ChefHeads-Club-Magazin#05.25
| News: Die Rückkehr der Spitzenküche zu ihren Wurzeln | Rückblick: Guide MICHELIN zeichnet gleich zwei neue 3-Sterne-Restaurants aus | Aktuelles: Neuigkeiten aus der Branche | Ankündigungen: - Bergische Genusstage | Wein-Stories: Pinot und Umami - Japan-Weinreise & Monteverro - Juwel in der Maremma von Claudia Stern | Köche-Portrait & Interview: Tohru Nakamura - Der Weg des Feingeists | Köche-Portrait & Interview: Michael Kreiling - Der Weltenbummler | Neues aus der Hauptstadt: 90. Geburtstag - älteste aktive Köchin in Berlin & 8 Fusions-Küchen in Berlin | Köche-Interview: Matias Diaz - Auf der Linie zum Stern | Reportage: Germán de Berardis - Palmas kulinarisches Statement von Tanja Neumann |Travel: Frühstück zur Seele Mallorcas - Tina Bestard im Can Aulí von Tanja Neumann
| News: Die Rückkehr der Spitzenküche zu ihren Wurzeln
| Rückblick: Guide MICHELIN zeichnet gleich zwei neue 3-Sterne-Restaurants aus
| Aktuelles: Neuigkeiten aus der Branche
| Ankündigungen: - Bergische Genusstage
| Wein-Stories: Pinot und Umami - Japan-Weinreise & Monteverro - Juwel in der Maremma von Claudia Stern
| Köche-Portrait & Interview: Tohru Nakamura - Der Weg des Feingeists
| Köche-Portrait & Interview: Michael Kreiling - Der Weltenbummler
| Neues aus der Hauptstadt: 90. Geburtstag - älteste aktive Köchin in Berlin & 8 Fusions-Küchen in Berlin
| Köche-Interview: Matias Diaz - Auf der Linie zum Stern
| Reportage: Germán de Berardis - Palmas kulinarisches Statement von Tanja Neumann
|Travel: Frühstück zur Seele Mallorcas - Tina Bestard im Can Aulí von Tanja Neumann
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
ISSN 1859-8573
ChefHeads
Nr.5 - Juli 2025
Food and Journey
SIGNATURE DISHS - STARCHEFS - INTERVIEWS - REPORTAGE
Portrait & Interview
Tohru Nakamura
Monteverro & Entdeckungsreise
durch Japan - Weinstories -
Fusion Food im
Schmelztiegel Berlin
WWW.CHEFHEADSMAGAZIN.DE
Michael Kreiling
Executive Chef of the Year 2025
Waldorf Astoria
Ras Al Khaimah
Contents Juli 2025
6 | News:
Die Rückkehr der Spitzenküche zu ihren Wurzeln
10 | Rückblick:
Guide MICHELIN zeichnet gleich zwei neue 3-
Sterne-Restaurants aus
18 | Aktuelles:
Neuigkeiten aus der Branche
20 | Ankündigungen:
- Bergische Genusstage
36 | Wein-Stories:
Pinot und Umami - Japan-Weinreise
Monteverro - Juwel in der Maremma
56 | Köche-Portrait & Interview:
Tohru Nakamura - Der Weg des Feingeists
78 | Köche-Portrait & Interview:
Michael Kreiling - Der Weltenbummler
100 | Neues aus der Hauptstadt:
90. Geburtstag - älteste aktive Köchin in Berlin
8 Fusions-Küchen in Berlin
156 | Köche-Interview:
Matias Diaz - Auf der Linie zum Stern
194| Reportage:
Germán de Berardis -
Palmas kulinarisches Statement
200|Travel:
Frühstück zur Seele Mallorcas -
Tina Bestard im Can Aulí
216 | Impressum
84
78
Titelfoto von: Hoang Dang
56
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Mitglieder, liebe Partner
und Freunde ...
10
der Sommer ist da – mit viel Sonne, guter
Stimmung und hoffentlich ebenso guten Geschäften
für Euch alle! Die Terrassen sind voll,
die Gäste in Urlaubslaune, und auch in den
Küchen geht es heiß her – nicht nur wegen
der Temperaturen.
In dieser Juli-Ausgabe haben wir wieder einige
Highlights für Euch vorbereitet: Wir blicken
zurück auf tolle Veranstaltungen und
machen Euch Lust auf kommende Events
– unter anderem zugunsten der Stiftung
KinderHerz, die uns besonders am Herzen
liegt. Mehr dazu findet Ihr natürlich im Heft.
Im Köche-Portrait stellen wir Euch dieses Mal
einen „3-Sterner“ vor, der nicht nur durch seine
Küche, sondern auch durch seine Persönlichkeit
begeistert.Tohru Nakamura, Patron
und Küchenchef in der Schreiberei in München.
Dazu noch den „Weltenbummler“ Michael
Kreiling, frisch gebackener „Executive
Chef of the Year 2025“ aus dem Waldorf Astoria
Ras Al Kha Mah in Dubai.
In der Rubrik „Neues aus der Hauptstadt“
geht’s um spannende Fusionsküche – Berlin
zeigt, wie kreativ Gastronomie sein kann. Auch
unsere Buchempfehlungen dürfen natürlich
nicht fehlen – Inspiration für Kopf und Küche!
Wir wünschen Euch einen genussvollen Sommer,
gute Geschäfte, viel Freude beim Lesen .
3
EHRENPRÄSIDENTEN
Dieter Müller
- Kochlegende -
Georg Maushagen
- Zuckerbäcker -
PRÄSIDIUM
Toni Mörwald
- Multi-Gastronom -
Guido Fritz
- Präsident & Gründer -
Heinz O.Wehmann
- Vizepräsident Nord -
Christopher Wilbrand
- Vizepräsident West -
Dieter B.Schmidt
- Vizepräsident Mitte -
Holger Zurbrüggen
- Vizepräsident Berlin -
Ulrich Wüllenweber
- Vizepräsident Süd -
MEDIENPARTNER
WERBUNG
La Maison Bragard
1933 GEGRÜNDET: DAS HAUS DER EXZELLENZ IN DEN VOGESEN
1976 entwickelten Bragard und Paul Bocuse gemeinsam die ikonische Jacke Grand Chef®.
Mit ihrer Eleganz und technischen Perfektion wurde sie zu einem zeitlosen Klassiker, der seit
über 45 Jahren in der Spitzengastronomie Bestand hat. Als erste Jacke speziell für Spitzenköchinnen
und Spitzenköche entwickelt, ermöglichte sie Bragard den weltweiten Durchbruch
in der Gastronomie. Auch heute noch werden neue Kollektionen aus dem Hause Bragard
von dieser besonderen Jacke inspiriert, die bis heute großen Erfolg genießt.
DIE IKONISCHE JACKE
Chefs Virginie Basselot und Jérôme Banctel
Präsentation der Jacke GRAND CHEF ®, entwickelt in Zusammenarbeit mit Monsieur Paul
Bocuse. Diese Jacke vereint Eleganz und technische Perfektion und absolutes Must-have in
der Garderobe von Köchinnen und Köchen auf der ganzen Welt.
BRAGARD KATALOG 2025
Entdecken Sie
Unsere Online Kataloge
Hier
Bragard
Lazarus-Mannheimer-Str.6
77694 Kehl
Deutschland
Rufen Sie uns an:
07851 899949 0
Mailen Sie uns:
info.de@bragard.com
www.bragard.de
5
AKTUELLES
Fotocredits: Seven Swans
Hyper-Regionalität – Die Rückkehr der
Spitzenküche zu ihren Wurzeln
Authentisch, nachhaltig, lokal – wie Köche mit Herkunft neue Maßstäbe setzen
In einer Zeit, in der kulinarische Trends im Minutentakt durch soziale Medien gejagt werden,
entsteht in der Spitzengastronomie eine leise, aber kraftvolle Gegenbewegung: Hyper-Regionalität.
Köche weltweit besinnen sich zurück auf das, was direkt vor ihrer Tür
wächst, lebt und produziert wird. Das Ergebnis: Gerichte mit Tiefe, Herkunft – und Haltung.
Mehr als regional
Hyper-Regionalität ist keine einfache Rückkehr zur Heimatküche. Sie ist ein bewusster,
oft radikaler Schritt: Die Zutaten kommen nicht mehr aus dem Großmarkt, sondern
vom Fischer, der nur bei gutem Wetter ausläuft. Vom Gemüsebauern, der
keine Monokultur kennt. Vom Bäcker, der mit Urgetreide arbeitet. Das Ziel: kulinarische
Identität auf dem Teller spürbar machen – ganz konkret, nicht symbolisch.
Warum der Wandel?
Die Pandemie und die zunehmende Klimakrise haben Köche und Gäste wachgerüttelt. Globale
Lieferketten wurden fragil, Gäste kritischer, die Anforderungen an Nachhaltigkeit lauter. Die
Antwort vieler Spitzenrestaurants: konsequentes Umdenken. Weg von Statussymbol-Zutaten
aus Übersee, hin zu Mikro-Produzenten, mit denen man direkt spricht – und Verantwortung teilt.
AKTUELLES
Fotocredits: Seven Swans
Fotocredits: Seven Swans
7
AKTUELLES
Sebastian Frank | Restaurant Horváth
in der Ausgabe #02/24
Fotocredits: Julian Redondo Bueno
Ricky Saward | Seven Swans
in der Ausgabe #02/25
Fotocredits: Seven Swans
AKTUELLES
Praktische Umsetzung: Beispiele aus der Praxis
In Berlin bezieht das Restaurant Horváth viele Zutaten von kleinen Höfen im Umland.
In Frankfurt pflegt das Seven Swans einen eigenen Permakulturgarten für rare
regionale Sorten. Und selbst im Nahen Osten – wie im Al Maha Desert Resort in Dubai
– entstehen Konzepte, bei denen lokale Beduinen-Kräuter, Datteln und Kamelmilch
modern interpretiert werden. Hyper-Regionalität kennt keine Grenzen – nur Nähe.
Die neue Rolle der Köche
Köche werden wieder zu Kuratoren der Region. Sie kennen die Namen ihrer Lieferanten,
besuchen Weiden und Felder, bestimmen gemeinsam Anbaupläne. Diese
Nähe verändert nicht nur den Einkauf – sie verändert den Geschmack, den Anspruch
und das Selbstverständnis einer Küche. Der Koch als Übersetzer seiner Umgebung.
Chancen und Herausforderungen
Natürlich ist Hyper-Regionalität aufwendig. Sie erfordert Flexibilität, Kreativität und
oft auch Verzicht. Wenn das Wetter nicht mitspielt, gibt es keinen Fisch. Wenn der Käse
noch nicht reif ist, muss improvisiert werden. Doch genau darin liegt die Kraft: Es entstehen
Menüs, die einzigartig, saisonal und lebendig sind. Das schätzen Gäste mehr denn je.
Ein Blick in die Zukunft
Hyper-Regionalität ist keine Mode, sondern eine langfristige Vision. Sie könnte
die Gastronomie nicht nur nachhaltiger, sondern auch glaubwürdiger machen.
In einer Welt der Austauschbarkeit wird Herkunft zum Markenzeichen.
Ein Statement mit Geschmack – von der Wiese auf den Teller.
ChefHeads-Tipp:
Planen Sie eine Reise zu den Ursprüngen Ihres Tellers. Fragen Sie Ihre Köche, Bauern und
Produzenten nach ihren Geschichten. Denn echte Regionalität beginnt mit echter Beziehung
– und endet mit großem Geschmack.
Redaktion ChefHeads
Für Interviews, Bildstrecken und vertiefende Beiträge zum Thema Hyper-Regionalität melden
Sie sich gerne bei uns.
Guido Fritz
9
AKTUELLES
Fotocredits: Guide Michelin
Genuss-Gipfelstürmer: Guide MICHELIN zeichnet
gleich zwei neue 3-Sterne-Restaurants aus
Michelin präsentiert seine neue Ausgabe des Guide MICHELIN Deutschland. Mit gleich zwei
neuen 3-Sterne-Restaurants kann der Gourmetführer mit einem seltenen Highlight aufwarten.
Zuletzt verzeichnete die Auswahl 2008 mehr als einen Neuzugang auf dem kulinarischen
Gipfel. 2025 kommen in Hamburg das Haerlin und in München das Tohru in der Schreiberei
dazu. Die mittlerweile 341 Sternerestaurants bestätigen, dass das Niveau der deutschen
Gastronomie unvermindert zunimmt. Zwölf 3-Sterne-Restaurants (darunter zwei neue), 47 2
Sterne-Restaurants (darunter fünf neue) und 282 1-Stern-Restaurants (darunter 30 neue)
sind Beleg für eine bemerkenswerte Entwicklung der deutschen Gastronomie.
Gwendal Poullennec, Internationaler Direktor des Guide MICHELIN sowie das gesamte
Team an Inspektor*innen zollen den hiesigen Gastronom*innen vollen Respekt. „Ihr hoher
Qualitätsanspruch ist ungebrochen, ebenso der Ideenreichtum und die Passion. Immer bestrebt,
sich ganz am Gast zu orientieren, entwickeln oftmals junge Küchenchefinnen und Küchenchefs
neue unprätentiöse, zugängliche und verständliche Konzepte. Dabei setzt sich der
Trend zu pflanzenbasierter Küche fort. Während bei der Produktwahl Regionalität und Saisonalität
nach wie vor eine immense Bedeutung zukommen – 80 Grüne Sterne beweisen das
eindrucksvoll –, zeigen sich die Küchenteams bei Kochtechniken und Einflüssen weiterhin sehr
weltoffen.“
AKTUELLES
Zwei neue 3-Sterne-Restaurants
Insgesamt zählt die neue Selektion zwölf 3-Sterne-Restaurants. Mit jeweils einem neuen und
einem bestätigten 3-Sterne-Restaurant bilden Hamburg und München die deutsche Gastro
Spitze. In Hamburg hat Christoph Rüffer die Küche des Haerlin im Laufe von 20 Jahren von
1-Stern- auf 2-Sterne-Niveau weiterentwickelt und sie nun in den gastronomischen Olymp
gehoben. „Mit perfekten Kompositionen aus Topprodukten in hervorragender Balance sind
hier drei Sterne zweifelsfrei verdient“, loben die begeisterten Inspektor*innen. Dagegen hat –
ebenfalls in der Hansestadt – Kevin Fehling mit seinem Counter-Restaurant The Table Kevin
Fehling mit einzigartiger weltoffen-kreativer Aromen-Fusion bereits im zehnten Jahr die drei
Sterne bestätigt.
Gleich zwei höchstdekorierte Restaurants auch in München: Tohru Nakamura, in der vorherigen
Selektion mit zwei Sternen ausgezeichnet, hat es mit dem Tohru in der Schreiberei nun
in die 3-Sterne-Liga geschafft. „Mit eigener Handschrift und feinfühliger Stilistik gelingt ihm
eine äußerst spannende Verbindung von japanisch inspirierter und klassisch-französischer
Küche“, sind sich die Inspektor*innen einig. Er teilt sich die gastronomische Spitze in der Stadt
mit Jan Hartwig, der in seinem bereits mit drei Sternen ausgezeichneten JAN immer wieder
aufs Neue eine grandiose Liaison aus Klassik und Kreativität schafft.
47 2-Sterne-Restaurants – darunter fünf neue
Auch im 2-Sterne-Bereich hat der Guide MICHELIN Deutschland 2025 Neues zu verkünden.
Unter den 47 2-Sterne-Restaurants findet sich mit dem neu aufgenommenen ATAMA by
Martin Stopp in Sankt Ingbert ein Highlight. Martin Stopp leistet hier Großartiges: Mit seinen
beiden Menüs – eines reduziert-produktorientiert, das andere unbeschwert-kreativ – liegt er
bereits kurz nach der Eröffnung des Restaurants auf 2-Sterne-Niveau. Ebenso erwähnenswert
ist das Pietsch in Wernigerode, in dem sich Robin Pietsch und Luis Hendricks in ihrem
Menü bestens auf Umami und Weltoffenheit verstehen und es damit in die 2-Sterne-Liga geschafft
haben. Inhaber Robin Pietsch betreibt gleich nebenan auch das 1-Stern-Restaurant
Zeitwerk. Auf zwei Sterne gesteigert hat sich auch Oswald’s Gourmetstube in Teisnach mit
der präzisen, produktorientierten Küche von Thomas Gerber.
Ebenso das Intense in Wachenheim an der Weinstraße, in dem Benjamin Peifer seine spezielle
Fusion aus Pfalz und Japan in legerem Ambiente zum Besten gibt. Verdient ist auch der
zweite Stern für das Gotthardt‘s by Yannick Noack in Koblenz, in dessen offener Küche Yannick
Noack und sein Team seit letztem Dezember eine neue Wirkungsstätte gefunden haben.
30 neue 1-Stern-Restaurants
Unter den 282 1-Stern-Restaurants der Selektion 2025 befinden sich 30 neu ausgezeichnete
Restaurants. Hervorzuheben ist das Loumi. In dem kleinen Eckrestaurant in Berlin-Kreuzberg
steht mit Karl-Louis Kömmler ein Autodidakt am Herd und bietet einen Mix aus japanisch
11
AKTUELLES
asiatisch und französischer Küche. Luftig, einladend und freundlich ist die Atmosphäre im
Sommerfeld in Frankfurt am Main. In der offenen Küche wird saisonal, charakterstark und
abwechslungsreich gekocht. Angenehm unkompliziert ist das Hawara in Freiburg mit seiner
stark regional-saisonal orientierten Küche, die für ihre verantwortungsvolle Philosophie zudem
mit dem Grünen Stern gewürdigt wird. Ein neues 1-Stern-Restaurant der besonderen
Art ist das GLORIE in Hamburg (unter einem Dach mit dem ebenfalls von Thomas Alfons Imbusch
betriebenen 100/200 Kitchen), das mit seinem reinen À-la-carte-Angebot eine willkommene
Alternative für Gourmets darstellt. Mit dem Heiderand in Dresden wandelte sich ein
traditionsreicher Familienbetrieb vom Café mit Tanztee zum Restaurant, das nun mit modern
internationaler Küche auf Sternniveau überzeugt.
14 neue Grüne Sterne für verantwortungsvollen Genuss
Bemerkenswerte 80 Grüne Sterne zählt die diesjährige Selektion insgesamt, darunter 14
Neuzugänge. Der Grüne Stern zeichnet Restaurants aus, die in der Branche eine Vorreiterrolle
einnehmen, wenn es um verantwortungsvolle Praktiken geht – Restaurants, die kulinarische
Exzellenz mit Initiativen verbinden, die darauf abzielen, ihre Auswirkungen auf die Umwelt
zu minimieren. Diese Restaurants sind eine Inspirationsquelle sowohl für begeisterte
Feinschmecker*innen als auch für die gesamte Gastronomiebranche. Seit seiner Einführung
im Guide MICHELIN Deutschland 2020 sind sich immer mehr Gastronom*innen ihrer Verantwortung
gegenüber Ressourcenschonung und Respekt vor Natur und Umwelt bewusst und
setzen diese in ihren Küchen – und auch darüber hinaus – beispielhaft um. Das Engagement
ist vielfältig: von der Verwendung saisonaler und regionaler Produkte – gerne in Bio-Qualität
– über Fleisch aus artgerechter Tierhaltung und „Nose to tail“-Verarbeitung, die Vermeidung
langer Transportwege und Recycling, bis hin zur Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen und
der Information der Gäste. Allesamt zukunftsweisende Initiativen, die bestens mit Qualität
und Genuss vereinbar ist.
Fünf MICHELIN Special Awards
für wahre Meister*innen ihres Fachs
Gleich fünf Awards werden in diesem Jahr für besondere Leistung vergeben. Geehrt werden
damit Professionals in den Rubriken Service, Young Chef, Mentor Chef, Sommelier und Cocktail.
Mit dem Service Award wird in diesem Jahr Daniela Oos aus dem Wein- und Tafelhaus in Trittenheim
gewürdigt. Ausgesprochen sympathisch und mit österreichischem Charme versprüht
sie in dem rundum verglasten eleganten Restaurant echte Herzlichkeit und erklärt den Gästen
kompetent das mediterran beeinflusste Menü ihres Mannes Alexander Oos. Angenehmer
könnte die erneut mit einem Stern ausgezeichnete Küche kaum begleitet werden.
Gewinner des Young Chef Awards ist Luis Hendricks, Küchenchef des modernen Counter
Restaurants Pietsch in Wernigerode. Mit ihm hat Inhaber Robin Pietsch einen überaus talentierten
Koch an seiner Seite, der hier in jungen Jahren Großes vollbringt: ein kreatives Menü
voller Umami, intensiver Aromen und asiatischer Einflüsse und mit einer ganz eigenen Hand-
AKTUELLES
Fotocredits: Guide Michelin
Fotocredits: Guide Michelin
13
AKTUELLES
schrift. Eine fantastische Leistung, die dem Restaurant den zweiten Stern beschert hat.
Als Mentor Chef gekürt wird Claus-Peter Lumpp, seit März 1992 Küchenchef im Restaurant
Bareiss in Baiersbronn und bekannt für seinen klassisch-französischen Kochstil. Ihm ist es
zu verdanken, dass das elegante Gourmetrestaurant des Bareiss’schen Familienbetriebs nun
bereits das 18. Jahr in Folge mit drei Sternen ausgezeichnet ist. Claus-Peter Lumpp hat sich
in all den Jahren mit großem Engagement um den Nachwuchs am Herd verdient gemacht und
mit seinem reichen Erfahrungsschatz und Know-how das Talent zahlreicher Köche gefördert.
Verliehen wird der Award in Kooperation mit der Schweizer Uhrenmanufaktur Blancpain.
Den Sommelier Award erhält Marie-Helen Krebs aus dem IKIGAI bei Krün. Mit fundiertem
Fachwissen und auf angenehm ungezwungene, natürliche Art empfiehlt sie die passenden
Weine zur kreativen, asiatisch-japanisch beeinflussten Küche von Christoph Rainer, die in diesem
Jahr erneut mit zwei Sternen ausgezeichnet ist. Die charmante Sommelière ist stets präsent,
ohne aufdringlich zu sein – gerne geht sie auf Fragen ein und glänzt dabei mit Expertise.
Gesponsert wird der Award vom französischen Champagnerhersteller Perrier Jouët.
Zum ersten Mal wird auch der Cocktail Award in Deutschland vergeben. Besonders hervorgetan
mit seinen spannenden Kreationen hat sich Michele Heinrich im YALDY in Frankfurt
am Main. Die hochwertigen Cocktails sind eine echte Alternative zu Wein und passen bestens
zum trendig-coolen Konzept dieses auf „Sharing“ ausgerichteten Restaurants im Bahnhofsviertel,
das neu in die Selektion aufgenommen und mit dem Bib Gourmand ausgezeichnet ist.
15 Restaurants erhalten den Bib Gourmand neu
Vor zwei Wochen hat der Guide MICHELIN 15 Restaurants neu mit dem Bib Gourmand ausgezeichnet.
Diese beliebte Auszeichnung geht an Restaurants mit einem besonders guten
Preis-Leistungs-Verhältnis, ganz unabhängig vom Küchenstil. Damit zählt der Guide MICHE-
LIN nun 156 Restaurants mit dem Bib Gourmand, die sich über das ganze Land verteilen und
in Großstädten ebenso zu finden sind wie auf dem Land. Was alle gemeinsam haben: Gerichte
zu erschwinglichen Preisen, die keine Kompromisse bei Sorgfalt, Geschmack und Produktqualität
machen.
Der Guide MICHELIN Deutschland 2025 auf einen Blick:
• 12 Restaurants mit drei Sternen (davon 2 neu)
• 47 Restaurants mit zwei Sternen (davon 5 neu)
• 282 Restaurants mit einem Stern (davon 30 neu)
• 80 Restaurants mit Grünem Stern (davon 14 neu)
• 156 Restaurants mit Bib Gourmand (davon 15 neu)
Die vollständige und aktuelle MICHELIN Sterneliste finden Sie im Michelin Newsroom, auf der
AKTUELLES
Fotocredits: Guide Michelin
Website des Guide MICHELIN und in der App, die kostenlos für iOS und Android verfügbar ist.
Der Guide MICHELIN Deutschland 2025 ist ab dem 24. Juli für 29,95 Euro in Deutschland und
30,80 Euro in Österreich im Handel erhältlich. Auf 480 Seiten empfehlen wir Ihnen mehr als
1.240 Restaurants.
Über Michelin
Michelin hat den Anspruch, die Mobilität seiner Kunden nachhaltig zu verbessern und einer
der weltweit führenden Hersteller von Verbundwerkstoffen zu werden. Als Pionier bei der
Entwicklung von technischen Materialien und mit mehr als 130 Jahren Erfahrung ist die Michelin
Gruppe in einer exzellenten Position, um einen entscheidenden Beitrag zum Fortschritt
und einer nachhaltigeren Welt zu schaffen.
Basierend auf seinem Know-how bei Polymer-Verbundwerkstoffen entwickelt Michelin Innovationen
für hochwertige Reifen und Komponenten in unterschiedlichen Anwendungsbereichen
wie Mobilität, Bauwesen, Luftfahrt, emissionsarme Energien oder Gesundheitswesen.
Mit weiteren Angeboten ermöglicht Michelin seinen Kunden einzigartige Reiseerlebnisse.
Das Unternehmen mit Hauptsitz im französischen Clermont-Ferrand beschäftigt weltweit
129.800 Mitarbeiter*innen, davon 6.000 in der Forschung und Entwicklung. Michelin betreibt
86 Werke für die Reifenherstellung und 45 Produktionsstätten für Hightech-Materialien.
15
CHARITY-RÜCKBLICK
Fotocredits: Paul Bednarczyk
GSW erhält Defibrillator
Starkoch Paul Bednarczyk unterstützt Projekt der Stiftung KinderHerz
Wulfen: Ein bedeutender Schritt für mehr Sicherheit an der Gesamtschule Wulfen:
Dank der großzügigen Unterstützung des renommierten Kochs Paul Bednarczyk wurde ein
automatisierter Defibrillator am Schulstandort Wulfener Markt 2 installiert. Möglich wurde
dies im Rahmen der bundesweiten Initiative der Stiftung KinderHerz, die sich für die flächendeckende
Ausstattung von Schulen und Kindergärten mit lebensrettender Notfalltechnik
einsetzt.
Der Defibrillator wird für eine Grundmietzeit von 60 Monaten finanziert und steht ab sofort im
Sekretariat des Schulgebäudes zur Verfügung: bereit für den Ernstfall. Ein solches Gerät kann
im Notfall Leben retten, insbesondere bei plötzlichem Herzstillstand. In Deutschland müssen
jährlich mehr als 4000 Kinder reanimiert werden, viele davon außerhalb eines Krankenhauses.
Paul Bednarczyk, bekannt für seine kulinarische Kreativität und sein soziales Engagement,
übernahm die Finanzierung des Geräts: „Mit Leidenschaft und Hingabe, professioneller Erfahrung
und Esprit schaffe ich nicht nur kulinarische Momente, sondern möchte auch gesellschaftlich
etwas bewegen. Wenn ich durch mein Engagement dabei helfen kann, ein Leben zu
retten, ist das der schönste Erfolg meiner Arbeit.“
CHARITY-RÜCKBLICK
Markus Jakschik, stellvertretender Schulleiter der Gesamtschule Wulfen, zeigte sich bei der
feierlichen Übergabe dankbar: „Wir sind sehr stolz, Teil dieses wichtigen Projekts zu sein. Der
neue Defibrillator gibt unserer Schulgemeinschaft ein zusätzliches Stück Sicherheit. Unser
Dank gilt Paul Bednarczyk für seine großzügige Unterstützung sowie der Stiftung Kinder-
Herz für diese bedeutungsvolle Initiative.“
Die Stiftung KinderHerz setzt sich mit dem Projekt „Defibrillatoren an deutschen Schulen und
Kindergärten“ für eine flächendeckende Notfallvorsorge in Bildungseinrichtungen ein. Mit der
Bereitstellung automatisierter Defibrillatoren inklusive effizienter Einweisung und zuverlässigem
Service will die Stiftung eine schnelle, effektive Hilfe im Notfall ermöglichen. Dort, wo
Kinder lernen und spielen. „Wir engagieren uns leidenschaftlich für die Sicherheit der Kinder“,
erklärt Stine Grund von der Stiftung KinderHerz. „Mit jedem Defibrillator, den wir bereitstellen,
schaffen wir ein sicheres Umfeld für unsere Kleinsten und können im Ernstfall Leben retten.“
Die Stiftung KinderHerz fördert derzeit über 30 medizinische Forschungsprojekte mit besonderem
Fokus auf Notfallmedizin. Sie vernetzt seit nahezu 20 Jahren Wissenschaft, Kinderkliniken
und Gesundheits¬projekte in Deutschland und setzt sich unermüdlich für die Gesundheit
und Sicherheit von Kindern ein.
Fotocredits: Paul Bednarczyk
Foto von links nach rechts: Patrick Hoff, Sylvia Paul, Paul Bednarczyk, Guido Fritz
Besuch bei Patrick Hoff im Restaurant UNVERHOFFT in Gelsenkirchen. Vorgespräche
über ein geplantes Charity-Event im kommenden Jahr. Geplanter Termin ist Sonntag der
25.01.2026. Wir werden Euch rechtzeitig informieren über die teilnehmenden Gastköche und
die Ticket-Hotline.
17
AKTUELLES
Foto: Oliver Rumpf
Willkommen im Team: Herr Oliver Rumpf verstärkt seit Mai
2025 das Netzwerk der ErfaFreizeitParks.
Seit Mai 2025 unterstützt Oliver Rumpf, Inhaber von GASTROIMPULS, als neuer Partner
das Team der ErfaFreizeitParks mit seiner Expertise.
Ein bedeutender Meilenstein: Zwanzig Jahre nach der Gründung der ErfaFreizeitParks blicken
wir auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück – und mit genauso viel Energie in die
Zukunft. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, unser Netzwerk strategisch weiterzuentwickeln
und langfristig zukunftssicher aufzustellen.
Unser Ziel: die Freizeit-Gastronomie nachhaltig zu stärken und unser Netzwerk gezielt zu
erweitern, um gemeinsam neue Impulse zu setzen und den Herausforderungen der Branche
aktiv zu begegnen.
“Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Herrn Oliver Rumpf, der mit seiner beeindruckenden
Laufbahn und langjährigen Erfahrung in der Gastronomie- und Hotelleriebranche
eine echte Bereicherung für uns darstellt. Er stärkt das Netzwerk nicht nur mit seinen
umfangreichen Branchenkenntnissen, sondern auch mit seiner gewinnenden Persönlichkeit”,
so Michael Möhring, Gründer und Inhaber der ErfaFreizeitParks.
In über 30 Jahren Berufserfahrung hat Herr Oliver Rumpf alle Facetten dieser dynamischen
und begeisternden Branche kennengelernt. Seine berufliche Reise führte ihn unter anderem
zur Blue Band Group, der Deutschen Seereederei, Hilton International in London, Axxe Raststätten
sowie zur Erlebniswelt der Badischen Staatsbrauerei Rothaus AG. Nun ist für ihn der
richtige Zeitpunkt gekommen, seine Expertise und sein umfangreiches Wissen im Netzwerk
gezielt einzubringen und weiterzugeben.
„Gastronomie ist für mich mehr als ein Beruf – es ist meine Leidenschaft“, so Herr Oliver
Rumpf. „Ich liebe es, diese Leidenschaft mit anderen zu teilen, Menschen zu fördern und
AKTUELLES
Foto: ErfaFreizeitParks
mein Wissen weiterzugeben. Vertrauen und der persönliche Kontakt stehen dabei für mich
an erster Stelle.“
Die Verbindung seiner tiefgreifenden Branchenkenntnis mit der zukunftsweisenden Ausrichtung
des Netzwerks der ErfaFreizeitParks eröffnet neue Synergien und schafft Raum für
perspektivreiche Möglichkeiten. Gemeinsam sind wir überzeugt, dass diese Zusammenarbeit
frische Impulse setzt und unsere Weiterentwicklung entscheidend voranbringen wird.
ErfaFoodService
Michael Möhring +49 172 9101655
℅ Möhrings Foodservice-Kompetenz ◊ Lindenweg 18 ◊ 56323 Waldesch
Mail: info@erfa-foodservice.de
Wir heißen Herrn Oliver Rumpf herzlich willkommen im Team der ErfaFreizeitParks und
freuen uns auf eine inspirierende und erfolgreiche gemeinsame Zukunft.
Mehr Informationen zur GASTROIMPULS erhalten Sie über den folgenden Link:
gastro-impuls.de/
Mehr Informationen zur ErfaFreizeitParks erhalten Sie über den folgenden Link:
erfa-freizeitparks.de/
19
ANKÜNDIGUNG
MEDIENINFORMATION
Bergische Genusstage 2025: grandioses Programm
Das junge Genussfestival für Feinschmecker
Eine Region präsentiert bereits zum vierten Mal exzellente Restaurants, Hotels, Produzenten und
Lieferanten.
Bergisch Gladbach 10. Juli 2025. Vom 25. Oktober bis zum 2. November 2025 steht das Bergische Land zum
vierten Mal in Folge total im Zeichen des Genusses im Rahmen der Bergischen Genusstage. Nach drei in Kürze
restlos ausverkauften Ausgaben 2022, 2023 und 2024, erweitert das Organisationsteam das Festival das
kulinarische Angebot auf eine komplette Woche und nimmt neue Restaurants, Locations sowie Hotels ins
Programm.
Vlnr: Neu-Hotelelier und TV-Koch Nelson Müller (Credit: Ydo Sol), Initiator Markus Bartha, Sternekoch Sascha Stemberg, Greta
Brodrück (Laurent-Perrier) und Sternekoch Christopher Wilbrand
7 Tage, 7 Restaurants, 6 Städte, 3 Hotels und rund 450 Gäste: das einwöchige Festival für Feinschmecker
startet am 25. Oktober 2025 in seine vierte Ausgabe und das direkt mit einem „kulinarischen Knaller“ der
Extraklasse!
Grand Opening im neuen Relais Chateaux Landhotel Diepeschrather Mühle mit Sternekoch Nelson
Müller
Furioser Start des Festivals: los geht es mit einem grandiosen „Grand Opening“ und einem 4Hand-
Champagner-Lunch. Kein Geringerer als TV-Koch Nelson Müller empfängt die Gäste zum Auftakt im
Bergischen und der sympathische Sternekoch Sascha „Stemmi“ Stemberg wird mit Küchenchef Marius
Sprenger vom Restaurant „Der Hof“ in Bergisch Gladbach-Schildgen, Kulinarik der Spitzenklasse auf den
Teller und in das Glas zaubern. Regionale und saisonale Köstlichkeiten im Rahmen eines von den Plätzen
für Gäste streng limitierten Champagner-Lunchs.
GENUSS-EVENT
MEDIENINFORMATION
Seite 2 Medieninformation Bergische Genusstage
Dazu gesellt sich der einzige Austernsommelier Deutschlands, der den Gästen die Königin der Meere – die
Auster – nahebringen möchte sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Live-Musik.
Moderiert wird die Veranstaltung von Foodjournalist und Gastrokritiker Wolfgang Fassbender – bekannt
als Kolumnist der NZZ und waschechter Burscheider! Das Grand Opening ist bereits total ausverkauft.
Das ist aber längst noch nicht alles: in der gesamten Region finden unterschiedliche Veranstaltungen in
ganz unterschiedlichen Locations statt: ob vom Guide Michelin ausgezeichnet, alteingesessen oder
raffinierte Landhausküche: die Bergischen Genusstage bieten für jeden Geldbeutel etwas. U.a. macht das
Festival für Feinschmecker Station in Schildgen, Engelskirchen, Bergisch Gladbach, Much und Odenthal.
Aber den Veranstaltern gelang es nicht nur, exzellente Gastronomiebetriebe oder Top-Köche wie die
Michelin ausgezeichneten Wilbrand-Brüder, zu gewinnen, auch zwei prominente Persönlichkeiten aus dem
Bergischen stehen als Genussbotschafter zur Seite:
Erstes Bild vnlnr: CDU-Urgestein Wolfgang Bosbach und 3-Sterne-Kochlegende Dieter Müller stoßen auf die Region an. Zweites
Bild: Markus Bartha hat mit den Bergischen Genusstagen seiner Heimat einen kulinarischen Fußabdruck verschafft.
Wolfgang Bosbach ließ es sich nicht nehmen, Genussbotschafter der Bergischen Genusstage zu werden:
„Da BIN ich nicht nur sehr gerne dabei, da MUSS ich dabei sein“, freute sich das CDU-Urgestein. Auch 3-
Sterne Kochlegende und Grand Signeur der deutschen Kulinarik, Dieter Müller, konnte schnell überzeugt
werden: „Ich freue mich sehr, Genussbotschafter dieser wunderbaren Region zu sein. Es lohnt sich immer
wieder ins Bergische zu reisen, vor allem wegen der fantastischen Gastronomen.“
An jedem Tag der Festivalwoche haben die Gäste und Besucher die Möglichkeit, die große kulinarische
Vielfalt der Region zu entdecken und sich vor Ort von den bergischen Kreationen überraschen und
verwöhnen zu lassen. Jedes Restaurant ist anders, jedes Hotel ist anders und alle bieten ein einzigartiges
Erlebnis für die Besucher, neue Geschmacksmomente und Genusserlebnisse zu entdecken.
21
ANKÜNDIGUNG
MEDIENINFORMATION
Seite 3 Medieninformation Bergische Genusstage
Schnell wurden regionale Partner gefunden: die Tourismusorganisation „Das Bergische“ war sofort mit an
Bord und so unterstützen auch die Metzgerei Sonnenschein aus Wuppertal, Messerschmiede GÜDE aus
Solingen oder 224 Gin aus Odenthal das junge Festival. Darüber hinaus veredeln die Maison Champagne
Laurent-Perrier, die Privatkelterei Van Nahmen, Caviar STURIA und verschiedene Winzer alle
Veranstaltungen. Tickets gibt es nur direkt über den Veranstalter ab EUR 139,-- p.P. inklusive aller
angebotenen Speisen und Getränke.
