Hof&Markt | Fleisch&Markt | Hof&Gast 6-7/2025
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Inhalt
Hof Markt
Aktuelles S 3-6
Bio-Schafmilch pur!S 11
Marillen sind nicht nur zum
Naschen S 12
Thymian: der Sonnenanbeter
S 13
Fleisch Markt
Grüner Genuss mit
gutem Gewissen
Nachhaltigkeit und Tierwohl als Erfolgskonzepte für Direktvermarktung
und Fleischwirtschaft.
Von Kurt Heinz
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Hof Gast
Tamara Kögl im
Winzer-Talk S 7
Sauer macht lustigSeite 10
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Regionale Produkte gewinnen
(nicht nur) in Österreich
stark an Bedeutung.
Immer mehr Kunden wünschen
sich nachvollziehbare Herkunft,
umweltbewusste Erzeugung
und artgerechte Tierhaltung.
Für Direktvermarkter, Landwirte,
Metzger und Verarbeitungsbetriebe
eröffnen sich
damit eine Fülle an neuen
Chancen – zugleich steigen aber
die Anforderungen und Erwartungen
der Kunden. Hier ist ein
praxisorientierter Überblick über
zentrale Verbände und Gütesiegel,
konkrete Umsetzungstipps
sowie ein Ausblick auf künftige
Vorschriften.
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Fleisch Markt
Die Zeitung für Fleischer und Direktvermarkter Ausgabe 6-7/2025
Der Metzgerfluencer Timo Rögele lässt
seine Follower live dabei sein.
Metzgerhandwerk 2.0
„Lasst euch nicht von der Masse verleiten, lasst uns bei der Qualität bleiben!“
Die Franken Snacker sind der absolute Renner.
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Fotos (3): Metzgermeister Rögele
Ihr Partner für Planung,
Herste lung und Montage
von Schlachtanlagen für
Schweine, Rinder und
Schafe. Generalvertrieb
für EFA Schlacht- und
Zerlegesägen. Vertrieb
von “sämtlichem“ Zubehör
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Gründe für mehr Nachhaltigkeit
und Tierwohl
Kundenwunsch: Konsumenten
legen Wert auf transparente
Produktion, artgerechte Haltung
und kurze Wege.
Marktvorteil: Betriebe, die
glaubwürdig umweltfreundlich
arbeiten und Tierwohl
sicherstellen, heben sich
deutlich vom Wettbewerb ab.
Effizienzsteigerung:
Höhere Haltungsstandards
Von Katrin Hammer
enn Metzgermeister
Rögele Schweine ich nicht enden“, erzählt Timo. Psyche mit dem ganzen Vorpla-
ist. Da habe ich gesagt: So wi l deinen Körper aber auch deine
fachmännisch zerlegt, Er entschied sich für eine Feinwerkmechaniker
Lehre und Reinigung etc.“, feiert Timo das
nen, den Bestellungen, der
Fleisch verarbeitet und Franken
Snacker produziert, dann lässt half nebenbei in der elterlichen Abwechslungsreichtum. Dieses
er sich gerne über die Schulter Metzgerei regelmäßig aus. Nach Jahr hat der „Metzgerfluencer“
schauen. Der 24-jährige Timo und nach entdeckte er doch die die 100.000 Fo lower geknackt,
Rögele setzt dabei auf eine, für Leidenschaft für das Metzgerhandwerk
und wechselte in geschönte Instagram-Bilder oder
wobei es ihm nicht darum geht,
das Metzgerhandwerk eher
ungewöhnliche, Kommunikation:
Social Media. Dass dies ist ein leidenschaftlicher Beruf. kreieren, sondern vielmehr den
den Familienbetrieb. „Metzger das perfekte Metzgerimage zu
jedoch genau den Zeitgeist trifft, Es ist ein Beruf für alle Sinne: realen Metzgera ltag zu zeigen.
beweist sein Erfolg auf YouTube, du musst fühlen, hören z.B. „Ich möchte jedem, der sich für
Twitch & Co . In seinen Live- beim Cuttern oder Ausbeinen, das Metzgerhandwerk interessiert,
die Möglichkeit geben
Streams und Videos zeigt er mit du musst riechen, du musst
viel Leidenschaft für das Handwerk,
was es heißt Metzger zu schmeck, du siehst das Produkt, das damals gefehlt hat. Ich finde
schmecken, um zu wissen ob‘s sich zu informieren, weil mir
sein. Dabei wollte der Unterfranke
niemals Metzger werden. schön angerichtet sein – da zutage die Nähe zum Produkt
es muss Farbe haben, optisch auch, dass den Menschen heut-
„Ich habe gesehen, wie der Vater sind alle Sinne dabei. Dass du fehlt, die sollen sie wieder ein
oft im Büro bis abends arbeitet das a les hast plus du hast einen bisschen mehr bekommen. Dass
und auch oft dort eingeschlafen handwerklichen Ausgleich für man weiss, was steckt über-
Lesen Sie weiter auf Seite 18 ›
Fleisch&Markt
ab Seite 17
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Seite 2, 6-7/2025
Coverstory
Hof & Markt
Editorial
Besonders Siegel die Wildkräuter Fokusbereich möchten die
Mindestanforderung
Schwestern vor den Vorhang holen.
100 % Österreich, definierte
AMA Gütesiegel Herkunft & Qualität
Futter und Haltungsregeln
Satt & Sonnig
Impressum
von Kurt
& Michael
Heinz
Wenn der Sommer in vollem Glanz erstrahlt, beginnt für Direktvermarkter,
Fleischer und Weinbauern die wohl arbeitsintensivste,
aber auch schönste Zeit des Jahres. Jetzt zeigt sich, was über
Monate gepflegt, gehegt und vorbereitet wurde – und was bald in
Theken, Hofläden und Gläsern landet.
In der Direktvermarktung dreht sich alles um Frische, Authentizität
und Nähe zum Kunden. Wer seine Produkte selbst vertreibt, weiß:
Sommerzeit ist Genusszeit! Frisches Gemüse wie Tomaten, Gurken,
Zucchini und knackiger Salat füllen die Auslagen. Tipp: Kleine Verkostungen
direkt am Hofladen schaffen Nähe und animieren zum Kauf
– gerade Touristen lieben das.
Für Metzger bedeutet der Sommer Grillzeit. Bratwürste in neuen
Geschmacksrichtungen, marinierte Steaks oder Grillpakete mit
regionalem Touch gehen jetzt besonders gut. Wer seine Kundschaft
überraschen möchte, bietet saisonale Spezialitäten an – vielleicht mal
Lamm oder Wild vom Jäger nebenan? Transparenz und Regionalität
sind hier Trumpf.
Im Weinbau läuft der Sommer zwischen Blüte und Reifephase. Die
Laubarbeiten fordern Aufmerksamkeit, das Wetter muss beobachtet
werden, Hagelschutz und Pflanzenschutz stehen im Fokus. Jetzt
entscheidet sich, wie gesund und voll die Trauben im Herbst gelesen
werden können. Tipp: Mit kleinen Sommer-Events oder Weinproben
direkt am Weinberg kann man neue Kunden gewinnen und Stammkunden
binden.
Mit einer Abo-Bestellung (10 Ausgaben/€ 46,-) verpassen Sie
zukünftig garantiert keine Ausgabe mehr! Schicken Sie dafür einfach
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mit Ihren Daten an office@hofundmarkt.at oder benützen Sie unser
Abo-Bestellformular auf www.hofundmarkt.at/abo-bestellung/
Hof&Markt/Fleisch&Markt/Hof&Gast erscheint 2025 bereits
10-mal/Jahr und erreicht Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und
Winzer in ganz Österreich, Südtirol und Süddeutschland. In der
nächsten Ausgabe Ende August blicken wir hoffentlich auf einen
stabilen und ertragreichen Sommer zurück. Außerdem haben wir die
Themen Lebensmittel-Automaten, Gemüse&Obst-Verarbeitung und
in Hof&Gast die Themen Flaschen & Etiketten sowie Pizza & Pasta. In
Fleisch & Markt haben wir die Fachthemen Messer & Schleifsysteme,
Aufschnittmaschinen, Convenience unser Hygiene-Spezial sowie in
unserer Herstellungs-Serie die „Bratstelze“. Bis dahin wünschen wir
Ihnen einen schönen Sommer.
Hof Markt
Fleisch Markt
Hof Gast
Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz (MedG) für die Print-Ausgabe der Zeitung
„Hof&Markt“ | Medieninhaber: H1 Medien & GASTRO Verlag GmbH, Gersthofer
Straße 87, 1180 Wien | Herausgeber, Verleger: H1 Medien & GASTRO Verlag
GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Tel.: +43/664/7510 26 29, E-Mail: office@
hofundmarkt.at | Gegenstand des Unternehmens: Herausgabe, Verlag, Druck und
Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstigen periodischen Druckschriften.
Die Durchführung von Werbungen aller Art, insbesondere Inseratenwerbung (Anzeigenannahme),
Plakatwerbung, Ton- und Bildwerbung, Reportagen, Ausarbeitung
von Werbeplänen und alle sonstigen zur Förderung der Kundenwerbung dienenden
Leistungen. | Blattlinie: Hof & Markt versteht sich als das Informationsmedium für
alle Direktvermarkter, Fleischer, Heurige und Winzer des gesamten deutschsprachigen
Raumes. Hof & Markt ist unabhängig und bündelt mediengerecht das Beste aus
allen Informations- und Unterhaltungsbereichen. Alle verwendeten geschlechtsspezifischen
Formulierungen meinen die weibliche und männliche Form
| Redaktion: Kurt Heinz (Chefredakteur), Michael Heinz (Chef vom Dienst), Katrin
Hammer, Andrea Jungwirth, Petra Pachler, Nele Klaffl | Anzeigen: H1 Medien & GAS-
TRO Verlag GmbH, Gersthofer Straße 87, 1180 Wien, Kurt HEINZ Tel.: +43/664/7510
26 29, E-Mail: k.heinz@hofundmarkt.at und Michael HEINZ Tel.: +43/664/521 69 36,
E-Mail: m.heinz@hofundmarkt.at | Grafik: der bock – Werbeagentur Georg BOCK,
A - 2345 Brunn am Gebirge, Krotenbachgasse 21, Tel.: +43/699/191 303 42, E-Mail:
office@derbock.at | Lektorat: Andrea
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Fischer | Fotos Blitzlichter: Michael Heinz
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| Hersteller: Druckerei Ferdinand Berger &
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BIO AUSTRIA
Österreichisches
Tierschutz Label
IP SIGL
senken Stress, Krankheiten und
Antibiotikaeinsatz – das spart
Kosten langfristig.
Relevante Verbände
und Programme in
Österreich
Ökologische Erzeugung
Strengerer Bio Standard
Erweiterte Tierwohlkriterien
Integrierte Produktion
AMA Marketing GmbH (AMA
Gütesiegel): Staatlich unterstütztes
Qualitätssiegel für
Produkte aus 100 % österreichischer
Erzeugung. Geeignete
Futterstandards und Herkunftsnachweis
sind Voraussetzung.
Direktvermarkter können über
die „AMA Direktvermarktung“
ihre Produkte kennzeichnen.
BIO AUSTRIA: Größter
Biolandbauverband des Landes
mit strengen Richtlinien zu
Fütterung, Flächenbewirtschaftung
und Tierhaltung. Mitglieder
profitieren von gemeinsamer
Vermarktung und Bekanntheitsgrad.
Landwirtschaftskammer
Österreich (LKÖ) – Tierschutz
Aktionsplan: Bietet Leitfäden
und Schulungen zum Thema
Tierwohl. Das Tierschutz Label
zeichnet Betriebe aus, die über
die gesetzlichen Mindestanforderungen
hinausgehen.
Integrierte Produktion (IP
SIGL): Freiwilliges Programm
für umweltverträgliche Produktionsverfahren,
ursprünglich für
Obst, Gemüse und Wein, zunehmend
auch auf Fleisch- und
Futtermittelbereiche anwendbar.
Initiative Tierwohl (ITW):
Adaptierte Formen des deutschen
Modells ermöglichen eine transparente
Kennzeichnung unterschiedlicher
Tierhaltungsstufen
in Kooperation mit Verarbeitern.
Umsetzungstipps
Analyse und Planung: Erstellen
Sie eine Bestandsaufnahme
aller Abläufe – von Fütterung
über Stallklima bis Transport
und Schlachtung. Definieren Sie
kurz-, mittel- und langfristige
Maßnahmen.
Schulung: Bauen Sie Know how
auf, zum Beispiel über Seminare
der LKÖ oder BIO AUSTRIA.
Ziehen Sie externe Berater oder
Tierärzte hinzu, um Optimierungspotenziale
zu erkennen.
Dokumentation: Führen Sie
lückenlose Aufzeichnungen
zu Futter, Tiergesundheit und
Betriebsabläufen. Nutzen Sie
digitale Farmmanagement Tools
zur transparenten Nachverfolgung.
Kommunikation: Präsentieren
Sie Ihre Maßnahmen und
Gütesiegel proaktiv – etwa über
Hofporträts, Social Media Posts,
Betriebsführungen und Verkostungen.
Ehrliche, anschauliche
Geschichten schaffen Vertrauen.
Regionale Kooperation: Vernetzen
Sie sich mit Nachbarbetrieben,
Gastronomen und Märkten.
Gemeinsame Aktionen wie
Verkostungsevents stärken das
regionale Profil und locken neue
Kunden.
Ausblick: Kommende
Vorschriften
EU Tierhaltungsverordnung
(„Farm to Fork“): Ab 2027
verbindliche Kennzeichnungssysteme
auf Verpackungen,
Info
AMA Gütesiegel: amainfo.at/de-at/siegel/ama-guetesiegel
EU Bio Logo: ec.europa.eu/info/food-farming-fisheries/farming/
organic-farming/organic-logo_de
BIO AUSTRIA: www.bio-austria.at
Österreichisches Tierschutz Label: www.tierschutzlabel.at
IP SIGL (Integrierte Produktion): www.ip-sigl.at
EG Öko Verordnung: Verzicht
auf chemische Spritzmittel
Höhere Anforderungen als EU
Öko Verordnung
Mehr Platz, Beschäftigungsmaterial,
reduzierte Besatzdichte
Umweltschonender Pflanzenschutz,
Nährstoffmanagement
Foto: pixabay
die Haltungsbedingungen klar
ausweisen.
Nationaler Aktionsplan Tierwohl:
Verbindliche Mindestanforderungen
an Stallgrößen,
Außenklimarichtlinien und
Qualifikation für Tierhalter bis
2026.
Erweiterte Berichtspflichten:
Ab 2025 müssen Betriebe ab
einer bestimmten Größe jährlich
Umwelt und Tierwohl Berichte
veröffentlichen.
Emissionsminderung: Strengere
Vorgaben für Methan und
Ammoniak Emissionen aus der
Tierhaltung. Staatliche Förderungen
unterstützen Gülleaufbereitung
und Agroforst-
Systeme.
Digitales Monitoring: Einsatz
von Sensorik und KI zur Echtzeitüberwachung
von Stallklima
und Tierverhalten wird gefördert
und könnte zur Pflicht werden.
Mit klaren Maßnahmen,
passenden Gütesiegeln und
transparenter Kommunikation
sichern Sie heute die Wettbewerbsfähigkeit
und erfüllen
morgen rechtliche Standards.
Setzen Sie auf Nachhaltigkeit
und Tierwohl – für gesunde
Tiere, zufriedene Kunden und
zukunftsfähige Betriebe!
& Hof Markt
Aktuelles
Seite 3, 6-7/2025
Gemeinsam stark
Sieben Bio-Verbände aus
Deutschland, Österreich
und Südtirol haben sich zu einer
länderübergreifenden Allianz
zusammengeschlossen, um die
ökologische Landwirtschaft
zukunftsfähig zu gestalten. Auf
den Öko-Feldtagen präsentierten
BIO AUSTRIA, Bioland,
Biokreis, Bioland Südtirol,
Biolandwirtschaft Ennstal,
Gäa und Demeter Österreich
ihre gemeinsame Initiative: die
„Bio-Allianz e.V.“.
Die Verbände setzen mit
diesem Bündnis ein Signal für
mehr Zusammenarbeit in der
Bio-Branche. „Die Herausforderungen
in der ökologischen
Landwirtschaft und am Bio-
Foto: BIO AUSTRIA
Markt lassen sich nur durch
gemeinsame Anstrengungen
bewältigen“, betonen die Vertreter
unisono. Ziel ist es, die Nachhaltigkeitsleistungen
der Bio-
Betriebe sichtbarer zu machen
und mit vereinten Kräften faire
und existenzsichernde Preise
durchzusetzen. Ein zentrales
Element der Kooperation ist
ein gemeinsames Rohwarenmanagement,
das für eine zuverlässige
Versorgung der Märkte
sorgen soll. Qualitätssicherung
wird vereinheitlicht, Verbandsstandards
angeglichen, und
regionale wie überregionale
Strukturen gestärkt. Die Bio-
Allianz steht offen für weitere
Verbände, die gemeinsam an
Vermarktung, Qualitätssicherung
und fachlicher Weiterentwicklung
arbeiten wollen.
www.bio-austria.at
Kurz notiert
Social Media trifft Ackerboden
Zahlreiche Interessierte besuchten vor Kurzem den Betrieb der
Farmfluencer Matthias Öhlzant und Kerstin Müller, bekannt
unter dem Namen Wald4tler Natur Gut, in Niederösterreich, um
sich intensiv mit dem Thema Kreislaufwirtschaft beim Anbau
von hochwertigen Lebensmitteln auseinanderzusetzen. Die Exkursion
wurde von den Vereinen Wirtschaften am Land und Junge
Landwirtschaft Österreich im Rahmen des Farmfluencer-
Projektes ermöglicht. Farmfluencer sind junge Bäuerinnen und
Bauern, die über soziale Medien authentische Einblicke in die
Landwirtschaft geben.
