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JULI
2025
Schöne
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Das Stadtgespräch
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6. JULI
STOFFMARKT RHEDA 11 –17 UHR
GESCHÄFTE VERKAUFSOFFEN 13 –18 UHR
12.–13. JULI
FEUERWEHRFEST
ST. VIT
26.–28. JULI
SCHÜTZENFEST
BATENHORST
NR. 631
51. JAHRGANG
1 Ein El Dorado ist der Deutsch-Holländische Stoffmarkt für alle, die Spaß haben am Nähen und Gestalten.
S
6. Juli: Deutsch- Holländischer Stoffmarkt in Rheda
Verkaufsoffener Sonntag und Oldtimer-Treff
mit Orientierungsfahrt
(Kem) Die Initiative Rheda e.V. lädt zusammen mit dem Veranstalter
Expo-Concept zum Deutsch-Holländischen Stoffmarkt sowie zum
verkaufsoffenen Sonntag in die Innenstadt Rheda ein. Die Geschäfte
haben von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Am Domhof startet um 12 Uhr die
Oldtimer-Orientierungsfahrt.
S t o ff m a r k t
Der Stoffmarkt beginnt bereits um 11 Uhr und geht bis 17 Uhr. Bis zu
40 Angebotsstände ziehen sich entlang des Rathausplatzes bis zur
Kreissparkasse und im weiteren Verlauf entlang Widumstraße. Es werden
sich dann eine kaum überschaubare Menge an Stoffen entfalten.
1 Die Oldtimerausfahrt führt zum Geschichtsfest. Foto: Heinz Koch
Kleider-, Kinder-, Gardinen-, Möbel- oder Dekostoffe türmen sich neben
Samt und Seide, Leinen und Brokat. Selbstverständlich werden
der Jahreszeit entsprechend Stoffe in Sommer-Farben sowie auch für
den nachfolgenden Herbst mit im Angebot sein. Außerdem werden an
weiteren Ständen auch zahlreiche Utensilien rund ums Nähen angeboten:
Garne, Knöpfe, Bastel- und Dekormaterial, Patchwork und vieles
mehr. Mit anderen Worten: Ein El Dorado für alle, die Spaß am Nähen
und Gestalten haben.
Verkaufsoffener Sonntag
Neben dem Stoffmarkt-Event sorgen die Geschäfte in der Innenstadt
mit vielen tollen Angeboten für die richtige Sommer- und Urlaubsstimmung.
In den Geschäften Rhedas kann nach Herzenslust gestöbert und
gekauft werden: Sie haben von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Für den kleinen
Appetit oder eine Erfrischung zwischendurch halten die örtlichen Gastronomen
viele Angebote in ihren gemütlichen Biergärten bereit.
Weitere Infos: www.rheda-erleben.de, www.stoffmarkt-expo.de
Oldtimertreff
Der Heimatverein Rheda veranstaltet im Rahmen seines Geschichtsfests
die achte Oldtimerausfahrt. Treffpunkt für die touristische Ausfahrt
ist 11 Uhr im Fahrerlager am Domhof in Rheda. Ihre Oldtimer können
sie auf dem oberen Parkdeck des Parkplatzes Schulte-Mönting-Straße
2 Das Stadtgespräch
1 Augenweiden der motorisierten Technik Foto: Heinz Koch 1 Auch auf dem Stoffmarkt könnt ihr einzigartige und besondere Stoffe entdecken.
parken. Dort stehen die vierrädrigen Old- und Youngtimer sowie die
historischen Motorräder und Pättkesschnüver den Zuschauenden zur
Besichtigung zur Verfügung.
Orientierungsfahrt
Das Briefing der Teilnehmer erfolgt um 11.45. Je Fahrzeug wird ein
Startgeld von 20 Euro erhoben, je Motorrad 10 Euro. Ab 12 Uhr werden
die liebevoll gepflegten Fahrzeuge vom Domhof im Minutentakt auf
die ca. 50 km lange Strecke geschickt. Auch in diesem Jahr hat das Organisationsteam
eine abwechslungsreiche Strecke mit interessanten
Haltepunkten ausgearbeitet. Unterwegs gilt es einige Aufgaben zu lösen,
die dann in die Wertung einfließen. Ab 14 Uhr werden die Oldtimer
am Domhof zurückerwartet. Um 15.30 Uhr erfolgt die Siegerehrung
der Orientierungsfahrt. Interessierte Oldtimerbesitzer erhalten weitere
Informationen und Details zur Ausschreibung unter Tel. 05242/931978
oder info@heimatverein-rheda.de.
Geschichtsfest
Eine Grillparty mit Live-Musik rundet das Angebot für die Teilnehmer
und Besucher am Domhof ab. Es gibt Speisen und Getränke. Der
Heimatverein nimmt für das Geschichtsfest keinen Eintritt.
Das Geschichtsfest startet bereits am Freitag, dem 4. Juli, um
19 Uhr, im Domhof, mit einem Vortrag von Prof. Dr. Werner Freitag
unter dem Thema »Konjunkturen kleinstädtischer Erinnerungskultur;
Das Mahnmal zum 17. Juni 1953 am Rheda-Wiedenbrücker Bahnhof«.
Weitere Infos: www.heimatverein-rheda.de
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Das Stadtgespräch
3
1 Das sind die Helden, Engel und Traditionalisten, die am Tag des Ehrenamtes geehrt wurden: (V. l.) Bürgermeister Theo Mettenborg, Thomas Busse, Norbert Quack-Elbracht,
Klaus Stüllenberg, Dietmar Grochtdreis, Hermann-Josef Pierenkemper, Gerda Schultefrankenfeld, Wilfried Bücker, Gerd Siede und Marc Vormweg.
(wl) »Sie schenken uns ihr Herz.«
Mit diesen Worten begrüßte
Bürgermeister Theo Mettenborg
als Gastgeber des 11. Tag des Ehrenamtes
rund 800 Gäste in der
Stadthalle. Mit diesem Abend
würde die Stadt von Herzen danke
sagen für unzählige Stunden,
die Freiwillige in ihrem Ehrenamt
in Vereinen, Organisationen
und Gruppierungen leisten.
Eine Tätigkeit, die man nicht als
selbstverständlich ansehen darf,
betonte Mettenborg. »Lassen
Sie sich heute fallen, genießen
Sie und tauchen Sie ein in einen
kurzweiligen, verzaubernden
Abend und lassen Sie sich heute
mal verwöhnen.«
Durch das eineinhalbstündige,
kurzweilige Programm führte
T
Tag des Ehrenamtes mit Helden,
Engeln und Traditionalisten
der Kabarettist Ingo Börchers. Er
hob in seinen rasend schnell vorgetragenen,
humorvollen Sprüchen
hervor, wie schön es ist,
wenn sich Menschen über das
Maß hinaus engagieren und sich
für andere einsetzen. Ehrenamt
sei eine kostenlose Sache aber
nicht umsonst. Er bezeichnete
die Anwesenden als stille Heldinnen
und Helden. »Schön, dass Sie
sich engagieren«.
Die erste Ehrung, die der
gut gelaunte und entspannte
Bürgermeister vornahm, lockte
gleich eine ganze Gruppe auf die
Bühne, um den einen, der vor 45
Jahren das Bäumchen Sportverein
Rot-Weiss St. Vit gepflanzt
hat, zu unterstützen. Geehrt
wurde Gerd Siede, der für den
Verein mit Leib und Seele lebt.
Mit dem Einsatz von Gerd Siede
ist in St. Vit eine qualitativ
erstklassig aufgestellte Sportstätte
und überhaut auch erst
der heutige Verein entstanden.
»Vom »Schwarzbau« einer Thekenmannschaft,
der früheren St.
Viter Alm, zur modernen Sportanlage.
Von wenigen Akteuren
seinerzeit bis heute zu über 400
Sportlern. Unermüdlich hätte
Siede Sponsoren aufgetrieben,
die Mitglieder motiviert mit anzupacken
und mit Planern diskutiert.
»Du bis Mister Rot-Weiss
St. Vit«, betonte Mettenborg und
überreichte ihm den Ehrenbrief
der Stadt Rheda-Wiedenbrück
und die silberne Wappennadel.
Die zweite Ehrung ging an Gerda
Schultefrankenfeld für ihren
Einsatz in der Kirchengemeinde
St. Pius bei den Caritas-Konferenzen,
der Kleiderkammer und
auch in der Vesperkirche. »Sie
sind unentbehrlich und wichtige
für unserer Stadtgesellschaft«,
betonte der Bürgermeister. Seit
Beginn des Ukrainekriegs hätten
die Geflüchteten einen besonderen
Platz in ihrem Herzen. »Sie
sind ein Engel für unsere Stadt«,
dankte er der engagierten Frau.
Geehrt wurden auch die beiden
Trainer Marc Vormweg und
Lance Langer. Sie sind Handball-Trainer
bei der TSG Rheda.
Die Eltern hatten die beiden
engagierten jungen Männer
vorgeschlagen, weil sie für die
Kinder ein wichtiges Vorbild
4 Das Stadtgespräch
1 MonaLaura nennt sich dieses Duo, dass sich elegant in schwindelnder Höhe an den
Bändern bewegte.
1 Ein begeistertes Publikum spendete den Akteuren langen Applaus für ihre
Darbietungen.
sind, Verantwortung übernehmen,
Teamgeist vertreten und
Begeisterung verströmen. »Junge
Menschen wie euch in unserer
Stadt zu wissen, ist für uns ein
großes Geschenk«, betonte Mettenborg.
Auch ihre Mannschaft
kam überraschend geschlossen
auf die Bühne.
Die vierte Ehrung ging an die
DLRG Oldie Wache. Thomas Busse,
Norbert Quack-Elbracht, Hermann-Josef
Pierenkemper, Dietmar
Grochtdreis, Wilfried Bücker
und Klaus Stüllenberg sind seit
vier Jahrzehnten in jedem Sommer
für einige Wochen in Pelzerhaken
und haben dort als DLRG
ein wachsames Auge auf die Badegäste
am Ostseestrand. »Ihr
habt diese tolle Generation in der
DLRG Rheda-Wiedenbrück gegründet
und bis heute aufrechterhalten.
Dafür sagen wir heute
danke«, so der Bürgermeister.
Einsatz- und Hilfsbereitschaft,
besonderer Zusammenhalt und
Gemeinschaft würde die Truppe
ausmachen.
Das Programm wurde durch
Showeinlagen mit Artisten aus
dem GOP atemberaubend unterbrochen.
Sei es mit Hula-Hoop-Reifen,
mit einer akrobatischen
Einlage der Togni Brothers
oder einer Darbietung in schwindelnder
Höhe mit »MonaLaura«,
die, wie der Name schon ausdrückt,
zusammen an Bändern
akrobatische Übungen mit ihren
biegsamen Körpern zeigten.
Auf der Plaza vor der Stadthalle
war ein großer Markt aufgebaut.
Dort konnten sich die
Gäste mit verschieden Speisen
und kühlen Getränken stärken
und das Gespräch untereinander
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Das Stadtgespräch
5
1 Die Geehrten, (v. l. sitzend) Josef Bettentrup (Wiedenbrück, 60 Jahre), Matthias Köpp
(Wiedenbrück, 35 Jahre), Friedhelm Gödecke (Batenhorst, 35 Jahre) sowie stehend (v.
l.) der stellv. Kreisbrandmeister Udo Huchtmann, Markus Laukemper (Lintel), Bernd
Bröckelmann (Batenhorst) und Hermann Mettenborg (St. Vit, alle 35 Jahre)
1 Die Beförderten: (v. l., sitzend), Nils Aldejohann (Rheda), Tobias Meyer (St. Vit) (beide
Hauptbrandmeister), Philipp Lemmen (Wiedenbrück, Brandoberinspektor) sowie
(stehend v. l.) Hendrik Strathaus (Lintel), Nicole Pollklas, Andreas Schultz (beide Rheda)
sowie Karl-Heinz Holste (St. Vit alle zum Brandinspektor / zur Brandinspektorin)
S
Stehender Applaus
für ehemaligen
Löschzugführer
Neue Feuerwehrleitung ernannt
(Kem) So viel Lob und Dank dürfen nur wenige entgegennehmen: Bürgermeister
Theo Mettenborg sowie Dr. Ina Epkenhans-Behr und sein
Nachfolger als Leiter der Feuerwehr, Jürgen Böckmann, verabschiedeten
in der Stadthalle den früheren Stadtbrandinspektor Christian Kottmann
aus seinem Amt. Der Bürgermeister würdigte seine aufreibende Arbeit
und lobte das diplomatische Geschick. Auch sein Nachfolger unterstrich,
dass Probleme nur so lange bestanden, bis Gespräche mit ihm stattgefunden
hatten. Die 250 Kameradinnen und Kameraden hatten sich mit
langem und stehendem Applaus von ihrem bisherigen Feuerwehrchef
verabschiedet. Dieser bekannte, dass er seine Aufgaben stets mit Leidenschaft
wahrgenommen habe. Sie seien für ihn nie nur Pflichterfüllung
gewesen. Es sei immer für ihn eine Ehre gewesen dieses Amt auszuüben.
Vor dem gemeinsamen Abendessen überreichte der Bürgermeister
Jürgen Böckmann die Ernennungsurkunde als Leiter der Feuerwehr und
Meinolf Heiermeier seine Urkunde zum Stellvertreter. Er nahm die Versammlung
gemeinsam mit Matthias Goerke als weiteren Vertreter auf die
zurückliegende Zeitreise der 292 Ehrenamtlichen und 18 Hauptamtlichen:
Bei gemeinsamen Einsätzen und Übungen standen 36 Einsatzfahrzeuge,
für drei neue Einsatzbeschaffungen rund 2 Mio. Euro zur Verfügung.
Beförderungen
Nach den entsprechenden Lehrgängen beim Institut der Feuerwehr in
Münster konnte der neue Leiter der Feuerwehr weitere Beförderungen
aussprechen: Nils Aldejohann (Löschzug Rheda) und Tobias Meyer (St.
Vit) zum Hauptbrandmeister, Nicole Pollklas (Rheda) zur Brandinspektorin,
Karl-Heinz Holste (St. Vit), Andreas Schulte (Rheda), Hendrik Strathaus
(Lintel) zum Brandinspektor, Philip Lemmen (Wiedenbrück) zum
Brandoberinspektor sowie Jürgen Böckmann und Meinolf Heiermeier
zu Stadtbrandinspektoren.
Beide Fotos: Feuerwehr / Tobias Kremer
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6 Das Stadtgespräch
1 Würdigende Anerkennung für den früheren Leiter der Feuerwehr: (v. l.) Dr. Ina Epkenhans-Behr,
Jürgen Böckmann, der in die zweite Reihe getretene Stadtbrandinspektor
Christian Kottmann und Bürgermeister Theo Mettenborg.
Foto: M. Pollklas
1 Glückwünsche für die neue Leitung der Feuerwehr in Rheda-Wiedenbrück: (v. l.) Bürgermeister
Theo Mettenborg, Stv. Leiter der Feuerwehr Meinolf Heiermeier, der Leiter
der Feuerwehr Jürgen Böckmann, Stv. Leiter Matthias Goerke und Beigeordnete Dr.
Ina Epkenhans-Behr
Ehrungen
Der Bürgermeister zeichnete mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des
Landes NRW in Gold aus; für 35-jährige Mitgliedschaft die Unterbrandmeister
Bernd Bröckelmann, Friedhelm Gödecke (Batenhorst) und Gerd
Hansmeier (Lintel), den Hauptbrandmeister Mattias Köpp (Wiedenbrück),
Brandinspektor Markus Laukemper (Lintel) sowie seinen Zwillingsbruder
Unterbrandmeister Hermann Mettenborg (St. Vit). Für 60-jährige Mitgliedschaft:
Brandinspektor und langjähriger Stv. Löschzugführer Josef
Bettentrup (Wiedenbrück), Hauptbrandmeister Friedhelm Jückemöller
(Rheda), Oberfeuerwehrmann Franz Hoenig (Rheda). Für 70-jährige Mitgliedschaft:
Oberbrandmeister Hubert Strullkötter, geb. 1935 (Rheda).
Ehrenabteilung besucht Hamburg
Einen Ausflug nach Hamburg haben jetzt neun Mitglieder der Ehrenabteilung
des Löschzugs Rheda der Freiwilligen Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück
unternommen.
1 Die Ehrenabteilung der »Roten Löwen« on Tour
In der Hansestadt pflegten die mittlerweile im Feuerwehrruhestand angekommenen
Mitglieder der »Roten Löwen« ihre jahrzehntelang währenden
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1 Der Vorstand der Initiative Rheda: (sitzend v. l.) Simone Hördel, Astrid Kappel-Sudbrock,
Andrea Sandknop, V(stehend v. l.) Detlef Lüchtenborg und Bernd Schulte
Viele Ideen für Leben
in der City
Ohne Initiative wäre Rheda ärmer
(Kem) Ob Adventskrämchen, Kriminacht und das Frühlingsfest, Weinmarkt,
Such deinen Weihnachtsstiefel sowie Sternenfänger: Sie sind
einige der sehr erfolgreichen Aktivitäten der Initiative Rheda. Sie hat
sich die Stärkung des Standortes Rheda auf die »Fahne« geschrieben.
Darüber berichteten die Vorstandsmitglieder und Projektleiter jetzt auf
der Jahreshauptversammlung im Domhof. Was die rührige Gemeinschaft
mit gut 100 Mitgliedern auf die Beine stellt, kann sich sehen lassen. Das
aber geht nur mit eigenem Engagement. Wenn sich etwas für Rheda
tun soll, dann muss es auch Menschen geben, die dafür Verantwortung
übernehmen, die Ärmel hochkrempeln, die Dinge angehen.
Das wurde gleichfalls sichtbar bei der Installierung der Giebelbeleuchtung
rund um den Doktorplatz unter der Regie von Alwin Wedler,
bei der Erarbeitung von Sicherheitskonzepten und jetzt bei der gesuchten
Nachfolge für den holländischen Stoffmarkt, der ab 2026 vom verkaufsoffenen
Sonntag auf Samstag wechselt: Die Initiative beabsichtigt
dafür einen öffentlichen Flohmarkt in die Innenstadt zu holen. Sie kann
sich das erfolgreiche Angebot der Stadtschützen als Alternative vorstellen.
Sondierungsgespräche seien zu führen.
Die Mitglieder zeigten sich mit der Arbeit des Vorstandes definitiv
zufrieden. Sie beantragten nach dem Kassenbericht die Entlastung und
bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen hieß es einmütig »Wiederwahl!«
Damit wird die Initiative weiterhin gemeinsam durch die vier
Vorstände Astrid Kappel-Sudbrock, Andrea Sandknop, Marco Rückl und
Detlef Lüchtenborg vertreten. Bernd Schulte führt die Kasse und Simone
Hördel nimmt die Geschäftsführung wahr.
Der als Ehrengast anwesende Bürgermeister Theo Mettenborg zollte
der Initiative größten Respekt für die geschaffenen Angebote für den
Stadtteil Rheda. Gerne nahm er den Hinweis aus der Versammlung auf
Sauberkeit als Aspekt eines attraktiven Aufenthaltsorts auf. Auf Nachfragen
berichtete er, dass die Projektpartner an der Kolpingstraße trotz
Kostensteigerungen an den Plänen festhalten würden. In der zweiten
Jahreshälfte rechne der Bürgermeister mit dem Abriss der Gebäude. Zur
Bebauung der Immobilie zwischen Ärztezentrum an der Widumstraße
und Berliner Straße ließ er durchblicken, dass sich hier eine ansprechende
städtebauliche Lösung abzeichne.
8 Das Stadtgespräch
P
Prickelnde
Chorgemeinschaft
»Sparkling« wird 25
1 Freuen sich auf ihre Jubiläumskonzert am 6. Juli in der Kreuzkirche und stoßen bei
der Probe mit Amarula, ein Likör, der aus Marula-Früchten, die nur in den subäquatorialen
Ebenen Afrikas wachsen, an: (v. l.) Brigitte Lind, Leon Hansen, Herbert
Thiedig, Barbara Mettenborg, Beate Hustert, Bettina Möller, Heike Dieste, Birgit
Thiele, Jennifer Goblirsch, Charly Simon, Elke Freitag, Beate Kulak. Der Gründungsvater
Hartmut Lengenfeld fehlt auf dem Foto.
(wl) Vor 25 Jahren wurde die Gesangsgruppe »Sparkling« gegründet, die
sich mit der unbeschwerten, fröhlichen und vom Glauben geprägte
Musik der Afrikaner beschäftigt.
Ursprünglich war es zu einer Firmfeier in St. Aegidius, als sich Gemeindereferent
Hartmut Lengenfeld zusammen mit dem damaligen
Jugendhausleiter Klemens Reith und einigen Jugendlichen zu einer
Band zusammenschlossen, um die Feier musikalisch zu untermalen.
Nach einem Wochenende im Jugendhaus Hardehausen bildete sich
daraus ein Jahr später die Band mit überwiegend Instrumentalisten
und gab sich den Namen Sparkling, was übersetzt »prickelnd« bedeutet.
In den Folgejahren schrumpfte die Gruppe zusehends, weil die
Jugendlichen aus verschiedensten Gründen nicht mehr regelmäßig
vor Ort waren.
Ab 2005 wurde allmählich aus der Jungendband ein Erwachsenen-Unternehmen.
Der Kern, der überwiegend heute noch Singenden
der Gemeinschaft, stieß dazu. 2007 gastierten zum 175-jährigen Jubiläum
von »Missio« die Masithi-Singers aus Südafrika in Wiedenbrück,
weil Sparkling die Gruppe eingeladen hatte und auch Unterbringungsmöglichkeiten
schuf. Die Afrikaner haben die Wiedenbrücker mit der
Fröhlichkeit in ihrem Gesang angesteckt.
Doch es fehlte der Gruppe an einer kompetenten Chorleitung
für afrikanisches Liedgut. Sabine Glückmann, eine Chorleiterin aus
Wuppertal, die den Chor Makwaya leitet, arbeitet wiederholt mit den
Rheda-Wiedenbrückern. Es finden auch gemeinsame Konzerte statt.
Einige Zeit später hatte Sparkling großes Glück. Leon Hansen, genannt
Tara, aus dem namibischen Chor Thlokomela wurde in Marienfeld ansässig
und stieß als Vocal-Coach für afrikanische Gesänge zur Gruppe.
Gleichzeitig arbeitete der Chor an einem Probenwochenende mit dem
Liedermacher Peter Matz als versierter Kenner afrikanischer Chormusik
zusammen. Unter seiner Leitung fanden in den Folgejahren Gottesdienste
und offene Workshops in Wiedenbrück und Paderborn statt.
Mit der Musikpädagogin Ricarda Junghardt fand Sparkling 2021 endlich
die musikalische Leitung, die bislang noch gefehlt hatte. Seitdem
kümmert sich die junge Chorleiterin um den Bereich »Neues geistliches
Liedgut« und Tara um die afrikanische Chormusik. Die 18-köpfige
Gruppe ist über die Jahre eng zusammengewachsen und wird nun auf
höchstem Niveau begleitet.
Lengenfeld ist oft mit der Gitarre und Leon Hansen mit afrikanischen
Trommeln als rhythmische Begleitung dabei. Eines der ersten
Lieder, das auch heute immer noch gerne gesungen wird, ist der Song
»Siyahamba« (Wir brechen auf, um im Licht des Königs zu gehen).
Damit will der Chor auch sein Jubiläumskonzert am Sonntag, den 6.
Juli um 17 Uhr in der Kreuzkirche beginnen. Singend werden die Chormitglieder
in ihren original afrikanischen bunten Kitteln in die Kirche
einziehen. Den Aktiven ist es wichtig, diese Lider, die den Glauben an
Gott verkörpern, genauso unbeschwert und fröhlich wie die Afrikaner
rüberzubringen um den Funken zu den Besuchern überspringen
zu lassen. Gesungen wird zwar überwiegend afrikanisch, aber auch
deutsche und englisch gesungene Lieder gehören zum Repertoire.
Der Eintritt für das Konzert ist frei. Es wird um eine Spende am
Ausgang gebeten.
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Das Stadtgespräch
9
E
1 Stattlich ist der große Festmarsch durch das Dorf.
Ein tolles Wochenende mit
vielen Highlights, guter Stimmung
und jeder Menge Spaß
Am 12. und 13. Juli am Lattenbusch:
Feuerwehrfest des Löschzuges St. Vit
1 Die Kleinen vergnügen sich in der Hüpfburg.
(Kem) Der Löschzug St. Vit der Freiwilligen Feuerwehr
Rheda-Wiedenbrück lädt zum Feuerwehrfest
am 12. und 13. Juli 2025 rund um das
Feuerwehrgerätehaus (Am Lattenbusch 18a)
ein. Groß und Klein sind zum Mitfeiern gerne
gesehen. Im Mittelpunkt stehen ganz viel
Spaß und das gemeinschaftliche Miteinander.
Das Festkomitee des Löschzuges hat alles für
das Wohl der Besuchenden bestens gerüstet.
Das Feuerwehrfest ist zugleich eine gute Gelegenheit
das ausgeprägte Wir-Gefühl der Bevölkerung
mit der Feuerwehr zu stärken. Die
Anwohner begrüßen die Wehren beim großen
Festumzug mit bunt geschmückten Straßen.
Es ist ein von Herzen kommendes Zeichen des
Dankes der Dorfgemeinschaft St. Vit für die
ständige Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute
für die Sicherheit der Bürgerinnen und
Bürger bei Tag und Nacht.
Festauftakt
Das Feuerwehrfest beginnt am Samstag ab
17.00 Uhr mit dem Empfang der befreundeten
Wehren auf dem Festplatz am Feuerwehrgerätehaus.
Gemeinsam marschieren sie zu den
Klängen des Spielmannszuges Rheda mit dem
Gastgeber durch die bunt geschmückten Straßen
in den Wohngebieten St. Vits. Bevor die
Feuerwehrleute zum Festplatz zurückkehren,
halten sie einen Moment am Ehrenmal inne
und gedenken der Toten der Kriege, während
ein Kranz niedergelegt wird.
Zeltparty mit freiem Eintritt
Höhepunkt am Samstagabend ist die große
Zeltparty bei freiem Eintritt. DJ Denis Kleinelümern
sorgt für die passenden Musik- und
Lichteffekte. So heizt er den Gästen in dem Feuerwehr-Festzelt
mit Longdrinkbar kräftig ein.
Familienfest
Der Festsonntag beginnt mit einem Familiengottesdienst
um 11.00 Uhr in der Fahrzeughalle
des Gerätehauses. Es schließen sich Musikdarbietungen
des Spielmannszuges der Westag
AG an. Ab 13.00 Uhr wird ein buntes Kinderfest
geboten. Kurzweil für die kleinen Gäste bieten
Rundfahrten im Feuerwehrfahrzeug, ein Riesen-Sandkasten,
eine Hüpfburg sowie das Kinderschminken.
Währenddessen können es sich
die Großen in und neben dem Festzelt sowie
der geschmückten Fahrzeughalle bei selbstgebackenen
Torten, Kuchen und frischem Kaffee,
Gegrilltem und Frittiertem sowie Pizza oder
Kaltgetränken gemütlich machen.
Infos rund um den Löschzug
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nicht zu kurz. Der Löschzug präsentiert sich
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1 Großes Interesse finden die Vorführungen.
auf dem Festplatz mit seinen Fahrzeugen. Diese können ausgiebig
besichtigt werden. Die Feuerwehrleute stehen für alle Fragen zur
Verfügung.
Auch der Kreisfeuerwehrverband Gütersloh stellt verschiedene Sonderfahrzeuge
aus. Des Weiteren kann der Wasserförderzug der Feuerwehr
Rheda-Wiedenbrück angeschaut werden.
Ebenso wird sich die Jugendfeuerwehr Rheda-Wiedenbrück u. a. im
Rahmen einer Übung vorstellen. Gerne nimmt sie Anmeldungen für die
Warteliste der Jugendfeuerwehr entgegen.
»Wir freuen uns auf viele Gäste, die gemeinsam mit uns feiern möchten«,
erklärt Löschzugführer Martin Frankrone, der diese Festivität gemeinsam
mit dem Vorstand organisiert.
Event Highlights 2025
Genießen Sie die Sommerabende mit uns.
*Bei schlechtem Wetter servieren wir aus der Küche
NEUER Marschweg Samstag
Festplatz, Am Lattenbusch, Stromberger Straße, Ehrenmal, Stromberger
Straße, Auf der Wiek, Auf der Horst, Stromberger Straße, Kleestraße,
Michelskamp, Stromberger Straße, Am Lattenbusch, Festplatz
Programm
Samstag, 12. Juli
17.00 Uhr Empfang der Gastfeuerwehren, anschließend
Festmarsch und Kranzniederlegung am
Ehrenmal, mit dem Spielmannszug Rheda
20.00 Uhr Zeltparty mit DJ Denis Kleinelümern,
Eintritt frei
Sonntag, 13. Juli
11.00 Uhr Familiengottesdienst in der Fahrzeughalle
ab 13.00 Uhr Musikdarbietungen des Spielmannszuges
der Westag AG
ab 13.00 Uhr Kinderfest mit Rundfahrten im Feuerwehrfahrzeug,
Kinderschminken, Fahrzeugschau
ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen
17.00 Uhr Verlosung: Gewinne wie z.B. Heißluftballonfahrten,
Hochdruckreiniger Kärcher, Sitzbank,
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Das Stadtgespräch
11
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F
1 In einem Takt von zirka 15 Sekunden sprangen die Teilnehmenden in die »Sprungkuhle«.
Fans des Wiedenbrücker Freibads
retteten ihren Sprungturm
Freiwillige bewiesen mit 1000 Sprüngen, dass keine Gefahr droht
(Kem) Am Sonntagnachmittag, dem 1. Juni, hatten Freiwillige
1000 Sprünge vom Drei-Meter-Turm absolviert.
Unter dem Motto »Wir retten den Turm«, wiesen die
Fans des Wiedenbrücker Freibads nach, dass der Turm
ohne jede Gefahr zu nutzen sei. Einige der Teilnehmenden
berührten zwar den Boden leicht mit den Füßen.
Doch wie in Jahrzehnten seit der Eröffnung in 1959
hatten die Springenden sich nicht verletzt.