„Wir wollten das Bergische Land auf die Landkarte der Kulinarik unseres Landes setzen. Das ist uns
wiederum mit der neuen Ausgabe sicher gelungen. Diese Region bietet so viele tolle Genussmomente, so
unendlich viele Produzenten und leidenschaftliche Gastronomen, so dass es für jeden Besucher ein
spannendes Erlebnis darstellt, die Vielfalt des Bergischen zu erkunden. Das wir gleich mit zwei neuen vom
Michelin ausgezeichneten Sterneköchen, Nelson Müller und Sascha Stemberg unsere Gäste verwöhnen
dürfen, ist eine kleine kulinarische Sensation!“, erläutert Initiator Markus Bartha.
Die Termine:
25.10.2025 I Grand Opening I Relais & Chateaux Landhotel Diepeschrather Mühle by Nelson Müller I
Bergisch Gladbach I AUSVERKAUFT I Warteliste möglich
26.10.2025 I 4Hand-Champagnerlunch I Sascha Stemberg & Marius Sprenger I Im Hof I Schildgen
29.10. 2024 I Restaurant Eimermacher I Engelskirchen
30.10. 2025 I Restaurant Mohn I Much
31.10.2025 I Gala Sterne über Bergisch Land I Hotel Restaurant Zur Post I Odenthal
02.11.2025 I Grand Finale I Hotel & Restaurant Altenberger Hof I Odenthal-Altenberg
Weitere Informationen finden Sie unter www.Bergische-Genusstage.de
Für rechtefreies Bildmaterial oder exklusive Zitate bitte direkt an uns wenden.
Kontakt:
Bergische Genusstage c/o inMedias Kommunikation GmbH
Markus Bartha
Tel.: 02206 / 6084-989 I Mobil: 0178 / 5360567
Mail: markus.bartha@inmedias-kommunikation.com
Gabi Wilhelm, Geschäftsführerin der Tourismusorganisation
„Das Bergische“, stellt heraus: „Die Bergischen Genusstage
stehen ganz im Zeichen der bergischen Kochkunst. Sie sind ein
absolutes Highlight mit besonderem Anspruch im Rahmen
unterschiedlicher bergischer Gaumenerlebnisse. Neben der
Haute Cuisine bietet Das Bergische zusätzlich eine vielfältige
traditionsreiche Küche, die Besucher und Einheimische
begeistert! Mit den Bergischen Genusstagen ‚on top‘ schaffen
wir es, die großartige Kulinarik unserer Region besonders
erlebbar, ja fast schon zu einem kulinarischen Abenteuer zu
machen!“
GENUSS-EVENT
MEDIENINFORMATION
Vielen Dank an unsere Partner:
23
CHARITY-EVENT
Genusstypen – Matinée mit Prominenz,
Kulinarik und Seeblick –
Kaiserschote & Seepavillon
Fotocredits: Kaiserschote
CHARITY-EVENT
Genuss trifft Herz – Charity-Event zugunsten
der Stiftung KinderHerz
Erleben Sie das außergewöhnliche Ambiente des Seepavillons mit prominenten Persönlichkeiten,
die ihre Leidenschaft für Genuss und ihre persönlichen Geschichten mit ihnen teilen.
Am Sonntag, den 31. August, von 12–16 Uhr, laden die Köche der Kaiserschote zu einem
außergewöhnlichen Fine Dining Event in den Seepavillon ein.
Freuen Sie sich auf eine exklusive Kombination aus kulinarischen Highlights und spannenden
Geschichten – präsentiert von prominenten Genusstypen, die ihre Leidenschaft für hochwertige
Zutaten teilen.
Die Genusstypen des Tages:
• Yvonne Willicks – Die beliebte TV-Moderatorin bringt ein perfektes Stück Fleisch von
ihrem Lieblingsbauernhof am Niederrhein mit. Regional und nachhaltig – ganz nach ihrem
Geschmack.
• Henning Krautmacher – Der ehemalige HÖHNER-Frontmann begeistert mit „Kölner
Plätzchen“, die beim Dessert ein Stück kölsche Lebensfreude auf die Teller zaubern.
• Michael Gliss – Deutschlands erster Kaffeesommelier und TV-Experte nimmt Sie mit auf
eine aromatische Reise. Er präsentiert den perfekten Kaffee und erzählt dazu spannende
Geschichten von seinen Reisen auf Kreuzfahrtschiffen um die Welt.
Die Köche der Kaiserschote verwandeln diese außergewöhnlichen Zutaten in ein kreatives
Menü, das live auf der Seeblick-Terrasse zubereitet wird. Jeder Gang wird von spannenden
Anekdoten der Genusstypen begleitet – ein echtes Erlebnis für alle Sinne. Kulinarischer Smalltalk,
Livemusik und köstliche Gerichte machen diesen Sonntag zu einem unvergesslichen
Highlight.
Beginn: 12:00 Uhr
Preis: 135 € p.P. zzgl. VVG
Ansprechpartner: André Karpinski | a.karpinski@kaiserschote.de | 0172-5602726
Unser CHEFSTABLE am See:
Wenn Ihr nach einer besonderen Gelegenheit sucht, um euren Kunden etwas Gutes
zu tun und gemeinsam einen unvergesslichen GENUSSMOMENT zu genießen,
dann ist der 31.08.2025 genau der richtige Tag!
Wir sind stolz, Teil der Fine Food Days Cologne zu sein – dem Festival der Sterneköche in Köln.
Auch in diesem Jahr laden wir im Rahmen der Fine Food Days Cologne 2025 wieder zu einem
exklusiven Erlebnis in den Seepavillon ein: zur GENUSSTYPEN-Matinée am See.
25
CHARITY-EVENT
Fotocredits: Kaiserschote
Yvonne Willicks
Die beliebte TV-Moderatorin bringt
ein perfektes Stück Fleisch von ihrem
Lieblingsbauernhof am Niederrhein mit.
Regional und nachhaltig – ganz nach
ihrem Geschmack.
Henning Krautmacher
Der ehemalige HÖHNER-Frontmann
begeistert mit „Kölner Plätzchen“, die
beim Dessert ein Stück kölsche Lebensfreude
auf die Teller zaubern, inklusiver
kurzweiliger Storys rund um das Kölner
Stadtleben.
Fotocredits: Kaiserschote
CHARITY-EVENT
Freut Euch auf köstliche Lieblingszutaten, begleitet von spannenden Geschichten unserer
prominenten Gäste – und natürlich auf den schönsten Blick über den See.
Für Euch möchten wir ein Sonderkontingent zu einem Supersonderpreis von 99.50 €
( von den 99,50 spenden wir 25€ an die Stiftung KinderHerz) anbieten, falls Ihr diese Idee
genauso gut findet wie wir.
Alle Details dazu findet Ihr im Anhang und weiter unten.
Presseartikel:
Express: Höhner-Ikone serviert Plätzchen – TV-Star mit Pinsel statt Pistole
Clip zur Pressekonferenz:
Video ansehen
Buchung:
hier: https://see-pavillon.de/aktuelles/promidinner-genusstypen-live-erleben/
Anfahrt
SEEPAVILLON
Stallagsbergweg 9
50769 Köln
Fotocredits: Kaiserschote
Michael Gliss
Deutschlands erster Kaffeesommelier
und TV-Experte
nimmt Sie mit auf eine aromatische
Reise. Er präsentiert den
perfekten Kaffee und erzählt
dazu spannende Geschichten
seiner Kreuzfahrten um die
Welt.
27
GENUSS-TIPP
KRasserie in der Verve: Krefelds Top-
Adresse für Brasserie-Genuss!
„Ich mag keine lauten Teller. Ich mag Tiefe.“ –
Ein Satz, der viel über Philip Rümmele seine Küche aussagt.
Und vielleicht auch über ihn.
Fotocredits: verve5
Der Koch mit klarem Kompass: Philip Rümmele
Philip Rümmele lässt seine Gerichte für sich sprechen und überzeugt durch Können. Geprägt
durch Stationen in der Spitzengastronomie. In seiner Ausbildung im Steinheuers „Zur Alten
Post“ hat er eine Handschrift entwickelt, die klassisches Handwerk mit seinem Stil verbindet.
Hans Stefan Steinheuer zählt zu den renommiertesten Köchen Deutschlands. Sein Restaurant
„Zur Alten Post“ in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist seit vielen Jahren mit zwei Michelin-Sternen
ausgezeichnet. Steinheuers Stil ist französisch geprägt, mit großer Liebe zum Produkt
und dem Fokus auf klare Aromen und elegante Reduktion – eine Schule, die Philip nachhaltig
geprägt hat.
In Kitzbühel kochte er im Restaurant „Petit Tirola“ im Hotel Grand-Tirolia. In München war er
Küchenchef des „Esszimmers“ by Käfer in der BMW-Welt (2 Sterne). Auf Sylt arbeitete er im
„Landhaus Stricker by Holger Bodendorf“ (1 Stern). 2020 entschied er sich bewusst für Krefeld,
die KRasserie und gegen das klassische Sterne-Modell.
„Ich wollte eine Küche machen, die die Menschen erreicht – ohne Schwellenangst“, sagt er.
Und das gelingt ihm. Seine Gerichte erzählen Geschichten, ohne laut zu sein. Ob perfekt gegartes
Kalbscarpaccio oder die legendäre Hummersuppe mit Cognac, Pernod und Noilly Prat
– bei Rümmele schmeckt man Präzision, Konzentration und vor allem: Geschmack.
Was entsteht, wenn ein leidenschaftlicher Gastgeber den richtigen Koch findet – und beide
zusammen ein Restaurant gestalten, das sich ganz natürlich anfühlt? In der KRasserie in der
Verve Krefeld kann man genau das erleben – nicht inszeniert, sondern authentisch. Hier trifft
man nicht auf steife Etikette, sondern auf eine Küche, die auf tolle Produkte setzt – präzise
zubereitet, mit Freude serviert. Ohne Chichi, ohne Inszenierung – dafür mit Geschmack und
Persönlichkeit. Einfach so, dass man gerne bleibt – und gerne wiederkommt.
Eine Brasserie für alle – Die Idee der KRasserie
GENUSS-TIPP
KRasserie – der Name ist eine Wortschöpfung: „KR“ steht für Krefeld, „assere“ für die Brasserie.
Viele Krefelder sagen übrigens, dass sie ‚in die Verve‘ essen gehen – dabei ist die KRasserie
genau genommen nur das Restaurant des Verves. Klassisch ist hier vieles – aber nichts im engeren
Sinne. „Brasserie heißt für mich: Du bekommst tolle Produkte, mit Liebe gemacht – aber
ohne das Drumherum, das viele überfordert“, erklärt Ingo mit Leidenschaft. „Die KRasserie ist
für alle da. Das ist mir wichtig.“
Der Name Verve selbst kommt aus dem Französischen und bedeutet Schwung, Elan, Ausdruckskraft
– und genau das beschreibt auch die Philosophie, die hinter dem ganzen Haus
steht: lebendig, zugänglich, auf den Punkt.
Die Speisekarte wechselt alle zwei bis drei Monate, vier bis fünf Evergreens bleiben. Klassiker
wie Hummersuppe oder Kalbscarpaccio treffen auf saisonale Gerichte – sorgfältig abgestimmt,
geschmacklich pointiert und angenehm unprätentiös.
29
GENUSS-TIPP
Fotocredits: Luis Nelson
Fotocredits: Simon Erath
GENUSS-TIPP
Im Frühling etwa stehen Ziegenkäseravioli mit Waldhonig auf Erbsen, Minze, Salbeibutter und
Wildkräutersalat auf der Karte – ein Gericht, das Frische und Tiefe spielerisch vereint. Oder die
geschmorte Poltinger Lammschulter mit Purple Curryjus und gratinierten Kartoffeln – kräftig,
elegant und voller Aromen.
Perfekt vorbereitet – und doch überraschend:
Die Prozessküche in der Verve
Auf den ersten Blick sieht man es nicht. Und doch ist sie einer der Gründe, warum in der
KRasserie alles so reibungslos, konzentriert und gleichzeitig entspannt wirkt: die Prozessküche.
Erst auf den zweiten oder dritten Blick fällt auf, dass etwas fehlt: die Herdplatten. Das
Herzstück der klassischen Küche sucht man hier vergeblich. Und genau das macht sie so besonders:
ein durchdachtes Konzept, das in der gehobenen Gastronomie in Deutschland noch
eher selten zu finden ist. Und doch ist sie einer der Gründe, warum in der KRasserie alles so
reibungslos, konzentriert und gleichzeitig entspannt wirkt: die Prozessküche.
Sie funktioniert nach dem Prinzip „Cook & Chill“ – einem Zubereiten in Phasen, bei dem die verschiedenen
Bestandteile eines Gerichts nicht à la minute, also unmittelbar vor dem Servieren,
vollständig zubereitet werden. Stattdessen geschieht dies gestaffelt und zeitlich entkoppelt.
Die einzelnen Komponenten eines Gerichts werden vorproduziert, aromaschonend heruntergekühlt
und später punktgenau vollendet. Für viele klingt das nach Systemgastronomie. Für
Philip Rümmele ist es ein Qualitätsinstrument: „Wir sind kein Automatenrestaurant. Wir machen
alles selbst – nur effizienter“, sagt er. Die Jus, die Fonds, die Saucen – alles wird klassisch
zubereitet, oft stundenlang. Doch das fertige Gericht entsteht dann in einem ruhigeren
Arbeitsfluss. Keine Hektik im Service, kein aufwendiges à la carte-Chaos. Dafür mehr Zeit für
das Wesentliche: den Geschmack.
Der große Vorteil? Jeder Teller schmeckt so, wie er soll – auch wenn das Restaurant bis zum
letzten Platz besetzt ist. Und das Team? Es kocht fokussiert statt im Dauerstress. „Ich habe
weniger Stress und bessere Gerichte. Das ist für mich moderne Küche“, sagt Rümmele – und
lächelt, als sei es das Selbstverständlichste der Welt.
Gastgeber mit Geschmack:
Ingo Sperling, Sommelier & Gestalter
Ingo Sperling ist vieles: gelernter Hotelfachmann, ausgebildeter Sommelier, leidenschaftlicher
Gastgeber – und ein Mensch, der Gastronomie als Begegnung versteht. Seine Karriere
begann in der Spitzengastronomie. Im Margaux in Berlin, einem der renommiertesten Restaurants
der Hauptstadt, war Qualität oberstes Gebot – jedes Detail zählte. Dort lernte Ingo, wie
die präzise Abstimmung zwischen Küche und Service das Gasterlebnis auf ein neues Niveau
hebt. Später, im Falco in Leipzig, einem Zwei-Sterne-Restaurant mit avantgardistischer Küche,
verfeinerte er sein Gespür für Wein und entwickelte seine Leidenschaft für individuelle
Beratung auf Augenhöhe. Später machte er sich selbstständig, beriet Gastronomiebetriebe
31
GENUSS-TIPP
Fotocredits: Simon Erath
GENUSS-TIPP
und wurde schließlich Geschäftsführer der Elfrather Mühle in Krefeld. Die Idee eines eigenen
Restaurants reifte lange – mit dem Verve wurde sie vor 5 Jahren Wirklichkeit. Hier konnte er
umsetzen, was ihm wichtig ist: Gastgeber sein, aber ohne steife Etikette. „Ich begrüße unsere
Gäste so, wie ich dich zu Hause begrüßen würde“, sagt er. Und das ist kein Lippenbekenntnis.
Seine zweite große Leidenschaft ist der Wein. Als ausgebildeter Sommelier kuratiert er persönlich
die Weinkarte – mit klarem Blick auf Herkunft, Qualität und Geschmack. Statt auf Prestige-Etiketten
setzt er auf Entdeckungen mit Charakter, auf Weine, die zur Stimmung und
zu den Menschen am Tisch passen. Weinberatung ist für ihn ein Gespräch, kein Vortrag. Er
hört zu, fragt nach, denkt sich in Vorlieben hinein. „Ich frage nicht: Was trinken Sie? Ich frage:
Worauf haben Sie Lust? Was soll der Wein für Sie tun?“ – dieser Satz bringt seine Haltung auf
den Punkt.
Atmosphäre der KRasserie?
Zwischen Samtgeschichte und Geschmack!
Die KRasserie ist kein überinszenierter Designtempel, sondern ein Raum, der sofort einlädt.
Klare Linien, durchdachte Farbakzente und bequeme Sitzmöbel schaffen eine Atmosphäre, die
stilvoll und entspannt zugleich ist. Das Restaurant befindet sich im Erdgeschoss eines alten
Industriegebäudes, das mit viel Feingefühl zu neuem Leben erweckt wurde – ein Ort mit Geschichte,
der heute modern und offen wirkt, ohne seine Wurzeln zu verleugnen. Das Gebäude,
in dem sich heute das Verve befindet, war einst Teil eines Industriekomplexes der Krefelder
Textilindustrie – jener Epoche, die der Stadt den Beinamen „Samt- und Seidenstadt“ einbrachte.
Statt Spindeln und Webstühlen bestimmen heute gute Gespräche, Wein und kulinarisches
Handwerk die Szenerie – doch die industrielle Seele des Hauses ist spürbar geblieben.
Fotocredits: Simon Erath
33
GENUSS-TIPP
Fotocredits: verve5
Fotocredits: Simon Erath
Fotocredits: Simon Erath
GENUSS-TIPP
Im Gastraum sitzt man auf bequemen Stühlen oder Bänken. Im vorderen Bereich laden hohe
Tische mit gepolsterten Hockern zum Aperitif ein. Von dort fällt der Blick auf das offene Küchengeschehen
– ein stiller Einblick in die konzentrierte Arbeit von Philip Rümmele und seinem
Team, der neugierig macht.
Genuss mit Format – Events, Rooftopbar & Kitchen Club
Neben der KRasserie öffnet das Verve regelmäßig neue Genussräume – mal ungezwungen,
mal intim, immer mit einem besonderen Twist. In den Sommermonaten wird zu Events wie
zum zum RoofTop-AfterWORK geladen – ein stilvolles Come-together mit kühlen Drinks, entspannter
Musik und lockerer Atmosphäre.
Und dann ist da noch der Kitchen Club: ein neues Format für etwa 16 Gäste. Er beginnt direkt
in der Küche – mit Fragen, kleinen Kostproben und spannenden Einblicken mitten ins kulinarische
Geschehen der Restaurantküche. Man schaut Philip und seinem Team bei der Zubereitung
über die Schulter, erhält Einblicke in das Cook & Chill-Prinzip, probiert kleine Häppchen
und bekommt Tipps zu Produkten, Rezepten und Techniken. Wer schon immer mal einem Spitzenkoch
über die Schulter schauen wollte, ist hier genau richtig: Philip Rümmele öffnet seine
kulinarische Schatzkiste, verrät Tricks, gibt Rezeptideen weiter und beantwortet jede Frage
– egal ob Anfänger oder ambitionierter Hobbykoch.
Nach dem Auftakt in der Küche geht es zum Dinner in den Gästeraum. Serviert wird ein mehrgängiges,
regionales und saisonales Überraschungsmenü, begleitet von sorgfältig ausgewählten
Weinen. Die Atmosphäre ist persönlich, fast familiär. Man kommt ins Gespräch – mit
den Tischnachbarn, dem Service, dem Gastgeber. Ursprünglich als monatliches Format an jedem
ersten Donnerstag im Monat gestartet, ist der Kitchen Club inzwischen so gefragt, dass
regelmäßig neue Termine angeboten werden – und ebenso schnell ausgebucht sind. Mein
Tipp: Frühzeitig reservieren lohnt sich!
KRasserie & Verve
verve5.de
Adresse: Zur Feuerwache 5, 47805 Krefeld
Instagram: @verve5kr
Telefon: +49 2151 9360800
E-Mail: info@verve5.de
35
WEIN-STORIES
Was bleibt: Pinot Noir und Umami
Eine Wein- und Entdeckungsreise durch Japan
Von Claudia Stern
Japan – lange war das für mich ein Synonym für Umami. Für Tiefe, Klarheit, Reduktion. Für
Fisch in Perfektion, Reis in Ritualform, Fermentation als Philosophie. Und ja: All das gibt es.
Aber es ist nicht alles. Und wird nun ergänzt durch Umami im Wein, vor allem beim Pinot Noir.
Fotocredits: Claudia Stern
Was man selten sagt, wenn man aus Japan zurückkehrt: Wie oft man Glutamat schmeckt. Wie
gleichförmig vieles wirkt. Wie schwer es ist, nach drei Wochen Reise noch überrascht zu werden.
Ich habe gut gegessen – aber nicht immer inspiriert. Nicht immer warm empfangen. Und
selten gewürzt mit dem, was Küche für mich ausmacht: Persönlichkeit.
Die formale Strenge der japanischen Esskultur ist bewundernswert. Präzision in jeder Geste.
Perfektion in Messerführung, Temperatur, Präsentation. Aber diese Strenge schafft auch Distanz.
Man ist oft Zuschauer, nicht Mitspieler. Small Talk? Unüblich. Fragen? Meist reserviert
oder emotionslos beantwortet. Ich habe viel beobachtet, aber nicht immer verstanden, was
ich schmecken sollte. Ich wurde satt – aber selten berührt.
Große Namen, große Erwartungen. Natürlich waren wir in renommierten Häusern. Kaiseki-
Menüs, Sushi auf Sterneniveau, Soba aus Manufakturen. Technisch makellos – doch oft wirkte
es wie ein Pflichtprogramm. Ein Hochamt ohne Seele. Trotz aller Saisonalität: Es gibt Grenzen,
was man aus Taro, Alge und Miso herausholen kann, wenn keine Handschrift spürbar
ist. Japanisches Frühstück: Ja, natürlich muss man das erlebt haben. In Nara – mit Blick auf die
Rehe – war es eindrücklich. Die Misosuppe am Morgen: salzig, tief, warm, ehrlich. Pickles als
tägliches Highlight. Und frischer Ingwer – so köstlich anders, dass wir ihn im Gepäck mit nach
Köln brachten.
WEIN-STORIES
Fotocredits: Claudia Stern
Die eigentlichen Highlights? Sie lagen abseits der Sterne. Sugari – the art of Ramen in Kyoto:
langer Tresen, minimalistisches Design, unfassbare Suppenkreation.
Hier gibt es noch ein super Video >>>
Fotocredits: Claudia Stern
Oder unsere Fahrradtour über den Shimanami Kaido zu den Zitroneninseln. Kulinarischer Höhepunkt:
das Restaurant Minatoya Setoda im Hotel Soil Setoda. Wir kamen hungrig – bestellten
alles. Das rief Küchenchef Yutaro Terada auf den Plan. Neugierig kam er aus der offenen
Küche. Er brachte frisch geernteten Sansho-Pfeffer von der Nachbarinsel und freute sich über
den Austausch. Am nächsten Tag trafen wir ihn wieder – in einer schlichten Ramenbar, wo die
Zitrone der Insel das Gericht krönte. Diese Zitrusfrische bleibt mir ewig in Erinnerung.
Kyoto, erneut: die beste Ramensuppe der Reise. Silberne Wasserschalen, kunstvolle Inszenie-
37
WEIN-STORIES
Fotocredits: Claudia Stern
rung. Abends dann lockere Izakayas – besonders in der Mon Winebar, wo Koch, Sommelier und
Kellner als Team agieren. Dort: ein umwerfender Chardonnay 2023 von Kitani Wine aus Nara.
Ein Wein von einem guten Typen. Saftig, elegant, mit einer vibrierenden Säure und dieser
japanischen Ruhe, die nichts erklären muss. Er erzählte vom Mut zur Reduktion. Ein Wein, der
nachklingt.
Und dann die Sangha Kyotomonkbar: Barkultur auf höchstem Niveau. Sommelière Tomomi
Wakamori – eine Offenbarung. Ihr Weinkeller: ausschließlich japanische Topgewächse. An der
Theke: fünf Glasweine zum Probieren. Jeder einzelne ein Fenster in eine stille, komplexe Welt.
Hier traf ich erstmals auf Funky Chateau – ein Weingut, das man sich merken sollte.
Tomomi Wakamori
Hikiniku To Come – ein Erlebnis. Ein Signature Dish, der unsere Fantasie immer noch beflügelt:
ein modernes Tsukune, nicht aus Huhn, sondern Rind – Schulter und Wade. Saftig. Kraftvoll.
Minimalistisch inszeniert mit frischem Reis, Brühe, Salzzitrone, Rettich, Pickles, Soja-Essig-Komposition.
Gastgeber Shinichi Higuchi: Herz, Hirn und Handwerk. 11 festangestellte
Köch:innen, 15 Studierende im Service – alles englischsprachig. Wir standen morgens um neun
Uhr in der Schlange, um einen Platz zu reservieren. Es war jeden Moment wert. Hier fehlte
eigentlich nur eine kleine feine Weinkarte – man wünscht sich fast ein Glas Pinot zur Salzzitrone.
WEIN-STORIES
Sommeliere - Tomomi Wakamori
Fotocredits: Claudia Stern
39
WEIN-STORIES
Fotocredits: Claudia Stern
Fotocredits: Claudia Stern
Wein mit Umami
Die größte Überraschung war: der Wein. Japanischer Wein. Leise, vielschichtig, berührend. Weine,
die nicht dominieren, sondern begleiten. Die sich einfügen und gleichzeitig erzählen.
Von Wind und Nebel, von kleinen Parzellen, von Geduld.
Noch vor 20 Jahren war japanischer Wein kaum präsent. Heute: über 500 Weingüter. Viele
klein, handwerklich, visionär. In winzigen Parzellen. Trotz widriger Bedingungen – Regen, Pilzkrankheiten,
kurze Vegetation – entstehen spannende Weine, besonders im Norden: Yamanashi,
Nagano, Hokkaido.
Hokkaido – das neue Pinot-Wunder - lange als zu kalt gehandelt, ist Hokkaido heute Experimentierfeld
für Pinot Noir und Chardonnay. Die Weine: duftig, elegant, mit Umami-Finish.
Takahiko Soga ist der Pionier. Seine Pinot Noirs – burgundisch inspiriert, japanisch geprägt.
Weine mit Seele, mit Stillstand und Tiefe. Die Sommelière Wakamori nennt sie das "Romanée-
Conti Japans" – ein Kompliment, das passt.
WEIN-STORIES
Fotocredits: Claudia Stern
41
WEIN-STORIES
Fotocredits: Claudia Stern
Die Domaine Atsushi Suzuki: jung, bescheiden, transparent. Atsushi Suzuki vinifiziert mit Humor
und Demut. Seine Weine und Etiketten sind zart, manchmal verspielt, aber bestimmt.
Wenn der Powerwinzer eine kreativ-Pause braucht, macht er Musik.
Fotocredits: Claudia Stern
Sehr rar sind die Weine des burgundischen Top-Winzers Étienne de Montille, der die traumschöne
Landschaft für sich entdeckte und gemeinsam mit Hayuru Yano seit 2023 in Hakodate
Erfolge landet. Die Region erinnert mich auch an Oregon.
WEIN-STORIES
Fotocredits: Claudia Stern
Toru Takamatsu
Ganz liebevoll und spannend: Due Punti Winery – italienische Eleganz trifft japanische Präzision.
Shinsuke Isakas Weine: filigran, kühl, voller Spannung. Der Stil: Terroir geprägt und überzeugend.
Master Sommelier Toru Takamatsu brachte es im Gespräch auf den Punkt: Japans Weinzukunft
ist leise, aber entschlossen. So wie sein Plan, in den nächsten Jahren den besten Chardonnay
Japans zu vinifizieren. Ich glaube ihm jedes Wort.
43
WEIN-STORIES
Die Japanischen Alpen sind ja nur 1 ½ Stunden von Tokyo entfernt und dieses Naturschauspiel
muss man erleben. Grace Wine und die Misawa Winery in Yamanashi ist ein Vorzeigebetrieb.
Präzise Rebschnitte, gezielte Lese, klare Stilistik. Koshu: mineralisch, salzig, subtil. Das Gespräch
mit Familie Misawa, ein Austausch über Geduld und einen Schaimwein, der sicherlich
als der beste Japans gilt und mit salziger Chardonnay Typizität und einem langen Hefelager
absolut gerechtfertigt ist. Leider war die junge Önologin, die in Japan richtig Furore macht,
selbst nicht vor Ort, aber wir werden wieder kommen um ihr Schaumweinprojekt zu unterstützen.
Funky Chateau in Nagano ist hingegen ganz anders. In den Höhenlagen von Nagano entstehen
Weine mit Frische und Tiefe. Funky Chateau arbeitet ausschließlich biologisch, spontanvergoren,
unfiltriert. Mutig, klar, voller Textur. Weine mit Eigensinn – und Herz, Ob Pinot,
Chardonnay oder Merlot.
Kitani ist das Startup Weingut in Nara. Kitani Kazuto ist jung und macht vielversprechende
Weine. Der Chardonnay: naturbelassen mit kaum Schwefel, ein Wein mit Neugier, mit Rohheit,
mit Zukunft. Ein Zeichen für das, was in Nara möglich ist.
Rebsortenvielfalt: Koshu, Muscat Bailey, Albariño, Kerner, Zweigelt, Besonders spannend: gereifte
Koshu von 98WINEs und Misawa. Weine wie fernöstliche Rieslinge. Muscat Bailey A –
charmant, aber oft simpel. Albariño: in Toyama erstaunlich präzise. Der von Says Farm – einer
der besten, die ich je getrunken habe. Eine salzige Brise, ein japanisches Galizien.
Die Begeisterung für und Neugier auf die Entwicklung der Pinot Noirs mit dem gewissen Etwas,
das ich nur mit Umami umschreiben mag, bleibt. Wer hinter die formale Perfektion schaut,
entdeckt in Japan emotionale Tiefe – in der Natur, im Gespräch, im Glas. Was bleibt, ist feinstes
Umami. Und zu wissen, dass es sich lohnt dieses Weinland im Aufbruch wieder zu besuchen.
Gerne biete ich Euch Tips und Kontakte für Eure nächste Japanreise an. Oder wenn Ihr Inspirationen
für Eure Wein- und Sakekarte sucht. claudia@wineandglory.de oder folgt mir unter
wine.glory auf Instagram. Dort findet Ihr noch viel mehr Japanstories.
Claudia Stern
Consulting für Weingüter und Gastronomie | Speaker | Servicedesign
| Talentförderung | Moderation | Boutique-Weinhandel | Weinkartenberatung
| Jurytätigkeit | Seminarentwicklung | Strategie |
Pressearbeit | Vernetzung
Beethovenstraße 12 | 50674 Köln
www.wine-and-glory.de |
claudia@wineandglory.de
+49 173 9749219 | 0221 79 00 56 17
WEIN-STORIES
Fotocredits: Claudia Stern
45
WERBUNG
Dürfen wir vorstellen
Paul Bednarczyk | Event-Koch
Vom Herd zur Herzenssache:
Wie ein Spitzenkoch Genuss, Verantwortung
und persönliche Werte miteinander
verbindet.
Der Weg zur kulinarischen Spitzenleistung
beginnt früh. Schon im Jahr 2002, als Paul
seine Ausbildung im renommierten Restaurant
Hohensyburg in Dortmund startete.
Was folgte, war eine konsequente Reise
durch die Spitzengastronomie: Stationen im
La Table, im Hilton Dortmund und im Sheraton
Essen formten nicht nur sein Handwerk,
sondern auch seine Haltung. Er lernte das
Kochen von Grund auf. Vom Chef de Partie
bis zum Küchenchef, durchlief er jede Station
mit Präzision und Leidenschaft.
Doch wer Bednarczyk heute erlebt, merkt
schnell: Hier kocht ein Visionär mit Geschmack,
Gefühl und einem klaren Wertekompass.
Kochen auf Augenhöhe – mit Unternehmen,
Promis und Publikum
Neben privaten und prominenten Auftraggebern
wie zum Beispiel ATB, zählen mittlerweile
auch namhafte Unternehmen wie die Gebr.
GRAEF zu seinen Kunden. Bei Produktlaunches,
exklusiven Kundenevents oder Teambuildings
sorgt er für den kulinarischen Rahmen,
oft sogar live vor Publikum. Regelmäßig
steht er außerdem mit Starkoch Johann Lafer
auf der Bühne, etwa bei Branchenevents oder
Private Chef – persönlich, präzise,
professionell
Seit 2020 ist Bednarczyk als selbstständiger
Private und Event Chef unterwegs und
bringt damit ein exklusives Gastronomiekonzept
direkt in Wohnzimmer, Firmensitze
oder auf Bühnen.
Seine Mission: kulinarische Erlebnisse schaffen,
die mehr sind als gutes Essen. Stilvoll,
maßgeschneidert, hochprofessionell, aber
immer mit einer persönlichen Note.
Ob Fünf-Gänge-Menü im kleinen Kreis oder
aufwendig inszeniertes Firmen-Event: Jedes
Detail trägt seine Handschrift. Der Gast
soll sich nicht nur satt fühlen, sondern gesehen,
gewertschätzt und berührt.
WERBUNG
privaten Kochkursen.
Was ihn dabei auszeichnet? Seine Mischung
aus fachlicher Präzision, natürlicher Präsenz
und echter Begeisterung für Menschen. Bednarczyk
spricht mit Geschmack und man hört
ihm gern zu.
Sozial denken, kulinarisch handeln
Doch für Bednarczyk gehört Verantwortung
ganz selbstverständlich zum Berufsbild. Angestoßen
durch das Engagement eines Kollegen,
begann er, sich sozial einzubringen. Zunächst
bei der Lebenshilfe Hattingen und heute auch
als Teil des Netzwerks ChefHeads, das gemeinsam
mit der Stiftung KinderHerz Projekte
für herzkranke Kinder unterstützt.
„Gutes Essen kann Aufmerksamkeit schaffen
und helfen“, sagt er.
Und zeigt: Genuss und gesellschaftliches Bewusstsein
schließen sich nicht aus. Im Gegenteil,
sie gehören für ihn zusammen.
Was bleibt: Geschmack + Eindruck.
Paul Bednarczyk ist nicht nur ein Koch, er ist
Gastgeber, Impulsgeber und Möglichmacher.
Wer ihn bucht, bekommt mehr als ein Essen.
Man bekommt ein Erlebnis, das nachhallt, geschmacklich
wie menschlich.
Denn für ihn ist Kochen nicht nur Beruf, sondern
Ausdruck. Ausdruck von Haltung, Qualität
und der tiefen Überzeugung, dass echte
Verbindung durch Essen möglich ist. Und genau
darin liegt seine besondere Stärke.
Mehr als ein Menü: Erlebnisgastronomie
mit Sinn
Bednarczyk bietet längst mehr als nur klassisches
Private Dining. Er konzipiert und realisiert
ganze Erlebnisformate: vom exklusiven Dinner
bis zum interaktiven Kochkurs. Dabei verbindet
er höchste Kochkunst mit Event-Feeling,
Struktur mit Emotion, und Ästhetik mit echter
Begegnung. Seine Philosophie: Jede Zutat hat
Bedeutung. Jeder Moment zählt. Und jede Veranstaltung
ist eine Bühne für Geschmack, Begegnung
und Inspiration.
Paul Bednarczyk
Event-Koch
Lärchenweg 12
45525 Hattingen
Telefon: +49 173 7026730
E-Mail: paul.bednarczyk@ihr-event-koch.de
47
WEIN-STORIES
Fotocredits: Claudia Stern
WEIN-STORIES
Monteverro – das Juwel der südlichen
Maremma
„Diese Küste hat irres Potenzial“, sagte Georg Weber einmal.
Heute kann man sagen: Er hatte recht - seine Weine gehören zur
toskanischen Oberliga.
Die südliche Toskana ist nicht gerade arm an Geschichten. Aber wenige beginnen so still und
entschieden wie die von Julia und Georg Weber. Am Fuß von Capalbio, mit Blick auf das
Tyrrhenische Meer, haben sie etwas geschaffen, das heute zu den ambitioniertesten Weingütern
Italiens gehört: Monteverro – der „Berg des Ebers“. Ein Name, der auf die ursprüngliche
Macchia-Landschaft verweist, in der Wildschweine noch heute durch die Reben streifen.
Die südliche Toskana hat viele Gesichter – aber nur wenige, die so faszinierend zwischen mediterraner
Sinnlichkeit und vinophiler Präzision changieren wie Monteverro.
Ein Terroir mit Tiefgang
Fotocredits: Claudia Stern
Auf sanften Hängen zwischen 30 und 80 Metern über dem Meer wachsen die Reben auf
eisen- und tonhaltigen Böden, durchsetzt mit grobem Gestein – eine geologische Komposition,
die Wasser im Winter speichert und im heißen Sommer gezielt abgibt. Hier geht nichts
verloren. Auch nicht das Aroma. Das Klima ist geprägt von milden Wintern, heißen Tagen – und
der einen entscheidenden Konstante: der Meeresbrise. Sie kühlt die Reben, besonders nachts,
und verleiht den Weinen Spannung, Eleganz, Frische. Die Rebstöcke wurzeln tief, kämpfen
sich durch den Boden, holen sich, was sie brauchen – und nichts darüber hinaus.
49
WEIN-STORIES
Fotocredits: Claudia Stern
WEIN-STORIES
60 Hektar gelebte Biodiversität
42 Hektar davon sind mit Reben bepflanzt. Der Rest bleibt, was er war: Macchia, Bäume, Wildnis.
Es ist kein dekoratives Beiwerk, sondern gelebte Biodiversität. Monteverro verfolgt einen
kompromisslos ganzheitlichen Ansatz, was Bodenpflege und Pflanzengesundheit angeht.
Schon früh holte Georg Weber sich die renommierten Bodenexperten Lydia und Claude
Bourguignon ins Boot, die mit wissenschaftlicher Präzision und tiefer Achtung vor dem
Boden als lebendigem Organismus arbeiten. Das Ziel war klar gesteckt, nämlich ein Gleichgewicht
im Untergrund, das den Einsatz von Herbiziden, Insektiziden oder Fungiziden überflüssig
macht. Das Ergebnis ist heute überzeugend: Böden mit einer ungeheuren Tiefe an
Mikroorganismen – biologisch aktiv, voller Leben, voller Ausdruckskraft – ergeben Weine mit
Finesse und Tiefe.
