Ausgabe 06/2025
Das Magazin für Herisau und Umgebung. Erscheinungsdatum: 4. Juni 2025
Das Magazin für Herisau und Umgebung. Erscheinungsdatum: 4. Juni 2025
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
Das Magazin für Herisau und Umgebung Ausgabe 6 ⋅ 4. Juni 2025
FENSTERBAU FÜR SIE. INDIVIDUELL GEPLANT.
REGIONAL HERGESTELLT.
www.kmfenster.ch
Wir freuen uns auf
Ihre Kontaktaufnahme.
Tel. 071 351 55 88
info@kmfenster.ch
IMKER VIKTOR SIEGRIST WACHT
ÜBER SEINE BIENENVÖLKER ⋅04
REISEPROFI DANIEL ALLEMANN ERZÄHLT,
WELCHE LÄNDER IM TREND LIEGEN ⋅12
DER EINWOHNERRAT FEIERT
SEIN 50-JÄHRIGES BESTEHEN ⋅ 18
RES RAMSAUER SETZT SICH FÜR
DEN ERHALT ALTER BÄUME EIN ⋅ 34
Jetzt
Phonak Audéo
testen
Gespräche geniessen
Die neueste bahnbrechende Hörtechnologie
beispiellose Störgeräuschunterdrückung,
Simone Rechsteiner, Anja Nef und Gaby Pletka
Phonak Audéo
Jetzt Termin
vereinbaren und
unverbindlich
Probe tragen!
Herisau: Bahnhofstrasse 11, Tel: 071 351 34 36
St.Gallen: Neugasse 48, Tel: 071 220 96 83
www.hoergoeldi.ch, info@hoergoeldi.ch
Romane, Erzählungen
und Krimis:
Leseratten, Bücherwürmer,
Schnell- oder
Vielleserinnen und
Krimifreaks …
ihr Genre!
Buchpunkt… das
ist die Buchhandlung,
die überrascht!
Bücher und mehr…
Oberdorfstrasse 31
9100 Herisau
Tel 071 351 61 60
info@buchpunkt.ch
www.buchpunkt.ch
einfach, schnell
und doch persönlich
Das Portal für Trauerdrucksachen im Appenzellerland
Ein Service der Appenzeller Druckerei
Hoergoeldi_Inserat_90x140mm_FINAL.indd 1 22.04.25 14:47
Filona kaufen &
CHF 1’000.—
gewinnen!
Mehr Infos:
frischkaese.ch/
filona
Der Schweizer er Frischkäse.
Erhältlich im Coop Herisau.
06/2025 Heri-Schau · 3
ZWEI JUGENDFREUNDE
SAMMELN FÜR IHR HERZENSPROJEKT
Die Herisauer Kevin Piredda und Simon Lampart
kennen sich seit ihrer Kindheit, als sie
in der Jungwacht waren. «Wir haben viel Zeit
und Abenteuer in der Natur erlebt», sagen sie.
«Dort hat sich unsere Freundschaft verankert.
Seither unternehmen wir oft gemeinsam Dinge
ausserhalb des Alltags.» Eine dieser Auszeiten
führte sie auf einem Campingausflug an
den Walensee. «Wir hatten Zeit zum Träumen
und um kreativ zu sein. Dort kam uns die Idee,
einen eigenen Rückzugsort zu schaffen.» Über
Wochen und Monate nahm dieser Gedanke
immer konkrete Formen an. Mittlerweile
haben sie ein Projekt lanciert: Auf der Crowdfunding-Plattform
wemakeit.ch wollen sie
10'000 Franken für eine Jurte sammeln. Diese
soll an verschiedenen Orten in Herisau aufgebaut
werden. «Die Jurte ist das traditionelle
Zelt der Nomaden aus Zentralasien. Sie steht
für Einfachheit, Naturverbundenheit und Ursprünglichkeit»,
erklären sie. «Sie ist ein Symbol
für ein Leben im Einklang mit der Natur.»
Die runde Grundfläche schaffe eine besondere
Atmosphäre der Ruhe, zudem könne eine Jurte
flexibel aufgebaut werden. Ihren Rückzugsort
möchten Piredda und Lampart nicht für
sich behalten, sondern mit der Bevölkerung
teilen. «Wir wollen einen solchen Raum schaffen,
weil wir überzeugt sind, dass immer mehr
Menschen einen Ort brauchen, an dem sie zur
Ruhe kommen, durchatmen und in Verbindung
mit der Natur treten können.»
Ein Grossteil der 10'000 Franken kam bereits
zusammen. Interessierte können noch
bis zum Sonntag, 8. Juni, spenden (siehe QR-
Code). Je nach Höhe des Betrags erhalten die
Spenderinnen und Spender ein Dankeschön
– von einer selbstgemachten Konfitüre bis
zu einem Übernachtungswochenende in der
Jurte. «Wir haben uns für ein Crowdfunding
entschieden, um uns finanziell zu entlasten
und den Menschen eine Möglichkeit zu geben,
sich mit ihrer Spende im Vorfeld eine
Nacht in der Jurte zu sichern.» An welchen
Standorten sie ihren Rückzugsort aufstellen,
möchten Piredda und Lampart noch nicht verraten
– zumal das Projekt nur realisiert wird,
wenn der gewünschte Betrag gespendet wird.
«Sicher ist, dass wir in Herisau bleiben würden»,
versichern sie. «Die Jurte ist ein mobiles
Bauwerk, das keine Spuren hinterlässt und
einfach aufgebaut werden kann. Zudem wollen
wir bestehende Infrastruktur und sanitäre
Anlagen nutzen. Die Nachhaltigkeit steht im
Mittelpunkt.» Wird das Projekt finanziert, sollen
nach einem kurzem Testlauf spätestens im
Juli die ersten Gäste in der Jurte übernachten.
«Klarer zu denken, achtsamer zu leben und
neue Kraft zu schöpfen – das können wir mit
dem Projekt ermöglichen.»
zur Spendenseite
https://shorturl.at/2Co1m
im Juni
8. JUNI
Beste-Freunde-Tag
11. JUNI
Tag der Pizza Margherita
Sergio Dudli
16. JUNI
Internationaler Tag des Wasserfalls
Der Tag geht auf Bob Matthews aus New
York zurück. Gemeinsam mit seiner Frau
sah er sich überall auf der Welt Wasserfälle
an. Als sie während des Lockdowns
2019 zu Hause festsassen, rief er den
«International Waterfall Day» ins Leben.
25. MAI
Tag der Seefahrer
hesch gwösst?
Der längste Tag des Jahres ist bekanntermassen
der 21. Juni. An der Sonnenwende
ist es in Hamburg übrigens eine Stunde
länger hell als in Zürich, weil die deutsche
Stadt näher am Polarkreis liegt.
Kevin Piredda und Simon Lampart vor einer Jurte, wie sie bald in Herisau stehen soll.
(Bild: zVg.)
Titelbild: Viktor Siegrist vor seinen Bienenstöcken
auf einem Hof im Ifang. (Bild: sd)
4 · Porträt 06/2025
Viktor Siegrist ist Gründer der IG Biene, die Imker mit Völkerverlusten unterstützt.
«BIENEN FUNKTIONIEREN
ANDERS ALS ANDERE TIERE»
Alles begann mit einem ausgeschwärmten Bienenvolk seines Bruders. Über 20 Jahre später
ist Viktor Siegrist selbst Imker mit grosser Leidenschaft. Er erzählt von der Arbeitsteilung im
Bienenstock, vom Kampf gegen Milben und von den Auswirkungen des Klimawandels.
Es ist ein wunderschöner Tag im Mai. Auf
einem idyllischen Hof irgendwo im Ifang grasen
zwei Ponys, ein Brunnen plätschert und
ein Landwirt zieht mit dem Mähmaschine
gemächlich seine Bahnen durch die hügelige
Landschaft. Es riecht es nach frisch gemähtem
Gras, überall kreucht und fleucht es. Es ist einer
dieser Orte, an dem man im Kleinen spürt,
wie lebendig die Natur ist. Sie scheint hier
regelrecht zu vibrieren. Wahrscheinlich ist es
die Vorfreude auf den bevorstehenden Sommer.
Diese Idylle wird durch das Summen und
Brummen der Bienen ergänzt, die auf der Suche
nach süssem Nektar über die Weisen und
Felder schwirren. Viktor Siegrist nimmt das alles
mit einem zufriedenen Lächeln zur Kenntnis.
Während andere an einem sonnigen Tag
ihre Fussballschuhe schnüren, die Golfschläger
schwingen oder mit Hunden in schattigen
Wäldern unterwegs sind, schlüpft er in einen
Schleier. «So heisst dieser typische Schutzanzug,
den wir Imker tragen, um nicht gestochen
zu werden», erklärt er. Es gäbe Imker, die sich
ihren Völkern ohne solchen Schutz näherten.
(Bild: zVg.)
«Zu diesen gehöre ich nicht. Sogar mit Schleier
wird man hin und wieder gestochen, das
lässt sich nicht vermeiden. Aber darauf angekommen
lassen, will ich es nicht.»
Der Herr der Bienen
Seine Leidenschaft für die Imkerei verdankt Viktor
Siegrist einem Zufall. Sein Bruder habe vor
über 20 Jahren den Grundkurs absolviert und
sich zwei Bienenvölker zugelegt. «Er wohnt in
der Waldegg und hat einen grosser Garten mit
Obstbäumen, deshalb hat er sich dafür interessiert.
In dem Kurs wurde auch thematisiert,
wie man ein Volk vermehrt – und da kam ich ins
Spiel.» Für einen solchen Ableger werden Waben
aus einem Bienenstock entnommen und
mindestens drei Kilometer entfernt platziert.
«Sonst fliegen die Bienen zu ihrem alten Volk
zurück.» So landete zum ersten Mal ein Bienenvolk
im Garten von Viktor Siegrist.
«Dumm war dann , dass die Bienen
kurz darauf ausschwärmten
und sich bei meinem Nachbar ansiedelten. Ich
hatte keine Ahnung, wie ich sie wieder einfangen
sollte. Ich war völlig überfordert und habe
überall herumtelefoniert, weil mein Bruder in
den Ferien war.»
Die Sache ging glimpflich aus – und Siegrists
Interesse an den Bienen war geweckt.
«Damals gab es keine YouTube-Videos, die einem
alles erklärten. Bienen funktionieren ganz
anders als jedes andere Haustier, weil sie ihre
eigene Mechanismen haben und du eng mit der
Natur zusammenarbeitest. Da musste ich mich
zunächst einmal einlesen. Aber es hat mich
fasziniert und gepackt.» Mittlerweile ist Siegrist
Herr über zahlreiche Völker an mehreren
Standorten – vom Ifang über das Gründenmoos
bis in den Thurgau. Während der Sommermonate
reduziert er sogar sein Arbeitspensum
als Treuhänder, um ausreichend Raum für sein
zeitintensives Hobby zu haben. «Ein starkes
Bienenvolk kann den Sommer auch ohne Imker
überleben. Aber wir schaffen die Voraussetzungen,
damit das Volk gross genug ist, um auch
den Winter zu überstehen.»
Kleiner Parasit, fatale Folgen
Einen starken Fokus legt Viktor Siegrist auf die
Zucht von Königinnen und die Vermehrung.
Seit einigen Jahren beschäftige ihn vor allem
eine invasive Milbenart, die den Bienenvölkern
zu schaffen macht. «Die Varroamilbe wurde aus
Asien eingeschleppt, weshalb unsere hiesigen
Bienen über keinen Schutz gegen diesen unbekannten
Feind verfügen», so Siegrist. Gemäss
aktuellen Zahlen sterben zehn bis fünfzehn
Prozent aller Bienenvölker durch den Milbenbefall.
Die Parasiten heften sich an ausgewachsene
Bienen und gelangen so in die Brutzellen
des Bienenstocks, wo sie ihre Eier ablegen und
die Larven befallen. «Die Varroa ernährt sich
vom Fettkörper der Bienenbabys. Sie verteilen
so schädliche Viren, was zu Bienen mit deformierten
Flügeln und kurzen Hinterleiben führt.
Dadurch stirbt das Volk langsam aus, weil es
WIE ENTSTEHT
UNSER HONIG?
Bienen sammeln Nektar
oder Honigtau.
Der gesammelte Nektar wird
an die Bienen im Bienenstock
übergeben.
06/2025 Porträt · 5
weniger gesunden Nachwuchs gibt.» » Gehe
ein Bienenstock mit einem hohen Milbenanteil
in den Winter, habe das Volk keine Überlebenschance.
Siegrist gelang es in den letzten Jahren
aber durch gezielte Vermehrung, resistente Bienenvölker
zu züchten. «Meine Bienen durchsuchen
die Brutzellen nach Varroamilben. Entdecken
sie eine befallene Larve, wird diese aus
dem Stock entfernt und die Königin legt neue
Eier, aus denen eine gesunde Brut schlüpft.»
Ziel seiner Zucht sei es, möglichst gesunde
Bienenvölker zu haben. «Es gibt eigentlich zwei
Arten von Imkern: Jene, die einfach Honig ernten
möchten, und solche, die gesunde Völker
möchten, die auch ohne uns überleben können.»
Siegrist geht davon aus, dass aufgrund
der Varroamilbe ohne die Hilfe der Imker eine
natürliche Selektion stattfinden würde. «Die
stärksten Völker würden überleben und ihre
Gene weitergeben. Aber bis auf diesem Wege
ein Schutz gegen den Parasit entsteht, würde
die Natur unter dem Bienensterben leiden, weil
viel weniger Blüten bestäubt werden.»
Bienchen und Blümchen
Zurück zum idyllischen Hof und der brummenden
Natur. Viktor Siegrist entzündet einen
Smoker, auch Bienenraucher genannt. Das Gerät
gleicht einer Mischung aus Ofenrohr und
Blasebalg. «Dieser Rauch beruhigt die Bienen»,
erklärt er. «So können wir uns den Bienenstock
anschauen, ohne die Tiere in Alarmzustand zu
versetzen.» Wenn Siegrist im weissen Schleier
und dem dampfenden Smoker über die Wiese
geht, erinnert der Anblick an einen Astronauten.
Bei den Bienenstöcken angekommen,
nimmt er das Dach ab. Darunter kommt der Honigraum
mit seinen charakteristischen Waben
zum Vorschein. «Der angelieferte Nektar wird
durch ein Enzym der Bienen und zusätzliches
Luftfächeln so lange verdickt, bis der Wassergehalt
bei ungefähr 18 Prozent liegt.
Danach wird die Wabe mit einem Wachsdeckel
versehen.» Ein Absperrgitter
sorgt dafür, dass die Bienenkönigin
nicht in den Honigraum gelangt,
sondern im darunterliegenden
Brutraum bleibt. «Eine
junge Königin paart
sich im Flug mit Drohnen von verschiedenen
Völkern», erklärt Siegrist. «Diese Samen kann
sie mehrere Jahre in einer Blase im Hinterleib
aufbewahren.» Eine Königin kann bis zu 2000
Eier am Tag legen, wobei aus den befruchteten
Eiern Arbeiterinnen und aus den unbefruchteten
Drohnen schlüpfen.
Die Völker von Viktor Siegrist erfreuen sich
guter Gesundheit. Über eine App kann er das
Gewicht der einzelnen Bienenstöcke nachverfolgen.
«So sehe ich, wann die Bienen den
Stock verlassen und wie viel Honig jeden Tag
gewonnen wird.» Eine Arbeiterin lebt sechs bis
acht Wochen, in dieser Zeit sammelt sie einen
halben Teelöffel Honig. Durch die kurze Lebensdauer
erneuert sich ein Bienenvolk ständig.
«Der Lauf des Lebens spielt sich im Bienenstock
im Schnellzugstempo ab», meint Siegrist.
«Und um das Überleben ihres eigenen
Volks zu sichern, hat jede Biene eine spezifische
Aufgabe. Auch das ist etwas, was
mir sehr fasziniert.» Nachdem Siegrist
die Waben überprüft hat, verschliesst
er das Dach des Bienenstocks
wieder und überlässt die Tiere ihrer Arbeit. Er
streift den Schleier ab und blinzelt gegen die
Sonne. «Wenn der Klimawandel etwas Gutes
hat, dann vielleicht, dass die milden Winter die
Überlebenschancen der Bienen erhöhen.» Auch
das gestiegene Bewusstsein der Menschen für
Biodiversität trage einen Anteil bei. «Das ist
auch dringend notwendig. Schliesslich sähe
unsere Welt ohne Bienen und ihre Bestäubung
ganz anders aus.»
Sergio Dudli
Im Laufe ihres Lebens
produziert eine Biene
einen halben Teelöffel
Honig.
Für ein Kilogramm Honig fliegen
Bienen etwa zwei Millionen Blüten
an.
Die Waben werden vorsichtig entnommen,
die Wachsschicht entfernt und der Honig
aus den Zellen geschleudert.
Der eingedickte Nektar
wird in Waben gelagert,
bis er trocken genug ist.
Die Bienen reichern den Nektar
mit Enzymen an und entziehen
ihm Wasser.
Publireportage
Drogerie Walhalla AG
Saskia Nufer
Kasernenstrasse 7
9100 Herisau
071 351 18 80
www.drogerie-walhalla.ch
Ist tI
Ihre eR
Reiseapotheke
eapot
bereit für die
Ferien?
Nach den Frühlingsferien ist vor den Sommerferien! Machen
Sie sich rechtzeitig Gedanken über ihre persönliche Reiseapotheke
und überprüfen sie deren Inhalt, damit sie keine negativen
Überraschungen erleben. Gerne geben wir Ihnen eine
Checkliste, damit sie nichts vergessen. Sie dürfen auch ihre
Reiseapotheke zu uns in die Drogerie bringen und wir überprüfen
sie auf die Vollständigkeit, die Haltbarkeit der Medikamente
und machen ihnen Vorschläge zur Ergänzung. Der Inhalt
ist abhängig von der Reisedauer, der Art der Reise, dem Reiseziel
und den Personen, mit denen man unterwegs ist. Für die
Anwendung von Medikamenten während der Reise gelten die
gleichen Regeln wie zu Hause. Informieren Sie sich über die
korrekte Anwendung und lesen sie die Packungsbeilage.
Eine besondere Herausforderung in den Ferien ist die Lagerung
von Medikamenten. Man sollte die Medikamente in der Originalpackung
mitnehmen und unbedingt die empfohlene Lage-
dabei sind, nimmt man eine Isoliertasche mit Kühlelementen
mit, um die richtige Lagertemperatur zu gewährleisten.
Wenn man ins Ausland reist, soll man sich rechtzeitig über
spezielle Ein- oder Ausfuhrbestimmungen und die Regeln der
Fluggesellschaft bezüglich Medikamente informieren. So hat
man genug Zeit die nötigen Begleitdokumente vom Hausarzt
zu organisieren. Dies betrifft vor allem gewisse Schmerzmittel,
Kodein und Morphin- Derivate, Betäubungsmittel, Schlaftabletten
und Steroide. Einige können in gewissen Ländern verboten
sein oder ein Arztzeugnis, idealerweise in Englisch, erfordern.
Gutschein
1 Gratis Check
für Ihre Reiseapotheke oder
Autoapotheke
Autoapotheke nicht vergessen!
Wenn sie mit dem Privatauto verreisen, gilt es nebst der Reiseapotheke
auch besonders an die Autoapotheke zu denken. In
vielen europäischen Ländern ist es obligatorisch, ein Erste-Hilfe
Set in Form einer Autoapotheke im Auto mitzuführen. Teilweise
kann man gebüsst werden, wenn dies nicht der Fall ist.
Wir bieten fertig zusammengestellte Autoapotheken in unserem
Sortiment an. Gerne können wir diese noch auf individuelle
Bedürfnisse anpassen.
Zu diesem und anderen Ferien- und Reisethemen berät sie
gerne Saskia Nufer und das Team der Drogerie Walhalla.
