Hof&Markt | Fleisch&Markt | Hof&Gast 5/2025
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Roswitha und Lilly sind
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Inhalt
Hof Markt
Aktuelles S 3-6
Milchgetränke aus aller Welt
S 11
Was für eine großartige Knolle
S 12
Das heimische „Zitronenkraut“
S 13
Fleisch Markt
Fleischerei Baumgartner, fest
in weiblicher Hand S 17
Vom Lebendgewicht zum
Genuss S 20
Wildwechsel-Wertschöpfung
S 27
Die Zungenwurst S 30
Hof Gast
Erich Scheiblhofer im
Winzer-Talk S 7
Entschleunigte Köstlichkeiten
Seite 10
Retouren an Postfach 555, 1008 Wien
„Wild and free“
Wie die „Wilden Schwestern“ altes Kräuterwissen
hochleben lassen..
Unser größtes Vorbild für
unsere Lebensweise und
Firmenphilosophie sind
unsere Omas und Uromas. Ihre
Werte und die positive Einstellung
– trotz der damaligen
Entbehrungen und vorherrschenden
Schwierigkeiten –
haben sie uns vermittelt“, sind
sich Roswitha und Lilly einig.
Die beiden Steirerinnen sind
Schwestern, beste Freundinnen
und zugleich Geschäftspartnerinnen.
Mit der Hofübergabe
und Pensionierung der Eltern,
die sich auf Milchverarbeitung
spezialisiert hatten, haben sich
die beiden Frauen ein neues
Konzept für den elterlichen
Betrieb überlegt und sind 2017
gemeinsam in die Selbstständigkeit
gestartet. Ihre Erfüllung
fanden die „Wilden Schwestern“
dabei in der Bewirtschaftung
des Biohofs in Bad Gleichenberg
und der Kombination von
Landwirtschaft, Kräuterpädagogik
und Gastronomie. „Mit
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Fleischerei Baumgartner, fest in
weiblicher Hand
Von Andrea Jungwirth
Die Traditionsfleischerei Baumgartner in Gloggnitz in Niederösterreich ist seit 1888 in Familienhand.
Nun ist die fünfte Generation am Werken.
D
ie Töchter von Franz
Geyer-Schulz haben den
Betrieb vor zwei Jahren
übernommen und in eine GmbH
umgewandelt. Theresa Tanzer
ist die neue junge Geschäftsführerin
und bringt als Fleischsommelier
und Absolventin der
Tourismusschule am Semmering
ihr Wissen ein. Ihre Schwester,
Christina Geyer-Schulz,
ist Prokuristin des Betriebes,
Betriebswirtin und Fleischermeisterin.
Hochwertige Qualität,
Teamwork und ein familiäres
Arbeitsklima stehen für die
beiden Powerfrauen an oberster
Ste le.
Hausmannskost als
Erfolgsgarant
In der Fleischerei Baumgartner
gibt es nicht nur hochwertiges
Fleisch und selbstgemachte
Würste, sondern auch frisch
gekochte Hausmannskost,
zum Beispiel Geschnetzeltes,
Krautfleckerl, Surschnitzel
oder Beuschel, zum Mitnehmen.
Rund 200 Essen werden
tagtäglich gekocht, und das
obwohl es keine Sitzplätze
gibt. Zusätzlich zu den täglich
wechselnden Gerichten wird
an der Selbstbedienungstheke
eine klare oder gebundene
Suppe angeboten, ebenso eine
feine, kleine Auswahl an Salaten
und Beilagen. Außerdem gibt
es täglich frische Grillhendl
und eine warme Mehlspeise.
Jeden Freitag gibt es ein süßes
Schmankerl.
Die Fleischerei Baumgartner
ist nicht die einzige in Österreich,
die zusätzlich warmes
Essen anbietet, um es vor Ort zu
essen, oder mitzunehmen. Viele
Betriebe nutzen inzwischen die
Möglichkeit dieser „zweiten“
Verkaufsschiene, und das Speisensortiment
wird dabe immer
abwechslungsreicher.
„Die Kunden sind sehr unterschiedlich,
von jung bis alt holen
sich viele ihr Essen in unserer
Fleischerei. Gerade Berufstätige
schätzen diese Möglichkeit,
denn sie kochen nicht mehr
jeden Tag selbst. Das Essen von
uns wird täglich frisch gekocht
und das schätzen die Leute.
Es ist eine win-win Situation.
Den Kunden schmeckt es, und
Fotos: Fleischerei Baumgartner
Besuchen Sie uns
im Internet unter:
www.fleischundmarkt.at
wir haben so die Möglichkeit,
unseren Betrieb langfristig zu
sichern, denn die Einnahmen
aus Catering und Essen sind
inzwischen gleich hoch wie die
aus dem Fleisch- und Wurstverkauf.
Der Partyservice und
die täglichen Schmankerlteller
sind dementsprechend wichtig
für uns“, erklärt Theresa.
Zusätzlich zum frischen Speisenangebot
wird auch Tiefgekühltes
verkauft, etwa Suppen,
Suppeneinlagen, Gulasch,
Salonbeuschel, Wildragout oder
verschiedene Knödel.
Lesen Sie weiter auf Seite 18 ›
Von Katrin Hammer
der Marke ,Wilde Schwestern‘
möchten wir einerseits unseren
familiären Hintergrund hervorheben
– es ist das Schönste eine
so wunderbare Familie zu haben.
Das ,Wild‘ steht für ungezähmt,
frei und ungezwungen – so wie
die Wildkräuter. Wir verbinden
traditionelle Landwirtschaft
und altes Kräuterwissen mit
einem modernen, freien Lebensstil“,
beschreiben Roswitha
Fauster und Lilly Gindl ihr
Unternehmen und ergänzen:
„Wir durften von unseren
Vorfahren lernen, dass nichts
selbstverständlich ist. In der
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Seite 2, 5/2025
Coverstory
Hof & Markt
Editorial
Besonders die Wildkräuter möchten die
Schwestern vor den Vorhang holen.
von Kurt
& Michael
Heinz
Saisonale Trends und
internationale Einblicke
Der Juni ist für Direktvermarkter ein Monat voller Möglichkeiten:
Frisches Obst und Gemüse wie Erdbeeren, Kirschen, Spargel
und frühe Kartoffeln sorgen für volle Stände und regen Absatz.
Auch Salate, Zucchini und erste Tomaten sind gefragt. Saisonale
Frische ist Trumpf – das schätzen Kundinnen und Kunden.
In der Fleischerei sind aktuell Grillprodukte der Renner: Bratwurst,
marinierte Steaks, Grillspieße oder Burger-Patties dürfen in keiner
Theke fehlen. Veggie-Alternativen und Bio-Produkte gewinnen
weiter an Bedeutung. Wer kreativ ist, punktet bei der Kundschaft
mit neuen Rezepturen und regionalen Spezialitäten. Gleichzeitig
lohnt sich der Blick auf Tierwohl-Label und Herkunftsauszeichnung
– Themen, die immer wichtiger werden.
Auch im Weinbau steht einiges an: Die Pflege der Reben und Laubarbeiten
bestimmen den Tagesablauf. Gleichzeitig läuft der Verkauf
früherer Jahrgänge, insbesondere für den Sommer beliebte Rosé- und
Weißweine. Veranstaltungen und Hoffeste bieten ideale Gelegenheiten
zur Kundenbindung.
Wir waren für Sie auf der IFFA in Frankfurt – die wichtigste Messe
für Fleischverarbeitung zeigte sich optimistisch. Innovationen rund
um Nachhaltigkeit und Handwerk stießen auf viel Interesse. Und: In
Irland haben wir spannende Höfe und Verarbeiter besucht. Unsere
Serie zeigt, wie die Iren Direktvermarktung, Bio und Tierwohl umsetzen
– inspirierend und pragmatisch zugleich.
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Hof&Markt/Fleisch&Markt/Hof&Gast erscheint 2025 bereits
10-mal/Jahr und erreicht Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und
Winzer in ganz Österreich, Südtirol und Süddeutschland. In der nächsten
Ausgabe Ende Juni blicken wir noch einmal zurück auf die IFFA
sowie auf die IBA. Außerdem haben wir die Themen Essig & Öl-Spezial
und Getreide & Mühlenim Gepäck. In Hof&Gast widmen wir uns dem
Thema Heurigen & Buschenschank. In Fleisch & Markt bieten wir
einen Überblick über Fleischreifung, Verpackungen, Entschwarten &
Entvliesen, Nachhaltigkeit & Tierwohl sowie in unserer Herstellungs-
Seri, diesesmal mit den Snackwürsten. Bis dahin wünschen wir Ihnen
einen erfolgreichen Sommerbeginn.
Hof Markt
Impressum
Fleisch Markt
Hof Gast
Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz (MedG) für die Print-Ausgabe der Zeitung
„Hof&Markt“ | Medieninhaber: H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer
Straße 87, 1180 Wien | Herausgeber, Verleger: H1 Medien & GASTRO Verlag
GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Tel.: +43/664/7510 26 29, E-Mail: office@
hofundmarkt.at | Gegenstand des Unternehmens: Herausgabe, Verlag, Druck und
Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften.
Die Durchführung von Werbungen aller Art, insbesondere Inseratenwerbung (Anzeigenannahme),
Plakatwerbung, Ton- und Bildwerbung, Reportagen, Ausarbeitung
von Werbeplänen und alle sonstigen zur Förderung der Kundenwerbung dienenden
Leistungen. | Blattlinie: Hof & Markt versteht sich als das Informationsmedium für
alle Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer des gesamten deutschsprachigen
Raumes. Hof & Markt ist unabhängig und bündelt mediengerecht das Beste aus
allen Informations- und Unterhaltungsbereichen. Alle verwendeten geschlechtsspezifischen
Formulierungen meinen die weibliche und männliche Form
| Redaktion: Kurt Heinz (Chefredakteur), Michael Heinz (Chef vom Dienst), Katrin
Hammer, Andrea Jungwirth, Petra Pachler, Nele Klaffl | Anzeigen: H1 Medien & GAS-
TRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Kurt HEINZ Tel.: +43/664/7510
26 29, E-Mail: k.heinz@hofundmarkt.at und Michael HEINZ Tel.: +43/664/521 69 36,
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A - 2345 Brunn am Gebirge, Krotenbachgasse 21, Tel.: +43/699/191 303 42, E-Mail:
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Fischer | Fotos Blitzlichter: Michael Heinz
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Dieses Produkt
| Hersteller: Druckerei Ferdinand Berger &
stammt aus
nachhaltig
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Wäldern
| Bankverbindung: Erste Bank, IBAN: AT09
PEFC/06-39-01 www.pefc.at
2011 1843 54355800, BIC: GIBAATWWXXX
Hektik und dem Stress, die das
heutige, moderne Leben mit sich
bringt, erdet uns die Arbeit von
und mit der Natur. Wir sind der
festen Überzeugung, dass Dankbarkeit
und Wertschätzung zu
einem glücklichen Leben führen.“
Wie das funktioniert, das zeigen
die beiden Schwestern am Guatl-
Hof eindrucksvoll.
Zwei Power-Frauen
Roswitha ist ausgebildete Landund
Forstwirtin (und sogar
Bäuerin des Jahres 2022) sowie
zertifizierte Kräuterpädagogin.
Am liebsten ist sie im Garten
und am Feld und auch zuständig
für die Köstlichkeiten im
Glas, die Kräuterkunde und die
Räucherrituale. Sie ist das, was
man eine Macherin nennt und
kommt immer wieder auf neue
Ideen. Elisabeth ist Gastronomin,
leidenschaftliche Bäckerin
und Marketing-Expertin. Sie
schwingt den Kochlöffel, plant
Wildkräuter-Gerichte und
zaubert feinste Gaumenfreuden
sowie Brot und Mehlspeisenkreationen.
Die Website, Social-
Media und der ganze Bürokram
fällt ebenfalls unter ihren Aufgabenbereich.
Perfekte Arbeitsteilung
zwischen den Schwestern.
Besonders die Wildkräuter
haben es den beiden angetan.
„Wildkräuter – Delikatessen
am Wegesrand und heimische
Superfoods. Was für die meisten
als ,Unkraut‘ abgestempelt wird,
ist für uns ein Geschenk der
Natur. Wildkräuter sind reich an
sekundären Pflanzenstoffen, die
zu unserer Gesundheit beitragen
können. Wir möchten zeigen,
wie man sie in den täglichen
Speiseplan integrieren kann,
und somit die Kraft der Natur
in den Alltag zurückholen kann.
Unsere Omas wussten um die
Superkraft der Wildkräuter und
haben auch allerhand Hausmittel
daraus hergestellt. Dieses
Wissen ist kostbar und darf
keinesfalls verloren gehen“, sind
sich die „Wilden Schwestern“
ihrer Vermittlerrolle bewusst.
Von Kräuterstammtischen und
Jahreskreisfesten über Kurse
und Genusswerkstatt-Abende
am Guatl-Hof bis zu Vorträgen
und Workshops auswärts bieten
die beiden Schwestern verschiedenste
Angebote rund um die
Wildkräuter an. „So können Interessierte
über unterschiedliche
Angebote dem wertvollen Kräuterwissen
begegnen und auch
tiefer in die Themen eintauchen.
Sehr froh sind wir, dass wir vor
einigen Jahren einen inklusiven
Kräuterstammtisch gemeinsam
mit der Lebenshilfe Netzwerk
GmbH ins Leben gerufen haben.
Wir treffen uns in regelmäßigen
Abständen und tauschen uns
aus. Jeder ist willkommen“, so
die Steirerinnen.
Köstlichkeiten im Glas
und Pop-up Kulinarik
Kräuter, Streuobst, Gemüse und
Getreide – am Guatl-Hof gedeiht
allerhand Gutes. Mit den Zutaten
aus der eigenen Bio-Landwirtschaft
und dem Permakulturgarten
produzieren Roswitha
und Lilly die verschiedensten
Köstlichkeiten nach überlieferter
Familienrezeptur. „Besonders die
Wildkräuter möchten wir vor den
Vorhang holen. Die Wildkräuter
stammen aus Wildsammlung
von unseren eigenen Streuobstwiesen
und Wäldern“, schwärmen
die „Wilden Schwestern“
von den Kräutern und verraten
auch, wo es ihre Schätze zu
kaufen gibt: „Wir bieten große
Vielfalt in kleinen Mengen.
Unsere Köstlichkeiten können
über unseren Onlineshop erworben
werden, sowie bei einigen
Läden und Regionalecken im
Handel.“ Einmal in der Woche,
immer dienstags, ist Backtag in
der Bauernbäckerei am Guatl-
Hof. „Wir backen auf Vorbestellung
Natursauerteigbrote aus
Bio-Getreide. Die wichtigsten
Zutaten sind dabei Zeit und viel
Liebe“, machen die Schwestern
Gusto auf das Bauernbrot. Von
Mitte März bis zum 4. Advent
zaubern die „Wilden Schwestern“
(abwechselnd mit der
Walhalla Genusskulisse KG)
auch ein Marktfrühstück beim
Fehringer Samstagsmarkt aus
Zutaten vom eigenen Biohof
sowie heimischer Produzenten.
Neben einem wechselnden
Angebot an saisonalen warmen
und kalten, würzigen und süßen
Gaumenfreuden gibt’s Kaffee
von der Kaffeerösterei Maitz,
Bier von der Walhalla Genusskulisse
sowie hausgemachter Chai
Latte und erfrischende Durstlöscher
vom Guatl-Hof. Genau das
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Info
Die Wilden Schwestern
Bernreither Straße 45
A-8344 Bad Gleichenberg
Tel.: 0664 4116221
hallo@wildeschwestern.at
www.wildeschwestern.at
Foto: Manuel Flor
& Hof Markt
Aktuelles
Seite 3, 5/2025
Auszeichnung
Top 50 Farmers
Der Landwirt Alfred Grand aus Absdorf wurde kürzlich mit zwei
weiteren Österreichern - Andreas Gugumuck mit seinem Zukunftshof
und seiner Wiener Schneckenmanufaktur sowie Simon
Vetter mit seinem innovativen Vielfaltsbetrieb Vetterhof in
Vorarlberg - unter die „Top 50 Farmers“ Europas gewählt. Hinter
den „Top 50 Farmers“ steht eine europaweite Initiative mit dem
Ziel, die Bewegung der regenerativen Landwirtschaft voranzutreiben
und sichtbarer zu machen. Dazu werden die 50 innovativsten
Landwirte Europas mit ihrer Geschichte und ihren Visionen
vor den Vorhang geholt.
Praktisch, formschön,
stadltauglich
Verpackungsideen für den Juni.
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Seite 4, 5/2025
Aktuelles
Hof & Markt
Bauernhof des Jahres 2025
Foto: Franz Neumayr
Für Nachhaltigkeits-Engagement
Nachhaltigkeit ist bei
WOERLE ein fest verankerter
Bestandteil der Unternehmensphilosophie.
Um das
Engagement von Landwirten
zu würdigen, die sich besonders
für Artenvielfalt und Tierwohl
einsetzen, hat die Henndorfer
Privatkäserei einen eigenen
Nachhaltigkeitspreis ins Leben
gerufen. Dieser Preis fügt sich
nahtlos in die umfassende
Nachhaltigkeitsstrategie des
Unternehmens ein, die sowohl
interne Projekte als auch die
enge Zusammenarbeit mit
den Milchlieferanten umfasst.
Bereits seit 2019 verfolgt
WOERLE mit dem Programm
„WOERLE Wirkt Weiter“ ambitionierte
Ziele zur Förderung der
Biodiversität und zur Reduktion
von CO 2 -Emissionen in der
Landwirtschaft. Die neu geschaffenen
Auszeichnungen werden
in den Kategorien „Artenvielfalt“
und „Tierwohl“ verliehen, wobei
jeweils drei Preise in jeder Kategorie
vergeben werden. Die
Hauptpreise sind mit bis zu
500 Euro dotiert, zusätzlich
gibt es fünf Sonderpreise, etwa
zur Förderung des bäuerlichen
Nachwuchses in der Kategorie
„Jugend“. Der Preis soll zudem
andere motivieren, die Natur
aktiv zu bewahren. „Denn guter
Käse braucht eine gesunde
Natur – und eine gesunde
Natur braucht Menschen, die
sich um sie kümmern”, betont
Geschäftsführer Gerrit Woerle.
www.woerle.at
Die Wahl zum Bauernhof des
Jahres 2025 ist entschieden:
Aus 94.050 Stimmen wurden
die Sieger auserkoren. Den
ersten Platz macht die Familie
Augustin aus Unterauersbach
bei Gnas. Besonders stolz ist der
Betrieb auf seine 240 auf Stroh
gehaltenen Schweine. Gleichzeitig
begeistert die Familie
ihre Kunden mit mehr als 300
hofeigenen Tierwohl-Produkten.
Großgeschrieben ist auch
der Dialog mit der Bevölkerung:
„Unsere Türen sind offen, jeder
kann sich von unserer Tierhaltung
überzeugen – alle sind
herzlich nicht nur zum ,Wuggerl-
Schauen’ eingeladen.“ Junior
Philipp Augustin führt jährlich
mehr als 500 Interessierte durch
den landwirtschaftlichen Betrieb
sowie durch die Herstellungsräume
der Tierwohl-Lebensmittel.
