04.08.2025 Aufrufe

Azubi Basics Ausbildungs-Wissensmagazin OWL 2026 - Ausgabe 597E

In diesem Ausbildungsmagazin für die Region Ostwestfalen erwarten dich auf vielen Seiten interessante Informationen zu allem, was mit deinem Start ins Berufsleben zu tun hat. Ganz egal, ob du dich für ein Studium oder auch ein duales Studium interessierst oder dich als Azubi in einer der vielen Ausbildungsstellen siehst – hier erhältst du die Infos, die du brauchst. Damit kannst du eine Entscheidung für deine Berufsorientierung treffen und so eine Ausbildung finden, die zu dir passt und dich wirklich interessiert. Berufe finden ist mit diesem Magazin einfach – darüber hinaus findest du auch die passenden Ausbildungsstellenanzeigen aus deiner Gegend, sodass du bald schon deine Lehre starten kannst.

In diesem Ausbildungsmagazin für die Region Ostwestfalen erwarten dich auf vielen Seiten interessante Informationen zu allem, was mit deinem Start ins Berufsleben zu tun hat. Ganz egal, ob du dich für ein Studium oder auch ein duales Studium interessierst oder dich als Azubi in einer der vielen Ausbildungsstellen siehst – hier erhältst du die Infos, die du brauchst. Damit kannst du eine Entscheidung für deine Berufsorientierung treffen und so eine Ausbildung finden, die zu dir passt und dich wirklich interessiert.
Berufe finden ist mit diesem Magazin einfach – darüber hinaus findest du auch die passenden Ausbildungsstellenanzeigen aus deiner Gegend, sodass du bald schon deine Lehre starten kannst.

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AUSGABE 597

1

OstwEStfalen-Lippe

2025/2026

Raus aus dem

Schatten

Systemrelevante berufe

Die Welt ein

Stückchen besser

machen

Alles wichtige über

Freiwilligendienste

Industrie 4.0

BEAM DICH IN DIE Zukunft

Bau dir deine

Zukunft auf

Tolle Ausbildungsberufe

in der Baubranche

Hilfe mit Herz

und Hand

Ausbildung in der Pflege

Social Media

aber sicher!

Top Ausbildungsstellen

aus deiner Region!

Inside

Direkt

zu den Angeboten

AZUBI BASICS


2


editorial 3

Auf die....

Ausbildungsplätze

... fertig,

los!

Bald ist es geschafft! Dann hältst du dein Abschlusszeugnis in der Hand

und der Ernst des Lebens geht los. Du bist wahrscheinlich schon dabei,

dich nach deinem zukünftigen Ausbildungsberuf umzuschauen, und

jetzt tun sich dir sicher viele Fragen auf. Die wohl wichtigste ist diese:

„Wie finde ich den richtigen Beruf?“ Wenn du dich schon ein wenig orientiert

hast, dann wird dir aufgefallen sein, dass du aus einer Vielzahl spannender

Traumberufe wählen kannst. Doch welcher ist genau der passende für dich? Um

diese Fragen zu beantworten, haben wir den ultimativen Ausbildungsratgeber

für dich erstellt. Hier erfährst du, wie du anhand deiner Interessen und Stärken

deine Traumlehre finden kannst. Wir zeigen dir, wo und wie du Informationen

über Berufe und Berufsfelder einholst, um dir die Auswahl zu erleichtern.

Außerdem findest du hier Antworten auf Fragen wie: Was ist ein Duales Studium?

Welche Ausbildungsformen gibt es überhaupt? Wie kann ich mich weiterbilden?

Und, und, und... Gut, dass es unseren Ausbildungsratgeber gibt, der dich auf

deinem Weg ins Berufsleben begleiten soll.

Wir wünschen dir Spaß beim Lesen und viel Erfolg!

AZUBI BASICS


4

inhalt

INDUSTRIE

4.0

Beam dich in

die Zukunft!

Seite

14

Welcher Beruf passt zu mir? 6

Berufe mit Zukunft 10

social media

aber sicher!

INdustrie 4.0

beam dich in die zukunft!

12

14

Handwerk –

noch immer mit Goldenem

Boden

Konzern, Mittelstand

oder Start-Up?

18

20

Hilfe mit Herz und Hand –

Das grosse pflege-special

28

social media

Seite

12

Aber SICHER!

AZUBI BASICS


5

Das grosse Pflege-Special

HILFE mit

Seite

28

.und hand

Aus- und Weiterbildung

an privaten Schulen und

Instituten

SYSTEMRELEVANTE BERUFE –

Raus aus dem Schatten

Bau dir deine Zukunft auf!

Schnapp dir einen Bauhelm und

komm mit auf die Baustelle

Duales Studium

Das Beste aus zwei Welten

32

34

38

42

Bau dir deine

Zukunft auf!

Ausbildung, Studium und Weiterbildung

in der Baubranche

Die Welt ein Stückchen

besser machen

44

Standards

editorial 3

Inhalt 4-5

Seite

38

Stellenanzeigen/ADVERtorial 19, 22-26, 47,

48

IMpressum 22

AZUBI BASICS


6

Welcher Beruf

passt zu

mir?

willst du werden, wenn du mal groß bist?“

Jeder, der bereits eine Antwort auf diese Frage

„Was

hatte, ist anderen weit voraus. Wenn du

allerdings noch nicht wissen solltest, welchen

beruflichen Weg du einschlagen möchtest,

dann ist es höchste Eisenbahn, dich damit auseinanderzusetzen.

Vielleicht weißt du schon, was für

dich auf keinen Fall infrage kommt, denn dann

bist du schon einen großen Schritt weiter.

In diesem Beitrag stellen wir dir drei

wichtige Schritte vor, die dich dazu

anleiten sollen, deine Berufsauswahl

besser eingrenzen und somit hoffentlich

deinen Traumberuf finden zu können.

KREA-

TIV?

AZUBI BASICS


7

SO-

ZIAL?

KAUF-

MÄN-

NISCH?

TECH-

NISCH?

SCHRITT 1

Selbstreflexion

Nimm dir Zeit und höre tief in dich hinein. An dieser Stelle

möchten wir dich ausdrücklich dazu auffordern, dies im

Alleingang zu tun. Viele Azubis brechen ihre Lehre vorzeitig

ab, weil sie sich bei ihrer Entscheidung von Familie und

Freunden beeinflussen lassen haben. Es ist dein Leben und

allein du musst glücklich werden. Natürlich kannst du dich

mit deinen Eltern und deinen Freunden beraten. Sie kennen

vielleicht sogar Stärken und Schwächen an dir, die dir

selbst gar nicht bewusst sind. Gespräche mit ihnen können

dir helfen, deine Gedanken und Ideen zu ordnen.

Doch die endgültige Entscheidung über deinen

Traumberuf wirst du selbst treffen müssen.

Auch wenn du später merken solltest,

dass ein bestimmter Beruf doch

nichts für dich ist, übernimmst nur

du die Verantwortung dafür und

wirst nicht sauer auf einen deiner

Lieben sein. Nimm dir in der

nächsten Zeit immer einen Stift

und einen Notizblock mit oder

nutze die Memofunktion deines

Smartphones. Gehe mit offenen

Augen durch deinen Ort

und schau dich um. Beobachte

Menschen, denen du jeden Tag

begegnest, bei ihrer Arbeit. Du

wirst schnell feststellen, dass es

so viele interessante Berufe gibt,

die dir bisher nicht einmal aufgefallen

sind. Wenn sich eine Gelegenheit

ergibt, um mit Personen zu sprechen,

deren Tätigkeit dir spannend vorkommt,

dann nutze sie. Du kannst sie ruhig fragen,

was ihnen an ihrem Job gefällt und wie sie dahin

gekommen sind, ihren Beruf auszuüben. So holst du viele

Informationen ein und dein Denkprozess beginnt.

Schritt 2:

Fragen über Fragen

Die Frage nach deinem Berufswunsch wirst

du nicht zwischen Tür und Angel oder zwischen

Frühstück und Abendessen entscheiden

können. Bis du weißt, was du wirklich

möchtest, ist ein Prozess nötig, den du

allerdings selbst steuern kannst, und das

solltest du auch tun. Das geht am besten,

indem du dir wichtige Fragen stellst und

diese immer im Hinterkopf behältst. Schreib

sie dir daher auf und mache, wann immer dir

etwas dazu einfällt, Notizen dazu. Setze dich

täglich damit auseinander und du wirst sehen,

du kommst deinem Berufswunsch schnell näher.

Jedes Mal, wenn du dich mit einem Berufsbild beschäftigst,

nimm dir diese Fragen vor und schreibe alles

auf, was dir dazu in den Sinn kommt. Diese wichtigen

Fragen können dir helfen, deinen Entscheidungsprozess

voranzutreiben:

Was wollte ich als Kind werden?

Als kleiner Steppke hattest du sicher schon einige Vorstellungen

davon, was du werden wolltest, wenn du nur

erst mal groß bist. Höre in dich hinein. Vielleicht sind deine

Berufswünsche von anno dazumal noch aktuell? Egal, ob

AZUBI BASICS


8

Bonbonverkäufer, Hubschrauberpilot oder Schauspielerin,

vielleicht ist noch etwas übrig von diesem Wunsch? Auch

wenn es nicht mehr genau dieser Job sein soll, dann schau

dir trotzdem die Ausbildungsmöglichkeiten in der entsprechenden

Berufsbranche an. So kann dein Kindheitstraum

vom Bonbonverkäufer etwa zu einer Ausbildung

zum Süßwarentechnologen führen. Der Hubschrauberpilot

könnte sich beispielsweise die Inhalte der Lehre zum

Fluggerätelektroniker anschauen. Oder wie wäre es mit

einer Ausbildung zur Film- und Fernsehwirtin? In jedem

Fall bietet das Graben in alten Kindheitswünschen einen

Anhaltspunkt.

Welche Tätigkeiten machen mir richtig Spass?

Überlege und schreibe auf, was du tatsächlich am liebsten

machst. Ganz gleich, ob das putzen, kochen, lesen oder

eines deiner Hobbys ist. Mit Sicherheit gibt es einen Beruf,

bei welchem du diese Tätigkeiten zu einem Großteil ausführen

kannst.

Was möchte ich auf gar keinen Fall

machen?

Diese Frage ist meist ziemlich einfach zu beantworten.

Wer beispielsweise auf keinen Fall den ganzen Tag im

Büro herumsitzen und in einen Computer starren möchte,

der kann alle Berufe, die damit zu tun haben, ausschließen

und so seine Auswahl stark eingrenzen. Zwar wirst du

dennoch hin und wieder mit einem PC zu tun haben, aber

eben nicht in einem großen Ausmaß.

Welche Tätigkeiten finde ich stressig oder langweilig?

Notiere alles, was dir dazu einfällt. Wenn du damit fertig

bist, dann kategorisiere die langweiligsten bzw. stressigsten

Tätigkeiten in einer Art Rangliste. Das könnte zum Beispiel

sein, mit Zahlen zu arbeiten, zu putzen, zu telefonieren, viel

zu reisen etc. Achte bei deiner Berufswahl darauf, dass du

Jobs, deren vorwiegende Aufgaben aus den ersten drei für

dich stressigsten oder langweiligsten Tätigkeiten bestehen,

gleich aussortierst.

Möchte ich am liebsten mit Menschen, Tieren oder

Maschinen arbeiten?

Tolle Frage, oder? Vielleicht bist du nur noch nicht darauf

gekommen, sie dir zu stellen. Sie wird dir dabei helfen, deinen

Schwerpunkt auf die richtigen Berufsfelder zu lenken.

Wenn du lieber deine Ruhe haben möchtest, dann könnten

verwaltungstechnische Berufe für dich infrage kommen. Im

AZUBI BASICS


9

Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel und in kaufmännischen

Berufen hast du häufiger mit Menschen zu tun. Falls

deine besten Freunde Tiere sind, dann hast du vor allem im

Agrarsektor eine große Auswahl an Traumberufen.

Arbeite ich gern mit meinen Händen oder

lieber mit dem Kopf?

Mit dieser Frage kannst du am besten einschätzen, welche

Berufsbereiche zu dir passen und welche nicht. Du möchtest

auf keinen Fall ein Bürofuzzi werden, sondern hast Freude

daran, lieber etwas mit deinen Händen zu machen, dich körperlich

zu betätigen oder etwas entstehen zu sehen? Dann

könnten Berufe im Handwerk, im Sozial- und Gesundheitswesen

oder in der Gastronomie etwas für dich sein. Liebst

du es, dich morgens mit einer schönen heißen Tasse Kaffee

in einen Schreibtischstuhl zu schwingen? Dann schau dich

in Wirtschaftsberufen, wie etwa im Handel und im Bankenwesen,

um.

Bin ich eine Eule oder Lerche?

Erwiesenermaßen gibt es zwei verschiedene Typen,

wenn es um den Schlaf-wach-Rhythmus eines Menschen

geht und was dessen Energiehaushalt betrifft. Finde heraus,

welcher Typ du bist. Wenn du morgens schon zeitig

munter bist, Bäume ausreißen könntest und die besten

Ideen hast, abends jedoch abmattest und dann alles eher

ruhig angehst, dann gehörst du höchstwahrscheinlich zu

den Lerchen. Eulen hingegen kommen morgens schlecht

in die Gänge, werden jedoch nach Mittag richtig aktiv

und auch kreativ. Dieser Aspekt spielt eine wichtige Rolle

bei der Wahl deines Berufes. Als Eule wirst du dich

beispielsweise bei einer Lehre zum Bäcker schon mitten

in der Nacht aus den Federn quälen müssen, wohingegen

Lerchen es in Gastronomieberufen schwer haben

werden, sich auch noch bis in die späten Abendstunden

hinein zu konzentrieren.

Wo möchte ich am liebsten arbeiten?

Schmuddelwetter, Frost oder Hitze spielen für dich keine

Rolle, Hauptsache du bist draußen? Dann wäre ein Job,

bei dem du an der frischen Luft tätig bist, ideal für dich.

Berufe, die meist im Freien ausgeübt werden, findest du

vor allem im Handwerkswesen, aber auch im Agrarsektor,

z. B. bei einer Ausbildung zum Tierwirt. Oder bist

du vielleicht ein Typ, der das Rattern von Motoren liebt

und den Geruch von Maschinen? Dann wird dein Lieblingsarbeitsplatz

sicher eine Werkstatt bzw. eine Fertigungshalle

sein. Bist du lieber „on the road“ und möchtest

verschieden Orte kennenlernen? Wie wäre es dann,

Lkw-Fahrer zu werden? Anhand dieser Frage kannst du

deinen zukünftigen Job nach deinem bevorzugten Berufsambiente

auswählen.

Möchte ich experimentieren, kreativ sein oder

strukturiert arbeiten?

Wenn Chemie, Biologie und Physik an der Schule deine

Lieblingsfächer waren, dann wirst du in einem technischen

Job aufblühen, bei dem du es mit Experimenten

und Versuchen zu tun hast. Basteln oder künstlerisch tätig

zu sein, liegt dir eher? Oder vielleicht spielst du sogar

ein Instrument? Dann schau dich nach Ausbildungen in

gestalterischen Jobs um und mach deine Lieblingsbeschäftigung

zum Beruf. Es kann auch sein, dass nichts

davon auf dich zutrifft und du eher ein Typ bist, der genaue

Anweisungen braucht, damit er weiß, was er zu tun

hat. Berücksichtige dies bei deiner Berufswahl.

Schritt 3:

Finde deinen Traumberuf!

Nachdem dir nun immer klarer geworden ist, was dir

Spaß machen würde und was beruflich für dich auf gar

keinen Fall infrage kommt, geht es nun ans Recherchieren.

Schau dir die Berufsgruppen genau an. Du wirst

schnell herausfinden, ob du lieber in der Gastronomie

oder in einem gestalterischen Beruf, im Handwerk oder

in der Wirtschaft, in einem technischen Job oder doch

lieber in einem Gesundheitsberuf tätig sein möchtest. Beschäftige

dich anhand deiner Antworten auf die Fragen

mit den Ausbildungsinhalten und den Tätigkeitsfeldern

der Berufe. Das wird einige Zeit dauern, doch wenn du

dir vornimmst, dich jeden Tag ein bis zwei Stunden intensiv

damit auseinanderzusetzen, dann kannst du schneller

deine Auswahl treffen. Tipp: Höre bei der endgültigen

Entscheidung auch auf dein Bauchgefühl.