Länderinfo zu
Autoapotheken:
Agenda Drogerie Walhalla:
Wichtige Infos für
Reisen ins Ausland:
2. – 14. Juni
Schüssler Aktionstage mit Rabatten und Wettbewerb
19. – 21. Juni
Dermasence Promotionstage mit Besuch der Spezialistin
23. August
Usegstuehlet Herisau (nur bei guter Witterung)
24. – 25. September
Goloy Promotionstage mit Besuch der Spezialistin
21. Oktober
Vortrag: «Der Darm, mehr als nur Verdauung» 19.30 – ca.
21.00 Uhr Kosten: CHF 20.- Wir bitten um Anmeldung.
Saskia Nufer
Noemi Knöpfel
Manuela Krättli
Ayleen Meyer
Tanja Fässler
Brigitte Dörig-Kast Naomi Hälg Seraina Gehrig
06/2025 Gesellschaft / Glosse · 7
PIZZERIA «TANNENBAUM»
GEHT IN NEUE HÄNDE ÜBER
Über 40 Jahre lang war Salvatore Zingali in
der Gastronomie tätig. Seit 2003 führte er
das «Restaurant zum Tannenbaum» am Obstmarkt.
Mit 66 Jahren verabschiedet sich der
gebürtige Sizilianer Ende Juni in den Ruhestand.
«Ich bin in Herisau aufgewachsen, war
viele Jahre im lokalen Fussballverein tätig
und kenne sehr viele Menschen hier im Ort»,
erklärt Zingali. Er verabschiede sich deshalb
mit einem lachenden und einem weinenden
Auge. «Ich freue mich aber, wieder mal ein
Fussballspiel zu schauen und mehr Zeit für
das Golfen zu haben.» Am Dienstag, 24. Juni,
lädt er die Herisauer Bevölkerung zu einem
Abschiedsfest ein. Die Nachfolge ist derweil
bereits geklärt: Mit Michele Battistoni übernimmt
ein Landsmann von Zingali den Tannenbaum.
Der 24-Jährige kam vor fünf Jahren
Salvatore Zingali und sein Nachfolger Michele Battistoni vor den Tannenbaum.
DER FC HERISAU LÄDT ZUM
GROSSEN FAMILIENPLAUSCH
Am Samstag, 21. Juni, lädt der FC Herisau
alle Familien herzlich zum grossen Familienplausch
auf dem Ebnet ein. Ab 10 Uhr erwartet
die Besucherinnen und Besucher ein buntes
Programm für Gross und Klein – ein Tag voller
Unterhaltung, Bewegung und Begegnung. Im
Mittelpunkt steht ein abwechslungsreiches
Rahmenprogramm mit zahlreichen Attraktionen.
Kinder dürfen sich auf einer grossen
Hüpfburg austoben, während Wagemutige
beim Rodeoreiten ihr Gleichgewicht unter Beweis
stellen können. Weitere Aktivitäten sorgen
dafür, dass sowohl jüngere Gäste als auch
in die Schweiz und führt das «Made in Italy»
an der Gossauerstrasse. «Ich habe das Restraunt
während der Pandemie übernommen
und konnte mir trotz der widrigen Umstände
eine treue Stammkundschaft aufbauen», so
der Mann aus Kalabrien. Die Neueröffnung
des Tannenbaums plant Battistoni für Freitag,
11. Juli. «Das neue Konzept sieht fünf wechselnde
Mittagsmenüs vor – und natürlich
echte italienische Pizza, hausgemachte Desserts
und klassische Vorspeisen.» Auch Spezialitäten
aus seiner Heimat ganz im Süden
von Italien wie die würzige Rohwurst ‘Nduja
stehen auf der Speisekarte. Sein bisheriges
Restraunt schliesst Battistoni vorerst. «Aber
wenn es mit dem Tannenbaum gut läuft und
sich alles etabliert hat, ist eine Wiedereröffnung
durchaus möglich.» (sd)
(Bild: Luciano Pau)
Erwachsene auf ihre Kosten kommen. Für das
leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt, es steht
eine breite Auswahl an Speisen und Getränken
bereit. Das Highlight des Tages ist das beliebte
Fussball-Dart-Spiel, bei dem Geschicklichkeit
und Zielgenauigkeit gefragt sind. Wer
hier den besten Treffer landet, hat die Chance
auf einen attraktiven Preis. Mit dem Anlass
möchte der FC Herisau ein Fest für die ganze
Familie schaffen. «Wir wollen Jung und Alt
einen unvergesslichen Tag bieten, bei dem
Spass, Freude und das Miteinander im Vordergrund
stehen.» (eing.)
d’Föörbete
KLISCHEES AUF
DEM GOLFPLATZ
Ja, ich bin passionierter Golfer. Nein, ich habe
weder Millionen geerbt noch bin ich pensioniert.
Obwohl der Golfsport längst zum
Breitensport geworden ist, haftet ihm nach
wie vor ein gewisses Klischee an – teilweise
durchaus berechtig. Ein Golfplatz ist dann
auch keine wirkliche Sportstätte, sondern
gleicht einem Biotop, in dem sich Gleichgesinnte
morgens um sieben Uhr in einer Ansammlung
von modisch fragwürdigen Polohemden,
kurzen Hosen und weissen Socken
treffen. Fester Bestandteil einer solchen
Truppe ist die erfolgreiche Geschäftsfrau
irgendeines Unternehmens, das irgendetwas
verkauft, wovon sie nicht müde wird zu
betonen, wie viel sie davon verkauft. Sie ist
eine Mischung aus unglücklicher Ehe, Parfümwolke
und teuren Klamotten. Ihre Ausrüstung
hat den Wert eines Kleinwagens,
was ihre Schläge in kleinster Weise weiter
macht, und alle zehn Minuten klingelt ihr Telefon.
«Die Tante am Empfang kann ja nichts
selbst», erklärt sie, als würde das ihren herabwürdigenden
Umgangston rechtfertigen.
Nach ihr schlägt der Rentner ab, gerade in
den kühlen Morgenstunden eine verbreitete
Spezies. Er spielt mit drei Schlägern, mehr
braucht er nicht. Seine Schläge sind wie seine
Geschichten: lang, hin und wieder nehmen
sie Umwege, aber irgendwann finden sie
zum Ziel. Nach ihm folgt der Mann mit den
gebleichten Zähnen und den gefärbten Haaren,
der ein wenig aussieht wie Pierce Brosnan
als James Bond. Die Frage nach seinem
Alter lächelt er gekonnt weg. Er kommt der
Geschäftsfrau immer etwas zu nahe, worauf
sie ihn spätestens nach Loch 4 zum Abendessen
in ihre Villa einlädt, weil sie ein wenig
Gesellschaft benötigt. Der Letzte der Runde
ist der motivierte Neuling, sichtbar mit dem
Techtelmechtel der beiden überfordert, aber
ein dankbarer Zuhörer für den Rentner. Sein
schickes Laser-Distanzmessgerät verhindert
nicht, dass er auf Loch 2 beinahe eine
Entenmutter erwischt und beim Par 5 einen
«Golfkrieg» mit dem Sandbunker anzettelt.
Nach der Runde ist sein Gesicht röter als der
Sonnenbrand des Möchtegern-James-Bonds.
Der Rentner erzählt derweil irgendetwas vom
richtigen Golfkrieg, der Neuling schleicht
sich in einer seiner raren Atempausen davon.
Sie sehen: Beim Golfen spielt das Leben. (sd)
13. – 17. OKTOBER 2025
ST.GALLEN – HERISAU
projektwoche.ch
5 Tage / 46 Camps
Wähle dein Camp!
Drocke mit
eme bessere
Gfühl.
Ganz dem genossenschaftlichen Gedanken
verpflichtet, engagiert sich die Appenzeller
Druckerei zum Wohle aller in der Region,
mit Stabilität und Nachhaltigkeit.
Meh öbe d’ Gnosseschaft
ond wiiteri Theme onde
zomiwohl.ch
06/2025 Gemeinde · 9
EINWOHNERRAT SAGT JA UND GIBT
DEM OBSTMARKT EINE ZWEITE CHANCE
An seiner Sitzung vom 14. Mai ebnete der
Einwohnerrat den Pfad für einen neuen Anlauf
für das Projekt «Obstmarkt & Platz». Im
Juni 2024 Jahres lehnte die Stimmbevölkerung
eine Neugestaltung und Sanierung des
Dorfkerns knapp ab. Im Nachgang an die
Abstimmung reichte Einwohnerrätin Karin
Jung (FDP) gemeinsam mit 19 Mitunterzeichnenden
eine Motion ein, welche verlangt,
ein angepasstes Projekt zur Aufwertung von
Obstmarkt und Platz vorzulegen. Auch in der
Bevölkerung regte sich schnell Widerstand
gegen das knappe Resultat an der Urne. Kaum
ein halbes Jahr nach der Abstimmung überreichte
ein Komitee dem Gemeinderat eine
Petition mit 729 Unterschriften. Der Einwohnerrat
diskutierte an der Sitzung dann auch
eifrig über einen möglichen zweiten Versuch
für das Projekt. «Das Vorgehen kann als Zwängerei
aufgenommen werden», sagte Roman
Wäspi (Gewerbe/PU). «Der demokratische
Volksentscheid muss akzeptiert werden.» Die
Motionärinnen und Motionäre widersprachen
dem Vorwurf, dass der Bevölkerung ein neues
Dorfzentrum aufgezwungen werden soll. «Weder
Motion noch Petition sind ein ‹Trötzeln›
gegen das knappe Abstimmungsresultat», so
Karin Jung. «Aber wir sehen Möglichkeiten für
einen Kompromiss. Unser Zentrum verdient
eine weitere Chance.» Beim Gemeinderat
sei der Wunsch nach einer zweiten Chance
angekommen, sagte Peter Künzle. Und der
Ressortchef Tiefbau/Umweltschutz ergänzte:
«Die zentrale Frage ist, wie wir das Projekt finanziell
und inhaltlich überarbeiten können,
damit es vor dem Volk eine Chance hat.» Mit
Mit 16 zu 9 Stimmen plädierte der Einwohnerrat für die Motion zu Obstmarkt und Platz.
(Bild: sd)
dem Dialog-Forum im März sei bereits ein
erster Schritt getan, um die Meinungen aus
der Bevölkerung abzuholen und das Projekt
breit abzustützen. Auch seitens der SVP, die
sich gegen die ursprüngliche Neugestaltung
gestellt hatte, gab es versöhnliche Töne. «Ein
Volksentscheid ist unser höchstes Gut», sagte
Antina Hug. «Und ohne die Parkplätze auf
dem Obstmarkt sehen wir keine Mehrheitsfähigkeit.
Wir sind aber nicht grundsätzlich
gegen eine Sanierung, solange das Projekt die
Wünsche der Bevölkerung wie die Situation
mit den Parkplätzen berücksichtigt.» Letztlich
nahm der Einwohnerrat die Motion mit 19 zu 9
Stimmen an, Obstmarkt und Platz bekommen
damit eine zweite Chance. «Unser Ziel ist es,
Anfang des kommenden Jahres in die erste Lesung
zu gehen», erklärte Gemeinderat Künzle.
«Läuft alles nach Wunsch, können wir dem
Einwohnerrat im September 2026 einen finalen
Vorschlag vorlegen.»
Neben der Motion zum «Obstmarkt &
Platz 2.0» genehmigte der Einwohnerrat
die Jahresrechnung 2024 einstimmig. Diese
weist einen Ertragsüberschuss von 3,3 Millionen
Franken aus. Der Tenor der Parteien glich
sich über alle Fraktionen hinweg: Seitens
des Gemeinderats werde gute Arbeit geleistet,
die hohe Verschuldung könnte aber nur
durch konstant positive Abschlüsse ins Lot
gebracht werden. Ebenfalls angenommen
hat der Einwohnerrat die Teilrevision des
Baureglements, welches den Strassenabstand
von Bauten und Anlagen regelt. Darüber
hinaus war die Sitzung die letzte für zwei
Mitglieder des Gremiums: Jeanette Locher
(FDP) und Hans Hagmann (Gewerbe/PU)
wurden mit Applaus und einem Geschenkkorb
verabschiedet. Für sie rutschen per 1.
Juni Matthias Fries (FDP) und Andreas Lehmann
(Gewerbe/PU) nach. (sd)
HANS JÖRG BLASER GEHT NACH 37 JAHREN
IM DIENST DER UMWELT IN DIE PENSION
Per 31. Mai trat Hans Jörg Blaser in den Ruhestand.
Der Fachbereichsleiter Umweltschutz
stand seit 37 Jahren im Dienst der Gemeinde.
Zu Beginn seiner Tätigkeit 1988 stand die Entsorgung
im Vordergrund, später dann die Luftreinhaltung.
zuletzt war der Umgang mit dem
Klimawandel sein wichtigstes Thema. Zwei
grosse Meilensteine waren für Hans Jörg Blaser
das Erlangen des Energiestadtlabels 2002
und die Eröffnung der Entsorgungsstelle «Recycling
Chammerholz» 2024. Die Vielfalt seiner
Tätigkeiten, zusammen mit der Arbeit in
einem harmonischen Team, habe ihn immer
wieder motiviert. Zudem verstand er sich als
Dienstleister gegenüber der Bevölkerung. (gk) Hans Jörg Blaser verdankt die Gemeinde unter anderem das Label als Energiestadt. (Bild: gk)
Mit Herz und Kompetenz. Und Sommergefühlen.
Helen Bögle und Claudia Taumberger-Baumer stehen für Vertrauen,
Diskretion und eine sehr persönliche Begleitung bei allen Belangen
rund um Ihre Wohnimmobilie. In unserer Immo-Boutique werden
Sie sich wie zuhause fühlen.
Freitag,
29. Aug. 2025
bbr Real Estate & Relocation AG
Alte Haslenstr. 5 · CH-9053 Teufen · Tel. 071 335 80 20
info@bbr-ag.ch · www.bbr-ag.ch
10J A H R E
bbr
IMMOBILIEN
So entspannt
kann umziehen sein!
Lachen garantiert! Der Kult-Komiker bringt seinen
unverwechselbaren Humor in die Turnhalle Gonten.
Ruckstuhl Transport | Piccardstrasse 13 | 9015 St. Gallen | Tel. 071 313 91 94 | rutra.ch
www.kronberg.ch/peachweber
Publireportage
Vom Wohnzimmer ins eigene
Büro – mit frischem Design
im Gepäck.
Vor fünf Jahren hat alles klein angefangen – mit
einer Leidenschaft für die Entwicklung von Websites
und der Vision, Unternehmen im digitalen Raum
sichtbar zu machen.
Seit dem 1. Mai 2025 ergänzt Delia Sutter unser
Eine Zusammenarbeit,
die sich schon früh abgezeichnet hat: Wir
haben uns bereits vor etwa acht Jahren während ihrer
Ausbildung kennengelernt.
Gemeinsam entwickeln wir
Auftritte, die zu unserer Kundschaft passen. Modernes
Design, durchdachte Inhalte und ein Blick fürs
Wesentliche. Ob ein Logo, kompletter Markenauftritt
oder Unterstützung bei Ihrer Online-Präsenz: Wir
begleiten Sie mit kreativen Ideen und praktischen
Lösungen – unkompliziert, nahbar und immer
auf Augenhöhe.
Lernen wir uns kennen!
Am besten bei einer Tasse peruanischem Kaffee
und einem guten Gespräch.
kusko AG
Kreuzstrasse 27 9100 Herisau +41 71 232 46 23 kusko.swiss
06/2025 Gemeinde · 11
NEUER ENTWÄSSERUNGSPLAN
MIT 80 MASSNAHMEN TRITT IN KRAFT
Der überarbeitete generelle Entwässerungsplan
(GEP) bildet die Grundlage für eine
zeitgemässe Planung und den Unterhalt
der Abwasserinfrastruktur. Ziel ist ein wirksamer
Schutz der Gewässer und eine effektive
Siedlungsentwässerung. Der neue GEP
berücksichtigt auch die Gefährdung durch
Oberflächenabfluss bei Starkregen. Das
Unterhaltskonzept bleibt grundsätzlich bestehen,
soll aber punktuell optimiert werden.
Auch ökologische Erkenntnisse fliessen stärker
in die Planung ein. Ein Fokus liegt auf der
Trennung von Emissionen in den Gewässern
sowie auf der Förderung der Regenwasserversickerung
nach dem Prinzip der Schwammstadt.
In den nächsten 40 Jahren sind über 80
Massnahmen mit geschätzten Investitionen
von 55 Millionen Franken geplant. Finanziert
wird dies über die Abwassergebühren. (gk) Das Abwassertrennsystem wurde auch unter der Güterstrasse am Bahnhof verlegt. (Bild: gk)
HANDÄNDERUNGEN IM MAI
01.05.2025 Ammann & Ehrbar Immobilien AG,
Herisau AR (Erwerb: 27.06.2022), an Herter Christian
und Florence, Elsau GB-Nr. 2147, Höhenweg 2;
Wohnhaus Vers. Nr. 3008, mit 654 m² Grundstücksfläche
06.05.2025 Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde
Herisau, Herisau AR (Erwerb: 25.11.1909), an Evangelisch-reformierte
Kirchgemeinde Appenzeller
Hinterland, Herisau AR GB-Nr. 1276, Poststrasse 14,
14a; Kirchgemeindehaus Vers. Nr. 486 und Kirchgemeindehaus
Vers. Nr. 6241, mit 2'099 m² Grundstücksfläche
09.05.2025 Birchler Martin, Herisau und Birchler
Alexandra, St. Gallen (Erwerb: 29.11.2005), an
Schmid Lukas und Michelle, Herisau GB-Nr. 496,
Kasernenstrasse 21; Wohnhaus mit Büro Vers. Nr.
81 und Garagengebäude Vers. Nr. 4877, mit 519 m²
Grundstücksfläche
13.05.2025 Stellavest AG, St. Gallen (Erwerb:
20.09.2024), an Kingshouse Immobilien AG, Wil SG
GB-Nr. 1070, Gossauerstrasse 25; Wohnhaus Vers.
Nr. 1020, mit 752 m² Grundstücksfläche
15.05.2025 Rechsteiner Walter und Emma, Herisau
(Erwerb: 25.11.1991), an Fürer Armin und Corinne,
Herisau GB-Nr. 407, Bergstrasse 1; Wohnhaus Vers.
Nr. 398, Garagengebäude Vers. Nr. 5833 und Unterstand,
mit 607 m² Grundstücksfläche
19.05.2025 Wildermuth Liselotte, Herisau (Erwerb:
03.03.2003), an Frehner Holding GmbH, Schwellbrunn
AR GB-Nr. 1535, Hemetli 3; Wohnhaus Vers.
Nr. 2885 und Unterstand Vers. Nr. 5652, mit 1'069 m²
Grundstücksfläche
21.05.2025 Fortimo Invest AG, St. Gallen (Erwerb:
15.08.2022), an Schöpfer Paul, Herisau Stockwerk-
GB-Nr. S9877, Obermoosbergstrasse 2; 44/1000
Miteigentum an Grundstück Nr. 2274, mit Sonderrecht
an 3 1/2-Zimmerwohnung mit Kellerabteil
Stockwerk-GB-Nr. S9882, Obermoosbergstrasse 2;
4/1000 Miteigentum an Grundstück Nr. 2274, mit
Sonderrecht an Hobbyraum Miteigentums-GB-Nr.
M9904, Obermoosbergstrasse; 1/12 Miteigentum
an Grundstück Nr. S9896, (Benützungsrecht an
Autoeinstellplatz)
27.05.2025 Federer Daniela, Bischofszell (Erwerb:
14.04.2004), an Lang Felix und Dijana, Herisau
Stockwerk-GB-Nr. S10627, Kreuzstrasse 9; 316/1000
Miteigentum an Grundstück Nr. 646, mit Sonderrecht
an 4 1/2-Zimmerwohnung mit Keller Stockwerk-GB-Nr.
