Sommerträume - Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Programmheft vom Konzert am 29-06.2025, CongressCentrum Pforzheim
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SOMMER-
TRÄUME
Sonntag, 29. xx. Juni xx 2025 2021
CongressCentrum Pforzheim, Großer Saal
6
Sergej Krylov Violine
Douglas Bostock Leitung
SOMMERTRÄUME
33
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Sergej Krylov Violine
Douglas Bostock Leitung
Felix Mendelssohn Bartholdy 1809-1847
Ouvertüre zu Shakespeares
„Ein Sommernachtstraum” op. 21
Sergej Prokofjew 1891-1953
Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63
1 Allegro moderato
2 Andante assai
3 Allegro, ben marcato
PAUSE 20 Minuten
Ludwig van Beethoven 1770-1827
Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60
1 Adagio – Allegro vivace
2 Adagio
3 Menuetto. Allegro vivace
4 Allegro ma non troppo
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Genehmigung nicht gestattet.
SOMMERTRÄUME
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Felix Mendelssohn Bartholdy
Sommernachtstraum Ouvertüre
Die Ouvertüre zum „Sommernachtstraum“ – das ist
Mendelssohns ebenso früher wie genialer Beitrag
zu einer Romantik, die Prosa in Traum und Traum
in Zauberei verwandeln kann. Man stelle sich vor:
Ein junger, hochgebildeter, aber noch weitgehend
unerfahrener Jüngling von 17 Jahren wird plötzlich
in den Bann gezogen von der Dichte und Schönheit
der Neuausgabe der Shakespeare-Übersetzungen
von August Wilhelm Schlegel. Er versinkt darin,
saugt die Texte auf, seine damalige Lebenssituation
(Sommer, Freiheit, Wohlstand) erlaubt durchgeistigte,
träumerische Stunden im elterlichen Park und befördert
die unmittelbare Identifikation mit der zauberischen
Welt des „Sommernachtstraumes“.
Und da Mendelssohn neben der literarischen Feenwelt
Shakespeares auch die musikalische eines Carl Maria
von Weber kennt, in dessen „Oberon“ er als Geiger
schon mitgespielt hatte, können seine musikalischen
Synapsen sehr rasch und sehr begeistert großartige
Klangbilder hervorrufen.
Eine erste Fassung der Ouvertüre schrieb Mendelssohn
für Klavier zu vier Händen gleich im Sommer 1826, in
dem er die Shakespeare-Übersetzung gelesen hatte;
eine zweite, überarbeitete und orchestrierte entstand
in den ersten Monaten des Jahres 1827. Die einleitenden
Akkorde, die den Hörer sofort ins Reich der Feen
entführen, sind das musikalische Tor. Dahinter hat
Mendelssohn allen handelnden Personen, ob Feen oder
Handwerkern, ob höfischer Welt oder Jagdgesellschaft,
ob Esel oder Liebespaar, klare motivische Kennungen
zugeordnet, sodass die Ouvertüre – mal flirrend, mal
muskulös, mal verträumt, dann wieder pompös – viel
Aufschluss über die Handlungsstränge in Shakespeares
Urstück zu liefern vermag, ohne Programmmusik im
eigentlichen Sinne zu sein.
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Sergej Prokofjew
Violinkonzert Nr. 2 g-Moll
Sergej Prokofjew ist einer der größten russischen
Komponisten des 20. Jahrhunderts und das, obwohl
er lange und entscheidende Jahre zwar Russe war, aber
überall, nur nicht in der Heimat lebte. 1891 war er als
Sohn eines Gutsverwalters in Sozowka, einem Dorf
in der ukrainischen Oblast Donezk, nahe Bachmut geboren.
Hier erhielt er seinen ersten Klavierunterricht,
hier machte er erste Hörerfahrungen mit ukrainischem
Volkslied und dem Tenor ukrainischer Musik. Früh
schon wurde er von dem ebenfalls aus der Ukraine
stammenden Komponisten Reinhold Glière unter seine
Fittiche genommen, mit 13 Jahren kam er auf Veranlassung
von Glasunow als Student ans Petersburger
Konservatorium, wo er in 10 Jahren Klavier, Kontrapunkt,
Orchestrierung, Komposition und Dirigieren
studierte. In dieser Zeit entwickelte er sich zu einem
exzellenten Pianisten. Während des ersten Weltkrieges
lebte Prokofjew als erfolgreich konzertierender und
viel reisender Pianist. Als Komponist erschien er freilich
der zaristischen Gesellschaft doch zu wild, zu grotesk,
zu exzentrisch, was ihm etliche scharfe Kritik bescherte.