Architektur mit Haltung – kein Spektakel, sondern elegante
Ruhe
Monteverro inszeniert sich nicht. Die Gebäude ducken sich in die Landschaft, die Farben der
Fassaden nehmen den Ton der Erde auf. Travertinstein, Eichenholz, große Fenster – das ist
nicht Design, das ist Demut vor der Schönheit der Maccia. Der Verkostungsraum öffnet sich
mit Blick auf den Barriquekeller. Der Keller selbst liegt zum Teil im Hang, aus energetischen
Gründen – nicht aus Prestige. Beim ersten Eintreten in den Produktionskeller, dachte ich sofort
an Vega Sicilia. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen.
Capalbio als geistige Heimat
Dass Julia und Georg Weber ihre Hochzeit im mittelalterlichen Ortskern von Capalbio gefeiert
haben, ist mehr als nur eine nette Anekdote. Es zeigt, wie tief dieses Projekt in der Region
verwurzelt ist. Capalbio, mit seiner romanischen Kirche San Nicola, ist nicht nur pittoresk,
sondern ein Ort mit Seele. Und genau das überträgt sich auf Monteverro: Die Weine sind keine
bloßen Markenbotschafter, sondern Erzählungen in Flaschen – über Landschaft, Licht, Böden
und Visionen. Restauranttipp Frantoio – ein malerischer Kleinod im Herzen des Ortes mit köstlicher
Tagliata und großartigem 2004er Sassicaia aus dem privaten Keller von Georg Weber.
Starkes Team und berühmter Berater
Für die tägliche Arbeit in Weinberg und Keller ist Önologe Matthieu Taunay zuständig, der
von der Loire stammt und in namhaften Weingütern rund um die Welt Erfahrungen sammelte
– vom Napa Valley bis Südafrika, von Châteauneuf-du-Pape bis Neuseeland. Seit 2008 lebt er
in der Toskana und teilt mit den Webers die Vision, Spitzenweine aus der südlichen Maremma
zu erzeugen.
51
WEIN-STORIES
Fotocredits: Claudia Stern
Fotocredits: Claudia Stern
WEIN-STORIES
Simone Salamone stammt aus Sizilien und ist hier in der Maremma absoluter Fan von
Cabernet Franc geworden. Er verantwortet die Weinberge und die Macchia und ist ein echter
Maremmano geworden.
Internationale Top Berater
Anregungen und Erfahrungen aus der weiten Welt des Weins haben Georg Weber von Anfang
an beflügelt und bereichert. Er setzt auf den intensiven Meinungsaustausch mit Winemakern
wie dem Schweizer Jean Hoefliger, der seit vielen Jahren in der dynamischen Weinszene des
Napa Valley zu Hause ist. Mehrmals im Jahr besucht Michel Rolland, der weltweit führende
Önologe, auch als „König der Cuvées“ bekannt, Monteverro, dem er eng verbunden ist. Rolland,
der enorme Erfahrung gerade für den Weinbau in Küstennähe mitbringt, war es, der den
jungen Georg Weber einst darin bestärkte, auf das damals noch unbekannte Terroir der südlichen
Maremma zu setzen. Was reizt Rolland, dessen Gaumen als Präzisionsinstrument gilt,
an Monteverro? „Schauen Sie sich doch um“, sagt der Franzose, „hier herrschen Traumbedingungen
für jeden Weinmacher.“ Und Georg Weber hat einen Keller gebaut, der dem Team alle
Möglichkeiten der Entfaltung bietet.
Die Kunst der Assemblage
Am 19. Juni durfte ich es eindrucksvoll miterleben, wie die 70 besten Partien aus dem Keller
in einer mühevollen Feinabstimmung erst nach den vier Rebsorten Merlot, Cabernet Franc,
Cabernet Sauvignon und Petit Verdot perfekt als stimmige Cuvées balanciert wurden. Dann
kam die Kür. Unglaublich stark und mit klarem Fokus entschied Michel Rolland die Zusammensetzung
für den neuen Jahrgang. Im Vergleich zu meiner Cuvée, war sein finales Meisterwerk
vielschichtig, unglaublich in Balance, dicht und einnehmend. Mein Cuvée wirkte dagegen wie
ein ruppiger Cabernet. Diese Erfahrung war unglaublich.
Jetzt auf die Weinkarte nehmen:
Monteverro Chardonnay 2022
Die Ernte war schon am 4. und 5. August und eine kleine Nachlese, die im Norden am 10.
August stattfand. Die Reben wachsen im unteren Teil des Monteverro Weinbergs und genießen
stets eine leichte Brise vom Meer. 50% reifte 14 Monate in französischer Eiche, wovon
aber nur 10% neue Fässer waren. Die restlichen 50% reiften in Betoneiern und sorgen für
diese Finesse. Filigrane Nase, mit Lindenblüten, Meeresalgen, weißem Pfeffer, Zitronenzeste
und exotischer Papaya – elegant-würzig. Am Gaumen dann eine seidige Textur, zitrisch frisch,
straffe Säure, mineralisch mit salzigem Nachhall. Schlanker Körper, feiner, herber Ausklang .
Delikat, jung trinkbar, mit feiner Struktur – der Chardonnay kann mit ganz eigener Maremma
Stilistik neben den großen der Welt bestehen.
53
WEIN-STORIES
Fotocredits: Claudia Stern
Fotocredits: Claudia Stern
WEIN-STORIES
Monteverro Tinata 2022
70% Syrah und 30% Grenache bringen explosive Aromen von Lanvelde, Tomatenblatt und
Kaffee. 70% wurden 16 Monate in Französischer Eiche, mit nur 30% neuen Fässern, gereift.
30% lagerten im Beton-Ei und sorgten für Balance und Finesse. Der Wein ist würzig mit Curry,
Pfeffer und roten Früchten – Die Macchia kommt am meisten zur Geltung. Der Tinata duftet
mediterran nach Kräutern . Am Gaumen sehr klar strukturiert, knackige Säure, feinkörnige
Tannine. Schwarze Beeren, etwas Graphit. Ein gute Finale mit Präzision . Raffiniert und zugänglich.
Trinkempfehlung.
Monteverro 2021
Ach was für ein guter Wein! 45 % Cabernet Sauvignon 40% Cabernet Franc, 10% Merlot und
5 % Petit Verdot reiften 24 Monate in französischer Eiche mit 70% neuem Holz. Jedes Lot
wird separat vinifiziert. So kommt dann eine faszinierende Zusammenstellung des Cuvées
final aus ca. 70 einzelnen Partien zusammen. So kann man verwobene dichte dunkle Eleganz
ins Glas bringen. Dunkle Frucht – Brombeere, Cassis, Kräuter, florale Noten von Rosen untermalt
von Graphit, begleitet von Gewürzen . Mittelgewichtig, fein strukturiert, straffe Tannine
mit präzisem Finish. Eleganter Ausdruck des Capalbio-Terroirs . Balancierte Harmonie aus
Frucht, Mineralität und Frische. Das ist Toskana der elegantesten Art.
www.monteverro.com
Mehr Tipps und Speisekombinationen oder Texte für Ihre Weinkarte von Claudia@wineandglory.de
55
KÖCHE-PORTRAIT
Der Weg eines Feingeists
– Tohru Nakamura -
Balance zwischen europäischen Techniken
und japanischer Finesse
Fotocredit: Hoang Dang
Passion, Ausdauer und innovativer Kultiviertheit.
Ein leuchtendes Vorbild für junge Köche weltweit
1. Kapitel – Kindheit zwischen zwei Küchenwelten
KÖCHE-PORTRAIT
Es begann in München, an einem sonnigen Herbsttag des Jahres 1983. Mitten in dieser pulsierenden
Stadt erblickte Tohru Nakamura das Licht der Welt – Sohn einer deutschen Mutter
und eines japanischen Vaters. Er erinnert sich heute noch lebhaft an die Aromen seiner
Kindheit: das zarte Aroma von Miso-Suppe, die seine Mutter liebevoll zubereitete, und das
leise Zischen des Gemüses, wenn sein Vater es in der Pfanne knackig briet.
Manchmal stand der kleine Tohru auf einem stabilen Hocker, um einen besseren Blick auf
die Aktion zu haben, beobachtete das Jonglieren von Zutaten und das geduldige Rühren im
Topf. „Ich habe gelernt, dass jede Zutat etwas erzählt“, sagt er später. Diese Erkenntnis begleitet
ihn bis heute und bildet das Fundament seiner künstlerisch-puristischen Küche.
2. Kapitel – Die ersten Schritte in der Sterneküche
2004 trat er seine Lehrstelle im traditionsreichen Hotel Königshof in München an. Unter
dem wachsamen Auge von Sternekoch Martin Fauster lernte er die Poesie der französischen
Klassiker und den Wert unbeirrbarer Disziplin. 2008 folgte der Sprung in die gehobene Sterneküche
– ins Vendôme unter Joachim Wissler. Dort, zwischen Sous-vide und perfekter Garmethode,
festigte er sein technisches Handwerk.
Doch sein Hunger nach dem Unbekannten trieb ihn weiter: 2010 zog es ihn ins südliche
Holland, zum niederländischen Spitzenkoch Sergio Herman ins legendäre Restaurant Oud
Sluis. Dort entdeckte Tohru Verbundenheit zur Natur und die Freiheit spielerischer Kreativität.
2012 kehrte er zurück – nicht nach Nürnberg oder Frankfurt, sondern nach Tokio: für
Traineeships bei Meisterköchen wie Ishikawa, Sushi Ito und Hassun. Die Reinheit der japanischen
Küche war für ihn ein Augenöffner, ein Stillstand der Sinne, den er in sein Innerstes
übernahm.
3. Kapitel – Der eigene Weg im Werneckhof
Zurück in München, übernahm er 2012 die Küche im Werneckhof by Geisel. Hier wurde sein
Stil endlich sichtbar, formte sich aus Technik, Naturverbundenheit und einem Herz, das laut
für Natürlichkeit schlug. 2014 wurde er erstmals mit einem Michelin‐Stern ausgezeichnet,
2016 folgte der zweite. 2020 erreichte er 19 Punkte im Gault‐Millau – ein Ritterschlag für
die Qualität seiner Handschrift.
Doch auch ein Visionär braucht Freiheit. 2020 folgte sein Pop‐Up „Salon Rouge“ mitten in
der Pandemie, ein Ausbruch aus dem Alltäglichen, eine Avantgarde der Geschmackskunst.
Und jedes Stück Kreativität, das sprudelte, war ein Puzzleteil seiner nächsten Lebensphase.
57
KÖCHE-PORTRAIT
KÖCHE-INTERVIEW
Saint Pierre
© Bear Productions, Matthias Kick
KÖCHE-PORTRAIT
4. Kapitel – Die Schreiberei wird Heimat
Im Dezember 2021 öffnete Tohru in der Schreiberei seine Pforten – in einem denkmalgeschützten
Haus im Herzen Münchens. Die Atmosphäre war intim, die Tische nah beieinander,
die Räume atmeten Geschichte. Und die Küche? Sie war präzise wie ein Uhrwerk – zehn
Gänge, zehn Geschichten.
Schon 2022 folgten zwei Michelin‐Sterne. Und im Juni 2025, während das Spotlight einer
großen Gala in Frankfurt auf ihn fiel, wurde die Geschichte komplett: drei Michelin‐Sterne
– ein Meilenstein für ihn, für München und für die deutsch-europäische Gourmetszene. Es
war, als würde ein Kindheitstraum in Vollendung glühen.
5. Kapitel – Was die Küche möglich macht
Das Menü ist sein Manifest: Royal Belgian Caviar trifft auf Oscietra-Auster; Ozaki Wagyu
vereint sich mit Koshihikari-Reis, auberginigen Rauch und rätselhaften Myoga-Aromen. Es
sind Gerichte, bei denen jedes Detail zählt. Denn Tohru vereint hier zwei Seelen: japanische
Klarheit und französische Struktur.
Ein Zitat von ihm: „Jedes Gericht erzählt eine eigene Geschichte“. Und er meint es: Da ist der
slow-cooked Heilbutt, umhüllt von zarter Habanero-Säure; da sind Aromen von Wald und
Wiese, in Form von Mikrokrautern, die er aus dem Umland bezieht – regional, bewusst, nachhaltig.
Sein Credo ist klar: Qualität entsteht in Respekt vor dem Produkt und in der ruhigen
Hand des Kochs.
6. Kapitel – Körper, Geist, Tagebuch
An einem gewöhnlichen Tag arbeitet er zwölf, manchmal fünfzehn Stunden. Morgens schon
Fleisch besprechen, mittags Gemüse frisch zertifizieren, abends die letzten Teller anrichten.
Doch Tohru bleibt menschlich. Einmal erzählt er, er müsse sich abends bei seiner Familie entschuldigen:
„Ich bin so intensiv bei der Arbeit, fast mit Kopf und Herz dort.“ Seine Frau sei da
jede Stunde seine Stütze – und seine beiden Kinder, 2 und 5, sind sein Glück.
Die Wohnung in München ist eine Mischung aus Ruheoase und Versuchslabor – ausgestattet
mit Gaggenau-Geräten, die ihm die Präzision ermöglichen, von der er in der Spitzenküche
lebt. Und privat? Japanische Mayonnaise traut sich auf Omelette, auf Brot – ganz heimlich.
7. Kapitel – Bühne & Medienwirksamkeit
Er ist kein scheues Rehlein – weder auf der Bühne noch in der Kamera. In „The Taste“ sitzt
er als Juror, in Kitchen Impossible stellt er sich Tim Mälzer in Japan‐Deutschland‐Duellen. Er
weiß: Sichtbarkeit ist ein Werkzeug, keine Ablenkung. Sympathisch, bodenständig, immer mit
59
KÖCHE-INTERVIEW
Burgaud Ente
© Bear Productions, Matthias Kick
KÖCHE-INTERVIEW
Kirsche
© Bear Productions, Matthias Kick
61
KÖCHE-PORTRAIT
einer Prise Humor – so erreicht er mehr als nur Gourmets: Er erreicht die Öffentlichkeit.
8. Kapitel – Die Geste, die bleibt
Der Tag der dritten Sterne-Verleihung in Frankfurt – er beschrieb ihn als kristallklar, emotional:
„Ein Moment, in dem ein Kindheitstraum Wirklichkeit wurde.“
Für München war es ebenso ein Kulturschock: zum ersten Mal erhielt ein Restaurant aus der
Stadt drei Sterne. Ein Ritterschlag für ganz Bayern – und ein Signal: München ist nun Teil der
europäischen Gourmet-Elite. Seine Stadt hat Würde bekommen im Lichterglanz internationaler
Spitzenköche.
9. Kapitel – Bilanz, Blick nach vorn
Tohru spricht nicht von Expansion, von weiteren Filialen. Er spricht von Tiefe und Reife. Ein
Kochbuch, in dem er seine japanisch-deutsche Fusion erklärt; Charity-Menüs; mehr Social-
Media-Dialog – alles in Ruhe, alles bewusst. Seine Mission: den Moment perfektionieren,
weiter lernen, weiter staunen lassen.
10. Kapitel – Der leuchtende Faden
Die Geschichte Nakamuras ist eine Erzählung von zwei Küchen – von Tradition und Moderne.
Es ist die Reise eines Jungen, der beim Kochen das Staunen entdeckte. Die seiner Mutter,
seines Vaters, aber auch seiner Mentoren – von Tokio bis Schloss Bensberg.
Sein dritter Michelinstern ist kein Abschluss. Er ist ein heller Punkt in einem sich stets erweiternden
Universum – ein kostbarer Stein in einem Kunstwerk, das niemals fertig wird.
Und während der letzte Scheinwerfer erlischt, bleibt eines: ein leuchtender, unvergänglicher
Faden, der ihn und uns zu neuen Geschmackswelten führt.
Tohru
Burgstraße 5
80331 München
+49 89 21529172
kontakt@schreiberei-muc.de
Bar Tatar
Dienerstr 20
80331 München
+49 89 21529173
kontakt@schreiberei-muc.de
Web: https://schreiberei-muc.de/
KÖCHE-PORTRAIT
Aktuelle Menü im TOHRU
Auster aus der Glut
Irish Mór | Buchweizen & Muscheljus
Nori Tempura
Ozaki Wagyu | Aal & Milde Habanero
Fukkurinko
Gamba Roja | Safran-Kimizu & Shiokoji
Münchener Burrata
Royal Belgian Caviar | Pistazie & Shiso
Hamachi
Balfegó Tuna | Gurke & Kapernblatt
Chawanmushi
Saibling | Pfifferlinge & Smoky-Fish-Garum
Saint Pierre
Fenchel | Aprikose & Lorbeer-Buttermilch
Herrmannsdorfer Schweinekinn
Encornet | Kohlrabi & XO
Burgaud Ente
Mönchsbart | Kombu & Liebstöckel
“OKASHI“
Menü 320€
Menü ohne Chawanmushi & Schweinekinn 275€
63
KÖCHE-INTERVIEW
Nori Tempura
© Bear Productions, Matthias Kick
KÖCHE-INTERVIEW
Castella mit Douglasie
© Bear Productions, Matthias Kick
65
KÖCHE-INTERVIEW
Steckbrief Tohru Nakamura
Name: Tohru Nakamura
Alter: geboren am 1. Oktober 1983 in München
Stationen: 2004 bis 2007 Ausbildung im Gourmetrestaurant im Hotel Königshof,
2008 bis 2010 Restaurant Vendôme im Grandhotel Schloss Bensberg, 2010
bis 2012 Restaurant Oud Sluis, 2012 Hospitationen in Japan, unter anderem im
Restaurant Ishikawa und Restaurant Sushi Ito in Tokio, 2012 bis 2020 Projektmanagement
und kulinarische Beratung bei Geisel Privathotels in München, 2013
bis 2020 Küchenchef im Werneckhof by Geisel, 2020 bis 2021 Küchenchef im
Pop-up-Restaurant Salon Rouge by Tohru Nakamura, seit 2021 Küchenchef im
Restaurant Tohru in der Schreiberei in München.
Restaurant: Das Tohru in der Schreiberei serviert französische Küche mit japanischem
Einschlag. Sie dinieren in einem historischen Gewölbe mit Wohnzimmerflair.
Tohru Nakamuras kulinarische Werte im eigenen Restaurant: Produktvielfalt,
Nachhaltigkeit, Qualität und Kreativität. 2022 wurde das Tohru in der Schreiberei
mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet.
TV-Auftritte: 2017, 2018, 2020 und 2022 Gastjuror bei "The Taste", 2018 Kontrahent
von Tim Mälzer in der Fernsehsendung "Kitchen Impossible", 2018 Teilnehmer
der Kochshow "Knife Fight Club".
Fotocredit: Hoang Dang
KÖCHE-INTERVIEW
Guido Fritz im Interview mit Sternekoch Tohru Nakamura
Zum Gewinn des 3. Michelin Sterns
ChefHeads: Herr Nakamura, herzlichen Glückwunsch zum dritten Michelin-Stern! Wie haben
Sie den Moment der Auszeichnung in Frankfurt erlebt – und was ging Ihnen durch den Kopf,
als Ihr Name als neuer Drei-Sterne-Koch aufgerufen wurde?
Tohru Nakamura: Also es war ja vor allem unser gemeinsamer Moment, wir waren zusammen
mit einem Auszug des Teams vor Ort. Neben mir saß unser Restaurantleiter Alex Will,
dann war unser Maitre-Sommelier Chris Rainer dabei, Stefan Fluch unser Sous Chef, einer
unserer langjährigsten Mitarbeiter Michele Ponzio und natürlich unser Küchenchef Dominik
„Smitty“ Schmid. Außerdem waren ein paar Gesellschafter unserer Gmbh dabei, und wunderbarerweise
auch ein Teil meiner Familie. Wir haben danach auch in diesem Kreis noch ein wenig
gefeiert. Was mir in dem Moment durch den Kopf ging ist schwer zu sagen, im Grunde genommen
war es hauptsächlich eine Gefühlsgemengelage aus Erleichterung und sehr großer
Freude. Das ging dann ja alles so wahnsinnig schnell und es ist dann auch, glaube ich, ein
Moment, wo sich der Kopf ausschaltet und einfach das Herz übernimmt.
ChefHeads: Ihr Restaurant in München steht für eine Küche, die japanische Präzision mit
europäischer Eleganz vereint. Was, glauben Sie, war letztlich der entscheidende Impuls, der
dem Team Michelin den dritten Stern wert war?
Tohru: Wenn wir das wüssten, was der entscheidende Impuls war, dann könnten wir diese
Information teuer an andere Restaurants verkaufen (lacht). Ich glaube am Ende war es das
Festhalten an der Stilistik und an dem Weg den wir bisher auch so beschritten haben und den
wir einfach auch konsequent weiterverfolgen. Wir versuchen nicht ständig was Neues zu
bringen, sondern das, was wir machen, zu perfektionieren und von Tag zu Tag darin besser zu
werden. Aber ich würde schon sagen, dass so eine gewisse Klarheit, eine gewisse Präzision
auf dem Teller, vor allem dazu geführt hat, dass der dritte Stern kam.
ChefHeads: Die Michelin-Tester zeichnen nicht nur handwerkliche Perfektion, sondern auch
emotionale Tiefe und ein konsistentes Menükonzept aus. Was war Ihr kreativer Leitgedanke
in dieser Saison – und wie haben Sie ihn kulinarisch umgesetzt?
Tohru: Ich glaube im Grunde genommen ist es schon so, dass wir einfach gesagt haben, dass
wir Gerichte kreieren möchten die bauchorientiert sind und trotzdem die handwerkliche Disziplin,
die über den Kopf kommt, auch umgesetzt haben. Das ist so die Grundidee. Und am Ende
gestaltet sich das Menü ohnehin sehr dynamisch, das heißt wir verändern uns immer alle 8
bis 10 Wochen mit den Gerichten im Menü, von daher kann man das gar nicht so genau abgrenzen.
Unser Grundmotto bleibt aber immer: Es muss so sein, dass wir es gerne an unserem
freien Tag essen wollen würden.
67
KÖCHE-INTERVIEW
ChefHeads: Die Verleihung in Frankfurt war ein großes Branchenevent mit Signalwirkung.
Spüren Sie, dass sich mit Ihrem dritten Stern auch der Blick auf die Münchner Spitzengastronomie
verändert?
Tohru: Ja unbedingt! Es ist anscheinend sogar das allererste Mal in der Geschichte Münchens,
was ich gar nicht gedacht habe. Denn ich bin immer davon ausgegangen, dass die Restaurants
„Tantris“ und „Aubergine“ gleichzeitig die drei Sterne hatten, aber es war wohl nicht so.
Und somit hat München nun zum ersten Mal zwei Drei-Sterne-Restaurants, und insgesamt
sind wir einfach wahnsinnig breit aufgestellt hier mit unserer Fine-Dining Szene. Und das hat
auf jeden Fall eine magnetische Wirkung auf die kulinarischen Touristen dieser Welt, und ich
glaube, dass das jetzt noch mal mehr zunimmt, dass München auch eine Destination im internationalen
Vergleich wird, wenn es ums Essen geht.
ChefHeads: Nach diesem Meilenstein: Wie geht es für Sie und Ihr Team weiter? Gibt es
Pläne für neue Projekte – oder liegt der Fokus jetzt ganz klar auf der Perfektion und Stabilität
auf Drei-Sterne-Niveau?
Tohru: Diese Frage ist mir auch gleich direkt an dem Abend der Verleihung schon gestellt
worden, was die nächsten Ziele sind. Ich glaube das Allerwichtigste ist es jetzt erstmal die
Ruhe zu bewahren, die Leichtigkeit nicht zu verlieren im Alltag, nicht zu verkrampfen, und
trotzdem zu versuchen stetig besser zu werden. Wir reflektieren schon immer, wie lief der
Tag, wie lief die Woche, was können wir am nächsten Tag, in der nächsten Woche besser
machen? Und wir gehen nicht davon aus, dass das was wir aktuell machen automatisch das
Beste ist und dass es nichts zu verbessern gebe. Für uns ist der Fokus klar darauf gelegt, das
Restaurant stetig besser zu machen.
Persönlicher Stil & Philosophie
ChefHeads: Ihr Stil ist geprägt von einer Liaison aus japanischer Präzision und bayerischer
Bodenständigkeit. Wie übersetzen Sie diese Gegensätze sensorisch auf den Teller?
Tohru: Ehrlich gesagt mache ich da keine großen Abgrenzungen, was ist bayerisch, was ist
japanisch, was ist deutsch oder europäisch. Wir lassen uns da einfach wirklich vom Bauch
entführen. Es ist eine sehr emotional kreative Küche, die am Ende des Tages deswegen überzeugt,
weil sie einfach gut schmeckt und weil sie in erster Instanz uns begeistert.
ChefHeads: Wie definieren Sie "Authentizität" in einer Küche, die kulturell so vielfältig geprägt
ist wie Ihre – gibt es überhaupt ein echtes "Original"?
Tohru: Ja definitv, aber wir definieren das eben nicht nur über unsere Küche, sondern wir definieren
es vor allem über die Dienstleistung. Also, wie fühlt sich der Gast, wenn er zu uns zum
KÖCHE-INTERVIEW
Essen kommt und wenn er das Restaurant wieder verlässt. Da geht es vor allem darum, dass
wir mit dem was wir machen, egal ob im Service oder in der Küche, eine Atmosphäre schaffen
wollen, in der man sich wohlfühlt.
ChefHeads: Inwiefern hat Ihre Zeit bei Sergio Herman, Joachim Wissler und anderen prägenden
Mentoren Ihre Herangehensweise an Aromatik verändert – und wie viel davon haben
Sie bewusst gebrochen?
Tohru: Also gebrochen habe ich gar nichts, jedenfalls nicht bewusst. Bei Sergio Herman habe
ich vor allem dieses sehr emotionale und bauchorientierte Kochen verinnerlicht und keine
Angst vor starken Aromen zu haben. Das Säurespiel war bei Sergio nochmal wahnsinnig wichtig,
wenngleich Joachim Wissler auch ein großer Fan von Säuren war, auch gerade in Saucen,
etc. Aber, auch ganz interessant, Sergio hat sich dabei mehr auf die frische Zitrusfruchtsäure
konzentriert, und Joachim Wissler mehr auf die Essigsäure. Hat mit Sicherheit auch was mit
der kulturellen Herkunft zu tun. Bei Sergio Herman was es noch etwas internationaler vom
Geschmacksbild her, bei Joachim Wissler war es stärker französisch geprägt, und ich habe eigentlich
alles davon mitgenommen.
Produkt & Herkunft
ChefHeads: Sie arbeiten mit außergewöhnlicher Produktqualität. Welche Rolle spielt Herkunft
heute wirklich – und ab wann wird "Regionalität" zur Einschränkung?
Tohru: Grundsätzlich ist für uns die Herkunft mehr denn je wichtig. Weil wir auch erstens
wissen möchten woher die Produkte kommen, die bei uns dann auf dem Teller liegen, und
weil uns auch wichtig ist, dass die Produkte nicht unnötig weit um den halben Globus geflogen
werden. Und die Regionalität wird glaube ich nur dann zur Einschränkung, wenn man zu
engstirnig denkt. Und wir schränken uns ja auch nicht so ein, dass wir ausschließlich auf die
Regionalität gehen.
ChefHeads: Wie wichtig ist Ihnen die Jahreszeit bei der Menüentwicklung – und wie flexibel
sind Sie, wenn ein geplanter Hauptakteur plötzlich nicht verfügbar ist?
Tohru: Die Jahreszeit ist natürlich wahnsinnig wichtig bei der Menüentwicklung, die gibt uns
vor allem auch einen gewissen roten Faden vor. Davon hängt ab, welche Produkte wir verwenden
und sie prägt die Kreativität. Wenn etwas nicht verfügbar ist, ist das natürlich eine
große Herausforderung, aber sie kommt zum Glück sehr selten vor, oder eigentlich fast gar
nicht. Wenn es aber passiert, dann muss man auf souveräne Art und Weise mit einem Alternativprodukt
arbeiten oder sogar ein Alternativgericht kreieren.
69
KÖCHE-INTERVIEW
Technik & Innovation
ChefHeads: Sie gelten als technisch sehr versierter Koch. Wie gelingt Ihnen der Spagat
zwischen moderner Präzision und emotionalem Genuss?
Tohru: Ich sehe mich persönlich ja nicht so als technisch versiert. Es geht eher um Disziplin
beim Kochen und man muss natürlich darauf achten, dass alles perfekt zubereitet ist.
Technik ist für mich Fisch filetieren, Gemüse schneiden, ein Dessert zubereiten etc. Was wir
aber weniger machen, ist so unglaublich texturverändernde Techniken anzuwenden, wie beispielsweise
die spanische Molekularküche. Daher besteht auch nicht die Gefahr, dass wir zu
technisch werden und den emotionalen Aspekt verlieren.
ChefHeads: Gibt es eine bestimmte Zubereitungstechnik oder Fermentation, die Sie momentan
besonders reizt – vielleicht etwas, das Sie noch nicht vollständig ausgelotet haben?
Tohru: Grundsätzlich ist das Thema Fermentation von unserem Küchenchef „Smitty“ besetzt,
der ist nämlich auf diesem Gebiet der eigentliche Profi. Und ich bin auch sehr froh darüber,
dass er sich um diesen Bereich kümmert, denn er kann das wirklich perfekt. Was ich in der
jüngeren Vergangenheit sehr interessant fand, war eine fermentierte Holunderblüte aus der
wir jetzt eine Sauce zubereiten werden und auf das Ergebnis freue ich mich sehr. Als wir das
gerade ausprobiert haben, hat das schon mal sehr gut geschmeckt.
ChefHeads: Wie gehen Sie bei der Entwicklung neuer Gerichte vor: Denken Sie zuerst in
Aromen, Texturen – oder Geschichten?
Tohru: Das ist bei uns sehr unterschiedlich. Oftmals ist es schon so, dass ein gewisses Hauptprodukt
die Richtung vorgibt. Dann die bereits erwähnte Jahreszeit. Genauso wie aber auch
das persönliche Bedürfnis, mal wieder was anderes zu probieren und zu testen was zusammenpassen
könnte. Bei uns passiert erstmal immer sehr viel im Kopf. Das hießt, dass „Smitty“
und ich erstmal auf dem Papier überlegen, wie so ein Gericht aussehen könnte. Und dann
ziehen wir die geschmackliche Schubladen auf, bei denen es darum geht, was man womit
kombinieren könnte und in welcher Zubereitungsart das am meisten Sinn ergibt. Und dann
muss es am Ende vom Tag einfach alle überzeugen.
Nachhaltigkeit & Zukunft
ChefHeads: Wie definieren Sie nachhaltige Spitzengastronomie über das Produkt hinaus –
etwa im Hinblick auf Personalführung, Energie oder soziale Verantwortung?
Tohru: Das ist ein super Thema! Ich finde auf jeden Fall, dass man Nachhaltigkeit nicht immer
nur daran festmachen sollte, wenn es eben um den angesprochenen Einkauf oder um
KÖCHE-INTERVIEW
Burrata mit Royal Belgian Caviar
© Bear Productions, Matthias Kick
71
KÖCHE-INTERVIEW
Auster aus der Glut mit Muscheljus
© Bear Productions, Matthias Kick
KÖCHE-INTERVIEW
Schweinekinn
© Bear Productions, Matthias Kick
KÖCHE-INTERVIEW
Produkte geht, sondern gerade auch um den schonungsvollen Umgang mit Ressourcen, die
jetzt eben nicht nur rein im Lebensmittelbereich anzusiedeln sind, sondern im Bereich Arbeitskraft!
Damit sollte man auch sinnvoll umgehen und das machen wir zum einen so, dass
wir nur Abends geöffnet haben und zum anderen dem Gast erstmal ein Menü anbieten, das
wir nur abwandeln, wenn Einschränkungen in der Ernährung vorhanden sind. Wir haben dann
natürlich für individuelle Bedürfnisse oder Unverträglichkeiten großartige Alternativen in der
Hinterhand. Aber grundsätzlich geht es erstmal darum, dass wir uns Voraussetzungen geschaffen
haben, dass wir eben mit unserer Energie und Arbeitskraft sinnvoll umgehen. Darüber
hinaus reden wir über Themen wie Mülltrennung, Pfandsysteme und so weiter, das alles
finde ich auch wahnsinnig wichtig, und gehört für mich selbstverständlich dazu.
ChefHeads: Was denken Sie über den wachsenden Trend zur pflanzenbasierten Haute
Cuisine – sehen Sie darin einen Weg oder ein Hindernis für Ihre Küche?
Tohru: Also ich begrüße diese Entwicklung grundsätzlich, denn sie ist ja eigentlich eine logische
Konsequenz auf die Frage, wie wir in Zukunft leben möchten. Wie wir die Ernährung
der Weltbevölkerung organisieren können, und da spielen die pflanzlichen Lebensmittel eben
eine sehr große Rolle. Wir kochen aktuell noch sehr viel mit Fisch, Meeresfrüchten oder Fleisch,
aber es ist kein Hindernis für unsere Küche, sondern auch eine großartige Inspiration, denn
man muss für alles seine Augen offen halten.
Führung & Team
ChefHeads: Sie gelten als sehr strukturierter Küchenchef. Wie gelingt es Ihnen, Kreativität
in ein Team zu integrieren, das auch effizient funktionieren muss?
Tohru: Da trennen wir sehr klar zwischen einer kreativen Tätigkeit und dem Abrufen des abgesprochenen
und eintrainierten Ablaufs, der Struktur die wir haben, wenn die Gäste dann bei
uns zum Abendessen sitzen. Sobald sich die Gäste im Restaurant befinden ist eigentlich kaum
noch Raum für Kreativität, da geht es dann primär um die eigentliche Durchführung, Effizienz
und sehr strukturiertes Arbeiten. Die kreativen Momente leben wir in anderen Bereichen aus
ChefHeads: Welche Fehler müssen junge Köch:innen heute machen dürfen – und welche
lassen Sie in Ihrer Küche nicht zu?
Tohru: Also ich habe persönlich wenig Verständnis für Fehler die aufgrund von mangelndem
Interesse passieren, also extrem vermeidbare Fehler oder auch das Wiederholen von Fehlern.
Ansonsten können Missgeschicke natürlich passieren! Entscheidend ist, wie man damit umgeht.
Was ich schon erwarte ist, dass Pannen auch mit der entsprechenden Ernsthaftigkeit
wahrgenommen werden und man vor allem auch die Tragweite von entsprechenden Fehlern
erkennt. Und man sollte das Verantwortungsbewusstsein an den Tag legen, dass man das
KÖCHE-INTERVIEW
Missgeschick im Nachgang repariert und sich vornimmt, dass das nicht nochmal passiert. Das
finde ich wichtig.
Kulinarische Haltung
ChefHeads: Wenn wir Ihre Küche auf eine Essenz reduzieren müssten – was dürfte dabei
auf keinen Fall fehlen?
Tohru: Ich würde sagen die Kombualge und die Bonitoflocken, weil die sind für die Dashi,
also die Essenz, das Allerwichtigste.
ChefHeads: Wie viel Inszenierung braucht ein Gericht für Sie – und wo beginnt das Überinszenierte,
das vom Geschmack ablenkt?
Tohru: Ich glaube das muss jeder Gast und jeder Koch, jede Köchin, für sich selber entscheiden,
wann man diesen Punkt erreicht. Ich kann nur sagen, dass wir im letzten Teil des kreativen
Prozesses beim Finetuning schon auch sehr darauf achten, wie sich das Gericht darstellt,
denn das ist im Grunde genommen die Visitenkarte für das entsprechende Gericht, und muss
auch Neugierde schaffen und den Fokus auf sich lenken, damit man auch große Lust bekommt
es dann auch zu essen.
ChefHeads: Welchen kulinarischen Trend können Sie persönlich nicht mehr sehen – und
welchen unterschätzten Aspekt würden Sie gerne stärker in die Öffentlichkeit rücken?
Tohru: So einen Trend sehe ich jetzt eigentlich gar nicht. Am Ende entschiedet der Geschmack
und das Produkt. Und selbst wenn es vielleicht ein Trend ist, den aktuell vielleicht viele machen,
heißt es ja nicht, dass die Küche dann nicht mehr vergleichbar ist. Von daher gibt es
eigentlich nichts was ich nicht (mehr) sehen kann. Und grundsätzlich würde ich glaube ich
gerne mehr vom Zusammenspiel aus Küche und Restaurantservice sehen, also diese Dienstleistung
– das Omotenashi – dass das wirklich von Herzen kommt, ohne Hintergedanken diese
Dienstleistung zu vollbringen. Ich glaube, das wäre ein unterschätzter Aspekt, der gerade
auch in der Öffentlichkeit mehr diskutiert werden sollte. Weil wir wahnsinnig viel dafür tun,
dass Köchinnen und Köche in den Fokus gerückt werden, aber wenn es dann um die Servicemannschaft
geht, dann haben wir da nicht so viel Aufmerksamkeit. Das sollte sich ändern,
auch damit die Begehrlichkeit nochmal steigt, im Service zu arbeiten.
ChefHeads:
Lieber Tohru, vielen Dank für das inspirierende Gespräch und weiterhin viel Erfolg!
75
KÖCHE-INTERVIEW
Hamachi mit Balfegó Tuna
© Bear Productions, Matthias Kick
KÖCHE-INTERVIEW
Tohrus Japan
Alles außer Sushi
Tohru Nakamura
Bindeart: Pappband
Sprache: Deutsch
Umfang: 216 Seiten
Format: 220mm x 274mm
Bilder/Fotos: 100
ISBN: 978-3-8338-7986-9
GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH
Die japanische Küche
ist Teil meiner DNA.
Schwarz- oder Lotuswurzel? Spätzle oder Reis?
Hühnchen oder Thunfisch? Tohru Nakamura liebt alles
gleichermaßen! Denn der gebürtige Münchner
wuchs dank deutscher Mutter und japanischem Vater
in zwei Kulturen auf und wurde auch kulinarisch
»zweisprachig« erzogen.
Seine Leidenschaft fürs Fine Dining entdeckte
er mit 15 während eines Praktikums in Luxemburg.
Seitdem wurde er unter anderem mit zwei Michelin-
Sternen ausgezeichnet und ist »Ehrenbotschafter der
japanischen Küche«. Sein Stil: europäisch mit
japanischem Einfluss, klassisch-traditionell und
gleichzeitig wunderbar weltoffen.