In Intervallen von rund 15 Sekunden tauchten die
Springenden ins Becken. Über 200 Springende machten
mit. Insbesondere Kinder und Jugendliche beteiligten
sich an der Aktion. Der für Tiefbau zuständige
Amtsleiter Michael Duhme hatte den Massenversuch
eröffnet. Schon seit klein auf springt er von dem
Sprungturm. Aufzeichnungen mit Unterwasserkameras
dokumentierten die Sprünge. Tauchende der
DLRG begleiteten sie, eine Kommission dokumentierte
alles, Rechtsanwalt Peter Henz, Gründungsvater des
Fördervereins Freibad Wiedenbrück, überwachte den
rechtmäßigen Verlauf der Sprünge. Zudem präsentierten
professionelle Springer vom Landesleistungsstützpunkt
Wasserspringen Münster verschiedene Sprungtechniken.
Rund tausend Gäste kamen ins Freibad, um
die Aktion mitzuverfolgen. Das Interesse der Medien
an dem Ereignis war groß. Neben WDR-Lokalzeit berichteten
u. a. SAT 1 und RTL über den Praxistest.
Die an dem Test Teilnehmenden mussten schriftlich
vor Ort erklären, dass sie die Sprünge auf eigene
Gefahr durchführten. Für einen reibungslosen Ablauf
sorgten der Förderverein Freibad Wiedenbrück, die
DLRG, Schwimmverein, die Schwimmmeister und
Vertreter des Leistungsstützpunktes gemeinsam.
Bürgermeister Theo Mettenborg zeigt sich sichtlich
zufrieden mit dem Verlauf der eingehenden Prüfungen.
Die Kommission hatte keinerlei Gefährdungssituation
aufgenommen. Eine Verletzungsgefahr entsteht
durch die nicht normgerechte Wassertiefe mit 3,62 m
(statt 3,70 m) nicht. Das gilt seit November 2018. Der
Turm kann sicher genutzt werden, wie es die letzten
60 Jahre der Fall war. Daher gibt der Bürgermeister den
Sprungturm für diese Badesaison wieder frei. Aus reiner
Vorsicht sowie aus rechtlicher Absicherung und
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1 Bürgermeister Theo Mettenborg stand Rede und Antwort.
1 Rechtsanwalt und Notar Peter Henz hatte den Blick auf die
rechtlichen Aspekte des Massentests.
12 Das Stadtgespräch
1 Das bundesweite Medieninteresse war groß. 1 Eine Kommission dokumentierte alles.
Versicherungsgründen, zur »Beweissicherung«, »um die Federwirkung des durch die Gefährdungsbeurteilung von dieser allgemein gültigen Richtlinie
Sprungbretts auf ein Minimum zu reduzieren, erfolgt das Springen zudem (Norm) abzuweichen. Nun wird es darum gehen, eine Lösung für einen
unter Hinzuziehung einer zusätzlichen Aufsichts-Person. Die Verwaltung: dauerhaft sicheren Betrieb der Sprunganlage zu finden. Die Auswertung
Mit diesen Maßnahmen ist der Betrieb wieder möglich.
des umfänglichen Praxistests geht nun der DGfdB zu. Die Verwaltung appelliert
an die Gesellschaft und alle zuständigen Stellen, die Ergebnisse der
Der Deutsche Verband für das Badewesen, ein Zusammenschluss aller
rund 6000 Frei- und Hallenbäder in Deutschland, hatte das Manko von Gefährdungsbeurteilung heranzuziehen und die DIN-Normen als derzeitigen
»Maßstab« für den Betrieb von Sprunganlagen in Bäder zu überprüfen.
8 cm beim Nachmessen unter dem Dreier festgestellt. Sein Geschäftsführer
Christian Mankel war von dem Praxistest sichtlich angetan. Der Bürgermeister
ordnete die umfassend dokumentierte Gefährdungsbeurteilung das Bewertungsergebnis der Stadt nach deren eigenen Erkenntnissen
Die schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) hat
an, um eine Sperrung des Drei-Meter-Bretts zu vermeiden. Die Würdigung bestätigt. Auch in der Schweiz existieren zahlreiche Bäder mit einer 3,50
des Hinweises der DGfdB auf die fehlenden Zentimeter Wassertiefe nach Meter tiefen Sprunggrube. Diese werden dort als bestandgeschützt und
DIN 583_Toys_World_Angebote_186x132.qxp_Layout EN 13451-10 wird jedoch nicht außer Acht gelassen. 1 16.06.25 Es ist möglich 11:45 Seite unbedenklich 1
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Das Stadtgespräch
13
E
Eine Initiative für
die Treuesten
Für Frühschwimmer bleiben die Freibäder geschlossen
(Kem) Am Rande der Aktion »Rettet den Sprungturm« setzte der frühere
Vorsitzende des Fördervereins Freibad Wiedenbrück, Peter Henz, sich für
die Frühschwimmer ein. Es könne doch nicht angehen, dass gerade die
treuesten Nutzenden vor den geschlossenen Toren der Freibäder abgewiesen
würden. Sein Konzept: Ein Bad öffnet im turnusmäßigen Wechsel
um 06.00 Uhr. Das andere Bad beginnt entsprechend um 10.00 Uhr.
Er trat den Gerüchten entschieden entgegen, dass es in Teilen in der
Belegschaft einen Widerstand gegen entsprechende Lösungsansätze gebe.
Sie müsste für nutzerfreundliche Öffnungszeiten gewonnen werden.
Ab 1. Juni öffnen bekanntlich die Bäder anstatt um 6 erst um 8 Uhr.
Darauf wiesen jetzt auch die Bündnisgrünen in einem Antrag an den Bürgermeister
hin. Die Regelung sei für die meisten Berufstätigen einfach
zu spät. Viele Schwimmende hätten die Jahreskarte nur erworben, weil
sie früh schwimmen wollen, machten Alwin Wedler und Hans-Hermann
1 Gerade für die Treuesten unter den Nutzenden sind die Öffnungszeiten der beiden
Freibäder einfach zu spät.
Heller-Jordan deutlich. Darüber hinaus sei vorgesehen, dass in der Saison
abends schon um 19 Uhr die Freibäder geschlossen bleiben. Insgesamt
sei die Situation unbefriedigend für viele Gäste der Freibäder.
In Abwägung der verschiedenen Interessen bitten die Bündnisgrünen
zu überprüfen, ob die Öffnung nicht eines der Bäder zu einem deutlichen
späteren Zeitpunkt (z. B. 12.00 Uhr) geöffnet werden kann und gleichzeitig
eines dann schon in den Morgenstunden (um 6.00 Uhr).
»Das wäre zwar für die Schwimmenden mit Fahrerei verbunden, aber immer
noch deutlich besser als gar kein Angebot«, heißt es in dem Antrag.
Mängelmelder-App
M
Gemeinsam unsere Stadt verbessern!
Ein Schlagloch auf dem Weg zur Arbeit, eine defekte Straßenlaterne oder
illegale Müllablagerungen – solchen Ärgernissen begegnet man im Alltag
immer wieder. Doch anstatt sich zu ärgern, können die Bürgerinnen und
Bürger in Rheda-Wiedenbrück schnell und unkompliziert handeln. Mit
der Mängelmelder-App bietet die Stadtverwaltung eine einfache Lösung,
um Probleme direkt und digital zu melden.
Seit 2021 setzt die Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück auf die innovative
Mängelmelder-App der »wer denkt was GmbH«. Mit wenigen Klicks
können Anliegen bequem per Smartphone oder über die Webplattform
gemeldet werden. Eine intuitive Bedienung ermöglicht, den Mangel direkt
mit Foto und Standort zu übermitteln. So landet der Hinweis sofort
bei der zuständigen Fachabteilung.
Transparenz wird großgeschrieben: Nutzerinnen und Nutzer können
den Bearbeitungsstatus ihrer Meldung jederzeit in der App verfolgen. Viele
Probleme konnten dank der schnellen Weiterleitung bereits in kürzester
Zeit behoben werden – zur Freude der Bürgerinnen und Bürger sowie der
Stadtverwaltung. Mit der Mängelmelder-App besteht eine direkte Verbindung
zwischen Stadtverwaltung und Bürgerschaft. Jeder gemeldete
Mangel trägt dazu bei, unsere Stadt sauberer, sicherer und lebenswerter
zu gestalten. Die App ist kostenlos im Google Play Store und im Apple
App Store verfügbar. Alternativ können Mängel auch über die Webplattform
unter maengelmelder.rheda-wiedenbrueck.de gemeldet werden.
Bitte beachten Sie, dass die App nicht für Notfallmeldungen geeignet ist.
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14 Das Stadtgespräch
G
Gemeinsam mehr erleben
Spiel und Spaß vor der eigenen Haustür
Für die einen sind sie Kult, für die anderen mittlerweile Tradition. In
jedem Fall dürfen sie aber auch dieses Jahr nicht fehlen: die Ferienspiele
in Rheda-Wiedenbrück.
Ob von den Jugendhäusern St. Pius und Homebase (ehemals St.
Aegidius) und dem städtischen Jugendzentrum oder Vereinen und Institutionen
wie der Stadtbibliothek, dem Kloster Wiedenbrück, der LG
Burg Wiedenbrück (neu dabei), der Surf- und Segelgilde, Pro Arbeit, der
Freiwilligen Feuerwehr – Löschzug Rheda, den St. Sebastian Bürgerschützen
(neu dabei), den Stadtschützen, dem Schützenverein Landgemeinde
Rheda, dem Kanu Club, dem MFC Rheda, dem WTV Judo, der TSG Rheda
Judo oder dem WTV Rugby: Die Angebote für Kinder und Jugendliche
verschiedener Altersklassen richten sich wieder an alle Interessen. So
kommen Spiel, Sport, Ausflüge, Kochen und Backen, Kreatives und Spaß
gerade auch für all jene nicht zu kurz, die in den Ferien nicht auf große
Reise gehen werden.
Dabei sind Klassiker wie der Besuch auf dem Alpaka-Hof oder im
Heide-Park, neue Angebote wie das Selbstbewusstseinstraining und
Highlights wie ein Krimidinner im Kloster oder ein Ausflug ins Irrland.
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1 Die Stadtschützen bieten wieder ein vielfältiges Programm für Kinder und
Jugendliche an.
Details und Anmeldung
Die Programmübersicht war zu unserem Redaktionsschluss noch nicht
final fertig. Ab dem 20. Juni ist sie unter www.rheda- wiedenbrueck.de/
ferienspiele online. Der Kartenverkauf in den Jugendhäusern beginnt ab
dem 30. Juni. Bei den Vereinen ist eine Anmeldung auch vorher schon
möglich.
Das Stadtgespräch wünscht allen schöne Ferien und viel Spaß!
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Das Stadtgespräch
15
B
Bürger setzen
sich für sicheres
und ruhigeres
Wohnen ein
Tempo auf 30 Neuenkirchener Straße
(Kem) Endlich fand die Hartnäckigkeit der Bürgerinnen
und Bürger an der Neuenkirchener Straße
in Höhe des »Langen Jammers« Gehör, zog Ratsherr
Alwin Wedler den Schlussstrich unter das
jahrelange Bemühen für sicheres und ruhiges
Wohnen. Das Mitglied der Fraktion der Bündnisgrünen
hatte sich mit großem persönlichem
Einsatz und mit Beharrlichkeit für die Anliegen
der Anwohnerinnen und Anwohner eingesetzt.
Er hat sich immer wieder für das Aufstellen von
Tempo-30 -Schildern stark gemacht.
In der jüngsten Sitzung des Ausschusses
für Umweltschutz, Klimaschutz und Mobilität
wurde dann endlich von der Verwaltung in
einer Vorlage mitgeteilt, dass die Voraussetzungen
für Tempo 30 auf der Neuenkirchener
Straße erfüllt sind. In einer Rückfrage beim
Bürgermeister erfuhr Wedler Ende Mai 2025,
dass die Verwaltung aktuell die Umsetzung
vorbereitet.
Die Anwohner der Neuenkirchener Straße
freuen sich, dass es nun bald hoffentlich ruhiger
zugehen wird, erwarten jedoch auch, dass
nach der Umsetzung durch regelmäßige Kontrollen
eine tatsächliche Temporeduzierung
durchgesetzt wird.
M
Mitgliederversammlung
Laufen und Gutes tun
1 Das neue Leitungsteam besteht für die nächsten 2 Jahre aus (v. l.) Roger Steinbeck, Kerstin Hauf,
Michael Küker, Pia Westhus und Gerd Gödecke.
Am 21.5.2025 gab es im Küsterhaus im Rahmen
der Jahreshauptversammlung einen
Rückblick auf 2024 für die Vereinsmitglieder
von LUGT.
1 Landesverkehrsministerium, Landesbetrieb Straßen
NRW und Kreis sahen keine Möglichkeit, für
erträglichen Verkehrslärm zu sorgen.
Der Verein stellte besonders die Rekordspendensumme
von 22.100 Euro und die
erfreuliche Entwicklung der Mitgliederzahlen
auf nunmehr 301 im Vordergrund.
1 Die Stadt arbeitet an der Umsetzung der Tempo-
Reduzierung zwischen Tankstelle und Platanenweg.
Jahrelanger Kampf
Über 60 Anwohnende hatten schon 2019 in
einer Bürgerinitiative gefordert, dass die Begrenzung
auf Tempo 30 wieder eingeführt
wird. Sie wurde aufgrund der Verwendung des
neuen Flüsterasphalts bei der Renovierung zurückgenommen.
Elisa Janssen hatte seinerzeit
den Anstoß zu der Initiative gegeben. Der zunehmende
Verkehr, verbunden mit viel Lärm
und Angst um die Sicherheit der Kinder waren
der Auslöser für die Initiative.
Einen Rückschlag bot die Stellungnahme
der Kreispolizeibehörde. Die ihr vorliegenden
Unfallzahlen rechtfertigten nicht die Rückkehr
zu Tempo 30.
Der zuständige Landesbetrieb Straßen
NRW mit Sitz in Bielefeld sah in Folge nicht die
Notwendigkeit für das Aufstellen von Temposchildern
zwischen Tankstelle und Platanenweg.
Die Einbeziehung des Kreises Gütersloh
und des Landesverkehrsministeriums führten
ebenfalls nicht zu dem gewünschten Ziel.
Der Verweis der Stadtverwaltung auf die
zwischenzeitlich erlassene Verschärfung der
Lärmimmissionen brachte nun die erhoffte
Wende zur Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit
von 50 auf 30 km/h. Der geforderte
Lärmschutz kann nunmehr eingehalten werden.
Die Absenkung des Tempos bringt eine
Lärmminderung bis zu drei Dezibel.
Blaupause für Ringstraße
Der Grünen-Ratsherr Alwin Wedler spricht
sich für deutlich mehr Dreißiger-Zonen und
Streckenabschnitte im Stadtgebiet aus. Sein
nächstes Ziel ist die Ringstraße zwischen Autobahn
und Oelder Straße Dort bestehe eine
ähnliche Situation durch Verkehrslärm wie an
der Neuenkirchener Straße.
Fotos: A. Wedler
16 Das Stadtgespräch
3 Das Team der Gärtnerei Stender:
v. l. Marcel, Stefan, Klaus-Dieter
und Ingrid Brockmann
Gärtnerei Stender
Inh. K.-D. Brockmann
»Wir freuen uns schon auf die Arbeit in Wiedenbrück!«,
versicherten uns Klaus-Dieter
Brockmann und sein Sohn Stefan in unserem
Gespräch. Denn die Gärtnerei Stender aus Gütersloh
bietet ab sofort auch auf dem Friedhof
in Wiedenbrück Grabgestaltung und Grabpflege
an. Im Gespräch mit Vater und Sohn wird
schnell klar, dass die Leidenschaft für den
Beruf in der Familie liegt. Ein Merkmal, welches
auch durch verliehene Auszeichnungen
bestätigt wurde. Das Qualitätszeichen »Überprüfter
Fachbetrieb Friedhofsgärtnerei«, eine
Goldmedaille als höchste Auszeichnung für
die Gestaltung eines Schaugrabes auf der Bundesgartenschau
sowie die Ernst-Beck-Medaille,
welche das Pendant für die Landesgartenschau
darstellt, zeigen auf, mit welchem Engagement
Familie Brockmann und ihr Team dem Beruf
nachgehen. Mit der Stadt Rheda-Wiedenbrück
ist die Familie seit jeher verbunden. Denn Ingrid,
die Frau von Klaus-Dieter Brockmann,
kommt gebürtig aus der Doppelstadt. Auch auf
dem Christkindlmarkt hat der Traditionsbetrieb
bereits seit 45 Jahren einen eigenen Stand, bei
dem Marcel Brockmann den Aufbau leitet.
Durch ein durchdachtes 6-stufiges Pflegestufenkonzept
bietet das Unternehmen für jedes
Budget und jeden Wunsch eine individuelle
Lösung an. Dabei ist dem Inhaber eines wichtig:
Die Individualität darf nicht verloren gehen! Um
diese für jedes Grab sicherzustellen, gibt es vor
Auftragserteilung ein ausführliches Gespräch
über die Möglichkeiten und Wünsche. Denn
es gilt Fragen zu klären wie, wird das Grab ein
Pflegegrab? Wenn ja, für welche Dauer? Sollen
die kompletten Grabpflegearbeiten übernommen
werden? Oder nur bestimmte Arbeiten
wie z.B. das Gießen in den Sommermonaten?
Sobald diese Fragen geklärt sind, geht es an die
individuelle Gestaltung. Denn kein Grab gibt
es doppelt und es soll immer eine individuelle
Bepflanzung gegeben sein. »Schließlich sollen
die Kunden nicht erst am Namen auf dem Grabstein
erkennen, ob sie vor dem richtigen Grab
stehen«, erläutert der Inhaber.
Ein weiterer Service der Gärtnerei Stender
ist, dass keine Anfahrtskosten aus Gütersloh
berechnet werden. Zudem wird den Kunden eine
Anwuchs-Garantie von zwei Jahren gewährleistet.
Als wäre das nicht bereits genug, bietet Familie
Brockmann ihren Kunden ein besonderes
Angebot an: Bei Buchung einer vollständigen
Neugestaltung durch die Gärtnerei sind die ersten
sechs Monate Grabpflege kostenfrei. Damit
die Grabgestaltung auch in den warmen Sommermonaten
schön bleibt, bietet die Gärtnerei
Stender einen saisonalen Gießservice an. »Ein
Grab soll ein Ort zum Andenken sein. Kein Punkt
auf der To-do-Liste, den man auch noch abhaken
muss«, erklärt Klaus-Dieter Brockmann. Der
Druck des dringenden Friedhofsbesuchs soll den
Kunden damit genommen werden. Auch für eine
Beratung zum Thema saisonale Bepflanzung
steht Ihnen die Inhaberfamilie jederzeit bereit.
Seit gut 120 Jahren gibt es die Gütersloher
Friedhofsgärtnerei Stender bereits. Im Jahr 1988
übernahm Klaus-Dieter Brockmann das Unternehmen
und führt seitdem den Traditionsbetrieb
gemeinsam mit seiner Frau Ingrid sowie den Söhnen
Stefan und Marcel erfolgreich weiter. »Unsere
beiden Söhne haben die Friedhofsgärtnerei,
Floristik und den Gartenbau ebenso begeistert
verinnerlicht wie wir«, erzählt Klaus-Dieter Brockmann.
Und er ist sicher, dass sie den Traditionsbetrieb
auch weiterhin erfolgreich in die Zukunft
führen werden. Ein wichtiger Schritt dafür ist das
neue Angebot in Rheda-Wiedenbrück!
Mit uns bleibt es bunt!
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Das Stadtgespräch
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17
B
Buntes Kinderfest mit
600 kleinen und großen
Gästen
Türkischer Arbeitnehmerhilfs- und Kulturverein
bot tolles Programm
(Kem) Der Türkische Arbeitnehmer Hilfs- und Kulturverein e. V. in Rheda-Wiedenbrück
feierte Ende April mit rund 600 Besucherinnen und
Besuchern den Nationalen Souveränitäts- und Kindertag. Das alljährliche
Kinderfest des Kulturvereins geht auf eine von Mustafa Kemal Atatürk
ins Leben gerufene Tradition zurück. Der Gründer der türkischen Republik
widmete den Tag der Konstituierung des türkischen Parlaments am
23. April 1920 ebenfalls den Kindern unter dem von ihm proklamierten
Motto »çocuklarımız gelecegimizdir«, das heißt: »Unsere Kinder sind
unsere Zukunft«. Seit 1979 trägt der Feiertag den Namen »Internationales
Kinderfest«.
Bei bestem Wetter wurde das Festgelände rund um das Einstein zu
einem Ort voller Freude, Musik und Kinderlachen.
Das abwechslungsreiche Bühnenprogramm wurde von den beiden
Nachwuchs-Moderierenden Alina Varol und Efe Iyiliksever kurzweilig eröffnet
– begleitet von den Nationalhymnen der Türkei und Deutschlands.
Gizem Saygı übernahm im symbolischen Rahmen den Vorsitz des Vereins
für einen Tag und begrüßte das Publikum mit einer kurzen Ansprache.
Im Anschluss präsentierten Kinder und Jugendliche ein vielseitiges
Programm aus Gedichten, Tänzen, Chorgesang, Rhythmusvorführungen
und traditionellen Volkstänzen. Begeisterten Applaus erhielten u. a. die
Volkstanzgruppe Efsane unter der Leitung von Mehmet Ali Alp und die
von Hülya Karabulut und Filiz Aygün trainierte Kindertanzgruppe Mini
Miniler. Nicht zuletzt bezauberte ebenfalls die von Dilara Aydin betreute
Tanzgruppe der OGGS-Wenneber-Schule. Die von Volkan Colak dirigierte
Musikgruppe Seyyah Bağlama und die Chor- und Rhythmusgruppe Sesli
Dü ler unter der Stabführung von Tuğba Çolak faszinierten mit ihren
musikalischen Beiträgen.
Zudem erwarteten die Kinder verschiedene Spielstände und Angebote
zum Mitmachen. Viel Zuspruch fand der beliebte Clown »Hi Abi«:
1 Die Kleinen berührten mit vorgetragen Versen. Foto: A. Acar
1 Eine Augenweide waren die Volkstänze. Foto: A. Acar
Er sorgte mit seiner fröhlichen Art für viele leuchtende Kinderaugen.
Der Verein bedankt sich herzlich bei allen engagierten Helferinnen und
Helfern, bei den Familien aus Rheda-Wiedenbrück sowie bei den Gästen
aus der Region und den Abordnungen befreundeter Vereine für ihre
Teilnahme und Unterstützung.
»Wir freuen uns schon auf das nächste Kinderfest!«, zog der Kulturverein
Bilanz.
O
Online-Anmeldung
freigeschaltet
Laufen und Gutes tun
1 Eine Trommlerformation beim Anfeuern der Teilnehmenden des Hauptlaufes.
Die Vorfreude auf die diesjährige Benefiz-Veranstaltung von »Laufen
und Gutes tun« steigt! Ab sofort können sich Interessierte online für
das Lauf-Event unter www.laufenundgutestun.de anmelden, das am 6.
September 2025 zum 21. Mal in St. Vit stattfinden wird.
Teilnehmer haben die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Lauf-Distanzen,
darunter Bambini, 2 km, 4,8 km, 10 km und unter den Inlinerstrecken
2 km, 4 km und 10 km zu wählen.Die Online-Anmeldung ist
einfach und benutzerfreundlich gestaltet. Interessierte können sich
bis zum 2. September 2025 anmelden. Wie in jedem Jahr wird ein Rahmenprogramm
mit Live-Musik, Food-Ständen und Aktivitäten für Jung
und Alt angeboten. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen
Website von Laufen und Gutes tun.
Foto: Laufen und Gutes tun
18
Das Stadtgespräch
3 Ausnahmsweise Donnerstag:
Tord Gustavsen kommt am
20. November ins Abrahams
Foto: Sam Harfouche / ECM Records
Der Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück
hat den Vorverkauf zur neuen
Spielzeit gestartet: Es gibt derzeit
(nur) bei der Flora Westfalica am
Rathausplatz die Abokarten für
alle fünf Konzerte im Abrahams
zu erwerben. Am Mittwoch, den 2.
Juli beginnt dann der Verkauf von
Einzelkarten sowohl bei der Flora
Westfalica als auch im Webshop
der Fora Westfalica.
Zum Auftakt werden am 17.
September fünf schweizer Musikerinnen
und Musiker um die
Saxofonistin Nicole Johänntgen
im stimmungsvollen Ambiente
des Rhedaer Eventlocals »Abrahams«
auftreten. Am 29. Oktober
kommt der Kölner Gitarrist Philipp
Brämswig mit seinem Trio. Schon
jetzt als Saison-Höhepunkt gehandelt,
wird das Gastspiel des
norwegischen Pianisten Tord
Gustavsen mit seinem Trio am 20.
November. Dafür weicht der Club
ausnahmsweise einmal auf einen
Donnerstag als Veranstaltungstag
aus. »Für Tord Gustavsen mussten
wir diese Ausnahme von unserer
Mittwochs-Regel machen« erklärt
Club-Vorsitzender Leo Lübke,
selbst ausgemachter Fan des
Norwegers.
Nach dem Jahreswechsel widmen
sich am 4. Februar die Sängerin
Adi Ginea Wolf und der Pianist
Jan Luley dem Werk von Nina Simone.
Sie repräsentiert einen der
Nächste Spielzeit
im Abrahams
vielen Zweige des amerikanischen
Jazz, den die US-Bürgerrechtlerin
Nina Simone selbst »Black Classical
Music« nannte.
Vorerst nicht verraten wird, wer
am 22. April 2026 als Local Hero zum
Saisonabschluss spielen wird. Dass
die Trompete im Mittelpunkt steht,
wollen die Programmmacher schon
verraten. Das Instrument spricht
also für einen Aktiven aus der reichen
heimischen Bläserszene.
Die Anzahl der Abonnements
ist auch in diesem Jahr begrenzt.
»Wir wollen so unterschiedlich
vielen Jazz-Interessierten ihre
Live-Erlebnisse ermöglichen«,
sagt die zweite Vorsitzende Susanne
Rauh-Meißnest. Die Preise
für Einzelkarten und Abos sind unverändert.
Zu allen Konzerten soll
es an der Abendkasse kurz vor Konzertbeginn
weiterhin für Unter-
27-Jährige den spontanen und ermäßigten
Eintritt von 10 Euro geben
– wenn die Karten nicht vorab
vollständig ausverkauft wurden.
Programm, Preise und Links
im Webshop finden sich auf
jazz-club-rheda-wiedenbrueck.de.
17 09 25
NICOLE
JOHÄNNTGEN
ROBIN
20 00 Uhr | Abrahams
Rheda-Wiedenbrück
VVK über Flora Westfalica und www.eventim.de
Abendkasse und Restaurant ab 18:30 Uhr
Mehr auf www.jazz-club-rheda-wiedenbrueck.de
MIT FREUNDLICHER
UNTERSTÜTZUNG U.A. VON:
Das Stadtgespräch
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19
Schürmann, 5. Dr. Konstantin Setzer,
6. Patrick Kosel, 7. Peter Woste,
8. Kathrin Söbke, 9. Alexander
Siefert, 10. Lisa Elbracht, 11. Frederik
Gruß, 12. Christina Coban, 13 Tanja
Himmelspach, 14. David Hanschur,
15. Michael Pfläging, 16. Christoph
Sandhäger, 17. Ralf Harz, 18. Gabriele
Bremke-Moenikes, 19. Stefan
Schlepphorst, 20. Jon Pecani, 21.
Julia Winter, 22. Pascal Moerchel,
23. Katharina Pasek.
B
1 Für ein grünes Rathaus Foto: Bündnisgrüne, S. Jonek
Bereit für die Kommunalwahl 2025
Wahlkreiskandidaten, Listen der Parteien, Statements und Projekte
(Kem) »Das Stadtgespräch« berichtet
in dieser Ausgabe über die
Kandidaten und Programme von
CDU, move und Bündnisgrünen zur
Kommunalwahl am 14. September
2025. Im August stellen wir SPD,
FDP, Die Linke und FWG e. V. vor.
CDU
Wahlbezirksliste (Direktkandidaten):
Wk 1 Dr. Jörn Fleiter (Ersatzkandidat
Pascal Moerchel),
Wk 2 Gabriele Bremke-Moenikes
(Hubert Peter), Wk 3 Kathrin Söbke
(Manfred Schöne), Wk 4 Patrick
Kosel (Jonas Hoheisel), Wk 5 Frederik
Gruß (Ulrich Strecker), Wk 6
Michael Pfläging (Lennart Bänisch),
Wk 7 Tanja Himmelspach (Hendrik
Hemke), Wk 8 Michael Lakenbrink
(André Schulte), Wk 9 Rüdiger
Lückheide (Katharina Pasek), Wk 10
David Hanschur (Norbert Dieste),
Wk 11 Peter Woste (Björn Kammertöns),
Wk 12 Dr. Konstantin Setzer
(Axel Münstermann), Wk 3 Christina
Coban (Markus Wallmeyer),
Wk 14 Stefan Schlepphorst (Jon
Pecani), Wk 15 Ralf Harz (Markus
Stratmann), Wk 16 Alexander Siefert
(Michael Fehlbier), Wk 17 Frank
Schürmann (Johannes Deittert),
Wk 18 Lisa Elbracht (André Hünemeier),
Wk 19 Christoph Sandhäger
(Matthias Matthias)
Listenplätze (Reserveliste): 1. Dr.
Jörn Fleiter, 2. Rüdiger Lückheide,
3. Michael Lakenbrink, 4. Frank
5 Kandidaten der CDU zur Kommunalwahl Foto: Tobias Becker/Casmedia
Statements: Die CDU Rheda-Wiedenbrück
hat ein neues Team fachlich
und inhaltlich gut aufgestellt!
