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Trauer und Bestürzung über Grazer Amoklauf

Große Betroffenheit zur Wahnsinnstat in Graz, die elf Menschenleben forderte

Große Betroffenheit zur Wahnsinnstat in Graz, die elf Menschenleben forderte

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Nr. 24 . Donnerstag, 12. Juni 2025

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Freiheitliche Wohnbaureform

zeigt bereits jetzt Wirkung!

Im Salzburger Wohnbau ist eine echte Kehrtwende durch die

entschlossene freiheitliche Wohnbaupolitik eingeleitet worden.

„Unser Ziel ist leistbarer und sozial ausgewogener

Wohnraum. Landesrat Martin Zauner hat geliefert“, erklärte

Wohnbausprecher Andreas Hochwimmer. S. 13

Foto: FPÖ Salzburg

Trauer und Bestürzung

über Grazer Amoklauf

Große Betroffenheit zur Wahnsinnstat in Graz, die elf Menschenleben forderte

S. 2-4

Foto: x.com/Radio1Rai

INNENPOLITIK

Expertenhearing

Zehn Tage vor dem Budgetmarathon im

Nationalrat „zerpflückten“ alle zum Hearing

in den Budgetausschuss geladenen Experten

den Voranschlag der Verliererampel.

Fiskalratschef Badelt warnte bereits

vor der nächsten Milliardenlücke, die sich

durch die viel zu wenig ambitionierten Einsparungen

auftun werde. S. 4-5

AUSSENPOLITIK

Corona-Geld für Waffen

Der glorreiche „Corona-Wiederaufbaufonds“,

der Brüsseler Testlauf für die

Schuldenunion, wurde in vier Jahren nur

zu Hälfte ausgeschöpft. Die verbliebenen

335 Milliarden Euro will die EU jetzt für ihre

Kriegsfantasien nützen und den NATO-

Mitgliedsländern zur beschlossenen Aufrüstung

zur Verfügung stellen. S. 8/9

WIEN

Abschwungskoalition

Rot-Pink hat in den Jahren der „Reformkoalition“ bewiesen,

dass sie keine Probleme löst, sondern nur neue

schaffen kann. Die Neuauflage wird daher nur für fünf

weitere magere Jahre sorgen. S. 11


2 Innenpolitik

Neue Freie Zeitung

Foto: NFZ

Andreas Ruttinger

andreas.ruttinger@fpoe.at

AUS DER

REDAKTION

Vor knapp einem Monat feierte

Österreich das 70-Jahrjubiläum

des Staatsvertrags mit dem unvergesslichen

Ausspruch des damaligen

Bundeskanzlers Leopold Figl:

„Österreich ist frei!“

Keine 50 Jahre ist es her, da erhob

Papst Paul VI. das vom Sozialisten

Bruno Kreisky regierte Österreich

zur „Insel der Seligen“.

Und ja, es gab auch Krisen,

Flüchtlingswellen aus Ungarn, der

Tschechoslowakei und Polen, zwei

Ölkrisen oder die Verstaatlichtenkrise.

Aber die Politik schwor die

Menschen auf Zusammenhalt ein

und die Krisen wurden gemeistert.

Es war einmal

Das war einmal. Seit 15 Jahren

schleppen die Nachfolger von Figl

und Kreisky Österreich von einer

Krise in die nächste: Finanz-,

Euro-,​Migrations-, Corona-,

Ukraine-, Energie- und jetzt eben

die Budgetkrise.

Diese Krisen haben bei den Österreichern

Spuren hinterlassen. Der

hart erarbeitete Wohlstand bröckelt,

die Menschen fürchten um

ihre Arbeitsplätze, ihr Einkommen

und wie sie ihre Familien durchbringen

können. Von der Sicherheitslage

ganz zu schweigen.

Aber die Regierenden haben

jetzt nicht mehr den Gemeinschaftsgeist

der Österreicher

beschworen, sondern kritische

Geister ausgegrenzt, sprachen ihnen

sogar das Aufenthaltsrecht in

ihrer Heimat Österreich ab! Ein

gespaltenes Land steht aber dann

Phänomenen wie dem Amoklauf

in Graz hilfloser gegenüber, als ein

geeintes.

„Divide et impera“, teile und

herrsche, wussten schon die Kaiser

in Rom. Das Volk teilen, um zu

herrschen. Das beherrschen die Erben

von Figl und Kreisky perfekt.

Zeit der Trauer, des Tröstens

Nach der Bluttat in Graz verschieben die Freiheitlichen ihren für Samstag

Die freiheitlichen Parteispitzen, allen voran der steirische Landeshauptmann

Mario Kunasek und Bundesparteiobmann Herbert

Kickl, zeigten sich zutiefst erschüttert über den Amoklauf an einem

Grazer Gymnasium. Aus diesem Grund wurde der für Samstag in

Kitzbühel angesetzte 35. Ordentliche Parteitag in den Herbst verlegt.

Seit am Dienstag ab 10 Uhr

die ersten Meldungen über einen

Amoklauf am Grazer Bundesoberstufenrealgymnasium

Dreierschützengasse

an die Öffentlichkeit gelangten,

steht das ganze Land unter

Schock. Am Nachmittag wurde das

ganze Ausmaß dieser Wahnsinnstat

eines ehemaligen Schülers des

Gymnasiums sichtbar: Elf Menschen,

darunter der Täter, starben,

insgesamt zwölf Personen wurden

bei dem Amoklauf teils lebensgefährlich

verletzt.

Die „grüne Mark“ trauert

Am Nachmittag traten Vertreter

von Bundes-, Landes- und Stadtregierung

und der Polizei nach den

schrecklichen Ereignissen an die

Öffentlichkeit. Landeshauptmann

Mario Kunasek trat gemeinsam mit

Bundeskanzler Christian Stocker,

Innenminister Gerhard Karner, Bildungsminister

Christoph Wiederkehr,

Staatssekretär Jörg Leichtfried

und der Grazer Bürgermeisterin

Elke Kahr an die Öffentlichkeit, um

die Lage nach den bisherigen Erkenntnissen

darzulegen.

Die Politiker dankten den Einsatzkräften

für ihr schnelles und

beherztes Eingreifen und zeigten

sich tief betroffen über die Ereignisse.

„Die Steiermark trauert, das

SPITZE FEDER

100-Tage-Bilanz.

grüne Herz weint. Es ist eine unfassbare

Tragödie, die passiert ist

und die mir als Landeshauptmann

und vor allem als Vater sehr nahe

geht“, erklärte Landeshauptmann

Mario Kunasek.

Was an diesem Tag vorgefallen

ist, sei auch deshalb so unfassbar,

weil sich das Leben vieler Menschen

mit den Geschehnissen in der

Schule dramatisch verändert habe.

Jenes der Opfer und ihrer Angehörigen,

aber auch das Leben jener,

die vor Ort waren und die Tat miterleben

mussten und derjenigen,

die geholfen haben. Für alle diese

Menschen sei das ein besonders

trauriger Tag und ein riesengroßer

Einschnitt, betonte Kunasek.

Österreich gedenkt der Opfer

Im Namen der Landesregierung

sprach er – allen voran den Familienangehörigen

– sein herzliches

Beileid und seine tiefe Anteilnahme

aus: „Ich danke allen, die in

diesen dramatischen Minuten geholfen

haben, noch Schlimmeres

zu verhindern. Die Polizei, das

Einsatzkommando Cobra, das Rote

Kreuz und viele mehr sind sofort in

den Einsatz gegangen und haben

damit auch Leben gerettet. Jetzt

geht es darum, gemeinsam in diesen

Stunden und Tagen der Trauer

Foto: Land Steiermark/Resch

Die Spitzen der Bundes-, Landes- und

mittag den Angehörigen ihr Beileid aus

zu gehen, zusammenzuhalten und

zusammenzustehen.“

Dafür stehe auch das Kriseninterventionsteam

des Landes Steiermark

bereit zu helfen, das mit

über 40 Personen vor Ort sei und

die Schülerinnen und Schüler sowie

deren Angehörige zu betreuen.

Kunasek erklärte, dass an allen

Amtsgebäuden des Landes Steiermark

eine Trauerbeflaggung angebracht

werde und alle Veranstaltungen

des Landes Steiermark in den

kommenden drei Tagen abgesagt

werden.

Aber nicht nur in der Steiermark

IMPRESSUM

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz

Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber:

Freiheitlicher Parlamentsklub,

Dr. Karl Renner-Ring 3, 1017 Wien

Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen,

Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien;

Geschäftsführung: Ing. Mag. Joachim Stampfer

Geschäftsführung, Redaktion, Verwaltung:

Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien

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Es gilt NFZ-Anzeigenpreisliste Nr. 16.

Verlags- und Herstellungsort: Wien

Grundlegende Richtung: Informationsblatt der Freiheitlichen

Partei Österreichs (FPÖ) – Die Freiheitlichen und

des Freiheitlichen Parlamentsklubs.


Nr. 24 Donnerstag, 12. Juni 2025

g

und der Stille

angesetzten Bundesparteitag in den Herbst

KURZ UND BÜNDIG

Foto: NFZ

Innenpolitik 3

Politische Geisterfahrerin

„Außenministerin Beate Meinl-Reisinger

lässt keine Gelegenheit aus, um unsere in der

Verfassung verankerte immerwährende Neutralität

zu torpedieren und auszuhöhlen. Das ist

unverantwortlich und mit Blick auf die Sicherheit

unseres Landes grob fahrlässig“, kritisierte

FPÖ-Außenpolitik- und Europasprecherin

Susanne Fürst die Aussagen Meinl-Reisingers

in der Sonntagsausgabe der „Kronen Zeitung“.

Sie sollte ihre „politische Geisterfahrt

gegen die Interessen unserer Heimat und unserer

Bevölkerung“ sofort beenden.

Stadtregierung sprachen nach dem Lagebericht der Exekutive am Nach-

. Österreich wird in einer dreitägigen Staatstrauer der Opfer gedenken.

Peinliche Ablenkung

Als „peinlichstes Ablenkungsmanöver aller

Zeiten“ bezeichnete FPÖ-Generalsekretär

Michael Schnedlitz den Versuch der Verliererampel,

ihr 364-köpfiges Kabinett zu verteidigen.

So wurde behauptet, dass ÖVP und

FPÖ viel mehr Kabinettsmitarbeiter hatten.

„Wolfgang Peschorn, Innenminister der sogenannten

,Expertenregierung‘, hat im Untersuchungsausschuss

unter Wahrheitspflicht

ausgesagt, dass er damals keine ausufernde

Größe des Kabinetts feststellen habe können,

erinnerte Schnedlitz.