D E R V A K U U M F Ü L L E R &
P O R T I O N I E R S Y S T E M E
VAKUUMFÜLLER DER
NEUESTEN GENERATION
Käsebotschafter 2025
RVF 200
Foto: ©Verein Käsesommelier Österreich
Karl Neuhofer, Obmann
und Gründungsmitglied
der ARGE Heumilch, wurde
beim Käsesommelierabend in
Anthering als „Käsebotschafter
Österreichs 2025“ ausgezeichnet.
Der Verein Käsesommelier
Österreich ehrte ihn für seinen
jahrzehntelangen Einsatz für
die Heuwirtschaft und die
Heumilch-Käsespezialitäten.
Heumilch steht für Qualität,
Tradition und Nachhaltigkeit:
Tiere werden im Sommer mit
frischem Gras und Kräutern
sowie im Winter mit hochwertigem
Heu gefüttert, Silage ist
verboten. Dadurch entsteht eine
Milch, die sich ideal für Hartkäse
aus Rohmilch mit langer
Reifezeit sowie für hochwertige
Schnittkäse ohne Zusatzstoffe
Gute Nachrichten
Foto: Berglandmilch
eignet. Seit der Gründung der
ARGE Heumilch 2004 treibt
Neuhofer als Obmann die
Entwicklung der Heuwirtschaft
voran. Unter seiner
Führung erhielt Heumilch 2016
das EU-Gütesiegel „garantiert
traditionelle Spezialität“ und
wurde 2024 von der FAO als
„landwirtschaftliches Kulturerbe
von globaler Bedeutung“
anerkannt. „Die Auszeichnung
ist eine Bestätigung dafür, dass
wir den richtigen Weg gehen“, so
Neuhofer.
www.heumilch.com
Berglandmilch setzt ein
starkes Zeichen für mehr
Tierwohl und Nachhaltigkeit
und investiert jährlich über 33
Millionen Euro in besondere
Tierwohlleistungen. Ab dem
1. Juli 2025 wird das Milchgeld
erhöht, um die Bauern für ihre
Bemühungen in tierwohlgerechter
Haltung zusätzlich zu
belohnen.
Geschäftsführer DI Josef
Braunshofer erklärt: „Wir
erhöhen die Anreize für nachhaltige
und tierwohlgerechte
Haltungssysteme ab 1. Juli
um einen weiteren Cent pro
Liter angelieferter Milch.
Schon über 40 Prozent unserer
angelieferten Milchmenge
kommt von Höfen, die in der
höchsten Tierwohlbonusstufe
wirtschaften.“ Die Bonuszahlungen
honorieren besonders
tierfreundliche Stallungen und
Praktiken wie Weidehaltung,
Auslauf oder Almwirtschaft.
Dies unterstützt die Betriebe
bei der Umstellung auf nachhaltige
Haltungssysteme, die
neben dem Tierwohl auch
den Klimaschutz fördern. Die
Milchbauern setzen dabei auf
heimisches, GVO-freies Futter,
verzichten auf Glyphosat und
Milchaustauscher und arbeiten
mit Tierärzten im Rahmen
eines Tiergesundheitsmonitorings
zusammen. Nachhaltige
Milchproduktion und gesunde
Kühe sind für die Genossenschaft
ein langfristiges Anliegen,
das sich auch wirtschaftlich
lohnen soll.
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Seite 4, 6-7/2025
Portrait
Hof & Markt
Foto: Verpackungsstadl stock.adobe.com
Foto: Verpackungsstadl
Die Verpackungsstadl
GmbH beliefert Direktvermarkter
in ganz
Europa.
Verpackung mit Handschlagqualität – für alle,
die Wertvolles herstellen
Wer hochwertige Lebensmittel produziert, weiß: Der erste Eindruck zählt. Und genau hier beginnt die
Verpackung zu sprechen.
Sie ist nicht bloß Hülle,
sondern Botschafterin der
Qualität. Die Verpackungsstadl
GmbH mit Sitz in Oberösterreich
hat sich seit über einem
Jahrzehnt genau dieser Aufgabe
verschrieben – als spezialisierter
Großhändler für Verpackungslösungen
in der Direktvermarktung.
Das Unternehmen beliefert
Direktvermarkter in ganz Europa
mit einem durchdachten Sortiment
an Verpackungen, das
speziell auf die Bedürfnisse
von Lebensmittelproduzenten
zugeschnitten ist. Ob Einmachgläser,
Glasflaschen, Kartonagen,
Papier- oder Kunststoffverpackungen
– bei Verpackungsstadl
findet man alles, was das
Produkt schützt und dabei auch
optisch überzeugt. Die breite
Produktpalette richtet sich an
Landwirte, Imker, Ölmüller,
Manufakturen und Hofläden,
die ihre Waren hochwertig,
funktional und dennoch leistbar
verpacken wollen.
Besonders beliebt im Sortiment
sind die Glasflaschen-
Serien Maraska und Dorica.
Diese eignen sich ideal zum
Abfüllen von Öl, Essig, Sirup
oder Dressings – und zwar nicht
nur aus praktischen Gründen.
Das edle, schlichte Design der
Flaschen verleiht jedem Produkt
eine ansprechende Optik und
unterstreicht dessen Wertigkeit.
Erhältlich sind beide Varianten in
transparentem sowie in antikem
Glas, etwa in Braun- oder Grüntönen,
jeweils in Füllmengen von
100 bis 1000 Millilitern. Passende
Verschlüsse, Schrumpfhülsen
und Geschenkverpackungen
runden das Angebot ab – alles
bequem online bestellbar, mit
rascher Lieferung direkt an die
Haustür oder in den Betrieb.
Verpackungsstadl setzt dabei
nicht nur auf ein großes Sortiment,
sondern auch auf Flexibilität
und Serviceorientierung. Der
Einkauf funktioniert unkompliziert
über den firmeneigenen
Onlineshop, wobei sowohl
Kleinstmengen als auch Palettenabnahmen
möglich sind. Wer
lieber persönlich bestellt oder
spezielle Anforderungen hat,
erreicht das Team telefonisch
oder per E-Mail – kompetent,
freundlich und lösungsorientiert.
Diese Kundennähe ist kein leeres
Versprechen, sondern ein gelebter
Teil der Unternehmensphilosophie,
die auf Bodenständigkeit,
Erfahrung und Handschlagqualität
baut.
Ein besonderes Highlight
stellt das monatlich wechselnde
Sonderangebot dar – das sogenannte
„Produkt des Monats“.
Im Juli sind es die beliebten
Sturzgläser Prag, die sich durch
ihre besonders praktische
Form auszeichnen. Anders als
herkömmliche Gläser haben
sie keine Gewindeverjüngung,
wodurch sie sich besonders gut
befüllen und reinigen lassen.
Zudem eignen sie sich hervorragend
für Produkte, die direkt
aus dem Glas genossen werden
– wie etwa Joghurt, Aufstriche
oder Chutneys. Die Gläser sind
in Größen von 130 bis 870 Millilitern
verfügbar und im Juli zu
einem attraktiven Vorteilspreis
erhältlich.
Die Verpackungsstadl GmbH
ist damit weit mehr als nur ein
Großhändler. Sie ist ein verlässlicher
Partner für alle Direktvermarkter,
die ihren Produkten mit
der passenden Verpackung den
letzten Schliff geben wollen – sei
es am Marktstand, im Hofladen
oder beim Versand. Denn eine
gute Verpackung schützt nicht
nur das Produkt – sie erzählt
dessen Geschichte.
Mehr Informationen, das
gesamte Sortiment sowie aktuelle
Aktionen finden Interessierte
unter
www.verpackungsstadl.at.
& Hof MarktAktuelles
Seite 5, 6-7/2025
Milchmärkte
unter Druck
Witterungsprobleme und
Tierseuchen haben 2025
zu einem knappen Angebot an
Milch in der EU geführt, was
international zu steigenden
Preisen und höheren Kosten
führt. Dennoch konnte Österreich
im ersten Quartal 2025
seine Milchexporte weiter
steigern: Der Exportwert legte
auf 483,8 Mio. € zu (plus 8,6
%), auch die Importe stiegen
auf 321,9 Mio. € (plus 13,4 %).
Der Außenhandelssaldo blieb
mit 161,9 Mio. € positiv.
Haupttreiber des Wachstums
sind knappe EU-weite
Milchfettmengen und eine
stabile Nachfrage. Besonders
fetthaltige Produkte sind
betroffen. MVÖ-Präsident
Helmut Petschar sieht die hohe
Qualität heimischer Produkte
als Erfolgsfaktor: Innovation,
Gentechnikfreiheit, nachhaltige
Produktion in kleinbäuerlichen
Betrieben, hohe Bioanteile und
Programme wie Heumilch oder
Biowiesenmilch sichern Österreichs
Wettbewerbsfähigkeit.
Auch der neue AMA-Tierwohlstandard
„Tierhaltung
plus“ stärkt die Marktposition
– insbesondere Richtung
Deutschland. Wegen steigender
Importe fordert Petschar
erneut eine verpflichtende
Herkunftskennzeichnung, um
Konsumenten klare Kaufentscheidungen
zu ermöglichen.
Info
Milchverband Österreich
(MVÖ)
Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-
Platz 1, 1020 Wien
www.milch.or.at
Preisserie
Marzek Etiketten+Packaging
setzt seine Erfolgsserie
fort und konnte sich erneut bei
den FINAT-International-Label-
Awards sowie beim WorldStar
Award durchsetzen. Wie schon
in den Vorjahren gelang es dem
Familienunternehmen aus
Traiskirchen, die internationalen
Jurys mit kreativen, technisch
anspruchsvollen Etikettenprojekten
zu begeistern. Das Etikett
„Braunrath Blaufränkisch“ aus
dem Weingut Martin Braunrath
wurde dabei mit dem Judges’
Award ausgezeichnet. „Bei diesem
Projekt ist es gelungen, das Design
kunstvoll mittels Sieb-Relieflack
herauszuarbeiten und mithilfe
einer darunterliegenden grauen
Rasterung einen 3D-Effekt zu
erzeugen“, erläutert CEO Dr.
Johannes Michael Wareka.
Neben diesem Sieg konnten sechs
weitere Projekte eine „Highly
Commended“-Auszeichnung in
der Kategorie Marketing / End-
Uses – Alcoholic Drinks erringen.
Verwendet wurden dabei hochwertige
Bedruckstoffe mit haptischen
wie optischen Elementen.
Nur eine Woche später folgte der
nächste Erfolg: der WorldStar
Award 2025 in der Kategorie
„Alcoholic Beverages“ für ein
Echtholzetikett für Horvath’s
Eier- und Zirbenliköre. „Beide
Auszeichnungen sind das Ergebnis
des Engagements unserer
hochqualifizierten Experten“, so
Wareka.
www.marzek.at
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das Original
Im Snackformat
Seite 6, 6-7/2025
Aktuelles
Hof & Markt
Foto: Land schafft Leben
Kolumne
Verantwortung am Grill
Von Hannes
Royer
Wenn der Sommer in Österreich angekommen ist, darf eines
auf keinen Fall fehlen: das Grillen. Für viele ist vermutlich
das Fleisch der Star auf dem Grillrost. Steak, Bratwürstel, Hühnerspieße,
Kotelett – an Auswahl mangelt es definitiv nicht. Woran es
aber sehr wohl oft mangelt, ist das Wissen darüber, wo das Fleisch
herkommt. Denn dessen Herkunft muss in gewissen Fällen nicht
gekennzeichnet werden. Zum Beispiel, wenn es abgepackt und in
irgendeiner Art und Weise verarbeitet ist.
Mit „verarbeitetem Fleisch“ sind aber nicht nur etwa Würstel
gemeint, sondern es reicht aus, wenn das Fleisch bereits gewürzt
oder mariniert ist. Also auch bei vormarinierten Steaks oder fertigen
Hühnerspießen sehen Konsumentinnen und Konsumenten oft
nicht direkt, wo das Tier gelebt hat oder geschlachtet wurde. Für
mich als Landwirt macht aber gerade das den großen Unterschied.
Die Herkunft sagt immerhin nicht nur aus, wie weit der Transportweg
war, sondern auch, wie die Nutztiere gehalten wurden.
Mit unseren Konsumentscheidungen haben wir es in der Hand,
wie Lebensmittel in Österreich produziert werden und ob wir
unsere hohen Standards beibehalten können. Es zahlt sich also
aus, bei der nächsten Grillerei bewusst auf Regionalität zu setzen.
Das geht nämlich auch, wenn die Herkunftskennzeichnung bei
verarbeitetem Fleisch noch nicht verpflichtend ist. Viele Hersteller
geben die Herkunft mittlerweile freiwillig an. Dass die Tiere in
Österreich geboren, gemästet, geschlachtet und zerlegt wurden,
zeigt auch das rot-weiß-rote AMA-Gütesiegel. Oder man umgeht
die lückenhafte Kennzeichnungspflicht einfach, indem man das
Fleisch selbst mariniert oder direkt ab Hof kauft. Welche Möglichkeit
auch immer wir nutzen, wir können und sollten Verantwortung
dafür übernehmen, was wir heute auf den Grill legen – und
wie unsere Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion morgen
aussieht.
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Buchtipps
Brot für Anfänger
Österreich ist mit einer Vielfalt, die von Dinkelbroten
bis hin zu Sauerteig reicht, eine wahre Brotnation.
Doch Brot selbst zu backen will gelernt sein. Dieses
Buch eröffnet Einsteigern den Weg in die Welt des
Brotbackens und ist als interaktiver Ratgeber Teil der
neuen Guide-Reihe des Verlags. Brotback-Blogger
Lutz Geißler begleitet die Leser dabei mit fundiertem
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Heilpflanzen kennenlernen
Rudi Beiser inspiriert, motiviert und begleitet Beginner
auf ihrem Weg zur eigenen pflanzlichen Hausapotheke
und zum Wohlfühl-Programm mit Heilpflanzen. In drei
Leveln vertieft er Wissen über Powerpflanzen, Sammeln
und Verarbeiten. Der Profi verrät Verwöhn- und
Heilrezepte sowie Insider-Tipps. Checklisten, Experimente,
digitale Extras und Quizze animieren, aktiv zu
werden und machen Lust auf mehr.
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Umfang: 144 Seiten
Einband: Gebunden
20, 60 €
ISBN: 978-3-8186-2684-6
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Sisi in Griechenland
Die legendäre Kaiserin Elisabeth entkam gern dem
strengen Hofleben und suchte Freiheit vor allem auf
Reisen. Besonders zog es sie nach Griechenland, wo
sie sich von der Mythologie und Kultur inspirieren ließ.
Stefan Haderers Buch beleuchtet diese Reisen eindrucksvoll.
Die neue Sonderausgabe ergänzt das Werk
mit bisher unveröffentlichten Archivfunden und einem
seltenen Bericht von Kronprinz Rudolf.
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Umfang: 287 Seiten
Einband: Gebunden
43 €
ISBN: 9798314366028
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Alles rund um Pilz
Bei Flexitariern, Vegetariern und Veganern längst beliebt,
sind Pilze ein vielseitiger Fleischersatz. Doch
selbst gesammelt schmecken sie gleich noch besser.
Welche Sorten sich wie am besten zubereiten lassen,
zeigen Gerhard Schuster und Christine Schneider in
ihrem neuen Buch. Neben beliebten Klassikern finden
sich darin auch überraschende Ideen – von Pilz-Sushi
bis zu raffinierten Neuinterpretationen.
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In allen Formen
Wer auf der Suche nach Ideen ist, seine selbstgezüchteten
Pilze zu nutzen, wird in diesem Buch fündig. Die
Pilzexpertinnen Lorraine und Jodie Caley entschlüsseln
die Geheimnisse der Pilzzucht und präsentieren
30 Pilz-Projekte für drinnen und draußen – darunter
Rezepte für ein Pilzgewürz oder Anleitungen für eine
stylische Pilzvase, ergänzt durch spannende Fakten
und ein übersichtliches Pilzverzeichnis.
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Umfang: 192 Seiten
Einband: Gebunden
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ISBN: 978-3-8186-2487-3
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Foto: Weingut Kögl
Die Weine von Tamara Kögl entwickeln sich im Glas, sind klar und fokussiert.
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„Wein darf einfach Wein sein,
schmecken und Freude bereiten!“
Tamara Kögl im Winzer-Talk über den
Buschenschank als Brückenbauer, den
eigenen Stil und Vorurteile gegenüber
biodynamischen Wein.
Von Katrin Hammer
schutzmittel, die in den Saftstrom
der Pflanze eindringen,
sondern nur Mittel, die an der
Oberfläche der Pflanze haften,
um sie vorbeugend vor Pilzkrankheiten
zu schützen. Die
Meisten kennen den weißen Pilzrasen
von ihren Tomatenpflanzen.
Diesen gilt es zu verhindern,
weil er die Ernte vernichten
kann. Aus dem biodynamischen
Gedanken heraus möchten wir
die Biodiversität noch weiter
ausbauen, bei den Pflanzen im
Weingarten, bei den Mikroorga-
Lesen Sie weiter auf Seite 8 ›
Wie zeichnen sich die Weine
aus dem Hause Kögl aus?
Wie beschreiben Sie Ihre
Handschrift?
Meine Weine haben sich in den
letzten Jahren zu einer eigenständigen
Linie entwickelt, die
sich von anderen Weinen in der
Südsteiermark abhebt. Durch
die biodynamische Bewirtschaftungsweise
und die Gärung mit
wilden Hefen aus dem Weingarten
haben meine Weine zurückhaltende
Frucht. Sie springen
einem nicht aus dem Glas
entgegen, das mag ich an meinen
Weinen und das schätzen meine
Kunden. Meine Weine entwickeln
sich im Glas, sind klar und fokussiert
und bringen einfach Freude.
Was machen Sie anders als
die Generation vor Ihnen?
Wie hat sich das Weingut
verändert mit den Jahren?
