern oder neu entstehen.

Häufiger noch sind zwanghafte Diäten

und das sogenannte Binge-Eating, also total

unkontrollierte Essanfälle.

„Bei Frauen mit Essstörungen sollte neben

einer Hormonersatztherapie (HRT) auch eine

psychotherapeutische Behandlung erwogen

werden, um die zugrunde liegenden Konflikte

anzugehen“, rät Dr. Tschebiner. Die Entscheidung

für eine HRT sollte allerdings individuell

abgewogen werden, unter Berücksichtigung

der eigenen und familiären Vorgeschichte, der

bestehenden Risiken und der spezifischen Bedürfnisse

der Patientin. „Neben der Hormonersatztherapie

können aber auch Lebensstiländerungen,

(zum Beispiel gesunde Ernährung,

Bewegung) und Medikamente zur Osteoporoseprävention

in Betracht gezogen werden.“

Letzter Ausweg. Constanze selbst versuchte,

ihre Krankheit zu verdrängen. Sich einzugestehen,

dass sie ein Problem hat, war schwer. Noch

schwieriger machten es die Komplimente aus

ihrem Umfeld. „Alle bewunderten mich für

meine schlanke Figur in meinem Alter. Es war,

als könnte ich nicht krank sein, wenn alle anderen

mich so ideal fanden“, erinnert sie sich.

Schließlich zog sie Konsequenzen. „Als ich vermehrt

Schwächeanfälle hatte, ließ ich mich in

eine Klinik einweisen.“

Jetzt ist sie wieder in Therapie. „Meine Familie

war erschüttert, als sie mitbekam, was mit

mir los ist. Aber mein Mann und die Kinder

kümmern sich liebevoll um mich.“ Und diese

Liebe wirkt Wunder. „Ich werde diese Krankheit

besiegen“, sagt Constanze. Es klingt wie

das Versprechen an ein neues Leben. ❰

Es war, als

hätte mein

Körper mich

verraten

Constanze (52)

Neben einer

Hormonersatztherapie

sollte

auch eine psychotherapeutische

Behandlung

erwogen werden

Dr. med. Harry Tschebiner,

Facharzt für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe mit Praxis in

München-Neuhausen;

menopause-zentrummuenchen.de

EXPERTEN-INTERVIEW

Das Osteoporose-Risiko ist erhöht“

Der Gynäkologe Dr. Harry Tschebiner

erklärt, was Mangelernährung bewirkt.

? Wie wirken sich Magersucht oder

starkes Untergewicht auf den Verlauf

der Wechseljahre aus?

Magersucht (Anorexia nervosa) und

starkes Untergewicht können erheb liche

Auswirkungen auf den Verlauf der

Wechseljahre haben. Untergewicht,

insbesondere durch Magersucht, führt

häufig zu einem signifikanten Rückgang

des Körperfetts, was die Östrogenproduktion

beeinträchtigen kann. Da Fettgewebe

eine Rolle bei der Umwandlung

von Androgenen in Östrogene spielt,

kann ein Mangel an Körperfett zu einem

niedrigen Östrogenspiegel führen. Dieser

kann den Beginn der Wechseljahre

vorverlegen und die Symptome verstärken.

Zudem kann er zu einem beschleunigten

Abbau der Knochensubstanz

führen, was das Risiko für Osteoporose

und Frakturen erhöht.

? Was kann jetzt helfen?

Eine ausgewogene Ernährung, die ausreichend

Calcium, Vitamin D und andere

Nährstoffe umfasst, sowie eine gesunde

Lebensweise können das Risiko für

Osteoporose senken. Eine individuell

balancierte bioidentische Hormonersatztherapie

(HRT) kann körperliche und psychische

Wechseljahressymptome lindern

und die Knochendichte verbessern. Besonders

wichtig bei Frauen mit erhöhtem

Risiko aufgrund von Untergewicht.

11/2025 my life

57


WOHLFÜHLEN

Schreiben

kann die Seele retten

Wer seine Gefühle zu Papier bringt, baut nicht nur Druck ab, sondern stärkt

auch seine mentale Gesundheit und verbessert die körpereigenen Selbstheilungskräfte.

Zwei Expertinnen erklären die Hintergründe – und geben Tipps zum Ausprobieren

Wir wissen aus

Studien, dass der

Blutdruck sinkt und

Stresshormone

abnehmen

Prof. Dr. med. Silke Heimes,

Ärztin, Schreibtherapeutin

und Autorin; silke-heimes.de

BXX – MENTAL HEALTH

Wege zu mehr

innerer Stärke

Prof. Silke Heimes sprach

kürzlich auf dem BXX-

Mental-Health-Event in

München darüber, wie

Schreiben die Resilienz

fördert. Die Frauengesundheitsinitiative

von

IhreApotheken.de und

dem BurdaVerlag denkt

gemeinsam mit Experten

aus Forschung, Medizin

und über 7 000 Vor-Ort

Apotheken Frauengesundheit

neu. Mehr auf

bewomen-behealthy.de

Beim Thema Schreiben denken die

meisten an Einkaufszettel, berufliche

E-Mails oder schnelle Textnachrichten am

Smartphone. Regelmäßig Tagebuch führen die

wenigsten Erwachsenen. Das ist schade, denn

Schreiben birgt viel Potenzial für die körperliche

und seelische Gesundheit.

