14.07.2025 Aufrufe

Walserherbst Programmheft 2025

Liebes Publikum, in einer Welt, die von Krisen durchzogen ist, fällt es nicht immer leicht, an einem Festival zu arbeiten – an etwas, das auf Begegnung, Austausch und Offenheit setzt. Und doch, oder gerade deswegen, ist es umso notwendiger, genau das zu tun. Wenn gegenseitiges Verstehen schwerfällt, braucht es Orte, die Verbindungen schaffen. Und wo könnte dies besser gelingen als in der Kultur – im gemeinsamen Erleben von Musik, Kunst, Theater, Sprache? Künstlerisches Schaffen überschreitet Grenzen, verbindet Unterschiedliches, bringt Menschen ins Gespräch. Es sind die Verschiedenheiten, die uns ausmachen – und die uns in unserem gemeinsamen Dasein voranbringen. Der Walserherbst feiert diese Vielfalt, um einer grauen Einfalt entgegenzutreten. Wir tun das mit den Farben der Musik, der Sprache, des Gestaltens – eingebettet in eine einzigartige Kultur- und Naturlandschaft, die uns zugleich inspiriert und erdet. Wir begeben uns in den Wald, zur Echowand, ins Lutzschwefelbad – zu sinnlichen Ritualen mit Erde, Wasser, Feuer. Wir nutzen ungewohnte Räume: singen, tanzen und essen gemeinsam im Heustall, betrachten Prättigauer Kunst in einem leerstehenden Gasthaus, machen Kirchen zu Konzertsälen. Wir holen Musikensembles ins Tal – aus Polen, Lettland und Finnland. Wir laden Künstler*innen aus der Region und aus der Schweiz ein, erinnern an die St. Gerolder Werkstätten vor 40 Jahren, suchen den Dialog mit unserer Herkunft. Und wir schauen nach vorn: Zwei Filmtage widmen sich dem Verhältnis von Mensch und Natur. Mutig, hoffnungsvoll, mit Blick auf eine Zukunft, die wir gemeinsam gestalten können. Willkommen beim Walserherbst! Dietmar Nigsch, Eugen Fulterer und Evelyn Fink-Mennel

Liebes Publikum,
in einer Welt, die von Krisen durchzogen ist, fällt es nicht immer leicht, an einem Festival zu arbeiten – an etwas, das auf Begegnung, Austausch und Offenheit setzt. Und doch, oder gerade deswegen, ist es umso notwendiger, genau das zu tun.

Wenn gegenseitiges Verstehen schwerfällt, braucht es Orte, die Verbindungen schaffen. Und wo könnte dies besser gelingen als in der Kultur – im gemeinsamen Erleben von Musik, Kunst, Theater, Sprache? Künstlerisches Schaffen überschreitet Grenzen, verbindet Unterschiedliches, bringt Menschen ins Gespräch.
Es sind die Verschiedenheiten, die uns ausmachen – und die uns in unserem gemeinsamen Dasein voranbringen. Der Walserherbst feiert diese Vielfalt, um einer grauen Einfalt entgegenzutreten. Wir tun das mit den Farben der Musik, der Sprache, des Gestaltens – eingebettet in eine einzigartige Kultur- und Naturlandschaft, die uns zugleich inspiriert und erdet.

Wir begeben uns in den Wald, zur Echowand, ins Lutzschwefelbad – zu sinnlichen Ritualen mit Erde, Wasser, Feuer. Wir nutzen ungewohnte Räume: singen, tanzen und essen gemeinsam im Heustall, betrachten Prättigauer Kunst in einem leerstehenden Gasthaus, machen Kirchen zu Konzertsälen.
Wir holen Musikensembles ins Tal – aus Polen, Lettland und Finnland. Wir laden Künstler*innen aus der Region und aus der Schweiz ein, erinnern an die St. Gerolder Werkstätten vor 40 Jahren, suchen den Dialog mit unserer Herkunft. Und wir schauen nach vorn: Zwei Filmtage widmen sich dem Verhältnis von Mensch und Natur. Mutig, hoffnungsvoll, mit Blick auf eine Zukunft, die wir gemeinsam gestalten können.

Willkommen beim Walserherbst!
Dietmar Nigsch, Eugen Fulterer und Evelyn Fink-Mennel

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1

15. August bis

06. September 2025

Das

steilste

Walserherbst

Festival

walserherbst.at

in den

Bergen


Walserherbst

1

Liebes Publikum,

in einer Welt, die von Krisen durchzogen ist, fällt es nicht immer

leicht, an einem Festival zu arbeiten – an etwas, das auf

Begegnung, Austausch und Offenheit setzt. Und doch, oder

gerade deswegen, ist es umso notwendiger, genau das zu tun.

Wenn gegenseitiges Verstehen schwerfällt, braucht es

Orte, die Verbindungen schaffen. Und wo könnte dies besser

gelingen als in der Kultur – im gemeinsamen Erleben von

Musik, Kunst, Theater, Sprache? Künstlerisches Schaffen

überschreitet Grenzen, verbindet Unterschiedliches, bringt

Menschen ins Gespräch.

Es sind die Verschiedenheiten, die uns ausmachen – und

die uns in unserem gemeinsamen Dasein voranbringen.

Der Walserherbst feiert diese Vielfalt, um einer grauen Einfalt

entgegenzutreten. Wir tun das mit den Farben der Musik,

der Sprache, des Gestaltens – eingebettet in eine einzigartige

Kultur- und Naturlandschaft, die uns zugleich inspiriert und

erdet.

Wir begeben uns in den Wald, zur Echowand, ins Lutzschwefelbad

– zu sinnlichen Ritualen mit Erde, Wasser, Feuer.

Wir nutzen ungewohnte Räume: singen, tanzen und essen

gemeinsam im Heustall, betrachten Prättigauer Kunst in einem

leerstehenden Gasthaus, machen Kirchen zu Konzertsälen.

Wir holen Musikensembles ins Tal – aus Polen, Lettland und

Finnland. Wir laden Künstler*innen aus der Region und aus

der Schweiz ein, erinnern an die St. Gerolder Werkstätten vor

40 Jahren, suchen den Dialog mit unserer Herkunft.

Und wir schauen nach vorn: Zwei Filmtage widmen sich dem

Verhältnis von Mensch und Natur. Mutig, hoffnungsvoll, mit

Blick auf eine Zukunft, die wir gemeinsam gestalten können.

Willkommen beim Walserherbst!

Dietmar Nigsch, Eugen Fulterer und Evelyn Fink-Mennel

Festivalbüro

Faschinastraße 48, 6723 Blons

+43 699 10 61 62 51, office@walserherbst.at

walserherbst.at



Walserherbst

Walserherbst

3

2

03 Eröffnung

05 Musik, Tanz

11 Literatur, Theater

15 Ausstellungen

21 Film

25 Vielfalt

29 Unterwegs

32 Infos, Kontakt

34 Programmübersicht

Wer begreift,

hat Flügel.

Valie Export

Schriftzug an der Orgel der Pöstlingbergkirche, Linz

Eröffnung

Musik, Tanz

Literatur, Theater

Ausstellungen

Film

Vielfalt

Unterwegs

Querverweis

Eröffnung



4

Walserherbst Eröffnung

zu Mariä Himmelfahrt

Freitag, 15. August 2025

Blons

18:30 Uhr: Pfarrkirche

20:00 Uhr: Eröffnung im Gemeindesaal

Mit der Eröffnung des Walserherbst weht

für drei Wochen ein anderer Wind im Großen

Walsertal. Darum scheint uns die schweizerisch-belgische

Band „Zéphyr Combo“,

benannt nach dem griechischen Windgott,

sehr geeignet für das Eröffnungsfest in Blons.

Im Wesen

der Musik liegt es,

Freude zu bereiten.

Aristoteles, 384 – 322 v. Chr.

Zuvor – und ganz im Zeichen von Mariä

Himmelfahrt – laden wir zum musikalischliterarischen

Konzert „Maria Superstar“

in die Pfarrkirche sowie zum feierlichen

Eröffnungsakt in den Gemeindesaal.

So beginnt der elfte Walserherbst mit einem

himmlischen Auftakt.

Walserherbst

Maria Superstar

Musikalisch-literarisches

Konzert

Zéphyr Combo

Virtuose Folk-, Latinund

Gipsy-Klänge

5

Walserherbst

Mariä Himmelfahrt ist ein willkommener Anlass,

den Walserherbst mit einer Hommage an Maria

einzuläuten – die wohl berühmteste Frau der

Christenheit, weiblicher Popstar und Ikone der

römisch-katholischen Kirche. In der Pfarrkirche

Blons erklingen musikalische wie literarische

Zeugnisse. Dafür spielt nicht nur die Königin

der Instrumente auf (an der Behmann-Orgel:

Jürgen Natter), sondern auch die „Hausmusik

Fink“ (Wilma, Evelyn und Isabella Fink) sowie

ein von Alice und Patrick Dobler eigens

zusammengestellter „Himmelfahrtschor“.