In diesem Buch nimmt uns der Sternekoch mit
auf eine ganz persönliche kulinarische Reise –
mit über 60 beeindruckenden Soulfood-Rezepten,
die auch zu Hause und ohne großes Küchenteam
perfekt gelingen. Und die zeigen:
Ein bisschen Japan steht jeder Küche!
»Mein ganz persönliches Japan.«
77
KÖCHE-PORTRAIT
Michael Kreiling
Executive Chef im Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
KÖCHE-PORTRAIT
Herkunft & Ausbildung
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
Geboren in Deutschland, begann Michael Kreiling seine kulinarische Laufbahn in renommierten
Michelin-Stern-Küchen. In Stuttgart arbeitete er in der zwei Sterne Michelin Küche „Speisemeisterei“
– ein prägender Start in seine Karriere.
Erste internationale Stationen
Er sammelte Erfahrungen auf einem Kreuzfahrtschiff und in 2005 leitete er als Chef den
Gourmet-Bereich der Hyatt Regency in Köln. Dort erreichte sein Team beeindruckende 16
Gault Millau Punkte (caterermiddleeast.com). Im Jahr 2008 führte ihn sein Weg nach Tokyo für
eine deutsche Kulinarik-Promotion sowie weitere Premium-Projekte .
Hyatt-Horizont & weltweite Einsätze
Über ein Jahrzehnt prägte Kreiling als Führungskraft die Küchen bei Hyatt – unter anderem im
Hyatt Regency Belgrad. In London wirkte er beim Andaz Hotel Liverpool Street und half, die
Küche auf das Niveau der 3AA Rosetten zu führen (hozpitality.com, caterermiddleeast.
Führungsrollen in Grand Hotels
Er übernahm die Leitung der Küche im Kempinski Hotel Ajman, wo er rund zehn F&B-Standorte
betreute. Anschließend folgte eine spektakuläre Station im Kempinski Beijing Lufthansa
Center, wo er acht Restaurants sowie große Bankettbereiche managte.
79
KÖCHE-PORTRAIT
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
KÖCHE-PORTRAIT
Exklusive Highlights & Events
Zu seinen besonderen Projekten zählt das Catering der „Hollywood-Dune 2-Filmcrew“ im
Qasr Al Sarab Desert Resort sowie seine Rolle als Executive Chef während der FIFA World
Cup 2022 im Plaza Doha.
Internationale Anerkennung
2025 wurde Kreiling in die Hozpitality Best 30 Powerlist of Chefs in the Middle East aufgenommen
– ein Beweis für seine herausragende Position in der Region. Nun im Juni 2025 das
nächste Highlight, der Gewinn des Awards „Executive Chef of the Year 2025“.
________________________________________
ROLLE im Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
Seit der Wiedereröffnung im Winter 2023/24 leitet Kreiling die kulinarische Vision des Resorts.
Unter seiner Federführung präsentieren sich neun Restaurants und Lounges in neuem
Glanz – von UMI (japanische Haute Cuisine mit großer Sake-Kollektion) bis zur Lexington Grill
& Bar (Dry-Aged Steaks mit Live Band) und der ersten Zigarrenbar Ras Al Khaimahs (connectingtravel.com).
Er setzt stark auf Nachhaltigkeit, etwa durch die „Zero-Waste“-Initiative und das „50-Mile-
Menu“-Konzept – wobei lokale Zutaten möglichst innerhalb eines Umkreises von 50 Meilen
bezogen werden (hospitalitynewsmag.com). Seine Philosophie lautet:
„Food should speak for itself, but it should also whisper about where it comes from and why
it matters.“
Kulinarische Philosophie & Stil
Regionalität trifft Innovation
Kreiling engagiert sich leidenschaftlich für nachhaltig erzeugte Zutaten – seien das lokal gefangene
Fische oder Sir Thomas Beef – und kombiniert diese mit kreativen, technik-affinen
Zubereitungen (hospitalitynewsmag.com).
Ästhetik & Präzision
Sein Anspruch ist klar: Küche auf höchstem technischen und ästhetischem Niveau, zugleich
ohne Eitelkeit. Besonders in den Signature-Locations UMI und Lexington Grill zeigt sich handwerkliche
Perfektion und kulinarische Leidenschaft.
Teamführung & Mentoring
Mit in der Küche 60-70 Mitarbeitenden fördert Kreiling eine Kultur aus Kreativität und kollegialem
Stolz. Im gesamten Hotel sind 300 Mitarbeiter. Viele Teammitglieder beschreiben ihn
als Mentor, der sowohl optimale Bedingungen schafft als auch individuelle Talente fördert.
81
KÖCHE-PORTRAIT
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
KÖCHE-PORTRAIT
Jahr
Besondere Meilensteine
2022 Executive Chef im Plaza Doha (Fifa - Football World Cup)
2023 Übernahme der Position im Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
2025 Aufnahme in „Hozpitality Best 30 Chefs“
2025 Gewinn des Awards „Executive Chef of the Year“
ChefHeads Zitat
„Nachhaltigkeit ist keine Mode – sie ist die Basis für kreative und wegweisende Küche. Mein
Ziel ist es, Gäste mit Geschmack zu begeistern und gleichzeitig unsere Umwelt zu respektieren.“
– Michael Kreiling
Fazit
Michael Kreiling steht stellvertretend für eine neue Generation von Spitzenköchen im Luxussegment:
technisch meisterhaft, kreativ, nachhaltig – und doch stets menschlich. Sein Wirken
im Waldorf Astoria Ras Al Khaimah ist ein Vorbild für zeitgemäße Luxus-Gastronomie:
bewusst, brillant und bodenständig.
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
83
KÖCHE-PORTRAIT
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
KÖCHE-PORTRAIT
Waldorf Astoria Ras Al Khaimah –
Arabische Pracht trifft auf
weltgewandte Kulinarik
Ein Ort, der nicht nur beherbergt, sondern inspiriert.
Wer sich von Dubai aus Richtung Norden aufmacht, verlässt das pulsierende Treiben der Megametropole
und taucht nach rund einer Stunde Fahrt ein in eine andere Welt: In die ruhige,
fast kontemplative Atmosphäre von Ras Al Khaimah – dem nördlichsten Emirat, das zunehmend
zum Geheimtipp unter Luxusreisenden avanciert. Im Herzen dieser Wüstenoase, direkt
an einem privaten Küstenabschnitt, liegt das majestätische Waldorf Astoria Ras Al Khaimah.
Es ist ein Hotel, das sich mit Grandezza präsentiert, ohne protzig zu sein. Und es ist ein Ort, an
dem Kulinarik auf höchstem Niveau zelebriert wird.
________________________________________
Ein Palast für moderne Nomaden
Die Architektur des Hauses erinnert an die goldene Ära der Scheichtümer: opulente Fassaden,
detailreiche arabische Ornamente, kuppelförmige Dächer, fein gearbeitete Mashrabiya-Gitter
und handgelegte Mosaikböden. Doch trotz aller Traditionalität ist das Design nie rückwärtsgewandt
– sondern durchdacht kombiniert mit modernem Luxus. Die 205 Zimmer und Suiten,
im Moment entstehen im Tower Waldorf Astoria Recidences, gehören zu den größten in den
Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie verfügen über bodentiefe Fenster, weitläufige Marmorbäder
mit frei stehender Badewanne, Ankleidezimmer und Balkone mit atemberaubendem
Ausblick auf das Meer, den 18-Loch-Golfplatz oder das Wüstengebirge.
Besonders erwähnenswert für reisende Köch:innen, Gastronomen und Food-Ästheten: Die
Executive Suiten mit separaten Wohn- und Essbereichen laden geradezu ein, dort private
Tastings, Meetings oder einfach inspirierte Genussmomente zu veranstalten – mit Room Service
auf Gourmet-Niveau.
________________________________________
Kulinarik auf Sterneniveau – ohne Allüren
Ein Herzstück des Hauses ist seine außergewöhnliche kulinarische Vielfalt. Unter der Leitung
international erfahrener Executive Chefs entstand eine Sammlung von Restaurants, die authentisch,
kreativ und technisch beeindruckend arbeiten – jedoch stets ohne unnötigen Pomp.
85
KÖCHE-PORTRAIT
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
Lexington Grill & Bar
Das Aushängeschild. Hier trifft New Yorker Steakhouse-Charme auf arabische Raffinesse. Die
Küche ist präzise, produktverliebt, technisch auf den Punkt. Dry Aged Beef wird vor Ort im
eigenen Reifeschrank 28 bis 45 Tage lang veredelt. Wagyu aus Japan, Black Angus aus Australien
und Lammrücken aus Neuseeland – alles in einer offenen Showküche zubereitet. Die
Bar liefert dazu Pairings von außergewöhnlicher Tiefe: Neben einer exzellenten Weinkarte
(über 350 Positionen, darunter Raritäten aus dem Libanon und Südafrika) wird eine Reihe von
hauseigenen Barrel-Aged-Cocktails angeboten.
UMI – Japanische Haute Cuisine
Hier regiert der Rhythmus des Messers: Sushi-Meister mit über 20 Jahren Erfahrung zelebrieren
Omakase-Menüs, die durch klare Struktur und makellose Handwerkskunst bestechen.
Ergänzt wird das Ganze durch eine Teppanyaki-Station, bei der jedes Dinner zur Performance
wird – spektakulär, aber nie überinszeniert. Die Auswahl an Sake und japanischen Whiskys
macht UMI zu einem Mekka für Fans authentischer Nippon-Küche.
Qasr Al Bahar
Das ganztägige Restaurant überzeugt mit einem weitläufigen, lichtdurchfluteten Raumkonzept
und einer großzügigen Terrasse mit Blick auf Pool und Palmen. Morgens wird hier ein
internationales Frühstück serviert, das kaum Wünsche offenlässt: Von frisch gebackenem
arabischen Fladenbrot und Hummus über handgerollte französische Croissants bis zu asiatischen
Suppenstationen.
KÖCHE-PORTRAIT
Peacock Alley – Afternoon Tea mit Geschichte
Die Peacock Alley ist mehr als nur ein Lounge-Bereich – sie ist ein lebendiges Erbe des legendären
Waldorf Astoria New York. Täglich zwischen 14 und 18 Uhr verwandelt sich die elegante
Galerie in eine Bühne für den Afternoon Tea.
________________________________________
Servicephilosophie: Intuition trifft Diskretion
Im Waldorf Astoria Ras Al Khaimah arbeitet ein Team aus über 300 Mitarbeitenden, das sich
durch bemerkenswerte Professionalität auszeichnet. Die Gastgeber:innen hier lesen Wünsche
zwischen den Zeilen – eine Eigenschaft, die man nicht trainieren kann, sondern die aus
echter Gastfreundschaft erwächst.
Ein Concierge organisiert innerhalb kürzester Zeit einen maßgeschneiderten Wüstenausflug
samt privatem Dinner unter den Sternen. Eine Butlerin sorgt diskret dafür, dass der Lieblingswein
im Zimmer auf optimaler Temperatur wartet. Selbst die Barkeeper:innen nehmen sich
die Zeit, eigene Signature-Drinks auf Basis individueller Aromenpräferenzen zu kreieren.
________________________________________
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
87
KÖCHE-PORTRAIT
Wellness, Sport und Exklusivität
Das Waldorf Astoria Spa umfasst auf 3.000 Quadratmetern ein Heilrefugium mit Treatments
auf Basis lokaler Zutaten wie Datteln, Sandrosen oder Meersalz. Die 12 Behandlungsräume,
darunter exklusive Private Spa Suiten, bieten Anwendungen, die nicht nur erfrischen, sondern
ganzheitlich wirken – auf Wunsch in Verbindung mit Yoga oder Ayurveda.
Sportlich Aktive kommen auf dem Al Hamra Golf Club nebenan auf ihre Kosten. Der 18-Loch-
Meisterschaftsplatz bietet Flutlichtspiel und atemberaubende Sonnenuntergänge über der
Lagune. Dazu gibt es Tennisplätze, ein topmodernes Fitnesscenter und einen 350 Meter langen
Privatstrand mit Wassersportzentrum.
________________________________________
Fazit – Mehr als Luxus: eine Einladung zur Inspiration
Das Waldorf Astoria Ras Al Khaimah ist kein Ort, an dem man einfach nur übernachtet. Es ist
ein Refugium, das Raum für kreative Gedanken, kulinarische Entdeckungen und persönliche
Entschleunigung bietet. Für alle, die beruflich mit Genuss und Gastfreundschaft zu tun haben
– sei es als Küchenchef:in, Sommelier oder Gastgeber:in – ist dieses Haus eine Reise wert.
Nicht nur zum Erholen, sondern zum Lernen, Staunen und Neu-Erfinden.
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
Vienna Street
Ras Al Khaimah, U.A.E,
Rufen Sie uns an
+971 7 203 5555
Senden Sie uns eine E-Mail
In Google Maps anzeigen
KÖCHE-PORTRAIT
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
89
KÖCHE-PORTRAIT
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
KÖCHE-INTERVIEW
Interview mit Executive Chef Michael Kreiling
Waldorf Astoria Ras Al Khaimah - Dubai
Interview mit Executive Chef Michael Kreiling:
„Dieser Award gehört meinem ganzen Team“
Herr Kreiling, herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung als Executive Chef of
the Year – Hotel Category. Was bedeutet dieser Award für Sie?
Vielen Dank für die Glückwünsche – ich freue mich sehr, dass ihr meinen Weg verfolgt habt!
Hinter diesem Award steckt eine ganz besondere Geschichte. Mein Team, insbesondere
meine Assistentin Lea Manibo, hatte mich nominiert – was für mich schon eine große Ehre
war. Ich habe mir ehrlich gesagt keine großen Chancen ausgerechnet. Der Award richtet sich
an alle Köche in den Vereinigten Arabischen Emiraten – also auch in Dubai, Abu Dhabi, Doha
sowie in den kleineren Emiraten. Die Konkurrenz ist dort extrem hoch.
Trotzdem ging es über mehrere Auswahlrunden hinweg weiter – bis zur finalen Award-Gala
im beeindruckenden Address Sky View Hotel in Dubai. Die Veranstaltung fand in einem
prachtvollen Ballsaal statt, begleitet von einem exzellenten 4-Gänge-Menü.
Während der Zeremonie saß ich mit anderen Hilton-Kollegen an einem Tisch – der Abend
war zwar schön, aber die Veranstaltung wirkte zunächst etwas langatmig. Doch dann wurde
plötzlich mein Name aufgerufen – ich wurde als einer der „Top 30 Chef Powerlist Winner
2025“ ausgezeichnet. Ein großartiger Moment, denn die Dichte an Spitzenköchen in den
Emiraten ist enorm – auf engem Raum wird hier auf höchstem Niveau gekocht.
Aber es blieb nicht bei diesem einen Preis, richtig?
Richtig. Nachdem wir das Dessert serviert bekommen hatten, wollte ich eigentlich schon
los – es lagen noch 90 Minuten Heimfahrt nach Ras Al Khaimah vor mir. Doch ein Kollege
überredete mich, noch auf die letzten beiden großen Kategorien zu warten. Und tatsächlich
– mein Name fiel erneut.
Als die Kategorie Executive Chef of the Year – Hotel an der Reihe war, hatte ich keinerlei Erwartungen.
Die Moderatorin stellte zehn Finalisten vor – absolute Hochkaräter der Branche.
Doch dann erschien plötzlich mein Bild auf der riesigen Leinwand: “There is another win for
Michael this night – as Executive Chef of the Year in the Hotel Category. That’s very well
deserved!”
Ich war sprachlos. Diese Auszeichnung bedeutet mir unglaublich viel – sie ist eine Bestätigung
für meine Arbeit, meine Leidenschaft für den Beruf und das, was mein Team und ich
jeden Tag leisten. Wir verantworten sieben Restaurants mit ganz unterschiedlichen kulinarischen
Konzepten. Ohne mein großartiges Team aus Spezialisten wäre dieser Erfolg nicht
möglich gewesen. Ich stehe zwar im Rampenlicht, aber eigentlich ist es ein Team-Award. Es
macht mich stolz, glücklich – und motiviert mich, diesen Weg konsequent weiterzugehen.
91
KÖCHE-INTERVIEW
________________________________________
Sie haben viele Jahre in der deutschen Sternegastronomie gearbeitet. Wie prägt
Sie diese Erfahrung heute noch?
Die Zeit in der deutschen Spitzengastronomie war für mich prägend. Mein Leitsatz war und
ist: „Quality is King.“ Qualität setzt sich am Ende immer durch. In unserem Haus legen wir
daher größten Wert auf erstklassige Produkte, die wir mit Präzision verarbeiten und modern,
kreativ präsentieren. Geschmack steht dabei natürlich an erster Stelle.
Wichtig ist außerdem: Das Essen soll frisch, gesund und ausgewogen sein. In den Emiraten
erwarten Gäste oft auch visuelle Extravaganz – das kann auch mal ein bisschen Blattgold
sein. Das ist persönlich nicht ganz mein Stil, aber es gehört zum lokalen Luxusverständnis.
Wir bedienen diese Erwartung gezielt, ohne unsere Philosophie zu verlieren.
________________________________________
Wie sieht Ihre Teamstruktur im Waldorf Astoria Ras Al Khaimah aus?
Ich glaube, dass es in Europa – speziell in Deutschland – kaum Hotels gibt, die mit einer vergleichbaren
Personalstruktur arbeiten. Je nach Saison habe ich zwischen 60 und 70 Köche
sowie 15 bis 20 Mitarbeiter im Stewarding. Für meinen General Manager manchmal „zu viel“,
für mich manchmal „zu wenig“ – je nach Anlass (lacht).
Unsere Kommunikation erfolgt auf Englisch. Um Fehler zu minimieren, arbeiten wir viel mit
bebilderten Rezepturen und klaren Erklärungen. Regelmäßige Mitarbeiterschulungen sind
für uns elementar.
Ich habe das große Glück, exzellente Chef de Cuisines in unseren Signature Restaurants zu
haben. Sie entwickeln die Rezepte, und wir visualisieren jedes Gericht – das gibt unseren vielen
jungen, internationalen Talenten Sicherheit. Unser Ziel ist es, sie bestmöglich auszubilden
und ihnen damit eine Karriereperspektive in der Luxushotellerie zu geben. Für viele von
ihnen ist das eine Lebensveränderung – sie stammen aus Ländern, in denen solche Chancen
selten sind.
________________________________________
Sie verantworten sieben Restaurants mit verschiedenen Küchenkonzepten. Wie
stellen Sie kulinarische Vielfalt sicher?
Unsere Gäste kommen aus unterschiedlichsten Ländern: Russland, Großbritannien, Deutschland,
den arabischen Staaten und Indien. Deshalb ist Authentizität entscheidend. Jedes
Restaurant hat seine eigene kulinarische Handschrift – dafür setze ich auf Spezialisten aus
den jeweiligen Regionen.
Im Lexington Grill, unserem Steak- und Modern Dining-Restaurant, steht der junge Österreicher
Alexander Hammerl in der Küche – ein Dry-Aging-Experte mit Sternerfahrung aus dem
Kempinski Wien.
KÖCHE-INTERVIEW
Unser japanisches Restaurant wird von Eli Fatmawardi geleitet. Er begann seine Ausbildung
im berühmten „Amber“ im Mandarin Oriental in Hongkong und hat sich über verschiedene
internationale Stationen hinweg einen exzellenten Ruf erarbeitet.
Im mediterranen Restaurant Azure hatten wir lange Samuel Martinez, der u. a. mit Albert
Adrià – dem Bruder von Ferran Adrià – zusammengearbeitet hat. Inzwischen haben wir die
Ausrichtung auf Balkan-Küche geändert. Der neue Chef, Milan Dragojlović, bringt viel Erfahrung
mit – ich habe bereits in mehreren Hotels mit ihm zusammengearbeitet. Unsere Gäste
lieben seine Gerichte.
Für das arabische Buffet-Restaurant Qasr al Bahar ist Chef Hassan Ramadan verantwortlich.
Er kombiniert traditionelle Rezepte mit modernen Elementen und sorgt damit für authentische
Küche auf höchstem Niveau.
Das sind nur einige Beispiele für meine kulinarischen „Superstars“. Sie alle bringen ihre eigene
Stilistik ein – oft abseits der klassischen französischen Küche, auf der mein eigener Werdegang
basiert. Aber genau das macht uns stark: Vielfalt, Qualität und Authentizität.
________________________________________
Welche Rolle spielt die französische Küche heute noch in Ihrer Arbeit?
Sie ist weiterhin ein fester Bestandteil unseres Alltags – ob im Frühstück, beim In-Room-Dining
oder bei Events. Sie ist so selbstverständlich geworden, dass kaum noch darüber gesprochen
wird. Ähnlich war es mit der Molekularküche – viele Techniken sind geblieben und
wurden weiterentwickelt.
Ich selbst habe mich im Hyatt Regency Köln stark mit der euro-asiatischen Fusion-Küche
beschäftigt – damals gab es dafür viel Kritik. Heute ist es normal, dass selbst Sterneköche
asiatische Produkte integrieren oder nach Asien reisen, um neue Inspirationen zu sammeln.
Ich war da wohl meiner Zeit ein wenig voraus (lacht).
Herr Kreiling, wie viel kulinarische Freiheit haben Sie im Waldorf Astoria Ras Al
Khaimah?
Ich bin im Haus für das gesamte kulinarische Angebot verantwortlich – von der Idee bis
zur Umsetzung. Mein General Manager gibt mir dabei viel kreativen Freiraum, was ich sehr
schätze. Natürlich bespricht er mit mir wichtige Entscheidungen und möchte verstehen, was
wir planen – aber das Vertrauen in mein Team und mich ist da.
Gerade jetzt im Sommer sind wir intensiv mit der Planung der neuen Menüs und Promotionen
für Herbst und Winter beschäftigt. Das ist bei uns die stärkste Saison – da muss einfach
alles perfekt sitzen. Wir entwickeln ständig weiter, denken neu und hinterfragen Bewährtes.
Stillstand ist für uns keine Option.
________________________________________
93
KÖCHE-INTERVIEW
Gibt es eine Küche, die Sie persönlich besonders begeistert?
Ja – in den letzten Jahren habe ich eine große Vorliebe für die nordindische Tandoor-Küche
entwickelt. Die Vielfalt an Marinaden, Gewürzen und die Zubereitung über offener Glut
– ob Fisch, Fleisch oder das herrlich duftende Naan-Brot – das ist ein ganz besonderes Geschmackserlebnis.
Auch die frischen, würzigen Salate passen perfekt dazu.
Was mir persönlich immer noch schwerfällt: die extreme Schärfe. Da bin ich wohl doch noch
ein bisschen „europäisch geprägt“ (lacht). Aber genau diese Herausforderungen machen es
spannend – sie erweitern den eigenen Horizont.
________________________________________
Sie haben international gearbeitet – in Europa, Asien und dem Nahen Osten. Wie
prägt das Ihre Arbeit heute?
Diese Erfahrungen waren enorm wichtig für meine persönliche und berufliche Entwicklung.
Ich bin fest davon überzeugt: Wissen und Lernen hören nie auf. Jeder neue Ort, jede Herausforderung
verändert einen – ob in London, Tokyo, Belgrad, Peking, Ajman, Abu Dhabi oder
hier in Ras Al Khaimah.
Ich musste mich immer wieder neu anpassen, kulturell wie kulinarisch – und in jeder neuen
Aufgabe auch ein Stück weit neu erfinden. Diese Phasen haben mich geformt. Heute helfen
sie mir dabei, mein Team mit Ruhe, Offenheit und Lösungsorientierung zu führen. Ich habe
gelernt, gelassener zu bleiben und trotzdem mit Ehrgeiz voranzugehen. Diese Balance versuche
ich weiterzugeben.
________________________________________
Wie stehen Sie zur aktuellen Restaurantkultur in Deutschland?
Ich war kürzlich zu Besuch in Frankfurt. Dort hatte ich zwei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen
inspirierende kulinarische Erlebnisse.
Zum einen war ich bei Mario Lohninger – das Essen wurde rustikal serviert, war unglaublich
geschmackvoll und das Restaurant war voll. Einfach, ehrlich, bodenständig.
Kurz darauf war ich im Restaurant Lafleur bei Andreas Krolik – ein 2-Sterne-Restaurant
mit großem Anspruch. Alles war kunstvoll inszeniert, fast zu schön zum Essen – aber geschmacklich
absolut herausragend. Das Menü war perfekt abgestimmt, ich war nach den
Gängen angenehm satt, ohne mich überladen zu fühlen. Man merkt: Hier hat sich der Chef
wirklich Gedanken gemacht. Es war ein Erlebnis, das mir lange in Erinnerung bleiben wird.
Beide Konzepte – das Bodenständige und das Feine – haben absolut ihre Berechtigung. Für
mich ist genau dieser Mix entscheidend.
________________________________________
KÖCHE-INTERVIEW
Fotocredits: Waldorf Astoria Ras Al Khaimah
95
KÖCHE-INTERVIEW
Wie setzen Sie diesen Mix bei sich im Haus um?
In unseren Restaurants bieten wir unterschiedliche kulinarische Erlebnisse an – angepasst
an Ort und Anlass. An der Poolbar oder im In-Room Dining setzen wir auf Comfort Food: Es
muss lecker, ehrlich und unkompliziert sein.
In unseren Signature Restaurants hingegen spielt neben dem Geschmack auch die Präsentation
eine große Rolle. Das liegt mir im Blut – ich wurde in Michelin-Sterne-Küchen ausgebildet
und habe diese Haltung nie abgelegt.
Wir erzählen außerdem Geschichten. Zum Beispiel servieren wir im Lexington Grill exklusiv
„Sir Thomas Beef - Boutique Butchery“ aus Süd-Australien, das es nur hier in Ras Al
Khaimah gibt. Die Steakmesser wurden eigens von einem lokalen emiratischen Schmied gefertigt.
Unser Küchenchef Alexander bringt spezielle Salzsorten aus seiner Heimat
Österreich mit – das sind kleine, aber bedeutungsvolle Details.
Aktuell arbeiten wir sogar daran, eine eigene Farm aufzubauen – damit wir künftig frische
Kräuter, Salate und Gemüse selbst anbauen können. Es geht uns um Nachhaltigkeit, Qualität
und Charakter. Kulinarik soll nicht nur schmecken – sie soll berühren.
________________________________________
Herr Kreiling, wie gehen Sie im Waldorf Astoria Ras Al Khaimah mit traditioneller
arabischer Küche um?
Unsere arabischen Gerichte servieren wir bewusst klassisch und authentisch – genau so, wie
es viele unserer Stammgäste schätzen. Natürlich haben wir auch moderne Interpretationen
im Angebot, etwa verschiedene Hummus-Variationen. Doch am Ende fragen unsere Gäste
am häufigsten nach dem traditionellen Hummus – und genau das liefern wir ihnen: echte,
ehrliche Aromen.
________________________________________
Gibt es ein Gericht, das für Ihre Karriere besonders wichtig war?
Ja, zwei Gerichte sind mir bis heute in Erinnerung geblieben:
Zum einen Weißer Heilbutt mit Kokos-Chili-Schaum, Wokgemüse und chinesischen Eiernudeln,
zum anderen die Terrine von Gänsestopfleber mit Pattaya-Mango und Nuss-Chutney.
Mit diesen Gerichten haben wir im „Graugans“ – dem Fine-Dining-Restaurant im Hyatt Regency
Köln – 16 Punkte im Gault Millau erreicht. Die Resonanz war riesig, unsere Gäste fragten
regelmäßig gezielt danach. Das vergisst man nicht.
________________________________________
Wie starten Sie ein neues kulinarisches Projekt oder eine neue Herausforderung?
Ich beginne grundsätzlich mit einer Team-Analyse. Ich muss wissen, ob das bestehende
Team zu mir passt, ob wir dieselben Ziele teilen und ob das nötige Vertrauen vorhanden ist –
schließlich verbringen wir sehr viel Zeit miteinander.
KÖCHE-INTERVIEW
Wenn Positionen neu besetzt werden müssen, nehme ich mir viel Zeit, um die passenden
Köche zu finden. Dann entwickle ich mit den Chef de Cuisines die kulinarische Philosophie,
erstellen Speisekarten und einen 100-Tage-Plan. In diesem erhalten die Teams klare Aufgaben
und Ziele. Diese Struktur hilft allen, sich zu orientieren.
Hilfreich ist auch, dass wir als Teil der Hilton-Gruppe auf tägliches Gästefeedback zugreifen
können – das ermöglicht uns, schnell auf Wünsche oder Kritik zu reagieren und uns kontinuierlich
zu verbessern.
________________________________________
Welche Herausforderungen bringt die Arbeit in einem Luxushotel wie dem Waldorf
Astoria mit sich?
Die Herausforderungen sind definitiv da – aber auch die Chancen. Als ich im September
2023 ins Waldorf Astoria Ras Al Khaimah kam, befand sich das Haus gerade in einer umfassenden
Renovierungsphase. Ich hatte nur eine Woche mit meinem Vorgänger, danach musste
ich das Team neu aufstellen, offene Bestellungen prüfen, Lieferanten evaluieren und die
kulinarische Linie definieren.
Wir haben alle Menüs überarbeitet, eine Event-Mappe entwickelt und gemeinsam mit dem
Management entschieden, was zur Marke Waldorf Astoria passt. Im Dezember folgte die offizielle
Wiedereröffnung – ein großer Moment für alle. Natürlich war es eine Umstellung, aber
auch eine wertvolle gemeinsame Erfahrung, an der wir gewachsen sind.
________________________________________
Wie gehen Sie mit vegetarischer und veganer Ernährung sowie Nachhaltigkeit
um?
Vegetarische und vegane Küche ist für mich längst kein Trend mehr – sie ist ein fester Bestandteil
unseres Alltags. Gäste erwarten heute kreative, innovative pflanzenbasierte Gerichte
– nicht bloß ein Pilzrisotto als Notlösung.
In allen unseren Restaurants bieten wir vegane Optionen an. Zudem haben wir spezialisierte
indische Köche im Team, die bei Bedarf hochwertige, authentische vegane Gerichte auf
Wunsch zubereiten – frisch, spannend und geschmacklich auf Topniveau.
Was das Thema Nachhaltigkeit betrifft: Ich habe schon in meiner Ausbildung bei Martin Öxle
in der 2-Sterne-Küche der „Speisemeisterei“ in Stuttgart gelernt, dass man alles verwerten
sollte. Heute nennt man das „Zero Waste Cooking“. Für uns ist es selbstverständlich, das
Beste aus jedem Produkt herauszuholen.
Wir arbeiten dabei mit dem System Winnow, das uns hilft, Lebensmittelabfälle zu erfassen
und zu reduzieren. Während des Ramadans haben wir beispielsweise im Rahmen der Green
Ramadan Initiative konkrete Maßnahmen umgesetzt – mit großem Erfolg.
97
KÖCHE-INTERVIEW
Fotocredits: Seven Swans
KÖCHE-INTERVIEW
Ein paar Beispiele aus unserer Küche:
• Aus Schalen von Karotten und Pastinaken machen wir Chips für die Bar.
• Gemüsereste werden für Brühen verwendet.
• Nicht mehr perfekte Kräuter verarbeiten wir zu Kräuterbutter für Suppen oder Brot.
• Weniger ansehnliches Gemüse wird zu Pürees verarbeitet.
Ich kann auch empfehlen, sich mit dem Zero Waste Plant-Based Chef Vojtech Vegh zu beschäftigen
– er arbeitet eng mit Hilton und Winnow zusammen. Ein spannender Ansatz, der
Zukunft hat.
________________________________________
Was würden Sie jungen Menschen raten, die den Kochberuf ergreifen möchten?
Es lohnt sich – absolut! Ich könnte mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen. Für mich
ist es immer noch der coolste Job der Welt.
Aber: Man muss ihn ernst nehmen – wie ein Studium. Du musst anfangs in dich selbst investieren,
viel von anderen lernen, Zeit und Geduld mitbringen. Es ist ein Marathon, kein Sprint.
Wichtig ist Konstanz. Bleib 1,5 bis 2 Jahre in einer Position, bevor du wechselst – so lernst du
richtig. Geh ins Ausland, finde heraus, ob du dafür gemacht bist. Und dann: Push dich selbst.
Versuch immer, zu den Besten zu gehören. Wenn du das tust, kannst du alles erreichen.
________________________________________
Was kommt bei Ihnen privat auf den Teller?
Ich bin ein ganz einfacher Typ – ich brauche weder Kaviar noch Hummer oder Gänsestopfleber.
Nach all den Tastings für unsere neuen Menüs würde mir persönlich aktuell wohl am
besten eine Diät guttun (lacht).
________________________________________
Herr Kreiling, vielen Dank für dieses inspirierende Gespräch.
Sehr gern – danke auch von meiner Seite!
Michael Kreiling
Executive Chef
Vienna Street - Al Hamra Village
Ras Al Khaimah, United Arab Emirates 14779
Facebook: Michael.Thechef
Instagram: Michael.TheChef
waldorfastoriarak.com
@waldorfastoriarak
99
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Sie ist Berlins älteste noch aktiver Köchin!
Buon compleanno
per i tuoi 90 anni!
Wir gratulieren Angela MAMMA Mattarese von der Trattoria a' Muntagnola
in Berlin herzlich zu ihrem 90. Geburtstag.
Text/Fotos Anke Sademann
Neunzig Jahre voller Lebenserfahrung: Ein früher Verlust ihres Ehemannes, zwei Söhne, zwei
Enkel und ein Umzug in ein fremdes Land – all das gehört zu ihrer beeindruckenden Lebensgeschichte.
Geboren in Cirigliano, einem kleinen Dorf südwestlich von Matera in der Provinz Basilikata,
die für ihre faszinierenden „Sassi“-Höhlenwohnungen und ihre historische Altstadt bekannt
ist, wuchs sie in einer Region auf, die damals ohne fließendes Wasser und Kanalisation
auskommen musste. Ihr Heimatdorf war nur mit dem Maulesel zu erreichen. Angela verdiente
ihr erstes Geld als Bahnwärterin in Scanzano, einem Küstenort, in den sie als junge Frau zog.
Ihr Ehemann, ein Kind der Küste, nannte sie liebevoll „Muntagnola“ - „Frau aus den Bergen“,
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
was der Trattoria a' Muntagnola in Berlino viele Jahre später ihren Namen geben sollte.
Gemeinsam mit ihrem Mann führten sie eine Pizzeria in der Basilikata, bis sein unerwarteter
Tod sie vor eine neue Herausforderung stellte. Es war ihr Sohn Pino Bianco, der sie nach Berlin
holte, um ihn in seinem frisch eröffneten Restaurant zu unterstützen. Ihre Mission war zunächst
auf zwei Monate begrenzt, doch Angela blieb – und das aus gutem Grund: Sie brachte
nicht nur ihre kulinarische Expertise, sondern auch die traditionelle Küche ihrer Heimat Basilikata
nach Berlin.
Seit 1991 – 34 Jahre lang - kocht Angela im Restaurant ihres Sohnes Pino, der Trattoria a'
Muntagnola, und verwöhnt die Gäste mit der ursprünglichen, köstlichen lukanischen Küche.
Hier werden einfache, aber aromatische Gerichte aus frischem Gemüse, Pasta und saisonalen
Zutaten serviert – genau wie sie es von ihrer Mutter und ihren Großmüttern gelernt hat. Angela
hat dabei nicht nur in Berlin viele Prominente bekocht, sondern auch eine wahre Tradition
in der Gastronomie gepflegt. Politiker wie Gerhard Schröder und prominente Gesichter aus der
Musik- und Schauspielwelt sind Stammgäste der Trattoria. Die Wände des Restaurants sind
mit Fotos zahlreicher internationaler Gäste geschmückt und zeugen von Angelas und Pinos
kulinarischer Gastfreundschaft.
Angela hat ihre kulinarischen Werte an ihre Familie weitergegeben: Ihre Söhne Pino und Mimmo
sowie ihre Enkel führen in Berlin erfolgreich Restaurants, darunter das Marina Blu und die
Mozarella Bar. Sohn Mimmo selber hatte sein langjähriges Restaurant in Berlin Al Contadino
Sotto le Stelle vor einigen Jahren verkauft und ist wieder zurück in seine Heimat gekehrt, wo
er das Restaurant „Ferrovie Calabro Lucane“ mit Gastro-Partner Enzo Arcuri in Kalabrien (Rocca
Imperiale) führt. Er lebt wieder im Elternhaus in Scanzano - die Kreise schließen und das
„IGP-Zitronendorf Rocca Imperiale“, das wir mit Sibi und Pino besucht haben!).
Trotz ihres Alters ist Mamma Angela immer noch in der Trattoria aktiv, begrüßt ihre Stammgäste
und sorgt dafür, dass in der Küche alles nach ihren hohen Standards läuft. Gemeinsam
mit dem jamaikanischen Chefkoch Sibi, der seit vielen Jahren ihr enger Vertrauter ist, bereitet
sie weiterhin ihre legendäre hausgemachte Pasta und traditionelle Spezialitäten wie Caponata,
Soppressata, Capocollo, Nduja, Zuppa di Cipolle, Fave e Cicoria sowie das Pane di Matera
– selbstgebackenes Brot aus der Heimat - zu.
Sibi, der unter Angelas Anleitung die Küche ihrer Heimat erlernte, setzt heute ihr kulinarisches
Erbe fort und bringt ihre Rezepte auf den Tisch. Zusammen mit Tina Sento gehört er nun zu
den Teilhabern der Trattoria. Die Trattoria a' Muntagnola ist ein Ort, an dem Tradition, Gastfreundschaft
und italienische Küche – wie sie authentischer nicht sein kann - in perfekter
Harmonie zusammenkommen. Für viele Berliner ist das Restaurant wie eine zweite Familie.
Mamma Angelas Wunsch ist es eine Reise auf einem Kreuzfahrtschiff anzutreten: wir wünschen
ihr in diesem Sinne und auf ihrem weiteren Weg alles Liebe und Gesundheit!
In der Trattoria werden immer wieder besondere Produkte vorgestellt, wie die aromatischen
IGP-Zitronen aus Rocca Imperiale, Erdbeeren oder Olivenöl aus der Basilikata. Diese sind die
ideale Zutat für Gerichte wie die Pasta, Pizza oder das Tiramisu al Limone, die mit dem Saft
und den Zesten dieser besonderen Zitronen zubereitet werden.
