Pack & Log 05/2025
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Ausgabe 05/2025
Pack & Log
Die Fachzeitschrift für Verpackung & Intralogistik
Österreichische Post AG / MZ 10Z038727 M / PL Verlag OG, Bahnstraße 4, 2340 Mödling
141. Ausgabe, 15. Jahrgang
Titelstory
Warenströme clever managenS6
Intralogistik
88725_VIA_Titelseite_Pack&Log.indd 2 13.05.25 14:07
Spurensicherung für den gläsernen
Wareneingang S10
Kreislauf
Ein Handbuch für einen funktionierenden
Kreislauf S26
WIR MACHEN
ZUKUNFT
Auf der FACHPACK trifft Vision auf Tatkraft.
Erleben Sie bahnbrechende Technologien,
kreative Verpackungslösungen und einen
Austausch, der Ihre Ideen beflügelt.
Werden Sie Teil der Messe, die Innovation und
Zusammenarbeit auf ein neues Level hebt.
23. – 25.9.2O25
NÜRNBERG, GERMANY
EUROPÄISCHE FACHMESSE FÜR
VERPACKUNG, TECHNIK UND PROZESSE
FACHPACK.DE
Parallel zur
News / Wichtiges
Außenansichten
erfolgreich. Die SMART Automation
Austria 2025 hat auch in diesem Jahr
ihre Position als führende Fachmesse
für industrielle Automatisierung
in Österreich eindrucksvoll bestätigt.
Vom 20. - 22. Mai 2025 trafen sich im
Design Center Linz rund 170 Aussteller
und über 6.000 Fachbesucher, um
neueste Technologien, Lösungen und
Trends aus der Welt der Industrieautomatisierung
zu präsentieren und zu
diskutieren.
Ausbau. Der Logistikdienstleister
Dachser hat die Erweiterung seiner
Niederlassung in Hörsching, südwestlich
von Linz, erfolgreich abgeschlossen.
Mit der Inbetriebnahme der neuen
Umschlagfläche stärkt Dachser seine
Position als Logistikdienstleister in
der Region. Rund 6 Millionen Euro investierte
das Familienunternehmen in
der dritten Ausbaustufe in den Standort,
um für zukünftiges Wachstum gerüstet
zu sein.
Standort. druck.at und Kreativtechnik
werden 2026 ihren Firmensitz in den
neu entstehenden TRA Gewerbepark
der Halpin Gruppe am Standort Leobersdorf
verlegen. Beide Unternehmen
setzen damit nicht nur ein deutliches
Zeichen für die langfristige Standortund
Arbeitsplatzsicherung, sondern
stärken dadurch auch die regionale
Wirtschaft im Süden von Niederösterreich.
Rekord. Mit einem neuen Teilnehmerrekord,
einer hochkarätigen Programmbesetzung
und der klaren Fokussierung
auf die geopolitischen und
technologischen Herausforderungen
der Branche ging der 40. Logistik Dialog
der Bundesvereinigung Logistik
Österreich (BVLÖ) am Vienna International
Airport über die Bühne.
Möwen, die strahlend-weiß
und elegant durch die Lüfte
schweben und dabei ihr typisches
Kreischen ertönen
lassen – und schon fühlt es
sich nach Sommer und Urlaub an. Sonnenschein
und ein Bier in der Hand unterstützen
dieses Gefühl immens.
Möwen sind so etwas wie ein Versprechen.
Wenn sie auftauchen, ist die Küste nicht mehr
weit. Das wussten auch schon vor langer Zeit
die Seeleute, als es noch kein GPS gab.
Alfred Brehm beschrieb in seinem zoologischen
Nachschlagewerk, dem Klassiker
„Brehms Tierleben“, die anmutigen Bewegungen
und den ansprechenden Anblick der
Möwe. „Sie liegen leicht wie Schaumbälle
auf den Wogen und stechen durch ihre blendenden
Farben von diesen so lebhaft ab,
dass sie dem Meer zum wahren Schmucke
werden.“ Bloß die Stimmen der Tiere nannte
Brehm „widerlich“. Es missfiel ihm besonders,
dass die Möwen bei der kleinsten Erregung
bis zum Überdruss kreischten. Und doch hat
er selbst darin noch Musik entdeckt. Der Zoologe
hörte aus den unterschiedlichsten Tönen
eine tierische Symphonie heraus: Kek – kriäh
– girr – kerreckeckeckeck – dack, dack – ka
ka toi – häiä – jeje ...
Töne dieser Art mussten auch die Teilnehmer
der „Europameisterschaft im Möwenschreien“
studieren und trainieren. Im April fand
sie bereits das fünfte Mal im belgischen De
Panne statt. Der tiefere Sinn des lautstarken
Spaßwettbewerbes sei es, das Verständnis
der Menschen für die Akrobaten der Lüfte
zu verbessern, so der Präsident des Wettbewerbs,
Jan Seys vom Meeres-Institut Flandern.
Aus diesem Grund müssen die Teilnehmer
nicht nur wie Möwen kreischen, sondern
sich bei ihrer Performance auch als Möwen
verkleiden und sich möwenartig verhalten,
um möglichst gut bewertet zu werden. Die
Möwenimitatoren treten in drei Kategorien
gegeneinander an: Erwachsene, Junioren
und Kolonie (der Gruppenwettbewerb). Kreischend,
hüpfend und flatternd müssen sie die
Jury mit ihrem „meeuwenschreeuwen“ überzeugen
und möglichst viele Punkte sammeln,
100 Punkte sind das Maximum.
von Manfred Meixner
2024 entzückte und überzeugte besonders
der neunjährige Cooper Wallace aus Großbritannien.
92 Punkte erreichte der Schüler aus
Derbyshire mit dem Spitznamen „Möwenjunge“.
Damit wurde er Junioren-Europameister
und kreischte sich weltweit in die Schlagzeilen.
Der Meeresbiologe Jan Seys meinte zur
BBC: „Er hat es geschafft, mehrere Arten von
Rufen in seine Darbietung einzubauen, und
jede von ihnen war einem echten Möwenruf
beeindruckend ähnlich. Für mich war er nicht
nur der Beste unter den jungen Teilnehmern,
sondern von allen, die an der Meisterschaft
teilgenommen haben.“
Cooper erlernte die Kunst des Möwenschreis,
nachdem er bei einem Strandbesuch von
einem der Tiere gebissen worden war. „Ich
wollte nur das Geräusch machen, um mich
daran zu erinnern, dass ich von einer gepickt
wurde. Aber ich mag Möwen“, erzählte er. Er
habe großen Respekt vor Möwen und seine
Nachahmung sei eher eine Hommage als
eine Verspottung. Coopers neues Hobby war
anfangs keine Freude für seine Mutter Lauren.
Am Anfang war es für sie einfach nervig
gewesen. Aber dann bemerkte sie das Talent
ihres Sohnes. „Die Leute drehten sich um und
suchten nach Möwen.“ So überwog doch der
Stolz auf ihren kreischenden Sohn.
Der nächste Sommerurlaub ist in Reichweite.
Ich denke, ich werde dieses Jahr etwas genauer
hinhören.
m.meixner@packundlog.at
INHALT
Intralogistik
von Gernot Rath
Kreisläufe bringen durchaus Herausforderungen mit
sich – nicht nur der eigene Blutkreislauf, sondern auch
der Material- bzw. Warenkreislauf. Allen gemeinsam ist:
Man muss genau hinsehen, um die Fehler und Herausforderungen
zu identifizieren und zu beheben. In dem
Fachbeitrag der FH Campus Wien geht es um die Herausforderungen
beim Schließen von Recyclingkreisläufen für Polyolefin- und Polystyrolverpackungen
(S. 24-25). Grundlage ist das Projekt Pack2the-
Loop. Es erforscht Lösungen zur Verbesserung des Recyclings von
PO- und PS-Verpackungen, um die EU-Ziele zu erreichen.
Spurensicherung für den
gläsernen Wareneingang S 10
Automatisierte Tiefkühllogistik
im Lebensmittelhandel S 12
Innenansichten
Ein Warenkreislauf stellt wiederum andere Anforderungen. Aber
auch hier ist es wichtig ihn geschlossen zu halten. Wie kann man
einen geschlossenen Warenkreislauf sicherstellen? In dem sich alle
Beteiligten an die selben Regeln und Vorgaben halten! Das klingt
einfacher als es ist und wirft auch viele Fragen auf. Pack & Log hat
Alexander Peterlik von GS1 (S. 26-27) um Antworten gebeten.
Das Rückgrat eines jeden Kreislaufes ist die korrekte Kennzeichnung
der Produkte. Nur so kann durchgängige Transparenz gewährleistet
werden. Wenn es um Pharmaprodukte geht, ist zudem extreme Präzision
gefragt und das auch bei kleinen Losgrößen. Anhand eines
Praxisbeispiels auf S. 32-33 erfahren Sie mehr.
Die Wirtschaftskrise hat uns nach wie vor fest im Griff. Und so verwundert
es nicht, dass PROPAK-Obmann Georg Dieter Fischer auf der
Jahrespresskonferenz der industriellen Papierverarbeiter ein eher
düsteres Bild zeichnete (S. 14-15). Die Branche kämpft mit einem
leichten Umsatzrückgang gepaart mit hohen Lohn- und Energiekosten.
Keine gute Kombination, denn letztlich geht es um die Wettbewerbsfähigkeit
des Standortes Österreichs.
Aber jetzt zu etwas Erfreulicherem: Dass es um die Innovationskraft
der heimischen Unternehmen nach wie vor sehr gut bestellt ist, beweisen
die zahllosen Preise, die sowohl beim WorldStar Packaging
Award als auch beim FINAT Label Award eingeheimst wurden. Mehr
dazu auf S. 16, 17, 28 und 36.
Ebenfalls erfreulich ist der Ausblick auf den Messeherbst: Mit der
drinktec, der K und der FACHPACK warten drei echte Kapazunder –
und alle sind sie voll auf Kurs. Auf den S. 20 bis 23 kann man sich
ausführlich über den derzeitigen Stand informieren.
Aktuell
„Wir schwimmen noch ...“ S 14
drinktec 2025 –
voll auf Kurs S 20
FACHPACK: Pflichttermin für
die Verpackungsbranche S 23
g.rath@packundlog.at
05/2025
Kreislauf
Schließen von Kreisläufen
für PO- und PS-Verpackungen S 24
Ein Handbuch für einen
funktionierenden Kreislauf S 26
Kreislaufwirtschaft braucht
Kontrolle für fairen Wettbewerb S 30
Kennzeichnen
Ihr Partner
für Verpackungen,
Lager- und Betriebsausstattung
sowie
Bürobedarf
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Sie uns
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0810 / 400 306
Auf den Millimeter genau S 32
Nachhaltigkeit als
Kernaufgabe S 34
„Mit uns in eine
grünere Zukunft“ S 36
Co-Packing
Embedded Co-Packing S 38
Werde Pate/Patin
für ein Kind in
Lateinamerika:
nph.at/patenschaft
Firmen & Partner S 40
Impressum S 43
NPH_Inserat_Wirtschaftsverlag (90x125)-rz.indd 1 04.06.24 10:33
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
Fotos: viastore
Warenströme clever managen
Hightech-Lager der Superlative: viastore baute in enger Zusammenarbeit mit dem
SAP-Experten prismat für VELUX im dänischen Kolding ein vollautomatisches, SAP
EWM-gesteuertes Hochregallager auf. Damit erhöht der Dachfenster-Hersteller seinen
Durchsatz um rund 50 Prozent.
Mehr als 100 Millionen dänische
Kronen (rund 34 Millionen Euro)
– VELUX hat in sein neues Zentrallager
für Nordeuropa viel investiert.
„Wir wollten die drei bestehenden Lagerstandorte
für Fenster, Zubehör und Ersatzteile
zusammenfassen“, erklärt Tom Jørgensen,
Warehouse Manager bei VELUX.
Die Kunden sollen alle bestellten Produkte
gebündelt in einer Sendung erhalten. Das
Ziel: Kosten und die Zahl der für den Versand
eingesetzten Lkw reduzieren, um die
durch den Transport verursachten CO 2
-
Emissionen zu verringern.
Schneller, besser, zuverlässiger: Bei der Erweiterung
im dänischen Kolding setzte der Dachlicht-Spezialist
erstmals in großem Umfang
auf automatisierte Logistikprozesse. Das neue
Lager kann bis zu 50 Prozent mehr Waren
umschlagen als seine manuellen Vorgänger.
Zudem wollte VELUX eine ergonomischere
Handhabung ermöglichen – ein Dachfenster
wiegt im Durchschnitt 53 Kilogramm. Jetzt
entlasten Regalbediengeräte und Kommissionierroboter
die Mitarbeitenden im 24.000
Quadratmeter großen Lager. „Wir hatten mit
automatischen Lagern bisher keine Erfahrung,
deshalb suchten wir einen Anbieter,
dessen System uns unmittelbar überzeugt
und begeistert“, erklärt Jørgensen. „viastore
hat bereits mit dem ersten Entwurf eine
sehr gute Lösung präsentiert.“ Das Konzept
des Stuttgarter Intralogistik-Experten sah
vor, die Lagerkapazitäten am bestehenden
Standort in Kolding zu erweitern und die
Durchsatzleistung drastisch zu erhöhen, um
die Bündelung aller VELUX-Produkte in einer
Sendung zu ermöglichen.
Eingebunden: Lagerverwaltung
mit SAP EWM. Die Verwaltung des neuen
Lagers sollte über SAP EWM (Extended
Warehouse Management) und die integrierte
Materialflusslösung MFS erfolgen. viastore
holte dazu den SAP-Experten prismat ins
Boot. Die Unternehmen verbindet eine
langjährige Partnerschaft bei Automatisierungsprojekten
und der Integration von SAP
EWM. Daniel Schlottbohm, Manager SAP
Consulting bei prismat: „Wir wissen genau,
wer bei der Umsetzung solcher Projekte
wofür verantwortlich ist oder wo Abhängigkeiten
bestehen. So können wir das gesamte
Projekt gemeinsam planen – das vermeidet
unliebsame Überraschungen.“ Für die Implementierung
setzten die SAP-Profis die
prismat/RAKETE ein, die dank fertiger Lösungsbausteine
und einer vorkonfigurierten
Systembasis die individuelle Anpassung von
EWM deutlich beschleunigt, dabei aber immer
nah am Standard bleibt.
Der Standort Kolding ist die zentrale Drehscheibe
in der Lieferkette von VELUX. Von
dort aus verschickt das Unternehmen Dachfenster
in mehr als 30 Länder, muss dafür
aber viele unterschiedliche Kundenanforderungen
in die Prozesse integrieren. „Da war
es von Vorteil, dass SAP EWM ein vollständig
integriertes Materialflusssystem beinhaltet“,
sagt Schlottbohm. Mit der neuen Lösung
hat VELUX vom Auftragseingang über die
Produktionssteuerung bis hin zur Lagerverwaltung
alles in einer Software vereint – für
alle internationalen Standorte, weil diese in
das gruppenweite SAP-System des Konzerns
eingebunden ist.
Schnelle Prozesse: Bestückung
und Transport. Herzstück der neuen
Anlage ist das vollautomatische Hochregallager
mit mehr als 13.000 Stellplätzen. Jede der
zehn Gassen des Lagers ist rund 120 Meter
lang. Die Regalbediengeräte viapal bestücken
die Regale, übergroße Ladungsträger lagern
und transportieren die unterschiedlichen
Artikel. viastore hat diese in zwei Versionen
speziell für VELUX entwickelt: Die kleineren
Paletten sind rund doppelt so groß wie
eine Europalette, die großen Ladungsträger
entsprechen etwa dem Dreifachen. „Mit
diesen beiden Plattformen ist VELUX in der
Lage, alle Produkte umzuschlagen“, erklärt
Viviane Pülmanns, Projektleiterin bei viastore.
„Von kleinen Ersatzteilen bis hin zu
großen Fenstern kann das Unternehmen
so alle Waren im Hochregal lagern und auf
derselben Fördertechnik transportieren.“
Übergroße Rollen- und Kettenförderer sowie
eine Elektrobodenbahn transportieren
Pack & Log 05/25
die Paletten zum Hochregallager und zu
den drei Kommissionierbereichen. Die Bahn
verbindet vier Gebäude und bewegt die Artikel
mithilfe von 23 Fahrzeugen bei einer
Geschwindigkeit von bis zu zwei Metern pro
Sekunde. „Wir hatten zunächst fahrerlose
Transportsysteme in Betracht gezogen, doch
die Umsetzung erwies sich als schwierig“,
berichtet Tom Jørgensen. „Schließlich haben
wir uns entschieden, einen durchgängigen
Materialfluss zu planen und etwas größer
zu denken.“
Systematisch: Warenausgang und
Auftragsfreigabe. Der Warenausgang
gliedert sich in drei Bereiche: Im ersten bringen
die Mitarbeitenden Paletten mit Jalousien
und Zubehör zu einer manuellen Kommissionierzone.
Pick-by-Light-Anzeigen unterstützen
sie bei der korrekten Kommissionierung
– auch an der zweiten Station. Hier geht es
darum, Ersatzteile manuell zusammenzustellen.
Im dritten Bereich sind zwei Roboter für
schwere Fenster und Rahmen zuständig. Eine
Elektrohängebahn (Monorail) versorgt sie mit
Waren aus dem Hochregallager. Jeder Roboter
übernimmt Artikel aus sechs verschiedenen
Jeder Roboter übernimmt Artikel aus sechs verschiedenen Quellpaletten und kann bis
zu sechs Aufträge parallel kommissionieren
Quellpaletten und kann bis zu sechs Aufträge
parallel kommissionieren. Zusätzlich werden
übergroße Sendungen neben dem automatischen
Lager manuell bearbeitet.
„Um eine möglichst hohe Effizienz des
Systems zu erreichen und auch die Packreihenfolge
für jeden Auftrag einhalten zu
können, lösen wir diese in Wellen aus“,
erläutert Lars Langgaard, Logistics Consultant
bei VELUX. Dafür sammeln die Beschäftigten
die Aufträge automatisch in mehreren
Schüben – abhängig vom Inhalt. >>
HELFER
IN DER
NOT
Wenn die Kennzeichnung Ihre
Produktion beeinträchtigt, ist
Feuer am Dach!
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Drucker vom Wallasch!
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
>> Sie gruppieren die Produkte entsprechend
dem jeweiligen Markt, für den sie
bestimmt sind. Das System berücksichtigt
alle Eigenschaften der einzelnen Artikel
innerhalb eines Auftrags, beispielsweise
platziert es große und schwere Produkte
immer unten auf der Versandpalette. „Wir
geben eine große Welle frei, dann beginnt die
Kommissionierung: Die Regalbediengeräte
holen die entsprechenden Paletten aus dem
Hochregal, die Monorail füttert die beiden
Roboter damit“, erklärt Langgaard. Auf diese
Weise kann jeder Roboter durchschnittlich
100 Picks pro Stunde durchführen.
Mit dem SAP Fiori Launchpad als zentrale
Übersicht haben die Fachkräfte alle Funktionen
und Aufgaben fortwährend im Blick
und springen von dort in die jeweiligen
Dialoge – vom Wareneingang über die Kommissionierung
bis hin zum Warenausgang.