Mit einer Mischung aus Chanson und Balkanrhythmen,

Handorgel-Rock, bissigen Satiren,

wirren Trinkliedern und Träumereien sorgt

die energiegeladene „Zéphyr Combo“ aus der

Schweiz für Schwung. Ihre humorvolldynamische

Musik fegt mit Charme und Tempo

übers Tanzparkett im Blonser Gemeinde saal.

Gespielt wird u. a. auf Akkordeon, Geige, Orgel,

Gitarre, Helikon und Trompete. Tönt ein wenig

wie Brel, ein wenig wie Bregović – aber vor allem

wie: „Zéphyr Combo“.

Musik,

Tanz



6

Finnland, Lettland und

Polen zu Gast im Tal

Musikgruppen aus dem

europäischen Norden

Klingende Kirche:

Duo Campanula

Giga, Örgeli & Jodel

Aufg’spielt & Aufkocht:

Janusz Prusinowski

Kompania

Musik & Kulinarik

Klingende Kirche:

Cello Night

Lofoten Cello Duo feat.

Die Erhart-Brüder

Die elfte Ausgabe des Walserherbst – oder

„yksitoista“, „vienpadsmit“, „jedenaście“,

wie man in Finnland, Lettland oder Polen

zu elf sagt – bringt wieder internationale

Gäste ins Große Walsertal. Mit ihrem

Gesang, ihren landestypischen Instrumenten

– von Baraban bis Kokle –und

ihren Speisen bringen sie ein Stück ihrer

Kultur mit.

Zu erleben sind sie über mehrere Tage

hinweg: in der Klingenden Kirche, beim

Radix Abschlussfest, bei Aufg’spielt &

Aufkocht – und immer wieder überraschend

und spontan, irgendwo im Tal.

Austriņa Kokle-Jugendensemble

( Lettland)

Radix Abschlussfest | S. 9

Klingende Kirche in Damüls | S. 8

Wort-Bild-Sprache | S. 12

Janusz Prusinowski Kompania (Polen)

Aufg’spielt & Aufkocht | S. 7

Orivesi All Stars (Finnland)

Aufg’spielt & Aufkocht | S. 8

Radix Abschlussfest | S. 9

Herzlichen Dank an Josef A. Amann,

dessen Unterstützung den Besuch

unserer Gäste aus Lettland möglich

macht.

Das „Duo Campanula“ – benannt nach der

Glockenblume – verbindet ruhige, besinnliche

Musik mit berührenden Klängen und mitreißender

Tanzfreude. In ihren Eigenkompositionen

wechseln sich Geige, Schwyzerörgeli

und Jodel rhythmisch und melodisch ab.

Die Musikerinnen vertonen persönliche

Erfahrungen und laden in der Bergkirche Marul

zu einer Reise zu sich selbst ein.

Anita Dachauer aus dem Prättigau entdeckte

das Schwyzerörgeli – eine Variante des

Akkordeons – spät, spielt es aber mit umso

größerer Leidenschaft. Lisa Travella, Geigerin

und Geigenbauerin aus Basel, vereint klassische

Virtuosität mit folkloristischer Freiheit –

auf einer Geige, die sie selbst gebaut hat.

Polnisch essen. Polnisch feiern. Polnisch tanzen.

Die „Janusz Prusinowski Kompania“ bringt

die archaischen Rhythmen der Tänze Mazurka,

Oberek und Kujawiak mit – gespielt mit der

Energie eines Jazzensembles und der Rauheit

alter Schalmeien. Die Musiker sind zugleich

Nachfolger dörflicher Spielleute und Avantgarde-Formation.

Geiger, Sänger und Komponist Janusz

Prusinowski leitet die Gruppe, in der Piotr

Piszczatowski (Trommeln, Tanz), Michał Żak

(Holzflöten, Schalmei, Klarinette) und

Szczepan Pospieszalski (Trompete, Cello)

handwerklich erlernte Volksmusik mit Improvisationsfreude

und unbändiger Spiellust

verbinden.

Tourneen führten sie bis in die Carnegie Hall

und auf Festivals in Asien und Europa –

und jetzt erstmals in eine Blonser Scheune.

Dazu gibt’s herzhafte polnische Küche.

Ein musikalisches Fest zweier Musikduos,

bei denen sich (fast) alles ums Cello dreht.

Das „Lofoten Cello Duo“ verbindet skandi navische

mit katalanischer Volksmusik und

verwebt sie mit Balkanrhythmen, jüdischer

Melancholie, Klängen aus dem Kaukasus und

dem Nahen Osten sowie eigenen Kompositionen.

Neben Celli und der schwedischen

Nyckelharpa sorgen die Stimmen der beiden

Musiker für die hohe Klangdichte. Zur Gründung

des Duos kam es, als Håvard Enstad zum

Studium nach Barcelona ging und dort Carles

Muñoz Camarero traf.

Lokalmatadore der tiefen Streichinstrumente

sind die Musikstudenten Kilian (Cello) und

Clemens Erhart (Orgel, Kontrabass) aus Marul,

auch bekannt als „Die Erhart-Brüder“.

Sie spielen an diesem Abend ihr persönliches

„Best of“ aus Klassik und Pop.

7

Walserherbst

Sonntag, 17. August, 19 Uhr

Bergkirche, Marul

Donnerstag, 21. August, 20 Uhr

Heustall beim Bühelhus, Oberblons

Details zur Anreise | S. 32

Sonntag, 24. August, 19 Uhr

Propsteikirche, St. Gerold



8

Aufg’spielt & Aufkocht:

Orivesi All Stars

Musik & Kulinarik

Klingende Kirche:

Austriņa

Kokle-Ensemble aus Riga

Radix Musikwerkstatt

Workshop

Radix Abschlussfest

Musik & Tanz

Walserherbst

Das Folkmusik-Kollektiv „Orivesi All Stars“

feiert beim Walserherbst seine Österreich-

Premiere als feurige Finnenparty mit Musik,

Tanz und landestypischer Kulinarik.

Angeführt vom Multiinstrumentalisten und

Komponisten Antti Järvelä bringt die Band

pulsierende nordische Folkmusik ins Tal.

Järvelä ist hier kein Unbekannter: Seit Jahren

begeistert er als Referent der „Radix

Musikwerkstatt“ mit Energie, Spiel freude

und musikalischer Neugier.

Ein besonderes Detail: Die „Orivesi All Stars“

zählen normalerweise über 60 Mitglieder.

Für die „Radix Musikwerkstatt“ wurde eine

12-köpfige Dele gation ausgelost.

In Kooperation mit dem Finnischen Honorarkonsulat

und der Österreich-Finnischen

Gesellschaft Vorarlberg.

Sie tragen den Namen einer alten lettischen

Lichtgöttin – und ihr Klang ist ebenso leuch -

tend: „Austriņa“, ein Kinder- und Jugend -

ensemble aus Riga, widmet sich dem Spiel

der Kokle, einer baltischen Kastenzither.

Gespielt wird sowohl auf der traditionellen

ethnografischen als auch auf der modernen

Konzertkokle mit 30 Saiten und Halbtonschaltern

– so erklingen lettische Volkslieder

ebenso wie Arrangements klassischer Musik,

Werke zeitgenössischer Komponisten und

moderne Bearbeitungen.

Seit über 40 Jahren wird das Ensemble von

seiner Gründerin Iveta Tauriņa geleitet.

Neben instrumentalen Stücken umfasst das

Repertoire auch mehrstimmige Gesänge.

Ein klingender Gruß aus dem Norden: Nach

zahlreichen Auftritten in Europa nun erstmals

in Österreich – in der stimmungsvollen

Bergkirche Damüls.

Die „Radix Musikwerkstatt“ geht in ihre

neunte Ausgabe. Vier Tage lang treffen sich

Musikbegeisterte in der Propstei St. Gerold,

um gemeinsam zu spielen, zu singen und zu

tanzen – angeleitet von hochkarätigen, internationalen

Referent*innen. Die künstlerische

Leitung liegt seit Beginn bei Walserherbst-

Musik kuratorin Evelyn Fink-Mennel. Wer genau

hinhört, begegnet den Teilnehmenden im

Laufe des Festivals an verschiedensten

Orten – fix aber beim legendären „Radix

Abschlussfest“.

In vier Neigungsgruppen werden unterschiedliche

musikalische Schwerpunkte

gesetzt: Die „Kinder-Fiddle-Klasse“ leiten

Evelyn Fink-Mennel und Irma-Maria Troy.

Das Ensemble „Tanzgeiger Alpin“ betreuen

Volker Gallasch und Hansjörg Gehring.