Auch die nächsten Investitionen
stehen bereits vor der
Tür: Die Familie verrät, dass es
in Richtung Gastronomie geht.
Platz zwei geht an Wolfgang
Friedl aus Garrach bei Gutenberg.
Der leidenschaftliche Noriker-
Züchter übernahm 2019 den
elterlichen Hof und stellte den
Betrieb von Milchwirtschaft auf
Pferdezucht um. Seine besondere
Liebe zu den 19 Norikern, darunter
fünf Fohlen, ist wohl die Grundlage
für seine Erfolge zahlreicher
Wettbewerbe. Das Treppchen
komplettiert die Familie Cornides
aus Landl. Johannes und Karin
Cornides setzen mit ihrem Betrieb
auf eine klimafitte Forstwirtschaft
und nachhaltige Rinderzucht – ein
Ansatz, der nun mit dem dritten
Platz gewürdigt wurde.
www.stmk.lko.at
Foto: Jürgen Makowecz
Erfolg mit Rekordbeteiligung
Fotos: Messe Wieselburg
Mit einem neuen Besucherrekord
von 29.000 Gästen
setzte die WIESELBURGER
MESSE 2025 ein Zeichen
für die Relevanz der Land-,
Forst- und Jagdwirtschaft in
Österreich. Von 22. Bis 25. Mai
verwandelte sich das Messegelände
in einen lebendigen
Treffpunkt für Interessierte, die
praxisnahe Zukunftslösungen
und modernste Technologien
hautnah erleben wollten.
Im Mittelpunkt stand heuer
auch wieder das Motto LIVE
ERLEBEN. Und das wurde
konsequent durchgesetzt: Vom
energieautarken Bauernhof bis
zum Outdoor-Testparcours für
Offroad-Fahrzeuge reichte das
vielseitige Programm. Besonders
gefragt waren die Live-Demonstrationen
bei Feldrobotik,
KI-gestützter Technik und smarte
Hackverfahren. Ein Publikumsliebling:
die Marktgärtnerei, die
nachhaltige Anbaumethoden
und effiziente Bewässerung
praxisnah präsentierte. Jagdfans
kamen ebenfalls auf ihre Kosten –
mit Jagdhundevorführungen und
renommierten Marken vor Ort.
Ein Höhepunkt für viele war
wohl das Gewinnspiel. Der
Hauptpreis, ein Fendt Vario 516
für ein Jahr, ging an Stefanie
Kämpf aus Bergland. Weitere
Gewinner freuten sich über ein
Quad, eine Forstkiste und eine
Palette Wieselburger Bier. Messe-
Geschäftsführerin Marion Heim
zog ein begeistertes Resümee:
„Mit dem klaren Fokus auf Innovation,
Praxisnähe und aktuelle
Themenfelder ist es gelungen,
sowohl Aussteller als auch Besucher
ein hochwertiges und informatives
Messeerlebnis zu bieten.“
www.messewieselburg.at
& Hof MarktAktuelles
Seite 5, 5/2025
Last minute-Termin
Design trifft Landwirtschaft
Von 10. Mai bis 14. Juni 2025 öffnet im oststeirischen Pöllau
erneut der Hofladen von DESIGN AB HOF. Kürzlich ausgezeichnet
mit dem landwirtschaftlichen Innovationspreis
„Vifzack“ verbindet sich in dem neuartigen Konzept Kreativwirtschaft
mit Landwirtschaft. Der saisonal geöffnete Hofladen
bietet landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie ausgewählte
Design-Produkte. Zudem wird ein vielfältiges Programm an
Veranstaltungen und Kreativ-Workshops angeboten: Kranz-
Binden oder Sirup-Kochen, Handlettering- oder Keramik-
Workshops, Upcycling-Workshops für Kinder und vieles mehr.
Lassen Sie sich inspirieren von den Werken der Künstlerin
Anne des Brugassières: Farbenfrohe Bilder und Skulpturen
aus Holz, die mit Kettensäge und Gasbrenner sowie einem unverkennbaren
Gefühl für Form und Farbe bearbeitet werden.
Ort: DESIGN AB HOF Hofladen
Schönau 64
8225 Pöllau
Österreich
Infos: www.design-abhof.at/
Für mehr Biodiversität
Mit dem BeeWild Artenschutzgipfel
2025 setzte
die österreichische Initiative
BeeWild ein starkes Zeichen
für den Erhalt der Artenvielfalt,
Biodiversität und nachhaltige
Landwirtschaft in Deutschland.
Über 100 Gäste aus Wirtschaft,
Wissenschaft, Politik und Sport
folgten der Einladung in die
DEKRA Hauptverwaltung Stuttgart,
um gemeinsam Lösungen
für zentrale Umweltfragen zu
entwickeln und neue Partnerschaften
vorzustellen. BeeWild-
Initiator Manfred Hohensinner
zeigte sich begeistert: „Mit
BeeWild wollen wir Menschen
inspirieren, aktiv Teil der Lösung
zu werden. Der heutige Tag hat
gezeigt, dass die Bereitschaft
dazu groß ist – denn eine intakte
Umwelt ist ein Menschenrecht
und dafür kämpfen wir.“
Bereits am Vortag pflanzten
Kinder gemeinsam mit Artenschutzpatron
Sebastian Vettel
in Beuren eine BeeWild-Bienenweide
und gestalteten ein Steinhabitat
in Form eines Rennhelms.
Beim Gipfel selbst präsentierte
BeeWild neue Unternehmenskooperationen
mit dem Netzwerk
Blühende Landschaft, das
in Deutschland als kompetenter
Ansprechpartner und Umsetzer
der Artenschutzbemühungen
dient. „Biodiversität und Artenschutz
gehen uns alle an“, betonte
Guido Kutschera von DEKRA.
Mit dem Konzept der „10:1-Landwirtschaft“
unterstützt BeeWild
zudem Landwirte dabei, pro
zehn Hektar Anbaufläche einen
Hektar Blühwiese anzulegen.
Auch Prominente wie Dominic
Thiem und Vittoria Ferragamo
unterstützten die Initiative.
www.beewild.com
Foto: Atelier Busche
Weg von
Anonymität
Die XXXLutz-Restaurants
setzen gemeinsam mit
dem Verein Land schafft
Leben ein starkes Zeichen für
mehr Transparenz auf Österreichs
Speisekarten. Als erster
großer Gastronomiebetrieb
führt XXXLutz eine freiwillige,
umfassende Herkunftskennzeichnung
ein – und das
weit über gesetzliche Vorgaben
hinaus. Denn aktuell besteht
keine gesetzliche Verpflichtung,
Gäste darüber zu informieren,
woher die Lebensmittel
auf den Speisekarten
stammen.
Nun sind alle österreichische
Produkte auf den Speisekarten
der XXXLutz-Restaurants
deutlich gekennzeichnet. Über
einen QR-Code können Gäste
zusätzlich auf einer Website die
Herkunft sämtlicher Zutaten
bis ins Detail nachverfolgen.
Andreas Haderer, Geschäftsleiter
der XXXLutz-Gastronomie,
erklärt: „Die Einführung
der Herkunftskennzeichnung
wurde über einen Zeitraum von
zehn Jahren vorbereitet. Unser
Ziel ist es, den Gästen eine informierte
Entscheidung darüber
zu ermöglichen, woher die
Lebensmittel auf ihrem Teller
kommen und unter welchen
Bedingungen sie produziert
wurden. Damit zeigen wir auch
klar: Herkunftskennzeichnung
ist für alle machbar, egal ob
Spitzen- oder Systemgastronomie.“
Die Initiative wurde in enger
Zusammenarbeit mit dem
Verein Land schafft Leben
entwickelt. Gründer Hannes
Royer sieht darin ein wichtiges
Signal für die gesamte Branche:
„Die XXXLutz-Restaurants
zeigen, dass das Thema
Herkunftskennzeichnung
auch im größeren Rahmen
umsetzbar ist.“ Bereits 90
Prozent der Lebensmittel in
den 47 XXXLutz-Restaurants
stammen aus Österreich.
www.landschafftleben.at
Foto: Mila Zytka
Foto: BHG
Aktion Fruchtzubereitungen
Die BHG Betriebsmittel
Handels GmbH & Co.KG. ist
Ihr Partner rund um die landwirtschaftliche
Direktvermarktung.
Ob Molkerei-, Käserei- oder
Sennereibedarf – wir bieten
Ihnen alle Erzeugnisse aus einer
Hand.
Ab 1. Juni startet unsere
beliebte Aktion rund um Fruchtzubereitungen
für köstliche
Joghurts in BIO und konventioneller
Qualität, wie z.B. Ananas,
Rhabarber-Vanille, Brombeer-
Limette, Apfel-Holunderbeere,
Honigmelone-Limette, Granatapfel-Himbeere,
BIO Birne, BIO
Erdbeere GS, BIO Brombeere,
u.v.m. Gültig bis 30. Juni 2025
Jetzt unter:
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Seite 6, 5/2025
Aktuelles
Hof & Markt
Foto: Land schafft Leben
Kolumne
Von Hannes
Royer
Schluss mit Anonymität auf der
Speisekarte!
Stellen Sie sich vor, Sie können auf der Speisekarte zwischen
zwei Schnitzel-Varianten wählen – eines ein bisschen teurer
als das andere. Für welches würden Sie sich entscheiden? Die
meisten Menschen würden vermutlich das billigere bestellen.
Was wäre aber, wenn zusätzlich angegeben wäre, aus welchem
Land das Fleisch kommt? Wenn das günstigere aus Polen und
das teurere aus Österreich kommt, wage ich zu behaupten, dass
sich nun deutlich mehr für das teurere Schnitzel entscheiden
würden. Dieses Beispiel bestätigt das, was wir bei Land schafft
Leben schon seit Jahren immer wieder betonen: Transparenz sorgt
für echte Entscheidungsfreiheit. Leider wehrt sich die Gastronomie
immer noch stark gegen das Thema Herkunftskennzeichnung
– „nicht machbar“ heißt es da immer. Aber jetzt haben wir
einen neuen Meilenstein erreicht: XXXLutz, einer der größten
Restaurantbetreiber des Landes, hat mit unserer Unterstützung
gezeigt, dass es sehr wohl geht. In allen 47 XXXLutz-Restaurants
ist jetzt klar ersichtlich, woher die verwendeten Lebensmittel
kommen – und ja, nicht alle davon wurden in Österreich produziert.
Trotzdem ist eine freiwillige Herkunftskennzeichnung eine
große Chance für uns Landwirtinnen und Landwirte, uns von der
ausländischen Konkurrenz abzuheben. Bleiben wir beim Schnitzel-Beispiel:
Ohne Herkunftskennzeichnung bleibt meist nur der
Preis als Kaufargument – und Österreich gibt es nun einmal nicht
zum billigsten Preis. Und deshalb ist die Herkunftskennzeichnung
eigentlich unsere einzige Chance in diesem Wettbewerb.
Denn wenn mehr Menschen sich bewusst für das österreichische
Schnitzel entscheiden, unterstützen sie gleichzeitig unsere
kleinstrukturierte Landwirtschaft und vergeben einen Auftrag,
weiterhin Schnitzelfleisch unter Einhaltung höchster Standards
zu produzieren. Mehr Wertschöpfung für Österreichs Wirtschaft
und mehr Wertschätzung für die Landwirtschaft – wozu suchen
wir also noch nach Ausreden?
www.landschafftleben.at
Buchtipps
Oma-Enkel-Duo
In ihrem Buch tischen Giuseppe und seine Nonna Marianne
italienische vegane Küche auf. Antipasti und
Beilagen, Primi und Secondi sowie Desserts verkörpern
Bella Italia in 80 Rezepten. Viele Klassiker sind
bereits traditionell vegan, für andere Gerichte reicht
oft schon ein kleiner Zutatentwist. Sonnige Foodfotos,
atmosphärische Aufnahmen und liebevolle Illustrationen
verbreiten Urlaubsfeeling pur.
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Umfang: 288 Seiten
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26,95 €
ISBN: 978-3-8310-5005-5
Foto: DK Verlag
Rezepte des Mittelmeers
In über 140 Rezepten wird der Geschmack typisch mediterraner
Produkte zelebriert. Saftige Zitronen, sonnenverwöhnte
Tomaten und bestes Olivenöl verwandeln
jede Küche in eine Oase des Mittelmeers, die
von Sizilien bis Marokko reicht. Ob Gazpacho, Focaccia,
gegrillte Sardinen oder eine Orangen-Kardomom-
Tarte – sie alle sind vereint in der Fähigkeit, die Sehnsucht
nach dem Mittelmeer zu wecken.
www.dorlingkindersley.de
Umfang: 304 Seiten
Einband: Gebunden
29,95 €
ISBN: 978-3-8310-5053-6
Foto: DK Verlag
Freude am Kochen
Meera Sodha, britische Bestsellerautorin und Vegan-Kolumnistin,
fand nach Jahren der Leere durch
das Kochen von einfachen Abendessen wieder zurück
zur Freude am Essen. Ihr persönlichstes Kochbuch
vereint 120 vegetarische und vegane Rezepte
aus Asien und der Levante. Ob gebackener Butter-
Paneer, Kimchi-Tomaten-Spaghetti oder gebratene
Melanzani in Satay-Sauce –ihre Gerichte machen
einfach „happy“.
www.dorlingkindersley.de
Umfang: 320 Seiten
Einband: Gebunden
29,95 €
ISBN: 978-3-8310-5078-9
Foto: DK Verlag
Israelisch frühstücken
Das israelische Frühstück, meist in Buffetform angerichtet,
steht heute weltweit für Genuss und Vielfalt.
Tom Franz versammelt Rezepte von Salaten, Aufläufen,
Fisch-, Käse- und Eiergerichten bis zu raffiniertem
Gebäck. Gewürze aus Orient und Osteuropa spiegeln
das kulinarische Reichtum Israels. Alle Rezepte sind
frei kombinierbar und ermöglichen ausgiebige Frühstücksbuffets
oder Brunch-Menüs.
www.at-verlag.ch
Umfang: 184 Seiten
Einband: Gebunden
33 €
ISBN: 978-3-03902-264-9
Foto: AT Verlag
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Impressionen aus Portugal
Eine Reise nach Porto bedeutet, sich auf Gerichte
voller Aromen und Schlichtheit einzulassen. So enthält
das Buch bodenständige Fleischgerichte aus
dem Landesinneren als auch traditionelle Meeresgerichte
mit Fisch, Muscheln und Schalentieren. Dank
spannendem Hintergrundwissen, Restaurantempfehlungen
und dem passenden portugiesischen Vokabular
steht dem nächsten Städtetrip nichts mehr
im Wege.
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Umfang: 192 Seiten
Einband: Hardcover
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ISBN: 978-3-517-10389-1
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Im Jahr 2000 hat Erich Scheiblhofer
das Familienweingut übernommen.
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„Der Klimawandel hat den Weinstil
in Österreich schon verändert!“
Erich Scheiblhofer im Winzer-Talk über
den „Cool John“, den Trend zu leichteren
Weinen und die Bedeutung von nachhaltigem
Wirtschaften.
Von Katrin Hammer
gegen Krankheiten eine tolle
Sache. Auch wir testen hier
gerade einiges aus. Mit alkoholfreien
Wein hab ich weniger
Freude. Die immens aufwendige
Produktion macht diese
Getränke nicht nachhaltig. Der
Trend zu leichteren Weinen,
besonders Rotweinen, ist sehr
spannend. Allerdings müssen
diese Weine neu gedacht und als
neuer Weinstil gemacht werden.
Wie hat sich der Weinbau
in Ihrem Betrieb mit dem
Lesen Sie weiter auf Seite 8 ›
Der „Cool John“ ist der
neueste Zuwachs in Ihrem
Wein-Sortiment. Angepasst
an die Trinkgewohnheiten
in den Sommermonaten,
wird der Wein am
besten gut gekühlt getrunken.
Praktisch: Das Etikett
zeigt an, wann die optimale
Trinktemperatur erreicht
ist. Können Sie uns mehr
darüber erzählen?
Der „Cool John“ ist ein völlig
neu gedachter Rotwein: leicht,
unglaublich fruchtig und besonders
trinkfreudig. Diese coole
Lässigkeit wollten wir auch auf
der Flasche zeigen.
Wie kommt man auf die
Idee, ein Etikett zu verwenden,
das bei passender
Trinktemperatur die Farbe
wechselt? Wie funktioniert
das Etikett?
Das Etikett, oder besser gesagt
der Direktdruck auf der Flasche,
ist thermografisch. Die Farbe
wechselt bei 8 Grad von Weiß
auf Blau. Die perfekte Trinktemperatur
für unseren „Cool John“.
In dieser Form und Intensität
kenne ich keinen vergleichbaren
Wein. Selbst unsere Partner
in China und Kanada waren
begeistert.
Jedes Jahr bringt auch neue
Wein-Trends hervor, so
wie 2025 etwa alkoholfreier
Wein, PIWI-Sorten oder
heimischer Schaumwein
dazu gehören. Wie sehen
Sie diese Trends?
PIWI-Sorten sind auf Grund
ihrer Widerstandsfähigkeit
Seite 8, 5/2025
Wein & Aktuelles
Hof Gast
Foto: Scheiblhofer THE WINE GmbH
Das Weingut ist seit erster Stunde nachhaltig zertifiziert.
Generationenwechsel verändert?
Worauf lag früher
der Fokus, worauf heute?
Ich bin mit meinem Einstieg im
Jahr 2000 voll ins „Qualitätszeitalter“
gestartet. Die Güte
und die Qualität der Weine
stand im Fokus. Preis fast egal.
Davor waren die Flaschengröße,
am besten der „Doppler“
(2 Liter Flasche), und der günstigste
Preis wichtig. Jetzt gerade
erleben wir neue Wichtigkeiten:
bekömmliche und gut verträgliche
Weine mit toller Preis/Leistung
in nachhaltiger Produktion
sind gefragt.
Sie sind ein nachhaltig zertifizierter
Weinbaubetrieb.
Was bedeutet dies und wie
wirkt sich die Zertifizierung
auf Weingarten und
Keller aus?
Wir sind seit erster Stunde
nachhaltig zertifiziert. Denn die
Nachhaltigkeit geht viel weiter
wie Bio oder andere Produktionswege.
Der sensible und sparsame
Umgang mit unseren Ressourcen,
die schonende naturnahe
Bewirtschaftung der Weingärten
aber auch der sozial gerechte
Umgang in der Produktion. Die
Nachhaltigkeit steht bei und über
allem.
Zum Thema Wein und Klimawandel:
Wie wird sich
der Weinbau im Burgenland
aufgrund wärmeren Temperaturen,
mehr Wetterextremen
etc. in den nächsten
Jahren verändern? Setzen
Sie Maßnahmen, um den
Auswirkungen des Klimawandels
entgegenzuwirken?
Die Weinrebe ist im Grunde
sehr robust und genügsam.