101
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Trattoria a' Muntagnola
Fuggerstraße 27, 10777 Berlin
Telefon: +49 30 211 66 42
E-Mail: trattoria@muntagnola.de
https://www.trattoria-muntagnola.de/
Hier einige ikonische Gerichte der Trattoria a' Muntagnola
Pane di Matera – Selbstgebackenes Brot aus der Region Matera, zubereitet mit bestem Hartweizengrieß
und einem speziellen Mehl-Mix, traditionell in einem Holzofen gebacken. Luftig und knusprig.
Tagliatelle fatte in casa – Hausgemachte Tagliatelle, serviert in einer cremigen Sauce mit frischem Thunfisch
oder Lachs, oft abgerundet mit frischen Kräutern und einem Hauch von Zitronensaft.
Nduja – Eine sehr pikante, weiche Salami aus Kalabrien, die traditionell in Vorspeisen verwendet wird und
ihre Schärfe in verschiedenen Gerichten entfaltet.
Soppressata – Eine würzige Wurst aus der Basilikata, hergestellt aus Schweinefleisch und Gewürzen wie
Paprika und Knoblauch, oft luftgetrocknet.
Capocollo – Luftgetrockneter Schweinehals aus der Basilikata, gewürzt mit schwarzem Pfeffer, Fenchelsamen
und Paprika, zart und aromatisch.
Pancetta – Italienischer Speck, gewürzt mit Salz, Pfeffer und Gewürzen, langsam luftgetrocknet und in
dünnen Scheiben serviert.
Fave e Cicoria – Aromatisches Saubohnenpüree (Fave) mit wildem Löwenzahn (Cicoria), verfeinert mit
bestem Olivenöl extra vergine. Ein traditionelles Gericht, das leicht und geschmackvoll ist.
Carpaccio di Zucchine – Carpaccio aus dünn geschnittenen Zucchinischeiben, mariniert mit Olivenöl, Zitronensaft,
Minze und einer Prise Salz. In der nicht-vegetarischen Variante umhüllt es Garnelen und wird mit
einem frischen Zitrusaroma parfümiert.
Cicoria di Catalogna con Sarde – Puntarelle (eine besondere Art von Chicorée) in Streifen geschnitten
und serviert mit einer köstlichen Soße aus Sardinen, frischem Knoblauch, Olivenöl und Limone. Ein typisch
italienisches Gericht aus der Region.
Caponata – Ein traditionelles sizilianisches Gemüsegericht mit Auberginen, Tomaten, Sellerie, Oliven, Kapern,
Zucker und Essig, das süß-sauer und aromatisch abgeschmeckt wird.
Zuppa di Cipolle – Zwiebelsuppe mit süßen roten Zwiebeln aus Tropea, Kalabrien, die karamellisiert und
mit Brühe und etwas Weißwein gekocht wird, dann mit geröstetem Brot und Käse überbacken wird.
Pizza a' Muntagnola – Der Teig wird aus einem speziellen Mehl-Mix zubereitet und erhält eine tagelange
Gare, was ihn besonders knusprig und aromatisch macht. Belag je nach Saison, z.B. mit frischen Tomaten,
Mozzarella, Basilikum und Olivenöl.
Ravioli di Brennenselle e Ricotta – Mit Brennnessel und Ricotta gefüllte Ravioli, die mit einer aromatischen
Soße serviert werden. Ein sehr traditionelles Gericht, das in der Trattoria zu finden ist, wenn es
saisonal angeboten wird.
Ravioli di Zucca – Ravioli gefüllt mit Kürbis, einer Mischung aus Kürbis, Ricotta und Muskatnuss. Diese
Ravioli werden in einer leicht süßlichen Sauce serviert, in der Zimt und Butter vereint sind.
Coniglio al Forno – Gebackenes Kaninchen, mariniert mit Rosmarin, Knoblauch und Zitronensaft, dann im
Ofen langsam gegart, bis es zart und saftig ist.
Agnello al Forno – Im Ofen geschmortes Lamm, das mit Kräutern wie Rosmarin, Thymian und Knoblauch
gewürzt wird, dann langsam gegart, bis es perfekt zart und aromatisch ist.
103
KÖCHE-PORTRAIT
8 Fusion-Küchen in Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fusion Food im Schmelztiegel Berlin
Text & Fotos: Anke Sademann
Berlin ist ein Melting Pot: In manchen Kiezen hört man nur noch Sprachengewirr. Auch kulinarisch
verschmelzen hier die Kulturen. Viele „internationale“ Berliner Gastronomen und Weltenbürger
leben hier bereits in der dritten Generation und prägen mit den Neuberlinern „from all
over the world“ mit ihren Restaurantkonzepten die kulinarische Topografie der Hauptstadt.
Heute gilt: Die Zugezogenen, die mit ihren Kindern und Kindeskindern hier leben, sowie die
Neuberliner, die aus aller Welt kommen, um die legendäre Berlin-Freiheit, Kreativität und Gelassenheit
zu finden, sind sie jetzt die „real Berliner“? Sie prägen jedenfalls das Flair der Stadt
mit ihrer kulinarischen Dynamik – sei es durch monokulturelle Food-Tempel oder durch immer
neue hybride Konzepte des „“Fusion Food. Das scheint gerade – oder noch, oder wieder vermehrt
– vor allem aber wie bisher „wellenförmig“ en vogue zu sein, zumindest wenn man sich
seit 2020/21 und aktuell die Neueröffnungen anschaut. Wir haben acht angesagte Restaurants
dieses Genres besucht und schauen uns den Megatrend und wie er sich immer wieder
neu moduliert mal genauer an.
Was war nochmal Fusion-Food – das ist doch nichts Neues?
Der Begriff „Fusion Food“ – als „Verschmelzung verschiedener Küchentraditionen in einem
Gericht“ – hat sich bereits in den 80er Jahren entwickelt. Im Kern geht es darum, unterschiedliche
Geschmäcker aus verschiedenen Kulturen zusammenzubringen, um neue Gerichte zu
entdecken. Aus Sicht des Kochs und der Köchin bedeutet das, durchaus immer wieder aufs
Neue mutig zu sein und Ungewohntes interkulturell in einem Gericht zu vereinen. Hier gibt es
keine festen Regeln. Das Einzige, was man mitbringen oder bei der „anderen Kultur“ erfragen
sollte, ist ein wenig Wissen darüber, welche Gewürze, Zutaten und Konsistenzen aus den verschiedenen
Regionen der Welt gut zusammenpassen. Geschmackserlebnis, Technik und die
Geduld zum Experimentieren sind förderlich – und wenn das Konzept synergetisch auch im
Gastraum „jut“ umgesetzt wird, ist der Zustrom neugieriger Gäst:innen gewiss.
Von den 90ern über Streetfood zur interkulturellen
Fusionierung
Die erste große Fusion-Food-Phase war in den späten 90ern und frühen 2000ern, als asiatisch-europäische
Crossover-Konzepte wie Sushi mit mediterranen Einflüssen oder französisch-asiatische
Fine-Dining-Konzepte aufkamen. Nach oder schon parallel zum großen
„Streetfood-Hype“ (2010-2015) entstanden viele neue Konzepte, die Streetfood mit Fusions-Küchen
vermischten – z. B. Korean Tacos, japanische Burger oder vietnamesische Bowls
mit französischen Einflüssen. Restaurants und Food-Märkte wie die Markthalle Neun oder
das Bite Club Streetfood Festival trieben diesen Mega-Trend voran. Und (Berliner) Menschen
– und insbesondere die Generation Z – reisen nun mal viel und gerne (und sei es nur über
die Weltenbummler-Foodies in den Social-Media-Kanälen). Köche und Köchinnen scheren
105
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
aus, lernen ihr Handwerk in allen Ecken der Welt und kehren an den heimischen Herd oder in
die Hauptstadt zurück. In den Metropolen, den größten Schmelztiegeln, werden nun mal die
Trends gemacht.
Fusion Food 2025 … oder lieber Inspired by …?
Es scheint sich eine neue Fusion Food-Welle anzubahnen, die stärker von Nachhaltigkeit, regionalen
Produkten und High-End-Küche geprägt ist. Manche sprechen lieber von „Inspired by
…“, um den „Terminus Culinarikus“ nicht zu strapazieren, ebenso wie der allgegenwärtige Anspruch
an die – fast und endlich doch schon Usus gewordene – „Nachhaltigkeit“. Auf jeden Fall
steht in Berlin die Fusion mit allen Ländern Asiens besonders hoch im Kurs der aktuellen Szene.
Sei es den Gral der Nahost-Aromen wie der der Vietnamesen, der Purismus, die Präzision
und enorme Produktverliebtheit der Japaner mit der immer sonnigen Küche des Mittelmeerraumes,
der levantinischen Küche, der Sehnsuchtsküche Italiens zu verbinden. Frankreich – als
Wiege des Kochens mit seinen kolonialpolitisch verbundenen Drähten zu Ländern wie dem
früheren „Indochina“ ist allzeit beliebt. Auch skandinavische Klarheit vermischt sich gerne mit
asiatischen Zutaten oder Korea fusioniert mit mexikanischen Einflüssen.
Wir finden diesen unaufhörlichen und sich ständig verfeinernden Hype rund um „synergetische
Esskultur“ besonders inspirierend, weil er den kosmopolitischen, weltoffenen Hauptstadt-Spirit
Berlins auf den Tellern widerspiegelt und ein unendlich erweiterbares Experimentierfeld
eröffnet. Das Schöne an den meisten Fusion-Food-Etablissements ist, dass sie das
„Sharing-Konzept“ integrieren: Viele kleine Portionen ergeben ein Ganzes, laden zum Teilen
und Entdecken ein. So hat man ein Maximum an „Tastings with Friends“ und lässt sich gemeinsam
von der einen oder anderen ungewöhnlichen Geschmackskombination überraschen.
Wir haben für Euch für den Sommer acht Asia-sonneneuropäische „Fusion-Food-Restaurants“
in Berlin besucht und getestet. Schaut Euch am besten hungrig und neugierig die Fotos
an. Und dazu gibt es einen kurzen Steckbrief als Impuls fürs spätere selber hingehen oder
nachkochen.
Also share it, taste it!
Hier sind sie, die unsere acht „Neues aus der Hauptstadt“-Restaurants!
Und: es werden sicherlich weitere folgen.
Eure Anke
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
107
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
1
Lo Fūfu – Omakase Italiano & Itameshi Cucina
Adresse: Kantstraße 144 Berlin I Charlottenburg
https://www.lofufu.com/
Lo Fūfu • Kantstrasse 144 • 10623 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
© Romy Kaa
Fotocredits: Anke Sademann
109
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Preis €€ – €€€
• Omakase: ab ca. 70 €, Pairing optional
• Mittags: Bento-Boxen
• Signature Cocktails & Sake-Tasting auf Anfrage, italienische
Weine
Lo Fūfu • Kantstrasse 144 • 10623 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
Kopf und Konzept:
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Ein Trio mit Handwerk, Haltung und Hospitality wirbelt an der Lo Füfu-Edelstahltheke.
Der Italiener Amodio Iezza (ehemaliger Chef des „To The Bone“) ist ein ebenso detailversessener
und präziser Handwerker wie ein emotional überbordender, lässiger „Artista culinario“
der modernen italienischen Küche. Ina Freienstein ist die geradlinige Edel-Gastgeberin mit
Grafik-Gen. Stiller Teilhaber ist der erfahrene italienische Gastronom („weinbau“, „To Beef or
Not to Beef“) Giacomo Mannucci. Souschefin Bruna aus Brasilien ist die Ruhe selbst und bringt
langjährige Japan-Erfahrung mit.Eleonora und die anderen Bartender:innen, shaken raffinierte
Cockails mit Passion und viel Sake. Gemeinsam inszenieren sie ihr „Omakase Italiano“ – ein
italo-japanisches Bühnenstück fein abgestimmter Aromen: klar, puristisch und unaufgeregt
präzise.
Name: „Lo“ – italienischer Artikel. „Fūfu“ – japanisch für Paar. Gemeinsam ergibt das:
ein stilvolles Tandem aus mediterraner Intuition & japanischer Technik. „Lo“.
Glossar: Die Gänge folgen dem Omakase-Prinzip à la „Du sagst uns nur, wie hungrig du bist,
der Rest liegt in der Hand des Küchenchefs.“ „Itameshi“ bedeutet übersetzt „italienisches Essen“
und wird in Japan als Sammelbegriff für Restaurants mit italienischer Küche verwendet,
in denen mal mit mehr, mal mit weniger lokalen japanischen Zutaten gekocht wird.
Fusion-Faktor
Credo: mehr Twist und Technik als Tradition. Keine Fusion, sondern eine Symbiose oder ein
„Inspired by …“. Hier wird nicht wild gemischt, sondern sorgfältig interpretiert: Die moderne
italienische Küche trifft auf japanische Ästhetik und überzeugt durch Leichtigkeit, italienische
Lässigkeit, aber auch Präzision und Handwerk.
Stil & Techniken
• Crudo & Brühe: Makrelen-Tatar mit Bottarga und Eigelb in verschiedenen Konsistenzen
• Tempura & Frittura-Crunch: Thunfischbauch trifft auf frittierten Friséesalat.
– „Buttrige Pasta“: Tagliolini mit Zitrone und Jakobsmuschel – norditalienischer Soul.
• Täglich wechselnder Fisch nach dem „Catch of the Day“-Prinzip:
z. B. Hamachi in Dashi, roh oder gegart
• Live-Zubereitung: Vorbereitung à la minute an der Showküche – direkt vor den Gästen am
Tresen
• Souschefin Bruna bringt Erfahrung aus Japan mit. Sie nutzt die offenen Techniken als Mini-
Masterclass: Crudo-Slicing, Brühen-Balance, Tempura- und Pasta-Handwerk – alles live am
Tresen.
Dazu gibt es ausgewählte japanische Produkte wie Shiso, Yuzu und fermentierte Sojasaucen
als mediterrane Matrix. Getränke: Sake-Pairing in 4 Kategorien, Cocktails und ausgewählte
Naturweine sowie Barolo.
111
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Signature-Gerichte
• Makrelen-Tartar mit Bottarga und Eigelb
• Thunfischbauch mit frittiertem Friséesalat
• Hamachi in Brühe mit Shiso und Limette
• Tagliolini mit Butter, Zitrone und Jakobsmuschel
• Catch of the Day – täglich neu, je nach Fang
Menüform: Omakase ab 70 €, mittags kleinere Bento-Auswahl. Du bestimmst die Gangzahl –
das Team improvisiert klug.
Raum & Atmosphäre
Kulinarisches Labor: 26 Sitzplätze am langen Edelstahltresen eines ehemaligen, schlauchförmigen
„Burgerladens“. Das minimalistische Design wird weich kontrastiert von schwebenden
Sitzecken mit rostroten Textilien im Cockpit-Lounge-Style. Ein weiches, subtil warmes Lichtkonzept
bildet einen gelungenen Kontrast zur kühl-stählernen Kühlhaus-Atmosphäre. Die zur
Straße hin verglaste Show-Küche hat die Anmutung einer Street Garküche. Transparent und
dialogorientiert.
Kurz gesagt
Live-Masterclass – zwischen Crudo-Feinschnitt und Dashi-Balance - transparent, puristisch,
präzise, aromen- und konsistenten Finesse und nah am Gast. Lo Fūfu ist wie ein Barolo auf
Sashimi – erst zart irritierend, dann ein perfektes Matching mit viel Finetuning und Handwerk.
Ein perfekter italienisch-japanischem Dialog– minimalistisch, texturreich, überraschend in jedem
Bissen:
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
© Romy Kaa
113
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
2
Restaurant
HANA.
Mohrenstraße 30, 10117 Berlin | Mitte
hanaberlin.com
HANA • Mohrenstraße 30 • 10117 Berlin
© Steffen Sinzinger
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
© Steffen Sinzinger
Fotocredits: mod by Sven Nöthel
© Steffen Sinzinger
115
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
© Steffen Sinzinger
Preisklasse
• €€ – €€€
Mezze: 9–16 €, Hauptgerichte: 22–36 €, Signature Wines
& Pairings: auf Anfrage.
Zugänglich trotz Anspruch: Hana will ein Ort für viele
sein.
HANA • Mohrenstraße 30 • 10117 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
Kopf & Konzept:
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Hinter HANA stehen dem Israeli Gal Ben Moshe und dem Griechen Paris Katsampis zwei
Schwergewichte der internationalen Gastronomie. Ben Moshe wurde für das „Prism” mit einem
Michelin-Stern ausgezeichnet und hat seine Wurzeln im Levante-Kochkosmos. Katsampis
war zuvor bei Nobu tätig und ist Chef der Bellboy Bar. Ihre gemeinsame Vision ist eine
Fusion aus japanischer Technik und aromenstarker levantinischer Küche des Nahen Ostens.
Begleitet wird die „JapaTerranean“-Reise vom israelischen Gastgeber Ben Levavi, einem Kosmopoliten
mit schillernder, extravaganter Persönlichkeit. Er ist Restaurant-Manager und Sommelier
mit Leidenschaft für unkonventionelle Terroirs. Daria Levina, die Hospitality-Managerin,
empfängt mit Feingefühl und Gastgeberinnenkunst die Gäste des HANA sowie die der
nebenan liegenden Kultbar Bellboy.
Der Name „Hana” steht für mehr als nur Kulinarik: Auf Japanisch bedeutet er „Blüte”, im Arabischen
und Hebräischen steht er für „Anmut, Harmonie und Glück” – Werte, die die Hospitality-
Philosophie des Hauses prägen.
Fusion-Faktor
JapaTerranean nennt sich der Stil des Hana: Japan trifft Levante, Mizuna auf Ras-el-Hanout,
Udon auf Pecorino. Die Aromen sprechen viele Sprachen, doch der Teller bleibt klar. Nicht wild,
sondern intelligent komponiert. Es geht nicht um ein Spektakel, sondern um Spannung im
Detail – eine kulinarische Seidenstraße von Tel Aviv bis Kyoto.
Stil & Techniken
• Sharing-Kitchen: Mezze-Formate, perfekt zum Teilen.
• Grilled Carrots mit Tahini, Datteln und Hoisin
• Cucumber Kimchi mit schwarzem Essig, Knoblauch und Skordalia
• Rice Cake mit Nduja und Anchovis – knusprig, fettig, scharf und salzig, alles in Balance
• Crispy Brussels Sprouts mit Kombu-Butter, Minze und Pinienkernen
• Udon mit Tahini: gerösteter Sesam, Ramen-Ei, Middle East meets Japan
• Lamb Tataki mit Ras-el-Hanout, Tosazu und Crispy Rice
• Hipsi Cabbage Carbonara Style: Spitzkohl, Pecorino, Eigelb
• Wagyu Katsu Pita mit Kewpie Mayo, Tonkatsu und Slaw – luxuriöses Fingerfood
• Mushroom Börek – Maronen, Tamarinde, Rosmarin-Sojasirup
• Grilled Octopus mit Wildfenchel und Paprika-Drops auf QuinoaDesserts:
• Sahlab Kakigori: geschabtes Eis mit Erdnuss und Kokos
• Milk Ice Cream mit Dattel und Kaffee
• Yuzu-Sorbet mit Fenchelmarmelade, Sansho und Sesam-Baiser
Signature-Gerichte
• Udon mit Tahini und Ramen-Ei
• Rice Cake mit Nduja und eingelegten Sardellen
• Cabbage Carbonara Style mit Pecorino und Ei
• Wagyu Katsu Pita mit Kewpie-Mayo
• Sahlab Kakigori – ein aromatischer Eisberg mit Nahost-Akzent
117
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Raum & Atmosphäre
Der Name ist Programm: Hana blüht „bigger than life“ mit Parallelweltcharme. Vom Moment
des Eintretens in das Restaurant, das Teil des Gebäudes im Hotel Hilton am Gendarmenmarkt
ist, wird man mit sofortiger Wirkung umhüllt. Das Hana ist ein Schmetterlings-Cocon
mit einem warmen, pudrigen Ambiente, das leicht kolonialistisch anmutet. Es ist gestaltet mit
Samt, Plüsch, vielen Spiegeln, mediterranen Hölzern und Tonkeramik, strategisch gesetztem
Grün und viel „Augenzwinkerei“-Dekor. Ein einzigartiges Erlebnis, während Kerzenschein den
Raum in weiches Licht taucht.
Rare Tropfen aus Nahost – kuratiert von Sommelier Ben Levavi
Die Weinkarte ist ein kulturell eingebettetes Glanzstück, kuratiert von Sommelier Ben Levavi
mit Fokus auf seltene und ausgefallene Weine und Spirituosen aus dem östlichen Mittelmeerraum,
der Levante und Japan. Es gibt viele Weine glasweise, wodurch Raritäten zugänglich
werden. Levavi möchte verführen, nicht beeindrucken. Mit seinem feinen Gespür für Wein
erzählt er das Aromen -und Konsistenzen starke Narrativ der beiden Spitzenköche im Glas
weiter.
• SEPT Obeidi (Batroun, Libanon): fruchtig, floral, eine seltene autochthone Sorte.
• Ashkar Family Merlot (Galiläa): weich, erdig, elegant.
• Drood Orange Wine (Lorkosh, Iran): strukturiert, exotisch, tief
• Bargylus White Blend (Syrien): mineralisch, kühl, komplex
• Cremisan Arak (Bethlehem): Anis, Wildkräuter, Klarheit
• Ergänzt durch japanische Raritäten:
• Sparkling Junmai (Nagano)
• Shochu (Tochigi)
• Yuzushu (Zitruslikör, Nagano)
• Umeshu (Pflaumenlikör, Kyoto)
Es gibt viele Weine glasweise, wodurch Raritäten zugänglich werden. Levavi möchte verführen,
nicht beeindrucken.
Kurz gesagt:
Hana ist ein Ort mit Plüsch für ernsthafte Aromenspielerei – Levante und Japan können in
edlem Rahmen beste Freunde sein. Es ist mehr als nur Fusion, es ist Kult(ur)kulinarik mit Substanz,
die sich auch in den raren Weinen widerspiegelt.
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
119
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
© Spree Fumée
3
Restaurant
Spree Fumée
Adresse: Märkisches Ufer 1Z I im historischen Hafen
Berlin I Mitte)
www.spree-fumee.de, (facebook.com)
Spree Fumée • Märkisches Ufer 1Z • 10179 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Fotocredits: ©Spree Fumée
121
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Preisklasse
€ – €€:
Preisklasse
• Steam Sets: 45 – 60 € für 2–3 Personen
• Einzelgerichte: Dumplings & Bao 6–9 €, Rouladen &
Enoki 8–10 €
• Cocktails: 12–14 €, Weine 5–8 € / Glas, Flaschen ab
32 €
• Business Lunch: Bento-Boxen (Mo–Fr, 12–17 Uhr)
Spree Fumée • Märkisches Ufer 1Z • 10179 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
Kopf & Konzept:
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Ein Projekt mit Herz und Geschichte in Top-Lage mit Blick auf den Telespargel und mitten
im historischen Hafen Berlins. Restaurantmanager Quang und sein Team, von denen viele
vietnamesische Wurzeln haben, verbinden persönliche Geschichten mit einem kulinarischen
Schiffskonzept. An Bord der „Renate-Angelika“, einem fast 50 Meter langen Frachtschiff aus
DDR-Zeiten, inszenieren sie eine kulinarische Hommage an vietnamesisches Soulfood, neu
interpretiert, gedämpft und geteilt. Hier verschmelzen familiäre Wurzeln, asiatische Dampftradition
und Berliner Bar-Gespür zu einem Gastronomieprojekt mit Seele. Das Motto lautet:
Tapas-Style trifft Bambuskorb - Teilen, Dämpfen, Genießen.
Fusion-Faktor
Keine Crossover-Show, sondern eine sanfte Fusion. Vietnamesisches Soulfood trifft europäische
Eleganz – Tapas im Dampfkorb statt auf dem Teller. Hausgemachte Saucen verbinden
indochinesische Klassiker mit europäischer Raffinesse. Die Basis bilden südostasiatische Garmethoden
wie Dämpfen, Garen und Fermentieren. Die Tapas-Logik stammt aus Europa: Alles
wird geteilt, kombiniert und in Sets serviert. Dazu gibt es eigene Saucen (Yuzu, Chili, Koriander,
Hoisin), die asiatische Aromatik mit europäischer Klarheit verbinden. Kulinarik als Brücke
– ganz buchstäblich.
„Fumée” – französisch für Dampf – trifft auf „Spree”: ein aromatisches Statement für gesundes
Kochen und geselliges Teilen.
Raum & Atmosphäre
Berlin auf dem Wasser, vietnamesisch im Herzen, mit französischem Twist im historischen
Kontext: ein historischer, warm getäfelter Schiffsbauch mit petrolblauen Samtbänken und
nostalgischer Titanic-Ästhetik, historische Fotos, Schiffsglocke und Steuer – eine maritime
Bühne für feine Dämpfe.
Das Terrassen-Deck bietet einen Blick auf den Fernsehturm und ist perfekt für Sundowner
und Sommerabende. Innen: Glasdach, Brennofen, Deckenlüster – behaglich, skurril, stilvoll.
Signature-Gerichte
• Steam Set 1 (für 2 Personen): Barbarie-Ente mit Gojibeeren, Lachs, Gemüsekorb, Dumplings,
Bao mit Huhn und Ei
• Steam Set 2 (3 Pers.): plus Kammmuscheln, Zucchini-Hack-Topping, Süßkartoffel
• Banh Cuon: gedämpfte vietnamesische Teigrollen mit Garnelen
• Bao & Baozi Veggie: Hähnchen-Bao und Käsefüllung oder vegetarische Füllung
• Wirsingroulade: Rindfleisch-Hack oder vegan mit Kräutersauce und Inari-Taschen
• Klebreis und Banh Bao mit Mungbohnen, Röstzwiebeln und Hähnchenfüllung
• Fluffig: Hefekloß mit Huhn (Banh Bao)
• Desserts: Himbeer-Käsekuchen mit Gelee – Gummibärchen-Deluxe
Stil & Techniken
Schonend gegart: Alles wird gedämpft oder gekocht – fettfrei, aromatisch und nährstoffreich.
Steam Sets für zwei: Komplette Menüs werden in Bambuskörben serviert – mit Fisch, Fleisch
oder vegetarisch.
Texturenvielfalt: fluffige Baos, bissfeste Enokis, saftige Röllchen, farbiger Blumenkohl.
123
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Authentisch-modern: Traditionelle Techniken werden mit Kreativität und optischem Feinschliff
kombiniert.
Es gibt viel dekoratives Topping: Visuelle Highlights aus farbigen Blumenkohlröschen, Enokipilzen,
hausgemachter Yuzu-Limetten-Sauce und Koriander.
Besonders originell: das Barkonzept.
Jeder Drink erzählt eine Geschichte und ist optisch wie geschmacklich ein Erlebnis.
Das Konzept: Neun Brückencocktails, von denen jeder für eine Berliner Brücke steht (z. B.
Moltkebrücke, Oberbaumbrücke).
Ein Beispiel ist der „Moltkebrücke“ mit Tanqueray Ten, Kumquat, Rosé und Himbeere, der
fruchtig-sauer und perfekt balanciert ist.
Alkoholfrei: „Quang Lee“ mit Yuzu, Sloe Gin, Grüntee, Sesam und Eiweiß sowie Matcha und
Sesam – komplexe Aromen ohne Promille.
Weinkarte:
Grauburgunder (Baden), Riesling (Mosel), Sauvignon Blanc (Frankreich)
Primitivo, Merlot, Shiraz und Naturweine
Nicolas Feuillatte Champagner und deutsche Sekte
Kurz gesagt:
Spree Fumée ist wie eine Bootsfahrt durch Vietnam – allerdings auf der Berliner Spree. Auf
den Tellern gibt es viel Feines für Gaumen und Auge, zum Beispiel Tellergemälde und Sharing-
Gerichte. Das Spree Fumée ist ein mit viel Herzblut konzipiertes und professionell umgesetztes
Asia-Restaurant mit viel Dampf und Tiefgang. Dampfend, poetisch, gemeinschaftlich. Ein
Ort zum Teilen, zum Schauen, zum Innehalten – mit Brücken, Bar und Bauchgefühl.
Tipp für Gastro-Profis:
Dampfgartechnik als Show-Cooking-Element in geschmackvoller Fusion mit Low-Fat-Fokus.
Das ist perfekt für moderne Health-Conscious-Konzepte. Die Barkarte mit Storytelling
ist ideal für Social Media und Pairing-Abende. Unter Deck kann man den Köchen beim Rollen,
Dämpfen und Tranchieren zusehen. Wer Textur, Umami und Garmethoden liebt, erhält hier ein
Live-Seminar, das im Bambuskorb serviert wird.
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
125
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
4
ROOT Restaurant
im Telegrafenamt
Adresse: Telegraphenamt Berlin, Monbijoustraße 11
Berlin | Mitte
https://www.root-restaurant.com/
ROOT im Telegraphenamt • Monbijoustraße 11 • 10117 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Fotocredits: Anke Sademann
127
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Preisklasse
€€ – €€€:
Vorspeisen ab 15 €, Hauptgerichte 30–49 €, Steaks bis
165 €, Sushi-Rollen 20–24 €, Dessert 12–15 €
Chef’s Best Sushi-Set (40 Stk): 130 €
ROOT im Telegraphenamt • Monbijoustraße 11 • 10117 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
Kopf & Konzept:
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Küchenchef Steve Großmann bringt Erfahrung aus dem Lorenz Adlon mit und kombiniert asiatische
Aromen mit europäischer Kochtechnik. Sushi-Meister Ryota Terashima steht für Präzision,
Handwerk und Produktfokus. Kaan ist Maitre im Saal und referiert die Gerichte fundiert
und begeistert am Tisch. Gastgeber Matthias Martens (ehemals The Grand) leitet das gastronomische
Konzept mit klarer Vision und Berliner Lockerheit. Die Eigentümerfamilie Freiberger
verknüpft Gastronomie und Geschichte. Der Name kommt von „Root”, den Wurzeln.
Fusion-Faktor
Asien trifft Welt: Thailand, Japan, Korea, Frankreich, Kalifornien. Alles ist möglich, aber nichts
ist beliebig. Von Teriyaki-Aubergine bis Seezunge mit Dashi-Beurre-Blanc. Fusion auf hohem
Niveau mit Witz, Substanz, Erfahrungswerten und Lust am Experimentieren.
Kulinarischer Stil und Signature-Gerichte.
Ein Best-of internationaler Komfortklassiker, neu interpretiert. Sushi, Steaks, Saucen. Viele
Gerichte werden mit Extra-Soßen oder Beilagen zum Teilen serviert.
• „Eggplant on Fire“: Aubergine, Teriyaki, schwarzer Knoblauch, Chili, Sesam
• „ROOT Orange Chicken“: mit Ananas, Mandarine und Goa-Kresse.
• Wagyu geschmort mit Sellerie, Karotte, Trüffel und Fond blanc.
• Seezunge im Backteig mit Dashi-Beurre-Blanc-Sauce und Miso-Carbonara
• „No Fish & Chips“: koreanische Gochujang-Gurke und Dashi-Sauce.
Das Besondere: Sushi by Ryota hat einen eigenen Thron.
Meister Ryota Terashima kreiert Sashimi, Nigiri und Rolls nach eigenen Regeln. Hier gibt es
keine Mainstream-Gerichte, sondern Präzisionsarbeit mit saisonalen Zutaten und einer ästhetischen
Anrichtung.
• Rouge Lachs mit Trüffelmayo
• Spicy Lachs Tempura Roll
• Toro & Taku Roll mit eingelegtem Daikon
• Trüffel-Pilz Roll (vegan)
• Chef’s Choice: 20 bis 40 Teile, japanisch, berlinisch oder vegan
Beilagen & Spezialitäten
• Cacio e Pepe Pommes
• Lobster Poutine mit Hummerbisque & Dill-"Gravy"
• Chicken Sate, Tataki vom Rind, Softshell Crab mit Som Tam
• Tofu Premium mit Wildkräutern & Unagi
129
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Drinks & Pairings
Weinkarte hat einen internationalen Fokus. Alkoholfreie Alternativen sind auf Anfrage erhältlich.
Interessant: Asiatische Gerichte und im Fusion-Spirit interpretierte Klassiker wie „Dashi
Beurre Blanc” lassen sich bestens kombinieren – etwa mit gereiftem Bordeaux oder Riesling
mit Restsüße. Cocktails und Weine werden auf Aromen wie Umami, Chili oder Sesam abgestimmt.
Raum & Atmosphäre
Ein tropisch-industrielles Wunder unter Glas: unglaublich großräumig und architektonisch einmalig
in Berlin. In diesem ehemaligen Innenhof fühlt man sich in die Goldenen Zeitalter Berlins
vor den Weltkriegen zurückversetzt. Das Inventar des ehemaligen Telegraphenamtes sitzt
heute noch rustikal und dekorativ als Industriedekor im Raum. Samt, grüner Marmor. Design-
Sitzgruppen mit Acrylröhren sind eine Hommage an die Rohrpost. Warmes Licht, Pflanzen und
Kunstwerke schaffen eine elegante Wohnzimmeratmosphäre im historischen Postamt.
Zum Hotelkomplex des Telegraphenamts (https://www.telegraphenamt.com/) gehören neben
dem stilvollen ROOM „Dreiklang“, das aus Restaurant, Bar und Bistro besteht, auch die
Patisserie L'Oui, das Petit Bijou Café und das Dieselhaus (Brasserie).
Kurz gesagt:
ROOT ist Sushi mit historisch gerahmtem Berlin-Vibe, Fine Dining mit Popkultur-Flair und Fusion
mit Haltung. Die Atmosphäre bewegt sich zwischen Retro-Technikästhetik und tropischem
Chic: Tagsüber ist es lichtdurchflutet, abends wird es magisch. Ein Ort für das Jetzt mit
Geschmack, Geschichte und einem mutigen, sehr weltoffenen Fusion-Groove in alle Richtungen,
verwurzelt und verzweigt quer über den kulinarischen Globus.
Tipp für Gastro-Profis:
Das Sushi wird bewusst nicht gleichzeitig mit anderen Gerichten serviert. Wer verstehen will,
wie moderne Asia-Fusion funktioniert, sollte am Pass zusehen. Fond Blanc trifft auf Dashi
und Beurre Blanc flirtet mit Gochujang. Hier wird nichts kopiert, sondern erfunden.
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
131
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
5
Kai Maison
Adresse: Maybachufer 23 Berlin I Neukölln
kaimaisonberlin.de)
Kai Maison • Maybachufer 23 • 12047 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Fotocredits: Anke Sademann
133
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Preisklasse:
€ – €€:
Tapas: 8–12 €
Hauptgerichte: 15–30 €
Cocktails: ca. 10–12 €,
Naturwein im offenen Ausschank und in der Flasche.
Kai Maison • Maybachufer 23 • 12047 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Kopf & Konzept:
Gegründet von zwei leidenschaftlichen Vietnames:innen. Ein Gastronomie- und Handwerksprojekt,
das mit Liebe zum Detail umgesetzt wird. Die beiden Macher, die ihre Namen bewusst
im Hintergrund halten, leben ihre Philosophie und Liebe zu Frankreich als historische Brücke
in der Geschichte Vietnams konsequent: Jedes Möbelstück, jede Sauce und jedes Gericht ist
Handwerk. Ihre Küche ist Ausdruck von Hingabe, Zeit und einem kompromisslosen Qualitätsanspruch.
Der Name „Kai“ (jap. für „Meer“ oder „Geben“) und „Maison“ (frz. für „Haus“) steht für diese
Philosophie. Das Logo zeigt eine sanfte Taube für Reinheit und Freiheit.
Fusion-Faktor:
Asiatisch trifft auf französisch-japanische Raffinesse – keine halben Sachen, sondern eine
grenzübergreifende Küche mit eigenem Dreh. Die Inspiration stammt aus Vietnam, Japan und
Südfrankreich und wurde in die moderne Kreuzberger Seele übersetzt. Jede Sauce? Handmade.
Jeder Bissen? Kunst. Kein Convenience, keine Trends – nur die eigene Handschrift zählt.
Stil & Techniken
• Feine Garmethoden (z. B. Sous-vide & leichtes Räuchern) für Fisch, Tofu & Gemüse
• Hausgemachte Fonds & Reduktionen als Basis jeder Sauce
• Saucen-Tuning mit Sojasorten, Yuzu, Miso, fermentierten Chilis
• Tapas-Prinzip – viele kleine Teller für Table Sharing, z. B. Tartar, Lachs, Pulpo
• Desserts mit asiatisch-französischem Twist: Matcha-Mousse trifft Crème Brûlée
• Dazu werden hausgemachte Limonaden, fermentierte Säfte und Signature Cocktails mit
Asien-Note serviert. Der Wein kommt von einem befreundeten Naturwein-Kollektiv – trüb,
wild und ehrlich.
Signature-Gerichte
• Lachs „Kai Style“: leicht angeflämmt, Selleriepüree, Bohnen, gerösteter Sesam, Signature-
Sauce
• Rindertartar mit fermentierter Yuzu-Sauce & eingelegtem Chili
• Cheesy King Prawns – auf Tamarinden-Mayo & Shiso-Öl
• Tempura Brokkoli mit Rauch-Miso-Dressing
• Udon mit Trüffel-Dashi & eingelegten Pilzen (veggie-friendly)
Raum & Atmosphäre
Innen: Vintage-französischer Stil: antike Möbel, Recycling-Kunst, selbst importiert und zu-
135
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
sammengebaut. Wandmalereien, gebürstetes Holz und verblichene Stoffe erzählen Geschichten
von fernen Orten und persönlicher Hingabe. Es gibt keine sterile Deko, keine gestylte
Kulisse und keinen Innenarchitekten – dieser Raum lebt und atmet, weil er ein so liebevoll
inszeniertes asiatisch-französisches Epigone ist. Besonders sind die offene Küche mit den
Durchreichen, die mit mediterran-asiatischer Ornamentik verziert sind, sowie die gut inszenierte
Leuchtschrift.
Die Sommer-Terrasse ist authentisch, grün und liegt direkt am Maibachufer und dem Urbankanal.
