Standpunkt_Ausgabe1-2025_Web-Doppelseiten
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DAS MAGAZIN DER VORARLBERGER VOLKSPARTEI
STAND PUNKT
#1 2025 VORARLBERG
DIE KRAFT DER
ZUVERSICHT.
Verlässlich handeln. Mutig anpacken.
Für unser Vorarlberg.
PUNKTFÜRPUNKT
#1 2025
Markus Wallner mit 97,6 % bestätigt. 04
Mit einem klaren Votum wurde Markus Wallner wieder
zum Parteiobmann der Vorarlberger Volkspartei gewählt.
In seiner Rede stellte er die „Kraft der Zuversicht“ in den
Mittelpunkt – als erprobtes Mittel in bisherigen schwierigen
Zeiten und als roten Faden für die Gestaltung der Zukunft.
Parteitag mit breiter Basis und hohem Besuch. 06
Mehr als 300 Gäste beim Parteitag der Vorarlberger
Volkspartei boten die Möglichkeit zum Austausch, für
wertvolle Begegnungen und zum persönlichen Gespräch –
u. a. mit unserem Vorarlberger EU-Kommissar Brunner.
„Jetzt das Richtige tun“. 07
3 Fragen an Bundeskanzler Christian Stocker über
Österreich und Vorarlberg.
Vorarlberger Volkspartei ist gut aufgestellt. 08
Wer sind die Menschen, die für unsere Partei auf den
unterschiedlichen politischen Ebenen Verantwortung
tragen? Wo laufen die Fäden zusammen und wer ist
wofür zuständig? Ein etwas anderer Überblick.
Gemeinden stehen vor
großen Herausforderungen. 13
Der neue Gemeindeverbandspräsident Walter Gohm
über Ziele und Aufgaben in seinem neuen Amt.
Soziale Verantwortung in schwierigen Zeiten. 14
Ein breit angelegter Strukturprozess soll dafür sorgen, das soziale
Netz in Vorarlberg langfristig abzusichern und Leistungen dort
hinzulenken, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Vorarlberg
ist und bleibt ein Land der sozialen Wärme.
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mehr verpassen.
Elisabeth Kuster, 30 Jahre
und von allen nur Lisi
genannt, ist seit März
Bürgermeisterin in St.
Gallenkirch.
#vorarlberger #volkspartei
Was tut sich in der Vorarlberger Volkspartei? Welche Termine
stehen an? Was bewegt uns gerade? Auf unseren Social Media
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top aktuelle Infos, einen Einblick hinter die Kulissen, lernst die
Volkspartei von einer ganz anderen Seite kennen und begleitest
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Foto: Land Vorarlberg/Bernd Hofmeister
Foto: VP Vorarlberg/Nina Fritz
MEINE ERSTEN WOCHEN ALS BÜRGERMEISTERIN: ES FÜHLT SICH RICHTIG AN.
Seit etwas mehr als zwei Monaten bin ich
Bürgermeisterin von St. Gallenkirch. Die
vergangenen Wochen waren intensiv, aber
durchwegs positiv. Insgesamt bin ich gut im
Amt angekommen – es fühlt sich richtig an. Die
große Unterstützung und der Zuspruch von
vielen Seiten hat mir sehr geholfen. Besonders
danke ich meinem Vorgänger Josef Lechthaler,
der mir Strukturen, Abläufe und laufende
Projekte gezeigt und mich in die tägliche Arbeit
eingeführt hat. Trotzdem habe ich schnell gemerkt:
Bürgermeisterin kann man nicht lernen
– man muss es einfach tun. Was mir dabei hilft:
Ich bin neugierig, lernwillig und gehe offen an
neue Aufgaben heran.
Oft werde ich darauf angesprochen, die erste
Frau im Montafon in diesem Amt zu sein.
Natürlich ist das etwas Besonderes. Aber für
mich zählt weniger das Geschlecht, sondern
Einstellung, Erfahrung und auch das Alter. Ich
möchte, dass alle Generationen mitreden,
Landeshauptmann Markus Wallner und
Landtagspräsident Harald Sonderegger
enthüllen feierlich die Gedenktafel zur
Erinnerung an die Wiederherstellung des
Landes Vorarlberg vor 80 Jahren
besonders aber die jungen Menschen. Sie
bringen neue Blickwinkel ein. So ist im Stand
Montafon erstmals immer ein Jugendvertreter
bei den Sitzungen dabei. Und egal ob Frau
oder Mann – am Ende zählt immer die Leistung.
Ich wurde von der Bevölkerung sehr gut
aufgenommen. Das klare Wahlergebnis war ein
erstes starkes Zeichen, ich spüre viel Vertrauen.
Das möchte ich bewahren. Deshalb werde
ich die im Wahlkampf begonnenen Zukunftsgespräche
weiterführen, fixe Sprechstunden
machen und greifbar sein. Die Menschen sollen
wissen, dass ich als Bürgermeisterin da bin,
zuhöre, Ideen aufnehme und diese bestmöglich
auch umsetze. Dabei sehe ich mich als Bürgermeisterin
für alle, unabhängig von Parteigrenzen.
Die gute Zusammenarbeit im Gemeindevorstand
bestärkt mich darin.