Und als sich die politische Situation nach der Februar-
Revolution, die 1917 die Absetzung des Zaren bewirkte
und schon gar nach der Oktoberrevolution, die völlig
konfuse Zustände bis hin zu einem jahrelangen Bürgerkrieg
hervorrief, der bis zur Konstituierung der UdSSR
1922 dauerte, immer chaotischer entwickelte, entschied
sich Prokofjew 1918, Russland zu verlassen und in die
USA auszuwandern. Er hoffte, in der „Neuen Welt“
auf mehr Verständnis zu stoßen. Doch war auch dort
die Zeit noch nicht reif für ihn und er noch nicht reif
für die Zeit. Und so zog er 1920 nach Paris, die Stadt, in
der das „moderne Musikleben“ in besonderer Weise
pulsierte. Alles, was Rang und Namen hatte, sammelte
sich hier, hier wurden neue Stile geboren, hier kam es
zu den denkbar fruchtbarsten schöpferischen Diskursen
– und: Hier gab es ein aufnahmebereites und vielseitig
interessiertes Publikum. Prokofjew allerdings, dessen
Musik bisher den negativen Stempel großer Ungezügeltheit
und Verzerrtheit trug, wurde hier nun plötzlich
als Konservativer, als wenig spannender Rückwärtssuchender
angesehen.
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Seine Antwort war ein kompletter Bruch mit allem bisherigen
Komponieren hin zu einem sehr „modernen“
Stil, mit dem er in der Tat nun reüssieren konnte. Er
eignete sich eine klare, mit zum Teil bissigem Humor
durchsetzte musikalische Sprache an. In seinen Klavierwerken
forderte er höchste Virtuosität und Kraft – wie
er sie als Pianist selbst sein eigen nannte – und insgesamt
verkniff er sich allzu viel Emotion zugunsten einer
sachlichen, doch sehr plastischen Schreibweise. Dazu –
und das bleibt durch alle seine Stilphasen hindurch –
war er ein glänzender Könner in Bezug auf die optimale
Nutzung aller möglichen und auch unmöglichen
Klangfarbenspiele eines Orchesterapparates und
überhaupt ein exzellenter „Maler“.
Alle Erfolge, die Prokofjew in den Folgejahren nicht
nur in Frankreich, sondern auch international errang,
konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass er in der
Tiefe seiner Seele Heimweh nach Russland hatte. Ab
1927 reiste er immer wieder als Pianist und Dirigent in
die UdSSR, ab 1933 hatte er für zwei Jahre sogar eine
Dozentur für Komposition am Moskauer Konservatorium
inne. Die bediente der ewig Reisende quasi en passant.
Erstaunlich bleibt, dass der Kosmopolit Prokofjew in
der Zeit, in der er sich nun immer wieder in der UdSSR
aufhielt, keine realistischen Einschätzungen über die
für Künstler durchaus gefährlichen Entwicklungen in
seiner alten Heimat zu erlangen schien. Vermutlich
wollte er auch nicht sehen, was eventuell gegen eine
Rückkehr in die Heimat sprechen konnte, denn: „Die
Luft der Fremde bekommt meiner Inspiration nicht [...].
Ich muss wieder wirkliche Winter sehen und den Frühling,
der ausbricht von einem Augenblick zum andern.
