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Diplomatic SOCIETY Magazin 388

A country focus on Malaysia with an interview with the Malaysian Ambassador in Austria, articles about Malaysia's ASEAN Chairmanship, Silat and the National Monument in Kuala Lumpur, which was designed by an Austrian-American artist.

A country focus on Malaysia with an interview with the Malaysian Ambassador in Austria, articles about Malaysia's ASEAN Chairmanship, Silat and the National Monument in Kuala Lumpur, which was designed by an Austrian-American artist.

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FA MILY O W N ED FO R 36 Y EA RS

July – September 2025 388

Österreichische Post AG – MZ 242Z044661 M – Tauchhammer KG Hüttelbergstraße 23A, 1140 Wien – Price 10 €

FOUNDED 80 YEARS AGO

Pope Leo XIV

Hoping for Peace

FOCUS MALAYSIA

ASEAN CHAIRMANSHIP

80 YEARS OF

SECOND REPUBLIC

OF AUSTRIA

NEW AMBASSADORS

GEORGIA AND TÜRKIYE



DIE DIPLOMATISCHE NOTE

EDITORIAL

Diplomatic SOCIETY-

Chefredakteurin

Tanja Tauchhammer

Diplomatic SOCIETY-

Herausgeberin

Gertrud Tauchhammer

Die Kraft der

Diplomatie

Liebe Leserinnen und Leser,

Lange war die Bedeutung der Diplomatie nicht in den Köpfen der Allgemeinheit

präsent, doch in der momentanen Weltsituation besinnt man sich

wieder auf diese „sanfte Kraft“ die Menschen an den Verhandlungstisch

bringt. Wir von Diplomatic SOCIETY stellen seit über dreißig Jahren diese

„soft power“ in den Fokus unseres Wirkens. So ist unsere Coverstory dem

neuen Papst Leo XIV. gewidmet, der sich seit seiner Wahl für den Frieden

und das Wohl der Armen und Schwachen, welche vorrangig die Leidtragenden

der momentanen Konflikte sind, ein. Exklusiv gab uns der EU-

Botschafter in Rom, Martin Selmayr in seinem Gastbeitrag persönliche

Eindrücke der Papstwahl.

3

Als rege Vermittler in der diplomatischen Welt organisierten wir hochkarätige

Events mit der Botschaft von Oman, der Menschenrechtsaktivistin und

Malerin Waris Dirie, dem Vienna Economic Forum und präsentierten unser

neues Eventformat Salon Diplomatique. More to come…

Unser Länderfokus führte uns dieses Mal nach Malaysia, welches momentan

den Vorsitz von ASEAN innehat. Lernen Sie mehr über die Beziehungen

zwischen Österreich und Malaysia im Interview mit Botschafter S.E. Ikram

bin Mohd Ibrahim. Diese finden sich auch im Kampfsport Silat und in einem

Nationaldenkmal in Kuala Lumpur wider.

Natürlich haben wir für diese Ausgabe auch die neuen Botschafter von Georgien,

S.E. Alexander Maisuradze und Türkiye, S.E. Gürsel Dönmez, interviewt.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

Foto/s © SOCIETY/Karakan

Mag. Gertrud Tauchhammer – Herausgeberin und

Mag. Tanja Tauchhammer – Chefredakteurin

Issue

N 388


CONTENT

INHALT

4

Inhalt

388

Coverstory: Papst Leo XIV.

10 Pragmatiker zwischen Tradition

und Wandel

Diplomatic SOCIETY Events

14 Waris Dirie Ausstellung

16 Präsentation der neuen

Diplomatic SOCIETY mit Oman

18 Audi Avant A6 Sneak Peek

20 Salon Diplomatique

21 Grand Hotel Wien, Continental Art

22 Gartenparty Vienna Economic Forum

Diplomatic SOCIETY aktuell

24 Astana International Forum

25 Rudi Roth: Vom Fußballmeister

zum Völkerverständiger

26 Interview mit Sergey Radchenko

28 Militärdiplomatie

29 Geopolitik als Game-Changer

im Mittleren Osten

30 Hoffungsträger für den

interreligiösen Dialog

32 Martin Selmayr: How Leo XIV is

changing the world

34 80 Jahre Zweite Republik

Ambassadors

38 S.E. Alexander Maisuradze (Georgien)

40 S.E. Gürsel Dönmez (Türkiye)

42 S.E. Zenon Kosiniak-Komysz (Polen)

Länder im Fokus: Malaysia

44 Länderporträt

48 Interview: S.E. Ikram Bin

Mohd Ibrahim

50 ASEAN Chairmanship

52 Silat: Wo Kampfkunst auf

Spiritualität trifft

54 Malaysisch-Österreichische

Freundschaft

Life & Style

56 Beautynews

58 Bad Tatzmannsdorf

60 Bastia: Verstecktes Juwel

62 Hotel Gut Sein

63 Dr. Matiasek

64 Hotel Golserhof

65 Hotel Tratterhof

71 Narzissendorf Zloam

Kultur

66 Exlibris

68 Weinritter

70 Frischer Wind im Volkstheater

Bildung

72 Interview: Bildungsminister

Christoph Wiederkehr

77 75 Jahre Fulbright

Diplomatie

76 Welcome to Austria

78 PaN-Events

80 Events der Diplomatie

88 New Ambassadors

90 Ambassadors A-Z

96 ÖGAVN

Standards

03 Editorial

06 Impressum

08 Gastautoren

98 Emil Brix

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


26

70

Foto/s © BKA, Diplomatic SOCIETY/pobaschnig, katbild.at/Franz Josef Rupprecht, Marcella Ruiz Cruz, Hopkins University, 2017 Fhaizal Mazlan/Shutterstock

10

44

14

72

5

Issue

N 388


IMPRINT

IMPRESSUM

6

Impressum

Imprint

(Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz)

Medieninhaber & Eigentümer:

Tauchhammer KG 100% (Komplementär:

KR Mag. Gertrud Tauchhammer,

Kommanditist: Mag. Tanja Tauchhammer)

Unternehmensgegenstand:

Herausgabe von Druckwerken

Firmenbuchnummer: FN 235924y

Firmensitz: Hüttelbergstraße 23A, 1140 Wien

Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien

UID-Nummer: ATU57082123

Chefredaktion: Mag. Tanja Tauchhammer

Redaktion: Mag. Sarah Heftberger

Mag. Hermine Schreiberhuber

Sekretariat: Mag. Marion Pruckner

Gastautoren: Dr. Emil Brix, Mag. Christian

Wehrschütz, S.E. Martin Selmayr, Dr. Nikolaus

Rottenberger, Dipl. iur. Anna Zeitlinger

Anzeigenverkauf: Mag. Gertrud Tauchhammer

Art Direction & Layout:

Harry Weber — since-1973.com

Redaktionsadresse:

Villa Flora, Hüttelbergstraße 23A, 1140 Wien

Telefon +43-(0)1-914 77 44-0

E-Mail: mail@society.at

www.society.at

Fotos: Heeresbild- und Filmstelle, Richard

Pobaschnig, Ugur Karakan, Anca Sora

Coverfoto: Vatican Media

Druck: Druckerei Berger, www.berger.at

Erscheinungsweise: halbjährlich

Preis pro Ausgabe: EUR 10,— zuzügl. Versandkosten

Herausgeberin: KR Prof. Mag. Gertrud Tauchhammer,

in Kooperation mit der Österreichischen

Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten

Nationen (ÖGAVN), www.oegavn.org.

Diplomatic SOCIETY

(vormals UNO Magazin)

ist seit 80 Jahren das offizielle

Organ der Österreichischen Gesellschaft

für Außenpolitik und die

Vereinten Nationen.

Präsidium:

Dr. Wolfgang Schüssel (Präsident)

Dr. Peter Jankowitsch (Vizepräsident)

Dr. Gregor Woschnagg (Vizepräsident)

Herbert Scheibner (Vizepräsident)

Dr. Ursula Plassnik (Vizepräsidentin)

Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen (Vizepräsident)

Dr. Willibald Pahr (Ehrenpräsident)

Bernd Hermann (Generalsekretär)

Dr. Hans Dietmar Schweisgut (Vizepräsident)

Weitere Vorstandsmitglieder:

Dr. Alexander Christiani, Dr. Angela Kane,

Dr. Friedhelm Frischenschlager,

Mag. Peter Launsky-Tieffenthal,

Dr. Michael Linhart,

Dr. Eva Nowotny,

Dkfm. Dr. Karl Peterlik,

Dr. Gerhard Pfanzelter,

Dr. Nikolaus Marschik

Bankverbindung:

Unicredit AG Bank Austria

IBAN: AT35 1200 0515 7811 1601

BIC/Swift: BKAUATWW

Blattlinie: Diplomatic SOCIETY berichtet über

Top-Ereignisse aus Wirtschaft, Politik, Diplomatie,

Immobilien, Medizin, Gesellschaft, Lifestyle und

Nachhaltigkeit. Jede Ausgabe widmet sich ein bis

zwei Fokus ländern. Durch die Zusammenarbeit mit

der jeweiligen Botschaft trägt SOCIETY wesentlich

zur Kommunikation zwischen Österreich und

dem Fokusland bei. Es ist dadurch ein medialer

Multiplikator der Spitzenklasse in Österreich und

der ganzen Welt.

FOUNDED 80 YEARS AGO

FA MILY O W N ED FO R 36 Y EA RS

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


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CONTRIBUTORS /// GASTAUTOREN

Emil Brix ist Diplomat und Historiker und momentan als Direktor

der Diplomatischen Akademie Wien – Vienna School of International

Studies tätig. Er trat 1982 in den Diplomatischen Dienst ein, seine letzten

Stationen als Botschafter führten ihn nach Großbritannien (2010-2015)

und in die Russische Föderation (2015-2017). Außerdem ist er Mitglied

des Präsidiums der Österreichischen Forschungsgemeinschaft. In

seinem aktuellsten Beitrag erörtert er die Bedeutung der Diplomatie als

sanfte Macht der Zukunft.

Hermine Schreiberhuber ist freie Journalistin in Wien. Sie

studierte an den Universitäten Wien und Paris Sprachen und Kommunikationswissenschaft,

war Redakteurin bei der APA – Austria Presse

Agentur und langjährige Vizeressortleiterin in der Außenpolitik. Für die

Diplomatic SOCIETY-Länderschwerpunkte verfasst sie regelmäßig

politische Analysen und Hintergrundberichte. Dieses Mal gibt sie einen

spannenden Einblick in den interreligiösen Dialog des neuen Papstes.

8

Partner von

Diplomatic SOCIETY präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche

Gastautoren, die sich mit aktuellen Themen aus Politik,

Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur befassen.

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


Anna Zeitlinger ist Global Partnerin der LGP Group und als Anwältin

in Russland und vor den Gerichten des DIFC (UAE) zugelassen und

verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Beratung internationaler

Mandanten mit Schwerpunkt auf internationalem Handel, Sanktionen,

Compliance, Investmentschutz und grenzüberschreitende Streitbeilegung.

Für diese Ausgabe berichtet sie über Geopolitik als Game-Changer

im Mittleren Osten.

CONTRIBUTORS /// GASTAUTOREN

image/s by//Foto/s © Foto Nelson, Diplomatic OCIETY/Pobaschnig, Diplomatische Akademie. Philipp Horak, privat, Lansky Ganzger, Goeth+partner, Auswärtiges Amt

Nikolaus Rottenberger studierte an der Webster University

Vienna, der Universität Wien und der Diplomatischen Akademie Wien. Er ist

Brigadier General und war Verteidigungsattaché in Rom und als Verteidigungsattaché

für Zentral- und Osteuropa zuständig. Neben Auslandseinsätzen

war er im Verteidigungs- und Außenministerium, sowie im Bundeskanzleramt

in Wien tätig. Er forschte für sein Promotionsprojekt im Bereich

Globalgeschichte, Internationale- und Sicherheitspolitik und übte Lehrtätigkeiten

an der Webster University, Landesverteidigungsakademie und

Militärakademie aus. Er ist Head of Military Diplomacy im BMLV. In dieser

Ausgabe hat er über die Bedeutung der Militärdiplomatie geschrieben.

Martin Selmayr ist Bot schafter der EU in Rom, akkreditiert für den

Heiligen Stuhl, den Souveränen Malteser Ritterorden, die Vereinten Nationen in

Rom (Food and Agriculture Organization, World Food Programme, International

Fund for Rural Development) und San Marino. Davor war er in führenden Positionen

bei der Europäischen Kommission tätig, u.a. als Generalsekretär der Europäischen

Kommission und von 2019 bis 2024, als Vertreter der Europäischen

Kommission in Österreich. Geboren 1970, studierte er Rechtswissenschaften in

Genf, Passau, London und der University of California (Davis and Berkeley). Er ist

Doktor der Rechtswissenschaft an der Universität Passau, Ehrenprofessor an der

Universität Saarbrücken and Gastprofessor für EU-Recht an der Uni Wien. In

dieser Ausgabe gibt Selmayr eine Analyse der Papstwahl in Rom.

Christian Wehrschütz ist Korrespondent des ORF für den Balkan

und die Ukraine und war zuvor als Redakteur in der Außenpolitischen

Redaktion des Aktuellen Dienstes des Fernsehens, als dritter Korrespondent

des ORF in Brüssel und im Aktuellen Dienst des Hörfunks (ORF) in der

Nachrichtenredaktion tätig. In dieser Ausgabe spricht er in einem Interview

mit dem Historiker Sergey Radchenko über Entwicklungen im Krieg zwischen

der Ukraine und Russland.

9

Issue

N 388


10

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


COVERSTORY

PAPST LEO XIV.

Ein Pragmatiker

zwischen Tradition

und Wandel

Die Wahl von Kardinal Robert Francis Prevost zum neuen Papst

kam für viele überraschend. In den unzähligen Beiträgen, die sich vor

der Wahl mit den aussichtsreichsten Kandidaten beschäftigt hatten,

wurden ihm höchstens Außenseiterchancen eingeräumt. Dennoch

wurde der 69-Jährige schon am zweiten Tag des Konklaves zum

267. Papst der römisch-katholischen Kirche gewählt.

VON MAG. SARAH HEFTBERGER

Foto/s © Franz-Josef Rupprecht/kathbild

am 8. Mai, kurz nach 18:00 Uhr, weißer

Rauch aus dem wohl bekanntes­

Als ten aller Rauchfänge aufgestiegen

war, blickte die christliche Welt gebannt auf die

berühmte Benediktionsloggia des Petersdoms.

Etwa eine Stunde nach dem erfolgreichen Wahlgang

des Konklaves öffneten sich die schweren

Gardinen und der Kardinalprotodiakon – der

dienstälteste Kardinaldiakon im Kardinalskollegium

– Dominique Mamberti trat hervor. Er verkündete

das, worauf die unzähligen Gläubigen am

Petersplatz und vor den Fernsehgeräten auf der

ganzen Welt gewartet hatten: „Habemus Papam“,

gefolgt vom Namen und Titel des neu gewählten

Pontifex. Damit stellte

er der Weltöffentlichkeit

Robert Francis Prevost,

oder Leo XIV., als neues

Oberhaupt der katholischen

Kirche vor. Dem waren vier

Wahlgänge vorausgegangen,

weit weniger als viele

Experten zuvor erwartet

hatten. Noch nie war eine

Wahl so groß und international, die 133 wahlberechtigten

Kardinäle stammten aus 70 verschiedenen

Ländern, viele kannten sich untereinander

nicht. Auch der österreichische Kardinal Christoph

Schönborn, der ob seines Alters – er ist 80 Jahre

– nicht mehr am Konklave teilnehmen konnte,

zeigte sich bei einem Pressegespräch im Festsaal

des Erzbischöflichen Palais in Wien überrascht:

„Ich gestehe, dass ich nicht mit so einem schnellen

Ergebnis gerechnet habe“. Am Vorkonklave, bei

dem Schönborn noch war, hatte sich noch kein

Favorit abgezeichnet.

Erst im November war der nunmehrige erste

US-amerikanische Papst, selbst Ordensmann der

Augustiner, in Wien zu Besuch gewesen und hatte

„Der Papst ist Peruaner.

Gott liebt Peru.“

Staatschefin Dina Boluarte

das 675. Weihejubiläum der Wiener Augustinerkirche

gefeiert. Er traf auch Schönborn, der zu

dieser Zeit noch Erzbischof von Wien war. „Er mag

Österreich und Wien. Das war bei seinen Besuchen

spürbar“. Schönborn zeichnete darüber hinaus ein

positives Bild des neuen Pontifex und Bischofs von

Rom, er sei ein sehr herzlicher, bescheidener und

durchaus demütiger Mann, der zugleich Führungsstärke

mitbringe.

Besonders hob er die Bedeutung der biografischen

Verbindung Nord- und Südamerika hervor,

die Leo XIV – der sowohl die US-amerikanische als

auch die peruanische, seit 2023 auch die vatikanische

Staatsbürgerschaft besitzt – verkörpere.

Frühe Ambitionen

Auch die familiären Wurzeln

des am 14. September 1955

in Chicago, Illinois geborenen

jüngsten von drei Söhnen,

sind international. Sein

Vater, Louis Marius Prevost,

hatte französische und italienische

Vorfahren, seine

Mutter, Mildred Martínez, war spanischer Abstammung.

Seine Eltern waren religiös und in der katholischen

Kirche – in der Gemeinde St. Mary of the

Assumption in Chicago – aktiv, wo Robert und

seine Brüder auch als Ministranten dienten. Schon

als Kind soll er außerdem, so sein Bruder John Prevost

in einem Interview mit dem US-Sender ABC,

Priester gespielt haben. Ein Bügelbrett diente ihm

dabei als Altar, die Messe hielt er sowohl auf Englisch

als auch auf Latein. „Ich glaube nicht, dass

er jemals an etwas anderes gedacht hat", so John

Prevost über die Ambitionen seines jüngeren Bruders.

Eine Nachbarin habe ihm zudem schon in der

ersten Klasse Volksschule prophezeit, dass er der

erste US-amerikanische Papst werden würde.

11

Issue

N 388


COVERSTORY

PAPST LEO XIV.

Franz-Josef Rupprecht (links) mit Kardinal Prevost bei

seinem Österreichbesuch im Herbst 2024

Papst Leo XIV. als Kardinal in Wien mit dem Dechant

des Ersten Bezirks P. Matthias Schlögl

12

Bis zu seinem Abschluss 1973

besuchte „Bob“, wie ihn seine Mitschülerinnen

und Mitschüler nannten,

die The Saint Augustine Seminary

High School in Michigan. Dort galt er

als überaus hilfsbereit und bodenständig

und war als „Tutor“ der Schule

bekannt. Nach der High School absolvierte

er an der Villanova University in

Pennsylvania ein Universitätsdiplom

in Mathematik und Philosophie. 1977

trat er in den Augustinerorden ein, studierte

später Theologie an der Catholic

Theological Union. Mit 27 Jahren wurde

er nach Rom geschickt, um an

der Päpstlichen Universität St.

Thomas von Aquin das Studium

des Kirchenrechts abzuschließen.

In der „Ewigen Stadt“

wurde er schließlich am 19. Juni

1982 im Augustinerkolleg von

Santa Monica durch den belgischen

Erzbischof Jean Jadot

zum Priester geweiht. Zwei Jahre

später erhielt er seine Approbation,

zwischen 1985 und 1986

wurde er erstmals nach Peru

– in die Augustinermission in Chulucanas,

Piura – entsandt. Dies war der

Anfangspunkt einer jahrzehntelangen,

prägenden Verbindung mit diesem

Land, dessen Staatsbürgerschaft ihm

2015 verliehen wurde. Im gleichen Jahr

wurde er von Papst Franziskus zum

Bischof von Chiclayo ernannt, wo er

sich besonders für soziale Projekte und

die Belange der Armen und der Landbevölkerung

einsetzte. In Peru sorgte

seine Wahl zum Papst naturgemäß für

Das Elternhaus von Robert Francis Prevost in Dolton, Illinois

Kardinal Prevost beim Konsistorium

Hochstimmung. „Der Papst ist Peruaner.

Gott liebt Peru. Lang lebe Papst

Leo XIV. Lang lebe Peru!“, freute sich

etwa die Staatschefin Dina Boluarte.

Im Jahr 2023 holte ihn Franziskus

nach Rom, wo er als Präfekt des Dikasteriums

für die Bischöfe und Präsidenten

der Päpstlichen Kommission

für Lateinamerika wirkte. Damit war

auch Prevost’s Aufstieg zum Erzbischof

„Schon als Kind soll er, so

sein Bruder John Prevost

in einem Interview mit dem

US-Sender ABC, Priester

gespielt haben.“

verbunden. Im selben Jahr wurde er

zudem zum Kardinal erhoben. Noch im

Februar 2025 ernannte ihn der argentinische

Papst zum Kardinalbischof des

suburbikarischen Bistums Albano. Als

Franziskus im selben Monat aufgrund

einer Lungenentzündung in das Universitätsklinikum

Gemelli gebracht wurde,

leitete Prevost Anfang März ein Rosenkranzgebet

für seine Genesung.

Ein neues Pontifikat beginnt

Am Ostermontag, dem 21. April und

nachdem er am Ostersonntag noch

den Ostersegen gespendet hatte, verstarb

Papst Franziskus schließlich

im Alter von 88 Jahren. Mit seinem

Tod begann die sogenannte Sedisvakanz,

jene Zeit, in der der Papstthron

unbesetzt ist. Gleichzeitig startete die

Suche nach einem neuen Oberhaupt

für die 1,4 Milliarden Katholikinnen

und Katholiken.

Schon bald wurden verschiedene

Kardinäle als mögliche Nachfolger diskutiert,

besonders oft fielen die Namen

Pietro Parolin, Luis Antonio Tagle, Peter

Erdő, Pierbattista Pizzaballa oder Matteo

Maria Zuppi, Robert F. Prevost galt

höchstens als Außenseiter.

Schon am zweiten Tag des Konklaves

– der Begriff leitet sich vom lateinischen

„cum clave“ (mit Schlüssel)

ab – einigten sich die wahlberechtigten

Geistlichen jedoch auf den Kardinal aus

Chicago. Er sei ein Kompromisskandidat

gewesen, so die Beobachter, mit

dem sowohl Liberale als auch Konservative

in der Kirche leben können. Der

US-Amerikaner vereint verschiedene

Strömungen innerhalb der Kirche

und hatte sich zudem vor der Wahl

zu einigen kritischen Positionen

noch nicht klar geäußert. Er wurde

als pragmatischer Diplomat und

Reformer wahrgenommen – für

Neuerungen offen aber stets die

traditionellen Lehren der Kirche

im Blick. Sein diplomatisches

Geschick bewies er, als der Synodale

Weg zur Zukunft der Kirche

2023 in Rom auf Kritik stieß, und

er gemeinsam mit Kardinalstaatssekretär

Pietro Parolin zwischen den

deutschen Bischöfen und dem Vatikan

vermittelte.

Außerdem spricht Prevost die drei

wichtigsten Sprachen der Weltkirche,

Englisch, Spanisch und Italienisch,

zudem soll er Portugiesisch und Französisch

beherrschen und in der Lage sein,

Latein und Deutsch zu lesen. Doch auch

seine Laufbahn ist nicht ohne Schatten:

Ihm wird vorgeworfen, während seiner

Zeit in Chicago und später als Bischof in

Chiclayo Missbrauchsfälle nicht konsequent

verfolgt zu haben.

Prioritäten und Kurs

Vor seiner Wahl zum Papst war er auf

der Seite seines Vorgängers Franziskus

gestanden und auch in seiner ersten

Ansprache gab er Hinweise dafür, den

Kurs des verstorbenen Argentiniers

fortsetzen zu wollen. Mit „Der Friede

sei mit euch“ verwendete er bei seiner

ersten Ansprache zudem jenen Gruß,

den auch schon Franziskus an die

Gläubigen gerichtet hatte.

Foto/s © Franz-Josef Rupprecht/kathbild, Frank Coronel-Mendoza, Michael Howie, Ricardo Perna (AIIC)

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


COVERSTORY

PAPST LEO XIV.

„Es sterben so viele

Un schuldige, und wir

müssen uns immer für

den Frieden einsetzen“

Papst Leo XIV.

Auch in nachfolgenden

Ansprachen und

Audienzen bekannte er

sich zum Reformkurs von

Franziskus und den Weg

der Kirche seit dem Zweiten

Vatikanischen Konzil,

ebenso zur Synodalität

– dem Prinzip der Zusammenarbeit

und des gegenseitigen

Zuhörens auf allen Ebenen.

Bei einer Audienz für Medienschaffende

rief er außerdem zur „Entwaffnung

der Worte“ im Bereich der

Kommunikation und der Medien auf.

„Wir müssen Nein sagen zum Krieg der

Worte und Bilder, wir müssen das Paradigma

des Krieges ablehnen!“

Darüber hinaus legt der neue Papst

Wert auf soziale Gerechtigkeit, Transparenz

und den Verzicht auf weltliche

Macht: „Sorgt für Transparenz in der

Verwaltung der Güter und seid Zeichen

der demütigen und vollständigen Hingabe

an das heilige Volk Gottes – und

strebt dabei nicht nach Ehren, weltlicher

Macht oder Äußerlichkeiten“,

forderte er etwa in einer Ansprache bei

der Audienz mit Vertretern der Ostkirche.

Auch die missionarische Rolle der

Kirche wird ein weiterer Schwerpunkt

Die Kathedrale Santa Maria in Chiclayo in Peru

seiner Arbeit sein. Zudem äußerte er

sich schon im Rahmen seiner ersten

offiziellen Audienz zur Künstlichen

Intelligenz, die er als große Herausforderung

„für den Schutz der Menschenwürde,

der Gerechtigkeit und der

Arbeit“ bezeichnete.

Ob er die – verhältnismäßig liberale

– Position Franziskus’ hinsichtlich

homosexueller Paare weitertragen

wird, ist jedoch nicht gänzlich klar.

Sein Vorgänger hatte die Segnung

homosex ueller Paare durch katholische

Geistliche – unter bestimmten

Bedingungen – erlaubt und

immer wieder betont, dass die

Kirche für alle offen sei. Bei einer

Audienz beim Heiligen Stuhl akkreditierten

Diplomatinnen und Diplomaten

im Mai bekräftigte Papst

Leo XIV. jedenfalls das traditionelle

Familienmodell, das, so betonte er,

auf einer Verbindung zwischen Mann

und Frau beruhe. Zur Rolle der Frau im

Klerus hat sich der neue Papst bis dato

noch nicht explizit geäußert, noch als

Kardinal hatte er bei der Weltsynode

2023 aber geäußert, dass „die Klerikalisierung

von Frauen die bestehenden

Probleme nicht lösen werde“. Dennoch

wird erwartet, dass er die bestehende

Position der Frau in der Kirche weiterentwickeln

wird.

In seinem ersten TV-

Interview mit dem Nachrichtensender

TG1 am 19.

Juni standen vor allem

die weltweiten Krisen im

Fokus, über die sich das

Kirchenoberhaupt besonders

besorgt zeigte: „Ich

versuche, Tag und Nacht

zu verfolgen, was in vielen

Teilen der Welt passiert“ und weiter:

„Wir müssen um jeden

Preis versuchen, den

Einsatz von Waffen zu

Buchtipp

vermeiden, und mit

diplomatischen Mitteln

den Dialog suchen.

Lasst uns gemeinsam

nach Lösungen suchen.

Es sterben so viele

Unschuldige, und wir

müssen uns immer für

den Frieden einsetzen“.

Mit seinem Wahlspruch

„In illo uno LEO XIV. –

Der neue Papst

unum“ – „In dem Einen

Andreas R. Batlogg

sind wir eins“ wählte er

erschienen im

jedenfalls ein Zitat aus Herder Verlag

einem Kommentar des

Heiligen Augustinus

13

zum Psalm 127, welches zum Einen

seine Zugehörigkeit zum Augustinerorden

unterstreicht, zum Anderen

die „Einheit im Glauben“ vermittelt.

Der Souverän des vatikanischen

Staats verleiht damit seinem starken

Engagement für die Ökumene Ausdruck.

Papst Leo XIV. nimmt damit auf

zahlreichen Ebenen eine bedeutende

Vermittlerrolle ein – ob es ihm gelingen

wird, dabei die Balance zwischen

Tradition und Reform zu bewahren,

bleibt abzuwarten.

Issue

N 388


Diplomatic SOCIETY &

Desert Flower Foundation:

Waris Dirie’s Exhibition at

Bank Austria Kunstforum

14

KR Prof. Mag. Gertrud Tauchhammer, Owner of

Diplomatic SOCIETY Magazine, together with Waris

Dirie, Founder & President of Desert Flower Foundation,

invited to the world premiere of an exhibition

of paintings by world famous activist, supermodel

and bestseller author Waris Dirie under the

motto „Mogadishu Blues“. The international guests

of the opening were the first ones to see the mesmerizing

art by Dirie, who was once inspired and

encouraged by none other than Sir Elton John to

paint and make art.

At the renowned Bank Austria Kunstforum Wien,

the „Mogadishu Blues“ paintings could be admired

for five days and the expressive acrylic paintings

as well as lithographs, posters and postcards

could be purchased, with the proceeds directly

benefiting the Desert Flower Foundation, which

was founded by Waris Dirie to fight against Female

Genital Mutilation.

image/s by Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


EVENTS

EXHIBITION

15

Excerpt of the guest list:

Eva Baumann, Marcos Boskamp Alexandre,

Lisi Brandlmaier, Anna Convalexius, Rita Davidson,

Harvey Dzodin, Martina Fasslabend, Elfriede Forte,

Gerald Ganzger, Walter Gerbautz, Markus Gstöttner,

Gabriele Hurt, Christian Jäger, Eva Kukuruz-Mittermann,

Christoph Meyenburg, Minister ret. Maria

Rauch-Kallat, Hannes Rossacher, Ambassador

ret. Detlev Rünger, Sanela Thun-Hohenstein,

Michaela Timková, Reinhart Waneck, Hans-Martin

Windisch-Graetz,…

Issue

N 388


EVENTS

DIPLOMATIC SOCIETY PRESENTATION

16

Excerpt of the guest list:

H.E. Hemra Amannazarov (Turkmenistan), Nabil

and Karin Ashri (Amb ret.), Minister ret. Nikolaus

Berlakovich, H.E. Pablo Berti Oliva (Cuba), H.E.

Salah Boucha (League of Arab States), Alfred

Chyba, Anna M. Convalexius, Nikolai and Brigitte de

Arnoldi, Harvey Dzodin, H.E. Magdi Ahmed Mofadal

Elnour (Sudan), H.E. Asadollah Eshragh Jahromi

(Iran), Walter Gerbautz, Markus Gstöttner, Gabriele

and Günter Hurt, Rauf and Sara Kamill, Waltraud

Lenzhofer, H.E. Mohammad Kamran Akhtar Malik

(Pakistan), Christoph Meyenburg (BMEIA), Shaqiri

Nexhati, Brigitte Öppinger-Walchshofer (Ambassador

ret), H.E. Jozef and Petra Polakovic (Slovakia),

Thomas Resch, HC Rudi Roth, H.E. Haytham

Abdulmomen Hassan Shoja’adin (Yemen), Sanela

Thun-Hohenstein, Reinhart Waneck, Regina Wiala-

Zimm, Hans-Martin Windisch-Graetz, Brigitta Wolf,

Robert Zischg,….

image/s by Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


Presentation of the new issue

of Diplomatic SOCIETY with

a focus on Oman

EVENTS

DIPLOMATIC SOCIETY PRESENTATION

KR Prof. Mag. Gertrud Tauchhammer, Publisher of Diplomatic

SOCIETY Magazine, and H.E. Yousuf Ahmed Hamed AlJabri,

Ambassador of Oman to Austria, invited to a festive reception

on the occasion of the presentation of the new – and the first

under this name – Diplomatic SOCIETY issue with a special

focus on Oman. At the unique Grand Salon of Park Hyatt

Vienna, the moderator of the evening, former Austrian Trade

Delegate Dr. Rudolf Thaler, welcomed the guests before

handing the microphone to the host of the evening, H.E.

