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Altlandkreis - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel - Ausgabe Juli/August-2025

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Ausgabe 90 | Juli / August 2025

.de

Eine Produktion von

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Titelbild: AdobeStock, ARochau

Peiting

Die Chemie in der Luft

mit Dr. Christian Plaß-Dülmer

Kops oder Ballen

getrocknetes Edelgrün



Ein Sommer voller Jubiläen

Wetter war immer schon The-

ma in der Geschichte der

Menschheit, ist aufgrund

neuer Medien und der offensichtlichen

Klimaerwärmung

jedoch präsenter denn

je.

An dieser Stelle naheliegend:

Sich auf den Weg

hinauf auf den Hohen

Peißenberg zu machen.

Dort oben befindet sich das

bekanntlich älteste meteorologische

Bergobservatorium

der

Welt. Dessen Leiter: Dr.

Christian Plaß-Dülmer. Im

großen Interview auf der

Roten Couch spricht der aus Aachen

stammende, jedoch seit vielen Jahren in Peiting

heimische Physiker über das für uns Menschen

gefährlichste Klimagas, warum klassische Wetterbeobachtung

nicht die Hauptaufgabe seiner Mitarbeiter

ist, wie sehr ihm Klimaleugner Sorgen bereiten und

was der neueröffnete, kostenlose und freizugängliche

Infopavillon auf der Nordseite der Wallfahrtskirche

zu bieten hat. Wenige Kilometer weiter westlich:

Das Wellenfreibad in Peiting, das Badebegeisterte

zur großen Jubiläumswoche einlädt – und seit den

Schließungen in Oberammergau und Bad Tölz das

einzige Wellenfreibad südlich von München sein

dürfte. Dass dort bei Einbruch der Dunkelheit auch

immer wieder mal Jugendliche heimlich einsteigen,

ist ein offenes Geheimnis. Katzen sind überwiegend

dämmerungsaktiv. Und sollten bis spätestens 1. November

2024 gechippt sein. Das schreibt eine neue,

bereits im Mai erlassene Katzenschutzverordnung für

den kompletten Landkreis Weilheim-Schongau vor.

Ziel dieser neuen Regelung: Das Leid von wild- und

halbwildlebenden Tieren besser in den Griff zu bekommen.

Alles im Griff hatte Werner Golling, als er

von der „altlandkreis“-Redaktion in seiner 518-PSstarken

Zugmaschine begleitet wurde. Er arbeitet seit

vielen Jahren bei der Futtertrocknung Altenstadt, in

der in diesen Wochen und Monaten Hochkonjunktur

herrscht. Wir waren vom Einführen über das Trocknen

bis hin zur Abholung des fertigen Produkts dabei –

und haben uns über Ablauf, Historie sowie Sinn und

Zweck dieser Edelgrün-Herstellung ausführlich mit

Geschäftsführer Stefan Schuster unterhalten.

Nicht weniger spannend war der Besuch bei Hermann

Traber in Forst-Wessobrunn: Er ist einer der

wenigen im Weilheim-Schongauer Raum, der die

Radiocäsium-Messung von Schwarzwildfleisch messen

kann und darf. Wir wollten 39 Jahre nach Tschernobyl

wissen, wie es um die Strahlenbelastung in der

Region steht. In jedem Falle gut essbar: Selbstgebackene

Brote, sofern ausreichend Können und Wissen

vorhanden ist. Am Gemeinschafts-Brotbackhaus in

Steingaden fanden bereits erste Kurse statt. Geprägt

ist diese Juli / August-Ausgabe aber auch von zahlreichen

modernen wie traditionellen Festen, zu denen

Alt und Jung aus Nah und Fern herzlich eingeladen

sind. Ob Gautrachtenfeste, Böbing Open Air, Jubiläen

von Feuerwehr, Musikkapelle, Sportverein oder Burschenverein,

das Freibad-Festival ESCONOVA oder der

legendäre Mannschafts-Fünfkampf in Bad Bayersoien –

einfach hinfahren, sich des Lebens freuen und so die

Sorgen des Alltags hinter sich lassen, rät an dieser

Stelle von ganzem Herzen,

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Streicheleinheiten für

die Seele — Bauernhofbesuche

mit Demenzkranken

Seite 6

„In fünf Minuten

gibt's Wellen!“ Freibad

feiert 50-Jähriges

Seite 9

Klimaforscher Dr. Christian

Plaß-Dülmer im großen

Interview auf der Roten Couch

Seite 14

Willkommene Wiedergeburt:

Die Pfaffenwinkel

Gewerbeschau 2025

Seite 18

Classic trifft auf

Gewerbeschau — 200-PS-Ford

ohne Seitenfenster

Seite 20

Getanzter Leistungssport:

So stark sind Peitings

Rock 'n' Roller

Seite 26

„Schweißt das ganze Dorf

zusammen“ — Rotter laden

zur großen Festwoche

Seite 30 und 31

Rock, Pop, Electro:

Festival-Stimmung in

Böbing und Altenstadt

Seite 32

Eiweißquelle Edelgrün:

Mit dem 40-Tonner zur

Futtertrocknung

Seite 36

In gulaschgerechten Stücken:

Die Radiocäsium-Messung

von Schwarzwildfleisch

Seite 38

Gemeinschaftsstärkende

Kurse: Klopftest am

Brotbackhaus

Seite 44

Mehr Verantwortung für

weniger Tierleid — die neue

Katzenschutzverordnung

Seite 46

75 Jahre TSV Ingenried:

Als der Profifußballer

zum Mitglied wurde

Seite 67

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juli / august 2025 | 3


Demenzkranke bei Kuh, Kalb und Kuchen

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Antriebslosigkeit: Alzheimer-

Demenz ist eine schwerwiegende,

nicht heilbare Krankheit mit total

unterschiedlichen Verläufen, die

das tägliche Leben von Betroffenen,

insbesondere aber auch von

deren Angehörigen stark beeinträchtigt.

Umso wertvoller: Die

Alzheimergesellschaft Lechrain, die

sich im Jahr 2020 als gemeinnütziger

Verein mit dem großen Ziel

gegründet hat, von Demenz betroffene

Menschen sowie deren Angehörige

ehrenamtlich zu helfen und

unterstützen. Unter anderem in

Form von Fachvorträgen, um über

diese mit viel Hemmung und wenig

Wissen verbundene Krankheit

aufzuklären, so Ängste, Sorgen und

Barrieren abzubauen. In Form von

praktischer Hilfe im Alltag. Und im

Rahmen verschiedener Projekte.

Darunter auch: Bauernhofbesuche

für Demenzkranke. „Hierfür kooperieren

wir mit landwirtschaftlichen

Betrieben in Reichling, Pischlach

und Schöffau“, sagt Doris Kettner,

Gründerin der Alzheimergesellschaft

Lechrain. Letzterer wird von

Familie Hindelang in mittlerweile

vierter Generation geführt, liegt

total idyllisch zwischen Böbing

und Schöffau, weil eingebettet in

wunderbar-hügeliger Wald- und

Wiesenlandschaft. „Ein klassischer

Milchviehbetrieb mit 60 Kühen,

Jungvieh und Kälbern“, betont

Gastgeberin Anni

Hindelang, 48, Bäuerin

und Kuchenbäckerin

aus Leidenschaft,

die sich über

das Netzwerk „Soziale

Landwirtschaft“

ganz gezielt für

soziale Projekte einsetzt

– und für die

diese Besuche von

Demenzkranken auf

ihrem Bauernhof

eine echte Herzensangelegenheit

ist. „Weil es jeden von uns treffen

kann und es umso schöner zu sehen

ist, wie gut es den Betroffenen

wie Angehörigen geht, wenn sie

mal für wenige Stunden aus ihrem

wahnsinnig kräftezehrenden Alltag

ausbrechen können.“

„Jede Kuh hat eine

eigene Frisur“

Inzwischen ist die großzügige

Hofeinfahrt des Hoimerhofs fast

vollständig zugeparkt. WM, SOG,

LL – den Kennzeichen zufolge kommen

die bis zu 14 Teilnehmer aus

drei Landkreisen, nehmen zum Teil

fast einstündige Fahrten in Kauf.

„Für die An- und Abreise sind die

Angehörigen der Teilnehmer, die

auch während des kompletten

Besuchs mitdabeibleiben, selbst

verantwortlich“, betont Doris Kettner,

die gemeinsam mit Helferin

Margit Haslinger sowie zwei weiteren

Helferinnen jedoch dafür

sorgt, „dass wir das Aufpassen

und Betreuen der Demenzkranken

zwanglos übernehmen, so die Angehörigen

sich auch mal hinsetzen,

verschnaufen und untereinander

austauschen können.“ Doch dazu

später mehr. Denn das große Highlight

im Rahmen der Bauernhofbesuche

für Demenzkranke erfolgt

gleich zu Beginn des zwanglosen

Treffens von Gleichgesinnten: Der

gemeinsame Spaziergang um das

Wohnhaus von Familie Hindelang

in Richtung Laufstall, wo die frischgeputzten

Milchkühe der Rassen

Rot-Bunt, Braunvieh und Schwarz-

Bunt schon sehnsüchtig darauf

warten, liebevoll gekrault zu werden.

„Wenn ihr genau hinschaut,

ist zu erkennen, dass bei uns jede

Kuh eine eigene Frisur hat“, sagt

Gastgeberin Anni, lacht und fängt

an, Interessantes über alltägliche

Arbeiten auf einem Bauernhof, den

fachgerechten Umgang mit Tieren

sowie den Beweggrund des Baus

eines neuen Stalls zu erzählen. Tatsächlich

baut die Tochter von Anni

Hindelang hinter dem eigentlichen

Stall gerade einen neuen, weshalb

es am Tag dieses Bauernhofbesuchs

besonders aufregend ist für

die Demenzkranken und deren An-

4 | altlandkreis


Beim Kälberstreicheln

am und im Laufstall.

gehörigen – neben Kühen, Jungvieh

und Kälber dürfen sie beim

Blick über den langen Futtertisch

hinweg auch noch Baggerarbeiten

und schwerbeladene Kipper beim

Abtransport von Aushub bestaunen.

Wobei die meisten aber doch

die Streicheleinheiten an Kühen

und Kälbern bevorzugen. Eine ältere,

im Rollstuhl sitzende Dame

beispielsweise liebt es regelrecht,

ihre salzige Hand von Kälbern ablecken

zu lassen. „Die ist eigentlich

immer nur, gemeinsam mit ihrer

Tochter, draußen an den Kälberboxen“,

bestätigt Doris Kettner.

Ein älterer Herr, fesch gekleidet in

Hemd und mit Filzhut, streichelt

dagegen lieber die größeren Kälber

und Kühe, weil er sich dabei

an sein Berufsleben zurückerinnert

fühlt – er arbeitete nämlich als

Melker. Bei genauerer Betrachtung

fällt jedoch auf, dass wirklich allen

Teilnehmerinnen und Teilnehmern

die Augen leuchten, das sprichwörtliche

Herz aufgeht. Nach rund

30 Minuten Streicheln, Füttern und

Zuhören kehren Anni Hindelang,

Doris Kettner, 60, die zwei Helferinnen

sowie alle 14 Demenzkranken

samt ihren Angehörigen dem

Laufstall den Rücken zu, gehen gemeinsam

zurück in Richtung Hofeinfahrt.

Zwangloser Austausch

im Kornkasten

Der kurze Abstecher ins Wohnhaus,

um Hände zu waschen und bei

Bedarf aufs Klo zu gehen, darf an

dieser Stelle nicht fehlen, denn das

zweite Highlight folgt sogleich und

erfordert saubere Hände: Kaffee

und Kuchen im sogenannten Kornkasten

– eine urige, almähnliche

Hütte aus massiven Altholzbalken

mit großzügiger Eckbank, handbezogenen

Stühlen und bereits

festlich gedeckten Tischen. Es gibt

„Nuss“ und „Rhabarber“. Anni

Hindelang hat diese leckeren Kuchen

bereits am frühen Morgen eigenhändig

gebacken, sich mal wieder

in neuen, saisonalen Rezepten

ausprobiert. Und? „Schmeckt vorzüglich“,

sind sich die Damen und

Herren, die inzwischen alle Platz

gefunden haben, einig. Dabei auffallend:

Obwohl die demenzkranken

Männer und Frauen mental

wie körperlich stark eingeschränkt

sind, ist die Stimmung total ruhig,

gelassen, friedlich und herzlich.

„Genau deshalb machen wir diese

Nachmittage“, sagt Doris Kettner,

die in ihrer Familie selbst Erfahrung

mit Demenzerkrankungen

machen musste, dabei feststellte,

„wie wenige Anlaufstellen es für

Betroffene und deren Angehörige

mit Angeboten für eine aktive

Freizeitgestaltung gibt“. Insbesondere

hier in der Region. Über die

Alzheimergesellschaft Lechrain hat

sie gemeinsam mit sechs weiteren

Gründungsmitgliedern sowie Helferinnen

und Helfern inzwischen

ein facettenreiches Selbsthilfeprogramm

auf die Beine gestellt, das

mit Gehirn-Jogging, Spiel-Bewegungs-Sing-Nachmittagen,

Gartengruppe,

Naturentdeckungen,

Helferkreisen, klassischer Selbsthilfegruppe

und weiteren Angeboten

weit über die bis zu vier Bauernhofbesuche

pro Monat hinausgeht.

Doch diese Umgebung aus Hof,

Natur und Tiere sei in Augen der

Expertinnen „schon etwas ganz Besonderes“.

Und etwas, das sich inzwischen

weit über die Landkreisgrenzen

hinaus herumgesprochen

hat. „Wir bekommen Anfragen bis

aus München, was uns einerseits

ehrt, wir andererseits aber gar

nicht möchten“, betont Doris Kettner.

Das Angebot der Alzheimer

Gesellschaft Lechrain richtet sich

nämlich ganz gezielt an Betroffene

aus der Region für die Region. js

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Samstag, 5. Juli 2025

19 Uhr Serenade beim Rainer-Endisch-Saal

mit dem Florian Mayer Trio

Beachlounge und stimmungsvolle Serenadenklänge

bei uns am See in Herzogsägmühle. Eintritt frei

Sonntag, 6. Juli 2025

10 Uhr Festgottesdienst mit dem Werkstattchor

Pfarrerin Brigitte Weggel, Predigt: Ulrike Stühmeyer-Pulfrich

11 – 17 Uhr Musik, Streetfood, Kaffee und Kuchen,

kreativer Spiele parcours, Second-Hand-Modenschau

aus dem Fundus der Wühlkiste, zahlreiche Attraktionen

für Kinder und Jugendliche

Im Anschluss Dämmerschoppen der Werkfeuerwehr

auf dem Dorfplatz (nicht Teil des Schlemmerpass-Angebots)

Im urigen Kornkasten gab's für

die Teilnehmer Kaffee und hausgemachten

Kuchen.

Weitere Infos unter

www.herzogsaegmuehle.de/

dorffest

juli / august 2025 | 5


Peitinger Freibad feiert 50-Jähriges

„In fünf Minuten

gibt’s Wellen!“

Peiting | Familienfreundliche

Preise, großzügige Liegewiesen,

flächendeckende Barrierefreiheit

und jede Menge Attraktionen:

Das Wellenfreibad an der

Ammergauer Straße im südlichen

Zentrum von Peiting zieht

seit Jahrzehnten Alt und Jung in

seinen Bann. Morgens kommen

die rüstigen Rentnerinnen und

Rentner zum Frühschwimmen

oder halten sich im Rahmen von

Wassergymnastik-Kursen fit. Kurz

danach trudeln auch schon die

ersten Mütter mit Babys und Kleinkindern

ein, suchen sich einen gemütlichen

Liegeplatz Nähe Kinderplantschbecken

samt automatisch

ausfahrbarem Sonnensegel, unter

dem die jüngsten Badegäste bestens

geschützt sind vor aggressiver

Sonneneinstrahlung. Spätestens

nach Unterrichtsende in hiesigen

Schulen stürmen dann auch

Kinder und Jugendliche durchs

Drehkreuz am Haupteingang über

den topgepflegten Rasen hinweg

in Richtung Rundfetz-tauglichen

Tischtennisplatten, sandunterlegtem

Kletterturm oder professionellem

Beachvolleyballplatz. Oder

sie hüpfen gleich direkt in eines

der großen Becken, um die vom

harten Schulvormittag noch rauchenden

Köpfe abzukühlen. Das

obere misst 481 Quadratmeter, ist

90 Zentimeter tief, ideal geeignet

für Nichtschwimmer. Obendrein

bietet es dank Wasserpilzen, Massagedüsen

und Rutsche einen

bunten Mix aus Badeaction und

Wellness. Das untere sticht bereits

durch seine halbkreisähnliche

Form ins Auge, ist mit 816 Quadratmetern

das mit Abstand größte

Becken im Peitinger Wellenfreibad

und wird von Ost nach West immer

tiefer – im seichtesten Bereich ist

das Wasser nur 30 Zentimeter tief,

weiter hinten stolze 2,10 Meter. Das

große Highlight in diesem Becken

aber ist nicht der durch Bojen separierte

Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich

ereich

– einmal

pro Stunde, stets für acht Minuten,

gibt’s im Peitinger Wellenfreibad

bis zu einem Meter

hohe Wellen. Um die nicht zu

verpassen, werden die Badegäste

rechtzeitig via Lautsprecherdurchsage

informiert: „In fünf Minuten

gibt’s Wellen!“ Ein Spruch, der

über die Peitinger Ortsgrenze hinaus

Kultstatus erreicht hat unter

Badegästen.

Immens hoher

Freizeitwert

Betreiber des landkreisweit einzigen

Wellenfreibads, das seit den

Schließungen in Oberammergau

und Bad Tölz sogar das einzige

Wellenfreibad südwestlich von

München sein dürfte: Die Marktgemeinde

Peiting, die sich für

Fachpersonal, Unterhaltungskosten

und Betrieb verantwortlich

zeichnet. „Kostendeckend betreiben

kannst du ein solches Freibad

6 | altlandkreis


grundsätzlich nicht“, bekräftigt

Bürgermeister Peter Ostenrieder

einen allgemein bekannten Fakt.

Die rund 300 000 Euro pro Saison

nehme man jedoch gerne in die

Hand, „weil unser Wellenfreibad

einen immens hohen Freizeitwert

für Einheimische wie Urlauber mit

sich bringt und zu uns und Peiting

schlichtweg dazugehört“. In Markus

Häringer hat die Gemeinde

einen handwerklich geschickten

wie erfahrenen Mann, der sich mit

Unterbrechung schon den 13. Sommer

um die Leitung des 1975 eröffneten

Wellenfreibads kümmert –

der gelernte Elektriker weiß quasi

im Schlaf, wie Wellenanlage, Chlorung

und Heizung funktionieren.

„Unsere Becken haben die ganze

Saison über eine Wassertemperatur

von angenehmen 24 Grad.“

Der Chloranteil liege bei den vom

Gesundheitsamt vorgeschriebenen

drei bis sechs Millilitern pro Liter

Wasser. Besonders angenehm für

Badegeäste außerdem: GRANDER-

Wasser, das dank seiner verbesserten

Struktur sich deutlich weicher

anfühlt auf der nackten Haut. Aus

der Kategorie unverwüstlich sei

außerdem die „gute alte mechanische

Wellenanlage“ zwischen

Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken.

Neben standesgemäßem

Stromanschluss sowie funktionierender

Hydraulik „erzeugen

wir unsere Wellen ausschließlich

mit Luft“. Wer sich während des

Wellengangs im Wasser verausgabt,

kann sich hinterher am Kiosk

im Eingangsbereich stärken. Auf

der Speisekarte stehen Freibadklassiker

wie Currywurst, Pommes

mit Ketchup oder Majo, Nuggets,

Toast, Hot Dog. Dazu Wasser, Apfelschorle,

Spezi? Oder Radler,

Weißbier, Weinschorle? Moderne

Sitz- und Liegebereiche sowie

biergartenaffine Tische und Bänke

unter gedeihenden Dachplatanen

(Baumart mit südländischem Flair)

laden zum Essen, Trinken und Verweilen

ein. Topmodern sind neuerdings

auch die frischsanierten

Toiletten, ebenso Umkleiden mit

absperrbaren Spinden.

Jubiläumswoche mit

Riesenrutsche

Das einst anstelle eines Moorbades

für 2,3 Millionen D-Mark gebaute

Peitinger Wellenfreibad ist

insofern bestens gerüstet für die

große Jubiläumswoche anlässlich

seines 50. Geburtstags – ab Sonntag,

6. Juli, lässt zu den gewohnten

Öffnungszeiten eine aufblasbare

Riesenrutsche mit 25 Metern Länge,

zehn Metern Breite und acht

Metern Höhe die Herzen von Kindern,

Jugendlichen und Junggebliebenen

höherschlagen lässt. An

diesem Jubiläumssonntag selbst

zahlen Besucher auch nur halb so

viel Eintritt. Am darauffolgenden

Freitag ist außerdem, sofern das

Wetter mitspielt, eine lange Badenacht

mit Grillabend geplant. Apropos

Wetter: „Es gab Rekordjahre,

zum Beispiel 2003, als von Mitte

Mai bis Ende Sommerferien mehr

als 80 000 Besucher das Peitinger

Wellenfreibad aufgesucht haben.

Aber auch schon Hochsommermonate,

zum Beispiel im August

2007, in denen das Bad keinen einzigen

Tag öffnen konnte aufgrund

von schlechter Witterung“, weiß

Badreferent Alfred Jocher. Dass in

dieser Zeit trotzdem jemand im

Bad war? „Nicht auszuschließen“,

meint Markus Häringer, grinst und

gibt an dieser Stelle offen und ehrlich

zu, selbst mal jung gewesen zu

sein. Kaum ein Jugendlicher, der

in Peiting aufgewachsen ist, hat es

noch nicht gewagt, nachts, klammheimlich,

über den Zaun zu klettern.

„Schön ist es für uns trotzdem

nicht, weil dadurch immer wieder

Bereiche des Zauns zerstört werden.“

Dafür umso schöner: Dass

das Peitinger Wellenfreibad dank

familienfreundlichem Ambiente

sowie echt fairen Eintrittspreisen

Badegäste aus dem kompletten

Landkreis und darüber hinaus

anlockt und begeistert. 150 Euro

kostet heuer die Saisonkarte für

eine ganze Familie, zwölf Euro die

Tageskarte. Wer sich bei wechselhaftem

Wetter unsicher ist, ob das

Wellenfreibad nun offen hat oder

nicht? „Der schaut am besten auf

die Internetseite der Marktgemeinde.“

Dank einer automatischen Besucherzählung

am barrierefreien

Haupteingang des Wellenfreibades

kann online unter www.peiting.de

rund um die Uhr geschaut werden,

wie viele Menschen sich gerade auf

dem Areal mit Platz für mehr als

2500 Badebegeisterte aufhalten.

Wenn online gar keiner angezeigt

wird, kann man sich sicher sein,

dass es wetterbedingt geschlossen

hat. Ein Szenario, dass sich die Betreiber

und Freibadfans insbesondere

zur Jubiläumswoche natürlich

nicht wünschen.

js

juli / august 2025 | 7


Zur 40. Pfaffenwinkelradrundfahrt

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8 | altlandkreis

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Peiting | Sie gilt als größte und

beliebteste Radsportveranstaltung

der Region: Die Pfaffenwinkelradrundfahrt,

die heuer am Sonntag,

20. Juli, zum 40. Mal stattfinden

und bis zu 1200 Sportbegeisterte in

ihren Bann ziehen wird. „Die Teilnehmer

kommen im Umkreis von

100 Kilometern, zum Teil auch weit

darüber hinaus, verbinden das

ganze oft mit einem Kurzurlaub in

unserer wunderschönen Region“,

bekräftigt Mitorganisator Uwe Flad

vom RC77 Altenstadt. Start und Ziel

ist traditionell am Eisstadion in

Peiting, genaugenommen an der

schräg gegenüberliegenden Dreifachsporthalle,

wo die Radsportler

Umkleiden, Toiletten und Duschen

nutzen dürfen, sich so optimal auf

einen langen Tag im Sattel vorbereiten

und hinterher erholen können

– und das ganze frei von Druck.

„Die größte Besonderheit ist, dass

es sich nicht um einen Wettkampf,

sondern eine Radtouristikveranstaltung

ohne Zeitnahme handelt.“

Heißt: Teilnehmerinnen und Teilnehmer

dürfen ganz nach Lust und

Laune, Tagesform sowie sportlicher

Ambition in die Pedale treten. „Lediglich

als Gruppen angemeldete

Teilnehmer haben die Möglichkeit,

für die im Team zurückgelegten

Gesamtkilometer einen Pokal

zu gewinnen.“ Wer dabei welche

Strecke fährt? „Prinzipiell egal.“

Die Pfaffenwinkelradrundfahrt bietet

traditionell mehrere Strecken

an. Die kürzeste Variante erstreckt

sich über 57 Kilometer und 490 Höhenmeter,

die nächstlängere über

82 Kilometer und 780 Höhenmeter,

die dritte über 116 Kilometer sowie

1 130 Höhenmeter und die Königs-

Tour über 156 Kilometer mit 1 580

Höhenmeter – alle vier Strecken

sind beschildert, primär für Rennräder

ausgelegt, können aber auch

mit Tourenrädern, Mountainbikes

und E-Bikes zurückgelegt werden.

Um bei Kräften zu bleiben, helfen

Verpflegungsstationen mit Sportgetränken,

Gels, Riegeln, Bananen,

Melonen, Wurst- und Käsesemmeln

stärken – die Langdistanz beinhaltet

mit Sportplatz Bernbeuren,

Sportplatz Wildsteig und Feuerwehrhaus

Huglfing gleich drei Verpflegungsstationen,

die kürzeren

Distanzen mit ebenfalls Wildsteig

und Bernbeuren jeweils zwei, die

kurze Tour mit Bernbeuren eine.

Anmeldung bis 17. Juli

Ursprünglich ins Leben gerufen

wurde die Pfaffenwinkelradrundfahrt

bereits in den frühen 1980er

Jahren von den vier Vereinen SC

Huglfing, SV Obersöchering, RC72

Peiting und RC77 Altenstadt. Deren

Ziel: Gleichgesinnten einen

unvergessenen Tag im Sattel zu

bescheren in einer Zeit, in der es

noch keine GPS-Navigation gab,

insofern beschilderte Strecken

immensen Stellenwert hatten. Beliebt

ist die Pfaffenwinkelradrundfahrt

aber auch in Zeiten absoluter

Hightech-Fahrradcomputer. „Wir

Organisatoren machen das zum

Teil seit 30 Jahren und dachten

lange Zeit, dass mit uns auch die

Rundfahrt alt werden wird – doch

aufgrund des enormen Rennradbooms

wird das Teilnehmerfeld

wieder jünger.“ Insbesondere

jüngere Frauen entdecken diesen

für Geist, Körper und Seele

so wertvollen Sport verstärkt für

sich, schließen sich der Rundfahrt

an. Ebenfalls voll im Trend: Gravelbiken

mit Rädern, die aufgebaut

sind wie Rennräder, sich aufgrund

breiterer Reifen mit tieferem Profil

jedoch auch für Schotterstraßen

gut eignen – erstmals bietet die

Pfaffenwinkelradrundfahrt deshalb

auch eine Gravel-Tour über 98 Kilometer

und 1080 Höhenmeter an.

Die Startgebühr beträgt je nach

Strecke zwischen 18 und 33 Euro,

beinhaltet Essen und Getränke an

den Verpflegungsstationen und ein

flauschiges Badehandtuch als Teilnahme-Geschenk.

Gestartet wird,

je nach Strecke, zwischen 6.30 und

10 Uhr. Zielschluss für alle: 16 Uhr.

Ob Rennrad oder Gravelbike: So

oder so müssen sich die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer bis spätestens

Donnerstag, 17. Juli, unter

www.pfaffenwinkelradrundfahrt.

de anmelden – dort finden Sie,

liebe Leserinnen und Leser, auch

alle weiteren Informationen zur

größten und beliebtesten Radsportveranstaltung

der Region. js


Auf der Roten Couch

Der Klimaforscher

Wild war das Wetter beim Fotoshooting mit

Dr. Christian Plaß-Dülmer, Leiter des Meteorologischen

Observatoriums auf dem Hohen

Peißenberg. Foto: Felix Baab

juli / august 2025 | 9


Hoher Peißenberg | Das Meteorologische

Observatorium Hohenpeißenberg

ist die älteste Bergwetterstation

der Welt. Dessen

Leiter: Dr. Christian Plaß-Dülmer,

64, verheiratet, Vater zweier erwachsener

Kinder, seit 30 Jahren

wohnhaft in Peiting und ebenso

lange beruflich auf dem Hohen

Peißenberg tätig. Erst als Wissenschaftler,

seit 2012 als Chef dieser

international gefragten Klimaforschungsstation,

an der aktuell fast

60 Wissenschaftler, Techniker und

Ingenieure arbeiten. Hervorzuheben:

Nach Abi und Physik-Studium

in seiner Geburtsstadt Aachen

promovierte der frühere Hobbyhandballer

am Forschungszentrum

Jülich zum Thema „Messung

von organischen Spurengasemissionen

aus dem Ozean und deren

Bedeutung für die atmosphärische

Chemie“ – er interessierte

sich insofern schon damals für

das, was heute brisanter ist denn

je: Wie der Mensch die Erdatmosphäre

verändert. Im großen Interview

auf der Roten Couch verrät

der berg- und naturbegeisterte

Zwei-Meter-Mann, wie es um

Luftqualität und Ozonschicht über

dem Pfaffenwinkel steht, welches

Klimagas am gefährlichsten

für uns Menschen ist und ob ihm

Klimaleugner wie Donald Trump

ernsthaft Sorgen bereiten.

Herr Dr. Plaß-Dülmer, gibt es in Ihren

Augen einen schöneren Arbeitsplatz

als hier oben auf dem 988 Meter

gelegenen Hohen Peißenberg?

Insbesondere für naturverbundene

Menschen mit ausgeprägtem

Wunsch nach Aus- und Überblick

sowie einer Romantik für besondere

Sonnenuntergänge hat

dieser Arbeitsplatz so einiges zu

bieten. Selbst nach 30 Dienstjahren

weiß ich die täglich wechselnde

Stimmung hier oben sehr zu

schätzen.

Auch einzigartig: Dass Sie Leiter des

ältesten Bergobservatoriums der

Dr. Christian i Plaß-Dülmer und „altlandkreis“-Redakteur l d k Johannes

Schelle am neuen Info-Pavillon auf dem Hohen Peißenberg.

Welt sind, auf dem bereits seit 1781

Wetter beobachtet wird.

Wir haben die historischen Messinstrumente,

mit denen die Augustiner

Chorherren des Klosters

Rottenbuch sowie hier oben stationierte

Priester anno dazumal

gearbeitet haben, zum Teil noch

hier im Haus. Zum Beispiel Quecksilberthermometer,

Quecksilberbarometer,

Windrichtungsfahnen

oder Niederschlagssammler. Letztlich

ging es im 18. Jahrhundert

aber noch nicht um Wetterprognose,

sondern in erster Linie darum,

zu verstehen, wie die Natur funktioniert.

Wobei Wetterprognose nun wieder

nicht die Hauptaufgabe von Ihnen

und Ihren Mitarbeitern ist?

Traditionell ist der Deutsche Wetterdienst

bis heute verantwortlich

für Wetter- und Klimavorhersage,

arbeitet hierfür bundesweit mit

180 Haupt- und nochmals zehn

Mal so vielen Neben-Messstationen,

die sich unter anderem auch

in Privatgärten befinden. Wir auf

dem Hohen Peißenberg sind seit

1952 jedoch eines von zwei Forschungsobservatorien

des DWDs –

das eine befindet sich in Lindenberg

bei Berlin, beschäftigt sich

mit Physik und Struktur der Atmosphäre.

Wir auf dem Hohen Peißenberg

messen und analysieren

die chemische Zusammensetzung

in der Atmosphäre, untersuchen

sozusagen die Qualität der Luft,

die wir zum Leben brauchen.

Ein wesentlicher Bestandteil der

Erdatmosphäre: Die Ozonschicht,

rund 30 Kilometer über uns, in etwa

so dick wie eine Geldmünze und dafür

zuständig, uns und alle anderen

Lebewesen vor UV-Strahlung zu

schützen. Und eine Schicht, die bei

Ihnen seit 1960 untersucht wird?

Richtig. Insbesondere in den

1980ern und 1990ern hatten wir

die Problematik mit sogenannten

FCKWs. Damit sind Treibhausgase

gemeint, die unter anderem

in Spraydosen und Kühlmittel von

Kühlschränken verwendet wurden.

Einst dachte man, die sind

chemisch unproblematisch für die

Atmosphäre. Als dann ein richtiges

Ozonloch über der Antarktis

entdeckt wurde und auch wir bei

unseren Messungen festgestellt

hatten, dass die Ozonschicht dünner

geworden ist, kamen kluge

Köpfe wie der Mainzer Nobelpreisträger

Paul Crutzen den Mechanismen

auf die Schliche: die FCKWs

wurden oberhalb der Ozonschicht

durch die harte UV-Strahlung der

Sonne zerstört und das dabei freiwerdende

Chlor und Fluor zerstörte

wiederum Teile des Ozons.

Die Folge?

Die internationale Staatengemeinschaft,

die 1987 das Montrealer Abkommen

beschlossen und im Zuge

dessen die Herstellung von FCKWs

weltweit erfolgreich verboten hatte

– seit 1990 erholt sich die Ozonschicht

wieder langsam.

Dabei haben sich laut jüngster Statistik

Hautkrebserkrankungen in

Deutschland die vergangenen 20

Jahre verdoppelt.

Wer heute Hautkrebs bekommt,

hat die Sonnenbrände womöglich

schon 30 Jahre vorher gehabt. Früher

war das Motto: Ich lasse mich

beim ersten Badetag des Sommers

ordentlich verbrennen, was dann

zu Bräune wird, die mich für den

Rest des Sommers vor Sonnenbrand

schützt. Das ist natürlich

Quatsch. Heute schützen wir uns

mit Sonnencreme effektiver.

Wie wird die Ozonschicht gemessen?

Wir haben hierfür drei Messverfahren,

eins davon via nach oben

steigender, mit Wasserstoff gefüllter

Ballons, an deren Schnur wir

ein kleines Kästchen anbringen

mit Batterie, Pümpchen und Messinstrument

– diese Pumpe saugt

über ein kleines Schläuchlein die

Luft mit Ozongasen ein, die werden

dann gemessen, ausgewertet

und via Funk direkt auf unsere

Rechner übertragen.

Und der Ballon?

Der dehnt sich mit zunehmender

Höhe immer weiter aus. So lange,

bis er platzt. Ein dabei auslösender

Fallschirm verhindert, dass

das Kästchen ungebremst wieder

auf die Erde zurückrast. Hobbysondenjäger

finden sie häufig rund

200 Kilometer von uns entfernt an

der Grenze zu Österreich, können

sie dank angebrachtem Finderbrief

zuordnen und bekommen

fürs zurückschicken auch einen

kleinen Finderlohn von 30 Euro im

In- und 40 Euro im Ausland.

Ein anderer Meilenstein in der Klimaforschung,

geboren im Jahre

1990: Das weltweite Klimaüberwachungsprogramm

„Global Atmosphäre

Watch“, kurz GAW.

Die Weltorganisation für Meteorologie,

kurz WMO, ist eine unheimlich

effiziente Organisation,

über die man es schafft, alle gesammelten

meteorologischen

Daten unentgeltlich weltweit

auszutauschen. Damit wurde die

Grundlage für eine wirklich gute

Wetterprognose geschaffen. Eine

ähnlich erfolgreiche internationale

Zusammenarbeit unter den

Wetterdiensten wurde im Bereich

der Klimaforschung mit GAW, ein

Programm der WMO, geschaffen –

hier geht es um die mittel- bis

langfristige Entwicklung des Kli-

10 | altlandkreis


mas sowie der Luftqualität unserer

Erde durch von uns Menschen versursachte

Emissionen.

Mit wie vielen Ländern arbeitet Ihr

zusammen?

Es gibt in etwa 40 GAW-Globalstationen,

mit denen wir vernetzt

sind, darüber hinaus weitere Klimaforschungsstationen

in ganz

Europa. In Deutschland reden wir

von zwei GAW-Globalstationen –

die eine befindet sich auf der Zugspitze,

die andere hier bei uns

auf dem Hohen Peißenberg, die

zu deutlich mehr Messgeräten für

Spurengase und Aerosol sowie

auch zu mehr Personal bei uns geführt

hat.