Die Proportion Frau/Mann, jünger/
älter und auch mit Erfahrenheit
von Ratskollegen/Ratskolleginnen
stimmt! Der Fraktionsvorsitzende
Uwe Henkenjohann dankte der
Stadtverbandsvorsitzenden Aysegül
Winter für die Vorbereitungen
und beglückwünschte sehr herzlich
Theo Mettenborg zur Wiederwahl
als Bürgermeisterkandidat
der CDU und bedankte sich für
die enge vertrauensvolle Zusammenarbeit
der letzten 16 Jahre, die
nochmal aufgrund der unfairen
Angriffe aus anderen Fraktionen/
Parteien seit 2020 auf die Person
des Bürgermeisters eine noch stärkere
wurde. Er rief allen Kandidaten
zu, sich für Rheda-Wiedenbrück
mit Spaß und Freude einzusetzen
und mit Herzblut in den Wahlkampf
zu gehen. Sodann sprach
der Fraktionsvorsitzende Themen
der Fraktion an, wie z.B. ZUE, Südring,
Haushalt 2025.
Winter unterstrich, dass Respekt,
offener Dialog und das gemeinsame
Miteinander der Grundpfeiler
in unserer Stadt seien. Bürgernähe
bedeute, dass »wir die Anliegen der
Bürgerinnen und der Bürger ernst
nehmen und aktiv an Lösungen arbeiten«.
Diese müssten nachvollziehbar
sein. Die Stadtentwicklung
müsse zudem umweltschonend
sein. Jeder Mensch gehöre dazu,
unabhängig von Herkunft oder
Lebenssituation. Bürgerbeteiligung
und Zukunftsorientierung
sei unerlässlich. In eigener Sache
sagte sie, dass sie sich bewusst
nicht zur Wahl stelle: »Wir haben
20 Das Stadtgespräch
mehrere engagierte Kandidatinnen
und Kandidaten in unseren Reihen,
denen ich großes Vertrauen entgegenbringe
und die ich gerne unterstützen
werde«.
Biogas für die Beheizung des
Schulzentrums Rheda: Die Fraktion
und der Stadtverband der CDU
setzen sich dafür ein, dass das
Schulzentrum Rheda und dort einige
Wohnbereiche mit thermischer
Energie aus Biogas der Landwirte
Markus und Annette Witte beheizt
werden. Sie wollen ein hochflexibles
Satelliten-BHKW mit zirka 7,5
MW elektrischer Leistung errichten.
Das BHKW hat etwa die 8-fache
Leistung wie die Biogasanlage
so dass diese nur rund 3 Std. pro
Tag laufen muss, um das produzierte
Gas zu verstromen. Dadurch
wird es möglich, den Strom dann
zu erzeugen, wenn er im Stromnetz
gebraucht wird. Gleichzeitig
fällt bei der Stromerzeugung
Wärme an. Diese wird in einen
Wärmespeicher geleitet und kann
dann bei Bedarf zur Beheizung der
Schulen und von Wohnungen genutzt
werden.
move
Wahlbezirksliste: Wk 1 Andreas
Gernhold, Wk 2 Christian Kottmann,
Wk 3 Thomas Mader, Wk 4 Thomas
Theilmeier, Wk 5 Melanie Stuhlweißenburg,
Wk 6 Ralf Landwehr, Wk 7
Michael Kleinschroth, Wk 8 Ulrich
Schlottmann, Wk 9 Gudrun Bauer,
Wk 10 Hermann-Josef Pierenkemper,
Wk 11 Melanie Beforth, Wk 12
Henrik Güth, Wk 13 Ronald Hurman,
Wk 14 Christoph Garle, Wk 15 Martin
Hünten, Wk 16 Mario Brinkhaus, Wk
17 Marco Kerkeling, Wk 18 Birgit Littke,
Wk 19 André Filies.
1 Kandidaten Bündnisgrüne Foto: S. Jonek
Listenplätze: 1 Thomas Theilmeier-Aldehoff,
2 Andreas Gernhold, 3.
Gudrun Bauer, 4. Martin Hünten, 5.
Melanie Stuhlweißenburg, 6. Mario
Brinkhaus, 7. Christoph Garle, 8.
Thomas Mader, 9. Hermann-Josef
Pierenkemper, 10. Birgit Littke, 11.
Ronald Hurman, 12. Michael Kleinschroth,
13. Ulrich Schlottmann, 14.
André Filies, 15. Melanie Beforth,
16. Ralf Landwehr, 17. Christian
Kottmann, 18. Marco Kerkeling, 19.
Henrik Güth, 20. Christian Eckert,
21. Besim Stefanus, 22. Lukas Köpp
Move ist eine Wählergemeinschaft
für Rheda-Wiedenbrück, ein Team
aus alteingesessen und neu hinzugezogenen
Bürgern, von erfahrenen
Politikern bis zu Neueinsteigern,
von jung bis alt – aber alle
haben eins gemeinsam: das Ziel,
etwas zu bewegen, schreibt move
auf Facebook.
Städtebauliches Entwicklungskonzept
»Schanze«: Seit Jahrzehnten
versucht die Stadt, das
wenig attraktive Areal »Schanze«
einer städtebaulichen Entwicklung
zuzuführen. Ein Architektenwettbewerb
wurde durchgeführt und
letztlich im Jahre 2023 ein externes
Planungsbüro aus Coesfeld
erneut damit beauftragt, hier ein
Vorankommen zu ermöglichen. All
diese Versuche scheiterten an der
nicht geregelten Flächenverfügbarkeit.
Die Wählergemeinschaft
move hat sich dieses Themas unter
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Beteiligten sowie in Kooperation
mit dem heimischen Architekten
Michael Manges angenommen.
Michael Manges hatte beim Architektenwettbewerb
Anfang der
2000er Jahre ebenfalls teilgenommen
und verfügte somit noch über
fundiertes Hintergrundwissen
bzgl. der Besonderheiten vor Ort,
was sich als sehr wertvoll erwies.
Kern der Planung ist die vollständige
Eliminierung der Ampelkreuzung
Schanze/ Hauptstr. durch
die Schaffung eines Kreisverkehrs
in Höhe Hauptstr. / Lümmernweg.
Dadurch steht die gesamte Ampelkreuzung
und deren Nebenbereiche
für die städtebauliche Entwicklung
zur Verfügung. Dort entsteht
ein verkehrlich beruhigtes Quartier
am Rhedaer Tor mit Anbindung an
die Naherholungsflächen der Ems.
Der Durchgangsverkehr wird ohne
Ampel in einer leichten S-Kurve
durchgeleitet bis auf den mittleren
Abschnitt der Schanze am nördlichen
Rand der neuen WEKA-Fläche.
Vorteile: Faktisch qm-gleicher
Ringtausch der Anliegerflächen
ohne Notwendigkeit eines Flächenerwerbs.
Bewegen in den bestehenden
Bebauungsplänen »An der
Schanze« (Nr. 35) und »Rhedaer Tor«
(Nr. 278). Daher keine langwierige
Neuaufstellung nötig.
Es entstehen sowohl Wohnraum
als auch Gewerbeflächen in unmittelbarer
Nähe zur Altstadt.
Wohnraum innenstadtnah bedeutet
eine zusätzliche Belebung der
Innenstadt.
Entstehung eines Tourist-Points
inkl. Mobilitätsstation, Car-Sharing,
Fahrradverleih, z. B. in Regie
der Stadt, bereits mitgedacht. Weiterhin
zentrumsnahes Parken zur
Stützung des lokalen Einzelhandels
– Parkfläche wurde nur verschoben.
Unter dem neuen Quartier entsteht
teilöffentliche Tiefgarage als zusätzliche
Parkfläche.
Bündnisgrüne
Wahlbezirksliste: Wk 1 Hermann
Heller-Jordan, Wk 2 Andreas Kilk,
Wk 3 Hagen Klauß, Wk 4 Thomas
Birwe, Wk 5 Birgit Kaupmann, Wk 6
Andreas Hahn, Wk 7 Jenny Wedler,
Wk 8 Alwin Wedler, Wk 9 Willi Repke,
Wk 10 Bernd Mester, Wk 11 Dr.
Christiane Braun, Wk 12 Dr. Carin
Gröne, Wk 13 Volker Brüggenjürgen,
Wk 14 Hubert Leiwes, Wk 15 Leon
Thumel, Wk 16 Sandra Reffold, Wk
17 Dieter Epkenhans, Wk 18 Norbert
Walgern, Wk 19 Klaus Zerbin.
Reserveliste: Christiane Braun,
2. Volker Brüggenjürgen, 3. Birgit
Kaupmann, 4. Herman Heller-Jordan,
5. Jenny Wedler, 6. Leon Thumel,
7. Alwin Wedler, 8. Hagen
Klauß, 9. Andreas Hahn, 10. Klaus
Zerbin, 11. Sandra Reffold, 12. Bernd
Mester, 13. Norbert Walgern, 14.
Lot har Schwenke, 15. Dieter Epkenhans,
16. Andreas Kilk, 17. Karin
Lunte-Brüggenjürgen, 18. Willi Repke,
19. Thomas Birwe, 20. Hubert
Leiwes, 21. Carin Gröne, 22. Ralf
Gottsleben, 23. Julian Brinkmeier.
»Vorwärtsdenken. Gründenken.«
Die Bündnisgrünen wollen mit einem
starken Team, das mit Klarheit,
Kraft und Konsequenz antritt, in
der kommenden Wahlperiode viel
bewegen – für alle, die hier leben,
arbeiten oder einfach gerne in Rheda-Wiedenbrück
unterwegs sind.
Klimaschutz: Klimapolitik braucht
klare Entscheidungen – ob bei der
Energieversorgung neuer Baugebiete
ausschließlich mit erneuerbaren
Energien, beim Ausbau von
Verschattungsräumen durch mehr
Bäume in den Innenstädten oder
durch weniger Flächenversiegelung
insgesamt. Rheda-Wiedenbrück
hat 2022 wichtige Klimaziele beschlossen.
Jetzt gilt: mutig umsetzen
statt weiter vertagen!
Mobilitätsgerechtigkeit: Das bedeutet:
mehr Raum einplanen für
Fußgängerinnen und Radfahrerinnen,
weniger Flächen für den
ruhenden und fahrenden Verkehr.
Wir fordern Shuttle-Busse im
Taktverkehr zwischen Rheda und
Wiedenbrück, echte Fahrradstraßen
in Top-Qualität und einen öffentlichen
Nahverkehr, der wirklich
funktioniert. Der geplante Südringschluss
ist für uns ein Rückschritt.
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1 Schanze – Konzept
Soziales Miteinander: Wir stehen
für eine Stadt, in der niemand
ausgeschlossen wird. Wir setzen
uns entschieden gegen dumpfe
Hassparolen ein. Wir wollen mehr
Freizeit- und Kulturangebote,
die auch für Mitbürgerinnen mit
kleinem Geldbeutel erschwinglich
sind.
Innenstädte: Unsere Zentren
sollen lebendige, attraktive Orte
bleiben – zum Leben, Arbeiten,
Einkaufen und Begegnen. Dafür
braucht es neue Ideen, z. B. durch
die Umnutzung leerstehender Büroräume
in Wohnraum, mehr konsumfreie
Aufenthaltsflächen und
öffentliche Räume mit einer hohen
Aufenthaltsqualität. Gemeinsam
mutiger: Eine zukunftsfähige Stadt
braucht den Mut, alte Denkmuster
zu hinterfragen. Dazu gehört auch,
offen mit dem demografischen
Wandel und veränderten Arbeitsund
Lebensformen umzugehen
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1 Kandidaten von move
Das Stadtgespräch
23
1 Königspaar Isabella I. Borg und Andre I. Pegidis mit dem Thron aus Meike und Kai Küsterameling, Anna und Jörn Großerohde, Sina und Leonhard Weiler, Saskia und Daniel
Heidfeld, Anna-Lena und Philip Kampschäfer, Leonie Vogelsang und Andre Walter, Alicia Möllenbrock und Marc Hagemann, Linda Schmidt und Alexander Dörr, Laura Münstermann
und Lukas Wiemann sowie Viola und Alexander Schalück sowie Hdie Thronadjutanten Marlen Himmelhaus und David Linnenbrink
Herzliche Einladung zum
Schützenfest in Batenhorst
St.-Hubertus-Schützen feiern
(Kem) Vom 26. bis 28. Juli heißt es an der Batenhorster Hubertushalle
wieder »Im Gleichschritt, Marsch!«. In ihrem 177. Vereinsjahr laden die
St.-Hubertus-Schützen in die dort errichteten Festzelte zum Schützenfest.
»Wir freuen uns riesig. Unser Schützenfest wird auch in diesem
Jahr ein Highlight in der Dorfgemeinschaft sein«, findet Oberst Thomas
Reckmann.
Für dieses Ereignis putzt sich das Dorf am Patkenbach mit Fahnenschmuck
natürlich besonders heraus; grün und weiß soweit das Auge
reicht. Auch die Residenz der Regentin Isabella Borg in Wiedenbrück wird
von ihren Nachbarn liebevoll geschmückt. Jetzt steht in Batenhorst nur
noch herrliches Schützenfestwetter auf dem Wunschzettel.
Erste Königin in Batenhorst
Mit dem Schützenfest endet am Sonntag die Amtszeit der ersten amtierenden
Königin in der langen Vereinsgeschichte der Batenhorster
Grünröcke. »Es war mir eine große Ehre und Freude, als erste Frau die
Würde der amtierenden Königin unserer Bruderschaft zu übernehmen«,
erzählt Majestät Isabella I. Borg und blickt dabei auf ein unvergessliches
Thronjahr zurück. Die 31 Jahre junge Schützin hatte im letzten Jahr mit
dem 114. Schuss den hölzernen Adler zu Fall gebracht. Sie setzte damit
eine beeindruckende Familientradition fort: Schon ihre Eltern, Bernd und
Christa Borg, regierten das Batenhorster Schützenvolk im Jahr 2016/17
genauso wie ihr Onkel Werner Wixmerten bereits 1997/1998. Als König
an ihrer Seite kam niemand anderes als ihr Lebensgefährte Andre Pegidis
infrage.
Ein tolles Regentschaftsjahr
Seit der Übernahme der königlichen Insignien von Kaiserpaar Siegfried
und Michaela Ströker führt Königin Isabella I. gemeinsam mit ihrem
König Andre I. die St. Hubertus Schützenbruderschaft Batenhorst 1848
durch ein großartiges Königinnenjahr. Ihr Thron besteht aus Meike und
Kai Küsterameling, Anna und Jörn Großerohde, Sina und Leonhard Weiler,
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24 Das Stadtgespräch
1 Jugendkönigin Pia Oesterwiemann
Saskia und Daniel Heidfeld, Anna-Lena
und Philip Kampschäfer,
Leonie Vogelsang und Andre Walter,
Alicia Möllenbrock und Marc
Hagemann, Linda Schmidt und Alexander
Dörr, Laura Münstermann
und Lukas Wiemann sowie Viola
und Alexander Schalück. Dazu
kommen die Thronadjutanten
Marlen Himmelhaus und David
Linnenbrink. »Unser Thron stand
uns bei all unseren Aktivitäten
immer zuverlässig zur Seite, und
wir haben so manches Fest gefeiert!
Die Besuche bei den Festen
und Jubiläen unserer befreundeten
Vereine waren einfach super.
Mein König und ich bedanken uns
ebenfalls beim gesamten Verein
für dieses grandiose Jahr, was
wir mit euch erleben durften«,
schwärmt Bella.
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DIE WÄRMEPUMPE
Heizen mit Wärme
aus der Luft.
Auch beim Nachwuchs regieren die Damen
Noch bis Schützenfestmontag regiert Pia Oesterwiemann die Jungschützen.
Die 22-jährige Erzieherin vertritt die Batenhorster Jungschützendamen
und -herren bei allen auswärtigen Schützenfesten stets glänzend,
wobei sie immer von einer stolzen Truppe der fast 300 Mitglieder zählenden
Jungschützenkompanie begleitet wird. »Danke für die schöne
Zeit und die vielen gemeinsam besuchten Feste«, blickt die Jungschützenkönigin
auf ihr bisheriges Schützenjahr zurück.
Dank der Schützenbruderschaft
»Unser Königspaar Isabella I. Borg und Andre I. Pegidis mit ihrem Throngefolge
haben unsere Schützenbruderschaft mit großer Freude und starkem
Einsatz souverän repräsentiert. Dafür bedanken wir uns herzlich bei
ihnen. Wir wünschen den Majestäten und der Throngesellschaft zum
Abschluss ihres Thronjahres ein wunderschönes, unvergessliches Fest«,
so Brudermeister Jörg Hinse.
Die oder der Nachfolger von Königin Isabella wird am Schützenfestsonntag
beim Vogelschießen ermittelt. Zuvor versammeln sich die
Schützen jedoch zum Antreten auf der Festwiese, um ein letztes Mal
ihr Königspaar vom Vereinslokal abzuholen und anschließend die Königsparade
von ihnen abnehmen zu lassen.
Im Anschluss an das Vogelschießen feiern die Schützen ihre neuen
Regenten in den Festzelten.
Die Jungschützen ermitteln am Montag ihre neue Majestät beim
Wettkampf an der Vogelstange und verabschieden ihre Königin Pia beim
Festmarsch vor ihrem Vogelschießen.
Der Vorstand
»Mit unseren Mitgliedern und unserem Festwirt haben wir alles für unser
Schützenfest bestens vorbereitet und freuen uns auf drei unbeschwerte
schöne Festtage. Wir laden alle Schützenschwestern und Schützenbrüder,
alle Batenhorsterinnen und Batenhorster – ob alt eingesessen
oder neu zugezogen – sowie alle unsere Freunde von nah und fern zu
unserem Schützenfest nach Batenhorst am Hellweg ein«, betont Major
Jörg Markmann.
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Das Stadtgespräch
25
1 Ehrenthrongesellschaft 50 Jahre: Das Königspaar Josef II. Kruse und Anneliese I. Wiemann regierte das »Königsreich« Batenhorst. Dem Hofstaat gehörten an: (v. l.) Ruth u.
Herbert Hänel, Christine u. Josef Brinkrolf, Marlies u. Theo Ralenkötter, Käthe u. Paul Schnusenberg, Hermann Wiemann, Königin Anneliese Wiemann u. König Josef Kruse, Änne
Kruse, Hermann u. Anneliese Langhorst, Hermann u. Elisabeth Bünte, Anton u. Maria Walljasper
Tag der Schützenbruderschaft
Zum Tag der Schützenbruderschaft laden die Hubertusschützen in diesem
Jahr am 4. Juli ab 18.30 Uhr auf den Dorfplatz an der Herz Jesu Kirche
ein. Vor Ort werden treue Schützenschwestern und Schützenbrüder für
25 Jahre und 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Außerdem werden an diesem
Tag die besten Schützen des Kordelschießens geehrt. Im Anschluss
geht es zu den Klängen des Spielmannszuges der Werkfeuerwehr Westag
AG zur Hubertushalle, um dort einen unbeschwerten geselligen Abend
zu verbringen.
Vorbereitung des Schützenplatzes
Am Freitag, den 11. Juli bereitet die Batenhorster Bruderschaft ihren Festplatz
vor. »Unsere Hubertushalle und unser Schützenplatz werden für
das anstehende Schützenfest aufgehübscht oder anders gesagt, wir
sorgen für Ordnung. Um 18.00 Uhr starten wir mit unserer jährlichen
Aktion, bei der wir unseren Schützenplatz für das Schützenfest vorbereiten,
reinigen und von manchem Grünzeug befreien«, berichtet der
Stellvertretende Brudermeister Björn Michel. Helfende Hände sind eingeladen
vorbeizukommen und mit anzupacken. Wer mag, darf gerne seine
Heckenschere, Schaufel oder sonstiges (Garten)-Werkzeug. mitbringen.
»Was gibt es schöneres, als den Blick auf die Vogelstange freizulegen
oder endlich dieses olle Unkraut auf dem Platz zu beseitigen«, ergänzt
Jörg Hinse. »Zum Abschluss wollen wir noch einen gemütlichen Abend
miteinander verbringen.«
»Wir sind Batenhorst – Wir sind Bruderschaft.«
Im Namen des Vorstands der St. Hubertus Schützenbruderschaft
Jörg Hinse, Brudermeister
Björn Michel, stellvertretender Brudermeister
Thomas Reckmann, Oberst
Zeitplan
Samstag, 26. Juli
18.00 Uhr Antreten der Schützen auf dem Festplatz mit Beförderungen
und Auszeichnung verdienter Schützen, anschließend
Abholen des Königspaares vom Vereinslokal Hubertuskrug
zum großen Zapfenstreich auf der Festwiese
21.00 Uhr Tanz in den Festzelten, Disco-Abend in der Long-Drink-Bar
1 Ehrenthrongesellschaft 75 Jahre: Die Majestäten Karl I. Westhues und Maria I. Großelümern hatten die Schützenbruderschaft souverän repräsentiert. Den Thron bildeten:
(v. l.) Grete Lohmann u. Heinrich Wonnemann, Elli Surmann u. Hugo Krug, zu diesem Paar liegt leider kein Name vor, Grete Heiermeier u. Bernhard Lohmann, Agnes Westhues u.
Josef Heiermeier, König Karl Westhues u. Königin Maria Großelümern, Theo Wonnemann
26 Das Stadtgespräch
1 Königspaar Isabella I. Borg und Andre I. Pegidis
Sonntag, 27. Juli
06.00 Uhr Wecken durch den Spielmannszug der Werkfeuerwehr
Westag AG
09.15 Uhr Antreten der Schützen auf dem Dorfplatz vor der Herz-
Jesu-Kirche
09.30 Uhr Festgottesdienst, anschließend Kranzniederlegung am
Ehrenmal
11.00 Uhr Aufsetzen des Vogels und Frühschoppen im Festzelt
15.00 Uhr Antreten der Schützen auf dem Festplatz zum Abholen des
Königspaares vom Vereinslokal Hubertuskrug
15.45 Uhr Königsparade
16.30 Uhr Kinderbelustigung
17.30 Uhr Großes Vogelschießen
20.00 Uhr Beginn des Festballs
21.00 Uhr Proklamation des neuen Königspaares
22.00 Uhr Disco-Abend in der Long-Drink-Bar
Montag, 28. Juli
09.30 Uhr Schützenfrühstück im Festzelt
10.30 Uhr Frühschoppen mit Auszeichnung verdienter Schützen
16.00 Uhr Antreten der Schützen auf dem Festplatz zum Abholen des
Königspaares vom Vereinslokal Hubertuskrug, anschließend
Königsparade
17.45 Uhr Jungschützen-Vogelschießen
20.00 Uhr Empfang der Gastvereine, anschließend Beginn des Festballs
23.00 Uhr Disco-Abend in der Long-Drink-Bar
Samstag und Sonntag: Große Verlosung mit wertvollen Preisen. Das
Musikprogramm zum Schützenfest gestalten die Blaskapelle Musikfreunde
Bokel, Tanzband Relax und die Spielmannszüge Rheda, St.
Lambertus Schützenbruderschaft Langenberg e. V. sowie der Werkfeuerwehr
Westag AG.
Telefon am Festplatz: 05242/35743, Taxi ist am Festplatz. Jugendliche
unter 18 Jahren haben ab 22.00 Uhr nur in Begleitung Erziehungsberechtigter
Zutritt. Es finden Ausweiskontrollen statt. Festwirt ist Eventgastro
Strohbücker GmbH, Everswinkel.
Das Stadtgespräch
27
Jobbörse für die Region
Auf dieser Doppelseite finden Sie interessante Jobangebote ...
Karriere in der Lebensmittelindustrie
Foto: © adobe stock
Egal ob Global Player oder Familienbetrieb – die Lebensmittelbranche
befindet sich im Umbruch. Rohstoffverknappung, Klimawandel und
veränderte Konsumgewohnheiten der Verbraucher sind die aktuellen
Herausforderungen, die auf die gesamte Lebensmittelindustrie einwirken.
In Zukunft wird die Verfügbarkeit und Sicherheit von Lebensmitteln
noch wichtiger werden wie auch das Erreichen anspruchsvoller Nachhaltigkeitsziele
entlang der gesamten Produktionskette.
Besonders die Fleischerzeugung und die fleischverarbeitende Industrie
stehen vor großen Herausforderungen. Hohe Qualitätsansprüche,
gepaart mit dem Wunsch nach nachhaltigerem Umgang mit Ressourcen
und vor allem auch mehr Tierwohl, nehmen einen immer größeren Stellenwert
ein und fördern die Nachfrage nach innovativen Lösungen.
Die Arbeit in der Lebensmittelindustrie ist mit viel Verantwortung
verbunden, schließlich sichert sie die Versorgung der Bevölkerung mit
Nahrung. Wichtigstes Ziel ist es, neben der Qualität auch Sicherheit,
Vielfalt und Verfügbarkeit zu einem angemessenen Preis zu bieten. Verlässlichkeit,
Qualität, Partnerschaft und Fairness sind die wichtigsten
Grundsätze beim Produkt und im Umgang mit allen Mitarbeitern.
So vielfältig die Lebensmittelindustrie ist, so vielfältig sind hier auch die
Berufsbilder – von der Lebensmittelverarbeitung über die Logistik, die
Technik bis hin zur kaufmännischen Abwicklung wie z. B. im Personalwesen,
Marketing, Controlling, Einkauf, Vertrieb oder in den Bereichen
Finanzen und Steuern. Die Lebensmittelindustrie bietet jede Menge interessanter
Jobs mit langfristiger Perspektive und die Chance zu gutem
Einkommen und einer erfolgreichen Karriere.
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28 Das Stadtgespräch
Auszubildende
zum Dachdecker *
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Wir suchen Auszubildende zum Dachdecker (m/w/d)
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Die Ausbildung zum Dachdecker ist ideal für alle, die gerne an der
frischen Luft arbeiten, handwerklich geschickt sind und keine Höhenangst
kennen. In diesem Beruf geht es hoch hinaus – wortwörtlich.
Dachdecker sorgen dafür, dass Gebäude sicher, wetterfest und energieeffizient
sind. Sie decken Dächer mit verschiedenen Materialien
wie Ziegeln, Schiefer oder Metall, bringen Dämmstoffe an und führen
Abdichtungsarbeiten durch. Auch die Montage von Dachfenstern,
Solaranlagen oder Blitzschutzanlagen gehört zum Aufgabenbereich.
Während der dreijährigen dualen Ausbildung – also im Wechsel
zwischen Betrieb und Berufsschule – lernen angehende Dachdecker
sowohl praktische Fertigkeiten als auch theoretisches Hintergrundwissen.
Dazu gehören u. a. Materialkunde, Arbeitssicherheit, das Lesen
von Bauplänen und die Anwendung moderner Techniken und Maschinen.
Teamfähigkeit und körperliche Belastbarkeit sind in diesem
Beruf ebenso wichtig wie ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen.
Wer handwerklich arbeiten möchte und kein Problem damit hat, bei
Wind und Wetter draußen zu sein, findet in diesem Beruf eine spannende
und zukunftssichere Perspektive. Denn Dächer werden immer
gebraucht – ob bei Neubauten, Sanierungen oder Modernisierungen.
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung bieten sich viele Weiterbildungs-
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G
Großer Ausflug zum
Tierpark Olderdissen
Kita St. Pius feiert 60. Geburtstag
Ein ganz besonderer Tag liegt hinter den Kindern und Erzieher/innen
der Kita St. Pius: Zum 60-jährigen Bestehen der Einrichtung machten
sich am Mittwoch, dem 14. Mai, insgesamt 101 Kinder und das gesamte
Team auf den Weg in den Tierpark Olderdissen in Bielefeld – bei strahlendem
Sonnenschein und bester Laune.
Schon vor der Abfahrt wartete eine besondere Überraschung: Jedes
Kind erhielt ein eigens gestaltetes Armband – verziert mit dem Kita-
Logo, dem Geburtstagslogo und den fünf Gruppentieren der Einrichtung.
Dieses Armband war nicht nur ein schönes Erinnerungsstück,
sondern diente auch als persönliches Eintrittsticket und Erkennungszeichen
für den großen Ausflug.
Bereits die Anreise mit drei großen Reisebussen war für viele Kinder
ein echtes Highlight. Mit leuchtenden Augen bestaunten sie den
Bus und die Umgebung während der Fahrt und freuten sich auf das
gemeinsame Abenteuer. Nach der Ankunft im Tierpark stimmten sich
alle Gruppen mit dem eigens für die Kita umgeschriebenen Geburtstagslied
»Weißt du, was jedes Kind braucht?! – 60. Jahre Kita St. Pius
– das sind WIR!« auf den besonderen Tag ein.
Das Stadtgespräch
Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern sowie mit Bollerwagen,
Trinkflaschen und reichlich Picknick-Verpflegung ausgestattet,
erkundeten die fünf Gruppen den weitläufigen Tierpark. Dort gab es
viel zu entdecken: Vom neugierigen Waschbären über Wildschweine,
Ziegen und Bisons bis hin zu Rehen und Luchsen – die Kinder erlebten
die heimische Tierwelt aus nächster Nähe und mit großer Begeisterung.
Nach rund drei Stunden voller Eindrücke trafen sich die fünf Gruppen
zum gemeinsamen Mittagessen wieder. Mit warmen Würstchen,
knusprigem Baguette und frischer Rohkost stärkten sich alle, bevor
es wieder in die Busse Richtung Heimat ging.
Müde, aber glücklich kehrten die Kinder nach einem rundum gelungenen
Ausflug nach Rheda-Wiedenbrück zurück – mit vielen schönen
Erinnerungen im Gepäck und dem Gefühl, Teil einer besonderen
Gemeinschaft zu sein.
29
DAS STADTGESPRÄCH BEQUEM AUF
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1 Zwei der ersten Stunde sind Bernhard Rottmann und Ideengeber
Sebastian Gehle. Daran wird deutlich, dass Motorradfahren
ein Hobby Ufür viele Generationen ist und das verbindet.
Unser Zehnter
Motorradfahrer erhalten den Segen für
ihre Fahrten auf zwei Rädern
(wl) Der Segen, den die Biker beim Motorrad-Gottesdienst
erhalten, ist zwar kein Garant für eine unfallfreie
Zeit, aber gibt den Zweiradfahrern ein gutes
Gefühl, wenn sie auf ihren oftmals PS-starken Maschinen
durch die Landschaft fahren. Das bestätigt
auch Bernhard Rottmann aus Rheda-Wiedenbrück,
der am beim 10. Ökumenischen Motorrad-Gottesdienst
dabei war und bislang keinen ausgelassen
hat. »Es ist immer ein schöner Gottesdienst, wir machen
im Anschluss eine tolle Ausfahrt und der Segen
hilft mir«, betont der Ruheständler, der schon lange
auf zwei Rädern unterwegs ist. Viele Teilnehmer
würden sich kennen und an Gesprächsstoff würde
es nie mangeln.