Natürlich stoßen viele Ideen schnell an finanzielle
Grenzen. Auch das musste ich schon
80 – 70 – 30. Historische Wegmarken
2025 ist ein Jahr des Erinnerns. Wir
gedenken markanter historischer Ereignisse,
die unser Österreich und Vorarlberg geprägt
haben. Am 8. Mai jährt sich das Ende des
Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Mit ihm
endeten unermessliches Leid, Zerstörung
und die menschenverachtenden Verbrechen
des NS-Regimes. Der Friede, in dem wir heute
leben dürfen, ist ein kostbares Gut – und
keineswegs selbstverständlich.
Mit der Unterzeichnung des Staatsvertrags
vor 70 Jahren hat Österreich seine volle
Souveränität wiedererlangt. Die Neutralität
ist seither unverrückbarer Teil der
österreichischen Identität, sie bedeutet aber
lernen. Aber mit Kreativität lässt sich auch mit
kleinen Mitteln viel bewegen – wie beim
„Regionalen Lädele“ in der alten Poststelle,
einem Herzensprojekt von mir.
Ich höre oft die Frage, wie ich Familie, Beruf
und Bürgermeisteramt unter einen Hut bringe.
Meine Antwort: Wenn man wirklich will, geht
alles. Vieles ist Organisation, aber ehrlicherweise
wäre ohne die Unterstützung meiner
Familie und meines Partners vieles nicht
möglich.
Zum Schluss – vielleicht noch als Ermutigung
für andere: Mein Weg in die Politik begann mit
dem Satz: Ich komm gern mal vorbei und hör
mir das an. Mein bisheriges Fazit: Es lohnt sich.
Lisi Kuster
Bürgermeisterin
nicht unbeteiligtes Schweigen, sondern
ein aktives Eintreten für Recht und unsere
demokratischen Werte.
Mit dem Beitritt zur Europäischen Union
vor 30 Jahren hat sich Österreich bewusst
für ein vereintes, friedliches Europa
entschieden. Offene Grenzen, wirtschaftliche
Zusammenarbeit und ein gemeinsames
Wertefundament – davon profitiert
insbesondere Vorarlberg als Exportregion
und durch unsere Lage im Dreiländereck.
All diese Gedenken mahnen uns, die Lehren
der Geschichte nicht zu vergessen und
uns jeden Tag für Demokratie und Freiheit
einzusetzen.
Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Vorarlberger Volkspartei, Römerstraße 12, 6900 Bregenz, Tel.: 05574/4907-0, E-Mail: vorarlberger@volkspartei.at
Für den Inhalt verantwortlich: Vorarlberger Volkspartei
Hergestellt im Rollenoffsetdruck durch Walstead Leykam Druck GmbH & Co KG, 7201 Neudörfl
STAND.PUNKT VORARLBERG
3
Foto: Luka Kolavonic
LANDESHAUPTMANN MARKUS WALLNER:
„BLICK FÜR
DAS WESENTLICHE
SCHÄRFEN“
Mit 97,6 % wurde Markus
Wallner beim 43. Parteitag
der Vorarlberger
Volkspartei eindrucksvoll
als Landesparteiobmann
bestätigt. In seiner emotionalen Vorarlberg-Rede
stellte der Landeshauptmann
Zuversicht und Optimismus in den Mittelpunkt
- jene Grundhaltung, mit der unsere
„Partei der gesellschaftlichen Mitte“ Vorarlberg
seit 80 Jahren hauptverantwortlich
durch gute und herausfordernde Zeiten
führt.
MIT ZUVERSICHT KANN SEHR VIEL MEHR
ENSTEHEN ALS MAN DENKT.“
Gleich zu Beginn betonte Wallner die
Bedeutung der europäischen Zusammenarbeit,
verwies auf die Rolle Österreichs in
Zeiten wachsender Unsicherheit und hob
die Bedeutung starker Außengrenzen, einer
klaren Migrationspolitik sowie wirtschaftlicher
Wettbewerbsfähigkeit hervor. „Wir
stehen vor großen europäischen Fragen
– Sicherheit, Migration, Verteidigung und
Bürokratieabbau“, sagte er in Richtung
EU-Kommissar Magnus Brunner. Umso
erfreulicher sei es, dass ein Vorarlberger auf
höchster EU-Ebene an Lösungen mitarbeite.
Ein besonderer Dank galt auch Bundeskanzler
Christian Stocker, der gerade in der
Europafrage klare Haltung bewiesen und
durch die Absage an einen antieuropäischen
Rechtsaußenkurs massiven Schaden
von unserem Land abgewendet habe.
Aus der Geschichte lernen
In einem nachdenklichen Rückblick erinnerte
Wallner an das Ende des Zweiten
Weltkriegs vor 80 Jahren, der „auch in
unseren Gemeinden, unseren Tälern und
unseren Familien das Ende von Angst
und Unterdrückung“ markierte. Es sei ein
Privileg seiner Generation, in Frieden aufgewachsen
zu sein und gleichzeitig Verpflichtung,
diesen aktiv zu verteidigen sowie
für Freiheit und Zusammenhalt einzustehen.
Das Kriegsende war auch ein Neubeginn,
der Startpunkt für einen gesellschaftlichen
Aufbruch und wirtschaftlichen Aufschwung.
Mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages
am 15. Mai 1955 erlangte die
Republik schließlich wieder ihre volle Souveränität
und wählte bewusst den Weg der
Neutralität und des Miteinanders in Europa.