Durch das Embedded Insights Bundle von
prismat übernimmt das SAP Fiori Launchpad
gleichzeitig die Funktion eines Dashboards
für KPIs (Key Performance Indicators): Diese
KPI-Übersicht wird dank der responsiven
Darstellung des Launchpads sowohl auf
Smartphones als auch auf großen Bildschirmen
innerhalb des Lagers als Performance-
Anzeige eingesetzt. Vom Überblick der Echtzeit-Kennzahlen
und -Diagramme innerhalb
der Fiori-Kacheln wechseln die Beschäftigten
an den Arbeitsplätzen bei Bedarf auf Detailseiten
zu den Kennzahlen oder auch hier
direkt zur passenden Fiori-Anwendung.
Palettenbewegungen: gut organisiert
und visualisiert. In der
manuellen Kommissionierzone sammeln
die Mitarbeitenden die Aufträge von verschiedenen
Paletten. SAP EWM führt die
Fachkraft durch den gesamten Prozess und
zeigt auf einem Monitor an, welches Produkt
sie in welcher Menge entnehmen muss.
Das System gibt auch vor, wo sie die Artikel
im angeschlossenen Kommissionierregal
Regalbediengeräte und Kommissionierroboter entlasten die Mitarbeitenden
im 24.000 Quadratmeter großen Lager
platzieren soll. „Pro Kommissionierstation
haben wir 170 Fächer im Regal“, erklärt Tom
Jørgensen. „Der richtige Platz wird durch
eine Leuchtanzeige markiert. So können wir
bis zu 6.500 Teile pro Tag kommissionieren.“
Auf der Entnahmeseite des Kommissionierregals
erfolgt die Zuordnung der Aufträge zu
den drei unterschiedlichen Warenströmen:
Im ersten Strang kommen die verschiedenen
Artikelgruppen – Fenster, Zubehör und Ersatzteile
– zusammen, der zweite besteht aus
einzelnen Teilen für definierte Endkunden.
Mehrfachaufträge aus verschiedenen Artikeln
mit mehreren Stückzahlen werden im
dritten Strom kombiniert. „Diese Warenströme
können wiederum auf verschiedene
Verpackungsbereiche aufgeteilt werden“,
sagt Jørgensen. „Dabei zeigt uns SAP das
richtige Verpackungsmaterial an.“
Die Visualisierungslösung viavision von
viastore stellt alle physischen Palettenbewegungen
in Echtzeit dar. Das beginnt im
Hochregallager mit den fahrenden Regalbediengeräten,
umfasst die Elektrohängebahn
und die Fördertechnik. Welche Systeme
belegt oder leer sind, sehen die Mitarbeitenden
ebenfalls. „Der Kunde erkennt Systemwarnungen
schnell und kann diese für eine
spätere Analyse speichern“, berichtet Viviane
Pülmanns. „Es ist auch möglich, sich von
außerhalb einzuloggen, um beispielsweise
Fernwartung bis hinunter zu allen Subsystemen
zu leisten.“
Fazit: Viel gelernt. Das VELUX-
Management ist sehr zufrieden, und auch
Lagerleiter Tom Jørgensen schwärmt: „Das
SAP-EWM-System bietet uns einige Möglichkeiten,
die wir vorher nicht hatten. Zum Beispiel
können wir Echtzeitdaten in viel größerem
Umfang visualisieren.“ Doch nicht nur
die Technologie hat VELUX überzeugt, auch
das Engagement der Experten von viastore
und prismat, die persönlichen Treffen und
die offenen Diskussionen über verschiedene
Lösungsmöglichkeiten empfindet Jørgensen
als sehr positiv: „Wir haben bei dem Projekt
viel gelernt und Partner gefunden, die uns
bei der Entwicklung unterstützen und uns
gezeigt haben, wie wir mit allen Warenströmen
in ein und demselben Lager arbeiten
können.“
[pl]
Tom Jørgensen, Warehouse Manager bei VELUX: „Unsere
Partner viastore und prismat haben uns gezeigt, wie
wir mit allen Warenströmen in ein und demselben Lager
arbeiten können.“
Pack & Log 05/25
Der neue Standort wurde nach
modernsten Umwelt- und Energiekonzepten
errichtet und überzeugt
durch eine verkehrsgünstige Lage,
moderne Infrastruktur sowie großzügige
Flächen
Fotos: Toyota Material Handling
Mehr Platz für Wachstum
Intralogistikspezialist Toyota nimmt neuen Standort in Betrieb
Seit Anfang Mai hat Toyota Material Handling Austria seine neue Unternehmenszentrale im VGP Park Laxenburg
bezogen. Der moderne Standort im Süden von Wien vereint künftig alle zentralen Unternehmensbereiche unter
einem Dach – darunter Büroflächen, Kundendienst, Lager, Werkstatt sowie ein innovatives Experience Center –
und markiert einen wichtigen Meilenstein in Richtung Zukunftsfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit.
„Nach monatelanger intensiver Vorbereitung
und einer gelungenen Übersiedlung
freuen wir uns sehr, nun offiziell an
unserem neuen Standort in Laxenburg
angekommen zu sein“, erklärt Geschäftsführer
Magister Oskar Zettl. „Besonders
stolz sind wir darauf, dass der laufende
Betrieb durchgängig aufrechterhalten werden
konnte – dafür ein großer Dank allen
Mitarbeiter:innen. Jetzt gilt es, alle Abläufe
am neuen Standort optimal einzuspielen,
damit unsere Kund:innen weiterhin auf
den gewohnt hohen Toyota-Service zählen
können.“
Ein Schlüssel zum erfolgreichen Verlauf
des Großprojekts war die Gesamtkoordination
durch Yeliz Subas, MSc, die als
Projektleiterin mit technischer Expertise,
internationaler Erfahrung und großem
Engagement die Planung und Umsetzung
verantwortete. Sie steuerte die enge Zusammenarbeit
mit Architekt:innen,
Bauunternehmen und internationalen
Partner*innen sowie allen internen Fachabteilungen
– stets mit dem Anspruch,
höchste Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards
des Weltmarktführers in der
Intralogistik zu erfüllen.
„Unser Ziel ist es, ein Headquarter zu
schaffen, das nicht nur funktional überzeugt,
sondern auch die Toyota-Philosophie
in jeder Facette widerspiegelt – von
der Raumstruktur über die Energieeffizienz
bis hin zur gelebten Prozesskultur“,
erklärt Yeliz Subas, Strategic Project Manager.
„Es erfüllt mich mit Stolz, Teil dieses
richtungsweisenden Projekts zu sein und
gemeinsam mit einem großartigen Team
die Zukunft von Toyota Material Handling
Austria mitzugestalten.“
Der neue Standort wurde nach modernsten
Umwelt- und Energiekonzepten errichtet
und überzeugt durch eine verkehrsgünstige
Lage, moderne Infrastruktur
sowie großzügige Flächen.
Der neue Standort bietet optimale Arbeitsbedingungen
für alle Mitarbeiter:innen
Der neue Standort
bietet optimale
Arbeitsbedingungen
für alle
Mitarbeiter:innen
in Büro und
Werkstatt
in Büro und Werkstatt. Er wurde nach
modernsten Umwelt- und Energiekonzepten
errichtet und überzeugt durch eine
verkehrsgünstige Lage, moderne Infrastruktur
sowie großzügige Flächen – ideale
Voraussetzungen für weiteres Wachstum.
Während sich der operative Betrieb in den
kommenden Wochen am neuen Standort
einpendelt, laufen bereits die Vorbereitungen
für die offizielle Eröffnung: Anfang
September 2025 wird das neue Headquarter
im Rahmen eines Festakts mit Gästen
aus Politik, Wirtschaft, Medien sowie langjährigen
Partner:innen des Unternehmens
feierlich eingeweiht.
[pl]
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
Fotos: SICK
Spurlos verschwunden? Spurensicherung für
den gläsernen Wareneingang
Gemeinsam ist es Continental und SICK gelungen, im Werk Regensburg des Automobilzulieferers einen gläsernen
Wareneingang zu realisieren. Aus einer Testversion haben beide Partner Schritt für Schritt mit der IGS (Incoming
Goods Suite) eine Systemlösung für die digitalisierte Sendungsvereinnahmung zur Einsatzreife entwickelt – aus
der Praxis für die Praxis.
Bis zu 400 Einzelpakete werden neben
einer Vielzahl von Palettenlieferungen
pro Tag im Wareneingang
des Logistikzentrums von Continental in
Regensburg angeliefert. Ein breites Spektrum
aus Standard- und Expresspaketen,
aus priorisierten und weniger eiligen Lieferungen,
aus vollständigen und gesplitteten
Sendungen, aus Irrläufern und manchmal
auch beschädigten Paketen – alles übergeben
durch unzählige Paketdienstleister
mit ihren individuellen, digitalen Übergabenachweisen.
„Da kann ein Paket in
Ausnahmefällen schon mal vorerst spurlos
verschwinden, denn der Überblick – und
damit auch der Durchblick – geht in einem
solchen Szenario schnell verloren“, erklärt
Marco Immisch, bei Continental in Regensburg
verantwortlich für das Logistikzentrum.
Was das bedeutet, führt sein Kollege von der
Prozesstechnik im Wareneingang des Logistikzentrums,
Otto Schweiger, aus: „Der unklare
Status angekündigter, aber nicht unbedingt
schon vereinnahmter Sendungen, der Verbleib
von Paketen im Wareneingang und im Werk,
die Zuordnung zu einer falschen Sendungsklassifizierung
– all das machte ein gezieltes
Auffinden einzelner Sendungen schwierig
und verursachte beim Suchen in der Regel
hohen Arbeitsaufwand, kostete Zeit, störte
Prozessabläufe, generierte Kosten und sorgte
im Wareneingang wie auch bei den internen
Warenempfängern für Verdruss.“
Ein ebensolcher Verdruss über ein komplexes
System, das eigentlich Abhilfe schaffen sollte,
war es, der die beiden Verantwortlichen
von Continental auf die Fährte der IGS von
SICK gebracht hat. Schon die erste Präsentation
durch Alexander Aberle, Leiter des
Produktmanagements HSCC von SICK in
Waldkirch, und seinen Vertriebskollegen
Carsten Kunze von der SICK Vertriebs- GmbH
in Düsseldorf entsprach den Erwartungen
an „ein günstiges, einfaches und flexibles
System, das zudem eine schnelle Realisierung
versprach“, so Marco Immisch. „Allerdings“,
so Otto Schweiger, „gab es dennoch einiges zu
tun, um die IGS in der damaligen Testversion
so anzupassen, dass sie alle Prozesse und
Logiken im Wareneingang bei Continental in
Regensburg berücksichtigt und als Produktivsystem,
das mit dem Rechenzentrum vernetzt
sein muss, eingesetzt werden konnte.“
Ein weiterer Aspekt war, dass man seitens
Continental keine proprietäre Lösung nur für
das eigene Unternehmen wollte. „Deshalb
haben wir mit SICK eine Kooperationsvereinbarung
getroffen mit der Absicht, das fertige
System zu übernehmen und es zugleich auch
Die softwarebasierte Lösung Incoming Goods Suite
erfasst Packstücke und Sendungen einfach und zuverlässig
anhand der Sendungsnummer. Sie erkennt wichtige
Informationen wie Paketdienstleister und Kategorie (z. B.
unverzollte Ware oder Expresssendung), sodass Sendungen
direkt aussortiert oder zügig weiterverarbeitet
werden. Zusätzliche Prozessdaten wie Datum, Uhrzeit
und Ort der Sendungsübergabe werden gespeichert
Pack & Log 05/25
als marktgerechte Lösung für andere Unternehmen
zu konzipieren“, erläutert Marco
Immisch. „Für uns war das natürlich auch ein
ganz spannender Aspekt“, blicken Alexander
Aberle und Carsten Kunze zurück, „denn
wir konnten zusammen mit Continental das
erste Stand-alone-Testsystem sukzessive durch
applikationsspezifische Erweiterungsmodule
zu einem netzwerkfähigen Produktivsystem
ausbauen. So ist die jetzige IGS im Bottomup-
Prinzip entstanden – Schritt für Schritt
immer orientiert an Kundenwünschen und
Praxisanforderungen.“
Funktionalität der IGS sukzessive
aufgebaut. Angefangen hat die
gemeinsame Entwicklung der Funktionalitäten
der IGS mit einem Testsystem als
Stand-alone-Version. „Im Fokus standen
zum einen die mobilen Endgeräte und deren
Funktionalität, Bedienfreundlichkeit
und damit Akzeptanz. Dabei wurden die
Performance und die Ergonomie immer
weiter optimiert und eine Reihe von Funktionen
in die von SICK entwickelte Operator
Assistance App integriert, die die Anwender
beim Prozess der Paketregistrierung in Echtzeit
unterstützt“, erläutert Otto Schweiger.
Die Grundfunktionen, beispielsweise die
Optimierung der Benutzeroberfläche oder
die automatische Erkennung von unterschiedlichen
Labels verschiedener Paketdienstleister,
wurden in die IGS-Lösung integriert.
Individuelle Funktionen, wie z. B. die
Lagerplatzzuweisung, welche Continental
zur Zwischenlagerung der Packstücke auf
Paletten nutzt, wurden als funktionale Erweiterungsmodule
entwickelt. „Continental
und auch jedes andere Unternehmen
können so die Funktionalität der IGS den
eigenen Erfordernissen anpassen“, erklärt
hierzu Alexander Aberle.
Die von SICK entwickelte
Operator Assistance
App unterstützt
den Anwender beim
Prozess der Paketregistrierung
in Echtzeit
Auch die IT-Integration der Software in
das Rechenzentrum von Continental in
Regensburg wurde schrittweise vollzogen.
„So war die Stand-alone-Version zunächst
nur auf den Wareneingang beschränkt“,
berichtet Marco Immisch. „Um in dieser
Entwicklungsphase dennoch einen Remote-
Zugang für SICK zu Support- und Servicezwecken
zu ermöglichen, wurde per
VPN und Mobilfunk eine entsprechende
Verbindung eingerichtet. Die spätere Einbindung
in das Rechenzentrum konnte
parallel zum Testbetrieb der zunehmend
funktionaleren IGS vorbereitet werden.“
Heute wird jedes Paket bei der Erfassung mit
einem mobilen Computer in Echtzeit in der
zentralen Datenbank eingetragen. In einer
zentralen Übersichtsliste werden neben der
Sendungsnummer weitere paketspezifische
Zustell- und Prozessdaten, beispielsweise
Trackingnummern, Zuordnung zu KEP-
Dienstleistern, Datums- und Zeitinformationen,
Priorisierung, Lagerplatz-ID und
Informationen zu einem erfolgten internen
Transportprozess, hinterlegt.
Freude am gemeinsamen
Projekt (von
links): Alexander
Aberle (SICK),
Otto Schweiger
(Continental),
Carsten Kunze
(SICK) und Marco
Immisch (Continental)
Neben den Verbesserungen der eigentlichen
Prozesse ermöglicht die IGS auch die Aggregation
der Wareneingangsdaten für spezifische
Auswertungen. Welcher Dienstleister
hat wann wie viele Pakete mit welchen Sendungsnummern
angeliefert und in welchem
Zustand, wie hoch ist das Aufkommen priorisierter
Sendungen, wann treten Zustellspitzen
oder Leerlaufzeiten auf – diese und
weitere Datenanalysen können durch die
IGS-Lösung in Echtzeit generiert und dargestellt
werden.
Mit der IGS den Datenschatz im
Wareneingang gehoben. Digitalisierung
beginnt beim Datensammeln – in
dieser Hinsicht birgt jeder Wareneingang
wahre Datenschätze. Bei Continental haben
die Verantwortlichen diesen zusammen mit
SICK erfolgreich gehoben und aus dem
ehemaligen Black-Box-Bereich einen gläsernen
Wareneingang geschaffen. Das muss es
aber noch lange nicht gewesen sein, denn
Marco Immisch und Otto Schweiger wollen
den Datenschatz in Zukunft auch für die
Dokumentation der Schadensabwicklung
nutzen. Die Idee: beschädigte Sendungen
bei Erhalt direkt im Zuge der Registrierung
zu fotografieren und diese Daten mit den ohnehin
vorliegenden Sendungsdaten zeitnah
und interpretationssicher zu verknüpfen.
Aus dem Warenwirtschaftssystem werden
die relevanten Daten des Lieferanten und
des Paketdienstleisters ergänzt, um so per
Knopfdruck – oder später auch per KI – automatisch
den digitalen Reklamationsauftrag
zu erstellen. Ein weiterer Gedanke ist, die
IGS an die Bereiche Warenausgang und
Versand zu adaptieren, da sich die Anforderungen
zu einem großen Teil überschneiden.
Im Wareneingang auf sicherer Spur – durch
digitale Spurensicherung mit der IGS. [pl]
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
Automatisierte Tiefkühllogistik
im Lebensmittelhandel
Automatisierte Prozesse lohnen sich in allen logistischen Bereichen, vor allem aber bei niedrigsten Temperaturen.
Denn einerseits steigt aufgrund vermehrter Nachfrage das Sortiment an Tiefkühlprodukten, andererseits spielen
Faktoren wie die körperliche Belastung und der Fachkräftemangel eine Rolle. Dies erfordert eine Anpassung der
logistischen Konzepte. Wie können solche unterschiedlichen Konzepte aussehen? Wie ist eine automatisierte
Einhaltung der Kühlkette möglich und welche Anpassungen sind bei tiefsten Temperaturen notwendig?
Ob Pizza, Pommes Frites, Grillgemüse,
Polardorsch, Torte oder
das klassische Eis am Stiel – Tiefkühlprodukte
sind in den letzten Jahren
unter den Konsumenten beliebter denn
je geworden. Daher steigen auch das Angebot
und die Vielfalt in den Vitrinen der
Lebensmittelhändler. Um das gesamte Sortiment
sowohl im E-Commerce als auch
in den Filialen anbieten und zeitgerecht
liefern zu können, braucht es Lösungen
mit einem hohen Automatisierungsgrad.
Denn nur so sind die Durchlaufzeiten entsprechend
kurz und stellen eine optimale
Frische und Qualität der Artikel sicher.