Und weil der zehnte Biker-Gottesdienst ein
kleines Jubiläum ist, rückten Pfarrer Marco Beuermann,
Gemeindereferent Hartmut Lengenfeld und
Diakon Augin Yalcin gemeinsam die Zahl 10 in den
Mittelpunkt. Die 10 sei bei vielen Anlässen etwas
Besonderes. Wie etwa der zehnte Geburtstag, der
zehnte Hochzeitstag, die zehn Gebote und so auch
der zehnte Gottesdienst für die Motorradfahrer,
den sie somit einfach »Unser Zehnter« nannten.
Die Gruppe M.A.U. sorgte für die musikalische Untermalung
und das ebenfalls von Beginn an. Nur
ein einziges Mal mussten sie krankheitsbedingt
absagen. Vor 12 Jahren ist der Motorradfahrer Sebastian
Gehle mit der Idee an Marco Beuermann
getreten, doch einen Segnungsgottesdienst speziell
für Biker zu machen. Das hat er nicht erfunden.
In Hamburg gibt es das schon über viele Jahre
und Zigtausend Motorradfahrer nehmen dort teil.
»Ich habe mir seinerzeit gedacht, dass wir das hier
1 Diakon Augin Yalcin, Gemeindereferent Hartmut Lengenfeld
und Pfarrer Marco Beuermann segneten die Motorradfahrerinnen-
und fahrer nach dem Gottesdienst.
doch auch hinbekommen«, erzählt Gehle. Und das
hat geklappt. Beuermann nahm seinerzeit seinen
katholischen Kollegen Rüdiger Rasche dazu und
gleich beim ersten Mal kamen viele Teilnehmer.
Manchmal waren es auch Mofa- oder gar Fahrradfahrer,
die den Segen für die Freiluftsaison wollten.
Das Thema des ersten Gottesdienstes vor 12 Jahren
lautete: »Alles was du wissen musst, ist, dass der
Himmel brennt«. Es folgten jedes Jahr interessante
Themen wie »ein Selfie von Gott«, 8-Geben« oder
»Ach du grüne Neune«. Immer gerne auf die jeweilige
Zahl gerichtet. Coronabedingt fiel der beliebte
Gottesdienst zwei Jahre aus. Dass es einmal zu so
einer schönen Tradition wird, damit hätte niemand
gerechnet. Besonders nicht die Männer der ersten
Stunde, die heute noch dabei sind wie Beuermann
und Gehle. Der evangelische Pfarrer fährt selbst kein
Motorrad, sitzt aber traditionell bei Ulrich Strecker
als Sozius mit auf der Maschine. Die Kollekte ging
an die Notfall-Seelsorge im Kreis Gütersloh, die bei
schweren Unfällen und Notfällen Familien in den
ersten Stunden begleiten.
Leider spielte das Wetter in diesem Jahr nicht
mit. Immer wieder ergiebige Regengüsse ließen so
manchen treuen Teilnehmer zuhause bleiben oder
sie kamen ohne Maschine zur Kirche. Waren es in
den Vorjahren schon mal bis zu 100 Motorräder, die
den Parkplatz an der Kreuzkirche füllten, konnten
in diesem rund 25 gezählt werden. Auch Pfarrerin
Kerstin Pilz aus Langenberg kam mit ihrem Motorrad
vorbei, um teilzunehmen.
Den Segen mit Weihwasser verteilte vor der gemeinsamen
Ausfahrt Hartmut Lengenfeld mit der
Bitte an Gott, dass er die Fahrerinnen und Fahrer
vor Unglück und Schaden beschützt, ihnen Umsicht
und Vorsicht gibt, sie vor Unachtsamkeit anderer
Verkehrsteilnehmer bewahrt und sie immer wieder
wohlbehalten zu Hause ankommen lässt.
Nach der Ausfahrt, die wegen eines Gewitters
verkürzt wurde, gab es an der Kreuzkirche noch ein
Stück Jubiläumstorte und kühle Getränke und die
Gelegenheit zum geselligen Austausch.
30 Das Stadtgespräch
E
Eine Brücke über alle
Grenzen hinaus
1 Phil Holzweißig
Eine Brücke von Grenzen zur Grenzenlosigkeit hat der junge Mann in der
Mitte des Raums gebaut. Aus Leinwänden, Skulpturen und Kunstdrucken
baute der Künstler seine erste Einzelausstellung in Rheda-Wiedenbrück.
Vom 16. Mai bis 1. Juni konnten Kunstinteressierte die Ausstellung
»Schwerpunkt Freiheit« im Kunstladen in der Langen Straße besuchen.
Der Künstler Phil Holzweißig stellte hier in seiner ersten Einzelausstellung
Werke aus seinen letzten 1,5 Jahren Studium der Freien Kunst in
Münster aus.
Während der ursprünglich gelernte Maler und Lackierer in seiner
Ausbildung richtig und falsch und sich selbst in den Hintergrund seiner
Arbeit zu stellen lernte, begann er während seines Studiums, die Grenzenlosigkeit
der Kunst auszutesten.
Sich selbst als Mittelpunkt seiner Kunst zu betrachten, fällt ihm
noch schwer. Auch mit dem Begriff des Künstlers ist Phil bescheiden.
Seine Kunst spricht für sich. In jedem seiner Werke sind die Gegensätze
zu erkennen, aus denen der Künstler seine Kreativität zieht. Er
arbeitet mit verschiedenen Materialien, sodass mal unterschiedliche
Haptiken, mal Farbkontraste die Gegensätze bilden.
Der 23-Jährige beschäftigte sich in seiner Ausstellung mit dem Begriff
der Freiheit und damit, welche unterschiedlichen Bedeutungen dieser
für Menschen hat. Während für den einen ein sicheres Dach über dem
Kopf Freiheit bedeute, stelle dieses für einen anderen das Gefängnis
seiner Möglichkeiten dar.
Der junge Mann ging mit einigen offenen Fragen in seine Ausstellung
und geht nun mit neuen Erfahrungen und einigen Antworten aus
dieser heraus.
»Am schönsten war die Erfahrung für mich über den haptischen
Raum der Ausstellung hinaus, einen Raum zu schaffen, Brücken zwischen
ganz unterschiedlichen Menschen und über Altersgrenzen hinaus,
durch meine Kunst zu schaffen.«
Seine Kunst wurde zum Raum für Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebtes.
Ursprünglich fremde Menschen tauschten Geschichten aus ihrem
Leben mit Phil aus, die seine Kunst bei ihnen in Erinnerung rief. Die Geschichten
der Besucher/innen haben ihn sehr berührt. Sie werden dem
Künstler noch lange in Erinnerung bleiben und als neue Inspirationen
in seine zukünftigen Werke fließen.
Bei der nächsten Ausstellung hat der junge Mann mit den durchdringenden
blauen Augen sich fest vorgenommen, mutiger, frecher und
ausgefallener zu werden. Denn es werde definitiv eine nächste geben.
Phil ist froh, diesen ersten Schritt in die Öffentlichkeit mit seiner
Kunst gegangen zu sein und wird die neuen Kontakte und Erfahrungen
in der Kunstwelt nutzen, um sein Ziel weiter zu verfolgen, Gedanken
und Gefühle in visuelle Werke zu verwandeln.
»Meine Aufgabe als Künstler ist es, zwischen den Zeilen zu lesen und
das Gelesene wieder in Zeilen zu verpacken«. Alle Kunstinteressierten
können sich für zuküntige Ausstellungskooperationen oder Aufragsarbeiten
unter der E-Mail phil.hwg@gmail.com an den Künstler wenden.
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Das Stadtgespräch
31
LOCAL
HEROES
GEMEINSAM FÜR DEN LOKALEN HANDEL
Seit März dieses Jahres stellen wir in unserem Stadtgesprächs mit dem Spezial Local Heroes in
jeder Ausgabe ein Unternehmen aus unserer Region vor. Warum? Weil es Zeit ist, wieder näher
zusammenzurücken. In einer Welt, die immer schneller und digitaler wird, drohen die kleinen
Läden und Betriebe vor Ort in Vergessenheit zu geraten – dabei sind sie das Herz einer Stadt.
Mit diesem Format möchten wir ein Zeichen setzen: für mehr Miteinander, für eine starke lokale
Wirtschaft und für bewussten Konsum. Wer lokal einkauft, investiert in seine Nachbarschaft
– in Vielfalt, Qualität und persönliche Begegnungen.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Stadt lebendig bleibt.
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32 Das Stadtgespräch
Seit fast einem Jahrzehnt betreut Geschäftsstellenleiter Daniel Kottenstede
gemeinsam mit seinem Team in der Provinzial-Geschäftsstelle im Herzen des
Stadtteils Rheda sowohl Privatkunden als auch Gewerbe- und Geschäftskunden.
Die persönliche Betreuung vor Ort spielt hierbei eine große Rolle und
wird von den Kunden sehr geschätzt. Probleme oder Fragen können oft sofort
und unkompliziert besprochen werden, ohne Wartezeit am Telefon. Dank des
kleinen Teams haben die Kunden stets ihnen vertraute Ansprechpartner.
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Die Mitarbeiterinnen Iulia Vincze und Jessica Baginski machen immer wieder die Erfahrung, dass viele Kunden großen Wert
darauf legen, sich direkt vor Ort mitteilen zu können. Daher liegt es ihnen besonders am Herzen, den Anliegen der Kunden
mit ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit zu begegnen. Sie sollen die Geschäftsstelle mit einem positiven Gefühl verlassen.
Daniel Kottenstede hat es sich zur Aufgabe gemacht, das komplizierte Thema Versicherungen für seine Kunden
einfach und verständlich zu machen. In seinen Beratungsgesprächen nimmt er sich gerne die Zeit, alle Fragen
ausführlich zu beantworten und individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen. Dieses Ziel wurde
sogar schriftlich in Form eines Werteversprechens festgehalten.
Ben Hogan, der nach drei Ausbildungsjahren seine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen
und Finanzanlagen erfolgreich abgeschlossen hat, möchte sich künftig auf
die Beratung junger Menschen und Berufseinsteiger spezialisieren.
Das Team der Provinzial Agentur Kottenstede wird von den Kunden als vertrauensvoller
Partner wahrgenommen und ist erster Ansprechpartner in allen Risikofragen.
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Das Team (v.l.):
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Daniel Kottenstede,
Ben Hogan
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Buchtipps
Ofelia Huamanchumo de la Cuba
»Nachtschichten«
Der Name der Autorin ist lang, ihre
Geschichten sind kurz. Letzteres
ist bekanntlich ein Genre, bei dem
sich die Spreu vom Weizen der
Schreibenden trennt. Und dass
Ofelia Huamanchumo de la Cuba
eindeutig zum Weizen gehört,
wird spätestens nach der Lektüre
der ersten Geschichte ihres kleinen
Sammelbandes klar. Der Junge Sanitäter
in »Tanze Samba mit mir«
wird zu einem Notfall gerufen, bei
dem es sich tatsächlich eher nicht
um einen medizinischen handelt.
Auch die elf anderen Geschichten
warten mit ungewöhnlichen Wendungen
und pointiert gestalteten
Überraschungen auf. Durchaus in
der Tradition des magischen Realismus
entwickeln Meerschweinchen
unerklärte Heilkräfte, verwandeln
sich gute Freundinnen in nervtötende
Doppelgängerinnen und Blind
Dates werden zu Alpträumen. Die
Erzählungen spielen überwiegend
in Deutschland, aber auch die ganz
andere Welt der südamerikanischen
Heimat der Autorin ist Schauplatz
ihrer Geschichten.
Ofelia Huamanchumo de la
Cuba wurde 1971 in Peru geboren.
Seit 2001 lebt sie in München. Die
Lyrikerin, Schriftstellerin und Hispanistin
hat Gedichte, Erzählungen,
Romane und Kinderbücher veröffentlicht.
Außerdem übersetzt sie
vor allem Lyrik ins Spanische. Ihre
Literaturkritiken und Artikel zu
gesellschaftlichen und kulturellen
Themen erscheinen in Zeitschriften
und Fachpublikationen. Auch
arbeitet sie in der akademischen
Forschung und Lehre, nimmt an
Literaturfestivals teil und trägt zu
zweisprachigen Anthologien bei.
Ihre ungewöhnlichen Erzählungen
in »Nachtschichten« sind auf originelle
Weise fast holzschnittartig illustriert
von Larissa Martins Gerich,
die außerdem das Cover gestaltet
hat. Die Künstlerin ist in São Paulo,
Brasilien, geboren und in Berlin
aufgewachsen. So ist ein kleines
Schmuckstück von Buch entstanden,
bei dem die äußere Gestaltung
durchaus die inhaltliche Bandbreite
der Erzählungen reflektiert. Erschienen
ist das Büchlein bei Maro, 120
Seiten, 20 Euro.
John Grisham »Die Legende«
Legendär ist in der Hörbuchversion
des neuesten Grishams vor allem
der Sprecher: Charles Brauer. In
mehr als 130 Film- und Fernsehproduktionen
wirkte er mit. Einem
breiten Publikum wurde er unter
anderem als Tatort-Kommissar
Peter Brockmöller bekannt, den
er zwischen 1986 und 2001 volle
38-mal verkörperte. Im Gespann
mit Manfred Krug sind die beiden
singenden Hamburger Ermittler
unvergessen. Als Synchronsprecher
war Brauer ebenso erfolgreich wie
als Hörbuchsprecher. Besonders
erwähnenswert ist, dass Charles
Brauer der deutsche Erzähler von
John Grisham ist, und das ist auf
fast drei Dutzend Aufnahmen zu
hören. So auch in leicht gekürzter
Lesung von elfeinhalb Stunden in
Grishams neuesten Roman.
Ort der Handlung ist zum dritten
Mal die, leider fiktive, Insel Camino
Island vor der Küste Floridas.
Dort ist unter anderem der ebenso
charmante wie wohlhabende Buchhändler
Bruce Cable zu Hause. Eine
seiner Freundinnen ist die Schrift-
stellerin Mercer Mann. Leider fällt
ihr in letzter Zeit wenig ein, und
so ist sie auf der Suche nach einer
packenden Geschichte für ihren
nächsten Roman. Da macht sie
Bruce auf ein Drama aufmerksam,
das sich quasi direkt vor ihren
Augen abspielt. Ein skrupelloses
Bauunternehmen will sich die verlassene
Insel Dark Isle unweit von
Camino Island zwischen Florida
und Georgia unter den Nagel reißen.
Statt wilder Natur und einer
der letzten Dschungel in Florida
sollen demnächst raumgreifende
Hotelanlagen, Golfplätze und
Casinos das Eiland zieren. Nur die
letzte Bewohnerin der Insel, Lovely
Jackson, stellt sich den Baulöwen
in den Weg. Sie ist die Nachfahrin
entflohener Sklaven, die dort seit
Jahrhunderten gelebt haben, und
will die Insel niemals profitgierigen
Weißen überlassen.
Und selbst Weiße, die nicht
profitgierig sind, mag Lovely nicht
besonders. Eine Ausnahme bildet
Bruce, der mit seiner Buchhandlung
und dem kleinen Café darin viel
für das lokale Leben tut. Zögernd
nimmt sie seine Hilfe an und lässt
sich sogar auf den Kampf gegen
den Baugiganten vor Gericht ein.
Die Erfolgschancen sehen dabei gar
nicht so gut aus, denn der Staat Florida
beansprucht verlassene Inseln
eigentlich immer für sich, damit er
sie mit viel Profit vermarkten kann.
Außerdem sind die Entscheidungsträger
in Politik und Verwaltung
nicht gerade unempfänglich gegen
finanzielle Zuwendungen unter der
Hand. Da scheint auch die alte Legende,
dass jeder Weiße, der die
Insel böswillig betritt, mit einem
tödlichen Fluch belegt ist, nicht
sonderlich zu helfen. Dennoch gibt
es bald Tote. Wirkt etwa der Fluch
tatsächlich, den Nalla vor vielen Generationen
ausstieß, nachdem sie
mit 19 aus dem Kongo entführt und
nach Amerika verschleppt worden
war? Erschienen ist die Hörbuchversion
von Grishams »Die Legende«
bei Random House Audio, 17,99
Euro. Wer lieber liest als hört, besorgt
sich das Hardcoverbuch bei
Heyne, 383 Seiten, 24 Euro.
34 Das Stadtgespräch
Christian Gerhard
»Shinwa – Stimmen
der Nebelwälder«
Zugegeben, ich hatte beim Anblick
des Covers und Lesen des Titels
»Shinwa – Stimmen der Nebelwälder«
befürchtet, ein weiteres Werk
der Generation vor mir zu haben,
die aufgewachsen ist mit japanischen
Mangas, koreanischem
K-Drama oder was Südostasien
sonst noch so an schneller Unterhaltung
ohne Tiefgang zu bieten
hat. Doch wieder einmal bewahrheitete
sich die englische Maxime
»don’t judge a book by its cover«,
obwohl das Cover in diesem Fall
wirklich gelungen ist. Christian Gerhard
hat deutlich mehr zu bieten als
irgendwelche »content creators«,
die allein auf die schnellen Klicks
zielen. Der 1982 geborene Autor
studierte Ostasienwissenschaften
und arbeitete anschließend in
Tokyo in der Technikbranche. Insgesamt
lebte Christian Gerhard knapp
zehn Jahre in Japan. Dort lauschte
er gebannt den Mythen, sowohl der
Metropolen als auch der ländlichen
Gegenden. Auch studierte er die reiche
Geschichte des Landes, die das
Land der aufgehenden Sonne noch
heute prägt.
Zum Inhalt: Japan im späten
18. Jahrhundert – Während der
nominelle Herrscher des Landes,
der Kaiser, kaum seinen Palast
verlässt, regieren die eigentlichen
Herrscher, der Shogun und die
Fürsten, das Land mit harter Hand.
Hart, aber ungerecht, denn allein
die Machtinteressen der verschiedenen
Herrschenden zählen, nicht
das Wohl der einfachen Leute. Eine
Vertreterin des einfachen Volks ist
die junge Aoi. Sie träumt davon, eines
Tages als Geschichtenerzählerin
die Menschen zu inspirieren. Doch
ein solches Ansinnen passt nicht
ins Bild der Dörfler. Das Schreiben
muss die Tochter eines Bauern also
heimlich lernen. Dann bricht der
Vulkan Asama aus. Und obwohl
Aois Dorf nicht direkt betroffen
ist, leidet es darunter, dass die
Eruptionen zu Missernten führen.
Dennoch fallen die Steuern an, die
in Form von Naturalien von korrupten
Beamten eingetrieben werden.
So verschlimmert sich die einsetzende
Hungersnot, bis schließlich
Aois kleine Schwester am Hunger
stirbt. Nur wenig später verliert sie
auch ihren Bruder und die Mutter,
die sich der Obrigkeit widersetzten.
Aber auch das Leben der Samurai,
also des Ritterstands, ist
durch starre Konventionen geprägt.
Zwar darf die Samurai Himari die
verschiedenen Kampfkünste der
Krieger erlernen, doch das bedeutet
längst noch nicht, dass sie Kritik
in irgendeiner Form anbringen
könnte. Nach einer misslungenen
Strafaktion gegen die aufständische
Landbevölkerung wird sie gefangengenommen.
Die Gemeinschaft
der Aufständischen lebt in einer
Robin-Hood-artigen Gemeinschaft.
Himari gelangt schon bald zu der
Überzeugung, dass ihr Dienstherr
im Unrecht ist. Abtrünnig geworden,
bringt sie den Dorfbewohnern
neue Hoffnung. Zwischen Himari
und Aoi, die beide aus ihren Standesrollen
ausbrechen, entsteht eine
Freundschaft, die das Leben von
beiden für immer verändern wird.
Selbst eingefleischte Freunde des
Briten James Clavell, der die Romane
»Shogun« und »Gaijin« schuf,
wobei letzterer ungefähr in der Zeit
von »Shinwa« spielt, werden angetan
sein von diesem neuen Südostasien-Abenteuerroman.
Erschienen
als Hardcover bei Knaur, 495 Seiten,
22 Euro.
Alexander Solloch »Harry
Rowohlt – Ein freies Leben«
Vor Jahren empfahl mir eine amerikanische
Freundin, David Sedaris zu
lesen: »Der ist was für dich«. Recht
hatte sie, denn wer auf Originalität,
bestechende Beobachtungsgabe,
schrägen Humor und feines
Sprachgefühl steht, der ist bei diesem
untypischen Amerikaner mit
griechischen Wurzeln gut aufgehoben.
Gleichzeitig habe ich mich
bei der Lektüre gefragt, ob man
so etwas ins Deutsche übersetzen
kann. »Man« kann das sicherlich
nicht, aber Harry Rowohlt konnte.
Davon kann man sich noch heu- q
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te überzeugen, denn die live-Auftritte
von Sedaris, der sein »Naked«
zusammen mit seinem deutschen
Übersetzer auf einer Leserreise
zum Besten gab, sind auf Hörbuch
gebannt. Von da an habe ich noch
mehr darauf geachtet, wer aus dem
Englischen übersetzt. Ich behaupte,
dass der Erfolg von Frank McCourts
»Die Asche meiner Mutter« auf dem
deutschsprachigen Markt nicht zuletzt
an der genialen Übersetzung
von Harry Rowohlt lag. Ich würde
vielleicht nicht so weit gehen, dem
Satz zuzustimmen, den Alexander
Solloch in seiner soeben erschienenen
Biographie zitiert: »Das Buch
musst du in Harry Rowohlts Übersetzung
lesen, im Original geht da
viel verloren«. Aber Rowohlt hatte
schon auch recht, als er, längst etablierter
Übersetzer geworden, auf
die Kritik, er sei eitel, mit »Ich bin
nicht eitel, ich bin nur sehr, sehr
gut« reagierte.
Harry Rowohlt war ein Mann
mit vielen Talenten und vielen Eigenarten.
Sein Lebensweg ist ausgesprochen
interessant, was ja leider
nicht automatisch heißt, dass
auch seine Biographie interessant
ist. Die Klippe der Langeweile, also
etwa das penible chronologische
Abbilden eines Lebens, umschifft
Literaturredakteur beim NDR Alexander
Solloch auf gekonnte
Weise. Ähnlich wie Rowohlt selbst
flicht auch sein Biograph Abschweifungen
und Umwege in seine Erzählung.
Auch lässt er viele Zeitzeugen
zu Wort kommen. Dabei ist das
Buch »Harry Rowohlt – Ein freies
Leben« zwar einerseits durchaus
durch die Bewunderung des Biographen
geprägt. Andrerseits wahrt
Solloch auch eine kritische Distanz
vor allem zu den Selbstaussagen
Rowohlts, dem es oftmals eher um
eine spannende Geschichte als um
die reine Wahrheit ging.
Wenn man den Titelzusatz der
Biographie »ein freies Leben« liest
wird bei vielen wohl die Reaktion
sein: »Wenn ich Millionenerbe beim
Rowohlt Verlag gewesen wäre, hätte
ich auch ein freies Leben führen
können«. Doch mit diesem Missverständnis
räumt Solloch gründlich
auf. Denn tatsächlich verlief
Harry Rowohlts Leben ganz anders
als vorgesehen. Er wollte eben nicht
das werden, was er werden sollte,
nämlich Nachfolger des Vaters als
Verleger. Tatsächlich versuchte
er jahrelang verzweifelt, dem Rowohlt-Verlag
zu entkommen. Statt
in die Fußstapfen des Vaters zu
treten, etablierte er sich als irre komischer
Sprachartist und virtuoser
Meister der Abschweifung. Zudem
wurde er Übersetzer, vor allem auch
von Unübersetzbarem. Mit seinen
eigenen Worten ausgedrückt,
wuchtete er fast 200 Bücher ins
Deutsche. Ab Mitte der 1990er Jahre
las er Hörbücher ein. Als Vorleser
brillierte er nicht nur mit seinem
Bass-Bariton, sondern auch mit einer
Vielzahl anderer Stimmen. Seine
Version von »Pu der Bär« wurde
600.000-mal verkauft. Die Übersetzung
von »Winnie the Pooh« hatte
er selbst geleistet. Serienfans kennen
ihn zudem als »Penner Harry«
in der »Lindenstraße«.
In seiner Biographie stützt sich
Alexander Solloch auf zahlreiche
Gespräche mit Harrys Ehefrau und
viele Weggefährten beiderlei Geschlechts
sowie auf eine gründliche
Auswertung des titanischen Nachlasses.
Die Mühen der Recherche
sind dem Buch nicht anzumerken,
und so kann sich die Leserschaft
selbst auf unterhaltsame Weise
ein Bild vom (Lebens-)Künstler
Harry Rowohlt machen, dessen Penner-Look
nicht darüber hinwegtäuschen
durfte, dass Rowohlt in seiner
Arbeit sowohl pedantisch als auch
genial war. Erschienen bei Kein &
Aber, Hardcover, 318 Seiten, 26 Euro.
36 Das Stadtgespräch
J
Jugendzentrum Alte
Emstorschule produziert
nun eigenen Strom
Mit Stolz können die Mitarbeitenden im Jugendzentrum Alte Emstorschule
nun sagen: »Unser Strom ist grün«. 45.000 Euro hat die Stadt
Rheda-Wiedenbrück in die Hand genommen für eine PV-Anlage auf dem
Dach des Jugendzentrums in der Wilhelmstraße. Die Ausrichtung nach
Süden ist perfekt und es kann nun fleißig Strom produziert werden.
Planer ist Hochbautechniker Ralf Brinkmann vom städtischen Immobilienmanagement.
Zusammen mit Bürgermeister Theo Mettenborg
freute er sich, dass das Jugendzentrum Alte Emstorschule ein weiteres
kommunales Gebäude ist, dass sich über die neue PV-Anlage mit Strom
für den Eigenverbrauch versorgen kann. Es handelt sich dabei um eine
Anlage mit einer Kapazität von 6 KW/p. Erste Planungen erfolgten im
Spätherbst 2024 und nun konnte die Anlage zügig installiert werden.
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Die Wiedenbrücker
Rugbyteams und
die Grüße vom Mars
Was für ein unvergesslicher Nachmittag für die Rugbyspielerinnen und
Rugbyspieler der U8 bis U14 des Wiedenbrücker TV im bambi Filmkunstkino
Gütersloh: Der gesamte Kinosaal war exklusiv für die WTV Rugby-Familie
reserviert, welches das Erlebnis zu etwas ganz Besonderem
machte. »Grüße vom Mars«, der aktuelle Film von Sarah Winkenstette
stand auf dem Programm. Die Regisseurin Sarah Winkenstette, Mutter
eines Rugbyspielers in der Wiedenbrücker U12, war persönlich vor Ort.
Am Ende hat sie sich geduldig Zeit genommen, um alle Fragen der Kinder
und Eltern zu beantworten. Besonders interessant waren die Einblicke
hinter die Kulissen. Es war spannend zu hören, wie lange es gedauert hat
den Film zu drehen, wer die Szenenbilder wie die Weltraumdekoration
entworfen hat und welche Kosten dabei entstanden sind. Dieser Kinobesuch
wird den jungen Ruggern sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
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Das Stadtgespräch
37
F
Fahrrad- Enthusiast startet
mit einer Spendentour in den
privaten Ruhestand
Mit dem E-Bike auf Abenteuerreise
1 In Pilsen ließ es sich Stephan nicht nehmen, die in aller Welt bekannte 50 Fußballfelder große Pilsener Brauerei
zu besichtigen.
(Kem) Kann man mit einem E-Bike auf große Tour
gehen? Und – wenn ja – was muss dafür beim
Start und unterwegs berücksichtigt werden?
Rainer Stephan, Fahrrad-Enthusiast aus dem
ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück, wollte
es wissen. Am Tag 1 seines Ruhestands schwang
sich der 64-Jährige in seinem Heimatort in den
Sattel, um sein persönliches Eurasia-Projekt zu
starten. Ziel seiner siebenwöchigen Reise durch
neun europäische Länder: die türkische Metropole
Istanbul an der Schnittstelle zwischen
Orient und Okzident. Stephan erfüllte sich mit
dem Projekt einen langgehegten Lebenstraum.
Unterstützt wurde Stephan, der über seine
Route, Erlebnisse und Begegnungen in einem
eigenen Reiseblog (https://rainerrides.wordpress.com)
berichtete, vom E-Bike- und Fahrradhersteller
Prophete aus seiner Heimatstadt
Rheda-Wiedenbrück. Prophete stellte ihm das
neueste Trekking E-Bike vom Typ »Entdecker
5.0« zur Verfügung, rüstete es mit allerlei technischen
Raffinessen perfekt für die Tour aus
und bot zudem durch sieben Servicepartner für
den Fall eines Falles Pannenhilfe. Die musste
Stephan allerdings zu keinem Zeitpunkt in
Anspruch nehmen. Ganz im Gegenteil: Nach
dem Rad-Check und einem Fototermin ging
es weiter. Weil ihm das Rad schon nach kurzer
Zeit zu einem treuen und zuverlässigen Partner
geworden war, taufte er es aus eigenem
Antrieb im tschechischen Marienbad mit Bier
aus Pilsen auf den Namen »Propheteus«.
Es trug ihn mit einem 250 Watt-Motor
und zwei Akkus mit jeweils 720 Watt über das
schwierigste Terrain ohne Ausfälle. Erst am letzten
Tag, vor Istanbul, hatte das Rad einen Plattfuß
am Hinterrad. Der dabei festgestellte Bruch
einer einzelnen Speiche hatte keine Auswirkungen.
Nach einem Schlauchwechsel ging es
komplikationslos weiter bis zur Zieladresse im
Zentrum der 23-Millionen-Metropole Istanbul.
Reiseverlauf
Stephan startete die Tour am 1. April in Rheda-Wiedenbrück.
Am 23. Mai 2025 erreichte
1 Am Start und unterwegs sammelte Stephan 5000
Euro für das Benefizprojekt zugunsten von »Viva Con
Agua« ein.