UNSERE
GESELLSCHAFT IST
KEIN RAUM OHNE
WERTE. WIR BIETEN
INTEGRATION
NICHT NUR AN,
WIR ERWARTEN SIE
AUCH.“
Die Kraft der Zuversicht
Wie damals müsse die „Kraft der Zuversicht“
auch heute die politische Haltung
prägen. „Daraus kann viel mehr entstehen,
als man denkt“, so der Appel Wallners. Jede
Generation hatte und habe ihre Herausforderungen
zu bewältigen, entscheidend
sei, den „Blick auf das Wesentliche und
Notwendige zu legen und Scheingefechte
weg zu lassen“. Er verwies auf die Corona-Modellregion
Vorarlberg, wo das Land
mutig und flexibel vorangegangen sei. Mut
und Eigenständigkeit bleiben Grundpfeiler
der Vorarlberger Volkspartei. Wallner
erinnerte in diesem Zusammenhang daran,
wie wichtig es sei, unsere Gesundheit zu
schützen, gute Spitäler, Pflegeangebote und
ausgebildetes Personal zu haben, wie wertvoll
und stark unsere Familien sind oder wie
entscheidend unsere Landwirtschaft, eine
unabhängige, versorgungssichere und günstige
Energieversorgung, offene Grenzen,
digitale Möglichkeiten sowie solide
wirtschaftliche Voraussetzungen seien. Das
Bewahren dieser Vorarlberger Stärken und
ein klarer Plan, was zu tun ist – so lautet
Wallners Grundrezept für eine positive
Zukunft.
Zukunft gestalten: soziale Balance, weniger
Bürokratie, mehr Freiraum
„Die regelbasierte Weltordnung ist ins
Wanken geraten“. In einem unsicheren und
instabilen Umfeld rückte Markus Wallner
zentrale Zukunftsfragen in den Fokus:
Sicherheit, Verteidigung, Migration. Auch
wenn viele dieser Themen österreichische
bzw. europäische Lösungen brauchen,
müsse man im eigenen Land handeln, vor
allem wenn sich „Menschen in Vorarlberg
nicht mehr ganz sicher fühlen“. Das gelte
auch bei Fragen der Integration. „Unsere
Gesellschaft ist kein Raum ohne Werte. Integration
ist nicht nur ein Angebot, sondern
eine Erwartung, die wir haben dürfen“.
"Man kann in Vorarlberg nur mit uns leben,
das heißt Deutsch lernen, Werte akzeptieren,
sich integrieren und arbeiten", fand
Landeshauptmann klare Worte.
Gesellschaftlicher Zusammenhalt erfordere
soziale Balance mit starkem Fokus auf Familien
als tragendes Fundament. Zentral sei
auch die Ankurbelung der Wirtschaft, wofür
es Kapital, Arbeit und Innovation benötige.
Wallner will Vorarlberg als „Fachkräfteschmiede
im Bodenseeraum“ etablieren,
Arbeit wieder als sinnstiftende Tätigkeit
anstelle „einer Angelegenheit zwischen
Markus Wallner bedankte sich bei seiner Frau
Sonja und seiner Familie für die verlässliche und
unbeirrbare Unterstützung.
WENIGER VORSCHRIFTEN, WENIGER
BÜROKRATIE, WENIGER BEVORMUNDUNG.
DAFÜR MEHR VERTRAUEN, MEHR
INNOVATION, MEHR FREIHEIT.“
Foto: VP Vorarlberg/Nina Fritz
Foto: VP Vorarlberg
/
zwei Freizeitblöcken“ etablieren und noch
viel mehr im Bereich Innovation tun. Ein
weiterer Schwerpunkt liege im Abbau von
Vorschriften. „Innovation statt Bürokratie,
Freiheit statt Regulierung“, will Wallner
mehr Vertrauen und weniger Bevormundung
in Gesellschaft und Wirtschaft.
Danke für Unterstützung und Zusammenhalt
Die Vorarlberger Volkspartei hatte in einem
Jahr vier Wahlgänge zu bewältigen, mit
ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Nur
durch einen beispiellosen Einsatz in der
Breite der Partei sei es gelungen, bei der
Landtagswahl bestimmende Kraft im Land
zu bleiben. Markus Wallner dankte allen
Beteiligten für ihre Arbeit sowie ganz besonders
all jenen, die ihn in einer schwierigen
Zeit unterstützt und immer an seine
persönliche Integrität geglaubt haben.
4 STAND.PUNKT VORARLBERG STAND.PUNKT VORARLBERG 5
VORARLBERGER VOLKSPARTEI IM MITTEL PUNKT
VERLÄSSLICH.
VERTRAUENSVOLL.
VERANTWORTUNGSBEWUSST.
Mehr als 300 Besucherinnen und Besucher
waren ein kraftvolles Lebenszeichen
der Vorarlberger Volkspartei beim 43.
Landesparteitag. Mit 97,6 Prozent erhielt
Landeshauptmann Markus Wallner ein
klares Votum als Landesparteiobmann.
Auch seine Stellvertreterinnen und Stellvertreter
wurden mit großem Vertrauen in
ihren Ämtern bestätigt.
Hinter der Vorarlberger Volkspartei liegt
ein intensives Jahr: vier große Wahlen – EU,
Nationalrat, Landtag und Gemeinden –
innerhalb von zehn Monaten, begleitet von
Kammer- und Betriebsratswahlen. „Ein einheitliches
Wahlergebnisbild gibt es nicht“,
sieht Wallner ein differenziertes Wahlverhalten.