S10628, Kreuzstrasse 9; 296/1000 Miteigentum
an Grundstück Nr. 646, mit Sonderrecht
an 3 1/2-Zimmerwohnung mit Keller
Zivilstandsnachrichten
Geburten
With, Noam, geboren 30. April 2025, Sohn
des With, Fabian Franz und der With-Bayer,
Salome, wohnhaft in Herisau AR
Panzer, Elim Joshua, geboren 5. Mai 2025,
Sohn des Panzer-Künzle, Marcel und der
Panzer, Jeannine, wohnhaft in Herisau AR
Todesfälle
Diezi, Markus Emil, gestorben am 25. April
2025 in St. Gallen, geboren 1979, wohnhaft
gewesen in Herisau AR
Fritz, Erwin Karl, gestorben am 27. April 2025
in St. Gallen, geboren 1945, wohnhaft gewesen
in Herisau AR
Engler, Johannes, gestorben am 3. Mai 2025
in Herisau AR, geboren 1948, wohnhaft gewesen
in Herisau AR
Glauser, Roland, gestorben am 4. Mai 2025
in Herisau AR, geboren 1970, wohnhaft gewesen
in Herisau AR
Fuchs geb. Buff, Rosmarie, gestorben am
20. Mai 2025 in Herisau AR, geboren 1946,
wohnhaft gewesen in Herisau AR
Signer, Josef Gottlieb, gestorben am
14.05.2025 in Herisau AR, geboren 1946,
wohnhaft gewesen in Herisau AR
Eheschliessung
Egger, Manuel und Egger-Schnider, Jeannette,
wohnhaft in Herisau AR
Çetin, Muharrem und Çetin-Genç, Selcan,
wohnhaft in Herisau AR
Hagmann, Marco und Hagmann-Broger,
Sabrina, wohnhaft in Herisau AR
12 · Interview 06/2025
«DIE WELT LÄSST SICH MIT
JEDEM BUDGET ENTDECKEN»
Daniel Allemann hat bereits über 40 Länder bereist und betreibt seit einem knappen Jahr sein
eigenes Reisebüro. Im Hinblick auf die Sommerferien erzählt er, welche Personen nach wie vor
lieber im Reisebüro buchen und wie sich die aktuelle Weltlage auf unser Reiseverhalten auswirkt.
Daniel Allemann, wie stehen die Chancen,
jetzt noch ein Schnäppchen für die Sommerferien
zu finden?
Es gibt nach wie vor Last-Minute-Angebote.
In der Regel fährt man günstiger, wenn
man schon im Frühjahr bucht. Dann ist auch
die Auswahl viel grösser. Aber es gibt vereinzelt
noch gute Angebote für die anstehenden
Sommerferien. Verhältnismässig günstig sind
aufgrund der politischen Situation im Moment
auch Flüge nach Amerika.
Wo machen Herr und Frau Schweizer am
liebsten Ferien?
Bei den Kurzstreckenflügen sind Destinationen
wie Sardinien und Griechenland sehr beliebt.
Da gibt es seit geraumer Zeit eine konstante
Nachfrage. Bei langen Flugstrecken liegt
Bali seit einigen Jahren im Trend, aber auch
Reisen nach Kanada oder Australien sind gefragt.
Eigentlich gehört Amerika ebenfalls zu
den meistgebuchten Reisezielen, aber da gibt
es derzeit tatsächlich eine spürbare Zurückhaltung.
Die politischen Spannungen wirken sich
also auf das Reiseverhalten aus?
Durch die weltweiten Unsicherheiten geht
die Nachfrage für bestimme Ländern wie
die USA zurück. Wenn man Geschichten von
Familien hört, denen die Einreise untersagt
wurde, überlegt man es sich zweimal, ob man
dort Ferien macht. Was das Reisen innerhalb
von Europa angeht, ist die Nachfrage aber
stabil.
Zuerst hatte eine Pandemie die Welt im
Griff, danach kamen Kriege und finanzielle
Unsicherheiten. Erlebt die Reisebranche gerade
turbulente Zeiten?
Es ist seit einigen Jahren tatsächlich ein Auf
und Ab. Nach Corona gab es einen spürbaren
Effekt der Erholung. Die Menschen sagten sich:
«Jetzt will ich die Länder, die zuvor unerreichbar
waren, entdecken.» Vor allem jüngere Personen
haben die wiedergewonnene Freiheit
zum Reisen genutzt. Damals habe ich in einem
Reisebüro in St. Gallen gearbeitet – da ging die
Post ab! Die Reisebranche erholte sich schnell,
der Flughafen Zürich erreichte bald wieder ein
ähnliches Passagieraufkommen wie vor Corona.
Aber als dann die Konflikte aufflammten
und die Inflation anzog, stagnierte dieser positive
Effekt.
Mitten in dieser komplizierten Phase haben
Sie sich mit der Allemann Reisen GmbH im
Frühsommer 2024 selbstständig gemacht.
Wie lief das erste Jahr?
Was die Zahlen angeht, bin ich mit den ersten
Monaten zufrieden. Ein Grossteil meiner
Kundinnen und Kunden sind Menschen aus
meinem Umfeld oder solche, die ich bereits
bei anderen Reisebüros beraten habe. Ich bin
immer telefonisch erreichbar und biete Termine
auf Vereinbarung an. So treffen wir uns
in einem Coworking-Sitzungszimmer oder
privat. Um eine individuelle Reise für jemanden
zu planen, ist ein enger persönlicher Austausch
zentral.
«Es ist normal
geworden, sich
Ferien leisten
zu können.»
Ferien lassen sich heute mit wenigen Klicks
im Internet buchen. Weshalb braucht es die
Reisebüros noch?
Kundinnen und Kunden profitieren in einem
Reisebüro zum einen von jahrelangem Knowhow,
zum anderen ist es die deutlich komfortablere
Variante, weil man nicht jedes Detail
selbst buchen und recherchieren muss. Zusätzlich
hat man eine lokale Geschäftsbeziehung
und zahlt die Rechnung in der Schweiz.
Weiter habe ich eine Kundengeldabsicherung
und stehe bei Herausforderungen vor,
während und nach der Reise zur Verfügung.
Ich würde aber zwischen der Buchung eines
Flugs und dem «richtigen» Reisen unterscheiden.
Wie meinen Sie das?
Einen Flug und ein Hotel für drei Tage in
Berlin oder London zu buchen, schafft man
ohne professionelle Unterstützung. Aber
einen vierwöchige Reise durch Kanada mit
einem Mietauto, zahlreichen Übernachtungen
und Ausflügen ist sehr anspruchsvoll.
Hier kann ein Reisebüro mit erfahrenen Mitarbeitenden
seine Stärken ausspielen. Gerade
bei längeren Reisen müssen sehr viele
Faktoren stimmen.
Ein entscheidender Faktor bei der Ferienplanung
ist das Budget. Ist ein Reisebüro
teurer als eine Online-Buchung?
Nein. Ich nutze ein professionelles Buchungssystem,
das speziell für Reisebüros
ausgelegt ist. Damit habe ich Zugriff auf
Tarife oder Optionen, die online nicht sichtbar
sind. Wenn jemand Strandferien mit Flug
und Hotel am Mittelmeer bei mir bucht,
kann ich auf diese Pauschalangebote von
grossen Anbietern zurückgreifen. Bei den
Flugbuchungen hingegen ist die Lage etwas
komplizierter. Gerade bei Kurzstreckenflügen
bieten uns Airlines kaum Vergünstigungen
an, weil die Margen viel knapper kalkuliert
sind als früher.
Welches Klientel bucht seine Ferien noch
in einem Reisebüro?
Meine Kundschaft ist sehr durchmischt, dies
sind Personen in ihren Zwanzigern bis zu
Pensionierten. Meistens sind es schon Menschen,
die weniger preissensibel sind und
grössere oder komplexere Reisen planen
möchten. Das gibt mir mehr Möglichkeiten,
ein individuelles Reiseerlebnis zu planen.
Wobei ich erwähnen möchte, dass das Budget
nicht darüber entscheidet, ob ich eine
Reise für jemanden buche.
Also kann ich auch mit einem tieferen
Budget zu Ihnen kommen?
Ich finde für fast alle eine passende Reise.
Wenn jemand mit 2000 Franken zu mir
kommt und sagt, er will damit zwei Wochen
durch Nordamerika reisen, wird das natürlich
schwierig. In solchen Fällen gehe ich hin
und sage: «Da würde ich dir eher Südostasien
empfehlen, da bekommst du mehr für
dein Budget.»
Wie genau gehen Sie bei der Planung einer
grösseren Reise vor?
Zunächst kläre ich die Bedürfnisse ab: Wann
und für wie lange möchten die Kunden in
die Ferien? Welche Art von Reisen schwebt
ihnen vor? Wie hoch ist das Budget? Danach
schauen wir, welche Länder in der gewünschten
Ferienzeit in die engere Auswahl
kommen. Dann erarbeite ich verschiedene
Routenvorschläge. Wenn die Destination
feststeht, besprechen wir mögliche Hotelstandards,
Flüge und individuelle Wünsche.
Während des Prozesses ist es wichtig, dass
ausreichend Zeit für den persönlichen Austausch
zur Verfügung steht. Erst dadurch
entsteht eine Reise, die auf die entsprechenden
Bedürfnisse zugeschnitten ist.
Reisen wir heute luxuriöser als früher?
Das hängt von der Art der Reise ab. Aber
grundsätzlich ist das Angebot an luxuriösen
06/2025 Interview · 13
Für mich war es als Kind in der Tat besonders,
wenn ich nach Irland auf unser Hausboot
oder nach Australien durfte. Früher gab
es vermutlich mehr Klassenkameraden, die
ihre Ferien in der Schweiz verbracht haben.
Natürlich gibt es das immer noch, aber für
viele ist es normal geworden, sich Ferien im
Ausland leisten zu können. Da spielt sicherlich
die Preisentwicklung eine entscheidende
Rolle. Früher wäre es unvorstellbar gewesen,
für 50 Franken nach Mallorca zu fliegen.
Zwischenzeitlich war ein Flug günstiger als
die Zugfahrt an den Flughafen.
Apropos Zugfahrt: Die Nachhaltigkeit
spielt in der heutigen Welt eine wichtige
Rolle, Vielflieger oder Privatjets sind verpönt.
Wie nehmen Sie dieses Umdenken
wahr?
Wenn es um die eigenen Ferien geht, machen
die wenigstens grosse Abstriche. Was
ich merke, ist eine gestiegene Nachfrage
nach Zugreisen, gerade bei Städtetrips in
Europa. Früher sind alle nach Rom geflogen,
heute nehmen viele den Zug. Und vielleicht
fliegen einige heute weniger oft in den Urlaub,
bleiben dafür aber länger. Grundsätzlich
ist es auch möglich, den CO2-Ausstoss
mit einem Aufpreis zu kompensieren oder
mit umweltfreundlichen Brennstoffen namens
«Green Fuel» zu reduzieren.
Woher kommt eigentlich Ihre Leidenschaft
für das Reisen?
Wir unternahmen früher mit der Familie jedes
zweite Jahr eine grössere Reise, deshalb
war ich schon in jungen Jahren in Ländern wie
Amerika, Kanada oder Australien. Als Jugendlicher
habe ich ein Jahr lang die High School
in Kansas in den USA besucht und anschliessend
die Hotel- und Tourismusschule absolviert.
Das Praktikum habe ich damals beim
Müllener Touristik an der Oberdorfstrasse in
Herisau gemacht, welches heute von Kuoni
geführt wird. Für mich stand immer fest, dass
ich in dieser Branche tätig sein möchte.
Mittlerweile arbeiten Sie seit 30 Jahren im
Tourismus und haben über 40 Länder besucht.
Welcher Ort hat Sie besonders beeindruckt?
Etwas vom Schönsten ist der Yellowstone-
Nationalpark in den USA. Diese unberührte
Natur, die Tiere in freier Wildbahn – das gefällt
mir sehr. Ich wandere dort zwar nicht
mit einem Zelt umher, aber wenn ich mit
dem Feldstecher die Tiere beobachten und
die Schönheiten der Natur geniessen kann,
ist das ein wunderschönes Gefühl.
Daniel Allemann hat seine ersten Schritte in der Branche bei Müllener Touristik gemacht.
(Bild: Jonathan Graf)
Sergio Dudli
Unterkünften viel grösser geworden. Nehmen
wir zum Beispiel Dubai oder die Malediven.
Diese Destinationen sahen vor zwanzig
Jahren noch ganz anders aus.
Es ist noch nicht lange her, da waren Ferien
etwas Besonderes. Heute erwarten
alle, dass sie für kleines Geld irgendwo
hinfliegen können. Wie sehen Sie das?
Mehr über
Allemann Reisen
https://shorturl.at/nRMUy
Juni/Juli
Oper
Elektra
1.6., Grosses Haus
Schauspiel
Das Käthchen
von Heilbronn
2./5.6.,
Grosses Haus
Theatertanzschule
Dream
Between
3.6., Grosses Haus
Tanz
Oresteia
4.6., Grosses Haus
Schauspiel
LooT
mit Katja
Riemann
4.6., Lokremise
Musical
Einstein –
A Matter
of Time
6./7.6.,
Grosses Haus
Konzert
Élégiaque
15.6., Tonhalle
Tanz
Beyond
1./3.7.,
Grosses Haus
Schauspiel
Kalter weisser
Mann
12./15./17./22./25./
26./29./30.6.,
Parkbühne
Grosses Haus
Tanz
Klangtanz
13./14.6., Klanghaus
Toggenburg
Oper
Tosca
20./21./24./27.
/28.6/2./4.7.,
Klosterhof
Konzert
Tesori da Roma
23.6., Stiftsbibliothek
Konzert
Liebe Laura
Monteverdi,
Petrarca und das
italienische
Madrigal
24.6., Kirche
St.Laurenzen
Konzert
Bruckners
Achte
Festkonzert
26.6., Kathedrale
Konzert
Glockenklänge
Eine Spurensuche
auf vier
Gamben
27.6., Forum
St.Katharinen
Konzert
Im Kreise
Ottobonis
30.6., Schutzengelkapelle
Konzert
Italienische
Orgelnacht
2.7., Kathedrale
Konzert
«Lobe den
Herrn, meine
Seele»
Kantatenkonzert
der J. S. Bach-
Stiftung
4.7., Kirche
St.Laurenzen
konzertundtheater.ch
www.stutzag.ch
Bauunternehmung
HERISAU
Rückbau Tiefbau
Umbau Hochbau
Publireportage
Park Café
Restaurant
Saal
Park Café
Restaurant
Saal
Hausgemachter Blätterteig
im Park
Es ist 09:00 Uhr. In der Küche des «Park – Café, Restaurant,
Saal» herrscht Hochbetrieb. Ganz hinten in einem separaten
Bereich steht eine grosse Teigwalze. Mit dieser stellen die
beiden Konditorinnen Marissa und Nicole süsse Leckereien her.
Einzigartig ist der hausgemachte Blätterteig. Dieser wird
viermal doppelt touriert, das heisst viermal in vier Lagen
gefaltet und durch die Teigwalze gedreht. Vor dem Falten
wird eine Schicht Butter mit dem Grundteig umhüllt und gut
verschlossen. Die Butterschicht funktioniert beim Ausbacken
als Dampfbarriere zwischen den Teigschichten. Dadurch entstehen
die für Blätterteig typischen Luftkissen. «Wichtig ist,
dass alle Zutaten kalt sind und wir beim Auftragen der Butter
und beim Falten schnell arbeiten», erklärt Marissa «Wird die
Butter zu warm, läuft sie aus.» Nach jedem Faltvorgang darf
sich der Teig im Kühlschrank ausgiebig ausruhen.
Durch die vier Doppeltouren bekommt der Blätterteig über
250 Teigschichten und wird besonders luftig. Die Spezialität
im Park ist der Mandelgipfel mit einer Glasur aus Apricoture
und gerösteten Mandelblättchen. Einfach verführerisch.
Park – Café, Restaurant Saal
Kasernenstrasse 91
9102 Herisau
Reservationen: 071 354 75 09
restaurant-park.ch
06/2025 Veranstaltungen · 15
RSC-016 VERANSTALTET IM SAUM
DEN ZWEITEN WANDER- UND VELOTAG
Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen
Jahr mit gut 300 Gästen führt der Verein
RSC-016 am Samstag, 14. Juni, zum zweiten
Mal einen Wander- und Velotag durch. «Getreu
unserem Motto ‹in Herisau, für Herisau
und mit Herisau› laden wir alle ein, sich zu
Fuss, mit dem Velo oder einem anderen umweltfreundlichen
fahrbaren Untersatz auf den
Weg zu uns zu machen», sagt Präsident Ronny
Kupferschmid. Für den Wander- und Velotag
gibt es eine spezielle Karte. Diese kann in der
Drogerie Walhalla, bei der Metzgerei Scheiwiller,
bei Auto Lanter und bei der Näf Maschinenservice
AG gratis bezogen oder via rsc016.
ch ausgedruckt werden. Eine Anmledung auf
der Webseite sei freiwillig, ermögliche den
Teilnehmenden aber, sich das Spezialmenu
bestehend aus Chäschnöpfli und Siedwurst zu
sichern. Der Start der Wanderung könne individuell
bestimmt werden und sei beispielsweise
von den Bushaltestellen Egg, Rohren,
Heinrichsbad, Walke oder Saum aus möglich.
«Uns ist wichtig, dass sich Familien oder
Gruppen die Länge des Wegs ihren Bedürfnissen
entsprechend aussuchen können.» So
Zur Premiere im vergangenen Jahr kamen rund 300 Gäste.
reiche es denn auch, drei der insgesamt zwölf
Punkte auf der Karte in seinen Spaziergang
zu integrieren, um an der Preisverlosung um
17 Uhr teilnehmen zu können. Ziel jeder Wanderung
oder Velofahrt ist das Vereinslokal im
«Wald» an der Strasse von der Sturzenegg in
den Saum. Dort erwarten die Gäste ab 12 Uhr
eine Festwirtschaft, ein Spielplatz mit Hüpfburg
und musikalische Unterhaltung mit «Den
Viertlern» und den «Rocktonez». Präsident
Kupferschmid: «Wir möchten mit diesem Anlass
Herisauerinnen und Herisauer jeglichen
Alters einen gemütlichen und hoffentlich unvergesslichen
Tag in der Natur ermöglichen.»
Weiter betont er, dass die Teilnahme kostenlos
sei, das Auto zuhause bleiben solle und alle,
die eine Karte mit drei ausgefüllten Punkten
abgeben, ein kleines Präsent erhalten. Weitere
Infos unter rsc016.ch. (eing.)
(Bild: zVg.)
50 JAHRE: BUSA FEIERT JUBILÄUM
MIT ZWEI TAGEN DER OFFENEN TÜR
Die Berufsunteroffiziersschule der Armee
(BUSA) feiert ihr 50-jähriges Bestehen –
und öffnet zu diesem Anlass am 27. und
28. Juni ihre Türen für die Öffentlichkeit.
Unter dem Motto «BUSA gestern – heute
– morgen» lädt die Schule in die Kaserne
Herisau ein und bietet spannende Einblicke
in die Ausbildung zum Berufsunteroffizier
und den Alltag im Militär. Am Freitag von
13.30 Uhr bis 17 Uhr sowie am Samstag von
CHRISTCHINDLIMARKT FINDET
WIEDER AUF DEM EBNET STATT
Die Vorbereitungen für den diesjährigen
Christchindlimarkt am 6. und 7. Dezember
sind bereits in vollem Gange. Das Organisationskomitee
(OK) hat sich nach gründlicher
Rücksprache mit den Beteiligten erneut für
den Standort auf dem Ebnet entschieden. «Die
stimmungsvolle Atmosphäre, das gelungene
Zusammenspiel mit dem Rahmenprogramm
sowie die positive Resonanz der Marktfahrer
sprechen klar für eine Fortsetzung am bisherigen
Standort», heisst es in einer Medienmitteilung.