Dem „Ensemble Finnische Sauna“ heizen

Antti Järvelä und Veera Kuisma ein. Und mit

Markus Prieth aus Südtirol geht es auf

Jodelreise.

Der krönende Abschluss der „Radix

Musikwerkstatt“ ist ein mitreißendes Fest

voller Musik, Tanz und Lebensfreude. Rund

90 Musiker*innen bringen den Dorfplatz

von Blons zum Klingen – mit dem, was in

vier Tagen des gemeinsamen Musizierens

und Improvisierens gewachsen ist.

Mit dabei sind die „Orivesi All Stars“ aus

Finnland, das „Jugendensemble Austriņa“

aus Lettland sowie „Tanz auf Reisen“ mit

Toni Hacker und Wanda Leben. Die musikalische

Leitung liegt bei Evelyn Fink-Mennel.

Das „Radix Abschlussfest“ ist für alle:

Erlerntes trifft auf Spontanes, Musik auf Tanz,

Zuhören auf Mitsingen. Kaum jemand bleibt

dabei still – ein Abend zum Mitfeiern!

9

Walserherbst

Donnerstag, 28. August, 20 Uhr

Heustall beim Bühelhus, Oberblons

Details zur Anreise | S. 32

Sonntag, 31. August, 19 Uhr

Bergkirche, Damüls

24./25. – 28. August 2025

Propstei St. Gerold, St. Gerold (ausgebucht)

Mittwoch, 27. August, 20 Uhr

Dorfplatz, Blons

Musik, Tanz | S. 9

Musik, Tanz | S. 9

Musik, Tanz | S. 8 & 9



Walserherbst Abschluss

Duo SchrammelBach

Heurigenmusik & Buffet

Der Vorteil der Klugheit

besteht darin,

dass man sich dumm

stellen kann.

Das Gegenteil

ist schon schwieriger.

Kurt Tucholsky

10

Walserherbst

Was wäre, hätte Johann Sebastian Bach

beim Heurigen ein Achterl zu viel erwischt?

Was hätte er für eine Schrammelharmonika

komponiert? Und hätte Johann Schrammel

insgeheim gerne so komponiert wie sein

barocker Kollege Bach? Das „Duo SchrammelBach“

verschmilzt Bach mit Wiener

Schmäh – zu einem Quodlibet aus Bachpräludien

und Schrammelfugen, Altwiener

Tanzsuiten und satirisch Sakralem.

11

Walserherbst

Zum Abschluss des Walserherbst servieren

Peter Hudler (Violoncello, Stimme) und

Andreas Teufel (Schrammelharmonika,

Stimme) Wienerlieder, Schrammelkultur,

eigene Kompositionen und Texte von

H. C. Artmann bis Gerhard Rühm. Dazu

gibt’s ein Heurigen buffet – ein Fest für

Ohren, Gaumen und Gemüt.

Samstag, 06. September, 20 Uhr

Vereinshaus, Marul

Literatur,

Theater



Ein Waldstück

zur Blauen Stunde

Theaterperformance

Mit/von: Gian Rupf, Nicole Knuth,

Astrid Alexandre, Karin Streule

Wort-Bild-Sprache

Lesungen mit Musik

Veranstaltungsreihe zu

„Woörtr luagan — Bildr schwaätzn“

Moderation: Elisabeth Burtscher

James Saunders:

Wirklich schade um Fred

Leseperformance

Mit: Martina Spitzer und Dietmar Nigsch

Christine Lavant:

Das Wechselbälgchen

Literatur & Musik

Es liest: Maria Hofstätter

Musik: Brot & Sterne

12

Walserherbst

„Wenn ich in den Wald gehe,

passiert etwas mit mir.“

Eine Schauspielerin, ein Schauspieler, zwei

Sängerinnen – ohne Bühne, ohne Technik,

ohne Kunstlicht. Mitten im Wald beginnt ein

Spiel aus Sprache und Klang: Worte tauchen

auf, verschmelzen mit Gesang, durchdringen

das Dickicht – und verschwinden. Figuren

kommen, Geschichten wachsen, Nebel schwebt.

Ein Shuttle bringt das Publikum – mal morgens,

mal abends – an einen geheimen Ort. Bereits

im Bus kündigt eine Klangcollage das Unbekannte

an. Der Weg führt zu einem verborgenen

Platz im Wald – Moos, Bäume, Rascheln, ferne

Rufe. Dort wird Platz genommen. Das Spiel

beginnt. Text und Gesang verweben sich und

am Ende spricht nur noch der Wald.

Mundartautorin Erika Hössli hat Teilnehmende

ihrer Schreibwerkstatt dazu motiviert, Texte zu

den Bild-Wort-Kompositionen „Woörtr luagan –

Bildr schwaätzn“ zu verfassen. Diese zeigen

digitale Fotomontagen der Künstlerin Heidi

Comploj, ergänzt um Walser Dialekt wörter von

Elisabeth Burtscher. Alle Motive stammen

aus dem Tal. Die Bildserie wurde 2023 beim

Walserherbst erstmals gezeigt – nun treten die

Werke in Dialog mit Texten aus der Schreibwerkstatt.

Die Lesungen finden an drei Orten

statt.

Es lesen u. a.: Zita Zech, Maria Etlinger,

Marietta Sicher, Jasmin Burtscher, Ilse Peter,

Monika Bischof, Klaudia Rinderer, Ursula

Gassner, Rudolf Domig, Heinz Studer und

Bernadette Küng. Musikalisch begleitet

von Sarah Siren (Harfe) in Faschina, vom

„ Austriņa-Ensemble“ (Kokle) in Thüringerberg

und Alina Martin (Blockflöte) in Marul.

Ein greises Ehepaar im Dialog – scharfzüngig,

skurril, voller britischem Humor. In „Wirklich

schade um Fred“, einer Komödie von James

Saunders, geht es um den Rückblick auf

ein ganzes Eheleben und dessen möglichen

Irrtum. Mit surrealer Logik und feiner Ironie

karikiert Saunders den alltäglichen Wahnsinn –

gereift, pointiert und mit jener Schärfe und

Nachsicht, die man von langjährigen Beziehungen

kennt.

Zum 100. Geburtstag des Autors kehrt Dietmar

Nigsch zu seinem Debütstück zurück, das

er 1985 erstmals im Theater Spielraum in Wien

aufführte. Beim Walserherbst 2025, also

40 Jahre später, bringt er es erneut auf die

Bühne – gemeinsam mit Martina Spitzer. In

ihrer Leseperformance feiern die beiden nicht

nur die Komödie, sondern auch ihre langjährige

Zusammenarbeit.

Zitha ist das Kind einer Magd, geistig zurückgeblieben,

körperlich entstellt. Die Dorfgemeinschaft

erklärt ihr Schicksal mit einem

alten Mythos: Sie sei ein Wechselbalg – ein

verhextes, untergeschobenes Kind. Christine

Lavant, als große österreichische Lyrikerin

bekannt, hat mit „Das Wechselbälgchen“ eine

kraftvolle Prosaarbeit vorgelegt, die mit

archaischer Wucht von Ausgrenzung in der

dörflichen Gemeinschaft erzählt.

Maria Hofstätter liest diese Erzählung –

schnörkellos, direkt, ohne Sentimentalität.

Das Trio „Brot & Sterne“ mit Franz Hautzinger

(Trompete), Matthias Loibner (Drehleier)

und Peter Rosmanith (Perkussion) schafft

mit rauen, zeitlosen Klängen und Melodien die

musikalischen Räume zu diesem eindringlichen

Text.

13

Walserherbst

Samstag, 16. August, 19:30 Uhr

Sonntag, 17. August, 07:00 Uhr

Treffpunkt: Bergkirche, Marul

Details nach Anmeldung,

Reservierung erforderlich.

Begrenzte Teilnehmerzahl: 35 Personen

Mittwoch, 20. August, 20 Uhr

Hotel Alpenresort, Faschina

Sonntag, 31. August, Matinee um 11 Uhr

Kulturraum Ruine, Thüringerberg

Mittwoch, 03. September, 20 Uhr

Vereinshaus, Marul

Freitag, 29. August, 20 Uhr

Kultursaal, Raggal

Samstag, 30. August, 20 Uhr

Heustall beim Bühelhus, Oberblons

Details zur Anreise | S. 32

Vielfalt | S. 26



Ich habe keine

besondere Begabung,

sondern bin nur

leidenschaftlich neugierig.

Albert Einstein

Walserherbst

14

15

Walserherbst

/ 15

Ausstellungen



Vernissagenfahrt

Mit dem Bus

zu den Ausstellungen

Geformte Leere

Theresia Bickel

Keramik

Prättigauer Kunstschaffende

(Präkuscha) im Adler

Gruppenausstellung

Samstag, 16. August, ab 16:30 Uhr

Teilnehmende Künstler*innen:

16

Der Walserherbst lädt ein, gemeinsam

unterwegs zu sein – mit dem Bus von

Vernissage zu Vernissage. In Thüringerberg,

Blons und St. Gerold zeigen siebzehn

Künstler*innen ihre Arbeiten. Zwischen

den Stationen bleibt Zeit für Begegnungen

und Gespräche.

