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JULI

2025

Schöne

Ferien!

Das Stadtgespräch

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6. JULI

STOFFMARKT RHEDA 11 –17 UHR

GESCHÄFTE VERKAUFSOFFEN 13 –18 UHR

12.–13. JULI

FEUERWEHRFEST

ST. VIT

26.–28. JULI

SCHÜTZENFEST

BATENHORST

NR. 631

51. JAHRGANG


1 Ein El Dorado ist der Deutsch-Holländische Stoffmarkt für alle, die Spaß haben am Nähen und Gestalten.

S

6. Juli: Deutsch- Holländischer Stoffmarkt in Rheda

Verkaufsoffener Sonntag und Oldtimer-Treff

mit Orientierungsfahrt

(Kem) Die Initiative Rheda e.V. lädt zusammen mit dem Veranstalter

Expo-Concept zum Deutsch-Holländischen Stoffmarkt sowie zum

verkaufsoffenen Sonntag in die Innenstadt Rheda ein. Die Geschäfte

haben von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Am Domhof startet um 12 Uhr die

Oldtimer-Orientierungsfahrt.

S t o ff m a r k t

Der Stoffmarkt beginnt bereits um 11 Uhr und geht bis 17 Uhr. Bis zu

40 Angebotsstände ziehen sich entlang des Rathausplatzes bis zur

Kreissparkasse und im weiteren Verlauf entlang Widumstraße. Es werden

sich dann eine kaum überschaubare Menge an Stoffen entfalten.

1 Die Oldtimerausfahrt führt zum Geschichtsfest. Foto: Heinz Koch

Kleider-, Kinder-, Gardinen-, Möbel- oder Dekostoffe türmen sich neben

Samt und Seide, Leinen und Brokat. Selbstverständlich werden

der Jahreszeit entsprechend Stoffe in Sommer-Farben sowie auch für

den nachfolgenden Herbst mit im Angebot sein. Außerdem werden an

weiteren Ständen auch zahlreiche Utensilien rund ums Nähen angeboten:

Garne, Knöpfe, Bastel- und Dekormaterial, Patchwork und vieles

mehr. Mit anderen Worten: Ein El Dorado für alle, die Spaß am Nähen

und Gestalten haben.

Verkaufsoffener Sonntag

Neben dem Stoffmarkt-Event sorgen die Geschäfte in der Innenstadt

mit vielen tollen Angeboten für die richtige Sommer- und Urlaubsstimmung.

In den Geschäften Rhedas kann nach Herzenslust gestöbert und

gekauft werden: Sie haben von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Für den kleinen

Appetit oder eine Erfrischung zwischendurch halten die örtlichen Gastronomen

viele Angebote in ihren gemütlichen Biergärten bereit.

Weitere Infos: www.rheda-erleben.de, www.stoffmarkt-expo.de

Oldtimertreff

Der Heimatverein Rheda veranstaltet im Rahmen seines Geschichtsfests

die achte Oldtimerausfahrt. Treffpunkt für die touristische Ausfahrt

ist 11 Uhr im Fahrerlager am Domhof in Rheda. Ihre Oldtimer können

sie auf dem oberen Parkdeck des Parkplatzes Schulte-Mönting-Straße

2 Das Stadtgespräch


1 Augenweiden der motorisierten Technik Foto: Heinz Koch 1 Auch auf dem Stoffmarkt könnt ihr einzigartige und besondere Stoffe entdecken.

parken. Dort stehen die vierrädrigen Old- und Youngtimer sowie die

historischen Motorräder und Pättkesschnüver den Zuschauenden zur

Besichtigung zur Verfügung.

Orientierungsfahrt

Das Briefing der Teilnehmer erfolgt um 11.45. Je Fahrzeug wird ein

Startgeld von 20 Euro erhoben, je Motorrad 10 Euro. Ab 12 Uhr werden

die liebevoll gepflegten Fahrzeuge vom Domhof im Minutentakt auf

die ca. 50 km lange Strecke geschickt. Auch in diesem Jahr hat das Organisationsteam

eine abwechslungsreiche Strecke mit interessanten

Haltepunkten ausgearbeitet. Unterwegs gilt es einige Aufgaben zu lösen,

die dann in die Wertung einfließen. Ab 14 Uhr werden die Oldtimer

am Domhof zurückerwartet. Um 15.30 Uhr erfolgt die Siegerehrung

der Orientierungsfahrt. Interessierte Oldtimerbesitzer erhalten weitere

Informationen und Details zur Ausschreibung unter Tel. 05242/931978

oder info@heimatverein-rheda.de.

Geschichtsfest

Eine Grillparty mit Live-Musik rundet das Angebot für die Teilnehmer

und Besucher am Domhof ab. Es gibt Speisen und Getränke. Der

Heimatverein nimmt für das Geschichtsfest keinen Eintritt.

Das Geschichtsfest startet bereits am Freitag, dem 4. Juli, um

19 Uhr, im Domhof, mit einem Vortrag von Prof. Dr. Werner Freitag

unter dem Thema »Konjunkturen kleinstädtischer Erinnerungskultur;

Das Mahnmal zum 17. Juni 1953 am Rheda-Wiedenbrücker Bahnhof«.

Weitere Infos: www.heimatverein-rheda.de

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Das Stadtgespräch

3


1 Das sind die Helden, Engel und Traditionalisten, die am Tag des Ehrenamtes geehrt wurden: (V. l.) Bürgermeister Theo Mettenborg, Thomas Busse, Norbert Quack-Elbracht,

Klaus Stüllenberg, Dietmar Grochtdreis, Hermann-Josef Pierenkemper, Gerda Schultefrankenfeld, Wilfried Bücker, Gerd Siede und Marc Vormweg.

(wl) »Sie schenken uns ihr Herz.«

Mit diesen Worten begrüßte

Bürgermeister Theo Mettenborg

als Gastgeber des 11. Tag des Ehrenamtes

rund 800 Gäste in der

Stadthalle. Mit diesem Abend

würde die Stadt von Herzen danke

sagen für unzählige Stunden,

die Freiwillige in ihrem Ehrenamt

in Vereinen, Organisationen

und Gruppierungen leisten.

Eine Tätigkeit, die man nicht als

selbstverständlich ansehen darf,

betonte Mettenborg. »Lassen

Sie sich heute fallen, genießen

Sie und tauchen Sie ein in einen

kurzweiligen, verzaubernden

Abend und lassen Sie sich heute

mal verwöhnen.«

Durch das eineinhalbstündige,

kurzweilige Programm führte

T

Tag des Ehrenamtes mit Helden,

Engeln und Traditionalisten

der Kabarettist Ingo Börchers. Er

hob in seinen rasend schnell vorgetragenen,

humorvollen Sprüchen

hervor, wie schön es ist,

wenn sich Menschen über das

Maß hinaus engagieren und sich

für andere einsetzen. Ehrenamt

sei eine kostenlose Sache aber

nicht umsonst. Er bezeichnete

die Anwesenden als stille Heldinnen

und Helden. »Schön, dass Sie

sich engagieren«.

Die erste Ehrung, die der

gut gelaunte und entspannte

Bürgermeister vornahm, lockte

gleich eine ganze Gruppe auf die

Bühne, um den einen, der vor 45

Jahren das Bäumchen Sportverein

Rot-Weiss St. Vit gepflanzt

hat, zu unterstützen. Geehrt

wurde Gerd Siede, der für den

Verein mit Leib und Seele lebt.

Mit dem Einsatz von Gerd Siede

ist in St. Vit eine qualitativ

erstklassig aufgestellte Sportstätte

und überhaut auch erst

der heutige Verein entstanden.

»Vom »Schwarzbau« einer Thekenmannschaft,

der früheren St.

Viter Alm, zur modernen Sportanlage.

Von wenigen Akteuren

seinerzeit bis heute zu über 400

Sportlern. Unermüdlich hätte

Siede Sponsoren aufgetrieben,

die Mitglieder motiviert mit anzupacken

und mit Planern diskutiert.

»Du bis Mister Rot-Weiss

St. Vit«, betonte Mettenborg und

überreichte ihm den Ehrenbrief

der Stadt Rheda-Wiedenbrück

und die silberne Wappennadel.

Die zweite Ehrung ging an Gerda

Schultefrankenfeld für ihren

Einsatz in der Kirchengemeinde

St. Pius bei den Caritas-Konferenzen,

der Kleiderkammer und

auch in der Vesperkirche. »Sie

sind unentbehrlich und wichtige

für unserer Stadtgesellschaft«,

betonte der Bürgermeister. Seit

Beginn des Ukrainekriegs hätten

die Geflüchteten einen besonderen

Platz in ihrem Herzen. »Sie

sind ein Engel für unsere Stadt«,

dankte er der engagierten Frau.

Geehrt wurden auch die beiden

Trainer Marc Vormweg und

Lance Langer. Sie sind Handball-Trainer

bei der TSG Rheda.

Die Eltern hatten die beiden

engagierten jungen Männer

vorgeschlagen, weil sie für die

Kinder ein wichtiges Vorbild

4 Das Stadtgespräch


1 MonaLaura nennt sich dieses Duo, dass sich elegant in schwindelnder Höhe an den

Bändern bewegte.

1 Ein begeistertes Publikum spendete den Akteuren langen Applaus für ihre

Darbietungen.

sind, Verantwortung übernehmen,

Teamgeist vertreten und

Begeisterung verströmen. »Junge

Menschen wie euch in unserer

Stadt zu wissen, ist für uns ein

großes Geschenk«, betonte Mettenborg.

Auch ihre Mannschaft

kam überraschend geschlossen

auf die Bühne.

Die vierte Ehrung ging an die

DLRG Oldie Wache. Thomas Busse,

Norbert Quack-Elbracht, Hermann-Josef

Pierenkemper, Dietmar

Grochtdreis, Wilfried Bücker

und Klaus Stüllenberg sind seit

vier Jahrzehnten in jedem Sommer

für einige Wochen in Pelzerhaken

und haben dort als DLRG

ein wachsames Auge auf die Badegäste

am Ostseestrand. »Ihr

habt diese tolle Generation in der

DLRG Rheda-Wiedenbrück gegründet

und bis heute aufrechterhalten.

Dafür sagen wir heute

danke«, so der Bürgermeister.

Einsatz- und Hilfsbereitschaft,

besonderer Zusammenhalt und

Gemeinschaft würde die Truppe

ausmachen.

Das Programm wurde durch

Showeinlagen mit Artisten aus

dem GOP atemberaubend unterbrochen.

Sei es mit Hula-Hoop-Reifen,

mit einer akrobatischen

Einlage der Togni Brothers

oder einer Darbietung in schwindelnder

Höhe mit »MonaLaura«,

die, wie der Name schon ausdrückt,

zusammen an Bändern

akrobatische Übungen mit ihren

biegsamen Körpern zeigten.

Auf der Plaza vor der Stadthalle

war ein großer Markt aufgebaut.

Dort konnten sich die

Gäste mit verschieden Speisen

und kühlen Getränken stärken

und das Gespräch untereinander

suchen.

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Das Stadtgespräch

5


1 Die Geehrten, (v. l. sitzend) Josef Bettentrup (Wiedenbrück, 60 Jahre), Matthias Köpp

(Wiedenbrück, 35 Jahre), Friedhelm Gödecke (Batenhorst, 35 Jahre) sowie stehend (v.

l.) der stellv. Kreisbrandmeister Udo Huchtmann, Markus Laukemper (Lintel), Bernd

Bröckelmann (Batenhorst) und Hermann Mettenborg (St. Vit, alle 35 Jahre)

1 Die Beförderten: (v. l., sitzend), Nils Aldejohann (Rheda), Tobias Meyer (St. Vit) (beide

Hauptbrandmeister), Philipp Lemmen (Wiedenbrück, Brandoberinspektor) sowie

(stehend v. l.) Hendrik Strathaus (Lintel), Nicole Pollklas, Andreas Schultz (beide Rheda)

sowie Karl-Heinz Holste (St. Vit alle zum Brandinspektor / zur Brandinspektorin)

S

Stehender Applaus

für ehemaligen

Löschzugführer

Neue Feuerwehrleitung ernannt

(Kem) So viel Lob und Dank dürfen nur wenige entgegennehmen: Bürgermeister

Theo Mettenborg sowie Dr. Ina Epkenhans-Behr und sein

Nachfolger als Leiter der Feuerwehr, Jürgen Böckmann, verabschiedeten

in der Stadthalle den früheren Stadtbrandinspektor Christian Kottmann

aus seinem Amt. Der Bürgermeister würdigte seine aufreibende Arbeit

und lobte das diplomatische Geschick. Auch sein Nachfolger unterstrich,

dass Probleme nur so lange bestanden, bis Gespräche mit ihm stattgefunden

hatten. Die 250 Kameradinnen und Kameraden hatten sich mit

langem und stehendem Applaus von ihrem bisherigen Feuerwehrchef

verabschiedet. Dieser bekannte, dass er seine Aufgaben stets mit Leidenschaft

wahrgenommen habe. Sie seien für ihn nie nur Pflichterfüllung

gewesen. Es sei immer für ihn eine Ehre gewesen dieses Amt auszuüben.

Vor dem gemeinsamen Abendessen überreichte der Bürgermeister

Jürgen Böckmann die Ernennungsurkunde als Leiter der Feuerwehr und

Meinolf Heiermeier seine Urkunde zum Stellvertreter. Er nahm die Versammlung

gemeinsam mit Matthias Goerke als weiteren Vertreter auf die

zurückliegende Zeitreise der 292 Ehrenamtlichen und 18 Hauptamtlichen:

Bei gemeinsamen Einsätzen und Übungen standen 36 Einsatzfahrzeuge,

für drei neue Einsatzbeschaffungen rund 2 Mio. Euro zur Verfügung.

Beförderungen

Nach den entsprechenden Lehrgängen beim Institut der Feuerwehr in

Münster konnte der neue Leiter der Feuerwehr weitere Beförderungen

aussprechen: Nils Aldejohann (Löschzug Rheda) und Tobias Meyer (St.

Vit) zum Hauptbrandmeister, Nicole Pollklas (Rheda) zur Brandinspektorin,

Karl-Heinz Holste (St. Vit), Andreas Schulte (Rheda), Hendrik Strathaus

(Lintel) zum Brandinspektor, Philip Lemmen (Wiedenbrück) zum

Brandoberinspektor sowie Jürgen Böckmann und Meinolf Heiermeier

zu Stadtbrandinspektoren.

Beide Fotos: Feuerwehr / Tobias Kremer

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6 Das Stadtgespräch


1 Würdigende Anerkennung für den früheren Leiter der Feuerwehr: (v. l.) Dr. Ina Epkenhans-Behr,

Jürgen Böckmann, der in die zweite Reihe getretene Stadtbrandinspektor

Christian Kottmann und Bürgermeister Theo Mettenborg.

Foto: M. Pollklas

1 Glückwünsche für die neue Leitung der Feuerwehr in Rheda-Wiedenbrück: (v. l.) Bürgermeister

Theo Mettenborg, Stv. Leiter der Feuerwehr Meinolf Heiermeier, der Leiter

der Feuerwehr Jürgen Böckmann, Stv. Leiter Matthias Goerke und Beigeordnete Dr.

Ina Epkenhans-Behr

Ehrungen

Der Bürgermeister zeichnete mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des

Landes NRW in Gold aus; für 35-jährige Mitgliedschaft die Unterbrandmeister

Bernd Bröckelmann, Friedhelm Gödecke (Batenhorst) und Gerd

Hansmeier (Lintel), den Hauptbrandmeister Mattias Köpp (Wiedenbrück),

Brandinspektor Markus Laukemper (Lintel) sowie seinen Zwillingsbruder

Unterbrandmeister Hermann Mettenborg (St. Vit). Für 60-jährige Mitgliedschaft:

Brandinspektor und langjähriger Stv. Löschzugführer Josef

Bettentrup (Wiedenbrück), Hauptbrandmeister Friedhelm Jückemöller

(Rheda), Oberfeuerwehrmann Franz Hoenig (Rheda). Für 70-jährige Mitgliedschaft:

Oberbrandmeister Hubert Strullkötter, geb. 1935 (Rheda).

Ehrenabteilung besucht Hamburg

Einen Ausflug nach Hamburg haben jetzt neun Mitglieder der Ehrenabteilung

des Löschzugs Rheda der Freiwilligen Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück

unternommen.

1 Die Ehrenabteilung der »Roten Löwen« on Tour

In der Hansestadt pflegten die mittlerweile im Feuerwehrruhestand angekommenen

Mitglieder der »Roten Löwen« ihre jahrzehntelang währenden

Feuerwehrfreundschaften mit gemeinsamen Unternehmungen.

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1 Der Vorstand der Initiative Rheda: (sitzend v. l.) Simone Hördel, Astrid Kappel-Sudbrock,

Andrea Sandknop, V(stehend v. l.) Detlef Lüchtenborg und Bernd Schulte

Viele Ideen für Leben

in der City

Ohne Initiative wäre Rheda ärmer

(Kem) Ob Adventskrämchen, Kriminacht und das Frühlingsfest, Weinmarkt,

Such deinen Weihnachtsstiefel sowie Sternenfänger: Sie sind

einige der sehr erfolgreichen Aktivitäten der Initiative Rheda. Sie hat

sich die Stärkung des Standortes Rheda auf die »Fahne« geschrieben.

Darüber berichteten die Vorstandsmitglieder und Projektleiter jetzt auf

der Jahreshauptversammlung im Domhof. Was die rührige Gemeinschaft

mit gut 100 Mitgliedern auf die Beine stellt, kann sich sehen lassen. Das

aber geht nur mit eigenem Engagement. Wenn sich etwas für Rheda

tun soll, dann muss es auch Menschen geben, die dafür Verantwortung

übernehmen, die Ärmel hochkrempeln, die Dinge angehen.

Das wurde gleichfalls sichtbar bei der Installierung der Giebelbeleuchtung

rund um den Doktorplatz unter der Regie von Alwin Wedler,

bei der Erarbeitung von Sicherheitskonzepten und jetzt bei der gesuchten

Nachfolge für den holländischen Stoffmarkt, der ab 2026 vom verkaufsoffenen

Sonntag auf Samstag wechselt: Die Initiative beabsichtigt

dafür einen öffentlichen Flohmarkt in die Innenstadt zu holen. Sie kann

sich das erfolgreiche Angebot der Stadtschützen als Alternative vorstellen.

Sondierungsgespräche seien zu führen.

Die Mitglieder zeigten sich mit der Arbeit des Vorstandes definitiv

zufrieden. Sie beantragten nach dem Kassenbericht die Entlastung und

bei den turnusmäßigen Vorstandswahlen hieß es einmütig »Wiederwahl!«

Damit wird die Initiative weiterhin gemeinsam durch die vier

Vorstände Astrid Kappel-Sudbrock, Andrea Sandknop, Marco Rückl und

Detlef Lüchtenborg vertreten. Bernd Schulte führt die Kasse und Simone

Hördel nimmt die Geschäftsführung wahr.

Der als Ehrengast anwesende Bürgermeister Theo Mettenborg zollte

der Initiative größten Respekt für die geschaffenen Angebote für den

Stadtteil Rheda. Gerne nahm er den Hinweis aus der Versammlung auf

Sauberkeit als Aspekt eines attraktiven Aufenthaltsorts auf. Auf Nachfragen

berichtete er, dass die Projektpartner an der Kolpingstraße trotz

Kostensteigerungen an den Plänen festhalten würden. In der zweiten

Jahreshälfte rechne der Bürgermeister mit dem Abriss der Gebäude. Zur

Bebauung der Immobilie zwischen Ärztezentrum an der Widumstraße

und Berliner Straße ließ er durchblicken, dass sich hier eine ansprechende

städtebauliche Lösung abzeichne.

8 Das Stadtgespräch


P

Prickelnde

Chorgemeinschaft

»Sparkling« wird 25

1 Freuen sich auf ihre Jubiläumskonzert am 6. Juli in der Kreuzkirche und stoßen bei

der Probe mit Amarula, ein Likör, der aus Marula-Früchten, die nur in den subäquatorialen

Ebenen Afrikas wachsen, an: (v. l.) Brigitte Lind, Leon Hansen, Herbert

Thiedig, Barbara Mettenborg, Beate Hustert, Bettina Möller, Heike Dieste, Birgit

Thiele, Jennifer Goblirsch, Charly Simon, Elke Freitag, Beate Kulak. Der Gründungsvater

Hartmut Lengenfeld fehlt auf dem Foto.

(wl) Vor 25 Jahren wurde die Gesangsgruppe »Sparkling« gegründet, die

sich mit der unbeschwerten, fröhlichen und vom Glauben geprägte

Musik der Afrikaner beschäftigt.

Ursprünglich war es zu einer Firmfeier in St. Aegidius, als sich Gemeindereferent

Hartmut Lengenfeld zusammen mit dem damaligen

Jugendhausleiter Klemens Reith und einigen Jugendlichen zu einer

Band zusammenschlossen, um die Feier musikalisch zu untermalen.

Nach einem Wochenende im Jugendhaus Hardehausen bildete sich

daraus ein Jahr später die Band mit überwiegend Instrumentalisten

und gab sich den Namen Sparkling, was übersetzt »prickelnd« bedeutet.

In den Folgejahren schrumpfte die Gruppe zusehends, weil die

Jugendlichen aus verschiedensten Gründen nicht mehr regelmäßig

vor Ort waren.

Ab 2005 wurde allmählich aus der Jungendband ein Erwachsenen-Unternehmen.

Der Kern, der überwiegend heute noch Singenden

der Gemeinschaft, stieß dazu. 2007 gastierten zum 175-jährigen Jubiläum

von »Missio« die Masithi-Singers aus Südafrika in Wiedenbrück,

weil Sparkling die Gruppe eingeladen hatte und auch Unterbringungsmöglichkeiten

schuf. Die Afrikaner haben die Wiedenbrücker mit der

Fröhlichkeit in ihrem Gesang angesteckt.

Doch es fehlte der Gruppe an einer kompetenten Chorleitung

für afrikanisches Liedgut. Sabine Glückmann, eine Chorleiterin aus

Wuppertal, die den Chor Makwaya leitet, arbeitet wiederholt mit den

Rheda-Wiedenbrückern. Es finden auch gemeinsame Konzerte statt.

Einige Zeit später hatte Sparkling großes Glück. Leon Hansen, genannt

Tara, aus dem namibischen Chor Thlokomela wurde in Marienfeld ansässig

und stieß als Vocal-Coach für afrikanische Gesänge zur Gruppe.

Gleichzeitig arbeitete der Chor an einem Probenwochenende mit dem

Liedermacher Peter Matz als versierter Kenner afrikanischer Chormusik

zusammen. Unter seiner Leitung fanden in den Folgejahren Gottesdienste

und offene Workshops in Wiedenbrück und Paderborn statt.

Mit der Musikpädagogin Ricarda Junghardt fand Sparkling 2021 endlich

die musikalische Leitung, die bislang noch gefehlt hatte. Seitdem

kümmert sich die junge Chorleiterin um den Bereich »Neues geistliches

Liedgut« und Tara um die afrikanische Chormusik. Die 18-köpfige

Gruppe ist über die Jahre eng zusammengewachsen und wird nun auf

höchstem Niveau begleitet.

Lengenfeld ist oft mit der Gitarre und Leon Hansen mit afrikanischen

Trommeln als rhythmische Begleitung dabei. Eines der ersten

Lieder, das auch heute immer noch gerne gesungen wird, ist der Song

»Siyahamba« (Wir brechen auf, um im Licht des Königs zu gehen).

Damit will der Chor auch sein Jubiläumskonzert am Sonntag, den 6.

Juli um 17 Uhr in der Kreuzkirche beginnen. Singend werden die Chormitglieder

in ihren original afrikanischen bunten Kitteln in die Kirche

einziehen. Den Aktiven ist es wichtig, diese Lider, die den Glauben an

Gott verkörpern, genauso unbeschwert und fröhlich wie die Afrikaner

rüberzubringen um den Funken zu den Besuchern überspringen

zu lassen. Gesungen wird zwar überwiegend afrikanisch, aber auch

deutsche und englisch gesungene Lieder gehören zum Repertoire.

Der Eintritt für das Konzert ist frei. Es wird um eine Spende am

Ausgang gebeten.

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Das Stadtgespräch

9


E

1 Stattlich ist der große Festmarsch durch das Dorf.

Ein tolles Wochenende mit

vielen Highlights, guter Stimmung

und jeder Menge Spaß

Am 12. und 13. Juli am Lattenbusch:

Feuerwehrfest des Löschzuges St. Vit

1 Die Kleinen vergnügen sich in der Hüpfburg.

(Kem) Der Löschzug St. Vit der Freiwilligen Feuerwehr

Rheda-Wiedenbrück lädt zum Feuerwehrfest

am 12. und 13. Juli 2025 rund um das

Feuerwehrgerätehaus (Am Lattenbusch 18a)

ein. Groß und Klein sind zum Mitfeiern gerne

gesehen. Im Mittelpunkt stehen ganz viel

Spaß und das gemeinschaftliche Miteinander.

Das Festkomitee des Löschzuges hat alles für

das Wohl der Besuchenden bestens gerüstet.

Das Feuerwehrfest ist zugleich eine gute Gelegenheit

das ausgeprägte Wir-Gefühl der Bevölkerung

mit der Feuerwehr zu stärken. Die

Anwohner begrüßen die Wehren beim großen

Festumzug mit bunt geschmückten Straßen.

Es ist ein von Herzen kommendes Zeichen des

Dankes der Dorfgemeinschaft St. Vit für die

ständige Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute

für die Sicherheit der Bürgerinnen und

Bürger bei Tag und Nacht.

Festauftakt

Das Feuerwehrfest beginnt am Samstag ab

17.00 Uhr mit dem Empfang der befreundeten

Wehren auf dem Festplatz am Feuerwehrgerätehaus.

Gemeinsam marschieren sie zu den

Klängen des Spielmannszuges Rheda mit dem

Gastgeber durch die bunt geschmückten Straßen

in den Wohngebieten St. Vits. Bevor die

Feuerwehrleute zum Festplatz zurückkehren,

halten sie einen Moment am Ehrenmal inne

und gedenken der Toten der Kriege, während

ein Kranz niedergelegt wird.

Zeltparty mit freiem Eintritt

Höhepunkt am Samstagabend ist die große

Zeltparty bei freiem Eintritt. DJ Denis Kleinelümern

sorgt für die passenden Musik- und

Lichteffekte. So heizt er den Gästen in dem Feuerwehr-Festzelt

mit Longdrinkbar kräftig ein.

Familienfest

Der Festsonntag beginnt mit einem Familiengottesdienst

um 11.00 Uhr in der Fahrzeughalle

des Gerätehauses. Es schließen sich Musikdarbietungen

des Spielmannszuges der Westag

AG an. Ab 13.00 Uhr wird ein buntes Kinderfest

geboten. Kurzweil für die kleinen Gäste bieten

Rundfahrten im Feuerwehrfahrzeug, ein Riesen-Sandkasten,

eine Hüpfburg sowie das Kinderschminken.

Währenddessen können es sich

die Großen in und neben dem Festzelt sowie

der geschmückten Fahrzeughalle bei selbstgebackenen

Torten, Kuchen und frischem Kaffee,

Gegrilltem und Frittiertem sowie Pizza oder

Kaltgetränken gemütlich machen.

Infos rund um den Löschzug

Das Thema Feuerwehr kommt ebenfalls

nicht zu kurz. Der Löschzug präsentiert sich

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1 Großes Interesse finden die Vorführungen.

auf dem Festplatz mit seinen Fahrzeugen. Diese können ausgiebig

besichtigt werden. Die Feuerwehrleute stehen für alle Fragen zur

Verfügung.

Auch der Kreisfeuerwehrverband Gütersloh stellt verschiedene Sonderfahrzeuge

aus. Des Weiteren kann der Wasserförderzug der Feuerwehr

Rheda-Wiedenbrück angeschaut werden.

Ebenso wird sich die Jugendfeuerwehr Rheda-Wiedenbrück u. a. im

Rahmen einer Übung vorstellen. Gerne nimmt sie Anmeldungen für die

Warteliste der Jugendfeuerwehr entgegen.

»Wir freuen uns auf viele Gäste, die gemeinsam mit uns feiern möchten«,

erklärt Löschzugführer Martin Frankrone, der diese Festivität gemeinsam

mit dem Vorstand organisiert.

Event Highlights 2025

Genießen Sie die Sommerabende mit uns.

*Bei schlechtem Wetter servieren wir aus der Küche

NEUER Marschweg Samstag

Festplatz, Am Lattenbusch, Stromberger Straße, Ehrenmal, Stromberger

Straße, Auf der Wiek, Auf der Horst, Stromberger Straße, Kleestraße,

Michelskamp, Stromberger Straße, Am Lattenbusch, Festplatz

Programm

Samstag, 12. Juli

17.00 Uhr Empfang der Gastfeuerwehren, anschließend

Festmarsch und Kranzniederlegung am

Ehrenmal, mit dem Spielmannszug Rheda

20.00 Uhr Zeltparty mit DJ Denis Kleinelümern,

Eintritt frei

Sonntag, 13. Juli

11.00 Uhr Familiengottesdienst in der Fahrzeughalle

ab 13.00 Uhr Musikdarbietungen des Spielmannszuges

der Westag AG

ab 13.00 Uhr Kinderfest mit Rundfahrten im Feuerwehrfahrzeug,

Kinderschminken, Fahrzeugschau

ab 14.30 Uhr Kaffee und Kuchen

17.00 Uhr Verlosung: Gewinne wie z.B. Heißluftballonfahrten,

Hochdruckreiniger Kärcher, Sitzbank,

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Mit einem absoluten

Top-Act, der europaweit

zahlreiche Erfolge gefeiert

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denen wir die Chance

geben wollen vor großem

Publikum zu spielen,

verwandeln wir das

Jahnstadion in eine

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seid, am 13.06.2026 noch

nichts weiter vor habt,

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Das Stadtgespräch

11


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F

1 In einem Takt von zirka 15 Sekunden sprangen die Teilnehmenden in die »Sprungkuhle«.

Fans des Wiedenbrücker Freibads

retteten ihren Sprungturm

Freiwillige bewiesen mit 1000 Sprüngen, dass keine Gefahr droht

(Kem) Am Sonntagnachmittag, dem 1. Juni, hatten Freiwillige

1000 Sprünge vom Drei-Meter-Turm absolviert.

Unter dem Motto »Wir retten den Turm«, wiesen die

Fans des Wiedenbrücker Freibads nach, dass der Turm

ohne jede Gefahr zu nutzen sei. Einige der Teilnehmenden

berührten zwar den Boden leicht mit den Füßen.