Fotos der Seite: R. Stephan
er nach 40 Reisetagen das Ziel: Istanbul. Die
4500 Kilometer lange Route führte ihn durch
neun europäische Länder (Deutschland, Tschechien,
Österreich, Ungarn, Kroatien, Serbien,
Bulgarien, Türkei) und fünf Hauptstädte (Wien,
Bratislava, Budapest, Belgrad, Sofia). Bei dem
Abenteuer verlor er über sechs Kilogramm an
Gewicht. Dafür konnte er auf der langen Reise
unzählige unvergessliche Erfahrungen sammeln.
Im Spessart hatte er sich einmal verfahren,
in Höhe von Aschaffenburg hatte er sein
Handy verloren. Bei der längsten Etappe kam
er mit dem letzten Watt am Ziel an.
In Erwitte hatte er den ersten kulinarischen
Kontakt mit Istanbul durch das gleichnamige
Restaurant. Durch das grüne Ruhrgebiet führte
die Tour an den Niederrhein. Bis Düsseldorf begleitete
ihn seine Frau. Dort besuchten sie Kinder
und Freunde. Durch das Sauerland und das Hessische
Bergland ging es weiter nach Tschechien in
das Land der Kaiserbäder. In Marienbad hatte er
die ersten 1000 Kilometer gefahren. Entlang der
Donau führte ihn die Strecke an den Goldstrand
und von hier aus nach Istanbul.
Bei seinem langen »Ritt« im Sattel legte
er 29.130 Höhenmeter zurück. Auf den Etappen
absolvierte er zwischen 39 und 190 km.
Im Tagesschnitt kam er auf 112 km. Der Tacho
zeichnete eine Spitzengeschwindigkeit von
63,7 km/h. An sechs Tagen musste er auf
die Nutzung des Zweitakkus zurückgreifen.
In 37 Nächten buchte er Zimmer in Hotels
bzw. Apartments. Siebenmal übernachtete
er in dem mitgeführten Zelt. Zudem konnte
er an sechs Tagen das Angebot von privaten
Quartiergebern und einmal eine Warmshowers-Übernachtung
nutzen. Eine Übernachtung
im privaten Rahmen ist und bleibt aber
sein Favorit, schreibt Stephan.
Lorbeerkranz
Als Stephan am Tag 53 seiner Reise – vom Bahnhof
Rheda-Wiedenbrück kommend – mit seinem
1 Auf der Pressekonferenz stellt Rainer Stephan sein
Projekt vor: (r.) Geschäftsstellenleiter Thomas
Mouhlen, (l.) Produktmanager Eugen Repp.
38 Das Stadtgespräch
1 Stephan traf allerorten auf aufgeschlossene und freundliche Menschen. Im Serbischen
stieß er aus Höflichkeit mit einem Sliwowitz an, nachdem er die verlockende
Einladung zu einem eiskalten Bier ausgeschlagen hatte.
Foto: R. Stephan
1 Als Stephan am Tag 53 seiner Reise mit seinem Rad auf den Hof der Firma Prophete
einbog, wurde er mit stehendem Applaus und einem Lorbeerkranz empfangen.
Rad auf den Hof der Firma Prophete einbog, wurde
er mit stehendem Applaus empfangen, berichtet
er. Aus der Werkstatt, vom Marketing, ja
sogar aus der Geschäftsleitung waren Vertreter
des Unternehmens gekommen, um ihn und seinen
»Propheteus« wieder am Ursprungsort der
Reise willkommen zu heißen. Wie einst im alten
Griechenland erhielt er für seinen persönlichen
Sieg und als Zeichen der Anerkennung einen Lorbeerkranz.
Den freilich hätte auch sein treuer
Gefährte »Propheteus« verdient gehabt. Schließlich
konnte sich Stephan auf jedem seiner 4500
Kilometer voll und ganz auf ihn verlassen.«
Begegnungen im Zeitraffer
Stephan erlebte auf seiner Abenteuerreise zahlreiche
Begegnungen und Highlights. Wir zitieren
einige seiner Kostproben aus seinen veröffentlichten
Aufzeichnungen. Vor Linz sprach Anwohner
Andreas Stumbauer den Biker in einer Trinkpause
an. Stephan berichtete von seinem Projekt
und schon nach kurzer Zeit hatte er Einladung
für eine Übernachtung. Mama Julia warf noch
seine Schmutzwäsche in die Waschmaschine
und der Sohnemann bereitete noch eine Brotzeit
zu. Stephan revanchierte sich, indem er beim
Eindecken der Gartenhütte mit Teerpappe half.
Beckhoff Automation
In Wien durfte er Sebastian, Sohn unserer
Freunde Thomas und Gabi, am Arbeitsplatz der
österreichischen Niederlassung von »Beckhoff
Automation« aus der Stadt Verl besuchen. q
Das Stadtgespräch
39
Alle Fotos bis auf rechts oben: R. Stephan
1 Prophete verabschiedet Rainer Stephan auf die 4500 km
große Tour.
1 In Budapest beteiligte sich Stephan an der Großveranstaltung
»I bike Budapest« mit gefühlt über 10.000
Bikern vom ungarischen Radsportclub.
Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen
arbeitet er an der Entwicklung eines modular
aufgebauten, endlos rotierenden Roboters.
Westfälische Bekanntschaft
Hier traf er vor Pécs auf einen Ahlener, der
auszog, um sich in Ungarn eine Firma aufzubauen.
Sie verstanden sich auf Anhieb. Zum
Abschied stand für beide fest, dass ein Wiedersehen
in Horsts westfälischer Heimat nicht
ausgeschlossen ist.
Feiertagsstimmung
Am 1. Mai saßen überall am serbischen Donau-Ufer
Menschen zusammen. Nikola Tanasic
hatte Stephan mit seinem Freund zum Essen bei
Bier und Folkloremusik vom Band eingeladen.
Nachdem er die verlockende Einladung zu einem
eiskalten Bier ausgeschlagen hatte, stieß er
aus Höflichkeit mit einem Sliwowitz an. Vor der
Weiterfahrt nach Novi Sad traf er abermals mit
seinem Allgäuer Radfahrer-Kumpel wieder zusammen.
Er hatte wie Stephan Istanbul als Ziel.
Urlaubsbegegnung
In einem bulgarischen Fisch-Restaurant am Goldstrand
kam er mit zwei Saarländern ins Gespräch.
1 In Wien konnte Stephan einen Bekannten am
Arbeitsplatz der österreichischen Niederlassung von
»Beckhoff Automation« aus der Stadt Verl besuchen.
1 80 km vor dem Ziel Istanbul, hatte Stephan den ersten
und den einzigen Platten. Yildiray half den Schlauch
zu wechseln und aufzupumpen.
Als er auf die Spendenaktion zu sprechen kam,
versicherten sie, ihn unterstützen zu wollen.
Hilfe
Nach 4400 km, 80 km vor dem Ziel Instanbul,
hatte Stephan den ersten und den einzigen
Platten. Er hatte Glück im Unglück: Er traf auf
Yildiray, der offenbar selber eine Panne hatte
und auf Hilfe wartete. Er half den Schlauch
zu wechseln und aufzupumpen. Ein Unglück
kommt selten allein: Der Regen hatte kurz
darauf eine Passage völlig aufgeweicht. Der
Matsch blockierte beide Räder. Auf einem
privaten Grundstück konnte Stephan das Rad
mit einem Gartenschlauch säubern. Ziemlich
durchnässt, aber überglücklich, kam er am
Zielort seiner Reise an.
Generalkonsulin
In Istanbul nahm die Leiterin des Deutschen
Generalkonsulats Generalkonsulin Dr. Regine
Grienberger sich eine Stunde Zeit, um
Näheres über seine Route und den Hintergrund
seiner Reise zu erfahren. Im weiteren
Verlauf des Gesprächs berichtete die Gastgeberin
bei einer Tasse Kaffee über die Historie
des Domizils. Weitere Themen waren
u. a. die deutsch-türkischen Beziehungen
und die aktuellen Herausforderungen der
deutschen Außen- und Sicherheitspolitik.
Für seine Abreise aus Istanbul bot sie ihm
die Unterstützung ihres Hauses an.
Besondere Plätze
In Pilsen ließ es sich Stephan nicht nehmen, die
in aller Welt bekannte 50 Fußballfelder große
Pilsener Brauerei und ihre acht Grad kalten Kellergewölbe
zu besichtigen. Auf dem Wiener Zentralfriedhof
suchte er den letzten Liegeplatz von
Udo Jürgens. Ein Kontrastprogramm bot ein Besuch
der Gedenkstätte KZ Mauthausen. In Budapest
beteiligte sich Stephan an der Großveranstaltung
»I bike Budapest« vom ungarischen
Radsportclub. Gefühlt über 10.000 Menschen
zogen unbehelligt vom Autoverkehr durch das
Zentrum der Metropole. Ebenfalls Belgrad präsentierte
sich als pulsierende Metropole. Der
Lebensraum an der Donau wuchs ihm ans Herz.
Bikeride für einen guten Zweck
Mit seinem sportiven Start in den Ruhestand
verband der begeisterte Fahrradfahrer aber auch
ein Anliegen, das ihm persönlich wichtig ist. »Ich
habe mich entschieden, die hohe öffentliche
Aufmerksamkeit meines Projekts in den Dienst
einer guten Sache zu stellen und Spenden für die
Organisation ›Viva Con Agua‹ zu sammeln. Die
verfolgt das Ziel, allen Menschen auf der Welt
einen leichten Zugang zu sauberem Trinkwasser
zu verschaffen«, erklärt Stephan, der sich buchstäblich
dafür abgestrampelt hatte. Am Start
und unterwegs sammelte er 5000 Euro ein.
Beflügelt von der Resonanz lag seine aktuelle
Zielmarke indessen bei 10.000 Euro.
Aktuell sind schon rund 8000 Euro zusammengekommen.
Wer das Anliegen unterstützen möchte,
gelangt über seine Homepage oder den Link
www.vivaconagua.org/spendenaktion/aktion?
tw_e=B8A42&etitel=eurasia-bike-trip zu seiner
eigenen Spendenseite bei der Hilfsorganisation.
Stephan freut sich über jede Unterstützung:
Egal, ob klein oder groß: Jeder Beitrag
zählt!
Reisebericht
Wer mehr über sein EURASIA-Projekt »Riding to
Istanbul for clean water« und die dabei erlebten
Abenteuer erfahren möchte, ist am 3. Juli zu
einem kurzweiligen Abend mit dem begeisterten
Fahrradfahrer in die Wiedenbrücker Kreuzkirche
eingeladen. Die Veranstaltung beginnt
um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Spenden für
das »Viva con Agua«-Projekt sind aber gerne
gesehen und höchst willkommen.
40 Das Stadtgespräch
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Das Stadtgespräch
41
Wir stehen
Ihnen
im Trauerfall
persönlich
zur Seite
Auf der Schulenburg 43a | 33378 Rheda-Wiedenbrück
Fon 05242/44375 | bestattungen-detemple.de
Standesamtliche Nachrichten
Vom 1.5.2025 – 31.5.2025
Standesamtsbezirk Rheda-Wiedenbrück
In dem angegebenen Zeitraum wurden insgesamt 37 Ehen geschlossen und
34 Sterbefälle beurkundet. Nachfolgend sind nur die Personenstandsfälle
aufgeführt, zu denen die Beteiligten ihr Einverständnis gegeben haben:
Eheschließungen: Janice-Joy Waniek und Simon Epkes | Sabine Andrea Feuerer
und Andre Wenzel | Katharina Schomisch und Marcel Zeidler | Mareen
Protte und Moritz Haupt | Melanie Strewe und Leonard Südbrock | Laura
Marina Reckrühm und Stefan Saibel | Anna Pape und Erik Deerberg | Verena
Gerke und Marcel Petersen | Alessandra Nicasso und Gianluca De Leonardis |
Malin Noel Grundkötter und Lennart Schmidt | Johanna Korbmacher und
Sebastian Andreas Kurek | Mareike Mestekemper und Heinz Mundhenk |
Anna-Lena Golz und Philip Kampschäfer | Maren Koch und Sebastian Tröster |
Laura Kampwirth und Volkan Beyazit | Almuth Schneider und Klaudius Konstantin
Janta | Eileen Meilwes und Alexander Berhorst | Rabea Reiker und
Jurij Ivanov | nachträglich wird noch eine Eheschließung aus März 2025
veröffentlicht: Anna-Melissa Draier und Julian Kuhlmann
Sterbefälle: Maria Schmidt, geb. Clasmeier | Beate Gertrud Mettenmeyer |
Charlotte Dorothee Luise Linnemann, geb.Ohlbrock | Norbert Haag | Werner
Bernhard Dinter | Christine Elisabeth Cilker, geb. Meiercord | Anna Elisabeth
Lammert, geb. Geißler | Gertrud Josefa Bäumker, geb. Micke | Franz Schürgers |
nachträglich wird noch ein Sterbefall aus April 2025 veröffentlicht: Susanne
Fritsch
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Abschied nehmen fällt schwer.
Mit meinen persönlichen
und authentischen Reden,
biete ich im Trauerfall
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42 Das Stadtgespräch
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L A N G E S T R A S S E 1 3
3 3 3 7 8 R H E D A - W I E D E N B R Ü C K
1 (V. l.) Dr. Rüdiger Krüger (Jury-Vorsitzender), Holger Blüder (Leiter der Musikschule
J
für den Kreis Gütersloh e. V.), Dr. Sybille Schneiders (Fachbereichsleiterin Politik,
Gesellschaft, Kultur an der VHS Reckenberg-Ems)
Foto: A. Matuszak
Jugend-Musik-Preis
2025
In den Fächern Streichinstrumente, Klavier,
Klavierkammermusik und Gesang
In diesem Jahr veranstaltet die VHS Reckenberg-Ems in Kooperation
mit der Kreismusikschule Gütersloh den Jugend-Musik-Preis in vier
Altersgruppen für die o. g. Kategorien. Hierbei können Streichinstrumente
solo, in Ensembles oder vom Duo bis zum Orchester auftreten.
Am Klavier sind Werke solo oder zu vier Händen und mit einem oder
mehreren Streichinstrumenten möglich. Beim Gesang ist vom Solo
und Klavier begleiteten Beitrag über Duette bis hin zu kleinen Vokalgruppen
oder Kinder- bzw. Jugendchören alles denkbar.
Teilnehmen können Kinder und Jugendliche bis zum Alter von
21 Jahren, die aus dem Kreis Gütersloh kommen oder in diesem Unterricht
erhalten. Anmeldungen sind bis zum 24. Oktober möglich.
Eine pädagogisch erfahrene Jury wird beim Wettbewerbsvorspiel
am Samstag, 15. November im Einstein-Gymnasium die jungen
Künstlerinnen und Künstler aufmerksam und wohlwollend begleiten
und bewerten; beim Preisträgerkonzert am Sonntag, 23. November,
werden die erfolgreichen Kinder und Jugendlichen ihr künstlerisches
Können der interessierten Öffentlichkeit präsentieren.
Weitere Infos und Anmeldung: www.vhs-re.de
Der Leiter der VHS Reckenberg-Ems, André Mannke, der Leiter der
Kreismusikschule Gütersloh, Holger Blüder, und Jury-Vorsitzender
Dr. Rüdiger Krüger wünschen allen Eltern, Lehrerinnen und Lehrern
Überzeugungskraft zur Motivation ihrer Kinder, und allen Musikschülerinnen
und -schülern viel Spaß beim Musizieren und bei der
Vorbereitung zum Jugend-Musik-Preis 2025.
Der Jury gehören darüber hinaus an: Angela Meyer (Gesang),
Barbara Fedyanin (Streicher), Peter Krüger (Klavier und Tasteninstrumente).
Das Stadtgespräch
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Dieselstraße 15
59329 Wadersloh
info@oesterwiemann.de
www.oesterwiemann.de
02523 9226-0
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IMPRESSUM:
Verlag/Herausgeber:
M.E. Verlag GmbH & Co. KG, Michael Ebeling
Anschrift für Redaktion und Verlag:
Nickelstr. 7a, 33378 RhedaWiedenbrück · Tel. 05242 / 40810
info@meverlag.de · www.dasstadtgespraech.de
Titelbild: ZeinousGDS – shutterstock.com
Druck: Bonifatius GmbH, KarlSchurzStr. 26, Paderborn
Verteilung: durch Boten
Verbreitete Auflage: 22.500 an die Haushalte in
RhedaWiedenbrück (einschl. Ortsteile), kostenlos
Druckauflage: 22.750 Exemplare
Erscheinungsweise: monatlich
Es gilt die Preisliste 04/2022
Tankreinigungen
Tankstilllegungen
Tankdemontagen
nach WHG.
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Das Stadtgespräch wird als Monatsmagazin mit
großer Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit bearbeitet.
Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit
wird nicht übernommen. Jegliche Ansprüche
müssen abgelehnt werden. Namentlich gekennzeichnete
Artikel stimmen nicht unbedingt mit der
Meinung des Herausgebers überein. Für unverlangt
eingesandte Manuskripte, Fotos und Druckvorlagen
wird keine Haftung übernommen. Die Veröffentlichung
und Kürzung derselben behalten wir uns vor.
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nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.
Dies gilt insbesondere für Anzeigen.
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geschaltete Anzeigen oder Beilagen wird Haftung
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vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne
schriftliche Genehmigung des Verlages vervielfältigt
oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot
fällt insbesondere die gewerbliche Vervielfältigung
per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken
und die Vervielfältigung auf CDRom.
43
1 Die Sieger in den einzelnen Wertungen: (v. Al.) Dmitriy Ovetskyy, Jakob Strickmann, Alexander Döding, Nico Glatt,
Marc Schulz, Simon Fobel, Lukas Schulte, Martin Hoffmann.
Alexander Döding mit zwölf Jahren
neuer Stadtmeister im Schach
Riesige Überraschung in der Rheda-Wiedenbrücker
Schachszene. Der erst zwölfjährige Alexander
Döding ist der neue Rheda-Wiedenbrücker
Stadtmeister im Schach. Damit pulverisierte er
geradezu den bisherigen Rekord von Titus Stevens,
der diese Leistung als 19jähriger erzielen
konnte.
Nachdem erst vor kurzem der Stadtmeister
im Blitzschach ermittelt wurde, stand nun eine
längere Bedenkzeit auf dem Programm. Gespielt
wurden sieben Schnellschachrunden mit der Bedenkzeit
10 Minuten plus 5 zusätzliche Sekunden
pro Zug.
Insgesamt nahmen 32 Spielerinnen und
Spieler im Alter von acht bis 94 Jahren am Turnier
teil. Zu einem direkten Aufeinandertreffen
von Marc Schulz und Rigobert Ophoff kam es
während des Wettbewerbs leider nicht. Neben
den Rhedaer Vereinsmitgliedern waren Vertreter
anderer Vereine aus der Region der Einladung
des Rhedaer Schachvereins gefolgt. Dazu einige
vereinslose Spieler, von denen der Beste, Manfred
Fechner, an diesem Tag den hervorragenden
neunten Platz belegte. Die weiteste Anreise hatten
fünf Spieler aus Bremen eigens für das Turnier
auf sich genommen. Das wurde mit großem
Respekt zur Kenntnis genommen, und zeigte,
wie stark die Leidenschaft für das Schachspiel
sein kann, wenn man einen solchen Aufwand
auf sich nimmt, wohl wissend, dass man kaum
mit einem vorderen Platz rechnen könnte.
Turnierleiterin Kirsten Bünte startete das
Turnier pünktlich um 14 Uhr und von Beginn an
zeigte Alexander Döding, dass er eine prächtige
Tagesform mitgebracht hatte. Er spielte stets an
einem der vorderen Bretter und ließ die ganze
Konkurrenz hinter sich. Diese war stark und lag
am Ende in der Tabelle wieder nah zusammen.
Die ersten drei wiesen jeweils 5,5 Punkte aus sieben
Partien aus. Nach den Regularien war die
Buchholzwertung (bei einem Streichergebnis)
die erste Feinwertung. Jetzt hatte Alexander
»nur« noch einen Konkurrenten, der gleichauf
lag. Dann zählte der direkte Vergleich – und den
hatte Alexander Döding gegen den Gütersloher
NRW-Klasse-Spieler Martin Hoffmann für sich
entschieden.
Damit stand der Turniersieg von Alexander
Döding fest. Er krönte mit dem Titelgewinn eine
ausgezeichnete Saison, während sich Martin
Hoffmann noch über die Auszeichnung als neuer
»Rheda-Wiedenbrücker Seniorenstadtmeister«
freuen durfte. Den pokallosen dritten Platz belegte
Simon Fobel aus Brackwede.
Mit Jens Hanswillemenke, Daniel Ewerszumrode,
Oskar Merle und Kirsten Bünte folgten vier
weitere Rhedaer auf den nächsten Plätzen. Gerade
von Kirsten Bünte war das eine starke Leistung,
hatte sie doch auch die Turnierleitung inne.
Rigobert Ophoff rundete als zehnter das sehr
gute Ergebnis des Rhedaer Schachvereins ab.
Die Wertungen im Jugendbereich gingen an
Dmitriy Ovetskyy (U20), Nico Glatt (U16), Jakob
Strickmann (U14), Lukas Schulte (U12) und Marc
Schulz (U10).
WWo die
Touristenflut
droht
Neben Erholung und Spannung suchen viele
Urlauber verständlicher Weise die Begegnung
mit Sehenswertem. Das Problem damit ist aber
leider vor allem in den letzten paar Jahren, dass
man mit diesen Wünschen keineswegs allein
dasteht. Gerade die bekanntesten Sehenswürdigkeiten
und Urlaubsorte sind oftmals hoffnungslos
überlaufen, was sich natürlich auch
auf die Einstellung der eigentlich gastfreundlichen
lokalen Bevölkerung auswirkt.
27 zu 1 gegen Dubrovnik
Das Marktforschungsunternehmen Euromonitor
International hat einmal genau hingeschaut,
wie viele Besucher auf wie viele Einwohner in
beliebten Orten kommen. Den Negativrekord
hält dabei das kroatische Dubrovnik. In dem
Reiseführer »Nützliche Reisetipps von A bis Z:
Jugoslawische Adria« von 1987 hieß es noch
»auch die wahren Touristenscharen im Juli und
August können dem Charme Dubrovniks nichts
anhaben«. Doch das hat sich leider deutlich verändert,
denn spätestens, seit sich herumgesprochen
hatte, dass große Teile des Fantasy-Epos
»Game of Thrones« hier gedreht wurden, wird
die ehemalige Seerepublik Ragusa regelrecht
überrannt. Nicht weniger als 27 Besucher kommen
auf jeden Einheimischen. Und die Reiseführeraussage
»Die Gassen Dubrovniks laden
zum Bummeln ein« stimmt leider längst nicht
mehr. Die Stadt hat zwar reagiert, indem sie die
Anzahl der Kreuzfahrtschiffe auf drei pro Tag
begrenzte, aber allein die Schiffe spucken bis zu
10.000 Touristen pro Tag in die kleine Stadt aus.
Zudem gibt es 42.000 Urlauberbetten in der
Stadt, was es für Einheimische schwer macht,
bezahlbaren Wohnraum zu finden.
Venedig nicht nur vom Wasser bedroht
Auf Platz 2 der unrühmlichen Liste mit 26 Touristen
pro Einwohner liegt die griechische Insel
Rhodos, die ebenfalls nicht nur durch Meer und
schönes Wetter, sondern auch durch gut erhal-
44 Das Stadtgespräch
tene historische Bauten Urlauber anlockt. Wenig
überraschend rangiert auch Venedig ganz
weit vorn in der Negativliste. Hier kommen 21
Besucher auf jeden Venetianer. Auch hier wird
reagiert, denn für Tagesbesucher wird Eintritt
fällig. Vergangenes Jahr waren es fünf Euro,
dieses Jahr sind es zehn. Auch Gruppen dürfen
nur noch bis zu 25 Personen in die Stadt. Für
Einheimische und Touristen, die in der Stadt
übernachten, entfällt die Gebühr. Was natürlich
nicht entfällt, sind die exorbitanten Preise am
Markusplatz, wo eine Tasse Kaffee mehr als acht
Euro kostet, wobei das dazu servierte Gläschen
Leitungswasser noch einmal mit zwei Euro zu
Buche schlägt. Seit 2021 dürfen Kreuzfahrtschiffe
mit einer Länge von mehr als 180 m und einer
Höhe von über 35 m nicht mehr durch Teile der
venezianischen Lagune fahren. Das bedeutet
natürlich keineswegs, dass die Passagiere von
Ozeanriesen nicht in die kleine Altstadt strömen.
Berlin läuft mit zwei Besuchern pro Einheimischen
übrigens unter »ferner liefen«. Reykjavik
dagegen liegt mit zwölf Touristen pro
Einwohner in den Top Ten. Allerdings fallen die
Urlaubermassen höchstens in der Hauptstadt
und vielleicht noch am Golden Circle genannten
Rundkurs mit dem spektakulären Gullfoss Wasserfall
und den Fontänen in Geysir auf. Ansonsten
fühlt man sich auf der Insel aus Feuer und
Eis gerne mal wie der letzte Mensch auf Erden.
Widerstände im deutschen
Lieblingsurlaubsland
Obwohl weder das spanische Festland noch
Mallorca zu den Gegenden gehören, die rein
statistisch betrachtet die ungünstigste Urlauber-zu-Einheimischen-Relation
verfügt, regt sich
dort der Widerstand besonders. In Barcelona,
das schon 2022 Urlaubergruppen ab 30 Personen
untersagte, in manchen Gebieten sind nur
15 erlaubt, und den Gebrauch von Megaphonen
für Gästeführer verbot, wurden im vergangenen
Jahr Touristen regelrecht angepöbelt mit »go
home«-Plakaten und Sprechgesängen. Auch
auf Mallorca bemüht man sich seit Jahren, den
Touristenstrom einzudämmen und in vernünftige
Bahnen zu lenken. Wenn es ums Feiern geht,
sollten Urlauber am Strand besser aufpassen.
Laute Musik oder Tanzen am Strand können
schnell teuer werden. Das Gesetz besagt, dass
unerlaubte Versammlungen mit bis zu 22 Euro,
und das pro m 2 Fläche, bestraft werden können.
Wer ohne Erlaubnis Musik aufdreht, riskiert eine
Strafe von bis zu 750 Euro.
Inselglück sieht anders aus
Apropos Insel. Eine andere Statistik, die die Anzahl
der Übernachtungen pro Einwohner zählt,
zeigt Dramatisches für zwei griechische Inseln,
nämlich Mykonos und Santorin. Beide liegen
bei 110 Übernachtungen pro Einwohner. Im Vergleich
dazu sei hier der deutsche Spitzenreiter
bei den Übernachtungen pro Einheimischen genannt:
In Mecklenburg-Vorpommern liegt die
Quote bei 18 Übernachtungen pro Einwohner.
Allerdings sinken offenbar die Besucherzahlen
für Mykonos, das einst Mekka der Reichen,
Schönen und Coolen war. Noch wird das Eiland
von vielen Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Wie
das Reiseportal Tripadvisor berichtet, sind die
Kosten jedoch offenbar auf der Kykladeninsel
explodiert. Es ist die Rede von Cocktails für 50
Euro, einer Liege am Strand für 250 Euro pro Tag,
vier Portionen Calamari für 660 Euro. Soziale
Medien sind voll von Horrorgeschichten über
die Abzocke in Bars und Restaurants. Jahrelang
haben die Hoteliers und Wirte auf Mykonos die
Preisschraube immer weitergedreht. Das blieb
nicht ohne Folgen. In einer Umfrage des britischen
Verbrauchermagazins »Which?« landete
Mykonos beim Preis-Leistungsverhältnis auf
dem letzten Platz. Die Insel sei »unfreundlich
und überteuert«, hieß es. Zudem sind die Strände
überfüllt und laut.
Auch in der griechischen Hauptstadt wird
es eng. Auf der Akropolis in Athen ist heute
die maximale Besucherzahl auf 20.000 Personen
pro Tag festgelegt. Um den Zustrom von
Touristen weiter zu steuern, wurden gestaffelte
Eintrittszeiten eingeführt. Das neue System
sieht vor, dass die Besucher zu verschiedenen
Zeiten des Tages Zutritt erhalten. Zwischen
acht und neun Uhr morgens sind maximal
3.000 Personen zugelassen.
1 So sieht es in Dubrovnik leider längst nicht mehr aus.
Kein europäisches Phänomen
Doch auch außerhalb Europas sind Touristenmassen
ein Problem. Spätestens seit der Yen
schwächelt, ist Japan als Reiseziel groß im Kommen.
Während europäische Touristen den langen
Weg ins Land der aufgehenden Sonne oftmals
scheuen, sind koreanische, indische und
vor allem chinesische Besucher an den Hotspots
zahlreich vertreten. Die alte Kaiserstadt Kyoto
ist zeitweise rappelvoll, ebenso wie bei den
Sehenswürdigkeiten und in den Amüsiervierteln
Tokios oder Osakas. Selbst der heilige Berg
Japans, der Fujiyama, der sich majestätisch in
3776 m Höhe erhebt, wird jeden Sommer beinahe
überrannt, bahnen sich doch Tausende Besucher
ihren Weg durch das Lavageröll zur Spitze
des Vulkankegels. Davon hält sie die Eintrittsgebühr
von rund 25 Euro nicht ab.
Die Information im Vorfeld einer Reise zu
bekannten, beliebten und leichter als den Fujiyama
zu erreichenden Sightseeing-Destinationen
lohnt auf alle Fälle, wenn man Geschiebe
und Wartezeiten vermeiden möchte. Eine goldene
Regel für alle Sehenswürdigkeiten lautet
bekanntlich: besichtigen, bevor die Busse kommen
oder nachdem sie gefahren sind. Der Preis
dafür ist natürlich das frühe Aufstehen oder
das etwas spätere Abendessen.
1 In Venedig wird es nicht nur auf dem Wasser eng.
1 Selbst der majestätische Fuji-san wird belagert.
Das Stadtgespräch
45
Ab dem
1.7. nur
noch an der
Fürst-Bentheim-
Straße
Schwedenrätsel
Teppichart
(Kzw.)
Laubbaum,
chemisches
Element
Gewebe
Stäbchenspiel
Gürtellinie,
Leibesmitte
Hunnenkönig
Ausschuss
Lobrede
schwarzer,
metallisch
glänzender
Singvogel
legendäres
Wesen
im
Himalaja
ohne
Abzüge
(Gehälter)
Opernsängerin:
...