Was halten Sie von dieser internationalen

Zusammenarbeit?

Ich halte sie für absolut notwendig.

Wenn wir in Hohenpeißenberg

eine Veränderung in der Atmosphäre

feststellen, kann das ein

Einzelfall, ein lokales Phänomen

sein. Wenn die gleiche Beobachtung

aber auch an zehn anderen

Stationen gemacht wird, wissen

wir, dass es sich um ein großräumiges,

oft global relevantes Phänomen

handelt.

Zum Beispiel?

Bei Vulkanausbrüchen kann Vulkanasche

in Luftschichten geschleudert

werden, in denen die

Triebwerke von Verkehrsflugzeugen

geschädigt oder ausfallen

können. Selbst hier über dem

Pfaffenwinkel musste der Luftraum

schon geschlossen werden aufgrund

von Vulkanausbrüchen, die

geografisch betrachtet weit weg

von uns liegen – der Wind verteilt

die Asche weltweit. In solchen

Fällen, wie beispielsweise 2010

beim Ausbruch des Eyjafjallajökull

auf Island, konnte letztlich durch

unsere deutschlandweiten Messungen

festgestellt werden, dass

die Konzentration der Asche unter

den Grenzwerten war, so für die

Wiederaufnahme des Flugverkehrs

grünes Licht erteilt werden.

Wie steht es um die Luftqualität hier

in der Region ganz generell?

Die war und ist im Pfaffenwinkel

immer schon gut gewesen im Vergleich

zum Rest von Deutschland,

da wir hier in einem Gebiet mit

wenigen Industrieanlagen, wenigen

Hauptverkehrsachsen leben.

Und auch insgesamt ist die Luftqualität

im Vergleich zu den 1980er

und 1990er Jahren, in denen viele

unkontrollierte Emissionen passiert

sind, besser geworden dank

Entschwefelungsanlagen in Kohlekraftwerken,

einem generellen

Rückgang der Energieerzeugung

mit Kohle, Drei-Wege-Katalysatoren

in Autos mit Verbrennermotor,

effizienteren Kachelöfen… Trotzdem

hinken wir bei Stickoxiden

und Feinstaub oft den von der

Bundesregierung vorgegebenen

Luftqualitätszielen hinterher.

Die Gründe dafür?

Durch die Abgas-Schummeleien

bei Dieselfahrzeugen sehen wir

erst seit wenigen Jahren einen

deutlichen Rückgang der Werte.

Beim bodennahen Ozon haben

sich die sommerlichen Ozonsmog-

Episoden deutlich reduziert – ein

Erfolg der Luftreinhaltemaßnahmen.

Allerdings haben wir beim

Ozon seit Jahrzehnten ein Ansteigen

der Hintergrundwerte aufgrund

zunehmender Emissionen

in anderen Kontinenten, insbesondere

Asien.

Aus dem Labor im vierten Stock zurück

in Ihr Büro, drei Etagen tiefer:

Wie sieht ein klassischer Arbeitstag

bei Ihnen aus?

Ich fange meist gegen 9 Uhr an

und bin einfach gesagt dafür verantwortlich,

dass der Laden hier

läuft. Viel koordinieren, Mails beantworten,

telefonieren, organisieren,

aber auch immer wieder

auf Dienstreisen. Überwiegend im

europäischen Raum, zum Beispiel

bei unserer Zentrale in Offenbach,

beim Sitz der WMO in Genf. Bei

europäischen Forschungsverbünden

in Helsinki, Paris, Madrid, Budapest.

Seltener auch mal in China

oder Australien. Letztlich achten

wir darauf, nur jedes zweite Meeting

vor Ort zu machen, um die

Umwelt durch weniger Flüge zu

entlasten.

Was geht Ihnen durch den Kopf,

wenn Sie aus Ihrem Bürofenster

Richtung Süden blicken und die

2 962 Meter hohe Zugspitze entdecken?

Wow, was ein schöner Berg, den

ich privat schon öfter besteigen,

beruflich schon öfter bereisen

durfte auf meinem Weg zum

Schneefernerhaus oder zur

juli / august 2025 | 11


Wetterstation auf dem Gipfel, die

dieses Jahr im Übrigen 125-jähriges

Jubiläum feiert. Aus der Ferne

achte ich aber auch darauf, ob sie

klar oder diffus zu sehen ist, ob

eine Trübung in der Atmosphäre

zu erkennen ist. Das sagt nämlich

einiges darüber aus, wie viele Aerosole

sich in der Luft befinden.

Will heißen?

Das, was unsere Eindrücke von

Landschaft ausmacht, ist oft durch

Luftchemie beeinflusst. Intensiv

rote Sonnenuntergänge entstehen

beispielsweise durch den Einfluss

von Saharastaub oder Waldbrandaerosol.

Hat hier in Ihrem Bürogebäude

schon mal der Blitz eingeschlagen?

Immer wieder, was wir aufgrund

von Blitzschutz jedoch kaum mitbekommen

– dass mal technische

Geräte durch Blitzeinschlag kaputtgehen,

kommt vielleicht einmal

in zehn Jahren vor.

Extremwetterereignisse mit Starkregen,

Hagel, orkanartigen Böen und

Blitzeinschlag nehmen in jedem Falle

zu. Wie gefährlich ist das Wetter

für den Pfaffenwinkel?

Extremwetterereignisse hat es

deutschlandweit immer schon gegeben,

hier aufgrund der Nähe zu

den Alpen aber häufiger – an und

über den Bergen bilden sich große

Gewitterwolken, die dann aus den

Bergen herauswandern und sich

über uns entladen. Was wir aber

schon auch beobachten: Dass die

Extremniederschläge leicht zugenommen

haben die vergangenen

Jahre. Ein erwartbares Phänomen

aufgrund steigender Durchschnittstemperatur,

wodurch mehr Feuchtigkeit

in die Luft steigt, somit mehr

Energie für Extremwetter entsteht.

Diese Wetterveränderungen sind

nachweislich menschenverursacht?

Wir haben die WMO, die Wetterdaten

aller meteorologischen Dienste

dieser Welt zusammenbringt. Und

Vierter Stock, Labor: Hier wird Luft angesaugt, gemessen, analysiert.

wir haben den Weltklimarat namens

Intergovernmental Panel on

Climate Change, kurz IPCC, der alle

paar Jahre eine neue Bewertung

der Faktenlage zum Klimawandel

macht. Da sitzen ganz viele Wissenschaftler

drin, die bei weitem

nicht alle einer Meinung sind,

sich aber wissenschaftliche Auswertungen

und Studien akribisch

anschauen und überprüfen, ob

sie wissenschaftlich sauber sind.

Wenn es also von unserer Seite

heißt, dass der Temperaturanstieg

durch die Klimagasemissionen

Kohlendioxid, Methan und Lachgas

menschengemacht ist, basiert

das auf einer Vielzahl von faktenbasierter

Beobachtungen, sowie

einer Vielzahl von komplexen

Modellergebnissen, die konsistent

sind. Davon abgesehen ist es simple

Physik. Bereits Svante Arrhenius,

ein schwedischer Physiker,

hatte vor mehr als 100 Jahren den

erwärmenden Effekt erkannt und

einen deutlichen Temperaturanstieg

bei CO 2 -Verdopplung in der

Atmosphäre berechnet.

Von welchem Temperaturanstieg

reden wir?

In Deutschland sind es heute

durchschnittlich 2,5 Grad mehr als

noch im Jahr 1881.

Eine eigentlich schwindend geringe

Zahl.

Finde ich nicht. In einigen tropischen

und subtropischen Regionen

gehen in Hitzewellen Temperaturen

inzwischen auf die 50

Grad zu. Selbst hier in Deutschland

gibt es in Ballungsräumen wie

im Rhein-Main-Gebiet Sommerhitzeperioden

mit sogenannten

städtischen Wärmeinseln, die je

nach Bedingungen um bis zu zehn

Grad heißer sein können als es in

deren umliegenden Gebieten mit

mehr Vegetation der Fall ist – da

kühlt es nachts nicht richtig runter,

kann man nur schwer schlafen.

Im Vergleich zu anderen Ländern

erscheint das hier in Deutschland

jedoch noch harmlos, da dort 2,5

Grad mehr eine flächendeckende

Versteppung oder Verwüstung bedeuten

können und menschliches

Leben unmöglich machen.

Was empfi nden Sie angesichts dessen,

dass mächtige Männer wie

Donald Trump die menschgemachte

Klimaerwärmung leugnen, ja regelrecht

ins Lächerliche ziehen?

Das macht mir große Sorgen. Seit

der Aufklärung leben wir in einer

stark auf Wissen basierten Welt –

Wissen, das nachweislich und unabhängig

überprüfbar ist. Auch

das zu Wetter, zu Klimawandel.

Deshalb ist das sehr gefährlich,

wenn uns dieser Bezug zu wissenschaftlich

basierten Fakten zu Lasten

Interessen-gesteuerter Politik

entzogen wird.

Fürchten Sie US-manipulierte Forschungsergebnisse?

Prinzipiell wird so etwas nicht veröffentlicht,

weil es den Anforderungen

internationaler Fachzeitschriften

nicht entspricht. Aber bei

Interessen-gesteuerter Politik werden

dann Wissenschaftler bezahlt

sowie eigene Verlage für Publikationen

gegründet und beworben,

um das Bild einer nicht einheitlichen

Bewertung in der Wissenschaft

zum menschengemachten

Klimawandel zu erzeugen – und

so der breiten Masse der Bevölkerung

etwas seriös Wirkendes vorgegaukelt.

Sie hätten viele Beweise für menschgemachte

Einflüsse auf die globale

Klimaerwärmung. Unter anderem

im Rahmen der vor gut zehn Jahren

gestarteten ICOS-Forschungsinfrastruktur.

Ein hochpräzises Beobachtungssystem

zur Messung der Konzentration

von Klimagasen in der Luft –

hier können wir Methan, CO 2 und

Lachgas extrem genau messen,

deren ungebremsten Anstieg dokumentieren

und herausfinden,

woher diese fürs Klima schädlichen

Gase kommen.

Woher?

Methan entsteht meist in der Landwirtschaft,

beispielsweise beim

Verdauungsprozess der Kuh, beim

Odeln oder in Moorböden. Lachgasbildung

ist ebenfalls mit dem

Ausbringen von Gülle verbunden.

Und CO 2 entsteht immer dann,

wenn organisches Material wie

Holz, Öl, Gas oder Kohle verbrannt

wird.

Welches dieser drei Gase schadet

uns am meisten?

Natürlich ist CO 2 unser Hauptklimagas.

Schauen wir aber in

die Einzelprozesse und unser

Verständnis, so deuten unsere

ICOS-Messungen zusammen mit

jüngsten Modellierungen beim

DWD an, dass die Größe der Methanemission

aus dem landwirtschaftlichen

Sektor deutschlandweit

unterschätzt worden ist und

eine größere Auswirkung auf die

Klimaerwärmung hat, als bisher

angenommen. Bei Lachgas sind

unsere Modelle noch nicht fertig

entwickelt. Das ist anspruchsvolle

Forschungsarbeit, an der der

DWD mit Partnern von führenden

Klimaforschungsinstituten in ganz

Deutschland arbeitet.

Interessante Erkenntnis. Doch zurück

zur Kernaufgabe des DWDs

im Allgemeinen: Der inzwischen

komplett automatisierten Wetterprognose,

die noch Verbesserungspotential

hat?

Wir können aktuell das Wetter

in sieben Tagen mit der gleichen

Güte vorhersagen, wie vor

50 Jahren noch für den nächsten

Tag. Was für unsere Volkswirtschaft

zunehmend wichtig wird:

Die Vorhersage der regenerativen

Energieerzeugung. Aktuell sind

wir in der Lage, die Kraft von Wind

und Sonne ein bis zwei Tage im

Voraus ziemlich präzise vorherzusagen,

sind da insofern gar nicht

schlecht. Im Detail betrachtet ist

hier aber noch Verbesserungspotential

da und auch notwendig.

Aktuell werden bundesweit rund

60 Prozent des Gesamtstrombedarfs

aus regenerativer Energie

erzeugt. Das Ziel muss aber eine

deutliche Überkapazität von grünem

Strom sein, um sogenannte

Dunkelflauten umweltfreundlich

kompensieren zu können und

Energie für Wasserstofferzeugung

sowie Reservoire zu haben. Über

die Wettervorhersage noch früher

und genauer wissen, wann

Deutschland Strom aus anderen

Quellen zukaufen oder zuschal-

12 | altlandkreis


ten muss, ist ein großes Ziel vom

DWD.

Vor wenigen Wochen offi ziell eingeweiht:

Ein nigelnagelneuer Infopavillon,

errichtet am großen Eingangstor

zum Bergobservatorium,

direkt am großen Parkplatz hinter

der Wallfahrtskirche, der von Montag

bis Sonntag zwischen acht und

20 Uhr kostenlos zugänglich ist –

und was zu bieten hat?

Wir versuchen mit diesem Pavillon

alle interessanten Aspekte unserer

Arbeit darzustellen. Unter anderem

in Form von großen Bildschirmen

mit Touchscreen, haptischen

Elementen und Modellbau. Wir

zeigen spannende Kurzfilme und

Statistiken über Historie und Projekte

unseres Meteorologischen

Observatoriums. Die Beweggründe:

Unsere Arbeit ist seit jeher von

großem Interesse für die breite

Öffentlichkeit, was wir an Führungsanfragen

und den etlichen

tausend Besuchern bei unseren

„Tagen der Offenen Tür“ alle fünf

Jahre festmachen. Außerdem wird

der Deutsche Wetterdienst vom

Steuerzahler finanziert, hat einen

bundesweiten Jahresetat in der

Höhe des Preises einer Halben

Bier oder Limo pro Einwohner.

Insofern möchten wir den Leuten

auch etwas zurückgeben.

Bieten Sie trotzdem noch Führungen

durchs Observatorium an?

Rund 100 im Jahr. Wir unterscheiden

zwischen Fachführungen sowie

Vereins-, Privat- und Betriebsführungen.

Anmeldebögen finden

Interessierte unter www.dwd.de.

Sie selbst leiten diese geschichtsträchtige

Wetterstation seit mittlerweile

13 Jahren. Mehr Stress oder

Stolz?

Ganz klar Stolz, auch wenn es mir

schwergefallen ist, mich auf diese

Stelle des Leiters zu bewerben,

weil ich hier sehr gerne wissenschaftlich

gearbeitet habe, jetzt

als Observatoriumsleiter überwiegend

strategisch und administrativ

tätig bin.

Wie gewinnen Sie Abstand zu stressigen

Arbeitstagen?

Vielfältig durch Familie, Freunde,

Reisen, Lesen oder draußen sein –

Sommer wie Winter bin ich viel

in den Bergen unterwegs, gehe

leidenschaftlich gerne Wandern,

Radfahren und Skitouren in den

Ammergauer Alpen, im Lechtal, im

Tannheimer Tal. Zum Beispiel auf

Ponten, Scheinberg- oder Kreuzspitze.

Vermissen Sie nicht auch Ihre alte

Heimat?

Mentalitätsmäßig bin ich noch immer

der ruhige, gelassene Rheinländer.

Heimat ist für mich aber

da, wo ich lebe, ich mich wohlfühle

– und das ist ganz klar Peiting,

der Hohe Peißenberg und unsere

wunderschöne Region, in der

ich jede Menge soziale Kontakte

knüpfen konnte die vergangenen

Jahre und Jahrzehnte.

Sie sind 64. Pension bereits in Sicht?

Ich will zu meinem normalen Rentenbeginn

mit 66 Jahren und vier

Monaten gehen, also im Februar

2027.

Schon Pläne für die Zeit danach?

Eine Bike-Transalp kenne ich

schon, deshalb würde ich gerne

mal zu Fuß über die Alpen wandern,

sofern es mein kreuzbandgeschädigtes

Knie – hab früher

mal intensiver Handball gespielt –

mitmacht. Und ich werde mir auch

wieder neue Aufgaben für zuhause

suchen – als meine Kinder

noch jünger waren und Skirennen

gefahren sind, habe ich die

Zeitnahme für den Skiclub Peiting

gemacht und mich damals immer

gefragt: Warum findet sich dafür

eigentlich kein Rentner?

Sie könnten sich auch für Klimaschutz

einsetzen.

Unser Eigenheim ist mit Photovoltaik

und Solarthermie-Anlage

ausgestattet, ich fahre mit E-Bike

oder E-Auto zur Arbeit und ernähre

mich bewusster, habe beispielsweise

den Fleischkonsum

reduziert. Letztlich haben wir in

Deutschland einen CO 2 -Ausstoß

von acht Tonnen pro Jahr pro Kopf.

Wenn man sich das bildlich vorstellt,

stehen da 300 30-Kilo-Mülltonnen

vor einem. Nur dass diese

Form des Mülls nicht sichtbar ist,

aber eben trotzdem in die Atmosphäre

gelangt. Dass wir dagegen

etwas tun müssen, steht außer

Frage.

js

*Rechtsberater

Linda Heidemann

Rechtsanwältin

Allgemeines Zivilrecht,

Miet- und Wohnungseigentumsrecht

T 0881 / 63 80 90 Mittlerer Graben 18

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Faszinierte Blicke: Dr. Christian

Plaß-Dülmer (li.) und Redakteur

Johannes Schelle im neuen Info-

Pavillon auf der Nordseite des

Hohen Peißenbergs.

Als Mensch

voll gefragt.

juli / august 2025 | 13


Pfaffenwinkel Gewerbeschau 2025

Willkommene

Wiedergeburt

Multifunktional: Gewerbeschau statt Eissport. Heuer am 5. und 6. Juli.

Peiting | Nach sieben Jahren Pause

ist sie zurück: Die Pfaffenwinkel rend auf die Beine gestellt haben.

Namen des EC Peiting federfüh-

füh

Gewerbeschau, die Anfang Juli im Allen voran das als Rückgrat der

Eisstadion Peiting sowie auf dessen

Außenbereichen ihr Come-

ist mit beispielsweise Zimmerei,

Gesellschaft so wichtige Handwerk

back feiern wird – und mit ihr ein Schreinerei, Elektroniker, Anlagenmechaniker

für Sanitär, Hei-

lebendiges Schaufenster für die im

Schongauer Altlandkreis ansässige

Wirtschaft. Genaugenommen terbau, Glaserei, Autolackiererei

zung und Klima, Metzgerei, Fens-

werden sich am Samstag, 5. Juli, und vielen weiteren Gewerken

und Sonntag, 6. Juli, jeweils von 10 stark vertreten.

bis 18 Uhr mehr als 60 heimische

Firmen aus unterschiedlichsten Vielfältiges

Branchen mit informativen Ständen

der breiten Öffentlichkeit zur

Angebot

Schau stellen. „Die Rede ist von Auch in der Gegend ansässige Firmen

aus den Bereichen Raumge-

Gewerbetreibenden aus beispielsweise

Industrie, Handwerk, Handel,

Tourismus, Gesundheit und Landschafts- und Gartenbau zeistaltung,

Böden und Türen sowie

Lebensmittel“, betonen Gerhard gen sich. Hinzu kommen lokal bekannte

Busunternehmen, die im

Weyrich und Harald Wörnzhofer,

die diese lokale Messe für und im Zuge der Gewerbeschau ihr vielfältiges

Angebot an Busreisen im

Sommer wie Winter präsentieren

werden. Gleiches gilt für Vertreter

aus der Versicherungsbranche und

Bankenwesen, aus dem Bereich

der Krankenkasse, dem Bereich

Medizin und Gesundheit oder der

hiesigen Medienbranche. „Die

Pfaffenwinkel Gewerbeschau ist

somit die ideale Plattform für zwei

Seiten – zum einen können sich in

der Region ansässige Betriebe den

hier lebenden Menschen präsentieren,

andererseits sich die hier

lebenden Bürgerinnen und Bürger

mit nur einem Besuch einen umfassenden

Überblick über regional

ansässiges Gewerbe verschaffen

und somit einen tollen Einblick

darin gewinnen, was es hier bei

uns an wertvollen Unternehmen

und Dienstleistern gibt“, bekräftigt

Organisator Gerhard Weyrich.

Coronabedingte

Zwangspause

Ursprünglich ins Leben gerufen

wurde diese Plattform für Gewerbetreibende

und Besucher

bereits vor mehr als 20 Jahren.

Zunächst als reine Veranstaltung

für die Präsentation der Sponsoren

des EC Peiting. Aufgrund der

auf Anhieb spürbaren Beliebtheit

und großen Nachfrage sowohl

von Firmen- als auch Besucherseite

dachten sich die Verantwortlichen

des größten und erfolgreichsten

Eishockeyvereins in

Weilheim-Schongau jedoch schon

bald: Warum dieses Angebot nicht

ausweiten und daraus eine rich-

14 | altlandkreis


Besucht uns auf der

in der Eishalle Peiting und lasst euch

die App Sparkasse einrichten.

Auch im Außenbereich des Peitinger Eisstadions präsentieren sich einige

der rund 60 Firmen im Rahmen der Gewerbeschau.

tige Gewerbeschau für die ganze

Region zu veranstalten? „Daraus

ist letztlich im Jahr 2012 die Pfaffenwinkel

Gewerbeschau entstanden,

wie wir sie heute kennen,

und wie sie traditionell alle zwei

Jahre stattfindet“, erinnert Harald

Wörnzhofer. Eigentlich. Denn

Mitte März 2020 kam bekanntlich

Corona dazwischen, weshalb die

für damals bereits fast vollständig

organisierte Gewerbeschau nicht

stattfinden konnte. Ebenso wenig

in den darauffolgenden Coronajahren

2021 und 2022.

Sanierung des

Eisstadions

Im Jahre 2023 waren die Verantwortlichen

schließlich wieder zuversichtlich,

hatten jedoch nicht

mit dem dringenden Sanierungsbedarf

des Daches des Peitinger

Eisstadions gerechnet. Letzteres

verhinderte die Pfaffenwinkel Gewerbeschau

auch 2024. Und obwohl

die seit knapp zwei Jahren

anhaltende Sanierung des Peitinger

Eisstadions, die immer nur in

den Monaten zwischen der Eissaison

umgesetzt werden kann, nach

wie vor nicht final abgeschlossen

ist, kann die Pfaffenwinkel Gewerbeschau

dieses Jahr endlich wieder

stattfinden. Ganz zur Freude

von Weyrich, Wörnzhofer und den

hiesigen Gewerbetreibenden. „Als

wir die letztlich geplatzte Gewerbeschau

für 2020 organisiert hatten,

war es ziemlich zäh – viele

Firmen waren aufgrund des fast

zwei Jahrzehnte lang anhaltenden

wirtschaftlichen Booms und

der dadurch vollen Auftragsbücher

ausgebucht, insofern wenig

an einer Werbeplattform wie der

Gewerbeschau interessiert, da

diese deren Auftragsbücher wie

Überstundenkonten noch praller

gefüllt hätte“, erinnert sich Harald

Wörnzhofer noch gut zurück. Für

dieses Jahr scheint sich das Blatt

jedoch gewendet zu haben. „Wir

haben im August 2024 mit der

Organisation begonnen, müssen

seit Ende April weitere Anfragen

ablehnen, weil alle zur Verfügung

stehenden Ausstellerplätze gebucht

sind.“

Einnahmen für

guten Zweck

Neben den klassischen Infoständen

der ausstellenden Firmen

wartet die insgesamt achte Pfaffenwinkel

Gewerbeschau 2025

außerdem mit einem bunten

Rahmenprogramm auf. So treten

beispielsweise am Samstagnachmittag

um 15 Uhr die für ihr hohes

sportliches Niveau bekannten

Peitinger Rock 'n' Roller auf

der Gewerbeschau-Bühne in der

„Nordkurve“ des Eisstadions auf.

Der Sonntag beginnt um 10 Uhr

mit einem zünftigen Frühschoppen,

der entweder draußen in

einem Biergarten oder drinnen

im ECP-Stüberl Alt und Jung zum

Fröhlichsein einlädt. Gegen 11.30

Uhr tritt die Jugendgruppe des

Trachtenvereins Alpenrose Peiting

auf. Und um 14.30 Uhr stattet die

am gleichen Wochenende stattfindende

„Pfaffenwinkel Classic“

der Gewerbeschau einen Besuch

ab – draußen auf der Straße

juli / august 2025 | 15

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Wettergeschützt, kühl, fesch dekoriert: So sah es im Rahmen der Pfaffenwinkel Gewerbeschau bisher aus.

vor dem Haupteingang des Eisstadions

werden die Pfaffenwinkel-Classic-Teilnehmer

in ihren

hochglanzpolierten Oldtimern

zur Durchfahrtskontrolle gebeten.

„Jetzt bleibt nur noch zu hoffen,

dass das Wetter mitspielt“, so Gerhard

Weyrich, der sich im Idealfall

weiß-blau-bayerischen Himmel

und angenehme 22 Grad wünscht.

„Zu heiß wäre nämlich nichts,

weil dann alle zum Baden gehen.“

Wobei Alt und Jung zu leckerem

Imbiss sowie Kaffee und Kuchen

kaum Nein sagen werden an diesem

Wochenende. „Für das leibliche

Wohl ist selbstverständlich an

beiden Tagen gesorgt“, bekräftigt

Harald Wörnzhofer, der an dieser

Stelle auch das für Aussteller anberaumte

Grillfest am Samstagabend

nach offiziellem Ende des

ersten Tages erwähnt. „Eine gute

Gelegenheit für die Gewerbetreibenden,

sich nach einem langen

ersten Tag zu stärken, sich untereinander

auszutauschen.“ Und

somit bestens gerüstet zu sein für

Tag zwei der Pfaffenwinkel Gewerbeschau,

die heuer erstmals

nach siebenjähriger Pause wieder

stattfinden kann – und deren

Einnahmen einer guten Sache zugutekommen.

Nämlich der Nachwuchsförderung

des EC Peiting,

Live-Auftritte bringen

Besucher zum Staunen.

der momentan stolze 180 Kinder

im Alter von vier bis 19 Jahren aus

Peiting und der ganzen Region

nicht nur auf dem Eis fordert und

fördert: Den Jungs und Mädels

werden im Rahmen der Trainings

und Spiele auch wertvolle Tugenden

fürs Leben im Allgemeinen

mit auf den Weg gegeben. js

> > > NÄHERE INFORMATIONEN

Alle wichtigen Informationen zur Wiedergeburt der Pfaffenwinkel

Gewerbeschaut 2025 am Samstag, 5. Juli, und Sonntag, 6. Juli,

jeweils von 10 bis 18 Uhr, hält auch die Internetseite www.pfaffenwinkel-gewerbeschau.de

bereit.

16 | altlandkreis


juli / august 2025 | 17


Pfaffenwinkel Classic trifft auf Gewerbeschau

200-PS-Ford ohne

Seitenfenster

alle Ausgaben online unter

www.altlandkreis.de

18 | altlandkreis

Peiting | Wenn Josef Ritzl mit seinem

Oldtimer in der Umgebung

von Peiting unterwegs ist, drehen

sich die Menschen um – und den

meisten zaubert er ein Lächeln ins

Gesicht. Denn nicht nur der Klang

des Motors, sondern auch die Optik

seines Fahrzeugs sind einzigartig.

Es handelt sich um einen Ford Modell

A, der im Juli 1929 in den USA

vom Band lief. Damit war das Auto

der Nachfolger des legendären

Modell T, mit dem der Unternehmer

Henry Ford ab 1908 den Siegeszug

des Automobils eingeläutet

hatte. Der 62-jährige Key Account

Manager aus Peiting musste zwei

Jahre lang suchen, bis er schließlich

2018 Nähe Karlsruhe fündig

wurde: „Ich hatte schon immer

eine Affinität zu Autos und Motorrädern.

Und irgendwann hatte

ich den Wunsch, einen V8-Motor

zu fahren. Die Recherche im Internet

war nicht ganz einfach, denn

vieles, was angeboten wird, ist

nicht zu gebrauchen. Ich habe mir

bundesweit sieben verschiedene

Autos angeschaut, bis ich diesen

Ford-Pickup gefunden und gekauft

habe.“ Über den Preis möchte Josef

Ritzl lieber schweigen. Dafür

brummt unter der Haube seines

Oldtimers ein Aggregat aus einem

Chevy mit 5,7 Litern Hubraum und

knapp 200 PS. Dementsprechend

satt ist der Sound. Und auch die

Beschleunigung hat mit der originalen

Motorisierung nicht mehr

viel zu tun. Ein Automatikgetriebe

und eine kleine Ladefläche runden

den perfekten Umbau ab. „Ich

habe das alles so vom Vorbesitzer

übernommen“, erzählt der Eigentümer.

„Nur die Weißwandreifen

habe ich aufgezogen. Das Auto

eignet sich wunderbar, um bei

schönem Wetter durchs Umland

zu cruisen oder zum Badesee zu

fahren.“

Teilnehmer aus ganz

Deutschland

Vor zwei Jahren hat Josef Ritzel mit

seinem Ford A auch an der Pfaffenwinkel

Classic teilgenommen –

und prompt den Preis für das älteste

Fahrzeug gewonnen. Bei der

Classic handelt es sich um eine

Oldtimer-Rallye, die alle zwei

Jahre vom Förderverein des Lions

Club Schongau-Pfaffenwinkel ausgerichtet

wird. Heuer findet das

Event am Wochenende des 5. und

6. Julis bereits zum elften Mal statt.

Josef Ritzl erinnert sich: „Für mich

und meine Frau war das neu, denn

man fährt nicht nach Navi, sondern

Der Ford A von Josef Ritzel, gebaut im Jahre 1929.

muss den Weg per Roadbook finden,

in dem die Strecke teilweise

blumig beschrieben ist. Aber wir

sind in unserer Klasse nicht Letzter

geworden.“ Bei der Classic sind

bis zu 100 historische Oldtimer

(bis Baujahr 1995) zugelassen, die

nicht nach Baujahr, sondern nach

Pferdestärken in Klassen eingeteilt

werden. Der altehrwürdige Ford A

fand sich in einer Gruppe wieder,

in der mit Porsche und Mercedes

leistungsstarke Konkurrenz

am Start war. Natürlich wird hier

kein klassisches, halsbrecherisches

Rennen durch den Pfaffenwinkel

veranstaltet. Es handelt sich vielmehr

um eine Gleichmäßigkeitsfahrt,

die in diesem Jahr auf drei

Strecken über rund 290 Kilometer

führt. Es geht also nicht darum,

möglichst schnell zu sein – das Erfolgsgeheimnis

ist eine konstante

Geschwindigkeit im legalen Rahmen.

Und die Orientierung. Dafür

dient den Teams das aufwendig


gestaltete „Roadbook“ mit durchaus

trickreichen Wegbeschreibungen

als Leitfaden.

Das Reglement besteht aus Durchfahrtskontrollen,

bei denen überprüft

wird, ob die Teilnehmer die

vorgesehene Strecke eingehalten

haben. An anderen Stationen gibt

es Zeitkontrollen und Wertungsprüfungen

auf Gleichmäßigkeit.

Auch der Katalog für Strafzeiten

ist lang – und alle Ergebnisse werden

haargenau auf den Bordkarten

vermerkt, die für jede Strecke

ausgegeben werden. Gesamtsieger

ist am Ende das Team mit der

geringsten Summe an Strafzeiten.

Außerdem gibt es Sonderpreise

wie „Bestes Damen-Team“, „Ältester

Fahrer“, „Größter Pechvogel“

und „Bestes Vorkriegsfahrzeug

im Gesamtklassement“. Bei

der Streckenplanung und Besetzung

der Posten können die Organisatoren

um den Vorsitzenden

und Gründer der Rallye, Hannes

Hirschvogel, auf die tatkräftige

Unterstützung des „MSC Bayerischer

Rigi Hohenpeißenberg“ zurückgreifen.

Mit Alois Mühlegger

befindet sich ein weiterer Gründungsvater

im Teilnehmerfeld. 90

Oldtimer sind für 2025 gemeldet –

sie kommen nicht nur aus Bayern,

sondern auch aus Berlin, Stuttgart

und Mönchengladbach. Sogar aus

der Schweiz ist ein Team am Start.

Darunter sind seltene Fahrzeuge

wie beispielsweise ein Porsche

356 (1964), Mercedes Ponton 220 S

(1958), Buick Riviera (1963), Jaguar

E-Type (1964) und Morgan Le Mans

(1938).

Anmoderation der Oldtimerrallye

beim Start in Peiting.

Die Oldtimer werden am Samstag

um 13.31 Uhr am Hauptplatz

in Peiting an den Start gehen, wo

sich auch das Fahrerlager befindet.

Auf gewundenen und malerischen

Straßen führt die erste Etappe

über Steingaden, Roßhaupten,

Lechbruck und Bernbeuren wieder

zurück nach Peiting, wo die

ersten Teilnehmer gegen 16.30 Uhr

erwartet werden. Der Beginn der

zweiten Etappe am Sonntagvormittag

ist an der MöbelCentrale in

Schongau und schickt die Oldtimer

über Denklingen und Dießen Richtung

Ammersee, um schließlich in

Pähl eine Mittagspause einzulegen.

Siegerehrung in Schongau

Am Nachmittag desselben Tages

haben auch die Besucher der Gewerbeschau

im Eisstadion Peiting

die einmalige Gelegenheit, einen

Blick auf die historischen Fahrzeuge

zu werfen – die Föhrenstraße

östlich des Stadions ist eine Station

der Rallye auf dem Rückweg vom

Ammersee. Gegen 16 Uhr werden

die Oldtimer auf dem Marienplatz

in Schongau durch den Zielbogen

rollen, wo auch die Siegerehrung

stattfinden wird. Josef Ritzl

freute sich bereits am Tag des

„altlandkreis“-Besuchs auf die bevorstehende

Classic: „Es ist wunderbar,

wenn man viele gleichgesinnte

Menschen treffen und

gemeinsam durch den wunderschönen

Pfaffenwinkel rollen kann.

Nur regnen sollte es nicht, denn

mein Ford hat leider keine Seitenfenster.“

Aber auch davon wird er

sich gemeinsam mit seiner Gattin,

die das Roadbook lesen muss,

nicht abhalten lassen. Und wenn es

die Witterung erlaubt, wird er das

Verdeck abnehmen, seinen Pickup

zu einem Cabrio umbauen und sich

den Fahrtwind um die Nase wehen

lassen. „Besser geht’s nicht“, sagt

Josef Ritzl und lacht.

edl

juli / august 2025 | 19

Wir stellen ein –

komm in unser Team:

Zimmerer (m/w/d)

Maschinenführer (m/w/d)

Schreiner (m/w/d)

Arbeitsvorbereiter (m/w/d)


So stark sind Peitings Rock 'n' Roller

Getanzter Leistungssport

Peiting | Anfangs

waren die Peitinger

Rock 'n' Roller so etwas

wie der kleine, unbekannte

Dorfverein, der

in der Szene wenig

Beachtung fand. Heute

ist diese Außenseiterrolle

gegenüber deutlich

größeren Vereinen

in deutlich größeren

Ortschaften und Städten

längst Geschichte.

Seit mittlerweile

Jahrzehnten begeistert

die im Jahre 1980 gegründete

Sparte des

TSV Peiting mit Auftritten

auf allerhöchstem

Niveau, hat zig

Bayerische Meistertitel

vorzuweisen und qualifiziert

sich mit meist

mehreren Paaren regelmäßig für

die Deutsche Meisterschaft – und

hat auch dort stets gute Chancen

auf Stockerlplätze, wenn alles

zusammenspielt sogar auf den

Deutsche-Meister-Titel. Dass ein

derart hohes Niveau nicht von ungefähr

kommt, wird im Gespräch

mit Abteilungsleiter, Trainer und

Tänzer Tobias Thiele (25) sowie

Schriftführerin, Nachwuchs-trainerin

und Thieles Tanzpartnerin

Tamina Berchtold (25) schnell

deutlich. Drei Mal die Woche trainieren

die beiden gemeinsam mit

den anderen RRC-Aktiven in der

Mittelschulturnhalle in Peiting,

jeweils zwei Stunden am Stück.

Zusätzlich zwei Mal die Woche

Kraft, Kondition und Ausdauer

zuhause oder in einem Fitnessstudio.