Doch wie in Jahrzehnten seit der Eröffnung in 1959

hatten die Springenden sich nicht verletzt.

In Intervallen von rund 15 Sekunden tauchten die

Springenden ins Becken. Über 200 Springende machten

mit. Insbesondere Kinder und Jugendliche beteiligten

sich an der Aktion. Der für Tiefbau zuständige

Amtsleiter Michael Duhme hatte den Massenversuch

eröffnet. Schon seit klein auf springt er von dem

Sprungturm. Aufzeichnungen mit Unterwasserkameras

dokumentierten die Sprünge. Tauchende der

DLRG begleiteten sie, eine Kommission dokumentierte

alles, Rechtsanwalt Peter Henz, Gründungsvater des

Fördervereins Freibad Wiedenbrück, überwachte den

rechtmäßigen Verlauf der Sprünge. Zudem präsentierten

professionelle Springer vom Landesleistungsstützpunkt

Wasserspringen Münster verschiedene Sprungtechniken.

Rund tausend Gäste kamen ins Freibad, um

die Aktion mitzuverfolgen. Das Interesse der Medien

an dem Ereignis war groß. Neben WDR-Lokalzeit berichteten

u. a. SAT 1 und RTL über den Praxistest.

Die an dem Test Teilnehmenden mussten schriftlich

vor Ort erklären, dass sie die Sprünge auf eigene

Gefahr durchführten. Für einen reibungslosen Ablauf

sorgten der Förderverein Freibad Wiedenbrück, die

DLRG, Schwimmverein, die Schwimmmeister und

Vertreter des Leistungsstützpunktes gemeinsam.

Bürgermeister Theo Mettenborg zeigt sich sichtlich

zufrieden mit dem Verlauf der eingehenden Prüfungen.

Die Kommission hatte keinerlei Gefährdungssituation

aufgenommen. Eine Verletzungsgefahr entsteht

durch die nicht normgerechte Wassertiefe mit 3,62 m

(statt 3,70 m) nicht. Das gilt seit November 2018. Der

Turm kann sicher genutzt werden, wie es die letzten

60 Jahre der Fall war. Daher gibt der Bürgermeister den

Sprungturm für diese Badesaison wieder frei. Aus reiner

Vorsicht sowie aus rechtlicher Absicherung und

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1 Bürgermeister Theo Mettenborg stand Rede und Antwort.

1 Rechtsanwalt und Notar Peter Henz hatte den Blick auf die

rechtlichen Aspekte des Massentests.

12 Das Stadtgespräch


1 Das bundesweite Medieninteresse war groß. 1 Eine Kommission dokumentierte alles.

Versicherungsgründen, zur »Beweissicherung«, »um die Federwirkung des durch die Gefährdungsbeurteilung von dieser allgemein gültigen Richtlinie

Sprungbretts auf ein Minimum zu reduzieren, erfolgt das Springen zudem (Norm) abzuweichen. Nun wird es darum gehen, eine Lösung für einen

unter Hinzuziehung einer zusätzlichen Aufsichts-Person. Die Verwaltung: dauerhaft sicheren Betrieb der Sprunganlage zu finden. Die Auswertung

Mit diesen Maßnahmen ist der Betrieb wieder möglich.

des umfänglichen Praxistests geht nun der DGfdB zu. Die Verwaltung appelliert

an die Gesellschaft und alle zuständigen Stellen, die Ergebnisse der

Der Deutsche Verband für das Badewesen, ein Zusammenschluss aller

rund 6000 Frei- und Hallenbäder in Deutschland, hatte das Manko von Gefährdungsbeurteilung heranzuziehen und die DIN-Normen als derzeitigen

»Maßstab« für den Betrieb von Sprunganlagen in Bäder zu überprüfen.

8 cm beim Nachmessen unter dem Dreier festgestellt. Sein Geschäftsführer

Christian Mankel war von dem Praxistest sichtlich angetan. Der Bürgermeister

ordnete die umfassend dokumentierte Gefährdungsbeurteilung das Bewertungsergebnis der Stadt nach deren eigenen Erkenntnissen

Die schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) hat

an, um eine Sperrung des Drei-Meter-Bretts zu vermeiden. Die Würdigung bestätigt. Auch in der Schweiz existieren zahlreiche Bäder mit einer 3,50

des Hinweises der DGfdB auf die fehlenden Zentimeter Wassertiefe nach Meter tiefen Sprunggrube. Diese werden dort als bestandgeschützt und

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Das Stadtgespräch

13


E

Eine Initiative für

die Treuesten

Für Frühschwimmer bleiben die Freibäder geschlossen

(Kem) Am Rande der Aktion »Rettet den Sprungturm« setzte der frühere

Vorsitzende des Fördervereins Freibad Wiedenbrück, Peter Henz, sich für

die Frühschwimmer ein. Es könne doch nicht angehen, dass gerade die

treuesten Nutzenden vor den geschlossenen Toren der Freibäder abgewiesen

würden. Sein Konzept: Ein Bad öffnet im turnusmäßigen Wechsel

um 06.00 Uhr. Das andere Bad beginnt entsprechend um 10.00 Uhr.

Er trat den Gerüchten entschieden entgegen, dass es in Teilen in der

Belegschaft einen Widerstand gegen entsprechende Lösungsansätze gebe.

Sie müsste für nutzerfreundliche Öffnungszeiten gewonnen werden.

Ab 1. Juni öffnen bekanntlich die Bäder anstatt um 6 erst um 8 Uhr.

Darauf wiesen jetzt auch die Bündnisgrünen in einem Antrag an den Bürgermeister

hin. Die Regelung sei für die meisten Berufstätigen einfach

zu spät. Viele Schwimmende hätten die Jahreskarte nur erworben, weil

sie früh schwimmen wollen, machten Alwin Wedler und Hans-Hermann

1 Gerade für die Treuesten unter den Nutzenden sind die Öffnungszeiten der beiden

Freibäder einfach zu spät.

Heller-Jordan deutlich. Darüber hinaus sei vorgesehen, dass in der Saison

abends schon um 19 Uhr die Freibäder geschlossen bleiben. Insgesamt

sei die Situation unbefriedigend für viele Gäste der Freibäder.

In Abwägung der verschiedenen Interessen bitten die Bündnisgrünen

zu überprüfen, ob die Öffnung nicht eines der Bäder zu einem deutlichen

späteren Zeitpunkt (z. B. 12.00 Uhr) geöffnet werden kann und gleichzeitig

eines dann schon in den Morgenstunden (um 6.00 Uhr).

»Das wäre zwar für die Schwimmenden mit Fahrerei verbunden, aber immer

noch deutlich besser als gar kein Angebot«, heißt es in dem Antrag.

Mängelmelder-App

M

Gemeinsam unsere Stadt verbessern!

Ein Schlagloch auf dem Weg zur Arbeit, eine defekte Straßenlaterne oder

illegale Müllablagerungen – solchen Ärgernissen begegnet man im Alltag

immer wieder. Doch anstatt sich zu ärgern, können die Bürgerinnen und

Bürger in Rheda-Wiedenbrück schnell und unkompliziert handeln. Mit

der Mängelmelder-App bietet die Stadtverwaltung eine einfache Lösung,

um Probleme direkt und digital zu melden.

Seit 2021 setzt die Stadtverwaltung Rheda-Wiedenbrück auf die innovative

Mängelmelder-App der »wer denkt was GmbH«. Mit wenigen Klicks

können Anliegen bequem per Smartphone oder über die Webplattform

gemeldet werden. Eine intuitive Bedienung ermöglicht, den Mangel direkt

mit Foto und Standort zu übermitteln. So landet der Hinweis sofort

bei der zuständigen Fachabteilung.

Transparenz wird großgeschrieben: Nutzerinnen und Nutzer können

den Bearbeitungsstatus ihrer Meldung jederzeit in der App verfolgen. Viele

Probleme konnten dank der schnellen Weiterleitung bereits in kürzester

Zeit behoben werden – zur Freude der Bürgerinnen und Bürger sowie der

Stadtverwaltung. Mit der Mängelmelder-App besteht eine direkte Verbindung

zwischen Stadtverwaltung und Bürgerschaft. Jeder gemeldete

Mangel trägt dazu bei, unsere Stadt sauberer, sicherer und lebenswerter

zu gestalten. Die App ist kostenlos im Google Play Store und im Apple

App Store verfügbar. Alternativ können Mängel auch über die Webplattform

unter maengelmelder.rheda-wiedenbrueck.de gemeldet werden.

Bitte beachten Sie, dass die App nicht für Notfallmeldungen geeignet ist.

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14 Das Stadtgespräch


G

Gemeinsam mehr erleben

Spiel und Spaß vor der eigenen Haustür

Für die einen sind sie Kult, für die anderen mittlerweile Tradition. In

jedem Fall dürfen sie aber auch dieses Jahr nicht fehlen: die Ferienspiele

in Rheda-Wiedenbrück.

Ob von den Jugendhäusern St. Pius und Homebase (ehemals St.

Aegidius) und dem städtischen Jugendzentrum oder Vereinen und Institutionen

wie der Stadtbibliothek, dem Kloster Wiedenbrück, der LG

Burg Wiedenbrück (neu dabei), der Surf- und Segelgilde, Pro Arbeit, der

Freiwilligen Feuerwehr – Löschzug Rheda, den St. Sebastian Bürgerschützen

(neu dabei), den Stadtschützen, dem Schützenverein Landgemeinde

Rheda, dem Kanu Club, dem MFC Rheda, dem WTV Judo, der TSG Rheda

Judo oder dem WTV Rugby: Die Angebote für Kinder und Jugendliche

verschiedener Altersklassen richten sich wieder an alle Interessen. So

kommen Spiel, Sport, Ausflüge, Kochen und Backen, Kreatives und Spaß

gerade auch für all jene nicht zu kurz, die in den Ferien nicht auf große

Reise gehen werden.

Dabei sind Klassiker wie der Besuch auf dem Alpaka-Hof oder im

Heide-Park, neue Angebote wie das Selbstbewusstseinstraining und

Highlights wie ein Krimidinner im Kloster oder ein Ausflug ins Irrland.

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1 Die Stadtschützen bieten wieder ein vielfältiges Programm für Kinder und

Jugendliche an.

Details und Anmeldung

Die Programmübersicht war zu unserem Redaktionsschluss noch nicht

final fertig. Ab dem 20. Juni ist sie unter www.rheda- wiedenbrueck.de/

ferienspiele online. Der Kartenverkauf in den Jugendhäusern beginnt ab

dem 30. Juni. Bei den Vereinen ist eine Anmeldung auch vorher schon

möglich.

Das Stadtgespräch wünscht allen schöne Ferien und viel Spaß!

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Das Stadtgespräch

15


B

Bürger setzen

sich für sicheres

und ruhigeres

Wohnen ein

Tempo auf 30 Neuenkirchener Straße

(Kem) Endlich fand die Hartnäckigkeit der Bürgerinnen

und Bürger an der Neuenkirchener Straße

in Höhe des »Langen Jammers« Gehör, zog Ratsherr

Alwin Wedler den Schlussstrich unter das

jahrelange Bemühen für sicheres und ruhiges

Wohnen. Das Mitglied der Fraktion der Bündnisgrünen

hatte sich mit großem persönlichem

Einsatz und mit Beharrlichkeit für die Anliegen

der Anwohnerinnen und Anwohner eingesetzt.

Er hat sich immer wieder für das Aufstellen von

Tempo-30 -Schildern stark gemacht.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses

für Umweltschutz, Klimaschutz und Mobilität

wurde dann endlich von der Verwaltung in

einer Vorlage mitgeteilt, dass die Voraussetzungen

für Tempo 30 auf der Neuenkirchener

Straße erfüllt sind. In einer Rückfrage beim

Bürgermeister erfuhr Wedler Ende Mai 2025,

dass die Verwaltung aktuell die Umsetzung

vorbereitet.

Die Anwohner der Neuenkirchener Straße

freuen sich, dass es nun bald hoffentlich ruhiger

zugehen wird, erwarten jedoch auch, dass

nach der Umsetzung durch regelmäßige Kontrollen

eine tatsächliche Temporeduzierung

durchgesetzt wird.

M

Mitgliederversammlung

Laufen und Gutes tun

1 Das neue Leitungsteam besteht für die nächsten 2 Jahre aus (v. l.) Roger Steinbeck, Kerstin Hauf,

Michael Küker, Pia Westhus und Gerd Gödecke.

Am 21.5.2025 gab es im Küsterhaus im Rahmen

der Jahreshauptversammlung einen

Rückblick auf 2024 für die Vereinsmitglieder

von LUGT.

1 Landesverkehrsministerium, Landesbetrieb Straßen

NRW und Kreis sahen keine Möglichkeit, für

erträglichen Verkehrslärm zu sorgen.

Der Verein stellte besonders die Rekordspendensumme

von 22.100 Euro und die

erfreuliche Entwicklung der Mitgliederzahlen

auf nunmehr 301 im Vordergrund.

1 Die Stadt arbeitet an der Umsetzung der Tempo-

Reduzierung zwischen Tankstelle und Platanenweg.

Jahrelanger Kampf

Über 60 Anwohnende hatten schon 2019 in

einer Bürgerinitiative gefordert, dass die Begrenzung

auf Tempo 30 wieder eingeführt

wird. Sie wurde aufgrund der Verwendung des

neuen Flüsterasphalts bei der Renovierung zurückgenommen.

Elisa Janssen hatte seinerzeit

den Anstoß zu der Initiative gegeben. Der zunehmende

Verkehr, verbunden mit viel Lärm

und Angst um die Sicherheit der Kinder waren

der Auslöser für die Initiative.

Einen Rückschlag bot die Stellungnahme

der Kreispolizeibehörde. Die ihr vorliegenden

Unfallzahlen rechtfertigten nicht die Rückkehr

zu Tempo 30.

Der zuständige Landesbetrieb Straßen

NRW mit Sitz in Bielefeld sah in Folge nicht die

Notwendigkeit für das Aufstellen von Temposchildern

zwischen Tankstelle und Platanenweg.

Die Einbeziehung des Kreises Gütersloh

und des Landesverkehrsministeriums führten

ebenfalls nicht zu dem gewünschten Ziel.

Der Verweis der Stadtverwaltung auf die

zwischenzeitlich erlassene Verschärfung der

Lärmimmissionen brachte nun die erhoffte

Wende zur Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit

von 50 auf 30 km/h. Der geforderte

Lärmschutz kann nunmehr eingehalten werden.

Die Absenkung des Tempos bringt eine

Lärmminderung bis zu drei Dezibel.

Blaupause für Ringstraße

Der Grünen-Ratsherr Alwin Wedler spricht

sich für deutlich mehr Dreißiger-Zonen und

Streckenabschnitte im Stadtgebiet aus. Sein

nächstes Ziel ist die Ringstraße zwischen Autobahn

und Oelder Straße Dort bestehe eine

ähnliche Situation durch Verkehrslärm wie an

der Neuenkirchener Straße.

Fotos: A. Wedler

16 Das Stadtgespräch


3 Das Team der Gärtnerei Stender:

v. l. Marcel, Stefan, Klaus-Dieter

und Ingrid Brockmann

Gärtnerei Stender

Inh. K.-D. Brockmann

»Wir freuen uns schon auf die Arbeit in Wiedenbrück!«,

versicherten uns Klaus-Dieter

Brockmann und sein Sohn Stefan in unserem

Gespräch. Denn die Gärtnerei Stender aus Gütersloh

bietet ab sofort auch auf dem Friedhof

in Wiedenbrück Grabgestaltung und Grabpflege

an. Im Gespräch mit Vater und Sohn wird

schnell klar, dass die Leidenschaft für den

Beruf in der Familie liegt. Ein Merkmal, welches

auch durch verliehene Auszeichnungen

bestätigt wurde. Das Qualitätszeichen »Überprüfter

Fachbetrieb Friedhofsgärtnerei«, eine

Goldmedaille als höchste Auszeichnung für

die Gestaltung eines Schaugrabes auf der Bundesgartenschau

sowie die Ernst-Beck-Medaille,

welche das Pendant für die Landesgartenschau

darstellt, zeigen auf, mit welchem Engagement

Familie Brockmann und ihr Team dem Beruf

nachgehen. Mit der Stadt Rheda-Wiedenbrück

ist die Familie seit jeher verbunden. Denn Ingrid,

die Frau von Klaus-Dieter Brockmann,

kommt gebürtig aus der Doppelstadt. Auch auf

dem Christkindlmarkt hat der Traditionsbetrieb

bereits seit 45 Jahren einen eigenen Stand, bei

dem Marcel Brockmann den Aufbau leitet.

Durch ein durchdachtes 6-stufiges Pflegestufenkonzept

bietet das Unternehmen für jedes

Budget und jeden Wunsch eine individuelle

Lösung an. Dabei ist dem Inhaber eines wichtig:

Die Individualität darf nicht verloren gehen! Um

diese für jedes Grab sicherzustellen, gibt es vor

Auftragserteilung ein ausführliches Gespräch

über die Möglichkeiten und Wünsche. Denn

es gilt Fragen zu klären wie, wird das Grab ein

Pflegegrab? Wenn ja, für welche Dauer? Sollen

die kompletten Grabpflegearbeiten übernommen

werden? Oder nur bestimmte Arbeiten

wie z.B. das Gießen in den Sommermonaten?

Sobald diese Fragen geklärt sind, geht es an die

individuelle Gestaltung. Denn kein Grab gibt

es doppelt und es soll immer eine individuelle

Bepflanzung gegeben sein. »Schließlich sollen

die Kunden nicht erst am Namen auf dem Grabstein

erkennen, ob sie vor dem richtigen Grab

stehen«, erläutert der Inhaber.

Ein weiterer Service der Gärtnerei Stender

ist, dass keine Anfahrtskosten aus Gütersloh

berechnet werden. Zudem wird den Kunden eine

Anwuchs-Garantie von zwei Jahren gewährleistet.

Als wäre das nicht bereits genug, bietet Familie

Brockmann ihren Kunden ein besonderes

Angebot an: Bei Buchung einer vollständigen

Neugestaltung durch die Gärtnerei sind die ersten

sechs Monate Grabpflege kostenfrei. Damit

die Grabgestaltung auch in den warmen Sommermonaten

schön bleibt, bietet die Gärtnerei

Stender einen saisonalen Gießservice an. »Ein

Grab soll ein Ort zum Andenken sein. Kein Punkt

auf der To-do-Liste, den man auch noch abhaken

muss«, erklärt Klaus-Dieter Brockmann. Der

Druck des dringenden Friedhofsbesuchs soll den

Kunden damit genommen werden. Auch für eine

Beratung zum Thema saisonale Bepflanzung

steht Ihnen die Inhaberfamilie jederzeit bereit.

Seit gut 120 Jahren gibt es die Gütersloher

Friedhofsgärtnerei Stender bereits. Im Jahr 1988

übernahm Klaus-Dieter Brockmann das Unternehmen

und führt seitdem den Traditionsbetrieb

gemeinsam mit seiner Frau Ingrid sowie den Söhnen

Stefan und Marcel erfolgreich weiter. »Unsere

beiden Söhne haben die Friedhofsgärtnerei,

Floristik und den Gartenbau ebenso begeistert

verinnerlicht wie wir«, erzählt Klaus-Dieter Brockmann.

Und er ist sicher, dass sie den Traditionsbetrieb

auch weiterhin erfolgreich in die Zukunft

führen werden. Ein wichtiger Schritt dafür ist das

neue Angebot in Rheda-Wiedenbrück!

Mit uns bleibt es bunt!

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Das Stadtgespräch

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17


B

Buntes Kinderfest mit

600 kleinen und großen

Gästen

Türkischer Arbeitnehmerhilfs- und Kulturverein

bot tolles Programm

(Kem) Der Türkische Arbeitnehmer Hilfs- und Kulturverein e. V. in Rheda-Wiedenbrück

feierte Ende April mit rund 600 Besucherinnen und

Besuchern den Nationalen Souveränitäts- und Kindertag. Das alljährliche

Kinderfest des Kulturvereins geht auf eine von Mustafa Kemal Atatürk

ins Leben gerufene Tradition zurück. Der Gründer der türkischen Republik

widmete den Tag der Konstituierung des türkischen Parlaments am

23. April 1920 ebenfalls den Kindern unter dem von ihm proklamierten

Motto »çocuklarımız gelecegimizdir«, das heißt: »Unsere Kinder sind

unsere Zukunft«. Seit 1979 trägt der Feiertag den Namen »Internationales

Kinderfest«.

Bei bestem Wetter wurde das Festgelände rund um das Einstein zu

einem Ort voller Freude, Musik und Kinderlachen.

Das abwechslungsreiche Bühnenprogramm wurde von den beiden

Nachwuchs-Moderierenden Alina Varol und Efe Iyiliksever kurzweilig eröffnet

– begleitet von den Nationalhymnen der Türkei und Deutschlands.

Gizem Saygı übernahm im symbolischen Rahmen den Vorsitz des Vereins

für einen Tag und begrüßte das Publikum mit einer kurzen Ansprache.

Im Anschluss präsentierten Kinder und Jugendliche ein vielseitiges

Programm aus Gedichten, Tänzen, Chorgesang, Rhythmusvorführungen

und traditionellen Volkstänzen. Begeisterten Applaus erhielten u. a. die

Volkstanzgruppe Efsane unter der Leitung von Mehmet Ali Alp und die

von Hülya Karabulut und Filiz Aygün trainierte Kindertanzgruppe Mini

Miniler. Nicht zuletzt bezauberte ebenfalls die von Dilara Aydin betreute

Tanzgruppe der OGGS-Wenneber-Schule. Die von Volkan Colak dirigierte

Musikgruppe Seyyah Bağlama und die Chor- und Rhythmusgruppe Sesli

Dü ler unter der Stabführung von Tuğba Çolak faszinierten mit ihren

musikalischen Beiträgen.

Zudem erwarteten die Kinder verschiedene Spielstände und Angebote

zum Mitmachen. Viel Zuspruch fand der beliebte Clown »Hi Abi«:

1 Die Kleinen berührten mit vorgetragen Versen. Foto: A. Acar

1 Eine Augenweide waren die Volkstänze. Foto: A. Acar

Er sorgte mit seiner fröhlichen Art für viele leuchtende Kinderaugen.

Der Verein bedankt sich herzlich bei allen engagierten Helferinnen und

Helfern, bei den Familien aus Rheda-Wiedenbrück sowie bei den Gästen

aus der Region und den Abordnungen befreundeter Vereine für ihre

Teilnahme und Unterstützung.

»Wir freuen uns schon auf das nächste Kinderfest!«, zog der Kulturverein

Bilanz.

O

Online-Anmeldung

freigeschaltet

Laufen und Gutes tun

1 Eine Trommlerformation beim Anfeuern der Teilnehmenden des Hauptlaufes.

Die Vorfreude auf die diesjährige Benefiz-Veranstaltung von »Laufen

und Gutes tun« steigt! Ab sofort können sich Interessierte online für

das Lauf-Event unter www.laufenundgutestun.de anmelden, das am 6.

September 2025 zum 21. Mal in St. Vit stattfinden wird.

Teilnehmer haben die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Lauf-Distanzen,

darunter Bambini, 2 km, 4,8 km, 10 km und unter den Inlinerstrecken

2 km, 4 km und 10 km zu wählen.Die Online-Anmeldung ist

einfach und benutzerfreundlich gestaltet. Interessierte können sich

bis zum 2. September 2025 anmelden. Wie in jedem Jahr wird ein Rahmenprogramm

mit Live-Musik, Food-Ständen und Aktivitäten für Jung

und Alt angeboten. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen

Website von Laufen und Gutes tun.

Foto: Laufen und Gutes tun

18

Das Stadtgespräch


3 Ausnahmsweise Donnerstag:

Tord Gustavsen kommt am

20. November ins Abrahams

Foto: Sam Harfouche / ECM Records

Der Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück

hat den Vorverkauf zur neuen

Spielzeit gestartet: Es gibt derzeit

(nur) bei der Flora Westfalica am

Rathausplatz die Abokarten für

alle fünf Konzerte im Abrahams

zu erwerben. Am Mittwoch, den 2.

Juli beginnt dann der Verkauf von

Einzelkarten sowohl bei der Flora

Westfalica als auch im Webshop

der Fora Westfalica.

Zum Auftakt werden am 17.

September fünf schweizer Musikerinnen

und Musiker um die

Saxofonistin Nicole Johänntgen

im stimmungsvollen Ambiente

des Rhedaer Eventlocals »Abrahams«

auftreten. Am 29. Oktober

kommt der Kölner Gitarrist Philipp

Brämswig mit seinem Trio. Schon

jetzt als Saison-Höhepunkt gehandelt,

wird das Gastspiel des

norwegischen Pianisten Tord

Gustavsen mit seinem Trio am 20.

November. Dafür weicht der Club

ausnahmsweise einmal auf einen

Donnerstag als Veranstaltungstag

aus. »Für Tord Gustavsen mussten

wir diese Ausnahme von unserer

Mittwochs-Regel machen« erklärt

Club-Vorsitzender Leo Lübke,

selbst ausgemachter Fan des

Norwegers.

Nach dem Jahreswechsel widmen

sich am 4. Februar die Sängerin

Adi Ginea Wolf und der Pianist

Jan Luley dem Werk von Nina Simone.

Sie repräsentiert einen der

Nächste Spielzeit

im Abrahams

vielen Zweige des amerikanischen

Jazz, den die US-Bürgerrechtlerin

Nina Simone selbst »Black Classical

Music« nannte.

Vorerst nicht verraten wird, wer

am 22. April 2026 als Local Hero zum

Saisonabschluss spielen wird. Dass

die Trompete im Mittelpunkt steht,

wollen die Programmmacher schon

verraten. Das Instrument spricht

also für einen Aktiven aus der reichen

heimischen Bläserszene.

Die Anzahl der Abonnements

ist auch in diesem Jahr begrenzt.

»Wir wollen so unterschiedlich

vielen Jazz-Interessierten ihre

Live-Erlebnisse ermöglichen«,

sagt die zweite Vorsitzende Susanne

Rauh-Meißnest. Die Preise

für Einzelkarten und Abos sind unverändert.

Zu allen Konzerten soll

es an der Abendkasse kurz vor Konzertbeginn

weiterhin für Unter-

27-Jährige den spontanen und ermäßigten

Eintritt von 10 Euro geben

– wenn die Karten nicht vorab

vollständig ausverkauft wurden.

Programm, Preise und Links

im Webshop finden sich auf

jazz-club-rheda-wiedenbrueck.de.

17 09 25

NICOLE

JOHÄNNTGEN

ROBIN

20 00 Uhr | Abrahams

Rheda-Wiedenbrück

VVK über Flora Westfalica und www.eventim.de

Abendkasse und Restaurant ab 18:30 Uhr

Mehr auf www.jazz-club-rheda-wiedenbrueck.de

MIT FREUNDLICHER

UNTERSTÜTZUNG U.A. VON:

Das Stadtgespräch

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19


Schürmann, 5. Dr. Konstantin Setzer,

6. Patrick Kosel, 7. Peter Woste,

8. Kathrin Söbke, 9. Alexander

Siefert, 10. Lisa Elbracht, 11. Frederik

Gruß, 12. Christina Coban, 13 Tanja

Himmelspach, 14. David Hanschur,

15. Michael Pfläging, 16. Christoph

Sandhäger, 17. Ralf Harz, 18. Gabriele

Bremke-Moenikes, 19. Stefan

Schlepphorst, 20. Jon Pecani, 21.

Julia Winter, 22. Pascal Moerchel,

23. Katharina Pasek.

B

1 Für ein grünes Rathaus Foto: Bündnisgrüne, S. Jonek

Bereit für die Kommunalwahl 2025

Wahlkreiskandidaten, Listen der Parteien, Statements und Projekte

(Kem) »Das Stadtgespräch« berichtet

in dieser Ausgabe über die

Kandidaten und Programme von

CDU, move und Bündnisgrünen zur

Kommunalwahl am 14. September

2025. Im August stellen wir SPD,

FDP, Die Linke und FWG e. V. vor.

CDU

Wahlbezirksliste (Direktkandidaten):

Wk 1 Dr. Jörn Fleiter (Ersatzkandidat

Pascal Moerchel),

Wk 2 Gabriele Bremke-Moenikes

(Hubert Peter), Wk 3 Kathrin Söbke

(Manfred Schöne), Wk 4 Patrick

Kosel (Jonas Hoheisel), Wk 5 Frederik

Gruß (Ulrich Strecker), Wk 6

Michael Pfläging (Lennart Bänisch),

Wk 7 Tanja Himmelspach (Hendrik

Hemke), Wk 8 Michael Lakenbrink

(André Schulte), Wk 9 Rüdiger

Lückheide (Katharina Pasek), Wk 10

David Hanschur (Norbert Dieste),

Wk 11 Peter Woste (Björn Kammertöns),

Wk 12 Dr. Konstantin Setzer

(Axel Münstermann), Wk 3 Christina

Coban (Markus Wallmeyer),

Wk 14 Stefan Schlepphorst (Jon

Pecani), Wk 15 Ralf Harz (Markus

Stratmann), Wk 16 Alexander Siefert

(Michael Fehlbier), Wk 17 Frank

Schürmann (Johannes Deittert),

Wk 18 Lisa Elbracht (André Hünemeier),

Wk 19 Christoph Sandhäger

(Matthias Matthias)

Listenplätze (Reserveliste): 1. Dr.

Jörn Fleiter, 2. Rüdiger Lückheide,

3. Michael Lakenbrink, 4. Frank

5 Kandidaten der CDU zur Kommunalwahl Foto: Tobias Becker/Casmedia

Statements: Die CDU Rheda-Wiedenbrück

hat ein neues Team fachlich

und inhaltlich gut aufgestellt!

Die Proportion Frau/Mann, jünger/

älter und auch mit Erfahrenheit

von Ratskollegen/Ratskolleginnen

stimmt! Der Fraktionsvorsitzende

Uwe Henkenjohann dankte der

Stadtverbandsvorsitzenden Aysegül

Winter für die Vorbereitungen

und beglückwünschte sehr herzlich

Theo Mettenborg zur Wiederwahl

als Bürgermeisterkandidat

der CDU und bedankte sich für

die enge vertrauensvolle Zusammenarbeit

der letzten 16 Jahre, die

nochmal aufgrund der unfairen

Angriffe aus anderen Fraktionen/

Parteien seit 2020 auf die Person

des Bürgermeisters eine noch stärkere

wurde. Er rief allen Kandidaten

zu, sich für Rheda-Wiedenbrück

mit Spaß und Freude einzusetzen

und mit Herzblut in den Wahlkampf

zu gehen. Sodann sprach

der Fraktionsvorsitzende Themen

der Fraktion an, wie z.B. ZUE, Südring,

Haushalt 2025.