Chardonnay und Merlot wird
in der Schweiz bis Australien
angepflanzt. Natürlich muss
sich die Bewirtschaftung und
Pflege der Weingärten immer
auf das vorkommende Klima
anpassen. Der Klimawandel
hat den Weinstil in Österreich
schon verändert. Bekömmlicher
und milder sind unsere Weine
geworden. Eigentlich eine gute
Entwicklung :-)
Info
Erich Scheiblhofer
Halbturnerstraße 1a
A-7163 Andau
Tel.: +2176 2610600
office@scheiblhofer.at
www.scheiblhofer.at
Sommeliers
der Lüfte
Foto: Austrian Airlines / DBS
Mehr als 100 Flugbegleiter und
Kabinenchefs von Austrian
Airlines tragen nun den Titel
Austrian Wine Expert – ein neues
Kapitel in der Kooperation mit
der Österreich Wein Marketing
GmbH (ÖWM). In einem mehrtägigen
Lehrgang eigneten sie sich
fundiertes Wissen über österreichischen
Wein an: von verschiedenen
Rebsorten und Anbaugebieten
über Sensorik bis zur
perfekten Weinempfehlung. Ab
sofort beraten sie auf Kurz- und
Langstreckenflügen Passagiere
der Business Class mit Expertise
und Leidenschaft für heimischen
Genuss. Ein charakteristischer
Pin in Form der rot-weiß-roten
Weinbanderole macht die
Experten erkennbar. Bis 2026
soll auf jedem Langstreckenflug
von Austrian Airlines zumindest
ein Austrian Wine Expert mit
an Bord sein. Die Initiative hebt
die österreichische Weinkultur
auf ein internationales Parkett.
Austrian Airlines CEO Annette
Mann zeigt sich stolz: „Mit dieser
neuen Facette unserer unverwechselbaren
Servicequalität
wecken wir bei internationalen
Gästen an Bord die Lust, die kulinarischen
Schätze Österreichs zu
entdecken.“ Die Experten bleiben
durch laufende Weiterbildungen
und Verkostungen in den Weinbaugebieten
stets up to date – und
bringen dieses Know-how direkt
an Bord.
www.oesterreichwein.at
Weintalent des Jahres 2025
Franz-Joseph Stift wurde
zum „Weintalent des Jahres
2025“ ernannt. Der Jungwinzer
aus Röschitz im Weinviertel
setzte sich im Finale der 15.
Schlossquadrat-Trophy gegen
starke Konkurrenz durch. Mit
seinem Riesling vom Urgestein
und dem Grünen Veltliner
Ried Reipersberg überzeugte
er Jury und Publikum gleichermaßen.
„Seit klein auf Winzer
aus Leidenschaft“, beschreibt
Franz-Joseph seine tiefe Verbindung
zum Weinbau. Seit 2020
leitet er die Vinifizierung am
Winzerhof Stift, wo auf zehn
Hektar in den Lagen Reipersberg,
Mühlberg und Galgenberg
vor allem Grüner Veltliner
und Riesling gedeihen, die sich
durch eine Mischung aus Tradition
und Innovation auszeichnen.
Die Schlossquadrat-Trophy
gilt seit 2009 als wichtige
Bühne für den österreichischen
Winzernachwuchs. „Seit 15
Jahren bekommen Jungwinzer
in der Bundeshauptstadt die
Möglichkeit, ihre Weine einem
fachkundigen Publikum zu
präsentieren“, betont Initiator
Jürgen Geyer. Auch 2025 lockte
das Finale zahlreiche Weinliebhaber
und Branchenexperten
ins Wiener Schlossquadrat.
Das Voting setzt sich aus den
Stimmen der Einzelverkostungen,
der Fachjury und den
Gästen beim Finale zusammen.
Neben der begehrten Glastrophäe
warten weitere Preise auf
den Gewinner – darunter ein
Genuss-Wochenende im BMW
5er Touring und ein Winzerporträt
in renommierten Medien.
Wer beim nächsten Mal dabei
sein möchte, sollte sich beeilen:
Die Anmeldung für die 16.
Schlossquadrat-Trophy ist bis
Anfang August 2025 möglich.
„Nach der Trophy ist vor der
Trophy“, freut sich Geyer bereits
auf die nächste Ausgabe.
www.schlossquadrat-trophy.at
Foto: Daniela Hödl Fotografie
Hof Gast
Wein & Aktuelles
Seite 9, 5/2025
Foto: Jill Wellington
Kompetenter Impulsgeber
Die Wein- und Obstbauschule
Krems feierte ihr beeindruckendes
150-jähriges Bestehen
mit einem stimmungsvollen
Festakt. Bildungs-Landesrätin
Christiane Teschl-Hofmeister
gratulierte herzlich und
würdigte die bedeutende Rolle
der Schule: „Die Bildungsarbeit
Wagrams
Weinlieblinge
an der Weinbauschule Krems
ist eng verknüpft mit der einzigartigen
Erfolgsgeschichte des
österreichischen Weins.“ Seit
1875 wurden hier Generationen
von Winzerinnen und Winzern
ausgebildet, die mit Fachwissen
und modernem Marketing
maßgeblich zum Erfolg der
heimischen Weinwirtschaft
beitrugen.
Direktor Dieter Faltl blickte in
seiner Ansprache auf die bewegte
Geschichte der Institution
zurück – von den Anfängen im
Jahr 1875 über den Umzug in die
Räumlichkeiten des Piaristenklosters
1890 bis zur Eröffnung
des Weinkompetenzzentrums
2013. Heute ist die Schule ein
gefragtes Zentrum für die Facharbeiter-
und Meisterausbildung
im Weinbau sowie Kellerwirtschaft
und Obstbau. Neben
klassischen Ausbildungswegen
bietet die Weinbauschule Krems
innovative Programme wie die
VinoHAK, eine Kooperation
zwischen der Handelsakademie
und der Weinbauschule, und
den Speziallehrgang Weinmanagement
an. Mit Lehrgängen
zu Bio-Weinbau, Weinsommelier-Ausbildung
und einem vielfältigen
Kursangebot bleibt die
Schule auch künftig ein Impulsgeber
für die Branche.
www.noe.gv.at
www.lfs-krems.ac.at
Reform gefordert
Die
WienWein-Winzer
fordern ein neues DAC-
System für Wien, das der Vielfalt
und Qualität der Wiener
Weine endlich gerecht wird.
Derzeit garantiert das DACausschließlich
die Herkunft
und Qualität des „Wiener
Gemischten Satzes“. Doch
Wiens Weinlandschaft hat weit
mehr zu bieten. Ein erweitertes
DAC-System soll künftig auch
die Rebsorten Grüner Veltliner,
Riesling, Weißburgunder, Chardonnay
und Pinot Noir umfassen
und damit den erreichten
Status des Wiener Weinbaus
abzusichern und für künftige
Generationen zu erhalten.
„Diese Rebsorten haben über
Jahrzehnte hinweg in den
besten Rieden unseres Weinbaugebietes
herausragende
Weine hervorgebracht. Sie sind
somit besonders geeignet, das
Terroir Wiens in seiner ganzen
Vielfalt und Ausdruckskraft zu
repräsentieren“, erklärt Rainer
Christ, Obmann der WienWein
Winzer. Ohne diese Erweiterung
droht ab der Lese 2026
Foto: Elke Mayr
der Verlust klarer Herkunftsbezeichnungen
für renommierte
Weine wie „Riesling Ried Preussen“
oder „Grüner Veltliner Ried
Schenkenberg“.
Neben der Herkunftsregelung
fordern die Winzer einen
weiteren, zukunftsweisenden
Schritt: Alle Weine im künftigen
Wiener DAC-System sollen
entweder biologisch oder nachhaltig
zertifiziert sein. Schon
heute werden rund 44 Prozent
der gesamten 588 Hektar der
Wiener Rebflächen biologisch
bewirtschaftet, gemeinsam mit
nachhaltig gepflegten Flächen
sind es über zwei Drittel. Damit
liegt Wien österreichweit an der
Spitze.
www.wienwein.at
Top-Qualität
Top-Schärfe
Foto: w-creates.at
Strahlender Auftakt für den
Wagramer Weinfrühling
2025: In der Alten Scheune in
Grafenegg wurden die besten
Tropfen des Wagrams gekürt.
Aus knapp 500 Einreichungen
wählte eine Jury aus regionalen
Gastronomen und Weinexperten
die besten drei in neun Kategorien
– eine würdige Hommage
an die Vielfalt des Wagrams. In
der Kategorie Grüner Veltliner
Gebietswein überzeugte der
Weinhof Waldschütz aus Sachsendorf,
während das Weingut
Eder aus Jettsdorf mit dem
Ried Nussberg bei den Grünen
Veltliner Riedenweinen glänzte.
Auch der Rote Veltliner zeigte
seine Klasse: Das Weingut Ernst
aus Großwiesendorf setzte sich
mit dem Ried Steinberg an die
Spitze. Beim Riesling bewies
das Weingut Gerald Waltner
aus Engelmannsbrunn mit dem
Ried Kirchensteig sein Können,
während im Bereich der Burgunder
das Weingut Kolkmann aus
Fels am Wagram mit seinem
Weißburgunder punktete. Der
beste Wein in der Kategorie
Sortenvielfalt kam ebenfalls
vom Weingut Ernst – ein Gelber
Muskateller aus dem Wagram. In
der Kategorie gereifte Weißweine
brillierte das Weingut Josef Fritz
aus Zaußenberg mit einem Roten
Veltliner aus der Ried Steinberg.
Den besten Rotwein lieferte
Weinbau Mörwald aus Feuersbrunn
mit einem eleganten Pinot
Noir.
www.wagramwein.at
SICK Hermann
Werksvertretungen e.U.
A-9560 Feldkirchen · Bahnhofstr. 5 u. 6a · Tel. +43(0)4276/20202
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Seite 10, 5/2025
Saisonales
Hof Gast
Rezepte
Roggenmischbrot
Zutaten:
u 500 g Roggenmehl
u 300 g Weizenmehl
u 150 g Sauerteig
u 40 g Frischhefe
u 1 Esslöffel Zucker
u 2 Esslöffel Salz
u 2 bis 3 Esslöffel Brotgewürz
❱ Mehle mischen und in eine Schüssel geben. In die Mitte
eine Mulde drücken. In die Mulde den Germ hineinbröseln
und den Zucker dazugeben. Mit etwas warmem
Wasser den Germ verrühren.
❱ Den Vorteig etwa 10 Minuten zugedeckt gehen lassen,
bis sich das Volumen verdoppelt hat. Nun Sauerteig, Salz
und Gewürze dazugeben und mit warmem Wasser zu
einem glatten Teig kneten.
❱ Teig zugedeckt etwa 1,5 Stunden warm oder über
Nacht kühl gehen lassen. Danach den Teig zusammenschlagen,
einen Laib daraus formen und 30 Minuten
gehen lassen.
❱ Eine Schüssel mit Wasser ins Backrohr stellen. Brot bei
220 Grad Celsius etwa 20 Minuten backen, danach bei
180 Grad Celsius etwa 50 Minuten fertig backen.
Mischbrot mit Dinkel
Zutaten:
u 230 g Dinkelvollkornmehl
u 150 g Roggenvollkornmehl
u 10 g Salz
u 10 g Germ
u 80 g Sauerteig
u 1 Esslöffel Brotgewürz
u 300 g Wasser
Entschleunigte
Köstlichkeiten
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Die Kunst, im Holzofen
Brot zu backen, ist
beinahe in Vergessenheit
geraten, doch nun liegen
Holzofenbrote wieder im
Trend. Früher war es auf jedem
Bauernhof normal, im Steinofen
das eigene Brot zu backen.
Auch der Bäcker beherrschte
das Handwerk, Backwaren im
Holzofen herzustellen. Was
relativ einfach klingt, ist eine
Kunst und erfordert viel Erfahrung.
Doch das Brot bekommt
durch diesen Backprozess einen
unverwechselbaren Geschmack
und eine krachende Kruste,
was die steigende Nachfrage
erklärt. Holzöfen oder Brothäuser
werden wieder neu gebaut
oder alte Steinöfen restauriert.
Doch damit die Brote auch
wirklich gelingen, benötigt es
viel Routine. Einfach schnell
einmal Brot backen, funktioniert
nicht. Das „Einschießen“
der Brote muss gelernt sein,
ein Regulieren der Temperatur
per Knopfdruck gibt es nicht.
Die Menge des Holzes zum
Anheizen muss genau stimmen,
ebenso die Aufheizphase. Nach
etwa 1,5 Stunden wird die Asche
beseitigt und der Boden mit
nassen Tüchern schnell gereinigt.
Bei der richtigen Resthitze
werden die Brote eingeschossen,
Temperatur und Backzeit
müssen exakt aufeinander abgestimmt
sein. Nur so gelingen die
aromatischen, knusprigen Holzofenbrote.
Krume und Kruste
Früher wurde nicht täglich
frisches Brot gegessen, in den
Bauernfamilien wurde einmal
in der Woche oder auch seltener
gebacken, das Brot musste lange
halten und wurde dazu doppelt
gebacken. Nach dem Backen
wird das Brot aus dem Ofen
genommen, darf etwas abkühlen
und wird danach nochmals
kurz bei hohen Temperaturen
gebacken. Heraus kommt ein
Brot mit einer reschen Kruste
und einer weichen Krume.
Eine gute Kruste ist bei Brotessern
gefragt und einige
Bäcker haben die Methode des
doppelten Backens wieder für
sich entdeckt. Der Nachhaltigkeitsgedanke
könnte diesen
Trend verstärken, denn die
Brote bleiben länger frisch. So
wird weniger Brot verschwendet
und es schmeckt bis zur
letzten Scheibe.
❱ Hefe, Sauerteig und Wasser verrühren, die restlichen
Zutaten dazugegeben. Den Teig so lange in der Küchenmaschine
Kneten, bis er geschmeidig ist und sich von
der Schüssel löst.
❱ Den Teig mit Mehl stauben und zugedeckt ein halbe
Stunde gehen lassen.
❱ Danach den Teig nochmals kneten und zu einem Laib
formen (Teig sollte Spannung haben). Laib in ein gestaubtes
Brotkörbchen geben und mit einem Küchentuch
abdecken. Den Brotteig gehen lassen.
❱ Den Laib auf ein Backblech stürzen und bei 250 Grad
Celsius backen. Ein Gefäß mit Wasser in das Backrohr
stellen. Nach etwa 10 Minuten auf 180 Grad Celsius
zurückdrehen und das Brot fertig backen. Ungefähre
Backdauer etwa 60 Minuten.
& Hof Markt
Milch&Käse
Seite 11, 5/2025
Milchgetränke aus aller Welt
Seit Jahrtausenden gehört Milch zum menschlichen Speiseplan und ihre Verarbeitung zu fermentierten
Produkten und Getränken ist ein fester Bestandteil vieler Kulturen weltweit.
Von Katrin Hammer
Ayran
Das erfrischende Joghurtgetränk
Ayran, welches in der
orientalischen und auch mediterranen
Küche seit Jahrhunderten
geschätzt wird, ist auch
hierzulande beliebt. Es überzeugt
durch seine Natürlichkeit,
Einfachheit und vielseitige
Einsetzbarkeit. Denn egal, ob
als leichter Snack, Getränkebegleitung
zu würzigen Speisen,
Erfrischung zwischendurch oder
als authentische Ergänzung
internationaler Menüs – Ayran
macht immer eine gute Figur.
Hergestellt wird Ayran aus
Joghurt, Wasser und einer Prise
Salz. Seine Konsistenz ist leicht
flüssig, der Geschmack frisch,
säuerlich und leicht salzig.
Das Getränk punktet mit
natürlichen Inhaltsstoffen, ist
kalorienarm und reich an Eiweiß,
Kalzium sowie Probiotika. Die
Ursprünge des Joghurtgetränks
reichen bis in die nomadischen
Turkvölker Zentralasiens zurück,
wo bereits vor über 1000 Jahren
Joghurt mit Wasser verdünnt
wurde, um ein haltbares, erfrischendes
Getränk für anstrengende
Reisen durch heiße Regionen
zu erhalten. Ayran wurde
im Osmanischen Reich zum
Volksgetränk und gehört heute
vor allem in der Türkei und auch
in Ländern wie Aserbaidschan,
Bulgarien, Iran und Afghanistan
zur Alltagskultur.
Die Herstellung ist denkbar
einfach: Naturjoghurt (meist
mit einem Fettgehalt von 3,5
%) wird mit kaltem Wasser
im Verhältnis 2:1 oder 1:1 glatt
gerührt. Den Geschmack rundet
eine Prise Salz ab. Mit der Hilfe
eines leistungsstarken Mixers
lässt sich eine homogene, leicht
schaumige Konsistenz erzielen.
Wer das Getränk etwas aufpeppen
möchte, der kann Ayran
mit Gurke, Kräutern oder Minze
verfeinern. Ein ideales Sommergetränk!
Kumis
Das traditionelle, leicht alkoholische
Milchgetränk Kumis
(auch Koumiss oder Kumys
geschrieben) ist vor allem in den
Steppengebieten Zentralasiens
beheimatet und wurde schon
zur Zeit von Dschingis Khan
von den mongolischen Reitern
getrunken. Für einige nomadische
Völker war Kumis mehr
als nur ein Getränk: es galt als
rituelles Opfer, Heilmittel und als
Ausdruck von Gastfreundschaft,
ja sogar als Trank der Götter
wurde es in manchen Regionen
bezeichnet.
In Kirgisistan und Kasachstan
ist Kumis bis heute ein Nationalgetränk,
das in speziellen Holzgefäßen
(Tschaban), traditionell
hergestellt wird. Das Getränk
wird aus fermentierter Stutenmilch
zubereitet, wobei der
Gärprozess etwas komplexer ist
als bei anderen Milchprodukten.
Die frische Stutenmilch wird
dafür mit einer Starterkultur aus
Milchsäurebakterien und Hefen
versetzt. Durch die Mischung aus
milchsaurer und alkoholischer
Gärung entsteht ein alkoholhaltiges,
leicht sprudelndes Getränk.
Dann steht die Reifung an: In
einem Holzgefäß oder einem
Lederbeutel wird die Mischung
meist unter regelmäßigem
Schütteln oder Rühren mehrere
Stunden bis Tage fermentiert.
Der Alkoholgehalt liegt je nach
Fermentationsdauer und regionaler
Tradition zwischen 0,7 und
2,5 Vol.-%.
Es gibt auch industriell hergestellten
Kumis, der dann auch
pasteurisiert und mit definierten
Kulturen erzeugt wird, allerdings
ist dieser oft weniger aromatisch.
Für den europäischen Gaumen
ist Kumis ein ungewöhnliches
Getränk: leicht säuerlich im
Geschmack, prickelnd, mit einer
feinen alkoholischen Note und
einem milchig-hefigen Aroma.
Die Konsistenz ist flüssig bis
leicht cremig und oft etwas
schäumend. Kumis punktet mit
wertvollen Milchsäurebakterien,
Vitaminen, Eiweiß und einem
moderaten Laktosegehalt. In
der traditionellen Heilkunde
wurde Kumis u.a. zur Stärkung
des Immunsystems, zur Förderung
der Verdauung und sogar
bei Atemwegserkrankungen
empfohlen.