Was auf jeden Fall entscheidend ist:
gute Kandidatinnen und Kandidaten, ein
klares Arbeits- und Werteprogramm, eine
ordentliche Mobilisierung.
In seiner Rede dankte der Landeshauptmann
allen, die sich auf allen Ebenen, in
den unterschiedlichsten Funktionen für
die Volkspartei einsetzen – im Wahlkampf
und im politischen Alltag. Grußworte von
Stadträtin Barbara Röser, Bundeskanzler
Christian Stocker und EU-Kommissar Magnus
Brunner sowie ein gemütlicher Ausklang
rundeten das Programm ab.
Obleute der Bünde als
Stellvertreterinnen und Stellvertreter im
Amt bestätigt:
• Julian Bitsche – Landesobmann JVP
• KO Veronika Marte - Landesobfrau
ÖAAB
• Josef Moosbrugger – Landesobmann
Bauernbund, Präsident der
Landwirtschaftskammer Österreich
• LR in Martina Rüscher – Frauen VVP
• LAbg. Andrea Schwarzmann –
Landesobfrau Seniorenbund
• LR Marco Tittler – Landesobmann
Wirtschaftsbund
Fotos: VP Vorarlberg/Luka Kolavonic
Unser gemeinsamer Auftrag:
zuversichtlich, verantwortungsvoll
und verlässlich für eine gute Zukunft
Vorarlbergs arbeiten.
DREI FRAGEN
BUNDESKANZLER CHRISTIAN
STOCKER AM PUNKT
Das Regierungsprogramm trägt den Titel „Jetzt das Richtige
tun. Für Österreich“. Was braucht Österreich jetzt ganz
besonders?
Das Motto dieser Bundesregierung ist: Sanieren, Reformieren
und Wachsen. Wir sanieren den österreichischen
Staatshaushalt und sparen innerhalb von zwei Jahren rund
15 Milliarden Euro ein. Wir werden einen Reformprozess
aufsetzen, um Österreich für die Zukunft besser aufzustellen.
Österreich braucht wieder Wirtschaftswachstum. Es geht
mir um eine Politik der kleinen Schritte, durch die Stück für
Stück die Konjunktur wieder angekurbelt wird. Das Richtige
zu tun, bedeutet nicht, den einfachsten Weg zu gehen,
sondern den besten für Österreich – das ist der Weg der
Budgetkonsolidierung!
Wo sehen Sie die Rolle Österreichs im recht turbulenten
internationalen Geschehen?
Wie schon in der Vergangenheit, wird sich Österreich auch
weiterhin aktiv und konstruktiv auf europäischer und
internationaler Bühne engagieren. In einer Zeit, in der auf
unserem Kontinent wieder Krieg herrscht und die individuelle
Freiheit, Demokratie und Pluralismus zunehmend unter
Druck geraten, gibt es keinen Zweifel daran, wo Österreich
steht: Wir sind darauf angewiesen, dass es eine regelbasierte
internationale Ordnung gibt, dass das Völkerrecht eingehalten
wird und Verträge respektiert werden. Die Stärke
des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren muss immer
unsere Maxime sein.
Eine aktive Beteiligung an der gemeinsamen Sicherheits- und
Verteidigungspolitik der Europäischen Union ist in unserem
ureigensten Interesse, wenn wir den höchsten Grad an
Sicherheit für Österreich und die Menschen in unserem Land
erreichen wollen. Denn die Neutralität schützt uns nicht, das
ist ein gefährlicher Trugschluss. Indem wir in Österreich in
unsere Verteidigung investieren, fördern wir auch die Sicherheit
in Europa.
Vorarlberg ist ja oft Vorreiter. Wo kann sich der Bund von
unserem Land etwas abschauen?
Vorarlberg zeigt eindrucksvoll, wie regionale Eigenverantwortung
und Innovationsgeist gelingen können. Außerdem
hat Vorarlberg bewiesen, dass man auch in schwierigen
Zeiten erfolgreich Wahlen schlagen kann. An die 40 Prozent
zu bekommen, ist ein starker Vertrauensbeweis der Bevölkerung
für Landeshauptmann Markus Wallner und die
Volkspartei Vorarlberg. Dieses Vertrauen kommt nicht von
selbst, sondern muss verdient werden. Die sachliche und
verbindliche Diskussionskultur in Vorarlberg ist sicherlich
ein wichtiger Faktor für diesen Erfolg.
6 STAND.PUNKT VORARLBERG STAND.PUNKT VORARLBERG 7
Fotos: VP Vorarlberg
TEAM VORARLBERGER
VOLKSPARTEI.
GUT AUFGESTELLT.
POLITIK IST TEAMARBEIT
Wie im Fußball führen auch in der Politik nur ein gutes Zusammenspiel und
eine klare Rollenverteilung zum Erfolg. Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten,
Erfahrungen und Blickwinkeln bringen sich dort ein, wo ihre Stärken
am besten wirken. Ob im Trainerstab, an vorderster Position, im Mittelfeld oder
im Hintergrund: jede Funktion ist wichtig, der Erfolg immer ein gemeinsamer.