Hinzu kommen Turniere und

Auftritte im Rahmen unterschiedlicher

Events an Wochenenden,

Bockstark! Die Peitinger Rock 'n' Roller holten sich kürzlich

zwei Deutsche Meistertitel sowie einen Vize-Titel.

die in ganz Süddeutschland und

darüber hinaus stattfinden, meist

mit weiten Anfahrten verbunden

sind. Insofern Leistungssport, der

verdammt viel Disziplin, Ehrgeiz

und Leidenschaft voraussetzt. „Die

Rock 'n' Roller sind schon so etwas

wie ein eigener, positivverrückter

Clan“, sind sich Tobias und Tamina

einig auf die Frage nach dem

Warum. „Um diesen Aufwand

auf diesem Niveau neben Schule,

Studium oder Beruf in Vollzeit

betreiben zu können, musst

du schon ein bisschen verrückt

sein.“ Wer jedoch einmal mit dem

Rock 'n' Roll-Virus infiziert wurde

und mit Talent, Fleiß und Ehrgeiz

ein gutes Niveau erreicht hat, „der

möchte hier nicht mehr weg“. Tamina

Berchtold und Tobias Thiele

geben an dieser Stelle offen und

ehrlich zu, dass dieser anspruchsvolle

Vollkörpersport aus Tanz,

Akrobatik, Kraft, Kondition

und Koordination

zu fetziger Musik und

vor tosendem Publikum

„schon auch süchtig

macht“.

Gesprungene Salti

und Schrauben

„Die meisten denken bei

Rock 'n' Roll immer an

Elvis Presley, dabei geht

es hier bei weitem nicht

nur um Rock ’n’ Roll an

sich, sondern auch um

Swing, Jazz, Blues.“ Also

auch um Lindy-Hop, ein

in USA geborener Swing-

Tanz aus den 1930er

Jahren. Will heißen?

„Das wir im Training wie

Wettkampf zu fast allen

Songs tanzen können, die einen

Vier-Viertel-Takt haben – und die

müssen definitiv nicht von Elvis

stammen.“ Michael Jackson, Taylor

Swift, AC/DC, Linkin Park – die Liste

der Interpreten ist lang. „Wobei die

Songs von uns in der Regel schneller

abgespielt werden müssen als

es im jeweiligen Original der Fall

ist.“ Um wie viel schneller, hängt

letztlich von der Altersklasse ab.

Davon unabhängig entscheidend:

Dass die Grundschritte, auf denen

letztlich der komplette Tanz

aufgebaut wird, sitzen wie im

sprichwörtlichen Schlaf. Auf zwei

Kicks folgt ein Kickballchange, also

Umsprung, stets im Rhythmus der

flotten Musik. Dann? „Sind uns im

Grunde kaum Grenzen gesetzt.“

Dame und Herr laufen aufeinander

zu, drehen sich, tauschen den

Platz, machen Kicks mal schräg,

mal gerade, mal mit angezogenem

20 | altlandkreis


Bein. Und immer wieder dazwischen:

Spektakuläre Hebefiguren

vom klassischen nach oben Stemmen

bis hin zur gedrehten Schraube

oder gesprungenem Salto in

der Luft. Das Schwierigste, was

Tamina und Tobias in Petto haben?

Ronja und Julian sind frischgebackene

Deutsche Meister in der Schülerklasse.

„Ist tatsächlich der freigesprungene

Salto von Tamina.“ In der Historie

der Peitinger Rock 'n' Roller hat

es mit Alexander Ramsauer und

Sabrina-Martina Lindauer jedoch

ein Tanzpaar gegeben, das sogar

den sogenannten „Todessprung“

beherrscht hatte. „Hier wird

die Dame frei in die Luft geworfen

und landet senkrecht

und mit dem Kopf nach unten

auf dem Rücken des Herren.“

Wobei es laut Tamina

Berchtold in der höchst zu

tanzenden Klasse, der A-

Klasse, noch komplexere Einlagen

gibt im Rahmen der in

Summe 1,45 Minuten langen

Choreografien.

Erst Deutsche, dann

Gewerbeschau

Aktuell zählen die Peitinger

Rock 'n' Roller 20 aktive Kinder

im Alter von acht bis 14

Jahren sowie zwölf Erwachsene

im Alter von 18 bis 27 Jahren, von

denen wiederum drei Paare dem

bayerischen Landeskader angehören.

Sie kommen aus Schongau,

Wildsteig, Apfeldorf, Sachsenried,

Oberhausen und Peiting. Und

dienen durchaus als Vorbilder in

einer Zeit, in der sich junge Menschen

aufgrund des verlockenden

Überangebots an Freizeitaktivitäten

nicht mehr fest an eine Sache

binden möchten. „Speziell wir

Älteren haben neben der schulisch-beruflichen

Alltagspflicht

in der Tat keine Zeit für weitere

Hobbys“, betont an dieser Stelle

Paul Mattern, 20, aus Peiting, der

gemeinsam mit Jule Kirchner, 19,

ebenfalls aus Peiting, seit elf Jahren

Rock 'n' Roll tanzt – und nicht

weniger ambitioniert unterwegs

ist wie Tamina Berchtold und

Tobias Thiele. Wobei Trainingsfleiß

und Intensität der Peitinger

Rock 'n' Roller nicht nur notwendig

sind, um deutschlandweit mit den

besten mithalten zu können. „Du

brauchst ein gewisses Fitnesslevel

auch, um Verletzungen vorzubeugen.“

Oder trotz Verletzungen auf

hohem Niveau tanzen zu können?

Eingerissene Patellasehne, eingerissener

Meniskus, stark gereiztes

vorderes Kreuzband: In diesem

körperlich grenzwertigen Zustand

tanzt Tobias Thiele momentan,

hat jedoch kaum Schmerzen, weil

seine Muskulatur und Sehnen

grundsätzlich extrem stabil und

austrainiert sind. „Rock 'n' Roll

ist ein für den ganzen Körper

sehr belastender, deshalb auch

verletzungsgefährlicher Sport –

deshalb auch das zusätzliche

Training, um Verletzungen präventiv

vorzubeugen.“, bekräftigt

er. Und schrittweises Herantasten

an anspruchsvolle Akrobatik. „Im

Training geben wir uns untereinander

Hilfestellung, werfen zum

sanfteren Landen eines Sprungs,

der noch nicht so richtig sitzt,

auch mal eine Weichbodenmatte

drunter.“ Letztlich brauche es für

Neueinsteiger – je nach Talent und

Ehrgeiz – mindestens zwei Jahre,

bis eine gewisse Turnierreife erreicht

wird. Wobei die Peitinger

Rock 'n' Roller nicht nur bekannt

sind für starke, actionreiche Performance

im Rahmen hochklassiger

Turniere. Sie begeistern auch

als Showtanzgruppe. Zum Beispiel

auf Faschingsveranstaltungen.

Oder im Rahmen der Pfaffenwinkel

Gewerbeschau 2025, wo die

Leistungssportler am Samstag,

5. Juli, um 15 Uhr ihr Können auf

die im Peitinger Eisstadion aufgebaute

Bühne zaubern werden.

Und das in absoluter Topform:

Denn Mitte Juni sind die Peitinger

Rock 'n' Roller tatsächlich Deutsche

Meister bei den Schülern,

Deutsche Meister in der C-Klasse

und Deutsche Vize-Meister in der

B-Klasse geworden!

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Pfaffenwinkel und Oberland!

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juli / august 2025 | 21


> > > ALLERLEI IM ALTLANDKREIS

Freizeitangebote für Groß und Klein

Schongau | Kinderspielecke, Hüpfburg, Torwand und —

natürlich — alle wichtigen Informationen rund um Haustiere

wie Hunde, Katzen und Meerschweinchen sowie

rund ums Thema Tierschutz: Das und vieles mehr bietet

das Tierheim Schongau Ende

August im Rahmen eines

großen Sommerfestes, zu

dem Alt und Jung aus Nah

und Fern recht herzlich eingeladen

sind an die Wielenbachstraße

15 in Schongau

— schließlich handelt es sich

Tierheim lädt zum großen Sommerfest

Electro, Krimi, Gesundheit und Rock – die Gewinner der letzten Ausgabe

Altlandkreis | Einmal mehr rekordverdächtig

viele Gewinnspiel-Einsendungen

haben

die „altlandkreis“-Redaktion

nach Veröffentlichung der

Mai / Juni-Ausgabe erreicht.

Über den neuen Alpenkrimi

von Bestseller-Autorin Nicola

Förg durften sich letztlich

Marianne Straub aus

Bernbeuren und Susanne

beim Tierheim im Gewerbegebiet an der Dießener Straße

um das einzige im kompletten Landkreis Weilheim-

Schongau, hat insofern eine ganz besondere Bedeutung

für die Region. Beginn ist am Freitag, 29. August, um

16 Uhr. Am Samstag, 30. August

sowie Sonntag, 31. August, sind

die Pforten jeweils von 13 bis 20

Uhr geöffnet. Dank Speis und

Trank ist auch für das leibliche

Wohl der Sommer-merfestbesuchebestens

gesorgt.

js

Becker aus Schongau freuen. Den Gesundheitsratgeber

von Marianne Porsche-Rohrer gewannen Florian Klein

aus Wildsteig und Gabriele Lang aus Burggen. Je zwei

Tickets für das Electro-Festival „Grüne Sonne“ sind an

Martin Echtler aus Peiting sowie Tatjana Junitsch aus

Hohenfurch verlost wurden. Und zum Rockkonzert mit

DAMONA und David Gramberg durften ebenfalls mit

Begleitung Harald Skokan aus Altenstadt, Petra Schneider

aus Bad Bayersoien und Sybille Klischat

aus Peiting. Wir gratulieren allen Gewinnern ern

recht herzlich!

js

Romeo & Julia, Brandner Kaspar

und Heimatsound-Festival

Oberammergau | Das Passionstheater Oberammergau

startet Anfang Juli in die Sommersaison 2025. Beginnend

mit der Premiere von Romeo und Julia (nach W. Shakespeare,

Inszenierung: Christian Stückl) am Freitagabend,

4. Juli, um 20 Uhr, der im Juli und August sieben weitere

Aufführungen folgen. Außerdem an jeweils zwei

Tagen geboten: Das originelle Stück vom „Brandner

Kaspar und das ewig' Leben“ aus der Feder von Kurt

Wilhelm und Franz von Kobell, aufgeführt als Gastspiel

des Münchner Volkstheaters am Freitag, 11. Juli, und

Samstag, 12. Juli, jeweils um 19.30 Uhr. Und das Heimatsound-Festival

am Freitag, 8. August, und Samstag,

9. August, jeweils ab 15 Uhr. Nähere Informationen und

Tickets zu allen drei Veranstaltungen gibt's auf der Internetseite

des Oberammergauer Passionstheaters unter

www.passionstheater.de.

js

22 | altlandkreis


Gutscheinheft für die

Sommerferien

Ferien-Bus

Lechfloßfahrten

starten in die Saison

Weilheim-Schongau |

Ab

Anfang Juli ist der

neue Pfaffenwinkel

Ferienpass für 2025

in allen landkreisweiten

Gemeinden,

Jugendzentren,

in

vielen Schulen sowie

im Amt für Jugend

und Familie

in Weilheim und

Schongau

sowie

beim Kreisjugendring

Weilheim-

Schongau erhältlich. h Dabei handelt es sich

um ein Gutscheinheft mit vielen kostenlosen

und (stark) vergünstigten Freizeitangeboten

für Schüler und Familien in ganz Bayern und

darüber hinaus, einzulösen im Rahmen der

Sommerferien vom 1. August ust

bis 15. September. Kosten pro

Pass: Drei Euro.

js

Schongau / Lechbruck | Die Tourist Informationen in Schongau

und Lechbruck laden auch diesen Sommer wieder zu den bei

Einheimischen wie Urlaubern beliebten Floßfahrten auf dem

Lech. Die Lechbrucker fahren bereits seit Juni immer dienstags

um 18 Uhr und

donnerstags um

10.30 Uhr, stets vom

örtlichen Bootshafen

an der Lechwiesenstraße

36.

Infos und Reservierungen

unter Telefon

08862 / 987830

oder via E-Mail:

info@lechbruck.de. Die Schongauer fahren ab Anfang

Juli jeden Samstag um 10.30 und 12.30 Uhr sowie jeden

Sonntag um 14 und 16 Uhr, stets vom Lido am Bootshaus

unterhalb der Lechuferstraße aus. Darüber hinaus

gibt es weitere Abendfahrten für Kinder oder zu Themen

wie „Die Henkerstochter“. Infos und Anmelvia

E-Mail: touristinfo@schongau.de.

dungen unter Telefon 08861 / 214-181 oder

js

Bauernbühne am Seeufer

Bad Bayersoien | Die

Bayersoier Bauernbühne

hat sich für

dieses Jahr etwas ganz

Besonderes einfallen

lassen: Ein Freilichttheater

am Bad Bayersoier

See. Das Stück

heißt „Die Siebtelbauern“,

stammt aus

der Feder von Stefan

Hellbert und erzählt vom Schicksal der Knechte und Mägde,

die durch den Tod des Bauern unerwartet zu Erben

des Hillingerhofs wurden. In mehreren Rückblenden erzählt

der ehemalige Knecht Severin von den Geschehnissen,

die wegen des Neids der anderen Bauern kein gutes

Ende nehmen für die Knechte und Mägde. Gespielt wird

am 8. und 9. August, 15. und 16. August sowie 22. und

23. August, jeweils um 20 Uhr, auf einer selbstgebauten

Freilichtbühne am Bad Bayersoier See. Vorverkaufskarten

für 24 Euro sind im Dorfladen von Bad soien sowie online unter www.bauernbuehnebayersoien.de

erhältlich.

Bayerjs

20 Jahre Flößermuseum

Lechbruck | Das 1645 im Ständerbohlenbau errichtete „Dodlhaus“

wurde im Jahre 1994 von der Gemeinde Lechbruck gekauft, im

Originalzustand erhalten. Heute dient es seit mittlerweile 20 Jahren

als kleines, aber feines Museum, das wiederum von einem

vor 30 Jahren gegründeten Förderverein betrieben und immer

wieder mit neuem Leben befüllt wird. Neben der Dauerausstellung

rund um die körperlich schwere, verletzungsgefährliche

aber auch beeindruckende Flößerei auf dem Lech zeigt das Flößermuseum

ein Lechbrucker Ortsmodell, einen Medientisch zum

Thema Wildfluss, ein Modell des Lechbrucker Bahnhofs, einen

Schaukasten mit Königsbecher, ein Miniaturmodell eines Steinbruchs,

eine Filmstation zu „Die Lechflößer“, den Museumsführer

„Auf den Spuren der Lechflößer“ sowie einen Museumführer für

Kinder. Das Doppeljubiläum zu „20 Jahre Flößermuseum – 30

Jahre Förderverein“ wird nun gefeiert: Am Samstag, 5. Juli, ab 18

Uhr mit einer Museumsnacht

und Eröffnung einer Sonderausstellung.

Am Sonntag, 6.

Juli, ab 15 Uhr mit buntem

Rahmenprogramm mm

samt

Live-Musik, Kaffee

und Kuchen und

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juli / august 2025 | 23


– ANZEIGE –

Meilenstein auf dem Weg zum Darmkrebszentrum

„Tumorboard“ sichert

optimale Behandlung

Weilheim | Auf dem Weg zum

überregionalen Darmkrebszentrum

hat das Krankenhaus Weilheim

bereits einige Meilensteine

umgesetzt: Die Kliniken für Allgemein-

und Viszeralchirurgie

sowie Gastroenterologie, Hepatologie

und Infektiologie mit

ihren beiden Chefärzten Prof.

Dr. Dr. Reinhold Lang und Dr. Jochen

Dresel erfüllen zahlreiche

Qualitätsmerkmale, die für eine

Zertifizierung von Vorteil sind.

Wichtigster Baustein ist dabei die

fächerübergreifende Tumorkonferenz,

die den Behandlungs- und

Therapieerfolg von Darmkrebspatienten

maßgeblich beeinflusst.

Darmkrebs gehört zu den häufigsten

Krebsarten in Deutschland.

Jedes Jahr erkranken 54000

Menschen neu. 2022 waren laut

dem bayerischen Krebsregister

77 Patienten im Landkreis Weilheim-Schongau

von bösartigen

Tumoren am Dick- und Enddarm

betroffen. Im Krankenhaus Weilheim

werden sie in enger Zusammenarbeit

mit niedergelassenen

Gastroenterologen, Onkologen

und Strahlentherapeuten behandelt.

Diese Kooperation zeichnet

den Landkreis aus. Sie ist die

wichtigste Anlaufstelle für Darmkrebspatienten

in der Region.

Regelmäßig tagt ein Tumorboard,

bestehend aus Ärzten verschiedener

Fachrichtungen, das die

bestmögliche Behandlung für den

individuellen Patienten festlegt.

Sonderveröffentlichung entlic

hungd

der

„In der modernen Krebstherapie

spielt das Tumorboard eine bedeutende

Rolle bei der Diagnostik

und Therapie“, macht Prof. Dr. Dr.

Reinhold Lang, Chefarzt der Klinik

für Allgemein- und Viszeralchirurgie

in Weilheim, deutlich.

Fächerübergreifendes

Know-how im

Tumorboard

Im Krankenhaus Weilheim setzt

sich das Tumorboard aus Experten

der Klinik für Allgemein- und

Viszeralchirurgie, der Klinik für

Gastroenterologie, Hepatologie

und Infektiologie, des Radiologischen

Zentrums Weilheim, der

Strahlentherapie am Krankenhaus

Weilheim, der Schwerpunktpraxis

für Hämatologie und Onkologie

in Weilheim, der Onkologischen

Praxis im MVZ Schongau, der

Pathologie Starnberg MVZ GmbH

und des Palliativmedizinischen

Dienstes zusammen. „Die interdisziplinäre

Zusammenarbeit

ermöglicht es uns, alle Aspekte

der Erkrankung zu berücksichtigen

und die optimale Therapie

für jeden Patienten zu finden“,

betont Dr. Jochen Dresel, Chefarzt

der Klinik für Gastroenterologie,

Hepatologie und Infektiologie in

Weilheim.

Ein zentrales Ziel des Tumorboards

ist die Entwicklung maßgeschneiderter

Therapiepläne,

Wichtige Mitglieder des Tumorboards am Krankenhaus Weilheim. Von links nach rechts: Dr. Jochen Dresel,

Dr. Alexandra Dressler, Dr. Michaela Riepl, Dr. Gabert Heidrich und Prof. Dr. Dr. Reinhold Lang.

Im begehbaren Darmmodell der Felix-Burda-Stiftung werden krankhafte

Veränderungen des Darms dargestellt.

die den spezifischen Bedürfnissen,

dem Alter und dem aktuellen

Gesundheitszustand des Patienten

gerecht werden. Dies kann

Operationen, Chemotherapien,

Strahlentherapien oder innovative

Behandlungsansätze umfassen.

Dr. Gabert Heidrich vom Radiologischen

Zentrum Weilheim

erklärt: „Durch die Kombination

unserer Fachkenntnisse in den

Bereichen der Radiologie und

der Nuklearmedizin, den Einsatz

hochmoderner Geräte sowie

künstlicher Intelligenz bei der

Befundanalyse, insbesondere bei

der Auswertung von Computertomographien

und Kernspintomographien,

können wir sicherstellen,

dass unsere Patienten

von den neuesten medizinischen

Erkenntnissen profitieren.“

Steht ein Patient im Verdacht, einen

Tumor am Darm zu haben,

wird zunächst in der Klinik für

Gastroenterologie, Hepatologie

und Infektiologie eine Spiegelung

durchgeführt, um die Diagnose

zu bestätigen oder zu entkräften.

Hierfür steht hoch qualifiziertes

Personal und modernste, KIgestützte

Technik zur Verfügung.

Dr. Dresel: „Wir führen mehr als

1000 komplexe Koloskopien pro


Jahr durch. Damit können wir

nicht nur sehr genau diagnostizieren,

sondern wir tragen außerdem

aktiv zur Prävention von

Darmkrebs bei, indem wir Polypen

und kleine Tumore abtragen.“

Prof. Dr. Dr. Lang am Da-Vinci-OP.

Pathologen überprüfen,

ob Wucherung gut

oder böse ist

Der abgetragene Polyp wird in die

Pathologie geschickt, wo überprüft

wird, ob es sich um eine

gut- oder bösartige Wucherung

handelt oder ob es eine spezielle

Form dazwischen ist. Die Ergebnisse

der pathologischen Untersuchung

entscheiden über den

weiteren Verlauf der Behandlung.

„Pathologen sind die Lotsen für

den behandelnden Arzt und bilden

die Schnittstelle zwischen Diagnostik

und Behandlung“, sagt

Dr. Alexandra Dressler, Fachärztin

für Pathologie bei der Pathologie

Starnberg MVZ GmbH.

Eine ähnliche Funktion übernimmt

die radiologische und

nuklearmedizinische Diagnostik.

Verlaufskontrollen des Tumors

und eventuell vorhandener Metastasen

sind ohne eine radiologische

Bildgebung mit Verfahren

wie etwa der Computertomographie

(CT), Magnetresonanztomografie

(MRT) und der Nuklearmedizin

kaum möglich.

Wenn feststeht, dass es sich um

bösartiges Gewebe handelt, muss

dieses häufig operativ entfernt

werden. Experte für Darmchirurgie

ist Prof. Reinhold Lang.

Gemeinsam mit seinem Team

führt er regelmäßig Tumor-Operationen

am Dickdarm, Enddarm

und Mastdarm durch. Notwendige

OPs werden überwiegend mit

Hilfe des DaVinci-Roboters umgesetzt.

„Natürlich ist der Patientenwunsch

ausschlaggebend, aber

insbesondere bei Enddarmkrebs

kann man mit dem DaVinci am

besten und genauesten operieren“,

unterstreicht Prof. Lang.

Häufig muss der Patient vor und

nach der Operation onkologisch

behandelt werden. Die beiden

onkologischen Praxen des Tumorboards

in Weilheim und Schongau

führen bei den Patienten

unter anderem Chemo- und Immuntherapien

sowie Bluttransfusionen

durch.

Dr. Jochen Dresel erklärt das KI-gestützte Endoskopie-Gerät.

Strahlentherapie ist

die dritte Säule der

modernen Krebstherapie

Die Strahlentherapie Weilheim

ist ebenfalls ein essenzieller Teil

des Tumorboards und stellt – neben

Chemotherapie und Operation

– die dritte Säule moderner

Krebstherapie dar. „Die Strahlentherapie

wird vor allem dann

eingesetzt, wenn der Enddarm

betroffen ist – meist in Kombination

mit einer Chemotherapie“,

sagt Radioonkologin Dr. Michaela

Riepl. Und weiter: „Sie reduziert

das Risiko eines Wiederauftretens

der Krebserkrankung nach der

Operation und ist manchmal so

wirksam, dass auf eine Operation

verzichtet werden kann.“

Zudem ist der Palliativmedizinische

Dienst rund um Dr. Esther

Bureik Teil des Tumorboards.

Dieser steht allen Patientinnen

und Patienten zur Verfügung, die

an einer fortgeschrittenen und

lebensbegrenzenden Erkrankung

leiden, so auch Tumorpatienten.

Die Ärzte des Tumorboards sind

nicht nur untereinander vernetzt,

sondern sie tauschen sich auch

regelmäßig mit niedergelassenen

Gastroenterologen und Endoskopikern

aus. „Wir pflegen

enge Kontakte zum Wohle der

Patienten“, betont Prof. Lang. Dr.

Dresel ergänzt: „Damit haben wir

eine Plattform geschaffen, die

> > > KONTAKT

die Behandlungsqualität deutlich

verbessert und so die Überlebenschancen,

aber auch die Lebensqualität,

von Krebspatienten

erhöht.“

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Johann-Baur-Straße 4

82362 Weilheim

Telefon: 0881 188-8580

Telefax: 0881 188-4579

E-Mail: wm-allgemeinchirurgie@kh-gmbh-ws.de

Medizinische Klinik II für Gastroenterologie,

Hepatologie und Infektiologie

Johann-Baur-Straße 4

82362 Weilheim

Telefon: 0881 188-8230

Telefax: 0881 188-4230

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juli / august 2025 | 25


150 Jahre Feuerwehr & Lechgautrachtenfest

„Schweißt das ganze

Dorf zusammen“

Rott | Wenn kleine Dörfer Großes

erreichen möchten, ist vereinsübergreifender

Zusammenhalt

gefragt. „Deshalb war für uns

von Beginn an klar, gemeinsame

Sache zu machen“, sind sich

Martin Krötz und Herbert Ruf einig.

Daraus geboren: Die Rotter

Festwoche, im Rahmen derer erst

die Rotter Feuerwehr 150-jähriges

Gründungsjubiläum feiert, und

der Trachtenverein D’Rottbachtaler

anschließend das Gautrachtenfest

des Lechgaus (Programm siehe

Seite 29) ausrichten wird. Wie viele

graue Haare der langjährige Kommandant

sowie amtierende Vereinsvorsitzende

der Feuerwehrler

sowie der langjährige Trachtenvorstand

und ebenfalls aktive Feuerwehrmann

im Zuge dieser dafür

umfangreichen Vorbereitung bereits

bekommen haben? „Hält sich

ehrlicherweise in Grenzen, weil

wir bereits vor zwei Jahren früh

genug mit der Planung angefangen

haben, obendrein das ganze

Rettet Leben: Die Freiwillige Feuerwehr in Rott.

Dorf an einem Strang zieht – das

schweißt zusammen und macht

Spaß.“ Letzteres ist auch bei den

Einsätzen der Rotter Feuerwehr

gefragt, die vergangenes Jahr aufgrund

mehrerer Extremwetter so

häufig ausrücken musste wie nie

zuvor. „Normalerweise haben wir

rund 35 Einsätze pro Jahr. 2024

waren es jedoch mehr als 60!“

Sturm, Hagel und Starkregen fluteten

mehrmals die Keller einiger

Rotter Bürgerinnen und Bürger,

entwurzelten Bäume, die quer

auf Straßen liegengeblieben sind.

„Es hat teilweise so stark geregnet,

dass der Grundwasserspiegel

nach oben drückte.“

Einsätze mit

traumatischen Bildern

Die schwersten Einsätze sind für

die Aktiven der Rotter Feuerwehr

jedoch andere. „Wenn ein kleiner

Bub von seiner eigens gebauten

Sandhaufenhöhle begraben wird,

nicht mehr rauskommt und trotz

umfassender Reanimierungsversuche

nicht mehr wiederbelebt

werden kann, lässt dich das nicht

mehr kalt“, so Martin Krötz über

seinen prägendsten Einsatz. Herbert

Ruf spricht an dieser Stelle

von schweren Verkehrsunfällen,

zu denen die Rotter Wehr dank

Ausstattung mit Schere und Spreizer

immer wieder gerufen wird.

„Wenn es dann Bekannte, ja sogar

Unfallopfer aus den eigenen Reihen

sind, die man schwerstverletzt

aus dem Auto versucht, möglichst

schnell und schonend herauszuschneiden,

ist das schon hart.“ Im

Team viel miteinander sprechen

sowie die Hinzunahme von Experten

des Kriseninterventionsteam

des Landkreises Landsberg am

Lech hilft, traumatische Erlebnisse

zu verkraften, ja zumindest besser

damit umgehen zu können.

20 000 Liter pro Minute

Aktuell zählt die Rotter Feuerwehr

208 Vereinsmitglieder, von

denen 65 aktiv sind. „Damit sind

wir, gemessen an der Größe unseres

Dorfes mit knapp 1 800

Einwohnern, wirklich gut aufgestellt“,

betont Herbert Ruf. Überhaupt

sei erfreulich, „dass wir

im Grunde noch nie übertrieben

aktiv nach Nachwuchskräften suchen

mussten“. Zehn junge Burschen

sind derzeit Teil der Rotter

Jugendfeuerwehr. Und auch die

Frauenquote ist bei derzeit sechs

aktiven Damen eine äußerst erfreuliche.

Fehlt eigentlich nur

26 | altlandkreis


noch ein neues, topmodernes

Fahrzeug. „Ist bereits bestellt – in

zwei Jahren wird unser LF16 durch

ein nigelnagelneues HLF20 ausgetauscht.“

Darüber hinaus arbeitet

die Rotter Wehr mit einem LF10,

einem 3000-Liter-Wasserfass,

einem Schlauchanhänger sowie

einem Mehrzweckanhänger. Zur

Info: LF steht für Löschgruppenfahrzeug,

HLF für Hilfeleistungs-

Löschgruppenfahrzeug und die

Zahl 20 des HLF bedeutet, dass die

Feuerlöschkreispumpe in diesem

Fahrzeug bei einem Druck von 10

Bar mindestens 20000 Liter Wasser

befördern kann. „In Summe

natürlich kein großer Fuhrpark,

aber im Detail so aufgebaut, dass

er unseren Zwecken vollends genügt.“

Auch bei größeren Einsätzen?

„Da arbeiten wir sehr eng

mit den ähnlich klein aufgestellten

Wehren aus dem benachbarten

Wessobrunn, Ludenhausen und

Reichling zusammen. „Und falls

eine Drehleiter gebraucht wird,

helfen uns die Großen aus Dießen

oder Schongau.“

Urige Almhütte als

Vereinsheim

Wenige hundert Meter Luftlinie

vom Rotter Feuerwehrhaus an der

Landsberger Str. 19 entfernt – das

wohl urigste und außergewöhnlichste

Trachtenheim der Region.

„Wir bezeichnen es als Trachtenhütte“,

bekräftigt Martin Krötz diesen

optischen Mix aus Jagdhaus

und Almhütte, der 1952 in Eigenleistung

gebaut wurde auf einem

in Summe 1 100 Quadratmeter

großen Grundstück, „das wir später,

im Jahr 2007, zu unserer großen

Überraschung, sogar von den

Besitzern geschenkt bekommen

haben und natürlich ein Riesensegen

für unseren Verein war und

ist“. Einmal die Woche wird darin

in der Regel geprobt, aus aktuellem

Anlass, wegen des bevorstehenden

Gaufestes, auch häufiger.

Drehen, Platteln, Auftanz, Polka.

Stets im Takt zur handgemachten

Ziachmusik. „Damit wir gerüstet

sind, auch für Auftritte abseits

des Gaufestes.“ Die Teilnahme an

Trachtenfesten, beim alljährlichen

Preisplatteln, Maibaumaufstellen,

Heimatabenden, das Mitwirken

Das originellste Trachtenheim der Region steht hier in Rott.

Rausgeputzt: Der Rotter Trachtenverein beim Jubiläums-Fotoshooting.

bei kirchlichen und gesellschaftlichen

Anlässen in Rott und Umgebung

– die Liste der Vereinsaktivitäten

der D‘Rottbachtaler ist

lang. Und Lust und Ehrgeiz, die

Miesbacher Tracht zu präsentieren

sowie die bayerische Lebensart,

Mundart und all die guten alten

Bräuche zu hegen, pflegen und

leben, seien riesengroß. Aktuell

zählen die D’Rottbachtaler 250

Vereinsmitglieder, darunter zwölf

Paare bei den Aktiven (Plattler und

Dreherinnen) sowie 25 Buben und

Mädchen in der Jugendgruppe.

Und sie alle freuen sich schon riesig

auf das wohl größte Fest, das

je in Rott stattgefunden hat.

Zelt für 3 700 Personen

Schwerpunktmäßiger Ort des

Geschehens wird ein 3700-Per-

sonen-starkes Bierzelt sein, „das

wir auf einer Wiese am östlichen

Ortsausgang in Richtung Dießen

am Ammersee aufstellen werden“.

Die Bewirtung übernimmt

der für ausgezeichnete Küche bekannte,

im benachbarten Reichling

wohnhafte Festwirt Magnus

Ostenrieder. Parkmöglichkeiten

drumherum wird es ebenfalls

ausreichend viele geben. Dies gilt

auch für den Tag des wohl größten

Highlights im Rahmen der

Rotter Festwoche – dem großen

Umzug des Lechgautrachtenfestes

am Sonntag, 13. Juli, wofür mehr

als 40 Trachtenvereine samt Musikkapellen,

Trommlerzügen

juli / august 2025 | 27


und Pferdegespannen eingeladen

wurden. Allen voran die Vereine,

die dem Lechgau angehören:

Lechsbergler Apfeldorf, Schnalzbergler

Böbing, König Ludwig

Stamm II Burggen, D’Lechroaner

Epfach, D’Windachtaler Hofstetten,

D’Schwalbenstoaner Hohenfurch,

Bayerischer Rigi Hohenpeißenberg,

D’Wertachtaler

Kaufbeuren, Edelweiß Landsberg,

Alpenrose Peiting, D’Wurzbergler

Reichling, D’Rottbachtaler Rott,

Illachtaler Rottenbuch, Schlossbergler

Schongau, D’Lechtaler

Seestall, Almfrieden Steingaden,

D’Fuchsbergler Stoffen und Gennachtaler

Westendorf. Insofern

darf an diesem Tag das 1800

Einwohner starke Dorf mit mindestens

5000 Teilnehmern und

Besuchern allen Alters rechnen.

Und auf einen unfallfreien Ablauf

sowie gutes Wetter hoffen. js

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28 | altlandkreis


Die Rotter Festwoche auf einen Blick

Oimara, Aiwanger, Umzug

Rott | Für den Auftakt der Rotter

Festwoche haben die Verantwortlichen

einen bombastischen Bierzeltbrass

organisiert – am Freitag,

4. Juli, um 20 Uhr performt kein

Geringerer als der inzwischen international

gefragte „Oimara“ samt

seiner „Bande“, ehe ab 22 Uhr

die nicht weniger beliebte Gruppe

„DeSchoWieda“ das große Bierzelt

an der Ecke Dießener Straße und

Buchwiesweg zum Kochen bringen

werden. Insofern ein moderner

Partyabend mit Stimmungsmusik,

der sich primär an die Jüngeren

und Junggebliebenen richtet. Tags

darauf, am Samstag, 5. Juli, laden

die Rotter ab 10 Uhr zu einem Oldtimertreffen

samt Trachtenmarkt

und Frühschoppen mit musikalischer

Unterhaltung der Rotter

Musikkapelle ebenfalls ins große

3700-Mann-Bierzelt am östlichen

Ortsausgang Richtung Dießen am

Ammersee. Am selben Abend, auch

ab 20 Uhr, geht die Feierei weiter

mit einer pfiffigen Blasmusikparty.

Es spielen die Brauhausmusikanten

und Muckasäck. Der erste von

zwei Festsonntagen, der am 6.

Juli, ist der Feuerwehr gewidmet

und startet um 9.30 Uhr mit Kirchenzug,

Festgottesdienst (10 Uhr)

sowie anschließenden Festreden

sowie musikalischer Umrahmung

der Trachtenkapelle Wessobrunn

im Bierzelt. Ab 13 Uhr gibt’s für

Technikinteressierte spannende

Einblicke im Rahmen einer Feuerwehrfahrzeugschau

samt facettenreichem

Kinderprogramm für quasi

aktives Hineinschnuppern in dieses

so wertvolle Ehrenamt. Am Nachmittag

und Abend spielen wiederum

Musikkapellen schneidig auf, in

diesem Falle die aus Thaining und

Schwabsoien. Am Montagnachmittag,

7. Juli, findet um 13 Uhr im

großen Bierzelt ein Kreisseniorennachmittag

mit der Ü50-Kapelle

des Bezirks Lech-Ammersee statt.

Am Abend, um 20 Uhr, ein Politischer

Abend samt blasmusikalischer

Unterhaltung des Bundesverbands

Deutscher Milchviehhalter,

kurz BDM, wo unter anderem der

Bayerische Wirtschaftsminister

Hubert Aiwanger eine Ansprache

halten wird.

Kabarett mit

Wolfgang Krebs

Nach einem Tag Pause laden die

Rotter Trachtler und Feuerwehrler

am Mittwoch, 9. Juli, zu einem

hörens- wie sehenswerten Kabarettabend

mit Wolfgang Krebs,

dem Meister des Parodierens.

Einlass hierfür ist bereits um 18

Uhr, Beginn um 20 Uhr. Mit einem

„Boarischen Tanz“ am Freitag, 11.