In Österreich ist Kumis nur
schwer erhältlich. Es gibt wohl
Betriebe, die mit fermentierter
Stutenmilch experimentieren,
allerdings meist im Kontext
diätischer oder medizinischer
Produkte und weniger mit Fokus
auf die Herstellung von Kumis.
Lassi
Lassi ist eines der beliebtesten
und bekanntesten Milchgetränke
Südasiens. In Nepal, Bangladesch,
Pakistan und Indien
gehört es zum kulinarischen
Alltag und ist sowohl in der einfachen
Straßenküche also auch in
der gehobenen Gastrononomie
zu finden.
Süß, salzig, fruchtig oder
gewürzt – die Vielfalt an Varianten
macht Lassi zu einem flexiblen
Speisenbegleiter. Inzwischen
ist das Getränk auch hierzulande
verbreitet und steht u.a.
in jedem indischen Restaurant
auf der Karte. Seine Wurzeln
lassen sich bis zur vedischen
Zeit zuürckverfolgen, in welcher
Joghurt als heilendes und spirituelles
Nahrungsmittel galt.
Insbesonders in Kombination
mit Gewürzen wird Lassi in der
ayurvedischen Medizin traditionell
zur Förderung der Verdauung
empfohlen und gilt auch
als Symbol für Entspannung
sowie Gastfreundschaft. Für das
Grundrezept wird Joghurt, am
besten vollfett und leicht gesäuert,
im Verhältnis 1:1 oder 2:1 mit
Wasser oder Milch vermischt.
Süßes Lassi wird mit Zucker,
Rosenwasser, Kardamom,
Safran oder pürierten Früchten
wie z. B. Mango, Papaya oder
Banane verfeinert, während
salziges Lassi mit Salz, Pfeffer,
Minze, Ingwer, Curryblättern
oder geörstetem Kreuzkümmel
gewürzt wird. Klassisches bzw.
traditionelles Lassi wird oft
naturbelassen und nur leicht
gesalzen bzw. mit Gewürzen und
Kräutern ausbalanciert.
Für eine besonders feine
Textur wird das Getränk
aufgeschäumt oder mit einem
Holzquirl (Madani) im Tontopf
gerührt. Je nach Variante kann
Lassi süß, salzig oder würzig
schmecken – in jedem Fall
ist es cremig, erfrischend und
mild säuerlich. Abhängig von
Wasseranteil und Zubereitung
ist die Konsistenz von Lassi
dünnflüssig bis dick-cremig
und eignet sich wunderbar als
süße Erfrischung oder würzige
Speisenbegleitung.
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Seite 12, 5/2025
Obst&Gemüse
Hof & Markt
Rezepte
Gröstl mit Pilzen
Zutaten für 4 Portionen:
u 600 g gekochte Erdäpfel
u 400 g gekochtes Rindfleisch
u 100 g Speck
u 400 g Steinpilze oder
andere Pilze der Saison
wie Eierschwammerl
u 1 Zwiebel
u Salz und Pfeffer
u Majoran
u Kümmel
u Butterschmalz zum Anbraten
Was für eine
großartige Knolle
Ab Ende Mai, Anfang Juni
ist es wieder soweit. Die
ersten heimischen Kartoffeln
sind erntereif und wieder
am Markt erhältlich. Sie sind
etwas ganz besonderes, denn die
Schale ist noch so dünn, dass sie
problemlos mitgegessen werden
kann.
Es beginnt im Jänner
Frühkartoffeln werden geerntet,
wenn sie noch nicht ganz ausgereift
sind. Es erklärt den höheren
Wassergehalt in den Knollen
und die kurze Lagerfähigkeit. So
kommen die Heurigen auf den
Teller, wenn Spargel, Lamm und
Wildkräuter Saison haben und
dazu passen sie auch am besten.
Sie schmecken leicht nussig
und mild und kommen puristisch
auf den Teller. Sie werden
nur gekocht oder anschließend
leicht gebraten und mit Butter
und Kräutern verfeinert.
Heurige ähneln in ihren
Kocheigenschaften vorwiegend
festkochenden Knollen. Für
Teige oder Pürees sind Heurige
ungeeignet. Der Genuss der
Heurigen ist auf den Frühsommer
beschränkt, für bestimmte
Rezepte muss man auf die bunte
Kartoffellandschaft im Herbst
warten.
Das Kartoffeljahr beginnt aber
bereits im Jänner, da werden
die Knollen zum Vortreiben
in Kisten geschlichtet, sechs
Wochen später kommen sie in
die Erde, gegen Ende Mai werden
die ersten „Heurigen“ geerntet.
Der Anbau von Heurigen ist
aufwendiger da die Felder mit
Ernteverfrühungsvlies abgedeckt
werden.
Die erste Ernte
Die ersten Heurigen kommen
oft aus dem Ausland, vor
allem Zypern, Ägypten oder
Marokko, die ersten heimischen
Erdäpfel aus dem burgenländischen
Seewinkel, gefolgt vom
Marchfeld oder dem Eferdinger
Becken. Aber immer mehr
heimische Bauern setzen auf
die ersten Kartoffeln im Jahr,
und der Anbau beginnt so
früh wie möglich unter Folie.
Schnellwüchsige Sorten, wie
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
etwa Arielle oder Agata, zählen
zu den ersten Sorten im Jahr.
Spätestens am 10. August ist
es vorbei, ab dann werden aus
Heurigen ganz normale Kartoffeln.
In ganz Österreich werden
die Knollen angebaut, im Waldund
Weinviertel, im Eferdinger
Becken oder im Marchfeld, aber
auch in höheren Lagen wie im
Salzburgerland und in Osttirol.
Lungauer Eachtling
Die Lungauer nennen ihre
Knollen „Eachtlinge“ und so
sind die „Lungauer Eachtlinge“
eigentlich ganz normale Kartoffeln
aus dem Lungau, aber nur
fast. Denn das kleine inneralpine
Becken im Salzburger Land ist
besonders gut für den Kartoffelanbau
geeignet. Die Böden sind
naturbelassene Urgesteinsverwitterungsböden,
die humusreich,
aber auch sandig sind.
Alles was die Kartoffel mag. Auf
einer Höhenlage von mehr als
1.000 Metern Seehöhe mit viel
Sonne, aber kühlen Nächten,
werden bedingt durch das
Klima Kartoffeln mit besonders
❱ Zwiebel und Erdäpfel schälen, die Erdäpfel in Scheiben
schneiden, Pilze putzen und je nach Größe vierteln oder
in Scheiben schneiden.
❱ Speck und Zwiebel klein würfeln, Rindfleisch in Scheiben
schneiden.
❱ Butterschmalz erhitzen, Erdäpfel darin knusprig braten
und danach aus der Pfanne nehmen. Nun Zwiebel und
Speck in etwas Butterschmalz in der Pfanne anbraten,
Pilze dazugeben und scharf anbraten. Alles salzen und
pfeffern, nun Erdäpfel und Rindfleisch unterheben.
❱ Das Gröstl mit Majoran und Kümmel würzen. Vor dem
Servieren eventuell mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.
❱ Tipp: Wer möchte, kann das Fleisch durch Blutwurst
ersetzen. Dazu von der Blutwurst die Haut entfernen, in
Scheiben schneiden und extra in einer Pfanne knusprig
braten. Die Blutwurst zum Schluss unter das Gröstl
heben.
guter Qualität erzeugt. So haben
Eachtlinge den Ruf, einen intensiveren
Geschmack als andere
Kartoffeln zu haben.
Osttiroler Erdäpfl
Das Hauptanbaugebiet der
Kartoffeln befindet sich im
Lienzer Talboden und die
Region ist bekannt für die vielen
Sonnenstunden. Große Temperaturschwankungen
zwischen
Tag und Nacht und die Seehöhe
von 650 bis 750 Meter macht das
Gebiet zum idealen Kartoffelanbaugebiet,
denn die Bedingungen
verhindern etwas die Vermehrung
von Erdäpfelschädlingen
und Krankheiten. Vor allem durch
das rauere Klima wachsen die
Knollen langsamer und werden
so besonders geschmackvoll.
Die luftigen Böden in der
Region mag die Kartoffel besonders
gerne.
Die Knollen sind aus der traditionellen,
bäuerlichen Küche
in Osttirol nicht wegzudenken,
besonders die „Osttiroler Schlipfkrapfen“,
Teigtaschen mit einfacher
Kartoffelfülle, überzeugen
mit viel brauner Butter.
& Hof Markt
Obst&Gemüse
Seite 13, 5/2025
Das heimische „Zitronenkraut“
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Zutaten für 500 ml::
Rezepte
Zitronenmelissenlikör
u 500 ml Korn oder ein anderer milder Schnaps
u 2 Händevoll Zitronenmelisse mit Stiel und Blättern
u 4 bis 5 Esslöffel Zucker
❱ Melisse am späteren Vormittag
ernten, Blätter leicht welken lassen
und die Melisse samt Stielen
und Blüten nur grob zerkleinern.
❱ Melisse in ein verschraubbares
Ansatzglas füllen, den Zucker
darüber streuen und mit Schnaps
auffüllen. Die Melisse soll gut vom
Schnaps bedeckt sein. Das Glas
verschließen und durchschütteln.
❱ Den Ansatz sonnengeschützt 3
Wochen ziehen lassen. Danach den Likör abseihen und
in Flaschen füllen.
❱ Tipp: Ein Gläschen Melissenlikör schmeckt aromatisch,
aber nicht zitronig. Wer nicht den Fehler macht,
Zitronenmelissenlikör als Allheilmittel anzusehen, hat
damit aber ein Hausmittel aus der Volksmedizin, das
gute Dienste für die Nerven leistet.
Zutaten:
Zitronenmelissenpesto
u 2 Hände voll Zitronenmelisse
u 2 Hände voll Basilikumblätter
u 2 Knoblauchzehen
u Saft einer halben Zitrone
u 50 g Cashewnüsse oder Mandeln
u Salz und Pfeffer
u Olivenöl
Die Zitronenmelisse zählt
sicher zu den unterschätzten
Küchenkräutern. Trotz
ihres betörenden Duftes nach
Zitrone wird sie in der Küche
nur selten verwendet. Als Heilpflanze
dagegen ist sie schon seit
Jahrhunderten beliebt. Sie wirkt
aufgrund ihrer beruhigenden
Eigenschaften auf das vegetative
Nervensystem ausgleichend
und hilft bei Einschlafproblemen,
Wetterfühligkeit, Stress, aber
auch bei nervösen Magen-Darm-
Beschwerden. Das ätherische
Öl kann im Likör, Tee oder im
Vollbad seine Wirkung erzielen.
Unverwüstlich
im Garten
Ein Stock Zitronenmelisse
(Melissa officinalis) wächst
in fast jedem Kräutergarten.
Sie gedeiht problemlos und
beschert meist eine reiche Ernte,
denn die mehrjährige Pflanze ist
sehr anspruchslos. Eine Pflanze
kann bis zu einen Meter in die
Höhe wachsen und bis zu 30
Jahre alt werden. Das Kraut aus
der Familie der Lippenblütler
hat kerbig gezahnte Blätter,
zwei Blätter stehen sich immer
gegenüber und wachsen den
Stiel entlang. Erst im Sommer
bilden sich die unscheinbaren
Blüten neben den Blattstielen,
die gerne von Bienen besucht
werden. Sowohl Blüten als
auch Blätter verströmen einen
aromatischen, zitronigen Duft,
jedoch sollte das Kraut bevorzugt
vor der Blüte geerntet
werden, da die Blätter durch die
Blüte an Aroma verlieren. Die
Blätter können sowohl frisch
als auch getrocknet für Tees,
zum Aromatisieren von Wasser
oder Sirupen und zum Kochen
verwendet werden.
Aroma pur
Die Pflanze ist reich an ätherischen
Ölen und verschiedenen
Säuren wie Rosmarinsäure,
Chlorogensäure oder Kaffeesäure.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe
sind jedoch Citral, Citronellal,
Linalool und Geraniol, aber
auch Vitamin C. Citral ist auch in
der Zitrone enthalten und beide
Pflanzen ähneln sich daher im
Duft. Wie bei vielen anderen
Kräutern auch entscheiden bei
der Zitronenmelisse ganz besonders
der Erntezeitpunkt und das
Klima, wieviel an ätherischen
Ölen enthalten ist. Je heißer und
sonniger, desto aromatischer ist
das Kraut.
Stiefkind in der Küche
Obwohl die Blätter nach Zitronen
riechen, schmecken sie
nicht wie Zitronenschale. Sie
schmecken zuerst zwar leicht
zitronig, danach, als Verwandte
der Pfefferminze, eher würzig. In
Gerichten drängt sie sich nicht auf
und spielt eher eine dezente Rolle
beim Würzen. Beim Zerschneiden
der Blätter wird Zitronenmelisse
schnell unansehnlich, ähnlich wie
beim Basilikum verfärben sich die
Blätter grau oder braun. Daher
wird das heimische Zitronenkraut
erst vor der Verwendung
zerkleinert. Beim Kochen verliert
es schnell an Aroma, sodass sie
am besten wie gehackte Petersilie
erst am Schluss dem Gericht
zum Abschmecken zugefügt wird.
Sie passt in die Kräuterbutter,
zu mediterranen Gerichten wie
Fisch, Gemüse oder Pasta und
man kann daraus auch ein Pesto
bereiten, entweder pur oder mit
Basilikum gemischt.
❱ Kräuter kurz waschen, trocknen lassen und grob
schneiden. Alle Zutaten in einer Küchenmaschine zerkleinern.
Soviel Öl zugeben, dass eine cremige Masse
entsteht.
❱ Pesto mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken,
in kleine Gläser einfüllen und mit Öl versiegeln. Das Pesto
kann mit frisch geriebenem Käse verfeinert werden und
passt zu Fisch, Pasta und Gemüse.
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H&M 5/2025
Seite 16, 5/2025
Iffa Nachbericht
& Hof Markt
IFFA 2025: Innovation und Optimismus
Vom 3. bis 8. Mai 2025
verwandelte sich Frankfurt
am Main in das internationale
Zentrum der Fleisch- und Proteinwirtschaft.
Die IFFA 2025,
unter dem Motto „Rethinking
Meat and Proteins“, zog 63.117
Fachbesucher aus 144 Ländern
an – ein Auslandsanteil von
beeindruckenden 74 Prozent
Über 1.000 Aussteller präsentierten
auf 116.000 m 2 innovative
Lösungen für die gesamte
Prozesskette, von der Verarbeitung
über Verpackung bis hin zu
alternativen Proteinen.
Im Fokus standen Technologien
wie Künstliche Intelligenz
(KI), Robotik und Sensortechnik.
Diese ermöglichen eine prozessübergreifende
Automatisierung
– von der Rohstoffaufbereitung
über das Portionieren bis
zur Verpackung. KI-gestützte
Systeme verbessern die Produktqualität,
ermöglichen vorausschauende
Wartung und steigern
die Effizienz. Autonome mobile
Roboter (AMR) und multifunktionale
Roboterzellen erhöhen
zudem die Flexibilität in der
Produktion.
Die neue Hallenstruktur der
Messe, die sogenannten „IFFA
Worlds“, bot thematisch gegliederte
Bereiche:
u World of Processing: Lösungen
für die sichere und effiziente
Verarbeitung von Fleisch
und Proteinen.
u World of Packaging: Innovative
Konzepte zum Schutz und
zur Präsentation von Lebensmitteln.
u •World of Ingredients: Essenzielle
Grundlagen für Geschmack,
Struktur und Qualität.
u World of New Proteins: Technik,
Zutaten und Forschung
für Fleischalternativen.
u World of Skills and Sales:
Wissen und Fertigkeiten für
erstklassiges Handwerk und
Verkauf.
Trotz globaler Herausforderungen
wie Fachkräftemangel
und steigender Energiepreise
herrschte auf der IFFA 2025 eine
positive Grundstimmung. Laut
einer Besucherumfrage erwarten
über 50 % eine Verbesserung der
Branchenkonjunktur; 98 % gaben
an, ihre Messeziele erreicht zu
haben. Die nächste IFFA – Technology
for Meat and Alternative
Proteins – findet vom 13. bis 18.
Mai 2028 statt.
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finden sie bereits Online
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oder in der
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Christina Geyer-Schulz,
ist Prokuristin des Betriebes,
Betriebswirtin und Fleischermeisterin.
Hochwertige Qualität,
Teamwork und ein familiäres
Arbeitsklima stehen für die
beiden Powerfrauen an oberster
Stelle.
Hausmannskost als
Erfolgsgarant
In der Fleischerei Baumgartner
gibt es nicht nur hochwertiges
Fleisch und selbstgemachte
Würste, sondern auch frisch
gekochte Hausmannskost,
zum Beispiel Geschnetzeltes,
Krautfleckerl, Surschnitzel
oder Beuschel, zum Mitnehmen.
Rund 200 Essen werden
tagtäglich gekocht, und das
obwohl es keine Sitzplätze
gibt. Zusätzlich zu den täglich
wechselnden Gerichten wird
an der Selbstbedienungstheke
eine klare oder gebundene
Suppe angeboten, ebenso eine
feine, kleine Auswahl an Salaten
und Beilagen. Außerdem gibt
es täglich frische Grillhendl
und eine warme Mehlspeise.
Jeden Freitag gibt es ein süßes
Schmankerl.
Die Fleischerei Baumgartner
ist nicht die einzige in Österreich,
die zusätzlich warmes
Essen anbietet, um es vor Ort zu
essen, oder mitzunehmen. Viele
Betriebe nutzen inzwischen die
Möglichkeit dieser „zweiten“
Verkaufsschiene, und das Speisensortiment
wird dabei immer
abwechslungsreicher.
„Die Kunden sind sehr unterschiedlich,
von jung bis alt holen
sich viele ihr Essen in unserer
Fleischerei. Gerade Berufstätige
schätzen diese Möglichkeit,
denn sie kochen nicht mehr
jeden Tag selbst. Das Essen von
uns wird täglich frisch gekocht
und das schätzen die Leute.
Es ist eine win-win Situation.
Den Kunden schmeckt es, und
wir haben so die Möglichkeit,
unseren Betrieb langfristig zu
sichern, denn die Einnahmen
aus Catering und Essen sind
inzwischen gleich hoch wie die
aus dem Fleisch- und Wurstverkauf.
Der Partyservice und
die täglichen Schmankerlteller
sind dementsprechend wichtig
für uns“, erklärt Theresa.
Zusätzlich zum frischen Speisenangebot
wird auch Tiefgekühltes
verkauft, etwa Suppen,
Suppeneinlagen, Gulasch,
Salonbeuschel, Wildragout oder
verschiedene Knödel.
Lesen Sie weiter auf Seite 18 ›
Seite 18, 5/2025
Fleisch Markt
Portrait
Foto: Fleischerei Baumgartner
Salzsteinreifung vom
Feinsten
Besondere Cuts und trockengereiftes
Fleisch werden wieder
geschätzt und vermehrt nachgefragt.