MaSSgeschneiderte Lösungen
für Kühlketten. Im Zentrum der Logistikkonzepte
von KNAPP stehen immer
die Kundenanforderungen. Diese gilt es zu
verstehen und in ein passendes Konzept zu
übersetzen. Zusätzlich sind länderspezifische
Vorschriften einzuhalten. Im Vorfeld sind
deswegen immer intensive Recherchen
und Tests notwendig, um das bestmögliche
Kühlkettenkonzept zu finden. Anschließend
wird die bestmögliche kundenspezifische
Lösung auf Basis der erprobten KNAPP-
Technologien und Module entwickelt.
Shufersal in Zahlen
• Lagergröße: 27.300 m²
• Sortiment: 19.500 Einheiten
• Temperaturzonen: Frozen -24 °C,
Chilled 4 °C, Fresh 15 °C, Ambient
22 °C
• Bestellungen pro Tag: 6.800 im
Durchschnitt, 7.820 Maximalleistung
• Durchschnittliche Anzahl an Artikel/Bestellung:
50
Das Evo Shuttle von KNAPP ermöglicht eine schnelle Auftragszusammenstellung
und eignet sich für alle Temperaturbereiche im Lebensmittelhandel
Bewährte Technologien im Tiefkühllager.
KNAPP kann mit seinen
Technologien die gesamte Bandbreite an
Tiefkühlprodukten automatisiert lagern
und bearbeiten. Das Herzstück sämtlicher
Prozesse in allen Temperaturzonen ist dabei
das bewährtes Shuttlesystem: Das Evo
Shuttle von KNAPP ermöglicht eine schnelle
Auftragszusammenstellung und versorgt die
angeschlossenen Arbeitsplätze in der richtigen
Reihenfolge mit Artikeln. Intelligente
Algorithmen im Hintergrund sorgen für
eine optimale Auslastung. Zusätzlich ist der
geringe Raumbedarf dank der kompakten
Bauweise und mehrfachtiefen Lagerung zu
erwähnen. Das wiederum führt zu geringeren
Energiekosten bei der Kühlung des
Lagers. Daneben dient das Evo Shuttle auch
als Auftragspuffer und stellt eine routengenaue
Bereitstellung der Aufträge sicher.
Hochautomatisiertes Online-
Fulfillment für alle Temperaturzonen.
Für den Lebensmittelhändler Shufersal
hat KNAPP eine hochautomatisierte
Lösung für den Online-Lebensmittelhandel
entwickelt. In diesem Central Fulfillment
Center (CFC), das alle Temperaturzonen abdeckt,
werden täglich bis zu 7.800 Aufträge
abgewickelt. Das optimale Zusammenspiel
zwischen Shuttle-System und den angeschlossenen
Arbeitsplätzen sorgt für eine
Pickleistung von 600 Einheiten pro Stunde
und Arbeitsplatz. Die Tiefkühlartikel werden
bei tiefen Minusgraden, jedoch nicht
direkt im Tiefkühlbereich kommissioniert.
Auch mit diesem Ansatz ist eine optimale
Temperaturführung möglich.
Kühlkette laufend im Blick.
Die genaue Überprüfung im Hintergrund
Fotos:KNAPP
Pack & Log 05/25
übernimmt das softwaregesteuerte Verweilzeitmanagement
von KNAPP. Dieses
berechnet laufend, wie lange ein Behälter
in welcher Zone sein darf, um ein Auftauen
der Lebensmittel zu verhindern. Die
entsprechenden Informationen sind in den
Artikelstammdaten hinterlegt. Bevor die
Auftragsbehälter mit den tiefgefrorenen
Artikeln in den Versandbereich gelangen,
werden Deckel mit integrierten Kühlelementen
auf den Behältern angebracht.
Diese werden automatisiert im Evo Shuttle
ein- und ausgelagert. Im Warenausgang
erfolgt eine routengenaue Sequenzierung
der Aufträge aus allen Temperaturzonen.
Shufersal hat sich nach langen Recherchen
für nicht gekühlte Lieferfahrzeuge
entschieden. Für eine optimale Einhaltung
der Kühlkette bis zum Konsumenten
sorgen die isolierten Behälter mit den
Kühlelementen sowie die innovativen
Technologien und Prozesse von KNAPP.
Somit erhalten die Konsumenten am Ende
Lebensmittel aus einem umfangreichen
Sortiment in bester Qualität und Frische
direkt nach Hause geliefert.
Das Evo Shuttle im Frozen-Bereich hilft uns dabei, die Kühlkette
für Lebensmittel sicherzustellen. Wir frieren Deckel
mit Cold Packs im Shuttle-System ein – so halten wir alles
frisch und kühl, bis die Lieferung beim Kunden ankommt.
Für eine optimale Einhaltung der Kühlkette bis zum Konsumenten sorgen die isolierten
Behälter mit den Kühlelementen sowie die innovativen
Technologien und Prozesse von KNAPP
Sharon Galatziano,
Head of CFC Operation at Shufersal
sowohl die Quell- als auch die Lieferbehälter,
denn das Shuttle-System dient gleichzeitig
als Versandpuffer. Die Kommissionierung
der tiefgekühlten Artikel erfolgt bei tiefen
Minusgraden. Auch im Versandbereich
herrschen arktische Temperaturen. Erst bei
ihrer Auslieferung gelangen die routengenau
gestapelten Auftragsbehälter aus allen
Temperaturzonen in ein aktiv gekühltes
Lieferfahrzeug. Das bedeutet, diese sind
mit Gefrierfächern ausgestattet, um die
Kühlkette bis zum Konsumenten optimal
einzuhalten.
Woolworths setzt auf Tiefkühllösung.
Eine weitere automatisierte Lösung
für den E-Commerce, die alle Temperaturzonen
im Lebensmittelhandel abdeckt,
realisierte KNAPP bei seinem langjährigen
Partner Woolworths in Australien. Der Tiefkühlbereich
ist mit den anderen Temperaturzonen
nicht verbunden. Das Herzstück aller
automatisierten Prozesse im Tiefkühlbereich
ist abermals das Evo Shuttle. Dort lagern
Das optimale Zusammenspiel
zwischen
Shuttle-System und
den angeschlossenen
Arbeitsplätzen sorgt
bei Shufersal für eine
Pickleistung von 600
Einheiten
pro Stunde und
Arbeitsplatz
Besondere Anforderungen in
der Tiefkühllogistik. Die arktischen
Temperaturen im Tiefkühlbereich stellen
mechatronische Komponenten vor Herausforderungen.
Die Technologien von
KNAPP, wie das Evo Shuttle, sind für diese
Temperaturen angepasst, um langfristig
höchste Leistung zu erbringen. Dies reicht
von spezifisch ausgeführten Zahnriemen
bis hin zu speziellen Schmiermitteln. Ein
wichtiger Prozess bei der Inbetriebnahme
eines automatisierten Systems für die Tiefkühllogistik
ist die sogenannte Abkühlphase:
Systemtests erfolgen bei Normaltemperatur,
anschließend wird die Temperatur Grad für
Grad verringert. Dahinter steht ein detaillierter
Abkühlplan, in dem noch Adaptierungen
und Anpassungen vorgenommen
werden können. Nach der Abkühlphase
ist die Temperatur im jeweiligen Bereich
konstant zu halten.
[pl]
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
„Unsere Exportstärke wird nicht
zuletzt durch den Nachteil in den
Arbeitskosten ausgebremst. Ohne
Umdenken verliert der Standort
Österreich an Boden“, warnt PROPAK-
Obmann Georg Dieter Fischer
Fotos: com_unit/APA-Fotoservice/Schedl
„Wir schwimmen noch ...“
... und sind nicht untergegangen“, mit diesen deutlichen Worten eröffnete PROPAK-Obmann Georg Dieter Fischer
die Jahrespressekonferenz. Fakt ist, dass die industriellen Papierverarbeiter 2024 stark unter Druck standen und
auch nach wie vor stehen. Sie kämpfen mit einem leichten Umsatzrückgang gepaart mit hohen Arbeitskosten.
Zudem werden die Exporte stark gebremst.
Die österreichische papierverarbeitende
Industrie (PROPAK)
blickt auf ein herausforderndes
Jahr 2024 zurück. Der Produktionswert
verringerte sich um 1,0 Prozent und lag
bei 2,73 Milliarden Euro. Dem steht
zwar ein Plus bei der Menge gegenüber,
aber: „Wir können hier nicht wirklich
von Wachstum reden, sondern stehen
damit nach acht Jahren wieder auf dem
Produktionsniveau von 2017 – mit den
Kosten von 2025“, betont PROPAK-Obmann
Georg Dieter Fischer.
Exporte werden stark gebremst.
Auch im Export, dem Rückgrat der Branche
mit einer Exportquote von 80 Prozent,
sank der Wert sogar um 5 Prozent. „Vier
von fünf Euro werden im Ausland verdient.
Wenn wir im Export weniger erwirtschaften,
trifft das unsere Unternehmen
mit voller Wucht“, so Fischer. Besonders
verschlechtert hat sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit
gegenüber Deutschland,
mit über 30 Prozent der Haupthandelspartner
der PROPAK-Industrie. „Unsere
Exportstärke wird nicht zuletzt durch
den Nachteil in den Arbeitskosten ausgebremst.
Ohne Umdenken verliert der
Standort Österreich an Boden“, warnt
Fischer.
Fairness und Leistbarkeit. Die
Branche ist grundsätzlich resilient, aber
die Herausforderungen sind enorm. „Trotz
der Innovationsstärke der Branche muss die
Konkurrenzfähigkeit auf den wesentlichen
Exportmärkten Priorität haben. Wir brauchen
daher einen Paradigmenwechsel in der
Lohn-/Gehaltsgestaltung“, sagt PROPAK-
Obmann-Stellvertreter Marko Bill Schuster.
„Ein Abschluss unter der Inflation darf kein
Tabu mehr sein, wenn wir Arbeitsplätze
sichern wollen. In anderen Ländern ist
das längst gelebte sozialpartnerschaftliche
Praxis.“
Die hohe Lohnkostenbelastung werde dazu
führen, dass standardisierte Produkte in
Österreich nicht mehr konkurrenzfähig
hergestellt werden können. „Ziel muss ein
stabiles Gleichgewicht zwischen fairen Einkommen
für die Beschäftigten und leistbaren
Rahmenbedingungen für die Unternehmen
sein“, unterstreicht Marko Bill Schuster.
Die Zahl der Beschäftigten ging im vergangenen
Jahr leicht um 1,9 Prozent auf rund
8.500 zurück. „Unsere Unternehmen stehen
für soziale Verantwortung, auch wenn
die wirtschaftliche Lage angespannt bleibt“,
so Schuster. Herausfordernd bleibt weiterhin
die Verfügbarkeit von Fachpersonal, für
mehr als die Hälfte der PROPAK Unternehmen
ist sie sogar „schwierig“, wie eine aktuelle
Branchenumfrage bestätigt. Erfreuliche
Signale kommen aus dem Ausbildungsbereich
der PROPAK. Die Anzahl der Lehrlinge
konnte 2024 um sechs Prozent gesteigert
werden. „Unsere gezielten Ausbildungs- und
Employer Branding-Maßnahmen zahlen
sich aus. Die Steigerung bei den Lehrlingen
zeigt, wie attraktiv unsere Branche ist“, sagt
Marko Bill Schuster. PROPAK ist eine von
nur vier Industriebranchen mit einem Plus
bei Lehrlingen im ersten Lehrjahr.
Im Kampf gegen Bürokratiebelastungen.
Eine weitere Belastung ist
die wachsende Bürokratie, insbesondere
aus europäischen Regelungen. „Die Branche
unterstützt die übergeordneten Ziele,
aber weder Behörden noch Unternehmen
dürfen überfordert werden“, sagt PROPAK-
Geschäftsführer Martin Widermann. Dazu
kommt der „Trickle down“-Effekt, wenn
sich eine Regelung vordergründig nur an
große Unternehmen richtet, diese aber
letztlich im Wege umfassender Fragebögen
Pack & Log 05/25
Lieferanten aller Größe hereinholen. „Es
ist zu begrüßen, dass die europäischen
Institutionen zu verstehen beginnen und
gegensteuern wollen“, hält Widermann
fest.
Mit Nachhaltigkeit punkten.
Chancen sieht die PROPAK-Branche in
puncto Nachhaltigkeit: „Gebrauchte Produkte
aus Papier/Karton/Wellpappe sind
keine Abfälle, sondern wertvolle Rohstoffe
im Kreislauf. Papierfasern können 25-mal
und mehr wiederverwendet werden und
stehen für Nachhaltigkeit in Reinform“,
sagt Martin Widermann. PROPAK Produkte
bestehen aus erneuerbaren Rohstoffen und
haben einen Recyclingmaterial-Anteil von
im Schnitt 75 Prozent. Die Recyclingquoten
der Verpackungen aus Papier/Karton/
Wellpappe liegen bei 85 Prozent. „Unsere
Produkte sind Kreislaufchampions – für
Verpackungen wurde das auch in der EU-
Verpackungsverordnung anerkannt“, so
Widermann. „Und die tägliche Arbeit mit
unseren Kunden bestätigt, dass wir nicht
als Problem, sondern als Lösung verstanden
werden.“
Die PROPAK-
Führungsriege
(v.l.): Obmann-
Stellvertreter Marko
Bill Schuster,
Obmann Georg
Dieter Fischer und
Geschäftsführer
Martin Widermann
PROPAK-Ausblick 2025. Hohe Personalkosten,
die Volatilität bei den Rohstoffpreisen
und eine flache Nachfragekurve
belasten die weitere Entwicklung am
stärksten. Für 2025 erwartet die papierverarbeitende
Industrie (PROPAK) trotz
dieser herausfordernden Marktsituation ein
ausgeglichenes Jahr. „Obwohl die gesamte
Industrie in Europa in das dritte Rezessionsjahr
schlittert, gehen die Prognosen
der Mitgliedsfirmen für 2025 von zumindest
einer schwarzen Null aus. Eine neue
gemeinsame Herangehensweise mit dem
KV-Partner ist aber unerlässlich, um den
Standort Österreich nachhaltig zu sichern.
Und das wird nicht ohne Kompromisse
gehen“, fasst Fachverbandsobmann Georg
Dieter Fischer zusammen.
[pl]
Wächst Ihr Unternehmen?
Wir bieten intelligente, automatisierte Logistiklösungen – für Paletten, Artikel oder Behälter.
Mehr Effizienz. Mehr Platz. Weniger Aufwand.
Treffen Sie uns auf der VNL 25.–26. Juni 2025 in Linz
Aktuell
Titelstory Intralogistik Kreislauf
Kennzeichnen
Marzek Etiketten+Packaging
räumt wieder ab
Wie schon in den Vorjahren gelang es Marzek Etiketten+Packaging auch heuer wieder, die Jurys bei den FINAT-
International-Label-Awards und beim WorldStar Award mit attraktiv und anspruchsvoll gestalteten Etiketten zu
überzeugen. Damit kann der Etiketten- und Verpackungsspezialist aus Traiskirchen seine beeindruckende Erfolgsserie
mit weiteren renommierten Preisen und Auszeichnungen fortsetzen.
Fotos: MARZEK-DESIGN
FINAT, der internationale Verband der
Etikettenindustrie, kürt alljährlich die
besten Etikettenprojekte und würdigt
damit technisch herausragende Leistungen
bei der Umsetzung sowie ihre Rolle für Marketing
und Werbung. Wie schon im Vorjahr
konnte Marzek Etiketten+Packaging
auch heuer wieder großartige Preise nach
Traiskirchen holen und einen Sieg sowie
6 „Highly Commended“-Auszeichnungen
erzielen.
Das Projekt „Braunrath Blaufränkisch“ aus
dem Weingut Martin Braunrath wurde mit
dem Judges` Award ausgezeichnet. „Bei diesem
Projekt ist es gelungen, das Design kunstvoll
mittels Sieb-Relieflack herauszuarbeiten
und mithilfe einer darunterliegenden grauen
Rasterung einen raffinierten 3D-Effekt zu erzeugen“,
erläutert Dr. Johannes Michael Wareka,
CEO von Marzek Etiketten+Packaging
und 4. Generation des traditionsreichen Familienunternehmens.
Die Projekte von Emotion Wine GmbH, Ing.
Johann Frühwirth, Kaisergarten Tom Nier
KG, Winzerhof Roland Kiss, Mad & Wine
GmbH und Sammerhof Edelbrände Mag.
Christian Brunner wurden jeweils mit einer
„Highly-Commended“-Auszeichnung in der
Kategorie Marketing / End-Uses – Alcoholic
Drinks bedacht. Für alle Projekte wurden natürlich
ausgesuchte Bedruckstoffe eingesetzt,
deren Oberflächen nicht nur ein optisches,
sondern auch ein haptisches Erlebnis bieten.
Darüber hinaus konnten sie durch die
hochwertige Ausführung und die exquisiten
Veredelungen punkten. „Wir freuen uns
sehr über diese Anerkennung unserer Arbeit
durch eine renommierte Jury. Sie zeigt eindrucksvoll,
dass Marzek Etiketten+Packaging
Einen WorldStar
Award gab es in der
Kategorie „Alcoholic
Beverages“ für das
Echtholzetikett für
Horvath´s Eier- und
Zirbenliköre
Das Projekt „Braunrath Blaufränkisch“
aus dem Weingut
Martin Braunrath wurde mit dem
Judges` Award ausgezeichnet
zur Top-Liga gehört und unsere Kund:innen
erstklassige Leistungen für die Vermarktung
ihrer Produkte erhalten“, resümiert Dr. Johannes
Michael Wareka.
WorldStar Award 2025. Nur
eine Woche nach den FINAT-International-Label-Awards
durfte sich Marzek
Etiketten+Packaging über den WorldStar
Award in der Kategorie „Alcoholic Beverages“
für das Echtholzetikett für Horvath´s Eierund
Zirbenliköre freuen. „Beide Auszeichnungen
sind das Ergebnis des Engagements
unserer hochqualifizierten Expert:innen, die
bei jedem Projekt ihr Fachwissen und ihre
Kreativität einbringen, um herausragende
Ergebnisse zu erzielen – unterstützt durch
unsere innovativen Technologien. Unser besonderer
Dank gilt unseren Kund:innen und
ihren Agenturen: Ihr Vertrauen in unsere
Arbeit und unser Know-how ermöglichen
es uns, hochwertige Etiketten- und Verpackungslösungen
zu entwickeln, die auch auf
internationaler Bühne Anerkennung finden“,
bringt es Dr. Johannes Michael Wareka auf
den Punkt.
[pl]
Pack & Log 05/25
Rondo gewinnt zwei
WorldStar Packaging Awards 2025
In diesem Jahr konnte die Rondo Ganahl AG erneut zwei der renommierten WorldStar Packaging Awards gewinnen:
die Weinverpackung „Rosé DAC Sortimentsverpackung“ konnte in der Kategorie „alkoholische Getränke“
überzeugen, in der Kategorie „Geschenkverpackung“ wurde der „feey Adventkalender“ ausgezeichnet. Die Trophäen
wurden im Rahmen der internationalen Messe IPACK-IMA in Mailand bei einer feierlichen Gala-Veranstaltung
am 30. Mai 2025 überreicht.