Winter unterstrich, dass Respekt,

offener Dialog und das gemeinsame

Miteinander der Grundpfeiler

in unserer Stadt seien. Bürgernähe

bedeute, dass »wir die Anliegen der

Bürgerinnen und der Bürger ernst

nehmen und aktiv an Lösungen arbeiten«.

Diese müssten nachvollziehbar

sein. Die Stadtentwicklung

müsse zudem umweltschonend

sein. Jeder Mensch gehöre dazu,

unabhängig von Herkunft oder

Lebenssituation. Bürgerbeteiligung

und Zukunftsorientierung

sei unerlässlich. In eigener Sache

sagte sie, dass sie sich bewusst

nicht zur Wahl stelle: »Wir haben

20 Das Stadtgespräch


mehrere engagierte Kandidatinnen

und Kandidaten in unseren Reihen,

denen ich großes Vertrauen entgegenbringe

und die ich gerne unterstützen

werde«.

Biogas für die Beheizung des

Schulzentrums Rheda: Die Fraktion

und der Stadtverband der CDU

setzen sich dafür ein, dass das

Schulzentrum Rheda und dort einige

Wohnbereiche mit thermischer

Energie aus Biogas der Landwirte

Markus und Annette Witte beheizt

werden. Sie wollen ein hochflexibles

Satelliten-BHKW mit zirka 7,5

MW elektrischer Leistung errichten.

Das BHKW hat etwa die 8-fache

Leistung wie die Biogasanlage

so dass diese nur rund 3 Std. pro

Tag laufen muss, um das produzierte

Gas zu verstromen. Dadurch

wird es möglich, den Strom dann

zu erzeugen, wenn er im Stromnetz

gebraucht wird. Gleichzeitig

fällt bei der Stromerzeugung

Wärme an. Diese wird in einen

Wärmespeicher geleitet und kann

dann bei Bedarf zur Beheizung der

Schulen und von Wohnungen genutzt

werden.

move

Wahlbezirksliste: Wk 1 Andreas

Gernhold, Wk 2 Christian Kottmann,

Wk 3 Thomas Mader, Wk 4 Thomas

Theilmeier, Wk 5 Melanie Stuhlweißenburg,

Wk 6 Ralf Landwehr, Wk 7

Michael Kleinschroth, Wk 8 Ulrich

Schlottmann, Wk 9 Gudrun Bauer,

Wk 10 Hermann-Josef Pierenkemper,

Wk 11 Melanie Beforth, Wk 12

Henrik Güth, Wk 13 Ronald Hurman,

Wk 14 Christoph Garle, Wk 15 Martin

Hünten, Wk 16 Mario Brinkhaus, Wk

17 Marco Kerkeling, Wk 18 Birgit Littke,

Wk 19 André Filies.

1 Kandidaten Bündnisgrüne Foto: S. Jonek

Listenplätze: 1 Thomas Theilmeier-Aldehoff,

2 Andreas Gernhold, 3.

Gudrun Bauer, 4. Martin Hünten, 5.

Melanie Stuhlweißenburg, 6. Mario

Brinkhaus, 7. Christoph Garle, 8.

Thomas Mader, 9. Hermann-Josef

Pierenkemper, 10. Birgit Littke, 11.

Ronald Hurman, 12. Michael Kleinschroth,

13. Ulrich Schlottmann, 14.

André Filies, 15. Melanie Beforth,

16. Ralf Landwehr, 17. Christian

Kottmann, 18. Marco Kerkeling, 19.

Henrik Güth, 20. Christian Eckert,

21. Besim Stefanus, 22. Lukas Köpp

Move ist eine Wählergemeinschaft

für Rheda-Wiedenbrück, ein Team

aus alteingesessen und neu hinzugezogenen

Bürgern, von erfahrenen

Politikern bis zu Neueinsteigern,

von jung bis alt – aber alle

haben eins gemeinsam: das Ziel,

etwas zu bewegen, schreibt move

auf Facebook.

Städtebauliches Entwicklungskonzept

»Schanze«: Seit Jahrzehnten

versucht die Stadt, das

wenig attraktive Areal »Schanze«

einer städtebaulichen Entwicklung

zuzuführen. Ein Architektenwettbewerb

wurde durchgeführt und

letztlich im Jahre 2023 ein externes

Planungsbüro aus Coesfeld

erneut damit beauftragt, hier ein

Vorankommen zu ermöglichen. All

diese Versuche scheiterten an der

nicht geregelten Flächenverfügbarkeit.

Die Wählergemeinschaft

move hat sich dieses Themas unter

Kontaktaufnahme mit allen q

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Das Stadtgespräch

21


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Beteiligten sowie in Kooperation

mit dem heimischen Architekten

Michael Manges angenommen.

Michael Manges hatte beim Architektenwettbewerb

Anfang der

2000er Jahre ebenfalls teilgenommen

und verfügte somit noch über

fundiertes Hintergrundwissen

bzgl. der Besonderheiten vor Ort,

was sich als sehr wertvoll erwies.

Kern der Planung ist die vollständige

Eliminierung der Ampelkreuzung

Schanze/ Hauptstr. durch

die Schaffung eines Kreisverkehrs

in Höhe Hauptstr. / Lümmernweg.

Dadurch steht die gesamte Ampelkreuzung

und deren Nebenbereiche

für die städtebauliche Entwicklung

zur Verfügung. Dort entsteht

ein verkehrlich beruhigtes Quartier

am Rhedaer Tor mit Anbindung an

die Naherholungsflächen der Ems.

Der Durchgangsverkehr wird ohne

Ampel in einer leichten S-Kurve

durchgeleitet bis auf den mittleren

Abschnitt der Schanze am nördlichen

Rand der neuen WEKA-Fläche.

Vorteile: Faktisch qm-gleicher

Ringtausch der Anliegerflächen

ohne Notwendigkeit eines Flächenerwerbs.

Bewegen in den bestehenden

Bebauungsplänen »An der

Schanze« (Nr. 35) und »Rhedaer Tor«

(Nr. 278). Daher keine langwierige

Neuaufstellung nötig.

Es entstehen sowohl Wohnraum

als auch Gewerbeflächen in unmittelbarer

Nähe zur Altstadt.

Wohnraum innenstadtnah bedeutet

eine zusätzliche Belebung der

Innenstadt.

Entstehung eines Tourist-Points

inkl. Mobilitätsstation, Car-Sharing,

Fahrradverleih, z. B. in Regie

der Stadt, bereits mitgedacht. Weiterhin

zentrumsnahes Parken zur

Stützung des lokalen Einzelhandels

– Parkfläche wurde nur verschoben.

Unter dem neuen Quartier entsteht

teilöffentliche Tiefgarage als zusätzliche

Parkfläche.

Bündnisgrüne

Wahlbezirksliste: Wk 1 Hermann

Heller-Jordan, Wk 2 Andreas Kilk,

Wk 3 Hagen Klauß, Wk 4 Thomas

Birwe, Wk 5 Birgit Kaupmann, Wk 6

Andreas Hahn, Wk 7 Jenny Wedler,

Wk 8 Alwin Wedler, Wk 9 Willi Repke,

Wk 10 Bernd Mester, Wk 11 Dr.

Christiane Braun, Wk 12 Dr. Carin

Gröne, Wk 13 Volker Brüggenjürgen,

Wk 14 Hubert Leiwes, Wk 15 Leon

Thumel, Wk 16 Sandra Reffold, Wk

17 Dieter Epkenhans, Wk 18 Norbert

Walgern, Wk 19 Klaus Zerbin.

Reserveliste: Christiane Braun,

2. Volker Brüggenjürgen, 3. Birgit

Kaupmann, 4. Herman Heller-Jordan,

5. Jenny Wedler, 6. Leon Thumel,

7. Alwin Wedler, 8. Hagen

Klauß, 9. Andreas Hahn, 10. Klaus

Zerbin, 11. Sandra Reffold, 12. Bernd

Mester, 13. Norbert Walgern, 14.

Lot har Schwenke, 15. Dieter Epkenhans,

16. Andreas Kilk, 17. Karin

Lunte-Brüggenjürgen, 18. Willi Repke,

19. Thomas Birwe, 20. Hubert

Leiwes, 21. Carin Gröne, 22. Ralf

Gottsleben, 23. Julian Brinkmeier.

»Vorwärtsdenken. Gründenken.«

Die Bündnisgrünen wollen mit einem

starken Team, das mit Klarheit,

Kraft und Konsequenz antritt, in

der kommenden Wahlperiode viel

bewegen – für alle, die hier leben,

arbeiten oder einfach gerne in Rheda-Wiedenbrück

unterwegs sind.

Klimaschutz: Klimapolitik braucht

klare Entscheidungen – ob bei der

Energieversorgung neuer Baugebiete

ausschließlich mit erneuerbaren

Energien, beim Ausbau von

Verschattungsräumen durch mehr

Bäume in den Innenstädten oder

durch weniger Flächenversiegelung

insgesamt. Rheda-Wiedenbrück

hat 2022 wichtige Klimaziele beschlossen.

Jetzt gilt: mutig umsetzen

statt weiter vertagen!

Mobilitätsgerechtigkeit: Das bedeutet:

mehr Raum einplanen für

Fußgängerinnen und Radfahrerinnen,

weniger Flächen für den

ruhenden und fahrenden Verkehr.

Wir fordern Shuttle-Busse im

Taktverkehr zwischen Rheda und

Wiedenbrück, echte Fahrradstraßen

in Top-Qualität und einen öffentlichen

Nahverkehr, der wirklich

funktioniert. Der geplante Südringschluss

ist für uns ein Rückschritt.

22 Das Stadtgespräch


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1 Schanze – Konzept

Soziales Miteinander: Wir stehen

für eine Stadt, in der niemand

ausgeschlossen wird. Wir setzen

uns entschieden gegen dumpfe

Hassparolen ein. Wir wollen mehr

Freizeit- und Kulturangebote,

die auch für Mitbürgerinnen mit

kleinem Geldbeutel erschwinglich

sind.

Innenstädte: Unsere Zentren

sollen lebendige, attraktive Orte

bleiben – zum Leben, Arbeiten,

Einkaufen und Begegnen. Dafür

braucht es neue Ideen, z. B. durch

die Umnutzung leerstehender Büroräume

in Wohnraum, mehr konsumfreie

Aufenthaltsflächen und

öffentliche Räume mit einer hohen

Aufenthaltsqualität. Gemeinsam

mutiger: Eine zukunftsfähige Stadt

braucht den Mut, alte Denkmuster

zu hinterfragen. Dazu gehört auch,

offen mit dem demografischen

Wandel und veränderten Arbeitsund

Lebensformen umzugehen

– Stichwort Homeoffice, Co-Working,

neue Wohnkonzepte.

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1 Kandidaten von move

Das Stadtgespräch

23


1 Königspaar Isabella I. Borg und Andre I. Pegidis mit dem Thron aus Meike und Kai Küsterameling, Anna und Jörn Großerohde, Sina und Leonhard Weiler, Saskia und Daniel

Heidfeld, Anna-Lena und Philip Kampschäfer, Leonie Vogelsang und Andre Walter, Alicia Möllenbrock und Marc Hagemann, Linda Schmidt und Alexander Dörr, Laura Münstermann

und Lukas Wiemann sowie Viola und Alexander Schalück sowie Hdie Thronadjutanten Marlen Himmelhaus und David Linnenbrink

Herzliche Einladung zum

Schützenfest in Batenhorst

St.-Hubertus-Schützen feiern

(Kem) Vom 26. bis 28. Juli heißt es an der Batenhorster Hubertushalle

wieder »Im Gleichschritt, Marsch!«. In ihrem 177. Vereinsjahr laden die

St.-Hubertus-Schützen in die dort errichteten Festzelte zum Schützenfest.

»Wir freuen uns riesig. Unser Schützenfest wird auch in diesem

Jahr ein Highlight in der Dorfgemeinschaft sein«, findet Oberst Thomas

Reckmann.

Für dieses Ereignis putzt sich das Dorf am Patkenbach mit Fahnenschmuck

natürlich besonders heraus; grün und weiß soweit das Auge

reicht. Auch die Residenz der Regentin Isabella Borg in Wiedenbrück wird

von ihren Nachbarn liebevoll geschmückt. Jetzt steht in Batenhorst nur

noch herrliches Schützenfestwetter auf dem Wunschzettel.

Erste Königin in Batenhorst

Mit dem Schützenfest endet am Sonntag die Amtszeit der ersten amtierenden

Königin in der langen Vereinsgeschichte der Batenhorster

Grünröcke. »Es war mir eine große Ehre und Freude, als erste Frau die

Würde der amtierenden Königin unserer Bruderschaft zu übernehmen«,

erzählt Majestät Isabella I. Borg und blickt dabei auf ein unvergessliches

Thronjahr zurück. Die 31 Jahre junge Schützin hatte im letzten Jahr mit

dem 114. Schuss den hölzernen Adler zu Fall gebracht. Sie setzte damit

eine beeindruckende Familientradition fort: Schon ihre Eltern, Bernd und

Christa Borg, regierten das Batenhorster Schützenvolk im Jahr 2016/17

genauso wie ihr Onkel Werner Wixmerten bereits 1997/1998. Als König

an ihrer Seite kam niemand anderes als ihr Lebensgefährte Andre Pegidis

infrage.

Ein tolles Regentschaftsjahr

Seit der Übernahme der königlichen Insignien von Kaiserpaar Siegfried

und Michaela Ströker führt Königin Isabella I. gemeinsam mit ihrem

König Andre I. die St. Hubertus Schützenbruderschaft Batenhorst 1848

durch ein großartiges Königinnenjahr. Ihr Thron besteht aus Meike und

Kai Küsterameling, Anna und Jörn Großerohde, Sina und Leonhard Weiler,

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24 Das Stadtgespräch


1 Jugendkönigin Pia Oesterwiemann

Saskia und Daniel Heidfeld, Anna-Lena

und Philip Kampschäfer,

Leonie Vogelsang und Andre Walter,

Alicia Möllenbrock und Marc

Hagemann, Linda Schmidt und Alexander

Dörr, Laura Münstermann

und Lukas Wiemann sowie Viola

und Alexander Schalück. Dazu

kommen die Thronadjutanten

Marlen Himmelhaus und David

Linnenbrink. »Unser Thron stand

uns bei all unseren Aktivitäten

immer zuverlässig zur Seite, und

wir haben so manches Fest gefeiert!

Die Besuche bei den Festen

und Jubiläen unserer befreundeten

Vereine waren einfach super.

Mein König und ich bedanken uns

ebenfalls beim gesamten Verein

für dieses grandiose Jahr, was

wir mit euch erleben durften«,

schwärmt Bella.

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Heizen mit Wärme

aus der Luft.

Auch beim Nachwuchs regieren die Damen

Noch bis Schützenfestmontag regiert Pia Oesterwiemann die Jungschützen.

Die 22-jährige Erzieherin vertritt die Batenhorster Jungschützendamen

und -herren bei allen auswärtigen Schützenfesten stets glänzend,

wobei sie immer von einer stolzen Truppe der fast 300 Mitglieder zählenden

Jungschützenkompanie begleitet wird. »Danke für die schöne

Zeit und die vielen gemeinsam besuchten Feste«, blickt die Jungschützenkönigin

auf ihr bisheriges Schützenjahr zurück.

Dank der Schützenbruderschaft

»Unser Königspaar Isabella I. Borg und Andre I. Pegidis mit ihrem Throngefolge

haben unsere Schützenbruderschaft mit großer Freude und starkem

Einsatz souverän repräsentiert. Dafür bedanken wir uns herzlich bei

ihnen. Wir wünschen den Majestäten und der Throngesellschaft zum

Abschluss ihres Thronjahres ein wunderschönes, unvergessliches Fest«,

so Brudermeister Jörg Hinse.

Die oder der Nachfolger von Königin Isabella wird am Schützenfestsonntag

beim Vogelschießen ermittelt. Zuvor versammeln sich die

Schützen jedoch zum Antreten auf der Festwiese, um ein letztes Mal

ihr Königspaar vom Vereinslokal abzuholen und anschließend die Königsparade

von ihnen abnehmen zu lassen.

Im Anschluss an das Vogelschießen feiern die Schützen ihre neuen

Regenten in den Festzelten.

Die Jungschützen ermitteln am Montag ihre neue Majestät beim

Wettkampf an der Vogelstange und verabschieden ihre Königin Pia beim

Festmarsch vor ihrem Vogelschießen.

Der Vorstand

»Mit unseren Mitgliedern und unserem Festwirt haben wir alles für unser

Schützenfest bestens vorbereitet und freuen uns auf drei unbeschwerte

schöne Festtage. Wir laden alle Schützenschwestern und Schützenbrüder,

alle Batenhorsterinnen und Batenhorster – ob alt eingesessen

oder neu zugezogen – sowie alle unsere Freunde von nah und fern zu

unserem Schützenfest nach Batenhorst am Hellweg ein«, betont Major

Jörg Markmann.

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Das Stadtgespräch

25


1 Ehrenthrongesellschaft 50 Jahre: Das Königspaar Josef II. Kruse und Anneliese I. Wiemann regierte das »Königsreich« Batenhorst. Dem Hofstaat gehörten an: (v. l.) Ruth u.

Herbert Hänel, Christine u. Josef Brinkrolf, Marlies u. Theo Ralenkötter, Käthe u. Paul Schnusenberg, Hermann Wiemann, Königin Anneliese Wiemann u. König Josef Kruse, Änne

Kruse, Hermann u. Anneliese Langhorst, Hermann u. Elisabeth Bünte, Anton u. Maria Walljasper

Tag der Schützenbruderschaft

Zum Tag der Schützenbruderschaft laden die Hubertusschützen in diesem

Jahr am 4. Juli ab 18.30 Uhr auf den Dorfplatz an der Herz Jesu Kirche

ein. Vor Ort werden treue Schützenschwestern und Schützenbrüder für

25 Jahre und 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Außerdem werden an diesem

Tag die besten Schützen des Kordelschießens geehrt. Im Anschluss

geht es zu den Klängen des Spielmannszuges der Werkfeuerwehr Westag

AG zur Hubertushalle, um dort einen unbeschwerten geselligen Abend

zu verbringen.

Vorbereitung des Schützenplatzes

Am Freitag, den 11. Juli bereitet die Batenhorster Bruderschaft ihren Festplatz

vor. »Unsere Hubertushalle und unser Schützenplatz werden für

das anstehende Schützenfest aufgehübscht oder anders gesagt, wir

sorgen für Ordnung. Um 18.00 Uhr starten wir mit unserer jährlichen

Aktion, bei der wir unseren Schützenplatz für das Schützenfest vorbereiten,

reinigen und von manchem Grünzeug befreien«, berichtet der

Stellvertretende Brudermeister Björn Michel. Helfende Hände sind eingeladen

vorbeizukommen und mit anzupacken. Wer mag, darf gerne seine

Heckenschere, Schaufel oder sonstiges (Garten)-Werkzeug. mitbringen.

»Was gibt es schöneres, als den Blick auf die Vogelstange freizulegen

oder endlich dieses olle Unkraut auf dem Platz zu beseitigen«, ergänzt

Jörg Hinse. »Zum Abschluss wollen wir noch einen gemütlichen Abend

miteinander verbringen.«

»Wir sind Batenhorst – Wir sind Bruderschaft.«

Im Namen des Vorstands der St. Hubertus Schützenbruderschaft

Jörg Hinse, Brudermeister

Björn Michel, stellvertretender Brudermeister

Thomas Reckmann, Oberst

Zeitplan

Samstag, 26. Juli

18.00 Uhr Antreten der Schützen auf dem Festplatz mit Beförderungen

und Auszeichnung verdienter Schützen, anschließend

Abholen des Königspaares vom Vereinslokal Hubertuskrug

zum großen Zapfenstreich auf der Festwiese

21.00 Uhr Tanz in den Festzelten, Disco-Abend in der Long-Drink-Bar

1 Ehrenthrongesellschaft 75 Jahre: Die Majestäten Karl I. Westhues und Maria I. Großelümern hatten die Schützenbruderschaft souverän repräsentiert. Den Thron bildeten:

(v. l.) Grete Lohmann u. Heinrich Wonnemann, Elli Surmann u. Hugo Krug, zu diesem Paar liegt leider kein Name vor, Grete Heiermeier u. Bernhard Lohmann, Agnes Westhues u.

Josef Heiermeier, König Karl Westhues u. Königin Maria Großelümern, Theo Wonnemann

26 Das Stadtgespräch


1 Königspaar Isabella I. Borg und Andre I. Pegidis

Sonntag, 27. Juli

06.00 Uhr Wecken durch den Spielmannszug der Werkfeuerwehr

Westag AG

09.15 Uhr Antreten der Schützen auf dem Dorfplatz vor der Herz-

Jesu-Kirche

09.30 Uhr Festgottesdienst, anschließend Kranzniederlegung am

Ehrenmal

11.00 Uhr Aufsetzen des Vogels und Frühschoppen im Festzelt

15.00 Uhr Antreten der Schützen auf dem Festplatz zum Abholen des

Königspaares vom Vereinslokal Hubertuskrug

15.45 Uhr Königsparade

16.30 Uhr Kinderbelustigung

17.30 Uhr Großes Vogelschießen

20.00 Uhr Beginn des Festballs

21.00 Uhr Proklamation des neuen Königspaares

22.00 Uhr Disco-Abend in der Long-Drink-Bar

Montag, 28. Juli

09.30 Uhr Schützenfrühstück im Festzelt

10.30 Uhr Frühschoppen mit Auszeichnung verdienter Schützen

16.00 Uhr Antreten der Schützen auf dem Festplatz zum Abholen des

Königspaares vom Vereinslokal Hubertuskrug, anschließend

Königsparade

17.45 Uhr Jungschützen-Vogelschießen

20.00 Uhr Empfang der Gastvereine, anschließend Beginn des Festballs

23.00 Uhr Disco-Abend in der Long-Drink-Bar

Samstag und Sonntag: Große Verlosung mit wertvollen Preisen. Das

Musikprogramm zum Schützenfest gestalten die Blaskapelle Musikfreunde

Bokel, Tanzband Relax und die Spielmannszüge Rheda, St.

Lambertus Schützenbruderschaft Langenberg e. V. sowie der Werkfeuerwehr

Westag AG.

Telefon am Festplatz: 05242/35743, Taxi ist am Festplatz. Jugendliche

unter 18 Jahren haben ab 22.00 Uhr nur in Begleitung Erziehungsberechtigter

Zutritt. Es finden Ausweiskontrollen statt. Festwirt ist Eventgastro

Strohbücker GmbH, Everswinkel.

Das Stadtgespräch

27


Jobbörse für die Region

Auf dieser Doppelseite finden Sie interessante Jobangebote ...

Karriere in der Lebensmittelindustrie

Foto: © adobe stock

Egal ob Global Player oder Familienbetrieb – die Lebensmittelbranche

befindet sich im Umbruch. Rohstoffverknappung, Klimawandel und

veränderte Konsumgewohnheiten der Verbraucher sind die aktuellen

Herausforderungen, die auf die gesamte Lebensmittelindustrie einwirken.

In Zukunft wird die Verfügbarkeit und Sicherheit von Lebensmitteln

noch wichtiger werden wie auch das Erreichen anspruchsvoller Nachhaltigkeitsziele

entlang der gesamten Produktionskette.

Besonders die Fleischerzeugung und die fleischverarbeitende Industrie

stehen vor großen Herausforderungen. Hohe Qualitätsansprüche,

gepaart mit dem Wunsch nach nachhaltigerem Umgang mit Ressourcen

und vor allem auch mehr Tierwohl, nehmen einen immer größeren Stellenwert

ein und fördern die Nachfrage nach innovativen Lösungen.

Die Arbeit in der Lebensmittelindustrie ist mit viel Verantwortung

verbunden, schließlich sichert sie die Versorgung der Bevölkerung mit

Nahrung. Wichtigstes Ziel ist es, neben der Qualität auch Sicherheit,

Vielfalt und Verfügbarkeit zu einem angemessenen Preis zu bieten. Verlässlichkeit,

Qualität, Partnerschaft und Fairness sind die wichtigsten

Grundsätze beim Produkt und im Umgang mit allen Mitarbeitern.

So vielfältig die Lebensmittelindustrie ist, so vielfältig sind hier auch die

Berufsbilder – von der Lebensmittelverarbeitung über die Logistik, die

Technik bis hin zur kaufmännischen Abwicklung wie z. B. im Personalwesen,

Marketing, Controlling, Einkauf, Vertrieb oder in den Bereichen

Finanzen und Steuern. Die Lebensmittelindustrie bietet jede Menge interessanter

Jobs mit langfristiger Perspektive und die Chance zu gutem

Einkommen und einer erfolgreichen Karriere.

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- Elektroniker für Betriebstechnik*

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28 Das Stadtgespräch


Auszubildende

zum Dachdecker *

* Berufsbezeichnung bezieht sich auf w/m/d

Wir suchen Auszubildende zum Dachdecker (m/w/d)

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bei uns!

Die Ausbildung zum Dachdecker ist ideal für alle, die gerne an der

frischen Luft arbeiten, handwerklich geschickt sind und keine Höhenangst

kennen. In diesem Beruf geht es hoch hinaus – wortwörtlich.

Dachdecker sorgen dafür, dass Gebäude sicher, wetterfest und energieeffizient

sind. Sie decken Dächer mit verschiedenen Materialien

wie Ziegeln, Schiefer oder Metall, bringen Dämmstoffe an und führen

Abdichtungsarbeiten durch. Auch die Montage von Dachfenstern,

Solaranlagen oder Blitzschutzanlagen gehört zum Aufgabenbereich.

Während der dreijährigen dualen Ausbildung – also im Wechsel

zwischen Betrieb und Berufsschule – lernen angehende Dachdecker

sowohl praktische Fertigkeiten als auch theoretisches Hintergrundwissen.

Dazu gehören u. a. Materialkunde, Arbeitssicherheit, das Lesen

von Bauplänen und die Anwendung moderner Techniken und Maschinen.

Teamfähigkeit und körperliche Belastbarkeit sind in diesem

Beruf ebenso wichtig wie ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen.

Wer handwerklich arbeiten möchte und kein Problem damit hat, bei

Wind und Wetter draußen zu sein, findet in diesem Beruf eine spannende

und zukunftssichere Perspektive. Denn Dächer werden immer

gebraucht – ob bei Neubauten, Sanierungen oder Modernisierungen.

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung bieten sich viele Weiterbildungs-

und Aufstiegsmöglichkeiten, etwa zum Dachdeckermeister,

Techniker im Bereich Bautechnik oder sogar ein Studium im Bauwesen.

Ihr Dach ist

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G

Großer Ausflug zum

Tierpark Olderdissen

Kita St. Pius feiert 60. Geburtstag

Ein ganz besonderer Tag liegt hinter den Kindern und Erzieher/innen

der Kita St. Pius: Zum 60-jährigen Bestehen der Einrichtung machten

sich am Mittwoch, dem 14. Mai, insgesamt 101 Kinder und das gesamte

Team auf den Weg in den Tierpark Olderdissen in Bielefeld – bei strahlendem

Sonnenschein und bester Laune.

Schon vor der Abfahrt wartete eine besondere Überraschung: Jedes

Kind erhielt ein eigens gestaltetes Armband – verziert mit dem Kita-

Logo, dem Geburtstagslogo und den fünf Gruppentieren der Einrichtung.

Dieses Armband war nicht nur ein schönes Erinnerungsstück,

sondern diente auch als persönliches Eintrittsticket und Erkennungszeichen

für den großen Ausflug.

Bereits die Anreise mit drei großen Reisebussen war für viele Kinder

ein echtes Highlight. Mit leuchtenden Augen bestaunten sie den

Bus und die Umgebung während der Fahrt und freuten sich auf das

gemeinsame Abenteuer. Nach der Ankunft im Tierpark stimmten sich

alle Gruppen mit dem eigens für die Kita umgeschriebenen Geburtstagslied

»Weißt du, was jedes Kind braucht?! – 60. Jahre Kita St. Pius

– das sind WIR!« auf den besonderen Tag ein.

Das Stadtgespräch

Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen und Erziehern sowie mit Bollerwagen,

Trinkflaschen und reichlich Picknick-Verpflegung ausgestattet,

erkundeten die fünf Gruppen den weitläufigen Tierpark. Dort gab es

viel zu entdecken: Vom neugierigen Waschbären über Wildschweine,

Ziegen und Bisons bis hin zu Rehen und Luchsen – die Kinder erlebten

die heimische Tierwelt aus nächster Nähe und mit großer Begeisterung.

Nach rund drei Stunden voller Eindrücke trafen sich die fünf Gruppen

zum gemeinsamen Mittagessen wieder. Mit warmen Würstchen,

knusprigem Baguette und frischer Rohkost stärkten sich alle, bevor

es wieder in die Busse Richtung Heimat ging.

Müde, aber glücklich kehrten die Kinder nach einem rundum gelungenen

Ausflug nach Rheda-Wiedenbrück zurück – mit vielen schönen

Erinnerungen im Gepäck und dem Gefühl, Teil einer besonderen

Gemeinschaft zu sein.

29


DAS STADTGESPRÄCH BEQUEM AUF

DEM HANDY ODER TABLET LESEN.

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1 Zwei der ersten Stunde sind Bernhard Rottmann und Ideengeber

Sebastian Gehle. Daran wird deutlich, dass Motorradfahren

ein Hobby Ufür viele Generationen ist und das verbindet.

Unser Zehnter

Motorradfahrer erhalten den Segen für

ihre Fahrten auf zwei Rädern

(wl) Der Segen, den die Biker beim Motorrad-Gottesdienst

erhalten, ist zwar kein Garant für eine unfallfreie

Zeit, aber gibt den Zweiradfahrern ein gutes

Gefühl, wenn sie auf ihren oftmals PS-starken Maschinen

durch die Landschaft fahren. Das bestätigt

auch Bernhard Rottmann aus Rheda-Wiedenbrück,

der am beim 10. Ökumenischen Motorrad-Gottesdienst

dabei war und bislang keinen ausgelassen

hat. »Es ist immer ein schöner Gottesdienst, wir machen

im Anschluss eine tolle Ausfahrt und der Segen

hilft mir«, betont der Ruheständler, der schon lange

auf zwei Rädern unterwegs ist. Viele Teilnehmer

würden sich kennen und an Gesprächsstoff würde

es nie mangeln.