Foto: NFZ

wird der Opfer gedacht, sondern in

ganz Österreich. „Es ist ein dunkler

Tag, eine nationale Katastrophe.

Unser Land steht still“, betonte

Bundeskanzler Stocker und

kündigte eine dreitägige Staatstrauer

an, als Ausdruck der Anteilnahme

des ganzen Landes am Leid

der Angehörigen und Betroffenen.

Denn diese Tat treffe uns alle, als

Menschen, als Eltern, als Gesellschaft

in diesem Land. Am Mittwoch

fand um 10 Uhr eine nationale

Trauerminute statt.

Tief erschüttert vom Amoklauf

zeigte sich auch FPÖ-Bundespartei-

obmann Herbert Kickl. Der Täter

habe durch seine Wahnsinnstat unvorstellbares

Leid über die Familien

der Opfer gebracht. Denn er

habe das Wertvollste einer Gesellschaft

angegriffen, nämlich Kinder.

Die Sicherheit der Kinder sei das

oberste und wichtigste Ziel, das ein

Gesellschaft erhalten müsse.

FPÖ verschiebt Parteitag

„Meine Trauer, mein Mitgefühl

und meine Anteilnahme gelten allen

Hinterbliebenen und Freunden

der Opfer. Allen Verletzten dieser

Fortsetzung auf Seite 4

Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf

Unsinniges Kampagne

Weil die neue EU-Vorgabe beim Kunststoff-Recycling

bis Jahresende eine Quote

von 50 Prozent vorschreibt, startet ÖVP-Umweltminister

Norbert Totschnig nun auf Kosten

der Steuerzahler eine Informationskampagne

namens „Sammelheld:innen“, unter

anderem zum unsinnigen neuen Pfandsystem,

kritisierte FPÖ-Umweltsprecher Thomas

Spalt: „Damit wird lediglich das seit

Jahren funktionierende System mit „Gelben

Tonnen“ und „Gelben Säcken“ mehr oder

weniger torpediert. Er kündigte eine parlamentarische

Anfrage zu dieser „Informationskampagne“

des Umweltministers an.

SPRUCH DER WOCHE

„Die meisten Texte werden nicht gelesen,

sondern von Suchmaschinen

ausgewertet.“

Norbert Bolz

11. Juni 2025

Foto: x.com

Der renommierte deutsche Medienforscher

bringt das Problem

der sozialen Medien – insbesondere

von Kindern und Jugendlichen

– auf den Punkt.

BILD DER WOCHE Das „Familienbild“ der ÖBB. Die Anbiederung

an den „LGBTQ“-Wahnsinn nimmt immer infantilere Züge an.

Foto: NFZ


Fotos: X.com

4 Innenpolitik

Neue Freie Zeitung

Fortsetzung von Seite 3

Tragödie wünsche ich eine rasche

und vollständige Genesung. Bei

den Einsatzkräften bedanke ich

mich für ihren professionellen Einsatz“,

erklärte Kickl.

Angesichts der schockierenden

Ereignisse in Graz sollten der politische

Alltag in den Hintergrund

treten, betonte Kickl. Er habe deswegen

der freiheitlichen Familie

vorgeschlagen, den anstehenden

Bundesparteitag zu verschieben.

Die schockierenden Ereignisse in

Graz würden einen Parteitag in den

kommenden Tagen verunmöglichen.

„Österreich, die freiheitliche Gesinnungsgemeinschaft

und ich persönlich

sind tief bestürzt und schockiert.

Wir werden und wollen die

nächsten Tage im Andenken an die

Opfer, ihre Familien und Freunde,

denen auf schrecklichste Art

und Weise das Kostbarste entrissen

wurde, als Tage der Ruhe und

des Gedenkens gestalten. Alle Dinge

haben ihre Zeit. Jetzt ist die Zeit

der Trauer, des Tröstens und der

Stille – nicht für politische Großveranstaltungen.

Ich bedanke mich

bei allen Landesgruppen für diese

gemeinsame Vorgangsweise.“

Der 35. Ordentlichen Bundesparteitag

der Freiheitlichen Partei

Österreichs wird daher erst im

Herbst 2025 stattfinden.

Gedenken statt Politik

Dem Beispiel der Freiheitlichen

folgten die steirischen Landesorganisationen

von ÖVP und die KPÖ,

die ihre anstehenden Landesparteitage

in der Steiermark ebenfalls auf

unbestimmte Zeit verschoben.

Am Abend fand unter Polizeischutz

ein Gedenkgottesdienst

in der Grazer Pfarre St. Vinzenz,

die sich ganz in der Nähe des Tatorts

befindet, für die Opfer des

Amoklaufs statt. Später am Abend

folgte im Grazer

Dom ein Gedenkgottesdienst.

Hunderte

Grazer waren

der Einladung

der Diözese Graz-

Seckau in den Dom

gefolgt. Gekommen

war auch die

österreichische Regierungs-

und die

steirische Landesregierungsspitze,

sowie Regierungsmitglieder

und

Vertreter der Stadt

Graz.

Nach 21.00 Uhr

hatten sich auch

noch hunderte

Menschen am Grazer

Hauptplatz für

ein Lichtermeer versammelt. Sie

zündeten Kerzen vor dem Erzherzog-Johann-Brunnen

an. Unter den

trauernden Menschen waren besonders

viele Jugendliche.

Bisherige Erkenntnisse

Die Bluttat vom Dienstag weckte

Erinnerungen an einen ähnlichen

Vorfall vor fast genau zehn Jahren:

Am 20 Juni 2015 wurde Graz

schon einmal von einem Amokläufer

heimgesucht. Damals raste

der Täter mit einem Geländewagen

durch die Fußgängerzone in der

Grazer Herrengasse, tötete dabei

drei Menschen und verletzte Dutzende

schwer.

Laut den bisherigen Erkenntnissen

der Kriminalpolizei war

der Täter, ein 22jähriger Ex-Schüler,

der vor zwei Jahren die Schule

ohne Abschluss verlassen hat.

Er war den Behörden bisher nicht

bekannt und unbescholten. Die beiden

Tatwaffen hatte der Mann ganz

offiziell erworben. Über sein Motiv,

spekuliert wurde in den Medien

bisher über Mobbying, dürfte der

Kickl: „Jetzt ist die Zeit der Trauer, des Tröstens und

der Stille, aber nicht für politische Veranstaltungen.“

Abschiedsbrief Auskunft geben,

den die Exekutive in seiner Wohnung

gefunden haben soll.

Die Behörden werden aber bereits

von sogenannten „Trittbrettfahrern“

auf Trab gehalten, die in

der allgemeinen Unsicherheit und

Nervosität nach einer derartigen

Tat Aufmerksamkeit zu erregen

versuchen.

Noch am Dienstag seien bei der

Polizei bereits Drohungen gegen

ein anderes Gymnasium eingegangen,

auf die mit dem Einsatz von

Spezialkräften reagiert wurde. Das

gab der Generaldirektor für die öffentliche

Sicherheit Franz Ruf bekannt.

Für die Behörden werde die Verhinderung

von möglichen Nachahmungstätern

in den nächsten Tagen

und Wochen ein großes Thema

sein, befürchtete Ruf. Erinnert sei

dazu an die Serie von per Email angekündigter

Bombenanschläge auf

die Bahnhöfe der Landeshauptstädte

sowie gegen Schulen im ganzen

Land, die die Behörden im vergangenen

Jahr auf Trab hielten.

Tagsüber beherrschte der Einsatz der Sicherheits- und Rettungskräfte das Stadtbild der Landeshauptstadt

Graz. Am Abend gedachten die Grazer der Opfer und deren Angehärigen mit einem Lichtermeer.

Foto: NFZ

Mit teils mahnenden Worten

aber auch scharfer Kritik

haben fünf renommierte Ökonomen,

die von den Parteien als Experten

nominiert wurden, letzte

Woche im Budgetausschuss zum

Doppelbudget 2025/2026 Stellung

genommen. Einig waren sich

alle Experten: Die von der Ampelregierung

geplante Budgetsanierung

wird nicht reichen. Ohne

tiefgreifende Strukturreformen

auf der Ausgabenseite wie in der

Verwaltung, der Gesundheit und

den diversen Förderungen bleibt

kaum finanzieller Spielraum für

aktive Maßnahmen zur Ankurbelung

der Wirtschaft.

Zehn Tage vor dem am kommenden

Montag beginnenden dreitägigen

Budgetbeschlussmarathon

im Nationalrat, gaben die von den

Parteien nominierten Experten vor

dem Budgetausschuss ihre Stellungnahme

zu den Sanierungsvor-

Experten w

Ohne eine ehrgeizigere Sa

schlägen der schwarz-rot-pinken

Bundesregierung ab.

Den Anfang machte dabei der

Chef des Fiskalrats Christoph

Badelt, den ausgerechnet die ÖVP

nominiert hatte. Denn Badelt hatte

als einer der ersten Ökonomen zu

Jahresbeginn 2024 davor gewarnt,

dass das damals von Schwarz-Grün

vorgelegte Budget 2024 gewaltig

aus dem Ruder zu laufen drohe,

wenn keine Gegenmaßnahmen eigeläutet

würden.

Erneute Fehlkalkulationen

Wie erinnerlich, hat die ÖVP im

damaligen Wahljahr jegliche Kritik

beiseite gewischt und damit das

Budgetchaos verursacht, vor dessen

Scherben sie jetzt steht.

Badelt stellte klar, dass entgegen

der Aussagen des Finanzministers

und der gesamten Verliererampel

das dynamische Auseinanderdriften

von Ausgaben und Einnahmen

noch nicht durchbrochen sei: „Das

Budget stopft jetzt die Löcher, aber

es ändert nichts daran, dass weiterhin

mehr ausgegeben als eingenommen

wird.“

Er rechnet damit, dass die Regierung

bis 2029 zusätzlich noch

weitere sechs Milliarden Euro einsparen

muss, um die angestrebten

Foto: Parlamentsdirektion/Buchner


Nr. 24 Donnerstag, 12. Juni 2025

g

Innenpolitik 5

Thema

der

Woche

Soziale Unausgewogenheit

Der von der SPÖ nominierte

Georg Feigl von der Arbeiterkammer

Wien kritisierte die soziale

Unausgewogenheit der Belastungsmaßnahmen.

Insbesondere

die Abschaffung des Klimabonus

bei gleichzeitiger Steigerung der

CO2-Abgabe für Sprit, Gas und

Öl sowie das Streichen des dritten

Drittels der kalten Progression werde

vor allem sozial schwache Gruppen

und Kleinverdiener besonders

hart treffen.