AZUBI BASICS


M

10

Berufe

mit

Zukunft!

AZUBI BASICS

Es gibt gewisse Jobs, bei denen Fachkräfte

für die Menschheit unerlässlich

sind. Dazu gehören klassische Berufe

wie Ärzte, Lehrer oder auch Staats- bedienstete.

Doch es gibt gleichzeitig viele Berufe,

die im Zuge der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen

und technologischen Entwicklungen

neu entstanden sind, einen wichtigen Platz

in der Arbeitswelt einnehmen. und immer

bedeutender werden. Diese sind vor allem in

der Medien- und IT-Welt sowie im Sozial- bzw.

Gesundheitssektor angesiedelt. Wenn du bei

der Wahl deines Ausbildungsberufes auf eine

zukunftsträchtige Branche setzen möchtest

und dir ein sicherer Job bei gutem Gehalt

wichtig ist, dann schau dir die folgende Auswahl

an Berufen mit Zukunft einmal näher an.


11

Justizvollzugsbeamter/-in

Als Justizvollzugsbeamter/-

in sorgst du dafür, dass der

Alltag in einer Justizvollzugsanstalt

sicher und geordnet abläuft. Du betreust

und überwachst Gefangene,

unterstützt bei deren Resozialisierung

und setzt Vorschriften durch. Dabei

brauchst du Durchsetzungsvermögen,

Einfühlungsvermögen und ein hohes

Verantwortungsbewusstsein. Du arbeitest

im Schichtdienst und bist eine

wichtige Vertrauensperson im Justizsystem.

IT-

Sicherheitstechniker/-in:

Diese Fachleute sind für die Sicherung

und den Schutz unserer Daten

zuständig, die durch das unendlich

große World Wide Web kursieren.

Wenn du dich für diesen spannenden

Beruf entscheidest, wirst du

Glück bei deiner Ausbildungsplatzsuche

haben, denn längst werden

nicht alle Lehrstellen vergeben.

IT &

edien

Mobile

Developer/-in:

Ein Leben ohne Smartphones

und Tablets ist inzwischen

völlig undenkbar. Diese Experten

programmieren und kreieren

benutzerfreundliche Anwendungen

bzw. Applikationen

für unsere Endgeräte, welche

sich in Zukunft rasant

weiterentwickeln werden.

Sie arbeiten im tiefen

Dschungel des Internets

und sprechen die

Weltsprache der Nullen und

Einsen. Top-Job mit super Gehaltsaussichten.

Game Designer/-in:

Diese Computerfreaks

sind leidenschaftliche Zocker

und machen ihr Hobby

zum Beruf. Um einen Ausbildungsplatz

zu bekommen, solltest du schon

etwas auf dem Kasten haben, was du

dir vielleicht sogar selbst beigebracht

hast. Der Bedarf an interaktiven Spielen

steigt stetig, weshalb kreative,

fähige Nachwuchskräfte gute Jobperspektiven

haben und zudem entsprechend

bezahlt werden.

Mechatroniker/-in:

In diesem Beruf haben es

die Profis mit innovativen

Technologien zu tun, was

diesen Job so unheimlich interessant

macht. In der Maschinen- und Automobilbranche

findest du schnell

eine Lehrstelle. Ausgelernte Nachwuchskräfte

werden häufig übernommen

oder bekommen rasch

einen Job und werden richtig gut vergütet.

Lebensmitteltechniker/-in

bzw. Lebensmittel-technologe/-in:

Wer guten Geschmack hat,

verantwortungsbewusst ist und schon

immer hinter den Kulissen der Lebensmittelbranche

seine eigenen Rezepte

umsetzen wollte, der kann das mit einer

Ausbildung in diesem Beruf. Der Mangel

an Fachkräften in diesem Bereich

ist groß und daher die Jobchancen top.

Elektroniker/-in für

Betriebstechnik:

Als Elektroniker/-in für Betriebstechnik

bist du verantwortlich

für die Installation, Wartung

und Reparatur von elektrischen Anlagen

und Maschinen in Betrieben. Du

sorgst dafür, dass Produktionsanlagen

zuverlässig und sicher funktionieren,

indem du Schalt- und Steueranlagen

aufbaust und deren Funktion testest.

Außerdem behebst du Störungen

und führst regelmäßige Inspektionen

durch, um Ausfälle zu vermeiden.

Pflegefachkraft:

Dieser Job verlangt vom

Personal einiges ab, doch sie

bekommen dafür viel Liebe

und Dankbarkeit zurück. Und nicht nur

das: Der demografische Wandel und

der Nachwuchsmangel erhöhen die

Berufsperspektiven und natürlich auch

die Gehälter.

Erzieher/-in:

Kindertagespfleger /-innen

und Erzieher /-innen sind

in Deutschland Mangelware.

Und dies, obwohl inzwischen jedes

Kind ab einem Jahr ein Recht auf

einen Kindergartenplatz hat. Dieser

Job macht nicht nur sehr viel Spaß,

sondern wird auch super vergütet.

Übrigens werden Männer in diesem

Ausbildungsberuf besonders begrüßt.

Soziales

& Gesundheit

INDUSTRIEKAUFMANN/

INDUSTRIEKAUFFRAU

Industriekaufleute sind echte

Allrounder. Sie arbeiten beispielsweise

im Marketing, im Vertrieb,

in der Personalabteilung oder in der

Buchhaltung einer Firma. Durch ihr

breites kaufmännisches Wissen sind

sie überall gefragt und finden branchenübergreifend

eine gut bezahlte

Anstellung in der Verwaltung.

Holzmechaniker/-in

Als Holzmechaniker/-in arbeitest

du mit Holz und

Holzwerkstoffen und stellst

daraus Möbel, Bauelemente oder Konstruktionen

her. Du bedienst Maschinen,

sägst, schleifst und montierst

präzise nach Plan. Auch das Einrichten

und Warten der Maschinen gehört zu

deinen Aufgaben. Dabei

ist handwerkliches

Geschick, Sorgfalt

und technisches

Verständnis gefragt.

Du arbeitest

oft im Team

und trägst zum

Entstehen hochwertiger

Holzprodukte

bei.

Fachkräfte für Arztpraxen:

Diese Allroundtalente arbeiten

in Arztpraxen und sorgen

dafür, dass alles rund läuft und der

Alltag durchorganisiert ist. Wer bereits

während der Ausbildung Zusatzqualifikationen

erwirbt, etwa

im Bereich Abrechnung,

bekommt

schnell einen Job

nach der Lehre.

Technik

Steuerfachangestellte/

r

„Nichts in dieser Welt ist

sicher, außer dem Tod und

den Steuern“, hat Benjamin Franklin

einmal gesagt, einer der Gründerväter

der USA. Damit ist klar:

Steuerfachangestellten geht die Arbeit

niemals aus. Sie arbeiten meist

in Kanzleien und helfen ihren Mandant/

innen dabei, ihre Steuererklärung

zu erstellen. Außerdem kümmern

sie sich um deren Buchführung

und übernehmen weitere kaufmännische

Tätigkeiten.

AZUBI BASICS


12

social media

aber

sicher!

Ein Leben ohne Instagram, WhatsApp und

TikTok? Unmöglich! Doch im Umgang mit

sozialen Netzwerken solltest du einige

Punkte beachten.

„Jetzt leg doch mal dein Handy weg!“, schimpfen Eltern gern,

wenn die Kids (aus ihrer Sicht) zu viel am Smartphone hängen.

Laut einer Umfrage waren es 2022 durchschnittlich 204 Minuten

pro Tag, die 12- bis 19-Jährige im Internet verbracht haben. Am

beliebtesten war dabei der Messaging-Dienst WhatsApp, dahinter

folgten die sozialen Medien Instagram und TikTok. Der besten

Freundin eine kurze Nachricht schicken, durch den Instagram-

Feed scrollen, die neusten viralen Videos gucken – das alles gehört

heute nun mal zum Leben dazu. Aber obwohl sich Jugendliche

jeden Tag intensiv mit Social Media beschäftigen, haben viele

erschreckend wenige Ahnung davon, was mit ihren persönlichen

Daten passiert. Weißt du, wer über diese Apps Zugriff auf deinen

Standort und deine Telefonnummer hat? Oder was mit den Fotos

geschieht, die du postest?

Eigentlich sollte Medienkompetenz eine selbstverständliche

Grundfertigkeit sein, die jede und jeder beherrscht – so wie Lesen,

Schreiben und Rechnen. Doch leider steht die sichere Nutzung

von Social Media in der Schule viel zu selten auf dem Stundenplan.

Aus diesem Grund haben wir ein paar Tipps für dich

zusammengestellt, wie du dich verantwortungsvoll in der digitalen

Welt bewegst und die Kontrolle über deine Daten behältst.

Beginnen wir ganz am Anfang – mit der Erstellung deines Accounts.

Melde dich am besten mit einem Spitznamen an, um

deine wahre Identität nicht preiszugeben. Möchtest du unter

deinem richtigen Namen gefunden werden, etwa bei beruflichen

Netzwerken wie LinkedIn oder Xing, beschränke dich auf die

Angabe unbedingt notwendiger Daten wie den Namen deiner

Schule. Generell gilt: Sei vorsichtig, mit wem du welche Informationen

teilst. Dinge, die du nicht einmal deinem besten Kumpel

anvertrauen würdest, solltest du lieber nicht posten.

Viele Plattformen bieten dir die Möglichkeit festzulegen, wer dein

Profil sehen kann. Möchtest du nur mit deinen Freunden interagieren?

Oder sollen alle Nutzer des jeweiligen Netzwerks deinen

Account einsehen können – oder vielleicht sogar alle Internetuser?

Die Einstellungen hierfür findest du unter einem Menüpunkt

namens „Mein Profil“ oder „Privatsphäre“.

Tipp: Wähle die strengst mögliche Variante.

Gleiches gilt für die Option, wer

dein Profil finden darf. Hier solltest

du den Datenzugriff auf die Mitglieder

des Netzwerks beschränken

und Suchmaschinen ausschließen –

ansonsten läufst du Gefahr, dass

dein Account via Google, Bing und

Co auffindbar ist.

Womöglich fragst du dich jetzt, warum

das überhaupt wichtig ist. Ist es nicht

egal, wer deine Posts sehen kann? Es gibt gute

Gründe dafür, warum du deine Privatsphäre-Einstellungen überprüfen

und ggf. anpassen solltest. Bestimmt hast du schon mal

folgenden Spruch gehört: „Das Internet vergisst nichts“. Da ist

was dran, denn was einmal im Netz herumschwirrt, lässt sich

nur schwer wieder „einfangen“. Viele Arbeitgeber, Vermieter

und sogar Versicherungsanbieter nutzen Social Media, um sich

ein genaueres Bild von ihren Bewerberinnen und Bewerbern zu

machen. Und wenn es blöd läuft, kann dich ein flapsiger Kommentar

oder ein peinliches Partyfoto den Job, die Wohnung oder

den Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung kosten. Selbst

gelöschte Daten sind oftmals noch Jahre später auffindbar und

AZUBI BASICS


13

können dir richtig viel Ärger einbringen. Deshalb ist es besser,

nicht unter deinem echten Namen zu posten und deinen Nickname

nur engen Freunden mitzuteilen.

Und was ist mit den Fotos, die du zum Beispiel auf Facebook oder

Instagram teilst? Um diese Frage zu beantworten, hilft ein Blick in

die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB): Das ist das ellenlange

Kleingedruckte, das im Normalfall niemand liest. Stattdessen

erteilen die allermeisten User per Häkchen ihre Zustimmung

und scheren sich nicht weiter darum. Wusstest du, dass du mit

diesem Klick Instagram das Recht zugestehst, deine Bilder weltweit

zu verbreiten? Laut AGB räumst du Instagram eine „nichtexklusive,

gebührenfreie, übertragbare, unterlizenzierbare und

weltweite Lizenz ein, deine Inhalte […] zu verwenden, zu verbreiten,

zu modifizieren, auszuführen, zu kopieren, öffentlich vorzuführen

oder anzuzeigen, zu übersetzen und abgeleitete Werke

davon zu erstellen.“ Mit Fotos bei Facebook und WhatsApp verhält

es sich ähnlich, denn auch diese Online-Dienste gehören wie

Instagram zum amerikanischen Konzern Meta.

Als Faustregel kannst du dir merken: Wenn die Nutzung eines

Online-Produkts für dich kostenlos ist, bist DU das Produkt. Du

bezahlst mit deinen Daten, die für viele Firmen sehr wertvoll sind.

Das gilt für Browsergames, aber eben auch für Social Media und

Messenger. WhatsApp beispielsweise teilt nicht nur deine Nutzungsdaten

wie Dauer und Zeitpunkt, sondern auch deine auf

dem Smartphone gespeicherten Kontaktdaten mit Meta. Übrigens:

Seit 2018 hat WhatsApp eine Altersbeschränkung von 16

Jahren. Offiziell dürfen Jüngere diese App also gar nicht benutzen.

Grund dafür ist die Einführung der EU-weiten Datenschutzgrundverordnung

(DSGVO), die Jugendliche vor dem Ausspionieren

durch Handy-Anwendungen besonders schützen soll. Du

bist unter 16 und benutzt WhatsApp? Dadurch verletzt du zwar

die Nutzungsbedingungen der App, musst aber keine rechtlichen

Konsequenzen fürchten. Aber vielleicht möchtest du auf einen

Messenger umsteigen, der mehr Wert auf Datenschutz legt, etwa

Threema oder Signal. Denn du hast es selbst in der Hand, mit

wem du deine Daten teilst.

AZUBI BASICS


14

Stell Dir vor, Du arbeitest mit einem Kollegen

zusammen, der alles macht, was Du sagst,

für Dich denkt und sogar selbstständig lernt.

Wäre das nicht genial? Dieser Arbeitskamerad

nennt sich Roboter und ist so schlau, dass er

Deinen Berufsalltag nicht nur organisiert, sondern

auch optimiert, während Du Spaß bei der

Arbeit hast. Was so total nach Star Trek klingt,

ist in der Industrie schon lange keine Zukunftsmusik

mehr. Diese Branche schickt Dich in

eine völlig neue Dimension und eröffnet Dir

ein Universum voller faszinierender Ausbildungs-

und Jobmöglichkeiten. Schau Dir an,

welche Berufsfelder es gibt, damit Du in Lichtgeschwindigkeit

Deinen Traumjob findest ...

Industriebranche

- galaktisch genial!

Mit dem Begriff Industrie verbinden viele Menschen immer

noch das Bild von einer finsteren Fabrik mit rauchenden

Schornsteinen, kalten Werkhallen mit dampfenden Maschinen

und im Akkord schuftenden Fließbandarbeitern. Doch das ist

Sternenstaub von gestern. Die Industrielandschaft hat sich

in den letzten Jahren im Sternschnuppentempo verändert.

Smart Factory heißen die modernen Werksgelände mit ihren

Hightechanlagen heute. Und manche dieser fortschrittlichen

Produktionsstätten muten sogar so futuristisch an, dass man

sich wie in eine Basis auf einem anderen Planeten versetzt fühlt:

Roboter schwenken ihre Montagearme im Gleichtakt, Ingenieure

überwachen in spacigen Anzügen den Fertigungsprozess per

Touchscreen und selbstfahrende Transporter stapeln fertig verpackte

Produkte perfekt in Container für den weiteren Versand.

Der Countdown läuft

Im Zuge der Digitalisierung und der Weiterentwicklung von

künstlicher Intelligenz können viele Aufgabenbereiche miteinander

verbunden werden. Computer aus verschiedenen Abteilungen

kommunizieren miteinander, Arbeitsschritte werden

automatisiert und schließlich Produktionsabläufe verbessert.