Sie ist ideal für einen Aperitif, eine Limo oder einen japanischen Negroni nach dem Wochenmarkt
oder vor dem Ausgehen durch den Kreuzköllner Meltingpot. Es ist jung, lebendig
und laut, aber angenehm mitreißend. Hier wird jeder Teller geteilt und beklatscht.
Kurz gesagt:
Das Kai Maison ist wie ein Liebesbrief an zwei Kulturen, die früher einmal eine waren und sich
heute wieder auf den Tellern treffen.
Tipp für Gastro-Profis:
Hier lohnt sich der Besuch doppelt: zum Genießen und um zu staunen, wie konsequent Raum,
Küche und Idee zusammenwirken. Wer wissen will, wie ehrliche Fusion ohne Chichi geht, wird
bei Kai Maison fündig.
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
137
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
6
Linienstraße 136, Berlin | Mitte
136-berlin.com
Restaurant 136 • Linienstraße 136 • 10115 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Fotocredits: Anke Sademann
139
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Preisklasse:
€ – €€€:
Menüpreis: ca. 129 € für das „136 Experience Menü“ (7 Gänge).
Kaviar-Upgrade: +29 € beim Wolfsbarschgang
Cocktails: 12,90–13,90 € (z. B. „White Lima“ 12,90 €, „Inca Negroni“
13,90 €).
Weinbegleitung: Preis auf Anfrage
Alkoholfreie Begleitung: hausgemachte Fermente und Shrubs,
Preise variieren.
Restaurant 136 • Linienstraße 136 • 10115 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
Kopf & Konzept:
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Der gebürtige Peruaner Matias Diaz lebte neben vielen anderen internationalen Stationen
viele Jahre in Italien und bringt in Berlin-Mitte seine beiden kulinarischen Heimaten zusammen.
(Siehe unser Porträt über ihn.) In seinem „136 Experience” erleben Gourmets ein Menü
(auch vegetarisch) als sensorische Reise, bei der der Fokus auf Produktqualität, Authentizität
und Überraschung liegt. Neben Matias Diaz steht ein internationales Team aus jungen,
erfahrungshungrigen Talenten hinter dem Konzept des „136“. Das Restaurant versteht sich
als kreative Gemeinschaft, in der Handwerk, Herkunft und ein Hauch von Rebellion zu jeder
Telleridee dazugehören. Der Service ist kompetent und kulinarisch versiert.
Fusion-Faktor:
Peruanische Vielfalt trifft italienische Raffinesse. Ceviche trifft auf Fregola, Ají Amarillo küsst
Burrata, Umami auf beiden Seiten. Ein Menü als Grenzgang zwischen Herkunft und Weiterentwicklung,
Struktur und Intuition.
Kulinarischer Stil und Besonderheiten
Die Gerichte werden als Überraschungsmenü serviert – jeder Gang ist eine aromatische Komposition,
geprägt von Frische, Schärfe, Säure und Textur. Die Inspiration stammt aus der Nikkei-Küche,
der italienischen Osteria-Küche und der lateinamerikanischen Streetfood-Küche.
Zentrales Element ist die „Gewürz- und Aromenstation“: ein begehbarer Präsentiertisch mit
getrockneten Bohnen in vielen Sorten. Chilis, Mais- und Kakaosorten sowie fermentierte Zutaten
und exotische Knollen – alles darf angeschaut und erklärt werden. Eine kulinarische
Bühne, die die Herkunft der Zutaten greifbar macht.
Menü (Juli 2025)
• Involtini vom Adlerfisch | Rocoto | Süßkartoffel | Koriander | Amalfi-Zitrone
• Langostino | Jakobsmuscheln | Ají Limo | Fregola Sarda
• Schwarze Quinoa | Burrata | Ají Amarillo | Lauch
• Ikejime Wolfsbarsch | Kichererbsen | Ají Panca | Barda di Frattula | Kaviar
• Kaninchen | Huacatay | Prosciutto San Daniele
• Iberico Pluma | Borlotti-Bohnen | Ají Amarillo
• Schokolade aus Piura | Balsamico di Modena | Parmesan
Mocktails und alkoholfreie Pairings
Das L136 überrascht mit einer ausgefeilten, alkoholfreien Begleitung, die der italienische
Sommelier Nicola Signorotto selbst ansetzt: Kombucha aus lila Mais, Yuzu-Grüntee-Shrub,
hausgemachte Cordials und intensive Fermente spielen mit Textur und Tiefe. Farbmarkierungen
zeigen die sensorischen Profile (z. B. fruchtig/sauer oder trocken/bitter).
141
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Cocktails & Aperitifkultur
Die Bar setzt auf Signature-Drinks wie den „White Lima“ (Pisco, Triple Sec, Aji Limo, Veilchensirup),
den „Pisco Martini“ mit Olivenöl oder den Kombucha-Sour mit Basilikum. Die Kreationen
sind ausgewogen und mediterran-japanisch inspiriert. Auch als Pre-Dinner-Aperitif oder Pairing-Alternative
beliebt.
Signature-Aromen & Zutaten
• Ají Panca – geräuchert, fermentiert, visuell ikonisch (siehe Bild)
• Lila Mais: als Kombucha, Sorbet oder Coulis
• Lucuma: tropisch-buttrige Frucht als Dessert-Highlight
• Wilder Koriander, Choclo-Mais, fermentierte Chilis
• Auf dem „aromatischen Show-Tisch“ stehen unter anderem schwarzer Sesam, getrocknete
Paprikaschoten, Quinoa, Guave, Erdmandeln, Rocoto und Algarrobina.
Raum & Atmosphäre:
Warme Wände, Leinentischdecken, Vintage-Möbel und rote Ledersofas. Das Interieur erinnert
an eine italienische Trattoria mit südamerikanischem Einschlag. Es gibt viel Holz, Kerzenlicht
und kunstvoll präsentierte Speisen. Mittendrin steht das Aromentableau als Showpiece und
Altar der authentischen Produkte – eine für die Gäste nachvollziehbare Dekomposition der
Gerichte.
Kurz gesagt:
L 136 ist „kein Restaurant“ – es ist eine sinnliche Schule der Aromen. Überraschend, tiefgründig,
emotional. Das L 136 wird seit einigen Jahren und auch 2025 wieder im Guide MICHELIN
Deutschland geführt – mit einer offiziellen Empfehlung, jedoch (Stand Juli 2025) wieder ohne
Stern. Es verfügt jedoch über ein starkes Potenzial, wie es im Guide MICHELIN Deutschland
begründet wird: „die spannende Fusion aus peruanischer und italienischer Küche, das Überraschungsmenü
mit Aromenvielfalt und Texturspiel sowie die kreative Atmosphäre mit Fokus
auf Authentizität“. Zudem wurde das L 136 vom Gault&Millau 2025 mit zwei Hauben ausgezeichnet
– „ein starkes Signal für fachliches Renommee und sensorische Tiefe“.
Tipp für Gastro-Profis:
Die Schärfe- und Texturskala des Menüs wird präzise kontrolliert – von samtig bis crunchy, von
Yuzu-sauer bis Espresso-bitter. Ideal für Profis, die sensorisches Lernen schätzen.
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
143
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
7
San Éna
Radisson Collection Hotel, Berlin
Karl-Liebknecht-Str. 3 Berlin | Mitte
radissonhotels.com
San Éna • Karl-Liebknecht-Str. 3 • 10178 Berlin
Fotocredits: ©Radisson Hotel Group
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Fotocredits: Anke Sademann
145
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Preisklasse
€€ – €€€
Mezze & Dips ab ca. 9 €, Hauptgerichte zwischen 18–38 €,
Desserts 8–14 €, Cocktails 12–18 €.
San Éna • Karl-Liebknecht-Str. 3 • 10178 Berlin
Fotocredits: ©Radisson Hotel Group
Kopf & Konzept:
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Das San Éna ist ein modernes, mediterran-griechisch geprägtes Restaurant im Radisson Collection
Berlin. Die Philosophie des Restaurants besteht darin, Aromen, Menschen und Kulturen
miteinander zu verbinden. Hier trifft klassische Meze-Kultur auf moderne Kochtechniken,
hochwertige Produkte auf neue Texturen. Die Küche ist von Griechenland inspiriert, aber nicht
darauf beschränkt. Unterstützt wird Küchenchef Toni Nachkunst von Micha, dem ehemaligen
Küchenchef des Leonardo Precise Resort, und einem jungen, dynamischen Team. Jordan Willis
leitet die Bar und Mario Kotoka (Manager), Ronny Piepenburg und Alera Seibel sind für den
Service verantwortlich. Der Name: San Éna (aus dem Griechischen: „als eines“).
Kulinarischer Stil und Besonderheiten
Das San Éna steht für eine moderne Interpretation griechischer Gerichte. Hierzu zählen unter
anderem Feta-Parfaits, in Engelshaar (Kataifi) gewickelter Halloumi mit Honig-Chili-Glasur,
aufgeschlagene Fava-Cremes sowie sous-vide-gegartes Souvlaki mit Granatapfel und Curly
Kale. Alles ist hausgemacht. Die Gerichte werden größtenteils als Sharing-Menü serviert, was
Verbindung am Tisch schafft und der Tradition der Mezze-Tafeln folgt. Besonderheiten sind
die Liebe zur Textur, die Arbeit mit Dillöl, Rauchpudern und Fermentationen sowie das selbstgebackene
Brot (z. B. Sauerteigbrot von Jochen Gaues).
Signatures & Techniken
• Parfait aus aufgeschlagenem Feta mit Botarga-Pulver und Rauchpuder
• Blumenkohl mit Tahini-Joghurt, knusprigen Zwiebeln, Granatapfelöl und Dillöl
• Plush Lemon Potatoes in Rosmarin-Zitronenbutter mit Maldon-Salz
• Slow Cooked Souvlaki (12 h sous-vide), Grillfinish, mit Knoblauch-Joghurt und Jus
• Kataifi-Halloumi, frittiert und glasiert mit Honig-Chili-Öl
• Broccolini mit aufgeschlagenem Feta, Dillöl und Panko-Crunch
• Baklava-Croissant mit Walnusseis, weißer Nougatcreme und Honigsirup, offen gebacken
als mediterrane Interpretation des Croissants
(Juli 2025)
• Dips: Tzatziki mit Dill, geräucherte Auberginencreme, Fava aus gelben Erbsen
• Mezze: – Tuna Tatar mit Kadayif, Marouli-Salat, gebackener Blumenkohl
• Ofen & Grill: Papoutsaki (gefüllte Aubergine), Black Tiger Shrimps, Rib Eye, 300 g
• Pasta & Reis: Orzo mit Rindfleischragout, Risotto mit roter Bete, Tagliatelle Pastizada
• Desserts: Tiramisu-Profiteroles mit Espressocreme, „Avgolemono“-Cheesecake, Baklava-
Croissant
147
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Drinks & Cocktails
Unsere Signature-Cocktails, wie der „Sanenani Goni“ mit Metaxa, Orangenlikör, griechischem
Wermut und Campari oder der „Apotheke“ mit Granatapfel, Crémant, Zitrone und Bitters, bringen
mediterranen Flair ins Glas. Kombucha, griechische Bitters, hausgemachte Shrubs und
Aperitif-Cordials ergänzen das Barprofil.
Raum & Design
Modern, offen, elegant, sonnig und edel-mediterran – das Design verbindet Naturmaterialien,
warme Holztöne und viel Licht. Die Bar ist ein zentraler Treffpunkt. Der Gastraum bietet einen
Blick auf die offene Küche und durch die exponierte Lage an der Spree hat man den Berliner
Dom direkt vor der Nase, was das kommunikative Element betont. Das Restaurant ist Teil des
Radisson Collection Hotels, das in diesem Jahr wiedereröffnet wurde (Bericht in der Mai-Ausgabe).
Kurz gesagt:
Das im Jahr 2025 eröffnete San Éna ist seitdem im Guide MICHELIN Deutschland gelistet. In
der Ausgabe 2025 ist es erstmals als Empfehlung gelistet – aktuell (Stand: Juli 2025) ohne
Stern oder Bib Gourmand, jedoch mit lobender Erwähnung für die moderne, mediterrane Küche
mit griechischem Twist sowie das stimmige Gesamtkonzept im Radisson Collection Hotel
in Berlin.
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
149
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
8
Moon Exquisite
Moon Exquisite – Fusion à la Fantasie
Adresse: Spreeufer 2, Berlin-Nikolaiviertel/Mitte
https://www.moonexquisite-berlin.com/
Moon Exquisite • Spreeufer 2 • 10178 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Fotocredits: Anke Sademann
151
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Preisklasse
€– €€€
Tapas ab ca. 12 €, Hauptgänge 22–38 €, Signature Cocktails
und alkoholfreie Pairings lohnen sich mehr als die Weinkarte.
Moon Exquisite • Spreeufer 2 • 10178 Berlin
Fotocredits: Anke Sademann
Kopf & Konzept:
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Inhaber und Gastgeber Hoa Viet Vu ist ein avantgardistischer Feingeist – nicht nur was sein
gustatorisches Fusion-Food-Konzept betrifft: Der Ex-Tänzer und Tanzpädagoge, Ästhet,
Gastronom und Chefkreator aus dem sächsischen Plauen mit nordvietnamesischen Wurzeln
betreibt bereits erfolgreich das „Moon Cuisine“ in Weissensee. Seit Jahresbeginn wagt er den
Schritt in die Fine Dining Fusion Liga. Als „Genuss-Dichter“ nennt er seine Küche lieber „Erzählung
als Essen- schreibe hier ein eigenes Buch“. Unterstützung und 100 % Symbiose hat er
in Hoan Nguyen, seinem vietnamesischen Küchenchef, der seine Choreografie handwerklich
perfekt umsetzt und auf die Bühne bringt.
Moon Exquisit:
Fusion Faktor: Asien trifft Europa - trifft Künstler in seinem Culinary Alter Ego Universum: Vietnam,
Japan, Taiwan, ein Hauch Italien, etwas Südamerika – alles fließt hier zusammen: Kein
Dogma, nur Geschmack zum Teilen. Wer schmecken und „Picasso-tellerästhetisch sehen” will,
wie asiatisch-europäische Tapas mit Sharing-Konzept neu gedacht werden, sollte unbedingt
hingehen.
Fusion-Faktor
Asien trifft Europa trifft Künstler in seinem Culinary Alter Ego Universum: Vietnam, Japan,
Taiwan, ein Hauch Italien, etwas Südamerika – und alles fließt. Kein Dogma, nur Geschmack
zum Sharing.
Stil & Techniken
• Einmaliges Dry-Aging auf asiatisch: 18 Tage gereifte Ente in Anis, Honig, Zimt & Koriander.
• Schmoren: Rinder-Rippchen 14h in Gewürzen, dazu Portweinbirne & Brioche – Barock-Fusion.
• Säure-Spiel & Crunch: Yuzu-Burrata, karamellisierte Ananas, Kimchi-Mayo & Avocado-Cheddar
auf Garnelen.
• Südostasiatische Tapas: teilen, testen, tanzen – von Jakobsmuschel auf Kurkuma-Knoblauch-Creme
bis Lachs "Tokyo Style" mit Orangen-Maracuja-Mousseline.
• Dessertliebe: White Berry Punch (flüssiger Kokosnachtisch!), Cheesecake, Lava Cake.
Signature-Gerichte
• Dry-aged Ente (18 Tage) mit Kürbis, Trüffelchips & Pak Choi
• Yuzu Burrata mit karamellisierter Feige & Rauchmandeln
• Grillgarnelen mit Kimchi-Mayo, Avocado & Cheddarcreme
• Wolfsbarsch „Taiwan Style“ mit Süßkartoffel & Chili Jam
• Shimishi-Lachs „Tokyo Style“ mit Limettenpüree
153
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
• Curcuma-Chicken mit Misocaramel & Chimichurri
Raum & Atmosphäre
Der Fusiontempel befindet sich im ehemaligen „Balthazar“ von Holger Zurbrüggen in bester
Lage direkt an der Spree und gegenüber dem Berliner Dom. Es gibt 120 Plätze mit Terrasse
an der Spree und Lichterketten inklusive. Die Farbgebung ist edel und tiefgründig: Von Goldrahmen
getragenes Smaragdgrün garantiert ein gutes Ankommen im Raum. Sofortiges Eintauchen
in eine leidenschaftlich konzipierte Geschmacksdimensionalität für (fast) alle Sinne.
Kirschholz und Designleuchten. Der Charme: mehr Mitte als Nikolaiviertel. Das Vu selbst ist
avantgardistisch und weltoffen. Perlenkette und schwarzer Nagellack – ein Charakterkopf und
Gastgeber wie aus dem Bilderbuch.
Kurz gesagt:
Kunst und Kulinarik: Das Moon Exquisite ist wie ein Gedicht von Yuzu mit 1001 Aromen und
sprühendem Ideenreichtum. Es ist sicher das mutigste, kunstvollste und weltoffenste Restaurant
im Nikolaiviertel. Die Gerichte sind so avantgardistisch wie Vu und so handwerklich
vollendet wie Nguyen. Alleinstellung: Dry-Aging auf asiatisch: 18 Tage gereifte Ente mit vietnamesischen
Flavors und Orange.
Tipp für Gastro-Profis:
Vu und Nguyen zeigen, wie moderne asiatische Fusion auch ohne Dogma funktioniert. Bei
den Texturen, Gargraden und Aromen haben sie keine Angst vor Crossover.
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
155
KÖCHE-INTERVIEW
Matias Diaz – Auf der Linie zum Stern
Interview mit Küchenchef des Fusionrestaurants L 136 I Berlin Mitte
Fotocredits: Anke Sademann
KÖCHE-INTERVIEW
Unsere Food-Autorin Anke Sademann führte ein aufschlussreiches Gespräch mit
Matias Diaz, Küchenchef und Inhaber des L 136 in Berlin-Mitte über seine Interpretation
des Konzepts Fusion.In unseren Augen (und Geschmackssynapsen) ist das
L 136 ein (längst fälliger!) Kandidat für die nächste Guide-Michelin-Sternevergabe
Interview: Anke Sademann
Fotos: Anke Sademann
In der Linienstraße 136, mitten in Berlin-Mitte, liegt und leuchtet (auch noch ohne Stern) das
Peruanisch-Italienische Fusionrestaurant L 136. Außen reduziert, innen warm, offen und voller
Energie. Die Küche ist von Peru inspiriert, von Italien geprägt und durch die Welt erweitert.
Doch was den Ort wirklich einzigartig macht, ist der Mensch dahinter: Matias Diaz ist gebürtiger
Peruaner, Ex-Fußballer, Koch mit Sternerfahrung und Visionär, der seine Küche im Kopf
komponiert und mit einem internationalen Herzblutteam perfektioniert.
„Ich habe alles von null aufgebaut – aber mit Herz.“ Matias Diaz
ChefHeads: Herr Diaz, wie sind Sie überhaupt zum L 136 gekommen?
Matias Diaz: Das Restaurant hieß früher Sagrantino 136 und war damals ein italienisches
Lokal mit einem festen Stammpublikum. Ich habe zuletzt im Hugos im Intercontinental gearbeitet,
drei Jahre lang. Irgendwann habe ich gespürt, dass ich selbstständig sein möchte.
Dann habe ich bei einem Event meinen späteren Partner getroffen. Er sagte: ‚Ich brauche
einen Koch.‘ Ich habe geantwortet: „Ich bin bereit. Ich habe eine Idee, ich will das übernehmen.“
So habe ich im November 2019 das Restaurant in der Linienstraße 136 in Berlin-Mitte
mit einem neuen Konzept übernommen: Peru trifft Italien.
ChefHeads: Das klingt nach einem mutigen Schritt. Wie war Ihre Ausbildung bis dahin?
Matias Diaz: Ich bin in Peru geboren und habe in Rom gelebt. Mein Onkel Gino ist Italiener.
Er hat mir als Erster klassische Pizza im Sommerimbiss mit Holzofen beigebracht. Ich wollte
eigentlich Fußballer werden, wie viele andere Kinder auch. Ich habe in Madrid gespielt und
war dann in Berlin im Urlaub, als ein Vertrag zustande kam: erst mit den Füchsen Berlin, später
mit Hertha Zehlendorf. Aber irgendwann sagte mein Onkel: „Es reicht jetzt. Du brauchst
eine Perspektive.“ Und so habe ich mit dem Kochen angefangen.
ChefHeads: Und Ihre Ausbildung haben Sie dann in Berlin gemacht? „Wenn du von hier
gehst, weißt du, wie ich esse.“ Matias Diaz
Matias Diaz: Ja, bei Tomasa. Ein Frühstücksladen, der mir sehr wichtig war. Ich war in Kreuzberg,
Zehlendorf, Lichtenrade und Lichterfelde. Ich habe viel gelernt – vor allem, dass ich
mehr will. Danach ging es weiter nach Madrid ins „Kokke“, ein Zwei-Sterne-Restaurant. Dann
war ich im „Mandala Hotel“ in Berlin, im „Hugos“ im „Interconti“ und schließlich im „La Pergola“
in Rom bei Heinz Beck, das drei Sterne hat. Für mich war das wie die Champions League des
Kochens.
157
KÖCHE-INTERVIEW
ChefHeads: Und dann kam der Sprung in die Selbstständigkeit. Wie war das für Sie?
Matias Diaz: Extrem hart. Du kommst als junger, unbekannter Koch in ein bestehendes italienisches
Restaurant und versuchst, etwas ganz Neues aufzubauen. Das bedeutet doppelte
Arbeit: Du musst Geld verdienen und gleichzeitig deine Karriere vorantreiben und deine
eigene Küche erklären. Aber ich habe ein tolles Team gefunden. Sebastian Zepeda, mein
heutiger Sous-Chef, ist seit dem ersten Tag dabei. Mauro, mein Junior-Sous-Chef, arbeitet
ebenfalls seit drei Jahren mit mir zusammen.
ChefHeads: Und Sie sind der einzige Peruaner im Team?
Matias Diaz: Ja, genau. Sebastian ist halb Italiener, halb Chilene. Anfangs war das Konzept
noch sehr italienisch geprägt. Mein Partner Franco Dalcinca sprach nur Italienisch und war
für den Betrieb verantwortlich. Aber irgendwann konnte er nicht mehr, denn das ist bei so
einem Restaurant auch kein einfacher Job. Er hat mir vertraut – und ich habe übernommen.
ChefHeads: Was haben Sie damals verändert?
Matias Diaz: Alles. Wir haben die Tischdecken abgeschafft und die Atmosphäre wurde komplett
anders. Ich habe die Küche geöffnet, sodass die Gäste sehen können, wie wir arbeiten.
Ich wollte, dass sich das Restaurant wie ein Zuhause anfühlt. Ich habe alles von Grund auf
neu aufgebaut, aber mit Herz.
ChefHeads: Und was ist mit dem Namen L 136?
Matias Diaz: Der Name ist ganz einfach: Das „L” steht für „Linienstraße”, die „136” ist unsere
Hausnummer. Es ist unsere Adresse, aber auch unsere Identität. Hier beginnt alles.
ChefHeads: Frankreich spielt keine Rolle in Ihrer Geschichte – und doch erinnert das Restaurant
ein wenig an Pariser Bistronomie. Ist das gewollt?
Matias Diaz: Nein, ich habe nie in Frankreich gearbeitet. Aber viele Gäste sagen das – wegen
der Atmosphäre, der Wärme, der Offenheit. Vielleicht ist es eine Art „Bistronomie à la
Diaz“ (lacht). „Ich koche im Kopf – nicht mit dem Löffel.“ Matias Diaz
ChefHeads: Herr Diaz, Ihr Partner stammt aus Venedig und hat die Innenarchitektur des L
136 mitgeprägt. Was steckt dahinter?
Matias Diaz: Genau, er kommt aus Murano bei Venedig, wo das berühmte Glas herkommt.
Er wollte ein altes Gebäude mit Glas und Wärme verbinden. Diese Stimmung findet sich
heute im Raum wieder. Ich habe dann gesagt: ‚Okay, wenn wir das machen, dann bauen wir
auch die Küche so, wie ich sie mir vorstelle: offen, sichtbar und flach.‘ Ich will, dass die Leute
sehen, was wir tun.
ChefHeads: Seit wann seid ihr im Guide Michelin gelistet?
Matias Diaz: Seit 2020, ich habe das Restaurant im November 2019 übernommen. Dann
KÖCHE-INTERVIEW
kam Corona, was natürlich hart war. Aber trotzdem hat man uns wahrgenommen. Die Aufnahme
in den Guide war für uns ein Riesenschritt. Für mich ist das, als würde ich in der 1.
Liga spielen. Früher wollte ich Fußballer sein, jetzt will ich Sterne holen. Und ich glaube, wir
sind auf dem richtigen Weg. Aber nicht für den Ruhm, sondern weil es zeigt, dass wir etwas
richtig machen.
ChefHeads: Wie reagieren die Gäste auf eure Küche?
Matias Diaz: Wir bekommen viel Lob. Die Leute sagen oft: „Ihr kocht richtig krass.“ Das freut
mich, denn ich weiß, was mein Team kann – auch wenn ich nicht da bin. Wir haben mittlerweile
drei Betriebe in Berlin-Mitte, darunter eine Weinbar. Aber wenn ich ins L 136 komme,
schmeckt alles, als hätte ich es selbst gekocht. Das ist für mich entscheidend.
ChefHeads: Wie arbeitet ihr im Team an neuen Menüs?
Matias Diaz: Wir machen jeden Dienstag ein Kreativmeeting. Ich bringe eine Idee ein, zum
Beispiel: „Ich möchte etwas mit peruanischem Chili machen.“ Dann nenne ich eine bestimmte
Sorte – wir haben ja 20 bis 30 verschiedene – und die anderen, Sebas, Mauro und Joao, überlegen
sich passende Komponenten. Es geht nie um einzelne Teller, sondern um das ganze
Erlebnis.
ChefHeads: Sie sagen oft: Ihre Küche beginnt im Kopf. Was meinen Sie damit?
Matias Diaz: Ich arbeite intuitiv. Ich komme morgens ins Restaurant, mache die Tür auf,
schalte die Musik an, setze mich vor den Computer und schaue, was meine Produzenten
anbieten. Dann beginnt es in meinem Kopf. Ich probiere nicht. Ich denke in Geschmacksrichtungen.
Ich weiß, wie etwas kombiniert werden kann, ohne es zu kosten. Wenn du zu
viel probierst, ermüdet dein Geschmackssinn, finde ich. Also merke ich mir die Essenz eines
Produkts und baue darauf auf.
ChefHeads: Ihr Signature Dish ist Ceviche, aber nicht klassisch, oder?
Matias Diaz: Ceviche war von Anfang an da. Aber ich mache keine Kopie. Ich versuche, die
Idee von Ceviche – Frische, Säure, Schärfe – auf andere Dinge zu übertragen. Manchmal erinnert
ein Dumpling daran, manchmal ein Bontino mit Kartoffelteig. Aber es ist nie einfach ‚das
peruanische Original‘. Es ist meine Interpretation davon.
ChefHeads: Sie arbeiten stark mit Produkten aus Peru. Wie beschafft ihr die?
Matias Diaz: Wir haben eine kleine Community peruanischer Designer und Importeure in
Berlin. Wenn ein Produzent sagt: „Ich habe heute nur zehn Kilo von diesem Chili“, dann nehmen
wir sie und stellen daraus drei Varianten her: Pulver, Öl und Paste. Das verändert alles:
Der gleiche Chili hat getrocknet, flüssig oder als Paste komplett unterschiedliche Aromen.
Damit arbeiten wir auch bei Mocktails, Marinaden und Ölen. Manchmal bin ich da richtig verrückt
(lacht).
159
KÖCHE-INTERVIEW
ChefHeads: Möchtet ihr diese Produkte auch verkaufen?
Matias Diaz: Ja, das planen wir gerade. Viele Gäste fragen danach, weil der Geschmack so
besonders ist. Wir führen derzeit Versuche mit Chili-Öl und Gewürzpulvern durch. Auch in
unseren Quinoa-Salaten ist zum Beispiel ein Hauch Chili enthalten – dezent, aber intensiv.
Genau das ist es, was unsere Küche ausmacht: präzise Intensität.
ChefHeads: Wie würden Sie Ihre Küche mit wenigen Worten beschreiben?
Matias Diaz: Für mich ist es verdichteter Geschmack. Keine Spielerei. Das Essen soll intensiv,
klar und überraschend schmecken. Und es soll immer ein kleines Erlebnis sein.
ChefHeads: Herr Diaz, erzählen Sie uns bitte, wie bei Ihnen neue Aromen oder Produkte ins
Menü kommen.
Matias Diaz: Manchmal reicht ein Geschmack, der mich überrascht. 2022 hatte ich so einen
Moment: Ein Produkt – bitter, Chili, Amalfi-Zitrone – ich koste, sage zu Nicola: „Probier das.“
Er sagt: „Geil.“ Dann geht es weiter mit Sebas: ‚Was können wir daraus machen?‘ Und so ist
etwas entstanden. Ich arbeite nicht mit Rezepten, sondern mit Impulsen.
ChefHeads: Arbeiten Sie auch mit besonderen Essigen, zum Beispiel aus lila Mais?
Matias Diaz: Genau. Letzte Woche hatten wir Salat mit eingelegter Roter Bete und Lila-
Mais-Essig – das war der Wahnsinn. Oder wir fermentieren Chili in drei Formen: Pulver, Öl und
Paste. Das verändert alles. Die gleiche Zutat schmeckt dreimal komplett anders – das ist die
Magie.
ChefHeads: Ihr Team ist international – kommen da auch andere kulturelle Einflüsse rein?
Matias Diaz: Ja, unsere koreanische Kollegin hat zum Beispiel einmal Dumplings ins Spiel
gebracht. Ich finde das super. Denn Fusion ist für uns nicht künstlich, sondern ergibt sich
aus der Geschichte. Peru hat chinesische, japanische, italienische und spanische Einflüsse.
In Lima isst man zum Beispiel Pasta Verde mit Spinat und Guancaina, die wie Tagliolini aus
Italien schmeckt, aber eine peruanische Seele hat.
„Wir machen keine peruanische oder italienische Küche – wir machen unsere.“ Matias Diaz
ChefHeads: Das heißt, in Peru gab es schon Fusionsküche, bevor es das Wort dafür gab?
Matias Diaz: Genau. Peru ist ein Land mit vielen Gesichtern. Es gibt sogar deutsche Dörfer,
in denen man Brezeln isst. Ich sage immer: Ceviche ist nicht alles. Peru hat Wüste, Berge,
Dschungel und Küste – und das schmeckt man.
ChefHeads: Sie vermeiden es, klassische Gerichte umzubenennen oder zu „fusionieren“.
Warum?
Matias Diaz: Weil es respektlos wäre. Pasta Pomodoro ist perfekt, warum sollte ich sie verändern?
Ceviche auch. Ich mache vielleicht etwas, das daran erinnert, aber ich sage nie: ‚Das
KÖCHE-INTERVIEW
ist Vitello tonnato‘, wenn es das nicht ist. Meine Modine kann wie Ceviche schmecken, aber
sie ist keine. Das muss man ehrlich sagen.
ChefHeads: Was genau ist dann Ihre Küche?
Matias Diaz: Wir nehmen Produkte und machen, was wir wollen. Kein Label, keine Schublade.
Es ist weder klassische peruanische noch italienische Küche. Wir machen das, was wir
fühlen. Das ist unser Stil.”
ChefHeads: Was sind für Sie die typischen Eigenschaften eines Gerichts im L 136?
Matias Diaz: Frische, subtile Schärfe, Klarheit, aber auch Intensität. Ich will, dass alles auf
dem Teller Sinn ergibt. Dass jemand sagt: „Wow, was war das gerade?” Ich denke in Dimensionen:
ein Chili, das als Essig, als Öl und als Paste auftaucht. Oder eine Papaya, die eingelegt
wird und plötzlich Tiefe bekommt. Das ist für mich Küche auf hohem Niveau: nicht viel
machen, aber genau.
ChefHeads: Das klingt nach einer Art konzentrierter Küche, fast wie ein Mikrokosmos auf
dem Teller.
Matias Diaz: Ja, genau. Ich sage: Verdichtung. Eine Essenz. Ein Teller wie eine kleine Landschaft.
Das entsteht nur, wenn du deine Produkte kennst. Wenn du weißt, was du da eigentlich
in der Hand hast.
ChefHeads: Wie wichtig ist dabei das Team?
Matias Diaz: Extrem wichtig. Sebas und Mauro sind von Anfang an dabei. Ich sage immer:
Wenn ich eine Idee habe, stehen sie schon hinter mir. Sie wissen, was ich will und wie ich
denke. Und das spürt man. Ich fühle mich nicht allein, denn ich habe ein richtig gutes Team.
Wenn du von hier gehst, weißt du, wie ich esse. Unser Sommelier Nikola Signorotto bringt
seine Leidenschaft und Expertise in jede Empfehlung ein. Er wählt handverlesene italienische
Weine aus, die harmonisch auf die Aromen unserer Gerichte abgestimmt sind. Außerdem
kreiert Nikola maßgeschneiderte Empfehlungen für Cocktails und alkoholfreie Getränkemischungen,
die er selbst ansetzt.
ChefHeads: Herr Diaz, wie läuft bei Ihnen eigentlich ein Menüwechsel ab?
Matias Diaz: Wir haben eine ganz klare To-do-Liste. Da steht drin, wie lange das Menü
dauert und wann es startet – ab diesem Zeitpunkt läuft die Zeit. Meistens habe ich das
Menü schon im Kopf, bevor wir beginnen. Eine Woche lang bereiten wir alles vor. An einem
Tag kochen wir drei Gänge des vegetarischen Menüs, dann drei Gänge des Fischmenüs und
anschließend drei Gänge des Fleischmenüs. Einen weiteren Tag nehmen wir uns für Fingerfood,
Amuse-Bouche und Prédessert. Alles wird geprobt.
161
KÖCHE-INTERVIEW
ChefHeads: Und das entwickeln Sie zusammen mit Ihrem Team?
Matias Diaz: Ja, immer. Ich stehe dabei in engem Kontakt mit Nicola. Ich sage zum Beispiel:
‚Ich habe gerade Lust auf Rippchen. Schreib bitte: Rippchen mit Komponente A und B.‘ Dann
spinnt er es weiter. Oder Sebas kommt und sagt: „Ich hätte Lust auf Thunfisch fürs Fingerfood.“
So wächst das Menü – ich, Sebas, Nicola, Mauro. Es ist ein Ideen-Ping-Pong.
ChefHeads: Und wie sieht es mit dem Pairing aus? Wird das Menü auch auf die Weine abgestimmt?
Matias Diaz: Ja, das machen wir bei jedem Menü neu. Manche Gäste lassen sich beraten,
viele nehmen das Wein-Pairing direkt mit. A la carte gibt es bei uns nicht, sondern nur das
Menü. Das vegetarische und das reguläre Menü kosten gleich viel. Für mich ist das selbstverständlich,
denn beide sind gleichwertig, auch im Aufwand.
ChefHeads: Uns ist aufgefallen, dass sogar das Amuse von einem Azubi kam. Stimmt das?
Matias Diaz: Ja, das war Shamis, unser Azubi. Für mich ist das sehr wichtig: Ich sage zwar
‚Azubi‘, aber er oder sie ist immer ein Teil des Teams. Ich gebe ihnen Verantwortung. Ich sage
nicht: ‚Du bist nicht gut genug.‘ Ich sage: „Probier es aus. Ich begleite dich.“ Bei ihm waren
es Karotte, Buchweizen und Asiago – das war richtig gut. Ich habe ihm dabei geholfen, seine
Idee zu schärfen. Beim nächsten Menü macht er vielleicht das Prédessert. Auch unsere
koreanische Auszubildende Soe kreiert kleine Kunstwerke mit viel Fingerspitzengefühl.
ChefHeads: Das klingt nach viel Vertrauen, trotz klarer Handschrift.
Matias Diaz: Ja, denn ich möchte, dass meine Leute lernen, wie ich denke. Nicht, dass sie
einfach nachkochen, sondern dass sie verstehen, was ich suche. Sebas und Mauro kennen
mich in- und auswendig. Wenn ich nur sage: ‚Was ist auf dem Teller?‘, wissen sie, wie er aussehen
und schmecken muss. Ich sage immer: Wenn du von hier gehst, dann weißt du, wie ich
esse.
ChefHeads: Und Mauro ist für das Brot verantwortlich?
Matias Diaz: Ja, Mauro ist ein bisschen verrückt, was Brot angeht – im besten Sinne. Er
macht fantastische Brote. Wir nennen das „Scarpetta“, wenn du am Ende den Teller mit Brot
auswischst, weil nichts übrig bleibt. Wenn ich Scarpetta mache, dann bleibt kein Krümel. So
soll es sein, wie bei Mama zu Hause.
ChefHeads: Wie würden Sie Ihr Führungsprinzip beschreiben?
Matias Diaz: Flache Hierarchie – aber mit Klarheit. Am Ende entscheide ich. Aber vorher
reden wir gemeinsam. Ich gebe die Richtung vor, aber jeder kann mitgehen, mitdenken und
mitarbeiten. Und das liebe ich. Ich bin nicht allein in dieser Küche. Und genau das spürt man
auch auf dem Teller.
KÖCHE-INTERVIEW
Fotocredits: Anke Sademann
ChefHeads: Letzte Frage: Was ist für Sie das schönste Kompliment von einem Gast?
Matias Diaz: Wenn jemand sagt: „Ich habe heute etwas geschmeckt, das ich noch nie zuvor
geschmeckt habe.“ Oder: ‚Das war wie eine kleine Landschaft auf dem Teller.‘ Dann weiß ich:
Es hat funktioniert.
Wir wünschen Matias Diaz, seinem Souschef und dem gesamten Team viel Erfolg
und bald auch den verdienten Stern!
Restaurant L 136
Linienstraße 136 • 10115 Berlin
E-mail: booking@136-berlin.com
Phone: +49 302 790 9683
Web: https://136-berlin.com/
163
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Im Juni feiert das erste NYX Hotel by Leonardo Hotels in Berlin seine Eröffnung
und bringt einen modernen Twist ins beschauliche Berlin Köpenick mit exponierter
am Fluss Dahme und vis à vis vom Stadtschloss.