Wertvolle Ergänzung bei einer

medizinischen Therapie

„Schreiben kann uns dabei helfen, Gefühle zu

verarbeiten, die eine Krankheit auslöst, sowie

Belastungen auszuhalten, die sich überhaupt

erst durch die Behandlung ergeben“, fasst Silke

Heimes zusammen. Die Ärztin für Psychiatrie

ist Professorin für Journalistik an der

Hochschule Darmstadt, Schreibtherapeutin

und Autorin. In ihrem Buch „Ich schreibe mich

schlank“ (dtv, 272 S., 18 €; siehe zudem Buchtipp

auf S. 61) widmet sie sich einem Thema,

das viele Menschen umtreibt: dem Gewicht.

„Schreibend werden Sie herausfinden, welche

Art der Ernährung und Bewegung Ihrem

Körper guttut und zu einem Gewicht führt,

mit dem Sie sich wohlfühlen. Ganz ohne Diät

und Jo-Jo-Effekt.“ Denn wer etwas verändern

möchte, muss den Ist-Zustand kennen und

verstehen, wie es dazu kam. Bei dieser Selbstbeobachtung

hilft Schreiben. Auch all die anderen

positiven Effekte des regelmäßigen Aufschreibens

sind wissenschaftlich gut erforscht.

Mehr als 150 Studien bestätigen

die heilsame Wirkung

Als Pionier des therapeutischen Schreibens

gilt James Pennebaker, ein US-amerikanischer

Professor für Psychologie an der University of

Texas in Austin. Laut seiner Studien sind Erstsemesterstudenten

besser gelaunt, gesünder

und müssen seltener zum Arzt, wenn sie über

ihren Wechsel ans College schreiben – anders

als diejenigen, die sich nur über oberflächliche

Themen auslassen. Das Erstaunlichste dabei

ist, dass man für eine Wirksamkeit keine Romane

schreiben muss: Es reicht, an vier aufeinanderfolgenden

Tagen jeweils 20 Minuten

lang seine Gedanken zu Papier zu bringen.

Gut erforscht. Pennebakers Methode, das

„expressive Schreiben“, gilt als die am besten

untersuchte Schreibtherapie: Über 150 Studien

belegen für diese Methode, dass sie etwa das

Immunsystem stärkt, die Antikörperantwort

nach Impfungen erhöht und die Funktion von

Lunge und Leber verbessert. Nach einem Infarkt

kann Schreiben die Herzgesundheit so

fördern, dass die Patientinnen und Patienten

weniger Medikamente einnehmen müssen.

Darüber hinaus stärkt es die psychische Gesundheit,

indem es depressive Symptome verringert,

die Stimmung hebt und die Leistungsfähigkeit

verbessert.

Wort für Wort kommen Körper und

Seele wieder in Einklang

Bis heute kann man noch nicht genau messen,

wie das Schreiben auf den Körper wirkt. „Wir

wissen aus Studien, dass der Blutdruck sinkt

oder die Stresshormone abnehmen“, bestätigt

Prof. Heimes. „Die Effekte sind aber so gering,

dass man sie auch durch Meditieren oder Ruhig-Hinsetzen

erreichen könnte.“ Beim Schreiben

muss also mehr passieren.

Es entfacht seine Wirkung vor allem über

die Psyche. Vielleicht kennen Sie das: Wenn

man sich etwas von der Seele schreibt, wird

nicht nur der Geist, sondern auch der Körper

entlastet. „Alle Krankheiten betreffen nämlich

immer Körper und Seele gleichermaßen.

Der Gedanke, dass beides getrennt voneinander

funktioniert und behandelt werden muss,

ist Unsinn und steht einer Gesundung im

Weg“, so die Expertin weiter. Das heißt, wenn

die Seele mit sich im Einklang ist, bekommt

auch der Körper neue Kraft.

58 my life 11/2025


11/2025 my life

59


GESUNDHEIT

62 my life 11/2025


Geschlechtskrankheiten

Wenn die Liebe

Leiden schafft

Sexuell übertragbare Infektionen wie Tripper und Syphilis sind wieder

auf dem Vormarsch, nicht zuletzt in der Altersgruppe 55plus – beflügelt von Partnerbörsen.