In enger Zusammenarbeit mit den
Alpstein-Jassern werde jedoch der Markt in
9 Uhr bis 16 Uhr erwartet die Besucherinnen
und Besucher ein abwechslungsreiches
Programm. Neben der BUSA präsentieren
sich auch weitere Armeeeinheiten wie beispielsweise
der Lehrverband Infanterie, das
Kommando Cyber, die Militärmusik und
SWISSINT, das Kompetenzzentrum der Armee
für die internationale Friedensförderung.
Ein besonderes Highlight des Jubiläums
ist der neue virtuelle Kulturpfad durch
der Windegg, der im vergangenen Jahr erstmals
als Versuch lanciert wurde, auf zwei Tage
ausgebaut. Auch in diesem Jahr werden die
beiden Standorte mit einem «Laternliweg»
verbunden. Das OK hat sich nach sorgfältiger
Abwägung mit den Alpstein-Jassern gegen
eine vollständige Verlegung des Christchindlimarktes
ins Zentrum entschieden. Dies vor
allem aus dem Grund, dass heute die technischen
Einrichtungen an diesem Standort
nicht vorhanden seien. «Nach einer möglichen
Sanierung des Obstmarktes könnte dies
wieder neu beurteilt werden. Eine Verlegung
Herisau. Dieser beleuchtet den Einfluss des
Militärs auf das Dorf – von der Gründung
der BUSA über das Wehrmannsdenkmal
bis hin zum Engagement der Herisauerin
Clara Nef für die Landesverteidigung. Der
Pfad besteht aus rund zehn Stationen, die
mit QR-Codes per Smartphone abgerufen
werden können. So lassen sich historische
Schauplätze vor Ort erkunden. Weitere Informationen
zum Tag der offenen Tür und
zum Kulturpfad sind ab Mitte Juni unter
vtg.admin.ch/de/berufsunteroffiziersschule
verfügbar. (eing.)
in die Oberdorfstrasse wie früher ist mit den
heutigen Anforderungen und Regulatoren
aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich»,
heisst es weiter. Sollte es jedoch Gruppierungen
oder Interessierte geben, die künftig und
eigenständig einen Markt im Dorfzentrum
realisieren möchten, stehe das OK diesen Vorhaben
offen gegenüber. In einem solchen Fall
stelle man gerne das nötige Know-how und einen
Sockelbeitrag zur Verfügung, um neue Initiativen
oder Gruppen zu unterstützen. Weitere
Informationen zum Rahmenprogramm,
Anmeldemöglichkeiten und den geplanten
unterhalterischen Höhepunkten des diesjähriges
Christchindlimarktes folgen gemäss Mitteilung
zu gegebener Zeit. (eing.)
April bis November
Publireportage
06/2025 Chorzfuetter / Gesellschaft · 17
Chorzfuetter
Wandelbar zur Wasserversorgung
Die Wandelbar wird am Samstag, 21. Juni,
um 10 Uhr beim Reservoir Rondelle neben
der Bergstrasse aufgebaut. Thema des «mobilen
Dorfstammtischs» ist die Wasserversorgung.
Woher kommt unser Wasser? Wie
wird es verteilt? Welche Infrastruktur ist
nötig? Wie steht es um die Wasserqualität?
Thomas Scherrer, Geschäftsleiter der Wasserversorgung
Herisau, und Historiker Thomas
Fuchs geben Auskunft. (pd)
Erneuerungen im Freibad teurer
Der Gemeinderat hat die Abrechnung für
den Ersatz der Desinfektionsanlage und
der Filterpumpen im Freibad Sonnenberg
genehmigt. Diese schliesst mit Kosten von
109'500 Franken und damit 9500 Franken
über Budget. Die Mehrkosten verteilen sich
auf kleinere Posten. Dank neuen Filterpumpen
konnte der Stromverbrauch im ersten
Betriebsjahr um etwa einen Siebtel gesenkt
werden. (gk)
In zwei Gruppen aufgeteilt …
37 KINDER FEIERTEN
IHRE ERSTKOMMUNION
Am ersten Mai-Wochenende feierten 37
Jungen und Mädchen ihre Erstkommunion.
Unter dem Motto «Chumm mit – wir entdecken
den Schatz Jesus» zogen sie in die festlich
geschmückte Kirche Peter und Paul ein.
Während dem Gottesdienst spielten die Kinder
das Evangelium der Emmausjünger vor,
sprachen Gebete und sangen aus voller Kehle.
Von Pater Josef Rosenast erhielten die Kinder
zum ersten Mal die heilige Kommunion. Zum
Schluss überreichten ihnen die Gruppenleiterinnen
Brigitta Adams, Bettina Hauser, Liliana
Marciello und Andrea Schöb die selbst
gefertigten Erinnerungskreuze. Für die Vorbereitung
der Erstkommunion war Beatrix
Baur-Fuchs zusammen mit den vier Gruppenleiterinnen
zuständig. Im Anschluss wurde ein
Apéro serviert. (eing.)
Social-Media-Konzept genehmigt
Der Gemeinderat hat ein Social-Media-
Konzept verabschiedet. Damit will die
Gemeinde künftig in den sozialen Medien
auf Facebook und Instagram präsent
sein sowie den Auftritt auf Linkedin verstärken.
Das neue Konzept hält dafür die
Ziele fest und definiert die Inhalte, Mittel
und Zielgruppen. Die neuen Kanäle seien
eine Ergänzung zu den bisherigen Kommunikationsmassnahmen
und sollen auch
neue Zielgruppen erreichen. Die bewilligte
20-Prozent-Stelle für den Aufbau und den
Betrieb der Kanäle konnte per 1. Juni besetzt
werden. (gk)
«Gemeinderat bi de Lüt» gestartet
Am Dienstag, 20. Mai, tagte der Gemeinderat
erstmals in einem Quartier und traf
sich anschliessend mit der Bevölkerung.
20 Einwohnerinnen und Einwohner im Gebiet
Nieschberg-Langelen-Säge-Wilenhalde
folgten der Einladung ins Schulhaus Langelen.
Bei einem Apéro in gemütlicher Runde
stiessen sie mit dem Gemeinderat an,
stellten Fragen und diskutierten gemeinsam.
Mit dem Anlass «Gemeinderat bi de
Lüt» setzt das Gremium einen Leitsatz aus
dem Legislaturprogramm um. In den kommenden
Jahren wird der Anlass in weiteren
Quartieren zu Gast sein. (gk)
… erhielten 37 Kinder erstmals die heilige Kommunion.
EHEMALIGER SCHWEIZERGARDIST
ERZÄHLTE VON SEINER ARBEIT
Peter Locher, ehemaliges Mitglied der Päpstlichen
Schweizergarde, war Anfang Mai bei
der Seniorengruppe der katholischen Pfarrei
in Herisau zu Gast. Mit einem Vortrag
berichtete der 35-jährige Thurgauer über
seine Dienstzeit in Rom von 2012 bis 2014
und räumte sogleich mit gängigen Klischees
auf: «Die Schweizergarde steht nicht nur herum»,
betonte Locher. Weiter erläuterte er
die vielfältigen Aufgaben der Gardisten, die
weit über die reine Repräsentation hinausgehen.
Neben dem Schutz des Papstes übernehmen
sie Ordnungsdienste, Eingangskontrollen
und sorgen für die Sicherheit in den
päpstlichen Residenzen. Besonders während
der Sedisvakanz – der Zeit zwischen dem
(Bilder: pd)
Tod des bisherigen und der Wahl des neuen
Papstes – tragen die Gardisten zusätzliche
Verantwortung. Locher erfüllte sich mit dem
Eintritt in die Garde einen Kindheitstraum,
der nach einem Ministrantenbesuch in Rom
gereift war. Seine Botschaft: Wer nur aus
militärischem Interesse zur Garde kommt,
werde dort kaum glücklich. Zentral sei vielmehr
eine starke Glaubensbindung. Auch
praktische Fragen kamen beim Vortrag zur
Sprache. So liege der Monatslohn bei 1500
Euro, inklusive Unterkunft und Verpflegung,
und die Mindestdienstzeit betrage 26 Monate.
Die Garde kämpfe mit Nachwuchssorgen
– noch könne der Sollbestand von 135 Mann
aber gehalten werden. (eing.)
18 · Thema des Monats 06/2025
50 JAHRE EINWOHNERRAT:
EINE DEMOKRATISCHE REVOLUTION
Am 11. Juni 1975 tagt das Herisauer Parlament zum ersten Mal. Wir blicken auf die Geschichte
des Einwohnerrats zurück, sprechen mit Zeitzeugen der ersten Sitzung und schauen mit
Einwohnerratspräsidentin Celia Hubmann auf die kommenden 50 Jahre.
Mit der ersten Einwohnerratssitzung am 11.
Juni 1975 endet ein politischer Kampf, der
mehr als ein Jahrzehnt gedauert hatte. Und
was heute als selbstverständlicher Teil der
politischen Landschaft gilt, wird über mehrere
Jahre und in drei Anläufen gegen erbitterten
Widerstand erkämpft: ein Gemeindeparlament
für Herisau.
Seine Geschichte beginnt gut zwanzig
Jahre vor seinem Entstehen: 1945 veröffentlicht
der Säntisbahn-Initiator Carl Meyer
eine aufsehenerregende Artikelserie in der
Appenzeller Zeitung mit dem Titel «Vorwärts
oder rückwärts? Gedanken über die künftige
Gemeindepolitik Herisaus». Darin weist er
nach, dass die Herisauer Gemeinderäte eine
deutlich kürzere Amtsdauer aufweisen als
ihre Kollegen in den anderen Ausserrhoder
Gemeinden. Er führt das auf die Überlastung
der 21 ehrenamtlich tätigen Gemeinderäte
zurück und plädiert für eine klare
Gewaltentrennung: ein legislatives Gemeindeparlament
und eine kleine professionelle
Exekutive. 1946 leitet der Gemeinderat eine
Totalrevision des Gemeindereglements ein,
die acht Jahre in Anspruch nimmt. Jedoch
mit ernüchterndem Ergebnis: Die 1954 verabschiedete
Gemeindeordnung behält fast
alle alten Strukturen bei. So bleibt nicht nur
der 21-köpfige ehrenamtliche Gemeinderat
bestehen, auch auf die Einführung einer Legislative
wird verzichtet.
30. Dezember 1969 einen eigenen Entwurf
für ein neues Gemeindereglement einreicht.
Der Gemeinderat macht diesen mit wenigen
Änderungen zur eigenen Vorlage und legt
ihn der Stimmbevölkerung vor. Und wieder:
Trotz fast einstimmiger Unterstützung durch
die Parteien und Lesegesellschaften wird der
Vorschlag am 7. Juni 1970 von den Stimmberechtigten
mit einem Zufallsmehr von 1402
Nein zu 1357 Ja abgelehnt. Die Appenzeller
Zeitung reagiert scharf auf diesen Entscheid
und kritisiert die Gegner der Reform: «[...]
was von den Gegnern [...] in letzter Stunde
gegen die Vorlage ins Feld geführt wurde,
waren [...] keine Argumente, sondern ein
ziemlich widerliches Gemisch von falschen
Behauptungen, Verdächtigungen, Unterstellungen
und ressentimenthaften Appellen an
demokratische Gefühle, die recht nahe bei
der Dummheit sitzen.»
Im Sommer 1972 startet der Gemeinderat
einen erneuten Anlauf. Die eingesetzte Revisionskommission
umfasst bewusst Vertreter
aller politischen Richtungen, einschliesslich
der bisherigen Reformgegner. Der ausgearbeitete
Reglementsentwurf, weitgehend
identisch mit der Vorlage von 1970, wird im
Frühling 1973 zur öffentlichen Diskussion gestellt.
Und dann gelingt es endlich: Am 24.
Juni 1973 stimmen die Herisauer und die seit
1972 stimmberechtigten Herisauerinnen der
Vorlage sehr deutlich zu.
Nach der Bewilligung der notwendigen
Anpassungen der Kantonsverfassung durch
die Landsgemeinde wird am 9. Juni 1974 der
interimistische Einwohnerrat gewählt. Der
spätere Bundesrat Hans Rudolf Merz wird
zu dessen Präsidenten ernannt. Nach einem
halben Jahr erlässt dieser interimistische Rat
ein Reglement für die Wahl des regulären
Einwohnerrats. Am 13. Mai 1975 finden die
entsprechenden Wahlen statt .
Historische erste Sitzung
Am 11. Juni 1975 eröffnet der damalige Gemeindehauptmann
Hans Mettler die erste
Sitzung des Herisauer Einwohnerrats im
heutigen Kantonsratssaal. «Nach einer Anlaufzeit
von rund elf Jahren fällt Ihnen nun
die Aufgabe zu, die neue Gemeindeordnung
in der Praxis anzuwenden», gibt er den frisch
gewählten Parlamentarierinnen und Parlamentariern
mit auf den Weg. Bei der anschliessenden
Wahl des Büros wird Markus
Versuche ohne Erfolg
Es folgen weitere Reformversuche – ohne Erfolg.
Auch die 1965 vom Gemeinderat vorgelegte
Teilrevision des Gemeindereglements
wird von den Stimmberechtigten klar abgelehnt.
Daraufhin setzt der Gemeinderat eine
Kommission zur Überprüfung der Gemeindeorganisation
ein. Diese kritisiert nicht nur
die Kommunikation zwischen Behörden und
Bürgern, sondern auch das Fehlen eines Gemeindeparlaments,
um die Exekutive effektiv
zu leiten und zu kontrollieren. Auf dieser
Grundlage erarbeitet die Kommission 1967
ein totalrevidiertes Gemeindereglement, das
eine fünfköpfige hauptamtliche Exekutive
und eine 31-köpfige Legislative vorsieht. Doch
auch dieser Entwurf wird von den Stimmberechtigten
verworfen. Das Dorf spaltet sich
in Befürworter und Gegner. Ein Jahr später
gründen elf jüngere reformorientierte Bürger
eine überparteiliche Initiativgruppe, die am
Emil Ramsauer wurde 1975 als Stimmenzähler ins allererste Einwohnerratsbüro gewählt.
06/2025 Thema des Monats · 19
Auer einstimmig zum ersten Einwohnerratspräsidenten
gewählt, Jost Leuzinger zum Vizepräsidenten.
Als Stimmenzähler fungieren
Rosmarie Bänziger, Ernst Anderegg und Emil
Ramsauer.
Heute, ein halbes Jahrhundert später,
ist Emil Ramsauer das letzte noch lebende
Mitglied des ersten Büros. Der 86-jährige
Herisauer war nicht nur Zeuge der Geburtsstunde,
sondern hat die demokratische Erneuerung
der Gemeinde aktiv mitgestaltet:
als Mitglied der Revisionskommission, Teil
des interimistischen Einwohnerrats und
schliesslich als Stimmenzähler im Einwohnerrat,
den er später von 1981 bis 1983 präsidierte.
Seine damalige Motivation für die
Reform: «Ein 21-köpfiger Gemeinderat ergab
einfach keinen Sinn. Wir brauchten dringend
eine bessere Gewaltenteilung.» Nach erfolgreicher
Arbeit der fünfköpfigen Revisionskommission
ist eine Kandidatur für den Einwohnerrat
für Ramsauer selbstverständlich.
«Ich wollte mich persönlich für die Gemeinde
engagieren. Zudem war ich als Mitglied
der Geschäftsleitung von Huber und Suhner
auch geschäftlich motiviert – das Gewerbe
musste meiner Meinung nach ebenfalls politisch
vertreten sein.»
Anfangs noch parteiunabhängig, tritt er
1975 der FDP bei. Dennoch bleibt er seinen
Prinzipien treu: «Ich habe mich nie an einem
Parteibüchlein orientiert, sondern stets das
vertreten, was ich für richtig empfand.» Zusätzlich
ist die politische Arbeit des Gremiums
zu Anfangszeiten von Lernprozessen
geprägt. «Es wurden viele Voten gebracht,
die eigentlich keinen Platz im Einwohnerrat
gehabt hätten. Wir alle mussten das Politisieren,
das Debattieren erst lernen.»
Blick aus den Medien
An die Anfangszeiten kann sich auch René
Bieri erinnern. Er verfolgt zu jener Zeit die
Entwicklung des Herisauer Einwohnerrats
als Journalist für die Appenzeller Zeitung
– zunächst mit kritischem Blick. «Zwar
fand ich es faszinierend, dass unsere Gemeinde
ein eigenes Parlament erhielt. Dennoch
stand ich dieser Neuerung zu Beginn
skeptisch gegenüber.» Im Laufe der Jahre
wandelt sich seine Haltung. Besonders
die Entlastung der Stimmbürgerinnen und
Stimmbürger schätzt er rückblickend. «Vor
der Einführung des Einwohnerrats mussten
wir gut alle zwei Monate zur Urne – das entfiel
mit dem neuen Gremium, und das war
auch richtig so.»
Jetzt, fünf Jahrzehnte nach der Gründung,
verfolgt René Bieri das Geschehen im Einwohnerrat
gelegentlich als Besucher. Und
sein Urteil fällt positiv aus: «Die Sitzungen
sind heute deutlich strukturierter als früher
– ein klarer Fortschritt gegenüber der
anfänglich eher chaotischen Phase.» Heute
sei er froh, bestehe der Einwohnerrat. Das
50-jährige Jubiläum löse bei Bieri aber keine
überschwänglichen Emotionen aus. Auch
Emil Ramsauer sieht das Ganze nüchtern. Er
zeigt sich jedoch überzeugt, dass der Einwohnerrat
nach wie vor seine Berechtigung
hat und vernünftig arbeitet. Sein Wunsch für
die kommenden 50 Jahre des Einwohnerrats:
«Dass er kritisch und mutig bleibt.»
Was bringt die Zukunft?
Gute Chancen, in 50 Jahren zu beurteilen, ob
der Einwohnerrat diesem Wunsch gerecht
werden konnte, hat die amtierende Einwohnerratspräsidentin
Celia Hubmann. Bevor es
aber soweit ist, freut sich die 25-Jährige auf
das kommende Jubiläum. «Es steht stellvertretend
für ein wichtiges Stück lokaler Demokratiegeschichte.
Es ist eine Ehre, ein Teil
davon zu sein.» Viele Generationen hätten
im Einwohnerrat mitgewirkt und das Dorf
mitgestaltet. Diese Kontinuität empfinde sie
als etwas Schönes. «Gerade deshalb ist es
mir ein Anliegen, das Jubiläum gemeinsam
mit der Bevölkerung zu feiern – als Zeichen
der Verbundenheit und der Wertschätzung
für das entgegengebrachte Vertrauen.»
Dass der Rat nun seit einem halben Jahrhundert
besteht, wertet Hubmann als Beweis
dafür, «dass bisher keine schlechte
Arbeit geleistet wurde». Auch mit der Entwicklung
des Rates zeigt sie sich zufrieden.
Dabei sei der Austausch mit den Einwohnerinnen
und Einwohnern essenziell. «Wir
vertreten die Bevölkerung und setzen uns
stellvertretend mit politischen Geschäften
auseinander. Nur wer zuhört, kann die Interessen
auch wirksam vertreten.» Dies sei
auch ihr Wunsch für die Zukunft des Gremiums:
offen und kritisch bleiben – und
stets das Beste für das Dorf im Blick haben.
Weiter solle auch das politische Interesse in
der Bevölkerung gestärkt werden. «Es wäre
schön, wenn der Rat noch stärker als Anlaufstelle
für politische Anliegen wahrgenommen
würde.»
Nun steht aber erst einmal die Feier am
11. Juni im Anschluss an die reguläre Einwohnerratssitzung
an. Die offizielle Festveranstaltung
findet ab 18.30 Uhr in der reformierten
Kirche statt und wird vom Musikverein
Herisau umrahmt. Als prominenter Gastredner
konnte Alt-Bundesrat Hans-Rudolf Merz
gewonnen werden. Im Anschluss folgt eine
Podiumsdiskussion mit früheren Einwohnerratspräsidentinnen
und -präsidenten. Den
festlichen Ausklang bildet ein Apéro, zu dem
alle eingeladen sind.