Als ich vor 15 Jahren begonnen
habe im Weingut Wein zu
machen habe ich mich zuallererst
selbst ausprobieren und
finden müssen. Mit 2013 war
dann klar, dass der biologische
Weg genau richtig für mich und
mein Weingut ist. Wenn man
sich dann weiter in das Thema
vertieft, stößt man auf die biodynamische
Wirtschaftsweise
und das macht mir am meisten
Freude.
Ihre Weine werden nach Demeter-Richtlinien
vinifiziert.
Was bedeutet das?
Die Basis dafür ist natürlich die
biologische Landwirtschaft. Das
heißt: keine Herbizide, keine
Pestizide und keine Pflanzen-
Seite 8, 6-7/2025
Winzertalk
Hof Gast
Foto: Weingut Kögl
Für die Winzerin ist der Buschenschank ein Brückenbauer.
nismen im Boden und mit Tieren
am Hof. Die Weingärten werden
auf jeden Fall mit den biodynamischen
Präparaten gestärkt. Dabei
geht es unter anderem darum das
Wurzelwachstum zu fördern und
die Reben zu stärken. Aus meiner
persönlichen Sicht geht es auch
darum die Energieströme der
Pflanzen im Fluss zu halten und
so die Selbstheilungskräfte aktiv
wirken zu lassen. Aber darüber
könnte man Stunden diskutieren.
Wir arbeiten auch mit Tees und
nach Möglichkeit mit den Mondphasen.
Biodynamie ist einfach
ganzheitliche Landwirtschaft.
Wird im Weingarten und
Keller auch hin und wieder
experimentiert?
…immer. Wenn man sich entwickeln
möchte, dann ist ausprobieren
ganz wertvoll.
Was macht einen traditionellen
Buschenschank aus?
Mit welchen Köstlichkeiten
verwöhnen Sie Ihre Gäste?
Gibt es No-Goes für einen
Buschenschank?
Einen Buschenschank darf
nur ein Landwirt betreiben. Er
serviert vornehmlich hausgemachte
Jausen und nur eigene
Weine. Das ist wichtig, viele
wissen das nicht. Und wir
servieren nur kalte, hausgemachte
Speisen und Getränke.
Wenn man also nach einem Bier,
einem Kaffee oder einer warmen
Suppe sucht, darf man sich einige
Meter weiter bewegen, zu einem
unserer tollen Wirtshäuser in der
Nachbarschaft.
Wie wichtig ist der Buschenschank
für Ihren Betrieb?
Der Buschenschank ist ein
Brückenbauer. Er ist die Plattform,
wo Menschen zusammen
kommen, unkompliziert Weine
kosten können und sich in einer
gemütlichen, entspannten Atmosphäre
austauschen. Für mich ist
er Brückenbauer, weil es leider
so viele Vorurteile dem biologischen
und biodynamischen Wein
gegenüber in der Gesellschaft
gibt. Biodynamischer Wein muss
nicht trüb sein, er muss nicht
orange sein und er verdient definitiv
eine zusätzliche Chance bei
Menschen, die ihn bereits vor 20
Jahren abgestempelt haben. Aus
meiner Sicht gibt es nicht den
konventionellen, den biologischen
und den biodynamischen
Geschmack in einem Wein. Wein
darf einfach Wein sein, schmecken
und Freude bereiten – und
dass er biologisch und biodynamisch
produziert ist, ist die Krone
oben drauf. Dann macht‘s wirklich
Freude.
Info
Weingut Kögl
Ratsch 59
A-8461 Ratsch an der
Weinstraße
Tel.: +43 3453 4314
welcome@weingut-koegl.com
www.weingut-koegl.com
Foto: Merano WineFestival(1)
Neues Terrain
für das Merano
WineFestival
Wenn das Merano WineFestival
ruft, blicken Weinliebhaber
traditionell nach Südtirol.
Doch diesmal führte das Festival
unter dem Titel Merano Wine-
Festival Calabria – Essence of the
South in Italiens tiefem Süden
– nach Cirò und Cirò Marina.
Auch GASTRO war vor Ort,
um diesen besonderen Auftakt
mitzuerleben. Eine Region, die
in der internationalen Weinwelt
bislang eher im Schatten stand,
aber genau das ändern möchte.
Jahrtausendealte
Weintradition
Das Festival machte Station
inmitten mediterraner Landschaften,
zwischen Weinbergen,
Olivenhainen und dem Ionischen
Meer. Der Auftakt im historischen
Zentrum von Cirò war
ebenso elegant wie entspannt:
offene Verkostungen, Musik in
den Gassen, lokale Spezialitäten.
Über 1.200 Gäste tauchten ein in
die Vielfalt südlicher Rebsorten,
darunter auch Weine aus Sizilien,
Kampanien oder Apulien. Schon
hier wurde spürbar: Kalabrien
will seine ganze Kultur erlebbar
machen.
Dabei ist die Region keineswegs
ein unbeschriebenes Blatt. Der
Weinbau hat hier tiefe Wurzeln,
so kultivierten bereits die antiken
Griechen Reben an diesen
Hängen. Heute wachsen rund 300
Rebsorten in Kalabrien, der Großteil
davon autochthon. Besonders
charakteristisch ist Gaglioppo,
eine kraftvolle Rotweinsorte, die
zur Identität des bekannten Cirò-
Weins gehört. Die Weine sind oft
frisch, mineralisch und tragen
die rau-schöne Landschaft im
Geschmack.
Gesichter des Südens
Der zweite Teil des Festivals
fand im eleganten Landgut
Borgo Saverona in Cirò Marina
statt. Über 150 Produzenten aus
Kalabrien und ganz Süditalien
präsentierten hier ihre Weine,
Spirituosen und kulinarischen
Spezialitäten – handverlesen von
The WineHunter-Guide. Nicht
nur der Wein überzeugte, sondern
auch die Menschen dahinter. Ihre
Geschichten machten deutlich,
dass diese Tropfen aus Überzeugung
entstehen, getragen von
Leidenschaft und Familientradition.
Zwischen Degustation und
Dialog wurde schnell klar: Es ist
höchste Zeit, Kalabrien auf dem
Weinradar zu behalten.
meranowinefestival.com
Hof Gast
Aktuelles
Seite 9, 6-7/2025
Die Besten der Branche
Am 30. Juni 2025 wurde in
Wien erneut der „Wein-
Oscar“ Österreichs verliehen. Der
VINEUS Wine Award, organisiert
von Transgourmet, zählt zu den
wichtigsten Veranstaltungen
der heimischen Weinszene. In
der „wolke 19“ des Ares Towers
feierte die Branche bereits zum
14. Mal besondere Persönlichkeiten
und Betriebe in fünf Kategorien.
Zum Newcomer Winzer des
Jahres wurde Gerhard Deim
gekürt. Der Rückkehrer ins
Kamptal kombiniert traditionelle
Methoden mit modernen
Ansätzen und steht für eine neue,
innovative Winzergeneration.
Thomas Kracher, Sommelier im
Salzburger Sterne-Restaurant
Senns, wurde als Newcomer
Sommelier ausgezeichnet – für
seinen ganzheitlichen Zugang
zur Welt der Getränke.
Den Preis für das „Genuss-
Erlebnis am Weingut“ erhielt die
Domäne Wachau, die mit ihren
biologisch bewirtschafteten
Rieden und ihrem stimmigen
Gesamtkonzept begeistert. Der
Trinkwerk-Goliath 2025 ging
an Aarons Genusskrämerei in
Hallein, die Wein gekonnt in
Szene setzt und für eine zugängliche,
qualitätsvolle Weinkultur
steht.
Den Höhepunkt bildete die
Auszeichnung des Lebenswerks,
die an Alois Gross aus
der Südsteiermark ging – ein
Pionier des Qualitätsweinbaus,
der Terroir und Tradition seit
Jahrzehnten vorlebt.
Die VINEUS Awards würdigen
nicht nur Leistungen, sondern
schaffen auch Sichtbarkeit
für Innovation, Herkunft und
gelebte Weinleidenschaft – Jahr
für Jahr.
www.transgourmet.at
Foto: Transgourmet
Wein mit Herz
Frisch, leicht, trinkfreudig:
Bei der diesjährigen Herz-
Wein-Verkostung 2025, organisiert
von der STG/Steirischen
Tourismus und Standortmarketing
GmbH gemeinsam mit
Wein Steiermark, wurden in
der Weinbauschule Silberberg
rund 60 Gebietsweine des Jahrgangs
2024 blind verkostet. Die
Jury, bestehend aus Martin Palz
(Geschäftsführer Wein Steiermark),
Werner Luttenberger
(ehemaliger Geschäftsführer),
Sabine Haikal (SPAR Zentrale
Graz) und Weinakademikerin
Sandra Loidolt, prüfte Weine
aus den Rebsorten Sauvignon
Blanc, Welschriesling, Weißburgunder,
Blauer Wildbacher
und Gelber Muskateller.
Die Herz-Weine 2025 sind: der
2024 Sauvignon Blanc Südsteiermark
DAC vom Weingut
und Steirische Kellerei Johann
Schneeberger, der 2024 Weißburgunder
Vulkanland Steiermark
DAC vom Weinhof Rauch
und der 2024 Schilcher „Klassik“
Weststeiermark DAC vom Schilcherweingut
Friedrich. Alle drei
Betriebe pflegen eine besondere
Verbindung zur Weinbauschule
Silberberg, wie die Winzer
betonen: „Alles, was ich hier
gelernt habe, begleitet mich bis
heute“, sagt Hansi Schneeberger.
Die Weine werden im Laufe des
Jahres bei verschiedenen Veranstaltungen
präsentiert und sind
bei ausgewählten Gastronomiebetrieben
erhältlich.
www.steiermark.com
Foto: Jaden Gynes
140 Jahre Weingeschichte
Im Palais Ferstel in Wien wurde
ein besonderes Kapitel österreichischer
Weinbaugeschichte
gefeiert: Der Österreichische
Weinbauverband feierte sein
140-jähriges Bestehen. Zahlreiche
Ehrengäste aus Politik,
Wirtschaft, Wissenschaft und
der Weinbranche, darunter
Bundesminister Norbert
Totschnig, gaben dem Jubiläum
einen würdigen Rahmen. Moderiert
von Weinkönigin Hannah I.
stand der Abend ganz im Zeichen
der großen Errungenschaften
und Zukunftsperspektiven des
heimischen Weinbaus.
Ein Programmpunkt des
Abends war die Festrede von
Prof. Schultz von der Hochschule
Geisenheim University,
der die globalen und klimatischen
Herausforderungen
für den Weinbau eindrucksvoll
schilderte. Seine Worte
betonten, wie wichtig die enge
Zusammenarbeit von Wissenschaft,
Interessensvertretung
und Praxis ist, „um die Qualität
und Vielfalt österreichischer
Weine weiterhin zu sichern
und auszubauen“. Die Gäste
genossen edle Tropfen aus dem
österreichischen Weinarchiv,
begleitet von regionalen Spezialitäten.
Präsident NR Johannes
Schmuckenschlager würdigte
den Verband: „Dieses Jubiläum
ist ein bedeutender Meilenstein
für den österreichischen
Weinbau. Es zeigt die Stärke
und den Zusammenhalt unserer
Branche.“
www.oesterreichwein.at
Foto: Anna Fellner Fotografie
Seite 10, 6-7/2025
Saisonales
Hof Gast
Rezepte
Rosmarinessig
Zutaten:
u 1 l Rotweinessig
u 2 Zweige Rosmarin
u einige Pfefferkörner
u 1 kleines Stück Zitronenschale
❱ Rosmarinessig passt zu allen mediterranen Gerichten –
speziell zu Lamm, Pilzen, Fisch und Tomaten.
Basilikumessig
Zutaten:
u 1 l Weißweinessig
u 1 Knoblauchzehe
u 1 Bund frischer rotblättriger
Basilikum
Sauer macht lustig
❱ Die Blätter werden im Ganzen angesetzt. Basilikumessig
ist wunderbar rot und verleiht südländischen Gerichten,
insbesondere Tomaten, Melanzani, Käse und Pasta,
die besondere Note.
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Erdbeeressig
Wer auf individuelle
Küche setzt, für den
sind feine Essige und
Öle unverzichtbar. Essig ist ein
hervorragendes Würzmittel. Mit
Kräutern oder Früchten aromatisiert,
verleiht er Salaten und
verschiedenen Gerichten das
gewisse Etwas.
Essig vom Feinsten
Essig von guter Qualität hat
seinen Preis, vor allem wenn
Obst, wie Beeren oder Marillen,
vergoren wird und nicht
nur Wein- oder Apfelessig mit
Kräutern oder Früchten aromatisiert
wird. Besonders edel und
mild im Geschmack wird Essig,
wenn er nach der Gärung ruhen
darf. Ähnlich wie Schnaps oder
Wein wird er oft Jahre in Eichenfässern
gelagert. Aber es muss
ja nicht immer teurer Aceto
balsamico oder Beerenessig
sein, hochwertige Apfel- oder
Weinessige, pur oder aromatisiert,
sind ideal, um Salate zu
marinieren oder Gerichte abzuschmecken.
Egal aus welchem Obst Essige
hergestellt werden, zuerst
müssen zuckerhaltiges Obst
oder auch Gemüse wie Tomaten
eingemaischt werden. Danach
erfolgt die alkoholische Gärung,
bei der durch Hefen Zucker in
Alkohol umgewandelt wird. Erst
danach erfolgt die Essiggärung,
bei der durch die richtige Zufuhr
von Sauerstoff und Temperatur
der Alkohol in Essig umgewandelt
wird. Nach einigen Tagen
bildet sich eine klebrige Schicht
an der Oberfläche der Flüssigkeit.
Das ist die sogenannte „Essigmutter“,
die aus Bakterien und
Enzymen besteht und Alkohol
zu Essig macht. Sie ist äußerst
wertvoll für die Essigherstellung
und kann daher vorsichtig
abgeschöpft, aufbewahrt und
für die nächste Essigherstellung
verwendet werden. Ablagerungen
am Boden des Gärgefäßes,
oder bei naturtrübem Essig in
der Flasche, sind meist nützliche
Bakterien und Enzyme, die die
Qualität des Essigs auf keinen
Fall beeinträchtigen.
Aromatisieren von
Essig
Hochwertige Essige aus Trauben
oder Äpfeln können zusätzlich
mit Kräutern oder Obst
aromatisiert werden und die
unterschiedlichsten Kombinationen
aus Beeren und Gewürzen
sind möglich. So kommen
Geschmackskomponenten in
den Essig, die zu bestimmten
Lebensmitteln besonders gut
passen. Verschiedene Zutaten
werden zwei bis vier Wochen
lang in geschmacksneutralem
Essig angesetzt und geben
anschließend die Aromen an
ihn ab. Danach wird der Essig
gefiltert und die Aromaten
entfernt. Aromatisierte Essige
eignen sich hervorragend zum
Abschmecken von Saucen,
Salaten, Desserts und verschiedensten
Gerichten. Jede Art von
Beeren, aber auch Steinobst wie
Kirschen, Pflaumen oder Marillen
und Kernobst wie Quitten
oder Birnen sind zum Ansetzen
ideal. Gewürze und Kräuter, wie
Zimt, Piment, Pfefferkörner oder
Wacholder, Rosmarin, Lorbeer,
Estragon, Thymian, Lavendel,
Veilchenblüten und Zitronenmelisse
sind ideale Aromaten.
Rot oder Weiß
Essig aus Weißwein schmeckt
milder als Rotweinessig und
eignet sich besser zum Aromatisieren.
Er nimmt durch die
helle Farbe besser die Farbe
der Aromaten z.B. Blüten oder
Beeren an und harmoniert durch
seinen milden Geschmack mit
den Aromen. Wer jedoch kräftige
Aromen bevorzugt, kann
auch Rotweinessig nehmen.
Zutaten:
u 1 l Weißweinessig
u 2 Tassen Erdbeeren
u 1 Esslöffel Honig
u 5 grüne Pfefferkörner
❱ Erdbeeressig passt gut zu Desserts, Frischkäse und
Blattsalaten.
Dieser sollte jedoch nur mit
intensiv schmeckenden Zutaten
wie Brombeeren oder Rosmarin
verfeinert werden. Mild schmeckendes
Obst wie Pfirsich
oder empfindliche Kräuter wie
Borretsch oder Holunderblüten
können sich in Rotweinessig zu
wenig entfalten.
Oxymel, der
Sauerhonig
Im Trend liegt zurzeit das
Oxymel, eine Kombination aus
Essig (Oxy) und Honig (mel).
Kombiniert wird das Ganze
mit Früchten oder Kräutern
und ergibt so eine süßsaure
Geschmacksexplosion. Der
„Sauerhonig“ eignet sich
verdünnt mit Wasser als erfrischendes
Getränk oder pur
als eine Art „Elixier“. Für das
Oxymel werden Essig und Honig
vermischt und das gewünschte
Obst oder die Kräuter zugesetzt.
Danach darf das Ganze
gut verschlossen drei bis vier
Wochen ziehen. Die Ingredienzien
müssen aber gut mit Flüssigkeit
bedeckt sein, da sie sonst
zu schimmeln beginnen können.
Auf drei Teile Honig kommen 1
Teil Essig und 1 Teil Kräuter oder
etwas Obst, wie Sanddorn oder
Holunderbeeren.
& Hof Markt
Milch&Käse
Seite 11, 6-7/2025
Bio-Schafmilch pur
Der
Barb
Thomas Ließ ist Herr über 200 Milchschafe und setzt erfolgreich auf Direktvermarktung.
Von Katrin Hammer
Die Schafmilchproduktion
hat in Österreich eine
lange Tradition, bleibt
jedoch bis heute eine Nische.