My Life klärt über Tests und Therapien auf

Eine kurze Wischbewegung über den

Handybildschirm, ein Match – und wenig

später: ein heißer Flirt. Dating-Apps wie

Tinder und Bumble haben das Liebesleben

von Millionen Menschen verändert. Ist die

nächste Bekanntschaft eine Fingerspitze entfernt,

wird die Partnersuche schneller, bequemer,

manchmal unverbindlicher. Doch gerade

kurze Beziehungen hinterlassen nicht selten

bleibende Andenken: etwa in Form von Chlamydien,

Gonokokken oder Herpesviren.

Experten zufolge tragen Online-Partnerbörsen

dazu bei, dass die Zahl der sexuell übertragbaren

Infektionen (STIs) unter Erwachsenen

in Deutschland und der westlichen Welt

steigt. „Digitale Medien haben die Möglichkeit

sexuelle Begegnungen anzubahnen enorm

beschleunigt. Und mit der Zahl der intimen

Kontakte wächst das Risiko, entsprechende

Erreger aufzuschnappen“, sagt Prof. Norbert

Brockmeyer, Hautarzt und Präsident der

Deutschen STI-Gesellschaft e. V. (DSTIG).

Sex-Krankheiten treffen

auch die Boomer

Die Zunahme betrifft – mit Ausnahme von

HIV – so gut wie alle Geschlechtskrankheiten.

Rund 30 verschiedene STIs können bei ungeschütztem

Sex übertragen werden. Am gefährlichsten

sind HIV und Syphilis, am häufigsten

Tripper und Chlamydien-Infektionen. Letztere

gehen auf Bakterien zurück, die allein in

Deutschland jedes Jahr schätzungsweise

300 000 Neuansteckungen verursachen. Genaue

Zahlen fehlen, da keine bundesweite

Meldepflicht existiert.

Ansteckungsrate. Zweithäufigste sexuell

übertragbare Erkrankung ist die Gonorrhö,

also der Tripper. In Sachsen – dem einzigen

Bundesland mit Labormeldepflicht für diese

STI – stieg die Ansteckungsrate zwischen 2001

und 2019 um das Zehnfache. Bundesweit liegt

die Zahl der jährlichen Neuinfektionen mit

dem Bakterium Neisseria gonorrhoeae schätzungsweise

bei etwa 30 000.

Organschäden. Anfällig für Geschlechtskrankheiten

sind längst nicht nur die klassischen

Risikogruppen: also Männer, die Sex mit

Männern haben, junge Menschen oder Sexarbeiterinnen

„Wir sehen in unserem Beratungszentrum

immer mehr Heterosexuelle in

der Altersgruppe über 55 Jahre. Das Vergnügen

am Sex endet schließlich nicht mit 60 Jahren“,

berichtet Prof. Brockmeyer aus seiner Tätigkeit

als Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten.

„Meine älteste Patientin mit

Syphilis war eine 82-jährige Dame.“ Diese Erkrankung,

die unbehandelt schwere Organschäden

verursachen kann, tritt mit 9 513 gemeldeten

Infektionen im Jahr 2024 zwar eher

selten auf, sie nimmt aber ebenfalls zu: Seit

dem Jahr 2000 haben sich die Fallzahlen laut

Robert Koch-Institut mehr als verzehnfacht.

Bei Safer Sex haben Ältere

Nachholbedarf

Anders als experimentierfreudige Jüngere, die

gewandt mit Kondomen oder Lecktüchern

hantieren, fehlt der Ü-50-Generation häufig

die Routine beim Safer Sex. Prof. Brockmeyer:

„Wer 20 oder 30 Jahre lang in einer festen Beziehung

gelebt hat, dem kommt zudem leicht

das Schutzbewusstsein abhanden, wenn er

sich nach einer Scheidung wieder in fremden

Betten tummelt.“ Der Umstand, dass das Thema

Verhütung sich bei Frauen mit den Wechseljahren

erledigt, trägt ebenfalls dazu bei,

dass auf Präservative verzichtet wird. ➡

10 %

aller sexuell

aktiven Menschen

infizieren sich im

Laufe des Lebens

mit Chlamydien

Quelle: Berufsverband

der Frauenärzte

HI-Virus

Besorgnis-Erreger

Zu den Auslösern von STIs

zählen Bakterien, Viren,

Parasiten oder Pilze.

Mehr als 30 Erreger sind

bekannt. Rechtzeitig

erkannt, lassen sich viele

Infektionen gut heilen

Syphilis-Erreger

11/2025 my life

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Die neue My Life gibt’s ab 16. Juni gratis in Ihrer Apotheke

DOSSIER Plötzlich Pflegefall – und nun?