Celia Hubmann ist derzeit Präsidentin des Einwohnerrates.
(Bilder: hst)
Helena Städler
Der vollelektrische Kia EV9
Standorte:
· Appenzell
· Oberriet
· Zil-Garage St. Gallen AG www.hirn.ch
MARTIN O.
DER REISELEITER
Region St. Gallen - Appenzell
www-willi-reinigungen.ch
078 781 60 60
info@willi-reinigungen.ch
Frisch,
PHILIPP
LANGENEGGER
DER ERZÄHLER
TOURNEEDATEN
APPENZELLER
ECHO
DIE WELTMUSIKANTEN
Weitere Daten unter:
www.welttournee.ch
ERFOLGSPROGRAMM
RELOADED
19.10.25 Herisau / 2.11.25 Frauenfeld
13.11.25 Amriswil / 27.11.25 Widnau
28. + 29.11.25 Appenzell / 5.12.25 Arosa
Deutsch lernen
CHF 390.–
für 80 Lektionen
Die Sprache ist wichtig für die Integration. Von
August 2025 bis Januar 2026 finden Deutschkurse
beim Verein Weiterbildung Appenzeller Mittelland statt.
Niveaus
A1, A2, B1, B2 + Deutsch im Alltag
Kursorte Herisau, Teufen und Heiden
Anmeldeschluss 30.06.2025 – 10% Rabatt
bei Anmeldung bis 15.06.2025
Jetzt anmelden: www.webmittelland.ch/deutschkurse
+41 71 333 12 96 | deutschkurse@webmittelland.ch
PRESENTING-PARTNER
TOURNEE-PARTNER
EVENT-PARTNER
06/2025 Gesellschaft/Schule · 21
NEUE AUSSTELLUNG WIDMET SICH
DEM PIONIER DES KASPERLITHEATERS
«Tri, tra, trullala, dä Chasperli isch wieder
da» ist ein Satz, der Erinnerungen weckt.
Bilder des eigenen Kinderzimmers und von
altem Spielzeug leben wieder auf und vermischen
sich mit Geräuschen wie dem unverwechselbaren
Knarzen beim Auflegen
einer Schallplatte. «Die Figur des Kaspers ist
weiterherum in Europa ein gewitzter, trinkfreudiger
und derber Geselle», erklärt Kurt
Fröhlich vom Figurentheater. «In der Schweiz
hingegen ist er zu einem Jungen geworden,
der seine Probleme mit Witz und List löst.»
Diese Verwandlung verdanken wir Adalbert
Klingler, der 1896 zur Welt kam und als leidenschaftlicher
Puppenspieler die Figur des
Kasperlis prägte. Ihm widmet des Figurenmuseum
deshalb bis zum April des kommenden
Jahres eine Ausstellung. «Adalbert Klingler
hätte eigentlich als Versicherungsvertreter
die Existenz seiner Familie sichern sollen.
Das stand aber im Clinch mit seinem Traum,
Kasperli zu spielen.» Sein Talent für das Puppenspiel
und seine Beharrlichkeit verhalfen
ihm an der Schweizerischen Landesausstellung
1939 zum grossen Durchbruch. In der
Folge stellte ihn Migros-Gründer Gottlieb
Duttweiler für das Figurentheater im «Park
im Grüene» in Rüschlikon ein. «Klinglers
Spiele haben die Kinder gepackt, sie haben
mitgefiebert», erklärt Fröhlich. «Wahrscheinlich
haben über eine Million Menschen eines
von Klinglers Theatern gesehen. Während
des Zweiten Weltkrieges trat er im Rahmen
der geistigen Landesverteidigung sogar für
Soldaten auf.» Obwohl der gebürtige Zürcher
die Figur und die Wahrnehmung des Kasperlis
prägte, geriet sein Schaffen über die Jahre in
Vergessenheit. «Die Familie Klingler besass
kein grosses Talent für Vermarktung. Als die
Stücke später dank Schallplatten oder Kassetten
in fast jede Schweizer Stube kamen, fand
An der Ausstellung sind rund 70 Figuren von Adalbert Klingler zu sehen.
Adalbert Klingler kaum mehr Erwähnung.»
Den Ruhm erbten andere – wie Schauspieler
Jörg Schneider, der Kasperli auf den Tonträgern
seine Stimme lieh. «Umso wichtiger ist
es doch, Klinglers Arbeit mit einer Ausstellung
zu würdigen», so Fröhlich. Noch bis zum
26. April 2026 sind im Figurenmuseum unter
anderem rund 70 Figuren aus der Sammlung
von Adalbert Klingler zu bestaunen. Dazu erfahren
die Besucherinnen und Besucher viel
Wissenswertes über die Entwicklung des Kasperlitheaters
in der Schweiz. «Es lohnt sich,
mehr über einen Pionier des Figurentheater
und ‹seinen› Kasperli zu erfahren.» (sd)
(Bild: zVg.)
HERISAUER SCHULKINDER
ERSCHAFFEN EINE FIKTIVE STADT
Niemand zu klein, um im «Waisenau»-Beautysalon zu sein.
Im Mai standen während einer Woche in
den Herisauer Schulhäusern Wilen und Waisenhaus
besondere Projekttage auf dem
Programm. Im Schulhaus Wilen beschäftigten
sich rund 130 Kinder aller Stufen mit
der Vielfalt der Welt. In gemischten Gruppen
erlebten sie Sprache, Rhythmen, Speisen
und Spiele aus verschiedenen Ländern.
Dabei entstanden unter anderem Collagen,
Musikstücke auf traditionellen Instrumenten
sowie internationale Gerichte. Auch
Eltern und Lehrpersonen engagierten sich
in den vielfältigen Ateliers. Ein zentrales
Anliegen war zudem die Reflexion über Gemeinschaft,
Herkunft und die Werte der
Schule. Parallel dazu wurde das Schulhaus
Waisenhaus zur fiktiven Stadt «Waisenau».
160 Kinder schlüpften zwei Tage lang in
verschiedene Berufe, besuchten Herisauer
Betriebe, verdienten einen «Lehrlingslohn»
und handelten mit der eigens eingeführten
Währung «Waisis». Angebote wie ein Beautysalon,
eine Papeterie, ein Casino oder ein
Kulturbüro vermittelten auf spielerische
Art und Weise wirtschaftliche und gesellschaftliche
Zusammenhänge. Höhepunkte
waren zudem ein Internetradio mit Musikwünschen
sowie Interviews mit Persönlichkeiten
aus der Region wie dem ehemaligen
Bundesrat Hans-Rudolf Merz oder Regierungsrat
Alfred Stricker. (gk)
(Bild: gk)
Zroggleene,
aachoo, KB.
Gelassen in die Zukunft:
Sorgen Sie frühzeitig vor.
Wir sind immer für Sie da. Ein Leben lang.
appkb.ch/125jahre
Publireportage
Sommerferienspass im
Fussballcamp Herisau
In Herisau hält das Fussballfieber Einzug
Vom 07.-11. Juli 2025 organisiert Moving Sportcamps ein Fussballcamp
für Kinder und Jugendliche in Herisau.
Während fünf Tagen ohne Übernachtung erwartet die Teilnehmenden
eine Woche voller Fussballspass. Am Morgen wird fleissig
trainier. Nachmittags ist Zeit für Turniere, eine Fussballolympiade
und jede Menge Fussballspass. Als Highlight der Woche gibt es
ein grosses Finale der Mini-Europameisterschaft mit Zuschauern
am Freitagnachmittag. Das Angebot richtet sich an alle Jungs und
Mädchen aus der Region, die gerne Fussball spielen.
Die Teilnehmenden werden von Fachpersonen trainiert betreut.
Ein leckeres Mittagessen gehört zur Campwoche dazu.
Neben viel Bewegung kommt somit auch der soziale Aspekt in
dieser Ferienwoche nicht zu kurz.
Freundschaften werden geknüpft, Teams wachsen zusammen und
durch die vielen gemeinsamen Erlebnisse ist eine unvergessliche
Woche garantiert.
Jetzt anmelden und dabei sein im Fussballcamp Herisau!
Sport, Spiel und ganz viel Fussballpass erwartet die Kinder.
Anmeldung: www.moving-sportcamps.ch
UNSERE GEMEINDE
Zu Diensten
«Gesundheit hört nicht vor der Bürotür auf»
Christoph Bertschinger arbeitet bei der Gemeinde seit vier Jahren
als Fachspezialist für betriebliches Gesundheitsmanagement
(BGM) und fördert die Gesundheit der Mitarbeitenden. Er erklärt,
weshalb die Erholung schon am Arbeitsplatz beginnt und in welchen
Bereichen die Verwaltung noch gesünder werden kann.
Christoph Bertschinger, wann sind Mitarbeitende gesund?
Gesund ist jemand, der sich aktiv, planvoll und zielgerichtet in
seiner Welt bewegt, sich einbringen und mitgestalten, seinen
Zielen und Träumen nachgehen kann. Also jemand, der sich weiterentwickelt.
Dafür braucht es einen Sinn im Leben, für den sich
Erkennen wir in der Arbeit keinen Sinn, ist das weder motivierend
noch gesund. Und schliesslich braucht es eine Balance zwischen
Phasen der Aktivität und der Ruhe; diese Ausgewogenheit
beginnt bereits am Arbeitsplatz.
Können Sie das ein wenig ausführen?
Die Trennung zwischen Arbeitswelt, in der man stets Leistung
erbringen muss, und Freizeit, die man zur Entspannung nutzt,
ist bezüglich Gesundheit nicht mehr zeitgemäss. Die Gesundheit
hört nicht einfach vor der Bürotür auf. Sowohl für die Zufriedenheit
der Mitarbeitenden als auch für den Arbeitgeber ist
es wichtig, dass wir die Gesundheit im Beruf nicht vernachlässigen.
Sie beginnt bei kleinen Dingen wie einem ergonomischen
Arbeitsplatz und setzt sich bei der Art und Weise fort, wie sich
Vorgesetzte verhalten. Es ist nachgewiesen, dass zufriedene
und motivierte Menschen produktiver sind – genau diesen Effekt
wollen wir erreichen.
Wie zeigt es sich, wenn die Gesundheit am Arbeitsplatz nicht
stimmt?
Unsere heutige Gesellschaft ist leistungsbezogen, gerade was
die Arbeitswelt angeht. Es wird immer mehr von den Mitarbeitenden
verlangt, das kostet viel Energie. Diese fehlt uns wieder-
ist sicherlich ein Mitgrund, weshalb beispielsweise sehr viele
renämter
nicht mehr besetzt werden können. Die Menschen sind
aufzuhalsen.
Welche Rolle nimmt nun das betriebliche Gesundheitsmanagement
ein?
Mitarbeitende sind dann zufrieden, wenn sie in einem gesunden
Unternehmen arbeiten. Wenn wir in einem schlecht funktionierenden
Team oder einem angstfördernden Arbeitsklima tätig
sind, schlägt sich das auf die Gesundheit nieder. Hier gibt es
-
Themen setzt ein Gesundheitsmanagement an, damit ein gesundes
Arbeitsumfeld entsteht.
Christoph Bertschinger setzt sich als Mitarbeiter des Personaldienstes seit
vier Jahren für eine gesunde Gemeindeverwaltung ein.
Wie genau soll das erreicht werden?
schutz
beinhalten Themen wie ergonomische Arbeitsplätze, Massnahmen
zum Schutz der Persönlichkeit oder klare Notfallkonzepte.
Wir hatten zum Beispiel eine einstündige Instruktion zur Ergonomie
mit anschliessender individueller Beratung am Büroarbeitsplatz. Bei
der Gesundheitsförderung evaluiere ich das Arbeitsklima und die Belastung,
sensibilisiere Führungskräfte für den korrekten Umgang mit
ihrem Team und gebe Anregungen zu gesundem Verhalten. Aktuell
läuft die Vortragsreihe «Die Balance im Arbeitsalltag halten» mit Inputs
zu Achtsamkeit, gesundem Schlaf oder Sehtraining. Und beim
Absenzen- und Case-Management geht es um die Re-Integration. Ich
begleite beispielsweise Mitarbeitende, die nach einem längeren Ausfall
wieder in den Arbeitsalltag integriert werden.
Fortsetzung auf der nächsten Seite
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 06/25
UNSERE GEMEINDE
Was sind die grössten Herausforderungen in Ihrem Alltag?
Unsere Gemeindeverwaltung ist eine Organisation mit unterschiedlichsten
Ressorts, die weitestgehend autonom funktionieren und
unterschiedliche Betriebskulturen leben. In dieser Heterogenität
ist es schwierig, eine gesundheitsgerechte Führungskultur zu etablieren.
Eine weitere Herausforderung ist die
hohe Arbeitslast in Ressorts, bei denen wir
die Auftragslage nicht steuern können. Ein
ner
gewissen Frist bearbeitet werden. Wenn
die Anzahl Baugesuche in einem Jahr mas-
nicht aufgestockt werden können, kommt es
zu systematischen Überlastungen. Da kann
bewegen und Atemtechniken zur Entspannung anwenden.»
Wie reagieren Sie dann?
In solchen Fällen überprüfen wir zuerst die Strukturen und Abläufe.
Wenn die personellen Ressourcen erweitert werden müssen,
braucht dies in den Verwaltungsstrukturen seine Zeit. Das bedeutet,
die Mitarbeitenden in der betroffenen Abteilung müssen
diese Belastung über einen längeren Zeitraum stemmen können.
Da versuchen die Führungspersonen und der Personaldienst, die
Gesundheit der Mitarbeitenden mit kleinen Tipps und Tricks und
mit einer wertschätzenden Führung zu fördern.
Wie sind die Rückmeldungen der Mitarbeitenden auf Ihre Arbeit?
Es gibt Mitarbeitende, die mich aktiv aufsuchen oder die Vorträge
regelmässig besuchen. Auch von etlichen Führungskräften erhalte
ich positives Feedback und sehe, wie sie mit gutem Beispiel vorangehen.
Führungspersonen spielen eine entscheidende Rolle für das
«Das Arbeitsklima
wirkt sich auf
die Gesundheit aus.»
lend
auf Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeitenden aus.
Was macht Ihren Alltag so spannend?
Eine Gemeindeverwaltung ist wie ein Gemischtwarenladen. Die
Mitarbeitenden sind ein Querschnitt durch
die Bevölkerung, was Status, Bildungsgrad,
Herkunft oder Berufskultur angeht.
Entsprechend brauchen die Mitarbeitenden
des Werkhofs oder Gartenbauamts
eine andere Herangehensweise als jene,
die am Bildschirm tätig sind. Diese Vielfalt
ist spannend und herausfordernd.
Lässt sich ein positiver Effekt des BGM mit Zahlen belegen?
In den vier Jahren, in denen ich für die Gemeinde tätig bin, haben
sich die kürzeren Absenzen von bis zu 30 Tagen deutlich reduziert.
der»
geworden ist. Leider kann ich eine Steigerung der Zufriedenheit
und der Motivation der Mitarbeitenden nicht mit Zahlen belegen,
da wir keine systematische Befragung durchführen.
Sie sind 68 Jahre alt und wären längst pensioniert, arbeiten aber
noch zwei Jahre weiter. Sie haben in dieser Zeit vieles gesehen
und erlebt. Wo wünschen Sie sich ein Umdenken für eine gesündere
Arbeitswelt?
Wie bereits erwähnt spielen die Führungskräfte eine entscheidende
Rolle. Für die Gemeinde wünsche ich mir eine bewusstere
Auseinandersetzung, welche Führungsstile gelebt und welches
Arbeitsklima herrschen sollen. Dabei gilt es im offenen Dialog
die Balance zwischen den «Unterschiedlichkeiten der Ressorts»
und der «Verbundenheit und Zugehörigkeit zur Verwaltung» zu
Betriebliches
Gesundheitsmanagement (BGM)
Arbeitssicherheit und
Gesundheitsschutz
Gesundheitsförderung
Absenzen- und
Casemanagement
- Notfallkonzepte entwickeln
- Schutz der persönlichen Integrität
bei Diskriminierung
und Mobbing thematisieren
- ergonomische Beratungen
ermöglichen
- Arbeitsklima und systematische
Belastungen evaluieren
- Führungspersonal sensibilisieren
- Vortragsreihen zu gesundem
Verhalten zusammenstellen
- Personaldienst bei gesundheitsrelevanten
Problemen
unterstützen
- regelmässiges Absenzen-
Controlling durchführen
- Prozesse und Instrumente
entwickeln und schulen
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 06/25
UNSERE GEMEINDE
Schule
In dieser Wolke wird gelernt
Die Wilen-Wolke steht als Beispiel dafür, wie die Ressourcen der
Schulischen Heilpädagogik auf andere Art genutzt werden können:
In Lerninseln werden leistungsschwächere Schülerinnen
und Schüler ebenso gefördert wie Begabte.
sind beim Eingang der ehemaligen Hauswartswohnung im obersten
Stock des Schulhauses Wilen angebracht. Täglich zwischen 9
Teilweise stehen für die Begleitung zusätzlich Praktikantinnen
oder Zivildienstleistende zur Verfügung. Die Wilen-Wolke besteht
seit dem Sommer 2024. In anderen Herisauer Schulhäusern gibt
Schulinseln, der Gedankenaustausch in einer Retraite der schaft Heilpädagogik und Besuche in ähnlichen Einrichtungen.
Fach-
Vom Mehrwert überzeugt
Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf begeben
sich regelmässig in die Wolke. Dabei arbeiten die Schulischen
Die Lektionen, die für die Insel eingesetzt werden, kommen aus
dem Gesamtpool der zur Verfügung stehenden Lektionen der
Schulischen Heilpädagogik. Der eine Teil dieser Pensen wird so-
früher für die Betreuung von einzelnen Schülerinnen und Schülern
nen
erlebe die Wolke in dem Sinn, dass jemandem quasi Stunden
«weggenommen» werden.
Noemi Waldburger unterstützt zwei Kinder in der Wilen-Wolke.
Via App und Namensschild
-rigkeiten
haben. Hier können sie gut in den Räumen verteilt
werden und schätzen die Ruhe», sagt Noemi Waldburger, r, Heilpädagogin
im Schulhaus Wilen. Die Insel stehe nicht nur leis-
lerinnen
und Schülern, die eine Begabtenförderung erhalten.
Es gibt Angebote mit offenen Aufgabenstellungen. «Und in der
aucständig
arbeiten.» Die Wilen-Wolke werde manchmal ben
besonders schnell erledigt habe. Bis zu zehn Schülerinnen
und Schüler halten sich gleichzeitig in den Räumen auf. Wichtig
seits
erfolgt diese unter den Lehrpersonen in einer speziellen
Schulzimmer als auch in der Wilen-Wolke ersichtlich, wer sich
wo aufhält.
«Spielraum in Umsetzung und
Ausgestaltung»
«Die Basis für eine Einführung von Lerninseln
zu schaffen, gehört zu unseren Legislaturzielen»,
sagt Michael Werner. Er
ist in der Herisauer Schulleitung für die
Schulische Heilpädagogik und die Fördermassnahmen
zuständig. Auf dem Weg zur
seln
in Herisau sei es nützlich und sinnvoll,
dass mehrere Schuleinheiten (Wilen, Müli,
welche Weise funktioniert das System am
Weitere Schuleinheiten starten im Schuljahr
2025/26. «Die Schulleitung begleitet
diesen Prozess. Es wird eine Arbeitsgruppe
gebildet. Wir schauen, welches ‹Dach›
wir für Herisau bilden können.» Weil die
Schuleinheiten unterschiedlich gross seien
und verschiedene Bedürfnisse hätten, sei
wichtig, dass jedes Schulhaus einen gewissen
Spielraum in der Umsetzung und Ausgestaltung
haben werde. Man gehe mit den
Inseln weg vom reinen «Lektionendenken»,
fügt Michael Werner an. Die Ressourcen auf
andere Weise einzusetzen, könne in vielen
Fällen Sinn machen.