Netrebko
Rand;
Kleiderbesatz
Aufrührer;
Irrgläubiger
Lösungswort:
äußerste
Armut
Sudoku
Brei aus
Früchten,
Kartoffeln
Überbringer
Palmenfrucht
geschickte
Täuschung
im Verfall
begriffen,
brüchig
10
Drama
von
Goethe
edle
Blume
11
ein
Backwerk
erschrecken,
in Panik
geraten
1 2 3 4 5 6 7 8
2
brit.
Premierminister
(Tony)
scherzhaft
für
Dresden
Zuckerrohrbranntwein
Abk. für
Europäische
Zentralbank
Himmelswesen
Erweiterung
von
etwas Vorhandenem
Mannequin
(engl.)
Bruder
Jakobs
im A. T.
telefon.
Kurznachricht
(Abk.)
eine der
Gezeiten
österr.
Rennfahrer
(„Niki“)
engl.
Adelstitel:
Graf
Untereinheit
von Euro
u. Dollar
bequeme
Sitzgelegenheit
Fluss
zur
Donau
1
5
8
ältester
Sohn
Noahs
4
unechter
Schmuck
taubengroßer
Singvogel
franz.
Schriftsteller
(Victor)
Festung
im
Mittel-
6 alter
Rüster
3
Affe,
Weißhandgibbon
Hochschule
(Kurzwort)
Schicksal,
Geschick
Porzellanstadt
in Oberfranken
der
Rote
Planet
jap.
Autor
(Kenzaburo)
Fremdwortteil:
halb
(lat.)
Gemahlin
Lohengrins
deutsches
Nordseebad
keimfrei
9 10 11
9
langer,
dünner
Speisefisch
Staat
in Südwestafrika
wunschlos
zufrieden
Badezimmer
stilisiertes
Rankenornament
Felseninsel
bei Marseille
12
Windjacke
Kfz-
Zeichen
Ulm
12
jeder
ohne
Ausnahme
Mittel
zum
Waschen
7
Bescheinigung
Stimmzettelbehälter
Unser Lösungswort vom letzten Mal: Erdbeerzeit
leicht
mittel
Tragen Sie in die leeren Felder die Ziffern 1 bis 9 so ein, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem 3-x-3-Gebiet jede der
Ziffern 1 bis 9 genau einmal vorkommt.
46 Das Stadtgespräch
B
Bürgergeld
wird zur
Grundsicherung
Forum im Haus der Ausbildung
(Kem) Ende Mai hatte der gemeinnützige Verein
Pro Arbeit unter der Frage »Quo vadis,
Bürgergeld?« zu einem Forum in sein Haus
der Ausbildung Am Sandberg eingeladen. Die
wirtschaftliche Entwicklung stagniere und die
Arbeitslosigkeit, insbesondere die Langzeitarbeitslosigkeit
steige seit Langem. Die neue
Regierungskoalition beabsichtige nun, das
bisherige Bürgergeld-System zu einer neuen
Grundsicherung für Arbeitssuchende umzugestalten.
»Menschen, die arbeiten können,
sollen schnellstmöglich in Arbeit vermittelt
werden. Für sie gelte der Vermittlungs-Vorrang,
erläuterte Klaus Brandner, Parlamentarischer
Staatssekretär a. D. beim Bundesminister für
Arbeit und Soziales sowie Vorstandsvorsitzender
des Vereins Pro Arbeit. Das Prinzip der
Förderung und Forderung soll somit verschärft
und konsequent umgesetzt werden.
Für Impulsbeiträge konnte der Verein u. a.
Heinrich Alt, Vorstand a. D. der Bundesagentur
für Arbeit und Honorarprofessor an der Hochschule
der Bundesagentur für Arbeit gewinnen.
Der Referent stellte fest, dass Hartz IV und das
Bürgergeld nicht unwesentlich zum sozialen
Frieden beigetragen hätten. Dennoch brauche
die Grundsicherung eine Reform an Haupt und
Gliedern. Die 2005 überhastet eingeführt Reform,
sei als Integrationsidee weitgehend gescheitert.
Von den gut vier Millionen Leistungsempfängern
seien 60 Prozent Langzeitbezieher,
das heißt, sie hätten in den letzten zwei Jahren
mindestens 21 Monate Bürgergeld bezogen.
Hier bestände ein erhebliches Einsparpotential:
Die Zahl der Bürgergeldempfänger müsste
reduziert werden.
Zudem würde die Hälfte der erfolgreich in
Arbeit vermittelten Empfänger von Bürgergeld
nach nur drei Monaten erneut auf die Unterstützung
des Jobcenters angewiesen sein.
Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit
müsste ein großer Teil der etwa 5,6 Millionen
Bürgergeldberechtigten anders eingestuft werden,
da er dem Arbeitsmarkt aus verschiedenen
Gründen nicht zur Verfügung stünde.
Bei etwa 1,9 Millionen handelt es sich um
Arbeitslose. Beispielsweise gebe es in Deutschland
260.000 junge Menschen zwischen 25 und
45, die seit längerer Zeit nicht arbeiten, obwohl
Das Stadtgespräch
1 Geschäftsführerin von Pro Arbeit Katja Oehl-Wernz, Wolfgang Draeger, Vorsitzender der Geschäftsführung der
Agentur für Arbeit Bielefeld und Gütersloh, Walter Riester BMin a. D., Vorstandsvorsitzender und Parlamentarischer
Staatssekretär a. D. Klaus Brandner, Chefredakteur Radio Gütersloh Carsten Schoßmeier, Leiterin Jobcenter Kreis
Gütersloh Kathrin Falke, Vorstand a. D. der Bundesagentur für Arbeit Heinricht Alt.
sie alle Kriterien für Erwerbstätigkeit erfüllen.
Das System sei intransparent.
Alt kritisierte, dass die Politik zu wenig für
die berufliche Qualifizierung der Migranten
unternehme. Rund 50 % der Migranten seien
nicht qualifiziert.
Darüber hinaus sieht Alt im Bürgergeld ein
Akzeptanzproblem. Denn wer arbeite, aber wenig
verdiene, beginne zu vergleichen – und das
führe zu Unzufriedenheit: Was bekomme ein
Bürgergeld-Empfänger? Was bekomme »ich«?
Zwischen 2021 und 2024 hätten Langzeitarbeitslose
26 Prozent mehr erhalten, während
die Löhne in diesem Zeitraum nur um knapp
zwölf Prozent gestiegen sind. Während gleichzeitig
die Preise um 17 Prozent gestiegen seien.
Keiner verstehe, wenn jemand, der arbeiten
könne, nur etwas weniger haben soll, als einer,
der seiner Arbeit nachgehe.
Die neue Bundesregierung plane, Empfänger
der Grundsicherung zur Aufnahme einer
Arbeit zu motivieren. Das bedeutet, dass Arbeitssuchende
künftig stärker dazu verpflichtet
werden sollen, eigenverantwortlich an ihrer
beruflichen Wiedereingliederung mitzuwirken.
Die Bundesregierung plane zudem, Sanktionen
schneller, einfacher und unbürokratischer
durchzusetzen und die Grundsicherung
zu streichen, wenn arbeitsfähige Grundsicherungsempfangende
keine Stelle annehmen.
Eine wesentliche Änderung soll außerdem der
Wegfall der Schonfrist für vorhandenes Vermögen
sein.
Die geplanten Änderungen könnten zu einer
intensiveren Betreuung durch die Jobcenter
und Arbeitsagenturen führen. Arbeitssuchende
würden individuelle und verbindliche Angebote
zur Beratung und Vermittlung erhalten. Gleichzeitig
könnten aber auch Druck und Verpflichtungen
steigen, die angebotenen Beschäftigungen
oder Maßnahmen zur beruflichen
Eingliederung anzunehmen. Ziel der neuen
Regeln ist es, die Abhängigkeit von staatlichen
Leistungen zu reduzieren.
Weiterbildung als Chance für den
Wiedereinstieg
Trotz der geplanten Sanktionen bleibt die berufliche
Weiterbildung ein zentrales Element
der Neuen Grundsicherung. Fördermöglichkeiten
wie der Bildungsgutschein und Sonderzahlungen
wie die 2.500 Euro Weiterbildungsprämie
oder das monatliche Weiterbildungsgeld
in Höhe von 150 Euro werden voraussichtlich
bestehen bleiben. Arbeitssuchenden bieten
sich damit weiterhin attraktive Chancen,
durch Weiterbildungen und Umschulungen
langfristig und erfolgreich in den Arbeitsmarkt
zurückzukehren. Informieren Sie sich frühzeitig
und nutzen Sie Beratungsgespräche bei dem
Jobcenter oder der Arbeitsagentur, um Ihre
Möglichkeiten optimal auszuschöpfen.
Darüber informierten auf dem Forum Kathrin
Falke, Leiterin Jobcenter Kreis Gütersloh,
sowie Wolfgang Draeger, Vorsitzender der Geschäftsführung
der Agentur für Arbeit Bielefeld
und Gütersloh. Hier kamen wiederum die
konkreten Angebote von Trägern zum Tragen,
wie sie von Pro Arbeit angeboten werden. Seit
mehr als 35 Jahren unterstützt Pro Arbeit e. V.
mit Hauptsitz in Rheda-Wiedenbrück die Menschen
der Region rund um die berufliche und
soziale Integration.
Moderiert wurde das Forum von Cars -
ten Schoßmeier, Chefredakteur von Radio
Gütersloh.
47
S
Seniorenzeitung
des Seniorenbeirates der Stadt Rheda-Wiedenbrück
Der Seniorenbeirat lädt ein
Als Erfolg wertet der Seniorenbeirat sein neues Austauschformat für
ältere Menschen. Unter dem Titel »Kleiner runder Tisch« startete am 6.
Mai in der Gastronomie des EDEKA-Schenke-Marktes (Hauptstraße 35,
Ortsteil Wiedenbrück) das Angebot, mit Mitgliedern des Seniorenbeirats
locker ins Gespräch zu kommen.
Mitten im Alltag und ganz unkompliziert – so soll dort auch in Zukunft
an jedem ersten Dienstag im Monat von 10 bis 12 Uhr ein offener
Informations- und Plaudertisch angeboten werden. Ohne Verzehrpflicht
1 Seniorentreff bei Schenke
oder Voranmeldung können Interessierte ihre Fragen, Ideen und Probleme
loswerden oder sich Tipps rund ums Älterwerden in unserer Stadt
geben lassen.
»Wir wünschen uns, dass dieser regelmäßige Termin rasch zum
Selbstläufer wird und vielleicht sogar den Austausch zwischen den Generationen
fördert«, sagt Karl-Josef Büscher, Vorsitzender des Seniorenbeirats.
Also, herzliche Einladung zum »Kleinen runden Tisch« am 1. Juli!
Sichere Wege für alle
Der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück setzt sich mit großem
Engagement für die Gesundheit und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger
unserer Stadt ein. Besonders im Fokus stehen dabei die Verkehrssicherheit
und Lebensqualität mobilitätseingeschränkter Menschen, die
auf Rollatoren und Rollstühle angewiesen sind. Denn barrierefreie Zugänge
sind eine wichtige Voraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe.
Ein Thema seit vielen Jahren ist der Zustand des Marktplatzes in
Wiedenbrück. Grobes Kopfsteinpflaster und tiefe Fugen erschweren nicht
nur Menschen mit Mobilitätshilfen, sondern auch Fußgängern und Radfahrern
den Weg über den Platz. Eine Sanierung des Marktplatzes erst in
den Jahren 2029/2030 ist nach Ansicht des Seniorenbeirats inakzeptabel
lang. Daher stellte er Anfang 2024 den Antrag, dass die Verwaltung Angebote
einholt und eine Kostenschätzung für den Austausch des Pflasters
erstellt. Im März 2025 fassten die Mitglieder des Ausschusses für Bauen
und Stadtentwicklung den Beschluss, dass die Verwaltung eine kostengünstige,
barrierearme Zuwegemöglichkeit zum Marktplatz prüft.
Schon seit 2022 weist der Seniorenbeirat auf die Rutschgefahr hin, die
bei Nässe und Frost auf den rund 40 städtischen Holzbrücken besteht.
Er schlug die umweltfreundliche, transparente Antirutschbeschichtung
einer Schweizer Firma vor, die von der Technischen Universität München
geprüft wurde. Inzwischen wurde diese Beschichtung an der Antoniusbrücke
erfolgreich getestet. Das Material für weitere viel genutzte Holzbrücken
ist bereits vorhanden und der Anstrich soll noch im Sommer
dieses Jahres erfolgen.
Seniorenbeirat AKTIV
Sprechzeiten
Ratsuchende können sich beim Seniorenbeirat melden.
Telefon: 0176/15506084 · E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de
Mitglieder des Seniorenbeirats sind jeden 1. Dienstag im Monat von 10 bis
12 Uhr persönlich zu erreichen. Anregungen, Fragen, Ideen und Probleme
können mit ihnen besprochen und aufgenommen werden. Ort: Café im
Schenke-Edeka-Markt, Hauptstraße 35
Umgesetzt wurde auch ein Antrag des Seniorenbeirats aus dem
Jahr 2022, die Beckerpassage zur Fußgängerzone zu erklären. Besonders
Bewohner des St.-Aegidius-Altenheims und Menschen im betreuten
Wohnen in der Nachbarschaft des Heims gehen durch diese Passage in
die Innenstadt. Abgelehnt wurde dagegen der zusätzliche Antrag des
Seniorenbeirats, motorisierten Verkehrsteilnehmern das widerrechtliche
Durchfahren mittels Absperrpfosten unmöglich zu machen. Die Pfosten
werden von der Stadt als Gefahr für Radfahrer angesehen.
Zu Beginn dieses Jahres hat der Seniorenbeirat weitere Anliegen zur
Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer in Form von Anträgen
formuliert. Der Stadt liegen folgende Empfehlungen zur Bearbeitung vor:
· Der Seniorenbeirat bittet, den Ostring ab dem Parkplatz des Hallenbads
sowie den weiteren Verlauf des Horstwiesenwegs bis zur Hütte
des Sportfischervereins als Tempo-30-Zone auszuweisen. In diesem
Bereich wird der Weg auch als Schulweg genutzt.
· Im Kreuzungsbereich des Horstwiesenwegs mit dem Radweg auf der
alten Bahntrasse in Richtung Rietberg wird das Anbringen von reflektierenden
oder hellen Markierungen auf den Radwegen vorgeschlagen.
Bei Dunkelheit und bei schlechten Sichtverhältnissen ist der Bereich der
vorfahrtsberechtigten Straße oft schwer erkennbar.
· Die Stadt überprüft im Rahmen des »Poller-Erlasses« durch das Land
NRW sämtliche Standorte von Absperrpollern auf ihre Notwendigkeit
und entfernt überflüssige. Vom Seniorenbeirat wird empfohlen, die verbleibenden
Poller mit reflektierenden rot-weißen Bändern zu versehen.
Dadurch wird deren Sichtbarkeit deutlich verbessert und das Unfallrisiko
für Radfahrende gesenkt.
Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück.
Ständige Mitarbeit:
Karl-Josef Büscher, Cornelia Schubert, Jochen Wolf, Hans Dieter Wonnemann
48 Das Stadtgespräch
N
Ninib Hanna
erhält beim
60. Bundeswettbewerb
den Sonderpreis
Messplattform zur drahtlosen Erfassung, Verwaltung
und Visualisierung von Umweltdaten
1 (V. l.) Ursula Schalück, Ninib Hanna und Meike Rix sind stolz auf das Ergebnis bei
Jugend forscht. Bei den insgesamt 112 Projekten, die es zum Bundeswettbewerb
geschafft haben, bekam der 18-jährige Rheda-Wiedenbrücker einen Sonderpreis.
(wl) Als aufregend und sehr wertschätzend hat Ninib Hanna seine
Preisverleihung beim Bundeswettbewerb Jugend forscht in Hamburg
empfunden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war persönlich
vor Ort, um den jungen, talentierten Forschern zu gratulieren. Der
Bundeswettbewerb ist der Höhepunkt der Wettbewerbsrunde. An der
Veranstaltung nehmen alle Jungforscherinnen und Jungforscher teil, die
bei einem der Jugend-forscht-Landeswettbewerbe den ersten Preis gewonnen
haben. 10.350 Jugendliche hatten sich in diesem Jahr mit 5.664
Projekten bei »Jugend forscht« beteiligt. 112 Projekte aus den Bereichen
Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik hatten sich
in den Bundesländern für das Bundesfinale qualifiziert. Beim Finale
von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, das jedes
Jahr im Mai stattfindet, messen sich die Besten des Landes in den sieben
Jugend-forscht-Fachgebieten. Neben der Präsentation der Projekte
und der Bewertung durch eine Jury hatten die Jugendlichen während
des viertägigen Wettbewerbs ein attraktives Rahmenprogramm. Der
18-jährige Ratsgymnasiasten Ninib Hanna hat beim Bundeswettbewerb
einen Sonderpreis bekommen, der mit 1000 Euro dotiert ist. Er freut
sich sehr und empfiehlt jedem, beim Wettbewerb mitzumachen. »Das
Besondere bei Jugend forscht sind die Kontakte, die man im Laufe des
Wettbewerbs knüpft. Man lernt auch Firmen kennen, die einem neue
Perspektiven bieten«, betont er.
»Wir sind echt stolz«, sagen auch die beiden Betreuungslehrerinnen
Ursula Schalück und Meike Rix. Es ist das erste Mal, dass ein Schüler
des Wiedenbrücker Gymnasiums bis zum Bundeswettbewerb gekommen
ist.
Ninib war schon als kleiner Junge Technikfreak und hat sich früh für
Informatik interessiert. Ein Jahr lang hat er für sein Projekt geforscht
und getüftelt. Er hat beim Wettbewerb einen automatischen Umweltassistenten
eingereicht. Diese Messplattform dient zur kabellosen Erfassung,
Verwaltung und Visualisierung von Umweltdaten. Dazu gehört
die Luftqualität im Raum, Temperatur oder auch der Lärmpegel. Er hat
eine eigene Platine entwickelt, die fünf Sensorarten messen kann. Die
Daten werden zu einer selbst programmierten Serverarchitektur gesendet
und gefiltert und in einer Datenbank gespeichert. Das Ganze
funktioniert wie ein Umweltassistent, weil die Daten als leicht verständliche
Grafiken präsentiert werden. Eine eigene programmierte Webseite
hilft dabei, die Geräte zu verwalten und die Daten zu organisieren. Die
Darstellung erfolgt in Echtzeit mit Kurven, Liveanzeigen und einstellbaren
Warnungen, etwa bei schlechter Luft. Nutzen lässt sich die Technik
beispielsweise für Klassenräume, Wohnungen, Büros, Lagerhallen,
Praxen. Das Gute daran ist, dass dieses System ganz individuell für den
Nutzer intelligent arbeitet, die Daten speichert und Prognosen daraus
entwickelt. Eine Handy-App gehört ebenfalls dazu.
Zum Herbst beginnt der talentierte Schüler sein Studium in Elektround
Informationstechnik an der RWTH-Universität in Aachen. Zu seinem
Preis gehört auch die Möglichkeit, ein Praktikum beim Deutschen
Luft- und Raumfahrtzentrum zu absolvieren, was ihn sehr gefreut hat.
Die beiden Lehrerinnen sind sich sicher, dass ihr Schüler eine steile
Karriere vor sich hat. Die Jury bei Jugend forscht sei auf jeden Fall ebenso
angetan von dem 18-Jährigen gewesen wie sie.
Für Ursula Schalück war es das letzte Mal, dass sie die Jugendforscht-
Projekte am Ratsgymnasium begleitet. Zum Ende des Schuljahres
geht sie in den Ruhestand. »Mit so einem tollen Ergebnis aufzuhören,
macht Freude«, meint sie.
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Das Stadtgespräch
49
Die Côte d’Azure
für Normalos
1 Sogar unweit von St. Tropez gibt es viel Natur. 1 Schöner wohnen in Südfrankreich
n Monaco haben sie auf sechs Hektar Grundfläche ein Projekt
buchstäblich ins Meer gesetzt, wohin auch sonst, bei der Raumknappheit.
Passender Weise heißt der ins Meer betonierte neue
Stadtteil Mareterra. Es versteht sich, dass dort jeglicher Luxus
anzutreffen ist. Die Schöpfer des Projekts übertreffen sich in Lobeshymnen
unter anderem darüber, wie ökologisch das alles ist,
sogar autofrei. Gut, der Anteil der Natur liegt bei null Prozent,
schätze ich. Und natürlich wurde auch Wohnraum geschaffen,
der übrigens im Nullkommanichts ausverkauft war. Eine Wohnung kostet
dort 110.000 Euro. Das ist allerdings pro Quadratmeter gerechnet.
Etwas abgeschiedener als in Monaco liegt da eine Immobilie bei Nizza,
die schon für läppische 23,5 Millionen Euro zu haben ist. Es ist die ehemalige
Villa von Sean Connery, die Roc Fleuri heißt, aber eher als James-Bond-
Villa bekannt ist. Doch auch, wer gerade nicht das passende Kleingeld
hat, sich aber dennoch zu den Schönen und, vor allem, Reichen zählen
möchte, wird an der Côte d’Azur fündig, wenn er sich in Cannes zur Filmfestspielzeit
unters Volk mischt. Jährlich strömen 40.000 Filmschaffende,
Touristen und sonstige Schaulustige nicht mitgerechnet, in den Ort, der
eigentlich weniger als 75.000 Einwohner hat. Noch ungünstiger ist die
Rate in St. Tropez. Dorthin kommen mit 80.000 Touristen sechszehnmal
mehr als Einwohner – und das täglich!
Geht es auch normaler?
Aber man tut der Region im Südosten Frankreichs unrecht, wenn man
die Côte d’Azur auf die spinnerten Auswüchse reduziert. Denn es
gibt durchaus noch die Orte, in denen statt der Schicki-Micki-Show das
nachmittägliche Boule-Spiel angesagt ist, das hier Petanque genannt wird.
Aber heutzutage muss man schon etwas genauer hinschauen. Das hat
in diesem Jahr die große französische Zeitung Le Parisien getan. Deren
Ansatz war, frankreichweit Ruheständler in 2.100 Gemeinden mit mehr
als 5.000 Einwohnern zu fragen, wie sie die Lebensbedingungen vor Ort
einschätzen. Der Fragenkatalog umfasste dreißig Kategorien. Ein ganz
wichtiger Punkt bei der Umfrage war die Erschwinglichkeit der Unterkünfte.
Der Zugang zum Meer oder zu den Bergen und touristische Angebote
wie Cafés und Restaurants spielen ebenfalls eine Rolle. Die Lebenshaltungskosten
waren ein weiterer entscheidender Faktor. Ganz wichtig war
die Frage nach der Natur und, damit durchaus zusammenhängend,
die Qualität der Luft. Auch wollte offenbar
niemand in einer kulturarmen Gegend leben
und noch viel weniger in einer »medizinischen
Wüste«, wie der Parisien nennt.
Die Sonne und die Süße des Lebens
Wenig überraschend gelangte St. Tropez nicht unter die Top 20. Sieger
der Befragung wurde stattdessen die Gemeinde Hyères, die international
eher unbekannt ist. Sie liegt zwischen Toulon und St. Tropez. Jean-Pierre
Giran, der Bürgermeister von Hyère, spricht davon, dass man hier vor
allem das Klima und die Süße des Lebens genießen kann. Seiner Aussage
nach sehen die Neubürger, die sich hier niedergelassen haben,
Hyère als Paradies an. Soweit würde ich nun nicht gerade
6 Für Surfer ein Paradies
50
Das Stadtgespräch
1 Leere Strände in der Nebensaison 1 Blick auf den Hafen von Bormes
gehen, aber der Reiz dieser vom Klima so verwöhnten Gegend zwischen
Seealpen und Mittelmeer ist schon erheblich. Nur der Mistral, der kalt
und trocken aus dem Rhône-Tal kommt, vertreibt gelegentlich das milde
Mittelmeerklima. Die Temperaturen fallen meist tagsüber selbst im
tiefsten Winter nicht unter 11 Grad, im Sommer ist dagegen in der Regel
bei 29 Grad Schluss, wobei andere Gegenden gerne mal bei Temperaturen
an die 40 Grad liegen. Das wunderbare Klima ist dabei keine neue
Entdeckung. Schon im 18. Jahrhundert reisten zunächst französische Erholungssuchende
an die Côte d’Azur. Als Mitte des 19. Jahrhunderts die
Eisenbahn gebaut wurde, verbrachte die britische Aristokratie, angeführt
von Königin Viktoria, hier ihre oft monatelangen Urlaube. Zar Alexander
und die Rothschilds waren weitere illustre Besucher. In der ersten Hälfte
des 20. Jahrhunderts fanden sich Künstler und Autoren wie Pablo Picasso,
Henri Matisse, Francis Bacon, Edith Wharton, Somerset Maugham, Aldous
Huxley oder F. Scott Fitzgerald hier ein. Und natürlich fehlte auch der
europäische und amerikanische Geldadel nicht. In den Sechziger-Jahren
trafen sich hier die Filmstars wie Brigitte Bardot, die heute noch mit 90
Jahren in St. Tropez lebt und sich dem Tierschutz und ultrakonservativen
Ideen widmet.
Mekka für Wassersportler und Erholungssuchende
Doch zurück zu heutigen Besuchern. Wer dem Rummel entgehen möchte,
ist also in der Gegend um Hyère gut aufgehoben. Ein Paradies für Surfer ist
beispielsweise der kleine Ort mit dem kuriosen Namen La Londe-les-Maures.
Der malerische Ort überzeugt mit einem Mikroklima, das ihm 300
Sonnentage im Jahr beschert. Die vier Strände sind nicht nur für Badende,
sondern auch für Surfer ideal, die hier die Fallwinde der Seealpen nutzen
können.
Wenige Kilometer weiter östlich liegt Bormes-les-Mimosas. Der Hauptort
selbst liegt in den Bergen, die sich hier bis auf 640 Meter Höhe
erheben. So friedlich der Ort heute ist, so bewegt war seine Geschichte,
die schon für das achte Jahrhundert verbürgt ist, als maurische Piraten
das Dorf mehrfach überfielen. Den Zusatz les Mimosas hat Bormes
Napoleon III zu verdanken, der den Ort durch Mimosen-Sträuche
aus Mexiko verschönern ließ. Die finden sich noch heute in den vielen
Grünanlagen. Heutzutage grenzt der Ort an Le Lavandou, der über nicht
weniger als zwölf für Badefreudige erschlossene Sandstrände verfügt.
Die touristische Infrastruktur ist voll erschlossenen mit Unterkünften
jeder Art, ausgenommen Bettenburgen. Die sucht man hier vergebens,
und das ist natürlich gut so. An Restaurants, Cafés, Wochenmärkten
und mehreren kleinen Yachthäfen mangelt es dagegen nicht. Die Preise
liegen erfreulicher Weise nicht deutlich über denen in Ostwestfalen,
dagegen signifikant unter denen in Cannes oder St. Tropez. Auch kann
man vom kleinen Hafen von Bormes zu Fuß an der Küste entlang nach
Le Lavandou laufen, wo der Weg dann auf eine lange Promenade führt.
In der absoluten Hauptsaison, also von Mitte Juli bis Mitte August, wenn
die Franzosen ebenso wie Deutsche, Holländer, Schweizer oder Belgier
Ferien haben, wird es natürlich auch hier voll. In der Vor- und Nachsaison
findet man dagegen neben Erholung, freien Tischen in Restaurants sogar
problemlos Parkplätze.
4 Mit Kind und Kegel am Strand
Das Stadtgespräch
51
Für »Wege durch das Land« führte der künstlerische
Leiter des Musik- und Literaturfestivals
Stephan Szász in die Veranstaltung ein. Sein
Dank galt allen wunderbaren Literaten und den
Virtuosen sowie dem Fürstenpaar Maximilian
und Marissa zu Bentheim-Tecklenburg für die
gastfreundliche Aufnahme im Schloss.
1 Das Duo mit Cellistin Ilona Kindt und dem Gitarristen Jery Chwastyk stimmten auf die Lyrik mit Klängen u. a. von
Werken von Franz und Robert Schumann Wein.
Worte wie Bäche, Verse wie Flüsse
Eine Reise zu den Horizonten der Poesie und musikalischen Virtuosität
(Kem) Trotz des wechselhaften Wetters erlebten
die Gäste von »Wege durch das Land« im
Schloss Rheda einen inspirierenden und berührenden
Nachmittag mit den Lyriker/innen
Simone Lappert, Daniela Seel, Yevgeniy Breyger
und Jan Wagner sowie der Cellistin Ilona Kindt
und dem Gitarristen Jery Chwastyk. Ihre lyrischen
Wortlandschaften im Schloss und rund
um die historischen Anlagen und die fantastischen
musikalischen Darbietungen von Werken
von u. a. Franz Schubert, Robert Schumann
und Manuel de Falla ließen die hochkarätige
Literatur und musikalische Reise vollkommen
neu erleben.
Die Dramatik der Veranstaltung ging eine
Symbiose mit der Historie dieses Ortes ein,
den Instrumenten und die Stimmen der Lyrik.
25 Jahre »Wege durch das Land« fand mit dieser
Lyrik-Veranstaltung an diesem geschichtlichen
und kulturellen Ort seine höchste Vollendung:
mal in der Schlosskapelle, dann im Innenhof, im
Luisengarten und weiteren Plätzen. Sie machte
diese Veranstaltung zu Recht zu einem Highlight
dieses schönsten und spannendsten Festivals
dieser Art im deutschsprachigen Raum.
Dankbar aufgenommen von einem begeisterten
und neugierigen Publikum. 160 Gäste konnten
dieses Fest der Sinne miterleben.
Lyrische Reise
Die Konzertklänge des musikalischen Duos eröffneten
die lyrische Reise und setzten später
virtuose Ausrufzeichen in die literarischen Beiträge.
Simone Lappert begann den literarischen
Reigen. Ihre Lyrik leuchtete wie der Mond siliziumhell
in der vollbesetzten Wehrturmkapelle.