Ja, mein Freund, ich gehe zurück." (Prokofjew 1933)
In der DDR-Literatur wurde seine Rückkehr, die Mitte
der 1930er Jahre vollzogen wurde, posthum so interpretiert:
„Zu diesem Zeitpunkt waren die gesellschaftlichen
und ökonomischen Verhältnisse des jungen
Staates bereits gefestigt. Der erste Fünfjahresplan war
erfüllt, auf allen Gebieten begann die Aufbauarbeit
der sozialistischen Gesellschaft. Das Aufblühen seines
Heimatlandes riss Prokofjew mit, es begeisterte ihn
und beflügelte sein Schaffen.“ und weiter heißt es da
„Diese Aufrichtigkeit und Strenge, dieser Respekt vor
der künstlerischen Urteilsfähigkeit der neuen Hörer,
dieses ‚In-die-Zukunft-Hinausdenken‘ des sozialistischen
Realisten, das ist der wahre Sergej Prokofjew, dem eine
neue Weltanschauung und realistische Kunstauffassung
nicht von ungefähr zugefallen ist, der sie vielmehr
nach seiner Rückkehr in die Heimat – gelegentlich
auch unter Fehlschlägen – in ernster Arbeit errang.“
99
11
(Zu den „Fehlschlägen“ gehörte, dass Prokofjew in den
letzten Jahren seines Lebens mit größten Repressalien
bedroht wurde, Aufführungen seiner Werke wurden
verhindert, er fiel beim sowjetischen Kulturapparat in
Ungnade.)
Mitte der 1930er Jahre nahm man ihn hingegen gern
auf, namentlich, da Prokofjew zusehends seine „wilde“
Phase abgelegt zu haben schien und nun mit sehr viel
besser rezipierbaren Werken wie dem musikalischen
Märchen „Peter und der Wolf“, dem Ballett „Romeo
und Julia“ und dem Zweiten Violinkonzert anklopfte.
Das Violinkonzert, das u. a. in der UdSSR sehr gelobt
wurde, hatte Prokofjew allerdings nur halb „sowjetisch“
komponiert, vielmehr als international reisender Künstler
zwischen Frankreich, Russland, Aserbeidschan fertiggestellt.
Es entstand auf Bitten von Bewunderern des
französischen Geigenvirtuosen Robert Soëtens und
wurde von diesem schließlich im Dezember 1935 in
Madrid uraufgeführt.
Prokofjew behandelt in diesem Konzert das Orchester
fast kammermusikalisch, den Anfang überlässt er – mit
einer Solokantilene in einem mindestens angedeuteten
„russischen Volkston“ – der Solovioline. Dieser erste
Satz weicht ansonsten vom „klassischen“ Usus eines
Violinkonzertes weniger ab und lässt die Violine – wie
es sich gehört – zwar zunehmend alle spielerischen
Möglichkeiten ausleben, verliert sich aber nicht in
bloßem Virtuosentum. Der innige 2. Satz könnte als
Romanze, gesehen durch Prokofjews rationale Augen,
bezeichnet werden. Im dritten Satz überkommt ihn
dann nach so viel Geradlinigkeit doch noch die Lust zu
bizarrer Verschrobenheit und wirbelnder Bewegung,
die – eine Verbeugung vor dem Uraufführungsland
Spanien? – sogar mit Kastagnettenklang befeuert wird.
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Karl-Günter Scherer
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Im Haus des
Kammerorchesters!
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Montag 8.30-13.00 bis Freitag Uhr 8.30-13.00 Uhr / 14.30-18.30 75172 Pforzheim Uhr
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DESIGN MANAGEMENT
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 4 B-Dur
Beethovens Sinfonien sind so unterschiedlich, wie sie
nur sein können. Die Vierte gilt – dem großen Robert
Schumann folgend – als „griechisch schlank“ und in eine
sonnige idealisierte antike Welt weisend. Beethoven,
der sich immer lange mit den Konzeptionen seiner
Sinfonien befasste und sich für jede quasi eine Sonderaufgabe
der Ausführung stellte, war zum Zeitpunkt
der Vollendung im Jahr 1806 in guter Verfassung
(„heiter, zu jedem Scherz aufgelegt, frohsinnig, munter,
lebenslustig, witzig, nicht selten satirisch“ so berichtete
Ignaz von Seyfried). Blauäugig war er dadurch aber
nicht. Und so ist es ihm auch zu billig – namentlich bei
einer Sinfonie, die zwischen der dramatischen Eroica
und der schicksalsschwangeren Fünften steht – nur
schöne Stimmung zu verbreiten. Vielmehr lässt er in
dieser insgesamt so positiven Sinfonie in allen Sätzen
Gegensätze miteinander spielen (kämpfen?).
Unter diesem Aspekt lautet das Thema des ersten
Satzes tonale Schwankungen zu erzeugen (wie etwa
gleich die fast zaghaft suchende Moll-Einleitung, die
sich erst einmal maximal weit vom Grundton entfernt!),
um sie dann um so sicherer wieder auf festen Grund
zu stellen (wie in dem von kraftvollen Akkorden eingeleiteten
überschwänglichen Allegro). Die Gegensätze
des zweiten Satzes sind ein pochendes, sich verstärkendes
Grundmotiv und eine langschwingende Kantilene.