Mit einem Augenzwinkern haben wir uns vom Sport inspirieren lassen, um
die Vielfalt und Breite der Vorarlberger Volkspartei aufzuzeigen, auf allen
politischen Ebenen und auf allen Positionen. Wir sind ein starkes Team mit
individuellen Stärken und einem gemeinsamen Ziel: Verantwortung für Vorarlberg
übernehmen und mit Leidenschaft für unser Land arbeiten.
IN DER LANDESREGIERUNG IM EINSATZ
UNSER LANDESHAUPTMANN.
UNSERE LANDESRÄTINNEN UND LANDESRÄTE.
VORARLBERG STARK VERTRETEN
IM BUND. IN DER EU.
„Was die Vorarlberger Volkspartei ausmacht?
Wir übernehmen Verantwortung,
wir arbeiten mit ganzer Kraft für unser
Land, wir sind sehr breit aufgestellt.
Wir können auf engagierte und kompetente
Frauen und Männer zählen, in
den Gemeinden, in der Parteiarbeit, in
den Bünden, auf Landesebene, im Bund,
in der EU. Uns alle eint die tiefe Verbundenheit
zu unserem Land und seinen
Menschen.“
Markus Wallner
FRASTANZ
SCHWERPUNKTE: Finanzen, Blaulichtorganisationen,
Katastrophenbekämpfung, Europa und Außenbeziehungen,
Personal
Barbara Schöbi-Fink
FELDKIRCH
SCHWERPUNKTE: Elementarpädagogik, Schule und
Bildung, Kinder- und Jugendhilfe, Wissenschaft, Frauen,
Senioren, Kunst und Kultur
ZUSTÄNDIG FÜR:
Inneres und Migration
Magnus Brunner
BREGENZ
VERTRETUNG WAHLKREIS SÜD: Sprecherin für
Menschen mit Behinderung - Inklusion
Heike Eder
ZWISCHENWASSER
VERTRETUNG WAHLKREIS NORD: Sprecher für
Wohnen und Bauten
Norbert Sieber
BREGENZ
Markus Wallner, Landeshauptmann
Landeshauptmann
Landesrätin
EU-Kommissar
Nationalrätin
Nationalrat
„2035 ist Vorarlberg der chancenreichste
Lebensraum für Kinder. Somit schaffen wir für
uns alle eine gute Zukunft.“
"Für die innere Sicherheit in Europa, starke
Außengrenzen und eine faire Migration arbeiten – und
mir immer meiner Vorarlberger Wurzeln bewusst sein.“
"Für soziale Gerechtigkeit, faire Chancen, echte
Beteiligung. Dafür setze ich mich besonders ein –
ebenso wie für Vorarlberger Interessen.“
"Mein Fokus: Vorarlberg in Wien gut vertreten,
Familien unterstützen und Gemeinschaft stärken.“
DALAAS
ANDELSBUCH
DORNBIRN
BLUDENZ
DORNBIRN
SCHWERPUNKTE: Land-, Forst- und Wasserwirtschaft,
Regionen, Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Jagd
und Fischerei, Veterinärwesen
SCHWERPUNKTE:
Gesundheit, Pflege, Soziales,
Chancengleichheit, Verbraucherschutz, Tierschutz, Sport
SCHWERPUNKTE: Wirtschaft, Arbeitsmarkt,
Wohnbauförderung, Raumplanung, Telekommunikation,
Tourismus
VERTRETUNG WAHLKREIS SÜD
VERTRETUNG WAHLKREIS NORD
Christian Gantner
Martina Rüscher
Marco Tittler
Christoph Thoma
Christine Schwarz-Fuchs
Landesrat
Landesrätin
Landesrat
Bundesrat
Bundesrätin
„Unseren Lebensraum bewahren und schützen.
Das ist unsere Verantwortung.“
"Wer Hilfe braucht, bekommt sie - verlässlich,
menschlich und in allen Lebenslagen.“
"Mit wirtschaftlicher Stärke, innovativen Ideen und
vollem Einsatz sichern wir Vorarlbergs Zukunft.“
"Im Bundesrat für die Anliegen von Vorarlberg
eintreten und eine Stimme für Kunst
und Kultur sein.“
"Mit fairen Rahmenbedingungen und weniger
Regulierungen bleiben unsere Betriebe
wettbewerbsfähig – in Österreich und Vorarlberg.“
DER VORARLBERGER LANDTAG
UNSERE ABGEORDNETEN. IM PRÄSIDIUM. IM KLUB.