Etwa 27.000 Milchschafe werden
landesweit gehalten, vor allem in
den Bundesländern Tirol, Niederösterreich,
Oberösterreich und
Steiermark. Jährlich werden etwa
11.500 Tonnen Schafrohmilch
produziert. Im Vergleich dazu: die
in Österreich gehaltenen Milchkühe
liefern rund 3,98 Millionen
Tonnen Rohmilch. Das ergibt eine
kleine, jedoch feine Produktion,
die besonders bei Direktvermarktern
und kleinen Hofkäsereien
geschätzt wird. Durch
den hohen Fett- und Eiweißgehalt
der Schafmilch lassen
sich besonders geschmackvolle
Produkte herstellen, die am
Markt eine spezielle Position
einnehmen. Von Rohmilch über
Joghurt bis hin zu fetaähnlichem
Käse, Camembert und Hartkäse
reicht das feine Sortiment aus
Schafmilch – eine Nische mit
viel Potenzial. Denn obwohl der
Markt für Schafmilchprodukte in
Österreich klein ist, besteht ein
wachsendes Interesse bei Konsumentinnen
und Konsumenten.
Das bewusste Ernährungsverhalten
und der Trend zu regionalen
und authentischen Produkten
bietet Direktvermarktern gute
Chancen. Durch gezieltes Marketing
und Kooperationen mit
Handel und Gastronomie kann
diese Nische zu einem stabilen
Standbein werden. Das Potenzial
von Schafmilch hat auch Thomas
Ließ erkannt und stellte deshalb
sogar den elterlichen Kuhbetrieb
auf einen Schafbetrieb um.
Von Kühen zu Schafen
Als 2015 die Frage der Betriebsübernahme
der elterlichen
Landwirtschaft im Raum stand,
entschied sich Thomas Ließ für
den Betrieb in Hof bei Salzburg.
Zu dieser Zeit machte der Salzburger
gerade seinen Facharbeiter
nach und erfuhr im Zuge der
Ausbildung von der Schafmilchproduktion
als Nische. „Ich war
Quereinsteiger, mich hat davor die
Landwirtschaft nie wirklich interessiert,
und habe dann gesagt,
dass ich den Betrieb weiterführen
möchte aber nicht mit den Kühen.
Dann habe ich mir ein paar Schafmilchbetriebe
angesehen, ob mir
das auch gefällt, und das war
dann auch so. Somit habe ich
mich für die Milchschafhaltung
entschieden“, so Thomas Ließ
über seine Entscheidung und
ergänzt: „Da die ganze Arbeit
auch Spaß machen soll, haben wir
uns für einen Neubau des Stalls
enschieden, wo auch mehr Schafe
Platz haben und wo das Arbeiten
erleichtert wird, weil man viel
maschinell machen kann.“ 2015
wurde der Stall gebaut und 2016
wurden die ersten Milchschafe
gemolken. 120 Junge hat sich
Thomas Ließ anfangs von einem
anderen Betrieb geholt und hat
sie mit Kuhmilch aufgezogen. Als
dann die ersten Schafe zu melken
waren, verabschiedeten sich die
Kühe Schritt für Schritt vom Hof.
Schafmilchprodukte
direkt vom Hof
So startete der Salzburger mit
seinem Schafmilchbetrieb, 2018
kam dann die Direktvermarktung
dazu. „Wir haben schon beim
Stallbau vorgesehen, dass wir
eventuell mit der Direktvermarktung
starten, weil das damals
irgendwie jeder gemacht hat. Da
haben wir uns gedacht, wieso
auch nicht. Zuerst haben wir
mit dem Joghurtmachen angefangen,
dann mit Frischkäse und
das hat sich dann immer mehr
gesteigert“, erzählt der Direktvermarkter.
Derzeit werden rund
400 Liter Milch in der Woche
verarbeitet und umliegende
In Hof bei Salzburg lebt und arbeitet die Familie Ließ. Sie produziert aus der
Bio-Schafmilch verschiedenste Produkte.
Nahversorger, der Großhandel
sowie die Gastronomie mit den
Schafmilchprodukten beliefert.
Die Produkte weden alle am
Betrieb selbst hergestellt. „Die
Schafe werden gemolken und
die frische Milch wird teilweise
direkt in den Verarbeitungsraum
gepumpt. So brauchen wir zum
Teil gar nichts mehr aufzuheizen,
weil die Milch schon mit der
richtigen Temperatur ankommt.
Wir müssen nur noch Kultur und
Lab dazugeben. Da sparen wir
uns ziemlich viel Energie“, erklärt
Thomas Ließ die Produktion. Der
Frischkäse (Fetaart) ist am gefragtesten,
dicht gefolgt vom Schafscamembert.
Milch, die nicht
selbst verarbeitet wird, liefert
der Schafbauer an eine Molkerei.
Seinen Hof bewirtschaftet der
Salzburger biologisch. „Bio ist
uns in die Wiege gelegt worden“,
schmunzelt der Landwirt. Schon
die Eltern setzten auf eine biologische
Wirtschaftsweise, das
sollte sich mit der Umstellung
auf Milchschafe nicht ändern.
Welche Arbeit hinter einem fertigen
Produkt steckt, das wird von
den KonsumentInnen oftmals
unterschätzt. Deshalb lässt der
Schafmilchbetrieb Ließ auch
gerne hinter die Kulissen blicken
Rund 200 Milchschafe leben am Hof.
und führt Interessierte durch den
Bauernhof und die Produktion.
Mittlerweile befinden sich 200
Milchschafe, 50 Nachzucht und
30 Schafe fürs Fleisch auf dem
Biobauernhof. „Ein Teil von den
jungen Lämmern, die im Jänner
auf die Welt kommen, gehen
weiter an den Mäster. Aber natürlich
wäre es das Ziel, dass wir alles
am Betrieb selber aufziehen. Auch
ein Hofladen ist in Planung, aber
derzeit ist die Vermarktung so
kräftezehrend, dass der Hofladen
einfach warten muss“, so Thomas
Ließ. Die Schafmilchproduktion
in Österreich ist und bleibt
eine spezielle, jedoch besonders
geschätzte Form der Landwirtschaft,
die durch Nachhaltigkeit,
Qualität und gesundheitliche
Mehrwerte überzeugt und einen
wichtigen Beitrag zur Erhaltung
der Kulturlandschaft leistet.
Info
Schafmilch Ließ
Hinterschroffenaustraße 5
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Foto: Schafmilch Ließ Foto: Wildbild
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Marillenmarmelade mit Pfirsich
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u 1 kg Marillen
u 500 g Pfirsiche
u 500 g Gelierzucker 2:1
u 500 g Gelierzucker 1:1
u Saft einer Zitrone
u etwas Zitronenabrieb
einer Bio-Zitrone
u 3 Esslöffel Marillenlikör
Marillen sind nicht
nur zum Naschen
Das fruchtige Steinobst
schmeckt frisch vom
Baum am besten, überzeugt
aber genauso als aromatische
Marmelade oder im
fruchtigen Kuchen. Die Marille
zeichnet sich durch besonders
viele Verwendungsmöglichkeiten
in der Küche aus. Knödel,
Kompott oder Marillen im Backteig,
die berühmten „Wiener
Wäschermädl“, sind die beliebten
Klassiker, die nur kurze Zeit im
Jahr Saison haben.
Am besten aus der
Wachau
Die Marille stammt ursprünglich
aus China, doch in Österreich
hat sie eine Gegend berühmt
gemacht. Die Rede ist von der
Wachau, die zweite Heimat
der süßen Frucht. Das Klima
in der Region ist ideal für den
Anbau der orangen Früchte,
denn die Tage sind heiß und die
Nächte kühl. Nur so kann sie
ihr volles Aroma erreichen. Wer
denkt, dass Marillen aus dem
Süden Europas automatisch
schmackhafter sind, irrt also.
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Sie sind meist süß, aber es fehlt
die Säure und das volle Aroma.
Wer in Österreich heimische
Marillen kaufen möchte, denkt
daher zuerst an die Wachau,
aber natürlich wird sie auch
in anderen Gegenden kultiviert.
Das Eferdinger Becken,
das Burgenland und auch die
Steiermark eignen sich gut für
den Anbau. Die Kittseer Marille
im Norden des Burgenlandes
zwischen Donau und Neusiedlersee
verdankt ihr Aroma dem
Pannonischen Klima. Und
Kittsee und die Wachau haben
eines gemeinsam, beides sind
Genussregionen. Die Begriffe“
Wachauer Marille“ und „Kittseer
Marille“ sind also nicht
Sortenbezeichnungen, wie viele
Konsumenten meinen, sondern
Herkunftsbezeichnungen. Die
typische Sorte in beiden Regionen
ist die „Klosterneuburger
Marille“, die als eine der besten
gilt. Sie zeichnet sich durch hohe
Zucker- und Säurewerte aus,
die den runden, aromatischen
Marillengeschmack ergeben.
Die Früchte sind groß und hellorange,
ein Viertel der Oberfläche
ist karminrot punktiert, das
Fruchtfleisch ist fest und nicht
mehlig. Aber um die Saison zu
verlängern werden vermehrt
neue Sorten, die wenig krankheitsanfällig
sind, kultiviert.
Man setzt auch vermehrt auf
Sorten, die später im Frühjahr
blühen, um so Frostschäden zu
vermeiden. Sorten wie „Goldrich“
und „Bergeron“, sowie die
Frühsorten „Aurora“ und „Silvercot“
werden auch in Form von
Spindelanlagen kultiviert.
Süße Verführung
Marillen sind ein typisches
Naschobst, aber es vergeht keine
Saison, in der nicht beinahe jeder
die österreichischen Klassiker
Marillenknödel,- kuchen oder
-marmelade genießt. In Palatschinken
ist die Marillenmarmelade
nach wie vor die beliebteste
Füllung und im Kuchen überzeugt
der gewöhnliche Rührteig am
meisten, auch wenn das Obst auf
der Tarte, der Topfentorte oder
im Crumble gut schmeckt. Aber
die orangen Früchtchen schme-
❱ Marillen und Pfirsiche waschen, entkernen und in kleine
Stücke schneiden.
❱ Früchte mit Gelierzucker und Zitronensaft und -abrieb
in einen Edelstahltopf geben und das Ganze langsam
zum Kochen bringen und etwa fünf bis acht Minuten
kochen lassen. Dabei immer wieder umrühren und möglichen
Schaum mit einem Löffel abschöpfen. Früchte mit
dem Pürierstab pürieren.
❱ Zum Schluss Likör einrühren. Marmelade in saubere
Gläser füllen, verschließen und einen Monat lagern, bevor
die Leckerei probiert werden kann.
cken nicht nur süß, sie finden in
pikanten Gerichten immer mehr
Anhänger. Süß-saures Marillenchutney
oder Marillenstücke
in Geschnetzeltem, zu Schwein
oder Geflügel, werden auch Skeptiker
überzeugen.
Wussten sie, dass …
u … der traditionelle, geflochtene
Korb, mit dem Marillen
geerntet werden, in der Wachau
Zistel heißt. Der längliche
Korb ist schmal und läuft
unten spitz zu. Die konische
Form soll den Druck von den
empfindlichen Früchten nehmen.
Die Marillen, die unten
im Korb liegen, werden so mit
weniger Gewicht belastet.
u … aus Marillenkernen vegane
Milch, Käse oder Brotaufstriche
hergestellt werden
können. Die Fruchtkerne, die
in der Industrie als Abfallprodukt
bei der Marmeladenund
Saftherstellung anfallen,
werden weiterverarbeitet
und sind eine nachhaltige
Alternative zu Mandeln oder
Cashewnüssen. Marillenkerne
enthalten von Natur aus
Blausäure und sollten daher
nicht roh gegessen werden.
Mit einem einzigartigen Verfahren
hat eine österreichische
Firma ein Verfahren
entwickelt, sodass die Kerne
garantiert frei von Blausäure
sind.
& Hof Markt
Obst&Gemüse
Seite 13, 6-7/2025
Thymian: der Sonnenanbeter
Rezepte
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Kichererbsen in Tomatensauce
Thymian ist – neben
Pfeffer und Salz – eines
der universellsten Würzmittel,
denn er passt zu jeder
Art von Küche. Er verleiht mit
seiner würzigen Aromatik eine
besondere Note. Sein intensiver
Duft und Geschmack werden
sowohl im Norden als auch im
Süden geschätzt und vor allem
die mediterranen Länder lieben
das Gewürz. In England kann
Thymian als Küchenkraut sogar
neben Minze bestehen. In Frankreich
ist er zusammen mit Lavendel
Bestandteil der „Kräuter der
Provence“. Aber kaum ein Gewürz
prägt neben Rosmarin und Basilikum
die mediterrane Küche mehr,
als diese nadelförmigen Blätter.
Familie mit Pepp
Wie Rosmarin, Basilikum oder
auch Salbei gehört der Thymian
zur Familie der Lippenblütler und
wird wie seine Verwandten frisch
oder getrocknet verwendet.
Getrocknet schmeckt er noch
würziger und entfaltet das volle
Aroma – im Gegensatz zu vielen
anderen Kräutern – erst durch
längeres Kochen.
Die Gewürzpflanze bildet
gerne kleine Halbsträucher und
wächst auf trockenen, kargen
Böden. Über 300 Arten sind
weltweit bekannt, die neben
dem typischen herb-würzigen,
leicht süßlichen Geschmack
über zusätzliche Aromen wie
Zitrone, Kümmel oder Orange
verfügen. Damit die Pflanze aber
ein intensives Aroma ausbildet,
braucht sie einen „Minimalanbau“.
Das heißt sie schmeckt am
besten, wenn der Boden karg und
nährstoffarm ist und auch voll
in der Sonne liegt. Nur wenn die
Pflanze, wie bei vielen anderen
Kräutern auch, kämpfen muss,
um zu überleben, entwickeln sich
die Aromastoffe, die wir in der
Küche so schätzen. Trockenheit
im Sommer verträgt Thymian
gut. Die vielen kleinen Blüten
locken zahlreiche Insekten an.
In der Küche
Es ist gibt kaum ein Gericht,
das man nicht damit würzen
kann – pikante Fleisch-, Fischund
Gemüsegerichte, Kartoffelzubereitungen,
Ziegenkäse,
Marmeladen, Wildgerichte und
auch Ragouts, denn Thymian
passt zu fast allem. Besonders
deftigen Speisen, wie Würsten
oder Eintöpfen, verleiht er ein
unvergleichliches Aroma. Das
erklärt auch seinen Namen im
Volksmund: Kuttelkraut.
Nicht nur der „gewöhnliche“
Thymian überzeugt in der
Küche, sondern auch viele seiner
verschiedenen Arten, von Zitronenthymian
bis zum Kümmelthymian.
Echter Thymian
Junge Thymianpflanzen haben
ein sehr mildes Aroma, erst wenn
die Stiele verholzen entfaltet sich
das volle würzige Aroma.
Verwendung: zum Würzen
oder als Bestandteil von Hustentees.
Geschmack: herb-würzig,
leicht harzig, passt gut zu
Oregano, Knoblauch und Lorbeer.
Küche: frisch oder getrocknet,
für Wild-, Fleisch-, Gemüse- oder
Kartoffelgerichte.
Zitronenthymian
Zitronenthymian kann unterschiedliche
Blätter aufweisen,
entweder grün, gelb oder weiß
gefleckt.
Verwendung: überall dort, wo
Zitrusaromen erwünscht sind.
Geschmack: betörender
Zitrusduft, schmeckt erfrischend
nach Zitrone und würzig nach
Thymian zugleich.
Küche: optimal für Fischgerichte,
Gemüse, Salate, aber auch
Desserts wie Sorbets, Gelees
oder Obstsalate.
Orangenthymian
Er zählt zu den raffiniertesten
Thymianarten.
Verwendung: frisch oder
getrocknet für Eintöpfe, harmoniert
gut mit Zitrusfrüchten, vor
allem mit Orangenschale.
Geschmack: würzig fruchtig,
leicht süßlich, schmeckt aber
kaum nach Orange.
Küche: passt zu orientalischen
Gerichten, für Sorbets oder Obstsalate,
aber auch für Marinaden
oder Kräuterbutter.
Kümmelthymian
Verwendung: passt gut zu Rindfleisch,
Fleischgerichten oder
Kartoffeln, mit mediterranen
Speisen harmoniert er perfekt.
Geschmack: sein würziges
Aroma erinnert an Kümmel,
Echten Thymian und Kreuzkümmel.
Zutaten für 500 ml:
Kichererbsen kochen:
u 250 g Kichererbsen
u 1 Teelöffel Natron
u 1 Teelöffel Salz
u 2 Lorbeerblätter
u einige Thymianzweige
u
Ragout:
u 500 g gekochte Kichererbsen
u 2 Zwiebeln
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u 3 Knoblauchzehen
u 1 Stück Chili
u 500 ml Tomatensauce
u Salz und Pfeffer
u ein Spritzer Zitronensaft
u Ingwer und Gewürze wie
Kreuzkümmel, Thymian
oder Curry nach Geschmack
u Olivenöl zum Anschwitzen
❱ Kichererbsen mit
kaltem Wasser abspülen
und 24 Stunden in Wasser
einweichen.
❱ Danach die Kichererbsen
in einem Sieb gut
abspülen und in einem
Topf mit reichlich Wasser
und Natron etwa eine
Stunde weich kochen.
Den weißen Schaum
regelmäßig abschöpfen. Nach der Hälfte der Kochzeit
Lorbeerblätter, einige Thymianzweige und Salz ins Kochwasser
geben.
❱ Nach der Kochzeit die Kichererbsen im Wasser noch
etwa 20 Minuten zugedeckt nachquellen lassen. Gekochte
Kircherbsen in ein Sieb gießen und mit Wasser
gut abspülen.
❱ Zwiebeln und Knoblauch schälen und klein würfeln.
Beides in Olivenöl anschwitzen, Kichererbsen dazugeben
und mit Tomatensauce auffüllen. Chili in Streifen schneiden
und ins Ragout geben. Das Ganze 15 Minuten leicht
köcheln lassen und mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas
Zitronensaft abschmecken. Dazu passen Polentaknödel
oder Getreidelaibchen.
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Der Metzgerfluencer Timo Rögele lässt
seine Follower live dabei sein.
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„Lasst euch nicht von der Masse verleiten, lasst uns bei der Qualität bleiben!“
Von Katrin Hammer
Die Franken Snacker sind der absolute Renner.