Der Bus startet in Thüringerberg und

kehrt nach dem letzten Programmpunkt

auch wieder dorthin zurück. Wer möchte,

kann die Ausstellungen selbstverständlich

auch individuell besuchen.

Vernissagen:

16:30 Uhr, Thüringerberg

Margot Geiger (Alter Konsum)

18:00 Uhr, Blons

Prättigauer Kunstschaffende

(ehem. Gasthof Adler)

Michael Salvadori (Musikraum)

19:30 Uhr, St. Gerold

Theresia Bickel (Johannishof)

20:00 Uhr, St. Gerold

GeSchichten (Scheune Lehen)

Zum Ausklang erwartet uns ein Buffet

im Hof der Scheune Lehen. Und apropos

Klang: Auch eine musikalische Überraschung

steht auf dem Programm.

Busfahrplan:

17:30 Uhr Abfahrt Kirche, Thüringerberg

19:20 Uhr Abfahrt Dorfplatz, Blons

ab 21:00 Uhr Rückfahrt nach Bedarf

Gefäße zählen zu den ältesten Formen des

Gestaltens – sie nehmen auf, bewahren,

umfassen. Ihre äußere Form entsteht im

Zusammenspiel mit dem Inneren. In diesem

Spannungsfeld bewegt sich die Arbeit von

Theresia Bickel.

Ihre Keramiken entstehen auf der Töpferscheibe

oder in freier Aufbauweise – in

Hohlform, Plattentechnik oder mit Gipsform.

Die Formen sind reduziert, funktional und

ruhig. Im Zentrum steht das Wesentliche –

das, was bleibt, wenn alles Überflüssige

weicht. Ein wichtiger Bezugspunkt ist die

japanische Raku-Keramik: der experimentelle

Brennprozess, die Unvorhersehbarkeit der

Ergebnisse und die dahinterliegende Zen-

Philosophie prägen Theresia Bickels Schaffen

ebenso wie handwerkliche Präzision. Die

Keramikerin lebt und arbeitet in St. Gerold.

Der Gasthof Adler in Blons war über Jahrzehnte

ein Ort der Begegnung – für Gäste,

Feste und die Dorfgemeinschaft. Nach der

Lawinenkatastrophe von 1954 spielte er eine

bedeutende Rolle im Wiederaufbau des

sozialen Lebens. Heute steht das Gebäude

leer und vor dem Abriss.

Für kurze Zeit kehrt nun neues Leben ein:

Acht Kunstschaffende aus dem walserischen

Prättigau bespielen den leerstehenden

Gasthof mit Malerei, Grafik, Skulptur, Papierschnitt

und Druck. Die Werke sind im Inneren

des Gebäudes ebenso zu sehen wie im

Außenraum.

Ergänzt wird die Ausstellung durch eine kleine

Dokumentation zur wechselvollen Geschichte

des Gasthofs.

Monika Flütsch, St. Antönien

Arbeitet in der Kunst des Scherenschnitts,

stilistisch jenseits traditioneller Muster.

Kühe, Älpler*innen und Familiengeschichten

prägen ihr filigranes Werk.

Barbara Dürr, Fideris

Ihr Schwerpunkt liegt auf Naturmotiven in Malerei

und Drucktechnik – heute vorwiegend mit

Aquarell, Gouache, Acryl und Papierlithografien.

Tutti Tettamanti, Vilters

Ausgebildete Goldschmiedin. Beschäftigt

sich seit den 1990ern intensiv mit Malerei,

Druck technik und Objektkunst.

Anna Maria Thöny-Luck, Fideris

Widmet sich der Installationen und dem

plastischen Schaffen – oft politischhumoristisch

und in Auseinandersetzung

mit der hiesigen Tierwelt.

Dschems Thöny-Luck, Fideris

Ist in verschiedenen Bereichen der Malerei

zuhause. Seine großflächigen Acrylbilder

verbinden traditionelle und moderne Elemente.

Kathy Shtraus-Valär, Jenaz

Geboren in der Ukraine. Studium der

Keramikgestaltung und Kunsttheorie in

Uzhgorod und St. Petersburg. Arbeitet heute

im eigenen Atelier in Jenaz.

Juan Rios, Luzein

Geboren in Mexiko. Künstler und Baubiologe

mit Hintergrund in Geografie und Siebdruck.

Arbeiten zwischen Impressionismus,

Zen-Kunst und Grafik.

17

Walserherbst

16. August – 06. September 2025

Donnerstag – Sonntag, 15 – 19 Uhr

Johannishof, St. Gerold

Anwesenheit der Künstlerin unter

www.walserherbst.at

16. August – 06. September 2025

Donnerstag – Sonntag, 15 – 19 Uhr

Ehemaliger Gasthof Adler, Blons

Weitere Infos: www.praekuscha.ch

Vielfalt | S. 27

Gion Müller, Rothenbrunnen

Kunsttherapeut und Maler. Ausbildung in

Davos, Pfäfers und bei Gian Carlo Testa.

Kunst als Möglichkeit zur Auseinandersetzung

mit Wahrnehmung und Ästhetik.



GeSchichten

in der Scheune Lehen

Gruppenausstellung

Werkschau: Faden & Farbe

Margot Geiger

Puppen, Radierungen

und Acrylbilder

Strichprobe

Michael Salvadori

Tuschezeichnungen

Teilnehmende Künstler*innen:

Irene Dworak-Dorowin, St. Gerold

Studium an der Hochschule für Angewandte

Kunst in Wien und London. Arbeiten in

Radierung und Temperamalerei. Gründerin

des Kunst- und Kulturzentrums Scheune

Lehen.

Judith Batlogg, Lorüns

Geboren in Bludenz. Autodidaktin in Malerei

und Zeichnung. Seit einigen Jahren regelmäßig

in Gruppenausstellungen vertreten.

18

Walserherbst

Sechs Künstler*innen aus Vorarlberg und ein

Künstlerkollektiv haben sich für die Ausstellung

in der Scheune Lehen zusammengeschlossen.

Gemeinsam gehen sie dem

Thema „Schichten“ nach – im wörtlichen wie

im übertragenen Sinn: in Materialien, Motiven

und persönlichen Erinnerungen.

Im Mittelpunkt stehen Fragen nach dem,

was unter der Oberfläche liegt: Was wurde

überlagert, verdrängt, vergessen? Was

tritt zum Vorschein, wenn man tiefer gräbt?

Es geht um Geschichten und Spuren,

um Herkunft und Wandel – aber auch um

die Verbindung zwischen Gegenwart und

Vergangenheit.

Die Ausstellung zeigt Malerei, Zeichnung,

Fotografie, Textilkunst, Skulptur und Objektarbeiten.

Unterschiedliche künstlerische

Zugänge treffen aufeinander – persönlich,

forschend, offen für Brüche.

16. August – 06. September 2025

Donnerstag – Sonntag, 15 – 19 Uhr

Scheune Lehen, St. Gerold

Egmont Hartwig, Dornbirn

Künstlerische Ausbildungen in den Niederlanden.

Seit 2010 in Dornbirn ansässig. Arbeitet

exklusiv in Ölmalerei – abstrakt wie figurativ.

Dorothea Rosenstock, Bludenz

Studium für Textildesign und Kunst in Luzern

und Helsinki. Arbeitet am Handwebstuhl mit

Papiergarn und anderen Materialien.

Anna Stemmer, Thüringerberg

Studium der Fotografie und Malerei an der

Universität für angewandte Kunst Wien.

Illustratorin und Künstlerin mit Atelier in

Thüringerberg.

Albrecht Zauner, Lustenau

Studium an der Akademie der bildenden Künste

Wien. Seit 1989 freischaffender Bildhauer.

Kollektiv Fadenatelier

Die Gruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung

und Umsetzung innovativer Strickprojekte:

Cornelia Duelli, Gertrud Faißt, Frieda Faller,

Roswitha Noventa, Sabrina Vonbrül,

Karin Riedmann

Künstlerische Begleitung: Eveline Bischof

Mit Anfang zwanzig nähte Margot Geiger ihre

erste Puppe – für ein Kind, das kein Spielzeug

hatte. Aus diesem Stoffwesen wurde eine

Leidenschaft: Über drei Jahrzehnte lang

entstanden Puppen in unterschiedlichster

Größe und Gestalt, aus Wolle, Stoff und Spitzen.

1998 wandte sich Geiger neuen Ausdrucksformen

zu: Radierung und Acrylmalerei auf

Leinwand. Seither lebt und arbeitet die

gebürtige Vorarlbergerin in Wien als freischaffende

Künstlerin und Kunsttherapeutin.