Die von den Neos nominierte

Monika Köppl-Turyna vom Institut

EcoAustria machte, der Neos- Linie

entsprechend, vor allem die Pensionen

für das wachsende Defizit verarnten

vor Milliardenlücke im Budget

nierung mit nachhaltigen Reformen in der Verwaltung wird der Schuldenberg weiter wachsen

Defizitziele zu erreichen. Und dazu

werde sie ohne echte Reformen bei

den großen Ausgabeposten Verwaltung,

Gesundheit und Förderungsdschungel

nicht umhinkommen.

Als übertrieben optimistisch bewertete

der Fiskalratschef die von

Finanzminister Markus Marterbauer

angenommene Entwicklung der

Budgets der Länder und der Gemeinden.

„Angesichts jüngster Beobachtungen,

schaut es so aus, als

würde es da ein Problem geben“,

warnte Badelt eindringlich.

antwortlich. Die Überweisungen an

die Pensionsversicherung würden

allein in den nächsten zwei Jahren

um fast drei Milliarden Euro

steigen, die geplante Verschärfung

der Korridorpension hingegen nur

kurzfristige Entlastung bringen:

„Spätere Pensionsantritte führen zu

höheren Pensionsansprüchen.“

Die Neos-Expertin befürchtete

auch, dass Österreich länger unter

Brüsseler Beobachtung durch das

Defizitverfahren stehen werde, als

die Regierung erhoffe: Denn die

Schuldenquote, also die Gesamtstaatsverschuldung

und damit der

Zinsendienst würden weiter steigen,

weil auf der Einnahmenseite

fast nur temporäre Maßnahmen gesetzt

wurden, wie der Krisenbeitrag

der Energiekonzerne oder die Bankenabgabe.

Ausgabenseitig zu wenig gespart

Der von der FPÖ entsandte Experte,

Martin Gundinger vom Austrian

Economics Center, stellte dem

von der Regierung zusammengezimmerten

Doppelbudget einen

vernichtenden Befund aus. Er prophezeite,

dass am Ende der Legislaturperiode

die budgetäre Lage noch

schlechter sein werde als derzeit.

Gundinger übte bei seiner Stel-

Fiskalratschef Badelt warnte bereits jetzt vor nächster Milliardenlücke.

Foto: Parlamentsdirektion/Buchner

lungnahme Kritik an den zu optimistischen

Wirtschaftsprognosen

sowie an der Übergewinnsteuer

für die Energiekonzerne. Der Ökonom

forderte einen „viel stärkeren

Schuldenabbau“: „Die gesamtstaatlichen

Ausgaben in Höhe von 280

Milliarden Euro sollten um 42 Milliarden

Euro gekürzt werden, die

sich durch den massiven staatlichen

Interventionismus der letzten Jahre

(Anm.: die Corona-Maßnahmen)

angesammelt haben.“

Seiner Meinung nach bräuchte es

eine drastische Senkung der Staatsausgaben,

aber auch der Aufgaben

des Staats. Er vermisse in der Budgetvorlage

vor allem echte Strukturreformen,

die über den Ansatz

einer marginalen Anpassung hinausgehen

würden.

Zum Thema Pensionen machte

Gundinger den Vorschlag, dass

Pensionisten, die weiterarbeiten,

dafür vollständig von sämtlichen

einkommensbezogenen Abgaben

befreit werden sollten.

Am 11. Juni wurde im Budgetausschuss

über den Haushaltsentwurf

abgestimmt. Ab 16. Juni startet

das dreitätige Budgetfinale im

Parlament. Der Nationalrat soll

am 18. Juni den Doppelhaushalt

2026/26 endgültig beschließen.


6 Parlament

Neue Freie Zeitung

Foto: NFZ

Norbert Nemeth

Klubdirektor der FPÖ

HOHES

HAUS

Der Bundeskanzler und der Landeshauptmann

von Kärnten haben

offen die EMRK in ihrer derzeitigen

Form in Frage gestellt. Ob das ein

geschicktes oder ein glaubwürdiges

Manöver war, sei dahingestellt.

ÖMRK statt EMRK?

Die FPÖ hat vor genau zehn

Jahren diese Diskussion angestossen.

Der „Kurier“ vom 26. August

2015: „Herbert Kickl und seine

Blauen wollen sie nicht mehr, die

Europäische Menschenrechtskonvention

(EMRK). Oder genauer:

Sie wollen sie nicht mehr so, wie

sie seit dem Jahr 1964 in der österreichischen

Bundesverfassung

existiert. Für FPÖ-Generalsekretär

Kickl ist der umfassende Katalog

an Menschen- und Freiheitsrechten,

(…) nichts weiter als das ,Einfallstor

für die illegale Masseneinwanderung‘

geworden.“

Und Andreas Khol hat im „Jahrbuch

für Politik 2023“ klar dargelegt:

„Alle derzeit nahezu panisch

gesuchten Wege der Union, der

unter Vorwand der Asylsuche über

Europa hereingebrochenen illegalen

Einwanderung ein Ende zu bereiten,

müssen so lange scheitern,

als Art. 3 EMRK sowie die Bestimmungen

aus dem Amsterdamer

Vertrag unverändert gelten. Eine

wirksame Eindämmung der illegalen

Einwanderung wird erst nach

geeigneten Maßnahmen, wie zum

Beispiel einer authentischen Interpretation

des Art. 3 EMRK oder

einer vertragsrechtlichen Maßnahme

zur Verhinderung des Missbrauchs

des Rechts auf ein Asylverfahren

im Inland erfolgen können.“

Und der „Kurier“ schrieb: „Der für

den FPÖ-Strategen logische Schluss:

Entweder wird die EMRK auf

EU-Ebene erneuert; oder aber man

ersetzt sie durch eine Österreichische

Menschenrechtskonvention.“

KONSUMENTENSCHUTZ

Entschädigungszahlungen

Die von der Europäischen Union geplante Anhebung

der Entschädigungsgrenze bei Flugverspätungen

von drei auf vier Stunden für Kurz- und

Mittelstreckenflüge sowie auf sechs Stunden für

Langstreckenflüge pünktlich vor der Urlaubssaison

wertete FPÖ-Konsumentenschutzsprecher Peter

Wurm als „Kniefall der EU vor der Fluglinienlobby“:

„Statt die Rechte der Konsumenten zu stärken,

werden sie von Brüssel weiter ausgehöhlt!“

Foto: NFZ

WIRTSCHAFTSPOLITIK

Hund statt Kind

„Ein Gast mit Hund ist mir lieber

als ein Gast mit Kind.“ Diese

Aussage des obersten ÖVP-Gastronomievertreters

Mario Pulker

sei bezeichnend für die „Familienfreundlichkeit

der ÖVP und ihrer

Wirtschaftskammertruppe“, empörte

sich FPÖ-Bundesparteisprecherin

Lisa Schuch-Gubik.

SPÖ wird zum Handlanger der

ÖVP-Überwachungsfantasien

Ziel der geplanten Messenger-Überwachung sind alle Bürger

Um islamistische Anschläge zu

verhindern, sowie islamistischen

Hasspredigern und radikalen

Moschee-Vereinen den Boden

zu entziehen, gibt es nur eine wirksame

Maßnahme: Ein Verbotsgesetz

gegen den politischen Islam.

Foto: NFZ

„Während sich die Wortmeldungen

der Verliererampel zum

links-woken ‚Pride Month‘ und dem

islamischen Opferfest regelrecht

Darmann kritisiert SPÖ-Umfaller

zur Massenüberwachung.

„Ziel der geplanten Messenger-

Überwachung ist nämlich ein ganz

anderes. Sie zielt gar nicht auf den

Schutz der Bürger vor radikalen Islamisten

ab, der ÖVP geht es nur

darum, regierungskritische Bürger

bespitzeln zu können“, kritisierte

FPÖ-Sicherheitssprecher Gernot

Darmann den Umfaller der SPÖ.

Vor allem SPÖ-Staatssekretär

Jörg Leichtfried erledige für die

Volkspartei die „Drecksarbeit“

und mache sich – wider besseres

Wissen – zum Spielball der Überwachungsfantasien

von Christian

Stocker, Gerhard Karner und Co.

Denn keiner der Begriffe wie islamistisch,

radikaler Islam oder Islamismus

kommt im Gesetzesent-

Foto: NFZ

wurf des ÖVP-Innenministers vor,

zeigte Darmann auf.

Entlarvende Wortwahl

„Ginge es um den Kampf gegen

Islamisten, gibt es ja keinen Grund,

das nicht klar zu benennen. Allein

das ist entlarvend und beweist,

dass es sich bei der Behauptung,

man wolle die Bürger vor islamistischem

Terror schützen, bloß um

eine Schutzbehauptung, eine Beruhigungspille

oder schlicht und ergreifend

Fake News handelt“, erklärte

Darmann. Er erinnerte daran,

dass es ÖVP-Innenminister waren

und sind, die der „neuen Völkerwanderung“

Tür und Tor geöffnet

und damit islamistischen Gegengesellschaften

den Boden bereitet

haben, vor denen sie die Bürger

eigentlich schützen sollten.

Links-woke und islamische Prioritäten

überschlagen haben, herrschte zum

christlichen Pfingstfest und dem

Vatertag, der dieses Jahr übrigens

zum 70. Mal in Österreich gefeiert

wurde, regelrechtes Schweigen“,

kritisierte FPÖ-Generalsekretär

Michael Schnedlitz die Präferenzen

der Verliererampel.

Generell hätten die Massen der

moslemischen Einwanderer sowie

die verschwindend kleine LGBTIQ-

Minderheit für Schwarz-Rot-Pink

einen höheren Stellenwert als die

österreichischen Familien. „Die

Verliererampel wütet gerade in ihrem

Belastungspaket gnadenlos

gegen die Familien, indem sie – anscheinend

nur als Wahlgag – die

erst kürzlich beschlossene automatische

Inflationsanpassung der

Familienleistungen schon wieder

abgeschafft hat. Das ist der jüngste

Belastungsangriff von Stocker,

Babler und Meinl-Reisinger auf die

ohnehin unter der extremen Teuerung

leidenden Familien“, empörte

sich Schnedlitz. Familien und Kinder

seien die Zukunft des Landes

und müssten sich darauf verlassen

können, dass die Politik nicht nur in

Sonntagsreden, sondern tagtäglich

für ihr Wohl arbeitet, um ihnen ein

sicheres und leistbares Leben zu garantieren

– aber das tue nur die FPÖ.


Nr. 24 Donnerstag, 12. Juni 2025

g

Offiziell lehnen die Spitzen der Verliererampel eine Erhöhung des

Pensionsantrittsalters zur Sanierung des ÖVP-verschuldeten Budgetchaos

ab. Aber wegen dringend benötigter Milliarden zu dessen Sanierung

schickt die ÖVP jetzt ihre „Experten“ für eine Anhebung vor.