Im dritten Satz stehen zweiteilige Melodik einem dreizeitigen
Taktschema gegenüber und im Finale steht
mal dramatisch, mal übermütig wirbelnde Motorik
gegen immer neu sich entwickelnde Kantabilität.
Bei aller Erkenntnis über Gegensätze und Konstruktion
bleibt aber Schumanns Gefühl richtig: Diese Sinfonie
will ins Helle und so ist sie ein mehr als würdiger, weil
so begeisternder Schlusspunkt unter eine große
Konzertsaison!
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SERGEJ
KRYLOV
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Sprudelnde Musikalität, intensive Lyrik und betörende
tonale Schönheit gehören zu den Qualitäten, die Sergej
Krylov einen Platz unter den renommiertesten Interpreten
der Gegenwart gesichert haben. Dieser Geiger
– dem Pforzheimer Publikum bestens bekannt – zeigt
atemberaubende Virtuosität und gewährt tiefgreifende
und ausdrucksstarke Einblicke in die Werke seines
außergewöhnlich breit gefächerten Repertoires.
Sergej wurde in eine Musikerfamilie hineingeboren und
begann im Alter von fünf Jahren mit dem Geigenunterricht.
Als Absolvent der Zentralen Musikschule in
Moskau (Klasse von S. I. Kravchenko) und Schüler von
Abram Stern und Salvatore Accardo ist Sergej Krylov
seit 2012 Professor am Konservatorium in Lugano/
Schweiz. Er war Jury-Mitglied bei renommierten internationalen
Wettbewerben, darunter der XVI. Int.
Tschaikowsky Wettbewerb, beim 10. Fritz-Kreisler-Violinwettbewerb
in Wien sowie bei der 55. und 56. Ausgabe
des Internationalen Niccolò-Paganini-Wettbewerbs in
Genua, wo er Vorsitzender der Jury war.
In den letzten Jahren ist Sergej Krylov mit einigen der
bedeutendsten Orchester und Dirigenten aufgetreten,
darunter: das London Philharmonic (Osmo Vanska), das
Philharmonia Orchestra (Juraj Valcuha), das DSO Berlin
(Ton Koopman), das Orchestre National de Lyon (Nikolaj
Znaider), das Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo
(Jukka-Pekka Saraste) und die Filarmonica della Scala
(Fabio Luisi), Belgisches Nationalorchester (Stanislav
Kochanovsky) und Royal Philharmonic (Marin Alsop).
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DOUGLAS
BOSTOCK
Seit der Konzertsaison 2019/2020 wirkt
Douglas Bostock als Künstlerischer Leiter
und Chefdirigent des Südwestdeutschen
Kammerorchesters Pforzheim.
Zuvor war er von 2001 bis 2019 Chefdirigent – nun
Ehrendirigent – des Schweizer Sinfonieorchesters
Argovia Philharmonic, das er in dieser Zeit mit frischen
Konzepten und innovativen Formaten künstlerisch
erfolgreich in der Orchesterlandschaft positioniert
hat. Weitere Stationen seiner Laufbahn waren die
Karlsbader Symphoniker, die Tschechische Kammerphilharmonie,
die Münchner Symphoniker, das Tokyo
Kosei Wind Orchestra und die Schlossoper Hallwyl.
Douglas Bostocks Repertoire umfasst ein breites
Spektrum vom Barock bis zur Moderne und eine Vielzahl
selten aufgeführter Werke, zeitgenössische Musik
und Opern. Sein Temperament, sein unverkennbarer Stil
und sein Kommunikationstalent machen ihn zu einem
begehrten Gastdirigenten bei führenden Orchestern
in Europa, Amerika und Asien. In Großbritannien
gastierte er u. a. mit den Orchestern der BBC, dem
Royal Philharmonic Orchestra und dem London Philharmonic
Orchestra. Zu seinen weiteren Gastdirigaten
zählen das Radio-Symphonieorchester Prag, die Prager
Symphoniker, die Norddeutsche Philharmonie, das
Stuttgarter Kammerorchester, das National Orchestra
Washington, New Japan Philharmonic, Tokyo City
Philharmonic und viele weitere amerikanische und
japanische Orchester.