Moment mal, werden dann überhaupt noch Menschen ge-

AZUBI BASICS


15

Industrie-SPECIAL

braucht? Natürlich! Das Zusammenspiel zwischen Maschinen,

Menschen und Prozessen bringt neue Herausforderungen mit

sich. Diese flexiblen und dynamischen Entwicklungen erfordern

helle Köpfchen, die smarte Produkte, wie Sensoren, Speicher

und Prozessoren, herstellen, Computer vernetzen oder Roboter

programmieren und diese dann auch anpassen, steuern

bzw. überwachen können. Doch das ist noch nicht alles.

So viele Jobs, wie Sterne

am Himmel

... zumindest fast: Auch wenn die meisten Berufe vorwiegend

im MINT-Bereich angegsiedelt sind, gibt es noch eine Vielzahl

an Jobmöglichkeiten für Leute, die nicht gerade beste Kumpels

mit Mathe, Physik oder Chemie sind, aber trotzdem hautnah

beim technologischen Fortschritt dabei sein möchten. Hier

ist ein Überblick über die angesagtesten Berufsfelder mit den

coolsten Ausbildungsoptionen der wichtigsten Industriezweige:

AZUBI BASICS


16

Industrie-SPECIAL

Mehr Infos?

Einfach den BUTTON

ANKLICKEN und weitere

Infos und Videos ansehen

BERUFSFELDER IN

DER INDUSTRIE

BERUFSBEZEICHNUNG (Dauer

der Ausbildung, schulische

Voraussetzung)

Welche spannenden TÄTIG-

KEITEN werden in diesem

Job ausgeführt?

Welche Möglichkeiten

für ein DUALES STUDIUM

gibt es?

AUTOMOBILE

Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-in

(3,5 Jahre, Hauptschulabschluss)

• baut Teile eines Autos, Busses oder sogar einer

rollenden Imbissbude neu zusammen, tunt sie

nach Kundenwünschen oder repariert diese

Fahrzeugtechnik

Inhalte sind z. B.: Antriebstechnik, Leichtbau,

Mechanik, Fahrzeugentwicklung, Sicherheit

Chemielaborant/-in

(3,5 Jahre, Fachabitur)

• führt chemische Untersuchungen durch, etwa

für die Pharma-, Lebensmittel- oder Kosmetikindustrie.

Chemische Technik

Inhalte sind z. B.: Energie-, Wärme-, Apparateund

Messtechnik

CHEMIE/ Chem.

Technik

Chemikant/-in

(3,5 Jahre, mittlerer

Schulabschluss)

Pharmakant/-in

(3,5 Jahre, mittlerer

Schulabschluss)

• stellt aus Rohstoffen Farben, Waschmittel oder

Kosmetika her, sorgt dafür, dass die Produktionsanlagen

funktionieren und prüft Proben

• stellt Arzneimittel in Form von Pulvern, Lösungen

und Tabletten her und ist sorgfältig bei der

Dosierung der Wirkstoffe

Chemieingenieurwesen

Inhalte sind z. B: Chemietechnik, Produkt- und

Technologieentwicklung, Umweltschutz

Lebensmittelchemie

Inhalte sind z. B.: Biochemie, Mikrobiologie,

Toxikologie, Technologie, Lebensmittelrecht

Flachglastechnologe/-in

(3 Jahre, Hauptschulabschluss)

• fertigt Autoscheiben, Fenster und gläserne

Tischplatten an. Dafür wird das Glas auf die

benötigte Größe zugeschnitten, die Kanten

werden abgeschliffen.

Verfahrenstechnik

Inhalte sind z.B.: Entwicklung und Betreuung

von Produktionsanlagen, um Rohstoffe durch

chemische, physikalische oder biologische

Verfahren aufzubereiten

Maschinen- und

Anlagenführer/in

(2 Jahre, Hauptschulabschluss)

• richtet Fertigungsmaschinen und -anlagen ein,

nimmt sie in Betrieb und steuert sie.

Maschinenbau

Inhalte sind z. B. die Funktionsweisen von

Maschinen und Anlagen.

MASCHINENBAU

Werkzeugmechaniker/in

(3,5 Jahre, Mittlere Reife)

• fertigt Präzisionswerkzeuge für Medizin und

Industrie an, etwa durch Fräsen, Bohren und

Schleifen.

Maschinenbau

Inhalte sind z. B. Thermodynamik, Konstruktionslehre,

Werkstoffkunde und Elektrotechnik.

Verfahrensmechaniker/in

(3 Jahre, Mittlere Reife)

• stellt Bauteile in den Bereichen Kunststoff- und

Kautschuktechnik, Transportbeton, Beschichtungstechnik

bzw. Glastechnik her.

Verfahrenstechnik

Inhalte sind z. B.: Maschinenbau, Mechanik,

Thermodynamik, Elektro- und Werkstofftechnik.

IT

Kaufmann/frau für Digitalisierungsmanagement

(3 Jahre, mittlerer

Schulabschluss)

• ermittlet den Bedarf an IT-Produkten, beschafft

und führt diese ein.

Digitale Medien

Inhalte sind z. B.: Online-Marketing, Webdesign,

Medienmanagement und Softwareentwicklung

AZUBI BASICS


17

Teleportier Dich nach ganz oben!

Natürlich gibt es noch viel mehr Sektoren innerhalb der Industriebranche,

wie z.B. Textil, Holz und Papier, Optik, Verpackung,

Energie, Metall und viele andere. Sie alle haben jedoch etwas gemeinsam:

Absolventen eines Industrieberufes können mit einer guten

Bezahlung rechnen. Das Gehalt ist in dieser Branche nämlich im

Durchschnitt höher, als in anderen Bereichen. Du bekommst nicht

nur bereits während der Ausbildung eine angemessene Vergütung,

sondern auch der Einstiegslohn kann sich sehen lassen. Außerdem

hast Du sowohl super Chancen, nach der Lehre übernommen zu

werden, als auch tolle Weiterbildungsmöglichkeiten, wie etwa zur/

zum Meister/-in, Techniker/-in, Fachwirt/-in oder Betriebswirt/-in.

Dadurch kannst Du Dich auf bestimmte Fachbereiche spezialisieren

und für Führungsaufgaben qualifizieren. Übrigens: Die

Industriebranche hat den guten Ruf, dass ihre Angestellten von

einer ausgewogenen Work-Life-Balance profitieren können.

Girlpower ist gefragt

Hast Du schon eine Idee, in welche Richtung es gehen soll, traust Dich

aber vielleicht nicht, weil Du ein Mädchen bist? Lass Dich nicht davon

abschrecken, dass es viele Jungs in Deinem Lieblingsberuf gibt. Die

Industriebranche braucht weiblichen Nachwuchs und viele Unternehmen

wünschen sich, dass sich mehr Frauen in diesen Berufen engagieren.

Falls Du noch nicht ganz davon überzeugt bist, ob ein bestimmter

Ausbildungsberuf etwas für Dich ist, dann kannst Du Folgendes tun:

Schnupperpraktika:

Nutze ein Praktikum, um den Profis über die Schultern zu

schauen und Dir ein besseres Bild über Deinen Wunschberuf

zu machen. So kannst Du gleich wertvolle Kontakte

knüpfen und wirst sehen, dass Du auch als Frau das Zeug

dazu hast, einen „typischen“ Männerberuf zu erlernen.

Ladys Only:

Schau Dich nach speziell

nur für Mädchen angebotenen

technischen

Studiengängen in

Deiner Nähe

um, wie z. B.

Wirtschaftsingenieurwesen,

Elektrotechnik

oder Informatik.

BERUFSFELDER IN

DER INDUSTRIE

BERUFSBEZEICHNUNG (Dauer

der Ausbildung, schulische

Voraussetzung)

Welche spannenden TÄTIG-

KEITEN werden in diesem

Job ausgeführt?

Welche Möglichkeiten

für ein DUALES STUDIUM

gibt es?

IT

Fachinformatiker/-in

(3 Jahre, mittlerer

Schulabschluss)

• entwickelt Rechnersysteme, programmiert Software,

tüftelt an komplizierten Fragestellungen

und findet immer eine Lösung

Wirtschaftsinformatik

Inhalte sind z. B.: Software Engineering, Projektmanagement,

Datenbanken, Netzwerke

und Datenschutz bzw. Medienrecht

Elektroniker/-in

• sorgt, je nach Spezialisierung dafür, dass

stets Strom in Gebäuden, Maschinen oder

Anlagen fließt

Elektrotechnik

Inhalte sind z. B.: Robotik, Automatisierungstechnik,

Kommunikations- und Nachrichtentechnik

Industriemechaniker/-in

(3,5 Jahre, mittlerer

Schulabschluss)

• montiert Bauteile bzw. Baugruppen für Maschinen,

repariert sie und programmiert deren

Elektronik, damit alles rund läuft

Mechatronik

Kombi aus Mechanik, Elektrotechnik und Informatik,

Entwicklung verschiedener technische

Systeme für komplexe Maschinen und Anlagen

ELEKTRO-

TECHNIK/

ELEKTRONIK/

MECHATRONIK

Industrieelektriker/in

(2 Jahre, Hauptschul

abschluss)

Zerspanungsmechaniker/in

(3,5 Jahre, Mittlere Reife)

• nimmt Verkabelungen vor, kümmert sich um

deren Instandhaltung und führt Sicherheitsprüfungen

durch.

• fertigt Präzisionsbauteile aus Metall durch

Drehen, Fräsen und Schleifen an und baut sie

zusammen.

Elektrotechnik

Inhalte sind z. B. Mess- und Regelungstechnik,

Energietechnik sowie Informatik.

Mechatronik

Inhalte sind z. B. Technische Mechanik,

Sensorik und Software-Engineering.

Feinwerkmechaniker/in

(3,5 Jahre, Mittlere Reife)

• stellt exakt passende Bauteile für die Automobilbranche,

die Pharma- oder die Lebensmittelindustrie

her.

Medizintechnik

Inhalte sind z. B. Maschinenbau, Werkstoffkunde,

Biophysik und Informatik.

Technischer

Produktdesigner/in

(3,5 Jahre, Fachabitur)

• entwirft und konstruiert Bauteile und -gruppen

für Fahrzeuge, Maschinen und Anlagen.

Industriedesign

Inhalte sind z. B. Planung und Entwurf von

Industrie- und Alltagsprodukten.

Produktionstechnologe/

-technologin

(3 Jahre, Mittlere Reife)

• richtet Produktionsanlagen ein, führt Testreihen

durch und optimiert Produktionsabläufe.

Produktionstechnologie

Inhalte sind z. B. Produktionsorganisation und

-logistik sowie Automatisierung.

AZUBI BASICS


18

Handwerk –

noch immer mit

Goldenem

Boden

Sich für den richtigen zukünftigen Beruf zu entscheiden, ist gar

nicht so einfach. Vielleicht weißt du schon ungefähr, in welche

Richtung es für dich gehen soll, doch so recht festlegen kannst

du dich nicht? Hast du zwei rechte Hände und verfügst über eine beneidenswerte

Fingerfertigkeit? Wenn du deine berufliche Zukunft auf

gar keinen Fall an einem Schreibtisch verbringen möchtest und gerne

anpackst, dann wäre ein Ausbildungsberuf im Handwerk das Richtige

für dich. Damit setzt du auf eine zukunftsträchtige Branche, denn die

Nachfrage nach Fachkräften ist enorm. Lies hier, warum sich ein Handwerksberuf

für dich lohnen würde.

AZUBI BASICS


Das Handwerk vereint Vielfalt,

Innovation und Tradition

Ein Job im Handwerk ist unglaublich

interessant für alle, die sich sowohl für

traditionelle Herstellungsprozesse

als auch für technologische Innovationen

interessieren und am liebsten etwas mit ihren eigenen

Händen erschaffen möchten. In den vielfältigen Handwerksberufen

werden heutzutage klassische Tätigkeiten durch

innovative Technologien vereinfacht. Deshalb sind Experten

gefragt, welche die Ausführung der spezifischen Aufgaben

sowohl technisch als auch

mechanisch gut beherrschen.

In deiner Lehre wirst

du darauf perfekt vorbereitet.

Die Ausbildungen im

Handwerk werden meist in

dualer Form angeboten, sodass

sich Berufsschule und

Praxis im Ausbildungsbetrieb abwechseln. Alternativ gibt

es noch die schulischen Ausbildungen, die durch eine Praktikumsphase

ergänzt werden. Um dich zu orientieren und

herauszufinden, ob ein bestimmter Handwerksberuf gut zu

dir passt, empfehlen wir dir, bereits in der Schulzeit ein Betriebspraktikum

zu absolvieren. Hier kannst du in den Alltag

deines zukünftigen Jobs eintauchen, die Arbeitsprozesse

kennenlernen und wichtige Kontakte knüpfen. Nicht selten

ist ein Praktikum der Schlüssel, mit welchem du die Tür zu

deinem späteren Berufseinstieg öffnest.

Dir werden wichtige Handgriffe,

Kniffe und Tricks direkt vom Profi

beigebracht und du kannst sie während

der Lehre gleich umsetzen.

Ausbildung im Handwerk:

Basis schaffen und darauf aufbauen

Der Vorteil einer Lehre in einem Handwerksberuf liegt darin,

dass du häufig in kleinen und mittelständischen Betrieben

ausgebildet wirst. Diese sind besonders ausbildungsaktiv und

investieren gern in ihren Nachwuchs. Hier ist die Ausbildungsatmosphäre

familiär und die Anzahl der Azubis eher gering.

Dadurch wirst du an der Seite deines Ausbilders oder Meisters

intensiv angelernt und machst dich mit den verschiedenen

Etappen eines Herstellungsprozesses vertraut. Vom ersten

Tag deiner Ausbildung an bist du mit an der Planung eines

Projektes oder Werkstücks über die Bearbeitung verschiedener

Materialien und der Verwendung unterschiedlicher

Werkzeuge sowie Maschinen bis hin zur Fertigstellung beteiligt.

Dir werden wichtige Handgriffe, Kniffe und Tricks direkt

vom Profi beigebracht und du kannst sie während der Lehre

gleich umsetzen. Bereits in der Ausbildungszeit verdienst

du schon gutes Geld, übernimmst anspruchsvolle, abwechslungsreiche

Aufgaben und wirst eine Menge Spaß haben. Mit

der krönenden Abschlussprüfung qualifizierst du dich für deinen

Beruf. Die Zukunftsperspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten

für ausgelernte Gesellen sind optimal. Jetzt kannst

du entweder direkt im Job loslegen oder dein Know-how erweitern.

Durch den Erwerb von Zusatzqualifikationen oder

eine Weiterbildung zum Techniker bzw. Meister kannst du

deine Karriere ankurbeln, mehr Verantwortung übernehmen,

dein Gehalt steigern oder dich sogar selbstständig machen.

Welche Handwerksberufe haben nach wie vor

groSSe Zukunft?

Es gibt Handwerksberufe, in denen ein enormer Bedarf an

Nachwuchskräften besteht. Deshalb haben wir ein paar für

dich zusammengetragen, die besonders gute Zukunftsperspektiven

haben und das bei einem tollen Gehalt. Mit einer

Ausbildung zum/zur Mechatroniker/-in wählst du einen

spannenden, zukunftsträchtigen und gut bezahlten Beruf.

Im Automobil- und Maschinensektor wirst du bei deiner Ausbildungsplatzsuche

keine Schwierigkeiten haben. Die Jobaussichten

sind super, denn Mechatroniker/-innen sind sehr

gefragte Fachkräfte. Sie stellen all unsere innovativen technischen

Geräte her und reparieren sie. Deshalb werden sie

auch entsprechend bezahlt. Bereits während der Ausbildung

kannst du dich auf ein Gehalt von knapp 1.000 Euro brutto

monatlich freuen. Etwa noch einmal so viel verdienst du nach

deinem Abschluss, und wenn du die Technikerausbildung absolvierst,

winken dir sogar rund 5.000 Euro brutto im Monat.

Ein weiterer Handwerksberuf mit genialen Verdienstaussichten

ist der/die Industriemeister/-in Metall. Nach

einer entsprechenden Ausbildung, für die du dich in der Regel

mit dem Hauptschulabschluss

bewerben kannst, und einigen

Jahren Berufserfahrung qualifizierst

du dich mit dem Meistertitel

zur Führungskraft. Verantwortungsvolle

Aufgaben, wie

das Management der Herstellungsprozesse

und Tätigkeiten

als Ausbilder/-in, können dein Chefgehalt von 3.000 Euro

auf bis zu 5.000 Euro brutto monatlich ansteigen lassen.