Parlament 7

ÖVP-„Experten“ für höheres Pensionsantrittsalter

Budgetsanierung: Immer mehr ÖVP-Vertreter reden dem „Arbeiten bis 70 Jahre“ das Wort

Mit der von ÖVP, SPÖ und Neos

beschlossenen Krankenkassenbeitragserhöhung

wird den Pensionisten

das Geld aus der Tasche gezogen.

Bei jenen, die noch nie in das

Sozialsystem eingezahlt haben,

gibt man sich weiter großzügig.

„Und gleichzeitig versucht die Verliererampel

mittels nachweisbarer

Lügen das Ganze der Opposition in

die Schuhe zu schieben“, empörte

sich die freiheitliche Seniorensprecherin

Andrea-Michaela Schartel.

Sie erinnerte einmal mehr an die

Aussage des damaligen Finanzministers

Gunter Mayr im EU-Unterausschuss

des Parlaments am 31.

Jänner 2025, wonach der Punkt der

Krankenversicherungsbeiträge als

„Platzhalter“ im Brief nach Brüssel

stand, der „auch durch andere Maßnahmen

ersetzt werden“ könnte.

Aber mit den Kürzungen der

Pensionen und den Erschwernissen

bei der Korridorpension scheint es

noch nicht getan zu sein. Eine Anhebung

des Pensionsantrittsalters

steht – favorisiert von den Neos

und der ÖVP – drohend im Raum,

wie zuletzt der Präsident der Industriellenvereinigung

bestätigte:

„Wir können gerne Richtung 70

Jahre gehen.“

Halbherziger Ausgleich

beim Industriestrompreis

Seit dem Auslaufen des Strompreiskosten-Ausgleichsgesetzes

für

2022 haben die Freiheitlichen stets

eine Verlängerung gefordert. Erst

im März haben sie wegen der anhaltend

hohen Energiepreise dazu

einen Antrag im Nationalrat eingebracht,

der eine Verlängerung bis

2030 vorgesehen hat. Dieser wurde

jedoch von der Verliererampel im

Wirtschaftsausschuss „vertagt“.

„Österreich ist eines der wenigen

europäischen Länder, in dem

die hohen Strompreise insbesondere

für die energieintensive Industrie

nicht kompensiert werden. Das hat

bereits zu massiven Wettbewerbsnachteilen

geführt“, kritisierte der

freiheitliche Energiesprecher Axel

Kassegger.

Die von ÖVP-Wirtschaftsminister

Wolfgang Hattmannsdorfer angekündigte

Neuauflage des Gesetzes

– jedoch nur für die Jahre 2025

und 2026 – im Umfang von je 75

Millionen Euro pro Jahr wertete

Kassegger als „zu wenig weitreichend“:

„Das ist viel zu kurz, und

für unsere Industrie und Betriebe

ist der Ausgleich in dieser Form nur

Kassegger: Ursachen und nicht

nur Symptome bekämpfen.

ein Tropfen auf den heißen Stein.

Andere EU-Länder wie Deutschland,

Frankreich, Tschechien, die

Slowakei oder Spanien haben nämlich

die unionsrechtlich bereits vorgesehene

Strompreiskompensation

bis 2030 eingeführt – das wäre

auch in Österreich geboten!“

Aber zu den hohen Energiepreisen,

unter denen ja auch die privaten

Haushalte leiden, müssten endlich

die Ursachen dafür angegangen

werden, forderte Kassegger: Das

sei zu einem die Klimahysterie mit

dem rein ideologisch motivierten

Green Deal und zum anderen auch

die selbstzerstörerischen Russland-Sanktionen.

Foto: NFZ

ÖVP schickt ihre Experten für ein höheres Pensionsantrittsalter vor.

ÖVP will Antrittsalter erhöhen

„Nach Salzburgs abtretendem

ÖVP-Landeshauptmann Wilfried

Haslauer und AMS-Chef Johannes

Kopf ist der Industriellenchef

Georg Knill nun der nächste ÖVP-

Beauftragte, der sich für eine Anhebung

des gesetzlichen Pensionsantrittsalters

ausspricht“,

kommentierte FPÖ-Sozialsprecherin

Dagmar Belakowitsch die

Glaubwürdigkeit der Dementis der

Verliererampel dazu.

Dabei hatte gerade die Leiterin

der Alterssicherungskommission,

Corona-Politik unter

fremder Regie

Die freiheitliche Verfassungssprecherin

Susanne Fürst erinnerte

an die mangelnde Souveränität

Österreichs während der

„Corona-Krise“: „Die entscheidenden

Weichenstellungen zu

Lockdowns, Impfpflicht und

öffentlicher Kommunikation

wurden nicht in Wien, sondern

in Brüssel vorbereitet. Die österreichische

Bundesregierung war

größtenteils nur ausführendes

Organ einer global gleichgeschalteten

Politik.“

Daher habe sie im Rahmen

der parlamentarischen Corona-

Aufarbeitung der FPÖ den Einfluss

der EU auf die österreichische

Corona-Politik hinterfragt.

Regierungen hätten sich gegenseitig

im Nachahmen autoritärer

Maßnahmen überboten, aber niemand

die Frage gestellt, was für

die eigene Bevölkerung richtig

und verhältnismäßig wäre. „Was

wir erlebt haben, war keine nationale

Krisenbewältigung, son-

Christine Mayrhuber, eine Versachlichung

der Diskussion eingemahnt.

Die Pensionskosten seien

zu etwa 73 Prozent durch Beiträge

der Erwerbstätigen gedeckt. Der

Bundeszuschuss mache nur rund 13

Prozent des Bundeshaushalts aus.

dern ein orchestriertes Vorgehen

nach internationalem Drehbuch

– Österreich war fremdgesteuert“,

erklärte Fürst.

Insbesondere der Umstand,

dass diese Strukturen fernab jeder

demokratischen Kontrolle

errichtet worden seien, kritisierte

Fürst. Mit Blick auf die Rolle der

EU-Kommission und der WHO

forderte sie einen Kurswechsel:

„Die österreichische Politik darf

nie wieder zum Erfüllungsgehilfen

von Brüsseler Technokraten

oder WHO-Lobbyisten verkommen.

Entscheidungen, die unsere

Freiheit beschränken, müssen

– wenn überhaupt vertretbar – in

unserem Land unter parlamentarischer

Kontrolle getroffen werden,

nicht hinter verschlossenen

Türen in Brüssel!“

Foto: NFZ

Foto: NFZ


8 Außenpolitik

Neue Freie Zeitung

Foto: NFZ

Gerald Hauser

Das Wetter spielt bei der

Klimarettung nicht mit

Niedrige Temperaturen, Windstille

und Dunkelheit: Das erste Quartal

2025 zeigte die Grenzen von Windund

Solarstrom in Deutschland auf.

Nach vorläufigen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft

Energiebilanzen

(AGEB) stieg der Primärenergieverbrauch

im ersten Quartal um satte

5,5 Prozent auf 3.151 Petajoule.

Das entspricht rund 875 Terawattstunden.

Zum Vergleich: Im gesamten

Jahr 2024 wurden laut Statistischem

Bundesamt lediglich 432

Terawattstunden Strom in Deutschland

erzeugt und eingespeist.

Besonders belastend war der

gestiegene Energieverbrauch bei

gleichzeitigem Einbruch der Stromerzeugung

der Erneuerbaren. Als

Notlösung sprangen Kraftwerke

ein, die mit Kohle, Öl und Gas betrieben

werden, um die Stromversorgung

zu stabilisieren. Der Preis

dafür war ein merklicher Anstieg

der CO2-Belastung. Nach Angaben

der AGEB stiegen die Emissionen

im Vergleich zum Vorjahr um rund

elf Millionen Tonnen – ein Plus von

FÜR ÖSTERREICH IM EU-PARLAMENT

Und noch mehr

Macht nach Brüssel?

Schon wieder versucht die EU,

weitere Kompetenzen von den

Nationalstaaten zu sich zu ziehen.

Diesmal unter dem Vorwand

der Krisenvorsorge.

Still und leise will die

EU-Kommission ihre Macht auf

sensibelste Bereiche wie Gesundheit,

Sicherheit, Verteidigung,

Bildung und Klimaschutz

ausweiten – unter dem Titel

„Preparedness Union Strategy“.

Dies wurde kürzlich im Gesundheitsausschuss

der EU vorgestellt

und ist aus meiner Sicht

höchst problematisch.

Besonders bedenklich ist die

geplante Einbindung dieser Themen

in Bildungs- und Jugendprogramme.

Das ist ein gefährlicher

Schritt Richtung politischer

Indoktrination.

Dass sogar der Aufbau des

größten Feldlazaretts Europas

bereits im Gange ist, lässt tief

blicken. Die EU rüstet sich im

Namen der Vorsorge auf vielen

Ebenen hoch – ohne klare demokratische

Kontrolle.

Erinnern wir uns an das

Corona-Management der EU-

Kommission: Impfstoffchaos,

bedingte Zulassungen und übergriffige

Maßnahmen. Länder wie

Schweden haben gezeigt, dass

nationale Zuständigkeit besser

funktioniert.

Statt laufend Krisen „auszumachen

und zu managen“,

sollten wir den Fokus auf Prävention

legen – und vor allem:

die Eigenverantwortung der Mitgliedsstaaten

schützen. Die stille

Machtverschiebung nach Brüssel

muss gestoppt werden!

Foto: EU

etwa sieben Prozent. So sieht die

Realität im angeblich grünen Energiewunderland

aus: alles andere als

klimafreundlich.

Diese Entwicklungen in der Stromerzeugung

verdeutlichen, dass die

auf EU- sowie nationaler Ebene angestrebten

Klimaziele, die eine volle

Umstellung der Produktion auf

erneuerbare Energien vorsehen, in

der Praxis nicht realisierbar sind.

Für die deutsche Wirtschaft wie für

Privathaushalte wird die Energiewende

damit zum Fass ohne Boden.

Wenn alle Windräder still stehen...

„Corona-Wiederaufb

das größte NATO-Auf

335 Milliarden Euro der EUropäischen Steuerzahle

800 Milliarden Euro will die

EU in die „Wiederbewaffnung

Europas“ investieren – und meint

damit die NATO. Fast die Hälfte

des dafür benötigten Gelds will

Brüssel aus dem mit gemeinsamen

Schulden finanzierten

„Corona-Wiederaufbaufonds“

bereitstellen. Von dieser – nach

dem „Green Deal“ – zweiten

Pleite der EU-Kommissionspräsidentin

Ursula von der Leyen

sind 335 Milliarden Euro „übrig

geblieben“. Die NATO-Länder,

die zugleich EU-Mitglieder sind,

können sich freuen: Sie können

ihre Rüstungsvorgaben nun über

die Schuldenunion finanzieren.