Yousuf Ahmed Hamed AlJabri, who thanked his team as well

as Diplomatic SOCIETY for the wonderful cooperation. His

speech was followed by words by Diplomatic SOCIETY owner

KR Prof. Mag. Gertrud Tauchhammer, who also highlighted

the great collaboration with the Embassy of Oman.

Then, the Chief of Protocol of the Federal Ministry for

European and International Affairs, Mag. Maximilian Hennig

addressed the guests, praising the great work of the Embassy

of Oman in Austria and Diplomatic SOCIETY Magazine.

After the speeches, His Excellency gave a wonderful present

to Ms. Tauchhammer, the famous opera singer Pavel

Kolgatin then performed a musical gift – „Harlequin’s Serenade“

from the opera Pagliacci.

17

Issue

N 388


EVENTS

AUDI A6 SNEAK PEEK

AUDI A6Avant

Sneak Peek

18

Diplomatic SOCIETY owner Gertrud Tauchhammer,

Audi Sales Manager Thomas Wallner and Audi Brand

Manager Georg Endl invited to an „Exclusive AUDI

Sneak Peek“ at Audi House of Progress at Kärntner

Straße. Accompanied by finger food and drinks from

Café Landtmann, the guests had the exclusive opportunity

to discover the new Audi 6 Avant and get a first

impression of the latest electric model by the world

famous German car manufacturer.

image/s by Xxxxx

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EVENTSK

XAUDI A6 SNEAK PEEK

19

Excerpt of the guest list:

Nicolas Andrews (USA), Johannes Ausserladscheiter,

Mohammad Azizi bin Aziz (Malaysia), Cesar V.

Bonamigo (Brazil), Anna Convalexius, Nikolai de

Arnoldi, Harvey Dzodin, Steven D. Kloos (USA),

David and Walter Lutschinger, Tobias Schröter, Boris

Tosunyan, Hans Windisch-Graetz, Talieh and Harald

Wögerbauer, Besim Yildiz …

Issue

N 388


First Salon Diplomatique

@ Palais Schönborn-

Batthyány

image/s by Diplomatic SOCIETY/Karakan

20

Diplomatic SOCIETY owner KR Prof. Mag. Gertrud

Tauchhammer invited to the first Salon Diplomatique

—following the tradition of the Vienna Congress Salon—

at the beautiful Palais Schönborn-Batthyány with star

guest Waris Dirie, famous activist, former UN Special

Ambassador against FGM and founder of the Desert

Flower Foundation. The many international guests came

together at the historic palais to exchange ideas and

views, to network and to meet Waris Dirie.

Excerpt of the guest list:

Johannes Ausserladscheiter, Brigitte Beidinger, Harvey

Dzodin, Astrid Fixl-Pummer, Christoph and Elisabeth

Götze, Markus Gstöttner, Camilla Habsburg, Maximilian

Habsburg-Lothringen, Gunnar Heinrich, Gerald

Hodecek, Gabriele Hurt, Katharina Kolarik, Waltraud

Lenzhofer, H.E. Annika Markovic (Sweden), Alfred Praus

& Susanna Chakhoian, Gottfried Rieck, Tatjana Tesic

Trnka, Sanela Thun-Hohenstein, H.E. Andrew Williams

(New Zealand), Besim Yildiz,…

*** Special thanks to the cooperation partners:

Palais Schönborn-Batthyány, Leonidas,

R Express & the Desert Flower Foundation ***

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EVENT

CONTINENT ART

Grand Hotel Wien:

“Continent Art”

21

The Grand Hotel Wien, in cooperation with

the Embassies of Egypt and Ghana, invited to

an art exhibition under the motto "Continent

Art" featuring "Treasures of Africa" by Solomon

Okpurukhre (Nigeria, Ghana, Austria) and

"Eternity" by Ryan Hefnawy (Egypt). At the

festive ballroom of the hotel, the exhibition

showcased the powerful works of these two

exceptional artists and offered a glimpse into

their creative world.

image/s by Diplomatic SOCIETY/Karakan

Issue

N 388


EVENTS

VIENNA ECONOMIC FORUM

24 th Vienna Economic

Forum Garden Party

22

Ambassador Dr. Elena Kircheva, VEF Secretary General

and KR Prof. Mag. Gertrud Tauchhammer Publisher of DIP­

LOMATIC Society Magazine and the Main Media Partner of

VEF together with the Board and the Honorary Committee

of Vienna Economic Forum, had the honor to host the

24th Traditional Garden Party at the magnificent garden

of the Villa Flora. With culinary and musical treats from

the member countries. The Ambassadors of Albania, H.E.

Fatmir Velaj, Bosnia & Herzegovina, H.E. Siniša Bencun,

Bulgaria, H.E. Desislava Naydenova-Gospodinova, North

Macedonia, Chargée d'Affaires Hilda Kolevska, Slovenia,

Consul Saša Bürgermeister, Kosovo, Chargé d'Affaires

Albinot Bimbashi, Montenegro H.E. Ambassador designate

Stanica Andic and Romania, Chargé d'Affaires Andrea Amza

Andras enjoyed an idyllic evening with invited guests, performers,

dancers and musicians.

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EVENTS

VIENNA ECONOMIC FORUM

Excerpt of the guest list:

23

Dragos Badea, Martin Buresch, Emil and

Elisabeth Brix, Harvey Dzodin, Eglantina

Gjermeni, Ulrike Habsburg, Georg

Krauchenberg, Angelika Leitner, Walther

Lichem, Christoph Meyenburg (BMEIA),

Vasilka Poposka Trenevska, Hermine

Schreiberhuber, Theresa Stiedl, Harald

and Talieh Wögerbauer ...

image/s by Dipomatic SOCIETY/Pobaschnig

Issue

N 388


DIPLOMATIC SOCIETY AKTUELL

ASTANA INTERNATIONAL FORUM

Astana International

Forum 2025

From May 29 to 30, the second Astana International Forum

(AIF) took place in the capital of Kazakhstan under the

auspices of Kazakh President Kassym-Jomart Tokayev.

24

President Kassym-Jomart Tokayev

nder the motto “Connecting minds,

U shaping the future“, leaders, policymakers,

scholars and experts from

across the globe gathered to spark

meaningful dialogue and forge clear,

actionable responses to our most

pressing shared challenges, such

as foreign policy, security, climate

change and economy. More than

3000 guests from more than seventy

countries attended the forty plus

panels, side events and special sessions

that took place during the two

days of the conference.

The plenary session opened with

the speech by President Tokayev, who

stressed the importance of multilaterism

in an era of increasing polarisation

and geopolitical division. “In this

emerging disorder, the task before

us is clear: to preserve cooperation

where it still exists, and to restore it

where it has broken down”, he noted.

Other key factors of his address were

the importance of actions against the

effects of climate change, which has

the strongest impacts on Central Asia.

He also said that Kazakhstan remains

committed to a stable, integrated, and

future-oriented Central Asia. In March

2025, the UN General Assembly formally

established the United Nations

Regional Centre for the SDGs for Central

Asia and Afghanistan in Almaty,

which is a milestone in Kazakhstan‘s

multilateral development engagement.

This Centre will support joint projects,

offer technical expertise, and coordinate

international cooperation.

Middle Power

Participants such as guest of honor,

Rwandan President Paul Kagame, North

Macedonian President Gordana Siljanovska

Davkova, former UN-DG Ban

Ki-moon, Italian Prime Minister Georgia

Meloni as well as former Austrian

“Kazakhstan is

emerging as a key

transit and

connectivity hub”

chancellor Sebastian Kurz undermined

the importance and interest in Kazakhstan,

which aspires to establish itself

as a Middle Power in the region. Being

the largest Central Asian country with

an abundance of natural resources

such as oil, uranium and rare earth

metals as well as its geographic location

between China and Russia have

hightened investment attractiveness,

especially for the EU and other Western

partners. This is undermined by

Kazakhstan’s multivector approach:

By balancing relations with Russia and

China while expanding ties with the

EU, the USA, and other global players,

Kazakhstan aims to strengthen its

foreign policy autonomy. By signing

memorandums of understanding with

the EU, participating in C5+1 formats,

and agreements with the UK, Germany,

and other European countries on the

supply of critical minerals, Kazakhstan

has strengthened its position as

an important link in the formation of

global supply chains.

Increasing Connectivity

This was further underlined by Roman

Vassilenko, Deputy Minister of Foreign

Affairs, who stated that “Kazakhstan

is emerging as a key transit and connectivity

hub — particularly through

its promotion of the Trans-Caspian

International Transport Route, or the

Middle Corridor. This relatively new

trade artery traverses Central Asia,

the Caucasus, and Türkiye, connecting

the Caspian and Black Seas. We

can and should work ever closely

with the European Union under its

Global Gateway initiative and other

European nations to make the vision

of ever more connected Central Asia

and Europe a mutually beneficial

reality.” To advance these mutually

beneficial goals, Kazakhstan and the

EU recently adopted a Joint Roadmap

for 2025-2026.

Alain Berset, Secretary General of the Council of Europe

image/s by Astana International Forum

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ECONOMY

PORTRÄT

Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens der Republik Österreich mit I.E. Edit Szilágyiné Bátorfi, Bundesminister a.D. Martin Polaschek,

Konsul Rudi Roth und Botschafter des Omans, S.E. Yousuf A. Aljabrii

Vom Fußballmeister zum

Völkerverständiger

Senator Konsul Mag. Rudi Roth ist als Honorarkonsul von Ungarn in der Steiermark

seit über 30 Jahren aktiv als Vermittler und Friedenstifter tätig.

Ein langjähriger, begeisterter

und großer

Freund des Omans ist der

seit über 30 Jahren als

Honorarkonsul von Ungarn

in Graz tätige Senator

Konsul Mag. Rudi Roth. Vor

nun mehr über 25 Jahren

hat er gemeinsam mit der

im Oman sehr bekannten

Familie Zawawi die ersten

Kontakte geknüpft und

viele Ölgeschäfte gemeinsam

abgewickelt. Nun ist

nach über vier Jahren Gesprächen eine

Zusammenarbeit mit der staatlichen

omanischen OIA auf dem Gebiet der

Produktion von synthetischen Treibstoffen

gemeinsam mit dem steirischen

Weltmarktführer AVL geplant.

Die Zukunft der weltweiten

Mobilität wird

auch zu einem großen

Teil von CO 2

freien

Treibstoffen bewerkstelligt

und abhängig

sein, ganz besonders

im Flug- und Schiffsverkehr.

Der Oman will

auch hier, wie auf vielen

anderen hochtechnologischen

Gebieten, ein

Vorreiter sein.

Rudi Roth wurde

erst vom Bundesminister Martin Polaschek

a.D. mit der höchsten zivilen

Auszeichnung der Bundesrepublik

Österreich, dem „Goldenen Verdienstzeichen“

in Wien ausgezeichnet.

Besonders Roths einmaliges Engagement

der Vergabe von 250 Stipendien

an österreichische und osteuropäische

Studenten, wurde hervorgehoben.

Außerdem wurden auch seine

großen wirtschaftlichen Leistungen,

wie der Aufbau der größten privaten

Ölfirma Österreichs und der Bau

einer der größten Biodieselraffinerien

Europas in Ungarn gewürdigt. Weiters

seine sportlichen Erfolge in denen er

als einziger österreichischer Fußballer

sowohl als Spieler Meister der 2. Division

1975 als auch als Präsident 2004

mit dem GAK österreichischer Fußballmeister

wurde.

Als Brückenbauer zwischen Ost und

West ist sein Motto: „Frieden kannst

du nur haben, wenn du ihn gibst“, denn

Frieden und Völkerverständigung erfordern

aktives Handeln!

25

Gewinner des Biofuels Technology

Innovation of the Year Award 2008

Foto/s © RO

Konsul Rudi Roth mit

S.E. Yousuf A. Aljabri

Überreichung des „Goldenen

Fußballs“ mit ÖFB-Präsident

Wolfgang Bartosch

Rudi Roth mit Klaus Wölfer

und Diplomatic SOCIETY

Rudi Roth mit dem Ölminister

des Omans Salim bin Nasser

Al Aufi

Issue

N 388


“The Korean scenario

is our best hope at

this stage.”

Christian Wehrschütz spoke with Sergey Radchenko, professor of international

relations at Johns Hopkins University, on his insights on the war on Ukraine.

(The Interview was taken on May 23, 2025.)

26

The Ukrainian counteroffensive failed in early

summer 2023. It is continuously losing territory

despite heavy Russian losses, but a turning point

in favor of Ukraine is not in sight. In contrast,

Russia sees itself at an advantage—does this

mean that Vladimir Putin is currently not really

ready to negotiate?

I think that’s their current disposition. They think

that they can put more pressure on the Ukrainians

and at least capture the territory that Russia has

formally annexed, including Zaporizhia, Kherson

and the part of Donetsk Oblast that remains

under Ukrainian control. I think that is what

they’re trying to do at the moment. Whether or

not they’ll be able to do

that is another question

because they are facing

problems. The Ukrainians,

of course, have their own

problems, manpower

shortage and general

fatigue from the war.

But I would not also

exaggerate Russia’s capabilities

because after

three years of wars, we

can see the Russians

have not actually made

all that dramatic progress in their effort to conquer

parts of eastern Ukraine. They are making

some progress, but it is very very slow and we

know from the past that you could actually have

reversals on the battlefield and the Ukrainians are

sometimes capable of delivering breakthroughs

such as they did in the initial months of war. But

on the whole, the war I think is in its attritional

phase. But Putin thinks that he could by persisting

perhaps win more territory and therefore coerce

Ukraine into giving up on the battlefield, what

Ukraine will not give up through negotiations.

Three years after the peace negotiations in

Istanbul, we have many more deaths, far greater

destruction, and greater territorial losses; yet

what has changed in the fundamental positions?

The West is still not willing to offer any security

guarantees, to name just one example.

“The Americans

have made a mistake by

trying to keep the

Europeans out of this

from the start.”

We’re still on the same boat even today. The issue

is this: are Western powers, first and foremost the

United States, willing to go to war with Russia over

Ukraine? And the answer has been proven, even

during the Biden administration, to be negative.

And other European states are not willing to step

up without the American commitment to provide

security to Ukraine either. So we’re still facing the

same problem. The only viable solution for Ukraine

to maintain its security is to build up its own military

strength and make it more difficult for the

Russians to swallow it in the future. But that was

another issue that was being discussed in Istanbul

in 2022 because the Russians want a situation

where Ukraine does not

have a large army. In fact, in

Istanbul, they could never

agree on the size of the

Ukrainian army.

In your second article in the

magazine Foreign Affairs,

you emphasized that all parties

must be at the negotiating

table in order to reach

an agreement—of course,

based on the assumption

that all genuinely want to

reach an agreement. That was not the case in

Istanbul in 2022, and it is not the case now either;

the Europeans are absent, and the role of the USA

is, to me, not entirely clear. How do you assess the

negotiations that have now resumed in Istanbul?

Part of the problem in Istanbul the last time

around was, that the Russians and the Ukrainians

were negotiating, but they were also negotiating

about commitments made by the West among

others. And that was one of the reasons that the

talks failed, because the West was not willing

to enter into those commitments without being

party to negotiations.

The Americans have made a mistake by trying

to keep the Europeans out of this from the

start. With the first phone calls between Putin

and Trump, the Europeans were basically blindsided.

Europeans have to be involved. When the

Europeans are not involved, they tend to also

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DIPLOMATIC SOCIETY AKTUELL

INTERVIEW

Union. We also have EU countries like

Hungary, that are frankly sabotaging

anything that the Europeans are doing.

And then we have very fairly militant

voices coming out of Eastern Europe

for understandable reasons, including

those that you’ve mentioned, the Baltic

states and Poland and Finland as well,

that are much tougher, much more willing

to confront Russia than, for example,

some other members of the EU like

Italy or Spain.

All of that leads to disunity and chaos

in terms of working out a common position.

I think there needs to be a much

more serious debate inside the European

Union about how to formulate a common

policy. Is it even possible? If it’s impossible,

then what are we talking about? So

we have a serious problem here.

image/s by Johns Hopkins University

Sergey Radchenko

sabotage the outcome of peace negotiation. I

would also say it’s important to keep the Chinese

on board. Now, it’s not clear if the Chinese even

want to be kept on board. There have been some

unclear signals coming from Beijing. But I think

broadly speaking, if we want to have sustainable

peace in Ukraine, China should be somehow

involved in this process.

We more or less know what the Russians want,

what their position is. But do we also know what

the USA and the Europeans are willing to give?

First, there are obviously enormous differences

between Donald Trump and the Europeans; second,

there are also major differences within the

EU itself, for example between the Baltic states,

Poland, and Western European countries.

I think it’s a very fair point. One of the problems for

the Europeans is that they’re not speaking with

a united voice. You have the European Commission

with its own ideas and fantasies about how

to end this war. We have the so-called Coalition of

the Willing and their various proposals, which also

includes– as one of the driving factors—the United

Kingdom, which is not even part of the European

Will the United States under Donald

Trump be willing to put more pressure

on Russia if necessary? Because to me,

the US plans are also unclear.

That’s right. The Americans have a

lot of cards, but they’re not willing to

use them. Or Trump in particular is

not willing to do so. He is a very impatient

man. He wants this conflict to be

resolved yesterday, he doesn’t understand

or seems to not understand that

peace negotiations can take years.

He doesn’t have patience for years. He threats

to impose secondary sanctions, as he calls on

countries that import Russian oil and gas, which

are going to be very difficult to implement,

because the main importers of Russian fuels

is China, which is not going to capitulate in the

face of this kind of diplomacy. The second most

important is India. And can the United States

even call it an ally? You know, is it an American

interest to undermine their own relationship with

India for the sake of putting pressure on Russia?

I’m not sure that this is the case.

It seems that there is not enough resolve in the

White House to really confront Russia and to put

the kind of pressure on Putin that will make him

more open to a quick, peaceful settlement of this

conflict. So our real hope for this conflict being

resolved is that Ukraine will persevere and fight

back, the war of attrition will continue for some

time more and then after a while the Russians

will understand that they will not be able to win

through military force and then in the end we’ll end

up in some repetition of the Korean scenario of

1953, where the war just sort of dies out slowly. But

that’s, I think, our best hope at this stage.

27

Issue

N 388


DIPLOMATIC SOCIETY AKTUELL

GASTBEITRAG

Militärdiplomatie

Brigadier Dr. Nikolaus Rottenberger gibt in seinem Gastbeitrag für das

Diplomatic SOCIETY Magazin einen Einblick in die Militärdiplomatie und

erklärt, warum eben diese ein unentbehrliches Instrument moderner

Außen- und Sicherheitspolitik ist.

28

A

uf den ersten Blick scheinen Militär

und Diplomatie, in ihrer klassischen

Definition, kaum vereinbar.

Während das Militär nach Joseph Nyes

Konzept der Hard Power zuzuordnen

ist, steht die Diplomatie für ein Instrument

der Soft Power. Doch in der

Verbindung beider Ansätze – der Kombination

aus strukturellen, kulturellen

und ideologischen Einflussmitteln mit

wirtschaftlichen, militärischen Maßnahmen

– entsteht im Sinne der Smart

Power ein flexibler Mechanismus, der

aktuellen globalen Herausforderungen

begegnen kann. Die Militärdiplomatie

verfolgt einen ebensolchen Ansatz und

erweist sich daher als unverzichtbares

Instrument moderner Außen- und

Sicherheitspolitik.

Die Welt befindet sich inmitten tiefgreifender

geopolitischer Umbrüche,

geprägt von ökologischen und wirtschaftlichen

Herausforderungen. Die

Sicherheitslage ist deutlich instabiler

als noch vor einigen Jahren und die

Folgen aktueller Konflikte werden die

Weltpolitik über viele Jahrzehnte hinweg

bestimmen. „Polykrisen“ schaffen

eine schwer zu bewältigende

Gesamtsituation, internationale

Organisationen verlieren an Einfluss,

realpolitische Ansätze

dominieren die sicherheitspolitische

Debatte und in Europa streben

Initiativen wie EDIP und ESSI

eine stärkere Verteidigungsintegration

an.

Diese Dynamiken bedeuten

erhebliche Herausforderung für

die Diplomatie kleiner und mittelgroßer

Staaten. In diesem

Kontext gewinnt die Militärdiplomatie

an Bedeutung, um Konflikte

zu entschärfen, strategische Partnerschaften

zu stärken und nachhaltige

sicherheitspolitische Perspektiven zu

fördern. Während die allgemeinen Diplomatie

die Pflege zwischenstaatlicher

Beziehungen, Verhandlungen und kulturellen

Austausch umfasst, fokussiert

die Militärdiplomatie auf sicherheits-

und verteidigungspolitische Aufgaben

und nimmt dadurch eine zentrale Rolle

im Gefüge der Außen- und Sicherheitspolitik

ein.

Um den aktuellen Herausforderungen

entgegen zu treten bedient sie

sich eines breiten Maßnahmen-Katalogs:

Sie stärkt

internationale Beziehungen

durch den gezielten Aufbau

und die Pflege von Kontakten

zu Verteidigungsministerien

und Streitkräften

weltweit und ermöglicht

vertrauensbildende Maßnahmen

wie gemeinsame

Übungen, hochrangige

Besuche und Fachgespräche,

wie zum Beispiel zum Austausch

von Expertenwissen bei militärischen

Ausbildungsprogrammen, der insbesondere

für das Bundesheer wertvolle

Impulse bietet. Darüber hinaus spielt

die Militärdiplomatie eine Schlüsselrolle

bei Auslandseinsätzen, etwa

durch die Unterstützung von Truppenbewegungen

oder die Organisation von

Evakuierungen in Krisengebieten. In

„In Österreich ist die

Militärdiplomatie seit dem

späten 19. Jahrhundert ein

fester Bestandteil

der österreichischen

Außen- und

Sicherheitspolitik.“

Konfliktsituationen fungieren Verteidigungsattachés

als militärische Berater

von Botschaften und koordinieren

Maßnahmen wie die Rückholung

von Verwundeten oder Zivilpersonen.

Auch im Bereich der Rüstungs- und

Beschaffungspolitik ist die Militärdiplomatie

aktiv: Berichte über die

Entwicklung fremder Streitkräfte und

Technologien liefern Entscheidungsgrundlagen,

etwa für die Modernisierung

des Bundesheeres.

In Österreich ist die Militärdiplomatie

seit dem späten 19. Jahrhundert ein

fester Bestandteil der österreichischen

Außen- und Sicherheitspolitik.

Heute wird sie durch die

Abteilung Militärdiplomatie

im Bundesministerium für

Landesverteidigung (BMLV)

koordiniert, die ein Netzwerk

aus 24 Verteidigungsattachébüros

auf vier Kontinenten

und Verbindungen

zu über 80 Ländern betreut.

Speziell geschulte Offiziere

übernehmen dabei Aufgaben

wie Repräsentation, Beratung und

Informationsaustausch. Während der

Fokus auf bilateralen und regionalen

Beziehungen liegt, deckt die Schwesterabteilung

Militärpolitik die Zusammenarbeit

mit internationalen Organisationen

ab.

Um den aktuellen Umbrüchen

und zukünftigen Herausforderungen

gerecht zu werden, muss die österreichische

Militärdiplomatie strategisch

weiterentwickelt werden.

Eine engere Zusammenarbeit

mit Botschaften, Konsulaten und

internationalen Netzwerken ist

dabei ebenso unerlässlich wie

klare Prioritäten und Zielsetzungen,

insbesondere angesichts

begrenzter Ressourcen. Standort-

und Personalentscheidungen

gewinnen dabei an Bedeutung, um

die Effizienz und Effektivität der

Militärdiplomatie sicherzustellen.

Gleichzeitig erfordert die sich wandelnde

globale Sicherheitslandschaft

schnellere Informationsprozesse und

prägnantere Berichterstattung, um

flexibel und handlungsfähig zu bleiben.

Nur durch diese gezielte Anpassung

kann die österreichische Militärdiplomatie

auch künftig ein verlässlicher

Pfeiler der Außen- und Sicherheitspolitik

bleiben.

Foto/s © Gunther Pusch/HBF

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


Geopolitik als Game-Changer

im Mittleren Osten

Anna Zeitlinger, Global Partner Lansky, Ganzger, Goeth & Partner (LGP Group),

spricht über die Rolle von Compliance in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen

Österreich und den VAE.

DEUTSCH

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Foto/s © Advantage Austra, LGP+partners

I

m Mai 2025 wurden wichtige Schritte

zur Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen

zwischen Österreich und den

Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE)

gesetzt. Aufbauend auf dem Besuch

des österreichischen Wirtschaftsministers

Wolfgang Hattmannsdorfer

bei dem Handelsminister der VAE, Dr.

Thani Al Zeyoudi, bei dem das Freihandelsabkommen

mit der EU sowie die

bilateralen Projekte besprochen wurden,

fand am 6. Mai in Abu Dhabi die

von der österreichischen Botschaft in

den VAE, der WKO und der „Advantage

Austria“ organisierte Konferenz „Austria

Connect Gulf“ statt. Österreichische

Handelsdelegierte aus dem gesamten

Golf, der Levante und Nordafrika diskutierten

mit zahlreichen Unternehmensvertretern

aus Österreich

und der Golfregion. Neben

wirtschaftlichem Austausch

standen auch zentrale

Zukunftsthemen wie

künstliche Intelligenz und

insbesondere Compliance

im Fokus. LGP war dabei

und hatte die Möglichkeit,

den Compliance Fireside

Chat aktiv mitzugestalten.

Das Bundesministerium

sieht die VAE als Zukunftsmarkt für

österreichische Unternehmen – heute

schon Österreichs wichtigster Exportmarkt

in der Golfregion mit weiterem

Wachstumspotenzial. Tatsächlich

haben österreichische und EU-Unternehmen

sehr hohe Compliance-Anforderungen

auch in ihrem internationalen

Geschäft. Dies betrifft vor allem

den Bereich Sanktionen und Geldwäscheprävention.

Diese Rahmenbedingungen

sind den lokalen Marktteilnehmern

aus der Golfregion oft unbekannt

und sorgen in der Praxis für interkulturelle

und geschäftliche Missverständnisse.

Deshalb sind die Aufklärung und

Information beider Seiten wichtig.

links Die Teilnehmenden der Austria Connect Gulf 2025 rechts Georg Krenn mit Anna Zeitlinger

Bei der Geschäftsanbahnung in den

VAE sowie der Zusammenarbeit mit

Partnern in der Region müssen EU-

Unternehmen die geltenden EU-Sanktionsregime

berücksichtigen – etwa

gegenüber Iran, Afghanistan, Syrien,

aber auch die Russland-Sanktionen,

die für die EU-Staatsbürger und Unternehmen

extraterritorial anwendbar

sind. So verpflichtet seit

2024 die EU-Verordnung

Wirtschaftsteilnehmer,

durch sogenannte „No-Russia“-Klauseln

in Verträgen

und entsprechende Compliance-Systeme

sicherzustellen,

dass gelistete Güter

nicht über Drittländer nach

Russland weitergeleitet

werden. Ab 2025 gilt zudem

eine „Best-Efforts“-Verpflichtung,

die EU-Unternehmen dazu

anhält, auch bei Tochtergesellschaften

weltweit die Einhaltung der Russland

Sanktionen sicherzustellen. Auch wenn

US-Sanktionen gegenüber Iran oder

Russland auf die EU-Unternehmen nur

in bestimmten Fällen anwendbar sind,

besitzen sie durch mögliche „secondary

sanctions“ erhebliche Relevanz.

Banken in den VAE etwa prüfen regelmäßig

auf mögliche US-Risiken.

Wer als österreichisches Unternehmen

in der Golfregion tätig werden

möchte, sollte frühzeitig analysieren,

ob die geplanten Aktivitäten von Sanktionsvorschriften

tangiert sind. Mithilfe

von Experten sollte ein System

von Compliance-Maßnahmen definiert

werden, das die Risiken von Sanktionsverstößen

an den Schnittstellen

erkennt und absichert. Dazu zählt

die Überprüfung von Geschäftspartnern,

Produkten und Enddestinationen

sowie der konkreten Lieferwege,

gefolgt von einer entsprechenden

Dokumentation. Auch die Vertragsgestaltung

sollte Compliance-Garantien

sowie Mechanismen zur Rückabwicklung

und Vertragsauflösung im Falle

sanktionsbedingter Leistungsunmöglichkeit

enthalten.

Ein weiteres Thema betrifft die Verpflichtung

zur Einhaltung von Geldwäschevorschriften.

Nachdem die EU

die VAE im Juni 2025 von der Liste der

Hochrisikoländer gestrichen hat, wird

es für österreichische Exporteure und

ihre Banken leichter sein, ihren Sorgfaltspflichten

nachzukommen. Für

grenzüberschreitende Transaktionen

mit Österreich gilt jedoch nach wie

vor, dass die Herkunft der Geldmittel

und die Seriosität der Geschäftspartner

gründlich geprüft werden müssen.

Die geografische Nähe zu Hochrisikoländern

bleibt ein Risikofaktor, der

robuste AML-Compliance-Systeme

erforderlich macht.

Die Teilnehmer des Chats waren

sich einig: Compliance ist keine Bürde,

sondern eine Chance, in dieser Region

erfolgreich zu operieren. Mit jedem

Projekt tragen die österreichischen

Unternehmen zur gemeinsamen

Erfolgsgeschichte bei und haben die

Gelegenheit, durch geeignete Compliance-Maßnahmen,

Kompetenz und

Informationen das Geschäftsklima

und die Rechtssicherheit in der Region

nachhaltig zu verbessern.

29

Issue

N 388


Kosmopolit ist

Hoffnungsträger für den

interreli giösen Dialog

„Das Streben nach Einheit war mir stets ein großes Anliegen.“ Papst Leo XIV.

machte sofort nach seinem Amtsantritt klar, dass er in der Führung der Weltkirche

dem interreligiösen Dialog hohen Stellenwert beimisst. Seine Wahl des Namens

Leo spricht eine deutliche Sprache in Richtung soziales Engagement.

VON MAG. HERMINE SCHREIBERHUBER

30

ie Katholiken in aller Welt jubelten

D über die Wahl von Robert Francis

Prevost zum katholischen Kirchenoberhaupt.

Doch nicht nur Gläubige, die mit

der Kirche eng verbunden sind, oder

Experten, die sich mit den Weltreligionen

befassen; auch Anders gläubige,

Menschen, die keine Affinität zur Religion

haben, oder jene, die nur die politischen

Aspekte des Pontifikats bewerten,

waren begeistert über den

Kosmopoliten auf dem Stuhl Petri.

Der Papst aus Amerika entschied

sich für den Namen Leo (lateinisch

Löwe), der Stärke, Mut und

Führungskraft symbolisiert. Sein

Namensvorgänger Leo XIII. (1878-

1903) hatte in der Enzyklika „Rerum

Novarum“ die soziale Frage um die

damalige industrielle Revolution

behandelt. Mit dem Erbe der Soziallehre

wolle die Kirche auf eine neue

Industrierevolution und auf die Entwicklung

der künstlichen Intelligenz

reagieren, verwies Leo XIV. auf den

aktuellen Kontext.

Auf den Tod von Papst Franziskus

erfolgte im Konklave die rasche Einigung

auf einen Nachfolger. Die Welt

war beeindruckt. Ein Amerikaner mit

französischen, italienischen, spanischen

und kreolischen Wurzeln, der in

Südamerika als Missionar und Bischof

wirkte, der den Orden der Augustiner

leitete und der im Vatikanstaat „Personalchef“

war. Doch mit der Freude über

die Wahl gehen hohe Erwartungen einher.

Im Jubiläumsjahr des Ersten ökumenischen

Konzils von Nicäa hoffen

die christlichen Gemeinschaften auf

Fortschritte im interreligiösen Dialog.

Leo XIV. ist sich dessen bewusst. In

einer Audienz für Religionsführer aus

aller Welt kurz nach der Wahl rief der

Papst zu „Einigkeit, Dialog und Frieden“

auf. Die Zeit sei reif „für den Bau von

Brücken“, für ökumenisches Engagement,

lautete sein Appell. Leo nahm

das Treffen zum Anlass, an das Konzil

von Nicäa vor 1.700 Jahren zu erinnern.