Der WorldStar Packaging Award gilt
als der wichtigste Verpackungspreis
der Branche und wird auch
als „The Oscars of Packaging“ bezeichnet.
Für den diesjährigen Wettbewerb wurden
550 Innovationen aus 40 Ländern eingereicht.
Angesichts dieser Rekordzahl an
Einreichungen ist es umso erfreulicher,
dass beide österreichischen Rondo-Standorte
mit einem der begehrten Awards ausgezeichnet
wurden. „Mit dem WorldStar
Packaging Award werden richtungsweisende
Verpackungskonzepte weltweit gewürdigt
– ein Maßstab für Exzellenz in der
Branche. Die aktuelle Prämierung bestätigt
eindrucksvoll die hohe Entwicklungskompetenz
unserer Teams in Frastanz und St.
Ruprecht,“ freut sich Hubert Marte, Vorstandsvorsitzender
der Rondo Ganahl AG,
über die Auszeichnungen.
Nachhaltiger Adventkalender
auf allen Ebenen. Der feey Pflanzen
Adventkalender bietet sowohl einen nachhaltigen
Inhalt als auch ein ökologisches
Verpackungskonzept: Die Außenverpackung
besteht aus Wellpappe, für die Innenverpackung
wurde eine Faserguss-Formeinlage gewählt
– dem jüngsten Geschäftsbereich des
Verpackungsspezialisten aus Frastanz. Die
Freude über den WorldStar Packaging Award
2025 in der Kategorie Geschenkverpackung
ist daher besonders groß, ist es doch die erste
Der WorldStar Packaging Award für den feey Adventkalender ist die erste Auszeichnung für
den jüngsten Geschäftsbereich von Rondo: Außenverpackung aus Wellpappe, Innenverpackung
aus maßgeschneidertem Faserguss
Auszeichnung für eine Komplettlösung mit
Wellpappe und Faserguss von Rondo.
Fasergussteile sind eine umweltfreundliche
Alternative zu Einwegformen aus Styropor
oder anderen Kunststoffen. Dieser
Adventkalender bietet genügend Platz für
die Produkte, schützt die mitgelieferten
Pflanzen optimal und versorgt diese dank
der gut platzierten Ausstanzungen mit ausreichend
Licht und Feuchtigkeit. Severin
Candrian, Mitgründer von feey, ist von der
Verpackungslösung und der Auszeichnung
ebenfalls begeistert: „Die Zusammenarbeit
mit Rondo beim Pflanzen-Adventskalender
war von Anfang bis Ende ein echtes Gemeinschaftsprojekt
– lösungsorientiert, schnell
und mit einem hohen Anspruch an Qualität
und Design. Dass unser Kalender nun mit
Die liegende Weinverpackung
von Rondo St. Ruprecht erhielt
den WorldStar Packaging Award
2025 in der Kategorie Alkoholische
Getränke
einem WorldStar Packaging Award ausgezeichnet
wurde, freut uns riesig und zeigt,
was möglich ist, wenn alle am selben Strang
ziehen. Vielen Dank an das gesamte Team
von Rondo fürs Möglichmachen – und fürs
Flexibelbleiben!“
Prämierte Weinverpackung mit
Tradition. Die 8er Sortimentsbox „The
Origin of Rosé“, welche Rondo St. Ruprecht
gemeinsam mit den Rosalia DAC
Winzer*innen entwickelt hat, überzeugte
die Jury des WorldStar Packaging Awards
2025 in der Kategorie alkoholische Getränke.
Die Wein-Verpackung besteht aus einem
Außenteil und einer Inneneinrichtung mit
Trennfächern, welche die Flaschen gut
schützen und bestens fixieren. Nicht nur
die liegende Anordnung der Produkte ist
außergewöhnlich, sondern auch, dass das
Verpackungskonzept ganz ohne Verklebung
auskommt.
Diese Auszeichnung hat eine besondere, fast
schon geschichtliche Bedeutung: Im Jahr
2003 erhielt Rondo den ersten WorldStar
Packaging Award, ebenfalls für eine Weinverpackung,
die auch damals mit einem
Rosalia DAC Winzer umgesetzt wurde.
Umso schöner ist es, dass die Tradition der
ausgezeichneten Weinverpackungslösungen
mit Rondo fortgesetzt werden kann. [pl]
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
Ein „ausgezeichneter“ Webshop
In einer zunehmend digitalisierten Einkaufswelt ist Vertrauen entscheidend – insbesondere im B2B-Bereich. Der
Webshop von RAJA wurde nun von Statista und Computer Bild mit dem Titel Top Shop Professional 2024 ausgezeichnet
– eine renommierte Auszeichnung für herausragende Leistungen im Onlinehandel.
Exzellente Nutzererfahrung
und Servicequalität gewürdigt.
Die Bewertung erfolgt anhand einer detaillierten
Analyse zentraler Kriterien
wie Benutzerfreundlichkeit, technischer
Umsetzung, Kundensupport und weiterer
relevanter Aspekte. Grundlage der
Kundenorientierung und kontinuierliche
Verbesserung. Mit seinem
Multi-Channel-Ansatz ist RAJA jederzeit
erreichbar – ob digital oder persönlich. Die
intuitive Navigation und ein kompetenter
Kundenservice sorgen für reibungslose Abläufe.
Dank eines konsequent verfolgten
Entscheidungsfindung ist eine ausgewogene
Mischung aus Kundenbewertungen,
Expertenmeinungen und objektiv erhobenen
Daten. Ziel ist es, ausschließlich
die leistungsstärksten B2B-Onlineshops
auszuzeichnen.
Innovative Funktionen für effizientes
Einkaufen. Der Webshop
überzeugt mit intelligenten Funktionen,
die den Einkaufsprozess vereinfachen und
personalisieren. Dazu zählen interaktive
Produktkonfiguratoren, beispielsweise für
Klebebänder oder Packtische, die eine
individuelle Anpassung ermöglichen. Eine
KI-optimierte Produktsuche unterstützt
die Nutzer bei der schnellen und gezielten
Auswahl der passenden Artikel.
Im Kundenkonto stehen zahlreiche nützliche
Tools bereit: von der One-Click-Wiederbestellung
über das Speichern favorisierter
Produkte bis zur Verwaltung eigener
Einkaufsteams mit individuell zuweisbaren
Rollen. Kunden können außerdem bequem
Rechnungen und Lieferscheine herunterladen.
Ergänzend bietet RAJA umfangreiche
E-Procurement-Lösungen, die eine
systemgestützte, effiziente Beschaffung
ermöglichen.
Attraktive Aktionen und themenbezogene
Kampagnen. Neben
Funktionalität punktet der Webshop auch
mit attraktiven Verkaufsaktionen. Aktuell erwarten
Kundinnen und Kunden regelmäßige
Geburtstagsrabatte, dauerhafte Preissenkungen
sowie saisonale Highlights: Im Februar
rückt der Valentinstag in den Fokus der
Kampagnen, gefolgt von attraktiven Osteraktionen
im Frühjahr und stimmungsvollen
Halloween-Angeboten im Oktober. Zudem
feiert der RAJA Webshop sein 25-jähriges
Bestehen – mit monatlichen Verlosungen
und besonderen Jubiläumsaktionen für RAJA
Kundinnen und Kunden.
kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
wird der Webshop laufend optimiert – auf
Basis von Kundenfeedback und in Anlehnung
an Best Practices im digitalen Handel.
RAJA Deutschland. 1999 gestartet,
mit Sitz in Ettlingen bei Karlsruhe, ist RAJA
Deutschland eine der agilsten und am stärksten
wachsenden Unternehmenstöchter der
RAJA-Gruppe. Die RAJA-Gruppe ist mit mehr
als 2 Millionen Kunden in ganz Europa
Marktführer im B2B-Versandhandel von
Verpackungslösungen sowie Lager- und Betriebsausstattung.
Mitte der Fünfziger Jahre
in Paris gegründet, unterhält die Gruppe
heute Niederlassungen in neunzehn europäischen
Ländern mit insgesamt 5.000
Mitarbeiter:innen und generiert einen Umsatz
von 1,7 Milliarden Euro. [pl]
Pack & Log 05/25
Erweiterung des Walzwerks sorgt für Mehrwert
Constantia Flexibles setzt auf Wachstum
In Weinburg, Niederösterreich, wurde
am 7. Mai die Erweiterung des Walzwerks
von Constantia Flexibles im
Stammwerk Constantia Teich offiziell
eröffnet. Zu den Ehrengästen zählten
unter anderem die Abgeordnete des NÖ
Landtags Doris Schmidl in Vertretung von
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner,
WKNÖ-Vizepräsident Thomas Salzer, Bezirkshauptmann
Josef Kronister sowie die
Bürgermeister:innen der umliegenden
Gemeinden.
Foto: Constantia Flexibles / Fotograf Ben Leitner
Diese Erweiterung des Walzwerks
fördert die nachhaltigere, lokale
Aluminiumfolienproduktion und
stärkt die Stabilität der europäischen Lieferketten,
ermöglicht durch die 50-Millionen-
Euro-Investition des weltweit drittgrößten
Herstellers flexibler Verpackungen. Weitere
30 Millionen Euro wurden in den
vergangenen Jahren in eine neue Lackieranlage
investiert.
„Mit dieser Investition setzen wir ein klares
Zeichen für Wachstum, Innovation und
Nachhaltigkeit. Durch die Erweiterung des
Walzwerks steigern wir die Aluminiumfolienproduktion
um rund 30 Prozent auf bis zu
90.000 Tonnen Aluminiumfolien pro Jahr,
was unser größtes Werk in der Gruppe, Constantia
Teich zum größten integrierten Produzenten
in Europa macht“, betonte Daniel
Winkler, EVP Aluminum Division & Group
Sustainability bei Constantia Flexibles. „Zugleich
leisten wir einen wesentlichen Beitrag
zur Dekarbonisierung und vermeiden dabei
zirka 100.000 Tonnen CO 2
-Emissionen.“
Bei der Gesamtinvestition setzt Constantia
(v.l.n.r.) Michael Strasser (Bürgermeister Weinburg), Doris Schmidl (Abgeordnete zum
NÖ Landtag), Daniel Winkler (EVP Aluminum Division & Group Sustainability Constantia
Flexibles), Wolfgang Kitzler (Managing Director Constantia Teich), Thomas Salzer (WKNÖ-
Vizepräsident), Josef Kronister (Bezirkshauptmann St. Pölten Land
Flexibles auf State-of-the-Art-Technologien
von europäischen Lieferanten. Sie umfasst
drei Vorwalzbandöfen, ein Walzgerüst, eine
Trennmaschine, drei Doppel-Folienöfen, die
Erweiterung des Hochregallagers sowie eine
Lackier- und Kaschiermaschine. Die Stromversorgung
wird unter anderem durch erneuerbare
Energien sichergestellt, einschließlich
einer großflächigen, unternehmenseigenen
Photovoltaikanlage.
Wolfgang Kitzler, Geschäftsführer von Constantia
Teich, hob die regionale Bedeutung
der Investition hervor: „Die Erweiterung
des Walzwerks stärkt nicht nur unsere
Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch den
Wirtschaftsstandort Niederösterreich. Wir
schaffen langfristige Arbeitsplätze und sichern
eine unabhängige, stabile Versorgung
mit hochwertigem Verpackungsmaterial für
die europäische Verpackungsindustrie.“
Die Erweiterung des Walzwerks ermöglicht
Constantia Teich seine Kapazitäten insbesondere
in strategischen Wachstumsbereichen
wie Kaffeekapseln, Pharma- und Lebensmittelverpackungen
zu steigern. Die erste kommerzielle
Produktion ist nun angelaufen. [pl]
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
Foto: Messe München GmbH
drinktec 2025 – voll auf Kurs
Die Weltleitmesse der Getränke- und Liquid-Food-Industrie drinktec 2025 ist voll auf Kurs. Alle führenden Unternehmen
haben sich ihre Flächen für den Weltwirtschaftsgipfel der Branche vom 15. bis 19. September 2025
in München gesichert und arbeiten schon intensiv an ihrem Auftritt. Das Organisationsteam verzeichnet bereits
jetzt eine nahezu vollständige Belegung der elf Messehallen auf dem Messegelände München.
„Die Vorbereitungen für die Messe sind in
vollem Gang und wir können unseren Besuchenden
aus aller Welt bereits jetzt versprechen,
dass sie wieder ein komplettes Bild über
alle Rohstoffe und Ingredients, Verpackungsoptionen
sowie Lösungen und Technologien für
ihre Produktkonzepte und Produktionsanforderungen
erhalten werden“, erklärt Markus
Kosak, Executive Director drinktec Cluster
beim Messeveranstalter YONTEX. Internationalität
ist auch 2025 wieder der große Pluspunkt
des Messeangebots. Mit Ausstellenden
aus rund 60 Ländern wird die drinktec erneut
ihrem Anspruch gerecht, dass nur auf dieser
Plattform das weltweite Lösungsangebot der
Getränke- und Liquid-Food-Industrie komplett
abgebildet ist.
Neue Formate im Rahmenprogramm.
Besondere Schwerpunkte setzen
die Messeorganisatoren mit dem Rahmenprogramm
Liquidrome. Mit diesem neuen Format
entwickeln die Organisatoren die drinktec
und ihr Leistungsversprechen konsequent
weiter: „Wir verstehen die drinktec als eine
Plattform von Experten für Experten. Das
umfasst natürlich die Messepräsentationen
der Ausstellenden und darüber hinaus Impulse
für alle Zukunftsthemen der Branche. Mit
einer explizit für den Informationsaustausch
geschaffenen Area in Halle C4 werden wir
die Kommunikation zwischen Forschung,
Besuchenden und Ausstellenden noch stärker
fokussieren“, so Markus Kosak. In verschiedenen
interaktiven Flächen wird dort die Zukunft
der Getränke- und Liquid-Food-Branche
mit Demoobjekten, Vorträgen und im Executive-Austausch
diskutiert. Abgerundet wird
dieses Format mit einer Networking-Fläche
für den Austausch zwischen Besuchenden
– zu der selbstverständlich auch Aussteller
willkommen sind.
Die Besuchenden aus aller Welt werden auf
der 2025er Auflage der drinktec bei allen
Ausstellenden spannende Innovationen – vielfach
in Aktion – erleben können. Markus
Kosak: „Die drinktec bietet die einzigartige
Gelegenheit, ein Weltpublikum auf die topaktuelle
Technologie und deren Nutzen
aufmerksam zu machen. Es ist ein klares
Alleinstellungsmerkmal der drinktec, dass
hier die gesamte Wertschöpfungskette oft
auch im Live-Betrieb verfügbar ist. Es gibt
weltweit keine vergleichbare Gelegenheit, wo
die technischen Details bei z.B. kompletten
Abfüll- und Verpackungsanlagen in allen Leistungsbereichen
von Lowtech bis Hightech
besichtigt werden können.“ Die drinktec zeigt
sich somit als One-Stop-Shop für alle Aufgaben
und zukünftigen Herausforderungen in der
Getränke- und Liquid-Food-Industrie.
Hochdynamische Rahmenbedingungen
erfordern Aktion. Zukunftsausrichtung
für alle Schritte in der Wertschöpfungskette
ist das Gebot der Stunde: Die große
Bandbreite an unterschiedlichen Verbraucherpräferenzen
wird auch in den kommenden
Jahren prägend für die Produktangebote in der
Getränke- und Liquid-Food-Industrie bleiben.
Beeinflusst wird dies auch durch den Trend
hin zu besonderen Produktformulierungen,
die maßgeschneidert auf die Konsumentenbedürfnisse
formuliert werden. Befördert wird
dieser Trend zunächst durch neue Ingredients
Pack & Log 05/25
und neue Produktionsverfahren, etwa für die
Proteinherstellung. Um hier Orientierung
zu bieten, bündelt das drinktec Team diese
Impulse im Rahmenprogramm und dem Leitthema
„Lifestyle & Health“. Dort erhalten die
Besucher unter anderem einen übergreifenden
Überblick zu pflanzenbasierten Getränken,
mit deren Geschmacksspezifikationen und
zugeordneten Prozesstechnologien. Auch die
Nutzung pflanzenbasierter Nebenströme wird
an dieser Stelle Zukunftsoptionen eröffnen.
Ein weites Arbeitsfeld bleibt in der Branche der
Fortschritt in der Digitalisierung der Geschäftsprozesse.
Diesen Aktivitäten in der Branche
widmet sich das Leitthema „Data2Value“.
Für die Zukunft der Datennutzung in der
gesamten Branche wird die Anwendung von
KI-Tools weitere Einsatzbereiche erschließen,
denn eine Vielzahl von Aufgaben in
der Wertschöpfungskette der Getränke- und
Liquid-Food-Branche können von vertiefter
Datennutzung profitieren. Durch die Integration
von externen Daten etwa oder die auf
Machine-learning basierenden Prognosetools
werden sowohl in der Produktformulierung als
auch in der Prozesstechnik und im Anlagenbetrieb
übergreifende Zusammenhänge sichtbar.
„Es ist ein klares Alleinstellungsmerkmal
der drinktec, dass hier die gesamte
Wertschöpfungskette oft auch im
Live-Betrieb verfügbar ist“, so Markus
Kosak, Executive Director drinktec
Der Dreiklang an Schwerpunkten wird durch
das Themenfeld „Circularity & Resource Management“
komplettiert. Nachhaltige Produkte
und Produktionsprozesse erhalten in
Befragungen der Konsumenten kontinuierlich
hohen Stellenwert. Bei vielen Getränkeherstellern
gehören diese Kriterien bereits zur
Grundlage bei den Investitionsprozessen.
Trotz mancher Verschiebung oder Anpassung
von Sustainability-Zielen bei einzelnen weltweiten
Playern bleiben die Rückgewinnung
von Materialien, der effiziente Energieeinsatz
oder neue Ideen zur Kreislaufführung
– auch in Kooperation mit anderen Branchen
– vordringliche Ziele in ihren Strategien. Ein
Paradebeispiel dazu sind die Konzepte zur
Aufbereitung von Wastewater, mit deren
Hilfe die Nutzung von Wasser im Kreislauf
optimiert wird.
Für die Zukunft relevant sind weiterhin die
Impulse von Start-ups, die ebenfalls im Liquidrome
prominent platziert sind und somit die
Ideengewinnung der Fachbesucher entscheidend
unterstützen.
„Wir unterstützen die Neuausrichtung des
Rahmenprogramms in vollem Umfang“, erklärt
Richard Clemens, Geschäftsführer des
Fachverbands Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen
im VDMA e.V. „Der Austausch
in der Branche und die Erweiterung
des Themenangebots mit einem Blick in die
Zukunft ist im gegenwärtigen wirtschaftlichen
Umfeld wichtiger denn je.“
[pl]
Foto: MT PHOTOGRAPHY
4. November 2025
Donausaal, Mauthausen
www.zukunft-ressourcen.at
Bezahlte Anzeige
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
Foto: Messe Düsseldorf / tillmann
The Power of Plastics!