Die EU-Exekutive hat den Mitgliedsländern

mitgeteilt, dass sie

die verbliebenen hunderte Milliarden

Euro aus dem „Corona-Wiederaufbaufonds“

zur Finanzierung

ihrer Aufrüstungspläne umwidmen

können.

Bis August 2026 haben die Länder

nun Zeit, ihre verteidigungsbezogenen

Projekte einzureichen, um

bis zu 335 Milliarden Euro aus der

sogenannten „Resilienz- und Wiederaufbaufazilität

(RRF)“ zu erhalten.

Das ist der Rest des 2021 im

Corona-Taumel über eine gemeinsame

Kreditaufnahme errichteten

Fonds, der damals mit 650 Milliarden

Euro dotiert war.

Brüsseler Rüstungskampagne

Der „Corona-Fonds“ fließt nun

in die größte militärische Aufrüstung

Europas. Bis zu 800 Milliarden

Euro sollen bis Ende dieses

Jahrzehnts in Waffen, Munition,

Drohnen, militärische Infrastruktur

und weitere Bereiche der Verteidigung

investiert werden.

Um sicherzustellen, dass dieser

europäische Wandel vom „weltweit

größten Friedensprojekt zum

größten Aufrüstungsprojekt“ in

der Öffentlichkeit als notwendig

und gerechtfertigt wahrgenommen

wird, organisiert die EU sogenannte

„Verteidigungsreisen“ für Journalisten

nach Brüssel.

Zwei Tage lang fanden Briefings,

Podiumsdiskussionen und Hin-

Foto: EU

2021 startete Ursula von der Leyen mit

union. Der Fonds erwies sich als Fehlinv

tergrundgespräche mit hochrangigen

EU-Vertretern und Politikern

statt. Zudem gab es „Hintergrundinformation“

aus erster Hand“ von

Verteidigungskommissar Andrius

Kubilius. Die Botschaft Brüssels:

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten

müssen sich auf einen großen

Krieg mit Russland vorbereiten.

Fast zeitgleich verkündete im

nur wenige Kilometer entfernten

NATO-Hauptquartier Generalsekretär

Mark Rutte, dass sich die

Mitglieder des Verteidigungsbündnisses

darauf geeinigt hätten, künftig

fünf Prozent ihres Bruttoinlands-

FPÖ-Abgeordnete Petra Steger fordert

baufonds, um den Steuerzahlern Milliar


Nr. 24 Donnerstag, 12. Juni 2025

g

aufonds“ finanziert

rüstungsprogramm

r fließen in die Aufrüstung gegen Russland

dem „Corona-Wiederaufbaufonds“ den Eintritt in die Europäische Schuldenestition

und soll daher jetzt für die Aufrüstung der NATO geleert werden.

produkts (BIP) in die Aufrüstung

zu stecken. Davon 3,5 Prozent des

BIP unmittelbar in ihre Militäretats,

1,5 Prozent des BIP in weitere

Maßnahmen zur Kriegsvorbereitung,

etwa in den Bau militärisch

notwendiger Infrastruktur. „Das

größte Aufrüstungsprogramm seit

1990“, frohlockte Rutte.

Österreichisches Steuergeld

Mit anderen Worten: Das Geld,

das den europäischen Steuerzahler

für das Friedensprojekt EU abgeluchst

wurde, wird jetzt in das

Aufrüstungsprogramm der NATO

die Auflösung des Corona-Wiederaufden

an Zinszahlungen zu ersparen.

Foto: EP

umgeleitet, sind doch 23 EU-Länder

zugleich NATO-Mitglieder:

Belgien, Bulgarien, Dänemark,

Deutschland, Estland, Finnland,

Frankreich, Griechenland, Italien,

Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg,

die Niederlande, Polen,

Portugal, Rumänien, die Slowakei,

Slowenien, Spanien, Schweden,

Tschechien und Ungarn.

Scharfe Kritik übte die freiheitliche

EU-Abgeordnete Petra Steger

an der geplanten missbräuchlichen

Verwendung der Gelder des Corona-

Wiederaufbaufonds: „Was als historische

Solidaritätsmaßnahme

verkauft wurde, entpuppt sich nun

als kolossales Schuldenmonster,

wie wir Freiheitliche vorhergesagt

haben. Den gigantischen Zinsaufwand

dafür trägt nun der Steuerzahler

– während in Wien das Budgetdefizit

in Rekordhöhen steigt.“

Denn auch die drastische Erhöhung

der EU-Beiträge Österreichs

von 3,5 auf vier Milliarden Euro

und ab 2027 sogar auf 4,4 Milliarden

Euro erkläre sich aus diesen

Schuldenzinsen.

„Der Wiederaufbaufonds ist gescheitert

– politisch, wirtschaftlich

und organisatorisch. Er sollte

sofort aufgelöst werden, statt für

NATO-Rüstungsprojekte zweckentfremdet

zu werden“, forderte

die FPÖ-Europaabgeordnete.

KURZ UND BÜNDIG

Außenpolitik 9

Patriotentreffen nahe Paris

Patriotische Politiker aus mehreren europäischen

Staaten trafen sich vergangenen

Montag auf Einladung des Rassemblement

National in Mormant-sur-Vernisson südlich

von Paris. Für die FPÖ trat Außenpolitiksprecherin

Susanne Fürst neben Viktor

Orbán, Matteo Salvini, Santiago Abascal

von der Slanischen Vox und der tschechische

Oppositionspolitiker Andrej Babiš bei der

Veranstaltung der Partei von Marine Le Pen

auf. Hauptthema war einmal mehr die Entwicklung

der Europäischen Union und ihre

Asyl- und Einwanderungsspolitik. Orbán: „Wir werden nicht zulassen,

dass unsere Städte zerstört und unsere friedlichen Bürger getötet werden.“

Deutsche Industrie baut ab

Foto: instagram

Die anhaltende Wirtschaftskrise hat die

deutsche Industrie binnen eines Jahres mehr

als 100.000 Arbeitsplätze gekostet. Am härtesten

hat es die Autobranche getroffen, wie

eine Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und

Beratungsgesellschaft Ernest&Young, gezeigt

hat. Allein dort sind demnach netto

rund 45.400 Jobs abgebaut worden. Zum

Ende des ersten Quartals hat die deutsche

Industrie 5,46 Millionen Menschen beschäftigt,

1,8 Prozent oder 101.000 weniger als ein

Jahr zuvor. Seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 ist die Zahl der Beschäftigten

damit um 217.000 gesunken, ein Rückgang um 3,8 Prozent.

Noch mehr Bürokratie für

Europas Landwirte

Mit ihrer Richtlinie für „Bodenüberwachung

und -resilienz“ hat

die EU-Kommission ein weiteres

Bürokratiemonster erschaffen, erklärte

der freiheitliche Europaparlamentarier

Roman Haider angesichts

der letztwöchigen Annahme

der Richtlinie im Umweltauschuss

des EU-Parlaments.

Mit dem neuen Gesetz würden

nur neue Dokumentationspflichten

und damit weitere Bewirtschaftungserschwernisse

für die Landwirte

geschaffen. Außerdem seien

die ursprünglich zugesagten Ausgleichsmaßnahmen

für Landwirte

im vorliegenden Entwurf nicht

mehr enthalten.

Das Gesetz weise darüber hinaus

weitere gravierende Mängel auf,

betonte Haider: „Die Zuständigkeit

für die Regulierung von Böden ist

Angelegenheit der Mitgliedsstaaten.

Dort gibt es auch entsprechende

Vorgaben. Doppelregulierungen

sind unsinnig und widersprechen

dem Subsidiaritätsprinzip.“

Dementsprechend sei auch die

Foto: EP

Befugnisübertragung an die Kommission,

aufgrund der Richtlinie

delegierte Rechtsakte zu erlassen,

abzulehnen: Subsidiarität sei gerade

in dieser Frage durchaus sinnvoll.

Es sei schlicht sinnlos, einheitliche

Kriterien für die Böden

in ganz Europa schaffen zu wollen.

Haider: „Das Bodenüberwachungsgesetz

ist ein überflüssiges

Regelwerk, das zusätzliche Bürokratie

verursacht und als Türöffner

für weitere Regulierungen dient. Es

ist in dieser Form absolut unnötig!“

Haider: Unsinnige Verordnung.

Foto:: X.com


10 Leserbriefe

Neue Freie Zeitung

TERMINE

Juni

Luisser präsentiert

16 Gesundheitsplan

Juni

23

Sonnwendfeier

Biedermannsdorf

LESER AM WORT

Asyl heißt Schutz auf Zeit

All die Maßnahmen zur Integration

für Asylanten auf unsere Kosten

sind eigentlich unnötig. Asyl

bedeutet nicht ein dauerndes Bleiberecht,

sondern Schutz auf Zeit.

Jetzt ist die Zeit für viele abgelaufen.

Genausowenig dürfen Asylanten

nicht im gleichen Ausmaß unterstützt

werden wie bedürftige

Österreicher. Eine minimale Versorgung

muss genügen. Wer besser

leben möchte, muss sich halt selbst

darum bemühen, dass er die deutsche

Sprache so weit beherrscht,

dass es ihm möglich ist, einer Arbeit

nachzugehen. Ich sehe nicht

ein, dass wir für alles aufkommen,

diese Menschen sich aber nicht

selbst um Anpassung bemühen

müssen, sondern sogar zu verstehen

geben, dass sie unsere Werte

ablehnen. Daher möchte ich diesen

Leuten gerne eine gute Heimfahrt

wünschen.

Marlene Bessiak, Gleisdorf

Arbeiten bis 70?

Immer häufiger hört man Vorschläge,

dass Menschen bis zum 70.

Lebensjahr arbeiten sollen, weil sie

immer älter werden. Doch das hat

mit der Realität vieler Menschen

wenig zu tun. Sehr viele schaffen

es gesundheitlich gar nicht bis zum

gesetzlich vorgegebenen Pensionsantrittsalter

zu arbeiten. Viele

haben Jahre davor schon körperliche

Beschwerden oder sind ein-

fach erschöpft vom jahrzehntelangen

Arbeiten. Erschwerend kommt

hinzu, dass es für über 50-Jährige

praktisch unmöglich ist, überhaupt

noch einen neuen Arbeitsplatz zu

finden. Statt solche weltfremden

Ideen zu verbreiten, sollte man sich

besser darum kümmern, dass junge

Menschen Arbeitsplätze finden und

dass ältere Menschen in Würde in

Pension gehen können. Wer bis 70

arbeiten will und kann, der soll das

tun. Aber man darf das nicht zur

Regel für alle machen.