Auch die Baubranche boomt und damit ebenfalls das Ausbaugewerbe.

Handwerker, die mit Holz und anderen Baumaterialien

zu tun haben, sind gefragt wie nie.

Unglaublich gute Zukunftaussichten haben beispielsweise

Maurer. Spätestens beim Berufseinstieg hat sich der

Schweiß gelohnt. Bruttomonatsgehälter in Höhe von

etwa 2.500 Euro sind die Regel. Wenn du noch etwas

Fleiß dazu packst und dich zum Vorarbeiter, Polier oder

Meister qualifizierst, kannst du mit 4.000 Euro brutto im

Monat nach Hause gehen. Im Bausektor verdienen Lehrlinge

übrigens am meisten.

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19

AZUBI BASICS


20

Konzern,

Mittelstand

oder

Start-up?

Ausbildung in einem

Konzern

Große bekannte und etablierte Unternehmen

wirken für viele Azubis äußerst

attraktiv. Dort einen Ausbildungsplatz

zu ergattern, gestaltet sich jedoch häufig

als Spießrutenlauf. Da sich bei Konzernen

mehr Schulabgänger bewerben,

als diese Lehrstellen anbieten, sind die

Bewerbervoraussetzungen hoch angesetzt.

Die Personaler sichten Hunderte

von Bewerbungen und sortieren die

Spreu vom Weizen in Aufnahmetests,

Assessment-Centern sowie knallharten

Interviews. Doch wer es geschafft hat,

kann sich auf ein gutes Lehrlingseinkommen

freuen. Viele große Betriebe sind

zudem international ausgerichtet und

haben mehrere Filialen, sodass du hier

Bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz wirst

du dich sicher fragen: „Welches Unternehmen ist das richtige

für mich?“, „Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?“ und

„Wie groß sind die Übernahmechancen?“ Das ist wichtig und super,

dass du dir diese Fragen stellst. Schließlich wirst du einen Großteil

deines Lebens dort verbringen, möchtest dich so gut wie möglich

weiterentwickeln und deine Zukunft bestmöglich aufbauen. Um deine

Entscheidung ein wenig zu erleichtern, klären wir dich etwas näher

über die Unterschiede zwischen kleinen und mittelständischen

Betrieben, großen Unternehmen bzw. Konzernen sowie Start-ups

auf. Hier erfährst du, welche Vor- und Nachteile hinsichtlich dieser

Fragen die Größe einer Firma für dich als Azubi jeweils hat.

super Möglichkeiten hast, einen Teil deiner

Ausbildung an einem anderen Standort

oder sogar im Ausland zu verbringen.

Da Konzerne meist mehrere Auszubildende

einstellen, ist eine Übernahme nicht immer

sicher. Dazu müsstest du durch besondere

Leistungen auffallen und einen guten Draht

zum Chef haben. Diesen bekommst du in

großen Unternehmen allerdings, wenn

überhaupt, nur selten zu Gesicht. Nach deinem

Abschluss kannst du jedoch mit dem

Namen und dem Image des Unternehmens

sowie deinen Erfahrungen glänzen, was dir

bei deiner späteren Jobsuche möglicherweise

einen Vorteil verschafft. Wenn du

ein Mensch bist, der sich gut in bestehende

Hierarchien eingliedern kann, kein Problem

mit festen Unternehmensstrukturen hat

und seine Karriere langfristig plant, dann

könnte eine Ausbildung bei einem großen

Unternehmen das Richtige für dich sein.

Lehre in kleinen Firmen

und im Mittelstand

Wusstest du, dass etwa 90 Prozent aller

Auszubildenden in Deutschland ihre Lehre

bei mittelständischen Unternehmen absolvieren?

In kleineren Firmen wirst du vielleicht

sogar der einzige Azubi sein. Klarer

Vorteil für dich, denn kleine und mittelständische

Unternehmen bieten ihren

Azubis vor allem eine intensive Einarbeitung.

Du hast stets einen Ansprechpartner

an deiner Seite, etwa deinen Ausbilder

oder Vorgesetzten, dem du zeigen kannst,

was in dir steckt. Wenn du eine Lehre im

Handwerk aufnehmen möchtest, dann bist

du in einem kleinen oder mittelständischen

Handwerksbetrieb super aufgehoben. Diese

sind besonders ausbildungsaktiv, da sie

meist für ihren eigenen Nachwuchsbedarf

ausbilden und entsprechend investieren.

Hier hast du nicht nur tolle Chancen mit

deiner Bewerbung, weil viele Schulabgänger

lieber in großen Konzernen arbeiten

wollen oder an die Universitäten strömen,

sondern auch hohe Aussichten auf eine

Übernahme. Mit einer entsprechenden

Weiterbildung kannst du dich schnell

in die Chefetage katapultieren. Weitere

Pluspunkte, die für die kleinen bzw. mittelständischen

Unternehmen sprechen,

sind ein angemessenes Ausbildungsgehalt

und ein angenehmes Betriebsklima

durch überschaubare Mitarbeiteranzahlen

und Kundenaufträge.

Als Azubi in ein Start-up?

Zunächst einmal: Es gibt nicht viele

Start-ups, die Ausbildungsplätze anbieten,

doch es werden immer mehr. Jetzt

wirst du dich sicher fragen, ob denn die

neu gegründete Firma überhaupt für

die Zeit existieren wird, in der du deine

Ausbildung absolvieren musst. Zugegeben

stellt das natürlich ein Risiko

dar, mit welchem du allerdings auch bei

einem kleinen etablierten Betrieb rechnen

musst. Eine Ausbildung bei einem

Gründerunternehmen bietet dir viele

Vorteile. Die Hierarchien sind sehr flach

und die Unternehmensstrukturen dynamisch.

Du wirst von Anfang an mit ins

Team eingebunden, die Zusammenarbeit

ist eng und dein Aufgabenbereich

kann sehr breit gefächert sein. So gewinnst

du von Anfang an intensive Einblicke

in die Unternehmensprozesse. Da

du quasi in das Unternehmen hineinwächst,

sind die Übernahmechancen

sehr hoch und die Karriereaussichten

super. Ein Sprung in die Führungsebene

ist hier wahrscheinlicher und kann

schneller gelingen als in großen Unternehmen.

Auf der anderen Seite kann

dein Ausbildungsgehalt geringer ausfallen

als beim Durchschnitt und nicht selten

wirst du ins kalte Wasser geschmissen,

da Start-ups nicht viel Erfahrung

mit Azubis haben. Dafür bietet dir eine

Lehre in einem frisch gegründeten Betrieb

viel Raum für deinen Einfallsreichtum,

der hier eher geschätzt wird als

in großen Firmen. Wenn es dir wichtig

ist, dich mit den Idealen und Produkten

eines Unternehmens identifizieren zu

können, du dir spannende Herausforderungen

sowie eine familiäre Atmosphäre

wünschst, dann wäre eine Lehre in

einem Start-up optimal für dich.

AZUBI BASICS


Unsere Meere ersticken im müll

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21

8 millionen Tonnen Müll gelangen

durchschnittlich jedes jahr ins meer

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landen bei dem aktuellen trend 2025 in den ozeanen

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22

Azubi Basics ist ein kostenloses

Informationsmagazin für Schulabgänger

der Klassen 9 bis 13

und richtet sich an Leser jeden

Geschlechts. Aus Gründen der

Lesbarkeit wurde im Text an

einigen Stellen die männliche Form

gewählt, die Angaben beziehen

sich jedoch auf alle Geschlechter.

Herausgeber + Verlag

huhle media GmbH

Bertha-Benz-Straße 5

10557 Berlin

Tel.: 030/9854042-0

info@huhle-mediagroup.de

Geschäftsführung:

Evelyn Huhle

Redaktion/Text:

Natalie Decker

Der Inhalt des Heftes wurde

sorgfältig erarbeitet, dennoch

können Herausgeber, Redaktion

und Verlag keine Haftung für die

Richtigkeit übernehmen. Beiträge,

die mit Namen oder Initialen des

Verfassers gekennzeichnet sind,

geben nicht immer die Meinung

des Herausgebers wieder.

Art Direction

Evelyn Huhle

Grafik, Layout

Annette Mattmüller

Anzeigenberatung

Nadine Schneider

Fotos/IllustRationen

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Peshkova/123RF.com, Burmakin

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Koev/123RF.com, Marco2811/

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lightwise/123RF.com, koya/123RF.

com, tonefotografia/123RF.com

Verteilung:

Die Verteilung erfolgt an Schulen

zur Aushändigung an künftige

Absolventen der Abschlussklassen

von Sekundarschulen, Gymnasien,

Gemeinschaftsschulen und

Oberstufenzentren.

impressum

„Warum hast du dich für die

Ausbildung zur Fachkraft für

Lagerlogistik entschieden?”

In meinem Freiwilligen Sozialen Jahr konnte

ich Erfahrung im Bereich Logistik sammeln

und hatte viel Freude am Kommissionieren

und Zustellen von Ware. So bin ich zunächst

zu meiner Ausbildung zum Fachlageristen

gekommen. Indem ich ein weiteres

Ausbildungsjahr anschließe, erwerbe ich

den Abschluss Fachkraft für Lagerlogistik

und erweitere dadurch meine Skills.

„Was fasziniert dich besonders

an der Arbeit in der Logistik?”

Definitiv die Vielfalt. Gerade bei Schlüter-

Systems sieht man im Laufe der Ausbildung

viele verschiedene Logistikbereiche.

Das ist schon etwas Besonderes.

„Wie sieht ein typischer

Arbeitstag für dich aus?”

Als Fachkraft für Lagerlogistik bin ich aktuell

in der Disposition, wo verschiedene Abholaufträge

bearbeitet werden. Ich stelle sicher,

dass die Ware möglichst schnell und sicher

am Ziel ankommt und plane Transporte zu

unseren Niederlassungen im Ausland.

„Was ist deine liebste Erinnerung

in der Ausbildungszeit?”

Die Dankbarkeit des Teams. Ich komme

mit allen Kollegen gut klar und

werde von ihnen geschätzt.

AZUBI BASICS

„Was war bisher die

gröSSte Herausforderung

in deiner

Ausbildung?”

Ich sollte Restbestände

im Lagerverwaltungssystem

verbuchen,

hatte vorher allerdings

noch nie etwas mit dem

Prozess der Buchungen

zu tun und war dementsprechend

ein wenig

überfordert. Durch die

Hilfe meiner Kollegen

konnte ich diese Hürde

gut überwinden.

„Gab es eine Situation,

in der du besonders

stolz auf

deine Arbeit warst?”

Auf jeden Fall. Als das neue Kistenhochregallager

fertiggestellt wurde, mussten

verschiedene Artikel kurzfristig umgepackt

werden. Diese Aufgabe konnte

ich deutlich vor der Frist erledigen.

„Welche Tipps würdest du Leuten geben,

die sich für eine Ausbildung zur Fachkraft

für Lagerlogistik interessieren?”

Habt immer gute Laune bei der Arbeit! Mit

einem tollen Team sowie Spaß und Freude

wird die Arbeit nie langweilig. Sprecht

eure Wünsche und Interessen aus, euer

Ausbilder ist immer auf eurer Seite.

Ben, 22 Jahre, 3. Ausbildungsjahr

Ausbildung Fachkraft für Lagerlogistik

„Welche Entwicklungen werden deiner

Meinung nach zukünftig Auswirkungen

auf die Arbeit in der Logistik haben?”

Ich glaube hier spielt die globale Weiterentwicklung

und Digitalisierung eine große Rolle

– sowohl für Abläufe als auch für das Personal.

Viele Aufgaben können automatisiert

werden, was ich im neuen Logistikzentrum

von Schlüter-Systems hautnah miterlebe.

Diese Prozesse müssen organisiert und strukturiert

werden, das finde ich sehr spannend!


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Ausbildungsdauer: 3 Jahre

Ausbildungsort: Kirchlengern

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1


Pflege-Special

28

Hilfe mit Herz

und Hand

Das große Pflege-Special

Tagein, tagaus dasselbe machen? Acht Stunden pro Tag vor dem Computer sitzen und

Tabellen ausfüllen? Wie öde! Wenn du von einem abwechslungsreichen, sinnstiftenden

Beruf träumst, bei dem jeder Tag neue Überraschungen und Herausforderungen

bringt, solltest du in der Pflege durchstarten.

Die schulische Pflegeausbildung und auch

das Berufsbild haben sich in den letzten Jahren

stark verändert. Doch eines ist geblieben:

Als Pflegefachmann bzw. Pflegefachfrau

betreust du hilfsbedürftige Menschen und

übst damit einen der wichtigsten Jobs von allen

aus. Ob im Krankenhaus oder in der Facharztpraxis,

ob im Hospiz, in der Kurzzeitpflege oder im Wohnheim für Menschen

mit Behinderung: Du bist zur Stelle, wenn Menschen deine

Unterstützung, deine Fürsorge und dein Mitgefühl brauchen.

Wenn du ein großes Herz und eine gehörige Portion Empathie

mitbringst, kannst du als Pflegefachkraft viel bewegen. Denn

du hast einen direkten Einfluss auf das Wohlbefinden deiner

Patient/ innen, hilfst ihnen beim Gesundwerden und beim Bewältigen

ihres Alltags. Du wünschst dir eine soziale Tätigkeit,

bei der du nach Feierabend stolz auf das Geleistete sein kannst?

All das bietet dir die Pflege – und noch viel mehr.

Gute Gründe für eine

Ausbildung in der Pflege

Wohl in keiner anderen Branche sind die Zukunftsaussichten

derzeit so rosig wie in der Pflege. Der Grund dafür liegt in der

Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Die Menschen hierzulande

werden immer älter, dadurch steigt die Anzahl derjenigen,

die pflegerische Unterstützung brauchen. Schon

jetzt werden Pflegefachkräfte überall händeringend

gesucht – in Krankenhäusern und Seniorenheimen,

aber auch bei ambulanten Pflegediensten und in

Einrichtungen für betreutes Wohnen. Das bedeutet:

Wenn du deinen Abschluss in der Tasche hast,

wirst du dir höchstwahrscheinlich aussuchen können,

wo du arbeiten möchtest.

Gut zu wissen: Seit 2020 gibt es die generalistische

Pflegeausbildung. Du lernst während deiner

Ausbildung verschiedene Pflegebereiche wie Gesundheits-

und Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege

kennen und kannst ausprobieren,

welche Tätigkeiten dir am meisten Spaß machen. Du

bist also nicht festgelegt und kannst dir einen guten

Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten verschaffen,

die dir die Gesundheitsbranche bietet. Wenn du möchtest,

kannst du dich nach zwei Jahren auf eine der pflegerischen

Fachrichtungen spezialisieren.

Darüber hinaus gibt es eine weitere wichtige Neuerung: Seit

der Reform der Pflegeausbildung wird diese endlich angemessen

vergütet. Inzwischen zählt die Ausbildung zum Pflegefachmann

bzw. zur Pflegefachfrau

zu den bestbezahlten Ausbildungen

überhaupt. Tarifgebundene Kliniken,

Seniorenheime und andere

soziale bzw. medizinische Einrichtungen

zahlen dir bereits

im ersten Ausbildungsjahr ein

Grundgehalt von 1.191 Euro.

Dein späteres Einstiegsgehalt als

fertige Pflegefachkraft wird bei

knapp 3.000 Euro pro Monat liegen

– mit Zulagen und Zuschlägen kann

es sogar noch etwas mehr werden. Übrigens:

Das früher übliche Schulgeld, das

Auszubildende in der Pflegebrache zahlen

mussten, gibt es nicht mehr.

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Pflege-Special

29

Einer der wichtigsten Gründe für eine Ausbildung in der Pflege ist

allerdings die Arbeit am und mit dem Menschen. Du pflegst deine

Patient/ innen, begleitest Alte und Kranke und tröstest Angehörige.