Für den Walserherbst kehrt sie zum Thema

Puppe zurück: Die gezeigten Puppenporträts

sind neu entstanden – als Rückblick und

Neuentdeckung zugleich. Begleitet werden sie

von Radierungen und großflächigen Acrylbildern,

die vom Leben erzählen – in der Stadt

und auf dem Land, von Menschen, Literatur,

Natur und Träumen.

16. August – 06. September 2025

Donnerstag – Sonntag, 15 – 19 Uhr

Alter Konsum, Thüringerberg

Anwesenheit der Künstlerin unter

www.walserherbst.at

Präzision, Geduld und Imagination – darauf

baut Michael Salvadoris Arbeit. 1986 geboren

fand er nach einer Tischlerlehre 2011 zur

Kunst. Seither widmet er sich intensiv der

Tuschezeichnung, insbesondere der

Kreuzschraffur.

In akribischer Detailarbeit entstehen dichte,

surreale Bildwelten. Das Spiel von Licht und

Schatten, die filigranen Linien – all das fordert

das Auge der Betrachtenden ebenso wie die

Ausdauer des Künstlers: Manche Werke

nehmen bis zu 200 Stunden in Anspruch, die

107 Meter lange Tuschezeichnung „360°“

sogar sechs Jahre.

Mit seiner Ausstellung im Musikraum in Blons

lädt er ein, die Grenzen zwischen Realität und

Imagination neu auszuloten. Michael Salvadori

lebt und arbeitet in Dornbirn.

16. August – 06. September 2025

Donnerstag – Sonntag, 15 – 19 Uhr

Musikraum, Blons

19

Walserherbst



Dialog mit der Herkunft

Sonderausstellung im

Museum Großes Walsertal

Was schätzt du wert?

Sonderausstellung

im biosphärenpark.haus

¼ Jahrhundert Biosphärenpark

Großes Walsertal

Nichts kann geliebt

oder gehasst werden,

wenn es nicht zuerst

verstanden wird.

Leonardo da Vinci

20

Walserherbst

Das imposante Doppelhaus im Herzen von

Sonntag beherbergt seit 1981 das Talmuseum

mit der Dauerausstellung „Leben in Extremlagen“

und aktuell die Sonderausstellung

„Dialog mit der Herkunft“. Im Fokus steht das

Werk von Albert Rauch (1908 – 1970), dessen

Kunst eine tiefe Verbindung zwischen Mensch

und Natur ausdrückt. Ergänzt wird die

Ausstellung durch Arbeiten von Künstler*innen

aus seinem familiären Umfeld. Gezeigt

werden Malerei, Druckgrafik, Skulptur und

Keramik. Ein Rahmenprogramm mit Führungen,

Vorträgen und Workshops begleitet die

Ausstellung.

Teilnehmende Künstler*innen: Albert Rauch,

Johannes Rauch, Magdalena Rauch, Marta

Rauch-Debevec, Martin Rauch, Melanie

Berlinger, Sebastian Rauch, Sophie T. Rauch

und Verena Rauch.

Die Frage „Was schätzt du wert?“ steht im

Jubiläumsjahr des Biosphärenparks Großes

Walsertal im Raum. Im Trubel des Alltags

vergessen wir oft, die wertvollen Dinge um

uns herum zu erkennen. Die Frage lädt dazu

ein, innezuhalten und nachzudenken – über

das, was wir wertschätzen: an uns selbst, an

anderen und in der Region.

Alle Menschen im Tal sind eingeladen, ihre

Gedanken auf Wertschatz-Postkarten

festzuhalten. Aus allen Beiträgen entsteht

eine lebendige Ausstellung im biosphärenpark.haus,

die mit jedem neuen Beitrag

weiterwächst. Eröffnet wird die Ausstellung

im Rahmen einer Vernissage – mit wertschätzenden

Impulsen und regionalen

Köstlichkeiten.

Eine Initiative der Regio-V mit dem

Bio sphärenpark Großes Walsertal.

21

Walserherbst

10. Mai – 06. Oktober 2025

Sa, So & Feiertage, 14 – 17 Uhr oder

nach Vereinbarung mit Führung

Museum Großes Walsertal, Sonntag

Sonntag, 07. September

Führung Dauerausstellung, 14 Uhr

Führung Sonderausstellung, 16 Uhr

Vernissage: Dienstag, 19. August, 18:30 Uhr

täglich, 14 – 18 Uhr

biosphärenpark.haus, Sonntag

Film



Bergfahrt

Dokumentarfilm

Dominique Margot, Schweiz 2024, 97 min

Das Lied der Anderen –

Eine Suche nach Europa

Dokumentarfilm

Wald

Spielfilm

Elisabeth Scharang, Österreich 2023, 95 min.

Elefant

Spielfilm

Kamil Krawczycki, Polen 2022, 93 min., OmdU

Vadim Jendreyko, Schweiz 2024, 136 min

22

Walserherbst

Der Berg ruft. Wie lange noch? Nach Jahren

des Massentourismus in den Alpen findet

langsam ein Umdenken statt. Ob Forschende,

Künstler*innen oder Philosoph*innen –

viele versuchen, sich dem Wesen der Berge

auf neue Weise zu nähern. Sie spiegeln

die gegenläufigen Ansätze in dieser kritischen

Zeit wider, in der wir unsere erlernten Werte

neu definieren und den Wandel aktiv suchen

müssen.

In eindrucksvollen Bildern zeigt der Schweizer

Regisseur Dominique Margot die Größe und

Schönheit der Berge. Er begleitet Menschen,

die das Gebirge erforschen – lauschend,

staunend, schützend.

Muss sich die Geschichte mit all ihren

Albträumen immer wiederholen? Was hält

uns am Rand des Abgrunds? Der Film

folgt den Spuren der Verwüstungen, die

Machtstreben und maßloses Wachstum

hinterlassen haben – und begegnet

Menschen, die sich diesem Erbe auf andere

Weise stellen, es verwandeln und neue

Wege suchen.

Regisseur Vadim Jendreyko reist quer durch

Europa, von Athen, der Geburtsstätte der

Demokratie, bis zum norwegischen Eismeer,

und spricht mit Menschen unterschiedlichster

Herkunft – darunter eine Dirigentin

und ein General, ein Vogelforscher und eine

Geologin. In eindringlichen Bildern und

vielstimmigen Gesprächen erkundet der Film

den Umgang mit europäischer Erinnerung –

und die Hoffnung auf eine andere Zukunft.

Marian (Birgitte Hobmeier) packt ein paar

Sachen, lässt den Mann (Bogdan Dumitrache)

zurück in der Stadt und zieht sich in das alte,

geerbte Haus der verstorbenen Großmutter

zurück, zehn Kilometer entfernt vom nächsten

Dorf. Sie hat keinen Strom, keine Nahrungsmittel,

wenig Geld, kein Auto. Und ihre Anwesenheit

stört – sie löst Unruhe aus im Dorf.

Was will sie hier?

In der Nähe des alten Hauses lebt Marians

Jugendfreundin Gerti (Gerti Drassl), die den

Hof führt und ihre alten Eltern versorgt.

Früher waren Gerti und Marian beste Freundinnen,

im Trio mit Franz (Johannes Krisch)

zogen sie tagelang durch die Wälder. Die

Rückkehr von Marian befeuert zwischen den

Dreien alte Konflikte und vergessene Träume.

Der 22-jährige Bartek führt einen kleinen

Bauernhof in den polnischen Bergen. Seit

sich sein Vater aus dem Staub gemacht

hat, ist er das Familienoberhaupt. Frei fühlt

er sich nur bei seinen geliebten Pferden.

Als der lange verschollene Nachbarssohn

Dawid ins Dorf zurückkehrt, wird Barteks

pflichtbestimmter Alltag erschüttert. Er steht

vor einer Entscheidung: ein Leben für die

Familie – oder für seine wachsenden Gefühle

zu Dawid.

Inspiriert von Filmen wie „God’s Own Country“

und „Brokeback Mountain“ erzählt „Elefant“

von der ersten Liebe und und der Selbstwerdung

eines jungen schwulen Mannes

inmitten einer rauen, aber atemberaubend

schönen Landschaft. Ein leidenschaftlicher

Film über Mut und Hoffnung.

23

Walserherbst

Donnerstag, 04. September, 18 Uhr

Vereinshaus, Marul

Donnerstag, 04. September, 20 Uhr

Vereinshaus, Marul

Freitag, 05. September, 18 Uhr

Vereinshaus, Marul

Freitag, 05. September, 20 Uhr

Vereinshaus, Marul



Die Seele

hat die Farbe

deiner Gedanken.

Marcus Aurelius, röm. Kaiser, 121 – 180 n. Chr.