Juli, beginnt um 20 Uhr schließlich

die trachtenlastigere Feierei im

Rahmen der Rotter Festwoche. An

diesem Abend spielen die für herausragend

gute, originelle Volksund

Blasmusik bekannten Gruppen

„Tegernseer Tanzlmusi“ und „Die

Blechböhmischen“ auf. Am Samstagabend,

12. Juli, um 20 Uhr sind

alle 18 Vereine des Lechgaus recht

herzlich zum großen Gauheimatabend

ins Festzelt eingeladen. Es

> > > INFORMATIONEN & TICKETKAUF

spielt auf die Musikkapelle Rott,

wenngleich dieser bunte Abend

mit Auftritten von Plattergruppen

schon vorher mit einem unter die

Haut gehenden Standkonzert am

Maibaumplatz (19 Uhr) in Rott beginnt

– und von dort gemeinsam

dann zum Festzelt marschiert wird.

Die sprichwörtliche Krönung der

Rotter Festwoche erfolgt jedoch

am finalen Festsonntag, 13. Juli,

mit traditionellem Weckruf (6 Uhr),

Aufstellung zum Kirchenzug (8.45

Uhr), Festgottesdienst am Sportplatz

und Frühschoppen mit der

Trachtenkapelle Apfeldorf (11 Uhr)

im Bierzelt. Bestens gestärkt geht’s

dann zur Aufstellung des großen

Festzugs (13 Uhr), zu dem die Rotter

mehr als 40 Trachtenvereine

samt Trommlerzügen, Musikkapellen

und Pferdegespannen eingeladen

haben. Losmarschiert wird

letztlich um 13.30 Uhr. Nach diesem

sehenswerten Umzug durchs Dorf

folgen Ehrentänze verschiedener

Trachtenvereine (14.30 Uhr) auf

Innen- und Außenbühne samt musikalischer

Umrahmung der Musikkapelle

Rott und des Musikvereins

Reichling, Blasmusik der Lechgau-

Trachtenkapelle (ab 16 Uhr) und

schließlich der dann doch von den

Verantwortlichen herbeigesehnte

Festausklang (ab 19 Uhr) mit der

Knappschafts- und Trachtenkapelle

Peiting.

js

Informationen rund um die Rotter Festwoche halten auch die

Internetseiten www.trachtenverein-rott.de und www.feuerwehrrott.de

sowie die Instagram-Accounts der Rotter Trachtler und

Feuerwehrler bereit. Dort finden Sie auch direkten Zugang zu Vorverkaufskarten

für „Bierzeltbrass“ und „Kabarettabend“.

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juli / august 2025 | 29


ESCONOVA – das Open Air mit familiärem Flair

Festival im Freibad

Altenstadt | Freibäder sind in der

Region rar gesät. Neben dem Ganzjahres-Bad

„Plantsch“ in Schongau

sowie dem weit und breit einzigartigen

Wellenfreibad Peiting (siehe

Seite 6) über viele Jahre eine Art

Geheim-Tipp gewesen: Das Freibad

Am Weidach 2 in Altenstadt.

Es umfasst ein 1800 Quadratmeter

großes Schwimmerbecken, ein

deutlich kleineres, 70 Zentimeter

tiefes Nichtschwimmerbecken, einen

freibadtypischen Kiosk sowie

äußerst großzügige Liegewiesen

samt schattenspendenden Bäumen.

Dass dieses Bad an heißen

Sommertagen inzwischen auch

von Badebegeisterten außerhalb

der Orts- oder gar Landkreisgrenze

besucht wird, hängt unter anderem

mit dem ESCONOVA-Festival

zusammen – ein Open Air mit Live-

Bands und DJs, das vor mittlerweile

neun Jahren die aktiven Mitglieder

der Altenstädter Fördervereine von

Fußball und Feuerwehr aus der

Taufe gehoben haben. Das Konzept:

Zwei Bühnen, drei aus der Region

stammende Live-Bands und neun

(!) DJs. „Damit garantieren wir einen

bunten Musikmix für alle Geschmäcker

und Altersklassen“, sagt

Mitorganisator Dominik Jaud über

dieses Mehrgenerationen-Festival,

auf dem dank der familienfreundlichen

Organisation sowie der

30 | altlandkreis

facettenreichen Musikrichtungen

auch Eltern mit Kindern gerne zu

Gast sind. Während das Festival die

ersten Jahre bekannt für zwei verschiedene

Bühnen war, wartet es

2025 sogar mit drei verschiedenen

Areas auf: Auf der „Neptun Stage“

spielen zwischen 20.30 und 23.40

Uhr zunächst drei Live-Bands. Beginnend

mit der vierköpfigen Band

„Fenzl“, benannt nach dem ehemaligen

Django-3000-Bassisten

Michael U. Fenzl, die bekannt ist

für Songs im Bereich Rock, Pop und

Heimatsound. Danach: Herzerfrischende

Reaggae-Vibes von der

aus Garmisch-Partenkirchen kommenden

Band „Irie Fambli“. Und

wiederum danach: Die ebenfalls

in Süddeutschland heimische Band

„Casino Blackout“ mit modernem

Pop-Punk samt sphärischen Synthesizer-Flächen

und prägnanten

Elektro-Elementen – und Songtexten

mit reichlich Abwechslung

und Aussagekraft, unter anderem

geprägt von der sich ständig wandelnden,

weltpolitischen Lage.

Drei Bands, neun DJs

> > > TICKETS ZU GEWINNEN

Parallel dazu sowie tiefer in die

Nacht hinein legen heuer gleich

neun DJs auf drei verschiedenen

Bühnen auf. Die Musikrichtungen

könnten dabei unterschiedlicher

nicht sein, reichen von bekannten

Party- und Schlagerhits über zum

sich treibenlassenden Techno-Rave

bis hin zu richtig hartem „Psycho-

Techno“. Die Rede ist von der aus

München stammenden DJane „Zitrophren“

(Electro, Techno, Hard-

Techno), dem Duo „Yeyjo & Buzztardo“

(Hardtechno & Psytrance),

der Allgäuer DJ Basix (Clubcharts,

House, Mashups, EDM – steht für

elektronische Tanzmusik), Rocko

(Techno & Rave), Astor (Dance &

Future House), Anderson (EDM,

Deephouse & Amapiano), DJ Effex

sowie die aus Schwabniederhofen

stammenden Locals Dennis Hard

(Back tot he 90s) und Bentastic

(EDM Tanzmusik & Charts). Neben

dem Line-Up kann sich auch das

Drumherum des Freibad-Festivals

sehen lassen: Augustabar, angelehnt

an die berühmte Römerstraße

Via Claudia Augusta. Gleich

zwei Bierwagen. Es gibt Cocktails.

Eine Fotobox für tolle Partybilder.

Einen Foodcourt-Bereich mit

drei Foodtrucks und allem, was

das kulinarische Herz begehrt, einen

Craftbeer-Stand, eine Shisha

Lounge, Chillout Zone, Toiletten im

Süden und Norden des Festival-

Areals, das Schwimmbecken für

eine feuchtfröhliche Abkühlung

sowie Wasserwacht und Erste-

Hilfe-Station, die für den Fall der

Fälle als Retter und Erst-Helfer im

Einsatz sind. Dank kleinerer Fläche

direkt am Haupteingang des

Freibads sowie zwei weiteren,

frischgemähten Wiesen südlich der

Schönachstraße finden die Festivalbesucher

auch jede Menge Parkmöglichkeiten,

nur wenige Fußminuten

vom Geschehen entfernt.

Beginn des von 140 Ehrenamtlern

organisierten Open Airs ist heuer

am Samstag, 19. Juli, um 18 Uhr,

Ende gegen 3.30 Uhr. Vorverkaufskarten

sind bei Metzgerei Filser in

Altenstadt (Burglachstraße 18), im

Märchenwald Schongau (Dießener

Straße 6) und im Schongauer Lokal

„Das Ochsenblut“ (Dominikus-

Zimmermann-Straße 10) erhältlich.

Und, natürlich, online unter

www.esconova.com, wo auch alle

anderen Open-Air-Informationen

abrufbar sind. Die Tickets kosten 18

Euro. Kinder bis 13 Jahren sind frei,

dürfen aber nur mit Aufsicht zum

ESCONOVA 2025.

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Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost 2 x 2 Tickets. Schicken

Sie uns bis Montag, 9. Juli, eine Postkarte mit dem Stichwort

„Esconova“ an „altlandkreis“, Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder

eine E-Mail an info@altlandkreis.de. Das Los entscheidet, der

Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Erfolg!


Böbing Open Air — das Rockfestival

18 Bands an zwei Tagen!

Böbing | Wenn ein am ganzen

Körper tätowierter Punkrocker

neben einem Vollbluttrachtler mit

Hut und Gamsbart friedvoll am

selben Tisch sitzt, ist es wieder so

weit: Weißwurstfrühschoppen im

Rahmen des Böbing Open Airs.

> > > TICKETS ZU GEWINNEN

Das größte Rockfestival im bayerischen

Oberland findet heuer am

Freitag, 8. August, ab 17 Uhr und

Samstag, 9. August, ab 10 Uhr

zum insgesamt 39. Mal statt. Am

ersten Abend spielen mit Tequila

and the Sunrise Gang, Mother´s

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“ verlost 2 x 2 Tages-Tickets für

das Böbing Open Air 2025. Schicken Sie uns bis 15. Juli eine Postkarte

mit dem Stichwort „BOA“ an „altlandkreis“, Birkland 40, in

86971 Peiting. Oder eine Mail an info@altlandkreis.de. Das Los

entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen viel Erfolg!

Cake, The Iron Roses, The Swinging

Cotelettes, Iron Moon, Cemetary,

Blitzer und Special Broadcast

acht Bands. Am Samstag, nach

dem Weißwurstfrühschoppen mit

Blasmusik, sind es zehn Bands,

die sanften bis harten Rock zum

Besten geben werden: Beat Bulls,

Liquid Ninjas, Taker, Love Gun,

Tame the Abyss, LYCA, Groppers,

The Busters, Lenze und de Buam

sowie JBO. Insofern ein bunter Mix

aus regional und überregional bekannten

Bands, die sich definitiv

hören und sehen lassen können.

Ort des Geschehens: Der Sportplatz

in Böbing an der Thalmühlstraße

25. Gegenüberliegend: Eine

frischgemähte

freie Wiese mit

reichlich Platz zum

Campen. Außerdem

fahren Shuttlebusse

vom und zum Event in alle

Richtungen. Vorverkaufskarten

sind online unter www.boebing-openair.de

erhältlich. Das

Ein-Tages-Ticket kostet 35 Euro,

das Zwei-Tages-Ticket 65 Euro.

Für Speis und Trank ist ebenfalls

reichlich gesorgt an beiden Tagen.

Spielt auch noch das Wetter in die

Karten, wird das BOA 2025 ein absolutes

Highlight unter den Großveranstaltungen

im bayerischen

Oberland werden.

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juli / august 2025 | 31


Mit dem 40-Tonner zur Futtertrocknung

Eiweißquelle Edelgrün

Altenstadt | Die Blicke entgegenkommender

Autofahrer: Voller

Ehrfurcht. Der von Werner Golling:

Hochkonzentriert. „Wir sind drei

Meter breit, vier Meter hoch, 19

Meter lang und bereits ohne Ladung

mehr als 20 Tonnen schwer!

Fehler darfst du dir mit diesem Gespann

keine erlauben“, betont der

59-jährige Landwirtschaftsmeister

aus Altenstadt, der bereits seit 1988

für die Futtertrocknung Altenstadt

arbeitet. Aufgrund seiner immensen

Erfahrung hat er die große

Ehre, das derzeit modernste und

leistungsstärkste Gespann der Futtertrocknung

Altenstadt zu fahren:

Einen 518 PS starken Zweiachser,

der so auf dem freien Markt nicht

erhältlich ist. „Wir kaufen die Zugmaschinen

von der Stange direkt

bei MAN, um sie dann unmittelbar

nach Türkheim weiterzugeben.“

Dort sitzt mit Toni

Maurer und seiner gleichnamigen

Firma die Koryphäe

für Lkw-Spezialumbauten.

„Der schlachtet unsere Zugmaschinen

fast vollständig

aus, um sie geländetauglich

umzubauen.“ Höherer

Radstand, breitere Achsen, größere

und profilstärkere Reifen vorne,

noch größere und profilstärkere

Reifen hinten, die wiederum mit

weniger Luftdruck gefahren werden

können. Das habe den großen

Vorteil, ähnlich wie bei breiteren

Schlauchlosreifen im Mountainbikesport,

„dass sich die Reifen

ins Gelände einschmiegen, wir

so auf den Feldern mehr Traktion

und Vortrieb haben“. Und der

Ladewagen? „Kommt so, wie er

dasteht, vom bekannten Hersteller

Pöttinger.“ Ein Dreiachser mit

sechs mitlenkenden, 71 Zentimeter

breiten und 1,20 Meter im Durchmesser

großen Reifen. In Summe

kostet dieses monströse Gespann,

mit dem Werner Golling gerade ein

Feld unweit der Altenstadter Bundeswehrkaserne

anfährt, mehr

als 350 000 Euro.

„Die Einfahrt hier ist ein wenig

eng“, sagt er, als er den rechten

Seitenspiegel knapp aber

gekonnt nur wenige Zentimeter

an einem Einbahnstraßenschild

vorbeilenkt. Am Feld

zwischen Kiesgrube

und Wohnsiedlung

angekommen, reiht Landwirt

Florian Jocher einen Teil des

am Vorabend gemähten Kleegrases

final und feinsäuberlich auf mit

seinem Schwader. Derweil sammelt

Werner Golling das bereits

gebündelte Gras in leicht erhöhter

Schrittgeschwindigkeit auf. Die Kamera

am Heck seiner Zugmaschine

filmt direkt auf das Aufnahmeaggregat

des Ladewagens. Die zweite

Kamera zeigt, ob das frischgemähte

Gras vollständig aufgesammelt

wird. „Und hilft, beim Rückwärtsfahren

den Überblick zu behalten.“

Während des Aufsammelns

wird Allrounder Werner Golling

immer wieder von Fahrerkollegen

wie Maschinisten angefunkt, um

Rat gefragt. „Kollege Sprenzel,

der heute Gras aus Ehenbichel

im österreichischen Lechtal hinter

Reutte holt.“ Der andere Kollege,

der durchfunkt: Maschinist Tobias

Groß, 25 Jahr jung, der mit Betrieb

der Anlage und Kundendisposition

alle Hände voll zu tun hat an diesem

Mittwochmorgen. „Aber auch

ohne Erfahrung schon ein richtig

guter Mann ist.“ Eben noch voll

des Lobes, sagt Werner Golling

plötzlich „voll!“ und dreht den über

Sammelplatz des frischgemähten Grases.

32 | altlandkreis


der Mittelkonsole fixierten zweiten

Bildschirm zu „altlandkreis“-

Redakteur Schelle, der auf dem

Beifahrersitz sitzt. Der Ladewagen

ist so modern ausgestattet, dass

er sogar das Gewicht des aufgenommenen

Futters erkennt und direkt

ins Führerhaus meldet. „Eine

wertvolle Innovation für uns, weil

die Gräser, die wir aufsammeln,

je nach Witterung, Grasart und

Mähzeit unterschiedlich nass, entsprechend

unterschiedlich schwer

sind.“ Die Gefahr, Ladewagen und

Zugmaschine zu überlasten, sei

früher hoch gewesen. Jedenfalls

sind aus diesen 20 Tonnen Leergewicht

bei der Hinfahrt in nur 18 Minuten

satte 40 Tonnen Vollgewicht

geworden! „Quasi im Handumdrehen

20 Tonnen Gras aufgeladen“,

sagt Werner Golling und grinst.

Milchleistung verdoppelt!

Auffallend: Während das Gespann

im Gelände, also auf dem Feld, total

harmonisch, ruhig und gleichmäßig

zu steuern war, ruckelt es

auf der asphaltierten Straße in

etwa so, als würde Werner Golling

20 Tonnen hin- und herschwappende

Flüssigkeit transportieren.

„Das liegt an der eingangs beschriebenen

Spezialbereifung, die

bei uns schlichtweg mehr fürs Gelände

als für Asphalt ausgelegt ist.“

Dennoch wichtig: „Nie zu hetzen.“

Zwar dürfen die Fahrer der Futtertrocknung

ihre Riesengespanne,

speziell auf Autobahnen, auf

bis zu 80 Stundenkilometer

beschleuni-

Ein Radlader kippt und schiebt das Gras in die Trocknung.

gen. „Machen wir aber nicht.“

Gefahren wird nie schneller als 65

km/h. Denn das Allerwichtigste:

„Dass uns und den anderen Verkehrsteilnehmern

nichts passiert

und wir keine Straßenschäden

anrichten“, betont an dieser Stelle

Stefan Schuster, 46, gelernter

Heizungsbauer und seit 2008 Geschäftsführer

der Futtertrocknung

Altenstadt eG. Ohne es verschreien

zu wollen, „ist hier im Rahmen

der mehr als 50-jährigen Firmengeschichte

noch nie ein schwerer

Unfall passiert“. Lediglich mit Reifenplatzern

haben Werner Golling

und Kollegen immer wieder mal

zu kämpfen. Erst kürzlich sei ihm

auf einer längeren Geraden einer

dieser riesigen Ladewagenreifen

geplatzt. „Was unglaublich laut geknallt

hat.“ Doch bei drei Achsen,

somit sechs Reifen, ist die Chance

groß, die Spurtreue trotz Schockmoments

halten zu können. „Passiert

ist Gott sei Dank nichts.“

Insgesamt fährt Werner Golling

an diesem Mittwochmorgen vier

Mal dieses 1,2 Hektar große Feld

von Demeterhof-Betreiber Florian

Jocher an. Letzterem kostet diese

Dienstleistung inklusive Futterherstellung

95 Euro pro Fuhre sowie

zusätzlich zwei Euro Fahrgeld pro

Kilometer. Rentabel? „Auf jeden

Fall“, betont der studierte Landwirt,

der sich intensiv mit effizienter

wie gesunder Fütterung seiner

85 Milchkühe auseinandersetzt und

von der Qualität dieses Kleegrases

regelrecht schwärmt. „Wir konnten

durch gezielte Fütterung unsere

Milchleistung verdoppeln, ohne

dass es unseren Kühen schlechter

geht.“ Prinzipiell brauchen Kühe

für die Produktion von Milch hochwertige

Energiequellen einerseits,

hochwertige Eiweisequellen andererseits.

Letzteres liefert dieses

Kleegras, „das wir anteilig dem

eigentlichen Futter beimengen – zu

viel davon würde den Kühen nämlich

Bauchmerzen bereiten“. Heißt?

„Dass das, was die Futtertrocknung

Altenstadt für uns herstellt,

so etwas wie das i-Tüpfelchen in

unserem Futter darstellt und als

hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel

für Milchkühe bezeichnet

werden kann.“

Zu verdanken ist dieses Prinzip,

aus frischgemähtem Gras hochwertiges

Trockenfutter in Form von

Kops oder Ballen herzustellen, Xaver

Schleich. Hintergrund: Vor 50

Jahren hat es im Pfaffenwinkel

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juli / august 2025 | 33


ähnlich hohe Niederschlagsmengen

gegeben wie heute. Allerdings

mit dem großen Unterschied, dass

der Regen damals sanfter, dafür

regelmäßiger niederprasste. Hinzu

kam und kommt das meist unberechenbare

(Gewitter-)Wetter aufgrund

der Nähe zu den Alpen. Für

hiesige Landwirte hatte dies oft zur

Folge, dass sie das Futter für ihre

Kühe nicht rechtzeitig und auch

nicht in gewünschter Qualität von

ihren Feldern ins Trockene brachten.

Angesichts dessen dachte sich

Xaver Schleich: Warum nicht auch

hier im Pfaffenwinkel eine Futtertrocknung

eröffnen, wie er sie im

Rahmen eines Hollandbesuches

mal entdeckt hatte. Der Pionier

tourte daraufhin durch die Region,

konnte auf Anhieb 176 Milchbauern

für seine Idee begeistern und gründete

mit ihnen gemeinsam eine

Genossenschaft. Die eröffnete wiederum

im Jahre 1971 die bis heute

bekannte Futtertrocknung eG südlich

der B472 auf Höhe Altenstadt

in Richtung Burggen, die erstmals

im Sommer 1972 produzierte. Doch

dazu später mehr. Denn Geschäftsführer

Stefan Schuster muss das

„altlandkreis“-Interview aufgrund

eines Störsignals der riesigen Trockenanlage

blitzartig unterbrechen,

im Zuge dessen auch gleich

mit Mitarbeitern und neueingetroffenen

Kunden kommunizieren, ein

Telefonat entgegennehmen und

Neuauftrag in eine Liste eintragen.

Quasi alles gleichzeitig. „Nichts

schlimmes, die Anlage läuft aktuell

wie ein Uhrwerk – und die Vielseitigkeit,

so stressig es manchmal ist,

macht den Reiz dieses Jobs aus“,

sagt er beim Zurückkommen in

den kürzlich neugebauten, urgemütlichen

Aufenthaltsraum samt

Küchenzeile, wo sich die insgesamt

19 Mitarbeiter, darunter 17 Festangestellte,

stärken, ausruhen und

austauschen können.

Heißlufttrocknung in

22-Meter-Trommel

Zum Beispiel über den Produktionsprozess,

der wie folgt abläuft:

Das aufgesammelte Bio-Kleegras

wird zunächst auf einer großen

Freifläche hinter der Trocknungsanlage

zwischengelagert. Damit

Florian Jocher auch das Endprodukt

aus seinem eigenen Gras

zurückbekommt, „legen wir großen

Wert auf feinsäuberliche

Trennung“, betont Stefan Schuster.

Hierfür wird jedem Kunden eine

Nummer zugeteilt und gutsichtbar

auf den jeweiligen Grashaufen

platziert. Das Kleegras von Florian

Jocher bekommt die Nummer drei,

soll später zu Ballen gepresst werden,

was allerdings noch dauern

wird – bei bis zu 25 Fuhren pro Tag

bleibt das Gras zunächst mehrere

Stunden, maximal eine Nacht, auf

Werner Golling legt die „3“ auf das Gras von Landwirt Florian Jocher.

34 | altlandkreis

Stressiger Job: Betrieb der Anlage und Kundendisposition.

dem Lagerplatz liegen. So lange,

bis es via Drei-Tonnen-Radladerschaufel

aufgegabelt und auf die

Grasrampe der Trocknungsanlage

gekippt und geschoben wird. Von

dort gelangt das Kleegras in einen

Häcksler, wird darin in zwei bis drei

Zentimeter kleine Halme geschnitten.

In dieser dann idealen Größe

gelangt es über ein Förderband in

das Herzstück der Futtertrocknung:

Die 22 Meter lange und sechs Meter

Durchmesser starke Heißlufttrommel

mit einer Eingangstemperatur

von 500 Grad Celsius – die

Hitze kommt aus einem südlich

davon installierten, riesengroßen

Schwedenofen, der wiederum mit

Hackschnitzeln aus regionalem

Holz befeuert wird. Doch zurück zur

Trommel, in der an den Innenwänden

fixierte Schaufeln das Gras bei

jeder Umdrehung von unten nach

oben befördern. „Fällt das Gras

am höchsten Punkt aus der Schaufel,

wird es durch das Herabfallen

durch die heiße Luft hindurch getrocknet

– je trockener, desto leichter,

desto weiter wird es durch die

Heißluft ans Ende der Trommel

geblasen“, erklärt Stefan Schuster.

Am Ende dieser 22 Meter beträgt

der Feuchtigkeitsanteil des Grases

noch maximal 14 Prozent anstelle

der vorherigen 40 bis 60 Prozent.

Insgesamt dauert der Trocknungsprozess

pro Radladerschaufel 18

Minuten lang, pro Ladewagenladung

von bis zu 21 Tonnen knapp

eine Stunde. „Diese Art der Trocknung

mit heißer Luft hat einen ähnlichen

Effekt wie das Schockfrosten

von beispielsweise Spinat als Lebensmittel

für uns Menschen –

damit können wir den Großteil der

für Milchkühe wertvollen Inhaltsstoffe

beibehalten und konservieren.“

Im weiteren Verlauf gelangt

das nun frischgetrocknete Kleegras

in einen riesengroßen Zyklontrichter,

der die Heißluft vom Gras entkoppelt

– während die heiße Luft

nach oben strömt und über einen

32 Meter hohen Schornstein ins

Freie gelangt, fällt das Gras durch

eine Trichterform nach unten und

wird dann, je nach Kundenwunsch,

entweder zu zwei bis sechs Zentimeter

langen Kops oder eben

Ballen gepresst – und im Rahmen

dessen wieder auf Umgebungstemperatur

abgekühlt. Das dann

fertige Produkte gelangt schließlich

in Zwischenlager. Die Ballen

mit der Nummer „3“ sind gleich

im Eingangsbereich der Lagerhalle

aufgetürmt und warten darauf, von

Besitzer Florian Jocher abgeholt zu

werden.

Inzwischen 676

Genossenschaftsmitglieder

Aktuell gehören der Genossenschaft

der Futtertrocknung Altenstadt

mit 676 Mitgliedern, allesamt

Landwirte, rund fünf Mal so viele

an wie zur Gründungszeit der eG.

Das Einzugsbiet erstreckt sich bis

nach Starnberg im Osten, Penzing

im Norden, Nesselwang im

Westen sowie Tannheimer Tal und


Lechtal, also Österreich, im Süden.

Hergestellt werden Kops oder Ballen

entweder aus gewöhnlichem

Wiesengras, oder gezielt angebauten

Kulturen wie Kleegras oder

Luzerne. Von Anfang Mai bis Ende

Oktober produziert die Futtertrocknung

Altenstadt rund um die Uhr.

Gearbeitet wird im Dreischichtbetrieb.

Drei Mitarbeiter, darunter

zwei Maschinisten und ein Radladerfahrer,

betreiben die Anlage,

kümmern sich obendrein um Kundenverkehr

und Dispo. Die anderen

schwärmen mit diesen monströsen

Gespannen aus Lkw und Ladewagen

bereits ab 4.30 Uhr in der Früh

aus in alle Himmelsrichtungen und

holen das frischgemähte Gras der

Genossenschaftsmitglieder ein.

Insgesamt besitzt die Futtertrocknung

vier große Lkw sowie einen

kleineren mit jeweils dazu passendem

Ladewagen. Hinzu kommen

Radlader, Teleskoplader, drei

Gabelstapler, Bulldog und Kipper.

Eine firmeneigene PV-Anlage auf

dem Dach erzeugt ein Drittel des

benötigten Stroms. Der im Jahr

2004 eingeführte, bis zu 1000

Grad heiße Schweden-Ofen wird

mit Hackschnitzeln aus regionalem

Holz gefüttert und sorgt dafür,

dass die Grastrocknung inzwischen

deutlich umweltfreundlicher vonstattengeht

als noch zu Zeiten, „in

denen wir mit Gas oder Öl geheizt

haben“. Und dieser von weitem

sichtbare, aufsteigende weiße

Rauch? „Ist kein Rauch, sondern

nahezu ausschließlich Wasserdampf,

den wir dem feuchten Gras

entzogen haben“. Der Rauch, der

bei der Verbrennung im Schwedenofen

entsteht, bleibe nämlich

überwiegend innerhalb eines

geschlossenen Systems. Die Futtertrocknung

ist sogar gesetzlich

dazu verpflichtet, CO2-einsparend

zu produzieren. „Am Ende unserer

Heißlufttrommel ist eine Kohlenstoffdioxid-Messung

angebracht,

die wiederum rund um die Uhr an

eine Prüfstelle des Landratsamtes

gekoppelt ist.“

Und wirtschaftlich? „Stehen wir

sehr gut da“, betont Stefan Schuster

sichtlich mit Stolz vor dem

Hintergrund, „dass wir komplett

eigenständig wirtschaften, seit

2011 keine Subventionen mehr

vom Freistaat bekommen“. Hintergrund:

In den 1970er Jahren

nahm der Soja-Kraftfutter-Import

aus Südamerika stark zu. „Und

niemand wusste, wie gut oder

schlecht die Qualität des Futters

ist.“ Um dieses Unding im Sinne

der Nachhaltigkeit zu durchbrechen,

stattdessen auf heimisches

Futter und kurze Wege zu setzen,

unterstützte der Freistaat Bayern

Futtertrocknungs-Anlagen wie die

in Altenstadt finanziell. Seit 2013

jedoch nicht mehr. „Weshalb wir

kreativ werden und die Preise so

anpassen mussten, dass trotzdem

alle Beteiligten gut davon leben

können.“ Im Zuge dessen ist auch

der markenrechtlich geschützte

Produktname „Edelgrün“ entstanden.

Seither können auch Nicht-

Genossenschafts-Mitglieder Kops

und Ballen in kleineren Mengen,

abgefüllt in gut transportierbaren

Beuteln, kaufen. Mehr als 600

Pferde-, Ziegen- und Schafhalter

sowie Jäger nutzen dieses Angebot.

„Letztlich sind wir so aufgestellt,

dass unsere festangestellten

Mitarbeiter das ganze Jahr über ein

Festgehalt bekommen – auch die,

die über den Winter nicht schwerpunktmäßig

als Mechaniker für

Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten

von Fuhrpark und Trocknungsanlage

im Einsatz sind.“ Das

heißt aber auch, dass zwischen Mai

und Oktober der sprichwörtliche

Punk abgehen muss. 2024 wurden

in diesen sechs Monaten 80000

Tonnen (!) nasses Gras mit 30000

Kubik Hackschnitzeln zu 13 600

Tonnen Trockengut, also Kops und

Ballen, verarbeitet. Daraus resultierte

ein Jahresumsatz von vier

Millionen Euro. Neuer Rekord. js

Das Endprodukt: Entweder als Kops (li.) oder gepresste Ballen.

juli / august 2025 | 35


Radiocäsium-Messung von Wildbret

In gulaschgerechten

Stücken

alle Ausgaben online unter

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Forst | Mehr als 1800 Autokilometer

vom Pfaffenwinkel entfernt: Tschernobyl

– eine kaum bewohnte Stadt

im Norden der Ukraine, bekannt

durch die größte Nuklearkatastrophe

in der Geschichte der Menschheit.

Damals, am 26. April 1986,

kam es dort im Rahmen eines planmäßigen

Notstromversorgungs-

Tests im Atomkraftwerks-Reaktor 4

zu einer Explosion. Jede Menge radioaktive

Strahlung wurde infolgedessen

freigesetzt, durch vorherrschenden

Wind zum Teil weltweit

verteilt und über Regenfälle zurück

auf den Boden gedrückt. Auch auf

Flächen in Deutschland, Bayern,

dem Pfaffenwinkel. Zwar baut sich

ein großer Teil von radioaktiver

Strahlung rasch ab. Die Halbwertszeit

bestimmter radioaktiver Stoffe

kann jedoch mehrere hundert, ja

sogar Millionen Jahre betragen.

Hinzu kommt, dass manche dieser

sich langsam abbauenden Stoffe

gesundheitsschädigend für Pflanzen,

Tiere, Menschen sein können.

Zum Beispiel Cäsium-137, was laut

Deutschem Krebsforschungszentrum

(DKFZ) sich in Knochengewebe

einlagern, dortiges Erbgut

schädigen und langfristig zu

Knochenkrebs sowie Leukämie

führen kann. Genau dieser Stoff

befindet sich auch 39 Jahre nach

dieser Katastrophe von Tschernobyl

noch immer in Pilzen,

die in hiesigen Wäldern wachsen

– und in Wildschweinen,

die in hiesigen Wäldern leben

und sich von radioaktiven Stoffen

verseuchten Hirschtrüffeln

ernähren. Deshalb gilt für Jäger

nach wie vor die bereits im Jahr der

Tschernobyl-Katastrophe eingeführte

gesetzliche Pflicht: Wer ein

Wildschwein geschossen, dessen

Fleisch zerlegen und weiterverkaufen

will, muss es zunächst auf

radioaktive Belastung untersuchen

lassen. Was viele nicht wissen: Dass

diese Radiocäsium-Untersuchung

Jägerinnen und Jäger nicht selbst

vornehmen dürfen. „Hier gibt es

extra ausgebildete Männer und

Frauen, die dafür zuständig sind“,

bekräftigt Florian Pfütze, Vorsitzender

des Kreisjagdverbands

Weilheim. Im Pfaffenwinkel gibt es

momentan mehrere qualifizierte

Messstellen. Für den Kreisjagdverband

Schongau misst Sabine Hübl

in Peiting. Für den Weilheimer Hubert

Aigner aus Antdorf und Hermann

Traber in Forst-Wessobrunn.

Messgerät stellt

Jagdverband

Hermann Traber durften wir von

„altlandkreis“ kürzlich besuchen,

ihm bei einer Radiocäsium-Messung

von Wildbret über die Schulter

blicken. Bereits beim Betreten

seiner Hofeinfahrt wird sofort ersichtlich:

Hier wird professionell

wie leidenschaftlich gerne gejagt.

Unter einem Carport stehen zwei

geländetaugliche Pick-ups, Zertifikate,

Emailschilder und Jagdtrophäen

hängen an den Wänden von

Wohnhaus, Carport und Dreifachgarage.

Bestätigt wird dieser professionelle

Eindruck beim Öffnen

der Garagentortüre ganz rechts –

dort hat Hermann Traber einen

hygienegerechten Raum zum Lagern,

Zerlegen und Verwursten von

Wild hineingebaut. Fleischwolf,

Metzgermesser, zwei Zweimeter-

Wildkühlschränke, großflächige

Arbeitsplatten aus Edelstahl

– hier kann sich der ehemalige

Lebensmittelfotograf sprichwörtlich

austoben. Just in diesem

Moment klopft es an der Tür.

„Waidmannsheil“, grüßt Heinz

Baudisch, 78, aus Weilheim. Den

Jagdschein machte er bereits im

Jahre 1982. Das Wildschwein,

männlich, 43 Kilogramm schwer,

erlegte er knapp zwei Tage vorher

bei Oderding. Dabei hat er

das Schwein allerdings nicht an

diesem Freitagmorgen. „Für die

Am Messgerät: Hermann Traber

beim Umfüllen des Fleisches.

36 | altlandkreis


Messung brauchen wir lediglich

500 Gramm Wildbret, in gulaschgerechten

Stücken geschnitten.“

Heinz Baudisch hebt den Deckel

seiner edelstählernen Box, zeigt

voller Stolz das feingeschnittene,

frische Wildschweinfleisch.

„Ziemlich genau 500 Gramm!“

Herrmann Traber trägt inzwischen

hellblaue Gummihandschuhe, füllt

das Fleisch vorsichtig in einen weißen

Messbecher um, hebt diesen

wiederum in die Vorrichtung eines

speziellen Messgeräts, setzt zum

Schutz vor Strahlung einen Deckel

aus Blei obendrauf und drückt auf

Start. „LB 201 Becquerel Monitor“

heißt dieses Messgerät, dessen

Messbecher via elektronisches Kabel

mit Bildschirm und Spezialsoftware

verbunden ist. Auf dem Display

ist deutlich zu sehen, wie sich

der Messwert des untersuchten

Wildfleischs von Heinz Baudisch

nach nur wenigen Sekunden auf

einen fixen Wert einpendelt. In diesem

Falle auf äußerst erfreuliche 0

Becquerel (Einheit für Radioaktivität).

Heißt? „Dass dieses Fleisch in

jedem Falle in Verkehr gebracht,

also guten Gewissens weiterverkauft,

zubereitet und verzehrt werden

kann“, betont Hermann Traber.

Von 0 bis 10 000

Becquerel

Der Grenzwert, der im Rahmen

einer Radiocäsium-Messung nicht

überschritten werden darf, liegt bei

600 Becquerel. „Vor wenigen Wochen

hatte ich eine Sau mit mehr

als 4 000 Becquerel.“ Es gab auch

schon erlegte Wildscheine, beispielsweise

aus dem Sachsenrieder

Forst, die einen Wert von 10 000

Becquerel hatten. Hauptgrund:

„Dass sie scharf auf die unter der

Waldbodenoberfläche wachsenden

und für uns Menschen ungenießbaren

Hirschtrüffel sind, die mal

mehr, mal weniger stark radioaktiv

verseucht sind.“ Ab welcher Verzehrmenge

und welchem Becquerel-Wert

in Wildfleisch oder auch

in von Menschen gesammelten Pilzen

die Gefahr einer Krebserkrankung

tatsächlich deutlich ansteigt,

können weder Mess-Experten wie

Hermann Traber noch Veterinärmediziner

klar und deutlich darlegen.