Dein Arbeitsalltag ist nicht nur abwechslungsreich und spannend,

sondern auch ganz nah dran am Leben. Denn du bist dabei,

wenn Babys geboren werden und wenn Menschen sterben, wenn

Kranke lebensverändernde Diagnosen erhalten und wenn sie die

Klinik überglücklich als geheilt verlassen. Wenn du eine sinnvolle

Aufgabe suchst, anderen helfen möchtest und nach

Schichtende das Gefühl haben möchtest, wirklich etwas

geleistet zu haben, wird dich die Arbeit

als Pflegefachkraft

erfüllen.

Voraussetzungen für die

Ausbildung zur Pflegefachkraft

Du möchtest dich um andere kümmern und eine Ausbildung zur

Pflegefachkraft beginnen? Dann solltest du zehn Jahre zur Schule

gegangen sein und einen mittleren Schulabschluss mitbringen.

Auch mit dem 9-jährigen Hauptschulabschluss kannst du

Pflegefachmann bzw. Pflegefachfrau werden, allerdings musst

du, bevor es losgehen kann, eine Ausbildung zum/ zur Pflegehelfer/

in absolvieren. Da die Arbeit im Krankenhaus, in der Pflegeeinrichtung

oder im Gesundheitszentrum durchaus anstrengend

sein kann, brauchst du außerdem ein ärztliches Attest. Es

bestätigt dir, dass du körperlich ausreichend fit und belastbar

bist, um Alten und Kranken die Hilfe zukommen zu lassen, die

sie brauchen. Darüber hinaus können im Gesundheitswesen bestimmte

Impfungen vorgeschrieben oder zumindest dringend

empfohlen sein.

Um als Pflegefachkraft erfolgreich durchstarten zu können, solltest

du keine Scheu vor dem direkten Kontakt mit alten und

kranken Menschen haben. Du musst außerdem gewissenhaft

und sorgfältig arbeiten können, denn von deiner Tätigkeit können

Menschenleben abhängen. Da Pflege Teamwork ist, solltest

du gerne mit anderen zusammenarbeiten, etwa mit Kolleg/

innen aus der Pflege, Ärzt/ innen, Physio- bzw. Ergotherapeut/

innen sowie mit Ernährungsberater/ innen. Wenn dann noch in

der Schule Biologie, Pädagogik, Deutsch und/ oder Ethik zu deinen

Lieblingsfächern gezählt haben, sind das ideale Voraussetzungen,

um eine Ausbildung als Pflegefachkraft zu beginnen.

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Pflege-Special

30

So läuft die Ausbildung

zur Pflegefachkraft

ab

Die neue generalistische Pflegeausbildung

dauert drei Jahre. Du kannst sie

unter Umständen verkürzen, etwa wenn

du bereits eine Ausbildung zum/ zur Gesundheits-

und Pflegeassistent/ in, zum/

zur Altenpflegehelfer/ in oder zum/ zur

Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/

in abgeschlossen hast. Es handelt sich um

eine schulische Ausbildung, die an einer

Berufsfachschule absolviert wird. Aber

natürlich kommt auch die Praxis nicht zu

kurz. Vor Ort in einer Pflegeeinrichtung,

etwa in einem Krankenhaus oder Pflegeheim,

kannst du dein theoretisches Wissen

direkt anwenden. Ob du deine Ausbildung

als pflegerische/ r Allrounder/ in beendest

oder ob dich direkt auf Altenpflege, Krankenpflege

oder Kinderkrankenpflege spezialisieren

möchtest, entscheidest du in

deinem letzten Ausbildungsjahr.

AZUBI BASICS

Während der Ausbildung lernst du den Umgang

mit verschiedenen Personengruppen

kennen, die deine Hilfe als Pflegefachkraft

benötigen: Das können verletzte und kranke

Menschen sein, Personen mit körperlichen

oder geistigen Einschränkungen sowie

Kinder, Jugendliche und Senior/ innen. Du

erfährst außerdem, was die stationäre von

der ambulanten Pflege unterscheidet und

wodurch die Akut- bzw. die Langzeitpflege

gekennzeichnet ist. Auf deinem Stundenplan

stehen viele interessante Lehrinhalte

wie Gesundheitsprävention, Patientensicherheit

und Rehabilitation: Warum werden

Menschen überhaupt krank – und wie können

Erkrankungen verhindert werden? Wie

werden Wunden versorgt, Infusionen gelegt

und Blutdruck, Puls sowie die Körpertemperatur

gemessen? Die Antworten auf diese

und andere spannende Fragen bekommst

du während deiner dreijährigen Ausbildung.

Du wirst umfassend darauf vorbereitet, in

Notsituationen ruhig und sicher die richtigen

Entscheidungen zu treffen, Patient/ innen bei

der Körperpflege zu unterstützen und sie in

ihrer letzten Lebensphase mitfühlend zu begleiten.

Doch auch die Kommunikation spielt

im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle:

Du lernst, deine Arbeit schriftlich zu dokumentieren

und eignest dir dabei wertvolles

medizinisches Fachwissen an. Am Ende der

Ausbildung nimmst du an einer Abschlussprüfung

teil, deren Inhalte sich von Bundesland

zu Bundesland leicht unterscheiden

können. In der Regel gibt es einen schriftlichen,

einen mündlichen und einen praktischen

Teil. Wenn du bestanden hast, hast du

allen Grund zum Feiern. Dein Abschluss ist

nämlich nicht nur deutschlandweit, sondern

sogar in der gesamten Europäischen Union

anerkannt. Das heißt: Als ausgebildete Pflegefachkraft

kannst du nicht nur in Deutschland,

sondern zum Beispiel auch in Italien,

Spanien oder Schweden arbeiten. Es erwarten

dich vielfältige Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten

im Gesundheitswesen.


Pflege-Special

31

Dein Berufsalltag nach

der Ausbildung

Was genau macht eine Pflegefachkraft eigentlich? Vielleicht

denkst du jetzt, dass Pflegefachmänner und -frauen in erster

Linie ärztliche Anweisungen ausführen und Medikamente verabreichen.

Das tun sie zwar, aber diese Tätigkeit ist nur ein

kleiner Teil eines umfangreichen, verantwortungsvollen Aufgabengebiets.

Als Pflegefachkraft planst du nämlich auch eigenständig

Maßnahmen und führst diese durch. Du versorgst

zum Beispiel Wunden, legst Infusionen, nimmst Blut ab, hilfst

bei der Körperpflege und der Nahrungsaufnahme und kontrollierst

die Vitalzeichen deiner Patient/ innen. Damit sind wichtige

Werte wie Puls, Blutdruck und Körpertemperatur gemeint.

Für die Angehörigen bist du ein/ e wichtige/ r Ansprechpartner/

in. Denn du informierst sie über die geplanten operativen, therapeutischen

oder diagnostischen Maßnahmen. Anschließend

dokumentierst du alle Behandlungsdetails und besprichst die

Lage auf der Station mit deinen Kolleg/ innen.

Da alte und kranke Menschen rund um die Uhr Betreuung benötigen,

ist der Arbeitstag in Pflegeeinrichtungen in Schichten eingeteilt.

Es gibt Früh-, Spät- und Nachtschichten, wobei jeder Dienst

seinen ganz eigenen Reiz hat. Nachts ist es in der Regel ruhiger,

da viele Patient/ innen schlafen. Aber wenn sich der Gesundheitszustand

eines deiner Schützlinge mitten in der Nacht plötzlich

deutlich verschlechtert, kann es auch mal hektisch werden. Eines

ist sicher: Ob Früh-, Spät- und Nachtdienst, langweilig wird es in

Pflege garantiert niemals. Du wächst an deinen Aufgaben und

entwickelst dich jeden Tag fachlich, aber auch menschlich weiter.

Weiterbildungs- und

Aufstiegschancen im

Gesundheitswesen

Wenn du deine Ausbildung zur Pflegefachkraft

abgeschlossen und erste Berufserfahrung

in der Pflege gesammelt hast,

hast du womöglich eine Leidenschaft für

einen bestimmten medizinischen Fachbereich

entwickelt. Von Intensivmedizin bis

Onkologie, von Notfallmedizin bis Psychiatrie:

Es gibt verschiedene spannende

Bereiche, in denen du dich zum/ zur Fachkrankenpfleger/

in weiterbilden kannst.

Um dein Wissen auf dem neuesten Stand

zu halten, kannst du außerdem Anpassungsfortbildungen

zu Krankenpflege,

Altenbetreuung, Pflegedokumentation

oder vielen anderen interessanten Themen

besuchen.

Vielleicht reizt dich aber auch die wirtschaftliche

Seite der Pflege. Dann könnte

eine Weiterbildung zum/ zur Geprüften

Fachwirt/ in im Gesundheits- und

Sozialwesen für dich genau das Richtige

sein. Während des Lehrgangs lernst du,

wie du die Arbeitsabläufe in der Pflege

koordinierst und planst, wie du Finanzierungspläne

erstellst, Marketingkonzepte

entwickelst und vieles mehr. Am Ende

legst du eine Prüfung vor der Industrieund

Handelskammer (IHK) ab und bist

anschließend bereit, leitende Tätigkeiten

auf mittlerer Führungsebene zu übernehmen.

Du arbeitest dann zwar hauptsächlich

im Büro, hilfst aber immer noch aktiv

mit, dass deine Patient/ innen bestmöglich

betreut werden.

Wissenschaftliche

Theorie plus praktischer

Klinikalltag:

Das Pflegestudium

Neben der schulischen Ausbildung zur

Pflegefachkraft gibt es seit einiger Zeit

auch ein Pflegestudium. Es dauert in der

Regel sechs bis sieben Semester und du

schließt es mit dem akademischen Titel

Bachelor of Science (B. Sc.) ab. Zusammen

mit dem Hochschulabschluss erwirbst

du die Berufsbezeichnung Pflegefachfrau

bzw. Pflegefachmann. Das

Pflegestudium kombiniert wissenschaftliche

Vorlesungen und Seminare an der

Hochschule mit Praxiseinsätzen in einer

Klinik, einem Wohnheim oder einer anderen

Pflegeeinrichtung. Es richtet sich

an Schulabgänger/ innen mit allgemeiner

oder fachgebundene Hochschulreife bzw.

mit fachgebundener Fachhochschulreife.

Worin liegt nun der Unterschied zur

klassischen Pflegeausbildung? Während

des Pflegestudiums befasst du dich mit

den wissenschaftlichen Grundlagen und

Methoden der Pflege. Du lernst zum

Beispiel, wie komplexe Prozesse im Gesundheitswesen

geplant und gesteuert

werden – aber auch, wie deren Qualität

gemessen und verbessert werden kann.

Dafür beschäftigst du dich mit neuen

pflegewissenschaftlichen Studien und

wendest dein theoretisches Wissen direkt

im Klinikalltag an. Durch die Kombination

aus medizinischem Hintergrundwissen

und praktischer Erfahrung eröffnet

dir das Pflegestudium vielfältige Karrieremöglichkeiten

und Aufstiegschancen.

Übrigens: Wenn du bereits eine Pflegeausbildung

absolviert hast, kannst du

dein anschließendes Pflegestudium um

die Hälfte verkürzen. Weitere interessante

Studienfächer für gelernte Pflegefachkräfte

sind zum Beispiel Medizin, Gesundheitsmanagement

und Pharmazie.

Du siehst: Wenn du dich für eine Ausbildung

in der Pflege entscheidest, stellst du

die Weichen für eine erfolgreiche Karriere

mit Zukunft. Du wirst dir wohl niemals

Sorgen darüber machen müssen, einen

Arbeitsplatz zu finden. Denn deine Arbeit

wird auch perspektivisch überaus wichtig

und wertvoll bleiben. Schließlich liegt

das Leben deiner Patient/ innen in deinen

Händen.

Hier Ausbildungen

in der Pflege

finden

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32

Aus- und

Weiterbildung

an privaten

Schulen und

Instituten

Tolle

Ausbildungsangebote

finden

AZUBI BASICS


33

Auf der Suche nach deiner Traumlehre oder einer Weiterbildung hast du sicher schon

festgestellt, dass viele Berufe nur in Form einer schulischen Ausbildung angeboten

werden. Dabei hast du die Möglichkeit, deine Ausbildung sowohl an staatlichen als auch

an privaten Berufsschulen zu absolvieren. Das betrifft vor allem Ausbildungsberufe im Bereich

Gesundheit, wie z. B. zum Physio-, Ergotherapeuten oder Logopäden, technische Berufe, wie

etwa zum Pharmazeutisch-technischen Assistenten und verschiedene Weiterbildungen, wie

die für angehende Hotelmanager. Damit du einen besseren Durchblick bekommst, erklären wir

dir hier den Unterschied zwischen privaten und staatlichen Bildungsträgern. Lies weiter ...

Die Unterschiede

Zunächst einmal muss bei den privaten Berufsfachschulen

unterschieden werden zwischen Ersatzschulen und Ergänzungsschulen.

Die Ersatzschulen bieten dieselben beruflichen

Ausbildungen an, die auch an staatlichen Berufsfachschulen

absolviert werden können. Ergänzungsschulen

hingegen verfügen über ein Ausbildungsangebot, das es an

öffentlichen Berufsfachschulen nicht gibt. Die Lehrpläne der

Ersatzschulen ähneln denen des Bundeslandes, damit das

gleiche Bildungsniveau wie an den öffentlichen Schulen erreicht

werden kann. Die Abschlüsse sind staatlich anerkannt.

Bei den Ergänzungsschulen sieht das anders aus. Zwar bekommen

die Schulabgänger ein Zertifikat über die Teilnahme

am Lehrgang, doch der Abschluss entspricht nicht immer

dem einer staatlichen bzw. einer Ersatzschule. Ersatzschulen

unterliegen einem Sonderungsverbot, was die Schulgebühren

im Rahmen hält, damit jeder die Möglichkeit hat, dort

eine Ausbildung aufzunehmen. Private Schulen werden von

Stiftungen, Vereinen, privaten Personen oder Kirchenorganisationen

unterstützt. Sie sind aber nicht zwangsläufig technisch

besser ausgestattet als staatliche.

Allerdings spielen die Ausbildungsinhalte eine wesentliche

Rolle. Deshalb sollte die Ausbildung entsprechend strukturiert

sein. Die Zulassungsbedingungen bestimmen die

privaten Schulen jeweils selbst. Informiere dich im Vorfeld

über die jeweiligen Voraussetzungen. Lass dich nicht von

Berufsbezeichnungen blenden, die nicht geschützt sind. Der

Ausbildungsberuf muss nach dem Berufsbildungsgesetz anerkannt

sein. Es lohnt sich in jedem Fall eine gute Recherche,

ein Beratungstermin bei der Agentur für Arbeit und ein Besuch

beim Tag der offenen Tür der Schule. Dort kannst du

gleich ins Gespräch mit den Lehrkräften kommen und dir

einen Überblick über die Ausstattung und den Ablauf sowie

Inhalt der Ausbildung machen.

Finanzielle Aspekte

Die Ausbildung an einer öffentlichen Berufsfachschule ist kostenfrei,

während bei privaten Bildungsträgern Aufnahmegebühren

und Seminarkosten auf dich zukommen. Ersatzschulen

werden meist von den Ländern finanziell gefördert. Daher

sind die Schulgebühren an Ergänzungsschulen weitaus höher

als an Ersatzschulen. In deiner schulischen Ausbildung

bekommst du kein Gehalt. Du kannst jedoch durch staatliche

Förderprogramme, auch für den Besuch an privaten Bildungseinrichtungen,

finanziell unterstützt werden, wie etwa

nach BAföG, mit einer Förderung der beruflichen Weiterbildung

durch das Arbeitsamt oder auch mit einem Bildungskredit.

Viele private Bildungsträger verfügen zudem über eigene

Stipendienprogramme. So kannst du z. B. einen Teil des

Schulgeldes bei guten Leistungen zurückbekommen oder dir

wird ein gewisser Satz erlassen, wenn du begabt, jedoch bedürftig

bist. Weiterhin kannst du an einigen privaten Berufsfachschulen

ein zinsfreies Darlehen beantragen, welches du

später von deinem Gehalt zurückzahlst.

Privat oder staatlich? Darauf solltest du achten!