„Dieses Konzil war ein Meilenstein auf

dem Weg zu einem gemeinsamen Glaubensbekenntnis

aller Kirchen.“ Kardinal-Staatssekretär

Piero Parolin schloss

nicht aus, dass die erste Auslandsreise

„Auf den Tod von Papst

Franziskus erfolgte

im Konklave die

rasche Einigung auf

einen Nachfolger.

Die Welt

war beeindruckt.“

den Papst nach Nicäa, dem heutigen

Iznik in der Türkei, führen werde.

Bei einem Treffen mit drei christlichen

Spitzenvertretern – dem Patriarchen

von Jerusalem, Theophilos III.,

dem griechisch-orthodoxen ökumenischen

Patriarchen von Konstantinopel,

Bartholomaios I., und dem Oberhaupt

der Assyrischen Kirche des Ostens, Mar

Anwa III. – versicherte Papst Leo diesen

„brüderliche Zuneigung“. Als Bischof von

Rom sehe er eine vorrangige Aufgabe

in der „Wiederherstellung der vollen

Gemeinschaft“. Er wolle die Bemühungen

von Papst Franziskus zur Förderung

des synodalen Charakters der katholischen

Kirche fortsetzen. Sein Vorgänger

habe neue Perspektiven der Begegnung

zwischen den Kirchen eröffnet.

Einen besonderen Gruß richtete

Papst Leo nach der Amtsübernahme

an Juden und Muslime, die wie die

Christen zu den drei abrahamitischen

Religionen zählen. Das katholische Kirchenoberhaupt

erinnerte an die Konzilserklärung

Nostra Etate, die auf „das

gemeinsame geistige Erbe von Juden

und Christen“ verweise und die gegenseitige

Wertschätzung unterstreiche.

„Dieser Dialog liegt mir am Herzen“,

so der Pontifex.

Die orthodoxen Kirchenführer

wollen ihrerseits die Ökumene

beleben. Patriarch Bartholomaios

will mit Papst Leo, den er in den

Phanar einlud, „die Ökumene stärken“.

Der Dialog solle im Zeichen

der Friedensförderung stehen. Der

orthodoxe Metropolit Arsenios, Vorsitzender

der Orthodoxen Bischofskonferenz

in Österreich, wünscht

sich gemeinsame Nicäa-Jubiläumsfeiern.

Auch der Wunsch nach

einem gemeinsamen Osterfest der

Christen ist stark. Ein maronitischer

Geistlicher erklärte, Leo kenne die

Probleme der Ostkirchen in der Diaspora.

Es bedürfe der Hilfe des Papstes,

um die christliche Präsenz im Nahen

Osten zu wahren.

Auch auf der protestantischen Seite

herrscht Zuversicht. Die evangelischen

Bischöfe in Deutschland sprachen laut

Vatican News von einer „Aufbruchstimmung

im Vatikan“. Der evangelischlutherische

Ökumene-Beauftragte,

Bayerns Landesbischof Christian Kopp,

sagte nach seiner Rom-Reise, der

Lutherische Weltbund habe „große

Hoffnungen und Erwartungen“. In

Österreich hob der lutherische Bischof

Michael Chalupka „die globale Perspektive“

der Wahl in der Person des

neuen Papstes hervor.

Foto/s © pexels

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY



How Leo XIV

is changing

the world

Martin Selmayr, Ambassador of the European Union

to the Holy See and the United Nations gives Diplomatic

SOCIETY readers a personal analysis of the

newly elected Pope.

32

H

abemus Papam!” We have a Pope.

It was a uniquely solemn moment

on this sunny evening of 8 May 2025

in Rome when Cardinal Protodeacon

Dominique Mamberti addressed the

waiting 100,000 people from the central

loggia of St Peter’s Basilica. He

then announced, in Latin, the name of

the new leader of the global Catholic

Church: “The Most Eminent and Most

Reverend Lord Robert Francis Cardinal

of the Holy Roman Church Prevost who

has taken the name Leo XIV.”

It took a while until the crowd on St

Peter’s Square reacted. Most people

(me included) had not expected this

announcement. Yes, Robert Prevost

had been on the (long) list of possible

future Popes, but most observers and

vaticanisti (experts in Vatican affairs)

had not really believed that an American

could be chosen by the conclave

of 133 cardinals from 71 countries that

had gathered in the Sixtine chapel to

elect the new successor of St Peter. It

had always been an unwritten rule that

the most influential spiritual leader

in the world could not come from the

same country as the US President, the

leader of the world’s most powerful

nation. But now, it had happened. After

just two days, the conclave of cardinals

had come to the conclusion, by

the required two-thirds-majority, that

Robert Prevost from Chicago should be

the new Bishop of Rome.

“La pace sia con tutti voi.” Peace be

with you all. With these first words,

the new Pope greeted the people on

St Peter’s Square and those watching

from across the world. Speaking fluent

Italian (and adding some words in

Spanish when he extended a special

welcome to the pilgrims from Chiclayo

in Peru where he had served as

missionary and bishop), peace was the

central message of his first address.

The crowd on the square reacted

with “Viva il Papa, viva il Papa” cheers,

which became louder when the new

Pope explicitly thanked the late Pope

Francis (“Grazie a Papa Francesco”),

who had passed away on Easter Monday

and had been admired by many

for his humanity, the simplicity of

his life style, and his commitment to

left St. Peter’s Basilika right Ambassador Martin Selmayr greets Pope Leo XIV

social justice and the fight against climate

change.

“I was chosen, without any merit

of my own, and now, with fear and

trembling”, Pope Leo XIV said at his

inaugural mass on Sunday 18 May on

St Peter’s Square in the presence

of 200,000 pilgrims and leaders of

150 nations and who had all come

to Rome to pay their respect to the

267 th Pope, from the King and Queen

of Spain and the President of Peru via

the Prime Ministers of Australia and

Canada to the Chancellors of Germany

and Austria. Of course, this was quite

an understatement. The 69 year old

Cardinal Robert Prevost is probably

better prepared to be Pope than

anybody else. A member of the

Order of Saint Augustine since

1977, he was ordained as a priest

in Rome in 1982 where he studied

Canon Law at the Pontifical

University of Saint Thomas

Aquinas. He joined the Augustinian

mission in Peru where he

served as a parish pastor, diocesan

official, seminary teacher,

and administrator, before he

later returned to the country as

bishop. He saw the world when,

elected as prior general of the

Order of Saint Augustine in 2001,

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


image/s by Vatican Media, European Commission, unsplah/Leandro Silva, Lorenzo Turroni, Martin Selmayr

he travelled to most of the provinces

of the order. In 2023, Pope Francis

appointed Prevost prefect of the influential

Dicastery of Bishops in Rome,

before he made him cardinal. Analysing

his curriculum vitae, a group of

researchers from the Bocconi University

had been among the few to predict

that Prevost could become Pope, as

they had seen him as best connected

among all cardinals to the most influential

figures in the church (see their

study at: https://www.unibocconi.it/en/

news/network-conclave).

Robert Prevost has only been a

About the author

Pope for a few weeks, but there are

already three striking features about

his pontificate.

Firstly, in spite of his American

origin, he clearly presents himself as

a global Pope. In his first meeting with

the diplomatic corps in Rome, he highlighted

that his life experience spans

North America (by birth), South America

(because of his missionary work in

Peru which also awarded him Peruvian

citizenship in 2015) and Europe, as his

mother is of Spanish descent, and his

father has French and Italian ancestors.

He speaks Italian and Spanish fluently,

but was also the first Pope to use

English when addressing the cardinals

in the Sixtine chapel. Of course, he also

speaks Latin regularly.

Secondly, it is a priority for the

new Pope to ensure the unity of the

Church. While belonging to the moderate

wing of the Catholic Church, he

also pays tribute to those who believe

in tradition and ceremony, notably by

wearing the red mozzetta during his

first public appearance, by his decision

to live in the Apostolic Palace instead

of the simple guest house Casa Santa

Marta and by singing the Regina Coeli

during his Masses. From his first days

in office, he also embraced the Eastern

Churches to representatives of which

he extended one of his first encounters—an

important sign in a year which

marks the 1700 anniversary of the

Council of Nicaea, the first ecumenical

meeting organised to preserve the

unity of the Christian faith.

Thirdly, by choosing “Leo” as his

papal name, Robert Prevost has put

his papacy into the tradition of a very

political Pope. Leo XIII (who was Pope

from 1878 to 1903) is famous for his

encyclical Rerum Novarum, the founding

document of the social doctrine

Martin Selmayr is since September 2024

Ambassador of the European Union in

Rome, accredited to the Holy See, the

Sovereign Order of Malta, the United

Nations Organisations in Rome (Food

and Agriculture Organization, World Food

Programme, International Fund for Rural

Development) and the Republic of San

Marino. Previously, he served in senior

positions at the European

Commission, including

as Chief of Staff of President

Jean-Claude Juncker,

as Secretary-General of the

European Commission and,

from 2019 to 2024, as European

Commission Representative to Austria.

Born in 1970, Martin Selmayr studied

law in Geneva, Passau, London and at the

University of California (Davis and Berkeley).

He holds a Doctorate in law from the

University of Passau, is Honorary Professor

of European Economic and Financial

Law at the University of Saarbrücken

and Visiting Professor for European

Union Law at the University

of Vienna. Together with

his wife, he lives in Rome

and Vienna. The European

Union has diplomatic relations

with the Holy See

since 1970.

of the Catholic Church. The need to

address global inequalities and to safeguard

the dignity of work also in times

of the rapid rise of artificial intelligence

have thus been important themes in

the first statements of the new Pope.

Leo XIII was also one of the most

diplomatically active Popes in recent

history. As the first Pope without a

significant territory (Leo XIII became

Pope in 1878, after the once powerful

Papal States had been annexed by the

newly united Kingdom of Italy, leaving

the Pope with just the Vatican),

Leo XIII became strongly engaged in

international conflict mediation to preserve

the recognition of the Holy See

as an actor in international relations.

He notably mediated successfully

the conflict between the Catholic

Kingdom of Spain and the Protestant

German Empire concerning the Caroline

islands. Following this inspiration,

Pope Leo XIV has called from his first

day in office for an end of all wars. His

particular attention is on Russia’s war

of aggression against Ukraine. As first

Head of State after his inauguration, he

met President Volodymyr Zelenskyy,

before then having a long conversation

with US Vice-President JD Vance

and Secretary of State Marc Rubio. He

publicly offered the Vatican as a neutral

meeting place for possible peace

negotiations. He also made repeatedly

clear that he was not seeking just

a pause in armed conflicts, but an

authentic, just and lasting peace. This

led even Vladimir Putin to phone the

new Pope on 4 June.

Of course, one call is not sufficient.

But it gives some hope that the moral

and diplomatic authority of the new

Pope—together with the diplomatic

pressure from the European Union

and its allies—may help in bringing

enemies together to look each other

into the eyes. To end killing each other,

whether in Ukraine, in Gaza, in Sudan,

or in the many other conflicts in the

world. And to achieve the authentic,

just and lasting peace that Pope Leo

XIV is rightly calling for.

DIPLOMATIC SOCIETY

ANALYSIS

“The 69 year old

Cardinal Robert Prevost

is probably better

prepared to be Pope

than anybody else.”

33

Issue

N 388


AKTUELL

INTERIVIEW

80 Jahre

Zweite Republik

Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums der Zweiten Republik Österreich

hat Diplomatic SOCIETY mit den HistorikerInnen

Dr. Siegfried Göllner und Dr. Barbara Sauer über die Auswirkungen

der NS-Zeit auf den Auswärtigen Dienst gesprochen.

34

Herr Dr. Göllner, Sie haben sich u.a. mit der Transformation

des österreichischen Auswärtigen

Dienstes als Institution und den Rahmenbedingungen

für den personellen Umbau in der NS-Zeit

und den Umgang mit den Jahren 1938 bis 1945 in

der Zweiten Republik beschäftigt. Welche Folgen

hatte die Liquidierung des österreichischen Auswärtigen

Dienstes 1938 für die Bediensteten?

SG: Der österreichische Auswärtige Dienst wurde

unmittelbar nach dem „Anschluss“ den Reichsbehörden

unterstellt. „Rassisch“ und politisch

nicht genehme Personen wurden vom Dienst enthoben,

einige leitende

Beamte verhaftet. Die

überwiegende Mehrheit

der Beschäftigten blieb

zunächst weiterhin im

Dienst. Das Außenamt

selbst, 1938 kein eigenständiges

Ministerium,

sondern als Sektion IV

des Bundeskanzleramtes

geführt, wurde der

„Dienststelle des Auswärtigen

Amtes in Wien“

unterstellt, die aus der

Präsident John F. Kennedy mit Bundeskanzler Bruno Deutschen Gesandtschaft

Kreisky und Wilfried Platzer

hervorgegangen war. Diese

leitete die Liquidation der Geschäfte an, die im

Wesentlichen von ehemals österreichischen Beamten

umgesetzt wurde. Die bis dahin österreichischen

Auslandsvertretungen wurden den jeweiligen

deutschen Vertretungen unterstellt. In der Regel

verblieb die österreichische Beamtenschaft bis zur

vollzogenen Abwicklung, meist bis Sommer 1938,

an ihrem Dienstort und wurde anschließend, wenn

politisch und „rassisch“ aus Sicht der Nationalsozialisten

nichts dagegensprach, zu einem guten

Teil vorerst in der deutschen Vertretung weiter

beschäftigt. Etwa ein Drittel der höheren Beamten

des Ministeriums wurde in den Reichsdienst übernommen,

die übrigen wurden in den Behörden des

Reichsstatthalters untergebracht oder in den Ruhestand

oder den so genannten Wartestand versetzt.

Wie kann man sich das Leben/die Arbeit der Diplomaten

in den ersten Wochen nach der Befreiung

Wiens von der Nazi-Herrschaft vorstellen? Wie

organisierte man sich, was waren die Prioritäten?

SG: Es war ein hohes Maß an Selbstorganisation

und Improvisation nötig. Die erste Versammlung

der ehemaligen Beamten des Hauses fand am 16.

April 1945 statt, also elf Tage vor der Unabhängigkeitserklärung.

Federführend waren Beamte, die

schon vor 1938 in leitenden Positionen tätig gewesen

waren, nach der Übernahme der Nationalsozialisten

aus dem Amt ausscheiden hatten müssen

und sich bei Kriegsende in Wien aufhielten,

wie Heinrich Wildner und Norbert Bischoff. Man

entwarf Geschäftsordnung und Zuständigkeiten,

arbeitete daran, tatsächlich wieder zu einer handlungsfähigen

Behörde zu werden. Dafür brauchte

es Informationen und Kontakte zu den politischen

Parteien, zu den Besatzungsmächten und zu ehemaligen

Kollegen im In- und Ausland.

Erst 1959 wurde ein eigenständiges Bundesministerium

für auswärtige Angelegenheiten gegründet

– wie ist man in diesem neuen Ministerium mit der

NS-Vergangenheit umgegangen? Was passierte

mit jenen Diplomaten, die im Nationalsozialismus

verfolgt worden waren?

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


AKTUELL

INTERVIEW

„Meiner Meinung nach

ist es für alle Bevölkerungsgruppen

enorm

wichtig, sich der Vergangenheit

zu stellen.“

SG: Zu diesem Zeitpunkt spielte die NS-

Vergangenheit bei neu eingestelltem

Personal keine Rolle mehr, die rechtlichen

Regelungen hierzu waren längst

ausgelaufen. Eine Ausnahme bildeten

Personen, die Kollegen direkt geschädigt

hatten, etwa durch politische Beurteilungen.

In diesen – wenigen – Fällen

verwehrte sich das Ministerium dauerhaft,

diese wieder in Dienst zu setzen.

Man muss auch betonen, dass die Entnazifizierung

im Staatsamt für Äußeres

bis etwa 1947 strikter gehandhabt

worden war als in anderen Ministerien.

Schon die Übernahme in den Deutschen

Dienst war zunächst als Hinderungsgrund für die

Wiederaufnahme gesehen worden. Das Staatsamt

war darauf bedacht,

keinerlei Einsprüche des

Dr. Barbara Sauer

Dr. Barbara Sauer und Dr. Siegfried Göllner

Alliierten Rates gegen

Postenbesetzungen zu

provozieren. Ab Mitte 1947

und ganz besonders seit

der Minderbelastetenamnestie

1948 wurden

auch ehemalige Nationalsozialisten

wieder in

den Dienst gestellt. Bis

dahin reaktivierte man

v.a. Personen, die nach

dem „Anschluss“ in den

Ruhe- oder Wartestand versetzt worden waren.

Diplomaten, die die NS-Zeit im Exil überdauern

mussten, also v.a. jüdische Diplomaten, hatten es

schwerer, wieder Verwendung zu finden, da eine

Rückkehr erst verzögert möglich war, die wenigen

vorhandenen Posten bereits mit den in Wien verbliebenen

Beamten besetzt waren und eine Rückkehr

der Verfolgten auch nicht gefördert wurde.

Die im Ausland verbliebenen Diplomaten bildeten

aber auch die Keimzellen der neu entstehenden

Auslandsvertretungen.

Frau Dr. Sauer, Sie haben zu den Schicksalen

einzelner Diplomaten geforscht – welche persönlichen

Geschichten sind Ihnen hier besonders

in Erinnerung geblieben? Gibt es einen „roten

Faden“, der sich durch die Historie der Personen

zieht? Wie war die Quellenlage dazu?

BS: Unser Forschungsprojekt läuft noch bis Mai

2026, daher kann ich die Frage, wessen Lebenswege

mir besonders in Erinnerung geblieben ist,

nicht beantworten. Grundsätzlich ist mein Fokus

immer eher auf die weniger bekannten, nicht prominenten

Betroffenen gerichtet als auf diejenigen,

über die schon viel publiziert wurde. Weil ständig

neue Quellen zugänglich werden, ist aber auch über

Persönlichkeiten wie Bruno Kreisky oder Kurt Waldheim

noch Neues herauszufinden. Die Gemein­

35

Wilfried Platzer

(1909-1981)

Platzer war in der NS-Zeit das,

was man gemeinhin einen Mitläufer

nennt. Er stand nach dem Studium

der Rechtswissenschaften

und Absolvierung der Konsularakademie

ab 1933 im Dienst des österreichischen

auswärtigen Dienstes.

1934 kurzzeitig der Gesandtschaft in

Berlin zugeteilt, war er ab 1935 bis

zum „Anschluss“ in der handelspolitischen

Abteilung des Außenamtes

tätig. Am 2. April 1938 wurde er

zur Dienstleistung ins Außenministerium

nach Berlin berufen und dort

der Presseabteilung zugeteilt. Gegen

seine Übernahme in den Reichsdienst

gab es Vorbehalte von Seiten

der Wiener NSDAP, man warf ihm NSfeindliche

Aussagen aus dem Jahr

1936 vor. Platzer sei „für den diplomatischen

Dienst des Reiches vollkommen

ungeeignet und daher vom

Standpunkte der NSDAP aus untragbar“,

wie es in einer Stellungnahme

der Wiener Gauleitung hieß. In Berlin

war man mit seinen Diensten jedoch

zufrieden und forcierte seine Übernahme.

Er sei ein „zuverlässiger

gewandter Beamter“,

der sich „aus voll ster

Überzeugung als Glied des

deutschen Volkes fühlt und

den Weg des Nationalsozialismus

eindeutig zu finden

gewillt ist.“ Das Ministerium

setzte sich durch. Platzer, der 1940

in Berlin der NSDAP beitrat, blieb bis

1945 durchgehend in der Presseabteilung

des Reichsaußenministeriums

tätig, zuletzt als Referatsleiter.

Das Kriegsende erlebte er in Vorarlberg,

wo er schnell in den Dienst der

Landesregierung als Verbindungsmann

zur französischen Militärregierung

eintrat. Sein Wiedereintritt in den

österreichischen auswärtigen Dienst

erfolgte Mitte 1947, nachdem er von

der Entnazifizierungs-Sonderkommission

im Bundeskanzleramt trotz seiner

NSDAP-Mitgliedschaft für

politisch unbedenklich erklärt

worden war. Man nahm an, er

sei aus beruflichen Gründen

rein formal beigetreten, ohne

sich mit dem Nationalsozialismus

zu identifizieren, was

angesichts der dokumentierten

Anfeindungen durch die Wiener Gauleitung

durchaus plausibel erscheint.

Außenminister Karl Gruber setzte sich

besonders für seine Wiedereinstellung

ein. Platzer avancierte in der Folge 1954

zum Leiter der wirtschaftspolitischen

Abteilung, war 1958-65 Botschafter in

Washington, von 1967 bis 1970 Generalsekretär

im Ministerium und zum

Abschluss seiner Karriere 1970-74 Botschafter

in London.

Issue

N 388


AKTUELL

INTERIVEW

Ludwig Kleinwächter

(1882-1973)

Kleinwächter (1882-1973) studierte Jus in

Berlin und seiner Geburtsstadt Czernowitz,

wo er 1909 sub auspiciis Imperatoris

promovierte. Ab 1911 im auswärtigen

Dienst Österreich-Ungarns, schloss er 1912

die Konsularakademie in Wien ab. Noch im

selben Jahr wurde er nach New York entsandt,

und war ab 1916 bis zum Kriegseintritt

der USA 1917 in Washington tätig.

Anschließend arbeitete er in der Zentrale in

Wien, unterbrochen durch kürzere Missionen

im Zusammenhang mit den Folgen des

Ersten Weltkriegs und der Auflösung der k.

u. k. Monarchie, wie den Kriegsgefangenen

und Zivilinternierten-Angelegenheiten in

Petersburg und Kiew oder einer Konferenz

der Nachfolgestaaten in Rom 1921.

Mit der Wiederaufnahme diplomatischer

Beziehungen zu den USA wurde Kleinwächter

1922 Leiter des Konsulates in Chicago

und war 1925 bis 1926 der Gesandtschaft

in Washington zugeteilt.

Nach drei Jahren Dienst in Wien

fungierte er 1930 bis 1931 als

Leiter des Generalkonsulats in

Ottawa. 1932 nach Wien einberufen,

arbeitete er fortan im Bundespressedienst,

zu dessen stellvertretendem

Leiter er avancierte.

Wegen dieser Tätigkeit zählte

Kleinwächter zu den ersten nach

dem „Anschluss“ Verhafteten, erschwerend

kam hinzu, dass er nach nationalsozialistischen

Rassengesetzen als „Mischling 1.

Grades“ galt. Er wurde mit dem sogenannten

Prominententransport bereits am 1.

April 1938 in das KZ Dachau deportiert und

im September 1938 nach Buchenwald, von

wo er im Mai 1939 entlassen wurde. Kurz

darauf verhaftete man seine Ehefrau Anna.

Das Ehepaar lebte während der NS-Zeit in

Wien, er arbeitete in der Privatwirtschaft.

Mit 30. April 1945 erfolgte

Kleinwächters Reaktivierung

im österreichischen auswärtigen

Dienst, anfangs als

ständiger Vertreter bei der

Amerikanischen Delegation

der Alliierten Kommission für

Österreich. Somit war er zum

zweiten Mal in seiner Karriere

an der Wiederaufnahme diplomatischer

Beziehungen mit

den USA beteiligt, im Februar 1946 wurde er

Gesandter in Washington und ab Ende 1951

Botschafter. In seine Amtszeit fielen die

gesonderten UNRRA- und Marshall-Plan-

Hilfen für Österreich sowie das erste Fulbright-Abkommen.

Unter seinen Nachfolgern als Botschafter

in Washington war neben Wilfried Platzer

auch Kleinwächters Schwiegersohn Karl

Herbert Schober.

36

hdgö Ausstellung "Befreiung" 1945 – Offenes Ende,

brüchige Zukunft. Eine Intervention.

samkeit zwischen all diesen Menschen ist der

enorme Einschnitt, den der „Anschluss“ und seine

Folgen für sie bedeuteten. Das trifft allerdings nicht

nur auf Diplomaten zu, sondern etwa auch auf eine

Lehrerin oder einen Lokomotivführer.

An Quellen sind an erster Stelle natürlich die

Personalakten zu nennen, die fast vollständig

erhalten sind. Diese wurden teilweise bereits an

das Österreichische Staatsarchiv übergeben, viele

befinden sich aber noch im Archiv des Außenministeriums,

das nicht öffentlich ist, wir können

diesen Bestand aber im Rahmen unseres Projekts

einsehen. Welche weiteren Quellen heranzuziehen

sind, hängt davon ab, wie die jeweiligen Lebenswege

weiter verlaufen sind, etwa Personalakten

aus dem deutschen Außenamt, Entnazifizierungsakten

oder im Falle der NS-Verfolgten die Anträge

an die Opferfürsorge.

Wie viel Widerstand gab es und wie „groß“ waren

die individuellen Handlungsspielräume der Diplomaten

überhaupt?

BS: In den letzten Jahren wurde in der Geschichts ­

wissenschaft der Begriff des Widerstands oder der

widerständigen Handlung

kontinuierlich erweitert. Als

solches wird heute nicht

nur das „mit der Waffe in der

Hand ein Regime Bekämpfen“

gesehen. Das macht

eine Quantifizierung jedoch

schwieriger, weil einerseits

viele widerständige Handlungen

wohl unentdeckt

geblieben sind, andererseits

nach Ende der NS-Zeit sehr

viele von sich behaupteten,

im Widerstand gewesen

zu sein, was sich oft nicht

überprüfen ließ.

Handlungsspielräume

gibt es immer, konkret

konnten zum Beispiel Diplomaten, die auf

Auslandsposten waren beispielsweise in den

Tagen um den „Anschluss“ wie befohlen die

Aktenbestände ihrer Vertretungsbehörde an die

Diplomaten des Deutschen Reiches übergeben

oder diese verschwinden lassen. Eine andere

Möglichkeit, sogar mit einer gewissen öffentlich

wahrnehmbaren Symbolwirkung, war es, trotz

Anordnung aus Wien die Hakenkreuzfahne nicht

zu hissen. Schließlich möchte ich noch erwähnen,

dass einige österreichische Diplomaten der Einberufung

in das Deutsche Reich nicht Folge geleistet

haben, und somit zu Exilanten wurden, ohne

geflüchtet zu sein.

Wie lange arbeiten Sie schon an diesem Forschungsprojekt

und wie war der Forschungsstand

zu dieser Thematik? Wie wichtig ist es

Ihrer Meinung nach auch für das Außenministerium,

sich seiner Vergangenheit aktiv zu stellen?

Welchen Beitrag leistet dieses Forschungsprojekt

dazu?

BS: Initiiert wurde das Projekt durch David Schriffl

vom Historischen Referat des BMEIA und es wird

auch durch das Außenministerium finanziert.

Nach einigen Vorarbeiten war der offizielle Projektstart

mit Anfang Mai 2023, wir arbeiten also

seit etwas mehr als zwei Jahren daran. Meiner

Meinung nach ist es für alle Bevölkerungsgruppen

enorm wichtig, sich der Vergangenheit zu

stellen. Das trifft freilich nicht nur auf die NS-Zeit

zu. Derzeit wird zum Beispiel in vielen Ländern

– spät genug – mit der Aufarbeitung des Kolonialismus

begonnen, was in Österreich eine geringere

Rolle spielt. Wie Johan Huizinga bemerkte,

ist Geschichte die geistige Form, in der sich eine

Kultur über ihre Vergangenheit Rechenschaft gibt.

Somit dienen Projekte wie unseres der Psychohygiene.

Um noch ein weiteres Zitat zu diesem

Thema anzuführen, diesmal von George Santayana:

„Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert,

ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“

Foto/s © Fotocredit: Abbie Rowe. White House Photographs. John F. Kennedy Presidential Library and Museum, Boston, hdgö, Stefan Csáky, privat

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AMBASSADORS

INTERVIEW

“The bridges between

Georgia and the EU

should be kept”

Diplomatic SOCIETY met with the new Ambassador of Georgia to Austria and the

International Organizations and the OSCE in Vienna, H.E. Alexander Maisuradze, to

talk about the EU-membership and the importance of NATO and OSCE for Georgia.

38

“Georgia’s European

integration and its

determination to

become an EU member

is as firm as ever.”

As Ambassador of Georgia to Austria, what are

the topics you would like to prioritize during your

term? What connects Austria and Georgia and

where do the countries potentially differ most?

Austria and Georgia are deeply connected. Both

countries offer a breathtaking beauty of landscapes,

love for culture, winemaking, hospitality

and last but not least, the inexhaustible drive to

achieve progress. Serving my country is an honour,

I was very happy to come back to Vienna after a

decade. My passion for the agenda we cover here

comes from my early career days, and Vienna welcomed

me back as if I had never left. Our mission

encompasses three major dimensions—bilateral

relations between Georgia and Austria, cooperation

within the OSCE and the UN, Vienna being the

international hub.

When it comes to the bilateral agenda, it is

worth highlighting that there are solid relations

between Georgia and Austria built upon three decades

long, friendship, shared values and interests.

Expanding political dialogue

and strengthening the economic

ties are among the main

pillars of our cooperation.

Both sides demonstrate the

willingness to continue the

dialogue as an indispensable

tool for regular exchange. Most

recently, the Minister of Foreign

Affairs of Georgia, Maka

Botchorishvili visited Vienna

and held a comprehensive and

fruitful meeting with her Austrian

counterpart, Federal Minister Beate Meinl-Reisinger.

This visit was another highlight in terms of

new opportunities for our relations.

Renowned Austrian companies successfully

operating in Georgia benefit from the attractiveness

of the country as a business location and at

the same time make a valuable contribution to the

Georgian economy. Georgia is particularly grateful

for the Austrian (ADA, Austrian Development

Agency) contribution to Georgia’s sustainable

tourism, organic agriculture, and capacity building.

In these times of geopolitical instability and

uncertainty, OSCE plays an important role in

finding solutions to existing challenges. With its

cross-dimensional approach to security, the OSCE

is a significant pillar of the European Security

Architecture. OSCE also has a vital role in facilitating

the peaceful resolution of conflicts, particularly

in its capacity as a co-chair of the Geneva

International Discussions. We attach great importance

to using all relevant platforms and keeping

the issue of Georgia’s occupied territories prominently

on the OSCE’s agenda.

Georgia adheres to the OSCE guidelines when

it comes to democratic consolidation and development,

promoting rule of law and human rights.

High-level diplomatic exchanges play a crucial role

in further deepening cooperation with the OSCE

and its institutions.

Georgia regularly contributes to the UN agenda

at the UN Office in Vienna, particularly when it

comes to the 2030 Agenda for Sustainable Development

and the SDGs, international security,

crime prevention, conflict prevention, fight against

corruption etc. To further support and facilitate

the IAEA’s core functions and activities, Georgia

for the very first time was elected to the Board

of Governors for the term 2024-2026. Georgia

will continue to be a strong supporter of nuclear

safety, security and safeguards, in a proper balance

with the Technical Cooperation Programme

for peaceful uses.

Between 2015 and 2020, you have been Ambassador

and Head of Mission of Georgia to NATO. What

are the key priorities of the Georgian government

in its relationship with NATO?

The Euro-Atlantic integration remains the top

priority of Georgia’s foreign policy, strongly supported

by the population and enshrined in Article

78 of our Constitution. Over the years, Georgia

immensely contributed to the Euro-Atlantic security,

including the highest per-capita contribution

to the ISAF operation. Besides, Georgia has been

spending around 2% of its GDP on defence for

longer than some NATO member states.

Over the years, when I had the honour to lead

the Georgian Mission to NATO, we enhanced both

political dialogue and practical cooperation with

NATO. We established a Defence Institution Building

School and a Joint Training and Evaluation

Centre (JTEC), the latter having immensely helped

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


formation, science, education and social

affairs. So far, Georgia has implemented up

to 55% of the AA and 65 % of DCFTA commitments

and remains committed to implement

90% of the AA/DCFTA by 2028.

When it comes to the current state of

play in our relations, we firmly believe that

there is no alternative to dialogue, and the

bridges between Georgia and the EU should

be kept.