Als Begrüssung hängen am Eingang zur Wilen-Wolke diese farbigen Buchstaben.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 06/25
UNSERE GEMEINDE
Gemeinderat
Über die Schulter geschaut: Glen Aggeler
In loser Folge stellen wir die Mitglieder des Gemeinderats vor. Im
zweiten Teil der Serie steht Glen Aggeler im Fokus. Seit 2018 ist er
Mitglied des Gremiums. Im Interview spricht er über die täglichen
Herausforderungen, seine persönliche Motivation und warum ihm
die Standortförderung besonders am Herzen liegt.
Glen Aggeler, welches Ressort verantworten Sie im Gemeinderat?
Ich bin seit meiner Wahl 2018 für das Ressort Volkswirtschaft und
Was gehört konkret zu diesem Ressort?
werbe,
Industrie, der Wochenmarkt, verwaltungspolizeiliche Aufgaben
und verschiedene Bewilligungsverfahren. Daneben sind wir
für zahlreiche Schnittstellen verantwortlich, etwa zum «Netzwerk
mus
oder auch zur Landwirtschaft. Der Wald fällt ebenfalls in unse-
einem Drittel am Waldbauverein beteiligt. Ein weiterer Schwerpunkt
ist die Standortförderung – und nicht zuletzt übernehmen wir auch
Inwiefern?
Herisau verfügt über zahlreiche kulturelle Schätze, von der Olympia-Sammlung
von Markus Osterwalder bis hin zum historischen
Schmuckstück Weiler Schwänberg. Wir arbeiten eng mit dem Museumsverein
zusammen und sind ausserdem für den Betrieb und
Unterhalt des Casinos und des Alten Zeughauses verantwortlich.
Welche grossen Herausforderungen beschäftigen Ihr Ressort derzeit
besonders?
Die grösste Herausforderung liegt im Spagat zwischen Anspruch
begrenzt, und dennoch entstehen durch die vielen Schnittstellen
immer wieder neue Erwartungen. Diese unter einen Hut zu bringen,
verlangt Fingerspitzengefühl und Priorisierung.
Serie
Gemeinderat
gebunden, aber es gibt Handlungsspielraum.
Ideen, die an uns herangetragen
werden, können wir aufnehmen, weiterentwickeln
und bestenfalls umsetzen. Ein
schönes Beispiel ist das Projekt «Lesementoring»,
das aus dem «Netzwerk Alter» entstanden
ist. Solche Projekte zu begleiten und erfolgreich abzuschliessen,
macht die politische Arbeit sehr erfüllend
Teil 2
Haben Sie aktuell ein Herzensprojekt?
Ja, ganz klar die Standortförderung. Wir stehen aktuell an einem
Punkt, an dem wir die Strukturen und Zuständigkeiten dafür neu
Rahmen zu setzen. Ich hoffe sehr, dass uns das gemeinsam gelingt.
Voraussichtlich im Herbst wird der Einwohnerrat über den Antrag
des Gemeinderates entscheiden. Denn Standortförderung betrifft
Bevölkerung.
Worum geht es bei der Standortförderung konkret?
Herisau soll als Wohn-, Arbeits- und Lebensstandort attraktiv bleiben
und weiterentwickelt werden. Dazu gehören die Unterstützung
bestehender Betriebe, die Förderung von Ansiedlungen neuer Unternehmen
und die Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren. Auch
Themen wie Digitalisierung, Nahversorgung oder interkommunale
Zusammenarbeit sind zentral. Mir ist wichtig, dass wir als Gemeinde
tion
und auch in der Vermittlung.
Was möchten Sie der Herisauer Bevölkerung zum Schluss mit auf
den Weg geben?
Mir liegt das «Wir-Gefühl» am Herzen. Eine Gemeinde lebt vom Engagement
aller. Ich wünsche mir, dass wir wieder mehr aufeinander
übertragenen Sinn.
Wie sieht Ihre typische Woche als Gemeinderat aus?
Sie beginnt und endet auf dem Wochenmarkt. Dort suche ich gezielt
Der Montag startet jeweils mit einer Sitzung mit dem Abteilungslei-
-
-
Akten studieren, abwägen, Position beziehen, sowohl als Ressortverantwortlicher
als auch als gewählter Vertreter der Bevölkerung.
Und an den übrigen Tagen der Woche?
Da gibt es weitere Sitzungen. Daneben bin ich weiterhin berufstätig.
Trotzdem bin ich jederzeit per E-Mail oder telefonisch erreichbar,
Was motiviert Sie, sich als Gemeinderat zu engagieren?
Mich fasziniert, dass man als Gemeinderat tatsächlich etwas bewegen
kann. Natürlich sind wir an gesetzliche Rahmenbedingungen
Glen Aggeler leitet das Ressort Volkswirtschaft und Kultur.
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 06/25
UNSERE GEMEINDE
Sportzentrum
Geburtstag zwischen Wasser und Eis
Die Kinder können nicht nur herumtollen und essen, sondern sich auch kreativ betätigen.
Vor allem für Kinder ist der eigene Geburtstag immer etwas
Besonderes. Seit zwei Jahren sorgt das Sportzentrum Herisau
dafür, dass dieser Tag noch mehr in Erinnerung bleibt. Zwischen
Wasser und Eis bietet er Kindergeburtstage für jeden
Geschmack an.
-
-
und Eltern jeweils positiv aus.»
time
des Sportzentrums Herisau. Zwischen Luftschlangen und Sirupkelchen
liegen Farbstifte, Tischsets zum Ausmalen und die Res-
Pommes Frites, andere sind bereits beim Dessert angekommen –
rück
aufs Eis. «Ich würde lieber baden», ruft ein Geburtstagsgast.
«Dann feiern wir deinen Geburtstag eben im Hallenbad», schlägt
angebots
des Sportzentrums.
-
die Aktivitäten Eislaufen oder Schwimmen zur Auswahl. Zusätzlich
den
– mit oder ohne Dessert. «So haben die Eltern die Möglichkeit,
Teamleiterin Bistro.
Die Geburtstage im Sportzentrum beginnen in der Regel mit dem
gewählten Sportprogramm. Einerseits steht das Hallenbad mit
einem 25-Meter-Becken, einem Warmwasserbecken und einem
Planschbecken mit Rutsche zur Verfügung. Andererseits lockt das
Eisfeld dank seines ganzjährigen Betriebs auch in den anstehenden
Sommermonaten. Danach wartet ein gedeckter Tisch im Bistro mit
Essen und Spielmaterial zum Malen und Basteln.
geburtstagen
zuständig.
Weitere Informationen hier:
https://shorturl.at/VSRSD
Eine Publikation der Gemeinde Herisau 06/25
Mitmachen und
Preise im Gesamtwert
von über 10 000 Franken
gewinnen!
NEU - Extra-Tipp
Preis im Wert von 1000 Franken
Hauptpreise
Einzelwertung
Feuerball «Merkur»
im Wert von 3450 Franken!
Firmen
Töffli-Tour
im Wert von 2020 Franken!
Vereine
Team-Event im Gustarium
im Wert von 2000 Franken!
4 Kategorien
· Einzelwertung
· Firmen
· Vereine
· Freunde
Jetzt GRATIS anmelden
unter www.appenzell24.ch
Freunde
Sonnenbrillen
im Wert von 2000 Franken!
emtipp25_herisauer-ganzseitig-216x315.indd 1 02.06.2025 07:40:38
06/2025 Chorzfuetter/Gewerbe · 29
Chorzfuetter
St. Gallerstrasse einspurig befahrbar
Im letzten Jahr wurde die abwassertechnische
Erschliessung für das Bahnhofareal erstellt.
Jetzt muss die Querung der St.Gallerstrasse
instandgesetzt sowie der Deckbelag auf der
Güterstrasse eingebaut werden. Diese Bauarbeiten
führen während zehn Tagen zu Verkehrseinschränkungen.
Start ist am Dienstag,
10. Juni. Dann werden bei der Kreuzung St.Gallerstrasse-Güterstrasse
die Beläge eingebaut.
Die St.Gallerstrasse wird bis Freitag, 20. Juni,
einspurig geführt und der Verkehr mit einer
Ampel geregelt. Die Unterführung zur Güterstrasse
muss ganz gesperrt werden. (gk)
Altersheim Dreilinden wurde verkauft
Florian und Karolin Sutter, Eigentümer der
Augenklinik Herisau, haben die Liegenschaft
der Stiftung Leben im Alter am Dreilindenweg
11 gekauft. Die Stiftung wird das Haus Dreilinden
bis zum Ablauf der Betriebsbewilligung
Ende 2027 als Altersheim weiterbetreiben, sofern
weiterhin ältere Menschen dort wohnen
und ausreichend Mitarbeitende am Standort
arbeiten möchten. Die beiden Parteien haben
entsprechende Übergabebedingungen vereinbart.
Es sei ihnen wichtig gewesen, dass
dieses einzigartige Grundstück in Herisauer
Besitz bleibe. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen
vereinbart. (pd)
SCHULKINDER UND GEWERBEVEREIN
LASSEN DAS DORF AUFBLÜHEN
Pünktlich zum Frühling erstrahlt Herisau
in bunter Blütenpracht. Der Gewerbeverein
hat gemeinsam mit Kindergarten- und
Schulklassen aus dem Dorf eine besondere
Aktion lanciert: Die Kinder und Lehpersonen
dekorierten 24 Hochbeete zum Thema
«Glücksfall», die anschliessend von lokalen
Fachgeschäften bepflanzt wurden. Durch
diese Zusammenarbeit entstanden farbenfrohe
Dekorationen für das Dorf. «Mit jedem
Tag, an dem die Pflanzen weiterwachsen,
verwurzelt sich auch das Glücksgefühl im
Dorf», schreibt der Gewerbeverein in einer
Medienmitteilung. Die von den Kindern gestalteten
Blumenbeete sind seit Mitte Mai
vor den teilnehmenden Fachgeschäften zu
bewundern. (pd) Eines der Blumenbeete vor der Walhalla. (Bild: zVg.)
GLÜCKSPILZE AN DER AUTOSHOW
UND DER FRÜHLINGSAUSSTELLUNG
Appenzeller Welttournee im Casino
Nach dem grossen Erfolg im vergangenen
Jahr mit zwei ausverkauften Vorstellungen
im Casino gastiert die Appenzeller Welttournee
auch in diesem Jahr wieder in
Herisau. Am Sonntag, 19. Oktober, stehen
Stimmkünstler Martin O., Schauspieler Philipp
Langenegger und der Appenzeller Chor
gemeinsam auf der Bühne. Sie präsentieren
eine Mischung aus Klängen, Musik und Humor
aus aller Welt. Tickets sind ab sofort
unter welttournee.ch erhältlich. (red)
Die glücklichen Wettbewerbsgewinner der Herisauer Autoshow: (v.l.n.r.) Jörg Meier, Brigitte Breitenmoser,
Hans Ramsauer, Bruno Räss, Philipp Lanter und Reto Baier.
(Bild: zVg.)
Vier Millionen aus dem Lotteriefonds
Nach Berechnung des Gewinns der Landeslotterie
im Jahr 2024 steht fest, wie viel Geld
in die Kassen der Kantone fliesst: Appenzell
Ausserrhoden erhält etwas mehr als vier
Millionen Franken. Dem Kulturfonds werden
daraus 1,53 Millionen Franken und dem Sportfonds
600‘000 Franken zugewiesen. Insgesamt
530‘000 Franken werden in die Kasse
für Gemeinnütziges gelegt, 20‘000 Franken
sind für Sympathiebeiträge reserviert. (kk)
Sie gewannen die Hauptpreise der Frühlingsausstelung der Näf Service und Maschinen AG: (v.l.n.r.) Andi
Wagner, Marc Vogt und Severine Kupferschmid.
(BIld: zVg.)
30 · Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus 06/2025
Waldstatt von der Geisshalden aus gesehen.
WALDSTATT: STELLDICHEIN
VON KUNST UND HOLZBAU
Ein Spaziergang mit Weitblick und Einblicke in die Tradition des Holzbaus, mit künstlerischen
Eindrücken und einmal mehr der Erkenntnis: Das Schöne liegt so nah und birgt beeindruckende
Überraschungen.
Etwas wehmütig machen wir uns auf den Weg
– es ist unsere letzte Wanderung von Gemeindehaus
zu Gemeindehaus. In Schwellbrunn
haben wir begonnen und in den letzten Monaten
reihum unsere Nachbargemeinden besucht.
Mit Waldstatt schliesst sich der Kreis.
Wir könnten es uns einfach machen – Poststrasse,
Alpsteinstrasse und Herisauerstrasse
– und schon wären wir da. Doch zu Fuss führen
schönere Wege in die «stadtnahe, ländliche
Gemeinde mit Herz im Herzen des Appenzeller
Hinterlandes». Wir entscheiden uns
für einen Spaziergang über den Nieschberg
und die Geisshalden – nicht zuletzt auch, weil
wir so den Lieblingsort von Gemeindepräsident
Andreas Gantenbein in unsere Wanderung
integrieren können.
Wir spazieren vom Herisauer Gemeindehaus
aus zum Schwänli. Es kann sein, dass der
kürzere Weg vom Mühlehof zum Büel wegen
Bauarbeiten gesperrt ist, die Umleitung ist
signalisiert und führt über Schloss nach Büel.
Durch den Nieschbergwald erreichen wir den
Nieschberg. Wie immer nutzen wir die Wanderzeit
auch, um unseren Gedanken zum
angestrebten Ziel freien Lauf zu lassen. Mir
kommen das geheizte Freibad (unbedingt ein
Besuch wert!), der Waldstätter Gidio, Viehschau,
Silvesterchlausen, Otto Bruderer und
Emma Kunz in den Sinn. Zu Letzteren später
mehr. Und schliesslich sind da die Worte
meines Geschichtslehrers: Waldstatt gehörte
bis 1719 zu Herisau. Dann wurde das Kirchenund
Armengut getrennt. Die Besonderheit:
Waldstatt erlangte als einzige Ausserrhoder
Gemeinde bereits vor dem Bau der eigenen
Kirche die Selbständigkeit. Der 1719 bewilligte
Kirchenbau übrigens gestaltet sich zu einer
Art Wettbewerb mit der Gemeinde Schönengrund,
welche die Erlaubnis im selben Jahr erhielt.
Das Resultat: Beide Kirchen wurden 1721
am gleichen Tag eingeweiht. Soweit meine
Assoziationen. Wie charakterisiert Andreas
Gantenbein seine Gemeinde? «Waldstatt ist
(Bilder: es)
ein Dorf mit einer sehr grossen Holzbautradition.
Aber auch andere innovative Betrieb
gehören zu unserem einheimischen Gewerbe.
Die Landwirtschaft pflegt die umliegenden
Flächen bis ins Dorf bilderbuchmässig und in
Waldstatt können die Einkäufe für den täglichen
Gebrauch in Gehdistanz getätigt werden.»
Ein Dorf mit Holztradition
Noch sind wir nicht in Waldstatt. Kurz nach
dem Nieschberg wählen wir den Weg zur
Geisshalden. Hier, am Lieblingsort von Andreas
Gantenbein, geniessen wir den Blick
auf Waldstatt und zum Säntis hin. Bildlich
sehen wir vor uns, was der Gemeindepräsident
über seine Gemeinde sagt: «Waldstatt
liegt traumhaft eingebettet zwischen den
beiden Hügelzügen zwischen der Geisshalde
und Oberwaldstatt.» Und wir verstehen sein
Schwärmen: «Das Schöne liegt ganz nah. Der
Blick zum Alpstein mit Säntis ist tagtäglich im
Lichtspiel der aufgehenden, aber auch untergehenden
Sonne ein Traum.» Nun, die Sonne
steht am Zenit und wir nähern uns dem Dorf
über die Geisshaldenstrassen. Dies nicht
ohne «Hintergedanken», bei Vollhofstatt
nämlich treffen wir auf den Holzweg. Dieser
führt rund um das Dorf und informiert an 16
Stationen über die Vielfalt des Holzes. Dies
Die Mittenstrasse mit Kirche und dem Otto-Bruderer-Haus.
Emma-Kunz-Pavillon mit Bad Säntisblick im Hintergrund.
06/2025 Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus · 31
kommt nicht von ungefähr: Wie viele Ausserrhoder
Gemeinden war auch Waldstatt im
18. Jahrhundert geprägt durch die Milch- und
Viehwirtschaft und das Textilgewerbe. Im
19. Jahrhundert waren rund drei Viertel der
arbeitenden Bevölkerung in der Textilbranche
tätig. Die schwere Wirtschaftskrise ab
Beginn des Ersten Weltkrieges aber traf auch
Waldstatt. Noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs
verlagerte sich das Schwergewicht der
Beschäftigung unter anderem auf die Verarbeitung
von Holz. Diese Tradition prägt das
Dorf bis heute. Die Bauten des Waldstätter Ingenieurs
und Holzbaupioniers Hermann Blumer
sind auf der ganzen Welt bekannt. Und
wer von Herisau nach Schönengrund fährt,
passiert zuerst die Lignatur AG und dann die
Blumer Fensterwerke.
Otto Bruderer und Emma Kunz
Über die alte Landstrasse gelangen wir zur
Dorfstrasse. Obwohl wir damit unser Ziel, das
Gemeindehaus von Waldstatt, erreicht haben,
setzen wir unseren Weg noch ein wenig fort
– auf den Spuren des Holzes und von Emma
Kunz. Der zu ihren Ehren geschaffene Pfad mit
fünf Stationen beginnt beim Dorfbrunnen.
Den ersten Halt machen wir aber vor dem
Haus von Otto Bruderer, welcher von 1911 bis
1994 in Waldstatt lebte. Auf der Homepage
waldstatt-tourismus.ch ist nachzulesen: «Das
Otto Bruderer Haus an der Mitterstrasse
birgt einen fast unerschöpflichen Fundus von
Aquarellen, Skizzen, Bildern auf Papier, Leinwand
und hartem Malgrund. Es gibt Ordner
mit Märchen, einen Schubladenstock voller
Skizzen, Kartons mit auf Kartonschnipseln
notierten Sprüchen.» Bruderers Werk wird
heute von der «Otto Bruderer Gesellschaft»
im Wohnhaus des Künstlers aufbewahrt. Die
Gesellschaft organisiert regelmässig Ausstellungen
mit aktuellen Künstlerinnen und
Künstlern und macht wechselnde Teile des
Nachlasses zugänglich. (Weitere Infos unter:
www.ottobrudererhaus.ch)
Nun zu Emma Kunz (1892-1963): Die berühmte
Heilerin, Forscherin und Künstlerin
lebte von 1951 bis zu ihrem Tod 1963 in der
Schäfliwies. «Hier fühlte sie sich wohl und
konnte sich, zurückgezogen und konzentriert,
ihrer inneren Bestimmung widmen. In dieser
Zeit entstanden die meisten ihrer über 400
Werke, die berühmten Pendelbilder. Die Erforschung
und Anwendung energetischer und
geistiger Kräfte erreichten in dieser Zeit ihren
Höhepunkt.» Von ihrem Wohnhaus aus führt
uns der Weg zur Badtöblibrücke. Diese Brücke
– entworfen von Hermann Blumer – verbindet
Waldstatt auf einem Weg durch den Wald
mit dem Bad Säntisblick – und damit quasi mit
den Wurzeln des Waldstätter Tourismus. 1772
wurde hier eine «heilsame» Wasserquelle entdeckt.
Das Bad und das später gebaute Kurhotel
trugen wesentlich dazu bei, dass Waldstatt
zum Kurort wurde. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts
bis 1923 verfügte das Bad Säntisblick
übrigens über eine eigene Brauerei. Mitte der
1960-er Jahre wurde aus dem Kurhotel ein Seniorenheim.
Unser Augenmerk gilt indes nicht
diesem, sondern dem Emma-Kunz-Pavillon.