Ernst Pitlik, Wien

Bürokratie

Ein mittelgroßer Betrieb hat laut

Medienbericht im Jahr 20.000 Arbeitsstunden

für Bürokratie und

EU-Schikanen aufzuwenden. Da

muss man sich nicht wundern, dass

die Kosten und damit die Preise

geradezu explodieren. Bei Kleinbetrieben

darf der Chef seine Wochenenden

und die Abendstunden

opfern, um die bürokratischen

Schikanen abzuarbeiten. Das sind

die Folgen von 70.000 Beamten in

Brüssel, die sich immer neue Überwachungsmöglichkeiten

ausdenken

– alles ist natürlich mit horrenden

und existenzbedrohenden Strafen

bedroht, wenn man nicht nach der

Pfeife oder den Pfeifen aus Brüssel

tanzt. Leider machen unsere Regierenden

bei jedem Unsinn mit, der

aus Brüssel kommt. Früher hatte

man Interesse, dass die Mitarbeiter

auch firmenübergreifend mitdenken.

Heute macht jeder (auch Akademiker)

ein paar Handgriffe, und

was davor oder danach geschieht,

interessiert ihn oder sie nicht. Der

Klassiker sind die Call-Center, wo

man mehrere Levels braucht bzw.

überwinden muss, wenn man eine

fachliche Auskunft braucht, die

man früher von jedem qualifizierten

Mitarbeiter bekommen hätte.

Wir brauchen ein Umdenken, aber

das können die EU-Bürokraten

nicht. Ihnen geht es nur um Macht,

Geld und Versorgungsposten. Gewünscht

ist eine kritiklose Bevölkerung,

die nicht nachfragt und alles

hinnimmt, was uns die Regierung

über ihre gleichgeschalteten Medien

vorschreibt.

Stephan Pestitschek, Strasshof

Bequemster Partner

Der Wiener SPÖ-Bürgermeister

Michael Ludwig hat sich den bequemsten

Koalitionspartner ausgesucht

– die Neos. Dauerlächelnde

Jungpolitikerinnen mit pinkem Lippenstift

nicken bequem ab, wenn

Hacker & Co. überall die Eingewanderten

auf Kosten der Einheimischen

bevorzugen. „No Go

Areas“ mit vielen Analphabeten

– das soll die Zukunft Wiens sein?

Hier müssen Missstände laufend

aufgezeigt werden, außer den Freiheitlichen

macht dies niemand.

Erich Pitak, Wien

Leserbriefe: redaktion.nfz@fpoe.at

„Der Ampelkoalition sind

Asylwerber wichtiger als

unsere Senioren!“

Das FPÖ-Klubradio

„Löschübungen ohne

Wasser!“

www.angesaugt.at

Das FPÖ-Klubradio

„Die Europäische Menschenrechtskonvention

ändern - jetzt!“

Das FPÖ-Klubradio

„Helfen Sie, den

WHO-Pandemievertrag

zu verhindern!“

Das FPÖ-Klubradio

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Nr. 24 Donnerstag, 12. Juni 2025

g

WIEN

Keine Aufschwungs-, sondern

eine Abschwungskoalition!

Keine Rezepte zu Teuerung, Kriminalität und Wohnungsknappheit

Wien 11

WIENER SPAZIERGÄNGE

von Hannes Wolff

Rot-Pink hat in den vergangenen

Jahren der „Reformkoalition“

bewiesen, dass sie keine Probleme

lösen, sondern nur neue

schaffen kann. Die Neuauflage

der rot-pinken Wiener Stadtregierung

wird daher nur für fünf

weitere magere Jahre sorgen.

„Rot-Pink II ist keine Aufschwungs-,

sondern eine Abschwungskoalition“,

konterte FPÖ-

Landesparteichef Dominik Nepp

auf die großspurige Ankündigung

von SPÖ und Neos, ihre zweite

Amtstzeit als „Aufschwungskoaliton“

werken zu wollen. Die erste

konkrete Aktion, die „Klo-Infrastruktur“,

also öffentliche Toiletten,

auszubauen, zeigt die ganze Ernsthaftigkeit

des „rot-pinken Aufschwungprogramms“

auf.

Keine konkreten Pläne

„Es gibt nicht einen einzigen

konkreten Vorschlag, wie man für

Aufschwung in Wien sorgen möchte.

Die nächsten fünf Jahre werden

von totaler Planlosigkeit geprägt

sein! Mehr als Überlegungen, die

aber ebenfalls kaum konkretisiert

wurden, ist von den Verhandlungen

nicht übergeblieben“, kritisierte der

Rot-Pink, zweite Auflage: Ohne jedes Konzept für Wiens Zukunft.

FPÖ-Landesparteichef das rot-pinke

Chaos. Auch rede sich die „neue

Koalition“ – wie schon in den vergangenen

Jahren – wieder auf den

Bund aus, mit dem es quasi in jedem

Bereich noch „etwas zu besprechen“

gäbe.

Dass diese „neue alte Regierung“

nicht die großen Würfe

schaffen werde, sei abzusehen,

warnte Nepp: „Was SPÖ-Bürgermeister

Michael Ludwig und seine

pinke Vize Bettina Emmerling jedoch

alles nicht gesagt haben, ist

schon jetzt ein Armutszeugnis für

die nicht einmal noch angelobte

Regierung. Wir werden diesem Abschwung

in unserer Stadt nicht tatenlos

zusehen!“

Jugendkriminalität

eindämmen

Die Zahl der polizeilich erfassten

Tatverdächtigen unter 14 Jahren

hat sich in den letzten zehn Jahren

in Wien mehr als verdoppelt. „Das

sind keine Einzelfälle mehr. Kinder,

die in Banden organisiert Straftaten

begehen, wissen sehr genau, was sie

tun. Die derzeitige Regelung, dass

sie strafrechtlich nicht belangt werden

können, macht den Rechtsstaat

zur Farce“, erklärte FPÖ-Klubobmann

Maximilian Krauss und forderte

die Stadtregierung auf, sich für

eine Senkung der Strafmündigkeit

auf zwölf Jahre einzusetzen.

Foto: RK/David Bormann

Ich krieg jedesmal einen Mordstrumm

Zorn, wenn ich diese

Wandschmierereien sehe. Sie

sind mir zutiefst zuwider. Erst vor

kurzem war da in der Salvatorgasse

ein schmuckes Haus mit

einem sauberen Verputz wunderschön

hergerichtet worden, und

schon tags drauf gab’s diese verdammten

Graffiti und verschandelten

alles.

Volkes Stimme

Vorgestern aber war ich von

den Schmierereien in der – nein,

ich sag’s nicht, wo das ist, also

ich war von einigen Graffiti sehr

angetan. Da stand etwa: „Stockl

statt Stocker“. Die Rosenheim-

Cops sind also beliebter als unser

Herr Bundeskanzler.

Dann las ich: „Meinl guter Kaffee

– Reisinger böse Fee“. Na ja,

auch nicht schlecht. Gleich daneben

wurde ein „R“ durch ein

„Sch“ ersetzt. Na, das ginge ja

noch.

Alle anderen muss ich Ihnen

vorenthalten, sie sind nicht jugendfrei.

Die Stimme des Volkes

ist eben nicht immer piekfein. Die

lateinische Sentenz „vox populi –

vox Dei“, also „die Stimme des

Volkes ist die Stimme Gottes“,

kann jedoch hier durchaus als

bare Münze genommen werden.

Ich hab Ihnen zuvor den Ort der

Handlung vorenthalten. Aber so

wie Sie werden ihn auch die Betroffenen

finden. Und lesen. Und,

was ich hoffe, bald befolgen.


12 Länder

Neue Freie Zeitung

KÄRNTEN

Falsches Eigenlob

Mit seinem Lob für die angekündigte

Strompreiskompensation

bei der Industrie hält Kärntens

ÖVP-Wirtschaftslandesrat Sebastian

Schuschnig die Wähler am Schmäh,

kritisierte FPÖ-Landeschef Erwin

Angerer: „Er verschweigt den Bürgern,

dass die Kanzlerpartei ÖVP

selbst für die Explosion der Stromund

Energiepreise in den letzten

Jahren verantwortlich ist. Sie hat

zusammen mit den Einheitsparteien

den Green Deal samt Ausstieg

aus fossilen Energieträgern und die

sinnlosen Russland-Sanktionen zu

verantworten.“

OBERÖSTERREICH

Falsche Versprechen

Oberösterreich verbraucht

jährlich rund

65 Terawattstunden

Energie. Selbst

100 zusätzliche

Windräder

würden nicht

einmal ein

Prozent dieses Thomas Dim

Gesamtenergiebedarfs abdecken,

rechnete der freiheitliche Klubobmann

Thomas Dim vor: „Die Bürger

wissen, dass hier von grüner

Seite zu einseitig und zu viel versprochen

wird.“

STEIERMARK

Zu mildes Strafrecht

Verwundert zeigte sich der steirische

FPÖ-Klubobmann Marco

Triller zu Aussagen von SPÖ-Justizministerin

Anna Sporrer und

SPÖ-Frauenministerin Eva-Maria

Holzleitner, wonach der Strafrahmen

für Sexualdelikte „ausreichend“

sei: „Diese Aussage ist ein

Schlag ins Gesicht aller Opfer von

Gewalt und sexuellem Missbrauch

– insbesondere durch ausländische

Tätergruppen. Milde Urteile

und lächerlich geringe Mindeststrafen

machen unser Strafrecht in

diesem Bereich zur Farce!“ Die

Freiheitlichen fordern seit Jahren

konsequent deutlich höhere Mindest-

und Höchststrafen bei Sexualdelikten

und Gewalttaten gegen

Frauen, erinnerte Triller. Das sollte

sowohl die Abschreckung erhöhen

als auch die gesellschaftliche Ächtung

derartiger Taten in Österrreich

klar dokumentieren.

Foto: FPÖ Oberösterreich

„Wir setzen auf Hausverstand anstatt

unlesbares Sinnlosgendern!“

Das Land Steiermark schafft das Gendern in den Landesgesetzen ab

Die blau-schwarze Landesregierung

macht Schluss mit

unsinnigen Sprachverrenkungen

und Schachtelsätzen über eine

„Gender-Generalklausel“.

Das sprachliche Wirrwarr in den

Gesetzestexten der grünen Mark

illustrierte die Koalition mit dem

Beispielparagrafen 5 des Datenschutzgesetzes:

„Erhält eine Datenschutzbeauftragte/ein

Datenschutzbeauftragter

bei ihrer/seiner

Tätigkeit Kenntnis von Daten, für

die einer der Kontrolle der/des Datenschutzbeauftragten

unterliegenden

Stelle beschäftigten Person

ein gesetzliches Aussageverweigerungsrecht

zusteht, steht dieses

Recht auch der/dem Datenschutzbeauftragten

und den für sie/ihn tätigen

Personen insoweit zu [...].”