Х Anlaufstellen: Wichtige Informationen zu Pflegeberatung, Pflegegrad, Pflegesachleistungen

und Pflegediensten – damit Sie schnell Hilfe organisieren können

Х Ihr gutes Recht: Von Freistellung bis Familienpflegezeit – was Berufstätige

wissen sollten und welche Geldleistungen pflegenden Angehörigen zustehen

Х Kompetenter Rat: Medikations-Check, Blutdruckkontrolle, Beratung: Wie die

Apotheke Menschen im Alter unterstützt. Plus: smarte Helfer aus dem Sanitätshaus

Gut zum Fuß Woran Fehlstellungen zu

erkennen sind, welche Therapien es gibt,

und worauf es bei der Pflege ankommt

Fruchtig Ob als Torte (o.) oder Cake-

Pops – diese Käsekuchen mit Sommerbeeren

sind der Hit auf jeder Gartenparty

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Gesundheit, Lebensfreude

und praktische

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Neue Therapien &

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Leben mit Diabetes

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Gehirnjogging, Kinderquiz,

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und Sudoku – Rätselspaß

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my life

my life A erscheint einmal im Monat

in der mylife media GmbH & Co. KG

Vertretungsberechtigte des Verlags:

mylife media Verwaltungs GmbH

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Hubert-Burda-Platz 1, 77652 Offenburg

Geschäftsführung:

Leonie Bücher, Elisabeth Varn

Brand Director: Dorothe Kiefer

My Life-Redaktion: Postfach 15 20,

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E-Mail: leserfragen-mylife@burda.com

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My Life-Bezugsmöglichkeiten für Apotheken:

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Chefredaktion:

Silvia von Maydell, Dr. Margit Pratschko (V.i.S.d.P.)

Stellvertretende Chefredakteurin: Sabine Schipke

Textchefs: Mike Dütschke, Annette Postel

Art Director: Jürgen Thies

Redaktion: Miriam Dietz, Ana Goldscheider

Bildredaktion: Petra Meerjanssen (Ltg.)

Grafik: Juliane Kruschke (Grafik Lead My Life)

Eva-Maria D’Auria,

Genuss: Gaby Höger (Ltg.)

Rätsel: Andrea Kind (Ltg.)

Redaktionsassistenz: Daniela Gibson,

Nathalie Grunewald, Constanze Röhr

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Silke Eberhard, Bernhard

Hobelsberger, Florian Köninger, Veronika Kügle, Constanze

Löffler, Dr. Kurt-Martin Mayer (FOCUS), Blacky Neubauer,

Alina Reichardt (FOCUS), Alexandra Rinecker, Ulrike

Schädlich, Janina Schrupp, Ela Sinik, Barbara Sonnentag

Experten dieser Ausgabe: Univ.-Prof. Dr. med. Shahnaz

Christina Azad; Prof. Dr. med. Norbert H. Brockmeyer; Kim

Ferring; PD Dr. med. Dr. jur. Birgit Harbeck; Prof. Dr. med. Silke

Heimes; Univ.-Prof. Dr. med. Tobias Hirsch; Doris Hönig; Prof.

Dr. med. Dr. med. Tomas Jelinek; Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult.

Tobias Keck, MBA; Prof. Dr. med. Gerhard Krönke; Dr. med.

Carsten Lekutat; Prof. Dr. med. Andreas Lenich; Univ.-Prof. Dr.

med. Heike Rittner; Prof. Dr. med. Jürgen Rockstroh; Prof. Dr.

med. univ. Georg Schett; Dr. med. Dipl.-Sportlehrer Wolfgang

Schillings; Prof. Dr. med. Martin Schmelz; Dr. med. Harry

Tschebiner; PD Dr. med. Michael A. Überall

Apotheker-Forum: Stefanie Basmer, Karen Baumgart,

Dr. Johannes Oidtmann, Julia Oks-Heidar, Hayriye Polat,

Claudia Scherrer, Elisabeth Sommersgutter

Stiftungs-Beirat: Felix Burda Stiftung, Dr. Christa Maar †;

Dt. Alzheimer Stiftung, Heike von Lützau-Hohlbein;

Dt. Diabetes Stiftung, Prof. Dr. med. Rüdiger Landgraf, Adrian

Polok; Dt. Herzstiftung, Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer,

Martin Vestweber; Prof. Dr. med. Heinrich Hess Stiftung, Prof.

Dr. med. Heinrich Hess, Jürgen Vogelgesang; Dt. Krebshilfe,

Gerd Nettekoven; MyHandicap gGmbH/EnableMe, Kaija

Landsberg; viamedica-Stiftung, Prof. Dr. med. Franz Daschner

Production Manager: Diana Wenzel

Faktencheck: LEKTORNET GmbH, Hamburg

Repro: BurdaVerlag GmbH

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Es gilt die aktuelle Preisliste, siehe

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Head of Publisher Management: Stefanie Leonardi

Verantwortlich für den Anzeigenteil: Alexander Hugel

Printed in Germany. Für unverlangte Manuskripte und Fotos keine

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