In der Fleischerei wird das
Fleisch mittels Salzsteinreifung
veredelt. Die Idee dazu kam 2016
vom Seniorchef Franz Geyer-
Schulz, den diese Methode fasziniert
hat. Für die Umsetzung der
speziellen Reifekammer wurden
mehrere Tonnen ziegelsteingroße
Salzsteinblöcke importiert. Eine
Kühlkammer wurde vollflächig
mit etwa drei Tonnen gelborangen
Salzsteinziegeln verkleidet
und vom Geschäft aus sieht man
nun durch Glas in den speziellen
Reiferaum, in dem Schweine- und
Rindfleisch reifen dürfen.
Abgehangen und
gewürzt in Einem
Himalaya-Salz enthält neben
NaCl (Natriumchlorid), dem
Hauptbestandteil von Salz, noch
etwa 84 verschiedene chemische
Elemente. Diese Salzkristalle
sorgen für ein antibakterielles
Klima, in dem sich unerwünschte
Bakterien und Schimmelpilze
nicht vermehren können. Die
langsame Reifung macht das
Fleisch durch die fleischeigenen
Enzyme und Mikroorganismen
mürbe, anders als beim Dry-Aging
kann aber das ganze gereifte
Fleisch verwendet werden. Vier
Wochen Reifezeit im Salzsteinreiferaum
haben sich als ideal
erwiesen, danach verbessert sich
das Fleisch nicht mehr deutlich.
Mit 15 Prozent Gewichtsverlust ist
aber zu rechnen. „Auch nach zwölf
Wochen in der Reifekammer gibt
es keine Geschmacksbeeinträchtigung
oder Geruch, die Fleischqualität
bleibt hervorragend. Die
Salzsteinreifung ist aber nicht
nur perfekt für das Abhängen und
Reifen von Rindfleisch, sondern
auch für Schweine- oder Kalbfleisch.
Besonders beliebt sind
die klassischen Cuts wie Rib-eye
oder T-bone“, erklärt Theresa.
Das Geheimnis des Reifverfahrens
liegt in der Abstimmung von
Fleischqualität, Temperatur und
Reifedauer. Bei konstanten zwei
Grad Celsius reifen die Fleischstücke
zwischen 26 Tagen und acht
Wochen am Knochen und sind
danach perfekt zum Zubereiten
in der Küche. „Die Salzsteinreifung
ist unser besonderes „Zuckerl“ und
das Fleisch wird vor allem zur
Grillsaison gerne nachgefragt. Nur
beste Qualität und ausgesuchte
Stücke vom heimischen Rind,
Kalb und Schwein dürfen in die
Salzsteinkammer. Das Fleisch
dazu stammt aus Österreich, von
langjährigen Partnerbetrieben
und Lieferanten. Das Rindfleisch
kommt aus dem Waldviertel,
Schweinefleisch und Hendl aus
der Steiermark“, so Theresa.
Noch immer ist die Salzsteinreifung
bei österreichischen Fleischern
eine Seltenheit, obwohl
seit einigen Jahren trockengereiftes
Fleisch wieder im Trend
liegt. Bei dieser Methode hängt
das Fleisch ab und wird durch
die Salzluft auch leicht gewürzt.
Zusätzliches Salzen ist beim
Zubereiten von Steaks daher
nicht unbedingt nötig.
Info
Fleischerei Baumgartner
Hauptstraße 7
2640 Gloggnitz
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 8 bis
14 Uhr, Samstag 8 bis
12.30 Uhr
Mitarbeiter: 8
Geballte Kraft
Auf der IFFA 2025 präsentierte
sich die Maschinenfabrik
Seydelmann KG als Innovationsmotor
im Lebensmittelmaschinenbau.
Auf rund 1.000 Quadratmetern
Ausstellungsfläche
zeigte das Traditionsunternehmen
knapp 90 Maschinen und
drei vollautomatische Produktionslinien.
Ob Fleischverarbeitung
oder alternative Proteine:
Seydelmann zeigte, wie moderne,
automatisierte und hygienische
Produktion heute aussieht.
Besonderes Interesse weckte
der neue Vakuum-Konti-Kutter
KK 254 c AC-6, der durch Feinstzerkleinerung
unter Vakuum ein
farbstabiles, kompaktes Brät
liefert – dank berührungsfreiem
Foto: Seydelmann
Schneidsatz ohne Metallabrieb.
Auch der neue Automatenmischwolf
AE 130 M erwies sich
als Multitalent: Wolf, Mischwolf,
Mischer und Entleergerät in einer
Maschine. Der überarbeitete
Automatenwolf AU 200 punktete
mit vergrößerter Zubringerschnecke,
optimiertem Maschinenständer
und CIP-Reinigung
für das Hauptlager.
Ein zukunftsweisendes Detail
präsentierte Seydelmann mit
verdrehsicheren Schneidsatzteilen
und einer visuellen
Schneidsatzerkennung.
Durch Data-Matrix-Codes und
Maschinensteuerung wird die
Montage geprüft und Bedienfehler
zuverlässig verhindert. Mit
dem FlexMix stellte Seydelmann
eine multifunktionale Lösung
für Anbraten, Garen, Kühlen
und Mischen vor – alles in einer
Maschine. Auch der neue Normwagenmischer,
Gewinner des FT
Awards, überzeugte als hygienische
und effiziente Lösung direkt
im Normwagen.
www.seydelmann.com
Info
Strasser GmbH & Co. KG
Gewerbestraße 1
Gewerbegebiet Weitwörth
A - 5151 Nussdorf am Haunsberg
Tel.:+4362726184
office@strasser.co.at
www.strasser.co.at
Würziger Kick
Für rund 84 Prozent der
Verbraucher sind Burger das
beliebteste Fast-Food-Gericht
– und das aus gutem Grund. Sie
sind unkompliziert zu handhaben,
schmecken nahezu jedem
und liegen in der Regel im
preislichen Rahmen. Deshalb
gehören sie auf jede moderne
Speisekarte. Aufgrund dieser
allwährenden Beliebtheit,
verstärkt Vandemoortele nun
sein Burger-Sortiment mit
dem neuen Onion Burger der
Marke Banquet d’Or. Sechs
Prozent Röstzwiebel werden
direkt in den Teig eingearbeitet
und sorgen für eine angenehm
würzige Note, die dem
Burgerbun das gewisse Etwas
verleiht. Zusätzlich begeistert
das 90 Gramm schwere Brötchen
durch ein dekoratives und
geschmacklich abgestimmtes
Topping aus weißem und
schwarzem Sesam, Zwiebelflocken
und einer Knoblauchnote.
Das Onion Burger Bun
ist bereits fertig gebacken
und mit einem praktischen
Servierschnitt versehen. So
spart es wertvolle Zeit bei der
Zubereitung und ermöglicht es,
auch in Stoßzeiten schnell und
zuverlässig Burger-Kreationen
auf den Teller zu bringen.
www.vandemoortele.com
Foto: Vandemoortele
Fleisch
Markt
Iffa Nachbericht
Seite 19, 5/2025
Foto: Poly-clip System
Verpackung neu gedacht
Poly-clip System setzte auf
der IFFA 2025 ein Zeichen
für nachhaltige Verpackungslösungen.
Mit Clipverschluss-
Systemen, die Umweltverträglichkeit,
Effizienz und
Wirtschaftlichkeit vereinen,
präsentierte sich das Unternehmen
auf der diesjährigen Messe.
Im Fokus stehen moderne
Lösungen für den Food- und
Nonfood-Bereich, darunter ein
besonderes Produkt: die neue
Generation industriell kompostierbarer
Bio-Clips für Netzverpackungen.
Wer Verpackungsmaterial
einsparen und klimafreundlicher
produzieren möchte, liegt
mit Clipverschlüssen richtig.
Eine Studie des Fraunhofer
UMSICHT-Instituts belegt:
Im Vergleich zu Tiefziehverpackungen
lassen sich CO 2 -Emissionen
um bis zu 81 Prozent,
gegenüber Spritzguss-Bechern
um bis zu 64 Prozent senken.
Dank minimalem Materialeinsatz
und hoher Produktsicherheit
gehören Clipverpackungen
zu den effizientesten
Verpackungsformen am Markt.
Vielseitig einsetzbar, kommen
die Clip-Systeme nicht nur
bei Fleisch- und Geflügelprodukten,
sondern auch bei
veganen Artikeln, Suppen,
Convenience-Erzeugnissen,
Milchprodukten und Obst zum
Einsatz. Auch im Nonfoodund
Tiernahrungsbereich sorgt
die Technik für hygienische
und nachhaltige Verpackungslösungen.
Die neuen Netclipper-Modelle
CGC und Somi ermöglichen den
Einsatz von Bio-Clips aus biologisch
abbaubarem, industriell
kompostierbarem Biokunststoff.
In Kombination mit Bio-
Netzen und Bio-Tags entsteht
ein durchdachtes, umweltfreundliches
Verpackungskonzept
– ein wichtiger Schritt
für eine ressourcenschonende
Zukunft.
www.polyclip.com
Info
TECH FORUM GmbH
Wengstraße 58
4643 Pettenbach
Tel. +43/7586/60445-54
contact@techforum.at
www.techforum.at
Nachhaltigkeitsplus
Optimaler Produktschutz
und Nachhaltigkeit gehen
ab sofort Hand in Hand – dank
der neuen allflex ER von allvac.
Die innovative Hochbarriere-
Folie überzeugt mit einer bis zu
97-prozentigen Recyclingfähigkeit
und einer EVOH-Hochbarriere,
die Lebensmittel besonders
lange frisch hält.
Die co-extrudierte 11-Schicht-
Folie schützt empfindliche und
leicht verderbliche Produkte wie
Rindfleisch, Wurstwaren, Convenience-Produkte
und Backwaren
zuverlässig vor Sauerstoff und
Feuchtigkeit. So bleiben Frische,
Aroma und Qualität über einen
deutlich längeren Zeitraum
erhalten. Sogar das Mindesthaltbarkeitsdatum
lässt sich
mit dieser Folie verlängern. Ein
weiterer Vorteil: Die allflex ER
hält Temperaturen von bis zu 100
°C für bis zu vier Stunden stand,
was sie ideal für pasteurisierte
Produkte macht.
Neben ihrer hohen Barrierewirkung
überzeugt die Folie durch
sehr gute Tiefzieheigenschaften,
hohe Durchstoßfestigkeit und
erstklassige Siegeleigenschaften.
Sie ist in Stärken von 50 bis 350 μ
erhältlich und eignet sich auch
für das Verpacken unter modifizierter
Atmosphäre. Auf Wunsch
ist die Folie zudem mit Antifog,
peelbarer Oberfläche, individuellem
Druck und in verschiedenen
Farben erhältlich.
www.allvac.de
Fotos: allvac Folien GmbH
VOLLE LEIDENSCHAFT FÜR BESTE BERATUNG UND
PERFEKTEN SERVICE. FÜR IHREN ERFOLG.
HANDCLIPPER
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• Clipmaschinen
• Vakuumverpackungsmaschinen
• Injektoren
• Tumbler / Massieranlagen
• Fleischwölfe und Separatoren
• Räucher- und Kochanlagen
• Trocknungs- / Reifeanlagen
• 2D & 3D Pressen
Seite 20, 5/2025
Fleisch Markt
Schlachten, Zerlegen & Hygiene
Vom Lebendgewicht zum Genuss
Fachgerechtes Schlachten und Zerlegen erfordert Präzision, Hygiene und Wissen um tierartspezifische
Besonderheiten.
Von Kurt Heinz
Foto: Gastro
Der Weg vom lebenden
Tier zum genussfertigen
Fleischprodukt beginnt
mit der sachgerechten Betäubung,
um Stress und Schmerzen
zu minimieren. Rinder und Schafe
werden in der Regel mit einem
Bolzenschussgerät betäubt,
während Schweine häufig mittels
CO 2 oder elektrischer Betäubung
behandelt werden. Geflügel wird
meist elektrisch betäubt. Nach der
Betäubung erfolgt das Entbluten
durch einen gezielten Schnitt,
wobei der Blutverlust schnell und
vollständig sein muss, um die
Fleischqualität zu sichern.
Anschließend werden die Tiere
je nach Art weiterverarbeitet. Bei
Rindern und Schafen wird die
Haut entfernt, während Schweine
nach dem Brühen bei etwa 62 °C
mechanisch enthaart werden.
Geflügel durchläuft einen Brühvorgang,
nach dem die Federn
maschinell entfernt werden. Das
Ausweiden erfolgt sorgfältig, um
Kontaminationen zu vermeiden.
Dazu werden Organe entnommen
und der Schlachtkörper gereinigt.
Nach der amtlichen Fleischuntersuchung
wird das Fleisch gekühlt
und in Teilstücke zerlegt.
Tierartspezifische
Unterschiede
Die Schlachtung variiert je nach
Tierart. Rinder erfordern präzise
Betäubung und sorgfältiges
Häuten. Schweine durchlaufen
zentrale Schritte wie Brühen
und Enthaaren. Schafe sind
empfindlich gegenüber Stress,
weshalb eine ruhige Handhabung
essenziell ist. Bei Geflügel ist eine
schnelle Verarbeitung wichtig, um
die Fleischqualität zu erhalten.
Die Schlachtreife variiert
ebenfalls. Mastbullen erreichen
sie mit etwa 18–20 Monaten,
Mastschweine mit 6–7 Monaten,
Lämmer zwischen 4–12 Monaten
und Hähnchen mit 5–7 Wochen.
Hygiene und gesetzliche
Vorschriften
Hygiene ist in der Fleischverarbeitung
von höchster Bedeutung.
Vorgeschrieben sind persönliche
Schutzausrüstung wie Schutzkleidung,
Handschuhe und Kopfbedeckung.
Arbeitsflächen und
Werkzeuge müssen regelmäßig
gereinigt und desinfiziert werden.
Das Fleisch muss schnell auf unter
7°C heruntergekühlt werden.
In Österreich, Deutschland und
Italien gelten EU-weit harmonisierte
Vorschriften, ergänzt
durch nationale Regelungen.
Diese betreffen insbesondere
Tierschutz, Hygiene und Fleischuntersuchung.
Zerlegen mit richtigen
Geräten
Für eine erfolgreiche Fleischverarbeitung
sind fundierte Kenntnisse,
präzise Technik und strikte
Einhaltung gesetzlicher Vorgaben
unerlässlich. Dies gewährleistet
nicht nur die Qualität des
Endprodukts, sondern auch das
Vertrauen der Verbraucher.
Nach dem Schlachtprozess
beginnt die Zerlegung des Tierkörpers
in vermarktungsfähige
Teilstücke. Dieser Schritt erfordert
sowohl handwerkliches
Geschick als auch den Einsatz
spezialisierter Maschinen, um
Effizienz, Präzision und Hygiene
sicherzustellen.
Die Zerlegung beginnt mit
dem Auftrennen des Schlachtkörpers
entlang der Wirbelsäule.
Hierbei kommen Bandsägen zum
Einsatz, die mit endlosen Sägeblättern
ausgestattet sind und
über zwei Rollen geführt werden.
Diese Maschinen ermöglichen
präzise Schnitte durch Fleisch und
Knochen und sind in der Lebensmittelverarbeitung
weit verbreitet.
Für spezifische Schnitte, wie
das Trennen von Kamm und Bug
bei Schweinen, werden spezielle
Bandsägen verwendet, die saubere
Schnitte ohne Knochensplitter
gewährleisten und somit die
Lebensmittelsicherheit erhöhen.
Neben den maschinellen Hilfsmitteln
bleibt das handwerkliche
Können unerlässlich. Fleischermesser,
wie Ausbeinmesser mit
flexibler Klinge, ermöglichen
das präzise Herauslösen von
Knochen und das Entfernen von
Sehnen. Diese Messer sind in
Professionelle
Bandsägen
Seit über 30 Jahren
steht Dadaux im
französischen Bersaillin
für höchste Qualität
in der Herstellung von
Maschinen für die Fleischverarbeitung
und Lebensmittelproduktion.
Mit fundiertem
technischem
Know-how und
langjähriger
Erfahrung bietet
Dadaux eine breite
Produktpalette aus hochwertigem
Edelstahl, die sich weltweit
großer Beliebtheit erfreut.
Die Bandsägen der SX-Serie
(SX200 bis SX400) zeichnen
Aufschnittmaschinen | Betäubungsgeräte | Bratsysteme
Brüh-Enthaarungs-Anlagen | Clipsysteme | Feinstzerkleinerer
Fleischerbandsägen | Füller | Geflügelrupfmaschinen
Hamburger-Formmaschinen | Injektoren | Kochkessel | Kutter | Mischer
Portioniermaschinen | Rauch-Koch-Reifesysteme | Rührwerke | Schmorautomaten
Vakuum-Verpackungsmaschinen | Waschanlagen | Wölfe | Würfelschneider
verschiedenen Formen und
Größen erhältlich und werden je
nach spezifischer Aufgabe ausgewählt.
Die Kombination aus maschineller
Unterstützung und handwerklichem
Geschick gewährleistet
eine effiziente und hygienische
Zerlegung des Fleisches, wobei die
Qualität des Endprodukts stets im
Fokus steht.
sich durch ihre ergonomische
Bauweise,
benutzerfreundliche
Bedienung und innovative
Ausstattungsmerkmale
wie die gleitende
Bandführung und
den automatischen
Sägebandspanner
aus. Ob frisches,
gefrorenes oder gereiftes
Fleisch – mit oder
ohne Knochen – die
Maschinen ermöglichen
ein müheloses
und präzises Zerlegen, das sich
optimal in bestehende Arbeitsprozesse
einfügt.
Gefertigt aus robustem
Edelstahl, erfüllen die Sägen
höchste hygienische Anforderungen
und sind besonders
langlebig. Die einfache Reinigung
sowie der Spritzwasserschutz
für Motor und alle
elektrischen Komponenten
gewährleisten sichere und
komfortable Arbeitsbedingungen.
Erhältlich als Standgeräte
oder mobile Versionen, bieten
die SX-Bandsägen von Dadaux
maximale Effizienz, Sicherheit
und Qualität – eine perfekte
Lösung für anspruchsvolle
Anwender.
Info
Penias Lebensmitteltechnik
GmbH
Gaismannslohen 15
5261 Uttendorf
Tel/Fax: +43/7724 2864
office@penias.at
www.penias.at
Fleisch
Markt
Schlachten, Zerlegen & Hygiene
Seite 21, 5/2025
Vielfältig auf
der Messe
Foto: K+G Wetter
Foto: Freund
Auf der IFFA 2025 in Frankfurt
stand bei K+G Wetter
durchdachte Technik für die
Lebensmittelverarbeitung im
Mittelpunkt. In der „World of
Processing“ zeigte das Unternehmen,
wie präzise Maschinenlösungen
Arbeitsprozesse
effizienter gestalten und dabei
die Anforderungen unterschiedlicher
Betriebsgrößen abdecken.