SCHLINS
SCHRUNS
BREGENZ
LAUTERACH
DORNBIRN
SULZ
THEMEN:
Demokratie & Verfassung, Föderalismus
Harald Sonderegger
Landtagspräsident
THEMEN:
Wirtschaft, Tourismus, Digitalisierung
Monika Vonier
Landtagsvizepräsidentin
THEMEN:
Bildung, Elementarpädagogik
Veronika Marte
Klubobfrau
THEMEN:
Umwelt & Klimaschutz, Abfallwirtschaft, Wasserwirtschaft,
Entwicklungszusammenarbeit, Tierschutz
Christina Hörburger
Landtagsabgeordnete
THEMEN:
Wohnen & Wohnbau, Konsumentenschutz
Hanno Lecher
Landtagsabgeordneter
THEMEN:
Integration & Migration, Europa, Kontrolle
Gerda Schnetzer-Sutterlüty
Landtagsabgeordnete
FELDKIRCH
BLUDENZ
GÖTZIS
HÖCHST
SONNTAG
THEMEN:
Frauen & Gleichstellung, Gesundheit, Antidiskriminierung
THEMEN:
Kunst & Kultur, Jugend, Ehrenamt & Vereine
THEMEN:
Raumplanung, Verkehr & Mobilität, Legistik & Landesrecht
THEMEN:
Soziales, Pflege, Inklusion
THEMEN:
Familie, Senioren, Ernährung
Julia Berchtold
Landtagsabgeordnete
Cenk Doǧan
Landtagsabgeordneter
Clemens Ender
Landtagsabgeordneter
Heidi Schuster-Burda
Landtagsabgeordnete
Andrea Schwarzmann
Landtagsabgeordnete
Ablöse
durch
Nadine Peschl
ab Juli:
THEMEN:
Land- und Forstwirtschaft, Jagd
Bernhard Feuerstein
Landtagsabgeordneter
ANDELSBUCH
THEMEN:
Energie, Arbeit & Arbeitsmarkt, Lehre,
Wissenschaft & Forschung
Karin Feurstein-Pichler
Landtagsabgeordnete
DORNBIRN
THEMEN:
Sicherheit & Inneres, Asyl- & Fremdenrecht,
Katastrophenschutz, Gemeindepolitik
Guido Flatz
Landtagsabgeordneter
DOREN
THEMEN:
Finanzen, Sport
Patrick Wiedl
Landtagsabgeordneter
LUSTENAU
„Mit 15 Abgeordneten bilden wir den stärksten Klub im Vorarlberger
Landtag, wir stellen den Landtagspräsidenten und die
Vizepräsidentin. Die Fraktion zeichnet sich durch eine hohe
fachliche Kompetenz aus, eine gute Mischung aus Erfahrung und
neuen Perspektiven. Erstmals bilden die weiblichen Abgeordneten
die Mehrheit. Mit konkreten Initiativen und Anträgen wollen
wir die gesetzlichen Grundlagen schaffen, um Vorhaben aus dem
Regierungsprogramm schrittweise umzusetzen.“
Veronika Marte, Klubobfrau
AKTIV VOR ORT.
IN DEN GEMEINDEN, BEZIRKEN, REGIONEN.
VORARLBERGER VOLKSPARTEI
BEZIRK BREGENZ
Dietmar Wetz
Landesgeschäftsführer
Roland Frühstück
Bezirksparteiobmann
KRUMBACH
BREGENZ
"In der Landesgeschäftsstelle laufen alle Fäden der Parteiarbeit
zusammen. Was unsere Vorarlberger Volkspartei aber
besonders auszeichnet, ist die aktive Mitarbeit in der ganzen
Breite unserer Partei – auch in den Vorfeldorganisationen,
Bezirken und Gemeinden.
Gerade auf kommunaler Ebene können wir auf die
verlässliche Expertise und das hohe Engagement unserer
Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, den Hunderten von
Frauen und Männern in den Gemeinderäten, den Ortsparteien
und ehrenamtlichen Funktionen zählen."
Dietmar Wetz, Landesgeschäftsführer
BEZIRK DORNBIRN
Thomas Winsauer
Bezirksparteiobmann
DORNBIRN
BEZIRK FELDKIRCH
Harald Sonderegger
Bezirksparteiobmann
SCHLINS
DIE REGIONEN IN VORARLBERG –
UND IHRE OBLEUTE
• Stand Montafon: Bgm. Daniel Sandrell
• Regio Klostertal/Arlberg:
Bgm. Martin Burtscher
• Regio Großes Walsertal:
LAbg. Andrea Schwarzmann
• Regio Im Walgau:
Bgm. Florian Themeßl-Huber
• Regio Vorderland:
Bgm. Katharina Wöß-Krall
• Regio AmKumma: Bgm. Gerd Hölzl
• Regio Leiblachtal: Bgm. Wolfgang Langes
• Regio Bregenzerwald:
Konstituierende Sitzung am 27. Juni 2025
Die Regios sind regionale Planungsverbände.
Sie tragen wesentlich dazu bei, dass Entscheidungen
nicht nur isoliert getroffen, sondern
überregional abgestimmt und regionale
Besonderheiten berücksichtigt werden. Ihre
Hauptaufgaben betreffen regionale Entwicklung
und Koordination, Zusammenarbeit
der Gemeinden, gemeinsame Verkehrs- und
Mobilitätsplanung, Klimaschutz und Energiefragen,
Beratung und Interessensvertretung sowie
Schnittstelle zwischen Gemeinden und Land.
„Ein herzliches Dankeschön an
Andrea Kaufmann. Sie hat unseren Verband
durch sehr stürmische Zeiten navigiert.“
Walter Gohm
„ES GIBT VIEL
ZU TUN“.
Der Frastanzer Bürgermeister Walter Gohm ist neuer Präsident des
Vorarlberger Gemeindeverbandes. Der überparteiliche Gemeindeverband
vertritt die Interessen aller 96 Vorarlberger Gemeinden
und ist erste Anlaufstelle für alle kommunalen Anliegen.
Walter Gohm, was sind deine ersten Schritte als neuer Präsident?
Als erstes mit möglichst vielen Beteiligten vor Ort und im Land reden,
um die Gemeinden strukturell, finanziell und gesellschaftlich zu stärken.