„Streng genommen dürften wir

auch nicht in ein Flugzeug steigen –

dort ist die Belastung radioaktiver

Strahlung in der Regel deutlich

höher als im Fleisch von in der

Region geschossenen Sauen.“ Will

heißen: Wer sich nicht täglich mit

radioaktiv-verseuchten Pilzen und

Wildschweinspezialitäten ernährt,

dürfte sich in der Regel auch keinem

erhöhten Krebsrisiko aussetzen.

Unterschätzt werden darf die

Gefahr aber nicht, weshalb auch

vier Jahrzehnte nach Tschernobyl

weiterhin festgehalten wird an

dem für viele übertrieben-strengen

Richtwert von 600 Becquerel. Über

Jagdverbände qualifiziertes

Messpersonal

wie Hermann Traber

üben diese Tätigkeit

jedenfalls zu 100 Prozent

ehrenamtlich aus,

stellen den dafür vorgeschriebenen,

hygienegerechten

Raum

quasi privat und kostenfrei

zur Verfügung.

Lediglich das Messgerät,

das neu bis zu

5000 Euro kosten kann,

wird vom jeweiligen Jagdverband

gestellt. Und die Jäger? „Denen

kostet eine Messung lediglich zehn

Euro, die wiederum in die Kasse

des jeweiligen Kreisjagdverbands

fließen.“ Heinz Baudisch bezahlt

an diesem Freitagmorgen in bar,

bekommt dafür sein strahlenfreies

Fleisch sowie ein von Hermann

Traber ausgefülltes und unterzeichnetes

Messprotokoll in die Hand

gedrückt – und freut sich schon

Fleischfreigabe an Heinz Baudisch (li.).

auf ein leckeres Gulasch einerseits,

und den offiziell genehmigten Weiterverkauf

des restlichen Fleisches

andererseits. Und Hermann Traber?

„Ich hatte schon Phasen mit zehn

Messungen am Tag, inzwischen ist

es manchmal nur noch eine im Monat.“

Die naheliegende Vermutung:

Dass Schwarzwildbestände nach

Jahren massiver Wühlschäden auf

landwirtschaftlichen Nutzflächen

gezielt dezimiert worden sind. js

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juli / august 2025 | 37


Gemeinschaftsstärkende Kurse

Klopftest am Backhaus

Steingaden | Brot gilt seit

Jahrhunderten als Grundnahrungsmittel

schlechthin,

als Symbolkraft für

Gemeinschaft, Wohlstand

und Sesshaftigkeit. Allen

voran im Rahmen des römisch-katholischen

Glaubens.

In der Bibel wird

Jesus mit den Worten „Ich

bin das Brot des Lebens,

wer zu mir kommt, wird

nie mehr hungern“ zitiert.

Im Gebet „Vater unser“

heißt es „Unser tägliches

Brot gib uns heute“. Zwar

wissen im Hier und Jetzt

mit diesen Glaubenssätzen

aus längst vergangener

Zeit immer weniger Menschen

etwas anzufangen.

Die Bedeutung von Brot

ist dennoch ungebrochen

groß. „Brot und die dazugehörige

gemeinsame

Ab in den bis zu 230 Grad heißen Ofen.

Brotzeit gehören für mich zum an Bedeutung gewonnen haben.

täglichen Leben dazu“, sagt Steingadens

Bürgermeister Max Bertl. viel ehrenamtlicher und gemeind-

2023 wurde diese Idee letztlich in

Gemeinsam mit dem ehemaligen licher Eigenleistung samt tatkräftiger

Unterstützung von Ofenbau-

Premer und Steingadener Pfarrer

Pater Petrus Adrian Lerchenmüller

hatte er die Idee, ein Ge-

benachbarten Lechbruck in die Tat

meister Konrad Fichtl aus dem

meinschafts-Brotbackhaus für die umgesetzt – und das äußerst gelungene

Endergebnis im Rahmen

Bürgerinnen und Bürger errichten

zu lassen. „Das Teilen von Brot einer offiziellen Einweihung im

war und ist in der Geschichte der Januar 2024 auf dem freizugänglichen

Areal zwischen Pfarrhaus

Menschheit schon immer ein guter

Grund gewesen, Alt und Jung (Villa Eberth) und Grundschule

zusammenzubringen“, so die beiden

über den Hintergrund dieser breiten Öffentlichkeit präsentiert.

(südwestlich des Rathauses) der

Initiative zu einer Zeit, in der aufgrund

von Corona und medialen Reichsformatziegel

Black-out-Szenarien Themen wie

aus Alter Post

Wertschätzung von Lebensmitteln,

die Sehnsucht nach gemeinsamem

Essen, Trinken, Geselligsein wurden unter anderem handge-

In den Bau des Brotbackhauses

sowie die Lust, selbst anzupacken, brannte und -geklopfte Reichsformatziegel,

die anno

dazumal im Gebäude des

Steingadener Postwirts

verbaut waren, passgenau

integriert. Der gemauerte

Ofen, außen in weißer

Farbe verputzt, entspricht

in Sachen Größe, Dichte

und Hitzebeständigkeit allen

regelkonformen Vorgaben.

Zum Schutz vor Wind

und Wetter wurde ihm ein

großflächiges Spitzdach aus

Massivholzbalken samt originellen

Dachplatten aufgesetzt.

„Dankenswerterweise

hat uns Ofenbauer Konrad

Fichtl zusätzlich einen von

ihm handgesetzten Herd

spendiert – dadurch können

wir hier nicht nur backen,

sondern auch Kochen.“ Die

Hitze wird mit regionalem

Fichten- und Buchenbrennholz,

unter anderem von

Seiten der Pfarrei zur Verfügung

gestellt, erzeugt. Letztlich betrug

die Bauzeit des für die ganze Region

beispielhaften Projekts rund

sechs Monate. Der erste von insgesamt

acht Backkursen (Infos für

2025 bei der Tourist Information

unter 08862 / 910120) vergangenes

Jahr fand schließlich zwischen

Frühling und Sommer, am 25. Mai

2024, unter der Leitung von Autodidakt

Konstantin Stahl aus dem

unweit entfernten Weiler Vogelau

statt. Darüber hinaus konnte die

Gemeinde über einen Zeitungsaufruf

die in Peiting-Ramsau heimische

Hauswirtschaftsmeisterin

Silvia Schlögel für Brotbackkurse

gewinnen. Denn so alt und beliebt

Brot als Grundnahrungsmittel

auch ist: Fachwissen, die

richtigen Zutaten, handwerkliches

38 | altlandkreis


Frisch aus dem Ofen. Nun folgt der Klopftest.

Geschick und ein gutes Gespür für

Teigzubereitung sowie das Backen

an sich sind die Grundvoraussetzung

für ein gutes, schmackhaftes,

handgemachtes Bauernbrot.

Bürgermeister ist

Feuer-Beauftragter

Silvia Schlögel wandte das gute

alte Bauernbrot-Rezept aus Sauerteig

ihrer Schwiegermama an

im Rahmen ihrer Brotbackkurse

in Steingaden. Hierfür gilt es

zunächst schrittweise das sogenannte

„Anstellgut“ mit Roggenvollkornmehl

und handwarmem

Wasser bereits vier, fünf Tage vor

dem eigentlichen Backtag anzusetzen.

„Dafür gibt man drei

Tage lang in Folge die immer

gleiche Menge Wasser mit der

immer gleichen Menge an Mehl

in die gleiche Schüssel.“ An Tag

vier wird dieses Anstellgut dann

nochmals mit Roggenmehl und

handwarmem Wasser verrührt,

abgedeckt und bei Zimmertemperatur

zwölf Stunden lang in Ruhe

gelassen – dabei entsteht der eigentliche

Sauerteig. An Tag fünf

gilt es nun die restlichen Zutaten

wie Salz und Gewürze kräftig mit

dem Sauerteig zu verrühren und

Erste Kurse fanden am Steingadener Brotbackhaus bereits statt.

kneten, um ihn anschließend

nochmals rund eine Stunde lang

gehen zu lassen. Erst danach werden

aus dem großen „Batzn“ Teig

brotgrößengerechte Portionen

abgestochen, zu Laiben geformt,

nochmals abgedeckt und weitere

20 bis 30 Minuten gehen gelassen.

„Die mit Abstand meiste Arbeit

erfolgt insofern vor dem eigentlichen

Backvorgang“, sind sich Konstantin

Stahl, Silvia Schlögel und

der leidenschaftliche Hobbybäcker

Max Bertl einig. Heißt: „Dass die

Kursteilnehmer oder Kursgeber

den Teig entweder bei sich zuhause

vorbereiten und backfertig mitbringen,

oder man den Teig in der

anliegenden Grundschulküche gemeinsam

zubereitet.“ Wichtig am

Backtag selbst: Dass Bürgermeister

Max Bertl, „Fuir“-Beauftragter,

rechtzeitig aufsteht, um den Ofen

des Brotbackhauses rechtzeitig

auf bis zu 250 Grad vorzuheizen.

Eine außen am Ofen angebrachte

Temperaturanzeige hilft ihm, „ein

Gespür dafür zu bekommen“.

Von 230 auf 200 Grad

abkühlen

Expertin Silvia Schlögel bestätigt,

dass die ideale Brotbackhitze zu

Beginn bei 230 Grad Celsius liege.

„Der Sauerteiglaib kommt

zunächst für 15 bis 20 Minuten bei

dieser hohen Hitze in den Ofen,

damit sich schnell eine Kruste bilden

kann. Anschließend sollte das

Brot für rund 60 bis 80 Minuten

bei etwas runtergekühlten 200

Grad im Ofen bleiben.“ Ob es nach

in Summe rund eineinhalbstündiger

Backzeit tatsächlich etwas

geworden ist? „Hier hilft der gute

alte Klopftest.“ Heißt? „Das Brot

aus dem Ofen ziehen, es in die

offene Hand legen, immer wieder

drehen und währenddessen

von vorne bis hinten und oben bis

unten gleichmäßig abklopfen.“

Klingt es rundherum hohl, dürfte

es perfekt sein. „Was bei der ersten

Teilnahme eines Brotbackkurses

aber nicht erwartet werden

kann – hier geht es in erster Linie

darum, ein Gespür für Hitze und

Umgang mit einem Steinbackofen

zu bekommen.“ Und von dem einen

oder anderen Geheimtipp zu

profitieren: Um einem selbstgebackenen

Sauerteigbrot optischen

Glanz zu verleihen, lohnt es sich,

das bereits fertige Brot mit Wasser

zu befeuchten, zum Beispiel mit

Hilfe eines feuchten Lumpens, und

es dann nochmals, nur ganz kurz,

in den Ofen zu geben. Denn dann

schmeckt das selbstgebackene,

geschichtsträchtigste Grundnahrungsmittel

von uns Menschen

gleich nochmals besser. Und

macht das Zusammenkommen

am Gemeinschaftsbrotbackhaus

in Steingaden zu einem rundum

stimmigen Erlebnis für Alt und

Jung aus Nah und Fern.

js

Der größte Arbeitsaufwand entfällt auf

tagelanges Ansetzen des Teiges.

Origineller Stil: Neuwertiges, regionales Fichtenholz

trifft auf uralte Dach- und Reichsformatziegel.

juli / august 2025 | 39


Saisonal und regional – Rezepte der Hauswirtschafterei

Würzige Grillsoßen

Altlandkreis | Fisch, Fleisch,

Wurst und Gemüse können noch

so gut gegrillt werden – so richtig

schmackhaft wird’s erst mit

dazu passend kredenzten Soßen.

Das dachten sich, passend

zur bevorstehenden Grillsaison,

auch die drei Damen der Hauswirtschafterei.

Im Rahmen dieser

Juli / August-Ausgabe präsentieren

Silvia Schlögel, Bettina Eder

und Christine Schleich leckere

Grillsoßen sowie ein schmackhaftes

Knoblauchbaguette zum Selbermachen.

Curry-Honigsoße

ZUTATEN:

200 g Schmand

100 g Crème fraîche

1 TL Honig

1 EL Kräutersenf

Salz, Pfeffer

Currypulver

ZUBEREITUNG: Alle Zutaten miteinander

verrühren und mit reichlich

Currypulver pikant würzen. Die

Soße passt sehr gut zu gegrilltem

Gemüse, gegrillter Pute oder Fisch.

Würzige Grillsoße

ZUTATEN:

2 – 3 Knoblauchzehen

50 g Honig

50 g Tomatenmark

50 g Tomatenketchup

2 EL Kräutersenf

Salz, Pfeffer

Currypulver

Paprikapulver

2 EL Weißweinessig

100 ml Öl

ZUBEREITUNG: Die Knoblauchzehen

schälen und mit den restlichen

Zutaten in ein hohes Gefäß

geben. Mit einem Stabmixer fein

cremig pürieren. Die Soße ist gekühlt

ca. 5 Tage haltbar.

Sie passt sehr gut zu gegrillten

Halsgratscheiben und Steaks.

Mediterraner

Gemüsedipp

ZUTATEN:

1 kleine rote Paprikaschote

1 Tomate

3 Frühlingszwiebeln

200 g Schmand

1 EL weißer Balsamico

1 TL Olivenöl

Salz, Pfeffer

Kräuter

ZUBEREITUNG: Die Paprikaschote

waschen, putzen und sehr fein

schneiden. Die Tomate waschen,

halbieren und das Fruchtfleisch

entfernen. Die Tomate fein würfeln.

Die Frühlingszwiebeln putzen,

waschen und in feine Ringe

schneiden. Mit den restlichen Zutaten

mischen und pikant würzen.

Die Gemüsesoße passt hervorragend

zu Putenfleisch und frischem

Weißbrot.

40 | altlandkreis


Tzatziki

ZUTATEN:

½ Salatgurke

Salz

2 Knoblauchzehen

300 g Naturjoghurt (10 %)

1 EL Weißweinessig

1 TL Olivenöl

Salz, Pfeffer

Kräuter

ZUBEREITUNG: Die Salatgurke

schälen und fein raspeln. Mit Salz

mischen und 10 Min. ziehen lassen.

Anschließend in einem Sieb

abtropfen lassen.

Die Knoblauchzehen schälen und

fein schneiden. Mit den Gurkenraspeln

und den restlichen Zutaten

mischen und nach Geschmack

würzen.

Passt gut zu allem Gegrillten.

Knoblauch-

Baguette

ZUTATEN:

2 – 4 Knoblauchzehen

80 g weiche Butter

3 EL gemischte Kräuter

80 g geriebener Emmentaler

Kräutersalz

1 kleines Baguette

ZUBEREITUNG: Den Knoblauch

schälen und sehr fein würfeln. Die

Butter mit einer Gabel zerdrücken

und Knoblauch, Kräuter, Käse und

Salz untermengen. Kurz durchziehen

lassen.

Das Baguette schräg einschneiden

und die Buttermischung in

die Einschnitte verteilen. Das Baguette

in Backpapier wickeln und

backen.

Die Backzeit beträgt 8 bis 10 Minuten

bei 220 °C (200 °C).

Das fertige Baguette warm servieren

und genießen.

Ihr Regionalmagazin „altlandkreis“

wünscht gemeinsam mit

der Hauswirtschafterei gutes Gelingen

beim Ausprobieren der leckeren

Soßen sowie des schmackhaften

Baguettes – und hofft für

Sie auf eine lange und erfolgreiche

Grillsaison mit vielen kulinarischen

wie zwischenmenschlichen

Schmankerln.

Guten Appetit!

js

juli / august 2025 | 41


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Mittelaltermarkt in Schongaus Altstadt

Historische Rückkehr

Schongau | Mehr als 60 Frauen

wurden gegen Ende des 16. Jahrhunderts

in Schongaus Altstadt

wegen Hexerei verurteilt und auf

einem Scheiterhaufen verbrannt.

Als Erinnerung an dieses unrühmliche

Kapitel der Stadtgeschichte

wurde viele Jahre später, erstmals

1992, das berüchtigte Hexenspiel

aufgeführt – ein Freilichttheater,

das Alt und Jung tief unter

die Haut ging. Was sich im Zuge

dessen auch entwickelte: Eine Art

Lagerleben hinter den Kulissen.

Wiederum daraus ist letztlich der

Schongauer Sommer geboren –

ein Mittelaltermarkt für die breite

Öffentlichkeit inmitten der Schongauer

Altstadt. Weil dieser auf

Anhieb (2001) gut ankam in der

Bevölkerung, gewann der Markt

rasch an Bedeutung und Größe

und wanderte – unter anderem

aus Platzgründen – aus der Schongauer

Altstadt hinunter zum großflächigeren

Volksfestplatz an der

Lechuferstraße. Dort wurde er viele

Jahre federführend von Manfred

Wodarcyk organisiert und über

die Jahre hinweg zu einem immer

noch größeren Event aufgezogen –

hin zu einem Spektakel samt Eintrittspreisen.

Vergangenes Jahr

dann der alters- sowie mangels

Nachfolge bedingte Rückzug von

Manfred Wodarcyk und die Befürchtung

vieler, dass damit auch

die letzte große Sommerveranstaltung

Schongaus für immer begraben

wird.

Festgelände am

Kasselturm

Zur Beruhigung aller Fans von

Kunst, Kultur und Kulinarik: Dem ist

nicht so. Bereits im Herbst 2024 hat

sich eine ganze Schar an Männern

und Frauen zusammengetan, um

den Verein „Historischer Markt –

an der Stadtmauer“ zu gründen.

Dieser ist seit kurzem nun auch

ganz offiziell ins Vereinsregister

eingetragen. Was jedoch schon

Wochen und Monate vorher geschah:

Eine akribische Vorbereitung

auf die Rückkehr des Historischen

Markts in die Altstadt.

Somit feiert der Historische Markt

diesen Sommer, genaugenommen

von Freitag, 1. August, bis

einschließlich Sonntag, 10. August,

seine Wiedergeburt an jener

Stelle, an der einst alles begann.

Allerdings nicht auf dem zentral

gelegenen Marienplatz, sondern

auf dem Bürgermeister-Schägger-

Platz im Süd-Osten der Altstadt.

„Mit Kasselturm, Stadtmauer,

Grünfläche und schattenspendenden

Bäumen transportiert

dieser wunderbare Fleck in vielerlei

Hinsicht mittelalterliches

Flair, gleichzeitig wollten wir

der Außengastronomie am Marienplatz

keine Marktbuden vor

die Nase setzen“, begründen die

Vereinsvorsitzenden Tobias Fuhrmann,

Max Diegruber und Herbert

Zimmert die durchaus klugdurchdachte

Wahl dieses neuen

Veranstaltungsortes. Ein weiterer

Vorteil: Dass der Volksfestplatz

direkt darunter reichlich Parkmög-

42 | altlandkreis


lichkeiten für Besucher

bietet, die von dort

nur wenige Fußminuten,

wenn auch etwas

steiler bergauf, zum

Festgelände zurücklegen

müssen. „Wer

nicht mehr so gut zu

Fuß ist, kann sich aber

auch ohne Probleme

oben in der Altstadt

absetzen lassen.“ Auch

neu im Vergleich zum

jüngsten Schongauer

Sommer: „Dass wir

explizit keinen Eintritt

verlangen, den Historischen

Markt somit

wieder zu dem machen,

was er ursprünglich

war – ein Fest von

den Schongauern für

die Schongauer.“ Und natürlich

auch weiterhin für all diejenigen,

die aus Nah und Fern ein mittelalterliches

Spektakel in etwas abgespeckter,

dafür umso gemütlicherer

Form erleben möchten.

Live-Musik in

humaner Lautstärke

Es wird Live-Musik namhafter

Mittelalterbands geben, zum

Beispiel von den aus den Schon-

Mittelalterliches Leben: Auf dem freien Platz vor dem Kasselturm

findet heuer der Historische Markt statt.

gauer-Sommer-Jahren bestens

bekannten Sandsacks und Weltenkriegern.

„Bewusst ohne größere

Verstärker, damit sich die Leute

trotz Musik gut unterhalten können.“

Es gibt eine Vielzahl an kulinarischen

Köstlichkeiten – von

bayerischer und gutbürgerlicher

Küche über indische Spezialitäten

bis hin zu Brotstand, Fleisch vom

Spieß, Crêpes, Schokofrüchte, gebrannte

Mandeln und vieles mehr.

Süffige Getränke wie zum Beispiel

Wein, Met, Holundersäfte und

-liköre, bewährtes Unalkoholisches

und sogar ein festeigenes

Bier – ein naturtrübes Kellerbier

aus der Flasche samt zur Veranstaltung

passendem Logo, gebraut

von einer in Kaufbeuren ansässigen

Braurerei. Noch spannender

aber dürfte für die bis zu 700 Besucher,

die dort oben Platz haben

werden, der Historische Markt,

dazu passendes Lagerleben und

ein buntes Showprogramm in den

Bereichen dazwischen sein: Ein

Falkner lässt seinen pfeilschnellen

Greifvogel in die Luft, ein Schmied

fertigt an Esse und Ambos Werkzeuge

aus Stahl, eine Feuershow

erhitzt die Gemüter, es wird getöpfert,

gesponnen, punziert.

„Wir haben auch eine Korbflechterin,

eine Kürschnerin und eine

Kräuterfrau, es wird geräuchert,

es werden Messergriffe aus Echtholz

gefertigt und vieles mehr“,

schwärmt Herbert Zimmert. Unter

anderem auch in einem acht

> > > INFOS & ÖFFNUNGSZEITEN

Meter langen und fünf

Meter breiten Anbau,

der für die Besucher

freizugänglich sein

wird und von innen

heraus Blicke auf die

mehr als 800 Jahre

alte Stadtmauer

gewährt. Gespeist

werden kann unter

anderem auf Biertischgarnituren

mit

500 Sitzplätzen unter

einem Schirm, der die

Besucher vor Sonne

und Regen schützt. Es

wird mehrere Stehtischplätze

geben. Und

weitere Sitznischen

auf dem Areal, das bis

zum Spielplatz weiter

südwestlich reicht.

Ein Zelt mit Kinderprogramm wie

einem Puppentheater runden das

facettenreiche Angebot ebenso ab

wie Bogenschießen, Axtwerfen,

Massagezelt und Planwagenfahrten

mit Eseln, die dem Historischen

Markt an der Stadtmauer

einen drei, vier Tage langen Besuch

abstatten werden. Obendrein

bietet die Tourist Informationen

der Stadt Schongau explizit zum

Mittelaltermarkt konzipierte Stadtführungen

an. „Insofern sollte

wirklich für jeden etwas passendes

geboten sein“, sind sich Maximilian

Diegruber, Herbert Zimmert

und Tobias Fuhrmann einig.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass im

Rahmen dieser historischen Rückkehr

auch das Wetter mitspielt. js

Der Historische Markt auf dem Bürgermeister-Schägger-Platz in

Schongaus Altstadt beginnt am Freitag, 1. August, um 16 Uhr. Weitere

Öffnungszeiten bis einschließlich Sonntag, 10. August: samstags

und sonntags jeweils von 12 bis 23 Uhr, werktags von 16 bis

23 Uhr, wenngleich ein Teil der Gastronomen bereits zur Mittagszeit

(auf 12 Uhr) geöffnet haben wird. Weitere Informationen zum

Rahmenprogramm hält die neue Internetseite www.historischermarkt-schongau.de

bereit. Der Eintritt ist an allen Tagen frei.

juli / august 2025 | 43


Neue Katzenschutzverordnung

Mehr Verantwortung

für weniger Tierleid

Weilheim-Schongau | Seelentröster,

Gesellschafter, beste Freunde:

Katzen haben für Menschen eine

Riesenbedeutung, sind zahlenmäßig

die beliebtesten Haustiere

überhaupt. Umso ausgeprägter

sind Mitgefühl und Mitleid bei

Katzenliebhabern, wenn es den

flauschigen Vierbeinern nicht gut

geht. „Wir bekommen seit vielen

Jahren immer wieder Meldungen

von in der Region engagierten

Tierschutzorganisationen, aus

Tierarztpraxen aber auch in Form

von Tierschutzanzeigen besorgter

Bürgerinnen und Bürger, die

Katzen mit schweren Krankheiten

oder Verletzungen auffinden“, betont

Jens Lewitzki, Leiter des Veterinäramts

für Weilheim-Schongau.

Dabei handelt es sich in der Regel

nicht um gutumsorgte, auf freiwilliger

Basis kastrierte und geimpfte

Hauskatzen in zivilisierten Wohngebieten,

sondern viel mehr um

halbwildlebende Katzen auf Bauernhöfen

oder wildlebende Tiere

in abgelegeneren Stadeln oder

Waldgebieten. Wie viele es davon

gibt? „Können wir nicht ansatzweise

sagen, weil es dazu schlichtweg

keine messbaren Zahlen gibt.“

Grundsätzlich sind Kätzinnen ab

einem Alter von sechs Monaten

in der Lage, zwei bis drei Mal

jährlich je zwei bis sechs Junge

zu gebären – und können dieses

Fortpflanzungspensum im Falle

eines gesunden Lebens bis zum

zehnten Lebensjahr aufrechterhalten.

Nur können die im Rahmen

von Spaziergängern entdeckten

Fundkatzen abseits der Zivilisation

44 | altlandkreis

selten ein langes, gesundes Leben

führen – werden in ihrer Not aber

auch nicht alleingelassen, sondern

meist beim landkreisweit einzigen

Tierheim in Schongau oder bei

im Lankreis ehrenamtlich organi-

Katzen, die raus dürfen,

müssen gechippt und registriert werden.

sierten Tierschutzorganisationen

abgegeben, dort aufgenommen,

aufgepäppelt und im Idealfall

auch kastriert. So kann unkontrollierte

Vermehrung dieser oft von

Inzucht betroffenen Katzen sowie

die Weiterverbreitung von Krankheiten

verhindert werden. „Katzenseuche,

Herpes, Flöhe, Milben,

Bandwürmer, Rundwürmer,

Viruserkrankungen, bakterielle

Infektionen und vieles mehr – es

gibt kaum eine wildlebende oder

halbwildlebende Katze, die gesund

ist und nicht leidet“, bekräftigt an

dieser Stelle Dr. Sabine Tralmer,

stellvertretende Leiterin des Veterinäramts

für Weilheim-Schongau.

Ab 1. November gilt’s!

Das große Problem an dieser Stelle:

Bei hiesigen Fundkatzen galt

bislang das gleiche Recht wie bei


Diese kranke Fundkatze wurde im

Tierheim Schongau abgegeben.

verlorenen Handschuhen – so lange

die Katze nicht eindeutig einem

Besitzer zugordnet werden kann,

muss sie mindestens sechs Monate

aufbewahrt werden. Erst nachdem

sich innerhalb dieses halben Jahres

niemand gemeldet hat, gilt die

Fundkatze rechtlich als herrenlos,

somit auch offiziell als wildlebend

und darf dann von Seiten der jeweiligen

Tierschutzorganisation,

respektive von Tierärzten, entsprechend

behandelt und kastriert

werden. Heißt im Umkehrschluss:

Die Auffangstationen hiesiger

Tierschutzorganisationen sind seit

Jahren überfüllt mit herrenlosen

Katern und Kätzinnen. Um diesem

Tierleid, aber auch zeit-, platzund

kostenaufwändigem Dilemma

der ehrenamtlichen Tierpfleger ein

Ende zu bereiten, hat das Weilheim-Schongauer

Veterinäramt

bereits zum 1. Mai 2025 einen mutigen

und bayernweit einzigartigen

Schritt gewagt: Den Erlass einer

landkreisweiten Katzenschutzverordnung,

die letztlich zum 1. November

2025 in Kraft treten wird.

Ab diesem Zeitpunkt gilt dann für

ganz Weilheim-Schongau: Wer

eine Katze hält und dieser unkontrollierten

freien Auslauf gewähren

möchte, muss sie bis zum 1.

November beim Haustierarzt (oder

Landtierarzt) seiner Wahl via Mikrochip

oder Ohrtätowierung kennzeichnen

lassen. Einmalige Kosten

hierfür: Rund 20 Euro pro Tier.

Darüber hinaus muss die Katze

zusätzlich – mit den Daten dieser

Kennzeichnung sowie den Daten

des Halters – auf einem von zwei

bekannten, bundesweit gültigen

Haustierzentralregistern online

und kostenlos registriert werden.

Die eine Plattform heißt „TASSO“,

ist zugänglich unter www.tasso.de

und hält die Registrierung direkt

auf der Startseite (orange hinterlegt)

unter „Tier online registrieren“

bereit. Die andere „FINDE-

FIX“, ist unter www.findefix.com

zugänglich und hält die kostenfreie

Registrierung unter „Tier registrieren“

bereit.

Verantwortungsvolle

Tierhaltung

Der große Vorteil dieser Registrierung:

Dass in Zukunft wild- und

halbwildlebende Katzen sofort

von klassischen Halterkatzen

unterschieden werden können.

Tierschutzorganisationen und insbesondere

auch Tierärzte haben

aufgrund dieser dann neugeschaffenen

Rechtssicherheit deutlich

schnellere Handhabe, sich um

kranke Fundkatzen entsprechend

kümmern zu können. So soll wiederum

mittel- bis langfristig das

landkreisweite Tierleid-Problem

> > > NÄHERE INFORMATIONEN

bei Katzen sowie die Verbreitung

von Katzenkrankheiten (gegebenenfalls

stecken sich freilaufende

Halterkatzen bei wildlebenden

Katzen an) reduziert werden. Allen

voran auf landwirtschaftlichen

Betrieben. „Wir haben viele

Landwirte, die einen Teil ihrer

Katzen kennen, sich um diese gezielt

kümmern, aber eben eine

noch höhere Anzahl an Katzen

bei sich auf dem Hof haben, die

eben wild- oder halbwildlebend

und krank sind“, betont Dr. Sabine

Tralmer. Heißt: Wenn ein Landwirt

seine ihm fünf bekannten Katzen

registriert, können die restlichen

von einer Tierschutzorganisation

auf Anhieb versorgt und kastriert

werden – nicht erst nach sechs

Monaten. Wie präsent das Problem

kranker Katzen tatsächlich ist

im Landkreis Weilheim-Schongau,

unterstreichen zum Teil ellenlange

Meldelisten, die sich im Archiv

des hiesigen Veterinäramts angesammelt

haben die vergangenen

Jahre. Die Rede ist beispielsweise

von 150 Meldungen kranker Katzen

pro Jahr, einzig und allein von einer

Tierschutzorganisation ausgehend.

Letztlich wünschen sich Jens

Lewitzki und Dr. Sabine Tralmer,

dass mit Erlass der neuen Katzenschutzverordnung

vernünftig, respektvoll

und mit gesundem Menschenverstand

umgegangen wird.

„Jeder liebt Katzen, jeder möchte

gesunde Tiere – und zu gelebtem

Tierschutz gehört nun mal auch

eine verantwortungsvolle Tierhaltung.“

Beim Thema Hauskatzen ab

sofort mit Chippen und Haustierregistrierung

– und im Idealfall auch

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Fragen beantwortet das Veterinäramt Weilheim-Schongau unter

Telefon 0881 / 681 4444 sowie via E-Mail: vetamt-wm@lrawm.bayern.de.

Die vollständige Verordnung ist außerdem unter

www.weilheim-schongau.de in der Rubrik „Was erledige ich wo?“

unter „K“ mit dem Stichwort „Katzenschutzverordnung“ aufrufbar.

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juli / august 2025 | 45


TSV Ingenried blickt auf 75 Jahre zurück

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Wir gratulieren

dem TSV Ingenried

zum Jubiläum!

Ingenried | Im Rahmen großer

Nachwuchsfußballturniere wie

„Merkur Cup“ oder „Lech-Cup“

versucht der jeweilige Ausrichter

in der Regel, einen Profi als Ehrengast

zu gewinnen. Das lockt den

einen oder anderen Zuschauer zusätzlich

an und motiviert die Jungs

und Mädels, noch mehr Gas zu geben.

Unvergessen für die Vereinsverantwortlichen

des TSV Ingenried:

Als sie im Sommer 2007 den

Lech-Cup auf ihrem topgepflegten

Sportplatz am Sportplatzweg veranstalteten

– und als Ehrengast

einen damals namhaften tschechischen

Nationalspieler begrüßen

durften, der seinerzeit für 1860

München erste Bundesliga spielte.

Auf die Frage, ob er denn ein Bier

möchte, lehnte der Mittelfeldspieler

zunächst in Profisportlermanier

ab, blickte sich kurz darauf

jedoch ganz gezielt um, erkannte,

dass niemand mit Kamera auf ihn

zielte und bestellte daraufhin doch

eine frischgekühlte Halbe. Letztlich

endete dieser Tag derart spät und

feuchtfröhlich, dass Roman Tyce

sogar eine Ehrenmitgliedschaft

handschriftlich unterzeichnete,

somit der bis heute Prominenteste

unter allen Mitgliedern des TSV

Ingenried ist.

Als sich die Vorstandsriege samt

Altgedienten zum „altlandkreis“-

Interview für „75 Jahre TSV Ingenried“

im 2000 eröffneten,

urgemütlichen und komplett in

Eigenleistung errichteten Sportheim

getroffen haben, war diese

Roman-Tyce-Anekdote jedoch nur

ein Highlight aus der dreivierteljahrhundert

alten TSV-Geschichte

des westlichsten Ortes des Weilheim-Schongauer

Landkreises.

Gegründet wurde der Verein einst

auf Initiative der Lehrer Harder

und Schwarz am 1. Juli 1950. Insofern

fünf Jahre nach Ende des

Zweiten Weltkriegs. Und nicht nur

zu sportlichen Zwecken. Ähnlich

wie aktuell galt es damals jede

Menge Kriegsflüchtlinge in die

Dorfgemeinschaft zu integrieren.

Und wo finden Fremde am besten

Anschluss? In einer Gemeinschaft

von Gleichgesinnten wie Fußballern,

Turnern oder Skifahrern.

Denn mehr als diese drei überschaubaren,

dafür umso rührigeren

Sparten gibt es beim TSV

Ingenried damals wie heute nicht,

wenngleich auf der später erworbenen

Vereinsfahne tatsächlich

vier Sportarten abgebildet sind.

„Aus der Skiclubsparte heraus hat

sich Anfang 2002 eine Triathlon-

Abteilung gegründet – die gab’s

allerdings nur acht Jahre lang“,

weiß Xaver Kögel, 68, der für die

Ingenrieder 20 Jahre lang Fußball

spielte, 15 Jahre die Skiclub-Sparte

leitete und bis heute aktiv ist als

Übungsleiter im Rahmen der Skigymnastik.

1 000-Tore-Mann und

verrückter Zuschauer

Neben Xaver Kögel nahm an diesem

Montagabend Manfred Öfele,

72, Platz. Auch er spielte viele

Jahre Fußball, war zweiter Vorsitzender,

pflegte den Rasen und

erinnert sich noch ganz genau an

eine kuriose Szene zurück: „Bei

46 | altlandkreis


Zimmerei & Baugeschäft

Josef Bißle

einem Heimspiel i stand ein Zuschauer

Erfolg war, auch wenn wir stets auf

noch packen, sie für den Sport be-

direkt neben dem Tor. den einen oder anderen auswärgeistern.“

Und so hoffentlich auch

Als der Gegner unseren Torwart tigen Spieler angewiesen waren, bis ins hohe Erwachsenenalter

bereits ausgespielt hatte und die

Kugel einschieben wollte, stoppte

um überhaupt eine schlagkräftige

Elf auf den Rasen zu bekommen.“

aktiv an den TSV binden – denn

ohne generationenübergreifendes

der Zuschauer blitzartig den Der ewige Rekordtorschütze des Engagement würde es einen Ver-

Ball mit dem Fuß, verhinderte so Vereins, der im Rausche der Euphorie

ein wie den TSV Ingenried längst

nach einem Auswärtsspiel das eigentlich klare Tor, das der

nicht mehr geben in einer Zeit, in

Schiedsrichter somit nicht geben

konnte – verloren haben wir

in Oberammergau mal eine Wette

verlor und im Rahmen der Rückfahrt

der sich junge Menschen kaum

noch binden möchten oder können

das Spiel damals aber trotzdem.“

einen Kopfstand mittig des oder möchten. Schichtarbeit, ein

Überhaupt sind die sportlichen Geländers einer in der Region Überangebot an Freizeitmöglichkeiten

Erfolge in der Vereinshistorie des bekannten Brücke machte, ist dagegen

sowie Wegzug für Studium

waschechter Ingenrieder TSV Ingenried überschaubar: Mit

oder Beruf sind hierfür nur drei

Bernhard Ebner, der als Kind beim – Linksaußen Stefan Tenyer, heute

Beispiele.