Vom kompakten Kutter und
Elektrowolf für handwerkliche
Fleischereien bis zu industriellen
Anlagen mit Beladung,
Vakuumtechnik oder Kochfunktion
reichte das Spektrum
des Messeauftritts. Gemeinsames
Ziel aller Modelle:
Arbeitsabläufe erleichtern und
Ressourcen schonen. Besonders
im Fokus stand dabei der
neue Winkelwolf WW 200, ein
Multitalent für Frischfleisch
und Gefrierfleischblöcke. Auch
an ergonomische Aspekte
wurde gedacht. Tag für Tag
Kisten mit Fleisch in Kutterschüsseln
oder Trichter zu
heben, gehört zu den körperlich
fordernden Tätigkeiten in
der Branche. Mit dem Hebesystem
Easy Lift lassen sich
solche Arbeitsschritte deutlich
erleichtern. Es ist flexibel
nachrüstbar und entlastet
Mitarbeitende spürbar. Digitale
Unterstützung bietet
die Software CutControl, die
Rezepturen verwaltet, Produktionsschritte
steuert und
Parameter überwacht. Damit
lassen sich Prozesse präziser
planen und die Produktqualität
konstant halten. K+G Wetter
stellte somit Lösungen vor,
die konkret an den Herausforderungen
in Fleischereien und
lebensmittelverarbeitenden
Betrieben ansetzen.
www.kgwetter.de
Info
Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn GmbH
Haunspergstraße 32
5021 Salzburg
office@gramiller.at
www.gramiller.at
Schneiden für Profis
Anfang Mai präsentierte die
holac Maschinenbau GmbH
auf der IFFA ihre neuesten
Produkte und punktete mit hochpräziser
Schneidetechnik für die
Lebensmittelverarbeitung.
Großes Interesse galt den Vielzweckschneidern
der Baureihen
Cubixx, Maxx und CS 28. Die
Würfel- und Streifenschneider
zeichnen sich durch ihre Effizienz,
exakte Schnittqualität
und kompakte Bauweise aus.
Durch Features wie hydraulische,
druckabhängige Vorpressung,
Mehrfachmesser und gehärtete
Messerleisten konnte holac erneut
für Begeisterung unter den Fachbesuchern
sorgen. Auch die Scheibenschneider
der SECT-Baureihe
stießen auf reges Interesse. Die
Modelle, allen voran der Sect 230
TC, überzeugten durch ihre Präzision
beim Schneiden von frischem,
gekühltem oder angefrorenem
Fleisch – mit oder ohne Knochen.
Auch im Bereich Käseverarbeitung
hielt der Schneide-Spezialist
Lösungen bereit. Darunter der
Cheesmax, der dank erweiterter
Optionen eine noch präzisere
Anpassung an unterschiedliche
Käsearten, Schnittgrößen und
Verarbeitungsanforderungen
ermöglicht.Ein Schwerpunkt der
Messe lag auf der Digitalisierung
und Industrie 4.0. Hier zeigte
holac, wie seine Schneidemaschinen
in digitalisierte Fertigungslinien
integriert werden können.
Besucher konnten live erleben, wie
Produktionsdaten und Statistiken
ausgelesen, Chargen detailliert
verfolgt und Energieverbräuche
über integrierte Zähler präzise
analysiert wurden. Über eine
SCADA-Verbindung lassen sich
diese Daten in Echtzeit auswerten
und zur Prozessoptimierung
nutzen.
www.holac.de
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Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn GmbH
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5021 Salzburg
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www.gramiller.at
Foto: holac
NAHRUNGSMITTEL- UND VERPACKUNGSTECHNIK
Besser
abschneiden.
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Mehr Effizienz *
in der Produktion.
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Service.
>50
der besten
Hersteller.
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Seit über 100 Jahren steht das Familienunternehmen für
exzellente Qualität im Bereich der Nahrungsmittel- und
Verpackungstechnik am österreichischen Markt.
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Seite 22, 5/2025
Fleisch Markt
Schlachten, Zerlegen & Hygiene
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office@schoen-gmbh.at www.schoen-gmbh.at
Foto: Hubert Haas
Auf dem neuesten Stand
Tel. +43/1/718 53 55, Tel. + Fax: +43/1/712 26 53
office@schoen-gmbh.at www.schoen-gmbh.at
Das neue Betäubungsgerät
TBG 400 von Hubert Haas
setzt Impulse in Sachen Tierschutz,
Technik und Anwenderfreundlichkeit.
Es erfüllt die
aktuellen VDE-Vorschriften
sowie die EU-Verordnung Nr.
1099/2009 und die nationale
Tierschutzschlachtverordnung.
Erstmals vorgestellt wurde das
Gerät auf der diesjährigen IFFA –
und bringt seither frischen Wind
in den Bereich der tierschutzgerechten
Elektrobetäubung.
Das TBG 400 ist ein hochfrequentes
Konstantstromgerät mit
innovativer Regelungstechnik und
integriertem Datenlogger. Dieser
misst True Rms und zeichnet
die Schlüsselparameter – Strom,
Spannung, Frequenz und Betäubungsdauer
– zuverlässig auf.
Über ein neues, hochauflösendes
Touchdisplay (IP65) lassen sich
die Werte vor Ort im Schlachthaus
auslesen und grafisch darstellen.
Eine wesentliche Neuerung: Das
Gerät ist LAN-fähig. So können die
Betäubungsdaten auch direkt an
einen PC übertragen und dort über
die netzwerkfähige „Inspector“-
Software ausgewertet werden.
Diese ermöglicht Tagesstatistiken
und Einzeltierdarstellungen als
Grafik oder Tabelle.
Das TBG 400 punktet zudem
mit schnellem Stromanstieg auf
bis zu 2,3 A in der ersten Sekunde,
optischen und akustischen
Signalen für Mindestbetäubungszeit
und -stromstärke sowie
vorinstallierten Programmen
für verschiedene Tierarten und
-größen. Ausgestattet mit Edelstahlgehäuse,
leistungsstarkem
Transformator, Edelstahlzange
mit Spiralkabel und integrierten
8 GB Speicher überzeugt das
System durch einfache Handhabung
und hohe Zuverlässigkeit.
www.hubert-haas.de
Info
Peter Schön Ges.m.b.H. -
Fleischereimaschinen
Schlachthausgasse 22
1030 Wien
office@schoen-gmbh.at
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Tel/Fax: +43/7724 2864
office@penias.at
www.penias.at
Foto: Giesser
Für draußen und drinnen
Die WildLine Serie von
GIESSER steht für kompromisslose
Qualität und Präzision.
Drei Dimensionen machen diese
Messerlinie aus: eine scharfe
Klinge, durchdachte Ergonomie
und ein rutschfester Griff.
Damit eignet sich die Wild-
Line Serie ideal für die Zerlegung
von Wild jeder Größe. Dank
einer Vielzahl an Modellen, die
speziell auf unterschiedliche
Anforderungen abgestimmt
sind, findet sich für diverse
Einsatzzwecke das passende
Werkzeug.
Wie jedes gute Messer überzeugt
auch die WildLine Serie
durch erstklassige Materialien
und Verarbeitung. Die Klinge
wird aus hochwertigem Chrom-
Molybdän-Stahl gefertigt und
bleibt lange schnitthaltig. Der
ergonomisch geformte Griff,
adaptiert von der PrimeLine
Serie, liegt felsenfest in der
Hand und sorgt für sicheres und
ermüdungsfreies Arbeiten, auch
bei langen Einsätzen.
Besonders bei der Verarbeitung
von Fisch brilliert die Klasse
der Filetiermesser: Mit ihrer
langen, schmalen und flexiblen
Klinge gleiten sie mühelos an
den Gräten entlang und ermöglichen
präzise, hauchdünne Filets.
Für kleinere Fische empfiehlt
sich das Ausbeinmesser, das
mit einer kürzeren, stabileren
Klinge optimale Kontrolle bietet.
Metzger-Weltmeister und Jäger
Matthias Endrass ist von der
Serie überzeugt: „Vielseitig,
scharf, stabil und sicher: So muss
ein gutes Messer sein!“ Nach
einem intensiven Praxistest
urteilt er begeistert: „Geeignet
für Profis und anspruchsvolle
Outdoor-Fans.“
www.giesser-shop.de
Info
SICK Hermann
Werksvertretungen e.U.
Bahnhofstraße 5 + 6a/
Mooshanslweg 8
9560 Feldkirchen
office@sick-werksvertretung.
com
www.sick-werksvertretung.com
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Fleischereimaschinen
Schlachthausgasse 22
1030 Wien
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www.schoen-gmbh.at
Fleisch
Markt
Schlachten, Zerlegen & Hygiene
Seite 23, 5/2025
Foto: Fotostudio Reh - Bergkamen
Kontrollierte
Personalhygiene
In der Lebensmittelindustrie ist
eine konsequente Personalhygiene
beim Zutritt zur Produktion
unverzichtbar. Um eine
Einschleppung gefährlicher
Keime über Hände oder Schuhe
zu verhindern und so die
Produktsicherheit zu gewährleisten,
müssen alle Mitarbeiter
bestimmte Reinigungsschritte
zuverlässig durchlaufen.
Mit der Hygieneschleuse
Star Clean der Marke ITEC,
vom deutschen Hersteller
Frontmatec, wird dieser
Prozess systematisch und
sicher organisiert. Die Anlage
sorgt für einen kontrollierten
und nachvollziehbaren
Hygienestandard am Zugang
zur Produktion. Rutschsichere
Oberflächen, eine
klare Schrittführung und
das SAFETY GRIP-Geländer
bieten dabei Halt und Sicherheit
für die Nutzer. Das durchdachte
Baukastenprinzip
eröffnet hierbei vielfältige
Anpassungsmöglichkeiten.
Ob Sohlen- oder
Stiefelreinigung,
ein- oder zweispurige
Ausführung – der Star
Clean lässt sich dank
zahlreicher Varianten
exakt auf die
Anforderungen
des jeweiligen
Betriebs abstimmen.
Basis bildet eine Durchlaufanlage
mit einer 800 mm
Sohlenbürste oder, speziell
für die Backindustrie, eine
Trockenreinigungsversion mit
integrierten Schmutzauffangschubladen.
Je nach Bedarf
kann die Anlage modular
erweitert werden, etwa mit
motorischer oder mechanischer
Drehsperre, berührungsloser
Handdesinfektion über
MANO Control, Reinigungsbecken,
verschiedenen Seifenspendern,
Handtuchspendern
oder Warmlufthändetrockner.
Info
Johann Laska u. Söhne
Linz – Wien – Graz
Tel. +43 (0)732/77 32 11
info@laska.co.at
www.laska.co.at
Schnell zerteilt
Die Maschinenfabrik FREUND
mit Sitz in Paderborn,
Deutschland, zählt seit vielen
Jahrzehnten zu den Herstellern
hochwertiger Maschinen und
Geräte für den Schlacht- und
Zerlegebereich. Das traditionsreiche
Unternehmen bietet ein
breites Sortiment an Produkten,
das von Band-, Kreis- und Stichsägen
in unterschiedlichsten
Größen und Ausführungen bis
hin zu Skinnern, Betäubungszangen,
Desinfektionsbecken
und -kabinen, Sparbrausen und
vielem mehr reicht. Mit innovativen
Lösungen und einem
Fokus auf Praxistauglichkeit
und Anwenderfreundlichkeit hat
sich FREUND als verlässlicher
Partner in der Branche etabliert.
Ein besonders leistungsstarkes
Modell im Maschinenportfolio
ist die Spalt-Bandsäge SB
49-08. Sie kommt sowohl in
Industriebetrieben als auch bei
der Spreizbügel-Schlachtung
von Schweinen und Schafen zum
Einsatz und überzeugt durch ihre
hohe Schnittgeschwindigkeit,
Robustheit und einfache Handhabung.
Die Arbeitsposition der
Säge lässt sich dabei werkzeuglos
und stufenlos anpassen. Der
Schalthebel ist so gestaltet, dass
er in jeder Handstellung sicher
und bequem zu bedienen ist.
Zudem sorgt ein zweiter, um
90° schwenkbarer Handgriff an
der Vorderseite für maximale
Flexibilität im Arbeitsalltag. Der
Sägebandwechsel und die Bandspannung
lassen sich innerhalb
kürzester Zeit durchführen,
was den Arbeitsfluss optimiert.
Ergänzend dazu bietet FREUND
auch den passenden Federzug für
die Säge an.
Info
Johann Laska u. Söhne
Linz – Wien – Graz
Tel. +43 (0)732/77 32 11
info@laska.co.at
www.laska.co.at
Klassisch oder außergewöhnlich?
Das Grillportfolio der Marcher
Gruppe ruht auf zwei Säulen:
bewährten Klassikern und hochwertigen
Premium-Produkten.
Die Marke LANDHOF bleibt
mit beliebten Artikeln wie dem
Grillparty-Mix, Berner Würstel
und Grillern das Herzstück des
Sortiments. Parallel dazu setzt
die Marcher Fleischwerkstatt auf
exklusive Teilstücke wie boneaged
Steaks und lang gereifte
Ripperl. Diese Dualstrategie
bedient den Trend nach praktischen
Alltagsklassikern ebenso
wie nach erlebnisorientierten Grilloptionen
für Genießer. „Unsere
Stärke liegt in der Verbindung
von traditionellem Handwerk und
sorgfältiger Auswahl der besten
Fleischstücke“, betont Geschäftsführer
Norbert Marcher. Während
Würstel und Griller besonders bei
Schönwetter-Hochs gefragt sind,
gewinnen Premium-Artikel auch
bei Indoor-Events an Bedeutung.
www.marcher.at
Foto: Freund
Foto: qFOTO
...bewusst robust
zum Sägen und Zerlegen!
LASKA bietet ein umfassendes Sortiment
von robusten Kreis- und Bandsägen
für Mittel- und Industriebetriebe zum Zerlegen
von Rindern, Schweinen und Schafen.
SCOTT-Bladestop 400 RS
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der Welt mit der
schnellsten
mechanischen
Stopp-Zeit.
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Koteletts und Knochen
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Johann Laska u. Söhne
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Mit der Body-Sensing-
Technologie
verringert sich das Risiko
von schweren
Verletzungen.
FREUND
Zerlegesäge K 23-03
LASKA, der Partner für innovative Fleisch- und Lebensmittelverarbeiter.
Seite 24, 5/2025
Fleisch Markt
Schlachten, Zerlegen & Hygiene
Fotos: Industrial Auctions BV
Maschinen unter
dem Hammer
In der Welt der Lebensmittelverarbeitung
zählen Präzision,
Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit.
Wer seine Maschinen
erweitern oder ersetzen möchte,
sollte einen Blick auf die neueste
Auktion von Industrial Auctions
in Haßfurt, Deutschland werfen.
Diese Online-Auktion bietet
eine interessante Auswahl an
Geräten, die für verschiedene
Bereiche des Produktionsprozesses
geeignet sind.
Zum Angebot gehören unter
anderem Fleischwölfe, Vakuumfüller,
Clipper und Metalldetektoren
namhafter Hersteller wie
Vemag, Handtmann, Multivac,
GEA und Seydelmann – vielseitig
einsetzbar für zahlreiche
Anwendungen in der Lebensmittelindustrie.
Auch Verpackungsmaschinen,
Mischer und
weiteres Inventar sind Teil dieses
abwechslungsreichen Maschinenportfolios.
Auf der Website
sind die Maschinen übersichtlich
dargestellt – inklusive
Fotos, technischer Daten und,
wo möglich, Videos. So wissen
Interessenten genau, welche
Eigenschaften die Maschinen
haben, und es kommt zu keinen
bösen Überraschungen. Der
Besichtigungstag findet am 17.
Juni in Haßfurt statt und bietet
die Gelegenheit, die Maschinen
vor Ort persönlich in Augenschein
zu nehmen. Die Online-
Auktion endet am Donnerstag,
den 19. Juni. Diese Auktion bietet
Unternehmen eine clevere und
kosteneffiziente Möglichkeit, in
ihre Produktionskapazitäten zu
investieren.
Info
Industrial Auctions BV
Looyenbeemd 11
5652 BH Eindhoven (NL)
T: +31 (0)40 2409 208
info@industrial-auctions.com
www.Industrial-Auctions.com
Form, Design und Struktur
Die Thekenschalen-Serie
GRACE von PricoPlex feiert
einen weiteren Erfolg: Nach dem
Gewinn des German Design
Award 2025 wurde sie nun auch
mit dem renommierten Red Dot
Award 2025 im Bereich Product
Design ausgezeichnet. Damit
zählt GRACE zu den besten
Designlösungen des Jahres. Die
internationale Jury würdigte
vor allem das herausragende
Zusammenspiel von Designqualität
und Funktionalität. Seit
1955 zählt der Red Dot Design
Award zu den weltweit angesehendsten
Designwettbewerben
und ist ein begehrtes Qualitätssiegel
für exzellente Gestaltung.
Für Christian Priebe, Geschäftsführer
von PricoPlex, ist die
Auszeichnung ein besonderer
Moment: „Dass wir nun auch
den Red Dot Design Award für
unsere Produktserie GRACE
erhalten haben, ist eine besondere
Ehre für uns, sozusagen der
Ritterschlag.“
Die GRACE-Serie überzeugt
durch ein durchdachtes,
elegantes Design, verschiedene
Farbvarianten und eine strukturierte
Oberfläche. So vereint sie
nützliche Produkteigenschaften
Motivationsschub
REX-Technologie darf auf
einen rundum erfolgreichen
Messeauftritt bei der diesjährigen
IFFA in Frankfurt zurückblicken.
Zahlreiche Besucher aus dem
In- und Ausland nutzten die Gelegenheit,
sich am Stand über die
neuesten Fleischereimaschinen
und Technologien zu informieren.
Besonders die Live-Vorführungen
der Anlagen stießen auf großes
Interesse.
Als besonderer Publikumsmagnet
erwies sich die industrielle
Würstchenproduktionslinie.
Hier konnten die Besucher die
komplette Würstchenherstellung
hautnah miterleben – von
der Befüllung bis zum fertigen
Produkt. Über eine großformatige
LED-Wall wurde der gesamte
Produktionsprozess in beeindruckender
Detailtiefe gezeigt, was
bei den zahlreichen Interessierten
für Begeisterung sorgte. Der
große Andrang kann als Beweis
für die hohe Nachfrage nach
automatisierten Lösungen für
die Fleischverarbeitung gewertet
werden.
Darüber hinaus bot die internationale
Messe einen idealen
Rahmen, um wertvolle Kontakte
zu knüpfen und bestehende
Partnerschaften zu vertiefen.
So konnte REX-Technologie
in zahlreichen persönlichen
Gesprächen mit bestehenden
wie Systematik, Langlebigkeit
und Zweckmäßigkeit mit einem
eleganten Erscheinungsbild.
Unterschiedliche Schalengrößen
lassen sich flexibel kombinieren
und sorgen für eine stilvolle
Warenpräsentation an der
Bedientheke.
www.pricoplex.com
Kunden, potenziellen Neukunden
und Branchenpartnern wertvolle
Inspiration für zukünftige
Projekte sammeln. Die positive
Resonanz und das rege Interesse
bezeichnet das Unternehmen als
wichtigen Ansporn, auch künftig
praxisnahe und innovative Technologien
für die Lebensmittelverarbeitung
zu entwickeln.
Info
REX-Technologie GmbH & Co.