Die vielen kommunalen Leistungen sollen das politische Gewicht
bekommen, das ihnen zusteht. Dort spielt sich nämlich das tägliche
Leben der Menschen ab. Wir haben der Landesregierung bereits ein
Forderungspapier übergeben, das ich aktiv weiterverfolgen werde, wie
z. B. eine gerechte Verteilung bei den Landesumlagen. Dabei ist mir
persönlich das Miteinander, ein Dialog auf Augenhöhe sehr wichtig.
Wo liegen derzeit die größten Herausforderungen?
Die finanzielle Lage ist dramatisch. Rein rechnerisch bleibt von jedem
Euro, den der Bund überweist, den Gemeinden nur 35 Cent zur freien
Verfügung – der Rest fließt in Pflichtbeiträge. Gleichzeitig steigen die
Kosten und neue Aufgaben bei Kinderbetreuung, Pflege, Digitalisierung
oder Klimaschutz kommen dazu. Der Druck, diese Leistungen weiterhin
in hoher Qualität zu erbringen, ist enorm.
Was kann der Gemeindeverband da für die Mitglieder tun?
Wir fordern zum einen höhere Ertragsanteile und weniger Transferzahlungen,
um die Vorarlberger Gemeinden und Städte handlungsfähig
zu erhalten und zum anderen klare Verantwortung und Zuständigkeiten.
Zusätzlich beraten wir unsere Mitglieder umfassend und
fördern Kooperationen, um Synergien zu nutzen und Kosten zu senken.
Wie wichtig sind solche Kooperationen?
Sehr wichtig. Vorarlberg ist mit rund 300 Kooperationen österreichweit
führend. Gemeinden teilen sich etwa IT, Bauhöfe oder Personalverrechnung.
Das entlastet vor allem kleine Gemeinden.
Foto: Büro magma/Türtscher
NÜZIDERS
BEZIRK BLUDENZ
Florian Themeßl-Huber
Bezirksparteiobmann
BEZIRK BREGENZERWALD
Tobias Bischofberger
Bezirksparteiobmann
MELLAU
BEZIRK MONTAFON
Monika Vonier
Bezirksparteiobfrau
SCHRUNS
Foto: Vorarlberger Gemeindeverband
Welche Themen stehen in den nächsten Wochen an?
Vorrang hat die Schließung der Finanzierungslücke. Daneben sind die
Grundsteuerreform, Digitalisierung, Bürokratieabbau und mehr kommunale
Selbstbestimmung zentrale Themen. Unser Ziel sind starke,
handlungsfähige Gemeinden im Zusammenspiel mit dem Land. Damit
Vorarlberg weiterhin chancenreichste Region bleibt.
STAND.PUNKT VORARLBERG 13
Foto: Juice Flair
VORARLBERG
BLEIBT
FAMILIEN-
LAND
Der Markenkern des Landes will Vorarlberg bis
2035 zum chancenreichsten Land für Kinder und
Jugendliche machen. Familien finanziell entlasten,
Eltern in der Erziehungsarbeit unterstützen und
attraktive familientaugliche Freizeitmöglichkeiten
sind dabei familienpolitische Schwerpunkte. Hier
wurden die Mittel allein im vergangenen Jahr
verdoppelt, der Familienzuschuss deutlich verbessert.
Damit konnte die Teuerung für Familien
abgefedert werden. „Erfolgreiche Landesprogramme
in diesem Bereich wurden und werden
weitergeführt“, bekräftigt Landeshauptmann
Markus Wallner.
Familienpolitische Maßnahmen
(in Millionen Euro)
5,8
2019
6,3
2020
5,9
2021
5,7
2022
12,2
6,5
2023 2024
Quelle: Land Vorarlberg
UNSER KERN PUNKT: SOZIALPOLITIK MIT VERANTWORTUNG
VERLÄSSLICHE HILFEN AUCH
IN SCHWIERIGEN ZEITEN.
Die vergangenen Jahre haben tiefe
Spuren hinterlassen. Unvorhersehbare
Krisen, gestiegene
Kosten und die angespannte
wirtschaftliche Lage belasten
auch die öffentlichen Haushalte spürbar.
Bund, Länder, Gemeinden müssen
sparen, um auch für die Zukunft noch Gestaltungsspielräume
zu haben. So einfach
diese Botschaft klingt, so komplex sind die
Auswirkungen auf alle Lebensbereiche.
Gerade Einschränkungen im Sozialbereich
treffen die Menschen direkt und unmittelbar.
„Mit großer Sorgfalt entwickeln wir
die Leistungen weiter, um das soziale Netz
nachhaltig zu sichern. Der soziale Nahraum
soll an Bedeutung gewinnen.“, will Landesrätin
Martina Rüscher das stabile Vorarlberger
Sozialnetz nachhaltig absichern. Und
mit Augenmaß, menschlichem Verständis
und sozialer Verantwortung dafür sorgen,
dass Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten
gebraucht wird.
Sozialfonds: Ausgaben steigen,
Einnahmen stagnieren
2025 fließen rund 1,2 Milliarden Euro in
Gesundheit, soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung
– das sind etwa 44 Prozent
des Landesbudgets. Rund 520 Millionen
VORARLBERG BLEIBT
EIN LAND MIT
SICHEREM SOZIALEN
NETZ."