Mit dem neuen Restaurant Clash KITCHENS AND BAR bringt das NYX Hotel Berlin Köpenick
ein einzigartiges Gastro-Experiment an die Dahme: ein stylisher Place to eat mit Sonnenterrasse
und Blick auf das Schloss Köpenick – und einem Konzept, das sich alle vier Monate komplett
neu erfindet. Möglich machen das wechselnde Gastronomie-Paten, die das Küchenteam
vor Ort coachen, inspirieren und ihre Lieblingsrezepte auf die Karte bringen. Den Auftakt ab
Juni 2025 macht niemand Geringeres als Starköchin Graciela Cucchiara.
Die gebürtige Argentinierin mit sizilianischen Wurzeln lebt in München und ist unter anderem
bekannt aus The Taste, Kitchen Impossible oder ihrer eigenen Kochgarage. Ihre Gerichte?
Bunt, ehrlich, mitreißend – genau wie sie. Gemeinsam mit Stephan Löwel, COO Leonardo Hotels
DACH, und dem Küchenteam vor Ort hat sie für die Karte 22 italienische Streetfood-Klassiker
entwickelt. “Unser Pop-Up-Restaurant ist ein kulinarisches Erlebnis – es ist eine Hommage
an die Seele des Essens, verwurzelt in der Geschichte, Tradition und purer Leidenschaft verschiedenster
Kulturen und Menschen”, sagt Löwel. “Graciela verkörpert genau dieses Comfort
Food Italiens. Sie kreiert Gerichte mit Liebe und Leidenschaft in jedem Bissen.”
Viva Italia mit echter Mamma-Küche
Graciela Cucchiaras „Clash-Menü“ nimmt die Gäste mit auf eine Reise durch die Vielfalt Italiens:
von sizilianischen Arancini über Vitello Tonnato bis zur neapolitanischen Minestra di
Pasta, Cozze e Fagioli – einem Nudelgericht mit Muscheln und Bohnen, dem laut Legende
sogar eine mystische Kraft innewohnt. „Ob die Geschichte stimmt? Keine Ahnung. Aber das
Gericht schmeckt, als hätten es Engel gekocht“, so Cucchiara.
Auch ihre Interpretation des Erbazzone ist ein Highlight: Die herzhafte Torte aus der Region
Reggio Emilia – in ihrer Version gefüllt mit Mangold, Frühlingszwiebeln und Parmigiano
Reggiano – war ursprünglich ein Gericht der einfachen Leute. Heute kommt sie im Clash als
knusprige Hommage an die italienische Landküche auf den Tisch. „Für mich war bei der Entwicklung
der Gerichte vor allem wichtig, dass der Geschmack stimmt und für alle etwas dabei
ist“, erklärt Graciela Cucchiara.
Teamwork & Takeover
Das Besondere an diesem Konzept: Es ist kein klassisches Pop-up – sondern ein echtes Miteinander.
Cucchiara hat das Küchenteam nicht nur kulinarisch inspiriert, sondern intensiv mit
ihnen in Berlin zusammengearbeitet. „Graciela hat unser Team begeistert. Ihre Energie, ihr
Know-how und ihre Leichtigkeit haben alle mitgerissen“, sagt Küchenchef Andreas Hentze.
165
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Eat. Repeat. Reinvent.
Und danach? Bleibt nichts, wie es ist. Denn Clash KITCHENS AND BAR lebt von der Veränderung.
Wer nach dem Start im Juni kommt, darf sich schon auf den nächsten kulinarischen Clash
freuen – denn im Hintergrund wird bereits an den kommenden Takeovers gearbeitet. Wer als
Nächstes übernimmt, bleibt vorerst geheim. Nur soviel: Es wird nicht weniger spannend, nicht
weniger lecker – aber garantiert ganz anders.
Als erstes NYX Hotel in Berlin bringt das Haus kreativen Lifestyle, lokalen Spirit und internationalen
Flair an die Dahme. Clash KITCHENS AND BAR ist der kulinarische Ausdruck dieser
Haltung: wild, wandelbar und weltoffen.
Design trifft Dahme: Sonnenterrasse & Schlossblick inklusive
Das Restaurant verfügt über einen großzügigen Innenbereich mit Restaurant und separater
Bar im NYX-typischen urbanen Design zwischen Street Art von Berliner Künstlern und dem
beeindruckenden Außenbereich direkt an der Dahme mit Blick auf das Schloss Köpenick. Hier
lässt sich nicht nur fantastisch essen, sondern auch feiern, chillen oder anstoßen – von Frühling
bis Spätsommer, vom Sonnenuntergang bis zum DJ-Set. Insgesamt verfügt es über 168
Plätze im Innenbereich und 100 Plätze auf der Terrasse.
Öffnungszeiten Restaurant:
täglich von 12:00 bis 22:00 Uhr, die Bar ist von 12:00 bis 00:00 Uhr geöffnet.
Reservierungen unter +49 30 58600130 oder E-Mail an info.berlinkoepenick@leonardo-hotels.com.
Adresse: Grünauer Str. 1, 12557 Berlin
Parkplätze stehen in der Tiefgarage zur Verfügung.
Alle Infos unter:
https://www.leonardo-hotels.com/berlin/nyx-hotel-berlin-kopenick-by-leonardo-hotels
News / Instagram-Kanal des Hotels @nyxhotelberlinkoepenick
Das NYX HOTEL BERLIN KÖPENICK BY LEONARDO HOTELS ist das vierte Haus der Lifestylemarke
NYX in Deutschland und eröffnet im Mai 2025 direkt an der Dahme – mit Blick
auf das Schloss Köpenick. 190 individuell gestaltete Zimmer, eine große Open Lobby mit Restaurant,
Bar und Terrasse sowie 14 Veranstaltungsräume auf über 900 m² machen das Haus
zum neuen Place to Be für Urban Traveller, Businessgäste und Kreative. NYX Hotels ist Teil
der Leonardo Hotelgruppe und steht für individuellen Lifestyle, Kunst und lokale Kultur. Aktuell
gibt es 28 NYX Hotels in zehn Ländern – zwei weitere Berliner Standorte sind für 2026
geplant.
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
TV-Köchin Graciela Cucchiara mit Jan Heringa • Vice President
Development & Project Management, Leonardo Hotels Central
Europe und Küchenchef Andreas Hentze
Fotocredits: Anke Sademann
Jan Heringa, Vice President Development & Project Management,,
Hotel Managerin Yvonne op de Hipt, Interior Designer Andreas
Neudahm, kreativer Kopf der Leonardo Hotels Group
167
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Neapolitanischen Minestra di Pasta, Cozze e Fagioli –
Nudelgericht mit Muscheln und Bohnen
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Jan Heringa, Vice President Development & Project Management,,
Hotel Managerin Yvonne op de Hipt, Interior Designer Andreas
Neudahm, kreativer Kopf der Leonardo Hotels Group
Fotocredits: Anke Sademann
169
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
Fotocredits: Anke Sademann
Fotocredits: Anke Sademann
TV-Köchin Graciela Cucchiara mit Küchenchef Andreas Hentze
und Küchen-Team
NEUES AUS DER HAUPTSTADT
LEONARDO HOTELS CENTRAL EUROPE mit Sitz in Berlin verantwortet ein Portfolio von
113 Hotels mit über 18.000 Zimmern in 48 Destinationen und zehn Ländern: Deutschland,
Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Spanien, Italien und Frankreich.
Seit der Eröffnung des ersten Hauses im Jahr 2006 zählt Leonardo Hotels zu den am schnellsten
wachsenden Hotelketten Europas. Zuvor vor allem auf Geschäftsreisende fokussiert, expandiert
das Unternehmen seit 2022 auch im Freizeitbereich. Die Markenfamilie umfasst:
Leonardo Hotels: Wohlfühlhäuser mit gelebter Willkommenskultur, Leonardo Royal Hotels:
stilvolle Businesshotels mit höchster Servicequalität, Leonardo Boutique Hotels: charmante
Komforthotels mit dem gewissen Extra, NYX Hotels by Leonardo Hotels: junge Lifestyle-Hotels
mit Kunst, Entertainment und lokalem Spirit, Leonardo Limited Edition: Kollektion sorgsam
kuratierter Individualhotels.
Leonardo Hotels Central Europe gehört zur Fattal Hotel Group, die 1998 von David Fattal gegründet
wurde. Die israelische Hotelgruppe verfügt derzeit über 290+ Hotels mit 52.000+
Zimmern in 21 Ländern und 130+ Destinationen und ist an der Tel Aviv Stock Exchange
(TASE) gelistet.
Fotocredits: Anke Sademann
171
KÖCHE-PORTRAIT
24. August - 07. September
PARTNER-WERBUNG
© Rüsing Fotografie
Auch in 2025 beweist das Gourmetfestival in Köln mit einem zweiwöchigen Eventprogramm
kulinarische Spitzenklasse. Gelungener Auftakt mit dem Mai-Special in der Motorworld Köln.
Die Gastgeber*innen des Meet & Taste Mai-Specials hatten ein perfektes Ambiente für Küchenkunst
im ehemaligen Flughafen am Butzweilerhof. In den teils denkmalgeschützten
Räumen und auf einer großen Außenfläche wurde alles geboten, was einen perfekten Sonntag
ausmacht. Das enorm positive Feedback zu diesem Tag beflügelt – daher laufen die Vorbereitung
für die beiden Festivalwochen laufen auf Hochtouren.
Vor dem (längst ausverkauften) Opening, das auch in diesem
Jahr wieder in der Kartäuserkirche und auf dem umliegenden
Gelände stattfindet, wird noch eine Premiere gefeiert:
Genial einfach - das Kochbuch zur Rezept-Serie wird
am 18. August in der Kölner Wolkenburg präsentiert. Es sind
alltagstaugliche, aber einfallsreiche Rezepte, die die Köchinnen,
Köche unter dem Titel „Genial einfach“ jeden Samstag
im „Kölner Stadt-Anzeiger“ veröffentlichen. Aus diesen
60 alltagstauglichen Rezepten ist ein modernes Kochbuch
entstanden: „Genial einfach“ erscheint am 12. August im
DuMont-Buchverlag. Die exklusive kulinarische Buchpremiere
wird am 18. August im Innenhof der Kölner Wolkenburg
gefeiert. Köche und Patissièren, die mit ihren Rezepten im
Kochbuch vertreten sind, servieren eines ihrer Gerichte aus
dem Buch als Fingerfood.
173
GOURMET-EVENT
Dabei sind unter anderem Sternekoch Marlon Rademacher aus dem La Cuisine Rademacher,
Sönke Höltgen (KölnSKY), Thomas Gilles (Clostermannshof), Jaspreet Dhaliwal-Wilmes
(Der Vierte König) und Patissière Paula Wollmann (Grubers Restaurant). Auch Wolkenburg-
Küchenchef Peter Golla wird feinen Fingerfood besteuern.
Das Kochbuch hat 192 Seiten und kostet 29 Euro. Natürlich kann es am 18. August gekauft
werden. Und die anwesenden Kochprofis werden es sich nicht nehmen lassen, Exemplare auf
Wunsch zu signieren. Außerdem stehen sie als Ansprechpartner für Tipps rund ums Kochen
und ihre Rezepte zur Verfügung.
Veranstaltet wird die „Genial einfach“-Küchenparty von den „Fine Food Days Cologne“, dem
„Kölner Stadt-Anzeiger“ und dem DuMont-Buchverlag. Die Veranstaltung findet am 18. August
von 18 bis 20.30 Uhr statt (Einlass: 17.30 Uhr). Die Zahl der Sitzplätze ist begrenzt.
Tickets zu 79 Euro (zzgl. VVK) sind ab sofort bei Köln-Ticket erhältlich.
© Rüsing Fotografie
Zur Buchpremiere wird der Fine Food Days Cologne-exklusive Wein des Pfälzer Winzers
Alexander Pflüger ausgeschenkt.
Um (Koch)Bücher drehen sich gleich mehrere Veranstaltungen
mit Denis Scheck in der Wolkenburg.
Dort präsentiert er „Franz Kafkas vegetarische
Küche“, gemeinsam mit Eva Gritzmann.
Franz Kafka trieb mit seinen Ernährungsgewohnheiten
alle in den Wahnsinn. Inspirieren dazu ließ
er sich von einem legendären Kochbuch – jetzt
neu herausgegeben von Eva Gritzmann und Denis
Scheck.
Am 03.09. werden in der Kölner Wolkenburg vegetarische
4-Gänge nach den Rezepten von Franz
Kafka inkl. Aperitif und begleitenden Getränken
geboten.
© Rüsing Fotografie
PARTNER-WERBUNG
© Rüsing Fotografie
© Rüsing Fotografie
175
GOURMET-EVENT
Das Festival ist raus aus den Kinderschuhen. Das zeigt sich in vielen Facetten. Vom einheitlichen
Look (ein Dank geht an Rheintex/Kentaur) bis zu der Fülle und Professionalität der Veranstaltungen.
Dies kommt auch bei Sponsoren und Unterstützern positiv an. Die Treue von
langjährigen Partnern hat einen hohen Stellenwert. Für Dr. Jürgen Amann, Geschäftsführer
KölnTourismus, sind die Fine Food Days Cologne ein Leuchtturmprojekt: „In konzentrierter
Form zeigen die Fine Food Days Cologne das große kulinarische Potenzial der Gastroszene
unserer Stadt. Hohe Qualität der Leistung bei stets leichter Zugänglichkeit und das mit der
Möglichkeit, neue interessante Orte zu entdecken. Das passt ausgezeichnet zum authentischen
Köln-Gefühl“.
Viele Unternehmen unterstützen das Festival seit Jahren tatkräftig. Dazu zählen u.a. Silver
Fern Farms, Dekorent, Frischeparadies, Möllers oder Gerolsteiner.
Shannon Campbell (links) ist bei den Küchenpartys aktiv
und bringt Neuseeland in den KölnSKY
(25.08., ausverkauft).
© Rüsing Fotografie
Neu ist die Kooperation mit dem Haus Kölscher Brautradition,
Radeberger Gruppe KG. Die Gäste in der Kölner Motorworld
freuten sich über das breite Getränkeangebot. Die erfolgreiche
Kooperation in 2024 setzen sowohl Ginsanity wie auch Gliss
Kaffeegenuss fort.
Darüber hinaus mehren sich die Anfragen aus den gastronomischen
Betrieben. In diesem Jahr ist Sebastian Ostlender vom
Kölner Restaurant JOSEPH’S neuer Foodie. Er hat seine Premiere
zum Opening und widmet sich am 28.08. kulinarisch dem Mythos
Karneval. An besonderem Ort: Dem Haus des Karnevals. Da
schlagen nicht nur Kölner Herzen höher.
PARTNER-WERBUNG
Lars Wolf, neuer Küchenchef in der Hanse
Stube, startet mit Champagner „La Grande
Dame“. Der Abend in Zusammenarbeit mit
Veuve Clicquot findet am 05.09. ab 19.00
Uhr statt.
© Rüsing Fotografie
Geniales Essen an Verrückten Orten!
Marlon Rademacher bleibt zwar in den Räumen
seines Restaurants, bietet aber gleich 3
Veranstaltungen mit Gastköchen.
4-Hands-Dinner mit Daniel Gottschlich,
Pierre Beckerling aus dem Pott und Kochlegende
Dieter Müller stehen gemeinsam
mit ihm am Herd. Dieser erhielt 2024 den Fine
Food Days Cologne-Award für sein Lebenswerk.
© Rüsing Fotografie
Die Veranstaltung mit dem
Titel „Wenn Kochen Herzen
berührt“ am 05.09. unterstützt
die Stiftung Kinderherz.
© Rüsing Fotografie
177
GOURMET-EVENT
© Rüsing Fotografie
Mirko Gaul überlässt sein Restaurant auch in diesem Jahr an zwei Tagen den Azubis. Die
Veranstaltung zählt zu den Festival-Highlights. Er selbst bietet eine Taku Taste-Tour an. Die
kulinarische Rikscha-Reise verbindet Genuss und Stadtgeschichte am 28.08.
Am gleichen Tag bietet das Team vom Gruber’s in der exklusiven Kölner WineBANK österreichische
Gastlichkeit.
Das Team aus dem KölnSKY bleibt der Höhe verbunden. Im Kölner Riesenrad am Schokoladenmuseum
gibt es auch in diesem Jahr beste Aussichten beim Picknick in the Air.
© Rüsing Fotografie
PARTNER-WERBUNG
Schon das Programm am 31.08. zeigt das fantastische Spektrum des Festivals:
Mit Bubbles, Bites, Beats feiert Hendrik Olfen in der HENNE.Weinbar eine Boozy Brunch
Party ab 11.00 Uhr (220,- € p.P.)
Maximilian Lorenz bespielt auch in diesem Jahr eine große sportive Bühne: Die Köln Arena
2. Am „coolsten“ Ort der Stadt bietet er Gourmet- und Streetfoodküche. Ein Event für Familien
– die kleinen Mini-Haie sind auch vor Ort. (89,- € p.P.)
Zur kulinarischen Matinée erwartet André Karpinski mit seinem Team der Kaiserschote
jede Menge Prominenz. Ein Tag am See für Genusstypen! € 135,- € p.P.
Marcus Graun bittet an die lange Tafel in der Officina della Bistecca im Grandhotel Schloss
Bensberg. (185,- € p.P.)
Dort feiert Joachim Wissler parallel 20 Jahre im Restaurant Vendôme & 200 Jahre Vega
Sicilia. (690,- € p.P.)
Der Vierte König bietet Kapuzinerkresse & Kreuzkümmel und begrüßt dazu den Wildkräuterpionier
Jean-Marie Dumaine (149,- € p.P.)
In der Bar Botanik im Wasserturm Hotel Cologne treffen sich 6 renommiert Kölner Bars
zu Cocktail Culture Cologne (49,- € p.P.)
Ab 18.30 Uhr übernimmt die jüngste Gastronomiegeneration das taku im Excelsior Hotel
Ernst (169,- € p.P.)
Das große Gala-Finale findet am 7. September in der wunderschönen Flora im Botanischen
Garten statt. Durch den Abend führt Sommelière und Master of Wine Romana Echensperger.
Gemeinsam gestalten die Gastgeber*innen der Kölner Spitzengastronomie mit herausragenden
Winzer*innen diesen Abend, in dessen Rahmen auch die Festival-Awards verliehen
werden.
© Rüsing Fotografie
179
GOURMET-EVENT
Das vollständige Programm:
https://finefooddays.cologne/veranstaltungen/
Ticketverkauf www.koelnticket.de
Mehr als 20 Mitgliedsbetriebe engagieren sich
im Verein Fine Food Days Cologne gemeinsam
für die kulinarische Exzellenz Kölns und der Region.
© Rüsing Fotografie
Thomas Gilles, CLOSTERMANNS HOF
Jaspreet Dhaliwal-Wilmes, Der Vierte König
Mirko Gaul, Excelsior Hotel Ernst | Taku
Lars Wolf, Excelsior Hotel Ernst | Hanse Stube
Marcus Graun, Grandhotel Schloss Bensberg
Joachim Wissler, Grandhotel Schloss Bensberg
Denis Steindorfer, Gruber’s Restaurant
Hendrik Olfen, HENNE.Weinbar.
Sebastian, Ostlender JOSEPH‘S
Jonas Brandt, Thomas Ottke Kirberg Catering
Sönke Höltgen, KölnSKY
Marlon Rademacher, La Cuisine Rademacher
Luis Dias, Luis Dias – Das Restaurant
Nikos Kasotakis, Ouzeria
Maximilian Lorenz, Restaurant Maximilian Lorenz
Julia Komp, Sahila – The Restaurant
André Karpinski, Seepavillon by Kaiserschote
Darrick Carter, Wasserturm | Bar Botanik
Peter Golla, Wolkenburg
Markus Schnitzler, ZooEvent | Villa Bodinus
Im Vorstand der Fine Food Days Cologne engagieren sich Michael Stern (KölnSKY), Franz
Gruber (Gruber’s), Jürgen Blank (Hotel Excelsior Ernst.
PARTNER-WERBUNG
© Rüsing Fotografie
Rüsing Fotografie für FFDC. Luis Rüsing
steht am 04.09. zusammen mit Gruber’s
Küchenchef Denis Steindorfer am Herd. Der
multivisuelle Supperclub im Fotostudio findet
am 04.09. statt.
181
PARTNER-WERBUNG
Aus Kettners Genusswerkstatt: Friesenkrone Kräutermatjes
auf Speckbohnensalat mit Radieserl
Fotocredits: Friesenkrone
Macht auch in südlichen Gefilden eine gute Figur: kesser Matjes von
Friesenkrone mit Erdäpfelsalat
Fotocredits: Friesenkrone
PARTNER-WERBUNG
Matjes auf der Alm
Mit Friesenkrone vom hohen Norden in die Berge
Meeresbrise mit Almzauber: Im Juli geht es hoch hinaus für Hering und Co.! Friesenkrone ist
der Meinung, dass Matjes auch in Bergregionen locker mithalten kann. Für eine authentisch
alpenländische Küche hat der nordische Fischfeinkost-Spezialist den Steirer Sternekoch Jürgen
Kettner zu Rate gezogen. In Kettners raffinierten Kreationen zeigt der Matjes, dass er
auch in höheren Regionen ein Star auf der Speisekarte sein kann. Der leidenschaftliche Genuss-Handwerker
versteht es meisterhaft, regionale Zutaten in neue Kontexte zu setzen –
und so trifft der frische Matjes auf alpine Würze, begleitet von überraschenden Akzenten.
Die Kettnerschen Rezeptvorschläge dienen als Inspiration und lassen viel Spielraum, sowohl
für eigene kulinarische Ideen als auch bei der Wahl des passenden Matjes-Produkts von Friesenkrone.
Ob mit Kren (Meerrettich), auf original österreichischem Erdäpfelsalat (Kartoffelsalat),
mit Kürbiskernöl oder Alpenkräutern – nicht nur im flachen Norden auch in höhergelegenen
Regionen macht Matjes mit regionalen bodenständigen Zutaten eine tolle Figur. Die
Rezepturen sind skalierbar von Vorspeise bis Tellermitte.
Friesenkrone „Matjes around the World“
Im Rahmen der Kampagne zur Matjessaison „Matjes around the World“, die noch bis September
läuft, präsentiert Friesenkrone Matjes als Multikulti-Talent. Das maßgeschneiderte Vermarktungspaket
„Matjes auf der Alm“ inklusive Foldern, Rezeptkarten, Tischaufstellern und
Postern kann unter promotion@friesenkrone.de angefordert werden. Unter den gelungensten
Umsetzungen verlost Friesenkrone drei Strandkörbe.
Informationen finden sich auch auf Facebook, Instagram und unter www.friesenkrone.de.
183
PARTNER-WERBUNG
Fotocredits: Friesenkrone
Fotocredits: Friesenkrone
PARTNER-WERBUNG
REZEPT von Friesenkrone
Kesser Matjes mit Erdäpfelsalat (Für 10 Potionen)
Zubereitung Erdäpfelsalat:
Kartoffel in Salzwasser weichkochen, abgießen, möglichst
heiß schälen, in Scheiben schneiden und in eine Schüssel
geben. Essig, Hühnersuppe, Senf und Zucker miteinander
vermischen. Zwiebeln schälen, halbieren, in kleine Würfel
schneiden und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze in Öl anschwitzen.
Mit der Marinade ablöschen und auf die Kartoffelscheiben
geben. Restliches Öl und flüssige braune Butter
unter den Kartoffelsalat mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Frittierter Knoblauch: Knoblauchzehen schälen, halbieren
und in feine Scheiben schneiden. Mehl in eine Schüssel
geben und Scheiben gut darin wälzen. Öl in einer großen
Pfanne erhitzen und Knoblauchscheiben hineingeben. 5 Minuten
braten, bis sie goldbraun sind. Mit einem Schaumlöffel
auf Küchenpapier legen und abtropfen lassen. Leicht mit
Salz würzen. Marinierten Matjes auf Erdäpfelsalat anrichten,
mit Kürbiskernöl, Blüten und Kräutern garnieren.
Zutaten: 20 Friesenkrone
Matjesfilets Nordisch, 300 ml
Kürbiskernöl
Erdäpfelsalat:
2 kg festkochende Kartoffeln,
100 ml Balsamicoessig,
1000 ml Hühnersuppe,
30 g Zucker
3 Zwiebel,
50 g Senf,
300 ml Sonnenblumenöl,
80 g gebräunte Butter,
80 g Petersilie, Salz, Pfeffer
Frittierter Knoblauch:
300 g Knoblauchzehen,
200 g Mehl Typ 405, 800 ml
Sonnenblumenöl, Salz, Pfeffer
Kräutermatjes auf Speckbohnensalat mit
Radieserl (Für 10 Portionen)
Zubereitung Speckbohnensalat:
Speckwürfel in Butter knusprig braten. Von den breiten
Bohnen und den Kenia-Bohnen die Enden abschneiden und
in kleine Stücke schneiden. Bohnen in Salzwasser kochen,
bis sie weich sind. Abschrecken und abtropfen. Käferbohnen
abtropfen und klein hacken. Tomaten in kleine Stücke
schneiden. Apfelessig, 1 Teelöffel Öl, Senf, Salz und Pfeffer
in einer Schüssel verquirlen. Alles vermengen und abschmecken.
Die Salatmarinade eignet sich hervorragend, um diese
noch um den Teller zu drapieren.
Radieserl: Rettich in dünne Scheiben hobeln und – nach Geschmack
– mit einem Ausstecher ausstechen. Radieschen in
Spalten schneiden. In einem Topf Himbeeressig, Wasser und
Zucker zugeben und aufkochen. Rettich und Radieschen
zugeben. Garnieren mit etwas Mayonnaise (80 % Fett), dünnen
gehobelten Radieschenscheiben, Blüten und Kräutern.
Zutaten: 20 Friesenkrone
Matjesfilets Gartenkräuter
Speckbohnensalat:
400 g Speckwürfel: 600 g Breite
Bohnen, 600 g Keniabohnen,
600 g gekochte Käferbohnen, 2
Zwiebeln,
3 Tomaten,
50 ml Apfelessig,
300 ml Sonnenblumenöl, 80 g
Petersilie, 60 g Senf, Salz, Pfeffer
Radieserl: 600 g Rettich, 200 g
Radieschen, 400 ml Himbeeressig,
300 g Zucker, 100 ml
Wasser, Salz, Pfeffer
185
REPORTAGE - Kulinarisches Laufhaus
Ein Fest der Sinne:
Die Premiere des „Kulinarischen
Laufhauses Vol. 1“ in Duisburg
Text: Guido Fritz
Fotocredits: lvffood.com
REPORTAGE - Kulinarisches Laufhaus
Es war ein Tag wie gemalt für Genießer:innen:
Am 28. Juni 2025 feierte das Kulinarische Laufhaus Vol. 1 seine Premiere in der
faktorei21 – ein Festival, das weit über klassische Fine-Dining-Konzepte hinausging
und stattdessen auf Erlebnis, Interaktion und echte Begegnung mit Kochkunst
und Kulinarik setzte. Ein Format, das nicht nur schmeckte, sondern begeisterte
– Raum für Raum, Station für Station.
11 Meister am Herd – eine Reise durch die kreative Elite der Kulinarik
Im Zentrum des Events: Elf Spitzenköche, deren Namen nicht nur für exzellentes Handwerk,
sondern für charakterstarke und mutige Küche stehen. Schon beim Betreten des ersten Raumes
spürte man die Energie: Gastgeber Christian Krüger empfing gemeinsam mit seinem Team
die Gäste mit offener Herzlichkeit und ersten kulinarischen Grüßen – ein gelungener Auftakt.
Der Niederländer Juliën Van Loo, frisch dekoriert mit zwei Michelin-Sternen, verblüffte
mit einem hochpräzisen Gericht, das Regionalität und Innovation auf dem Punkt verband.
Die Balance seiner Aromen war so filigran wie mutig – eine nordische Welle auf dem Teller.
Nicht minder beeindruckend war Moses Ceylan, ehemaliger 2-Sterne-Koch, der mit seiner
Handschrift für elegante Würze, orientalische Tiefen und künstlerische Ästhetik bekannt ist.
Sein Gericht war nicht nur eine kulinarische Reise, sondern eine stille Hommage an Herkunft
und Zukunft zugleich.
Daniel Dal-Ben zeigte sich gewohnt kreativ – modern, regional verwurzelt, dabei immer
einen Hauch avantgardistisch. Sven Nöthel überzeugte mit klarer Produktküche und perfektem
Handwerk, während Martin Scharff eine eindrucksvolle Brücke zwischen Klassik
und Moderne schlug.
Tobias Sudhoff, Musiker, Wissenschaftler und Koch, brachte mit seiner feinsinnigen Küche eine
ganz eigene Dimension ins Spiel – seine Station war nicht nur ein Menüpunkt, sondern ein Dialog.
Die „Next Generation“ wurde vertreten durch Namen wie Philip Rümmele, Paskal
Karels und Wolfgang Labudda, die mit jugendlichem Elan und souveräner Finesse
zeigten, dass die Zukunft der deutschen und europäischen Spitzengastronomie
gesichert ist. Bjorn Massop aus den Niederlanden sorgte mit ehrlicher,
reduzierter Produktküche für Staunen – ein Geschmackserlebnis, das in Erinnerung bleibt.
187
REPORTAGE - Kulinarisches Laufhaus
Fotocredits: lvffood.com
Fotocredits: lvffood.com
REPORTAGE - Kulinarisches Laufhaus
Fotocredits: lvffood.com
Fotocredits: lvffood.com
189
REPORTAGE - Kulinarisches Laufhaus
Fotos ® Tanja Neumann
Fotocredits: lvffood.com
REPORTAGE - Kulinarisches Laufhaus
Das waren die Gerichte:
• Juliën van Loo: Ravioli Langoustine | Douxelles | Crème | Homard
• Moses Ceylan: Hartweizentartar der Osmanen | Meerettich Airan | Kohlrabi | Kräutersalat
• Daniel Dal Ben: Cannelloni | Räucheraal | Capresschaum | Kürbiskern
• Sven Nöthel: Gegrilltes Short Rib | Spargel | Erbse | Shiitake
• Bjorn Massop: Tartelette | Gartenerbsen | Estragon | Lazuli | Piccalilly
• Martin Scharff: Maispoulardenbrust vom Grill | Pfifferlinge | Lauch / Chorizo / Polenta | Kirschbalsamico
• Tobias Sudhoff: Weidekuh 13 Jahre (48h / 53° C) | Happy Foie Espuma | Jus mit schwarzer
Johannisbeere und schwarzem Knoblauch | Waldmeistercracker
• Paskal Karels: Kingfish | fermentierte Shiitake | Knoblauch | Algen | Soia
• Wolfgang Labudda: Tafelspitz | Pfiffferlinge | Röstzwiebelcreme | Brunnenkresse
• Philip Rümmele: Gemüsesalat „Tatar Style“ | Gurkenrelish | Monschauer Senfschaum | knuspriges
Bauernbrot
Flüssige Eleganz: Champagner & Wein als stimmige Begleiter
Die Gerichte wurden meisterlich begleitet vom Champagner Club, kuratiert von Corinna
Dosch und Rafael Mittmann. Es prickelte exklusiv im Glas: Vom eleganten Champagne Nicolas
Feuillatte über die traditionsreiche Maison Abelé 1757 bis hin zu Boutique-Häusern wie
Philippe Fourrier – jeder Schluck war eine sensorische Fortsetzung des Erlebten auf dem Teller.
Dazu gesellten sich ausgezeichnete Weine von Häusern wie Von Winning, Stefan
Bietighöfer und Feth, ergänzt durch feine Säfte, ausgesuchte Spirituosen, ehrliches
Bier und – ein echtes Highlight – perfekter Kaffeehandwerk von Bazzar Caffé.
Zwischen Fisch, Käse – und dem süßen Finale
Auch jenseits der Kochstationen war höchste Kompetenz spürbar:
Fischsommelier Michael Marek beeindruckte mit seinem Wissen und ausgewählten Delikatessen
aus dem FrischeParadies, während Käsesommelier Wolfgang Fusenig in seiner Präsentation
der Mosel-Käsekultur ein sensorisches Spektrum eröffnete, das zum Innehalten einlud.
Und dann – das Finale, das süße: Oliver Coppeneur, der als einer der führenden Chocolatiers
Europas gilt, ließ sein Handwerk sprechen: Cheesecake Coppeneur Style | Haselnusscrumble |
Johannisbeere | Cassissorbet. Und diese sprachen Bände: Seine Kreation – eine Explosion
aus Textur, Tiefe und feinstem Kakao. Ein Gedicht. Eine Erinnerung, die man
schmecken konnte. Hier endete der Lauf nicht, er gipfelte in einem leisen „Wow“.
191
REPORTAGE - Kulinarisches Laufhaus
Fotocredits: lvffood.com
Fotocredits: lvffood.com
REPORTAGE - Kulinarisches Laufhaus
Mehr als nur Kulinarik – ein Gesamterlebnis
Musik, Licht, Kunst und Lifestyle-Partner wie CookCulture, Big Green Egg, Paul Adrian Stahlwaren,
Happy Foie, Pastifico, Confiserie Coppeneur, Retigo oder Studio20.21 machten aus
der faktorei21 einen Ort des Austauschs, der Ästhetik und der Lebensfreude. Es war nicht
einfach ein Abend – es war ein Zustand.
Fazit: Wenn Räume zu Bühnen und Teller
zu Geschichten werden
Das „Kulinarische Laufhaus“ hat bewiesen, dass große Küche heute mehr sein darf als ein
Dinner. Es war ein Erlebnis, das nicht überforderte, sondern verzauberte. Ein Format, das die
Kochkunst feiert – ohne Prätention, aber mit großem Anspruch. Und ein Versprechen für mehr:
Denn nach dieser Premiere will man nur eines – zurückkehren.
Schon jetzt steht fest:
Das Kulinarische Laufhaus ist gekommen, um zu bleiben. Die Planungen für eine Fortsetzung
im nächsten Jahr laufen bereits und Christian Krüger hat spannende Ideen, wie das Festival
interessant und sinnvoll ausgebaut werden kann. Duisburg darf sich schon jetzt auf ein neues
Kapitel Genusskultur freuen. „Weitere Infos folgen zeitnah!“, lassen die Gastgeber Swetlana
und Christian Krüger bereits an dieser Stelle verlautbaren.
Fotocredits: lvffood.com
193
REPORTAGE - Mallorca
Fotocredits: It Mallorca Unique Spaces
REPORTAGE - Mallorca
Germán de Bernardis:
Palmas kulinarisches Statement
Manche Orte erzählen Geschichten. Das "De Tokio a Lima" in Palma ist so ein Ort. Es ist mehr
als ein Restaurant; es ist eine Bühne, auf der Germán de Bernardis seine ganz eigene kulinarische
Erzählung inszeniert. Hier trifft japanische Präzision auf peruanische Würze, ergänzt
durch mexikanische Nuancen und die sonnige Leichtigkeit Mallorcas. Keine Fusion, sondern
eine gewagte Liaison, die den Gaumen tanzen lässt.
Palmas Herzschlag, neu interpretiert
Mitten in Palmas Altstadt, wo Geschichte auf urbanen Chic trifft, thront das Boutiquehotel
Can Alomar. Wer seine Pforten durchschreitet, taucht ein in eine Welt, in der jedes Detail zählt.
Umgeben von exklusiven Designer-Boutiquen und Palmas feinster Flaniermeile, dem Passeig
del Born, fängt die Terrasse das Flüstern der Stadt ein, während der Blick über die Dächer
bis zur Kathedrale schweift. Hier, wo das Licht sanft fällt und Lounge-Musik den Abend untermalt,
entsteht eine Atmosphäre, die gleichermaßen exklusiv und einladend ist. Es ist ein
Rückzugsort, der Ästhetik atmet und den perfekten Rahmen für ein außergewöhnliches Mahl
bietet.
Der Koch und sein Geheimnis
Germán de Bernardis' Weg begann nicht in den Hochglanzküchen der Welt, sondern am heimischen
Herd in Argentinien. Geprägt von seiner Mutter und Großmutter, lernte er das Kochen
intuitiv – mit Augen, Nase und Herz. Diese Verbindung zur Herkunft ist bis heute der Kern
seiner Kreationen. "In jedem meiner Gerichte ist meine Mutter ein Teil davon", sagt er. Ein Satz,
der Bände spricht über die Seele seiner Küche.
Auf Mallorca hat Germán seinen Stil gefunden: kreativ, respektvoll gegenüber dem Produkt,
stets auf der Suche nach Balance und Spannung. Er denkt in Geschmacksbildern, nicht in
Schubladen. Knusprig trifft auf cremig, Süße auf Schärfe. Jedes Gericht ist eine fein austarierte
Überraschung, die den Gast staunen lässt, ohne ihn zu überfordern. Es geht ihm nicht darum,
dass Gäste komplizierte Kochkonzepte analysieren oder entschlüsseln. Vielmehr sollen
sie einfach das Gefühl erleben: Hier liegt etwas wahrhaft Besonderes auf dem Teller.
Nikkei: Ein Dialog der Kulturen
Das Wort "Nikkei" wird oft leichtfertig verwendet. Für Germán ist es kein Dogma, sondern eine
Einladung zum Dialog. Er kombiniert, was er liebt. Japanische Technik trifft auf peruanische
Tiefe, veredelt durch die Ursprünglichkeit mallorquinischer Produkte. Das Ergebnis ist keine
simple Mischung, sondern ein feinsinniges Spiel, das sich jeder starren Kategorisierung entzieht.
195
REPORTAGE - Mallorca
Fotocredits IT Mallorca Unique Spaces
Fotocredits: It Mallorca Unique Spaces, Can Alomar
REPORTAGE - Mallorca
Ein Gericht ist für Germán dann perfekt, wenn es überrascht, wenn es sich nicht einfach kopieren
lässt, wenn es Texturen und Aromen in einer einzigen Explosion vereint. Seine Karte
entwickelt sich stetig, aber behutsam. Gerichte, die funktionieren, bleiben, werden aber
immer wieder neu interpretiert. Ein Curry, einst von Thailand inspiriert, transformierte er in
eine japanischere, würzigere Version – ohne Kokosmilch. Es ist diese Gabe, Bekanntes neu
zu denken und dabei eine unverwechselbare Handschrift zu hinterlassen, die seine Küche so
fesselnd macht. Seine Inspiration? Sie kommt vom Markt, von einer Farbe, einem Gefühl, einer
Reise. Nie vom Kopieren.