Ein komplexer Holzbau, welcher angelehnt an
eines ihrer Bilder von Hermann Blumer entwickelt
wurde. Gebaut aus rund 1000 Einzelteilen
lässt sich so eines ihrer Werk dreidimensional
erleben. Unsere für heute letzte Station
ist der gleich nebenanliegende Weiher. Nach
einem geruhsamen Blick auf das Wasser, in
dem sich zahlreiche Fische tummeln, machen
wir uns auf den Rückweg ins Dorf.
Zwei Waldstätter Bahnhöfe
Auf die Frage, was man über seine Gemeinde
unbedingt wissen müsse, erklärt Andreas
Gantenbein: «Waldstatt hat mit seinen 1875
Einwohnenden über 900 Arbeitsplätze.» Zudem
gäbe es in Waldstatt einen Punkt, an
welchem bei schönem Wetter das Münster
von Ulm aber auch die Berner Alpen gesehen
werden können.» Und er empfiehlt uns eine
Wanderung zu den Teufelsmauern.» Diesen
Spaziergang zur Mündung des Murbachs in
die Urnäsch verschieben wir auf einen anderen
Tag. Auf den Zug nach Herisau wartend
kommt uns eine weitere Geschichte in den
Sinn. Waldstatt hat nämlich zwei Bahnhöfe.
Einer mit Bahnanschluss, einer versteckt auf
einer Lichtung hinter der Alp Gross Gerstengschwend
im Urnäscher Bettenloch. Als die
Gemeinde einen neuen Bahnhof erhielt, kaufte
ein Landwirt aus Urnäsch das alte Gebäude
und liess es 1924 mit Ross und Wagen ins Bettenloch
transportieren. Lange Zeit wurde das
Gebäude kaum beachtet und zerfiel immer
mehr. Dass dem ehemaligen Bahnhof wieder
neues Leben eingehaucht wurde, ist der «Aktion
Bettenloch» zu verdanken. Seit 2001 erstrahlt
das Haus in neuem Glanz, gehört dem
Kanton Appenzell Ausserrhodern und eine
lose Gemeinschaft von Waldstätter Senioren,
genannt «Bettenlochschuppel», sorgt unentgeltlich
für dessen Erhaltung. Wir sind nach
dem Besuch von Waldstatt also nicht nur reicher
an Erinnerungen und Erkenntnissen, sondern
auch um mindestens zwei Ausflugsziele.
Eva Schläpfer
Unser Weg von Herisau nach Waldstatt.
(Bild: SchweizMobil)
Waldstatt
Waldstatt ist eine eigenständige Gemeinde seit 1720.
Bis 1970 zeigte das Waldstätter Wappen ein Kirchlein mit Spitzturm
inmitten von Tannen. Im Zuge der Vorbereitungen zur 250-Jahr-Feier
stellte sich heraus, dass dies heraldisch falsch war. Daher hat der Gemeinderat
im Jubiläumsjahr entschieden, der Gemeinde das richtige
Wappen zu geben, welches eine Kapelle mit Haubenturm zwischen
vier Tannen zeigt. Herleitung der Ortsnamen gemäss dem Lexikon
für schweizerische Gemeindenamen: Waldstatt bedeutet «Ort, Ortschaft,
Stelle im Wald».
Tiefster Punkt: Urnäschtobel, 666 m ü. M.
Höchster Punkt: Höggwald, 966 m ü. M.
Fläche: 6,75 km²
Einwohner: 1874 (31. Dezember 2023)
Einwohnerdichte: 278 Einwohner pro km²
32 · Von Gemeindehaus zu Gemeindehaus 06/2025
ANDREA CARONI UND «FURZIPUPS»
WECKEN DIE LESEFREUDE
Im Rahmen des Schweizer Vorlesetags am
21. Mai war Ständeratspräsident Andrea Caroni
in einer 3. Klasse in Herisau zu Gast. Er
lese aus einem Werk der Weltliteratur vor,
scherzte der Politiker im Klassenzimmer
des Schulhauses Waisenhaus. Der Ständeratspräsident
nahm einen Band der Serie
«Drache Furzipups» aus seinem Rucksack.
Er hielt sich aus Anlass des Schweizer Vorlesetags
in der Klasse auf. Zu «Furzipups»
gehören Plastikknöpfe, die Caroni verteilte:
Die Kinder hatten im richtigen Moment der
Erzählung ein «Pups»-Geräusch zu erzeugen.
«Ich lese gerne, und ich lese gerne vor»,
erzählte er während seiner Leselektion. Die
zweite Geschichte, die er in den Händen
hielt, war das «Böse Buch». Es handelt von
Lara, ihren Eltern und einigen dramatischen
Erlebnissen – wie die Pflicht, sich mit Seife
waschen zu müssen, ohne Stützräder zu fahren
oder am Morgen wegen der Schule früh
aufzustehen. Andrea Caroni baute persönliche
Bemerkungen ein, stellte Zwischenfragen.
Es sei ja eines der Ziele, dass die Kinder
Andrea Caroni las vor und erzählte den Kindern, dass er selbst gerne lese.
auch Spass am Lesen haben, meinte er am
Schluss. «Deshalb lasse ich dieses Exemplar
von Furzipups hier. Und ihr könnt mit
eurer Lehrerin eine Abstimmung durchführen,
welchen Band der ‹Böse Buch›-Serie ich
euch später zukommen lassen soll.» (gk)
(Bild: gk)
Jedes Kind dieser Welt hat das Recht,
Kind zu sein. Ganz einfach. www.tdh.ch
06/2025 Gesellschaft / Rezept · 33
KABARETTIST SIMON ENZLER STEHT
FÜR DIE DREISCHIIBE VOR DER KAMERA
Der Appenzeller Kabarettist Simon Enzler hat
für die dreischiibe drei kurze Videoclips gedreht
– pointiert, trocken und berührend. Er
bring auf den Punkt, worum es im Arbeitsalltag
vieler Menschen geht: ein Znüni im Team,
der eigene Lohn, ein zufriedener Feierabend.
Hinter den humorvollen Szenen stehen jedoch
ernste Themen: Es geht um Menschen,
deren Lebensrechnung nicht wie gewünscht
aufgeht – weil sie übersehen, abgeschrieben
oder vergessen wurden. Die dreischiibe rechnet
anders und zählt auf Menschen, die mehr
können, als man ihnen zutraut. Sie bietet an
verschiedenen Standorten diverse Arbeitsplätze
an, beispielsweise in der Gastronomie,
Bäckerei, Wäscherei oder Logistik. Ziel ist
der Wiedereinstieg ins Arbeitsleben. Dafür
braucht es Unterstützung: von Menschen, die
bewusst einkaufen, von Auftraggebern, die
Vertrauen schenken und vor allem von regionalen
Unternehmen, die nicht nur Strukturen,
sondern auch passende Stellen schaffen.
Denn wie Simon Enzler sagt: «Nu we handlet,
gsiet wane tue het!» (pd)
Videos hier anschauen
https://shorturl.at/P2IdL
Rezept
des Monats
KAROTTEN-ORANGEN-
KOKOS-SUPPE
Zutaten
– 1 kg Karotten
– 2,5 Zwiebeln
– 2,5 EL neutrales Öl
– 1500 ml Gemüsebrühe
– 500 ml ungesüsste Kokosmilch
– 2,5 grosse Orangen
– 6 TL Limettensaft
– Muskatnuss
– Salz
Zubereitung
1. Zwiebel, Karotten und Ingwer schälen und
in kleine Stücke schneiden.
2. Zwiebel und Ingwer in Öl andünsten, nach
ein paar Minuten Karotten zugeben und ein
wenig mitdünsten. Brühe hinzugeben und
köcheln lassen, bis die Karotten weich sind.
3. Saft der Orange und die Kokosmilch hinzufügen,
alles bei hoher Stufe mixen und fein
pürieren.
4. Suppe durch ein Sieb giessen, um grosse
Stückchen herauszufiltern.
5. Mit Salz, Muskatnuss und Limettensaft
abschmecken.
Simon Enzler in der Backstube der dreischiibe.
(Bild: zVg.)
SWISS-SKI SUMMER CHALLENGE
MACHT HALT IN HERISAU
Am Sonntag, 22. Juni, wird Herisau zum Schauplatz
von Action, Teamgeist und Sommerstimmung.
Dann gastiert nämlich die Summer
Challenge von Swiss Ski auf dem Ebnet. Kinder
und Jugendliche der Jahrgänge 2010 bis 2018
sind eingeladen, sich in Vierer-Teams auf spielerische
Weise zu messen. Dabei können die
Teilnehmenden unter anderem bei den Nordic-,
Alpin-, Freestyle- und Cross-Parcours ihre
Geschicklichkeit sowie ihre Ausdauer unter
Beweis stellen. Für die besten Teams winkt die
Teilnahme am Saisonfinale am 13. September
in Menzingen. Pro Event qualifizieren sich die
drei besten Teams in den Kategorien Seniors
(Jahrgänge 2010 bis 2012), Juniors (2013 bis
2015) und Youngsters (2016 bis 2018) sowie
ein ausgelostes Team für das Finalturnier.
Durchgeführt wird der Wettkampf vom Volleyballclub
Herisau und dem Skiclub Gossau.
Die Teilnahme kostet 70 Franken pro Team,
auch Einzelanmeldungen sind möglich. Im
Preis inbegriffen sind ein Mittagessen und ein
Erinnerungsgeschenk. Weitere Informationen,
Rückblicke auf vergangenen Anlässe und Anmeldemöglichkeiten
gibt es auf www.summerchallenge.ch.
(pd)
34 · Herisauer Wald 06/2025
SEIN HERZ SCHLÄGT FÜR
LINDEN, BUCHEN UND EICHEN
Nicht nur im Appenzellerland werden alte Bäume immer mehr als Störung empfunden und
deshalb abgeholzt. Res Ramsauer von der Baumwelt AG setzt sich für ihren Erhalt ein. Er
erzählt, wie er Baumschutzspezialist geworden ist und welche Signale Bäume schicken.
Bäume gefallen Res Ramsauer nicht nur wegen
ihrer Optik, auch wenn das ein weiterer
positiver Faktor für ihn ist. «Die Linde ist
der liebste Baum, den es gibt. Wenn man
hochschaut, sieht man sowohl bei jungen
als auch bei den reiferen Bäumen überall
nur Herzen», sagt er. Man höre das Summen
von Bienen und spüre die gewaltigen
Energien, die so ein Baum mit sich bringt.
«Es ist einfach unglaublich schön, unter
einem Baum seine Zeit zu verbringen». Eine
zusätzliche Beschäftigung wie das Handy
sei dabei ganz und gar unnötig, denn das
Beobachten und Bestaunen der Natur reiche
vollkommen. «Dazu bieten die Bäume
Schatten und bei einer Bise hört man die
Blätter rascheln.» Die hölzernen Riesen
bieten nicht nur ein Ort zum Entspannen,
sondern haben einen positiven Einfluss auf
unsere Umwelt. Ein grosser Baum wie jener
beim Psychiatrischen Zentrum kann rund
eine Tonne Feinstaub aufnehmen. Dieser
setzt sich auf den Blättern ab und wird bei
Regen in den Boden abgewaschen. Ebenso
können an einem Spitzentag rund 1000 Liter
Wasser verdunstet werden.
Doch das ist noch nicht alles. Mit einem
Lächeln auf dem Gesicht erzählt Ramsauer,
was ihn am meisten begeistert: «Der Baum
produziert unseren Sauerstoff – und das
einfach so, gratis». Diese reine Luft sei für
uns Menschen zum Überleben konstant notwendig.
Der Spezialist empfiehlt jedem, sich
einfach mal Zeit zu nehmen, um die Idylle
rund um einen Baum bewusst wahrzunehmen
und Abstand aus der immer schneller
werdenden Welt zu gewinnen. «Viele Leute
scheinen nicht zu verstehen, was für einen
Wert unsere Bäume haben». Ein Baum sei
schnell gefällt, aber bis so ein Prachtsexemplar
wieder auf die gleiche Grösse gewachsen
sei, dauere es mehrere Generationen.
«Ich kann mit meiner Arbeit etwas für das
Grüne in unserer Welt bewirken. Kaum ein
Beruf ist so positiv und dankbar wie meiner»,
sagt Ramsauer mit hörbarem Stolz.
Das sei mit einer der Gründe, weshalb er
Baumpflegespezialist geworden sei.
Viel Kunden- und Baumkontakt
Der 39-jährige Res Ramsauer ist mittlerweile
seit über 15 Jahren als Baumpflegespezialist
tätig und macht «eigentlich alles, was mit
«Einen Baum
zu spüren,
begeistert mich
am meisten.»
Bäumen zu tun hat». Der Mann mit den
freundlichen braunen Augen ist Geschäftsleiter
der Baumwelt AG mit Sitz in Herisau
und setzt sich für den nachhaltigen Erhalt
älterer Bäume ein: «Ihnen gehört mein Herz.
Ob Buche oder Linde – einen Baum in diesem
Alter haben zu dürfen, ist unglaublich
schön.» In seinem Arbeitsalltag ist Ramsauer
oft unterwegs und hat viel Kundenund
Baumkontakt. Nachdem er am Morgen
die Aufträge an seine vier Mitarbeiter verteilt
hat, geht es auch schon los. Die einen
klettern in die höchsten Baumwipfel, die
anderen haben einen Beratungstermin mit
Kunden. «Eigentlich versuche ich immer, das
Beste für den Baum rauszuholen», erklärt
Ramsauer. Dabei suche er stets den Kompromiss
zwischen den Ansprüchen seiner Kunden
und den Bedürfnissen des Baumes. Mit
seiner überzeugenden Art und seinem breiten
Wissen über die Natur konnte er schon
viele Bäume retten, die gefällt worden wären.
Nicht selten genüge es, die Äste anstelle
einer vollständigen Fällung zu stutzen. Oft
sei es das Hauptproblem, dass die Leute sich
an herabhängenden Ästen störten oder gar
fürchteten, dass der Baum nicht stabil genug
sei und somit ein Risiko darstelle. «Mit einer
guten Vorbesprechung schaffe ich es, dass
die Leute dann auch mehr Freude an ihren
Bäumen haben.»
Auch wenn Ramsauer versucht, so viele
Bäume wie möglich zu schützen, gibt es
Fälle, in denen er ein Baumleben beenden
muss. Sei dies, weil der Baum krank ist oder
an einem Ort steht, der bebaut werden soll.
Ramsauer und sein Team von der Baumwelt
AG sind auch hier spezialisiert. «Wir
brauchen keinen Kran und können abseilen,
ohne das etwas kaputt geht, selbst wenn
die Lage des Baums eine Herausforderung
darstellt.» Auch wenn das einem Verlust
von Grünfläche gleichkommt, ist der Baumpflegespezialist
mit Herzblut dabei. «Meine
Freude an den Bäumen ist vor allem wegen
meiner Tätigkeiten und dem Kontakt zu ihnen
stark gewachsen. Auf so einem riesengrossen
Baum zu klettern und ihn zu spüren,
begeistert mich am meisten.» Die Baumwelt
AG achtet stets darauf, möglichst wenig
Schaden anzurichten und die grünen Riesen
nicht zu verletzen. Eine Kletterausrüstung,
ein paar gute Schuhe (aber ohne Spitzen an
der Sohle) und ein angehängter Sandsack an
einer feinen Schnur – das ist alles, was sie
für eine Bauminspektionen benötigen. Die
Schnur wird samt Sack über einen Ast geworfen
und anschliessend das Seil eingezogen.
So kann geklettert werden, ohne den
Baum zu beschädigen. Der Baum selbst bietet
sicheren Halt, zusätzlich sind die Spezialisten
mit einem Kletter-«Gstältli» gesichert.
So sind die Arbeiten auch bei nassem Wetter
gefahrlos möglich.
Das Bewusstsein schärfen
Bei sich zu Hause hegt und pflegt Res Ramsauer
ebenfalls allerlei Pflanzen. Mit Freude
in der Stimme erzählt er von seinen rund
450 Arten, die man auf der Website baumhof.ch
beobachten kann. Von Mammutbäumen
über Arven bis hin zu Ginkgo, Linden
und Obstbäumen – in seinem Garten gibt
es eine unglaubliche Biodiversität. «Diese
Arten pflanze ich für unsere nächsten Generationen.
Aber auch schon allein das Aufziehen
und Beobachten der Grünlinge ist sehr
schön». Seine Sammlung sei ein Paradebeispiel
dafür, der Natur freien Lauf zu lassen
und nichts zu erzwingen. «Auch bei mir gibt
es Pflanzen, die an gewissen Stellen nicht
wachsen wollten und sich stattdessen woanders
breit gemacht haben. Das gehört dazu.»
Da die Bepflanzung gerade in Städten
immer weniger wird, «ist jedes Grün, das
irgendwo steht, für mich sehr positiv», sagt
Ramsauer. In der heutigen Zeit realisierten
die Leute teils nicht mehr, was ein Baum für
Vorteile mit sich bringe. Eine Änderung der
Perspektive könne viel ausmachen. Ein Beispiel
dafür seien die herabfallenden Blätter.
»Alles, was da runterkommt, ist in gewisser
Weise ein Dankeschön des Baums. Das ist eines
der einzigen Signale, das er uns schicken
kann. Ein Baum kann sich ja schlecht wehren
oder weggehen.» Ramsauer möchte dieses
positive Denken weitergeben und wünscht
sich, dass die Leute achtsamer werden und
der Natur mehr Bewusstsein schenken.
Denn wer erkenne, dass ein Baum Jahrzehnte
zum Wachsen brauche, kümmere sich
mehr um seine Erhaltung. «So können die
Bäume wieder so alt werden, wie sie ohne
06/2025 Herisauer Wald · 35
Einfluss der Menschen geworden wären.»
Die geschätzt 800 Jahre alte Linde in Linn
(AG), einer der ältesten Bäume der Schweiz,
sei eher eine Ausnahme. «Und das, obwohl
die Lebenserwartung einer Linde tausend
Jahre beträgt. Das ist also ein bisschen, wie
wenn ein Mensch nur gerade fünfzig wird,
obwohl er eigentlich eine wesentlich höhere
Lebenserwartung hätte.»
Eine nachhaltige Pflege
«Die Arbeit der Baumwelt AG ist in dem Sinne
ein Geschäft, weil die Bäume die Pflege
nicht unbedingt bräuchten», erklärt Res
Ramsauer im kühlen Schatten eines etwa
140-jährigen Baums. Aber der Mensch habe
Ansprüche. Bei einem Spielplatz beispielsweise
dürfe kein Ast runterfallen, sonst gelte
er als gefährlich und wird gefällt. «Wir bieten
die Baumpflege an, damit wir den Baum nur
so viel schneiden und kürzen müssen, dass
er nicht beeinträchtigt wird und möglichst
naturgerecht wachsen kann.» Seine Mitarbeitenden
und er achten darauf, vorausschauend
und nachhaltig zu arbeiten. Oft
reagieren sie so, dass die nächsten sieben bis
zwölf Jahre nichts mehr am Baum verändert
werden muss. «Es schmerzt mich jedes Mal,
wenn ich einen Ast absägen muss», gesteht
Ramsauer. «Aber hin und wieder muss ich
das machen, für die Zukunft des Baums ist es
eine gute Sache. Mit unserer Arbeit minimieren
wir die Gründe für eine Baumfällung.»
Welchen Tipp hat der Profi für den Alltag
der Leserschaft? «Weniger Salzen und keine
Giftstoffe ausgeben.» Denn das Salzwasser
und viele Chemikalien beschädigten die Bäume.