We share a common goal of ensuring

stability and prosperity in Europe. While

20% of its territories are occupied by Russia,

Georgia continues contributing to

this shared goal by promoting peace and

development in a strategically important

Black Sea region. Located on the crossroads

of strategic routes, Georgia is a

bridge and a logistic hub, offering Europe

multiple opportunities for trade and transportation.

We welcome the recent joint

communication of the European Commission

and EU’s High Representative on the

strategic approach towards the Black Sea

region and are ready to play a key role in its

implementation.

image/s by Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig

H.E. Alexander Maisuradze

build Georgia’s security and defence capabilities

and strengthen its resilience. In addition, we

have had a number of high-level events, including

meetings and engagement with NATO over the

years. As a result, both NATO visibility and practical

engagement have increased, bringing Georgia

closer to NATO standards and membership.

Georgia’s accession talks with the EU are currently

paused—do you think that there is potential

for a resumption of the talks in the future?

The EU integration, just like NATO integration,

remains a key foreign policy goal and is enshrined

in the Constitution of Georgia—Article 78.

For the past ten years, the EU and Georgia have

built a strong partnership with major milestones.

The EU’s decision to grant Georgia a candidate

status was a response to our strong commitment

and reforms. Georgia’s European integration and

its determination to become an EU member is as

firm as ever. The AA/DCFTA remains an important

blueprint to guide us on a complex reform path and

prepare the country in practical terms for successful

and swift accession to the EU. We have reached

a significant progress in different sectors to further

advance the political association and economic

integration. Georgia carried out essential reforms

in areas of economic policy, taxation, digital trans­

Can you tell us a bit about investment

opportunities in your country and about its

diverse economic landscape?

Georgia is a regional leader in terms of

economic stability and investment attractiveness.

With its strategic location, linking

Europe with Asia, the country offers a

business-friendly environment along with

tariff-free access to major markets.

We largely invest in multiple infrastructure

projects, contributing to connectivity and economic

growth. Anaklia Deep Sea Port project will

become a gateway for Central Asia and Caucasus

in the world.

Georgia also plays a key role in ensuring energy

security. The Black Sea Submarine Cable will connect

South Caucasus directly to Europe. Speaking

about connectivity, on October 22-23, 2025, Georgia

will host the 5 th Tbilisi Silk Road Forum “Invest

in Connectivity-Grow in Stability”, a high-level

event with over 2,000 delegates from more than

60 countries. In the era of geopolitical shifts and

transitions, this Forum becomes vital for cooperation

on regional and global connectivity.

Besides, we have free trade agreements that

significantly increase Georgia’s attractiveness as

an investment destination. Appealing investment

opportunities are offered in energy, manufacturing,

agriculture, hospitality, real estate, logistics

and other areas. The reforms helped establish

a liberal and secure business environment, as

proved by reputable international stake-holders

like Fitch, Moody’s Investors Service, Standard

and Poor’s, Index of Economic Freedom 2025 of

Heritage Foundation, OECD SME Policy Index etc.

Moreover, tourism is among the most thriving

sectors with huge potential for further growth.

39

Issue

N 388


AMBASSADORS

INTERVIEW

“Türkiye’s foreign policy is a bridge

between tradition and the future”

Diplomatic SOCIETY Magazine sat down with the Ambassador of Türkiye to

Austria, H.E. Gürsel Dönmez, and spoke about his long-lasting connection with

Austria, Türkiye’s role as mediator and its relation with the EU.

40

“Making the global

system fairer and more

inclusive is one of the

priorities of Turkish

Foreign Policy.”

You have long-lasting connections to Austria—can

you tell us a bit about them? How do they help you

in your job as Ambassador of Türkiye to Austria?

That is correct. Although I have spent most of

my life in Türkiye, Vienna is the single city where

I stayed the longest. I lived 22 years here. I came

to this beautiful city back in 1987 to study. I had

finished my undergraduate studies in Political

Science at the University of Ankara and I wanted

to follow-up with a Master’s degree in Vienna. I

completed my graduate studies at the Vienna Economic

University in 1992. Later, in 1999, I obtained

a doctoral degree. Then I started working as an

instructor and lecturer in different education

institutions in Vienna. At the same time, I engaged

myself in civil society organizations of the Turkish

community in Austria. By that time, I had become

an “Austro Turk” myself! Finally, in 2009, I followed

the call to return back to Ankara to work in public

service. There, the Turkish communities in Europe

remained one of my primary areas of interest.

So, as you mentioned, I have long-lasting and

strong connections to Austria—to the Turkish

community in Austria in specific

and the Austrian society

in general as well as to

Austrian private and state

institutions. During my presence,

I witnessed important

landmarks of Austrian history

such as the fall of the

Iron Curtain and the Austrian

accession to the EU.

I felt personally how these

developments had tremendous

effects on Austria in

the 1990s and 2000s. I observed at first-hand how

the Turkish community in Austria became an integral

part of the Austrian society, how its members

contribute to the welfare and richness of Austria

and how the second and third generations of Austro

Turks became to identify themselves with both

countries simultaneously.

These are all experiences that help me in my

current endeavor to strengthen the Turkish-Austrian

friendship.

The relations between Austria and Türkiye have

been rocky at times—how would you like to

strengthen these connections and what are the

most pressing issues?

Turkish-Austrian relations date back centuries. We

had times of war and times of peace and cooperation.

During the First World War, the Ottoman

Empire and the Austrian-Hungarian Empire were

Allies. In 1924, our newly established Republics

signed a Treaty of Friendship. In 1964, our countries

concluded the Labor Force Agreement which paved

the way for the migration of Turkish workforce to

Austria. This Treaty thus laid the ground for the

presence of the Turkish community in this country.

On the other hand, it is true that in the recent

decade or two, there were instances where the two

countries had diverging positions on some issues—

mostly in connection with Türkiye’s EU-membership

process. However, despite rough waters, we

navigated successfully. Dialogue always persisted.

In the recent years we have seen a real rapprochement

between our both countries. Our leaders and

ministers are in regular contact. Trade relationships

are strong. The Austro Turks are an important

bridge. Hundreds of thousands of Austrians

visit Türkiye every year. We have so many common

interests and cooperation opportunities. Not least

the current regional and global reality necessitates

that we work closely together in all fields.

Türkiye’s EU accession process is on ice, what is

your personal outlook for EU-Türkiye relations?

Is it still a priority for your country to become

a part of the EU?

I wouldn’t say that Türkiye’s accession process is

on ice. I would say its deadlocked. It is deadlocked

due to the political blockages of some member

states and the Cyprus issue.

Once political considerations take the stage,

there is bound to be hurdles in the process. Türkiye

has been a candidate country for the EU

membership since 1999. Until today, in Türkiye’s

EU accession negotiations, 16 chapters are opened

whereas one chapter is temporarily closed. This is

not a result of Türkiye’s inability to meet EU criteria.

As I said, its a political blockage.

Membership to the EU is still a strategic priority

for Türkiye, however, it must be understood that

the membership process has always been a tool

to bring Türkiye in line with EU standards. It has

always been a catalyst for the reform process in

the country. On the other hand, as a candidate

country for more than 25 years, whatever the Government

is striving to achieve, it is doing for the

good of the people and we have come a long way,

with or without a membership perspective.

Nowadays Türkiye’s relations with the EU is a

two way process, as much as Türkiye once needed

the EU, the EU now needs Türkiye, especially at

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


AMBASSADORS

INTERVIEW

H.E. Gürsel Dönmez

image/s by Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig

the current conjuncture we are going through. We

have been witnessing the erosion of multilateralism

and universal values.

In this backdrop, Türkiye is implementing a foreign

policy not only in the interest of Türkiye and

its citizens, but also to create conditions for sustainable

peace for our neighbourhood and beyond.

It is well-known that Türkiye has a leading role

in conflict prevention, peaceful resolution of

conflicts and mediation. Making the global system

fairer and more inclusive is one of the priorities

of Turkish Foreign Policy. Türkiye is a regional

power with considerable political clout in the

international community. That’s why I can fairly

say that as much as Türkiye needs to be a part of

the European states system, Europe needs Türkiye

as well.

Returning to Türkiye’s Foreign Policy—can you

tell us a bit about its main objectives? Which role

does mediation, as you have mentioned before,

play in this framework?

Türkiye’s foreign policy aims to be “strong on the

ground and at the table” by means of implementing

an insightful and agile diplomacy.

Deriving strength from several factors including

its central geographical location, rich historical

experience, robust institutions, strong human

resources, and dynamic economy, Türkiye benefits

from its deep-rooted tradition of diplomacy. Türkiye’s

foreign policy is a bridge between the tradition

and the future.

Our foreign policy aims to protect Türkiye’s

interests in a volatile regional and global environment,

while also shaping conditions for sustainable

peace and security.

It is guided by our enduring objective to achieve

“Peace at Home, Peace in the World” as set out

by the founder of our Republic Mustafa Kemal

Atatürk, and by our President’s vision of the “Century

of Türkiye”.

Türkiye has the 3 rd largest diplomatic network

globally with 262 missions. It uses several complementary

political, economic, humanitarian, and

cultural tools and conducts a diplomacy that thinks

globally but acts locally in every corner of the world.

Talking of Turkish Foreign Policy, I need to mention

the Antalya Diplomacy Forum, which has

become an innovative platform to exchange views

on global and regional issues and provide solutions

to key foreign policy issues.

Türkiye is geographically located in a region

characterised by active and frozen conflicts as

well as potential international disputes. In this

vein, it plays a pioneering role globally in raising

awareness and building capacity for mediation.

Just to name a few of our mediation efforts

so far, we supported the peace process in the

South Philippines; we assisted discussions

between Somali and Somaliland; we engaged in

trust-building efforts between Sudan and South

Sudan through joint economic projects; we

established trilateral consultation mechanisms

between Bosnia and Herzegovina-Croatia-Türkiye

and Bosnia and Herzegovina-Serbia-Türkiye; and

most recently we have been playing an important

role in supporting dialogue between Ukraine

and the Russian Federation. The first and second

rounds of the Türkiye-Russian Federation-Ukraine

Trilateral Meetings took place on 16 May and 2

June respectively, in Istanbul.

An important lesson that Türkiye has learned

from these efforts is that every conflict has its

own dynamics and unique circumstances. Therefore,

mediation efforts must adopt a tailored

approach to the specific needs of each situation,

avoiding a “one-size-fits-all” strategy. However,

successful mediation requires the explicit consent

of all parties, a thorough understanding of the

conflict’s dynamics, inclusivity and impartiality

throughout the process, and a long-term commitment

to achieving a lasting solution.

41

Issue

N 388


CAR SPECIAL

AUDI

A New Benchmark

in Electric Mobility

42

On a brisk spring morning, H.E. Zenon Henryk Kosiniak-Kamysz, the Polish

Ambassador, took part in an exclusive test drive of the Audi Q6 e-tron in front

of the Polish Embassy. The event highlighted not only the vehicle’s cutting-edge

technology and performance but also its ability to cater to Kosiniak-Kamysz’s

dual role as a diplomat and an avid bird photographer.

K

osiniak-Kamysz, whose photography

often requires travel to remote

locations, emphasized how the Audi

Q6 e-tron, Audi’s first vehicle based on

the Premium Platform Electric (PPE),

fits perfectly into both his professional

responsibilities and personal passion

for nature photography. “When you

drive to the middle of nowhere to

catch the perfect shot of a rare bird,

you need a car that’s as adaptable and

reliable as you are. The Q6 e-tron offers

that and more,” said Kosiniak-Kamysz

as he prepared to take the electric SUV

for a spin.

The Audi Q6 e-tron is a fully electric

SUV that sets a new standard in

Audi’s move toward sustainable and

high-performance electric vehicles.

Built on the Premium Platform Electric

(PPE), this model combines impressive

driving performance with class-leading

efficiency and range. With a total

length of 4,771 millimeters, a width

of 1,965 millimeters, and a height of

1,648 millimeters, the Q6 e-tron offers

a spacious and comfortable interior,

perfectly balancing sleek design with

practicality.

Kosiniak-Kamysz, who spends much

of his time traveling between meetings,

found the Audi Q6 e-tron’s interior particularly

accommodating. “As a diplomat,

I value comfort during long drives,

but as a photographer, I need space for

my gear,” he said, noting the 2,899 mm

wheelbase which ensures ample legroom

for passengers, especially in the

rear seats. “The Q6 e-tron offers space,

comfort, and flexibility that few other

vehicles in this category can match.”

Key Features and

Technical Details

1. PERFORMANCE AND POWER

The Audi Q6 e-tron comes with a

range of powerful electric motors.

The Q6 e-tron quattro variant features

two motors for all-wheel drive,

generating substantial torque for

impressive acceleration. With a 100

kWh lithium-ion battery, the Q6 e-tron

can achieve a range of up to 625 kilometers,

depending on the variant and

driving conditions. This is an excellent

feature for Kosiniak-Kamysz, who often

travels long distances for both official

duties and personal photography

excursions.

“I was really impressed by the

acceleration and the smoothness of

the drive,” Kosiniak-Kamysz remarked.

“Whether I’m driving in the city or

on long trips to remote locations,

the power of this electric SUV is just

incredible.”

The modern interior of Audi Q6 e-tron

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


image/s by Diplomatic SOCIETY/Pobashnig

Zenon Kosiniak-Kamysz with

Georg Endl

2. CHARGING AND

EFFICIENCY

One of the standout features

of the Audi Q6 e-tron is its

800-volt charging architecture,

which allows for

ultra-fast charging times. The

car can recharge up to 255

kilometers in just 10 minutes

using a high-performance

charger (HPC). Even more

impressive, it can charge

from 10% to 80% in just 21 minutes.

“The charging speed is something

that really stands out to me,” said

Kosiniak-Kamysz. “As a photographer, I

often find myself on the road for hours

at a time. Having a car that charges

quickly means I can stay on the move

without unnecessary stops.”

“As a diplomat, I value

comfort during long

drives, but as a photographer,

I need space

for my gear.”

3. INTERIOR DESIGN AND SPACE

Inside, the Audi Q6 e-tron showcases

a new design philosophy that

emphasizes both luxury and usability.

The cabin is high-tech, with a dual

touchscreen MMI system that controls

everything from navigation to climate

control, all housed within a clean,

modern layout. The spacious interior

can comfortably accommodate five

passengers, with plenty of room for

luggage or, in Kosiniak-Kamysz’s case,

camera equipment.

“The interior of the Q6 e-tron is

everything you’d expect from an Audi—

sleek, modern, and practical,” Kosiniak-Kamysz

commented as he settled

into the comfortable driver’s seat.

“There’s plenty of room for my camera

gear and everything I need for a day

of shooting.”

4. DRIVING DYNAMICS AND

SUSPENSION

The Audi Q6 e-tron also features an

adaptive suspension system, available

as an option, which makes it suitable

for both city driving and the more

challenging roads often required for

Kosiniak-Kamysz’s photography trips.

The electronically controlled air suspension

offers a smooth ride, even

when tackling uneven terrain, a feature

Kosiniak-Kamysz found indispensable

for his birding adventures.

“The ride quality is outstanding,

even on uneven or gravel roads. For

someone like me who needs to go off

the beaten path, the adaptive suspension

makes all the difference,” he said,

appreciating the car’s stability.

5. SAFETY AND DRIVER ASSIS-

TANCE SYSTEMS

The Audi Q6 e-tron is equipped with

the latest driver-assistance technologies,

including adaptive cruise control,

lane-keeping assist, traffic sign recognition,

and automatic emergency

braking. These features provide added

security and convenience, especially

on long trips or when navigating unfamiliar

roads during Kosiniak-Kamysz’s

photographic outings.

“The technology in this car is both

intuitive and incredibly useful,” Kosiniak-Kamysz

noted. “It gives me peace

of mind when I’m driving through unfamiliar

or rural areas, especially when

I’m focusing on spotting wildlife.”

A Perfect Fit for Professional

and Personal Life

For Zenon Henryk Kosiniak-

Kamysz, the Audi Q6 e-tron is the ideal

vehicle to balance his busy career

with his passion for bird photography.

Whether it’s driving to a diplomatic

meeting or heading into the Austrian

Alps for a photography session, the

Q6 e-tron provides the performance,

comfort, and technology needed for

both scenarios.

“This car is a true all-rounder,”

Kosiniak-Kamysz said. “It combines

the luxury and performance I need for

my work with the practical features

required for my personal interests. The

Q6 e-tron is not only a fantastic car for

everyday use—it’s also perfect for the

more adventurous side of my life.”

Conclusion

Zenon Henryk Kosiniak-Kamysz’s test

drive of the Audi Q6 e-tron showcased

not just the vehicle’s advanced

electric capabilities, but also its

perfect fit for a life that blends

diplomacy and adventure. With its

powerful electric motors, impressive

range, fast charging capabilities, and

spacious interior, the Q6 e-tron offers

everything Kosiniak-Kamysz needs for

both work and play.

The Audi Q6 e-tron is the ultimate

example of Audi’s commitment to

innovation, luxury, and sustainability.

For Kosiniak-Kamysz, it’s a car

that provides not only cutting-edge

technology but also the versatility

and comfort that make his daily life

easier—whether he’s heading to a

diplomatic event or searching for the

perfect bird photograph. With the Q6

e-tron, Audi has once again delivered

a vehicle that embodies advantage

through technology, taking electric

mobility to new heights.

Contact

Georg Endl, M.A. M.B.A.

Brand Manager Audi & Diplomatic Sales

Porsche Inter Auto GmbH & Co KG

Verbund Porsche Wien

Hirschstettner Straße 38

1220 Vienna

T: +43 505 91116 240

E: georg.endl@porsche.co.at

porschewien.at

AMBASSADORS

AUDI TEST DRIVE

43

Issue

N 388


Malay

Land der Kontraste

44

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


FOKUS

MALAYSIA

sia

In

Malaysia stehen sich lebendige Städte

und idyllische Natur gegenüber. Als

Schmelztiegel unterschiedlichster Kulturen

ist es ein Ort voller spannender Facetten,

der keine Reisewünsche offen lässt.

45

Issue

N 388


FOKUS MALAYSIA

LÄNDERPORTRÄT

46

Geschichte

In den Niah-Höhlen auf der Insel Borneo,

die seit 2024 zum UNESCO Weltkulturerbe

zählen, lebten schon vor

rund 40.000 Jahren Menschen. Schon

früh diente die Halbinsel Malaysia als

Tor nach Südostasien bzw. in den pazifischen

Raum, indische Händler kamen

in die Region und verbreiteten Schrift

und Religionen wie den Buddhismus.

Die Geschichte des Staates Malaysia

geht schließlich auf das Jahr 1401

zurück, in dem das erste malaiische

Königreich von Malakka entstand. Als

wichtige strategische Schnittstelle

erlangte es schnell große Bedeutung

und wurde zu einem wichtigen Handelszentrum,

insbesondere in Südostasien.

Ab dem 14./15. Jahrhundert

brachten Händler den Islam auf die

malaiische Halbinsel, Buddhismus und

Hinduismus wurden weitestgehend

zurückgedrängt.

1511 eroberten die Portugiesen

Malakka, 1641

die Niederländer.

1786 erwarben

schließlich die

Briten die Insel

Penang und vertrieben

einige

Jahre später die

Niederländer.

Malaysia wurde

zunächst eine

britische Kolonie,

1867 als Teil der

„Straits Settlements“

(Penang, Singapur und

Malakka) britische Kronkolonie. In

den 1920er und 1930er Jahren organisierte

sich vermehrt Widerstand gegen

die Kolonialisierung in der Bevölkerung,

zum Beispiel in Form der Vereinigung

Kesatuan Melayu Muda (KMM), der ersten

politischen Partei Malaysias. Zwischen

1941 und 1945 besetzten japanische

Truppen Malaysia. Mit dem Ende

des 2. Weltkrieges wurde die britische

Kolonialherrschaft wiederhergestellt.

Dagegen organisierte sich jedoch ab

1946 abermals Widerstand.

1957 erlangte Malaysia schließlich

die Unabhängigkeit von den

Briten, war aber noch Teil des Commonwealth.

Die Föderation Malaysia,

bestehend aus Malaya, Singapur

(bis 1965), Sarawak und Nordborneo,

wurde schließlich 1963 gegründet.

Malaysia ist seither eine parlamentarische

Wahlmonarchie – in den verschiedenen

Regionen des Staates

herrschen Sultane, die alle fünf Jahre

einen König aus ihren Reihen wählen.

2024 wurde Sultan Ibrahim Iskandar

als nun 17. Monarch des Landes

inthronisiert.

Sehenswürdigkeiten

Malaysia kann man getrost als Land

voller Kontraste bezeichnen. Zum

einen besticht es durch atemberaubende

Natur mit tropischen Regenwäldern

und traumhaften Inseln, zum

anderen wartet es mit lebendigen

Großstädten auf. In der Hauptstadt

Kuala Lumpur dominieren die Petronas

Zwillingstürme die moderne

Skyline der Stadt, an deren Fuße sich

eine große Mall mit internationalen

Märkten und Geschäften befindet. Im

Szeneviertel Bukit Bintang reihen sich

Bars und Clubs aneinander, zudem lädt

eines der größten Einkaufszentren der

Welt – das Kaufhaus Berjaya Times

Square – zu ausgiebigen Shoppingtouren

ein. Vom 1995 eröffneten

Fernsehturm hat man eine

spektakuläre Aussicht

über die Stadt, am

Merdeka Square

wandert man

auf historischen

Spuren: dort

wurde 1957

erstmals die

Flagge Malaysias

gehisst,

besonders beeindruckt

dort auch

das Sultan Abdul

Gebäude, heute Sitz des

obersten Gerichtshofes.

Im KLCC Park kann man sich

wunderbar vom Sightseeing erholen –

mit Blick auf die Petronas Türme. Wer

genug vom geschäftigen Treiben der

Stadt hat, kann die nur etwa 15 Kilometer

von Kuala Lumpur entfernten

berühmten Batu Caves erkunden,

die mit Kalksteinformationen und

kunstvollen hinduistischen Tempeln

beeindrucken. An der malaysischen

Nordostküste erwarten BesucherInnen

einige der schönsten Tauch- und

Schnorchelplätze mit glasklarem

Wasser und bunten Korallenriffen.

Mystisch geht es in den nebligen

Gebirgsketten der Cameron Highlands

zu, wo sattgrüne Teeplantagen auf

dichte tropische Wälder treffen. Auf

der ganz im Norden gelegenen Insel

Langkawi empfiehlt es sich, durch

den Mangrovenwald zu wandern oder

an den zahlreichen Stränden zu entspannen

– in jedem Fall sehenswert

ist die Hängebrücke auf dem Mount

Mat Cincang, die auf 687 Metern über

dem Meeresspiegel eine großartige

Aussicht bietet. Im Westen überzeugt

die Insel Penang als Schmelztiegel der

Kulturen – hier leben Malaien, Chinesen

und Inder, deren Traditionen und

Lebensweisen sich in verschiedensten

Facetten der Insel bemerkbar und entdeckbar

machen. Im malaysischen Teil

von Borneo, der drittgrößten Insel der

Welt, kann man im Mulu Nationalpark

riesige Höhlen entdecken, im Bako

Nationalpark Nasenaffen beobachten

oder die Kultur der Iban in traditionellen

Langhäusern erkunden.

Kulinarik

In der malaysischen Küche vereinen sich

chinesische, indische und europäische

Einflüsse. Als Nationalgericht gilt Nasi

Lemak, das aus Kokosmilch, Reis, Sambal

(scharfe Soße), Erdnüssen, Ei und

Gurken besteht und gerne mit Rendang

(Fleisch, in Kokosmilch und Gewürzen

gekocht), serviert wird. Für Char Kway

Teow werden Reisnudeln in einer heißen

Pfanne mit Garnelen, Ei, Sojasprossen

und Sojasoße gebraten. Im ganzen Land

etwas unterschiedlich wird die würzige

und cremige Nudelsuppe Laksa zubereitet.

Ein weiterer Klassiker ist Mee

Goreng aus gebratenen Reisnudeln,

Gemüse, Fleisch oder Meeresfrüchten,

für das allseits beliebte Nasi Goreng

wird oft gebratener Reis mit Gemüse,

Ei und Huhn gemischt. Der indische

Einfluss manifestiert sich zum Beispiel

in Roti Canai – einem frittierten Fladenbrot,

welches in der Regel mit Curry

oder Dhal serviert wird.

In Kuala Lumpur sollte man unbedingt

abends die pulsierende Gastroszene

erkunden – dafür eignet sich vor

allem die Jalan Alor Straße, auf der ab

17 Uhr Stände aufgestellt werden, die

danach eine wahrhafte Parade an kulinarischen

Genüssen bereithalten. Bei

den Einheimischen besonders beliebt

sind lol-lok, Fleisch- oder Gemüsespieße,

die mit verschiedenen Dips

angeboten werden.

Für süße Gaumen eignen sich Cendol,

ein erfrischendes Dessert aus grünem

Reismehlgelee, Kokosnussmilch

und Palmsirup, Kuih Lapis, ein gedämpfter,

mehrschichtiger Kuchen, Putu Mayang

aus weichen Reismehlnudeln mit

süßem Palmzucker oder Ais Kacang,

ein gehobelter Eisgenuss, der bunt

belegt eine spannende Mischung aus

Texturen und Aromen ergibt. Nationalgetränk

ist Teh Tarik – „gezogener Tee“,

der mit süßer Kondensmilch vermischt

und zwischen zwei Tassen hin und her

gegossen wird, bis er schaumig ist.

Foto/s © pexels, unsplash, Foreign Ministry of Malaysia

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


Steckbrief

LÄNDERNAME

Malaysia

Nasi Biryani ist ein südostasiatischindisches

Gericht aus Reis und Fleisch

HAUPTSTADT

Kuala Lumpur

FLÄCHE

330.803 km²

EINWOHNER

ca. 35,13 Millionen

AMTSSPRACHE

Bahasa Malaysia (Malaiisch)

WÄHRUNG

Ringgit

NATIONALFEIERTAG

31. August

Das Sultan Abdul Samad Building zählt zu den

schönsten Gebäuden in Kuala Lumpur

STAATSOBERHAUPT

Seine Majestät Sultan

Ibrahim Iskandar

Die Cameron Highlands beeindrucken mit natürlicher

Schönheit und üppigem Grün

47

oben Auf einem der zahlreichen

Märkte Malaysias

links Die Murugan-Statue

am Eingang der Batu Caves

misst beeindruckende

42,7 Meter

links Die Batu Caves sind etwa

400 Millionen Jahre alt

unten Die malerische Insel Pulau Redang

unten Der Kek-Lok-Tempel

ist eine chinesisch-buddhistische

Kultstätte auf der

Insel Penang

Issue

N 388


INTERVIEW

FOCUS MALAYSIA

Inclusivity and

Sustainability

Diplomatic SOCIETY met with H.E. Ikram Bin Mohd Ibrahim to talk about the

Malaysia-Austria relations and the ASEAN chairmanship.

For around four years now you are representing

Malaysia as Ambassador to Austria—what were

the highlights and biggest achievements for you?

The Malaysia-Austria ties have been further

strengthened during my tenure (September

2021–July 2025), especially in conjunction with

the 60 th anniversary of our diplomatic relations in

2022. In terms of visits, four

Ministers, namely Home

Affairs, Science, Technology

and Innovation, Law and

Institutional Reform, and

Housing and Local Government

as well as our Deputy

Foreign Minister—came to

Vienna, while the Bilateral

48

Consultations mechanism,

established in 2023, had its

inaugural meeting in Putrajaya

in May 2024. Economic

H.E. Ikram Bin Mohd Ibrahim received Tanja

ties improved substantially,

Tauchhammer at the residence

where total trade with Austria

for the 2021-2024 period stood at €3.5 billion and

the Austrian investments in Malaysia amounted

to €3 billion.

As Permanent Representative to the International

Organisations, I have had the privilege of

serving as Governor in the IAEA BoG (2021/22),

Chair of the ASEAN Vienna Committee (January-June

2022), Chair of the Group of Asia and the

Pacific States (May-November 2023) as well as

Vice President of the 20 th Session of the UNIDO

General Conference (2023/25), 12 th Session of the

IACA Assembly of Parties (AoP) (2023/24) and 68 th

Regular Session of the IAEA General Conference

(2024/25).

As ASEAN Chair for 2025—how does Malaysia

plan to drive it forward and to address the challenges

it is facing?

Our Chairmanship’s

theme, “Inclusivity and

“Transnational threats

continue to demand

coordinated responses.

Bridging the economic

and development gaps

remain urgent.”

Sustainability”, reflects

the aspiration for a truly

shared progress, ensuring

that no one is left behind

and underscoring ASEAN’s

commitment to further

strengthening regional

peace, stability and prosperity

within an inclusive,

sustainable and future-oriented framework;

and anchored on three overarching priorities—

Strengthening ASEAN Centrality and Unity, Driving

Inclusive and Sustainable Development, and

Embedding Inclusivity and Sustainability across

the ASEAN Pillars. The ASEAN Community Vision

2045, adopted during the 46 th Summit in Kuala

Lumpur on 26 May 2025, sets the strategic direction,

including through the ASEAN Digital Economy

Framework and ASEAN Sustainable Investment

Guidelines.

ASEAN faces a complex set of challenges. Geopolitically,

the South China Sea uncertainties and

the situation in Myanmar affect regional unity

and progress. Transnational threats continue to

demand coordinated responses. Bridging the economic

and development gaps remain urgent. The

global geo-economic circumstances have added

to existing pressures. We seek to address these

challenges by enhancing cooperation, promoting

a rules-based regional order and championing

inclusive multilateralism through presenting a

united, constructive regional front.

In April and after 12 years, Chinese President Xi

visited Malaysia—how important are your country’s

relations with China, which other countries

are Malaysia’s key partners, and where do Austria

and the EU rank?

In 1974, Malaysia became the first ASEAN Member

State to establish diplomatic relations with China,

a historic move and precedent-setting for other

Southeast Asian nations. Today, our five-decade

ties encompass extensive cooperation. China

has been Malaysia’s largest trading partner for

16 consecutive years and one of the largest foreign

investors. Capacity-building cooperation

has grown rapidly. President Xi’s visit has further

strengthened these ties, evidently through 31 MoU

on economic, scientific and

technological, and infrastructure

cooperation—reaffirming

both countries’ commitment

to building a prosperous

community.

Malaysia’s long-standing

relations and comprehensive

partnership with the EU and

its Member States are indispensable.

Malaysia remains

a key EU strategic economic

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


FOCUS MALAYSIA

INTERVIEW

H.E. Ikram Bin Mohd Ibrahim

image/s Diplomatic SOCIETY/Pboaschnig

partner in SEA, with the bloc ranking as our fourth

largest trading partner (€46.4 billion or 7.6% of

our total trade) while Malaysia was the EU’s third

largest trading partner within ASEAN. In 2023, the

stock of EU FDI in Malaysia was €31.9 billion (second

largest foreign investor) and the stock of our

investment in the EU was €15.4 billion. In capitalizing

on untapped potential, the Malaysia-EU FTA

negotiations (launched in 2010 but paused in 2012)

have resumed in June 2025. The EU supports

Malaysia and the ASEAN Member States through

cooperation in various areas. The ASEAN-EU relations

are robust, with the EU being our Dialogue

Partner since 1977, third largest trading partner

and foreign investor, and provider of substantial

foreign direct assistance.

Malaysia-Austria ties have a long history even

prior to our independence, with earlier links

established in the 19 th century, and they have

grown steadily. Over the past decade (2015-2024),

economic ties have expanded significantly, with

a total trade amounted to €6.4 billion, while the

total investment by more than 50 Austrian companies

in Malaysia was approximately €7 billion.

Your country practices a unique rotational form of

monarchy. How does it work?