Und weil der zehnte Biker-Gottesdienst ein

kleines Jubiläum ist, rückten Pfarrer Marco Beuermann,

Gemeindereferent Hartmut Lengenfeld und

Diakon Augin Yalcin gemeinsam die Zahl 10 in den

Mittelpunkt. Die 10 sei bei vielen Anlässen etwas

Besonderes. Wie etwa der zehnte Geburtstag, der

zehnte Hochzeitstag, die zehn Gebote und so auch

der zehnte Gottesdienst für die Motorradfahrer,

den sie somit einfach »Unser Zehnter« nannten.

Die Gruppe M.A.U. sorgte für die musikalische Untermalung

und das ebenfalls von Beginn an. Nur

ein einziges Mal mussten sie krankheitsbedingt

absagen. Vor 12 Jahren ist der Motorradfahrer Sebastian

Gehle mit der Idee an Marco Beuermann

getreten, doch einen Segnungsgottesdienst speziell

für Biker zu machen. Das hat er nicht erfunden.

In Hamburg gibt es das schon über viele Jahre

und Zigtausend Motorradfahrer nehmen dort teil.

»Ich habe mir seinerzeit gedacht, dass wir das hier

1 Diakon Augin Yalcin, Gemeindereferent Hartmut Lengenfeld

und Pfarrer Marco Beuermann segneten die Motorradfahrerinnen-

und fahrer nach dem Gottesdienst.

doch auch hinbekommen«, erzählt Gehle. Und das

hat geklappt. Beuermann nahm seinerzeit seinen

katholischen Kollegen Rüdiger Rasche dazu und

gleich beim ersten Mal kamen viele Teilnehmer.

Manchmal waren es auch Mofa- oder gar Fahrradfahrer,

die den Segen für die Freiluftsaison wollten.

Das Thema des ersten Gottesdienstes vor 12 Jahren

lautete: »Alles was du wissen musst, ist, dass der

Himmel brennt«. Es folgten jedes Jahr interessante

Themen wie »ein Selfie von Gott«, 8-Geben« oder

»Ach du grüne Neune«. Immer gerne auf die jeweilige

Zahl gerichtet. Coronabedingt fiel der beliebte

Gottesdienst zwei Jahre aus. Dass es einmal zu so

einer schönen Tradition wird, damit hätte niemand

gerechnet. Besonders nicht die Männer der ersten

Stunde, die heute noch dabei sind wie Beuermann

und Gehle. Der evangelische Pfarrer fährt selbst kein

Motorrad, sitzt aber traditionell bei Ulrich Strecker

als Sozius mit auf der Maschine. Die Kollekte ging

an die Notfall-Seelsorge im Kreis Gütersloh, die bei

schweren Unfällen und Notfällen Familien in den

ersten Stunden begleiten.

Leider spielte das Wetter in diesem Jahr nicht

mit. Immer wieder ergiebige Regengüsse ließen so

manchen treuen Teilnehmer zuhause bleiben oder

sie kamen ohne Maschine zur Kirche. Waren es in

den Vorjahren schon mal bis zu 100 Motorräder, die

den Parkplatz an der Kreuzkirche füllten, konnten

in diesem rund 25 gezählt werden. Auch Pfarrerin

Kerstin Pilz aus Langenberg kam mit ihrem Motorrad

vorbei, um teilzunehmen.

Den Segen mit Weihwasser verteilte vor der gemeinsamen

Ausfahrt Hartmut Lengenfeld mit der

Bitte an Gott, dass er die Fahrerinnen und Fahrer

vor Unglück und Schaden beschützt, ihnen Umsicht

und Vorsicht gibt, sie vor Unachtsamkeit anderer

Verkehrsteilnehmer bewahrt und sie immer wieder

wohlbehalten zu Hause ankommen lässt.

Nach der Ausfahrt, die wegen eines Gewitters

verkürzt wurde, gab es an der Kreuzkirche noch ein

Stück Jubiläumstorte und kühle Getränke und die

Gelegenheit zum geselligen Austausch.

30 Das Stadtgespräch


E

Eine Brücke über alle

Grenzen hinaus

1 Phil Holzweißig

Eine Brücke von Grenzen zur Grenzenlosigkeit hat der junge Mann in der

Mitte des Raums gebaut. Aus Leinwänden, Skulpturen und Kunstdrucken

baute der Künstler seine erste Einzelausstellung in Rheda-Wiedenbrück.

Vom 16. Mai bis 1. Juni konnten Kunstinteressierte die Ausstellung

»Schwerpunkt Freiheit« im Kunstladen in der Langen Straße besuchen.

Der Künstler Phil Holzweißig stellte hier in seiner ersten Einzelausstellung

Werke aus seinen letzten 1,5 Jahren Studium der Freien Kunst in

Münster aus.

Während der ursprünglich gelernte Maler und Lackierer in seiner

Ausbildung richtig und falsch und sich selbst in den Hintergrund seiner

Arbeit zu stellen lernte, begann er während seines Studiums, die Grenzenlosigkeit

der Kunst auszutesten.

Sich selbst als Mittelpunkt seiner Kunst zu betrachten, fällt ihm

noch schwer. Auch mit dem Begriff des Künstlers ist Phil bescheiden.

Seine Kunst spricht für sich. In jedem seiner Werke sind die Gegensätze

zu erkennen, aus denen der Künstler seine Kreativität zieht. Er

arbeitet mit verschiedenen Materialien, sodass mal unterschiedliche

Haptiken, mal Farbkontraste die Gegensätze bilden.

Der 23-Jährige beschäftigte sich in seiner Ausstellung mit dem Begriff

der Freiheit und damit, welche unterschiedlichen Bedeutungen dieser

für Menschen hat. Während für den einen ein sicheres Dach über dem

Kopf Freiheit bedeute, stelle dieses für einen anderen das Gefängnis

seiner Möglichkeiten dar.

Der junge Mann ging mit einigen offenen Fragen in seine Ausstellung

und geht nun mit neuen Erfahrungen und einigen Antworten aus

dieser heraus.

»Am schönsten war die Erfahrung für mich über den haptischen

Raum der Ausstellung hinaus, einen Raum zu schaffen, Brücken zwischen

ganz unterschiedlichen Menschen und über Altersgrenzen hinaus,

durch meine Kunst zu schaffen.«

Seine Kunst wurde zum Raum für Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebtes.

Ursprünglich fremde Menschen tauschten Geschichten aus ihrem

Leben mit Phil aus, die seine Kunst bei ihnen in Erinnerung rief. Die Geschichten

der Besucher/innen haben ihn sehr berührt. Sie werden dem

Künstler noch lange in Erinnerung bleiben und als neue Inspirationen

in seine zukünftigen Werke fließen.

Bei der nächsten Ausstellung hat der junge Mann mit den durchdringenden

blauen Augen sich fest vorgenommen, mutiger, frecher und

ausgefallener zu werden. Denn es werde definitiv eine nächste geben.

Phil ist froh, diesen ersten Schritt in die Öffentlichkeit mit seiner

Kunst gegangen zu sein und wird die neuen Kontakte und Erfahrungen

in der Kunstwelt nutzen, um sein Ziel weiter zu verfolgen, Gedanken

und Gefühle in visuelle Werke zu verwandeln.

»Meine Aufgabe als Künstler ist es, zwischen den Zeilen zu lesen und

das Gelesene wieder in Zeilen zu verpacken«. Alle Kunstinteressierten

können sich für zuküntige Ausstellungskooperationen oder Aufragsarbeiten

unter der E-Mail phil.hwg@gmail.com an den Künstler wenden.

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Das Stadtgespräch

31


LOCAL

HEROES

GEMEINSAM FÜR DEN LOKALEN HANDEL

Seit März dieses Jahres stellen wir in unserem Stadtgesprächs mit dem Spezial Local Heroes in

jeder Ausgabe ein Unternehmen aus unserer Region vor. Warum? Weil es Zeit ist, wieder näher

zusammenzurücken. In einer Welt, die immer schneller und digitaler wird, drohen die kleinen

Läden und Betriebe vor Ort in Vergessenheit zu geraten – dabei sind sie das Herz einer Stadt.

Mit diesem Format möchten wir ein Zeichen setzen: für mehr Miteinander, für eine starke lokale

Wirtschaft und für bewussten Konsum. Wer lokal einkauft, investiert in seine Nachbarschaft

– in Vielfalt, Qualität und persönliche Begegnungen.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Stadt lebendig bleibt.

Unterstützen wir unsere Local Heroes!

Ihr möchtet auch Teil des Formats werden?

Kein Problem! Meldet euch gerne bei uns:

M.E. Verlag GmbH & Co. KG

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info@meverlag.de

32 Das Stadtgespräch


Seit fast einem Jahrzehnt betreut Geschäftsstellenleiter Daniel Kottenstede

gemeinsam mit seinem Team in der Provinzial-Geschäftsstelle im Herzen des

Stadtteils Rheda sowohl Privatkunden als auch Gewerbe- und Geschäftskunden.

Die persönliche Betreuung vor Ort spielt hierbei eine große Rolle und

wird von den Kunden sehr geschätzt. Probleme oder Fragen können oft sofort

und unkompliziert besprochen werden, ohne Wartezeit am Telefon. Dank des

kleinen Teams haben die Kunden stets ihnen vertraute Ansprechpartner.

»

Die Mitarbeiterinnen Iulia Vincze und Jessica Baginski machen immer wieder die Erfahrung, dass viele Kunden großen Wert

darauf legen, sich direkt vor Ort mitteilen zu können. Daher liegt es ihnen besonders am Herzen, den Anliegen der Kunden

mit ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit zu begegnen. Sie sollen die Geschäftsstelle mit einem positiven Gefühl verlassen.

Daniel Kottenstede hat es sich zur Aufgabe gemacht, das komplizierte Thema Versicherungen für seine Kunden

einfach und verständlich zu machen. In seinen Beratungsgesprächen nimmt er sich gerne die Zeit, alle Fragen

ausführlich zu beantworten und individuell auf die Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen. Dieses Ziel wurde

sogar schriftlich in Form eines Werteversprechens festgehalten.

Ben Hogan, der nach drei Ausbildungsjahren seine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen

und Finanzanlagen erfolgreich abgeschlossen hat, möchte sich künftig auf

die Beratung junger Menschen und Berufseinsteiger spezialisieren.

Das Team der Provinzial Agentur Kottenstede wird von den Kunden als vertrauensvoller

Partner wahrgenommen und ist erster Ansprechpartner in allen Risikofragen.

Instagram: @provinzialkottenstede

Tel. 05242 / 405774-0

Berliner Str. 17 · 33378 Rheda-Wiedenbrück

Zur Website

Das Team (v.l.):

Jessica Baginski, Iulia Vincze

Daniel Kottenstede,

Ben Hogan

Das Stadtgespräch

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Buchtipps

Ofelia Huamanchumo de la Cuba

»Nachtschichten«

Der Name der Autorin ist lang, ihre

Geschichten sind kurz. Letzteres

ist bekanntlich ein Genre, bei dem

sich die Spreu vom Weizen der

Schreibenden trennt. Und dass

Ofelia Huamanchumo de la Cuba

eindeutig zum Weizen gehört,

wird spätestens nach der Lektüre

der ersten Geschichte ihres kleinen

Sammelbandes klar. Der Junge Sanitäter

in »Tanze Samba mit mir«

wird zu einem Notfall gerufen, bei

dem es sich tatsächlich eher nicht

um einen medizinischen handelt.

Auch die elf anderen Geschichten

warten mit ungewöhnlichen Wendungen

und pointiert gestalteten

Überraschungen auf. Durchaus in

der Tradition des magischen Realismus

entwickeln Meerschweinchen

unerklärte Heilkräfte, verwandeln

sich gute Freundinnen in nervtötende

Doppelgängerinnen und Blind

Dates werden zu Alpträumen. Die

Erzählungen spielen überwiegend

in Deutschland, aber auch die ganz

andere Welt der südamerikanischen

Heimat der Autorin ist Schauplatz

ihrer Geschichten.

Ofelia Huamanchumo de la

Cuba wurde 1971 in Peru geboren.

Seit 2001 lebt sie in München. Die

Lyrikerin, Schriftstellerin und Hispanistin

hat Gedichte, Erzählungen,

Romane und Kinderbücher veröffentlicht.

Außerdem übersetzt sie

vor allem Lyrik ins Spanische. Ihre

Literaturkritiken und Artikel zu

gesellschaftlichen und kulturellen

Themen erscheinen in Zeitschriften

und Fachpublikationen. Auch

arbeitet sie in der akademischen

Forschung und Lehre, nimmt an

Literaturfestivals teil und trägt zu

zweisprachigen Anthologien bei.

Ihre ungewöhnlichen Erzählungen

in »Nachtschichten« sind auf originelle

Weise fast holzschnittartig illustriert

von Larissa Martins Gerich,

die außerdem das Cover gestaltet

hat. Die Künstlerin ist in São Paulo,

Brasilien, geboren und in Berlin

aufgewachsen. So ist ein kleines

Schmuckstück von Buch entstanden,

bei dem die äußere Gestaltung

durchaus die inhaltliche Bandbreite

der Erzählungen reflektiert. Erschienen

ist das Büchlein bei Maro, 120

Seiten, 20 Euro.

John Grisham »Die Legende«

Legendär ist in der Hörbuchversion

des neuesten Grishams vor allem

der Sprecher: Charles Brauer. In

mehr als 130 Film- und Fernsehproduktionen

wirkte er mit. Einem

breiten Publikum wurde er unter

anderem als Tatort-Kommissar

Peter Brockmöller bekannt, den

er zwischen 1986 und 2001 volle

38-mal verkörperte. Im Gespann

mit Manfred Krug sind die beiden

singenden Hamburger Ermittler

unvergessen. Als Synchronsprecher

war Brauer ebenso erfolgreich wie

als Hörbuchsprecher. Besonders

erwähnenswert ist, dass Charles

Brauer der deutsche Erzähler von

John Grisham ist, und das ist auf

fast drei Dutzend Aufnahmen zu

hören. So auch in leicht gekürzter

Lesung von elfeinhalb Stunden in

Grishams neuesten Roman.

Ort der Handlung ist zum dritten

Mal die, leider fiktive, Insel Camino

Island vor der Küste Floridas.

Dort ist unter anderem der ebenso

charmante wie wohlhabende Buchhändler

Bruce Cable zu Hause. Eine

seiner Freundinnen ist die Schrift-

stellerin Mercer Mann. Leider fällt

ihr in letzter Zeit wenig ein, und

so ist sie auf der Suche nach einer

packenden Geschichte für ihren

nächsten Roman. Da macht sie

Bruce auf ein Drama aufmerksam,

das sich quasi direkt vor ihren

Augen abspielt. Ein skrupelloses

Bauunternehmen will sich die verlassene

Insel Dark Isle unweit von

Camino Island zwischen Florida

und Georgia unter den Nagel reißen.

Statt wilder Natur und einer

der letzten Dschungel in Florida

sollen demnächst raumgreifende

Hotelanlagen, Golfplätze und

Casinos das Eiland zieren. Nur die

letzte Bewohnerin der Insel, Lovely

Jackson, stellt sich den Baulöwen

in den Weg. Sie ist die Nachfahrin

entflohener Sklaven, die dort seit

Jahrhunderten gelebt haben, und

will die Insel niemals profitgierigen

Weißen überlassen.

Und selbst Weiße, die nicht

profitgierig sind, mag Lovely nicht

besonders. Eine Ausnahme bildet

Bruce, der mit seiner Buchhandlung

und dem kleinen Café darin viel

für das lokale Leben tut. Zögernd

nimmt sie seine Hilfe an und lässt

sich sogar auf den Kampf gegen

den Baugiganten vor Gericht ein.

Die Erfolgschancen sehen dabei gar

nicht so gut aus, denn der Staat Florida

beansprucht verlassene Inseln

eigentlich immer für sich, damit er

sie mit viel Profit vermarkten kann.

Außerdem sind die Entscheidungsträger

in Politik und Verwaltung

nicht gerade unempfänglich gegen

finanzielle Zuwendungen unter der

Hand. Da scheint auch die alte Legende,

dass jeder Weiße, der die

Insel böswillig betritt, mit einem

tödlichen Fluch belegt ist, nicht

sonderlich zu helfen. Dennoch gibt

es bald Tote. Wirkt etwa der Fluch

tatsächlich, den Nalla vor vielen Generationen

ausstieß, nachdem sie

mit 19 aus dem Kongo entführt und

nach Amerika verschleppt worden

war? Erschienen ist die Hörbuchversion

von Grishams »Die Legende«

bei Random House Audio, 17,99

Euro. Wer lieber liest als hört, besorgt

sich das Hardcoverbuch bei

Heyne, 383 Seiten, 24 Euro.

34 Das Stadtgespräch


Christian Gerhard

»Shinwa – Stimmen

der Nebelwälder«

Zugegeben, ich hatte beim Anblick

des Covers und Lesen des Titels

»Shinwa – Stimmen der Nebelwälder«

befürchtet, ein weiteres Werk

der Generation vor mir zu haben,

die aufgewachsen ist mit japanischen

Mangas, koreanischem

K-Drama oder was Südostasien

sonst noch so an schneller Unterhaltung

ohne Tiefgang zu bieten

hat. Doch wieder einmal bewahrheitete

sich die englische Maxime

»don’t judge a book by its cover«,

obwohl das Cover in diesem Fall

wirklich gelungen ist. Christian Gerhard

hat deutlich mehr zu bieten als

irgendwelche »content creators«,

die allein auf die schnellen Klicks

zielen. Der 1982 geborene Autor

studierte Ostasienwissenschaften

und arbeitete anschließend in

Tokyo in der Technikbranche. Insgesamt

lebte Christian Gerhard knapp

zehn Jahre in Japan. Dort lauschte

er gebannt den Mythen, sowohl der

Metropolen als auch der ländlichen

Gegenden. Auch studierte er die reiche

Geschichte des Landes, die das

Land der aufgehenden Sonne noch

heute prägt.

Zum Inhalt: Japan im späten

18. Jahrhundert – Während der

nominelle Herrscher des Landes,

der Kaiser, kaum seinen Palast

verlässt, regieren die eigentlichen

Herrscher, der Shogun und die

Fürsten, das Land mit harter Hand.

Hart, aber ungerecht, denn allein

die Machtinteressen der verschiedenen

Herrschenden zählen, nicht

das Wohl der einfachen Leute. Eine

Vertreterin des einfachen Volks ist

die junge Aoi. Sie träumt davon, eines

Tages als Geschichtenerzählerin

die Menschen zu inspirieren. Doch

ein solches Ansinnen passt nicht

ins Bild der Dörfler. Das Schreiben

muss die Tochter eines Bauern also

heimlich lernen. Dann bricht der

Vulkan Asama aus. Und obwohl

Aois Dorf nicht direkt betroffen

ist, leidet es darunter, dass die

Eruptionen zu Missernten führen.

Dennoch fallen die Steuern an, die

in Form von Naturalien von korrupten

Beamten eingetrieben werden.

So verschlimmert sich die einsetzende

Hungersnot, bis schließlich

Aois kleine Schwester am Hunger

stirbt. Nur wenig später verliert sie

auch ihren Bruder und die Mutter,

die sich der Obrigkeit widersetzten.

Aber auch das Leben der Samurai,

also des Ritterstands, ist

durch starre Konventionen geprägt.

Zwar darf die Samurai Himari die

verschiedenen Kampfkünste der

Krieger erlernen, doch das bedeutet

längst noch nicht, dass sie Kritik

in irgendeiner Form anbringen

könnte. Nach einer misslungenen

Strafaktion gegen die aufständische

Landbevölkerung wird sie gefangengenommen.

Die Gemeinschaft

der Aufständischen lebt in einer

Robin-Hood-artigen Gemeinschaft.

Himari gelangt schon bald zu der

Überzeugung, dass ihr Dienstherr

im Unrecht ist. Abtrünnig geworden,

bringt sie den Dorfbewohnern

neue Hoffnung. Zwischen Himari

und Aoi, die beide aus ihren Standesrollen

ausbrechen, entsteht eine

Freundschaft, die das Leben von

beiden für immer verändern wird.

Selbst eingefleischte Freunde des

Briten James Clavell, der die Romane

»Shogun« und »Gaijin« schuf,

wobei letzterer ungefähr in der Zeit

von »Shinwa« spielt, werden angetan

sein von diesem neuen Südostasien-Abenteuerroman.

Erschienen

als Hardcover bei Knaur, 495 Seiten,

22 Euro.

Alexander Solloch »Harry

Rowohlt – Ein freies Leben«

Vor Jahren empfahl mir eine amerikanische

Freundin, David Sedaris zu

lesen: »Der ist was für dich«. Recht

hatte sie, denn wer auf Originalität,

bestechende Beobachtungsgabe,

schrägen Humor und feines

Sprachgefühl steht, der ist bei diesem

untypischen Amerikaner mit

griechischen Wurzeln gut aufgehoben.

Gleichzeitig habe ich mich

bei der Lektüre gefragt, ob man

so etwas ins Deutsche übersetzen

kann. »Man« kann das sicherlich

nicht, aber Harry Rowohlt konnte.

Davon kann man sich noch heu- q

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Das Stadtgespräch

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te überzeugen, denn die live-Auftritte

von Sedaris, der sein »Naked«

zusammen mit seinem deutschen

Übersetzer auf einer Leserreise

zum Besten gab, sind auf Hörbuch

gebannt. Von da an habe ich noch

mehr darauf geachtet, wer aus dem

Englischen übersetzt. Ich behaupte,

dass der Erfolg von Frank McCourts

»Die Asche meiner Mutter« auf dem

deutschsprachigen Markt nicht zuletzt

an der genialen Übersetzung

von Harry Rowohlt lag. Ich würde

vielleicht nicht so weit gehen, dem

Satz zuzustimmen, den Alexander

Solloch in seiner soeben erschienenen

Biographie zitiert: »Das Buch

musst du in Harry Rowohlts Übersetzung

lesen, im Original geht da

viel verloren«. Aber Rowohlt hatte

schon auch recht, als er, längst etablierter

Übersetzer geworden, auf

die Kritik, er sei eitel, mit »Ich bin

nicht eitel, ich bin nur sehr, sehr

gut« reagierte.

Harry Rowohlt war ein Mann

mit vielen Talenten und vielen Eigenarten.

Sein Lebensweg ist ausgesprochen

interessant, was ja leider

nicht automatisch heißt, dass

auch seine Biographie interessant

ist. Die Klippe der Langeweile, also

etwa das penible chronologische

Abbilden eines Lebens, umschifft

Literaturredakteur beim NDR Alexander

Solloch auf gekonnte

Weise. Ähnlich wie Rowohlt selbst

flicht auch sein Biograph Abschweifungen

und Umwege in seine Erzählung.

Auch lässt er viele Zeitzeugen

zu Wort kommen. Dabei ist das

Buch »Harry Rowohlt – Ein freies

Leben« zwar einerseits durchaus

durch die Bewunderung des Biographen

geprägt. Andrerseits wahrt

Solloch auch eine kritische Distanz

vor allem zu den Selbstaussagen

Rowohlts, dem es oftmals eher um

eine spannende Geschichte als um

die reine Wahrheit ging.

Wenn man den Titelzusatz der

Biographie »ein freies Leben« liest

wird bei vielen wohl die Reaktion

sein: »Wenn ich Millionenerbe beim

Rowohlt Verlag gewesen wäre, hätte

ich auch ein freies Leben führen

können«. Doch mit diesem Missverständnis

räumt Solloch gründlich

auf. Denn tatsächlich verlief

Harry Rowohlts Leben ganz anders

als vorgesehen. Er wollte eben nicht

das werden, was er werden sollte,

nämlich Nachfolger des Vaters als

Verleger. Tatsächlich versuchte

er jahrelang verzweifelt, dem Rowohlt-Verlag

zu entkommen. Statt

in die Fußstapfen des Vaters zu

treten, etablierte er sich als irre komischer

Sprachartist und virtuoser

Meister der Abschweifung. Zudem

wurde er Übersetzer, vor allem auch

von Unübersetzbarem. Mit seinen

eigenen Worten ausgedrückt,

wuchtete er fast 200 Bücher ins

Deutsche. Ab Mitte der 1990er Jahre

las er Hörbücher ein. Als Vorleser

brillierte er nicht nur mit seinem

Bass-Bariton, sondern auch mit einer

Vielzahl anderer Stimmen. Seine

Version von »Pu der Bär« wurde

600.000-mal verkauft. Die Übersetzung

von »Winnie the Pooh« hatte

er selbst geleistet. Serienfans kennen

ihn zudem als »Penner Harry«

in der »Lindenstraße«.

In seiner Biographie stützt sich

Alexander Solloch auf zahlreiche

Gespräche mit Harrys Ehefrau und

viele Weggefährten beiderlei Geschlechts

sowie auf eine gründliche

Auswertung des titanischen Nachlasses.

Die Mühen der Recherche

sind dem Buch nicht anzumerken,

und so kann sich die Leserschaft

selbst auf unterhaltsame Weise

ein Bild vom (Lebens-)Künstler

Harry Rowohlt machen, dessen Penner-Look

nicht darüber hinwegtäuschen

durfte, dass Rowohlt in seiner

Arbeit sowohl pedantisch als auch

genial war. Erschienen bei Kein &

Aber, Hardcover, 318 Seiten, 26 Euro.

36 Das Stadtgespräch


J

Jugendzentrum Alte

Emstorschule produziert

nun eigenen Strom

Mit Stolz können die Mitarbeitenden im Jugendzentrum Alte Emstorschule

nun sagen: »Unser Strom ist grün«. 45.000 Euro hat die Stadt

Rheda-Wiedenbrück in die Hand genommen für eine PV-Anlage auf dem

Dach des Jugendzentrums in der Wilhelmstraße. Die Ausrichtung nach

Süden ist perfekt und es kann nun fleißig Strom produziert werden.

Planer ist Hochbautechniker Ralf Brinkmann vom städtischen Immobilienmanagement.

Zusammen mit Bürgermeister Theo Mettenborg

freute er sich, dass das Jugendzentrum Alte Emstorschule ein weiteres

kommunales Gebäude ist, dass sich über die neue PV-Anlage mit Strom

für den Eigenverbrauch versorgen kann. Es handelt sich dabei um eine

Anlage mit einer Kapazität von 6 KW/p. Erste Planungen erfolgten im

Spätherbst 2024 und nun konnte die Anlage zügig installiert werden.

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Die Wiedenbrücker

Rugbyteams und

die Grüße vom Mars

Was für ein unvergesslicher Nachmittag für die Rugbyspielerinnen und

Rugbyspieler der U8 bis U14 des Wiedenbrücker TV im bambi Filmkunstkino

Gütersloh: Der gesamte Kinosaal war exklusiv für die WTV Rugby-Familie

reserviert, welches das Erlebnis zu etwas ganz Besonderem

machte. »Grüße vom Mars«, der aktuelle Film von Sarah Winkenstette

stand auf dem Programm. Die Regisseurin Sarah Winkenstette, Mutter

eines Rugbyspielers in der Wiedenbrücker U12, war persönlich vor Ort.

Am Ende hat sie sich geduldig Zeit genommen, um alle Fragen der Kinder

und Eltern zu beantworten. Besonders interessant waren die Einblicke

hinter die Kulissen. Es war spannend zu hören, wie lange es gedauert hat

den Film zu drehen, wer die Szenenbilder wie die Weltraumdekoration

entworfen hat und welche Kosten dabei entstanden sind. Dieser Kinobesuch

wird den jungen Ruggern sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

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JAHRE

LET‘S

PARTY!

Das Stadtgespräch

37


F

Fahrrad- Enthusiast startet

mit einer Spendentour in den

privaten Ruhestand

Mit dem E-Bike auf Abenteuerreise

1 In Pilsen ließ es sich Stephan nicht nehmen, die in aller Welt bekannte 50 Fußballfelder große Pilsener Brauerei

zu besichtigen.

(Kem) Kann man mit einem E-Bike auf große Tour

gehen? Und – wenn ja – was muss dafür beim

Start und unterwegs berücksichtigt werden?

Rainer Stephan, Fahrrad-Enthusiast aus dem

ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück, wollte

es wissen. Am Tag 1 seines Ruhestands schwang

sich der 64-Jährige in seinem Heimatort in den

Sattel, um sein persönliches Eurasia-Projekt zu

starten. Ziel seiner siebenwöchigen Reise durch

neun europäische Länder: die türkische Metropole

Istanbul an der Schnittstelle zwischen

Orient und Okzident. Stephan erfüllte sich mit

dem Projekt einen langgehegten Lebenstraum.

Unterstützt wurde Stephan, der über seine

Route, Erlebnisse und Begegnungen in einem

eigenen Reiseblog (https://rainerrides.wordpress.com)

berichtete, vom E-Bike- und Fahrradhersteller

Prophete aus seiner Heimatstadt

Rheda-Wiedenbrück. Prophete stellte ihm das

neueste Trekking E-Bike vom Typ »Entdecker

5.0« zur Verfügung, rüstete es mit allerlei technischen

Raffinessen perfekt für die Tour aus

und bot zudem durch sieben Servicepartner für

den Fall eines Falles Pannenhilfe. Die musste

Stephan allerdings zu keinem Zeitpunkt in

Anspruch nehmen. Ganz im Gegenteil: Nach

dem Rad-Check und einem Fototermin ging

es weiter. Weil ihm das Rad schon nach kurzer

Zeit zu einem treuen und zuverlässigen Partner

geworden war, taufte er es aus eigenem

Antrieb im tschechischen Marienbad mit Bier

aus Pilsen auf den Namen »Propheteus«.

Es trug ihn mit einem 250 Watt-Motor

und zwei Akkus mit jeweils 720 Watt über das

schwierigste Terrain ohne Ausfälle. Erst am letzten

Tag, vor Istanbul, hatte das Rad einen Plattfuß

am Hinterrad. Der dabei festgestellte Bruch

einer einzelnen Speiche hatte keine Auswirkungen.

Nach einem Schlauchwechsel ging es

komplikationslos weiter bis zur Zieladresse im

Zentrum der 23-Millionen-Metropole Istanbul.

Reiseverlauf

Stephan startete die Tour am 1. April in Rheda-Wiedenbrück.

Am 23. Mai 2025 erreichte

1 Am Start und unterwegs sammelte Stephan 5000

Euro für das Benefizprojekt zugunsten von »Viva Con

Agua« ein.