Green – Smart – Responsible
Vom 8. bis 15. Oktober 2025 wird die K in Düsseldorf erneut zur zentralen Bühne für die internationale Kunststoff-
und Kautschukindustrie. Mit ihrem Motto „The Power of Plastics! Green – Smart – Responsible“ setzt sie
klare Akzente. Denn es reflektiert die aktuellen Werte und Ziele der Branche und unterstreicht, dass Kunststoffe
unverzichtbare Bestandteile zahlreicher Branchen sind, die maßgeblich zu Innovationen und Fortschritt beitragen.
Gleichzeig steht das Motto der kommenden K für die Verpflichtung der Branche, nachhaltig, intelligent und verantwortungsbewusst
in Herstellung und Umgang mit dem Werkstoff Kunststoff zu agieren.
Gerade in der aktuell herausfordernden
Zeit unterstreicht die K in
Düsseldorf ihre Rolle als weltweit
wichtigste Fachmesse. Sie ist der Ort, an
dem die gesamte Wertschöpfungskette auf
höchstem Niveau präsentiert wird. Nirgendwo
sonst ist die Innovationsdichte so hoch,
nirgendwo gibt es so viele Produktpremieren
wie auf der K in Düsseldorf. Einerseits ist
sie die globale Leistungsschau einer aktiven,
innovativen und verantwortungsvollen
Branche, andererseits auch die Plattform,
auf der Zukunft gestaltet wird – sei es durch
bahnbrechende Technologien, intensive Diskussionen
über globale Herausforderungen
oder sei es als Startpunkt gemeinsamer Projekte
über Grenzen hinweg.
Zahlen, Fakten und Internationalität.
Die K beeindruckt nicht nur durch
ihre Dimensionen, sondern auch durch die
Vielfalt der vertretenen Nationen. Bereits seit
Mai 2024 ist sie ausgebucht. Über 177.000
m² netto Ausstellungsfläche in den 18 Messehallen
und im Freigelände bieten Raum für
das vollständige Spektrum der Kunststoff- und
Kautschukindustrie:
• Maschinen und Ausrüstungen: Hallen
1, 3-4, 8b sowie 9-17
• Rohstoffe und Hilfsstoffe: Hallen 5, 6,
7, 7a, 8a, 8b
• Halbzeuge, Technische Teile und Produkte
aus verstärkten Kunststoffen: Hallen
5, 6, 7, 7a, 8a, 8b
Die Internationalität der K ist dabei einzigartig:
Zur letzten Veranstaltung in 2022 kamen
3.020 Aussteller aus 59 Nationen sowie Besucher
aus 167 Ländern. Besonders stark
vertreten waren die Aussteller aus Europa,
Asien und den USA, wobei insgesamt 71
Prozent des Fachpublikums aus dem Ausland
anreisten.
Im Jahr 2025 werden erneut vor allem Anbieter
aus Europa stark vertreten sein, insbesondere
aus Deutschland, Italien, der Türkei,
Österreich sowie aus den Niederlanden, der
Schweiz und Spanien. Gleichzeitig zeigt die
K deutlich die Veränderungen auf dem Weltmarkt:
Die Anzahl und Ausstellungsfläche der
Unternehmen aus Asien bleiben seit Jahren auf
konstant hohem Niveau. Besonders beeindruckend
werden die Auftritte von Unternehmen
aus China, Indien und Taiwan sein. Zudem
sind die USA wieder mit einer größeren Ausstellergruppe
vertreten.
Die hohe Anzahl an Innovationen sowie die
Präsenz sämtlicher Marktführer werden von
den K-Besuchern regelmäßig mit Bestnoten
bewertet (98% Besucherzufriedenheit). Dies
betrifft nicht nur die Hersteller von Kunststoff-
und Gummiprodukten, sondern auch
industrielle Endanwender, die die K regelmäßig
besuchen. Dazu zählen z.B. Fachleute
aus den Bereichen Fahrzeugbau Verpackung,
Elektrotechnik, Elektronik, Kommunikation,
Bauwesen, Medizintechnik oder Luft- und
Raumfahrt. Sie schätzen die Messe als Inspirationsquelle
für ihre Branchen und Produkte
sowie als Plattform, um wegweisende Innovationen
zu entdecken, die ihnen helfen, im
internationalen Wettbewerb erfolgreich zu
sein.
[pl]
Pack & Log 05/25
FACHPACK 2025: Pflichttermin für
die Verpackungsbranche
Vom 23. bis 25. September 2025 kommt die Verpackungsbranche wieder in Nürnberg auf der FACHPACK, Europäische
Fachmesse für Verpackung, Technik und Prozesse, zusammen. Die Vorbereitungen bei der NürnbergMesse
sind in vollem Gange. Erwartet werden gut 1.400 Aussteller, verteilt auf 11 Messehallen. 90 % der Fläche sind
bereits vergeben. Fachbesucher erwartet auch in diesem Jahr neben einer Fülle an Produkten und Services rund
um die Verpackung wieder ein spannendes Rahmenprogramm.
In wenigen Monaten wird das Messezentrum
Nürnberg wieder zum
Place-to-be der europäischen Verpackungsbranche.
Die FACHPACK 2025
bildet ausstellerseitig einmal mehr die
Verpackungs-Wertschöpfungskette ab,
kompakt verteilt auf 11 Messehallen. Im
Fokus stehen Packstoffe & Packhilfsmittel
sowie innovative Lösungen aus der Verpackungstechnologie.
Beide Hauptsegmente
werden um Verpackungsdruck und -veredelung
beziehungsweise Intralogistik
ergänzt. Fachbesucher aus allen verpackungsintensiven
Branchen, wie Lebensmittel/Getränke,
Genussmittel, Pharma/
Kosmetik, Chemie, Health Care, Non
Food, Tiernahrung, weitere Konsumgüter
sowie Automotive, Technische Artikel,
Medizintechnik und weitere Industriegüter,
dürfen sich die FACHPACK 2025 nicht
entgehen lassen.
Phuong Anh Do, Veranstaltungsleiterin der
FACHPACK, ergänzt: „Neben der umfangreichen,
zukunftsweisenden Fachmesse
freue ich mich insbesondere auf den lebendigen
Dialog rund um das FACHPACK-
Leitthema ‚Transition in Packaging‘. Dieser
Austausch ist immens wichtig, denn die
Branche ist im Umbruch und eine nachhaltige
sowie digitale Transformation unumgänglich.
Und deshalb werden wir hier
in Nürnberg im September auch wieder
alle gemeinsam wichtige Branchenthemen
diskutieren und Impulse setzen, wie die
Chancen dieser Transition aussehen und
genutzt werden können – frei nach dem
FACHPACK-Motto: ‚Wir machen Zukunft‘.“
Rahmenprogramm: Wichtige Impulse
für eine sich wandelnde
Branche. FACHPACK-Teilnehmer erwartet
auch 2025 ein vielfältiges Begleitprogramm,
das man auf keinen Fall verpassen
sollte. In beiden FACHPACK-Foren
geben Branchenexpertinnen und -experten
Einblicke in aktuelle Herausforderungen,
zeigen Chancen & Trends sowie konkrete
Strategien auf und bieten Lösungen zu aktuellen
Themen. In der PACKBOX stehen
zukunftsweisende Themen wie der Einsatz
von Künstlicher Intelligenz in Entwicklung
und Produktion, Strategien zur Umsetzung
der EU-Verpackungsordnung (PPWR), Kreislaufwirtschaftsmodelle
sowie internationale
Markttrends im Fokus. Zudem werden u.a.
Fragestellungen rund um nachhaltige Materialien
und regulatorische Entwicklungen
intensiv beleuchtet. Im Ausstellerforum
INNOVATIONBOX präsentieren FACH-
PACK-Aussteller wieder ihre Produktneuheiten
und Prozessinnovationen in kurzen
knackigen Vorträgen.
Parallel zur FACHPACK: POWTECH
TECHNOPHARM. Einen großen Mehrwert
für zahlreiche Messegäste bietet in diesem
Jahr auch der Gang durch die Hallen 9 bis
12 des Messezentrums, in denen zeitgleich
zur FACHPACK aktuelle und zukünftige
Lösungen aus der Prozesstechnik, die der
Die FACHPAK von 23. bis 25. September 2025 in Nürnberg
erwartet gut 1.400 Aussteller
Verpackung vorgelagert ist, auf der POW-
TECH TECHNOPHARM präsentiert werden.
Die POWTECH TECHNOPHARM
ist die internationale Fachmesse für Technologien
zur Verarbeitung von Pulvern,
Feststoffen und Flüssigkeiten in Europa.
Mit der Erweiterung um den Messebestandteil
TECHNOPHARM widmet sich die
POWTECH TECHNOPHARM zudem der
GxP-konformen Herstellung von flüssigen,
halbfesten und festen Pharmazeutika, bei
der feste Produkte eine große Rolle spielen.
Die internationale Fachmesse hält somit
Lösungen für alle Industrien, die Pulver,
Granulat, Schüttgut und Flüssigkeiten verarbeiten,
bereit: Chemie, Pharma, Lebensund
Futtermittel, Energie, Maschinen- und
Anlagenbau, Kunststoff und Gummi, Keramik
und Glas, Umwelt und Recycling, Kosmetik
und Körperpflege, Bau-Steine-Erde.
Mit dem Ticket der FACHPACK erhalten
Besucherinnen und Besucher auch Zutritt
zur POWTECH TECHNOPHARM. [pl]
Foto: NürnbergMesse / Thomas Geiger
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
Herausforderungen beim Schließen von Kreisläufen
für Polyolefin- und Polystyrolverpackungen
Das Projekt Pack2theLoop erforscht Lösungen zur Verbesserung des Recyclings von PO- und PS-Verpackungen, um
EU-Ziele zu erreichen. Sortierung, Design, Waschprozesse und Sicherheitsbewertungen sind zentrale Hebel, um
den Kunststoffkreislauf zu schließen.
Der europäische Green Deal und der
Entwurf der Verordnung über Verpackungen
und Verpackungsabfälle
(PPWR) legen ehrgeizige Recyclingziele
und verbindliche Recyclingquoten für
Kunststoffverpackungen in der Europäischen
Union fest. Bis 2025 sollen 50 %
der Kunststoffverpackungsabfälle recycelt
werden. Die Recyclingquote für Kunststoffe
betrug in Österreich im Jahr 2022
24,5 %. Die PET-Getränkeflasche ist ein
Beispiel für kreislauffähige Kunststoffverpackungen,
da diese wieder zu Getränkeflaschen
rezykliert werden, vorausgesetzt
sie werden richtig gesammelt und sortiert.
Für Polyolefine (PO), High-Density-Polyethylen
(HD-PE) und Polypropylen (PP)
Der Artikel wurde unter Mitarbeit aller beteiligten
Forschungspartner im Rahmen des
Projektes Pack2TheLoop von Autor:innen
der FH Campus Wien verfasst.
Forschungspartner Pack2TheLoop:
• ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur
GmbH
• Montanuniversität Leoben
• TU Wien
• OFI Technologie & Innovation GmbH
sowie Polystyrol (PS) stellen diese Ziele
jedoch noch eine Herausforderung dar.
Deshalb betrachtete das FFG-geförderte
Forschungsprojekt „Pack2theLoop“ den
gesamten Kreislauf für PO- und PS-Verpackungen,
um notwendige Maßnahmen
für einen geschlossenen Kreislauf zu erforschen
und damit einen wesentlichen Beitrag
zur Ressourcenschonung zu leisten.
Die Sortieranalyse der in Österreich getrennten
Verpackungssammlung ergab, dass
Polyolefin- und Polystyrol-Verpackungen
ungefähr 13,5 m-% betragen. Es zeigte sich
ein hoher Anteil an Fehlwürfen und Lebensmittelrückständen,
der den nachgelagerten
Reinigungsaufwand maßgeblich erhöht. Der
Großteil bei HD-PE Verpackungen sind
Non-Food Verpackungen, wie zum Beispiel
Waschmittelflaschen oder Haushaltsreiniger.
Rund zwei Drittel bei PP entfallen auf
Lebensmittelverpackungen. Im Zuge der
Sortieranalyse wurde die Gestaltung der
Verpackungssysteme im Detail untersucht
und deren Aufbau und Zusammensetzung
erwies sich als sehr heterogen. Vor allem im
Hinblick auf die Farbgebung des Hauptkörpers
und der Etikettierung bzw. Bedruckung
gibt es Optimierungspotential.
über Die Autor:innen
Dipl.-Ing. Manuel Pfitzner, BEd (hauptberuflich
Lehrender) und Viktoria Gabriel, MSc (Researcherin)
sind in Lehre und Forschung im Fachbereich
Verpackungs- und Ressourcenmanagement tätig.
Manuel Pfitzner studierte Umwelt und Bio-Ressourcenmanagement
und Biomassetechnologie
an der BOKU UNIVERSITY. Viktoria Gabriel studierte
Betriebswirtschaftslehre und Eco Design .
Kontakt:
manuel.pfitzner@fh-campuswien.ac.at
viktoria_helene.gabriel@fh-campuswien.ac.at
Das sortierte Material wurde für das Recycling
aufbereitet. Dafür wurden unterschiedliche
Wasch- und Reinigungsbedingungen
untersucht, wofür jedoch (noch) keine klare
Empfehlung hinsichtlich Temperatur und
Waschdetergenzien gegeben werden kann.
Die Entfernung diverser Packhilfsmittel erhöht
die Qualität des Rezyklats maßgeblich.
Kontaminationen mit Fremdpolymeren führen
vor allem im nachgelagerten Verarbeitungsprozess
zu Schwierigkeiten, da durch
sie die Schmelzviskosität unvorhersehbar
beeinflusst wird. Um hochwertige Rezyklate
zu generieren, die auch eine Mehrfachverarbeitung
zulassen, sind höhere Reinheiten
erforderlich. Flüchtige Substanzen, die oft
für unangenehme Gerüche in Rezyklaten
verantwortlich sind, können mittels Dekontamination
entfernt werden.
Damit eine Eignung für Lebensmittelanwendungen
sichergestellt werden kann,
ist eine ausführliche Sicherheitsbewertung
unerlässlich. Dafür wurden chemische Analysemethoden
mit biologischen Tests kombiniert,
um etwaige Kontaminationen und
deren Effekte zu detektieren. Dabei hat sich
gezeigt, dass das Vorhandensein bestimmter
Druckfarbenreste oder die Rückstände von
Etiketten nach der Verarbeitung zu toxikologisch
bedenklichen Abbauprodukten
führten. Dies macht klar definierte Inputströme
und die Entfernung von dekorativen
Elementen vor der Wiederverarbeitung
notwendig, um die Sicherheit der Materialien
für hochsensitive Anwendungen zu
gewährleisten. Darüber hinaus können Rezyklate
unangenehme Gerüche aufweisen,
die die Akzeptanz der Verbraucher:innen
beeinträchtigen.
Spezifische materialbedingte Herausforderungen
waren bei PP die hohe Heterogenität
der Verpackungsgestaltung sowie das Vorhandensein
von EVOH-Barrieren, die zur
Beeinträchtigung der Rezyklatqualität führen.
Bei HD-PE ist ein hoher Reinheitsgrad
für die Mehrfachverarbeitung essenziell,
denn ein Fremdpolymeranteil von über 5%
stellt eine wesentliche Schwierigkeit für die
Pack & Log 05/25
Verarbeitung dar. Bei PS-Verpackungen war
das geringe Aufkommen und die häufige
Bedruckung hemmend für die Rezyklatqualität.
Die bedruckte Fläche bei flexiblen
Verpackungen stellte eine Problemstellung
dar, da Farben oft schwer zu entfernen
waren und das Recycling beeinträchtigten.
Bei der Verarbeitung von Polyolefin- und
Polystyrol-Verpackungen gibt es nach wie
vor einige Herausforderungen. Einerseits
sind die Heterogenität und Diversität der
Verpackungsanwendungen, der Verpackungsformen
und Designs sehr hoch.
Dies führt zu Schwierigkeiten bei der effizienten
Sortierung – sortenreine Ströme
sind jedoch Voraussetzung für das mechanische
Recycling. Positiv ist andererseits
hervorzuheben, dass vor allem auf bunte
und grelle Farben immer mehr verzichtet
wird – ein wichtiger Punkt für das Design
for Recycling (D4R) von Verpackungen. Der
Waschvorgang ist eine weitere Voraussetzung
für hochwertiges Sekundärmaterial.
Eine klare Empfehlung für Waschparameter
kann bis dato noch nicht gegeben werden.
Abschließend ist hervorzuheben, dass die
Massenströme für PE und PP am österreichischen
Markt auf jeden Fall vorhanden
Bis 2025 sollen 50 % der Kunststoffverpackungsabfälle recycelt werden
sind. In der Aufbereitung gibt es noch Optimierungspotential.
Im Rahmen des Projektes konnten wesentliche
Hürden im Bereich des Recyclings von Polyolefinen
und Polystyrol identifiziert werden.
Die Zusammenarbeit entlang der gesamten
Wertschöpfungskette sowie die kontinuierliche
Verbesserung der Sortier-, Recycling- und
Verarbeitungsverfahren und des Design4Recycling
sind entscheidend dabei, den Wertschöpfungskreislauf
zu schließen. [pl]
Foto: Pexels / Magda Ehlers
Der Fachbereich Packaging and Resource
Management an der FH Campus Wien
bietet zwei Bachelorstudiengänge (Nachhaltige
Verpackungstechnologie und
Nachhaltiges Ressourcenmanagement)
sowie einen Master in englischer Sprache
(Packaging Technology and Sustainability)
an. Die Studiengänge sind berufsbegleitend
gestaltet, sodass Interessierte aus
der Branche ihre Kompetenzen ohne Unterbrechung
der Berufstätigkeit erweitern
können.
FH Campus Wien – Hochschule für Zukunftsthemen
Mit über 8.500 Studierenden an drei Standorten und zwei Kooperationsstandorten ist die
FH Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Angewandte
Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen und Gestalten, Gesundheitswissenschaften,
Soziales, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von nahezu
70 Studiengängen und Hochschullehrgängen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form
zur Auswahl. Anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung wird in zehn fachspezifischen
Forschungszentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und
Zertifikatsprogrammen deckt die Fachhochschule über die Campus Wien Academy ab. Die FH
Campus Wien ist Gründungsmitglied im Bündnis Nachhaltige Hochschulen.