The Constitutional Monarchy system, established

upon the then-Federation of Malaya’s independence

on 31 August 1957, prescribes a unique elective

monarchy arrangement. The nine hereditary

Malay Rulers elect the Yang di-Pertuan Agong

(King) from among themselves, rotating the federal

throne every five years premised on the power-sharing

principle among the royal families—

thus, integrating traditional monarchy within a

modern parliamentary democracy. The Malays Rulers

may also dismiss an incumbent monarch. The

monarch’s role is largely ceremonial and symbolic,

with most executive powers vested in the elected

Government. However, the Yang di-Pertuan Agong

retained discretionary powers, such as appointing

the PM and withholding Parliamentary dissolution,

and serves as the Supreme Commander of the

Armed Forces. The system’s advantages include

preserving national unity, ensuring political stability,

exercising discretionary checks and balances,

and preserving Islam and the culture and cultural

practices of its people. For almost seven decades

and with seventeen Yang di-Pertuan Agong

to-date, this unique system is a successful blend

of tradition and modern governance, helping to

maintain a balanced and inclusive political structure

while respecting its rich cultural heritage. The

incumbent Yang di-Pertuan Agong XVII is H.M. Sultan

Ibrahim from the State of Johor.

Last but not least, as the Malaysian tourism

industry is growing, can you give us your personal

recommendations for a trip to your country?

Malaysia has stunning natural beauty, rich cultural

heritage and vibrant cities. Planning a trip,

especially in 2026, is a fantastic idea in conjunction

with the “Visit Malaysia 2026” campaign that

highlights our unique blend of cultures, landscapes

and experiences, and a family-friendly and

eco-conscious travel destination. In terms of the

best time to visit, Malaysia’s diverse geography

means that weather patterns vary by region—the

west coast of Peninsular Malaysia (including Kuala

Lumpur, Langkawi and Penang) is best visited

between March and October, while the ideal window

for the east coast is March to September, and

April to October for northern Borneo (Sabah and

Sarawak). Start your journey in vibrant Kuala Lumpur,

where skyscrapers coexist with cultural heritage.

Head to Langkawi, a tropical island paradise;

Penang, our cultural and culinary capital; Cameron

Highlands, a serene hill station; and Melaka, a historical

gem. In Sabah and Sarawak, nature and

adventure take centre stage—climb Mount Kinabalu,

dive into the Sipadan coral reefs, observe

orangutans up close at Sepilok, and trek through

untouched rainforests in Danum and Bako.

49

Issue

N 388


FOKUS

MALAYSIA

„Inklusiv und nachhaltig“:

Malaysia’s ASEAN Vorsitz

50

Im Jahr des 10. Geburtstages der formellen Gründung der ASEAN Gemeinschaft

hat Malaysia den rotierenden Vorsitz der regionalen Organisation inne. Mit dem

übergeordneten Motto „Inclusivity and Sustainability“ will der Inselstaat „gemeinsamen

Fortschritt“ in der Region forcieren. VON SARAH HEFTBERGER

D

er malaysische Premierminister

Anwar Ibrahim legte beim ASEAN-

Gipfel im Oktober 2024 in Vientiane

in Laos – das im Vorjahr den Vorsitz

innehatte – die Prioritäten der ASEAN-

Chairmanship seines Landes genauer

dar: Ausbau der Handels- und Investitionsbeziehungen,

die Förderung

der digitalen Transformation in

der Region, die Stärkung der

wirtschaftlichen Grundlagen

der Mitgliedsstaaten sowie

die Restrukturierung und

Neuausrichtung der Volkswirtschaften

und die gleichzeitige

Nutzung der Stärken

eben dieser. Mit Maßnahmen

in diesen Bereichen sollen –

dem Motto folgend – Inklusivität und

Nachhaltigkeit in allen Mitgliedsstaaten

gefördert werden.

ASEAN & die EU

Der Verband von zehn, bald elf, südostasiatischen

Nationen – Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos,

Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand

und Viet Nam – gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Mit einer Gesamtbevölkerung von über 680 Millionen

Menschen und einem jährlichen Wirtschaftswachstum

von rund 5 Prozent ist die Region bereits

die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt. Bis

2030 will ASEAN sogar den vierten Rang belegen.

Hinsichtlich der Beziehungen zwischen ASEAN und

der EU gibt es in jedem Fall Entwicklungspotenzial.

2020 wurde die langjährige Dialogpartnerschaft

zwischen ASEAN und EU zwar zu einer strategischen

Partnerschaft aufgewertet, bis heute hat die

EU aber nur mit zwei Staaten der Region – Singapur

und Vietnam – ein Freihandelsabkommen abgeschlossen.

Die Verhandlungen mit Malaysia, die

ursprünglich im Oktober 2010 begonnen hatten,

2012 aber unterbrochen wurden, laufen seit Beginn

dieses Jahres wieder. Eine intensivere Zusammenarbeit

wäre sowohl aus wirtschaftlicher als auch

aus sicherheitspolitischer Perspektive sinnvoll.

Außerdem im Fokus des Vorsitzes

steht die Lage in Myanmar. Erst im

Mai – im Rahmen des ersten ASEAN-

GCC-China Gipfels – bekräftigten

die Staats- und Regierungschefs der

ASEAN Mitgliedsstaaten ihre Unterstützung

bei der Suche nach einer

friedlichen Lösung für das vom

Bürgerkrieg gebeutelte Land.

In der ersten Hälfte des

Vorsitzes Malaysia’s wurde

speziell auch der internationale

Handel – nicht zuletzt

aufgrund der Androhung von

teils horrenden Strafzöllen von

US-Präsident Donald Trump

im April 2025, die besonders

südostasiatische Staaten trafen

– forciert. Die Wichtigkeit eines „offenen

Handels“ betonte auch der malaysische

Premier im Rahmen des 22.

„Asia Security Summit – The

Shangri-La Dialogue“ abermals:

„Wo der Handel floriert,

entsteht Stabilität. Schwankt

er, haben die Folgen weit über

die Region hinaus Auswirkungen“.

Und weiter:

„Wir bekräftigen das Engagement

der ASEAN für ein

offenes, berechenbares und

regelbasiertes Handelssystem,

nicht weil es zweckmäßig

ist, sondern weil es unerlässlich

ist. Südostasien ist kein

Neuland der Globalisierung.“

Damit verwies er auf die historische

Bedeutung der Region

als Knotenpunkt für internationalen

Handel.

Als Antwort auf die angekündigten

Zölle, die Trump

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY

zunächst für 90 Tage aussetzte,

hatte die Organisation außerdem die

„ASEAN Geoeconomics Task Force“

eingerichtet, um die Reaktion auf die

US-Maßnahmen zu koordinieren und

„Entschlossenheit und Vertrauen zu

demonstrieren“. Ende Mai fand außerdem

der „ASEAN-GCC-China Summit“

statt, im Rahmen dessen sich

zum allerersten Mal die Staats- und

Regierungschefs von ASEAN, dem Golf-

Kooperationsrat (GCC) und China zu

einem trilateralen Gipfel trafen um eine

engere wirtschaftliche Zusammenarbeit

zu besprechen.

Gemeinsame Vision bis 2045

& ein neues Mitglied

Ebenfalls im Mai wurde in der malaysischen

Hauptstadt Kuala Lumpur im

Rahmen des 46. ASEAN Gipfels die

„ASEAN-Gemeinschaftsvision 2045“

verabschiedet, die einen Orientierungsrahmen

für die Planung und Entwicklung

von ASEAN in den nächsten

20 Jahren bieten wird. Ein weiterer

Höhepunkt war die Unterzeichnung der

Kuala-Lumpur-Erklärung zu „ASEAN

2045: Unsere gemeinsame Zukunft“.

Außerdem wurde die Aufnahme Timor-

Leste’s zur ASEAN-Gemeinschaft

beschlossen, die im Rahmen des

nächsten Gipfels im Oktober offiziell

vollzogen werden soll.

„Diese Meilensteine“, so Ibrahim

beim 46. ASEAN Summit, „vermitteln

ASEAN neuen Optimismus und Zuversicht,

unterstrichen durch eine bemerkenswerte

Widerstandsfähigkeit vor

dem Hintergrund zunehmend komplexer

und ernüchternder globaler Entwicklungen

(…)“.

Foto/s © Ministry Foreign Affairs, Malaysia


PAYER BEGRÜSST HOCHRANGIGEN BESUCH AM

HAUPTSITZ IN DER STEIERMARK

Die PAYER Group hatte die besondere Ehre,

erneut den malaysischen Botschafter in

Wien, S.E. En. Ikram Bin Mohammad Ibrahim,

am Unternehmenshauptsitz in St. Bartholomä

willkommen zu heißen. Begleitet

wurde er von Vertreterinnen und Vertretern

der malaysischen Investitionsförderungsagentur

MIDA sowie der malaysischen Außenhandelsorganisation

MATRADE. Besonders

erfreulich war auch die Anwesenheit

des Eigentümers von PAYER aus Malaysien,

Herrn SL Hui, der persönlich an dem Besuch

teilnahm.

Im Mittelpunkt des hochrangigen Treffens

standen der persönliche Austausch, Gespräche

über wirtschaftliche Kooperationsmöglichkeiten

sowie ein Update zur strategischen

Entwicklung der PAYER Group.

Nach der offiziellen Begrüßung und einer

Unternehmenspräsentation durch CEO Michael

Viet folgte ein Rundgang durch die

Produktions- und Entwicklungsbereiche,

fachkundig begleitet von Harald Riedlhuber,

Mitglied des Top-Managements. Die

Delegation zeigte großes Interesse an den

technologischen Kompetenzen und dem

stetigen Innovationsfortschritt bei PAYER.

(v.l.n.r.: S.E. En. Ikram Bin Mohammad Ibrahim, SL Hui, Michael Viet)

Zukunft gemeinsam gestalten

Der Besuch des malaysischen Botschafters

bestätigt einmal mehr die Bedeutung von

Austausch und Kooperation – insbesondere

in einem dynamischen Umfeld wie der

Medizintechnik. PAYER sieht es als klare

Verpflichtung, diese Dialoge zu fördern und

aktiv zur Weiterentwicklung der Branche

beizutragen.

Einblicke in das Unternehmen

PAYER wurde 1946 in Österreich gegründet

und zählt heute weltweit führende Marken

zu ihren Kunden. Mit über 75 Jahren Erfahrung

hat sich PAYER auf die Entwicklung und

Produktion von Produkten in den Bereichen

Medical und Consumer Goods spezialisiert.

Der Hauptsitz in St. Bartholomä fungiert als

Technologie- und Innovationszentrum. Darüber

hinaus verfügt PAYER über Fertigungsstandorte

in Ungarn, China und Malaysia,

um den internationalen Kundenstamm effizient

zu betreuen.


FOKUS

MALAYSIA

Silat – wo Kampfkunst

auf Spiritualität trifft

52

Das raue Leben im südostasiatischen Dschungel ließ bereits im 4. Jahrhundert, zur

Zeit des Königreiches Langkasuka, eine Kampfsportart entstehen, die gegenwärtig

zu den ältesten existierenden Kampfkünsten der Welt zählt. Auch in Österreich

gibt es Silat-Schulen, an denen das „kunstvolle Kämpfen“ gelehrt wird.

VON SARAH HEFTBERGER

S

ilat, auch Pencak Silat genannt,

wird heute von Millionen Menschen,

besonders in Südostasien, praktiziert.

Ihre Wurzeln liegen im malaiischen

Archipel, wo sie aus der Notwendigkeit

heraus entstand, sich gegen Menschen

und Tiere effizient zu verteidigen. Daraus

ergaben sich über die Jahrhunderte

ein umfangreiches Repertoire an

Schlag-, Tritt- und Griff- sowie zahlreiche

Anwendungstechniken unterschiedlichster

Waffen. Inspiration dafür

erhielt man von der einheimischen Tier-

Der Pencak Silat Club "Bongsu Silat" bildet seit 2020 junge Silat Kämpfer aus

und Pflanzenwelt, deren Imitierung im

Zuge der Entwicklung von Silat stetig

perfektioniert wurde.

Alleine in Malaysia gibt es gegenwärtig

mehr als 150 verschiedene

Silat-Stile, beinahe jedes Dorf hat

eigene Techniken und Besonderheiten.

Mit der Gründung von nationalen

Pencak Silat-Organisationen wie

der PESAKA in Malaysia oder der IPSI

in Indonesien und der Etablierung

des Weltverbandes PERSILAT verbreitete

sich die Sportart in den letzten

Jahrzehnten auch außerhalb der

Ursprungsländer.

Ein österreichischer

Silat-Meister

Auch in Österreich – wenn auch noch

selten – wird die südostasiatische

Kampfkunst praktiziert, so zum Beispiel

von Boris Grkinic-Lee, der in

Wien seit 2020 den Pencak Silat Club

„Bongsu Silat“ betreibt und zu den

erfolgreichsten Pencak Silat-Athleten

Österreichs zählt. Seit über 20 Jahren

übt er die Kampfkunst bereits aus.

„Eigentlich war es Zufall, ich wollte

Kampfsport machen und habe mir in

einer Kampfsportschule Karate angesehen.

Dort gab es aber auch Silat,

das mich sofort fasziniert hat. Ein Jahr

später war ich schon in Malaysia und

habe dort trainiert und kurz später das

erste Turnier gewonnen“, erinnert sich

Grkinic-Lee im Diplomatic SOCIETY

Interview. Was Silat besonders macht?

„Dass im Wettkampfsport Schläge

und Tritte im Vollkontakt erlaubt sind,

Kopftreffer sind aber tabu. Darü­

Foto/s © Carmen Trappenberg Fotografie

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


Bongsu Silat

FOKUS

MALAYSIA

SILAT PANTHER

Kinder (6–10 Jahre)

Di & Do 16:30–17:20, Sa 10:00–10:50

SILAT TIGER

Jugendliche (11–14 Jahre)

Di & Do 17:30–18:20, Sa 11:00–12:00

SILAT NAGA

Erwachsene (ab 15 Jahren)

Di & Do 18:30–19:45, Sa 11:00–12:00

SILAT FIGHT TEAM TRAINING

Fr 17:00–18:00 | Für Fortgeschrittene

OFFICE@BONGSU-SILAT.AT

KAMPFSPORTCENTER TOSAN

TABORSTRASSE 38

1020 WIEN

bongsu-silat.at

ber hinaus ist Silat eine umfassende

Kampfkunst, die eine faszinierende

Ästhetik und in ihren Bewegungen

jahrhundertelanges Wissen und Tradition

transportiert.“ Auch deshalb wurde

das malaysische Silat 2019 von der

UNESCO zum immateriellen

Weltkulturerbe erklärt. Neben

der sportlichen Komponente

spielt vor allem die Philosophie,

auf der Silat basiert,

eine zentrale Rolle für Silat-

Kämpferinnen und Kämpfer.

Diese fußt auf vier wesentlichen

Elementen: Selbstverteidigung

(„Beladiri“), sportlicher

Wettkampf („Olahraga“),

kunstvolle Bewegungen

(„Seni“) und Spiritualität oder

innere Kraft („Olah Batin“). „Mit dem

Wissen um diese vier Elemente lässt

sich jedes Silat Training gut einordnen“,

erklärt Grkinic-Lee.

Mit Malaysia – wo Silat tief in der

Identität des Landes verwurzelt ist –

hat der zweifache Vater jedenfalls eine

besondere Verbindung. In seiner Studienzeit

reiste er oft in den Inselstaat,

mit seinem Meister bzw. „Cikgu“ Halim,

der in Kuala Lumpur lebt, steht er bis

heute in regem Austausch, lässt ihn

„Alleine in Malaysia gibt es

gegenwärtig mehr als 150

verschiedene Silat-Stile,

beinahe jedes Dorf

hat eigene Techniken und

Besonderheiten.“

bei jeder Gürtelprüfung seiner Schule

live über Zoom zuschalten. „Auch mit

der Kultur Malaysias setze ich mich

intensiv auseinander. Silat erlaubt mir

einen ganz besonderen Zugang zum

Land“, betont er zudem. Der Stil, der

in seinem Club „Bongsu Silat“ trainiert

wird – Gayung Fatani – stammt ebenfalls

aus Malaysia. Auch einen seiner

größten sportlichen Erfolge feierte er in

Malaysia, wo er 2012 an der Silat-Weltmeisterschaft

in Kuala Lumpur teilnahm.

„Die WM war eine einzigartige

Erfahrung. Auf den 3.

Platz dort bin ich sehr stolz“.

Noch bedeutender für den

Schwarzgurt sind aber seine

zwei Siege bei den Belgium

Open, einst Europas größtes

und stärkstes Pencak Silat

Turnier. Nun widmet sich der

Akademiker und mehrfache

österreichische Meister aber

dem Nachwuchs: „Meine Mission

ist es, möglichst vielen

Menschen in Österreich die Schönheit

und die großen Vorteile von Pencak

Silat als Kampfkunst und Sport zu vermitteln.

Und jenen, die an Wettkämpfen

teilnehmen wollen, die bestmögliche

Vorbereitung dafür zu bieten.“

53


FOKUS

MALAYSIA

Eine malaysischöster

reichische

Freundschaft

Auf den Spuren malaysisch-österreichischer Ver bin -

dungslinien kommt man an einem österreichischamerikanischen

Bildhauer nicht vorbei. In den 1960er

Jahren entwarf der 1907 in Wien geborene Felix

George Weihs de Weldon nämlich „Tugu Negara“, das

Nationaldenkmal Malaysias.

54

I

nmitten des Perdana Botanical Gardens

von Kuala Lumpur, unweit des

malaysischen Parlaments, erinnert die

fünfzehn Meter hohe Bronzeskulptur

heute an die über 11.000 gefallenen

Soldaten, die ihr Leben in beiden

Weltkriegen und später während der

„Malayan Emergency“ im Kampf für die

Unabhängigkeit des Landes ließen.

Die Idee zum Denkmal stammte

vom ersten Premierminister und

„Vater der Unabhängigkeit“ Malaysias,

Tunku Abdul Rahman. Er hatte im

Felix George Weihs de Weldon mit Präsident Harry S.

Truman vor seiner Büste

Rahmen seines USA-Besuches 1960

das von Felix George Weihs de Weldon

entworfene Marine Corps War Memorial

in Virginia, auch als „Iwo Jima

Memorial“ bekannt, gesehen, welches

ihn beeindruckte und zugleich inspirierte,

ein ähnliches Denkmal für die

gefallenen malaysischen Soldaten

errichten zu lassen. Noch in den USA

veranlasste Abdul Rahman ein Treffen

mit dem in den 1930er Jahren in die

USA emigrierten Bildhauer, der schon

bald zustimmte, das Tugu Negara zu

entwerfen. Gleichzeitig war diese

Begegnung der Anfang einer langen

Freundschaft zwischen Abdul

Rahman und de Weldon.

De Weldon:

Ein Austro-Amerikaner

De Weldon hatte sich schon lange

vor dem ersten Treffen mit dem

malaysischen Premier einen ausgezeichneten

Ruf als Bildhauer erarbeitet.

Seine künstlerische Ausbildung

erhielt er an der Akademie der bildenden

Künste in Wien, nach seinem Studium

eröffnete er ein Studio in London,

wo er mit seinen Werken schon bald

die Aufmerksamkeit des Königshauses

auf sich zog. Er wurde beauftragt, Büsten

der Könige George V, Edward VIII

und George VI anzufertigen.

Über Kanada – wo er eine Skulptur

des damaligen Premierministers

Mackenzie King herstellte – kam er

schließlich in die USA, 1937 ließ er sich

in New York nieder. Während des Zweiten

Weltkrieges trat er in die US Navy

ein, wo er weiter als Künstler arbeiten

konnte. 1945 wurde er schließlich US-

Amerikanischer Staatsbürger. Schon

bald machte ihn der US-Präsident

Harry Truman zum „Commissioner of

Fine Arts“. 1951 begann de Weldon mit

den Arbeiten an dem United States

Marine Corps War Memorial – einer

Replik der „Raising the Flag on Iwo

Jima“, einer der bekanntesten Kriegsfotografien

von Joe Rosenthal aus

dem Jahr 1945. Sie zeigt sechs Soldaten

beim Hissen einer US-Flagge

auf einem Berg während der Schlacht

um Iwojima. Das „Iwo Jima Memorial“,

das Präsident Dwight D. Eisenhower

1954 den gefallenen Soldaten widmete,

wurde zu einem der berühmtesten

Denkmäler der USA.

Die Entstehung des malaysischen

Nationaldenkmals

Noch 1960 skizzierte de Weldon das

malaysische Denkmal erstmals. Abdul

Rahman veranlasste im gleichen Jahr

einen Fototermin mit 24 Soldaten, um

de Weldon wichtige Referenzen für die

sieben angedachten Figuren zukommen

zu lassen. Im darauffolgenden

Jahr trafen sich die beiden in Rom um

das weitere Vorgehen und den Auftrag

mit einer in Rom ansässigen Bronzegießerei

zu besprechen. 1963 reiste der

austro-amerikanische Bildhauer nach

Kuala Lumpur, um die Fortschritte der

Bauarbeiten rund um das Denkmal

mitzuverfolgen. Drei Jahre später wurden

die sieben Soldaten schließlich

in Rom in Bronze gegossen und nach

Kuala Lumpur verschifft, wo sie im

Zentrum der Stadt, auf einem Emerald

Pearl Granitsockel, aufgebaut und zum

63. Geburtstag von Tunku Abdul Rahman

der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

„Das Nationaldenkmal ist weder

ein Grab noch ein Schrein. Es soll für

alle Zeiten an den Sieg der Kräfte des

Rechts und der Gerechtigkeit erinnern“,

betonte der Premierminister damals

bei der feierlichen Enthüllung. Und so

erinnert das Denkmal heute an die Soldaten,

die ihr Leben im Kampf für die

Unabhängigkeit ließen – und an eine

ganz besondere malaysisch-österreichische

Freundschaft.

Foto/s © pexels, US National Archives and Records Administration

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


Understanding Austria’s

Healthcare Maze:

Support for Expatriates

Dr. Bärbel Klepp, a medical expert with decades of experience in Austria’s public

and private health sectors, is helping expatriates and their families manage health

care difficulties through psychosocial case management. Diplomatic SOCIETY sat

down with her to better understand the key issues and solutions.

LIFE & STYLE

HEALTH

Why do so many expatriates struggle with

healthcare in Austria?

Austria has excellent healthcare, but its system is

fragmented. Outpatient care is funded by insurance

providers, while hospitals are financed by individual

federal states. If you work in Vienna but live in

Lower Austria, you may face mismatched services

and bureaucratic hurdles. For expatriates unfamiliar

with the system or language, this can quickly

become overwhelming.

companies or organizations. This ensures that

expatriates and their families receive the support

they need—especially in critical situations—

while companies benefit from more stability and

employee retention.

How is your service billed?

Transparency is very important to me. For case

management, I use an app to track the actual time

spent on each client. At the end of the month,

image/s by Mirian Mehlman

About Dr. Bärbel Klepp

With 30 years of experience across

Austrian research institutions, public

administration, and the pharmaceutical

industry, Dr. Klepp offers deep

insight into the healthcare system.

In 2022, she founded “Care for You”

to provide direct support to patients

who feel overwhelmed by illness,

offering both psychosocial counselling

and structured case management.

For more information or to

schedule a consultation:

Mobile +43 660 2154477

email klepp@care-for-you.at

How does this affect international

employees and their families?

Around 30–40% of expatriates

come with family. When illness

strikes, especially serious diagnoses,

the emotional and organizational

demands are enormous. Health literacy—understanding

medical information—often

drops in high-stress situations.

Add cultural differences and

German-language paperwork, and you

have a recipe for anxiety, confusion,

and potential burnout.

Is the Austrian system less welcoming

to foreigners?

Unfortunately, Austria regularly ranks

among the least friendly countries for

expats in international surveys. Austrians can be

reserved, and initial responses to inquiries often

sound discouraging—phrases

care-for-you.at

like “That’s not possible” or “That

doesn’t exist” are common. But

behind this, there is usually a solution;

it just takes persistence and

the right guidance.

What services do you offer through

your program “Care for You”?

I offer individual consultations in

English or German, focusing on

psychosocial support. Case management

means I accompany

patients through their healthcare

journey—planning, organizing, and

ensuring they receive appropriate

care. My services are available

to both private individuals and

“Case management

means I accompany

patients through

their healthcare

journey—planning,

organizing, and

ensuring they receive

appropriate care.”

Dr. Bärbel Klepp

clients receive a detailed time log listing what was

done and when. Billing is based on the time actually

used, calculated per commenced 15-minute

unit. Fees vary depending on whether the client is

an individual or a corporate customer.

Why should companies invest in these services?

If employees or their families feel unsupported

during a health crisis, they may cut short their

assignment. My services help prevent that by offering

clarity, emotional support, and professional

coordination in an unfamiliar system. This helps

organizations retain skilled staff and demonstrate

that they take employee well-being seriously.

How can expatriates or employers reach you?

I offer consultations in the Vienna area, either at a

private residence or at the workplace. Support is

available in both English and German, tailored to

each individual’s or organization’s needs.

55

Issue

N 388


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Wohltat für Geist und Körper. Er verbindet miteinander Vanille für

Nostalgie und Leidenschaft, Kokosnuss für Gelassenheit, Frangipani

für Ausstrahlung, Pfingstrose für mentale Steigerung und Ledermoschus

für Klarheit.

100ML / 199€ UVP — IGGYWOO.COM

High Shine Water Gloss von Lavera

Die Farbe Hot Cherry passt besonders gut zu sonnengebräunter Haut.

Kein Kleben, kein Verschmieren, dank der innovativen Formel, die für eine

federleichte Textur und absoluten Tragekomfort sorgt. Durch den unwiderstehlichen

Glanz erscheinen die Lippen unmittelbar nach dem Auftragen

voller. Natürliche Hyaluronsäure und hochwertige Öle wie Bio-Kokosöl und

Pfirsichkernöl sorgen für einen extra Pflege-Kick und schützen die zarte

Lippenhaut vor dem Austrocknen.

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Issue

N 388


„Wo man

das Leben

spürt“

58

Das burgenländische Bad Tatzmannsdorf hat sich ganz dem Wohlbefinden

verschrieben – als einziger Ort Österreichs, der über drei natürliche Heilquellen

verfügt, liegt die Gemeinde mit ihren rund 1700 EinwohnerInnen an der Quelle

heilender Kräfte – und lädt Gäste aus Nah und Fern ein, vom umfangreichen

Angebot zu profitieren.

S

chon im Jahr 1620 würdigte der

damalige evangelische Prädikant

Johannes Mühlberger im Zuge der Einweihung

eines Sauerbrunnens die Vorzüge

des heilkräftigen Wassers von Bad

Tatzmannsdorf, welches er in einem

Atemzug mit Jesus Christus als Quelle

des Heils pries. Seine Predigt, die ein

Jahr später in der „Regensburger Chronik“

abgedruckt wurde, gilt heute als

„Geburtsurkunde“ des Heilbades Bad

Tatzmannsdorf.

Über 400 Jahre später ist die

Gemeinde der größte Kurort und einer

der bedeutendsten Tourismusorte

des Burgenlandes.

Mit der Wohlfühlformel „Das Leben

spüren“ lädt Bad Tatzmannsdorf ein,

sich ganz seiner eigenen Gesundheit

und dem eigenen Wohlbefinden

hinzugeben. Besonders einfach wird

einem das im REDUCE Gesundheitsresort

Bad Tatzmannsdorf gemacht,

welches aus gleich drei Naturquellen

schöpft und ein umfangreiches Angebot

für seine Gäste bereithält. So kann

man zum Beispiel in Edelstahlwannen

in kohlensäurehaltigem Heilwasser

baden, sich das entzündungshemmende

Heilmoor, welches täglich im

Kurmittelhaus von REDUCE aufbereitet

wird, als kräftigende Packung

auftragen lassen oder im wärmenden

Mineral-Thermalwasser aus 896

Für Thermenliebhaber:

AVITA Resort –

Bad Tatzmannsdorf

2000 m² Thermalwasserbecken, ein Sauna Garten

Eden mit 16 Saunen, eine Poolbar und zahlreiche Spa

Behandlungen erwarten Gäste in der AVITA Therme

Burgenland bzw. im dazugehörigen AVITA Resort –

Entspannung pur ist hier garantiert!

avita.at

Metern Tiefe entspannen. Abkühlung

und gleichzeitig Schmerzlinderung

verschafft die Kryotherapie in der

Kältekammer bei -110 Grad. Einmal

überwunden, fühlt man sich danach

– zumindest kurzfristig – wie neugeboren.

Neben der Kryotherapie bietet

das neu eröffnete REDUCE BodyLAB

HRV-Messungen mit Cardioscan, eine

3D-Körperanalyse mit Bodygee und

eine individuelle Ernährungsberatung.

Nach oder zwischen den Behandlungen

lädt der gleich an das Gesundheitsresort

anschließende, weitläufige

Kurpark zu Spaziergängen oder Laufrunden

ein.

Die Landschaft des Süd -

burgenlandes erkunden

Für alle, die sich nach noch mehr

Bewegung sehnen, empfehlen sich die

zahlreichen idyllischen Wander- und

Radwege der Region, die durch die

sanft-hügelige Landschaft vorbei an

besonderen Sehenswürdigkeiten wie

zum Beispiel der Friedensburg Schlaining

oder der ehemaligen, im 18. Jahrhundert

gegründeten, Synagoge Stadtschlaining

führen.

Foto/s © Bad Tatzmannsdorf Tourismus/K. Schrotter/Christian Ippisch, REDUCE Gesundheitsresort, Reiters Supreme, AVITA

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LIFE & STYLE

REISE

Für Über»fahrer«

Ein unvergessliches Erlebnis für

Jung und Alt: Eine Ballonfahrt über

die sanften Hügel des Südburgenlandes

– inklusive anschließender tradi tioneller

Taufe, im Rahmen derer man in den

Adelsstand der Ballonfahrer erhoben wird.

bad.tatzmannsdorf.at/de/ballonfahrenin-bad-tatzmannsdorf.html

Wer die malerische Landschaft lieber

– oder zusätzlich – aus der Vogelperspektive

erkunden möchte, kann

– bei passenden Wetterbedingungen

– eine Heißluftballonfahrt buchen. In

den letzten Jahren hat sich Bad Tatzmannsdorf

zu einem der bekanntesten

Ballonorte des Burgenlands entwickelt,

das ganze Jahr über kann so quasi

schwebend das östlichste aller österreichischen

Bundesländer entdeckt

werden. Eine solche Ballonfahrt eignet

sich – auf Grund der fehlenden „stürzenden

Linien“ – übrigens auch für

Menschen mit Höhenangst.

Eine Reise in die südburgenländische

Vergangenheit kann man im,

vom REDUCE nur wenige Minuten

entfernten, Freilichtmuseum „DAZU­

MAL“ unternehmen, in dem Gebäude

aus dem 18. Jahrhundert die frühere

Lebens- und Arbeitsweise der BurgenländerInnen

erahnen und erspüren

lassen. Zwischen alten Obstbäumen

und Wiesen befindet sich dort

außerdem der Arkadenheurige,

in dem regionale Köstlichkeiten

und Slow-Food

in gemütlich traditionellem

Ambiente kredenzt werden.

Neben dem vielseitigen

Angebot Bad Tatzmannsdorfs

überzeugt vor allem auch die

traditionelle Gastlichkeit der

BurgenländerInnen, die einem

an jeder Ecke – sei es beim

Genießen einer der köstlichen

Mehlspeisen, beim Verkosten

des regionalen Uhudlers,

beim Schlemmen im Restaurant oder

einfach beim Aufeinandertreffen in

der Gemeinde – entgegenkommt. Das

Leben spürt man hier wirklich in all

seinen Facetten.

Für Anspruchsvolle:

Hotel Reiters Supreme

5-Sterne-Hotel mit exklusivsten Wellnessgenüssen

(Panorama-Sauna, Yin-Yang-Spa,

Kenshō Spa Bereich, Dampfbäder, Hammam,

exklusivem Ladies Spa,…), ausgezeichneter

Küche (4 Restaurants) und einer außergewöhnlichen

Aktivitätenvielfalt (Golfen, Reiten,

Sportbecken, Yoga…): hier

bleiben keine Wünsche offen!

supremehotel.at

59

Issue

N 388


LIFE & STYLE

REISE

Bastia:

Die Hafenstadt an der

Nordostküste Korsikas

besticht mit ihrer malerischen

Innenstadt, charmanten

EinwohnerInnen

und einem reichen kulturellen

Programm.