Wenn du eine private Bildungseinrichtung wählen möchtest,

dann achte darauf, dass diese staatlich anerkannt ist. Setze

dich mit den Ausbildungsinhalten auseinander und vergewissere

dich über den Ruf der Schule. Du kannst dich beim

Kultusministerium deines Bundeslandes über den Notendurchschnitt

vergangener Klassen sowie die Anerkennung

der Abschlüsse kundig machen. Grundsätzlich machen Arbeitgeber

keinen Unterschied, ob du deine Ausbildung an einer

privaten oder staatlichen Institution abgeschlossen hast.

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34

Raus aus dem

Schatten

Sie arbeiten im Verborgenen. Ohne viel Trara um ihren Job zu machen, ernten sie Kartoffeln,

lenken LKW über die Autobahn oder füllen Supermarktregale auf. Lautlos wie Ninjas

sind sie, die Angestellten der systemrelevanten Berufe. Ihre Bezahlung ist meistens eher

unterdurchschnittlich, auch der Glamour-Faktor hält sich in Grenzen. So war das jedenfalls bis

zum Frühling 2020 – und dann kam das Coronavirus.

Auf einmal stehen diejenigen im Scheinwerferlicht, die

ansonsten eher im Hintergrund bleiben: Berufskraftfahrer,

Pflegefachkräfte, Verkäufer, Landwirte ... Es waren

Angehörige dieser Berufe, die trotz der Bedrohung durch

das Virus jeden Tag zur Arbeit gingen, um die Gesellschaft

vor dem Kollaps zu bewahren. Für sie haben wir in

Corona-Zeiten ein neues Wort gelernt: „systemrelevant“.

Als sich Büroangestellte ins Home Office verkrochen,

waren die „Systemrelevanten“ auf einmal nicht mehr unsichtbar,

sondern unverzichtbar. Sie kümmerten sich an

vorderster Front um Erkrankte, füllten Lager und Regale

in den Supermärkten auf – kurz: Sie sorgten dafür, dass

aus der Corona-Krise keine Corona-Katastrophe wurde.

Für diesen heldenhaften Einsatz gab’s jede Menge Applaus

– von Menschen, die auf ihren Balkonen für die tapferen

Männer und Frauen klatschten und sogar von Angela

Merkel persönlich. „Wer in diesen Tagen an einer Supermarktkasse

sitzt oder Regale befüllt, der macht einen der

schwersten Jobs, die es zurzeit gibt. Danke, dass Sie da

sind für Ihre Mitbürger und buchstäblich den Laden am

Laufen halten“, sagte die Kanzlerin in ihrer ersten Corona-

Ansprache. Endlich bekommen die Ninjas der Berufswelt

die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Und auch finanziell

tut sich was: Bonuszahlungen und allgemeingültige Tarifverträge

sollen die systemrelevanten Berufe aus ihrem

Schattendasein holen. Wurde auch Zeit, oder?

AZUBI BASICS


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Special systemrelevante Berufe

Wer ist systemrelevant?

Ohne systemrelevante Berufe funktioniert die Gesellschaft

nicht, denn sie stellen die Grundversorgung der

Menschen sicher. Welche Berufsgruppen unter diese

Bezeichnung fallen, ist von Bundesland zu Bundesland

verschieden – häufig sind es diese Branchen:

Energie: Versorgung mit Elektrizität, Gas,

Kraftstoff und Heizöl

Wasser: Wasserversorgung und -entsorgung

Lebensmittel: Einzelhandel, Nahrungsmittelproduzenten,

Landwirte/innen

Abfallwirtschaft: Müllabfuhr, Abfallverwertung

Gesundheitswesen: Ärzte/innen, Pflegepersonal,

Labormitarbeiter/innen

Verkehr: Straßenverkehr und Logistik, Schifffahrt,

Schienenverkehr, Luftfahrt

Schulen und Kinderbetreuung: Kindertageseinrichtungen,

Behindertenhilfe, Kindertagespflege,

stationäre Kinder- und Jugendhilfe

Wir stellen dir 11 krisensichere Ausbildungsberufe

vor, die du bisher

möglicherweise nicht auf dem Schirm

hattest. Guck mal auf unsere Pinnwand

– vielleicht hast auch du das Zeug zum

Ninja! Pssst: Gerade weil die systemrelevanten

Berufe bisher nicht viel

Wertschätzung erfahren haben, gibt

es hier verhältnismäßig viele unbesetzte

Ausbildungsplätze.

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36

Mehr Infos? Einfach auf

den Button klicken und

weitere Infos und Videos

ansehen

Chemielaborant/in

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die duale Ausbildung zum/zur Chemielaborant/in

dauert in der Regel dreieinhalb Jahre.

An der Berufsschule lernst du das theoretische

Fachwissen. Praktische Erfahrungen

sammelst du in deinem Ausbildungsbetrieb,

manchmal auch im Berufsbildungswerk oder

im Lehrlabor.

Worum geht’s? Dein Arbeitsplatz ist das

Labor, häufig trägst du spezielle Schutzkleidung.

Du untersuchst chemische Stoffe,

stellst Stoffgemische her und/oder trennst

diese. Anschließend analysierst und dokumentierst

du deine einzelnen Arbeitsschritte.

Warum ist dieser Job systemrelevant?

Zu den Einsatzgebieten von Chemielaborant/innen

zählen u. a. die pharmazeutische

Industrie und die Nahrungsmittelindustrie.

Und klar ist: Sowohl Medikamente als auch

Lebensmittel sind für uns Menschen unverzichtbar.

Verwaltungsfachangestellte/r

Wie läuft die Ausbildung ab? In der Berufsschule lernst

du, wie die Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene

funktionieren. Welche Gesetze gelten, welche Anträge

es gibt und wie sie richtig ausgefüllt werden, erfährst

du auch vor Ort in deinem Ausbildungsbetrieb, beispielsweise

beim Bürgerservice oder bei der Agentur für Arbeit.

Worum geht’s? Du hilfst Bürger/innen, wenn sie zum

Beispiel Arbeitslosengeld, Wohngeld oder einen neuen

Reisepass beantragen wollen.

Warum ist dieser Job systemrelevant?

Verwaltungsfachangestellte sorgen dafür, dass die Kommunikation

zwischen Bürgern und Ämtern reibungslos klappt.

Insbesondere im medizinischen Bereich, etwa bei der Kassenärztlichen

Vereinigung oder im Gesundheitsamt, ist ihre

Arbeit selbst in Krisenzeiten unverzichtbar.

Fachkraft für Lagerlogistik,

Fachlagerist/in

Fachkraft für Kurier-, Express- und

Postdienstleistungen

Wie läuft die Ausbildung ab? Die duale Ausbildung

zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen

dauert zwei Jahre. Du kannst aber auch ein Jahr

länger die (Berufs-) Schulbank drücken und einen Abschluss

als Kaufmann bzw. Kauffrau für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen

machen.

Worum geht’s? Du sorgst dafür, dass Briefe, Päckchen, Pakete

und Einschreiben stets sicher und pünktlich bei ihrem Empfänger

/innen ankommen. Meist bist du mit dem Auto unterwegs,

kürzere Routen kannst du auch mit dem Rad oder zu Fuß

meistern.

Warum ist dieser Job systemrelevant? Nicht selten befinden

sich in Briefumschlägen oder Paketen wichtige Dokumente

oder Waren, die dringend ausgeliefert werden müssen.

Wie läuft die Ausbildung

ab? Die Lehre zum/zur Fachlagerist/

in dauert zwei Jahre, zur Fachkraft

für Lagerlogistik drei Jahre. Als

Fachlagerist-Azubi kannst du, wenn

du gute Noten hast, ein weiteres Jahr

dranhängen und dich zur Fachkraft

für Lagerlogistik weiterqualifizieren.

Worum geht’s? Du arbeitest bei

einem Spediteur, einem (Online-)

Händler oder einem anderen Unternehmen,

das ein großes Lager betreibt.

Dort nimmst du Waren entgegen,

checkst die Qualität und lagerst sie

ein. Außerdem stellst du Lieferungen

zusammen, verpackst sie sicher und

füllst die nötigen Papiere aus.

Warum ist dieser Job systemrelevant?

Ohne Fachlagerist/innen

kämen Waren nicht dort an, wo sie

gebraucht werden.

MTA (Medizinisch technische

Assistenten)

Wie läuft die Ausbildung ab? Die

schulische Ausbildung dauert drei Jahre.

Sie wird in vier Ausprägungen angeboten:

Medizinisch-technische/r Assistent/in für

Funktionsdiagnostik (MTAF), Medizinischtechnische/r

Laboratoriumsassistent/

in (MTLA), Medizinischtechnische/r

Radiologieassistent/in (MTRA) und Veterinärmedizinisch-technische/r

Assistent/

in (VMTA).

Worum geht’s? Du bereitest medizinische

Geräte sowie den Behandlungsraum

für deine Patient/ innen vor.

Außerdem nimmst du selbstständig einige

Untersuchungen und Laboranalysen vor,

nimmst z. B. Blut ab und analysierst Urinproben.

Warum ist dieser Job systemrelevant?

Du unterstützt Ärzt/ innen bei

ihrer Arbeit und bist als Mitarbeiter/ in

einer Praxis, eines Krankenhauses oder

einer Gesundheitsbehörde eine wichtige

Stütze des Gesundheitssystems.

MFA (Medizinische Fachkraft)

Wie läuft die Ausbildung ab? Die Ausbildung zum/

zur Medizinischen Fachangestellten findet zum Teil in

der Berufsschule und zum Teil vor Ort in der Arztpraxis

oder im Krankenhaus statt. Sie dauert drei Jahre und

umfasst zum Beispiel Erste-Hilfe-Maßnahmen und Unterweisungen

in Hygiene.

Worum geht’s? Du kennst diesen Beruf vielleicht

unter dem Namen „Arzthelfer/in“. Medizinische Fachangestellte,

kurz MFA, empfangen Patient/innen,

assistieren Ärzt/ innen und übernehmen selbstständig

Tätigkeiten wie Blut abnehmen oder das Anlegen von

Verbänden.

Warum ist dieser Job systemrelevant? Spätestens

seit der Coronakrise wissen wir, welch wertvolle Arbeit

medizinisches Personal leistet. Dazu gehören auch Medizinische

Fachangestellte, die Patientendaten aufnehmen,

medizinische Instrumente reinigen und bereitlegen

sowie Arztbriefe schreiben.

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37

Pflegefachkraft

Wie läuft die Ausbildung

ab? Die Ausbildung zum

Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau

ist noch ganz neu und bündelt

die bisherigen Ausbildungen zum/zur

Gesundheits- und Krankenpfleger/in,

Altenpfleger/in und Gesundheits- und

Kinderkrankenpfleger/in. Dadurch lernst

du alle Bereiche der Pflege kennen.

Worum geht‘s? Ob junge oder ältere

Patienten, Kranke oder Menschen mit

Behinderung: Pflegefachkräfte kümmern

sich um sie und arbeiten zum Beispiel

im Krankenhaus, im Seniorenwohnheim

oder bei ambulanten Diensten.

Warum ist dieser Job systemrelevant?

Pflegefachkräfte führen ärztliche

Anordnungen durch, wechseln zum

Beispiel Verbände und verabreichen

Medikamente. Sie sorgen also dafür,

dass Menschen gesund werden – oder

bleiben.

Operationstechnische/r Assistent/in

Wie läuft die Ausbildung ab? Diese schulische Ausbildung ist

bundesweit einheitlich geregelt, verläuft also überall in Deutschland

gleich. Sie dauert in Vollzeit drei Jahre, findet an einer Berufsfachschule

statt und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab.

Worum geht’s? Als OTA unterstützt du Chirurg/ innen während

der OP. Beispielsweise reichst du die benötigten Instrumente an und

überwachst und dokumentierst die gesamte Operation. Bevor es in

den Operationssaal geht, begleitest du die Patient/ innen und nimmst

ihnen die Angst vor dem Eingriff.

Warum ist dieser Job systemrelevant?

Operationstechnische Assistent/ innen leisten wichtige Arbeit während

jeder Operation. Ohne sie könnten keine Tumore entfernt, keine

neuen Hüftgelenke eingesetzt und keine Babys per Kaiserschnitt

geboren werden.

Anästhesietechnische/r Assistent/in

Wie läuft die Ausbildung ab? Es handelt sich Die

Ausbildung zum/ zur Anästhesietechnischen Assistent/ in findet

an einer Berufsfachschule statt und dauert drei Jahre. Seit 2022

ist diese schulische Ausbildung bundeseinheitlich geregelt – die

Inhalte sind also überall in Deutschland gleich.

Worum geht’s? ? Der Arbeitsplatz eines/ einer Anästhesietechnischen

Assistent/ in, kurz ATA, ist der Operationssaal. Als ATA

unterstützt du den/die Narkoseärzt/in, der/ die die OP begleitet.

Du überwachst beispielsweise die Atmung und den Kreislauf des/

der Patient/ in und sorgst dafür, dass diese/ r nichts von der Operation

mitbekommt.

Warum ist dieser Job systemrelevant?

Damit eine OP schmerzfrei durchgeführt werden kann, müssen

Patient/ innen Narkosemittel erhalten. Ohne Anästhesietechnische

Assistent/ innen gäbe es keine verlässliche Vorbereitung und

keine zuverlässige Überwachung der Narkose.

Verkäufer/in

Wie läuft die Ausbildung

ab? Du arbeitest zum Beispiel im Supermarkt,

im Baumarkt oder in einer

Boutique. Die Theorie zu Marketing,

Warenkunde und mehr lernst du in der

Berufsschule.

Worum geht’s? Wer gerne Menschen

um sich hat, ist hier richtig: Du berätst

Kunden, erklärst die Produkte, beantwortest

Fragen und füllst Regale auf. Manchmal

wirst du auch im Lager oder im Büro

eingesetzt.

Warum ist dieser Job systemrelevant?

Du erinnerst dich an die leeren

Nudel- und Seifenregale während der

Corona-Krise? Eben.

Fachkraft für Wasserversorgungstechnik

Wie läuft die Ausbildung ab? Die duale

Ausbildung zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik

dauert drei Jahre. In der Berufsschule

stehen Fächer wie Chemie, Biologie und

Umweltschutztechnik auf deinem Stundenplan.

Typische Ausbildungsbetriebe sind städtische

Wasserwerke sowie Tiefbauunternehmen.

Worum geht‘s? Du sorgst dafür, dass jederzeit

einwandfreies Trinkwasser aus dem

Wasserhahn kommt. Hierfür wartest du Brunnen

und Pumpen, nimmst Wasserproben und

analysierst diese. Ist das Wasser durch Keime

verunreinigt, gibst du Chemikalien zu.

Warum ist dieser Job systemrelevant?

Jede/ r Deutsche verbraucht täglich knapp 130

Liter Trinkwasser. Zum Kochen, Duschen, Waschen,

Putzen und natürlich zum Trinken wird

Wasser benötigt.

Fachkraft für Rohr-,

Kanal- und Industrieservice

Wie läuft die Ausbildung ab? Diese

Ausbildung ist eine duale Ausbildung,

die sowohl in einem Ausbildungsbetrieb

als auch in der Berufsschule stattfindet

und dauert in der Regel drei Jahre.

Worum geht’s? Deine Aufgaben umfassen

u. a. die Wartung, Inspektion,

Reinigung und Instandsetzung von

Rohrleitungen und Kanälen, Beseitigung

von Verstopfungen und Behebung

von Schäden an Abwasseranlagen und

Überprüfung und Instandhaltung von

Industrieanlagen.

Warum ist dieser Job systemrelevant?

Er ist für die Aufrechterhaltung

der Infrastruktur und des Umweltschutzes

entscheidend und stellt eine zuverlässige

Trink- und Abwasserversorgung

sicher.

AZUBI BASICS


38

Bau dir deine

Zukunft auf!

Schnapp dir einen Bauhelm

und komm mit auf

die Baustelle: Wir zeigen

dir, wie vielfältig die Aus- und

Weiterbildungsmöglichkeiten

in der Baubranche sind.

Hast du schon einmal beobachtet, was

passiert, wenn eine Gruppe Kindergartenkinder

an einer Baustelle vorbeikommt?