Walserherbst

24

25

Walserherbst

/ 25

Vielfalt



Lehmschlickerbad

im Lutzschwefelbad

Sinnliches Ritual aus Erde,

Wasser und Feuer

Lehmschlickerbad

im Lutzschwefelbad

Sinnliches Ritual aus Erde,

Wasser und Feuer

Stöbern & Staunen

im Gemsle

Flohmarkt, Fotofilm

und Geselligkeit

Papierschnitt-Workshop

Zweitägiger Kurs

mit Monika Flütsch

26

Walserherbst

Was macht uns zu dem, was wir sind? Welche

Rolle spielt unsere Herkunft für unsere

Persönlichkeit? Johannes Rauch, Kunst- und

Psychotherapeut aus Feldkirch, und FestivalgründerDietmar

Nigsch sprechen über

Prägungen, Haltungen und das Wirken als

„Walser“ im Großen Walsertal.

Rauch, dessen familiäre Linien nach Sonntag

und Dünserberg führen, arbeitete viele Jahre

in der Entwicklungszusammenarbeit in

Ostafrika, bevor er die Leitung der Therapiestation

Carina übernahm. Im Gespräch geht

es um die Reflexion des eigenen „Gewordenseins“,

um die Bedeutung der Herkunft auf

unser Wesen – auf jene „unbewusste Tiefenperson“,die

jedem Menschen Originalität

und Einmaligkeit verleiht.

Musikalisch begleitet wird der Abend von

Peter Rosmanith (Hang, Perkussion).

Das Lutzschwefelbad an der tosenden Lutz

wird zum Ort elementarer Erfahrung. Mit Feuer

erhitzt und mit Lehm vermengt, verwandelt

sich das warme Wasser in feinen Schlick –

weich, umhüllend, lebendig. Schwebend im

Lehmschlick wird der Körper leicht, die Sinne

öffnen sich. Das gemeinsame Bad ist heilsam,

spielerisch – und überraschend wohltuend.

Gestaltet wird das zweitägige Ritual mit je

zwei Durchgängen von Martin Rauch und

seiner Tochter, der Kunstpädagogin Anna-Pia

Rauch. Martin Rauch, Lehmbau-Koryphäe

aus Schlins, ist international bekannt für sein

baukünstlerisches Gestalten mit Erde – von

Wohnhäusern über Werkhallen bis zu Kapellen.

In Kooperation mit Lehm Ton Erde Baukunst,

Verein Wassertal und dem Museum Großes

Walsertal.

Das Flohmarktlädele im Gemsle – 2022 vom

Sozialausschuss Blons als „Brocki fürs

Walsertal“ ins Leben gerufen – ist längst mehr

als ein Ort für Dinge aus zweiter Hand. Es ist

Treffpunkt, Begegnungsort und solidarisches

Projekt: Die Waren werden gespendet, der

Erlös fließt in den Sozialfonds des Tals.

Während des Walserherbst verlängert das

Lädele seine Öffnungszeiten bis in die

Abendstunden – mit Musik, kleinen Speisen

und noch mehr Programm.

So zeigt etwa der Fotoclub Sonntag gemeinsam

mit Gerhard Hartmann den Fotofilm

„Bilder, die Geschichten erzählen“. Alte Fotografien

erinnern an Menschen und Orte,

die das Tal prägten – eine stille Hommage an

das gelebte Leben im Großen Walsertal.

Die renommierte Schweizer Scherenschnittkünstlerin

Monika Flütsch lädt zu einem

zweitägigen Workshop ins ehemalige Gasthaus

Adler in Blons. Vermittelt werden nicht nur

Techniken mit Messer und Schere, sondern

auch der kreative Weg zu eigenen Entwürfen.

„Scherenschnitt ist Fleißarbeit – das kann

jede und jeder“, sagt Flütsch, deren Kühe mit

überdimensionaler Plümpe oder lachend

tanzend traditionelle Formen des Papierschnitts

sprengen. Auch die Landschaften ihrer Heimat

St. Antönien, einem Walsergebiet in Graubünden,

sowie Steinböcke, Murmeltiere, aber

auch menschliche Charaktere prägen ihr

vielfältiges Œuvre. Ihre filigranen Arbeiten

werden international ausgestellt.

Im Adler ist zudem eine Ausstellung mit

Arbeiten der Künstlerin und weiterer

Prättigauer Kunstschaffender zu sehen.

27

Walserherbst

Samstag, 23. August, 20 Uhr

Kultursaal, Raggal

Ausstellungen | S. 20

Literatur, Theater | S. 13

Samstag, 23. August, 11 – 14 Uhr & 15 – 18 Uhr

Sonntag, 24. August, 11 – 14 Uhr & 15 – 18 Uhr

danach Baden für Kurzentschlossene

Details nach Anmeldung bis 20. August:

office@walserherbst.at

Ausstellungen | S. 20

Freitag, 15., 22., 29. August &

05. September 2025, jeweils 14 – 21 Uhr

Gemsle, Garsella

05. – 06. September 2025, jeweils 13 – 17 Uhr

Ehemaliger Gasthof Adler, Blons

Anmeldung: nigsch@walserherbst.at

Kosten: € 130,– inkl. Material, max. 12 Personen

Ausstellungen | S. 17



40 Jahre St. Gerolder

Werkstätten

Spurensuche

im Johannishof

Lutzschwefelbad

Badekultur in

puristischer Architektur

Reisen wir

aber wohin

frage ich

Heimwärts

Aber wo ist das

frage ich

Innen

sagte die Stimme

Doris Mühringer

28

Walserherbst

1985 gegründet, zählen die St. Gerolder

Werkstätten zu den prägenden künstlerischen

Initiativen im Großen Walsertal. Was im „Lehen“

der Propstei mit den Sommerkursen Malerei,

Radierung, Keramik und Theater begann,

wurde rasch zu einem Motor für Austausch,

Experiment und Kultur.

Zum 40-jährigen Jubiläum werden im Johannishof

Zeitdokumente und Erinnerungen an

diese bewegten Anfangsjahre aufgelegt.

Bemerkenswert: Alle vier Gründungsmitglieder –

Irene Dworak-Dorowin, Theresia Bickel,

Margot Geiger und Dietmar Nigsch – sind

heuer beim Walserherbst vertreten.

Unweit von Buchboden, am Ufer des Lutzbachs,

liegt das Lutzschwefelbad – ein naturnahes

Kleinod mit puristischer Architektur.

Drei Wasserqualitäten laden zum Erleben ein:

eine der stärksten Schwefelquellen Österreichs

sprudelt als Trinkbrunnen und Tauchbecken,

daneben ein freiliegendes, auf

40 Grad erwärmtes Becken mit konstantem

Frischwasserzufluss. Beheizt mit einem

Holzofen, bietet diese Oase auch auf den

Liegeflächen Wärme und spürbare Erdung.

Von Mai bis Oktober sorgt der Verein

Wassertal für ein heilsames, wärmendes

Badeerlebnis inmitten der Natur.

29

Walserherbst

Auch die Aufführung von Peter Turrinis „Die

Wirtin“ in einem Theaterzelt war ein Schlüsselmoment:

Sie gab den Impuls zur Gründung

des „Projekttheater“. Dessen Weiterentwicklung

prägten u. a. die Ensemblemitglieder Maria

Hofstätter und Martina Spitzer –beide auch

heuer wieder im Festivalprogramm vertreten.

16. August – 06. September 2025

Donnerstag – Sonntag, 15 – 19 Uhr

Johannishof, St. Gerold

Badezeiten 2025

11. – 13. & 25. – 27. Juli

15. – 17. August

05. – 07. & 19. – 21. September

03. – 04. Oktober

Infos & Buchung: wassertal.at /

info@wassertal.at

Kosten: € 230,– für einen Badeabend

für eine Gruppe von bis zu 12 Personen

Unterwegs



Musikalische Wanderung

zur Echowand

Bergbahn, Wandern &

Jodeln, Juzen

Baumzirkus

Performance

von und mit Martha Labil

für Groß und Klein

Waldwandern / Waldwandeln

Workshop mit Martha Labil

für erwachsenes Publikum

30

Walserherbst

Bevor abends in Oberblons „Aufg’spielt &

Aufkocht“ wird, geht es hoch hinaus: Eine

musikalische Wanderung führt hinauf nach

Sonntag-Stein – und weiter zur Echowand

auf 1.500 m Seehöhe. Begleitet wird die

Tour von Evelyn Fink-Mennel, Musikkuratorin

des Walserherbst und Initiatorin der

„Radix-Musikwerkstatt“.

Die kurze, leicht zu bewältigende und aussichtsreiche

Wanderung endet an einer

besonderen Felswand: Seit Gerold Amanns

Echokonzert beim Walserherbst 2004

hat sich die Echowand an der Wandfluh als

Resonanzraum etabliert. Sie ist zweite

Stimme, Klangkörper – und zugleich Leitfigur

des mittlerweile über die Talgrenzen hinaus

bekannten „Klangraum Stein“.