Fotos der Seite: R. Stephan

er nach 40 Reisetagen das Ziel: Istanbul. Die

4500 Kilometer lange Route führte ihn durch

neun europäische Länder (Deutschland, Tschechien,

Österreich, Ungarn, Kroatien, Serbien,

Bulgarien, Türkei) und fünf Hauptstädte (Wien,

Bratislava, Budapest, Belgrad, Sofia). Bei dem

Abenteuer verlor er über sechs Kilogramm an

Gewicht. Dafür konnte er auf der langen Reise

unzählige unvergessliche Erfahrungen sammeln.

Im Spessart hatte er sich einmal verfahren,

in Höhe von Aschaffenburg hatte er sein

Handy verloren. Bei der längsten Etappe kam

er mit dem letzten Watt am Ziel an.

In Erwitte hatte er den ersten kulinarischen

Kontakt mit Istanbul durch das gleichnamige

Restaurant. Durch das grüne Ruhrgebiet führte

die Tour an den Niederrhein. Bis Düsseldorf begleitete

ihn seine Frau. Dort besuchten sie Kinder

und Freunde. Durch das Sauerland und das Hessische

Bergland ging es weiter nach Tschechien in

das Land der Kaiserbäder. In Marienbad hatte er

die ersten 1000 Kilometer gefahren. Entlang der

Donau führte ihn die Strecke an den Goldstrand

und von hier aus nach Istanbul.

Bei seinem langen »Ritt« im Sattel legte

er 29.130 Höhenmeter zurück. Auf den Etappen

absolvierte er zwischen 39 und 190 km.

Im Tagesschnitt kam er auf 112 km. Der Tacho

zeichnete eine Spitzengeschwindigkeit von

63,7 km/h. An sechs Tagen musste er auf

die Nutzung des Zweitakkus zurückgreifen.

In 37 Nächten buchte er Zimmer in Hotels

bzw. Apartments. Siebenmal übernachtete

er in dem mitgeführten Zelt. Zudem konnte

er an sechs Tagen das Angebot von privaten

Quartiergebern und einmal eine Warmshowers-Übernachtung

nutzen. Eine Übernachtung

im privaten Rahmen ist und bleibt aber

sein Favorit, schreibt Stephan.

Lorbeerkranz

Als Stephan am Tag 53 seiner Reise – vom Bahnhof

Rheda-Wiedenbrück kommend – mit seinem

1 Auf der Pressekonferenz stellt Rainer Stephan sein

Projekt vor: (r.) Geschäftsstellenleiter Thomas

Mouhlen, (l.) Produktmanager Eugen Repp.

38 Das Stadtgespräch


1 Stephan traf allerorten auf aufgeschlossene und freundliche Menschen. Im Serbischen

stieß er aus Höflichkeit mit einem Sliwowitz an, nachdem er die verlockende

Einladung zu einem eiskalten Bier ausgeschlagen hatte.

Foto: R. Stephan

1 Als Stephan am Tag 53 seiner Reise mit seinem Rad auf den Hof der Firma Prophete

einbog, wurde er mit stehendem Applaus und einem Lorbeerkranz empfangen.

Rad auf den Hof der Firma Prophete einbog, wurde

er mit stehendem Applaus empfangen, berichtet

er. Aus der Werkstatt, vom Marketing, ja

sogar aus der Geschäftsleitung waren Vertreter

des Unternehmens gekommen, um ihn und seinen

»Propheteus« wieder am Ursprungsort der

Reise willkommen zu heißen. Wie einst im alten

Griechenland erhielt er für seinen persönlichen

Sieg und als Zeichen der Anerkennung einen Lorbeerkranz.

Den freilich hätte auch sein treuer

Gefährte »Propheteus« verdient gehabt. Schließlich

konnte sich Stephan auf jedem seiner 4500

Kilometer voll und ganz auf ihn verlassen.«

Begegnungen im Zeitraffer

Stephan erlebte auf seiner Abenteuerreise zahlreiche

Begegnungen und Highlights. Wir zitieren

einige seiner Kostproben aus seinen veröffentlichten

Aufzeichnungen. Vor Linz sprach Anwohner

Andreas Stumbauer den Biker in einer Trinkpause

an. Stephan berichtete von seinem Projekt

und schon nach kurzer Zeit hatte er Einladung

für eine Übernachtung. Mama Julia warf noch

seine Schmutzwäsche in die Waschmaschine

und der Sohnemann bereitete noch eine Brotzeit

zu. Stephan revanchierte sich, indem er beim

Eindecken der Gartenhütte mit Teerpappe half.

Beckhoff Automation

In Wien durfte er Sebastian, Sohn unserer

Freunde Thomas und Gabi, am Arbeitsplatz der

österreichischen Niederlassung von »Beckhoff

Automation« aus der Stadt Verl besuchen. q

Das Stadtgespräch

39


Alle Fotos bis auf rechts oben: R. Stephan

1 Prophete verabschiedet Rainer Stephan auf die 4500 km

große Tour.

1 In Budapest beteiligte sich Stephan an der Großveranstaltung

»I bike Budapest« mit gefühlt über 10.000

Bikern vom ungarischen Radsportclub.

Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen

arbeitet er an der Entwicklung eines modular

aufgebauten, endlos rotierenden Roboters.

Westfälische Bekanntschaft

Hier traf er vor Pécs auf einen Ahlener, der

auszog, um sich in Ungarn eine Firma aufzubauen.

Sie verstanden sich auf Anhieb. Zum

Abschied stand für beide fest, dass ein Wiedersehen

in Horsts westfälischer Heimat nicht

ausgeschlossen ist.

Feiertagsstimmung

Am 1. Mai saßen überall am serbischen Donau-Ufer

Menschen zusammen. Nikola Tanasic

hatte Stephan mit seinem Freund zum Essen bei

Bier und Folkloremusik vom Band eingeladen.

Nachdem er die verlockende Einladung zu einem

eiskalten Bier ausgeschlagen hatte, stieß er

aus Höflichkeit mit einem Sliwowitz an. Vor der

Weiterfahrt nach Novi Sad traf er abermals mit

seinem Allgäuer Radfahrer-Kumpel wieder zusammen.

Er hatte wie Stephan Istanbul als Ziel.

Urlaubsbegegnung

In einem bulgarischen Fisch-Restaurant am Goldstrand

kam er mit zwei Saarländern ins Gespräch.

1 In Wien konnte Stephan einen Bekannten am

Arbeitsplatz der österreichischen Niederlassung von

»Beckhoff Automation« aus der Stadt Verl besuchen.

1 80 km vor dem Ziel Istanbul, hatte Stephan den ersten

und den einzigen Platten. Yildiray half den Schlauch

zu wechseln und aufzupumpen.

Als er auf die Spendenaktion zu sprechen kam,

versicherten sie, ihn unterstützen zu wollen.

Hilfe

Nach 4400 km, 80 km vor dem Ziel Instanbul,

hatte Stephan den ersten und den einzigen

Platten. Er hatte Glück im Unglück: Er traf auf

Yildiray, der offenbar selber eine Panne hatte

und auf Hilfe wartete. Er half den Schlauch

zu wechseln und aufzupumpen. Ein Unglück

kommt selten allein: Der Regen hatte kurz

darauf eine Passage völlig aufgeweicht. Der

Matsch blockierte beide Räder. Auf einem

privaten Grundstück konnte Stephan das Rad

mit einem Gartenschlauch säubern. Ziemlich

durchnässt, aber überglücklich, kam er am

Zielort seiner Reise an.

Generalkonsulin

In Istanbul nahm die Leiterin des Deutschen

Generalkonsulats Generalkonsulin Dr. Regine

Grienberger sich eine Stunde Zeit, um

Näheres über seine Route und den Hintergrund

seiner Reise zu erfahren. Im weiteren

Verlauf des Gesprächs berichtete die Gastgeberin

bei einer Tasse Kaffee über die Historie

des Domizils. Weitere Themen waren

u. a. die deutsch-türkischen Beziehungen

und die aktuellen Herausforderungen der

deutschen Außen- und Sicherheitspolitik.

Für seine Abreise aus Istanbul bot sie ihm

die Unterstützung ihres Hauses an.

Besondere Plätze

In Pilsen ließ es sich Stephan nicht nehmen, die

in aller Welt bekannte 50 Fußballfelder große

Pilsener Brauerei und ihre acht Grad kalten Kellergewölbe

zu besichtigen. Auf dem Wiener Zentralfriedhof

suchte er den letzten Liegeplatz von

Udo Jürgens. Ein Kontrastprogramm bot ein Besuch

der Gedenkstätte KZ Mauthausen. In Budapest

beteiligte sich Stephan an der Großveranstaltung

»I bike Budapest« vom ungarischen

Radsportclub. Gefühlt über 10.000 Menschen

zogen unbehelligt vom Autoverkehr durch das

Zentrum der Metropole. Ebenfalls Belgrad präsentierte

sich als pulsierende Metropole. Der

Lebensraum an der Donau wuchs ihm ans Herz.

Bikeride für einen guten Zweck

Mit seinem sportiven Start in den Ruhestand

verband der begeisterte Fahrradfahrer aber auch

ein Anliegen, das ihm persönlich wichtig ist. »Ich

habe mich entschieden, die hohe öffentliche

Aufmerksamkeit meines Projekts in den Dienst

einer guten Sache zu stellen und Spenden für die

Organisation ›Viva Con Agua‹ zu sammeln. Die

verfolgt das Ziel, allen Menschen auf der Welt

einen leichten Zugang zu sauberem Trinkwasser

zu verschaffen«, erklärt Stephan, der sich buchstäblich

dafür abgestrampelt hatte. Am Start

und unterwegs sammelte er 5000 Euro ein.

Beflügelt von der Resonanz lag seine aktuelle

Zielmarke indessen bei 10.000 Euro.

Aktuell sind schon rund 8000 Euro zusammengekommen.

Wer das Anliegen unterstützen möchte,

gelangt über seine Homepage oder den Link

www.vivaconagua.org/spendenaktion/aktion?

tw_e=B8A42&etitel=eurasia-bike-trip zu seiner

eigenen Spendenseite bei der Hilfsorganisation.

Stephan freut sich über jede Unterstützung:

Egal, ob klein oder groß: Jeder Beitrag

zählt!

Reisebericht

Wer mehr über sein EURASIA-Projekt »Riding to

Istanbul for clean water« und die dabei erlebten

Abenteuer erfahren möchte, ist am 3. Juli zu

einem kurzweiligen Abend mit dem begeisterten

Fahrradfahrer in die Wiedenbrücker Kreuzkirche

eingeladen. Die Veranstaltung beginnt

um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Spenden für

das »Viva con Agua«-Projekt sind aber gerne

gesehen und höchst willkommen.

40 Das Stadtgespräch


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Das Stadtgespräch

41


Wir stehen

Ihnen

im Trauerfall

persönlich

zur Seite

Auf der Schulenburg 43a | 33378 Rheda-Wiedenbrück

Fon 05242/44375 | bestattungen-detemple.de

Standesamtliche Nachrichten

Vom 1.5.2025 – 31.5.2025

Standesamtsbezirk Rheda-Wiedenbrück

In dem angegebenen Zeitraum wurden insgesamt 37 Ehen geschlossen und

34 Sterbefälle beurkundet. Nachfolgend sind nur die Personenstandsfälle

aufgeführt, zu denen die Beteiligten ihr Einverständnis gegeben haben:

Eheschließungen: Janice-Joy Waniek und Simon Epkes | Sabine Andrea Feuerer

und Andre Wenzel | Katharina Schomisch und Marcel Zeidler | Mareen

Protte und Moritz Haupt | Melanie Strewe und Leonard Südbrock | Laura

Marina Reckrühm und Stefan Saibel | Anna Pape und Erik Deerberg | Verena

Gerke und Marcel Petersen | Alessandra Nicasso und Gianluca De Leonardis |

Malin Noel Grundkötter und Lennart Schmidt | Johanna Korbmacher und

Sebastian Andreas Kurek | Mareike Mestekemper und Heinz Mundhenk |

Anna-Lena Golz und Philip Kampschäfer | Maren Koch und Sebastian Tröster |

Laura Kampwirth und Volkan Beyazit | Almuth Schneider und Klaudius Konstantin

Janta | Eileen Meilwes und Alexander Berhorst | Rabea Reiker und

Jurij Ivanov | nachträglich wird noch eine Eheschließung aus März 2025

veröffentlicht: Anna-Melissa Draier und Julian Kuhlmann

Sterbefälle: Maria Schmidt, geb. Clasmeier | Beate Gertrud Mettenmeyer |

Charlotte Dorothee Luise Linnemann, geb.Ohlbrock | Norbert Haag | Werner

Bernhard Dinter | Christine Elisabeth Cilker, geb. Meiercord | Anna Elisabeth

Lammert, geb. Geißler | Gertrud Josefa Bäumker, geb. Micke | Franz Schürgers |

nachträglich wird noch ein Sterbefall aus April 2025 veröffentlicht: Susanne

Fritsch

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Abschied nehmen fällt schwer.

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42 Das Stadtgespräch


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I N F O @ C - R O S E N F E L D . D E

L A N G E S T R A S S E 1 3

3 3 3 7 8 R H E D A - W I E D E N B R Ü C K

1 (V. l.) Dr. Rüdiger Krüger (Jury-Vorsitzender), Holger Blüder (Leiter der Musikschule

J

für den Kreis Gütersloh e. V.), Dr. Sybille Schneiders (Fachbereichsleiterin Politik,

Gesellschaft, Kultur an der VHS Reckenberg-Ems)

Foto: A. Matuszak

Jugend-Musik-Preis

2025

In den Fächern Streichinstrumente, Klavier,

Klavierkammermusik und Gesang

In diesem Jahr veranstaltet die VHS Reckenberg-Ems in Kooperation

mit der Kreismusikschule Gütersloh den Jugend-Musik-Preis in vier

Altersgruppen für die o. g. Kategorien. Hierbei können Streichinstrumente

solo, in Ensembles oder vom Duo bis zum Orchester auftreten.

Am Klavier sind Werke solo oder zu vier Händen und mit einem oder

mehreren Streichinstrumenten möglich. Beim Gesang ist vom Solo

und Klavier begleiteten Beitrag über Duette bis hin zu kleinen Vokalgruppen

oder Kinder- bzw. Jugendchören alles denkbar.

Teilnehmen können Kinder und Jugendliche bis zum Alter von

21 Jahren, die aus dem Kreis Gütersloh kommen oder in diesem Unterricht

erhalten. Anmeldungen sind bis zum 24. Oktober möglich.

Eine pädagogisch erfahrene Jury wird beim Wettbewerbsvorspiel

am Samstag, 15. November im Einstein-Gymnasium die jungen

Künstlerinnen und Künstler aufmerksam und wohlwollend begleiten

und bewerten; beim Preisträgerkonzert am Sonntag, 23. November,

werden die erfolgreichen Kinder und Jugendlichen ihr künstlerisches

Können der interessierten Öffentlichkeit präsentieren.

Weitere Infos und Anmeldung: www.vhs-re.de

Der Leiter der VHS Reckenberg-Ems, André Mannke, der Leiter der

Kreismusikschule Gütersloh, Holger Blüder, und Jury-Vorsitzender

Dr. Rüdiger Krüger wünschen allen Eltern, Lehrerinnen und Lehrern

Überzeugungskraft zur Motivation ihrer Kinder, und allen Musikschülerinnen

und -schülern viel Spaß beim Musizieren und bei der

Vorbereitung zum Jugend-Musik-Preis 2025.

Der Jury gehören darüber hinaus an: Angela Meyer (Gesang),

Barbara Fedyanin (Streicher), Peter Krüger (Klavier und Tasteninstrumente).

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M.E. Verlag GmbH & Co. KG, Michael Ebeling

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info@meverlag.de · www.das­stadtgespraech.de

Titelbild: ZeinousGDS – shutterstock.com

Druck: Bonifatius GmbH, Karl­Schurz­Str. 26, Paderborn

Verteilung: durch Boten

Verbreitete Auflage: 22.500 an die Haushalte in

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Das Stadtgespräch wird als Monatsmagazin mit

großer Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit bearbeitet.

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wird nicht übernommen. Jegliche Ansprüche

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Artikel stimmen nicht unbedingt mit der

Meinung des Herausgebers überein. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte, Fotos und Druckvorlagen

wird keine Haftung übernommen. Die Veröffentlichung

und Kürzung derselben behalten wir uns vor.

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

Dies gilt insbesondere für Anzeigen.

Für eventuelle Schäden durch fehlerhafte oder nicht

geschaltete Anzeigen oder Beilagen wird Haftung

nur bis zur Höhe des entsprechenden Anzeigenbzw.

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vorbehalten. Kein Teil dieser Zeitschrift darf ohne

schriftliche Genehmigung des Verlages vervielfältigt

oder verbreitet werden. Unter dieses Verbot

fällt insbesondere die gewerbliche Vervielfältigung

per Kopie, die Aufnahme in elektronische Datenbanken

und die Vervielfältigung auf CD­Rom.

43


1 Die Sieger in den einzelnen Wertungen: (v. Al.) Dmitriy Ovetskyy, Jakob Strickmann, Alexander Döding, Nico Glatt,

Marc Schulz, Simon Fobel, Lukas Schulte, Martin Hoffmann.

Alexander Döding mit zwölf Jahren

neuer Stadtmeister im Schach

Riesige Überraschung in der Rheda-Wiedenbrücker

Schachszene. Der erst zwölfjährige Alexander

Döding ist der neue Rheda-Wiedenbrücker

Stadtmeister im Schach. Damit pulverisierte er

geradezu den bisherigen Rekord von Titus Stevens,

der diese Leistung als 19jähriger erzielen

konnte.

Nachdem erst vor kurzem der Stadtmeister

im Blitzschach ermittelt wurde, stand nun eine

längere Bedenkzeit auf dem Programm. Gespielt

wurden sieben Schnellschachrunden mit der Bedenkzeit

10 Minuten plus 5 zusätzliche Sekunden

pro Zug.

Insgesamt nahmen 32 Spielerinnen und

Spieler im Alter von acht bis 94 Jahren am Turnier

teil. Zu einem direkten Aufeinandertreffen

von Marc Schulz und Rigobert Ophoff kam es

während des Wettbewerbs leider nicht. Neben

den Rhedaer Vereinsmitgliedern waren Vertreter

anderer Vereine aus der Region der Einladung

des Rhedaer Schachvereins gefolgt. Dazu einige

vereinslose Spieler, von denen der Beste, Manfred

Fechner, an diesem Tag den hervorragenden

neunten Platz belegte. Die weiteste Anreise hatten

fünf Spieler aus Bremen eigens für das Turnier

auf sich genommen. Das wurde mit großem

Respekt zur Kenntnis genommen, und zeigte,

wie stark die Leidenschaft für das Schachspiel

sein kann, wenn man einen solchen Aufwand

auf sich nimmt, wohl wissend, dass man kaum

mit einem vorderen Platz rechnen könnte.

Turnierleiterin Kirsten Bünte startete das

Turnier pünktlich um 14 Uhr und von Beginn an

zeigte Alexander Döding, dass er eine prächtige

Tagesform mitgebracht hatte. Er spielte stets an

einem der vorderen Bretter und ließ die ganze

Konkurrenz hinter sich. Diese war stark und lag

am Ende in der Tabelle wieder nah zusammen.

Die ersten drei wiesen jeweils 5,5 Punkte aus sieben

Partien aus. Nach den Regularien war die

Buchholzwertung (bei einem Streichergebnis)

die erste Feinwertung. Jetzt hatte Alexander

»nur« noch einen Konkurrenten, der gleichauf

lag. Dann zählte der direkte Vergleich – und den

hatte Alexander Döding gegen den Gütersloher

NRW-Klasse-Spieler Martin Hoffmann für sich

entschieden.

Damit stand der Turniersieg von Alexander

Döding fest. Er krönte mit dem Titelgewinn eine

ausgezeichnete Saison, während sich Martin

Hoffmann noch über die Auszeichnung als neuer

»Rheda-Wiedenbrücker Seniorenstadtmeister«

freuen durfte. Den pokallosen dritten Platz belegte

Simon Fobel aus Brackwede.

Mit Jens Hanswillemenke, Daniel Ewerszumrode,

Oskar Merle und Kirsten Bünte folgten vier

weitere Rhedaer auf den nächsten Plätzen. Gerade

von Kirsten Bünte war das eine starke Leistung,

hatte sie doch auch die Turnierleitung inne.

Rigobert Ophoff rundete als zehnter das sehr

gute Ergebnis des Rhedaer Schachvereins ab.

Die Wertungen im Jugendbereich gingen an

Dmitriy Ovetskyy (U20), Nico Glatt (U16), Jakob

Strickmann (U14), Lukas Schulte (U12) und Marc

Schulz (U10).

WWo die

Touristenflut

droht

Neben Erholung und Spannung suchen viele

Urlauber verständlicher Weise die Begegnung

mit Sehenswertem. Das Problem damit ist aber

leider vor allem in den letzten paar Jahren, dass

man mit diesen Wünschen keineswegs allein

dasteht. Gerade die bekanntesten Sehenswürdigkeiten

und Urlaubsorte sind oftmals hoffnungslos

überlaufen, was sich natürlich auch

auf die Einstellung der eigentlich gastfreundlichen

lokalen Bevölkerung auswirkt.

27 zu 1 gegen Dubrovnik

Das Marktforschungsunternehmen Euromonitor

International hat einmal genau hingeschaut,

wie viele Besucher auf wie viele Einwohner in

beliebten Orten kommen. Den Negativrekord

hält dabei das kroatische Dubrovnik. In dem

Reiseführer »Nützliche Reisetipps von A bis Z:

Jugoslawische Adria« von 1987 hieß es noch

»auch die wahren Touristenscharen im Juli und

August können dem Charme Dubrovniks nichts

anhaben«. Doch das hat sich leider deutlich verändert,

denn spätestens, seit sich herumgesprochen

hatte, dass große Teile des Fantasy-Epos

»Game of Thrones« hier gedreht wurden, wird

die ehemalige Seerepublik Ragusa regelrecht

überrannt. Nicht weniger als 27 Besucher kommen

auf jeden Einheimischen. Und die Reiseführeraussage

»Die Gassen Dubrovniks laden

zum Bummeln ein« stimmt leider längst nicht

mehr. Die Stadt hat zwar reagiert, indem sie die

Anzahl der Kreuzfahrtschiffe auf drei pro Tag

begrenzte, aber allein die Schiffe spucken bis zu

10.000 Touristen pro Tag in die kleine Stadt aus.

Zudem gibt es 42.000 Urlauberbetten in der

Stadt, was es für Einheimische schwer macht,

bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Venedig nicht nur vom Wasser bedroht

Auf Platz 2 der unrühmlichen Liste mit 26 Touristen

pro Einwohner liegt die griechische Insel

Rhodos, die ebenfalls nicht nur durch Meer und

schönes Wetter, sondern auch durch gut erhal-

44 Das Stadtgespräch


tene historische Bauten Urlauber anlockt. Wenig

überraschend rangiert auch Venedig ganz

weit vorn in der Negativliste. Hier kommen 21

Besucher auf jeden Venetianer. Auch hier wird

reagiert, denn für Tagesbesucher wird Eintritt

fällig. Vergangenes Jahr waren es fünf Euro,

dieses Jahr sind es zehn. Auch Gruppen dürfen

nur noch bis zu 25 Personen in die Stadt. Für

Einheimische und Touristen, die in der Stadt

übernachten, entfällt die Gebühr. Was natürlich

nicht entfällt, sind die exorbitanten Preise am

Markusplatz, wo eine Tasse Kaffee mehr als acht

Euro kostet, wobei das dazu servierte Gläschen

Leitungswasser noch einmal mit zwei Euro zu

Buche schlägt. Seit 2021 dürfen Kreuzfahrtschiffe

mit einer Länge von mehr als 180 m und einer

Höhe von über 35 m nicht mehr durch Teile der

venezianischen Lagune fahren. Das bedeutet

natürlich keineswegs, dass die Passagiere von

Ozeanriesen nicht in die kleine Altstadt strömen.

Berlin läuft mit zwei Besuchern pro Einheimischen

übrigens unter »ferner liefen«. Reykjavik

dagegen liegt mit zwölf Touristen pro

Einwohner in den Top Ten. Allerdings fallen die

Urlaubermassen höchstens in der Hauptstadt

und vielleicht noch am Golden Circle genannten

Rundkurs mit dem spektakulären Gullfoss Wasserfall

und den Fontänen in Geysir auf. Ansonsten

fühlt man sich auf der Insel aus Feuer und

Eis gerne mal wie der letzte Mensch auf Erden.

Widerstände im deutschen

Lieblingsurlaubsland

Obwohl weder das spanische Festland noch

Mallorca zu den Gegenden gehören, die rein

statistisch betrachtet die ungünstigste Urlauber-zu-Einheimischen-Relation

verfügt, regt sich

dort der Widerstand besonders. In Barcelona,

das schon 2022 Urlaubergruppen ab 30 Personen

untersagte, in manchen Gebieten sind nur

15 erlaubt, und den Gebrauch von Megaphonen

für Gästeführer verbot, wurden im vergangenen

Jahr Touristen regelrecht angepöbelt mit »go

home«-Plakaten und Sprechgesängen. Auch

auf Mallorca bemüht man sich seit Jahren, den

Touristenstrom einzudämmen und in vernünftige

Bahnen zu lenken. Wenn es ums Feiern geht,

sollten Urlauber am Strand besser aufpassen.

Laute Musik oder Tanzen am Strand können

schnell teuer werden. Das Gesetz besagt, dass

unerlaubte Versammlungen mit bis zu 22 Euro,

und das pro m 2 Fläche, bestraft werden können.

Wer ohne Erlaubnis Musik aufdreht, riskiert eine

Strafe von bis zu 750 Euro.

Inselglück sieht anders aus

Apropos Insel. Eine andere Statistik, die die Anzahl

der Übernachtungen pro Einwohner zählt,

zeigt Dramatisches für zwei griechische Inseln,

nämlich Mykonos und Santorin. Beide liegen

bei 110 Übernachtungen pro Einwohner. Im Vergleich

dazu sei hier der deutsche Spitzenreiter

bei den Übernachtungen pro Einheimischen genannt:

In Mecklenburg-Vorpommern liegt die

Quote bei 18 Übernachtungen pro Einwohner.

Allerdings sinken offenbar die Besucherzahlen

für Mykonos, das einst Mekka der Reichen,

Schönen und Coolen war. Noch wird das Eiland

von vielen Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Wie

das Reiseportal Tripadvisor berichtet, sind die

Kosten jedoch offenbar auf der Kykladeninsel

explodiert. Es ist die Rede von Cocktails für 50

Euro, einer Liege am Strand für 250 Euro pro Tag,

vier Portionen Calamari für 660 Euro. Soziale

Medien sind voll von Horrorgeschichten über

die Abzocke in Bars und Restaurants. Jahrelang

haben die Hoteliers und Wirte auf Mykonos die

Preisschraube immer weitergedreht. Das blieb

nicht ohne Folgen. In einer Umfrage des britischen

Verbrauchermagazins »Which?« landete

Mykonos beim Preis-Leistungsverhältnis auf

dem letzten Platz. Die Insel sei »unfreundlich

und überteuert«, hieß es. Zudem sind die Strände

überfüllt und laut.

Auch in der griechischen Hauptstadt wird

es eng. Auf der Akropolis in Athen ist heute

die maximale Besucherzahl auf 20.000 Personen

pro Tag festgelegt. Um den Zustrom von

Touristen weiter zu steuern, wurden gestaffelte

Eintrittszeiten eingeführt. Das neue System

sieht vor, dass die Besucher zu verschiedenen

Zeiten des Tages Zutritt erhalten. Zwischen

acht und neun Uhr morgens sind maximal

3.000 Personen zugelassen.

1 So sieht es in Dubrovnik leider längst nicht mehr aus.

Kein europäisches Phänomen

Doch auch außerhalb Europas sind Touristenmassen

ein Problem. Spätestens seit der Yen

schwächelt, ist Japan als Reiseziel groß im Kommen.

Während europäische Touristen den langen

Weg ins Land der aufgehenden Sonne oftmals

scheuen, sind koreanische, indische und

vor allem chinesische Besucher an den Hotspots

zahlreich vertreten. Die alte Kaiserstadt Kyoto

ist zeitweise rappelvoll, ebenso wie bei den

Sehenswürdigkeiten und in den Amüsiervierteln

Tokios oder Osakas. Selbst der heilige Berg

Japans, der Fujiyama, der sich majestätisch in

3776 m Höhe erhebt, wird jeden Sommer beinahe

überrannt, bahnen sich doch Tausende Besucher

ihren Weg durch das Lavageröll zur Spitze

des Vulkankegels. Davon hält sie die Eintrittsgebühr

von rund 25 Euro nicht ab.

Die Information im Vorfeld einer Reise zu

bekannten, beliebten und leichter als den Fujiyama

zu erreichenden Sightseeing-Destinationen

lohnt auf alle Fälle, wenn man Geschiebe

und Wartezeiten vermeiden möchte. Eine goldene

Regel für alle Sehenswürdigkeiten lautet

bekanntlich: besichtigen, bevor die Busse kommen

oder nachdem sie gefahren sind. Der Preis

dafür ist natürlich das frühe Aufstehen oder

das etwas spätere Abendessen.

1 In Venedig wird es nicht nur auf dem Wasser eng.

1 Selbst der majestätische Fuji-san wird belagert.

Das Stadtgespräch

45


Ab dem

1.7. nur

noch an der

Fürst-Bentheim-

Straße

Schwedenrätsel

Teppichart

(Kzw.)

Laubbaum,

chemisches

Element

Gewebe

Stäbchenspiel

Gürtellinie,

Leibesmitte

Hunnenkönig

Ausschuss

Lobrede

schwarzer,

metallisch

glänzender

Singvogel

legendäres

Wesen

im

Himalaja

ohne

Abzüge

(Gehälter)

Opernsängerin:

...

Netrebko

Rand;

Kleiderbesatz

Aufrührer;

Irrgläubiger

Lösungswort:

äußerste

Armut

Sudoku

Brei aus

Früchten,

Kartoffeln

Überbringer

Palmenfrucht

geschickte

Täuschung

im Verfall

begriffen,

brüchig

10

Drama

von

Goethe

edle

Blume

11

ein

Backwerk

erschrecken,

in Panik

geraten

1 2 3 4 5 6 7 8

2

brit.

Premierminister

(Tony)

scherzhaft

für

Dresden

Zuckerrohrbranntwein

Abk. für

Europäische

Zentralbank

Himmelswesen

Erweiterung

von

etwas Vorhandenem

Mannequin

(engl.)

Bruder

Jakobs

im A. T.

telefon.

Kurznachricht

(Abk.)

eine der

Gezeiten

österr.