Verstecktes

Juwel

60

W

enn man durch die schmalen

Gässchen Bastias schlendert,

werden Erinnerungen an italienische

Mittelmeerstädtchen wach – das nicht

ohne Grund – denn der Ort wurde 1378

von den Genuesen gegründet. So leitet

sich auch der Name vom italienischen

Wort „bastiglia“ (Festung) ab, welche

die Stadt vor Angreifern schützen

sollte und nunmehr das Zuhause des

Musée de Bastia im Palace des Gouverneurs

ist. Hier finden sich Exponate

aus der Geschichte der Stadt und von

dessen Gartenterrasse „Jardins Suspendus“

hat man einen herrlichen Ausblick

auf das Mittelmeer.

Festival Creazione

Gleichzeitig ist der Palace des Gouverneurs

Schauplatz des jährlich stattfindenden

„Festival Creazione“, einem

Mode-und Designfestival unter dem

Motto „made in Corsica“ mit korsischen

wie BENOA, Cecile Casabianca, Casa

Prumessa und Lolita Gina, gefeiert. Für

die musikalische Untermalung sorgte

Star-DJ Yann Muller, als Schirmherrin

der Veranstaltung fungierte das korsische

Model Gaelle Pietri.

Dolce Vita auf korsisch

Bastia lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden,

als Ausgangspunkt empfiehlt sich

In seinem Zentrum befindet sich die

Statue des wohl berühmtesten Korsen,

Napoleon Bonaparte. Ebenfalls sehenswert

ist der Concept Store der traditionellen

Destillerie L.N. Mattei, der sich in

einem denkmalgeschützten Gebäude

befindet. Unbedingt sollte man hier

den beliebten korsischen Aperitif auf

Basis von Chinin, Wein und Cedrat, Cap

Corse, probieren. Bei Mattei findet man

außerdem eine große Auswahl

weiterer Inselprodukte wie

etwa Weine aus dem Anbaugebiet

Vin de Corse, traditionelle

Wurstwaren, Bauernkäse, Olivenöl,

Honig und Kuchen.

Die Hafentstadt Bastia ist ein beliebter Anlegeplatz für Fähren und Kreuzfahrtschiffe

Mode- und SchmuckdesignerInnen,

MusikerInnen und HerstellerInnen

lokaler Produkte wie der Kosmetika von

Ambre des Dunes, welches dieses Jahr

sein zehnjähriges Jubiläum hatte. Drei

Tage lang wurde im Museum und auf

dem Platz davor eine rauschende Feier

mit Modeschauen von DesignerInnen

dabei der Place Saint Nicolas, ein weitläufiger

Platz der von alten Platanen,

Palmen und unzähligen kleinen Cafés

gesäumt wird. Dieser wurde im 19.

Jahrhundert erbaut und gilt als einer

der größten Plätze Frankreichs. Von hier

aus kann man den Fähren und Kreuzfahrtschiffen

beim Einlaufen zusehen.

Terra Vecchia

Vom Place Saint Nicolas

gelangt man in südlicher Richtung

über die Rue Napoleon

zur Altstadt Terra Vecchia,

die BesucherInnen mit ihren

bunten mehrstöckigen Häusern

sowie zahlreichen kleinen

Restaurants und Boutiquen lockt.

Hier kann man im Feinkostgeschäft U

Paese authentische korsische Käseund

Wurstwaren genießen. Herzstück

der Terra Vecchia ist der Place du Marché,

der mit Restaurants und Bars

zum Relaxen einlädt. Samstags und

sonntags wird ein Wochenmarkt mit

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


LIFE & STLYE

REISE

3

2

5 4

1 Plage Grisgione bei San Martino di Lota

2 Korsische Gastronomiefreuden

3 Gaelle Pietri bei der Eröffnung des Festival Creazione

4 Der Runway des Festival Creazione

1

6

5 Im Concept Store von L.N. Mattei

6 Statue von Napoleon am Place Saint Nicolas

61

Foto/s © Sylvain Alessandri, Raphael Poletti, Alexi Hobbs, pexels/Arnaud, unsplash/Petr Slovacek

zahlreichen Köstlichkeiten abgehalten.

Hinter dem Place du Marché liegt

der alte Hafen Vieux Port, der ebenfalls

von zahlreichen Restaurants umrahmt

wird. Dominiert wird der Vieux Port von

der Barockkirche Saint-Jean-Baptiste

aus dem 17. Jahrhundert, die als Wahrzeichen

der Stadt gilt.

Terra Nova

Über die Treppe vom Jardin Romieu

gelangt man in den Stadtteil Terra

Nova, einer Festungsstadt, die hinter

ihren dicken Mauern schmale Gässchen

mit Bars und Restaurants verbirgt.

Sie ist auch das Zuhause des

Gouverneurspalasts sowie der Kathedrale

Sainte-Marie und der entzückenden

barocken Chapelle Sainte-

Croix. Es empfiehlt sich, in einer der

Bars einen Mattei Spritz zu bestellen

und sich an dem Anblick des Meeres

zu erfreuen.

Entschleunigen in Erbalunga

Circa 10 km von Bastia entfernt befindet

sich der zauberhafte

Rückzugsort Erbalunga, ein

kleines Dorf am Cap Corse,

in dem die Zeit stehengeblieben

scheint. Eng an die

Küste geschmiegt hat Erbalunga

einen charmanten

Fischerhafen, verwinkelte

Gässchen und einen verfallenen

Turm aus der Zeit der

Genueser. Im Vier-Sterne-

Hotel Castel Brando werden

die Gäste märchenhaft von

zahlreichen Schmetterlingen

umschwirrt, während

sie sich im Pool und dem

beheizten Jacuzzi erfrischen.

Das Haus wurde

1853 von einem korsischen

Militärarzt gebaut, der auf

Santo Domingo zu Geld gekommen

war. Das verfallene Gebäude wurde

1990 von dem sympathischen Gastgeberpaar

Jöelle und Jean Paul Pieri liebevoll

restauriert. Hier nächtigt man im

Kolonialstil, umgeben von riesigen Palmen

und kann im Restaurant Les Américains

gehobene korsische Küche entdecken.

Das zauberhaft eingerichtete

Hotel bietet seinen Gästen Entspannung

pur – im Spa biologique intimu

werden Schönheitsbehandlungen mit

korsischer Kosmetika angeboten.

Bastia

L.N. Mattei Concept Store

15 Bd du Général de Gaulle

U Paese

5, Rue Napoléon

upaese.corsica

Ambre des Dunes

ambredesdunes.com

Erbalunga

Hotel Castel Brando

20222 Brando

castelbrando.com

Issue

N 388


LIFE & STYLE

HOTEL

Sommer im Gut Sein –

bewusst anders

Das Hotel „Gut Sein“ im Kärntner Lavanttal ist ein Ort für bewusstes Verweilen.

Wer hier eincheckt, entscheidet sich fürs Loslassen, für regionale Qualität und

einen Sommer ohne Programmstress.

62

Alles beginnt vor der Tür

Direkt hinter dem Hotel ragt die

Koralpe auf und bietet ein weitläufiges

Wandergebiet mit Blick bis zu

den Karawanken. Gut markierte Wege

führen über Almen, Wiesen und durch

schattige Wälder. Gäste können zwischen

leichten Rundwegen, aussichtsreichen

Höhenwegen und Gipfeltouren

wählen. Wer mag, nimmt ein regional

befülltes Picknick mit.

Aktiv im eigenen Rhythmus

Jeden Samstag bietet das Gut Sein

geführte Mountainbike-Touren an.

Ortskundige Guides begleiten kleine

Gruppen über ausgewählte Strecken,

die an Können, Tempo und Lust angepasst

sind. Für spontane Ausfahrten

stehen E-Bikes und Radkarten für

individuelle Touren zur Verfügung. Das

Lavanttal zeigt sich auf zwei Rädern

überraschend abwechslungsreich:

flach, kurvig oder bergauf.

Bewegung und Balance

Yoga im Wald, Qi Gong unter Obstbäumen

oder Dehnübungen in der Morgensonne

– das Gut Sein nutzt die Kraft

des Ortes und bietet Raum für körperliches

und mentales Wohlbefinden.

Zirbensauna, Massagen und individuelle

Sessions runden das Angebot ab.

Durchdachtes Konzept

Die neun Zimmer und Suiten sind individuell

gestaltet. Sie verfügen über

Holzdecken, ein durchdachtes Design

und feine Details. Besonders begehrt

als Rückzugsort ist die Junior-Suite mit

Balkon und Fernblick.

Essen mit Haltung

Das Frühstück wird im Gut Sein frisch

und liebevoll zusammengestellt.

Neben den Klassikern vom Buffet gibt

es warme Speisen à la carte. Mittags

stehen kleine, feine Gerichte im Glas

bereit – perfekt zum Mitnehmen. Am

Nachmittag gibt es Kaffee, Tee und

Kuchen. Abends geht es zum Pauliwirt

gleich gegenüber. Dort erwartet

die Gäste bodenständige Küche mit

Fleisch aus eigener Metzgerei und

vegetarischen Gerichten.

Mehr als nur eine Pause

Ob Wandern, Biken, Kneippen oder Töpfern:

Das Gut Sein gibt Impulse, drängt

sich aber nicht auf. Wer möchte, kann

an kleinen Workshops teilnehmen, etwa

am Töpferkurs. Wer lieber auf eigene

Faust unterwegs ist, erhält Tipps, Karten

und Empfehlungen. Das Lavanttal

bietet überraschend viele Möglichkeiten

und genug Ruhe dazwischen.

Gut Sein

Hauptstraße 25,

A-9423 St. Georgen im Lavanttal

Tel.: +43 (0) 4357 28 988

rezeption@hotelgutsein.at

hotelgutsein.at

Foto/s © Hotel Gut Sein

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Komplize der Schönheit:

Priv.-Doz. Dr. Johannes Matiasek

Trends der

ästhetischen

Medizin

LIFE & STYLE

BEAUTY

Viele Patientinnen und Patienten wünschen sich

einen Verjüngungseffekt oder figurformende

Maßnahmen, sind aber zu operativen Eingriffen

noch nicht bereit. In diesen Fällen setzt

Priv.-Doz. Dr. Johannes Matiasek, Facharzt für

Plastische Chirurgie, wirkungsvoll auf individuelle,

minimal-invasive Behandlungstherapien.

Foto/s © drmatiasek.at, coolcrush.at

Morpheus8 Face und Body

Hautverjüngung durch fraktionierte

Radiofrequenz. Die Kombination aus

Radiofrequenz und Deep Needling bietet

einen doppelten Effekt zur Hautverjüngung.

Zahlreiche kleine Nadeln

dringen in vorausgewählte Tiefen der

Hautschicht ein, um so die Kontur des

Gesichts inkl. der Kinnlinie (Jawline)

zu definieren und feine Falten, Aknenarben,

große Poren, sowie Linien zu

minimieren. Die hauteigene Kollagenund

Elastinbildung wird angeregt, die

Zellerneuerung der Haut stimuliert und

das Hautbild gewinnt an Spannkraft.

FaceTite & BodyTite

Bei diesen Behandlungen handelt

es sich um eine intensive Form der

Anwendung von Radiofrequenzströmen

an und unter der Haut mit Ergebnissen,

die sonst nur mit chirurgischen

Eingriffen erzielt werden können. Die

Radiofrequenzen erhöhen die Temperatur

der unteren Hautschichten auf

60 bis 79 Grad Celsius. Das bewirkt

eine direkte Hautstraffung und Faltenreduktion,

ohne das Gewebe selbst zu

Kryolipolyse

schädigen. Der Langzeiteffekt

ist eine Mehr-Produktion von

Kollagen und Elastin.

Quantum-Behandlung

mit IgniteRF

Die sogenannte Quantum-Behandlung

durch IgniteRF ist die neueste Lösung

für straffende Körper- und verjüngende

Gesichtsbehandlungen. Durch die

Kraft der klinisch bewährten bipolaren

Radiofrequenztechnologie, der optimalen

Wärmeverteilung und der Eindringtiefe

von 0,5 bis zu 60 mm lassen

sich präzise und natürlich wirkende

Ergebnisse erzielen.

Fett wegfrieren durch

CoolCrush ®

Fett ade heißt es an Bauch,

Hüfte, Oberschenkel (inkl. Reiterhosen),

Rücken, aber auch

an Oberarmen und Doppelkinn.

Die innovative CoolCrush®-

Methode gibt störenden Fettpölsterchen

kalt-warm. Die

Kryolipolyse 2.0 „Cristal Pro“

reduziert den Körperumfang

und unerwünschte Fettzellen

verschwinden dauerhaft.

3D-Simulation mit VECTRA

XT und Crisalix

Entscheidend für den Weg zum perfekten

Beauty-Eingriff ist die professionelle

Analyse durch einen Spezialisten.

„Die moderne ästhetische Medizin

ermöglicht heute mittels Gerätemedizin

in plastisch-chirurgisch

geschulten Händen kleine

Eingriffe mit großer Wirkung.“

In Kombination mit

der 3D-Simulation

durch VECTRA XT

und Crisalix können

in der Ordination von Doz. Dr. Johannes

Matiasek nicht nur Brustkorrekturen,

sondern auch mögliche Ergebnisse

nach Fettabsaugungen, Body Contouring

oder Gesichtsoptimierungen durch

einen 360-Grad-Blick anschaulich

demonstriert werden.

Priv.-Doz. Dr. Johannes Matiasek

Kärntner Ring 14/13 (1. Dachgeschoß), 1010 Wien

Europaplatz 585/1. Stock,

8970 Schladming

Tel: +43 (01) 997 15 32

ordination@drmatiasek.at

63

drmatiasek.at

coolcrush.at

Issue

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LIFE & STYLE

HOTEL

Exklusive Auszeit in den

Meraner Weinbergen

Sommerglück im Golserhof: Eingebettet in die sanften Weinberge oberhalb

von Meran eröffnet der Golserhof ****Superior eine Welt voller Sommerfreuden.

Exklusive Entspannung und beeindruckende Natur verschmelzen hier zu

einer harmonischen Auszeit.

64

uf der Rooftop-Terrasse laden die

ASonne und ein erfrischender Cocktail

zum Verweilen ein, der beheizte

Panoramapool vermittelt das Gefühl

grenzenloser Freiheit. Der Blick schweift

über das satte Grün der Weinberge bis

hin zu den imposanten Gipfeln der

Texelgruppe. Yoga unter freiem Himmel

sowie wohltuende Beauty- und Badeanwendungen

sorgen für tiefe Entspannung

und belebende Momente.

Wandern und Natur genießen

Der Golserhof ist ein Magnet für Wanderfreunde.

Passionierte Gastgeber und

erfahrene Wanderexperten begleiten

mehrmals wöchentlich auf eindrucksvollen

Touren durch die sommerliche

Bergwelt. Wer die Natur lieber auf

eigene Faust erkundet, erhält maßgeschneiderte

Tourenvorschläge und die

Golserhof ****Superior

Aichweg 32,

39019 Dorf Tirol/Meran

Südtirol

+39/0473/92 32 94

info@golserhof.it

passende Ausrüstung – vom Rucksack

bis zu den Wanderstöcken.

Naturparadies Texelgruppe

Ein besonderes Highlight für Naturliebhaber

ist der Naturpark Texelgruppe,

der größte Naturpark Südtirols.

Seine abwechslungsreiche

Landschaft mit dichten Wäldern,

blühenden Almwiesen und glasklaren

Bergseen fasziniert Wanderer und

Abenteurer gleichermaßen.

Radfahren in der Sommerbrise

Das Meraner Land ist ein Paradies für

Mountainbiker, Rennradfahrer und

E-Biker und bekannt für seine hervorragend

ausgebauten Radwege, die

durch eine vielfältige Natur- und Kulturlandschaft

führen – von duftenden

Apfelgärten bis hin zu grünen Wäldern.

Abschlag inmitten der Natur

Der Golserhof ist zudem Gründerhotel

des Golfclubs Passeier-Meran. Gäste,

die sich für einen Aufenthalt ab sieben

Nächten entscheiden, erhalten 20

Prozent Ermäßigung auf das Golfspiel

auf den Plätzen Passeier und Lana.

Rendezvous mit dem Genuss

Südtirol, Italien und die ganze Welt

finden sich in der Küche des Golserhof****Superior

wieder. Viel Gutes

wächst direkt vor der Tür, daraus zaubert

das Küchenteam mit viel Gespür

feinste Kreationen: inspiriert von der

Heimat, mediterran angehaucht und

neu interpretiert. Die knackigen Südtiroler

Äpfel kommen direkt vom Bio-Apfelanbau

des Golserhofs. Das Bio-Gemüse

beziehen die Gastgeber vom Bachguterhof

in Dorf Tirol. Der Weinkeller ist ein

erlesenes Potpourri edler Tropfen aus

Südtirol und ganz Italien.

Foto/s © TV Dorf Tirol (Hotel Golserhof) und Tiberio Sorvillo (Hotel Golserhof)

golserhof.it

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LIFE & STYLE

HOTEL

Sommerträume

auf 1.500 Metern Höhe

Ab Juli 2025 beginnt für das Tratterhof Mountain Sky Hotel eine neue Ära.

Das Resort präsentiert sich in einem neuen, luxuriösen Look und lädt ein, den

Sommer in einer Atmosphäre zu verbringen, die Eleganz, Komfort und Süd -

tiroler Herzlichkeit perfekt vereint.

Foto/s © Tratterhof, Andreas Marini

Noch mehr Qualität und

Liebe zum Detail

Wer die neue Lobby betritt, taucht in

eine andere Welt ein. Das Atrium mit

seiner offenen Treppe zieht alle Blicke

auf sich – ein architektonisches Meisterwerk

und einladender Treffpunkt

zugleich. Hier können Genießer in stilvollen

Loungesesseln verweilen, im

exklusiven Shop stöbern oder sich vom

eleganten Ambiente der neuen Rezeption

empfangen lassen. Modernste

Technik am 3D-Wandertisch inspiriert

mit digitalen Erlebnissen dazu, die

Dolomiten auf ganz neue Weise zu entdecken.

Gleich nebenan warten die

neue Bar und die Weinlounge: Ein Glas

Südtiroler Wein in der Hand, den Blick

auf die majestätische Bergwelt gerichtet

– ein wahres Genusserlebnis.

Der neu gestaltete Restaurantbereich

setzt kulinarische Akzente. Ob

am reichhaltigen Buffet, beim Live-

Show-Cooking oder auf der großzügigen

Terrasse, wo jeder Bissen von

einem atemberaubenden Panorama

begleitet wird. Die versetzt angeordneten

Lounges sorgen dafür, dass

Gäste den Blick auf die Dolomiten in

ganz persönlicher Atmosphäre genießen

können.

Neue Suiten für Familien

und Paare

Die neuen Suiten im Tratterhof setzen

Maßstäbe in Komfort und Design.

Jedes Detail wurde mit höchstem

Anspruch an Komfort und Ästhetik

gestaltet. Ob romantische Pärchensuiten

mit eigenem Whirlpool, großzügige

Familiensuiten mit getrennten Schlafzimmern

und privatem Whirlpool auf

der Terrasse oder exklusive Pool-Chalets

mit eigenem Pool auf der Terrasse

– hier finden Paare und Familien ihr

ganz persönliches Urlaubsparadies.

Neue Beauty Farm

und Family Sauna

Ab Sommer 2025 erwartet die Gäste

des Tratterhof ein wahres Wellness-

Paradies, das keine Wünsche offenlässt.

Die neue Beauty Farm im zweiten Obergeschoss

ist ein exklusiver Rückzugsort

zum Wohlfühlen und Entspannen.

In den lichtdurchfluteten Räumen mit

gemütlichen Loungesesseln und Panoramablick

auf die Dolomiten fällt es

leicht, den Alltag hinter sich zu lassen.

Auch Familien dürfen sich auf viele

neue Highlights im Tratterhof freuen:

Die neugestaltete Family Sauna und

das umfassend modernisierte Hallenbad

versprechen gemeinsame Wohlfühlmomente.

Das Family Spa wurde

großzügig erweitert und bietet ausreichend

Platz, um gemeinsam zu

entspannen.

Die Highlights des Monte Silva

Mountain Spa auf über 4.000 m² runden

das Angebot ab: Infinitypools mit

spektakulärem Dolomiten-Panorama

laden dazu ein, die Welt für einen

Moment stillstehen zu lassen.

65

Tratterhof Mountain Sky Hotel

Hotel Tratterhof GmbH

I-39037 Mühlbach-Meransen

Tel.: +39 0472 520108

info@tratterhof.com

Issue

N 388

tratterhof.com


Exlibris

Sommerzeit ist Lesezeit – passend dazu hat die

Diplomatic SOCIETY Redaktion wieder einen

kleinen Ausflug in die Welt der Bücher gemacht

und eine bunte Auswahl an Sommerlektüre für

Sie zusammengestellt.

66

Das versteinerte Herz

Abdulrazak Gurnah

Penguin

Der Literaturnobelpreisträger Abdulrazak

Gurnah setzt sich in diesem Buch

mit den Themen Verrat, Migration und

der Suche nach dem Platz im Leben

auseinander. Unprätentiös erzählt er

die Geschichte von Salim, der, als er

gerade einmal sieben Jahre alt ist, von

seinem Vater verlassen wird. Angetrieben

von einem diffusen Gefühl der

Schuld und der Frage „wer ich eigentlich

war“ sucht er nach seinem Platz

im Leben und taucht dabei immer tiefer

in die Geschichte und Geheimnisse

seiner Familie ein.

Wendepunkt

Beate Meinl-Reisinger

Kremayr & Scheriau

„Wie wir das wieder hinkriegen“ legt

Meinl-Reisinger gewohnt eloquent

und wohlüberlegt in ihrem ersten

Buch „Wendepunkt“ dar. Sie stellt

den aktuellen Krisen eine faire und

gerechte Chancengesellschaft gegenüber

und plädiert für eine lebendige

Demokratie und das aktive Gestalten

unserer aller Zukunft. Gleichzeitig

möchte sie wachrütteln, denn, so die

nunmehrige Außenministerin, Autoritarismus

komme nicht über Nacht,

und es gelte für die Politik, mutig und

tatkräftig zu liefern.

Girl vs. Girl

Sophie Gilbert

Piper

In diesem Buch deckt die Journalistin

und Autorin Sophie Gilbert auf,

wie sich die Popkultur der 90er und

frühen 2000er-Jahre bis heute negativ

auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung

von Frauen weltweit auswirkt

und setzt sich mit der Darstellung

von weiblichen Stars in

den Medien, die von Objektivierung

geprägt ist, auseinander. Gilbert legt

die unbewussten Wirkungsmechanismen

hinter diesen Phänomenen

offen und zeigt auf, was sich ändern

muss – ein Weckruf.

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Mein tierisches Bastelbuch um die Welt

Sabine Seyffert

TOPP

EXLIBRIS

SOMMERLEKTÜRE

Mit Anleitungen für über 30 Projekte birgt dieses Buch kreative Ideen für

gemeinsame Bastelunternehmungen – ob bunte Schildkröten, süße Faultiere,

wilde Löwen, freche Mäuse oder kleine Eisbären. Aus einfachen Materialien,

die man häufig schon zuhause hat, entstehen anhand der beigelegten Vorlagen

verschiedenste Tiere und deren Lebensräume. Der Bastelspaß für die ganze

Familie ist damit garantiert.

Malaysia, Singapur & Brunei

lonely planet

Der perfekte Begleiter für Malaysia, Singapur und Brunei für jene, die gerne eigene

Wege gehen und Einzigartiges erleben wollen. Reportagen der Autor:innen geben

einen tiefen Einblick in den Alltag und die Seele der Reiseziele, die mit vielfältigen

Landschaften, einer dynamischen Kunst- und Kulturszene, köstlichem Essen

und faszinierenden Städten beeindrucken. Die vorgeschlagenen Reiserouten und

detaillierten Karten unterstützen, die perfekte Reise zu planen.

Feigheit

Heidi Kastner

ecowing

Die oberösterreichische Psychiaterin, Gerichtssachverständige und

Autorin Heidi Kastner geht in ihrem neuesten Buch dem gesellschaftlichen

Phänomen der Feigheit und ihren Folgen nach – welche Risiken

birgt sie für unsere Gesellschaft? Wie haben sich Ethik und Moral verändert

und welche gesellschaftspolitischen Konsequenzen hat dieser

Wandel? Ein Plädoyer für Mut, Verantwortungsbereitschaft und gesellschaftlichen

Zusammenhalt.

67

Marina Abramović

Hg. Kunstforum Wien, Zürcher Kunstgesellschaft /

Kunsthaus Zürich, Royal Academy of Arts

Ein umfassender Streifzug durch das Gesamtwerk der revolutionären Künstlerin:

Zahlreiche internationale AutorInnen beleuchten Hintergründe und Kontroversen,

die Abramović’s einzigartiges Schaffen bis heute begleiten und sie zu einer

Legende der Performance-Kunst machen. Das Buch entstand in enger Zusammenarbeit

mit der Künstlerin und beinhaltet einen exklusiven Zugang zu ursprünglichen

Aufführungen in einer Augmented-Reality-App für iOS und Android.

Ein Muss für alle KunstliebhaberInnen!

The Book of Temples:

Spiritual places around the world

Marianne Julia Strauss

gestalten

Foto/s © bereitgestellt

Die preisgekrönte Reisejournalistin Marianne Julia Strauss, hat ein visuell beeindruckendes

„Book of Temples“ zusammengestellt. Darin lädt sie zu einer spirituell

bereichernden Entdeckungsreise zu heiligen Stätten auf der ganzen Welt

ein – ein besonderes Werk für alle, die sich für Architektur, Spiritualität und Reisen

begeistern. Mit eindrucksvoller Fotografie, detaillierten Illustrationen sowie

informativen und zum Nachdenken anregenden Essays ist dieses Buch eine echte

Bereicherung für jedes Bücherregal. Momentan nur auf Englisch erhältlich.

Issue

N 388


KULTUR

WEINRITTER

Wein für

Schweizer Gardisten!

68

Anfang Mai war die Senatsdelegation des Europäischen Weinritterordens zu Gast

beim Ehrentag der Schweizer Garde in Rom. Ein Bericht.

A

uch in diesem Jahr wurde der Ordo

Equestris Europae, wie bereits in

den vergangenen zwei Jahrzehnten,

zur feierlichen Gedenkveranstaltung

anlässlich des Sacco di Roma am 6.

Mai nach Rom eingeladen. Diese Einladung,

ausgesprochen vom Kommandanten

der Päpstlichen Schweizergarde,

Oberst Christof Graf, stellt für

den Orden eine hohe Auszeichnung

und eine besondere Bestätigung der

langjährigen Partnerschaft dar.

Die Delegation des Ordens wurde in

diesem Jahr vom Generalkonsul Alfred

Rákóczi Tombor Tintera geleitet, der

zugleich Träger des päpstlichen Ritterordens

des heiligen Gregorius des

Großen ist. Für ihn war die diesjährige

Teilnahme von besonderer Bedeutung,

nicht zuletzt aufgrund der außergewöhnlichen

Umstände.

Ein besonderes Jahr

links Die Senatsdelegation des Europäischen Weinritterordens bei der feierlichen Gedenkveranstaltung anlässlich

des Sacco di Roma Anfang Mai rechts Generalkonsul Alfred Rákóczi Tombor Tintera

„Trotz des Ablebens von Papst Franziskus

– ein Ereignis, das die katholische

Welt tief bewegt hat – und der damit

verbundenen Absagen vieler Gäste,

konnten wir beim offiziellen Festakt,

einschließlich der feierlichen Kranzniederlegung

im Ehrenhof des Vatikans,

unsere langjährige Verbundenheit mit

der Garde erneut unter Beweis stellen.

Es war uns zudem eine große Freude,

wie jedes Jahr jedem der rund 220 Gardisten

persönlich eine Flasche Wein zu

überreichen – ein kleines, aber herzliches

Zeichen unserer Wertschätzung.“

Ein besonders bewegender Moment

war das dreifache Durchschreiten der

Heiligen Pforte im Petersdom – ein spirituelles

Privileg im Heiligen Jahr 2025.

Trotz des gleichzeitig stattfindenden

Konklaves und der Vielzahl von Pilgern,

die sich in Rom eingefunden hatten,

wurde der Delegation dieser außergewöhnliche

Zugang gewährt.

Im Rahmen der langjährigen

Freundschaft und Partnerschaft mit

der Schweizer Garde, die insbesondere

durch die enge Zusammenarbeit mit

dem Consulat Schweiz gepflegt wird,

bekräftigte der Orden

seine Absicht, auch in den

kommenden Jahren alljährlich

am 6. Mai in Rom

präsent zu sein.

Die Mitglieder der

Senatsdelegation zeigten

sich darüber hinaus sehr

zufrieden mit der Wahl

des neuen Papstes. Mit

Leo XIV. habe man einen

würdigen und klugen

Nachfolger auf dem Stuhl

Petri gefunden – eine

Führungspersönlichkeit,

die dem Vatikan und der

katholischen Kirche in dieser

herausfordernden Zeit

Stabilität und Orientierung

geben könne.

Foto/s © Weinritterorden

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


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BURGENLAND, ÖSTERREICH

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KULTUR

INTERVIEW

Frischer Wind

im Volkstheater

Ab September übernimmt der Theaterregisseur und ehemalige

Schauspieldirektor des Staatstheaters Nürnberg, Jan Philipp Gloger,

die Direktion des Wiener Volkstheaters. Diplomatic SOCIETY

hat ihn zu seinen Plänen befragt.

70

Sie haben bereits mehrere Male in Wien inszeniert,

wie ist es, jetzt als künstlerischer Direktor die

Verantwortung für das Volkstheater zu übernehmen?

Wo sehen Sie hier die Herausforderungen?

Als Gastregisseur reist man nach der Premiere ab

und kriegt kaum etwas von den Reaktionen mit. In

einer Stadt, in der ich drei Mal gut gearbeitet habe,

und die mir ans Herz gewachsen ist, nun leben zu

können, ist erst einmal eine großartige Perspektive.

Auch wegen der Möglichkeit, als Künstler die

eigenen Spuren zu lesen! Aber die eigene Regie ist

ein verhältnismäßig kleiner Teil einer Künstlerischen

Direktion: Ich bin auch Kurator und einer von

zwei Geschäftsführern. Diese Rollen unter einen

Hut zu bringen, ist eine tägliche Herausforderung.

Eine andere ist, ein Volkstheater zu kreieren, das

eine breite Bevölkerung anspricht, niederschwellig

und trotzdem anspruchsvoll ist

und Produktionen bietet, die

man nicht verpassen will.

„Volkstheaterkollektiv“ für alle, die selbst Theater

spielen wollen. Zudem gründen wir einen Jugendbeirat

und nicht zuletzt auch ein Schulnetzwerk

als breites und nachhaltiges Kooperationsmodell

– einige Jugendliche erreicht man gar nicht anders

als über ihre Schulen.

Cay Urbanek, Veronica Kaup-Hasler, Rieke Süßkow, Jan Philipp Gloger,

Brigitte Ostermann, Anja Sczilinski, Tobias Schuster, Julia Engelmayer

Zur Person

Jan Philipp Gloger wurde

1981 in Hagen geboren.

Nach dem Schulabschluss

studier te er

Angewandte Theaterwissenschaft

in Gießen und

Regie an der Zürcher Hochschule

für Künste. Ab 2007 arbeitete

er als freischaffender Schauspielregisseur

u.a. am Residenztheater in München, am

Deutschen Theater und an der Schaubühne

in Berlin. Zwischen 2011 und 2013 war er Leitender

Regisseur im Schauspiel am Staatstheater

Mainz. Seit 2010 inszenierte er auch

Opern, u.a. an der Oper Zürich, an der Semperoper

Dresden, an der Oper Frankfurt,

am Royal Opera House in London oder an

der Volksoper Wien. Seine Inszenierungen

waren zudem bereits auf zahlreichen Festivals

zu sehen, etwa den Ruhrfestspielen

Recklinghausen, den Autorentheatertagen

Berlin und dem Theater Festival Prag.