Hier treffen Juzen und Jodeln auf Naturakustik.

Das Wandfluh-Echo antwortet.

Hereinspaziert, diesmal in den Wald! Martha

Labil, bekannt für ihre eigensinnigen und

überraschenden Auftritte, lädt ein zum

„Baumzirkus“. Gemeinsam mit dem Publikum

geht’s durch den Wald bis zu einer Lichtung,

einem verborgenen Platz zwischen Zweigen

und Moos.

Dort beginnt der Zauber: Borkenkäferdressur,

Ast-Trapez, akrobatische Verrenkungen und

kleine Zaubereien – alles anders als erwartet.

Das Blätterdach wird zum Zirkuszelt, die

Wurzeln zur Sitztribüne, Insekten und Vögel

spielen ihr wildes Waldorchester.

Der „Baumzirkus“ ist eine poetische Fantasie

für alle Sinne – zum Staunen und Lachen.

Wie immer bei Martha: skurril, charmant und

ein bisschen verrückt.

Mitbringen: feste Schuhe, Jause, Regenschutz.

Für Kinder ab 4 Jahren geeignet.

Martha Labil – alias Martha Laschkolnig –

gehört fast schon zum Inventar des Walserherbst.

Mit ihren eigenwilligen Performances,

ihrer Neugier und Offenheit hat sie sich

viele Freund*innen im Tal gemacht. Diesmal

nimmt sie uns mit auf einen Spaziergang

für Erwachsene: „Waldwandern / Waldwandeln“ –

eine Einladung, der Umgebung mit allen Sinnen

zu begegnen.

Tasten, lauschen, riechen – Martha führt

durch den Wald mit der Ernsthaftigkeit einer

Clownin, einem feinen Gespür für Wahrnehmung

und einem Blick für das oft Übersehene.

Die Wanderung wird zu einer poetischen

Erfahrung zwischen Bewegung, Begegnung

und Erdung. Ein liebevoll gefüllter Essenskorb,

der im Beitrag enthalten ist, begleitet den

Weg – und wer mitwandert, kehrt womöglich

verwandelt zurück.

31

Walserherbst

Donnerstag, 28. August 2025, 13:30 Uhr

Treffpunkt: Talstation Seilbahn Sonntag / Stein

Dauer: ca. 2,5 – 3 Stunden, Wanderung findet

nur bei guter Witterung statt. Für ein

Seilbahn-Ticket ist selbst Sorge zu tragen.

Musik, Tanz | S. 9

Freitag, 5. September, 15 Uhr

Treffpunkt: Dorfplatz, Buchboden

Samstag, 6. September

Treffpunkt und Uhrzeit: Bekanntgabe

nach Anmeldung, max. 15 Personen

Dauer: ca. 3 Stunden

Weg: leicht begehbar



32

Walserherbst

Anreise zum Heustall

beim Bühelhus

Das Bühelhus liegt malerisch

oberhalb des Ortskerns

von Blons und ist gut zu Fuß

erreichbar. Bitte planen

Sie hierfür etwas Zeit ein.

— ca. 10 Minuten über den

Wanderweg

— ca. 20 Minuten auf dem

etwas sanfteren Weg

entlang der Zufahrtsstraße

Wichtig

Die Zufahrt mit dem Auto

zum Bühelhus ist nicht

gestattet. Besucher*innen

werden gebeten, die öffentlichen

Parkmöglichkeiten

im Ort Blons zu nutzen.

Vor und nach der Veranstaltung

wird bei Bedarf ein

Shuttle-Transfer zwischen

dem Dorfplatz Blons und

dem Bühelhus angeboten.

Förderer

Hauptsponsoren

Partner

Festivalbüro und Reservierungen

Faschinastraße 48, 6723 Blons

+43 699 10 61 62 51

www.walserherbst.at

office@walserherbst.at

Pressekontakt

Nika Mitteregger

+43 664 530 86 65

presse@walserherbst.at

Kooperationspartner

Dorfgasthaus Falva

REGIO & BSP Großes Walsertal

Sozialausschuss Blons

Verein Wassertal

Kulturraum Ruine Blumenegg

Museum Großes Walsertal

Alpenresort Walsertal

Alpenregion Bludenz Tourismus

Lehm Ton Erde

Tanz auf Reisen

Ortsbäuerinnen Großwalsertal

Fotoklub Sonntag

Scheune Lehen, St. Gerold

Gottlieb Kaufmann, Blons

Karlheinz & Ulrike Winkler, Blons

Engelbert Erhart, Blons

Elisabeth Burtscher, Fontanella

Walserherbst Team

Dietmar Nigsch | Festivalleitung

Eugen Fulterer | Co-Festivalleitung

Evelyn Fink-Mennel | Musikkuratorin

Martin Beck | Technische Betreuung, Leitung

David-Johannes Buj Reitze | Mitarbeiter

Jonas Noventa I Technischer Mitarbeiter

Viktoria Ganahl I Festivalbüro

Amy Burtscher | Ausstellungsbetreuung

Peter Lampert | Mitarbeiter

Kaleido | Grafik & Design

Nika Mitteregger | Redaktion & PR

Martin Lengauer, diejungs.at | Lektorat

Karl Tschavoll, ländle.io | Webservices & Hosting

Fotocredits

Eröffnung

(S. 04) Himmelfahrtschor | August Bickel, Zéphyr Combo |

Anouk Van Oordt

Musik / Tanz

(S. 06 / 07 v.l.n.r.) Duo Campanula | Anja Vogel, Janusz

Prusinowski Kompania | A.Rozga, Lofoten Cello Duo |

Coral Shalom,

(S. 08 / 09 v.l.n.r.) Antti Järvelä | Ulla Nikula, Austriņa |

Josef Amann, Evelyn Fink-Mennel | Ernst Bimminger,

Radix Abschluss Raggal | Walserherbst,

(S. 10) SchrammelBach | Phillip Kerber

Literatur / Theater

(S. 12 / 13 v.l.n.r.) Waldstück I Gian Rupf, Elisabeth Burtscher |

Hermann Pirker, Martina Spitzer | Mihai Mitrea, Dietmar Nigsch |

Nikolaus Walter, Maria Hofstätter | Hans Kogler, Brot & Sterne |

Hans Ringhofer

Ausstellungen

(S. 16 / 17 v.l.n.r.) Theresia Bickel | Anna Stemmer, Präkuscha |

Juan Rios,

(S. 18 / 19 v.l.n.r.) GeSchichten | Dorothea Rosenstock, Margot

Geiger | Margot Geiger, Michael Salvadori | Patrick Wenth,

(S. 20 v.l.n.r.) Dialog mit der Herkunft | Aquarell, Albert Rauch,

Großes Walsertal, Sonntag | Martin Caldonazzi

Film

(S. 22 / 23 v.l.n.r.) Bergfahrt | Filmstill, Das Lieder der Anderen |

Filmstill, Wald | Filmstill, Elefant | Filmstill

Vielfalt

(S. 26 / 27 v.l.n.r.) Johannes Rauch | Johannes Rauch,

Lehmschlickerbad | Martin Rauch, Gemsle Garsella |

Catherine Hazotte, Monika Flütsch | Monika Flütsch,

(S. 28 v.l.n.r.) St. Gerolder Werkstätten | Margot Geiger,

Lutzschwefelbad | Monika Bischof

Unterwegs

(S. 30 / 31 v.l.n.r.) Echowand Sonntag-Stein | Natalie Dönz,

Martha Laschkolnig | Monika Bischof, Martha Laschkolnig |

Martha Laschkolnig

33

Walserherbst

Herausgeber und für den Inhalt

verantwortlich:

Walserherbst Festival

Faschina Straße 48, 6723 Blons

Druck | Druckerei Thurnher, Rankweil



Programmübersicht

Datum Uhrzeit Veranstaltung Preis Ort Seite

Datum Uhrzeit Veranstaltung Preis Ort Seite

15. August 18:30 Uhr Maria Superstar | Musikalischliterarisches

Konzert

Freier Beitrag Pfarrkirche, Blons 4

15. August 20 Uhr Festivaleröffnung mit Zéphyr Combo Gemeindesaal, Blons 4

05. September 20 Uhr Elefant | Spielfilm 12,– / 9,– Vereinshaus, Marul 23

05. September 14 – 21 Uhr Stöbern & Staunen im Gemsle |

Flohmarkt, Fotofilm und Geselligkeit

Gemsle, Garsella 27

15. August 14 – 21 Uhr Stöbern & Staunen im Gemsle |

Flohmarkt, Fotofilm und Geselligkeit

Gemsle, Garsella 27

06. September 20 Uhr Duo SchrammelBach |

Heurigenmusik & Buffet

30,– / 28,– Vereinshaus, Marul 10

16. August 16:30 Uhr Vernissagenfahrt – Mit dem Bus

zu den Ausstellungen

Alter Konsum,

Thüringerberg

16

07. September 14 & 16 Uhr Führungen im Museum

Großes Walsertal

Museum Großes Walsertal,

Sonntag

20

16. August 19:30 Uhr Ein Waldstück zur Blauen Stunde |

Theaterperformance

17. August 07 Uhr Ein Waldstück zur Blauen Stunde |

Theaterperformance

30,– Treffpunkt: Marul,

Bergkirche

33,– / 30,– Treffpunkt: Marul,

Bergkirche

12

12

Juli – Okt. 2025 wassertal.at Lutzschwefelbad |

Badekultur in puristischer Architektur

230,–

pauschal f.