Über 100 CD-Produktionen dokumentieren das künstlerische
Profil von Douglas Bostock. Seine Aufnahmen,
darunter die kompletten Orchesterwerke Carl Nielsens,
die Symphonien Robert Schumanns, eine große Reihe
mit britischer Musik, unter anderem viele Ersteinspielungen,
genießen international hohe Anerkennung.
Als renommierter Pädagoge gibt Douglas Bostock
seine Erfahrungen auch an hochbegabte junge
Dirigenten weiter. So war er Gastprofessor an der
Tokyo National University of the Arts, unterrichtet an
weiteren Musikuniversitäten in verschiedenen Ländern
und leitet internationale Meisterklassen.
Mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim
konnte Douglas Bostock bereits seit 2013 bei ganz unterschiedlichen
Projekten als Gastdirigent große Erfolge
feiern. Als Künstlerischer Leiter prägt und entwickelt er
nun Klang, Stilistik und Programmatik dieses ebenso
traditionsreichen wie innovativen Ensembles weiter.
DAS
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SÜDWESTDEUTSCHE
KAMMERORCHESTER
PFORZHEIM
Ein frischer und packender musikalischer Zugriff und
stilistische Vielfalt von der Alten bis zur Neuen Musik
– das sind die konstanten Erkennungszeichen des
Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim. Das
in der Basis mit vierzehn Streichern aus sieben Nationen
besetzte Ensemble ist eines der ganz wenigen „Fulltime“-
Kammerorchester Europas. So wird eine außergewöhnliche
Homogenität und Flexibilität des Klangbildes
möglich, die auch in größerer Besetzung mit
Bläsern und weiteren Instrumentalisten aus einem
festen Musikerstamm erhalten bleibt.
Gegründet wurde das Südwestdeutsche Kammerorchester
im Jahr 1950 von dem Hindemith-Schüler
Friedrich Tilegant. Rasch fand das Ensemble internationale
Anerkennung: Man sprach vom „Tilegant-
Sound“, der bei den Festspielen in Salzburg, Luzern und
Leipzig und auf weltweiten Konzertreisen zu hören war.
Maurice André, Dietrich Fischer-Dieskau, Frans Brüggen
und Yehudi Menuhin waren nur einige der musikalischen
Größen, mit denen das „Südwestdeutsche“ zusammenarbeitete.
Nach der Tilegant-Ära wurde das Orchester
vor allem durch Paul Angerer, Vladislav Czarnecki,
Sebastian Tewinkel und Timo Handschuh geprägt.
Mit Beginn der Konzertsaison 2019/2020 übernahm der
britische Dirigent Douglas Bostock die künstlerische
Leitung, um seitdem Klang, Stilistik und Programmatik
des Ensembles zu prägen und weiterzuentwickeln.
Auf seinem Erfolgsweg hat das Südwestdeutsche
Kammerorchester neben etlichen Rundfunkaufnahmen
etwa 300 Tonträger eingespielt, von denen eine ganze
Reihe mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden.
Zahlreiche Uraufführungen (Jean Françaix, Harald
Genzmer, Enjott Schneider, Mike Svoboda) belegen
seine Kompetenz auch für die zeitgenössische Musik.
Auch in jüngerer Zeit musizierte das Kammerorchester
mit international bekannten Solisten wie Nigel Kennedy,
Andrea Bocelli, Mischa Maisky, Yuri Bashmet, Christian
Tetzlaff oder Lars Vogt und war in ganz Europa (Festival
Prager Frühling, Schleswig-Holstein-Musikfestival,
Schwetzinger Festspiele, Festival Euro Mediterraneo
Rom, OsterKlang Wien, Sala Verdi Mailand, Auditorio
Nacional Madrid, Berliner Philharmonie), in den USA
und in Japan zu Gast. Daneben erweiterte es seine
Bandbreite durch neue Programmideen und Projekte
in den Bereichen Weltmusik (Giora Feidman), Jazz (Nigel
Kennedy, Sebastian Studnitzky), Crossover (Fools Garden),
Musik und Literatur (Iris Berben, Senta Berger, Hannelore
Hoger), Kabarett (Lars Reichow), Oper (Manfred Honeck)
und Tanz (Nina Corti, Bettina Castaño).