Weitere Informationen unter: www.fh-campuswien.ac.at
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WINTERGROUPGMBHGewerbestraße , AT- Hof am Leithaberge, + () , office@wintergroup.com
PALETTEN|HACKGUT|LOGISTIK|MÖBEL
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
Foto: sittinan - stock.adobe.com
Ein Handbuch für einen
funktionierenden Kreislauf
Im Warenverkehr ist eines besonders wichtig: Transparenz! Ist es doch von Vorteil zu wissen, ob das Produkt auch
das ist, was es vorgibt zu sein, oder ob es dort ist, wo es sein sollte bzw. wenn nicht, wo ist es dann? Was auf den
ersten Blick selbstverständlich klingt, ist es bei näherer Betrachtung allerdings nicht. Pack & Log hat Alexander
Peterlik, Business Development Manager bei der Standardisierungsorganisation GS1 Austria, zum Interview gebeten,
um zu erfahren, wie man den Kreislauf transparent gestalten kann.
Herr Peterlik, warum ist es so schwer,
den Produktkreislauf transparent zu
gestalten?
Von „schwer“ kann eigentlich keine
Rede sein. Es ist oft so, dass die Idee oder
auch die Vorstellung des WIE fehlt. Ich
erlebe sehr oft, dass die Anforderungen
seitens der EU oder auch die Wünsche der
Konsument:innen die Unternehmen oder
vor allem die Mitarbeiter:innen überfordert.
Das beginnt schon oft damit, wer denn
überhaupt für die Themen der Rückverfolgbarkeit/Lieferkette
verantwortlich ist.
Fehlende Vorstellungskraft und Idee?
Ja, abgesehen von der Lebensmittel- und
der Pharmaindustrie kochen zahlreiche
Unternehmen gerne ihre eigene Suppe.
Verwenden eigene Codes und interne
Bezeichnung bis hin zur klassischen
Zettelwirtschaft. In den internationalen
Warenströmen kann das aber zu großen
Problemen führen. Wenn der oftmals automatisierte
Wareneingang die gelieferte
Ware nicht eindeutig zuordnen kann, beginnt
das zeitaufwendige Suchen gepaart
mit großem Wehklagen.
Wie löst man dieses Problem?
Mit zwei Dingen: Zum einen brauchen
wir ein Logistik- bzw. Lieferantenhandbuch,
wo alle Pflichten ordnungsgemäß
definiert sind und zweitens ein weltweit
einheitliches System, so wie es GS1 bietet.
Allen voran natürlich die Global Trade
Item Number, kurz GTIN genannt. Dabei
handelt es sich meistens (8-,12-,13- oder
Das Interview führte
Gernot Rath, CR Pack & Log
14-stellige GTIN je nach Artikel ist möglich)
um eine 13-stellige Identifikationsnummer,
die weltweit jedes Produkt, jede
Produktvariante oder jede Handelseinheit
eindeutig identifiziert. Sie wird oft auch
als EAN-Nummer bezeichnet.
Die GTIN ist ja prinzipiell bekannt, aber
was ist ein Logistikhandbuch?
In diesem Handbuch werden vom Unternehmen
Standards für die Warenanlieferung
festgelegt, die dann für die gesamte
Lieferkette gelten. Denn nur wenn alle
benötigten Informationen für eine konforme
Warenanlieferung auch zur Verfügung
gestellt werden, kann die Lieferkette
reibungslos funktionieren – und das beginnt
beim Ort der Anlieferung bis hin zur Warenablehnung
bzw. der Abwicklung von
Reklamationen.
Ein Logistikhandbuch als Instrument
der Kreislaufwirtschaft?
Im Prinzip: Ja. Man muss sich bewusst
sein, dass sich der Kreis erst dann schließen
kann, wenn alle Akteure der Supply Chain
ihren Beitrag dazu leisten. Das beginnt
beim Verpackungshersteller mit der Identifikation
des Verpackungsmaterials und der
Weitergabe der Daten an den Produzenten.
Dieser muss die Daten des Produkts mit
den Verpackungsdaten zusammenführen
und wiederum gemeinsam mit dem physischen
Produkt an den Händler weitergeben.
Nur so ist die Datenweitergabe an
die Konsument:innen und beispielsweise
ein nachgelagertes Sammel- und Verwertungssystem
möglich, um die Materialien
entsprechend zu entsorgen und wiederzuverwerten.
Und über all diesem steht
ein unabdingbares Kriterium: Die Codes
müssen zu jeder Zeit, an jeder Stelle des
Kreislaufs, von allen Beteiligten lesbar sein.
Ein standardisiertes System ist daher – im
Hinblick auf eine automatisierte Zukunft
– Voraussetzung. Im Logistik- bzw. Lieferantenhandbuch
werden diese Standards
für alle Beteiligten ein- für allemal definiert.
Pack & Log 05/25
Und Standardisierung ist unsere Kernkompetenz:
Somit ist das GS1 System zwar die
ideale Datendrehscheibe für die Kreislaufwirtschaft,
aber alle müssen die technischen
Standards auch erfüllen, denn niemand
kann diese Fülle an Daten manuell einpflegen,
das muss maschinell funktionieren.
Das Logistikhandbuch als Dogma für die
Kreislaufwirtschaft? Sprich: Ein Handbuch
für alle Unternehmen, egal welcher
Branche sie angehören?
Nein, so dogmatisch sind wir natürlich
nicht. Das wäre auch unsinnig, denn es gibt
nicht nur einen Warenkreislauf auf dieser
Welt, sondern viele verschiedene. So unterscheidet
sich der Kreislauf bei Lebensmittel
– Stichwort: Kühlkette – doch deutlich von
jenem in der Textilbranche. Aber selbstverständlich
gibt es Synergieeffekte.
Wie komme ich als Unternehmen zu so
einem Logistikhandbuch?
Ich habe anhand eines Lieferantenhandbuches,
auf das ich mehr oder weniger zufällig
gestoßen bin, eine Vorlage erstellt. Die
kann jedes Unternehmen an seine Bedürfnisse
anpassen, um seinen Warenkreislauf
zu standardisieren. Damit ist er einerseits für
alle Beteiligten transparent und andererseits
ermöglichen die Daten auch jede Form der
Automatisierung. Also bitte, bei Interesse
einfach bei mir melden (lacht).
Dann müssen aber neben standardisierten
Codes und Abläufen auch die Daten
selbst standardisiert sein?
Richtig – ohne Stammdaten funktioniert
nichts! Dafür haben wir unser Stammdatenservice
GS1 Sync. Dort können neben den
reinen Produkt-, Logistik- und Marketingdaten
auch Informationen zur Verpackung
(Materialart, Menge, Gewicht) abgebildet
werden.
Diese Stammdaten (Codes für das Verpackungsmaterial,
Uploads möglicher
Zertifikate) sind die Grundlage für jedes
Unternehmen. Erst dann kann ein Logistikbzw.
Lieferantenhandbuch erstellt werden,
anschließend geht es in die Testphase, ist
diese erfolgreich abgeschlossen, kann losgelegt
werden …
Vielen Dank für das Gespräch.
Alexander Peterlik ist Business Development
Manager bei der Standardisierungsorganisation
GS1 Austria. Er
bietet Beratung, Schulung und Workshops
rund um den effizienten Einsatz
der GS1 Standards entlang der
gesamten Wertschöpfungskette.
Kontakt: peterlik@gs1.at
www.gs1.at
Foto: GS1 Austria/Katharina Schiffl
Das Inhaltsverzeichnis des Logistik- bzw.
Lieferantenhandbuches gibt einen guten Überblick
über die zu standardisierenden Bereiche
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
FRIES triumphiert beim
WorldStar Packaging Award 2025
Die FRIES Kunststofftechnik GmbH feiert einen bemerkenswerten
Erfolg: Ihre innovative Stapelecke wurde mit dem WorldStar Global
Packaging Award 2025 in der Kategorie Transit ausgezeichnet.
Dieser globale Wettbewerb, der von der World Packaging Organisation
(WPO) ausgerichtet wird, zählt zu den bedeutendsten
Auszeichnungen in der Verpackungsindustrie weltweit. In diesem
Jahr konkurrierten über 550 Innovationen aus 40 Ländern um
die begehrten Preise.
Kennzeichnen
Foto: Manuele Mangiarotti
Die Stapelecke überzeugt durch ihre nachhaltige
Konzeption: Sie ist wiederverwendbar,
recyclingfähig und besteht aus einem
leichten Material, das beim Transport
Energie spart
Die Stapelecke entstand aus der Notwendigkeit, den Transport
von Plattenmaterialien wie z.B. Formblechen nachhaltiger
und effizienter zu gestalten. Übliche Einwegverpackungen
aus Styropor, Karton und Holz verursachen hohe Kosten
und belasten die Umwelt, da sie nach dem Gebrauch entsorgt
werden müssen. Die von FRIES entwickelte Stapelhilfe bietet eine
wiederverwendbare und recycelbare Alternative, die Ressourcen
schont und umweltfreundlich ist.
Die Stapelecke überzeugt durch ihre nachhaltige Konzeption: Sie ist
wiederverwendbar, recyclingfähig und besteht aus einem leichten
Material, das beim Transport Energie spart. Der modulare Aufbau
ermöglicht den einfachen Austausch einzelner Komponenten, was die
Lebensdauer des Produkts erheblich verlängert. Funktional besticht
die Stapelhilfe durch ihren robusten, recycelbaren Kunststoff und
ihre flexible Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Plattendicken,
was aufgrund der integrierten Feder ermöglicht wird. Neben einem
sicheren Transport plattenförmiger Gegenstände bietet sie einen umfassenden
Schutz für Kanten und Ecken. Die Kompatibilität mit Spanngurten
erhöht zusätzlich die Transportsicherheit. Auch das Thema
Arbeitssicherheit
wird berücksichtigt:
Dank des geringen
Gewichts und der
glatten Oberfläche
ist das Verletzungsrisiko
beim Handling
minimal.
„Diese Auszeichnung
beim World-
Star Global Packaging
Award ist
eine Bestätigung
unserer kontinuierlichen
Bemühungen,
nachhaltige
und effiziente Verpackungslösungen zu entwickeln“, freut
sich Mag. (FH) Dr. Gerhard Bertsch, Geschäftsführer der FRIES
Kunststofftechnik GmbH. „Angesichts der hohen Anzahl an Einreichungen
und der internationalen Konkurrenz ist dieser Erfolg
nicht nur ein deutliches Zeichen für die Innovationskraft unseres
Unternehmens, sondern vor allem auch für das Engagement und
die Expertise unseres gesamten Teams.“
Mit dieser innovativen Lösung demonstriert die FRIES Kunststoff-
Stolze Preisträger: v.l. Gerhard Bertsch, Luciana Pellegrino (Präsidentin
WPO) und Markus Grabher
technik GmbH einmal mehr ihr Engagement für nachhaltige und
intelligente Verpackungslösungen im B2B-Bereich und setzt neue
globale Maßstäbe in der Transitverpackung.
[pl]
präsentieren:
Die Packstube – der Podcast
In Folge 3 sprechen Gernot Rath, Chefredakteur Pack & Log
und Harald Eckert/Herausgeber von KOMPACK mit Stephan
Kaar, Geschäftsleiter des Wellpappewerks Frastanz der
Rondo Ganahl AG über die neue Wellpappenanlage sowie über
die Herausforderungen und Chancen in Zeiten wie diesen ...
Anhören?
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Pack & Log 05/25
Umwelt-Managementsystem
erfolgreich eingeführt
Die mk Technology Group setzt ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit
und Umweltbewusstsein. Im Rahmen ihrer kontinuierlichen
Bestrebungen, ökologische Verantwortung zu übernehmen, hat
das Unternehmen erfolgreich ein Umwelt-Managementsystem
nach DIN EN ISO 14001 eingeführt.
Foto: mk Technology Group
Das neu implementierte UMS sorgt
für eine systematische Steuerung
und kontinuierliche Verbesserung
aller umweltrelevanten Prozesse innerhalb
des Unternehmens. Ziel ist es, die
Umweltauswirkungen des Unternehmens
zu minimieren und einen nachhaltigen
Umgang mit Ressourcen zu gewährleisten.
Besonders hervorzuheben ist, dass
mk seine Anstrengungen nicht nur in der
Produktion, sondern auch in allen weiteren
Bereichen, wie etwa der Logistik und
dem Energiemanagement, kontinuierlich
optimiert.
Dieses System ist ein
weiterer Schritt, um
die Unternehmensstrategie
auf langfristige
Umweltverträglichkeit
und Ressourcenschonung
auszurichten
Ein besonderer Fokus liegt auf der Reduktion
des Energieverbrauchs. Die mk Technology
Group nutzt dabei bereits umfangreich erneuerbare
Energien und setzt in ihren Produktionsstätten
auf energieeffiziente Technologien.
Ein weiterer Schritt in Richtung
Nachhaltigkeit ist die Reduktion des CO 2
-
Ausstoßes, die durch die Einführung von
umweltfreundlichen Prozessen und Technologien
weiter vorangetrieben wird. [pl]
Upper Food 2025: Rezepte für eine nachhaltige Lebensmittelzukunft
Welche Technologien und Entwicklungen erwarten die Lebensmittelbranche und wie können Unternehmen davon profitieren? Dieser
Frage ging der Lebensmittel-Cluster von Business Upper Austria bei der Upper Food 2025 am 6. Mai nach.
Expertinnen und Experten aus Handel, Produktion, Wissenschaft und Start-ups beleuchteten innovative Verfahren, Ressourceneffizienz und
Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittelindustrie. Karlheinz Erb von der BOKU Wien machte deutlich, dass eine fundamentale sozial-ökologische
Transformation notwendig ist, um dem Klimawandel und damit dem drohenden Diversitätsverlust entgegenzuwirken. Als wichtigste Maßnahmen
nannte er den Umstieg auf Biolandbau, den Griff zu regionalen Produkten, keine Lebensmittel zu verschwenden und weniger Fleischkonsum.
Umberto Biebel, Leiter der Logistik bei Lidl Österreich, erklärte die nachhaltige Philosophie des Diskonters und hielt fest: „Nachhaltigkeit und
Wirtschaftlichkeit müssen sich nicht gegenseitig ausschließen.“
Innovative Konzepte von Start-ups. Start-ups beeindruckten
mit innovativen Technologien und zeigten, wo
die Zukunft schon heute Status-quo ist. Neben 25 Jahre
Lebensmittel-Cluster war eines der Highlights der Upper Food
ein Live-Podcast mit BauertothePeople und dem Publikum
vor Ort. Großen Applaus ernteten auch die Siegerprojekte des
SCALE-UP-Schulwettbewerbs „Zero Food Waste Challenge“.
Dabei zeigten Schülerinnen und Schüler, wie aus ungenutzten
Ressourcen der Lebensmittelproduktion neue, nachhaltige
Produkte entstehen können.
Promotion
v. l. n. r.: Christian Altmann und Heidrun Hochreiter
(Business Upper Austria) mit den Start-up-Vertretern Josef
Mader (Kleekraftwerk), Marco Kner (COISS GmbH), Moritz
Aschauer (hochBROTzentig GmbH), Hannes Wolfmayr
(Winkk GmbH), Elias Geissler (Danube Dynamics Embedded
Solutions GmbH) – ©cityfoto_Roland Pelzl
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
Kreislaufwirtschaft braucht
Kontrolle für fairen Wettbewerb
ARA wird EU-Recyclingziele erreichen und fordert Potenzial
der Gewerbesammlung zu nutzen
Neue Rahmenbedingungen prägen die Kreislaufwirtschaft. Erhöhte EU-Recyclingquoten – vor allem bei Kunststoffverpackungen
– stehen im Fokus. Die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) wird diese hochgesteckten Ziele für
2025 in ihrem Handlungsbereich laut Hochrechnung erreichen. Gleichzeitig verortet sie ungenutztes Potenzial in
der österreichischen Gewerbesammlung, das es auszuschöpfen gilt. Als „First Mover“ der Circular Economy geht
die ARA für Österreich in Vorleistung – und stärkt durch Innovationen sowie Forschung in der Kreislaufwirtschaft
den Wirtschaftsstandort.
Mit Jahresbeginn hat sich in der
Kreislaufwirtschaft einiges getan:
Leicht- und Metallverpackungen
werden jetzt österreichweit gemeinsam in
der Gelben Tonne bzw. dem Gelben Sack
gesammelt; dazu startete das Einweg-
Pfandsystem für Kunststoffgetränkeflaschen
und Getränkedosen. Im Februar trat die
neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR)
in Kraft, die Industrie, Handel und Politik
gleichermaßen fordert. In Summe sollen
diese Maßnahmen einerseits nachhaltiges
Handeln fördern und die Umwelt sowie
Ressourcen schützen, andererseits starke
ökonomische Impulse bringen. Als treibende
Kraft der österreichischen Kreislaufwirtschaft
hat die ARA hier eine wichtige
industriepolitische Aufgabe und macht
darauf aufmerksam, wo Veränderungen erforderlich
sind, um diese Ziele dauerhaft zu
erreichen.
Hochrechnung: ARA wird das EU-
Recyclingziel von 50 % bei Kunststoff
ab 2025 erreichen. Mit Blick auf
Österreich zeichnet sich ein positives Bild. Aktuell
werden 30 % [1] bei der Recyclingquote
von Kunststoffverpackungen erreicht, im Bereich
der ARA Lizenzmengen sogar 38 %. Das
übertrifft das bisher geltende EU-Ziel von 22,5
%. Ab 2025 gelten für alle Packstoffe höhere
Ziele – aus Sicht der ARA können diese erfüllt
werden. Bei Kunststoff gibt die EU ab 2025
mit 50 % ein sehr ambitioniertes Recyclingziel
vor – eine aktuelle Hochrechnung der ARA
zeigt, dass diese 50 % im Lizenzbereich der
ARA für 2025 erreicht werden. Ob das auch
1. Die Bestandsaufnahme der Abfallwirtschaft in Österreich,
Statusbericht 2025 für das Referenzjahr
2023, BMLUK
2. Eine „Anfallstelle“ bezeichnet den Ort, an dem Abfall
anfällt und bis zur Entsorgung gesammelt wird
v.l.n.r. ARA Vorstandssprecher Harald Hauke und ARA Vorstand Thomas Eck
für ganz Österreich gilt, wird die zusätzliche
Performance der anderen Systeme und des
Einwegpfand-Systems zeigen.