- LR in Martina Rüscher
umfasst allein der Sozialfonds, gemeinsam
von Land und Gemeinden getragen. Aus
ihm werden alle zentralen sozialen Leistungen
wie Kinder- und Jugendhilfe, Pflege,
Sozialhilfe, Inklusion, Sozialpsychiatrie oder
Suchtbetreuung finanziert.
Darunter fallen niederschwellige Angebote
wie „Frühe Hilfen“, „Gesund aufwachsen“
oder Jugendberatungen - ebenso wie die
Finanzierung von Pflegekräften in Heimen
und mobilen Hilfsdiensten. Seit 2019 sind
die Ausgaben im Sozialfonds um rund 30
Prozent gestiegen, während die Einnahmen
kaum mitgewachsen sind.
Strukturprozesse: effiziente, zielgerichtete,
sozial verträgliche Leistungen
Vor diesem Hintergrund wurde gemeinsam
mit dem Gemeindeverband ein breit
angelegter Strukturprozess gestartet. Ziel
ist es, die hohe Qualität im Sozialbereich
zu sichern und Ressourcen effizienter zu
nutzen. Dabei werden auch bestehende
Leistungen selbstkritisch hinterfragt, da
nicht alles, was angeboten wird, in der Prax-
is auch funktioniert. So können beispielsweise
Familienentlastungsgutscheine
oft nicht eingelöst werden. „Ich möchte
Doppelgleisigkeiten abbauen, die Mittel
dorthin lenken, wo sie gebraucht werden“,
betont Soziallandesrätin Rüscher. Dafür holt
sie aktiv Rückmeldungen von Betroffenen,
Angehörigen und Trägerorganisationen ein,
unter anderem über die Plattform „vorarlberg.mitdenken.online."
Dieses gesammelte
Feedback fließt direkt in den laufenden
Prozess ein.
Erste kurzfristig notwendige Maßnahmen
erfolgen in enger Abstimmung mit den
„Soziale Politik bedeutet für mich nicht, einfach
nur Geld zu verteilen, sondern zielgerichtet dort zu
helfen, wo wirklich Hilfe gebraucht wird.“
LR in Martina Rüscher.
Trägerorganisationen.
Stabiles soziales Netz als
gemeinschaftliche Aufgabe
„Wir wollen ein verlässliches, zukunftsfähiges
soziales Netz, auf das sich die Vorarlbergerinnen
und Vorarlberger auch künftig
verlassen können“, ist das erklärte Ziel aller
Beteiligten. Klar ist aber auch, dass die
öffentliche Hand das alles alleine nicht stemmen
kann. „Wir brauchen das formelle und
das informelle Engagement vor Ort“, sieht
Rüscher uns alle in der Pflicht. Die Zukunft
wird mehr denn je die regionale Sorgearbeit
Fotos: VP Vorarlberg
Finanzierungsvorschlag 2025
(Prozentueller Anteil des Budgets)
2,1%
Kunst, Kultur und Kultus
27,2%
Unterricht, Erziehung,
Sport und Wissenschaft
0,4%
Öffentliche Ordnung
und Sicherheit
10,4%
Vertretungskörper und
Allgemeine Angelegenheiten
5,3%
Finanzwirtschaft
brauchen, angefangen bei der klassischen
Nachbarschaftshilfe, Vereinen oder Angehörigen,
die unterstützt von einem starken
professionellen System für den sozialen
Zusammenhalt Sorge tragen. "Vorarlberg bietet
weiterhin ein stabiles soziales Netz. Der
eingeschlagene Weg ist nicht leicht, aber
notwendig“, lässt Rüscher keinen Zweifel an
der sozialen Gesinnung im Land. Und ergänzt,
dass es ein wesentliches Ziel sozialer
Hilfen sein müsse, die Menschen wieder in
Eigenverantwortung, in Selbstwirksamkeit
zu bringen.
17,7%
Soziale Wohlfahrt und
Wohnbauförderung
25,9%
Gesundheit
7,3%
Straßen- und
Wasserbau - Verkehr
3,6%
Wirtschaftsförderung
0,1%
Dienstleistungen
14 STAND.PUNKT VORARLBERG
Quelle: Land Vorarlberg
STAND PUNKT
Der Standort bestimmt
den Standpunkt.
In unserem Fall
unmissverständlich:
Vorarlberg
Wir schauen hinein ins Ländle und beleuchten,
worauf es ankommt. In dieser Ausgabe berichten wir
über den Landesparteitag und holen das vielfältige
Team der Vorarlberger Volkspartei vor den Vorhang.
Egal auf welcher politischen Ebene, egal in welcher
Position: wir alle arbeiten fleißig, leidenschaftlich
und verlässlich für unser Land Vorarlberg und seine
Menschen.
Wir wünschen allen Vorarlbergerinnen und
Vorarlbergern einen erholsamen Sommer. Wenn
Sie Anregungen zu den wichtigen Zukunftsthemen
oder Feedback zu unserer Arbeit haben. Bitte an
standpunkt.vorarlberg@volkspartei.at .
Foto: mindscapephotos/ Shutterstock.com | Blick vom Pfänder
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VP Vorarlberg, Römerstraße 12, 6900 Bregenz
Vorarlberger Volkspartei, Römerstraße 12, 6900 Bregenz | SM 02Z034610S Titel: VP Vorarlberg | Ausgabe 03/2025