81 Jahre alt, schoss mehr als

TSV Fußball spielte, schaffte es

einer zum Eishockeyprofi, ja sogar

Nationalspieler. Mit Manfred Die größte Sparte stellt jedoch die

1000 Tore für den TSV Ingenried! Sportprogramm

geht mit der Zeit

Leonhart aus Erbenschwang einer Turnabteilung dar. Über die treten

zum Nachwuchstrainer des TSV insbesondere viele Frauen und

1860 München. Hinzu kommen Kinder dem TSV bei. „Das beginnt

Aktuell zählt der TSV Ingenried

758 Mitglieder, von denen rund

unter anderem drei Aufstiege im bereits beim beliebten Eltern- 80 Prozent aktiv sind. „Gemessen

Herrenfußball – der erste erfolgte Kind-Turnen für Kinder ab zwei an der Einwohnerzahl von knapp

aus der C- in die B-Klasse, zwei

weitere aus der B- in die A-Klasse.

„Wobei letztere damals noch mit

dem Niveau der Kreisliga von heute

Jahren“, betont Irmgard Echtler, 71,

die 1975 die Turnabteilung mitgegründet

hatte und bis heute brennt

für diesen Sport. „Das Arbeiten mit

1200 eine stolze Zahl“, betont

TSV-Vorsitzender Wolfgang Szewczyk,

49, der nicht müde wird,

das ehrenamtliche Engagement

vergleichbar war, was für uns Kindern war mir immer am liebs-

der TSV-Mitglieder lobend her-

als kleines Dorf schon ein großer ten – in diesem Alter kannst du sie vorzuheben. Auch auffallend:

Sägewerk

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Vergleichsweise günstige Jahresbeiträge

von 60 Euro für Familien,

30 Euro für Erwachsene, 20

Euro für Jugendliche und 15 Euro

für Kinder. Und natürlich das aktuelle

Sportprogramm, das der

gesamtgesellschaftlichen Entwicklung

immer wieder neu angepasst

wurde: Mit Zumba, Bauchtanz,

Jumping, Yoga, Aerobic & Step,

Frauenfitness, Kinderturnen und

Skigymnastik ist die Sporthalle an

der Birkenstraße das ganze Jahr

über besetzt. Der Ski-club hat sich

den schneeärmeren Wintern angepasst,

bietet stattdessen immer

häufiger vereinsinterne Wanderund

Radtouren an. Und falls doch

mal eine geschlossene Schneedecke

vor Ort liegt, „können wir dank

Quad auch bei wenigen Zentimetern

Neuschnee eine richtig gute

Langlaufloipe präparieren.“ Tatsächlich

gilt die Ingenrieder Loipe

mit Ausgangspunkt am Bidinger

Weg nordöstlich des Dorfes als so

etwas wie ein Geheimtipp – und

ist bei rund 800 Metern Seehöhe

auch ein wenig schneesicherer als

manch andere Gegend in Weilheim-Schongau.

Nicht weniger

rührig sind aber auch die Fußballer

des TSV Ingenried, die von der

G- bis zur A-Jugend, teils in Spielgemeinschaften

mit Nachbarvereinen,

alle Altersklassen abdecken.

Und bei den Herren mit einer

Ersten, Zweiten und Dritten Mannschaft

derzeit sogar drei (!) Teams

stellen, allerdings als Teil der zur

Vorsaison gegründeten Spielgemeinschaft

(SG) Schönach –

eine Fusion der Fußballabteilungen

in Schwabbruck, Schwabsoien

und Ingenried.

Rahmenprogramm

zum 75-Jährigen

Insofern laden die Ingenrieder

nicht nur die Bürgerinnen und

Bürger aus ihrem eigenen Dorf zur

großen Jubiläumsfeier, „sondern

alle, die Bock haben“, betont Jugendleiter

und Festmitorganisator

Stephan Echtler, der das dreitägige

Festprogramm etwas genauer

vorstellt: Beginnend am Freitag,

25. Juli, ab 17 Uhr mit Altherren-

Fußballturnier, Elfer-Schießen sowie

anschließendem DJ-Festival

(ab 20 Uhr) mit mehreren DJs aus

der Region, die im 15 auf 30 Meter

großen 450-Mann-Festzelt auflegen

werden. Weiter geht’s am

Samstagabend, 26. Juli, mit einem

kulturellen Kracher, nämlich Kabarett

mit den aus Funk und Fernsehen

bekannten Wellbappn, die

ein auf Ingenried und die Region

zugeschnittenes Musikkabarett auf

höchstem Niveau zum Besten geben

werden. Das große Geburtstagsfinale

beginnt schließlich am

Festsonntag, 27. Juli, um 9.30 Uhr

mit der Aufstellung zum Kirchenzug

am inzwischen ehemaligen

Dorfwirt (Gasthaus zur Sonne),

einem Gottesdienst am Sportplatz,

anschließendem Frühschoppen

und Mittagessen, einem sportlichen

Rahmenprogramm aller drei

Sparten, Kaffee und leckeren Kuchen

sowie entspanntem Festausklang.

„Wozu alle Interessierten

herzlich eingeladen sind – völlig

gleich, wie alt, woher und welcher

Hautfarbe“, sind sich die Verantwortlichen

des TSV Ingenried einig

und schließen mit dieser weltoffenen

Aussage den Kreis zum Mitgründungsgrund:

Dass Sport verbindet

und zusammenschweißt.

Selbst dann, wenn die Protagonistinnen

und Protagonisten nicht die

gleiche Sprache sprechen. js

Manfred Filser

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> > > INFOS UND KARTENVORVERKAUF

Vorverkaufskarten zum Preis von rund 25 Euro für das Musikkabarett

mit Hans Well und den Wellbappn am Samstag, 26. Juli, um 20

Uhr (Einlass um 19 Uhr) gibt’s im Dorfladen Ingenried (Welfenstr.

16), im Musikhaus Kirstein (Bernbeurener Str. 11 in Schongau) oder

online unter www.tsv-ingenried.de. Der Eintritt für das DJ-Festival

am 25. Juli sowie den Festsonntag am 27. Juli ist frei.

48 | altlandkreis


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„Wir bauen Zukunft – gemeinsam, nachhaltig, zuverlässig“

Lebenswerter Wohnraum für die Region

Schongau | „Wir bauen Zukunft –

gemeinsam, nachhaltig, zuverlässig.“

Unter diesem Leitsatz möchte

die Firma Haseitl ihre jahrzehntelange

Erfolgsgeschichte im Hoch-,

Tief- und Schlüsselfertigbau fortschreiben

und legt dabei als

größtes Bauunternehmen der Region

besonderen Wert auf nachhaltiges

Bauen. „Weg vom reinen

Betonbau, hin zu mehr hybriden

Bauweisen aus Beton und Holz“,

erklärt Holger Wallisch, seit Dezember

2024 Geschäftsführer des

traditionsreichen Familienunternehmens.

Das Einzugsgebiet des

in Schongau ansässigen Unternehmens

lässt sich in zwei Bereiche

unterteilen. „Zum einen legen wir

ganz bewusst sehr großen Wert auf

regionale Projekte mit Auftragsvolumen

von rund 5 bis 20 Millionen

Euro und sind hierfür in einem

Einzugsgebiet bis Kempten, Augsburg

und Garmisch-Partenkirchen

aktiv. Und zum anderen setzen

wir auf Großprojekte in und um

München.“ Aktuelle Beispiele für

regionale Projekte sind die Bauvorhaben

„Am Schloßberg“ am

nordwestlichen Ortseingang von

Peiting und „An der Gärtnerei“ in

Marktoberdorf. „Bei den Aufträgen

in der bayerischen Landeshauptstadt

reden wir von Auftragsvolumen,

die auch rund 40 Millionen

Euro erreichen.“ Ob Wohnanlagen,

> > > KONTAKT

M. Haseitl

Baugesellschaft mbH & Co. Betriebs KG

Dießener Straße 12 . 86956 Schongau

Tel. 08861 2351-0 . info@haseitlbau.de

www.haseitlbau.de

Holger Wallisch, Geschäftsführer

der Firma Haseitl.

Schulen, Krankenhäuser, Gewerbehallen

oder Industrieanlagen – die

Firma Haseitl ist letztlich auf alle

Bauarten spezialisiert.

Enge Zusammenarbeit mit

regionalen Partnern

Ganz entscheidend, um Bauvorhaben

unterschiedlichster Größen zur

vollen Kundenzufriedenheit umsetzen

zu können: Eine enge und

gute Zusammenarbeit mit regional

ansässigen Partnerunternehmen.

„Wir glauben fest daran, dass Zukunft

nicht irgendwo entsteht, sondern

hier vor Ort – nämlich

mit den Menschen,

die hier leben und arbeiten.

Deshalb bauen wir

mit regionalen Partnern,

mit Blick für nachhaltige

Materialien und mit

durchdachten Prozessen.

Was wir bauen, soll nicht

nur heute gut sein, sondern

auch morgen noch Bestand

haben“, sagt Holger Wallisch und

nennt einmal mehr das wichtige

Thema der Nachhaltigkeit, zu dem

kurze Wege zu starken Nachunternehmern

schlichtweg dazugehören.

Darüber hinaus setzt die Firma

Haseitl auf kompetentes Fachpersonal

im eigenen Haus, zählt aktuell

135 Beschäftigte.

Basis des

unternehmerischen Erfolgs

Dazu zählen unter anderem Bauingenieure,

Techniker, Maurer,

Straßenbauer, Baggerfahrer sowie

Büro- und Verwaltungskräfte, die

größtenteils über einen immensen

Erfahrungsschatz verfügen. „Wir

profitieren vom fachlichen Wissen

und Können langjähriger Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter und

geben es ganz bewusst an unseren

Nachwuchs weiter.“ Als staatlich

anerkannter Ausbildungsbetrieb

für die Berufe Beton- und Stahlbetonbauer,

Maurer, Straßenbauer,

Kanalbauer, Kaufleute für Büromanagement

sowie Industriekaufleute

ist das Bauunternehmen stets auf

der Suche nach jungen, motivierten

Schulabgängern, die in der

Baubranche durchstarten möchten.

„Wir fördern junge Menschen

und geben ihnen eine Perspektive

in einer sinnstiftenden Branche

mit Zukunft. Dabei sind uns Wertschätzung,

Zusammenhalt und

persönliche Entwicklung ebenso

wichtig wie technisches Knowhow“,

so Holger Wallisch über die

hauseigene Ausbildung als Basis

des unternehmerischen Erfolgs,

die bestenfalls über den Erhalt des

Gesellenbriefs hinausgeht: „Im Idealfall

starten unsere Azubis durch

interne wie externe Fort- sowie

Weiterbildungen vom klassischen

Lehrling über den Vorarbeiter und

Polier bis zum Bauleiter durch.“

Vom Erstgespräch bis

zur Schlüsselübergabe

Aufgrund dieser geballten Fachkompetenz

ist die Firma Haseitl

seit vielen Jahren ein verlässlicher

Partner für zahlreiche Bauherren

und Kunden aus Nah und Fern –

angefangen vom ersten Planungsgespräch

bis hin zur Schlüsselübergabe.

„Termintreue, faire Kommunikation

und ein offener Umgang

auf Augenhöhe sind für uns selbstverständlich

und Partnerschaft

keine Floskel, sondern gelebter

Alltag“, so Holger Wallisch, der damit

auch die Bedeutung des neugewählten

Leitsatzes „Wir bauen

Zukunft“ nochmals unterstreicht.

„Ich möchte mich an dieser Stelle

herzlich bei allen Kunden, Partnern

und Mitarbeitenden für das entgegengebrachte

Vertrauen bedanken

und freue mich über viele weitere

Projekte aus der Region für die

Region. Gemeinsam, nachhaltig,

zuverlässig.“

juli / august 2025 | 49


Zum 32. Mannschafts-Fünfkampf

Profis vs. Amateure

Bad Bayersoien | Er gilt als das

Breitensport-Highlight schlechthin,

zieht seit mehr als drei Jahrzehnten

Sportbegeisterte aus Nah

und Fern in seinen Bann: Der

Fünfkampf in Bad Bayersoien,

der traditionell immer am letzten

Juli-Wochenende ausgetragen

wird. Heuer am Freitag, 25. Juli,

und Samstag, 26. Juli, zum bereits

32. Mal. Die Besonderheiten

dieses Wettkampfs: Angetreten

werden kann ausschließlich in

Fünfer-Teams, aus denen jeder

Sportler nur eine der fünf Disziplinen

bestreiten darf. Diese sind:

Laufen, Bankdrücken, Stockschießen,

Knüppelhart: Der Schlussanstieg auf den gefürchteten Aubichl.

Rennradfahren und Moun-

tainbiken. Start des Events ist am de, Damen und Jugendliche zwei die Disziplin, die deutlich mehr

Freitagabend um 16.30 Uhr am Runden sowie Herren drei Runden Kraft als Ausdauer voraussetzt: Ab

Südufer des Bad Bayersoier Sees zurücklegen. Seriensieger Michael 18.30 Uhr messen sich die stärksten

mit dem Lauf um das idyllisch gelegene

Buben und Mädchen sowie

Laur brauchte vergangenes Jahr

Moorwasser – eine Runde nur 18 Minuten und 42 Sekunden Männer und Frauen beim Bank-

beträgt rund 1,9 Kilometer und für die gut fünfeinhalb Kilometer drücken. Ort des Geschehens ist

nahezu keine Höhenmeter. Es auf „schmierigem“ Kies. Mit Einbruch

das Zentrum der Bierzeltbühne,

der Dämmerung beginnt auf der Langhantel mit Gewichten

handelt sich insofern um einen

eher kurzen, dafür sehr schnellen dann entgegen vorheriger Jahre sowie Langhantelbank schon warten.

Lauf, bei dem Schüler eine Run-

nicht das Stockschießen, sondern

Als Punkte gewertet werden

hier die über Körpergewicht nach

oben gestemmten Kilogramm –

Herren-Sieger Stefan Weiss drückte

vergangenes Jahr schier unglaubliche

98,60 Kilogramm über

Körpergewicht! Während sich am

späten Freitagabend Läufer und

Bankdrücker entspannt zurücklehnen

und in die Rolle von Fans und

Betreuer schlüpfen können, wird

es für die anderen drei Teammitglieder

am darauffolgenden Tag

ernst. Bereits ab 8 Uhr in der Früh

heißt es „volle Konzentration“

beim Stockschießen auf der Asphaltbahn

neben dem ESV-Sportheim.

Ziel dabei: Ein Lattengestell

möglichst mittig so oft wie mög-

Kurventechnik und Speed sind beim Rennrad-Zeitfahren gefragt.

lich zu treffen – hier zählt, ähnlich

50 | altlandkreis


Erfahrener Stockschütze.

wie beim Bankdrücken, eine hohe

Gesamtpunktzahl.

Verausgabung bis zum

Umfallen

Wiederum Kraft und Ausdauer ist

ab 12 Uhr beim Start des Rennradzeitfahrens

gefragt. Die Vier-

Kilometer-Runde startet auf der

Dorfstraße, führt aus Bad Bayersoien

Richtung Norden hinaus

und im Uhrzeigersinn wieder hinein

in den beschaulichen Kurort.

Kurze Anstiege sowie einige enge

Kurven machen das Highspeed-

Radeln auf den dünnen Rädern

zur echten Herausforderung – ob

Streckenrekordhalter Lukas Krämer

aus Peißenberg, der bereits

den Ironman auf Hawaii in seiner

Altersklasse gewinnen konnte,

auch heuer wieder am Start steht?

Knappe 25 Minuten brauchte er

vergangenes Jahr auf seiner Zeitfahrmaschine

aus Vollcarbon für

die insgesamt vier Runden, die

die Herren zurückzulegen haben.

Damen fahren drei, Jugendliche

zwei und Schüler eine Runde. Als

„Königsdisziplin“ wird von Seiten

der Veranstalter – den rührigen

Mitgliedern des ESV Bad Bayersoien

– jedoch das Mountainbiken

mit Start um 15.30 Uhr am Feuerwehrhaus

südwestlich der B23

angepriesen. Schüler fahren eine,

Jugendliche zwei und Damen drei

Runden einer verkürzten Version

der Herrenstrecke – letztere erstreckt

sich über rund 15 Kilometer,

führt die ersten drei Runden steil

und kurvig über Asphalt, Schotter,

Wiesen, Moorboden sowie durch

einen verwilderten Holzerweg

hindurch, ehe es zum Schluss den

dann bocksteilen Aubichl mit bis

zu 26 Prozent Steigung zum Ziel

hinaufgeht. Viele Sportler verausgaben

sich hier bis zum Umfallen,

werden für ihre Leistungen frenetisch

gefeiert von hunderten von

Fans, die sich entlang des Schlussanstiegs

aufreihen. Belohnt wir

am Ende des Tages jedoch nicht

die Einzelleistung der Sportlerinnen

und Sportler, sondern stets

die im Team – die Siegerehrung

ab 20 Uhr samt Festbewirtung,

Fassbierausschank und Live-Musik

im 1 000-Mann-Zelt am Sportheim

Die Stärksten treten beim Bankdrücken im Bierzelt an.

gehört ebenso dazu wie die sportliche

Verausgabung davor.

Professionelle

Organisation

Ein weiterer Pluspunkt aus Sicht

der Veranstalter, der Jahr für Jahr

Sportler aus Nah und Fern anzieht:

Eine superprofessionelle Organisation

mit Startnummernvergabe,

Zeitnahme, unterhaltsamer

Moderation, Spezialsoftware zur

Ermittlung der Gesamtergebnisse,

professionelle Ausflaggung und

Absperrung der Strecken sowie

die Anpassung der Strecken an das

Leistungsprofil von Kindern, Jugendlichen,

Erwachsenen, männlich

wie weiblich. Aber auch die

von manchen kritisierte Tatsache,

dass hier nicht in Amateur- und

Halbprofi- oder gar Profiklasse

unterschieden wird. Heißt: Beim

Fünfkampf in Bad Bayersoien

kommt es immer wieder vor, dass

der leicht übergewichtige Gaudisportler

in derselben Altersklasse

startet wie ein vollends austrainierter

Topathlet. Genau das macht

diesen Reiz des Bayersoier Fünfkampfs

aus – dass sich Amateure

im direkten Duell mit Profis messen

können. So auch dieses Jahr:

Die Anmeldung der Teams erfolgt

online unter www.esv-bad-bayersoien.de.

Dort findet sich auch ein

Link zur Sportlerbörse – sie dient

der Anmeldung einzelner Sportler,

die (noch) kein Team haben. Aber

mindestens so heiß sind wie alle

anderen. Denn wie heißt es am

zu Weilheim-Schongau angrenzenden

Kurort Ende Juli immer so

schön: „Soier Fünfkampf ist nur

einmal im Jahr!“

js

Am Limit: Seriensieger Michael

Laur führt das Feld an.

juli / august 2025 | 51


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52 | altlandkreis

Bad Bayersoien | Ledig, männlich,

mindestens 16 Jahre alt: Das sind

die Grundvoraussetzungen, um

dem Burschenverein Bad Bayersoien

beitreten zu dürfen. Was

jedoch, wenn’s funkt, wenn eines

der Mitglieder widererwarten die

Frau seines Lebens kennen und

lieben lernt? „Durch Heirat scheidet

man aus dem aktiven Vereinsleben

automatisch aus, muss

dem Verein im Rahmen eines

Junggesellenabschieds eine Brotzeit

und 30 Liter Bier spendieren,

darf aber passiv dabeibleiben, uns

quasi indirekt unterstützen“, so

Vorsitzender Fabian Stotter über

eine entscheidende Regelung aus

> > > TICKETS FÜR NANCY FRANCK

der Burschenvereins-Satzung.

Von den 120 Mitgliedern insgesamt

zählt der Verein derzeit 65

Aktive im Alter von 16 bis 35 Jahren.

Alles schneidige Burschen,

die allesamt direkt aus Bad Bayersoien

stammen und in unterschiedlichsten

Berufen tätig sind.

Elektriker, Zimmerer, Installateure,

Physiotherapeuten, Heilerziehungspfleger,

Immobilienmakler,

Industriekaufleute, Zollbeamter,

Polizeibeamter, Lehrer, Ingenieur,

Berufsfeuerwehrler – im Rahmen

der Vereinstreffen kommt geballte

Fachkompetenz aus unterschiedlichsten

Branchen zusammen. Das

wiederum hilft, um sich vielseitig

engagieren und coole Feste organisieren

zu können. Allen voran

für diesen Sommer. Am ersten

August-Wochenende feiert der

Bad Bayersoier Burschenverein

sein 25-jähriges Gründungsjubiläum

mit einem fetten Fest über

gleich drei Tage hinweg. Warum?

„Weil das einerseits schlichtweg

gefeiert gehört, wir außerdem

unser 20-Jähriges aufgrund der

Coronapandemie nicht feiern

konnten und wir auch gleich das

Fünfkampf-Zelt, das uns dankenswerterweise

der ESV eine Woche

vorher aufbaut, nutzen dürfen.“

Dass Bad Bayersoien lässige Events

organisieren kann, ist an dieser

Stelle kein Geheimnis. Rockparty,

Fünfkampf, Kontinentenfete, Bad

Vorverkaufskarten für die Party mit Ballermann-Star Nancy Franck

am Freitag, 1. August, um 20 Uhr gibt’s online unter www.eventfrog.de

und dem Suchbegriff „Jubiläums Party 25 Jahre Burschenverein

Bad Bayersoien e.V.“. sowie in der Bio auf dem Instagram-

Account des Burschenvereins für 16,58 Euro.

Außerdem verlost „altlandkreis“ 2 x 2 Tickets. Schicken Sie uns

bis 15. Juli eine Postkarte mit dem Stichwort „Nancy Franck“ an

„altlandkreis“, Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine Mail an

info@altlandkreis.de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen viel Erfolg!.

Bayersoien in Flammen – die Liste

war und ist lang, bunt und wird in

Zukunft immer noch bunter werden.

„Wir hatten schon viele gute

Live-Bands und -musiker bei uns

im Dorf, eine Königin vom Ballermann

aber noch nie“, so Fabian

Stotter auf die Frage, wie es ausgerechnet

einem so bodenständigtraditionellen

Burschenverein wie

dem Bad Bayersoier gelingt, eine

aus dem TV bekannte Party- und

Schlagersängerin klarzumachen.

Hitler-Verbot und

Ballermann-Star

Die Rede ist von Nancy Franck,

Mitte 20, aus Aachen, die den berühmtberüchtigten

Bierkönig auf

Mallorca bereits mehrfach zum

Kochen brachte, aber auch schon

in verschiedenen TV-Shows ihre

Schlager- und Partyhits zum Besten

gab. Songs wie Fiebertraum,

UFO, Überflieger oder Schnelle

Brille wird sie nun auch im beschaulichen

Kurort Bad Bayersoien

live und in voller Action auf

die Jubiläums-Bühne in einem

1 000-Mannzelt am Sportheim

des ESV Bad Bayersoien bringen.

Eingetütet hat den Ballermann-

Star-Deal Lukas L., selbst aktives

Mitglied des Bayersoier Burschenvereins,

der bereits beruflich auf

dem Ballermann tätig war, entsprechende

Kontakte knüpfen

konnte. Wie viel den Bad Bayersoiern

der Live-Auftritt dieser pfiffigen

Musikerin kostet, „wird natürlich

nicht verraten“. Fakt ist aber auch,

dass ein solcher Gig vor wenigen


DREISCHICHTPLATTEN

HOLZBRIKETT

Die Bad Bayersoier Burschen feiern heuer 25-jähriges Bestehen.

Jahrzehnten noch undenkbar gewesen

wäre. Hintergrund: In Bad

Bayersoien gab’s früher schon

mal einen Burschenverein. Genaugenommen

einen Katholischen

Burschenverein, „der nach der

Machtergreifung von Adolf Hitler

aber verboten wurde“. Und sich

nach Ende des Zweiten Weltkriegs

nicht auf Anhieb wiedergründete,

sondern erst wesentlich später

aus einem ganz anderen Grund

heraus. „Bei uns gibt’s schon seit

geraumer Zeit einen losen Zusammenschluss

unter Männern.“ Damit

gemeint sind „De Stoanign“.

Als deren Söhne etwas Ähnliches

aber Eigenes gründen wollten,

erfuhren sie von den Dorfältesten,

dass es noch die alte Burschenvereinsfahne

aus 1931 gibt, der

Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.

So kam letztlich die Idee auf, den

von Hitler verbotenen Verein neu

aufleben zu lassen. Im Millenniums-Jahr

2000 war es schließlich

so weit, wurde der Burschenverein

aus anno dazumal federführend

von Tobias Maier sowie mit

38 Gründungsmitgliedern wieder

zum Leben erweckt.

Gottesdienst am Seeufer

Aufgrund dieser tieferen historischen

Bedeutung haben die Bad

Bayersoier Burschen ganz gezielt

eine Jubiläumsfeier auf dem

Sportplatz-Areal an der Dorfstraße

74 auf die Beine gestellt, die für

alle Geschlechter, Geschmäcker

und Altersklassen etwas zu bieten

hat: Beginnend am Freitag,

1. August, um 20 Uhr mit der

„schnellsten Party der Geschichte“

und Nancy Franck. Weiter geht’s

am Samstagvormittag, 2. August,

um 11 Uhr mit Weißwurst-Frühstück,

Oldtimer-Treffen, Oldtimer-

Rundfahrt (um 14 Uhr) und musikalischer

Unterhaltung mit der

Stegreifmusi sowie am Abend, ab

18 Uhr, mit einer weiteren Party

samt Live-Musik – hier spielt die

beliebte Tiroler Partyband „Junger

Schwung“. Wer danach noch Zeit,

Lust und Muse hat, darf sich am

3. August an einem traditionellen

Festsonntag erfreuen. Der beginnt

um 10 Uhr mit einem Feldgottesdienst

am Südufer des Bad Bayersoier

Sees. Nach kulinarischer

Stärkung im Bierzelt zieht ab 14

Uhr ein origineller Festzug die

Dorfstraße erst rauf, dann wieder

runter. Dabei sind zahlreiche Burschenvereine

und Landjugenden

aus der Region, aber auch Pferdegespanne

und Musikkapellen.

Abschließend: Festausklang mit

der Musikgruppe „Die Pfaffenwinkler“,

deren musikalisches

Repertoire ähnlich facettenreich

ist wie die Berufsvielfalt der Bad

Bayersoier Burschenvereins-Mitglieder.

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Das 96. Gautrachtenfest des Oberen Lechgaus

„Wie bei einem

Boxkampf“

Urspring | Vereinsfahnen stehen ge war letztlich das erste große

für Zusammenhalt und kameradschaftlichen

Ziel der damaligen Vereinsgrün-

Gemeinschaftssinn. der, verbunden mit hohem Kos-

Im Rahmen von Umzügen und tenaufwand. Letztlich lief das im

feierlichen Gottesdiensten bilden

Jahre 1927 organisierte Maifest der

sie das Gesicht eines jewei-

Uspringer Trachtler jedoch so gut,

ligen Vereins. Obendrein gelten dass sie gleich noch ein zweites

sie als wertvolles Kulturgut, weil ausrichteten, und mit den daraus

sie aufwändig von Hand genäht generierten Einnahmen die Fahne

und bestickt wurden sowie Vergangenheit

und Zukunft miteinander

machen lassen konnten. Dass die

D’Lechtaler auch heute noch rich-

verbinden. Verdammt viel tig gut feiern können, bewiesen

zu erzählen, wenn sie nur sprechen

könnte, hätte die Vereinsfahne

sie bereits vergangenes Jahr mit

einem großen Fest zu 150 Jahre

der D’Lechtaler Urspring. Freiwillige Feuerwehr und 100

Nach Aussage verschiedener Jahre Trachtenverein. „Dass wir

Restauratoren sei sie nochmals im Zuge dessen das Gaufest des

bedeutungsvoller als die Fahnen Oberen Lechgaus nicht schon 2024

anderer Vereine, weil es sich bei

ihr nach wie vor um das Original

aus dem Jahr 1928 handelt. „Aber

auch aufgrund ihrer rechteckigen

Abmessung und Gestaltung haben

wir uns in jüngster Vergangenheit

ausgerichtet haben, liegt letztlich

daran, dass wir im gleichen

Jahr gegründet wurden wie die

Wildsteiger.“ Und weil die Wildsteiger

vergangenes Jahr Gaufest-

Ausrichter waren, ziehen die Ur-

bewusst gegen den Kauf

einer neuen Fahne entschieden“,

weiß der Urspringer Trachtenvereinsvorsitzende

Toni Hollerbach.

Auf der Rückseite zeigt sie den

Heiligen Nikolaus sowie ein fesch

gekleidetes, glücklich dreinschauendes

Trachtenpaar – er noch mit

Gamsbart anstelle des Flaums von

heute. Auf der Vorderseite ist die

Heilige Magdalena samt Engerl zu

sehen, ein Ortsbild von Urspring

samt Alpenpanorama mit Hochplatte,

Geiselstein, Säuling, aber

auch Sternenhimmel und weißblauen

Querstreifen, vergleichbar

mit der Uruguayischen Nationalflagge.

Die Anschaffung dieser in

der Tat optisch auffallenden Flag-

Selten zu sehen: Die historische Tracht.

springer heuer nach. Wann? Von

Freitag, 25. Juli, bis einschließlich

Sonntag, 27. Juli.

Gau besteht aus

23 Vereinen

Zum Oberen Lechgau gehören mit

Bidingen, Bertoldshofen, Marktoberdorf,

Wald, Sulzschneid, Stötten,

Bernbeuren, Seeg, Roßhaupten,

Hopferau, Hopfen, Rieden,

Weissensee, Füssen, Schwangau,

Buching, Trauchgau Prem, Wies,

Wildsteig, Lechbruck, Bernbeuren

und eben Urspring 23 Trachtenvereine.

Letzterer ist mit 180 Mitgliedern,

darunter zwölf Paaren bei

den Aktiven der vereinseigenen

Plattlergruppe sowie 36 Buben

und Mädchen der größte Verein im

zu Steingaden gehörenden Ortsteil

mit rund 450 Einwohnern. „Feuerwehr,

Schützen und Fischer haben

54 | altlandkreis


Die Plattergruppe der D'Lechtaler Urspring.

alle weniger Mitglieder“, bekräftigt

Susanne Greisel, Pressewartin

der D’Lechtaler, die von „viel Lob

für das Doppeljubiläum vergangenes

Jahr“ spricht. Lob, das für

ein so kleines Dorf notwendig war

und ist, um gleich zwei große Feste

innerhalb zweier Jahre auf die

Beine zu stellen. Bierzeltaufbau,

Booking von Live-Musik, Essen

und Getränke für mehrere tausend

Menschen, Sicherheitsvorkehrungen,

Genehmigungen von Privatgrundbesitzern,

Gemeinde und

Landratsamt – die Organisation

eines Gaufestes kostet die Ehrenamtlichen

verdammt viel Freizeit,

Kraft und Nerven. „Schweißt aber

auch ungemein zusammen und ist

ein stückweit eine große Ehre für

uns – denn so ein Gaufest richtet

man nur ein, maximal zwei Mal

im Laufe eines Lebens aus, ist deshalb

schon etwas ganz Besonderes

und mit einem gewöhnlichen

Trachtenjahr nicht ansatzweise

vergleichbar“, sind sich Greisel

und Hollerbach einig. Normalerweise

besteht das Vereinsjahr

der D’Lechtaler aus beispielsweise

dem legendären maskierten

Trachtenball im örtlichen Gasthof

Drei Mohren, Palmbuschenbinden

für Kinder, der traditionellen

Pfingstmontags-

Gauwallfahrt zur Wies,

einem Heimatabend für die Jugend

sowie der Teilnahme an

Trachtenfesten, die nicht vereinseigen

organisiert werden. Hinzu

kommt das alljährliche Jugendpreisplatteln

im Frühjahr sowie

das Erwachsenenpreisplatteln im

Herbst, das traditionell immer

dort ausgerichtet wird, wo im

Jahr zuvor das Gaufest stattfand –

2026 finden die beiden Bewerbe

insofern in Steingaden-Urspring

statt. Und, natürlich, das Aufstellen

eines Maibaums, „in unserem

Falle alle vier Jahre, das nächste

mal wieder 2027“.

Wiagsäge-Wettbewerb

im 3 000-Mann-Zelt

Für das in Summe 96. Gautrachtenfest

des Oberen Lechgaus heuer

stellen die D’Lechtaler Urspring

ein großes 3 000-Mann-Bierzelt

am südlichen Ortseingang von

Urspring auf. Es wird für Anreisende

über die Lechbrucker

Straße bereits von weitem erkennbar

sein. Parkmöglichkeiten

direkt daneben gibt es zuhauf.

Die Festbewirtung mit allem, was

gutbürgerliche Küche (auch für

Vegetarier) ausmacht, übernimmt

– wie traditionell

bei allen Gaufesten des Oberen

Lechgaus – Franz Zimmermann

aus Roßhaupten. „Was für uns natürlich

eine große Entlastung ist“,

betont Susanne Greisel, die sich

schon jetzt auf den Festauftakt

am Freitag, 25. Juli, um 19.30 Uhr

freut: Dieser Stimmungsabend im

Festzelt startet nämlich mit einer

sportlichen Ertüchtigung – einem

Holzsägewettbewerb (siehe Seite

57) auf einer separaten Bühne im

Bierzelt. Hierzu stellen die Veranstalter

zwei oder gar drei nebeneinanderliegende

Fichtenbaumstämme

zur Verfügung, von denen

Zweier-Teams aus Männern und

Frauen im direkten Duell gegeneinander

antreten und versuchen,

schnellstmöglich eine Scheibe

abzusägen, sich so bis ins Finale

durchzuqualifizieren. Gesägt wird

mit zur Verfügung gestellten, baugleichen

und frischgeschärften

„Wiagsägen“, bekannter als Zweihandsägen,

mit denen Zimmerer

und Holzfäller früher Balken

sägten und Baumstämme fällten.

„Erfahrungsgemäß kommt da

richtig Stimmung auf, ein bisschen

vergleichbar mit einem Boxkampf,

die die im Scheinwerferlicht agierenden

Teilnehmer zu Höchstleistungen

pusht.“ Danach spielen

Der

Treffpunkt in

Steingaden

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Beeindruckendes Gruppenbild der D'Lechtaler Urspring mit ihrer

im Original erhaltenen Vereinsfahne aus dem Jahre 1928.

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die „BlechBätscher“ zünftig auf –

eine Gruppe von 23 jungen bis

mittelalten Musikerinnen und Musikern,

die sich aus 14 (!) verschiedenen,

im Ostallgäu ansässigen

Stammkapellen zusammensetzt.

Zu Beginn werden sie ihr Publikum

mit traditioneller Blasmusik

verzücken, quasi die Emotionen

nach diesem aufregenden Holzsägewettbewerb

wieder beruhigen.

Je länger der Abend jedoch dauert,

desto fetziger, moderner, partylastiger

wird das musikalische Repertoire

der BlechBätscher.

4 000 Teilnehmer bei

450 Einwohner

Zum traditionellen Gauheimatabend

am Samstagabend, 26. Juli,

ab 20 Uhr im Festzelt sind alle 23

Mitgliedervereine sowie der dem

Lechgau zugehörige Nachbarverein

„Almfrieden Steingaden“

eingeladen. Gauvorplattler Simon

„Hitzi“ Hitzelberger wird durch ein

den Gaustatuten entsprechendes

Programm führen, musikalisch

umrahmt vom Musikverein Steingaden.

Die Highlights an diesem

Abend sicherlich: Auftritte von

Gauvereinen und Gaugruppe, die

aus den besten Plattlern und Dreherinnen

des Preisplattelns 2024

besteht – und schon mal einstimmen

auf das, was letztlich am

Sonntag, 27. Juli, folgt: Der klassische

Festsonntag, der bereits um 6

Uhr in der Früh via lautem „Weckruf“

durch die ortseigenen Böllerschützen

eingeläutet wird. Die

Aufstellung zum Kirchenzug erfolgt

um 8.45 Uhr am Festzelt, der

Festgottesdienst auf der Egg (idyllische

Anhöhe zwischen Steingaden

und Urspring mit magischem

Blick in die Berge) beginnt um 9.15

Uhr. Danach treten Jugendgruppen

im Bierzelt auf, gibt’s Deftiges

wie Frischgezapftes zu Mittag, um

letztlich gestärkt zu sein für den

absoluten Höhepunkt aus Sicht

der Veranstalter: Ein großer Festumzug

ab 13.30 Uhr mit Trachtlern,

Musikkapellen, Trommlerzügen

und Pferdegespannen. „Hierfür

haben wir 45 Vereine eingeladen,

> > > INFOS AUF EINEN BLICK

rechnen insofern mit rund 4000

Teilnehmern“, betont Toni Hollerbach.