KG
Irlachstraße 31
5303 Thalgau
Tel. +43(0)6235-6116-0
office@rex-technologie.com
www.rex-technologie.com
Foto: PricoPlex
Foto: REX-Technologie
10
Foto: EFA
VBE 8
Fleisch Markt
VBE 8
Die neue elektrische Betäubungsanlage
Artikelnummer: 001612001 (230 V, 50 Hz / 60 Hz)
Auf der IFFA 2025 001612002 präsentiert
Schmid & Wezel unter chen Anforderungen und wurde
(115 V, Sie 50 erfüllt Hz / 60 sämtliche Hz) gesetzli-
der Marke EFA den neuen VBE speziell für den industriellen
8 – eine elektrische Betäubungsanlage
der nächsten Generation. pazitäten sowie
Einsatz mit hohen Schlachtka-
verschiedenen
Schlachten, Zerlegen & Hygiene
Tierarten entwickelt. Die VBE
8 wurde auf Basis praktischer
Erfahrungen und Kundenwünsche
konzipiert. Sie bietet
maximale Anpassungsfähigkeit
an betriebliche Anforderungen
sowie die aktuelle Tierschutz-
Schlachtverordnung (EG-Nr.
1099/2009).
Wesentliche Merkmale:
u 20 Programme, davon 18 vorinstalliert,
für unterschiedliche
Tierarten
u Aufzeichnung zur Onlineauswertung
und grafischer Visualisierung
(inkl. Stromkurven,
Spannung, Betäubungsnummern)
u Individuelle Parametrierung
von Strom, Frequenz und Zeit;
Einstellungen speicherbar
u Schneller Stromanstieg: mind.
1,3 A (Schweine), 1,8 A (Sauen),
1,0 A (Schafe)
u Norm- und Fehlbetäubungsanzeige,
automatische Speicherung
von bis zu 100.000
Betäubungsvorgängen
u Signale (optisch/akustisch)
bei erreichter/nicht erreichter
Mindestbetäubungszeit
u Kompatibel mit Fallenbetäubung
und automatischen
Restrainer-Systemen
u Flexibel an verschiedene
Stromnetze anpassbar, mit
integriertem Kühl- und Verstärkersystem
u Einfache Installation und Bedienung
Die EFA VBE 8 setzt neue
Maßstäbe bei Tierwohl, Effizienz
und Dokumentation in der elektrischen
Betäubung.
Seit der Einführung elektrischer Betäubungsgeräte
mit optional einstellbaren Betäubungsparametern
und Protokollierung der Betäubungsvorgänge zur
Verbesserung der Betäubungsergebnisse im Sinne
des Tierwohls bietet die Firma Schmid & Wezel
unter der Marke EFA eine vollständig neue Generation
elektrischer Viehbetäuber an: den VBE 8, der
sämtliche gesetzlichen Anforderungen erfüllt.
Seite 25, 5/2025
Elektrische Viehbetäubungsanlage EFA VBE 8 mit 20 Programmen für verschiedene Tierarten mit Aufzeichnung
zur Onlineauswertung und Visualisierung:
Sehr einfache Installation und Bedienung
18 vorinstallierte Betäubungsprogramme
Verwendung von unterschiedlichen Parametern
zur Kopf-Herz-Betäubung möglich
Optimale Anpassung der Betäubung durch
Einstellung verschiedener Parameter (Strom,
Frequenz sowie Zeiten für den Betäubungsverlauf
und die Dauer)
Parametereinstellungen speicherbar
Schneller Stromanstieg innerhalb der ersten
Sekunde auf mind. 1,3 A bzw. 1,8 A für Schweine
und 1,0 A für Schafe
Optisches und akustisches Signal nach Mindestbetäubungszeit
erreicht bzw. nicht erreicht
Regulierbare Lautstärke
Kurz notiert
Geflügelfleisch ist in Österreich
sehr begehrt.
Das weiße Fleisch erfreut
sich zunehmender Beliebtheit,
von 2023 auf
EFA VBE 8: Elektrische Betäubungsanlage mit Aufzeichnung
2024 zeigt sich im Le-
zur Onlineauswertung und Visualisierung
bensmittelhandel laut aktueller
RollAMA-Auswertung
sowohl im Umsatz
Der VBE 8 ist eine elektrische Betäubungsanlage
mit verstärktem Transformator als und auch Kühlsystem, im Absatz die ein
für den industriellen Einsatz
Plus.
mit hohen
So wurden
Schlachtvon
den
kapazitäten sowie für verschiedene Tierarten ausgelegt
ist. Diese neue Generation heimischen wurde unter Haushalten
Berücksichtigung praktischer Erfahrungen und
5,1 Prozent mehr Hühnerfleisch
Erfordernisse und ge-
2,2 Pro-
Kundenanforderungen entwickelt, um eine optimale
Anpassung an betriebliche
setzliche Vorgaben zu gewährleisten.
zent mehr Putenfleisch
gekauft. Bei Bio-Hühnerfleisch
nahm die Menge
sogar um 12,4 Prozent
Anzeige von Betäubungen nach Norm- bzw.
Fehlbetäubungen zu. Das AMA-Gütesiegel
Anzeige von Volt, Ampere, gibt Frequenz Konsumenten und Zeitverlauf
während der Betäubung die Gewissheit, dass das
dabei
Automatische Speicherung Fleisch von bis zu regional 100.000 produziert
wurde sowie Dia-
und die Hal-
Betäubungsvorgängen im Gerät, einschließlich
Datum, Uhrzeit, Betäubungsstrom
grammen mit Stromkurven,
tungsbedingungen
Betäubungsspannung
und Betäubungsnummer
der
Tiere deutlich höher sind
Für Fallenbetäubungen sowie automatische
Restrainer für Schweine als und Sauen im EU-Ausland mit Herzelektrode
geeignet
oder
in Drittstaaten. Die AMA-
An verschiedene Stromnetze anpassbar
Info
Marketing vermittelt auf
Entspricht der aktuellen Tierschutz-Schlachtverordnung
(TierSchlV) EG-Nr. 1099/2009
ihren Kanälen aktuelle Information
rund um die
ALCE
Anlagentechnik Ges.m.b.H.
Jägermühlestraße 2
Haltung von Geflügel in
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Österreich.
Tel. +43 (0)7242/53903-0
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11
www.alce.at
Reportage
Seite 26, 5/2025
Fleisch Markt
Foto: Bord Bia_The Good Herdsmen Organic Farm
Bio-Rindfleisch aus Irland:
Nachhaltigkeit & Qualität im Fokus
Im Rahmen einer Fach-Pressereise nach Irland erhielten wir umfassende Einblicke in das nachhaltige
Biofleisch-Programm von Bord Bia, der irischen Lebensmittel-Marketingorganisation.
Von Michael Heinz
Bord Bia fördert aktiv Bio-
Lebensmittel und hat
EU-Fördergelder für eine
Kampagne erhalten, die irisches
Bio-Rind- und Lammfleisch
in Schlüsselmärkten bewirbt.
Irisches Bio-Fleisch ist bekannt
für seinen hervorragenden
Geschmack und seine Qualität.
Mit dem Ziel, den Bio-Sektor zu
stärken, strebt Irland bis 2030
einen Anteil von etwa zehn
Prozent Öko-Ackerland an.
Bio-Fleisch in Irland
Trotz günstiger Rahmenbedingungen
ist der Bio-Anteil am
irischen Rindfleischmarkt bisher
noch gering. Aktuell sind nur
etwa zwei Prozent der Rinder in
Irland Bio-zertifiziert. Laut Bord
Bia gehen rund zwei Drittel des
irischen Bio-Rindfleischs ins
Ausland, insbesondere nach
Deutschland und in die Benelux-Länder.
In Deutschland und
Österreich startete Bord Bia eine
Kampagne namens „EU Bio-Rindfleisch
& Lamm – Weidehaltung
in Irland“, um die positiven Eigenschaften
des Weidefleischs und
das EU-Bio-Logo zu bewerben.
Vorbildliche
Bio-Rinderhaltung
Ein herausragendes Beispiel
für nachhaltige Bio-Rinderhaltung
ist der Betrieb The Good
Herdsmen in Tipperary. Das
Unternehmen gilt als einer der
größten Bio-Rindfleisch-Produzenten
Europas und betreibt
nach eigenen Angaben Irlands
größte Bio-Rinderfarm. Auf
etwa 1.000 bis 1.300 Hektar
Weideland und Futterfeldern
grasen rund 1.200 Rinder
(Ochsen und Färsen) in kleinen
Herden. Die Tiere genießen
artgerechte Bedingungen: Sie
verbringen den Großteil des
Jahres auf saftigen Weiden,
fernab von Stress und engen
Stallungen.
Die Fütterung erfolgt
ausschließlich mit Weidegräsern
und Eiweißpflanzen wie
Klee, Luzerne, Hafer und Erbsen,
größtenteils vom eigenen Acker.
Im Winter stehen ausschließlich
aus eigenem Anbau gewonnene
Futtermittel bereit – ganz
ohne Kraftfutter oder Silage.
Auf Antibiotika, Hormone oder
künstliche Zusatzstoffe wird
vollständig verzichtet. Stattdessen
erhalten die Rinder natürliche
Futterergänzungen wie Klee
und Chicorée, die gegen Parasiten
wirken und die Gesundheit
der Tiere fördern.
Nachhaltigkeit und
Fleischqualität
Nachhaltige Landwirtschaft
ist integraler Bestandteil der
Betriebsphilosophie. In den
letzten Jahren wurden über
10.000 heimische Bäume auf
den Flächen von The Good
Herdsmen gepflanzt und etwa
zehn Prozent der Fläche in
Blühwiesen, Hecken und Uferschutzzonen
umgewandelt.
Ein Schilfklärsystem verbessert
zudem die Wasserqualität
der Bäche und Flüsse auf dem
Hof. Diese Maßnahmen fördern
die Artenvielfalt und binden
zusätzlich Kohlenstoff.
Der Aufwand zahlt sich in der
Fleischqualität aus: Stressarme
Haltung und reine Grasfütterung
machen das Rindfleisch
besonders zart und aromatisch.
Verarbeitet werden nur
Ochsen und Färsen, die unter 36
Monaten geschlachtet werden
– das garantiert besonders
feinfaseriges Fleisch. Kenner
loben den Geschmack: Dank
des hohen Omega-3-Gehalts
und der natürlichen Fütterung
erhält man saftige Steaks und
Braten mit intensivem Aroma.
Kurze Transportwege,
höchste Hygiene
Ein weiterer Pluspunkt: Die
Tiere von The Good Herdsmen
werden lediglich 20 Minuten
zum nahegelegenen Schlachthof
von ABP Food Group
transportiert, was den Stress
für die Tiere minimiert. Bei
einer Besichtigung des ABP-
Standorts in Cahir erhielten
wir Einblicke in den Schlacht-,
Zerlege- und Verpackungsbereich
– selbstverständlich unter
Einhaltung höchster Hygienestandards.
ABP Food Group
Die ABP Food Group, gegründet
1954, ist eines der führenden
agrarwirtschaftlichen Unternehmen
Europas und der größte
Rindfleischverarbeiter in Irland
und dem Vereinigten Königreich.
Mit über 13.300 Mitarbeitern
betreibt ABP 46 Produktionsstätten
in acht Ländern,
darunter Irland, das Vereinigte
Königreich, Dänemark, Polen,
Österreich, die Niederlande,
Frankreich und Spanien.
ABP ist bekannt für die
Lieferung von hochwertigem,
grasgefüttertem Rindfleisch an
Einzelhandel, Gastronomie und
Verarbeitungsbetriebe weltweit.
Das Unternehmen legt großen
Wert auf Nachhaltigkeit und ist
Gründungsmitglied von Origin
Green. Alle Rinderprodukte sind
vollständig bis zum Herkunftsbetrieb
rückverfolgbar. ABP setzt
sich für höchste Standards in
Qualität, Effizienz, Rückverfolgbarkeit
und Nachhaltigkeit ein.
Diese Kombination aus
Umweltengagement, Tierwohl
und Qualität macht The Good
Herdsmen und ABP zu Vorreitern
in der irischen Bio-Rindfleischbranche.
www.bordbia.ie/organic/
www.goodherdsmen.ie
https://abpfoodgroup.com/
Fleisch
Markt
Schlachten, Zerlegen & Hygiene
Seite 27, 5/2025
Wildwechsel-Wertschöpfung
Vom Schuss bis zur Verkaufstheke – wer Wildbret vermarkten will, muss nicht nur zielen, sondern auch
Gesetze treffen.
Von Kurt Heinz
Die Direktvermarktung
von Wildbret erfreut sich
wachsender Beliebtheit
bei Jägern, Fleischern und
Konsumenten. Doch der Weg
vom erlegten Wild zum genussfertigen
Produkt ist von zahlreichen
Vorschriften begleitet, die
in Österreich, Deutschland und
Südtirol variieren.
Ö: Direktvermarktung
mit Verantwortung
Praktische Hinweise für die Vermarktung
• Wildkammer: Ein hygienischer Raum mit Warmwasser,
einem dicht schließenden Kühlraum und Temperaturprotokoll
ist erforderlich.
• Trichinenuntersuchung: Schwarzwild muss vor der Vermarktung
auf Trichinen untersucht werden.
• Kennzeichnung: Jedes Stück Wildbret muss mit einer
Ohrmarke und dem Schussdatum versehen sein; die entsprechenden
Dokumente sind mindestens zwölf Monate
aufzubewahren.
• Marketing: Angaben zum Reifegrad (z. B. „7-Tage-Dry-
Age“) und zur Herkunft können den Verkaufspreis positiv
beeinflussen.
In Österreich dürfen Jäger unter
bestimmten Bedingungen Wildbret
direkt vermarkten. Voraussetzung
ist eine entsprechende
Schulung in Wildbrethygiene, die
im Rahmen der Jagdausbildung
erfolgt. Zudem müssen behördliche
Vorschriften wie das Lebensmittelsicherheits-
und Verbraucherschutzgesetz
eingehalten
werden. Die Vermarktung ist
auf ganze oder zerwirkte Stücke
beschränkt; die Verarbeitung
zu Produkten wie Wurst oder
Schinken erfordert zusätzliche
Genehmigungen.
D: Kundige Personen &
regionale Vermarktung
Foto: pixabay
In Deutschland ist die Abgabe
von Wildbret durch Jäger an
Endverbraucher ebenfalls
möglich, jedoch nur, wenn der
Jäger als „kundige Person“ gilt.
Dies setzt eine spezielle Schulung
voraus. Die Vermarktung ist
auf die eigene Tagesstrecke und
einen Umkreis von 100 Kilometern
beschränkt. Zudem müssen
die Vorschriften der Lebensmittelhygiene-Verordnung
eingehalten
werden, einschließlich
der Einhaltung eines HACCP-
Konzepts.
Südtirol: Begrenzte
Direktvermarktung
In Südtirol dürfen Jäger jährlich
bis zu fünf Stück Schalenwild
direkt vermarkten. Für größere
Mengen ist die Einrichtung
eines Wildbearbeitungsbetriebs
erforderlich.
Die Jagdzeiten in Südtirol sind
klar geregelt: Rehwild vom 1. Mai
bis 15. Dezember, Rotwild ebenfalls
in diesem Zeitraum, mit
spezifischen Einschränkungen
je nach Alters- und Geschlechtsklasse.
Gamswild, Wildschwein
und Muffelwild dürfen vom 1.
August bis 15. Dezember bejagt
werden.
Jagdzeiten im Überblick
Österreich (Beispiel Tirol):
• Rehböcke: 1. Juni – 31. Oktober
• Schmalrehe: 1. Mai – 31. Dezember
• Rotwild (Hirsche Klasse I): 1. August – 15. November
• Gamswild: 1. August – 15. Dezember
• Feldhase: 1. Oktober – 15. Januar
Deutschland (Beispiel Bayern):
• Rehböcke: 1. Mai – 15. Oktober
• Schmalrehe: 1. Mai – 15. Januar
• Rotwild: 1. August – 31. Januar
• Gamswild: 1. August – 15. Dezember
• Feldhase: 16. Oktober – 31. Dezember
Südtirol:
• Rehwild: 1. Mai – 15. Dezember
• Rotwild: 1. Mai – 15. Dezember
• Gamswild: 1. August – 15. Dezember
• Wildschwein: 1. August – 15. Dezember
• Feldhase: dritter Sonntag im September – 15. Dezember
Ihr Partner für Planung, Herstellung und Montage von Schlachtanlagen für Schweine, Rinder und Schafe. Generalvertrieb für EFA
Schlacht- und Zerlegesägen. Vertrieb von “sämtlichem” Zubehör für fleisch-verarbeitende Betriebe.
Seite 28, 5/2025
Fleisch Markt
Schlachten, Zerlegen & Hygiene
Vielfältig auf
der Messe
Foto: Supervac
Foto: Freund
Die internationale Fachmesse
IFFA 2025 bildete
einen hervorragenden Rahmen
für SUPERVAC Maschinenbau,
um zukunftsweisende Entwicklungen
zu präsentieren, die
Effizienz, Nachhaltigkeit und
Präzision in der Verpackungstechnik
vereinen.
Im Mittelpunkt stand die
Bandmaschine GK 950/960 B
mit einer Schweißbalkenlänge
von 1.600 mm. Sie überzeugt
durch ihre hohe Flexibilität
und eine nahtlose Integration
in bestehende Produktionsabläufe.
Die robuste Bauweise
ermöglicht einen störungsfreien
Dauerbetrieb, während
die benutzerfreundliche Steuerung
schnelle Anpassungen an
unterschiedliche Verpackungsanforderungen
erlaubt.
Ergonomische und effiziente
Arbeitsabläufe bietet zudem
das Easybagger PLUS System.
Es erleichtert die Befüllung
von Vakuumbeuteln, reduziert
Verunreinigungen und ist unter
sicherheits- und ergonomischen
Aspekten konzipiert.
Besonders für die Verpackung
von Frischfleisch eignet sich
das Easybagger-System, das
sowohl für neue als auch bestehende
Maschinen genutzt
werden kann. So können bis zu
10 Beutelformaten gleichzeitig
verwendet werden – ideal für
unterschiedliche Fleischstücke.
Abgerundet wurde der
Messeauftritt durch den AS
860 Heißwasser-Schrumpftunnel.
Mit präzisen Wasservorhängen
und kraftvollem
Wasserschwall sorgt er für
gleichmäßige, hochwertige
Schrumpfverpackungen und
verbindet damit Produktschutz,
Haltbarkeit und optisch
ansprechende Präsentation am
Point of Sale.
www.supervac.at
Info
Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn GmbH
Haunspergstraße 32
5021 Salzburg
office@gramiller.at
www.gramiller.at
Den Erfolg beflügeln
Geflügel liegt 2025 voll im
Trend — das zeigte sich
eindrucksvoll auf der IFFA, wo
NovaTaste mit Produkten rund
um Geflügelfleisch auftritt. Nahrhaft,
proteinreich, fettarm und
vielseitig kombinierbar, bedienen
Huhn, Pute und Co. die aktuellen
Bedürfnisse der Konsumenten
und eröffnen zugleich spannende
Möglichkeiten für die Foodbranche.
Auf der Messe präsentierte
NovaTaste eine Auswahl an
Neuheiten. Von Geflügelfrankfurtern
und Geflügelschinken
— auch in Varianten
mit Rauchersatz und der Deco
Quick® Technologie — bis zu
knusprigen Hähnchenspießen
mit aromatischen Dipsaucen.