Rennfahrer

(„Niki“)

engl.

Adelstitel:

Graf

Untereinheit

von Euro

u. Dollar

bequeme

Sitzgelegenheit

Fluss

zur

Donau

1

5

8

ältester

Sohn

Noahs

4

unechter

Schmuck

taubengroßer

Singvogel

franz.

Schriftsteller

(Victor)

Festung

im

Mittel-

6 alter

Rüster

3

Affe,

Weißhandgibbon

Hochschule

(Kurzwort)

Schicksal,

Geschick

Porzellanstadt

in Oberfranken

der

Rote

Planet

jap.

Autor

(Kenzaburo)

Fremdwortteil:

halb

(lat.)

Gemahlin

Lohengrins

deutsches

Nordseebad

keimfrei

9 10 11

9

langer,

dünner

Speisefisch

Staat

in Südwestafrika

wunschlos

zufrieden

Badezimmer

stilisiertes

Rankenornament

Felseninsel

bei Marseille

12

Windjacke

Kfz-

Zeichen

Ulm

12

jeder

ohne

Ausnahme

Mittel

zum

Waschen

7

Bescheinigung

Stimmzettelbehälter

Unser Lösungswort vom letzten Mal: Erdbeerzeit

leicht

mittel

Tragen Sie in die leeren Felder die Ziffern 1 bis 9 so ein, dass in jeder Zeile, jeder Spalte und jedem 3-x-3-Gebiet jede der

Ziffern 1 bis 9 genau einmal vorkommt.

46 Das Stadtgespräch


B

Bürgergeld

wird zur

Grundsicherung

Forum im Haus der Ausbildung

(Kem) Ende Mai hatte der gemeinnützige Verein

Pro Arbeit unter der Frage »Quo vadis,

Bürgergeld?« zu einem Forum in sein Haus

der Ausbildung Am Sandberg eingeladen. Die

wirtschaftliche Entwicklung stagniere und die

Arbeitslosigkeit, insbesondere die Langzeitarbeitslosigkeit

steige seit Langem. Die neue

Regierungskoalition beabsichtige nun, das

bisherige Bürgergeld-System zu einer neuen

Grundsicherung für Arbeitssuchende umzugestalten.

»Menschen, die arbeiten können,

sollen schnellstmöglich in Arbeit vermittelt

werden. Für sie gelte der Vermittlungs-Vorrang,

erläuterte Klaus Brandner, Parlamentarischer

Staatssekretär a. D. beim Bundesminister für

Arbeit und Soziales sowie Vorstandsvorsitzender

des Vereins Pro Arbeit. Das Prinzip der

Förderung und Forderung soll somit verschärft

und konsequent umgesetzt werden.

Für Impulsbeiträge konnte der Verein u. a.

Heinrich Alt, Vorstand a. D. der Bundesagentur

für Arbeit und Honorarprofessor an der Hochschule

der Bundesagentur für Arbeit gewinnen.

Der Referent stellte fest, dass Hartz IV und das

Bürgergeld nicht unwesentlich zum sozialen

Frieden beigetragen hätten. Dennoch brauche

die Grundsicherung eine Reform an Haupt und

Gliedern. Die 2005 überhastet eingeführt Reform,

sei als Integrationsidee weitgehend gescheitert.

Von den gut vier Millionen Leistungsempfängern

seien 60 Prozent Langzeitbezieher,

das heißt, sie hätten in den letzten zwei Jahren

mindestens 21 Monate Bürgergeld bezogen.

Hier bestände ein erhebliches Einsparpotential:

Die Zahl der Bürgergeldempfänger müsste

reduziert werden.

Zudem würde die Hälfte der erfolgreich in

Arbeit vermittelten Empfänger von Bürgergeld

nach nur drei Monaten erneut auf die Unterstützung

des Jobcenters angewiesen sein.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit

müsste ein großer Teil der etwa 5,6 Millionen

Bürgergeldberechtigten anders eingestuft werden,

da er dem Arbeitsmarkt aus verschiedenen

Gründen nicht zur Verfügung stünde.

Bei etwa 1,9 Millionen handelt es sich um

Arbeitslose. Beispielsweise gebe es in Deutschland

260.000 junge Menschen zwischen 25 und

45, die seit längerer Zeit nicht arbeiten, obwohl

Das Stadtgespräch

1 Geschäftsführerin von Pro Arbeit Katja Oehl-Wernz, Wolfgang Draeger, Vorsitzender der Geschäftsführung der

Agentur für Arbeit Bielefeld und Gütersloh, Walter Riester BMin a. D., Vorstandsvorsitzender und Parlamentarischer

Staatssekretär a. D. Klaus Brandner, Chefredakteur Radio Gütersloh Carsten Schoßmeier, Leiterin Jobcenter Kreis

Gütersloh Kathrin Falke, Vorstand a. D. der Bundesagentur für Arbeit Heinricht Alt.

sie alle Kriterien für Erwerbstätigkeit erfüllen.

Das System sei intransparent.

Alt kritisierte, dass die Politik zu wenig für

die berufliche Qualifizierung der Migranten

unternehme. Rund 50 % der Migranten seien

nicht qualifiziert.

Darüber hinaus sieht Alt im Bürgergeld ein

Akzeptanzproblem. Denn wer arbeite, aber wenig

verdiene, beginne zu vergleichen – und das

führe zu Unzufriedenheit: Was bekomme ein

Bürgergeld-Empfänger? Was bekomme »ich«?

Zwischen 2021 und 2024 hätten Langzeitarbeitslose

26 Prozent mehr erhalten, während

die Löhne in diesem Zeitraum nur um knapp

zwölf Prozent gestiegen sind. Während gleichzeitig

die Preise um 17 Prozent gestiegen seien.

Keiner verstehe, wenn jemand, der arbeiten

könne, nur etwas weniger haben soll, als einer,

der seiner Arbeit nachgehe.

Die neue Bundesregierung plane, Empfänger

der Grundsicherung zur Aufnahme einer

Arbeit zu motivieren. Das bedeutet, dass Arbeitssuchende

künftig stärker dazu verpflichtet

werden sollen, eigenverantwortlich an ihrer

beruflichen Wiedereingliederung mitzuwirken.

Die Bundesregierung plane zudem, Sanktionen

schneller, einfacher und unbürokratischer

durchzusetzen und die Grundsicherung

zu streichen, wenn arbeitsfähige Grundsicherungsempfangende

keine Stelle annehmen.

Eine wesentliche Änderung soll außerdem der

Wegfall der Schonfrist für vorhandenes Vermögen

sein.

Die geplanten Änderungen könnten zu einer

intensiveren Betreuung durch die Jobcenter

und Arbeitsagenturen führen. Arbeitssuchende

würden individuelle und verbindliche Angebote

zur Beratung und Vermittlung erhalten. Gleichzeitig

könnten aber auch Druck und Verpflichtungen

steigen, die angebotenen Beschäftigungen

oder Maßnahmen zur beruflichen

Eingliederung anzunehmen. Ziel der neuen

Regeln ist es, die Abhängigkeit von staatlichen

Leistungen zu reduzieren.

Weiterbildung als Chance für den

Wiedereinstieg

Trotz der geplanten Sanktionen bleibt die berufliche

Weiterbildung ein zentrales Element

der Neuen Grundsicherung. Fördermöglichkeiten

wie der Bildungsgutschein und Sonderzahlungen

wie die 2.500 Euro Weiterbildungsprämie

oder das monatliche Weiterbildungsgeld

in Höhe von 150 Euro werden voraussichtlich

bestehen bleiben. Arbeitssuchenden bieten

sich damit weiterhin attraktive Chancen,

durch Weiterbildungen und Umschulungen

langfristig und erfolgreich in den Arbeitsmarkt

zurückzukehren. Informieren Sie sich frühzeitig

und nutzen Sie Beratungsgespräche bei dem

Jobcenter oder der Arbeitsagentur, um Ihre

Möglichkeiten optimal auszuschöpfen.

Darüber informierten auf dem Forum Kathrin

Falke, Leiterin Jobcenter Kreis Gütersloh,

sowie Wolfgang Draeger, Vorsitzender der Geschäftsführung

der Agentur für Arbeit Bielefeld

und Gütersloh. Hier kamen wiederum die

konkreten Angebote von Trägern zum Tragen,

wie sie von Pro Arbeit angeboten werden. Seit

mehr als 35 Jahren unterstützt Pro Arbeit e. V.

mit Hauptsitz in Rheda-Wiedenbrück die Menschen

der Region rund um die berufliche und

soziale Integration.

Moderiert wurde das Forum von Cars -

ten Schoßmeier, Chefredakteur von Radio

Gütersloh.

47


S

Seniorenzeitung

des Seniorenbeirates der Stadt Rheda-Wiedenbrück

Der Seniorenbeirat lädt ein

Als Erfolg wertet der Seniorenbeirat sein neues Austauschformat für

ältere Menschen. Unter dem Titel »Kleiner runder Tisch« startete am 6.

Mai in der Gastronomie des EDEKA-Schenke-Marktes (Hauptstraße 35,

Ortsteil Wiedenbrück) das Angebot, mit Mitgliedern des Seniorenbeirats

locker ins Gespräch zu kommen.

Mitten im Alltag und ganz unkompliziert – so soll dort auch in Zukunft

an jedem ersten Dienstag im Monat von 10 bis 12 Uhr ein offener

Informations- und Plaudertisch angeboten werden. Ohne Verzehrpflicht

1 Seniorentreff bei Schenke

oder Voranmeldung können Interessierte ihre Fragen, Ideen und Probleme

loswerden oder sich Tipps rund ums Älterwerden in unserer Stadt

geben lassen.

»Wir wünschen uns, dass dieser regelmäßige Termin rasch zum

Selbstläufer wird und vielleicht sogar den Austausch zwischen den Generationen

fördert«, sagt Karl-Josef Büscher, Vorsitzender des Seniorenbeirats.

Also, herzliche Einladung zum »Kleinen runden Tisch« am 1. Juli!

Sichere Wege für alle

Der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück setzt sich mit großem

Engagement für die Gesundheit und Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger

unserer Stadt ein. Besonders im Fokus stehen dabei die Verkehrssicherheit

und Lebensqualität mobilitätseingeschränkter Menschen, die

auf Rollatoren und Rollstühle angewiesen sind. Denn barrierefreie Zugänge

sind eine wichtige Voraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe.

Ein Thema seit vielen Jahren ist der Zustand des Marktplatzes in

Wiedenbrück. Grobes Kopfsteinpflaster und tiefe Fugen erschweren nicht

nur Menschen mit Mobilitätshilfen, sondern auch Fußgängern und Radfahrern

den Weg über den Platz. Eine Sanierung des Marktplatzes erst in

den Jahren 2029/2030 ist nach Ansicht des Seniorenbeirats inakzeptabel

lang. Daher stellte er Anfang 2024 den Antrag, dass die Verwaltung Angebote

einholt und eine Kostenschätzung für den Austausch des Pflasters

erstellt. Im März 2025 fassten die Mitglieder des Ausschusses für Bauen

und Stadtentwicklung den Beschluss, dass die Verwaltung eine kostengünstige,

barrierearme Zuwegemöglichkeit zum Marktplatz prüft.

Schon seit 2022 weist der Seniorenbeirat auf die Rutschgefahr hin, die

bei Nässe und Frost auf den rund 40 städtischen Holzbrücken besteht.

Er schlug die umweltfreundliche, transparente Antirutschbeschichtung

einer Schweizer Firma vor, die von der Technischen Universität München

geprüft wurde. Inzwischen wurde diese Beschichtung an der Antoniusbrücke

erfolgreich getestet. Das Material für weitere viel genutzte Holzbrücken

ist bereits vorhanden und der Anstrich soll noch im Sommer

dieses Jahres erfolgen.

Seniorenbeirat AKTIV

Sprechzeiten

Ratsuchende können sich beim Seniorenbeirat melden.

Telefon: 0176/15506084 · E-Mail: seniorenbeirat@rh-wd.de

Mitglieder des Seniorenbeirats sind jeden 1. Dienstag im Monat von 10 bis

12 Uhr persönlich zu erreichen. Anregungen, Fragen, Ideen und Probleme

können mit ihnen besprochen und aufgenommen werden. Ort: Café im

Schenke-Edeka-Markt, Hauptstraße 35

Umgesetzt wurde auch ein Antrag des Seniorenbeirats aus dem

Jahr 2022, die Beckerpassage zur Fußgängerzone zu erklären. Besonders

Bewohner des St.-Aegidius-Altenheims und Menschen im betreuten

Wohnen in der Nachbarschaft des Heims gehen durch diese Passage in

die Innenstadt. Abgelehnt wurde dagegen der zusätzliche Antrag des

Seniorenbeirats, motorisierten Verkehrsteilnehmern das widerrechtliche

Durchfahren mittels Absperrpfosten unmöglich zu machen. Die Pfosten

werden von der Stadt als Gefahr für Radfahrer angesehen.

Zu Beginn dieses Jahres hat der Seniorenbeirat weitere Anliegen zur

Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer in Form von Anträgen

formuliert. Der Stadt liegen folgende Empfehlungen zur Bearbeitung vor:

· Der Seniorenbeirat bittet, den Ostring ab dem Parkplatz des Hallenbads

sowie den weiteren Verlauf des Horstwiesenwegs bis zur Hütte

des Sportfischervereins als Tempo-30-Zone auszuweisen. In diesem

Bereich wird der Weg auch als Schulweg genutzt.

· Im Kreuzungsbereich des Horstwiesenwegs mit dem Radweg auf der

alten Bahntrasse in Richtung Rietberg wird das Anbringen von reflektierenden

oder hellen Markierungen auf den Radwegen vorgeschlagen.

Bei Dunkelheit und bei schlechten Sichtverhältnissen ist der Bereich der

vorfahrtsberechtigten Straße oft schwer erkennbar.

· Die Stadt überprüft im Rahmen des »Poller-Erlasses« durch das Land

NRW sämtliche Standorte von Absperrpollern auf ihre Notwendigkeit

und entfernt überflüssige. Vom Seniorenbeirat wird empfohlen, die verbleibenden

Poller mit reflektierenden rot-weißen Bändern zu versehen.

Dadurch wird deren Sichtbarkeit deutlich verbessert und das Unfallrisiko

für Radfahrende gesenkt.

Verantwortlich für den Inhalt ist der Seniorenbeirat der Stadt Rheda-Wiedenbrück.

Ständige Mitarbeit:

Karl-Josef Büscher, Cornelia Schubert, Jochen Wolf, Hans Dieter Wonnemann

48 Das Stadtgespräch


N

Ninib Hanna

erhält beim

60. Bundeswettbewerb

den Sonderpreis

Messplattform zur drahtlosen Erfassung, Verwaltung

und Visualisierung von Umweltdaten

1 (V. l.) Ursula Schalück, Ninib Hanna und Meike Rix sind stolz auf das Ergebnis bei

Jugend forscht. Bei den insgesamt 112 Projekten, die es zum Bundeswettbewerb

geschafft haben, bekam der 18-jährige Rheda-Wiedenbrücker einen Sonderpreis.

(wl) Als aufregend und sehr wertschätzend hat Ninib Hanna seine

Preisverleihung beim Bundeswettbewerb Jugend forscht in Hamburg

empfunden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war persönlich

vor Ort, um den jungen, talentierten Forschern zu gratulieren. Der

Bundeswettbewerb ist der Höhepunkt der Wettbewerbsrunde. An der

Veranstaltung nehmen alle Jungforscherinnen und Jungforscher teil, die

bei einem der Jugend-forscht-Landeswettbewerbe den ersten Preis gewonnen

haben. 10.350 Jugendliche hatten sich in diesem Jahr mit 5.664

Projekten bei »Jugend forscht« beteiligt. 112 Projekte aus den Bereichen

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik hatten sich

in den Bundesländern für das Bundesfinale qualifiziert. Beim Finale

von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb, das jedes

Jahr im Mai stattfindet, messen sich die Besten des Landes in den sieben

Jugend-forscht-Fachgebieten. Neben der Präsentation der Projekte

und der Bewertung durch eine Jury hatten die Jugendlichen während

des viertägigen Wettbewerbs ein attraktives Rahmenprogramm. Der

18-jährige Ratsgymnasiasten Ninib Hanna hat beim Bundeswettbewerb

einen Sonderpreis bekommen, der mit 1000 Euro dotiert ist. Er freut

sich sehr und empfiehlt jedem, beim Wettbewerb mitzumachen. »Das

Besondere bei Jugend forscht sind die Kontakte, die man im Laufe des

Wettbewerbs knüpft. Man lernt auch Firmen kennen, die einem neue

Perspektiven bieten«, betont er.

»Wir sind echt stolz«, sagen auch die beiden Betreuungslehrerinnen

Ursula Schalück und Meike Rix. Es ist das erste Mal, dass ein Schüler

des Wiedenbrücker Gymnasiums bis zum Bundeswettbewerb gekommen

ist.

Ninib war schon als kleiner Junge Technikfreak und hat sich früh für

Informatik interessiert. Ein Jahr lang hat er für sein Projekt geforscht

und getüftelt. Er hat beim Wettbewerb einen automatischen Umweltassistenten

eingereicht. Diese Messplattform dient zur kabellosen Erfassung,

Verwaltung und Visualisierung von Umweltdaten. Dazu gehört

die Luftqualität im Raum, Temperatur oder auch der Lärmpegel. Er hat

eine eigene Platine entwickelt, die fünf Sensorarten messen kann. Die

Daten werden zu einer selbst programmierten Serverarchitektur gesendet

und gefiltert und in einer Datenbank gespeichert. Das Ganze

funktioniert wie ein Umweltassistent, weil die Daten als leicht verständliche

Grafiken präsentiert werden. Eine eigene programmierte Webseite

hilft dabei, die Geräte zu verwalten und die Daten zu organisieren. Die

Darstellung erfolgt in Echtzeit mit Kurven, Liveanzeigen und einstellbaren

Warnungen, etwa bei schlechter Luft. Nutzen lässt sich die Technik

beispielsweise für Klassenräume, Wohnungen, Büros, Lagerhallen,

Praxen. Das Gute daran ist, dass dieses System ganz individuell für den

Nutzer intelligent arbeitet, die Daten speichert und Prognosen daraus

entwickelt. Eine Handy-App gehört ebenfalls dazu.

Zum Herbst beginnt der talentierte Schüler sein Studium in Elektround

Informationstechnik an der RWTH-Universität in Aachen. Zu seinem

Preis gehört auch die Möglichkeit, ein Praktikum beim Deutschen

Luft- und Raumfahrtzentrum zu absolvieren, was ihn sehr gefreut hat.

Die beiden Lehrerinnen sind sich sicher, dass ihr Schüler eine steile

Karriere vor sich hat. Die Jury bei Jugend forscht sei auf jeden Fall ebenso

angetan von dem 18-Jährigen gewesen wie sie.

Für Ursula Schalück war es das letzte Mal, dass sie die Jugendforscht-

Projekte am Ratsgymnasium begleitet. Zum Ende des Schuljahres

geht sie in den Ruhestand. »Mit so einem tollen Ergebnis aufzuhören,

macht Freude«, meint sie.

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Das Stadtgespräch

49


Die Côte d’Azure

für Normalos

1 Sogar unweit von St. Tropez gibt es viel Natur. 1 Schöner wohnen in Südfrankreich

n Monaco haben sie auf sechs Hektar Grundfläche ein Projekt

buchstäblich ins Meer gesetzt, wohin auch sonst, bei der Raumknappheit.

Passender Weise heißt der ins Meer betonierte neue

Stadtteil Mareterra. Es versteht sich, dass dort jeglicher Luxus

anzutreffen ist. Die Schöpfer des Projekts übertreffen sich in Lobeshymnen

unter anderem darüber, wie ökologisch das alles ist,

sogar autofrei. Gut, der Anteil der Natur liegt bei null Prozent,

schätze ich. Und natürlich wurde auch Wohnraum geschaffen,

der übrigens im Nullkommanichts ausverkauft war. Eine Wohnung kostet

dort 110.000 Euro. Das ist allerdings pro Quadratmeter gerechnet.

Etwas abgeschiedener als in Monaco liegt da eine Immobilie bei Nizza,

die schon für läppische 23,5 Millionen Euro zu haben ist. Es ist die ehemalige

Villa von Sean Connery, die Roc Fleuri heißt, aber eher als James-Bond-

Villa bekannt ist. Doch auch, wer gerade nicht das passende Kleingeld

hat, sich aber dennoch zu den Schönen und, vor allem, Reichen zählen

möchte, wird an der Côte d’Azur fündig, wenn er sich in Cannes zur Filmfestspielzeit

unters Volk mischt. Jährlich strömen 40.000 Filmschaffende,

Touristen und sonstige Schaulustige nicht mitgerechnet, in den Ort, der

eigentlich weniger als 75.000 Einwohner hat. Noch ungünstiger ist die

Rate in St. Tropez. Dorthin kommen mit 80.000 Touristen sechszehnmal

mehr als Einwohner – und das täglich!

Geht es auch normaler?

Aber man tut der Region im Südosten Frankreichs unrecht, wenn man

die Côte d’Azur auf die spinnerten Auswüchse reduziert. Denn es

gibt durchaus noch die Orte, in denen statt der Schicki-Micki-Show das

nachmittägliche Boule-Spiel angesagt ist, das hier Petanque genannt wird.

Aber heutzutage muss man schon etwas genauer hinschauen. Das hat

in diesem Jahr die große französische Zeitung Le Parisien getan. Deren

Ansatz war, frankreichweit Ruheständler in 2.100 Gemeinden mit mehr

als 5.000 Einwohnern zu fragen, wie sie die Lebensbedingungen vor Ort

einschätzen. Der Fragenkatalog umfasste dreißig Kategorien. Ein ganz

wichtiger Punkt bei der Umfrage war die Erschwinglichkeit der Unterkünfte.

Der Zugang zum Meer oder zu den Bergen und touristische Angebote

wie Cafés und Restaurants spielen ebenfalls eine Rolle. Die Lebenshaltungskosten

waren ein weiterer entscheidender Faktor. Ganz wichtig war

die Frage nach der Natur und, damit durchaus zusammenhängend,

die Qualität der Luft. Auch wollte offenbar

niemand in einer kulturarmen Gegend leben

und noch viel weniger in einer »medizinischen

Wüste«, wie der Parisien nennt.

Die Sonne und die Süße des Lebens

Wenig überraschend gelangte St. Tropez nicht unter die Top 20. Sieger

der Befragung wurde stattdessen die Gemeinde Hyères, die international

eher unbekannt ist. Sie liegt zwischen Toulon und St. Tropez. Jean-Pierre

Giran, der Bürgermeister von Hyère, spricht davon, dass man hier vor

allem das Klima und die Süße des Lebens genießen kann. Seiner Aussage

nach sehen die Neubürger, die sich hier niedergelassen haben,

Hyère als Paradies an. Soweit würde ich nun nicht gerade

6 Für Surfer ein Paradies

50

Das Stadtgespräch


1 Leere Strände in der Nebensaison 1 Blick auf den Hafen von Bormes

gehen, aber der Reiz dieser vom Klima so verwöhnten Gegend zwischen

Seealpen und Mittelmeer ist schon erheblich. Nur der Mistral, der kalt

und trocken aus dem Rhône-Tal kommt, vertreibt gelegentlich das milde

Mittelmeerklima. Die Temperaturen fallen meist tagsüber selbst im

tiefsten Winter nicht unter 11 Grad, im Sommer ist dagegen in der Regel

bei 29 Grad Schluss, wobei andere Gegenden gerne mal bei Temperaturen

an die 40 Grad liegen. Das wunderbare Klima ist dabei keine neue

Entdeckung. Schon im 18. Jahrhundert reisten zunächst französische Erholungssuchende

an die Côte d’Azur. Als Mitte des 19. Jahrhunderts die

Eisenbahn gebaut wurde, verbrachte die britische Aristokratie, angeführt

von Königin Viktoria, hier ihre oft monatelangen Urlaube. Zar Alexander

und die Rothschilds waren weitere illustre Besucher. In der ersten Hälfte

des 20. Jahrhunderts fanden sich Künstler und Autoren wie Pablo Picasso,

Henri Matisse, Francis Bacon, Edith Wharton, Somerset Maugham, Aldous

Huxley oder F. Scott Fitzgerald hier ein. Und natürlich fehlte auch der

europäische und amerikanische Geldadel nicht. In den Sechziger-Jahren

trafen sich hier die Filmstars wie Brigitte Bardot, die heute noch mit 90

Jahren in St. Tropez lebt und sich dem Tierschutz und ultrakonservativen

Ideen widmet.

Mekka für Wassersportler und Erholungssuchende

Doch zurück zu heutigen Besuchern. Wer dem Rummel entgehen möchte,

ist also in der Gegend um Hyère gut aufgehoben. Ein Paradies für Surfer ist

beispielsweise der kleine Ort mit dem kuriosen Namen La Londe-les-Maures.

Der malerische Ort überzeugt mit einem Mikroklima, das ihm 300

Sonnentage im Jahr beschert. Die vier Strände sind nicht nur für Badende,

sondern auch für Surfer ideal, die hier die Fallwinde der Seealpen nutzen

können.

Wenige Kilometer weiter östlich liegt Bormes-les-Mimosas. Der Hauptort

selbst liegt in den Bergen, die sich hier bis auf 640 Meter Höhe

erheben. So friedlich der Ort heute ist, so bewegt war seine Geschichte,

die schon für das achte Jahrhundert verbürgt ist, als maurische Piraten

das Dorf mehrfach überfielen. Den Zusatz les Mimosas hat Bormes

Napoleon III zu verdanken, der den Ort durch Mimosen-Sträuche

aus Mexiko verschönern ließ. Die finden sich noch heute in den vielen

Grünanlagen. Heutzutage grenzt der Ort an Le Lavandou, der über nicht

weniger als zwölf für Badefreudige erschlossene Sandstrände verfügt.

Die touristische Infrastruktur ist voll erschlossenen mit Unterkünften

jeder Art, ausgenommen Bettenburgen. Die sucht man hier vergebens,

und das ist natürlich gut so. An Restaurants, Cafés, Wochenmärkten

und mehreren kleinen Yachthäfen mangelt es dagegen nicht. Die Preise

liegen erfreulicher Weise nicht deutlich über denen in Ostwestfalen,

dagegen signifikant unter denen in Cannes oder St. Tropez. Auch kann

man vom kleinen Hafen von Bormes zu Fuß an der Küste entlang nach

Le Lavandou laufen, wo der Weg dann auf eine lange Promenade führt.

In der absoluten Hauptsaison, also von Mitte Juli bis Mitte August, wenn

die Franzosen ebenso wie Deutsche, Holländer, Schweizer oder Belgier

Ferien haben, wird es natürlich auch hier voll. In der Vor- und Nachsaison

findet man dagegen neben Erholung, freien Tischen in Restaurants sogar

problemlos Parkplätze.

4 Mit Kind und Kegel am Strand

Das Stadtgespräch

51


Für »Wege durch das Land« führte der künstlerische

Leiter des Musik- und Literaturfestivals

Stephan Szász in die Veranstaltung ein. Sein

Dank galt allen wunderbaren Literaten und den

Virtuosen sowie dem Fürstenpaar Maximilian

und Marissa zu Bentheim-Tecklenburg für die

gastfreundliche Aufnahme im Schloss.

1 Das Duo mit Cellistin Ilona Kindt und dem Gitarristen Jery Chwastyk stimmten auf die Lyrik mit Klängen u. a. von

Werken von Franz und Robert Schumann Wein.

Worte wie Bäche, Verse wie Flüsse

Eine Reise zu den Horizonten der Poesie und musikalischen Virtuosität

(Kem) Trotz des wechselhaften Wetters erlebten

die Gäste von »Wege durch das Land« im

Schloss Rheda einen inspirierenden und berührenden

Nachmittag mit den Lyriker/innen

Simone Lappert, Daniela Seel, Yevgeniy Breyger

und Jan Wagner sowie der Cellistin Ilona Kindt

und dem Gitarristen Jery Chwastyk. Ihre lyrischen

Wortlandschaften im Schloss und rund

um die historischen Anlagen und die fantastischen

musikalischen Darbietungen von Werken

von u. a. Franz Schubert, Robert Schumann

und Manuel de Falla ließen die hochkarätige

Literatur und musikalische Reise vollkommen

neu erleben.

Die Dramatik der Veranstaltung ging eine

Symbiose mit der Historie dieses Ortes ein,

den Instrumenten und die Stimmen der Lyrik.

25 Jahre »Wege durch das Land« fand mit dieser

Lyrik-Veranstaltung an diesem geschichtlichen

und kulturellen Ort seine höchste Vollendung:

mal in der Schlosskapelle, dann im Innenhof, im

Luisengarten und weiteren Plätzen. Sie machte

diese Veranstaltung zu Recht zu einem Highlight

dieses schönsten und spannendsten Festivals

dieser Art im deutschsprachigen Raum.

Dankbar aufgenommen von einem begeisterten

und neugierigen Publikum. 160 Gäste konnten

dieses Fest der Sinne miterleben.

Lyrische Reise

Die Konzertklänge des musikalischen Duos eröffneten

die lyrische Reise und setzten später

virtuose Ausrufzeichen in die literarischen Beiträge.

Simone Lappert begann den literarischen

Reigen. Ihre Lyrik leuchtete wie der Mond siliziumhell

in der vollbesetzten Wehrturmkapelle.

Die von ihr beschriebene Liebe schmeckt nach

Quitte, die Katastrophe nach Erdbeeren. Darauf

folgte der im ukrainischen Charkiw geborene

deutschsprachige Lyriker Yevgeniy Breyger. Er

machte sich in seinen Versen auf, die Zusammensetzung

der Welt zu verstehen. Seine Lyrik

bewegt sich zwischen zwei Ichs: Eines ist durch

erlebte Gewalt traumatisiert, das andere ist kreativ

und spielerisch. Jan Wagner zeigte u. a. in

»Live Butterfly Show« eine unbekümmerte Lust

an der Freiheit in der Form, am Klang, die großen

Spaß macht. Welchen Gegenstand, welches

Wesen er auch einfängt und poetisch verwandelt,

er hebt damit die Gesetze der Schwerkraft

auf. Daniela Seel lauscht den ausbleibenden

Herztönen ihres ungeborenen Kindes und den

Gesängen ausgerotteter Wale, betrachtet Goyas

Schwarze Gemälde und erzählt, wovon die Wissenschaft

wenig weiß: Sterben. Geborenwerden.

Verletzlichkeit. Mutterschaft.