Lesbare Gesetzestexte

Die Landesregierung setzt damit

eine weitere Maßnahme aus

Foto: NFZ

NIEDERÖSTERREICH

Amesbauer und Luisser forderten

schärfere Asylgesetze.

STEIERMARK

dem Regierungsprogramm um und

schafft mit einer klaren Regelung

mehr Verständlichkeit und Rechtssicherheit.

Auch in einfachen Landesgesetzen

wurde bisher gegendert,

was die Lesbarkeit von Texten

enorm erschwert hat.

Schärfere Asylgesetze

Foto: FPÖ Steiermark

Kunasek: Wir machen die Gesetze wieder für jedermann lesbar.

Anlässlich der Konferenz der für

Asyl zuständigen Landesräte forderten

der steirische FPÖ-Landesrat

Hannes Amesbauer und sein

niederösterreichischer Kollege

Christoph Luisser Reformen in der

Asyl- und Vertriebenenpolitik ein.

Amesbauer betont die außergewöhnlich

hohe Belastung der Steiermark,

denn rund 80 Prozent der

mehr als 7.300 Personen in der

steirischen Grundversorgung haben

den Vertriebenenstatus: „In

Zeiten notwendiger Budgetkonsolidierung

braucht es hier dringend

eine massive Entlastung. Wir

sprechen hier insgesamt von rund

90 Millionen Euro im Jahr, davon

rund 50 Millionen Euro alleine für

Ukrainer.“

„Nach drei Jahren enormen Belastungen

für die aufnehmenden

Länder müssen wir offen über Alternativen

zur derzeit bedingungslosen

Aufnahme von Vertriebenen

aus der Ukraine sprechen“, pflichtete

ihm Luisser bei. Zudem unterstützten

beide die FPÖ-Forderung

nach einer gesetzlichen Grundlage

für legale Zurückweisungen von

illegalen Einwanderern an Österreichs

Grenzen: „Wenn Deutschland

solche Schritte setzt, muss

auch Österreich rasch reagieren,

um zusätzliche Belastungen des

Asylsystems zu verhindern!“

Bisher gibt es nur in 40 Landesgesetzen

eine derartige Generalklausel.

„Gesetzestexte werden

damit lesbarer. Wir setzen auf

Hausverstand anstatt auf unlesbares

Sinnlosgendern“, betonte FPÖ-Landeshauptmann

Mario Kunasek. Bei

jeder Novellierung bestehender Paragrafen

wird die Schreibweise für

beide Geschlechter verschwinden.

Ab September 2025 wird die

Gender-Generalklausel in allen

235 Landesgesetzen verankert sein.

Bereits am 10. Juni hat ein Unterausschuss

des Landtags mit den

Vorbereitungen für die Umsetzung

begonnen. Die finale Beschlussfassung

im Landtag erfolgt am 1. Juli.

In Kraft tritt das neue Regelwerk

am 1. September 2025.


Nr. 24 Donnerstag, 12. Juni 2025

g

Länder 13

SALZBURG

Foto: FPÖ Salzburg

LÄNDER-

SACHE

Marlene Svazek

FPÖ-Landesparteiobfrau Salzburg

Foto: BWSG/Wildbild

FPÖ-Wohnbaulandesrat Martin Zauner kurbelte den

Wohnbau in Salzburg – hier 28 leistbare Mietwohnungen

in Bramberg – an.

Blaue Wohnbaureform

zeigt bereits Wirkung!

Bereits viermal mehr Mietkaufanträge als im gesamten Vorjahr

Die neue Wohnbauförderung

ist ein Meilenstein, der Wohnen

endlich wieder leistbar macht.

Auch wenn die Opposition das

nur ungern zur Kenntnis nimmt.

„Im Salzburger Wohnbau ist

eine echte Kehrtwende im Gange“,

zeigte sich FPÖ-Wohnbausprecher

Andreas Hochwimmer angesichts

der positiven Entwicklung zufrieden:

„Das ist das Resultat entschlossener

freiheitlicher Wohnbaupolitik.“

Ein Erfolg, der durch intensive

Arbeit, klare politische Entscheidungen

und eine enge Kooperation

mit gemeinnützigen wie privaten

Bauträgern, den Gemeinden und

dem Land geschaffen wurde.

Besonders hob Hochwimmer

das neue „Mietkaufmodell 2.0“

hervor: „Damit eröffnen sich gerade

für junge Familien neue, realistische

Perspektiven in Richtung

Eigentum. Der Erfolg spricht für

sich. Bereits jetzt wurden mehr als

viermal so viele Mietkaufanträge

eingereicht wie im gesamten Vorjahr.

Das zeigt deutlich, dass unsere

Maßnahmen greifen.“

Wohnbaureform geht weiter

Auch die seit Jänner gültige neue

Wohnbauförderung setze punktge-

Orientierung und Schutz

Anlässlich der alljährlichen „Regenbogen-Festspiele“

im Juni kritisierte

die bugenländische Landtagsabgeordnete

Michelle Whitfield

die aktuellen Entwicklung in der

Bildung: „Was einst mit berechtigten

Forderungen nach Toleranz

und Gleichberechtigung begann,

ist heute in vielen Bereichen zu

einer ideologischen Einbahnstraße

geworden. Dies führt zu problematischen

Folgen insbesondere für

Mädchen und junge Frauen.“

Sie verwies auf die zunehmende

Verunsicherung in der Geschlechterfrage

im schulischen Umfeld:

„Wenn Schülerinnen erleben, dass

ihre Rückzugsräume in Schulen,

im Sport oder in Umkleideräumen

in Frage gestellt werden, dann ist

das keine gesellschaftliche Öffnung,

sondern eine Schwächung

von Schutz- und Vertrauensräumen.“

Whitfield fordert eine auf wissenschaftlicher

Basis fundierte Pädagogik:

„Unsere Kinder brauchen

Bildung, nicht Verwirrung. Und Eltern

brauchen das Vertrauen, dass

Schule ein Ort des Lernens bleibt!“

nau an, bringe Entlastung für die

Bevölkerung, kurble die Bautätigkeit

an und sorge über klare Förderrichtlinien,

eine gezielte Mittelvergabe

und die Stärkung des

gemeinnützigen Wohnbaus für

sinkende Baukosten. Die geplante

Baurechtsnovelle, die noch im

Sommer kommen werde, setze das

fort, so Hochwimmer: „Wir haben

dem geförderten Wohnbau in Salzburg

neues Leben eingehaucht und

eine neue Richtung gegeben. Unser

Ziel ist leistbarer, qualitätsvoller

und sozial ausgewogener Wohnraum.

Landesrat Martin Zauner hat

das in kürzester Zeit geliefert!“

BURGENLAND

Whitfield: Schule ist Ort des

Lernens, nicht der Ideologie.

Foto: FPÖ Burgenland

Ein rein temporärer Aufschub

des Familiennachzugs, keinerlei

Verschärfung bei der Staatsbürgerschaft,

und dann zum Drüberstreuen

noch fast satirisch anmutende

Skurrilitäten wie die Einführung

von „LGBTQ“-Kursen für Asylanten:

Schon das Regierungsprogramm

der türkis-rot-pinken Verliererampel

im Bund gab bei der

ersten Durchsicht wenig Anlass

zur Hoffnung auf eine dringend

notwendige Abkehr von der bisherigen

katastrophalen Politik der

offenen Grenzen.

Wieder nur Symbolpolitik

Dass dieses eher ambitionslose

Konvolut aus pseudokonservativem

Kleingeist, linksliberaler

Nischenthemen-Nabelschau

sowie sozialistischer Sozialromantik

auch in der Praxis wenig

Handfestes hervorbringen würde,

war abzusehen – und wird durch

die jüngsten, unter „Integrationspaket“

zusammengefassten Ankündigen

der Bundesregierung

bestätigt.

Offensichtlich haben sich ÖVP,

SPÖ und Neos dazu entschlossen,

ihre Integrationspolitik nach dem

Motto „Weiter wie bisher, nur

noch teurer!“ auszurichten – ganze

drei Jahre soll das steuerfinanzierte

Integrationsprogramm für

Asylmigranten nun dauern.

Konkrete Sanktionen bei Nichtbefolgung?

Bisher Fehlanzeige.

Da will man weiter „prüfen“, während

opulente 9.000-Euro-Transfers

an migrantische Großfamilien

den Volkszorn zum Kochen

bringen. Dass die zuständige Ministerin

noch dazu offensichtlich

Mühe hat, zwischen Integration

als „Holschuld“ oder „Bringschuld“

zu unterscheiden, passt da

ins Bild. Wieder einmal wird es an

der FPÖ liegen, aus den Ländern

heraus als Korrektiv zu agieren.


14 Medien/Kultur

Neue Freie Zeitung

GEZWITSCHER

erstaunlich_at

@erstaunlich_at

Van der Bellen gratuliert zwar

den Moslems zu Opferfest, aber

nicht den Christen zu Pfingsten!

Ist das eine gezielte Provokation

oder eine (altersbedingte?)

Vergesslichkeit gewesen?

9. Juni 2025 16:38

Die Prioritäten der Politiker der

„Willkommensparteien“, die bei

den eigenen Leuten die Trennung

von Religion und Staat betonen.

Verliererampel im Machtrausch

baut weiter „tiefen Staat“ im ORF

Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs wird beiseite geschoben

Anstatt das Erkenntnis des

Verfassungsgerichtshofs und

die Unvereinbarkeitsbestimmungen

für ORF-Funktionsträger zu

respektieren, nominiert die ÖVP

hochrangige Parteifunktionäre

für den Publikumsrat.

Ralph Schoellhammer

@ralph_schoelli

Von Österreich bis in die USA

schwenken linke Demonstranten

stets die Flaggen fremder

Länder oder Anliegen. Warum

sollen sich Amerikaner oder

Österreich stets von Menschen,

denen nichts an diesen Ländern

liegt, vorschreiben lassen wie sie

zu leben haben? 8. Juni 202510:34

Weil die Linken heutzutage einfach

alles besser wissen.

TELEGRAM

Hafenecker: Verliererampel kapert den ORF-Stiftungsrat.

„Mit dem Beschluss zum Publikumsrat

vom 5. Juni 2025 über die

Entsendung der Mitglieder in den

Stiftungsrat begeht die schwarzrot-pinke

Verliererampel in Sachen

ORF-Gremien zum wiederholten

Male Verfassungs- und Gesetzesbruch“,

empörte sich FPÖ-Mediensprecher

Christian Hafenecker über

die medienpolitische Machtgier der

Verliererampel.