«Man muss von Fall zu Fall schauen, was
Sinn ergibt, damit die Bäume möglichst lange
wachsen können.» Durch die veränderten Bedingungen
müsse man vielleicht auch eher
mal einen ausländischen Baum pflanzen, der
an harte Bedingungen gewöhnt ist, anstatt zu
versuchen, einheimische Bäume in eine Umgebung
voller Beton zu zwängen. «Ich versuche
den Leuten oft zu erklären, dass man in
der Artenwahl etwas offener bleiben muss»,
so Ramsauer. Ebenfalls sei es wichtig, dass
die ersten grösseren Astabzweigungen erst
auf etwa acht Metern Höhe beginnen. Wenn
das bei jungen Bäumen vernachlässigt werde,
lägen die äussersten Äste später zu tief und
verhinderten beispielsweise die Durchfahrt
mit dem Auto. «Wenn man das beachtet,
kann dem Baum eine viel längere Lebenserwartung
garantiert werden, da er niemandem
im Weg steht.» Zusammenfassend wünscht
sich Res Ramsauer den langfristigen Erhalt
der Bäume. «Für das stehe ich ein. Das ist
mein Antreiber.»
Res Ramsauer setzt sich seit 15 Jahren für den Erhalt älterer Bäume ein.
(Bild: Sara Fiore)
Sara Fiore
36 · Kalender 06/2025
Kalender
Juni
4. Lollipop «mehr als nur ein Chrabbeltreff»,
14 –17 Uhr mit Zvieri, ref. Kirchgemeindehaus
5. Vereinsreise Zürcher Weinland-Schaffhausen,
Vitaswiss, Anmeldung bis 26.
Mai: 079 703 96 49
5. Zubi Trophy 2025, 18 Uhr, Alpsteinstr. 83
5. Mittagstreff. Club 60plus, 11.30 Uhr, Casino
6. JAMfreeday, 19 Uhr, Dä 3.Stock
6. Konzert vom Trio Rond om dä Stäntis,
20 Uhr, Kaffi Karl, Kasernenstrasse 39a
7. PC-Reparierbar, 10 – 14 Uhr, WinWin
Markt
7. Obetschwinget, ab 17 Uhr, Ebnet
10. Spaziergang Schloss- und Mötteliweiher,
Club 60plus, 12.45 Uhr, Bahnhof
11. Musik- und Tanznachmittag, Pro Senectute
AR, 14.30 – 18 Uhr, Restaurant Treffpunkt
11. Einwohnerratssitzung mit anschliessendem
Festakt, 17 Uhr, Gemeindehaus
11. Schnupperabend für Tennis-Interessierte,
17 – 20 Uhr, Tennisanlage
11. Dorf-OL, 17.30 – 19 Uhr, Schulhaus Ebnet
West
11. Mit dem E-Bike durchs Necker- und Thurtal,
Club 60plus, 9 Uhr, Sportzentrum
12. Schnupperabend für Tennis-Interessierte,
17 – 20 Uhr, Tennisanlage
13. Kinderkirche Dorf, 16.15 – 17.15 Uhr, reformiertes
Kirchgemeindehaus
13. Disconight mit 80er & 90er Musik, ab
19 Uhr, Dä 3.Stock
14. Chinderfiir mit Zvieri, ab 9.30 Uhr, Kirchgemeindehaus
15. Alpexkursion Weissbad - Sonnenhalb -
Lehmen, OG Herisau und Appenzeller
Vogelschutz, 7.05 – 11 Uhr, Bahnhof Weissbad
15. Spielesonntag, 14 – 18 Uhr, Dä 3.Stock
16. Bundesübung, Schützenverein Herisau,
18 – 20 Uhr, Schiessanlage Breitfeld
17. Konzert vom Alpstää-Chörli, Club 60plus,
14 Uhr, kath. Pfarreiheim
18. Tagesausflug nach Oberstaufen, Seniorinnen
und Senioren der katholischen Pfarrei
Herisau, 9 – 19 Uhr, Chälblihalle Herisau
19. Vernissage zur Kunstausstellung von Paul
Huber, 19 – 21 Uhr, Spital Herisau
19. Mittagstreff. Club 60plus, 11.30 Uhr, Casino
20. Rocknight mit Fast Love & Ocean's Sixx,
ab 19 Uhr, Dä 3. Stock
21. Musikschule Herisau, Festival, 10 – 18
Uhr, Chäblihalle
Regelmässig
Café unter den Bäumen, Montag (10 – 17
Uhr) & Freitag (14 – 21 Uhr), Chupfertrocke
Museum Herisau, Mittwoch
bis Sonntag, 13 – 17 Uhr
Figurentheater-Museum, jeweils am
Mittwoch um 14 – 17 Uhr und Sonntag
11 – 16 Uhr
Wochenmarkt, jeweils am Samstag um
8.30-12.30 Uhr
21. Sommerplausch FC Herisau, 10 – 22 Uhr,
Ebnet
22. Swiss Ski Summerchallenge, 8.30 – 16.30
Uhr, Sportanlage Ebnet
24. Besichtigung Chrüterei in Stein AR,
Frauengemeinschaft Herisau Waldstatt
Schwellbrunn, 13.40 Uhr, Bahnhof Herisau
24. Wanderung zum Chindlistei, Club 60plus,
8.50 Uhr, Bahnhof
2 6. Wanderung Magglingen-Taubenschlucht-Biel,
Vitaswiss, Anmeldung: 079
703 96 49
27. Kinderkirche Dorf, 16.15 – 17.15 Uhr, Reformiertes
Kirchgemeindehaus
27. Tag der offenen Tür: 50 Jahre BUSA, 13.30
– 17 Uhr, Kaserne Herisau
28. Tag der offenen Tür: 50 Jahre BUSA, 9 – 16
Uhr, Kaserne Herisau
29. Sonntagscafé, 13.30 – 17 Uhr, Haus Wiesental
BLASMUSIKKLÄNGE IN
ALLEN ECKEN DES DORFES
Am Appenzeller Kantonalmusikfest vom 23.
bis 25. Mai stellten Blasmusikvereine aus
den beiden Appenzell sowie diverse Gastvereine
ihr Können auf die Probe. Spürbare
Anspannung lag in der Luft, sowohl im Casino
als auch in der evangelisch-reformierten
Kirche in Herisau. Am Samstag und Sonntag
präsentierten Appenzeller Blasmusikvereine
und verschiedene Gastvereine im Rahmen
verschiedener Konzertvorträge ihre musikalischen
Darbietungen. Dabei spielte jeder
Verein jeweils ein vorgegebenes und ein frei
gewähltes Stück vor. Die Auftritte wurden
von einer dreiköpfigen Jury bewertet, welche
am Ende des Wettkampfs eine Rangliste erstellte.
Zusätzlich wurde der Sportplatz Ebnet
zu einer Parademusikstrecke umgebaut,
auf der die Vereine ebenfalls vor drei Juroren
ihre Fähigkeiten zum Besten gaben. Parallel
dazu begeisterten die Musikgruppen an der
Kasernenstrasse die zahlreich erschienenen
Die Disziplin Parademusik fand auf der Rundbahn im Ebnet statt.
Zuschauerinnen und Zuschauer, welche sich
dazwischen in der Festwirtschaft verpflegen
konnten. Am Abend bildete die Rangverkündigung
der Darbietungen den krönenden Abschluss
– und ein erfolgreiches Wochenende
voller Musik ging zu Ende. (tp)
(Bild: tp)
06/2025 Sternefööfi · 37
Sternefööfi
EIN BISSCHER MEHR RESPEKT!
Am Sternenhimmel rücken die langsam laufenden
Planeten weiter in die Elemente Luft
und Feuer vor. Das bringt einen grundlegenden
Wechsel an Gesetzmässigkeiten, der von
Dauer ist und unser Erleben dominiert. Wie es
früher war und wie diese teils radikalen Veränderungen
zu bewältigen sind, beschäftigt
die Menschen unterschiedlich. Die Astrologie
kann die Beziehung zwischen vorher und nachher
aufzeigen und helfen, Brücken zu schlagen.
Dabei geht der Blick zu Saturn und Uranus.
Gesetzmässigkeiten von Erde und Wasser
Wenn die Astrologie Gesetzmässigkeiten
lehrt, spricht sie nicht zuletzt vom Respekt
gegenüber der Schöpfung. Wir erleben uns eingebunden
in eine reiche Vielfalt von Wachstum
und steter Veränderung auf diesem Planeten.
Damit verbunden sind zyklische Abläufe in der
Natur und in jedem Lebewesen. Seit jeher versucht
der Mensch, diese Zyklen und Gesetzmässigkeiten
zu seinen Gunsten zu beugen
und Widerstände zu durchbrechen. So hat er in
den vergangenen 200 Jahren der Erdepoche alles
daran gesetzt, die Ressourcen der Erde sowie
die eigenen dazu zu nutzen, um Wohlstand
und Sicherheit zu schaffen. Das war aus Sicht
der Astrologie nicht zuletzt deshalb möglich,
weil diese Verbindungen über Planetenbesetzungen
in den Elementen Erde und Wasser zugänglich
waren. Dass damit auch die Ausbeutung
des Planeten und regelrechter Raubbau
aus Geldgier entstand, zeigt die Masslosigkeit,
die ebenfalls im Lebenden angelegt ist. Doch
anders als in der Tierwelt sieht sich der Mensch
nie durch eine stärkere Spezies bedroht, daher
findet keine natürliche Regulation dieses Gieren
nach mehr statt. Systemische Methoden
wie Staatsgebilde, gesellschaftliche und kulturelle
Normen oder Religionen vermochten
in den vergangenen Jahrhunderten einiges zu
kanalisieren und zu zivilisieren. Aber gerade
M
F
jetzt wird sichtbar, dass mit dem Wechsel der
Gesetzmässigkeiten auch die Wirksamkeit dieser
Instrumente verblassen.
Rückkehr der Wilden und Willigen
Es braucht neue Regulatorien zum Schutz vor
Masslosigkeit und Gier. Mit dem Übergang von
Pluto in den Wassermann (Luft), Neptun und
Saturn in den Widder (Feuer) und demnächst
auch Uranus in den Zwilling (Luft) schliessen
sich bildlich gesprochen die Pforten der Erdepoche.
Nun gilt das Gesetz der Freiheit und
der Eroberung. So benimmt sich der Mann im
Wilden Westen wie ein Goldgräber im Rausch,
während sich jener im Kreml seine eigene Definition
von Freiheit und Eroberungsfantasien
bastelt. Was scheinbar allen fehlt, ist Respekt.
Respekt vor dem bereits Geschaffenen, Respekt
vor dem Gesetz, Respekt vor der Schöpfung
und den Menschen usw. Die Liste wird
immer länger und so stellt sich die Frage, was
ist eigentlich Respekt und wie transportieren
wir dieses wertvolle Regulationsinstrument in
die neue Zeit?
In der Astrologie steht als Symbol dafür der
Planet Saturn und das Zeichen Steinbock. Am
25. Mai hat Saturn erstmals das Feuerzeichen
Widder betreten und bringt damit die Dimensionen
von Respekt und Respektlosigkeit in
die Sichtbarkeit. Diese Phase dauert bis zum
1. September. Danach geht Saturn noch einmal
zurück in das Zeichen Fische und durchläuft
ab dem 14. Februar 2026 das Widderzeichen
für die nächsten zweieinhalb Jahre. Wie immer
zeigt diese rückläufige Phase eines Planeten
eine erste Auseinandersetzung mit den Veränderungen
an. Es lohnt sich daher, genau hinzusehen,
was bis Anfang September in der Welt
und im eigenen Leben geschieht. Man kann
nämlich nicht nur andere in ihrem Respektverhalten
erkennen, sondern auch sich selbst.
Alles muss flexibler werden
Wofür steht man ein, welchen Respekt zollt
man anderen und wie setzt man sich angemessen
durch? Der Wille zur Durchsetzung ruft
nebst der eigenen Kampfbereitschaft immer
Widerstände auf den Plan. So setzt der respektvolle
Mensch seine Anliegen mit Kompromissen
in seiner Umwelt durch. Ganz anders
funktioniert es beim gierigen Menschen. Er
setzt sich über andere, bedient sich nach Lust
und Laune und stellt immer neue Ansprüche.
Das macht er so lange, bis ihm die Grenzen
von aussen aufgezeigt werden, weil er jegliche
Beschränkung – inklusive der eigenen – konsequent
ablehnt. Aber das Ideal der Solidarität
und die Wahrnehmung einer gleichwertigen
Menschheit wurde gerade während der letzten
zweieinhalb Jahren von Saturn in Fische gestärkt.
Die Zunahme von Chaos auf mehreren
Ebenen brachte ans Licht, wie verletzlich der
Mensch ist. Das hat bei den einen den Überlebenswillen
stimuliert, andere sind in die Opferhaltung
gekippt. Die Ohnmacht, die eigenen
Geschicke nicht selbst lenken zu können,
lässt die Menschen ihre Stimmen erheben und
im Widerstand auf die Strassen gehen. Der Ruf
nach Verantwortung schallt hinaus und kehrt
als Notwendigkeit nach Eigenverantwortung
zurück. In einem friedfertigen Land wie der
Schweiz braucht es einen schärferen Blick, um
zu erkennen, wo der Respekt verloren geht.
Aber damit die Gier sich nicht durchsetzt, müssen
auch unsere Regularien dynamischer werden,
wenn sie in einem Zeitgeist mit Anspruch
auf mehr Flexibilität in den Verbindungen und
kreativen, neuen Lösungen bestehen sollen.
Uranus wechselt in die Zwillinge
All diese grundlegenden Auseinandersetzungen
bedingen in zivilisierten Gesellschaften
die Fähigkeiten der Kommunikation. Wer nicht
zu Waffen greifen will, muss die Kunst der
Sprache beherrschen. Wenn Uranus am 7. Juli
das Luftzeichen Zwillinge betritt, wird das Bewusstsein
dafür sich in einer neuen Dimension
vernetzen. Wir müssen wieder lernen, miteinander
zu reden, uns respektvoll mit Grenzen
zu konfrontieren und ehrlich aufeinander zuzugehen.
R-E-S-P-E-C-T von Aretha Franklin ist
die Songunterlage dazu, stimmen sie sich doch
schon mal ein! (nr)
Impressum
Herausgeber / Druck
Appenzeller Druckerei AG
Kasernenstrasse 64
9100 Herisau
www.adag.ch
Redaktion
Helena Städler, Leitung (hst)
Sergio Dudli, Leitung (sd)
T +41 71 354 64 64
redaktion@deherisauer.ch
Abo auswärts
Zustellung «de Herisauer»
ausserhalb der Gemeinde
CHF 48.– pro Jahr
Bestellung an:
inserate@deherisauer.ch
Redaktions- und
Inserateschluss
7 Arbeitstage vor
Erscheinung, 12.00 Uhr
6. Jahrgang
Erscheint monatlich
Inserate
T +41 71 788 50 24
inserate@deherisauer.ch
Freie Mitarbeitende
Eva Schläpfer (es)
Nadja Rechsteiner (nr)
Sara Fiore (sf)
Manuel Alder (ma)
38 · Rätsel 06/2025
betriebsam,
munter
Abk.:
Südsüdwest
Ferienort
im Kt. VS
in Fett
geback.
Gebäck
aus Jaun
echt,
wirklich
Dunst
über
Städten
langer
Federschal
Nichtfachmann
gemeinschaftl.
landwirt.
Besitz
milchig,
unklar
Futterpflanze
Kelterrückstand
altes
Volk in
Italien 3
Science-
Fictionserie:
Star ...
Gruss
am
Abend:
... Nacht! 5
dt.
Vorsilbe:
schnell
7
Berg im
Kt. GR:
Piz ...
Hülsenfrucht,
Gemüse
einebnen
kleine
Gitarre
Hawaiis
Gepflogenheit
i.
Geschäft 8
dünner
Pflanzenstiel
Hauptstadt
v.
Norwegen
Kälbermagenextrakt
Berg
bei St.
Moritz:
Piz d›...
kroat.
Insel
d. Mund
betreffend
Musikrichtungschen-
Men-
Rock›n›... schlange
himml.
Wesen
hohen
Ranges
vernichten,
beseitigen
Teil e.
Hühnerprodukts
2
Walliser
Rotwein
heilig
in span.
Städtenamen
Platz,
Stelle
unaufhörlich
Lederhersteller
unverheiratet
Weltorganisation
moral.
Gesinnung
Wettkampfgewinn
Teilgebiet
der
Mathematik
Weltraumorg.
Entschliessung,
Erklärung
Freiherren,
Adlige
Folge e.
Rausches
Traubenpresse
Protestmarsch
Studentenausweis
(Kw.)
Frau v.
König
Charles
Vorn. v.
Vermeer
†
frz.: Genfersee:
Le ...
1
Verehrer
eines
Stars
Bäckerei-Confiserie-Kaffee Knöpfel
Oberdorfstrasse 6 · 9100 Herisau
T 071 351 14 80 · F 071 351 14 78
info@beckknoepfel.ch
www.beckknoepfel.ch
zum
König
machen
frz.:
Eisen
griech.
Landschaft
CH-
Ministerium
6
Faserzement
subarkt.
Hirsch
ital.:
Stunde
Linien
zw.
Staaten
techn.
Empfangsgerät
Laufstäbe
abwartend,
langsam
heiss
und
duftend
(Brot)
US-Computerpionier
(Bill)
ital.
Klosterbruder
(Kw.)
Wortteil:
Luft
span.
Ausruf
dt. Vorsilbe
Märchengestalt
Skilanglaufspuren
Schlag
beim
Tennis
Sonnengott
der
Inka
Haushaltsutensil
Männername
Weintraubenernte
unverfälscht
kanad.
Regisseur
Moorpflanze
Wasservogel
Gewichtseinheit
Eisenbahnalpentransit
4
Märchenriese
buddh.
Schriftsprache
sehr
feucht
Dienststellen
Inseleuropäer
Papstname
verdorben
grosser
(Fett)
Papagei
10
mit Namen
erwähnen
Streichinstrumente
9
Einer,
Zweier,
...
kurz für:
in das
raetsel.ch
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Das Lösungswort der letzten
Ausgabe war: SCHLAFZIMMER
06/2025 Kino · 39
KINOPROGRAMM
Bahnhofstrasse 2 - 9100 Herisau
Telefon 071 352 66 22 - www.cinetreff.ch
Das wöchentliche Programm
finden Sie auf www.cinetreff.ch
«WO BINI» – DIE FOTO-CHALLENGE
Wissen Sie, von wo dieses Foto stammt? Dann haben Sie jetzt die Chance auf zwei Kinogutscheine im Cinétreff! Wenn Sie erkannt haben, wo wir
das Bild geknipst haben, machen auch Sie ein Foto davon und schicken Sie uns die Lösung bis zum letzten Mittwoch des Monats an redaktion@
deherisauer.ch. Unter allen richtigen Einsendungen losen wir jeden Monat eine Gewinnerin oder einen Gewinner aus. Unser Mai-Gewinner ist
Robin Enderli. Er hat den Brunnen an der Verzweigung Buchenstrasse/Zeughausstrasse richtig erkannt – herzlichen Glückwunsch!
Freepik.com
Kennen auch Sie einen Ort, den niemand erkennen würde? Dann schicken Sie uns
ein Foto davon für unsere nächste Ausgabe. Findet niemand heraus, wo Sie das Bild
geknipst haben, gehören die beiden Kinogutscheine Ihnen!
NEU bei
Adler Herisau:
Hörsystem mit
eigenem KI-Chip!
www.adleroptik.ch
Ihr Adler Akustik Team
Aleksandra Vokner Stefan Kowsky David Vokner
500.– 250.–
Franken Rabatt
auf KI-Geräte
*Rabatt gilt nur beim Kauf von 2 Systemen Phonak,
gilt nicht auf Basis Hör Systeme
Franken Rabatt
auf andere Hörgeräte
*Rabatt gilt nur beim Kauf von 2 Systemen Phonak,
gilt nicht auf Basis Hör Systeme
Adler Optik & Akustik GmbH
9100 Herisau,
Bahnhofstrasse 21
Telefon 071 351 37 37
GRATIS
Hörtest
Gutschein
Nur 1 Gutschein pro Person einlösbar.