Wenn Metzgermeister
Rögele Schweine
fachmännisch zerlegt,
Fleisch verarbeitet und Franken
Snacker produziert, dann lässt
er sich gerne über die Schulter
schauen. Der 24-jährige Timo
Rögele setzt dabei auf eine, für
das Metzgerhandwerk eher
ungewöhnliche, Kommunikation:
Social Media. Dass dies
jedoch genau den Zeitgeist trifft,
beweist sein Erfolg auf YouTube,
Twitch & Co.. In seinen Live-
Streams und Videos zeigt er mit
viel Leidenschaft für das Handwerk,
was es heißt Metzger zu
sein. Dabei wollte der Unterfranke
niemals Metzger werden.
„Ich habe gesehen, wie der Vater
oft im Büro bis abends arbeitet
und auch oft dort eingeschlafen
ist. Da habe ich gesagt: So will
ich nicht enden“, erzählt Timo.
Er entschied sich für eine Feinwerkmechaniker
Lehre und
half nebenbei in der elterlichen
Metzgerei regelmäßig aus. Nach
und nach entdeckte er doch die
Leidenschaft für das Metzgerhandwerk
und wechselte in
den Familienbetrieb. „Metzger
ist ein leidenschaftlicher Beruf.
Es ist ein Beruf für alle Sinne:
du musst fühlen, hören z.B.
beim Cuttern oder Ausbeinen,
du musst riechen, du musst
schmecken, um zu wissen ob‘s
schmeck, du siehst das Produkt,
es muss Farbe haben, optisch
schön angerichtet sein – da
sind alle Sinne dabei. Dass du
das alles hast plus du hast einen
handwerklichen Ausgleich für
deinen Körper aber auch deine
Psyche mit dem ganzen Vorplanen,
den Bestellungen, der
Reinigung etc.“, feiert Timo das
Abwechslungsreichtum. Dieses
Jahr hat der „Metzgerfluencer“
die 100.000 Follower geknackt,
wobei es ihm nicht darum geht,
geschönte Instagram-Bilder oder
das perfekte Metzgerimage zu
kreieren, sondern vielmehr den
realen Metzgeralltag zu zeigen.
„Ich möchte jedem, der sich für
das Metzgerhandwerk interessiert,
die Möglichkeit geben
sich zu informieren, weil mir
das damals gefehlt hat. Ich finde
auch, dass den Menschen heutzutage
die Nähe zum Produkt
fehlt, die sollen sie wieder ein
bisschen mehr bekommen. Dass
man weiss, was steckt über-
Lesen Sie weiter auf Seite 18 ›
Portrait
Seite 18, 6-7/2025
Fleisch Markt
haupt dahinter, was ist drinnen,
aus was besteht denn überhaupt
z.B. der Kochschinken, wie wird
denn der gemacht, was steckt
da für ein Aufwand dahinter“,
erklärt der Metzgermeister seine
Beweggründe mit Social Media
zu starten. „Und um natürlich
auch zu zeigen, dass nicht alles
schwarz-weiß ist, dem Veganen
Push (alles Fleisch ist scheiße)
etwas entgegenzuwirken. Zeigen,
dass es auch geile Grauzonen gibt
wie z.B. mit guter Tierhaltung, in
der qualitativen Verarbeitung, die
zwangsläufig auch gesünder ist.“
Metzgerfluencer mit
Mission
Mit seiner lockeren und direkten
Art spricht der Unterfranke
sowohl Berufseinsteiger, Metzger-Kollegen
als auch Hobbymetzger
an und schafft es so das
leicht angestaubte Metzgerhandwerk
einem durchaus sprunghaften
Online-Publikum schmackhaft
zu machen. Ein zeitgemäßer
Weg, die Jugend dazu zu bewegen,
sich für einen Handwerksberuf
zu entscheiden. „Ich glaube das
ist genau der Weg, dass wir der
Jugend mal zeigen: Probiert‘s
einfach mal aus. Ihr seht mal was
ist zu tun, wenn euch das gefällt,
macht doch einfach mal ein Praktikum,
schaut‘s euch einfach mal
an. Wenn ned, dann halt ned.
Aber einfach mal das Interesse
steigern. Das ist wie bei uns in
der Theke: Wenn irgendwas
nicht in der Theke liegt, wird’s
nicht gekauft. Und genauso ist
es natürlich mit dem Job: Wenn
der Job nicht vorgestellt wird,
kann der auch nicht wahrgenommen
werden“, findet der
„Metzgerfluencer“ den passenden
Vergleich und ergänzt: „Es haben
tatsächlich schon 20 Auszubildende
angefangen, seitdem
ich allgemein auf Social Media
aktiv bin und YouTube-Videos
dreh. Es haben auch viele wieder
angefangen ins Metzgerhandwerk
miteinzusteigen, oder als
Quereinsteiger. Da bin ich schon
sehr stolz drauf.“
Der Renner: Franken
Snacker
Seit 1903 gibt es die Land-Metzgerei
Rögele in Gnodstadt/Unterfranken,
welche von Timos Vater
Frank Rögele in 4. Generation
geführt wird. Schon immer stand
das Wohl der Tiere an erster
Stelle, von der Aufzucht bis zur
Schlachtung. „Wir achten darauf,
dass es den Tieren in der Haltung
artgerecht gut geht (z.B. Strohboden
und nicht Spaltboden),
dass sie genug Licht bekommen,
mehr Platz haben, außerhalb
vom Stall herumlaufen können,
hofeigenes Futter bekommen.
Außerdem fährt der Bauer die
Tiere selber zum Schlachthof
und es gibt keine langen Transportwege.
Es macht auch keinen
Sinn, nur auf die Weiterverarbeitung
zu schauen. Wir gehen von
vornherein im Grundeinkauf
schon höher hinein, weil uns die
Qualität wichtig ist, wir wollen
nicht, dass die Tiere leiden etc. “,
so Metzgermeister Rögele. Wie
in einem Familienbetrieb üblich,
ist Timo überall zu finden. Die
Livestreams finden meist in
der Produktion statt, d.h. beim
Zerlegen oder Füllen, zwischendurch
auch beim Cuttern. Aber
auch das Abschwarten nach dem
Zerlegen, Einschweißen, Pakete
Richten oder Saubermachen
gehören zum Alltag. Der absolute
Renner im Betrieb sind die
„Franken Snacker“. „Das ist eine
pure Snack-Salami im Naturreifeverfahren
gereift, richtig schön
zart geräuchert und verliert sogar
bis zu 50 % vom Anfangsgewicht.
Onlineshopmäßig ist das brutal:
Wir gehen live, verpacken die,
haben da ca. 800 Packungen und
das letzte Mal waren die innerhalb
von 15 Minuten ausverkauft.
Früher haben wir alle drei bis vier
Wochen Salami produziert, jetzt
wird jede Woche Rohwurst und
Salami produziert bei uns, teilweise
sogar zweimal“, ist Timo
von der Nachfrage begeistert.
Dass der Spaß im Job nicht zu
kurz kommen darf, zeigt der
Metzgermeister auch gerne mal
in seinen Videos und genau
diese Videos kommen bei den
Zusehern besonders gut an.
„Momentan sind eher die witzig
geschnittenen Videos gefragt,
wie z.B. die Wassserwurst, das
hat jetzt auf YouTube 500.000
Aufrufe. Ansonsten, wenn es
mehr aufs pure Metzgerhandwerk
hingeht, sind bekannte
Produkte wie z.B. Leberkäse,
Bratwurst oder Salami beliebt“,
so der „Metzgerfluencer“. Er liebt
das Metzgerhandwerk und seine
Follower feiern ihn dafür – wer
sich selbst davon überzeugen
möchte, findet den Metzgermeister
Rögele auf YouTube, TikTok,
Twitch, Facebook und Co. Für
dieses Engagement gibt es definitiv
ein „Like“!
Info
Twitch: MetzgermeisterRoegele
Instagram:
@metzgermeister_roegele
Facebook & YouTube:
Metzgermeister Rögele
Spatenstich für neue Schleiferei
Mit einem feierlichen
Spatenstich startete die
Maschinenfabrik Seydelmann
KG offiziell den Bau einer neuen
Schleiferei am Standort Aalen.
Andreas und Matthias Seydelmann,
geschäftsführende Gesellschafter
des Traditionsunternehmens,
setzten gemeinsam
mit Aalens Oberbürgermeister
Frederick Brütting und dem
Ersten Bürgermeister Wolfgang
Steidle das erste Zeichen
für das Bauprojekt. Geplant
und umgesetzt wird die Halle
von den lokalen Unternehmen
Franz Traub GmbH & Co. KG und
Bauwerk 4 GmbH & Co. KG.
Auf über 2.000 Quadratmetern
entsteht eine moderne Produktionsstätte
mit innovativer Fertigungstechnik,
hochmoderner
Absaugungs- und Entstaubungsanlage
sowie einer großflächigen
Photovoltaikanlage. Insgesamt
investiert Seydelmann über
fünf Millionen Euro in Bau und
Ausstattung. „Mit diesem Bau
investieren wir nicht nur in unser
Wachstum, sondern vor allem in
die Menschen, die täglich zum
Erfolg unseres Unternehmens
beitragen“, betonte Andreas
Seydelmann beim Spatenstich.
Besonderes Augenmerk liegt
dabei auf dem Arbeitsumfeld:
Die Entstaubungsanlage reinigt
die Luft weit über geltende
Vorschriften hinaus und großzügige
Sozial- und Pausenräume
auf zwei Stockwerken sowie
moderne Sanitäranlagen sorgen
künftig für ein angenehmes
Arbeitsumfeld und zeitgemäße
Aufenthaltsqualität. Durch die
räumliche Nähe zur generalsanierten
Schweißerei werden
Wege verkürzt und Arbeitsprozesse
optimiert.
www.seydelmann.com
Info
Strasser GmbH & Co. KG
Gewerbestraße 1
Gewerbegebiet Weitwörth
A - 5151 Nussdorf am Haunsberg
Tel.:+4362726184
office@strasser.co.at
www.strasser.co.at
Foto: Seydelmann
Ein würziger
Meilenstein
NovaTaste übernimmt die
Geschäftstätigkeit des
italienischen Unternehmens
Tec-Al srl. Der Spezialist für
hochwertige Trockenwürzelösungen
aus Traversetolo bringt
über 30 Jahre Erfahrung in der
Lebensmittelindustrie mit – und
ein beachtliches Portfolio aus
natürlichen Aromen, Gewürzen,
Marinaden und funktionellen
Zutaten. Die Marke Tec-Al
bleibt bestehen, ebenso wie das
erfahrene Führungsteam. „Diese
Übernahme ist ein wichtiger
Schritt, der es der Marke Tec-Al
ermöglicht, mit dem gleichen
Engagement für Qualität und
Service weiter zu expandieren“,
sagen Niki Pavarani und Paolo
Guarneri von Tec-Al. CEO von
NovaTaste Erik Wiberg-Lyng
betont: „Tec-Al wird mit seinen
fundierten Kompetenzen in
der italienischen Lebensmittelindustrie
die Fähigkeit von
NovaTaste, unsere Kunden in
Südeuropa zu bedienen, erheblich
verbessern.“ Die Integration
erfolgt in die NovaTaste Italy srl
und soll das Angebot europaweit
stärken. Der Abschluss der
Transaktion ist für das dritte
Quartal 2025 geplant.
www.novataste.com
Foto: NovaTaste/Fabio Boschi
Fleisch Markt
IFFA-Nachbericht
Luft mit gutem Gewissen
IFFA
Seite 19, 6-7/2025
Wer die Zukunft der thermischen
Lebensmittelverarbeitung
hautnah erleben wollte,
kam auf der IFFA 2025 nicht an
VETEC ANLAGENBAU vorbei.
Das international tätige Familienunternehmen
präsentierte
auf seinem Messestand praxisbewährte
Technologien, die
für eine ressourcenschonende,
hygienisch sichere und kundenindividuelle
Prozessführung
stehen. Die Schwerpunkte lagen
dabei auf Trocknen, Räuchern,
Kochen, Kühlen und Reifen – alles
getreu dem Motto „We build your
solution“. Besonders spürbar war
der anhaltende Wunsch nach
umweltschonender Technik, der
auch 2025 weiterhin eine zentrale
Rolle spielt.
Passend dazu wurde der ECO
AIRCLEAN F präsentiert, ein
innovatives Biofiltersystem, das
ganz ohne Chemie auskommt
und stattdessen biologische
Prozesse auf Hackschnitzelbasis
nutzt. Der Abluftreiniger nutzt
natürliche Mikroorganismen,
um Schadstoffe und Gerüche
aus Abgasen zu entfernen. Damit
gehören herkömmliche Systeme
wie Gasbrenner oder Wasserwaschanlagen
der Vergangenheit
an. Das ECO AIRCLEAN F
arbeitet mit einer Berieselungsanlage,
die die Schadstoffe in
eine wässrige Lösung überführt.
Diese wird von den Hackschnitzeln
aufgenommen und
durch Bakterien abgebaut. Die
Betriebs- und Wartungskosten
des Systems sind im Vergleich
sehr gering, da es keine mechanisch
beweglichen Teile gibt.
Zudem ist der ECO AIRCLEAN
F energie- und wassersparend,
bietet hohe Betriebssicherheit
und lässt sich dank innovativer
Sensortechnik zur Feuchtigkeitsregulierung
einfach überwachen.
Das System weist nicht zuletzt
eine sehr gute CO 2 -Bilanz auf
und ermöglicht daher als eine
nachhaltige, biologische Abluftreinigung.
ECO AIRCLEAN F ist in zwei
Varianten erhältlich: Die erste
Ausführung dient der Beseitigung
von Abgasgerüchen
durch Räucherrauch, während
die zweite Variante durch fortschrittliche
Emissionskontrolltechnologien
auch hohe
Anforderungen erfüllt, indem sie
Gerüche und Kohlenwasserstoffe
effektiv reduziert. Ein Schritt in
eine nachhaltige Zukunft der
Lebensmittelverarbeitung – ganz
ohne Chemikalien.
www.vetec.com
Fotos: Vetec
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• Trocknungs- / Reifeanlagen
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Seite 20, 6-7/2025
Fleisch Markt
Entschwarten & Entvliesen
Schlank und sauber
Im modernen Fleischereibetrieb entscheidet nicht nur die Qualität des Ausgangsmaterials über das
Endergebnis, sondern auch die Sorgfalt bei der Vor- und Nachbereitung.
Von Michael Heinz
Zwei zentrale Arbeitsschritte
sind das
Entschwarten und das
Entvliesen – Prozesse, die durch
den Einsatz spezialisierter
Maschinen deutlich effizienter
und präziser gelingen als per
Hand.
„Schwarte“ bezeichnet die
äußere Fettschicht und Haut
von Schlachttieren. Diese zähe
Bindegewebsschicht lässt
Fleischstücke unansehnlich
wirken, erschwert das Würzen
und behindert eine gleichmäßige
Garung. Durch gezieltes
Entfernen der Schwarte an
Muskelpartien wie Nacken,
Schulter oder Hüfte gewinnt
das Fleisch nicht nur an Optik,
sondern wird auch geschmacklich
und haptisch aufgewertet.
Was ist das Vlies und
wo befindet es sich?
Unter der Fettschicht liegt das
sogenannte „Vlies“ oder „Silberhaut“
– eine feine, fast papierartige
Bindegewebeschicht, die
Muskelfasern stark zusammenhält.
Typische Fundorte sind der
Lenden- bzw. Rückenmuskel,
Zwerchfellstücke oder auch
Filetspitzen. Das Vlies wirkt zäh
im Mund und bildet beim Braten
leicht zähe Ränder, weshalb es
bei vielen Zuschnitten entfernt
werden muss.
Vorteile ohne
Schwarte und Vlies
Optik & Anschnitt: Glatte,
gleichmäßige Fleischoberflächen
wirken hochwertiger –
wichtig besonders bei Präsentation
im Verkauf und auf Tellern
in der Gastronomie.
Würzdurchzug & Garverhalten:
Gewürze und Marinaden
dringen schneller ein, und die
Hitzeverteilung beim Braten
oder Grillen ist gleichmäßiger.
Konsistenz & Geschmack:
Ohne störende Bindegewebsschichten
genießt der Gast
zartere Filet- und Steakstücke
mit reinem Aroma.
Maschinen gestatten
Effizienz und Präzision
Während das manuelle Entfernen
mit Messer oder Skalpell
hohe Anforderungen an
Personal und Zeit stellt, bieten
spezialisierte Bandschärf- und
Vliestrenngeräte entscheidende
Vorteile:
Konstante Schnitttiefe:
Justierbare Auflageflächen
gewährleisten gleichbleibend
dünne Abtragsraten, die per
Hand kaum reproduzierbar
sind.
Höhere Durchsatzleistung:
Eine Maschine schafft je nach
Modell bis zu 500 kg Fleisch pro
Stunde, während ein geübter
Metzger höchstens 50–70 kg
manuell entrinden kann.
Sicherheitsaspekte:
Geschützte Messeraggregate
und automatische Abschaltsysteme
reduzieren Schnittverletzungen
und Materialverlust.
Ressourcenschonung: Minimierter
Produktverlust durch
präzise Regulierung des Abtrags
und einfaches Auffangen der
abgeschnittenen Reste.
So läuft der
Prozess ab
Vorbereitung: Fleischstücke
werden grob zugeschnitten und
auf den Einlaufrollen positioniert.
Voreinstellung: Über Stellräder
oder Touch-Display wird die
abzusperrende Schichtstärke für
Schwarte und Vlies fixiert.
Automatischer Durchlauf: Die
Förderbänder transportieren das
Fleisch zwischen rotierenden
Messern, die Schwarte und Vlies
in einem Arbeitsgang abtragen.
Entsorgung & Reinigung:
Abgetrennte Reste werden
gesammelt, Stahlmesser reinigen
sich durch integrierte
Spülmodule selbst, Maschinenwartung
gelingt schnell und
unkompliziert.