Die lyrische Reise weckte Vorfreude auf eine

Fortsetzung in 2026 im Schloss Rheda.

Die Veranstaltung wurde unterstützt durch

die Kreissparkasse Halle-Wiedenbrück.

1 Festivalleiter Stephan Szász, die Lyriker Jan Wagner und Yevgeniy Breyger sowie die Lyrikerinnen Daniela Seel und

Simone Lappert nebst Cellistin Ilona Kindt und dem Gitarristen Jery Chwastyk

1 Der Lyriker Jan Wagner beim Vortrag von der Empore

der Schlosskapelle

52 Das Stadtgespräch


MMeisterlich

TSG Rheda –

männliche Handball-C-Jugend

(Kem) Im letzten Saisonspiel der C-Jugend der

TSGler kam es gegen die C-Jugend der SG Neuenkirchen/Varensell

in der Gesamtschulhalle

in Rheda zum entscheidenden Spiel. Die TSG

Rheda 1 führte bis dahin mit 20:2 Punkte, die SG

mit 19:3 Punkten. 100 Besuchende feuerten das

heimische Team an. So viele Zuschauer waren

schon länger nicht mehr gekommen.

Zwischen den beiden Mannschaften entwickelte

sich ein Spiel auf Augenhöhe: Zur Halbzeit

führte dann die TSG mit 12:8. Aber den Anfang

der 2. Halbzeit verschlief die TSG. Die SG Neuenkirchen/Varensell

kam Tor um Tor näher dran.

Zum Ende sah es schon nach einem Unentschieden

aus. Doch dann konnte die TSG 70 Sekunden

vor Schluss den entscheidenden Treffer setzen

zum 25:24. Ein direkter Freiwurf zum Spielschluss

der SG wurde von der Abwehr geblockt.

Die Mannschaft bleibt zusammen

Danach kannte der Jubel der Spieler keine Grenzen

mehr. Und die Meisterfeier mit den Trainern

und Fans konnte schon in der Halle beginnen.

Glückwunsch auch an die SG zum zweiten Platz

in der Klasse. Die Torschützen der TSG hießen:

Severin 1 Tor, Nabers 2, Lars Nickel 13, Zehles 3,

1 Meisterfeier: (hintere Reihe v. l.) Lance Langer (Trainer), Lucas Laumann, Linus Kraska, Leonard Waldhaus, Emilian

Zehles, Lias Nickel, Jan Plachetka, Hannes Höcker, Josha Berglar, Malte Nabers, Florian Löppenberg und Marc

Vormweg (beide Trainer), (mittlere Reihe v. l.) Eric Severin, Jona Nickel (vor E. Severin), Max Westergerling, Tim Rosengarten,

Tom Dust, Leonard Hille, Paul Bittenbinder, (vorne liegend) Moritz Horsthemke und Philipp Niewöhner.

Rosengarten 1, Bittenbinder 4 und Höcker 1 Tor.

Die TSGler beendeten die Saison, 12 Spiele,

mit nur einer Niederlage (Hinspiel gegen SG

Neuenkirchen/Varensell 20:16) und einem Torverhältnis

von 383:260! Das heißt: Pro Spiel haben

die Jungs zirka 32 Tore geworfen und durch die

Superabwehr nur 22 Tore im Schnitt kassiert. Es

war eine tolle, überragende Saison des Teams

und der Trainer.

Nach der Saison 2024/25 gehen fast alle

Spieler in die B-Jugend, was natürlich für die

Weiterentwicklung und den Zusammenhalt der

Jungs sorgen wird. Die Vorbereitungen auf die

neue Saison sind bereits voll im Gange. Im Juli ist

die Mannschaft beim Ems-Cup in Wiedenbrück

mit dabei.

Sportsocken

Die Volksbank in Ostwestfalen hat das Sponsoring

für 210 Paar Sportsocken übernommen.

Diese haben außen das Logo der TSG Rheda

und innen das Logo der Bank. Der Vertreter

der Volksbank in Ostwestfalen in Rheda, Bernd

Schulte (2. rechts außen stehend) überreichte

die Socken an die begeisterten Mitglieder der

TSG-Rheda-Handballabteilung in der Sporthalle

der Gesamtschule. Die TSG wurde vertreten

durch Abteilungsleiter Mike Dreier (hintere Reihe

3. von links), sowie von den Trainern, Michelle

Mühle, Edgar Glau, Lance Langer, Marc Vormweg

und eben auch von vielen Spielern und Spielerinnen

der TSG, verbunden mit einem Dank für

die abermalige Unterstützung.

K

Kompliment

für sportliches

Verhalten

Fair Play Cup

Mit 11 Teams war der Fair Play Cup des Jugendhauses

»Alte Emstorschule« krankheitsbedingt

zwar nicht so gut besucht wie in den Jahren

zuvor, doch es herrschte eine tolle Stimmung.

Der stellvertretende Bürgermeister Georg Effertz

lobte die Teilnehmer des Fußballturniers

in der Turnhalle des Einstein Gymnasiums für

das faire Turnier und dankte den Organisatoren

und Gastgebern Nahir Aslan und Buket Demirtas

vom Städtischen Jugendzentrum »Alte

Emstorschule« für das großartige Turnier. Es

würde junge Menschen aus dem gesamten

Das Stadtgespräch

1 Der stellvertretende Bürgermeister Georg Effertz eröffnete den Fair Play Cup in der Halle des Einstein-Gymnasiums

zusammen mit den Organisatoren und den Mannschaftskapitänen.

Kreis und darüber hinaus begeistern. Als fairstes

Team konnten die Spieler von »FC Origin

aus Hamm« punkten. Turniersieger wurden die

FC Blitzkicker aus Rheda-Wiedenbrück. Platz

zwei belegte Ekmekspor aus Gütersloh und

Platz drei FC Secret aus Gütersloh.

53


Foto: Caritas Gütersloh

C

Caritas-Familienberatung

gibt Einblicke in ihre Arbeit

Internationaler Tag der Familie:

Eltern und Kinder in Trennungssituationen

»Während sich Eltern oft laut streiten, leiden

die betroffenen Kinder eher leise«, sagt Birgit

Kaupmann, Fachbereichsleitung Familie bei

der Caritas Gütersloh. Zum Internationalen

Tag der Familie am 15. Mai hat die Caritas-Familienberatung

auf die besondere Situation

und Herausforderungen von Trennungs- und

Scheidungsfamilien hingewiesen. Bei einem

Pressegespräch im Haus der Caritas in Rheda-Wiedenbrück

stellte das Team einige gesellschaftliche

Entwicklungen vor, erläuterte

den Wandel des Familienbegriffs und gab ganz

praktische Einblicke in die tägliche Arbeit. Auch

eine eigene Umfrage zum Thema Familie wurde

vorgestellt.

Aktuell wird rund ein Drittel aller Ehen in

Deutschland geschieden, in über der Hälfte

der Scheidungen hatte das Paar gemeinsame

Kinder. Das wirkt sich auch auf die Familienberatung

aus, die in den vergangenen Jahren

einen steigenden Beratungsbedarf verzeichnet.

2024 wurden rund 750 Familien beraten. Bei

etwa 50 Prozent ging es um Trennungs- und

Scheidungssituationen. Ein Drittel der Ratsuchenden

war alleinerziehend. Ein wichtiger Teil

der Arbeit in der Familienberatung ist auch

die Unterstützung von Kindern, die von der

Trennung der Eltern mitbetroffen sind. Durch

diese gesellschaftliche Entwicklung habe sich

auch die Definition von Familie zunehmend

gewandelt, erklärte Birgit Kaupmann. »Längst

gibt es weit mehr als die klassische Mutter-Vater-Kind-Konstellation.«

Das Familienberatungs-Team machte

deutlich, wie vielschichtig und belastend

Trennungs- und Scheidungssituationen sein

können. Es gehe nicht allein um die emotionale

Ebene, um verletzte Gefühle oder gegenseitige

Enttäuschungen, erklärte Familienberater Dr.

Volker Wrusch. »Auch der Alltag muss neu organisiert

werden: Wer zieht wann aus, wie wird

der Umgang mit den Kindern geregelt, was ist

mit den Finanzen und einiges mehr.«

Er und seine Kolleginnen wissen auch,

dass Trennungen von den Betroffenen meist

unterschiedlich erlebt werden. »Vor allem für

die Kinder sei das Geschehen belastend«, sagte

Fachbereichsleiterin Birgit Kaupmann. »Kinder

bekommen Konflikte mit – nicht nur die lauten

Streitgespräche, sondern auch unterschwellige

Schwingungen und Stimmungen.« Familienberaterin

Heidrun Pickartz-Rathmer fügte hinzu,

dass die Konflikte nicht nur die Jüngsten

belasten. »Je älter die Kinder werden, desto

bewusster nehmen sie das Geschehen wahr.«

Oft wechselten sie sogar in eine Beschützerrolle.

»Sie sorgen sich, wenn Mama und Papa

streiten, bleiben zum Beispiel mit Absicht im

Zimmer, um aufzupassen. Sie übernehmen

eine Verantwortung, die sie eigentlich gar nicht

haben sollten.«

Das Team der Familienberatung hilft den

Ratsuchenden auf vielfältige Weise. Für betroffene

Kinder und Jugendliche gibt es zum

Beispiel eine Trennungs- und Scheidungskindergruppe.

Insgesamt acht Teilnehmende

1 Die Familie hat immer noch eine große Bedeutung, auch wenn sich die Familiensysteme gewandelt haben. Das

zeigt auch eine Umfrage im Caritas-Haus. Die Ergebnisse zeigen (v. l. Fachbereichsleiterin Birgit Kaup mann sowie

die Familienberatenden Heidrun Pickartz-Rathmer, Dr. Volker Wrusch und Angela Simon.

Die Caritas Gütersloh bietet im Auftrag

der vier kreisansässigen Jugendämter eine

Familienberatung an. Die Hauptstandorte

sind Rheda-Wiedenbrück und Gütersloh.

Außerdem gibt es Außensprechstunden in

Herzebrock-Clarholz, Langenberg, Rietberg,

Schloß Holte-Stukenbrock und Verl sowie

in 44 verschiedenen Kindertagesstätten/

Landesfamilienzentren. Die Familienberatung

bietet unter anderem Rat und Hilfe

bei Erziehungsfragen, Entwicklungs- und

Verhaltensauffälligkeiten, seelischen Problemen,

Konflikten in der Familie, Problemen

in Kindergarten/Schule/Ausbildung

und Beruf sowie bei Trennung und Scheidung

der Eltern. Zielgruppen sind Familien,

Elternteile oder Paare, Kinder und Jugendliche

und junge Erwachsene bis 27 Jahre

sowie Fachkräfte aus sozialen und pädagogischen

Arbeitsfeldern.

finden darin einen geschützten Raum, in dem

sie Erlebnisse und Gefühle ansprechen und mit

Gleichaltrigen Spaß haben können. Gemeinsame

Aktionen unterstützen die Teilnehmenden

in dem Prozess, das Geschehen zu verarbeiten

und ihre eigene Rolle in der Familie einzuordnen.

»Die Jungen und Mädchen gehen gestärkt

aus dem Angebot hervor«, so Familienberaterin

Angela Simon. »Sie sind erleichtert, dass sie

mit ihren Gefühlen nicht allein sind. Oft entstehen

hier Freundschaften.«

Die Gruppe ist spielerisch angelegt, wie Dr.

Volker Wrusch ausführte. Als Beispiele nannte

er gemeinsames Malen, Familienaufstellungen

mit Playmobil-Figuren, Lebensfluss-Modelle

sowie Elternbriefe. »Wir bitten jeden Elternteil

darum, etwas für das Kind aufzuschreiben und

dabei auch etwas Wertschätzendes über den

Partner zu schreiben. Die Reaktionen darauf

sind immer sehr berührend.«

Im Rahmen des Pressegesprächs stellte

Familienberaterin Angela Simon eine Umfrage

vor, an der in den letzten Wochen alle Besucherinnen

und Besucher des Hauses der Caritas

teilnehmen konnten. Auf die Frage: »Was

bedeutet Ihnen Familie?« antworteten sie vor

allem mit positiven Begriffen wie Glück, Ankerpunkt,

Miteinander und Liebe. Beim Thema Belastungen

nannten sie etwa Geldsorgen, Stress

im Alltag oder die Balance zwischen Job und Familie.

»An dieser Umfrage sieht man, wie wichtig

den Menschen Familie weiterhin ist. Zwar

gibt es viele Herausforderungen. Und auch die

Formen von Familie haben sich geändert. Aber

der Wert des Begriffes zerfällt nicht.«

54

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Das Stadtgespräch


MMit dem

Reisemobil die

Welt entdecken

Thiel vermietet in Kooperation mit

dem ADAC Freizeitmobile

(wl) Unter dem Namen »Thiel Adventure Camper«

vermietet die Thiel Gruppe in Rheda-Wiedenbrück

bereits im zweiten Jahr Freizeitmobile.

Seit diesem Jahr in Kooperation mit

dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club

(ADAC), der die Plattform führt und über den

auch die Reisemobile in unterschiedlichen Größen

der Premiummarke Westfalia & VANTourer

gebucht werden können. ADAC-Mitglieder erhalten

sogar einen Rabatt von drei Prozent auf

den Mietpreis.

Claudia Hilliges und Elmar Heiringhoff stehen

interessierten Campern, oder denen, die

es werden möchten, mit Rat und Tat bei Thiel

zur Seite. Sie sind dabei behilflich, das richtige

Mobil zu finden, das den eigenen Ansprüchen

und Platzbedürfnissen entspricht.

»Gerade für Urlauber, die das Campen mal

ausprobieren möchten, ist der Weg über die

Ausleihe bestimmt erst einmal genau der Richtige«,

weiß Claudia Hilliges als Camperin aus

Erfahrung. Einige kämen mit sehr wenig Platz

auf kleinsten Raum prima klar, andere bräuchten

mehr Platz, mehr Stauraum und auch eine

größere Nasszelle, erklärt sie. Auch die Personenzahl

spielt dabei eine Rolle, oder ob mit

Hund gereist wird. Die sind übrigens erlaubt.

1 Claudia Hilliges und Elmar Heiringhoff sind bei Thiel Freizeitmobile für die Vermietung der »Thiel Adventure

Camper« zuständig. Beide sind selbst erfahrene Camper und wissen, worauf es ankommt.

Deshalb stehen in der Ausstellung im Autohaus

Thiel auch rund 30 Fahrzeuge unterschiedlicher

Art vom kompakten »Bulli« mit Aufstelldach

bis hin zum großen Kastenwagen mit sechs Meter

Länge zur Besichtigung bereit. Mieten kann

so ein Reisemobil, wer mindestens 21 Jahre alt

ist und seit einem Jahr die Fahrerlaubnis besitzt.

Claudia Hilliges und Elmar Heiringhoff betonen,

dass eine Reise im Freizeitmobil Freiheit

und Flexibilität versprechen. »Man hält da an,

wo es einem gefällt und plant auch anders, als

wenn man an einem Urlaubsort ein Hotel fest

gebucht hat«, meint Elmar Heiringhoff. Einige

Modelle haben Solarmodule, so dass man

gegebenenfalls für einige Tage autark, ohne

Stromanschluss, stehen kann.

Die Reisemobile sind, je nach Verfügbarkeit,

auch für Kurzentschlossene buchbar. Termine

zur Besichtigung können unter 05242/5905-

689 oder unter wohnmobilvermietung@

thiel-gruppe.de vereinbart werden. Online

buchbar sind die Fahrzeuge unter www.

thiel-gruppe.de/wohnmobilvermietung.

M

Mit einem Klick

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Rückfragen, kein aufwendiger Besuch im Büro –

sondern ein direkter, digitaler Weg zu uns, den

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Das Stadtgespräch

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M

1 Lukas Pupat – Bremen 1 Chiara Quandt – Rheda-Wiedenbrück

Mehr als 600 neue potenzielle

Spender

Große DKMS-Typisierungsaktion bei der Premium Food Group

»Stäbchen verwenden, Hoffnung schenken«

– unter diesem Motto hat die Premium Food

Group aus Rheda-Wiedenbrück Ende Mai eine

deutschlandweit große Typisierungs-Aktion

zugunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei

(DKMS) durchgeführt. Anlässlich des

Weltblutkrebstages ließen sich mehr als 600

Mitarbeiter/innen an den deutschen Standorten

und sogar in Großbritannien typisieren.

Wer an Blutkrebs erkrankt, benötigt häufig

eine lebensnotwendige Spende eines genetischen

Zwillings, dessen Gewebemerkmale

möglichst genau mit denen eigenen übereinstimmen.

Genau dafür ist die Aufnahme in die

Knochenmarkspender-Datei über die Typisierung

notwendig. Aus diesem Grund hatte die Premium

Food Group zum 2. Mal nach 2010 zur breit ausgelegten

Typisierungsaktion in der Belegschaft

aufgerufen. Einer, der bereits als genetischer

Zwilling spenden durfte, ist Danny Gerding. Der

47-Jährige leitet seit 13 Jahren den deutschlandweiten

Werkschutz der Premium Food Group.

Bereits im Jahr 2000 hatte sich Danny

Gerding typisieren lassen. »Ich hätte aber nie

gedacht, dass ich jemals als Spender in Frage

komme«, gesteht der 47-Jährige. Doch 2012 erhielt

er den alles entscheidenden Brief von der

DKMS. »Da bin ich aus allen Wolken gefallen«,

betont der Werkschutz-Leiter. Nach mehreren

Vor-Untersuchungen war klar: Er kommt als

Spender in Frage. »Es war für mich dann auch

selbstverständlich, die Spende zu leisten«, sagt

er. Von dieser Spende profitierte letztlich ein

achtjähriger Junge aus Frankfurt. »Für mich

war es nun ein kleiner Schritt, der für jemand

anderes die Welt beziehungsweise das Leben

bedeuten könnte«, sagt der 47-Jährige heute

rückblickend.

Einer, der ebenfalls dringend auf eine Spende

wartet, ist Matts aus Rostock. Der Dreijährige

bekam die Diagnose Lymphdrüsenkrebs.

Nur eine Stammzellenspende kann sein Leben

retten. Aufgeben ist für ihn keine Option – das

gilt auch für seine Helden der TV-Serie »Paw Patrol«.

Und genau damit macht ihm die Premium

Food Group nun eine große Überraschung: Der

Lebensmittelproduzent hält die Rechte an den

Serienhunden für eigene Produkte, hat unter

anderem die Verpackungen von Würstchen im

Glas, Chicken-Nuggets und Tillman’s Toastys

mit den vierbeinigen Helden gebrandet. Matts

und seine Familie haben nun ein Probierpaket

mit den Produkten sowie Plüsch-Hunde der

»Paw Patrol« als Aufmunterung erhalten. Die

Freude trotz der dramatischen Gesundheitssituation

beim Dreijährigen war groß.

Bei der ersten Registrierungsaktion bei der

Premium Food Group in 2010 ließen sich rund

700 Mitarbeiter/innen des Lebensmittelproduzenten

typisieren. Von diesen sind mittlerweile

13 Frauen und Männer als Spender in Frage gekommen.

Diese tolle »Ausbeute« erhofft sich die Premium

Food Group auch von der diesjährigen

Aktion. An mehr als 20 deutschen Standorten

sowie in Großbritannien hatte der Lebensmittelproduzent

Ende Mai ein entsprechendes Angebot

für die Belegschaft gemacht. Um breit

auf das Thema aufmerksam zu machen, wurde

zwei Nächte lang das Kühlhaus in Rheda grün

angestrahlt und mit Laser-Schriftzügen auf den

Weltblutkrebstag aufmerksam gemacht.

Im Vorfeld waren die Bereitschaft und das

Interesse abgefragt worden. Was dabei vor allem

auch deutlich wurde? Mehrere tausend Kolleginnen

und Kollegen des Lebensmittelproduzenten

sind bereits bei der DKMS registriert. Dennoch

tummelten sich jetzt nicht nur am Hauptsitz in

Rheda, sondern auch an den anderen Standorten

der Unternehmensgruppe zahlreiche Männer

und Frauen, um das Angebot anzunehmen.

Sie alle hoffen, genau wie Kollege Danny Gerding

eines Tages ein Leben retten zu können.

Die Kosten von 50 Euro pro Test hat die Premium

Food Group übernommen.

HHyundai-

Sommerprämien

für viele Modelle

Hyundai INSTER Select 71 kW (97 PS)

Batterie 42 kWh: Energieverbrauch kombiniert: 14,3 kWh/100 km;

CO 2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO 2-Klasse: A.

Elektrische Reichweite bei voller Batterie nach WLTP: 327 km 2

Funke Automobile in Rheda bietet nun für viele

sofort verfügbare Hyundai-Modelle die Sommerprämien

an. So können diese Hyundai-

Modelle zu attraktiven Leasing-, Finanzierungs-

oder Barkonditionen erworben werden.

Der neue vollelektrischen Hyundai INS-

TER kann ebenfalls vor Ort besichtigt sowie

eine Probefahrt gebucht werden. Immer ein

Erlebnis.

Der Service hält ebenfalls Sommer-Angebote

in Form von Urlaubs- oder Klima-Checks bereit.

Ein Besuch an der Schröderstraße 2 lohnt

sich also. Das Funke Team freut sich auf Sie!

1 (V. l.) Roland Gaida und Matthias Otta (beide

Verkaufsberater) und Sandra Funke (Geschäftsleiterin)

am neuen Hyundai INSTER

56

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Das Stadtgespräch


L

»Lieblingsdress«

neu

am Klingelbrink

(wl) Der Name ist Programm bei Gabriele Genstwa-Zientz.

Sie eröffnete am Klingelbrink 17 ihre

Boutique für Damenoberbekleidung »Lieblingsdress«.

Dort bietet sie ausgefallene italienische

Mode an. 20 Jahre lang war die gebürtige Rheda-Wiedenbrückerin

in Siegburg mit einem Bekleidungsgeschäft

selbständig. Das Heimweh

hat sie nun wieder nach Wiedenbrück zurückkehren

lassen. In dem ehemaligen Ladenlokal

des Juweliers Riedel fand sie mit dem 35 Quadratmeter

großen Geschäft ideale Bedingungen

für ihre italienische Mode zu »fairen« Preisen,

wie sie betont. Jede Woche bekommt die Einzelhändlerin

neue Ware, so dass sich regelmäßiges

Vorbeischauen lohnt. Italienische Mode zeichnet

aus, dass sie verspielt ist, mit Spitze, Pailletten

oder Aufdrucken, über trendige Schnitte

verfügt und dabei absolut alltagstauglich ist.

Die Farben sind jetzt zum Sommer hell, reichen

von Weiß über beige, Pastelltöne, Rosa,

1 Gabriele Genstwa-Zientz hat im Klingelbrink ihre Boutique »Lieblingsdress« mit italienischer Mode eröffnet.

Pink und Violett. »Bei mir findet jede Kundin in

ihrer persönlichen Lieblingsfarbe ihr passendes

Hosen- oder Rockmodell und Oberteile, die zu

ihr passen«, betont sie. Vieles wird bei der italienischen

Mode in One Size gefertigt, wo viele

Frauen direkt hineinschlüpfen können. Hinzu

kommen Accessoires wie Tücher, sommerliche

Schläppchen, Taschen, Gürtel, Hüte, ausgefallener

Modeschmuck und vieles mehr. Sämtliche

Waren werden von der Inhaberin persönlich mit

ganz viel Liebe ausgesucht. Und wer nicht das

Passende findet, kann auch für die nächste Lieferung

Bestellungen aufgeben. Jeden Montag

gibt es aus dem »Lieblingsdress« Videos bei Facebook

mit den neuesten Outfits und anderen

Neuigkeiten rund um die Mode.

Lieblingsdress, Inh. Gabriele Genstwa-Zientz

Klingelbrink 17 · 33378 Rheda-Wiedenbrück

facebook.com/61575802546513

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 14

bis 18 Uhr. Samstag von 10 bis 14 Uhr. Montag

geschlossen.

F

15 Jahre C&S Reich

Gebäude -

reinigung GbR

Familienfest zum Jubiläum

Sorgfalt, Sauberkeit und Zusammenhalt:

Meisterbetrieb feiert am 12. Juli 2025 auf dem

Firmengelände.

Seit 15 Jahren steht der Name C&S Reich

Gebäudereinigung für Qualität, Verlässlichkeit

und persönliche Betreuung. Gegründet wurde

der Meisterbetrieb im Jahr 2010 von den Brüdern

Christian und Sascha Reich, die das Unternehmen

seither mit großem Engagement und

familiärem Teamgeist führen. Heute blickt das

Unternehmen auf eine erfolgreiche Entwicklung

zurück – und möchte diesen besonderen

Meilenstein gemeinsam feiern.

Am Samstag, dem 12. Juli, lädt C&S Reich

von 12 bis 18 Uhr zu einer großen Familienfeier

auf das Firmengelände an die Breite Straße 37

ein. Kundinnen und Kunden, Partnerfirmen,

Mitarbeitende, Freunde und Interessierte

1 (V. l.) Christian und Sascha Reich freuen sich zum Familienfest am 12. Juli auf viele Gäste an der Breiten Straße 37.

sind herzlich willkommen. Es erwartet Sie ein

buntes Programm für Groß und Klein: Musik,

leckeres Essen & Trinken, von 14 bis 17 Uhr

Kinderschminken und Glitzertatoos und viele

Überraschungen. Besonders erfreulich: Alle Angebote

werden zu familienfreundlichen Preisen

angeboten – und sämtliche Einnahmen des Tages

werden für einen guten Zweck gespendet.

»Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns

über die Jahre begleitet und unterstützt haben

– vor allem natürlich bei unserem tollen Team«,

sagen Christian und Sascha Reich. »Ohne das

Vertrauen unserer Kunden und den täglichen

Einsatz unserer Mitarbeitenden wäre dieser

Weg nicht möglich gewesen.« Die Feier verspricht

gute Unterhaltung und eine herzliche

Atmosphäre mit persönlichem Austausch. Der

Eintritt ist natürlich frei.

Das Stadtgespräch

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Möbel, Haushaltsartikel, Kleidung,

Bücher, u.a. zu günstigen Preisen;

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Öffnungszeiten

des Ladens: Mo – Fr 10 – 18 Uhr, Sa 9

– 13 Uhr. Ringstraße 139c, Tel. 34385

Annahme von gut erhaltenen Gebrauchtwarenspenden

wie Kleinmöbeln

und Haushaltsartikeln:

Secondhand-Geschäft, Ringstraße

139c (neben Recyclinghof), Tel.

34385, Mo – Fr 10-18 Uhr, Sa 9-13 Uhr.

Kostenlose Unterstützung bei Bewerbungen,

Jobsuche, Problemen rund

um ALG I, ALG II oder Kindergeld

und zu weiteren Themen bieten

wir in der Beratungsstelle Arbeit

bei Pro Arbeit e. V.: Kathryn Wild,

beratung@proarbeit.biz, Tel. 57997-

230, mo - fr. 09:00 - 14:00 Uhr.

Recyclinghof 33378 RH-WD Ringstr.

141, Tel. 931076, mo. 9:00 - 12:00

Uhr, di., mi., fr. 13:00 - 17:00 Uhr, do

13:00 - 18:00 Uhr, sa. 9:00 - 13:00 Uhr

nach Terminvereinbarung online

über www.proarbeit.biz oder telefonisch.

Anrufe werden zwischen

9:00 und 13:00 Uhr erbeten.

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58 Das Stadtgespräch


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Das Stadtgespräch

59


Termine

1

Milou & Flint

2

Nottbecker Sommernacht

Bitte beachten Sie weitere Termine

aus unserer Juni-Ausgabe.

Juni

MI 25

Bis zum 14. September für den

Klimaschutzpreis bewerben

Westenergie und die Stadt Rheda-Wiedenbrück

schreiben wieder den Westenergie

Klimaschutzpreis aus. Ausgezeichnet

werden lokale Projekte

von Privatpersonen, Vereinen, Betrieben

und Institutionen, die den Bürger/innen

zugutekommen. Gewonnen

werden können bis zu 1.250 €.

Eine kurze, formlose Beschreibung

des bereits umgesetzten Projekts

sollte unter rheda-wiedenbrueck.de/

klimaschutzpreis eingereicht werden –

gerne mit Fotos. Dort sind alle weiteren

Infos aufgeführt. Fragen beantwortet

Moritz Groß unter Tel. 05242/963-388.

Energieberatung zuhause

Es wird immer wichtiger, in die Jahre

gekommene Immobilien so zu sanieren,

dass sie möglichst wenig Energie

verbrauchen. Doch jedes Wohnhaus ist

anders. Welche Umbaumaßnahmen

sinnvoll und effektiv sind, erfahren

Hausbesitzer/innen in Rheda-Wiedenbrück

im Rahmen einer Kooperation der

Stadt mit der anbieter unabhängigen

Energieberatung der Verbraucherzentrale

NRW. Eine Energieberaterin nimmt

im Rahmen eines Rundgangs durch das

Eigenheim sowohl die Gebäudehülle

als auch die Haustechnik unter die

Lupe und gibt im schriftlichen Protokoll

passgenaue Empfehlungen für die

Foto: Katharina Kirsch

Sanierung sowie Tipps für Fördermittel.

Zunächst ist ein Entgelt von 40 €

direkt an die Beratungskraft zu zahlen.

Die Kosten werden im Anschluss von

der Stadt Rheda-Wiedenbrück zurückerstattet.

Beratungen bis zum 14. Juni

2026. Anmeldungen: Mo–Fr 9–17 Uhr

unter Tel. 0211/33996555.

10.00 Landleben schwarz-weiß

Das Stadt- und Kreisarchiv Gütersloh

zeigt in seinem Foyer in der Moltkestraße

47 in Gütersloh bis zum 22. August

28 Fotografien von Ludwig Hermann

Klack aus den 1940er/1950er

Jahren, die das ländliche Leben im damaligen

Amt Versmold – vom bäuerlichen

Alltag bis zu Dorf- u. Familienfesten

– dokumentieren. Öffnungszeiten:

Di–Do 10–12.30 Uhr, Di & Do 14–17 Uhr.

14.00 Landstriche. Ein Westfälischer

Poesie-Parcours

Künstlerisch-poetische Auseinandersetzung

mit der Literaturgeschichte

Westfalens basierend auf zeitgenössischen

Texten des Dichters Christoph

Wenzel auf dem Außengelände des

Museums für Westfälische Literatur,

inszeniert von Jeremias H. Vondrlik.

Bis 29. Juni. Öffnungszeiten: Di–Fr 14–

18 Uhr, Sa, So und an Feiertagen 11–18

Uhr. Eintritt: frei – Spende nach eigenem

Ermessen. Kulturcafé geöffnet

sonntags und an Feiertagen 13–17 Uhr.