Jungen und Mädchen drücken

sich gleichermaßen am Bauzaun ihre

Näschen platt. Die Kleinen beobachten

mit weit aufgerissenen Augen und

Mündern, wie Estrich angerührt wird,

wie Rohre verlegt und Ziegel übereinander

geschichtet werden. Würden

die Erzieherinnen und Erzieher nicht irgendwann

zum Weitergehen drängen,

würden die KiTa-Kids wahrscheinlich

stundenlang vor der Baustelle stehen

AZUBI BASICS

und zuschauen. Und mal ehrlich: Es ist

wirklich faszinierend, wie aus verschiedensten

Werkstoffen ein Gebäude entsteht

– Arbeitsschritt für Arbeitsschritt.

Doch Beton, Holz, Stahl, Kalksandstein,

Glas und alle anderen Materialien, die

auf einer Baustelle zum Einsatz kommen,

wären wertlos, ohne das Können

geschulter Fachkräfte. Was nutzt

schließlich ein gut gefüllter Betonmischer,

wenn niemand da ist, der das

Fundament ausgießt? Oder was bringt

ein haushoher Kran, den keiner bedienen

kann?

Bei der Arbeit auf dem Bau sind Teamplayerinnen

und Teamplayer gefragt.

Es geht darum, gemeinsam etwas anzupacken

und etwas zu schaffen – egal

ob Neubau oder Altbausanierung. Jedes

einzelne Gewerk und jede/ r einzelne

Mitarbeitende ist von großer Bedeutung

und hat wichtige Aufgaben

zu erfüllen – losgelöst von jeglicher Hierarchie.

Wenn du jetzt an verschwitzte,

braungebrannte Männer in Karohemden

denkst, müssen wir dich leider

enttäuschen. Das Klischee vom männlichen

Bauarbeiter, der außer Muskelkraft

wenig zu bieten hat, hat nämlich

ausgedient. Auf jeder Baustelle gibt

es zahlreiche hochkomplexe Aufgaben

zu erledigen. Da ist neben Kraft

auch Köpfchen gefragt! Beispielsweise

muss vor Baubeginn das Gelände vermessen

werden. Es werden aufwendige

Karten und Kataster erstellt, millionenschwere

Bauvorhaben geplant

und detaillierte Baupläne angefertigt.

Ein gewisses Technikverständnis solltest

du schon besitzen, wenn du im

Baugewerbe arbeiten möchtest. Und

gute Noten in Naturwissenschaften

wie Mathe und Physik schaden auch

nicht, wenn du eine Ausbildung in der

Baubranche absolvieren möchtest.


Das Wichtigste ist aber, dass du mit

Leidenschaft und Interesse dabei bist,

wenn Baugruben ausgehoben, Gleise

verlegt und Wände gedämmt werden.

Zudem solltest du eine große Portion

Verantwortungsbewusstsein mitbringen,

schließlich werden dir unter Umständen

hochmoderne, teure Baumaschinen

wie Bagger, Rüttelplatten und

Raupendumper anvertraut. Teamgeist

sollte ebenfalls zu deinen Stärken zählen,

denn wie bereits erwähnt, ist die

Arbeit auf der Baustelle keine One-

Man-Show. Apropos Man: Mädchen

und Frauen sind im Bauwesen ausdrücklich

herzlich willkommen.

Wer sich für eine duale Ausbildung in

der Baubranche entscheidet, arbeitet

vom ersten Tag an praktisch. Ob als

Tiefbaufacharbeiter/ Tiefbaufacharbeiterin,

Straßenbauer/ Straßenbauerin

oder Dachdecker/ Dachdeckerin:

Du bist dabei, wenn Neues entsteht

oder Altes aufgewertet wird. Am Ende

jedes Arbeitstages weißt du ganz genau,

was du mit deinen eigenen Händen

geschaffen hast und darfst richtig

stolz auf dich sein. Doch die Baubranche

bietet auch interessante Jobs für

alle, die lieber im Büro arbeiten. Als

Architektin/ Architekt oder als Bauzeichnerin/

Bauzeichner verbringst du

den Großteil deiner Arbeitszeit nicht

auf der Baustelle, sondern am Schreibtisch.

Dann kümmerst du dich um die

vorgelagerte Planung – lange bevor

die ersten Bagger anrollen.

Unterschieden wird im Berufsfeld

Bau zwischen Hochbau, Tiefbau und

Ausbau. Das Teilgebiet Hochbau beschäftigt

sich mit dem, was wahrscheinlich

die meisten im Kopf haben,

wenn sie ans Bauen denken: das Planen,

Errichten und Sanieren von Bauwerken.

Abwechslungsreiche Ausbildungsberufe

im Bereich Hochbau

sind beispielsweise Baugeräteführer/

Baugeräteführerin, Maurer/ Maurerin

und Gerüstbauer/ Gerüstbauerin.

Beim Tiefbau geht’s ab unter die Erde.

Denn dieses Teilgebiet des

Bauwesens dreht sich um unsere

unterirdische Infrastruktur

wie etwa die Kanalisation

und die Versorgung mit Gas,

Strom und Fernwärme. Arbeiten,

die auf der Erdoberfläche

und in der Ebene stattfinden,

werden ebenfalls als

Tiefbau bezeichnet, also zum

Beispiel Straßen- und Gleisbauarbeiten.

Zu den vielfältigen

Berufsbildern im Tiefbau

zählen unter anderem

Kanalbauer/ Kanalbauerin,

Brunnenbauer/ Brunnenbauerin

und Rohrleitungsbauer/

Rohrleitungsbauerin.

Sobald der Rohbau eines Gebäudes

steht, kann der Innenausbau beginnen.

In den Teilbereich Ausbau fallen

verschiedene handwerkliche Tätigkeiten,

beispielsweise das Dämmen

und Isolieren von Wänden und Dächern

sowie das Verlegen von Fliesen

und anderen Bodenbelägen. Falls du

den Ausbau von Gebäuden zu deinem

Beruf machen willst, kannst du

zum Beispiel eine Ausbildung zum/

zur Glaser/ Glaserin, zum/ zur Tischler/

Tischlerin oder zum/ zur Trockenbaumonteur/

Trockenbaumonteurin

absolvieren. Du siehst: Jedes

Bauvorhaben hat zahlreiche spannende

Aufgaben zu bieten. Oberhalb

und unter der Erde, direkt vor

Ort und bei der Vorbereitung am

Schreibtisch. Jede/ r Einzelne wird

gebraucht, wenn ein neuer Wolkenkratzer,

eine neue Tiefgarage oder

39

ein neuer Flughafen entstehen soll.

Bauarbeiten sind Teamarbeiten.Wenn

du dich für eine Karriere im Bauwesen

entscheidest, musst du dir um deine

Zukunft keine Sorgen machen. Denn

gebaut wird bekanntlich immer. Die

Auftragsbücher der Bauunternehmen

sind voll und motivierter Nachwuchs

wird dringend gebraucht. Gut zu wissen:

Unter den Ausbildungsberufen

zählen die Azubis in der Baubranche

zu den Spitzenverdiener/ innen. Hinterlässt

du bei deinem Chef einen guten

Eindruck, hast du hervorragende

Chancen, nach Ausbildungsende

übernommen zu werden. Dann kannst

du Schritt für Schritt die Karriereleiter

nach oben klettern und beispielsweise

eine Weiterbildung zum/ zur Polier/

Polierin machen oder den Meistertitel

in deinem Handwerk erwerben.

Wusstest du, dass du mit dem Meisterbrief

gleichzeitig die Hochschulzugangsberechtigung

erwirbst? Du

kannst dann auch ohne Abitur jede

Universität oder Fachhochschule besuchen

und beispielsweise Architektur,

Immobilienwirtschaft oder Bauingenieurwesen

studieren. Gegenüber

deinen Kommiliton/ innen ohne Ausbildung

im Bauwesen hast du einige

entscheidende Vorteile: Du weißt aus

eigener praktischer Erfahrung, wie

die Arbeit auf einer Baustelle abläuft

und kennst Straßenwalzen, Kipplaster

und Schaufellader nicht nur vom Vorbeilaufen

und Bestaunen. Doch ganz

egal ob während der Ausbildung oder

nach dem Studium: Wenn du auf einer

Baustelle arbeitest und bemerkst,

dass dir eine Gruppe Kids begeistert

zuschaut – wink doch mal! Könnte

gut sein, dass unter diesen Kindergartenkindern

deine zukünftigen Kolleg/

innen sind. Schließlich geht den Beschäftigten

im Bauwesen die Arbeit

niemals aus: Denn die Baubranche

bietet vielfältige Berufsbilder mit Perspektive

– jetzt und in Zukunft.

AZUBI BASICS


40

Ausbildungsberufe in der Baubranche

Möchtest du voller Stolz sagen können: „An diesem Bauwerk habe ich mitgearbeitet!“?

Dann entscheide dich für eine duale Berufsausbildung im Hochbau, Tiefbau oder Ausbau

– die Möglichkeiten sind vielfältig.

Tiefbaufacharbeiter/

Tiefbaufacharbeiterin

Du bedienst Bagger und

andere Baumaschinen,

um Gruben, Schächte und

Tunnel zu graben. Außerdem

sicherst du die Baustelle vor

abrutschender Erde und hilfst dabei,

Flächen trockenzulegen.

Gleisbauer/ Gleisbauerin

Sind Weichen und Schienen

okay – oder müssen sie

ausgebessert oder gar

neu verlegt werden? Als

Gleisbauer/ Gleisbauerin kümmerst

du dich um die Betriebssicherheit von

Schienenfahrwegen und nutzt dafür

spezielle Bau-, Gleisbau- und Gleisüberwachungsmaschinen.

Hochbaufacharbeiter/

Hochbaufacharbeiterin

Egal ob gerade ein neues

Gebäude entsteht oder ein

altes instandgesetzt wird:

Du bist dabei und kannst

dich für einen von drei Schwerpunkten

entscheiden – Maurerarbeiten, Betonund

Stahlbetonarbeiten oder Feuerungs-

und Schornsteinbauarbeiten.

Baugeräteführer/

Baugeräteführerin

Wer hat als Kind nicht gern

mit Baggern und Kränen gespielt?

Als Baugeräteführer/

Baugeräteführerin kannst du

deinen Traum wahr werden lassen und

verschiedene Baumaschinen einrichten,

sichern, warten – und natürlich bedienen.

Beton- und Stahlbetonbauer/

Beton- und

Stahlbetonbauerin

Flüssigen Beton anmischen,

in Form gießen

und unter Umständen mit

speziellen Stahleinlagen

verstärken: Das und mehr gehört

zum Job eines / einer Beton- und

Stahlbetonbauer/ in. Unterstützung

bekommst du von Rüttel-, Stampfund

Handbiegemaschinen.

Kanalbauer/ Kanalbauerin

Dein Arbeitsplatz liegt größtenteils

unter der Erde: Du

checkst, ob die Abwasserleitungen

in Ordnung sind

und verlegst neue Rohre. Dabei setzt

du moderne Technik wie Mini-Roboter

und Kamerafahrzeuge ein.

StraSSenbauer/

StraSSenbauerin

Straßen, Gehwege, Sportund

Flugplätze sind dein

Arbeitsplatz. Du kümmerst

dich um die Erdarbeiten,

verdichtest den Untergrund, bringst

eine Schotterschicht auf und asphaltierst

oder pflasterst die neue Straße.

Maschinen wie Bagger, Raupen und

Walzen helfen dir dabei.

Rohrleitungsbauer/

Rohrleitungsbauerin

Jedes Gebäude hat mehrere

Rohrleitungssysteme,

zum Beispiel für Wasser,

Gas, Öl und/ oder Fernwärme.

Doch bevor du als Rohrleitungsbauer/

Rohrleitungsbauerin

neue Rohre verlegen kannst, hebst du

erst einmal die Gräben dafür aus und

sicherst sie professionell ab.

Baustoffprüfer/

Baustoffprüferin

Ist der Untergrund geeignet,

um darauf ein Haus zu

bauen? Entsprechen die

verwendeten Beton-, Putz-,

Mörtelmischungen den Vorgaben? Als

Baustoffprüfer/ Baustoffprüferin führst

du verschiedene Messungen durch und

hältst deine Ergebnisse schriftlich fest.

Ausbaufacharbeiter/

Ausbaufacharbeiterin

In diesem Job ist Abwechslung

garantiert. Ausbaufacharbeiter/

Ausbaufacharbeiterinnen

sind nämlich

echte Alleskönner/ innen in Sachen

Innenausbau: Sie bringen Dämmstoffe

an Wänden und Decken an, tragen

Putz auf, stellen Trockenbauteile her

und vieles mehr.

Bauzeichner/

Bauzeichnerin

Bevor ein Haus gebaut werden

kann, muss erst einmal

eine exakte Skizze erstellt

werden. Als Bauzeichner/

Bauzeichnerin setzt du die Vorgaben

von Architekt/ innen und Bauingenieur/

innen maßstabsgerecht um und

sorgst so dafür, dass beim Bau alles

nach Plan läuft.

Maurer/ Maurerin

Stein für Stein bist du

hautnah dabei, wenn ein

neues Gebäude entsteht. Du

errichtest aber nicht nur ein

stabiles Mauerwerk, sondern stellst

auch Bauzäune und Gerüste auf,

isolierst und verkleidest Mauern und

führst Restaurierungsarbeiten durch.

Geomatiker/ Geomatikerin

Du führst Vermessungen

durch und/ oder sammelst

bestehende Geodaten ein.

Aus den Infos erstellst du

detaillierte Karten und dreidimensionale

Grafiken. Diese erleichtern deinen Kund/

innen die Standortplanung für ihr Gebäude.

Dachdecker/ Dachdeckerin

Der Job als Dachdecker/ Dachdeckerin

ist vielseitig: Nicht nur das

Eindecken von Dächern gehört dazu,

sondern auch die Konstruktion von

Dachstühlen, das Anbringen von

Dämmmaterialien und Fassadenverkleidungen

sowie die Montage von

Dachfenstern, Solarzellen und vielem

mehr.

Technischer Systemplaner/

Technische Systemplanerin

Du bestimmst mit, welche

Werkstoffe und Montagetechniken

auf der Baustelle

eingesetzt werden. Dazu

führst du Berechnungen durch und

fertigst mit spezieller Software Pläne

von Bauteilen, Grundrissen und Flächenmodellen

an.

Trockenbaumonteur/

Trockenbaumonteurin

Trockenbaukonstruktionen wie zum

Beispiel Leichtbauwände sind dein

Spezialgebiet. Die benötigten Teile

stellst du selbst her und berücksichtigst

dabei den Wärme- und Schallschutz.

Das Verkleiden von Decken

und Wänden mit Gipsplatten fällt

auch in deinen Aufgabenbereich.

Vermessungstechniker/

Vermessungstechnikerin

Bevor der erste Bagger

anrücken kann, sammelst

du die nötigen Daten für

das Bauvorhaben: Du führst

Lage- und Höhenvermessungen im

Gelände durch und wertest deine Ergebnisse

am Computer aus.


Studiengänge und Weiterbildungsmöglichkeiten

in der Baubranche

Ob direkt nach dem Abi oder im Anschluss an eine Ausbildung und erste Berufserfahrung

im Handwerk: Diese Studiengänge und Qualifizierungsmöglichkeiten bringen dich im

Bauwesen hoch hinaus.

41

Bautechniker/ Bautechnikerin

Hast du Lust, Bau- und Sanierungsmaßnahmen zu planen

und zu koordinieren? Möchtest du die Bauleitung

und die Bauabrechnung übernehmen? Dann könnte

eine Weiterbildung zum/ zur staatlich geprüftem/ n Bautechniker/

Bautechnikerin für dich genau das Richtige sein.

Architekt/ Architektin

Zu deinen Aufgaben gehört es, private Wohnhäuser

und öffentliche Gebäude zu entwerfen. Um dich

Architekt/ Architektin nennen zu dürfen, benötigst

du in der Regel ein achtsemestriges Studium, zwei Jahre Berufserfahrung

und einen Eintrag in der Architektenkammer.

Innenarchitekt/ Innenarchitektin

Vom digitalen Entwurf bis zur technischen Umsetzung:

Innenarchitekten/ Innenarchitektinnen gestalten

die Innenräume ihrer Kund/ innen. Die Voraussetzungen

für diesen kreativen Beruf sind ein entsprechendes

Studium, Berufserfahrung und ein Eintrag in der Architektenkammer.