Kein Wunsch zu groß
Das Familienunternehmen
Hubert Haas e.K. ist seit 1996
Spezialist für automatische
Brüh- und Enthaarungsmaschinen
sowie Betäubungsanlagen.
Gegründet von Hubert Haas, wird
der Betrieb seit 2013 in zweiter
Generation von seinem Sohn
Dietmar Haas geführt. Sämtliche
Maschinen entstehen am
Firmenstandort im schwäbischen
Neuler und werden von dort aus
weltweit vertrieben. Dank regelmäßiger
Teilnahme an nationalen
und internationalen Fachmessen
hat sich das Unternehmen einen
festen Platz im globalen Markt
erarbeitet.
Besonderes Augenmerk
legt die Firma auf individuelle
Kundenwünsche. Jede Brühund
Enthaarungsmaschine
wird bedarfsgerecht gefertigt
– wahlweise aus Edelstahl oder
in feuerverzinkter Ausführung.
Auch die elektrische Steuerung,
Ausläufe und Zusatzausstattungen
wie Borstensammler,
Borstenschnecken, pneumatische
Auswurfsysteme oder
Wandsteuerungen werden
gemeinsam mit dem Kunden
abgestimmt. Besonders gefragt
ist das System mit integrierter
Borstenschnecke. Während des
Brüh- und Enthaarungsvorgangs
transportiert diese automatisch
die anfallenden Borsten aus
Aufschnittmaschinen | Betäubungsgeräte | Bratsysteme
Brüh-Enthaarungs-Anlagen | Clipsysteme | Feinstzerkleinerer
Fleischerbandsägen | Füller | Geflügelrupfmaschinen
Hamburger-Formmaschinen | Injektoren | Kochkessel | Kutter | Mischer
Portioniermaschinen | Rauch-Koch-Reifesysteme | Rührwerke | Schmorautomaten
Vakuum-Verpackungsmaschinen | Waschanlagen | Wölfe | Würfelschneider
der Maschine. Das Brühwasser
bleibt dadurch sauber, und die
Enthaarungsqualität wird dauerhaft
hochgehalten. Die Borsten
landen in einem separaten
Behälter und lassen sich bequem
entsorgen. Die unterschiedlichen
Modelle der Brüh-, Enthaarungsund
Abflammmaschinen sind
für eine Leistung von bis zu 120
Schweinen pro Stunde erhältlich.
Foto: Hubert Haas
www.hubert-haas.de
Info
Peter Schön Ges.m.b.H. -
Fleischereimaschinen
Schlachthausgasse 22
1030 Wien
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www.schoen-gmbh.at
Penias Lebensmitteltechnik
GmbH
Gaismannslohen 15
5261 Uttendorf
Tel/Fax: +43/7724 2864
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Fleisch
Markt
Entschwarten & Entvliesen
Seite 21, 6-7/2025
Stark, flexibel, zuverlässig
Veredelte
Fleischteilstücke
Foto: Weber
Weber Maschinenbau ist
seit über 40 Jahren ein
bewährter Partner für die
Fleischverarbeitung. Bereits der
erste Entschwarter aus Edelstahl
setzte neue Standards.
Durch enge Zusammenarbeit
mit Kunden entstehen laufend
neue technische Lösungen und
Services. Die Maschinen zum
Entschwarten und Entvliesen
sind in Leistung und Funktion
abgestuft – ideal für Handwerk,
Mittelstand und Industrie.
Effizient entschwarten
– hohe Ausbeute
Das vielseitige Maschinenangebot
bietet für jede Anforderung
die passende Lösung. Besonders
beliebt bei Handwerksbetrieben
und Supermärkten ist die ASB
600. Sie braucht wenig Platz, ist
flexibel einsetzbar und ermöglicht
sowohl manuelles als auch
automatisches Entschwarten
– etwa von Bauch, Rücken,
Backe oder Schulter. Dank
Zugwalzentechnik und einstellbaren
Andruckwalzen wird
die Schwarte sauber entfernt
– das steigert Ausbeute und
Wirtschaftlichkeit. Für höhere
Leistung in größeren Betrieben
gibt es die Modelle ASB 460 und
ASB 560.
Attraktives Schnittbild
dank präzisem
Entvliesen
Wer auf saubere Veredelung
setzt, greift zur Weber AMS 533.
Diese Maschine trennt Sehnen
und Vlies präzise vom Fleisch
– bei Rind, Schwein, Kalb und
Edelteilen. Das spart wertvolles
Gewicht. Ein besonderes Extra:
der patentierte SmartLock-
Verschluss für den Messerhalter
– für einfaches, schnelles und
sicheres Handling. So gelingt
eine hochwertige Präsentation
und effiziente Verarbeitung gleichermaßen.
Info
Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn GmbH
Haunspergstraße 32
5021 Salzburg
office@gramiller.at
www.gramiller.at
Durch Entvliesen, also das
Entfernen von Bindegewebe,
Membranen, Faszien,
kleinen Fettresten und anhaftenden
Sehnenstücken von
der Fleischoberfläche, entstehen
appetitlich aussehende,
hochwertige Fleischstücke, die
der Kunde zu Hause optimal
zubereiten kann. Wird das
Vlies von Hand mit einem
Messer entfernt, kommt es zu
unerwünschten Einschnitten
in die Fleischfasern und es wird
oftmals mit dem Vlies auch
wertvolles Magerfleisch abgeschnitten.
Durch das maschinelle
Entvliesen in Verbindung mit
einer anatomischen Schnittführung
beim Zerlegen werden die
Fleischteilstücke bestmöglich für
den Verkauf und die Weiterverarbeitung
veredelt. Dadurch steigt
die Ausbeute an hochwertigem
Magerfleisch, was sich nicht nur
in der besseren Verkaufspräsentation
der Teilstücke bemerkbar
macht, sondern auch in der
Weiterverarbeitung. Die kleinste
Entvliesmaschine des deutschen
Herstellers MAJA-Marel, der
Typ EASY/1, eignet sich ideal für
den Einsatz im Gewerbebetrieb
sowie in Fleischabteilungen
von Supermärkten. Teilstücke
vom Schwein, Kalb, Rind, Wild,
Geflügel und Pferd werden
durch diese leistungsstarke
Maschine präzise, kraftschonend
und schnell entvliest. Das
hauchdünne Gewebe wird sauber
abgenommen und das wertvolle
Magerfleisch bleibt dort, wo
es Gewinn bringt, nämlich am
Fleischstück selbst.
Info
Johann Laska u. Söhne
Linz – Wien – Graz
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Foto: MAJA-Marel
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A - 5151 Nussdorf am Haunsberg
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zu mehr Erfolg!
MAJA Maschinen optimieren
den Arbeitsprozess beim Entschwarten
und Entvliesen.
Johann Laska u. Söhne
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MAJA ESB 4434
Die Sicherheitsentschwartungsmaschine
für den
Gewerbebetrieb.
LASKA, der Partner für innovative Fleisch- und Lebensmittelverarbeiter.
Seite 22, 6-7/2025
Fleisch Markt
Verpackung
Verlässlich vakuumiert
VacuMIT ist seit dem Jahr
1983 Profihersteller für
hochwertige Vakuum-Verpackungsmaschinen
mit Sitz im
bayerischen Burglengenfeld.
Vakuumverpacken gilt als
eine der hygienischsten und
effizientesten Verpackungstechniken
zur deutlichen
Verlängerung der Haltbarkeit
von frischen Lebensmitteln
wie Fleisch, Wurst, Fisch und
Molkereierzeugnissen – aber
auch für Flüssigkeiten und viele
andere empfindliche Produkte
wird diese Methode vielerorts
geschätzt.
Die vielseitige Produktreihe
von VacuMIT reicht von
kompakten Tischmaschinen
bis hin zu robusten Standgeräten
und leistungsstarken
Doppelkammermaschinen für
den gewerblichen und industriellen
Einsatz. Damit bietet
das Unternehmen für nahezu
jede Anwendung und Betriebsgröße
das passende Modell. Alle
Foto: VacuMIT
Maschinen sind standardmäßig
mit einem rostfreien Edelstahlgehäuse
und einer ebenso
langlebigen Edelstahlkammer
ausgestattet. Herzstück jeder
Anlage ist eine Hochleistungspumpe,
die für ein zuverlässiges
und schnelles Vakuum sorgt.
Besonders hervorzuheben ist
die serienmäßig patentierte
Vakuumermittlung, die ein
prozessgesichertes und präzises
Verpacken gewährleistet.
Kunden schätzen darüber
hinaus die besonders einfache
Bedienung der Geräte, die
servicefreundliche, wartungsarme
Technologie und die
unkomplizierte Reinigung. Allen
voran ist es die wertbeständige
Qualität der Maschinen, die
VacuMIT zu einem verlässlichen
Partner machen.
www.vacumit.com
Info
Penias Lebensmitteltechnik
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Für kleine Räume
Bei der Maximus RE des deutschen
Maschinenbauunternehmens
VARIOVAC handelt
es sich um eine hochmoderne
Tiefziehmaschine, die speziell
für kleinere Produktionsumgebungen
entwickelt wurde, in
denen Effizienz und Präzision
entscheidend für einen reibungslosen
Betrieb sind. Durch ihre
kompakte Bauweise, die mit
einem integrierten Schaltschrank
ausgestattet ist, benötigt
die Maschine wenig Platz.
Das benutzerfreundliche und
intuitive 10-Zoll-HMI-Panel,
ermöglicht hierbei eine präzise
Überwachung und Steuerung
des gesamten Tiefziehprozesses.
Mit einer Standardfolienbreite
von 420 mm und sechs verschiedenen
Abzugslängen können
unterschiedlichste Produkte in
hoher Qualität gefertigt werden.
Das Design der Maschine optimiert
nicht nur den Bedienkomfort,
sondern ermöglicht
auch eine beidseitige Nutzung
Foto: Variovac
des Einlegebereichs– für eine
erleichterte Handhabung
während der Arbeit. Zusätzlich
sorgt ein Not-Aus-Schalter an
beiden Seiten der Maschine für
verstärkte Sicherheit.
www.variovac.de
Info
Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn GmbH
Haunspergstraße 32
5021 Salzburg
office@gramiller.at
www.gramiller.at
ADVERTORIAL
Hygiene in der Fleischwirtschaft
MOOSHAMMER liefert Lösungen aus einer Hand.
Fotos: Mooshammer
Sauberkeit ist kein Trend,
sondern Pflicht – gerade
in fleischverarbeitenden
Betrieben. Wo mit sensiblen
Produkten gearbeitet wird,
steht Hygiene im Zentrum jeder
Produktionskette. MOOSHAM-
MER hygiene & technik gmbh
mit Sitz in Schlüßlberg (OÖ) hat
sich genau darauf spezialisiert:
auf durchdachte, praxiserprobte
Lösungen für Betriebshygiene
und Entwässerung – von der
Planung bis zur Umsetzung.
„Unsere Kunden schätzen,
dass sie bei uns alles aus einer
Hand bekommen“, erklärt
Geschäftsführer DI (FH) Jochen
Regenfelder. Ob Hygieneschleusen,
Edelstahl-Entwässerungssysteme,
Reinigungsgeräte
oder Desinfektionsstationen –
MOOSHAMMER plant individuell,
liefert verlässlich und denkt
dabei immer an die täglichen
Anforderungen in der Fleischwirtschaft.
Besonders gefragt sind innovative
Entwässerungssysteme, die
gezielt Keimbildung verhindern
und zur Sicherheit in der Produktion
beitragen. MOOSHAMMER
unterstützt Betriebe mit maßgeschneiderten
Konzepten für eine
hygienische Umgebung. So bleibt
Qualität nachhaltig gesichert.
Dank robuster Edelstahlkonstruktionen,
einfacher Wartung
und hoher Benutzerfreundlichkeit
punkten MOOSHAMMER-
Lösungen in Schlachthöfen,
Zerlegebetrieben, Feinkost- und
Wurstwarenproduktion sowie im
Direktvertrieb ab Hof.
Wer heute in Hygiene investiert,
sichert nicht nur die
Produktqualität, sondern auch
Vertrauen – bei Behörden,
Handelspartnern und Konsumenten.
MOOSHAMMER
unterstützt dabei mit Know-how,
Erfahrung und Handschlagqualität.
www.mooshammer.at
Fleisch
Markt
Verpackung
Seite 23, 6-7/2025
Geld sparen und einen Beitrag
für eine nachhaltige Welt leisten
Fotos: Industrial Auctions BV
Geld sparen und gleichzeitig
zu einer nachhaltigeren
Welt beitragen — das klingt gut,
oder? Genau das bietet Industrial
Auctions. Dieser Online-
Auktionator ist auf die Organisation
von Online-Auktionen
für Maschinen aus der Lebensmittel-
und Getränkeindustrie
spezialisiert.
Wer sich für gebrauchte statt
neue Maschinen entscheidet,
senkt nicht nur deutlich die
Anschaffungskosten, sondern
profitiert zugleich von zuverlässigen
Anlagen, die bei guter
Wartung noch viele Jahre leistungsfähig
bleiben. Durch die
Verlängerung des Lebenszyklus
von Maschinen wird aktiv
dazu beigetragen, Abfall und
Ressourcenverbrauch zu reduzieren
— ein kluger Schritt für
das eigene Unternehmen und
für den Planeten.
In den kommenden Wochen
werden verschiedene Auktionen
in unterschiedlichen
Branchen durchgeführt. Neben
der Fleischwirtschaft kommen
auch Maschinen aus der Milchund
Gemüseverarbeitung, etwa
für Zwiebeln und Kartoffeln,
unter den Hammer. Gerade
in der Fleischindustrie ist
das Angebot breit gefächert.
So wird bei der Auktion von
Forges de Eaux eine nahezu
neuwertige, nur wenige Jahre
alte Komplettanlage für die
Schweineschlachtung versteigert.
Die USE Poultry Tech-
Auktion im niederländischen
Hillegom bietet eine Vielzahl an
Maschinen für die Schlachtung
und Verarbeitung von Geflügel.
Außerdem kommen im Auftrag
von Hall’s of Scotland in Prestwick
mehrere Maschinen für
die Fleischverarbeitung unter
den Hammer. Kurzum: Ein
vielfältiges Angebot, das für
alle etwas bereithält, die in der
Fleischindustrie tätig sind. Mit
einem wachsenden internationalen
Netzwerk und dem klaren
Fokus auf Wiederverwendung
ist jede Auktion ein Schritt in
Richtung einer intelligenteren
und ressourcenschonenderen
Kreislaufwirtschaft.
Info
Industrial Auctions BV
Looyenbeemd 11
5652 BH Eindhoven (NL)
T: +31 (0)40 2409 208
info@industrial-auctions.com
www.Industrial-Auctions.com
Dem Namen getreu
Deutlich kleiner und
kompakter als andere Tiefziehautomaten
präsentiert sich
der SPRINTER vom Vakuumierexperten
KOMET – ohne dabei
auf Bedienkomfort verzichten
zu müssen. Mit seinen 2,9 m
Länge passt er problemlos auch
in kleine Räume. Doch trotz der
geringen Außenmaße stehen,
aufgrund des langen Einlagebereichs,
drei volle Nutzen
zum Einlegen der Produkte zur
Verfügung. Durch Vario-Werkzeug
lässt sich die Maschine
flexibel für verschiedene
Produkte einsetzen. Der Name
des SPRINTER ist Programm:
Er ermöglicht nicht nur einen
schnellen Formatwechsel,
sondern auch der Folienwechsel
erfolgt im Handumdrehen.
Doch nicht nur Schnelligkeit
zeichnet den SPRINTER aus.
Dank eines speziellen Hydraulik-Hubsystems
ist der Druckluftverbrauch
minimal, was den
Tiefziehautomaten sowohl in
der Anschaffung als auch im
laufenden Betrieb vergleichsweise
wirtschaftlich macht.
Foto: Komet
Das effiziente Modell ist
in zwei Folienbreiten – 323
mm und 423 mm – sowie mit
variablen Abzugslängen von
200 mm bis 300 mm erhältlich.
So lassen sich auch größere
Verpackungen mühelos
herstellen, und Verwender
können schnell und flexibel
auf unterschiedliche Anforderungen
reagieren. Die Maschinen
werden praktischerweise
bereits steckerfertig geliefert,
sodass nach kurzer Aufwärmzeit
direkt mit der Produktion
begonnen werden kann.
www.vakuumverpacken.de
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Zu beziehen bei:
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Familienunternehmen für exzellente
Qualität im Bereich der Nahrungsmittelund
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Robuste, hygienische und zugleich umweltfreundliche Verpackungen sind für Metzgereien und Direktvermarkter
gleichermaßen unverzichtbar – sie erhalten Qualität und schonen Ressourcen. Von Michael Heinz
Vakuumverpackung ist
ein Grundpfeiler in Fleischereien
und Direktvermarktung.
Durch das Entfernen
von Sauerstoff und das luftdichte
Versiegeln lassen sich
Produkte mehrere Wochen
haltbar machen – ohne Gefrierbrand.
Geschmack, Feuchtigkeit,
Farbe und Nährstoffe bleiben voll
erhalten. Besonders bei Sous
Vide Zubereitungen bleibt das
Aroma optimal erhalten. Für
Direktvermarkter bedeutet das:
weniger Verlust, mehr Flexibilität
und begeisterte Kunden.
Schrumpfbeutel –
Optik & Haltbarkeit
Mit Schrumpfbeuteln schmiegen
sich Verpackungen eng an das
Produkt an – wie eine zweite Haut.
Sie schützen vor Austrocknung,
Sauerstoffkontakt und Gefrierbrand
– und sehen dabei besonders
attraktiv aus. Materialien
wie Cryovac Alu300 sparen bis
zu 59 % Material ein und senken
die Umweltbelastung deutlich.
Außerdem ermöglichen sie Cook
in Anwendungen – direktes Garen
in der Verpackung.