Badeabend

Lutzschwefelbad,

Buchboden

28

34

Walserherbst

17. August 19 Uhr Klingende Kirche | Duo Campanula 28,– / 22,– Bergkirche, Marul 6

19. August 18:30 Uhr Was schätzt du wert? | Vernissage biosphärenpark.haus,

Sonntag

20. August 20 Uhr Wort-Bild-Sprache | Lesung mit Musik Freier Beitrag Hotel Alpenresort, Faschina 12

21. August 20 Uhr Aufg‘spielt & Aufkocht |

Janusz Prusinowski Kompania

22. August 14 – 21 Uhr Stöbern & Staunen im Gemsle |

Flohmarkt, Fotofilm und Geselligkeit

26,– / 22,– Heustall beim Bühelhus,

Oberblons

20

Gemsle, Garsella 27

23. August 20 Uhr Originalität & Herkunft | Gespräch & Musik Kultursaal, Raggal 26

23. August 11 – 14 Uhr &

15 – 18 Uhr

Lehmschlickerbad im Lutzschwefelbad |

Sinnliches Ritual aus Erde, Wasser und

Feuer

25,– inkl.

kleiner Jause

Lutzschwefelbad,

Buchboden

24. August 19 Uhr Klingende Kirche | Cello Night 28,– / 22,– Propsteikriche, St. Gerold 7

24. August 11 – 14 Uhr &

15 – 18 Uhr

Lehmschlickerbad im Lutzschwefelbad

| Sinnliches Ritual aus Erde, Wasser und

Feuer

25,– inkl.

kleiner Jause

Lutzschwefelbad,

Buchboden

27. August 20 Uhr Radix Abschlussfest | Musik & Tanz Dorfplatz, Blons 9

28. August 13:30 Uhr Musikalische Wanderung zur Echowand Talstation Seilbahn

Sonntag/Stein

7

26

26

30

Ausstellungen

Datum Veranstaltung Preis Ort Seite

16. August – 06. September Geformte Leere | Theresia Bickel |

Keramik

16. August – 06. September Prättigauer Kunstschaffende im Adler |

Gruppenausstellung

16. August – 06. September GeSchichten in der Scheune Lehen |

Gruppenausstellung

16. August – 06. September Werkschau: Faden & Farbe | Margot Geiger |

Puppen, Radierungen und Acrylbilder

16. August – 06. September Stichprobe | Michael Salvadori |

Tuschezeichnungen

16. August – 06. September 40 Jahre St. Gerolder Werkstätten |

Spurensuche im Johannishof

20. August – bis Ende

d. Jahres

Was schätzt du wert? |

Sonderausstellung

10. Mai – 06. Oktober Dialog mit der Herkunft |

Sonderausstellung

Johannishof, St. Gerold 16

Ehemaliger Gasthof Adler,

Blons

17

Scheune Lehen, St. Gerold 18

Alter Konsum,

Thüringerberg

19

Musikraum, Blons 19

Johannishof, St. Gerold 28

biosphärenpark.haus,

Sonntag

7,– / 6,– Museum Großes Walsertal,

Sonntag

20

20

35

Walserherbst

28. August 20 Uhr Aufg‘spielt & Aufkocht | Orivesi All Stars 26,– / 22,– Heustall beim Bühelhus,

Oberblons

29. August 20 Uhr James Saunders: Wirklich schade

um Fred | Leseperformance

29. August 14 – 21 Uhr Stöbern & Staunen im Gemsle |

Flohmarkt, Fotofilm und Geselligkeit

30. August 20 Uhr Christine Lavant: Das Wechselbälgchen |

Literatur & Musik

31. August 11 Uhr Wort-Bild-Sprache | Lesung mit Musik,

Martinee

16,– / 14,– Kultursaal, Raggal 13

Gemsle, Garsella 27

28,– / 22,– Heustall beim Bühelhus,

Oberblons

Freier Beitrag

Kulturraum Ruine,

Thüringerberg

31. August 19 Uhr Klingende Kirche | Austriņa 28,– / 22,– Bergkirche, Damüls 8

8

13

12

Workshops

Datum Veranstaltung Preis Ort Seite

24. August – 28. August Radix Musikwerkstatt | Workshop 260,– / 110,– /

90,–

05. – 06. September Papierschnitt-Workshop |

Zweitägiger Kurs mit Monika Flütsch

06. September 2025 Waldwandern / Waldwandeln | Workshop 40,– inkl.

mit Martha Labil für erwachsenes Publikum kleiner Jause

Propstei, St. Gerold 9

130,– Ehemaliger Gasthof Adler,

Blons

Ort & Zeit: Bekanntgabe

bei Anmeldung

27

31

03. September 20 Uhr Wort-Bild-Sprache | Lesung mit Musik Freier Beitrag Vereinshaus, Marul 12

04. September 18 Uhr Bergfahrt | Dokumentarfilm 12,– / 9,– Vereinshaus, Marul 22

04. September 20 Uhr Das Lied der Anderen – Eine Suche

nach Europa | Dokumentarfilm

12,– / 9,– Vereinshaus, Marul 22

05. September 15 Uhr Baumzirkus | Performance von

und mit Martha Labil für Groß und Klein

Freier Beitrag Dorfplatz, Buchboden 30

05. September 18 Uhr Wald | Spielfilm 12,– / 9,– Vereinshaus, Marul 23

Eröffnung Musik, Tanz Literatur, Theater Ausstellungen Film Vielfalt Unterwegs

Ermäßigungen

Für Schüler*innen, Student*innen, Präsenz- und

Zivildienstleistende (mit Ausweis), Ö1 Clubmitglieder



Anfahrt

Entscheiden Sie sich, wenn möglich, für eine Anreise mit den

öffentlichen Verkehrsmitteln, oder bilden Sie Fahrgemeinschaften!

Mitfahrbänkle

Die vom Walserherbst 2021 initiierten „Mitfahrbänkle“ erfreuen

sich immer noch großer Beliebtheit. Angelehnt an die alte

Tradition des „Autostoppens“ wird am Mitfahrbänkle mit einer

Schwenkfahne der Wunsch zum Mitfahren signalisiert.

Mitfahrbänkle finden sich in allen Walsergemeinden sowie bei

den „Taleinfahrten“ in Ludesch und Thüringen.

36

Mobilitätstipp für die Bewohner*innen des Großen Walsertals

Mit den regionalen Energieförderungen wird ein ÖV Monatsticket

für Vorarlberg mit bis zu 30 Euro pro Person und

Jahr gefördert. Der Walserherbst bietet ein ideales Zeitfenster

und den passenden Anlass, um dieses Angebot zu nutzen.

Walserherbst

E-Mobilität

Im gesamten Tal befinden

sich Ladestationen für

E-Bikes sowie E-Autos.

Weitere Informationen

zur Mobilität:

www.grosseswalsertal.at

www.vmobil.at

CH/FL

Satteins

Bludesch

Lindau/D

Thüringen

Ludesch

Bregenz

Dornbirn

Damüls

Feldkirch

Faschina

Thüringerberg

St. Gerold Blons

Bludenz

Bezau

Fontanella

Sonntag

Buchboden

Garsella

Raggal/Marul

D

Kartenreservierung

Wir bitten um Voranmeldung und Reservierung

über die Webseite, dies erleichtert einen

reibungslosen Ablauf unserer Veranstaltungen.

Das Kartenkontingent ist begrenzt.

www.walserherbst.at

+43 699 10 61 62 51

office@walserherbst.at

Hunger auf Kunst & Kultur

Für Kulturpass-Besitzer:innen gilt freier Eintritt.

Eine Kartenreservierung ist jedoch vorab erforderlich.

Bei Veranstaltungsbeginn ist an der Eintrittskassa

der Kulturpass vorzuweisen.



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Alle zwei Jahre lädt der

Walserherbst zum

„steilsten Festival in den

Bergen“. Im Biosphärenpark

Großes Walsertal

inszeniert das Festival

Begeg nungen mit Musik,

bildender Kunst, europäischem

Kino, Literatur,

Theater, Kulinarik und

Volkskultur.

walserherbst.at

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