Infos: www. kulturgut-nottbeck.de

15.00–18.00 »Vom Ornament

zur Wohnlandschaft«

Als die sakrale Kunst für Kirchen nicht

mehr gefragt war, fertigten Künstler

der Wiedenbrücker Schule ornamentale

Stilmöbel. Ausstellung im

Museum Wiedenbrücker Schule bis

3. August. Öffnungszeiten (außer an

Feiertagen): Mi 15–18 Uhr, Do, Sa & So

15–17 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Eintritt: Erw. 2,50 € / Kinder, Schüler,

Studenten, Menschen mit Behinderung

1 € / Familien (ab 2 Erwachsene,

1 Kind) 5 € / Kinder bis 5 J. frei. Infos:

wiedenbruecker-schule.de

15.00–18.00 Drei Kaiser

aus Langenberg

1912–14 wurden drei formatgleiche,

überlebensgroße Kaiserporträts vom

Langenberger Maler und Lehrer Kaspar

Diestmann für den Gastwirt Bernhard

Brill geschaffen. Sie hingen im

Festsaal im Obergeschoss des 2014

abgerissenen Gasthofs Brill. Im Museum

Wiedenbrücker Schule werden

die Gemälde nun erstmals nach ihrer

Restaurierung in Kooperation mit dem

Heimatverein Langenberg bis zum 30.

September gezeigt. Öffnungszeiten

(außer an Feiertagen): Mi 15–18 Uhr,

Do, Sa & So 15–17 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Eintritt: Erw. 2,50 € / Kinder,

Schüler, Studenten, Menschen

mit Behinderung 1 € / Familien (ab 2

Erwachsene, 1 Kind) 5 € / Kinder bis 5 J.

frei. Infos: wiedenbruecker-schule.de

DO 26

18.00 The Menace of Tyranny

Seit 2019 begeistert die Band mit einer

blutrünstigen, romantischen, immer lyrisch-mystischen

Gesamtheit sowie ihrem

düster-melancholischen, aber auch

aggressiv-leidenschaftlichen Sound,

der nachhaltig im Ohr bleibt. Konzert

im Sound Store, Wasserstr. 26. Auch

die neue Schallplatte »Wie man Herzen

hält« wird präsentiert. Eintritt: frei.

18.00–19.00 Silent Reading Party

Jeden letzten Donnerstag im Monat: Eigenes

Buch mitbringen oder eines aus

der Lesebibliothek ausleihen und loslesen.

Handyfreie Zone – weil echte Ruhe

kostbar ist. Für Getränke und eine gemütliche

Umgebung wird gesorgt. Ort:

Bücher Güth, In der Halle 7 + 11.

FR 27

ab 18.00 Schützenfest in Linzel

Ab 20 Uhr Einmarsch ins Festzelt und

Festball. Auch Sa 28. Juni ab 14 Uhr,

16.30 Königsparade auf dem Festplatz,

Kaffeetrinken und Kinderbelustigung,

17 Uhr Vogelschießen und große Tombola,

20.30 Uhr Könisgsproklamation

und Festball Ort: Hof Hubertus Winter,

Grenzweg 2, Stromberg.

18.00–24.00 Weinmarkt

Wein trinken & Freunde treffen. Ort:

Doktorplatz. Auch Sa 28. Juni 18–24

Uhr und So 29. Juni 13–17 Uhr.

18.30 Orgelmusik zum Feierabend

Konzert mit Semjon Kalinowsky (Lübeck

| Viola) und Guy Poupart (Sandefjord/Norwegen

| Orgel) in St. Clemens.

Weitere Konzerte: Fr 4. Juli mit

Franziska Classen (Unna | Orgel), Fr 11.

Juli mit Francisco Damian Ittrich Aranda

(Santander/Spanien | Trompete)

und Norbert Ittrich Prella (Santander/

Spanien | Orgel) | Fr 18. Juli mit Johannes

Krutmann (Hamm | Portativ und

Orgel) | Fr 25 Juli mit Stephan Lutermann

(Melle | Orgel). Eintritt: jeweils

frei – Spende zur Unterstützung der

Kirchenmusik erbeten.

SA 28

11.00–12.30 Öffentliche Führung

durch die Wiedenbrücker Altstadt

Treff: Adenauerplatz. Kosten: 5 €. Ohne

Anmeldung. Infos: flora-westfalica.de.

14.00–18.00 90 Jahre Fernsehen in D

Sonderausstellung im Radio- und Telefonmuseum

im Verstärkeramt, Eusterbrockstr.

44. Geöffnet jeden Sa und So

14–18 Uhr. Gruppenführung nach Anmeldung

unter Tel. 05242/44330.

SO 29

14.00 Führungen im Schloss Rheda

Gezeigt werden: romanische Schlosskapelle

u. historische Räume im Barocktrakt.

Dauer: ca. 1 Std. Treff: Schlossmühle.

Kosten (Barzahlung): Erw. 12 € |

Schüler / Studenten 6 €. Kontakt: Fürstliche

Kanzlei, Tel. 05242/9471-0, E-Mail

ingrid- wedeking@gmx.de. Termine

auch am 6., 13., 20. und 27. Juli. Infos:

schloss-rheda.de

MO 30

9.00–12.00 Offene Sprechstunde »Fassaden-

und Hofflächenprogramm«

Das Städtebauförderprogramm »Lebendige

Zentren« unterstützt in 2025 über

das »Fassaden- und Hofflächenprogramm«

versch. Maßnahmen in der Innenstadt

von Rheda. Dazu gehören die

gestalterische Aufwertung von Gebäudefassaden,

die Begrünung von Dachund

Fassadenflächen sowie die Entsiegelung

von Hofflächen. Haben auch Sie

Interesse, Ihre Maßnahme in der Innenstadt

Rheda fördern zu lassen? Dann

kommen Sie gerne zur offenen Sprechstunde

ins Rathaus (Mo 9–12 Uhr) oder

melden Sie sich unter info@stadtteilbuero.de

bzw. Tel. 05242 / 963-423. Weitere

Infos: stadtteilbuero-rheda.de

Juli

DI 1

19.30 Royal Music

Die erste Sonate der »Royal Winter Music«

von Hans Werner Henze ist eine

Sammlung von im Wortsinne sechs

Charakterstücken, die Figuren aus Shakespeares

Theaterwelt porträtieren:

u. a. Richard III., Herzog von Gloucester,

Romeo und Julia, den Luftgeist

Ariel, die verzweifelte Ophelia, den Elfenkönig

Oberon. Im Recital im Theater

Gütersloh stellt der Gitarrist Martin

Steuber diese der königlichen Renaissancemusik

von Luys de Narváez gegenüber.

Andreas Ksienzyk wird die

musikalisch Charakterisierten in Shakespeares

Worten lebendig werden

lassen. Tickets je 15 € (erm. 7,50 €) (ggf.

zzgl. Gebühren) unter theater-gt.de

MI 2

17.00–21.30 Abend-KulTour:

Hausbrauerei Hesse

Vom Küsterhaus geht es mit Rädern

nach Varensell. Ab 19 Uhr Besichtigung.

Danach Rückfahrt mit dem Rad. Ankunft

in St. Vit gegen 21.30 Uhr. Kosten:

10 € (inkl. 2 Getränke). Anmeldung

(max. 20 Tln.) bis 25. Juni bei Ludger

Vollenkemper, Mobil 0160/1560566.

19.00–21.00 Was tun bei

Pflegebedürftigkeit?

Orientierungskurs für pflegende Angehörige

und Ehrenamtliche aller Kassen

mit Marion Moselage im Haus der Kreativität

2 x mittwochs. Ohne Gebühr.

60 Das Stadtgespräch


+++ Infos zum Ferienspielprogramm erhalten Sie im vorderen Teil dieser Ausgabe. +++

Anmeldung über die Zentrale der VHS

erforderlich. Infos: vhs-re.de

19.15–21.30 LittMitt: Otto Lüning und

das »Westfälische Dampfboot«

Der 1818 in Gütersloh Geborene und 50

Jahre später in Rheda Gestorbene war

viele Jahre in Rheda als beliebter Armenarzt

tätig. Als Mitbegründer des

literarisch-sozialrevolutionären »Rhedaer

(Holter) Kreises«, Autor und späterer

Herausgeber des »Westphälischen

Dampfbotes« – in dem Schriften der

Frühsozialisten und Kommunisten erschienen

– sowie als Mitglied im Preußischen

Abgeordnetenhaus und Chefredakteur

der »Westfälischen Zeitung«

in Dortmund, war er eine journalistische

und politische Berühmtheit. Darüber

referiert Dr. Rüdiger Krüger in der

Kinderbibliothek der Stadtbibliothek

Wiedenbrück. Gebühr (auch für online):

10 €. Anmeldung unter vhs-re.de,

Tel. 05242/9030-139 oder aleksandra.

matuszak@vhs-re.de

DO 3

10.00 Ronja Räubertochter

In der Nacht von Ronjas Geburt schlägt

ein Blitz in die Burg ihres Vaters Mattis

ein und teilt sie in zwei Teile. Eines

Tages begegnet Ronja Birk, dem Sohn

von Mattis Erzfeind, der mit seiner

Bande heimlich in den leeren Teil der

Burg eingezogen ist. Die beiden Kinder

verbindet schnell eine tiefe Freundschaft.

Als es zum erbitterten Streit der

beiden Häuptlinge kommt, muss sich

Ronja entscheiden, auf welcher Seite

sie steht … Aufführungen der Burgbühne

Stromberg (empf. ab 5 J.). Schülervorstellungen

(jew. 10 Uhr): Do 3. und

Di 8. Juli. Abendvorstellung (20 Uhr):

Do 10. Juli. Tickets im VVK für Kinder,

Stud., erm. je 6 € | Erw. 8 €. Buchung bei

der Burgbühne, Burgstr. 5, Stromberg,

Di 17–19 Uhr und Fr 10–12 Uhr unter Tel.

02529 / 948484 sowie unter buchung.

burgbuehne.de. Infos: burgbuehne.de

FR 4

16.00–18.00 SpieleTreff Kids

Brett- und Kartenspiele für alle Spielebegeisterten

ab 8 J. und ohne Erwachsene

im Kloster. Eigene Spiele können

mitgebracht werden. Eintritt: frei.

Ohne Reservierung.

18.00–21.00 SpieleTreff im Kloster

Mit Brett-, Kartenspielen und Darts.

Eigene Spiele können mitgebracht werden.

Bei gutem Wetter im Klostergarten.

Eintritt: frei. Ohne Anmeldung.

19.00 DeelenZeit

Im Küsterhaus Kaltgetränke in lockerer

Runde genießen. Mit Pizza-Holdienst.

19.00–21.00 »Konjunkturen kleinstädtischer

Erinnerungskultur«

Vortrag von Prof. Dr. Werner Freitag im

Domhof über das Mahnmal zum 17. Juni

1953 am Rhedaer Bahnhof. Infos vorn.

20.00 Emstertainment: Kyles Tolone

Ein lauer Sommerabend, ein kühles Getränk

oder ein süßes Eis in der Hand

und der Blick geht, sitzend auf der

Emstreppe, rüber auf die andere Seite

des Flusses, wo der JKR eine kleine

Bühne aufgebaut hat, um Kyles Tolone

aus Göttingen zu präsentieren. Drama,

Gefühl, Wucht und Melancholie:

Kyles Tolone gießen das Lebensgefühl

der »Generation Why?« in dynamische

Das Stadtgespräch

und anspruchsvolle, zugleich aber auch

kompakte und mitreißende Rockmusik:

episch, ohne Progrock zu sein, hoch

emotional, ohne Emo zu sein und straight

auf den Punkt, ohne das Publikum

zu unterfordern. Event mit dem KGB

Langenberg u. dem Sound Store Wiedenbrück.

Eintritt: frei.

20.00–22.00 Sommernachtslesung

mit Alena Schröder

Ihr neues Buch »Alles muss man selber

falsch machen« ist eine Sammlung

ihrer besten Kolumnen, denn die erfolgreiche

Autorin von Familien- und

Generationenromanen hat sich schon

früh als Kolumnistin einen Namen gemacht:

Skurrile Nachbarn, herausfordernde

Kinder, besserwisserische Eltern,

die heilende Kraft des Popsongs

und die Frage, wie man es bei Candy

Crush bis Level 100 schaffen konnte.

Eine heitere, nachdenkliche, kluge und

oft einfach hochkomische Lektüre.

Zur Lesung der Bestsellerautorin laden

die Buchhandlung Güth, die Stadtbibliothek

und die VHS Reckenberg-Ems

ein. Bei einem Gläschen Wein oder

Kaltgetränk auf dem Kirchplatz vor

dem Stadthaus gibt es spannende

Einblicke in ihren höchst unterhaltsamen

Alltag. Anmeldung bis 3. Juli, 16

Uhr, unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-

900 oder briefkasten@vhs-re.de. Tickets

im VVK je 15 € / erm. 7,50 €, AK

17 € / erm. 8,50 €. Die Getränke sind im

Preis inklusive. Einlass: 19.30 Uhr.

SA 5

11.00–11.30 Eine kleine Marktmusik

Blockflötenensemble Pfiffikus

Auf dem Programm steht eine abwechslungsreiche

Mischung von

Arthur Sullivans Ouvertüre aus Patience

bis hin zu mitreißendem Irish Folk.

Die Leitung des Ensembles aus Steinhagen

hat Anna Irene Schmidt. Ort:

Stadtkirche Rheda. Eintritt: frei. Spende

am Ausgang erbeten.

11.30 Orgelmusik vor dem Angelus

Mit Elisabeth Schnippe (Gesang) und

Dr. Rainer Schnippe (Orgel) in St. Aegidius.

Eintritt: frei.

19.00 Jörg Hartmann –

Der Lärm des Lebens

In seinem Roman erzählt er (Dortmunder

Tatort-Kommissar Peter Faber) auf

hinreißende Weise seine Geschichte

u. die seiner Eltern und Großeltern. Es

ist eine Liebeserklärung an die Kraft

der Familie – und an den Ruhrpott. Ob

es um die Situation seiner gehörlosen

Großeltern im Nationalsozialismus

geht, die Lebensklugheit seiner

Mutter, die Demenz erkrankung seines

Vaters, die vielen skurrilen Erlebnisse

in der Großfamilie oder um Schlüsselbegegnungen,

die er als Schauspieler

hatte – immer hält Hartmann die Balance

zwischen Tragik u. Komik... Lesung

in der Weberei Gütersloh. Tickets

im VVK je 22 € (zzgl. Gebühren) unter

die- weberei.de | ggf. AK 24 €.

SO 6

10.30 Open Air Gottesdienst

Mit allen Chören im Pastoralverbund

auf dem Kirchplatz St. Aegidius.

11.00–12.30 Öffentliche Führung

durch die Wiedenbrücker Altstadt

Treffpunkt: Adenauerplatz. Kosten:

5 €. Ohne Anmeldung. Infos:

3

Die Komm'Mit Mann!s

4

Zauberbaum: Ingas Garten

flora-westfalica.de. Weitere Termine:

Sa 12. und Sa 26. Juli.

11.00–18.00 Stoffmarkt in Rheda mit

Geschichtsfest und Oldtimer-Treff

11–17 Uhr: Stoffmarkt vom Rathausplatz

bis Widumstraße. 11 Uhr: Oldtimertreff

am Domhof, 12 Uhr Ausfahrt,

ab 15 Uhr Kaffeetafel im Domhof mit

Unterhaltung und Musik. Die Geschäfte

in der Rhedaer City haben 13–

18 Uhr verkaufsoffen. Infos vorn.

15.30–16.30 Zauberbaum: Elmar,

der bunte Elefant

Elmar ist ein bunt karierter Elefant.

Wenn er auftaucht, gibt es immer etwas

zu lachen. Doch eines Tages ist er

traurig, weil er so anders aussieht und

läuft weg. Doch dann erlebt er, wie

wichtig er für seine Freunde ist … Musikalisches

Theaterspiel über das Besondere

in jedem mit dem Theater Mär

zusammen mit dem Theater Triebwerk

für Kinder ab 4 J. Ort: Flora-Westfalica-Park,

Mittelhegge. Eintritt: frei.

15.30 Kaffeekonzert: milou & flint

Das Poesie-Pop-Duo ist längst mehr

als ein Geheimtipp und erhielt spätestens

durch den Auftritt bei »Inas

Nacht« den musikalischen Ritterschlag.

Ihre Lieder erzählen Geschichten

– mal heiter und verspielt, mal

tiefgründig und nachdenklich. Mit einem

beeindruckenden Instrumentarium

aus Klavier, Gitarre, Akkordeon,

Vibraphon, Trompete und Fußschlagzeug

schaffen sie einzigartige Klangwelten.

Ihr charakteristischer Harmoniegesang,

der an Simon & Garfunkel

erinnert, sorgt für Momente voller

1

Termine

Foto: Band

Lagerfeuerromantik. vitArt-Konzert im

wunderschönen Garten des Gartenbaubetriebes

Wilmers-Roggenkamp,

Auf’m Zuschlag 117. Ab 15 Uhr gibt es

Kaffee und Kuchen. Tickets im VVK je

18 € bei Lesart, Neuer Wall 1, oder Bestellung

unter info@vitart.de und Bezahlung

an der Tageskasse.

17.00 Jubiläums-Konzert

mit dem Chor »Sparkling«

Die Gruppe (Ltg. Ricarda Junghardt

und Leon Hansen) feiert ihr 25-jähriges

Bestehen mit einem Konzert in der

Kreuzkirche. Neben dem Neuen Geistlichen

Lied war die Begeisterung für

afrikanische Rhythmen und Chorgesänge

etwas, das die Sänegrinnen und

Musiker der Gruppe von Beginn an gemeinsam

hatten. Infos vorn.

17.00–19.00 Sommerkonzert des

Collegium Musicum

Auf dem Programm stehen zwei Sinfonie-Ouvertüren

von Luigi Borghi, die

Sinfonie D-dur Nr. 19 »la veneziana«

von Antonio Salieri, sowie das Klavierkonzert

D-dur Hob. XVII:11 von Joseph

Haydn. Die Werke des Konzertes zeichnen

sich durch ungebändigte Musizierfreude

und großen Esprit aus. Die

beiden Sinfonie-Ouvertüren Borghis

sind weltweite Wiederuraufführungen

und erklingen zum ersten Mal seit 220

Jahren im Konzert. Solist ist der bekannte

Pianist Holger Blüder, der seit

Januar 2024 die Musikschule für den

Kreis Gütersloh e. V. leitet. Konzert

in der Orangerie (Ltg. Gregor van den

Boom). Anmeldung bis 4. Juli, 12 Uhr,

unter vhs-re.de, Tel. 05242/9030-139

oder aleksandra.matuszak@vhs-re.de.

61


Termine

Tickets im VVK je 15 € / erm. 7,50 €. TK

17 € / erm. 8,50 €.

2

18.00 8. Nottbecker Sommernacht

Andreas Klingel (Künstler. Ltg.) wird

mit dem großen Sinfonie-Orchester

und weiteren Ensembles der Schule

für Musik im Kreis Warendorf im Innenhof

des Kulturguts Haus Nottbeck

ein unterhaltsames Musikprogramm

zu Gehör bringen – ein Konzerthighlight

im Jahr des 50-jährigen Jubiläums

des Kreises Warendorf. Tickets im VVK

unter kulturgut- nottbeck.reservix.de,

Platzkategorie A 30 € / 23 €, Platzkategorie

B 25 € / 18 € (jeweils zzgl. Gebühren)

| AK Platzkategorie A 33 € / 25 €,

Platzkategorie B: 28 € / 20 €. Einlass:

ab 16.30 Uhr. Infos: www.kulturgutnottbeck.de

MI 9

19.00–20.30 Alten Wegen auf der Spur

Über die Rekonstruktion mittelalterlicher

Handels- und Pilgerwege in Westfalen

berichet die Archäologin Ulrike

Steinkrüger (Altertumskommission)

im Stadthaus (Luise-Hensel-Saal). Eintritt:

VVK 10 € | AK 12 €. Anmeldung

bis 8. Juli, 16 Uhr, unter vhs-re.de, Tel.

05242/9030-900 oder briefkasten@

vhs-re.de.

DO 10

13.30 Seniorenwanderung

im Rhedaer Forst

Der SGV Gütersloh lädt zur ca. 8 km

langen Wanderung mit Angelika Elgner

ein. Gäste sind stets willkommen.

Treff: Am Werl. Infos: Ute Schmidt, Tel.

02941 / 58646 ab 18 Uhr

SA 12

17.00 Feuerwehrfest St. Vit

Festmarsch, ab 20 Uhr Zeltparty. Eintritt:

frei. Auch So 13. Juli: 11 Uhr Familiengottesdienst,

ab 13 Uhr Musik, Kinderfest

und Fahrzeugschau, ab 14.30

Uhr Kaffee und Kuchen, 17 Uhr Verlosung.

Ort: Am Lattenbusch. Infos vorn.

20.00–22.00 Komm'Mit Mann!s

Sie gelten als legitime Nachfolger

der Leinwandvorbilder aus Alan Parkers

Kultfilm »The Commitments«. Der Namensgleichklang

ist nicht zufällig, die

Band spielt die Songs aus dem Film,

ergänzt mit einigen Soul-Knallern der

60er Jahre. Songs von Wilson Pickett,

Otis Redding, Aretha Franklin, Percy

Sledge und James Brown feiern ihr

Comeback. Seit Jahren schon hat die

Band mit ihrem Sänger Chris Tanzza,

der schwärzesten Stimme des Ruhrgebiets,

Kultstatus im Bereich Soul. Beim

Flora in Concert Open Air wird sie den

Rathausplatz beben lassen. Eintritt:

frei. Mit freundlicher Unterstützung

der Hohenfelder Privatbrauerei.

SO 13

11.00 Ganztagesradtour des

SGV Gütersloh

Wolfgang Langlotz führt diese Tour

vom Gut Schledebrück zu den Emsquellen.

Gäste sind herzlich willkommen.

Infos: Wolfgang Langlotz, Tel.

05242 / 49374.

3

15.30–17.30 Not2Old

Die heimische Coverband begibt sich

auf musikalische Zeitreise mit Songs

aus den letzten 50 Jahren. Das Publikum

darf sich auf echte Kulthits und

weltbekannte Songs freuen. Platzkonzert

auf dem Doktorplatz. Eintritt: frei.

FR 18

ab 17.00 SpieleZeit

Outdoor-Spiele wie Tischtennis, Dart,

Kubb, Badminton am Küsterhaus. Ab 19

Uhr Gesellschaftsspiele. Kalte Getränke

stehen bereit. Eigene Spiele dürfen mitgebracht

werden. Ohne Anmeldung.

SA 19

8.00–15.45 Erste-Hilfe-Kurs

Grundlehrgang für alle: Voraussetzung

für Führerscheine aller Klassen,

Pflicht für Übungsleiter in Sportvereinen,

betriebliche Ersthelfer etc. Auch

BG-Teilnehmende sind zugelassen. Anbieter:

DRK, An der Schwedenschanze

16. Gebühr (ohne Getränke und Verpflegung):

55 €. Infos und Anmeldung

(max. 15 Tln.): drk- guetersloh.de.

SO 20

11.00–12.30 Öffentliche Führung

durch die Rhedaer Altstadt

Treff: Doktorplatz. Kosten: 5 €. Ohne

Anmeldung. Infos: flora-westfalica.de.

14.00–17.00 SonntagsCafé

Leckerer, selbstgemachter Blechkuchen

und Kaffeespezialitäten im/am

Küsterhaus. XXL-Bausteine stehen in

der Remise für Kinder bereit.

MO 21

17.00–19.00 Offener Trauer-Treff

Nach dem Tod eines geliebten

Menschen ist vieles ungewohnt, neu

und schwierig. Das Gespräch in einer

geschützten Atmosphäre kann beim

Weg der Trauer helfen. Ort: Caritas

Tagespflege, Nadelstr. 8, Rheda. Infos

bei Thomas Plugge, Cari tasverband für

den Kreis Gütersloh, Tel. 05242/1821120

oder plugge@ caritas-guetersloh.de.

SA 26

18.00 Schützenfest in Batenhorst

Nach Zapfenstreich 21. Uhr Tanz/Disco.

So 27. Juli 9.30 Uhr Gottesdienst, 11

Uhr Frühschoppen, 15 Uhr Abholen des

Königspaares, 16.30 Uhr Kinderbelustigung,

17.30 Vogelschießen, 20 Uhr Festball

u. Proklamation. Mo 28. Juli 9.30

Uhr Frühstück, 10.30 Uhr Frühschoppen,

16.00 Uhr Abholen des Königspaares,

17.45 Uhr Jung schützen-Vogelschießen,

20 Uhr Festball, 23 Uhr Disco. Ort: Rund

um die Hubertushalle. Infos vorn.

SO 27

Quer durch den Habichtswald

Tageswanderung des SGV Gütersloh,

gerne mit Gästen. An- und Abreise mit

einem Bus. Infos & Anmeldung: Anneliese

Leppelt, Tel. 05242 / 36589.

4

11.00–12.00 Zaubermusik: Ingas Garten

Wie kann eine Fledermaus im Dunkeln

fliegen ohne sich den Kopf zu stoßen?

Und wie würde sie überhaupt heißen?

Vollblutmusiker Heiko Fänger stellt in

selbstkomponierten Liedern die Tiere

von Ingas Garten vor. Kleine und große

Musikfreunde können nicht nur die

Antworten dazu finden, sondern auch

tanzen, singen und jede Menge Spaß

haben. Ort: Flora-Westfalica-Park, Mittelhegge.

Eintritt: frei.

62

Das Stadtgespräch


E

Ein herzliches

Dankeschön

Traditionelle Verbindung

der Stadtschützen mit

dem Fürstenhaus gefestigt

1 Freudige Überreichung von Thronfoto und Königstropfen: (v. l.) Thronpaar Andreas August und Martina Riede,

König Marco Schmidt, das Fürstenpaar Marissa und Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg, Thronpaar Martina

und Klaus Wolf. Die Kaiserin Kerstin Schmidt war bei der Fotoaufnahme leider verhindert.

Das Königspaar 2024/2025 der Stadtschützen

Rheda, König Marco und Kaiserin Kerstin

Schmidt samt Throngefolge bedankten sich

herzlich beim Schlossherrn Maximilian Fürst

zu Bentheim-Tecklenburg und seiner Ehefrau

Marissa für die Möglichkeit, ihre Thronfotos am

Schloss Rheda machen zu dürfen. Dass diese

wunderschöne Location für die Thronfotos zur

Verfügung gestellt wurde, stellt für das Königspaar

eine besondere Ehre dar.

Als Dankeschön überreichte das Königspaar

ein Foto von sich mit ihrem Throngefolge

auf der Schlosstreppe Rheda. Zudem wurde der

Königstropfen überreicht, ein eigens kreierter

Schnaps, der nur zur Regentschaft hergestellt

und vom Thron selbst weitergegeben wurde.

Der Schützenverein zu Rheda e.V. von 1833

pflegt eine enge und langanhaltende Verbundenheit

mit dem Fürstenhaus. Die Ursprünge

der Stadtschützen Rheda liegen in der Notwendigkeit

einer Wehrgemeinschaft, die ihre

Stadt vor äußeren Feinden schützen sollte. Im

Jahr 1664 überreichte der regierende Landesherr

Graf Moritz zu Bentheim-Tecklenburg den Stadtschützen

eine Fahne, die 1668 erstmals in einem

Kampf aufgestellt wurde. Diese Fahne wurde

gehisst, wenn Feinde sich näherten, sodass die

Bürger gewarnt waren. Aus diesem Ereignis entstand

die Tradition der Stadtschützen, die Fahne

zum Schützenfest am Schloss Rheda abzuholen.

Aus diesem Grund ist die Fahne im überreichten

Foto selbstverständlich auch zu sehen.

Das Fürstenhaus hat seit den Anfängen des

Schützenvereins an den ersten Schützenfesten

teilgenommen. Die Verbundenheit zwischen

den Stadtschützen Rheda und dem Fürstenhaus

soll auch weiterhin fortgeführt und die

Tradition gewahrt werden.

S

Spende an DRK

überreicht

Nach dem Benefizkonzert

Dieses Benefizkonzert mit dem Ensemble con

moto war etwas ganz Besonderes. Zu Beginn

des Jahres lud die Flora Westfalica in Kooperation

mit dem Fürstenhaus Bentheim-Tecklenburg

zu der Barockoper »Coriolan« in den Weißen

Saal des Rhedaer Schlosses ein. Auszüge

der Komposition von Carl-Heinrich Graun gehören

nämlich zur Fürstlich zu Bentheim-Tecklenburgischen

Musikbibliothek.

Der Erlös des Benefizkonzertes kommt auf

Anregung der Schirmherrin des Deutschen Roten

Kreuzes, Marissa Fürstin zu Bentheim Tecklenburg,

dem heimischen DRK zugute für ein

Projekt, dass dem DRK besonders am Herzen

liegt. Investiert werden soll in lebenswichtige

Defibrillatoren, die in öffentlichen Gebäuden,

aber auch bei den Einsätzen des DRK auf sportlichen

Veranstaltungen, Volksfesten oder Weih-

Das Stadtgespräch

1 (V. l.) Der Leiter des DRK Rheda-Wiedenbrück, Jannik Rolf, freut sich über die Geldspende, die ihm das Fürstenpaar

Marissa und Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg, Flora-Geschäftsführer Sebastian Siefert und Bernd

Jostkleigrewe, der das Opernkonzert organisiert hat, überreichen.

nachtsmärkten eine wichtige Rolle spielen. Ein

Gerät kostet 1.200 Euro.

Die Flora Westfalica hat nun den Erlös des

Benefizkonzertes auf 1000 Euro aufgerundet.

Hinzu kommen Spenden vom Silvestergottesdienst

in der Kapelle des Schlosses. »Wir haben

somit eineinhalb der kleinen handlichen Defibrillatoren

finanziert bekommen«, bedankte

sich Jan nik Rolf, Rotkreuzleiter beim Ortsverein

Rheda-Wiedenbrück bei der Spendenübergabe.

»Das Schöne an diesen mobilen Geräten ist,

dass sie selbsterklärend sind und der Anwender

Schritt für Schritt durch das Menü geführt

wird, damit er genau weiß, was zu tun ist. Man

kann nichts falsch machen, außer man macht

nichts«, betont Rolf.

63


Lebe groß.

Lebe safe.

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Weil’s um mehr als Geld geht.

64 Das Stadtgespräch

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