HIGHLIGHTS . 07 2025
KARTENBÜRO . 07231 - 99 33 40
TURMQUARTIER PFORZHEIM
DAS KALTE HERZ ALS GRAPHIC NOVEL
MIT COMICZEICHNER SASCHA HOMMER
Schloss Neuenbürg, Fr. 04.07.25
DR. MABLUES & THE DETAIL HORNS
BURG LÖFFELSTELZ OPEN AIR 2025
Burg Löffelstelz Mühlacker, Sa. 05.07.25
SHREK – THG MUSICAL
ZUSATZTERMINE: MITREISSENDES MUSCIAL
Kulturhaus Osterfeld, Sa. 10.07. + So. 11.07.25
SOMETHING WICKED THIS WAY COMES (PREMIERE)
STÜCK NACH DEM ROMAN VON RAY BRADBURY
Theater Pforzheim, Sa, 12.07.25
TÖCHTER LIEBELSBERGS – JETZT UND HIER
MUSIKKABARETT
Burgruine Zavelstein, Sa. 12.07.25
KULTURSOMMER NORDSCHWARZWALD
Region Nordschwarzwald, Do. 17.07. - So. 17.08.25
4. REMCHINGER BIERKULTUR
OPEN AIR
Kulturhalle Remchingen, Fr. 25.07. + Sa. 26.07.25
INT. STRASSENTHEATERFESTIVAL MIT FIGUREN
Pforzheimer Innenstadt, Sa. 26.07.25
10. LITERATURTAGE NORDSCHWARZWALD
Landkreis Freudenstadt, Fr. 05.09. bis So. 14.09.25
KRÄUTER- UND ERNTEMARKT MAULBRONN
Klosterhof Maulbronn, Sa. 13.09. + So. 14.09.25
RUSSISCHE BILDER
SÜDWESTDEUTSCHES KAMMERORCHESTER PFORZHEIM
CongressCentrum Pforzheim, So. 12.11.25
KULTUR.NORDSCHWARZWALD.DE
UNSERE NÄCHSTEN
AUFTRITTE
IN DER REGION
Sonntag, 06. Juli 2025, 18.00 Uhr
Kapelle St. Sebastian, Neuhausen
Konzert
Werke von Schubert, Bach und Mozart
Julia Ströbel-Bänsch, Oboe
Friedemann Breuninger, Violine und Leitung
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Sonntag, 20. Juli 2025, 14 Uhr
Stadtgarten Pforzheim
GrünTöne – Musik im Stadtgarten
W.A. Mozart: Eine kleine Nachtmusik
Friedemann Breuninger, Leitung
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Sonntag, 20. Juli 2025, 18 Uhr
Ev. Kirche, Pforzheim-Eutingen
Stadtteilkonzert
Werke von Schubert, Vivaldi, Tartini und Mozart
Friedemann Breuninger, Violine und Leitung
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
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Freitag, 25. Juli 2025, 20 Uhr
Nagoldfreibad Pforzheim-Dillweißenstein
Kultur am Beckenrand
Notturno am Pool – Saitenklänge im Nagoldbad
Streichquartett des Südwestdeutschen Kammerorchesters
Pforzheim
Immer aktuelle Informationen – auch zu vielen weiteren
Veranstaltungen, Gastspielen und Tourneen:
www.swdko-pforzheim.de
22 23
DER
FREUNDESKREIS
FREUNDESKREIS
SÜDWESTDEUTSCHES
KAMMERORCHESTER
PFORZHEIM E.V.
Tradition trifft Innovation – diese drei Worte beschreiben
„unser“ Kammerorchester perfekt: die
Verankerung in der reichen klassisch-romantischen
Orchestertradition ebenso wie die Aufgeschlossenheit
für spannende Begegnungen mit Literatur, Jazz,
Weltmusik oder Tanz.
Um die erfolgreiche künstlerische Arbeit des Kammerorchesters
für die Stadt Pforzheim und ihre Region
weiter zu ermöglichen und auszubauen, ist privates
Engagement unerlässlich. Im Freundeskreis sammeln
sich daher Freunde und Mäzene, um die kulturellen
Aufgaben des Orchesters ideell und finanziell mitzutragen.
Seien Sie dabei!!