Geflügelfleisch punktet dabei
auch durch seine Vielseitigkeit.
Ob als Salat-Topping, Burgerpatty,
Bratwurst oder in Snack-
Produkten — die Bandbreite an
Produkten wächst kontinuierlich.
Vor allem im Convenience-
Bereich spielt Geflügel eine
immer größere Rolle: praktische
Kombi-Packs mit verschiedenen
Häppchen oder internationale
Gerichte wie eine Chicken
Masala Bowl, kombiniert mit
der Wertschätzung regionaler
Zutaten. NovaTaste bietet dafür
die passenden Lösungen: von
Gewürzmischungen, Dekoren
und Aromen über funktionale
Zutaten für Bindung, Farbhaltung
und Frischhaltung bis hin
zu lebensmitteltechnologischen
Innovationen für Clean Label
oder Salzreduktion. Damit wird
deutlich: Wer auf Geflügel setzt,
beflügelt den Erfolg.
www.wiberg.eu
Foto: NovaTaste
Waschtechnik mit Tradition
Die KITZINGER Maschinenbau
GmbH mit Sitz in Flensburg
entwickelt und fertigt seit
1986 Reinigungsanlagen für
den gewerblichen Einsatz. Aus
dem ursprünglichen Fokus auf
Edelstahl- und Maschinenbau
entstand ein Unternehmen, das
heute auf über 35 Jahre Erfahrung
im Bereich industrieller Waschtechnik
zurückblickt. Rund 2.500
Anlagen wurden bislang umgesetzt
– viele davon mit Komponenten
aus eigener Produktion,
wie etwa Förder- und Entwässerungstechnik.
Das Produktportfolio ist breit
aufgestellt und umfasst unter
anderem Reinigungsmaschinen
für Kisten, Paletten, Fleischformen,
Mengwagen oder Dosen.
Zusätzlich werden Anlagen in
unterschiedlichen Größen sowie
Sonderanfertigungen angeboten.
Kommen externe Komponenten
zum Einsatz, arbeitet das Unternehmen
mit spezialisierten
Herstellern zusammen. Eine
aktuelle Neuentwicklung ist die
Mengwagenwaschanlage taktar
15. Sie richtet sich insbesondere
an den Handwerksbereich und
zeichnet sich durch eine halbautomatische
Kippfunktion aus,
die den Bedienaufwand reduziert.
Ein 7,5 kW-Motor sorgt
über eine Edelstahlkreiselpumpe
für eine gründliche Reinigung.
Der 200-Liter-Wagen wird dabei
sicher und effizient gesäubert.
KITZINGER legt bei der
Konstruktion seiner Anlagen
Wert auf robuste Materialien,
vor allem Edelstahl. Dieser ist
widerstandsfähig gegenüber
Wasser und hohen Temperaturen
– wichtige Voraussetzungen
für hygienische Standards, etwa
in der Lebensmittelverarbeitung.
Wartung und Reparatur gehören
ebenso zum Angebot wie Beratung
und Inbetriebnahme.
www.kitzinger-gmbh.de
Info
Strasser GmbH & Co. KG
Gewerbestraße 1
Gewerbegebiet Weitwörth
A - 5151 Nussdorf am Haunsberg
Tel.:+4362726184
office@strasser.co.at
www.strasser.co.at
Foto: KITZINGER
Fleisch
Markt
Schlachten, Zerlegen & Hygiene
Seite 29, 5/2025
Buchtipp
Mit allen Sinnen
Die 1. Bayerische Fleischerschule
Landshut hat
mit „SEE. SMELL. TASTE.
TELL“ ein Buch-Set entwickelt,
das sich der sensorischen
Analyse von
Fleisch- und Wurstspezialitäten
widmet. Es bietet
eine strukturierte Herangehensweise,
um
Aussehen, Geruch, Geschmack
und Textur bewusst
wahrzunehmen
und zu beschreiben. Das
Set besteht aus zwei Teilen:
einem Handbuch,
das Grundlagen vermittelt
und die sensorischen Eigenschaften von 30 ausgewählten
Produkten detailliert aufführt, sowie einem Tagebuch,
in dem eigene Eindrücke und Beobachtungen
festgehalten werden können. Entstanden ist das Projekt
unter der Leitung von Prof. Manfred Winkler und Barbara
Zinkl-Funk, gemeinsam mit Absolventen und Fachleuten
der Fleischerschule. Die Autoren ermutigen dazu, sich
mehr mit der sensorischen Wahrnehmung auseinanderzusetzen:
„Je intensiver Sie sich mit der Beschreibung im
analytisch sensorischen Sinne beschäftigen, umso empfindsamer
werden Sie!“ Ein praxisnahes Werk für Fachleute
und Genussinteressierte gleichermaßen..
www.fleischerschule-landshut.de
Umfang: Handbuch: 64 Seiten / Tagebuch: 48 Seiten
Einband: Handbuch: Hardcover / Tagebuch: Softcover
25 €, ISBN: 978-3-9827239-0-7
Motiviert in die Zukunft
Seit 75 Jahren steht der Name
KOMET für Erfindergeist,
Qualitätsbewusstsein und
den Mut, neue Wege zu gehen.
Was in einer kleinen Werkstatt
in Stuttgart mit Schraubenschlüssel,
handwerklichem
Können und einer ordentlichen
Portion schwäbischem
Tüftlerdrang begann, ist heute
ein international geschätztes
Unternehmen für Vakuum- und
Thermalisierungslösungen.
Zum Jubiläum blickt KOMET
vor allem nach vorn. „Für uns ist
das kein Schlusspunkt, sondern
eine Motivationsspritze“, betont
Peter Fischer, geschäftsführender
Gesellschafter. Vom Sous-
Vide-Garen bis zum sicheren
Vakuumieren — KOMET bietet
heute ein Komplettpaket für alle,
die in Gastronomie, Handel und
Industrie auf Frische, Qualität
und smarte Lösungen setzen.
Besonders stolz ist man auf die
eigene Entwicklung und Fertigung
in Deutschland. So etwa auf
die innovativen Vakuumsysteme,
die in Kombination mit wiederverwendbaren
Gastronorm-
Behältern einen konsequent
nachhaltigen Ansatz verfolgen.
„Kunden und Premium-Qualität
stehen bei uns an erster
Stelle“, unterstreicht Fischer.
Möglich macht das ein Team,
das neben hoher Fachkompetenz
auch ein feines Gespür für
Trends und Kundenbedürfnisse
mitbringt. Flache Hierarchien,
kurze Entscheidungswege und
ein ausgeprägter Familiengedanke
prägen die Unternehmenskultur
und sorgen für ein
Arbeitsumfeld, in dem Ideen
wachsen können. Genau diese
Mischung aus Verlässlichkeit,
Herzblut und Innovationsfreude
ist es, die KOMET seit 75 Jahren
erfolgreich macht — und auch in
Zukunft weiter antreiben wird.
www.vakuumverpacken.de
Info
Peter Schön Ges.m.b.H. -
Fleischereimaschinen
Schlachthausgasse 22
1030 Wien
office@schoen-gmbh.at
www.schoen-gmbh.at
Foto: Christin Klose/stock.adobe.com
Beratung - Planung - Produktion - Montage
Kistenwaschanlagen, Hygieneschleusen, Personalhygiene und Desinfektionsanlagen, Betriebseinrichtungen aus
Edelstahl und Kunststoff, Türen, Niederdruck-Schaumreinigung, Edelstahl-Bodenentwässerung, Wagen- und Behälter, uvm.
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für Edelstahl und Technik
Tel. +43 7248 64434
e-Mail: info@mooshammer.at
www.mooshammer.at
Herstellung
Seite 30, 5/2025
Fleisch Markt
Rezepte
Blätterteigtaschen mit Zungenwurst
Foto: Katrin Hammer
Zutaten:
Für die Füllung:
u 200 g Zungenwurst
u 1 kleine Zwiebel
u 1 TL Butter oder Öl
u 1 TL grober Senf
u 1 TL Petersilie fein geschnitten
u Pfeffer, Muskatnuss und
Salz nach Geschmack
Außerdem:
u 1 Packung Blätterteig
u 1 Eigelb + 1 TL Milch zum
Bestreichen
u Leinsamen zum Bestreuen
u Apfelchutney oder Kräutertopfen
als Dip
Die Zungenwurst
Tradition bewahren und neue Chancen nutzen.
Von Katrin Hammer
Tief verwurzelt in der
deutschsprachigen Wursttradition
und dennoch
heute ein Nischenprodukt, ist
die Zungenwurst ein echtes
Stück Handwerkskunst. In der
Zungenwurst steckt viel Potenzial,
denn als hochwertige Kochwurst
mit den charakteristischen
Zungenstücken ist sie Garant für
ein optisches und geschmackliches
Erlebnis. Für Metzgereien,
gastronomische Betriebe und
Direktvermakter bietet die Traditionswurst
die Möglichkeit, sich
vom industriellen Einheitsangebot
abzuheben und handwerkliches
Können zu zeigen. Wer auf
Herkunft, Qualität und Kreativität
setzt, kann mit der Wurst eine
alte Spezialität neu beleben und
gleichzeitig Kunden begeistern,
die das Besondere suchen.
Einstige Delikatesse
Insbesondere in Österreich,
Deutschland und der Schweiz ist
die Zungenwurst, die zur Familie
der Blut- und Kochwürste
gehört, seit dem 19. Jahrhundert
bekannt. Ihre Ursprünge reichen
jedoch viel weiter zurück, denn
vergleichbare Würste, die mit
Innereien und Blut hergestellt
wurden, kannte man bereits im
Mittelalter. Das Besondere an
der Zungenwurst: die Einlage
aus gekochter und in Würfel
geschnittener Schweine- oder
Rinderzunge. Während der
Zunge heute zu wenig Beachtung
geschenkt wird, galt sie
einst als Delikatesse und war oft
den „besseren Gästen“ vorbehalten.
In regionalen Wurstküchen
entwickelte sich dann schließlich
die Kombination von Zunge
mit Blutwurstmasse, wobei die
Verwendung ganzer, sichtbarer
Zungenstücke die Wurst besonders
wertig und visuell ansprechend
machte.
❱ Die fein geschnittene Zwiebel in Butter oder Öl glasig
dünsten. Zungenwurst klein würfeln und kurz mitbraten
(nur leicht erwärmen).
❱ Vom Herd nehmen und Senf sowie Petersilie unterrühren,
mit Pfeffer, Muskatnuss und Salz nach Belieben
abschmecken. Das Ganze etwas abkühlen lassen.
❱ Blätterteig ausrollen und in gleich große Rechtecke
schneiden. Auf jedes Rechteck einen Esslöffel Füllung
geben, die Ränder mit etwas Wasser bestreichen und
Rechtecke zu Dreiecken zusammenklappen. Die Ränder
mit einer Gabel gut andrücken.
❱ Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und
mit der Eigelb-Milch-Mischung bestreichen; mit Leinsamen
bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C Ober-/
Unterhitze bzw. 180 °C Umluft ca. 18-20 Minuten goldbraun
backen.
❱ Dazu passt ein Kräutertopfen oder Apfelchutney als
Dip wunderbar.
Foto: GB
Charakteristische
Schnittfläche
Für die Herstellung hochwertiger
Zungenwurst sind eine
sorgfältige Rohstoffauswahl,
handwerkliches Können und
hygienische Präzision essentiell.
Die Grundmasse besteht
typischerweise aus einer Blutwurst-Gundlage,
dazu gehört
gekochte Schweineschwarte,
Speck, Schweinefleisch, frisches
Blut, Brühe sowie Gewürze
wie Pfeffer, Piment, Majoran,
Thymian, Nelken, Zwiebeln (roh
oder geröstet) und Knoblauch.
Je nach Rezept und Region kann
die Masse fein oder grob sein.
Die Zunge (Rinder-, Schweineoder
Kalbszunge) wird separat
zugeputzt, gepökelt, gehäutet,
gekocht und in Stücke geschnitten.
Vorzugsweise werden
Zungenstücke mit klarer Struk-
tur und gutem Biss verwendet.
Bei der Einarbeitung der Zungenstücke
in die Blutwurstmasse
sollte auf eine gleichmäßige
Verteilung und optisch ansprechende
Platzierung geachtet
werden. Denn schließlich ist die
charakteristische Schnittfläche
mit sichtbaren Zungenstücken
ein Qualitätsmerkmal. Danach
wird die Masse in Natur- oder
Kunstdärme gefüllt und gegart,
bevor die Wurst abgeschreckt
und gegebenenfalls geräuchert
wird.
Neu interpretiert
Die angenehme Textur, der
einzigartige Geschmack und
das ansprechende Schnittbild
machen die Zungenwurst zu
einem spannenden Produkt.
Traditionell wird die klassische
Brotzeitwurst kalt serviert,
meist als Aufschnitt mit Essiggurken,
Zwiebeln und eventuell
einer Senfmarinade. Doch auch
in der warmen Küche macht
die Wurst eine gute Figur. Sie
harmoniert wunderbar mit
Sauerkraut, Kartoffelpüree oder
Linsengerichten und verleiht
Eintöpfen das gewisse Etwas.
Die Zungenwurst kann auch
ganz neu als Signature-Zutat
interpretiert werden. Wie wäre
es etwa mit Zungenwurst in
kleinen Tapas-Portionen, mit
einem hausgemachten Apfel-
Kren-Chutney oder als Füllung
in Blätterteigtaschen? Bewusster
Fleischkonsum, Slow Food und
Nose-to-Tail fördern die Nachfrage
nach ehrlichen Produkte
mit Geschichte – so wie die traditionelle
Zungenwurst.
Fleisch
Markt
Aktuelles
Seite 31, 5/2025
Würzig umhüllt
Foto: NovaTaste
Köstlichkeiten, die neben
dem Gaumen auch das Auge
verführen sollen, brauchen
Fingerspitzengefühl, ein sicheres
Gespür fürs Detail – und
vor allem: Qualität. Mit Deco
Quick® liefert WIBERG eine
Lösung, die genau dort ansetzt,
wo Geschmack und Optik aufeinandertreffen.
Die innovativen
Gewürzfolien umhüllen Wurst-,
Käse-, Fisch- sowie vegetarische
und vegane Spezialitäten schnell,
sauber und zuverlässig. Dabei
geht es nicht nur um Ästhetik
– die gleichmäßige Verteilung
sorgt für ein intensives, konsistentes
Geschmackserlebnis. Die
Folien haften hervorragend,
sind leicht zu verarbeiten und
garantieren beste Schneideeigenschaften
auf Slicern und
Aufschnittmaschinen. Ihr
besonderer Vorteil: Deklariert
werden müssen ausschließlich
die eingesetzten Gewürze –
das macht den Einsatz ebenso
effizient wie transparent. Die
Vielfalt an Geschmacksrichtungen
eröffnet kulinarischen
Freiraum. Ob mild, würzig oder
pikant – jede Nuance wird zum
gestalterischen Element. Eine
spannende Geschmacksvariante
ist Deco Quick® Orangenpfeffer:
Die fruchtige Frische der Orange
trifft hier auf fein abgestimmte
Pfeffernoten – raffiniert, aromatisch
und optisch ein echter
Hingucker. So hinterlässt
Würzen Eindruck.
www.wiberg.eu
Mit Käse verfeinert
Foto: Wiesbauer und Hof&Markt
Pünktlich zum Start der
Outdoor-Saison präsentiert
Wiesbauer den neuen Bergsteiger
Snack –für alle, die
frische Luft, wärmende Sonne
und herzhaften Genuss lieben.
Ob beim Wandern, Radfahren
oder zum ausgiebigen Picknick:
Wenn’s raus in die Natur geht,
muss die Jause praktisch, würzig
und sättigend sein. Der Bergsteiger
Snack, Nachfolger der
„Bergsteiger Junior“, richtet sich
nun an eine breitere Zielgruppe.
Geschmacklich bleibt alles beim
Alten: Die pikanten Dauerwurst-Stangerl
werden nach
Original Bergsteiger-Rezeptur
gefertigt und erhalten durch
Buchenholzrauch ihr charakteristisches
Aroma. Zusätzlich
sorgt der Bergsteiger Snack mit
Käse, verfeinert mit original
Schärdinger Bergbaron, für noch
mehr Vielfalt. Fleisch und Käse
stammen aus Österreich und
tragen das AMA-Gütesiegel.
Beide Varianten sind ungekühlt
haltbar und kommen in
praktischen 80g-Packungen
– ideal für unterwegs und ein
abgestimmtes Packungsdesign
sorgt für hohe Sichtbarkeit am
PoS. Wiesbauer unterstützt den
Handel außerdem mit attraktiven
Displays, bestückt mit weiteren
Snack-Hits wie Gipfelstangerln
und Kaminwurz’n. Mit dem
neuen Bergsteiger Snack startet
die Outdoor-Saison sportlich
und vor allem mit Geschmack.
www.wiesbauer.at
Därme
Seite 32, 3/2025 5/2025
Fleisch Markt
Premium Saitlinge: Höchste Qualität für Wurstproduktion
Das Unternehmen Amjadi
bietet eine breite Auswahl
an hochwertigen Saitlingen in
unterschiedlichen Varianten –
trocken gesalzen, füllfertig (FF),
auf Röhrchen oder als Streifen.
Kunden haben die Möglichkeit,
zwischen drei Qualitätsstufen zu
wählen: IA für feine Füllungen,
AB für mittelgroße Wurstwaren
und BC für größere Kaliber. Auf
Wunsch sind auch geräucherte
Därme erhältlich.
Als familiengeführtes Unternehmen
in dritter Generation
hat Amjadi sich auf die
Herstellung, Verarbeitung und
den Handel mit Naturdärmen
spezialisiert. Die Rohmaterialien
stammen aus der eigenen
Produktion sowie von sorgfältig
ausgewählten Partnerbetrieben
im Iran, Nahen Osten und China.
Jahrzehntelange Erfahrung
und tief verwurzelte Tradition
sichern höchste Qualitätsstandards,
die den Produktionsprozess
der Kunden nachhaltig
optimieren.
Der Einsatz von Amjadi-
Därmen steigert die Effizienz
und senkt die Kosten – durch
reduzierten Materialverbrauch,
kürzere Produktionszeiten und
geringere Arbeitskosten. Dank
einer umfangreichen Kaliberpalette
von 16/18 bis 28/30 in
2-mm-Schritten findet sich für
unterschiedlichste Wurstwaren
immer die passende Lösung.
Strenge Qualitätskontrollen,
ein HACCP-System und die IFS-
Zertifizierung gewährleisten
höchste hygienische Standards.
Besonderen Wert legt Amjadi
auf den direkten Austausch mit
den Kunden, um individuelle
Anforderungen bestmöglich
zu erfüllen. Die Qualitäts-Saitlinge
sind in Österreich bei allen
Fleischervereinigungen erhältlich
und stehen direkt für den
Liebe
geht durch
den Darm.
professionellen Einsatz bereit.
Weitere Informationen finden
Sie bei Amjadi.
www.amjadi.com
Amjadi Därme sind bei allen Fleischerverbänden
und Genossenschaften erhältlich!
Fotos: Amjadi
Qualitätsdärme von Amjadi – immer die richtige Wahl.
MHS