Mit der Spielzeit 2018/2019 war Gloger

Schauspieldirektor am Staatstheater Nürnberg,

ab September 2025 wird er Direktor

des Wiener Volkstheaters.

Sie haben in einem Interview

mit Ö1 gesagt, dass

Sie das Volkstheater als

ein junges Haus sehen,

wie kann man Ihrer

Meinung nach eine jüngere

Zielgruppe ansprechen, die

ansonsten nicht ins Theater

gehen würde?

Da gibt es ganz unterschiedliche

Ansätze: Etwa Partys

und Talks in der „Roten

Bar“ oder Konzerte – hier

kommen Menschen mit dem

Haus in Erstkontakt und

können direkt vor Ort auf das

Programm neugierig gemacht

werden. Und über Partizipation:

Wir bieten zum Beispiel

einen intergenerationalen

Schreibworkshop an oder ein

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY

Wie kann Theater in Zeiten von gesellschaftlichen

Zerreißproben Zusammenhalt bieten?

Über geteilte Erfahrungen möglichst unterschiedlicher

Menschen. Das heißt im besten Fall: ein

breites Programm bieten, die Durchmischung

unterschiedlicher Generationen, Hintergründe und

Bildungsvoraussetzungen fördern – mit Ansätzen

wie oben erwähnt zum Beispiel. Und dann Produktionen

präsentieren, die Identifikationspotenzial

haben. Das geht über Texte und Stoffe zu Themen,

die auf breites Interesse treffen, aber auch noch

unmittelbarer. Lachen kann beispielsweise ungeheuer

verbindend und ansteckend sein – darauf

setzen wir unter anderem und heben auch einen

Preis für zeitgenössische, politische Komödie aus

der Taufe. Darüber hinaus ist es wichtig, Begegnungs-

und Diskussionsorte zu schaffen: Das tun

wir bei Veranstaltungen sowohl im großen Haus

am Arthur-Schnitzler-Platz als auch weiterhin in

den Bezirken, auch um hier Verbindungen herzustellen

und gegen Abgrenzung vorzugehen.

Foto/s © Marcella Ruiz Cruz


D

as Narzissendorf besteht aus drei

Dorfteilen, die in das imposante

Ausseerbergpanorama eingebettet

sind. Zu seinen Füßen befindet sich der

Grundlsee, der im Sommer für herrliche

Erfrischung sorgt. Hier übernachtet

man im typischen Ausseerhaus aus

Zirbenholz mit Schnitzwerk und Zierbrettern.

Im Zentrum befindet sich der

Dorfplatz mit einem Teich, Erlebnisspielplatz,

dem Zloam Wirt, dem Dorfladen,

einer Holz- und Kreativwerkstatt

und dem Veranstaltungsgebäude

"Klangwerkstatt" mit Veranstaltungssaal,

Kobinger Bar und Seminarräumen.

Spiel und Spaß

Vor allem für die Kleinen ist das Narzissendorf

der ideale Urlaubsort,

denn es gibt zahlreiche Aktivitäten: im

Reit- und Ponyhof kommen Pferdenarren

auf ihre Kosten, im Schatzsucherwald

begeben sich kleine, große

und passionierte Schatzsucher mit

professionellen Metallsonden auf

abenteuerliche Schatzsuche. Auf

drei unterschiedlich großen

Arealen öffnet sich

nach erfolgreicher Jagd

(erfolgreichen Sondengang)

eine Schatzkiste mit

echten Repliken und kleinen

Überraschungen für

Kinder. Die Sportarena

Zloam verfügt über einen

outdoor 3D-Bogenparcours, zwei Tennisplätze,

einen E-Bike Verleih und

vielem mehr. In der Holzwerkstatt

probieren sich Kinder und Erwachsene

beim Werken mit Holz und anderen

Naturmaterialen und erleben den

Zauber, etwas mit eigenen Händen

entstehen zu lassen. Sommerliche

Erfrischung bietet der Badeteich. Bei

Schlechtwetter kann man verschiedenste

spannende Indoor-Sportmöglichkeiten

wie 4D-Bogenkino,

„Zimmergwehrl’n“, Indoor

Skaten oder Stockschießen

ausprobieren.

Kulturelle Vielfalt

Das ganze Jahr über gibt

es außerdem immer wieder

spannende Angebote zu

unterschiedlichen Themen und eine

Vielzahl an musikalischen und kulturellen

Veranstaltungen. Ein Ort, an dem

man also ruhig eine kleine Weile bleiben

kann, dieses malerische Zloam.

71

Narzissendorf Zloam

Archkogl 188, A-8993 Grundlsee

Tel. +43 (0) 3622 20990

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Foto/s © Narzissendorf Zloam

LIFE & STYLE

REISE

Sommerliche Erholung im

Narzissendorf Zloam

Abenteuer und Erholung in der Natur – das alles bietet das Narzissendorf Zloam,

ein Ferienresort im malerischen Ausseerland.

Issue

N 388


BILDUNG

INTERVIEW

„Für ein chancengerechtes und

leistungsfähiges Bildungssystem“

Das Diplomatic SOCIETY Magazin hat mit dem Bundesminister für Bildung, Wis sen -

schaft und Forschung, Christoph Wiederkehr, über die Herausforderungen im

Bil dungsbereich, die „perfekte“ Schule und Reformbestrebungen gesprochen.

72

Sie wurden am 3. März dieses Jahres als Bundesminister

für Bildung, Wissenschaft und

Forschung angelobt und dürfen damit eines der

Herzensthemen der NEOS verantworten – wie

soll das österreichische Bildungssystem nach

Ihrer Amtszeit aussehen?

Mein Ziel ist es, dass alle Kinder und Jugendlichen

gerne in die Schule gehen und Lehrkräfte sowie

Direktionen entlastet werden. Das Bildungssystem

sollte nach meiner Amtszeit chancengerechter

und leistungsfähiger sein.

Wie wollen Sie es schaffen, die vielen im Bildungs

bereich involvierten „Parteien“ – Bund,

Länder Gemeinden, Gewerkschaften, Wirtschaft,

Lehrer, Eltern und Schülerinnen und Schüler – mit

ins „Reformboot“ zu holen? Wie sieht der Austausch

momentan aus?

Im Rahmen der diesjährigen Landeshauptleutekonferenz

ist eine Reformpartnerschaft zwischen

Bund, Ländern, Städten und Gemeinden angekündigt

worden – dabei werden wir uns auch das

Bildungssystem anschauen. Sie stellt einen wichtigen

Schritt zur Verbesserung und Modernisierung

„Das Bildungssystem hat

meiner Meinung nach nicht

mit der Entwicklung der

Gesellschaft Schritt gehalten

und wir müssen daher jetzt

eine Aufholjagd starten.“

unseres Bildungssystems dar. Die Partnerschaft

zielt darauf ab, die Bildungslandschaft durch

strukturelle Verbesserungen und die Vereinfachung

von Zuständigkeiten nachhaltig zu verbessern.

Ein Problembewusstsein ist hier auf allen

Ebenen vorhanden, was den Austausch beflügelt.

Ein laufender Dialog mit allen Stakeholdern ist

mir ein großes Anliegen. Wir haben dazu beispielsweise

einen Eltern – sowie einen Schulleitungsbeirat

ins Leben gerufen, wodurch wir die schulischen

Anliegen von Eltern sowie von Schulleitungen

bestmöglich abholen können. Wir pflegen

einen engen Austausch mit den Schul- und

Sozialpartnern, allen Ministerien, den Bundesländern,

dem Städte- und Gemeindebund und vielen

weiteren Stakeholdern. Darüber hinaus führen

wir den seit einigen Jahren etablierten Beirat für

Elementarpädagogik fort.

Gleich nach Ihrer Angelobung haben Sie einen

Kindergarten besucht – um ein „Zeichen für die

Bedeutung der Elementarpädagogik“ zu setzen –

wie kann man diese besser fördern und gleichzeitig

dem Fachkräftemangel entgegenwirken?

Um dem Fachkräftemangel in der Elementarpädagogik

zu begegnen, starten wir eine umfassende,

österreichweite Ausbildungsoffensive. Wir wollen

neue Wege in den Beruf der Elementarpädagogin

bzw. des Elementarpädagogen eröffnen und

neue Zielgruppen für diesen Beruf mit Zukunft

gewinnen. Dazu zählt, dass wir berufsbegleitende

Kolleg-Plätze dezentral in allen Bezirken schaffen

– auch in jenen ohne eigene Bildungsanstalt für

Elementarpädagogik – und außerdem in Form

eines Elementarpädagogik-Bachelorstudiums

auch ein attraktives Angebot für AHS-Maturantinnen

und Maturanten etablieren. Zudem soll es

Weiterbildungsmöglichkeiten für berufserfahrene

Kindergarten-Assistentinnen und -Assistenten

geben. Für diese massive Ausbildungsoffensive

investieren wir 32 Millionen Euro und schaffen so

in den kommenden vier Jahren mehr als 4.000

neue Plätze in den unterschiedlichen Ausbildungsformaten.

Damit wird ein großer Beitrag

geleistet, den Mangel an Pädagoginnen und Pädagogen

abzufedern. Weitere Schritte müssen und

werden folgen, damit ausgebildete Elementarpädagoginnen

und -pädagogen länger im Job bleiben.

Wie steht das österreichische Bildungssystem Ihrer

Meinung nach im internationalen Vergleich da?

Haben Sie Vorbilder, was Bildung und Bildungsinnovation

betrifft? Gibt es Länder, an denen Sie

sich orientieren?

Österreich erzielte in den letzten Jahren erhebliche

Fortschritte z.B. im Bereich der digitalen Kompetenzen

unserer SchülerInnen, hinsichtlich des

Anteils der Teilnahme an frühkindlicher Bildung,

der Anzahl von Abschlüssen im Tertiärbereich oder

auch im Bereich des Lernens am Arbeitsplatz.

Gerade in der Berufsbildung zeigt Österreich im

internationalen Vergleich ausgeprägte Stärken, wie

beispielsweise eine starke Verbindung zwischen

schulischer Bildung und beruflicher Praxis. So

zählt Österreich laut Daten der EU-Kommission zu

jenen Ländern mit einer der geringsten Übergangsphasen

von der Ausbildung in das Arbeitsleben.

Rund 90 Prozent der AbsolventInnen eines beruflichen

Ausbildungswegs finden innerhalb weniger

Monate einen Arbeitsplatz. Im EU-Vergleich sind

dies beispielsweise 76%.

Gleichzeitig sehen wir, dass unsere Schüler­

Innen im internationalen Vergleich im Bereich der

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


BILDUNG

INTERVIEW

Christoph Wiederkehr

Foto/s ©BKA

Grundkompetenzen zurückfallen. So zählt laut der

aktuellsten PISA Studie (PISA 2022) jeweils rund

ein Viertel der 15-Jährigen in den drei Kompetenzbereichen

Lesen, Mathematik und Naturwissenschaft

zur leistungsschwächsten Gruppe. Damit

liegt Österreich rund 10 Prozentpunkte hinter dem

EU-Ziel von 15%. Darin sehe ich einen klaren Handlungsauftrag.

Die Aufholjagd in der Bildung bedeutet für

mich, allen Kindern und Jugendlichen die gleiche

Chance auf eine hochwertige Bildung zu bieten.

Es geht mir darum, durch gezielte Förderung,

moderne Pädagogik und Chancengerechtigkeit

die Qualität des Bildungssystems zu verbessern.

Mit dem aufgestockten Ressourcenpaket im

Bereich der Deutschförderung ist uns ein erster

großer Meilenstein gelungen. Wir setzen in den

kommenden Jahren ein klares Zeichen und lenken

Ressourcen treffsicher dorthin, wo sie am dringendsten

benötigt werden.

Wie haben Sie Ihre eigene Schulzeit erlebt? Was

haben Sie vermisst, was hat Sie geprägt? Und wie

hat sich Schule bzw. Bildung Ihrer Meinung nach

seither verändert?

Ich war ein sehr wissbegieriger Schüler auf der

einen Seite, habe aber auch immer für die Rechte

der Schülerinnen und Schüler gekämpft, weil ich

gesehen habe, dass es im Schulalltag auch viele

Ungerechtigkeiten gibt. Das Bildungssystem hat

meiner Meinung nach nicht mit der Entwicklung

der Gesellschaft Schritt gehalten und wir müssen

daher jetzt eine Aufholjagd starten.

Zwischen 2020 und 2025 waren Sie ja bereits u.a.

Stadtrat für Bildung – wie blicken Sie auf diese

Zeit zurück? Was konnten Sie erreichen und wo

sind Sie an Ihre Grenzen gestoßen?

Es war eine sehr intensive Zeit, die von diversen

Krisen wie der Pandemie, dem Angriffskrieg Russlands

auf die Ukraine oder der Familienzusammenführung

geprägt war. Es ist uns in dieser

herausfordernden Zeit gelungen, eine Reihe von

wichtigen Bildungsmaßnahmen auf den Weg

zu bringen: Mehr Personal in Kindergärten, der

Ausbau der verschränkten Ganztagesschule,

Förderung der Bildungsinnovationen, Unterstützungspersonal

an Schulen und vieles mehr.

Wie sieht, Ihrer Meinung nach, „die perfekte

Schule“ aus?

Ich sehe eine gute Schule als einen Ort, der

von einer engagierten und visionären Schulleitung

geführt wird. Diese Führungspersonen

zeichnen sich durch Innovationskraft, Mut zur

Schulautonomie, Freude an der Gestaltung des

Schulsystems sowie durch die Fähigkeit aus,

das Kollegium inspirierend zu begleiten und zu

fördern. Eine gute Schule ist auch ein Ort, an

dem Lehrkräfte in Teams zusammenarbeiten,

gemeinsam pädagogische Konzepte entwickeln

und eine Lernumgebung schaffen, in der

sich Schülerinnen und Schüler wohl und sicher

fühlen, motiviert lernen und nachhaltige Lernerfolge

erzielen. Diese Erfolge bilden wiederum

eine wesentliche Grundlage für ihre private und

berufliche Zukunft.

Eine gute Schule fördert selbstständiges

und eigenverantwortliches Lernen und wagt im

Rahmen der Schulautonomie neue Wege. Sie sieht

Fehler nicht als Defizite, sondern als wertvolle

Lernmomente. Ebenso zeichnet sie sich dadurch

aus, dass sie eine gelebte Schulpartnerschaft

pflegt – eine Beziehung, in der Eltern mit ihren

Anliegen und Fragen ernst genommen und konstruktiv

begleitet werden.

Darüber hinaus öffnet sich eine gute Schule

ihrem Umfeld. Sie kooperiert aktiv mit Betrieben,

Vereinen und Institutionen, um ein vielfältiges

Angebot bereitzustellen, das sowohl die Lebenswelt

der Schülerinnen und Schüler widerspiegelt

als auch ihre Freude am Lernen steigert. Gleichzeitig

bereitet sie sie praxisnah auf zukünftige

berufliche Anforderungen vor. Kurzum: Eine gute

Schule ist ein lebendiger, lernförderlicher und

vernetzter Raum, der nachhaltig für die persönliche

und gesellschaftliche Weiterentwicklung

aller Beteiligten wirkt.

73

Issue

N 388


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Austria

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and oral surgery/implantology, comprise of six

semesters and have a workload of 120 ECTS credits.

They are offered in German and English to students

from 66 different countries.

Univ.-Prof. Dr. Dr.

Ralf Gutwald

Dean and Coordinator of

Scientific Continuing

Education and Postgraduate

Studies at Danube Private

University

twelve patient cases, Master’s

thesis, and oral/written

examinations), graduates of

our university programme

in dentistry are awarded

the academic degree and

title of Master of Science

(Continuing Education) –

MSc (CE) for short – in their

chosen field of dentistry,”

says Professor Ralf Gutwald,

Dean and Coordinator of

Scientific Continuing Education

and Postgraduate

Studies at DPU.

“After fulfilling the European ECTS criteria (successful

participation in the online and face-to-face modules

listed in the curriculum, documentation of ten to

Some 1,100 dentists are currently enrolled on one

of DPU’s postgraduate university courses, with renowned

professors guiding them towards even great-


er success in dental practice through cutting-edge

instruction.

Univ.-Prof. Dr. Dr.

Dieter Müßig

Rector and Director of the

Centre for Orthodontics of

Danube Private University

“A Master’s degree programme

offers dentists at

least two years of professional

experience with excellent

professional training,”

says Professor Dieter Müßig,

Rector and Academic Director

of the DPU course in orthodontics.

“It is organised

in such a way, that it can be

completed part-time alongside

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Course participants can

apply their newly acquired

knowledge in practice between university sessions.

Students here are part of a group of engaged peers

who are committed to continuing their education,

and collaborations. Friendships grow from that

experience.”

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Academic Director: Univ.-Prof. Dr. Dr. Ralf Gutwald,

Dean and Coordinator for Scientific Continuing Education

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and maxillofacial medicine, and an understanding of each

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recent years in terms of diagnostics, treatment and scientific

research.

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rather undergo a process of well-founded scientific learning.

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dentistry, implantology and orthodontics. We have

a multilingual team of practitioners, who cater to the

benefit of our international patients.

In 2024, the DPU Dental Clinic in Krems was

named the “Top Healthcare Institution in

Lower Austria” by the Institute for Management and

Economic Research (Institut für Management und

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WA

INTERVIEW

Welcome to Austria:

Connecting people

Diplomatic SOCIETY met with Maria Kuglitsch, the 1 st Vice President

of Welcome to Austria, to speak with her about the life of a diplomat’s

wife and the activities of the organization.

76

You traveled the world a lot with your husband,

who was a former ambassador. How did you experience

life as an ambassador’s spouse?

One doesn’t start out as an ambassador’s spouse.

First, you are the spouse of a young diplomat—and

this makes a big difference. Once you are an ambassador’s

wife, the embassy prepares a lot for you and

you receive invitations from the beginning onwards.

If you start out as a young civil servant, there is little

support, and you have to find out things yourself.

You arrange your life in a

completely new environment

and have to start every

time from scratch.

Most of the women of my

generation had to leave their

own jobs or careers behind.

I’m a lawyer and at the second

posting, Tunisia, I had to

stop working. In the meantime,

this has changed a lot thanks to the internet

and the possibility of remote working. Also foreign

ministries are more open and helpful towards

working partners. On the other

hand, I personally never got

bored during my diplomatic

life. Raising four kids and supporting

my husband and moving

every four years was like a

full-time job—and I had a very

rewarding life.

What kind of advice would

you give to spouses of diplomats

who come here as civil

servants?

From my own experience,

what I would always recommend

is trying to get involved

WA First Vice President Maria Kuglitsch at Villa Flora as soon as you can. Because

time is passing by very quickly

and you know you have only three or four years.

Start to learn the language or at least basics of it

and join clubs such as Welcome to Austria, that

can help you in socializing with local people. At the

beginning you mainly meet fellow diplomats but

the locals you don’t get to know so easily. The benefit

of your stay is much bigger if you know people

from the country.

Since you brought it up, what is Welcome to Austria

and what kind of services do you provide?

“The benefit of your

stay is much bigger if

you know people from

the country.”

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY

Welcome to Austria is the first diplomatic

spouses’ association in Austria under the

patronage of the Ministry for European and International

Affairs. We are working in close contact

with the Protocol Department and the Secretary

General. Every year we have the honor to hold

our General Assembly at the “Alois Mock Saal”

in the Foreign Ministry.

Our mission in the first place is to make foreign

diplomats familiar with all aspects of Austrian culture

such as history, music,

arts, architecture and much

more. We try to offer our

members an “out of the box”

program—things you cannot

find yourself, hidden jewels.

The social aspect seems

crucial to us, too. Therefore,

we organize various social

gatherings, for instance a

jour fixe once a month in a traditional Viennese

coffeeshop or walking tours and excursions. Our

members also open their private homes or residences

for special events. We organize cooking

events to present Austrian culinary art, last year

it was Christmas cookies we demonstrated in the

kitchen of the Brazilian residence. Additionally,

we invite our members every year to an “Advent

concert” before Christmas, usually in cooperation

with an embassy on its premises.

Who can become a member of WA?

Our target group are the spouses—regardless of

gender or nationality—of every single diplomat

who is accredited to Austria (bilaterally or to an

international organization). Everyone is entitled

to apply for membership, as long as they are in

a diplomatic state. We also have Austrian members,

spouses of Austrian diplomats or others.

Our board is an international team of Austrians,

Austrian diplomats’ spouses, and international

members from all corners of the world, all of

them full of enthusiasm to create the most exciting

program for our members!

Welcome to Austria

Hofburg, Stallburg

Reitschulgasse 2/2.OG

A-1010 Vienna

Tel : +43-1- 535 88 36

Fax: +43-1- 535 88 37

office@welcome-to-austria.org

welcome-to-austria.org

image/s by Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig


BILDUNG

INTERVIEW

Brücken bauen durch

Bildung und Austausch

Seit 1950 engagiert sich Fulbright Austria für den akademischen und kulturellen Aus -

tausch zwischen Österreich und den USA. Zum 75-jährigen Jubiläum gibt Executive

Director Dr. Hermann Agis Einblick in die Entwicklung des Programms, dessen Erfolge

und Herausforderungen, und spricht über die Zukunft des transatlantischen Dialogs.

Foto/s © Barbara Lachner

Fulbright Austria wurde bereits 1950 gegründet.

Wie hat sich das Programm seither verändert? Was

waren die größten und wichtigsten Meilensteine?

Als binationale Kommission fördern wir das gegen ­

seitige Verständnis sowie den Austausch in Wissenschaft

und Kultur zwischen Österreich

und den USA. Unsere zentralen Auf -

gaben sind die Vergabe der Fulbright-

Stipendien und die Administration

des US-Fremdsprachenassistenzprogramms

des Bildungsministeriums.

Seit 1950 haben wir uns stetig

weiterentwickelt. Heute zählen wir

über 11.000 Alumni:ae – mehr als

6.700 Fulbright-Stipendiat:innen und

rund 4.700 US-Fremdsprachenassistent:innen.

Ein großer Meilenstein war

1962 die Übernahme der Administration

des Fremdsprachenassistenzprogramms,

das seit dem kontinuierlich

gewachsen ist. Im Jahr 2024/25

nehmen 168 US-Amerikaner:innen

daran teil.

Prägend waren die stetige Ausweitung

unserer Programme und die Partnerschaften

mit inzwi­

Fulbright Executive Director

Hermann Agis

schen 23 österreichischen

und mehreren

US-Institutionen. 2016 führten wir

das Community-Based Combined

Grant ein, das Service Learning

und gesellschaftliches Engagement fördert. In den

letzten Jahren kamen gezielt Programme für Musik

und bildende wie dar stellende Kunst hinzu. Neue

Visiting Professorships – etwa mit der TU Wien und

der Akademie der bildenden Künste Wien – stärken

zusätzlich den Austausch.

Ein Ziel des Fulbright-Programms war immer, die

Beziehungen zwischen den USA und Österreich zu

fördern. Welche Erfolgsgeschichten oder Beispiele

gelungener Zusammenarbeit fallen Ihnen ein?

Wo wird der Erfolg besonders spürbar?

Erfolgsgeschichten begegnen mir fast täglich – in

Form von Alumni:ae, die heute als Professor:innen,

Künstler:innen, Unternehmer:innen oder Politiker:innen

wirken, oder durch persönliche Rückmeldungen

über prägende Erfahrungen.

Besonders spürbar ist der Erfolg in den Netzwerken,

die daraus entstehen. Viele Rückkehrer:innen

engagieren sich als Mentor:innen,

Brückenbauer:innen und Spender:innen. Zwei

aktuelle Beispiele: 2023 wurde unsere Alumna

Berit Gilma (Fulbright Studentin 2019–20) für

einen GRAMMY in der Kategorie „Best Boxed or

Special Limited-Edition Package“ nominiert.

Und am 6. Juni 2025 wurde Heinz Faßmann,

ÖAW-Präsident und Fulbright Scholar 2004–05,

mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen mit

dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich

ausgezeichnet.

Jede:r Teilnehmer:in ist eine Erfolgsgeschichte –

viele davon finden sich auch auf unserer Website:

fulbright.at/stories

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für

das Fulbright-Programm in den nächsten Jahren?

Die größte Herausforderung bleibt, Austauschprogramme

möglichst vielen Talenten zugänglich zu

machen. Steigende Lebenshaltungskosten, Studiengebühren

und geopolitische Unsicherheiten

fordern uns dabei besonders heraus. Persönliche

Begegnung ist und bleibt unser Kern, aber auch

unsere digitale Präsenz gewinnt an Bedeutung.

Zur Sicherung unseres Qualitätsniveaus und

zum Ausbau unserer Programme

sind wir weiterhin auf die Unterstützung

von Spender:innen,

Partnerinstitutionen und politischer

Entscheidungsträger:innen

angewiesen. Unser Ziel bleibt:

Bildung als Brücke – zwischen Menschen, Disziplinen

und Nationen.

Abschließend:

75 Jahre nach der Gründung ist Fulbright Austria

heute mehr denn je ein Ort der Begegnung, des

Austauschs und der Inspiration—connecting

peoples, connecting nations, connecting generations.

Gemeinsam mit unseren Partnern in

Österreich und den USA wollen wir weiterhin

dazu beitragen, dass Bildung und gegenseitiges

Verständnis im Zentrum einer offenen Gesellschaft

stehen.

Wenn Sie unsere

Arbeit unterstützen

möchten:

fulbright.at/support

77

Issue

N 388


DIPLOMATIE

PAN

Neues von PaN

Der Dachverband aller österreichisch-ausländischen Gesellschaften –

PaN blickt auf ereignisreiche Monate zurück. Stets mit dem Ziel, Beziehungen

zwischen fremden Staaten und Österreich zu stärken, wurden wieder zahl -

reiche Veranstaltungen und Treffen organisiert.

Kranzniederlegung zu Ehren Don José de San

Martins am Nationalfeiertag Argentiniens

Anlässlich des argentinischen Nationalfeiertags

fand auch heuer wieder eine feierliche Kranzniederlegung

zu Ehren des argentinischen Nationalhelden

Don José de San Martin in Wien statt.

Die Gedenkveranstaltung, die in enger Zusammenarbeit

zwischen der Botschaft der Argentinischen

Republik und der Österreichisch-Argentinischen

Gesellschaft (ÖAG) organisiert wurde, würdigte

nicht nur das historische Erbe San Martins, sondern

auch die langjährige Freundschaft zwischen

Österreich und Argentinien.

78

Der Vorstand der ÖAG mit S.E. Botschafter Gustavo Zlauvinen vor dem Denkmal des

argentinischen Freiheitshelden Don José de San Martin

Sommerempfang der

Österreich-Vereinigte

Arabische Emirate

Gesellschaft (ÖVAEG)

Die Österreich-Vereinigte Arabische Emirate Gesellschaft

(ÖVAEG) lud zu einem festlichen Sommerempfang

in das Schloss Neuwaldegg ein. Die Veranstaltung

würdigte die aktive Rolle der ÖVAEG im bilateralen

Austausch zwischen Österreich und den Vereinigten

Arabischen Emiraten und bot hochrangigen Vertreterinnen

und Vertretern aus Diplomatie, Wirtschaft,

Wissenschaft und Kultur eine exklusive Plattform

zum persönlichen Dialog.

Sri Lanka Afternoon

in den Blumengärten

Hirschstetten

In die Blumengärten von Hirschstetten lud die Österreich-Sri

Lanka Gesellschaft-PaN zu einem „Sri Lanka

Afternoon“ unter dem Ehrenschutz des Botschafters von

Sri Lanka, S.E. Botschafter Matota M.R. Lenagala, Anfang

Juni Mitglieder und Freundinnen und Freunde ein.

Foto/s © Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig, Sora, Ö-Sri Lanka-Gesellschaft

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


Student-Centered. Innovative. Adaptive.

The American International School Vienna empowers

each student with the skills and character strengths

necessary to be positively impactful global citizens

who strive for personal growth and excellence in an

ever-changing world.

Set within the rich cultural context of Austria and the

beauty of the Vienna Woods, the American International

School Vienna is one of the top international schools in

the country. Founded in 1959, AIS Vienna today proudly

serves 800 students, representing 80 nationalities,

from Pre-Kindergarten through Grade 12 (IB Diploma

or American Diploma). By living our core values --

respect, aspire, and achieve -- we ensure that students

develop the intellectual and emotional skills to think

critically and succeed as globally-minded citizens.

Teachers at AIS Vienna are dedicated educators who

take a deeply personal interest in their students. Given

the globally mobile nature of our community, we pride

ourselves on successfully guiding our students as they

transition into and out of our program to a variety of

schools and curricula worldwide.

At AIS Vienna students benefit from an adapted

American curriculum through Grade 10 and the IB

Diploma Programme (IBDP) in Grades 11 and 12. Built

on the foundation of the US Common Core Standards

and holistic American-style education, we integrate

best practice curricula and teaching methods from the

IB and other respected educational programs to deliver

a child-centered, internationally-minded program that

is both flexible and rigorous.

Our Elementary School program (Pre-Kindergarten

to Grade 5) focuses on inquiry-based, transdisciplinary

learning, and international mindedness while

maintaining the flexibility to offer unique opportunities

to our learners, such as our strings program introduced

in Grade 3, hands-on science and innovation program,

and best practice math and reading curricula aligned

with the US Common Core Standards.

Our Middle School (Grade 6 to 8) builds on these

learning principles offering a program specific to this

developmental stage in our students’ lives. Middle

School teachers specialize in working with young

adolescents and understand the specific physical,

emotional, and social changes experienced by this age

group. We have crafted a program that allows students

to explore their interests and develop their talents

through a wide range of elective offerings, preparing

them for the academic rigor of High School at AISV or

any international or IB school.

In High School (Grade 9-12) students are supported

academically and emotionally as they prepare for life

beyond school. All students graduate with a US high

school diploma with the majority also completing the

requirements of the full IB Diploma. We are particularly

proud of having some of the highest average IB scores

in Austria, evidencing our strength in preparing our

students for this challenging program. In addition, our

college counseling team works with students and their

families actively guiding and advising them through

the college application in America, Europe, and the

rest of the world.

Find out more at ais.at


DIPLOMATIC EVENTS

AROUND THE WORLD

The Netherlands:

King’s Day

On the occasion of King’s Day, the Ambassador of the Netherlands to

Austria and Permanent Representative to the United Nations Organizations

in Vienna, H.E. Peter Potman and the Chargée d’Affaires of the

Netherlands to the OSCE, Suzanne de Groot, invited to a reception at

the Dutch residence.

80

The Chargé d’Affaires of the Republic of Poland in Austria, Zenon

Kosiniak-Kamysz, and the Chargé d’Affaires of Poland to the United

Nations and International Organizations in Vienna, Jacek Sawicz,

extended an invitation to celebrate Poland’s National Day—

Constitution Day at the Polish Embassy.

Poland:

National Day

Lansky, Ganzger,

Goeth + Partner &

European Brand

Institute: Roof Top

Reception

Lansky, Ganzger, Goeth + Partner & European Brand Institute

invited to a rooftop reception at the firm’s premises to celebrate

World Brand Day with brand managers, business

leaders and media representatives and to recognize the

strategic relevance of brands

image/s by Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig/Karakan

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


DIPLOMATIC EVENTS

AROUND THE WORLD

At the “Haus der Industrie”, the Coudenhove-Kalergi European Prize was

awarded to Vjosa Osmani-Sadriu, President of the Republic of Kosovo for her

commitment to relations with Euro-Atlantic partners, as well as her dedication

to the pro-European orientation, democracy, and the rule of law. The Coudenhove-Kalergi

European Prize is awarded every two years by the Coudenhove-Kalergi

Society of Europe to an individual who, through outstanding

actions, has contributed to the political development of Europe.