Der eingetragene und als gemeinnützig anerkannte
Freundeskreis erhebt keine Mitgliedsbeiträge. Für
Ihre steuerlich abzugsfähige Spende nach eigenem
Ermessen erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.
Vorstand:
Ilka Knoth (Vorsitzende)
Prof. Dr. Ulrich Jautz, Philippe A. Singer (Stellvertreter)
Michael Hasch (Schatzmeister)
Informationen:
Tel. (0 72 31) 46 46 44
www.swdko-pforzheim.de/freundeskreis
Seien Sie dabei!
24
KONTAKT
Geschäftsstelle
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Westliche Karl-Friedrich-Straße 257a
D-75172 Pforzheim
Telefon: (0 72 31) 46 46 44
Telefax: (0 72 31) 46 46 43
info@swdko-pforzheim.de
www.swdko-pforzheim.de
Öffnungszeiten:
Montag/Dienstag/Donnerstag: 10–15 Uhr
Mittwoch/Freitag: 10–12 Uhr
Management
Anna Becker, Geschäftsführende Intendantin
NN, Kaufmännische Leitung
Anne-Katrin Mücke, Chefdisponentin / Leitung KBB
Silvia Arnone, Buchhaltung / Verwaltung
Frau Mätschke, Sekretariat / Verwaltung
Paul Rapp, Werkstudent
Verena Landes, FSJ Kultur
Bankverbindung
Sparkasse Pforzheim Calw
IBAN: DE26 6665 0085 0000 6422 58
BIC: PZHSDE66XXX
IMPRESSUM
Redaktion
Anne-Katrin Mücke
Gestaltung
Landauer Design Management, Pforzheim
Fotos
Jean Laffitau, Peter Adamik, Regine Landauer,
Künstler-Agenturen
Redaktionsschluss
15. Juni 2025
Druck
Druck + Medien Pforzheim
Text
HEUTIGE
KONZERTBESETZUNG
VIOLINE I
Friedemann Breuninger, Konzertmeister
Andrzej Brzęcki
Zoltán Martincsek
Marie-Helene Leonhardi
Andrea Langenbacher
VIOLINE II
Gabriele Etz, Stimmführerin
Eleonore Bodendorff
Vera Kleimann
Claudiu Rupa
VIOLA
Dariusz Wasiak, Solo
Tomasz Korniluk
Till Breitkreutz
VIOLONCELLO
Johannes Przygodda, Solo
Konstanze Bodamer
Pamela Arce
KONTRABASS
Simon Wallinger
FLÖTE
Veronika Fuchs
Brigitte Shatunov
OBOE
Kirsty Wilson
Sarah Weinbeer
KLARINETTE
Sven Aberle
Lorenzo Peralta
FAGOTT
Cayetan Cygansky
Hikari Sohma
HORN
Mathias Stelzer
Benedict Schultheiß
TROMPETE
Michael Maisch
Keiko Heinz
PAUKE / PERCUSSION
Yu Fujiwara
LEITUNG
Douglas Bostock
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DANKE ...
26 27
… der Stadt Pforzheim als Orchesterträger,
dem Land Baden-Württemberg als Zuschussgeber,
unserem Freundeskreis,
allen Sponsoren, Förderern und Partnern:
Die Abonnementkonzerte
Douglas Bostock, Leitung
CongressCentrum Pforzheim, Großer Saal
Konzertbeginn 19 Uhr, Einführung 18 Uhr
FREUNDESKREIS
SÜDWESTDEUTSCHES
KAMMERORCHESTER
PFORZHEIM E.V.
12. Oktober 2025
Russische Bilder
SIGNUM Saxophonquartett
Douglas Bostock Leitung
25. Januar 2026
Movie Night
Johannes Steck Moderation
Douglas Bostock Leitung
09. November 2025
Konzertant – Junge Bühne
Louisa Staples Violine
Holly Hyun Choe Leitung
15. März 2026
ÜberBrücken
Douglas Bostock Leitung
GEBRÜDER SCHAICH STIFTUNG
26. April 2026
Nordwind
Tatjana Ruhland Flöte
Douglas Bostock Leitung
28. Juni 2026
SommerSerenade
Sebastian Bohren Violine
Douglas Bostock Leitung
... und allen weiteren Institutionen und Personen,
die uns finanziell und ideell unterstützen.
Abos unter: 07231 / 46 46 44
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das Leben
weniger
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Baugenossenschaft
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