Vakuumbeutel – hygienisch,
platzsparend
Ob glatt oder gerippt – Vakuumbeutel
sind ideal für Einzelstücke
oder kleinere Chargen. Sie
sparen Lagerraum, vermeiden
Gefrierbrand und unterstützen
hygienische Arbeitsabläufe. Die
Atmosphäre verpackt Fleisch
perfekt für die Reifung – zart und
attraktiv präsentiert.
Glasbehälter – Klassiker
im neuen Gewand
Glas überzeugt durch hervorragende
Barriereschutz-
Eigenschaften, Trägheit und
unbegrenztes Recycling. Ob
Schraubglas oder vakuumversiegeltes
Glas – ideal für Pasteten,
Sülzen und eingelegtes Fleisch.
Mit einer Vakuum-Kammer lässt
sich auch Glas optimal luftdicht
verschließen. Besonders Direktvermarkter
punkten mit der
hochwertigen Optik und Wiederverwendbarkeit
der Gläser.
Konsequente
Abfalltrennung
Weniger Material: Dünnere
Folien (z. B. Ecoline mit 50 µ
statt 90 µ) senken Gewicht (bis
zu 45 %) und CO 2 -Fußabdruck.
Recyclinggerechte Folien: PA/
Foto: Hof&Markt
PE-Kombinationen mit hohem
Recycleanteil erfüllen rechtliche
Anforderungen.
Mehrweg- und Bio-Optionen:
Wiederverwendbare Schalen
und kompostierbare Teller
ergänzen das Sortiment – ideal
für To Go-Angebote.
Effiziente Technik: Zentrale
Vakuumstationen verbrauchen
bis zu 50 % weniger Energie
und CO 2 gegenüber dezentralen
Pumpen.
Vorbildliche Abfalltrennung:
Klare Sortierung – Folie zu
Kunststoff, Glas zu Altglas,
Metall separat – sichert Recyclingkreisläufe.
Geschultes Personal
ist dabei entscheidend.
Für Fleischer &
Direktvermarkter
Kombination nutzen: Vakuumbeutel
für größere Portionen,
Schrumpfbeutel für Premiumwaren,
Gläser für Pasteten &
Aufstriche.
Maschinen passend wählen:
Fokussierte Auswahl von Vakuu
und Schrumpfgeräten (Kammermodelle,
Schrumpftunnel) je nach
Produktionsmenge.
Material bewusst wählen:
Dünnere und recyclingfreundlichere
Folien bevorzugen (z. B.
Ecoline).
Offen informieren: Nachhaltigkeit,
Recycling und Trennung
transparent kommunizieren –
fördert Vertrauen bei Kunden.
Schulungen etablieren: Verpackungs-
und Trennvorgänge
gezielt schulen, um Verwechslungen
zu vermeiden und Recyclingquoten
zu erhöhen.
Ob vakuumiert, geschrumpft
oder klassisch im Glas – durch
clevere Kombinationen aus Folie
und Mehrweg- oder Glaslösungen
entsteht eine Verpackungsstrategie,
die Frische, Hygiene und
Optik maximiert – und gleichzeitig
die Umwelt schont.
Fleisch
Markt
Verpackung
Seite 25, 6-7/2025
Verpackt und versiegelt
Mit dem deutschen Hersteller
INTERVAC hat Laska seit
Jahren einen erfahrenen Hersteller
von Vakuumkammer-Maschinen
im Programm, der hohe technische
Präzision und erstklassige
Ausführung gewährleistet. Das
breit gefächerte Sortiment reicht
dabei von kleinen Einkammer-
Tisch- und Standmaschinen,
Doppelkammermaschinen bis
zu Bandmaschinen. Ergänzt
wird dieses umfassende Angebot
durch Schrumpftanks, automatische
Tauchbecken und Gebläse-
Trockensysteme. Beinahe jedes
Modell ist in unterschiedlichen
Größen und Ausstattungsvarianten
erhältlich, sodass für
jede Betriebsgröße – ob Gastronomie,
Handwerksbetrieb oder
industrielle Großproduktion –
das passende System bereitsteht.
Alle INTERVAC-Verpackungsmaschinen
verfügen über eine
anwenderfreundliche Digitalsteuerung
und sorgen so für
besonderen Bedienungskomfort.
Standardmäßig verfügen die
Maschinen über eine zuverlässige
Doppelnaht-Siegelung. Darüber
hinaus sind verschiedene Siegeloptionen
wählbar: von der Trenndrahtsiegelung
für ein sauberes
Abtrennen des überstehenden
Beutelrands über die Bi-Aktiv-
Siegelung für dickere Folien und
Aluminiumbeutel bis hin zur
Siegelung mit druckluftunterstütztem
Trennmesser. Optional
kann eine Begasung integriert
werden, um die Haltbarkeit der
Produkte zu verlängern, ohne
dabei Gewicht, Aroma oder
Frische zu verlieren.
Info
Johann Laska u. Söhne
Linz – Wien – Graz
Tel. +43 (0)732/77 32 11
info@laska.co.at
www.laska.co.at
Foto: INTERVAC
Foto: Alexis Dengra
Anwenderfreundlichkeit
Das Thermosiegelgerät TB2
PRO dient als zuverlässige
Lösung für den professionellen
Einsatz in Gastronomie, Catering
und Lebensmittelproduktion.
Ausgestattet mit einer leistungsstarken
Vakuumpumpe mit 63
m 3 /h sorgt es für schnelle und
präzise Verpackungsergebnisse
– bei bis zu 90 Zyklen pro Stunde.
Ergonomie und Anwenderfreundlichkeit
standen sichtbar
im Fokus während der Entwicklung
und der Produktion dieser
Maschine. Ihr robustes Gehäuse
aus Edelstahl und eloxiertem
Aluminium garantiert Langlebigkeit
und lässt sich zudem
einfach reinigen. Dank des
austauschbaren Formensystems
können Formen innerhalb
weniger Minuten gewechselt
werden, was ein flexibles und
effizientes Arbeiten ermöglicht.
Die Bedienung des Geräts
erfolgt über einen benutzerfreundlichen
7-Zoll-Touchscreen
mit intuitivem Menü und
speicherbaren Programmen.
Hier lassen sich der gewünschte
Vakuumgrad, die Versiegelungszeit
und die Formtemperatur
individuell einstellen und jederzeit
abrufen.
Die Vakuumkontrolle durch
den Sensor gewährleistet dabei
gleichbleibende Ergebnisse.
Eine besondere Funktion ist das
Folienwickelsystem mit integriertem
Detektor für bedruckte
Folien sowie ein optionales
Versiegelungssystem mit Folienlasche
für ein leichtes Öffnen der
Verpackung. Der perimetrische
Zuschnitt der oberen Folie passt
sich exakt der Tray-Kontur an,
während ein integriertes System
das automatische Aufwickeln
und Spannen der Folie übernimmt.
www.sick-werksvertretung.com
Verpackung mit
Anspruch
Verpackung ist mehr als nur
Hülle – sie bewahrt Frische,
schützt zuverlässig und sorgt
für ansprechende Präsentation
im Regal. VC999® bietet
ein umfassendes Sortiment an
Verpackungslösungen, die diesen
hohen Ansprüchen gerecht
werden – ob Beutel, Schalen,
Folien oder nachhaltige Verpackungskonzepte.
Die VC999® Beutel punkten
mit Vielfalt und Zuverlässigkeit:
Siegelrandbeutel überzeugen
durch hohe Transparenz und
Durchstoßfestigkeit, Schrumpfbeutel
sorgen nach dem Schrumpfen
für eine besonders dichte,
hygienische Verpackung. Standbodenbeutel
setzen Produkte
attraktiv in Szene und bieten Platz
für individuellen Druck. Auch bei
Schalenlösungen zeigt sich der
hohe Anspruch. MAP-Schalen
erhalten durch Rückbegasung
Frische und Farbe, während Skin-
Schalen das Produkt wie eine
zweite Haut umschließen und
Flüssigkeitsaustritt verhindern.
Beide Varianten lassen sich individuell
gestalten und bieten praktische
Öffnungshilfen. Ergänzt wird
das Sortiment durch ein breites
Angebot an formbaren und nicht
formbaren Folien – von Tiefziehüber
Schlauchbeutelfolien bis
hin zu hochwertig bedruckbaren
Oberfolien für MAP- und Skin-
Packungen.
Ein besonderes Augenmerk
legt VC999® auf nachhaltige
Verpackungen. Ob leichtere
Verpackungen durch intelligentes
Design, recyclingfähige
Monomaterialien, recycelte oder
kompostierbare Materialien –
die Lösungen sind vielseitig und
zukunftsorientiert. Denn auch bei
Verpackung gilt: Ressourcenschonung
und Produktschutz gehören
zusammen.
Info
Strasser GmbH & Co. KG
Gewerbestraße 1
Gewerbegebiet Weitwörth
A - 5151 Nussdorf am Haunsberg
Tel.:+4362726184
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Top-Qualität
SICK Hermann
Werksvertretungen e.U.
Bahnhofstraße 5 + 6a/
Top-Schärfe
Mooshanslweg 8
9560 Feldkirchen
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Herstellung
Seite 26, 6-7/2025
Fleisch Markt
Rezepte
Pasta mit Grünkohl
Snackwürste,
würziges Allerlei
Zutaten:
u 200 g Farfalle oder
Penne
u 150 g Grünkohl
u 100 g würzige Wurst
(Kaminwurzen oder
ähnlich)
u 3 Knoblauchzehen
u 1 Zwiebel
u 3 Esslöffel Olivenöl
u Salz und Pfeffer
u ½ Teelöffel Fenchelkörner
u etwas Chilisauce
u etwas Sojasauce
u 125 ml Schlagobers
u Parmesan zum Bestreuen
Text & Fotos: Andrea Jungwirth
Snacken liegt im Trend, eine
Kleinigkeit zwischendurch
für den leichten Hunger.
Doch schon bevor das Wort
Snacken“ sich durchgesetzt hat,
gab es die kleinen Würstchen,
die man zur Jause, beim Wandern
oder zur Zwischenmahlzeit isst.
Die Rede ist von kleinen Snackwürsten,
die inzwischen in großer
Vielfalt erhältlich sind.
Eine Fülle
von Anbietern
Die kleinen Würstchen, die mit
„Knabber“ beginnen und mit
„nossi“ enden, waren die ersten
dieser Art und kamen bereits
1979 auf den Markt. Ursprünglich
für Erwachsene entwickelt,
wurden sie später speziell für
Kinder vermarktet. Neben der
Kultmarke gibt es inzwischen
eine Fülle an Produzenten für
Snackwürste mit den unterschiedlichsten
Geschmacksrichtungen
und verschiedener
Optik, mit Käse, würzig oder
scharf, lang und dünn, oder
kurz und dick. Die große Vielfalt
ergibt sich aus der Art des
verwendeten Fleisches, der
Würzung und aus dem Herstellungsprozess.
Lange Haltbarkeit ohne
Kühlung
Der große Vorteil der Snackwürste
ist, dass sie nicht gekühlt
werden müssen und somit ideal
für unterwegs sind, zum Wandern,
für Kinder, oder zur Jause. Zudem
sind sie handlich und meist so
klein, dass sie für eine Mahlzeit
reichen und nichts übrig bleibt.
Sie müssen auch nicht mit einem
Messer in Scheiben geschnitten
werden, sondern es wird einfach
abgebissen. Sie zeichnen sich
durch eine lange Haltbarkeit aus
und sind somit ideal als Vorrat.
Viele fleischhaltige Snackwürste,
insbesondere die länger
haltbaren Varianten wie Salami
Sticks, Kaminwurzen oder Pfefferbeißer,
gehören zur Kategorie
der Rohwürste. Ihr Herstellungsprozess
unterscheidet sich grundlegend
von Brüh- oder Kochwürsten,
da sie nicht erhitzt werden,
sondern durch Fermentation
und Trocknung reifen. Durch den
Reifungsprozess entstehen eine
robuste Konsistenz und ein intensives
Aroma. Die Auswahl für den
Konsumenten ist auch deshalb so
groß, weil beinahe jedes gängige
Fleisch verwendet werden kann.
Produkte aus reinem Rindfleisch
oder aus Schweine- und Rindfleisch,
aber auch aus Wild oder
Geflügel sind am Markt. Aus
Rind- oder Wildfleisch sind sie
meist besonders aromatisch und
würzig im Geschmack.
Für die Verarbeitung wird das
Fleisch gewolft und die Fleisch-
❱ Grünkohl von den groben Stielen zupfen und waschen.
Das Gemüse in sehr dünne Streifen schneiden.
❱ Knoblauch und Zwiebel schälen und klein würfeln.
Wurst klein schneiden.
❱ Olivenöl in einen Topf geben, Zwiebel und Knoblauch
darin kurz andünsten. Kohl dazugeben, mit Salz, Pfeffer
und Sojasauce würzen und einige Minuten bissfest
dünsten lassen. Gemüse mit Schlagobers aufgießen und
leicht einköcheln lassen. Wurst mit der Chilisauce zum
Grünkohl geben.
❱ Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen.
❱ Nudeln zum Gemüse geben und alles gut vermischen
und mit frisch geriebenem Parmesan servieren.
masse mit Salz, Pökelsalz und
Gewürzen vermischt. Pfeffer,
Kümmel, Paprika und Knoblauch
sind für den würzigen Geschmack
verantwortlich, die Masse wird in
Natur- oder Kunstdärme gefüllt.
Die Würste werden anschließend
luftgetrocknet und danach oft
geräuchert, um Aroma und Haltbarkeit
zu verbessern. Je länger die
Lufttrocknung, desto kerniger der
Biss.Kalträuchern sorgt für eine
mildere Note, während Heißräuchern
intensivere Geschmacksnuancen
erzeugt.
Gängige Wurstsorten
zum Snacken
Kabanossi ist eine sehr bekannte
Snackwurst, die oft aus Rind- und
Schweinefleisch hergestellt und
mit verschiedenen Gewürzen
verfeinert wird. Nach dem Füllen
wird die Kabanossi geräuchert,
gebrüht und getrocknet. Sie ist in
verschiedenen Größen erhältlich,
auch als Minis. Sehr beliebt sind
die pikanten Dauerwürstchen mit
Emmentaler Käsewürfeln. Salami
Sticks sind dünne, oft scharfe
Salamistangen, die ungekühlt
haltbar sind, und sich gut für
unterwegs eignen. Die klassischen
Kaminwurzen sind geräucherte
Rohwürste, die häufig aus Schweinefleisch
hergestellt und kräftig
gewürzt sind. Sie überzeugen
durch einen würzigen, rauchigen
Geschmack und eine feste, aber
zarte Konsistenz. Eine Spezialität
sind sie, wenn sie aus Wildfleisch,
etwa Gams oder Hirsch, hergestellt
werden. Pfefferbeißer sind
nicht jedermanns Sache, denn die
Rohwurst ist oft scharf gewürzt. Sie
sind typischerweise luftgetrocknet
und werden oft schonend im Kaltrauch
über Buchenholz geräuchert,
was ihnen ein charakteristisches
rauchiges Aroma verleiht.
Fleisch
Markt
IFFA-Nachbericht
Seite 27, 6-7/2025
Foto: Vemag
Viel Neues
Die VEMAG Maschinenbau
GmbH aus Verden/Aller
präsentierte auf der IFFA 2025
in Frankfurt eindrucksvoll ihr
Leistungsspektrum. Auf einer
Fläche von 1.800 m 2 zeigte das
Unternehmen über 30 Linien
mit effizienten und innovativen
Lösungen für die Lebensmittelproduktion.
Vom Handwerksbetrieb
über den Mittelstand bis
hin zur Industrie bot VEMAG
maßgeschneiderte Maschinen
für das Füllen, Portionieren,
Formen und Ablegen verschiedenster
Produkte. Besonders
im Fokus standen Neuheiten
für die Würstchenproduktion,
Frischfleischverarbeitung und
Convenience-Herstellung sowie
Vakuumfüller und Vorsatzgeräte.
Ein Produkt-Highlight war die
neue Vakuumfüllmaschine
HPnx, die besonders präzise
und schonend portioniert. Sie
garantiert hohe Produktqualität,
reduziert Restmengen
und erhöht Maschinenverfügbarkeit
– ein klarer Vorteil für
effiziente und wirtschaftliche
Produktion. Mit ihrer Flexibilität,
einfachen Bedienung und
hohen Hygienestandards überzeugte
sie Fachbesucher und
Entscheider gleichermaßen.
Innovationen wie der Fülltisch
FT722 unterstrichen VEMAGs
konsequenten Fokus auf smarte
Lösungen für mehr Effizienz.
Dieses kompakte System für
die teilautomatisierte Befüllung
von Schalen, Gläsern und
Bechern ermöglicht eine flexible
Anpassung an kleinere Chargen
und spezielle Anforderungen.
Auch im Bereich Digitalisierung
setzte VEMAG Impulse:
Mit SmartLink präsentierte das
Unternehmen eine Lösung für
die Betriebs- und Produktdatenerfassung,
die Transparenz und
Produktionskontrolle deutlich
verbessert.
www.vemag.de
Info
Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn GmbH
Haunspergstraße 32
5021 Salzburg
office@gramiller.at
www.gramiller.at
Zukunft gestalten
Foto: Fessmann
Für Fessmann war die diesjährige
IFFA in Frankfurt eine
wertvolle Plattform, um aufkommende
Trends zu diskutieren,
wertvolle Eindrücke zu sammeln
und die Weichen für zukünftige
Entwicklungen zu stellen.
Im direkten Dialog mit
Kunden, Branchenexperten und
Vertriebspartnern zeigte sich
deutlich: Trotz aktueller Herausforderungen
blickt die Branche
zuversichtlich in die Zukunft.
Themen wie Automatisierung,
Digitalisierung, Transparenz
und vor allem erstklassiger
Service gewinnen weiter an
Bedeutung. Fessmann positioniert
sich dabei als verlässlicher
Partner, der diesen Wandel aktiv
begleitet und leidenschaftlich
mitgestaltet. Besonderes Interesse
galt den aktuellen Neuheiten
rund um Service und digitale
Lösungen.