Die ÖVP baut mit der Nominierung

der hochrangigen ÖVP-Funktionäre

Gertrude Aubauer (Ältere

Generationen) und Elfriede Karl

(Hochschulen) als „Publikumsrat-Stiftungsmitglieder“

ungeniert

ihren medienpolitischen „tiefen

Staat“ auch im ORF weiter aus –

mit Unterstützung der beiden anderen

Systemparteien und des SPÖ-

Medienministers Andreas Babler.

„Wenn man jetzt einen letzten

Funken an Anstand und Verantwortung

zeigen möchte, sollte man

diese einschlägigen Entsendungsbeschlüsse

bis zur Konstituierung

des ORF-Stiftungsrats jedenfalls

schleunigst rückgängig machen“,

forderte Hafenecker.

Parteisoldaten statt Parteifreie

Die ÖVP und ihre Repräsentanten

würden damit zu „Wiederholungstätern

gegen die Unabhängigkeit

des öffentlich-rechtlichen Rundfunks“.

Der Gesetzesbruch werde

zum medienpolitischen Dauerdelikt

der Ampelkoalition, klagte

der FPÖ-Mediensprecher an. Dazu

passe auch die machtpolitische

Aufteilung der zu entsendenden

ORF-Publikumsräte in den Stiftungsrat

nach dem partei- und sys-

tempolitischen Machtverteilungsschlüssel:

Je vier von ÖVP und

SPÖ, sowie einer von den Neos.

Dass der nach dem Bundesministeriengesetz

zuständige SPÖ-

Vizekanzler Babler dies alles geschehen

lasse und als „Medienminister“

nicht korrigierend eingreife,

zeige auf, wie abgehoben, machtund

postenversessen der ehemalige

Verbaloppositionelle nach wenigen

Monaten Regierungsamt schon

sei, kritisierte Hafenecker: „Mit

den drei parteifreien ORF-Publikumsräten,

die sich auch zur Wahl

gestellt haben, wären im Übrigen

Persönlichkeiten zur Verfügung

gestanden, die ein Signal für mehr

Unabhängigkeit im Stiftungsrat gewesen

wären.“

GEFÄLLT MIR

Herbert Kickl

8. Juni 2025

Der Sozialstaat kann nur funktionieren,

wenn er denen dient, die

ihn tragen...

5.400 Personen gefällt das.

... und nicht, wenn diejenigen beglückt

werden, die keinen Cent eingezahlt

haben und es auch niemals werden.


Nr. 24 Donnerstag, 12. Juni 2025

g

Die Freiheit, die wir nicht meinten

Ausstellung „Kontrollierte Freiheit“ im Wien-Museum

Eine völlig veraltete Höflichkeitsform

lautet: „Ich bin so frei“,

dann greift der Jausengast zu einem

zweiten Stück Apfelstrudel. Womit

die weite Bedeutung für das Eigenschaftswort

„frei“ dokumentiert ist.

Vor achtzig Jahren wurde Österreich

und damit auch Wien „befreit“.

Das hieß, dass das Regime der

Nationalsozialisten beendet war und

dass die sogenannten „Alliierten“ an

deren Stelle traten. Und diese Art der

Freiheit dauerte dann zehn Jahre, bis

am 15. Mai 1955 der Staatsvertrag

unterzeichnet wurde. Für Österreich

unterschrieb der damalige Außenminister

Leopold Figl, dessen Ausruf

„Österreich ist frei!“ vom Balkon

des Belvedere mittlerweile auch

dem politisch Desinteressiertesten

bekannt ist.

Figl der Extraklasse-Diplomat

Figl als Außenminister, Raab als

Bundeskanzler: ein paradiesischer

Zustand, der das Zustandekommen

des ersehnten Staatsvertrags erst

ermöglicht hat. An heutiges Personal

ist dabei gar nicht annähernd zu

denken.

Österreich blieb mit dem Erhalt

des Staatsvertrags das Schicksal

FC Nationalrat wurde mit

FPÖ-Hilfe Vizeeuropameister

Bei der „Europameisterschaft

der Parlamente“ im Fußball errang

der „FC Nationalrat“ mit dem oberösterreichischen

FPÖ-Abgeordneten

Harald Schuh (im Bild rechts)

im finnischen Vaasa Ende Mai den

sensationellen zweiten Platz. Mit

einem überzeugenden 3:0-Erfolg

gegen die Auswahl des deutschen

Bundestags sicherte sich das Team

den Titel des Vizeeuropameisters

– punktgleich mit Gastgeber Finnland,

der sich aufgrund der mehr

erzielten Tore durchsetzte. Das direkte

Duell zwischen den von der

Trainerlegende Frenkie Schinkels

(links) betreuten Österreichern und

Finnland endete unentschieden.

Deutschlands erspart. Dort hatten die

Russen ja, so wie in Österreich, die

Aufteilung in vier Einflusszonen so

gestaltet, dass der Osten und da wieder

der Raum rings um die jeweilige

Hauptstadt, sowjetischer Bereich

waren. Auch Wien selber war östlich

sowjetisch orientiert: die Wieden,

Simmering, Favoriten, Floridsdorf

und Donaustadt waren tiefrot.

Hans Lang hat in der Zeit des

Wartens auf den heutzutage so unterschätzten

Staatsvertrag mit Maria

Andergast das Lied gesungen: „Wir

möchten ein Häuserl für uns ganz

allein“, das mit den unmißverständlichen

Zeilen endet: „Und laden wir

manchmal auch Freunde uns ein,

so muß das ja nicht gleich auf ewig

sein, denn wär’n wir gern allein,

dann sag’n wir ganz diskret: Es tät

uns wirklich freu’n, wenn ihr nach

Hause geht.“

Das taten die Alliierten dann wirklich

endgültig am 26. Oktober 1955.

Die „Vier im Jeep“, also jeweils

ein Soldat aus Frankreich, aus Großbritannien,

aus den USA und aus der

Sowjetunion, die zehn Jahre lang

durch die Straßen Wiens patroullierten,

waren Vergangenheit. Auch

die Einteilung der Wiener Bezirke

in russisch,

englisch, amerikanisch

und

französisch dominierte

Teile

war vorbei.

Kultur half zur

Selbstfindung

Die in Wien

stattgefundene

Zerstörung, die für die Bürger der

Stadt neben Hunger und Kälte eine

Herausforderung war, wird in der

Ausstellung „Kontrollierte Freiheit“

in eindringlicher Form dargestellt.

Aber das kulturelle Leben kehrte

schnell zurück. Es trug rasch zur

emotionellen Basis für ein Österreichbewusstsein

bei. Die geistige

und wirtschaftliche Abhängigkeit

von Deutschland war bald überwunden.

Die Schaffung einer österreichischen

Identität fand allenthalben

statt. Der Stalinplatz, die Tolbuchinstraße

und die Brücke der Roten

Nur ein einziges Mal fällt im heurigen Jahr

der 13. eines Monats auf einen Freitag – und

zwar jetzt im Juni. Ein perfektes Datum somit

für eine Lotto Bonus-Ziehung, gilt dieser Tag

doch bei Glücksspiel-Freunden vielfach als

Glückstag.

Moderiert wird die Bonus-Ziehung von

Sport-Journalistin Alina Eberstaller, die beim

Österreich Grand Prix in Spielberg für den

ORF moderieren wird.

Blitzlicht/Kultur 15

Armee waren jetzt Vergangenheit.

Achtzig Jahre trennen uns vom

Kriegsende, siebzig von der wiedererlangten

Freiheit. Das ist für

die meisten kaum erinnerbar, das

Bewusstmachen der damaligen Zeit

sollte jedoch für jeden von uns dazu

beitragen, eine weiterhin gute Zukunft

für unsere Stadt anzustreben.

Wäre ich Unterrichtsminister,

wäre der Besuch der Ausstellung

im Wien-Museum für alle Schüler

ein Pflichttermin. Am 7. September

läuft die Frist, die „Kontrollierte

Freiheit“ zu besuchen, ab.

Herbert Pirker

Anzeige

Lotto Bonus-Ziehung am Freitag, den 13.

Alina Eberstaller moderiert die Bonus-Ziehung im Juni;

zusätzlich gibt es wieder 10 mal 25.000 Euro zu gewinnen

Anlässlich der bevorstehenden Urlaubssaison

gibt es auch diesmal wieder Urlaubsgeld-Extragewinne.

Unter allen bei der Bonus-Ziehung

mitspielenden Lotto Tipps werden zehnmal

25.000 Euro Urlaubsgeld zusätzlich verlost.

Annahmeschluss für die Bonus-Ziehung ist am Freitag, den 13. Juni 2025 um 18.30 Uhr, die Ziehung gibt es

um 18.47 Uhr live in ORF 2 zu sehen.

Lotterien Tag goes Vorarlberg

Am Freitag, den 13. Juni mit einem Spiel der Österreichischen Lotterien

gratis das Kunsthaus Bregenz besuchen

Foto: ORF/Günther Pichlkostner

Foto: Wien Museum

Foto: Harald Schuh

Es ist eine Premiere: Erstmals in der Geschichte der Lotterien Tage gibt es einen solchen in Bregenz. Und zwar

im Kunsthaus Bregenz, das man am Freitag, den 13. Juni 2025 in der Zeit von 10 bis 18 Uhr gegen Vorweis

eines Spiels der Österreichischen Lotterien (also z.B. mit einer Lotto- oder EuroMillionen-Quittung bzw. einem

Brief- oder Rubbellos) gratis besuchen kann. Zu dieser Zeit läuft die Ausstellung „Małgorzata Mirga-Tas“, eine

1978 in Polen geborene Künstlerin. In ihren Arbeiten nimmt sie eine feministische Perspektive ein, die sich aus

ihrer kulturellen Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit herleitet.

Neben allgemeinen Führungen um 11 und

um 15 Uhr gibt es am Lotterien Tag noch

spe¬zielle Führungen um 10 Uhr für Menschen

mit Demenz, um 10.30 Uhr für sehbehinderte

und blinde Menschen und um 14

Uhr für gehörlose Menschen.

Das Kunsthaus Bregenz ist ein international

agierendes Ausstellungshaus für herausra¬gende

zeitgenössische Kunst. Aufgrund

seines ambitionierten Ausstellungsprogramms

und seiner einmaligen Architektur

ist es auch international bei Kunst- und

Architek¬tur¬interessierten bekannt. Informationen

zu den Lotterien Tagen sowie zum

Kunsthaus Bregenz unter www.lotterien.at

bzw. www.kunsthaus-bregenz.at


16 Blitzlicht

Neue Freie Zeitung

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