Polier/ Polierin

Während deiner Weiterbildung zum/ zur Polier/ Polierin

kannst du dich auf Hochbau oder Tiefbau spezialisieren.

Anschließend wirst du als Vorarbeiter/ in

zur Führungskraft und fungierst als Bindeglied zwischen den

Mitarbeitenden und der Bauleitung.

Bauingenieur/ Bauingenieurin

Ein duales Studium zum/ zur Bauingenieur/ Bauingenieurin

ist oft an eine Ausbildung gekoppelt, etwa

zum/ zur Gleisbauer/ Gleisbauerin oder Bauzeichner/

Bauzeichnerin. Am Ende hast du einen wertvollen (Doppel-)

Abschluss in der Tasche, der dich dazu befähigt, ein Gebäude

zu planen und zu konstruieren.

AZUBI BASICS


42

Duales Studium

Das Beste aus zwei Welten

Für alle Abiturienten, die sich weder für eine Ausbildung noch für ein

Studium konkret entscheiden können, da sie am liebsten vom Besten

aus beidem profitieren möchten, ist ein duales Studium besonders interessant.

Mit einem Schlag absolvierst du einen berufsqualifizierenden

akademischen Abschluss und erlangst die erforderliche Praxiserfahrung

wie bei einer klassischen Lehre. Dabei kannst du aus über 1500 verschiedenen

Studiengängen auswählen. Lies weiter, um mehr darüber

zu erfahren. Vielleicht ist es genau das, was du suchst.

Was bedeutet ausbildungsintegrierendes

oder praxisintegrierendes

duales Studium?

Das duale Studium wird in zwei Formen

angeboten: ausbildungsintegrierend

oder praxisintegrierend. Wenn du

ein ausbildungsintegrierendes duales

Studium aufnimmst, dann erlangst du

zusätzlich zu deinem Bachelor den

Abschluss eines anerkannten Ausbildungsberufes

dazu. Die Berufsausbildung

ist in das duale Studium integriert.

Den Praxisteil absolvierst du,

wie bei einer Ausbildung, in einem

Ausbildungsbetrieb. Für den theoretischen

Teil besuchst du Seminare

und Vorlesungen an einer Fachhochschule

oder einer Berufsakademie. Es

kann sein, dass du außerdem noch an

Veranstaltungen einer Berufsschule

teilnehmen musst. Das bedeutet eine

Doppelbelastung, die nicht zu unterschätzen

ist. Beim praxisintegrierten

dualen Studium hingegen werden die

Praxisphasen während eines Langzeitpraktikums

in einem Betrieb oder

durch mehrere kürzere Praktika in

unterschiedlichen Unternehmen absolviert.

Am Ende erhältst du „nur“

deinen Studienabschluss, da keine

Ausbildung integriert ist.

Was kann ich studieren?

Das duale Studium wird in verschiedenen

Fachbereichen angeboten. In

Deutschland gibt es inzwischen über

1500 Studiengänge. Darunter sind

allerdings weniger geisteswissenschaftliche

Fächer zu finden. Die Studienrichtungen

konzentrieren sich

vor allem auf die Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften

sowie Informatik.

Studieren kannst du beispielsweise

Bauingenieurwesen, Nautik,

Maschinenbau, Elektrotechnik oder

auch Architektur. In den letzten Jahren

haben sich mehr und mehr Angebote

in den Bereichen Erziehung,

Gesundheits- und Sozialwesen sowie

Pflege entwickelt.

Wie ist das duale Studium aufgebaut?

Die Praxis- und Theoriephasen des

dualen Studiums wechseln sich

entweder nach dem Wochenoder

nach dem Blockmodell

ab. Beim Blockmodell sind

die jeweiligen Phasen länger.

So verbringst du eine Periode

von drei Monaten bzw.

12 Wochen in der Hochschule

oder Berufsakademie und

anschließend genauso lange

im Unternehmen und

so weiter. Beim Wochenmodell

arbeitest und

lernst du im Wechsel

eine Woche im Praxisunternehmen

sowie

eine Woche in

der Hochschule bzw. der Berufsakademie.

Es hat sich jedoch inzwischen

häufiger durchgesetzt, dass die Studenten

zwei Tage pro Woche in der

Bildungseinrichtung und die restlichen

drei Tage im Praktikumsbetrieb

absolvieren.

Wie bewerbe ich mich für ein

duales Studium?

Um dich für ein duales Erststudium

bewerben zu können, brauchst du

mindestens das Fachabitur. Dann

musst du natürlich ein Unternehmen

finden, bei welchem du dich

bewerben kannst und das mit einer

Hochschule kooperiert. Dafür

ist eine gründliche Recherche

notwendig. Nutze dazu alle

Duale

Studiengänge

entdecken

AZUBI BASICS


43

dir zur Verfügung stehenden Mittel

im Internet und besuche auch Studien-

und Berufsmessen. Wenn du mit

deiner Abiturnote nicht gerade brillieren

kannst, dann brauchst du keine

Panik zu bekommen. Erfolg kannst du

trotzdem, vor allem bei kleinen und

mittelständischen sowie unbekannten

Betrieben, haben. Sie führen im Gegensatz

zu den großen Unternehmen

auch seltener Auswahlverfahren

durch. Wenn deine Bewerbung

erfolgreich war, dann schließt du mit

deinem Betrieb einen Ausbildungsvertrag.

Mit diesem kannst du dich

bei der Partnerhochschule einschreiben.

Die Bewerbung kann auch andersherum

stattfinden. Du bewirbst

dich erst bei der Hochschule bzw. Berufsakademie

und nach erfolgreicher

Immatrikulation suchst du den Praktikumsbetrieb,

in vielen Fällen auch

mit Unterstützung der Hochschule.

Da duale Studiengänge in den letzten

Jahren an Bedeutung zugenommen

haben, kann es vorkommen, dass es

weniger Ausbildungsplätze als Bewerber

gibt. Informiere dich daher an

der Bildungseinrichtung über eventuelle

Zulassungsbeschränkungen.

Fazit:

Bevor du dich für ein duales Studium

entscheidest, fassen wir noch einmal

die Vor- und Nachteile zusammen.

Denn hast du erst einmal damit begonnen,

wird ein Abbruch dadurch

erschwert, dass der Arbeitgeber Studiengebühren,

die er für dich geleistet

hat, zurückverlangen kann.

Für ein duales Studium sprechen die

ausgeprägte Praxisnähe, das Ausbildungsgehalt

und die Zukunftsperspektiven.

Da du schon den Fuß in

der Tür des Unternehmens hast, sind

deine Übernahmechancen sehr hoch.

Falls du dich weiterbilden möchtest,

dann kannst du nach deinem Abschluss

einen Master absolvieren,

allerdings nur an Fachhochschulen.

Nachteilig ist die hohe Arbeits- und

Lernbelastung, die auf dich zukommt.

Außerdem wirst du wenig Zeit haben,

da du Urlaubstage bekommst und keine

Semesterferien hast, wie etwa Uni-

Studenten.

Damit du dein duales Studium auch

wirklich durchziehst, ist es sehr wichtig,

dass du dich im Vorfeld ausreichend

über die Tätigkeitsfelder im

Betrieb und die Studieninhalte informierst.

Viel Erfolg!

AZUBI BASICS


44

Die Welt

ein Stückchen

besser machen

Möchtest du die Welt ein Stückchen besser machen? Freiwilligendienste wie das

Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) und der

Bundesfreiwilligendienst (BFD) bieten dir die Chance dazu. Du kannst zum Beispiel

Naturschutzprojekte unterstützen und dich so aktiv gegen den Klimawandel engagieren.

Oder du betreust aus Kriegsgebieten geflüchtete Kinder und erleichterst ihnen dadurch

den Start in ihrer neuen Heimat Deutschland. Wofür auch immer du dich entscheidest: Du

kannst viel Gutes bewirken und dabei jede Menge Praxiserfahrung sammeln.

AZUBI BASICS


Für diejenigen, die sich nützlich einbringenund

persönlich weiterentwickelnmöchten,

bieten Freiwilligendienste

eine breite Palette an

Möglichkeiten. Du kannst Kinder

oder Senioren betreuen, an verschiedenen

sozialen Projekten

mitarbeiten, in der Landwirtschaft

mitwirken und noch vieles mehr. Freiwilligendienste

kannst du sowohl im Ausland

als auch in Deutschland absolvieren. Dein Engagement

wird sich nicht nur als Bonus in deinem Lebenslauf

bezahlt machen, sondern dich um viele Erfahrungen bereichern

und dir wertvolle Kompetenzen vermitteln. Diese

Optionen stehen dir offen: Das Freiwillige Soziale Jahr,

der Bundesfreiwilligendienst, der Freiwilligendienst im

Ausland, das Freiwillige Ökologische Jahr oder der Freiwillige

Wehrdienst.

Die ersten beiden Möglichkeiten, das Freiwillige Soziale

Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD oder

Bufdi), haben viele Gemeinsamkeiten und unterscheiden

sich nur in einigen Kleinigkeiten. Sobald du deine Schulpflicht

hinter dir hast, kannst du dich für eine von beiden

Varianten entscheiden. Wenn du zwischen 15 bzw. 16 und

26 Jahre alt bist, bietet sich das Freiwillige Soziale Jahr

an – dieses Angebot richtet sich ausschließlich an junge

Menschen. Wie der Name schon sagt, dauert dieser Freiwilligendienst

meistens ein Jahr, ist aber prinzipiell auch

kürzer oder länger möglich: 6 bis maximal 24 Monate solltest

du dafür einplanen. In dieser Zeit arbeitest du normalerweise

acht Stunden pro Tag, fünf Tage in der Woche.

Du bekommst zwar kein Gehalt für deine ehrenamtliche

Tätigkeit, aber ein kleines Taschengeld. Manche Träger

45

stellen ihren FSJlern auch die Unterkunft und die Verpflegung,

erstatten die Fahrtkosten oder geben ihnen anteilig

einen Zuschuss dafür. In der gesetzlichen Kranken-, Renten-,

Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung bist du

während des FSJ beitragsfrei versichert. Deine Eltern bekommen

während deines Freiwilligen Sozialen Jahres weiterhin

Kindergeld für dich. Auch ein etwaiger Anspruch

auf Wohngeld bzw. Waisenrente bleibt bestehen.

Wenn du ein FSJ absolvieren möchtest, kannst du aus

einer Vielzahl an spannenden Tätigkeitsfeldern aus Politik,

Sport, Kultur sowie aus dem sozialen Bereich wählen.

Die Träger, die Einsatzfelder für FSJler bieten, sind

allesamt gemeinnützige oder karitative Einrichtungen

– also zum Beispiel Krankenhäuser, ambulante Sozialdienste

sowie Alten- und Pflegeheime. Falls du zum Beispiel

überlegst, später eine Ausbildung zur Pflegefachkraft

zu machen, kannst du während deines FSJ schon

mal ausprobieren, ob dir die Arbeit mit kranken, älteren

und/oder pflegebedürftigen Menschen liegt. Aber auch

viele Kindergärten, Behinderteneinrichtungen, Sportvereine,

Förderschulen und Jugendclubs bieten die

Möglichkeit, im Rahmen eines FSJ in deinen möglichen

späteren Beruf hineinzuschnuppern. Du möchtest wissen,

ob eine Ausbildung zum/zur Erzieher/in oder Heilerziehungspfleger/in

für dich das Richtige sein könnte?

Ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer entsprechenden

Einrichtung kann dir Klarheit bringen. Du bekommst

einen direkten Einblick in die Tätigkeitsfelder deines

Traumberufs, kannst Profis über die Schulter schauen

und selbst erste Projekte planen und durchführen.

Neben den praktischen Erfahrungen, die du in deiner

Einsatzstätte sammelst, steht auch ein wenig Theorie

auf deinem Stundenplan: 25 Bildungstage gehören ver-

joseCARRERAS

„Leukämie muss

„Leukämie muss

heilbar werden. Immer

heilbar werden. Immer

und

und

bei

bei

jedem.“

jedem.“

Alle 12 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an

Leukämie oder einer verwandten Blutkrankheit. Jeder

einzelne ist einer zuviel.

Deshalb unsere große Bitte: Unterstützen auch Sie

Projekte, die Leben retten und Lebensqualität schenken.

Ob mit Ihrer Spende, Ihrem Nachlass oder einer

Zustiftung – jeder einzelne Beitrag hilft.

Weitere Informationen unter: www.carreras-stiftung.de

info@carreras-stiftung.de, Weitere Informationen unter: Tel. www.carreras-stiftung.de

089-272 904-0

info@carreras-stiftung.de, Tel. 089-272 904-0

Spendenkonto: José Carreras Leukämie-Stiftung

Commerzbank AG München

IBAN: DE96 7008 0000 0319 9666 01 • BIC: DRESDEFF700

Online-Spenden: https://spenden.carreras-stiftung.de

AZUBI BASICS


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pflichtend dazu, wenn dein FSJ mindestens 12 Monate

dauert. Diese Bildungstage werden meist zu drei oder vier

Blockseminaren pro Jahr zusammengefasst, in denen du

wichtige Grundlagen zu deinem gewählten FSJ-Schwerpunkt

lernst. Manche Träger bieten darüber hinaus weitere

Workshops und Kurse für ihre FSJler an. Keine Sorge,

dabei wird’s garantiert nicht langweilig: Du triffst jede

Menge andere Freiwillige und kannst dich mit ihnen über

deine Erfahrungen austauschen. Gut zu wissen: Bei den

meisten Trägern liegt der Beginn für ein Freiwilliges Soziales

Jahr zwischen August und Oktober. Manchmal ist

aber auch ein Quereinstieg möglich. Am Ende bekommst

du ein Zeugnis über deine geleistete Arbeit überreicht.

Das kannst du dann deinen Bewerbungsunterlagen beilegen

und damit bei deinem zukünftigen Chef punkten. Ein

FSJ ist aber auch eine tolle Möglichkeit, Wartesemester

bis zum Studienbeginn zu überbrücken. An manchen Unis

und Fachhochschulen hast du außerdem besondere Vorteile,

wenn dein FSJ zu deinem gewählten Studiengang

passt. So ist es unter Umständen möglich, dein FSJ als

Pflichtpraktikum anrechnen zu lassen.

25 Bildungstage gibt’s auch für Bufdis. Ältere Freiwillige

nehmen an diesen „in angemessenem Umfang“ teil – in

der Regel ist dies mindestens ein Tag pro Monat. Und:

Freiwillige über 27 Jahren können den BFD auch in Teilzeit

ableisten, also zum Beispiel neben ihrer hauptberuflichen

Tätigkeit. Die Einsatzorte von FSJlern und Bufdis

ähneln sich und sind zum Beispiel in kulturellen, sozialen

und ökologischen Einrichtungen möglich.

Apropos öko: Hast du eigentlich schon mal vom „Wwoofen“

gehört? Wwoof steht für „World Wide Opportunities

on Organic Farms“. Als Teilnehmer hilfst du im In- oder

Ausland auf Biobauernhöfen und Bioplantagen mit. Dabei

kannst du aus über 90 Ländern auswählen. Vergütet wirst

du durch Gratisunterkunft und -verpflegung. Weitere Infos

findest du auf der Homepage wwoofinternational.org.

Wer lieber im Bereich Umwelt- und Naturschutz arbeiten

möchte, kann sich für ein Freiwilliges Ökologisches

Jahr (FÖJ) entscheiden. Dabei gelten grundsätzlich dieselben

Spielregeln wie beim Freiwilligen Sozialen Jahr,

deine Einsatzstellen sind dann aber zum Beispiel Umweltschutzorganisationen,

Bauernhöfe, Tierheime oder Naturschutzzentren.

Wie unterscheidet sich nun der Bundesfreiwilligendienst

vom FSJ bzw. FÖJ? Ganz einfach: Während

sich das Freiwillige Soziale Jahr ausschließlich an junge

Menschen bis zum 27. Geburtstag wendet, kannst du dein

Leben lang Bundesfreiwilligendienst leisten – und das sogar

mehrmals!

AZUBI BASICS


47

WIR HABEN DEN JOB,

DER ZU DIR PASST

Mehr

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Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Menschen ihre Ziele erreichen.

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