Die von ihr beschriebene Liebe schmeckt nach
Quitte, die Katastrophe nach Erdbeeren. Darauf
folgte der im ukrainischen Charkiw geborene
deutschsprachige Lyriker Yevgeniy Breyger. Er
machte sich in seinen Versen auf, die Zusammensetzung
der Welt zu verstehen. Seine Lyrik
bewegt sich zwischen zwei Ichs: Eines ist durch
erlebte Gewalt traumatisiert, das andere ist kreativ
und spielerisch. Jan Wagner zeigte u. a. in
»Live Butterfly Show« eine unbekümmerte Lust
an der Freiheit in der Form, am Klang, die großen
Spaß macht. Welchen Gegenstand, welches
Wesen er auch einfängt und poetisch verwandelt,
er hebt damit die Gesetze der Schwerkraft
auf. Daniela Seel lauscht den ausbleibenden
Herztönen ihres ungeborenen Kindes und den
Gesängen ausgerotteter Wale, betrachtet Goyas
Schwarze Gemälde und erzählt, wovon die Wissenschaft
wenig weiß: Sterben. Geborenwerden.
Verletzlichkeit. Mutterschaft.
Die lyrische Reise weckte Vorfreude auf eine
Fortsetzung in 2026 im Schloss Rheda.
Die Veranstaltung wurde unterstützt durch
die Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück.
1 Festivalleiter Stephan Szász, die Lyriker Jan Wagner und Yevgeniy Breyger sowie die Lyrikerinnen Daniela Seel und
Simone Lappert nebst Cellistin Ilona Kindt und dem Gitarristen Jery Chwastyk
1 Der Lyriker Jan Wagner beim Vortrag von der Empore
der Schlosskapelle
52 Das Stadtgespräch
MMeisterlich
TSG Rheda –
männliche Handball-C-Jugend
(Kem) Im letzten Saisonspiel der C-Jugend der
TSGler kam es gegen die C-Jugend der SG Neuenkirchen/Varensell
in der Gesamtschulhalle
in Rheda zum entscheidenden Spiel. Die TSG
Rheda 1 führte bis dahin mit 20:2 Punkte, die SG
mit 19:3 Punkten. 100 Besuchende feuerten das
heimische Team an. So viele Zuschauer waren
schon länger nicht mehr gekommen.
Zwischen den beiden Mannschaften entwickelte
sich ein Spiel auf Augenhöhe: Zur Halbzeit
führte dann die TSG mit 12:8. Aber den Anfang
der 2. Halbzeit verschlief die TSG. Die SG Neuenkirchen/Varensell
kam Tor um Tor näher dran.
Zum Ende sah es schon nach einem Unentschieden
aus. Doch dann konnte die TSG 70 Sekunden
vor Schluss den entscheidenden Treffer setzen
zum 25:24. Ein direkter Freiwurf zum Spielschluss
der SG wurde von der Abwehr geblockt.
Die Mannschaft bleibt zusammen
Danach kannte der Jubel der Spieler keine Grenzen
mehr. Und die Meisterfeier mit den Trainern
und Fans konnte schon in der Halle beginnen.
Glückwunsch auch an die SG zum zweiten Platz
in der Klasse. Die Torschützen der TSG hießen:
Severin 1 Tor, Nabers 2, Lars Nickel 13, Zehles 3,
1 Meisterfeier: (hintere Reihe v. l.) Lance Langer (Trainer), Lucas Laumann, Linus Kraska, Leonard Waldhaus, Emilian
Zehles, Lias Nickel, Jan Plachetka, Hannes Höcker, Josha Berglar, Malte Nabers, Florian Löppenberg und Marc
Vormweg (beide Trainer), (mittlere Reihe v. l.) Eric Severin, Jona Nickel (vor E. Severin), Max Westergerling, Tim Rosengarten,
Tom Dust, Leonard Hille, Paul Bittenbinder, (vorne liegend) Moritz Horsthemke und Philipp Niewöhner.
Rosengarten 1, Bittenbinder 4 und Höcker 1 Tor.
Die TSGler beendeten die Saison, 12 Spiele,
mit nur einer Niederlage (Hinspiel gegen SG
Neuenkirchen/Varensell 20:16) und einem Torverhältnis
von 383:260! Das heißt: Pro Spiel haben
die Jungs zirka 32 Tore geworfen und durch die
Superabwehr nur 22 Tore im Schnitt kassiert. Es
war eine tolle, überragende Saison des Teams
und der Trainer.
Nach der Saison 2024/25 gehen fast alle
Spieler in die B-Jugend, was natürlich für die
Weiterentwicklung und den Zusammenhalt der
Jungs sorgen wird. Die Vorbereitungen auf die
neue Saison sind bereits voll im Gange. Im Juli ist
die Mannschaft beim Ems-Cup in Wiedenbrück
mit dabei.
Sportsocken
Die Volksbank in Ostwestfalen hat das Sponsoring
für 210 Paar Sportsocken übernommen.
Diese haben außen das Logo der TSG Rheda
und innen das Logo der Bank. Der Vertreter
der Volksbank in Ostwestfalen in Rheda, Bernd
Schulte (2. rechts außen stehend) überreichte
die Socken an die begeisterten Mitglieder der
TSG-Rheda-Handballabteilung in der Sporthalle
der Gesamtschule. Die TSG wurde vertreten
durch Abteilungsleiter Mike Dreier (hintere Reihe
3. von links), sowie von den Trainern, Michelle
Mühle, Edgar Glau, Lance Langer, Marc Vormweg
und eben auch von vielen Spielern und Spielerinnen
der TSG, verbunden mit einem Dank für
die abermalige Unterstützung.
K
Kompliment
für sportliches
Verhalten
Fair Play Cup
Mit 11 Teams war der Fair Play Cup des Jugendhauses
»Alte Emstorschule« krankheitsbedingt
zwar nicht so gut besucht wie in den Jahren
zuvor, doch es herrschte eine tolle Stimmung.
Der stellvertretende Bürgermeister Georg Effertz
lobte die Teilnehmer des Fußballturniers
in der Turnhalle des Einstein Gymnasiums für
das faire Turnier und dankte den Organisatoren
und Gastgebern Nahir Aslan und Buket Demirtas
vom Städtischen Jugendzentrum »Alte
Emstorschule« für das großartige Turnier. Es
würde junge Menschen aus dem gesamten
Das Stadtgespräch
1 Der stellvertretende Bürgermeister Georg Effertz eröffnete den Fair Play Cup in der Halle des Einstein-Gymnasiums
zusammen mit den Organisatoren und den Mannschaftskapitänen.
Kreis und darüber hinaus begeistern. Als fairstes
Team konnten die Spieler von »FC Origin
aus Hamm« punkten. Turniersieger wurden die
FC Blitzkicker aus Rheda-Wiedenbrück. Platz
zwei belegte Ekmekspor aus Gütersloh und
Platz drei FC Secret aus Gütersloh.
53
Foto: Caritas Gütersloh
C
Caritas-Familienberatung
gibt Einblicke in ihre Arbeit
Internationaler Tag der Familie:
Eltern und Kinder in Trennungssituationen
»Während sich Eltern oft laut streiten, leiden
die betroffenen Kinder eher leise«, sagt Birgit
Kaupmann, Fachbereichsleitung Familie bei
der Caritas Gütersloh. Zum Internationalen
Tag der Familie am 15. Mai hat die Caritas-Familienberatung
auf die besondere Situation
und Herausforderungen von Trennungs- und
Scheidungsfamilien hingewiesen. Bei einem
Pressegespräch im Haus der Caritas in Rheda-Wiedenbrück
stellte das Team einige gesellschaftliche
Entwicklungen vor, erläuterte
den Wandel des Familienbegriffs und gab ganz
praktische Einblicke in die tägliche Arbeit. Auch
eine eigene Umfrage zum Thema Familie wurde
vorgestellt.
Aktuell wird rund ein Drittel aller Ehen in
Deutschland geschieden, in über der Hälfte
der Scheidungen hatte das Paar gemeinsame
Kinder. Das wirkt sich auch auf die Familienberatung
aus, die in den vergangenen Jahren
einen steigenden Beratungsbedarf verzeichnet.
2024 wurden rund 750 Familien beraten. Bei
etwa 50 Prozent ging es um Trennungs- und
Scheidungssituationen. Ein Drittel der Ratsuchenden
war alleinerziehend. Ein wichtiger Teil
der Arbeit in der Familienberatung ist auch
die Unterstützung von Kindern, die von der
Trennung der Eltern mitbetroffen sind. Durch
diese gesellschaftliche Entwicklung habe sich
auch die Definition von Familie zunehmend
gewandelt, erklärte Birgit Kaupmann. »Längst
gibt es weit mehr als die klassische Mutter-Vater-Kind-Konstellation.«
Das Familienberatungs-Team machte
deutlich, wie vielschichtig und belastend
Trennungs- und Scheidungssituationen sein
können. Es gehe nicht allein um die emotionale
Ebene, um verletzte Gefühle oder gegenseitige
Enttäuschungen, erklärte Familienberater Dr.
Volker Wrusch. »Auch der Alltag muss neu organisiert
werden: Wer zieht wann aus, wie wird
der Umgang mit den Kindern geregelt, was ist
mit den Finanzen und einiges mehr.«
Er und seine Kolleginnen wissen auch,
dass Trennungen von den Betroffenen meist
unterschiedlich erlebt werden. »Vor allem für
die Kinder sei das Geschehen belastend«, sagte
Fachbereichsleiterin Birgit Kaupmann. »Kinder
bekommen Konflikte mit – nicht nur die lauten
Streitgespräche, sondern auch unterschwellige
Schwingungen und Stimmungen.« Familienberaterin
Heidrun Pickartz-Rathmer fügte hinzu,
dass die Konflikte nicht nur die Jüngsten
belasten. »Je älter die Kinder werden, desto
bewusster nehmen sie das Geschehen wahr.«
Oft wechselten sie sogar in eine Beschützerrolle.
»Sie sorgen sich, wenn Mama und Papa
streiten, bleiben zum Beispiel mit Absicht im
Zimmer, um aufzupassen. Sie übernehmen
eine Verantwortung, die sie eigentlich gar nicht
haben sollten.«
Das Team der Familienberatung hilft den
Ratsuchenden auf vielfältige Weise. Für betroffene
Kinder und Jugendliche gibt es zum
Beispiel eine Trennungs- und Scheidungskindergruppe.
Insgesamt acht Teilnehmende
1 Die Familie hat immer noch eine große Bedeutung, auch wenn sich die Familiensysteme gewandelt haben. Das
zeigt auch eine Umfrage im Caritas-Haus. Die Ergebnisse zeigen (v. l. Fachbereichsleiterin Birgit Kaup mann sowie
die Familienberatenden Heidrun Pickartz-Rathmer, Dr. Volker Wrusch und Angela Simon.
Die Caritas Gütersloh bietet im Auftrag
der vier kreisansässigen Jugendämter eine
Familienberatung an. Die Hauptstandorte
sind Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh.
Außerdem gibt es Außensprechstunden in
Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Rietberg,
Schloß Holte-Stukenbrock und Verl sowie
in 44 verschiedenen Kindertagesstätten/
Landesfamilienzentren. Die Familienberatung
bietet unter anderem Rat und Hilfe
bei Erziehungsfragen, Entwicklungs- und
Verhaltensauffälligkeiten, seelischen Problemen,
Konflikten in der Familie, Problemen
in Kindergarten/Schule/Ausbildung
und Beruf sowie bei Trennung und Scheidung
der Eltern. Zielgruppen sind Familien,
Elternteile oder Paare, Kinder und Jugendliche
und junge Erwachsene bis 27 Jahre
sowie Fachkräfte aus sozialen und pädagogischen
Arbeitsfeldern.
finden darin einen geschützten Raum, in dem
sie Erlebnisse und Gefühle ansprechen und mit
Gleichaltrigen Spaß haben können. Gemeinsame
Aktionen unterstützen die Teilnehmenden
in dem Prozess, das Geschehen zu verarbeiten
und ihre eigene Rolle in der Familie einzuordnen.
»Die Jungen und Mädchen gehen gestärkt
aus dem Angebot hervor«, so Familienberaterin
Angela Simon. »Sie sind erleichtert, dass sie
mit ihren Gefühlen nicht allein sind. Oft entstehen
hier Freundschaften.«
Die Gruppe ist spielerisch angelegt, wie Dr.
Volker Wrusch ausführte. Als Beispiele nannte
er gemeinsames Malen, Familienaufstellungen
mit Playmobil-Figuren, Lebensfluss-Modelle
sowie Elternbriefe. »Wir bitten jeden Elternteil
darum, etwas für das Kind aufzuschreiben und
dabei auch etwas Wertschätzendes über den
Partner zu schreiben. Die Reaktionen darauf
sind immer sehr berührend.«
Im Rahmen des Pressegesprächs stellte
Familienberaterin Angela Simon eine Umfrage
vor, an der in den letzten Wochen alle Besucherinnen
und Besucher des Hauses der Caritas
teilnehmen konnten. Auf die Frage: »Was
bedeutet Ihnen Familie?« antworteten sie vor
allem mit positiven Begriffen wie Glück, Ankerpunkt,
Miteinander und Liebe. Beim Thema Belastungen
nannten sie etwa Geldsorgen, Stress
im Alltag oder die Balance zwischen Job und Familie.
»An dieser Umfrage sieht man, wie wichtig
den Menschen Familie weiterhin ist. Zwar
gibt es viele Herausforderungen. Und auch die
Formen von Familie haben sich geändert. Aber
der Wert des Begriffes zerfällt nicht.«
54
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Das Stadtgespräch
MMit dem
Reisemobil die
Welt entdecken
Thiel vermietet in Kooperation mit
dem ADAC Freizeitmobile
(wl) Unter dem Namen »Thiel Adventure Camper«
vermietet die Thiel Gruppe in Rheda-Wiedenbrück
bereits im zweiten Jahr Freizeitmobile.
Seit diesem Jahr in Kooperation mit
dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club
(ADAC), der die Plattform führt und über den
auch die Reisemobile in unterschiedlichen Größen
der Premiummarke Westfalia & VANTourer
gebucht werden können. ADAC-Mitglieder erhalten
sogar einen Rabatt von drei Prozent auf
den Mietpreis.
Claudia Hilliges und Elmar Heiringhoff stehen
interessierten Campern, oder denen, die
es werden möchten, mit Rat und Tat bei Thiel
zur Seite. Sie sind dabei behilflich, das richtige
Mobil zu finden, das den eigenen Ansprüchen
und Platzbedürfnissen entspricht.
»Gerade für Urlauber, die das Campen mal
ausprobieren möchten, ist der Weg über die
Ausleihe bestimmt erst einmal genau der Richtige«,
weiß Claudia Hilliges als Camperin aus
Erfahrung. Einige kämen mit sehr wenig Platz
auf kleinsten Raum prima klar, andere bräuchten
mehr Platz, mehr Stauraum und auch eine
größere Nasszelle, erklärt sie. Auch die Personenzahl
spielt dabei eine Rolle, oder ob mit
Hund gereist wird. Die sind übrigens erlaubt.
1 Claudia Hilliges und Elmar Heiringhoff sind bei Thiel Freizeitmobile für die Vermietung der »Thiel Adventure
Camper« zuständig. Beide sind selbst erfahrene Camper und wissen, worauf es ankommt.
Deshalb stehen in der Ausstellung im Autohaus
Thiel auch rund 30 Fahrzeuge unterschiedlicher
Art vom kompakten »Bulli« mit Aufstelldach
bis hin zum großen Kastenwagen mit sechs Meter
Länge zur Besichtigung bereit. Mieten kann
so ein Reisemobil, wer mindestens 21 Jahre alt
ist und seit einem Jahr die Fahrerlaubnis besitzt.
Claudia Hilliges und Elmar Heiringhoff betonen,
dass eine Reise im Freizeitmobil Freiheit
und Flexibilität versprechen. »Man hält da an,
wo es einem gefällt und plant auch anders, als
wenn man an einem Urlaubsort ein Hotel fest
gebucht hat«, meint Elmar Heiringhoff. Einige
Modelle haben Solarmodule, so dass man
gegebenenfalls für einige Tage autark, ohne
Stromanschluss, stehen kann.
Die Reisemobile sind, je nach Verfügbarkeit,
auch für Kurzentschlossene buchbar. Termine
zur Besichtigung können unter 05242/5905-
689 oder unter wohnmobilvermietung@
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buchbar sind die Fahrzeuge unter www.
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Das Stadtgespräch
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55
M
1 Lukas Pupat – Bremen 1 Chiara Quandt – Rheda-Wiedenbrück
Mehr als 600 neue potenzielle
Spender
Große DKMS-Typisierungsaktion bei der Premium Food Group
»Stäbchen verwenden, Hoffnung schenken«
– unter diesem Motto hat die Premium Food
Group aus Rheda-Wiedenbrück Ende Mai eine
deutschlandweit große Typisierungs-Aktion
zugunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei
(DKMS) durchgeführt. Anlässlich des
Weltblutkrebstages ließen sich mehr als 600
Mitarbeiter/innen an den deutschen Standorten
und sogar in Großbritannien typisieren.
Wer an Blutkrebs erkrankt, benötigt häufig
eine lebensnotwendige Spende eines genetischen
Zwillings, dessen Gewebemerkmale
möglichst genau mit denen eigenen übereinstimmen.
Genau dafür ist die Aufnahme in die
Knochenmarkspender-Datei über die Typisierung
notwendig. Aus diesem Grund hatte die Premium
Food Group zum 2. Mal nach 2010 zur breit ausgelegten
Typisierungsaktion in der Belegschaft
aufgerufen. Einer, der bereits als genetischer
Zwilling spenden durfte, ist Danny Gerding. Der
47-Jährige leitet seit 13 Jahren den deutschlandweiten
Werkschutz der Premium Food Group.
Bereits im Jahr 2000 hatte sich Danny
Gerding typisieren lassen. »Ich hätte aber nie
gedacht, dass ich jemals als Spender in Frage
komme«, gesteht der 47-Jährige. Doch 2012 erhielt
er den alles entscheidenden Brief von der
DKMS. »Da bin ich aus allen Wolken gefallen«,
betont der Werkschutz-Leiter. Nach mehreren
Vor-Untersuchungen war klar: Er kommt als
Spender in Frage. »Es war für mich dann auch
selbstverständlich, die Spende zu leisten«, sagt
er. Von dieser Spende profitierte letztlich ein
achtjähriger Junge aus Frankfurt. »Für mich
war es nun ein kleiner Schritt, der für jemand
anderes die Welt beziehungsweise das Leben
bedeuten könnte«, sagt der 47-Jährige heute
rückblickend.
Einer, der ebenfalls dringend auf eine Spende
wartet, ist Matts aus Rostock. Der Dreijährige
bekam die Diagnose Lymphdrüsenkrebs.
Nur eine Stammzellenspende kann sein Leben
retten. Aufgeben ist für ihn keine Option – das
gilt auch für seine Helden der TV-Serie »Paw Patrol«.
Und genau damit macht ihm die Premium
Food Group nun eine große Überraschung: Der
Lebensmittelproduzent hält die Rechte an den
Serienhunden für eigene Produkte, hat unter
anderem die Verpackungen von Würstchen im
Glas, Chicken-Nuggets und Tillman’s Toastys
mit den vierbeinigen Helden gebrandet. Matts
und seine Familie haben nun ein Probierpaket
mit den Produkten sowie Plüsch-Hunde der
»Paw Patrol« als Aufmunterung erhalten. Die
Freude trotz der dramatischen Gesundheitssituation
beim Dreijährigen war groß.
Bei der ersten Registrierungsaktion bei der
Premium Food Group in 2010 ließen sich rund
700 Mitarbeiter/innen des Lebensmittelproduzenten
typisieren. Von diesen sind mittlerweile
13 Frauen und Männer als Spender in Frage gekommen.
Diese tolle »Ausbeute« erhofft sich die Premium
Food Group auch von der diesjährigen
Aktion. An mehr als 20 deutschen Standorten
sowie in Großbritannien hatte der Lebensmittelproduzent
Ende Mai ein entsprechendes Angebot
für die Belegschaft gemacht. Um breit
auf das Thema aufmerksam zu machen, wurde
zwei Nächte lang das Kühlhaus in Rheda grün
angestrahlt und mit Laser-Schriftzügen auf den
Weltblutkrebstag aufmerksam gemacht.
Im Vorfeld waren die Bereitschaft und das
Interesse abgefragt worden. Was dabei vor allem
auch deutlich wurde? Mehrere tausend Kolleginnen
und Kollegen des Lebensmittelproduzenten
sind bereits bei der DKMS registriert. Dennoch
tummelten sich jetzt nicht nur am Hauptsitz in
Rheda, sondern auch an den anderen Standorten
der Unternehmensgruppe zahlreiche Männer
und Frauen, um das Angebot anzunehmen.
Sie alle hoffen, genau wie Kollege Danny Gerding
eines Tages ein Leben retten zu können.
Die Kosten von 50 Euro pro Test hat die Premium
Food Group übernommen.
HHyundai-
Sommerprämien
für viele Modelle
Hyundai INSTER Select 71 kW (97 PS)
Batterie 42 kWh: Energieverbrauch kombiniert: 14,3 kWh/100 km;
CO 2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO 2-Klasse: A.
Elektrische Reichweite bei voller Batterie nach WLTP: 327 km 2
Funke Automobile in Rheda bietet nun für viele
sofort verfügbare Hyundai-Modelle die Sommerprämien
an. So können diese Hyundai-
Modelle zu attraktiven Leasing-, Finanzierungs-
oder Barkonditionen erworben werden.
Der neue vollelektrischen Hyundai INS-
TER kann ebenfalls vor Ort besichtigt sowie
eine Probefahrt gebucht werden. Immer ein
Erlebnis.
Der Service hält ebenfalls Sommer-Angebote
in Form von Urlaubs- oder Klima-Checks bereit.
Ein Besuch an der Schröderstraße 2 lohnt
sich also. Das Funke Team freut sich auf Sie!
1 (V. l.) Roland Gaida und Matthias Otta (beide
Verkaufsberater) und Sandra Funke (Geschäftsleiterin)
am neuen Hyundai INSTER
56
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Das Stadtgespräch
L
»Lieblingsdress«
neu
am Klingelbrink
(wl) Der Name ist Programm bei Gabriele Genstwa-Zientz.
Sie eröffnete am Klingelbrink 17 ihre
Boutique für Damenoberbekleidung »Lieblingsdress«.
Dort bietet sie ausgefallene italienische
Mode an. 20 Jahre lang war die gebürtige Rheda-Wiedenbrückerin
in Siegburg mit einem Bekleidungsgeschäft
selbständig. Das Heimweh
hat sie nun wieder nach Wiedenbrück zurückkehren
lassen. In dem ehemaligen Ladenlokal
des Juweliers Riedel fand sie mit dem 35 Quadratmeter
großen Geschäft ideale Bedingungen
für ihre italienische Mode zu »fairen« Preisen,
wie sie betont. Jede Woche bekommt die Einzelhändlerin
neue Ware, so dass sich regelmäßiges
Vorbeischauen lohnt. Italienische Mode zeichnet
aus, dass sie verspielt ist, mit Spitze, Pailletten
oder Aufdrucken, über trendige Schnitte
verfügt und dabei absolut alltagstauglich ist.
Die Farben sind jetzt zum Sommer hell, reichen
von Weiß über beige, Pastelltöne, Rosa,
1 Gabriele Genstwa-Zientz hat im Klingelbrink ihre Boutique »Lieblingsdress« mit italienischer Mode eröffnet.
Pink und Violett. »Bei mir findet jede Kundin in
ihrer persönlichen Lieblingsfarbe ihr passendes
Hosen- oder Rockmodell und Oberteile, die zu
ihr passen«, betont sie. Vieles wird bei der italienischen
Mode in One Size gefertigt, wo viele
Frauen direkt hineinschlüpfen können. Hinzu
kommen Accessoires wie Tücher, sommerliche
Schläppchen, Taschen, Gürtel, Hüte, ausgefallener
Modeschmuck und vieles mehr. Sämtliche
Waren werden von der Inhaberin persönlich mit
ganz viel Liebe ausgesucht. Und wer nicht das
Passende findet, kann auch für die nächste Lieferung
Bestellungen aufgeben. Jeden Montag
gibt es aus dem »Lieblingsdress« Videos bei Facebook
mit den neuesten Outfits und anderen
Neuigkeiten rund um die Mode.
Lieblingsdress, Inh. Gabriele Genstwa-Zientz
Klingelbrink 17 · 33378 Rheda-Wiedenbrück
facebook.com/61575802546513
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 14
bis 18 Uhr. Samstag von 10 bis 14 Uhr. Montag
geschlossen.
F
15 Jahre C&S Reich
Gebäude -
reinigung GbR
Familienfest zum Jubiläum
Sorgfalt, Sauberkeit und Zusammenhalt:
Meisterbetrieb feiert am 12. Juli 2025 auf dem
Firmengelände.
Seit 15 Jahren steht der Name C&S Reich
Gebäudereinigung für Qualität, Verlässlichkeit
und persönliche Betreuung. Gegründet wurde
der Meisterbetrieb im Jahr 2010 von den Brüdern
Christian und Sascha Reich, die das Unternehmen
seither mit großem Engagement und
familiärem Teamgeist führen. Heute blickt das
Unternehmen auf eine erfolgreiche Entwicklung
zurück – und möchte diesen besonderen
Meilenstein gemeinsam feiern.
Am Samstag, dem 12. Juli, lädt C&S Reich
von 12 bis 18 Uhr zu einer großen Familienfeier
auf das Firmengelände an die Breite Straße 37
ein. Kundinnen und Kunden, Partnerfirmen,
Mitarbeitende, Freunde und Interessierte
1 (V. l.) Christian und Sascha Reich freuen sich zum Familienfest am 12. Juli auf viele Gäste an der Breiten Straße 37.
sind herzlich willkommen. Es erwartet Sie ein
buntes Programm für Groß und Klein: Musik,
leckeres Essen & Trinken, von 14 bis 17 Uhr
Kinderschminken und Glitzertatoos und viele
Überraschungen. Besonders erfreulich: Alle Angebote
werden zu familienfreundlichen Preisen
angeboten – und sämtliche Einnahmen des Tages
werden für einen guten Zweck gespendet.
»Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns
über die Jahre begleitet und unterstützt haben
– vor allem natürlich bei unserem tollen Team«,
sagen Christian und Sascha Reich. »Ohne das
Vertrauen unserer Kunden und den täglichen
Einsatz unserer Mitarbeitenden wäre dieser
Weg nicht möglich gewesen.« Die Feier verspricht
gute Unterhaltung und eine herzliche
Atmosphäre mit persönlichem Austausch. Der
Eintritt ist natürlich frei.
Das Stadtgespräch
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wie Kleinmöbeln
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58 Das Stadtgespräch
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Das Stadtgespräch
59
Termine
1
Milou & Flint
2
Nottbecker Sommernacht
Bitte beachten Sie weitere Termine
aus unserer Juni-Ausgabe.
Juni
MI 25
Bis zum 14. September für den
Klimaschutzpreis bewerben
Westenergie und die Stadt Rheda-Wiedenbrück
schreiben wieder den Westenergie
Klimaschutzpreis aus. Ausgezeichnet
werden lokale Projekte
von Privatpersonen, Vereinen, Betrieben
und Institutionen, die den Bürger/innen
zugutekommen. Gewonnen
werden können bis zu 1.250 €.
Eine kurze, formlose Beschreibung
des bereits umgesetzten Projekts
sollte unter rheda-wiedenbrueck.de/
klimaschutzpreis eingereicht werden –
gerne mit Fotos. Dort sind alle weiteren
Infos aufgeführt. Fragen beantwortet
Moritz Groß unter Tel. 05242/963-388.
Energieberatung zuhause
Es wird immer wichtiger, in die Jahre
gekommene Immobilien so zu sanieren,
dass sie möglichst wenig Energie
verbrauchen. Doch jedes Wohnhaus ist
anders. Welche Umbaumaßnahmen
sinnvoll und effektiv sind, erfahren
Hausbesitzer/innen in Rheda-Wiedenbrück
im Rahmen einer Kooperation der
Stadt mit der anbieter unabhängigen
Energieberatung der Verbraucherzentrale
NRW. Eine Energieberaterin nimmt
im Rahmen eines Rundgangs durch das
Eigenheim sowohl die Gebäudehülle
als auch die Haustechnik unter die
Lupe und gibt im schriftlichen Protokoll
passgenaue Empfehlungen für die
Foto: Katharina Kirsch
Sanierung sowie Tipps für Fördermittel.
Zunächst ist ein Entgelt von 40 €
direkt an die Beratungskraft zu zahlen.
Die Kosten werden im Anschluss von
der Stadt Rheda-Wiedenbrück zurückerstattet.
Beratungen bis zum 14. Juni
2026. Anmeldungen: Mo–Fr 9–17 Uhr
unter Tel. 0211/33996555.
10.00 Landleben schwarz-weiß
Das Stadt- und Kreisarchiv Gütersloh
zeigt in seinem Foyer in der Moltkestraße
47 in Gütersloh bis zum 22. August
28 Fotografien von Ludwig Hermann
Klack aus den 1940er/1950er
Jahren, die das ländliche Leben im damaligen
Amt Versmold – vom bäuerlichen
Alltag bis zu Dorf- u. Familienfesten
– dokumentieren. Öffnungszeiten:
Di–Do 10–12.30 Uhr, Di & Do 14–17 Uhr.
14.00 Landstriche. Ein Westfälischer
Poesie-Parcours
Künstlerisch-poetische Auseinandersetzung
mit der Literaturgeschichte
Westfalens basierend auf zeitgenössischen
Texten des Dichters Christoph
Wenzel auf dem Außengelände des
Museums für Westfälische Literatur,
inszeniert von Jeremias H. Vondrlik.
Bis 29. Juni. Öffnungszeiten: Di–Fr 14–
18 Uhr, Sa, So und an Feiertagen 11–18
Uhr. Eintritt: frei – Spende nach eigenem
Ermessen. Kulturcafé geöffnet
sonntags und an Feiertagen 13–17 Uhr.