Er schlängelt sich vom

Festzelt, gegen den Uhrzeigersinn,

einmal um das komplette Dorf, ist

insofern auch für Wanderer und

Radfahrer vom Lech und Lechstausee

kommend wunderbar einzusehen.

Wer dann noch Kraft und

Muse hat, ist erneut recht herzlich

ins Bierzelt eingeladen. Dort treten

abermals die aktiven Gruppen geladener

Trachtenvereine auf, ehe

ab 17 Uhr erst die kleine Besetzung

namens „Bloßamol“ (Blech und

Ziach) sowie abschließend die

Knappschafts- und Trachtenkapelle

Peiting zum Festausklang gekonnt

aufspielt. Und die Urspringer dann

hoffentlich wieder viel Lob von allen

Seiten bekommen. Denn für

ein so kleines, gefühlt eigenständiges

Dorf wie Urspring ist und

bleibt die Ausrichtung eines Gaufestes

eine gewaltige Herausforderung.

js

Weitere Informationen zum 96. Gaufest des Oberen Lechgaus hält

die Internetseite www.oberer-lechgau.de sowie der Instagramund

Facebook-Account der D’Lechtaler Urspring bereit.

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Die Jugendgruppe der D'Lechtaler Urspring.

56 | altlandkreis


Von der Waldarbeit zum Wettkampf

„Um Leben und Tod“

Steingädele | Die ersten Motorsägen

sind bereits in den 1920er

Jahren entwickelt worden, die

klassischen Einmann-Sägen, wie

sie bis heute flächendeckend bei

Baumfällarbeiten zum Einsatz

kommen, in den 1950er Jahren.

Bis dahin wurden Fichten, Tannen,

Buchen und Co. überwiegend von

Hand gesägt. Georg Linder Senior

aus dem Steingadener Ortsteil

Steingädele erinnert sich noch

gut zurück an jene Zeit, als

er bereits als junger Bub

gemeinsam mit seinem Vater oder

Onkel zu Holzarbeiten in die familieneigenen

Wälder ausgerückt

ist. „Meistens haben wir uns zu

Fuß auf den Weg gemacht, im

Sommer auch mal mit dem Fahrrad

– ein Auto haben wir die ersten

Jahre nach Ende des Zweiten

Weltkriegs noch nicht gehabt.“

Insofern war bereits die Anreise

zum eigentlichen Arbeitsplatz eine

körperlich beschwerliche, schließlich

mussten Werkzeuge, Brotzeit

und Getränke von Hand oder via

Rucksack mitgeschleppt werden.

Das damals wichtigste Werkzeug:

Die, zu hochdeutsch, Trimmsäge,

die hier im bayerischen Oberland

bekannter ist als „Wiagsäg“. Dieser

Name ist wohl angelehnt an

das Wort „Wiege“, weil das bis

zu 1,80 Meter lange

Blatt der Säge mit

Holzgriffen an

beiden Enden

ähnlich gebogen

w a r u n d

ist wie

beispielsweise die hölzernen Füße

einer Wiege für Babys und Kleinkinder.

Wann Georg Linder mit einer

dieser Sägen zuletzt draußen

im Holz gearbeitet hat? „Weiß ich

ehrlicherweise nicht mehr genau“,

sagt der heute 80-Jährige

rückblickend. Fakt ist jedenfalls,

dass die Burschen, die damals in

einer Landwirtschaft aufgewachsen

und körperlich schwer arbeiten

mussten, verdammt viel Kraft,

Kondition und handwerkliches Geschick

sich zwangsläufig angeeignet

hatten. Das wiederum waren

drei Eigenschaften, „die uns bei

den Wettkämpfen sicherlich zugutegekommen

sind“. Mit „uns“

meint Georg Linder ihn und seinen

Teamkollegen Josef „Seppl“

Nöß aus Steingaden.

Trophäen aus den

1980er Jahren

Mit „Wettkämpfen“ meint er Holzsägewettbewerbe,

die insbesondere

in den 1980er Jahren recht

häufig sowohl hier in der Region

als auch darüber hinaus stattgefunden

haben und sich einer immensen

Beliebtheit erfreuten. Die

Orte des Geschehens waren

meist die Bühnen in Bierzelten,

die im Rahmen von beispielsweise

Sommerfesten,

Trachtenfesten

oder Gautrachtenfesten

aufgebaut

wurden.

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juli / august 2025 | 57


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Über den konkreten Vater und

Erfinder hiesiger Holzsägewettbewerbe

konnte die „altlandkreis“-

Redaktion trotz umfangreicherer

Recherche keine bestimmte Person

ausmachen. Fakt ist allerdings,

dass es mit beispielsweise

Ingenried, Roßhaupten,

Lechbruck, Prem und Urspring

verschiedene Austragungsorte lokaler

Wettbewerbe gegeben hatte.

Das beweisen auch die zahlreichen

Trophäen, die Georg Linder

an diesem Dienstagnachmittag

aus seinem Utensilienschrank

holt, abstaubt und „altlandkreis“-

Redakteur Schelle in die Hand

drückt. Dabei handelt es sich um

Pokale, Tassen und Krüge, deren

Bemalungen oder Gravuren Wettkampfart,

Wettkampfjahr, Austragungsort

und Platzierung zeigen.

„Holzsägewettbewerb, Prem,

1989, 1. PLATZ“ steht beispielsweise

auf einem großen, gold-silber-farbenen

Pokal geschrieben.

„Holzsägen 1983 Urspring“ auf einer

handgetöpferten und bemalten

Tasse. „Holzsäge-Wettbewerb

Krüge, Pokale, Tassen: Diese Trophäen hat Georg Linder früher gemeinsam

mit seinem Teamkollegen Josef „Seppl“ Nöß gewonnen.

1982 Roßhaupten“ im Klappdeckel

eines urigen Humpens, auf dem

auch noch der Spruch „Hopfen –

Malz – Gott – erhalt’s“ geschrieben

steht und somit an die gute

alte bayerische Bierkultur erinnert.

Denn letzteres war auch ein

fester Bestandteil im Rahmen dieser

lokal ausgetragenen Holzsägewettbewerbe

– weniger unter den

Teilnehmern, die oft bekannt waren

für ihren ausgeprägten sportlichen

Ehrgeiz. Dafür umso mehr

unter den Zuschauern, die im

Rausche feuchtfröhlicher Euphorie

eine Bombenstimmung ins Bier-

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Bestens erhalten: Die fast körperlange Wettkampfsäge von Georg Linder.

58 | altlandkreis


zelt zauberten und die Akteure

an den Wiagsägn zu

absoluten Höchstleistungen

gepusht haben. Die Favoriten

auf dem Papier waren

häufig die großen, bärenstarken

Männer, die auch

hauptberuflich als Holzfäller

gearbeitet haben. „Bei

denen war es aber oft so,

dass sie den Wettkampf an

sich nicht gewohnt waren,

mit der Erwartungshaltung

an sich und den Erwartungen

der Zuschauer mental

nicht so gut zurechtgekommen

sind.“ So hatten dann

oft doch die nicht ganz so

kräftigen, dafür eher sportlicheren

Duos, die sich gezielt

auf diese Wettkämpfe

vorbereitet hatten, die Nase vorn.

Training und Tuning

in der Tenne

Messerscharf: Die speziell angeordneten Zähne

der Wettkampfsäge von Georg Linder.

So wie einst Georg „Schorsch“

Linder und sein treuer Wettkampfpartern

Josef „Seppl“ Nöß, die bei

fast allen Holzsägewettbewerben,

an denen sie teilgenommen hatten,

gewonnen haben, ja zumindest

den zweiten Platz erreichten.

Im benachbarten Lechbruck gab

es nämlich ein Duo, das fast noch

stärker war als die beiden und

auch auf überregionalen Wettkämpfen

zu überzeugen wusste.

Der Modus dieser Wettbewerbe in

den 1980er Jahren war jedenfalls

recht simpel: Zwei Paare duellierten

sich stets gegeneinander,

mussten nach erfolgtem Startsignal

durch einen Schiedsrichter

von den auf der Bierzeltbühne nebeneinander

aufgebahrten, rund

40 Zentimeter dicken Fichtenstämmen

so schnell wie möglich eine

Scheibe absägen. Das schnellere

Team kam weiter, qualifizierte

sich für die nächste Runde und im

Idealfall sogar fürs große Finale.

„Heute muss ich ehrlicherweise

darüber schmunzeln, kann es mir

gar nicht mehr so richtig vorstellen,

an solchen Holzsägewettbewerben

teilzunehmen. Damals

aber waren wir jung, hungrig, ungemein

ehrgeizig und wollten uns

und den Zuschauern beweisen,

was wir technisch wie konditionell

draufhaben“, weiß Georg Linder

noch ganz genau, „dass es bei diesen

Wettbewerben oft sprichwörtlich

um Leben und Tod gegangen

ist“. Doch Ehrgeiz allein reichte

bei weitem nicht aus, um erfolgreich

zu sein: „Es hat Wettbewerbe

gegeben, wo der Veranstalter die

Sägen zur Verfügung gestellt hat.

Aber auch welche, wo du dein

eigenes Material mitbringen durftest.“

So wurden die Hobelzähne

der Wiagsägn oft stundenlang, von

Hand, mit viel Fingerspitzengefühl

und speziellen Feilen geschärft.

Es wurde beim Trainieren in der

Tenne von Familie Linder die Zeit

gestoppt, um ein Gespür für die

ideale Schnittgeschwindigkeit zu

entwickeln. Und natürlich, das Allerwichtigste:

Sich auf den Teamkollegen

abgestimmt, „damit wir

beim Wettkampf intuitiv und ohne

Absprache gut miteinander harmonieren

konnten — schließlich

waren wir weder gleich groß, noch

gleich stark noch technisch gleichauf“.

Ob die Jungen und Junggebliebenen

von heute an

die Leistungen von damals

anknüpfen können? Weil

diese Holzsägewettbewerbe

in den 1980er Jahren so

viel Begeisterung bei Teilnehmern

wie Zuschauern

ausgelöst hatten, lassen die

Urspringer im Rahmen des

Oberen-Lechgau-Trachtenfestes

diese Tradition heuer

wieder aufleben. Und

auch andere Vereine in

der Region sind dahingehend

wieder auf den Geschmack

gekommen. Im

Rahmen der Söcheringer

Festtage fand beispielsweise

Ende Mai ein solcher

„Wiagsogschneiden“-Wettbewerb

statt. Oder auch im

Rahmen des Waldfestes auf dem

Helgoland in Schongau wurde

ordentlich gesägt, geschwitzt und

angefeuert. Georg Linder wird sich

dieses Spektakel heuer sicherlich

nicht entgehen lassen und das von

seinem Austragshaus nur wenige

hundert Meter entfernte Bierzelt

aufsuchen (siehe Seite 54). Allerdings

in etwas anderer Funktion.

Nämlich als Zuschauer. Ob zu Fuß,

wie damals ins Holz, oder, alternativ,

mit Auto oder E-Bike, entscheidet

die Tagesform.

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juli / august 2025 | 59


Feuerwehr & Musikkapelle feiern Jubiläum

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60 | altlandkreis

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Burggen | In Burggen geben die

Frauen die Richtung vor. Zumindest

beim Musizieren. Denn die

dort dorfeigene Blaskapelle wird

derzeit mit Susanne Furch als erste

sowie Monika Faller als deren

Stellvertreterin von gleich zwei

Frauen dirigiert. Ein zeitgemäßes

Konstrukt, das am 6. Januar 1925

sicherlich noch undenkbar gewesen

wäre. An diesem Tag wurde die

Musikkapelle Burggen offiziell vom

damals erst 22-jährigen Michael

Faller gegründet. Ausschließlich

von und mit Männern. „Unter sehr

schweren Bedingungen und trotz

finanzieller Schwierigkeiten mussten

die Instrumente und Noten

beschafft werden“, heißt es in der

Chronik. Fast alle Musikanten seien

damals in der Landwirtschaft tätig

gewesen, hatten insofern kaum

Zeit für übungsintensive Hobbys,

nahmen sich diese aber trotzdem –

keine drei Monate nach offizieller

Gründung wurde gleich zwei Mal

wöchentlich geprobt, und keiner

fehlte! Unterrichtet wurden die

insgesamt 24 Trompeter, Posaunisten,

Waldhornisten, Tubisten,

Klarinettisten sowie Trommler und

Paukist unter anderem in der Stube

des Dirigenten, allerdings von

einem in Peißenberg heimischen

Musikmeister namens Baarfüßer,

der sein Können bei jeder Musikprobe

an die Neulinge weitergab –

und deren Können in nur wenigen

Monaten auf ein konzerttaugliches

Niveau hieven konnte: bereits am

11. Juni 1925 trat die Musikkapelle

Burggen erstmals auf im Rahmen

des ortseigenen Fronleichnamsfestes.

Inzwischen ist die Blaskapelle

also 100 Jahre alt geworden,

zählt aktuell knapp 40 Mitglieder

im Alter von 14 bis 64 Jahren, Frauen

und Männer bunt gemischt. In

Sachen musikalisches Repertoire

sind sie mit Polkas, Märschen,

Walzern und fetziger Stimmungsmusik

breit aufgestellt. Dorfmeisterschaft

der Fußballer, Jahrestag

der Veteranen, beim überregional

bekannten Rosstag, bei Trachten-,

Schützen- und Musikfesten, Beerdigungen

und anderweitigen

kirchlichen Anlässen – knapp 30

Auftritte pro Jahr schlagen für die

Burggener Musikerinnen und Musiker

in der Regel zu Buche.

Immer mehr

Erste-Hilfe-Einsätze

Ähnlich oft, nämlich 27-mal, war

die Burggener Feuerwehr im Jahr

2024 im Einsatz. Die wurde bereits

am 4. Dezember 1874 mit

Fest in weiblicher Hand: Die Musikkapelle Burggen.

damals 54 Mitgliedern gegründet,

feiert quasi ihr 150-Jähriges nun

gemeinsam mit der Musikkapelle

nach. Die Einsätze in der jüngeren

Geschichte hat Kommandant

Patrick Furch, 35, nahezu alle

hautnah miterlebt. Zum Beispiel

einen Wohnwagenbrand, bei dem

ein darin lebender Mann ums Leben

gekommen war. Ein Brand in

einer Garage, ausgelöst durch einen

E-Scooter, der „Gott sei Dank

glimpflich ausging“. Ebenso der

Brand einer abseits des Ortes gut

versteckten, bei Jugendlichen und

Junggebliebenen beliebten „Zamhockhütte“.

Auch Kaminbrände –

„bei uns im Dorf gibt es sehr viele,

noch aktiv genutzte Holzöfen“ –

kommen immer wieder mal vor.

Außerörtliche Einsätze, die in Erinnerung

geblieben sind, seien ein

Bauernhofbrand in Urspring, ein

Jagdhüttenbrand auf Altenstadter

Flur nach Blitzeinschlag oder ein

schwerer Verkehrsunfall auf der


Fest in männlicher Hand: Die Freiwillige Feuerwehr Burggen.

Ortsverbindungsstraße zwischen

Burggen und Bernbeuren gewesen.

„Auffallend oft werden wir

mittlerweile von der Integrierten

Leitstelle Oberland auch zu First-

Responder-Einsätzen gerufen,

also zur Leistung von Erster Hilfe,

was primär eigentlich die Aufgabe

der Notfallrettung ist“, so Patrick

Furch über die inzwischen stark

geschwächte Gesundheitsversorgung

vor Ort. Allen voran aufgrund

von Personalmangel sowie

der Umwandlung des Schongauer

Krankenhaues und der damit einhergehenden,

eingeschränkten

Notaufnahme. Wobei es wiederum

während Corona extrem ruhig

gewesen sei für die Wehr nordwestlich

der Litzauer Schleife, die

derzeit sehnsüchtig auf die Auslieferung

eines nigelnagelneuen

Tanklöschfahrzeugs wartet. Damit

wäre der Fuhrpark dann neben

Löschgruppenfahrzeug, Mannschaftstransportwagen,

3000-Li-

ter-Pumpfass, Tragkraftspritzenanhänger

und Schlauchwagen mit

1000-Meter-Schlauch gut aufgestellt.

Und personell? „Sind wir mit

76 aktiven, 59 passiven sowie zehn

jugendlichen Mitgliedern, gemessen

an rund 1500 Einwohnern

ohne Tannenberg, gut aufgestellt

und können nicht klagen.“

Der Mehrwert einer

Vereinszugehörigkeit

Überhaupt, da sind sich Patrick

und Susanne Furch einig, sei der

gute Zusammenhalt im Dorf der

größte Mehrwert für ehrenamtliches

Engagement in einem Dorfverein

– ob Musik, Feuerwehr,

oder in einem anderen Burggener

Verein wie Schützen, Radfahrer

(Concordia), Reiter, Trachtler, Motorsportler,

Obst- und Gartenbauverein,

Fußballer, Eisläufer, Kegler

sowie Reservisten: „Wenn du privat

mal Hilfe brauchst, findest du

immer jemanden, der dich, in welcher

Form auch immer, entscheidend

unterstützt.“ Hätte Dirigentin

Susanne Furch, 32, einen Wunsch

frei: „Wir könnten noch die eine

oder andere Klarinette gut gebrauchen

für unsere Kapelle – und

natürlich ganz generell mehr aktive

Mitglieder.“ Bis vor einem Jahr

hatten die Burggener sogar noch

eine eigene Jugendkapelle, die inzwischen

gemeinsame Sache mit

dem Musikernachwuchs aus Altenstadt

und Schwabsoien macht.

Wer letztlich bei den Erwachsenen

der Musikkapelle Burggen mitspielen

möchte, hat die niedrigste

Stufe der Bläserprüfung zu bestehen.

Geprobt wird letztlich einmal

die Woche. Und der pädagogisch

hohe Wert des Erlernens eines

Musikinstruments für Körper, Geist

und Seele ist ohnehin unbestritten

hoch. Über weiteren Nachwuchs

würden sich natürlich auch die

ansonsten bestens aufgestellten

Feuerwehrler freuen. Auch über

weiblichen. „Inzwischen sind in

der Jugend drei Mädchen dabei,

während wir bei den Erwachsenen

tatsächlich noch eine der wenigen

Wehren sind im Landkreis, die

ausschließlich aus Männern besteht.“

Dass Männer und Frauen

in Burggen gemeinsam gut miteinander

können, unterstreicht die

vereinsübergreifende Organisation

des bevorstehenden Doppeljubiläums

– 100 Jahre Musikkapelle und

150 Jahre Feuerwehr wird am letzten

Augustwochenende gefeiert,

überwiegend in der großen Reithalle

am Reitweg.

Sternmarsch, Weinfest,

Fahrzeugweihe

Beginnend am Freitagabend,

29. August, um 19 Uhr mit einem

Sternmarsch im Dorfzentrum am

Roatherhaus – die Musikkapellen

aus Rettenbach, Ingenried, Schongau,

Bernbeuren und eventuell

auch Schwabbruck werden dort,

gemeinsam mit den Burggenern,

ein großes Gemeinschaftskonzert

unter freiem Himmel zum Besten

geben – und dann gemeinsam in

Richtung Reithalle marschieren, in

der wiederum die Blasmusikkapellen

aus Schongau und Rettenbach

für beste Unterhaltung sorgen. Am

Samstag, 30. August, laden die

Burggener um 19 Uhr zu einem

Weinfest mit den bekannten wie

beliebten Alpengruß-Musikanten –

wer pünktlich kommt, zahlt anstelle

der zehn Euro Eintritt nur acht

Euro. „Wir wollen schließlich früh

beginnen, da der Sonntag streng

genug wird für uns“, sagen Patrick

uns Susanne Furch grinsend. Dieser

Festsonntag beginnt um 9.45

Uhr mit einem Kirchenzug von der

Reithalle zur Stephanskirche, in die

alle Interessierten recht herzlich

zum Gottesdienst samt Fahrzeugweihe

(draußen) des neuen Tanklöschfahrzeugs

eingeladen sind.

Danach: Gemeinsames Mittagessen

in der Festhalle, Stimmungsnachmittag

mit musikalischer Umrahmung

von „Senfkristall“ (Tanz- und

Stimmungsmusik) sowie Festausklang

mit der Burggener Blaskapelle.

Ein Highlight außerdem an

diesem Tag: Die Ausstellung des

imposanten Flugfeldlöschfahrzeugs

der Kaserne Altenstadt. js

juli / august 2025 | 61

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Wildsteig | Wer das rund

1 600 Meter hohe Bleickmassiv

hinter der berühmten

Wieskirche aufragen sieht,

fragt sich, ob seine Gipfel

nicht auch vom Weilheim-

Schongauer Landkreis aus

bestiegen werden können.

Zugegeben: Der meistbegangene

und viel beschriebene

Standardaufstieg startet

nämlich in Unternogg, das

zum benachbarten Landkreis

Garmisch-Partenkirchen gehört.

Wir von „altlandkreis“

verraten Ihnen nun eine

Tour, die zwar länger, dafür

weniger eintönig, und eben

von noch Weilheim-Schongauer

Boden aus begangen

werden kann. Sie startet an

einem kleinen Parkplatz bei

Schildschwaig südlich von

Wildsteig. Von dort marschiert

man erst einmal gut

drei Kilometer durch wunderschöne

Wiesen mit kleinen

Bächen und artenreichen Mooren.

Auf dem breiten, fast ebenen

Forstweg kann dieses erste Stück

auch gut via Mountain- oder Gravelbike

zurückgelegt werden. Dann

führt ein versteckter kleiner Steig

hinauf zur Saulochhütte. Dieses

Weglein hat sich die vergangenen

Jahre im Internet unter Trailbikern

herumgesprochen, die dort gerne

beim Abfahren über die Wurzeln,

Felsbrocken und Steine springen.

Vormittags ist von den wagemutigen

Mountainbikern jedoch kaum

einer unterwegs – und so geht’s in

aller Ruhe, teils recht steil, durch

schönen Bergwald hinauf zur unbewirtschafteten

Forsthütte mit

Holzbrunnen. Rund 1 100 Meter

Höhe sind an dieser Stelle erreicht.

Blick von der Hohen Bleick auf Zugspitze,

Kreuzspitze und Klammspitze.

Es folgt ein bisschen Forststraßenpiste,

ehe man an der Lähnbachhütte

ankommt. Sie ist ebenfalls

unbewirtschaftet – an einem erhöht

gelegenen Tisch mit Bänken

kann jedoch prima geratscht werden.

Nur wichtig: Keine Abfälle

hinterlassen!

Traumblick auf Wies und

Starnberger See

Die Forststraßen hat man inzwischen

endgültig hinter sich, und

ein Steig führt durch den Wald zur

sonnigen Lichtung am sogenannten

Anwurfplatz. Hier plätschert

wieder ein Brunnen und es blühen

heimische Wildblumen. Nochmals

kräftig durchatmen, ehe es die letzten

150 Höhenmeter zum Gipfel hinaufgeht

– insbesondere das

allerletzte Stück der Tour geht

es nämlich knackig steil hinauf

zum großen Kreuz auf der

Niederen Bleick. Auf diesen

1 589 Metern Höhe angekommen,

steht man quasi höher

als auf allen Nachbarbergen

im direkten Umkreis und zugleich

am höchsten Punkt des

Landkreises Weilheim-Schongau.

Über den steilen Nordhang

schweift der Blick ins

Alpenvorland: Die Rokokokirche

im namensgebenden

Weiler Wies, UNESCO-Weltkulturerbe,

kann mit bloßem

Auge erkannt werden –

sie liegt nur gut fünf Kilometer

weit und 700 Meter tief

entfernt. Auch der Auerberg

im Nordwesten und der Hohe

Peißenberg im Nordosten zeigen

sich, ebenso zahlreiche

Ortschaften des Schongauer

Altlandkreises, des Weilheimer

Altlandkreises, hinüber bis

zum Staffelsee mit seiner großen

Insel namens „Wörth“.

Im Süden erstrecken sich dagegen

weite Teile der Ammergauer

Alpen: Vom Teufelstättkopf zieht

die nördliche Kette über den Hennenkopf

zur Großen Klammspitze.

Dahinter steht die Kreuzspitze,

mit 2 185 Metern höchster Gipfel

der Ammergauer Alpen auf bayerischer

Seite. Links davon, noch

weiter hinten, kann sogar die

Zugspitze erspäht werden. Beim

geradlinigen Blick gen Süden verdeckt

jedoch die Hohe Bleick ein

wenig die Sicht. Wer also genügend

Kondition und Zeit in petto

hat, kann auch ihr noch einen

Besuch abstatten. Hierfür verlässt

man den Landkreis Weilheim-

62 | altlandkreis


Schongau, hinüber ins Ostallgäu,

und steigt durch die Senke an der

Bleickhütte, ehe es hinauf zur Hohen

Bleick geht. Von den dortigen

rund 1 638 Metern Höhe sind weitere

Gipfel der Ammergauer Alpen

gefühlt zum Greifen nahe: Die

Hochplatte im Südwesten. Direkt

daneben das Felshorn des Geiselsteins,

auch bekannt als Matterhorn

der Ammergauer Alpen. Und

auch die Tannheimer und Allgäuer

Berge sind weiter hinten (beim

Blick Richtung Südwesten) nicht zu

übersehen.

AV-Sektion Wildsteig

pflegt Steige

Bis zur Lähnbachhütte ist der Abstiegsweg

derselbe. Dann aber

kann schon bald in den sogenannten

Holzmeistersteig eingebogen

werden – ein Steig, den

die Alpenvereinssektion Wildsteig

wunderschön angelegt hat. Wobei

die Ehrenamtler auch die anderen

Wege und Steige an den

Bleick-Gipfeln bestens hegen

Blick von der Niederen Bleick auf

den Schongauer Altlandkreis.

Die Wieskirche, fotografiert mit Telezoom von der Niederen Bleick.

und pflegen. Auf einem Rücken

zwischen zwei Wildbachgräben

geht es dann in angenehmem

Gefälle bergab, ehe Stufen einen

das letzte Wegstück steiler hinuntertragen.

Man wandert nun

in der Nähe des Lähnbächs zum

berühmten Königssträßchen, die

Märchenkönig Ludwig II. vor rund

150 Jahren mit seiner Kutsche bereiste,

wenn er zwischen seinen

Schlössern Neuschwanstein und

Linderhof hin- und herpendelte.

Am breiten sonnigen Kiesbett des

Lähnbachs kommt man nun schon

bald nochmals vorbei. Viel Wasser

führt er meistens nicht, doch für

ein ausgiebiges Fußbad reicht’s in

der Regel immer. Das letzte Stück

des Weges verläuft dann wieder

auf einem Forststräßchen. Kühe

grüßen von ihren blumenreichen

Wiesen im kleinen Nesseltal, ehe

der Ausgangspunkt, der Parkplatz

in Wildsteig-Schildschwaig, wieder

erreicht ist. Nach diesen fast 18

Kilometern und gut 800 Höhenmetern

hat man sich eine Einkehr nun

redlich verdient. Entlang der Rückfahrt

ist das schon nach wenigen

Minuten möglich: entweder an der

nahe gelegenen Wieskirche, zu der

eine schmale fahrbare Straße über

Gut Schildschwaig und den Weiler

Schwarzenbach führt. In der

Ortsmitte von Wildsteig neben der

stolzen Pfarrkirche St. Jakobus, Im

Wildsteiger Ortsteil Morgenbach.

Auf Schönegg sowie weiteren Einkehrmöglichkeiten,

die im Rahmen

der Rückreise auf dem Weg

liegen.

cr

Streckenprofil:

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz

Schildschwaig. Von der Ortsmitte

Wildsteig den Wiesweg hinab

fahren, an der Kreuzung geradeaus,

in Unterhäusern links. Hinter

Straubenbach steil hinab. Vor der

Kreuzung rechts der Parkplatz.

Wegroute: Die linke Forststraße

(Schilder Hausen/Wildsteig) weiter.

Die rechte Abzweigung ignorieren.

Nach 2,5 km die Königsstraße

rechts. Nach ca. 15 Min., beim

Schild „Elbele“ (bis hier auch mit

Fahrrad) links ab und den Forstweg

bergwärts. Bei der Kurve geradeaus

bleiben (nicht links weiter!)

und dann gleich den steilen

Wurzelsteig hinauf. Auf ihm zur

Saulochhütte. Dort die Forststraße

rechts. Hinter der Lähnbachhütte

auf Steig weiter hinauf zum Anwurfplatz

und zum Gipfel der Niederen

Bleick. (Abstecher hinab zur

Bleickhütte und hinauf zur Hohen

Bleick, extra 40 Minuten). Abstieg

zunächst wie Hinweg. Bald nach

der Lähnbachhütte links und den

Holzmeistersteig hinab. Unten die

Königsstraße links (wer mit Radl

gestartet ist, rechts zum Elbele).

Bei Schild mit „Wellen“ rechts ab

(Schild Hohe Bleick/W10 in Gegenrichtung).

Über einen Bach und

auf dem Sträßchen durch‘s Nesseltal.

Nach ca. 2 km, wieder am Hinweg,

links zurück zum Parkplatz.

Gehzeit: 5 ½ – 6 Std., gut 800 Höhenmeter.

juli / august 2025 | 63


> > > DAS HEIMATRÄTSEL

Kostenloses Auftanken

Altlandkreis | Wer kennt es nicht

an brütend-heißen Sommertagen:

Ein anhaltender Schweißfilm über

dem kompletten Körper, Durst

ohne Ende, in der Trinkflasche jedoch

nur noch ein winziger Schluck

Wasser – und das Ziel der Radtour

oder Wanderung noch lange nicht

in Sicht. Lebensmittelgeschäfte

haben am Sonntag zu. Und das

nächste Lokal oder Café kommt

frühestens in zehn Kilometern.

Ein Segen in solch einer Situation:

Brunnen, die ganz offiziell Wasser

in Trinkwasserqualität spenden.

Um auf die Wichtigkeit der Trinkwasserversorgung

im Allgemeinen

hinzuweisen, gab und gibt es ein

vom Bayerischen Amt für Umwelt

und Verbraucherschutz gefördertes

Projekt, über das Gemeinden

auf die gute Arbeit ihrer Wasserversorgung

aufmerksam machen

konnten und können. Zum Beispiel

durch die Errichtung neuer

Trinkwasserbrunnen. Zwei davon

hat die „altlandkreis“-Redaktion

entdeckt und hier auf dieser Seite

abgebildet. Wir möchten nun von

Ihnen wissen: Wo genau stehen

die hier abgebildeten Brunnen

„A“ und „B“? Und von welchen

Gemeinden wurden sie errichtet?

Schicken Sie uns bis 15. Juli eine

Postkarte mit der Lösung und dem

Stichwort Heimaträtsel an „altlandkreis“,

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Peiting. Oder eine Mail an info@

altlandkreis.de. Zu gewinnen

gibt es einmal mehr einen Spezialitäten-Korb

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> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Wo sich die abgebildeten Lausbuben verstecken, wollten wir

von Ihnen in unserer Mai / Juni-Ausgabe wissen. Die Lösung:

Nordwestlich des Münztors, unterhalb der Schongauer Stadtmauer.

Gewusst hatte das unter anderem Sigrid Wohlhaupter

aus Apfeldorf, der wir recht herzlich zum Gewinn von Allgäuzeller,

Almblütenkäse, Gipfelstürmer, Rübli, Alprahm- und Holunderblütenkäse

gratulieren.

Konfitüre, Alprahm-Käse und Gipfelstürmer.

Das Los entscheidet,

der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen viel Erfolg!

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der „altlandkreis“ ist ein Medium von

„altlandkreis“

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Telefon: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

Mail: info@altlandkreis.de

Stand bei Drucklegung im Juni. 2025.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 28000 Exemplare

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe

September/ Oktober 2025:

Freitag, 29. August 2025 (Anzeigenschluss: 11. August 2025)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung und keine

Erscheinungsgewähr übernommen.

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH,

Martin-Moser-Str. 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH,

Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Fotos: Felix Baab, Johannes Schelle, ARochau, Adobe

Stock, Zacherl Fotografie, Christian Rauch, Markt Peiting,

Radsportfreunde Pfaffenwinkel e.V., Harald Wörnzhofer,

Nicoletti Fotografi, Rock'n'Roll-Club Peiting, Amt für Jugend

und Familien Weilheim-Schongau, Förderverein Flößermuseum

Lechbruck e.V., Bauernbühne Bad Bayersoien, Tourist

Information Schongau, Arno Declair, Freiwillige Feuerwehr

Rott, D'Rottbachtaler Rott, Basti Kosler, Silvia Schlögel/

Gemeinde Steingaden, Bettina Eder, Foto Fuhrmann,

Tierheim Schongau, TSV Ingenried, Fabian Zwerger, Rupi

Stredele, Eva Maier, Burschenverein Bad Bayersoien e.V.,

Bauernbühne Bad Bayersoien, Schönegger Käse-Alm,

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Verteilung an alle Haushalte im Altlandkreis

Redaktion: Johannes Schelle,

Schongau und einzelnen angrenzenden

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Gemeinden

Anzeigenverkauf: Rainer Hornberger, Wolfgang Stuhler

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Ernst-Dietrich Limper,

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten

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64 | altlandkreis


juli / august 2025 | 65


Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.altlandkreis.biz/veranstaltungskalender/

Veranstaltungskalender

1. Juli bis 31. August 2025

PEITING

DI 01.07.

ab 14.00 Uhr

Bankmuseum in der Raiffeisenbank

Pfaffenwinkel in der Bahnhofstr. 26

geöffnet. Besichtigung nur mit Anmeldung

unter 08861 / 6760. Jeden 1.

Dienstag im Monat

HOHENPEISSENBERG

09.30 bis 11.00 Uhr

Seniorentreff in gemütlicher

Runde im HOP im Schächen. Jeden

Dienstag

LECHBRUCK

18.00 bis 20.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldungen

ab zwei Wochen vorher in

der Tourist Information unter Tel.

08862 / 987830. Jeden Dienstag.

Siehe Seite 23

Ab 19.30 Uhr

Stammtisch der Motorradfreunde

im Gasthof Holler. Jeden 1. Dienstag

im Monat

20.00 bis 22.00 Uhr

Alphornblasen auf dem Floß am

Bootshafen mit den Lechbrucker

Alphornbläsern. Jeden Dienstag

STEINGADEN

15.00 bis 17.00 Uhr

Klostermuseum im Pfarrhof geöffnet.

Eintritt frei. Sonderführungen

auf Anfrage unter Tel. 08862 / 200.

Jeden Dienstag und Donnerstag von

April bis September

ROTTENBUCH

11.00 bis 12.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käse-Alm. Jeden Dienstag

OBERAMMERGAU

10.00 bis 18.00 Uhr

Reptilienhaus im Lüftlmalereck 5

geöffnet. Weitere Infos unter www.

reptilien-haus.de. Siehe Anzeige

Seite 44. Im Sommerhalbjahr täglich

SCHONGAU

MI 02.07.

11.00 bis 17.00 Uhr

Kleiderkammer in der Blumenstraße

2 geöffnet. Jeden Mittwoch

außer in den Ferien

14.30 bis 18.00 Uhr

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener

Str. 7 geöffnet. Jeden

Mittwoch und Donnerstag

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet.

Jeden Mittwoch außer an Feiertagen

17.00 bis 19.00 Uhr

Raum der Begegnung – offener

Treffpunkt für Trauernde für

Jung und Alt in den Räumen von

VerdeSia in der Angermoosstr. 28.

Jeden 1. Mittwoch im Monat

ALTENSTADT

19.30 bis 21.00 Uhr

Treffen der Fotogruppe im MIZ,

Schulweg 10. Kontakt: info@

fotogruppe-altenstadt.de, Veranstaltungen

sind für alle offen und

kostenlos. Jeden Mittwoch

LECHBRUCK

14.30 bis16.00 Uhr

Kinder stärken mit Pferdestärken.