Eine besonders prägende Erfahrung war für ihn eine Reise nach Mexiko. Dort, auf den lebhaften
Märkten, entdeckte er eine Fülle an Chilisorten, tief aromatischen Mole-Saucen und
frischem Maismehl – Eindrücke, die seine Kreativität bis heute beflügeln und als Impulse in
seine Gerichte einfließen.
Eine Entdeckungsreise für den Gaumen
Ein Abend im "De Tokio a Lima" ist eine Reise. Die "Trilogie von Nigiri" etwa, sechs kleine
Kunstwerke, die auf den ersten Blick schlicht wirken, entfalten eine erstaunliche Komplexität:
Jakobsmuschel in Leche de Tigre, Iberico-Schwein mit Mango, Wachtelei mit Trüffel. Jedes ein
kleines Universum.
Das Rindertataki, vertraut und doch neu, überrascht mit einer herben, cremigen Orangensauce
– ein Aromenkompass, der kurz die Richtung wechselt und dann präzise ins Ziel findet.
Und das Finale? Eine Zitronentarte, leicht und kühl, wie der Sóller-Sommer auf dem Löffel. Mit
Baiser und Sorbet – säurebalanciert, cremig, lebendig. Ein süßer Abschied, der Palmas mediterranes
Flair einfängt.
Zwei Orte, eine Seele
Germán de Bernardis' kulinarisches Universum erstreckt sich über zwei Adressen: Palma und
Valldemossa. Zwei unterschiedliche Welten, doch beide atmen die Essenz seiner Küche. Palma,
die urbane Bühne, pulsiert mit der Energie der Stadt. Valldemossa, eingebettet in die
Serra de Tramuntana, bietet einen Rückzugsort der Ruhe und Idylle.
Wie gelingt es, an so unterschiedlichen Orten dieselbe hohe Qualität zu gewährleisten? Germán
vertraut auf sein exzellentes Team: Lucas Pizarro in Palma und Ricardo Rossi in Valldemossa.
Sie verinnerlichen seine Vision und setzen seine Kreationen mit derselben Präzision
und Leidenschaft um. Es geht nicht um identische Speisekarten, sondern darum, dass die
Seele der Küche – der unverwechselbare "Germán-Touch" – an beiden Orten spürbar ist.
Palma ist der perfekte Ort für ein schickes Dinner nach einem Stadtbummel, mit atemberaubendem
Blick von der Dachterrasse. Valldemossa lädt ein, dem Trubel zu entfliehen und sich
ganz dem kulinarischen Erlebnis hinzugeben, umgeben von dörflicher Idylle. Beide bieten ein
authentisches "De Tokio a Lima"-Erlebnis, doch jede Location verleiht ihm ihren eigenen, un-
197
REPORTAGE - Mallorca
Fotos ® Tanja Neumann
Fotos ® Tanja Neumann
REPORTAGE - Mallorca
vergesslichen Rahmen. Germáns Küche funktioniert nicht, weil sie sich anpasst, sondern weil
sie seinen Stil zeigt und Kulturen kulinarisch mit charmantem Twist verbindet. Der Geschmack
bleibt. Die Atmosphäre wechselt. Das macht den besonderen Reiz aus.
De Tokio a Lima
Web: https://detokioalima.com/de/
Palma
Sant Feliu, 1
07012 Palma de Mallorca, Spain
+34 871 592 002
contact@detokioalima.com
Valldemossa
Carretera Vieja de Valldemossa, s/n
07170 Valldemossa, Spain
+34 971 612 626
contact@detokioalimavalldemossa.com
Fotos ® Tanja Neumann
199
REPORTAGE - Mallorca
Fotocredits IT Mallorca Unique Spaces
REPORTAGE - Mallorca
Wo das Frühstück zur Seele Mallorcas wird:
Tina Bestard im Can Aulí
In einer Welt, die sich oft im Eiltempo dreht, sind Momente des Innehaltens und des bewussten
Genusses wahre Kostbarkeiten. Das Frühstück – andernorts oft nur ein notwendiger Start
in den Tag – verwandelt sich im Can Aulí Luxury Retreat in Pollença auf Mallorca in ein besonderes
Erlebnis. Hier ist es weit mehr als eine Mahlzeit - es ist eine herzliche Hommage an die
Seele der Insel, ein Fest für alle Sinne und das meisterhafte Werk einer Köchin, die mit unendlicher
Leidenschaft und tiefstem Respekt für ihre Heimat kreiert: Tina Bestard.
Ein Morgenritual, das verzaubert und neue Maßstäbe setzt
Der Morgen im Can Aulí hat seine ganz eigene Aura. Auf der von sanftem Licht durchfluteten
Terrasse oder im eleganten Inneren des Hotels erwartet die Gäste ein Frühstück, das alle Vorstellungen
übertrifft. Statt der üblichen Anonymität eines Buffets offenbart sich eine sorgfältig
und liebevoll inszenierte Kulinarik in einer offenen, authentisch mallorquinischen Küche.
Sonnengereifte, saisonale Früchte leuchten in ihrer vollen Pracht, cremige Aufstriche präsentieren
sich einladend in kunstvoll handgefertigten Keramikschalen, perfekt ergänzt durch
knackig frische Salate und exquisite kleine Tapas. Das Brot, mit seiner makellosen, duftenden
Krume, ist ein Zeugnis echten, kunstvollen Bäckerhandwerks.
Im strahlenden Mittelpunkt dieser kulinarischen Darbietung steht Tina Bestard. Mit ihrem unwiderstehlichen,
herzlichen Lächeln bewegt sie sich durch ihre Küche, füllt Teller mit größter
Sorgfalt nach, berät ihre Gäste einfühlsam und teilt wertvolle, persönliche Empfehlungen. Es
ist eine herzliche Gastfreundschaft, die das Frühstück zu einer wunderbaren Begegnung mit
wahrem Genuss macht – ein Erlebnis von höchster Qualität und tiefster Leidenschaft.
Tina Bestard:
Eine strahlende kulinarische Botschafterin Mallorcas
Tina Bestards einzigartiger Ansatz? Er offenbart sich in ihren tiefen Wurzeln. Als "Mallorquina
de pura raza", geboren und aufgewachsen in Palma, ist ihre Küche untrennbar mit der Seele
der Insel verbunden. Für Tina ist Kochen weit mehr als nur ein Beruf, es ist eine wahre Berufung,
getragen von einem einfachen, doch immens kraftvollen Credo: "Wenn du nicht glaubst,
was du tust, wird es kein Erfolg."
Das treibt sie an, ihr Wissen stetig zu vertiefen. Sie lernt in Metropolen wie Paris und Madrid,
doch ebenso entscheidend ist ihr der wertvolle Austausch mit den weisen Großmüttern in den
malerischen Dörfern Mallorcas. Von ihnen erfährt sie authentische Rezepte und traditionelle
Zubereitungsmethoden, die sie dann mit modernen Techniken und ihrer eigenen, sprühenden
Kreativität auf unvergleichliche Weise verbindet. Ihre Mission ist klar definiert: das Authentische
und Unverfälschte zu bewahren und es gleichzeitig liebevoll neu zu interpretieren, stets
201
REPORTAGE - Mallorca
Fotocredits IT Mallorca Unique Spaces
Fotocredits IT Mallorca Unique Spaces
REPORTAGE - Mallorca
mit tiefstem Respekt vor den erlesenen Produkten, den wechselnden Jahreszeiten und den
Menschen, für die sie mit Herz und Seele kocht.
Die zauberhaften Geschichten hinter dem Geschmack: Von
sonnengereiften Aprikosen und aromatischen Feigenblättern
Tina Bestards Küche ist eine faszinierende Erzählung, gewoben aus den feinsten Details und
tiefen Aromen. Es sind nicht allein die frischen, saisonalen und regional bezogenen Zutaten
– oft von engagierten Biobauernhöfen, kaum zehn Minuten vom Hotel entfernt –, die ihre
Gerichte so herausragend machen. Es sind die wunderbaren Geschichten und die aufrichtige
Hingabe, die hinter jeder einzelnen Kreation stecken. Ihre Aprikosenmarmelade etwa ist ein
Produkt der Ruhe. Sie reift 21 Tage unter der mallorquinischen Sonne und entfaltet dabei eine
unvergleichliche Tiefe und Intensität des Geschmacks. Ein weiteres Beispiel ist der Honig aus
Feigenblättern. Diese fast vergessene Tradition hat Tina mit großem Engagement wiederbelebt.
Die Blätter erntet sie in den frühen Morgenstunden, wenn der Tau noch auf ihnen liegt.
Ein Ritual, das ihren Respekt vor der Natur und ihren Rhythmen eindrucksvoll widerspiegelt.
Selbst scheinbar einfache Gerichte wie "Pamboli", das typisch mallorquinische Brot mit Tomate,
werden in Tinas begabten Händen zu etwas ganz Besonderem. Für die Wintermonate,
wenn frische Tomaten an Aroma verlieren könnten, hat sie eine geniale "Winteressenz"
kreiert, die den Geschmack des Sommers auf wunderbare Weise auf den Teller zaubert. Ihre
Küche vereint gekonnt Technik und Intuition, Respekt vor der mallorquinischen Tradition und
den mutigen Pioniergeist für Neues.
Die Kunst der Wertschätzung:
Wo jede Zutat ihre Bestimmung findet
Für Tina Bestard ist Nachhaltigkeit kein flüchtiges Modewort, sondern eine tief verwurzelte,
gelebte Praxis, die ihre Küche durchdringt. Ihre Kreationen sind ein strahlender Beweis dafür,
dass jedes Produkt Wertschätzung verdient und nichts verschwendet werden sollte. Aus der
Schale einer Wassermelone zaubert sie eine zarte Süßigkeit, die sich überraschend gut mit
Frühstückskäse ergänzt. Selleriewurzel verwandelt sich in aromatisches Pastrami und Bananenschale
in köstlichen pflanzlichen "Speck". Diese bemerkenswerte Kreativität entspringt
keiner reinen Effekthascherei, sondern der tiefen, aufrichtigen Überzeugung, alles Gewachsene
mit höchster Wertschätzung zu behandeln. Sie experimentiert meisterhaft mit Texturen
und Aromen, um aus rein pflanzlichen Zutaten neue, inspirierende Geschmackserlebnisse zu
schaffen, die die unglaubliche Vielfalt der pflanzlichen Küche auf beeindruckende Weise aufzeigen.
Eine offene Küche, die mit Herz und Seele begeistert
Die Küche von Tina Bestard im Can Aulí ist im wahrsten Sinne des Wortes eine "open kitchen"
– ein offener Raum der Begegnung und des Genusses. Die Gäste erleben sie nicht hinter ver-
203
REPORTAGE - Mallorca
Fotos ® Tanja Neumann
REPORTAGE - Mallorca
schlossenen Türen, sondern mittendrin in ihrem kreativen Schaffensbereich. Tina spricht mit
ihnen, empfiehlt harmonische Kombinationen, erklärt leidenschaftlich die Zutaten und bleibt
dabei stets angenehm unaufdringlich. Es ist diese besondere Nähe, die ihren Arbeitsplatz in
eine lebendige Bühne der Gastfreundschaft verwandelt. Statt steifer Distanz spürt man hier
echtes, warmes Interesse – sie erkundigt sich nach Vorlieben, gibt wertvolle Tipps und bietet
großzügig Kostproben an. Es ist, als wäre man bei Freunden zu Gast, die zufällig auch exzellent
kochen. Carlos, der Marketingmanager der IT Mallorca Unique Spaces, bringt es perfekt
auf den Punkt: "Tina ist die Seele des Frühstücks. Für sie ist es eine wahre Herzensangelegenheit,
das echte Mallorca auf den Teller zu bringen."
Das Can Aulí Luxury Retreat in Pollença bietet mit seinen 21 individuell gestalteten Zimmern
in historischen Gebäuden eine Atmosphäre von "Luxury with a local soul", die puren Luxus mit
authentischer Seele verbindet. Doch es ist Tina Bestards Frühstück, das einen unvergesslichen
Eindruck hinterlässt und die tiefe Verbundenheit dieses Ortes mit der echten mallorquinischen
Kultur auf unvergleichliche Weise zelebriert. Ein Besuch hier ist nicht nur eine Reise
nach Mallorca, sondern eine kulinarische Entdeckung, die zeigt, wie tief und reich Geschmack
sein kann, wenn er mit strahlender Sonne, brennender Leidenschaft und tiefstem Respekt für
das Echte zubereitet wird.
Can Aulí Luxury Retreat
Mallorca, 40
07460 Pollensa (Spain)
+34 871 872 500
info@canauliluxuryretreat.com
Web: https://www.canauliluxuryretreat.com/de
Fotocredits IT Mallorca Unique Spaces
205
WERBUNG
90 JAHRE ERBE UND INNOVATION
WERBUNG
1933 GEGRÜNDET: DAS HAUS DER
EXZELLENZ IN DEN VOGESEN
1976 entwickelten Bragard und Paul Bocuse gemeinsam die ikonische Jacke Grand Chef®. Mit
ihrer Eleganz und technischen Perfektion wurde sie zu einem zeitlosen Klassiker, der seit über
45 Jahren in der Spitzengastronomie Bestand hat. Als erste Jacke speziell für Spitzenköchinnen
und Spitzenköche entwickelt, ermöglichte sie Bragard den weltweiten Durchbruch in der
Gastronomie. Auch heute noch werden neue Kollektionen aus dem Hause Bragard von dieser
besonderen Jacke inspiriert, die bis heute großen Erfolg genießt.
207
WERBUNG
WERBUNG
DIE IKONISCHE JACKE
Präsentation der Jacke GRAND CHEF ®, entwickelt in Zusammenarbeit mit Monsieur Paul Bocuse.
Diese Jacke vereint Eleganz und technische Perfektion und absolutes Must-have in der
Garderobe von Köchinnen und Köchen auf der ganzen Welt.
Bragard
Lazarus-Mannheimer-Str.6
77694 Kehl
Deutschland
Rufen Sie uns an: +49 (0) 7851 899949 0
Mailen Sie uns: info.de@bragard.com
Web: www.bragard.de/
ChefHeads-Club der Küchenchefs
Rosenweg 43
51519 Odenthal
Deutschland
Tel.: +49 (0) 2174 892 72 27
E-Mail.: info@chefheads.de
Web: www.chefheads.eu
209
BUCH-TIPP
BÜCHER-TIPP
unsere
EMPFEHLUNGEN
Cook it! Basics
Kochen lernen Bild für Bild. Kochschule mit Step-by-Step-
Bildern. Grundlagen, Techniken, 60 leckere Rezepte
BUCH-TIPP
Die ultimative Kochschule - für alle Neulinge im Koch-Game
• Perfekt für Einsteiger*innen: Detaillierte Anleitungen visualisiert
durch 300 klare Step-by-Step-Bilder für die wichtigsten
Kochgrundlagen
• Vielfältig & absolut gelingsicher: Über 60 Rezepte für
Gerichte wie Spaghetti Bolognese, Kartoffelgratin oder
Mousse au Chocolat
• Garantiert lecker: Mit diesem Buch gelingen die ersten
Kochversuche auf jeden Fall
• Die neue charmante DK-Reihe für Küchen-Newbies: unkonventionell
und intuitiv!
Jede*r kann kochen!
Aller Anfang ist manchmal überraschend leicht. Kochen
wird mit diesem Buch zum Kinderspiel – in über 60 einfachen
und köstlichen Rezepten, die ideal für Einsteiger*innen
sind. Von Spaghetti Bolognese über Brathähnchen bis
hin zu Tiramisu – hier findest du easy Rezepte, die deine
Geschmacksnerven verwöhnen werden. Auch moderne
Lieblinge wie Burger, Gemüsecurry oder Shakshuka warten
nur darauf, von dir entdeckt zu werden.
Dieses Kochbuch ist mehr als eine bloße Rezeptsammlung
DK Verlag (Hrsg.), Louis Girod
Cook it! Basics
ISBN 978-3-8310-5089-5
Übersetzung: Wiebke Krabbe
152 Seiten,
195 x 245 mm,
fester Einband
Mit farbigen Fotos
- es ist eine visuelle Reise in die Welt des Kochens, bei der Bilder den Weg weisen. Dank
anschaulicher Schritt-für-Schritt-Anleitungen gepaart mit jeder Menge Bilder lernst du die
wichtigsten Grundlagen, wie das Schneiden von Gemüse oder das perfekte Garen von Fleisch,
ganz unkompliziert und intuitiv. Bist du bereit?
Easy peasy! Mit diesem unkonventionellen und intuitiven Grundlagenbuch gelingen erste
Kochversuche garantiert – Kochen kann so einfach sein!
Tipp:
211
BUCH-TIPP
Wiener Küche
Klassiker und neue Inspirationen. Das erfolgreiche Kochbuch
der Wiener Küche in einer erweiterten Neuausgabe.
Wiener Küche – lecker wie nie!
• Der Bestseller der Foodbloggerin Frau Ziii mit über 30 neuen
Rezepten
• Von Apfelstrudel über Kaiserschmarrn bis Wiener Schnitzel:
Die besten Rezepte aus Wien
• Traditionelle Gerichte – mal klassisch, mal neu interpretiert:
Krautfleckerl klassisch karamellisiert oder mit Ingwer-Nuss-
Topping
DK Verlag (Hrsg.), Susanne Zimmel
• Ein kulinarischer Streifzug: Mit wunderschönen Fotos und Wiener Küche
spannenden Wien-Infos
ISBN 978-3-8310-5183-0
Wiener Lebensart in Buchform
Von einer Jause mit Kräutertopfen über deftiges Wirtshausgulasch
oder Tafelspitz bis hin zu Mehlspeisen wie Palatschinken
Erscheint am 28.07.2025
oder Buchteln: Die Foodbloggerin Susanne Zimmel präsentiert 272 Seiten,
in ihrem Kochbuch die Vielfalt der traditionellen Wiener Küche. 195 x 253 mm,
Hier finden Sie eine köstliche Mischung aus den beliebtesten fester Einband (Mit Goldfolie)
Wiener Klassikern und österreichischen Rezepten für jeden Mit farbigen Fotos
Anlass. Begleitet werden die Wiener Spezialitäten von charmanten
Anekdoten über die Lebensart und die kulinarischen
Traditionen der österreichischen Hauptstadt. Stimmungsvolle
Fotos und die stilvolle Gestaltung machen dieses Kochbuch
Tipp:
zu einem Muss für alle Genießer*innen und Wien-Fans. Freuen Sie sich auf eine kulinarische
Reise durch Wien!
Charmante Rezepte Wiener Art: Über 120 Wiener Klassiker, traditionell und modern interpretiert
von Frau Ziii
IKARUS
Eine kulinarische Weltreise
BUCH-TIPP
Das »Restaurant Ikarus« im Hangar-7 ist der Landeplatz für
internationale Sterneköche. Jedes Jahr besucht Executive
Chef Martin Klein ausgewählte Spitzenköche auf der ganzen
Welt und entwickelt mit ihnen Menüs, die die Gäste im
Restaurant am Flughafen Salzburg begeistern.
Das mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete »Restaurant
Ikarus« setzt auf ein weltweit einzigartiges Konzept: Jeden
Monat kocht ein anderer internationaler Spitzenkoch im
Gourmet-Hotspot. » Ikarus. Salzburg Welcomes the World«
dokumentiert ein besonderes Jahr: Neben großartiger Kulinarik
aus den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Polen und
Brasilien erfährt der Hangar-7 ein umfassendes Makeover
– und während der Umbauarbeiten wird an zwei Pop-up-
Standorten weiter gekocht.
Auch das Buch zu diesem kulinarischen Abenteuer präsentiert
sich komplett erneuert: Geschichten über die Kultur der
Länder der Gastköche nehmen einen zentralen Platz ein, Rezepte
zeigen, wie man Sternequalität in die eigene Küche
bringt. Zusätzlich bietet das Buch über QR-Codes Zugang zu
einem digitalen Erlebnis und den jeweiligen ServusTV-Sendungen.
Ein kulinarisches Jahrbuch zum Eintauchen, Schlemmen,
Staunen – und Nachmachen.
Martin Klein Ikarus-Team
Ikarus
Erscheinungstermin:
22.01.2026
ISBN-13 9783710902338
232 Seiten / 210 mm x 275 mm
Benevento
Tipp:
213
BUCH-TIPP
PIEMONT
Willkommen im Piemont, dem kulinarischen Paradies am Fuße
der eindrucksvollen Alpen! Lassen Sie sich von uns auf eine
unvergessliche Reise mitnehmen und entdecken Sie die besten
regionalen Produkte und den authentischen Geschmack
des Piemonts.
Das Piemont ist berühmt für seine erlesenen Produkte, exquisite
Küche und hervorragende Weine. Besuchen Sie mit Stefan
Maiwald die besten Produzenten der piemontesischen
Delikatessen: Trüffel, Nüsse, Käse, frisches Obst, Pilze, Reis,
Pasta, Polenta und erstklassigem Fleisch. Von gehaltvoll deftig
bis fein aromatisch - die piemontesischen Köstlichkeiten
werden alle Ihre Sinne verwöhnen.
Kommen Sie mit zu den Genussorten des Piemonts, die Ihnen
eine Vielzahl an kulinarischen Erlebnissen bieten. In Turin
erwarten Sie traditionelle Kaffeehäuser, in denen Sie die
einzigartige Atmosphäre der Stadt genießen können. In Alba
können Sie in Trattorien wie der La Locanda del Pilone oder
La Piola erstklassige Gerichte und den berühmten Barolo probieren.
Erleben Sie die Faszination der exquisiten Trüffel und entdecken
Sie mit uns fünf ausgesuchte piemontesischen Trüffel-
Restaurants, wie die Osteria Veglio in Pollenzo oder Guido in
Serralunga. Jedes Gericht ist ein Meisterwerk der Aromen und
wird Sie begeistern.
Erfahren Sie mehr über die Heldinnen und Helden des Pie-
PIEMONT
Stefan Maiwald
ISBN: 978-3-8338-9255-4
Umfang: 168 Seiten
Format: 214mm x 269mm
Bilder/Fotos: 150
Tipp:
monts, die mit ihrer Leidenschaft und Hingabe den Genuss erst möglich machen. Von Spitzenköchen
wie Antonino Cannavaciuolo über die Fassone-Rinderzüchter Sergio Capaldo bis hin
zu talentierten Metzgern, Trüffelhändlern, Haselnussproduzenten, Reisbauern, Winzern und
Schokoladenherstellern - sie alle tragen zur Vielfalt und Qualität der piemontesischen Küche
bei.
Damit Sie die piemontesische Küche auch zu Hause genießen können, haben wir exklusiv für
Sie eine Auswahl der besten Rezepte von ausgezeichneten Spitzenköchen aus dem Piemont
zusammengestellt. Kochen Sie los und tauchen Sie ein in eine Welt voller Genuss und lassen
Sie sich von den Aromen und Geschmacksrichtungen verzaubern.
Wild
Nose to Tail. 70 außergewöhnliche Wildrezepte von Spitzenkoch
Wolfgang Müller und Profi-Know-how zum fachgerechten
Umgang mit frischem Wildbret
Das Wild-Kochbuch für nachhaltigen und waidgerechten Genuss
• 70 Wildrezepte mit dem gewissen Etwas von Spitzenkoch
Wolfgang Müller
• Klassisch genießen – Neues entdecken: von geschmorter
Hirschschulter über Rehlüngerl mit Pilzknödeln und Hagebutten
bis zu feinen Desserts mit Waldfrüchten
• Nose to Tail: mit detaillierten Bildanleitungen ganze Tiere
fachgerecht zerlegen und küchenfertig vorbereiten
• Vom Wald auf den Tisch: Pilze, Wildkräuter und wilde Früchte
saisongerecht verwenden und schmackhaft zubereiten
Exzellente Rezepte und jagdliches Fachwissen in
einem Kochbuch der Spitzenklasse
Nose to Tail – das ist heute die Maxime für nachhaltigen
Genuss und nirgends lässt sie sich besser verwirklichen als
bei Gerichten mit heimischem Wild. Spitzenkoch Wolfgang
Müller zeigt in diesem Buch, wie Sie Reh und Hirsch, aber
auch ungewöhnliche Wildtiere wie Nutria oder Waschbär
exzellent zubereiten. Freuen Sie sich auf eine unglaubliche
kulinarische Vielfalt, von klassischem Wildhasenpfeffer über
luftgetrocknetem Dachs-Schinken und Wildbratwurst bis
zu Beilagen und Desserts mit Zutaten direkt aus dem Wald.
BUCH-TIPP
Matthaes (Hrsg.), Wolfgang
Müller, Benjamin Haverkamp
Wild
ISBN 978-3-98541-070-5
Erscheint am 29.09.2025
240 Seiten,
247 x 298 mm,
fester Einband (mit Lesebändchen)
Mit farbigen Fotos
Benjamin Haverkamp, Inhaber der Jagdschule Teutoburger Wald, steuert für dieses wunderschön
gestaltete Kochbuch Profi-Wissen zur Jagd bei und erklärt Schritt für Schritt den waidgerechten
Umgang mit frischem Wildbret: alles, was Sie wissen müssen, um ganze Tiere fachgerecht
zu verarbeiten und konsequent nachhaltig zu agieren.
Wild genießen Nose to Tail: das Wild-Kochbuch der Extraklasse mit 70 außergewöhnlichen
Rezepten von Spitzenkoch Wolfgang Müller und Profi-Know-how vom Jagd-Experten Benjamin
Haverkamp.
Tipp:
215
REDAKTIONELLES
Das soziale Netzwerk mit über 14.500 Kontakten ist unsere Kommunikation untereinander.
Es bietet uns die Möglichkeit zu Informationsaustausch und Beziehungsaufbau. Die dadurch
entstehende Online-Community kommuniziert und interagiert entsprechend den Möglichkeiten
der jeweiligen Plattformen im virtuellen Raum.
Auf der technischen Grundlage eines sozialen Mediums (Social Media), das als Plattform zum
wechselseitigen Austausch von Meinungen, Erfahrungen und Informationen eingesetzt wird,
ergibt sich ein abgrenzbares soziales Netzwerk von Nutzern mit von uns erzeugten Inhalten.
Hier wird auch unser ChefHeads-Magazin beworben und von unseren Followern gelesen.
Impressum
ChefHeads-Club der Küchenchefs
Rosenweg 43 – 51519 Odenthal
T: +49 (0) 2174 892 7227
M: info@chefheadsmagazin.de
W : www.chefheadsmagazin.de
Redaktion: Guido Fritz
Lektorat: Christine-Anja Möcklinghoff
Design: Guido Fritz
Fotografie: Anke Sademann • Guido Fritz • Friesenkrone • Rüsing
Fotografie • Steffen Sinzinger • Kaiserschote • Radisson Hotel Group •
Tanja Neumann • Spree Fumée • Claudia Stern • verve5 • Bednarczyk •
Bear Productions, Matthias Kick • Hoang Dang • Waldorf Astoria Ras Al
Khaimah • lvffood.com
An dieser Ausgabe haben mitgewirkt:
Anke Sademann •Tanja Neumann • Guido Fritz
• Claudia Stern • Paul Bednarczyk • Petra Hermann
Copyright: Das Urheberrecht an den Inhalten,
Bildern und Designs der Zeitschrift liegt bei Chef
Heads-Club der Küchenchefs
REDAKTIONELLES
Themen & Termine 2025
Neben den ständigen Themenbereichen bieten wir Ihnen 2024 wieder eine große Auswahl an Themen und Berichten:
Wir präsentieren alle zwei Monate
herausragende Arbeiten aus den
Bereichen Kulinarik, Gastronomie,
Hotellerie, Fooddesign, Corporate
Design, Gemeinschaftsverpflegung,
Catering und Küchentechnik.
Darüber hinaus wird sich jede Chef-
Heads-Magazin Ausgabe einem anderen
Fokusthema widmen, das auf
bis zu 100 Seiten Inspirationen und
fundierte Informationen verbindet.
Im Bereich Kulinarik werden beispielsweise
die Küchenchefs vorgestellt,
so wie man sie vielleicht noch
nicht kennt.
Kulinarische Projekte bekommen
ihren Platz im Rezeptteil – herausgehoben
durch sehr schöne Fotos.
Ein weiterer Themenbereich leitet
die Produktion & Einkauf ein, hier
werden bemerkenswerte Produzenten
und Anbieter vorgestellt und
den Lesern viele Informationen rund
um Herkunft, Erzeugung, eventuelle
Veredelung und Produktion vermittelt.
In der Rubrik Design & Lifestyle
finden neue Gestaltungsansätze
Gehör, experimentelle Formate und
Designtheorie sowie Arbeiten von
Nachwuchstalenten.
Januar
ChefHeads-Magazin #01/25
ET: 15. Januar 2025
AS: 10. Januar 2025
DU: 10. Februar 2025
Themen:
Köche-Portrait
Intergastra Vorschau
Wein-Storie
Buch-Tipp
Mai
ChefHeads-Magazin #03/25
ET: 15. Mai 2025
AS: 10. Mai 2025
DU: 10. Februar 2025
Themen:
Köche-Portrait
Gastro-News
Wein-Storie
Buch-Tipp
September
ChefHeads-Magazin #05/25
ET: 15. September 2025
AS: 10. September 2025
DU: 10. Februar 2025
Themen:
Köche-Portrait
Gastro-News
Wein-Storie
Buch-Tipp
ET = Erscheinungstermin
AS = Anzeigenschluss
DU = Druckunterlagen
März
ChefHeads-Magazin #02/25
ET: 15. März 2025
AS: 10. März 2025
DU: 10. Februar 2025
Themen:
Köche-Portrait
Internorga
Wein-Storie
Buch-Tipp
Juli
ChefHeads-Magazin #04/25
ET: 15. Juli 2025
AS: 10. Juli 2025
DU: 10. Februar 2025
Themenn:
Köche-Portrait
Catering-Inside
Wein-Storie
Buch-Tipp
November
ChefHeads-Magazin #06/25
ET: 15. November 2025
AS: 10. November 2025
DU: 10. Februar 2025
Themen:
Köche-Portrait
Alles für den Gast
Wein-Storie
Buch-Tippe
Dezember
ChefHeads-Magazin #07/25
SONDERAUSGABE
ET: 15. Dezember 2025
AS: 10. Dezember 2025
DU: 10. Februar 2025
Themen:
Vorstellung der Partner
Gastro-News
Buch-Tipp
217
LIFESTYLE
Knippser by Dana Huschert
Wem ist es im Restaurant noch nicht passiert, oder wer hat es noch nicht beobachtet: die Serviette rutscht
von den Knien auf den Boden, um dann durch eine neue Serviette ersetzt zu werden, oder – noch schlimmer
– sie wird aufgehoben, um danach wieder zum Munde geführt. Das eine ökonomische/ökologisch schlecht,
dass andere hygienisch eigentlich unhaltbar.
Die Inspiration zur Lösung des Problems kam aus dem Familienkreis: ein kleiner Befestigungsclip vom Großvater
für die Serviette (aus den dreißiger Jahren!) wurde gereicht.
Sofort erkannte ich das Potenzial dieses kleinen Helfers und entwickelte ihn zu dem nun vorliegenden „Knippser“
weiter: ein hochwertiges stylisches Accessoire, das Funktionalität (die Serviette bleibt da, wo sie hingehört)
mit ökologischen Anspruch (dutzende Servietten müssen nicht umsonst gewaschen werden) und
edlem Look vereint.
Das der Knippser auf der Vorderseite mit einem „Branding“ der gastronomisch Einrichtung, des Events, oder
der Namen der Mitglieder der Tischgesellschaft versehen werden kann, verwandelt ihn in gleicher Weise in
einen eleganten „Werbeträger“ der gastronomischen Einrichtung, sowie
in ein Erinnerungsstück an die Veranstaltung, - und damit in ein
originelles „give-away“ für den Nutzer.
Mit seinem Potenzial in luxuriösem Look hat er den Einzug in die gehobene
Gastronomie gehalten.
Zu den begeisterten Kunden gehören Hotels (Ritz-Carlton, Waldorf
Astoria), die Gastronomie (Gendarmerie, AusternBank, Pots, Käfer,
Restaurant Belmondo, Dallmayr Catering), Fluggesellschaften (Netjets),
Juweliere (Juwelen Goldberg) und Eventmanagement – Firmen.
Eine neue Kategorie für die „Gastronomie mit Stil“
ist eröffnet!
LIFESTYLE
219
LIFESTYLE
DIE VORTEILE
• Hat eine Funktion gegenüber dem Serviettenring
• Ist aus der Gastronomie nicht mehr wegzudenken
• Die Serviette ist an der Kleidung fixiert und kann nicht auf den Boden fallen
• Minimierung der Reinigungskosten
• Fördert die Nachhaltigkeit
• Kleidungsstücke der Gäste werden nicht benutzt
• Innovation für die Gastronomie
• Ideal als Werbegeschenk
• Produkt-Branding möglich (Logo, Initialen, Personalisierungen für Events, Hochzeiten)
• Patentiertes Produkt
• Hochwertiges Accessoire für die Serviette
LIFESTYLE
Dana Huschert Lifestyle GmbH
Hausvogteiplatz 10
10117 Berlin, Deutschland
Tel.: +49 175 255 49 86
Mail: dana@danahuschert.com
WEB: www.knippser.com/
221
ANZEIGE
Die vernetzte Notfallmedizin
rettet Lukas das Leben
Liebe Freundinnen und Freunde der Stiftung
KinderHerz,
heute möchte ich Ihnen gerne von Lukas erzählen.
Denn was dieser kleine Junge erleben musste,
geht mir sehr nah. Es führt mir vor Augen, wie
schnell und unerwartet sich das Leben von einem
Moment auf den anderen dramatisch verändern
kann: Ein vermeintlich einfacher grippaler Infekt
verwandelte sich in einen lebensbedrohlichen
Kampf um sein Herz.
Angefangen hat alles mit einem heftigen Schnupfen,
wie ihn viele Kinder in der Winterzeit haben. Doch
Lukas erholte sich davon nicht wie die anderen.
Stattdessen verschlechterte sich der Zustand des
Einjährigen rapide: Seine Atemprobleme wurden
immer schlimmer, und schließlich wurde er mit
Verdacht auf Lungenentzündung in die Kinderklinik
gebracht. Trotz intensiver medizinischer
Behandlung wurde Lukas‘ Zustand zunehmend
kritischer, da sich mehr und mehr Komplikationen
entwickelten, die sowohl seine Lunge als auch
sein kleines Herz betrafen. Nur durch die enge
Zusammenarbeit der behandelnden Ärzte mit den
spezialisierten Kollegen der Uniklinik Tübingen
konnte Lukas schließlich die dringend benötigte
medizinische Versorgung erhalten, die sein Leben
rettete. Und obwohl er weiterhin regelmäßige
Kontrollen und Medikamente braucht, kämpft er
tapfer und zeigt eine erstaunliche Genesung.
Mit der bewegenden Geschichte von Lukas
möchte ich Ihnen zeigen, wie wichtig es ist, dass
erstbehandelnde Kliniken und hochspezialisierte
Experten in der Kinderherzmedizin jederzeit
miteinander vernetzt sind, um schnell eine
bestmögliche Notfallversorgung zu gewährleisten.
Um die interdisziplinäre Zusammenarbeit und
die Versorgungsqualität für herzkranke Kinder
flächendeckend zu verbessern, fördern wir
ein Leuchtturmprojekt zur telemedizinischen
Vernetzung, das von bundesweiter Relevanz ist.
Wie wir die Notfallmedizin weiter ausbauen
wollen und wie Sie uns mit Ihrer Spende
unterstützen können, zeigen wir Ihnen gerne
in unserem kurzen Videobeitrag.
Sylvia Paul
Vorstand Stiftung KinderHerz
89 Euro
Übrigens: Mit 89 Euro finanzieren Sie eine Stunde telemedizinische
Beratung über unsere neu entwickelte Plattform.
Direkt zum Videobeitrag:
stiftung-kinderherz.de/notfall
ANZEIGE
Vernetzen, um besser zu helfen
Mit unserem Projekt stehen wir herzkranken
Kindern in Baden-Württemberg auch in Notfällen
zur Seite und sichern so eine optimale Versorgung.
Dafür setzen wir auf zukunftsweisende und
innovative Telemedizin.
Expertenwissen zugänglich machen
Eine individuelle Behandlung am Herzen infolge
angeborener Herzfehler bedarf spezieller Expertise.
Ein flächendeckendes Angebot entsprechender
Behandlungen ist trotz des hohen medizinischen
Standards in Deutschland schwierig. Es muss oft
überregional in Zentren konzentriert werden.
In der Not führt der Weg junger Eltern mit
einem am Herzen erkrankten Kind aber oft in
das nächstgelegene Krankenhaus. Mit dem
Förderprojekt zur telemedizinischen Vernetzung
der erstbehandelnden Kliniken und dem
Spezialzentrum in Baden-Württemberg wollen wir
die dortige Situation verbessern. Das Fachwissen
der Kinderherzspezialisten wird verstärkt in
die medizinische Begutachtung durch das
erstbehandelnde Krankenhaus eingebracht.
Wo? Universitätsklinikum Tübingen
Wie lang? Drei Jahre
Wer macht mit? Julia Daub, Dr. Ellen Heimberg,
Dr. Felix Neunhoeffer
Welches Fördervolumen? 991.600 Euro
223
Weil Geschmack verbindet
Das ChefHeads-Magazin als ePaper
(sieben Online-Ausgaben pro Jahr für ChefHeads-Mitglieder im Jahresbeitrag enthalten)
Jetzt direkt abonnieren
Ja, ich bestelle das ChefHeads-Magazin kostenfrei als ePaper
Name, Vorname, Firma
Strasse, Hausnummer
PLZ, Ort
Telefon, E-Mail (für Rückfragen)
Ausfüllen und per Mail an:
ChefHeads-Club der Küchenchefs
Rosenweg 43 • 51519 Odenthal
Mail: info@chefheadsmagazin.de • Tel.: 02174 8927227
oder QR-Code scannen