Awarding of the

Coudenhove-

Kalergi European

Prize

81

Israel:

77 th Independence

Day & Israel Friendship

Award

The Ambassador of Israel to Austria, H.E. David Roet, invited to

Israel’s 77 th Independence Day Reception and the Israel Friendship

Award, which, this year, was awarded to former Chancellor

Karl Nehammer, Ambassador Peter Launsky-Tieffenthal and to

Marie-Louise Weissenböck.

image/s by Pobaschnig

On the occasion of the 300 th Anniversary of Consular and Diplomatic relations

between Tunisia and Austria, the Ambassador of Tunisia, H.E. Samia Ilhem Ammar,

invited to the “Tunisian-Austrian Renewable Energy Forum” at Palais Niederösterreich.

The forum brought together important Austrian Institutions, such as the

Austrian Economic Chamber, the Federation of Austrian Industries, the Austrian-

Arab Chamber of Commerce, the Ministry for European and International

Affairs and the Ministry for Economy, Energy and Tourism.

Tunisian-Austrian

Renewable

Energy Forum

Issue

N 388


DIPLOMATIC EVENTS

AROUND THE WORLD

Italy:

National

Day

On the occasion of Italy’s National Day, the Italian Ambassador to

Austria, H.E. Giovanni Pugliese, the Ambassador of the Permanent

Mission of Italy to the United Nations in Vienna, H.E. Debora Lepre, and

the Ambassador of the Permanent Mission of Italy to the OSCE, H.E.

Andrea Cascone, hosted a festive reception at Palais Metternich, home

of the Italian Embassy.

82

Ambassador and Permanent Representative of the UK to the UN in Vienna,

H.E. Lindsay Skoll CMG, the Permanent Representative to the IAEA and

CTBTO, H.E. Ambassador Corinne Kitsell OBE and the Head of the UK Delegation

to the OSCE, H.E. Ambassador Neil Holland invited to a festive Garden

Reception at the beautiful British Ambassador’s Residence. In addition to

culinary and musical highlights, the British company LUSH, offered a bath

bomb workshop and a small glimpse into their extensive range of cosmetics.

UK: 77 th Birthday

of His Majesty

King Charles III

Georgia:

National

Day

On the occasion of Georgia’s National Day, the Ambassador of

Georgia to Austria and Permanent Representative of Georgia

to the OSCE and other International Organizations in Vienna,

H.E. Alexander Maisuradze and Ms. Tea Kiknadze, invited to a

reception in the Oval Hall of the Museumsquartier.

image/s by Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig/Karakan

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


DIPLOMATIC EVENTS

AROUND THE WORLD

On the occasion of the National Day of Luxembourg, also referred to as

Grand Duke’s Birthday or “Groussherzogsgebuertsdag”, the Ambassador

of Luxembourg to Austria, H.E. Jean Graff, invited to a garden party

at his residence.

Luxembourg:

Garden Party

83

USA:

Independence Day

Party

On the occasion of the 249th Anniversary of the Declaration of Independence

of the United States of America, Chargé d’Affaires, a.i., of the United

States of America to the International Organizations in Vienna, Mr. Howard

Solomon, had the pleasure of hosting a garden party at the residence for

invited guests.

image/s by U.S. Mission to International Organizations in Vienna

The Ambassador of the Sovereign Military Order of Malta to

Austria, H.E. Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath, invited

to the celebration of the order holiday on the premises of

St. Johanns Club.

Sovereign Military

Order of Malta:

Reception

Issue

N 388


DIPLOMATIC EVENTS

AROUND THE WORLD

Russia:

National Day

On the occasion of the National Day of the Russian Federation, the

Ambassador of Russia to Austria, the Permanent Representative of Russia

to the International Organizations in Vienna and the Permanent Representative

of Russia to the OSCE invited to a reception at the Embassy.

Due to the upcoming completion of his mission, H.E. Dmitrii Liubinskii

and Mrs. Elena Liubinskaia took the opportunity to say goodbye.

84

To celebrate the National Day and the Armed Forces Day, the Ambassador

of Croatia to Austria, H.E. Daniel Gluncic, the Ambassador of Croatia to the

OSCE, UN and other International Organizations in Vienna, H.E. Mario Horvatic

and the Defense Attaché, Lieutenant Colonel Mario Pavlak, invited to

a festive reception in the Gloriette of Schönbrunn’s Palace Park.

Croatia:

National Day

Egypt: Reception

in honor of

H.E. Ghada Waly

The Ambassador and Permanent Representative of Egypt in

Austria, H.E. Mohamed Nasr, invited to a reception in honor

of H.E. Ghada Waly, Director-General of UNOV and Executive

Director of UNODC, at the Egyptian Embassy.

image/s by Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig, Botschaft der Russischen Föderation/Karakan

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


DIPLOMATIC EVENTS

AROUND THE WORLD

On the occasion of the 127 th Anniversary of the Proclamation of Philippine

Independence and Nationhood, the Ambassador and Permanent

Representative of the Philippines, H.E. Evangelina Lourdes A. Bernas

and Mr. John Aloysius S. Bernas invited to a reception at Klimt Villa.

Philippines: 127 th

Anniversary of

Independence and

Nationhood

85

Summer Party of

Rudolfinerhaus

Private Clinic

The Rudolfiner Society—Red Cross and the Rudolfinerhaus Private

Clinic hosted their traditional summer festival in the beautiful park

of the Rudolfinerhaus. Numerous guests enjoyed the beautiful

summer evening together with Vienna’s Mayor Michael Ludwig, who

also attended the party.

image/s by Karakan, Pobaschnig

The Ambassador and Permanent Representative of Japan to the

International Organizations in Vienna, H.E. Atsushi Kaifu, invited to

the annual Garden Party at the Japanese Ambassador’s Residence.

The guests were taken on a culinary journey through Japan and had

the chance to witness a traditional tea ceremony as well as a live

cooking session.

Japan:

Annual

Garden Party

Issue

N 388


DIPLOMATIC EVENTS

AROUND THE WORLD

Swedish

Midsommarfest

and Farewell

The Ambassador and Permanent Representative of Sweden, H.E.

Annika Markovic, invited to a Swedish Midsommarfest at the Embassy

of Sweden/Schwedenhaus Wien, in the framework of which she also

bid farewell to her colleagues and friends.

86

AMADEUS Festival Director Karen Goh invited to the festive Opening

Gala of the AMADEUS Festival 2025 at AMADEUS International School

Vienna. This year marked an especially significant milestone as the festival

celebrated its 5th Anniversary under the theme „Women & Culture“.

The evening was highlighted by a wonderful debut performance of the

Vienna Girls Choir.

Opening Gala of

the AMADEUS

Festival 2025

Canada Day

Celebration

H.E. Troy Lulashnyk, Ambassador of Canada to Austria &

Ambassador and Permanent Representative to the International

Organizations in Vienna, together with H.E. Véronique

Pepin-Hallé, Ambassador and Permanent Representative of

Canada to the OSCE, invited to the traditional Canada Day

Reception at the Official Residence of Canada.

image/s by Diplomatic SOCIETY/karakan/Pobaschnig

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


LIFE STYLE

RESTAURANT

Authentische

italienische Kulinarik

im Herzen Wiens

Das weit über die Grenzen Wiens hinaus

bekannte Ristorante Sole, das Aki Nuredini

bereits im Jahr 1983—ursprünglich als

Frullateria—gegründet hat, steht heute für

Beständigkeit, höchste Qualität und Dolce

Vita inmitten der Wiener Innenstadt.

Mit frischen Zutaten und saisonalen Gerichten,

feinsten Antipasti, handgemachter Pasta und Pizzen

aus dem Steinofen, begleitet von einer erlesenen

Auswahl an italienischen, österreichischen und

internationalen Weinen, kreiert das Ristorante Sole,

das Aki Nuredini heute mit seinem Sohn Agron führt,

ein kulinarisches Erlebnis, das namhafte Künstler:innen,

Sportler:innen und Komponist:innen und

alle Liebhaber:innen frischer italienischer Küche seit

Jahrzehnten zu schätzen wissen.

Gleich neben dem Restaurant befindet sich die Bar

Sole, die mit besten Weinen, Hausbrand Kaffee,

Stuzzichini, Antipasti, Panini oder hausgemachter

Pizza aufwartet und ein idealer Ort für Afterwork

Drinks, einen Aperitiv vor dem Essen oder einen

gemütlichen Abend mit Freunden ist.

Foto/s ©Brianna Pfaffel

Ristorante Sole

Annagasse 8-10, 1010 Wien

Mo—So: 11:30 bis 23:00 Uhr

Tel.: +43-(0)-1-513 40 77

office@ristorante-sole.at

ristorante-sole.at

Issue

N 388


AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE

NEW ACCREDITATIONS

Ambassadors’

Caleidoscope

New Accreditations

Ambassadors resident in Vienna.

Last update June 2025

Bangladesh

Georgia

Iran

88

H.E. Toufique Hasan

Born on January 1, 1975

EDUCATION

Bachelor’s Degree in Social Sciences,

University of Dhaka, Bangladesh

Master’s Degree in International Relations,

University of Dhaka, Bangladesh

CAREER

2001-2005 Assistant Secretary, Consular

Wing/Protocol Wing, MFA, Dhaka

2005-2008 Second Secretary/First Secretary,

Embassy of Bangladesh in Paris, France

2009-2012 First Secretary/Counsellor,

Embassy of Bangladesh, Bangkok, Thailand

2012-2014 Director, Foreign Secretary’s

Office/Europe Wing/SAARC &

BIMSTEC Wing, MFA

2014-2017 Counsellor/Minister, Embassy

of Bangladesh in Washington, DC, USA

2017-2022 Deputy High Commissioner,

Bangladesh Deputy High Commission,

Kolkata, India

2022-2024 Director General, Public

Diplomacy Wing/East Asia & Pacific Wing, MFA

2024-2025 Director General,

United Nations Wing, MFA

Since March 2025 Ambassador of

Bangladesh to Austria

H.E. Alexander Maisuradze

Born on September 6, 1973

EDUCATION

Diploma, Georgian Agrarian University

CAREER

1998-2000 Attaché, Disarmament and

Arms Control Division, Military-Political

Department, MFA

1999-2000 Second Secretary, Disarmament

and Arms Control Division, Military-Political

Department, MFA

2000-2002 Deputy Head of Disarmament

and Arms Control Division

2002-2005 Head of Arms Control and New

Threats Division, Department of Security

Policy and Euro-Atlantic Integration, MFA

2006-2008 Director, Department

for Security Policy and Euro-Atlantic

Integration, MFA

2008-2012 Deputy Head of Mission to NATO

2012-2015 Deputy Permanent

Representative to the OSCE and other

International Organizations in Vienna

2015-2020 Head of Mission to the North

Atlantic Treaty Organization (NATO)

2020-2024 Permanent Representative

to the UN Office and other International

Organizations in Geneva

Since March 2025 Ambassador of Georgia

to Austria

H.E. Asadollah Eshragh

Jahromi

Born on September 11, 1972, Jahrom

EDUCATION

Bachelor’s Degree in Diplomatic Relations,

College of International Relations of Ministry

of Foreign Affairs

Master’s Degree in Regional Studies,

College of International Relations of MFA

Ph.D. Public International Law,

Tehran Science and Research University

CAREER

1995 Joined the Ministry of Foreign Affairs

of Iran

1995-2000 Expert, Human Rights

Department, MFA

2001-2004 Counsellor, International and

Legal Expert, Embassy of Iran in South Africa

2005-2007 Deputy, Human Rights

Department, MFA

2007-2010 Counsellor, International and

Legal Expert, Permanent Mission of Iran to

the United Nations and other International

Organizations in Geneva, Switzerland

2010-2013 Director, Women International

Affairs and Human Rights Department, MFA

2014-2015 Counsellor, International and

Legal Expert, Permanent Mission of Iran

to the United Nations Office and other

International Organizations in Vienna

2015-2018 Deputy Permanent Representative,

Permanent Mission of Iran to the UN Office

and other IO in Vienna

2019-2021 Deputy Director General,

International Peace and Security

Department, MFA

2021-2024 Director General, International

Peace and Security Department, MFA

Since March 2025 Ambassador of Iran

to Austria

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


Diplomatic SOCIETY presents the newly accredited

Ambassadors to Austria with name, photo and CV.

AMBASSADORS' CALEIDOSCOPE

NEW ACCREDITATIONS

Peru

Thailand

image/s by Paul Kulec und Peter Lechner/HBF

H.E. Maria Eugenia Echeverria

De Pury

Born on July 30

EDUCATION

Bachelor’s Degree in International Relations,

Diplomatic Academy of Peru

Master’s Degree in History and International

Politics, Graduate Institute of International

Studies, Geneva, Switzerland

CAREER

1985-1991 Third to First Secretary,

Permanent Mission of Peru to the

International Organizations in Geneva

1997 First Secretary, Cabinet of the Vice

Minister and Secretary General, MFA

2002-2004 First Secretary, Direction of

Economic Organizations, MFA

2004-2007 Counsellor, Direction of Social

and Special Affairs, MFA

2007-2010 Counsellor, Embassy of Peru to

Belgium and Luxembourg and Permanent

Mission to the European Union

2010-2013 Minister Counsellor, Embassy of

Peru to Morocco

2013-2017 Minister, Director of International

Cooperation, MFA

2017-2022 Ambassador of Peru to Romania,

Croatia, Moldova, North Macedonia and

Montenegro

2022-2024 Director General for Economic

Affairs, MFA

Since March 2025 Ambassador of Peru

to Austria

H.E. Pattarat Hongtong

Born on September 26, 1966

EDUCATION

Bachelor’s Degree in International Affairs,

Thammasat University

Master’s Degree in International Relations,

Sophia University, Japan

CAREER

1989 Joined the Ministry of Foreign Affairs,

Attaché, Europe Division, Department of

Political Affairs

1993 Attaché, Division IV, Department of East

Asian Affairs, Third Secretary, Division IV,

Department of East Asian Affairs

1995 Second Secretary, Division IV,

Department of East Asian Affairs, Second

Secretary, Royal Thai Embassy, Bern

1998 First Secretary, Royal Thai Embassy, Bern

2000 First Secretary, Commerce and Industry

Division, Department of ASEAN Affairs

2001 First Secretary, Royal Thai Embassy,

Moscow

2005 Counsellor, Royal Thai Embassy,

Moscow, Counsellor, Peace, Security and

Disarmament Division, Department of

International Organizations

2009 Chief, Secretariat of the

Department of East Asian Affairs

2012 Minister-Counsellor, Royal Thai

Embassy, Tokyo

2015 Director, Devawongse Varopakarn

Institute of Foreign Affairs, Office of the

Permanent Secretary

2017 Deputy Director-General,

Department of Consular Affairs

2019 Director-General, Thailand International

Cooperation Agency

2021 Ambassador of Thailand to India

Since March 2025 Ambassador of Thailand

to Austria

89

Issue

N 388


AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE

IN AUSTRIA

90

Ambassadors’

Caleidoscope

Afghanistan Angola Azerbaijan Bolivia

Ambassadors resident in Vienna.

Last update: June 2025

Foreign representatives in Austria

123 bilateral Ambassadors are representing their countries in Austria. Diplomatic SOCIETY presents

them with name, picture and day of accreditation.

H.E Ms. Manizha Bakhtari

since 07.01.2021

H.E. Ms. Isabel de Jesus

da Costa Godinho

since 20.06.2023

H.E. Mr. Rovshan Sadigbayli

since 12.09.2021

Albania Argentina Bangladesh Bosnia and Herzegovina

H.E. Mr. Fatmir Velaj

since 26.06.2024

H.E. Mr. Gustavo Rodolfo

Zlauvinen

since 09.03.2023

H.E. Mr. Toufique Hasan

since 11.03.2025

Algeria Armenia Belarus Brazil

H.E. Mr. Larbi Latroch

since 20.06.2023

H.E. Mr. Andranik Hovhannisyan

since 18.11.2024

H.E. Mr. Andrei Dapkiunas

since 30.09.2020

Andorra Australia Belgium Bulgaria

H.E. Mr. Jaume Serra Serra

since 13.01.2020

H.E. Mr. Ian David Grainge Biggs

since 20.06.2023

H.E. Ms. Caroline Vermeulen

since 16.09.2022

Ms. Maria Jolanta

Materna Gorna

Chargée d’Affaires, since 05.04.2023

H.E. Mr. Sinisa Bencun

since 29.09.2023

Mr. Cesar Augusto Vermiglio

Bonamigo

Chargé d’Affaires since 28.01.2025

H.E. Ms. Desislava Naydenova-

Gospodinova

since 09.03.2023

image/s by Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd,, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud, SOCIETY/Pobaschnig, Clemens Schwarz

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


Burkina Faso Costa Rica Czech Republic Egypt

AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE

IN AUSTRIA

H.E. Ms. Maimounata Ouattara

since 20.06.2023

H.E. Ms. Olga Marta Sauma Uribe

since 18.12.2024

H.E. Mr. Jiří Šitler

since 16.09.2022

H.E. Mr. Mohamed Ibrahim

Nasr Salem

since 10.09.2024

Canada Côte d’Ivoire Denmark El Salvador

H.E. Mr. Troy Lulashnyk

since 12.01.2022

H.E. Mr. Yacouba Cisse

since 20.06.2023

H.E. Mr. Christian Gronbech-

Jensen

since 03.11.2022

H.E. Ms. Julia Emma

Villatoro Tario

since 13.01.2020

Chile Croatia Dominican Republic Estonia

91

H.E. Mr. Alex Wetzig Abdale

since 15.01.2024

H.E. Mr. Daniel Glunčić

since 13.01.2020

H.E. Ms. Angela Marianna

Vigliotta Mella

since 20.02.2024

H.E. Ms. Merle Pajula

since 16.09.2022

China Cuba DPR Korea Finland

H.E. Ms. Mei Qi

since 09.03.2023

H.E. Mr. Pablo Berti Oliva

since 09.03.2023

H.E. Mr. Kang Il Choe

since 14.03.2020

H.E. Ms. Nina Irmeli Vaskunlahti

since 21.11.2023

Colombia Cyprus Ecuador France

H.E. Ms. Laura Gabriela

Gil Savastano

since 29.09.2023

H.E. Mr. Andreas Ignatiou

since 20.02.2024

H.E. Ms. Mireya del Carmen

Muñoz Mera

since 12.01.2022

H.E. Mr. Matthieu Nicolas

Dominique Peyraud

since 18.12.2024

Issue

N 388


AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE

IN AUSTRIA

92

Georgia

H.E. Mr. Alexander Maisuradze

since 11.03.2025

Germany

H.E. Mr. Vito Dietrich Cecere

since 29.09.2023

Honduras

H.E. Elena María Freije Murillo

since 09.03.2023

Holy See

H.E. Mr. Archbishop Pedro

López Quintana

since 14.06.2019

Indonesia

H.E. Mr. Damos Dumoli Agusman

since 16.03.2022

Iran

H.E. Mr. Asadollah Eshragh

Jahromi

since 11.03.2025

Italy

Japan

Ghana Hungary Iraq Jordan

H.E. Ms. Matilda Aku Alomatu

Osei Agyeman

since 17.12.2024 (designated)

Greece Iceland Ireland Kazakhstan

H.E. Mr. Georgios Iliopoulos

since 15.01.2024

H.E. Ms. Edit Szilagyine Batorfi

since 29.09.2023

Mr. Qais Abdullah Sulaiman

Sulaiman

Chargé d‘Affaires

since 13.05.2025

Guatemala India Israel Kenya

Mr. Gabriel Orellana Zabalza

Chargé d’Affaires, since 16.06.2025

H.E. Ms. Helga Hauksdottir

since 29.09.2023

H.E. Mr. Shambhu Santha

Kumaran

since 26.06.2024

H.E. Ms. Barbara Cullinane

since 10.09.2024

H.E. Mr. David Yitshak Roet

since 21.11.2023

H.E. Mr. Giovanni Pugliese

since 20.02.2024

H.E. Mr. Kiminori Iwama

since 21.01.2025

H.E. Mr. Mohammed Sameer

Hindawi

since 10.09.2024

H.E. Mr. Mukhtar Tileuberdi

since 29.09.2023

H.E. Mr. Maurice Makoloo

since 20.02.2024

image/s by Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd,, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud, SOCIETY/Pobaschnig, Clemens Schwarz

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY


Kosovo

Lebanon

Malaysia

Montenegro

AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE

IN AUSTRIA

Mr. Albinot Bimbashi

Chargé d’Affaires, since 07.12.2022

H.E. Mr. Ibrahim Assaf

since 5.12.2017

H.E. Mr. Ikram bin Mohd Ibrahim

since 12.01.2022

H.E. Ms. Stanica Andic

since 20.04.2024 (designated)

Kuwait

Libya

Malta

Morocco

H.E. Mr. Talal Sulaiman Alfassam

since 16.09.2022

H.E. Mr. Osama Abduljalil Ahmed

Abdulhadi

since 16.03.2022

H.E. Ms. Natasha Meli Daudey

since 06.11.2018

H.E. Mr. Azzeddine Farhane

since 10.07.2019

Kyrgyzstan Liechtenstein Mexico Myanmar

93

H.E. Ms. Nurzhana

Shaildabekova

since 22.04.2025 (designated)

H.H. Ms. Maria-Pia Kothbauer

Prinzessin v.u.z.L.

since 11.12.1997

H.E. Mr. Jose Antonio

Zabalgoitia Trejo

since 20.02.2024

H.E. Mr. Min Thein

since 07.12.2020 (designated)

Laos Lithuania Moldova Namibia

Ms. Viengxay Thammavong

Chargée d’Affaires, since 04.06.2025

H.E. Ms. Lina Ruksteliene

since 11.01.2023

H.E. Ms. Victoria Rosa

since 10.09.2024

H.E. Mr. Vasco Mushe Samupofu

since 20.06.2023

Latvia Luxembourg Mongolia Netherlands

H.E. Ms. Guna Japiņa

since 12.09.2021

H.E. Mr. Jean Graff

03.11.2022

H.E. Mr. Tsengeg Mijiddorj

since 12.01.2022

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Issue

N 388


AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE

IN AUSTRIA

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since 16.09.2022

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Order of Malta Philippines Russian Federation

94

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Centeno

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Nigeria

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North Macedonia

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Norway

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Schoenaich-Carolath

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Pakistan Poland San Marino

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Akhtar Malik

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Palestine

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Panama

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(designated)

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Fernandez

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Kosiniak Kamysz

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Portugal

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Coelho de Almeida e Sousa

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Qatar

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Al-Hamadi

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Republic of Korea

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Serbia

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AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE

IN AUSTRIA

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Molekane

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Spain Tajikistan Ukraine Venezuela

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since 21.11.2023

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Errasquin

since 26.06.2024

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since 12.01.2022

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95

Sri Lanka

Tanzania

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Kulatilaka Lenagala

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Issue

N 388


ÖGAVN

EVENTS

Einblicke in die Praxis –

Generationenübergreifende

Vernetzung – International Leadership

Mittwochmittag, 12.00 Uhr, trifft man sich im zweiten Stock der Wiener Stallburg.

Dort betreibt die Österreichische Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten

Nationen (ÖGAVN) ihre Clubräume, in denen wöchentlich hochkarätige Gäste aus

der ganzen Welt Vorträge für alle Generationen halten.

96

m Mittelpunkt des ÖGAVN-Programms

steht der Internationale

I

Club (IC), der von ÖGAVN-Präsidenten

BK a.D. Wolfgang Schüssel initiiert

wurde und seit über 15 Jahren einen

Beitrag zum außenpolitischen Verständnis

leistet, Einblicke in geopolitische

Zusammenhänge bietet und

Österreichs Außenpolitik breiten

Kreisen der Bevölkerung

näherbringt. Der ehemalige

israelische Premierminister

Ehud Olmert und der frühere

Außenminister der Palästinensischen

Autonomiebehörde

Nasser Al-Kidwa warben zum

Beispiel für ihren „Friedensplan

für den Nahen Osten“; die

beiden ehemaligen österreichischen

EU-Kommissare Johannes

Hahn und Franz Fischler

diskutierten mit dem Publikum

über Europas Rolle in der Welt

und Helga Schmid gab Einblicke in die

Arbeit der OSZE und ihrer Tätigkeit als

Generalsekretärin; Helga Berger, Österreichs

Vertreterin beim Europäischen

Rechnungshof, referierte über Resilienz

und Wettbewerbsfähigkeit der EU.

Die Vorträge befassen sich aber auch

insbesondere mit den Vereinten Nationen,

die 2025 ihr 80-jähriges Jubiläum

feiern, wenngleich sie auch vor zahlreichen

Herausforderungen stehen. Die

langjähre UN-Expertin und ÖGAVN-Vorstandsmitglied

Angela Kane diskutierte

mit Studierenden im Rahmen der Winter

Stefan Löfven mit Bernd Hermann und Studierenden des ILP-Austria

Edition der Vienna International Centre

Model United Nations (VICMUN) über

Neutralität in Internationalen Organisationen

und beantwortete viele Fragen

zur Zukunft des Multilateralismus. Professor

Charlotte Ku aus Texas befasste

im Uhrzeigersinn v li oben ÖGAVN Präs. Wolfgang Schüssel — Paul Mychalewicz, Pepi Höchtl, Friedhelm

Frischenschlager und Franz Fischler — Ursula Plassnik, Helga Berger, Wolfgang Schüssel; ÖGAVN-GS Bernd

Hermann — Gregor Woschnagg, Ursula Plassnik, Johannes Hahn, Wolfgang Schüssel, Alexander Christiani

sich mit dem International Court of Justice

und den USA. Der ehemalige U.S.

Botschafter Christopher Hill sprach über

die U.S. Außenpolitik in herausfordernden

Zeiten. UNOOSA Direktorin Aarti

Holla-Maini gab Einblicke in die unendliche

Welt des Outer Space.

Um einen besonderen Fokus auf

Youth Leadership im Internationalen

Bereich zu setzen, hat

ÖGAVN-Generalsekretär Bernd

Hermann das International Leadership

Programme – Austria

(ILP-Austria) gegründet, bei dem

auch zahlreiche ÖGAVN-Referenten

den Austausch mit der

Jugend schätzen. Im Rahmen

eines Abendessens mit dem

ehemaligen schwedischen Premierministers

Stefan Löfven

und eines Frühstücks mit dem

renommierten Politik-Professor

Carlo Masala diskutierten

die Experten im Kleingruppenformat

mit Young Professionals über eine neue

Weltordnung, Sicherheitsaspekte in

Europa und geopolitische Herausforderungen.

Kommunalpolitikerin Shannon

Seban aus Frankreich und EU-Erweiterungs-Experte

Botschafter Klaus Wölfer

referierten über die Zusammenarbeit

innerhalb der EU bzw. mit Nachbarstaaten,

die einen EU-Beitritt anstreben.

Ein besonderes Highlight stellte die

Präsentation von Wolfgang Schüssels

Buch „Mit Zuversicht – Was wir von

gestern für morgen lernen können“

dar, welches zu seinem 80. Geburtstag

erschienen ist. Bewegende Momente

der Geschichte, seine eigene politische

Karriere aber auch die großen Themen

dieser Zeit wurden nicht nur mit den

Gästen der ÖGAVN diskutiert, sondern

sind auch in inspirierenden Erzählungen

im Buch zusammengefasst.

Lesen lohnt sich – nicht nur sein Buch,

sondern auch das 2024 von Schüssel

initiierte Magazin „European Voices“,

welches gemeinsam mit DiePresse

herausgegeben wird.

Foto/s © ÖGAVN, Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig

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GASTBEITRAG

EMIL BRIX

Die gar nicht so sanfte

„Sanfte Macht“

Vor wenigen Wochen ist mit Joseph Nye jener Politikwissenschaftler gestorben,

der den Begriff der „sanften Macht“ („Soft Power“) weltweit populär gemacht hat.

VON DR. EMIL BRIX, DIREKTOR DER DIPLOMATISCHEN AKADEMIE WIEN

98

E

r definierte „Soft Power“ als die

Möglichkeit, Menschen und Nationen

ohne Gewalt durch die eigene kulturelle

und politische Attraktivität zu

überzeugen. In seinem Buch plädiert er

für mehr Multilateralismus in

der Außenpolitik. Seiner Meinung

nach ist es das System

von „Soft Power“, welches

verhindert, dass der Terrorismus

und fundamentalistische

Ansichten mehr Anhänger

finden, und es ist „Soft

Power“, die hilft, die globalen

Herausforderungen zwischen

den Nationen zu bewältigen.

Inzwischen ist aber aus

dieser klugen Idee das Monster

der „Identitätspolitik“ und

des Kampfes von „Narrativen“

geworden. Aus Joseph Nyes

sanfter Macht sind Propagandainstrumente

geworden, die

mithilfe von Desinformationskampagnen

in der eigenen Bevölkerung und

beim jeweiligen Gegenüber gar nicht

sanft eingesetzt werden. Jeder Konflikt

auf dieser Welt wird

zum Kampffeld unterschiedlicher

Narrative

und jede militärische

oder wirtschaftliche

Auseinandersetzung

wird von kulturellen

und historischen Argumenten

begleitet. Wie

sollen damit Diplomaten

umgehen, die

traditionell und recht

erfolgreich darauf

geschult werden, nicht

Botschafter unterschiedlicher

Wahrheiten

zu sein, sondern im

Dialog zu einer möglichst friedlichen

und akzeptierten stabilen Weltordnung

beizutragen?

Mir fällt dazu nur die angeblich englische

Propagandaweisheit von 1939

„Keep Calm and Carry On“ ein. Die USA

werden weiterhin ihre Hollywoodfilme

exportieren, Spanien weiter seine „Cervantes-Institute“

sowie Deutschland

seine „Goethe-Institute“ und China

seine „Konfuzius-Institute“ unterstützen.

Und auch das kleine Österreich

wird nicht die Hoffnung auf die

sanfte Macht von „Mozart, Lipizzaner

„Aus Joseph Nyes

sanfter Macht

sind Propagandainstrumente

geworden, die mithilfe

von Desinformationskampagnen

in der eigenen Bevölkerung

und beim jeweiligen Gegenüber

gar nicht sanft

eingesetzt werden.“

und Neutralität“ aufgeben. Schließlich

sind Image und Reputation für

demokratische genauso wie für autokratische

Staaten eine wichtige Form

von Macht. Aber was Diplomaten in

den letzten Jahrzehnten wiederentdecken

mussten, ist, dass „Kultur“ in

internationalen Beziehungen nicht so

harmlos ist, wie sie in Zeiten einer stabilen

Weltordnung schien. Russlands

Krieg gegen die Ukraine wurde

vom russischen Präsidenten

ausdrücklich und ausführlich

mit Geschichte, Sprache

und Identität begründet, eine

Strategie, die wenig mit Wahrheit,

aber viel mit der Konstruktion

eines „Narrativs“ zu

tun hat. Narrative sind gefährliche

Waffen in der modernen

Kriegsführung. Das ist

die dunkle Seite von „Public

Diplomacy“, die mittlerweile

zum Standardrepertoire von

Nationalisten gehört.

Aus der großen Hoffnung,

dass nach dem Ende des Kalten

Krieges Historikerkommissionen

bilaterale Konflikte nachhaltig

entschärfen können, ist in den letzten

Jahrzehnten eine lange Liste von

gescheiterten historischen Aussöhnungen

geworden. Zurück

in die Zukunft heißt in

den internationalen

Beziehungen zurück zur

Diplomatie mit ihren

regelbasierten, oft

mühsamen Verhandlungen

für multilaterale

Lösungen. Die sanfte

Macht der Zukunft

darf nicht der Streit

um Geschichtsbilder

als Vorwand oder Auslöser

von militärischer

Gewalt sein, sondern

der Verhandlungstisch,

an dem nach gemeinsamen

Lösungen gesucht wird. Diplomatie

als sanfte Macht der Zukunft zu

beschreiben, mag heute als naiv oder

zumindest als zu optimistisch gelten,

aber gut wäre es schon.

Foto/s © Diplomatische Akademie Peter Lechner

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CO₂- Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. Symbolfoto. Stand 03/2025.

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