Familie Riedle in Helmenstein

2. Anmeldung telefonisch unter

08367 / 9122792. Unkostenbeitrag pro

Reiter 16 €. Jeden Mittwoch

ROTTENBUCH

Ab 19.00 Uhr

Festgottesdienst Patrozinium

Frauenbrünnerl in der Pfarrkirche

im Anschluß Führung mit Albrecht

Bögele

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Mit Ausstellung Schwärmerei (Ausstellung

bis 31.08.). Eintritt 2,50 €.

Jeden Mittwoch

SCHONGAU

DO 03.07.

14.00 bis 17.00 Uhr

Gesellschafts- & Spielenachmittag

mit Bewirtung in der AWO. Infos

unter 08861 / 3625. Jeden Donnerstag

14.30 bis 18.00 Uhr

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener

Str. 7 geöffnet. Jeden

Mittwoch und Donnerstag

LECHBRUCK

10.00 bis 12.00 Uhr

Wildkräuterführung. Treffpunkt an

der Jakobskapelle, Gsteig. Kosten:

19 €. Anmeldung in der Tourist-

Information unter 08862 / 987830

17.30 bis 19.00 Uhr

Flößermuseum geöffnet im

Weidach 8. Jeden Donnerstag

10.30 bis 12.30 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech am Bootshafen

in der Lechwiesenstr. 36. Anmeldungen

ab zwei Wochen vorher

in der Tourist Information unter Tel.

08862 / 987830. Jeden Donnerstag.

Siehe Seite 23

20.00 bis 22.00 Uhr

Dämmerschoppen im Musikpavillon.

Jeden Donnerstag mit

wechselnden Musikkapellen

STEINGADEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Kameramuseum in der Füssener

Str. geöffnet. Jeden Donnerstag

15.00 bis 17.00 Uhr

Klostermuseum im Pfarrhof geöffnet.

Eintritt frei. Sonderführungen

auf Anfrage unter Tel. 08862 / 200.

Jeden Dienstag und Donnerstag von

April bis September

ROTTENBUCH

11.00 bis 12.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käse-Alm. Jeden Donnerstag von

Mai bis Oktober

SCHONGAU

FR 04.07.

07.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz.

Jeden Freitag

15.00 bis 18.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt. Der Flohmarkt

von Frauen für Frauen in der Passage

Münzstr. 9 mit Kunst, Musik,

Tand und viel guter Laune. Jeden

Freitag

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am oberen Hauptplatz

mit Gemüse und Obst (nach

Saison), Schmalzgebäck, Kesselfleisch

und frischem Ziegenfleisch

sowie Produkten aus der Partnerstadt

Calvi dell Umbria uvm. Jeden

ersten Freitag im Monat

HERZOGSÄGMÜHLE

18.00 bis 21.00 Uhr

Burger Abend im Café & Wirtshaus

Herzog am Dorfplatz 8. Reservierung

unter 08861 / 219213

BERNBEUREN

Ab 20.00 Uhr

Fischerfest am Haslacher See

STEINGADEN

Ab 18.00 Uhr

Singend sein im Sommer –

Frauensingwochenende in der

Bildungs- und Erholungsstätte

Langau. www.langau.de.

Bis 06. Juli 13.00 Uhr

ROTTENBUCH

14.00 Uhr

Führung an Echelsbacher Brücke

mit Dr. Thomas Echtler. Treffpunkt

> > > BLUTSPENDETERMINE VOM ROTEN KREUZ

Mo, 21. Jul. 15.00 bis 20.00 Uhr

Mi, 30. Jul. 16.00 bis 20.00 Uhr

Di, 05. Aug 16.00 bis 20.00 Uhr

Mo, 18. Aug. 15.00 bis 20.00 Uhr

Landsberg, Sportzentrum

Schongau, Jakob-Pfeiffer-Haus

Peißenberg, Tiefstollenhalle

Landsberg, Sportzentrum

66 | altlandkreis


am Parkplatz an der Echelsbacher

Brücke. Die Führung ist kostenfrei

ROTT

Ab 20.00 Uhr

Festwoche zum Lechgau Trachtenfest

und 150 Jahre Feuerwehr,

Bierzeltbrass mit „Oimara und

Bande“, ab 22 Uhr „DeSchoWieda“.

Tickets unter www.feuerwehrrott.de

oder www.trachtenverein-rott.

de. Siehe Seite 26 - 29

SCHONGAU

SA 05.07.

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage

Münzstr. 9. Der Flohmarkt von

Frauen für Frauen mit Kunst,

Musik, Tand und viel guter Laune.

1.Samstag im Monat 10 – 16 Uhr,

Folgesamstage 10 bis 14 Uhr

10.30 und 12.30 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08861 / 214-181 oder touristinfo@

schongau.de. Siehe Seite 23.

Jeden Samstag

PEITING

10.00 bis 18.00 Uhr

8. Pfaffenwinkel Gewerbeschau

im Eisstadion. Eintritt frei. Weitere

Infos unter www.pfaffenwinkelgewerbeschau.de.

Siehe Seite 14 - 21

und Anzeige Seite 11

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica. Keine

Anmeldung notwendig, kostenlos.

Jeden Samstag von Mai bis Oktober

HERZOGSÄGMÜHLE

Ab 19.00 Uhr

Dorffest – Serenade beim Rainer

Endisch Saal mit dem Florian

Mayer Trio und Beachlounge am

See. Eintritt frei. Weitere Infos unter

www.herzogsaegmuehle.de/dorffest.

Siehe Anzeige Seite 5

BERNBEUREN

Ab 16.00 Uhr

Fischerfest am Haslacher See

LECHBRUCK

Ganztägig

Dorftunier am Sportplatz. Weitere

Infos zur Anmeldung und Spielablauf

beim SV Lechbruck

Ab 18.00 Uhr

Jubiläumsfest im Flößermuseum.

Ausstellungseröffnung „20 Jahre

Flößermuseum-30 Jahre Förderverein

und Museumsnacht mit viel

Musik. Freier Eintritt. Siehe Seite 23

ROTTENBUCH

Ab 18.00 Uhr

Weinfest im Fohlenmarkt-Garten

beim Maibaum. Die Veranstaltung

findet nur bei gutem Wetter statt

ROTT

Ab 10.00 Uhr

Festwoche zum Lechgau Trachtenfest

und 150 Jahre Feuerwehr

mit Oldtimertreffen und Trachtenmarkt,

ab 20 Uhr Blasmusikparty

mit den Brauhausmusikanten

und Muckasäck. Infos unter www.

feuerwehr-rott.de oder www.trachtenverein-rott.de.

Siehe Seite 26 - 29

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellungen „Virtuelle Welten“

und „Aufbruch ins Weltall“ im Radom

geöffnet. Jeden Samstag und

Sonntag. Siehe Anzeige Seite 40

SCHONGAU

SO 06.07.

14.00 und 16.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08861 / 214-181 oder touristinfo@

schongau.de. Siehe Seite 23.

Jeden Sonntag

PEITING

Ab 9.00 Uhr

50 Jahre Wellenfreibad – Beginn

der Jubiläumswoche. Mit Megarutsche

Slide & Jump. Siehe Seite 6 / 7

und Anzeige Seite 65 . Bis 12.07.

10.00 bis 18.00 Uhr

8. Pfaffenwinkel Gewerbeschau im

Eisstadion. Eintritt frei. Weitere Infos

unter www.pfaffenwinkel-gewerbeschau.de.

Siehe Seite 14 - 21

HERZOGSÄGMÜHLE

Ab 10.00 Uhr

Dorffest mit Festgottesdienst und

anschließender Musik, Streetfood

und vieles mehr. Eintritt frei. Weitere

Infos unter www.herzogsaegmuehle.de/dorffest.

Siehe Anzeige

Seite 5

BERNBEUREN

10.00 bis 14.00 Uhr

Fischerfest am Haslacher See

14.00 bis 16.00 Uhr

Auerbergmuseum geöffnet.

Jeden Sonntag

LECHBRUCK

10.00 bis 16.00 Uhr

Motor-Nostalgie-Treff am Festplatz

beim Bootshafen für PKW, LKW,

Nutzfahrzeuge und Motorräder

Ab 15.00 Uhr

Jubiläumsfest im Flößermuseum.

Ausstellungseröffnung „20 Jahre

Flößermuseum - 30 Jahre Förderverein“

und Museumsnacht mit viel

Musik. Hoagarten in der „Guten

Stube“ bei Kaffee und Kuchen.

Freier Eintritt. Siehe Seite 23

16.00 bis 18.00 Uhr

Flößermuseum geöffnet im

Weidach 8. Jeden Sonntag

ROTTENBUCH

Ab 19.00 Uhr

Rottenbucher Festsommer –

Internationales Orgelkonzert an

der Freywis-Orgel im Münster

BAD BAYERSOIEN

17.00 bis 20.00 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt 2,50 €. Jeden 1. Sonntag im

Monat

ROTT

Ab 9.30 Uhr

Festwoche zum Lechgau Trachtenfest

und 150 Jahre Feuerwehr.

Kirchenzug mit Festgottesdienst,

Festreden. Ab 13 Uhr Feuerwehrfahrzeugschau

und Kinderprogramm.

Infos unter www.feuerwehrrott.de

oder www.trachtenverein-rott.

de. Siehe Seite 26 - 29

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet.

Jeden 1. und 3. Sonntag im Monat

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellungen „Virtuelle Welten“

und „Aufbruch ins Weltall“ im Radom

geöffnet. Siehe Anzeige Seite

40. Jeden Samstag und Sonntag

ROTT

MO 07.07.

Ab 13.00 Uhr

Festwoche zum Lechgau Trachtenfest

und 150 Jahre Feuerwehr.

Kreisseniorennachmittag. Ab

20 Uhr politischer Abend und

Blasmusik des BDM. Infos unter

www.feuerwehr-rott.de oder www.

trachtenverein-rott.de. Siehe Seite

26 - 29

juli / august 2025 | 67


Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.altlandkreis.biz/veranstaltungskalender/

PEITING

DI 08.07.

Ab 15.00 Uhr

Stammtisch der Frauen Union Peiting

im Café Central am Hauptplatz.

Jeden 2. Dienstag

ALTENSTADT

MI 09.07.

19.30 bis 21.00 Uhr

Treffen der Fotogruppe im MIZ,

Schulweg 10. Kontakt: info@

fotogruppe-altenstadtd.e, Veranstaltungen

sind für alle offen und

kostenlos. Jeden Mittwoch

ROTTENBUCH

Ab 11.30 Uhr

Führung durch das Münster mit

Thomas Zeller. Anmeldung Gruppenführungen

unter 08867 / 1008

ROTT

Ab 19.00 Uhr

Festwoche zum Lechgau Trachtenfest

und 150 Jahre Feuerwehr.

Kabarettabend mit Wolfgang

Krebs. Tickets und Infos unter

www.feuerwehr-rott.de oder www.

trachtenverein-rott.de. Siehe Seite

26 - 29

PEITING

DO 10.07.

17.00 bis 20.00 Uhr

Michel-Reick-Festspiele / Whisky-

Tasting-Marathon im Xaver Bar &

Lounge in der Ammergauerstr. 16.

Bis 13.07.2025

LECHBRUCK

FR 11.07.

10.00 bis 18.00 Uhr

Flößermarkt am Bootshafen in

der Lechwiesenstr. 36. Infos unter

toepferei-guettinger@web.de oder

07562 / 2495

ab 19.30 Uhr

MSC Clubabend im Gasthof Holler.

Jeden 2. Freitag im Monat

ROTT

Ab 20.00 Uhr

Festwoche zum Lechgau Trachtenfest

und 150 Jahre Feuerwehr.

Boarischer Tanz mit der Tegernseer

Tanzlmusi und Die Blechböhmischen.

Infos unter www.feuerwehrrott.de

oder www.trachtenverein-rott.

de. Siehe Seite 26 - 29

SCHONGAU

SA 12.07.

14.30 Uhr

Christopher Street Day mit Umzug

– Treffpunkt und Ziel am Marienplatz.

Anschließend Ansprachen,

Infostände, Lounge und Kreativangebote

ROTT

Ab 19.00 Uhr

Festwoche zum Lechgau Trachtenfest

und 150 Jahre Feuerwehr.

Standkonzert am Maibaum, Zug

zum Festzelt, Gauheimatabend,

Musikkapelle Rott und Aufführungen

der Lechgauvereine. Weitere

Infos unter www.feuerwehr-rott.de

oder www.trachtenverein-rott.de.

Siehe Seite 26 - 29

SO 13.07.

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag der Sammlerfreunde

Peiting und Umgebung für Briefmarken,

Postkarten und Münzen

im Rainer-Endisch-Saal

ROTTENBUCH

Ab 10.00 Uhr

Eucharistiefeier und anschließende

Führung in der Pfarrkirche mit

Pfarrer Josef Fegg. Gruppenführungen

nach Anmeldung im Pfarrbüro

08867 / 1008

Ab 19.00 Uhr

Rottenbucher Festsommer 2025 –

Junger Festsommer mit Nachwuchsorganisten

an der Freywis-

Orgel

ROTT

Ab 6.00 Uhr

99. Lechgau Trachtenfest mit

Weckruf, Kirchenzug, Festgottesdienst,

Frühschoppen und großem

Festzug. Festausklang mit der

Trachtenkapelle Peiting. Weitere

Infos unter www.feuerwehr-rott.de

oder www.trachtenverein-rott.de.

Siehe Seite 26 - 29

PEITING

MI 16.07.

Ab 18.00 Uhr

Peitinger Bürgerfest am unteren

Hauptplatz vor dem Rathaus. Für

die Bewirtung sorgen verschiedene

Peitinger Vereine und Organisationen.

Bis Sonntag 20.07.2025

LECHBRUCK

DO 17.07.

10.00 bis 12.00 Uhr

Wildkräuterführung. Treffpunkt an

der Jakobskapelle, Gsteig. Kosten:

19 €. Anmeldung in der Tourist-

Information unter 08862 / 987830

ROTTENBUCH

Ab 18.00 Uhr

Klosterdorf- und Kirchenführung.

Treffpunkt am Eingang der Klosterkirche

LECHBRUCK

FR 18.07.

Ab 19.00 Uhr

Musikabend am Bootshafen in der

Lechwiesenstr. 36. Es spielt „The

Burgles“

BIRKLAND

SA 19.07.

Ab 10.00 Uhr

Dorffest mit G-Jugend-Schnuppertraining,

Freundschaftsspielen

von E- und C-Jugend und Herren.

Ab 18 Uhr Dorffestabend mit

Fleisch- und Fischburgern, ab

21 Uhr „Rebelz Sound“ von Mr.

Oggman

ALTENSTADT

18.00 bis 3.30 Uhr

ESCONOVA-Festival im Freibad.

Infos und Tickets unter www.esconova.com.

Siehe Seite 30

LECHBRUCK

10.00 bis 12.00 Uhr

Familienführung im Flößermuseum

im Weidach 8. Kosten: 3 € Erwachsene

und 1 € Kinder. Anmeldung

bis spätestens Freitag 10 Uhr in der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

oder info@lechbruck.de

SCHONGAU

SO 20.07.

Ab 15.00 Uhr

VIA Harmonie Chorkonzert im

Sparkassenforum in der Friedhofstr.

1. Kosten: 10 €. Weitere Infos

und Anmeldung unter touristinfo@

schongau.de oder Tel. 08861 / 21481

PEITING

9.00 bis 17.00 Uhr

Sommermarkt rund um den

Hauptplatz. Ab 13 Uhr öffnen auch

einige Peitinger Einzelhändler

Ab 6.30 Uhr

40. Pfaffenwinkel-Radrundfahrt.

Start und Ziel an der Dreifachturnhalle

des TSV Peiting an der

Alfons-Peter-Str. 10. Weitere Infos

unter www.pfaffenwinkelradrundfahrt.de.

Siehe Seite 22

ALTENSTADT

11.00 bis 11.30 Uhr

Orgelmatinee mit Carolin Völk in

der Romanischen Basilika. Eintritt

ist kostenlos

SCHWABNIEDERHOFEN

Ab 19.30 Uhr

Max Joseph – Das Leichte ist am

Schwersten. Konzert im Kulturzentrum,

St. Florian-Weg 1. Karten: 18 €

bei freier Platzwahl unter www.kulze.info/eintrittskarten-reservieren/

STEINGADEN

Ab 18.00 Uhr

Serenade to Music im Weltkulturerbe

Wieskirche, Wies 12. Tickets

unter www.wieskonzerte.de oder im

DEPART Reisebüro Landsberg oder

im Kopierladen COPY-IN Schongau

oder telefonisch unter 0651 / 9790777

(Ticket Regional)

ROTTENBUCH

Ab 11.00 Uhr

Eucharistiefeier und anschließende

Führung in der Pfarrkirche mit

Pfarrer Josef Fegg. Gruppenführungen

nach Anmeldung im Pfarrbüro

08867 / 1008

ROTTENBUCH

DI 22.07.

Ab 10.30 Uhr

Führung durch das Münster mit

Ursula Heitmeier. Gruppenführungen

nach Anmeldung im Pfarrbüro

08867 / 1008

68 | altlandkreis


SCHONGAU

FR 25.07.

16.00 bis 18.00 Uhr

Repaircafè in der Kameliterstr. 2

im AWO-Stüberl. Es wird versucht,

mitgebrachte Teile durch Reparatur

vor dem Müll zu bewahren.

INGENRIED

Ab 17.00 Uhr

75 Jahre TSV mit Altherren-Turnier,

Elfer-Schießen und anschließendem

DJ-Festival (ab 20 Uhr). Freier

Eintritt. Weitere Infos unter www.

tsv-ingenried.de. Siehe Seite 46 - 48

STEINGADEN-URSPRING

Ab 19.30 Uhr

96. Gautrachtenfest des Oberen

Lechgaus. Festauftakt mit Stimmungsabend

und Holzsägewettbewerb

im Bierzelt. Weitere Infos

unter www.oberer-lechgau.de.

Siehe Seite 54 - 59

BAD BAYERSOIEN

Ab 16.30 Uhr

32. Fünfkampf für Mannschaften –

Laufwettbewerb um den Soier See,

ab 18.30 Uhr Bankdrücken im

Bier-zelt. Infos unter www.esv-badbayersoien.de.

Siehe Seite 50 / 51

Erlös wird den Jugendgruppen der

Lechbrucker Vereine gespendet

STEINGADEN

14.00 bis 17.00 Uhr

Sing mit! Offenes Singen in der

Bildungs- und Erholungsstätte

Langau. Infos unter: www.langau.de

STEINGADEN-URSPRING

Ab 20.00 Uhr

96. Gautrachtenfest des Oberen

Lechgaus. Gauheimatabend

mit Auftritten von Vereinen und

Gaugruppen im Bierzelt. Weitere

Infos unter www.oberer-lechgau.de.

Siehe Seite 54 - 59

BAD BAYERSOIEN

Ab 8.00 Uhr

32. Fünfkampf für Mannschaften

Beginn mit Stock-Zielschießen,

12.00 Uhr Rennrad-Einzelzeitfahren,

15.30 Uhr Mountainbike-

Rennen, 20 Uhr Siegerehrung im

Bierzelt. Infos und Anmeldung unter

www.esv-bad-bayersoien.de. Siehe

Seite 50 / 51

STEINGADEN

Ab 6.00 Uhr

96. Gautrachtenfest des Oberen

Lechgaus mit Weckruf, Kirchenzug

und Festgottesdienst am Vormittag,

ab 13.30 Uhr großer Festumzug

und anschließendem Festausklang

im Bierzelt. Weitere Infos unter

www.oberer-lechgau.de. Siehe Seite

54 - 59

Ab 19.00 Uhr

Musik im Pfaffenwinkel in der

Wieskirche. Wolfgang Amadeus

Mozart Sinfonie Nr. 41, Franz

Schubert Messe Nr. 5. Kartenvorverkauf:

www.gap-ticket.de, info@

gap-ticket.de, www.muenchenticket.

de und bei Judith Huppertz unter

08861/9309098 oder s.copycenter@

live.de.

13.30 bis 15.30 Uhr

Treffen der Selbsthilfegruppe Lunge

im Besprechungsraum der AOK

in der Blumenstraße. Infos unter

www.shg-lunge.de

15.00 bis 18.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt. Der Flohmarkt

von Frauen für Frauen in der Passage

Münzstr. 9 mit Kunst, Musik,

Tand und viel guter Laune. Jeden

Freitag

16.00 bis 23.00 Uhr

Historischer Markt am Bürgermeister-Schägger-Platz.

Einige

Gastronomen öffnen auch Wochentags

bereits zur Mittagszeit. Siehe

Seite 42 / 43 und Anzeige Seite 62

Bis 10.08.

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am oberen Hauptplatz

mit Gemüse und Obst (nach

Saison), Schmalzgebäck, Kesselfleisch

und frischem Ziegenfleisch

sowie Produkte aus der Partnerstadt

Calvi dell Umbria uvm. Jeden

ersten Freitag im Monat

OBERAMMERGAU

10.00 bis 18.00 Uhr

Reptilienhaus im Lüftlmalereck 5

geöffnet. Weitere Infos unter www.

reptilien-haus.de. Siehe Anzeige Seite

44. Im Sommerhalbjahr täglich

SCHONGAU

SA 02.08.

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi-Markt in der Passage

Münzstr. 9. Der Flohmarkt von

Frauen für Frauen mit Kunst,

Musik, Tand und viel guter Laune.

1.Samstag im Monat 10 – 16 Uhr

Folgesamstage 10 bis 14 Uhr

10.30 und 12.30 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08861 / 214-181 oder touristinfo@

schongau.de. Siehe Seite 23. Jeden

Samstag

12.00 bis 23.00 Uhr

Historischer Markt am Bürgermeister-Schägger-Platz.

Siehe

Seite 42 / 43. Bis 10.08.

INGENRIED

SA 26.07.

Ab 19.00 Uhr

75 Jahre TSV Musikkabarett mit

Hans Well und den Wellbappn.

Eintritt: 25 €. Weitere Infos und

Tickets unter www.tsv-ingenried.de

oder im Dorfladen Ingenried oder

im Musikhaus Kirstein (Schongau).

Siehe Artikel Seite 46 - 48

LECHBRUCK

Ab 14.00 Uhr

Brandacher Straßenfest. Das Fest

findet bei jeder Witterung statt. Der

PEITING

SO 27.07.

16.00 bis 22.00 Uhr

Kleines Sommerfest im Xaver Bar

& Lounge in der Ammergauer Str.

16

ALTENSTADT

11.00 bis 11.30 Uhr

Orgelmatinee mit Susana Garcia

Lastra in der Romanischen Basilika.

Eintritt ist kostenlos

INGENRIED

Ab 9.30 Uhr

75 Jahre TSV Festsonntag mit Kirchenzug,

Gottesdienst, Frühschoppen

und weiterem Festprogramm.

Weitere Infos unter www.tsv-ingenried.de.

Siehe Artikel Seite 46 - 48

ROTTENBUCH

MO 28.07.

Ab 19.00 Uhr

Führung im Münster und Freywis

Orgel - Das theologische Programm

der Kanzel mit Alfred Bögele.

Gruppenführungen nach Anmeldung

im Pfarrbüro 08867 / 1008

SCHONGAU

FR 01.08.

07.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz.

Jeden Freitag

HERZOGSÄGMÜHLE

18.00 bis 21.00 Uhr

Schnitzel Abend im Café &

Wirtshaus Herzog am Dorfplatz 8.

Reservierung unter 08861 / 219213

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

„Schnellste Party der Geschichte“

mit Ballermann-Star Nancy Franck

beim Jubiläumsfest des Burschenvereins.

Siehe Seite 52 / 23

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellungen „Virtuelle Welten“

und „Aufbruch ins Weltall“ im Radom

geöffnet. In den Ferien jeden

Mi., Fr., Sa. und So. Siehe Anzeige

Seite 40

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führung an der Villa Rustica. Keine

Anmeldung notwendig, kostenlos.

Jeden Samstag von Mai bis Oktober

LECHBRUCK

10.00 bis 12.00 Uhr

Familienführung im Flößermuseum

im Weidach 8. Kosten: 3 € Erwachsene

und 1 € Kinder. Anmeldung

bis spätestens Freitag 10 Uhr in der

Tourist-Info unter 08862 / 987830

oder info@lechbruck.de

BAD BAYERSOIEN

ab 11.00 Uhr

Jubiläumsfest des Burschenvereins

mit Weißwurstfrühstück, Oldtimertreffen

und Unterhaltung mit

der Stegreifmusi. Ab 18 Uhr Party

mit der Tiroler Partyband „Junger

Schwung“. Siehe Seite 52 / 23

juli / august 2025 | 69


Noch mehr Termine und ausführlichere Informationen im Online-Kalender unter www.altlandkreis.biz/veranstaltungskalender/

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellungen „Virtuelle Welten“

und „Aufbruch ins Weltall“ im Radom

geöffnet. In den Ferien jeden

Mi., Fr., Sa. und So. Siehe Anzeige

Seite 40

SCHONGAU

SO 03.08.

12.00 bis 23.00 Uhr

Historischer Markt am Bürgermeister

Schägger Platz. Siehe Seite

42 / 43 und Anzeige Seite 62. Bis

10.08.

14.00 und 16.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech. Anmeldung

bei der Tourist-Info unter

08861 / 214-181 oder touristinfo@

schongau.de. Siehe Seite 23. Jeden

Sonntag

ALTENSTADT

11.00 bis 11.30 Uhr

Orgelmatinee mit Hubert Kroma in

der Romanischen Basilika. Eintritt

ist kostenlos

BERNBEUREN

14.00 bis 16.00 Uhr

Auerbergmuseum geöffnet. Jeden

Sonntag

LECHBRUCK

16.00 bis 18.00 Uhr

Flößermuseum hat geöffnet im

Weidach 8. Jeden Sonntag

BAD BAYERSOIEN

10.00 Uhr

Jubiläumsfest des Burschenvereins

mit Feldgottesdienst am Südufer

des Sees, anschl. Verpflegung im

Bierzelt. Um 14 Uhr Festzug in der

Dorfstraße. Anschl. Festausklang

mit „Die Pfaffenwinkler“. Siehe

Seite 52 / 23

17.00 bis 20.00 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Eintritt 2,50 €. Jeden 1. Sonntag im

Monat

PEISSENBERG

13.30 bis 16.30 Uhr

Bergbaumuseum geöffnet. Jeden 1.

und 3. Sonntag im Monat

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellungen „Virtuelle Welten“

und „Aufbruch ins Weltall“ im

Radom geöffnet. Siehe Anzeige

Seite 40. In den Ferien jeden Mi., Fr.,

Sa. und So.

PEITING

DI 05.08.

ab 14.00 Uhr

Bankmuseum in der Raiffeisenbank

Pfaffenwinkel in der Bahnhofstr. 26

geöffnet. Besichtigung nur mit Anmeldung

unter 08861 / 6760. Jeden 1.

Dienstag im Monat

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Seniorentreff in gemütlicher

Runde im HOP im Schächen.

Jeden Dienstag

LECHBRUCK

Ab 19.30 Uhr

Stammtisch der Motorradfreunde

im Gasthof Holler. Jeden 1. Dienstag

im Monat

18.00 bis 20.00 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech am Bootshafen

in der Lechwiesenstr. 36.

Anmeldungen ab zwei Wochen vorher

in der Tourist Information unter

Tel. 08862 / 987830. Jeden Dienstag.

Siehe Seite 23

Alphornblasen auf dem Floß am

Bootshafen mit den Lechbrucker

Alphornbläser. Jeden Dienstag

STEINGADEN

15.00 bis 17.00 Uhr

Klostermuseum im Pfarrhof geöffnet.

Eintritt frei. Sonderführungen

auf Anfrage unter Tel. 08862/200.

Jeden Dienstag und Donnerstag von

April bis September

ROTTENBUCH

11.00 bis 12.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käse-Alm. Jeden Dienstag von Juli

bis August

SCHONGAU

MI 06.08.

14.30 bis 18.00 Uhr

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener

Str. 7 geöffnet. Jeden

Mittwoch und Donnerstag. Siehe

Anzeige 67

PEITING

14.00 bis 17.00 Uhr

Museum im Klösterle geöffnet, Kapellenstr.

1. Jeden Mittwoch außer

an Feiertagen

17.00 bis 19.00 Uhr

Raum der Begegnung- offener

Treffpunkt für Trauernde für

jung und alt in den Räumen von

VerdeSia in der Angermoosstr. 28.

Jeden 1. Mittwoch im Monat

ALTENSTADT

19.30 bis 21.00 Uhr

Treffen der Fotogruppe im MIZ,

Schulweg 10. Kontakt: info@

fotogruppe-altenstadt.de, Veranstaltungen

sind für alle offen und

kostenlos. Jeden Mittwoch

LECHBRUCK

14.30 bis 16.00 Uhr

Kinder stärken mit Pferdestärken.

Familie Riedle in Helmenstein

2. Anmeldung telefonisch unter

08367 / 9122792. Unkostenbeitrag pro

Reiter 16 €. Jeden Mittwoch

BAD BAYERSOIEN

14.30 bis 17.30 Uhr

Museum im Bierlinghaus geöffnet.

Mit Ausstellung Schwärmerei (Ausstellung

bis 31.08.). Eintritt 2,50 €.

Jeden Mittwoch

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellungen „Virtuelle Welten“

und „Aufbruch ins Weltall“ im

Radom geöffnet. Siehe Anzeige

Seite 40. In den Ferien jeden Mi.,

Fr., Sa. und So

SCHONGAU

DO 07.08.

14.00 bis 17.00 Uhr

Gesellschafts- & Spielenachmittag

mit Bewirtung in der AWO. Infos

unter 08861 / 3625. Jeden Donnerstag

14.30 bis 18.00 Uhr

Weinhandel Pfalz in der Bernbeurener

Str. 7 geöffnet. Jeden

Mittwoch und Donnerstag

LECHBRUCK

17.30 bis 19.00 Uhr

Flößermuseum hat geöffnet im

Weidach 8. Jeden Donnerstag

10.30 bis 12.30 Uhr

Floßfahrt auf dem Lech am Bootshafen

in der Lechwiesenstr. 36. Anmeldungen

ab zwei Wochen vorher

in der Tourist Information unter Tel.

08862 / 987830. Jeden Donnerstag.

Siehe Seite 23

20.00 bis 22.00 Uhr

Dämmerschoppen im Musikpavillon.

Jeden Donnerstag mit

wechselnden Musikkapellen

STEINGADEN

14.00 bis 18.00 Uhr

Kameramuseum in der Füssener

Str. geöffnet. Jeden Donnerstag

70 | altlandkreis


15.00 bis 17.00 Uhr

Klostermuseum im Pfarrhof geöffnet.

Eintritt frei. Sonderführungen

auf Anfrage unter Tel. 08862 / 200.

Jeden Dienstag und Donnerstag von

April bis September

ROTTENBUCH

11.00 bis 12.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käse-Alm. Jeden Donnerstag von

Mai bis Oktober

LECHBRUCK

FR 08.08.

ab 19.30 Uhr

MSC Clubabend im Gasthof Holler.

Jeden 2. Freitag im Monat

BÖBING

ab 17.00 Uhr

BOA: Böbing-Open-Air–Festival.

Infos unter www.boebing-openair.

de. Siehe Seite 31

BAD BAYERSOIEN

20 Uhr

Theater „Die Siebtelbauern“ auf

der Freilichtbühne am Seeufer.

Karten im Dorfladen und unter

www.bauernbuehne-bayersoien.de.

Weitere Termine am 9., 15., 16., 22.

und 23. August. Siehe Seite 23

LECHBRUCK

SA 09.08.

Ab 12.00 Uhr

Flößerstadl’s Sommerfest am

Bootshafen in der Lechwiesenstr.

BÖBING

ab 10.00 Uhr

BOA: Böbing-Open-Air–Festival.

Infos unter www.boebing-openair.

de. Siehe Seite 31

SO 10.08.

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag der Sammlerfreunde

für Briefmarken, Postkarten und

Münzen im Rainer-Endisch-Saal

ALTENSTADT

11.00 bis 11.30 Uhr

Orgelmatinee mit Anne Horsch in

der Romanischen Basilika. Eintritt

frei

PEITING

DI 12.08.

Ab 15.00 Uhr

Stammtisch der Frauen Union Peiting

im Café Central am Hauptplatz.

Jeden 2. Dienstag

WILDSTEIG

FR 15.08.

Mariä Himmelfahrt

Ab 11.00 Uhr

Gartenfest am Stockplatz mit Musikkapelle

und Trachtenverein

BIRKLAND

SA 16.08.

Ab 14.00 Uhr

Waldfest der Birkländer Musikanten

mit Schupfnudeln, Kesselfleisch,

Gegrilltem, selbstgemachten

Kuchen sowie Barbetrieb am

Abend. Die Anfahrt ist beschildert,

Eintritt frei. Ausweichtermin ist der

17.08. Siehe Anzeige Seite links

ROTTENBUCH

DO 21.08.

Ab 17.00 Uhr

Führung durch das Münster mit

Ursula Heitmeier. Anmeldung

Gruppenführung unter 08867 / 1008

LECHBRUCK

SO 24.08.

9.00 bis 10.00 Uhr

Vogelkundliche Wanderung um

den oberen Lechsee. Treffpunkt:

Flößerstr. 1. Die Führung ist

kostenlos, um einen Fahrkostenzuschuss

für den Führer wird gebeten.

Infos unter 0881 / 9249941 oder

0160 / 90917247

ROTTENBUCH

Ab 17.00 Uhr

Rottenbucher Festsommer 2025

Premiumkonzert im Münster im

Klosterhof 32. Konzert mit dem

Orgelfestival „Mächtige Klänge“.

ROTTENBUCH

MI 27.08.

Ab 10.30 Uhr

Führung mit Thomas Zeller am

Fest der heiligen Monika. Gruppenführungen

nach Anmeldung im

Pfarrbüro 08867 / 1008

SCHONGAU

FR 29.08.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE ALTLANDKREIS

16.00 bis 20.00 Uhr

Sommerfest im Tierheim mit

Hüpfburg, Torwand und Infos rund

um Tier und Tierschutz. Für das

leibliche Wohl ist gesorgt. Siehe

Seite 22

BURGGEN

Ab 19.00 Uhr

Jubiläumsfest von Feuerwehr und

Musikkapelle mit Sternmarsch

und großem Gemeinschaftskonzert

am Roatherhaus. Anschließend

Blasmusikabend in der Reithalle.

Siehe Seite 60 / 61

SCHONGAU

SA 30.08.

13.00 bis 20.00 Uhr

Sommerfest im Tierheim mit

Hüpfburg, Torwand und Infos rund

um Tier und Tierschutz. Für das

leibliche Wohl ist gesorgt. Siehe

Seite 22

BURGGEN

Ab 19.00 Uhr

Jubiläumsfest von Feuerwehr und

Musikkapelle. Weinfest in der

Reithalle mit den Alpengruß-Musikanten.

Siehe Seite 60 / 61

ROTTENBUCH

Ab 16.00 Uhr

Führung - Das Leben des heiligen

Augustinus mit Albrecht Bögle

durch die Pfarrkirche. Gruppenführungen

nach Anmeldung im

Pfarrbüro 08867 / 1008

SCHONGAU

SO 31.08.

13.00 bis 20.00 Uhr

Sommerfest im Tierheim mit

Hüpfburg, Torwand und Infos rund

um Tier und Tierschutz. Für das

leibliche Wohl ist gesorgt. Siehe

Seite 22

BURGGEN

Ab 9.45 Uhr

Jubiläumsfest von Feuerwehr und

Musikkapelle mit Kirchenzug,

Gottesdienst und Fahrzeugweihe

mit anschließendem gemeinsamen

Mittagessen und Stimmungsnachmittag

mit „Senfkristall“ und

Festausklang mit der Burggener

Blaskapelle. Siehe Seite 60 / 61

ROTTENBUCH

Ab 10.00 Uhr

Eucharistiefeier und anschließende

Orgelführung mit Florian Löffler

im Münster. Gruppenführungen

nach Anmeldung im Pfarrbüro

08867 / 1008

Änderungen und Fehler vorbehalten

Termine melden unter: www.

altlandkreis.biz/veranstaltungskalender/veranstaltungsformular/

(Keine Erscheingarantie

in der

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Birkland 40

86971 Peiting

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Das Impressum finden Sie auf Seite 64.

juli / august 2025 | 71


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72 | altlandkreis

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