ARA sieht Potenzial in Gewerbesammlung
und fordert Kontrollen
bei Übergabepflicht. Pro Jahr
kommen in Österreich rund 300.000 Tonnen
Kunststoffverpackungen auf den Markt, die
sich zu zwei Dritteln aus Haushalts- und
einem Drittel aus Gewerbeverpackungen
zusammensetzen. Die Haushaltssammlung
funktioniert sehr gut – über 1 Mio. Tonnen
Verpackungen und Altpapier konnten
2024 getrennt gesammelt werden. In der
Gewerbesammlung hingegen gibt es noch
großes, ungenutztes Potenzial. Der Gesetzgeber
hat bereits Maßnahmen gesetzt, um die
entsprechende Sammelmenge zu erhöhen:
Gewerbebetriebe sind gemäß Verpackungsverordnung
seit 1. Jänner 2023 verpflichtet,
ihre Verpackungsabfälle getrennt zu sammeln
und sortenrein an die Sammel- und
Verwertungssysteme zu übergeben. Dazu
steht ihnen ein Transportkostenzuschuss zu,
mit dem ein Teil des Aufwands abgegolten
wird. Für die sogenannten „Anfallstellen [2]“
besteht allerdings offenbar wenig Anreiz, der
Verpflichtung nachzukommen: Von den rund
100.000 Tonnen Kunststoffverpackungen im
Gewerbe wird nur rund ein Drittel getrennt
übergeben, zwei Drittel landen im unsortierten
Gewerbemüll und werden thermisch
verwertet. Die Übergabe- und Trennpflicht
wirkt hier – noch – nicht.
„Im Sinne der Quotenerreichung begrüßen
wir die bisherigen Bemühungen des Gesetzgebers.
Aus rechtlicher Sicht fehlt jedoch eine
Foto: ARA/APA-Fotoservice/Madzigon
Pack & Log 05/25
Kontrolle der Übergabepflicht – das wird
zum Wettbewerbsnachteil für jene, die die
gesetzlichen Vorgaben erfüllen und einen
wichtigen Beitrag zur Erreichung der EU-
Recyclingziele leisten. Nachhaltige Bemühungen
müssen sich für Unternehmen immer
wirtschaftlich rechnen. Gleichzeitig gehen
wertvolle Ressourcen verloren. Kontrollen
durch das Ministerium sind essenziell, um
den Gewerbeabfall im Kreislauf zu halten“,
so ARA Vorstand Thomas Eck.
EU-Recyclingquoten: Überprüfen
sichert Wettbewerbsvorteile. Von
den einzelnen Mitgliedsstaaten an die EU
gemeldete Recyclingquoten werden derzeit
unzureichend auf Plausibilität geprüft.
Manche Länder erzielen nach eigenen Angaben
Top-Quoten – was aber in der Praxis
nicht realistisch ist. Das wurde auch bereits
vom Europäischen Rechnungshof kritisiert
und Optimierungen angeregt. So hat ein
EU-Land 2022 laut Eurostat angegeben,
bei einer Gesamt-Recyclingquote von 37 %
eine Kunststoff-Recyclingquote von 32 % zu
erreichen – hier verortete der Rechnungshof
mafiöse Strukturen, da fiktive Abfälle
als recycelt gemeldet wurden. Ein anderes
gibt mit 47 % Kunststoff-Recyclingquote bei
einer Gesamt-Recyclingquote von rund 61
% unverhältnismäßige Daten an.
„Im Recycling ist Österreich Musterschüler
und sollte die Gesetzgebung stets als Wettbewerbsvorteil
nutzen. Die Wirtschaft hat
hierzulande in den letzten Jahren massiv
investiert, um die rechtlichen Vorgaben zu
erfüllen und die 50 % Recyclingquoten im
Kunststoffbereich ab 2025 zu erreichen. Das
darf kein Wettbewerbsnachteil sein, ganz im
Gegenteil: Investitionen in eine zirkuläre Zukunft
müssen sich lohnen. Darum fordern wir,
dass die gemeldeten Recyclingquoten von der
EU geprüft werden“, betont ARA Vorstandssprecher
Harald Hauke. Fehlende Kontrollen
führen zu verfälschten Ergebnissen. Somit
kann keine fundierte Aussage darüber getroffen
werden, für wie viele Mitgliedsstaaten die
neuen EU-Ziele in der Praxis umsetzbar sind.
ARA Patent ermöglicht Recycling
von Sortierresten – auch von Getränkeverbundkartons.
Ab 2030 ist
in Kunststoffverpackungen der Mindesteinsatz
von Rezyklaten im Ausmaß von 10 bis
35 % verpflichtend. Diese Werte steigern
sich bis 2040 auf 25 bis 65 %. Um diese
Ziele zu erreichen und den Bedarf in Österreich
zu decken, braucht es Innovationen
und neue Technologien. Europas modernste
Sortieranlage TriPlast und Österreichs erste
Polyolefin-Aufbereitungsanlage UPCYCLE
sind große Meilensteine der ARA und tragen
gemeinsam dazu bei, den Kreislauf zu
schließen. Mit UPCYCLE und der Lösung der
ARA können erstmals Kunststoffsortierreste
recycelt werden. In der Vergangenheit wurden
diese Kunststoffverpackungen nur mehr
als Ersatzbrennstoff eingesetzt, weil sie stark
verschmutzt, zu klein, aus unterschiedlichen
chemischen Stoffen oder Beschichtungen bestehen.
Mit dem Verfahren
der ARA können pro Jahr
zusätzlich 20.000 Tonnen
Kunststoffverpackungen
verarbeitet werden. UP-
CYCLE trägt auch dazu
bei, dass das Recycling von
Getränkeverbundkartons
deutlich erhöht wurde.
Durch ihre Beschaffenheit
galt dieser Prozess
bis dato als besonders herausfordernd.
Derzeit wird
geplant UPCYCLE auszuweiten.
Parallel ist die
ARA an zahlreichen Forschungsprojekten
beteiligt.
Das Ziel ist es, Rezyklate
künftig nicht zu importieren,
sondern in Österreich
bereitzustellen und so den
Wirtschaftsstandort zu stärken.
[pl]
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
Dank größter Präzision selbst für
den Eingeweihten nicht zu erkennen:
Das neue Etikett liegt so exakt
über dem Originaletikett, dass letzteres
nicht mehr zu erkennen ist
Fotos: HERMA
Auf den Millimeter genau
Kleine bis kleinste Losgrößen bei mehreren tausend Artikeln in unterschiedlichsten Verpackungen – und gleichzeitig
ein sich kontinuierlich wandelndes Sortiment: Wie kaum ein anderes Unternehmen legt kohlpharma Wert
darauf, äußerst flexibel etikettieren zu können. Und da es sich bei den Artikeln um Medikamente und Medizinprodukte
handelt, ist gleichzeitig extreme Präzision gefragt. Weit über 100 HERMA Etikettierer bzw. Etikettiermaschinen
betreibt kohlpharma deshalb.
Gerade hat das Unternehmen mit
Sitz im saarländischen Merzig weitere
22 Obenauf-Etikettiermaschinen
vom Typ 452C S bestellt. Denn kohlpharma
ist Deutschlands marktführender
und weiterhin stark wachsender Parallelimporteur
von Arzneimitteln. Das Unternehmen
nutzt die unterschiedlichen Preise
multinationaler Pharmakonzerne für ein
und dasselbe Präparat in den jeweiligen
EU-Ländern aus. Die Importe von Originalpräparaten
namhafter Hersteller sind
durchschnittlich circa 10 Prozent günstiger
und entlasten damit Patienten und
Krankenkassen. Apotheken in Deutschland
sind verpflichtet, preisgünstige Importarzneimittel
abzugeben und damit
Einsparungen zu gewährleisten. Doch das
Geschäft ist zuweilen kleinteilig. Zwar umfasst
der Wareneingang bei kohlpharma
pro Woche insgesamt rund 200 Paletten.
Die einzelnen Medikamente allerdings
kommen oftmals nur in Losgrößen von einigen
hundert Stück, mitunter verteilt auf
mehrere Chargen. Bei teuren Arzneimitteln
ist auch mal Losgröße 1 möglich. Da
Für den Einsatz bei
kohlpharma erhalten
die HERMA Obenauf-
Etikettierer noch ein
spezielles „Tuning“,
damit sie neben
kürzesten Rüstzeiten
auch sehr spezielle
Anforderungen an die
Präzision erfüllen
aus markenrechtlichen Gründen zumeist
die Originalverpackungen übernommen
werden müssen, müssen diese mit mindestens
einem – deutschen – Etikett überklebt
werden, zum Teil aber auch mit fünf
und mehr Etiketten für die Primär- und die
Sekundärverpackungen. Etwa 200.000
Etiketten bringt kohlpharma in Summe pro
Tag auf, just in time produziert in der eigenen
Druckerei mit Laserstanze. „Wegen
der kleinen Losgrößen muss das Rüsten
der Etikettierer aber wahnsinnig schnell
gehen und von allen Mitarbeitern mit der
immer gleichen Qualität im Ergebnis gewährleistet
werden“, sagt Wolfgang Barth,
bei kohlpharma Gruppenleiter im Bereich
Technik der Fertigung. „Die HERMA Etikettierer
sind dafür aufgrund ihres Aufbaus
und Bedienkonzeptes ideal geeignet.“ Und
sie sind auch entsprechend robust: Manche
HERMA Etikettierer sind bei kohlpharma
schon seit fast 25 Jahren im Einsatz.
„Wir legen Wert auf sehr viele
kleine Details.“ Neben der Flexibilität
spielt Präzision eine herausragende Rolle.
Denn manche Originalhersteller bestehen
darauf, dass bestimmte Schriftzüge oder
Markennamen nicht neu gedruckt werden
dürfen. „Unsere Etiketten enthalten dann
entsprechende Aussparungen, die auf den Millimeter genau passen
müssen“, umreißt Barth die Herausforderung. „Es dürfte neben
kohlpharma nur sehr wenige Unternehmen geben, die eine so
umfassende Expertise darin haben, die Etikettierprozesse trotz
enormer Verpackungsvielfalt und kleiner Losgrößen effizient zu
gestalten.“ Die Modulbauweise der Etikettierer vom Typ HERMA
500 und ihre daraus resultierende Variabilität sind dabei schon
große Vorteile. Aber in Zusammenarbeit mit den HERMA Spezialisten
erhalten die Etikettierer zum Teil noch ein spezielles
„Tuning“, das ganz auf den langjährigen besonderen Erfahrungen
von kohlpharma beruht. Schließlich ist das Umetikettieren hier
eine Kernkompetenz. „Wir legen auf sehr viele kleine Details
Wert, und die Liste dieser Details wird immer länger. Das kann
HERMA aber optimal berücksichtigen“, sagt Barth. So läuft die
Andrückrolle im Auslauf nicht nur einfach mit – wie es üblich
ist –, sondern sie selbst ist oftmals auch angetrieben. „Sie läuft
dabei sogar einen Tick schneller als das Transportband“, erläutert
Barth. „Das ist schon ungewöhnlich. Für unsere Produktionsbedingungen
mit oft sehr leichten Packungen resultiert daraus
jedoch eine höhere Etikettierqualität und -präzision.“
Exakte Ausrichtung entscheidend. Höchste Präzision
ist darüber hinaus erforderlich, wenn kleine Fläschchen etwa für
Tropfen auf einer HERMA Etikettiermaschine vom Typ 152E-S
ein neues Rundum-Etikett erhalten. „Das bestehende Etikett
können wir ja nicht entfernen. Also muss das neue Etikett völlig
Foto: kohlpharma
Kleine Losgrößen, enorme Verpackungsvielfalt, ständig wechselndes
Sortiment: Bei kohlpharma sorgen weit über 100 HERMA
Etikettierer für Flexibilität und Effizienz bei der Kennzeichnung
exakt darüber geklebt werden – und das Sichtfenster natürlich
freibleiben. Wenn zusätzlich in einer Aussparung des Etiketts
das Originallogo weiterhin zu sehen sein soll, erhöht das die
Anforderung an die Präzision und die exakte Ausrichtung des
Fläschchens noch einmal“, so Barth. Letztes Jahr hat kohlpharma
die Milliardengrenze beim Umsatz geknackt. Aber der Wettbewerb
ist groß, auch in dieser Branche. Wolfgang Barth und sein
Team versuchen deshalb kontinuierlich, selbst die kleinteiligen
Prozesse noch effizienter zu gestalten. „Mein Ziel ist es, künftig
stärker mit Formatteilen zu arbeiten“, sagt er. „Das ist natürlich
schwierig wegen der kleinen Auftragsgrößen und des sich schnell
ändernden Sortiments. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch
dafür gemeinsam mit HERMA Lösungen finden.“
[pl]
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
Nachhaltigkeit als Kernaufgabe
Was Schweden und Schwaben in Sachen Kennzeichnung verbindet
Fotos: Paul Leibinger GmbH & Co. KG
Schwaben gelten als sparsam, erfinderisch und darauf bedacht, Ressourcen effizient zu nutzen. Das liegt in ihrer
Geschichte: Früher waren die Böden karg, die Winter lang, und wer bestehen wollte, musste klug wirtschaften.
Diese Mentalität hat die Region Baden-Württemberg bis heute geprägt und sie zu einem Innovationszentrum für
Mobilität, Maschinenbau, Medizin- und Feinwerktechnik gemacht. Ein ähnlich pragmatischer Ansatz findet sich in
Schweden, wo ebenfalls lange Winter und begrenzte Anbauflächen die Menschen dazu brachten, mit Ressourcen
sorgsam umzugehen. In dieser Tradition steht das Hofgut Wapnö in Halmstad, das Nachhaltigkeit nicht nur als
Prinzip, sondern als geschlossenen Kreislauf begreift.
Auf Wapnö ist Nachhaltigkeit kein
Schlagwort, sondern ein akribisch
durchdachtes Konzept. Die Milchproduktion
verursacht rund 70 Prozent
weniger Treibhausgasemissionen als in
herkömmlichen Betrieben. Möglich macht
das eine eigene Biogasanlage, die den Betrieb
fast vollständig mit erneuerbarer Energie
versorgt. Durch die Verarbeitung der
Milch direkt auf dem Hof entfallen zudem
Transportwege, was den ökologischen
Fußabdruck weiter reduziert. Mit rund
3.000 Tieren auf dem Hof zählt Wapnö zu
den bekanntesten Milchproduktanbietern
in Westschweden.
Doch Wapnö produziert nicht nur Milch.
Das Gut umfasst auch eine Brauerei mit
Getreide aus eigenem Anbau und ein Gewächshaus,
in dem Gemüse wie Tomaten
und Paprika wachsen. Verkauft werden die
Produkte direkt vor Ort, sei es im Hofladen,
im Restaurant oder über ausgewählte Händler
entlang der schwedischen Westküste. Mit
jährlich rund 60.000 Besuchern ist Wapnö
eine nachhaltige Erlebniswelt.
Nachhaltigkeit endet allerdings nicht bei
der Produktion. Auch die Kennzeichnung
sollte umweltfreundlich sein und trotzdem
mit den rauen Bedingungen in der Produktionsumgebung
zurechtkommen. Nach
mehreren unbefriedigenden Versuchen mit
anderen Drucksystemen entdeckte Wapnö
durch einen örtlichen Händler LEIBINGER
Der IQJET von LEIBINGER steht für
nachhaltige Kennzeichnung auf
höchstem Niveau.
als idealen Partner. Die Drucker erfüllen
sowohl die hohen Anforderungen an eine
zuverlässige Funktion als auch an konsequente
Nachhaltigkeit.
LEIBINGER: Langlebigkeit und
Ressourcenschonung als Prinzip.
Als urschwäbisches Unternehmen aus
Pack & Log 05/25
Tuttlingen (Baden-Württemberg) setzt LEIBINGER bereits seit
Jahrzehnten auf langlebige und umweltfreundliche Kennzeichnungslösungen
für die Lebensmittelproduktion und die Industrie.
Das tief verwurzelte Bestreben der Schwaben, mit Ressourcen
sorgsam umzugehen und Innovation mit Effizienz zu verbinden,
spiegelt sich in jedem Detail wider. Besonders eindrucksvoll
zeigt sich das im IQJET, der 2024 mit dem German Innovation
Award ausgezeichnet wurde. Dieses Modell arbeitet fünf Jahre
wartungsfrei, ein weltweit einzigartiger Rekord in der Kennzeichnungsbranche.
Die hohe Fertigungstiefe am deutschen Standort sichert maximale
Qualität und Langlebigkeit. Durch kurze Transportwege, nachhaltige
Materialien und energieeffiziente Produktionsprozesse
verringert das Unternehmen die Umweltbelastung und senkt
die Betriebskosten für seine Kunden. Während viele Hersteller
Ressourcenschonung durch intelligente Materialien.
Die Tinten der LEIBINGER-Kennzeichnungssysteme
werden im eigenen Tintenlabor am Firmensitz in Deutschland
unter Beachtung der strengen Umweltauflagen entwickelt. Alle
LEIBINGER Tinten erfüllen die neuesten Sicherheits- und Umweltstandards
und sind REACH- sowie RoHS-konform. Spezialtinten
mit reduziertem Anteil an flüchtigen organischen Verbindungen
oder vollständig MEK-freie Varianten minimieren die Belastung
für Mensch und Natur.
Selbstverständlich ist das Energiemanagement des IQJETs nach
neuesten Anforderungen optimiert worden. Die intelligente Steuerung
der Pumpe passt sich dem tatsächlichen Bedarf an und macht
den Drucker mit nur 36 Watt zu einem der energieeffizientesten
Modelle seiner Klasse. Darüber hinaus sorgt ein innovatives
Kartuschensystem für maximale Materialausnutzung. Während
viele Hersteller Patronen bereits bei einem Restbestand von zehn
Prozent austauschen, werden LEIBINGER-Kartuschen vollständig
entleert. Ihre einheitliche Materialzusammensetzung erleichtert
das Recycling.
Nachhaltigkeit als wirtschaftlicher Vorteil. Das
Beispiel von Wapnö und LEIBINGER zeigt, dass umweltbewusstes
Handeln und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können.
Wer ressourcenschonend produziert, profitiert nicht nur ökologisch,
sondern auch finanziell. Das gilt sowohl in Schwaben als auch in
Schweden und in der ganzen Welt. Mit nachhaltigen Kennzeichnungssystemen
setzen Unternehmen auf eine wirtschaftlich kluge
und zukunftssichere Entscheidung.
[pl]
Wapnö kennzeichnet seine Produkte mit Systemen von LEIBIN-
GER. Milchkartons, Joghurtbecher, Bierdosen und -flaschen erhalten
zuverlässig ein Mindesthaltbarkeitsdatum und eine Chargennummer
für maximale Rückverfolgbarkeit
den Austausch kompletter Module in den Drucksystemen vorsehen,
ermöglicht LEIBINGER den gezielten Ersatz einzelner
Verschleißteile. Diese ganzheitliche Herangehensweise reduziert
Stillstandszeiten und minimiert Servicekosten.
Technologische Innovation für mehr Effizienz.
Besonders innovativ ist die einzigartige Düsenverschlusstechnologie.
Während herkömmliche Drucker bei Produktionspausen
gereinigt werden müssen, bleibt die Tinte beim IQJET in einem
geschlossenen Kreislauf. Das verhindert das Verstopfen der Düse
und reduziert den Bedarf an Lösungsmitteln drastisch. Produktionslinien
bleiben sauber, der Wartungsaufwand sinkt, und der
Drucker bleibt jederzeit einsatzbereit.