Infos: www. kulturgut-nottbeck.de
15.00–18.00 »Vom Ornament
zur Wohnlandschaft«
Als die sakrale Kunst für Kirchen nicht
mehr gefragt war, fertigten Künstler
der Wiedenbrücker Schule ornamentale
Stilmöbel. Ausstellung im
Museum Wiedenbrücker Schule bis
3. August. Öffnungszeiten (außer an
Feiertagen): Mi 15–18 Uhr, Do, Sa & So
15–17 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Eintritt: Erw. 2,50 € / Kinder, Schüler,
Studenten, Menschen mit Behinderung
1 € / Familien (ab 2 Erwachsene,
1 Kind) 5 € / Kinder bis 5 J. frei. Infos:
wiedenbruecker-schule.de
15.00–18.00 Drei Kaiser
aus Langenberg
1912–14 wurden drei formatgleiche,
überlebensgroße Kaiserporträts vom
Langenberger Maler und Lehrer Kaspar
Diestmann für den Gastwirt Bernhard
Brill geschaffen. Sie hingen im
Festsaal im Obergeschoss des 2014
abgerissenen Gasthofs Brill. Im Museum
Wiedenbrücker Schule werden
die Gemälde nun erstmals nach ihrer
Restaurierung in Kooperation mit dem
Heimatverein Langenberg bis zum 30.
September gezeigt. Öffnungszeiten
(außer an Feiertagen): Mi 15–18 Uhr,
Do, Sa & So 15–17 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Eintritt: Erw. 2,50 € / Kinder,
Schüler, Studenten, Menschen
mit Behinderung 1 € / Familien (ab 2
Erwachsene, 1 Kind) 5 € / Kinder bis 5 J.
frei. Infos: wiedenbruecker-schule.de
DO 26
18.00 The Menace of Tyranny
Seit 2019 begeistert die Band mit einer
blutrünstigen, romantischen, immer lyrisch-mystischen
Gesamtheit sowie ihrem
düster-melancholischen, aber auch
aggressiv-leidenschaftlichen Sound,
der nachhaltig im Ohr bleibt. Konzert
im Sound Store, Wasserstr. 26. Auch
die neue Schallplatte »Wie man Herzen
hält« wird präsentiert. Eintritt: frei.
18.00–19.00 Silent Reading Party
Jeden letzten Donnerstag im Monat: Eigenes
Buch mitbringen oder eines aus
der Lesebibliothek ausleihen und loslesen.
Handyfreie Zone – weil echte Ruhe
kostbar ist. Für Getränke und eine gemütliche
Umgebung wird gesorgt. Ort:
Bücher Güth, In der Halle 7 + 11.
FR 27
ab 18.00 Schützenfest in Linzel
Ab 20 Uhr Einmarsch ins Festzelt und
Festball. Auch Sa 28. Juni ab 14 Uhr,
16.30 Königsparade auf dem Festplatz,
Kaffeetrinken und Kinderbelustigung,
17 Uhr Vogelschießen und große Tombola,
20.30 Uhr Könisgsproklamation
und Festball Ort: Hof Hubertus Winter,
Grenzweg 2, Stromberg.
18.00–24.00 Weinmarkt
Wein trinken & Freunde treffen. Ort:
Doktorplatz. Auch Sa 28. Juni 18–24
Uhr und So 29. Juni 13–17 Uhr.
18.30 Orgelmusik zum Feierabend
Konzert mit Semjon Kalinowsky (Lübeck
| Viola) und Guy Poupart (Sandefjord/Norwegen
| Orgel) in St. Clemens.
Weitere Konzerte: Fr 4. Juli mit
Franziska Classen (Unna | Orgel), Fr 11.
Juli mit Francisco Damian Ittrich Aranda
(Santander/Spanien | Trompete)
und Norbert Ittrich Prella (Santander/
Spanien | Orgel) | Fr 18. Juli mit Johannes
Krutmann (Hamm | Portativ und
Orgel) | Fr 25 Juli mit Stephan Lutermann
(Melle | Orgel). Eintritt: jeweils
frei – Spende zur Unterstützung der
Kirchenmusik erbeten.
SA 28
11.00–12.30 Öffentliche Führung
durch die Wiedenbrücker Altstadt
Treff: Adenauerplatz. Kosten: 5 €. Ohne
Anmeldung. Infos: flora-westfalica.de.
14.00–18.00 90 Jahre Fernsehen in D
Sonderausstellung im Radio- und Telefonmuseum
im Verstärkeramt, Eusterbrockstr.
44. Geöffnet jeden Sa und So
14–18 Uhr. Gruppenführung nach Anmeldung
unter Tel. 05242/44330.
SO 29
14.00 Führungen im Schloss Rheda
Gezeigt werden: romanische Schlosskapelle
u. historische Räume im Barocktrakt.
Dauer: ca. 1 Std. Treff: Schlossmühle.
Kosten (Barzahlung): Erw. 12 € |
Schüler / Studenten 6 €. Kontakt: Fürstliche
Kanzlei, Tel. 05242/9471-0, E-Mail
ingrid- wedeking@gmx.de. Termine
auch am 6., 13., 20. und 27. Juli. Infos:
schloss-rheda.de
MO 30
9.00–12.00 Offene Sprechstunde »Fassaden-
und Hofflächenprogramm«
Das Städtebauförderprogramm »Lebendige
Zentren« unterstützt in 2025 über
das »Fassaden- und Hofflächenprogramm«
versch. Maßnahmen in der Innenstadt
von Rheda. Dazu gehören die
gestalterische Aufwertung von Gebäudefassaden,
die Begrünung von Dachund
Fassadenflächen sowie die Entsiegelung
von Hofflächen. Haben auch Sie
Interesse, Ihre Maßnahme in der Innenstadt
Rheda fördern zu lassen? Dann
kommen Sie gerne zur offenen Sprechstunde
ins Rathaus (Mo 9–12 Uhr) oder
melden Sie sich unter info@stadtteilbuero.de
bzw. Tel. 05242 / 963-423. Weitere
Infos: stadtteilbuero-rheda.de
Juli
DI 1
19.30 Royal Music
Die erste Sonate der »Royal Winter Music«
von Hans Werner Henze ist eine
Sammlung von im Wortsinne sechs
Charakterstücken, die Figuren aus Shakespeares
Theaterwelt porträtieren:
u. a. Richard III., Herzog von Gloucester,
Romeo und Julia, den Luftgeist
Ariel, die verzweifelte Ophelia, den Elfenkönig
Oberon. Im Recital im Theater
Gütersloh stellt der Gitarrist Martin
Steuber diese der königlichen Renaissancemusik
von Luys de Narváez gegenüber.
Andreas Ksienzyk wird die
musikalisch Charakterisierten in Shakespeares
Worten lebendig werden
lassen. Tickets je 15 € (erm. 7,50 €) (ggf.
zzgl. Gebühren) unter theater-gt.de
MI 2
17.00–21.30 Abend-KulTour:
Hausbrauerei Hesse
Vom Küsterhaus geht es mit Rädern
nach Varensell. Ab 19 Uhr Besichtigung.
Danach Rückfahrt mit dem Rad. Ankunft
in St. Vit gegen 21.30 Uhr. Kosten:
10 € (inkl. 2 Getränke). Anmeldung
(max. 20 Tln.) bis 25. Juni bei Ludger
Vollenkemper, Mobil 0160/1560566.
19.00–21.00 Was tun bei
Pflegebedürftigkeit?
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und Ehrenamtliche aller Kassen
mit Marion Moselage im Haus der Kreativität
2 x mittwochs. Ohne Gebühr.
60 Das Stadtgespräch
+++ Infos zum Ferienspielprogramm erhalten Sie im vorderen Teil dieser Ausgabe. +++
Anmeldung über die Zentrale der VHS
erforderlich. Infos: vhs-re.de
19.15–21.30 LittMitt: Otto Lüning und
das »Westfälische Dampfboot«
Der 1818 in Gütersloh Geborene und 50
Jahre später in Rheda Gestorbene war
viele Jahre in Rheda als beliebter Armenarzt
tätig. Als Mitbegründer des
literarisch-sozialrevolutionären »Rhedaer
(Holter) Kreises«, Autor und späterer
Herausgeber des »Westphälischen
Dampfbotes« – in dem Schriften der
Frühsozialisten und Kommunisten erschienen
– sowie als Mitglied im Preußischen
Abgeordnetenhaus und Chefredakteur
der »Westfälischen Zeitung«
in Dortmund, war er eine journalistische
und politische Berühmtheit. Darüber
referiert Dr. Rüdiger Krüger in der
Kinderbibliothek der Stadtbibliothek
Wiedenbrück. Gebühr (auch für online):
10 €. Anmeldung unter vhs-re.de,
Tel. 05242/9030-139 oder aleksandra.
matuszak@vhs-re.de
DO 3
10.00 Ronja Räubertochter
In der Nacht von Ronjas Geburt schlägt
ein Blitz in die Burg ihres Vaters Mattis
ein und teilt sie in zwei Teile. Eines
Tages begegnet Ronja Birk, dem Sohn
von Mattis Erzfeind, der mit seiner
Bande heimlich in den leeren Teil der
Burg eingezogen ist. Die beiden Kinder
verbindet schnell eine tiefe Freundschaft.
Als es zum erbitterten Streit der
beiden Häuptlinge kommt, muss sich
Ronja entscheiden, auf welcher Seite
sie steht … Aufführungen der Burgbühne
Stromberg (empf. ab 5 J.). Schülervorstellungen
(jew. 10 Uhr): Do 3. und
Di 8. Juli. Abendvorstellung (20 Uhr):
Do 10. Juli. Tickets im VVK für Kinder,
Stud., erm. je 6 € | Erw. 8 €. Buchung bei
der Burgbühne, Burgstr. 5, Stromberg,
Di 17–19 Uhr und Fr 10–12 Uhr unter Tel.
02529 / 948484 sowie unter buchung.
burgbuehne.de. Infos: burgbuehne.de
FR 4
16.00–18.00 SpieleTreff Kids
Brett- und Kartenspiele für alle Spielebegeisterten
ab 8 J. und ohne Erwachsene
im Kloster. Eigene Spiele können
mitgebracht werden. Eintritt: frei.
Ohne Reservierung.
18.00–21.00 SpieleTreff im Kloster
Mit Brett-, Kartenspielen und Darts.
Eigene Spiele können mitgebracht werden.
Bei gutem Wetter im Klostergarten.
Eintritt: frei. Ohne Anmeldung.
19.00 DeelenZeit
Im Küsterhaus Kaltgetränke in lockerer
Runde genießen. Mit Pizza-Holdienst.
19.00–21.00 »Konjunkturen kleinstädtischer
Erinnerungskultur«
Vortrag von Prof. Dr. Werner Freitag im
Domhof über das Mahnmal zum 17. Juni
1953 am Rhedaer Bahnhof. Infos vorn.
20.00 Emstertainment: Kyles Tolone
Ein lauer Sommerabend, ein kühles Getränk
oder ein süßes Eis in der Hand
und der Blick geht, sitzend auf der
Emstreppe, rüber auf die andere Seite
des Flusses, wo der JKR eine kleine
Bühne aufgebaut hat, um Kyles Tolone
aus Göttingen zu präsentieren. Drama,
Gefühl, Wucht und Melancholie:
Kyles Tolone gießen das Lebensgefühl
der »Generation Why?« in dynamische
Das Stadtgespräch
und anspruchsvolle, zugleich aber auch
kompakte und mitreißende Rockmusik:
episch, ohne Progrock zu sein, hoch
emotional, ohne Emo zu sein und straight
auf den Punkt, ohne das Publikum
zu unterfordern. Event mit dem KGB
Langenberg u. dem Sound Store Wiedenbrück.
Eintritt: frei.
20.00–22.00 Sommernachtslesung
mit Alena Schröder
Ihr neues Buch »Alles muss man selber
falsch machen« ist eine Sammlung
ihrer besten Kolumnen, denn die erfolgreiche
Autorin von Familien- und
Generationenromanen hat sich schon
früh als Kolumnistin einen Namen gemacht:
Skurrile Nachbarn, herausfordernde
Kinder, besserwisserische Eltern,
die heilende Kraft des Popsongs
und die Frage, wie man es bei Candy
Crush bis Level 100 schaffen konnte.
Eine heitere, nachdenkliche, kluge und
oft einfach hochkomische Lektüre.
Zur Lesung der Bestsellerautorin laden
die Buchhandlung Güth, die Stadtbibliothek
und die VHS Reckenberg-Ems
ein. Bei einem Gläschen Wein oder
Kaltgetränk auf dem Kirchplatz vor
dem Stadthaus gibt es spannende
Einblicke in ihren höchst unterhaltsamen
Alltag. Anmeldung bis 3. Juli, 16
Uhr, unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-
900 oder briefkasten@vhs-re.de. Tickets
im VVK je 15 € / erm. 7,50 €, AK
17 € / erm. 8,50 €. Die Getränke sind im
Preis inklusive. Einlass: 19.30 Uhr.
SA 5
11.00–11.30 Eine kleine Marktmusik
Blockflötenensemble Pfiffikus
Auf dem Programm steht eine abwechslungsreiche
Mischung von
Arthur Sullivans Ouvertüre aus Patience
bis hin zu mitreißendem Irish Folk.
Die Leitung des Ensembles aus Steinhagen
hat Anna Irene Schmidt. Ort:
Stadtkirche Rheda. Eintritt: frei. Spende
am Ausgang erbeten.
11.30 Orgelmusik vor dem Angelus
Mit Elisabeth Schnippe (Gesang) und
Dr. Rainer Schnippe (Orgel) in St. Aegidius.
Eintritt: frei.
19.00 Jörg Hartmann –
Der Lärm des Lebens
In seinem Roman erzählt er (Dortmunder
Tatort-Kommissar Peter Faber) auf
hinreißende Weise seine Geschichte
u. die seiner Eltern und Großeltern. Es
ist eine Liebeserklärung an die Kraft
der Familie – und an den Ruhrpott. Ob
es um die Situation seiner gehörlosen
Großeltern im Nationalsozialismus
geht, die Lebensklugheit seiner
Mutter, die Demenz erkrankung seines
Vaters, die vielen skurrilen Erlebnisse
in der Großfamilie oder um Schlüsselbegegnungen,
die er als Schauspieler
hatte – immer hält Hartmann die Balance
zwischen Tragik u. Komik... Lesung
in der Weberei Gütersloh. Tickets
im VVK je 22 € (zzgl. Gebühren) unter
die- weberei.de | ggf. AK 24 €.
SO 6
10.30 Open Air Gottesdienst
Mit allen Chören im Pastoralverbund
auf dem Kirchplatz St. Aegidius.
11.00–12.30 Öffentliche Führung
durch die Wiedenbrücker Altstadt
Treffpunkt: Adenauerplatz. Kosten:
5 €. Ohne Anmeldung. Infos:
3
Die Komm'Mit Mann!s
4
Zauberbaum: Ingas Garten
flora-westfalica.de. Weitere Termine:
Sa 12. und Sa 26. Juli.
11.00–18.00 Stoffmarkt in Rheda mit
Geschichtsfest und Oldtimer-Treff
11–17 Uhr: Stoffmarkt vom Rathausplatz
bis Widumstraße. 11 Uhr: Oldtimertreff
am Domhof, 12 Uhr Ausfahrt,
ab 15 Uhr Kaffeetafel im Domhof mit
Unterhaltung und Musik. Die Geschäfte
in der Rhedaer City haben 13–
18 Uhr verkaufsoffen. Infos vorn.
15.30–16.30 Zauberbaum: Elmar,
der bunte Elefant
Elmar ist ein bunt karierter Elefant.
Wenn er auftaucht, gibt es immer etwas
zu lachen. Doch eines Tages ist er
traurig, weil er so anders aussieht und
läuft weg. Doch dann erlebt er, wie
wichtig er für seine Freunde ist … Musikalisches
Theaterspiel über das Besondere
in jedem mit dem Theater Mär
zusammen mit dem Theater Triebwerk
für Kinder ab 4 J. Ort: Flora-Westfalica-Park,
Mittelhegge. Eintritt: frei.
15.30 Kaffeekonzert: milou & flint
Das Poesie-Pop-Duo ist längst mehr
als ein Geheimtipp und erhielt spätestens
durch den Auftritt bei »Inas
Nacht« den musikalischen Ritterschlag.
Ihre Lieder erzählen Geschichten
– mal heiter und verspielt, mal
tiefgründig und nachdenklich. Mit einem
beeindruckenden Instrumentarium
aus Klavier, Gitarre, Akkordeon,
Vibraphon, Trompete und Fußschlagzeug
schaffen sie einzigartige Klangwelten.
Ihr charakteristischer Harmoniegesang,
der an Simon & Garfunkel
erinnert, sorgt für Momente voller
1
Termine
Foto: Band
Lagerfeuerromantik. vitArt-Konzert im
wunderschönen Garten des Gartenbaubetriebes
Wilmers-Roggenkamp,
Auf’m Zuschlag 117. Ab 15 Uhr gibt es
Kaffee und Kuchen. Tickets im VVK je
18 € bei Lesart, Neuer Wall 1, oder Bestellung
unter info@vitart.de und Bezahlung
an der Tageskasse.
17.00 Jubiläums-Konzert
mit dem Chor »Sparkling«
Die Gruppe (Ltg. Ricarda Junghardt
und Leon Hansen) feiert ihr 25-jähriges
Bestehen mit einem Konzert in der
Kreuzkirche. Neben dem Neuen Geistlichen
Lied war die Begeisterung für
afrikanische Rhythmen und Chorgesänge
etwas, das die Sänegrinnen und
Musiker der Gruppe von Beginn an gemeinsam
hatten. Infos vorn.
17.00–19.00 Sommerkonzert des
Collegium Musicum
Auf dem Programm stehen zwei Sinfonie-Ouvertüren
von Luigi Borghi, die
Sinfonie D-dur Nr. 19 »la veneziana«
von Antonio Salieri, sowie das Klavierkonzert
D-dur Hob. XVII:11 von Joseph
Haydn. Die Werke des Konzertes zeichnen
sich durch ungebändigte Musizierfreude
und großen Esprit aus. Die
beiden Sinfonie-Ouvertüren Borghis
sind weltweite Wiederuraufführungen
und erklingen zum ersten Mal seit 220
Jahren im Konzert. Solist ist der bekannte
Pianist Holger Blüder, der seit
Januar 2024 die Musikschule für den
Kreis Gütersloh e. V. leitet. Konzert
in der Orangerie (Ltg. Gregor van den
Boom). Anmeldung bis 4. Juli, 12 Uhr,
unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139
oder aleksandra.matuszak@vhs-re.de.
61
Termine
Tickets im VVK je 15 € / erm. 7,50 €. TK
17 € / erm. 8,50 €.
2
18.00 8. Nottbecker Sommernacht
Andreas Klingel (Künstler. Ltg.) wird
mit dem großen Sinfonie-Orchester
und weiteren Ensembles der Schule
für Musik im Kreis Warendorf im Innenhof
des Kulturguts Haus Nottbeck
ein unterhaltsames Musikprogramm
zu Gehör bringen – ein Konzerthighlight
im Jahr des 50-jährigen Jubiläums
des Kreises Warendorf. Tickets im VVK
unter kulturgut- nottbeck.reservix.de,
Platzkategorie A 30 € / 23 €, Platzkategorie
B 25 € / 18 € (jeweils zzgl. Gebühren)
| AK Platzkategorie A 33 € / 25 €,
Platzkategorie B: 28 € / 20 €. Einlass:
ab 16.30 Uhr. Infos: www.kulturgutnottbeck.de
MI 9
19.00–20.30 Alten Wegen auf der Spur
Über die Rekonstruktion mittelalterlicher
Handels- und Pilgerwege in Westfalen
berichet die Archäologin Ulrike
Steinkrüger (Altertumskommission)
im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal). Eintritt:
VVK 10 € | AK 12 €. Anmeldung
bis 8. Juli, 16 Uhr, unter vhs-re.de, Tel.
05242/9030-900 oder briefkasten@
vhs-re.de.
DO 10
13.30 Seniorenwanderung
im Rhedaer Forst
Der SGV Gütersloh lädt zur ca. 8 km
langen Wanderung mit Angelika Elgner
ein. Gäste sind stets willkommen.
Treff: Am Werl. Infos: Ute Schmidt, Tel.
02941 / 58646 ab 18 Uhr
SA 12
17.00 Feuerwehrfest St. Vit
Festmarsch, ab 20 Uhr Zeltparty. Eintritt:
frei. Auch So 13. Juli: 11 Uhr Familiengottesdienst,
ab 13 Uhr Musik, Kinderfest
und Fahrzeugschau, ab 14.30
Uhr Kaffee und Kuchen, 17 Uhr Verlosung.
Ort: Am Lattenbusch. Infos vorn.
20.00–22.00 Komm'Mit Mann!s
Sie gelten als legitime Nachfolger
der Leinwandvorbilder aus Alan Parkers
Kultfilm »The Commitments«. Der Namensgleichklang
ist nicht zufällig, die
Band spielt die Songs aus dem Film,
ergänzt mit einigen Soul-Knallern der
60er Jahre. Songs von Wilson Pickett,
Otis Redding, Aretha Franklin, Percy
Sledge und James Brown feiern ihr
Comeback. Seit Jahren schon hat die
Band mit ihrem Sänger Chris Tanzza,
der schwärzesten Stimme des Ruhrgebiets,
Kultstatus im Bereich Soul. Beim
Flora in Concert Open Air wird sie den
Rathausplatz beben lassen. Eintritt:
frei. Mit freundlicher Unterstützung
der Hohenfelder Privatbrauerei.
SO 13
11.00 Ganztagesradtour des
SGV Gütersloh
Wolfgang Langlotz führt diese Tour
vom Gut Schledebrück zu den Emsquellen.
Gäste sind herzlich willkommen.
Infos: Wolfgang Langlotz, Tel.
05242 / 49374.
3
15.30–17.30 Not2Old
Die heimische Coverband begibt sich
auf musikalische Zeitreise mit Songs
aus den letzten 50 Jahren. Das Publikum
darf sich auf echte Kulthits und
weltbekannte Songs freuen. Platzkonzert
auf dem Doktorplatz. Eintritt: frei.
FR 18
ab 17.00 SpieleZeit
Outdoor-Spiele wie Tischtennis, Dart,
Kubb, Badminton am Küsterhaus. Ab 19
Uhr Gesellschaftsspiele. Kalte Getränke
stehen bereit. Eigene Spiele dürfen mitgebracht
werden. Ohne Anmeldung.
SA 19
8.00–15.45 Erste-Hilfe-Kurs
Grundlehrgang für alle: Voraussetzung
für Führerscheine aller Klassen,
Pflicht für Übungsleiter in Sportvereinen,
betriebliche Ersthelfer etc. Auch
BG-Teilnehmende sind zugelassen. Anbieter:
DRK, An der Schwedenschanze
16. Gebühr (ohne Getränke und Verpflegung):
55 €. Infos und Anmeldung
(max. 15 Tln.): drk- guetersloh.de.
SO 20
11.00–12.30 Öffentliche Führung
durch die Rhedaer Altstadt
Treff: Doktorplatz. Kosten: 5 €. Ohne
Anmeldung. Infos: flora-westfalica.de.
14.00–17.00 SonntagsCafé
Leckerer, selbstgemachter Blechkuchen
und Kaffeespezialitäten im/am
Küsterhaus. XXL-Bausteine stehen in
der Remise für Kinder bereit.
MO 21
17.00–19.00 Offener Trauer-Treff
Nach dem Tod eines geliebten
Menschen ist vieles ungewohnt, neu
und schwierig. Das Gespräch in einer
geschützten Atmosphäre kann beim
Weg der Trauer helfen. Ort: Caritas
Tagespflege, Nadelstr. 8, Rheda. Infos
bei Thomas Plugge, Cari tasverband für
den Kreis Gütersloh, Tel. 05242/1821120
oder plugge@ caritas-guetersloh.de.
SA 26
18.00 Schützenfest in Batenhorst
Nach Zapfenstreich 21. Uhr Tanz/Disco.
So 27. Juli 9.30 Uhr Gottesdienst, 11
Uhr Frühschoppen, 15 Uhr Abholen des
Königspaares, 16.30 Uhr Kinderbelustigung,
17.30 Vogelschießen, 20 Uhr Festball
u. Proklamation. Mo 28. Juli 9.30
Uhr Frühstück, 10.30 Uhr Frühschoppen,
16.00 Uhr Abholen des Königspaares,
17.45 Uhr Jung schützen-Vogelschießen,
20 Uhr Festball, 23 Uhr Disco. Ort: Rund
um die Hubertushalle. Infos vorn.
SO 27
Quer durch den Habichtswald
Tageswanderung des SGV Gütersloh,
gerne mit Gästen. An- und Abreise mit
einem Bus. Infos & Anmeldung: Anneliese
Leppelt, Tel. 05242 / 36589.
4
11.00–12.00 Zaubermusik: Ingas Garten
Wie kann eine Fledermaus im Dunkeln
fliegen ohne sich den Kopf zu stoßen?
Und wie würde sie überhaupt heißen?
Vollblutmusiker Heiko Fänger stellt in
selbstkomponierten Liedern die Tiere
von Ingas Garten vor. Kleine und große
Musikfreunde können nicht nur die
Antworten dazu finden, sondern auch
tanzen, singen und jede Menge Spaß
haben. Ort: Flora-Westfalica-Park, Mittelhegge.
Eintritt: frei.
62
Das Stadtgespräch
E
Ein herzliches
Dankeschön
Traditionelle Verbindung
der Stadtschützen mit
dem Fürstenhaus gefestigt
1 Freudige Überreichung von Thronfoto und Königstropfen: (v. l.) Thronpaar Andreas August und Martina Riede,
König Marco Schmidt, das Fürstenpaar Marissa und Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg, Thronpaar Martina
und Klaus Wolf. Die Kaiserin Kerstin Schmidt war bei der Fotoaufnahme leider verhindert.
Das Königspaar 2024/2025 der Stadtschützen
Rheda, König Marco und Kaiserin Kerstin
Schmidt samt Throngefolge bedankten sich
herzlich beim Schlossherrn Maximilian Fürst
zu Bentheim-Tecklenburg und seiner Ehefrau
Marissa für die Möglichkeit, ihre Thronfotos am
Schloss Rheda machen zu dürfen. Dass diese
wunderschöne Location für die Thronfotos zur
Verfügung gestellt wurde, stellt für das Königspaar
eine besondere Ehre dar.
Als Dankeschön überreichte das Königspaar
ein Foto von sich mit ihrem Throngefolge
auf der Schlosstreppe Rheda. Zudem wurde der
Königstropfen überreicht, ein eigens kreierter
Schnaps, der nur zur Regentschaft hergestellt
und vom Thron selbst weitergegeben wurde.
Der Schützenverein zu Rheda e.V. von 1833
pflegt eine enge und langanhaltende Verbundenheit
mit dem Fürstenhaus. Die Ursprünge
der Stadtschützen Rheda liegen in der Notwendigkeit
einer Wehrgemeinschaft, die ihre
Stadt vor äußeren Feinden schützen sollte. Im
Jahr 1664 überreichte der regierende Landesherr
Graf Moritz zu Bentheim-Tecklenburg den Stadtschützen
eine Fahne, die 1668 erstmals in einem
Kampf aufgestellt wurde. Diese Fahne wurde
gehisst, wenn Feinde sich näherten, sodass die
Bürger gewarnt waren. Aus diesem Ereignis entstand
die Tradition der Stadtschützen, die Fahne
zum Schützenfest am Schloss Rheda abzuholen.
Aus diesem Grund ist die Fahne im überreichten
Foto selbstverständlich auch zu sehen.
Das Fürstenhaus hat seit den Anfängen des
Schützenvereins an den ersten Schützenfesten
teilgenommen. Die Verbundenheit zwischen
den Stadtschützen Rheda und dem Fürstenhaus
soll auch weiterhin fortgeführt und die
Tradition gewahrt werden.
S
Spende an DRK
überreicht
Nach dem Benefizkonzert
Dieses Benefizkonzert mit dem Ensemble con
moto war etwas ganz Besonderes. Zu Beginn
des Jahres lud die Flora Westfalica in Kooperation
mit dem Fürstenhaus Bentheim-Tecklenburg
zu der Barockoper »Coriolan« in den Weißen
Saal des Rhedaer Schlosses ein. Auszüge
der Komposition von Carl-Heinrich Graun gehören
nämlich zur Fürstlich zu Bentheim-Tecklenburgischen
Musikbibliothek.
Der Erlös des Benefizkonzertes kommt auf
Anregung der Schirmherrin des Deutschen Roten
Kreuzes, Marissa Fürstin zu Bentheim Tecklenburg,
dem heimischen DRK zugute für ein
Projekt, dass dem DRK besonders am Herzen
liegt. Investiert werden soll in lebenswichtige
Defibrillatoren, die in öffentlichen Gebäuden,
aber auch bei den Einsätzen des DRK auf sportlichen
Veranstaltungen, Volksfesten oder Weih-
Das Stadtgespräch
1 (V. l.) Der Leiter des DRK Rheda-Wiedenbrück, Jannik Rolf, freut sich über die Geldspende, die ihm das Fürstenpaar
Marissa und Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg, Flora-Geschäftsführer Sebastian Siefert und Bernd
Jostkleigrewe, der das Opernkonzert organisiert hat, überreichen.
nachtsmärkten eine wichtige Rolle spielen. Ein
Gerät kostet 1.200 Euro.
Die Flora Westfalica hat nun den Erlös des
Benefizkonzertes auf 1000 Euro aufgerundet.
Hinzu kommen Spenden vom Silvestergottesdienst
in der Kapelle des Schlosses. »Wir haben
somit eineinhalb der kleinen handlichen Defibrillatoren
finanziert bekommen«, bedankte
sich Jan nik Rolf, Rotkreuzleiter beim Ortsverein
Rheda-Wiedenbrück bei der Spendenübergabe.
»Das Schöne an diesen mobilen Geräten ist,
dass sie selbsterklärend sind und der Anwender
Schritt für Schritt durch das Menü geführt
wird, damit er genau weiß, was zu tun ist. Man
kann nichts falsch machen, außer man macht
nichts«, betont Rolf.
63
Lebe groß.
Lebe safe.
Du kannst alles erreichen. Mit dem
Sparkassen-Privat-Schutz Plus hast du
ein Backup für die Risiken deines Alltags.
Jetzt beraten lassen.
Weil’s um mehr als Geld geht.
64 Das Stadtgespräch