Mit der FES.APP und FES.
CONNECT präsentierte das
Unternehmen mit Hauptsitz in
Winnenden anwenderfreundliche
Tools, die Informationen
und Servicekontakte mobil und
effizient bereitstellen. Ein weiterer
spannender Programmpunkt
war die Vorstellung der
T1900 Mark II – ein Gerät, das
technische Weiterentwicklung
und Kundennähe vereint und
speziell auf die Anforderungen
des Kundensegments Handwerk
abgestimmt ist.
Für Fessmann ist die IFFA ein
Ort des persönlichen Miteinanders
und der partnerschaftlichen
Vernetzung. Zahlreiche
Begegnungen, neue Kontakte
und der intensive Austausch
haben einmal mehr bewiesen,
wie wichtig Vertrauen und
gegenseitige Unterstützung
in der Branche sind. Mit wertvollen
Impulsen und gestärkten
Partnerschaften blickt das
Unternehmen motiviert in die
Zukunft.
www.fessmann.com
Info
Zu beziehen bei:
Franz Gramiller & Sohn GmbH
Haunspergstraße 32
5021 Salzburg
office@gramiller.at
www.gramiller.at
Herzhaft,
handlich, gschmackig
Snackwürste sind immer ein Genuss, egal ob Picknick, Bergtour
oder gemütliche Jause. Punkten Sie jetzt mit kleinen, handlichen
Zirbensalamis bei ihren Kunden! Geschmack gibt die vollwürzige
Mischung Zirbensalami mit Pfeffer, Koriander und harmonischer
Zirbennote. Die Starterkultur BITEC® STARTER B MILD & FAST
gewährleistet eine standardisierte und sichere Herstellung
mit Schutz vor Listerienwachstum.
Wir sind Ihr Partner
office@novataste.com
oder +43/(0)662-6382-0
europe.novataste.com
Seite 28, 6-7/2025
Fleisch Markt
Snackwürste
Foto: NovaTaste
BBQ Time
Für viele ist Grillen ein Ritual,
das den Sommer einläutet
und bei dem Qualität, Kreativität
und gemeinsamer Genuss
im Mittelpunkt stehen. Ganz
gleich, ob würzige Steaks, zarte
Hähnchenfilets, mediterrane
Gemüsespieße oder Fischfilets
auf dem Rost landen – eines
haben alle gemeinsam: Die
richtige Marinade entscheidet
darüber, ob das Grillgut einfach
gut schmeckt oder zu einem
einzigartigen Erlebnis wird. Ob
klassisch, exotisch oder modern
interpretiert – Marinaden sind
wahre Verwandlungskünstler
und sorgen für intensive Aromen,
eine saftige Textur und eine
appetitliche Optik. Besonders
beliebt sind Ölmarinaden, wie die
Café de Paris Marinade aus der
Pure Oil-Range von NovaTaste.
Diese grüne Marinade begeistert
mit einer charakteristisch buttrigen
Note, feinen Kräutern und
kommt dabei vollständig ohne
Palmöl, gehärtete Fette oder
künstliche Zusatzstoffe aus. Ideal
für Geflügel, Lamm, Schweinefleisch
und auch Gemüse, bringt
sie ein Hauch französisches Flair
auf den Grillteller.
Ein weiteres Muss für Grillfans
ist die Kombination aus einer
herzhaft gewürzten Bratwurst
und einem aromatischen Dip. Die
Bratwurst Grillianer OG punktet
hierbei mit einer ausgewogenen
Gewürzmischung aus Majoran,
Kümmel und Pfeffer sowie sichtbaren
Kräuter- und Gewürzstücken.
Passend dazu gesellt sich
das Curry-Gewürz Ketchup – ein
vollaromatischer Begleiter mit
fruchtiger Tomate und Curry, der
sich auch zum Verfeinern von
Fingerfood und Pfannengerichten
eignet. Wer beim Grillen auf
Qualität und Geschmack setzt,
kommt an hochwertigen Marinaden
nicht vorbei, denn am Ende
zählt vor allem eines: genießen.
www.novataste.com
Outdoor-Begleitung
Pünktlich
zum
Start der
Outdoor-Saison
bringt Wiesbauer
den Bergsteiger
Snack und den
Bergsteiger Snack
mit Käse auf den
Markt – praktische
Begleiter für Aktivitäten
im Freien.
Wenn die Natur
erwacht, wächst
auch die Lust auf
herzhafte Snacks,
die sich problemlos
mitnehmen lassen.
Ob beim Wandern,
Radfahren oder
Picknick: „Wenn man im Freien
unterwegs ist, soll die Jause
praktisch, würzig und sättigend
sein.“
Die „Bergsteiger Junior“ wurde
zum Bergsteiger Snack weiterentwickelt
und spricht damit
jetzt unter dem neuen Namen
„Bergsteiger Snack“ eine größere
Zielgruppe an. Die Rezeptur
bleibt dabei unverändert: Die
würzigen Dauerwurst-Stangerl
werden traditionell nach dem
Vorbild der Original
Bergsteiger hergestellt
und erhalten durch
die Räucherung über
Buchenholz ihren
typischen, rustikalen
Geschmack. Ergänzend
gibt es die Variante mit
original Schärdinger
Bergbaron Käse. Sowohl
das für die Wurst
verarbeitete Rind- und
Schweinefleisch als
auch die gentechnikfreie
Milch für den Käse
stammen von österreichischen
Tieren. Für die
geprüfte Qualität bürgt
das AMA-Gütesiegel.
In der handlichen 80-Gramm-
Packung sind die Snacks
ungekühlt haltbar und somit
ideal für unterwegs. Wiesbauer
unterstützt den Handel mit
attraktiven Displays, die neben
den Bergsteiger Snacks auch
weitere beliebte Produkte wie
Gipfelstangerl und Kaminwurz’n
in klassischer und scharfer
Ausführung präsentieren.
Foto: Wiesbauer
www.wiesbauer.at
u 45 kg Schweinefleisch SII,
gefroren
u 25 kg Nackenspeck, gefroren
u 30 kg Schweinefleisch SII,
frisch, 3 mm
Zutaten pro kg
u 8,50 g Zirbensalami Art.-Nr.:
263043
u 0,25 g BITEC® STARTER B
MILD & FAST Art.-Nr.: 249273
u 20 g Nitritpökelsalz 0,6%
u 6 g Kochsalz
Wursthülle
Rezept
u Rinderkollagendärme Kal. 19
powered by Wiberg
Zirbenwurzerl
❱ Gefrorenes Fleisch und Speck mit BITEC® Reifekulturen und dem Combi in den Kutter
geben und auf ca. 4 mm vorzerkleinern
❱ Vorgewolftes Frischfleisch, Salz und Nitritpökelsalz dazugeben und auf 3 mm Körnung
schneiden, Masse muss bindig sein
❱ Endtemperatur ca. -2–0 °C
❱ In Kollagendärme füllen
❱ Reifung 30 Stunden bei 24 °C und 93 % Feuchte
❱ Auf die gewünschte Farbe räuchern
❱ pH-Wert-Kontrolle: bei < 5,1 die Temperatur auf 18 °C senken
❱ Trockenverlust ca. 30 %
Foto: NovaTaste
Fleisch
Markt
Gewürze
Seite 29, 6-7/2025
Herstellung
powered by Moguntia
Frankfurter Würstchen
Fotos: Moguntia
u 30 kg S II/III Schweineschulter schier, mager,
ohne Eisbein
u 15 kg R II/III Rinderhals, -Schulter grob entsehnt
und entfettet
u 20 kg Scherbeneis
u 10 kg S VI Schweinebacken ohne Schwarte
u 25 kg S IX Fettabschnitte / Deckelspeck
u 18 g/kg (1,800 kg) Nitrit-Pökelsalz 2)
u 10 g/kg (1 kg) M7730 OPTIPRALL® CL pur-
Brühwurstoptimator
u 1 g/kg (100 g) M7500 GLUTESSALIN®
Geschmacksveredler
u 12 g/kg (1,200 kg) M6634 Frankfurter
Kombi Präp.m.Würzung
❱ Das Fleisch- und Fettmaterial
getrennt auf 3mm
wolfen.
❱ Das Magerfleisch und die
Backen zusammen mit allen
Zutaten kurz trocken ankuttern.
❱ Zwei Drittel des Eises zugeben,
bei hoher Messergeschwindigkeit
kuttern bis zu
einer Temperatur von 4 °C.
❱ Den Speck einkuttern und
danach das restliche Eis und
bis zu einer Temperatur von ca. 10 °C kuttern.
❱ Anschließend im langsamen Kuttergang entlüften, die Kutterendtemperatur beträgt dabei
maximal 11 °C.
❱ Das Brät prall in die Saitlinge füllen.
❱ Die Würstchen in der Anlage bei 50-55°C umröten lassen, bei 60-65°C trocknen bis der
Darm samtig trocken ist.
❱ Bei ca. 65-70°C bis zur gewünschten Farbe räuchern und bei 78°C bis zu einer KT von 72°C
brühen.
❱ Anschließend duschen und im Hängen auskühlen lassen.
Bierknacker, gebrüht
u 60 kg S II Schweinefleisch mager
u 35 kg S V Kutterbauch
u 5 kg Scherbeneis
u 22 g/kg (2,200 kg) Nitritpökelsalz (0,4 - 0,5% Nitrit) 2)
u 12 g/kg (1,200 kg) M1515 Wilderer Wurst Gewürz-
Präparat
u 2 g/kg (200 g) M7595 AROSTAR® M Booster
u 5 g/kg (500 g) M7277 MEISTERMIX® P Dual Kombi-
3) 9)
Khm
u 10 g/kg M7730 OPTIPRALL® CL pur Brühwurstoptimator
u 3 g/kg M3055 PAPRIN® 20.000 Paprika Extrakt
❱ Das Fleisch schroten
und würzen.
Eiswasser zugeben
und gut vermengen.
Im Kühlhaus ca. 1
Stunde ruhen lassen,
und nochmals
gut vermengen.
❱ Auf 3 - 5 mm wolfen,
gut durchstoßen, in Naturdärme füllen.
❱ Im Rauch bei 50 °C ca. 45 Minuten umröten lassen,
heiß bis zur gewünschten Farbe räuchern und
bei 75 °C brühen.
❱ Anschließend nur kurz duschen und im Hängen
auskühlen lassen.
Zusatzstoffe/Kennzeichen: 1) Farbstoffe 1a) Farbstoff (E 124) 2) Konservierungsstoffe 3) Antioxidationsmittel 4) Geschmacksverstärker 5) Geschwefelt 6) Geschwärzt 7) Gewachst 8) Süßungsmittel
8a) Aspartam(Phenylalanin) 9) Stabilisatoren Allergene: a) Glutenhaltiges Getreide(Weizen) b) Krebstiere c) Eier d) Fisch e) Erdnuesse f) Soja g) Milch h) Schalenfruechte i) Sellerie j) Senf k)
Sesamsamen l) Sulfite m) Lupine n) Weichtiere
SNACKIFICATION
Snacks sind längst kein Lückenfüller mehr, sondern die neue vierte Mahlzeit – auch beim Metzger
kreativ umgesetzt durch Genusskompetenz, Marktgespür und jede Menge Vielfalt!
Ob traditionell, innovativ oder global inspiriert – alles ist möglich.
UNSERE VORSCHLÄGE:
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• KäseBEISSER ® für rustikale Würstchen mit Käse-Note | M1610
• Wilderer Wurst Gewürz-Präparat | M1515
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Blitzlichter
Seite 30, 6-7/2025
Fleisch Markt
Vemag/Gramiller
Handtmann/Laska
Industrial Auctions
PHT
IFFA
Sorgo
Düker Rex
Rex
Vakona Mado/Schön
Fleisch
Markt
Aktuelles
Seite 31, 6-7/2025
Döner, aber richtig
Foto: Közde Döner
Für viele bedeutet der Sommer
nicht nur Urlaub und ein
strahlender Teint, sondern
auch bewusste Ernährung.
Dabei wird der Döner Kebap oft
fälschlicherweise als ungesund
abgestempelt und gemieden.
Mehmet Ünal, Geschäftsführer
des Wiener Restaurants Közde
Döner, räumt mit diesem Vorurteil
auf: „Leider wurde er im
Laufe der Zeit massentauglicher
gemacht und hat dadurch seinen
Ursprung verloren. Regionales
Fleisch wurde durch Importiertes
ersetzt, das faschiert und
mit viel Fett vermischt wird.
Statt einer richtigen Marinade
kommt in vielen Betrieben
nur eine großzügige Menge
an Geschmacksverstärkern
zum Einsatz und die Saucen
enthalten viel Mayonnaise.“ Im
Original besteht der Döner aus
fettarmem, mariniertem Rindfleisch,
frischem Gemüse und
einer leichten Joghurtsauce
– eine Kombination, die weder
eine Kalorienbombe noch Junkfood
ist. Ein Döner von Közde
Döner enthält daher rund
210 Kalorien für 150 Gramm
Fleisch, dazu kommen Gemüse
mit wenigen Kalorien und frisch
gebackenes Brot. „Dank des fettarmen
Fleisches, dem Gemüse
und der leichten Joghurtsauce
ist der Döner eine gute Grundlage
für den Tag“, erklärt Ünal.
Das Gericht ist zudem flexibel
an unterschiedliche Ernährungsziele
anpassbar: Sportler
in der Massephase bestellen
oft mehr Fleisch, andere bevorzugen
Döner ohne Brot oder
mit zusätzlichem Gemüse.
Ünals Fazit: „Essen soll Freude
machen, und wenn man unter
seinem Kalorienbedarf bleibt
und auf Qualität achtet, braucht
man sich um die Sommerfigur
keine Gedanken machen.“
www.kozdedoner-restaurant.at
Sandwich-Partnerschaft
Fotos: Wiesbauer
Wiesbauer und Wojnar’s
bündeln ihre Stärken
und präsentieren gemeinsam
zwei Sandwich-Kreationen
– von Hand gefertigt und
mit Wurstspezialitäten von
Wiesbauer. Das „Bergsteiger
Sandwich“ bietet ein rustikales
Geschmackserlebnis: Die kräftig-würzige
Original Bergsteiger
wird mit Käse, Ei und Mayonnaise
in softem Sandwichbrot
kombiniert. Leicht und frisch
im Geschmack ist hingegen die
Variante „Kalbspariser Feines
Ei“, bei der zarte Kalbspariser
auf cremigen Wojnar’s Eiaufstrich
trifft. Die praktischen
Dreieckssandwiches zu je 160
Gramm sind der ideale Snack
für unterwegs, ob in der Mittagspause,
als schnelles Abendessen
oder unkomplizierte Jause to go.
Die Traditionsmarken sind seit
Jahrzehnten ein fester Bestandteil
der Wiener Genusslandschaft.
So ist die Partnerschaft
von Wiesbauer und Wojnar’s
geprägt von Gemeinsamkeiten:
Beide Familienunternehmen
wurden Anfang der 1930er Jahre
gegründet, haben ihren Sitz in
Wien Liesing und ihre Produktionsstätten
liegen nur wenige
hundert Meter auseinander.
Dies sorgt für kurze Transportwege
und eine Reduktion des
CO 2 -Ausstoßes. Der Markteintritt
wird mit einem umfangreichen
Maßnahmenpaket begleitet:
Neben Social-Media- und
Onlinewerbung sorgt eine Outof-Home-Kampagne
mit Plakaten
und City Lights für über 20
Millionen Sichtkontakte. Im
Sommer werden zudem am
Flughafen Wien mit Gepäckbandwerbung
gezielt Urlauber
und Touristen angesprochen.
www.wiesbauer.at
Därme
Seite 32, 3/2025 6-7/2025
Fleisch Markt
Höchste Qualität für Würste
Das Unternehmen Amjadi
bietet eine breite Auswahl
an hochwertigen Saitlingen in
unterschiedlichen Varianten –
trocken gesalzen, füllfertig (FF),
auf Röhrchen oder als Streifen.
Kunden haben die Möglichkeit,
zwischen drei Qualitätsstufen zu
wählen: IA für feine Füllungen,
AB für mittelgroße Wurstwaren
und BC für größere Kaliber. Auf
Wunsch sind auch geräucherte
Därme erhältlich.
Als familiengeführtes Unternehmen
in dritter Generation
hat Amjadi sich auf die
Herstellung, Verarbeitung und
den Handel mit Naturdärmen
spezialisiert. Die Rohmaterialien
stammen aus der eigenen
Produktion sowie von sorgfältig
ausgewählten Partnerbetrieben
im Iran, Nahen Osten und China.
Jahrzehntelange Erfahrung
und tief verwurzelte Tradition
sichern höchste Qualitätsstandards,
die den Produktionsprozess
der Kunden nachhaltig
optimieren.
Der Einsatz von Amjadi-
Därmen steigert die Effizienz
und senkt die Kosten – durch
reduzierten Materialverbrauch,
kürzere Produktionszeiten und
geringere Arbeitskosten. Dank
einer umfangreichen Kaliberpalette
von 16/18 bis 28/30 in
2-mm-Schritten findet sich für
unterschiedlichste Wurstwaren
immer die passende Lösung.
Strenge Qualitätskontrollen,
ein HACCP-System und die IFS-
Zertifizierung gewährleisten
höchste hygienische Standards.
Besonderen Wert legt Amjadi
auf den direkten Austausch mit
den Kunden, um individuelle
Anforderungen bestmöglich
zu erfüllen. Die Qualitäts-Saitlinge
sind in Österreich bei allen
Fleischervereinigungen erhältlich
und stehen direkt für den
Liebe
geht durch
den Darm.
professionellen Einsatz bereit.
Weitere Informationen finden
Sie bei Amjadi.
www.amjadi.com
Amjadi Därme sind bei allen Fleischerverbänden
und Genossenschaften erhältlich!
Qualitätsdärme von Amjadi – immer die richtige Wahl.
MHS