Der Verbrauch von Tinte und Lösungsmitteln wurde auf ein
Minimum reduziert. Durch die geschlossene Tintenzirkulation
verdunstet kein Lösungsmittel während der Stillstandszeiten.
Eine innovative Rückgewinnungstechnologie führt verdampftes
Lösungsmittel zurück ins System. Das spart bis zu fünfzig Prozent
der eingesetzten Menge. Während viele Wettbewerber zwischen
sechs und zehn Milliliter Lösungsmittel pro Stunde verbrauchen,
kommt der IQJET mit nur 2,7 Millilitern aus. Hochgerechnet auf
einen Dreischichtbetrieb ergibt das eine Einsparung von bis zu
43,8 Litern pro Jahr.
Lebensmittelkonformität
UN Zulassung für Gefahrgut
Elektrisch ableitfähig für Ex-Zonen
Ausführungen für Pharma / Medizin
www.fries-kt.com
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Kennzeichnen
„Mit uns in eine grünere Zukunft“
Am 8. Mai öffnete Ulrich Etiketten die Tore des neuen Werks in Höbersdorf für einen besonderen Tag im Zeichen
nachhaltiger Etiketten- und Verpackungslösungen. Dass die Arbeit auch tatsächlich Früchte trägt, bewies das Unternehmen
beim diesjährigen FINAT International Label Award
Im Rahmen eines Fach-Workshops und
der Standortpräsentation versammelten
sich Branchenexpert:innen,
Kund:innen, Partner:innen sowie
Vertreter:innen aus Wirtschaft und Politik,
um aktuelle Entwicklungen und
zukunftsweisende Ansätze in der Verpackungsindustrie
zu diskutieren.
Unter dem Leitsatz „Mit uns in eine grünere
Zukunft“ beleuchteten praxisnahe Fachvorträge
innovative Technologien, nachhaltige
Materialien und zukunftsweisende Produktionsprozesse
– und zeigten eindrucksvoll,
wie die Etiketten- und Verpackungsbranche
aktiv zur Transformation beitragen kann.
„Wir sind stolz auf die zahlreichen
Besucher:innen, Kund:innen, Partner:innen,
Branchenkolleg:innen und Ehrengäste.
Es bestätigt uns, wie wertvoll Vertrauen,
Zusammenarbeit und persönliche Begegnungen
sind“, betont Geschäftsführer Dr.
Rainer Ulrich.
Zweifache „Highly Commended“-
Auszeichnung. Beim diesjährigen FI-
NAT International Label Award in Amsterdam
wurde Ulrich Etiketten gleich zweimal
mit „Highly Commended“ ausgezeichnet
– eine bedeutende Anerkennung auf internationaler
Ebene und ein klarer Beleg für
die herausragende Qualität und Innovationskraft
des österreichischen Familienunternehmens.
Nachhaltigkeit im Fokus – ein besonderer Tag bei Ulrich: Am 08. Mai 2025 hieß das Unternehmen
zahlreiche Kund:innen, Partner:innen, Ehrengäste
und Branchenkolleg:innen willkommen
Ausgezeichnet wurden zwei Projekte:
• Kategorie Marketing End-Uses – Wines:
Weingut Leo Hillinger – Blaufränkisch
Ried Umriss (Rust)
• Kategorie Marketing End-Uses – Sets of
Labels: Secreto Mistico – Premium Rum
Beide Etiketten wurden im hochauflösenden
Digitaldruck mit Heißfolienprägung realisiert
und überzeugen durch brillante Details
sowie eine edle Haptik. Eines davon wurde
zusätzlich durch Siebdruckveredelung
verfeinert.
„Diese zweifache Auszeichnung ist ein
Erfolg für unser gesamtes Team und ein
starkes Zeichen für die Leistungsfähigkeit
unserer Etikettenproduktion“, so Dr. Rainer
Ulrich.
[pl]
Foto: Ulrich Etiketten
Fotos: Alexander Wieselthaler || Stills & Emotions
Im Rahmen des Fach-Workshops drehte sich alles um nachhaltige
Etiketten- und Verpackungslösungen
Beim 45. FINAT Award wurde Ulrich Etiketten gleich mit
zwei „Highly Commended Certificates“ ausgezeichnet
Pack & Log 05/25
Die Zukunft der Produktion
Vom 24. bis 27. Juni 2025 präsentiert die Bluhm Systeme
GmbH auf der automatica in München leistungsstarke
Kennzeichnungssysteme mit Etiketten, Tinte
und Laser – speziell für die aktuellen Anforderungen in
der Automation und Robotik. Besucher finden Bluhm
Systeme in Halle A05, Stand 301.
Foto: Bluhm Systeme
Rückverfolgbarkeit, fehlerfreie Produktidentifikation
und eine transparente Lieferkette sind heute zentrale
Anforderungen in der industriellen Produktion.
Auf der automatica – der Leitmesse für intelligente Automation
und Robotik – zeigt Bluhm Systeme mit seinem
Kennzeichnungsportfolio, wie sich diese Anforderungen
mit modular aufgebauten Etikettiersystemen, hochauflösenden
Inkjetdruckern und präzisen Laserbeschriftern
zuverlässig erfüllen lassen.
Die gezeigten Systeme sind kompakt, energieeffizient und
lassen sich über Industrie 4.0-Schnittstellen einfach in
bestehende Produktionsanlagen integrieren – auch in Kombination
mit Industrierobotern.
Robotergestützte Etikettierung – dort wo andere
nicht mehr können
Technologien für die Automatisierung. Die
Anforderungen an die Kennzeichnung steigen stetig: Seriennummern,
2D-Codes oder Versandinformationen müssen
klar lesbar und dauerhaft verfügbar sein.
• Etikettiersysteme von Bluhm Systeme kennzeichnen
Verpackungen, Bauteile und Produkte vollautomatisch.
Mit dem Legi-Air 4050 E stellt Bluhm Systeme
einen energieeffizienten Allrounder für Hochgeschwindigkeitsanwendungen
vor. Eine große Auswahl an
Applikatoren ermöglicht jede Etikettierposition und
-geschwindigkeit. Er kann so konfiguriert werden,
dass fehlerhafte Etiketten automatisch ausgeschleust
und aus der Förderlinie entfernt werden. Auch ein
Gehäuse für den Einsatz bei Staub, Feuchtigkeit oder
Kälte ist erhältlich.
• Hochauflösende Inkjetdrucker sorgen für scharfe
Druckbilder, selbst bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten.
Der Name des Markoprint integra PP 108
verrät bereits seine maximale Druckhöhe von 108
mm. Der Piezo Inkjet Drucker realisiert den in vielen
Branchen erforderlichen großformatigen Druck von
Texten, 1D-Barcodes, 2D-Codes und Grafiken. Eine
benutzerfreundliche Software ermöglicht dabei komfortables
Layout-Design und zentrale Druckersteuerung.
Kennzeichnung als Schlüssel zur vernetzten
Produktion. Die klare Kennzeichnung
bildet die Basis für eine vernetzte, automatisierte Produktion.
So werden Kennzeichnungsprozesse nicht nur effizient
gesteuert, sondern auch transparent dokumentiert. Die
flexible Anpassbarkeit an unterschiedliche Produktgrößen
und -formate sowie die hohe Energieeffizienz der Systeme
leisten zusätzlich einen wichtigen Beitrag zur Optimierung
zukunftsfähiger Produktionsabläufe.
[pl]
Spanngerät ITA84
Verpackungstechnik GmbH & Co KG
Friedmanngasse 12/8, 1160 Wien
Akku-Umreifungsgeräte für
Stahlband
Das ITA84 Spanngerät wiegt 4,7kg und kann für 19mm, 25mm oder 32mm Stahlband
eingesetzt werden. Das Gerät arbeitet mit einer Spanngeschwindigkeit von
3 Meter/Min und erreicht eine Spannkraft bis zu 13000N. Das Gerät arbeitet
mit einem Li-Ion 4Ah Akku
Das Tool kann in Zusammenhang mit einem manuellen oder pneumatischen
Verschlussgerät, oder für 32mm Band auch mit dem ITA85 Akku-Verschlussgerät
verwendet werden.
Verschlussgerät ITA85
Das ITA85 wiegt 4,5kg und ist für 32mm geeignet.
Das Tool arbeitet mit Hülse und verschließt
das Band mittels Doppelkerbung. Das Tool
verwendet ebenfalls einen Li-Ion 4Ah Akku.
office@riegler-verpackungstechnik.com
www.riegler-verpackungstechnik.com
+43 1 40 500 35-0
Titelstory Intralogistik Aktuell Kreislauf
Co-Packing
Embedded Co-Packing
Wie inhouse-basierte Verpackungslösungen
Lieferketten flexibel, nachhaltig und zukunftsfähig machen
Markenhersteller und Logistikdienstleister sind mit vergleichbaren Herausforderungen konfrontiert: steigende
Kosten, volatile Nachfrage, Fachkräftemangel und immer höhere Anforderungen an Lieferfähigkeit und Nachhaltigkeit
stellen eingespielte Prozesse zunehmend auf die Probe. Ein Ansatz, der sich in diesem Umfeld wachsender
Beliebtheit erfreut, ist das sogenannte Embedded Co-Packing – also die Integration von Verpackungsleistungen
direkt an den Lager- oder Logistikstandorten von Herstellern oder deren Dienstleistern.
Packservice hat sich in diesem Bereich
als einer der führenden Anbieter etabliert.
Das Unternehmen mit Zentrale
in Karlsruhe betreibt fast alle der über 20
Standorte im DACH-Raum als Inhouse-Lösung
– entweder direkt im Warehouse des
Markenherstellers oder auf der Fläche des
Logistikpartners. „Embedded“ ist hier nicht
nur ein Begriff, sondern das Geschäftsmodell.
Denn Co-Packing ist die Kernkompetenz
und Leidenschaft des 1980 gegründeten
familiengeführten Unternehmens.
Fotos: Packservice
Effizienter, schneller, nachhaltiger.
Im Unterschied zu klassischen Co-
Packing-Strukturen entfallen bei Embedded-
Lösungen unnötige Transporte zwischen
Lager, Konfektionierung und Distribution.
Das spart Zeit und Kosten – und reduziert den
CO 2
-Ausstoß. Gleichzeitig entstehen durch die
direkte Anbindung kürzere Reaktionszeiten,
was insbesondere im Aktionsgeschäft, bei
saisonalen Schwankungen oder kurzfristigen
Anforderungen von Vorteil ist.
Packservice spricht in diesem Zusammenhang
auch vom Campus-Modell: Neben der
Verpackung übernimmt das Unternehmen
bei Bedarf auch das Packmittelmanagement,
Lagerung und logistische Koordination. Für
den Kunden bedeutet das: alles aus einer
Hand, mit klaren Verantwortlichkeiten und
weniger Schnittstellen.
Ein Modell mit Zukunft – gerade
in unsicheren Zeiten. Die Vorteile des
Im Unterschied zu klassischen Co-Packing-Strukturen entfallen bei Embedded-Lösungen
unnötige Transporte zwischen Lager, Konfektionierung und Distribution
Embedded Co-Packing zeigen sich besonders
deutlich vor dem Hintergrund aktueller
wirtschaftlicher Herausforderungen.
Unternehmen müssen heute deutlich flexibler
agieren, ohne dabei an Qualität und
Liefertreue einzubüßen. Durch das Inhouse-
Modell können Markenhersteller auf externe
Ressourcen zugreifen, ohne eigene Kapazitäten
oder Personal vorhalten zu müssen.
Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel oder
stark schwankender Nachfrage bietet diese
Form der Zusammenarbeit eine wertvolle
Entlastung.
Packservice stellt dafür geschulte Mitarbeiter
und eingespielte Teams, die nach höchsten
Qualitätsstandards arbeiten und bietet skalierbare
Lösungen für unterschiedlichste
Produktkategorien der FMCG – von Lebensmitteln
und Getränken über Kosmetik
und Healthcare bis zu Non-Food-Artikeln.
Durch das Inhouse-Modell können Markenhersteller
auf externe Ressourcen zugreifen,
ohne eigene Kapazitäten oder Personal
vorhalten zu müssen
Transparenz und Nähe als Erfolgsfaktor.
Ein zusätzlicher Vorteil:
Die räumliche Nähe und organisatorische
Integration sorgen für hohe Transparenz
und Abstimmungssicherheit – ein Aspekt,
der im Tagesgeschäft nicht zu unterschätzen
ist. Entscheidungen lassen sich schnell
treffen, Prozesse flexibel anpassen, etwa bei
Sortimentsänderungen, Verpackungsumstellungen
oder Sonderaktionen.
Dass sich dieses Modell in der Praxis bewährt,
zeigt die langjährige Zusammenarbeit
von Packservice mit zahlreichen namhaften
Markenartiklern im gesamten deutschsprachigen
Raum. Für viele dieser Kunden ist
das Embedded Co-Packing längst ein fester
Bestandteil ihrer Supply-Chain-Strategie geworden.
Fazit: Embedded Co-Packing bietet konkrete
Vorteile – ökonomisch, ökologisch und
operativ – und fügt sich damit bereits heute
in die Supply Chain von morgen ein. Unternehmen
wie Packservice zeigen, wie sich
dieses Modell erfolgreich, partnerschaftlich
und zukunftssicher umsetzen lässt. [pl]
Pack & Log 05/25
v.l. Zukunftsforscher Tristan Horx,
Georg Dieter Fischer (scheidender
PROPAK Obmann), Birgit Niessner
(OeNB), Marko Bill Schuster (neu
gewählter PROPAK Obmann)
Foto: com_unit | Martin Hörmandinger
Nachhaltig für morgen – innovativ in die Zukunft
Am 3. Juni 2025 traf sich die PROPAK Branche im k47 am Wiener Donaukanal zur PROPAK Lounge – einem
exklusiven Branchentreff über den Dächern Wiens. Unter dem Leitthema „Nachhaltig für morgen – innovativ in
die Zukunft“ bot der Abend nicht nur visionäre Denkanstöße, sondern auch Raum für Dialog, Strategie und ein
symbolträchtiges Führungs-Update.
Visionen mit Weitblick: Zukunftsforscher
Tristan Horx. Mit seiner
Keynote hinterfragte Zukunftsforscher Tristan
Horx tradierte Denkmuster. Mit einem
Augenzwinkern stellte er die provokante
Frage: „War die Zukunft früher besser?“
und nahm das Publikum mit auf eine Reise
durch aktuelle Trends, Gegentrends und
soziokulturelle Veränderungen.
„Momentan haben wir das Gefühl, das
Thema Nachhaltigkeit ist verschwunden.
Man spürt es im öffentlichen Diskurs kaum
noch – aber genau das ist der Beweis: Die
Nachhaltigkeitsbewegung hat gewonnen!“
Es gibt keine Branche mehr, die sich nicht
damit beschäftigen muss, so Horx, und „die
PROPAK hat dabei einen Riesenvorteil, denn
Produkte aus Papier und Karton sind per se
nachhaltig.“
Sein Fazit: Die Branche ist auf dem richtigen
Weg – auch wenn sie sich lange im Schatten
der Digitalisierung gefühlt hat. Denn: „In
einer Welt, in der alles digital verfügbar ist,
wird das Haptische, das Angreifbare plötzlich
wieder spannend – wir nennen das die ‘Rache
des Analogen’.“
Wirtschaft unter Druck: Klartext
in der Podiumsdiskussion.
Birgit Niessner, Direktorin der Hauptabteilung
Volkswirtschaft in der Oesterreichischen
Nationalbank, analysierte die wirtschaftliche
Großwetterlage mit kritischem Blick: „Wir
haben derzeit ein äußerst ungünstiges externes
Umfeld, das vor allem die Industrie
hart trifft – insbesondere durch internationalen
Wettbewerbsdruck. Gleichzeitig gibt es
aber auch Hausaufgaben, die man in Österreich
und in Europa lösen kann.“ Die große
Inflationswelle habe man spät, aber doch
durch die Geldpolitik in den Griff bekommen.
Allerdings hat sie ihre Spuren hinterlassen:
etwa in Form massiv gestiegener Lohnkosten,
insbesondere im internationalen Vergleich
mit den Haupthandelspartnern. Auch die
hohen Energiekosten setzen der Industrie
zu. Diese Faktoren lassen sich nicht immer
vermeiden – aber man müsse strukturell
daran arbeiten, dass Österreichs Industrie
nicht unnötig belastet wird.
Staffelübergabe mit Symbolkraft:
Danke Georg, willkommen
Marko! Ein emotionaler Höhepunkt des
Abends war die feierliche Staffelübergabe.
Nach 20 Jahren übergab Georg-Dieter
Fischer sein Amt als Fachverbands-Obmann
an Marko Bill Schuster – begleitet von großem
Applaus und einem augenzwinkernden
Geschenk: Ein „Zusteller der Österreichischen
Post“ brachte sein Abschiedsgeschenk
– stilecht verpackt in Wellpappe. Fischer
blickte zurück und gleichzeitig voraus: „Die
Interessenvertretung war immer meine Leidenschaft
– und ich denke, gemeinsam
haben wir den Fachverband als proaktive,
serviceorientierte Plattform positioniert.
Auch wenn Manager und Unternehmer
heute weniger Zeit für Interessenvertretung
finden – ich bin überzeugt, dass wir in der
PROPAK die richtigen Frauen und Männer
haben, um diesen Weg weiterzugehen.“
Der neue PROPAK-Obmann Marko Bill Schuster
skizzierte seine Zuversicht: „Was mich
optimistisch stimmt, ist vor allem die hohe
Innovationskraft unserer Branche. Unsere
Betriebe haben das Potenzial auch im Rahmen
nachhaltiger Ziele zu punkten – gerade
auf europäischen Märkten. Und obwohl
wir im Fachkräftebereich zunehmend unter
Druck geraten, haben wir in Österreich
immer noch ein sehr gutes Ausbildungsniveau.
Damit können wir uns international
weiterhin behaupten.“
Marke & Mensch: Die Zukunft der
PROPAK. Auch die strategische Entwicklung
der Marke PROPAK stand im Fokus
dieser Veranstaltung. Alice Nilsson, CEO der
Markenagentur MarkenStern und Martin
Widermann, Geschäftsführer von PROPAK,
präsentierten 10 Jahre Marke PROPAK und
gaben Einblicke in das Employer Branding für
die Branche. Die nächste Staffel der beliebten
Employer Branding Videos folgt noch heuer!
Abschließend zeigte sich PROPAK Geschäftsführer
Martin Widermann rundum zufrieden:
„Es war eine sehr gelungene Veranstaltung
mit exzellenten Speakern und eine würdige
Danksagung für unseren scheidenden Obmann
Georg Dieter Fischer. Wir freuen uns
schon auf die nächste PROPAK Lounge.“[pl]
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